R இ ன Go GG 4965 11 Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er seinen eingeborne Sohn gab, auf daß Alle, die an glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Jof. 3, 16. Zur gesogneten Erinnerung Palmsonntag 1893 geschrieben von vel. den Diban Selber. J. Schnorr v. Carolsfeld. INRI Verlag des Rauhen Hauses in Hamburg Gestochen v P Barfus to Owaingh Fejdiz ruangelisen hiche Verlag von Carl Mayer in Nürnberg. Hauer comp. • yevangbacy für die evangelische Kirche 379. Stahlstich v. Carl Mayer's Kunst- Anstalt in Nürnberg Verlag von Carl Mayer in Nürnberg. gefangbuch für die evangel.- lutherische Kirche in Bayern. A.F. PEARRER NEM WITTE Berkaufspreis: ungebunden 85 Pfennig. Kraft des der allgemeinen Pfarrwitwen- Kasse zustehenden Ver lagsrechts, dermalen im Verlag bei U. E. Sebald, Buchdruckereibesiger in Nürnberg. 1886. go Gb 4065 Univ.- Bibl. Giessen Privilegium. Wir Maximilian Joseph, von Gottes Gnaden König von Bayern. Nachdem Wir unterm 26. Dezember vorigen Jahrs die Einführung eines neuen Gesangbuches für sämtliche protestantische Gemeinden Unseres Königreiches genehmigt haben, so finden Wir Uns nunmehr bewogen, zur bessern Begründung einer Versorgungs- Anstalt für Pfarrers- Witwen und Waisen das Privilegium auf dieses Gesangbuch sowohl, als auf alle noch erscheinenden liturgischen Schriften zum kirchlichen Gebrauche, so wie auf die protestantischen Religionsbücher zum Unterrichte in Schulen, der zu errichtenden allgemeinen Pfarr- Witwen- Kaffe zu verleihen. Wir erteilen daher dieser allgemeinen Pfarr- Witwen- Kaffe das Recht, die obgedachten Bücher, zur Erzielung der möglich wohlfeilsten Preise und der nötigen Gleichförmigkeit, ganz allein zu verlegen, zu drucken, auszugeben und feil zu haben, und dieselben durch ihre aufgestellten Kommissionarien im ganzen Königreiche verkaufen zu lassen. Demzufolge verbieten wir allen Unsern Unterthanen, insonderheit aber allen, in Unsern Staaten angesessenen Buchdruckern und Buchhändlern bei Bermeidung Unserer allerhöchsten Ungnade und einer Strafe von ein hundert Dukaten, wovon jedesmal bie Hälfte Unserer Staats- Kaffe, die andere Hälfte aber der allgemeinen Pfarr- Witwen- Kaffe zufallen soll, sich unter fei nerlei Form und Vorwand, weder mittel- oder unmittelbar, einen Nachdruck oder Debit gemeldter Bücher und Schriften zu erlauben. Zugleich ermächtigen Wir die allgemeine Pfarr- Witwen- KaffeAdministration zur Sicherung dieses Privilegiums, bei verspürten IV Eingriffen mit Hilfe Unserer Obrigkeiten gegen die Beeinträchtigenden einzuschreiten, die unrechtmäßigen Auflagen wegnehmen zu lassen, und nach den darüber erhaltenen Weisungen damit zu schalten; weswegen auch zu jedermanns Kenntnis und Warnung die in dem Verlage der Pfarr- Witwen- Kaffe erscheinenden Schriften mit einem besondern Stempel vor der Abgabe bezeichnet werden sollen. Zu deffen Urkunde haben wir diesen Brief allerhöchst eigenhändig unterschrieben, Unser königliches geheimes Insiegel auf drucken lassen und die Bekanntmachung desselben durch das Regierungsblatt befohlen. Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt München den vierten August im ein tausend acht hundert und elften Jahre, Unseres Reiches im sechsten. Mar Joseph. Graf von Montgelas. Auf Königl. allerhöchsten Befehl, der General- Sekretär f. Kobell. Inhalts- Verzeichnis. Erste Abteilung. Allgemeine Gesänge für den öffentlichen Gottesdienst. Lob- und Danklieder Nr. 1-14. Gebetlieder Nr. 15-31. Sonntags- und allgemeine Gottesdienstlieder Nr. 32-43. Bweite Abteilung. Hohe Fest- und Feiertagslieder. 1) Die hohen Feste und Festzeiten. Advent Nr. 44-54. Anfang des Kirchenjahres Nr. 55-56. Weihnacht Nr. 57-71. Neujahr Nr. 72-82. Epiphanias Nr. 83-87. ( Darstellung Christi Nr. 88-89.) Passionszeit und Karfreitag Nr. 90-111. ( Begräbnis Jesu Nr. 112-114.) Ostern Nr. 115-133. ( Oftermontag Nr. 134.) Himmelfahrt Nr. 135-145. Pfingsten Nr. 146-161. Trinitatisfest Nr. 162-169. 2) Kirchliche Feiertage. Reformationsfest Nr. 170-171. Kirchweihfest Nr. 172-173. Bußtag Nr. 174-177. Erntefest Nr. 178-179. Geburts- und Namenstag des Landesherrn Nr. 180-181. Dritte Abteilung. Kirchliche Handlungen. 1) Die heiligen Sakramente. Taufe Nr. 182-186. Abendmahl Nr. 187-201. ( Nach dem Abendmahl Nr. 202-207.) 2) Die andern kirchlichen Handlungen. Konfirmation Nr. 208-211. Beichte Nr. 212-218. Ordination Nr. 219-220. Trauung Nr. 221-224. Begräbnis Nr. 225-230. ( Bei Kinderleichen Nr. 231-232.) Inhalts Verzeichnis. Vierte Abteilung. Der christliche Glaube. Allgemeine Glaubenslieder Nr. 233-239. Gott der Vater. VI ? Wesen und Eigenschaften Nr. 240-248. Schöpfung und Erhaltung Nr. 249-254. ( Von den Engeln Nr. 255-256.) Vorsehung und Regierung Nr. 257-264. Gott der Sohn. Versöhnung und Erlösung Nr. 265-278. Jesuslieder Nr. 279-296. Gott der heilige Geist Nr. 297-300. Wort Gottes Nr. 301-311. Kirche und Reich Gottes Nr. 312-327. Missionslieder Nr. 328-336. Fünfte Abteilung. Das christliche Leben. Sündenbekenntnis und Buße Nr. 337-349. Rechtfertigung und Gnadenstand Nr. 350-367. Kampf der Heiligung Nr. 368-380. Früchte der Wiedergeburt Nr. 381-402. Kreuz- und Trostlieder Nr. 403-430. Morgenlieder Nr. 431-456. Tischlieder Nr. 457-461. Abendlieder Nr. 462-485. ( Am Schluß der Woche Nr. 486-487.) ( Am Sonntagabend Nr. 488-489.) Haus- und Ehestand Nr. 490-495. ( Kinder Nr. 496-497.) ( Freunde Nr. 498.) Obrigkeit Nr. 499-500. Krieg und Friede Nr. 501-504. Mißwachs und Teuerung Nr. 505-507. Krankheit und Seuchen Nr. 508-510. Allerlei gemeine Not Nr. 511-514. Sechste Abteilung. Von den letzten Dingen. Tod Nr. 515-546. ( Tob und Begräbnis von Kindern Nr. 547-549.) Auferstehung, Gericht und ewiges Leben Nr. 550-568. Alphabetisches Melodien- Verzeichnis. Nr. 338, 142, 309. 1. Ach Gott, erhör mein Seufzen Nr. 408. 2. Ach, Gott und Herr 3. Ach, Gott vom Himmel 4. Ach Jesu, dessen Treu 5. Ach, was soll ich Sünder 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Nr. 301, 506, 507. Nr. 24, 342, 426. Nr. 47, 51. Nr. 534. 10. Alle Menschen müssen sterben. 11. Alles ist an Gottes Segen 7. Ach, wir armen Sünder- Nr. 91. 8. Allein Gott in der Höh- Nr. 164, 10. 9. Allein zu dir, Herr Jesu Christ Nr. 337, 23. Nr. 556, 143, 184, 206. Nr. 260, 144, 290. 12. Als Jesus an dem Kreuze- Nr. 106, 259. 13. An dir allein, an dir- Nr. 346. 14. An Wasserflüssen Babylon- 15. Auf, auf, mein Herz, und du 16. Auf diesen Tag bedenken wir 17. Auferstehn, ja auferstehn- Nr. 230. Nr. 136. 18. Auf, ihr Heiden, lobet- Nr. 331. 19. Auf meinen lieben Gott- Nr. 406, 340. 20. Aus meines Herzens Grunde- Nr. 432, 49, 52. 21. Aus tiefer Not schrei ich- Nr. 174, 175, 341. - - - - Nr. 98, 199. Nr. 32. - 22. Beschränkt, ihr Weisen- Nr. 356, 363. 23. Beschwertes Herz, leg ab- Nr. 34. 24. Christe, du Lamm Gottes- Nr. 187. Nr. 135. a.( Christ fuhr gen Himmel 25b. Christ ist erstanden- Nr. 115. - Nr. 118. c.( Christus ist erstanden - 26. Christ lag in Todesbanden- Nr. 117. 27. Christum wir sollen loben schon 28. Christus der ist mein Leben 29. Christus, der uns selig macht- Nr. 90. 30. Da Christus geboren war Nr. 67, 514. Nr. 462, 463. Nr. 529, 21, 127. - VIII 31. Dank sei Gott in der Höhe- Nr. 249, 351. 32. Den die Hirten lobten sehre- Nr. 294. 33. Der lieben Sonne Licht- Nr. 475, 228. 34. Der Tag mit seinem Lichte Nr. 469. 35. Die güldne Sonne - Nr. 439. 36. Die Himmel rühmen- Nr. 247. Nr. 464. 37. Die Nacht ist kommen 38. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz Nr. 468, 27, 167 481. - Nr. 302. 40. Dir, dir, Jehova, will ich- Nr. 26, 332. 39. Dies sind die heilgen zehn Gebot 41. Du großer Schmerzenmann- Nr. 95. - - 42. Ein feste Burg- Nr. 170. 43. Eins ist not; ach Herr- Nr. 288. 44. Erhalt uns, Herr Nr. 313, 314, 460, 465, 486, 500. 45. Ermuntre dich, mein schwacher Geift- Nr. 65, 547. 46. Erschienen ist der herrlich Tag- Nr. 120, 125, 137, 138, - 449. 47. Es ist das Heil- Nr. 267, 9, 123, 124, 235, 248, 254, 277, 326, 350. 48. Es ist genug - Nr. 538, 536, 549. 49. Es ist gewißlich an der Zeit Nr. 550, 191, 196, 197, 234, 344, 566. - 50. Es fostet viel, ein Christ- Nr. 392, 393. 51. Es spricht der Unweisen Mund Nr. 181, 221, 264, 304, 384. - - 52. Es woll uns Gott genädig- Nr. 328, 182. - 53. Fahre fort, fahre fort Nr. 320. 54. Freu dich sehr, o meine Seele 195, 243, 256, 300, 333, 446. - - 55. Freut euch, ihr Christen Nr. 66. 56. Fröhlich soll mein Herze- Nr. 62, 159. - 57. Gelobet seist du, Jesu Christ Nr. 57, 55, 63. 58. Gelobt sei Gott im höchsten Thron Nr. 119. 59. Gib dich zufrieden und sei stille 60. Gott, den ich als Liebe tenne 61. Gott, der Vater, wohn uns bei 62. Gott des Himmels und der 284, 452. Nr. 410. Nr. 508. Nr. 163. Erden 63. Gott ist mein Lied- Nr. 246. 64. Gott lebet noch- Nr. 418. Nr. 530, 153, 156, 160, 348, 373, 385, 386, 388, - - Nr. 437, 33, 155, 65. Gott Lob! nun ist die Nacht- Na. 451. 66. Gott sei gelobet und gebenedeiet- Nr. 202, 193. 67. Gottes Sohn ist kommen Nr. 60, 531. 68. Gott sorgt für dich- Nr. 414. 69. Herr Christ, der einig Gott's Sohn- Nr. 25, 96. 70. Herr Gott, dich loben alle wir- Nr. 31, 46, 433, 438. 71. Herr Gott, dich loben wir Nr. 1. 72. Herr Gott, nun schleuß 73. Herr Jesu Christ, dich zu uns 434, 454. - - - 74. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut 510, 517. 75. Herr Jesu Christ, meins Lebens- Nr. 298, 329, 473. 76. Herr, wie du willst Nr. 521, 251, 345, 368, 425, 503. 77. Herzlich lieb hab ich dich- Nr. 18, 213. 78. Herzlich thut mich verlangen 409, 525, 533, 548. Nr. 528. - - 79. Herzliebster Jeſu, was hast du Nr. 93, 109, 317, 400. 80. Heut triumphieret Gottes Sohn- Nr. 121, 122. 81. Hüter, wird die Nacht- Nr. 453, 445. - Nr. 36, 37, 38, 372, 431, Nr. 212, 102, 103, 82. Ich armer Mensch Nr. 215, 177, 218, 222, 310, 444. 83. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Nr. 532. 84. Ich dank dir schon- Nr. 455, 456. 85. Ich danke dir, o Gott- Nr. 435. 86. Ich hab mein Sach- Nr. 535. 87. Ich ruf zu dir, Herr Jesu-- Nr. 17. 88. Ich ruhe nun in Gottes Armen 89. Ich will dich lieben Nr. 283. - Nr. 198. 90. Jehova, Jehova- Nr. 14. 91. Jehova ist mein Licht- Nr. 262. 92. Jerusalem, du hochgebaute Stadt- Nr. 552. 93. Jesaia, dem Propheten Nr. 162. 94. Jesu, der du meine Seele Nr. 343, 105, 285, 299. 95. Jesu, hilf siegen- Nr. 377, 321, 505. 96. Jesu, meine Freude 480. 1 - Nr. 524, 19, 77, 89, 100, 306, - IX Nr. 282, 158, 261, 295, 419, 423, 97. Jesu, meines Lebens Leben Nr. 97, 12, 134, 217, 224, 272, 391, 498. - 98. Jesus Christus, unser Heiland, der den Nr. 116. 99. Jesus Christus, unser Heiland, der von- Nr. 190. 100. Jesus, meine Zuversicht- Nr. 558, 54, 86, 108, 131, 173, 269, 542, 544, 546 561. X 101. In dich hab ich gehoffet- Nr. 16, 183, 499. 102. Komm, Gott Schöpfer 103. Komm, heiliger Geist, Herre Gott 104. Kommt her zu mir. 105. Lasset uns den Herren 106. Liebster Jesu, wir sind hier 311, 539. Nr. 22, 238, 297, 316. - Nr. 147, 146, 150. - Nr. 7, 129, 253, 389. 398. 112. Macht hoch die Thür- Nr. 44. 113. Mein Auge wacht- Nr. 483. 114. Meinen Jesum laß ich nicht- 291, 421. - - - 107. Lobe den Herren, den mächtigen- Nr. 8, 69. 108. Lobe den Herren, o meine Seele Nr. 13. 109. Lobet den Herren alle, die- Nr. 440, 436, 513. 110. Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich- Nr. 61, 70. - 111. Machs mit mir, Gott- Nr. 526, 80, 252, 370, 371, 397, - Nr. 148, 157. - Nr. 39, 40, 41, 43, 161, 185, 115. Meine Seele, willst du ruhn- Nr. 396. 116. Mein Freund zerschmelzt- Nr. 292. 117. Mein Herzens- Jesu Nr. 28, 30, 319, 323, 327, 336, 447, 478. - 134. O daß ich tausend Zungen135. O du Liebe meiner LiebeNr. 281, 53, 78, 209, 216, 118. Mein Jesu, dem die Seraphinen Nr. 266. 119. Mein Seel erhebt den Herren 120. Mit Fried und Freud fahr ich- Nr. 88. 121. Mit meinem Gott geh ich- Nr. 472, 355, 484, 497. 122. Mitten wir im Leben- Nr. 515. 123. Morgenglanz der Ewigkeit - Nr. 442. Nr. 324. 124. Nun bitten wir den heiligen GeistNa. 149. 125. Nun danket alle Gott- Nr. 3, 165, 166, 504. 126. Nun danfet all und bringet. Nr. 5, 6. 127. Nun freut euch, lieben Nr. 265, 56, 72, 81, 126, 139, 239, 268, 280. - 128. Nun fomm, der Heiden Heiland- Nr. 45, 334. 129. Nun laßt uns den Leib- Nr. 225, 111, 113, 229, 466, - 519. 130. Nun laßt uns Gott- Nr. 457, 75, 204, 258, 441, 443. 131. Nun lob, mein Seel- Nr. 2, 82, 203, 236, 240, 502. 132. Nun preiset alle Nr. 4. 133. Nun sich der Tag- Nr. 476, 227, 395, 448, 488. Nr. 11, 68, 178, 244, 364, 366. Nr. 104, 211. - Nr. 555, 278, 330, 567. - 136. Durchbrecher aller Bande- Nr. 374, 271, 308. 137. Ewigkeit, du Donnerwort 138. O Gott, du frommer Gott 270, 390, 450. Nr. 20, 42, 79, 219, 231, 237, - 139. Herre Gott, dein göttlich Wort Nr. 303, 305, 540. 140. O Jesu Christ, meins Lens Licht- Nr. 522, 74, 92, 192, 200, 276, 354, 467, 527, 560. 141. O Sesulein süß Nr. 151. 142. O Lamm Gottes unschuldig Nr. 189. 143. liebster Herr Jesu Christ- Nr. 394. 144. Traurigkeit Nr. 112, 110, 114, 479. 145. O Welt, ich muß dich lassen Nr. 516, 99, 232, 255, 257, 362, 420, 427, 470, 482, 485, 489, 509, 537. 146. O wie selig seid ihr doch- Nr. 554, 553. - 147. Ringe recht, wenn Gottes Gnade- Nr. 378, 424. 148. Ruhet wohl, ihr Totenbeine Nr. 226. 149. Schaffe in mir, Gott- Nr. 188. 150. Schmücke dich, o liebe Seele - - - Nr. 194, 273, 274, 461. 151. Schwing dich auf zu deinem Gott- Nr. 353, 367, 401, 494. 152. Seelenbräutigam Nr. 286, 210, 223, 289. 153. Sollt es gleich bisweilen scheinen Nr. 415. 154. Straf mich nicht in deinem Zorn - - - 155. Unser Herrscher, unser König- Nr. 35, 361, 563, 564. 156. Valet will ich dir geben- Nr. 523, 48, 64, 83, 352, 545, 559, 562. 157. Bater unser im Himmelreich- Nr. 15, 339, 405, 512, 518. 158. Verleih uns Frieden gnädiglich- Nr. 501. - 159. Vom Himmel hoch da komm ich her- Nr. 58, 59, 71, 130. 160. Von Gott will ich nicht laſsen- Nr. 382, 50, 407. 161. Wachet auf, ruft uns Nr. 551, 132, 133, 201, 376, 565. 162. Warum sollt ich mich denn grämen Nr. 412. 163. Was Gott thut Nr. 416, 179, 263, 296, 399, 429. 164. Was mein Gott will- Nr. 403, 369, 383, 411. 165. Weil nichts gemeiner ist- Nr. 145, 205, 275, 379. 166. Welt, ade, ich bin- Nr. 557. 167. Wenn mein Stündlein Nr. 520. 168. Wenn wir in höchsten Nöten 428, 458. Nr. 176, 29, 375, 568. XI - Nr. 511, 73, 381, 404, 169. Werde Licht, du Stadt- Nr. 84, 76. 170. Werde munter, mein Gemüte- Nr. 471, 85, 128, 387, 474, 477, 492.496. XII 171. Wer nur den lieben Gott läßt- N. 413, 186, 208, 347, 349, 357, 358, 359, 360, 402, 417, 422, 487. Nr. 541, 107, 543. 172. Wer weiß, wie nahe mir 173. Wie groß ist des Allmächtgen 174. Wie schön leucht 220, 335, 491, 495. Nr. 245, 322, 365, 430. Nr. 279, 87, 140, 154, 169, 172, 207, 175. Wie wohl ist mir, o Freund 176. Wir glauben all- SchöpferVater 177. Wir glauben all Nr. 168. 178. Wo Gott, der Herr, nicht- N. 171, 312, 380. 179. Wo Gott zum Haus nicht- Nr. 490, 493. 180. Wunderbarer König- Nr. 250, 241, 242. - - - Nr. 287, 293. Nr. 233. - Nr. 152, 141, 180. 181. 3euch ein zu meinen. 182. Zeuch meinen Geist- Nr. 307. 183. Zion flagt mit Angst- Nr. 315. 94, 101, 214, 318. Erste Abteilung. Allgemeine Gesänge für den öffentlichen Gottesdienst. 1. Erster Chor. Lob- und Danklieder. A e 1. Herr Gott, dich lo- ben wir, Eigne Melodie. P dich, Vater in E- wig- keit, All Engel und Him- melsheer auch Che- ru- bim und Se- ra- phim Heilig ift in- fer Gott! + ( Altkirchlich.) 1525. 2. Dein göttlich macht und Herrlichkeit Der heiligen zwölf Boten Zahl die teu- ren Märtrer all- zu- mal Die gan- ze wer- te Christenheit dich, Gott Ba- ter, im höchsten Thron, den heili- gen Geist und Tröster wert Vet. m. Not. Zweiter Chor. Herr Gott, wir dan- ken dir, ehrt die Welt weit und breit. und was die net deiner Ehr, Heilig ist un= fer Gott! Beide Chöre fing- en immer mit hoher Stimm: = Heilig ist unser Gott, der Her= re 3e= ba= oth! Erster Chor. 3 weiter Chor. geht über Himmel und Erden weit. und die lieben Prophe- ten all, To ben dich, Herr, mit großemEchall. rühmt dich auf Er= den al= le- zeit: dei- nen rech- ten und ei- ni- gen Sohn, mit rech- tem Dienst fie lobt und ehrt. 1 2 SIE Lob- und Danklieder. 3. Du König der Eh- ren, Jesu Christ, Erster Chor. der Jungfrau Leib nicht haft verschmäht, du haft dem Tod zerstört sein Macht du sitzt zur Rechten Gottes gleich ein Richter du zu- künftig bist 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, laß uns im Him- mel ha- ben teil hilf deinem Volt, Herr Je- su Christ, wart und pfleg ihr zu al- ler Zeit 211 5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich Be- hüt uns heut, o treu- er Gott, Sei uns gnä- dig, o Her- re Gott, Zeiguns deine Barmherzig- keit, auf dich hof- fen wir, lie- ber Herr, Beide A Zweiter Chor. Gott Vaters e- wi- ger Sohn du bist; zur- löfen das menschlich Geschlecht; und all Christen zum Himmel bracht; mit aller Ehr ins Ba- ters Reich; al- les, das tot und le- bend ist. die mit deim teurn Blut er-lö- set sein; mit den Hei- li- gen in e- wi- gem Heil; und se- get, das deir Erb- teil ist; and heb ste hoch in = wig- feit. und een en Noen fte- tig- lich. vor al- ler Sünd und Diis- se- that! fei unsgnä- dig in al- ler Not! wie un- fer Hoffnung zu dir steht; in Schanden laß uns nim- mer- mehr. Chöre men! Dr. Martin Luther, geb. 1483,+ 1546 2. HD f Lob- und Danklieder. Eigne Melodie. 1. Nun lob, meinSeel, den Herren, was in mir ist, den Namen sein; sein Wohlthat thut er mehren, ver- giß es nicht, o Her- ze mein! Hat, dir dein Sünd ver ge= ben mit rech- tem Troft be- schüt- tet, er= rett dein ar- mes Le= ben, nimmt dich in seinen Schoß, 3. Wie sich ein Mann erbarmet über sein junge Kindelein, so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn findlich fürchten rein; er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, ein nichtiges 3. 1. Nun dan- fet al= le der große Ding- e Kugelmann? 1540. Eigne Melodie. fu der Herr schafft Recht, be- hü- tet, die leiden in seim Reich. lend Laub: der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da: also der Mensch vergehet, sein End das ist ihm nah. 2. Er hat uns wissen lassen Geschlechte, ein Blum und falsein herrlich Recht und sein Gericht, darzu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld; die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den, die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend ist unser Sünd dahin. Gott thut 3 und heilt dein Schwachheit groß, ver- jüngt dem Ad- ler gleich; 4. Die Gottesgnad alleine bleibt stet und fest in Ewigkeit bei seiner lieben G'meine, die steht in seiner Furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel, waltet seins Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heiligs Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. Joh. Gramann, geb. 1487, † 1541. Crüger. 1649. mit Herzen, Mund und Hän- den, len En- ten, an uns und al= 1* 4 Lob- und Danklieder. der uns von Mut- ter Leib un- zäh- lig viel = zu gut 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, ja, uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei 4. 1. Mun preiset al= le D wer te ste Chri- sten- heit! • 71 Eigne Melodie. seiner Gna- den, = und Kin- des- bei= nen an und noch jetz- und ge= than. Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich, im höchsten Himmelsthrone: dem dreieinigen Gott, als der im Anfang war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar. Martin Nindkart, geb. 1586, † 1649. Gottes Barmherzig- keit, lob ihn mit Schalle, v. Löwenstern. 1644. 2. Der Herr regieret über die ganze Welt, was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt. Viel tauſend Engel um ihn schweben, 1: Psalter und Harfen ihm Ehre geben.: 3. Wohlauf, ihr Heiden, las set das Trauern sein, zu grünen Weiden stellet euch willig ein; da läßt er uns sein Wort verkünden, : machet uns ledig von allen Sünden.: Er läßt dich freund- lich zu sich la- den, freu- e dich, Ifrael, seiner Gnaden. Freu- e dich, If ra el, = = 4. Er gibet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal; er schaffet früh und fpaten Regen,: füllet uns alle mit seinem Segen.: 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns foll hinfort kein Unfall schaden:: freue dich, Israel, seiner Gnaden.: Matth. Apelles von Löwenstern, geb. 1594, 1648. 5. Lob- und Danklieder. Eigne Melodie. 1. Nun dan- tet all und bringet Ehr, dem, dessen Lob der Eng- el Heer 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 5 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist Crüger. 1658. ihr Menschen in der Welt, im Himmel stets ver- meldt. 6. Er lasse seinen Frieden ruhn in Israelis Land; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er laffe seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wann wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 6. Im obigen Ton. 1. Ich finge dir mit Herz und es, der uns unser Feld mit Tau Mund, Herr, meines Herzens Luft! und Regen nett? Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle seist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Öl und Most zu seinen Zeiten findt? 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werten Fried in unserm Vaterland? 7. Ach, Herr mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach an Lob- und Danklieder. 6 unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nähreft uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafst uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzu sehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, was uns hoch erfreut und dir zu Ehren reicht. 11. Du zählst, wie oft ein Chrifte wein, und was sein kummer sei; kein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wann uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, sing 7. und spring und habe guten Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Teil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. 15. Was tränfst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Negiment. Nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich sein. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Schop. 1641. Mel. Laffet uns den Herren preisen zc 1. Sollt ich meinem Gott nicht fingen? Denn ich seh in allen Dingen, Ist doch nichts als lau- ter Lieben, Sollt ich ihm nicht fröhlich sein? wie so gut ers mit mir mein. das sein treu- es Her- ze regt, das ohn En- de hebt und trägt, die in sei- nem Dienft sich ü- ben. Al- les Ding währt seine Zeit, Got- tes Lieb in &-wig- teit. Lob- und Danklieder. 7 2. Wie ein Adler sein Gefie- hat er mir zum Dienst bestellt, der über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt, alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben, das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält. Tier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein teures Blut gewinn. O du ungegründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ia recht wohl bedacht; will dem Leibe Not zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. Wenn mein können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere 4. Seinen Geist, den edlen Führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch mich doch mein Lebetage niemals die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. noch bisher gerührt. Gottes Engel, den er sendet, hat das Böſe, was der Feind anzurichten ist gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. wird vom Satan umgeführt, die 8. Wie so manche schwere Plage 9. Wie ein Vater seinem Kinde sein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Nut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, 8 Lob- und Danklieder. dennoch, wenn ichs recht erwäge, find es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinn entgehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wann der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch 8. 3 nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei, so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Eigne Melodie. Lobgefang hö= ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir immer gefällt; haft du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? 4. Lobe den Herren, der deinen 9. 1. Lo- be den Her- ren, den mächtigen König der Ehren, mei- ne gelie- be te See le, das ist mein Be- geh- ren; O ● tom- met zu Hauf, Pfal- ter und Har- fe, wacht auf, las- set den H 1665. Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Ödem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; lobend beschließe mit Amen! Joachim Neander, geb. c. 1650, † 1680. 1523. Mel. Es ist das Heil uns 2c. bo 1. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Va- ter al- ler Gü- te, dem Gott, der al= le Wunder thut, dem Gott, dermeinGe- mü- te Lob- und Danklieder. • mit sei- nem reichen Troft er- füllt, dem Gott, der al- len Jammer stillt: Gebt unserm Gott die Eh 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht: Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten; darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich: Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließz mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her: Gebt unserm Gott die Ehre! 10. re! 9 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Überfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Nuh: Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, o Gott, dein Lobgefang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich! Gebt unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekemnt, gebt unserm Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott; der Herr ist Gott, der Herr ist Gott: Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht mit jauchzenvollem Springen, bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich fingen: Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht: Gebt unserm Gott die Ehre! 2 Jaf. Schütz, geb. 1640, † 1690. Mel. Allein Gott in der Höh zc. ( Altkirchlich.) 1539. Pedra 1. Bringt her dem Herren Lob und Ehr aus freudi- gem Gemü- te; ein fe der Gottes Ruhm vermehr und preise sei- ne Git- te. 10 Ach Io- bet, To= bet alle Gott, der uns be frei- et aus der Not, = a Lob- und Danklieder. und dan- ket sei- nem Na 2. Lobt Gott und rühmet alle zeit die großen Wunderwerke, die Majestät und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt und dadurch alle Ding erhält: drum danket seinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, Leib, Seele, Geist und Leben aus lauter väterlicher Gnad uns allen hat gegeben; der uns durch seine Engel schützt und täglich gibet, was uns nützt: drum danket seinem Namen. 11. fer 2 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, der für uns ist gestorben, und uns die selge Lebensfron durch seinen Tod erworben; der worden ist der Höll ein Gift und Frieden hat mit Gott gestift: drum danket seinem Namen. fot men. Eigne Melodie. 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezün det und alles Gute noch verheißt, uns stärket, kräftigt, gründet; der uns erleuchtet durch sein Wort, re giert und treibet fort und fort: drum danket seinem Namen. 6. Lobt Gott, der auch dies gute Werk, so in uns angefangen, vollführen wird und geben Stärt, das Kleinod zu erlangen, das er hat allen dargestellt und seinen Gläubgen vorbehält: drum danket seinem Namen. 7. Lobt Gott, ihr starken Se raphim, ihr Fürstentum und Thro nen! Es loben Gott mit heller Stimm, die hier auf Erden wohnen. Lobt Gott und preist ihn früh und spat; ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. Chriakus Günther, geb. 1650, † 1704. R 1. O daß ich tausend Zungen hät- te und ei- nen tausend- fachen Mund! so stimmt ich da- mit in die Wet- te vom al- ler- tiefsten Herzensgrund ein Loblied nach dem andern an 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! daß mein Bhut mit Jauchzen wallt, so lang es noch im 1738. von dem, was Gott an mir ge- than. Laufe geht! Ach, wär ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr Lob- und Danklieder. meine Kräfte? Auf, auf! braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir. Ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben; denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sei, o allerliebster Vater, unendlich Lob für jede Gab; Lob sei dir, mildester Berater, für alles, was ich bin und hab, für alles Gute in der Welt, das du zu meinem Heil bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen und mich durch Blut und Todesschmerz von Satans Macht und Grausamkeit zu deinem Eigentum befreit. 8. Auch dir sei ewig Ruhm und Ehre, o heilig werter Gottesgeist, für deines Trostes süße Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt. Ach, wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher 11 Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld unsäglich gnädige Geduld. 10. Vor andern küß ich deine Rute, die du mir aufgebunden hast. Wie viel thut sie mir doch zu gute und ist mir eine sanfte Last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, daß ich von deinen Liebsten sei. 11. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage getreu durch alles haft geführt. Denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefs sten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 13. Ich will von deiner Güte fingen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wann der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 14. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin. Im Himmel soll es besser werden, wann ich bei deinen Engeln bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. Johann Mentzer, geb. 1658, † 1734. 12 12. fe. Lob- und Danklieder. Mel. Jesu, meines Lebens zc. 1. Wo- mit soll ich dich wohl lo- ben, Een- de mir da zu von o- ben 9. Denn ich kann mit nichts er reichen deine Gnad und Lie- bes- zei- chen. O 1687. mäch- ti- ger Herr Ze= ba= oth? deines Geistes Kraft, mein Gott! 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, noch den Grund hie zu ergründen. Tausend tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sündenhöhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgejöhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Tausend- tausend Tau- send- tau- send- mal sei dir, gro- ßer Kö- nig, Dank dafür! mal sei dir, großer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets 6. Ja, Herr, lauter Gnad und erhebe Tag und Nacht; denn von Wahrheit sind vor deinem Angedeinen Gnadengüssen Leib und sicht; du, du trittst hervor in KlarSeele zeugen müssen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! heit, in Gerechtigkeit, Gericht, daß man soll aus deinen Werken deine Güt und Allmacht merken. Tausend- tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Denk ich nur der Sündenstraßen, drauf ich häufte Schuld mit Schuld, so möcht ich vor Scham erblaffen vor der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen haft getragen mit Erbarmen, Tausend- tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu berei ten, sich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Tausend- tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Wie ein Vater nimmt und gibet, nachdems Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist, und dich meiner angenommen, wenns Tausend- tausendmal ſei dir, groauch gleich aufs höchste kommen. ßer König, Dank dafür! 9. Mich hast du auf Adlersflügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; wenn schien alles Lob- und Danklieder. 13 dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! zu zerrinnen, ward ich deiner Hilf deine Freundlichkeit; und durch doch innen. Tausend- tausendmal i dir, großer König, Dank dafür! 10. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Nechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Tausendtausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 11. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit; und du haft zu mir geneiget, Jesu, 13. bis in Tod; mei- nem Gott. Eigne Melodie. 3 1. Lo- be den Herren, o meine See= Ie! weil ich noch Stunden auf Er den zäh= le, 12. Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen; ach, laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jesu Leis ten nur gehn in die Ewigkeiten; da will ich, Herr, für und für, ewig, ewig danken dir! Ludw. Andr. Gotter, geb. 1661, † 1735. 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! Der Leib und Seel gegeben hat, wer- de H priesen früh und spat. Hal= le= lu- ja, Hal- le- lu- ja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist; welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen und hofft getrost auf Jesum Christ. Wer die sen Herrn zum Beistand hat, findet 1713. Ich will ihn lo= ben will ich lob- sing- en ge= am besten Rat und That. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden, und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft; die hart Gebund 14 Gebetlieder. ewiglich. Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! nen macht er frei; seine Genad ist ihren Strick. Der Herr ist König mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn. Wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe fehn. Sein Aufsicht ist der Fremden Trub; Witwen und Waisen hält er Schutz. Halleluja, Halleluja! hohen Namen des, der so große 8. Rühmet, ihr Menschen, den Wunder thut. Alles, was Ödem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder 7. Aber der Gottesvergeßnen Sohn und heilgen Geist. HalleGottes, lobt und preist Vater und Tritte kehrt er mit starker Hand luja, Halleluja! zurück, daß sie nur machen verfehrte Schritte und fallen selbst in 14. fe15. Eigne Melodie. Heilig! er schal- len. Je- ho- va, Je- hova, Je- ho= va! → Eh- re, Macht und Ruhm. Amen, Amen! Bis einst der Tempel die- ser Welt Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675, 1723. • O D 。 auf dein Wort in Staub zerfällt, soll in unsern Hallen das Heilig! Heilig! Knecht. 1815. Dei- nem Na- men sei Hal- Te= In ja, Hal- le- lu- ja! Gebetlieder. Eigne Melodie. Gottlieb Konrad Pfeffel, geb. 1736, † 1809. 1539. 1. Da- ter un- ser im Himmelreich, der du uns al- le Hei- ßeft gleich Brüder sein und dich ru- fen an, und willt das Be- ten von uns han; Gebetlieder. Do gib, daß nicht bet al- lein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund! 6. All unser Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrüben mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 2. Geheilget werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Herr, behüt uns für falscher Lehr, das arm verführet Volk befehr! 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigfeit; der heilig Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewart zerbrich, für ihm dein Kirch erhalt! 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich, gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid, wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 15 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist anficht; zur linken und zur rechten Hand hilf uns thun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Übel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös; erlös uns vom ewigen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein seligs End, nimm unser Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, das wir hiemit gebeten han; auf dein Wort in dem Namen dein, so sprechen wir das Amen 5. Gib uns heut unser täglich Brot, und was man darf zur Leibesnot; b'hüt uns, Herr, für Unfried und Streit, für Seuchen und für teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Gei- fein. zes müßig gehn. 16. Eigne Melodie. her q 1. In dich hab ich ge- hof- fet, Herr, hilf, daß ich nicht zu Schanden werd noch e- wig- lich zu Spot= te; in deiner Treu, Herr Got te. Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. ( Vorreformat.) 1536. das bitt ich dich: er- hal- te mich 16 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, thu dich herfür, eil, bald mich zu erretten; in Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. Gebetlieder. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, wider mein Feind, der gar viel seind an mich auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt trüglich 17. Eigne Melodie. gericht mit Lügen und mit falschem G'dicht viel Netz und heimlich Stricke; Herr, nimm mein wahr in dieser G'fahr; b'hüt mich vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände! D wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende! 7. Glori, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei Gott Vater und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Namen; die göttlich Kraft mach uns siegħaft durch Jesum Christum. Amen! c. 1575. Adam Neusner, geb. 1496, C 1. 3ch ruf zu dir, Herr Je- su Christ, Verleih mir Gnad zu dieser Frist, J meim Nächsten nütz fein, 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben, daß ich nicht wieder werd zu Spott, die Hoffnung gib daneben; voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf alles mein Thun, sonst wirds mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund mein Feinden mög vergeben, verzeih mir auch zu dieser 1535. Den rechten Weg, o Herr, ich mein, den wolleft du mir ge- ben, dir zu le- ben, I ich bitt, er- hör mein Kla- gen! laß mich doch nicht ver- za- gen. = ben. dein Wort zu hal- ten e Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden; beständig sein ins End gib mir; du hasts allein in Händen! Und wem dus gibst, der Gebetlieder. hats umsonst; es mag niemand erwerben noch ererben durch Werk deine Gnad, die uns errett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! An deiner Gnad al18. 17 lein ich fleb; du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfech tung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße; du kannst maßen, daß mirs nicht bring Gefähr. Ich weiß, du wirsts nicht laffen. Johann Agricola, geb. 1492,+ 1566. Eigne Melodie. 1. herzlich lieb hab ich dich, o Herr! Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern Vor 1577. mit deiner Güt und Gnaden! Die ganze Welt nicht freu- et mich, nach Himm'l und Er- den nicht frag ich, wenn ich dich nur kann ha= ben. ● D Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, jo bist du doch mein Zuver- ficht, mein Teil und meines Her- zens Trost, der mich durch sein Blut hat er- löft. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nim- mer- mehr. 2. Es ist ja, Herr, dein G'schenk duldiglich! Herr Jesu Christ, mein und Gab mein Leib und Seel und Herr und Gott, mein Herr und was ich hab in diesem armen Le- Gott, tröst mir mein Seel in ben; damit ichs brauch zum Lobe Todesnot. ein, zu Nutz und Dienst des Näch- 3. Ach, Herr, laß dein lieb Engsten mein, wollst mir dein Gnade elein am letzten End die Seele geben! Behüt mich, Herr, vor fal- mein in Abrahams Schoß tragen, scher Lehr, des Satans Mord und den Leib in seim Schlaffämmerlein Lügen wehr, in allem Kreuz er- gar sanft ohn einge Qual und Pein halte mich, auf daß ichs trag ge- ruhn bis am jüngsten Tage. Als Vet. m. Not 2 18 dann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottessohn, mein Heiland 101 103 uso di of gishoctis po stroni 19 ore mis un omrind magad C 20. P evor da s für will ich dir Gebetfieder. arendamise Mel. Herzlich thut mich zc. Laß mich dein sein und bleiben, du treu- er Gott und Herr! Von dir laß mich nichts trei= ben; und mein Gnadenthron! Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. the Mupit dd Martin Schalling, geb. 1532, † 1608. suhin mumbaum od gnd ( Haßler 1601.) 1613. Herr, laß mich nur nicht wan- ken; mgr ind 3. 2 1. Gott, du from- mer Gott, ohn den nichts ist, was ist, heitstige sun- den Leib gib mir, dan- fen - ten al= le- wigkeit. Nikolaus Selnecker, geb. 1532,+ 1592. Eigne Melodie. halt mich bei rei- ner Lehr. gib mir Be- stän= dig- keit; tim dhld du Brunnquell gu- ter Ga- ben, von dem wir al- les ha- ben: L 1693. Q. P und daß in jol- chem Leib Ĉ ein unver- letz= te Eeels und rein Ge- wissen bleib.d 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befeht in meinem Stande führet; gib, daß ichs thue bald zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gib, daß es gerate wohl. ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. mind in dibid toke 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber 3. Hilf, daß ich rede stets, won tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit ich kann bestehen, laß kein un- mit Sanftmut überwind, und nützlich Wort aus meinem Munde wenn ich Rat bedarf, auch guten gehen und wenn in meinem Amt Rat erfind. ig moth 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist; willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget fei. on tudt Gebetlieder. e 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen fauern Tritt hindurch ins Alter dringen: so gib Geduld; vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu dei dir sei Lob, Preis und Ehr! nen Freuden; dem Leib ein RäumJoh. Heermann, geb. 1585,+ 1647. 21. 0 19 lein gönn bei meiner Eltern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seiten hab. dolzation due Pa 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. id pim inf 9. Gott Vater, dir sei Preis hier und im Himmel oben! Herr Jesu, Gottes Sohn, ich will dich allzeit loben! Oheilger Geist dein Ruhm erschall je mehr und mehr! Dreieinger Herr und Gott, Mel. Chriftus der ist mein 2c. 1199 Guatonke 1. Ach bleib mit deiner Gna- de A Vulpius. 1609. bei uns, Herr Je- fu Chrift! daß uns hin- fort nicht scha= de des bösen Fein- des Lift. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert! daß uns beid hier und dorte, sei Güt und Heil beschert. Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held! daß uns 3. Ach bleib mit deinem Glanze der Feind nicht trußze, noch fäll bei uns, dit wertes Licht! Dein die böse Welt. mis Wahrheit uns umschanze, Damit 6. bei bleib mit deiner Treue for org uns, mein Herr und Gott! 4. Ach bleib mit deinem Segen Beſtändigkeit verleihe, hilf uns aus bei ei uns, du reicher Herr! Dein a aller Not! shi joo meni din ansported join in jol abi Josua Stegmann, geb. 1588, † 1632. 22 and aud doar starp to and dig of mus our chi indd Mel. Kommt her zu mir zc. thi jod. 1530. e 1. Ach Gott, gib du uns dei ne Gnad, daß wir all Sünd und Misse- that 2* 20 und glau- ben feft an Jesum Chrift 30 wie er sich selbft- thut nen- nen. ghar merapa kot mom g der zu helfen ein Mei- ster ift, Hinir com gint 190 1100 2. Hilf, daß wir auch nach dei- uns dein guter Geist regier, auf nem Wort gottselig leben immer- ebner Bahn zum Himmel führ, durch fort, zu Ehren deinem Namen; daß Jesum Christum. Amen! sismmnic mischier im ud snörid Samuel Zehner, geb. 1594, † 1635. anism stsid p up mind im dig of oningb Jang alyam Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Chrift zc. Junto die fisich 1545, bibuß- fer- tig- lich er- fen- nen Bu 23. ASTI € P al= ler Güt Gebetlieder. 1. Ver- gib uns, lieber Her Hold thi Dispre te, vor Schaden uns be- hü Beal dg 1 R = te, all mir moins a = re Gott, = re Sünd und Mis dit Vater = je= 1. Ach Gott, verlaß mich nicht! gib mir die Quach führe mich, dein Kind, daß ich den R und wend von uns dein streng Ge- richt, O that, mit deinem Geist ver- laß uns nicht, daß wir im Glau- ben recht und rein sam sein. dir, Herr, al- lein out stets dienen und ge- hor the faldnem en godg the 2. Erbarm dich unser, 38 Jesu 3. Erhör, Gott Vater, unsre Christ, du Brunnquell der Gena- Bitt, hilf uns und sei uns gnäden, und hilf uns; denn allein du dig! Herr Christ, hör uns und bist, der wehren fann dem Scha- uns vertritt, von Sünden sprich den. Errett dein Volt aus aller uns ledig! Erhör uns, heilger Not, das du mit deinem teuren Geist, zugleich in unsrer Not nicht Blut erlöset haft von Schuld und von uns weich! Du willst ja nicht Pein der Sünden sein, mit Trost des Sünders Tod, o treuer Gott: und Rat allzeit erschein. Hilf uns endlich aus aller Not! or and oldbors tbid( hin: Hermann Vespasius( Wepse), c. 1589. 24usimais e mitro, but the dem maniabird 1648. Mel. Ach Jesu, dessen Treu 2c. edst mond • A = = Gnaden- hän- de; Lauf voll- en de Gebetlieder. zu meiner Selig- teit, Jin 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich ruf aus Herzensgrunde, ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde; wann mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir; ach Gott, verlaß mich nicht! foonbot ohra 25. 20-12²77 26 mein Stab, mein Hort, mein Schutz; huo kemi 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß ach lasse dich bewegen; ach Vater, mich nimmermehr in Sünd und fröne du mit reichem HimmelsSchande fallen, gib mir dein gu- Segen die Werke meines Amts, ten Geist, gib Glaubens- Zuversicht, die Werke meiner Pflicht, zu thun, sei meine Stärk und Kraft; ach was dir gefällt; ach Gott, verlaß Gott, verlaß mich nicht! mich nicht! fei du mein Lebens- licht, # 0 ach Gott, ver- laß mich nicht! ( bom hun vior and thic Mel. Herr Chrift, der einig 2c. nach dei- ner Gnad er- freu- en into mein Gott, der sag mirs nicht. and 2. Vergib mir meine Slinden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben; ach Herr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner See 21 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden ab, zu sehn dein Angesicht, hilf mir in Not und Tod; ach Gott, verlaß mich nicht! Salomon Franc, geb. 1659, 1725. 1. Herr Je- su, Gna- den- son- ne, wahrhaf- tes Le- bens- licht, laß Le- ben, Licht und Won- ne mein blö- des An- ge= ficht 1524. und mei- nen Geist er- neu- en; de dich took sime, nit nodules len den alten Adamssinn, und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin zu deinem Dienst ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und 22 Gebetlieder. öffne mein Verständnis durch dein möge wallen auf rechter Lebensheiliges Wort, damit ich an dich gläube und in der Wahrheit bleibe zu Trutz der Höllenpfort. bahn. adhibla de tening 5. Komm, mich mit Kraft zu rüsten, und freuzge mein Begier samt allen bösen Lüsten, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe in meiner Seelen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir zum Wohlgefallen beständig 26. SCH 1. Dir, dir, Jehova, will ich fing- en; denn wo ist doch ein solcher Gott, wie du? Dir will ich meine Lie- der bringen: ach gib mir dei- nes Geistes Kraft da- zu, 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; hingegen meine Sinnen, mein Laffen und Beginnen ist böse und nicht gut. 8. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mir kräftig bei! Ludw. Andr. Gotter, geb. 1661, † 1735. Eigne Melodie. S daß ich es thu im Namen Jesu Chrift, noft, flise 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl, und dir darob im Herzen sing und spiel. 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan; so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. ( 1690.) 1704. so wie es dir durch ihn gefällig ist. vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, gibt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu Christi sei, daher ich Abba, lieber Vater! schrei. 5. Wenn dies aus meinem Herzen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab gethan. ahod. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deineni 4. Denn der kann mich bei dir Willen eingericht, und wird gewiß Gebetlieder. von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohns geschicht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin, und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe! Drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, daß alle gute Gabe, die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du ( hit thone dusdum thi and dipush hitom 27. 23 und thust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir! ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir! Lob dir jetzt und in Ewigkeit, daß du mir schenkest solche Seligkeit! ni del popmid sdud Barthol. Crasfelius, geb. 1677,+1724. tom sun thi god bid 1542. Mel. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz zc. 1. Ge- den- te mein, mein liebster Gott, im be- ften! Ich hoff auf dich; wes soll ich sonst mich trö- sten? Tod und Leben sein, wenn du nur sprichst: Mein Kind, ich den- ke dein. 2. Gedenke mein; doch denke Herz ausschütte, um etwas Guts nicht zum Schaden der Sünden- im Namen Jesu bitte. Dein heilschuld, damit mein Herz beladen. ger Geist steh meiner Schwachheit Es reuet mich, was ich von Jugend bei, daß jeder Wunsch in Jeſu an, auch unerkannt, hab wider dich Amen sei. gethan. 3. Gedenke mein um meines Jesu willen! Laß ihn an mir sein Dentwort auch erfüllen und gültig sein bei dir: es ist vollbracht. Sein Blut und Tod hat alles wohl gemacht. 6. Gedanke mein, daß ich stets christlich lebe, mit allem Ernst den Sünden widerstrebe. Ach, wirk in mir das Wollen und die That; mein Leben lang sei du mein treuer 4. Gedenke mein; wie könntst du mein vergessen? Es war ja schon dein Lieben unermessen zu meinem Heil, da ich noch nichts bedacht; nun hat dein Sohn mich ganz zu dir gebracht. Nat. 0972 511 5. Gedenke mein, wenn ich mein guns anor Jaspis Das soll mein Trost im 27. Gedenke mein und lasse mir genügen an deiner Huld, wenn ich muß unterliegen, wenn mich ein Kreuz und auch die Schwermut drückt; denkst du an mich, so wird mein Herz erquickt. Fund 8. Gedenke mein in frank- und schwachen Tagen; sei du mein Arzt, 316 190 mm ID 156 S 24 so darf ich nicht verzagen. Ist es mir gut, hilfft du mir wieder auf; kommt meine Zeit, schließ ich getroft den Lauf. dur 9. Gedente mein, laß mich mein End bedenken und mich zuvor in Jesu Wunden senken. Verlaß mich nicht im letzten Kampf und Streit; nimm mich zu dir im himmlischen Geleit. Gedenke 10. Gedenke mein und denke 28. felj Gebetlieder. en gibi je- dem immer- dar nach Not auch der Meinen nach meinem Tod, laß allen Hilf erscheinen, die mich geliebt und dir sind lieb und wert, daß uns zugleich der Himmel sei beschert. er ind adriszy sme dor 31 Oneplied as Joh. Matth. Englert, geb. 1661,+ 1732. sl- 99 dining misi pit Mel. Mein Herzens- Jesu 2c. 1. Ach Gott des Himmels, las- se mir den uns so vä ter- lich von dir ferred alle sind 11. Gedenke mein auch in dem stillen Grabe, daß Seel und Leib vereinte Freude habe. Vergiß mein nicht, ich denke ewig dein mit Ruhm und Dank; mein Gott, gedenke mein! und ein ge- nügsam Her- ze! 2. Gib Mäßigkeit und Dank barkeit, wenn du uns viel beschieden; und wenn uns weniger bereit, so mach uns doch zufrieden. Leg uns nur deinen Segen zu; wo man dir traut, erstattest du durch Segen alle Mängelop and isdoit as Peter Sohren. 1668. und allen auf der Er- den be- schied- nen Teil stets werden; dumnes plied and sein zu- ge- dachtes täglich Brot лэмшал то Welt, laß mich nicht daran hangen. Die Zeit ist kurz, uns ruft das Grab; laß mich das haben, was ich hab, als wenn ich es nicht hätte. 5. Ach präge stets mir in den Sinn, daß ich, um hauszuhalten, 3. Gib, daß uns keine Sorge gesetzt in deine Güter bin, fie redfrißt; laß ein abgöttisch Geizen, das lich zu verwalten. Es eilt ja schon alles Übels Wurzel ist, uns nicht der Tag herzu, da willst du, daß zu Lüften reizen; laß mich die Lü- ich Rechnung thu von allen deinen gen nicht zum Schild, das Gold Gütern. splid sid mod mir nicht zum Götzenbild, den Bauch 6. Gib Frieden und Zufriedenzum Gott nicht machen. hheit auf allen unsern Wegen; vers 4. Laß mich nicht Ehre, Luft leih uns fromme Obrigkeit und und Geld mir selbst zum Strick kröne sie mit Segen; die Untern verlangen; gebrauch ich etwa dieser lehre insgemein gewissenhaft, ge med mi bu nisu stund dit do ko horsam sein und für die Obern beten. bis Dig ito sa 7. Laß deiner Gnade Sonnenschein in unserm Lande glänzen; 1467 laß keine Feinde bei uns ein und ni Ph. Fr. Hiller, geb. 1699, † 1769. 1 si bom Gebetlieder. 29 din jod sdnr and agri dun tim in pior mel. Straf mich nicht in deinem 2c. al- le Stund vom Ge- bet 25 schütze unsre Grenzen; laß deiner Engel starke Schar um uns bei drohender Gefahr zur festen Mauer werden. 1. Bet- Ge- mei- ne, heil- ge dich mit dem heilgen Öle; Je- su Geister- gie- ße sich dir in Herz und See- le. 2. Heilige den heilgen Brand, deines Geists Verlangen, dem, ders Blut an dich gewandt, heilig anzuhangen. Heilger Rauch sei es auch, der zu Gott aufgehet, wenn dein Herze flehet. und Fle hen hei- lig 3. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar vor Gott ausgeschüttet; und da ist Jesus Christ Priester und Verfühner aller seiner Diener. ( Rosenmüller 1655?) 1694. = Laß den Mund ü- ber- ge= hen. 6. O, so betet alle drauf, betet immer wieder! Heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet. 7. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stimmet ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen. 8. Das Gebet hat Christi Gunst, wo mans ernstlich übet; und das 4. Kann ein einiges Gebet einer ist der Heilgen Kunst, beten, wie gläubgen Seelen, wenns zum Her- ers liebet; das gescheh je und je, zen Gottes geht, seines Zwecks nicht wie ers vorgenommen, auf ſein fehlen; was wirds thun, wenn sie endlichs Kommen.n men beten! nun alle vor ihn treten und zusam- 9. Dies Verlangen muß vorher nod di punhofe bi in der Seele glimmen, so macht 5. Wenn die Heilgen dort und aus dem Bitten er Donner, Blitz hier, Große mit den Kleinen, Eng- und Stimmen, die ergehn und geel, Menschen mit Begier alle sich schehn, daß die Feinde beben und vereinen, und es geht Ein Gebet Gott Ehre geben. aus von ihnen allen: wie muß das h erschallen! og mani disc Christoph Karl Ludwig von Pfeil, sisid pop geb. 1712,+ 1784. g0 26 30. fel. M dati nositano Gebetlieder. druspaino bie nisu ist Mel. Mein Herzens- Jesu, meine 2c. Peter Sohren. 1668. 1. Gott, dei- ne Gü- te reicht so weit, du krönst uns mit Barmherzig- keit Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, sol y a und But Said stil auf mein Wort; denn ich 2. Jch bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. so weit die Wolken ge- hen; und eilst uns bei- zu- fte- hen. vernimm mein Flehn, mert 190 will vor dir be tenis pi wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, Herr Ze baoth, auch nicht um langes Leben. Jm Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In dei3. Ich bitte nicht um Ehr und ner Hand steht meine Zeit; laß du Ruhm, so sehr sie Menschen rüh- mich nur Barmherzigkeit vor dir ren; des guten yea Namens Eigentum im Tode finden.pro laß mich nur nicht verlieren. Mein 31. Christi. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 1769. Mel. Herr Gott, dich loben alle zc. Univ.- Bibl. Giessen 1551. e1. Ich komme vor dein An- ge- sicht, ver- wirf, o Gott, mein Fle- hen nicht, = ver- gib mir al- le mei- ne Echuld, du Gott der Gnaden und Ge- duld. 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll frommer Lieb zu dir, ein Herz voll Demut, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Leben lang. sid din Ho 3. Sei mein Beschützer in Gefahr, ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Übel, das mich schreckt, wenn deine Nechte mich bedeckt? 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand, von dir empfing ich den Verstand: erhalt ihn mir, o Herr mein Hort, und stärk ihn durch dein göttlich Wort. und de schiant 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen sein; laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig sein. ionist pilied chut 6. Das ist mein Glück, was du Sonntags und allgemeine Gottesdiens- lieder. 27 mich lehrst; das sei mein Glück, verleih, daß ich sie nütz und dankdaß ich zuerst nach deinem Reiche tracht und treu in allen meinen Pflichten sei. bar sei, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer Pflicht entzich. 7. Bin ich zu schwach aus eigner Kraft zum Kampfe mit der Leidenschaft, so ziehe du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gib von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel als dir gefällt; gib deinem Knecht ein mäBig Teil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. puedar 9. Schenkt deine Hand mir Überfluß, so laß mich mäßig im Genuß und, dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber sein.nd 10. Gib mir Gesundheit und sind me andag sim no folloor sod ito al 158 sition dan na nou tipingurat! 32. ber Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieder.. misit sited thin sun him jo! A 11. Erwecke mir stets einen Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rat und Trost und Beispiel gibt. 12. Bestimmst du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel: dann, Herr Herr, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht! ichie suid ja 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich meiner herzlich an und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn! Ch. F. Gellert, geb. 1715, † 1769. heut, was Welt ist, von dir hin! - Eigne Melodie. 1. Auf, auf, mein Herz, und du, mein ganzer Sinn, JOU SMITHO Doles? 1785. wirf al- les Heut hat das Werk der Schöpfung 3 。 an- ge- fang- en, da die- sem Rund das Licht ist auf- ge- gang- en. int du von Arbeit und von Sünden, daß er in dir mög seine Ruhe finden. 090 nis 2. Auf, auf, mein Herz, leg alles Irdsche ab; heut Jesus ist erstanden aus dem Grab; heut hat er fein Erlösungswert geendet; heut hat er auch den Geist herabgesendet. 4. Gott gibet dir sechs Tage für den Leib: der siebente der Seele eigen bleib; sie muß ja auch von 3. Dies heilge peut heißt dich sieben einen haben, daß sie sich auch heilig sein: Gott dieseit Tag mög mit Himmelsspeise laben. bei dir will ziehen ein. So ruhe 5. Viel Sünden dir die Woche Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieber. 28 ladet auf: an diesem Tag mit Bit ten Gnade kauf. Leg ab die Last, geh, Gottes Wort zu hören; dies laß dich heut die Wochenwege lehren. 6. Sechs Tage dich Gott segnet, schützt und nährt: heut er dafür mit Dank will sein geehrt. Der erste soll heut für die andern bitten, daß Gott fie woll mit Segen überschütten. 9. An diesem Tag hab deine Lust am Herrn; was dein Herz wünscht, wird er dir geben gern; befiehl Gott heut all deine Weg und Sachen und hoff auf ihn: gewiß, er wirds 100 wohl machen. 10. Wirft aber du ihm nehmen seinen Tag, so macht er dir die sechse voller Plag. Wer ehret Gott, den ehrt er auch auf Erden; wer ihn veracht, soll auch verachtet werden. Sigm. v. Birken, geb. 1626, † 1681. 7. Gott wöchentlich gibt sieben Tage dir: gib einen du, den ersten, ihm dafür; der erste wird die andern sechse zieren, wirst du heut Gott im Mund und Herzen führen. 8. Am ersten du nach Gottes Reiche tracht, obschon die Welt nur deiner Andacht lacht; der Schad ift ihr, dir aber wirds gedeihen; Gott alles Glück auf dich wird reichlich ftreuen. and dat de di? mind mit tentangl 33.Sed ad dunia fas Mel. Gott des Himmels 2c. Him and suhe 1. Gro- ßer Gott von alten Zei- ten, des- sen Hand die Welt re- giert, def- sen Treu auf allen Sei- ten mich von Jugend auf ge- führt; g 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden; denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist mir den Weg zum Himmel weist. Albert. 1642. heute weckt des Ta= ges Lauf mich zu lau ter An= 3. Habe Dank für deinen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt. Das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt, und von Herzen bet und fingt, daß es durch die Wolken bringt. dacht auf. 4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist süßer als sein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 5. O mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum; alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Kafp. Neumann, geb. 1648, † 1715. Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieder. 34. dol hodil Gine tint Eigne Melodie. onlnmid fing sid do, poff inspi farl. Beschwertes Herz, leg ab die es kommt der an binor ge= neh- me ge- bic- tes Haupt; hen hat er- laubt, LUD da Gott zu ru- hen hat befoh- Ien UDI Ruhe ein- ge- weiht; Ito po 19 29 Sorgen, bid spier- he= be dich, Morgen, und da Gott zu rue 3. Mein Gott, ich bin vor dir ch bin v erschienen und gebe auf dein Winken acht; wie kann ich dir gefällig dienen, wenn mich dein Geist nicht tüchtig macht? Wie wird mein Herz in dir erfreuet, wenn er nicht stillt der Sünden Qual? Wie bet ich, wenn er meine Schal mit reinem Weihrauch nicht bestreuet? Zahn. 1852. auf, auf, du haft vor- hin viel Zeit dem Dienst des und selbst die Har sid nothido phi Her- ren ab ge= ftoh- len. 2. Auf, laßt Ägyptens eitles We- in deiner Lieb verzehrt, und hebet sen, die Stoppeln und die Ziegeln, von Staub der Erden? vor dem stehn; du sollst betautes Manna 5. Mein Jesus hat mein Herz lesen und in des Herren Tempel so teuer zu seinem Tempel eingegehn, ihm zu bezahlen deine Pflich weiht; hier ist sein Herd, hier ist ten und zur Vermehrung seines sein Feuer, die Fülle seiner HerrRuhms die Werke deines Priester- lichkeit, sein Heiligtum, sein Stuhl tums in tiefster Andacht zu ver- der Gnade, sein Licht und Recht; richten. das Himmelbrot, die Geistesfrucht, und sein Gebot erfüllen diese Bundeslade. 20 6. Herr, höre, was ich innig bitte, vergönne meiner frommen Seel, die Thür zu hüten deiner Hütte, die ich vor großen Schlöffern wähl. O Paradies, o liebste Kirche, o Außenwerk, o feste Pfort der Gottesstadt, o stiller Port, o Zions schönstes Vorgebirge.doc 4. Kann meine Harfe lieblich flingen, wenn sie dein Finger nicht 7. Hier such ich mir ein Nest zu berührt? Kann ich die düftre Nacht durchdringen, wenn dieser Leitstern mich nicht führt? Kann ich ein süBes Opfer werden, wenn diese Flamm nicht in mich fährt und mich bauen; hier find ich meinem Grab ein Mal. Indessen geb sich mir zu schauen, o Lebenslicht, dein Gnadenstrahl, so feir ich recht den Tag der Sonnen, so hab ich meine Ruh 30 in dir; ach, habe du dein Werk in mir, vollführe, was du hast be gonnen. De 8. Wann sich des Lebens Werk tag enden, so ruh von allem Frondienst Los mein Geist in deinen od 13 misdlie por 3061 day arisER 35. be Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieder. mad 1. Chut mir auf die ach, wie wird an flis) mplied m Mel. Unser Herrscher, unser ac. Baterhänden, mein Leib in seiner Mutter Schoß, bis beides feiern wird dort oben, wo man in sicherm Frieden ruht, nichts denket, redet oder thut, als dich zu lieben, dich zu loben. Taon sit e182 Christ. Wegleiter, geb. 1659, 1706. schöne Pforte, führt in diesem Orste mei- ne 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zeuch das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samforn in mich fällt; gib mir Licht in dem Verstande, Duminig ngu sid Tue TA( bid Fe Neander? 1680. Hier ist Got tes An- ge- ficht; hier ist lau- ter Troft und Licht. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung haft genommen, da ist lanter Himmel hier. Bench doch in mein Herze ein, laß es dei nen Tempel seind fore und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn.10 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen raus ben; halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt. Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speise mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. sig Benj. Schmold, geb. 1672, 1737. Gottes Haus mich ein; See- le fröh- lich sein! Eigne Melodie. 36. be 1. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, dein heil- gen Geist du zu uns send, fes J mit Lieb und Gnad er uns re- gier und uns den Weg zur Wahrheit führ. Sonntags- und allgemeine Gottesdienstlieder. 31 2. Thu auf den Mund zum Lobe Herr, und schauen dich von Angesicht dein, bereit das Herz zur Andacht im ewgen Heil und selgem Licht. fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl bekannt; hid sin judi da 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit 3. Bis wir fingen mit Gottes sei Lob und Preis in Ewigkeit! id Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herzog Wilhelm II. von SachsenWeimar, geb. 1598, 1662. 37. Im vorigen Ton 1. Herr, öffne mir die Herzens- und Seel gesund; dein Wort ist, thür, zeuch mein Herz durch dein das mein Herz erfreut; dein Wort Wort zu dir, laß mich dein Wort gibt Trost und Seligkeit. bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. 3. Ehr jei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geiſt in einem Thron, der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Tein Wort bewegt des Herzens Grund; dein Wort macht Leib 38. approdajar sin bout de suis nó ng TO č. 1Im vorigen Ton. huo mun d der for mol id Joh. Olearius, geb. 1611, † 1684, 89. gos ser Schein, dadurch wir Christi Jünger sein.is hm ni hod 1. O Gott, du höchster Gna- haft; die Werk der Lieb sind diedenhort, verleih, daß uns dein göttlich Wort von Ohren so zu Herzen dring, daß es sein Kraft und Schein vollbring. ist entstond dm 2. Dev reinig Glaub ist diese Kraft, der fest an Jesu Christo sind thi list of and made a 3. Berschaff bei uns auch, lieber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deim Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. Konrad Hubert, geb. 1507,+ 1577. am ble oplisg kallutus on 19 hd ann 39. aro ndaniEigne Melodie. Jeqin ying Ahle. 1664. DE f 1. Liebster Je- ju, wir sind hier, len- fe Sin- nen und Be- gier ² dich und dein Wort an- zu hören; auf die süßen Himnielslehren, e daß die Herzen von der Er- den ganz zu bir ge- 30- gen werden. thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, 3. O dur Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht aus Gott geboren, 32 Sonntags und allgemeine Gottesdienstlieder. mach uns allesamt bereit, öffne Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Herzen, Mund und Ohren; unser Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausnitzer, geb. 1619, † 1684. 40. Ahle. 1664. Mel. Liebster Jesu, wir zc. ee 1. Nun Gott Lob! es ist voll- bracht Sing- en, Be- ten, Leh- ren, Hö- ren; Gott hat alles wohlge= macht, drum laßt uns sein Lob ver- mehren; un- ser Gott sei hoch- ge- prei- set, 2. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitgeteilt der Segen; so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen. Gottes Geist uns ferner leite und uns alle wohl bereite. daß er uns so wohl ge- spei- fet. 3. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brot, segne unser Thun und Lassen, segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. Hartmann Schent, geb. 1634,+ 1681. 41. Im obigen Ton. 1. Herr, vor deinem Angesicht hat unsre Seelen dringen. Laß es undie Andacht uns versammelt. Ach, sern Sinn erneuen und das Herz verwirf die Bitten nicht, die dein mit Trost erfreuen. Volk dir, Höchster, stammelt! Hör auf unsre schwachen Lieder und sich gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort, das hier erschallt, viele gute Früchte bringen und mit göttlicher Gewalt tief in 3. Dein Gebot mach uns bekannt, und hilf selbst es treulich üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben, daß kein Schmerz und keine Freude uns von deiner Liebe scheide. Daniel Schiebeler, geb. 1741, † 1771. 42. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 1. Bleib ja bei mir, mein Gott, so wird kein 3rr- weg mich komm zu mir durch dein Wort, bring mich zur Frie- dens- stadt, 1693. laß mich dein Wort re- gie- ren, be trü- ben noch ver- füh- ren; komm in der letz= ten Not, ins Le ben durch den Tod. 2. Komm mir zu Trost und Freud, wenn diese Welt vergehet, wenn Himmel, Erde, Gut und Ehr in Ewigkeit. nicht mehr bestehet, und führ mich 43. fatt & B ONDO Adventlieder, depotuiro Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. Gott ver- sieg- le nun das Wort in uns, das wir an- ge- hö- ret, daß die Herzen fort und fort blei- ben von dem Geist ge- leh- ret, der uns durch das Wort er bau- e, daß man dessen Früchte schau- e. in dein Reich zu deiner Herrlichkeit, mein König, daß ich dich dort lob 44. Barcham soc 21 * Bweite Abteilung. att list 19 Pet. m. Not. DIE Gint 1190 mi Fest- und Feiertagslieder. I. Die hohen Feste und Festzeiten. to Adventliedere ste tin tollis pid Eigne Melodie. Herrlichkeit, E al= ler Welt zu- gleich, der Heil und Le- ben mit Ahle. 1664. ein Kö- nig al= ler Kö= 33 1. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Es kommt der Herr der mist horings lavi in omn mein Schö- pfer reich von Rat. 1704. 3 nigreich, ein Heiland der- hal- ben jauchzt, mit Freu- den fingt: Ge- lo- bet sei mein Gott, samol fich bringt; Adventlieder. 34 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königstron ist Heiligteit, sein Scepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von That. 3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat. 4. Macht hoch die Thür, die 45. und der Sün- der Trost und Rat 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnung war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohlzweigestammte Held, hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! dir Hosanna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. Thor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott voll Rat, voll That, voll Gnad. Mel. Nun komm, der Heiden 2c. ↓↓ C 1. Gott sei Dank durch alle Welt, 5, Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von allem Sündenwust. 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, meins Herzens Thür dir of fen ist; ach, zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein; dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! Georg Weissel, geb. 1590, † 1635. ( Altkirchlich.) 1524. O der sein Wort be- ständig hält zu uns her ge- wen- det hat. 6. Und gleichwie dein Zukunst war voller Sanftmut, ohn Gefahr, also sei auch jederzeit deine Sanft mut mir bereit. 7. Tröfte, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch vor mir vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich, aller Angsten frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, du Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held, um 1643. 46. Adventlieder. Miel. Herr Gott, dich loben alle zc. her ab bist kommen in die Welt = 1. Herr Jesu Christe, Got- tes Sohn, der du vom hohen Himmelsthron 2 Wir danken dir mit Herz und Mund demütiglich zu aller Stund, daß du uns schenkest zum Erbteil durch dein Zukunft das ewge Heil. 3. Wir bitten dich, o treuer Herr, weil mum das End nicht mehr ist 47. 35 und uns zu gut dich ein- ge- stellt: fern, du wollest uns zu Gnaden dein dir lassen stets befohlen sein. 1551. Mel. Ach, was soll ich Sünder machen 2c. 4. Hilf, daß wir leben würdiglich und in dir sterben seliglich, daß wir lieben und loben dich hier zeitlich und dort ewiglich. David Behme, geb. 1605, † 1657. 2 72 ( 1653.) 1657. e 1. Kommst du, kommst du, Licht der Heiden? Ja, du kommst und säumest nicht, weil du weißt, was uns ge- bricht. O du starker Troft im Leiden, Je= fu, mei- nes Her- zens Thür steht dir offen, komm zu mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, Jesu, öffne mir den Mund, daß du Weltheiland. Jungfraun- Sohn! dich meines Herzens Grund innig Meine Sinnen spüren schon deinen preise für die Güte, die du mir, gnadenvollen Segen und die Wun- o Seelen- Gast, lebenslang erwiesen der deiner Kraft, welche Frucht und haſt. Leben schafft. 3. Able mich durch deine Liebe, Seju, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geist und Sinn sich in deinem Lieben übe; sonst zu lieben dich, mein Licht, steht in meinen Kräften nicht. 4. Jesu, rege mein Gemüte, ben: Liebe, Glauben und Geduld 5. Laß durch deines Geistes Gaund Bereuung meiner Schuld, mich zu dir sein hoch erhaben; dann ſo will ich für und für Hostanna fingen dir. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605, † 1681. 3* 36 48. e7 Adventlieder. Mel. Valet will ich dir zc. 1. Wie soll ich dich empfang- en, und wie begegn' ich dir? al- ler Welt Verlang-en, 0 mei- ner See- len Zier! Je su, Je= su, = se te mir selbst die Fa= ckel bei, da- mit, was dich er= gö- tze, 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Troft und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. Teschner. 1615. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stund in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund aus taun sagen, so fest umfangen haft. mir kund und wis- send sei. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze fich häuft je mehr und mehr. Seid unverzagt! ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld. Nein, Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Angenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu we nig zum Widerstande seind. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Adventlieder. 37 zum Fluch dem, der ihm flucht, mit komm, o Sonne! und hol uns allGnad und süßem Lichte dem, der zumal zum ewgen Licht und Wonne ihn liebt und sucht. Ach komm, ach in deinen Freudensaal. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 49. f 1 1 Mel. Aus meines Herzens zc. • P 1. Nun jauch- zet all, ihr From- men, zu dieser Gnaden- zeit, weil unser Heil ist fom= men, der Herr der Herr- lich- keit; zwar oh ne stol = = ze Pracht, und gänz- lich zu zer- stö2. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die nach dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten der Bahn. Zorn euch rührt. 50. den Gott aus Gnad allein ver- spro- chen hat zu ren doch mäch- tig, zu ver- hee- ren des Teu- fels Reich und macht. 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut, laßt eure Lieder klingen und thut dem König singen; der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eur Klag und Weinen verwandelen in Freud. Er ists, der helfen kann; halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf Mel. Von Gott will ich zc. ge= ben, 1598. Mich. Schirmer, geb. 1606, 1673. 1. Mit Ernst, o Menschen- tin- der, das Herz in euch be- stellt; bald wird das Heil der Sünder, der wunder- star- te Held, C bei al= len 1571. der Welt zum Licht und Le- ben feh= ren ein. 38 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haft. Macht alle Bahnen recht, die Thal laßt sein erhöhet; macht niedrig, was hoch stehet, was frumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut übet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das rich51. Adventlieder. Mel. Ach, was soll ich Sünder 2c. der soll hoch ge= lo= bet fein, 1. fjo- si an- na Davids Sohne! Durch die Welt er- schall und geh: 2. Den die Alten mit Verlangen oft gewünscht, gerufen oft, seinen Eintritt stets gehofft, der läßt sich von uns empfangen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! tig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 3. Friede muß vom Himmel tauen; denn erschienen ist die Zeit, daß der Herr der Herrlichkeit sich im Fleische lässet schauen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 4. Ach, mache du mich Armen in dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. Valentin Thilo, geb. 1607,+ 1662. 4. Kommt, dem Könige zu hulden treu nach Unterthanenpflicht; denn ihr sollet ferner nicht fremde Dienstbarkeit erdulden. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! ( 1653.) 1657. der jetzt bei uns feh- ret ein, der da kommt vom Himmels- thro- ne. Hofi-an na in der Höh! 5. Kommet her, ihr blöden Herzen, seht des Herren Sanftmut an; seine Gütigkeit die kann heilen alle Sündenschmerzen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 6. Seht, ihr Sünder, den Gerechten, der euch seine Heiligkeit anlegt als ein Ehrenkleid und will euer Recht verfechten. Durch die Welt erschall und geh: Hofianna in der Höh! 7. Seht den Helfer willig kommen, euch zu raten in der Not, in dem Leben, in dem Tod, den er hat auf sich genommen. Durch die Welt erschall und geh: Hostanna in der Höh! 8. Seht, ihr Armen, seht den Armen, der von seiner Armut euch hier und ewig machet reich; er will euer sich erbarmen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! Adventlieder. 52. 8+ 9. Herr, o Herr, laß wohlgelingen! Diesen Tag haft du gemacht, dieser Tag hat Freuden bracht; Höh! 39 drum wir alle billig fingen: durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh! 10. Hosianna Davids Sohne! der jetzt bei uns kehret ein, der soll hochgelobet sein, der da kömmt vom Himmelsthrone. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Christian Rehmann, geb. 1607, 1662, Mel. Aus meines Herzens zc. -- Ihr Chri- sten, geht her- für, 1. Auf, auf, ihr Reichs- ge- nos- sen! Eur Kö- nig kommther- ant, em- pfa het un- ver- dros= = sen den großen Wun- der- mann! ihm Ho- fi- an= na fing 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern; der Herr will in der Not mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Nun hört, ihr frechen Sünder: der König merket drauf, wenn ihr verlornen Kinder in vollem Lasterlauf auf Arges seid bedacht, ja thut es ohne Sorgen; gar nichts 1598. = eit laßt uns vor al- len Ding- en mit hei- li- ger Be- gier. ist ihm verborgen, er gibt auf alles acht. 5. Seid fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht; laßt uns den Weg ihm bahnen und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut; drum lasset uns die Plagen, welch er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Mut. 6. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König forgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der an ein Lier gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen nur be gehren, das steht in seiner Macht. 7. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon 40 längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden; dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. Adventlieder. 8. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu befehn, dieweil 10. Nun, Herr, du gibst uns er kommt geritten stark, herrlich, reichlich, wirst selbst doch arm und sanft und schön. Nun tretet all schwach; du liebest unvergleichlich, heran, den Heiland zu begrüßen, du jagst den Sündern nach: drum der alles Kreuz versüßen und uns wollen wir all ein die Stimmen erlösen kann. hoch erschwingen, ein Hosianna 9. Der König will bedenken die, singen und ewig dankbar ſein. welch er herzlich liebt, mit köstlichen Joh. Rift, geb. 1607, † 1667. 53. Mel. Meinen Jesum 2c. f 1. Ho- fi- an- na! Da- vids Sohn Auf, be- rei- tet ihm den Thron, Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hocherhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 3. Hofianna! Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite, alles, was du bringen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Rechte bleibt erhöht, und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir find deine Reichsgenossen, die du dir erwählet haft: ach, so laß uns unverdroffendeinem Scepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 5. Hosianna! komme bald, die Nach Hammerschmidt. 1658. ftreu- et Pal- men, ma- chet Bahn, daß er Ein- zug hal- ten kann. 2. Hofianna, sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüft, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch in deinen Thoren ein; du sollst uns willkommen sein. Berheißung zu erfüllen. Sollte gleich die Knechtsgestalt deine Ma jestät verhüllen, o so kennet Zion schon seinen Herrn und Davids Sohn. kommt in Zi- on ein- ge= 30= gen. segt ihm tausend Eh- ren- bogen, 6. Hosianna! fteh uns bei; o Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, der dir nicht gehorchen kann. 7. Hosianna nah und fern! Eile, bei uns einzugehen. Du Gesegne ter des Herrn, warum willst du draußen stehen? Hosianna, bist du da? Ja, du kommst, Halleluja! Benjamin Schmold, geb. 1672,+ 1737 54. be 1. Sieh, dein Kö- nig kommt zu sprich: mein König, komm zu Anfang des Kirchenjahres. Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. Crüger.( 1653) 1656. 55. ker dir! See- le, das sind fro- he mir, sieh, ich öffne dir die 3. Komm und räume alles aus, was du hassest, was mich reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat entweihet. Mache selbst mit deinem Blut alles wieder rein und gut. zeuch mit deiner Sanftmut ein; was du fin- deft, das ist dein. 2. Komm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasserbade; komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade; du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. 4. Komm in deinem Abendmahl, das du uns zum Heil gegeben, daß wir schon im Erdenthal mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir! Anfang des Kirchenjahres. Mel. Gelobet feift du, Jesu Chrift zc. Hal- le- lu-ja! = = 41 dein König kommt, drum freue dich, a 2. Wir hören noch das Gnadenwort vom Anfang immer wieder fort, das uns den Weg zum Leben weist; Gott sei für seine Gnad gepreift, Halleluja! -1Wor- te; Pfor- te, 5. Komm und bring den Tröster mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: Komm, Herr Jesu! rufen mag. Ph. Fr. Hiller, geb. 1699,+ 1769. 4 1. Nun kommt das neu- e Kirchenjahr, des freut sich al- le Christenichar; Altdeutsch. 1524. du wer- tes 3i- on, e- wig- lich, 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für, Halleluja! Joh. Olearius, geb. 1611,+ 1684. 42 56. fe Weihnachtslieder. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 1. Gott Lob! ein neues Kirchenjahr des ew gen Gottes of- fen- bar; e den al- ten hoch- beschwornen Bund, durch seinen Geist uns leh= ren. 2. Auf, Zion, Preis und Ehr und Ruhm dem höchsten Herrn zu fingen! Dein königliches Priester tum muß Dank zum Opfer bring en. Gelobt sei Gott, der durch sein Wort die Christenheit und diesen Ort zu seinem Tempel weihet. 57. feln 3. Wir sind nicht wert der neuen Huld des Gottes aller Gnaden. Des alten Menschen alte Schuld, die wir auf uns geladen, nimmt unsern eignen Ruhm dahin; denn sie bewies den alten Sinn noch stets mit neuen Sünden. 4. Ach, Herr, gib uns den neuen Geist und mach uns durch die Güte, die sich an uns aufs neu erweist, erneuert im Gemüte. Den neuen Menschen zieh uns an, der dir allein gefallen kann in seinem ganzen Leben. C 1523. macht uns die gro- ße Treu- e und nun will er aufs neu- e den einzig fe- sten Glaubensgrund, 5. Hiezu erhalt uns, Herr, dein Wort samt Tauf und Abendmahle, so wandern wir mit Freuden fort in diesem finstern Thale. Herr, segne dieses Kirchenjahr, laß Kirche, Schul, Tauf und Altar uns deine Wege zeigen. 6. Gib deinen Hirten Kraft und Geist zu reiner Lehr und Leben, dein Wort, das Gottes Weide heißt, der Herde rein zu geben; laß alle Hörer Thäter sein, damit kein heuchlerischer Schein des Glaubens Kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir das Kirchenjahr auf Erden; dabei befehlen wir es dir, wie wir es enden werden. Hier bleibt die Kirche noch im Streit; kommt aber einst die Ewigkeit, dann wird sie triumphieren. Heinr. Cornel. Hecker, geb. 1699,1743. Weihnachtslieder. Eigne Melodie. Altdeutsch. 1524. 1. Ge- lo- bet seift du, Jesu Christ, daß du Mensch ge- bo- ren bift Weihnachtslieder. von einer Jungfrau, das wahr; des freu- et sich der Eng- el Schar. Kyri= e= leis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt; in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis. 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. 4. Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hie ward, und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in seim Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 7. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an. Des freut sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis. Dr. Martin Luther, geb. 1483, † 1546. Ein Kinderlied auf die Weihnachten vom Kindlein Jesu. 58. feln Eigne Melodie. 43 1 1. Dom Himmel hoch da komm ich her, 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not. Er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott, der Vater, hat bereit, daß 1539. ich bring euch gu- te neu- e Mär, der gu- ten Mär bring ich so viel, da- von ich fingn und sa- gen will. 2. Euch ist ein Kindlein heut ihr mit uns im Himmelreich sollt geborn von einer Jungfrau auser- leben nun und ewiglich. forn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 5. So merket nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht; da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. 44 7. Mert auf, mein Herz, und sieh dort hin: was liegt doch in dem Krippelein? was ist das schöne Kindelein? es ist das liebe Jesulein. 8. Bis willekomm, du edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast, und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir? Weihnachtslieder. 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, drauf du, König so groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmelreich. 59. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir: wie aller Welt Macht, Ehr und Gut für dir nichts gilt, nichts hilft, noch thut. 13. Ach, mein herzliebes Jejulein, mach dir ein rein sanft Bettelein, zu ruhen in meins Herzens Schrein, daß ich nimmer vergeſse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, fingen immer frei das rechte Susannine schon, mit Herzenslust den süßen Ton. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn; des freuen sich der Engel Schar und singen uns solch neues Jahr. Mel. Vom Himmel hoch 2c. 1. Dom Himmel kam der Engel Schar, fie fag- ten ihn'n: ein Kindlein zart, 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein; er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewig Gut. Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. 1540. erschien den Hir- ten of- fen- bar; das liegt dort in der Krippen hart, und die Höll: Gotts Sohn ist wor den eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, setzt ihr auf ihn eur Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an: dem sei Trotz, ders nicht lassen kann. 6. Zuletzt müßt ihr doch haben recht; ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich alle Zeit. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. 60. hie auf die fe = Weihnachtslieder. Eigne Melodie. 1. Got- tes Sohn ist kom- men uns allen zu From A Er= den daß er ung von Sün de 2. Die sich sein nicht schämen, und sein Dienst annehmen durch ein rechten Glauben, mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben. 3. Die also bekleiben und be ständig bleiben, dem Herren in allem 61. in armen Ge- bär Altkirchlich. 1531. Eigne Melodie. 45 Q = men = de. frei et' und ent- bün trachten zu gefallen, die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 4. Ei nun, Herre Jesu, schicke unser Herzen zu, daß wir alle Stunden rechtgläubig erfunden darinnen verscheiden zur ewigen Freuden. Joh. Horn, † 1547. den, e1. Lobt Gott, thr Chri- sten, al- le gleich in sei- nem höchsten Thron, Nit. Herman. 1554. der heut schleußt auf sein Him- mel- reich und schenkt uns sei- nen Sohn, und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kömmt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß |: in einem Krippelein.:| 5. Das aus seim Stamm entsprießen sollt in dieser letzten Zeit, durch welchen Gott aufrichten wollt 1: sein Reich, die Christenheit.:| 3. Er äußert sich all seiner 6. Er wechselt mit uns wunderGwalt, wird niedrig und gering lich: Fleisch und Blut nimmt er an, und nimmt an sich eins Knechts Ge- und gibt uns in seins Vaters Reich stalt,: der Schöpfer aller Ding.:||: die klare Gottheit dran.:| 4. Er liegt an seiner Mutter Brust; ihr Milch die ist sein Speis, an dem die Engel sehn ihr Lust, 1: denn er ist Davids Reis,:| 7. Er wird ein Knecht und ich ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnt er doch sein freundlicher, |: der liebe Jesus mein!:| 46 Weihnachtslieder. 8. Heut schleußt er wieder auf der Cherub steht nicht mehr dafür; die Thür zum schönen Paradeis; 1: Gott sei Lob, Ehr und Preis!:| Nikol. Herman, † 1561. 62. Crüger. 1656. 1. Fröh- lich soll mein Her- ze spring- en dieser Zeit, f Eigne Melodie. al= le Engel sing- en. Hört, hört, wie mit vol- len Cho= ren al= le Luft laut- te 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir Mensch zu gute; Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott num können haffen, der uns gibt, was er liebt über alle Maßen? Gott gibt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gefchret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kömmt, von uns nimmt, was uns will betrüben? da ruft: Chri- stus ist ge= bo= ren! quält, was euch fehlt; ich bring alles wieder. 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen! Stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 8. Die ihr schwebt in großem Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 5. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan, gibt sich an unser Lamm zu werden; unser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Heil und Fried erwirbet. vor Freud 6. Nun er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, spricht mit süßen Lippen: lasset fahrn, o lieben Brüder, was euch 9. Wer sich findt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost, hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergiften Wunden. 10. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier sind alle gute Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. 11. Süßes Heil! laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist mei nes Lebens Leben: nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 12. Ich bin rein um deinetwil len; du gibst gnug Ehr und Schmuck mich drin einzuhüllen. Ich will dich ins Herze schließen, o mein 63. bely Weihnachtslieder. Mel. Gelobet seist du, Jesu zc. 47 Ruhm, edle Blum, laß dich recht genießen. 13. Ich will dich mit Fleiß bewahren; ich will dir leben hier, dir will ich abfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. Paul Gerhardt, geb. 1607,+1676. 1. Wir fing- en dir, Im- ma- mu- el, du Lebensfürst und Gnadenquell, 3. Vom Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Halleluja. du Himmelsblum und Morgenstern, du Jungfraun- Sohn, Herr aller Herrn! 4. Vor andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König deiner Herd, der Mann, der dir so wohl gefiel, wann er dir sang auf Saitenspiel. Halleluja. M Halleluja. 2. Wir singen dir mit deinem Ruh; bist klein und machst doch Heer aus aller Kraft Lob, Preis alles groß, bekleidst die Welt und und Ehr, daß du, o lang gewünsch- kommst doch bloß. Halleluja. ter Gast, dich nunmehr eingestellet haft. Halleluja. 5. Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein! Halleluja. Altdeutsch. 1524. 6. Nun du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine 7. Du kehrst in fremder Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein; trinkst Milch aus einer Menschenbrust, und bist doch aller Engel Lust. Halleluja. 8. Du bist der Ursprung aller Freud und duldest so viel Herzeleid; bist aller Heiden Trost und Licht, ſuchst selber Troft und findst ihn nicht. Halleluja. 9. Du bist der süßte Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind; Herodis Herz hält dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja. 10. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so 48 viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja. Weihnachtslieder. 11. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz; und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja. 12. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht, warst arm und dürftig, nahmst vorlieb da, wo der Mangel dich hintrieb. Halleluja. 13. Darum so hab ich guten Mut, du wirst auch halten mich für gut. O lieber Herr, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Halleluja. 14. Bin ich gleich Sünd und Laster voll, hab ich gelebt, nicht wie ich soll, ei, kommst du doch deswe64. 7e- 1 Des freuen sich dort gen her, daß sich der Sünder zu dir fehr. Halleluja. 15. Hätt ich nicht auf mir Sündenschuld, hätt ich kein Teil an deiner Huld; vergeblich wärst du mir geborn, wenn ich nicht wär in Gottes Zorn. Halleluja. Mel. Valet will ich dir geben 2c. die Gott den Va- ter lo- bent 2. So fingen sie mit Schalle: Ihr Christen insgemein, freut euch von Herzen alle ob diesem Kindelein! Euch, euch ist es gegeben, euch ist das Heil bereit, daß ihr bei Gott follt leben in fteter Seligkeit. Schen, du machst mich alles Jam16. So faß ich dich nun ohne mers frei; du trägst den Zorn, er würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja. 1. Ihr Chri- sten aus- er- to- ren, hört gu= te der Hei- land ist ge= bo- ren, 3. Kein Mensch sich ja betrübe, denn dieses Kindelein euch bringet 17. Du bist mein Haupt, hinwie derum bin ich dein Glied und Ei gentum und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja. 18. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden fingen für und für, und dort in deinem Ehrensaal solls schallen ohne Zeit und Zahl. Halleluja. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Teschner. 1615. 0= ben neu- e Mär; er kommt auf Er- den her. der heil- gen Eng el Schar, 1 jetzt und fort im- mer- dar. Fried und Liebe; was wollt ihr traurig sein? Den Himmel er dem schenket, der an ihn glaubet fest; an diesen Schatz gedenket, er ist der allerbest. 4. Nun seid ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schar; denn Christus hat zerbrochen, was euch zuwider war: Tod, Teufel, Sünd und Hölle jetzt liegen ganz geschwächt; Gott gibt die Ehrenstelle dem menschlichen Geschlecht. 5. Drum wir auch nun dich loben, Jesu, zweistammger Held, daß 65. 1. Ermuntre dich, ein Kind, das E Weihnachtslieder. = Dies ist die Nacht, dar- in Eigne Melodie. mein schwacher Geist, und tra- ge groß Verlang= en, wig va ter heißt, mit Freuden zu empfang- en. = es fam 49 du herab von oben bist kommen in die Welt. Komm auch in unsre Herzen und bleibe für und für, daß weder Glück noch Schmerzen uns trennen ab von dir. Georg Werner, geb. 1589,+ 1643. da- durch die Welt mit Treu- en 2. Willkomm, o süßer Bräutigam, du König aller Ehren! Willkomm, o Jesu, Gottes Lamm! Ich will dein Lob vermehren; ich will dir all mein Leben lang von Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren. 3. großer Gott, wie konnt es sein, dein Himmelreich zu lassen, zu kommen in die Welt herein, da nichts denn Neid und Haffen? Wie konntest du die große Macht, dein Königreich, die Himmelspracht, ja selbst dein teures Leben für solche Feinde geben? 4. O großes Werk, o Wundernacht! dergleichen nie gefunden, du haft den Heiland hergebracht, der alles überwunden; du hast gebracht den starken Mann, der Feur und Pet. m. Not. Schop. 1641. und menschlich We sen an sich nahm, als seine Braut zu frei- en. Wolken zwingen kann, vor dem die Himmel zittern und alle Berg erschüttern. 5. Sag an, mein Herzensbräutigam, mein Hoffnung, Freud und Leben, mein edler Zweig aus Jakobs Stamm, was soll ich dir doch geben? Ach, nimm von mir Leib, Seel und Geist, ja alles, was Mensch ist und heißt; ich will mich ganz verschreiben, dir ewig treu zu bleiben. 6. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir von mir gefungen, daß du mein Bruder worden bist und hast die Welt bezwungen. Hilf, daß ich deine Gütigkeit stets preis in dieser Gnadenzeit und mög hernach dort oben in Ewigkeit dich loben! Johann Rist, geb. 1607, † 1667. 4 50 66. Eigne Melodie. Hammerschmidt. 1646. ( Das Lied beginnt und schließt mit einem vom Chor gesungenen Halleluja.) 3 e Chor: Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja! Hal- le Weihnachtslieder. P 9 = lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja! P Hal= le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- e c ↓↓ Gem.: 1. Freuet euch, ihr Christen al- le, Gott hat viel an uns ge- than. 0 daß er uns so hoch ge= acht, Freude, Freude it- ber Freude! 2 Wonne, Won- ne it- ber Won- ne! 2. Sieh doch, sieh, o meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der dunkeln Höhle hart sich bettet dir zu gut, dich zu lösen durch sein Blut. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnadenſonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Se ligkeit herrühr; so laß mich von dir nicht wanken, nimm mich dir zu eigen hin, so empfindet Herz und Sinn - ja, Hal- le- lit- ja! freue sich, wer immer kann! Freu- et euch mit gro- ßem Schal- le, sich mit uns be- freundt ge- macht. De Chri- stus weh- ret allem Lei- de: Je- sus ist die Gna- den- son= ne. Freude, Frende über Freude! Chri stus wehret allem Leide: Wonne Wonne über Wonne! Jesus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glie der ferner auch in Gnaden an schenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder; gib der gan zen Christenschar Frieden und ein seligs Jahr. Freude, Freude über Freude! Christus wehret allem Leide: Wonne, Wonne über Wonne! Je sus ist die Gnadenſonne. Christ. Kehmann, geb. 1607,+ 1662. 67. Mel. Da Christus geboren 2c. # Weihnachtslieder. 1. Wunder- barer Gna- denthron, gro- ßer Held von E Gott und Mensch, ein klei- nes Kind, 0 = P U wig- feit, rühmt die ganze Christen- heit! 2. Du bist arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich; du wirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott; aller Welt wird offenbar, ja auch deiner Feinde Schar, daß du Gott bist wunderbar. D J R 3. In diesem Lichte kannst du sehen das Licht der klaren Seligkeit. Wann Sonne, Mond und Stern vergehen vielleicht in noch gar kur51 Got- tes und Ma- ri- en Sohn, ( Altkirchlich?) 1544. Mel. O daß ich tausend Zungen 2c. das man in der Krip- pen findt, 68. ber 1. Dies ist die Nacht, da mir er- schie- nen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem al= le Eng- el dienen, bringt Licht in mei- ne Dun- tel- heit; des- sen Macht und Herr- lich- keit 3. Laß mir deine Güt und Treu täglich werden wieder neu; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, wenn mich Not und Tod anficht; laß mich deine Herrlichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit. Joh. Olearius, geb. 1611, † 1684. 1738. und die ses Welt- und Hiniels- licht weicht hundert- tau- send Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine zer Zeit, wird dieses Licht mit seiSeele, versäume nicht den Gnaden- nem Schein dein Himmel und dein schein! Der Glanz in dieser klei- Alles sein. nen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Kreuzes Nacht. 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. 5. Drum, Jesu, schöne Weih4* 52 nachtsonne bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtwonne und lehre mich die Weih69. 8². D Weihnachtslieder. 1. Jauchzet, ihr Him- mel, froh- lo- cket, ihr Eng- el, in Chö- ren! fing- et dem Her- ren, dem Heiland der Menschen zu Ehren! se= het doch da, Mel. Lobe den Herren, den 2c. nachtkunst, wie ich im Lichte wan deln soll und sei des Weihnachtglaubens voll. Kasp. Fr. Nachtenhöfer, geb. 1624,+ 1685. lor= nen sich feh- ren. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut. Freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget. Gott will so freundlich, so nah A 4. Gott ist im Fleische! wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; tretet herzu, sucht bei dem Kinde die Ruh, die ihr zum Vater wollt gehen.lis 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herz voll von 70. Liebe mir schenken; sollt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herz in der Liebe ver binde, du sollst es sein, den ich er wähle allein; ewig entsag ich der Sünde. 7. Treuer Immanuel, werd auch in mir nun geboren; komm doch mein Heiland, und laß mich nicht länger verloren; wohne in mir, mad mich ganz eines mit dir, der du mich liebend erforen. himmilk to Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. c- t 1665. zu den Ver8. Menschenfreund, Jesu, did lieb ich, dich will ich erheben, lab mich doch einzig nach deinem Gefal len nur streben; Herr, nimm mich hin, hilf mir, in findlichem Sinn ewiglich dir nur zu leben. Gerh. Tersteegen, geb. 1697,+ 1769 Nit. Herman. 1554. 1. Im- ma- mu- el! der Herr ist hie und nimmt mein Fleisch an sich: Weihnachtslieder. wer ist dann wi- der mich? 2. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb den eingebornen Sohn uns gibt,: wie hat er uns so lieb!:| 3. Was sein erbarmungsvoller Rat schon in der Ewigkeit von Jesu fest beschlossen hat,: das thut er in der Zeit.:| Im- ma- nu el! ist Gott mit mir, wer ist dann wi- der mich? 4. Er, unser Heil und höchstes Gut, der alle segnen kann, nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, 1: doch ohne Sünde an.:| 5. Du wunderbarer Gottmensch wirst auch mir Rat, Kraft und 71. A 53 Held, mein Retter und mein Friedefürst,: du Heiland aller Welt.:| 6. Was mir zum Seligsein gebricht, das, Herr, erwarbst du mir: Versöhnung, Leben, Trost und Licht, : das hab ich nun an dir.:| 7. Dein Mangel wird mein reiches Teil, dein Leiden stillt mein Leid; durch deine Knechtsgestalt, mein Heil,: gewinn ich Herrlichkeit.:| Mel. Vom Himmel hoch zc. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer 8. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn in dieser Freudenzeit! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! 1: Erheb ihn, Christenheit!:| Heinr. Corn. Hecker, geb. 1699, † 1743. 1539. et 1. Dies ist der Tag, den Gott ge- macht; sein werd in al- ler Welt gedacht! Ihn prei- se, was durch Je- sum Chrift im Himmel und auf Er- den ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir. Ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen thu ich gern"; gelobt sei, der da kommt im Herrn 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Bäter hoffend sahn, dich, Gott Messias, bet ich an. 54 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereineft dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. Neujahrslieder. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 72. Neujahrslieder. 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! Mel. Nun freut euch, lieben 2c. J auch Gott dem heil- gen Gei 10. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd in aller Welt gedacht! Shn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. Chrifti. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 1769. 1. Das lie- be neue Jahr geht an, das alte hat ein En- de; drum freu- et sich heut je- der- mann, er- hebt sein Herz und Hän- de = bygd zu un- serm Gott ins Himmels Thron, dankt ihm und seinem lie- ben Sohn, 2 2. Gott Vater hat den Sohn gefandt, Gotts Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht solchs bekannt uns, die wir warn verloren: im felgen, lieben Gottes Wort geschrieben ists an manchem Ort und wird uns flar verkündet. 3. Die reine Lehr und Sakrament wir habn in unserm Lande, fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande; Gott krönt 1523. fte. das Jahr mit seinem Gut, hält Kirch und Schul in guter Hut, auch aller Christen Häuser. 4. Das danten wir dem lieben Herrn und freun uns solcher Güte; er woll den Feinden steurn und wehrn und uns hinfort behüten. Gr geb ein selges neues Jahr und helf uns zu der Engel Schar, da wolln wir ihn schön preisen. Chriatus Schneegaß, geb. 1546, † 1597. 73. Neujahrslieder. Mel. Wenn wir in höchsten zc. daß du uns in so gro- ßer G'fahr 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner alle Zeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen höchster Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei. 1. Das al- te Jahr ver- gangen ist; wir danken dir, Herr Je- ſu Chriſt, 4. Hilf, daß wir von der Sünd ablan und fromm zu werden fahen 74. Mel. O Jesu Christ, meins 2c. 55 ( 1547.) 1588. be- hü- tet haft lang Zeit und Jahr. an; kein'r Sünd im alten Jahr gedenk; ein gnadenreich Neujahr uns schenk; 5. Chriftlich zu leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tag wied'r aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn; 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. Joh. Steuerlein(?), geb. 1546,+ 1613. 3. Gedenke nicht der Missethat, damit wir, Jesu, früh und spat so oft gehandelt wider dich; vergib und gib uns gnädiglich. 1. Das alte Jahr ist nun da- hin; er- neu- re, Je- su, Herz und Sinn, 4. Vergib uns alle Sünd und Schuld, gib in der strengen Not Geduld; dein guter Geist uns wohne 1625. zu fliehen al- ler La- ster Schar in die sem lie- ben neu- en Jahr. 2. Gib neuen Segen, Glück und Heil; hilf, daß wir sämtlich haben teil an dem, was uns, du höch- 5. Gleichwie das güldne Sonstes Gut, erworben hat dein teu- nenlicht die Strahlen wieder zu uns res Blut. richt, so laß, Herr, deinen Gnadenschein uns wieder zugewendet sein. bei, sein Hilf und Trost stets bei uns sei. 6. Laß deine Hilfe allezeit, du Menschenfreund, uns sein bereit, bis wir einmal nach dieser Zeit eingehen in die Ewigkeit. Ernst Christ. Homburg, geb. 1605 † 1681. 56 75. Neujahrslieder. Mel. Nun laßt uns Gott, dem 2c. Celnecker? 1587. e 1. Nun laßt uns gehn und tre- ten zum Herrn, der un- serm Le- ben 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern; wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. 3. Denn wie von treuen Müt tern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 4. Also auch und nichts minder läßt Gott ihm seine Kinder, wann Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. 5. Ach Hüter unsers Lebens! fürwahr, es ist vergebens mit un ferm Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 6. Gelobt sei deine Treue, die alle Morge neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 7. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. 8. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und 76. bed mit Sing- en und mit Be- ten bis hie- her Kraft ge- ge- ben. deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 9. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf so viel Not und Leiden uns sehen begre Zeiten. Neu- es Glück und neues Le= ben 10. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen; laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 11. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 12. Hilf gnädig allen Kranken; gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 13. Und endlich was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 14. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und Jahre. der Christenschare zum selgen neuen Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Mel. Werde Licht, du Stadt zc. 1. Hilf, Herr Je- su! laß ge- ling- en, Laß es neu- e Kräf- te bringen, hilf, das neue daß aufs neu ich 1738. Jahr geht an. wandeln kann. wollest du aus Gnaden ge- bent. Neujahrslieder. 2. Meiner Hände Werk und Thaten, meiner Zunge Red und Wort müsse mir durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort. Neue Kraft laß mich erfüllen, zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein; wann ich schlafe, wann ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, steh mir zur Seiten, kehr ich heim, wollst du mich leiten. 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr; hilf, daß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr. Herr, ich weiß, es wird vor allen dies mein Opfer dir gefallen. 5. Laß dies sein ein Jahr der Gnaden, laß mich büßen meine Sünd; hilf, daß sie mir nicht mög schaden, sondern bald Verzeihung find, Herr, in dir; denn du, mein Leben, kannst die Sünd allein vergeben. 77. be 57 6. Tröfte mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin. Sieh, wie sehr ich mich betrübe, ja voll Angst und Zagen bin. Stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wolleft Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig ſei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhie auf Erden fromm und selig möge werden. 8. Jesu, richte mein Beginnen, Jesu, bleibe stets bei mir; Jeſu, zähme mir die Sinnen, Jesu, sei nur mein Begier; Jesu, sei mir in Gedanken, Jesu, lasse nie mich wanken. 9. Jesu, laß mich fröhlich enden dieses angefangne Jahr; trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wann ich soll die Welt verlassen. Johann Rift, geb. 1607, † 1667. Mel. Herzlich thut mich zc.( Haßler 1601.) 1613. 1. Durch Trau- ern und durch Pla- gen, dir, Gott, sei Lob ge= 2. Der du mich haft erbauet, in dir besteht mein Heil; dir ist mein durch Hoff- nung und durch Kla- gen, bin ich, Gott Lob! gedrung- en; durch Not, durch Angst und Pein, sung- en! durch man- chen Sor- gen- stein dies Jahr ist hin= ge= legt: Das Herz ist mir be- wegt. Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil. Du hast mich wohl 58 erhalten, haft reichlich mich getröst; dich laß ich ferner walten, wenn Unfall mir zustößzt. 3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich. Gib, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich; dir ist mein Will ergeben, ja er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu ſein. Neujahrslieder. 4. Nach dir soll ich mich schicken und, Herr, ich wills auch thun. Soll mich die Armut drücken? ich will dabei beruhn. Soll mich Verfolgung plagen? ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen? ach, ich gehorch auch hier. 5. Soll ich verlassen leben? Herr Gott, dein Wille gilt. Soll ich in 78. fest 1. Je- fus soll die Lo- sung sein, Je- su Na- me foll al= lein die in seinem Bun- de stehn 2. Jesu Name, Jesu Wort soll in den Gemeinden schallen; und so oft wir nach dem Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. Ängsten schweben? mein Heiland, wie du willt. Soll ich denn Krank heit leiden? ich will gehorsam sein. Soll ich von hinnen scheiden? Herr, dein Will ist auch mein. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. 3. Sein Verfühnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren; also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 6. Soll ich zum Himmel dring en? gar gern, o Gott, mein Licht! Soll mich die Höll verschlingen? ach, dieses willst du nicht. Ich habe zwar verdienet die rote Höllenglut; du aber bist verfühnet durch deines Sohnes Blut. 7. Heut ist das Jahr beschlossen; Herr, deine Gnade sei heut auf mich neu ergossen, mein Herze werd auch neu. Laß ich die alten Sün den, so werd ich, Gott, bei dir auch neuen Segen finden, dein Wort verspricht es mir. G. W. Sacer, geb. 1635, † 1699. Hammerschmidt. 1658. da ein neues Jahr er- schie- nen; de- nen zum Pa- nie- re die= nen, und auf sei- nem We- ge gehn. 4. Unfre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen, und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 5. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen; so wird alle Bitterfeit uns ein Segen wer den müssen. Jesu Nam ſei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Benj. Echmold, geb. 1672, † 1737 79. eNeujahrslieder. Mel. O Gott, du frommer Gott zc. 2 A O 1. Ein Jahr der Sterb- lich- keit, ist aber mals da- hin und wie der= um ein Teil P nunmehr zurück- ge= legt 2. Herr, deine Güte machts, die niemals uns zu lieben ermüdet, noch vergißt, daß wir noch übrig blieben. Nimm unsers Herzens Dank in Gnaden von uns an für das, was du an uns in diesem Jahr gethan. 3. Wir schließen uns aufs neu in dein so treues Sorgen, in dein Erbarmen ein; da sind wir wohl geborgen, da ist das feste Schloß vor aller Feinde Trutz, da findet allezeit dein Volk in Nöten Schutz. 4. Gib mit dem neuen Jahr uns neue Stärk im Glauben, laß uns den alten Grund der Wahrheit niemand rauben. Erneure Herz und Sinn, und das geschenkte Licht des ewig wahren Worts erlösche bei uns nicht. 80. [ pg 1. Ein Jahr geht nach dem andern hin Ach, möchte doch der trä- ge Sinn der kurzen Le- bens- ta- ge, mit seiner Lust und Pla- ge, Mel. Machs mit mir, Gott 2c. Ach, bräch- te doch ein jedes Jahr 59 1693. durch Got- tes Schutz und Kraft. 5. Entzünde neue Lieb und Sanftmut in uns allen; und soll uns dieses Jahr auch neue Not befallen, so stärke die Geduld und mache deine Treu, o Bater, über uns mit jedem Tage neu. 6. Gib, daß wir mehr und mehr den alten Menschen töten; verleih an Seel und Leib, was jedem ist von nöten, und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zufrieden sein; du machst doch alles gut. von unf- rer Pil- ger= schaft 7. Wem du das Ziel bestimmt, in diesem Jahr zu scheiden, den wollst du, treuer Gott, in Gnaden vollbereiten! Laß ihn im Glauben hier beschließen seinen Lauf und nimm in deine Hand die Seele gnädig auf! Henr. K. v. Gersdorf, geb. 1648, † 1726. Schein. 1628. der E- wigkeit ent- ge- gen. dies flei- si- ger er-mä- gen! 3 viel neu- e, gu- te Früch- te dar! 60 2. Allein, allein wo ist die Frucht, die mir bisher getragen? Wie oft hat Gott umsonst gesucht, wie hat er müssen klagen! Es that ihm weh, wenn seine Hand anstatt der Frucht nur Blätter fand. 3. Haut ab, spricht er, den kahlen Baum, der keine Früchte träget. Was nimmt er andern Saft und Raum? Komm, Tod, der alles schläget, komm, leg die Art der Wurzel an, thu einen Streich, so ifts gethan. 81. Neujahrslieder. - Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 4. Allein der treue Heiland spricht: Laß ihn noch dies Jahr stehen! Trägt er noch keine Früchte nicht, ich hoff sie noch zu sehen. Ach, halt des strengen Urteils Lauf doch dies Jahr noch, mein Vater, auf. han 24 5. So gib denn, lieber Heiland, Kraft, dies Jahr viel Frucht zu bringen. Ach, laß doch deines Geistes Saft in unsre Zweige dringen, und schütte du auf jedes Haus viel Gnade, Kraft und Segen aus. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, † 1735. 1. Gott ruft der Sonn und schafft den Mond, die Tag und Jahr uns ge- ben. Er schützet, was auf Erden wohnt, er fi- chert un- ser Le- ben; mit Preis und Dank er- he = er ists, der schafft und sorgt und wacht; auf! laßt uns ihn, den Gott der Macht, - 2. Herr, der da ist, und der da war, von dankerfüllten Zungen sei dir für das verfloßne Jahr ein heilig Lied gesungen für Leben, Wohl fahrt, Troft und Rat, für Fried und Ruh, für jede That, die uns durch dich gelungen. 1523. = ben. fällt, des Lebens Ruh und Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt, so gib mir Kreuz und Leiden; nur stärke mit Geduld mein Herz und laß mich nicht in Not und Schmerz die Glücklichern beneiden. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet ein, das du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein, in deiner Furcht zu leben. Du schützest uns und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 5. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaßnen dich und der bedrängten Glieder. Gib Glück zu jeder guten That und laß dich, Gott, mit Heil und Nat auf unſern Fürsten nieder. 6. Daß Weisheit und Gerechtig4. Gib mir, wofern es dir ge- keit auf seinem Stuhle throne; daß Neujahrslieder. 61 Tugend und Zufriedenheit in un- ter, dies verleih in Christo, deinem serm Lande wohne; daß Treu und Sohne! perip Liebe bei uns sei: dies, lieber Ba- Chr. F. Gellert, geb. 1715,+ 1769. 82. Kugelmann? 1540. HE Mel. Nun lob, mein Seel 2c. Chrot one han som 1. Herr, der du deinen Namen durch Wohlthun an uns herrlich machſt, und über deinem Sa- men, den du erwählst, so liebreich wachst, Je= ho va, dessen Treu- e und stünd- lich sich aufs neu= e Ent- flam- me mein Ge- mü- te, uns un- ver- än- dert liebt, 3. Herr, wie muß ich mich schämen, daß ich so schlecht dafür gedankt! Du ließt mich alles nehmen, was ich von deiner Hand verlangt. Doch dir mich ganz zu geben, im Glauben dir allein mit Leib und Geist zu leben, dir redlich treu zu uns zu be- wundern gibt! das deinen Ruhm be- singt fu und für so rei- che Gü- te ein ar- mes D= pfer bringt. 2. Unendlicher Erbarmer! Er sein und ganz in dich zu dringen, staunend bet ich vor dir an. Wer fehlt zwar der Wille nicht, wohl bin ich Staub, ich Armer, daß du aber das Vollbringen, zu dem ich so viel an mir gethan? Anstatt im mich verpflicht. 3orn zu lohnen, wie ich um dich verschuldt, trägst du mich mit Verschonen und zärtlicher Geduld. Dein vielfach milder Segen bekrönte je den Schritt, und auf gebahnten Wegen ging Gnad und Wahrheit mit. 4. Wie manche schöne Stunden der schnell entflohnen Gnadenzeit sind ungebraucht verschwunden und im Geräusch der Welt entweiht! Wie viele von den Gaben, die du mir haft gegönnt, sind ungenützt vergraben und freventlich verschwendt! Wie war ich doch so träge, zu thun, was mir gebührt, wie langsam auf dem Wege, der in den Himmel führt! 5. Laß, Jesu, Gnade finden die Seele, die nicht ruhen kann, als bis die Laft der Sünden von dem Epiphaniaslieder. Gewissen abgethan. Ach, sprich ein und Prüfungen bestimmet sein; Wort und blicke auf dein gebeugtes Kind, wirf hinter dich zurücke, was sich von Schulden findt; laß keine mich beschämen und in das neue Jahr nichts von dem alten nehmen, was dir mißfällig war. stellt sich auf allen Seiten bei mir des Kreuzes Trütbsal ein: nun so gescheh dein Wille; nur schenke mir in dir Gelassenheit und Stille und halte fest bei mir. Ich weiß, von guten Händen kommt doch nichts Böjes her; das Kreuz, das sie mir senden, drückt doch niemals zu schwer. 6. Laß deinen Geist mich stärken, zeuch immer näher mich zu dir, und laß mich stündlich merken, wie mächtig deine Kraft in mir. Hilf, Herr, laß wohl gelingen, gib Glauben, Mut und Fleiß, dir viele Frucht zu bringen zu deines Namens Preis. Laß mich stets brünstig flehen und auf die Ewigkeit den guten Samen säen, der sich der Ernte freut. 7. Soll mir ein Jahr der Leiden 62 83. Epiphaniaslieder. 8. Hast du, Herr meiner Tage in diesem Jahr mein Ziel bestimmt, in dem der Wallfahrt Plage und Schmerz und Leid ein Ende nimmt: o mit welch großen Freuden, wenn deine Gottesmacht ihr gnädig Volk bereiten an mir zustand gebracht sink ich dir in die Hände und feire mit der Schar, die triumphiert ohn Ende, mein Hall- und Jubeljahr! Andreas Rchberger, geb. 1716, † 1769. Mel. Valet will ich dir 2c. C Ⓡ 1. O König aller Eh- ren, dein Reich soll e- wig wäh- ren, Hilf, daß all- hier auf Er= den Tejchner. 1615. Herr Je- su, Davids Sohn, im Himmel ist dein Thron. den Menschen weit und breit dein Reich be- kannt mig werden zur ew= gen Se= lig- teit. 2. Von deinem Reich auch zeu- Wort; drum man dich billig preiset, gen die drei aus Morgenland; die daß du bist unser Hort. Knie sie vor dir beugen, weil du ihn'n bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich 3. Du bist ein großer König wie uns die Schrift vermeldt; doch achtest du gar wenig vergänglich Epiphaniaslieder. Gut und Geld; prangst nicht auf einem Rosse, trägst keine güldne Kron, fitzt nicht in festem Schlosse, hier hast du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret; dein Glanz erstreckt sich weit; dein Güt allzeit regieret und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. do 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf! thisch 84. be 63 Dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf; mein Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönsten Stern; laß falsche Lehr und Sünden sein von meim Herzen fern; hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. Martin Behemb, geb. 1557,+ 1622. Eigne Melodie. 1. Werde Licht, du Stadt der Hei- den, schaue, welch ein Glanz mit Freuden 4. Gottes Rat war uns verborgen; seine Gnade schien uns nicht; Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt' es an dem Licht, das zum rechten Himmelsleben seinen Glanz uns sollte geben. 5. Aber wie hervorgegangen ist und du und du ii= ber P 1738. Salem, wer- de Licht; deinem Haupt anbricht: Gott hat de- rer nicht ver- gessen, die im Finstern sind ge- ses sen. 2. Dunkelheit, die mußte wei chen, als dies Licht kam in die Welt, dem kein andres ist zu gleichen, welches alle Ding erhält: die nach die sem Glanze sehen, dürfen nicht im Finstern gehen. der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles überblieben. 3. Ach, wie waren wir verblendet, ehe noch dies Licht brach an! Ja, da hatte sich gewendet schier vom Himmel jedermann: unsre Augen und Gebärden flebten einzig an der Erden. 6. Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn; ewig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohl gethan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 7. Gib, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch geliebte Glaubenswerte folgen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 8. Dein Erscheinen müß erfüllen mein Gemüt in aller Not; 64 Epiphaniaslieder. dein Erscheinen müsse stillen meine freudig aus der bösen Welt, dein Seel auch gar im Tod; Herr, in so helles Licht zu sehen, das mir Freuden und im Weinen müsse mir dort schon ist bestellt, wo wir fol dein Licht erscheinen. h jodam len unter Kronen in der schönsten 19. Jesu, laß mich endlich gehen Klarheit wohnen. du inn st Johann Rist, geb. 1607, † 1667. 85.pntuste mndro Schop. 1642. c= 15 ne bindj om Mel. Werde munter 2c. 86. 1. Freuet euch, ihr Gottes Kin- der! preiset freu- et euch, ihr ar- men Sünder! laßt der daß wir armen Heiden kön- nen 2. Seine Herrschaft sich erstrecket über alles, was da lebt; seine Hand schützt und bedecket, was sich reget, webt und schwebt. Wenn er spricht, so geht sein Wort schnell wie Blitz und Donner fort; es durchdringet Geist und Leben und kann Trost und Hoffnung geben. 3. Nun, ihr Sünder, hier auf Erden, wollt ihrs haben endlich gut, wollt ihr Gottes Kinder werden, ei, so ändert euern Mut! Preiset be freut euch, daß euch Gott re- giert und zu seiner Kir- dhe führt, mit mir Gottes Macht; Welt den Stolz und Pracht; 22 Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. uns nun Gottes Kinder nen- nen. Gottes Güt und Macht, so wird er euch geben Kraft, daß ihr auch zu ihm könnt kommen und euch freuen mit den Frommen. 4. Aller Heiden Trost ist kom men, Jesus, unser Freudenlicht, der Beschirmer aller Frommen, unser Schutz und Zuversicht. Preiset seine Güt und Treu, die uns noch wird immer neu, so wird er euch allen geben, hier und dort mit ihm zu leben. Johann Olearins, geb. 1611, † 1684. Crüger.( 1653) 1656. 1. Je- fu, großer Wunder- stern, der aus Ja- kob ist er- schie- nen, mei- ne See- le will so gern dir an dei- nem Fe- ste die- nen; nimm, ach nimm doch gnä- dig an, was ich Ar- mer schen- ken kann. 12. Nimm das Gold des Glau- habe und damit beschenket bin; fo bens hin, wie ichs von dir selber ist dirs die liebste Gabe. Laß es 65 auch bewährt und rein in dem Kreuzesofen sein. This app 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; ach, mich schmerzet meine Sünde. Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde und nun fröhlich sprechen ihn zu opfern, vor dir liegen. Wann kann: Jesu, nimm mein Opfer an! ich bete, nimm es auf und sprich Sa und Amen drauf. Erdm. Neumeister, geb. 1671, 1756. 87. e Epiphaniaslieder. Mel. Wie schön leucht zc. 1. Wie herr- lich strahlt der Mor- gen- stern! Glanz Got- tes, der die Nacht durchbricht, Glanz geht auf vom Herrn! fin- ftre See- len Licht, Dein Wort, Je= fu, े 2. Du hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, des Himmels groBer König! von ganzem Herzen preis ich dich; hab ich dein Heil, so rühret mich das Glück der Erde wenig. Zu dir tomm ich; wahrlich keiner tröstet deiner sich vergebens, sucht er dich nur, Herr des Lebens. und zum Le- ben; wer kann dich genug er he- ben? 3. Durch dich nur kann ich selig sein; o drücke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, damit ich ganz dein eigen sei, aus Weltsinn deinen Dienst nicht scheu, gern deinen Willen übe. Nach dir, nach dir, den ich fasse und nicht lasse, ewig wähle, dürftet meine ganze Seele. Pet. m. Not. 1599. ist voll Klar- heit, führt zur Wahrheit welch ein du bringst in Wer sollte sein nicht achten? die nach der Wahr- heit schmachten. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein Angesicht ich einstens werd erblicken. Du wirst indes durch deine Kraft, die Ruh in müden Seelen schafft, mich stärken und erquicken. Tröste du mich, Seligmacher, daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfreuden inne werde. 5. Und wie, Gott Vater, preis ich dich! Von Ewigkeit her hast du mich in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint; er ist mein Bruder und mein Freund: was ists, das mich betrübet? Seele, wähle ihn, den Besten, ihn, den Größten, dir zum Freunde, und dann fürchte keine Feinde. 5 66 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm mütffe froher Lobge sang mit jedem Tag erschallen! Dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen! Tönet, tönet, Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde voll von seinem Lobe werde! de 88. be 118 7. Wie freu ich mich, o Jesu gramih 4 Darstellung Chrifti. duos in hio not stin ssd id sulgoh. Adolf Schlegel geb. 1721, † 1793. Christ, daß du der Erst und Letzt bist, der Anfang und das Ende! Ich gebe, Heiland, meinen Geist wenn er sich einst dem Staub ent reißt, in deine treuen Hände. Ewig werd ich, Herr, dort oben hoch dich loben, dem ich traue, wenn ich num dein Antlitz schaute to thid du gadu ni. quo nimi& Darstellung Christi. god do ist Eigne Melodie. Creat Thiltrim 1. Wie Gott mir 2. daß er sei 3. durch dein teu 4. Er 89. = onu sous forms dot 1. Mit Fried und Freud ich fahr da- hin 2. Das macht Chri- ftus, wahr Got- tes Sohn, 3. Den hast du allen für= ge= stellt 4. Er ist das Heil und se lig Licht 2 1. Ge- trost ist mir mein Herz und Sinn, 2. den du mich, Herr, haft lan, 3. zu seinem Reich die ganhe 4. zur- leuch- ten, die dich ſehen an= ze Welt = nen nicht, ( bot gilst me 356 ver- hei- ßen hat, das Leben mein er heilsam Wort, ist deins Volks If= ra- el 1. Herr Je- su, Licht der Hei- den, wir kommen jetzt mit Freuden hi? solled in die sen dei- nen Tem- pel M ) der Tod ist mein Schlaf worden. und Heil in Not und Sterben. an allem Ort er schollen. der Preis, Ehr, Freud und Won- ne. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546 Mel. Herzlich thut mich verlangen 2c.( Haßler 1601.) 1613 Luther? 1524. S THING I pom in Got- tes Wil= le. der treu- e Hei= Land, mit großen Gna= den, für die Heiden, sanft und ftir= le. und macht be= fannt, heißen Ya den und zu wei= den. der Frommen und Lieb, durch dei- nes Gei- stes Trieb und suchen mit Be- gier nach Simeons Er- em- pel dich, großer Gott, all- hier. 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungsmit Frieden mein Augen zuge drückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. ordi wort; vergönnst noch heutzutage, 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage, wie hier der alte Greis. mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen mich hart und ängstlich an, daß oft vor Angst und Heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds ge= schehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer klares Licht. ISTE day 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Flamme, in Not ein Freuden strahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst, wie Simeon, ein jeder Christ fann fingen den schönen Schwanenton: Mir werden nun t- sd 1130 nodibut 90. of Passionslieder. 11 monit JE Passionslieder. Eigne Melodie. ( Chriftus, der uns selig macht.) 7 Joh. Franc, geb. 1618, † 1677. ut tim fi fjort- st him no mo 1988 hilf, Chri- fte, Gottes Sohn, durch dein bit- ter Lei daß wir stets dir unter than = Altkirchlich? 1531. = dei- nen Tod und sein Ur- fach) frucht- bar- lich be- den 67 all Un- tugend mei- den, = den, fen, dafür, wie wohl arm und schwach, dir Dank- o- pfer schen- fen. J in- s8 tim ph= d Jag mind si Mich. Weiß.( 1531). 5* 68 91. £ Passionslieder. Hi juo nd if dind pione sidfod ud dube sit tot i frichst du Eigne Melodie. du Borreformat. 527. 1. Ach, wir armen Sün- der! unsre Mis- se- that, dar- in wir empfang- en und ge- bo- ren sind, hat ge- bracht uns al = le in solch gro- ße Not, daß wir un- ter- worfen sind dem ew- gen Tod. Ky- ri- e Chri- ste e= le i= son! 2. So nicht wäre kommen Christus in die Welt und an sich genommen unser arm Gestalt, hätten wir sein müssen ewiglich in Not; Christ hat sich gegeben für uns in den Tod. Kyrie eleison! Chrifte eleison! Kyrie eleison! 3. Solche große Gnad und väterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauter gar umsonst. Des solln wir uns trösten gegen Sünd und Nach laus tibi Christe 1542. spellfood Ingolhim( bid m 1625. " sid oded Lupt der du jus the red mani surism( 6 e- le= i- fon! i= son! Ky= ri- e e= Ye Tod und nicht gar verzagen vor der Höllen Glut. Kyrie eleison! Christe eleison! Kyrie eleison! 4. Darum wolln wir loben, dan ken allezeit dem Vater und Sohne und dem heilgen Geist; bitten, daß sie treiben all Not von uns fort und daß wir stets bleiben an Gotts heilgem Wort. Kyrie eleison! Christ eleison! Kyrie eleison! nimm un- ser G'bet mit Gnaden an, 2. Dein Güt so groß ans Kreuz dich bracht, dadurch wir ledig sind gemacht; denn Adams Sünd und Bande schwer trägst du und lösest fie, o Herr! BILDOT payprin 3. Dein ist der hohe Himmels 92. 84 gant. Herr Chrifte, treuer Hei- land wert, ein Schöpfer Himmels und der Erd Mel. O Jesu Chrift, meins zc. zu deinem Lob und Preis ge- than. thron, noch wirst du eines Men schen Sohn und weigerst dich des Sterbens nicht, eins schmählichen Tods wirst hingericht. prroptis 4. Du läßt dir Bande legen an auf daß wir Freiheit mögen han; Passionslieder. die Schuld du trägst, die ewig Schmach zu wend und all Un gemach. 5. Am Kreuz du hängest angehaft't, die Erd bewegest du mit Kraft, befiehlst den Geist ins Vaters Hand, und Finsternis bedeckt das Land. 93. 69 6. Bald stehst du auf, ein Siegesherr, und leuchtest in des Vaters Ehr; deins Geistes Kraft, du König fromm, uns allezeit zu Hilfe komm! ( Nach Rex Christe factor omnium.) 31-07g( blot ni of 10 am theard- sp. ind du mor od ag duur Eigne Melodie. Crüger. 1640. Vincentius Schmuck, geb. 1565, 1628. 1. Herzliebster Je- su, was hast du ver- bro- chen, daß man ein solch scharf bist du gera= ten? THIO 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet, du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehentet. Ingels 3. Was ist die Ursach aller solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, mein Herr Jesu! habe dies verschuldet, was du erduldet. Ur- teil hat ge- spro- chen? Was ist die Schuld, in was für Misse- tha- ten in thi 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte lei det für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für feine Knechte. Scheitel war nichts Guts zu finden. Dafür hätt ich dort in der Hölle müssen ewiglich büßen.blog 7. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße. Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. SU 8. Ach großer König, groß zu allen Zeiten! Wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten! Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt; der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt. Der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen; Gott liegt gefangen. 10. Doch ist noch etwas, das dir 6. Ich war von Fuß auf voller angenehme, wenn ich des Fleisches Schand und Sünden, bis zu der Lüfte dämpf und zähme, daß sie 70 aufs neue nicht mein Herz entzünden mit alten Sünden. Passionslieder. 11. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, dem Kreuze die Begierden anzuheften: so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 12. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für nichts mehr achten; ich werde mich bemühen, deinen Wilten stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, 94. fase di dire ait festi Mel. Zion tlagt mit zc. C Fällt mir etwas Ar- ges ein, Smu gal squamples keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todes schmerzen nehmen zu Herzen. 14. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du, o Herr, nicht gar beiseite setzen. In Gnaden wirst du dies von mir an nehmen, mich nicht beschämen. # 1. Je- su, dei- ne tie- fen Wun- den, ge- ben mir zu al- len Stun- den bo 4 toutes sp dh die er- lau- bet meinem Herzen sin 2. Will sich dann in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut: so gedenk ich an dein Leiden; bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen.unplade pode 15. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenfrone: so will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank fingen. Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647, 3. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Wollustbahn, da nichts iſt als Jubilieren, als schau ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden haft: so kann ich in Andacht blei ben, alle böse Lust vertreiben. Crüger. 1640. deine Qual und bittrer Tod Trost in Leibs- und Seelen- not. denk ich bald an dei- ne Pein, mit der Sünde nicht zu scherzen.d tisdiste sid fit sdn 4. Sa für alles, was mich krän ket, mir dein Leiden Hilfe schafft; wenn mein Herz hinein sich senket schöpft es neue Lebenskraft; deines Trostes Süßigkeit wendt in mir das bittre Leid, der du mir das Heil er worben, da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen; du bist meine Zuversicht ein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe teil, bringet mir Troft, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. Passionslieder. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gültigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit; ich überwunden. 95.1989 TA 1911013 1647. i ungvi Joh. Heermann, geb. . 1585, † bin Eigne Melodie.siper hit dj 1663. T 1. Du gro- ßer Schmerzenmann, Frysers 293 Herr Je su, dir sei Dank Moll 71 verberge mich in dich, welch Feind will verletzen mich? Wer sich legt in deine Wunden, der hat glücklich für deine See= len- angst, vom Va- ter so 4. O hilf, daß wir uns auch zum Kampf und Leiden wagen und unter unsrer Last des Kreuzes nicht verzagen; hilf tragen mit Geduld durch deine Dornenkron, wenns abitisque said no 96.00 106 ge- schla- gen, für alle dei- ne Pla- gen, für deine Band und Not, für dei- nen bit- tern Tod. kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn. für deine Gei- ße- lung, 2. Ach, das hat unsre Sünd und Missethat verschuldet, was du an unsrer statt, was du für uns erduldet. Ach, unfre Sünde bringt dich an das Kreuz hinan, o unbeflecktes Lamm, was hast du sonst gethan? 5. Dein Angst fomm uns zu gut, wenn wir in Ängsten liegen; durch deinen Todeskampf laß uns im Tode siegen; durch deine Bande, Herr, bind uns, wie dirs gefällt; hilf, daß wir freuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt. 3. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben; in deinen Banden ist die Freiheit uns gegeben; dein Kreuz ist unser Trost, die 6. Laß deine Wunden sein die Wunden unser Heil, dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Teil. Heilung unsrer Sünden; laß uns auf deinen Tod den Trost im Tode gründen; o Jesu, laß an uns durch dein Kreuz, Angst und Pein, dein Leiden, Angst und Not ja nicht verloren sein. ind Adam Thebefius, geb. 1596, 1652. In 1996 16 lide adfultode slivad sio tuo Mel. Herr Christ, der einig 2.el fi subi to 1524. e shil puds] 1. Wenn meine Sünd mich frän- ten, o mein Herr Je- fu Chrift, so laß mich wohl be- den- ken, wie du ge- stor- ben bist, t 72 InD Paffionslieder. und alle meine Schulden- last am Stamm des heil- gen Kreuzes And bin ado este sichere auf dich ge- nommen hast. 2. Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht! Es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 97. £ e 6. Mein Kreuz und meine Pla gen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Erempel, das du mir vorgeſtellt 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen je dermann, ohn Eigennutz und Heu 4. Drum fag ich dir von Herzen chelschein, und wie du mir erwie jetzt und mein Leben lang für solche sen. Laß endlich deine Wunden aus Lieb allein. 8. Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem daß ich dich ewig schau. Ernst zu meiden die fündliche Be- Justus Gesenius, geb. 1601, † 1673. mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, 20 1687. In up gier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. Eigne Melodie.dignish 1. Je- ju, mei- nes Lebens Le= ben, der du dich für mich ge- ge= ben in das äußer- fte Ver- der- ben, ga Taufend- tau- send- mal sei dir, Je- su, meines To- des Tod, in die tief- fte Seelen- not, = 07201 nur daß ich nicht möchte ster- ben. lieb- fter Je su, Dank da- für. 73 trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend- tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dant dafür. 6. Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßzen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend- tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut; dein Tod meinen Tod versüßzet, es kommt alles mir zu gut; dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend- tauſendmal ſei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Herr, für die gesamte Not, für die ie Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod. Für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein Ach und tiefe Pein will ich ewig dankbar ſein. sista odo ondono in four d 98. Ernst Chr. Homburg, geb. 1605, † 1681. undhi gian hid thi jod milind du vil gier( bin 100 dag i Mel. An Wasserflüffen Babylon aciddin 1525. Passionslieder. 2. Du, ach du haft ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottes- Sohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend- tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden läsfest du dir schlagen; alle Marter trägest du, um zu heilen meine Plagen und zu setzen mich in Ruh; ach, du hast zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet. Was hat dich dazu bewegt? daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausendtausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, mich zu lösen von der Pein; fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein; daß ich möchte C 1. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ih- rer es geht und trä- get mit Ge- duld 101 es geht dahin, wird matt und krank, Kinder; die Sün- den al- ler Sünder; er- gibt sich auf die Würge- bank, verzeiht sich al- ler Freuden; es nimmet an Schmach, Hohn und Spott. Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, und spricht: Ich wills gern 74 stic Toidum tuore Lei= den. Paffionslieder. by oder 90 and as a Diot thi * lei= den. 2. Das Lämmlein ist der große zu gut gethan, das will ich stets Freund und Heiland meiner See so tief ich kann, in mein Gedächtnis len; den, den hat Gott zum Sün- schließen. denfeind und Sühner wollen wäh- 6. Erweitre dich, mein Herzens len. Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Zornes Ruten; die Straf ist schwer, der Born ist groß; du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund; mein Wirken ist dein Sagen. Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch ge dacht, Gott seinen Sohn abzwingen. Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. du 14. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleichwie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wann mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum beständiglich verschreiben. bu 5. Ich will von deiner Lieblich feit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir schrein, du sollt ein Schatzhaus wer den der Schätze, die viel größer sein, als Himmel, Meer und Er den. Weg mit den Schätzen dieser Welt, weg Ehre, Wollust, Pracht und Geld! Ich hab ein Beffers funden: mein großer Schatz, Herr Jesu Christ, ist dieses, was gefloffen ist aus deines Leibes Wunden. 7. Das soll und will ich mir zu nutz zu allen Zeiten machen; im Streite soll es sein mein Schut in Traurigkeit mein Lachen, in Fröhlichkeit mein Saitenspiel, und wann mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna speiſen; im Durst solls meine Quelle fein; bin ich verlassen und allein, soll es mein Tröster heißen. 8. Was schadet mir des Todes Gift? Dein Blut das ist mein le ben. Wann mich der Sonnen Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben Setzt mir der Wehmut Schmerzen zu, so find ich bei dir meine Ruh als auf dem Bett ein Kranker; und wann des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, ſo bist du dann mein Anker. 9. Wenn endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, jo laß dies Blut mein Purpur sein ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in wel cher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen, und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohl99. Passionslieder. 1. 20 1. O Paul Gerhardt, geb. 1607.+ 1676. mod İst Mel. O Welt, ich muß dich zc. 75 geschmückte Braut an deiner Seite stehen. JUHA Welt, sich hier dein Le- ben am Stamm des Kreuzes schweben: dein Heil sinkt in den Tod; 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerschöpftem Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 2 ni 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Übelthaten weißt du nicht. id 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. ( 1536.) 1598. A 5 läßt willig sich be- schwe- ren mit Schlägen, Hohn und großem Spott. HOME Inonu 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja, läsfest dich gar würgen für mich und meine Schuld. Mir läsfest du dich frönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. Inill mist sin sout ingat to der große Fürst der Ehren 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Chr. in n 9. Nun ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben; Eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Sch wills vor Augen jetzen, mich stets daran ergößen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treit. tid thu fidat bini 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer, als ein Stein. Du wirst ein 11. Wie heftig unsre Sünden Fluch; dagegen verehrst du mir den den frommen Gott entzünden, wie Segen, dein Schmerzen muß mein Nach und Eifer gehn, wie schrecklich Labsal sein. Rannsonism ist seine Ruten, wie zornig seine Flu 76 Passionslieder. ten, will ich aus deinem Leiden 14. Ich will mich mit dir schla fehn. and dry( bls animg 12. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz soll schmücken mit stillem, sanftem Mut; und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. of onio) do 2 md 13. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Un recht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich.mo 100. gen ans Kreuz und dem absagen was meinem Geist gelüft. Was deine Augen haffen, das will ich fliehn und lassen, soviel mir imme möglich ist. prop 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thro nen, die dir geflossen zu, die solle mich am Ende in deinen Schol und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. ni sali rad nast thing id 2 id bor the there toning door shot scop sim ou lausnsdundy Mel. Herzlich thut mich zc.( Haßler 1601.) 1613. prace da bi stand e 1. O Haupt voll Blut und Wunden, Haupt, zum Spott ge- bun- den O Haupt, sonst schön ge- zie- ret = = voll Schmerz und vol- ler Hohn! mit einer Dornen- fron! mit höchster Ehr und Zier, 6 jetzt a= ber höchst schim- pfie- ret, ge= grüßet seist du mir! 2. Du ebles Angesichte, davor selbſt verschuldet, was du getraga sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit, wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zu gericht? hast! Schau her, hier steh ich Ar mer, der Zorn verdienet hat, gib mir, o mein Erbarmer, den Anblid deiner Gnad. Im QUE 3. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last; ich hab es 4. Erkenne mich, mein Hüter; mein Hirte, nimm mich an! Bon dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan. Dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost; dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. ad 5. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden und kömmt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach, möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! chim ugh 7. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Indag, ol- loc dugih loo 101. ber Passionslieder. 77 Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei.motno) quallif 8. Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür. Wann mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Bein. obr 9. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken; da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. O 7 Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. sdnu dnu dule od dod Mel. Zion tlagt mit Angst zc. Bet, 1. Sei mir tau- sendmal ge- grüt Je- su, der du selbst ge- bü ßet = = ach, wie ist mir doch so wohl, Crüger. 1640. der mich je und je ge liebt, das, wo- mit ich dich betrübt; 38, söcht firal tanod a 7 wann ich knien und lie- gen soll 100 sind might food rad p jagy d an dem Kreuze, da du stir- best so und um mei- ne See- le wirbeft. 10 and bridge 108 1907 frid olur bloogsla!! 2. Heile mich, o Heil der See- Arzt, dein Blut mich neßzen, wird len, wo ich krank und traurig bin; sich all mein Jammer setzen. tod nimmt die Schmerzen, die mich quä- 3. Schreibe deine blutgen Wunlen, und den ganzen Schaden hin, den mir, Herr, in das Herz hinein, den mir Adams Fall gebracht, und daß sie mögen alle Stunden bei ich selber mir gemacht; wird, o mir unvergessen sein; du bist doch Univ.- Bibl. Giessen 78 Paffionslieder. ber freundlich an von des hohen Krenzes Baum und gib meiner Bitte Raum; sprich: Laß all dein Trauren schwinden; ich, ich tilg 4. Diese Füße will ich halten, all deine Sünden. Jon83002 Tri 201 auf das best ich immer kann; schaue grildl meiner Hände Falten und mich sel- sd Clairvaux), geb. 1607, † 1676. Paul Gerhardt( nach Bernhard von mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht; laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. out modis og jod 102. Mel. Herr Jesu Christ, du zc. = 1. Herr Je su, dei- ne Angst und Pein laß mir vor Augen allzeit sein, Laß mich an dei- ne gro- ße Not J dieweil ich le be, den- fen. 2. Die Wunden alle, die du haſt, hab ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir aufgelegt zu tragen. Ach, liebster Hei land, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß Gnad für Recht ergehen. 3. Du haft verlaffen deinen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugeft Schläge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rat und unsre schwere Wissethat bei Gott verföhnen möchtest. sió dig a M sike luaitebad Gura 1587. und dein be- trübtes Lei- den die Sünde zu ver- mei- den. Ho und deinen herben, bittern Tod, 4. Drum will ich jetzt das ich jetzt zur Dank barkeit von Herzen dir lobsingen; und wenn du zu der Seligkeit mich wirst hinkünftig bringen, so will ich daselbst noch vielmehr zusamt dem ganzen Himmelsheer dich ewig da für loben. 190 tot mid dur 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein und dein betrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht sein, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod sein sanft be schließe meine Not und selig sterbe Amen! yay sidodhi? i Gensch von Breitenau(?), geb. 1638, † 1732.10 103.imp dar in die bij ad Jogis dischil i Jsi les ad esindus niom zidu @sono lisch und Im vorigen Ton. 1. Ich danke dir für deinen Tod, Herr Jesu, und die Schmerzen, die du in deiner letzten Not empfandst in deinem Herzen. Laß die Ver- 2. Ich danke dir für deine Huld, dienste solcher Pein ein Labjal mei ner Seelen sein, wenn mir die Augen brechen.( Passionslieder. die du mir hast erzeiget, da du mit Zahlung meiner Schuld dein Haupt zu mir geneiget. Ach, neig dich auch zu mir, mein Gott, wenn ich gerat in Todesnot, damit ich Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner 104. rud Eigne Melodie. 150 79 Gunst aus ihrem Leibe scheiden, auf daß an mir nicht sei umſonst dein teuer wertes Leiden; nimm sie hinauf zur selben Frist, wo du ihr liebster Sesus bist, und laß mich ewig leben. In hi fod and jus Johann Scheffler, geb. 1624, † 1677. und be- zahlt mit de THE 1891 the faldled piso a MIS ON THE 1. O du Liebe mei- ner Liebe, du er- wünschte Se- lig- feit, die du dich aus höchstem Trie- be in das jam- mer- vol- le Leid deines Lei- dens, mir zu gu- te, als ein Schlachtschaf ein- ge- stellt, dei- nem Blu- te sor 1684. 4. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich, als seine Braut, unauflöslich sich verbunden und auf ewig anvertraut; Liebe, laß auch 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen an dem Ölberg sich betrübt; Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt; Liebe, die mit allem Willen Gottes Zorn und Eifer trägt, den, so niemand konnte stillen, hat dein Sterben hingelegt. ning dony 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört; Liebe, die mit Angst und Schmerzen nicht der strengste Tod dersehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, da sich Kraft und Atem endt; Liebe, die fich liebend neiget, da sich Leib und Seele trennt. Mis- se- that der Welt. tailed al= le meine Schmerzen, meines Lebens Jammerpein in dem blutverwundten Herzen sanft in dir geſtillet sein. 5. Liebe, die für mich gestorben und ein immerwährend Gut an dem Kreuzesholz erworben, ach, wie denk ich an dein Blut! Ach, wie dank ich deinen Wunden, du verwundte Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft in deiner Seiten ruh! no No Joppe Terhänt mondot 6. Liebe, die sich tot gefränket und für mein erkaltes Herz in ein kaltes Grab geſenket, ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dant, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann und der Seelen Heil erwor ben; nimm mich ewig liebend and Elisabeth von Seniş, geb. 1629,+ 1679. 80 Passionslieder. 105. mistada? Mel. Jesu, der du meine Seele 2c. Sarist Jononuc per 1. Je fut, der du wol- lent bi- ßen für die Sünden aller Welt durch dein teu- res Blut- ver- gie- ßen, der du dich haft dar- ge- stellt ba als ein Opfer für die Sün- der, 33. Mache mich durch deine Bande von des Satans Banden frei; hilf, daß dein erlittne Schande meine Kron und Ehre sei. Trost der Seelen, Heil der Erden, laß mich nicht zu Schanden werden! Ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren sein! Inting hard drar oft ( 1642.) 1662. TOU ach, laß dei- ne To- des- pein nicht an mir ver- lo- ren sein! 2. Rette mich durch deine Pla- Todespein nicht an mir verloren gen, wenn mich meine Sünde plagt; sein! laß, ach laß mich nicht verzagen, weil du selbst für mich gezagt; hilf, daß mich dein Angstschweiß fühle, wenn ich Drangsalshitze fühle. Ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren sein! oftal 4. Rede durch dein Stilleschweigen, liebster Jesu, mir das Wort. Wenn mich Sünden überzeugen und verklagen fort und fort, wenn mein bös Gewissen schreiet und mir mit Verdammnis dräuet: ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren sein! 5. Laß mich Freudenrosen brechen, liebster Jesu, meine Zier, von den Dornen, die dich stechen; Jesu, nahe dich zu mir! Kröne mich mit Huld und Gnade, daß kein Sündendorn mir schade. Ach, laß deine die ver- dammten A- damskin- der: 6. Heile des Gewissens Strie men, nimm von mir der Schmer zen Laft durch die Geißeln, durch die Riemen, welche du gefühlet hast, daß ich böser Knecht der Sünde Satans Streiche nicht empfinde. Ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren sein! DG ODE 7. Ach, laß deine tiefen Wunden frische Lebensbrunnen sein, wenn mir alle Kraft verschwunden, wenn ich schmacht in Seelenpein. Sent die Schuld, die mich beladen, in den Abgrund deiner Gnaden. Ach, laß deine Todespein nicht an mir verLoren sein! H 1917 8. Ach, zerbrich des Eifers Rute, ach, erzeige Gnad und Huld, tilge doch mit deinem Blute meine schwere Sündenschuld; laß mich in der Angst von Sünden Ruh in deiner Seite finden. Ach, laß deine Todespein nicht an mir verloren sein! 9. Jesu, komm, mich zu befreien durch dein lautes Angstgeschrei; wenn viel tausend Sünden schreien. stehe doch mir Armen bei; wenn Passionslieder. 81 mir Wort und Sprach entfallen, Laß mir deine Todespein Leben, laß mich sanft von hinnen wallen. Heil und Himmel sein! 106. Eigne Melodie. s! To adig sid E 1. Als Je- sus an dem Kreuze hing, da hatt er Angst und Schmerzen. a das faß, o Mensch, zu Herzen. 2. Die erste Nede, wie er bat, betraf des Vaters Güt und Rat: Vergib dem Volk die Sünden; es kennt nicht seine Missethat; ach, laß es Gnade finden!, fed o od 3. Das andre Wort, womit er lehrt, ward zu des Schächers Trost gehört: Dein Leid wird in Vertrauen, dein Tod ins Paradies verkehrt, mich heut allda zu schauen. 4. Zum dritten stund die Mutter dar, da sprach er: Weib, das mich gebar, dies ist dein Sohn geblieben; Johannes, nimm der Mutter wahr, die sollt du findlich lieben. 5. 3um vierten rief er aus: Mich dürft! Wornach, du großer Lebensfürst? den Menschen Heil zu bringen. Wenn du von hinnen scheiden wirst, so wird es dir gelingen. 6. 3um fünften schrie er heftig smina qoidal moni si 107. tind Tin un tibb miqda Tour Altdeutsch. 1545. der Tod schier Seel und Leib umfing, Was da aus seinem Mun- de ging, lich: Mein Gott, mein Gott, entzeuchst du dich? Wie? hast du mich verlassen? Ich leide Not und ängste mich; doch kannst du mich nicht haffen. 7. 3um sechsten nehmet dies in acht: Mein Leiden ist nunmehr vollbracht, so viel die Schrift er weiset. Ein Sünder, der in Buß erwacht, wird hier mit Trost gespeiſet. 8. Das siebent ist sein letztes Wort: Herr, zeuch mit meinem Geiste fort; es geht nunmehr zum Ende; den übergeb ich dir, mein Hort, in deine Vaterhände. Render 9. Wer recht hierüber in sich schlägt, wer Christi Pein und Wort erwägt und sich zu Gott erhebet, dem wird die Gnade beigelegt, wodurch er ewig lebet.go Ernst Lange, geb. 1650, † 1727. Mel. Wer weiß, wie nahe zc. he 1690. 1. Es ist vollbracht! Er ist verschieden, mein Je- sus schließt die Augen zu; der Friede- fürst entschläft im Frieden; die Le- bens- son- ne geht zur Ruh Bet. m. Not. 6 82 und sinkt in stil- le To- desnacht; bilgibt duu ogro- ßes Wort: es ist vollbracht! mno do 102. Es ist vollbracht! Er hats 4. Es ist vollbracht! gesprochen; das ewge Wort muß sprachlos sein; das Herz der Treue wird gebrochen; den Fels des Heils umfaßt ein Stein; die höchste Kraft ist nun verschmacht; o wahres Wort: es ist vollbracht! Paffionslieder. 3. Es ist vollbracht! Ihr meine Sünden, verdammet nun mein Herz nicht mehr. Vom Himmel her hör ich verkünden: des Sohnes Blut erlangt Gehör; am Kreuz hats Frieden uns gemacht; o süßes Wort: es ist vollbracht! Botto a tod dlumbri- lo not gout- sd thid sid 108. 1. See- le, geh auf Gol- ga- tha, und was dich da # 10 willst du # un= In- empfindlich sein, sa weld Verlangen zieht mich zu deinem Leichnam hin; dich wünschen Engel zu umfangen: ruh auch in meinem Herzen drin, wo dir die Liebe Naum gemacht; o tröstlich Wort: es ist vollbracht! Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. O 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen zur Ruh auf Chrifti Grabesstein; die Engel sind allbie zugegen; ich schlummre sanft mit Jakob ein: die Himmelspfort if aufgemacht. O Lebenswort: es ist vollbracht! Salomon Frand, geb. 1659,+ 1725. olatilitis છે કે Crüger.( 1653) 1656. 4. Unbeflecktes Gotteslamm, ich verehre deine Liebe. Schaue von setz dich unter Je= ju Kreu- ze für ein Trieb zur Bu- ße reize; o so bist du mehr als Stein. bi 2. Schaue doch das Jammerbild des Kreuzes Stamm, wie ich mich zwischen Erd und Himmel hangen, um dich betrübe. Dein im Blute wie das Blut mit Strömen quillt, wallend Herz setzet mich in tausend daß ihm alle Kraft vergangen. Ach Schmerzt der übergroßen Not! es ist ja mein Jesus tot. 1 100 Con 3. Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hab ich verschuldet, und du hast aus großer Huld Pein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, gibst du dich 6. Num, ich weiß noch was für ans Kreuze hin. dich: ich will dir mein Herze ge ben. Dieses soll beständiglich un ter deinem Kreuze leben. Wie du 5. Ich kann nimmer, nimmer du verbindest mich zu sehr: alle mehr diese Plagen dir vergelten; Güter, tausend Welten, alles wäre noch kein Dank nur für deinen Gallentrant. 83 hen; laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen; führ in allem Kreuze mich wunderlich und seliglich. ein will ich stets gehn, wenn ichatod 9. Endlich laß mich meine Not Kreuz und Not verspürep wie ein auch geduldig überwinden; nirgend Hirsch nach Wasser dürst, bis du sonst wird mich der Tod als in deimich erquicken wirst.spuofnm ugnen Wunden finden. Wer sich hier 8. Kreuzige mein Fleisch und ein Bette macht, spricht zuletzt: Es Blut, lehre mich die Welt verschmä- ist vollbracht! omst mun ih Benj. Schmold, geb. 1672, 1737. snism de lipotalled iff au Itbordlod lige lichardflod fi 80 d 109. Mel. Herzliebster Jesu, was xc. 6126 cm istumadratmadigics Crüger. 1640. MC mock Paffionslieder. mein, so will ich dein lebend, lei bend, sterbend sein. 7. Laß dein Herz mir offen stehn, öffne deiner Wunden Thüre; da hin5.C 1. Herr, stär- te mich, dein Lei- den zu be- denken, mich in das Meer der Lie- be zu ver- sen- ken, î T BENE die dich be- wog, von al- ler Schuld des Bö- sen uns zu er- 16= sen! 2. Du wolltest, Herr, ein Mensch aus Gottes Feinde zu Gottes gleich uns auf Erden und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. 0 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, e mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. Freunde. 6. Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüte in deine Güte. 7. Sie übersteigt die menſchlichen Gedanken; allein sollt ich dars um im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb und 8. Das größt in Gott ist, Gnad läßzt die Welt erlösen. Dies kann und Lieb erweiſen; uns kömmt es mein Geist mit Schrecken und Ent- zu, sie demutsvoll zu preisen, zu zücken am Kreuz erblicken.sehn, wie hoch, wenn Gott uns 5. Es schlägt den Stolz und mein Gnad erzeiget, die Gnade steiget. Verdienst darnieder; es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich 9. So sei denn ewig auch von mir gepriesen für das Erbarmen, das du mir bewiesen. Du haft, 6* 84 mein Heiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. porn 10. Du fiebtest mich; ich will dich wieder lieben und stets mit 1938 ging Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769, & HOT ANG Tot aid mis on rou hud Hiche& 110. am Mel. Traurigkeit zc. Be- d Passionslieder. 1. Am Kreuz erblaßt, der Marter Laft, aindatg8 findet mein Er- lö- ser erst Frenden deinen Willen üben. O gib zu diesem seligen Geschäfte mir neue Kräfte. 150 211 111.10h alametrick in dem Grabe Friede. uscatole o duine A. 2. Ein heilger Schmerz durch- ren. Der Erfinder meines Heils dringt mein Herz, und, Herr, was wird mirs einst erklären. kann ich sagen? Nur an meine 7. Allmächtig rief er, der ent Brust kann ich tief gebeuget schlagen. schlief, den Toten, sie erstanden! 3. Du liebtest mich und gabest Leicht entschwingt der Lebensfürst dich zum Opfer für die Sünden. sich den Todesbanden. Wo ist größre Liebe je, größre Huld zu finden? 4. Du hasts gethan; dich bet ich an, König der Erlösten! Dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. ma 5. Es ist vollbracht! riesst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei 10. Vergeß ich dein, so werde habest hingegeben. mein in Ewigkeit vergessen. Herr, 6. Hochheilge That! des Höch- ich will, so lang ich bin, deine Lieb sten Rat will ich in Demut eh- ermeſſen. IN of schi ESSEN N. Haffe? 1628. der To- desqua- len mü- de, 8. Das finstre Thal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ifts mir der Weg zum Schauen. 9. Ich preise dich, erforsche mich und siehe, wie ichs meine; ja, du siehest, wenn ich still meinen Dank dir weine. und hast uns durch dein teu- res Blut Christoph Friedr. Neander, geb. 1724, 1802. Mel. Nun laßt uns den Leib zc. the red no 92 1544. C S961. Wir danken dir, Herr Je- su Chrift, daß du für uns ge- stor- ben biſt, freds& nd gemacht vor Gott ge- recht und gut. 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, durch dein heilig fünf Wunden rot, erlös uns von dem ewgen Tod und uns in der letzten Not. arridg Not. und tröftu 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, rett uns durch dein allmächtig Hand, daß wir im Kreuz 56- üm maluptad Begräbnis Jesu. trofe 85 geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein, 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns wirst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Vischer, † 1600. Begräbnis Jesu. Eigne Melodie. Siehe Nro. 110. 112. 00 single d 57-81. O Traurigkeit, o Herzeleid, 5. O süßer Mund, o Glaubensist das nicht zu beklagen? Gott, des Vaters einigs Kind, wird ins Grab getragen. grund, wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 6. lieblichs Bild, schön, zart und mild, du Schmerzsohn der Jungfrauen, niemand kann dein heißes Blut sonder Reu anschauen. 7. O selig ist zu jeder Frist, der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab gefentet. 2. O große Not, Gott selbst liegt tot; am Kreuz ist er geftorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. Menschenkind! nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missethat warest ganz vernichtet. 0 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut befloffen, welches er ganz mildiglich hat für dich vergoffen. 8. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Thränen, hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. Johann Rift, geb. 1607, † 1667. 113. 1. Der du, Herr Jesu, Ruh und Himmels Licht zu deines Vaters Raft in deinem Grab gehalten hast, gib, daß wir in dir ruhen all, und unser Leben dir gefall. Mel. Nun laßt uns den Leib zc. Siehe Nro. 111, Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gottes Lamm, getötet an des Kreuzes Stamm. Laß ja uns Sündern deine Pein den Eingang in das Leben 2. Verleih, o Herr, uns Stärk und Mut, die du erkauft mit deinem Blut, und führ uns in des sein. dan ber og to you thing Georg Werner, geb. 1589, † 1643, is too su u m 86 114. fe 1. So ru- hest du, Mel. O Traurigkeit zc. Hd Tufc Ofterlieder. rund er- weckst durch dei- nen Tod 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben! Dich hat jetzt ein Felsengrab, Fels des Heils, umgeben. 3. Ach, du biſt kalt, mein Aufenthalt! das macht die heiße Liebe, die dich in das falte Grab durch ihr Feuer triebe. 4. D Lebensfürſt, ich weiß, du wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? Chrift ist o mei- ne Ruh, in dei- ner Gra- bes- höh- le, er= ftan 90. di medh? 6 19 Jod 9 dnö Osterlieder. 115. Ina r603 di ng sid 3Un stieras unni mus] Hoan Inofiols si Eigne Melodie. Inojih ig e dio jo des folln wir al- le froh mei- ne to- te See- le. 5. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt; der Leib nur st stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 7. Indes will ich, mein Jeſu, dich in meine Seele senken und an deinen bittern Tod bis in Tod ges denken. Salomon Franc, geb. 1659, † 1725. © mão 190 S mu su gust tndalasa n Altdeutsch. 1535. = den von der Mar- ter al nswär ver- ganghen; feit daß er N. Haffe? 1628. Kyrie leis! Wär er nicht er- stan- den, sein, Chrift soll un- ser Troft sein. sti dation strs Jord er- standen ist, Herren Je- sum Christ. Ky- ri= e= leis! = Halle Ye; die Welt die soio lobn wir den Iu 2 ja, Hal- le- lu- ja, al le froh sein, Chrift soll un- ser Troft sein. 116. si Ofterlieder. ve J J 1. Jesus Chri- stus, unser Hei- land, der den Tod 20 Gr 1911 Hal- le Yu- ja! Kyrie leis! stot 31-190 do nsmisd rud sci Alte Kirche. riar si d sid thout mis hid this role njoft juo bi nd Eigne Melodie. ausdo? sonian and 1535. ift auf- er= ftan= den; Kh 2 ri= e Te 1. Chriftlag in 2. Den Tod 3. Je= jus 4. 8 war ein 5. So feiern ren, trug für uns Gottes Zorn, hat uns versöhnet, daß uns Gott sein Huld gönnet. Kyrie eleison! 117. Jo 391 milf and tod die Sünd hat ( hid op 119111 HOT HD, 10 Eigne Melodie. Des folln wir to bat ege= fa 07 er = To- des- ban= den, für niemand zwingen konnt bei Christus, Gottes Sohn, wunderlich- Krieg, wir das hoh Fest 87 T 1. der ist wie der er ftan den 2. das macht al les unser Sünd, kein 3. und hat die Sün- de ab= ge- than, 4. das Le ben behielt den Sieg, 5. das uns der Her schei- nen läßt; da es er = 08 it= ber- wand, ing i= son! 3. nad, alls in Händen er hat. Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison! Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. D fangen. 1905 in ric an un- ser Sünd gegeben; al- len Menschen- fin- dern; unsrer statt ift tom- men da Tod und Leben rung= en; mit Herzensfreud und Won- ne, 1524. und hat uns bracht das Leben. Un- schuld war zu finden; mit dem Tod ge- nom men hat den Tod ver- schlungen; ist selber die Sonne, 1. Des 2. da 3. all wir fol- len fröh- lich sein, von fam der Tod so bald Gewalt; sein Recht und sein 4. die Schrift hat ver- tün- det das, 5. der durch seiner Gna- den Glanz er Ofterlieder. 11. und fing- en: Hal-= Ye= lu== 2. hielt uns in seim Reich gefangen. jad JISOFI 3. den Sta- chel hat er 4. ein Spott aus dem Tod ist wor- den. 5. der Sün- den Nacht ist vergangen. 1. Christus ift er= ftan = des freu- et sich der Eng- el Schar J Fal 2. Der für uns sein Leben in den Tod gegeben, der ist nun unser Ofterlamm, daß wir uns freuen allesamt. Halleluja! le- lu- ja! Gott Tound nahm da wie = den god im schom d 003 118. nld nodi Eigne Melodie. Jofestdeutsch, 1531. ben und dant- bar fein it- ber uns Gewalt; bleibt nichts denn Tods- ge- stalt; ein Tod den an- dern fraß; leucht unser Her- zen_ ganz; = alle Salle lu- ja! Salle lu- ja lu- ja! Sal= lelu- ja! pol Halleluja! Luther, geb. 1483, Dr. M. S m pol 1546. von des Todes Ban= den; und singt im Himmel im- merdar: 5. Der da lag begraben, der ist nun erhaben, und sein Thun wird träftig erweist und in der Christenheit gepreist. Halleluja! 3. Der am Kreuz gehangen, kein Trost konnt erlangen, der lebet nun in Herrlichkeit, uns zu vertreten stets bereit. Halleluja! 6. Er läßt nun verkünden Ver gebung der Sünden, und wie man die durch rechte Buß nach seiner Ordnung suchen muß. Halleluja! 4. Der so ganz verschwiegen zur Höllen gestiegen, den wohlgerüsten Starken band, der wird nun in der Höh erkannt! Halleluja! so underst pruse( bin not mine. 003390 Mich. Weisse, † 1542. pjuthaling, and sprit dat dit mit der and grad 119. pe no hid Eigne Melodie, un fir Vulpius. 1609. 7. O Christe, Osterlamm, speis uns heut allesamt, nimm weg all unser Missethat, daß wir dir singen früh und spat. Halleluja! IDAD is P 1. Ge- lobt sei Gott im höchsten Thron samt sei- nem ein- ge- bor- nen Sohn, is tinut der für uns uns hat ge- nug Adialdo Ofterlieder. od 02 650 mal- lot stor = ge- than. Hal- le- lu- ja no Hal- le lurist doctball mist ja, Hal- le- lu- ja! 2. Des Morgens früh am drit- 4. Nun bitten wir dich, Jesu ten Tag, weil noch der Stein am Christ, weil du vom Tod erstanden Grabe lag, erstund er frei ohn alle bist, verleihe, was uns selig ist. Klag. Halleluja!:,::: Halleluja!:,:,: dil 790 3. Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not, verfühnet Sünd und Missethat. Halleluja!:,:,: 120. tod Hoais 89 Eigne Melodie. NDTER Hal- le Iu- ja! Stues stab 2. Die alte Schlang, die Sünd und Tod, die Höll, all Jammer, Not, hat 5. O mache unser Herz bereit, damit wir, von der Sünd befreit, dir mögen singen allezeit: HalleInja!:,::,: Mich. Weisse, † 1542. Stad noft 1. Erschienen ist der herr- lich Tag, dran sich niemand gnug freu en mag. N. Herman. 1560. IN SHE TH di Christ, unser Herr, heut triumphiert; all sein Feind er gefangen führt. EE Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja! 3. Sein Raub der Tod mußt dout dist geben her; das Leben siegt und ward ihm Herr; zerstört ist nun all seine Macht; Christ hat das Leben wiederbracht. Halleluja! ad pmurdag mun 15dal má unguntes innod for? brud. 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, und was betrübet war zuvor, das freut sich heut an dieſem da der Welt Fürst darnieder lag. Halleluja! hallod lammols..no 5. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben dich, Herr Jesu Christ, zum Trost du uns erstanden bist. Halleluja! od onions en bid Nikol. Herman, 1561. 90 Osterlieder. 121. juling Eigne Melodie. him od 007 1902 dont son ji doyd Jugd eun ons me thansch Gesius. 1601, f 1. Heut tri- um- phie- ret Got- tes Sohn, der von dem Tod erstan- den schon, 2000- 5 J P Hal- le- lu- ja, Hal- le= Lu- ja! mit großer Pracht und Herr= lich- keit, des dank'n wir ihm in Ewig- keit. 2. Dem Teufel hat er sein Gewalt zerstört, verheert in aller G'ftalt, Halleluja, Halleluja! wie pflegt zu thun ein starker Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja! 3. O süßer Herre Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja! führ uns durch dein Barmherzigkeit mit Freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja! Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja! 5. Nun kann uns kein Feind schaden mehr, ob er gleich murrt, ists ohn Gefähr. Halleluja, Hal leluja! Er liegt besiegt, der arge Feind, dagegen wir Gotts Kinder seind. Halleluja, Halleluja! 6. Dafür danken wir alle gleich und sehnen uns ins Himmelreich, Halleluja, Halleluja! Es ist am End; Gott helf uns all, so fingen wir mit großem Schall: Halleluja, Halleluja! thin( han 31 1912 7. Gott dem Vater im höchsten Thron, samt Christo, feinem lie ben Sohn, Halleluja, Halleluja! 4. Hier ist doch nichts denn Angst und Not; wer glaubet und hält dein Gebot, Halleluja, Halleluja! der Welt ist er ein Hohn und Spott, dem heilgen Geist zu gleicher Weis muß leiden oft ein schnöden Tod. in Ewigkeit sei Lob und Preis. Halleluja, Halleluja! Halleluja, Halleluja! me thin find grad niste at Kaspar Stolshagius, um 1591. son aid dundo by magst magninih vad maior 122. Injubllohim 3m obigen Ton, adopting pissed to sim id gam Gefius. 1601. 1. Früh morgens, da die Sonn früh die Gnadensomn aufgehn, nach aufgeht, mein Heiland Christus aufersteht. Halleluja, Halleluja! Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja!:,: Trauern Freud und Wonn. Halleluja!:,: putty month JISHIDA 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt im To deszwang. Halleluja!:,: Den drit ten Tag Grab er dringt, Ehren seine Siegsfahn schwingt. oft lieg in Not verschloffen, gleich als wär ich tot, Halleluja!:,: läßt du mir Halleluja!:,: Injurieling Ofterlieder. 4. Jetzt iſt der Tag, da mich die sich nicht regt, Halleluja!:,: geht Welt mit gein eigner 9100 fangen hält. Halleluja!:,: Drauf Tod, Teufel, Höll nichts an ihm folgt der Sabbat in dem Grab, schafft. Halleluja!:,: darin ich Ruh und Frieden hab. d Halleluja!:,: 5. In furzem wach ich fröhlich auf; mein Ostertag ist schon im Lauf. Halleluja!: Ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja!:,: 6. Am Kreuz läßt Christus öffentlich vor allem Bolke töten sich. Halleluja!: Da er durchs Todes Kerter bricht, läßt ers die Menschen sehen nicht. Halleluja!:,: ond duis 12. Wunder groß, o starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Halleluja!:,: Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja!:,: 13. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Halleluja!: Wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Christum bei mir hab. alleluja!:,: pinung dun 7. Sein Reich ist nicht von dies 14. Er nährt, er schützt, er tröser Welt; kein groß Gepräng ihm stet mich; sterb ich, so nimmt er hie gefällt. Halleluja! 2: Was mich zu sich. Halleluja!:: Wo er schlecht und niedrig geht herein, jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ſoll ihm das allerliebste sein. Hal- ein Glied seins Leibes bin. Halle- d leluja!:: Hoc modorg tim tituja!:,: Djalling distbild wird Injubi 8. Hier ist noch nicht ganz fund 15. Durch seiner Auferstehung gemacht, was er aus seinem Grab gebracht, Halleluja!:,: der große Kraft komm ich zur Engel BrüderSchats, die reiche Beut, drauf sich schaft Halleluja!:,: Durch ihn bin ein Christ so herzlich freut. Halleich mit Gott versöhnt; die Feind- d luja!:: a HalleIspireschaft ist ganz abgelehnt. 19 all luja!:,: lojubling oublin? 9. Der jüngste Tag wird zeigen an, was er für Thaten hat gethan, Halleluja!:,: wie er der Schlangen Kopf zerknickt, die Höll zerstört, den Tod zerdrückt. Halleluja!:,: 16. Mein Herz darf nicht entsetzen sich; Gott und die Engel lieben mich. Halleluja!:: Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet 10. Da werd ich Christi Herr- Furcht und Traurigkeit. Hallelichkeit anſchauen ewig voller Freudi 17. Für diesen Troſt, o großer luja!:,: doing som bpjun Halleluja!:,: ich werde sehn, wie alle Feind zur Höllenpein geſtürzet Held, Herr Jesu, danft dir alle seind. Halleluja! Welt. Halleluja!:,: Dort wollen wir auf befre Weis erheben deinen 11. Der Herr den Tod 3nd Ruhm und Preis. Halleluja!:,: den schlägt, er lajul Johann Heermann, geb. 1585, † 1647. 92 Ofterlieder. 123.o do Mel. Es ist das Heil uns zc. And nodod tik jiem per durch Jesum Chrift ge- ge 15/310( hort but 1. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Höl- le? traited Was kann uns jetzt der Teufel thun, wiegrausamer fich stel- le? F Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg undtando i thoil immick, sid the 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, da Christus mit ihr kämpfte! Mit List und macht sie auf ihn drang; jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Ferse sticht, so sieget sie doch darum nicht; der Kopf ist ihr zertreten. ben, hords for 3. Lebendig Christus kommt herfür; den Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Höllen Schloß und Thür, trägt weg den Raub mit Prangen; nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; er ist der Überwinder. 4. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Höll und alle Feind durch Christi Sieg gedämpfet seind; ihr Zorn ist kraftman los worden. brist 5. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand 1523. CKDES Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. doing adala 6. Wer täglich hier durch wahr Reu mit Christo auferstehet, ist don vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und le ben wiederbracht, und unvergäng lich Wesen. 7. Das ist die rechte Ofterbeut der wir teilhaftig werden: Fried Freude, Heil, Gerechtigkeit im Him mel und auf Erden. Hier sind wit still und warten fort, bis unser Leb wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8. Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel o thun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durd Jesum Christ gegeben. ling 124. Justus Gesenius, geb. 1601, † 1671. bus tint minde 1610e Im obigen Ton. 1. Der Hölle Pforten sind zer- des Satans Reich ist ganz verheert stört; der Tod ist nun verschlungen; Lob sei dir, Gott, gesungen! Da Ofterlieder. 93 huns ist diese Gnadenzeit vom Himmel neu gegeben. Wir haben Christi Reich und Macht; er ist hinweg, der Tag und Nacht vor Gott uns hat verklaget. 5. Der alle Welt verführt in Not, liegt in dem Staub der Erden; der vormals starke Seelentod hat müssen kraftlos werden. Des Lammes Blut hat ihn bekriegt, sein wahres Zeugnis obgesiegt und ums zum Heil erhalten. ise g 6. Wir werden auch nach dieser Zeit, wie Christus, auferstehen und mit ihm in die Herrlichkeit und Himmelsfrend eingehen; denn wo das Haupt geblieben ist, da müssen auch zu aller Frist die andern Glieder wohnen.( bod sit poft Mich. Schirmer, geb. 1606,+ 1673. Herman. 1560. Sünden Macht ist abgethan; durch Christum ist die Himmelsbahn uns wieder aufgeschlossen. 2. Was uns des ersten Adams Schuld im Paradies verloren, das und noch mehr hat Chrifti Huld uns wiederum erforen. Der starke Held aus Davids Stamm hat seines Vaters Zornesflamm gelöscht mit seinem Blute. 3. Heut ist er aus dem Grab herfür mit großer Macht gebrochen und stecket auf das Heilspanier, gleichwie er hat versprochen; er bringt nach wohlgeführtem Streit uns wieder Fried und Freudigkeit, ja alle Himmelsschätze. 4. Drum laffet uns in Fröhlich keit Herz und Gemüt erheben, weil rustam isop thin 125. dubiomet. Erschienen ist der z. B. Herman. 2C. gisam door adord 1. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod er- ftan- den biſt, und haft dem Tod zer- stört sein Macht und uns das Le- ben wie- derbracht. Taghit atd 390 B 96 Halleluja! o mun pad briddiy ollo du 2. Wir bitten dich durch deine 3. Gott Vater in dem höchsten Gnad, nimm von uns unsre Mis Thron samt seinem eingebornen sethat und hilf uns durch die Güte Sohn, dem heilgen Geist in gleidein, daß wir dein treue Diener cher Weis in Ewigkeit sei Lob und sein. Halleluja! e firme Preis. Halleluja! bifr9 June Tar Jour dopains aut dunnus Thomas Hartmann um 1604. 126. 1523. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. eMasdesu pos 1. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist auf- ge- gangen; ne per muntre deinen Geist und Sinn, den Hei- land zu empfangen, 94 SEIT modrofoni 311 Ofterlieder. der heu- te durch des Todes Thür gebrochen aus dem Grab herfür der gan- zen Welt zur Won- ne. doilaspai and nothi illob 2. Steh aus dem Grab der Sün- 6. Drum auf, mein Herz, fang den auf und such ein neues Leben, vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein Christ, geistlich auferstanden. an den Streit, weil Jesus überwun den; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du aufstehst und in ein Leben gehst und S Gott im 3. Vergiß nur, was dahinten iſt, 11910 und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jefu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und siehe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jeſus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht; er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, 9. Sei hochgelobt in dieser Ze und das erwürgte Gotteslamm hat von allen Gotteskindern, und ewig uns zum Heil gefunden das Leben in der Herrlichkeit von allen Über und Gerechtigkeit, weil er nach überwindern, die überwunden durch dein wundnem Streit die Feinde schau- Blut; Herr Jesu, gib uns Kraft und getragen na moind 002 F Mut, daß wir auch überwinden. sdorg bislp thi jum nedod: 00 19 aded onil pe tim id dog olle 1009 Laurent. Laurentii, geb. 1660, † 1722. 100 8800 Miffon 30% du bul Vulpius. 1609. 127. du met. Christus der ist mein Leben zc. peide when dienest. gringing and 7. Scheu weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Höllen Ro chen; dein Jesus lebt, es hat fem Not; er ist noch bei den Schwa chen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 8. Ach mein Herr Jeſu, der du bist von Toten auferstanden, re uns aus Satans Macht und Lif und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns haft erworben. 1. Will- tom- men, Held im Streite, 1901 aus dei= 1 nes Gra- bes Kluft! 4 Wir trium- phie- ren het te pogum deine leere Gruft. = Ofterlieder. 95 2. Der Feind wird schaugetra- Schatz hier finden, der ewig fann gen und heißt nunmehr ein Spott; wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott! 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied; du trittft selbst in die Mitten und bringst den Ofterfried. 4. Ach, teile doch die Beute bei deinen Gliedern aus; wir alle kommen heute deswegen in dein Haus. 091 10 5. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein, uns einen dises 19 1990 od od ug( hon do thon 100 de ape mind noch 128.md hd hon Mel. erfreun. 6. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir; was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 110- mon and 7. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir 311 Grabe gehn, wenn wir nur dorten selig mit dir auch auferstehn. 8. Der Tod kann uns nicht ſchaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf; wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! der Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. fir root ng gnd mind immod dodal nich Schop. 1642. bout daif dust the od 10 2c. Werde munter fe- 11; ud 3d Denn der Herr ist auf- er- standen, 1. Jauchzet Gott in al- len Landen! di Sauchze, du er- lö- fte Schar! der für uns ge- tö- tet war. 1990nuo to id saggust 190 Je fus hat durch seine Macht das Erlösungswerk vollbracht, frame ard 800 tis Top 10% N pirs wel- ches er auf sich genommen, od da er in das Fleisch ge kommen. and all you mi 15093- end dujo lige mig m ward, so ist seinen Reichsgenoffen nun der Himmel aufgeschlossen. 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Not; alle Schuld, die mich bela- 4. Tod, du kannst an mir nichts den, ist bezahlt durch Christi Tod; haben, muß ich gleich zu Grabe das Gesetz hat er erfüllt, also gehn; die mit Sesu sind begraben, Fluch und Zorn gestillt und mir r werden mit ihm auferstehn. Sterdurch sein Wiederleben die Gerechtigteit gegeben. ben ist nun mein Gewinn, also fahr ich freudig hin, da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, dein Erlöser, lebet.ro 3. Hölle, wo sind deine Banden? Strick und Ketten sind entzwei; da mein Jesus auferstanden, bin ich 5. Jesus, mein Erlöser, lelet vom Gefängnis frei; und wie seine Höllenfahrt im Triumph vollzogen welches ich gewißlich weiß; gebet, ihr Erlösten, gebet feinem Namen 96 Ofterlieder. Dank und Preis! Singet, singt Landen: Heut ist Christus aufer Halleluja! Rufet, ruft: Der Sieg standen! ist da! Singt und ruft in allen Erdm. Neumeister, geb. 1671, † 1756. 129. 6 Mel. Laffet uns den Herren 2c. P 1.-ber- win- der, nimm die Palmen, das mit fro- hen- fter- pfalmen Wo ist nun der Fein- de Po- chen da des To- des Nacht vor- bei, Schop. 1641. die dein Volkdir heu- te bringt, den erkämpften Sieg be- fingt. und der Wür- ger Mord- ge- schrei, und sein Sta- chel ist zer- brochen? Tod und Höl- le lie= gen da: 2. Stecke nun dein Siegeszeichen auf der dunklen Gruft empor! Was kann deinem Ruhme gleichen? Held und König, tritt hervor! Laß dir tausend Engel dienen; denn nach harter Leidenszeit ist, dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Erd und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Halleluja! 3. Teile, großer Fürst, die Beute deiner armen Herde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt. Deinen Frieden gib uns allen, o so jauchzet Herz und Mut, weil das Los 6. Zeige, wenn der blöde Kumuns wundergut und aufs liebliche mer über Sarg und Grüften weint, gefallen. Freud und Wonne grü- wie die Schwachheit nach dem nen da: Gott sei Dank, Halleluja! Schlummer dort in voller Kraft er 5. Tilg in uns des Todes Grauen, wenn die letzte Stunde schlägt, weil du denen, die dir trauen, schon die Krone beigelegt. Gib uns in den höchsten Nöten, gib uns mitten in der Pein deinen Trost und Glau ben ein, o so kann der Tod nicht töten; denn die Hoffnung blühet da: Gott sei Dank, Halleluja! 4. Laß, o Sonne der Gerechten, scheint. Sind wir sterblich hier deinen Strahl ins Herze gehn; gib geboren, o so streift das fühle Grab Erleuchtung deinen Knechten, daß nur, was sterblich heißt, uns ab, sie geistlich auferstehn. Hält der und der Staub ist unverloren un Gott sei Dank, Hal= le = lu- ja! Schlaf uns noch gefangen, o fo fördre du den Lauf; rufe mächtig: Wachet auf! denn die Schatten sind vergangen, und der helle Tag ist da: Gott sei Dank, Halleluja! Osterlieder. 97 du die Krone geben; dann wird and unsre volle Brust, Herr, mit engel7. Rufe die zerfallnen Glieder gleicher Lust ewig deinen Sieg erendlich aus der dunklen Nacht, wenn heben, und wir sprechen auch allda: der Deinen Asche wieder in ver- Gott sei Dank, Halleluja! klärtem Glanz erwacht. Dann wirst 1913 130. fer Hirte hütet da: Gott sei Dank, Halleluja! Mel. Vom Himmel hoch zc. rid lige ne 19 O 3. Schau über dich und bet ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint; er ist dein König und dein Freund. Christian Ludw. Taddel, geb. 1706, 1775 1. Er- inn- re dich, mein Geist, erfreut des ho- hen Tags der Herrlichkeit. 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich unsterblich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig selig sein, Herr, diese Herrlichkeit ist mein. 7. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst; und du erfüllst einst mein du In Juste Pet. m. Not. 1539. Halt im Ge- dächtnis Jesum Christ, der von dem Tod er- standen ist. 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn, Vertraum, in meinem Fleische dich als ob er heute dir erschien, als zu schaun. spräch er: Friede sei mit dir! ſo freue dich, mein Geist, in mir. 8. Ich soll, wann du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn und rein zu deiner Rechten stehn. 9. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit Cherubim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist, und der da war! Sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit! 5. Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, standen schon. wenn sie mein Geist mit der ver- 11. Nie komm es mir aus meigleicht, die ich durch Gottes Sohn nem Sinn, was ich, mein Heil, dir erreicht? chem Ruhm erhebt uns nicht das 10. Zu welchem Glück, zu welChristentum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferund Treu ad schuldig bin, damit ich mich in Lieb erneu.iuding u zu deinem Bilde stets 12. Er ists, der alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Christi. Fürchteg. Gellert, 25d 11bgngeb. 1715, † 1769. 7 98 131. C Mel. Jefus, meine Zuversicht 2c. Crüger.( 1653) 1656. 1. Je- fus lebt, mit ihm auch ich: Er, er lebt und wird auch mich 132. 26 Ofterlieder. ver- flärt mich in sein Licht; 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine 3uversicht. 3. Jesus lebt, wer nun verzagt, fündigt wider Gottes Ehre; Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt, sein Heil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich sein und den Lüften widerstreben. Er ver1. jal- le- lu- ja, jauchzt, ihr Chöre, Er, der Held, zer- riß die Banden Wie groß, wie heilig er, der für uns im er, der die Macht Tod, wo sind nan dei- ne Schre- cfen? von den To- ten auf- er-we= cken. thine oled and = dies ist meine Zu- ver- ficht. läßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt; ich bin gewiß nichts soll mich von Jesu scheiden, teine Macht der Finsternis, feine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. Mel. Wachet auf, ruft zc. 6. Jesus lebt, mun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr meine Zuversicht! ist sein Tag! Gra- be lag. Chrifti. Fürchteg. Gellert geb. 1715, 1769. 1599 fingt Je- su Chri- sto Lob und Eh- re! des To- des und ist auf- er- ftan- den Sein ist Gewalt und Macht. Preis ihm, er hats voll- bracht! Hal- le- lu- ja! Er hats vollbracht, des Todes und des Gra- bes hat. Osterlieder. 2. Glorreich hat der Held gerung en, hat mächtig Satans Reich bezwungen, von Todesketten uns befreit. Wir, von Gott gefallne Sünder, find nun mit ihm versöhnt, sind Kinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Christe, dir, ruhn im Frieden die kurze Nacht, bis deine Macht den Tag der Ewigkeiten ruft. 3. Unsern Staub mag Staub bedecken, du wirst ihn herrlich auferwecken, der du des Staubes Schöpfer bist! Du wirst unvergänglich Leben und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der dir 99 teuer ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein, Halleluja! Tod und Gericht erschreckt uns nicht; denn Jesus, unser Mittler, lebt. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Lei de; lobsinget ihm und nehmt voll Freude am Siege teil, den er erstritt. Seid ihr gleich des Grabes Kinder, er ist des Todes Über winder; er herrscht, der für euch starb und litt. Was wollt ihr traurig sein? Getroft könnt ihr euch freun. Jesus lebet in Ewigkeit; zu aller Zeit ist er zur Hilfe uns bereit. Just Shies 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsres Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis verschwinden, und uns umstrahlt des Himmels Licht. Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen! Die Todesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. Gottfr. Bened. Funk, geb. 1734,+ 1814. 133. Im vorigen Ton. HE 1. Lobt den Höchsten, Jesus le 3. Tod, wo sind nun deine bet! Erlöste Menschen, kommt, erhebet des Welterlösers Majestät. Hörts, betrübte Sünder, gebet der Freude Raum, denn Jesus lebet; Gott hat ihn aus dem Staub erhöht. Seele, dein Gesang er schall auch ihm zum Dank, ihn zur Ehre. Dich, großer Held, erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behält. Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, verwest der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern Leben sich von der Erde Staub erheben, wann Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld zu einer regen Welt. Alles lebet, sowie erneut zur Frühlingszeit die junge Schöpfung sich erfreut. 4. Auferstandner, welch ein Segen erwartet uns, wenn wir auf Wegen einhergehn, die dein Fuß betrat. Nie gefühlte Seligkeiten, die ewig währen, sind die Beuten, die uns dein Sieg errungen hat. Einst sind sie unser Teil; einst frönet uns das Heil deines Lebens. Halleluja, der Herr ist nah! Bald ist der Tag des Sieges da. Christoph Christian Sturm, geb. 1740, † 1786. 7* 100 Oftermontag. Ostermontag. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 134. fe 1. Bween der Jün- ger gehn mit Seh- nen it- ber Feld nach Em- ma- us; ih= re Augen sind voll Thrä- nen, ih- re See- le voll Ver- druß, und fie wechseln Kla- ge- worte; doch es ist von ih- rem Or- te 1687. unt= fer Jesus gar nicht weit und vertreibt die Trau- rig- teit. ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da. 6. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner noch bei mir. Kommt die Welt, mich anzu feinden, ach, so sei du auch allhier. Wenn die Teufel auf mich blitzen mollst du trösten und beschützen; komm, in meinem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich thun. 7. Bin ich traurig und betrübet so gib nur in meinen Sinn, daß mich deine Seele liebet, und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich feste gründen, laß es auch mein Herz entzünden, daß es voller Liebe brennt und dich immer besser kennt. 2. Ach, es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach; fie bejammern voller Schmerzen ihre Not und Ungemach. Manches wandert gar alleine, daß es nur zur Gnüge weine; doch mein Jesus ist dabei, fragt, was man so traurig sei? 3. Wenn zwei Seelen sich besprechen, so ist Christ der dritte Mann; er bemerket die Gebrechen, redet, was uns trösten kann. Denn er kann uns nicht versäumen, wie wir glaubenslos oft träumen. Er hat alles im Gesicht; seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der unglückfelgen Zeit, die man dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren; Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 8. Tröst auch andre fromme Serlen, wenn sie tief in Kummer stehn; wenn sie in verborgnen Höh len, Kammern, Feld und Wäldern gehn, ihrem Kummer nachzusinnen, daß sie satt sich weinen können, fo sprich ihrer Seele zu: Liebes Kind, was trauerst du? 5. Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein; Jesus stellt zur rechten Stunden sich mit seinem Beistand ein. Wenn ich 9. Kannst du bei der Welt nicht mich bei ihm beschwere, gleich als weilen, ach, so nimm mich auch mit Himmelfahrtslieder. 101 dir; laß mich deine Freuden tei- dich deine Kinder bitten. Dank sei len, sei und bleibe stets bei mir. dir, o lieber Gast, daß du mich geBleibe doch in unsrer Mitten, wie tröstet hast. Joh. Neunherz, geb. 1653, † 1737. 135. Himmelfahrtslieder. Chrift fuhr gen Himmel, was fandt er uns her nie= der? = Hal= le Eigne Melodie. Den Trö- ster, den hei- li- gen Geist, zu Trost der armen Chri- sten-heit. Kyri= e= leis! Hal= le 136. = Iu= ja! Christ will un- ser Trost sein. = uns ar- me Sün- der hie auf Erd, Altdeutsch. 1545, lit= ja, Hal= le= des folln wir al= le froh Eigne Melodie. 1. Auf diesen Tag be- den- fen wir, und dan- ken Gott aus höchster B'gier, Kyri= e= leis! Alte Kirche aus dem 15. Jahrhundert. ja, ohn ihn kein Hoffnung ha- ben. Hal= le 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist g'macht, uns steht der Himmel offen. Christus schließt auf mit fein, daß Christ gen Himmel g'fah ren, mit Bitt, er woll be= wah= ren = 1537. die wir von we- gen man- cher G'fährd a H lu- ja, Hal- le- lu- ja! großer Pracht; vorhin war alls verschloffen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll; dabei er sich doch 102 rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja, Halleluja! Himmelfahrtslieder. 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, dem ist nicht Ernst zum Herren; denn er wird auch vor Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts; soll der sein recht, wird auch gewiß das Leben schlecht zu Gott im Himmel g'richtet. Halleluja, Halleluja! 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns an, bis wir den Vater finden und fliehen stets die weltlich Bahn, 137. thun uns zu Gottes Kindern: di fehn hinauf, und Gott herab, an Treu und Lieb geht ihn'n nichts ab bis sie zusammen kommen. Halle luja, Halleluja! 5. Dann wird der Tag erf freudenreich, wann uns Gott ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir dann jest bekennen! Da wird sich finden Freud und Mut zu enger Zei beim höchsten Gut; Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja, Halleluja! Joh. Zwick, geb. c. 1496, † 1542. N. Herman. 1560. Mel. Erschienen ist 2c. 1. Nun freut euch, Got- tes Kin- der all! Der Herr fährt auf mit großem Schall Lob- fing- et ihm, lob- sing- et ihm, lob- sing- et ihm mit lau- ter Stimm 3. Daß unser Heiland Jesus Christ, wahr Gottes Sohn, Mensch worden ist, des freuen sich die Engel sehr und gönnen uns gern solche Ehr. Halleluja! Hal= le= Iu- ja! 2. Die Engel und all Himmels- Not. Die Sünd, der Satan und heer erzeigen Christo göttlich Ehr der Tod allsamt zu Schanden wor und jauchzen ihm mit frohem Schall, den sind durch Gottes und Marien das thun die lieben Engel all. Hal- Kind. Halleluja! leluja! 6. So danket nun dem lieben Herrn und lobet ihn von Herzen gern; lobsinget mit der Engel Chor, daß es zum Himmel schall empor. Halleluja! 7. Gott Vater in der Ewigkeit, es sagt dir deine Christenheit groß Ehr und Dank mit höchstem Fleiß, Wir erben nun das Himmelreich, zu allen Zeiten Lob und Preis. wir sind den lieben Engeln gleich. Halleluja! 4. Der Herr hat uns die Stätt bereit, bei ihm zu sein in Ewigkeit. Halleluja! 5. Es hat mit uns nun nimmer Sohn, gewaltig, herrlich, prächtig, 8. Herr Jesu Christe, Gottes Himmelfahrtslieder. schön, es dankt dir deine Christenheit von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja! 9. O heilger Geist, du wahrer 138. 1. Es fähret heute Gottes Sohn hinauf zu seines Vaters Thron. Er gehet ein zur Herrlichkeit, die überall ist ausgebreitt. Halleluja! 103 Gott, der du uns tröst in aller loben Not, wir rühmen dich, dich und sagen dir Dank ewiglich. Halleluja! Erasmus Alberus, geb. c. 1500, † 1553. Im vorigen Ton. gedämpft, weil du uns hast das Heil erkämpft; tilg aus sein Werk, daß er nicht mehr sich wider unsre Seel empör. Halleluja! 2. Er hat zerstört des Teufels Macht, sein Heer erlegt und umge bracht; wie mit Gewalt ein starker Held im Treffen seine Feinde fällt. Halleluja! 3. Zwing unser Fleisch, Herr Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, daß wir, indem du uns machst rein, teilhaftig deines Sieges sein. Halleluja! 4. Laß sein den Feind in uns Mund. Halleluja! 139. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 5. Zeuch und führ uns mit dir zugleich als Gotteskinder in dein Reich, da wir ein ewig Freudenlied dir aufzuopfern sind bemüht. Halleluja! 6. Gott Vater, sei von uns gepreist samt deinem Sohn und heilgen Geist, der heilge unsrer Seelen Grund, damit dir danke Herz und 1523. 1. Auf Christi Him- mel- fahrt allein ich mei- ne Nachfahrt gründe, und al- len Zwei- fel, Angst und Pein bie- mit stets üt- ber- win- de. Denn weil das Haupt im Him- mel ift, wird sei- ne Glie- der Je- sus Chrift == len. zur rechten Zeit nach- ho 2. Weil er gezogen himmelan und 3. Ach, Herr, laß diese Gnade große Gab empfangen, mein Herz mich von deiner Auffahrt spüren, auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlangen. Denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn; nach ihm mich sehr verlanget. daß mit dem wahren Glauben ich mög meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wenn dirs gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen. Josua Wegelin, geb. 1604, † 1640. 104 140. Himmelfahrtslieder. Mel. Wie schön leucht zc. 1. Ach, wunder großer Sie- ges- held, zur Rechten dei= nes Vaters Kraft, trä s ger al= Yer Welt, Schar gebracht zur Haft, mächtig, präch- tig trium- phie- reft, 3. Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder, ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben; Heil, Friede, Freude, Stärk und Kraft, Erquicung, Labfal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben. Bringe, zwinge mein Gemüte, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 2 heut hast du dich ge se bis anf den Tod ver- le- 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Thun und Wandel sein, wo Zucht und Demut tritt 1599. du Sün- dender Fein- de tet get; Tod und Leben ist, Herr Chrift, dir unter= ge= ben. 2. Dir dienen alle Cherubim; herein, all üppigkeit verachten; Un viel tausend hohe Seraphim dich, art, Hoffart laß uns meiden, christ Siegesfürsten, loben, weil du den lich leiden, wohl ergründen, wo die Segen wiederbracht, mit Majestät Gnade sei zu finden. und großer Macht zur Glorie bist erhoben; singet, flinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. ju bi= lie- reft; > 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlassen; laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenſeelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Da vids Sohn, komm, stille das Verlangen; du, du bist lein uns zu gut, o Jeju, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen; komm schier, hilf mir, denn so sol len, denn so wollen wir am Ende fröhlich klopfen in die Hände. Ernst Christoph Homburg, geb. 1605,+ 1681. 141. Himmelfahrtslieder. Mel. Zeuch ein zu meinen 2c. Lob- singt, lob- fing- et Gott! # 1. Gott fähret auf gen Him- mel mit fro- hem Jubel- schall, mit präch- tigem Ge- tüm- mel und mit Po- san- nen- hall. = dem Köni ge der Heiden, 2. Der Herr wird aufgenommen, der ganze Himmel lacht, um ihn gehn alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein die lautern Cherubinen, den hellen Se raphinen muß er willkommen sein. 3. Wir wissen nun die Stiege, die unser Haupt erhöht; wir wissen zur Genüge, wie man zum Himmel geht. Der Heiland geht voran, will uns nicht nach sich lassen; er zeiget uns die Straßen, er bricht uns sichre Bahn. 4. Wir sollen himmlisch werden, der Herre macht uns Platz; wir gehen von der Erden dorthin, wo unser Schatz. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, dahin sei das Verlangen, dorthin sei euer Lauf! 5. Laßt uns gen Himmel dringen 142. 1. Beuch uns nach dir, 105 Crüger. 1653. Lob- fingt, lob- fingt mit Freu- den Mel. Ach, Gott und Herr zc. oth! dem Her- ren Ze= ba= mit herzlicher Begier, laßt uns zugleich auch singen: Dich, Jesu, suchen wir! dich, o du Gottes Sohn, dich Weg, dich wahres Leben, dem alle Macht gegeben, dich, unfres Hauptes Kron. 6. Fahr hin mit deinen Schätzen, du trugesvolle Welt! Dein Kot kann nicht ergötzen; weißt du, was uns gefällt? Der Herr ist unser Preis; der Herr ist unsre Freude und köstliches Geschmeide; zu ihm gilt unsre Reis. 7. Wann soll es doch geschehen? wann kommt die liebe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, daß wir den Heiland grüßen, ihn ewig nicht mehr missen? Komm, stelle dich doch ein! Gottfr. Wilh. Sacer, geb. 1635, † 1699. 1625. so lau- fen wir mit herz- li- chem Ver- lang- en hin, da du bift, o Je- su Chrift, aus dieser Welt ge- gang- en. 106 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege. Wir irrn sonst leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. Himmelfahrtslieder. 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß wir nachfahren dir in dein Reich, und mach uns gleich den auserwählten Scharen. Friedrich Fabricius, geb. 1642, † 1703. 143. & = 1. Sie- ges- first und Ehren- kö- nig, du ver- flär- te Ma- je- ftät! Alle Him- mel sind zu wenig, du bist drüber hoch er- höht; Mel. Alle Menschen müssen sterben zc. 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergeußt und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelsgeister speist; prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen. Schau, ich armes Kindlein hier, schrei auch Hofianna dir! follt ich nicht zu Fuß dir fal- len, und mein Herz vor Freu- de wal- len, wenn mein Glau- bens- aug entzückt dei- ne Herr- lich- keit 2. Seh ich dich gen Himmel fahren, seh ich dich zur Rechten da, seh ich, wie der Engel Scharen alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuße fallen, und mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? Hinge? 1678. er= blickt? nur in Jesu Namen mich beugen hier und eiviglich. 5. Geist und Kraft nun überfließen; drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deinen Füßen alle Feinde legen sich. Aus Zion den Scepter sende weit und breit bis zur Welt Ende, mache dir auf Erden Bahn, alle Herzen unterthan. 6. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein, mei nes armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt auch bei mir einkehren; ewig in mir leb und wohn, als in deinem Himmelsthron. 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollt mein Mut noch wollen sinken, da ich deine Macht versteh? eben Gott und Himmel innig nah; 7. Deine Auffahrt bringt mir Meinem König will ich trauen, lehr mich nur im Geiste leben als nicht vor Welt und Teufel grauen, vor deinen Augen da; fremd der Himmelfahrtslieder. 107 Welt, der Zeit, den Sinnen, bei Himmelreich versetzt, da mich Jesus dir abgeschieden drinnen, in das nur ergötzt. 144. Gerh. Tersteegen, geb. 1697,+ 1769. Mel. Alles ist an Gottes 2c. 1738. 1. Je- sus Chri- stus herrscht als Kö- nig; al- les wird ihm un- ter- thä- nig, = alles legt ihm Gott zu Fuß.- le Zung- e soll be kennen, Jesus sei der Herr zu nen- nen, dem man Eh- re ge- ben muß. 2. Fürstentümer und Gewalten, und Himmel Enden hat er alles in Mächte, die die Thronwacht halten, den Händen; denn der Vater gab geben ihm die Herrlichkeit. Alle es ihm. Herrschaft, dort im Himmel, hier im irdischen Getümmel, ist zu seinem Dienst bereit. 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner; nur der Sohn der ist ihm gleich. Deffen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren sitzt er unter lichten Chören über Gottes Cherubim. Aller Welt 145. 5. Jauchz ihm, Menge heilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte, und du Schar, die Palmen trägt, und ihr Märtrer mit der Krone, und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen ſchlägt! 6. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, weil ich noch ein Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König; alles sei ihm unterthänig; ehret, liebet, lobet ihn! Phil. Friedr. Hiller, geb. 1699, † 1769. 1731. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben 2c. Ich bin ja nur ein Pilgrim hier; 2. Vom Tode standst du auf zum Leben und gingst verklärt zum Him● 1. Bum Himmel bist du ein ge- gang en, mit Preis ge- krönt, Herr Je- su Chrift; wie foll- te mich nun nicht verlangen, auch dort zu sein, wo du nun bist? nimm in die Hei- mat mich zu dir. mel ein; so muß sich auch mein Geift erheben, soll ich nicht tot in 108 Sünden sein. Ein neues Leben wirk in mir, so komm ich einst gewiß zu dir. 3. Am Ölberg fingen deine Lei den mit bittern Todesängsten an; am Ölberg gingst in hohen Freuden du siegreich deine Himmelsbahn. meine Zuversicht. So folgt auf Leiden Herrlichkeit; Pfingstlieder. 146. zu beiden mache mich bereit. 6. Einst wirst du herrlich wie 4. Du hobest segnend deine Hände derkommen, gleichwie du aufgefah beim Scheiden von den Deinen ren bist; dann werd ich völlig auf auf; o hilf, daß einst auch ich voll- genommen, wo mir bereit mein Erbende, von dir gesegnet, meinen teil ist. So leb ich nun im GlauLauf. Wenn ich von dir gesegnet mit dir. ben hier, im Schauen aber dort bin, dann fahr in Frieden ich dahin. Pfingstlieder. 5. Ich sehe dir mit Glaubens blicken in deinen Freudenhimmel nach; mein Herz soll sich an dir er quicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, doch bleibst du 3 Mel. Komm, Gott Schöpfer 2c. 1. Komm, heilger Geist, o Schö- pfer du, er- füll mit Gnaden, sü- ßer Gast, 2. Der du ein Tröster bist ge nannt, des allerhöchsten Gottes Pfand, du Liebesquell, du Lebensbronn, du Herzenssalbung, Gnadensonn! 3. Du siebenfaches Gnadengut, du Hand des Herrn, die Wunder thut, du lösest aller Zungen Band, gibst frei das Wort in alle Land. 4. Zünd uns ein Licht an im Verstand, entflamm das Herz in Liebesbrand, stärk unser schwaches Altkirchlich. 1524. sprich dei- nen ar- men Seelen zu; die Brust, die du ge- schaf- fen haft. Fleisch und Blut durch deiner Gott heit starken Mut. hinweg und bring uns auf des Frie 5. Den Feind treib von uns fern Huld geführt, vom Argen bleiben dens Steg, daß wir, durch deine unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen ren soll; im Glauben mache uns wohl, und wie den Sohn man eh bekannt, wie du von beiden wirst geſandt. Alte Kirche. 147. for G Pfingstlieder. Eigne Melodie. 1. Komm, Gott Schöpfer, hei- li- ger Geift, be- fuch das Herz der Menschen dein, 2. Denn du bist der Tröster genannt, des Allerhöchsten Gabe teur, ein geistlich Salb an uns gewandt, ein lebend Brunn, Lieb und Feur. 3. Zünd uns ein Licht an im Verstand, gib uns ins Herz der Liebe Brunst, das schwach Fleisch in uns dir bekannt, erhalt fest dein Kräft und Gunst. mit Gna- den sie füll, wie du weißt, daß dein Ge- schöpf vor- hin sein. 4 109 5. Des Feindes List treib von uns fern, den Fried schaff bei uns deine Gnad, daß wir deim Leiten folgen gern und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, dazu Jesum Christ, sein Sohn, daß wir des Glaubens werden voll, dich, beider Geist, zu verstehn. 7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn, der von den Toten auferstund, dem Tröster sei dasselb gethan in Ewigkeit alle Stund. Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. Altdeutsch? 1524. 4. Du bist, mit Gaben siebenfalt, der Finger an Gotts rechter Hand; des Vaters Wort gibst du gar bald mit Zungen in alle Land. 148. fee 1. Komm, hei- li- ger Geist, Her- re Gott! Er- füll mit dei- ner Gnaden Gut = Eigne Melodie. Altkirchlich. 1524. 鱼 Herr, durch dei- nes Lich- tes Glaft dei- ner Gläubgen Herz, Mut und Sinn, dein brünstig Lieb entzünd in ihn'n. das Volk aus aller Welt Zung- en; zu dem Glauben versammlet hast q das sei dir, Herr, zu Lob gesungen: Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort! und lehr uns Gott recht erkennen, Laß uns leuchten des Lebens Wort von Herzen Vater ihn nennen. O 110 Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen: Halleluja, Halleluja! 3. Du heilige Brunst, süßer Trost! Nun hilf uns fröhlich und 149. 1. Nun bit- ten wir den Pfingstlieder. = Eigne Melodie. Glau- ben aller meist, daß er getrost in deim Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. Herr, durch dein Kraft uns bereit, und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen: Halleluja, Halleluja! Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. Altdeutsch? 1524. heiligen Geist wann wir heim- fahrn aus diesem E- len- de. 2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein; lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis! 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von 150. e von Herzensgrund ich ruf dich an, 2. Ach, sei mein Trost und Zuversicht, laß mich in Sünd verzagen nicht; wend ab von mir des Feinuns be- hitte an un- serm En- de, Mel. Komm, Gott Schöpfer 2c. # um 1. O heilger Geist, du ew- ger Gott, den rech- ten Ky= ri= e= e= leis! Herzen einander lieben und im Friede auf einem Sinn bleiben. Kyrieleis! Not, hilf, daß wir nicht fürchten 4. Du höchster Tröster in aller Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleis! Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. Altkirchlich. 1524. du höchster Tröster in der Not, ô wollst mei- ne Bitt nicht feh- len lan. des List, erhalt mich fest an Jeſum Christ; 3. Daß ich demselben allezeit 111 Bahn, christlich mein Lebn zu stellen an, daß ich nach dieser Sterblichkeit erlangen mög die ewge 4. Leit mich auf rechter, ebner Freud. Barthol. Helder(?), † 1635. 151. Mel. O Jesulein süß, o Jesulein mild 2c. treulich zu dienen sei bereit, und ihn in wahrem Glauben rein ertenne für den Heiland mein. Pfingstlieder. aller Not, du bist ge- sandt vons Him- mels Thron, von Gott dem 1. O hei- li- ger Geift, o hei- li- ger Gott, du Trö- fter wert in Va- ter und dem Sohn. Ohei- li- ger Geift, o heiliger Gott! 2. O heiliger Geist, o heiliger lich Wort, lehr uns den Vater kenGott, gib uns die Lieb zu deinem nen schon, dazu auch seinen lieben Wort, zünd an in uns der Liebe Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Flamm, darnach zu lieben alle Gott! samt. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort. An Christum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf gethan. heiliger Geist, o heiliger Gott! fe 264. heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein gött152. 0 Eigne Melodie. 1. Beuch ein zu mei- nen Tho- ren, der du, da ich ge= bo= ren, hoch- ge- lieb- ter Geift 1628. 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort, laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich. ' heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geift, o heiliger Gott, verlaß uns nicht in Not und Tod. Wir singen dir Lob, Ehr und Dank allzeit und unser Leben lang. heiliger Geist, o heiliger Gott! Crüger. 1653. mit bei den glei- chen Thro- nes, i jei mei- nes Herzens Gaft, mich neu ge bo- ren haft, des Va- ters und des Sohnes, mit bei den gleich ge- = preift. 112 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. Pfingstlieder. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du haft ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie mit einer Flute mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilig Öle, dadurch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt im Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl. Es steigt zum Himmel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freudensaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit; willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feind schaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zu sammen, die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, haft selbst in Hän den die ganze weite Welt; kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsrer Fürsten Thron, daß sie und wir gedeihen; schmück als mit einer Kron die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Got tesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 10. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötzet, aus unserm Herzen reißt. 11. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Sa tans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünden kein Christ er gebe sich. 12. Nicht unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn; und wenn wirs sollen geben ins Todes Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 153. C Pfingstlieder. Mel. Freu fehr, o meine 2c. 1. du aller- süß' ste Freu- de, der dit uns in Lieb und Lei- de = ohn Auf- hö- ren al- le Ding- e, 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch nur nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen an. Ach, ergib dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserkoren. 113 3. Du wirst aus des Himmels Throne wie ein Regen ausgeschütt, bringst vom Vater und vom Sohne nichts als lauter Segen mit: laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du haft und verwaltst nach deinem Willen, mich an Leib und Seele füllen. 1551. Geift des Höch- sten, höch- ster Fürst, der du hältst und halten wirst 0 du aller- schön- stes Licht, un- be- fu- chet läs- seft nicht: = höre, hö- re, was ich sing= e. mich fliehen, was du fliehest, gib mir, was du gerne siehest. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommes Herzens, sanftes Muts, bleibst im Lieben unbeweget, thust uns Bösen alles Guts: ach, verleih und gib mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, feinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein Hort, ich bin wohl zufrieden, wenn du mich nur nicht verstößt; bleib ich von dir ungeschieden, ei so bin ich gnug getröst. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 4. Du bist weis' und voll Verstandes, was geheim ist, ist dir kund; zählst den Staub des kleinen Sandes, gründst des tiefen Meeres Grund: nun du weißt auch zweifelsfrei, wie verderbt und blind ich sei; drum gib Weisheit und vor allen, wie ich möge Gott gefallen. 5. Du bist heilig, läßt dich finden, wo man rein und sauber ist, fleuchst hingegen Schand und Sünden, haffest Schlangentrug und Lift: 9. Nur allein, daß du mich stärmache mich, o Gnadenquell, durch fest und mir treulich stehest bei. dein Waschen rein und hell; laß Hilf, mein Helfer, wo du merkest, Vet. m. Not. 8 8. Ich entsage, Herr, dem allen, was dir deinen Ruhm benimmt; meiner Seel soll nichts gefallen, als allein was von dir kömmt. Was der Satan will und sucht, will ich halten als verflucht; ich will seinen schnöden Wegen mich mit Ernst zuwiderlegen. 114 Pfingstlieder. daß mir Hilfe nötig sei. Brich wenn ich sterbe, sei mein Leben; des bösen Fleisches Sinn, nimm den alten Willen hin, mach ihn allerdinge neue, daß sich mein Gott meiner freue. wenn ich liege, sei mein Grab Wenn ich wieder aufersteh, ei so hi mir, daß ich geh hin, da du in ewgen Freuden wirst dein' Auser wählten weiden. Paul Gerhardt, geb. 1607,+1676. 10. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab; 154. Mel. Wie schön leucht zc. 1. heil ger Geift, fehr bei uns ein Du Himmels- licht, laß deinen Schein deine Wohnung sein, in uns träf- tig sein Sonne, Won- ne, 0 komm, du zu steter himm- lisch Leben 1599, und laß uns bei uns und Herzens- son= ne! Freud und Won- ne! willst du geben, wenn wir be= ten: zu dir kommen wir ge tre- ten. N 2. Du Quell, draus alle Weis- kraft empfinden und zur Ritterschaft heit fleußt, die sich in fromme See- dadurch gestärket werden, auf daß len genßt, laß deinen Trost uns wir unter deinem Schutz begegnen hören, daß wir in Glaubenseinig- aller Feinde Trutz mit freudigen feit auch können alle Christenheit Gebärden. Laß dich reichlich auf dein wahres Zeugnis lehren. Höre, uns nieder, daß wir wieder Trost lehre, daß wir können Herz und empfinden, alles Unglück über Sinnen dir ergeben, dir zum Lob winden. und uns zum Leben. hot 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat und führ uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wiffen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, wenn wir nun leiden müssen. Schaue, baue, was zerrissen und geflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 5. starker Fels und Lebens hort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner Weisheit reichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 4. Laß uns dein edle Balsam6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und Pfingstlieder. schent uns deine Liebe, daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten ftets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müfsen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit 155. Mel. Gott des Himmels 2c. 115 wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer, geb. 1606, † 1673. म 1. Komm, o tomm, du Geift des Le- bens, wah- rer Gott von E- wig- teit! Dei ne Kraft sei nicht ver- ge- bens, fie er- füll uns jeder- zeit; 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege; das, was wider dich gethan, räume ferner aus dem Wege; schlecht und recht sei un und an. Wirke Neu an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat. so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, als nur was dein Wille sucht. Dein Erkenntnis werde groß und mach uns vom Irrtum los. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? o so mach du den Beschluß; sprich der Seele tröstlich zu und gib Mut, Geduld und Ruh. 4. Laß dein Zeugnis uns empfinden, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn allein sich gründen, wenn sich Not und Drangsal findt; denn des Vaters liebe Rut ist uns allewege gut. Albert. 1642. 5. Reiz uns, daß wir zu ihm treten frei mit aller Freudigkeit; seufz auch in uns, wann wir beten, und vertritt uns allezeit; so wird unsre Bitt erhört und die Zuversicht gemehrt. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser, neuer Geist, fördre in uns deine Werke, wenn des Satans Macht sich weist. Schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 8. Herr, bewahr auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schutz und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein! 9. Wenn wir endlich sollen sterben, so versichr' uns mehr und mehr als des Himmelreiches Erben jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erfieft und nicht auszusprechen ist. Joachim Neander, geb. 1650, † 1680. 8* 116 156. Pfingstlieder. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 13 1. Gott, gib einen mil- den Re- gen; denn mein Herz ist dürr wie Sand. Vater, gib vom Himmel Se- gen, trän- te du dein dur- stig Land! Laß des heil- gen Gei- stes Gab wie die star- fen Ströme fließen und mein ganzes Herz durch- gießen. Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den füßen Himmelsfreuden. 2. Kann ein Vater hier im Les ben, der doch bös ist von Natur, seinen lieben Kindern geben nichts als gute Gaben nur: solltest du 5. Schmücke mich mit deinen denn, der du heißt guter Bater, dei- Gaben, mache mich neu, rein und nen Geist mir nicht geben und mich schön, laß mich wahre Liebe haben laben mit den guten Himmelsgaben? und in deiner Gnade stehn. Gib 3. Sesu, der du hingegangen zu mir einen starken Mut, heilige dem Vater, sende mir deinen Geist, mein Fleisch und Blut, lehre mich den mit Verlangen ich erwarte, vor Gott hintreten und im Geist Herr, von dir. Laß den Tröster und Wahrheit beten. ewiglich bei mir sein und lehren mich in der Wahrheit feste stehen und auf dich im Glauben sehen. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen, laß mich deinen Tempel sein. Reinige du selbst das Haus meines 157. deut pe f 1. Wer recht die Pfing- sten fei- ern will, 6. So will ich mich dir ergeben; dir zu Ehren soll mein Sinn dem, was himmlisch ist, nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Ba ter und dem Sohn dich im höchsten Himmelsthron ich erheben kann und preisen mit den süßen Engelsweisen. Moriz Kramer, geb. 1646, † 1702. Altdeutsch. 1524. Mel. Komm, heiliger Geift zc. 2 Ruh, Friede, Lieb und Einig- teit 1551. über mich von 0= ben ab wor in der heil- ge Geift re- giert: L der werd in sei- nem Her- zen still; L find Zeichen einer solchen Zeit, der ist es, der zur An- dacht führt Pfingstlieder. 117 FE Er kann kein Welt- ge- tüm- mel lei- den; wer je nes liebt, muß = die- fes mei den und Gott al- lein ge- hor- sam sein. 2. Sein Tempel ist da aufge- uns erleucht, ein Licht, dem Nacht richt; da dient man ihm nach rech- und Schatten weicht, ein Lehrer, ter Pflicht, da gibt er Klugheit und der aufs Gute dringt, ein Helfer, Verstand, da wird der Sprachen welcher Stärke bringt, ein Rat, Grund erkannt, der Zungen Feuer- der uns zurechte weiset, ein Labfal, eifer glimmt; er zeigt, was nie- das mit Gnade speiset und den ermand sonst vernimmt, schenkt das quickt, den Elend drückt. Vermögen auszusprechen, was der Bernunft, dem Witz der Frechen und aller List zu mächtig iſt. 3. Nun dieses ist der Geist aus Gott, der Frommen Trost, der Bösen Spott. Die sich der Sündenlust entziehn und Buße thun, empfahen ihn. Auf wem er ruhet, der wird rein. Er geht zu keinem Stolzen ein, verleiht der Demut reiche Gaben; der geistlich Arme soll sie haben; denn sein Gebet wird nicht verschmäht. 4. Es ist der Odem und der Wind, der Seelen anbläst und entzündt, der von des Herren Munde webt und, was erstorben ist, belebt. Es ist ein Wort, das neu gebiert, des Deutung man im Werke spürt, ein Zeugnis, das zum Glauben treibet und das Gesetz ins Herz einschreibet, daß jedermann es wissen fann. 5. Es ist die Kraft, die alles regt, ein Strahl, der durch die Felsen schlägt, ein heller Glanz, der 6. Es ist der Ausfluß aus der Höh, der Weisheit unerschöpfte See, ein Wasser, das vom Unrecht wäscht, ein Quell, der Durst und Sehnsucht löscht, ein Brunnen, welcher ewig quillt und das Gemüt mit Gütern füllt, ein Vorrat und verheißner Segen, ein Himmelstau und milder Regen, der das erzieht, was grünt und blüht. 7. Es ist ein Öl, des Lauterfeit zu Königen und Priestern weiht, die Salbung, die, uns mitgeteilt, die Wunden und Verderbnis heilt; ein Abgrund, drin die Wahrheit steckt, die sich dem innern Aug entdeckt, wogegen Kunst und menschlich Wissen der Thorheit ähnlich werden müssen; sie machet frei von Heuchelei. 8. Du teurer Gaft und höchste Gab, sei unser Beistand, Trost und Stab, an den sich das Vertrauen hält, wenn uns Versuchung überfällt. Vermehr in uns die Zuversicht, wehr aller Furcht, verlaß 118 Pfingstlieder. uns nicht, daß wir in Not nicht Tod besiegen, wenn uns die Zeit unterliegen, vielmehr beherzt den das Ende dräut. Ernst Lange, geb. 1650, † 1727. 158. Crüger. 1656. Mel. Jesu, meine Freude zc. 1. Schmückt das Feft mit Mai- en, denn der Geist der Gna- den zün- det D- pfer an; ma chet ihm die Bahn. euch mit Licht und Heil er= laf- set hat sich Nehmt ihn ein, so wird sein Schein fül- len Blu- men streuen, ein= ge= la= den: 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, heilge Liebesglut; Laß dein sanftes Wehen über uns ergehen, dämpfe Fleisch und Blut; und den Kum- mer ftil- len. laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr, wie vor diesem ziehen, und das Böse fliehen. und Vollbringen, führ uns ein und 6. Gib zu allen Dingen Wollen aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus. Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad, gib uns Kraft zur Pilgrimschaft, laß uns deine teuern Gaben zur Genüge laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor. Gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, sprich du selbst uns vor. 7. Mach das Kreuz uns füße, Gib uns Mut, und durch Finsternisse sei du unser du höchstes Gut, tröst uns kräftig- Licht; trag nach Zions Hügeln uns lich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; Lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. mehr vergessen, daß wir Gott ver 8. Laß uns hier indessen nimmerwandt. Dem laß uns stets dienen fruchtbar Land, bis wir dort, du und im Guten grünen als ein werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. 159. Pfingstlieder. Mel. Fröhlich soll mein Herze 2c. sal be Je su Glie- der. = = D C 1. Höch- ster Trö- ster, komm her- nie- der, Geift des Herrn, sei nicht fern, Jefus, hat dei- nen Rat 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Ach, das Seelenwerk ist wichtig! Wer ist wohl, wie er soll, treu zu handeln tüchtig? 3. Herr, wir fallen dir zu Fuße; Eins ist not für den Tod: Buße, wahre Buße. Zeig uns selbst den Greul der Sünde, daß das Herz Angst und Schmerz, Neu und Scham empfinde. 4. Zeig uns des Erlösers Wunden, ruf uns zu: Ihr habt Ruh, ihr habt Heil gefunden! Unsre Sünd wird nicht gerochen; Jesu Blut machet gut, was die Welt verbrochen. Er, der nie sein Wort ge bro- chen, = 5. Weck uns auf vom Sündenschlafe, rette doch heute noch die verlornen Schafe; reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Verstockung sterben. 6. Geist der Weisheit, gib uns 160. 1. Der du uns als de nen, die dich 119 Crüger. 1656. fei- nem Volk ver- spro- chen. allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen; lehr uns freudig vor Gott treten, sei uns nah und sprich: Ja, wenn wir gläubig beten. 7. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen, gib uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen; laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gib, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 9. Sei in Schwachheit unsre Stütze, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshitze. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist freudig in die Freude. Mel. Freu dich sehr zc. Ehrenfried Liebich, geb. 1713,+1780. 1551. Va- ter lie= best, treu- er Gott, und deinen Geist bit- ten, gi beſt, ja mur um ihn bit- ten heißt; = de muts voll fleh ich zu dir: Va- ter sen de ihn auch mir, 120 Pfingstlieder. und ihn dir zum Tempel wei- he. Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb und Sanftmut übe und mirs rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knüpfen kann, wenn meine Hand zur Er leichtrung der Beschwerden kann dem Nächsten nützlich werden. die verborgnen Sünden sehn, fie 7. Lehre du mich selber kennen, voll Reue Gott bekennen und ihn um Vergebung flehn. Mache täg lich Ernst und Treu, mich zu bes sern, in mir neu; zu dem Heiligungs geschäfte gib mir immer neue Kräfte 8. Wenn der Anblick meiner 4. Ewge Quelle wahrer Güter, schlägt; wenn sich in mir Zweifel Sünden mein Gewissen nieder hochgelobter Gottesgeist, der du finden, die mein Herz mit Zittern menschliche Gemüter besserst und mit Troft erfreust! Nach dir, Herr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich zu Gottes Preise heilig und zum Himmel weise. hegt; wenn mein Aug in Nöten weint, und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner See len nicht an Trost und Stärkung fehlen. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, daß ich dich, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, daß ich mit getrostem Mut deiner Vaterhuld mich freu und mit wahrer Kindestreu stets vor deinen Augen wandle und rechtschaffen denk und handle. det, ist dein Gnadenwerk in mir; 9. Was sich Gutes in mir fin selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich, Herr, verlangt nach dir. O so setze durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein selges Ende herrlich sich an mir vollende! 6. Geist des Friedens und der David Bruhn, geb. 1727, † 1782. 161. daß er mei- nen Geist er= neu- e 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit, und mein Herz bleibt dir entrissen und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht er kennen, Jeſu, noch mit echter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre und auf deine Stimme höre. Mel. Liebster Jesu, wir zc. Ahle. 1664. e 1. Komm auf uns, o Geist des Herrn, lehr uns zu dem Va- ter be- ten, und be= leb uns, daß wir gern und voll Glaubens zu ihm tre- ten, 162. Trinitatisfestlieder. so wird er um Chri- sti wil- len un- ser Bit- ten gern er- füll- len. 2. O du Geist der Herrlichkeit, aus nach Wohlgefallen. Reich sind wohn und wirke in uns allen; jedes wir versehn mit Gaben, wenn wir Herz sei dir geweiht, schmück es deine Salbung haben. [ Siehe Lieder vom heiligen Geist.] Trinitatisfestlieder. Das Sanktus deutsch. Eigne Melodie. Je fai- a, dem Pro- phe- ten, das ge- schah, S = 121 daß er Luther. 1526. fie die Füße gar, im Geist den Her-ren fi- ten fah auf einem hohen Thron in hel- lem Glanz, seines Klei- des Saum den Chor fül- let ganz. Es ftun- den zween Se raph bei ihm dar- an; sechs Flü- gel sah er ei- nen je- den han; mit zween ber- bar- gen sie ihr Ant- lizz klar, mit zween be deck- ten und mit den an- dern zween sie flo- gen frei; gen an der riefen fie mit großem G'schrei: Hei- lig ist Gott, der Herre Zeba= oth! Hei- lig ift Golt, der Her- re Ze= ba- oth! Hei- lig ift Gott, der Her- re Ze- ba= oth! Sein Ehr die ganze 122 Trinitatisfestlieder. Welt er- fül- let hat! Von dem G'schrei zit- tert Schwell und Bal- ken gar; das Haus auch ganz voll Rauchs und Ne- bel war. 163. e 1. Gott, der Va- ter, wohn uns bei mach uns al= ler Sün- den frei Eigne Melodie. für dem Teu- fel uns be wahr, dir uns laf sen ganz und gar, und auf dich laß uns bauen, ent- flie- hen Teu- fels Li ften, A- men, A- men! das sei wahr, 2. Jesus Christus wohn uns bei u. s. w. 164. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. Altdeutsch. 1524. und laß uns nicht verder= bent, und helf uns se lig ster= ben: S halt uns bei fe ftem Glauben mit al= len rech- ten Christen aus Her- zens- grund ver- trait- en, mit Waf- fen Gotts uns fristen: so fing= en wir Hal- le- lu- ja! 3. Heilig Geist der wohn uns bei u. s. w. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. ( Altkirchlich.) 1539. Eigne Melodie. all Fehd hat nun ein En= de. 1. Al- lein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gna- de, dar- um daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Scha- de. Ein Wohl- ge- falln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Un- ter- laß; 2. Wir loben, preis'n, anbeten dich für deine Ehr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessen ist dein Macht, fort g'schieht, was dein Will hat be dacht; wohl uns des feinen Herren! Trinitatisfestlieder. 165. fe 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, wir uns verlassen. du Stiller unsers Haders: Lamm Mel. Nun danket alle 2c. 1. Du drei- mal großer Gott, dem Hei- lig, Hei- lig! fingt 123 Gottes, heilger Herr und Gott! nimm an die Bitt von unsrer Not; erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist, du höchstes Gut, du allrheilsamster Tröster, vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Mart'r und bittern Tod! Abwend all unsern Jamm'r und Not; dazu du höchste Ma- je= ftät, du al- ler Herren Herr, 2. Dich bet ich jetzund an, dir Lob und Dank zu lallen, mein Halleluja laß dir gnädig wohlgefallen, du allerhöchstes Gut und gnadenvolle Sonn, du aller Gaben Meer und unerschöpfter Bronn. Nikolaus Decius, um 1526. 4. Es muß dich jedermann den treuen Vater preisen; du führest wunderbar, willst Leib und Seele speisen, erhörest das Gebet, erfrischest unsern Mut; wir sind viel zu gering, was deine Treue thut. Crüger. 1649. dem Erd und Him- mel dienen, die Schar der Se= ra= phi= nen; du Helfer in der Not, Je- ho- va Ze- ba= oth! 5. Heiland, Immanuel, Lamm Gottes ohne Sünden, mein Jeſu, deine Lieb kann kein Verstand ergründen; das Halleluja singt dir, als dem wahren Christ, das menschliche Geschlecht, das nun erlöset ist. 3. Mein Schöpfer! Mensch und Tier und alles andre Wesen läßt und tratest in die Mitten, trugſt 6. Du nahmest Fleisch an dich deiner Allmacht Pracht ganz klärlich an sich lesen; ein jedes Wun- unsre Sündenschuld, haft bis aufs der lobt dich ja in der Natur: Stern', Element, Gewölk und alle Kreatur. und Tod erwirbt uns lauter Heil, Blut gelitten. Doch dies dein Blut macht, daß wir selbst an Gott nun können nehmen teil. 7. O Herr, Gott heilger Geiſt, du Geist voll reiner Flammen, durchs Evangelium bringst du das Volk zusammen, das Christum kennt und ehrt; du machest alles licht, gibst 124 neue Feuerglut, damit kein Glaub gebricht. 8. Ach allerhöchster Trost und bester Weisheitslehrer, Erleuchter, Heiliger, Aufrichter und Bekehrer, du teilst die Gaben aus, erfüllest uns mit Kraft, die der Verderbnis wehrt und Gutes in uns schafft. Trinitatisfeftlieder. 9. Gott, Vater, Sohn und Geist, Ein Gott und Eins in dreien, ge166. & Mel. Nun danfet alle zc. 1. Ge- lo- bet sei der Herr, mein Schöpfer, der mir hat priesne Majestät, die stets zu bene deien: laß auf der rechten Bahn uns allezeit bestehn und durch ein seligs End zu unserm Erb eingehn. 10 Laß, o dreieinger Gott, dein Gnadenantlitz leuchten; dein edle Segenstau woll unser Herz be feuchten! Wir hoffen ja auf dich, du läßt uns nicht im Spott; wir singen: Gloria! Gelobt, gelobt sei Gott! Joh. Mich. Lange, geb. 1664, † 1731. Crüger. 1649. mein Vater, der mich schützt mein Gott, mein Licht, mein Lebent, mein Leib und Seel ge ge= bent, von Mut- ter= lei EO der je- den Au- gen- blick viel Guts an mir ge- than. 2. Gelobet sei der Herr, mein 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Gott, der ewig lebet, den alles Vaters liebster Sohn, der sich für rühmt und lobt, was in den Lüften mich gegeben, der mich erlöset hat schwebet. Gelobet sei der Herr, des mit seinem teuren Blut, der mir Name heilig heißt, Gott Vater, im Glauben schenkt sich selbst, das Gott der Sohn und Gott der heilge höchste Gut. Geift, 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Baters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost Gott in alle Ewigkeit! und Hilfe schafft. 167. = be an, 5. Dem wir Halleluja mit Freu den lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig, Heilig! sing. en; den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: gelobet sei mein Mel. Die Sonn hat sich mit 2c. Johann Olearius, geb. 1611, † 1684. 1. Drei- ei- nig- teit, der Gott- heit wah- rer Spie- gel, 1542. 0 Licht vom Licht, als dessen All- macht- flüt- gel Trinitatisfestlieder. 3. O reicher Schatz, o unumschränktes Wesen, wer hat wohl je dein Heimlichkeit gelesen? O tiefer Brunn, o unerforschte Pracht, wie groß, ach Gott, wie groß ist deine Macht! die- sen Erd- kreis streckt und alle Welt mit sei- nem Schirm be- deckt! 2. Wir loben dich, sobald die Sonn erwachet, und wenn sie jetzt den späten Abend machet; was lebt und webt auf dieser Erde weit, ist alles, Herr, zu deinem Dienst be5. Drum lehre, Herr, du selbst uns, ohne Trennen, in Einem drei, in dreien Eins erkennen! Ach lehr uns doch, Gott Bater, Sohn, und Geist, daß du ein Gott in drei Personen heißt. reit. 6. Gib, daß dies Wort tief unsern Sinn durchdringe: von ihm, durch ihn, in ihm sind alle Dinge! Dem großen Gott sei Ehr in Ewigkeit! Ja, Amen, ja, singt alle Christenheit. 4. Wer kann doch hier, Herr, deine Weg erfinden? Wie sollt ein Mensch wohl dein Gericht ergründen? Wo Gott nicht selbst mich unterweisen wird, so bleibe ich verloren und verirrt. 168. ve 125 Eigne Melodie. sich um und um durch 7. Dein Nam ist groß; dein Reich, Herr, in uns wohne; dein Will uns leit; ernähr uns und verschone; Versuchung wehr; erlös aus böser Zeit. Dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit. Joh. Franc, geb. 1618, † 1677. der durch seine große Kraft 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kommen ist und 1699. 1. Wir glau- ben all an Ei- nen Gott, Va- ter, Sohn, und heilgen Geist, der uns hilft in al- ler Not, den die Schar der Eng- el preift, 3 al- les wir- tet, thut und schafft. uns führt ins Himmels Thron, der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. 126 3. Wir glauben an den heilgen Geift, der von beiden gehet aus, der uns Trost und Beistand leist 169. fo be Trinitatisfeftlieder. Gott je mehr und mehr al- fen ihm be= reit Kling- et, Mel. Wie schön leucht zc. = 1. falle In- ja! Lob, Preis und Ehr von Ewig- feit zu wig- teit wider alle Furcht und Graus. He lige Dreifaltigkeit, sei gepreift aller Zeit! Tobias Clausniker, geb. 1619, † 1684. fing= et: = für al= le jei= Werte: Dant, Weis- heit, Kraft und Stär- ke! ne Drei- mal heilig, 3. Halleluja! Gott heilger Geist, sei ewiglich von uns gepreist, durch den wir neu geboren, der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräuti1.599. sei un ferm sei in uns hoch und herr- lich! Preis und Eh- re sei dem Herrn der Him- mels- hee= re! 2. Halleluja! Preis, Ehr und gam uns zugeführt, den Hochzeittag Macht sei auch dem Gotteslamm erkoren! Heil uns, Heil uns! Da gebracht, in dem wir sind erwählet, ist Freude, da ist Weide, da ist das uns mit seinem Blut erkauft, Manna und ein ewig Hosianna. damit besprenget und getauft, und sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmel Schar und singet nun und immer dar mit Freuden Amen, Amen! Klinget, finget: Dreimal heilig hoch und herrlich! Preis und Ehre sei dem Herrn der Himmelsheere! Barthol. Crasfelius, geb. 1677, 1724. donate din maxspill 170. Reformationsfeftlieder. Der alt II. Kirchliche Feiertage. Reformationsfestlieder. 1. Ein fe- fte Burg ist Er hilft uns frei aus Eigne Melodie. ppda unser Gott, ein aller Not, die uns jetzt hat be troffen. gu- te Wehr und Waffen. = ponis fein grau- sam Rü- stung ist; 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erforen. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth; und ist kein ander Gott; das Feld muß er behalten. 127 böse Feind mit Ernst ers jetzt meint; groß Macht und viel Lift Luther. 1529. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. 171. auf Erd ist nicht seins- glei= chen. Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht; ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein Gewinn; das Reich muß uns doch bleiben. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. Eigne Melodie. 1535. 1. Wo Gott, der Herr, nicht bei uns hält, wenn uns- re Fein- de to= bent, und er uns- rer Sach nicht zu fällt im Himmel hoch dort 0= ben, 128 wo er 3f- ra= els Schuß nicht iſt = so ists mit uns ver- 2. Was Menschenkraft und Witz anfäht, soll uns billig nicht schrecken; er sitzet an der höchsten Stätt, der wird ihr'n Rat aufdecken. Wenn fies aufs flügste greifen an, so geht doch Gott ein andre Bahn; es steht in seinen Händen. Reformationsfestlieder. 172. 3. Sie wüten fast und fahren her und wolln sich hoch vermessen; zu würgen steht all ihr Begehr, Gott ist bei ihn'n vergessen. Wie Meereswellen hochher gehn, nach Leib und Leben sie uns stehn, des wird sich Gott erbarmen. 5. Die Feind sind all in deiner Hand, dazu all ihr Gedanken; ihr Anschläg sind dir wohlbekannt: hilf nur, daß wir nicht wanken. Ver nunft wider den Glauben ficht, aufs Künftig will sie trauen nicht, da du wirst selber trösten. 6. Den Himmel und auch die Erden hast du, Herr Gott, gegründet; dein Licht laß uns helle werden, das Herz uns werd entzündet 4. Ach Herr Gott, wie reich trö- in rechter Lieb des Glaubens dein, stest du, die gänzlich sind verlassen! hilf bis ans End beständig sein, Der Gnaden Thür steht nimmer zu; die Welt laß immer murren. Vernunft kann das nicht fassen. Justus Jonas, geb. 1493,+ 1555. lo= ren. Sing= et, = 4 und sel- ber bricht der Fein- de Lift: Got- tes Freund- lich- keit, Herren Ze ba- oth Sie spricht: Es ist nun alls ver lorn, da doch das Kreuz hat neugeborn, die deiner Hilf erwarten, [ Siehe Kirche und Wort Gottes.] Kirchweihfestlieder. 1. Kommt her, ihr Chri- sten, vol- ler Freud, die Stimm des Dan- kes un ferm Gott, E Mel. Wie schön leucht zc. bring- et 1599. schöne Wei- fen, er= zäh- let laßt uns dem kommt her und laßt er- fling- en mit fro- hem Mun- de fing- en. laßt uns prei- sen Kirchweihfestlieder. Got- tes Ga- bent, 2. Wir gehn in diesem Gottes- da ihm das Reich genommen; er haus ein Jahr nun wieder ein und wünscht nicht seine Königszierd; aus und hören da verkünden den edlen Schatz, das Gnademvort, das uns entdeckt des Lebens Pfort, Vergebung unsrer Sünden. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. wann werd ich, sagt er mit Begierd, in Gottes Tempel kommen? Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genoffen haben. die wir hier ge nof- sen ha = 3. Da sehen wir mit Freuden an die Dienste, die man leisten kann dem Herrn in seinem Tempel; da hört man mit Erstaunen zu, was Gott für große Thaten thu, die Wunder ohn Exempel. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genoffen haben. 4. Da wird Gerechtigkeit gelehrt; da wird Gottseligkeit gemehrt; da wird der Glaub entzündet, Geduld, Lieb, Hoffnung, keusche Zucht und was noch mehr des Geistes Frucht wird alles da gegründet. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. 5. O große Wohlthat, die Gott thut! o heilig, gnadenreiches Gut! kommt her, kommt, liebe Christen! Da wohnt der Herr der Herrlichkeit; wohl denen, die sich allezeit zu seinem Dienste rüsten. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. 6. Das ist der Ort, den David liebt, dahin er seine Seufzer gibt, Pet. m. Not. 129 = ben. 7. Und zwar wie sollte doch jetzund nicht sein voll Jauchzen unser Mund? Was andre müssen meiden, die gerne mit der Kirchgemein im Hause Gottes wollten sein, genießen wir mit Freuden. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genoffen haben. 8. Wie mancher Ort ist nun zerstört, da sonst ward Gottes Wort gelehrt! Die Kirchen sind zerfallen. Hier stehn noch Thür und Pfeiler fest; wir hören Gottes Wort aufs best in seinem Tempel schallen. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. 9. Da andre mit betrübtem Klang anstimmen müssen den Gesang, ja gar wohl gänzlich schweigen, da singen wir noch voller Freud, man hört der Orgel Lieblichkeit, man darf sich fröhlich zeigen. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier empfangen haben. 10. Bedenke dies, o Christgemein, und jetzt mit Dank vor Gott erschein, laß dich mit Rühmen hören: Gelobt sei Gott, durch deſſen 9 130 Kirchweihfestlieder. Güt hier dieses Kirchhaus ward uns preisen Gottes Gaben, die wir behüt vor feindlichem Zerstören. hier empfangen haben. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genoffen haben. 12. Herr, noch Eines bitten wir, laß uns auch künftig für und für allhier zusammen kommen; be wahr die Kirch und die Gemein und die darinnen Lehrer sein; werden dir die Frommen singen bringen schöne Weisen und dich preisen für die Gaben, die sie zu genießen haben. 11. Ja, der du hier haft Feur und Herd, o Gott, dein Nam werd hoch geehrt, der Nam von großen Thaten. Gelobt sei Gott an die sem Ort, allwo sein heilig teures Wort bisher so wohl geraten. Singet, bringet schöne Weisen, laßt 173. Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. e J 1. Ach, wie hei- lig ift der Ort! Ach, Hier, hier ist des Himmels Pfort; hier hier er schallt sein teu- res Wort; 2. Heil war in des Zöllners Haus, weil er Chriftum aufgenom men; und hier rufet Jesus aus: Selig sind, die zu mir kommen! Deren Herzen nimmt er ein, daß fie seine Tempel sein. 3. welch Heil ist bis hieher diesem Hause widerfahren! Wenn der Herr nicht bei uns wär, der sich uns will offenbaren, woher hätten wir den Geist, der den Weg zum Himmel weist? 13691 Joh. Chrift. Arnschwanger, geb. 1625, 1696. Trüger.( 1653) 1656. e wie se- lig ist die Stät- te! er- hö- ret Gott Ge- be- te: o wie hei- lig ist der Ort! 4. O wie lieblich, o wie schön sind des Herren Gottesdienste! Last uns froh zu ihnen gehn; hier erlangt man zum Gewinste einen Schatz der ewig währt, den fein Rost noch Raub verzehrt. 5. Bleibe bei uns, liebster Gast; speis uns gnädig mit dem Worte, das du uns gegeben haft, Jesu stets an diesem Orte! Laß die Kirche feste stehn, bis die Welt wird untergehn! mind a Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. 00% 100 Boot TBC dron d lp od uspomed bly il sum 174. Bußtagslieder. Bußtagslieder. Eigne Melodie. Denn so du willt das se hen an, was Sünd und Un- recht ist 131 1. Aus tie- fer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, er- hör mein Ru- fen; dein gnä- dig Oh- ren kehr zu mir und mei- ner Bitt fie öffen. 1524. ge- than, wer tann, Herr, für dir blei- ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad 4. Und ob es währt bis in die und Gunst, die Sünde zu vergeben. Nacht und wieder an den Morgen, Es ist doch unser Thun umsonst doch soll mein Herz an Gottes auch in dem besten Leben. Für die Macht verzweifeln nicht, noch sorniemand sich rühmen kann, des gen. So thu Israel rechter Art, muß dich fürchten jedermann und der aus dem Geist erzeuget ward, deiner Gnade leben. und seines Gotts erharre. 2. Wir flehn: O Gott Vater, sich an uns Armen und Elenden, 3. Darum auf Gott will hoffen 5. Ob bei uns ist der Sünden ich, auf mein Verdienst nicht bauen; viel, bei Gott ist viel mehr Gnaauf ihn mein Herz soll lassen sich den; sein Hand zu helfen hat kein und seiner Güte trauen, die mir Ziel, wie groß auch sei der Schazusagt sein wertes Wort, das ist den. Er ist allein der gute Hirt, mein Trost und treuer Hort; des der Israel erlösen wird aus seinen will ich allzeit harren. Sünden allen. Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. 175. Im obigen Ton. 1. Aus tiefer Not laßt uns zu die wir sehr übel habn gethan mit Gott von ganzem Herzen schreien, Herzen, Mund und Händen, und bitten, daß er aus seiner Gnad uns verleih, daß wir Buße thun, und woll vom Übel freien, uns alle die in Christo, deinem Sohn, zur Sünd und Mäfsethat, die unser Seligkeit vollenden. Fleisch begangen hat, als ein Vater verzeihen. 3. Unser Schuld ist sehr groß und schwer, von uns nicht auszurechnen; doch dein Barmherzigkeit ist mehr, die kein Mensch kann aus9* 132 Bußtagslieder. sprechen. Die suchen und begehren o nimm uns auf in deinen Schoß wir, hoffen, du werdests, Herr, an dir mit nicht laffen gebrechen. und laß uns nicht verzagen! O hilf, daß wir getrost und frei, ohn arge List und Heuchelei, dein Joch zum Ende tragen! 4. Du willt nicht, daß der Sünder sterb und in Verdammnis fahre, sondern daß er mehr Gnad erwerb und sich darin bewahre. So hilf uns nun, o Herre Gott, auf daß uns nicht der ewge Tod in Sünden widerfahre. 7. Sprich uns durch deine Boten zu, bezeug unser Gewissen; stell unser Herz durch sie zur Ruh, thu uns durch sie zu wissen, wie Chri stus für deim Angesicht all unfre Sachen hab geschlicht: des Trofts laß uns genießen. 5. Wenn du nun vor Gerichte gehn und mit uns wolltest rechten, o wie würden wir da bestehn, und wer würd uns verfechten? Herr, sieh uns barmherzig an und hilf uns wieder auf die Bahn zur Pforte der Gerechten. 6. Wir opfern uns dir, arm und bloß, durch Reu niedergeschlagen; Amen! 176. fe 8. Erhalt in unsers Herzens Grund deinen göttlichen Samen, und hilf, daß wir den neuen Bund in deines Sohnes Namen vollenden in aller Wahrheit, also der Kronen der Klarheit versichert werden. Mich. Weisse, † 1542. ( Rosenmüller 1655?) 1694. Eigne Melodie. 1. Straf mich nicht in deinem Zorn, ach, laß mich nicht sein verlorn, deines Grim- mes Flam- me. 2. Herr, wer denkt im Tode dein? Wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob fage. großer Gott, ver- scho- ne; nach Ver- dienst nicht loh- ne! Hat die Sünd dich entzündt, lösch ab 3 in dem Lam me Gebeine krachen; heil die Seel mit dem Öl deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden. 4. Ach, sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren; meine Seele gar nicht kann deiner Hilfe harren; ich verschmacht, Tag und Nacht muß mein Lager fließen von den 3. Zeig mir deine Baterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen; ach, Herr, hab mit mir Geduld, mein Thränengüssen. Bußtagslieder. 133 5. Ach, ich bin so müd und matt sein Antlitz treten. Teufel, weich; von den schweren Plagen; mein Herz ist der Seufzer satt, die nach Hilfe fragen: wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhle? Hölle, fleuch! Was mich vor gekränket, hat mir Gott geschenket. 7. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, wie auch Christo gleicherweis, der allzeit zu loben; heilger Geist, sei gepreift, hochgerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Joh. Gg. Albinus, geb. 1624, † 1679. 6. Weicht, ihr Feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier vor 177. Mel. Ich armer Mensch zc. 1. Wir lie- gen hier zu dei- nen Fü- ßen, ach, Herr von großer Güt und Treu, und füh- len lei- der im Ge- wis- sen, wie sehr dein Zorn entbrennet sei. Möck. 1820. Das Maß der Sünden ist er- füllt; ach weh uns, wenn du stra- fen willt! 2. Du bist gerecht, wir lauter Sünder. Wie wollen wir vor dir bestehn? Wir sind die ungeratnen Kinder, die auf verkehrten Wegen gehn. Kein Wunder, wenn dein Racheschwert uns längstens hätte aufgezehrt. Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade haft erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. 6. Ach, laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Huld verlassen stehn. Ach, sammle uns in deinen Schoß und mach uns aller Plagen los. 3. Doch, Vater, denk an deinen Namen; gedenk an deinen lieben Sohn. Dein Wort heißt immer Ja und Amen; dein Eidschwur zeuget selbst davon: du willst der Sünder Tod ja nicht; ach, geh nicht mit uns ins Gericht! 4. Der Mittler steht ja in der Mitten; wir schaun zu seinen Wunden auf. Er hat für unsre Schuld gelitten und leistet dir die Zahlung drauf. Verbirgst du deinen Gnadenschein, so muß sein Blut verloren sein. 5. Dies teure Blut von deinem 7. Steck ein das Schwert, das uns will schlagen, den Würger laß vorübergehn. Gib unser Brot in unsern Tagen. Laß keine solche Zeit entstehn, daß man dein Wort uns teuer macht, und unser Herz dabei verschmacht. 8. Gib Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile 134 Zeit. Laß Lieb und Treu sich stetig tüssen und fördre die Gerechtigkeit. Krön unser Feld mit deinem Gut, nimm Kirch und Haus in deine Hut. 178. feir Bußtagslieder. 9. So wollen wir dir Opfer bring- ewig ſein! en und deine sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, und dein erlöste Ifrael wird in der Hütte Jakobs schrein: Der Herr soll mein Gott Benjamin Schmold. geb. 1672,+ 1737. Erntefestlieder. Mel. O daß ich tausend zc. 1. Gott, von dem wir al- les ha- ben, die Welt ist ein sehr großes Haus; du a= ber tei- left dei- ne Ga- ben recht wie ein Ba- ter drin- nen aus. 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen; denn du weißt allem vorzustehn, und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. 179. 26-1 Dein Se- gen macht uns al- le reich; ach, lie- ber Gott, wer ist dir gleich? Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, die das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot; es mehret sich vielfältger 1738. 5. Nun, Herr, wer kanns genug bedenken? der Wunder sind hier gar zu viel. So reich als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. vergessen, was uns dein Segen 6. Wir wollens auch niemals bringet ein; ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denk mal sein; und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kasp. Neumann, geb. 1648,+ 1715. 1690. Mel. Was Gott thut zc. 1. Was Gott thut, das ist wohl- ge- than; so den- ten Gottes Kinder. Er fie het fie oft sau- er an und liebt sie doch nicht min- der. = Zum Geburts- und Namenstag des Landesherrn. Er zieht ihr Herz nur him- mel- wärts, wenn er fie läßt auf Er- den ein Ziel der Pla- gen werden. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan; gibt er, so kann man nehmen; nimmt er, wir sind nicht übler dran, wenn wir uns nur bequemen. Die Linke schmerzt, die Rechte herzt, und beide Hände müssen wir doch in Demut küssen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er weist uns oft den Segen, und eh er noch gedeihen kann, muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein der Schatz will sein, so macht er andre Güter durch den Verlust uns bitter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wenn man nach reichem Säen doch wenig Garben ernten kann, so ists vielleicht geschehen, weil Gott auch Frucht bei uns gesucht und doch hat müssen klagen, daß wir so schlecht getragen. 5. Was Gott thut, das ist wohl gethan, wir müssen besser werden; man baue nur die Herzen an, so folgt die Frucht auf Erden. Den Lieder zum 180. 135 Mangel muß ein Überfluß zu andrer Zeit ersetzen und Feld und Herz ergötzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; das Feld mag ledig stehen, wir gehn getrost auf Zions Bahn und wollen Gott erhöhen. Sein Wort ist Brot, so hats nicht Not; die Welt muß eh verderben, als wir vor Hunger sterben. 7. Was Gott thut, das ist wohlgethan; so wollen wir stets schließen, und ist bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, doch ists genung zur Sättigung, wenn Gott die Notdurft segnet, obs auch nicht Vorrat regnet. 8. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wie er es num gefüget, fo nehmen wir es billig an und sind dabei vergnüget. Er, unser Gott, weiß, was uns not; laßt in Geduld uns fassen: er wird uns nicht verlassen. Benjamin Schmold, geb. 1672, 1737. ( Siehe Lob- und Danklieder.) Geburts- und Namenstag des Landesherrn. Mel. Zeuch ein zu meinen 2c. Crüger. 1653. 1. Dir, höch- ster Herr und König der Könige und Herrn, dir ist man un ter- thä- nig, du herr- schest nah und fern, = 136 Zum Geburts- und Namenstag des Landesherrn. du unser Herr und Gott, zum Schu- he stark und mächtig, 2. Nach deines Wortes Lehre ist auch die Obrigkeit von dir und dir zur Ehre; ihr Schwert, das Frevlern dräut, empfing sie nur von dir. Wer ihr zuwider lebet, der, Höchster, widerstrebet dir selbst sowohl als ihr. dem Könige dein Licht; Gerechtig5. Es leuchte, Gott der Güte keit behüte ihn allzeit im Gericht 3. Du, höchster Herrscher, lehre Frommen sicher wohnen; nie laß Laß stets durch sein Bemühn die mich selbst durch deinen Geist, daß ich den König ehre, wie es dein Wort uns heißt. Er trägt ja, Gott, dein Bild; und wenn wir seinen Willen in Furcht und Lieb erfüllen, wird dein Will auch erfüllt. ihn Frevler schonen, selbst stets das Unrecht fliehn. 4. Laß deines Geistes Gaben stets reichlich auf ihm ruhn; laß ihn, auch hoch erhaben, gern deinen Willen thun. Du herrschest selbst im 181. CJ an Eh- ren groß und präch- tig, ein Helfer in der Not. Land; das Herz der Obrigkeiten kannst du wie Bäche leiten; es steht in deiner Hand. 6. Gib, daß durch sein Regieren wir mit Zufriedenheit ein ruhig le ben führen in wahrer Frömmigkeit. Herr Gott, du fegnest gern; wir bitten ohn Ermüden: Gib Segen Heil und Frieden durch Jeſum, unsern Herrn! Mel. Es spricht der Unweisen 2c. 1. Der Thron der Welt- be- herr- scher ist Sie sind nur Staub; du a= ber bist Das Reich ist dein und dein die Welt; = 1524. ein Schemel dei- nen Fü- ßen. Gott, dem sie die- nen müssen. du, der sie schuf und sie er- hält, du bist allein ihr Herr scher. 2. Weltbeherrscher, laß sie nie stets vor Schmeichlern sie, daß die die rechte Bahn verlieren; bewahre sie nicht verführen! Lehr sie ihr eigen Herz durchschaun und nur mit Furcht sich selber traun und dich um Weisheit bitten. Taufe. 3. Gib Friede, halte sie zurück vor ungerechten Kriegen! Ihr Ruhm sei der, mit strengem Blick die Laster zu besiegen. Wenn aber Bölfer sie zum Streit durch Unrecht reizen, dann gebeut dem Siege, sie zu schützen! 4. Unendlicher, regiere sie, daß fie getreu dir dienen; verlaß mit deiner Huld sie nie, noch ihr Geschlecht nach ihnen. Die Furcht vor dir, Barmherzigkeit und Weisheit 182. 137 und Gerechtigkeit sei ihres Hauptes Krone. 5. Ach, laß dein Wort auch auf dem Thron, Jehova, Glauben finden; laß Fürsten auch auf deinen Sohn fest ihre Hoffnung gründen. Gott, sie sind Sünder so wie wir; laß sie doch nicht ihr Teil bloß hier in diesem Leben suchen. 6. Erhöre, Vater, dies Gebet, sei gnädig uns und ihnen. So weit dein Reich, die Erde geht, soll, Herr, dir alles dienen. Nimmst du dich allzeit unser an, so werden Fürst und Unterthan in deinem Schatten wohnen. Balth. Münter, geb. 1735, † 1793. Dritte Abteilung. Kirchliche Handlungen. I. Die heiligen Sakramente. Taufe. Mel. Es woll uns Gott 2c. 1. Christ, unser Herr, zum Jordan kam nach seines Va- ters Wil= len, von Sankt Johann's die Tau- fe nahm, sein Werk und Amt zur- fül= len. 1525. Da wollt er stiften uns ein Bad, zu waschen uns von Sün- den, es galt ein neu- es Le= er säu- fen auch den bit- tern Tod durch sein selbst Blut und Wun- den; e ben. 138 2. So hört und merket alle wohl, was Gott heißt selbst die Taufe, und was ein Christe gläuben soll, zu meiden Ketzerhaufen: Gott spricht und will, daß Wasser sei, doch nicht allein schlecht Wasser; sein heiligs Wort ist auch dabei mit reichem Geist ohn Maßen, der ist allhie der Täufer. 3. Solchs hat er uns beweiset tlar mit Bildern und mit Worten. Des Vaters Stimm man offenbar daselbst am Jordan hörte. Er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich hab Gefallen: den will ich euch befohlen han, daß ihr ihn höret alle, und folget seinen Lehren. 4. Auch Gottes Sohn hie selber steht in seiner zarten Menschheit; der heilig Geist herniederfährt, in Taubenbild verkleidet, daß wir nicht sollen zweifeln dran, wenn wir getaufet werden, all drei Person getaufet han, damit bei uns auf Erden zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Jünger heißt der Herre 183. fet Taufe. er zeig ihm dei- ne Gna- de. = Mel. In dich hab ich zc. Chrift: Geht hin, all Welt zu leh ren, daß sie verlorn in Sünden ist, sich soll zur Buße kehren. Wer gläubet und sich taufen läßt, soll dadurch selig werden; ein nengebor ner Mensch er heißt, der nicht mehr könne sterben, das Himmelreich soll erben. 1. Gott Ba- ter, hö- re un- fre Bitt, teil die- sem Kind den Se- gen mit, daß ihm die- selb nicht scha 2. Herr Christe, nimm es gnädig auf durch dieses Bad der heilgen Tauf zu deinem Glied und Erben, 6. Wer nicht gläubt dieſer großen Gnad, der bleibt in seinen Sünden und ist verdammt zum ewgen Tod, tief in der Höllen Grunde. Nichts hilft sein eigen Heiligkeit, all sein Thun ist verloren; die Erbsünd machts zur Nichtigkeit, darin er ist geboren, vermag ihm selbst nicht helfen. 7. Das Aug allein das Wasser sieht, wie Menschen Wasser gießen; der Glaub im Geist die Kraft ver steht des Blutes Jesu Christi, und ist für ihm ein rote Flut, von Christus Blut gefärbet, die allen Schaden heilen thut, von Adam gangen. her geerbet, auch von uns selbst be Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. ( Vorreformat.) 1536. = de. Es sei dein Kind; nimm weg sein Sünd, damit es dein mög allzeit sein im Leben und im Sterben. 3. Und du, o allerwertster Geist, Taufe. samt Vater und dem Sohn gepreist, wollst gleichfalls zu uns kommen, damit zur Stund in deinen Bund es werde aufgenommen. 184. Mel. Alle Menschen müssen sterben 2c. Nach der Taufhandlung. 4. O heilige Dreieinigkeit, dir sei Lob, Ehr und Dank bereit für dieſe große Güte. Gib, daß dafür wir dienen dir; vor Sünden uns behüte. Johannes Bornschürer, geb. 1625, † 1677. Hinte? 1678. 1. Las- set mich mit Freuden spre- chen: Ich bin ein ge= tauf- ter Chrift, der bei mensch- li- chen Ge- bre- chen den- noch ein Kind Got- tes ift; 139 was find al= le Schä- ze nii te, da ich einen Schatz be- fi- te, der mir alles Heil gebracht 2. Keine Sünde macht mir bange; ich bin ein getaufter Christ! Denn ich weiß gewiß, so lange dieser Troft im Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Chrift! Und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam bist. Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen, und von deiner Thrannei machet Gottes Bund mich frei. 185. = und mich e= wig se lig macht? 4. Freudig sag ich, wenn ich sterbe: Ich bin ein getaufter Chrift; denn das bringt mich zu dem Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so ver sichert mir der Glaube, daß mir doch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun, so soll ein solcher Segen mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, schlaf ich auch auf solchen ein. Ob mir Herz und Augen brechen, soll die Seele dennoch sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist. Erdm. Neumeister, geb. 1671,+ 1756. Ahle. 1664. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 1. Lieb- fter Jefu, wir sind hier, dei- nem Wor- te nach- zu- le= ben; dieses Kind- lein kommt zu dir, weil du den Be- fehl ge= ge= ben, 140 Taufe. daß man sie zu dir hin- füh- re, 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsre Ohren: Wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neugeboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Armen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut von den angeerbten Flecken; laß es bald nach dieser Flut dei nen Purpurmantel decken; schenk 186. 81 denn das Him- mel- reich ist ih= re. ihm deiner Unschuld Seide, daß e ganz in dich sich kleide. 5. Hirte, nimm dein Schäflein an; Haupt, mach es zu deinem Gliede; Himmelsweg, zeig ihm die Friede; Weinstock, hilf, daß diese Bahn; Friedefürst, schenk du ihm Rebe auch im Glauben dich um gebe! Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Die Sintflut ge- het über- hin, 2. Wie groß sind, Jesu, deine Gaben! Du kommst mit Wasser und mit Blut; und wenn wir dieſe Schätze haben, so erben wir das höchste Gut. Wenn ich damit gezeichnet bin, so ist der Himmel mein Gewinn. 6. Nun wir legen an dein Herz was von Herzen ist gegangen; führ die Seufzer himmelwärts und er fülle das Verlangen; ja, den Na men, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. 1. Du un- er- forschlichs Meer der Gnaden, es hei- let an mir al- len Schaden, 3. Was frag ich nach der eitlen Ehre? ich bin des Allerhöchsten Kind, weil ich in deren Zahl gehöre, die aus Gott selbst geboren find. Kein Ehrenstand ist diesem A Neumark. 1657. den A- dams Fall ver- ur- facht hat. wie se lig ist dein Was- serbad! wenn ich in dieser Ar= che bin. gleich; das ist mein Recht zum Himmelreich. des Lebens, du, meines Lebens le 4. Du schreibest mich ins Buch ben, ein. Ach, lasse mich doch nicht vergebens auf deinen Tod getaufet an, daß mich kein Fluch vertilgen sein. Ja, schreibe mich so kräftig kann. gegeben, so gib mir, Jesu, deine 5. Hab ich dir Herz und Hand Gnad, auch dem Versprechen nach Abendmahlslieder. 141 zuleben, das selbst dein Geist ver- im Bündlein der Lebendigen und siegelt hat. Des Satans Werk und Wesen sei kein Hindernis an meiner Treu. führe mich in meinem Laufe vom Irdischen zum Himmlischen, daß ich durch diesen Jordan geh und dort im Lebenslande steh! 6. Erhalte mich durch deine Taufe Benjamin Schmold, geb. 1672, † 1737. 187. Abendmahlslieder. 1. Chri- fte, du Lamm Gottes, 2. Christe, du Lamm Gottes, 3. Christe, du Lamm Got= tes, 188. Eigne Melodie. 1. er- barm dich un- ser! 2. er- barm dich un- ser! 3. gib uns dei- nen Frieden! Eigne Melodie. der du trägst die Sünd der Welt: der du trägst die Sünd der Welt: der du trägst die Sünd der Welt: a A 1528. Er barm dich un- ser, Schaf- fe in mir, Gott, ein rei- nes Her- ze und gib mir einen neu- en, ge1. Lamm Got- tes un- schul- dig, am Stamm des Kreu- zes allzeit ge= fun- den dul- dig, wie- wohl du wardst = men: wis- sen Geist. Verwirf mich nicht, verwirf mich nicht von dei- nem An- ge- sicht, Wiener. 1648. 189. von dei- nem An- ge- ficht und nimm dei- nen hei- li- gen Geist nicht von mir. Eigne Melodie. 0 Je= su! 1542. all Sünd hast du ge tragen, sonst müß- ten wir ver- za gent. ge- schlach- tet, -ach= tet: 142 Abendmahlslieder. 2. O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzes geschlach am Stamm des Kreuzes geschlach- tet, allzeit gefunden duldig, wie tet, allzeit gefunden duldig, wiewohl du wardst verachtet: all Sünd haft du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu! o Jesu! 3. O Lamm Gottes unschuldig, wohl du wardst verachtet: all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Gib uns dein Frieden, Nit. Decius, um 1526. 190. Eigne Melodie. Zorn 1. Je- sus Christus, unser Hei- land, der von uns den Got- tes wandt, durch das half er uns aus der Höl 2. Daß wir nimmer des vergesfen, gab er uns sein Leib zu essen, verborgen im Brot so klein, und zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf sein Sachen! Wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollt Gott den Vater preisen, daß er dich so wohl wollt speisen und für deine Missethat in den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollt glauben und nicht wanken, daß ein Speise sei den Kranken, den ihr Herz von Sünden schwer und für Angst ist betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit sucht ein Herz in großer bit= ter Lei- den = len Pein. 1524. sein Arbeit; ist dir wohl, so bleib da von, daß du nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber: Kommt, ihr Armen, laßt mich über euch erbar men; kein Arzt ist dem Starken not, sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst du dir was konnt er werben, was dürft ich denn für dich sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir helfen willt. 9. Glaubst du das von Herzens grunde und bekennest mit dem Mun de, so bist du recht wohl geschickt, und die Speise dein Seel erquict. 10. Die Frucht soll auch nicht ausbleiben, deinen Nächsten sollt du lieben, daß er dein genießen kann, wie dein Gott an dir hat gethan. Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. 191. Abendmahlslieder. 192. Mel. Es ist gewißlich an der zc. 1. Herr Jesu Christ, du höch- stes Gut, du Brunnquell al- ler Gnaden! Wir kom- men, dei= nen Leib und Blut, wie du uns haft ge- la- den, zu dei- ner Lie- be Herr- lich- keit zu essen und zu trin- ken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke! Schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein, und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. orld of door Mel. O Jesu Christ, meins 2c. 143 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der Herr, dem nichts gebricht, du bist der Brunn der Heiligkeit, du bist das rechte Hochzeitkleid. 1535. und un- frer See- len Se- lig- teit 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich: In meiner Schwachheit heile 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für von dir nicht wieder treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. 1. Je- su, du mein Bräu- ti- gam, der du aus Lieb am Kreuzes stamm D 90 1625. für mich den Tod ge- lit- ten haft, ge- nommen weg der Sünden Last: aider 2. Ich komm zu deinem Abendmahl, verderbt durch manchen Sündenfall; ich bin krank, unrein, nackt und bloß, blind, arm: ach Herr, mich nicht verstoß. mich; was unrein ist, das mache rein durch deinen hellen Gnadenschein. 5. Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd an die schöne Glaubenskerz; in Reichtum meine Armut kehr und meinem Fleische steur und wehr, 6. Daß ich das rechte Himmelsbrot, dich, Jesu, wahrer Mensch und Gott, mit solcher Ehrerbietung nehm, wie mir es heilsam, dir ge nehmn. 144 7. Lösch alle Laster aus in mir; Herz mit Lieb und Glauben zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr. 8. Gib, was mir nützt an Seel und Leib; was schädlich ist, fern von mir treib; komm in mein Herz, laß mich mit dir vereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch dieser Mahlzeit Kraft das Bös in mir werd abgeschafft, erlaffen alle Sündenschuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld. 193. be mich be wir= te! du mir ge = Abendmahlslieder. 1. Herr Je- su Chri- fte, mein ge- treu- er Hir- te, Bei dir al- lei= ne # Mel. Gott sei gelobet und zc. wol- left du wei- den Kh ri e le = 10. Vertreibe alle meine Feind, die sichtbar und unsichtbar seind; den guten Vorsatz, den ich führ, durch deinen Geist mach fest in mir. 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht nach deinem heilgen Willen richt; ach, laß mich meine Tag in Ruh und Friede christlich bringen zu, 12. Bis du mich, o du Lebensfürst, zu dir in Himmel nehmen wirst, daß ich bei dir dort ewiglich an deiner Tafel freue mich. Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. = Ky- ri e le= ben. i- son! komm, mit Gna- den find ich Heil und ke- ben; was ich darf, kannst und zum fri- schen Was- ser führn, auf 3f ra els Ber = i= son! 2. All andre Speis und Trank ist ganz vergebens; du bist selbst das Brot des Lebens. Kein Hunger plaget den, der von dir iffet, alles Jammers er vergisset. Kyrie leison! Du bist die lebendige Quelle, zu der ich mein Krüglein stelle; laß Mtdeutsch? 1524. = Dein arm Schäf- Lein gen in Freu- den = da das Leben her thut rührn. mit Trost es fließen voll, so wird meiner Seele wohl. Kyrieleison! 3. Laß mich recht trauern über meine Sünde, doch den Glauben auch anzünde, den wahren Glau ben, mit dem ich dich faffe, mich auf dein Verdienst verlasse. Kyrie Abendmahlslieder. leison! Gib mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünde nicht scherze, noch durch meine Sicherheit mich bring um die Seligkeit. Kyrieleison! 4. Mir ist befleckt sehr greulich mein Gewissen; ach, laß ein Blutströpflein fließen aus deinen Wunden, welche du empfangen, da du bist am Kreuz gehangen. Kyrieleison! Wird damit mein Herze gerühret, wirds von Stund an rein gezieret durch dein Blut mit Glauben schön, kann in dir vor Gott bestehn. Kyrieleison! 5. Der darf des Arztes, den die Krankheit plaget, mit Begier er nach ihm fraget; o süßer Jesu, schau, wie tiefe Wunden werden auch in mir gefunden. Kyrieleison! Du bist ja der Arzt, den ich rufe, auf den mit Verlangen ich hoffe. Hilf, o wah rer Mensch und Gott! hilfft du nicht, so bin ich tot. Kyrieleison! 6. Du rufeft alle zu dir in Genaden, die mühselig und beladen; all ihre Missethat willst du verzeihen, ihrer Bürden sie befreien. Kyrieleison! Ach, komm selbst, leg an deine Hände, und die schwere Last von mir wende. Mache mich 194. 145 von Sünden frei, dir zu dienen Kraft verleih. Kyrieleison! 7. Du wolleft Geist und Herze zu dir neigen; nimm mich mir, gib mich dir eigen. Du bist der Weinstock, ich bin deine Rebe; nimm mich in dich, daß ich lebe. Kyrieleison! Ach, in mir find ich eitel Sünden, in dir müssen sie bald verschwinden; in mir find ich Höllenpein, in dir muß ich selig sein. Kyrieleison! 8. Komm, o mein Freund, o komm, du schönste Krone! Jesu, komm und in mir wohne! In mir will ich dich mit Gebet oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küssen. Kyrieleison! Komm und schenke mir deine Liebe, so wird nichts sein, das mich betrübe, deine Sanftmut und Geduld, die Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrieleison! 9. Dies sind die Blümlein, die mich können heilen und mir Lebenssaft erteilen, daß ich aus mir nun all Untugend reiße, dir zu dienen mich befleiße. Kyrieleison! In dir hab ich, was ich soll haben, deiner Gnaden Brünnlein mich laben. Laß mich ewig sein in dir, und bleib ewig auch in mir. Kyrieleison! Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. Eigne Melodie. Crüger. 1649. = 1. Schmücke dich, o lie be See- Le! Laß die dunk- le Sünden- höh- le, komm ans helle Licht ge- gang- en; fang- e herr- lich an zu prangen! denn der Herr voll Heil und Gna- den will dich jetzt zu Ga- ste laden; Bet. m. Not. 10 146 Abendmahlslieder. der den Him- mel kann ver- wal- ten, will jetzt Her- berg in dir hal- ten. 2. Eile, wie Verlobte pflegen, nähret, und daß mit dem Saft der deinem Bräutigam entgegen, der Reben uns wird Christi Blut ge mit süßen Gnadenworten klopft an geben. Oder großen Heimlichkei deines Herzens Pforten. Eile, sie ten, die nur Gottes Geist kann ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu deuten! seinen Füßen, sprich: Mein Heil, laß dich umfassen; von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach deiner Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürften nach dem Trank des Lebensfürsten! Wünsche stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine. 4. Heilge Luft und tiefes Bangen nimmt mein Herze jetzt gefangen; das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist wohl auch ein Mensch zu finden, der dein Allmacht sollt ergründen? 5. Nein, Bernunft die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brot nie wird verzehret, ob es gleich viel tausend 195. 6. Sesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, le bensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen, laß mich würdiglich genießen dieser dei ner Himmelsspeise mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lie ben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig haft dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des le bens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Scha den sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dies Seeleneſſen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Joh. Frand, geb. 1618+ 1677 1551. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 1. Herr, du haft für al- le Sün- der wo das Brot der ar- men Kin- der Heute nun bin ich dein Gast, einen rei- chen Tisch ge- deckt, nach des Ba- ters tie- be schmeckt. = wie du mir be= foh= len haft; Abendmahlslieder. a= ber hilf auch, daß mein Her- ze 2. Näume, bitt ich, mein Gemüte rein von allem Argen aus, daß auch meines Herzens Hütte werde dein geweihtes Haus. Denn ich hoffe nur auf dich, liebster Jesu, liebe mich und laß deinen Tisch auf Erden mir zum halben Himmel werden. 3. Kann der Herr dem Knechte schenken auch sein eigen Fleisch und Blut: ach, so hilf mir recht bedenken, was hier deine Liebe thut; und verleihe, daß ich nicht eß und trinke zum Gericht, was du, Jesu, für mein Leben zur Erlösung haft gegeben. 4. Nimm jetzt die Vernunft ge fangen, daß ich glaube schlecht und recht, und erwecke mein Verlangen, wenn das Fleisch den Eifer schwächt, bis ich fühle meine Not und mich sehne nach dem Brot, welches allen Hunger stillet und mein Herz mit Gott erfüllet. 5. Denke doch, du Fürst des Lebens, denke, daß du Jesus heißt, denke, daß du nicht vergebens für die Welt gestorben seist: drum nicht mit dei- ner Wohlthat scherze. erhöre, was ich bitt, teile mir dich selber mit und laß heut in mein Gewissen Blut aus deinen Wunden fließen. 147 boren, nähr uns auch durch deine 6. Sind wir doch aus dir geKraft; und weil alles da verloren, wo nicht Jesus Hilfe schafft: ach, so laß dein Brot und Wein meines Herzens Manna sein, daß die Wirkung dieser Speise künftig in der That sich weise. und die Güter jener Welt; oder 7. Laß mich deine Liebe schmecken wenn auch Furcht und Schrecken mich zuweilen überfällt, so verschaffe mir dein Blut einen rechten Freudenmut, daß ich meinen Trost im Glauben mir durch niemand laffe rauben. 8. Hilf mir recht ins Herze fafsen deinen herben, bittern Tod; laß mich auch niemanden hassen, der mit mir genießt dein Brot; nimm mich ganz vollkommen ein, bis ich werde bei dir sein und die Fülle deiner Gaben, meinen Gott und alles haben. Kafp. Neumann, geb. 1648, † 1715. 196. fel 1. Halt im Ge- dächt- nis Je- sum Christ, o Mensch, der auf die Er- den vom Thron des Himmels kommen ist, dein Bruder da zu werden. 10% Mel. Es ist gewißlich 2c. Univ.- Bibl. Giessen 1535. 148 Abendmahlslieder. Ver- giß nicht, daß er dir zu gut dank ihm für die se Lie- be. = 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod, und dich erlöst aus aller Not; dank ihm für diese Liebe. 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage fiegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld Leben wiederbracht; dank ihm für diese Liebe. 197. 8² 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die hat an- ge- nom- men Fleisch und Blut; Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herr lichkeit; dank ihm für diese Liebe. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wiederkom men und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen lassen, daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben bringen. Chriatus Günther, geb. 1650, † 1704. Mel. Es ist gewißlich zc. Ole- bens- thor, o Tisch des Herrn! 1535. 1. Wie hei- lig ist die Stät- te hier, wo ich voll Andacht ste= he! Sie ist des Himmels Pfor- te mir, die mun ich offen se- he. vom Himmel bin ich nicht mehr fern und fühle Got- tes Nähe. 2. Wie heilig ist dies Lebens- vor dem des Herzens Angst und brot, dies teure Gnadenzeichen, Not und alle Qualen weichen. Abendmahlslieder. O Brot, das meine Seele nährt, o Manna, das mir Gott beschert, dich will ich jetzt genießen. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank, der mein Verlangen stillet, der mein Gemüt mit Lob und Dank und heilger Freud erfüllet. Olebenstrank, o heilges Blut, das einst geflossen mir zu gut, dich will ich jetzt empfangen. 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein, welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein; mit ihm werd ich verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll, und er in mir will leben. 5. O wär doch auch mein Herz geweiht zu einer heilgen Stätte, da149 mit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! 6. Mein Jesu, komm und heile mich; was sündlich ist, vertreibe, damit ich nun und ewiglich dein Tempel sei und bleibe. Von dir sei ganz mein Herz erfüllt, Herr, laß dein heilig Ebenbild beständig an mir leuchten. 7. Nun du hast himmlisch mich erquickt, du hast dich mir gegeben; in dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stündlich leben. Laß mich, mein Heiland, allezeit von nun an bis in Ewigkeit mit dir vereinigt bleiben! Nach Bal. Ernst Löscher, geb. 1673, † 1749. 198. Get 1. Mein Je- fu, der du vor dem Scheiden in deiner leß- ten Trauernacht uns hast die Früchte dei- ner Lei- den in einem Te- sta- ment vermacht, Mel. Ich ruhe nun in Gottes 2c. 1713. es preisen gläu- bi- ge Ge- mil- ter dich, Stifter dieser ho- hen Gül- ter. = 2. So oft wir dieses Mahl ge- den in deinen blutgen Wunden nießen, wird dein Gedächtnis bei finden. uns neu; man kann aus frischen Proben schließen, wie brünftig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen verneuern sich in unsern Herzen. 4. Das Band wird fester zugezogen, das dich und uns zusammenfügt. Die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stützen kriegt. Wir werden mehr in solchen Stunden mit dir zu Einem Geist verbunden. 3. Es wird dem zitternden Gewissen ein neues Siegel aufgedrückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre Handschrift sei zerstückt, 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben; dies Blut erquicket daß wir Vergebung unsrer Sün- unsern Geist. Es mehrt sich unser 150 innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubenswerke. 199. & Abendmahlslieder. 6. Wir treten in genaure Bande mit deines Leibes Gliedern ein, mit denen wir in solchem Stande Ein Herz und Eine Seele sein. Der Geist muß mehr zusammenfließen, da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, der Schwachheit voll, einst herrlich aus dem Staube grünen und unverweslich werden soll, ja daß du loben. Mel. An Wasserflüssen 2c. mich dei- ner zit ge=: trợ= ften. uns ein ewig Leben nach diesem kurzen werdest geben. ich suche Ruh und fin oder î 8. O teures Lamm, so edle Ga ben hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise ha ben, wie wohl ist unser Geist ge pflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen! Ein solcher hoher Lie besschein verdient, daß aller Engel Zungen zu dessen Ruhm geschäftig sein. Wird unser Geist zu dir er hoben, so wird er dich vollkommner = 1. Ich komme, Herr, und suche dich müh- se- lig und be la den. Gott, mein Er- bar- mer, würdge mich des Wunders deiner Gna- den. Ich lie- ge hier vor dei- nem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, * = Joh. Jakob Rambach, geb. 1693,+ 1735. 1525. de fie Ich füh- le meiner Sünden Müh; im Glau- ben der ErYo=== sten. löften. 2. Dich bet ich zuversichtlich an; dein Wort: Es ist vollbracht! Du du bist das Heil der Sünder. Du hast mein Heil verdienet. Du hast hast die Handschrift abgethan, und für mich dich dargeſtellt; Gott war wir sind Gottes Kinder. Ich denk in dir und hat die Welt in die mit an deines Leidens Macht und an sich verfühnet. Abendmahlslieder. 151 3. So freue dich, mein Herz in stock, bleib an mir, so wirst du mir! Er tilget deine Sünden und läßt an seinem Tische hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufft, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getroft, mein Sohn! die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Wein200. mel. O Jefu Chrift, meins x. Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich; und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Chrifti. F. Gellert, geb. 1715, † 1769, 1. Herr, der du als ein stil- les Lamm am mar- ter- vol- len Kreuzesstamm 3. Hier labet mich als deinen Gaft der Leib, den du geopfert haft, dein Blut, das, o Herr Jesu Christ, am Kreuzesstamm vergoffen ist. 4. Heiland, hilf mir, daß ich ja mit tiefer Ehrfurcht dir mich nah! pfahe nicht des Lebens Speise zum Gericht. 1625. zur Tilgung mei- ner Sün- den- laft dich auch für mich ge-o- pfert haft: 2. Hier feir ich deinen Mittlertod; hier nährst du mich mit Himmelsbrot; hier ist das unschätzbare Gut, das du mir gibst, dein Leib und Blut. nach begehrt, der Wohlthat ganze Größ ermißt und deiner Liebe nie vergißt. 5. Hilf, daß mühselig und beschwert mein gläubges Herz dar6. Ich, Erd und Asche, bins nicht wert, daß so viel Heil mir widerfährt; du willst, o Höchster, nicht verschmähn, zu meinem Herzen einzugehn. 7. Mein Herz steht offen, richte du dirs selbst zu deiner Wohnung Herr, mein Mund em- 34; wirf alle Laster ganz hinaus, schmück es mit jeder Tugend aus. 8. Du kommst; gesegnet seist du mir! Du bleibst in mir, ich bleib in dir; ich end in dir einst meinen 152 Lauf, und du weckst mich vom Tode auf. 201. fe 9. Ich liebe dich, Herr, unverrückt, wenn auch das schwere Kreuz mich drückt; wenn Leib und Seel verschmachtet mir, doch lieb ich dich und bleib bei dir. 12. Und wenn du mich, o le 10. Auch stärkt mich dieses Mah- bensfürst, zur Seligkeit vollenden les Kraft auf meiner ganzen Pil- wirft, erquickt mit Freuden ohne gerschaft, mit allen in den Kampf Zahl mich dort dein ewges Abendzu gehn, die mir nach meiner Seele mahl. stehn. Herr, du wollft uns vor- be- rei- ten Laß uns, Leben zu em- pfa- hen, Abendmahlslieder. Einft feiern wir fei mit ten unter uns, o Gott! und sprich uns los von Sünd und Tod! 202. f c J H 11. Es steuert allem Stolz und Neid, verknüpft zu Lieb und Einig keit, gibt Troft, der nie das Herz verläßt, und macht den guten Vorsatz fest. Del. Wachet auf, ruft zc. hat ge- fpei- set Gott, zu gute. 1. Gott sei ge= lo bet = mit seinem Flei- sche dein laß uns e= wig sein. A- men, Amen! Anbetung dir! zu dei- nes Mahles Se- lig- tei- ten; mit glaubensvol- lem Herzen na- hen, das große A- bend- mahl bei dir! Nach dem Abendmahl. Eigne Melodie. Joh. Adolf Schlegel. geb. 1721, † 1793. Wir sind, o Je- su, dein; Ky ri= e= le Friedr. Gottl. Klopstod, geb. 1724, † 1803. H und ge- be ne dei= et, und mit seinem Blu- te; 1599. = i= son! Altdeutsch? 1524. der uns selber das gib uns, Herr Herr, durch deinen heili- gen Leich- nam, dich- zwungen hat] [ 3. uns- nim- mer laß] Abendmahlslieder. s der von deiner Mutter Ma- ria kam, und das hei- li= ge Blut hilf uns, Herr, aus al= ler Not. Khri= e= le 2. Der heilig Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größer Güte konnt er uns geschenken, dabei wir sein solln gedenken. Kyrieleison! Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder that, und bezahlt unfre Schuld, daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison! 203. i= son! Mel. Nun lob, mein Seel 2c. 3. Gott geb uns allen seiner Gnaden Segen, daß wir gehn auf seinen Wegen in rechter Lieb und brüderlicher Treue, daß uns die Speis nicht gereue. Kyrieleiſon! Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß, der uns geb zu halten rechte Maß, daß dein arm Christenheit leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison! Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. Kugelmann? 1540. 1. Wiewohl hast du ge- la= bet, o liebster Jefu, dei- nen Gaft, ja mich so reich be- ga= bet, daß ich jetzt füh- le Freud und Raft. wunder- sa- me Speise, 153 o Liebs- mahl, das ich prei- se wie haft dut doch er= qui- det Mein Geist der hat er= bli- cket 0 fit ßer Lebens- trant, mit einem Lob- ge- sang, mein Leben, Herz und Mut! das allerhöch- ste Gut. 154 2. Bei dir hab ich gegessen die Speise der Unsterblichkeit; du hast mir voll gemessen den edlen Kelch, der mich erfreut. Ach, Gott, du haft erzeiget mir Armen solche Gunst, daß billig jetzt sich neiget mein Herz in Liebesbrunst. Du hast mich lassen schmecken das edle Himmelsbrot; hinfort kann mich nicht schreden Welt, Teufel, Sünd und Tod. Abendmahlslieder. 3. So lang ich leb auf Erden, preis ich dich, liebster Jesu, wohl, daß du mich läsfest werden von dir und durch dich satt und voll. Du hast mich selbst getränket mit deinem teuren Blut, dich mir ins Herz gesenket, o unvergleichlich Gut! Nun werd ich ja nicht sterben, weil mich gespeiset hat, der nimmer kann verderben, mein Trost, Schutz, Hilf und Rat. 4. Wie kann ichs aber fassen, Herr Jesu, daß du mit Begier dich haft so tief gelaffen vom Himmelsfaal herab zu mir? Du Schöpfer aller Dinge befuchefst deinen Knecht; ach hilf, daß ich dir bringe ein Herz, das fromm und recht, das gläubig dir vertraue, damit nach dieser Zeit ich ja dein Antlitz schaue dort in der Ewigkeit. 5. Du bists, der ewig bleibet; 204. ich aber bin dem Schatten gleich den bald ein Wind vertreibet; Herr, ich bin arm, und du bist reich; du bist sehr groß von Güte, kein Un recht ist an dir; ich, sündhaft im Gemüte, kann fehlen für und für: noch kommest du hernieder und nimmst mich Sünder an; was geb ich dir doch wieder, das dir gefallen kann? 6. Ein Herz, das recht bereuet ein Herz, das ganz zerknirschet ist das ist, was dich erfreuet, mein Gott und Herr, zu jeder Frist. Du wirst es nicht verachten; hilf, daß ich emsig bin, nach deiner Gunst zu trachten. Nimm doch in Gnaden hin das Opfer meiner Zungen; dir sei von Herzensgrund jetzt Lob und Preis gesungen, Herr Gott, durch meinen Mund. 7. Wohl mir, ich bin versehen mit Himmelsspeis und Engelstrant; nun will ich rüstig stehen, zu singen dir Lob, Ehr und Dank. Fahr wohl du Weltgetümmel, du bist ein eitler Tand; ich seufze nach dem Himmel dem rechten Vaterland. Fahr wohl dort werd ich leben ohn Angst und Herzeleid; mein Gott, du wirst mit geben die ewge Seligkeit. Joh. Rift, geb. 1607, † 1667. Mel. Nun laßt uns Gott, dem 2c. Selnecker? 1587. ¤ J 1. Je- su, mei- ne Won- ne, du meiner See- len Son- ne, du Freund- lich- er auf Erden, laß mich dir dank- bar werden. Abendmahlslieder. 2. Wie kann ich gnugsam schäzen dies himmelsüß Ergötzen und diese teuren Gaben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dirs verdanken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich mir geschenket? 4. Ich lobe dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Schläg und Wunden, der du so viel empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freuden; dir dank ich für dein Sehnen und heißvergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben; dir dank ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. 155 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftge Himmelsspeise, wofür mein Herz dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich annoch empfinde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nam bin ich losgezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben! Was kannst du Wertres geben? 11. Ach laß, Herr, meine Seele in dieser Leibeshöhle doch allzeit mit Verlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 13. Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben und freudig auferstehen, o Jesu, dich zu Johann Rift, geb. 1607,+ 1667. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; dies teure Pfand der Gnaden tilgt allen mei- sehen. nen Schaden. 205. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben zc. 1731. 1. Gott Lob! ich bin aufs neu er- qui- cket mit Chrifti teu- rem Leib und Blut. Das Heil, das hier mein Geister- bli- det, macht al- len meinen Schaden gut. Mein Glau- be jauchzt und freu- et sich; denn Je- sus Chri- stus starb für mich. 2. Gott Lob! die ganze Last der wissen fühlt sich in Jesu Tod geSünden ist nun aus Gnaden weg- stillt. Ich seh die Handschrift ganz geschafft. Wich aller Schulden zu zerrissen, die mich vorhin mit Furcht entbinden, hat Jesu Blut die volle erfüllt. Durch ihn bin ich mit Gott Kraft. Heut nahm ich ja der Frei- versöhnt, werd an sein Vaterherz heit Pfand beim Abendmahl aus gewöhnt. seiner Hand. 3. Gott Lot! mein zagendes Ge4. Gott Lob! der süße Seelenfriede kehrt wieder in mein Herz 156 zurück. Wie war ich doch so krank, so müde, bis meines Jesu Gnadenblick aufs neue sich zu mir gelenkt und Trost und Ruhe mir geschenkt. 5. Gott Lob! in dem erfreuten Herzen wohnt Jesus und die Se ligkeit. Der Hoffnung weichen alle Schmerzen; leicht wird das Leiden dieser Zeit. Ein ewigs Glück lacht Abendmahlslieder. mir von fern; drum harr und glaub und duld ich gern. 6. Gott Lob! mit Freuden will ich sterben; der Himmel ist mir auf gethan. Dort darf ich auch mit Jesu erben nach einst durchwallter Leidensbahn, und mit der auserwählten Zahl halt ich erst dann recht Abendmahl. Maria Kl. Silberrad, geb. 1750,+ 1815. Hinge? 1678. 206. e 1. Dan- tet, dan- ket Gott mit Freu- den, dan- ket ihm mit Herz und Wund! Macht die großen Se- lig- fei- ten die ses heil- gen Mah- les fund, = was der Herr für Gna- de schen- fet, Mel. Alle Menschen müssen sterben zc. da er selbst uns speift und tränket; dan- ket ihm vor dem Al- tar, 2. Ja, wir preisen Gottes Güte; denn sie währet ewiglich. O wie freut sich das Gemüte, daß der Herr so gnädig sich gegen uns auch jetzt erwiesen! Immerdar sei er gepriesen; groß ist seine Huld und Treu, und auch heute ward sie neu. 3. Heilig, heilig, heilig werde, Gott, dein Nam uns mehr und mehr; alle Himmel samt der Erde zeugen laut von deiner Ehr. Dir, leluja! Herr, singen Seraphinen dreimal 207. be daß er uns so freund- lich war. Heilig, die dir dienen. Droben in dem Heiligtum schallet deines Na mens Ruhm. 4. Gott, der Herr und Vater, segne uns in seinem lieben Sohn; und des Vaters Sohn begegne uns von seinem Gnadenthron; und der Herr, der Geist, bereite uns zur Herrlichkeit und leite uns zu seinem Frieden! Ja, Amen! sprecht Hab Nit. Kaiser, geb. 1734, † 1800. Mel. Wie schön leucht 2c. Wir na= hen uns, o Got- tes Sohn, im Nacht- mahl dei= nen Leib, dein Blut; 1599, von Dank durch dies fomm auf Konfirmation. drung- en deinem Thron; du haft uns nun e= wig uns zu gut A = men, A= men! Wel- che Freu- den 208. gegeben und stärk in uns dein Le= ben. war- ten dro- ben, wo wir dich ohn En- de To Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. nach dem Lei- den II. Die andern kirchlichen Handlungen. Konfirmation. = 3. Doch habe ich dir Furcht und Liebe, Treu und Gehorsam zugejagt; ich habe mich aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werfen ab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste 157 ben. 1. Ich bin ge- tauft auf dei- nen Na- men, Gott Bater, Sohn und heil- ger Geift; ich bin ge- zählt zu dei- nem Sa- men, zum Bolt, das dir ge- hei- ligt heißt; Neumart. 1657. ich bin in Chri- stum ein- ge- sentt, ich bin mit seinem Geist be- schenkt. 2. Du haft zu deinem Kind und stehn; wenn aber ich ihn überErben, mein lieber Vater, mich er- schreite, so laß mich nicht verloren klärt; du haft die Frucht von dei gehn; nimm mich, dein Kind, zu nem Sterben, mein treuer Heiland, Gnaden an, wenn ich hab einen mir gewährt; du willst in aller Not Fall gethan. und Bein, o guter Geist, mein Tröster sein. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besitz von meinem Sinn; es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Wil len thut. 6. Weich, weich, du Fürst der Finsternissen, ich bleibe mit dir unvermengt; hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Jesu Blut be 158 Konfirmation. sprengt. Weich, eitle Welt, du heilger Geist; halt mich in dein Sünde, weich; Gott hört es, ich entfage euch. 7. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt; so leb ich dir so sterb ich dir, so lob ich dich dort für und für. Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, † 1735. 209. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. Nach Hammerschmidt. 1658 e 1. Ewig, e wig bin ich dein, bin auf dich, um dein zu sein, Dessen soll mein Herz sich freun: 2. Welch ein göttlicher Gewinn, daß ich durch der Taufe Gabe nun dein Kind und Erbe bin, daß ich dich zum Vater habe! Deine Gnade macht mich rein; droben soll ichs ewig sein. 3. Ich, ein Sünder von Natur, ich Gefallner soll auf Erden eine neue Kreatur, soll, o Gott, dir ähnlich werden. Heilig, heilig soll ich sein; Jesus und sein Geist ist mein. 4. Treue hab ich oft gelobt, doch verletzt den Bund der Taufe. Wenn die Luft in mir getobt, ließ ich ab vom Glaubenslaufe. Aber nimm mich wieder ein; dein, Herr, will ich ewig sein. 210. teu- er dir, mein Gott, er- kau- fet; Va- ter, Sohn und Geist ge- tau- fet. e= wig, ewig bin ich dein. 5. Ich entsag, o Satan, dir, dir o Welt, und dir, o Sünde. Euch entsag ich, weicht von mir, dem er lösten Gotteskinde! Eure Lust is Tod und Pein; ich will meines Gottes sein. 6. Wachen will ich, flehn um Kraft, daß ich auf dem schmalen Wege übe gute Ritterschaft und nur Jesu leben möge. Er wird Gnade mir verleihn, tren bis in den Tod zu sein. 7. Höre mich; denn ich bin dein, teuer dir, mein Gott, erkaufet; bin auf dich, um dein zu sein, Ba ter, Sohn und Geist getaufet. Laß mich hier im Glauben dein, dort im Schauen selig sein. Joh. Andreas Cramer, geb. 1723, † 1788. Mel. Seelenbräutigam 2c. Drefe. 1698. JANN 1. Von des Himmels Thron sende, Got- tes Sohn, deinen Geist, den Geist der Stärke: gib uns Kraft zum heilgen Wer- te, dir uns ganz zu weihn, e- wig dein zu sein. Konfirmation. 2. Mach uns selbst bereit, gib uns Freudigkeit, unsern Glauben zu bekennen und dich unsern Herrn zu nennen, dessen teures Blut floß auch uns zu gut. 159 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade überschütten; Licht und Kraft und Ruh ströme dann uns zu. 3. Richte Herz und Sinn zu dem Himmel hin, daß wir unsern Bund erneuern und mit Wahrheit dir beteuern, deine Bahn zu gehn, Weltluft zu verschmähn. 211. 5. Gib auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauflöslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich sehn in. den Himmelshöhn. Samuel Marot, geb. 1770,+ 1865. Mel. O du Liebe meiner Liebe zc. 1. Bei dir, Je su, will ich blei- ben, ftets in dei- nem Dienste stehn; nichts soll mich von dir ver- trei- ben, will auf dei- nen We- gen gehn. Du bist mei- nes Le- bens Le- ben, 1684. wie der Weinstock sei- nen Re- ben 2. Könnt ichs irgend beffer haben, als bei dir, der allezeit so viel tausend Gnadengaben für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getrofter werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesu that, mir thut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib mei- ner See-le Trieb und Kraft, Deines zu- ftrömt Kraft und Le= bens- saft. ich, so in Freude, wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Winks bin ich gewärtig, auch des Russ aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nur auf dieser Erden nahe, bis mein Tag sich neigt. Wenn es einst will Abend werden, und die Nacht herniedersteigt, wenn mein Aug wird dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Karl Joh. Phil. Spitta, geb. 1801,+1859. 160 212. Beichtlieder. Beichtlieder. Eigne Melodie. 1. Herr Je- fu Chrift, du höch- stes Gut, fieh doch, wie ich in mei- nem Mut und in mir hab der Pfei- le viel, 3. Fürwahr, wenn mir das kommet ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit Furcht umfang en; ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte ganz verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam Wort das macht mit seinem süßen Singen, daß mir das Herze wieder lacht und fast beginnt zu springen, dieweil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dir, o Jesu, kommen. mich ar- men Sün- der drit= cken. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet haft am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht mit großem Weh in meinen Sünden untergeh, noch ewiglich verzage. 5. Und weil ich denn in meinem Sinn, wie ich zuvor geklaget, auch ein betrübter Sünder bin, den sein Gewissen naget, und wollte gern 1587. du Brunnquell al- ler Gna- den, mit Schmerzen bin be- la- den die im Ge- wis- sen oh- ne Ziel im Blute dein von Sünden abge waschen sein, wie David und Manasse: 6. So komme ich zu dir allhie in meiner Not geschritten, und thu dich mit gebeugtem Knie von gan zem Herzen bitten: Vergib mir al les gnädiglich, was ich mein Leb tag wider dich auf Erden hab be gangen. 7. Ach, Herr, vergib mirs doch, mein Gott, um deines Namens willen, und thu in mir die große Not der Übertretung stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb, und dir hinfort zu Ehren leb im kindlichen Gehorsam. 8. Stärk mich mit deinem Freu dengeist, heil mich durch deine Wun den; hilf mir zu deines Namens Preis in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, im wahren Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. Barth. Ringwaldt, qeb. 1530, 1598. 213. Beichtlieder. Mel. Herzlich lieb hab ich zc. Vor Gricht, Herr Je- su, steh ich hie, beug in De- mut mei- nes Herzens Knie und seuf- ze mit Weh- kla- gen: Mein gro- ße Sünd und Mis- se- that = 214. mich ver- klagt und ver- dammet hat; doch will ich nicht ver= za= gen. Herr Je Herr Je- su Christ, dein Blut al- lein macht mich von al- len Sün- den rein, weil ich fest glau- be und da- bei im Her- zen ha- be wah- re Reu. 161 1. O du Schö- pfer das ich je- ko Vor 1577. = su Christ, des dank ich dir, des dank ich dir, ich will mich bessern, hilf du mir! Mel. Zion klagt mit Angst zc. e al- ler Dinge, höre, höre vor dich bring- e, weil mein Herz in Mei- ne Sün- den äng- sten mich, und be- fen- ne mei- ne Sün- den; 2. Weil du heißest alle kommen, die beladen sind, zu dir, bin ich auch nicht ausgenommen, noch gewiesen von der Thür deiner Gnaden, sondern du willst und wirst mich noch Vet. m. Not. Crüger. 1640. mein Ge- bet, Äng- sten steht. dar um komm ich auch vor dich ach Herr, laß mich Gna- de fin- den! dazu von den Sünden, die mich drücken, ganz entbinden und erquicken. 3. Dein Wort bleibet ungebrochen, das du einmal hast geredt; 11 162 Beichtlieder. nun haft du, o Gott, gesprochen: gnädig mir; ich fall dir in deine Such mein Antlitz im Gebet. Dar- Arme: ach Herr, meiner dich er um komm ich auch vor dich, such barme! dein Antlitz; ach, laß mich bei dir Trost und Gnade finden, sprich mich los von meinen Sünden! 7. Ich verleugne nicht die Sünden, ich verleugne nicht die Schuld; aber laß mich Gnade finden, trage, Herr, mit mir Geduld; alles, was ich schuldig bin, will ich zahlen, nimm nur hin die Bezahlung mei nes Bürgen, der sich ließ für mich erwürgen. 4. Sieh die Handschrift, die ich gebe hier in deine Hand, o Gott, drin du sprichst: So wahr ich lebe, ich will nicht des Sünders Tod, sondern daß er sich bekehr von den Sünden, und begehr ewiglich mit mir zu leben, so will ich ihm alls vergeben. 5. Nun wohlan, du wirst nicht lügen; ich halt mich an deine Wort, will darauf in Demut biegen meine Knie an diesem Ort, und bekennen meine Sünd: Ich bin das verlorne Kind, das vom Teufel oft verblendet deine Güter hat verschwendet. 6. Weiter will ich nichts mehr sagen und allein an meine Brust mit dem armen Zöllner schlagen: Gott, es ist dir wohl bewußt, daß ich hab gesündigt dir; aber sei doch 215. fe8. Nun, o Vater aller Gnaden, siehe dessen Leiden an! denn er hat ersetzt den Schaden; er hat für mich gnug gethan. Durch ihn bin ich ganz erlöst, dessen ich mich jetzo tröst, weil in seinen tiefen Wunden ich nun Fried und Ruh gefunden. 9. Ich will auch hierauf genießen Christi wahren Leib und Blut, meiner Seele und Gewissen zur Er quickung und zu gut. Gib, daß würdig ich genieß, Jesu, dich, und schmeck, wie süß und wie freundlich du bist denen, die sich nach dir herz lich sehnen. Joh. Heinr. Califius, geb. 1633, † 1699. Eigne Melodie. Möd. 1820. 1. Ich ar- mer Mensch, ich ar- mer Sünder steh hier vor Gottes An- ge- ficht: ach Gott, ach Gott, verfahr ge- lin- der und geh nicht mit mir ins Ge- richt! Er- bar- me dich, er- bar- me dich, 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen meiner großen Sünd, bis daß ich Gnad von dir erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich zc. Gott, mein Er- bar- mer, ü- ber mich! 3. Hör, ach erhör mein seufzend Schreien, du allerliebstes Vaterherz! Wollst alle Sünde mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz! Erbarme dich 2c. Beichtlieder. 4. Wahr ist es, übel steht der Schade, den niemand heilet außer du. Ach, aber ach! gib Gnade, Gnade! ich laß dir doch nicht eher Ruh. Erbarme dich 2c. 5. Nicht wie ich hab verschuldet, lohne, und handle nicht nach meiner Sünd. O treuer Vater, schone, schone, erkenn mich wieder für dein Kind. Erbarme dich 2c. 216. 163 6. Sprich nur Ein Wort, so werd ich leben; sag, daß ich armer Sünder hör: Geh hin, die Sünd ist dir vergeben; nur fündige hinfort nicht mehr! Erbarme dich zc. Mel. Meinen Jesum laß ich zc. Nach Hammerschmidt. 1658. Hier ist, was sie retten kann: 2. Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an! 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an! 4. Kommet alle, kommet her, fommet, ihr betrübten Sünder; Jejus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an! 7. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret, erhöret bin ich zweifelsfrei; weil sich der Trost im Herzen mehret, drum will ich enden mein Geschrei: Erbarme dich zc. Christoph Titius, geb. 1641, † 1703. = 1. Je sus nimmt die Sün- der an! sa- get doch dies Trostwort al- len, wel- che von der rech- ten Bahn auf ver- kehr- ten Weg ver= fal- len. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort Jesus nimmt die Sünder an! mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in Schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jeſus nimmt die Sünder an! 7. Mein Gewissen nagt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Sünden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 8. Jesus nimmt die Sünder an! Auch mich hat er angenommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an! Erdm. Neumeister, geb. 1671, † 1756. 11* 164 217. Beichtlieder. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 1. Ich er he be mein Ge- mü- te denn ich fen- ne dei ne Gü- te, 218. fc- 3. fehn- suchtsvoll, mein Gott, zu dir; wie teu- er ist sie mir! 0 Gott der Liebe und des Lebens, tei- ner harrt auf dich ver- ge- bens. 3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht. Laß mich Gnade vor dir finden, geh nicht mit mir ins Gericht. Alle Sünden, die uns reuen, willst du, Bater, ja verzeihen. Oso höre denn auch mich! Meine Seele hofft auf dich. 1687. Nur Ver- ächter deiner Huld stür- zet ihre eig- ne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege, zeige deinen Willen mir; daß ich richtig wandeln möge, führe du mich selbst zu dir. Gott, du siehest mein Vertrauen; sicher kann ich auf dich bauen. Deine Vatertreue ist ewig, wie du selber bist. auf dem Sündenwege machst du mein Gewissen rege. Wohl den der zu seiner Pflicht umkehrt! Du verwirfst ihn nicht. 5. Allen, die zu dir sich wenden, über ihre Schuld betrübt, willst du Trost und Rettung senden, wenn ihr Herz sich dir ergibt. Frende schenket deine Güte dem geängsteten Gemüte, welchem du die Sündenlaft liebreich abgenommen haſt. 6. Dir will ich mich denn erge ben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich immer heilig leben, Herr, vor deinem Angesicht. Keine 4. Gott, du willst des Sünders schnöde Lust der Sünden soll mich Leben; dir ist seine Seele wert. ferner überwinden. Ach bewahr, Gnädig willst du ihm vergeben, ich bitte dich, meinen Geist und wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten stärke mich! Joh. Kasp. Lavater, geb. 1741, † 1801. Mel. Ich armer Mensch 2c. Möd. 1820. 1. Mein Je- sus ist ein Freund der Seelen, die in der Angst und Sündennot nur ihn zu ih- rem Trost sich wählen, der sie ge- liebt bis in den Tod. Sie sol- len Juh von ihm empfahn; mein Heiland nimmt die Sünder an! Beichtlieder. 2. Wenn das verdammende Gewissen sie bis zur Hölle niederbeugt; wenn Thränen ohne Hoffnung fließen, ists Jesus doch, der ihnen zeigt, wie man dem Fluch entrinnen kann; mein Heiland nimmt die Sünder an! 3. Er kam vom Himmel zu uns nieder, ein Fluch zu werden für die Welt. O dankt ihm laut, erlöste Brüder! Er hat den Frieden her gestellt, indem er Gott genug gethan; mein Heiland nimmt die Sünder an! 4. Wie willig hat er einst sein Leben zur unerhörten Todespein für uns am Kreuz dahingegeben! Wer wollte nun noch traurig sein? Er zeigt zum Himmel uns die Bahn; mein Heiland nimmt die Sünder an! 5. Hört dies, ihr angefochtnen Seelen; eilt alle, flieht in Jesu Schoß! Er macht von allem, was euch quälen und schaden kann, auf ewig los. Er ist mit Huld euch zugethan; mein Heiland nimmt die Sünder an! 6. Er bringt in seinen offnen Armen versöhnt zu eurem Gott euch hin, und neigt zum ewigen Erbarmen des liebevollen Vaters Sinn, den Jesus nur versöhnen kann; mein Heiland nimmt die der an! 165 7. Auch sendet er in unsre Herzen den wahren Tröster, seinen Geist; der stillet aller Sünden Schmerzen, wenn er auf Jesu Tod uns weist. Wer ist, der uns verdammen kann? Mein Heiland nimmt die Sünder an! 8. Nichts, nichts tilgt seines Mitleids Triebe. Wenn auch kein Strahl der Hoffnung scheint, so zage nicht; er ist die Liebe; er ist dein Netter und dein Freund. Heil allen, die im Ernst sich nahn; mein Heiland nimmt die Sünder an! 9. Komm glaubensvoll! Er stillt dein Sehnen und schließt des Jammers Pforte zu. Er trocknet liebreich deine Thränen und schenkt den Müden süße Ruh. O selig, wer noch weinen kann! Mein Heiland nimmt die Sünder an! 10. Vernimm denn seinen Ruf und zähle mit Vorsicht jeden Tag des Heils. Ach eil, errette deine Seele und triff die Wahl des besten Teils! Flieh heute noch der Sünde Bahn und komm; heut nimmt dich Jesus an! 11. Hier sind wir, Heiland aller Sünder! Erbarme dich und mach uns rein; so wollen wir, der. Gnade Kinder, dir ewig dafür dankbar sein, weil dann ein jeder Sün- rühmen kann: Gott Lob, auch mich nahm Jesus an! Aus dem bayr. Gesangbuch von 1811, 166 219. C A Ordinationslieder. Ordinationslieder. Mel. O Gott, du frommer 2c. 1. Herr Je- su, der du selbst und, was du aus dem Schoß den rech- ten Weg zu Gott sei für dein Pre- digt= amt 2. Du bist zwar in die Höh zum Vater aufgefahren; doch gibst du noch der Welt dein Wort mit groBen Scharen, und baust durch diesen Dienst die Kirche, deinen Leib, daß er im Glauben wachs und fest ans Ende bleib. 3. Hab Dank für dieses Amt, wodurch man dich selbst höret, das uns den Weg zu Gott und die Versöhnung lehret, durchs Evangelium ein Häuflein in der Welt berufet, • sammlet, stärkt, lehrt, tröstet und erhält. 4. Erhalt uns diesen Dienst bis an das End der Erden, und weil die Ernte groß, groß Arbeit und Beschwerden, send selbst Arbeiter aus, mach solche flug und treu, daß Feld und Baumann gut, die Ernte reichlich sei. 5. Die du durch deinen Ruf der Kirche haft gegeben, erhalt bei reiner Lehr und einem heilgen Leben; leg deinen Geist ins Herz, das 1693. von Gott als Leh- rer kom- men des Vaters haft genommen, mit Wort und Werk ge= lehrt, ge = lobt von dei= ner Herd. Wort in ihren Mund; was jeder reden soll, das gib du ihm zur Stund. 6. Ach, segne all dein Wort mit Kraft an unsern Seelen; laß deinen Schäflein nie an guter Weid es fehlen; such das verirrte selbst, bind das verwundte zu, das schlafende weck auf, das müde bring zur Ruh. 7. Bewahr vor Ketzerei, vor Menschenlehr und Dünkel; lehr uns nach deiner Art im Tempel, nicht im Winkel; behüt vor Ärgernis, vor Spaltung, welche trennt; er halte rein und ganz dein Wort und Sakrament. zu deiner kleinen Herde; was drin 8. Bring, was noch draußen ist, nen ist, erhalt, daß es geſtärket bis Herde und der Hirt im Glau werde; durchdring mit deinem Wort, ben, Herr, an dich zusammen felig wird. Eberhard Ludwig Fischer. geb. 1695, 1773. 220. M 1. 00 dit Ordinationslieder. Mel. Wie schön leucht zc. Je su, Herr der Herr- lich- feit, fiehst auf die er löste Welt, deiner Chri- sten- heit, wie es dir ge= fällt, Von dir find wir dit Hir- te forgst, daß sie auch er= wäh- let, 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten gibst, die es zum Himmel führen, und die voll Eifer, Geist und Kraft, gottselig und gewissen haft das Herz der Sünder rühren. Treue Hirten laß den Seelen niemals fehlen und die Herden mit den Hirten selig werden. 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gefandt; Herr, segne sein Geschäfte. Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr und Leben zu erbaun, gib Weisheit ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf ihm thun und leiden, dulden, streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn; laß ihn sein Amt mit Freuden thun; nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gib uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer deiner se lig = den Erlöstent, die du seg nen willst und trösten. = 167 du König re= gierft fie, 1599. Her= den, wer- den. 3u- ge= zäh- let a Liebe. Lehrer, Hörer laß in Freundschaft und Gemeinschaft fefte stehen und den Weg zum Himmel gehen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund, uns dir entgegen führen! Du gibst ihm unter seine Hand die Seelen als ein teures Pfand; laß keine ihn verlieren! Jesu, hilf du, und Herde treu vor dir erfunden beut die Hände, daß am Ende Hirt werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht des Herrn! Wir heißen dich willkommen gern in Jesu Christi Namen. O Hirte, nimm uns bei der Hand, führ uns zum ewgen Vaterland! Gott mit dir! Amen, Anten! Mit dir gehn wir durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. Joh. Daniel Karl Bickel, geb. 1737,+ 1809. 168 Trauungslieder. Trauungslieder. 221. e 1. Herr Gott, der dut den Ehe- stand daß dein Ge- schöpf durch die- ses Band Mel. Es spricht der Unweisen 2c. und setze ihn zu Ch o laß durch dei- nen Gna- den- schein ihn al- le- zeit voll Se- gen sein 1 = 2. Du wollst des Feindes Hinterlift durch deinen Schutz verwehren; du weißt, wie er geschäftig ist, dein heilsam Werk zu stören. Daß nun durch seine Bosheit nicht des Herzens Fried und Eintracht bricht, so steure seinen Werken. 3. Die Seelen laß in Lieb und Leid getreu beisammen stehen und in der wahren Frömmigkeit auf deinen Wegen gehen. Wohl dem, der dich vor Augen hat! In allem wird ihm Rat und That nach seinem Wunsch gelingen. 4. Laß auch dabei Beruf und Stand sich deiner Güte freuen, durch deine reiche Segenshand die Arbeit wohl gedeihen; so fehlet unsrer Nahrung nichts, ob wir im Schweiß des Angesichts das Brot gleich müssen essen. 5. Herr, wenn du jemand seg1524. ren. soll froh und glücklich wer- den; ge- ord- net haft auf Er- den, nen willt, so kann es niemand wehren. Der Öffrug, welchen du gefüllt, ist niemals auszuleeren. Aus Mangel machst du Überfluß, und sprichst du nur ein Wort, so muß auch Wein aus Wasser werden. herein, so darf man nicht verzagen. 6. Dringt auch das liebe Kreuz Es muß ja wohl ein Wechſel sein von gut und bösen Tagen. Du haft uns schon den Trost gesetzt, daß alle Dinge doch zuletzt zu unſerm Besten dienen. du uns im Himmel endlich schen7. Das Brot des Lebens wirft ten. Die Quelle deines Freudenbrunns wird uns da ewig tränken, so daß uns hier und dort nichts fehlt; denn wir sind hier und dort vermählt dem Bräutgam unfrer Seelen. Erdm. Neumeifter, geb. 1671,+1756. 222. H Trauungslieder. Mel. Ich armer Mensch zc. 1. Es hat der Herr zu al- len Zeiten er ist es, der auf al- len Seiten 169 der Seinen ganzen Lauf bedacht; von Anfang ih- ren Weg bewacht bis auf ein Haar von ih- rem Haupt; wohl dem, der sei- ner Führung glaubt! 2. Er spricht: Befiehl mir deine Wege; sie sind in mir schon ausersehn. Trau meiner treuen Vaterpflege, so wird es gut und selig gehn; so geb ich dir auf jedem Schritt auch meines Geistes Leitung mit. 223. Mel. Seelenbräutigam 2c. Möck. 1820. 2. Solls uns hart ergehn, laß uns feste stehn und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen; denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. 3. Niihret eigner Schmerz jemals unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gib Geduld zu bei224. 3. Sich nun, o Herr, auf diese Seelen und laß sie dir befohlen sein; laß sie nur deine Wege wählen, mach sie mit deinem Blute rein, bis sie zu deinem Reich eingehn und ewig jauchzend vor dir stehn! 1. Je- su, geh vor- an # dir ge- treulich nach- zu= ei- len; führ uns an der Hand bis ins Va- ter- land. Drese. 1698. auf der Le- bensbahn; und wir wollennicht ver- wei- len, den; richte unsern Sinn auf das Ende hin. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang; führst du uns durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. Nik. Ludwig, Graf v. Zinzendorf, geb. 1700, 1760. 1687. Mach, Herr, Ein Herz aus den zwei- en durch der Liebe festes Band: gie Be Se- gen und Ge- dei- hen auf den neu- er- wählten Stand; = 170 Begräbnislieder. laß fie alt bei- sam- men werden und viel Gu- tes sehn auf Erden. Steh bei ihnen in der Not, und sei 225. e= wig unser Gott. Kaspar Neumann, geb. 1648, † 1715. [ Siehe Haus- und Ehestand.1 Begräbnislieder. Eigne Melodie. 1. Nun laßt uns den Leib be- gra- ben, er werd am jüngsten Tag aufstehn 2. Erd ist er, und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden, und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gottes Posaun wird angehn. 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhier aus lauter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöſet hat. und un- ver- wes- lich her- vor- gehn. ren und ewger Freud wird ge währen. 6. Hier ist er in Angst gewesen; dort aber wird er genesen in ewiger die helle Sonne. Freud und Wonne, leuchten wie fen, und gehn all heim unsre Stra 7. Nun lassen wir ihn hier schlaBen, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kömmt uns gleicherweis. 4. Sein Jammer, Trübsal und Elend ist kommen zu eim selgen End; er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und lebet noch. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag; der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklä- und Ehr allein. 226. 1544. dar- an wir kein Zwei- fel ha- ben, Eigne Melodie. 8. Das helf uns Christus, unser erlöst vons Teufels G'walt und Troft, der uns durch sein Blut hat ewger Pein; ihm sei Lob, Preis Mich. Weiffe,+ 1542. Störl. 1711. 1. Ru- het wohl, ihr To- ten- bei- ne, in der stil- len Ein- sam- teit! Begräbnislieder. rut- het, bis das End er scheine, I ru- fen wird aus euren 2. Nur getrost, ihr werdet leben, weil das Leben, euer Hort, die Verheißung hat gegeben durch sein teuer wertes Wort: Keiner soll im Tod verderben, die in seinem Namen sterben. da der Herr euch zu der Freud 2 Grüf- ten zu den frei- en Him- melslütf- ten. da man nichts als Asche findt, wird doch Gott, was vor gewesen, wieder neu zusammenleſen. 5. Jesus wird, wie er erstanden selber an dem dritten Tag, gleichfalls seine Reichsverwandten füh3. Und wie soll im Grabe blei- ren aus des Todes Schmach zu dem ben, der ein Tempel Gottes war, ewgen Himmelsfrieden, den er seiden der Herr ließ einverleiben seinem Volk beschieden. ner auserwählten Schar, die er selbst mit Blut und Sterben hat gemacht zu Himmelserben? 4. Nein, die kann der Tod nicht halten, die des Herren Glieder sind. Muß der Leib im Grab erkalten, erheben. 227. 171 6. Ruhet wohl und sanft im Kühlen eine noch so kurze Zeit; es läßt sich schon nahe fühlen die jo frohe Ewigkeit, da ihr sollt mit neuem Leben euch vor Gottes Thron Friedr. Konrad Hiller, geb. 1662, † 1726. ( 1667.) 1693. Mel. Nun sich der Tag zc. 1. Ei, wie so sanft ent- schlie- fest Su nach manchem schweren Stand, d und liegst nun da in süßer Ruh in dei- nes Hei- lands Hand. 2. Sein Leiden hat dich frei ge- Deine ausgericht, empfängst ein macht von aller Angst und Pein; selig Los. sein letztes Wort: Es ist vollbracht! das singt dich lieblich ein. 3. Du läßt dich zur Verwandelung in dies Gefilde sän, mit Hoffnung und Versicherung, viel schö ner aufzustehn. 5. Wir wissen, daß der Bräutigam, der ewig treue Hirt, dich, sein schon hier geliebtes Lamm, auch dort nicht laſsen wird. 6. Er führe seine ganze Herd, die sich zu ihm gefellt, und die ihm ist so teur und wert, auch voll4. Verbirg dich unserm Angesicht im kühlen Erdenschoß! Du hast das ends durch die Welt! Gottfried Neumann, geb. um 1688, † 1782. 172 228. 2G Begräbnislieder. Mel. Der lieben Sonne Licht 2c. 1. Die Christen gehn von Ort zu Ort und kommen in den Friedensport Gott nimmt sie nach dem Lauf 229. fic J 1723. durch man- nig- faltgen Jammer und ruhn in ihrer Kammer. das Wei- zenkorn wird in sein Beet auf Hoffnung schöner Frucht gesät. 2. Wie seid ihr doch so wohl 3. Wir freun uns in Gelaffengereist; gelobt sein eure Schritte, heit der großen Offenbarung; in du friedevoll befreiter Geist, du jetzt dessen bleibt das Pilgerkleid in heiverlaßne Hütte! Du, Seele, bist liger Verwahrung. Wie ist das beim Herrn, dir glänzt der Mor- Glück so groß in Jesu Arm und genstern; euch, Glieder, deckt mit Schoß! Die Liebe führ uns gleiche sanfter Ruh der Liebe stiller Schat- Bahn, so tief hinab, so hoch hinan! ten zu. mit seinen Ar= men auf; Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; lern hier, was unser Leben ist. Nach Sorge, Furcht und mancher Not kommt endlich noch zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre LeNif. Ludwig, Graf v. Zinzendorf, geb. 1700, † 1760. 1544. 1. Nun bringen wir den Leib zur Ruh und de- cken ihn mit Er- de zu, den Leib, der nach des Schöpfers Schluß zu Staub und Er- de werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Asch benszeit; auf Sterben folgt die und Staub, nicht immer der Ver- Ewigkeit. Wie wir die Zeit hier wesung Raub; er wird, wann Chri- angewandt, so folgt der Lohn aus stus einst erscheint, mit seiner Seele Gottes Hand. neu vereint. 5. So währen Reichtum, Ehr und Glück, wie wir selbst, einen Augenblick; so währt auch Kreuz und Traurigkeit, wie unſer Leben, kurze Zeit. 6. O fichrer Mensch, besinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich. Begräbnislieder. In allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gräbern stehn, soll jeder zu dem Vater flehn: Sch bitt, o Gott, durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut. 8. Laßt alle Sünden uns bereun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm jeder seiner Seele wahr! 230. Eigne Melodie. 1. Auf- er- ftehn, ja auf- er- stehn wirst du, mein Staub, nach kur- zer Ruh! 2. Wieder aufzublühn, werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, die mit ihm starben. Halleluja! 231. 173 9. Wann unser Lauf vollendet ist, so sei uns nah, Herr Jesu Christ! Mach uns das Sterben zum Gewinn; zieh unsre Seelen zu dir hin. 10. Und wann du einst, du lebensfürst, die Gräber mächtig öffnen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn und dort dein Antlitz ewig sehn. Ehrenfr. Liebich, geb. 1713,+1780. Un- sterb- lichs Leben wird, der dich schuf, dir geben. 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds zu Jesu, welcher mich Stadler. 1820. Hal- le- lu- ja! dann uns sein. Mit Jefu gehn wir ein zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann, lebt ich im Heiligtume zu seines Namens Nuhme. Halleluja! Mel. O Gott, du frommer 2c. 1. 3hr Eltern, gu- te Nacht! ich fahr zu Je- su hin A 2 Friedrich Gottlieb Klopstock, geb. 1724, 1803. 1693. nun geht es an ein Schei- den; in seine Him- mels- freu- den, in& wig- feit = an= locht: 174 Begräbnislieder. ach, wei- net, wei= net nicht, 2. Ihr Eltern, gute Nacht! hört auf, um mich zu klagen, da jetzt mein zarter Leib wird in das Grab getragen; wißt, daß die Seele ist zur Himmelsruh gebracht; ach, weinet 2c. 3. Ihr Eltern, gute Nacht! sehr herrlich ist zu wohnen im schönen Himmelsschloß, da man erblicket Kronen, die Gott den Frommen hat aus Gnaden zugedacht; ach, weinet 2c. 232. 1. Wenn flei- ne Him- mels- er- Mel. O Welt, ich muß dich zc. so büßt man sie nicht ein; ihr Eltern, gu- te Nacht! 4. Ihr Eltern, gute Nacht! muß ich euch schon verlassen, so werdet ihr mich doch mit Herzenslust um fassen, wenn Gott mit euch und mit der Welt ein Ende macht; ach weinet ze. vom Va- ter auf-ge- ho- ben, 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Christenlaufe für Jesum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was sollt es ihnen schaden, wenn er nun über sie gebeut? 5. Ihr Eltern, gute Nacht! die Angst und Marterstunden, die sind in dieser Welt nun völlig überwunden; mein Leib schläft sanft, bis daß er wiederum erwacht; ach, weinet 2c. Gotthard Schuster, geb. 1673, † 1761. ( 1536.) 1598. ben in ihrer Un- schuld ster- ben, FJ fie werden nur dort o= ben damit fie un ver lo ren sein. 3. Owohl auch diesem Kinde; es stirbt nicht zu geschwinde. Zieh hin, du liebes Kind! Du geheft ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu find. Joh. Andr. Rothe, geb. 1688, † 1758. Der Glaube im allgemeinen. 233. Vierte Abteilung. Der christliche Glaube. Der Glaube im allgemeinen. 1. Wir glau- ben all an Eigne Melodie. Ei= 175 Luther. 1524. nen Gott, Schöpfer Himmels und der Er- den, der sich zum Va- ter ge- ben hat, daß wir sei- ne Kin- der wer= den. Er will uns all- zeit ernäh- ren, Leib und Seel auch wohl be- wah- ren; al- lem Un- fall will er wehren, kein Leid soll uns wi- der- fah- ren; er for= get für uns, hüt't und wacht, hüt't und wacht, Kreuz gestorben 1: und vom Tod:| wieder auferstanden durch Gott. es steht alles in feiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, 3. Wir glauben an den heilgen gleicher Gott von Macht und Eh- Geist, Gott mit Vater und dem ren, von Maria der Jungfrauen ist Sohne, der aller Blöden Tröster ein wahrer Mensch geboren dunh heißt und mit Gaben zieret schöne; den heilgen Geist im Glauben, für die ganz Christenheit auf Erden uns, die wir warn verloren, am hält in Einem Sinn gar eben. Hier 176 Der Glaube im allgemeinen. all Sünd vergeben werden; das diesem Elend: ift bereit: uns ein Fleisch soll auch wieder leben, nach Leben in Ewigkeit. e) and p to Bid ditlindt u spitalog ud Fred and du?) and idru Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546, 234. he Mel. Es ist gewißlich an der 2c. 1535. fel. 1. Got- tes Sohn, Herr Jesu Christ, daß man recht kön- ne gläu- ben, nicht jeder- man- nes Ding es ist, noch standhaft zu ver- bleiben. Drum hilf du mir von o- ben her, # und daß ich drin ver- har= re. 2. Lehr du und unterweise mich, daß ich den Bater kenne, daß ich, dieselb am höchsten hält, allzeit für Schaden achte. o Jesu Christe, dich den Sohn des 6. Wär auch mein Glaub wie Höchsten nenne, daß ich auch ehr den heilgen Geist, zugleich gelobet und gepreist in dem dreieingen Wesen. Senfkorn klein, und daß man ihn kaum merke, wollst du doch in mir mächtig sein, daß deine Gnad mich stärke, die das zerbrochne Rohr nicht 3. Laß mich vom großen Gna- bricht, das glimmend Docht auch denheil das wahr Erkenntnis fin- vollends nicht auslöschet in den den, wie der nur an dir habe teil, Schwachen. dem du vergibst die Sünden. Hilf, 7. Hilf, daß ich stets sorgfältig daß ichs such, wie mir gebührt; du bist der Weg, der mich recht führt, die Wahrheit und das Leben. sei, den Glauben zu behalten, em gut Gewissen auch dabei, und daß ich so mög walten, daß ich sei lau ter jederzeit, ohn Anstoß, mit Ge rechtigkeit erfüllt und ihren Früchten. 8. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich an guten Werken, daß er sei thätig durch die Lieb, mit Freu den und Geduld sich üb, dem Näch sten fort zu dienen. des wahren Glaubens mich ge- währ, 4. Gib, daß ich traue deinem Wort, ins Herze es wohl fasse, daß sich mein Glaube immerfort auf dein Verdienst verlaffe, daß zur Gerechtigkeit mir werd, wenn ich von Sünden bin beschwert, mein lebendiger Glaube. 5. Den Glauben, Herr, laß trösten sich des Bluts, so du vergossen, auf daß in deinen Wunden ich bleib allzeit eingeschloffen, und durch den 9. Insonderheit gib mir die Kraft daß vollends bei dem Ende ich übe Glauben auch die Welt, und was gute Ritterschaft, zu dir allein mich Der Glaube im allgemeinen. 235. pcwende in meiner letzten Stund und Not, des Glaubens End durch deinen Tod, die Seligkeit erlange. 10. Herr Jesu, der du angezündt das Fünklein in mir Schwachen, ben folg das Schauen. 177 was sich vom Glauben in mir findt, du wollst es stärker machen. Was du gefangen an, vollführ bis an das End, daß dort bei dir auf GlauMel. Es ist das Heil uns zc. 1. Der Glaubist eine Zu- ver- sicht der bloße Bei- fall thut es nicht, zu Gott völ- lig ge- rich- tet sein 3. Das aber ist kein Menschenwerk, der Glaub kommt von dem Herren; drum bitt, daß er ihn in dir stärk und täglich woll vermehren. Laß aber auch des Glaubens Schein, die guten Werke, bei dir sein; sonst ist dein Glauben eitel. 236. David Denicke, geb. 1603, 1680. 1. Ich weiß, an wen ich bei def- sen Wort ich 1523. zu Gottes Gnad und Güt- te; es muß Herz und Ge- mü- te ohn Wan- ken und ohn Zweifel. 2. Wer sein Herz also stärkt und 4. Es ist ein schändlich böser steift in völligem Vertrauen, und Wahn, des Glaubens sich wolln Jesum Christum recht ergreift, auf rühmen und böse Werke nehmen an, sein Verdienst thut bauen, der hat so Christen nicht geziemen. Wer des Glaubens rechte Art und kann das thut, der soll wissen frei, daß zur seligen Hinfahrt sich schicken sein Glaub nur sei Heuchelei und ohne Grauen. werd zur Höll ihn bringen. 5. Drum lasse sich ein frommer Christ mit Ernst sein angelegen, daß er aufrichtig jeder Frist sich halt in Gottes Wegen, daß sein Glaub ohne Heuchelei vor Gott dem Herrn rechtschaffen sei und vor dem Nächften leuchte. und gründen sich auf ihn al- lein Mel. Nun Lob, mein Seel 2c. Ludw. Andr. Gotter(?), geb. 1661,+ 1735. Kugelmann? 1540. gläu- be. Mein Je- sus ist des Glau- bens Grund, bleibe, und das be- ken- net Herz und Mund. Ver- munft darf hier nichts sa= gen, sie sei auch noch so klug. 12 Vet. m. Not. € 178 fu 10 ma ani and f Der Glaube im allgemeinen. fha Wer Fleisch und Blut will fra- gen, der fällt in Selbft- be- trug. 1 Ich folg in Glau- bens- leh him out this Fa = ren der heil- gen Schrift al- tein; Jaddorée du prost 11000 11915 819) Indian was die- se mich läßt hören, muß un- beweglich sein. 2. Herr, stärke mir den Glauben; 3. Laß mich im Glauben leben; denn Satan trachtet Nacht und soll auch Verfolgung, Angst und Tag, wie er dies Kleinod rauben Pein mich auf der Welt umgeben, und um mein Heil mich bringen so laß mich treu im Glauben ſein. mag. Wenn deine Hand mich füh- Im Glauben laß mich sterben, wenn ret, so werd ich sicher gehn; wenn sich mein Lauf beschließzt, und mich mich dein Geist regieret, wirds se- das Leben erben, das mir verheißen lig um mich stehn. Ach, segne mein ist. Nimm mich in deine Hände Vertrauen und bleib mit mir ver- bei Leb- und Sterbenszeit, so ist eint: so laß ich mir nicht grauen des Glaubens Ende der Seelen und fürchte keinen Feind. Seligkeit. Erdm. Neumeister, geb. 1671, † 1756. 237. bve ddur. Berr, ohne Glau- ben kann( her dir niemand wohl- ge= fallen; ach, dar um legemir sann vor an- dern Ga ben allen bil Mel. O Gott, du frommer Gott zc. lot Bronin den wah- ren Glauben bei: 1100 mg wat two thi? 1693. denn der ist, wie du weißt, men in A talpin nicht jeder- man- nes Ding und kommt von deinem Geift. 2. Laß mich insonderheit, daß du ¹3. Herr, laß mich auf dein Wort seift, herzlich gläuben; was mir von ganzem Herzen trauen und dein Wort verheißt, bei dem laß stets auf deine Treu und Wahrheit fest bleiben: du der feste Gib, daß dich ſucht, ſtets ein Vergelter ſeiſt, Not und Streuz und und daß ihn deine Hand e Hand aus allen und durch des Glaubens Kraft allNöten reißt dir del 11903 19zeit gehorsam sei. dir getren * St Der Glaube im allgemeinen. 4. Mein Jesu, laß mich dich im Glauben wohl erkennen, dich meinen Herrn und Gott, Troft, Schutz und Heiland nennen. Laß mich im Glauben thun, was mir dein Mund gelehrt, daß dich Herz, Mund und That als den Erlöser ehrt. 5. Mein König und Prophet, komm, herrsch in meiner Seelen. Regier und führe mich, wollst dich mit mir vermählen. Du sollst mein König sein, dem ich gehorchen will, mein Lehrer und Prophet, des Willen ich erfüll. 30 jun( him mi 238 11.4 8179 6. Ich will auch, Herr, an dich, als Hohenpriester, gläuben; laß, Jesu, dein Verdienst den Grund des Glaubens bleiben, daß meine Seele fich hierauf getreu und fest, als auf mein einzig Heil und wahren Trost verläßt. 7. Ach, Jesu, stärke mich in diesem meinem Glauben; laß mir ihn weder Tod, noch Welt, noch Tenfel rauben. Bleib in demselben stets genau mit mir vereint, daß ich dein und du mein, o teurer Seelenfreund! 1012 2013 29 Peter Busch, geb. 1682, † 1744. nga ĝol of negnied s chin gol n Mel. Kommt her zu mir zc. isd m2 1530. 1. So hoff ich denn mit fe- stem Mut auf Gottes Gnad und Christi Blut; ich hoff eine wig Le- ben. Gott ist ein Va- ter, der ver- zeiht, hat mir das Recht zur Se- lig- feit 2. Herr, welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade teil, teil an dem Himmel haben, im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert sein von deines Geistes& Gaben! 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort um deines Namens willen; laß ihn mein Licht auf Erden 3. Dein Wort, das Wort der sein, ihn täglich mehr mein Herz Seligkeit, wirkt göttliche Zufrieden erneun und mich mit Troft erfüllen! heit, wenn wir estotren bewahrenim Chriftian Fürchteg. Gellert, Es spricht uns Troft im Elend zu, ud god inddrageb. 1715, † 1769. 230 ging mod in our dubig bilgred Nin du 3 Met. Jaun freut euch), lieben icdtids 17001523.0 in seinem Sohn ge- ge- ben. versüßet uns des Lebens Ruh und stärkt uns in Gefahren. Hot Bugis Ich weiß, an wen mein Glaub sich hält; kein Feind soll mir ihn rauben. Als Bürger einer bessern Welt leb ich hier nur im Glauben. 12* 180 Wesen und Eigenschaften Gottes. Dort schau ich, was ich hier ge- glaubt. Wer ist, der mir mein Erb- teil raubt? AT bildad hid Dot mur Es ruht in Hän= den. ed undefu 2. Mein Leben ist ein kurzer 5. Jetzt, da mich dieser Leib be Streit; lang ist der Tag des Sieges. schwert, ist mir noch nicht erschie Ich kämpfe für die Ewigkeit, erwünschter Lohn des Krieges!' Dernen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, mich wenn mein nicht weint, durch deinen Schild werd ich be- und mein Erlösungstag erſcheint, deckt; was kann mir denn nun schaden? flod dann werd ichs froh empfinden. 3. Herr, du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, jener Welt mein Eigen6. Zu diesem Glück bin ich ers kauft, o Herr, durch deine Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft; wer will mich von dir scheiden? Du tum, du hast dich mir gegeben. zeichnest mich in deine Hand; Herr, Von fern lacht mir mein Kleinod du bist mir, ich dir bekannt: mein zu; drum eile ich ihm freudig zu, sind des Himmels Freuden. du reichst mir meine Krone. 4. Herr, tenke meines Geistes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sei mein Wandel! 240. keit, empfinde sie, o Seele! Bom 7. Wie groß ist meine Herrlich Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! Der Erde glänzend Nichts vergeht; nur des Gerechten Ruhm besteht durch alle Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, dort geb. 1740, † 1786. Gott der Vater. Wesen und Eigenschaften. 0 Sphat Mel. Nun lob, mein Seel 2c. Du bist doch Herr auf Er den, Kugelmann? 1540. 1. Man lobt dich in der Stil- le, du hoch- er- hab- ner Zi- ons- Gott! ping din Des Rühmens ist die Fül- le vor dir, o Herr Gott Ze- ba- oth! Manila sahi ait thou sunt in shida go p f der From- men Zu= ver= sicht; Wesen und Eigenschaften Gottes. DE in Trüb- fal und Be- schwer- den läßt du die Dei- nen nicht. Drum soll dich stünd- lich eh- ren poisid thing, að ta 3. Herr, du hast deinen Namen molk Islan 241, banu sch 5G nG und deinen Ruhm ver- meh- ren, fo- lang er lal= len kann. 2. Dein müssen, Herr, sich freuen sehr herrlich in der Welt gemacht; die Gläubigen von ganzer Seel und denn als die Schwachen kamen, haft unaufhörlich schreien: Gelobt sei du gar bald an sie gedacht. Du der Gott Israel! Sein Name sei haft mir Gnad erzeiget; nun wie gepriesen, der große Wunder thut, vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir und der auch mir erwiesen das, was geneiget, so will ich für und für den mir nütz und gut. Nun das ist Kelch des Heils erheben und preimeine Freude, daß ich an ihm stets sen weit und breit dich, Herr, kleb und niemals von ihm scheide, mein Gott, im Leben und dort in so lang ich leb und schweb. Ewigkeit. GUREY mein Mund vor je- der- mann = = 1. Unumschränkte Lie- be, daß sie in die Strah- len 181 Mel. Wunderbarer König 2c. Joh. Rift, geb. 1607, † 1667. Its tha mpid nen Neander? 1680. gön- ne blö- den Augen, die sonst kaum auf dei- ner Langmut bli- cken, die den Erd- kreis Er- den tau- gen, mugleich freu- den- r wär- mend schmücken, und zugleich freu- den- reich Bö- sen und den Deinen mit der Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja o wie breit it über Bera un dein ganz Gebiete ist ein Schau- streckt sie ihre Flügel! platz deiner Güte; deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, Berg und Hügel 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu 182 Wefen und Ges nism is tadi din nest leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Haffen: Herr, wer kann das faffen? 4. Du vergibest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen; deine Rechte dränet und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder. Tiefen Schmerz fühlt dein Herz, wenn durch ernste Strafen du mußt Beßrung schaffen. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade 242. 。 Eigenschaften Gottes. Recht empfangen. Wer zu deinen Füßen sich mit Thränen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest; deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm den Scepter führet. Fahr fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. S Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, † 1735. Mel. Wunderbarer König zc. 1. Gott ist ge- gen- wäv- tig; las- set uns an- be- ten Gott ist in der Mit- ten! Al- les in uns schweige 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebücket dienen. Heilig, heilig! singen alle Engelchören, wann sie dieses Wesen ehren. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. i nie- der, kommt, er= gebt euch wieder. 1 of di = Neander? 1680. vor ihn treten. vor ihm beut= ge. Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlagt die Au- gen und in Ehr- furcht und sich in- night 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich, wie die Engel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allen. she 3. Wir entsagen willig allen Ei- 5. Luft, die alles füllet, drin wir telkeiten, aller Erdenluft und Freu- immer schweben, aller Dinge Grund den; da liegt unser Wille, Seele, und Leben! Meer ohn Grund und Leib und Leben dir zum Eigentum Ende, Wunder aller Wunder! Ich ergeben. Du allein sollst es sein, senk mich in dich hinunter; ich in unser Gott und Herre; dir gebührt dir, du in mir, laß mich ganz ver die Ehre. saplingsappel schwinden, dich nur sehn und findent. Wesen und Eigenschaften Gottes. 183 6. Du durchdringest alles, laß in Geist und Wahrheit; laß mein dein schönstes Lichte, Herr, berühren Herz überwärts, wie ein Adler, mein Gesichte. schweben und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen, laß mein Geist auf Erden dir ein Heiligtum noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh, laß mich dich erblicken und vor dir mich bücken. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, † 1769. Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stillehalten, laß mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mache mich einfältig, innig abgeschieden, sanfte und im stillen Frieden; mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag rono? h00 noi troj 243. ng lad dmel. Freu dich sehr sc. Bot ind 83 1551. 8801 do chodsail Jol toile tigt googe 1. Gott, vor dessen An- ge- sich- te em ges Licht, aus dessen Lich- te deines Namens Hei- lig- keit nur ein rei- ner Wan- del gilt; stets die rein- ste Klar- heit quillt, wer- de stets von uns ge= scheut; 971 HOS laß sie uns doch kräf- tig dring- en, nach der Hei- li- gung zu ring- en. Schaff in uns stets reine Herzen, töt in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir sind verderbt; und wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, und kein Böses ist an dir; ewig bist du so gewesen, und so bleibst du für und für; was dein Wille wählt und thut, ist unsträflich, recht und gut, und mit deines Armes Stärke wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder ähnlich deinem Bilde sein. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkommen rein; du bist nur der Frommen Freund, Ubelthätern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden.ch 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin; o so reinige vom Bösen durch ihn unſern ganzen Sinn! Gib uns, wie du selbst verheißt, gib uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. 6. Reiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht; unſers 4. O so laß uns nicht verscher- Wandels größte Zierde sei rechtzen, was du uns noch zugedacht. schaffne Heiligkeit. Mach uns dei 184 Wesen und Eigenschaften Gottes. nem Bilde gleich; denn zu deinem die erheben, die im Glauben heilig Himmelreich wirst du, Herr, nur leben istér 3. C. Zimmermann, in sodasöd i nhe sfjöl adi? sitäth thid di rusdor 244. d our thil tai du the Mel. O daß ich tausend c. geb. 1702,+1783. II. 1738. dun chid bi in res 1. Geht hin, ihr gläu- bi- gen Ge- dan- ten, ins wei- le Feld der E- wig- leit; er- hebt euch ü ber alle Schranken der alten und der neu- en Zeit; 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in dessen Blute follt ich rein, geheiliget und selig sein. tliol 65 er- wägt, daß Gott die Lie- be sei, die ewig alt und e- wig neu, 2. Der Grund der Welt war der Kreatiuren ſeiner Macht, die in nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht; da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, ein Staub, der keine Stätte hat. Bor 100 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! da nist 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte empor zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis gibt: Gott hat mich je und je geliebt! 6. Wer bin ich unter Millionen 7. Sa freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, wo mit, o Schöpfer aller Dinge, mich deine Liebe stets erfreut; ich bin, o Bater, selbst nicht mein; dein bin ich, Herr, und bleibe dein. Flügel find ich die ungestörte Ruh. 8. Im sichern Schatten deiner Der feste Grund hat dieses Siegel: Wer dein ist, Herr, den kennest du! Laß Erd und Himmel untergehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9911 2nd Jul mot 9. Wenn in dem Kampfe schwe rer Leiden der Seele Mut und Haupt mit Freuden, so tröstet mich od Kraft gebricht, so salbest du mein dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. Ferne durch alle Schatten dieser 10. Die Hoffnung schauet in die Zeit. Der Glaube schwingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich Wesen und Eigenschaften Gottes. 185 der Ewigkeit; da zeigt mir deine 12. Doch nur Geduld, es kommt milde Hand mein Erbteil und ge die Stunde, da mein durch dich erlobtes Land. löster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. 11. Ach, könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! Es sollten Erd und Himmel hören, was dut, mein Gott, an mir gethan; nichts ist so köſtlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 245. be mis Eigne Melodie. Foi- dir flo niots sid 1. Wiegroß ist des Allmächtgen Gü- te! der mit ver- här- te- tem Ge- mit- te Hol 897ilo mi tu ni mid Nein, feine Liebe zu er- mes- sen, in Der Herr hat mein noch nie ver- ges- sen; 819 stik- smiso 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet? er, dessen Nat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frie den im Gewissen? Wer gibt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich jo viel Glück genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umge ben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du haft ein Necht zu diesen Freuden; durch Gottes Güte sind fie dein. Sieh, darum mußte Chriftus leiden, damit du könntest selig fein. nach sobre su 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren? und seine Güte nicht verpid Joh. Gottfr. Hermann, geb. 1707, † 1791. sid 110 Phil. E. Bach. 1787. Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt, den Dankerstickt, der ihr gebührt? sei ewig meine größ- te Pflicht. ver- giß, mein Herz, auch seiner nicht. a tha nd ftehn? er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. sho sou 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille: ich soll vollkommen sein, wie er. Je mehr ich dies Gebot er fülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. Eshte 6. Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu 186 Wesen und Eigenschaften Gottes. weihn. Sie tröste mich zur Zeit meinem Herzen die Furcht des letz der Schmerzen, sie leite mich zur ten Augenblicks. Zeit des Glücks, und sie besieg in 246. ignold Nabi 11 de nop- ic- bdnendly larmid sig t Eigne Melodie. Quanz. 1760. 1. Gott ist mein Lied! A 8² und groß sind sei- ne Wer- ke, Di ma 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebent, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott und Gott in ewgen Zeiten, Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war in Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. er ist der Gott der Stärke; e P 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. Christi. Fürcht. Gellert, geb. 1715, 1769. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder geheft; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt, mir gnädig beizuſtehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, groß ist sein Nam und al- le Him- mel sein Ge- biet. wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 1113 Suomi Cumin 11. Wer kann die Pracht von der Staub, den du haft werden deinen Wundern fassen? Ein je laffen, verkündigt seines Schöpfers Macht. Weisheit Spiegel. Du Luft und 12. Der kleinste Halm ist deiner Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Pfalm. uns auf grüne Weiden; und Nacht 13. Du tränkst das Land, führst und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand, Oistemor in 1985 ohne deinen Willen; sollt ich mein 14. Kein Sperling fällt, Herr, Herz nicht mit dem Trofte stillen, daß deine Hand mein Leben hält? Gott mein Netter werden, so frag 15. Ist Gott mein Schutz, will ich nichts nach Himmel und nach Truß. Erden und biete selbst der Hölle Chrifti. Fürchteg. Gellert, 750 geb. 1715, † 1769. Wesen und Eigenschaften Gottes. 247, sid në maniam 16ć sug thìm sffört shild Eigne Melodic. im sist 1. Die Him- mel rühmen des E- wi- gen Eh- re; ihr Schall pflanzt sei- nen 187 Julibar Quanz. 1760. Na men fort. Ihn rühmt der Erd- kreis, ihn prei- fen die Mee- re; ver- nimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! mig sterdini 11 - n- is dail or our 2. Wer trägt der Himmel un- fühllos beschaun? Durch wen ist zählbare Sterne? wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kömmt und leuchtet und lacht uns von ferne, und läuft den Weg gleich als ein Held. alles? gib ihm die Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun. 5. Mein ist die Kraft, mein Himmel und Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein werde, dein Gott und Vater ewiglich. do? 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Natur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzählbare Heere, den kleinsten Staub nur 16. Jogar Apie du Ind3 multi 248 wist de dildo? mint dit udi giớp ởrij Sup? and Mind Mel. Es ist das Heil uns zc. DO 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bins; mich liebe von ganzem Gemüte und nimm an meiner Gnade teil. Chrifti. Fürcht. Gellert, geb. 1715, † 1769. 1523. den 1. Der Herr ist Gott und kei- ner mehr! Frohlockt ihm, al- le Frommen! Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, so herr- lich, so voll- tom- men? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß! Er ist un- end- lich, gren- zen- los T dan in seinem gan- zen We= fen.al don de bi jo this slide Judoffuurise nidirin 2. Er ist und bleibet, wie er ist. auszusprechen? Wer ermißt die Wer strebet nicht vergebens, ihn Dauer seines Lebens? Wir Men 188 schen sind von gestern her; eh noch die Erde ward, war er, war, eh die Himmel waren. but 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittich über alle; du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, barmherzig, gnä dig, voll Geduld, ein Vater, Verschoner. ook soft die dr etn monist, tint arascht 7. Untadelhaft bist du und gut und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut, denn Unsterblichkeit allein; bist selig, wirst du vergiltst mit Wonne; du haft es ewig sein, haft Freuden, Gott, die Fülle. sd pio8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbetung, Preis und Ehre; kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere. Der Herr ist Gott und keiner mehr; wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, so herrlich so vollkommen? nog math tim Joh. Andr. Cramer, geb. 1723,+1788. u id drit i st Schöpfung und Erhaltung. onomesini sid son söng teiro 1 17029 mit Hnd soo jibizal 19 enor drur ndonj Gestus. 1605. 3. Des Ergen Thron umgibt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet; ihn fassen alle Himmel nicht, die seine Größ erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, verborgen und doch offen- d bar in seiner Werke Wundern. Schöpfung und Erhaltung. 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und er umspannt mit ſeiner Hand die Erde samt dem Himmel. di 5. Ist er nicht nah? Ist er nicht fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Um sonst hüllt ihr in Finsternis, was ihr beginnt; er siehts gewiß, er sieht es schon von ferne. ippall the nout ng laid and the this 75G 75€ Indut ustis) 249. be TOU 1031 hp Mel. Dank sei Gott in der Höhe zc. 1. Du, mei- ne See- le, fing= e, dem, welchem al- le Ding- e Ich will den Herren dro ben = ich will ihn herzlich lo= ben, 2. 3hr Menschen, laßt euch leh ren, es wird euch nützlich sein; laßt wohl auf und fing e schön zu Dienst und Wil- len stehn. hier prei- fen auf der Erd: so lang ich le= ben werd. euch doch nicht bethören die Welt mit ihrem Schein. Berlaſse sich ja Schöpfung und Erhaltung. keiner auf Fürsten Macht und Gunst, weil sie, wie unser einer, nichts sind als nur ein Dunst.e 3. Was Mensch ist, muß erblas sen und sinken in den Tod; er muß den Geist auslassen, selbst werden Erd und Kot. Allda ists denn geschehen mit seinem flugen Rat, und ist frei kíar zu sehen, wie schwach sei Menschenthat. 4. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gnt erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt evig unbetrübt. prind in 5. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geschäfte, die seine Hand gemacht, der Himmel und die Erde, mit ihrem ganzen Heer, der Fisch, unzählge Herde im großen, wilden Meer. 6. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht thun, all deberuhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, ge250. # 189 schicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. 7. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod; er nährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungersnot; macht schöne, rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. onist Ind Lob gefallen. dir weg liefen. 38. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht, und die sich schwach befinden, die stellt er auf gericht; er liebet alle Frommen, und die ihm günstig seind, die finden, wann sie kommen, an ihm den besten Freund. Jsmmnia mod jo 9. Er ist der Fremden Hütte; die Waisen nimmt er an, erfüllt der Witwen Bitte, wird selbst ihr Trost und Mann. Die aber, die ihn hassen, bezahlet er mit Grimm; ihr Haus, und wo sie saßen, stürzt er mit Ungestüm. Hou Hobi 20 10. Ach, ich bin viel zu wenig, zu rühmen seinen Ruhm. Der Herr ewger König, ich eine welke Zion in sein Zelt, ists billig, daß ich ehre sein Lob vor aller Welt. Hot Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Neander? 1680, Eigne Melodie. 1. Wunder- ba- rer König, Herr- scher von uns allen, laß dir un= jer Dei- ne Va- ters- Gü- te hast du las- sen trie- fen, ob wir schon von Hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Zungen sing- en, laß die Stimm er fling- en. misl gin( br drar THY = = 190 Schöpfung und Erhaltung. 2. Himmel, lobe prächtig deines den Staub darnieder. Er ist Gott Schöpfers Thaten, mehr als aller Zebaoth; er nur ist zu loben hier Menschen Staaten. Großes Licht und ewig droben. der Sonnen, schieße deine Strah- 4. Halleluja bringe, wer den len, die das große Rund bemalen; Herren kennet, wer den Herren Se lobet gern, Mond und Stern, seid sum liebet; Halleluja finge, welcher bereit zu ehren einen solchen Herren. Christum nennet, sich von Herzen 3. du, meine Seele, singe fröh- ihm ergibet. Owohl dir, glaube lich, singe, finge deine Glaubens- mir, endlich wirst du droben ohne lieder! Was den Odem holet, Sünd ihn loben. jauchze, preise, klinge; wirf dich in Joach. Neander, geb. 1650,+ 1680 251.tid nu o lisut of this johnin# 1-lad ng Mel. Herr, wie du willst 2c.ad Di sibilt risig ml- d2- ed 22 1. Herr Gott, du bist von E- wig- keit und blei- beft son- der die Welt so groß, das Meerso breit sind Wer- te deiner 1525. engt uns von dei nem We 2. Du bist voll Glanz und Maje ftät, voll Herrlichkeit und Stärke und wer dein Wesen nicht versteht, dem zeigen deine Werke, daß du ein Herr der Herren bist, und deine Macht unendlich ist im Himmel und auf Erden, no pignis ad nad 3. Ich ehre dich in solcher Pracht im Herzen und mit Worten; mein Geist erwäget Tag und Nacht dein Heil an allen Orten; mein Mund betennet jedem frei, daße sonst kein Gott und Herrscher sei, als du, den wir verehren. 4. Ach, aber wie entsetzlich blind 25 mars nd sind Menschen, die doch sehen! Ja, Menschen, die vernünftig find, verleugnen dich und schmähen: Wo ist En= de; Hän- de; des Himmels Bau, der Er- den Laft und was du, Herr, ge- schaf- fen haft, affroing, rodis? sid and that is riger und forfen. romisd sprei si der Herr? Es ist kein Gott! Vermeßnes Wort, verruchter Spott, der aus der Hölle stammet. 5. Zeigt euch denn nicht der Sinnen Licht, was ener Wahn be streitet? Wer hat das Erdreich zu gericht den Himmel ausgebreitet? Wer hat der Sterne großes Heer, das tief und reich belebte Meer so wunderbar geschaffen? doldur sein, ein Wesen, dem nichts glei6. Es muß ein großer Meister chet, das diesem allen Glanz und chet. Gewiß, wer dieses überlegt, Schein, Kraft und Bewegung dem wird sein steinern Herz bewegt, den wahren Gott zu glauben. ret 7. Ach Gott, erwecke doch die E Welt, die ganz im Argen lieget, dich und dein Wort verächtlich hält und Sünd zur Sünde füget; du schlägest fie, sie fühlens nicht; ach, wenn sie doch dein Strafgericht noch zur Erkenntnis brächte. FES 8. Ich glaube, Herr, du bist mein High aid Idoar 252.dord nd fridg be Schöpfung und Erhaltung. 191 Gott, und will es alle lehren, sollt auch der fremden Kinder Spott sich noch darüber mehren; ich weiß ge wiß, ich traue dir, du wirst noch ihnen und auch mir, daß du regieil rest, zeigen. dm droite musp isdal Martin Günther, geb. 1720. dips i störf opnij pls suism and C.8 Sundimta gried sprut spatii con Mel. Machs mit mir, Gott zc. Had Schein. 1628. U 2001 1. Herr, dei- ne All- macht reicht so weit, als selbst dein We- sen rei- chet. Nichts ist, das dei- ner Herr- lich- keit und dei- nen Tha- ten glei- chet. Es ist kein Ding so groß und schwer, das dir zu thun un- mög- lich wär. 2. Du hast dies große Weltgebäu allmächtig aufgeführet; es zeugen Erd und Himmel frei, daß sie dein Arm regieret. Dein Wort, das sie geschaffen hat, ist ihnen an der Pfeiler statt. 5. O welche Wunder deiner Macht wird unser Aug einst sehen, wenn nach der langen Todesnacht die Leiber auferstehen, wenn du des Leibes armen Rest mit Herrlichkeit umkleiden läßt! 3. Die Menge deiner Wunder 6. D Allmacht, mein erstaunter zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Gesetze steigt, so die Natur bewegen. Du hast ge macht der Ordnung Band und hebst es auf durch deine Hand. mi Geist wirst sich vor dir zu Boden; Herr, der mit Recht ein König heißt von Lebenden und Toten, mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus dem Tode Leben schafft. and 4. Die Größe deiner Wunder macht, die Christum auferwecket, der tot war in das Grab gebracht, wird kund und aufgedecket, wenn unfres blöden Glaubens Licht durch alle Nacht der Zweifel bricht 7. Ach, zünd in mir den Glau ben an, der einzig an dir hange, daß mein Herz mutig werden kann, indem ich dich umfange und trane deiner Gottestraft, die alles kann, die alles schafft.h jallo no Ing Soh. Jat. Rambach, geb. 1693,+ 1735. d d sin jst bis d 108) Sta Schop. 1641. hip atchin mad, mis ait 253. uolo nello said and oth 3* upouts dun Met Laffet uns den Herren 2c. Ayle hittating sim rado = 1. Gott, durch des- sen Wort entsprof- sen Him- mel, Er de samt dem Meer, sid# in der- a turen = 192 Schöpfung und Erhaltung. Eng- el machst du gleich den Winden und zu Flam- men dei- ne Knecht, daß dir die net ihr Ge- schlecht, die zu dei- nem Preis fich fin- den: Gott, dich lob ich in der Zeit 2. Herrlich ist dein schönes Wesen; Licht und Sonne ist dein Kleid, der du vor der Welt gewesen unverändert ohne Zeit; der den Himmel du gezieret mit den Sternen ohne Zahl, sie mit Schönheit allzuen, mal majestätisch aufgeführet: Gott, dich lob ich in der Zeit und dort in der Ewigkeit. fe- 180 ewig rühmen, preisen dich, 4. Herr, dir wollen wir lobsingJauchzen soll dir, Vater, klingen, der uns führt so gnädiglich, bis du uns wirst Wohnung geben in der schönen Himmelsstadt, die kein Aug erschauet hat; da soll Herz und Mund erheben deinen Ruhm nach 3. Welche Zunge kann erreichen deine Weisheit, deine Macht? Herr, wer ist dir zu vergleichen, wer hat solches je erdacht? Um von dir geſpeiſt zu werden, reget sich das dieser Zeit in der süßen Ewigkeit. dni 254. und dort in der&- wig- keit. ganze Feld; deiner Güt if ist voll die Welt; alles rühmet hoch auf Erden: Gott, dich lob ich in der Zeit und dort in der Ewigkeit. Mel. Es ist das Heil zc. PP 1523. 1. Wenn ich, o Schö- pfer, dei- ne Macht, die Weisheit dei- ner Wege, die Lie- be, die für alle wacht, an= be- tend it= ber- le= ge mein Gott, mein Herr und Ba 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? so weiß ich, von Be- wun- drung voll, nicht, wie ich dich er- he- ben ſoll, 31910 = ter! Wer kleidet sie mit Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel reg nen? Wer schließt den Schoß der Schöpfung und Erhaltung. 193 Erden auf, mit Vorrat uns zu deine Hand so wunderbar bereitet, fegnen? Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm; dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! d 5. Der Mensch, ein Leib, den galdal rimt rebour 255. der Mensch, ein Geist, den sein Verstand dich zu erkennen leitet, der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott unser Vater sei gepreist, und alle Welt sag: Amen! Und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Von den Engeln. Mel. O Welt, ich muß dich lassen 2c. W und zu Ge- bo= te ftehnt, 796 100 110 190 Chr. Fürchteg. Gellert, geb. 1715, † 1769. е 1. Du Herr der Se- ra- phi-nen, dem tausend Eng- el die- nen der reinen Him- mels- gei- ster, 2. Die Fürsten und die Thronen, die in dem Himmel wohnen, gibst du zu meiner Wacht; sie sehn dein Angesichte im höchst vollkommnen Lichte, doch nehmen sie auch mich in acht. ( 1536.) 1598. du wun- der= großer Mei- ster - Höhn. mein Mund soll dei- nen Ruhm er- Wegen die Hand mir unterlegen, so bleib ich frei von Ungemach. 5. Doch sollen sie nicht weichen, so laß mich ihnen gleichen in wahrer Heiligkeit; wie sie die Kinder lieben und sich in Demut üben, so mach auch mich dazu bereit. 3. Ich preise deine Güte mit dankbarem Gemüte für diese Wunderschar; ich rühme deine Rechte für diese deine Knechte, die mich beschirmen vor Gefahr. 6. Sie thun ja deinen Willen, den laß mich auch erfüllen; sie leben keusch und rein: o laß mich sd nichts beflecken, und mich an allen 4. Laß ferner mich behüten vor Ecken vor diesen reinen Geistern aller Feinde Wüten durch diese scheun. Himmelswach; laß sie auf meinen 7. Und endlich, h, wenn ich scheide, 13 Vet. m. Not. 194 so führe mich zur Freude auf ihren Armen ein; da werd ich dich erst 256. Schöpfung und Erhaltung. Mel. Freut dich sehr, o meine zc. loben und in dem Himmel droben dir und den Engeln ähnlich sein. Nach Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. 1. Schutz- gott, dessen star- te Rechte der das mensch- li- che Ge- schlech- te der in dieser großen Welt der als Herr der Eng- el- scha- ren 2. Viele heilge Seraphinen fingen dir ein Heilig für; zehnmal hunderttausend dienen, viele tausend jauchzen dir. Was bekannt und unbekannt, ist ein Werk von deiner Hand. Die Herrschaften und die Thronen loben Gott in lichten Kronen. 1141 3. Herr, was sind wir, daß du Engel uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch Liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn; Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel Zuflucht, Schirm und Schatten gibt, wie ein treu er Vater liebt, alles, was er schuf, er- 1551. ETSO OLE al= les kann und will be wahren. = hält, keuſch ch und rein, die der Menschen Freunde sein; die ihr Antlitz ohne Flecken doch vor dir in Demut decken. ( DDM 5. Heere, welche die bewachen, die dich fürchten, großer Gott, die ein schrecklich Lager machen gegen aller Feinde Rott; diese sehn in deinem Licht, Vater, stets dein Angesicht; Diener, die zu deinen Füßen dir in Ehrfurcht dienen müſſen. 6. Gott der Engel, Herr der Helden, ach, was sind wir Menſchen doch, daß wir so viel vor dir gel ten? wie hältst du uns so hoch! 4. Engel finds, die nach den Zeugen dieſen Chören ewig dich Deine Engel dienen uns, st find die Laß uns Proben nun beständig Gutes thun, auch mit die dich unaufhörlich loben, die in im Himmel ehren. deinem Himmel ruhn, die gehorsam, 140 TEST and an mind in schot manis nedin modng sim that do not pristihija_mant Thi thoi dinh huy ông TH LO TOM lịch phùm thí ng là sus pilnost mjeg dig redo psil rachit sing thi that Ph. Fr. Hiller, geb. 1699, + 1769. hush onl alud than Vorsehung und Regierung. minds Vorsehung und Regierung. His m Test car dog blomp( 06 257. Mel. O Welt, ich muß dich lassen 2c. der alles kann und hat; juht as per 89X- Jo digst 1. In allen mei- nen Tha- ten laß ich den Höch- sten ra- ten, 3 st 388 35 11977 is slut 1158390 291+ 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe; mein Sorgen ist umsonst. Er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen; ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat versehen, und was mir selig ist; ich nehni es, wie ers gibet; was ihm von mir geliebet, dasselbe hab ich auch erkieſt. solls an- ders wohl ge- ling- en, selbst geben Se- gen, Rat und That. jut di of 891-10 190 TH 4. Sch traue feiner Gnaden, die nich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach ſeinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig müßt. 195 ( 1536.) 1598. er muß zu allen Ding- en, 6. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich allzeit ſein Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen; mit Gott will ich ihn überstehn. 5. Er wolle meiner Sünden in Snaden mich entbinden, durchſtrets i Auf der Reiſe. chen er wird auf vads mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und mit mir haben noch Geduld. 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine, und traue dem alleine, der dich ge= schaffen hat; es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rat. mpr 10. Sch zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, zu dem er mich bestellt; sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 11. Bin ich in wilder Wüsten, 13* 196 so bin ich doch bei Christen, und Christus ist bei mir; der Helfer in Gefahren, der kann mich doch bewahren, wie dorten, ebenso auch hier. Vorsehung und Regierung. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortgang weisen, wohl helfen hin und her, Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 13. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch seinen 258. 1. Der Herr, der aller En- den Mel. Nun laßt uns Gott, dem Herren 2c. der Brunn der ew- gen Git- ter, 2. So lang ich diesen habe, fehlt mirs an keiner Gabe; der Reichtum seiner Fülle gibt mir die Füll und Hülle. 3. Er läsfet mich mit Freuden auf grüner Auen weiden, führt mich zum frischen Quellen, schafft Nat in schweren Fällen. 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not zu rücken. 5. Er lehrt mich thun und lassen, führt mich auf rechter Straßen, läßt Furcht und Angst sich stillen um seines Namens willen. Schutz den frommen sind wir so weit nun kommen, und wissen selber fast nicht wie. 14. Gefällt es seiner Güte, und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 6. Und ob ich gleich vor andern in finsterm Thal muß wandern, 15. Indes wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schutz wie meiner sein, wird beiderseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. Paul Flemming, geb. 1609, † 1640. Selnecker. 1587. regiert mit seinen Hän- den, der ist mein Hirt und Hütter. fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vom Ungelücke. 7. Denn du stehst mir zur Seiten, schützt mich vor bösen Leuten; dein Stab, Herr, und dein Stecken benimmt mir all mein Schrecken. 8. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmerzen ers weckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Öle und füllest meine Seele, die leer und durstig saße, mit vollge schenktem Maße. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. 11. Ich will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest und Frommsein wohl belohnest. 000121 259. Vorsehung und Regierung. 0101 them doot haladj Mel. Als Jesus an dem Kreuze 2c. Altdeutsch. 1545. 197 12. Ich will dich hier auf Erden und dort, wo wir dich werden selbst schaun im Himmel droben, hoch rühmen, sing'n und loben. Paul Gerhardt, geb. 1607,+ 1676. 1 Ich weiß, mein Gott, daß all mein Thun und Werk auf deinem Wil- len ruhn, HIST 191191 Siu von dir kommt Glück und Segen: was du re- gierst, das geht und steht auf rechten, gu- ten We gen. 2. Es steht in feines Menschen sei du mein Freund und treuer Macht, daß sein Rat werd ins Rat, was gut ist, zu erfüllen. Wert gebracht und seines Gangs sich freue; des Höchsten Rat der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. 7. Prüf alles wohl, und was mir gut, das gib mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, der beste Teil sei deine Lieb und Ehre. 3. Oft denkt der Mensch in seinem Mut, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was doch Gott selbst erwählet. 4. Drum, lieber Vater, der du Kron und Scepter trägst im Himmelsthron und aus den Wolken bligeft, vernimm mein Wort und höre mich vom Stuhle, da du sitzest. 5. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht in fromme Seelen strecket und da der rechten Weisheit Kraft durch deine Kraft erwecket. 6. Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen; 8. Ists Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschenthun, so treibs zurück und ändre meine Sinnen; was du nicht wirkst, pflegt von ihm selbst in kurzem zu zerrinnen. 9. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast, durch Weisheit deiner Hände. 10. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur, ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 11. Wer fleißig betet und dir traut, wird alles, da ihm sonst vor 198 Vorsehung und Regierung. graut, mit tapfrem Mut bezwings Kind; was ich bei mir nicht hab en; sein Sorgenstein wird in der und find, hast du zu aller Gnüge; Eil in tausend Stücke springen. so hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 14. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 1738. 12. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo Freud und Wonne stehet. 13. Du bist mein Vater, ich dein 260. Eigne Melodie. 1. Al- les ist an Got- tes Se- gen it- ber al= les Geld und Gut; = der be- hält ganz un- ber= le= Bet 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viel bemühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was der Seele Ruh kann bringen und man jetzt gar selten findt. Douts, dono und an sei- ner Gnad ge- le- gent wer auf Gott sein Hoff- nung se- Bet, ei- nen frei- en Hel- den= mut. meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch 4. Hoffnung kann das Herz er- nichts, das lang bestehet; alles Irquicken; was ich wünsche, wird sich dische vergehet nd fährt wie ein schicken, so es anders Gott gefällt; Strom dahin. Um 1676. 261. bet Mel. Jesu, meine Freude zc. Crüger. 1656. 1. Gott der wirds wohl machen, dem ich alle Sa- chen all- zeit heimge stellt. Er hat mich er= fo- ren, eh ich noch ge- bo- ren bin in die- se Welt; Vorsehung und Regierung. hat mir auch nach sei- nem Brauch, was von nö- ten, stets ge- ge- ben hier in diesem Le = ben. 2. Gott der wirds wohl machen, der mir manches Lachen, Freud und Luft geschenkt, der mich nie vergessen, der mit Kleid und Effen täglich mich bedenkt; auch wenn fast die Kreuzeslast oft die Seinen ziemlich drücket, hat er mich erquicket. 3. Gott der wirds wohl machen; er wird selber machen über deiner Not. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der fromme Gott auf dem Plan und nimmt dich an; dann verstäubt die Angst geschwinde, wie der Nauch im Winde. 4. Gott der wirds wohl machen; mächtig in den Schwachen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der 262. Mel. Jehova ist mein Licht zc. 1. So führst du doch recht se- lig, Herr, die Dei- nen, Wie könntest du es bö- se mit uns mei- nen, mei- stens wun- der- lich! tann ver- leug- nen sich? 199 auf ihn gestellet alles Herzeleid? Drum, mein Herz, vergiß den Schmerz; alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. 5. Gott der wirds wohl machen, wenn des Todes Nachen gleich ist aufgethan; wenn die Lebensjahre liegen auf der Bahre, führt er himmelan. Dieser Bund hat seinen Grund: die gelebt und leben werden, kommen in die Erden. 6. Gott der wirds wohl machen, der den alten Drachen dämpfet ritterlich; führt er gleich die Seinen über Stock und Steinen vielmals wunderlich: sei bereit zu Freud und Leid; Gott befiehl nur deine Sachen, Gott der wirds wohl machen. Ernst Stockmann, geb. 1634, † 1712. felt- sam aus- zu- sehn; 1698. ja se lig und doch da dei- ne Treu nicht Die We- ge sind oft krumm und doch ge- rad, dar- auf du läßt die Kinder zu dir gehn; da pflegt es wun- derdoch trium- phiert zu- letzt dein ho- her Rat. 200 Borsehung und Regierung. 2. Dein Geift hängt nie an doch nie so frei; die Sachen find menschlichen Gesetzen, so die Ver- zu klar der Sinn zu grob. nunft und gute Meinung stellt. Den Zweifelskroten kann dein Schwert verletzen und lösen auf, nachdem es dir gefällt. Du reißest wohl die stärksten Band entzwei, was sich entgegensetzt, muß sinken hin; ein Wort bricht oft den allerhärtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfügen, teilt dein Verstand in Oft und Westen aus; was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfft in Kraft; sie bricht, du bauft; fie baut, du reißest ein; ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. 4. Will die Vernunft was fromm und selig preisen, so hast dus schon aus deinem Buch gethan; wem aber niemand will dies Zeugnis weisen, den führst du in der Still selbst himmelan. Den Tisch der Pharisäer läßt du stehn und speisest mit den Sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine Absicht sei? Wer kann der tiefsten Weisheit Abgrund ſehn? 01 6. Herrscher, sei von uns ge benedeiet, der du uns tötest und lebendig machst! Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen ist dir lauter Luft, die reget sich in deiner Vaterbrust und gängelt uns mit zartem Kinderschritt. 7. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand; man kann uns fast an unsrer Stirn ableſen, wie es um schwache Kinder sei be wandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, brauchst Boterrecht und zeigest Muttertren; wo niemand meint, daß etwas deine sei, da hegst du selbst dein Schäfchen je und je. 8. Also gehst du nicht die gemei nen Wege; dein Fuß wird selten öffentlich gesehn, damit du sehft, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerspiel legst du vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne haft; wer meint, er habe deinen Rat gefaßt, der wird am End ein anders oft gewahr. 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, haft 9. Auge, das nicht Trug noch du, großer Herr, recht lieb. Der Heucheln leidet, gib mir der Klug Worte Pracht und Ruhm mag dir heit scharfen Unterscheid, dadurch nicht taugen; du gibst den Nach- Natur von Gnade wird entscheidet, druck durch des Geistes Trieb. Die das eigne Licht von deiner Heiter besten Werke bringen dir kein Lob, keit. Laß doch mein Herz dich nie sie sind versteckt, der Blinde geht mals meistern nicht, brich ganz ent vorbei; wer Augen hat, sieht sie, zwei den Willen, der sich liebt; er Vorsehung und weck die Luft, die sich nur dir ergibt und tadelt nie dein heimliches Gericht. 10. So zieh mich denn hinein in deinen Willen und trag und heg und führ dein armes Kind; dein innres Zeugnis soll den Zweifel stillen, dein Geist die Furcht und Lüfte überwind. Du bist mein Alles, denn dein Sohn ist mein; dein Geist regt sich ganz kräftiglich in mir. Ich brenne nun nach dir in Liebsbegier; wie oft erquickt mich deiner Klarheit Schein! Hop 263. 6e- 2: Regierung. 201 11. Drum muß die Kreatur mir immer dienen, kein Engel schämt nun der Gemeinschaft sich; die Geister, die vor dir vollendet grünen, sind meine Brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen Geist ein Herz, das dich und mich und alle Christen liebt! Ifts möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Frendenquell, weich ewig, aller Schmerz! Gottfr. Arnold, geb. 1666,+ 1714. Mel. Was Gott thut, das ist zc. = Du, Herr, bist mei- ne Zu- ver- sicht, mein be fter Troft im Se- ben. Nie fehlt es mir an Trost und Licht, dir hab ich mich er- ge= ben. 1690, Du bist mein Gott; auf dein Ge- bot wird mei- ne See le ftil= le; mir gnügt dein wei- ser Wil- le. 2. Wer wollte dir, mein Gott, nicht traun? Du bist der Schwachen Stärke; die Augen, die auf dich nur schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rat und stark von That, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not umgibt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz, der Sünder eitles Dichten eilst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott; der Thoren Trost verschwindet, wann der Gerechte in der Not Hilf und Erbarmung findet. Wann jener fällt, ist er ein Held; er steht, wann Sünder zittern, ein Fels in Ungewittern. 5. Sieh auf das große Beispiel hin, das Jesus dir gelaffen; sieh ihn im Kampf, sieh sterbend ihn den Bater noch umfassen! O möchtest du zu deiner Ruh auf Jesum Christum schauen und lernen Gott vertrauen! 6. Drum bebe nicht, wann um dich her sich Wetterwolken sammeln. Gott hilft, wann Christen freuden 202 Vorsehung und Regierung. leer zu ihm um Gnade stammeln. Allmächtiger, verlassen und sich im Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er; er wägt die Schmerzen und wälzt sie weg vom Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht; auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wann ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, 264. JOJ J Mel. Es spricht der Unweisen zc. 1. Der Herr ist mein ge treu- er Hirt, = der Hütter, der nicht schläft nochirrt, Er wei- det mich auf grü= ner Au, des Geistes sei- ner = Kummer fassen? 8. In deine Hand empfehl ich mich, mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. Chr. Chrifti. Sturm, geb. 1740, † 1786. 3. Und ob ich wall im finstern Thal, fürcht ich doch keinen Schaden; sein Auge wachet überall, ich bin der Sorg entladen. Sein Stab und Stecken trösten mich; auf seine Treu und macht kann ich gar ruhig mich verlaffen. 4. Du machst mir einen Tisch Ispanic's 1524. Gna= de. 2. Er führet mich zum reinen bereit im Auge meiner Feinde, ver Quell, der mein Gemüt beglücket, scheuchest Angst und Traurigkeit, zum Wasser, welches frisch und hell sprichst freundlich zu dem Freunde; den schwachen Mut erquicket. Er du salbst mein Haupt mit Öl, du leitet mich auf rechter Bahn; er schenkst mir voll den Becher ein nimmt sich meines Ganges an um und lenkst zum Himmel hin mein seines Namens willen. Sehnen. mir wird kein Gu- tes feh- len; kann mir nur Heiler- wäh- len. die Spei- se gibt vom Le- bens- tau 5. Ja, Gutes und Barmherzigkeit wird lebenslang mir werden; ich bleib im Haus des Herrn die Zeit, die ich noch leb auf Erden; und ist des Lebens Wallfahrt aus, dann trägt mich in sein Vaterhaus der Flügel trener Liebe. Dr. Joh. Friedr. v. Meher, geb. 1772,+1849. Spis Gott der Sohn. ti dhe mich Islants duoc n quittimale Gott der id Versöhnung und bild spule omfied as 265. him di Diar sid thig imm om 100 nism u Eigne Melodie. 26-134 was Gott an uns gewen- det hat, P 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälet' Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein: die Sünd hat mich beseffen. bol mi mal Sohn.96 198 312 235 dding Idng 1. Nun freut euch, lieben Christen gmein, und laßt uns fröhlich fpringen, daß wir ge- trost und all in Ein mit Lust und Lie- be fing- en, gar teur hat ers er= wor= ben. 3. Mein gute Werk die galten nicht, es war mit ihn'n verdorben; der frei Will haffet Gotts Gericht, er war zum Gut'n erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb: zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammerts Gott in Ewigfeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Baterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ sein Bestes foften. 203 Said iphon Erlösung. i 8 & sukm tid d d manisin pmay satisd 1523. und sei- ne süße Wun- der- that; men, und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward; er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt; er ging in meiner armen G'stalt; den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da sollt du sein; uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben: das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Un schuld trägt die Sünde dein: da biſt du selig worden. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: die Zeit ist hie zurbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Ar- 9. Gen Himmel zu dem Vater 204 Gott der Sohn. mein fahr ich von diesem Leben. gelehrt, das sollt du thun und leh Da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. and the ren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich für der Menschen Ga davon verdirbt der edle Schatz. Das laß ich dir zu Letze! THIS 10. Was ich gethan hab und sio bumilk sad dopad dindor idag Dr. M. Luther, geb. 1483, pero sid sun ispod shut un trou espind ning nomiche 266. sidades Met. Mein Seel erhebt den 2c. dar of 1525. 1546. ting fe1. Durch A- dams Fall ist ganz ver- derbt menschlich Na- tur und We- fen; das selb Gift ist auf uns ge- erbt, daß wir nicht mochten g'ne- sen ohn Got- tes Troft, der uns er-löst hat von dem gro- sien Scha- den, dar ein die Schlang E- vam be- gwang, Gotts Zorn auf sich zu la= den. 2. Weil denn die Schlang Evam Bein erlöst, so wir vertrauen in die hat bracht, daß sie ist abgefallen sen Hort, des Vaters Wort: wem von Gottes Wort, welchs sie ver- wollt für Sterben grauen? acht, dadurch sie in uns allen bracht 5. Er ist der Weg, das Licht, die hat den Tod, so war je not, daß uns auch Gott sollt geben sein lieben Sohn, der Gnaden Thron, in dem wir möchten leben.hu Pfort, die Wahrheit und das le ben, des Vaters Rat und ewige Wort, den er uns hat gegeben zu einem Schutz, daß wir mit Truk an ihn fest sollen glauben, darum uns bald kein Macht noch Gwalt aus seiner Hand wird rauben. 3. Wie uns nun eine fremde Schuld in Adam all verhöhnet, also hat uns ein fremde Huld in Christo all versöhnet; und wie wir all durch Adams Fall sind ewigs Tods gestorben, also hat Gott durch Christus Tod verneut, das war verdorben. romptont mis taht on 14. So er uns denn sein Sohn hat g'schenkt, da wir sein Feind noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt't, gen Himmel g'fahren, dadurch wir sein von Tod und 6. Der Mensch ist gottlos und verrucht; sein Heil ist auch noch ferren, der Troft bei einem Menschen sucht und nicht bei Gott dem Herren; denn wer ihm will ein ander Ziel ohn diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Teufels G'walt mit seiner Lift erschrecken. 7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird je nicht zu Schan Versöhnung und Erlösung. 205 den; denn wer auf diesen Felsen baut, ob ihm gleich geht zu Handen viel Unfall hie, hab ich doch nie Vertrauen; wer sich nun fest darauf verläßt, der wird den Tod nicht schauen. den Menschen sehen fallen, der sich 9. Mein Füßen ist dein heilges verläßt auf Gottes Trost, er hilft kein Gläubgen allen. Wort ein brennende Lucerne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; so dieser Morgensterne in uns auf geht, sobald versteht der Mensch die hohen Gaben, die Gottes Geist den'n g'wiß verheißt, die Hoffnung darein haben. Lazarus Spengler, geb. 1479, † 1534. 8. Ich bitt, o Herr, aus Herzens grund, du wollst nicht von mir nehmen dein heilges Wort aus meinem Mund, so wird mich nicht beschämen mein Sünd und Schuld, denn in dein Huld setz ich all mein Eirom 267. Eigne Melodie. 1. Es ist das Heil uns kommen her die Werte Hel- fen nimmermehr, von Gnad und lau- ter Gü- ten; sie mö- gen nicht be- hü= ten. I Der Glaub sieht Je- sum Chriftum an, der hat gnug für uns all ge- than; er ist der Mitt- ler worden. 2. Was Gott im G'setz geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhob sich Zorn und große Not vor Gott so mannigfalten. Vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Getz erfordert allermeist; es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei, Gott hätt sein G'setz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die fündig Art, in unserm Fleisch verborgen. A 4. Nicht möglich war, dieselbig Art aus eignen Kräften lassen, wie wohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen, wann 1523. Gleisners Werk er hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Noch muß Gesetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben; darum schickt Gott sein Sohn herein, der selber Mensch ist worden; das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. Gut 3107 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens recht Gestalte: Nicht mehr denn: lieber Herre mein! dein Tod wird mir das Leben sein, du haft für mich bezahlet. 7. Daran ich keinen Zweifel trag, 206 Gott der Sohn. dein Wort kann nicht betrügen; rechten Zeit, was Gottes Wort zu nun sagst du, daß kein Mensch verzag, das wirst du nimmer lügen: wer glaubt in mich und wird getauft, demselben ist der Himm'l erkauft, daß er nicht wird verloren. sage; wenn das geschehen soll zur Freud, setzt Gott kein g'wisse Tage; er weiß wohl, wenns am besten ist er braucht an uns kein arge Lift, das folln wir ihm vertrauen. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der dieſen Glauben fafſet; der Glaub aus von ihm den Schein, so er die Werk nicht lasset. Mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thun, bist du aus Gott geboren. 5231100 9. Es wird die Sünd durchs G'setz erkannt und schlägt das Gwissen nieder: das Evangelium den Sünder wieder und spricht: Nur kreuch zum Kreuz herzu, im G'jetz ist weder Rast noch Ruh mit allen seinen Werken. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erſchrecken; wo er am mit, da will ers nicht entdecken; sein Wort das laß dir g'wisser sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht grauen. 13. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis um dieser Gutthat willen Gott Vater, Sohn und heilgem Geiſt; der woll mit Gnad was er in uns ang'fangen hat zu Ehren seiner Majestät, daß heilig werd sein Name. 14. Sein Reich zukomm, sein 10. Die Werk die kommen g'wiß- Will auf Erd steh wie im Himmels lich her aus einem rechten Glauben; throne, das täglich Brot noch heut denn das kein rechter Glaube wär, uns werd, wohl unsrer Schuld ver wolltft ihn der Werk berauben. Doch schone, als wir auch unsern Schuld macht allein der Glaub gerecht, die gern thun, mach uns nicht in Ber Werke sind des Nächsten Knecht, suchung stehn, lös uns von Übel. dabei wir'n Glauben merken. Amen! 11. Die Hoffnung wart't der fingio might 154 890 3119 268. Paul Speratus, geb. 1484, † 1551. on and more to oldu og ud fod i undis mi trofe ud dnit slag Mel. Nun freut euch, lieben c.dig udru 1523. C mand 1. Wenn dein herzliebster Sohn, o Gott, nicht wär auf Er- den kom- men Torbe din und hätt, da ich in Sün- den tot, mein Fleisch nicht an- ge- nom in sichile mung asd on vidiends? sid out do men; so müßt ich ganz ver- lo- ren sein und ewig lei- den Qual und Pein um mei- ner Sün- den wil- Ien. Versöhnung und Erlösung. 2. Jetzt aber hab ich Ruh und Was mir durch seine Marterkron Rast, darf nimmermehr verzagen, weil er die schwere Sündenlast für mich hat selbst getragen. Er hat mit dir versöhnet mich, da er am Kreuz ließ töten sich, auf daß ich felig würde. 3. Drum ist getroft mein Herz und Mut mit kindlichem Vertrauen; auf dies sein teures Mittlerblut will ich mein Hoffnung bauen, das er für mich vergossen hat, gewaschen ab die Missethat und mir das Heil erworben. 5. Nichts hilft mir die Gerechtigkeit, die vom Gesetz herrühret; wer sich in eignem Werk erfreut, wird jämmerlich verführet; des Herren Jesu Werk allein, das machts, daß ich kann selig sein, der ichs mit Glauben faffe. 6. Gott Vater, der du alle Schuld auf deinen Sohn geleget, Herr Jesu, dessen Lieb und Huld all meine Sünde träget, o heilger Geist, des 4. In seinem Blut erquick ich Gnad und Kraft allein das Gute mich und komm zu dir mit Freuden; in mir schafft, laß mich ans End ich suche Gnad und hoff auf dich, beharren! o duodanthof von dir soll mich nichts scheiden. JUNE Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. muhimi 269. and Jopinion 207 erworben hat dein lieber Sohn, soll mir kein Teufel rauben. and g Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. Crüger.( 1653) 1656. 1. Got- tes und Ma- ri- en Sohn, Prie- ster, König und Pro- phe- te, 4900 Mitt- ler, Bür- ge, Gnaden- thron, der am Kreu- ze sich er- höh- te, d 3. Alles Heil kommt mir von dir, Heiland aller armen Sünder. Dein Tod war die Lebensthür und des nenn. gib, daß dich mein Glau- be kenn und dich mei- nen Jefum n 2. Du, mein süßer Jesus, bist Todes Überwinder; laß auch deimir geboren, mir gestorben. Was nes Leidens Pein mein Verdienst zerstört in Adam ist, hast du wie- und Glaube sein. derum erworben; gib, daß ich in wahrer Treu auch dein Eigentum ftets fet. 4. Tod und Hölle sind durch dich, großer Sieger, überwunden, und durch diesen Sieg hab ich Ruh im Tod und Grab gefunden; durch dich werd ich auferstehn und getroft zum Richter gehn. Kasp. Neumann, geb. 1648, † 1715. 270. on Yound at Mel. O Gott, du frommer zc. orm of be 1. Du wesent= li- ches Wort, du Gott von Gott ge- zeugt, 1693. vom An- fang her ge= we- sen, von E- wig- feit er- le- jen 208 zum Heil der ganzen Welt, A Gott der Sohn. ENTS ganapoand 2 ban do will- tom- men, der du mir 2. Was hat, o Jesu, dich vom Anfang doch bewogen? Was hat vom Himmelsthron dich in die Welt gezogen? Ach, deine große Lieb und meine große Not hat deine Glut entflammt, die stärker als der Tod. 3. Gib, daß ich dir zum Dienst mein ganzes Herz ergebe, auch dir allein zum Preis auf dieser Erden lebe. Ja, Jesu, laß mein Herz ganz neu geschaffen sein und dir bis in den Tod gewidmet sein allein. 4. Laß gar nichts in mir sein, o mein Herr Jefu Chrift und wir all- zu- mal, wir Sün- der, zum Heil ge= bo= ren bist. was du nicht hast geschaffen, reut alles Unfraut aus und brich des Feindes Waffen. Was bös, ist nicht von dir, das hat der Feind gethan; du aber führ mein Herz und Fuß auf ebner Bahn. 271. fe 1. Du bist in die Welt' ge fom- men, Got- tes Sohn, du höch- stes Gut, da hast du an dich ge- nom- men unser menschlich Fleisch und Blut; daß er uns als seine Kinder 2. Ich, auch ich kann mich des trösten und ist ewig mein Gewinn, daß ich unter den Erlösten und dein Bruder worden bin. Liebster Jesu, o mein Leben, sage doch mir Armen an, was ich dir dagegen geben, und wie ich dir danken kann. ng 3. Mag dir denn mein Herz ge 5. Das Leben ist in dir und alles Licht des Lebens; ach, laß an mir dein Glanz, mein Gott, nicht sein vergebens. Weil du das Licht der Welt, so sei mein Lebenslicht o Jesu, bis mir dort dein Sonnen licht anbricht. Laur. Laurentii, geb. 1660,+ 1722. Mel. O Durchbrecher aller zc. 1704. sind durch dich mit Gott ver- söhnt, Di T uns mit Heil und Gna- de krönt. fallen, ist die Gabe nicht zu klein? Ach, gewiß vor andern allen wird dir das gefällig sein. Zwar das Opfer ist geringe und verächtlich an zuschn; doch weil ichs im Glauben bringe, wirst du solches nicht ver schmähn.dropout 4. Nun so legt mein Herz sich Versöhnung und Erlösung. 209 nieder, o Immanuel, vor dir; aber habe diese Herrlichkeit, daß ich auch, ich will auch hinwieder dein getreues Herz dafür. Ohne dies kann ich nicht leben und nicht leben ohne dich; doch du haft dein Wort gegeben, daß du mein bist ewiglich. wie er ist, werde, wenn ich ende meine Zeit. 6. wie hoch bin ich gesegnet! Ob mir Elend, Schmach und Not, ob mir alles Kreuz begegnet, ob auch endlich selbst der Tod, Jesu, mich will von dir reißen, reißt mich dennoch nichts von dir; denn dies Wort muß ewig heißen: Ich in dir und du in mir! og suhim ome do ronds 175 Erdm. Neumeister, geb. 1671,+ 1756. hi and dre 1687. 5. Leib und Seele mag verschmachten, Erd und Himmel fahre hin! Nichts ist neben dem zu ach ten, daß Gott worden, was ich bin. Und ich armer Staub und Erde 272. bo sdo mel. Jesu, meines Lebens Leben zc. 1. Gro- ßer Mitt- ler, der zur Rech- ten sei- nes großen Ba- ters sitzt und die Schar von seinen Knech- ten in dem Reich der Gna- den schützt, jizdnin tbil den auf dem er= hab- nen Thro- ne in der könig- li- chen Kro- ne al= les Heer der Ewigkeit mit verhüll= tem Ant- litz scheut. 2. Dein Geschäft auf dieser Er- den gerechten Samen denkest du mit den und dein Opfer ist vollbracht; vieler Luft; du vertrittst, die an dich was vollendet sollte werden, das ist gläuben, daß sie dir vereinigt bleigänzlich ausgemacht; da du bist für ben; bittest in des Vaters Haus uns gestorben, ist uns Gnad und ihnen eine Wohnung aus. Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn läßt uns in die Freiheit gehn. 3. Nun ist dieses dein Geschäfte in dem obern Heiligtum, die er worbnen Segenskräfte durch dein Evangelium allen denen mitzuteilen, die zum Thron der Gnaden eilen; nun wird uns durch deine Hand Heil und Segen zugewandt. rb 4. Deines Voltes werte Namen trägest du auf deiner Brust, und an Pet. m. Not. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht; daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach, da zielt dein Bitten hin. had sp 6. 3war in deines Fleisches Ta gen, da die Sünden aller Welt dir auf deinen Schultern lagen, hast du dich vor Gott gestellt, bald mit 14 210 Gott der Sohn. Seufzen, bald mit Weinen für die teur erlöfte Schar, daß er wolle Sünder zu erscheinen; o mit wel Kraft und Leben deinem Volt auf cher Niedrigkeit batest du zur selben Erden geben, und die Seelen zu dir Beit! did nopnie im raid ziehn, die noch deine Freundschaft fliehn. 08 d 7. Aber nun wird deine Bitte von der Allmacht unterstützt, da in der vollkommnen Hütte die verklärte Menschheit sitzt; nun kannst du des Satans Klagen majestätisch niederschlagen, und nun macht dein redend Blut unsre böse Sache gut. 9. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir Bater beten; sprich für uns in letzter wenn den verschließt der Tod. asmeri ind Joh. Jak. Rambach, geb. 1693, † 1736. badridi thubnothe 8. Die Verdienste deiner Leiden stellest du dem Vater dar, und vertrittst vor ihm mit Freuden deine mam mnd du dallod ng mod hid 273. thing is GC JJ Mel. Schnücke dich, o liebe es dort god Crüger. 1649. 2C. 1. König, dem kein König glei- chet, des- sen Ruhm kein Mund er- rei- chet, demals' Gott das Reich ge- büh- ret, der als Mensch den Scep- ter führet, 10 190 zdan on monild u fint duu thombe natad dem das Recht ge- hört zum Thro- nedals des Ba- ters ein- gem Soh- ne, dot? fi and, GÜⒸ # TIME( DIG den so viel Voll- kom- men- hei= ten 2. Himmel, Erde, Luft und Meere nebst dem ungezählten Heere der Geschöpfe in den Feldern, in den Seen, in den Wäldern sind, Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig Dränen. 33. In des Gnadenreiches Grenzen sieht man dich am schönsten glänzen, wo viel tausend trene SeeTrey folat bi 5. Monarch in dreien Reilen dich zu ihren Haupt erwählen, chen, die ist niemand zu vergleichen die durchs Scepter deines Mundes, an dem Überfluß der Schätze, nach dem Recht des Gnadenbum- der Ordnung an Gesetze, an Vollkrönen, zie- ren und beglei- ten! 19p lise du la 11909 des, sich von dir regieren lassen und, wie du, das Unrecht haffen. ស 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlitz schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweiſen. Versöhnung und Erlösung. 211 tommenheit der Gaben, welche deine genießen, gläubig dich ins Herze Bürger haben; du beschützest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. schließen, ehren, fürchten, loben, lieben und mich in Gehorsam üben; 6. Herrsche auch in meinem Her- hier mit ringen, dulden, streiten, zen über Zorn, Luft, Furcht und dort mit herrschen dir zur Seiten. Schmerzen; laß mich deinen Schutz in Johann Jakob Nambach, Isid of mutpiling med ud and stroller sid stilig geb. 1693,+ 1735. bi id mioned& D 1197 890 ud frndi mun( 1) 2743 duit du inn and in chilotion migola enota@ For mor storted usidrs 3m vorigen Ton. ihom nun din napolch 1. Heiland, deine Menschenliebe men, da du für die ärmſten Armen war die Quelle jener Triebe, die dein unschätzbar teures Leben in dein treues Herz bewogen, dich in den ärgsten Tod gegeben, da du in unser Fleisch gezogen, dich mit der Sünder Händen, alle Leiden Schwachheit überdecket, dich vom zu vollenden und den Segen zu Kreuz ins Grab gestrecket. O er erwerben, als ein Fluch haft wolwunderbaren Triebe deiner treuen len sterben. Menschenliebe! 6. Deine Lieb hat dich getrieben, Sanftmut und Geduld zu üben; ohne Schelten, Drohen, Klagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu segnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu vertreten. 3. D du Zuflucht der Glenben, 7. Demut war bei Spott und Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich stranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen! ahhid msg nog Hohne deiner Krone; diese Liebe Schmuck und machte dich zum Knechte einem sündlichen Geschlechte; diese Demut, gleich den Tauben, war ohn Falsch, voll Treu und Glauben, mit Gerechtigkeit gepaaret und durch Vorsicht wohl bewahret. 2. Über seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sterben für die ärgsten Sünder: das ist Lieb, o 4. Die Betrübten zu erquiden, zu den Kleinen dich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die ſich ſelbſt verstocken, täglich liebreich dir locken, mit Verzehrung dei ner Kräfte, war dein tägliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmedspon 8. Herr, laß deine Liebe decken meiner Sünden Meng und Flecken. Du hast das Gesetz erfüllet, des Gesetzes Fluch gestillet; laß mich wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Herzens Triebe, salbe sie mit deiner Liebe. Sohann Jakob Rambach, geb. 1693, † 1735. 14* Univ.- Bibl. Giessen 212 oriole Sohn. 275 is dan leng dun? oiling ni no sid nadisch) sdui? isa hinding Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben zc. 1731 Gott der et be -0 Gnism Hind me a 1. Herr von un- end- li- chein Er- bar- men, du un- er- gründ- lich Lie- bes- meer, ich dan- ke dir mit andern Ar- men, mit ei- nem ganzen Sün- der- heer .. für dei- ne Huld in Jesu Christ, die vor der Welt ge- we- sen ist. Ha 200( bi lintu- nd mich auf diesen Grund. Erhalte nur durch deine Treu mich bis ans Ende auch dabei. 2. Für dein so allgemein Erlösen, für die Bezahlung aller Schuld, für deinen Ruf an alle Bösen und für das Wort von deiner Huld, ja 7. Und fechten Satan, Welt und für die Kraft in deinem Wort dankt dir mein Herze hier und dort.us 3. Für deinen heilgen Geist der Liebe, der Glauben wirkt in unserm Geist, weil doch des Glaubens Kraft und Triebe ein Wert der Allmacht Gottes heißt, für die Befestigung darin dankt dir mein neu geschaffner Sinn. ng i rur st Lüste mich in dem bösen Stündlein an, gib, daß ich mit dem Schild mich rüste, der ihre Pfeile löschen kann. Doch weil ich schwach, so lasse du kein allzustark Versuchen zu. 8. Laß mir dein allgemein Erbarmen, das allgemeine Lösegeld, den allgemeinen Ruf der Armen, den allgemeinen Trost der Welt, die Mittel, welche allgemein, zum festen Grund des Glaubens sein. 4. Für dein so tröstliches Versprechen, daß deine Gnade ewig sei; wenn Berge bersten, Hügel 9. Du gabst ja mir auch solche brechen, so bleibt dein Bund und deine Treu; wenn Erd und Himmel weicht und fällt, so lebt doch Gott, der Glauben hält. I Gnaden, auch ich, ich habe teil daran; ich lag ja mit in gleichem Schaden, für mich ist auch genug gethan; an deinen Worten, Trost und Heil gehört mir mein be sondres Teil thug of 10. Laß mich in Liebe heilig le ben, unsträflich dir zum Lobe sein; versichere mein Herz daneben, es reiße weder Lust noch Pein mich von der Liebe Gottes hin, weil ich in Jefu Chrifto bin Trübfal, Angſt 11. Tod, Leben, und Leiden, was Welt und Hölle 5. Für deine teuern Sakramente, die Siegel deiner wahren Schrift, wo Gott, damit ich glauben könnte, ein Denkmal seiner Wunder stift, für diese Gnaden in der Zeit dankt dir mein Herz in iga, Mund und Herze ſoll dir danken; doch bittet auch mein Herz und Mund: Laß weder Mund noch Herze wanken und gründe in sich schließt, nichts soll mich von Verjöhnung und Erlösung. der Liebe scheiden, die da in Christo Treu, zähl mich den Auserwählten Jesu ist. Ja, Amen! Vater aller bei. 276. Mel. O Jesu Chrift, meins 2c. 213 phil. Friedrich Hiller, geb. 1699,+ 1769. dus- 1700 nor 6. Wird dann die Frage vorges bracht: Was hast du in der Welt gemacht? so sprech ich: Dank sei meinem Herrn, konnt ich was Guts thum, that ichs gern.( bir and 277 1. Christi Blut und Ge- rech- tig- keit, das ist mein Schmuck und Eh- ren- kleid, 1625. wenn ich zum Him- mel werd ein- gehn. da- mit will ich vor Gott be- stehn, Mody drur 2. Das heilige, unschuldge Lamm, das an dem rauhen Kreuzesstamm für meine Seel gestorben ist, erfenn ich für den Herrn und Christ. 7. Und weil ich wußte, daß sein Blut die Sünd wegschwemmt mit seiner Flut, und daß man nicht muß willgen ein, ließ ich mirs eine 3. Ich glaube, daß sein teures Freude sein.asid pan Blut das allerunschätzbarste Gut, 8. Wenn nun kam eine böse und daß es Gottes Schätze füllt und ewig in dem Himmel gilt. 4. Und würd ich durch des Herrn Verdienst auch noch so tren in seinem Dienst, gewänns auch allem Bösen ab und stürb der Sünde bis zum Grab; but n 5. So will ich, wenn ich zu ihm kommn, nicht denken mehr an gut und fromm, sondern: da kommt ein Sünder her, der gern ums Lösgeld selig wär! undsund groq unin anchised Lust, so dankt ich Gott, daß ich nicht mußt; ich sprach zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz. 9. So lang ich noch hienieden bin, so ist und bleibet das mein id Sinn: ich will die Gnad in Jeſu Blut bezeugen mit getrostem Mut. 10. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du ein Mensch geboren bist, und haft für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. har in 11. König der Ehren, Jesu Christ, des Vaters einger Sohn du bist; erbarme dich der ganzen Welt und segne, was sich zu dir hält. Nit. Ludwig, Graf v. Zinzendorf. s on fut adourados ni e nism vid find the d on geb. 1700, † 1760. stid esita od Mel. Es ist das Heil zc. 1523. pr te 1. Auf, Christen, laßt uns un- sern Gott mit frohem Dank erheben! Hobi Er hat nicht Luft an un- serm Tod, will, daß wir ewig le= ben. 214 Was uns zum Heile bis mst du do Gott der Sohn. die sich nimbul opnou? mist 2. Nach seinen gnadenvollen 5. Was er zum Leben uns verRat tkam er, sein Sohn, auf Er- schafft, das ist in seinen Händen; den, für unsre Schuld und Missethat ein Retter uns zu werden. Er wards und hat sein Werk vollbracht und sich nach kurzer Grabesnacht gen Himmel aufgeschwungen. sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so liebreich uns erwarb, als er fir uns am Kreuze starb. Wohl allen, die ihm trauen! 3. Wo ist des Todes Herrschaft Hier Die Furcht vor ihm hinwegzuthun, starb er, das Heil der Sünder. Eröffnet ist uns nun die Bahn, die von der Erd uns himmelan zur ewgen Wonne leitet. nö- tig ist, das hat er uns durch Je- fum Chrift it thanh d 391910 msit sun er= bar= mungs- voll bereitet. in 101001 abund 158 15 15 4. Wie hat uns doch der Herr so lieb! Wie sucht er unser Bestes! Er gibt für uns aus freiem Trieb sein Liebstes und sein Größztes. Preis ihm, der so viel an uns thut! Preis seinem Sohn, der uns zu gut sich bis zum Tod erniedrigt! 278. ad ga it old maduni 6. O laßt uns ihm uns anverauf unsers Mittlers Hilfe baun, ihn mit Gehorsam ehren. Das ist der Weg zum ewgen Wohl, der Weg, auf dem man friedevoll auch schon auf Erden wandelt. mein Knie sich dank- bar beu- get. wie mir Geist bezeug bonnig onting& be'= zeu= get; one 7. Herr, leite uns auf dieser Bahn, zieh uns zu deinem Sohne! Er ging als Vorbild uns voran; dort reicht er uns die Krone. Dort haben wir an seinem Heil, an sei nem Himmel evig teil und preisen deine Liebe. Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, † 1797. 3191 Tents Crüger. 1653. Mel. Ewigkeit, du zc. be 1. Ich schä- me mich des Heilands nicht, vor dem voll fro- her Zu- ver- sicht Gott, welch ein teu- res, wer- tes Wort: ich hier dein Kind, dein Er- be bort, BL ich soll durch Ze- fum Chriftum rein, mil dan solo souto durch ihn gerecht und se lig sein. i mitspogut d Jesuslieder. 2. Froh fühlt mein Herz die Gottestraft, die in der selgen Wissenschaft von dem Erlöser lieget; die alle Kenntnis dieser Welt, und was sie Reizendes enthält, unendlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höchster Ruhm ist Jefu Evangelium. 3. Auf ewig ists mein bestes Teil; in keinem andern ist mir Heil und Recht zum ewgen Leben, Bergebung meiner Sündenschuld, der Beifall Gottes, seine Huld und Seelenruh gegeben. Ich steh im Glauben, bin ein Christ, an dem nun nichts verdammlich iſt. f 4. War widerfuhr Barmherzigsplice and itu dentrodo do patefuslieder.d min dair the imple hun llodsdsin en meg Tie pe gholammid on 670 and you abonnot modrous nou dostato 279. stolu Eigne Melodie, od( bod aunt and sing 1599. feit; mit himmlischer Zufriedenheit lohnt Gott mich schon hienieden. Ich bete voller Zuversicht; mich schreckt kein Tod und kein Gericht; mein Geist fühlt Gottes Frieden. Auf ewig ist mein Herz, Gott, dein, auf ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; nichts raubt mir meinen Trost und Mut, nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich alles hier vermag, mein Gott wird bis auf jenen Tag mein Erbteil mir be wahren. Ja du, der mich berief, bist treu; gib, daß ichs auch im Glauben sei. Wahr- heit von dem Herrn, pit you bem f und mein Bräu- ti- gam, 1. Wie schön leucht uns der Mor- gen- ftern Jis du Sohn Davids aus Ja- kobs Stamm, + 215 Friedr. Wilh. Loder, geb. 1757, † 1823. YOU TUMIA and voll Gnad und mein König die füße Wur- zel haft mir mein Herz be= = Jef- je; feffen, lieblich, freund- lich, schön und herr- lich, groß und ehr- - lich, SE OUT HAD BERG rod reich von Ga- ben, hoch und sehr prächtig er ha ben. = 2. Ei meine Perl, du werte Milch und Honig. Ei mein Blümkron, wahr Gottes und Marien lein, Hosianna! himmlisch Manna, Sohn, ein hochgeborner König! das wir essen, deiner kann ich nicht Du bist des Herzens schönste Blum; vergessen. dein süßes Evangelium ist lauteri 3. Geuß sehr tief in mein Herz 216 Jesuslieder. hinein, du heller Jaspis, edler bin sein Braut, sehr hoch in ihm Stein, die Flamme deiner Liebe. erfreutet. Eia, Eia, himmlisch le Ach, möcht es sein, daß ich durch ben wird er geben mir dort oben. dich an deinem Leibe ewiglich ein Ewig soll mein Herz ihn loben. lebend Gliedmaß bliebe! Nach dir 6. 3wingt die Saiten zu süßem wallt mir mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet dich, des Liebe es entzündet.nd lit ad 4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, wenn du mich mit den Augen dein so freundlich thust anblicken. Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken. Nimm mich freundlich in dein Arme, daß ich warme werd von Gnaden; auf dein Wort komm ich geladen. Klang und laßt den hohen Lobge sang ganz freudenreich erschallen: daß ich möge mit Jesu fein, dem wunderschönen Bräutgam mein, in steter Liebe wallen. Singet, spring et, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren! Groß ist der König der Ehren. 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut; er ist mein Schatz, ich 280. 20 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis, des flopf ich in die Hände. Amen, Amen! Komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, deiner wart ich mit Verlangen. bin Phil. Nicolai, geb. 1556, † 1608. HARS Mel. Nun freut euch, lieben 2c. 201 1. Such, wer da will, ein an- der Ziel, die Se- lig- keit zu finden; mein Herz al- lein be- dacht soll sein, auf Christum sich zu grün- den. 1523. f Sein Wort ist wahr; sein Werk ist klar; sein heil- ger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zit it berwin den. = Tiganiq tanto m $ 85 2. Such, wer da will, Nothel- teil; uns macht gerecht der treue fer viel, die uns doch nichts erwor- Knecht, der für uns ist gestorben. ben; hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt al les stehn, die ihr das Heil begehret; Uns wird das Heil durch ihn zu er ist der Herr, und keiner mehr, Jesuslieder. der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, jucht ihn allein; denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben; bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; bleib du mein 281. 217 Ehr, dein Wort mich lehr, an dich stets fest zu gläuben. Hidr Eigne Melodie. Nach Hammerschmidt. 1658. 5. Wend von mir nicht dein Angesicht, laß mich in Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen; hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag dir ewig dort Lob sagen. Georg Weiffel, geb. 1590, † 1635. om of 196 1. Meinen Je- sum laß ich nicht; weil er sich für mich ge= ge= ben, so er- for- dert mei- ne Pflicht, un- ver- rückt an ihm zu kle- ben. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, alle meine Sinne weichen; laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. Er ist meines Lebens Licht; mei- nen Je- sum laß ich nicht. fidist indi bitu ind erfreut sein Angesicht; meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele seufzt und stöhnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich freiet vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht frommer Christen Glaube pranget. Mich 282. 26 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus wird mich für und für zu den Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jeſum laß ich nicht. Christ. Kehmann, geb. 1607, † 1662. 1001 thotep them in Eigne Melodie. But nd Eriger. 1656. = 1. Je- su, mei- ne Freude, 15: Ach, wie lang, ach lang= e, Homein = nes Her- zens Weide, ift dem Her- zen bang= e 218 ami Je su, meine Zier! = if und ver- langt nach dir! Jesuslieder. napsa 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei; laß fie Unheil brüten, laß den Satan wüten, mir steht Jesus bei. Ob die Welt gleich bricht und fällt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, Trotz dem Todesrachen, Trotz der Furcht dazu! Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und finge in gar fichrer Ruh; Gottes Macht hält mich in acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. Got- tes Lanım, mein Bräu- ti sunorhisp and sidst Gri 919 au fer dir soll mir auf Erden nichts sonst Lie- bers wer- den. A =_gam, Thin, hid a unbewußt! Elend, Not, Kreuz Schmach und Tod soll mich, muß ich gleich viel leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, o Stolz und Pracht, dir sei ganz, Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister; denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lie ben, muß auch ihr Betrüben lauter 4. Weg mit allen Schätzen! Du Manna sein. Duld ich schon hier bist mein Ergötzen, Jesu, meine Spott und Hohn, dennoch bleibst Luft. Weg, ihr eitlen Ehren! Ich du auch im Leide, Jesu, meine mag euch nicht hören, bleibt mir Freude. dm madin copil d ild si sub all dax de Joh. Frand, geb. 1618, † 1677. dar Indig dbpeox 9nd vid bilions did ng niso bim chi de odst?: ited( hi Eigne Melodie. his sidst 1738. 283. fet 1. Sch will dich lieben, mei- ne Stär- te; ich will dich lieben mit dem Wer- te sd ich will dich lie- ben, mei- ne Zier; und im- mer- wäh- ren- der Be- gier; 900 ich will dich lieben, schön- stes Licht, 2. Ich will dich lieben, o mein 2 Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, als meinen Bräutigam. ich so spät geliebt. bis mir das Her- ze bricht. vided sunn fod stack mon 3. Ach, daß ich dich so spät er kennet, du hochgelobte Schönheit du und dich nicht eher mein genennet, du höchstes Gut und wahre Ruh es ist mir leid und bin betrübt, daß dal 08 DE thim thi Nil sid Jesuslieder. 219 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre dich nicht; ich hatte mich von dir gehn; laß meinen Fuß in deinen gewendet und Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleuchte Leib und Seele ganz, du starker Himmelsglanz. geschaffne licht; nun aber ist durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, 7. Ich will dich lieben, meine daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du süßer Mund, daß der mich ch machſt geſund. Krone; ich will dich lieben, meinen Gott; ich will dich lieben ohne Lohne, auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönſtes Licht, bis mir das Herze bricht. ad Joh. Scheffler, geb. 1624, † 1677. boile bin. him Hior suist bsuchi Albert. 1642. immol ronien Mel. Gott des Himmels 2c.il trid 5000 115 ud filling vint pl 1522 si 284. 3 4. Ich lief verirrt und war verblendet; ich suchte dich und fand 1. Lie- be, die ou mich zum Bil- de Lie- be, die du mich so mil- de Lie- be, dir er geb ich mich, thi dluz dei- ner Gott- heit haft gemacht; nach dem Fall haft wie- der- bracht: dein zu bleiben = bet bene i mig=! wig- lich. dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 5. Liebe, die mich ewig liebet und für meine Seele bitt; Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh als ich geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich, 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat erstritten erge Luft und 6. Liebe, die mich wird erwecken Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, aus dem Grab der Sterblichkeit; dein zu bleiben ewiglich. nis dis Liebe, die mich wird umstecken mit 4. Liebe, die mich hat gebunden dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, an ihr Soch mit Leib und Sinn; dir ergeb ich mich, dein zu bleiben Liebe, die mich überwunden und ewiglich.d sihid edd mein Herz hat Joh. Scheffler, geb. 16 10 at ganz dahin: Liebe, 285 Inöchs sidabanthod no jauni najedrollo mum ala-ods nellsp nim rod Mel. Jesu, der du meine 2c. id I geb. 1624,+1677. 1119111 ( 1642.) 1662. be 1. Je- su, mei- ner Seele e ben, mei- nes Her- zens dir will ich mich ganz er- ge= ben, je- to und in = höch- ste Freud, & wig- teit. 220 Jesuslieder. ud meinen Gott will ich dich nen- nen und vor aller Welt be- ken- nen, spidout thirt; Khoiu, Ish daß ich dein bin und du mein; ich will tei- nes an- dern sein. 2. Deine Güt hat mich umfang- sie gibt mir Güter; schlaf ich ein, sie ist mein Hüter: ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. en, eh mich noch die Welt umfing; dir bin ich schon angehangen, als and Mutterbrust ich hing; dein Schoß hat mich aufgenommen, da 6. Dein Geist zeiget mir das ich an das Licht gekommen: ich bin dein, und du bist mein; ich will feines andern sein. oded 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt; deines Geistes Trieb und Segen regte mir oft mein Gemüt, so ich etwa ausgetreten, daß ich wieder kam mit Beten: ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. 4. Ja, in meinem ganzen Leben hat mich stets dein Licht geführt; du haft, was ich hab, gegeben, du haft meinen Lauf regiert; deine Güt, die täglich währet, hat mich immerdar ernähret: ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. ik# 31 5. Irr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, hilfet sie mir auf; ist es, daß ich mich betrübe, tröst sie mich in meinem Lauf; bin ich arm, 0801.asp/ inne Erbe, das im Himmel beigelegt; ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir Jesu, in die Freude, trotz daß mich was von dir scheide! Ich bin dein und du bist mein; ich will keines andern sein. d 7. Drum ich sterbe oder lebe bleib ich doch dein Eigentum; dir allein ich mich ergebe, du bist mei ner Seelen Ruhm, meine Zuver sicht und Freude, meine Süßigkeit im Leide: ich bin dein, und du biſt mein; ich will keines andern ſein. 8. Höre, Jesu, noch ein Flehen, schlag mir diese Bitt nicht ab: wenn mein Augen nicht mehr ſehen, wenn ich keine Kraft mehr hab, mit dem Mund was vorzutragen, laß mich seufzend doch noch sagen: Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein.d Christian Scriver, geb. 1629, 1693. Drese. 1698. 286. the 1. Beelenbräu- ti- gam, Je- su, Got- tes Lamm! ha- be Dank für dei- ne Lie- be, Eigne Melodie. die mich zieht aus reinem Trie- be von der Sün- den Schlamm, Je- su, Gottes Lamm! Jesuslieder. 221 2. Deine Liebesglut stärket Mut 9. Wer der Welt abstirbt, emsig und Blut. Wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersetzen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht! Salbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Seele ja verlösche nicht meines Glaubens Licht. 5. So werd ich in dir bleiben für und für. Deine Liebe will ich ehren und in dir dein Lob vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre, und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir auch gram, Held aus Davids Stamm! 7. Großer Friedefürst! Wie haft du gedürst nach der Menschen Heil und Leben und dich in den Tod gegeben, da du riefft: Mich dürft! großer Friedefürst. onist( bi 8. Deinen Frieden gib aus so großer Lieb uns, den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gib! ine mint 287. te- ar sich bewirbt um den lebendigen Glauben, der wird bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Ich; ich will nimmermehr dich lassen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. robi thi rud vid 11. Wenn ich weinen muß, wird dein Thränenfluß meine Thränen auch begleiten und zu deinen Wunden leiten, daß mein Thränenfluß bald sich stillen muß. som st 12. Wenn ich mich aufs neu wiederum erfreu, freuest du dich auch zugleiche, bis ich dort in deinem Reiche ewiglich aufs neu mich mit dir erfreu. And stsrispoun 13. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen; denn die Ehrentron folgt auf Spott und Hohn. 14. Sesu, hilf, daß ich allhier vitterlich alles durch dich überwinde, und in deinem Sieg empfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 15. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmelsblum! In mir foll nun nichts erschallen, als was dir nur kann gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm! Adam Drese, geb. 1630, † 1718. sido 150 s/ p Eigne Melodie. 1704. pediy 1. Wiewohl ist mir, o Freund der Seelen, wenn ich in dei- ner Liebe ruh! Ich stei- ge aus der Schwermut Höhlen und ei- le dei- nen Armen zu. 222 Jejuslieder. Da muß die Nacht des Trauerns schei- den, wenn mit so an- ge- nehmen Freuden tbimm 97-191 91-19 Baid, og de ton ili oni J die Lie- be strahlt aus dei- ner Brust. Hier ist mein Him- mel schon auf Er- den: mist hamnad dy isp- old din ng on wer woll- te nicht ver- gnü- get wer- i er- den, der in dir su- chet Ruh und Luft? 2. Die Welt mag meine Fein- Segen: genug, wenn ich dich bei din heißen: es sei also! Ich trau mir hab. Ich weiß, wen du willst ihr nicht, wenn sie mir gleich will herrlich zieren und über Sonn und Lieb erweisen bei einem freund- Sterne führen, den führest du zu lichen Gesicht. In dir vergnügt sich vor hinab. du mein 91000 5. Der Tod most ind adul scheinen, mir nicht, weil Seele, Herz und Mut in dir, der du verläſsest keinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen kann des Weges End erschre cfen, wenn er aus mördervollen Hecken gelanget in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Nuh der Gigkeit. den ich erwähle; du bleibſt mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. DIDAS JELICE 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann Welt, Not und Tod nicht quälen, weil du, mein Gott, vergnügest mich. Ruh in dem Gemüte unumschränkten Güte 4. Führst du mich in die Kreu- des Himmels süßen Vorschmad zeswüsten, ich folg und lehne mich sein. Weg, Welt, mit allen Schmei auf dich. Du nähreft aus den Wol- cheleien! Nichts kann als Jeſus kenbrüsten und labest aus dem Fel- mich erfreuen. O reicher Troft: sen mich. Ich traue deinen Wun- mein Freund ist mein! derwegen, sie enden sich in Lieb und ince 3. Will mich des Moses Eifer drücken, blitzt auf mich des Gesetzes Weh, droht Straf und Hölle mir im Rücken, so steig ich gläubig in die Höh und flieh in deine heilgen Wunden, da hab ich schon den Ort gefunden, wo mich kein Fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen: du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Laß Liebe nimmt sich meiner an. nach deine 197910 Tadap pirms pot fire Wolfgang Christoph Deßler, geb. 1660, 1722. 288. ( A V Jejuslieder. TO The Home ome Eigne Melodie. 1. Eins ist not; ach Herr, dies Ei- ne leh- re mich er- fen- nen doch! Alles andre wie's auch schei- ne, ist ja nur ein schweres Joch, dar- un- ter das Her- ze sich na- get und pla- get und dennoch kein Shu? wah- res Ver- gnü- gen er= ja get. Er lang ich 199 223 ( 1680.) 1704. 2. Seele, willt du dieses finden, fuchs bei keiner Kreatur; laß, was irdiſch ist, dahinten, schwing dich über die Natur, wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendigste Teil, mein Ein und mein Alles, mein feligstes Heil. 1sprinten 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ, ihr Herze zig zu hören, entbrannte, dies einJefus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles di dies Ei= ne, das CHIL JEFEOS al= les er- jetzt, so werd ich mit Einem in al- lem er- götzt. = ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? Ju Hodn 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib mir, daß sich auch mein Bille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demut und Einfalt regieret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jeſum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. p the nish.albine 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gewar in lingen dein teures mud wurde ihr alles in Einem geschenkt. mp390 HU 4. Also ist auch mein Verlang en, liebster Jefu, nur nach dir; laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viele zum größeren Haufen sich kehren, so soll doch mein Herze dir einzig gehören; denn deint Wort, blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen 1 mein Glaube in Ewigkeit prangt, don bio jun 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur o Jefu, ist Leben und Geist; was Heiligung gemacht. Was dienet 224 Jesuslieder. zum göttlichen Wandel und Leben, weil auf eine frische Weide mein ist in dir, mein Heiland, mir alles Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts gegeben; entreiße mich aller ver- Süßres kann also mein Herze erla gänglichen Lust; dein Leben sei, ben, als wenn ich nur, Jesu, dich Seju, mir einzig bewußt. immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich bedeckt die Gnadenflut; du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut; da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, in findlichem Geiste das Abba nun klingt. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, 289. Mel. Seelenbräutigant 2c. 1. Wer ist wohl wie du, 10. Drum auch, Jeſu, du alleine sollst mein Ein und Alles sein. Prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewigent Wege; gib, daß ich hier alles nur achte für Kot, und Jesum gewinne: Dies Eine ist not. Joh. Heinr. Schröder, geb. 1666, † 1699. Je- su, süt- ße Juh! Un- ter vie- len aus- er- to- ren, Le- ben de- rer, die ver- lo- ren, und ihr Licht dazu, 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd, Höll und Welt, alle Kraft des großen Drachen hast du wolln zu Schanden machen durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! Drese. 1698. Je- fu, fit- ße Ruh! 5. Höchste Majestät, König und Prophet! Deinen Scepter will ich küssen; ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria thät, höchste Majeſtät! 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege; vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. 8. Steure meinem Sinn, der Jesuslieder. 225 zur Welt will hin, daß ich nicht in der trüben Nacht will des Hermög von dir wanken, sondern blei- zens Schifflein decken, wollst du ben in den Schranken; sei du mein deine Hand ausstrecken. Habe auf Gewinn, gib mir deinen Sinn. mich acht, Hüter in der Nacht! 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lies in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht 290. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gib mir, höchstes Gut, durch, dein teures Blut.ud Bad Hi 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, † 1739.0 stasch 1738. 180009 Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. 1. O wie se- lig sind die See- len, die mit Je- su sich ver- müh- len, die sein Le- bens- hauch durch- weht, daß ihr Herz mit heißem Trie- be a 3. Wenn die Seraphim mit Schrecken sich vor seinem Glanz bedecken, spiegelt sich sein Angesicht in der Seele, die ihn fennet und von seiner Liebe brennet, hier schon mit enthülltem Licht. stünd- lich nur auf sei- ne vie- be und auf seine Nä- he geht. Friends oft ned and dis 2. O wer faffet ihre Würde, die nichts, das herrlicher, geschaut, als bei dieses Leibes Bürde im Ver- ein Herz, das er erleſen, und mit borgnen schon sie schmückt! Alle dem das höchste Wesen sich zu Himmel sind zu wenig für die einem Geist vertraut. Seele, der ihr König solches Sie- 5. Drum wer wollte sonst was gel aufgedrückt. lieben und sich nicht beständig üben, dieses Königs Freund zu sein? Muß man gleich dabei was leiden, sich von allen Dingen scheiden, bringts ein Tag doch wieder ein. 6. Schenke, Herr, auf meine Bitte mir ein göttliches Gemüte, 4. Nach Jehovas höchsten Eh- einen königlichen Geist, mich als ren wird in allen Himmelschören dir verlobt zu tragen, allem freudig 15 Vet. m. Not. 226 Jesuslieder. abzusagen, was nur Welt und irdisch heißt. 7. So will ich mich selbst nicht achten, sollte gleich der Leib verschmachten, bleib ich Jesu doch getreu. Sollt ich keinen Trost er blicken, will ich mich damit erquicken, daß ich meines Jesu sei. 291. be Mel. Meinen Jesum laß ich zc. Nach Hammerschmidt. 1658. 1. See- le, was er- müdst du dich die doch bald ver- zehren sich Suche Je sum und sein Licht; 2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen, richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad eindringen. Suche Jejum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 8. Ohne Fühlen will ich trauen, bis die Zeit kommt, ihn zu schauen, und vorbei die letzte Nacht, da mein Geist zum obern Leben aus der Tiefe darf entschweben und nach seinem Bild erwacht. Nach Christian Friedrich Nichter ( aus Knapps Liederschatz), geb. 1676, 1711. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil der Lebensquelle zu, da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. in den Ding- en die= fer Er den, und zu Staub und A- sche werden? = 3 al= les andre hilft dir nicht. 6. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen heget, als dem Höchsten wohlgefällt und dein Ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 7. Du bist ja ein Hauch aus Gott und aus seinem Geist gebo ren; bleib nicht liegen in dem Tod! bist du nicht zum Reich erkoren? Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 4. Fliehe die unselge Pein, die 8. Schwinge dich fein oft im das finstre Reich gebieret; laß nur Geist über alle Himmelshöhen; laß den dein Labsal sein, der zur Glau- was dich zur Erde reißt, weit von bensfreude führet. Suche Jesum dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht; alles andre hilft und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. dir nicht. 5. Geh einfältig stets einher, 9. Nahe dich dem lautern Strom, laß dir nichts das Ziel verrücken; der vom Thron des Lammes flie Gott wird aus dem Liebesmeer ßet und auf die, so keusch und dich, den Kranken, wohl erquicken. fromm, sich in reichem Maß er Suche Jesum und sein Licht; alles gießet. Suche Jesum und sein andre hilft dir nicht. Licht; alles andre hilft dir nicht. Jesuslieder. 227 10. Laß seine Majestät im- 11. Sei im übrigen ganz still, merdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jeſum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. 292. felt Mel. Mein Freund zerschmelzt zc. 1. Wie herrlich ists, ein Schäf- lein Chrifti wer- den, Kein höh- rer Stand ist auf der ganzen Er- den, Huld des treuften Hir- ten stehn! rückt dem Heiland nach- zu- gehn. das trifft ein solches Schaf bei 2. Hier findet es die angenehmsten Auen, hier wird ihm stets ein frischer Quell entdeckt; kein Auge kann die Gnade überschauen, die es allhier in reicher Menge schmeckt; hier wird ein Leben mitgeteilt, das unaufhörlich ist und nie vorübereilt. du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Drum ſuch Jesum und sein Licht; alles andre hilft dir nicht. Jat. Gabr. Wolf, geb. 1684,+ 1754. 3. Wie läßt sichs da so froh und ruhig sterben, wenn hier das Schaf im Schoß des Hirten liegt! Es darf sich nicht vor Höll und Tod entfärben, sein treuer Hirt hat Höll und Tod besiegt. Büßt gleich der Leib die Regung ein, so wird die Seele doch kein Raub des Moders sein. 4. Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen, wenn gleich vor Zorn der ganze Abgrund schnaubt; es wird es ihm kein wilder Wolf 1704. und in der als unverWas al- le Welt nicht ge- ben kann, seinem Hir- ten an. entwenden, weil der allmächtig ist, an den es glaubt. Es kommt nicht um in Ewigkeit, und wird im Todesthal von Furcht und Fall befreit. 5. Wer leben will und gute Tage sehen, der mache sich zu dieses Hirten Stab; hier wird sein Fuß auf süßer Weide gehen, da ihm die Welt vorhin nur Treber gab. Hier wird nichts Gutes je vermißt, dieweil der Hirt ein Herr der Schätze Gottes ist. 6. Doch dies ist nur der Vorschmack größrer Freuden; es folget noch die lange Ewigkeit; da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, wo der krystallne Strom das Wasser beut. Da siehet man erst flar und frei, wie schön und auserwählt ein Schäflein Jesu ſei. Joh. Jak. Rambad), geb. 1693, † 1735. 15* 228 293. fe- 12 Jesuslieder. Mel. Wie wohl ist mir zc. 1704. 1. Ich will dich immer treu- er lie- ben, mein Heiland, gib mir Kraft dazu. Die Welt hat mich lang umgetrieben; nun schenkst du mir die wahre Ruh: ਨੂੰ ਯ die Ruh, mit der nichts zu ver- glei- chen, der alle Kö- nigskronen wei- chen, die uns den Him- mel of- fen zeigt. Ach, daß ich ganz in Lieb zer- flö- ße vor dei- ner Lie- be Wun- der- größe, 2. Wie freundlich hast du mich gezogen, wie ging mir dein Erbarmen nach! Ich flohe dich und griff betrogen nach Herzeleid und Ungemach; du aber nahmst ohn mein Verlangen in deiner Liebe mich gefangen und wecktest meinen toten Sinn. Nimm, Seelenfreund, für diese Treue mein ganzes Herz, das ich dir weihe; entreiß mirs doch und nimms dir hin. die al- les Wis- sen ü- ber- steigt. 4. Mir ist am seligsten geraten, wenn ich aus eigner Wahl nichts thu; ein andrer sinn auf große Thaten; mein Geist erblicket eine Ruh, worin er leidend das vollführet, was von des Geistes Trie ben rühret, und das heißt recht in Gott gethan. O mischte sich doch in mein Lieben nichts mehr von meinen eignen Trieben, so fing ich recht zu lieben an. 3. Ich hange nicht an deinen 5. Getreuer Jesu, soll ich hofGaben, dich, Jesu, such ich ganz fen, daß meine Liebe treuer werd? allein; soll ich nichts zu genießen Ach ja, dein Herze steht noch offen haben, ich will auch so zufrieden dem, welcher ernstlich Hilf begehrt. sein. Vertausch den Trieb nach Süßigkeiten mit der Begierde, still zu leiden, und mach in allem mich getreu. Nimm hin mein Wollen, Denken, Nichten, mein eignes Laufen, Wirken, Dichten, daß nichts denn du mehr übrig sei. Ich flieh zum Reichtum deiner Güte, durchleucht mein finsteres Gemüte, daß ich, was du nicht selber bist, erkenn und haß und dämpf und töte; so schau ich nach der Morgenröte, wie hell die Sonne selber ift. 3. Adam Flessa, geb. 1694, † 1776. 294. Jesuslieder. Mel. Den die Hirten lobten 2c.( Altkirchlich?) 1555. ff 1. Je- su, dei- ner zu ge- den- ken, kann dem Her- zen Freu- de schen- ken; doch mit welchen Himmelsträn- ken labt uns, dei= 2. Lieblicher hat nichts geklungen, holder ist noch nichts gesung en, sanfter nichts ins Herz gedrungen, als: Mein Jesus, Gottes Sohn! 3. Tröstlich, wenn man reuig stehet, herzlich, wenn man vor dir flehet, lieblich, wenn man zu dir gehet, unaussprechlich, wenn du da. 4. Du erquickst das Herz von innen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Freude muß vor dir zerrinnen; niemand sehnt sich gnug nach dir. 5. Schweigt, ihr ungeübten Zungen! Welches Lied hat ihn besungen? Niemand weiß, als ders errungen, was die Liebe Christi sei. 6. Mit Maria will ich flehen; ich will früh zum Grabe gehen und ihm nach dem Herzen sehen mit den Augen des Gemüts. 7. Jesu, wunderbarer König, dem die Völker unterthänig; alles ist vor dir zu wenig, du allein bist liebenswert. 8. Wenn du uns trittst vors Ge fichte, wird es in dem Herzen lichte, alles Eitle wird zunichte, und die Liebe glühet auf. 9. Milder Jesu, laß mirs glücken, laß mich deine Füll erquicken, laß ne Ge 229 = gen- wart! mich dich im Geist erblicken, Herr, in deiner Glorie. 10. Wo ich lebe auf der Erde, such ich dich, o Hirt der Herde, fröhlich, wenn ich finden werde, selig, wenn ich dich erhalt. 11. König, würdig aller Kränze, Quell der Klarheit ohne Grenze, komm der Seele näher, glänze, bleib du, längst Erwarteter! 12. Jesu, Glorie der Zeiten, gehst du? Ich will dich begleiten; bleibt mein Herz nur dir zur Seiten, o so raubt dich niemand mir. 13. Himmelsbürger, kommt gezogen, öffnet eurer Thore Bogen, ruft, von Freuden überwogen: Holder König, sei gegrüßt! 14. Brunnen der Barmherzigkeiten, Licht der unumschränkten Weiten, treibe weg die Dunkelheiten, gib uns deiner Klarheit Blick. 15. Dich erhöhn des Himmels Heere, dich besingen unsre Chöre; du bist unsre Macht und Ehre, du haft uns mit Gott versöhnt. 16. Jesus herrscht in großem Frieden; er bewahrt sein Volk hienieden, daß es von ihm ungeſchieden, fröhlich ihn erwarten kann. 17. Jesus ist zum Vater gangen, hat den vorgen Glanz eni 230 pfangen; aber meines Geists Verlangen ist ihm dorthin nachgeeilt. 18. Jesus, den wir jetzt mit Loben und mit Psalmen hoch er295. ve 1. Je- fus er ist Jesuslieder. ist mein Le mei- ne f feft bis in den Tod; in der größten Not. Mel. Jesu, meine Freude zc. hoben, Jesus hat aus Gnaden dro ben Friedensstätten uns bestellt. = ben, Son- ne, so werd ich mit ihm re- gie- ren = 3. Die mit Thränen säen, wenn die Winde wehen, die der Feind erweckt, werden dort mit Freuden ernten nach dem Leiden, wo kein Feind mehr schreckt. Nach der Müh, die sie allhie dulden, wird sie Gott ergötzen mit des Himmels Schätzen. Nik. Ludwig, Graf v. Zinzendorf ( nach Bernhard v. Clairvaur), geb. 1700, † 1760. 4. O ihr frommen Seelen, die ihr euch mit Quälen bringet durch die Welt; die ihr öfters weinet, wenn kein Trost erscheinet, wenn euch Kreuz befällt; denket doch bei diesem Joch an die Kron in jenem Leben, die euch Gott wird geben. 5. Wenn die Sünden kränken, Leid ich gleich in dem ich mich er= ge= ben mei- ne Freud und Won- ne Crüger. 1656. fei = nem Reich, und dort tri- um= 2. Die mit Jesu leiden, werden so laßt uns bedenken, daß nach mit ihm weiden in dem Sternen- Gottes Rat Jesus Straf erdub feld; die mit Jesu sterben, werden det, und was wir verschuldet, aus mit ihm erben, wo ihr Reich bestellt. gestanden hat. Kämpfen wir mit Ihre Kron und Siegeslohn sind, ihm allhier, so wird er uns helfen wo Gott die Engel loben, sicher kämpfen und die Sünde dämpfen. aufgehoben. = phie- ren. 6. Seid getreu, ihr Herzen, bei End! Jesus wird euch trösten, wenn des Kreuzes Schmerzen bis an euer er den Erlösten ihr Gefängnis wendt. Nach dem Nu folgt eine Ruh; Gott wird lassen nach dem Weinen euch die Sonne scheinen. 7. Nun, Herr Jeſu, stärke, die des Satans Werke und das Reich der Welt in sich lassen stören und sich zu dir kehren, sei ihr starker Held, sei ihr Schutz und starker Trußz, Trutz im Leben und im Sterben, bis sie alles erben. Samuel Friedrich Lins, um 1700. 296. Gott der heilige Geist. Mel. Was Gott thut zc. 1. Dich, Je sum, laß ich ewig nicht; dir bleibt mein Herz er- ge- ben. Du kennst dies Herz, das redlich spricht: Nur Ei- nem will ich le- ben. mein Glück im Him- mel werden. 2. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; ich halte dich im Glauben. Nichts fann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund: Die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. Du, du al- lein, du sollst es sein; du sollst mein Troft auf Er- den, 4. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; du stärkest mich von oben. Auf dich steht meine Zuversicht, wann meine Feinde toben. Ich 297. ed 231 Gott der heilige Geist. 1690. flich zu dir; du eilst zu mir; wann mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht; das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu lei den. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 6. Dich, Jesum, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wanken; und wann des Leibes Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein, und ich bin sein; er ist mein Schutz, mein Tröster, und ich bin sein Erlöfter. Ehrenfried Liebich, geb. 1713,+ 1780. 1. Gott Va- ter, sen- de dei- nen Geist, aus dei- nes Him- mels Hö- hen! Mel. Kommt Her zu mir zc. i den uns dein Sohn er- bit- ten heißt, 1530. Wir bit- ten, wie er uns ge- lehrt; 232 Gott der heilige Geist. laß uns doch ja nicht un- er- hört 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe wert; bei uns ist kein Verdienen; hier gilt gar nichts als Lieb und Gnad, die Christus uns verdienet hat mit Büßzen und Verfühnen. 3. Es jammert deinen Vaterfinn der große Jammer, da wir hin durch Adams Fall gefallen; durch dieses Fallen ist die Macht des bösen Geistes leider! bracht auf ihn und auf uns allen. 4. Wir halten, Herr, an unserm Heil und sind gewiß, daß wir dein Teil in Christo werden bleiben, die wir durch seinen Tod und Blut des Himmels Erb und höchstes Gut zu haben treulich gläuben. 5. Und das ist auch ein Gnawerk und deines heilgen Geistes Stärk; in uns ist kein Vermögen. Wie bald wird unser Glaub und Treu, Herr, wo du uns nicht stündest bei, sich in die Asche legen! 6. Dein Geist hält unsers Glanbens Licht, wenn alle Welt dawider ficht mit Sturm und vielen Waffen; und wenn auch gleich der Fürst der Welt selbst wider uns fich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen. 7. Wo Gottes Geist ist, da ist Sieg; wo dieser hilft, da wird der Krieg gewißlich wohl ablaufen. Was ist doch Satans Reich und Stand? Wenn Gott, der Herr, erhebt die Hand, liegt alles schon bei Haufen. von dei- nem Thro- ne ge- hen. = 8. Er reißt der Höllen Band entzwei; er tröst und macht das Herze frei von allem, was uns kränket. Wenn uns des Unglücks Wetter schreckt, so ist ers, der uns schützt und deckt viel besser, als man denket. 9. Er macht das bittre Kreuze füß, ist unser Licht in Finsternis, führt uns als seine Schafe, hält über uns sein Schild und macht daß seine Herd in tiefer Nacht mit Fried und Ruhe schlafe. 10. Der Geist, den Gott vom Himmel gibt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohlgebahnten We gen. Er setzt und richtet unsern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man findet Segen. 11. Er macht geschickt und rüstet aus die Diener, die des Herren Haus in diesem Leben bauen; er ziert ihr Herz, Mut und Verstand, läßt ihnen, was uns unbekannt, zu unserm Besten schauen. 12. Er öffnet unsers Herzens Thor, wann sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen streuen; er gibet Kraft demselben Wort, und wenn es fället, bringt ers fort und läffets wohl gedeihen. 13. Er lehret uns die Furcht des Herrn, liebt Reinigkeit und wohnet gern in frommen, keuschen Seelen. Was niedrig ist, was Tugend ehrt, was Buße thut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwählen. 14. Er ist und bleibet stets ge Gott der heilige Geist. 233 Gottes Hütte tragen. treu und steht uns auch im Tode wird er dort zur ewgen Freud in bei, wenn alle Ding abstehen; er lindert unsre letzte Qual, läßt uns hindurch zum Himmelssaal getrost und fröhlich gehen. 16. Nun, Herr und Vater aller Güt, hör unsern Wunsch, geuß ins Gemüt uns allen diese Gabe. Gib deinen Geist, der uns allhier regiere und dort für und für im ewgen Leben labe. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 15. O selig, wer in dieser Welt läßt diesem Gaste Haus und Zelt in seiner Seel aufschlagen. Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit, den 298. Mel. Herr Jesu Chrift, meins 2c. 1. Er- neu- re mich, o H ew ges Licht, und laß von deinem An- ge- sicht 1676. mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und er- fül- let sein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sündenwust; ach, rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Ge299. horsam leist und nichts sonst, als was du willst, will. Ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sinnen gehn, laß sie nach dem, was droben, stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Angesicht zu Angesicht. Joh. Friedr. Ruopp,+ 1708. ( 1642.) 1662. Mel. Jesu, der du meine Seele 2c. 1. Geist vom Va- ter und vom Soh- ne, glei- cher Ma- je- stät und Kraft in dem höch- sten Himmels- thro- ne, gie- se neu- en Lebens- saft in mein Herz, Seel und Gemü- te, daß der Reich- tum dei- ner Gü- te und die Stär- te dei- ner Hand an mir Schwa- chen werd er- kannt. 2. Komm, erleuchte meine Sin- und nicht nehme überhand. Öffne ne; komm, durchstrahle den Ver- meiner Seelen Augen, daß sie zu stand, daß die Finsternis zerrinne erkennen taugen der Geheimnis tie 234 fen Grund, die uns lehret Christi Mund. 3. Niemand ohne dich verspüret reiner Gottesliebe Brunst; wen nicht deine Gnade rühret, den bethöret eitler Dunst. Komm, ach komm, mein Herz entzünde, daß ich nichts in mir empfinde, als der Liebe heiße Glut, die allein in Jesu ruht. Gott der heilige Geift. 4. Laß mich alles Eitle haffen, da die Welt sich drin verliebt, und mit Liebesarmen faffen, dem sich Seel und Geist ergibt, Jesum, den die keuschen Seelen sich für ihren Schatz erwählen, daß ich dessen ganz allein und zu eigen möge sein. 5. Ach, der Unflat meiner Sünden ist dir mehr als mir bewußt. Du allein, Herr, kannst ergründen, wie die angeborne Lust, die von Adam ist ererbet, Leib und Seele hat verderbet; drum so steure Fleisch und Blut, das sonst nichts als Böses thut. 300. pej 6. Gib mir Kraft, zu widerstehen, wenn die böse Lust sich regt. Laß es nimmermehr geschehen, daß ich werde gar erlegt; steh mir in dem Kampf zur Seiten, hilf mir ritterlich bestreiten diesen Feind, der in mir wohnt und mit Tod und Hölle lohnt. 7. Du bist heilig, laß mich wer den rein und heilig immer mehr; töt die Glieder, die auf Erden widerstreben deiner Ehr. Laß mich in dem neuen Leben wachsen und dahin bestreben, daß die Seel mit Gottes Bild auf ein neues werd erfüllt. 8. Endlich, wenn ich soll durchs Leiden meinem Heiland folgen nach, und zu meines Herren Freuden gehen durch viel Ungemach: leite mich durch deine Güte, daß mein Geist, Seel und Gemüte lobe dich in süßem Ton samt dem Vater und dem Sohn. Gottfr. Hoffmann, geb. 1658, † 1712. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. ach, er gieße deine Treu = 1. Ed- ler Geist im Himmels- throne, mit Gott Ba- ter und dem Soh- ne, Ei- nes We- sens, Ei- ner Kraft schwa- cher See- len Le- bens- faft: 1551. in mein Herz und mach es nett, P daß Gott selbst mit sei- ner Ga- be 2. Du bist Gottes starker Finger, der der Sünden Macht zerbricht, Satans mächtiger Bezwinger, meiner Seelen helles Licht; nung Gottes werden. Luft, in mir zu woh- nen, ha= be. kehrest du nur bei mir ein, ach, ſo wird mein Herze rein und auch schon auf dieser Erden eine Woh Wort Gottes. 235 3. Geist der Weisheit, komm gen niederdrückt, wenn ich traurig und leite mich zum rechten Weis- und gebückt und vor Jammer muß heitsquell, geh und stehe mir zur vergehen, ach, so bleib du bei mir Seite, mach mein finstres Herze stehen. hell; Himmelsglanz es ganz durchleucht, daß es Gottes Sinn erreicht, bis ich nach den Trauerstunden jene Seligkeit gefunden. 4. Geist des Trostes, in dem Leiden steh mir allzeit kräftig bei; wenn die besten Freunde scheiden, bleib du mir beständig treu; gib mir ein gelassen Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seelen bei dir finde und mich stets mit dir verbinde. 6. Geist der Freuden, mein Gemüte suchet an dir seine Lust. Schmeckt mein Herz nur deine Güte, so verlachet meine Brust, was die Welt für Luft erdenkt; Weltluft nur die Seele kränkt; rechte Freude muß den Frommen einzig von Gott selber kommen. 5. Geist des Rats, wie oft verschwindet Rat und That in Angst und Not! Wenn mein Herz nicht Hilfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod Herz und Au301. bes 7. Geist des Betens, lehr mich beten: Abba, Vater in der Höh! Treibe mich, vor Gott zu treten, und gib, wenn ich vor ihm steh, daß mein Bitten kräftig sei; steh mir stets mit Seufzen bei, sprich in mir in Gottes Namen nach dem Flehn ein kräftig Amen! Wort Gottes. Psalm 12. Eigne Melodie. 1. Ach, Gott vom Him- mel, sieh dar- ein Wie we nig find der Heil- gen dein, F Johann Gottfried Hermann, geb. 1707, 1791. bei al len Men- schen- kin- dern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, 1524. und laß dich des er= bar= men! ver- las- sen sind wir Ar- men. Dein Wort man läßt nicht ha- ben wahr; der Glaub ist auch ver- lo- schen gar der ander das; fie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle Lahr, 236 Wort Gottes. die falschen Schein uns lehren; da- siebenmal bewährt, wird lauter funzu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! Wer wills uns wehren? Wir haben Recht und macht allein; was wir setzen, das gilt gemein; wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein; die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein; ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur 302. Eigne Melodie. 1. Dies sind die heil- gen zehn Ge- bot, Kyrie e le i fon! = den; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein, da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht stark in die Lande. durch Mo- sen, sei- nen Die- ner treu, 2. Ich bin allein dein Gott, der Herr; kein Götter sollt du haben mehr; du sollt mir ganz vertrauen dich, von Herzensgrund lieben mich. Kyrie eleison! 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen G'schlechte, und laß uns dir befohlen sein, daß fichs in uns nicht flechte! Der gott los Hauf sich umher findt, wo diese Lose Leute sind in deinem Volk er haben. Dr. M. Luther, geb. 1483,+ 1546. 3. Du sollt nicht führen zu Unehrn den Namen Gottes, deines Herrn; du sollt nicht preisen recht noch gut, ohn was Gott selbst redt und thut. Kyrie eleison! 4. Du sollt heilgen den siebten Tag, daß du und dein Haus ruhen mag; du sollt von deim Thun lassen ab, daß Gott sein Werk in dir hab. Kyrie eleison! 1525. die uns gab unser Her- re Gott hoch auf dem Berg Si- na- i. 5. Du sollt ehrn und gehorsam sein dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand ihn'n die nen kann, so wirst du langs Leben han. Kyrie eleison! 6. Du sollt nicht töten zorniglich, nicht hassen, noch selbst rächen dich; Geduld haben und sanften Mut, und auch dem Feind thun das Gut. Kyrie eleison! 7. Dein Eh sollt du bewahren rein, daß auch dein Herz kein andre mein, und halten keusch das Leben dein, mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrie eleison! 8. Du sollt nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wuchern jemands Schweiß und Blut; du sollt aufthun dein milde Hand den Armen in deinem Land. Kyrie eleison! Wort Gottes. 9. Du sollt kein falscher Zeuge sein, nicht lügen auf den Nächsten dein; sein Unschuld sollt auch retten du und seine Schand decken zu. Kyrie eleison! 10. Du sollt deins Nächsten Weib und Haus begehren nicht, noch etwas draus; du sollt ihm 303. W 237 wünschen alles Gut, wie dir dein Herz selber thut. Kyrie eleison! 11. Die Gebot all uns geben sind, daß du dein Sünd, o Menschenkind, erkennen sollt und lernen wohl, wie man vor Gott leben soll. Kyrie eleison! 12. Das helf uns der Herr Jesus Christ, der unser Mittler worden ist; es ist mit unserm Thun verlorn, verdienen doch eitel Zorn. Kyrie eleison! Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. Eigne Melodie. 1. O Her- re Gott, dein göttlich Wort bis durch dein Gnad uns ist ge- sagt, und andere A- po- stel mehr 1527. ben, ist lang ver- dun- kelt blie= was Pau- lus hat geschrieben aus deim gött- li- chen Mun- de. Das dan- ken dir mit Fleiß, daß wir er= le= bet habn die Stun- de, 2. Daß es mit Macht an Tag 4. Ich glaub g'wiß gar, daß es ist bracht, wie klärlich ist vor Au- sei wahr, was Paulus uns thut gen. Ach Gott, mein Herr, erbarm schreiben. Eh muß geschehn, daß dich der, die dich noch jetzt verleug- alls vergeh, dein göttlich Wort soll nen, und achten sehr auf Menschen bleiben in Ewigkeit, wär es auch lehr, darin sie doch verderben. Deins leid viel hart verstockten Herzen; Worts Verstand mach ihn'n be- kehrn sie nicht um, werdn sie darum kannt, daß sie nicht ewig sterben. leiden gar große Schmerzen. 3. Hilf, Herre Gott, in dieser Not, daß sich die auch bekehren, die nichts betrachtn, dein Wort verachtn, und wollens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht, es sei nicht recht, und habens nie gelesen, auch nie gehört das edle Wort; ists nicht ein teuflisch Wesen? 5. Gott ist mein Herr! so bin ich der, dem sterben kommt zu gute. Dadurch uns haft aus aller Last erlöft mit deinem Blute. Das dank ich dir, drum wirst du mir nach dein'r Verheißung geben, was ich dich bitt; versag mirs nit im Tod und auch im Leben. 238 Wort Gottes. 6. Herr, ich hoff ie, du werdest ihn'n bereit die Seligkeit, und läßt die in keiner Not verlaffen, die sie nicht verderben. O Herr, durch dein Wort recht als treue Knecht dich, bitt ich, laß mich fröhlich und im Herz und Glauben fassen. Gibst willig sterben. Paul Speratus(?), geb. 1484, † 1551. 304. Mel. Es spricht der Unweisen 2c. 1. Wir Men- schen find zu dem, o Gott, dein Wesen, Wil- le und Ge- bot wir wissens und ver- fte- hens nicht, den Weg zu dir nicht wei 2. Drum sind vor Zeiten aus gesandt Propheten, deine Knechte, daß durch sie würde wohlbekannt dein Will und deine Rechte; zum letzten ist dein lieber Sohn, o Bater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. = 3. Für solches Heil, Herr, sei gepreist; laß uns dabei verbleiben, und gib uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte gläuben, das selb annehmen jederzeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud als Gottes, nicht der Menschen. 1524. was geist- lich ist, un- tüch- tig; ist viel zu hoch und wich- tig; wo uns dein göttlich Wort und Licht fet. fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Am Wege wird der Same fort vom Teufel hingenommen; in Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; der Same, so in Dornen fällt, von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und erſticket. 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gib du selbst deinem Donner Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich allhie dem guten Lande und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, viel Früchte bringen in Geduld, bewah ren deine Lehr und Huld in feinem, gutem Herzen. 8. Laß uns, dieweil wir leben hier, den Weg der Sünder meiden; 5. Öffn uns die Ohren und gib, daß wir halten fest an dir in das Herz, daß wir das Wort recht Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüfte dämpfen. Wort Gottes. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen; erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß 305. 239 wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiLehr erleuchten mög und leiten. O ten. Hilf, Jesu, daß uns deine heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denice, geb. 1603,+ 1680. Mel. O Herre Gott, dein 2c. 1527. 1. Herr Ze- ba- oth, dein heilges Wort, das du uns haft gege bent, daß wir darnach an al- lem Ort solln richten Lehr und Le- ben, ist worden kund aus dei- nem Mund und in der Schrift be- schrie- ben rein, schlecht und recht, durch dei- ne Knecht, vom heilgen Geist ge- trie- ben. 2. Dies Wort, das jetzt in Schriften steht, ist fest und unbeweglich; zwar Erd und Himmel untergeht, doch Gottes Wort bleibt ewig; kein Höll, kein Plag, noch jiingster Tag vermag es zu vernichten; drum denen soll sein ewig wohl, die sich darnach recht richten. Traurigkeit zeigt es die Freudenquelle; den Sünder, dem die Sünd ist leid, entreißt es aus der Hölle, gibt Trost an Hand und macht bekannt, wie man soll willig sterben, und wie zugleich das Himmelreich durch Christum zu ererben. 3. Es ist vollkommen, hell und flar, die Richtschnur reiner Lehre; zeigt uns auch ganz offenbar Gott, seinen Dienst und Ehre, und wie man soll hier leben wohl, Lieb, Hoffnung, Glauben üben; drum fort und fort wir dieses Wort von Herzen sollen lieben. 4. Im Kreuz gibts Luft, in 5. Nun, Herr, erhalt dein heilges Wort, laß uns sein Kraft empfinden; den Feinden steur an allem Ort, zeuch uns zurück von Sünden, so wollen wir dir für und für von ganzem Herzen danken. Herr, unser Hort, laß uns dein Wort fest halten und nicht wanken. Chriftian Knorr von Rosenroth(?), geb. 1636, 1689. 240 306. Wort Gottes. Mel. Herzlich thut mich zc.( Haßler 1601.) 1613. € 1. Wohl dem, der 3e- sum lie= bet der wird nie- mals be trit= bet Wo Jesus fich be= fin- det, = wer sich auf Je sum grün- det, 2. Bist du vielleicht verirret vom rechten Lebensport, hat dich die Welt verwirret: komm, hier ist Gottes Wort; dies wird dir klärlich weisen die rechte Tugendbahn, darauf du müsseft reisen, wenn du willst himmelan. 3. Bist du vielleicht betrübet, ja wirst du fort und fort in Kreuz und Not geübet: komm, hier ist Gottes Wort; dies wird dich schon erquicken, daß, wenn gleich Höll und Welt dich wollten unterdrücken, du doch behältst das Feld. 4. Hast du dich laffen blenden, so daß bald hier, bald dort du tappest an den Wänden: komm, hier ist Gottes Wort; dies machet, daß 307. und dessen Him- mels- wort, vons Teu- fels Höl= len- mord. da fte= het al= les wohl; der le= bet le= bens- voll. die Blinden sich zu dem rechten Steg hinwieder können finden von ihrem Irreweg. 5. Wirst du gleich auch geführet durch den stockfinstern Ort, da sonst der Tod regieret: komm, hier ist Gottes Wort; dies ist der Stab und Stecken, mit diesem kannst du dich vors Teufels List und Schrecken beschützen mächtiglich. 6. Hilf, Jesu, daß ich liebe dein seligmachend Wort, daß ich mich stets drin übe; hilf, liebster See lenhort, daß ichs in meinem Herzen bewahr durch deine Huld, damit in Kreuzes Schmerzen es Frucht trag in Geduld. Anna Sophia, Landgräfin v. Hessen, geb. 1638, 1683. Mel. Zeuch meinen Geift zc. 1684. 1. Sollt ich aus Furcht vor Menschenkindern des Gei- stes Trieb in mir ver- hindern und nicht, bei so viel Heu- chel- schein, ein treu- er Zeu- ge Got- tes sein? Wort Gottes. 2. Sollt ich des Höchsten Wort verschweigen und nicht dem Hause Jakob zeigen, wie schändlich sichs vor Gott verstellt, darum, weils Menschen nicht gefällt? 3. Sollt ich den falschen Christen heucheln und der gottlosen Rotte schmeicheln um eine Hand voll zeitlich Korn, und zu entgehn der Menschen Zorn? 4. Sollt ich die Bösen selig preisen, die weder Licht noch Glauben weisen, um deren Gunst und Liebeswind, die doch nur Feinde Gottes sind? 5. Wer sind sie denn, die mich verlassen und mich als ein Fegopfer haffen? Wer sind sie, die so zorniglich ihr Herz verbittern wider mich? 6. Es sind nur Menschen, die mit Sünden und losen Stricken sich verbinden, ein Nichts, ein Gras, ein schnödes Heu, ein Dampf und leichtverwehte Spreu. 7. So hoch sie sind in ihren Sinnen, so werden sie doch endlich innen, daß all ihr Thun zur Hölle fährt und nur auf kurze Zeit hie währt. 8. Wer bin ich denn, den sie verschmähen? Ists denn auf mich nur angesehen? Ist Gott nicht, der mich reden heißt, und treibt mich nicht sein werter Geist? 241 9. Wes ist das Amt, das ich hier trage? Wer forderts, daß ichs ihnen sage? Ists nicht des großen Gottes Mund, der thut durch mich sich ihnen fund? 10. Ei, sollt mein Gott mich nicht auch schützen, wenn sie mit Wüten auf mich blitzen? Sollt dessen Huld in aller Pein mir nicht ein süßes Labsal sein? 11. Du kennst mich ja, du Menschenhüter, daß mirs nicht um die schnöden Güter zu thun, noch um die Gunst der Welt, die manchen so gefangen hält. 12. Die Liebe Christi, die mich dringet, die ists, die mich im Geiste zwinget, mit Rufen, Locken, Bitten, Flehn der Menschen Seelen nachzugehn. 13. Darüber will ich gerne leiden, kein Kreuz noch Spott der Bösen meiden; sei du mir nur bei Hohn und Spott nicht schrecklich, du getreuer Gott! 308. C 1. Herr, dein Wort, die ed- le Ga- be, denn ich zieh es al- ler Ha- be Vet. m. Not. 14. Ich weiß, dein Wort wird endlich siegen, das finstre Reich muß unterliegen; den Sieg wird man in kurzem sehn, sollts auch durch Märtrerblut geschehn. 15. Ach, stärke du mich doch, mein Retter, damit auch unter Sturm und Wetter mein Zeugnis fest und freudig sei. Es ist gewagt! Gott steh mir bei! Joh. Jos. Winckler, geb. 1670, † 1722. Mel. O Durchbrecher aller zc. 1704. diesen Schatz er= hal= te mir; und dem größten Reich- tum für. 16 242 Wort Gottes. Wenn dein Wort nicht mehr soll gel- ten, worauf soll der Glaube ruhn? a Mir ists nicht um tau- send Wel- ten, 2. Halleluja, Ja und Amen! Herr, du wolleft auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen fest bei deinem Worte stehn! Laß mich 309. a= ber um dein Wort zu thun. eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und zugleich zu dei nen Füßen sitzen, wie Maria that. Nit. Ludwig, Graf v. Zinzendorf, geb. 1700, 1760. 310. fe Mel. Ach, Gott und Herr 2c. 1. Gott ist mein Hort, #f Ich wand le hier, mein Gott, vor dir im Glau- ben, nicht im Schauen. Licht nicht durch dein Wort er schienen. 2. Dein Wort ist wahr; laß im merdar mich seine Kräfte schmecken; laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. 6. Nun darf mein Herz in Neu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstünd ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 1625. und auf sein Wort soll mei- ne See- le trau- en. 5. Des Ewgen Rat, die Miffethat der Sünder zu verfühnen, den kennt ich nicht, wär mir dies Leben! 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermag ich nie; dein Wort gibt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort; denn du hasts uns ge geben. Es sei mein Teil, es sei mir Heil und Kraft zum ewgen Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715, 1769. Möd. 1820. Mel. Ich armer Mensch zc. 1. Dein Wort, o Höchster, ist vollkommen; es lehrt uns un- fre gan- ze Pflicht; es gibt dem Sünder und dem Frommen zum Le- ben si- chern Un- ter- richt. Wort Gottes. Ose- lig, wer es achtsam hört, 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, zerstreut des Irrtums Finsternis, verkündigt Gnade, Heil und Segen und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Höchster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben, lehrt, wie viel Guts du denen gibst, die dein Gebot mit Frenden üben, und wie du väterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr und tritget nicht. 4. Herr, deine Tröstungen sind 243 bewahrt und mit Ge- hor- sam ehrt! besser, als alles Silber, Gold und Geld, ein Schatz, weit köstlicher und größer, als alle Schätze dieser Welt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. Drum laß auch mich mit Lust betrachten, was mich dein Wort, o Höchster, lehrt. Laß mich darauf gehorsam achten, was dein Befehl von mir begehrt: so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. 3. A. Cramer, geb. 1723, † 1788. ( Nach dem bayr. Gesangbuch von 1811.) 311. fe. = 1. Herr, mein Licht, er Leuch- te mich, daß ich dich und mich er- ken= ne; daß ich voll Ver- trau- en dich meinen Gott und Va- ter nen- ne. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c. 3. Aber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen; laß mich auch beflissen sein, den er kannten Weg zu gehen; sonst würd ich bei allem Wissen seinen Trost entbehren müssen. 4. Folg ich seinem Unterricht, so Ahle. 1664. Wahr- heit lehrt dein Wort auf Er- den; laß mich da- durch wei- je wer- den. 2. Lautre Wahrheit ist dein werd ichs an mir erfahren, was es Wort; lehre mich es recht verstchen; denen fest verspricht, die es hören hilf du selbst mir, immerfort deut- und bewahren; mir auch wird es licher es einzusehen, was zu meinem dann im Leiden eine Quelle wahrer Heil mich führet, was zu meiden Frenden. mir gebühret. 5. Laß mich hier schon in der Zeit dein Erkenntnis stets vermehren. Find ich manche Dunkelheit bei des Glaubens hohen Lehren: laß mich Zweifelsucht entfernen und in Demut glauben lernen. 6. Immer lenke meinen Sinn von dem Wechselglück der Erde auf 16* 244 den ewigen Gewinn, daß ich frei und selig werde. Was sind Güter dieser Zeiten gegen jene Herrlichfeiten? 7. Gib mir täglich neue Kraft, Kirche und Reich Gottes. Kirche und Reich Gottes. jok tod Abin 312. fee 1. Wär Gott nicht mit uns die- se Zeit, so soll If = ra= el wär Gott nicht mit uns die- se Zeit, wir hät- ten mußt ver deinem Wort gemäß zu handeln und vor dir gewissenhaft als dein treues Kind zu wandeln, so wird einst in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben. Nach Heinr. Korn. Hecker, geb. 1699,+1743, v. Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, 1797. ook ab 313. 2# Mel. Wo Gott, der Herr, nicht zc. 1535. die an uns se gent al= le. s 2. Auf uns ist so zornig ihr Sinn, wo Gott hätt das zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzen Leib und Leben; wir wärn als die ein Flut ersäuft, und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. 3. Gott Lob und Dank, der die so ein armes Häuf- lein sind, ver- acht von so viel Menschenkind, P sa= gen, za gent, nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen; wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unser Seel entgangen; Strick ist entzwei, und wir sind frei; des Herren Name steht uns bei, des Gotts Himmels und Erden. Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. Altkirchlich? 1543. Eigne Melodie. 1. Er- halt uns, Herr, bei deinem Wort und steu- re dei- ner Fein- de Mord, die Je- sum Christum, dei- nen Sohn, wol- len stür- zen von dei-Hem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr stenheit, daß sie dich lob in EwigJesu Christ, der du Herr aller Her- feit. ren bist, beschirm dein arme Chri3. Gott, heilger Geist, du Trö Kirche und Reich Gottes. 245 fter wert, gib dein Volk ein'rlei letzten Not, gleit uns ins Leben aus Sinn auf Erd, steh bei uns in der dem Tod. Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. 314. 1. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es num Abend worden ist; dein göttlichs Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. Im vorigen Ton. 2. In dieser schwer'n, betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sa frament rein b'halten bis an unser End. 3. Du aber selbst dein Kirch erhalt, wir sind sonst sicher, faul und kalt; gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an manchem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirchen Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel 315. zu; auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den frechen Geistern wehre doch, die sich mit G'walt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Lehr und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern ja dein ist; darum so steh du denen bei, die bei deim Wort sich finden frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Trutz und deiner Kirchen starker Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts Bessers suchen mehr. 9. Gib, daß wir leben in deim Wort und darauf mutig fahren fort von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelssaal. Nit. Selnecker, geb. 1532, † 1592. Crüger. 1640. Eigne Melodie. 1. Bi- on tlagt mit Angst und Schmerzen, die er trägt in sei= nem Her= zen, be Ach, spricht sie, wie hat mein Gott Zion, Gottes wer- te Stadt, die er ihm erwäh- let hat. mich ver- las- sen in der Not U Mei- ner hat er ganz ver- ges- sen. = und läßt mich mit Jammer pres- sen! 2. Der Gott, der mir hat ver- will er denn für und für grausam sprochen seinen Beistand in dem zürnen über mir? Kann und will Leid, der läßt sich vergebens suchen er sich der Armen jetzt nicht, wie jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, vorhin, erbarmen? 246 3. Zion, o du Bielgeliebte, sprach zu ihr des Herren Mund, zwar du bist jetzt die Betrübte, Seel und Geist ist dir verwundt; doch stell alles Trauern ein; wo mag eine Mutter sein, die ihr eigen Kind kann haffen und aus ihrer Sorge Laffen? 4. Ja, wenn man auch sollte finden einen solchen Muttersinn, da die Liebe könnt verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin; meine Treu bleibt gegen dir, Zion, o du meine Zier! mein Herz haft du mir beseffen; deiner kann ich nicht vergessen. ● Kirche und Reich Gottes. 316. e 1. Ver- za- ge nicht, du Häuf- lein klein, ob- schon die Fein- de wil- lens sein, dich gänz- lich zit 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als schrecken kann; schau doch, hier in meinen Händen hab ich dich geschrieben an. Wie kann es denn anders sein? Ich muß ja gedenken dein; deine Mauern will ich bauen und dich fort und fort anschauen. 6. Du bist mir stets vor den Augen; du liegst mir in meinem Schoß, wie die Kindlein, die noch sangen; meine Treu zu dir ist groß. Dich und mich soll keine Zeit, keine Not, Gefahr noch Streit, ja die Hölle selbst nicht scheiden. Bleib getreu in allem Leiden! Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. Mel. Kommt her zu mir zc. ver- stö= ren, da- von dir wird recht angst und bang; 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Rach und laß es ihn nur walten; er wird durch seinen Gideon, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und 317. und suchen dei- nen Un- ter- gang, 1530. es wird nicht lang= e wäh- ren. sein Wort, muß Welt, Teufel und Höllenpfort, und was dem thut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns, und wir mit Gott; den Sieg wolln wir erlangen. Jak. Fabricius, geb. 1593,+1654. ( Gustav Adolfs Schlachtgefang bei Lützen.) Crüger. 1640. Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 1. Chri- ste, du Bei stand dei- ner Kreuz- ge- mei- ne, ei le, mit Hilf und Kirche und Reich Gottes. Net- tung uns erschei- ne; steu- re den Fein- den, ihre Blut- ge- rich- te ma che zu nich te. M = 2. Streite doch selber für uns Herzen, Friede dem Gewissen gib arme Kinder; wehre dem Teufel, zu genießen. seine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze darnieder. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben; also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. 3. Friede bei Kirch und Schulen uns beschere; Friede zugleich der Obrigkeit gewähre; Friede dem 318. 247 Matthä. Apelles von Löwenstern, geb. 1594,+ 1648. Critger. 1640. Mel. Zion klagt mit Angst zc. be 1 Bi- on, gib dich nur zufrie- den, Gott ist noch bei dir da- rin; du bist nicht von ihm ge= schie- den, er hat einen Va- ter- sinn. Wenn er straft, so liebt er auch, dies ist sein ge- lieb- ter Brauch: wa- rum willst du dich so trän- ten? nicht wanken aus des ewgen Bundes Schranken. 4. Müssen schon allhier die Thränen oft dein Trank und Speise sein; stimmt dein Seufzen und dein Stöhnen auch in deine Lieder ein; kränkt der Neid dir Herz und Mut, kommst du hier um Hab und Gut: Zion, laß dir doch nicht grauen; du kannst deinem Gott vertrauen. 3i on, ler- ne dies be- den- ten; 2. Treiben dich die Meereswellen in der wilden, tiefen See, wollen sie dich gar zerschellen, mußt du rufen: Ach und Weh! Schweigt dein Heiland still dazu, gleich als schlafend in der Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen; diese Flut wird bald sich legen. 3. Berg und Felsen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn; dennoch hat es keine Not in dem Leben und Tod: Zion, du kannst doch Herzeleid, dennoch wirst du nicht 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit viel Qual und 248 Kirche und Reich Gottes. zu Schanden, denk nur an die Ewig- schöne Gnadensonne, Jesus Chri feit; sei getroft und wohlgemut; stus, naht zu dir, gibt dir einen denn der Herr ists, der es thut: Freudengruß und den rechten Frie Zion, Gott wird dich schon stärken; denskuß: Zion, wo ist nun dein dieses mußt du eben merken. Klagen? jetzt kannst du von Freu den sagen. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon herbei; gib dich nur in Gottes Hände, der macht dich von allem frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn gibt er dir die Freudenkron: Zion, Gott, dein Schuß, wird wachen und die Welt zu Schanden machen. 8. Freuet euch, ihr Himmels erben, freuet euch mit Zion hier! Die vor Jammer wollten sterben, sollen leben für und für. Dort ist nicht mehr Angst und Qual in dem schönen Himmelsfaal: Zion, wer will dich nun scheiden von dem 7. Halleluja! Deine Wonne bricht Lamm und ewgen Freuden? anjetzt mit Macht herfür; denn die 319. Joachim Pauli, geb. c. 1636. Peter Sohren. 1668. 2. 2 Mel. Mein Herzens- Jesu zc. 1. O Va- ter der Barm- her- zig- keit, ge- sam- melt zur A- po- stel zeit = du haft durch dei- nes Geistes Kraft zu deinem Reich berufen. 2. Aus ihrer Mannigfaltigkeit des Streits und vieler Sprachen, dadurch sie in der Welt zerstreut sich voneinander brachen, hat sie dein guter Geist geführt und sie mit Herrlichkeit geziert in Einigkeit des Glaubens. branog der du dir dei- ne Her- den und herr- lich las- sen werden, 3. Ach, sei doch auch zu dieſer Zeit uns, Vater, wieder gnädig, und mach uns von dem Zank und Streit hinwieder frei und ledig. Gib, daß dein Häuflein für und für in Einem Geiste diene dir, in deiner Liebe lebe. die große Schar der Hei- denschaft ud isl 4. Ach, sieh doch, wie des Sa tans List sie jämmerlich zertrennet, wie man im Streit der Lieb ver gißt, im Unverstande brennet, wie alles in Verwirrung geht, da eins das andre nicht versteht und sich um nichts entzweiet. indick 5. Ach, Herr, hilf solchem Übel ab, versammle deine Herde, daß unter deines Wortes Stab sie wie der einig werde, und das Band der Vollkommenheit, die Liebe, uns aus allem Streit in deinem Geiste sting bringe. Kirche und Neich Gottes. 249 6. Wie lieblich ists, wenn Brü- Wohlgeruch erfüllet, und wie vom der sich in rechter Treu verbinden, Hermon fällt der Tau ringsum im Haus des Herrn einmütiglich auf Zions Berg und Au und alles sich stets zusammenfinden, wenn sie Land erquicket: im Geist zusammenstehn, zu Gott in Einem Sinne gehn und halten an mit Beten. tio 7. Gleichwie der edle Balsam dort von Aarons Haupte quillet, der ringsumher den ganzen Ort mit 320.830 Indiacht spor bro Eigne Melodie. Jubhin nannbu 8. Also fleußt Gottes Geist und Gnad von Christo zu uns nieder auf die, so er erwählet hat, auf alle seine Glieder. Das ist die Frucht der Einigkeit: Heil, Segen, Leben alle Zeit und alle Himmelsgüter. Heinr. Georg Neuß, geb. 1654,+ 1716. 1. Fah- re fort, fahre fort, Zion, fah- re fort im Licht! ma- che dei- nen Leuch- ter hel- le, laß die erste Lie'- be nicht, su- che stets die le- bensquelle; Zion, dring- e durch die eng e Pfort! fahre fort, fah- 2. Leide dich, leide dich, Zion, leide ohne Schen Trübfal, Angst mit Spott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone! Zion, fühlest du der Schlangen Stich: leide dich, leide dich! 1704. 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen; achte nichts ihr Gut und Geld, nimm nicht an das Bild des Drachen! Zion, wenn sie dir viel Lust verspricht, folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten; Zion, beides das, was = re fort! krumm und schlecht, prüfe recht, prüfe recht! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott, stärke dich mit Geist und Leben; sei nicht wie die andern tot, sei du gleich den grinen Reben; Zion, in die Kraft für Heuchelschein dringe ein dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfür, Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet; Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür brich herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu, laß dich ja nich 250 Kirche und Reich Gottes. laulich finden; auf, das Kleinod hinten: Zion, in den letzten Kampf rückt herbei; auf, verlasse, was da- und Strauß halte aus, halte aus! Joh. Euseb. Schmidt, geb. 1669, † 1745. 321. Mel. Jesu, hilf siegen zc. 1698. 3 1. Großer 3m- ma- nu- el, schau- e von oben auf dein er- lö- stes, er fie- he doch, wie die Ty- ran- nen noch to- ben, wie sie ver- feh- ren die tauf- tes Ge- schlecht; Wahr- heit und Recht! Lü- gen und Irr- tum muß gel- ten auf Er- den; = Un- schuld und Wahr- heit muß Ke- te rei wer- den. 2. Seelen, die sonsten sehr eifrig gerungen, werden jetzt müde und schlafen fast ein. Scheints doch, als wenn sie der Arge bezwungen, nicht mehr so eifrig im Kampfe zu sein. Alles wird irre, weil Argwohn regieret und auch einfältige Herzen verführet. 3. Schmerzlich erfährt man, wie Kinder sich trennen, welche die himmlische Mutter gebiert; wie auch die Brüder einander nicht kennen, herzliche Freundschaft sich täg lich verliert, viele sich scheiden, und viele sich spalten, weil man die Liebe so läffet erkalten. 4. Lange, ach lange schon seufzen die Deinen, daß man uns Freiheit und Freudigkeit kränkt, mit dir, o Heiland, es treulich zu meinen, 322. recht zu gebrauchen, was du uns geschenkt. Wolln wir dir dienen in heiliger Stille, sagt man, es sei das nur eigener Wille. 5. Weil denn die Armen so seus zen und stöhnen, komm doch, o Jeſu, und mache dich auf; rett uns von allen, die trotzig uns höhnen und uns aufhalten in unserem Lauf; kräftig und freudig die Wahrheit zu lehren, wollest du schenken, dem Vater zu Ehren. 6. Willige Opfer wird alsdann dir bringen nach dem Triumphe die heilige Schar; liebliche Lieder da werden erklingen, wenn nun be ginnet das selige Jahr, welches zu Zions Errettung erscheinet und uns zur völligen Freude vereinet. Christian Andr. Bernstein, † 1699. Ph. E. Bach. 1787. Mel. Wie groß ist des: c. 1. Ich lo- be dich von gan- zer See- len, dir wollen ei- ne Kirch er- wäh- len, daß du auf die- sem Er- den- treis o Gott, zu dei- nes Namens Preis, Kirche und Reich Gottes. da- rin- nen sich viel Menschen fin- den zu einer heiligen Gemein, auf daß von allen ihren Sünden sie Christi Blut nun wa- sche rein. 2. Du rufest auch noch heutzutage, daß jedermann erscheinen soll; man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll; deswegen schickst du auf die Straßen, zu laden alle, die man findt, und willst auch die berufen laffen, die bli und lahm und Krüppel sind. gründen, als auf den Grund, den du gelegt; hilf uns aus Gnaden überwinden, weil stets auch noch der Feind sich regt; und wo noch Runzeln sind und Flecken, die Christi Braut sich angehängt, die wollst du mit der Liebe decken, mit der du uns den Sohn geschenkt. 5. Erhalt uns, Herr, im wahren Glauben und frommen Leben bis ans End; ach, laß uns ja den Schatz nicht rauben: dein heilig Wort und Sakrament. Erfüll die Herzen deiner Christen mit Geistessegen, Fried und Freud, daß sie in Lieb und Treu sich rüsten zur ungefärbten Einigkeit. Fr. Ronr. Hiller, geb. 1662, † 1726. Mel. Mein Herzens- Jesu zc. Peter Sohren. 1668. 3. Du hast dir, Gott, aus vielen Zungen der Völker eine Kirch erbaut, darinnen dein Lob wird besungen, die deinem Worte gläubig traut; du hast ihr Christum ja gegeben zu ihrem königlichen Haupt: so führ es nun zum rechten Leben, was deine heilge Kirche glaubt. 4. Wir wollen auf nichts andres 323. et 1. Ich glaube, daß die Heiligen weil sie in Einer Gna- de stehn 251 So vie- le Chri- ftus ma- chet rein, und alle Him- mels- schä- ze. 2. Zwar nicht das gleiche Schickfal fällt hienieden jedem Gliede; es dauern noch in dieser Welt die äußern Unterschiede: dem einen fällt ein armes Los, der andre ist geehrt und groß; das will ein Christ nicht ändern. im Geist Ge- meinschaft haben, und Eines Gei- stes Ga- bent. die ha- ben all sein Gut ge- mein 3. Doch in der neuen Kreatur ist keiner klein, noch größer; wir haben Einen Christus nur, den einigen Erlöser, das Licht, das Heil, den Morgenstern; Wort, Tauf und Nachtmahl unsers Herrn ist allen gleich geschenket. 252 4. Da ist kein Knecht, noch Freier mehr; da sind sie alle Kinder; der Reichtum macht hier keine Ehr, die Armut keinen Sünder. Gott sieht hier nicht Personen an, indem der Reiche arm sein kann, der Arme reich an Gnaden. Kirche und Reich Gottes. 5. Die Sonne der Gerechtigkeit will allen Gnade geben; der Geist gibt allen allezeit als Gottes Odem Leben, weil uns der Vater alle liebt, so wie der Himmel uns umgibt; wir haben gleiche Güter. 6. Ein Himmel, Eine Seligkeit, Ein Vorbild und Ein Hoffen, Ein Recht, Ein Vaterherz im Leid, Ein Segen steht uns offen. Uns führt Ein Weg dem Himmel zu, wir hoffen alle Eine Ruh, allein durch Einen Glauben. 7. Wir leiden mit, wir ziehen an ein herzliches Erbarmen; und wenn das Herz nichts weiter kann, so seufzt es für die Armen. Denn solch ein Glied, dem durch sein Herz nicht geht der andern Glieder Schmerz das hat gewiß kein Leben. 8. So trägt ein Glied des an dern Last um seines Hauptes wil len; wer seiner Brüder Lasten faßt, lernt das Gesetz erfüllen, wo Christus uns zum Vorbild geht; dies könig lich Gebot besteht in Einem Wörtlein: Liebe! 9. Wie ist der Heilige so groß der mir hier vorgegangen, mit dem ich als ein Kreuzgenoß Gemein schaft soll erlangen! Bedenk, mein Herze, wer es ist! Es ist der Hei land, Jesus Christ, der Sohn des Allerhöchsten. 10. Ich will mich der Gemein schaft nicht der Heiligen entziehen; wenn meine Brüder Not ansicht, so will ich sie nicht fliehen. Hab ich Gemeinschaft an dem Leid, ſo laß mich an der Herrlichkeit auch einst Gemeinschaft haben! Phil. Fr. Hiller, geb. 1699,+ 1769. 324. per 1. Dein Wort, o Herr, bringt uns zusammen, daß wir in der Gemeinschaft ftehn: es läßt an uns die süßen Flammen des Glaubens und der Liebe sehn: Mel. Mein Jesu, dem die Seraphinen 2c. 1704. wir wer- den durch das Wort der Gnaden auch zur Gemeinschaft je- ner Schar, die um das Lamm be- ständig war, ge- lockt und kräf- tig ein- ge- la- den. 2. Nur Menschen, die von Gott erforen, die läßt er Wunderliebe geboren, die unter Einem Haupte sehn. Gemeinschaft mit dem Bater ftehn, die hat der Herr sich aus- haben und mit dem Sohn im heil Kirche und Reich Gottes. 253 gen Geist, das ist, was ihre Seele Schmerzen; eins reicht dem andern ſpeist; nur das kann sie vollkommen mist upp labent. seine Hand, und wollen sich mit Freuden dienen, mit Herz und Auge, Hand und Fuß, bis zu dem völligen Genuß des großen Guts: ich, ich in ihnen! 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, sein Geist das Band, das uns umschlingt; die Seelen all, die er durchdringt, sind, was wir heilge Kirche ner tent. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Bater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußt! Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hie wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit; des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit; der heilge Geist tritt mit dem Öle des Friedens und der Freude zu: dann schmeckt das Herz die Gottes- Ruh; die Kraft durchdringet Leib und Seele. 6. Die Eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für Einen Mann; macht sich der Feind an eins vermessen, sobald greift er sie alle an; sie fallen betend Gott zu Füßzen und siegen in des Herren Kraft; sie wollen von der Brüderchaft der Heilgen nicht das kleinste missen. 7. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Thränenthal ins Vaterland, versüßen sich die bittern Joh. Ludw. Konr. Allendorf, geb. 1693, 1773. 325. 1. Wenn Christus seine Kirche schützt, so mag die Hölle wüten; er, der zur Rechten Gottes sitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hilfe nah; wenn er gebeut, stehts da. Er schüßzet ſeinen Ruhm und hält das Christentum; mag doch die Hölle wüten. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören; denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts, des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empören! 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn; wir halten fest am Glanben. Gelobt jei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr Herr Zebaoth hält über sein Gebot, gibt uns Geduld in Not und Kraft und Mut im Tod; was will uns denn erschrecken? Christian Fürchteg. Gellert, geb. 1715,+ 1769. 254 326. Kirche und Reich Gottes. Mel. Es ist das Heil 2c. 1, Die Feinde dei- nes Kreuzes drohn, dein Reich, Herr, zu zer- stö- ren. Du a- ber, Mittler, Got- tes Sohn, kannst ihrem Tro- te wehren. Dein Thron befte= het M e= wig- lich; ver- geb- lich wird sich wi- der dich die Macht der Hölle rü = 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Menschenkindern; drum konnt auch keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir inmerdar und wird selbst durch der Feinde Schar zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wolleft deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten, und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten! Vom Aufgang bis zum Niedergang bring alle Welt dir Preis und Dank und glaub an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich empören, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüttert im Vertraun auf deine Zukunft warten. 1523. ften. 5. Uns, deine Gläubgen, wollest du fest in der Wahrheit gründen, daß wir für unsre Seelen Ruh in deiner Gnade finden. Mach unsers Glaubens uns gewiß; vor Irrtum und vor Finsternis bewahr uns bis ans Ende. 6. Dein Geist führ uns auf ebner Bahn und heilge unsern Wil len, so wird dein Volk dir unterthan, gern dein Gesetz erfüllen, bis du erscheinest zum Gericht und dann vor deinem Angesicht die Menschen finder sammelst. 7. Voll Zuversicht erwarten dich Herr, alle deine Frommen, und freun des großen Tages sich, da du wirst wiederkommen. Dann wer den wir, o Gottessohn, den uns verheißnen Gnadenlohn, dein Him melreich, ererben. Balth. Münter, geb. 1735, † 1793. 327. fet, 1. D = Je su, Licht und Heil der Welt, der du in diesem Le- ben dein Wort, das Got- tes Rat ent- hält, zur Nichtschnur uns ge- ge- ben, Mel. Mein Herzens- Jesu zc. Peter Sohren. 1668. Missionslieder. du bist der Herr der Chri- sten- heit, die du voll Huld und Freundlichkeit dir aus den Menschen sammelft. 2. Du willst sie als dein Eigentum zur wahren Weisheit leiten, und durch dein Evangelium zur Seligkeit bereiten. Du, Herr, bist groß von Rat und That, und was dein Mund versprochen hat, wirst du gewiß erfüllen. 3. Du bist der Deinen Trost und Heil; so viel nur an dich glauben, die haben an dem Segen teil, den uns kein Feind kann rauben. Zufriedenheit und Himmelsruh fließt allen schon auf Erden zu; dein ist des Guten Fülle. 4. Mag auch der Spötter immerhin auf deinen Ruf nicht hören, und mancher in verkehrtem Sinn sich wider dich empören; es fällt doch deine Kirche nie; du hältst, und du beschützest sie durch deines Geistes Weisheit. 255 5. Dein ist das Reich und dein die Kraft; wer sollte dir nicht trauen? auf dich, der alles kann und schafft, nicht seine Hoffnung bauen? Dein Heil ist unser höchstes Gut; hilf, daß wir stets mit frohem Mut dich vor der Welt bekennen. 6. Zwar kämpfen wir noch manchen Streit auch mit uns selbst auf Érden; doch werden zur Vollkommenheit auch wir erhoben werden. Dann endet sich der Deinen Müh; dann krönest und belohnst du sie mit Preis und ewger Freude. 7. Dann sehn wir dich in Majestät, und uns gleich deinen Engeln zu nie empfundnem Glück erhöht, befreit von allen Mängeln. Dann preisen wir frohlockend dich, daß deine Macht und Gnade sich so hoch an uns verherrlicht! Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, † 1797. Missionslieder. 328. fe- off ben; 1. Es woll uns Gott ge- nä- dig fein und seinen Se- gen ge sein Ant- li uns mit hel- lem Schein er- leucht zum ew- gen le= ben, * Eigne Melodie. 1525, daß wir er kennen seine Wert, und was ihm liebt auf Erden, 256 Missionslieder. this und Je- sus Chri- stus Heil und Stärt bekannt den Hei- den wer- den * und sie zu Gott be= feh= rell. 2. So danken, Gott, und loben dich die Heiden überalle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich 329.. sisamu omnum sds Mel. Herr Jesu V. 3. hei- lig al= ler das Volk in guten Thaten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl geraten. Uns segen Vater und der Sohn, uns segen Gott der heilig Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen Amen! 760 18 Bun notisid s Dr. M. Luther, geb. 1483, † 1546. du snd iing in de Christ, meins zc.) pats 1676. - 1. Je- su Chri- ste, wah- res Licht, er- leuch- te, die dich ken- nen nicht, 190113 und bring- e fie e zu deiner Herd, daß ih- re Seel auch se- lig werd. 2. Erfüll mit deinem Gnaden- lehr, die nicht bekennen wollen frei, schein, die in Irrtum verführet was ihres Herzens Glaube sei. sein, auch die, so heimlich sichtet an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. In 200 pos 5. Erleuchte, die da sind ver blendt; bring her, die sich von uns getrennt; versammle, die zerftreuet gehn; mach feste, die im Zweifel stehn: 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad, und sein verwundt Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. 4. Den Tauben öffne das Gehör; die Stummen richtig reden 330. od Sire hile 6. So werden sie mit uns zu dos gleich auf Erden und im Himmel reich hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. Ju du zc. Crüger. 1653. 110th) 100 d- sp- u Mel. O Ewigkeit, 1. Die Macht der Wahrheit bricht her- für sbo des Reichs Er- kennt- nis ge= het auf und klopft an vieler Herzen Thiir, und führet ihren schnellen Lauf Missionslieder. daß man sie woll ein- las- sen; durch aller Völ- ter Stra- ßen; er= öffnet sich nun all- zu- gleich. 2. Seht, was der Herr für Wunder thut! Er gibet seinen Boten Mut und Kraft den Wahrheitszeugen, die er aussendet spät und früh; was sie gehört, posaunen sie und könnens nicht verschweigen. Sie breiten aus zu seinem Ruhm das ewge Evangelium. 3. Ich lasse, spricht das A und O, vom ewgen Evangelio die Botschaft nun ertönen; ich laß ausrufen Fried und Freud, wie alles Volk soll sein bereit, mit mir sich zu versöhnen. Mein Engel, der die Botschaft bringt, sich mitten durch den Himmel schwingt. ja, das Er- kennt- nis samt dem Reich 257 5. Es hören die Geheimnisse jetzt Würdge und Unwürdige, die hier auf Erden leben; sie hören diese Freudenpost, dies große Zeugnis nun getroft und können sich ergeben dem großen König aller Welt, der Liebe, Bund und Gnade hält. 6. Ich habe die Unwissenheit bisher in der vergangnen Zeit aus Gnaden übersehen; nunmehro da aufgeht das Licht, werd ichs so übersehen nicht, wie bis daher geschehen. Die Wahrheit will, wie sichs gebührt, mit Dank sein zu Gemüt geführt. 7. Ich, ich will machen alles neu; die Kreatur soll werden frei vom Dienst der Eitelkeiten. Wohl dem, der dieses fassen kann, und nimmt in meinem Sohn mich an zu diesen frohen Zeiten. Wie selig ist, der diesen Tag des Heiles jetzt 4. Er wird gesehen überall; man höret seinen Friedenshall; den Völfern, Sprachen, Zungen wird meine Gnade weit und breit, der Reichtum meiner Gütigkeit verkündigt und gesungen; man rufet aus bald hier, bald dar das große Hall- und erkennen mag! Jubeljahr. 331. Eigne Melodie. Aus v. Raumers Ges.- Buch. 1713. 1. Auf, ihr Hei- den, lo- bet Gott, der euch aus des. To- des Schat- ten, so euch in der Fin- ster- nis vor- mals ganz um- ge- ben hat- ten, zu dem wah- ren Licht gebracht, und euch Ar- me nicht ver- acht't; Vet. m. Not. 17 258 to- bet jei- negro- ße Gü- te tofinnst Garriga gid 332. felf Missionslieder. 2. Alle Völker, preiset Gott, der aus unverdienter Gnade hat durch seinen Sohn gemacht, daß der alte Fall nicht schade, der euch hilft durch Christi Tod aus der Sünd und aller Not; preiset solche große Güte stets mit dankbarem Gemüte. 1. Wach auf, du Geist der die Tag und Näch- te stets mit dant- ba- rem Ge- mit= te. 3. Gnad und Wahrheit, die da ist durch den Herren Christum kom men, so wir auch von seiner Füll durch den Glauben angenommen, walte mächtig allezeit über uns in Ewigkeit; rühmet folche große Güte stets mit dankbarem Gemüte. Goog thi Joh. Euseb. Schmidt, geb. 1669, † 1745. ( 1690.) 1704. Mel. Dir, dir Jehova c. Zions Mau- ern stehn, Feind ent- gegen- gehn, er- ften Zeu- gen, nim- mer schwei- gen, der Wächter, die auf und die getroft dem ja de- ren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Böl- fer Scha- ren zu dir bringthan our bank ads sit ligjurşun isdn 2. daß doch bald dein Feuer widerfahren und brich in Satans brännte! möcht es doch in alle Reich und macht hinein. breite Lande gehn! Gib zu der Ernte doch Herr, auf weitem Erdenkreis dein die Hände! Gib Knechte, die in Reich bald aus zu deines Namens trener Arbeit stehn! Herr der Preis! Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. Jedrili 5. Ach, daß die Hilf aus Zion käme! daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach, reiß, o Herr, den Hintmel bald entzwei und komm herab zur Hilf und mach uns frei! 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünftig darum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evange listen sein; laß eilend Hilf uns 6. Ach, laß dein Wort recht schnelle laufen! Es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen der Missionslieder. 259 Heiden Füll zu allen Thoren ein! daß Kirch und Schul ein Garten Ja, wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beßre Zions wüste Stege, und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räume bald aus jedem Wege. Vertilg, o Herr, den falschen Glaubenswahn und mach uns bald von jedem Mietling frei, 229 metodinad tim& 1913 333. eaardag idinih Mel. Freu dich sehr, o zc. 1. Herr, wie sind noch viel der Hei- den, die in To- des- schat- ten gehn! Komm, o Hirt, auch sie zu wei- den; kannst du sie ver- ir= ret sehn? Nimm der Her de selbst dich an, all auf wei- tem Er- den- run- de 2. Herr, laß deine Boten eilen, jende Knechte mehr noch aus, deine Gaben auszuteilen, sie zu laden in dein Haus. Manchen Jüngling, dir mit und Geist gekrönt dem gebundnen Knecht der Sünden deinen großen Namen fünden. Gottes sei. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein; ja, sitze du nur auf dem Stühle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer überall erstehn, die für die ganze Kirche betend flehn. sun do mind hand R. Heinr. v. Bogatty, geb. 1690, † 1774. mendimod tim 9191) 91110 1551. P füge zu dem Gna- den- bun- de. 3. Herr, wir sind ja deine Christen, sollten wir nicht. Herz und Hand zu dem großen Baue rüsten deines Reichs in allem Land? Gib ein Herz Liebe warm, das des Jammers sich erbarm, und die vielen weit Verirrten bring zu dir, 18 dem guten Hirten. or Bun lig sid and the d MIT 910 1920 hod thi str 334. flise mind and lumit nisht sidenstrad Idog sid jarg fi Mel. Nun komm, der Heiden zc. Ind( Altkirchlich.) 1524. Bun Hock mind thizet füh- re fie des Lebens Bahn; hör auf unser kind- lich Flehn, notunt, shor 2. Jesu, ziehe bei uns ein, laß uns ganz dein eigen sein; schenk dlod 1. Seifu, bit- tend tommen wir mit den Dei- nen jetzt zu dir; llo was wir bit- ten, laß geschehn! uns allen deinen Geist, den dein teures Wort verheißt. 17* 260 Missionslieder. 3. Weck die tote Christenheit keine List noch Macht; schaffe Licht aus dem Schlaf der Sicherheit; in dunkler Nacht. mache deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. 4. Laß dein Wort zu dieser Zeit kräftig schallen weit und breit! Allen Heiden werde kund deiner Gnade Friedensbind. 6. Gib den Boten Kraft und Mut, Glaubenshoffnung, Liebes glut; laß viel Früchte deiner Gnad folgen ihrer Thränensaat! 7. Zion, danke deinem Herm was du bittest, thut er gern; ja, kommt mit seinem Reich; was ist 5. Thu der Völker Thüren auf; deines Himmelreiches Lauf hemme seinen Freuden gleich? 335. be 1. Wie groß, wie an Wie hell wards in Mel. Wie schön leucht zc. Herrscher Jesu Christ, Leh= re, wie zer- riß, Als du, Christian Gottlob Barth, geb. 1799, † 1862. ge= be= tet ist der Fin- ster- nis + wie teu er wie floh des Herr, famst, hör- ten Tau- be, 1599. J dein Name durch deine deinem Vol= te! Irr- tums Wol= ke! und der Glau- be half den Kran- ken, Stum- me sang en, dir zu dan= ken. 2. Nur Schwache warens, die Was sind Menschen, daß auch Sün dein Licht verbreiteten, die Weisen der Gottes Kinder werden sollen, nicht. Wo sind sie? Wo die Hohen? wenn an dich sie glauben wollen? und wo die Reichen? wo die Macht, vor der des Götzendienstes Nacht und ihre Schatten flohen? Nicht fie, Jesu, deine Lehren, die wir hören, machen weise, dir zum Ruhm und Gott zum Preise. num 4. Du hast dich deiner Herrlich keit entäußert, eine kurze Zeit für uns von Gott verlassen. Und nu mit Preis und Ruhm gekrönt, machst du selig, die versöhnt de Sünde Greuel haffen. Sünder willst du Heil und Leben wiede geben; richtest alle, die nur wollen, auf vom Falle. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn; wir werden deinen Himmel sehn, den Preis von deinen Leiden genießen, weil du für uns 5. Vom Aufgang schallt zum starbst, was du uns durch dein Blut Niedergang dein Wort und auch erwarbst, der Engel hohe Freuden. der Lobgesang erretteter Gerechten Missionslieder. Unzählbar sind die Scharen schon, die gerne dir vor deinem Thron ein würdig Loblied brächten. Ihrer, Jesu, Jesu, werden mehr auf Erden dir lobsingen, Preis und Ruhm und Dank dir bringen. 6. Wie groß, wie angebetet ist dein Name, Herrscher Jesu Christ, 336. 261 wie herrlich bei den Deinen! Doch, führst du uns zu deiner Ruh, o wie weit herrlicher wirst du den Deinen dann erscheinen! Ewig müsse dir zur Ehre ihrer Chöre Lob erschallen, durch die Himmel wiederhallen! Joh. Andr. Cramer, geb. 1723, † 1788. Mel. Mein Herzens- Jesut 2c. Peter Sohren. 1668. 1. Wir sind ver- eint, Herr Jefu Chrift, in dei- nem heil- gen Na- men; der Men- schen- sohn allein du bist, der sä- et guten Sa- men ,; der A- cker ist die ganze Welt; o pflanze selbst im wit- sten Feld dir deines Rei- ches Kinder! verheißnen Gottesreich vor allem Ding zu trachten. 2. Sa Erstgeborner, ewger Fürst sich und andre stets zugleich nach der Könige auf Erden, von allen dem Heiden sollst und wirst du angebetet werden. Das glauben und drum hoffen wir, die du zum Werke rufst, von dir auch unsrer Saat Gedeihen. 4. Was wirds doch einst für Freude sein, wenn deine Schnitter ernten, und alle dann sich ewig freun, die deiner harren lernten! Wir harren dein; o siege du in deinen Gliedern, bis die Ruh für Gottes Volk erscheinet. Rud. Stier, geb. 1800, † 1862. 3. Gib uns durch deines Geiftes Kraft, Herr Jesu, heiße Liebe, die Eintracht, Mut und Eifer schafft, daß sich ein jeder übe, für 262 Sünde und Buße. aidolsi simpl Fünfte Abteilung. med rise angring si Kism dit out an steht auf Er Das christliche Leben. den. the Sünde und Buße.si i od and du trad och sun rosiid u tisur pislg( bi ji? S 337, our mid thing. Ant jo sto sed mo ald dlude(), 1790, die Eigne Melodie. Bad mist 80l 1545. fe drissrustr 1. Al- lein zu dir, Herr Jesu Christ, door a da ti b kein Trost mag mir sonst wer .888 = ( 11Ich weiß, daß du mein Tröster bist: tovi ing mein Hoff- nung den. Von An- be- ginn ist nichts er- forn, A Hoo auf Er- den war kein Mensch ge- born, der mir aus Nö- ten hel- fen kann; ich ruf dich an, zu dem ich mein Ver trau= en han. disebut is said Dingen lieben dich, und meinen Nächsten gleich als mich; am letz ten End dein Hilf mir send, da durch behend des Teufels List sich von mir wend. troge, sie 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn der uns allzeit behüte, und Gott 3. Gib mir nach dein'r Barm- dem werten heilgen Geist, der alle herzigkeit den wahren Christenglau- zeit uns Hilfe leist, daß wir ihm ben, auf daß ich deine Süßigkeit sein zum Dienst bereit hier in der mög inniglich anschauen; vor allen Zeit und dort hernach in Ewigkeit. fto toppisput id and dar Johann Schneefing, 1567. 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß, und reuet mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen, und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, so werd ich los der Sünden Last; Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. stolk Ostschmer 338. Sünde und Buße. Eigne Melodie. e 7 1. Ach, Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein be- gangne Sün- den; 4. Solls ja so sein, daß Straf und Bein auf Sünde folgen müssen, 339. 263 da ist nie- mand, der hel- fen kann, in dieser Welt zu fin- den. 2. Lief ich gleich weit zu dieser so fahr hie fort, nur schone dort und Zeit, bis an der Welte Enden, und laß mich hier wohl büßen. wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet; ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich verfühnet. 5. Gib, Herr, Geduld, vergib die Schuld, verleih ein g'horsam Herze; laß mich nur nicht, wie's oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen. 6. Handle mit mir, wie's dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; wollst mich nur nicht dort ewiglich von deiner Liebe scheiden. Martin Rutilius, geb. 1550, † 1618. 1539. Mel. Vater unser 2c. 1625. C 1. So wahr ich le- be, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sün- ders Tod; von seiner Bos- heit keh- re fich 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd; hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar durch einen teuern Eid; o selig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: es ist noch gute Zeit; ich will erst fröhlich sein auf Erd, und wenn ich lebensmüde werd, vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sün- den hal- te still, De und lebe mit mir e- wig- lich. alsdann will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist zwar stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem böſen Sinn, und seiner Seelen selbst nicht schont, der wird mit Ungnad abge lohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott 264 Sünde und Buße. von wegen Christi Blut und Tod; doch sagen hat er nicht gewollt, ob du bis morgen leben sollt; daß du mußt sterben, ist dir fund, verborgen ist des Todes Stund. gar tot. So du nun stirbeft ohne Buß, dein Leib und Seel dort bren nen muß. isn hun duz of o7. Hilf, o Herr Sesu, hilf du mir, daß ich jetzt komme bald zu dir und 6. Heut lebst du, heut bekehre Buße thu den Augenblick, eh mich dich; eh morgen kommt, kanns än- der schnelle Tod hinrück, auf daß dern sich; wer heut ist frisch, gesund ich heut und jederzeit zu meiner und rot, ist morgen krant, ja wohl Heimfahrt sei bereit. 100-07 m 2 310 is Johann Heermann, geb. 1585, † 1647. 1976 hit- dres dos alt du tistibl Miel. Auf meinen lieben Gott 2c. ( 1574.) 1605. 340. &# 1. Wo soll ich flie- hen hin, weil ich beschwe- ret bin mit viel und großen Sün- den? Wo kann ich Ret- tung finden? Wenn alle Welt her- tä- me, = mein Angst sie nicht weg- näh- me. on 2. O Jesu voller Gnad, auf 6. Mir mangelt zwar sehr viel; dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte; laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. doch was ich haben will, ist alles mir zu gute erlangt mit deinem Blute, damit ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. llam 3. Durch dein unschuldig Blut, 107. Und wenn des Satans Heer vergoffen mir zu gut, wasch ab all mir ganz entgegen wär, darf ich doch meine Sünde, mit Trost mein Herz nicht verzagen, mit dir kann ich ſie verbinde und ihr nicht mehr gedenke, schlagen: dein Blut darf ich nur ins Meer fie tief versenke.si zeigen, so muß ihr Trutz bald 4. Du bist der, der mich tröst, schweigen, miqesde o weil du mich haft erlöst. Was ich 8. Dein Blut, der gefündigt habe, hast du verscharrt im Grabe; da hast du es verschlossen, da wirds auch bleiben müssen. solche Stärk und Kraft, daß auch edle Saft, hat ein Tröpflein kleine die ganze Welt kann reine, ja gar aus Teufels Ra chen frei, los und ledig machen. 5. Ist meine Bosheit groß, so werd ich ihr doch los, wenn ich dein Kreuz umfasse, und mich darauf verlasse; wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 9. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich; jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß Sünde und Bußze. 265 ich ererben; denn du haft mirs er- ich mög alles meiden, was mich und worben, da du für mich gestorben. 10. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß du vid ug dind strofigaj hi and 341. bildspils mod birid do dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Glied auf ewig bleibe. d rad Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. 68000 8nd i nop de andsted hradd fidel us Mel. Aus tiefer Not zc. trunrot noprom d 1524. at 1. Va- ter der Barm- her- zig- feit, ich fal- le dir zu Fu- ße; ver- stoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch end- lich Bu- ße; was ich be- gang- en wider dich, ver- zeih mir alles gnädig- lich durch deine große Gitte. 2. Durch deiner Allmacht Mei- den Vater, daß er mir im Zorn sterthat nimm von mir, was mich nicht lohne nach Gebühr, wie ich quälet; durch deine Weisheit schaffe es hab verschuldet. Rat, worin es gib Willen, 1, Wetter, ſonst fehlet; Kraft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende.( bod 5 heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust ansicht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun und nimmermehr Begier nach Wollust, Geld und Ehr in meinem Herzen herrsche.doTER 3. O Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen. wahrer Gott, 6. Und wenn mein Stündlein o Davids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sich an mein täglich Rufen. ul misd palchi kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Truß und Lift durch Christi Sieg mög däm4. Laß deiner Wunden teures pfen, auf daß mir Krankheit, Angst Blut, dein Todespein und Sterben und Not und dann der letzte Feind, mir kommen kräftiglich zu gut, daß der Tod, nur sei die Thür zum Leben. ich nicht muß verderben. Bitt du David Denicke, geb. 1603, 1680. og sid nisl nishgärnis joltind& ud od 00 sobre u tüm mediold( bun edrior nd 342.38 Top Emer. Ach Jesu, dessen Treu 2c.802 anism 1648. mihain pidat qur ahol 11. Je- su, vol- ler Kraft! Hei- land vol= ler Güt= te! jumbe Laß deine Lieb und Kraft erfüll- len mein Ge- mit= te; n 266 2 sim Sünde und Buße. og mnich to weiß sonst keinen Trost auf dieser ganzen Welt, 3 wo od nicht sich dei= ne Delne Gnad mir Ar= men zu= ge= fellt. 2. Betrübt ist mir mein Herz von Quelle deiner Wunden, dadurch wegen meiner Sünde, die ich mit Traurigkeit und tiefster Reu em psinde; o wie hat doch das Gift, das auf uns ist geerbt, aufs allergreulichste uns durch und durch verderbt! togneresd mi man 3. Wie oft hat mir dein Wort das Böse untersaget, und mein Gewissen mich in Angsten angeklaget! Wie oft hat mich dein Wort bald so, bald so geschreckt, und mein Verderben mir im Grunde aufgedeckt! hab ich doch schon die Sünden überwunden; dem Vater bin ich ja durch dich schon ausgeföhnt, daß mich nun seine Gnad durch dein Verdienst bekrönt.de 17. Dies glaub ich, fühl ich schon die Menge meiner Sünden, drückt mich gleich ihre Last, muß ich gleich 3Zorn empfinden, so weiß ich doch du hast schon solchen Zorn gestillt der Sünden Macht zerstört und das Gesetz erfüllt.nia 4. Doch bleib ich immer noch in meinem Elend liegen, und kann nicht über mich und meine Sünde fiegen; mich schließet ihre Macht in ihre Fesseln ein; ich muß ein Sklav der Lust und meines Fleisches sein. 8. Ich wende mich zu dir, der du mich kannst erquicken; läßzt du mich deine Huld und Freundlichkeit erblicken, so weicht die Unruh weg der Sünden Macht zerbricht, ich finde Fried und Ruh in deinem Angesicht. dodwi hilde 5. O Jesu, der du hast die Finsternis der Höllen durch Blut und Tod besiegt, du kannst die Feinde fällen, die jetzo wider mich und meine Seele stehn; sprich nur Ein Wort, so muß ihr Trotz und Macht vergehn.de musie 6. Ach, laß mir offen stehn die 343. e P 9. Nun du, mein Heiland, du fannst mich doch nicht verlassen, da meine Glaubensarm' dich suchen zu umfassen; schließ ewig mich in dich und deine Liebe ein; dein will ich hier und dort, und keines an dern sein. Eigne Melodie. 1. Je- fu, der du mei- ne See- Le aus des Teu- fels finst- rer Höh- le träf- tig- lich heraus- ge= rif- fen, Joh. Friedr. Ruopp, † 1708. ( 1642.) 1662. haft durch dei- nen bit- tern Tod und der schweren Sün- den- not und mich sol- ches lassen wis- sen Sünde und Bußße. durch dein gna- den- rei- ches Wort: sei doch jetzt, o Gott, mein Hort. 2. Herr, ich muß es ja bekennen, daß nichts Gutes wohnt in mir; das zwar, was wir Wollen nennen, halt ich meiner Seele für; aber Fleisch und Blut zu zwingen und das Gute zu vollbringen, folget gar nicht, wie es soll; was ich nicht will, thu ich wohl. Herr, kannst es wehren, daß ich nicht den Fluch darf hören: Ihr zu meiner linken Handseid von mir noch nie erkannt. fi idd988 im 6. Du ergründest meine Schmerzen, du erkennest meine Pein; es ist nichts in meinem Herzen, als dein herber Tod allein. Dies mein Herz von Leid bedränget und mit deinem Blut besprenget, das am Kreuz vergossen ist, geb ich dir, de 267 3. Aber, Herr, ich kann nicht wissen aller meiner Fehler Zahl; mein Gemüt ist ganz zerrissen durch der Sünden Schmerz und Qual, Herr Jesu Christ. und mein Herz ist matt von Sor- 11 7. Nun ich weiß, du wirst mir gen; ach, vergib mir, was ver- stillen mein Gewissen, das mich borgen; rechne nicht die Missethat, plagt; deine Treue wird erfüllen, die dich, Herr, erzürnet hat. was du selber haft gesagt, daß auf dieser weiten Erden keiner soll verloren werden, sondern ewig leben soll, wenn er nur ist glaubensvoll. di 4. Jesu, du hast weggenommen meine Schulden durch dein Blut; laß es, o Erlöser, kommen meiner Seligkeit zu gut; und dieweil du so zerschlagen hast die Sünd am Kreuz getragen, o so sprich mich endlich frei, daß ich ganz dein eigen feil ign no muse 5. Wann ich vor Gericht soll treten, da man nicht entfliehen kann, ach, so wollest du mich retten und dich meiner nehmen an. Du allein, süßzen Ewigkeit. emist otrod our aid hi 8. Herr, ich glaube, hilf mir Schwachen, laß mich ja verzagen nicht; du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd und Tod ansicht; deiner Güte will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen dich, Herr Jesu, nach dem Streit in der quofdrolce Johann Rift, geb. 1607, † 1667. Ho Tim anl thi? a 1150 98 344. 1535. Mel. Es ist gewißlich zc. 1. Ich will von meiner Mis- se= that zum Herren mich be- feh- ren; dodu wol- lest selbst mir Hilf und Rat hie- zu, o Gott, be- sche- ren for- red the mobi 8194192 00 al -fi und dei- nesgu- ten Gei- stes Kraft, der neue Her- zen in uns schafft, 268 aus Gna- den mir ge= währen. 2. Ein Mensch kann von Natur doch nicht sein Elend selbst empfinden; er ist ohn deines Geistes Licht es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich er taub und tot in Sünden. mein will mir zerspring Verkehrt ist Wille, Sinn und Thun; en; ich sehe deines Donners Macht des großen Jammers wollst du nun, und Feuer auf mich dringen; du o Vater, mich entbinden. di regest wider mich zugleich des Todes und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. Sünde und Bußze. 3. Du hast in Christo mich erwählt tief aus der Hölle Fluten; es hat mir sonst auch nicht gefehlt an irgend einem Guten; und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. 4. Hab ich denn nun auch gegen dich Gehorsams mich beslissen? Nein! eines andern zeihet mich mein Herz und mein Gewissen; darin ist leider nichts gefund, an allen Orten ist es wund, von Sündenschuld zerriffen. 5. Die Thorheit meiner jungen Jahr, die Menge meiner Sünden verklagen mich zu offenbar; sie sind nicht zu ergründen. Und ihrer keine ist so klein, daß sie nicht sollte schon allein dein Strafgericht entzünden. 6. Bisher hab ich in Sicherheit ganz unbesorgt geschlafen, gedacht: es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu ftrafen; er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, 345. fes 1. Schaff in mir, Gott, ein fühlt von Sün- den es ein, ich flieh zu deinen Wunden; 8. Herr Jesu, nimm mich zu dir laß mich da eingeschlossen ſein und bleiben alle Stunden; du hast ja am Kreuzesstamm gebüßt und übero du Gotteslamm, all unsre Sünd wunden. daß er sein Herze lenke, und gnädig 9. Dies stelle deinem Vater für wiederkehr zu mir, nicht meiner Schuld gedenke, und alle meine men hast, ins tiefe Meer versenke. Sündenlast, die du auf dich genom 10. Hierauf will ich nun jeder zeit mit Ernst und Sorgfalt mei lieber alles leiden, denn daß ich den der schnöden Lüfte Eitelkeit und Sünd mit Willen thu; ach Herr, gib du stets Kraft dazu, bis ich von hinnen scheide. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg(?) geb. 1627, 1667. ( Nach dem Bayreuth. G.-B.) Mel. Herr, wie du willst 2c. rei- nes Herz, mein Herz ist ganz großen Schmerz, die ihm sind an- 1525. ver- der- bet; ge= er= bet, und die es noch thut oh- ne Scheu; ach ma- che, daß es wie der sei, wie du es haft er= schaf 2. Gib mir auch einen neuen Geist, der wie du sei gesinnet, der stets dir anhangt allermeist und, was du willt, beginnet; gib, daß ich hasse Fleisch und Blut, den Glauben üb in sanftem Mut, Zucht, Demut, Hoffnung, Liebe. Sünde und Buße. 3. Verwirf von deinem Angesicht, ob ich es gleich verdienet, mich, allerliebster Vater, nicht, weil Jesus mich verfühnet. Ach, laß doch nun und nimmermehr mich fallen als dein Kind so sehr, daß du es von dir würfest. 346. fet 4. Den heilgen Geist nimm nicht von mir, den bösen Geist vertreibe, daß ich, als nie entführt von dir, stets deine sei und bleibe; beherr= dir ge= P nad fen. nis sonido i tot dau duo, sche mein Herz, Sinn und Mut durch deinen Geist, so ist es gut im Leben und im Sterben. 269 deiner Hilfe tröste mich, hilf und vergib die Sünden, und sucht dann meine Seele dich, so laß dich von ihr finden, und dein Verdienst, Herr Jesu Christ, darinnen Trost und Leben ist: Trotz Sünde, Tod und Teufel! 6. Dein heilger Geist erhalt mich doch mit seinem Freudenöle, damit nicht das Verzweiflungsjoch verder= be meine Seele; sei du mein Freund, o Herr, allein; ach, laß mich deine Freude sein und führe mich zur Freude. 19/139; dlurbingd Ludäm. Elif., Gr. zu Schwarzb.- Nudolft., geb. 1640, † 1672. Prisht Sphistidin Eigne Melodie. odnalo ng him di dull admit plino Knecht. 1815. -P P 1. An dir al- lein, an dir hab ich ge- sün- digt und ü- bel oft an 50 than. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch ver- kün-digt. 93 of album Sieh, Gott, auch mei- nen Jam- mer an. ZIE site 2. Dir ist mein Flehn, mein ich sorgen? Wie lang entfernst du Seufzen nicht verborgen, und meine Thränen sind vor dir. Ach, Gott, mein Gott! Wie lange soll dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir 270 Sünde und Buße. nicht nach meiner Schuld. Ich freudig wallen, und lehre du dein suche dich; laß mich dein Antlitz heilig Recht mich täglich thun nach finden, du Gott der Langmut und deinem Wohlgefallen; du bist mein Geduld. 196 un bid gave( bildnum Gott, ich bin dein Knecht. 54. Früh wollst du mich mit dei- 6. Herr, eile, du mein Schut ner Gnade füllen, Gott, Vater der mir beizustehen und leite mich auf Barmherzigkeit. Erfreue mich um ebner Bahn. Er hört mein Schrein, deines Sohnes willen, du bist ein der Herr erhört mein Flehen und Gott, der gern erfreut. iden nimmt sich meiner Seelen an. 15. Laß deinen Weg mich wieder Chr. F. Gellert, geb. 1715, † 1769. e a nod to forgatom from his bin du 347. dire drur Irm Mel. Wer nur den lieben zc. mid( hi Neumark. 1657. 1, Herr, der du in der Höhe woh- nest, dich lie- ge tief ge- beugt vor dir. Herr, der du richtest und be- loh- neft, wie tief ist Sünd und Schuld in mir! Wie hoch, wie heilig dein Ge- bot! 2. Aus meiner Not, aus meiner Tiefe ruf ich zu dir, zu dir allein. Wenn ich zu einem andern riefe, es würde doch vergeblich sein. Mein Schreien steigt zu dir empor: Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! Ab- grund tie- fer See= len- not! fürchten muß. Doch, Herr, du kannst und willst vergeben aus der ner Gnaden Überfluß. Dein Wort, das Wort des Lebens, spricht: du willst den Tod des Sünders nicht! 3. Herr, willst du ins Gerichte gehen, der du unendlich heilig bist: ach, wer wird dann vor dir bestehen, wenn er auch sonst unsträflich ist? Dein Auge, das nicht fehlen kann, trifft überall noch Fehler an. do 6. Es heißt mich auf das Opfer schauen, das mehr als alle Sünden gilt. Es heißt mich auf den Felsen bauen, aus dem der Strom der Gnade quillt, die alles tilget, was mich quält, und gibt mir alles, was mir fehlt. regull og this user 17. Dein guter Geift will mich 4. Und, ach, mir wird die Welt erfreuen, und sich mein Herz zum zu enge, wenn des Gesetzes Donner Tempel weihn; ich soll den Richter schlägt, und meiner Übertretung nicht mehr schenen, aus Gnaden Wenge das ängstliche Gewissen regt, frei und selig sein. O Licht, das dich als einen Richter scheut, durch die Seele dringt und Licht in der Rechnung heischt und Strafe finstre Tiefen bringt! dog Sräut. N i dusundus 08. Trifft mich denn hier das Los der Deinen, dein Kreuz, das jeder Jünger trug: o endlich wird ein 5. In deiner Hand steht Tod und Leben; du bist es, den man Sünde und Buße. 271 Tag erscheinen, da du mir rufft: Sünden, ich bin von Straf und Es ist genug! Nur sei mein Leiter, bis es tagt, mein Trost, wenn alles Trost versagt! ( bio) Knechtschaft los. O Gnade, die nicht zu ergründen, Erlösung, die unendlich groß, die aus der tiefsten Not befreit und führt zur höchsten Seligkeit! non sonon 9. Ich hoff auf dich, du Kraft der Schwachen, auf dich, du Licht in Finsternis, auf dich, mein Hü- 11. O Bater, nimm für dein Erter, du wirst machen, mein Heil, du kommst und hilfft gewiß, wie angst mir auch die Trübsalsnacht um Hoffnung, Trost und Hilfe macht. barmen, o Sohn, für dein Versöhnungsblut, o Geist, du Trost der geistlich Armen, für deiner Gaben reiches Gut von Herz und Lippen Dank und Ruhm, und mich zu deinem Eigentum. 10. Genug, ich bin befreit von Paul Gottl. Werlhof, geb. 1699, † 1767. 348. o oud op Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. daydrite it fout sites on palese di C 1. Höchster, dent ich an die Güte, ton so wird mein ganz Ge- mit- te 0 i dd 1551. bir die du mir bisher er zeigt, zut der tief- sten Scham ge- beugt, daß ich dich ge= ring ge- schätzt, dein d bot hint- an- ge- fetzt hi und dich, der du mich geliebet, mit Ver- ge- hung- en allo al adom and 2. Alle meine Seelenträfte, meine Glieder find ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienstes fertig sein. O wie hab ich sie entweiht! Ach, zur Ungerechtigkeit und zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden 3. Deine Huld war jeden Mor gen über mir, o Bater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machte sie das Herz mir frei! Was mir nützte, gabſt du mir; aber ach, wie dankt ich dir? O wie hab ich so vermessen deines Wohlthuns Zweck bergessen! bild parti pol be- trit= bet. 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt ich ja die Sünde fliehnt, und von meinem Seelenschaden frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte ſelbst mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab ich gesündigt, Gott, mein Vater, ohne Scheu; dir hab ich oft aufgekündigt meine schuldge Kindestreu. Ach, vergib, was ich gethan; nimm mich doch erbarmend an, führe mich vom Sündenpfade schnell zurück durch deine Gnade. fid ud mode? du 272 6. Dir ergeb ich mich aufs neue; gib, daß mein gebeugter Geist deiner Vaterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sünde und Buße chose er die Sünder starb, Fried und Freude im Gewissen, ach, das laß auch mich genießen. 349. 1. Gott, dir ge- fällt kein gott- los We- sen; Drum laß von Sünden michge- ne- fen o sito isur bist Jan 81 7. Stärke selbst in meiner Seel den Entschluß, mich dir zu weihn. Gib, daß keine Kraft mir fehle folgsam deinem Wort zu sein Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 3. O stärke mich in dem Gedanfen, gib meinem Borsatz Festigkeit; und will mein schwaches Herz je wanken, so hilf der Unentschlossen heit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! Nimm deinen Geist nur nicht von mir! mein Herz dir heilig sei; dich zu lieben, dir zu leben, sei mein herz liches Bestreben. Joh. Sam. Diterich, geb. 1721, † 1797. 4. Gib, daß er mir stets Hilfe leiste und Mut und Kräfte mir verleih, daß ich mit kindlich treuem sin motor hon prat masat sid Joj usdun plots neds?( hom do 190501 bed sjor, thoil logn minst otsuch ein Herz, das sich vom Sinn der Welt ent- fernt und un- be- fleckt er- hält! 2. Laß mich auf die begangnen Geiste dir bis zum Tod ergeben Sünden mit inniger Beschämung sei; so sieg ich über Sünd und sehn, durch Christum vor dir Gnade Welt und thue, was dir wohlge finden und standhaft deine Wege fällt. gehn. Ich will forthin das Unrecht scheun, mein Leben deinem Dienste weihn. wer bös ist, blei- bet nicht vor dir. und schaffein reines Herz in mir, i suoi? A Neumark. 1657. 5. Doch wenn ich je aus Schwach heit fehle, mein Vater, so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der be trübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Angesicht; o Herr, mach in Bekümmernis mein Herz von dei ner Huld gewiß! 6. Erquicke mich mit deinen Freu den, schaff ein getrostes Herz in mit und stärke mich in froher Zuversicht zu dir, bis nach Leiden mit allen vollbrachter Prüfungszeit mich un gestörtes Glück erfreut. or a ( bo pot 3. S. Diterich, geb. 1721, † 1797 -thol is within is dit diald garnd sind in Jus dom utt be 2016 m oil dim bär stallioni 273 2509 sinn ding thi degas Ca Rechtfertigung und Gnadenstand.mod dig brint for sirist and it is id sus hit oludnio on 350. ro aried meniplat nisd sne odred not onstför Mel. Es ist das Heil uns 2c.rs sim buo 1523. po 6e- 13 Rechtfertigung und Gnadenstand. 1. Der Glaube macht al- lein ge- recht durch Christum, ders er- wor- ben; kein Werk er- wirbt das Himmelreich, weil alls an uns ver- dor- ben; dag doch ist ohn Lieb der Glaube tot; do 351.1 in thu Bu- ße, glaub und lie 2. Die Liebe ist des Nächsten Knecht, die thu aus gutem Herzen; dabei nur glaube recht und schlecht, daß bloß durch Christi Schmerzen kehren. sul Ift vid Spot Loud = G drum, willst du mei- den ew- ge Not, be. st- suthin madrinod jul und seinen Tod du seist gerecht, und flieh, zu sein der Sünden Knecht: Gott will uns all beChristoph Runge, geb. 1619, 1681. Geftus. 1605, ug sid nid si sm psd Mer. Dank sei Gott in der Höhe 2c. opireni Expos 1. Ich bin bei Gott in Gna- den was kann mir endlich schaden? er auf meiner Seiten, durch Chri- sti Was acht ich Blut und Tod: al= le Not? gleich wie er wahr- lich ist, STIE laß immer mich bestreiten auch 19 2. Was wird mich können scheiden von Gottes Lieb und Treu? Verfolgung, Armut, Leiden und Trübfal mancherlei? Laß Schwert und Blöße walten; man mag durch tausend Bein mich für ein Schlachtschaf halten: der Sieg bleibt den noch mein. 3. Ich kann um desfentwillen, Bet. m. Not. alle Höl- len= lift. der mich geliebet hat, gnug meinen Unmut stillen und fassen Trost und Nat; denn das ist mein Vertrauen, der Hoffnung bin ich voll, die weder Drang noch Grauen mir ewig rauben soll: 4. Daß weder Tod noch Leben und keiner Engel Macht, wie hoch sie möchte schweben, fein Fürsten18 274 Rechtfertigung and Gnadenstand. tum, kein Pracht, nichts dessen, oder raffen. Denn dieser gründet was zugegen, nichts, was die Zu- sich auf Christi Tod und Sterben; kunft hegt, nichts, welches hochgelegen, ihn fleh ich gläubig an, der mich, nichts, was die Tiefe trägt, modal sein Kind und Erben, nicht lassen 5. Noch sonst, was je erschaffen, will noch kann.( brom sti von Gottes Liebe mich soll scheidend sd Simon Dach, geb. 1605,+ 1659. that mund 13 dod 19 stor om du bout di mistis Mel. Valet will ich dir sc.1911911, Teſchner. 1615. Not 20 BALL Suppl 352. fc119 119.4 1191 ading suit ett für mich, in te- te, gleich al= les mi- ber mich 1. Ist Gott so ibilbilrad rist word& mist bod flot sdrait dry Upt Il HO fr do hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, 2 TO midagi tann mir thun der Fein- de und Wi- der= was lod fli prost thin mint amir strad 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei, und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh len, und was mir bringet Weh. 03. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge, wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht; wenn der nicht in mir wäre, so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem strengen Sitz: ich müßte stracks vergehen, wie Wachs in Feuerhitz. der= ja= cher F and plat Rott? Temuk ists, der rein mich wäschet, macht schneeweiß, was ist rot; in ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte ſcheuen, wie ſonſt ein Stinder that Nichts, nichts kann mich ver dammen, nichts nimmt mir meinen Mut; die Höll und ihre Flammen löscht meines Heilands Blut. Kein Urteil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, va treibt mir Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, gibt gen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Ort sich Furcht und Schwachheit findt, his. Mein Jejus hat gelöschet, so seufzt und spricht er Worte, die was mit sich führt den Tod; der unaussprechlich sind mir zwar und * 81 CION Rechtfertigung und Gnadenstand. 275 meinem Munde, Gott aber wohl laffen sorgen, dem ich mich zugesagt. bewußt, der an des Herzens Grunde erfiehet seine Luft.lp( bi dalf hd Es koste Leib und Leben und alles, was ich hab; an dir will ich fest kleben und nimmer laffen ab.( bin 9. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Troftwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle, neue Stadt, da Aug und Herze schauet, was es geglaubet hat. 13. Die Welt die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich. Kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hungern und kein Dürsten, kein Armut, keine Pein, kein Zorn der großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 14. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angſt, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 10. Da ist mein Teil, mein Erbe mir prächtig zugericht; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, mein Jeſus und sein Leuchten durchfüßet alles Leid. wird 11. Wer sich mit dem verbindet, den Satan fleucht und hatte, verfolgt und findet ein harte, schwere Laft zu leiden und zu tragen, gerät in Hohn und Spott, das Kreuz und alle Plagen die sind sein täglich Brot. 15. Mein Herze geht in Springen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ; di das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist, mille Baul Gerhardt, geb. 1607, 1700 12. Das ist mir nicht verborgen, doch bin ich unverzagt; dich will ich mello 1676. jim timmin elbin nomind de topird im Gout du mot sadi du No sid Eigne Melodie.( bi nd, d Ebeling. 1666. 353. HF 49- COFFEE mp4 = Schwing dich auf zu deinem Gott, du betrübte Sce il( Warum liegst du Gott zum Spott in der Schwermuts- höh= le??? tim indout fin iti 80d, mopon sim end andr Mer- fest du nicht Sa- tans Lift? et will durch sein kämpfen out ande don me dou rild of the time in this d dei- nen Troft, den Jesus Christ Joni tisdebout dit tebu( bif er worben, däm- pfen, dicos Jn ihnis diran 1 162. Schüttle deinen Kopf und was erneurst du deinen Stich, sprich: Fleuch, du alte Schlange! machst mir angst und bange? Ift 18* 276 Rechtfertigung und Gnadenstand. dir doch der Kopf zerknickt, und ich das liebe Kreuz herein mit dem bitbin durchs Leiden meines Heilands tern Leide, laß es dringen, kommt es dir entrückt in den Saal der Freuden. doch von geliebten Händen, und ge schwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. dos duralom 3. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Herzen; da hingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen. Denn das ist das Lösegeld meiner Missethaten; damit ist der ganzen Welt und auch mir geraten. 8. Kinder, die der Vater foll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohn Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind thi up to his warum will ich fliehen, wenn er 4. Christi Unschuld ist mein mich von meiner Sünd will aufs Ruhm, sein Recht meine Krone, Gute ziehen? sein Verdienst mein Eigentum, da ich frei in wohne als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllenism 5. Stürme, Teufel und du Tod, was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden; der Gott, der mir seinen Sohn selbst verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. Taid in 6. Nun auf diesen heilgen Grund bau ich mein Gemüte, sehe, wie der Feind zur Stund zwar dawider wüte; gleichwohl muß er lassen stehn, was Gott aufgerichtet; aber schändlich muß vergehn, was er selber dichtet. 9. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht ewig klagen, sondern hat voll konimne Lust dort in Chrifti Gar ten, dem er einig recht bewußt, endlich zu gewarten. do 354 10. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach fie fich sehnen. Denn es kommt die Ernte zeit, da sie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. jit 11. Ei, so faß, o Christenherz alle deine Schmerzen, wirf fie fröl lich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr! Gib dem großen Namen 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein; deines Gottes Preis und Ehr; et wer ist, der uns scheide? Dringt helfen. Amen! A ju ndo in Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. timmabiolo sonid( bi duff out i sommel. O Jesu Christ, meins 2019 im 1625, 1. Herr Je- su Chrift, dein teu- res Blut ist mei- ner See- len höch- stes Gut; Commmot lock sdunt Isnumice than thin thi sa das stärkt, das labt, das macht al- lein mein Herz von al= len Sün- den rein Rechtfertigung und Gnadenstand. 277 2. Dein Blut, mein Schmuck, Lebenssaft gibt mir stets neue Lemein Ehrenkleid, dein Unschuld und benstraft.nism mois abrud Gerechtigkeit macht, daß ich kann 4. Herr Jesu, in der letzten Not, vor Gott bestehn und zu der Him- wenn mich schreckt Teufel, Höll und 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, dein teures Blut, dein stio mun mos( hr 355.bel. Mit meinem Gott geh ich zc. Ar Mor du DC 1. Ich freue mich, mein Gott, in dir und bin ge- trost, wenn ich dich hier sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. From Joh. Olearius, geb. 1611, † 1684, Tim thue du 11 ng 190 1581. zu meinem Teil mir wäh le. Du, Herr, bist mein, und ich bin dein: was mang- elt meiner See== Ye? 2. Du hast mich von der Welt 6. Du bist mein allerhöchstes erwählt und deinen Kindern zu gezählt; mag mich die Welt doch haffen. Du liebst mein Wohl, wirst gnadenvoll mich nimmermehr verlaffen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergibst in Christo mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir teil an feinem Heil: dies tröste meine Seele. erre Gut, darauf mein wahres Wohl beruht; in dir leb ich zufrieden. So dort als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. 7. Du segnest mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wirds doch nicht gelingen. Mit deiner Treu stehst du mir bei, daß ich kann fröhlich singen. 4. Du bist st mir der bewährte Freund, der es aufs beste mit mir meint, wo find ich deines gleichen? Du siehst mir bei und bleibst mir treu, wenn Berg und Hügel weichen. 8. Du läßt mirs ewig wohl ergehn. Einst werd ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich dann ewiglich mein ganzes Herze weiden. 9. Noch hats kein menschlich Ohr 5. Du bist mein Leben, Troft gehört, was uns dein Himmel einst und Licht, mein Fels und Heil; gewährt; doch seh ichs schon im brum frag ich nicht nach Himmel Glauben. Vollkommnes Heil ist und nach Erde. Herr, ohne dich da mein Teil, das wird mir nieist nichts für mich, das mir erfreu- mand rauben. lich werde. mal- In noxud nim nilsin Salomo Liscow, geb. 1640, † 1689. 278 Rechtfertigung und Gnadenstand. 356. 10 smist tallo ji dod im s? 8anism fi dife tod( buo hiru ithom Eigne Melodie.him sedmdi( bon; mod 1731 2 fembi 1. Be- schränkt, ihr Wei- sen die- ser Welt, ndri nism und feug= net, daß sich Gott ge- sellt auf die Gleichen du nicht erreichen; felf dort angry nam nisch moon th gal gift Gott schon alles und ich nichts, 0 die Freundschaft immer mit denen, die ihn ich Schat- ten, er der Quell des Lichts, er noch so stark, ich noch so 113911 mein Freund ist mein, und ich bin sein! are intact sie her noch so rein, ich noch so schnö- de, er noch so groß, ich noch so klein: blö- de, domo 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir alles mit dem Sohne, nicht nur sein Kreuz, nicht nur sein Grab, auch seinen Thron, auch seine Krone; ja was er redet, hat und thut, sein Wort, sein Geist, sein Fleisch und quid di 2. Mein Goel, mein Immanuel, Ehr bei unsrem Bund im höchsten mein Mittler konnte Mittel finden, Grade; er heischet von mir ſonst sich meiner hochbedrängten Seel, nichts mehr als Glauben, und ich die ihn herabzog, zu verbinden; mein nichts als Gnade. O wohl der Salomo, mein Jonathan, mein Wahl, die uns gefügt, weg Neu Bräutigam, mein Gott und Mann und Tausch, ich bin vergnügt in kam von dem Himmel auf die Erden, ihm und er mit mir zufrieden; drum mein Mut- und Blutesfreund zu bleibt bei beiden ungeschieden ein werden, ein Leib und Geist, mein Herz und Mund, ein Ja und Nein! Fleisch und Bein: mein Freund ist mein Freund ist mein, und ich bin mein, und ich bin sein! ſein! 5. Zwar fann er aller Christen Mut mit seiner Liebe jattſam wer den; wir dürfen um das höchſte Gut nicht eisern, noch einander neiden. Durch unsern größeſten Ge nuß erschöpft sich nicht sein Über fluß; so will ich ihn zwar keinem er gewonnen und met er mir alles ein: mein Freund eignen. Welt, zant dich um das mein Freund ist ist mein, und ich bin sein! 29110 4. Ich finde Nutzen, Luft und mein, und ich bin sein! 6. Mein Freund ist meiner Seele Rechtfertigung und Gnadenstand. 279 Geist, mein Freund ist meines Le- mir habe, ist alles seine Gnadenbens Leben; nach ihm, der mich sein will ich streben, dem ich mich, der sich mir ergibt, den ich und der mich wie der liebt, von dem ich nichts mehr kann begehren, der mir nichts Beßres kann gewähren. Dies Licht verdunfelt jeden Schein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 7. Ohn ihn ist mir der Himmel trüb, die Erd ein offner Höllenhingegen kann die Einöd feien an mir ſeine Lieb Eden machen. Ohn ihn ist mir trotz aller Meng die Weil zu lang, die Welt zu eng; ich bin, wenn Feind und Freunde fliehen, wenn sich die Engel selbst entziehen, zwar einsam, aber nicht allein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! gabe, die macht mich auch vom Unist mein, 10. Es zürn und stürme jeder Feind; er macht nicht, daß ich viel erstaune. Der Richter ist mein bester Freund; drum schreckt mich nicht die Weckpofaute. Ob Erd und Himmel bricht und kracht, ob Leib und Seele mir verschmacht, ob mein Gebeine muß verwesen, so wird mein Wahlspruch doch zu leſen noch haften an dem Grabes- Stein: mein Freund ist mein, und ich bin 8. Sein ist mein Leib und meine Seel, die er erschuf und auch erlöfte, hier nährt und salbt mit seinem O, bis er dort beide ewig tröste. Sein ist mein Mut, sein ist mein Sinn, sein ist, was ich vermag sein! Gru Chrift. Wegleiter, und bin; ja was ich in und angeb. 1659, † 1706. 10 med kopi radiad 10 tdisid ug usatul din il mar odnu né mis drile din grace fin du dis? handsut 357. mis set. Wer nur den lieben Gott Neumark. 1657. • und ich bin sein! 9. Sein ist mein Glück und meine Zeit, sein ist mein Sterben und mein Leben, zu seinem Ehrendienst geweiht, von ihm beſtimmt und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und thu, von ihm her und ihm wieder zu; sein sind auch alle meine Schmerzen, die er ihm zärtlich zieht zu Herzen, er fühlt und ahndet meine Pein: mein Freund ist mein, und ich bin sein! 1. habe nun den Grund der meinen An- kere- wig hält; dwo an- ders als inte fu Wunden? da lag er vor der Zeit der Welt, oms( on siis ibi ne)( HDDT my wit poin PL der Grund, der un- be- weg- lich steht, wenn Erd und Him- mel un- ter- geht. ITSOND and mu 2. Es ist das ewige Erbarmen, zu dem Sünder neigt, dem allemal das alles Denken übersteigt; es sind das Herze bricht, wir kommen oder die offnen Liebesarme des, der sich kommen nicht. guse sani e A 280 Rechtfertigung und Gnadenstand. 3. Wir sollen nicht verloren wer- 67. Beginnt das Irdische zu drücken, den, Gott will, uns soll geholfen ja, häuft sich Kummer und Ber sein; deswegen kam der Sohn auf druß, daß ich mich noch in vielen Erden und nahm hernach den Him- Stücken mit eitlen Dingen mühen mel ein; deswegen klopft er für muß, darüber sich mein Geist zer und für so stark an unsers Herzens streut, doch hoff ich auf Barm Thür. ibidoun du sdiers( hil herzigkeit. hon siding( be 564. O Abgrund, welcher alle Sün- 8. Muß ich an meinen besten den durch Christi Tod verschlungen Werken, darinnen ich gewandelt hat! Das heißt die Wunden recht bin, viel Unvollkommenheit be verbinden; da findet kein Verdam- merken, so fällt wohl alles Rith men statt, weil Christi Blut bestän- men hin; doch ist auch dieser dig schreit: Barmherzigkeit, Barm- Troft bereit: ich hoffe auf Bart herzigkeit! ni herzigkeit. non 5. Darein will ich mich gläubig 9. Es gehe nur nach dessen Wil senken, dem will ich mich getrost len, bei dem so viel Erbarmen ist; vertraun; und wenn mich meine er wolle selbst mein Herze stillen, Sünden kränken, nur bald nach damit es das nur nicht vergißt; fo Gottes Herze schaun; da findet sich stehet es in Lieb und Leid in, durch zu aller Zeit unendliche Barmher- und auf Barmherzigkeit. zigkeit.i splej mal mithi and is 10. Bei diesem Grunde will ich 6. Wird alles andre weggeris- bleiben, so lange mich die Erde sen, was Seel und Leib erquicken trägt; das will ich denken, thun kann; darf ich von keinem Troste und treiben, so lange sich ein Glied wissen, und scheine völlig aus bewegt; so sing ich einstens hod gethan; ist die Errettung noch so erfreut: o Abgrund der Barmher weit: mir bleibet die Barmherzigkeit! zigkeit. Joh. Andr. Rothe geb. 1688,+1758. dul bid mu dopunomi mi id be! 358.2 80 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. nid Neumart. 1657. 1. Ich weiß von kei- nem an- dern Grunde, als den der Glaub in Chri- sto hat; ich weiß von kei- nem an- dern Bun- de, von kei- nem andern Weg und Rat, als daß man e- lend, arm und bloß sono not us or malpli 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen und eil ihm immer besser sich legt in seines Ba- ters Schoß. ( bill o doma od pro Ruh; er ist mein Kleinod und mein Teil und außer ihm weiß ich kein cebu 3. Sch bleib in Chrifto Jidramn nun ers nommen und finde bei ihm wahre Rechtfertigung und Gnadenstand. 281 funden und bin in ihm gerecht und rücken kann. Ich seufze stets: Herr, rein; bleib ich mit ihm nur stets verbunden, so kann ich immer sicher sein; Gott sieht auch mich in Christo an, wer ists, der mich verdammen kann? od hod steh mir bei, daß ich dein rechter Jünger sei! not usporend hist 11 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in Christo mich befinde; wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und llein, sonst dringt ein sichres Wesen ein. juo sijod bi lisad for 5. Ich kämpfe gegen mein Verderben im Glauben und in Christi Kraft; der alte Mensch muß täglich sterben, der noch nicht tot am Kreuze haft; dies aber macht mich rein und klein und lehrt zu Jesu ernstlich schrein. no dru 7. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn; da kann mein Wachstum vor sich gehn. id id 8. Ich bleib im tiefsten Demutsgrunde und will von Christo nimmer gehn; ich bleib im allgemeinen Bunde, in allgemeiner Liebe stehn, und hang an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein. dy 9. O Jesu, laß mich in dir bleiben; o Jesu, bleibe du in mir. Laß deinen guten Geist mich treiben, 6. Ich suche stets vor ihm zu daß ich im Glauben folge dir. Laß stehen und seh in allem ihn nur mich stets fromm und wachsam an, nach seinem Wink einherzu- sein, so reißet nichts den Grund gehen, daß nichts mein Ziel ver- mir ein. Karl Heinr. v. Bogatty, pound pillod sige geb. 1690, † 1774. horts of thon praction) indisy 82 sid tsdialdi dist Im vorigen Ton. bod Bustus( bi grm of 70 190 dipois o 359.0 8891 8881.090 1. Ich bin im Himmel ange der Sünden viel Stunden aufge schrieben; ich bin ein Kind der schrieben stehn, läßt Jesus mich Seligkeit. Was kann die Sünde doch Gnade finden und läßt das mich betrüben und alles Leiden die Lebensbuch mich sehn; da schau ich fer Zeit? Ich weiß, daß ich von meine Gnadenwahl und steh in Anbeginn in Christo auserwäh- seiner Kinder Zahl. let bin. 15 1911 191 100 4. Auf Jesum will ich fröhlich sterben; ich will des Glaubens Hochzeitkleid nur in des Lammes Blute färben, so geh ich ein zur Seligkeit und zu dem großen Abendmahl. O frendenvolle Gnadenwahl! indi 5. Kein Teufel soll den Trost mir rauben, daß ich erwählt von 2. Das Lamm hat mich mit seinem Blute gezeichnet in des Lebens Buch, und mir erlanget alles Gute, Erlösung von dem Tod d und Fluch. Was ists doch, was mein Herze quält? Ich bin zum Himmel auserwählt. aba 3. Obgleich im schwarzen Buch 2822 sterbe drauf. Auf Christum schließ ich meinen Lauf. ad deng Anbeginn, daß ich aus Gnaden durch den Glauben an Christi Blut erlöjet bin. So leb ich denn und Salomo Franck, geb. 1659, † 1725. for inblog sim nd enor du and is noir du fort m 360.immel. Wer nur den lieben Gott 2c. Neumart. 1657. the ramy Rechtfertigung und Gnadenstand. 64. 1. Mir ist Er- barmung wi- der- fah- ren, 89 das zählich zu dem Wunder- ba- ren, Er- barmung, de- ren ich nicht wert; mein ftol- zes Herz hats nie be= gehrt. A Nun weiß ich das und bin er- freut und rüh= Die ses macht mich un- ver= zagt, 2. Das sind Worte für die Blöden, die sind alles Glaubens wert; das heißt an die Herzen reden, das ist Trost, wie man begehrt: Gottes Gnade weicht dir nicht, weil es dein Erbarmer spricht. -6 -me die Barnther- zig- feit. 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dies soll mein einzig Rühmen sein; auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieſes bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 2. Ich hatte Gottes Zorn verdienet und soll bei Gott in Gnaden sein; er hat mich mit sich selbst verfühnet, macht durch das Blut des Sohns mich rein. Warum? Ich war ja Gottes Feind! Erbarmung hats so treu gemeint! 3. Das mußß ich dir, mein Gott ,, duy ne his, NË 5. Gott, der du reich bist an bekennen, das rühm ich, wenn ein Erbarmen, nimm dein Erbarmen Mensch mich fragt; ich kann es nur nicht von mir und führe einst im Erbarmung nennen, so ist mein Tod mich Armen durch meines Hei ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich lands Tod zu dir; da bin ich ewig und bin erfreut und rühme die hocherfreut und rühme die Barm quod aastad( bim herzigkeit. Barmherzigkeit. mind nd jnd punism Ph. Friedr. Hiller, geb. 1699, † 1769. tdiprog im 361. Mel. Unser Herrscher, unser 2c. pud Neander? 1680. be neoad 1. Weicht, ihr Ber- ge, fallt, ihr Hü- gel! Got- tes Gna- de weicht mir nicht; und der Frie- de hat dies Sie- gel, daß Gott sei- nen Bund nicht bricht! and took sid in. = nou weil es mein Erbarmer sagt. 3. Hier ist Kraft für alle Mä den, die so manches Elend beugt. Man findt Gnade, man hat Frie den, welcher alles übersteigt. Mein Erbarmer, sprich mir du dies in allen Nöten zu. mist 4. Wenn mich meine Sünden schmerzen und der Strafen lange Pein, ach, so rede meinem Herzen deinen Trost und Frieden ein: daß du mir in Jesu Christ ewig ein Erbarmer bist. Rechtfertigung und Gnadenstand. 362 hi pamerod go of sd six atod a Mel. D Welt, ich muß dich zc.( 1536.) 1598. fo= JJ 283 5. Gib mir einen starken Glau ben, der dein Wort mit Freuden faßt, so kann mir der Tod nicht rauben, was du mir geschenket haft; auch die Hölle nimmt mir nicht, was mein Heiland mir verspricht. Ph. Friedr. Hiller, geb. 1699,+ 1769. 1. Die Sün- den sind verge= ben! das ist ein Wort zum Leben od 1102 Borosting the für den gequäl- ten Geift; * in dem ist Ja und A- men, was fid th197 16 190 1100 fie sinds in 8 in( 3e- fu Na- men, Gott uns Sün- dern je ver- heißt. 2. Das ist auch mir geschrieben, zu erretten, zu glauben und zu beauch ich bin von den Lieben, weil ten, und das in Jeju Namen thun. Gott die Welt geliebt; auch ich fann für die Sünden bei Gott noch Gnade finden; ich glaube, daß er mir vergibt. triggs 3. Mein Hauptgesuch auf Erden soll die Vergebung werden, so wird mein Tod nicht schwer. 6. Wenn ich von hinnen scheide, in den Sünden sterben, ist ewiges so mach mir das zur Freude, daß Verderben; denn Gott vergibt dort ich begnadigt bin! Im Glauben teine mehr. scorsar stand der Vergebung, in Hoffnung der 4. Hier ist die Zeit der Gnaden, Belebung geh ich alsdann im Frieder Angst sich zu entladen, auf den hin. Gottes Wort zu ruhn, die Seele 5. Ach Gott, laß meiner Seelen es an dem Trost nicht fehlen, daß du die Schuld vergibst; wenn ich mich betend beuge, so sei dein Geift mein Zeuge, daß du dein Kind in Chrifto liebst. Ph. Friedr. Hiller, geb. 1699, † 1769. 363. slio vij jou thi mig& 18 oid i stro22 dni 80€ S dal schimmel. Beschränkt, ihr Weisen 2c.& allo dull 1731. d 26=;} od 1. Mein Hei- land nimmt die Sün- der an; die unter th- rer kein Mensch, kein Engel trö- ften kann, die nir- gend Ruh und 284 Rechtfertigung und Gnadenstand. D dolden'n ſelbst die weite Welt zu klein, uhin coup third bo3.01 som yd ud i Sirdag worl Last der Sünden probin Hof Ret- tung finden, • und die sich und Gott ein Greu- el sein, den'n Moses schon den Stab ge= bro- chen und sie der Höl- le zu- ge- spro- chen, wird die- se Freistatt auf= ge- than: rip insur mein Hei- land nimmt die Sün- der an. diftratio sidn gadod agat siger, eigen übergeben, und selbst die Thir zum ewgen Leben wird ihnen fröh lich aufgethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. O solltest du sein Herze sehn wie sichs nach armen Sündern seh net, sowohl wenn sie noch irre geh als wenn ihr Auge vor ihm thri net! Wie streckt er sich nach Zöll nern aus, wie eilt er in Zachä Haus, wie sanft ſtillt er dort Mag dalenen den Strom der bittern Neuethränen, und denkt nicht, was sie sonst gethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron auf Erden; ihn drang der Sünder Weh und Schmerz, an ihrer statt ein Fluch zu werden; er senkte sich in ihre Not und litt für sie den bittern Tod; nun da er denn sein eigen Leben zur teuern Zahlung hingegeben und seinem Vater gnug gethan, so heißts: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgethaner Schoß ein sichres Schloß gejagter Seelen; er spricht sie von dem Urteil los und tilget bald ihr ängstlich Quälen; es wird ihr ganzes Sündenheer ins unergründlich tiefe Meer von seinem reinen Blut versenket; der Geist, der ihnen wird geschentet, schwingt über sie die Gnadenfahn: mein Heiland nimmt die Sünder and third- onsu 4. So bringt er sie dem Vater hin in seinen blutbefloßnen Armen das neiget dann den Vatersinn zu ewig währendem Erbarmen. Er nimmt sie an an Kindesstatt, ja alles, was er ist und hat, wird ihnen 6. Wie freundlich blickt er Pe trum an, ob er gleich noch so tie gefallen. Nun dies hat er night nur gethan, da er auf Erden mußte wallen; nein, er ist immer einerla gerecht und fromm und ewig treu; und wie er unter Schmach Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zu gethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. und 190 100 7. So komme denn, wer Sün der heißt, und wen sein Sünden Rechtfertigung und Gnadenstand. 285 greul betrübet, zu dem, der keinen die Hände binden, und du sollst von sich weist, der sich gebeugt zu seine Gnade finden. Er hilft, wenn dir Mein im Lichte stehn und ohne Not verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, da dich zu retten er erschienen? Onein! Verlaß die Sündenbahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt, komm nur, so gut du weißt zu kommen; wenn gleich die Last dich niederdrückt, du wirst auch triechend angenommen. Sich, wie sein Herz dir offen steht, und wie er dir entgegengeht; wie lang hat er mit vielem Flehen sich brünstig nach dir umgeſehen! So komm denn, armer Menſch, heran. Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: ich habs zu arg gemacht, ich hab die Güter seiner Gnaden zu lang und schändlich umgebracht; er hat mich oft umsonst geladen. Wofern dus jetzt nur redlich meinst und deinen Fall mit Ernst beweinst, so soll ihm nichts Heiland nimmt die Sünder an. 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch Zeit, ich muß erst diese Luft genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du und greif mit beiden Händen zu; wer seiner Seelen Heil verträumet, der hat die Gnadenzeit versäumet, ihm wird hernach nicht aufgethan; heut komm, heut nimmt dich Jesus an. gadnius 11. Sa, zeuch uns selber recht zu dir, holdselig süßer Freund der Sünder, erfüll mit sehnender Begier auch uns und alle Adamskinder. Zeig uns bei unserm Seelenschmerz dein aufgeschloßnes Liebesherz; und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein jeder sagen kann: Gott Lob! auch mich nimmt Jeſus an. and Leop. Franz Friedr. Lehr, les region ou cartof Fard Hou i brug.. 2C. thin firsd dui nous 364. Wiel. O, daß ich U 1. Aus Gnaden- Herz, glaubst o- der Was willst du dich so blödge- bärden? Ists Wahr- heit, was die Schrift verſpricht, 1 T 13 na ng hjeg drut mend usu+ 19 so muß auch die ses Wahr- heit ſein: 19 li of magi? 2. Aus Gnaden! hier gilt kein Verdienen, die eignen Werke fallen hin; Gott, der aus Lieb im Fleisch erschienen, bringt uns den seligen aus Gnaden, so oft dich deine Gewinn, daß uns sein Tod das Sünde plagt, so oft dir will der aus Gna- den ist der Him mel dein. wine and it igid o Heil gebracht und uns aus Gnaden selig macht. TSG IDO sprint 2nd 3. Aus Gnaden! merk dies Wort: 286 Rechtfertigung mud Guadenstand. kehret, so lernt er erst, was Gnade sei; beim Sündgen scheint die Gnad gering, dem Glauben ists ein Wunderding.( bid sibuj be& pill 8. Aus Gnaden bleibt dem blbden Herzen das Herz des Vaters aufgethan, wanns unter den Berzweiflungsschmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ( bo ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? Satan schaden, so oft dich dein Ge- Dann, wann der Sünder sich be wissen nagt. Was die Vernunft nicht faffen kann, das biet't dir Gott aus Gnaden and not drs 4. Aus Gnaden kam sein Sohn auf Erden und übernahm die Sündenlaft. Was nötigt ihn, ded dein Freund zu werden? sags, wenn du was zu rühmen haft! Wars nicht, daß er dein Bestes wollt und dir aus Gnaden helfen sollt? 15. Aus Gnaden! dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahrhaftig heißt; was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in seinem Wort anpreist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Lammes Blut. omin on 19de 6. Aus Gnaden! doch du, sichrer Sünder, denk nicht: wohlan! 10. Aus Gnaden! die wird mich ich greif auch zu. Wahr ists, Gott bedecken; ich schwinge meine Glau aus trots alle zur verheißnen Ruh. Doch den Schrecken und Zweifel fort nach geht seine Gnad nicht an, wer noch Kanaan. Ich glaub, was Jesu auf Gnade sündgen kann. 7 inson Wort verspricht, ich fühl es, ob 7. Aus Gnaden! wer dies Wort fühl es nicht. de Im gehöret, tret ab von aller Heuchelei. hir Christian Ludw. Scheidt, mi möch) ales ( h) or sid, tchil geb. 1709,+ 1761. monisd ng edun mis brud dan menaniam in a 365. Indspugui moore jad. Not hidunt Mel. Wie groß ist des zc. DETI doo prired 9. Aus Gnaden! hierauf will ich sterben; ich fühle nichts, doch mir ist wohl; ich kenn mein sünd liches Verderben, doch auch den der mich heilen soll; mein Geist ist froh, die Seele lacht, weil mich die Gnade selig macht.nl alla m oder Benord? 8²0-1²² pe Irint Ph. E. Bach. 1787. 1. Verlaß mich nicht, bis ich er- fat- te! Stark mich, daß ich dich gläubig hal te, dinslos dit is smurtochtoff med 92 otprind sd- on an isd to 99 to Erleuch- te mich, mein Lebenslicht! o Herr, du mei- ne Zu- ver- sicht! B Führ mich in meinen Prüfungsjah- ren den Weg, den ich nicht finden kann! Ich bin, wie mei- ne Vä- ter wa- ren, dein Bür- ger und dein Wandersmann minn tid ug 9-1910 od hit sid In DiG- DUER 1909 2. Erhör mich, wann ich dir Treue mit 310 311 Kraft; umgürte mich nach deiner nach dem Raube, der Feind nach deiner Ritter gleich Löwen Rechtfertigung und Gnadenstand. 287 meiner Seele brüllt, dann sei dein Jesu wohnen; ich soll, wie er, unWort, dein Geist, dein Glaube sterblich sein, entre tonn natijar mein Schwert, mein Harnisch, Helm 6. Zum selgen Anschaun Gottes und Schild and pring oni kommen, den großen Bundesfürsten 3. Ich suche dich, laß mich dich sehn, mit Gottes Heer, mit tauſend finden! Laut seufzt mein durstig Frommen durch alle Himmel ihn Herz nach dir; verbirg im Aufruhr erhöhn; ohn Thränen, Furcht, Gemeiner Sünden dein gnädig Antlitz fahr und Leiden, mehr Glück genicht vor mir! Was willst du mit nießen, als ich weiß: das, Herr, dem Stauben rechten? du kennst sind deines Reiches Freunden, und mein fündiges Geschlecht; prüfst du, nach vollbrachtem Kampf der Preis. jo ist von deinen Knechten kein ein- So gib denn Glauben deiziger vor dir gerecht! sulle nem Streiter, der durch die Liebe thätig ſei. Mach mich getroft, in Hoffnung heiter, demütig, keusch, bei fremden Schmerzen, heiß im versöhnlich, treu, gutthätig, weich Gebet und still im Spott, zum Tode im arm vor der Welt, und reich in 4. Sollt ich vor deinem Fluche beben? Mich trifft er nicht, denn ich bin rein mein Heiland starb, so muß ich leben; er überwand, der Sieg ist mein! Was schaden mir der Hölle Flammen? ich erbe meiKind, wer will verdammen? Ich bin versöhnt durch Christi Blutd 8. Und wird nun bald der Tag blison au nebenherscheinen, der Tag des Kampfes 5. komm, du Blut des Men- und der Ruh: dann lächle mir, schensohnes mit aller deiner Selig- wenn Freunde weinen, die Freude feit! Gib mir zur Rechten deines jenes Lebens zu. Dann sei mein Ende, wie dein Ende; dann schmück sich meine Seele schön, um im Triumph durch deine Hände zu deinen Wonnen einzugehn!.608 A. G. L. Hering, geb. 1736, † 1770. Thrones es das Erbe de deiner Herrlich feit! Ich mag sie nicht, die Erden tronen, sie sind für meinen Wunsch zu klein! Weg, Staub, ich soll bei 366. be and the dove 3020 Mel. daß ich tausend: c. 1738. A. Gott, dei- ne Gna- de bringt uns Le- ben; sie schafft uns Heil und Seelen- ruh. Dein ists, die Sünden zu ver- geben, und wil- lig ist dein Herz da- zu. A 13HIL 3TOT 11 Du nimmst die Sün- der gnä- dig an, die sich voll Reu- e zu dir nahn. stufeyouied note time amor? i thi 2. Uns, uns Verlorne zu erret- Sohn. Er litt, damit wir Frieden fen, gabst du für uns ſelbst deinen hätten, für uns den Tod, der Sünde 288 Lohn. Gott, wie hast du uns geliebt, welch ein Erbarmen ausgeübt! Rechtfertigung und Gnadenstand. 3. Dank, ewig Dank sei deiner Trene, die niemand gnug erheben kann! Nun nimmst du jede wahre Reue um Christi willen gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt und gläubig seinen Mittler ehrt! 4. Du rettest ihn von allen Plagen, die dem Gewissen furchtbar sind; er kann getrost und freudig sagen: Gott ist für mich, ich bin sein Kind. Mein Jesus ists, der für mich litt und mich noch jetzt bei Gott vertritt. ewgen Gute und macht getroft selbst in dem Tod. Er ist schon in der Pilgerzeit ein Vorschmack jener So ligkeit. 7. Laß, Vater, denn auch mich empfinden, wie köstlich dieser Friede sei! Auch mich sprachst du von meinen Sünden und ihren Stra fen völlig frei. Denn der, der ak ler Sünden trug, that sterbend auch für mich genug. 8. O laß mich dies im Glauben fassen und, Bater, mich voll Zuversicht auf deine Treue stets verlassen! Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt; sein Heil steht un beweglich fest. 9. Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gnade freun, und deinem Dienst mein ganzes Leben in kindlichem Gehor sam weihn. Herr, du vergabst mir meine Schuld; nie, nie vergeß ich diese Huld! 3. S. Diterich, geb. 1721, † 1797. Ebeling. 1666. 5. O Herr, wie ruhig ist die Seele, die ganz sich deiner Gnade freut! Seis auch, daß irdisch Glück ihr fehle; nie fehlt ihr doch Zufriedenheit. Denn überwiegt dein Heil nicht weit die Welt und ihre Herrlichkeit? 6. Dein Friede stärkt mit frohem Mute das Herz auch in der größten Not, gibt Hoffnung zu dem 367. e Mel. Schwing 1. Deines Got- tes freut- e dich, Sorget er nicht väterlich, dich auf 2c. 2. Sa, mein Gott, ich hab an dir, was mein Herz begehret, einen Vater, welcher mir, was mir nützt, gewähret; der mich durch sein göttdank ihm, mei- ne daß kein Gut dir Schüßt dich seine Vor- sicht nicht, wann Gefah- ren Ifts nicht Se- Lig- teit und Pflicht, sei- ner dich = See le! feh- le? drau- en? zu freu- en? lich Wort hier zum Guten lenket und mit Himmelswonne dort meine Seele tränket. 3. Wenn ich dich, mein Herr dito Peders Kampf der Heiligung. 289 und Gott, findlich fürcht und liebe; an seine Leiden, folg ihm treulich, wenn ich redlich dein Gebot und mit Freuden übe, o wie ist mir dann so wohl! Wie ist mein Gemüte seliger Empfindung voll, voll von deiner Güte! und so kann nichts von ihm mich scheiden. The Truth Tren 7. Dich, du Trost der Sterblichkeit, Heil des bessern Lebens, himmlische Vollkommenheit, such ich nicht vergebens. Wann mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler Jesus Christ mich zu seinen Freuden. 8. Gib mir nur, so lang ich hier als ein Pilger walle, das Bewußtsein, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle! Diese sanfte Freudigkeit, die zu dir ich habe, sei mein Glück in dieser Zeit und mein Trost am Grabe. aid mund this to 9. Laß die Lust zur Sünde nie dieses Heil mir rauben! Nüste selbst mich wider sie mit entschloßnem Glauben! Gib mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere. Balthasar Münter, geb. 1735, † 1793. 4. Dann darf ich mit Zuversicht auf zum Himmel blicken; selbst der Leiden acht ich nicht, wie sie mich auch drücken. Hoffnung und Zufriedenheit wohnen mir im Herzen, tröſten und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! So jauchz ich dann; wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ich rühmen kann: mein ist deine Gnade! Dir ist meine Wohlfahrt wert, du gabst mir das Leben, und du wirst auch, was mich nährt und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach deinem Rat in die Welt gekommen; alle meine Wäsjethat hat er weggenommen. Ihm vertrau ich, bet ihn an, glaub 37 31 de dirig 368. Kampf der Heiligung. Mel. Herr, wie du willst zc. ISUF = 1. Laß, Vater, deinen guten Geist mich in- ner- lich regie ren, daß ich all- zeit thu, was du heißt, und mich nicht laß ver- fith- ren, zur Rech- ten oder einken. 1525. daß ich dem Ar- gen wi- der- steh und nicht von deinem Weg ab- geh E our aid 2. Ob böje Luft noch mannig falt mich anficht, weil ich lebe, so Bet. m. Not. 39.J anut simt ach atinte hilf, daß ich ihr alſsobald im Anfang widerstrebe, und daß ich da 19 290 Kampf der Heiligung. vergesse nicht die Todesstunde, das 4. Gott Vater, deine Kraft und Gericht, den Himmel und die Hölle. 3. Gib, daß ich denke jederzeit an diese letzten Dinge und dadurch alle Sündenfreud aus meinem Her zen bringe, damit ich mög mein Le ben lang dir dienen ohne Furcht und Zwang in willigem Gehorsam. Par ai 369. fet SHI Treu laß reichlich mich empfinden. O Jesu Christe, steh mir bei, daß ich könn überwinden. Hilf, heilger Geist, in diesem Krieg, daß ich da immer einen Sieg erhalte nach dem andern. toto no 8. not im liner Bibit Jste Mel. Was mein Gott will c. 1. Bei Gott ge- treu, halt sei- nen Bund, o Mensch, in dei- nem Le= bent, leg diesen Stein zum er- sten Grund, bleib ihm al- lein er- ge = ben. f Denk an den Kauf in deiner Tauf, bei seinem Eid, in E- wig- teit 2. Sei Gott getreu, laß keinen Wind des Kreuzes dich abkehren; ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut macht rechten Mut; kann seine Huld dir werden, nichts Bessers ist, mein lieber Christ, im Himmel und auf Erden. David Denicke, geb. 1603,+ 1680. LOVE ( 1529.) 1540. 111971 3. Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich nicht Lust noch leiden in deinem ganzen Lebenslauf von deffen Liebe scheiden. Sein alte Tren wird täglich nen, sein Wort steht nicht auf Schrauben; was er verspricht, das bricht er nicht, das sollst du fühnlich glauben. 4. Sei Gott getren in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verletzet? Wer seine Gnad zum Schilde hat, dem kann da er sich dir ver- schrie- ben this and mu als Va- ter dich zu lieben. 1920 kein Teufel schaden; ist diese Wehr um einen her, so bleibt ihm wohl geraten. lour, adsi?. Nou 5. Sei Gott getreu, jein liebes Wort standhaftig zu bekennen; sieh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt in Armen hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort, bleibt ewig fort ohn alles Wanken ſtehen. 6. Sei Gott getren, als welcher sich läßt treu und gnädig finden; streit unter ihm nur ritterlich, lab über dich den Sünden ja wider Pflicht den Zügel nicht; wär ja der Fall geschehen, so sei bereit, durch Buß bei Zeit nur wieder auf zustehen. 7. Sei Gott getren bis in den Tod und laß dich nichts abwenden, Kampf der Heiligung. 291 er wird und kann in aller Not dir treu, wird er sich dir erweisen, daß treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel dir aufsetzen, da wirst du dich fort ewiglich umbezwungen. pain in seiner Treu ergötzen.grind reg 8. Wirst du Gott also bleiben( br Michael Franck, geb. 1609,+ 1667. matrodo spilliet mi groot, ona Schein. 1628. art.c0a1.dap abitudine 370. Mel. Machs mit mir, Gott 2c. 1. Mir nach, spricht Christus, un- ser Held, mir nach, ihr Chri- sten al= le! Ver- leugnet euch, ver- laßt die Welt, folgt mei- nem Ruf und Schalle; nehmt eu- er Streuz und Un- ge- mach auf euch, folgt mei- nem Wan- del nach. 2. Ich h bin das Licht, ich leucht t wenn er den Feldherrn an sieht euch für mit heilgem Tugendleben; gehn. wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 5. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Zier. ped 3. Mein Herz ist voll Demütigteit, voll Liebe meine Seele; mein Vand der fleußt zu jeder Zeit von filßem Sanftmntöle. Mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. bin rodod 6. So laßt uns nun dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getroft und gern bei ihm im Leiden stehen! Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Kron des eigen Lebens nicht davon. 4. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, Joh. Scheffler, geb. 1624, † 1677. ong on hert 17002 PO zum indi 19 or tun thin thit 371. edit 19( bl 3m obigen Tonino ithred and whisqusu 1. Auf, Christenmensch! auf, auf zum Streit! Auf, auf zum Überivinden! In dieser Welt, in dieser Zeit ist keine Ruh zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die Kron des cogen Lebens nicht davon. 2. Der Teufel kommt mit seiner List, die Welt mit Pracht und Prangen, das Fleisch mit Wollust, dich, o Christ, zu fällen und zu fangen; streitst du nicht wie ein tapfrer Held, so bist du hin und schon gefällt. 19* 292 Kampf der Heiligung. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn offenbar bekennen vor der Engel deins Feldherrn haft geschworen; Schar. denk ferner, daß du als ein Mann zum Streit bist auserforen; ja denke, daß ohn Streit und Sieg nie feiner zum Triumph aufstieg. 6. Wer überwindt, soll ewig nicht aus Gottes Tempel gehen; er soll drin wie ein himmlisch Licht und güldne Säule stehen; der Name Gottes, unsers Herrn, soll leuchten von ihm weit und fern. 4. Wer überwindt und kriegt den Raum der Feinde, die vermessen, der wird im Paradies vom Baum des ewgen Lebens effen. Wer überwindt, den soll kein Leid noch Tod berührn in Ewigkeit. 5. Wer überwindet, der soll dort in weißen Kleidern gehen; sein guter Name soll sofort im Buch des Lebens stehen; ja, Christus wird ihn 372. 7. So streit denn wohl, streit keck und kühn, daß du mögst über winden; streng an die Kräfte Mut und Sinn, daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will stre ten um die Kron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend zc. ver- trei- be fie und laß nicht zut, 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür; ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel und Wohnhaus. busty Joh. Scheffler, geb. 1624, † 1677. 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt. 373. 1. Ein rei- nes Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sün- de Thor und Thür, a O and ma 1651. blish daß sie in meinem Herzen rub. 4. Und mache denn mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich; gib Weisheit, Stärke, Rat Verstand aus deiner milden Gno denhand: Mel. Fren dich sehr, o zc. 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigen tum und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. Heinr. Georg Neuß, geb. 1654, † 1716. 2013 JU 9 1551. IGHE 1. Schaf- fet, schaf- set, Men- schen- tin- der, schaf- fet eu- re Se- lig- feit; baut et nicht wie fre che Sün- der nur auf ge- gen- wärt- ge Zeit, sondern schau- et Kampf der Heiligung. ü- ber euch, ring- et nach dem Him- mel- reich, und be- mit- het euch auf Erden, wie ihr mö- get se- lig wer- den. 2. Daß nun dieses mög geschehen, müßt ihr nicht nach Fleisch und Blut und desselben Neigung gehen; sondern was Gott will und thut, das muß einzig und allein eures Lebens Richtschnur sein, es mag Fleisch und Blut in allem übel oder wohl gefallen. Statt; sündlich Reden, üppig Lachen schwächt den Geist und macht ihn matt. Ach, bei Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wolle thun und scherzen. 3. Ihr habt Ursach, zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt; daß ihr Fleisch von Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft, ja, daß außer seiner Gnade in euch nichts denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben fämpfet, selig, wer im Kampf beſteht und die Sünden in sich dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht. Unter Christi Kreuzesichmach jaget man dem Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß zuvor mit Christo sterben. 293 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig ein, eure Neigung zu bezwingen, jo bricht eure Hoffnung ein; ohne tapfern Streit und Krieg folget nie mals rechter Sieg; wahren Sie gern wird die Krone nur zum bei gelegten Lohne. 6. Mit der Welt sich lustig machen hat bei Christen keine 7. Furcht muß man vor Gott stets tragen; denn er kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederschlagen; er ists, der des Geistes Öl und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen gibt. Oso laßt uns zu ihm gehen, ihn um Gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die Sündenglieder, welche Adam in euch regt, in den Kreuzestod darnieder, bis ihm seine Macht gelegt. Hauet Händ und Füße ab; was euch ärgert, senkt ins Grab und denkt mehrmals an die Worte: Dringet durch die enge Pforte. 9. Zittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht; gib mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen! es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen so den Glau 294 Kampf der Heiligung. benskampf ausführ. Er, er gebe das Werk, daß ich wache, bete Kraft und Stärk und regiere selbst ringe und also zum Himmel dringe. Ludw. Andr. Gotter, geb. 1661, † 1735. mjom den ini dan ind 374. be **& tung so Eigne Melodie.ond to thin you it be fer- ner dein Gerich- te D 0 1. Durch- bre- cher al= ler Ban- de, der du immer bei uns bist, bei dem Scha- den, Spott und Schan- de lau- ter Lust und Him- mel ist: bis dein treu- es An- ge= sich- te 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk. Hiezu wohnt in dir die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es von dem Treiben führeſt der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht, ob wir wohl vor allen Leuten als gefangen sind geacht, weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur um Erlösung seufzen, beten von der Schwachheit der Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, wenn auch schon der Geist in Zeiten sich auf etwas Befres schickt. 5. Ach, erheb die matten Kräfte, reiße du das Band entzwei, daß wir durch die Weltgeschäfte durch 1704. wi der unsern A- dams- sinn, uns führt aus dem Ker- fer hin. gebrochen stehen frei; weg mit Menschenfurcht und Zagen, weich Vernunftbedenklichkeit, fort mit Schen vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit. 6. Herr, zermalme, brich und reiße die verboste Macht entzwei, denke, daß ein armer Mensche dir im Tod nichts nütze sei. Heb ihn aus dem Staub der Sünden, wirf die Schlangenbrut hinaus, laß uns wahre Freiheit finden in des Baters Hochzeithaus. 7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in Ewigkeit. Wie dus nötig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit; aber unser Geist der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. 8. Herrscher, herrsche; Sieger, fiege; König, brauch dein Regi ment, führe deines Reiches Kriege mach der Sklaverei ein End! Aus dem Kerker laß die Seelen durch Kampf der Heiliging. des neuen Bundes Blut; laß uns länger nicht so quälen, denn du meinsts mit uns ja gut. a gent 9. Haben wir uns selbst gefangen in Lust und Gefälligkeit, ach, so laß uns nicht stets hangen in dem Tod der Eitelkeit; denn die Last treibt uns, zu rufen, alle schreien wir dich an; zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn. 10. Ach, wie teur sind wir er worben, nicht der Menschen Knecht zu sein; drum so wahr du bist ge375. denn es ist 295 storben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollfommen und verklärt ins befte Bild. Der hat Gnad um Gnad genommen, wer aus deiner Füll sich füllt. 11. Liebe, zeuch uns in dein Sterben, laß uns mit gefreuzigt sein, was dein Reich nicht kann ererben; führ ins Paradies uns ein. Doch wohlan! du wirst nicht säumen, laß uns nur nicht läſſig ſein; werden wir doch als wie träumen, wann die Freiheit bricht herein. Gottfried Arnold, geb. 1666, † 1714. Mel. Straf mich nicht zc.( Rosenmüller. 1655?) 1694. 1. Ma- che dich, mein Geift, bereit, daß dich nicht die böse Zeit Satans Lift wa- che, fleh und be= te, un- ver- hofft be= tre= te; 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten; denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. ü- ber vie = le From zur Versuchung kom- men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod 5. Wache, daß dich nicht die möchte dich in Sünden unvermutet finden. überwinden; und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. Welt durch Gewalt bezwinge, oder wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sich, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, dich zu schmeicheln. = men 6. Wach dazu auch über dich, über Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List, kann sich selber heucheln und in Hoffart 296 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen, dich drückt und bestrickt, daß du chläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er soll was geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 376. be Kampf der Heiligung. Mel. Wachet auf, ruft zc. 1. Rü- ftet euch, ihr Chri- sten- leu- te; Wappnet euch mit Got- tes Wor- te schon alles glücklich gehen, wenn 9. Doch wohl gut! es muß uns wir ihn durch seinen Sohn im Ge bet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir gläubig bitten. 10. Drum so laßt uns immer dar wachen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Joh. Burchard Frehstein, geb. 1671, † 1718. hier ist Im- ma- nu= el. ja Satan selbst hat eur be= gehrt. da- mit ihr blei- bet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell, 2. Reinigt euch von euren Lüften, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen. Wo des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermilden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude. Wohlan, so seid zum Kampf bereit, so frönet euch die Ewigkeit. 3. Streitef recht die wenig Jahre, ch ihr kommt auf die Totenbahre; die Fein- de suchen euch zur Beu- te, und kämpfet frisch an jedem Or- te, 1599. Ho- fi- an- na! durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. Der Star- te fällt kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wann Gott wird die Toten wecken, und Christus wird die Welt er schrecken, so stehen wir mit Freuden daß uns die Welt noch höhnt, währt auf. Gott Lob! wir sind versöhnt; nicht lange, und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenfron. mache die zu Überwindern, die du 4. Jesu, stärke deine Kinder und erkauft mit deinem Blut. Schaffe Kampf der Heiligung. 297 in uns neues Leben, daß wir uns fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. Geuß aus für und für. auf uns den Geist, dadurch die Liebe Wilh. Erasmus Arends,(?) † 1721. es prohibid f 377. 3 4 Mel. Jesu, hilf fiegen 2c. todan Mur = bringet her- ein; schädlich zu sein; 1. Je- su, hilf fie- gen, du Für- fte des Le- bens; fieh, wie die Finster- nis wie sie ihr höl- li- sches Heer nicht ver- ge- bens mächtig auf- füh- ret, mir Sa- tan der fin- net auf al- ler= hand Rän- ke, mich sich= te, ver= ftö- re und krän- ke. = 1698. wie er 2. Jesu, hilf siegen, der du mich 5. Jesu, hilf siegen und lege geerkaufet, rette, wenn Fleisch und fangen in mir die Lüfte des FleiBlut, Satan und Welt mich zu sches und gib, daß bei mir lebe des berücken ganz grimmig anlaufet, Geistes Verlangen, aufwärts sich oder auch schmeichelnd sich listig schwingend durch heiligen Trieb; verstellt. Wüten die Feinde von laß mich eindringen ins göttliche außen und innen, laß mir, Herr, Wesen, so wird mein Geist, Leib niemals die Hilfe zerrinnen. und Seele genesen. 3. Jesu, hilf siegen! ach wer muß nicht klagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für: laß es zu meiner Demütigung dienen, und mich doch schmecken dein kräftig Verfühnen. 4. Jesu, hilf fiegen, wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich die Macht der Begierden empfinde, und sich mein tiefes Verderben darlegt; hilf, daß ich dann vor mir selber erröte und durch dein Leiden mein fündlich Fleisch töte. 6. Jesu, hilf fiegen und laß mich nicht sinken, wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken; laß dann viel heller doch deine Kraft sehn; steh mir zur Rechten, o König und Meister, lehre mich kämpfen und prüfen die Geister. 7. Jesu, hilf siegen im Wachen und Beten! Hüter, du schläfest und schlummerst nicht ein; laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du verheißen, mein Fürsprech zu sein; wenn mich die Nacht mit Ermitdung will decken, wollst du mich, Jesu, ermuntern und wecken. 298 8. Jesu, hilf fiegen, wenn alles verschwindet, und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich muß sein ein verschüchtertes Reh; ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. sa 9. Jesu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang, so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Sesu, mein Kampf der Heiligung. Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden geprie sen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! 10. Jesu, hilf siegen! Wenns nun kommt zum Sterben, mach du mich würdig und stetig bereit, daß ich mich könne recht nennen dein'n Erben dort in der Ewigkeit, hier in der Zeit. Jesu, mein Jesu, dir bleib ich ergeben, hilf du mir siegen, mein Heil, Trost und Leben! Joh. Heinr. Schröder, geb. 1666, † 1699. Eigne Melodie, hed jours api ni 1745. 378. e ● 1. Ring- e recht, wenn Got- tes Gna- de dich nun zie- het und be- kehrt, daß dein Geist sich recht ent- la= de 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelsfaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ninge, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht gethan. And Und 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse haft bezwungen, das uns Schaden pflegt zu thum. von der Last, die ihn be- schwert. 7. Nimm mit Furcht ja deiner Seele, deines Heils mit Zitter wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 8. Halt ja deine Krone feste, halte männlich, was du hast; recht beharren ist das beste, Rückfall ist ein böser Gast. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen; fliehe träge Sicherheit. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen; gib der Lust den Zügel nicht. Willst du die Begierden fiil len, so verlischt das Gnadenlicht. 11. Fleischesfreiheit macht die Seele kalt und sicher, frech und stolz; frißt hinweg des Glaubens Öle, läßt nichts als ein faules Holz. Kampf der Heiligung. 299 12. Wahre Treu führt mit der 18. Liegt nicht alle Welt int Sünde bis ins Grab beständig Krieg, richtet sich nach keinem Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. Bösen? Steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 13. Wahre Tren liebt Christi Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, weiß von keiner Wollustpflege, hält sich selber nichts zu gut. 19. Eile, wo du dich erretten und nicht mit verderben willt; mach dich los von allen Ketten, fleuch als ein gejagtes Wild. 14. Wahre Treu hat viel zu weinen, spricht zum Lachen: du bist toll! weil es, wann Gott wird erscheinen, lauter Heulen werden soll. 15. Wahre Tren kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 16. Dies bedenket wohl, ihr Streiter, streitet recht und fürchtet euch; geht doch alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. 17. Denkt bei jedem Augenblicke, obs vielleicht der letzte sei; bringt die Lampen ins Geschicke, holt stets neues Öl herbei. 379. 20. Lauf der Welt doch aus den Händen, dring ins stille Zoar ein. Eile, daß du mögst vollenden, mache dich von allen rein. 21. Laß dir nichts am Herzen kleben, fleuch vor dent verborgnen Bann, such in Gott geheim zu leben, daß dich nichts beflecken kann. 22. Eile, zähle Tag und Stunden, bis dein Bräutgam kommt und winkt und, wenn du nun überwun den, dich zum Schauen Gottes bringt. 23. Eile, lauf ihm doch entgegen, sprich: Mein Licht, ich bin bereit, nun mein Hüttlein abzulegen, mich dürft nach der Ewigkeit! Joh. Jos. Windler, geb. 1670, † 1722. Mel. Weil nichts gemeiner ist als sterben 2c. 1731, 1. Du Ba- ter dei- ner Menschen- fin- der, der du die Liebe selber bist, und des sen Herz auch gegen Sün- der noch gü- tig und voll Mitleid ist, laß mich von gan- zem Her- zen dein im Leben un und im To- de sein. 2. Gib, daß ich als dein Kind 3. Vertilge, Herr, durch deine dich liebe, da du mich als ein Vater Liebe in mir die Liebe zu der Welt liebst, und so gesinnt zu sein mich und gib, daß ich Verleugnung übe, libe, wie du mir selbst die Vorschrift wenn mir das Eitle noch gefällt. gibst. Was dir gefällt, gefall auch Wie könnt ich je die Kreatur dir mir; nichts scheide mich, mein Gott, vorziehn, Schöpfer der Natur? von dir. 4. Laß mich um deines Namens 300 willen gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, so sich auf meine Willigkeit und rechne mir nach dei ner Huld die Schwachheit, Bater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Sorgfalt meiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Vater, Kampf der Heiligung. 6. Aus Liebe laß mich alles lei den, was mir dein weiser Rat be stimmt. Auch Trübſal führt zu ewgen Freuden; wer ihre Last gern auf sich nimmt, sie willig trägt und weislich nützt, wird mächtig von dir unterstützt. 7. In deiner Liebe laß mich ster ben, so ist auch Sterben mein Ge winn; so werd ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Da lieb ich in Vollkommenheit dich, mich beſliſſen ſein. grada Bater der Barmherzigkeit. 380. Balthasar Münter, geb. 1735, 1793. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht zc. O 128 1535. 1. fjerr, stär- te meinen schwa- chen Mut, dich treulich zu be- ken- nen und trotz der Fein- de Hohn und Wut den Deinen mich zu nen- nen. Gib, daß ich oh- ne Heu- che- lei durch deine Gna de stark und frei dein e- wig Rob ver- fün- de! 2. Ich weiß, es geht der Zeugen Pfad durch manches Ungewitter; denn wen dein Licht erleuchtet hat, dem wird die Weltluft bitter. Je mehr er Welt und Sünde haßt, um desto schwerer wird die Last; des Kampfes wird kein Ende. nicht, mag sie gleich drohn und litgen; denn Gottes Wort und Got tes Licht muß doch am Ende siegen. Wie sollt ich zweifeln noch daran? Hat er doch mein Herz aufgethan, das trotzge und verzagte! 5. Und der mein stolzes Herz ge 3. Wer Sünde thut, der haßt wann, das ganz und gar verkehrte, das Licht, mag nicht die Wahrheit der allen helfen will und kann, hören; und wer ihm von der Buße gleichwie er mich bekehrte: sein spricht, will nur den Frieden stören. Scepter bleibt in Ewigkeit; zuletzt Das Wort vom Kreuz war allezeit doch werden weit und breit die der armen Welt, und ists noch heut, Starken seine Beute. gar eine harte Rede. 4. Und doch will ich verzagen 6. So bleib ich ruhig denn da bei, von seiner Huld zu zeugen. Früchte der Wiedergeburt. und stören soll mich kein Geschrei, ihm meine Knie zu beugen! Es hilft mir ja der starke Held, daß nicht die Furcht vor dieser Welt mich treibt, ihn zu verleugnen. 7. Und will die Welt, nach seinem Rat, mich drum mit Füßen treten: er lehrt für ihre Missethat mich glaubig flehn und beten. Und regt sich noch des Zornes Flamm: 108 Früchte der Wiedergeburt. ein Blick auf ihn am Kreuzesstamm dämpft ihr unheilges Fener. 8. Der Feinde Fluch verkehret er erbarmungsvoll in Segen und stärket mich, der treue Herr, auch unter harten Schlägen, hilft, daß ich ohne Heuchelei von seiner Gnade stark und frei durch Wort und Wandel zeuge. 3jam nog Aus Knapp's Liederschatz. 381. fe1. Bwei Ding, o Herr, bitt ich von dir, die wollest du nicht weigern mir, 6e- 1: 27 Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 301 weil ich in diesem E- lend bin, bis mich mein Stündlein nimmt da- hin. 2. Verfälschte Lehr, Abgötterei, nach Gott? ich bin versorgt in auch Lügen ferne von mir sei; Ar- aller Not. mut und Reichtum gib mir nicht, doch solches ich noch ferner bitt: 3. Ein ziemlich Notdurft schaff dem Leib, daß ich kann nähren Kind und Weib, oder kein Not und Mangel sei, und auch kein Überfluß dabei. 4. Sonst wenn zu satte ich würd sein, verleugnet ich den Herren mein, und saget: Was frag ich fohlen ist. 382. ( 1547.) 1588. 5. Oder wenn Armut drückte mich, zum Stehlen möcht geraten ich, oder mit Sünd trachten nach Gut, ohn Gottes Scheu, wie mancher thut. 6. Des Herren Segen machet reich ohn alle Sorg, wenn du zugleich in deim Stand treu und fleißig bist und thust, was dir beEigne Melodie. Paul Eber, geb. 1511, † 1569. 1571. 1. Don Gott will ich nicht las- sen; denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rech- ter Straßen, da ich sonst ir= ret sehr, 302 Früchte der Wiedergeburt. rei chet mir seine Hand; den Abend wie den Mor- gen = thut er mich wohl ver for gen, = = 2. Wann sich der Menschen Hulde und Wohlthat all verkehrt, so findt sich Gott gar balde; sein Macht und Gnad bewährt hilfet aus aller Not, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. Es kann mir nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt, mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott, dem Herrn, ergeben; er schaffs, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist. Er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein allerliebsten Sohn, durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret: lobt ihn ins Himmels Thron. 383. Let 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welch's er uns beides schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt. Sonst verdirbt alle Zeit, die wir zubring'n auf Erden. Wir sollen selig werden und bleib'n in Ewigkeit, quid pillad chua ti ime sei, wo ich woll, im Land. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben; wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott.nop im niponit 7. Die Seel bleibt unverloren geführt in Abrams Schoß; der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß uns nicht irren des Teufels listig Art.= id 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freude voll; die selb ohn einig Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der r uns a geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott, der heilig Geist, im Glauben uns regieret, zum Neich der Himmel führet; ihm ſei Lob, Ehr und Preis. olm@ Ludw. Helmbold, geb. 1532, † 1598. the dm id no ip? silo dod topding thin rim out du ijodid Mel. Was mein Gott will zc. dvatte ( 1529.) 1540. sut lystspier 60113 1. Wer Gott ver- traut, hat wohl ge- baut im Him- mel und auf Er wer sich ver- läßt auf Je- fum Chrift, dem muß der Him- mel wer den; = den, Dar- um auf dich all Hoff- nung ich ganz fest und steif thu se ten; Herr Jefu Chrift, mein Trost du bist 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder; und wenn ich dich mir hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. oth Summiul ni trditing 384.00 modig Mel. Es spricht der Unweisen 2c. mis prind arron 201 CJ Früchte der Wiedergeburt. JANUS 1. Herr, deine Rech- te und Ge- bot, dar- nach wir sol- len le= ben, 3d wollst du mir, o ge- treu- er Gott, ins Her- ze selber ge= ben, 303 lloc idust sell p hi daß ich zum Gu- ten wil- lig sei, und oh- ne Falsch und Heu- che- lei was do S111 in To- des Not und Schmer- zen. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich; denn du kannst mir wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, in dies'm und jenem Leben. Gib wahre Neu, mein Herz ernen, errette Leib und Seele. Ach, höre, Herr, dies mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. anal 10 Aus dem 16. Jahrh. stop thin 1524. E Enthosh tadind tim sibbar wie stark mich meine Taufzuſag zum Dienste dir verbindet. 2. Gib, daß ich dir allein vertran, allein dich fürcht und liebe, auf Menschentrost und Hilf nicht bau, noch mich darum betrübe, daß großer Leute Gnad und Gunst, Gewalt, Pracht, Neichtum, Witz, und Kunst mir nicht zum Abgott nicht 4. Am Tage deiner heilgen Nuh laß mich früh vor dich treten, die Zeit auch heilig bringen zu mit Danken und mit Beten, daß ich hab alle Luft an dir, dein Wort gern hör und dir' dafür mein dankbar Opfer bringe. werde. 3. Hilf, daß ich deinen Nam'n und Bund aus deinem Wort erkenne, auch niemals dich mit meinem Mund ohn Herzensandacht 5. Die Eltern, Lehrer, Obrigkeit, so vorgesetzt mir werden, laß mich ja ehren allezeit, daß mirs nenne, daß ich bedenke jeden Tag, wohl geh auf Erden; für ihre Sorg be- fiehlst, voll-= bring= e. 304 und Treu laß mich, wann sie auch werden wunderlich, Furcht, Ehr und Dank erweisen. Früchte der Wiedergeburt. 6. Hilf, daß ich nimmer eigne Rach aus Zorn und Feindschaft übe, dem, der mir anthut Trotz und Schmach, verzeihe und ihn liebe, sein Glück und Wohlfahrt jedem gönn, schau, ob ich jemand dienen könn, und thu es dann mit Freuden. 7. Unreine Werk der Finsternis laß mich mein Lebtag meiden, daß ich für böse Lust nicht müß der Hölle Qual dort leiden; schaff in mir, Gott, ein reines Herz, daß ich schandbare Wort und Scherz und alle Unzucht fliehe. 8. Verleih, daß ich mich redlich nähr und böser Ränke schäme; mein Herz von Geiz und Unrecht kehr, und fremdes Gut nicht nehme, auch von der Arbeit meiner Händ, was übrig ist, auf Arme wend, und nicht auf Pracht und Hoffart. 9. Hilf, daß ich meines Nächsten Glimpf zu retten mich befleiße, 385. fe von ihm abwende Schmach und Schimpf, doch Böses nicht gut heiße. Gib, daß ich lieb Aufrichtigkeit, und Abscheu habe jederzeit am Lästern und am Lügen. 10. Laß mich des Nächsten Haus und Gut nicht wünschen noch be gehren; was aber mir von nöten thut, das wollst du mir gewähren; doch daß es niemand schädlich sei, ich auch ein ruhig Herz dabei und deine Gnad behalte. 11. Ach, Herr, ich wollte deine Recht und deinen heilgen Willen, wie mir gebührt als deinem Knecht, ohn Mangel gern erfüllen; doch fühl ich wohl, was mir gebricht, und wie ich das Geringste nicht vermag aus eignen Kräften. 12. Drum gib du mir von deinem Thron, Gott Vater, Gnad und Stärke; verleih, o Jeju, Gottes Sohn, daß ich thu rechte Werke; o heilger Geist, hilf, daß ich dich von ganzem Herzen und als mich den Nächsten treulich liebe. Lukas Ofiander(?), geb. 1534, † 1604. 1551. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 1. Kommt und laßt euch Je- sum lehren, welche die find, die ge= hö- ren = kommt und ler- net all- zu- mal, in der rech- ten Christen Zahl: die beken- nen mit dem Mund, glau- ben auch von Her- zensgrund und be= mü- hen sich da- ne- ben, Guts zu thun, so lang sie le= bent. 2. Selig sind, die Demut haben Gott werd allein gepreist, danken und sind allzeit arm im Geist, rüh- dem auch für und für: denn das men sich gar keiner Gaben, daß Himmelreich ist ihr. Gott wird Früchte der Wiedergeburt. dort zu Ehren setzen, die sich selbst gering hier schätzen. 3. Selig find, die Leide tragen, da fich göttlich Trauern findt, die beseufzen und beklagen ihr und andrer Leute Sünd; welche deshalb traurig gehn, oft vor Gott mit Thränen stehn: diese sollen noch auf Erden und dann dort getröstet werden. onemmin es ud ood 4. Selig sind die frommen Herzen, da man Sanftmut spüren fann, welche Hohn und Trotz verihmerzen, gerne weichen jedermann; die nicht suchen eigne Rach und be fehlen Gott die Sach: diese will der Herr beschützen, daß sie noch das Land besitzen. 305 7. Selig sind, die funden werden reines Herzens jederzeit, die in Werk, Wort und Gebärden lieben Zucht und Heiligkeit. Diese, welchen nicht gefällt die unreine Lust der Welt, sondern die mit Ernſt sie meiden, werden schauen Gott mit Freuden. 8. Selig sind, die Friede machen und drauf sehn ohn Unterlaß, daß man mög in allen Sachen fliehen Hader, Streit und Haß; die da ſtiften Fried und Ruh, raten allerſeits dazu, sich auch Friedens selbst befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, Verfolgung, Angst und Bein, da sie es doch nicht verschulden und gerecht befinden sein. Ob des Kreuzes gleich ist viel, segzet Gott doch Maß und Ziel, und hernach wird ers belohnen ewig mit der Ehrenkronen. 5. Selig sind, die sehnlich streben nach Gerechtigkeit und Treu, daß an ihrem Thun und Leben kein Gewalt noch Unrecht sei; die da lieben gleich und recht, sind auf richtig, fromm und schlecht, Geiz, Betrug und Unrecht haffen: die wird Gott satt werden lassen. 10. Herr, regier zu allen Zeiten 6. Selig sind, die aus Erbarmen meinen Wandel hier auf Erd, daß fich annehmen fremder Not, sind ich solcher Seligkeiten doch aus mitleidig mit den Armen, bitten Gnaden fähig werd. Bater, hilf treulich für sie Gott; die behilflich von deinem Thron, daß ich glaub sind mit Nat, auch wo möglich an deinen Sohn und durch deines mit der That, werden wieder Hilf Geistes Stärke mich befleiße rechter empfangen und Barmherzigkeit er- Werke. langen. David Deuicke, geb. 1603,+ 1680. dolite and tim 386. Im vorigen Ton. 1. Wohl dem, der den Herren fahren, wie sich mehrt alles, was scheuet und sich fürcht vor seinem in seinem Leben ihm vom Himmel Gott! Selig, der sich herzlich freuet, ist gegeben. zu erfüllen sein Gebot; wer den 2. Seine Kinder werden stehen, Höchsten liebt und ehrt, wird er- wie die Rosen in der Blüt; sein Vet. m. Not. 20 306 Früchte der Wiedergeburt. Geschlecht wird einher gehen voller wird Gott, das höchste Gut, aus Gnad und Gottes Güt; und was der Fülle seiner Gaben, als der diesen Leib erhält, wird der Herr- liebste Vater laben. scher aller Welt reichlich und mit vollen Händen ihnen in die Häuser senden. Suime 5. Wer Betrübte gerit erfreuet, wird vom Höchsten hoch ergött; was die milde Hand ausstruct, wird vom Himmel wohl ersetzt. Wer viel gibt, erlanget viel; was jein Herze wünscht und will, das wird Gott mit gutem Willen schon zu rechter Zeit erfüllen. 3. Das gerechte Thun der Frommen steht gewiß und wanket nicht; sollt auch gleich ein Wetter kommen, bleibt doch Gott, der Herr, ihr Licht; tröstet, stärket, schützt und macht, daß nach ausgestandner Nacht und nach hochbetrübtem Weinen Frend und Sonne wieder scheinen. 6. Wenn das Unglück will an kommen, das den rohen Sünder plagt, bleibt der Mut ihm unbenom men und sein Herze unverzagt; un 4. Gottes Gnad, Huld und Er- verzagt, ohn Angst und Bein bleibt barmen bleibt den Frommen immer das Herz, das sich allein ſeinem Gott fest; wohl dem, der die Not der und Herrn ergibet und in ihm die Armen ihm zu Herzen gehen läßt Brüder liebet. 9/102 Ind und mit Liebe Gutes thut, dendunt Paul Gerhardt, geb. 1607, 1676. Instoc moniso moring 90 od drndomiers med stod & 196 mi malibi jun 1969 thi Schop. 1642. dignin 1901 1900 387 hit thing mel. Werde munter, mein zc. pouston huiksi on in anted to disor binas Psalm 1. 109 fcponajod 1. Wohl dem Menschen, der nicht wan- delt in gott- lo- ser Leu- te Rat: obwohl den, der nicht un- recht han- delt, noch tritt auf der Sün- der Pfad; motionale der der Spöt- ter Freundschaft fleucht, und von ihren Sej- seln weicht, 2 ng của cha m 3 Konst der Hin- ge- gen liebt und ehret, was uns Gott vom Him- mel leh- ret. 2. Wohl dem, der mit Lust und Freude das Gesetz des Höchsten treibt, und hier als auf süßer Weide Tag und Nacht verharrend bleibt; dessen Segen wächst und blüht wie ein Palmbaum, den man sieht bei den Flüssen an den Seiten seine frischen Zweig ausbreiten. 3. Also, sag ich, wird auch grib nen, wer in Gottes Wort sich übt; Luft und Erde wird ihm dienen, bis er reife Früchte gibt; seine Blätter werden alt und doch niemals un gestalt; Gott gibt Glück zu seinen Thaten; was er macht, muß wohl geraten. 307 der Herr sein Häuflein richt't, da bleibt kein Gottlojer nicht. Sumina: Gott liebt alle Frommen, und wer bös ist, muß umkommen. 388, for months ag of Paul Gerhardt, geb. 1607,+1676. 1551. dung solimmel. Freu dich sehr, o meine 2c. Biro 4. Aber er wen die Sünd erfreuet, mit dem gehts viel anders zu; er wird wie die Spreu zerſtreuet y von dem Wind im schnellen Nu. Wo be Bigy Great treu bis an das Ende 1. Sei getreu Lei best du gleich har- te Stän- de, norbi Früchte der Wiedergeburt. Ach, das Lei den dieser Zeit ist nicht wert der Herr- lich= keit, stornadre 07 hodie dein Je- fus bir will ge- bent do = ben dort in je- nem Freu- den= le= bent. 2. Sei getreu in deinem Glauben! Lasse dir den festen Grund niemals aus dem Herzen rauben, halte den Gewissensbund, der geschloſsen in der Tauf, sag ihn Gott nur die Schuld. Der trägt leichter, wer da träget mit Geduld, was Gott aufleget. nadsi tim dum 5. Sei getren in deinem Hoffen! Hilft Gott gleich nicht, wie du willt, wieder Der er und verloren, wer meineidig ihm geschworen. 3. Sei getren in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe, ob er dich gleich hat betrübt. Denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat, so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 6 daure red- lich aus den Streit! end- lich ist der Sieg bereit. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach von der Liebe Jeſu scheiden, murre nicht mit Weh und Ach. Hilft dir denn die Ungeduld? Nein, sie häufet 389. tudi drict scr dan Hat pidin ahir Mel. Lasset uns pil dein Wünschen werd erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon hier, sein Herz bricht ihm gegen dir; hoffe mur, Gott ist vorhanden; Hoffnung macht dich nicht zu Schanden. 6. Sei getreu bis an das Ende, daß nicht Marter, Angst und Not dich von deinem Jesu wende, sei ihm treu bis in den Tod! Ach, das Leiden dieser Zeit ist nicht wert der Herrlichkeit, die dein Je= fus dir will geben dort in jenem Freudenleben.do? bönd Benj. Prätorius, um 1661. Schop. 1641. 798 40 10 391) den Herren 2. ho 1. Las- set uns mit Jesu zie- hen, sei- nem Vor- bild folgen nach, in der Welt der Weltent- flie- hen, auf der Bahn, die er uns brach, 20* 308 im- mer- fort zum Him- mel rei- sen, Früchte der Wiedergeburt. 2JJ glan- ben recht und le ben fein, in der Lieb den Glau- ben wei- sen. = Treuter Je su, bleib bei mir; ge- he vor, ich folge dir. H = 2. Laffet uns mit Jefu leiden, töten, weil wir leben, unser Fleisch, seinem Vorbild werden gleich. Nach ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Leiden folgen Freuden; Armut dem Grab in das Himmelsleben hier macht dorten reich. Thränen- heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, faat die erntet Lachen; Hoffnung tröstet mit Geduld. Es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir; dort teil deine Freud mit mir. 390. fe ir- disch noch, doch himm- lisch sein, 3. Laffet uns mit Sesu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns ewig auch bei dir. in 81. Ver= fu chet euch doch selbst, ob Chri- stus in euch ist, daß ich lebe für und für. 4. Laffet uns mit Jeſu leben; weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wieder geben. Jesu, unser Haupt du bist, wir sind deines Leibes Glieder; wo du lebst, da le ben wir. Ach, erkenn uns für und für, trauter Freund, als deine Brilder. Jesu, dir ich lebe hier, dorten De- mut und Ge- duld, Mel. Gott, du frommer Gott zc. in Lieb, dem Näch- sten stets 2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als ein Glanz hervor, scheint als der helle Morgen, erweiset seine Kraft, macht Christo gleich gesinnt, er Sigm. v. Birken, geb. 1626, † 1681. 1693. ob ihr im Glau- ben fte het, ob ihr ihm auch nach- ge= het in Sanft- mut, Freund- lich- keit, zut die- nen feid bereit. neuert Herz und Mut, macht uns zu Gottes Kind. 3. Er schöpft aus Christo Heil Gerechtigkeit und Leben, und thut in Einfalt es dem Nächsten wieders Früchte der Wiedergeburt. geben; dieweil er überreich in Christo worden ist, preist er die Gnade hoch, bekennet Jesum Christ. 4. Er hofft in Zuversicht, was Gott im Wort zusaget; drum muß der Zweifel fort, die Schwermut wird verjaget. Sieh, wie der Glaube bringt die Hoffnung an den Tag, hält Sturm und Wetter aus, besteht in Ungemach. 5. Aus Hoffnung wächst die lieb, weil man aus Gottes Händen nimmt alle Dinge an, nicht zürnen thut, nicht schänden; denn alles uns zu Nutz und Besten ist gemeint, drum dringt die Liebe durch auf Freunde und auf Feind. 6. Wir waren Gottes Feind, er gibt zum Gnadenthrone sein eingebornes Kind; er liebt uns in dem Sohne, setzt Liebe gegen Haß; wer gläubig dies erkennt, wird bald in Lieb entzündt, die allen Haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott gethan, thun wir dem Nächsten eben; droht er uns mit dem Tod, wir zeigen ihm das Leben; flucht er, so segnen wir. In Schande, Spott und Hohn ist unser bester Trost des Himmels Ehrenkron. 8. Setzt Gott uns auf die Prob, ein schweres Kreuz zu tragen: der 391. 309 Glaube bringt Geduld, erleichtert alle Plagen; statt Murren, Ungebärd wird das Gebet erweckt, weil aller Angst und Not von Gott ein Ziel gesteckt. 9. Man lernet nur dadurch sein Elend recht verstehen, wie auch des Höchsten Güt, hält an mit Bitten, Flehen; verzaget an sich selbst, erfennet sich für nichts, sucht bloß in Christo Kraft, der Quelle alles Lichts; 10. Hält sich an sein Verdienst, erlanget Geist und Stärke, in solcher Zuversicht zu üben gute Werke; steht ab vom Eigensinn, flieht die Vermessenheit, hält sich in Gottesfurcht, im Glück und schwerer Zeit. 11. So prüfe dich denn wohl, ob Christus in dir lebet; denn Christi Leben ists, wonach der Glaube strebet; erst machet er gerecht, dann heilig, wirket Luft zu allem guten Werk; sieh, ob du auch so thuſt. 12. O Herr, so mehre doch in mir den wahren Glauben, so fann mich keine Macht der guten Werk berauben. Wo Licht ist, geht der Schein freiwillig davon aus; du bist mein Gott und Herr, bewahr mich als dein Haus. Joachim Justus Breithaupt, geb. 1658,+ 1732. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 1687. 1. Gott, mein ein- zi- ges Ver- trau- en, Gott, du meine Zu- ver- sicht! Meine Au- gen zu dir schau- en, deine Hilf ver- sag mir nicht: laß mich nicht ver- geb- lich schreien, son- dern hör und laß ge- dei- hen; 118 310 sp1909 19 oblig Früchte der Wiedergeburt. so will ich Gott hal- ten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. mich 2. Du hast mich von Kindes- Wenn mich alle Menschen haffen, beinen stets geleitet und geführt; will ich mich auf Gott verlassen; durch mein Klagen und mein Wei- so will ich Gott halten still: Gott, nen wird dein Vaterherz gerührt, dein Will ist auch mein Will. daß mirs Hilf und Nahrung sende, Not und Trübsal von mir wende; drum halt ich dir ferner still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 6. Alles sei dir heimgestellet, schaff es, wie du willt, mit mir: Tod und Leben mir gefället, willig, willig folg ich dir; wird des Krenzes Joch mich drücken, wirst du wie der mich erquicken. Drunt will ich Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 3. Führe mich, wohin du denfest, daß es mir am besten ist; wenn du nur, mein Gott, mich lenkest, geht mirs wohl zu jeder Frist; laß mich dir, mein Gott, vertrauen, und auf deine Gnade bauen; laß mich dir nur halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 7. Laß mich nur den Himmel erben, mach mich weder arm noch reich; chriftlich leben, selig sterben, so werd ich, den Engeln gleich, Hei lig, Heilig, Heilig! singen und dir mein Lobopfer bringen; so will ich Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 4. Muß ich Schmerz und Qual empfinden, und mit Galle sein getränkt, mich gleich einem Würinlein winden, mit viel Unglück sein umschränkt; doch will ich es alles tragen, und darum doch nicht verzagen, sondern will Gott halten still: Gott, dein Will ist auch mein Will. 8. Nun, mein Gott, in deine Hände geb ich Seele, Leib und Gut; alles mir zum besten wende, und halt mich in deiner Hut! Dieses bitt ich mir will 5. Bin ich gleich veracht auf Er- nur, nochmals tühnlich, gib mir den, und muß dulden Spott und ich dir halten still: Gott, dein Will Hohn, werd ich doch erhöhet wer- ist auch mein Will. SHE den dort in deinem Himmelsthron.ivad nut Elisabetha Eleonora, and old and singsgeb. 1658,+ 1729. Herzogin zu Sachsen- Meiningen, 392.20 timu g shuni md than duy 170 htu sid of an Eigne Melodie. d mure nadal caffis Ge- t. 1. 3 to- stet viel, ein Chrift zu sein und nach dem Sinn des rei- nen Tomis7 tin ydis) to s jed Geiftes le ben; 2 denn der Natur geht es gar sau= er ein, Früchte der Wiedergeburt. fich immer- dar in Chri- sti Tod zu ge- ben; 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit bedenket, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets ins Himmlische versenket. Wohl kostets Müh; die Gnade aber macht,: daß mans nicht acht.: 4. Man soll ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte. Wie wird der Leib so start, so hell und rein, so herrlich sein, so lieblich im Gesichte, dieweil ihn da die wesentliche Pracht: vollfommen macht!: = Kampf wohl aus- ge- richt, How if noting das machts noch nicht, das machts noch nicht. 2. Man muß hier stets auf ter sehn; im Schauen wird es ihn Schlangen gehn, die leicht ihr Gift mit Lust empfinden; der lautre in unsre Fersen bringen; da kostets Strom wird es da ganz durchgehn, Maich, auf seiner Hut zu stehn, daß und es mit Gott zu Einem Geist nicht das Gift kann in die Seele verbinden. Wer weiß, was da im bringen. Wenn mans versucht, so Geiste wird geschehn?: Wer mags spürt man mit der Zeit: die Wich verstehn?:| tigkeit.: 6. Was Gott genießt, genießt es auch; was Gott besitzt, wird ihm in Gott gegeben; der Himmel steht bereit ihm zum Gebrauch, wie lieblich wird es doch mit Jesu leben! Nichts höher wird an Kraft und Würde sein,: als Gott allein.:| 5. Da wird das Kind den Ba** 09** mind nown mothed tid the JR mm( bus it 393. 311 und ist hier gleich ein day 7. Auf, auf, mein Geist, ermüde nicht, dich durch die Macht der Finsternis zu reißen. Was sorgest du, daß dirs an Kraft gebricht? Bedenke, was für Kraft uns Gott verheißen. Wie gut wird sichs doch nach der Arbeit ruhn,|: wie wohl wirds thun!:| Christian Friedrich Nichter, geb. 1676, † 1711. de mond quin Out 190 chod bi dat Im vorigen Ton. smidt sprinisite- mich 1. Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des reinen Geistes leben. Zwar der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit 3. Dein Vater fordert nur das den schweren Streit.:| Herz, daß er es selbst mit reiner 2. Du darfst ja nur ein Kind- Gnade fülle; der fromme Gott lein sein; du darfst ja nur die leichte macht dir gar keinen Schmerz, die ui 3000 300 Liebe üben. O blöder Geist, schau nur, wie gut ers mein; das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr;: es ist nicht schwer.:| 312 Unluft schafft in dir dein eigner Wille. Drum übergib ihn willig in den Tod,: so hats nicht not.: Früchte der Wiedergeburt. ter wird nichts Schlimmes mit dir thun; vor keinem Sturm und Wind darfst du erschrecken; ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur.: 7. So wird dein Licht aufs neu entstehn, und wirst dein Heil mit großer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn; drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. O Seele, sieh doch, wie ein wahrer Christ : so selig ist!:| 5. Besitz dein Herze in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkeft. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so fieh, daß du dich durch die Gnade stärkest; so ist dein Fehl und kindliches Versehn: als nicht geschehn.:| 8. Auf, auf, mein Geist! was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geh ein, mein Herz, geneuß die süße Nuh; im Frieden sollst du vor dem Vater 6. Laß nur dein Herz im Glau- schweben. Die Sorg und Laſt wirf ben ruhn, wenn dich wird Nacht nur getroft und fühn: allein auf und Finsternis bedecken; dein Ba- ihn.:[ Christian Friedrich Richter, geb. 1676, † 1711, 4. Wirf nur getroft den Kummer hin, der nur dein Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh dein schwaches Herze naget; sprich: Vater, sich mein Elend gnädig an!: so ifts gethan.: 394. be Mel. O liebster Herr Jesu zc. 1. Sieh, wie lieb- lich und wie fein wenn ihr Thun ein- träch- tig ist, 2. Diesen ja verheißt der Herr reichen Segen nach Begehr und das Leben in der Zeit und auch dort in Ewigkeit. thi 1544. ists, wenn Brü- der fried- lich sein; au fok ohne Falsch- heit, Trug und List. dein Evangelium ganz zu deinem Eigentum. id galiaum bortne 3. Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit; brich in deiner Kirche an, daß die Welt es sehen 6. Bind zusammen Herz und 5. Sammle, großer Menschen mhirt, alles, was sich hat verirrt; laß in deinem Gnadenschein alles ganz vereinigt ſein. fann. & Herz; laß uns trennen keinen 4. Jesu, Haupt der Kreuzgemein, Schmerz; knüpfe selbst durch deine mach uns alle, groß und klein, durch Hand das geweihte Brüderband. Früchte der Wiedergeburt. 7. Kraft, Lob, Ehr und Herrlich feit sei dem Höchsten allezeit, der, 395. 313 wie er ist drei in Ein, uns in ihm läßt Eines sein! Michael Miller, geb. 1673, † 1704; und Christian David, geb. 1690, † 1751. ( 1667.) 1693. Mel. Nun sich der Tag 2c. 1. Mert, See le, dir das gro- ße Wort: wenn Je sus winkt, so geh; = 3. Wenn Jesus seine Gnadenzeit bald da, bald dort verklärt, so freu dich der Barmherzigkeit, die andern widerfährt. 396. wenn er dich zieht, so ei le fort; wenn Jesus hält, so ftch. 2. Wenn er dich lobet, bücke dich; wenn er dich liebt, so ruh; wenn er dich aber schilt, so sprich: Ich brauchs, Herr, schlage zu. 4. Wenn er dich aber brauchen will, so steig in Kraft empor; wird Jesus in der Seele still, ſo nimm auch du nichts vor. 5. Kurz, liebe Seel, dein ganzes Herz sei von dem Tage an bei Schmach, bei Mangel und bei Schmerz dem Lamme zugethan. drett Mel. Meine Seele, willst du zc. F. Funcke. 1686. I f 1. See le, wenn du stets willst ruhn und dir immer Gutes thun, = suchst du al- ler Angst und Pla- gen dich beständig zu ent- schla- gen, willst du haben, was be- fteht: laß es gehen, wie es geht. 2. Wenn du, o mein lieber Christ, annoch eigenwillig bist, wär es auch in solchen Dingen, die Gott scheinen Ruhm zu bringen, und Gott denkt nicht auch dahin, so verdirbt dein Eigenfinn. giggs 3. Unser Geist ist oft verkehrt, daß er, was ihm dünkt, begehrt, uns gar oft zur fauern Bürde, wenn es nicht verhindert würde. Wohl und selig ist man dran, wenn es Gott allein gethan. 4. Wenn Ausgang nicht erfüllt, was das Herz sich eingebildt, und der Sinn sich vorgenommen, dann muß Sorg und Kummer kommen. Sprich, wo bleibt zu solcher Zeit christliche Gelassenheit? 5. Wenn dir jede Kleinigkeit dein verwöhntes Herz zerstrent, und 3148 Früchte der Wiedergeburt. was sich nicht nach dir strecket, Un- gut gemeint, ob es n geduld und Zorn erwecket: sage, wie gelangest du zu der wahren Christenruh? scheint. noch so widrig prin him. 7. Gott hat, wie es sich gebührt, nun so lange Zeit regiert; drum so laß in allen Sachen deinen Schö pfer ferner machen. Endlich singst du mit Bedacht: Gott hat alles wohl gemacht! 1196 ad no he wind haud Joh. Christoph Ruben, geb. 1665, † 1746. fliszq suoi? did thid and said wed thun thuisht ndod 397. 61 dag 9 Mel. Machs mit mir, Gott zc. Schein. 1628. be 1. So je mand ſpricht: ich liebe Gott! und haßt doch seine Brü- der, der treibt mit Got- tes Wahrheit Spott und reißt sie ganz dar- nie- der. hus elo jorqueć po qe sur de CHICA 6. Gott schickt alles, was geschicht, es gefall uns oder nicht, es entstehe, wie es wolle, daß man dran sich prüfen solle; es ist alles Gott ist die Lieb und will, daß ich 2. Wer dieser Erden Güter hat, und sieht die Brüder leiden, und macht den Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht und hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre schmäht und gern sie schmähen höret, sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, und nichts zum besten fehret, nicht dem Verleumder widerspricht, der liebt auch seinen Bruder nicht. d 4. Wer zwar mit Rat, mit Troft und Schutz den Nächsten unternur aus aus Eigennutz, aus Weichlichkeit ihm nützet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer harret, bis ihn anzuflehn ein Dürftger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, der im Verborgnen weinet, nicht gütig den Nächsten lie- be, gleich als mich). forscht, obs ihm gebricht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 6. Wer andre, wenn er sie be schirmt, mit Härt und Vorwurf quälet und ohne Nachficht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet, wie bleibt bei seinem Unge stüm die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil und Zucht mit Rat und That nicht wachet, dem Übel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet, nur sorglos ihnen Gaben gibt, der hat sie wenig noch geliebt. 8. Wahr ist es, du vermagst es durch die That zu fiebert. Doch biſt du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünschest dir die Kraft dazu und sorgft dafüty, so liebest du. 9. Ermattet dieser Trieb in dir, so such ihn zu beleben. Sprich oft: Gott ist die Lieb, und mir hat er sein Bild gegeben. Denk oft: Gott, Früchte der Wiedergeburt. was ich bin, ist dein; sollt ich gleich dir nicht gütig sein? 10. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Lagen! Ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergibst, und den nicht lieben, den du liebst? 11. Was ich den Frommen hier gethan, den kleinsten auch von die8831 mis 315 sen, das siehet mein Erlöser an, c13 hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch sein und Gott in Brüdern nicht erfreun? 398. Im vorigen Ton. TSDAMER 1. Wer Gottes Wort nicht hält der flieht den Rat der Sünder, folgt und spricht: Ich kenne Gott! der trüget; in solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber sein Wort glaubt und hält, der ist von Gott, nicht von der Welt. 12. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, † 1769. 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntnis steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub erleuchtet nicht allein, er stärkt das Herz und macht es rein. 3. Durch Jefum rein von Missethat, sind wir nun Gottes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, als Gott und Christi Beispiel als ein Christ, und reinigt sich, wie er rein ist. 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, wenn ich Gehorsam o übe. Wer die Gebote hält, in dem ist by wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Christentum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott und Gott in ihm, wer in der Licbe bleibet. Die Lieb ists, so die Cherubim, Gott zu gehorchen, treibet. Gott ist die Lieb; an seinem Heil hat ohne Liebe niemand teil. JOHNU no giftste up to 2nd tout& homist 399.jp de mer. Was Gott thut, das ist zc. 66-1: Va- ter Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769. म ( DOTIE 1. Auf Gott und nicht auf meinen Rat will ich mein Glü- ce bau- en und dem, der mich er- schaffen hat, mit gan- zer See- le trauen. alion Er, der die Welt all- mäch- tig hält, wird mich in meinen Tagen 1690. grup ibur Jarrus ristiger tra- gen. 316 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe! 4. 3ft nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei des- hilft seinen Knechten. sen Last wir klagen? Die größte 400. Früchte der Wiedergeburt. Not hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habę verläßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wahrhaft glück lich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rat vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlich keit? wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn; er hilft uns gern. Seid fröhlich ihr Gerechten; der Herr Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, † 1769. Mel. Herzliebster Jefu zc. der Sanft- mut Trie- be. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? du schaltst nicht wieder, als man dich gescholten. Du fegnetest mit Wohlthun nicht nur Freunde, nein, selbst auch Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen und doch von Rachgier gegen andre brennen? Ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten und wieder schelten? Crüger. 1640. 1. Herr, mein Ver- söh- ner, der du für mich lit- test und noch zur Rech- ten Got- tes für mich bit= teft, cr- weck in mir, du Mu- fter wah- rer Liebe, 4. Wie kann ich Vater zu dem Höchsten sagen, und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu vers zeihen, und Nache schreien? 5. Wer nicht vergibt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Jünger ist nur, wer, wie du, vergibet und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seele Früchte der Wiedergeburt. 317 triebe, mein Heiland, durch den mache gegen alle, die mich haffen, Geist der wahren Liebe, daß ich mich stets versöhnlich finden lasse und Rachgier haffe. 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich ihr Unrecht übersehen. Laß mich auch, wenn sie mich empfindlich kränken, an dich gedenken. 8. Laß mich mit Sanftmut mei nem Feind begegnen und so, wie du, den, der mir sluchet, segnen. Herr, 401. mein Herz gelassen. 9. Will zu der Nachsucht mich die Furcht verführen, als würd ich sonst mein ganzes Glück verlieren, so laß, o Herr, mich, ihr zu widerstehen, auf dich dann sehen. Mel. Schwing dich auf 2c. mit den Lüften dieser Zeit 10. Du schützest den, der redlich vor dir wandelt und überall nach deinem Vorbild handelt. Drum laß in allem mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. 3. S. Diterich, geb. 1721, 1797. Ebeling. 1666. 1. Sollt ich jetzt noch, da mir schon dich ver- las- sen, Got- tes Sohn, Borlo 3. Nein, ich bin und bleib ein Christ, halt auf deine Lehren, lasse teine Macht noch List mir den Glauben wehren. Fielen tausend ab, nicht ich; mags die Welt verdrießen! sie wird mein Vertraun auf dich mir doch lassen müssen. 4. Zeigt sie mir ein Heil wie du? bringt sie Kraft den Müden, deine Gült er und der Sün- de wie der mich = und nicht mehr die Sit- ßig- keit deiner Lie= be= schie- nen, dienen? fle= den, be schme- cken? 2. Hab ich doch allein bei dir den Bedrängten Trost und Ruh, meine Ruh gefunden! Mittler, heil- Sündern Gottes Frieden? gibt sie test du doch mir alle meine Wun- mir die Zuversicht, daß ich trotz den! Und ich sollte dein Gebot dem Grabe deiner Ewigkeiten Licht gleich dem Frevler haffen, und mein zu erwarten habe? Recht an deinem Tod wieder fahren laffen? 5. Rettet sie mich, wenn vor Gott einst die Völker stehen und das Leben und den Tod ihm zur Seite sehen; wenn der Sichre nun zu spät aus dem Schlaf erwachet, und der Spötter, der hier schmäht, staunt und nicht mehr lachet? 6. O wie thöricht, wenn ich mich noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße, da ich weiß, auf wessen 318 Wort ich die Hoffnung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde! Früchte der Wiedergeburt. len mich, mein Herr und Gott, je mals von dir scheiden. Sünde, Welt und Eitelkeit und des Flei sches Triebe, alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe! Balth. Münter, geb. 1735, † 1793. 402. sd sed sed Mel. Wer nur den lieben 2c.monis Neumart, 1657. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübsal nicht und Leiden sol1. Mein be- ster Trost in diesem Le- ben dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ru= ru= hi= ges, zu= fried- 1 nes Herz. Kummer an. Wer ihm sein Leid mit Zuversicht entdecket, den verwirft er nicht. 6. Ruf ich ihn an bei dem Ge schäfte des Standes, den er mir verlieh, so fleh ich nicht umſonst u Kräfte: der Gott der Stärke gibt mir sie. Er gibt aus väterlicher Huld mir Segen, Klugheit und Geduld. 2. Wie kann ich Trost und Ruhe he finden, wenn mein Gewissen mich verklagt? wenn bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor seinem Richter zagt? Nichts tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bei dir um Gnade fleht. ist ein Ge- bet zu meinem Gott; Geduld und Mutin je- der Not, 3. Muß ich um des Gewissens willen ein Spott der Lasterhaften sein, so bet ich demutsvoll im stillen zu meinem Gott; er hört mein Schrein, nimmt väterlich sich meiner an und stärkt mich auf der Tugend Bahn. tordne lorpiroit 4. Ich will mich nie zu rächen suchen, wann mich ein Feind zu tränken sucht; und dem will ich nicht wieder fluchen, der mir aus Unverstand geflucht. Nein, meine Nach ist ein Gebet, das um Vergebung für ihn fleht. 3. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht flagen kann, dann ruf ich Gott, der mich erhöret, um Trost in diesem 7. Wenn meine böse Lust dämpfen, mir Schwachen Mut und Seraft gebricht, dann bitt ich Gott; er hilft mir kämpfen und gibt mir Mut zu jeder Pflicht; und start durch meines Gottes Kraft bezwing ich jede Leidenschaft. 8. Wenn ich im letzten Kampi des Lebens bei niemand Hilfe finden kann, so ruf ich Gott doch nicht vergebens um seinen Trost und Beistand an, der, wann die Sprache mir vergeht, doch meine Seufzer noch versteht. Juftus Balthasar Müller, geb. 1738, 1824. Kreuz- und Trostlieder. 400 m d nm( bir si 8319 samfun punjo sid thi hos di Kreuz- und Trostlieder. af bad du till on th 403. di Bollo adhir2 bad thinnod? and this til anis brinda Eigne Melodie. d thin In( 1529.) 1540. bet 1. Was mein Gottwill, das g'scheh allzeit; sein Will der ist der beste; zu helfen den'n ist er be- reit, die an ihn glauben fe= fte. Ho Er hilft aus Not, der from- me Gott, wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, 2. Gott iſt mein Troft, mein Zuversicht, mein und mein Leben; was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben; sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt't und wacht, stets für uns tracht't, auf daß uns gar nichts fehlet. Achnatt 19dnit modo? und züchtiget mit Ma- ßen: den will er nicht ver- laf sen. meiner letzten Stunden; o frommer Gott! Höll und du mir überwunden. stiel 3. Drum will ich gern von dieser Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott, wanns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Secl ich Gott befehl in Tubing To us as jor atto onion( bund us on 4. Noch Eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist ansicht, laß mich doch nicht verzagen. Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr! zu Ehren deinem Namen; we das begehrt, dem wirds gewährt, drauf ſprech ich fröhlich: Amen! om Hibi OTH HD 150 Markgraf Albrecht v. BrandenburgS geb. 1 1522, † 1557. S in this mat Hobi Mel. Wenn wir in höchsten 2c. ( 1547.) 1588. the( bo1, Milf, Hel- fer, hilf in Angst und Not, er- barm dich mein, o treu- er Gott! Ich bin ja doch dein liebes Kind trotz Teu- fel, Welt und aller Sünd. 2. Ich trau auf dich, mein Gott und Herr; wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Her 320 Kreuz- und Trostlieder. zen fein, bin gutes Muts und harre Nam'n; hilf, Helfer, hilf, drauf dein; verlaß mich gänzlich auf dein sprech ich Am'n! Martin Moller? geb. 1547, † 1606. 405. fea Mel. Vater unser im Himmelreich zc. 1. Ach Gott, wie manches Her- ze= leid = Wie schwerlich läßt doch Fleisch und Blut 2. Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat; niemand jemals verlaffen ist, der getraut hat auf Sefum Chrift. 1539. der schna- le Weg ist Trüb- sal voll, den ich zum Him- mel wandern soll. be fich zwing- en zu dem ew- gen Gut! mir ewig fest; du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 3. Jesu, mein Herr und Gott allein! wie süß ist mir der Name dein. Es kann kein Trauern sein so schwer, dein süßer Nam erfreut viel mehr; kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost der linberts fein. 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht, so weißt du, Herr, daß ichs nicht acht; wenn ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir thun Sünd, Tod und Höll? 5. Kein besser Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Chrift! Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt be-geg- net mir in dieser Zeit; 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir. Wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding; dein Geist bezeugt, daß solches frei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 7. Drum will ich, weil ich lebe noch, das Kreuz dir fröhlich tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, es dient zum besten allezeit Hilf mir mein Werk recht greifen an, daß ich mein Lauf vollenden kann. 8. Hilf mir auch zwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schanden mich behüt! Erhalt mein Herz im Glauben rein, so leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein Trost, hör mein Begier: O mein Heiland, wär ich bei dir! Martin Moller, geb. 1547, † 1606. 406. Kreuz- und Trostlieder. Eigne Melodie. 1. Auf meinen lie- ben Gott mein Un- glück kann er wen- den, 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen; ihm thu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, dem hab ich mich ergeben; ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er verjorgen. 4 O mein Herr Jesu Christ, der du so g'duldig bist für mich am 407. der kann mich all- zeit ret- ten aus Trüb- fal, Angst und Nö- ten; trau ich in Angst und Not, ver- trau dich ihm al= lein, 321 ( 1574.) 1605. Mel. Von Gott will ich nicht zc. steht alls in fei-- nen Hän- den. Kreuz gestorben, haft mir das Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewge Himmelreiche: 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich, hilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine Hände, daß ich selig abscheide zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen! Sigmund Weingärtner, um 1609. 1571. 1. Was willt du dich be trü- ben, 0 mei-ne lie= be Seel? Thu den nur herzlich lieben, der heißt Im- ma- nu- el; er wird gut al= les ma- chen, und fördern dei= ne 2. Denn Gott verläffet keinen, lich, laß du diy gar nicht grauen; der sich auf ihn verläßt; er bleibt getreu den Seinen, die ihm verrauen fest. Läßt sichs an wundermit Freuden wirst du schauen, wie Gott wird retten dich. 3. Auf ihn magst du es wagen, 21 Vet. m. Not. Sachen, wie dirs wird se lig sein. = 322 getroft mit frischem Mut; mit ihm wirst du erjagen, was dir ist nütz und gut. Denn was Gott haben will, das kann niemand verhindern aus allen Menschenkindern, so viel ihr'r sind im Spiel. Kreuz- und Trostlieder. 4. Wenn auch selbst aus der Höllen der Satan tropiglich mit seinen Rottgesellen sich setzet wider dich, so muß er doch mit Spott von seinen Ränken lassen, damit er dich will fassen; denn dein Werk fördert Gott. 5. Er richt'ts zu seinen Ehren 408. fcEigne Melodie. und deiner Seligkeit; folls sein, kein Mensch kanns wehren, wenns wär noch so leid. Wills denn Gott haben nicht, so kanns nie mand forttreiben, es muß zurüde bleiben; was Gott will, das ge schicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, ihm sei es heimgestellt; nach nichts ich mehr sonst strebe, denn nur, was ihm gefällt. Sein Will ist mein Begier, der ist und bleibt der beste, das glaub ich stets und feste. Wohl dem, der glaubt mit mir. 3. Heermann, geb. 1585, 1647. 1. Ach Gott, er- hör mein Seuf- zen und Weh- lla- gen, laß mich in mei- ner Not nicht gar ver- za- gen; du weißt mein Schmerz, I a hast du mirs auf- ge- legt, so 2. Ohn deinen Willen kann mir nichts begegnen; du kannst verstoßen und auch wieder segnen. Bin ich dein Kind und habs verdient, gib wieder Sonnenschein nach trübem Regen. 3. Pflanz nur Geduld durch deinen Geist ins Herze; hilf, daß ich mit der Züchtigung nicht scherze. 3n deiner Zeit wend ab mein Leid! Durch Mark und Bein dringt mir der große Schmerze. 4. Ich weiß, du hast noch meiner nicht vergessen, daß mir mein Leid das Herze sollt abfressen; 1662. er- tennst mein Herz hilf mirs tra- gen. mitt'n in der Not denk ich an Gott wenn er mich gleich mit Kreuz und Angst thut pressen. 5. Es hat kein Unglück nie ſo lang gewähret, es hat doch endlich wieder aufgehöret; beut mir dein Händ und mach ein End, auf die ser Erd mein Herz sonst nichts be gehret. 6. Soll noch mehr nach dei nem Willen leiden, so steh mir, Herr, mit deiner Kraft zur Seiten; fein ritterlich, beständiglich hilf un mein Widersacher all bestreiten, 7. Daß ich durch deinen Geift mög überwinden und mich allzeit in deinem Haus laß finden zu Preis und Dank mit Lobgesang; hilf, Herr, in Liebe mich mit dir verbinden. 409. e V Kreuz- und Trostlieder. der 1. Be- fiehl du dei- ne Miel. Herzlich thut mich zc. We= al= ler treu- ften Pfle= ge 323 8. Daß wir in Ewigkeit bleiben beisammen, und ich allzeit dein auserwählten Namen preis herziglich, das bitt ich dich, durch Jesum Christum, unsern Herren. Amen! Jat. Peter Schechs, geb. 1607, † 1659. ge, der Wol- ken, Luft und Win- den 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen, es muß erbeten ( Haßler 1601.) 1613. und was dein Her- ze kränkft, des, der den Him- mel lenkt; gibt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch We= ge fin- den, da dein Fuß ge hen kann. = nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hie wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er ihm vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 3. Dein eige Treu und Gnade, 0 Bater, weiß und sieht, was gut ſei oder schade dem ſterblichen Geblit; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf traurig macht; bist du doch nicht 21* 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt; Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fab ren, was dein Herze betrüb and 324 Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. Kreuz- und Trostlieder. 8. Jhn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat die Sach hinausgeführet, die dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und folltst du für und für in Angst und Nöten schweben, fragt er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm tren verbleibst, so wird 410. fee er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst; er wird dein Herze lösen von der so schweren Laft, die du zu keinem Bösen bisher getragen haft. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron. Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende an aller unsrer Not; stärk unsre Füß und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 3. Hinge. 1670. Eigne Melodie. 1. Gib dich zu- frie- den und sei stil- le In ihm ruht al- ler Freuden Fülle; Gib dich zu frie= den! = woode 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft er gehe, ist ihm wahrlich nicht ver= in dem Got te dei- nes Le- bens! ohn ihn mühst du dich ver- ge- bens. Er ist dein Quell und dei- ne Son- ne, scheint täg- lich hell zu dei- ner Won- ne. borgen; er sieht und kennet aus der Höhe der betrübten Herzen Sorgen; er zählt den Lauf der heißen Thris nen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Trens ster werden und zu deinem Bester schauen. Er weiß dein Leid und Kreuz- und Trostlieder. heimlich Grämen; auch weiß er Zeit, dir's zu benehmen. Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen; und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zu frieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bewingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden! 7. Was sorgst du für dein armes leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern alle Tage tränkt und speiſet, der wird ja auch dich Eingen füllen und deinen Leib zur Notdurft fillen. Gib dich zufrieden! 9. Sprich nicht: ich sehe keine Tittel; wo ich such, ist nichts zum besten! Denn das ist Gottes Chrentitel: helfen, wann die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr ſpüren, tritt er her3, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden! 325 lich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch enddie Rotten deiner Feinde von dir 11. Nimm nicht zu Herzen, was dichten; laß fie nur immer weidlich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und der Mensch, groß machen? Gib deiner Sachen, was kann dein Feind, dich zufrieden! 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine, wenn ers sehen könnt und wollte; wo ist ein Glück so flar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: ich weiß durchaus von keinen Plagen? Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden bis in das dich zufrieden! Grab, da wird sichs enden. Gib 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird löſen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es kommt einmal der Tod behende, und alle Qual hat dann ein Ende. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun im Frieden 326 Kreuz- und Trostlic: er. freuen, da sie den Grund, der nicht selbst hören sprechen: Gib dich zu kann brechen, den ergen Mund frieden! 411. Mel. Was mein Gott will zc. 1. Ich hab in Got- tes Herz und Sinn mein Herz und Sinn er geben; was böse scheint, ist mir Ge- winn, der Tod selbst ist mein Le- ben. J Ich bin ein Sohn des, der den Thron 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben; wenn er mich auch gleich würf ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen fest zu stehen; halt ich dann stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. ( 1529.) 1540. ob er gleich schlägt und Kreuz auf- legt, bleibt doch sein Herz ge- wo 3. Ich bin ja von mir selber nicht geschaffen in dies Leben; mein Gott ists, der mich zugericht, mir Leib und Seel gegeben; es ist sein Arm, der alles warm, gesund und fröhlich machet; was er nicht hält, das bricht und fällt; was er erfreut, das lachet. 4. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen; Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud, er weiß, wann Leid uns seinen Kindern diene; und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut des Himmels auf= ge= 30= gen; gen. begehret, als sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschwe ret; haft spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, daß was geschicht, gescheh in deinem Frommen. 6. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Nat er sehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen; laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. 7. Wenns Gott gefällt, so kanns nicht sein, es wird dich letzter freuen; was du jetzt nennest Krenz und Pein, wird dir zum Trost ge deihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden; all Angst und Qual wird auf einmal gleichwie ein Dampf verschwinden. 8. Ei nun, mein Gott, so fall ich dir getroft in deine Hände, nimm mich und mach es du mit mir bis Kreuz- und an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Nutz entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich in ihr selbst erhöhe. 9. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden; soll mir allhier des Lebens Thür noch ferner offen stehen, wie du mich 412. Trostlieder. 327 führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 10. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straßen reisen, wohlan, so tret ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Eigne Melodie. 9etp 1. Wa- rum sollt ich mich denn grä- men? Hab ich doch Chri- stum noch, wer will mir den neh- men? Wer will mir den Him- mel rau- ben, den mir schon Gottes Sohn 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem. Nackend werd ich auch hinziehen, wann ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gegeben; will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Krenz zu tragen, dringt herein Angst und Bein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. Ebeling. 1666. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt nicht beige legt im Glau- ben? = auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlaffen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun als meiner spotten? laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets fich lassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten, schleußt 328 das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zur Himmelsfreuden. Kreuz- und Trostlieder. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt Christus wird mich ohn Ende laben. 413. 61. 1. Wer nur den lie- ben Gott läßt wal- ten den wirder wunder- lich er= hal- ten 11. Herr, mein Hirt, Brunn ab ler Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden; ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. Eigne Melodie. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich laß mich hingelangen, da du mich und ich dich leiblich werd umfangen. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, was uns nützlich sei; wenn er uns nur hat treu erfunden und merket keine Henchelei, so kommt Gott, eh wirs uns y tabs Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Neumart, 1657. und hof- fet auf ihn al= le- zeit, in allem Kreuz und Traurigkeit. Wer Gott, dem Al- ler- höch- sten, traut, der hat auf kei- nen Sand ge- baut. = 2. Was helfen uns die schweren versehn, und lässet uns viel Guts Sorgen? was hilft uns unser Weh geschehn. und Ach? was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshizze, daß du von Gott ver lassen seist, und daß ihm der im Schoßze sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit ver ändert viel und setzet jeglichem fein Ziel. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. 6. Es sind ja Gott sehr schlechte Sachen, und ist dem Höchsten al les gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reis Kreuz- und chem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine 414. Trostlieder. 329 Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht! Georg Neumarkt, geb. 1621, † 1681. Eigne Melodie. 1. Gott sorgt für dich, was willst du dich viel pla- gen mit deiner Sorg, o Mensch, und gar ver- za- gen? 3. Es weiß noch nicht, wo ihm hab hingeleget ein Körnlein Speis der Gott, der alles träget durch seine Macht; doch find't es alle Morgen sein Speis und Trank, läßt Gott noch ferner sorgen. 1731. er wird dich nicht verlas- sen. Trau nur auf ihn, so wirst du Sorgen has- sen. 2. Kein Vöglein sorgt für seines Lebens Speise; es steht früh auf und singt nach seiner Weise ein Morgenlied; dann fleugt es in die Wälder, bald anderwärts durchsucht es alle Felder. 4. So, Menschenkind, mach es in deinen Sachen, laß Gott für dich nur immer sorgen, wachen; arbeit und bet, er wird dir alles geben, was nötig ist zu deinem ganzen Leben. 5. Vertraue Gott und ehre seinen Willen, so wird er dich mit Gnad und Gut erfüllen; er forget schon, wie er dich mög erhalten; laß du nur Gott noch ferner für dich walten. Sim. Bornmeister, geb. 1652, † 1688. Du bist sein Kind, Eigne Melodie. 415. C 1. Sollt es gleich bis- wei- len schei- nen, als wenn Gott ver- ließ die Sei- nen, 1657. o so glaub und weiß ich dies: 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. Gott hilft end- lich doch ge= wiß. Ziel; er gibt, wem und wann er will. 3. Gleichwie Väter nicht bald geben, wornach ihre Kinder streben: so hält Gott auch Maß und 5. Trotz dem Teufel! Trotz dem 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 330 Drachen! ich kann ihre Macht verlachen! Trotz dem schweren Kreuzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch. Kreuz- und Trostlieder. 6. Trotz des bittern Todes Zähnen! Trotz der Welt und allen denen, die mir sind ohn Ursach feind: Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden! will sie mich nicht länger leiden, ei, so frag ich nichts darnach: Gott ist Richter meiner Sach. 416. fe- 1 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; wenn ich nur den Himmel frieg, hab ich alles zur Genüg. 9. Ich will ihr ja gerne lassen, was ich doch nur müßte haffen; sie hab, was ihr wird zu Spott, und laß mir nur meinen Gott. Eigne Melodie. 10. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, sag ich allem andern abe; legt man mich gleich in das Grab, gnug, Herr, wenn ich dich nur hab. Christoph Titius, geb. 1641, † 1703. 1. Was Gott thut, das ist wohl- ge- than, es bleibt ge- recht sein Wil- le; wie er fängt mei- ne Sachen an, will ich ihm hal- ten stil- le. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zut 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich nicht betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld. Er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken; er, als mein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ist getreu: drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. drum laß ich ihn nur wal= ten. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Le1690. er= hal= ten; ben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ift nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zu letzt ich werd ergötzt mit ſüßzem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan, dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in 417. Krenz- und Trostlieder. 331 seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. Cam. Rodigast, geb. 1649, 1708. Neumark. 1657. Mel. Wer nur den lieben Gott: c. 1. Ich las- se Gott in allem walten, er maches, wie es ihm ge= fällt: ich will ihm ger- ne ftil- le hal- ten, so lang ich hier leb in der Welt. Wie er, mein lieber Gott, es fügt, 2. Gehts gleich nicht stets nach meinem Willen, stürmt gleich ein Unfall auf mich zu, soll mich doch Gottes Wille stillen, der setzt mich in vergnügte Ruh: weil ich mit allem, was Gott fügt, im Leb'n und Sterben bin vergnügt. 3. Bin ich gleich nicht so hoch geschätzet, und nicht, wie andre, groß und reich, werd ich dennoch in Gott ergötzet mehr, als wär ich dem Reichsten gleich. Ich bin mit wenigem vergnitgt, wie mein getreuer Gott es fügt. ve so bin auch ich sehr wohl ver- gnügt. Höchsten Hand, und wie ers endlich mit mir fügt, so bin ich auch sehr wohl vergnügt. 6. Ich achte nicht des Glückes Lachen, wie freundlich es auch immer sei; ich laß mich auch nicht zaghaft machen durch seinen Grimm und Wüterei. Wie's Gott in beiden Fällen fügt, so bin und bleib ich wohl vergnügt. 7. In Gottes Hand steh ich geschrieben, der hat ja all mein Haar gezählt; drum kann kein Anstoß mich betrüben, wie sehr er gleich sonst schreckt und quält; ich leb in allem höchst vergnügt, wie mein getreuer Gott es fügt. 8. Mein Wille soll sich stets verpflichten, sowohl im Leben als im Tod nach Gottes Willen sich zu richten, so hat es mit mir keine Not: weil ich mit dem, was Gott verfügt, im Leb'n und Sterben bin vergnügt. 4. Wie oft entsteht ein Seelenschade durch das erscharrte Geld und Gut? Wie mancher fällt aus Gottes Gnade durch Reichtum in die Höllenglut? deshalben bin ich wohl vergnügt mit dem, was Gott für mich verfügt. 5. Ich strebe nicht nach hohen Stufen, viel sichrer ist der Mittelstand: wie mich der Himmel hat berufen, wie mich selbst führt des 418. Ämilie Jul. Gräfin v. SchwarzburgRudolstadt, geb. 1637, † 1706. Eigne Melodie. 1. Gott le- bet noch! See le, = 1731. was ver- zagst du doch? 332 Kreuz und Trostlieder. Gott ist gut, der aus Er- bar- men al- le Hilf auf Erden thut, der mit Kraft und starken Ar- men ma- chet al= les wohl und gut; Gott kann bes- ser, als wir den- ten, al- le Not zum besten len- ten. Seele, so be- den= ke doch: 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt der schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? der die Ohren hat erschaffen, sollte dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, wo den Frommen weh geschiehet. Seele, jo bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt er füllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen? nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf. Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. lebt doch unser Herr Gott noch. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quält dich sehr: komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufrieden stel len. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 6. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich meinet, wo die Not am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn, es ist Gottes Wohl gefallen, dich zu führen himmelan; Gott wird nach dem Jammerleben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch! Joh. Friedr. Zihn, geb. 1650, † 1719. 419. Kreuz- und Trostlieder. Mel. Jesu, meine Freude zc. C 1. Meine Seel ist stil= le mein Herz ist = vergnü get zu Gott, def mir zu helfen steht; nimmts an, wie es geht; = fen Wil le mit dem, wie's Gott füt= get, geht es nur zum Himmel zu, = und bleibt Jesus un geschieden, 2. Meine Seele hanget an dir und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten, und mag keinen leiden, der ihr redet ein von der Welt, Ehr, Luft und Geld; wo nach so viel sind beflissen, mag sie gar nichts wissen. sind 3. Nein, ach nein, nur Einer, jagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt; Sesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergibt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe und ihm einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege in des Vaters Schoß; lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Nuh so groß, 420. fe333 Crüger. 1656. so bin ich zu- frie= den. = die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele senket alles, was sie fränket, tief in Jesu Brust; fie wird stark durch Hoffen, und was sie betroffen, träget sie mit Lust, fasset sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste; am End kommt das Beſte. 1. Mein Herz, gib dich zu- frie- den 6. Amen! es geschiehet, wer zu Jesu fliehet, wird es recht erfahrn, wie Gott seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück zu sparn bis zu End: alsdann sich wendt das zuerst gekoft'te Leiden, und gehn an die Freuden. Joh. Kasp. Schade, geb. 1666, † 1698. ( 1536.) 1598. Mel. O Welt, ich muß dich 2c. und blei- be ganz ge= schie- den von Sorge, Furcht und Gram; # hat Gott dir zu- ge- schi= cket; sei still und halt dich wie ein Lamm. die Not, die dich jetzt drü- cket, 334 2. Mit Sorgen und mit Zagen und unmutsvollen Klagen häufst du mur deine Pein; durch Stille sein und Hoffen wird, was dich jetzt betroffen, erträglich), sanft und lieblich sein. 3. Kanns doch nicht ewig wäh ren, oft hat Gott unsre Zähren, eh mans meint, abgewischt; wenns bei uns heißt: wie lange wird mir so angst und bange! so hat er Leib und Seel erfrischt. Kreuz- und Trostlieder. 4. Gott pflegt es so zu machen: nach Weinen schafft er Lachen, nach Regen Sonnenschein, nach rauhen Wintertagen muß uns der Lenz behagen; er führt in Höll und Himmel ein. 5. Indes ist abgemessen die Last, die uns soll pressen, auf daß wir werden klein; was aber nicht zu tragen, darf sich nicht an uns wagen, und sollts auch nur ein Quentlein sein. 6. Denn es sind Liebesschläge, wenn ich es recht erwäge, womit er uns belegt; nicht Schwerter, sondern Ruten sinds, damit Gott zum Guten die Seinigen hienieden schlägt. 421. fe 1. Dennoch bleib ich stets an kei- ne Trübsal drückt in 7. Er will uns dadurch ziehen zu Kindern, die da fliehen das, was ihm mißbehagt, den alten Menschen schwächen, den eignen Willen bre chen, die Luft ertöten, die im plagt. 8. Er will uns dadurch lehren, wie wir ihn sollen ehren mit Glauben und Geduld, und sollt er uns in Nöten auch lassen, ja gar töten, uns doch getrösten seiner Huld. 9. Denn was will uns auch scheiden von Gott und seinen Freu den, dazu er uns versehn? Man lebe oder sterbe, so bleibet uns das Erbe des Himmels ewiglich doch stehn. 10. Ist Christus unser Leben, so muß uns, seinen Neben, der Tod sein ein Gewinn; er mag die Lei beshöhle zerbrechen, doch die Seele fliegt auf zum Bau des Himmels hin. Joh. Anast. Freylinghausen, geb. 1670, 1739. Mcl. Meinen Jesum laß ich sc. Nach Hammerschmidt. 1658. daß, wenn alles bricht und fällt, 2. Leite mich nach deinem Nat, der wohl wunderlich geschiehet, aber endlich in der That auf die schönste 11. Drum gib dich ganz zufrie den, mein Herz, und bleib geschie den von Sorge, Furcht und Gram; vielleicht wird Gott bald senden, die dich auf ihren Händen hintragen zu dem Bräutigam. dir, wenn mir al= les gleich zu= wi- der; mir die ge= faß- te Hoff- nung nie- der, den-noch deine Hand mich hält. Wohlfahrt siehet. Denn du führst es wohl hinaus, sieht es gleich ver kehret aus. Kreuz- und Trostlieder. 335 3. Nimm mich dort mit Ehren 4. Mag es doch indessen hier au, wenn ich gnug gekämpfet habe. wunderlich mit mir ergehen, denFühre mich die Lebensbahn zu dem noch bleib ich stets an dir, dennoch Himmel aus dem Grabe. Endlich will ich feste stehen. Ich muß, Troßz zeige mir das Los in der Aus- sei aller Pein! dennoch, dennoch erwählten Schoß. pota selig sein. Benj. Schmolck, geb. 1672, † 1737. 422. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 1. Je größer Kreuz, je nä- her Himmel; wer oh- ne Kreuz, ist ohne Gott; bei Sünden- luft und Weltge- tümmel ver- gißt man Hölle, Fluch und Tod; o se lig ist der Mann geschätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal setzt. = anni, ut 2. Je größer Kreuz, je bere Christen; Gott streicht uns an den Probestein. Wie mancher Garten wird zur Wüsten, fällt nie ein Thränentau hinein. Das Gold wird auf dem Feuerherd, ein Christ in mancher Not bewährt. 3. Je größer Kreuz, je stärkrer Glaube; die Palme wächset bei der Laft. Die Süßigkeit fleußt aus der Traube, wenn du sie wohl gekeltert haft; im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gesalzner Flut. Neumart. 1657. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe; der Wind bläst nur die Flammen auf; und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Das Kreuz vermehrt der Liebe Glut, gleichwie das Öl im Feuer thut. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete; zerriebne Kräuter riechen wohl. Wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen; im Thale steiget man bergan; wer durch die Wüsten oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan; das Täublein, findets hier nicht Nuh, so fleugt es nach der Arche zu. 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben; man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not; das Kreuze, das die Gräber ziert, bezeugt, man habe triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre Krone, die Gottes Schatz uns beigelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. 9. Gefreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein; 336 daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt, 423. pe! Kreuz- und Trostlieder. Mel. Jesu, meine Freude zc. 1. See le, sei zufrieden; Treib aus deinem Herzen das ist al- les gut. faffe frischen Mut. bis dort mein Kreuz die Krone trägt. Benj. Schmolck, geb. 1672, † 1737. mußt du weinen mehr als 2. Scheint der Himmel trübe, und der Menschen Liebe stirbet ganz dahin; kommt das Mißgeschicke fast all Augenblicke und quält deinen Sinn: nur Geduld! des Himmels Huld sieht auf alle deine Sachen, Gott wirds doch wohl machen. was dir Gott Un geduld 3. Ungeduld und Grämen kann nichts von uns nehmen, macht nur größern Schmerz. Wer sich widersetzet, wird nur mehr verletzet; drum Geduld, mein Herz! Aus dem Sinn mit Sorgen hin! drücket gleich die Last den Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. Ist die Not dein täglich Brot, Crüger. 1656. la= chen, Gott wirds doch wohl ma- chen. erquickt. Laß es sein, wenn Angst und Pein mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wirds doch wohl machen. 5. Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt. Fröhlich auszuhalten und Gott las sen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele, für, alles Unglück zu verlachen; Gott wirds doch wohl machen. 6. Nun, so solls verbleiben, ich will mich verschreiben, Gott getreu zu sein. Beides, Tod und Leben, bleibet ihm ergeben; ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel ist: wie Gott will! Drum sag ich in allen Sachen: Gott wirds doch wohl 4. Auf die Wasserwogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne blickt; so muß auf das Weinen lauter Freude scheinen, die das Herz machen. = be schieden, und Schmerzen, Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. Mel. Ringe recht zc. 424. be 1. Gott wills machen, daß die Sachen ge- hen, wie es heil- sam ist. 1745. Kreuz- und Trostlieder. Laß die Wellen rings- um schwellen, wenn du nur bei Jefu bist. funden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu beschämen, wird es unversehens sein. 2. Wer sich tränket, weil er den let, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 3. Du Verächter! Gott dein Wächter schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 11. Eignen Willen zu erfüllen, leidet sichs noch ziemlich wohl; da ist Plage, Not und Klage, wo man leiden muß und soll. 12. Drum wohl denen, die sich sehnen nach der stillen Willensruh! Wenn wir wollen, was wir sollen, fällt auch das Vollbringen zu. 13. Hoch zu preisen sind die Weisen, die schon in der Übung stehn, die das Leiden und die Freuden nur mit Hiobs Aug ansehn. 4. Im Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz. 5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Laß dir süße sein die Küsse, die dir Jesu Rute gibt. Der sie führet und regieret, hat nie ohne Frucht betrübt. 7. Willst du wanken in Gedanten, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 8. Gottes Hände sind ohn Ende; jein Vermögen hat kein Ziel. Ists beschwerlich, scheints gefährlich, deinem Gott ist nichts zu viel. 9. Seine Wunder sind der Zunder, da der Glaube Funken fängt. Alle Thaten sind geraten jedesmal, wie ers verhängt. 10. Wann die Stunden sich ge425. 337 14. Nun so trage deine Plage fein getroft und mit Geduld; wer das Leiden will vermeiden, Häufet seine Sündenschuld. 15. Die da weichen und das Zeichen ihres Bräutigams verschmähn, müssen fahren mit den Scharen, die zur linken Seite stehn. 16. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone auf dem Throne ihres Heilands werden noch. 17. Amen, Amen! in dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wann und was er will. Johann Daniel Herrnschmidt, geb. 1675,+ 1723. Mel. Herr, wie du willst 2c. 1525. 1. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, ohn al- les Ei= gen- wäh- len; ge- schieht, was er mir aus- er- sehn, wirds miran kei- nem fehlen: 22 Bet. m. Not. 338 Kreuz- und Trostlieder. wie er mich führt, so geh ich mit und fol- ge wil- lig Schritt für Schritt in kind- li- chem Ver- trau= 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, ob gleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. = en. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen; wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt, er mache, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Baterwillen; scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfül426. Mel. Ach Jesu, dessen Treu 2c. = 1. Gott ist und bleibt ge treu; pflegt er gleich wohl ein- mal len, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Lei den. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest: was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken; kann ichs auch anfangs nicht verstehn: zuletzt wird er auf decken, wie er nach seinem Vaterrat mich tren und wohl geführet hat. Dies sei mein Glaubensanter. Lampertus Gedicke, geb. 1683, † 1735. 1648. 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. Er braucht die Nute oft sein Herze bricht vor Lie- bent, die Sei- nen zu be= trü- ben. Er prü- fet durch das Kreuz, wie rein der Glau- be fei, wie stand- haft die Geduld; Gott ist und bleibt ge= treu. und bleibet doch dabei ein Bater, der uns liebt; Gott ist und bleibt getren. 3. Gott ist und bleibt getren; er weiß, was wir vermögen; er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen. Er macht sein Israel von Last und Banden frei, wann große Not entsteht; Gott ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu; er tröstet nach dem Weinen; er läßt nach trüber Nacht die Freudensonne scheinen. Es geht der Kreuzes fturm im Augenblick vorbei; sei, Seele, nur getrost; Gott ist und bleibt getren. 5. Gott ist und bleibt getreu; 427. 2 Kreuz- und Trostlieder. 339 er stillet dein Begehren; er will dein Glaubensgold in Trübfalsglut bewähren. Nimm an von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu; der Lebensbecher folgt; Gott ist und bleibt getreu. Mel. O Welt, ich muß dich zc. harr und sei un= ver= zagt! 6. Gott ist und bleibt getreu; der Trübsal doch ein solches Ende laß alle Wetter krachen, Gott wird machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nütze sei: so liebt der Höchfte dich; Gott ist und bleibt getreu. 1. Was ists, daß ich mich quä- le? Harr sei- ner, mei- ne See- le, 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück ( 1536.) 1598. Gott weiß es, und Gott schützet; 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh ich die besteht. Welt noch sah; eh ich mich selbst noch kannte, eh ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hilfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wärs auch die größte Last der Welt. Du weißt nicht, was dir nü- get; er schüttet den, der nach ihm fragt. zu legen, das ewig wie mein Geist 5. Was dieses Glück vermehret, sei mir von dir gewähret! Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glück verletzet, wenns alle Welt auch schäßet, sei, Herr, mein Gott, mir ewig fern! 6. Sind auch der Krankheit Plagen, der Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so harr ich und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh, o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, 22* 340 und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich wi be 428. fe- J Kreuz- und Trostlieder. wahren? und er mein Gott be wahret mich. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 1. Hilf, Hel- fer, hilf in Angst und Not! du kannst es thun, du lie- ber Gott; n 3. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! du mußt es thun, du treuer Gott; denn dir dein Vaterherze bricht, daß du mich kannst verlassen nicht. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769. ( 1547.) 1588. denn du bist groß von Rat und That, wie's mancher Chrift er fahren hat. 2. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! du mußt es thun, du starker Gott; denn du sprichst: Ich will reißen dich aus aller Not, glaubs sicherlich. Gott; denn obs gleich währt bis in die Nacht, so hilfst du doch durch deine Macht. 4. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not! du willst es thun, du Amens429. 6c- 1 er 5. So hils nun allen in der Welt, wie, wo und wenn es dir gefällt; so hilf auch mir zur rechten Zeit zu meiner Seelen Seligkeit. 6. Du kannst, du willst, du mußt es thun, du willst dein Wort er füllen nun; so will ich dir stets dankbar sein; hilf, Jesu," hilf! du kannst allein. Joh. Jat. Lang, geb. 1646, † 1690. 1690. Mel. Was Gott thut, das ist zc. 1. Sei stille, müd- ge- quältes Herz, das nur am Kum- mer fle- bet! Richt die Ge- dan- ken himmelwärts, hin, wo dein Vater le- bet. Zuletzt ver- zagt, wer immer klagt. In Gott sollst du dich fas- sen; kann dich nicht ver= las= sen. 2. Sei stille, sinne nicht zu weit; ermann dich, glaub! er hat uns was willst du dir ersinnen? was schon versehen, auch was wir nicht wirst du mit Vermessenheit je gegen verstehen. Gott gewinnen? Du bist ja Staub; 3. Sei stille, such bei Menschen Kreuz- und Trostlieder. nicht, was Menschen nicht vermögen! halt fest an Gott mit Zuverficht; darauf liegt aller Segen. Folg seinem Rat, geh seinen Pfad; laß dir den Herrn der Welten weit über Menschen gelten. 4. Sei stille, hast du lang geweint und wirds noch immer trüber; fag nicht: weil mir kein Licht erscheint, die Hilfe ist vorüber! O harre fort, du haft sein Wort; er wird, so ists verheißen, dich noch aus allem reißen. 5. Sei stille, laß der Zweifel 430. 341 Macht nicht immer dich besiegen; laß Gottes Wahrheit in der Nacht des Kummers überwiegen. Du suchest Ruh; die hinderst du, so lang dich Zweifel quälen; nur Glaube stillt die Seelen. Mel. Wie groß ist des zc. 6. Sei stille; endlich mit dem Tod muß alle Sorge schweigen; dann wird sich von dem Stand der Not der rechte Anblick zeigen; da, da erscheint, wie gut gemeint die Leidensproben waren. Herr, laß michs froh erfahren! 2. Du, unser heilger Blutsverwandter, der einst so heiß für uns geweint, o du mit jeder Not bekannter, erfahrner Arzt und Seelenfreund, eröffne du dein Herz dem Matten als eine stille Felsenkluft, wo Kühlungen ihn sanft umschatten, wenn oft ein Schmerz dem andern ruft. 3. Wie sich aus deinen Todeswunden dein Blut zu meinem Heil ergießt: das sei in meinen bängsten Stunden, was mir den Leidenskelch versüßt; das gib als Balſam deinem Kranken, den Frieden Gottes flöß ihm ein, und wenn des Joh. Gottfried Schöner, geb. 1749, † 1818. • go 1. Ge- freu- zig- ter, zu dei- nen Fü- ßen hebt aus dem Staube sich em- por mein Herz, wenn es von Gram zerrissen; es sucht dein Herz, dein Aug und Ohr, Ph. E. Bach. 1787. dein Herz, die Ruhe- ftatt der Ar- men, die niemand sonster- qui- cken kann, dein Herz, das zärt- lich voll Er- bar- men den Lei- den- den, ist zu= ge- than. Glaubens Grund will wanken, so müß ihm das zur Stütze sein. 4. Dein Aug mit jenem Blick voll Gnade, das du dem Petrus zugewandt, daß er, verirrt auf dunklem Pfade, dich, guten Hirten, wiederfand: dein Aug begegne meinem Sehnen, das aufwärts seine Seufzer schickt; denn milder fließen meine Thränen, wenn du mich, Jesu, angeblickt. 5. O du, mein freundlichster Regierer, seitdem ich wall im Pilgerland, sei ferner noch mein treuer Führer bis zu den schönen Heimatland! halt mir dein Ohr für 342 alles offen, was ich dir klag im Kämmerlein, und laß mich stets voll Demut hoffen, daß es soll Ja und Amen sein. 6. Du sahest segnend auf die Deinen, Herr, einst vom blutgen Kreuz herab; so sich auch mich an 341. Morgenlieder. 432. 84 Morgenlieder. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend zc. 1. Die hel- le Sonn leucht jetzt her- für, fröh- lich vom Schlaf auf- ste- hen wir; fhu. A 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt; laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein, = Gott Lob! der uns heut diese Nacht be- hüt hat vor des Teu- fels Macht. vor Augen han in allem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk geraten wohl, was ein jeder ausrichten soll, daß unsre Arbeit, Müh und 3. Daß unser Herz im G'hor- Fleiß gereich zu deinem Lob und sam leb, deim Wort und Will'n Preis. nicht widerstreb, daß wir dich stets Nikolaus Herman, † 1561. Eigne Melodie. und die Meinen in jeder Stunde bis zum Grab. Wie wird uns sein, befreit vom Staube, der oft den Geist mit Angst beschwert, wann endlich Hoffnung, Liebe, Glaube die fühnften Bitten sicht erhört! Chrifti. Adam Dann, geb. 1758, † 1837. 0 Gott in 1651. II JI 1. Aus mei- nes Her- zens Grun- de sag ich dir Lob und Dank in dieser Mor- gen stunde, da zu mein Le- be- Yang, DE deinem Thron, durch Christum, un fern Her = 1598. dir zu Lob, Preis und Ehren, ren, dein ein= ge= bor= nen Sohn; Morgenlieder. 2. Und daß du mich aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor G'fahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 343 5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös Feind hier in dieſem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe, und bring mich nicht zu Fall. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vors Teufels lift und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur- und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem schnellem Tod. 4. Mein Seel, mein Leib, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind sei dir, Herr, übergeben, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Verwandten, Geschwister und Bekannten und alles, was ich hab. 433. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag; er jegne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach; denn ich ihm heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er mir sonst geben, er machs, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen ihm wohlgefallen lan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott hat b'scheiden in meim Beruf und Stand. Joh. Mathefius?, geb. 1504,+ 1565. Mel. Herr Gott, dich loben alle 2c. 1551. 1, Das walt Gott Va- ter und Gott Sohn, Gott heilger Geift im Himmelsthron, man dankt dir, eh die Sonn auf- geht; wenns Licht anbricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Mor- Christi Blut, nimm mich auch diegen früh in rechter Andacht meine sen Tag in Hut, laß deine lieben Knie, und ruf zu dir mit heller Engelein mein Wächter und Ge Stimm, dein Ohren neig, mein fährten ſein. Red vernimm. 5. Dein Geist mein Leib und Seel regier und mich mit deinen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Gib, daß ich meine Werk und Pflicht mit Freuden diesen Tag. 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig haft behiit, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch 344 verricht, zu deinem Lob und meinem Nutz, und meinem Nächsten thue Guts. Morgenlieder. 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich vom Übel abgewandt, mein Herz mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 8. Behüt mich heut und allezeit 434. Mel. Herr Jeſu Christ, dich zu uns wend 2c. vor Schaden, Schand und Herze leid; tritt zwischen mich und meine Feind, so sichtbar und unsichtbar seind. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, daß mich der Satan nicht verletz, noch mich in Schand und Schaden setz. 9. Mein Aus- und Eingang heut bewahr, daß mir kein Übels widerfahr; behütte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behemb, geb. 1557, † 1622. e 1. hei- li- ge Drei- fal- tig- keit, du hoch- ge- lob= te Ei- nig- keit, 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Güte mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. 435. Gott Va- ter, Sohn und heilger Geist, heut diesen Tag mir Beistand leist! 4. Mein Schöpfer, steh mir kräf tig bei, Christ, mein Erlöser, bei mir sei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit deinen Gaben zier. dei- nen lie- ben Soh- ne, mancherlei Ge- fah= ren, 1651. 5. Herr, segne und behüte mich; erleucht mich, Herr, genädiglich; Herr, heb auf mich dein Angesicht und deinen Frieden auf micht richt. Martin Behemb, geb. 1557, † 1622. Eigne Melodie. 1. Ich danke dir, o Gott, in deinem Throne durch Jesum Chriftum, daß du mich wollen die se Nacht be- wah- ren = vor Schaden und vor 2. G. 1664. be- hüten auch vor Sün- den, Schand und Pla= ge. und bit- te dich, wollst mich an die- fem Ta- ge 2. Denn ich dir, Herr, in deine Händ befehle mein Leib und Gut und meine arme Seele; dein heiliger Engel zu allen Zeiten, der sei und bleib bei mir auf allen Seiten, auf daß der bös Feind, so arg und geschwinde, ganz feine Macht an mir zu üben finde. 3. Den lieben Frieden ferner uns verleihe, und unsre Nahrung reichlich benedeie; die Pest von unsrer Stadt und Land laß wallen, dein Wort in Ruh und Fried noch länger schallen. Wend Teurung ab, dein Segen laß uns füllen nach deinem Wort und väterlichen schere! Willen. 436. in dem Himmel D= Morgenlieder. 345 4. Ich bitt für die, Gott, so dich Vater nennen, insonderheit dein reines Wort bekennen, für alle meine Blutsfreund und Verwandten, sie sein gleich hier oder in fremden Landen; vor allem Unfall wollst du sie bewahren, laß ihnen alles Gutes widerfahren. Mel. Lobet den Herren, alle 2c. will ich jetzt prei- sen. = C 1. In die- jer Mor- gen- stund will ich dich lo= ben, 0 Gott, mein Va- ter, 5. All, welche sind betrübt, frank und gefangen, tragen, o Herr, nach dir in Not Verlangen, die wollest du von allem ihren Bösen aus lauter Gnaden endlich gar erlösen; all arme Sünder zu dir, Herr, befehre, ein selges End uns insgesamt beJoh. Fabricius, † 1638. 2. Du hast mich an das Tagslicht lassen kommen, auch durch die Tauf in dein Reich aufgenommen, und läsfest mich in deinem Sohn entbinden von Schuld und Sünden, 3. Du gibest mir den heilgen Geist daneben, daß er mich lehr und führ in meinem Leben, damit ich lern auf dich alleine schauen und dir vertrauen. ben; was du für Gna- de mir stets thuft er wei- sen, = 4. Du hast mich allzeit väterlich ernähret, was ich bedurft, mir immerzu bescheret, und wenn mich Crüger. 1653. Not und Unglück hat berühret, bald draus geführet. 5. Jetzt hast du auch durch deiner Engel Scharen mich lassen heut in dieser Nacht bewahren, daß nich darin kein Unfall hat erschrecket, noch aufgewecket. 6. Herr, mit meinem Munde und Gemüte erzähl und rühm ich solche große Güte, die ich empfangen hab an allen Enden aus deinen Händen. 7. Ich bitt, du wollest über mir 346 Morgenlieder. fort walten, und mich auch heute Tag mich stärken durch deine Kraft diesen Tag erhalten, daß Satan in mein's Berufes Werken, auf daß nicht durch seine List und Pfeile ich möge in denselben allen dir mich übereile. wohlgefallen. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zusteht frommen Christen, rein von der Welt und ihren Sünden- Lüften, daß ich auch meinen eignen bösen Willen nicht mög erfüllen. 9. Herr, laß in deinen Schutz sein eingeschlossen Leib, Seele, Freunde, Kinder, Hausgenossen, und was ich sonst durch deine milde Gabe auf Erden habe. 10. Die Obrigkeit erhalt bei gutem Stande, gib Friede, Glück und Heil im ganzen Lande; behüt uns allerseits, o Herr, in Gnaden vor Schand und Schaden. 11. Du wollest auch an diesem 12. Zuletzt verleih, wenn ich aus diesem Leiden, es sei heut oder mor gen, werd abscheiden, daß ich auf Christi Tod mög fröhlich sterben, den Himmel erben. des sen star- ke Hand die Welt = 13. So bin ich dann an Leib und Seel genesen, und wohl auf dieser Welt allhie gewesen, dort habe ich das rechte Kleinod funden, hier überwunden. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen haft behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Miſsethat. 14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne und heilgen Geist regierst in einem Throne; gib, daß ich dessen, was ich jetzt begehret, ja werd gewähret. 437. 3 1. Gott des Himmels und der Er- den, Vater, Sohn und heil- ger Geist, der es Tag und Nacht läßt wer- den, Sonn und Mond uns scheinen heißt, Eigne Melodie. 3. Reichenwald oder I. Gesenius, geb. 1601,+1671. Albert. 1642. und was drinnen ist, er- hält. 4. Hilf, daß ich mit diesem Mor gen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor er schrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort; nirgends als von dir allein kann ich recht be wahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand; Herr, mein Ehre und mein Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum! 438. M Morgenlieder. Mel. Herr Gott, dich loben alle zc. 347 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Heinrich Albert, geb. 1604,+ 1668. 1. Vor dei- nen Thron tret ich hie- mit, o Gott, und dich de- mit- tig bitt; 5. Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut erlöset von der Höllenglut, das schwer Gesetz für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. ach, wend dein gnä- dig An- gesicht von mir, dem ar- men Sün- der, nicht! 2. Du hast mich, o Gott Vater mild, gemacht zu deinem Ebenbild; in dir web, leb und schwebe ich, vergehen müßt ich ohne dich. Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderlich und unverhofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Leben war. 8. Gott heilger Geist, du höchste Kraft, des Gnade in mir alles schafft, ist etwas Guts am Leben mein, so ist es wahrlich lauter dein. 4. Verstand und Ehr hab ich von dir; des Lebens Notdurft gibst du mir, dazu auch einen treuen Freund, der mich im Glück und Unglück 9. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn, ihn meinen Herrn und Bater nenn, sein wahres Wort und Sakrament behalt und lieb bis an mein End; meint. 10. Daß ich fest in Anfechtung steh und nicht in Trübsal untergeh, daß ich im Herzen Trost empfind, zuletzt mit Freuden überwind. 11. Drum dank ich dir mit Herz und Mund, o Gott, in dieser Morgenstund für alle Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat, 6. Wenn Sünd und Satan mich anklagt, und mir das Herz im Leib berzagt, alsdann brauchst du dein Mittleramt, daß mich der Vater nicht verdammt. 1551. 7. Du bist mein Fürsprech alle zeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud; ich kann durch dein 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgespannt; mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schutz ich dir befehl. 13. Hilf, daß ich sei von Her 318 zen fromm, damit mein ganzes Christentum aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht Augenschein und Heuchelei. 14. Erlaß mir meine Sündenschuld und hab mit deinem Knecht Geduld; zünd in mir Glauben an Morgenlieder. mit ihrem Glänzen 439. 3 1. Die güldne Son- ne, voll Freud und Won- ne, bringt un- fern Grenzen Eigne Melodie. und Lieb, zu jenem Leben Hoff nung gib. 15. Ein selig Ende mir bescher, am jüngsten Tag erweck mich, Herr, daß ich dich schaue ewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! Bodo v. Hodenberg, geb. 1604, † 1650. ein herz- er- qui- cken-des, liebli- ches Licht. = Mein Hauptund Glie- der die la- gen dar- nie- der; mun- ter und fröhlich, schau- e 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren, wie sein Vermögen sei mächtig und groß, und wo die Frommen dann sollen hinkommen, wann sie mit Frieden von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. 3. Lasset uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben, was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesetzt. Die besten Güter sind unsre Gemüter; dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt. 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, Unglück verwehren sind seine Werke Ebeling. 1666. a- ber nun steh ich, bin den Him- mel mit mei- nem Ge- ficht. und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande des Lucifers Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten beſtehn. 6. Laß mich mit Freuden, ohn alles Neiden, sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Haus. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, das tilge geschwinde von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen, was ists gewesen? In einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst. Alles in allen muß brechen und fallen; Himmel und Erden die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. Morgenlieder. 8. Alles vergehet; Gott aber stehet ohn alles Wanken; seine Gedanken, sein Wort und Wille hat ewigen Grund. Sein Heil und Gnaden die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, halten uns zeitlich und ewig gesund. 9. Gott, meine Krone, vergib und schone; laß meine Schulden in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abegewandt. Sonsten regiere, mich lenke und führe, wie dirs gefället; ich habe gestellet alles in deine Beliebung und Hand. 10. Willst du mir geben, womit 440. 349 mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste; Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schätzen der edelſte Hort. sei- nem Namen fing- en 11. Willst du mich kränken, mit Gallen tränken, und soll von Plagen ich auch was tragen: wohlan, so mach es, wie dir es beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem Gebeine, das weißt du alleine, haft niemals keinen zu sehre betrübt. 12. Kreuz und Elende das nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Sausen leuchtet der Sonnen erwünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille hab ich zu warten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Eigne Melodie. Crüger. 1653. 1. Lo- bet den Herren alle, die ihn ehren! Laßt uns mit Freu- den und Preis und Dank zu sei- nem Al- tar bringen. Lo- bet den Herren! 2. Der unser Leben, das er uns 3. Daß unjre Sinnen wir noch gegeben, in dieser Nacht so väter- brauchen können, und Händ und lich bedecket und aus dem Schlaf Füße, Zung und Lippen regen, uns fröhlich auferwecket. Lobet den das haben wir zu danken ſeinem Herren! Segen. Lobet den Herren! 350 4. O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach, laß doch ferner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben. Lobet den Herren! 5. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren! 6. Treib unsern Willen, dein Wort zu erfüllen. Lehr uns verrichten heilige Geschäfte, und wo 441. Morgenlieder. t Mel. Nun laßt uns Gott, dem 2c. 1. Wach auf, mein Herz, und sing- e dent Ge- ber al= ler Git- ter, = 2. Heut, als die dunklen Schatten mich ganz umfangen hatten, hat Satan mein begehret, Gott aber hats verwehret. 3. Du sprachst: mein Kind, nun liege; Trotz dem, der dich betrüge; schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. wir schwach sind, da gib du uns Kräfte. Lobet den Herren! 7. Nicht unsre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen, sondern fromm zu werden vor deiner Zukunft uns bennüthn auf Erden. Lobet den Herren! 4. Dein Wort das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen; von Not bin ich befreiet, dein Schutz hat mich erneuet. 8. Herr, du wirst kommen und all deine Frommen, die sich bekeh ren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig singen: Lobet den Herren! Paul Gerhardt, geb. 1607,+1676. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; mein Weihrauch, Farr und Widder sind mein Gebet und Lieder. Selnecter? 1587. dem Schöpfer al= ler Ding- e, dem from- men Men- schen- hit- ter. 6. Die wirst du nicht verschmähen; du kannst ins Herze sehen und weißest, daß zur Gabe ich ja nichts Beffers habe. 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und ſenden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 442. Morgenlieder. Eigne Melodie. 1. Mor- gen- glanz der E- wig- keit, Licht vom un er- schöpf- ten Lichte, schick uns die se Morgen- zeit deine Strahlen zu Ge- sich- te = und vertreib durch deine Macht un- fre Nacht. = 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen; laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen, und erquick uns, deine Schar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei crstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. 4. Laß uns ja das Sündenkleid durch des Bundes Blut vermeiden, daß uns die Gerechtigkeit mög als 3. Er ist mein Schutz gewesen, daß ich frisch und genesen an diesem Tag aufstehe, und meine Pflicht angehe. 4. Es hätten tausend Schrecken mich grausam können wecken, wo er nicht selbst gewachet und alles gut gemachet. 5. Mein Leib, Seel und mein 351 1704. wie ein Rock bekleiden, und wir so vor aller Pein sicher sein. 443. Im Ton: Nun laßt uns Gott, dem zc. 1. Auf, auf, ihr meine Lieder, mein Herz, mein Geist und Glieder, dem Höchsten Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen. 2. Er hat die Nacht gewendet, das Licht herabgesendet, und mich ohn alle Sorgen erweckt an diesem Morgen. 5. Ach, du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am jüngsten Tage unser Leichnam aufersteh, und entfernt von aller Plage sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 6. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Thränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Luft, die uns erhöht, nie vergeht. Christian Knorr von Rosenroth, geb. 1636, 1689. Leben sei ferner ihm ergeben; hilf, Herr, auch heut und sende den Beistand deiner Hände, 6. Daß ich, von dir geführet und überall regieret, zu deines Namens Ehre mein ganzes Leben kehre. 7. Behüte mich vor Sünden, und laß mich stets empfinden ein Abscheu vor den Dingen, die deinen Zorn mir bringen. 8. Begnade mich mit Segen auf allen meinen Wegen, beglücke meine Thaten, und laß sie wohl geraten. 9. Verleihe Kraft und Stärke, daß des Berufes Werke durch deines Geistes Senden ich möge glücklich enden. 352 10. Gib, daß mich deine Güte vor Unfall stets behüte, ja daß ich ewig bleibe ein Glied an deinem Leibe. Morgenlieder. 11. Mein Hoffen und Vertrauen laß nur auf dich hinschauen, daß sich mein Glaube mehre und dich mit Früchten ehre. 12. Laß Freunde und Verwandte, Wohlthäter und Bekannte, und die sich Christen schreiben, von dir bewahret bleiben. 13. Und sollt ich Schmach und Neiden, Kreuz und Verfolgung lei444. 20-3 den, so hilf mirs kräftig tragen, und laß mich nicht verzagen. 14. Schütz alle hart Geplagten, erfreue die Verjagten, gib Brot und Trost den Armen aus Gnaden und Erbarmen. 15. Exhör auch alle Beter, be kehr die Übertreter, sei gnädig mir und allen nach deinem Wohlgefallen. 16. Insonderheit am Ende nimm mich in deine Hände, und laß mich selig sterben und ewges Leben erben. Johann Lassen, geb. 1636, † 1692. Mel. Ich armer Mensch zc. 1. Mein Gott, nun ist es wie- der Morgen, nun wa- chen al- le mei- ne Sorgen Möckt. 1820. die Nacht vollen- det ih- ren Lauf; auf ein- mal wieder mit mir auf. Die Ruh ist aus, der Schlaf da- hin, und ich seh wie- der, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der sing; denn wenn ich nur bei dir Erde, wo jeder Tag sein Elend hat, wohl steh, so acht ich gar nicht, wie wo ich nur immer älter werde und es geh. häufe Sünd und Missethat. O Gott, von dessen Brot ich zehr, wenn ich dir doch auch nütze wär! 3. Du siehst am Morgen mich aufstehen, regier mich auch in dieser Welt. Ich weiß nicht, wie mirs heut wird gehen, mach alles so, wie dirs gefällt. Schließ mich in deine Vorsicht ein; dein will ich tot und lebend sein. 4. Vergib mir Vater, alle Sünden, die ich bei Tag und Nacht beging, und laß mich vor dir Gnade finden, erhöre, was ich bet und 5. Hilf du in allen Sachen ra ten; denn ich bin selber mir nicht flug. Behüte mich vor Missetha ten, vor böser Menschen Lift und Trug; laß mich den Tag wohl le gen an und Gutes schaffen, wo ich kann. 6. Behüte mir mein Leib und Leben, mein Weib und Kind, mein Hab und Gut, und laß den Himmel Segen geben, wenn meine Hand das Ihre thut; hilf, daß ich alles wohl verricht! Du wirst es thun, ich zweifle nicht. Kaspar Neumann, geb. 1648, † 1715. Morgenlieder. Mel. Hüter, wird die Nacht zc. 445. C 1. See= le, du mußt mun= ter werden, blickt her- vor ein neu- er ● zu be= zah= len, 2. Deine Pflicht die kannst du lernen von den Sternen, deren Gold der Sonne weicht; so laß auch vor Gott zerrinnen, was den Sinnen hier im Finstern schöne deucht. 3. Schau, wie das, was Odent ziehet, sich bemühet um der Sonne holdes Licht, wie sich, was nur Wachstum spüret, freudig rühret, wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 4. So laß dich auch fertig finden, anzuzünden deinen Weihrauch, weil die Nacht, da dich Gott vor Unglücksstürmen wollen schirmen, ist so glücklich hingebracht. 5. Bitte, daß er dir Gedeihen mag verleihen, wenn du auf was Gutes zielst, aber daß er dich mag stören und bekehren, wenn du böse Regung fühlst. 6. Kränkt dich etwas diesen 446. Tag; komm, dem Schö- pfer dieser Strah- len was dein schwacher Trieb ver- mag. 353 1704. denn der Er- den Morgen, laß ihn sorgen, der es wie die Sonne macht, welche freundlich pflegt die Höhen anzusehen und auch in die Thäler lacht. 7. Denk, daß er auf deinen Wegen ist zugegen, daß er allen Sündenwust, auch die Schmach verborgner Flecken kann entdecken und erraten, was du thust. 8. Wir sind an den Lauf der Stunden fest gebunden, der entführt, was eitel heißt, und der dein Gefäß, o Seele, nach der Höhle eines Sterbgewölbes reißt. Mel. Freu dich sehr, o 2c. = ich ver las se mei- ne Ruh; Pet. m. Not.. 9. Drum so seufz ich, daß mein Scheiden nicht ein Leiden, sondern sanftes Schlafen sei, und daß ich mit Luft und Wonne seh die Sonne, wann des Todes Nacht vorbei. Friedr. Rudolf Ludw. Freih. v. Caniş, geb. 1654, † 1699. 1551. 1. Gott, du licht, das e- wig blei- bet, das ohn al- len Wech- sel ist, das die Fin- fter- nis vertrei- bet, der dit blei- best, wie du bist; rufe: wer- de Licht! mir zu, 23 354 daß ich, der ich Nacht und Er- de, durch dein Licht ver- flä- ret Morgenlieder. 2. Wecke, da der Leib geschlafen, auch die Seele geistlich auf; gib ihr deines Lichtes Waffen, richt und leite ihren Lauf; laß mich sein des Lichtes Kind, hilf mir, weil ich geistlich blind, Jesu, daß ich wieder sehe und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, was die arme Seele stillt; ach, erneure und verkläre stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch auf der Erde und Ein Geist mit Christo werde. 447. = = 1. Er he be dich, o der Herr er scheint in = wer= de. 4. Segne meiner Hände Werke, fördre mich in meiner Pflicht; bleibe meiner Schwachheit Stärke, meines Lebens Kraft und Licht; laß mein Lebensziel allein deines Na mens Ehre sein; hilf, daß ich stets wahre Liebe gegen meinen Näch sten übe. 5. Führ mich einft zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller als der Sonnen schein, schön, unsterblich, engelrein; laß sie sein mit dir vereinct, wenn mein letzter Tag erscheinet. Sal. Frand, geb. 1659, † 1725. Mel. Mein Herzens- Jesu zc. Peter Sohren. 1668. meine Seel, die Fin- ster- nis ver- ge- het; 31ra- el, sein Licht am Himmel fte- het. Er- he= be dich aus dei- nem Schlaf, daß er was Gutes in dir schaff, in dem er dich er= leuchtet. 2. Im Licht muß alles rege sein uns, indem wir auferstehn, beweis und sich zur Arbeit wenden; im sen, daß wir leben; laßt uns in icht singt früh das Vögelein, im diesem Gnadenschein nicht eine Ficht will es vollenden; so soll der Stunde müßig sein; Gott ists, der Mens in Gottes Licht aufheben uns erleuchtet. illic fein Gesicht zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Laßt uns an unsre Arbeit gehn den Herren zu erheben; laßt 4. Ein Tag geht nach dem an dern fort, und unser Werk bleibt liegen. Ach, hilf uns, Herr, du treuster Hort, daß wir uns nicht be Morgenlieder. trügen; gib, daß wir greifen an das Werk, gib Gnade, Segen, Kraft und Stärk im Licht, das uns erleuchtet. 5. Du zeigst, was zu verrichten sei auf unsern Glaubens- Wegen; so hilf uns num und steh uns bei, verleihe deinen Segen, daß das Geschäft von deiner Hand vollführet werd in alle Land, wozu du uns erleuchtet. 448. bet 6. Ich flehe, Herr, mach uns bereit zu dem, was dir gefällig, daß ich recht brauch der Gnadenzeit; jo flehen auch einhellig die Kinder, die im Geist geborn und die sich erleuchtet. 355 fürchten vor dem Zorn, nachdem du sie erleuchtet. 7. Das Licht des Glaubens sei in mir ein Licht der Kraft und Stärke; es sei die Demut meine Zier, die Lieb das Werk der Werke. Die Weisheit steht auf diesem Grund und öffnet beides Herz und Mund, dieweil die Seel erleuchtet. Mel. Nun sich der Tag 2c. 8. Herr, bleib bei mir, du ewges Licht, daß ich stets gehe richtig; erfreu mich durch dein Angesicht, mach mich zum Guten tüchtig, bis ich erreich die goldne Stadt, die deine Hand gegründet hat und ewiglich Peter Lackmann, † 1713. 1. Nun sich die Nacht ge en- det hat, = 2. So wachet auch, ihr Sinnen, wacht, legt euren Schlaf beiseit, zum Lobe Gottes seid bedacht; denn es ist Dankenszeit. wacht alles, was am Abend spat 3. Und du, des Leibes edler Gaft, du teure Seele du, die du jo sanft geruhet hast, dank Gott für seine Ruh. 4. Wie soll ich dir, du Seelenlicht, zur Gnüge dankbar sein? Mein Leib und Seel ist dir verpflicht, und ich bin ewig dein. 5. Dir geb ich, Jesu, diese Gab zu einem Unterpfand, dieweil ich fie empfangen hab von deiner Liebeshand. ( 1667.) 1693. die Fin- ster- nis zer- teilt, zu seiner Ruh ge= eilt. 6. Und diese deine Liebeshand hat heut bei mir gewacht, und allen Schaden abgewandt in dieser finstern Nacht. 7. In deinen Armen schlief ich ein; drum konnte Satan nicht mit seiner List mir schädlich sein, die er auf mich gericht. 8. Vor Wasser- und vor Feuersnot hat mich, Herr, deine Güt, vor einem bösen schnellen Tod heut diese Nacht behüt. 9. Hab Dank, o Jesu, habe Dank für deine Lieb und Treu, hilf, daß ich dir mein Leben lang von Herzen dankbar sei. 23* 356 10. Gedenke, Herr, auch heut an mich an diesem ganzen Tag, und wende von mir gnädiglich Not, Jammer, Angst und Plag. 11. Erhör, o Jesu, meine Bitt, nimm meine Seufzer an, und laß all meine Tritt und Schritt heut gehn auf rechter Bahn. 12. Ach laß, o Jesu, keine Sünd mich diesen Tag begehn; sonst möcht ich armes Sündenkind nicht wohl bei dir bestehn. 13. Wend meine Augen gnädig ab von dieser Eitelkeit, damit bis 449. Morgenlieder. an mein fühles Grab ich alles Böse meid. 14. Gib deinen Segen diesen Tag zu meinem Werk und That, damit ich selig sagen mag: wohl dem, der Jeſsum hat! 15. Wohl dem, der Jesum bei sich führt, schließt ihn ins Herz hinein: so ist sein ganzes Thun geziert, und er kann selig sein. 16. Nun dann so fang ich meine Werk in Jesu Namen an; er geb mir seines Geistes Stärk, daß ich ſie enden kann. Joh. Friedr. Möchel, geb. 1661, † 1729. Mel. Erschienen ist der zc. Hermann. 1560. 1. Das wal- te Gott, der helfen kann! Mit Gottfang ich die Arbeit an; 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht gibet, da gebrichts; Gott gibt und thut mir alles Guts; drum sprech ich auch nun gutes Muts: das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mit Gott nur geht es glücklich fort; drum ist auch dies mein er- stes Wort: das wal= te Gott! 2. All mein Beginnen, Thun mein Netz und sag in meiner Arbeit und Werk erfordert Gottes Kraft stets: das walte Gott! und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht; drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist; drum sprech ich auch zu jeder Frist: das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnügets mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück, un verzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei; drum dies auch meine Losung sei: das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er gibt und nimmt, machts, wie er will; drum sprech ich auch fein in der Still: das walte Gott! Morgenlieder. 9. Gott steht mir bei in aller Not und gibt mir auch mein täglich Brot; nach seinem alten Vaterbrauch thut er mir Guts; drum sprech ich auch: das walte Gott! 10. Nichts glücket ohne Gottes 450. C 357 Gunst, nichts hilft Verstand, Witz oder Kunst; mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich kann sagen glaubensvoll: das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid; mag hassen, wers nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freuden an: das walte Gott! mun ist, was an mir ist, 12. Thu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: das walte Gott! Johann Betichius, geb. 1650, † 1722. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 1. 2 Je su, süßes Licht, nun hat dein Gna- den- glanz 1693. nun ist die Nacht ver- gang- en; aufs neu- e mich um- fang- en; vom Schlafe auf= ge= weckt, und hat nun in Be= gier zu dir sich aus ge= streckt. 2. Was soll ich dir denn nun, zum Tempel dir ergeben, zur Wohmein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag, das soll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. nung und zum Haus. Ach, allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 3. Drum siehe da, mein Gott, da haft du meine Seele, sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft; da haft du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeiſt. 4. Da sei denn auch mein Leib 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seelen sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, so allen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keusch 358 heit und Geduld, durch deines Gei ftes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angethan. 7. Laß mir dich diesen Tag stets vor den Augen schweben; laß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgeben, auf daß mein ganzes 451. be Morgenlieder. Thun durch Herz, durch Sinn und Mund dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja rede und gedenke; durch deines Geis stes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. Joachim Lange, geb. 1670, † 1744. Eigne Melodie. 1. Gott Lob! nun ist die Nacht ver- schwun- den, das Erd- reich, so die dunklen Schat- ten nis ist it- ber- wun- den, das Licht des Him- mels trium- phiert; Zahn. 1853, der güld- nen Son die Fin- stermit ihrer Macht um- ge- ben E = ne hat- ten, Klar= heit ziert. 2. Wach auf, wach auf, mein Geist, und finge dem Vater aller Geister, bringe Preis, Lob, Ehr, Ruhm, Dank, Kraft und Macht; erkenne seine Huld und Treue, die alle Morgen sich aufs neue ausbreitet und dich stets bewacht. 4. O daß der finstern Nacht Ge schäfte durch dieser Sonnen neue Kräfte zerstreuet würden, und mein Sinn zu ihrem Licht sich stets erhübe! O daß ihr Einfluß starker Triebe mich führte zu ihr selber hin! 5. Dies ist mein Wunsch und 3. O daß doch mit der äußern mein Begehren; du Bater, wollst Erden mein Innerstes auch licht mich des gewähren, sprich Amen mög werden! O daß mein Herz selbst und Ja dazu; so werd ich ein Himmel wär, ein Firmament, daran die Sonne, mein Jesus, meines Geistes Wonne, möcht scheinen zu des Schöpfers Ehr! auch nach diesen Tagen und überstandnem Leid und Plagen genießen dort des Lichtes Ruh. Joh. Anast. Freylinghauſen, geb. 1670, † 1739. 452. 43 Morgenlieder. Mel. Gott des Himmels und 2c. 1. Höchster Gott, durch dei- nen Se- gen konnt ich fröh- lich und ge- sund die- se Nacht zu rücke le- gen; da für preist dich Herz und Mund; = 3. Segne mich mit deinem Geiste, daß er heut mit seiner Kraft meinem Glauben Beistand leiste, daß er gute Werke schafft, und dem Bösen insgemein mag ein wackrer Gegner sein. denn du willst für alle Treu nichts, als daß man dank- bar sei. 2. Segne heute mich von nenem, weil du segnen kannst und mußt; denn mit Wohlthun zu erfreuen, das ist deine Herzenslust, und du machst die milde Hand täglich aller Welt bekannt. dels Richtschnur sein. Leuchtet mir dies Lebenslicht, o so fehl und fall ich nicht. 4. Segne mich mit Christi Blute bei verübter Missethat, weil er das auch mir zu gute mildiglich vergoffen hat. Gläubig halte ich daran, daß mich nichts verdammen fann. 5. Segne mich mit deinem Worte, schreib es in mein Herz herein, daß mag an jedem Orte meines Wanes 453. bald zer= 359 rinnen, Albert. 1642. Eigne Melodie. 6. Segne mich in meinem Stande, zeuch mein Herz mit Klugheit an, daß ich solchen ohne Schande und mit Ehren führen kann. Gib dazu mein täglich Brot und was irgend sonst mir not. 7. Segne mich in Kreuz und Leiden mit Vertrauen und Geduld; segne mich in Glück und Freuden mit dem Reichtum deiner Huld, daß ich dir im Kreuz getreu und im Glück voll Demut sei. 8. Dann will ich für allen Se gen Lob und Ehre, Preis und Dank dir zu deinen Füßen legen und es thun mein Leben lang, bis ich mit den Engeln dort vor dir jauchze fort und fort. Erdm. Neumeister, geb. 1671, † 1756. 1704. C 1. Hü- ter, wird die Nacht der Sün- den nicht verschwin- den? Hü- ter, ist die Nacht schier hin? Wird die Fin- ster- nis der Sin- nen dar- ein ich verwi= delt bin? 360 2. Möcht ich, wie das Rund der Erden, lichte werden; Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jeſu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf! Morgenlieder. 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen; aber ich bin lauter Nacht. Darum wollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke ohne Stärke in der Finster9. Jesu, gib gesunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, nis vollziehn? Wie kann ich die wenn am Tage man das Licht nicht Liebe üben, Demut lieben und der sehen kann. Nacht Geschäfte fliehn? 454. daß du uns frei von al = 6. Laß doch nicht den Geist der Seelen so sich quälen, zünd ein Feuer in mir an; laß mich finstres Kind der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jeſus muß das Herz anblicken und erquicken; Je sus muß die Sonne sein. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, sein Klarheit kann nicht ein; wenn sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine ſein. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend zc.. 2. Wir bitten dich, du Gnadenftrahl, leucht uns in diesem Jammerthal, beschirm uns täglich und auch heut, bewahr uns ferner allezeit. Christian Friedrich Richter, geb. 1676, 1711. 1. Die Nacht nun- mehr ver- gang- en ist, wir dan- ken dir, Herr Je- su Christ, 3. Darneben gib uns Fried und Nuh, und was uns nötig ist dazu, durch deine starke Gnadenhand beschütze uns und unser Land. 4. All Sünd und Schwachheit uns verzeih, ein gut Gewissen stets 1651. n ler Plag gesund läßt se- hen die- sen Tag. verleih; gib, daß wir deines Na mens Ehr ausbreiten immer mehr und mehr. 5. Und wenn es dir, o Herr, ge fällt, uns abzufordern aus der Welt, so gib ein selig Ende hier, daß wir dort ewig sein bei dir. 6. Jesu Christ, erbarme dich, hör uns Bitten gnädiglich; durch dein Verdienst, durch deinen Tod erlöse uns aus aller Not. 455. Morgenlieder. Mel. Ich dank dir schon zc. 1. Je- su, meines Le- bens Licht, nun ist die Nacht ver- gang- en; 3. Mein Leben schenkst du mir aufs neu, es sei auch dir verschrieben, mit neuem Ernst, mit neuer Treu dich diesen Tag zu lieben. 4. Dir, Jesu, ich mich ganz befehl; im Geiste dich verkläre, dein Werkzeug nur sei meine Seel, den Leib bewahr und nähre. 5. Durchdring mit deinem Lebenssaft Herz, Sinnen und Gedanfen; bekleide mich mit deiner Kraft, in Proben nicht zu wanken. 6. Mein treuer Hirte, sei mir nah, steh immer mir zur Seiten, mein Gei- stes- aug zu dir sich richt, dein An- blick zu em- pfang- en. 2. Du hast, da ich nicht sorgen konnt, mich vor Gefahr bedecket, und auch vor andern mich gesund nun aus dem Schlaf erwecket. und wenn ich irre, wollst du ja mich wieder zu dir leiten. 7. Sei du alleine meine Lust, mein Schatz, mein Trost und Leben; kein andres Teil ſei mir bewußt, dir bin ich ganz ergeben. 8. Zeig mir in jedem Augenblick, wie ich dir soll gefallen; zieh mich vom Bösen stets zurück, regiere mich in allem. 361 P 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? M. Prätorius. 1610. 3. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 9. Gib, daß ich meinen Wandel führ im Geist, in deinem Lichte und als ein Fremdling lebe hier vor deinem Angesichte. 456. Im obigen Ton. 1. Mein erst Gefühl sei Preis 4. Gelobet seist du, Gott der und Dank; erhebe Gott, o Seele! Macht, gelobt sei deine Treue, daß Der Herr hört deinen Lobgesang; ich nach einer sanften Nacht mich lobsing ihm, meine Seele! dieses Tags erfreue. 10. Ach, halt mich fest mit deiner Hand, daß ich nicht fall noch weiche; zeuch weiter durch der Liebe Band, bis ich mein Ziel erreiche. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, 1769. 5. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele; sei mir ein Netter in Gefahr, ein Bater, wenn ich fehle. 362 7. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn und willig thue. 8. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe, 9. Daß ich, dem Nächsten beiTischlieder. zustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue, Tischlieder. 457. e 1. Nun laßt uns Gott, dem Her- ren, dank sa= gen und ihn eh- ren M n 3. Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden sind kommen von den Sünden. 458. fc- JJ 10. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Eigne Melodie. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben: Christus für uns geſtorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen UnChristian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769. von we- gen seiner Gaben, die wir empfang- en habent. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; dieselben zu bewahren, thut er nie etwas sparen. fall; der heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben, im Himmel solln wir haben, o Gott, wie große Gaben! 7. Wir bitten deine Güte, wollt uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen, du kannsts nicht böse meinen. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, gib ewigliche Freiheit, zu preiſen deinen Namen durch Jesum Chri stum. Amen! Ludw. Helmbold, geb. 1532, † 1598. ( 1547.) 1588. Selnecker? 1587. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 1. Be- scher uns, Herr, das täglich Brot; vor Teurung und vor Hungersnot Tischlieder. be- hüt uns durch dein lie ben Sohn, Gott Va- ter in dem höchsten Thron. 2. O Herr, thu auf dein milde Hand, mach uns dein Gnad und Güt bekannt, ernähr uns, deine Kinderlein, der du speist alle Vöge6. Unser lieber Vater du bist, weil Christus unser Bruder ist; drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preisen ewiglich. ' Nit. Herman, † 1561. lein. 3. Erhörst du doch der Naben Stimm, drum unsre Bitt, Herr, auch vernimm; denn aller Ding du Schöpfer bist, und allem Tier sein Futter gibst. 4. Gedenk nicht unsrer Missethat und Sünd, die dich erzürnet hat; laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lobn in Ewigkeit. 5. Herr, gib uns ein fruchtbar Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr; vor Teurung, Seuchen, Krieg und Streit behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. 460. 363 459. Wir danken Gott für seine Gaben, die wir von ihm empfangen haben; wir bitten unsern lieben Herrn, er woll uns hinfort mehr beschern, er woll uns speisen mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort. Ach lieber Gott, du wollst uns geben nach dieser Welt das ewge Leben. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist. Bleib du bei uns, so hats nichts Not; du bist das rechte Lebensbrot. Mel. Erhalt uns, Herr, bei zc. Altkirchlich? 1543. e 1. Herr Gott, Va- ter im Him- mel- reich, wir, dei- ne Kin- der all- zu- gleich, Mel. Schutücke dich, o liebe zc. bit- ten dich jetzt aus Her- zens- grund, speis uns al- le zu dieser Stund. 2. Thu auf dein reiche, milde 3. Damit wir leben seliglich, dein Hand, behüt uns, Herr, vor Sünd Reich bestzen ewiglich in unsres und Schand und gib uns Fried Herren Christi Nam'n. Wer das und Einigkeit, bewahr uns auch begehrt, der spreche: Am'n! bor teurer Zeit, Kaspar Huberinus, um 1544. Crüger. 1649. 461. Speis uns, Va- ter, dei- ne Kin- der, trö- ste die betrübten Sünder, sprich den Se- gen zu den Ga- ben, welche wir jetzt vor uns habent, 364 Abendlieder. daß fie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nah- rung ge- ben, bis wir end- lich mit den From- men zu der Him- melsmahl- zeit kom- men. Joh. Heermann, geb. 1585, 1647. 462. be Abendlieder. Mel. Chriftum wir sollen 2c. 1. O fel- ges Licht, Drei- fal- tig- feit, die Son- ne weicht mit ihrem Schein, 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen wir, am Abend beten wir zu dir, und preisen deine Herrlichkeit von nun an bis in Ewigkeit. 3. Gott Vater in dem höchsten 463. 1. Christe, du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag, du leuchtest uns vom Vater her und bist des Lichtes Prediger. 2. Ach, lieber Herr, behüt uns heint in dieser Nacht vorm bösen Feind, und laß uns in dir ruhen fein und vor dem Satan sicher sein. Im vorigen Ton. 3. Obschon die Augen schlafen ein, so laß das Herz doch wacker sein; halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. Altkirchlich. 1524. du hoch- ge- lob- te Ei- nig- teit, geuß dein Licht in das Herz hin- ein. Thron, und Jesus Christ, sein einger Sohn, mit samt dem werten heilgen Geist sei num und immerdar gepreist. Nach O lux beata trinitas von Christian Karl Josias v. Bunsen, geb. 1791,+1860. 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, behüt uns vor des Teufels List, der stets nach unsrer Seelen tracht, daß er an uns hab keine Macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein heiligs Blut; das war des eigen Vaters Rat, als er uns dir geschenket hat. 6. Befiehl deim Engel, daß er komm, und uns bewach, dein E gentum; gib uns die lieben Wäch ter zu, daß wir vorm Satan haben Ruh. . Abendlieder. 365 7. So schlafen wir im Namen Du heilige Dreifaltigkeit, wir loben dein, dieweil die Engel bei uns sein. dich in Ewigkeit. 464. Erasmus Alberus,+ 1553. Nach: Christe qui lux es et dies. Eigne Melodie. 1566. 1. Die Nacht ist kom- men, drin wir ru- hen sol- len, Gott walts zu Frommen nach seim Wohl- ge- fal- len, daß wir uns le- gen in seim G'leit und Se- gen, der Ruh zu pfle- gen. = 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister, halt die Nacht wach gern, sei selbst unser Schutzherr! Schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel! 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken, laß uns mit Züchten unser Thun und Dichten zu deim Preis richten. 465. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten, hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten, pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset, frist unser Leben, wollst die Schuld vergeben, erlös uns. Amen! Petr. Herbert, † 1571. Mel. Erhalt uns, Herr, bei 2c. Altkirchlich? 1543. 1. Hin- un- ter ist der Son- nen- schein, die finstre Nacht bricht stark her- ein; leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Fin- stern tap- pen nicht. 2. Dir sei Dank, daß du uns rechn es unsrer Seel nicht zu, laß den Tag vor Schaden, Fahr und uns schlafen mit Fried und Ruh. mancher Plag durch deine Engel haft behüt aus Gnad und väterlicher Güt. 4. Durch dein Engel die Wacht bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüt uns heut, o lieber Nit. Herman, † 1561. 3. Womit wir han erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich und Gott! 366 466. 05 Abendlieder. Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. 1. Je- su, treufter Hei- land mein, ich geh in mein Schlastämmer- lein; ich will mich le- gen in die Ruh, 2. Verzeih mein Sünd aus Gnaden mir, schädliche Träum treib all von hier, breit über mich dein Flügel aus, so stehn die Engel um das Haus. 3. Behüt vor Feur und Wassersnot, vor einem bösen schnellen Tod; 467. 1544. schleuß du die Thür selbst nach mir zu. vor allem Übel und Gefahr mich und all fromm Christen bewahr. 4. Wenn ich nun schlaf, wach du für mich, treib alles Unglück hinter sich; laß mich zu deinem Lob aufstchn und fröhlich an mein Arbeit gehn. Mel. O Jefu Chrift, meins 2c. 1625. 1. Wir dan- ken dir, Herr Je- su Christ, daß du un- fer Er= 18- fer bist, uns b'hi- tel haft vor aller G'fahr durch dei- ner lie- ben Eng- el Schar. 2. Wir gehn mun, Herr, zu wir ein, hilf uns, dein armen Kin unsrer Ruh, o rechn es unsrer Seel delein. nicht zu, was wir leider! gesündigt han, vergib uns alls, o Gottes Sohn! 3. Laß dein Engel stets bei uns sein, die uns allzeit bewahren fein, daß der Teufel hab keine Macht an uns weder zu Tag noch Nacht. 4. Vor Feuer, Seeln- und Leibesnot behüt uns, lieber Herre Gott; in deinem Namen schlaf'n 5. Es g'scheh, wie's fann, wir sind ja dein, erworb'n durch dein dir sterben wir, dein Kindlein sind fünf Wunden rein; dir leben wir, wir für und für. 6. Amen, Amen! zu guter Nacht, der Engel Gottes uns bewacht; Gott Lob und Dank in Ewigkeit, wir gehn zur Ruh ohn alles Leid. Nit. Selnecter, geb. 1532, † 1592. Eigne Melodie. 468. fe1. Die Sonn hat sich mit ih- rem Glanz ge- wen- det und, was sie soll, auf 1542. Abendlieder. die- sen Tag voll- en= det; die dunkle Nacht dringt al- lent- hal- ben zu, bringt Mensch und Tier und alle Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, du Herr der Nächt und Tage, daß du mich heut vor aller Not und Plage durch deine Hand und hochberühmte Macht hast unverletzt und frei hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, gestrebet; laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein in Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue, indem ich mich der trüben Nacht vertraue, und daß der Leib auf diesen schweren Tag sich seiner Kraft fein sanft erholen mag. 469. mein Herz zu den mat- ten Erden- kreis. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen mich vor der Macht der Finsternis bewahren, auf daß ich vor der List und Tyrannei der argen Feind im Schlafe sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken und in die Ruh des tiefen Grabs verstecken, so blicke mich mit deinen Augen an, daraus ich Licht im Tode nehmen kann. Eigne Melodie. 367 1. Der Tag mit seinem Lich- te fleucht hin und wird zu nich- te; die Nacht kommt an ge gang= en, 7. Und laß hernach zugleich mit allen Frommen mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen, da du uns hast den großen Tag bestimmt, dem keine Nacht sein Licht und Klarheit nimmt. Josua Stegmann, geb. 1588, † 1632. Ebeling. 1666. dir sich wendet, mit Ruhe zu um= fang- en Der Tag der ist ge en det der Tag und Nacht ge- schaffen zum Wa- chen und zum Schla- fen, will fing- en deinen Preis. 368 2. Wohlauf, wohlauf, mein Psalter, erhebe den Erhalter, der mir an Leib und Seelen viel mehr, als ich kann zählen, hat heitte Guts gethan. All Augenblick und Stunden hat sich gar viel gefunden, womit er sein Gemüte und unerschöpfte Güte mir tlar gezeiget an. Abendlieder. bol2.31 3. Gleichwie des Hirten Freude, ein Schäflein an der Weide, sich unter seiner Treue ohn alle Furcht und Scheue ergößzet in dem Feld und sich mit Blumen füllet, den Durst mit Quellen stillet, so hat mich heut geführet, mit manchem Gut gezieret der Hirt in aller Welt. 4. Gott hat mich nicht verlaffen; ich aber hab ohn Maßen mich nicht gescheut, mit Sünden und Unrecht zu entzünden das treue Vaterherz. Ach, Vater, laß nicht brennen den Eifer, noch mich trennen von dei ner Hand und Seiten; mein Thun und Überschreiten erweckt mir Reu und Schmerz. 5. Erhöre, Herr, mein Beten, und laß mein Übertreten zur Rech ten und zur Linken ins Meeres Tiefe sinken und ewig untergehn. Laß aber, laß dagegen sich deine Engel legen um mich mit ihren Waffen; mit dir will ich entschlafen, mit dir auch auferstehn.d 6. Darauf so laß ich nieder mein Haupt und Augenlider, will ruhen ohne Sorgen, bis daß der güldne Morgen mich wieder munter macht. Dein Flügel wird mich decken, so wird mich nicht erschrecken der Feind mit tausend Listen, der mich und alle Christen verfolget Tag und Nacht. .8 adi 7. Ich lieg hier oder stehe, ich sitz auch oder gehe, so bleib ich dir er geben, und du bist auch mein Leben, das ist ein wahres Wort. Was ich beginn und mache, ich schlaf ein oder wache, wohn ich als wie im Schlofsfe in deinem Arm und Schoßze, bin felig hier und dort. Paul Gerhardt, geb. 1607,+1676. 90 3900 ( 1536.) 1598. and idag 470. And Mel. O Welt, ich muß dich zc. fo12. 1. Uun ru- hen al- le Wäl- der, Vieh, Menschen, Städt und Fel- der, es schläft die ganze Welt; to ihr a= ber, mei- ne Sin- nen, wall, soc, thin rauf, auf! ihr sollt be- gin- nen, was eurem Schöpfer wohl- ge- fällt, 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Wonne, gar hell in meinem Herzen die Nacht hat dich vertrieben, die scheint. Nacht, des Tages Feind; fahr hin, ein andre Sonne, mein Jefus, meine Jednord fod 3. Der Tag ist nun vergangen; die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelsfaal; so, so werd ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Der Leib der eilt zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit; die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. Abendlieder. 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 471. ( 02: als er mich den 369 wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 7. Mein Augen stehn verdrossen, im Nu sind sie verschlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, ſei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Ifrael. 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht, geht und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt; es kommen Stund und Zeiten, da man euch Schar. Vet. m. Not. 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein singen: dies Kind soll unverletzet sein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Helden Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Eigne Melodie. 1. Wer- de mun- ter, mein Ge- mi- te, und ihr Sin- ne, geht her- für, daß ihr prei- set Got- tes Gü- te, welch er hat ge- than an mir, = Schop. 1642. gan= zen Tag vor so man- cher schwe- ren Plag durch sein gna- den- rei- ches Wal- ten hat be schü- get und er- hal- ten. 2. Lob und Dank sei dir ge3. Keine Klugheit kann verstehen fungen, Vater der Barmherzigkeit, deine Güt und Wunderthat; ja daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und bor Sünden mancher Art so getreulich haft bewahrt, auch die Feinde weggetrieben, daß ich unbeschädigt kein Menschenkind kann sehen, was dein Hand erwiesen hat; deiner Wohlthat ist zu viel, sie hat weder Maß noch Ziel; Herr, du hast mich so geführet, daß kein Unfall mich berühret. blieben. 24 Abendlieder. 370 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Missethät, die mein armes Herz beladen und so sehr vergiftet hat; treibe Satans Lift und Tück, Gott, durch deine Macht zurück. Du alleine fannst mich retten, strafe nicht mein Übertreten. 7. Laß mich diese Nacht empfin den eine sanft und süßze Rith, alles übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feind und Hausgenossen seind in deinen Schutz geschlossen. 5. Bin ich gleich von dir gewi chen, stell ich mich doch wieder ein; denn dein Sohn hat ausgeglichen mein Bergehn durch seine Bein. Ich verlengne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich täglich in mir finde. 6. O du Licht der frommen See- 9. du großer Gott, erhöre, lent, o du Glanz der Ewigkeit, dir was dein Kind gebeten hat; Jeju, will ich mich ganz befehlen diese den ich stets verehre, bleibe du mein +11 Nacht und allezeit. Bleibe doch, ist mein Hort, 8 Ach, bewahre mich vor Schre cten, schütze mich vor Überfall; laß mich Krankheit nicht aufweden, halte fern des Krieges Schall, wend ab Feur- und Wassersnot, Pestilenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden sterben, noch an leib und Seel verderben. ATA mein Gott, bei mir, weil es nun- du du Freund mehr dunkelt schier: tröste mich mit und Tröster heißt, höre doch mein deiner Liebe, daß kein Unfall mich sehnlich Flehen! Amen, ja, Fons betrübe. soll geſchehens und sid ansd Joh. Nist, geb. 1607, † 1667. Eigne Melodie.#stsit 39 mi 1581. ach Gott ins Himmels Thro- ne, 472. C 1. Mit meinem Gott geh ich zur Ruh und thu in Fried mein Augen ASISTENH uber uns wach bei Tag und Nacht, 190( hid 10DING OND auf daß ich sicher woh bardhepu po mbid( hi god led chi ni moldated vim und ein gro 2. Ich ruf zu dir, Herr Jeſu 3. Befiehl du deinen Engelen, Christ, der du allein mein Helfer bist, laß kein Leid widerfahren, durch deinen Schutz vors Teufels Trutz dein Engel uns bewahren. daß sie stets um und bei uns sein, all Übel von uns wende. Gott heil ger Geist, dein Hilf uns leift an unserm letzten Ende. 0371 Abendlieder. A on sun tim odigred, Me sin dan Melo Herr Jesu Christ, meins 2cm drill alla 1676. 473 hit said him go?. 1. Gott Lob der Tag ist nun da- hin, drum ich, mein Gott, dir dankbar bin, dy is soms te ar dad int analo@ big h daß ich den 11 Abend hab er- lebt, und dei- ne Gnad ob mir auch schwebt. 2. Ach, Herr sei gnädig, shab is 3. Laß mich auch mit der MorGeduld, vergib mir alle Sünden genstund aufwachen fröhlich und schuld; dein heilger Engel mich be gefund, daß ich, Herr, deine Ehr wahr vor aller Angst, Not und ausbreit und dich dort lob in Gefahr. oldalon din Ewigkeit. on one sind sdn dn mn( hon nodroff monü ni pot( Joh. Olearius, geb. 1611, 1684. medrera 19 day sduif in ni bil Mel. Werde munter, mein 29. d thi? Schop. 1642. 474. to up 201 Unfre mü den Au- gen- li- der schließen sich jetzt schläf- rig zu und des Lei- bes m matte Glieder grüßen schon die A 90 bend- ruh; onism der ud 190 denn die dunk- le, fin ftre Nacht hat des hel- len Ta- ges Bracht 181 in der tiefen See ver de det 2. Ach bedenk, bes Gast, ob erlangen, gib mir nicht verdienten du gehſt schlaund die Ster- ne auf- ge= fte= det. 4. Ach, Herr, laß mich Gnad jen, du, o meines dinden, der dich erschaffen, heute Lohn; laß mich deine Hut umfangen, nicht erzürnet haft? Thu, ach thu sich an deinen lieben Sohn, der für beizeiten Buß, ach geh und fall mich genug gethan; Bater, nimm Bi der Strafe woll mich spen zan! Dieser hat für bitt daß er ihm aus Gnaden entladen. Unart hat verschuldet. 3. Sprich: Herr, div ist unver- 5. Laß mich, Herr, von dir nicht hohlen, daß ich diesen Tag vollbracht anders, als du mir befohlen, ja ich habe nicht bedacht des Berufes schmalen Steg, deinen vorgeschriebwanken, in die schlaf ich sanft und wohl; gib mir heilige Gedanken, und bin ich gleich Schlafes voll, it so laß doch den Geist in mir zu dir nen Weg, sondern dich, mein Gott, wachen für und für, bis die Morgenröt angehet, und man von der Ruh aufstehet. verlassen, bin gefolgt der Wolluft Straßen. 24* 372 6. Vater droben in der s Höhe, dein Nam sei bei uns stets wert; dein Reich komm, dein Will geschehe, unser Brot werd uns beschert, und med the the per Johann Frand, geb. 1618, † 1677, bonop Idoot ither din and out of his d ligholt stup whe ar de min vergib uns unsre Schuld, schenk uns deine Gnad und Huld, laß uns nicht Versuchung töten, hilf uns, Herr, aus allen Nöten. ispral 190 DAUT Eigne Melodie. Jind sdiald 1723. Abendlieder. 475. be tear as 1. Der lie ben Sonne Licht und Pracht die Welt hat sich zur Ruh gemacht; tritt an die Him- mels- thür laß dei- ne Au- gen, Herz und Sinn OF SEDIK 2. Ihr hellen Sterne, leuchtet wohl und gebet eure Strahlen; ihr macht die Nacht des Lichtes voll: doch noch zu tausendmalen scheint heller in mein Herz die ewge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schutz, mein Schatz, mein Eigentum. dig dis? ratio, ut 3. Der Schlaf zwar herrschet in der Nacht bei Menschen und bei Tieren; doch Einer ist, der droben wacht, bei dem kein Schlaf zu spüEs schlummert, Jesu, nicht dein Aug auf mich gericht; drum soll mein Herz auch wachend sein, daß Jesus wache nicht allein. ren. hat nun den Tag voll- füh- ret; thu, Seel, was dir gebüh- ret: auf of Je- fum fein ge- rich- tet hin. gehu, dir will ich mich befehlen; du wirst, mein Schutzherr, auf mich sehn zum Besten meiner Seelen. Ich fürchte keine Not, auch selbsten nicht den Tod; denn wer mit Jefu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 6. 3hr Höllengeister, packet euch, hier habt ihr nichts zu schaffen; dies Haus gehört in Jesu Reich, laßt es nur sicher schlafen. Der Engel starke Wacht hat es in guter Acht, ihr Heer und Lager hälts im Schutz; drum sei auch allen Teu feln Trußz! 4. Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, finge; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an; es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund! 5. Mit dir will ich zu Bette 8. So oft die Nacht mein Ader 7. So will ich denn nun ſchlafen ein, Jesu, in deinen Armen; dein Aufsicht soll die Decke sein, mein Bette dein Erbarmen; mein Schirm sei deine Brust, mein Traum die süße Luft, die aus dem Wort des Lebens fleußt und dein Geist in mein Herz ergeußt. und bring ein Lied her- für; schlägt, soll dich mein Geist umfangen; so vielmal sich mein Herz bewegt, soll dies sein mein Berlangen, daß ich mit lautem Schall mög rufen überall: o Jesu, Jesu, du bist mein, und ich auch bin und bleibe dein. 9. Nun, matter Leib, gib dich Abendlieder. fe- 11 476.in nos ponedusti tod Eigne Melodie. 176- dild= 30 rid soul. Is. Gali 373 zur Ruh und schlaf fein sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! so ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, Jeſu, Jesu, gute Nacht! Christian Scriver, geb. 1629, † 1693. # 1. Nun sich der Tag ge en det hat, und kei- ne Sonn ehr scheint, dhi is and dau 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht, und schenke du mir gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir flagt an; doch aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich gethan. 5. Den setz ich dir zum Bürgen ein, wenn ich soll vors Gericht; ich fann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 477. pe= 1 schläft alles, was sich ab ge= matt, und was zuvor ge- weint. 2. Nur du, mein Gott, haft keine Raft, du schläfft noch schlummerst nicht; die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? ( 1667.) 1693. 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euern Lauf! Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammerthal, so führ mich, Herr, in Himmel ein zur auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, du starker Zebaoth! Sm Tod und Leben hilfft du mir aus aller Angst und Not. Mel. Werde munter, mein 2c. Johann Friedrich Herzog, geb. 1647, 1699. Scop. 1642. 1. Herr, es ist von meinem Leben wie- der- um ein Tag da- hin; Ich= re mich nun Achtung ge- ben, ob ich fromm ge- we- sen bin; 374 zei- ge e mir auch selber man hamllad Sombort tih Abendlieder! und hilf jetzt in allen Sachen 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat; ich bin fod ich was nicht recht ge thai, ( bild7911 Epat tind spuntu hid 478. felj Gedanken, Wort und That, und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und Hand und Mund so geschwind und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 8 3. Aber, o du Gott der Gnaden, 6. Herr, dein Auge geht nicht habe noch einmal Geduld. Ich bin freilich schwer beladen; doch vergib mir alle Schuld. Deine große Vater tren werde diesen Abend neu; so will ich noch deinen Willen künftig mehr als heut unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig mum ter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht. Darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. bind om t erfüllen. guten Feier- a- bend ma- chen 5. Steure den gottlosen Lentes die im Finstern Böſes thun. Sollte man was bereiten uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann erwecken. dun is stor aid tipe 4. Heilige mir d das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; 7. Laß mich denn gesund erwa decke mich mit deiner Güte, auch chen, wenn es rechte Zeit wird sein, dein Engel steh mir bei. Lösche daß ich ferner meine Sachen richte Feur und Lichter aus, und bewahre dir zu Ehren ein; oder haft du, lie du das Haus, daß ich morgen mit ber Gott, heut bestimmet meinen den Meinen nicht im Unglück dürfe Tod, so befehl ich dir am Ende Leib weinen. med se s tistiu und Seel in deine Hände. in Kasp. Neumann, geb. 1648, † 1715, Peter Sohren. 1668. Mel. Mein Herzens- Jesu 2c. 1. Gott Lob! ein Schritt zur Ewig feit ist a= bermals voll- en- det; zu dir im Fort- gang dieser Zeit mein Herz sich sehn- lich wendet, WING o Quell, dar- aus mein Leben fleußt, und al- le Gna- de sich er- geußt hangt ske mei= ne Seel zum Leben this 1908 Abendlieder 2. Ich zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzulange, bis es erscheine, daß ich gar, o Leben, dich umfange, damit, was sterblich ist in mir, verschlungen werde ganz in dir, und ich unsterblich werde. 3. O daß du selber kämest bald, ich zähl die Augenblicke; ach, komm, ch mir das Herz erkalt und sich zum Sterben schicke. Komm doch in dei ner Herrlichkeit! iSchau, deine Braut hat sich bereit; die Lampen sind geschmücket. bun mortod 4. Doch sei dir ganz anheime gestellt die rechte Zeit und Stunde, wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, daß ich mit Herz und Munde dich kommen heiße und darauf von nun an richte meinen Lauf, daß ich dir fomm entgegen. di thun 15. Ich bin vergnügt, daß mich nichts kann von deiner Liebe trennen, und daß ich frei vor jeder mann dich darf den Bräutgam nennen, und du, o teurer Lebensfürst, dich dort mit mir vermählen wirst und mir das Erbe schenken. 375 6. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, daß sich der Tag geendet, und also auch von dieser Zeit ein Schritt nochmals vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. Io mi id du 7. Wenn auch die Hände lässig sind, und meine Knice wanten, jo biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke, und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige, moldo 8. Geh, Seele, frisch im Glanben dran und sei nur unerschrocken; laß dich nicht von der rechten Bahn die Lust der Welt ablocken; so dir der Lauf zu langsam deucht, so eile, wie ein Adler fleugt, mit Flügeln süßer Liebe. llige nowing than thi 9. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, weil du voll Liebe bist, mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet Stund und Zeit! Ich bin schon in der Ewigkeit, weil ich in Jesu lebe. Aug. Herm. Francke, geb. 1663, † 1727. strild bilgall in this usisite Traurigkeit 2c. R. Haffe? 1628. tomtiffed and to and de son un rid thi Idsjed of, 602 479. admin@ smied Mel. star dop juje stok 1. Der Tag ist hin, mein Geist und Sinn sehnt sich nach je- nem Ta- ge, a der uns völlig machen wird et bu mit 2. Die Nacht ist da, sei du mir nah, Jesu, mit hellen Kerzen; treib der Sünden Dunkelheit weg aus meinem Herzen. 3. Der Sonnen Licht uns jetzt frei von al- ler Plage. gebricht; o unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor mir zur Freud und Wonne. 4. Des Mondes Schein fällt nun herein, die Finsternis zu min 376 dern; ach, daß nichts Veränderlichs 9. In jener Welt, da diese fällt meinen Lauf möcht hindern! so die Zion noch mächt weinen, foll noch heller siebenmal Mond und Sterne scheinen. und mod ( bi10. Alsdann wird nicht der Sonid nen Licht Jerusalem verlieren; denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 5. Das Sternenheer zu Gottes Ehr am tiefen Himmel flimmert; wohl dem, der in jener Welt gleich den Sternen schiminert. 6. Was sich geregt und vor bewegt, ruht jetzt von seinen Werken; laß mich, Herr, in stiller Ruh dein 11. Halleluja! o wär ich da Werk in mir merken.indda alles lieblich klinget, da man 7. Ein jeder will bei solcher ohn Abwechselung Heilig, Heilig! Still der süßen Ruhe pflegen; laß singet. Ca die Unruh dieser Zeit, Jefu, bald 12. Jeſu du, mein Hilf und fich legen. Ruh, laß mich dahin gelangen, daß 8. Wann aber soll der Wechsel ich mög in deinem Glanz vor dir wohl der Tag und Nächte weichen? ewig prangen. wann der Tag anbrechen wird, dem fein Tag zu gleichen. 480. fer dose Abendlieder. 1. Bir- te deiner Schafe, dei- ne Wun- der- git- te allod Mel. Jefu, meine Freude zc. Job T Joh. Anaft. Frehlinghausen, geb. 1670,+ 1739. 6980 um und um be= wahren. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen, drum vergib die Schuld. Denn dein Sohn hat mich davon durch die tiefgeschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben; sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen in den Baterarmen ohne Sorgen 301 to Crüger. 1656. der von keinem Schla- feet- was wis- sen mag war mein Schild und Hü- te den ver- gangnen Tag; sei die Nacht auch auf der Wacht, und laß mich von dei- nen Scha- ren pence THE lbid vid Hot Jom bi and in. Du bei mir, und ich bei dir also sind wir ungeschieden, und ich schlaf in Frieden. sislog 4. Komm, verschließ die Kam mer und laß allen Sammer ferne von uns sein. Sei d.: Schloß und Riegel; unter deine Flügel nimm dein Küchlein ein! Deck uns zu Schutz und Ruh, so wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind uns schrecken. mil Abendlieder. 377 5. Wie, wenn ich mein Bette a 6. Nun wohlan, ich thue in geheut zum Grabe hätte? wie bald rot, bald tot? Drum hast du beschlossen, daß mein Ziel verflossen, nicht wider dich; hab ich Seſum nur gefunden, sterb ich alle Stunden troster Ruhe meine Augen zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, treuer Hüter du! Gute will ich in acht, und erlebe ich den Morgen, wirſt du weiter sorgen.tr hit soll. og dior idnt ord Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. 100! 0 lojuisling II niso durit ishin nisip snill Mel. Die Sonn hat sich mit 2c. 1917 1542. 481. e 1. Der Abend kommt, die Son- ne sich ver- de- det, und al- les fich zur Te be O meine Seel, mert auf, wo blei- best du? Obinip us on? nie Ruh und Stil- le stred = det. In Gottes Schoß, sonst nir- gends hast du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich nimm mich nur ein, so werd ich ermüdet das Vöglein fleugt zu ſeinem Neſte wieder; die Schäflein ziehn in ihre Hürden ein; laß mich zu dir, mein Gott, gefchret jein! 6. Da num der Leib sein Tagwerk hat vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet, zu beten an, zu lieben inniglich, im stillen Grund, mein Gott, zu schauen dich. 3. Ach, sammle selbst Begierden und Gedanken, die noch so leicht aus Schwachheit von dir wanken; 7. Die Dunkelheit ist da, und mein Ruheplatz und Heimat, thu alles schweiget; mein Geist vor dir, dich auf, daß ich in dir beschließe o Majestät, sich beuget. Ins Heimeinen Lauf. niligtum, ins Dunkel kehr ich ein; 4. Necht väterlich hast du mich Herr, rede du, laß mich ganz stille heut geleitet, bewahrt, verschont, sein. gestärket und geweidet; ich bins 8. Mein Herz sich dir zum Abendnicht wert, daß du so gut und treu; mein Alles dir zum Dank ergeben sei! and maint sport 5. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret und mich zu viel durch dies und das verwirret! Es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn; opfer schenket; mein Wille sich in dich gelassen senket. Begierden, schweigt! Vernunft und Sinnen, still! mein müder Geist im Herrn jetzt ruhen will. 9. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben; laß nicht den Geist 3788 Abendlieder! zerstcent in Unruh schweben! Mein stes Licht und Sonne, Kampi trener Hirt führ mich in dich hin und Kreuz mein Beistand, Kraft ein, in dir, mit die kann ich verst und Wonne; deck mich bei dir in guüget sein, stund bund deiner Hütte zu, bis ich erreich die 110 Iu Finstern sei des Geie volle Sabbatsruhab) du utbil adgir 190 Gerh. Tersteegen, geb. 1697, 1769. 2 isd Hid hi Mel. Welt, id) 482. fe 21929 win wit big nun sich der Tag ge= en- det, mein Herz zu dir sich wen- det 2² d'iiß dich: c. zum Se- gen auf mich richte, om 1pm 2, neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die fleischlichen Geſchäfte und alle finſtern Kräfte vertreibe durch dein Naheſein. 3. Daß du mich herzlich liebest, daß du mich stets umgibest und rufft zu dir hinein, daß du veri bod, und dan- tetrin mig lich; st dein hole des Ange nich tell 8nG jo! JOHC 16 und erleucht te und ent- zün- de mich. alleine reine, laß allezeit mir heilig sein. 4. Ein Tag der sagts dem an mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerh. Tersteegen, geb. 1697, † 1769. ( 1698.) 1745. 100 mann ( 1536.) 1598. 01019 81 Eigne Melodie. 483. fei 1. Mein Au- ge wacht jetzt in der stillen Nacht; num ist mein Herz be E • dacht, dich, Gott, zu lo= ben. Ach, schen- ke mir Kraft, zu lob- sing- en dir pa2 mipid sid postre astdnag I do 9020 ton coun tbilising t mit dei- nen Heil- gen hier und denen dro- bell, 2. Die stille Zeit sei, Jesu, dir 3. Wie preis ich dich, mein Jeſu, geweiht; laß nichts die Einsamkeit daß du mich aus Gnaden kräftigvor dir entweihen. Schleuß selber du mein Herz vor allem zu, damit es sich in Ruh mög in dir freuen. lich zu dir gezogen! Ach hätte doch) mit größrer Treue noch sich deinem sanften Joch mein Herz gebogen. Abendlieder. 3798 7. Mein einzges Guit, in dem mein Sehnen ruht, du machst mich wohlgemutin deiner Liebe; vis hauche dann den Funken stärker an, daß ich dich lieben kann mit mächtgem Triebe. 4. Gott voll Huld, du trägst mich mit Geduld, vergabst so oft die Schuld, als ich dich flehte; und dann sprachst du mir wieder freunds lich zu und schenklest süße Ruth mic im Gebete. dg mot d 5. Herr, ich bin dein Pawilli und es ewig sein; ach, zeuch mich ganz hinein, daß ich nicht wante. Wann kommt die Zeit, daß ich dir ganz geweiht, gum heilgen Echmud be reit, als Sieger danke? 6. Doch deine Gnad, die an gefangen hat, wird auch nach dei nem Nat das Werk vollenden. Ich tran es dir; ach, stärk den Glauben mir; ich laß mich für und für nur deinen Händen. dan bilbusiger of smislio figling Just gilied vint nogallo jol anis in misd sign) od m2 m2 484 e 8. Beim Sturm der Welt sei Anker, der mich hält, und birg mich in dein Zelt, wenn alles zaget; in Not und Bein nimm mich, o Liebe, ein, so harr ich findlich dein, bis daß es taget. 9. Preis, Lob und Ehr sei dir fei bie je mehr und mehr, Jehova, hoch und hehr, in Jesu Namen, im Staube hie oft unter Streit und Müh, und einst in Harmonic der Engel. Amen! Gerh. Terſtecgen, geb. 1697, † 1769. Aubussing S130 ini gang du nhilbil sid ni 1581,1 mmet. Mit meinem Gott geh ich 2 dose sied thrud and you stip it so mu stinchi ud arsipiure& isipin nagory the 26 1. Für alle Gü te fei ge- preift, Gott, Vater, Sohn und heil- ger Geift! JA Ver- nimm den Dank, den Lob- ge- fang, Ihr bin ich zu ge- ring- e. anonim ili mun skibole mal mit sed libout spiris e. den ich dir kind- lich sing= of nathi ble d= 01 Hobid bnd alles deine Güte. 2. Du nahmst dich meiner herz- was ich vermag bis diesen Tag, ist lich an, hafst Großes heut an mir gethan, mir mein Gebet gewähret, hast väterlich mein Haus und mich beſchützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk; der Geist, mit den ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüte, Jispodsp gason( bo usijanj 4. Sei auch nach deiner Lieb und Macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht; vergib mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert, 1919 10 geb. 1715,+ 1769, 380 485. xpuse Abendlieder. Mel. O Welt, ich muß dich zc. 1. Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegebent, dich bet ich find- lich an. sidder Treu- e, die ich fing- e, 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du gibst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffft ein reines Herz in mir. ( 1536.) 1598, Ich bin viel zu ge= ring- e und die du heut an mir ge- than. thi thod of mid und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen; ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Teil. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, dit prom( hi dith 8 pomno 3um Wochenschluß. 486. si tbild Mel. Erhalt uns, Herr, bei 2c. là phá 2# e 1. Gott Lob! die Woch iſt auch da- hin; drum ich dir bil= lig dank- bar bin, ( bupadisal 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hände be fehl ich, Vater, meinen Geist. 16 hi Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769, 0160 Hid euro mil Approa ut, the Altkirchlich? 1543. daß ich die Zeit hab ii- ber- lebt, und deine Gnad noch ob mirschwebt. HO DG at nano 2. Gott Lob für seine Güt und Hohn und Spott; gib ferner Se Treu, die mir ist alle Morgen neu, gen, Fried und Freud und endlich der mir beisteht durch seine Kraft, deine Seligkeit. der mir Trost, Rat und Hilfe schafft. 3. Was ich versehn, vergib, mein Gott, durch deines Sohns Kreuz, 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in Einem Thron; der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Joh. Olearius, geb. 1611, † 1684. 487.) Abendlieder. Mel. Wer nur den lieben 2c. 1. So ist die Woche nun ge- schlossen, doch, treuer Gott, dein Her ze nicht; wie sich dein Se- gensquell er gof- fen, so bin ich noch der Zu- ver- sicht, med dini 2016 muid nifi daß er sich weiterhin er- gießt 2. Ich preise dich mit Hand und Munde; ich lobe dich, so hoch ich kann; ich rühme dich von Herzensgrunde für alles, was du mir gethan, und weiß, daß dir durch Sefum Christ mein Dank ein süßzer Weihrauch ist. 1193.111 3. Hat mich bei meinen Wochentagen das liebe Kreuz auch mit besucht, so gibst du auch die Kraft, zu tragen; zudem es ist voll Heil und Frucht durch deine Liebe, Herr, zu mir, und darum dank ich dir dafür. 4. Nur Eines bitt ich über alles 8. Und wenn ich früh aufs neue ben Sonntag wieder ach, du versagst mir solches nicht: gedente keines Sündenfalles, weil sehen kann, so blickt die Sonne deimich mein Jesus aufgericht, mein ner Treue mich auch mit neuen Jesus, der die Missethat auf ewig Gnaden an; ach ja! da teilt dein fchon gebüßet hat. und Haus den allerbesten 5. Dein Schwur ist ja noch gebrochen; du brichst ihn nicht in Ewigkeit, da du dem Sünder haft versprochen, daß er, wenn ihm die Sünd leid, nicht gnadenvoll, als ein Gerechter, leben soll.onu dus on dire pilsonis e 381 CRA Neumart. 1657. icht Segen aus. mai mihi maondo intimisis milind ndon und un- auf- hör- lich auf mich fließt. 6. Mein Glaube hält an diesem Segen, und so will ich den Wochenschluß vergnügt und froh zurückelegen, da mich der Troft erheben muß, daß ich in Chrifto solle dein und schon in Hoffnung ſelig fein. 7. Doch da mein Leben zugenommen, so bin ich auch der Ewigkeit um eine Woche näher kommen, und warte nur der letzten Zeit, da du die Stunde haft bestimmt, die mich zu dir in Himmel nimmt. 9. So will ich das im voraus preisen, was du mir künftge Woche gibst; du wirst es in der That beweisen, daß du und immer liebst, und leiteſt mich nach deincu Nat, bis Leid und Zeit ein Ende hat. Erdmann Neumeiſter, geb. 1671, † 1756. splice di 1013 aim dipse edhe i 909 8 disfiuro ni sind on dot bot u ando tonied and to 21+ 15 dag ugla del dinfo Abendlieder 8382 hun bout simos Sonntagsabendlies. uro S 119488. sid ibnit rod ne nothing touche onda i pol med mind Antonis Mel Nun sich der Tag 2clis? nmis( 1667) 1693. 1spluprsu 1, Mum bricht dieb fin- stre Nacht her- ein, des Tages Glang ift tot: sed nisur out into pinioad fltd. su bod i doch mein Herz, schlaf noch nicht eingehre de vor mit Gett, 2. O Gott, dit großer Herr der Welt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an. mid thu uns immer wohl, damit 7. Erhalte ferner noch dein Wort, man stets an diesem Ort Gott diene, wie man soll. 8. Indemir bei und gib mir such ich meine Ruh; 3. Der den ich nunmehr vollbracht, der war beſonders dein; drum hätt er auch bis in die Nacht dir sollen heilig sein. 684. Vielleicht ist dieses nicht gesto schehn; denn ich bin Fleisch und Blut, und pfleg es öfters zu verſehn, wenn gleich der Wille gut. as 5. Nun such ich deinen Gnadenthron, sieh meine Schuld nicht an, und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug gethan. host of 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unfre Herzen und laſſe die, ſo es gehört, dir auch gehorsam sein. Di ni to 1 Ingodspin monir 6 Bater, deinen Engel zu, daß er mein Wäch ter ſei. ORL 9 Gib allen eine gute Nacht, die heute recht gelebt, und bere den, der unbedacht hat wider dich geſtrebt, no ni ved med idols i 10. Woferne dir mein Thun ge fällt, so hilf mir morgen auf, daß ich noch ferner in der Welt vollbringe meinen Laufe- is misd 11. Und endlich führe, wenn es Zeit, mich in den Himmet ein; da wird in deiner Herrlichkeit mein Sabbat ewig sein. 119 120 sigt hii mu Kafp. Neumann, geb. 1648, † 1715. 489.0 and om biss of doi& 409 d abft si Mel D Welt, ich muß dich 2.0 i( 1536,) 1598, dien miling G Codet atcel. Der Sabbat ist ver- gang- en, nach Her- zens wunsch er- füllt; f²1. mit Lebens- brot ge- spei- set ich habe mein Verlangen Gott hat mich unter- wei- set, und meiner See- le Durst ge- ftillt. Haus- und Ehestand. ich ohne it in eine Sonne machen auch 2. Gott ruht durchs Herzen; drum leg ich in der Nacht, bis bei den zen auch meinen Leib zur Ruh; Cherubinen ein Sonntag ist erdenn allen Sündenschaden deckt Je- schienen, der alle Nacht zu Schanfus nun in Gnaden mit seinem den macht. Purpurmantel zu and His- Til those 95. Ich schlafe ganz vergnüget; 3. O du dreieinigs Wesen, mein denn wo mein Herze lieget, da ist Geist ist schon genesen, weil ich dein der Engel Heer. Mich stört kein Tempel bin; ich habe Licht vom Weltgetümmel; es träumt mir nur lichte, indein leuchtend Angesichte vom Himmel; ach, wer doch nur nimmt alle Finsternis dahin. bald droben wär! S 4. Du wirst schon bei mir wad Hommid D 819) DI Jöd Moj ot SIDIG ut im dip din fod Hªus- und Beni. Echnold, geb. 1672, † 1737. the manied in bi et fidi un ingus ni bun da po Ehestand+ 1 chorallor bh ni ve and u lepi nonied boft sid ni sid hun sind und 19 191 il pilied mollo) sid 490. dan Shup onis msn Mel. Wo Gott zum Haus icid i billi 1535. G 1. Wohl dem, der in Gotts Furchte steht, und auch auf seinem Wege geht; mimi tok 01 milind( bi bu mine i strani dein eigen Hand dich nähren soll, Dein wehtorg.dull. It Weib wird in deim 098 Sauſe ſein, wie eine Reb voll Traus di ben sein, und dein Kinder um dei- das nen Tisch, wie Ölpflanzen, gesund und frisch. 3. Sich, so reich Segen hängt dem an, wo in Gotts Furchte lebt ein Mann; von ihn läßt der alt Fluch und Zorn, den Menschentin dern angeborn.is_*= n{}_{ b} 491. Pe 9383 fo lebst durecht und geht dir wohl. ang alla disub Zion wird Gott jeguen tid der Stadt, Jeruſalem, wirſt ſchauen ſtetiglich 4. Aus daß du für Gott in Gnaden angenehm. 5. Fristen wird er das Leben dein und mit Güte stets bei dir sein, daß du sehen wirst Kindeskind, und daß Ifrael Friede findt. -pung Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. Mel. Wie schön feucht zc. 1. Wie schön ists doch, Herr Jesu Chrift, Wie steigt und neigt sich dei- ne Gab 1599. im Stan- de, und alles 384 da dein Segen ift, Gut so mild her- ab wann sich 6 Haus- und Chestand. an dich die im Or- den ei= nes 2. Wenn Mann und Weib sich wohl begehn und unverrückt beisammen stehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück in vollem Lauf, da sieht man, wie der Engel Hauf im Himmel selbst sich freue; kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott gibet dem Paar, das in ihm sich liebet. 3. Der Mann wird einem Baume gleich, an Ästen schön, an Zweigen reich, das Weib gleich einem Reben, der seine Träublein trägt und nährt, und sich je mehr und mehr vermehrt mit Früchten, die da leben; wohl dir, o Zier, Mannessonne, Hauseswonne, Ehrenkrone; Gott denkt dein auf seinem Throne. 4. Seid gutes Muts! wir sind es nicht, die diesen Orden aufgericht, es ist ein höhrer Vater; der hat uns je und je geliebt und bleibt, wenn unsre Sorg uns trübt, der 492. fc- 1 fang- e es mit im Stan- de aus deiner fleißig halten jung und heil= ger Heil- gen Mel. Werde munter, mein zc. he! Hö= he, Le bens einig wor- den, beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang aller Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. 5. Zwar bleibts nicht aus, es kömmt ja wohl ein Stündlein, da man Leides voll die Thränen läsſet fließen. Jedennoch wer sich in Ge duld ergibt, des Leid wird Gottes Huld in großen Freuden schließen. Leide, meide nur ein wenig; unser König wird behende machen, daß die Angst sich wende. 6. Wohl her, mein König, nah herzu! Gib Nat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Ängsten Trost und Freude; des sollt du haben Ruhm und Preis, wir wollen singen bester Weis und danken alle beide, bis wir bei dir, deinen Willen zu er füllen, deinen Namen ewig loben werden. Amen! Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. Schop. 1642. 1. Wer den Eh- stand will er wäh- len, daß er ihn bei gu= ter Ruh, ohne Sor- ge, Gram und Quälen mö- ge glück- lich bring en zu, Be ten an; al= ten, so ist es recht wohl gethan, Haus- und Chestand. 3 und Gott wird es al fonfügen, ligg of jod eno 2. Dann ist es wohl angefangen, 3. Dieser Friede, dieser Segen wenn Gebet und reifer Rat beider bringet Ehre, Gut und Freud; wo jeits vorhergegangen; da verspürt man bleibt auf Gottes Wegen, gibt man in der That, daß Gott selbst er auch die Seligkeit. Glücklich geht das Liebesband knüpfet und aus die Heirat an, wenns heißt: das seiner Hand Segen und ein fried- hat Gott gethan! Gott der hat es lich Leben will dem neuen Paare so gefüget, daß zwei Herzen sind geben. 05 di duns vergnüget. Idagt ng sid, nacho sallo propuls 3oh. Olearius, geb. 1611, † 1684. Nouts diod, song vir musom in an minal( bileisut am juo? malled ni hill and dog nd 493. hin sadisld wel. Wo Gott zum Haus zc. Wund hand and sinom idait pd bifidis Imm 1535. uisloni mis 10001 INTENTION C 1. Wohl ei- nem Haus, wo Je- sus. Christ pildbi poduga A mosou mi ding Ja, wenn er nicht dar- in- nen wär, 2. Wohl, wenn der Mann, das Weib, das Kind im rechten Glauben einig sind, zu dienen ihrem Herrn und Gott nach seinem Willen und Gebot. dd ist 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt! 4. Wohl, wenn das Räuchwerk im Gebet beständig in die Höhe geht, und man nichts treibet fort und fort, als Gottes Werk und Gottes Wort! 5. Wohl, wenn im äußerlichen Stand mit fleißiger, getreuer Hand Vet. m. Not. 385 daß es bei de kann ver- gnii- gen. dard dlimt al- lein das All in al- lem ist! manis di DSR 2 wie fin- ster wärs, wie arm und leer! dont on mus Que dist ein jegliches nach seiner Art den Geist der Eintracht offenbart! door 6. Wohlswenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind auf Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück! Dann bleibet ihrer keins zurück.död i fi 7. Wohl solchem Haus, denn es gedeiht; die Eltern werden hoch erfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen segnen kann. 9. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn! Christoph Karl Ludwig von Pfeil, geb. 1712,+ 1784. 25 386 494. 1. Fang dein Werk mit Je- su an, Je sum ruf zum Bei- stand an, = Steh mit Je su mor- gens auf, = führ mit Je su = Haus- und Ehestand. Mel. Schwing dich auf zc. 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in deinen Nöten. Morgens, abends und bei Nacht will er stehn zur Seiten, wenn des Satans List und Macht dich sucht zu bestreiten. 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten. Setz nur das Vertrauen dein in sein Allmachtshände, und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 495. be dei= nen Lauf, Ei= ne gan- ze Lebens- zeit Se gen nur dar- ein, mach aus al= len; fleine, Je sus hats in Hän- den; Je sus wirds wohl en- den. geh mit C Mel. Wie schön leucht zc. 1. Ich und mein Haus, wir sind be= Du sollst der Herr im Hau- se sein; reit, Je= las= ſe Je sum schaffen. 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, o so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen. Es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben; endlich wird dir Gott dein Teil auch im Himmel geben. mit Seel und daß wir dir from- me, rei- ne fut = 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben; es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Jesu, in deim Namen, laß es doch sein wohlgethan! Dar auf sprech ich: Amen! Ebeling. 1666. Leib zu willig schlafen; dir nur soll sie wohl- ge= fal 1599, dir, Herr, die gib bei nen dienen. die= nen. Haus- ge mei- ne = len. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns, wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, die wir uns dir ergeben. Haus- und Ehestand. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns verbinde; laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen sein bereit, voll Demut, sanft und linde. Liebe übe jede Seele; keinem fehle, dran man kennet den, der sich den Deinen nennet. 4. Laß unser Haus gegründet sein auf deine Gnade ganz allein und deine große Güte. Auch laß uns in der Nächte Graun auf deine treue Hilfe schaum mit findlichem 496. pel 387 Gemüte, selig, fröhlich selbst mit Schmerzen in dem Herzen dir uns laffen und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdsches Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste; denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. 6. Und endlich flehn wir allermeist, daß in dem Haus fein andrer Geist, als nur dein Geist regiere. Der ists, der alles wohlbestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles lieblich ziere. Sende, sende ihn uns allen, bis wir wallen heim, und oben dich in deinem Hause loben. Mel. Werde munter, mein 2c. Karl Joh. Phil. Spitta, geb. 1801,+ 1859. Schop. 1642. 1. Sor- ge doch für mei- ne Kin- der, Va- ter, nimm dich ih= rer an; ob fie gleich vor dir sind Sünder, find sie dir doch zu= gethan, und durch deines Soh- nes Blut gleich wohl dein erworb- nes Gut; dar- um wirst du sie aus Gnaden wohl be schützen und be ra- ten. = 2. Sie sind dir von Kindesbei- men auf, daß sie, wenn sie sollnen und von ihrer ersten Stund ten sterben, wären deines Reiches Jugeeignet als die Deinen, und Erben. durch deinen Gnadenbund hast du fie in ihrer Tauf väterlich genom3. Du haft sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr 25* 388 als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätt in Angst und Not gestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue bleibt bei ihnen täglich neue. 4. Sollt ich nicht für solche Güte immer dir verpflichtet sein und mit dankbarem Gemüte solchen Glücksund Segensschein rühmen und für jedermann deine Wohlthat zeigen an, ach, so müßt ich ganz vermessen Gottes, meines Heils, vergessen. 5. Saminlen andre große Schätze, suchen in der Welt ihr Heil, daß fie Geld und Gut ergötze, bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, lasse sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. 6. Schütze sie vor bösen Leuten Haus- und Ehestand. 497. und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Gnade bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins fühle Grab versenken und die Seligkeit uns schenken. Kindes Fürbitte. Mel. Mit meinem Gott geh ich zc. aus Gna- den haft ge- ge= ben, 7. Können sie in diesem Leben hier und, wo es dir gefällt, was zu deiner Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen faffen. 8. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag, nach so vielem Kreuz und Leide, ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Bater, ich bin hier und die Kinder, die du mir haft in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret. Ludw. Heinr. Schlosser, geb. 1663, † 1723. 1. O frommer Gott, ich dan- ke dir, daß du so lie- be er= halten bei dem Le 2. Verzeihe mir die Missethat, die dich und sie beleidigt hat, laß mich es nicht entgelten, daß ich, mein Gott, auf dein Gebot geachtet hab ſo selten. 3. Gib mir ein Herz, das dankEI 1581. = tern mir und noch zur Zeit sie mir zur Freud = ben. bar sei und meiner Eltern Eifer scheu, nicht thu, was ihn erreget, auch nimmermehr sich ihrer Lehr aus Bosheit widerleget. 4. Laß oft mir kommen in den Sinn, wie sauer ich der Mutter bin vom Anfang her geworden, und wie für mich der Vater sich bemühet allerorten. Freundschaft. 498. 389 hüte sie doch spat und früh vor Trübfal, Angst und Plagen. 6. Und wenn dahin ist ihre Zeit, so führ sie aus der Sterblichkeit hinauf zum Reich der Ehren; ich bringe dir viel Lob dafür, wenn du mich 1675. 5. Gib meinen Eltern Fried und Ruh, es decke sie dein Segen zu, hilf ihr Kreuz ihnen tragen, be- wirst erhören. Freundschaft. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 1687. = 1. Herr, ich bit- te dich, er wäh- le mir aus aller Men- schen Meng eine fromme, heil- ge See= le, die an dir fein kleb und häng, Troft, der in der Not be- steht, 2. Laß mich Davids Glück erleben, gib mir einen Jonathan, der mir sein Herz möge geben, der auch, wenn nun jedermann mir nichts Gutes mehr will gönnen, sich nicht lasse von mir trennen, sondern fest in Wohl und Weh als ein Felsen bei mir steh. 3. O wie groß ist meine Habe, o wie föstlich ist mein Gut, Jesu, wenn mit dieser Gabe dein Hand meinen Willen thut, daß mich meines Freundes Treue und beständigs Herz erfreue: wer dich fürchtet, liebt und ehrt, dem ist solch ein Schatz beschert. 4. Gute Freunde sind wie Stäbe, auch nach deinem Sinn und Geifte mir stets Trost und Hilfe lei- ste, Hilfe, die von Her- zen geht. da der Menschen Gang sich hält, daß der schwache Fuß sich hebe, wenn der Leib zu Boden fällt. Wehe dem, der nicht zum Frommen solches Stabes weiß zu kommen! der hat einen schweren Lauf; wenn er fällt, wer hilft ihm auf? 5. Nun, Herr, laß dirs wohlgefallen, bleib mein Freund bis in mein Grab! Bleib mein Freund, und unter allen mein getreuster, stärkster Stab. Wenn du dich mir wirst verbinden, wird sich schon ein Herze finden, das, durch deinen Geist gerührt, mir was Gutes gönnen wird. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 390 499. fe!!! Obrigkeit. Obrigkeit. Mel. In dich hab ich gehoffet zc. 1. Der du kannst nichts als gü- tig sein, du wol- left dei- ner Gü- te Schein, o Herr, all de- nen gön= nen, die sich mit Mund und Her- zens- grund allein zu dir be ten nen. 2. Insonderheit nimm wohl in acht den Fürsten, den du uns gemacht zu unsres Landes Krone; laß immerzu sein Fried und Ruh auf seinem Stuhl und Throne. 3. Halt unser liebes Vaterland in deinem Schoß und starker Hand, behüt uns allzusammen vor falscher 500. Vorreform. 1536. Lehr und Feindes Heer, vor Pest und Feuersflammen. 4. Nimm all der Deinen eben wahr und treib, o Herr, die böſe Schar von Jungen und von Alten, daß deine Herd hier zeitlich werd und ewig dort erhalten. Mel. Erhalt uns, Herr, bei zc. 1. hei- lige Drei- ei- nig- feit, die deine treut- e Vater- hand 2. Dein guter Geist sie leit und führ und segne ihr Thun für und für, daß sie voll Weisheit und Verstand christlich regiere Leut und Land, Altkirchlich? 1543. er= halt uns un fre Ob- rig- leit, ge= fe- tet selbst in diesen Stand. 3. Damit wir führen unter ihr ein still, geruhig Leben hier, und dermaleinst mit ihr, mein Hort, bes stehen wohl im Himmel dort. Ämilie Juliane, Gräfin v. Schwarzburg Rudolstadt, geb. 1637, † 1706. 501. V Krieg und Friede. Krieg und Friede. Eigne Melodie. 502. Ver- leih uns Frie- den gnädig- lich, Herr Gott, zu un- sern Zei- ten; es ist doch ja kein an- drer nicht, der für uns könn- te strei= ten, # Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. O denn du, unser Gott, al- lei- ne. Mel. Nun lob, mein Seel zc. 391 Altkirchlich? 1535. Kugelmann? 1540. = 1. Gott Lob! nun ist er- schol- len das ed le Fried- und Freudenwort, daß nunmehr ru- hen fol- len die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Er= he be dein Gemü= te Wohl- auf! und nimm nun wie= der dein Sai- ten spiel her= vor, = o Deutsch- land, und fing Lie- der im hohen, vol- len Chor. = und dan ke Gott und sprich: Herr, dei- ne Gnad und Gü te bleibt den noch e- wig- lich. 2. Wir haben nichts verdienet, als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sünden- Dorn. Wir find fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Nut, und dennoch muß 3. Sei tausendmal willkommen, man fragen: wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben böse; Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 392 du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein bei uns Wohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt ihm selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. Krieg und Friede. 4. Das drückt uns niemand bes ser in unsre Seel und Herz hinein, als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schönen Felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste Heid; ihr Gräber voller Leichen und tapfrem Heldenschweiß von Männern, derengleichen auf Erden man nicht weiß. 503. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Thränenbach aus beiden Augen rinnen; geh in dein Herz und denke nach: was Gott bisher gesendet, das hast du ausgelacht. Nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutesthun. Mel. Herr, wie du willst zc. 6. Ach, laß dich doch erwecken! wach auf, wach auf, du harte Welt, eh als der letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknes Muts; der Friede, den er gibet, be deutet alles Guts; er will die Lehre geben: das Ende naht herzu; da sollt bei Gott ihr leben in ewgem Fried und Ruh. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. haft väterlich) ver= zie 2. Herr, der du deines Eifers Glut zuvor oft abgewendet und nach dem Zorn das süße Gut der Lieb und Huld gesendet: ach frommes Herz! ach unser Heil! nimm weg und heb auf in der Eil, was uns anjetzo tränfet. e J 1. Herr, der du vor- mals haft dein Land mit Gnaden an ge bli= det, und des ge- fang- nen Ja- kobs Band ge- löst und ihn er- qui- det, = 1525. der du die Sünd und Mis- se- that, die dein Bolt vor be- gang- en hat, hen; 3. Lösch aus, Herr, deinen großen Grimm im Brunnen deiner Gnaden! erfreu und tröst uns wiederum nach ausgestandnem Schaden! Willst du denn zürnen ewiglich, und sollen deine Fluten sich ohn alles End ergießen? Krieg und Friede. 4. Willst du, o Bater, uns denn nicht nun einmal wieder laben? und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach, geuß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser. 5. Ach, daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede soll an allem Ort, wo Christen wohnen, werden; ach, daß uns Gott doch sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende. Zeit 6. Ach, daß doch dieſe jetzt wiche guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 7. Wenn wir nur fromm stad, 504. 393 wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und überall recht werd erkannt, ja stetig bei uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen; Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird sie küssen; die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 9. Der Herr wird uns viel Gutes thun; das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schoßze ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. Paul Gerhardt, geb. 1607,+ 1676. Mel. Nun dantet alle zc. 1. Herr Gott, dich lo- ben wir, Taß deines Gei- stes Glut Komm, komm, o ed= le Flamm, jo sing en wir mit Luft: 2 Crüger. 1649. re- gier, Herr, un- fre Stim- men, in unsern Her- zen glim- men. ach komm zu uns all- hier, Herr Gott, dich Io= ben wir. 2. Herr Gott, dich loben wir, für deine großen Gnaden, daß du wir preisen deine Güte, wir rüh- das Vaterland von Kriegeslast entmen deine Macht mit herzlichem Gemüte; es steiget unser Lied bis an die Himmelsthür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir laden, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dich loben wir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffeu 394 Mißwachs und Teuerung. ken dir. schweres Joch und frechen Grimm aufgethan; Herr Gott, wir dan erfahren. Jetzt rühmet unser Mund mit herzlicher Begier: Gott Lob! wir sind in Ruh; Herr Gott, wir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wir, daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen; der Strick ist nun entzwei, darum so fingen wir mit Herz und Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar haft weggeraffet. Es hat die Baterhand uns deine Gnadenthür jetzt wieder 505. 7. Herr Gott, wir danken dir, daß du Land, Kirch und Häuser, den edlen Fürstenstamm und dessen grüne Reiser bisher erhalten hast; gib ferner Gnad allhier, daß auch die Nachwelt sing: Herr Gott, wir danken dir. 8. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollst geben, daß wir auch fünftig stets in guter Ruhe leben. Krön uns mit deinem Gut, erfüll jetzt nach Begier, o Vater, unsern Wunsch; Herr Gott, wir danken dir. Johann Franc, geb. 1618, † 1677. Mißwachs und Teuerung. mächtigen Hand; fel fich- tes Land; Mel. Jesu, hilf fiegen 2c. 1. Christen er- war- ten in allerlei Fäl- len Je- sum mit sei- ner allmit- ten in Stürmen und to ben- den Wel- len sind sie ge- bau- et auf wenn sie be- küm- merte Näch- te 1698. wenig er schre- cken. = be= de- den, kann doch ihr Grau- en fie 2. Jauchzen die Feinde zur Rech3. Geben die Felder den Samen ten und Linken, hauet und frisset nicht wieder, bringen die Gärten das blinkende Schwert, lassen doch Christen die Häupter nicht sinken, denen sich Jesus im Herzen verklärt. Wüten die Feinde mit Schnauben und Toben, lernen sie Gottes Gerechtigkeit loben. und Auen nichts ein, schlagen uns Schlossen die Früchte darnieder, brennen die Berge von hitzigem Schein; kann doch ihr Herze den Frieden erhalten, weil es den Schöpfer in allem läßt walten. Mißwachs und Teuerung. 395 4. Viele verzehren in ängstlichen muß erst mit Jesu durch Leiden und Sorgen Kräfte, Gesundheit und Tod. Willst du mit leben, so mußt Kürze der Zeit, da doch im Rate du mit sterben; anders kann keiner des Höchsten verborgen, wann und den Himmel ererben. wo jedem sein Ende bereit; sind es nicht alles unnötige Schmerzen, die ihr euch machet, o thörichte Herzen! 5. Zweifel und Sorgen geziemt nicht den Frommen; Glauben und Hoffen bringt Ehre bei Gott. Seele, berlangst du, zur Ruhe zu kommen, hoffe dem höllischen Feinde zu Spott. Ob auch die göttliche Hilfe verborgen, traue dem Höchsten und meide die Sorgen. 6. Freue dich, wenn du statt freundlichen Blicken mancherlei Jammer, Anfechtung und Not duldest, und wisse, was Gott will erquicken, 506. 7. Völlige Wonne, verklärete Freude, himmlische Güter, undenkliches Heil werden dir einsten auf ewiger Weide unter den Engeln und Menschen zu teil, wann in der Herrlichkeit Christus wird kommen und zu sich sammeln die Scharen der Frommen. 8. Seine allmächtige Stärke beweiset in den Ohnmächtigen mächtige Kraft; dann wird alleine sein Name gepreiset, wann er den Za genden Freudigkeit schafft. Darum, o Jesu, gib, daß ich dir traue, wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Christian Ludw. Edeling, geb. 1678, 1742. In Dürre. Mel. Ach, Gott vom Himmel 2c. 1524. e 1. Ach, Her- re, du gerech- ter Gott, wir habens wohl ver- die- net mit un- frer Sünd und Mis- se- that, daß un- ser Feld nicht grü = net, daß Vieh und Menschen trau- rig sein; wenn du zu- schleußt den Himmel dein, so müssen wir ver- schmach- ten. 2. Herr, unsre Sünd bekennen 3. Gedenke, Herr, an deinen wir, die wollst du uns verzeihen; Bund um deines Namens willen; all unsre Hoffnung steht zu dir, Troft, Hilf thu uns verleihen; gib Regen und den Segen dein um deines Namens willn allein, Herr, unser Gott und Tröster! wir bitten dich von Herzensgrund, thu unsre Not doch stillen vom Himmel mit dem Regen dein; denn dein ist der Himmel allein, ohn dich kann er nicht regnen. 396 Krankheit und Seuchen. 4. Es steht in feines andern mächtig ist der Name dein; solchs Hand, daß er sollt Regen geben; kannst du alles thun allein, Herr, den Himmel hast du ausgespannt, unser Gott und Tröster! darinnen du willst schweben. All507. ved 1. Gott, der du das Fir- ma- ment und kannst hin- wie- der- um be- hend Bei anhaltender Nässe. Mel. Ach, Gott vom Himmel 2c. H mit Wol- ken thuft be- de= cken, das Son- nen- licht er- we= den: halt doch mit vie- lem Re- gen ein, 508. daß unser Land sich freu= e. 2. Die Felder trauern weit und breit; die Früchte leiden Schaden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Nässe sind beladen; dein Segen, Herr, den du gezeigt uns Armen, sich so hart dieser Zeit dein Herz sich zur Erde neigt und will fast und deine Freundlichkeit; du biſt ja gar verschwinden. unser Vater. 4. Doch denke wieder an die Treu, die du uns haft versprochen, und wohne uns in Gnaden bei, die wir dich findlich suchen. Wie hält 3. Das machet unsre Missethat 5. Gib uns von deinem Himmelsund ganz verkehrtes Leben, so dei- saal dein klares Licht und Sonne, nen Zorn entzündet hat, daß wir und laß uns wieder überall empfin in Nöten schweben; du zeigest uns, den Freud und Wonne, daß alle was wir gesollt; weil wir die Buße Welt erkenne frei, daß außer dir nicht gewollt, so muß der Himmel kein Segen sei im Himmel und auf weinen. Erden. Mich. Schirmer, geb. 1606, 1673. Krankheit und Seuchen. 1592. und gib uns wie- der Son- nen- schein, Eigne Melodie. 1. Gott, den ich als Lie- be 1524. fen- ne, 1713. der du Krankheit auf mich legft Krankheit und Seuchen. und des Lei dens Hitz er= regft, daß ich davon glüh und bren- ne: bren- ne doch das Bö- je ab, das den Geift bis- her ge= hin- dert und der Liebe Re- gung min- dert, die mir oft- mals kommt von dir. 5. Laß nur nicht den Geist crmüden bei des Leibes Mattigkeit, daß er sich zu aller Zeit in dich sent in Lieb und Frieden; laß des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seelen Auffahrt hindern und die Ruhe in mir mindern, unterſtütze du das Herz. 2. In der Schwachheit sei du träftig, in den Schmerzen sei mir süß, schaffe, daß ich dein genieß, wenn die Krankheit streng und hef tig; denn was jetzt den Leib bewegt, was mein Fleisch und Mark verzehret, was den Körper jetzt beschweret, hat die Liebe selbst erregt. 3. Leiden ist jetzt mein Geschäfte; anders kann ich jetzt nichts thun, als nur in dem Leiden ruhn; leiden müssen meine Kräfte, Leiden ist jetzt mein Gewinst, das ist jetzt des Vaters Wille, den verehr ich sanft und stille; Leiden ist mein Gottesdienst. 4. Gott, ich nehms aus deinen Händen als ein Liebeszeichen an; denn in solcher Leidensbahn willst du meinen Geist vollenden; auch die Labung, die man mir zu des Leibes Stärkung gibet, kommt von dir, der mich geliebet; alles kommt, mein Gott, von dir. 509. 397 ● 6. Hilf mir, daß ich ganz be scheiden, ganz in Ruh mit Freundlichkeit, stille mit Gelassenheit mög auf meinem Bette leiden. Denn wer hier am Fleische leidt, wird errettet von den Sünden; und je mehr der Leib muß schwinden, wird der Geist in uns erneut. und Freu- den oh- ne Zahl. = 7. Dir empfehl ich nun mein Leben und dem Kreuze meinen Leib; gib, daß ich mit Freuden bleib an dich völlig übergeben; denn so weiß ich festiglich, ich mag leben oder sterben, daß ich nicht mehr kann verderben, denn die Liebe reinigt mich. Mel. O Welt, ich muß dich zc. Christian Friedrich Richter, geb. 1676, † 1711. ( 1536.) 1598. 1. Ich hab in gu- ten Stun- den des Lebens Glück em- pfun- dent So will ich denn ge laf sen = = 398 Krankheit und Seuchen. mich auch in Lei- den fas- fen; welch te ben hat nicht seine Qual? noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 2. Sa, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlichs Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf Menschen bauen; du hilfft, und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist 510. bej 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Ich will dem Kummer weh ren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flchn. Ich will den Tod bedenken; der Herr wird alles lenken, und was mir gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, † 1769. Mel. Herr Jesu Chrift, du zc. 1. Ofrom- mer und ge- treu- er Gott Es hat uns eine große Not 1587. aller, die auf dich hof- fen! durch deine Hand ge- trof- fen. Dein Zorn der drückt uns mit Ge- walt, und wirft die Menschen jung und alt mit schwerer Krankheit nie- der. 2. Du bist gerecht, und dein Ge- kehr doch dein Vaterangesicht zu richt kann unser keiner strafen; von deinem lieben Kinde. Laß fallen wegen unsrer Sünd geschicht, daß den gerechten Grimm, zu Gnaden wir so schnell entschlafen. Ja unsre uns aufs neu annimm um deines große Missethat dich so gar hoch be- Namens willen. wogen hat, dein Pfeil in uns zu schießen. 3. Herr, vergib, und straf uns nicht im Zorn so gar geschwinde; 4. Sieh, Herr, wie wir betrübet gehn, kraftlos, mit Furcht umgeben, in Angst und großen Sorgen stehn, und in viel Kummer schweben. All Allerlei gemeine Not. unsre Nahrung welket sehr; Lehramt und andre Ordnung mehr geht nicht in vollem Schwange. 5. Laß ab von uns mit deiner Rut, thu deinen Grimm aufheben; was hast du Nutz an unserm Blut? du hast ja Lust zum Leben, und bist ein Gott von Wahrheit fest, der seinen Zorn bald fahren läßt, wenn man dich herzlich bittet. 6. Dein Will gescheh! wir bitten all, in Not uns nicht verlasse; 511. hilf uns nach deinem Wohlgefalln, du weißt die rechte Maße, und wirst wohl deine Zeit ersehn, wenn uns hierin soll Hilf geschehn, des wolln wir dir vertrauen. 7. O heilger Geist, mit deiner Kraft, die sterben sollen, stärke, daß man des Glaubens Nitterschaft an ihrem End vermerke, und sie also mit Fried und Freud den Abschied nehmen aus der Zeit in Chrifto, unserm Herren. Barth. Ringwald, geb. 1530, 1598. Allerlei gemeine Not. 399 Eigne Melodie. ( 1547.) 1588. 1. Wenn wir in höchsten Nö- ten sein und wissen nicht, wo aus noch ein, Mel. Vater unser im Himmelreich zc. und fin- den we der Hilf noch Rat, ob wirgleich sorgen früh und spat: 2. So ist dies unser Troft allein, Gott, und klagen dir all unſer Not, daß wir zusammen insgemein dich weil wir jetzt stehn verlassen gar in anrufen, o treuer Gott, um Rettung großer Trübsal und Gefahr. aus der Angst und Not, 3. Und heben unser Aug'n und Herz zu dir in wahrer Neu und Schmerz, und suchen der Sünd Vergebung und aller Strafen Linderung, 6. Sich nicht an unser Sünden groß, sprich uns derselb'n aus Gnaden los, steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei, 7. Auf daß von Herzen können 4. Die du verheißest gnädiglich wir nachmals mit Freuden danken allen, die darum bitten dich im dir, gehorsam sein nach deinem Namen deins Sohns Jesu Christ, Wort, dich allzeit preisen hie und der unser Heil und Fürsprech ist. dort. 5. Drum kommen wir, o Herre Paul Eber, geb. 1511, † 1569. 512. e 1. Nimm von uns, Herr, dit treu- er Gott, die schwe- re Strafund große Not, 1539. 400 Allerlei gemeine Not. die wir mit Sün- den oh ne Zahl ver- die- net haben all- zu- mal; De vor Seu- chen, Feur und gro- ßem Leid. 4. Gedenk an deins Sohns bittern Tod, sieh an sein heilig Wun den rot, die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld; des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. 5. Leit uns mit deiner rech ten Hand und segne unser Stadt und Land; gib uns allzeit dein heilig Wort, behüt vors Teufels ist und Mord, verleih ein felig Stündelein, auf daß wir ewig bei dir sein. Martin Moller, geb. 1547, † 1606. be- hüt vor Krieg und teurer Zeit, 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht, wir flehn um Gnad und nicht um Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn uns geben wollt'st nach unserm Thun, so müßt die ganze Welt vergehn, und könnt kein Mensch vor dir beſtehn. 3. Ach, Herr Gott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung uns erschein; beweis an uns dein große Gnad, und straf uns nicht auf frischer That; wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns ſei. 513. Mel. Lobet den Herren, alle zc. Crüger. 1653. 1. fjerr, un- ser Gott, laß nicht zu Schan- den werden die, so in ih- 1 = ten Nö- ten und Be- schwer- den bei Tag und Nacht auf dei- ne Gü- te hof- fen und zu dir ru- fen. 2. Mache zu Schanden alle, die Freunde; sie müssen Wehr und dich hassen, die sich allein auf ihre Waffen niederlegen, kein Glied Macht verlassen. Ach, fehre dich mehr regen. mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen; 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen; vergebens ist auf Menschen Hilfe bauen; mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Allerlei gemeine Not. 401 5. Du bist der Held, der sie kann dich, wir schrein in Jesu Namen: untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten; wir traum auf hilf, Helfer. Amen! 514. 3 1. Treu- er Wäch- ter If- ra- el, Mel. Da Christus geboren war zc.( Altkirchlich?) 1544. der du wei- ßest al= les Leid -S Joh. Heermann, geb. 1585, 1647. P des sich freu- et Leib und Seel, dei- ner ar- men Chri- sten- heit: 0 du Wäch- ter, der du nicht schläfft noch schlummerst, zu uns richt ਫੇਜ ficht. dein hilfreiches An- ge= 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr, hilf, ach hilf, schütz deine Ehr; wir verderben, wir vergehn, nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hohepriester, Jesu Christ, der du eingegangen bist in den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut. 4. Sitzest jetzt ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abjhlägt. kauft zum Eigentum. Dein Erbarmen hat kein End, deines Vaters Zorn abwend, der jetzt wie ein Feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt; eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, und mit Zittern sie anschau. 7. Höchster Hort, Immanuel, du Beschützer meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, Gott um uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit! Trotz dem, der uns thut ein Leid; Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm, und unser dich erbarm; laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir 5. Kläglich schreien wir zu dir, hoffen Tag und Nacht; aller Feinde flopfen an die Gnadenthür, wir, Notten trenn, daß dich alle Welt erdie du mit höchstem Nuhm dir er- kenn, aller Herren Herren nenn. 26 Pet. m. Not. 402 9. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuren kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zu nicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. addinlis@ ssp laking thin mod n Morandum Sechste Sechste SUCI( BEST) 515. ind in di Von den letzten Dingen. Vom Tode. wen suchn wir, der Hilfe die dich, Herr, er= Abteilung. Vom Tode. 1. Mit- ten wir im Leben find 10. Jesu, wahrer Friedensfürst, der der Schlange hat zerknirscht ih ren Kopf durch seinen Tod, Frieden wiederbracht bei Gott, gib uns Frie den gnädiglich! so wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. Joh. Heermann, geb. 1585, † 1647. adriend repiliad o spluts und Inatishnun To- des Not. = Eigne Melodie. thu, zür= net hat. mit dem Tod um= fang Altdeutsch? 1524. daß wir Gnad er lang Ist das bist du, Herr, al= lei ne. Uns reu- et un- ser Mis- je- that, 107110 = en; en? Kyri e lei= son! heiliger, starter Gott, hei- li- ger, barm- her- zi- ger Hei= land, Hei li- ger Her= re Gott, du e= wi- ger Gott, laß uns nicht ver- finken in des bittern 3910-19190 froud toime Vom Tode. 2. Mitten in den Tod anficht uns der Höllen Rachen; wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? das bist du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starter Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison! ing e= 516. pinigel nad moes Eigne Melodie. 22 1. O Welt, ich muß dich laf- sen, 7 403 3. Mitten in der Höllen Angst unser Sünd uns treiben; wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? zu dir, Herr Chriſt, alleine. Vergoffen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger, starter Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost. Kyrieleison! wig Vaterland; dar- zu mein Leib und Leben 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden; das Ewig muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott abzogen durch Schand und Büberei, will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd bergeben sei. Dr. M. Luther, geb. 1483, 1546. ( 1536.) 1598. + ich fahr da- hin mein Straßen de mein Geist will ich auf- ge > bent, Ô se- ten in Gottes gnä- dig Hand. date mbid ange 5. Die Sünd mag mir nicht schaden: erlöst bin ich aus Gnaden, umsonst, durch Christi Blut; kein Werk kömmt mir zu Frommen, so will ich zu ihm kommen allein durch wahren Glauben gut. 6. Ich bin ein unnütz Knechte, mein Thun ist viel zu schlechte, denn daß ich ihm bezahl damit das ewge Leben; umsonst will er mirs geben und nicht nach meim Verdienst und Wahl. 4. Auf Gott steht mein Ver- 7. Drauf will ich fröhlich stertrauen, sein Antlitz will ich schauen ben, das Himmelreich ererben, wie wahrlich durch Jesum Christ, der er mirs hat bereit; hier mag ich für mich ist gestorben, des Vaters nicht mehr bleiben, der Tod thut Huld erworben, mein Mittler er mich vertreiben, mein Seele sich auch worden ist. novom Leibe scheidt. 26* 404 8. Damit fahr ich von hinnen; o Welt, thu dich befinnen, denn du mußt auch hernach; thu dich zu Gott bekehren und von ihmn Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 9. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden, und richt dich a auf die Bahn mit Vom Tode. Beten und mit Wachen; sonst all irdische Sachen sollst du gutwillig geben dran. 10. Das schenk ich dir am Ende; wohlan, zu Gott dich wende, zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Bein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hie nicht mehr. Joh. Hesse, geb. 1490, † 1547. 134 517. bed 1. O Mensch, be- denk zu dieser Frist, was dein Ruhm ist auf Erden; denn nicht all- hie dein Blei- ben ist, du mußt zur Lei- che wer- dent. Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes 2c. welche der Wind 2. Gedent, du bist hier nur ein Gaft und kannst nicht länger blei ben; die Zeit läßt dir kein Ruh noch Rast, bis sie dich thut vertrei ben. So eile zu dem Vaterland, das dir Christus hat zugewandt durch sein heiliges Leiden. Es ist dein Le- ben wie ein Heu, und fleugt da- hin, gleichwie die Spreu, ver- ja= get. 1587. Freud und Luft, die auch kein Mensch hat hie gekost, noch je ein Herz erfahren. 4. Nun laßt uns wachen alle Stund und solches wohl betrachten. Die Lust der Welt geht bald zu Grund; die sollen wir verachten und warten auf das höchste Gut, das uns ewig erfreuen thut. Das 3. Daselbst wird rechte Bürgerschaft den Gläubigen gegeben: dazu der Engel Brüderschaft, ein gar helf uns Christus. Amen! herrliches Leben; mit solcher Wonne, 518. be 1. Herr Je- su Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, # 6 für mich am Kreuz auch end- lich starbst und mir deins Va- ters Huld erwarbst: Joh. Heffe, geb. 1490, † 1547. Mel. Vater unser im Himmelreich zc. 1539. Vom Tode. ich bitt durchs bit- ter Lei- den dein, du wollft mir Sün- der gnä- dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nichts mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht, mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk, wie du haft zugeſaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 3. Wenn mein Verstand sich nichts mehr b'sinnt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt: so komm, Herr Christe, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammerthal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ. Der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis sich der jüngst Tag naht herzu. 5. Ein fröhlich Urständ mir verleih, am jüngsten G'richt mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht liglich. 519. 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich: Wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er schon hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt; 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und ihn mitnehmen in mein Reich, da soll er dann mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! 405 ja Chri- sti Blut und G'rechtigkeit, 2. Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn; mit Fried und Freud ich fahr dahin, ein Gotteskind ich allzeit bin. 8. Ach, Herr, vergib all unser Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen ſeMel. Nun laßt uns den Leib 2c. 1. In Chrifti Wunden schlaf ich ein, Paul Eber, geb. 1511, † 1569. 1544. die machen mich von Sün- den rein, das ist mein Schmuck und Eh- ren- kleid, 3. Dank hab, mein Tod! du führest mich, ins ewge Leben wandre ich, mit Christi Blut gereinigt fein; Herr Jesu, stärk den Glauben mein! Paul Eber, geb. 1511, † 1569. 406 520 fe 1. Wenn mein Stündlein vor han den ist, und soll hin- fahrn mein Straße, d imm AR moment Vom Tode. ant busid Boo Eigne Melodie.cbsoğult to do ous 1569. so gleit du mich, Herr Jesu Christ, mit Hilf mich nicht verlaf- se; mein Seel an mei- nem letzten End odu wollst sie mir 2. Mein Sünd mich werden tränken sehr, mein G'wissen wird mich nagen, denn ihr sind viel, wie Sand am Meer; doch will ich nicht verzagen. Gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden rot, die werden mich erhalten.bs 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen; von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen. Wenn MANe sum at 521. fe e fj be- wah- ren. be- fehl ich dir in dei- ne Händ, ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewigs Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. usin 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben. Mein höchster Trost dein Auffahrt ist; Tod's Furcht kann sie vertreiben. Denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich hin mit Freuden. Nikolaus Herman, † 1561. Eigne Melodie. 1525. 1. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Leben und im Ster- ben. Al Yein zu dir steht mein Be- gier, laß mich, Herr, nicht ver- der- ben; CHE er halt mich nur in dei- ner Huld! sonst wie du willst, gib mir Ge- duld; gº dein Will der ist der be= fte. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih Worte; behüt mich, Herr, vor fal mir, Herr, und Lieb zu deinem scher Lehr und gib mir hier und Vom Tode. dorte, was dient zu meiner Seligfei; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, ver522. Eigne Melodie. 1. Je- fu Chrift, meins Le- bens Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zu- bersicht! 407 leih, o Herr, mir deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir, o Herr, ein seligs End gib mir durch Jesum Christum. Amen! Kasp. Melissander, geb. 1540, † 1591. bun ud isip 1625. Auf Erden bin ich nur ein Gast, und drückt mich sehr der Sünden Laft. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis zu dir ins himmlisch Paradeis. Da ist mein rechtes Vaterland, darauf du dein Blut hast gewandt. Herzen schrei; hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. prar do 8. Dein letztes Wort laß sein id mein Licht, wenn mir der Tod das Herze bricht; behüte mich vor Ungebärd, wenn ich mein Haupt nun neigen werd. 9. Dein Kreuz laß sein mein Wanderstab, mein Ruh und Rast dein heilig Grab; die reinen Grabetücher dein laß meine Sterbekleider ſein. 10. Laß mich durch deine Nägelmal erblicken meine Gnadenwahl; durch deine aufgespaltne Seit mein arme Seele heimgeleit. 11. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau; thu mir die Himmelsthür weit auf, wenn ich beſchließ meins Lebens Lauf. 3. Zur Reis ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten Todespein: dein Blutschweiß mich tröst und erquick; mach mich frei durch dein Band und Strick. 5. Dein Hohn und Spott, dein Dornenkron laß sein mein Ehre, Freud und Wonn; dein Durst und Gallentrant mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab. 6. Dein Angstgeschrei komm mir zu gut, bewahr mich vor der Höllen Glut; die heiligen fünf Wunden dein laß in Angst meine Zuflucht sein. 7. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem 12. Am jüngsten Tag erweck mein Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht, welchs das erschrecklich Urteil spricht. 408 13. Alsdann mein Leib verneure ganz, daß er leucht wie der Sonnen Glanz und ähnlich sei deim klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 523. Vom Tode. 524. be Eigne Melodie. 1. Ba let will ich dir Dein fünd- lich, böses da wird Gott ewig loh nen 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon. Verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Trost in meiner Not, wie du, Herr Christ, so milde dich haft geblut't zu tot. 14. Wie werd ich dann so fröh lich sein, werd singen mit den Enge lein und mit der Auserwählten Schar ewiglich schaun dein Antlitz klar. Martin Behemb, geb. 1557,+ 1629. Teschner. 1615. im Him- mel ist gut woh- nen, hin- auf steht mein Be- gier: ge- ben, du arge, falsche Welt! Leben durch- aus mir nicht ge- fällt; weil ich hier bin umfang- en dem, der ihm dient all- hier. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deine offne Seit, rück fie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmelsschloß; ewig ist der genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein, und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündlein ein der, die im Himmel grünen und vor dir leben frei; so will ich ewig rühmen, daß dein Herz treue sei. Valerius Herberger, geb. 1562,+ 1627. ( Haßler 1601.) 1613. Eigne Melodie. 1. Herzlich thut mich verlang- en nach einem sel- gen End, mit Trüb- fal und- lend; A Vom Tode. ich hab Zust, ab= zu= schei- den sehn mich nach ew gen Freu- den; 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teuf'l und Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vorm Tode, Höll und Sünd? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein seligs Kind. 3. Obgleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, willig zu sterben dir. Ich weiß ein bessers Leben, da meine Seele fährt hin, des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. 409 von dieser ar= gen Welt, Je su, komm nur bald. D SHOLD all ihr Zier, doch ich das gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 6. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! trauert nicht allzusehre über den Abschied mein, beständig bleibt im Glauben, wir werd'n in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. 7. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein; gib mir ein seligs Ende, send mir dein Engelein; führ mich ins ewge Leben, das du erworben hast, durch dein Leiden und Sterben und blutiges Verdienst. 4. Der Leib wird in der Erden von Würmern zwar verzehrt, doch auferwecket werden, durch Christum schön verklärt; wird leuchten als die Sonne und leben ohne Not in Himmelsfreud und Wonne; was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt gleich reizet, länger zu bleiben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, es ist vollbracht. 8. Hilf, daß ich ja nicht weiche von dir, Herr Jesu Christ! Den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist. Hilf ritterlich mir ringen, dein Hand mich halt mit Macht, daß ich mag fröhlich singen: Gott Lob! Christoph Knoll, geb. 1563, † 1621. 525. Im vorigen Ton. 1. Ich hab mich Gott ergeben, o Welt, was acht ich dein? Der dem liebsten Vater mein; hier ist Himmel ist mir lieber, da muß ich tein Immerleben, es muß geschieden trachten ein, mich nicht zu sehr be sein. Der Tod kann mir nicht scha- laden, weil ich wegfertig bin. In den, er ist nur mein Gewinn; in Gottes Fried und Gnaden fahr ich Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. mit Freud dahin. 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; 3. Ach, selge Freud und Wonne hat mir der Herr bereit, da Chri 410 Vom stus ist die Sonne, Leben und Seligteit. Was kann mir doch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr Mei526. fe 20 Tode. nen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen; ich weiß von feiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt fleißig ia in acht! In Gottes Fried und Freude fahrt mir bakd alle nach. Johann Siegfried, geb. 1564, 1637. Schein. 1628. Eigne Melodie. 1. Machs mit mir, Gott, nach dei- ner Güt, versag mir nicht, was ich dich bitt: so nimm sie, Herr, in dei- ne Händ! 3st alles gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, lieber und Sünd mir können nichts mehr Herr; du wirst mich nicht verder- schaden; bei dir, o Herr, ich Retben; ach, du bist ja von mir nicht tung find, ich tröst mich deiner fern, ob ich gleich hie muß sterben, Gnaden. Dein einger Sohn aus verlassen meine lieben Freund, die's Lieb und Huld für mich bezahlt hat herzlich gut mit mir gemeint. alle Schuld. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deine Händ sie unversehrt durch Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Not und Trübsal überall. Tod 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt 527. hilf mir in mei- nem Lei- den; wenn mei- ne Seel foll scheiden, 5. Warum sollt ich denn traurig sein, weil ich so wohl bestehe, be kleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt! bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Herm. Schein, geb. 1586, † 1630. Mel. O Jesu Christ, meins 2c. 1625. 1. Ich ar- mer Mensch doch gar nichts bin, Gott's Sohnal-lein ist mein Gewinn; daß er Menſch wor- den, iſt mein Troft; er hat mich durch ſein Blut er- löft. 2. O Gott Vater! regier du und Leb'n, allzeit in meinem Herzen mich mit deinem Geist beständig- schweb'n. lich; laß deinen Sohn, mein Trost 3. Wenn mein Stündlein vors Vom Tode. handen ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ! denn ich bin dein, und du bist mein; wie gern wollt ich bald bei dir sein. and sured box 4. Herr Jesu Christe, hilf du ( bou sila dod m 528. 411 mir, daß ich ein Zweiglein bleib an dir, und nachmals mit dir aufersteh, zu deiner Herrlichkeit eingeh. thin Nach Ph. Melanchthons: Nil sum, nulla miser novi solatia. Bon Joh. Gigas, geb. 1514, † 1581. M. Altenburg. 1620. dop diigste Eigne Melodie. = 1. Herr Gott, nun schleuß den Himmel auf, mein Zeit zum End sich nei get; ich hab voll- en= det mei- nen Lauf, des fich mein Seel sehr freu= et. L Hab gnugge- lit- ten, mich müd ge- strit- ten, schick mich fein zuzur ew- gen Ruh, laß fahren, was auf 2. Wie du mir, Herr, befohlen haft, hab ich mit wahrem Glauben mein lieben Heiland aufgefaßt in mein Arm, dich zu schauen. Hoff zu bestehen, will frisch eingehen vom Thränenthal zum Freudensaal; laß fahren, was auf Erden, will lieber jelig werden. 529. Erden, will lie- ber se lig werden. = 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon im Frieden zu dir fahren, befiehl mich Christo, deinem Sohn, der wird mich wohl bewahren, wird mich recht führen, im Himmel zieren mit Kron und Ehr, will sonst nichts mehr; laß fahren, was auf Erden, will lieber selig werden. Tob. Kiel, geb. 1584, † 1627. Vulpius. 1609. Eigne Melodie. 1. Chri- stus der ist mein Le- ben, Sterben ist mein Ge- winn; mit Freud fahr ich da= hin. seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf! dem hab ich mich er= geben, 2. Mit Freud fahr ich von dan nen zu Christ, dem Bruder mein, daß ich mög zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. 3. Nun hab ich überwunden Krenz, Leiden, Angst und Not; durch 412 Vom Tode. 5. Wenn mir Herz und Gedanten zergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanten, wann 7. Und laß mich an dir kleben ihm die Flamm gebricht; und bleiben allezeit, und ewig bei dir leben in Himmelswonn und 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein, nach Freud. 530. Eigne Dielodie. 1. Freu dich sehr, o mei- ne weil dich nun Chri- stus, dein deinem Rat und Willen, wenn kommt mein Stündelein. See- le, Her= re, Aus Trüb- sal und großem Leid 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End mög han: so hab ich gewünschet eben, daß ich enden mög mein Leben. 1551. ô und ver- giß all Not und Qual, ruft aus diesem Jam- mer- thal. sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr je hat gehöret, und in E- wig- keit auch wäh- ret. boren werden, Jammer gnug findt sich auf Erden. 5. Wenn die Morgenröt herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Müh sich findt an allem End; unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn hört auf zu scheinen, hört nicht auf das bittre Weinen. 3. Denn gleichwie die Rosen stehen unter Dornen spitzig gar, also auch die Christen gehen in lauter Angst und Gefahr. Wie die Meereswellen sind unter ungestütmem Wind, also ist allhier auf Erden unser Lauf voll von Beschwerden. 6. Drum, Herr Christ, du Mor gensterne, der du ewiglich aufgehſt, sei du jetzt von mir nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst; hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut. Ach, sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. 4. Die Welt, Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz 7. In dein Seite will ich fliehen auf meim bittern Todesgang, durch sind unsre Tag: wann wir nur ge- dein Wunden will ich ziehen in Tode. 413 Hort, bist mein Leben, Weg und Pfort; du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 9. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil 8. Ob mir schon die Augen bre- dich nun Christus, dein Herre, führt chen, ob mir das Gehör verschwindt, aus diesem Jammerthal; seine Freud meine Zung nichts mehr kann spre- und Herrlichkeit sollt du sehn in chen, mein Verstand sich nicht be- Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, finnt, bist du doch mein Licht, mein in Ewigkeit triumphieren. Kaspar von Warnberg? um 1620. 531. Mel. Gottes Sohn ist kommen zc. Altkirchlich, 1531. Vom mein himmlisch Baterland; in das schöne Paradies, das dein Wort dem Schächer wies, wirst du mich, Herr Christ, einführen und mit ewger Klarheit zieren. 26 1. Herr, nun laß in Frie- de, dei- nen Die- ner fah= ren se= lig und im stillen, 2. Gerne will ich sterben und den Himmel erben; Christus mich geleitet, welchen Gott bereitet zu dem Licht der Heiden, das uns setzt in Freuden. 3. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, ritterlich gekämpfet, manchen Feind gedämpfet, Glauben auch gehalten richtig mit den Alten. lebens- fatt und mü zu den Himmels- scha = de, = ren, doch nach dei- nem Wil= len. 6. Frieden werd ich finden, ledig sein von Sünden und auf allen Seiten nicht mehr dürfen streiten; mich soll ganz umgeben himmlisch Freudenleben. 4. Thränen muß ich lassen, weinen ohne Maßen, schwere Gänge laufen, mit der Christen Haufen über Sünden klagen, Kreuz und Trübfal tragen. 5. Nunmehr soll sichs wenden, Kampf und Lauf sich enden; Gott will mich erlösen bald von allem Bösen; es soll besser werden, als kann ich trauen. es war auf Erden. 7. Mir ist beigeleget, wo man Scepter träget, eine schöne Krone zum Genadenlohne; da werd ich ergötzet und zur Ruh geſetzet. 8. Mein Erlöser lebet, der mich selber hebet aus des Todes Kammer; da liegt aller Jammer; fröhlich, ohne Schrecken will er mich aufwecken. 9 Dieser Leib soll gehen und in Klarheit stehen, wenn die Toten werden erstehn von der Erden; Christum werd ich schauen, darauf 10. Ihme will ich singen, Lob 414 Vom Tode. und Ehre bringen, rühmen seine sen seinen Namen ohn Aufhören. Güte mit Seel und Gemüte, prei Amen! David Behme, geb. 1605, † 1657. 532. Ansinds 196, urg big Eigne Melodie. ong Albert. 1648. CCP od 1. Ich bin ja, Herr, in dei- ner Macht, du hast mich an das Licht ge bracht, du ten- neft mei- ner Monden Zahl, weißt, wann ich die- sem Jammer- thal 156 1009 !!! du un- ter- hältst mir auch das Le= ben; auch wieder gute Nacht muß ge= ben; wo, wie und wann ich ster- ben soll, das weißt du, Va ter, mehr als wohl. ipit bor 2. Wen hab ich nun als dich al- Gericht? Komm, rette deines Lei lein, der mir in meiner letzten Bein dens Ehre. Du gibst mich nicht in mit Trost und Rat weiß beizu- fremde Hand, da du so viel an mich springen? Wer nimmt sich meiner gewandt. Seele an, wenn nun mein Leben 4. Nein, nein, ich weiß gewiß, nichts mehr kann, und ich muß mit dem Tode ringen? wenn allen Sin nen Kraft gebricht, thust du es, Gott, mein Heiland, nicht? mein Heil, du läsfest mich mein wahres Teil in deinen offnen Wunden finden. Hier lach ich aller Macht und Not; laß kommen Hölle, Fluch und Tod, sie sollen mich nicht, überwinden. Dieweil ich lebte, war ich dein; jetzt kann ich keines an dern sein. por pitsal adi 3. Herr Jesu, ich dein teures Gut, bezeug es selbst mit deinem Blut, daß ich der Sünde nicht gehöre. Was will von mir der Bösewicht, daß er mich schreckt mit dem pown hig, uhur 533. spot di Mel. Herzlich thut mich zc. be 1. Ich bin Igp Simon Dach, geb. 1605,+ 1659. Bads ( Haßler 1601.) 1613. ein Gaft auf Er- den und hab hier keinen Stand; der Him- mel soll mir werden, i da ist mein Vater- land. reda? mam Hier reis ich bis zum Gra- be; dort in der et= gen Ruh Vom Tode. be, ist Gottes Gna- den= ga= 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an, als Mülh und lang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Her zens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; manch Wetter kam entgegen und hat mir Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. bin 4. So gings den lieben Alten, an deren Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat. Wie mußten sie sich plagen, in was für Weh und Schmerz, in was für Furcht und Zagen sank oft ihr armes Herz! d 5. Die frommen, heilgen Seelen, sie gingen fort und fort und änderten mit Quälen den erstbewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt' in des Grabes Schoß. 6. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid; was will ich besser leben in dieser letzten Zeit? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein. 7. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt; doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandre meine 415 die schleußt all Arbeit zu. Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Bater 8. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 9. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin; je länger ich hier walle, je minder find ich Freud, die meinem Geist gefalle, das meist ist Herzeleid. 10. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel; ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wann dein Herz will; komm, mach ein selig Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. SONT 346 11. Was ich bisher besessen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich denn hinaus, und was ich hier ge brauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 12. Du aber, meine Freude, du, meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nebſt andern leuchten soll. 416 Vom Tode. 13. Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausge- nem Erbteil ruhn.guls i schmücket hast; da will ich herrlich 534.dilish? € Eigne Melodie. 1. Ach wie flüch- tig, ach wie nich- tig Wie ein Strom beginnt zu rin- nen singen von deinem großen Thun, und frei von allen Dingen in mei so fährt un- fre Zeit von hin- nen. 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 3. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, so ist unsre Schöne, sehet! 4. Ach wie flüchtig, ach wie nich tig ist der Menschen Dichten! Der die Kunst hat liebgewonnen und manch schönes Werk ersonnen, ist dem Tod doch nicht entronnen. 535. fel Baul Gerhardt, geb. 1607,+1676. ( halph by Michael Franck, 1652, nen und m ist der Menschen Leben! mit Lau- fen nicht hält in- nen, 5. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entſtehen, das durch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 6. Ach wie nichtig, ach wie flüch tig ist der Menschen Prangeu! Der im Purpur hoch vermessen ist gleich wie ein Gott gesessen, dessen wird im Tod vergessen. 1. Wie fleucht da- hin der Men- schen Zeit, 7. Ach wie flüchtig, ach wie nich tig sind der Menschen Sachen! Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott fürcht, wird ewig stehen. Michael Franck, geb. 1609, † 1667. HOC I CHH Jnflic sih 1589. wie ei= let man zur E- wigkeit! Mel. Ich hab mein Sach Gott zc. wie wenig denken an die Stund wie schweigt da von der träge Mund! von Herzens Grund, Vom Tode. 417 2. Das Leben ist gleichwie ein Not? Lust, Ehr und Reichtum in Traum, ein nichtger, leerer Wasser- dem Tod? O Mensch, du laufst schaum; im Augenblick es bald ver- dem Schatten zu! Das merke du, geht und nicht besteht, gleichwie ihr du kommst sonst nicht zu wahrer dieses täglich seht. Nuh. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, mir ist Gewinn, wenn ich allein bei Jefu bin. 4. So lang ich in der Hütten wohn, so lehre mich, o Gottes Sohn! Gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter 536. feH Miel. Es ist genug zc. 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir; o mein Begier, Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! 7. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh? Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Joach. Neander, geb. 1650, † 1680. 1. Es ist vollbracht! Gott Lob, es ist vollbracht! Mein Je- sus nimmt mich auf. Fahr hin, o Welt; ihr Freunde, gu- te Nacht! Ich en- de meinen Lauf bei Je- su Kreuz mit tausend Freu- den; ich seh- ne mich, von hier zu schei- den; 2. Es ist vollbracht! mein Jefus hat auf sich genommen meine Schuld; er selber hat am Kreuzesstamm für mich, o ungemeine Huld! gebüßzet, und in Jesu Wunden hab ich die rechte Freistatt funden: es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! weg Krankheit, Schmerz und Bein! weg Sorgen! weg Verdruß! Sein Golgatha soll mir ein Tabor sein; mein matter, müder Fuß wird hier auf diesen Friedenshöhen frei von Beſchwerd und Banden gehen; es ist vollbracht! Pet. m. Not. Ahle. 1662. es ist voll- bracht! 4. Es ist vollbracht! hier schweb ich frei von Not; wie wohl, wie wohl ist mir! Hier speiset mich der Herr mit Himmelsbrot und zeigt mir Salems Zier; hier hör ich mit der Selgen Singen den süßen Ton der Engel klingen: es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! der Leib mag immerhin der Würmer Speiſe sein; ich weiß ja, daß ich Staub und Asche bin. Gott wird mein Fleisch und Bein, wenn er die Gräber wird aufdecken, an jenem Tage schon erwecken; es ist vollbracht! 6. Es ist vollbracht! Gott Lob, 27 418 es ist vollbracht! Mein Jesus nimmt mich auf. Fahr hin, oo Welt; ihr Freunde, gute Nacht! Ich schließze meinen Lauf und allen drar dog midd nasoni 537. Vom Tode. Mel. O Welt, ich muß dich zc. nicht Stein noch Erz be- stehn. Jammer, der mich troffen. Wohl mir, ich seh den Himmel offen; es ist vollbracht! sd de ri Andreas Gryphius, geb. 1616, † 1664. e- dd 1. Die Herr- lichkeit der Er- den muß Rauch und A- sche wer- den; INTHIN O To and droff was wir für e 2. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; sobald der Geist gewichen, und dieser Mund erblichen, so fragt kein Mensch, was wir gethan. ang 13. És hilft kein weises Wissen; wir werden hingerissen ohn allen Unterscheid. Was nützt der Schlösser Menge? dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit, sourity BITO 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und Fleiß gewinnen, und saurer Schweiß erwirbt; was Menschen hier besitzen, kann für den Tod nicht nützen; dies alles stirbet, wenn man stirbt. mod 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ists, womit wir prangen? wo wirst du Ehr erlangen, die nicht zuletzt in Trümmer fällt? 6. Wie eine Rose blüthet, wenn wig schätzen, Thot an 1598 ( 1536.) 1598. Was uns hier kann er= B E gözen, wird als ein leich- ter Traum ver- gehn. abilonili third thin sie die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, verwelkt und unversehens fällt: Sour 7. So wachsen wir auf Erden und hoffen, groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. sind 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre; indessen wird die Bahre uns vor die Thür gebracht; drauf müssen wir von hinnen und, eh wir uns besinnen, der Erden sagen gute Nacht. 9. Auf, Herz, wach und bedenke, daß dieser Zeit Geschenke den Augenblick nur dein; was du zuvor genossen, ist wie ein Strom verflossen, und wessen wird das Künftge sein? abb 10. Verlache Welt und Ehre and samt ihrer Kunst und Lehre, und ruf den Herren an, der immer Kö nig bleibet, den feine Zeit vertreibet, der dich auch ewig machen kann 11. Wohl dem der auf ihn trauet! er hat recht fest gebauet, 538.3861) fc- 152 Vom Tode. OMUNIT 539. 200 thid Eigne Melodie. 1950 Chun 1. Es ist ge- mug! so nimm, Herr, meinen Geift zu Zi- ons Geiftern hin; lös auf das Band, das all ge- mach schon reißt; be- frei- e die- sen Sinn, 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt; die sündliche Begier mit ihrem Gift hat mich fast gar erstickt, nichts Gutes wohnt in mir. Was täglich mich von Gotte trennet, was täglich mein Gewissen brennet, des ist genug. 419 und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort bestehen und nimmermehr vergehen, weil ihn die Allmacht selbst erhält smidigh)( Andreas Gryphius, geb. 1616, † 1664. Ahle. 1662. der sich nach seinem Gotte feh- net, der täglich flagt und nächt- lich thrä- net; 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Laft! Ich netze manche Nacht die harte Lagerstatt mit Thränen; wie lang, wie lang muß ich mich sehnen? Wann ists genug? es ist genug. d 4. Es ist genug! wenn nur mein Jesus will, er kennet ja mein Herz; ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der meine sieche Brust abnaget, zurücke legt und zu mir saget: es ist genug. 805. Es ist genug! Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus! Mein Jesus kömmt, nun gute Nacht, o Welt! ich fahr ins Himmelshaus, ich fahre sicher hin im Frieden; mein großer Jammer bleibt darnieden. Es ist genug! tud Franz Joach. Burmeister, † 1688. tilin soi nician Ahle. 1664. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 1. Lieb- ster Va- ter, soll es sein, daß ich heut an letzt mals mit Ge- bet er schein und dir meine THE Dridhap 2. Tausend- und viel tausend mal sei, o Vater, hoch gepriesen, daß diesem Ta- ge Not vor- tra- ge, ach, so rich te mei- ne Sin- nen nach den ho- hen Him- mels- zin- nen. Jolig in deiner Kinder Zahl du mir eine Stell gewiesen, daß ich dich hab 27* 420 Vom lernen kennen und in Christo Vater nennen. 3. Heilig, heilig, heilig sei deines hohen Namens Ehre, deine Güte mancherlei, deine Kraft und wahre Lehre. Ich will dich dort ewig loben, wenn ich bin zu dir erhoben. 4. Dein Reich hast du auch zu mir hier in Gnaden lassen kommen, mich berufen und zu dir aus des Satans Macht genommen. Jesus hat mir Heil und Frieden durch sein Blut und Tod beschieden. 5. Darum wart mit Begier ganz getroft aufs Reich der Ehren; nichts durchaus ist mehr allhier, so mich soll davon abkehren. Komm, o König, laß erscheinen, was ich hoff und all die Deinen. 6. Deinem Willen thu ich mich ganz zu einem Opfer geben; hab ich hier nicht völliglich nach dem selben können leben, so werd ich doch dort erfüllen mit den Engeln deinen Willen. 7. Täglich Brot und mancherlei, was zu meinem Stand gehöret, haft du, Bater, mild und treu mir zeit lebens auch beſcheret. Nun du Himmelsbrot willst geben, laß ich gern dies arme Leben. Tode. ihr Weh und Wohlergehen. Ich be fehle deiner Güte, was mir lieget im Gemüte. 540, maddim 290 10319 Stig 9. Nun, o Vater, laß du mi alle Schulden sein vergeben, daß ich rein und frei zu dir fahr aus diesem Sündenleben. Jesus hat mir Gnad erworben, mit ihm ist die Schuld gestorben. 10. So vergeb ich auch gar leicht, wie du, Bater, hast geheißen. Aller Zorn und Nach entweicht, ich will lauter Lieb erweisen. Weil du, Gott, so viel erlassen, will ich Mensch auch niemand hassen. 11. Rückt der letzte Kampf her zu, tobet heftig Sünd und Hölle, daß sie mir die Himmelsruh raub und meinen Glauben fälle, so steh du auf meiner Seiten, die Vers suchung zu bestreiten. 12. Mach mich alles Übels los, gib der Sündennot ein Ende. Ich ergebe ganz und bloß mich in deine Vaterhände; wollest mich von al lem Bösen, wie du weißt und kannst, erlöſen. TREST 13. An dem allen zweifl' ich nicht, denn du bist der Himmels könig. Zu dir ist die Zuversicht Welt und Höll ist dir zu wenig; deine Kraft wird nie vergehen, deine Herrschaft ewig stehen. 8. Bleiben gleich die Meinen hier, die mich länger möchten sehen, weiß ich doch, daß nur bei dir steht nd Beit Ludwig von Seckendorf, geb. 1626, ory ons dit pro mlado d bon chi duit findtil hun jin manot be com as the alsg pél Mel: O Herre Gott, dein göttlich zc. 1527. eSamfors this grow 1. So komm, ge- lieb- te To- des- stund, komm, Ausgang meiner Lei- den; ich seuf ze recht von Her- zensgrund nach je- nen Himmelsfreu- den. Vom Tode. Ach, lieb- ster Tod, komm bald her- an, diad, doordat 421 3. Doch, Jesu, deine Liebe macht mir alle Furcht verschwinden; ich werd in dieser Todesnacht dich, Lebensfürsten, finden. Ich finde, ja ich halte dich, mein Leben, mein Berlangen; mein Leben, du wirst jelber mich mit deinem Licht umfangen. dat and pics, la 4. Drum sterb ich nicht in die sem Tod, der Tod ist nur mein Leben; nach kurzem Kampf, nach kurzer Not ist dort ein ewig Schweben voll Herrlichkeit, voll Nuh und Freud, voll Fried, voll Trost und Wonne, voll Seligkeit, wo allezeit Gott selber ist die Sonne. 5. Der Herzog meines Lebens ist durch Tod zum Leben gangen, und ich werd auch zu meinem Christ auf diesem Weg gelangen. Der letzte Schritt zur Seligkeit geschieht durch felig Sterben. Ist er, mein Haupt, in Herrlichkeit, wie soll sein Glied berderben? ich warte mit Ver- lang- en, in weißen Klei- dern an ge- than vor Gottes Thron zu prang- en. 2. Ihr schwachen Glieder scheut euch zwar, so früh entseelt zu werden; die Seele selber kann nicht gar ohn alle Pein der Erden, darinnen sie bisher gelebt, den letzten Abschied sagen; bald ist sie freuden voll, bald schwebt sie wieder voller Bagen. den, wirf alles Eitle willig hin; die Erd muß Erde werden. Die Seele bleibt in Gottes Hand in ewigem Vergnügen, das Menschenweisheit und Verstand zu fassen nicht genügen. 7. An uns stirbt nichts als Sterblichkeit, wir selbst sind unverloren; der Leib wird nur der Laſt befreit und himmlisch neu geboren. Denn was man hier verweslich sät, was hier verdirbt im Dunkeln, das wird, sobald es aufersteht, voll Glanz und Schönheit funkeln. 8. Drum gebt, ihr schwachen Glieder ihr, euch willig hin der Erden; es wird von eurer Zahl und Zier ja nichts verloren werden. Der Leib, der vormals mich bedeckt, wird dort mich wieder kleiden, wenn ich, in meinem Fleisch erweckt, beschaue Gott in Freuden. 9. Dem ich im Glauben hier gedient, der wird mich dorthin bringen, wo tausend, tausend vor mir sind und ewig Heilig! singen. Herrlichkeit, wie find ich mich, wenn engelreine Seelen mit dem verklärten Leibe sich vor Gottes Stuhl vermählen! 10. Gott felbft mit seinem Angesicht wird ewig mich erquicken; 6. Drum zage nicht, mein schwa- ihn werde ich in seinem Licht zur cher Sinn, verlaß den Leib der Er- Wonne mir erblicken. Und was 422 Vom Tode. 1100) all meine Lebenszeit von ihm mir der Ewigkeit vor meinen Augen Guts geſchehen, das wird im Licht stehen. me on dup sdu?) unions 541. nou sanit fel Joh. Jat. Schiltz, geb. 1640, † 1690. 1690. Eigne Melodie. 1. Wer weiß, wie na- he mir mein Ende! Ach, wie ge- schwinde und be- hen- de hin geht die Zeit, her kommt der Tod. fann kommen mei- ne To- des- not! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem En- de gut. 2. Es kann vor Nacht leicht an- zu, darin ich mich fest glaubig ders werden, als es am frühen winde; das gibt mir die ersehnte Morgen war; denn weil ich leb Nuh. Mein Gott, ich bitt durch auf dieser Erden, leb ich in steter Christi Blut, machs nur mit meiTodsgefahr. Mein Gott, ich bitt nem Ende gut. durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. so 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken, und wenn ich einmal sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. of 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und senfze stets in allen Fällen: Herr, wie du willt, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; daher bist du mir auch gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Chriſti Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 10. So fomm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs 6. Ach, Vater, deck all meine mit Jesu glückt; ich bin und bleib Sünde mit dem Verdienste Jesu in deinen Sorgen, mit Jesu Blut Vom Tode. schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut. 11. Ich leb indes mit dir vergnüget und sterb ohn alles kümmernis; mir gnüget, wie mein 423 Gott es füget, ich glaub und bin es ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. 542. fed 1. Lieb- ster Je- su! laß mich nicht, schau auf mich, wenn ich muß käm- pfen, wenn der Tod die Glie- der bricht, hilf, daß ich ihn mö- ge däm- pfen, und durch deinen Kreuzes= tod 2. Treuer Jesu! laß mich nicht, denn du bist ein Arzt der Schwachen; ja, du hast dich mir verpflicht, daß du willt mich selig machen; meine Kräfte neigen sich, o mein Sesu! stärke mich. 3. Starker Jesu, laß mich nicht, weil ich doch an dir nur hange; mich erschreckt zwar das Gericht, und die Sünde macht mir bange; aber dein Verdienst und Huld decket alle meine Schuld. Ämilie Juliane von SchwarzburgRudolstadt(?), geb, 1637, † 1706. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. Crüger.( 1653.) 1656. 4. Süßer Jesu! laß mich nicht, wenn du siehst, ich soll gesegnen; führe mich, du bist mein Licht, laß die Engel mir begegnen, daß sie 543. muuten ü- ber- win- den al= le Not. mich zur süßen Ruh tragen nach dem Himmel zu. 5. Treuer Jesu! laß mich nicht, denn ohn dich will ich nicht sterben; niemand, wie dein Mund selbst spricht, kann ohn dich den Himmel erben; darum bleib, ach bleib in mir, daß ich selig sterb in dir. 6. Jesu! laß auch diese nicht, so dann bitter um mich weinen; laß dein gnädig Angesicht ihnen stets mit Troft erscheinen; zeuch sie aus dem Ungemach endlich in den Himmel nach! Zach. Herrmann, geb. 1643, † 1716. bosir Juld Bijo 1690. Mel. Wer weiß, wie nahe zc. 191m 150 1. Ich sterbe täg- lich, und mein Le- ben eilt im- merfort zum Gra- be hin. Wer kann mir ei- nen Bür- gen ge- ben, ob ich noch morgen le- bend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach, wer nur im- mer fer- tig wär! 424 2. Ein Mensch, der sich mit Sünden träget, ist immer reif zu Sarg und Grab; der Apfel, der den Wurm schon heget, fällt endlich unversehens ab. Der alte Bund schleußt keinen aus; mein Leib ist auch ein Totenhaus. Vom Tode. 3. Es schickt der Tod nicht immer Boten; er kommet oft unangemeldt und fordert uns ins Reich der Toten; wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn ewig Unglück oder Glück hängt nur an einem Augenblick. 4. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand. Wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt; hilf, daß ich jeden Seigerschlag an meinen Abschied denken mag. 6. Ein einzger Schlag kann alles enden, und Fall und Tod bei sammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden und schleuß in Christi Tod mich ein, daß, wann der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 7. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn Auge, Mund und Herz sich schleußt. Drum bet ich bei gesunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geift! Verschlie ßen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. 8. Kann ich die Meinen nicht ge segnen, so segne du sie mehr als ich. Wenn lauter Thränen mir begeg nen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Trost erhörlich ſein. 5. Es kann vor Abend anders 9. Dringt mir der letzte Stoß werden, als es am Morgen mit zum Herzen, so schließe mir den mir war. Den einen Fuß hab ich Himmel auf; verkürze mir des auf Erden, den andern auf der Todes Schmerzen und hole mich Totenbahr. Ein kleiner Schritt zu dir hinauf; so wird mein Ab ist nur dahin, wo ich der Würmer schied keine Pein, zwar eilig, den Speise bin. noch selig sein. Benj. Schmolck, geb. 1672, † 1737. Critger.( 1653.) 1656. Dent, o Mensch, an deinen Tod, 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, nichts 544. bes 1. Mei- ne Le- bens- zeit ver- streicht, stündlich eil ich zu dem Gra- be und wie wenig ists viel- leicht, das ich noch zu leben habe? trattiga tasisi manis rau niso ji cha urin • dalurodirand Mel. Jeſus, meine Zuversicht zc. säume nicht; denn Eins ist not. wird dich im Tod erfreun; dieſe Güter sind nicht dein. Grund 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, 425 nicht nur den Tod nicht scheun, lern auch seiner dich erfreun. 6. Überwind ihn durch Vertraun, sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! nahm den Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein versenken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich stets bedenken; lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715,+ 1769. Vom Tode. das vor Gott dir Zeugnis gibt, wird dir deinen Tod verfüßzen; die ses Herz, von ott erneut, ist des Todes Frendigkeit. 4. Wenn in deiner letzten Not Freunde hilflos um dich beben, dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann er schreckt dich kein Gericht, Gott ist deine Zuversicht. di 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern 545. Mel. Valet will ich dir geben 2c. O Teschner. 1615. TTOT 1. Die auf der Erde wal- len, die Sterb- li- chen sind Staub. Sie blihen auf und fallen, des Todes sich- rer Raub. Verborgen ist die Stun- de, da Gottes Stimme ruft: jbi doch je- de, je=- de Stun- de 2. Getroft gehn Gottes Kinder die öde, dunkle Bahn, zu der verstockte Sünder verzweiflungsvoll fich nahn, wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, vor dir, vor seinem Retter, erzittert und verzagt. 3. Wann diese Bahn zu gehen, 5. Des Himmels Wonn und dein Will einst mir gebeut, wann Freuden faßt nie ein sterblich Herz. nahe vor mir stehen Gericht und Trost für kurze Leiden, für kurzen Ewigkeit, wann meine Kräfte be- Todesschmerz! Dem Todesüberben, und nun das Herz mir bricht: winder sei ewig Preis und Dank! Herr über Tod und Leben, o dann Preis ihm, der für uns Sünder den berlaß mich nicht! His un tas Kelch des Todes trank. bringt nä- her uns der Gruft. 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in dieser Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst. Und wenn des Kampfes Ende gewaltiger mich faßt, nimm mich in deine Hände, den du erlöſet hast. 426 Vom 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Himmel weihn, die auf gelöst zu werden mit heilger Furcht sich freun! Bereit, es Gott zu geben, Gottfried Benedikt Funt, geb. 1734, † 1814. Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. Crüger.( 1653.) 1656. 546. fes 1. Geht nun hin und grabt mein Grab, denn ich bin des Wanderns mit- de; von der Erde scheid ich ab, denn mir ruft des Him- mels Frie- de, denn mir ruft die süße Ruh 2. Geht nun hin und grabt mein Grab; meinen Lauf hab ich vollvon den Engeln dro- ben 311. fahret wohl, ihr lieben Freunde; was von oben niederweht, tröstet endet, lege nun den Wanderstab ja des Herrn Gemeinde; weint hin, wo alles Irdsche endet; lege nicht ob dem eitlen Schein, droben selbst mich nun hinein in das Bette nur kann ewig sein. sonder Pein. 7. Weinet nicht, daß ich nun will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eitlen, aus dem Nichts hin ins Land des ewgen Lichts. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wann die Winde drüber wehn. Tode. wann er, ihr Herr, gebeut, gehn sie getroft durchs Leben hin zur Unsterblichkeit. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach, ist hohl, deine Freuden sind nur Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn und Trug und Tand. 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne, fahret wohl mit eurer Pracht! Denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr erbleichet ganz. 6. Shr, die nun in Trauer geht, 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein heilges Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt; hoch vom finstern Erdenſtaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube, und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moriz Arndt, geb. 1769, † 1860. Vom Tode. dag judag id nad Tod und Begräbnis von Kindern. 547. 3 ildfjall tom spliad sim Mel. Ermuntre dich, mein 2c. 2106 sd 01 1. Du bist zwar mein und blei- best mein; wer will mirsan- ders sa= gen? Doch bist du nicht nur mein al- lein; der Herr von ew- gen Ta- gen 2. Ach, gält es wünschen, wollt ich dich, du Sternlein meiner Seelen, vor allem Weltgut ewiglich mir wünschen und erwählen. Ich wollte sagen: Bleib bei mir; du sollst sein meines Hauses Zier; an dir will ich mein Lieben bis in mein Sterben üben. der hat das mei- ste Recht an dir, der fordert und er=- hebt von mir dich, o mein Kind, mein Wil- le, mein Herz und Wun- sches F 3. So sagt mein Herz und meint es gut; Gott aber meints noch besser. Groß ist die Lieb in mei nem Mut; in Gott ist sie noch größer. Ich bin ein Vater und nichts mehr; Gott ist der Väter Haupt und Ehr, ein Quell, draus Alt und Jungen in aller Welt entsprungen. 427 Schop. 1641. 4. Ich sehne mich nach meinem Sohn; und der mir ihn gegeben, will, daß er nah an ſeinem Thron im Himmel folle leben. Ich sprech: ach weh! mein Licht verschwindt; Gott spricht: willkomm, du liebes Kind; dich will ich bei mir haben und ewig reichlich laben. Fülle. 5. O süßer Rat, o schönes Wort, und heilger, als wir denken! Bei Gott ist ja kein böser Ort, kein Unglück und kein Kränken, kein Angst, kein Mangel, kein Versehn; bei Gott kann keinem Leid geschehn; wen Gott versorgt und liebet, wird nimmermehr betrübet. 6. Ach, sollt ich doch von ferne stehn und nur ein wenig hören, wenn deine Sinne sich erhöhn und Gottes Namen ehren, der heilig, heilig, heilig ist, durch den auch du geheiligt bist; ich weiß, ich würde müssen vor Freuden Thränen gießen. 7. Nun es sei ja! und bleib also: ich will nicht um dich weinen; du lebst und bist von Herzen froh, siehst lauter Sonnen scheinen, die Sonnen ewger Freud und Ruh, da leb und bleib nur immerzu; wills Gott, werd ich mit andern auch bald hinüber wandern. Paul Gerhardt, geb. 1607, † 1676. 428 548. be 1. So hab ich Vom Tode.nts papi Mel. Herzlich thut mich 2c. ob ge= fie= get; mein Lauf ist nun voll- bracht. Ich bin gar wohl vergnü get; = Ihr a= ber, mei- ne Lie= ben, Was wollt ihr euch be triiben? 2. Denkt, Vater, wie viel Sorgen, wie manche wache Nacht, wie manchen düstern Morgen ein liebes Kind oft macht. Was ihm kann widerfahren, das fürchtet, der es liebt; den Kummer könnt ihr sparen, drum seid doch unbetrübt. 3. Ach, Mutter, laßt die Zähren, stellt euer Klagen ein, des Höchsten sein Begehren das muß erfüllet sein; warum ihr jetzo weinet und gar so kläglich thut, das ist sehr wohl gemeinet: Gott machet alles gut. ( Haßler 1601.) 1613. zut 5. Fahr hin, o Angst und Schmer zen, fahr immer, immer hin! Ich freue mich von Herzen, daß ich erlöset bin. Ich leb in tausend Freuden in meines Schöpfers Hand; tant= send guter Nacht! thut nicht so äng- stig- lich. = Stehts doch sehr gut um mich. mich trifft und rührt kein Leiden, so dieser Welt bekannt. 6. Die noch auf Erden wallen in irrtumsvoller Zeit, vermögen kaum zu lallen von froher Ewigfeit. Viel besser, wohl gestorben, als in der Welt gelebt; die Schwachheit ist verdorben, worinnen ich ge schwebt. 004 7. Schmückt meinen Sarg mit Kränzen, wie sonst ein Siegsmann prangt. Aus jenen Himmelslenzen hat meine Seel erlangt die ewig grüne Krone; die werte Siegespracht rührt her von Gottes Sohne, der hat mich so bedacht. U 4. Die Freude, die sich reget bei einem Wandersmann, wenn er die Reis hinleget und kommet glücklich an, die Freude, die empfindet ein 8. Noch netzet ihr die Wangen, ihr Eltern, über mir; euch hat das Schiffer, wenn er schier ein sichern Leid umfangen, das Herze bricht Hafen findet, die spür ich jetzt bei mir. euch schier. treue Liebe sieht sehnlich in mein Grab; die Mutter stehet trübe und kehrt die Augen ab. 9. Ich war euch nur geliehen auf eine kurze Zeit. Will Gott mich zu sich ziehen, so werfet hin Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. das Leid und sprecht: Gott hats gegeben, Gott nimmts! er hat es Recht, bei ihm steht Tod und Leben; der Mensch ist Gottes Knecht. 10. Daß ihr mein Grab müßt sehen, zeigt unsern schwachen Stand. 549. Be- 1 1. Beuch hin, mein Kind! denn Gott selbst fordert dich aus die- ser ar- gen Welt. Ich lei de zwar, dein Tod be trü- bet mich; doch weil es Gott ge- fällt, = fo unter laß ich al- les Kla- gen und will mit stillem Gei- ste sa= gen: 2. Zeuch hin, mein Kind! der Schöpfer hat dich mir nur in die Welt geliehn. Die Zeit ist weg; darum befiehlt er dir, jetzt wieder abzuziehn. Zeuch hin! Gott hat es so versehen, was dieser will, das muß geschehen; zeuch hin, mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Troft und Ruh, da wird kein Schmerz erfragt. Hier müssen wir in Ängsten schweben; dort fannst du ewig fröhlich leben; zeuch hin, mein Kind! bonne sid zdi And and cours 429 Daß es sobald geschehen, thut Gottes Vaterhand. Gott wird das Leid euch stillen; ich sterbe nicht zu jung; wer stirbt nach Gottes Willen, der stirbt schon alt genung. Mel. Es ist genug 2c. 550. thatt Tidit in di Gottfr. Wilhelm Sacer, geb. 1635, † 1699. Ahle. 1662. امام. Zeuch hin, mein Kind! 4. Zeuch hin, mein Kind! wir folgen alle nach, so bald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude; zeuch hin, mein Kind! 5. Zeuch hin, mein Kind! die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl, dein Seelchen ist entbunden, du hast im Herren überwunden: zeuch hin, mein Kind! sidd id Gottfr. Hoffmann, geb. 1658, † 1712. phumel on spend tist itoms sid oduvrid Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. karby thirs 。 s drn souri Eigne Melodie. di follo mpg sim 1535. 1. Es ist ge- wiß- lich an der Zeit, daß Got- tes Sohn wird kom- men das in sei- ner großen Herrlich- keit, zu richten Bös und Frommen. 430 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Dann wird das La- chen wer- den teur, wann alles wird ver- gehn im Feur, od wie Pe- trus davon schrei- bet. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende. Dar auf bald werden auferstehn all To ten gar behende. Die aber noch das Leben han, die wird der Herr von Stunde an verwandeln und verneuen. 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden han getrieben; da dann gewißlich jedermann wird hören, was er hat gethan in seinem gan zen Leben. 4. O weh demselben, welcher hat des Herren Wort verachtet, und mur auf Erden früh und spat nach großem Gut getrachtet. Der wird fürwahr gar kahl bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Chrifto in die Hölle. 551. f lid 5. O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd ein gezeichnet funden. Daran ich denn auch zweifle nicht; denn du haſt ja den Feind gericht und meine Schuld bezahlet. mon 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben. 7. O Jesu Chrift, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage! Den Leuten wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen! Barth. Ringwaldt, geb. 1530, † 1598. 1599. is. 6 Eigne Melodie. 1. Wa- chet auf, ruft uns die Stim- me Mit- ter nacht heißt die- se Stun- de; 3d wach auf, du Stadt Jerut= sa= lem! wo seid ihr flu- gen Jung- frau- en? = der Wäch ter sehr hoch auf der Zin- ne; fie ri= fen uns mit hel- lem Munde: Wohlauf, der Bräutgam kömmt! steht auf, die Lam- pen nehmt! Hal- le- lu- ja! Macht euch bereit Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. ihr müs- set ihm entgegen gehn. zu der Hochzeit; 2. Zion hört die Wächter singen; das Herz thut ihr vor Freuden springen; sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudenjaal und halten mit das Abendmahl. Sonny niem mading 552. Ho 3. Gloria sei dir gesungen mit Menschen und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Zimbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je geſpürt, kein Ohr hat je gehört solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. Phil. Nicolai, geb. 1556, 1608. Eigne Melodie. 431 Melch. Frank? 1663. w stanice Hisd sun thing fon be 1. Je- ru- sa- lem, du hoch- ge- bau- te Stadt, wollt Gott, ich wär in dir; al Weit über Berg und Tha= le, mein sehn- lich Herz so groß Ver- lang- en hat und ist nicht mehr bei mir. weitit= ber bla- ches Feld schwingt es fich it- ber al do le gund eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag und du viel schönste Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? derlich die Stätt der Element, fährt auf Éliä Wagen mit großer Engelschar, die sie in Händen tragen, um geben ganz und gar. 4. Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf die Gnadenpfort; wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen 3. Im Augenblick wird sie er- fort aus jenem bösen Leben, aus heben sich bis an das Firmament, jener Nichtigkeit, und mir Gott wenn sie verläßt so sanft, so wun- hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 432 Auferstehung, Gericht 5. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was auf der Erd von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war so ferne in meinem Thränenland; 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen insgemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit fonnenlichtem Strahl. 553. To Sax 901 2 C und ewiges Leben. 7. Wann dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit, 8. Mit Jubelflang, mit Instrutmenten schön auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und lieblichen Getön sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch vielmehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer.un ja vannies Joh. Matth. Meyfart, geb. 1590, † 1642. 3. Crüger. 1649. Mel. O wie selig seid zc. 1. O wie mögen wir doch unser Leben ihrer Luft er geben, und uns selbst schei- den e 3. Wenn die Welt ihr Ende nun genommen, und der Richter wird vom Himmel kommen, der wird entdecken alles, was wir meinten zu verstecken. 4. O was wird er für ein Urteil fällen, wenn er unser Thun wird vor sich stellen, wenn er wird so der Welt und von der Frommen Ruh und tausend Freu- den? Sünden? 2. Müssen wir nicht auch nach finden, wie wir hie gelebt in lauter kurzen Jahren zu den Toten in die Grube fahren? Es wird geschehen, daß ein jeder seinen Lohn ſoll sehen. 5. O Herr Christe, wollest meis ner schonen, und mir Sünder nach Verdienst nicht lohnen! Ich will verlassen alle Welt und ihre Lüfte hassen. 6. Forthin soll mein Leben dir zu Ehren nimmer sich von deinem Wort abkehren. Dein will ich blei ben; keine Welt soll mehr von dir mich treiben. 7. Deine Gnadenthür steht ab Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 433 len offen, die auf dich in diesem deine Wunden, da ich meinen SünLeben hoffen; die ohn dich sterben, den Rat gefunden; dein Kreuz müssen dort mit Leib und Seel und Leiden führet mich zu wahren verderbend unik 19 Himmelsfreuden. 8. Darum schließ ich mich in id Heinrich Albert, geb. 1604, † 1668. 554. Im vorigen Ton. 1. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben; was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen.reale de 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer. Kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle 555. Le 1. Thränen; habt das schon, wornach wir uns erst sehnen; euch wird gefungen, was durch keines Ohr allhie gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hie bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspannen; lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach, geb. 1605,+ 1659. Crüger, 1653. Eigne Melodie. An- fang son- der Ende! nicht, wo ich mich hin- wen- de; Ewig- keit, du Donner- wort! O Schwert, das durch die See- le bohrt! E- wig- teit, Zeit oh- ne Zeit! Ich weiß vor großer Trau- rig- teit JOHUTE mein ganz er- schrock- nes Herz er- bebt, daß mir die Zung am Gau- men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller 3. Ewigkeit, du machst mir Welt, das endlich mit der Zeit nicht bang! O ewig, ewig ist zu lang! fällt, und ganz wird aufgehoben. Die Ewigkeit hat nur kein Ziel; fie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben. Ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht. hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen. Nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich, als die Ewigkeit. Pet. mi. Not. 28 434 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht: wie strafest du den böjen Knecht so hart im Pfuhl de Schmerzen! Auf kurze Sünden dieser Welt hast du die lange Pein bestellt. Ach, nimm es wohl zu Herzen! Betracht es oft, o Menschenkind: kurz ist die Zeit, der Tod geschwind. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Zeit; es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag. Wer weiß doch, wann er sterben mag? 6. Ewigkeit, du Donnerwort! O Schwert, das durch die Seele bohrt! D Anfang sonder Ende! Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, 5. Wach auf, o Mensch, vom wo ich mich hinwende. Nimm du Sündenschlaf; ermuntre dich, ver- mich, wann es dir gefällt, Herr lornes Schaf, und bere bald dein Jeſu, in dein Frendenzelt. Leben! Wach auf, es ist doch hohem nis Johann Nift, geb. 1607, † 1667. 556. be 1. Alle Menschen müs- sen ster- ben, al- les Fleisch ver- geht wie Heu; was da le bet, muß verderben, soll es anders wer- den neu; der Eigne Melodie. Hinge? 1678. dieser Leib der muß verwe- fen, wenn er an ders foll ge- ne- sen = teit, die den From- men ist bereit. 110 SE gro- ßen Herr- lich- keit, sol 2. Drum so will ich dieses Le- 4. Da wird sein das Freudenben, wann es meinem Gott beliebt, leben, da viel tausend Seelen schon auch ganz willig von mir geben, sind mit Himmelsglanz umgeben, bin darüber nicht betrübt; denn in stehen da vor seinem Thron, da die meines Jesu Wunden hab ich schon Seraphinen prangen und das hohe Erlösung funden, und mein Trost Lied anfangen: Heilig, heilig, hei in Todesnot ist des Herren Jesu lig heißt Gott der Vater, Sohn Tod. und Geist. d findet 3. Jesus ist für mich gestorben, si 5. Da die Patriarchen wohnen, und sein Tod ist mein Gewinn; die Propheten allzumal, wo auf er hat mir das Heil erworben: ihren Ehrenthronen sitzet die ge drum fahr ich mit Freud dahin, zwölfte Zahl, wo in so viel tausend hier aus diesem Weltgetümmel in Jahren alle Frommen hingefahren, den schönen Gotteshimmel, da ich da wir unserm Gott zu Ehrn ewig werde allezeit schauen die Drei- Halleluja hörn.dursen sto einigkeit. dust tell stol it 6.0 Jerusalem, du schöne, ach Auferstehung, Gericht und eviges Leben. 435 diese große Herrlichkeit; jetzund werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid; mit der goldnen Ehrenkrone steh ich da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die ob kein Ende nehmen kann. allaffed 17. Ach, ich habe schon erblicket ajo Johann Georg Albinus, be the suda 18 pior da ad insid geb. 1624, † 1679. 557.gimum ngom rou diser wie helle glänzest du! Ach, wie lieb lich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonnel jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen maged the sdmornid in Eigne Melodie. thisil a drabin Rosenmüller. 1649. 1. Welt, a= de, ich bin dein mit de, ich will nach dem Him- mel zu; da wird sein der rechte Frie- de und die stolze See- len- ruh. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitel- feit; in dem Him- mel al= le- zeit Frie- de, Ruh und Se- lig- teit. 2. Wenn ich werde dahin kom- mel immerdar. Welt, bei dir ist men, bin ich aller Krankheit los, Spott und Hohn und ein steter und der Traurigkeit entnommen, Jammerton; aber dort ist allezeit ruhe sanft in Gottes Schoß. In Friede, Frend und Seligkeit. der Welt ist Angst und Not, end- 5. Nichts ist hier denn lauter lich gar der bittre Tod; aber dort Weinen, keine Freude bleibet nicht; ist allezeit Friede, Freud und Se- will uns gleich die Sonne scheinen, ligkeit. id Big ampuojus doi 3. Was ist hier die Erdenfreude? Welt, bei dir ist Angst und Not, so verhemmt die Nacht das Licht. Nebel, Dunft und Herzeleid; hier Sorgen und der bittre Tod; in auf dieser schwarzen Heide sind die dem Himmel allezeit Friede, Ruh Laster ausgestreut. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn lauter Eitelkeit; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. und Seligkeit. da mat 01001 IC end im to n 6. Nun es wird dennoch geschehen, daß ich auch in furzer Zeit 4. Unaussprechlich schöne singet meinen Heiland werde sehen in der Gottes auserwählte Schar. Heilig, großen Herrlichkeit. Denn bei uns Heilig, Heilig! klinget in dem Him- ist lauter Not, Müh und Furcht, 28* 436 zuletzt der Tod; aber dort ist alle zeit Friede, Freud und Seligkeit. 7. O, wer nur dahin gelanget, wo jetzund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget, und die Stimme schwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Thun ist Eitelkeit; in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Šeligkeit. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 8. Zeit, wann wirst du doch anbrechen? Stunden, o wann schlaget ihr? daß ich mich doch mög 558. fea 1. Je- sus, meine Zu- ver- sicht und mein Hei- land, ist im Leben. Die ses weiß ich; sollt ich nicht dar- um mich zu- frie- den ge E ben, Eigne Melodie. was die lang- e To= des= nacht 2. Jesus, er mein Heiland, lebt. Ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen? Läffet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? top besprechen mit dem Schönsten für und für. Welt, du hast nur Sturm und Streit, lauter Qual und Traurigkeit; aber dort ist allezeit Friede, Freud und Seligkeit. sid 9. Jetzt will ich mich fertig machen, daß mein Thun vor Gott besteh, daß, wenn alles wird zerkrachen, es heißt: komme, und nicht: geh. Welt, bei dir ist Angstgeschrei, Sorge, Furcht und Heuchelei: in dem Himmel allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. Joh. Gg. Albinus, geb. 1624, † 1679. Crüger.( 1653.) 1656. 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden. Meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Aschen werden; das geſteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. mir auch für Ge- dan- ken macht? 5. Dann wird eben diese Haut mich umgeben, wie ich gläube; Gott wird werden angeschaut dann von mir in diesem Leibe, und in diesem Fleisch werd ich Jesum ſehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen. Nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgethan. FLES 7. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen. Irdisch werd ich ausgesät; himmlisch werd ich auferstehen. Hier geh ich natürlich ein; nachmals werd ich geistlich sein. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 437 wird Schwachheit und Verdruß lie gen unter eurem Fuß. 8. Seid getroft und hocherfreut! Jesus trägt euch, meine Glieder; gebt nicht statt der Traurigkeit! sterbt ihr, Jesus ruft euch wieder, wenn die letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 9. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen! denn ihr sollt euch durch die Luft d eurem Heiland zugeſellen. Dann Hur? 10. Nur, daß ihr den Geist er, hebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünſcht zu ſein. Luise Henriette, emfürstin von Brandenburg? geb. 1627, 1667. cu rhod du Juring 8 Mel. Balet will ich dir.ihi Teschner. 1615. 559.th ple fe- p a. Er- mun- tert euch, ihr Frommen, zeigt eurer Lam pen Schein! Der Abend ist ge fom- men, die fin- stre Nacht bricht ein. Es hat sich auf- ge= ma= chet 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Öl, und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel; die Wächter Zions schreien: der Bräutigam ist nah; begegnet ihm im Reihen und singt Halleluja! auf! be tet, kämpft und wa= chet, der Bräutigam mit Pracht; bald ist es Mitternacht. den schönen Tag von weiten, davor das Dunkle weicht. BUSC 5. Begegnet ihm auf Erden, ihr, die ihr Zion liebt, mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt; es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf, ihr Reichsgenossen! der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein; man sieht die Bäume blühen; der schön- 7. Hier sind die Siegespalmen; ste Frühlingsschein verheißt Erqui- hier ist das weiße Kleid; hier ſtehni dungszeiten; die Abendröte zeigt die Weizenhalmen im Frieden nach 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, jollt nun nach Kreuz und Klagen in Frenden sonder Leid mit leben und regieren, und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegestron. 438 dem Stan Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. 8. bald und erwünschte Sonne, und sorore dei rad tv3.196 nim. nen Lauf! O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. Jesu, meine Wonne, fomm sid JESENICE mach Fuplapumid the nomid 9 dich auf; geh auf, 560.disid gjo? mel. O Jesu Chrift, meins 2c. Indust 1625. Laur. Laurentii, geb. 1660, † 1732. 1sd( hoff shohi siammid 800 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. 1. O Sündenmensch, be- denk den Tod, der letzten Stun- de Angstund Not; î + mach dich mit wah- rer Buß bereit, zu leben in der Ewig- teit. 2. Besitzest du die ganze Welt mit höchster Ehr und allem Geld, erfreut es dich ein kleine Zeit und dienet nicht zur Ewigkeit. Schuld, die wider deine Seele streit: so bist du frei in Ewigkeit. 3. Erschallt in deinen Ohren nicht: ihr Toten, kommet vor Gericht? Ist doch der jüngste Tag nicht weit, dem folgen wird die Ewigkeit. 5. Unzählig ist der Sternen Heer, die Tropfen und der Sand am Meer; doch haben sie Maß, Ziel und Zeit und gleichen nicht der Ewigkeit. 6. Besinn und denke fort und fort, was ewig! für ein Donner 4. Wenn du begehrest Gottes wort. Ach, feiner Zeiten Zeit befreit Huld, so meid der Sünden schwere dich von der ewgen Ewigkeit. pungin as nd bird thodasir Georg Phil. Harsdörfer, geb. 1607, † 1658. 130 002 nd thin disampais 561. Mel. Jesus, meine Zuversicht zc. Crüger.( 1653.) 1656. fej 1. Him- mel- an geht un- fre Bahn; wir sind Gä- ste nur auf Erden, duud bis wir dort nach Ka na= an durch die Wüste kom- men werden. bi nitour min sid Hier ist unser Bilg- rims- stand, dro- ben unser Vater- land. 11 2. Himmelan schwing dich, mein Ein von Gott erleuchter Sinn kehrt Geist! denn du bist ein himmlisch in seinen Ursprung hin. Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. 3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. weist mir den Ort der Nuh, wo ich einmal hingehöre. Wenn mich diejes Wort bewahrt, halt ich eine Şimmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, wann er mir die Tafel decket, und mein Geist hier allbereit eine Kraft des Himmels schmecket. Nach der Kost im Jammerthal folgt des Lammes Hochzeitmahl. 5. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; 562. e-: Mel. Valet will ich dir zc. auch mit den Himmels- er= denn ihr Licht ist viel Bu klein gegen jenen Glanz und Schein. 6. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Heimat führen, da ich über alle Not ewig werde triumphicren. Jesus geht mir selbst voran, daß ich freudig folgen kann. 1. Ich geh zu deinem Gra- be, du gro pro= Ber= fter weil ich die Hoff- nung ha= be, daß du mir zeigen 2 wie man kann fröhlich ster- ben sis bound 3. Du schläfest in dem Grabe, daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu, so soll mir gar nicht grauen, went mein Gesicht vergeht; ich 7. Himmelan, ach himmelan! das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelsluft vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel binis 0 Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. zur Seiten steht. 4. Dein Grab war wohl verzuraid 439 CGI bent oo da im Teschner. 1615. und fröh- lich auf- 000 = er= fürft, wirft, ftehn, 2. Du liegest in der Erde und siegelt, doch brichst du es entzwei; haft sie eingeweiht, wenn ich be- wenn mich der Tod verriegelt, so graben werde, daß sich mein Herz bin ich dennoch frei. Du wirst den nicht scheut, auch in den Staub zu Stein schon rücken, der auch mein legen, was zu dem Staube kehrt, Grab bedeckt; da werd ich den erweil dir doch allerwegen die Erde blicken, der mich vom Tod erweckt. zugehört.home 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter werde den wohl schauen, der mir auf michonen in deiner Hand ins Land des Lebens gehn. 3599 6. meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Ich will mich 440 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. dir ergeben in meiner letzten Not. wo man gen Himmel fährt; då Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft; da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme rift. will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems Friedenshäuser; da heißts: Halleluja! da trägt man Siegesreiser; ach, wär ich nur schon da! 7. Du wirst den Ölberg zeigen, BH Benj. Schmold, geb. 1672, † 1737. smuo 190 1 563. Doc son Mel. Unser Herrscher, unser 2c. e 1. Je- ru- ja- lem, du schö- ne, da man Gott be ständig ehrt und das himmlische Ge- to- ne: Hei- lig, Heilig, Hei= lig! hört; IN HIE quisach, wann komm ich doch ein= mal 2. Ach, wie wünsch ich, dich zu schauen, Jesu, liebster Seelenfreund, dort auf deinen Salemsauen, wo man nicht mehr klagt und weint, sondern in dem höchsten Licht schauet Gottes Angesicht! 3. Komm doch, führe mich mit Freuden aus der Fremde hartem Stand; hol mich heim nach vielen Leiden in das rechte Vaterland, wo dein Lebenswasser quillt, das den Durst auf ewig stillt. Neander? 1680. 4. Oder auserwählten Stätte, o der Wohnung voller Zier! Ach, daß ich doch Flügel hätte, mich zu schwingen bald von hier nach der hin zu deiner Bürger Zahl? neuerbauten Stadt, welche Gott zur Sonne hat! 5. Soll ich aber länger bleiben auf dem ungestümen Meer, wo mich Sturm und Wellen treiben durch so mancherlei Beschwer, ach, so laß in Kreuz und Pein Hoffnung meinen Anker sein. 6. Laß dein Angesicht nur winken, so ist Wind und Meer ge stillt. Christi Schifflein kann nicht sinken, wär das Meer auch noch so wild; obgleich Maft und Segel bricht, läßt doch Gott die Seinen nicht. Nach Friedr. Konrad Hiller, aus dem Württemberger Gesangbuch). 564. Im obigen Ton. 1. Wer sind die vor Gottes wann er seinen Feind geschlagen, Throne? was ist das für eine Schar? hingestrecket in den Sand? Welcher träget jeder eine Krone, glänzen wie Streit und welcher Krieg hat gedie Sterne klar; Halleluja fingen zeuget diesen Sieg? all, loben Gott mit hohem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit, angethan mit weißem Kleide, das beſtäubet 158 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. leine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod bezwungen, folgend nicht dem sündgen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott. Nun hat dieser Kampf ein End; Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht; haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; find geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 098 441 8. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus; mein Gebet ich zu dir wende, weil ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit; treibe, Herr, die Feinde weit. 9. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sinde, Höll und Welt; laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 10. Daß mein Teil sei bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind, daß auch ich der Not entnommen, als dein dir getreues Kind den verheißnen Lohn. dann, genahet zu dem Thron, nehme 11. Welches Wort faßt diese Wonne, wann ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leuchte wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! Heinr. Theobald Schenck, † 1727. 565. nie Mel. Wachet auf, ruft zc. te JU 1. Se lig sind des Himmels Er- ben, die To- ten, die im Her- ren ster-ben, Nach den letz- ten Au- gen- bli- cken des To- des- schlummers folgt Entzü- cken, = weiht. zur Auf erste- hung ein- ge= folgt Won- ne der Un- sterb- lich- keit. 1599. Im Frie- den ru- hen sie, fo@ rad los von der Er- de Müh. Ho- fi- an- na! vor Gottes Thron, zu seinem Sohn, be- glei- ten ih= re Wer- te fie. 442 Auferstehung, Gericht und aviges Leben. 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Shr, der Überwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sant, wie wir, ins Grab, wischt unsre Thränen ab, alle Thränen! Er hats vollbracht! nicht Tag, nicht Nacht wird alt des Lammes zu Gott, wir folgen ihm. Throne sein. 3. Nicht der Mond, nicht mehr 566. fel oing thi no Halb g Mel. Es ist gewißlich zc. die Sonne scheint uns alsdann; er ist die Sonne, der Sohn, die Herr lichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil, uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkel, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr, das Alte ist nicht mehr, Halleluja! Er fant hinab, wie wir, ins Grab. Er ging 1. Groß wird des Sün- ders E- lend sein, un- end- lich schwer zu tragen. Ach, un- ter des Ge- wis- sens Pein wird sei- ne See= le za= gen, Irbij isd- ni bnsh- nh má zur Rechen- schaft ihn fordert. ir ituld thou wann ihn, den nichts zur Bu- ße weckt, der Tag des Welt- ge- richts erschreckt, Jalonit 2. Verschwendet ist die Gnadenzeit! Wie viele seiner Stunden sind in dem Dienst der Eitelkeit vergebens ihm verschwunden! Er hat des Lebens Zweck verfehlt, o welche Reu ergreift und quält zu spät nun seine Seele! 3. Wo bleibt nun jedes eitle Gut, worauf sein Wunsch sich lenkte? wo bleibt der Stolz, der Übermut, womit er andre kränkte? Gebeugt ist jetzt sein trotzig Herz, und jede Luft wird nun in Schmerz, in Bein und Qual verwandelt. Friedr. Gottlieb Klopstod, geb. 1724, 1803. 4. Nun flucht ihm, wer des Lasters Bahn, durch ihn verführt, er1535. jie m Boite you ti dind wählte; nun klagen ihn die Seelen an, die er aus Bosheit quälte; und jeder Schmerz, durch ihn vermehrt, und jedes Glück, durch ihn geſtört, tritt furchtbar ihm vor Augen. 5. Des Richters ernste Stimme spricht: Weicht von mir, Übelthäter! und selber sein Gewissen spricht: Du bist ein Übelthäter! Von Gottes Angesicht verbannt, fühlt er, was sonst er frech verkanut: Gott ist gerechter Nichter. 6. O Sünder, sichre Sünder, eilt, euch reuvoll zu bekchren! Laßt nicht, weil das Gericht verweilt, euch durch den Wahn bethören, zur $ 443 Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. Beßrung sei noch immer Zeit, und fern sei noch die Ewigkeit, fern des Gerichtes Strafe. 900 stil 27. Sie kömmt, ihr mögt, was Gott euch droht, bezweifeln oder glauben; und leicht kann euch ein schneller Tod die Zeit zur Befrung rauben. Jetzt noch will Gott Erbarmer sein, will eure Sünden noch verzeihn. O suchet seine Gnade!? mitt first stay hin mit Joach. Christi. Grot, geb. 1733, † 1800. te ond, dom shin sot mbur thjut, der auf siut, Thot 13 Mel. Ewigkeit, du zc. de Crüger. 1653. 567. Feins 2C. ve ver- söh- nen kam, 1. Der unsre Menschheit an sich nahm, als er uns zu nicht fern ist ſei= ner Zu- kunft Zeit, in al- ler seiner Herrlich- keit tommt einst zu richten wieder; steigt Jefus dann her- nie- der; ver- nimms, o Welt, und beß- re dich! Der Tag des Schre- ckens na het sich! = Himmel zittern, und vor den Richter hingerückt der Spötter glaubet und erschrickt: 2. Warum verzeucht er? fragt der Spott. Wo bleibt der Sünden Nächer, Gott? Hört, Sünder, hörts mit Beben: euch, die ihr frech ihm widerstrebt und in der Bosheit ficher lebt, zur Beßrung Frist zu geben! Doch bald ist euer Maß erfüllt; bald kommt der Richter und vergilt! 5. Dann ist nicht mehr zur Buße Zeit; wo werdet ihr Barmherzigkeit und Gnad und Rettung finden, die ihr der Bosheit Maß noch häuft? Fühlt, eh euch dieser Tag ergreift, die Lasten eurer Sünden, daß ihr nicht selbst euch einst verflucht und in Verzweiflung Lindrung sucht. 3. Dann öffnet um euch her sich weit der Abgrund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; dann wird euch, wann der Richter droht, nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vor seinem Zorne decken; denn nun nicht mehr erbarmt er fich, und sein Gericht ist fürchterlich. 6. Mein Herz erschrickt; es bebt in mir mein Innerftes, o Gott, vor dir, ich bin ein Missethäter! Be gnadige, wenn dein Gericht auch mir mein ewig Urteil spricht, mich, Herr, den Übertreter! Du, der die Sünder nicht verstößt, du, Jesu, hast FEST 10S1 auch mich erlöst! 4. Wann furchtbar seiner Don ner Schall und tönender Posaunen Hall der Erde Grund erschüttern, dan 7. Tag Gottes, Tag der Ewigund plötzlich nun der Bau der keit, du predigst uns den Wert Welt wankt, krachend stürzt, in der Zeit laut mit des Donners Trümmern fällt, wann selbst die Stimme! Reizt, Menschen, nicht 444 durch eure Schuld den Gott der Langmut und Geduld, daß er nicht schnell ergrimme; denn schrecklich 568. Auferstehung, Gericht und ewiges Leben. wird der Sünder Pein, und groß der Frommen Wonne sein! Gottfr. Bened. Funk, geb. 1734, † 1814. [ dMel. Straf mich nicht zc.( Rosenmüller. 1655?) 1694. ber 1. Herr, ich bin dein Ei- gen- tum, dein ist auch mein Leben; mir zum Heil und dir zum Ruhin hast du mirs ge= ge= ben. Vä- ter- lich = führst du mich auf des Le= bens We= gen meinem Ziel ent- ge= gen. Sho 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit furchtbar in der Nähe, o dann ist 2. Einst komumst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden, und ich soll zur Rechenschaft dann gerufen werden. Dein Gericht schonet nicht, Nichter aller Welten; du, es nicht mehr Zeit, daß ich Gnad du willst vergelten. serflehe. Wann der Tod schon mir 3. Weh dann mir in Ewigkeit, droht, kann ich deinen Willen, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, Herr, nicht mehr erfüllen. meine Zeit hier gemißbraucht habe! Wehe mir, hab ich hier sie nicht treu verwendet, sorglos sie verschwendet! 7. Mein Gewissen strafe mich gleich bei jeder Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnade such und finde. Rufe du dann mir zu: such in mir dein Leben, dann ist dir vergeben. 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben! Möcht ich immer meiner Pflicht treu zu bleiben streben, daß ich nie thöricht sie außer Augen setze, nie sie frech verletze. 5. Lehre mich gewissenhaft meine Tage zählen, eingedenk der Rechenschaft, nur, was gut ist, wählen. die drie be int Balsa romel sin 401 sistle bain adale 3 Gib, daß ich ernstlich mich täglich und auch heute darauf vorbereite. 8. Einst am Tage des Gerichts werd ich mit den Frommen zu dem Anschaun deines Lichts gnädig auf genommen. Wonnevoll, Jesu, soll dich im höhern Leben dann mein Dank erheben. Balth. Münter, geb. 1735, † 1793. gilt the not 68 is el 1016 b0s Couars de hisse grupnjak dorp din nisip pants and orice mod Hot mo duh my bo Init adre23 minor and thing is judande ay tumpun JIKE PED do and Register. ( sacar[ Nach den Nummern der Lieder.] Ach bleib bei uns, Herr Jesu Ach bleib mit deiner Gnade. 21 28 . 408 22 Ach Gott des Himmels, lasse Ach Gott, erhör mein Seufzen Ach Gott, gib du uns deine Ach, Gott und Herr, wie groß Ach Gott, verlaß mich nicht Ach, Gott vom Himmel . 338 24 301 Ach Gott, wie manches . 405 Ach, Herre, du gerechter Gott. .506 534 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Ach, wie heilig ist der Ort NIG 173 Ach, wir armen Sünder • 91 164 Ach, wundergroßer Siegesheld. 140 Allein Gott in der Höh Allein zu dir, Herr Jesu Christ. 337 Alle Menschen müssen sterben. Alles ist an Gottes Segen Als Jesus an dem Kreuze Am Kreuz erblaßt An dir allein, an dir hab Auf, auf, ihr meine Lieder Auf, auf, ihr Reichsgenossen Auf, auf, mein Herz . Auf, Christen, laßt uns unsern Auf, Christenmensch! auf, auf Auf Christi Himmelfahrt allein Auf diesen Tag bedenken wir Auferstehn, ja auferstehn Auf Gott und nicht auf Auf, ihr Heiden, lobet Auf meinen lieben Gott .. Nr. .314 Aus Gnaden soll ich selig Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Not laßt uns Aus tiefer Not schrei ich Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben. Bescher uns, Herr, das täglich Beschränkt, ihr Weisen dieser Beschwertes Herz, leg ab Betgemeine, heilge dich. Bleib ja bei mir Bringt her dem Herren Lob . 174 Christe, du Beistand deiner Christe, du bist der helle Tag Christe, du Lamm Gottes Christen erwarten in allerlei Chrift fuhr gen Himmel Christi Blut und Gerechtigkeit Christ ist erstanden 556 Christ lag in Todesbanden 260 Christ, unser Herr, zum . 106 Christus der ist mein Leben Christus ist erstanden 110 346 443 52 32 277 371 139 136 230 399 331 406 . 364 432 175 Danket, danfet Gott mit Das alte Jahr ist nun dahin Das alte Jahr vergangen Das liebe neue Jahr geht an Das walte Gott, der helfen Das walt Gott Vater und Gott Deines Gottes freue dich. Dein Wort, o Herr, bringt Dein Wort, o Höchster, ist Dennoch bleib ich stets an Der Abend kommt, die Sonne Der du, Herr Jesu, Ruh und Der du kannst nichts, als gütig Der du uns als Vater liebest. Der Glaube macht allein. Nar. . 409 . 211 . 458 356 34 29 42 10 317 463 187 505 135 276 115 . 117 182 . 529 . 118 206 74 73 72 449 433 367 324 310 421 481 . 113 499 160 - 350 446 • Der Glaub ist eine Zuversicht Der Herr, der aller Enden Der Herr ist Gott und keiner Der Herr ist mein getreuer Der Hölle Pforten find Der lieben Sonne Licht und Der Sabbat ist vergangen Der Tag ist hin, mein Geist Der Tag mit seinem Lichte Der Thron der Weltbeherrscher Der unsre Menschheit an Dich, Jesum, laß ich ewig nicht Die auf der Erde wallen Die Christen gehn von Ort Die Feinde deines Kreuzes Die güldne Sonne, voll Freud Die helle Sonn leucht 468 Die Herrlichkeit der Erden Die Himmel rühmen Die Macht der Wahrheit Die Nacht ist kommen, drin Die Nacht nunmehr vergangen Dies ist der Tag, den Gott Dies ist die Nacht, da mir Die Sonn hat sich mit ihrem Dies sind die heilgen zehn Die Sünden sind vergeben Dir, dir, Jehova, will ich Dir, höchster Herr und König. 180 Dreieinigkeit, der Gottheit Du bist in die Welt gekommen Du bist zwar mein und bleibest ist zwar Du dreimal großer Gott 302 362 26 God" das 167 271 547 . 165 Du großer Schmerzenmann Du, Herr, bist meine Zuversicht Du Herr der Seraphinen Du, meine Seele, singe Durch Adams Fall Durch Trauern und durch Du unerforschlichs Meer der Du Vater deiner Menschenkinder Du wesentliches Wort NGHING Negister. " Nr. 235 258 248 Nr. ait Edler Geist im Himmelsthroned 300 Ein feste Burgbadite il · 100170 Ein Jahr der Sterblichkeit Ein Jahr geht nach dem Ein Lämmlein geht und trägt Ein reines Herz, Herri- bi 264 124 475 489 479 469 181 567 296 545 228 326 439 431 Es hat der Herr zu allen 537 Es ist das Heil uns 247 Es ist genug, so nimm 330 Es ist gewißlich an der Zeit 464 Es ist nicht schwer, ein Chrift 454 Es ist vollbracht! Er ist 15 Es ist vollbracht, Gott Tob 71 68 Es fostet viel, ein Chrift Es woll uns Gott genädig Ewig, ewig bin ich dein 95 263 255 249 266 77 186 379 270 Eins ist not; ach Herr Ei, wie so sanft entschliefest Erhalt uns, Herr, bei Erhebe dich, o meine Seelid Erinnre dich, mein Geist. Ermuntert euch, ihr Frommen Ermuntre dich, mein schwacher Erneure mich, o ewges Licht Erschienen ist der herrlich Es fähret heute Gottesdig thof Fahre fort, fahre fort, Zion Fang dein Werk mit Freu dich schr, o meine Freuet euch, ihr Christen Freuet euch, ihr Gottes Kinder Fröhlich soll mein Herze Früh morgens, da die Sonn Für alle Güte seistof to Gedente mein 79 Geht hin, ihr gläubigen Geht nun hin und grabt mein Geist vom Vater und von Gekreuzigter, zu deinen Füßen Gelobet sei der Herr, mein. 80 98 372 288 227 313 447 130 559 65 298 120 138 222 267 538 550 393 107 536 392 328 209 320 494 530 66 85 122 484 holik and mun sigailed the plus motsd rou 27 244 546 62 299 430 166 Gott des Himmels und der Gott, dir gefällt keind. Gott, du Licht, das ewig. id Gott, durch dessen Wort. Gottes Sohn ist kommen Gottes und Marien Sohn Gott fähret auf gen Himmel Gott, gib einen milden Regen Gott ist gegenwärtig; laffet. Gott ist mein Hort ng and Gott ist mein Lied Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch Register. Gelobet seift du, Jeſu Christ Gelobt sei Gott im höchsten Gib dich zufrieden und sei stille. 410 Gott, deine Gnade bringt ums. 366 Gott, deine Güte reicht so weit. 130 Gott, den ich als Liebe tenne. 508 Gott, der Vater, wohn uns 163 Gott der wirds wohl machen 261 110437 Gott Lob! der Tag ist nun Gott Lob! die Woch ist auch Gott Lob! ein neues Kirchenjahr Gott Lob! ein Schritt zur Gott Lob! ich bin aufs neu grads Gott Lob! nun ist die Nacht Gott Lob! mun ist erschollen Gott, mein einziges Vertrauen Gott ruft der Sonn und Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott sorgt für dich, was. Gott Vater, höre unsre Bitt Gott Vater, sende deinen Geist Gott versiegle nun das Wort Gott, vor dessen Angesichte Gott wills machen, daß die. Großer Gott von alten Zeiten Großer Immanuel, schaute von Großer Mittler, der zur Groß wird der Sünder Elend Nr. Na. 119 57 Halleluja, jauchzt, ihr Chören. 132 Halleluja! Lob, Preis und T. 169 Halt im Gedächtnis.i. 196 Heiland, deine Menschenliebe. 274 Herr Christe, treuer Heiland 192 Herr, deine Allmacht reicht.d. 252 Herr, deine Rechte und Gebot. 384 Herr, dein Wort, die edle p3.308 Herr, der du als ein stilles Herr, der du deinen Namen Herr, der du in der Höhe Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals haft Herr, du haft für alle Sünder Herr, du wollst uns vorbereiten Herr, es ist von meinem Leben 349 446 253 60 269 141 156 242 309 246 426 Herr Gott, der du den Ehestand Herr Gott, dich loben wir 45 202 414 418 Herr Gott, nun schleuß den 473 Herr Gott, Vater im 486 56 478 205 451 502 391 81 447 Herr, ich bin dein Eigentum Herr, ich bitte dich, erwähle Herr Jesu Chrift, dein teures Herr Jesu Christ, dich zu uns Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, 1 Herr Gott, dich loben wir, regier. 504 Herr Gott, du bist von Ewigkeit. 251 528 460 . 568 498 354 36 sich doch Herr Jesu Christ, du höchftes Gut, - wir kommen 200 82 347 485 503 195 201 183 297 43 243 424 33 321 272 566 Herr, ohne Glauben kann 477 221 212 191 Herr Jesu Christe, Gottes Sohn 46 Herr Jesu Chrifte, mein getreuer 193 Herr Jesu Christ, wahr Mensch. 518 Herr Jesu, deine Angst und Pein. 102 Herr Jesu, der du selbst von 219 Herr Jesu, Gnadensonne. 25 Herr Jesu, Licht der Heiden Herr, mein Licht, erleuchte Herr, mein Versöhner, der du Herr, nun laß in Friede Herr, öffne mir die Herzensthür 89 . 311 400 531 37 237 448 Herr, stärke meinen schwachen Herr, stärke mich, dein Leiden Herr, unser Gott, laß nicht Herr, von unendlichem Herr, vor deinem Angesicht Herr, wie du willst, so schicks Herr, wie sind noch viel Herr Zebaoth, dein heilges Herzlich lieb hab ich dich Herzlich thut mich verlangen Herzliebster Jesu, was hast Heut triumphieret Gottes Hilf, Helfer, hilf, du kannst Hilf, Helfer, hilf in Angst. Hilf, Herr Jesu! laß gelingen Himmelan geht unsre Bahn Hinunter ist der Sonnenschein Hirte deiner Schafe Höchster, denk ich an. Höchster Gott, durch deinen. Höchster Tröster, komm Hosianna Davids Sohne Hosianna! Davids Sohn kommt Hüter, wird die Nacht der Jauchzet Gott in allen Landen Jauchzet, ihr Himmel Ich armer Mensch doch gar Ich armer Mensch, ich Ich bin bei Gott in Gnaden Ich bin ein Gaft auf Erden Ich bin getauft auf deinen Ich bin ja, Herr, in deiner Ich bin im Himmel Ich danke dir für deinen Tod Ich danke dir, o Gott, in Ich erhebe mein Gemüte Ich freue mich, mein Gott Ich geh zu deinem Grabe. Ich glaube, daß die Heiligen Ich habe nun den Grund. Ich hab in Gottes Herz und . Negister. Nr. . 380 109 513 275 41 . 521 333 305 18 524 93 121 . 428 - 404 76 561 465 480 348 452 159 51 53 453 128 69 527 215 351 533 . 208 532 359 . 103 435 217 355 562 323 357 411 Ich hab in guten Stunden Ich hab mich Gott ergeben Ich komme, Herr, und suche Ich komme vor dein Angesicht. Ich lasse Gott in allem Ich lobe dich von ganzer Ich ruf zu dir, Herr Jesut Ich schäme mich des Heilands Ich finge dir mit Herz und Ich sterbe täglich Ich und mein Haus, wir sind Ich weiß, an wen ich gläube Ich weiß, an wen mein Glaub Ich weiß, mein Gott, daß Ich weiß von keinem andern Ich will dich immer treuer Ich will dich lieben, meine Ich will von meiner Missethat Je größer Kreuz, je näher Jehova, Jehova, Jehova Jerusalem, du hochgebaute Jesaia, dem Propheten, das Jesu, bittend kommen wir Jesu, deiner zu gedenken. Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, der du meine Seele Jesu, der du wollen büßen Nr. - 509 525 . 199 . 31 417 322 Jesus Christus, unser der von uns Jesus ist mein Leben Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an 17 278 6 543 495 . 236 . 239 . 259 . 358 293 . 283 . 344 422 14 Jesu, geh voran Jesu, großer Wunderstern Jesu, hilf fiegen, du Fürste Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Leben Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus herrscht als Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod 552 162 334 294 94 343 105 223 86 377 . 282 285 97 144 116 Heiland, . 190 295 131 558 . 216 Jesus soll die Losung sein Ihr Christen auserforen 3hr Eltern, gute Nacht Immanuel! der Herr ist hier In allen meinen Thaten In Christi Wunden schlaf ich In dich hab ich gehoffet. In dieser Morgenstund will 3ft Gott für mich. Komm auf uns, o Geist des Komm, Gott Schöpfer, heiliger Komm, heilger Geist, o Schöpfer Komm, heiliger Geist, Herre Komm, o komm, du Geist des Kommst du, kommst du, Sicht Kommt her, ihr Christen, voller Kommt und laßt euch Jesum König, dem kein König Laffet mich mit Freuden sprechen Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mich dein sein und Laß, Bater, deinen guten Geist Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jesu, laß ich nicht Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte Liebster Jesu, wir sind hier, dich und Liebster Vater, soll es sein Robe den Herren, den mächtigen Lobe den Herren, o meine Lobet den Herren alle, die ihn Lobt den Höchsten, Jesus lebet fobt Gott, ihr Christen, alle Mache dich, mein Geift, bereit Mach, Herr, Ein Herz Machs mit mir, Gott, nach Macht hoch die Thür. Man lobt dich in der Stille Register. 161 147 146 148 155 47 . 172 Nr. 78 64 231 70 257 519 16 436 352 184 389 19 368 284 542 185 39 539 8 385 273 Morgenglanz der Ewigkeit 13 Mein Auge wacht Mein bester Trost in diesem Mein erst Gefühl sei 440 133 61 Meine Lebenszeit verstreicht Meine Seel ist stille. Meinen Jesum laß ich nicht Mein Gott, nun ist es wieder Mein Heiland nimmt die Mein Herz, gib dich zufrieden Mein Jesu, der du vor dem Mein Jesus ist ein Freund. Merk, Seele, dir das große. Mir ist Erbarmung widerfahren. Mir nach, spricht Christus Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Fried und Freud ich fahr Mit meinem Gott geh ich Mitten wir im Leben Nimm von uns, Herr, du Nun bitten wir den heiligen Nun bricht die finstre Nacht Nun bringen wir den Leib Nun danket alle Gott Nun danfet all und bringet Nun freut euch, Gottes Kinder Nun freut euch, lieben Christen Nun, Gott Lob! es ist Nun jauchzet all, ihr Frommen Nun kommt das neue Nun laßt uns den Leib Nun laßt uns gehn und Nun laßt uns Gott, dem Nun lob, mein Seel, den Nun preiset alle Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet hat. 375 224 526 Nun sich die Nacht geendet hat Nun sich der Tag geendet, mein 44 240 daß ich tausend Zungen. 449 Nr. 483 402 456 544 419 281 444 363 420 198 218 395 360 370 50 88 472 515 442 512 149 488 229 3 5 137 265 40 49 55 225 75 457 2 4 470 476 482 .448 11 450 D bu allersüßte Freude O du liebe meiner Liebe. O Durchbrecher aller Bande O du Schöpfer aller Dinge.. Ewigkeit, du Donnerwort O frommer Gott, ich danke O frommer und getreuer Gott O Gott, der du das Firmament O Gott, du frommer Gott. O Gott, du höchster Gnadenhort O Gottes Sohn, Herr Jesu Gott, von dem wir alles O Haupt voll Blut und Oheilger Geist, du erger Oheilger Geist, kehr bei uns O heilige Dreieinigkeit. O heilige Dreifaltigkeit Oheiliger Geift, o heiliger. O Herre Gott, dein. O hilf, Christe, Gottes Sohn Jerusalem, du schöne O Jesu Christe, wahres Licht Jesu Christ, meins Lebens. O Jesit, du mein Bräutigam. Jesu, Herr der Herrlichkeit Jesu, Licht und Heil der Jesu, meines Lebens Licht Jesu, meine Wonne Jesu, süßes Licht. Jesu, treufter Heiland mein . . 455 . 204 150 .466 342 Jesu, voller Kraft OKönig aller Ehren 83 . 189 517 O Lamm Gottes unschuldig O Mensch, bedenk zu dieser. O selges Licht, Dreifaltigkeit O Sündenmensch, bedenk. 462 560 123 O Tod, wo ist dein Stachel O Traurigkeit, o Herzeleid 112 O Vater der Barmherzigkeit, der.319 Vater der Barmherzigkeit, ich O Welt, ich muß dich laffen O Welt, sich hier dein Seben. 341 . Regiper. . Nr. 153 . 104 374 214 555 Ringe recht. 497 510 : 507 20 38 234 . 178 100 : 150 . 154 500 434 . 151 . 303 90 563 . 329 . 522 . 192 . 220 . 327 516 99 wie mögen wir doch unser O wie selig seid ihr doch, ihr Owie selig sind die Seelen Ruhet wohl, ihr Totenbeine Rüftet euch, ihr Christenleute Schaffe in mir, Gott, ein. Schaffet, schaffet, Menschenkinder Schaff in mir, Gott, ein reines Schmücke dich, o liebe Seele Schmückt das Fest mit Maien Schutzgott, deffen starke Rechte Schwing dich auf zu deinem Seele, du mußt munter Seele, geh auf Golgatha Seelenbräutigam Seele, sei zufrieden Seele, was ermüdst du dich. Seele, wenn du stets willst. Selig find des Himmels Sei getreu bis an das Ende Sei Gott getreu Sei Lob und Ehr dem höchsten Sei mir tausendmal gegrüßet Sei stille, müdgequältes Herz Siegesfürft und Ehrenkönig. Sieh, dein König kommt zu Sieh, wie lieblich und wie So führst du doch recht selig So hab ich obgefieget So hoff ich denn mit So jemand spricht: ich liebe So ist die Woche nun So komm, geliebte Todesstund Sollt es gleich bisweilen Sollt ich aus Furcht vor Sollt ich jetzt noch, da mir Sollt ich meinem Gott nicht Sorge doch für meine Kinder So ruhest du, o meine Ruh N 0.553 . 554 29 378 226 376 . 188 . 373 . 345 194 158 ..256 . 353 . 445 . 108 286 423 291 . 396 . 565 . 388 369 9 .. 101 429 143 54 394 262 548 . 238 397 487 . 540 . 415 307 401 7 496 114 So wahr ich lebe, spricht. Speis uns, Vater, deine Kinder Straf mich nicht in deinem Zorn Such, wer da will. Überwinder, nimm die Palmen Unsre müden Augenlider Unumschränkte Liebe, gönne. Register. Nr. 339 461 176 Thut mir auf die schöne Pforte. 35 Treuer Wächter Ifrael ..514 - 280 so denken Was ists, daß ich mich quäle Was mein Gott will, das g'icheh Was willt du dich betrüben. Weicht, ihr Berge, fallt Welt, ade, ich bin dein müde. Wenn Chriftus seine Kirche. 129 474 241 523 15 Valet will ich dir geben Vater unser im Himmelreich Vergib uns, lieber Herre Gott Verlaß mich nicht, bis ich erkalte. 365 23 Verleih uns Frieden gnädiglich Versuchet euch doch selbst Verzage nicht, du Häuflein 501 . 390 . 316 58 59 210 Vom Himmel hoch da komm ich. Vom Himmel kam der Engel Von des Himmels Thron Von Gott will ich nicht laffen Vor deinen Thron tret ich Vor G'richt, Herr Jesu, steh ich 382 438 213 Wach auf, du Geist der ersten.. 332 Wach auf, mein Herz, die Nacht Wach auf, mein Herz, und Wachet auf, ruft uns die Wär Gott nicht mit uns 126 441 551 . 312 412 Warum sollt ich mich denn Was Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt Was Gott thut, das ist wohlgethan, 416 179 427 403 407 361 557 325 451 Nr. Wenn dein herzliebster Sohn.. 268 Wenn ich, o Schöpfer, deine 8.254 Wenn kleine Himmelserben. ( 232 Wenn meine Sünd mich kränken Wenn mein Stündlein Wenn wir in höchsten Nöten Werde Licht, du Stadt der Werde munter, mein Gemüte 471 Wer den Ehstand will erwählen 492 Wer Gottes Wort nicht hält 102 398 Wer Gott vertraut, hat 383 289 413 157 96 520 511 84 Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben Gott läßt Wer recht die Pfingsten feiern. Wer sind die vor Gottes 10564 Wer weiß, wie nahe mir mein. 541 Wie fleucht dahin der Menschen 535 Wie Gott mich führt, so will 425 Wie groß ist des Allmächtgen 245 Wie groß, wie angebetet ist. 335 Wie heilig ist die Stätte hier 197 Wie herrlich ists, ein Schäffein. 292 Wie herrlich strahlt der 87 Wie schön ists doch, Herr Jesu 491 279 48 Wie schön leucht uns der Wie soll ich dich empfangen. Wie wohl hast du gelabet. Wie wohl ist mir, o Freund Willkommen, Held im Streite 203 287 127 Wir danken dir, Herr Jesu Chrift, daß du für uns Wir danken dir, Herr Jesu Chrift, daß du unser Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Vater Wir liegen hier zu deinen Füßen Wir Menschen find zu dem. 111 467 daß du vom 125 Wir danken Gott für seine 459 Wir glauben all an Einen Gott, Schöpfer Wir glauben all an Einen Gott, 233 168 177 304 452 Wir nahen uns, o Gottes Wir sind vereint, Herr Jesu Wir singen dir, Immanuel. Wo Gott, der Herr, nicht bei Wohl dem, der den Herren Wohl dem, der Jefum liebet Wohl dem, der in Gotts Furchte Wohl dem Menschen, der nicht Wohl einem Haus, wo Jesus. Womit soll ich dich wohl. Wo soll ich fliehen hin. Register. Nr. 207 336 63 171 Beuch ein zu meinen Thoren. 386 Zeuch hin, mein Kind 306 Zeuch uns nach dir 490 Zion, gib dich nur zufrieden 387 Zion tlagt mit Angst und 493 Zum Himmel bist du 12 3ween der Jünger gehn mit Zwei Ding, o Herr, bitt ich 340 Wunderbarer Gnadenthron Wunderbarer König 63 Nct. ... 67 250 . 152 . 549 142 . 318 315 145 134 381 4 Anhang kurzer Gebete, welche sämtlich aus Habermanns Gebetbuch genommen sind, mit Ausnahme des Reisegebetes und der den Sterbenden in den letzten Zügen vorzusprechenden Gebete. Morgensegen am Sonntag. Herr, himmlischer Bater, ewiger Gott, gebenedeiet sei deine göttliche Kraft und Allmächtigkeit, gelobet sei deine grundlose Güte und Barmherzigkeit, gepreiset sei deine ewige Weisheit und Wahrheit, daß du mich in dieser ge fährlichen Nacht mit deiner Hand bedecket und unter dem Schatten deiner Flügel haft sicher ruhen und schlafen lassen, auch vor dem bösen Feind und allen seinen heimlichen Listen und Tücken bewahret und ganz väterlich beschirmet. Darum Llobe ich dich um deine Güte und um deine Wunder, die du an den Menschenkindern thust, und will dich bei der Gemeine preisen; dein Lob soll allweg in meinem Munde sein, meine Seele soll allzeit dich, meinen Herrn, rühmen und was in mir ist, deinen heiligen Namen preisen, und will nimmermehr vergessen alles, was du mir Gutes gethan haft. So laß nun dir gefallen das Lobopfer aus meinem Munde, welches ich dir des Morgens früh in Einfältigkeit meines Herzens bringe. Ich rufe zu dir von ganzem Gemüt, du wollest mich heute diesen Tag auch behüten vor aller Gefahr Leibes und der Seelen, und deinen lieben Engeln über mir Befehl thun, daß sie mich behüten auf allen meinen Wegen. Ümgib mich zuringst mit deinem Schilde und führe mich auf dem Steig deiner Gebote, daß ich unsträflich wandele in deinem Dienst, wie die Kinder des Tages, zu deinem Wohlgefallen. Wehre den bösen Feind und allen Ärgernissen dieser Welt, dazu steure meinem Fleisch und Blut, daß ich nicht, von ihnen überwältiget, etwan gröblich wider dich handele und dich mit meinen Sünden erzürne. Regiere du mich mit deinem heiligen Geist, daß ich nichts vornehme, thue, rede oder gedenke, denn allein was dir gefällig und zu Ehren deiner göttlichen Majestät gereichet. Siehe, mein Gott, ich übergebe und opfere dir mich heute ganz und gar eigen in deinen Willen, mit Leib und Seele, mit allen Vermögen und Kräften, innerlich und äußerlich. Mache du mich dir zu einem Opfer, das da lebendig, heilig und wohlgefällig sei, damit ich dir einen vernünftigen und angenehmen Gottesdienst leiſte. Darum, du heiliger Vater, allmächtiger Gott, laß mich dein Eigentum sein, regiere mein Herz, Seel und Gemüt, daß ich nichts, denn dich, wisse und verstehe. Herr, früh wollest du meine Stimme hören, früh will ich mich zu dir schicken und darauf merken, früh will ich dich loben und des Abends nicht aufhören, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen! Abendsegen am Sonntag. Ewiger Gott, barmherziger Bater, ich hebe meine Hände auf zu dir, wie ein Abendopfer, und sage dir von Herzen Lob, Preis und Dank, daß du mich diesen Tag und die ganze Zeit meines Lebens vor allem Übel und Unfall durch den Schutz deiner lieben Engel wider den bösen Feind gnädiglich beschirmet haft. Ich bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich unrecht gethan habe, und mich heute diese Nacht ferner mit deinen heiligen Engeln umgeben, daß sie sich zuringst um mich lagern und eine Wagenburg um mich schlagen, auf daß ich des bösen Feindes Fallstrick und arger List möge entfliehen. Laß mich, dein armes Geschöpf, deiner Güte und Barmherzigkeit IC 454 Morgensegen am Montag. befohlen sein. Schütze mich mit deinem ausgestreckten Arm; denn von Herzen begehre ich dein des Nachts, dazu mit meinem Geist in mir mache ich allezeit zut Ich harre deiner Güte, und meine Seele hoffet auf dich, lebendiger Gott; denn du bist meine Zuflucht und treuer Heiland. Siche, Herr, wir schlafen oder machen, so sind wir dein; wir leben oder sterben, so bist du ja unser Gott, der uns geschaffen hat. Darum schreie ich zu dir: laß deine Gnade nicht fern von mir sein, beschirme mich mit deinem Schild. Erhalte mich, daß ich geruhiglich liege und sanft einschlafe und gesund wieder erwache. Decke mich in deiner Hütten zur bösen Zeit, verbirg mich heimlich in deinem Gezelt und erhöhe mich auf einen Felsen, so werd ich mir nicht granen lassen; und ob ich schon wanderte im finstern Thal, werde ich kein Unglück fürchten; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. So verleihe mir num deine Gnade, daß mein Leib schlafe, die Seele aber allzeit zu dir wache, und daß ich dich stets in meinem Herzen habe, und du nimmermehr aus meinem Gemüte tommest, auf daß mich die Nacht der Sünden nicht überfalle. Bewahre mich vor bösen, schändlichen Träumen, vor unruhigem Wachen und unmüßen Sorgen, vor argen, schweren Gedanken und vor aller Qual. Siehe, mein Gott und Herr, in deinen gnädigen Schutz befehle ich dir mein Leib und Seele( meine liebe Eltern, Geschwister) und alle, die mir mit Blutfreundschaft oder sonsten verwandt sind. Du getreuer Gott und Vater, du hast uns ge macht, wir sind deiner Hände Wert und Schafe deiner Weide. Laß dirs ge fallen, Herr, daß du uns errettest, wende deine Barmherzigkeit nicht von uns, laß deine Güte und Treue allweg uns behüten. Darum bedecke uns in dieser Nacht mit deiner Güte, umfahe uns mit deiner Gnade auf allen Seiten, un terlege uns mit deiner Barmherzigkeit, daß wir an Seel und Leib behütet werden. Amen! Morgensegen am Montag. du unsterblicher, gütiger und barmherziger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Chrifti, dieweil du deinem Volk im Gesetz geboten haft, dir alle Morgen ein Brandopfer zu thun, dich damit zu loben und dir zu danken für deinen gnädigen Schuß, so bringe ich dir jetzt auch das Lobopfer, das ift, die Frucht meiner Lippen, und preise deinen heiligen Namen, daß du mich durch deine große Gnade und Barmherzigkeit heut diese Nacht vor allem übel und Schaden an Leib und Seele behütet und wider meinen Widersacher, den bösen Feind, ganz väterlich erhalten hast. Denn wo du nicht mein Schild und Beistand wäreft gewesen, so hätte mich unzähliges Unglück verderbet, daß ich nicht gefund hätte mögen aufstehen. Darum danke ich dir jetzt billig für deine gnädige Beschützung. Weiter schreie ich zu dir aus Grund meines Herzens, und mein Gebet kommt früh vor dich, frith suche ich dich und bitte, du wollest mich mit allem, was wir zuständig ist, heut ferner behüten vor der Lift und Gewalt des Teufels, vor Sünden, Schanden und allem über. Komme du mir zuvor in dieser Frühstunde mit deiner Gnade, fintemal ich ohne dich nichts vermag, und hilf, daß ich an diesem Tage alle meine Wert in deinem Stamen christlich anfahe und seliglich vollführe zu Ehren deiner göttlichen Majestät und zu Nutz meines Nächsten. Bewahre meine Seele, Verstand, Vernunft, Sinne und Gedanken, all mein Thun und Lassen, daß der leidige Teufel mir nicht könne schaden. Beschütze mich vor der Seuche, die im Mittag verderbet; behüte mich vor allen meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß sie mich mit ihren Listen und Tücken, mit all ihrer Gewalt und Bosheit, heimlich und öffent lich nicht können verlegen noch beschädigen. Herr Gott Vater und Herr meis nes Lebens, behüte mich auch vor unzüchtigem Gesichte und wende von mit alle böse Lüste. Laß mich nicht in Schlemmen und Unteuschheit geraten und behüte mich vor unverschämten Herzen. Hilf, daß ich durch deine Gnade das Aug, so mich ärgern will, ausreiße und von mir werfe durch Ablegung böser Abendfegen am Montag. Morgensegen am Dienstag. 455 und unreiner Begierden des Herzens. Nimm von mir hinweg alles, was dir mißfällt und mir schädlich ist; gib mir, was dir wohlgefällt und mir nüßlich ift, auf daß ich dir in wahrem Glauben diene. Siehe mich an, du Heiland aller Welt, mit den Augen deiner Barmherzigkeit und erleuchte mein Herz und Augen, daß ich wandele in dem Glanz deiner Gnaden, so über mir aufgehet, auf daß ich dich, das ewige Licht, nimmermehr verliere. Amen! Abendsegen am Montag. du starter, lebendiger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Chrifti, ich danke dir, daß du mich heute diesen Tag durch deinen göttlichen Schutz vor allem Schaden und Gefahr gnädiglich behütet hast, daß ich nicht bin kommen in Feuersnot, daß mich Wasserfluten nicht ersäuft haben, daß ich nicht bin gefallen in die Schärfe des Schwerts, daß mich die Feinde nicht ermordet und böje Leute nicht beschädigt haben, in Summa, daß ich nicht kommen bin in Gefährlichkeit Leibes und Lebens; das alles habe ich allein deiner Barmherzigkeit zu danken, der du mich auf allen meinen Wegen und Stegen behüteft. Ich bitte nun ferner, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, die ich wider dich gethan habe, und mich samt allen, so mir verwandt sind und zugehören, heut diese Nacht und die ganze Zeit unsers Lebens auch gnädiglich bewahren vor aller Angst und Beschwernis, vor des Teufels List und Geschwindigkeit, damit er uns Tag und Nacht gedenket zu bestricken. Behüte uns auch vor der schädlichen Bestilenz, die im Finstern schleichet; bewahre uns vor dem Strick des Feindes. Errette uns, daß wir nicht kommen in das Netz des Jägers, so unserer Seelen nachstehet. Beschütze uns auch vor schweren Sichtungen und Gebrechen, vor Furcht und Schrecken des Feindes, vor allem übel Leibes und der Seelen; denn du bist mein gewaltiger Schuß, meine große Stärke, mein Schirm wider alle Pfeile des Satans, mein Licht in Finsternis und Schatten des Todes. Du bist unsre feste Burg, unser Wehr und Waffen, unser Nothelfer, auf den wir hoffen. Darum, du getreuer Gott, laß deine Augen über uns offen sein und bewahre uns in dieser Nacht vor aller Gewalt und Anfechtung des bösen Feindes, sei unser Wächter und Hüter, umgib uns mit deinem Schutz, auf daß der Teufel uns nicht könne beschädigen; denn bei dir allein steht unser Heil, zu dir allein hebe ich meine Augen auf, daher mir Hilfe tommet; meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erden gemacht hat. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren sehen; wie die Augen der Mägde auf die Hände ihrer Frauen: also sehen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er uns gnädig werde. Šei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig; denn wir sind arm und elend. Erhebe über mich das Licht deines Antlißes und erleuchte meine Augen, daß ich nicht im Tod entschlafe, der du lebeft und regierest in Ewigkeit. Amen! Morgensegen am Dienstag. Gelobet jei Gott, der Schöpfer Himmels und der Erden, gelobet jei der Herr, der allein Wunder thut, und gelobet sei sein heiliger Name ewiglich! Der den Tag und die Nacht durch seine göttliche Weisheit geschaffen und unterschieden hat, dazu verordnet, daß, solang die Erde ftehet, fie nicht sollen aufhören, auf daß der Mensch des Nachts möge seine Ruhe haben und am Tage wieder an seine Arbeit gehen. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel, du haft sie alle weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Für solche deine Wohlthaten sollen wir dir danken, ehe die Sonne aufgehet, und vor dich treten, wenn das Licht hervorbricht. Darum preise ich dich jetzt auch, daß du mich in dieser Nacht hast sicher schlafen und ruhen lassen, auch wiederum fröhlich und gesund erwachen, dazu vor aller des Feindes Gewalt und Bosheit väterlich beschirmet. Ich bitte dich, du wolleft meine Seele in 456 Abendsegen am Dienstag. deine änd einschließen, meinen Leib nach deinem Wohlgefallen gefund erhal ten und mich vor allem ülbel und Schaden behüten. Sei du mein gewaltiger Echutz, meine große Stärke, mein wider die Hitze, meine Hütte wider den heißen Mittag, meine Hut wider das Straucheln, meine Hilfe wider den Fall, auf daß mich kein übel treffe. gütiger Gott, weil die Stunde auch da ist, aufzuſtehen vom Schlaf der Sünden und aller Ungerechtigkeit, fintemal unser Heil jetzt gar nohe ist, denn die Nacht ist vergangen und der Tag herbeikommen, so hilf, daß wir ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts, auf daß wir ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Geilheit und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern daß wir anziehen Jesum Chriftum in wahrem Glauben und chriftli chem Wandel. Derhalben wecke mich alle Morgen, wecke mir das Ohr, daß ich mit gläubigem Herzen dein heiliges Wort höre, dasselbige in meinem Ge dächtnis behalte, auf daß ich meine Ohren neige zu dem Echreien und Flehen der Armen und Elenden, dieselben in ihrer Not nicht verlasse. Und wenn ich wieder in meiner Angst zu dir rufe, so erhöre du auch die Stimme meines Flehens und verachte nicht das Seufzen in meiner letzten Not. Laß mein Gebet früh vor dich kommen. Neige deine Ohren zu meinem Schreien. Er fülle uns früh mit deiner Gnade, so wollen wir rühmen und fröhlich sein in dir unser Leben lang. Amen! Abendsegen am Dienstag. Herr, gütiger Gott, heiliger Bater, des Tages schreie ich zu dir mit meiner Stimme; wenn mir angst ist, rufe ich zu dir, und des Abends gedenke ich an deine Güte und Treue, die du mir erzeiget haft, und sonderlich preise ich dich jegund, daß du mich aus lauter Gnad und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit, heut diesen verschienenen Tag vor unzähligem Schaden und Gefahr, die mich hätten treffen können, so ganz väterlich behütet haft, daß ich durch keinen bösen jähen Tod dem Satan heimgefallen bin, daß ich von Ungewitter, Hagel und Blitz nicht bin versehret worden, daß mich große Sturmwinde nicht beschädiget haben, und daß mich der böse Feind nach seiner höllischen Sucht auf keine andere Weise hat dürfen antasten. Dafür fag ich dir jetzt und allezeit Lob und Dank und bitte dich um des bittern Leis dens Jefu Chrifti willen, du wollest mir verzeihen alle Mißhandlungen, so ich heut wider dich gethan habe, und mich die zukünftige Nacht auch gnädiglich bewahren vor meinem Widersacher, den leidigen Teufel, sowie vor allem Schrecken und Entsetzen des Nachts. Behüte mich auch mit allem, was ich habe, vor Wassers- und Feuersnöten, vor allem übel Leibes und der Seelen. Laß mich geruhiglich ohn alle Sorg und Bekümmernis einschlafen, auf daß ich auch in Finsternis das Licht deines göttlichen Glanzes über mich scheinend möge sehen mit den Augen meines Herzens; denn du bist ein helles und wahrhaftiges Licht, welches da erleuchtet alle Dunkelheit, die uns umfangen hat. Du, Herr Gott, bist bei mir, du bist mein Fels, mein Burg, mein Erretter, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schuß. Herr, mein Gott, zu dir breite ich des Nachts meine Hände aus: komme zu mir, wie ein Spatregen, der das Land befeuchtet. Bleibe bei uns, Herr; denn der Tag hat sich geneiget, und ist niemand, der uns in dieser Finsternis schürze, denn du allein, unser Gott. Eile mir zu helfen und schütze mich in dieser Nacht, daß mein Geist in Sünden nicht entschlafe, und meinem Leibe kein übel widerfahre. Wecke mich zu rechter und bequemer Zeit, und laß mich Hören Freud und Wonne: denn ich habe Luft zu deinem Wort und Zeugnissen; die find meines Herzens Trost. Gib, daß für meine Ohren nicht komme eine traurige Botschaft und wende die Angst meiner Seelen; denn du kannst allein mein Leben fristen und mich mit allerlei Segen erfüllen in Christo Jesu. unserm Herrn. Amen! Morgen- und Abendsegen am Mittwoch. Morgensegen am Mittwoch. Allmächtiger, barmherziger Gott, nachdem alle deine Kreaturen dich ohne Unterlaß loben und preisen sollen, welches auch thun die Vögel unter dem Himmel, die früh gegen dem Tage mit ihrer Stimme aufs lieblichfte dich, ewi gen Gott, als ihren Herrn und Schöpfer rühmen, so danke ich dir jetzt auch von Herzen, daß du mich die vergangene Nacht und alle vorige Zeif meines Lebens unter deinem Schuß und Schirm bis auf diese gegenwärtige Stunde erhalten haft, und mich aus dem Schlaf und Finsternis dieser Nacht erwecket, fröhlich und gesund hast lassen aufstehen. Ich bitte dich durch die heilwärtige Auferstehung Jesu Christi von den Toten, du wollest mich fürder auch behüten vor allem Unglück und übel, samt allen, die mir mit Blutsfreundschaft und sonsten verwandt sind. Herr, hilf deinem Volk und segne dein Erbe, und weide fie und erhöhe sie ewiglich. Du wollest mich auch in dieser Früh ftunde mit deiner Barmherzigkeit erfüllen, daß ich heut mit Freuden diesen ganzen Tag in deinen Geboten, ohne alle Todsünde zubringe. Erzeige mir deine Gnade; wie eine Tauwolte des morgens und wie ein fruchtbarer Tau, der früh morgens sich ausbreitet und das Land befeuchtet, also wollest du deine Güte über mich ausstrecken, mein träges Gemüt erfrischen, daß ich wacker und fröhlich deinen Willen thue. Regiere mich mit deinem heiligen Geist, daß ich dir mit reinem Herzen möge dienen in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligleit, die dir gefällig ist. Behüte mich, daß ich heut nicht wider dich sündiğe und etwan mein Gewissen beflecke mit fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten. Bewahre auch meine Zunge vor Bösem und meine Lippen, daß sie nicht falsch reden oder trügen. Schandbare Wort und Narrenteiding, die den Christen nicht geziemen, laß ferne von mir sein. Hilf, daß ich mit meinen Lippen niemand ärgere noch afterrede, urteile oder verdanime, auch niemand lästere oder schmähe. O daß ich könnt ein Schloß an meinen Mund legen und ein feft Siegel auf mein Maul drücken, daß ich dadurch nicht zu Fall käme, und meine Zunge mich nicht verderbete! Gib Gnade, daß ich mich selbst in meinen Gebrechen erkenne und strafe, damit ich nicht in dein gestreng Urteil und Gericht falle. Solches verleihe mir, ewiger Gott, durch Christum, deinen lieben Sohn. Amen! 457 Abendsegen am Mittwoch. du heilige Dreifaltigkeit, in Einem göttlichen Wesen, der du bist mein Leben, Heil und ewiger Troft, dir sage ich mit Mund und Herzen Lob und Dank, daß du mich diesen Tag über gnädiglich behütet haft. Ich bitte beine göttliche Güte, du wollest alle meine Missethat bedecken, allermeist aber, was ich heut wider dich und deine heilige Gebote mit meiner Zungen, mit unnügen, vergeblichen Worten, mit Afterreden und sonsten gefündiget habe, und wollest mich diese zukünftige Nacht auch bewahren vor allem Schaden und Gefahr; denn zu dir allein habe ich all mein Vertrauen. Gott, wie dein Name ist, so ist auch dein Ruhm bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. Darum befehle ich meinen Leib und Seele in deine Hände. So gebenedeie mich) nun die göttliche Majestät, und beschirme mich die heilige Dreifaltigkeit, und erhalte mich die ewige Einigkeit. Es beschütze mich die un ermeßliche Barmherzigkeit, es verteidige mich die unaussprechliche Mildigkeit, es erfreue mich die unendliche Süßigkeit, mich bedecke die höchste Wahrheit Gottes, mich stärke die tiefeste Erkenntnis Chrifti, mich bewahre die grundlose Gütigkeit des Herrn. Die Gnade des Vaters regiere mich, die Weisheit des Sohns erquicke mich, die Kraft des heiligen Geistes erleuchte mich. Mein Schöpfer stehe mir bei, mein Erlöser helfe mir, mein Tröster beiwohne mir. Der Herr segne mich und behüte mich; der Herr erleuchte sein Angesicht über mich und sei mir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht auf mich und gebe 458 Morgen- und Abendsegen am Donnerstag. mir Friede. Dieser Schutz und Segen der einigen und ewigen Gottheit sei heut und allzeit zwischen mir und allen meinen Feinden, sichtbaren und unsichtbaren, daß fie sich zu mir nicht können nahen, noch mich beschädigen. Gleichwie die Wolkensäule in der Wüsten sich machte zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israel, daß diese und jene nicht fonnten zusammenkommen, damit den Kindern Israel kein Leid widerführe; also wollest du zwischen mir und allen meinen Feinden eine Feuermauer und Unterschied sein, daß sie mich nicht berühren. Erhalte mich auch an meinem letzten Stündlein, wenn meine Augen nimmer sehen, meine Ohren nimmer hören, und wenn meine Zunge nimmer redet, wenn meine Hände nimmer greifen, und die Füße nimmer gehen mögen, so stehe mir bei, du hochgelobte Dreifaltigkeit, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen! Morgensegen am Donnerstag. Herr Jesu Christe, der du bist das ewige, wahre Licht, welches da vertreibet die Finsternis des Nachts und Schatten des Todes, deinen Namen will ich rühmen, dir will ich lobsingen und danken, daß du mich in dieser Nacht so gnädiglich behütet und aus der Finsternis an das Licht gebracht hast. Mich hast du bewahret vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleichet, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Auch haft du meine Seele mit deinem Schild unringet und bewachet, wie ein Hirt seine Herde bewachet. Dazu alles, was ich habe, ift durch deine große Barmherzigkeit unversehrt behiitet worden. Für solchen gnädigen Schutz und alle deine Wohlthaten sei dir Lob und Preis gesagt; von deiner Macht will ich reden und des Morgens deine Güte rühmen; denn du bist meine höchste Zuversicht, meine feste Burg, meine starke Hilfe, mein treuer Gott, auf den ich traue; du erfreuest mein Herz und machest mir fröhlich das Angesicht. Ich bitte dich durch deine heilige Geburt und Menschwerdung, du wolleft an diesem Tage deine Barmherzigkeit über mich lassen aufgehen und hervorbrechen, wie die schöne Morgenröte, und zu mir kommen, wie der Früh regen. Erlenchte meine blinde Natur und verdunkelt Herz mit dem Glanz deines göttlichen Lichtes, auf daß du in meinem Herzen aufgeheft, der du bist der rechte Morgenstern und das wahrhaftige Licht, welches erleuchtet die Menschen zum ewigen Leben. Behitte mich auch heut vor allem Übel, sei mir gnädig, Herr; denn auf dich harre ich, meine Seele wartet auf dich von einer Morgenwache bis zur andern. Sei du mein Arm früh, dazu mein Heil zur Zeit der Trübsal. Beschirme mich an leib und Seele, daß mir kein Üübels begegne, und keine Plage zu mir nahe. Treibe fern von mir alle böse Geister, stehe du bei mir wider die Boshaftigen, tritt zu mir wider die Übelthäter und schütze mich, daß die Hand der Widerwärtigen mich nicht berühre. Herr, unser Gott, fördere das Werk unserer Hände bei uns, ja das Werk unserer Hände wolleft du fördern, und unsere Arme stärken, auch unsere Finger lehren halten deine Gebote, daß wir heut nicht wider dich fündigen. Solches verleihe uns um deiner Barmherzigkeit willen, welche für und für währet in Ewigkeit. Amen! Abendsegen am Donnerstag. Gelobet sei Gott der Vater durch Jefum Christum im heiligen Geist, ein einiger, ewiger Gott, der durch seine mannigfaltige Güte mich armen Sünder und elenden Menschen heut diesen Tag gnädiglich bewahret hat vor allen feurigen Pfeilen des Satans, die des Tages fliegen, vor der Seuche, die int Mittag verderbet, dazu vor dem jähen, schnellen Tod, und vor allem Schaden väterlich behütet. Herr, deine Güte, reichet, so hoch der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Du bist gnädig und barmherzig; alle Morgensegen am Freitag. 459 deine Werke sind löblich. Ich bitte dich, mildreicher Gott, du wollest mir aus Gnaden verzeihen alles, was ich heut wider dich gethan habe, es sei mit Werfen, Worten und Gedanken. Wollest auch deine Barmherzigkeit zu mir richten und mich die zukünftige Nacht lassen einschlafen und ruhen, daß ich dich, der du bist die ewige Ruhe, nun und nimmermehr verlasse, sondern in dir bleibe durch den Glauben und unter deinem Schirm sicher wohne, auf daß sich der böse Feind nicht dürfe zu mir nahen und mir keinen Schaden könne zufügen. Herr, du bist mein Licht und mein Heil; vor wem sollt ich mich fürchten? Du bift meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen? Auf dich verlässet fich mein Herz, und mir ist geholfen. Du bist mein Trost und gewaltiger Schutz, deine rechte Hand stärket mich, deine Rechte tröstet mich, und unter dem Schirm deiner Arme habe ich Zuflucht. Siehe, mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du mir, und des Nachts schweige ich auch nicht, und du erhöreft mich. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir; denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel ruhe ich meine Seele hanget dir an, deine rechte Hand erhält mich. Wenn ich im Finstern fitze, so ist doch der Herr mein Licht und mein Heil. gütiger Gott, verleihe mir Gnad, daß, wenn mein Sterbftündlein herzunahet, und ich ins Tobbette zur ewigen Ruhe mich soll niederlegen, daß ich durch deine Hilfe im rechten, festen Glauben getroft und unverzagt möge se liglich zum ewigen Leben einschlafen. Indes enthalte mich dir, daß ich allzeit wache, nüchtern und mäßig lebe und in christlicher Bereitschaft erfunden werde, fintemal ich nicht wissen kann, zu welcher Stunde du, unser Gott, kommen wirst und mich von hinnen abfordern, auf daß ich würdig werde, zu stehen vor des Menschen Sohit, und nicht zu Schanden werde in seinem Gericht, der mit dir lebet und regieret in Ewigkeit. Amen! Morgensegen am Freitag. Gebenedeiet sei Gott, mein Schöpfer; gebenedeiet sei Gott, mein Heiland; gebenedeiet sei Gott, mein höchster Troft, der mir gibt Gesundheit, Le ben und Segen, der mein Schutz und Hilfe ist und mich an Leib und Seele nach seiner großen und hochberühmten Barmherzigkeit in dieser vergangenen Nacht vor mancherlei Beschädigung des Satans behütet und gesund an diesen Tag hat tommen lassen. Ich bitte dich, himmlischer Vater, durch den blutigen Schweiß Jesu Christi, deines lieben Sohns, du wollest mich heut diesen Tag auch in deinen göttlichen Schutz nehmen, mich beschirmen und handhaben, innerlich und äußerlich, daß mir kein Arges widerfahre; denn in deine Hände thu ich befehlen heut und alle Tage mein arme Seele, meinen elenden Leib, mein dürftiges Leben, meine Sinne, Vernunft, Verstand und Anschläge, alle meine Gedanken, Wort und Werke, mein Thun und Lassen, meinen Eingang und Ausgang, mein Gehen und Stchen, mein Sitzen und Liegen, meinen Willen und Ratschlag, mein Dichten und Trachten, meinen Glauben und Be kenntnis, und was ich auswendig und inwendig bin und vermag, das Ende meines Lebens, den Tag und die Stunde meines Todes, mein Sterben und Auferstehen. Herr Gott, schaffe du es mit mir, wie du willst und weißeft, was zu deiner Ehr und zu meiner Seligkeit das beste ift. Erhalte mich in deiner Furcht und wahrer Erkenntnis. Behüte mich vor den Werken der Ungerechtigkeit, und so ich etwa wider dich aus Gebrechlichkeit würde sündigen, to bitte ich dich, du wollest deine Barmherzigkeit nicht von mir nehmen, deine Gnade nicht von mir wenden, deine Hilfe mir nicht entziehen; denn es ist sonst kein anderer Gott noch Helfer, vor dir ist kein anderer gemacht, so wirb auch nach dir kein anderer sein; du, du bist der erste und der letzte, und außer bir ist kein Gott. Darum rufe ich zu dir allein: laß deine Güte über mich walten, laß mich früh hören deine Gnade, denn ich hoffe auf dich; leite meinen Fuß auf rechter Straßen, daß ich nicht wandele im Rat der Gottlosen, 460 Abendsegen am Freitag. noch trete auf den Weg der Sünder, noch sitze, da die Spötter sitzen, sondern daß ich all meines Herzens Luft und Liebe habe zu deinem Wort und Geboten und in denselbigen mich übe Tag und Nacht, durch unsern Herrn Jesum Chriftum. Amen! Danksagung für das Leiden Christi. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, wahrer Gott und Mensch, daß du mich armen Sünder und verdammten Menschen ohn all meine Werte, Verdienst und Würdigkeit durch dein heilig Leiden, Sterben und Blutvergießen erlöset hast. Herr Jesu Christe, wie groß ist dein Leiden! wie schwer ist deine Bein! wie viel ist deiner Marter, wie tief sind deine Wunden, wie bitter und schmerzlich ist dein Tod! wie unaussprechlich ist, deine Liebe, damit du mich deinem lieben Vater versöhnet hast, da du am Olberg blutigen Schweiß vor großer Todes angst geschwitzet, daß die Blutstropfen auf die Erde gefallen, und daselbst von allen deinen Jüngern verlassen, in die Hände der schnöden Juden und gottlosen Schar dich willig für mich ergeben, welche dich hart und ungeschwungen gebunden, von einem ungerechten Richter zum andern unbarmherzig geführet. Daselbst bist du fälschlich verklaget, verurteilet und verspeiet, verhöhnt und mit Fäusten in das Angesicht geschlagen worden; du bist um unfrer Missethat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen, gegeißelt und mit Dornen gefrönet und jämmerlich zugerichtet, wie ein armer Wurm, der nicht einem Menschen ähnlich gewesen; denn du warest der Allerverachtetst und Unwerteft, voller Schmerzen und Krankheit, also daß es auch ein heidnisch Herz erbarmet hat und gesagt: sehet, welch ein Mensch ist das! Du bist von we gen meiner Mißhandlung mitten unter zweien übelthätern gerechnet und als ein Fluch aufgehängt, an Händen und Füßen mit Nägeln durchgraben, dazu in deinem höchsten Durst mit Essig und Gailen getränkt, und mit großen Schmerzen hast du deinen Geist aufgegeben, auf daß du unsere Schuld bezah left und wir durch deine Wunden geheilet würden. Herr Jesu Christe, für diese und andere alle deine Marter und Bein sage ich dir Lob und Dank und bitte dich: laß dein heiliges, bitter Leiden und Sterben an mir nicht verloren sein, sondern gib, daß ich mich desselben zu jeder Zeit von Herzen tröfte und rühme, auch dasselbige also begehe und betrachte, daß alle böse Lüste in mir ausgelöschet und gedämpfet, dagegen aber alle Tugenden eingepflanzet und ge mehret werden, auf daß ich, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit lebe und deinem mir gelassenen Vorbild nachfolge, in deine Fußstapfen trete, bas übel mit Geduld vertrage und das Unrecht mit gutem Gewissen leide. Amen! Abendsegen am Freitag. Gelobet sei der Herr, der allein Wunder thut, und gelobet sei sein heis liger Name ewiglich, und alle Lande müssen seiner Ehre voll werden. Ich will täglich rühmen von Gott, und des Abends soll ihm mein Mund danken für und für. Denn wenn ich schreie, so erhöret er mich, und wenn ich flehe, so neiget er seine Ohren zu mir; wenn ich bete, mertet er auf meine Stimme. Der Herr ist meine Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die mich troffen haben. Darum sage ich dir, ewiger Gott, Lob und Preis, daß du mich heut diesen Tag väterlich behütet hast vor allem Unfall und Schaden, so mir hätten können begegnen. Mein Herz ist fröhlich, und meine Seele preifet dich um alle deine Güte und Barmherzigkeit. Meine Zunge soll ihr Ge präch von dir haben und immer sagen: hochgelobet sei Gott, gesegnet sei sein heiliger Name! Ich bitte dich, du wollest mir aus Gnaden nachlassen alles, was ich heut wider dich gesündigt habe, und mich diese zukünftige Nacht samt allem, was mir zustehet, auch schützen. Sei du mein Schild und mein Schat Morgen- und Abendsegen am Sonnabend. 461 ten über meiner rechten Hand. O Herr, behüte mich vor allem übel, behüte meine Seele, sei mir gnädig; denn auf dich allein traue ich. Ich hoffe auf den Herrn und rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende machet. Siehe, der mich behütet, schläfet nicht. Siehe, der Hüter Ifrael schläft noch schlummert nicht; er wird meinen Gang erhalten auf rechter Bahn, daß ich nicht strauchele, und meine Tritt nicht wanken; er wird meinen Fuß nicht gleiten lassen, denn sein Wort ist ein Licht auf meinen Wegen. Darum wenn ich mich lege, so werde ich mich nicht fürchten, sondern süße schlafen und werde mich nicht fürchten vor plötzlichem Schrecken, noch vor dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt; denn du behütest meinen Fuß, daß er nicht gefangen werde, und errettest mich von den Stricken des Todes. O Herre Gott, erhebe über mich das Licht deines Antlizes, auf daß ich mich lege und schlafe ganz mit Frieden und sicher wohne unter deinem Schirm; denn du allein, Herr, hilsest mir. Auf deinen Namen will ich mich nun zur Ruhe nies derlegen und meine Augenlider lassen schlummern. Du, Herr Gott, wirst mich fröhlich wieder erwecken zu Lob und Ehr deiner göttlichen Majestät durch Je fum Chriftum, unsern Herrn. Amen! Morgensegen am Sonnabend. du wahrer, unsterblicher Gott, Vater unsers Herrn Jesu Chrifti, zu dir erhebe ich mein Gemüt mit schuldiger Dankbarkeit; deine Gerechtigkeit will ich nicht verbergen in meinem Herzen, von deiner Wahrheit und von deinem Heil will ich reden, ich will nicht verhehlen deine Güte und Treue vor der großen Gemeine, und alles, was du mir Gutes gethan haft, will ich nicht verschweigen; denn es ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Abends deine Wahrheit verkündigen. Darum preiset dich meine Seele, daß du mich in die ser Nacht durch deine überschwengliche Barmherzigkeit beschützet hast. Gesegnet bist du, Herr Gott Zebaoth, der du dich gnädig erzeigest allen, die nach dir fragen und dein Heil lieben. Gesegnet ist dein großer Name in allen anden, der unser Schutz und Hilfe ist. Gesegnet sind alle deine Werke, die du an den Menschentindern thuft. Ich bitte dich, du wollest mich heut diesen Tag auch behüten, daß mir der böse Feind feinen Schaden zufüge, und die Hand der Gottlosen mich nicht berühre. Herr Gott, mein Heiland, früh wache ich zu dir, früh rufe ich zu dir: hilf, daß ich die Wert meines Berufs und was mir befohlen ist, fleißig und treulich ausrichte zu deinem Lob und meines Nächsten Besserung, damit ich das Licht dieses Tages und deiner Kreaturen nicht mißbrauche zur Sünde oder zur Eitelkeit, dich nicht beleidige mit meinem Thun und lassen, und den Bund meiner heiligen Taufe nicht übertrete. Verleihe mir auch Gnade, daß ich mich hüte vor den sechs Stücken, die du haffeft, und bor dem siebenten, daran du einen Greuel haft, als da sind hohe Augen, falsche Zungen, Hände, die unschuldig Blut vergießen, ein Herz, das mit bösen Tücken umgehet, Füße, die behend sind, Schaden zu thun, falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und der Hader zwischen Brüdern anrichtet. Vor solchen und dergleichen Lastern bewahre mich, mein Gott, daß ich nimmermehr darein gerate, oder bewillige, sondern lehre mich thun nach deinem Willen: denn du bist mein Gott und Herr, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn, daß ich dir diene in unsträflichem Wandel, dazu all mein Thun und Leben dir ge falle in Christo Jesu. Amen! Abendsegen am Sonnabend. Lob jei dir, du höchster und unsterblicher Gott, Lob sei deiner milden Güte und Barmherzigkeit, Lob sei deiner ewigen Weisheit und Wahrheit, der du mich diesen Tag vor allem Schaden und übel behütet haft. Ich bitte dich, 462 Beicht- und Kommuniongebete. du wollest deine Güte, so du an mir angefangen hast, grädiglich vollenden, und mich heut diese Nacht auch lassen ruhen unter deinem höchsten Schirm, und mich mit einen Fittichen bedecken. Laß meine Zuversicht sein unter dem Schatten deiner Arme, daß ich kein Unglück furchte. Behüte mich, mein Gott, wie einen Augapfel; beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel. Herr, du bist mein Gut und mein Erbteil; mein Heil stehet in deinen Händen; hilf mir durch deine Güte, daß nicht Furcht und Zittern über mich komme, und mich Grauen des Nachts nicht überfalle. Sei mir gnädig, denn auf dich trauet meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht. Ich fuche den Herrn in meiner Not; meine Hand ist des Nachts ausgestreckt und läfset nicht ab; denn meine Seele hat joust keinen Trost, so weiß ich auch von keinem Helfer im Himmel und auf Erden, denn von dir allein. Zu Mitternacht, so ich erwache, gedenk ich an deinen Namen, daß er so lieblich ist, und an deine Güte und Treue, die du mir erzeiget hast, und danke dir für die Rechte deiner Gerechtigkeit. Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in Ängsten ist, so rede ich von meinem Heiland; denn er führet meine Seele aus dem Verderben und errettet mich von den Banden des Todes. Herr Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir, daß du mir vergeben wolleft alle meine Mißhandlungen, damit ich diese Wochen und heut wider dich gethan habe. Herr, errette meine Seele um deiner Barmherzigteit willen. Du bist gnädig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig. Der Herr behütet die Einfältigen. Wenn ich niederliege, so hilft er mir auf. Darum foill ich fröhlich sein und dich preisen und rühmen auf meinem Lager; denn die Zeit meines Lebens wird mir aufgehen, wie der Mittag, und das Finster wird mir ein lichter Morgen sein, und werde mich des trösten, daß du Gott, meine Hoffnung und Ruhe bist im Leben und Tode. Ich werde mich legen, und niemand wird mich aufwecken. So befehl ich nun mein Leib und Seele in deine Hände, du treuer Gott; du hast mich erlöset durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen! Beicht- und Kommunion- Gebete. Sündenbekenntnis vor Gott. Gerechter Gott, barmherziger Vater, ich armer, elender Mensch bekenne, daß ich nicht allein in Sünden empfangen und geboren bin, sondern auch die ganze Zeit meines Lebens, von Kindheit auf bis auf diese gegenwärtige Stunde, mit vielen schweren Sünden zugebracht habe; denn ich dich, meinen Herrn und Gott, nicht von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräf ten und von ganzem Gemüte geliebet und gefürchtet, dir auch nicht über alle Dinge vertrauet, deinen heiligen Namen nicht von Herzen angerufen und ge preiset habe, sondern denselbigen mißbrauchet mit Fluchen, Schwören, Lügen und Trügen; die Predigt deines heiligen Worts habe ich oftmals versäumet, verachtet, mich gar wenig daraus gebessert. Auch habe ich meinen Nächsten nicht geliebet als mich selbst, sondern ihn gehaffet, verachtet, beleidigt, Schaden gethan und lassen geschehen, habe mich also alles Bösen lassen gelüsten, und den Bund meiner heiligen Taufe übergangen. Und wie ich wider dich gesün diget habe, es sei mit Werken, Worten oder Gedanken, heimlich oder öffentlich, und alle meine verborgene Fehler, welcher du, als ein Herzenstündiger, mich schuldig weißest besser, denn ich selbst, die bekenne ich mit herzlicher Reue und Leid. Ich bin ja ein unnüßer Knecht, und habe gesündiget in den Himmel und vor dir, bin nicht wert, daß ich dein Kind heiße und meine Augen zu dir aufhebe, denn ich dich mit vielen großen Sünden heftig erzürnet, meine arme Seel und Gewissen hart beschweret habe, welche mich drücken, und wie eine schwere Laft sind sie mir zu schwer worden: so komm ich doch in der Zeit der Gnaden und wende mich von deiner strengen Gerechtigkeit zu deiner grundlo Gebet vor und nach der Beichte. 463 sen Barmherzigkeit. O Herr Gott, sei gnädig mir armen Sünder, vergib mir meine Sünde, nimm an zur Bezahlung derselbigen den unschuldigen Tod Jesu Christi, deines lieben Sohnes, verleihe mir Besserung meines Lebens. Amen! Gebet vor der Beichte. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, dieweil ich jetzt auf Erkenntnis meiner Sünden, zu Stärkung meines schwachen Glaubens, hingehen will zur Beichte, allda die Absolution und Vergebung der Sünden zu empfahen, so bitte ich dich von Herzen: gib mir deinen heiligen Geist, daß ich dieses hohe Gnadenwert mit rechtem Glauben und christlichem Verstande ansehen und bedenken möge, und dann nicht zweifeln, sondern fest und gewiß glauben möge, was der Diener deines Worts allda in der Beichte und Absolution nach deinem Befehl mit mir redet und handelt, daß dem allen eigentlich und gewiß also sei, und daß du selbst in der Stimme deines Dieners mich allda von meinen Sünden absolvierest und entbindest. Gib auch, daß ich mich dieser Entbindung und Absolution jetzt und allezeit trösten möge, zu gewisser Versicherung deiner Gnade und des ewigen Lebens, durch deinen Sohn, unsern Herrn und Heiland, Christum Jesum. Amen! Gebet nach der Beichte. allmächtiger, gnädiger und barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Grund meines Herzens Lob, Ehr und Dank für diese große Gnade und Wohlthat, die du mir jetzt so väterlich erzeiget haft, indem du mich armen Sünder abermal in Gnaden angenommen, und mir durch die heilige Absolution alle meine Sünden verziehen und vergeben und das ewige Leben aufs neue wiederum zugesaget und versprochen haft, um deines lieben Sohnes Chrifti Jefu willen. Ich bitte dich herzlich, du wollest mich in solcher Gnade allezeit väterlich erhalten, und mir deinen heiligen Geist verleihen, daß ich diejer jetzt empfangenen gnadenreichen Vergebung festiglich glaube, und mich derfelben jetzt und allezeit in allen Anfechtungen und Widerwärtigkeiten trösten, und mich daher alles Guten zu dir ersehen möge. Verleihe mir auch die Gnade deines heiligen Geistes, daß ich der Sünden hinfort je länger je feinder werde, mich davor fleißig hüte, und meinem Fleische nicht mehr seinen Willen lasse, zu fündigen, sondern daß ich demselben durch ein stark Gebet in meinem Beruf widerstehen und mein ganzes Leben nach deinem Willen anstellen und führen möge. Und was ich darin zu schwach bin, wie ich dir denn meine Schwachheit mit tiefem Seufzen noch immerdar bekenne, so wolleft du durch dein starkes Wort und heiligen Geist mir beistehen und überwinden hel fen. Alles um und durch deinen lieben Sohn, meinen Herrn und Heiland, Jesum Christum. Amen! Gebet vor Empfahung des heil. Abendmahls. Herr Jesu Christe, der du mit deinem heiligen Munde selber fageft: Wer hungerig und durstig sei, der soll zu dir kommen, du wollest ihn speisen und tränken, daß ihn nimmermehr hungern und dürften soll. Ach Herr, hier tommt zu dir eine arme, hungerige und dürftige Seele nach einer Speis und Trant der ewigen Gerechtigkeit und Seligkeit. du Brot des Lebens, speise mich armen Hungrigen mit deinem wahren leib. du Brunn des Lebens, tränke und erquicke mich Durftigen mit deinem wahren Blut, auf daß ich, gesättigt und erquicket, aus diesem Jammerthal mich zu dir hinauf in den Himmel erhebe, da du fizest zur Nechten deines himmlischen Vaters und vertrittst uns, da ich dich alsdann ohne Hunger und Durst, in ewiger Freud und Froh 464 Gebet, wenn man zum Altare hingehet. Lochung samt deinem Vater und dem heiligen Geist preisen werde in Ewig feit. Amen! Wenn man zum Altare hingehet. Gott, sei mir armen Sünder gnädig, gib mir deinen heiligen Geift in mein Herz, daß ich das heilige Satrament würdiglich empfangen, meinen schwachen Glauben stärken, mein blödes Gewissen trösten, mein Leben bessern und ewig selig werden möge. Solches verleihe mir, o Gott, um Jesu Christi willen. Amen! Bei Empfahung des Leibes Christi. Sei mir willkommen, du süßer Herr Jesu Christe, mit der edlen Speise deines allerheiligsten Leibes, den du mir jetzt unter dem Brot zu essen gibest, wie du ihn für mich in den bittern Tod gegeben haft! Den laß mir gedeihen zum ewigen Leben. Amen! Herr Jesu, dein heiliger Reib ftärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Amen! Bei Empfahung des Blutes Christi. Sei mir willkommen, du süßer Herr Jesu Christe, mit dem edlen Trant deines teuern Blutes, das du mir jetzt im Wein zu trinken gibest, wie du es am Kreuz vergoffen haft, zur Vergebung der Sünden. Das laß mir ge deihen zum ewigen Leben. Amen! Herr Jesu, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich im rechten Glauts ben zum ewigen Leben. Amen! Wenn man vom Altare hinweggehet. Herr Jesu Christe, mit was Herzen, Zunge und Worten soll ich deine große Güte aussprechen, so du mir jetzt hast widerfahren lassen, indem du dich felber it allem, was dein ist und dir zugehöret, mir geichenfet und gegeben haft. Ach, laß dir gefallen die geringe, demütige Rede meines Mundes, und fei mit dem einfältigen Lob zufrieden, das ich dir jetzt in diesem meinem ge brechlichen Fleisch und Blut sagen kann, bis du mich gar zu dir einholest, da ich dich von Angesicht zu Angesicht schauen und mit allen Engeln und Ausers wählten ohne Aufhören chren und preisen werde. Amen! Herr Jesu. Amen! Danksagung nach dem heil. Abendmahl. 1. du mein lieber Herr Jesu Christ, ich sage dir herzlich Lob und Dank, daß du mich jetzo abermal väterlich an deinem Tische mit deinem Leib und Blut gespeiset und getränket haft, und bitte dich von Herzen: laß mir fol ches gedeihen zu Stärkung meines Glaubens, zu sicherer Begleitung aus die sem Jammerthal in das ewige Leben. Amen! 2. Jesu Christe, unser rechter und ewiger Hoherpriester, der du sitzest zur Rechten Gottes auf dem Stuhl der Majestät im Himmel und bist ein Pfle ger der heiligen Güter und der wahrhaftigen Hütten, die nicht mit der Hand gemacht ist, du bist durch dein eigen Blut einmal in das Heilige eingegang en und haft uns eine ewige Erlösung erfunden, da du dich selbst ohn allen Wandel durch den heiligen Geist deinem licben Vater aufgeopfert hast, unsere Gewissen zu reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott. Wir danken dir von ganzem Herzen, daß du den schmählichen Tod am Kreuz Gebet auf der Reiſe. Gebet im Ungewitter. 465 mit willigem Gehorsam, aus herzlicher Liebe, mit großer Unschuld und unaus sprechlicher Geduld, für uns arme Sünder gelitten hast, dazu dies hochwürdige Sakrament zum ewigen Gedächtnis und Erinnerung deiner göttlichen Huld and Treue gegen uns, auch zu einem gewissen Unterpfand, Siegel und Ver= ficherung der Vergebung unserer Sünden eingesetzet und uns zu derselbigen Gemeinschaft berufen und kommen haft laffen, damit du unsere hungerige und durstige Seelen gespeiset und getränket haft zum ewigen Leben. wie ist deine Liebe so groß, wie unaussprechlich ist deine Barmherzigkeit und Herr Gott, unerforschlich deine Gnade, sintemal dit niemand ausschließest von diesem hohen Abendmahl, wo sich nur ein Mensch selbst nicht absondert und unwürdig machet. Wenn nun jemand hungert oder dürftet, der wird allhie gesättiget; wer dürftig und arm ist, der findet allhie alle Schätze und Reichtum des Lebens. Wer geängstet ist, der überkommt allhie Ruhe; wer frank ift, der erlangt die Arznei und Gesundheit der Seelen; wer mit Sünden beladen ist, der hat allhie Erquichung seines Gewissens; wer im Tode ift, der findet das ewige Leben. So hilf, gütiger Gott, daß uns dies heilige Sakrament gereiche zur Seligkeit, und daß wir hinfort halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanten, denn du bist treu in deiner Verheißung; auch daß wir untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken und nicht verlassen unsere Versammlung, sondern uns untereinander ermahnen und das so viel mehr, so viel wir alle sehen, daß sich der Tag nahet, und das Ende unsers Lebens herzu dringet, auf daß wir fröhlich erwarten deiner Zukunft. Amen! 1 Gebet auf der Reise. ( Aus dem alten Ansbacher Gesangbuche.) Herr Jesu Christe, du allmächtiger Hüter und Wächter Israel, unser Immanuel, der du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben, in deinem Namen will ich mich jetzt auf den Weg machen; ich bitte dich von Grund meines Herzens, du wollest meinen Aus- und Eingang segnen und behüten von nun an bis in Ewigkeit. Du sprichft ja: ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollt, ich will dich mit meinen Augen leiten. Ach Herr, so bewahre mich nun wie einen Augapfel auf allen meinen Wegen und Stegen, richte deinen Weg vor mir her und leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen. Erhalte mich durch deinen heiligen Geist bei reiner Lehr und deinem heiligen Wort, daß ich nicht abweiche vom rechten Weg deiner Befehle; behüte mich vor falscher Lehre und führe mich auf rechter Straßen um deines Namens Ehre willen; sei mir gnädig um deiner Wahrheit willen und bringe mich nach glücklicher Verrichtung meiner Reise und Geschäfte wie der frisch und gesund nach Hause um deiner Gerechtigkeit willen, so will ich deine Güte und Treue rühmen, so lang ich lebe, und deinen Namen loben und preisen immer und ewiglich. Amen! Herr Jesu. Amen! Gebet im Ungewitter. Großmächtiger Gott, deinem Namen sollen alle Gewaltige auf Erden Ehre bringen und dich, ewigen Gott, anbeten im heiligen Schmuck; denn du bist der Herr im höchsten Thron, du beweiseft deine Kraft und Macht an allen Orten. Die Stimme des Herrn gehet auf großen Waffern, der Gott der Ehren donnert, die Stimme des Herrn gehet herrlich und mit Dacht. Die Erde be bet und wird beweget, und die Grundfeste der Berge regen sich. Dampf gehet aus von seiner Nasen, und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es dabon blitet. Dein Gezelt um dich her ist finster, und schwarze, dicke Wolken, darinnen du verborgen bist, und Dunkel ist unter deinen Füßen; vom Glanz 466 Danksagung nach dem Ungewitter. bor dir trennen sich die Wolken; der Herr donnert im Himmel, und der Höchste läffet seinen Donner aus. Du bringest hervor die Winde aus deinen verborgenen Löchern und treibeft sie wieder an ihren Ort, wenn sie deinen Befehl ausgerichtet haben. Es ist dir alles unterworfen; alle Dinge erkennen dich für ihren Schöpfer und zittern vor deiner göttlichen Majeftät. Die hohen Berge und die Abgründe der Tiefen erschrecken, wenn du zornig bist; der ganze Erdboden zittert, Meer und Wasser fliehen vor deinem Zorn. Die Stimme des Herrn hauet wie Feuerflammen; die Stimme des Herrn erreget die Wüsten; der Herr bleibet König in Ewigkeit, er wird seinem Volk Kraft geben, der Herr wird sein Volk segnen mit Frieden. O gütiger Gott, behüte uns vor deinem grimmigen Zorn, der unerträglich ist; vergib uns unsere Sünde; erleuchte dein Antlitz über uns und sei uns gnädig. Bewahre unser Leib und Leben, Haus und Hof vor Entzündung des Wetters, vor Schießung der Strah len, vor Donnerschlag und allem Verderben. Desgleichen beschüße die Früchte auf dem Felde vor Schlossen und Hagel, vor großer Wasserflut und vor allem Schaden. O heiliger Gott, behüte uns vor einem bösen Tode. Gott der Vater, der seinen Sohn des Kreuzes Pein für mich hat lassen leiden, erhalte mich. Jesus von Nazareth, ein König der Juden, für mich gestorben, bewahre mich. Der heilige Geist, der mich gezeichnet hat mit der Salbung und mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes, beschirme mich, daß mir kein Unfall widerfahre. Amen! Danksagung nach dem Ungewitter. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, der du gesagt haft im 50. Pfalz men: rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollt mich preisen! wir sagen dir von Grund unserer Herzen Lob und Dank, daß du unfer Gebet in Gnaden erhöret und dies zornige Wetter also haft vergehen las jen, daß uns dadurch an Leib und Gut kein Schade geschehen ist. Damit haft dit abermal uns zu erkennen geben wollen dein getreues Vaterherz, daß du nicht mit uns nach unsern Sünden handeln wolleft und uns nicht nach unse rer Missethat zu vergelten begehrest. Verleihe uns, barmherziger Bater, um deines lieben Sohnes Chrifti Jefu willen, daß wir uns nach solchen deinen ernstlichen und väterlichen Warnungen beständiglich bessern, in deiner Furcht hinfür leben und auf die Zukunft deines lieben Sohnes uns gefaßt und täg lich bereit machen, damit wir ihm mit Freuden entgegenziehen und den neuen Himmel, in welchem Freude, Friede und Gerechtigkeit wohnen wird, einnehmen und mit dir in deiner seligen Anschauung ewiglich besitzen mögen durch den felben deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, Jefum Chriftum. Amen! Gebete für Kranke und Sterbende. Während der Krankheit. 1. Herr, himmlischer Bater, du bist ja ein getreuer Gott und läsfeft niemand über sein Bermögen versucht werden, sondern schaffest, daß die Ver fuchung also ein Ende gewinne, daß wir sie ertragen mögen, ich bitte dich in meinen großen Nöten und Schmerzen: laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden; stärke mich, daß ichs mit Geduld ertragen möge und an deiner Barm herzigkeit nimmermehr verzage. Christe, des lebendigen Gottes Sohn, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten haft und endlich für meine Sünde ge storben bift, zu dir rufe ich aus Grund meines Herzens: erbarme dich über mich armen Sünder, vergib mir alle meine Mißhandlungen, die ich wider dich in meinem ganzen Leben gethan habe, laß mich im Glauben nicht finden. Gott, heiliger Geist, du wahrer Tröster in aller Not, erhalte mich in der 467 Gebete für Kranke in den letzten Zügen. Geduld und rechter Anrufung, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not, leite mich aus diesem Jammerthal in das rechte Vaterland. Amen! 2. O starter, allmächtiger Gott, der du bist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue, vergibst Sünde und Missethat, zu dir rufe ich, du wollest mir alle meine Sünden aus Gnaden verzeihen und meine Seele wider alle Anfechtung stärken und erhalten. Komm mir zu Hilfe und stehe mir bei, daß der Glaube in mir nicht wante, die Hoffnung nicht verzage, die Liebe icht erfalte, menschliche Schwachheit vor Schrecken des Todes nicht verjinke. Und wenn mein Stündlein kommt, so laß mich im Frieden fahren; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet haft vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volks Ifrael. An diesen Heiland glaube ich, auf ihn hoffe ich. Ach Herr, laß mich nicht zu Schanden werden; denn du bist meine Hilfe und Stärke. Siehe mich an mit den Augen deiner Barmherzigkeit und wende zu mir deine väterliche Huld durch Jesum Christum, deinen Sohn, der mit seinem heiligen Leiden und Sterben uns eine ewige Erlösung erworben hat. Amen! 3. Vater aller Gnaden, erbarme dich über meine arme Seele, vergib mir alle meine Sünde, die ich wider dich leider! gethan habe. Verachte nicht dein armes Geschöpf, verschmähe mich nicht, der ich deiner Hände Wert bin, laß den nicht umkommen, welchen dit gemacht und geschaffen hast; denn auf dich hoffe ich, du bist meine Hilfe und mein Gott. Christe, wahrer Heiland, der dit bist das Lamm Gottes, welches da trägt die Sünde der Welt, und mich mit deinem Blute gewaschen und gereiniget haft, ich bitte dich durch dein bitteres Leiden, sonderlich und allermeist das du gefühlet haft zu der Stunde, da deine edelste Seele ausging von deinem allerheiligsten Leibe: er barme dich über meine arme Seele in ihrem Ausgang und führe sie zum ewigen Leben. Gott heiliger Geist, du süßer Trost, erhalte mein Herz wider alle Anfechtung des bösen Feindes, stärke mein Vertrauen, daß ich feftiglich glaube eine Vergebung der Sünden und ein ewiges Leben. So befehle ich mun, o heilige Dreieinigkeit, meinen Geist in deine Hände, du getreuer Gott, du haft mich erlöset, der du lebest und regierest in Ewigkeit. Amen! ( Die nachfolgenden Gebete sind aus dem alten Nürnberger Gesangbuche.) Ein Gebet der Umstehenden für den Kranken, der in den letten Zügen liegt. Allmächtiger, gütiger Gott, der du unser Leben erhältft im Tod und Sterben, wir bitten dich, du wolleft die Augen deiner Barmherzigkeit wenden ju diesem franken Menschen, und ihn erquicken an Leib und Seele, ihm alle Sünde aus Gnaden vergeben. Nimm das Opfer des unschuldigen Todes Jesu Chrifti, deines lieben Sohns, für die Bezahlung seiner Missethat; denn er auch auf desselben Namen getauft und mit desselbigen Blut gewaschen und gereiniget ift. So errette ihn nun von des Leibes Qual und Bein, verkürze ihm seine Schmerzen, erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und wider alle Anfechtung des bösen Feindes, auf daß er im Glauben ritterlich kämpfe und überwinde. Verleihe ihm eine selige Heimfahrt zum ewigen Leben; schicke deine heiligen Engel her, fie ihn begleiten zur Versammlung aller Auserwählten in Chrifto Jesu, unserm Herrn. Amen! Andere kurze Gebete, in den letzten Zügen vorzusprechen. 1. Ach Herr, allmächtiger Gott, nun ist mein Zeit dahin, und wird mein Leben abgerissen, da leide ich Not, daraus du, Herr, allein fannst helfen; verkürz und findere mir dieselben. Mir ist um Trost sehr bange, o Herr! 468 Andere Gebete, in den letzten Zügen vorzusprechen. Nimm dich meiner Seelen herz herzlich an, daß sie nicht verderbe, und wirf alle meine Sünde hinter dich zurück, um des teuren Verdienstes Jesu Christi, deines Sohnes willen. Amen! 2. Herr Jesu, du treuer Heiland aller deren, die auf dich trauen, verlaß mich nicht, der ich meine Hoffnung in dieser so großen Not allein auf deine Barmherzigkeit setze. Laß auch die liebliche und seligmachende Etimme in mei nen Ohren erschallen, welche du dem Schächer am Kreuz haft hören lassen: Heut wirst du mit mir in dem Paradiese sein. Denn ich sage von Herzen mit dem Apostel: Ich habe Lust abzuscheiden und bei meinem Herrn Christo au sein. Amen! 3. himmlischer Bater, sprich mir diese freudenreiche Trostwort in mein geängstetes Herz hinein: Er begehret meiner, so will ich ihm aushelfen. Er tennet meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er rufet mich an, so will ich ihn erhören. Ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil. Nun, ich liege jetzt auch da vor dir mit meinem Gebet, nicht auf meine Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Ach Herr, höre! Ach Herr, sei gnädig! Ach Herr, mert auf und thue es, und verzeuch nicht, um dein selbst willen, mein Gott! Amen! 4. Ach du getreuer, allmächtiger Gott! Meine Sprach ist mir entfallen; es vergehet mir das Gesicht und Gehör; es verschwinden alle meine Einn allzerrinnen. prich meiner Seelen zu: Heut, in diesem Nu und Augenblick wirst du bei mir im Paradiese sein. Mein süßer Herr Jesu Christe! du bist mein Leben; laß Sterben mein Gewinn sein, weil du mich mit deinem teuren Blut so teuer 5. Allmächtiger, ewiger Gott, laß dich erbarmen das ängstliche Seufzen und Wehklagen dieses sterbenden Menschen und nimm ihn auf in dein Himmelreich, das du ihm und allen Glaubigen aus Gnaden von Anfang der Welt bereitet haft. Entbinde ihn gnädiglich, o Herr, und nach Bezahlung menschli cher Schulden tröste ihn mit deinen Auserwählten ewiglich durch deinen lieben Sohn, unsern Herrn Jesum Christum. Amen! Valet- Segen. Es fegne dich, du liebe Seele, Gott der Vater, der dich so herrlich nach feinem Ebenbild erschaffen hat! Es segne dich Gott der Sohn, der dich mit jeinem Blut und Tod so teuer erkauft und erworben hat! Es fegne dich Gott der heilige Geist, der dich zu seinem Tempel bereitet und geheiligt hat! Der gnädige und barmherzige Gott wolle dich durch die Kraft des bittern Leidens und Sterbens Jesu Christi, auch durch den Dienst der heiligen Engel, führen in den Schoß Abrahams, in das ewige Vaterland, daß du daselbst mit allen Auserwählten in unaussprechlicher Freud und Herrlichkeit leben mögeft! Unser Herr Jesus Christus sei bei dir, daß er dich beschütze; in dir, daß er dich ers daß er nach über der mit Bater and heiligen Geift lebet und regieret in alle Ewigkeit. Amen! vor er in hie und HOT I in schiltis 150 usted andr, asdsileguojuif asuis puniso ned duisms rsd tim putrionissu ni dr min sotik und ist side) inteq sixolo med imot( pnopur) entioning si redusploj i at' dnn birg) 1930 1( sin med Ordnung und Form des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen. Revidierte Ausgabe. Verkaufspreis: ungebunden 14 Pfennig. Kraft des der allgemeinen Pfarrwitwentaffe zustehenden Verlagsrechts dermalen im Verlag bei II. E. Sebald, Buchdruckereibesitzer in Nürnberg. ADM.D. PFARRER 1. Sonntäglicher Hauptgottesdienst, wenn keine Kommunion stattfindet. 1. Gesang eines Anfangsliedes, während dessen der Geistliche an den Altar tritt und in Wechselwirkung mit der Gemeinde den Introitus( Eingang) samt dem Gloria patri( Ehre sei dem Vater 2c.) singt oder spricht, und zwar in folgender Weise: 2 Geistlicher( Gegen den Altar.) 1. Gott sei uns gnädig und barmherzig, 2. Er lasse uns sein Antlitz leuchten, 3. Es segne uns Gott, unser Gott. Gemeinde: be 1. Und ge= 2. Daß wir auf 3. Es seg- ne EDC Geistl. Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gem. f Gem. A 1. Sein Lob soll 2. Daß die 3. Und las gauge dilepatol Oder: Geistl. 1. Ich will den Herrn loben allezeit; 2. Meine Seele soll sich rühmen des Herren, 3. Preiset mit mir den Herren, = set 4. Wohl dem, der = uns seinen gött- li- Er- den er- kennen seine We ge. uns Gott, und gebe uns sei- nen Frieden. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. h # men. chen Se- gen. S im- mer- dar in meinem Munde sein. len- den es hö- ren uns seinen Na- men auf und sich freu- en. er- hö- hen. ihn trau- et. ◆ Geistl. Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. in praling samt Gem. = men. 2. Das Confiteor oder Bemerkung. Statt des Introitus mit dem Gloria patri fann an Sonntagen auch bloß ein Anfangslied gesungen werden. fio 99 100 1 ola & ips$ 9-8 mit dem Kyrie. a) Das Confiteor. 3 oun 3. Fun or jac Sündenbekenntnis Geistl.( Gegen die Gemeinde.) Geliebte in dem Herrn! Eröffnet eure Herzen! Laffet uns Gott unsere Sünde bekennen und im Namen unseres Herrn Jefu Chrifti um Vergebung bitten! Sprechet mir nach mit herzlicher Begierde zu Gott, im Glauben an den Herrn Jesum Christum durch den heiligen Geist:( Gegen den Altar.) Ich armer sündiger Mensch bekenne Gott, dem Allmächtigen, meinem Schöpfer und Erlöser, daß ich nicht allein gesündiget habe mit Gedanken, Worten und Werken, sondern auch in Sünden empfangen und geboren bin, so daß meine ganze Natur und all mein Wesen vor seiner Gerechtigkeit sträflich und verdammlich ist. Darum fliehe ich zu seiner grundlosen Barmherzigkeit, suche Gnade und spreche: Gott sei mir Sünder gnädig! Ja, gnädiger und barmherziger Gott, du wollest dich unser aller erbarmen, uns unsere Sünde verzeihen und deinen heiligen Geift geben, auf daß wir durch denselben deinen göttlichen Willen erfüllen und das ewige Leben empfangen mögen. Amen. 20 L oldall& Oder folgende kürzere Form: Demütiget euch, Geliebte, vor dem Herrn im Gefühle eurer Unwürdigkeit, Sünde und Schuld. Flehet ihn an um Hilfe, um Gnade und Vergebung. Sprecht mit dem Zöllner: Gott sei mir Sünder gnädig! 4 no sid named mallo b) Das Kyrie ou d di Gem. guido? Sotto psp Hour reimmin nsminit fon mantne iu malind f Herr, Herr, 15derbarm ruldol mirre. Geiftl Kyrie eleison! Gem. er- barm dich un- ser! Christe, erbarm dich un- ser! Gem. Geistl. Christe eleison! Gem. 116 d dr dich un- ser! Oder: Herr, er- bar- me Christe, Geistl. Kyrie eleison! bid and for did ndal nag inlliot dom guiso o Jime dich! er- bar = me dich! and Herr, er- barmi dich über uns! stau bid nindus thus 490 ud hookend re 50 nm; jus mimin 125 nd onlis sid simt bid modre& usin 840 3usths out that 3. nislin id ud@ 396 Hill Hd no pilise id no Die allgemeine Absolution mit dem Gloria. a) Die allgemeine Absolution. Geistl.( Gegen die Gemeinde.) Der allmächtige und barmherzige Gott hat sich unser erbar met, seinen einigen Sohn für unsere Sünde in den Tod gegeben 5 und um seinetwillen uns verziehen; auch allen denen, die an ſeinen Namen glauben, den und ihnen seinen lobsinget seinem Namen! Gewalt gegeben, Gottes Kinder zu werheiligen Geist verheißen. Lobsinget ihm, Oder: 179- nu( bio under Jusq Gott erbarmet sich unser. Er hat nicht Luft an dem Tode des Sünders, sondern daß der Sünder sich bekehre und lebe. Er hat seinen Sohn in die Welt gesendet und in den Tod dahin gegeben, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Darum lobsinget ihm, lobsinget seinem Namen! b) Das Gloria in Geistl( Gegen die Gemeinde.) Geistl.( Gegen den Altar.) excelsis, oder: Ehre sei Gott in der Höhe zc.. Ehre sei Gott in der Höhe! and Gem. Inatish sind 150 Und auf Erden Fried, und den Menschen ein Wohlge- fal- len. if do Geistl. 3111 Jnd Wir loben dich, wir benedeien dich, win beten dich an, wir preisen dich, wir sagen dir Dank um deiner großen Ehre willen, Herr Gott, himmlischer König! Gott, allmächtiger Vater! Herr, eingeborner Sohn Jesu Christe, du Allerhöchster, dir du heiliger Geist! Herr Gott, Lamm Gottes, ein Sohn des Baters, der du hinnimmst die Sünd der Welt, erbarm dich unser! Der du hinnimmst die Sünd der Welt, nimm auf unser Gebet! Der du sizest zur Rechten des Vaters, erbarm dich unser! Denn du allein bist heilig, du bist allein der Herr, du bist allein der Höchst, Jesu Christe, mit dem heilgen Geist in der Herrlichfeit deines Vaters. Gem. noituloid tiampollo si@( s ( Ursprünglich.) A dopa do most of its do nopinis fon men. 6 sing stint in Oder leichter: ms 17000 A men. Bemerkung. Statt des: Und auf Erden Fried 2c. mit dem darauf folgenden: Wir loben dich zc., kann von der Gemeinde auch das Lied: Allein Gott in der Höh sei Ehr 2c. gesungen werden. Geistl( Gegen die Gemeinde.) Die Kollekte mit vorausgehender Sa Intation. ( Begrüßung.) Der Herr fei mit euch! unicode s Gem. Gem. effoge od Hot mole adrid idhurandan ti 4. Und mit deinem Geist. $ 11 Geistl. Laßt uns beten:( Gegen den Altar.) allmächtiger Gott und Vater! Wir bitten dich, gib deiner Gemeinde deinen Geist und göttliche Weisheit, daß dein Wort unter uns laufe und wachse und mit aller Freudigkeit, wie sichs gebührt, gepredigt, und deine heilige christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir mit beständigem Glauben dir dienen, und im Bekenntnis deines Namens bis ans Ende verharren, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herren. - men. 5. Die biblische Lektion. Nach der Verleſung ſpricht der Geistliche: Dies sind die Worte unserer heutigen Epistel( unseres heutigen Evangeliums). Der Herr segne sie an unsern Seelen durch die Kraft seines heiligen Geistes, und erhalte uns sein heiliges, teures Wort Ewigkeit. Gem. A Gem. 6. A men. Das Credo oder Geistl.( Gegen die Gemeinde.) Lasset uns endlich auch vor Gott treten mit dem Lobopfer und Bekenntnis unseres gemeinsamen christlichen Glaubens. Bekennet und sprechet mit mir also:( Gegen den Altar.) Ich glaube an Gott den Bater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren aus Maria der Jungfrau, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.* 1983 mil m snied in mun 7 Glaubensbekenntnis. men. * Zur besonderen Auszeichnung der Feste kann an diesen statt des apoftolischen das nicänisch- konftantinopolitanische Glaubensbekenntnis gebraucht werden, welches also lautet: Ich glaube an einen Gott, allmächtigen Vater, Schöpfer Himmels und der Erden, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und an den einigen Herrn Jesus Christus, den ein 8 gebornen Sohn Gottes, aus dem Vater vor aller Zeit geboren, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahren Gott von wahrem Gott, geboren, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch welchen alle Dinge gemacht sind, der um uns Menschen und um unserer Seligkeit willen vom Himmel herabgestiegen und Fleisch geworden ist vom heiligen Geiste aus Maria der Jungfrau, und ist Mensch geworden, auch gekreuziget für uns unter Pontio Pilato, gestorben und begraben, auferstanden am dritten Tage nach der Schrift, aufgefahren gen Himmel, sitzet zur Rechten des Vaters, und wird wiederkommen mit Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, so daß seines Reiches kein Ende sein wird. Ich glaube auch an den heiligen Geist, der da ist Herr und macht lebendig, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, mit dem Vater und Sohne zugleich angebetet und geehrt wird und durch die Propheten geredet hat. Ich glaube eine heilige, allgemeine und apostolische Kirche. Auch bekenne ich eine einige Taufe zur Vergebung der Sünden, und warte auf die Auferstehung der Toten und ein Leben der zukünftigen Welt. Gem. A men. Hierauf folgt: 7. Das Haupt- oder Predigtlied. 8. Die Predigt. 9. Das allgemeine Kirchengebet. 10. Fürbitten und Vertündigungen. 11. Vater unser und Segenswunsch. 12. Gesang eines Liederverses, während dessen der Geistliche an den Altar tritt und sodann 13. den Schluß des Gottesdienstes in folgender Weise abhält: Geistl.( Gegen den Altar.) Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn, Halleluja! Gem. Der Him- mel und Er- de gemacht hat. Hal- le- lu- ja! Geistl.( Gegen die Gemeinde., ale nie sichi? Juod Laßt uns beten: sfluching thi to stod H100 thinnodig te ( Gegen den Altar.) thomep sport in noblaut hand Kollekte mit Amen der Gemeinde. de schlusse The mandiosp( biol& dine oppilapdo e fi dorimit canoll in mu p no apn3 moited boil isg bunti mo Subfresc tum omne Geistl.( Gegen die Gemeinve.) Der Herr sei mit euch! Gent. Geist. Laßt uns benedeien den Herren! Gem. Gott Und mit dei- nem Geift. Gem. sei e wig- lich Dank! Oder leichter: A = men. 9 Gott sei e= wig- lich Dank! Geistl. Der Herr segne euch und behüte euch 2c.spa and e លោក រ ប id is Oder: nodig ma other 300 1900rp inddarét talk shiz obiloftogo Jup out on GR 14 be A- men. 440-110 016 1156 TO 191 and no oesffsid Batthoning oder du hm- nig ng negat all thic austr Bemerkung. Wird das allgemeine Kirchengebet am Altare gesprochen, so ist die Ordnung folgende: 1. Versikel. 2. Kirchengebet mit Vater unser und Amen der Gemeinde. 3. Salutation, Benedicamus und Segen. 10 II. Sonntäglicher Hauptgottesdienst, wenn Kommunion stattfindet. Wenn sich an den Hauptgottesdienst die Kommunion anschließt, so wird jener bis zum Segenswunsch nach der Predigt ganz in der oben Nr. I. bezeichneten Weise abgehalten. Nach diesem Segenswunsch singt die Gemeinde, während der Geistliche an den Altar tritt, Nr. 188 des Gesangbuches:„ Schaffe in mir Gott 2c." oder ein anderes geeignetes Lied, worauf die Handlung in folgender Weise vor fich geht: 1. Präfation mit dem Sanktus. Geistl.( Gegen die Gemeinde.) Der Herr sei mit euch! Gem. Geistl. Die Herzen in die Höhe! Gem. llnd mit deinem Gem. Geifte. Er heben wir zum Herrn. Geistl. Lasset uns Dank sagen dem Herrn, unserm Gotte. Das ist wür- dig und recht. Geistl.( Gegen den Altar.) Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists, daß wir dir, Herr, heiliger, allmächtiger Vater, ewiger Gott, allezeit und allenthalben Dank sagen, durch Jesum Christum, unsern Herren, durch welchen deine Majestät loben die Engel, anbeten die Herrschaften, fürchten die Mächte, die Himmel, und aller Himmel Kräfte, samt den seligen Seraphim mit einhelligem Jubel preisen. Mit ihnen laß auch unsere Stimmen uns vereinen und anbetend zu dir sprechen: Gem. f fote f= Hei- lig, hei- lig, heilig ist der Her- re Ze- ba- oth! Ple sind sei- ner Ehre voll. Ho- st- an- na Al- le Land in der Hö- he! Namen des Herrn! Ho- si an- na Hei- lig, hei = Ze= ba- oth! Voll Erdreich dei na Ge- bene- deit sei, der da kommt im Oder: 0/2 lig, heilig ist Gott, der Herr find in der Hö in der Hö- he! Him ner Ehre, Ho- fi = ( FÉN he! mel und Se an- 11 - be = ne= dei et sei, der da kommt im Namen des Herrn! 12 f Do i= an in der Hö- he! Bemerkung. Statt dieser beiden Sanktus kann auch gesungen werden: -b Hei- lig ist Gott der Ba- ter, hei- lig ist Gott der Sohn, ad hei- lig ist Gott der heil- ge Geist! Er ist der Her- re Ze- baoth! 7601 All- le Land sind sei- ner Eh- re voll. Ho- st- anna in der Höhe! 1190H Panso om vadny = na Ge- be- ne- deit sei, der da kommt im Namen des Her- ren! Ho- si- an- na in der Hö== he! a) Abendmahlsgebet. b) Das Vater unser. bus stüded dnu( bus smps) 1992 19 c) Gesang des Christe du Lamm Gottes 2c." von seiten der Gemeinde.( Ges.- Buch Nr. 187.) Gem. 11 f d) Die Einsetzungsworte mit dem darauffolgenden Segenswunsche Der Friede des Herrn sei mit euch allen. 19 J19111 J 27@ G શું-- men. 3. Ansteilung des heiligen Abendmahls unter Gemeindegesang. 4. Kollekte. Geistl( Gegen die Gemeinde.) Danket dem Herrn; denn er ist freundlich; Gem. Gem. Und seine Gü- te wäh- ret Geistl. Laßt uns beten:( Gegen den Altar.) Wir danken dir, allmächtiger Gott, daß du uns durch diese heilsame Gabe des Leibes und Blutes deines lieben Sohnes Jesu Christi haft erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, dağ du uns solches gedeihen laffest zu starkem Glauben gegen dich und zu brünstiger Liebe unter uns allen, um Jesu Christi, unseres Herren willen. Geistl. 2- men. 5. Der Segen. Der Herr segne euch und behüte euch u. s. w. Oder: Gem. A = e= wig- lich. men. A13 - men. E 14 III. Introiten und Versikel für den Hauptgottesdienſt. A. Introiten für die Festtage. 1. Advent. Geistl. 1. Hosianna dem Sohne Davids, Halleluja! 2. Freue dich, du Tochter Zion, 3. Siehe, dein König kommt zu dir, 4. Herr, zeige mir deine Wege, Gem. 1. Ge- lo- bet sei, der da kommt im Namen des Herrn, Hallelu- ja! 2. Und jauchze, du Tochter 3. Ein Gerechter 4. Und lehre mich dei- Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. f A = men. 2. Weihnachtsfest. Geistl. 1. Uns ist ein Kind geboren, 2. Welches Herrschaft ist auf seiner Schulter, 3. Singet dem Herrn ein neues Lied; Gem. Je- rusalem; und Helfer. ne Stei- ge. 1. Ein Sohn ist uns dance: gen- ge- ben, 2. Und er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig- Ba- ter, Friedefürst; 3. Denn er 11. thut Wun- der. Geistl. Ehr sei dem Vater ze. Gem. 3. Neujahr. Geistl. 1. Jesus Christus gestern und heute, A- men. 2. Herr, ich bin beides, dein Pilgrim und dein Bürger, 3. Erhalte mein Herz bei dem Einigen, Gem. 1. Und der sel- be s 2. Wie meine Väs 3. Daß ich deinen Na-. men fürch Gem. in al= le&- wig- feit. ter al Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. A- men. le. te. 4. Epiphaniasfest. Geistl. 1. Siehe, nun kommt der Herr, der Herrscher, 2. Gott, gib dein Gericht dem König, 3. Herr, du erleuchtest unsere Leuchte, 15 1. Und in sei- ner Hand ist das Reich und dieKraft und dieHerrlichkeit. 2. Und dei- ne Ge- rech- tig- keit des Kö3. Und machest un- se- re Fin- nigs Soh- ne. ster- nis licht. 16 Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. Gent. A= 5. Bußtag. Geistl. 1. Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, 2. Wasche mich wohl von meiner Missethat, 3. Denn ich erkenne meine Missethat, 4. Verbirg dein Antlitz vor meiren Sünden, men. 1. Und til- ge mei- ne Sünden nach dei- ner gro- ßen Barmherzigkeit. 2. llnd rei- nige mich von 3. llnd meine Sünde ist 4. Und tilge alle mei-. ♦ Gem. ♦ ne 6. Gründonnerstag. Geistl. 1. Es sei aber ferne von uns rühmen, ( Das Gloria patri fällt am Bußtage weg.) 3. Gott sei uns gnädig und segne uns, mei- ner Sünde, im- mer vor mir. Mis- se- that. 2. In ihm ist das Heil und Leben und Auferstehung von den Toten, 1. Denn al- lein vom Kreuz un- sers Herrn Jesu Chri 2. Durch welchen wir er= löset sind und 3. Er laffe uns sein Ant- litz leuchten und sei uns gnä = fti. frei. dig. Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. A- men. 7. Karfreitag. Geistl. 1. Siehe, das ist Gottes Lamm, 2. Fürwahr er trug unsre Krankheit, 3. Er ist um unsrer Missethat willen verwundet, 4. Wir gingen alle in der Frre wie Schafe, Gem. ● 1. Das der Welt Sün- de trägt. 2. Und lud auf sich uns- ondere Schmer- zen. 3. Und um unserer Sünde willen 100 zer- schla S gent. 4. Aber der Herr warf un- ser al- ler Sün- de auf ihn. THE AUD ( Das Gloria patri fällt an diesem Tage weg.) 8. Osterfest. TORNCORTO 3 Gem. Geistl. 1. Der Herr ist auferstanden und Simoni erschienen, din Ghi no 903 90 Halleluja! 17 2. Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten? 113102 Halleluja! 3. Mit Ehre und Schmuck hat ihn Gott gekrönet, Halleluja! Jo 1. Der Herr ist wahr- haf- tig -tig auf- er- standen, 2. Er ist nicht hier, er ist auf- er- standen, 3. Und ihn zum Herrn gemacht fiber al- les, Hal- leluja! Hal- le- lu- ja! Hal- le- lu- ja! 2 18 Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. f Jono Gem. A agittnino ho nothin the maijan 9. Himmelfahrtsfest. boin Gem. Geistl. Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und sehet gen Himmel? f Gem. = men. ja! Geistl. Wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren, wird er fommen. Gem. Hal- le Gem. E = lit Hal- lelu- ja, Hal- le- lu Geistl. Frohlocket mit Händen, alle Völker! men. = ja, Hal- le- lu- ja! = Und jauch- zet Gott mit fröhlichem Schal le. Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. d llod 91- De 1 Amis drul ad 10. Pfingstfest. 3 de f said onll S Geiftl. 1. Der Weltkreis ist voll Geistes des Herrn. de 2 f Gem. ja! Geistl. 2. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes. 3. Ich will Wasser gießen auf das Durstige, 4. Ich will meinen Geist auf deinen Samen gießen, 1. Hal- le- lu 5. Dies ist der Tag, den der Herr macht; 6. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. HOME C Info Shummide Gem. Gem. 2. Un- ser Gott kommet und schwei- get nicht, Hal- le- lu 3. Und Ströme ja! auf das Dürre. Hal- le- lu ja! 4. Und meinen Segen auf dei- ne Nachkommen, 5. Las- set uns freuen und fröhlich dar- innen sein. 6. Schmücket d. Fest mit Maien bis an die Hörner des Al- tars. Geistl Ehr sei dem Vater 2c. A 1. Al le 2. Und die3. Ihm sei = men. Lan- de de ſind ſei 11. Trinitatisfest. Geiftl. 1. Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth, 2. Drei sind, die da zeugen im Himmel, der Vater, das Wort und der heilige Geist, 3. Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; Gem. 19 in holder ho mo fe Ehre in E- wig- keit. A voll. ner Ehre drei sind eins. men. 30 20 Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. f 12. Erntefest. Geistl. 1. Lasset uns dem Herrn frohlocken, A 2. Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen, 3. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet. ( Bei dürftiger Ernte.) Geistl. 1. Befichl dem Herrn deine Wege, Gem. = men. 1. Und jauch- zen dem 2. Und mit Psal- men = 3. Und die Höhen der Ber- ge sind auch sein. ( Bei dürftiger Ernte.) 1. Und hoffe auf ihn; er wirds wohl ma chen. Gem. Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. f = ♦ A 13. Geistl. 1. Herr, unser Gott, sei mit uns, men. Hort uns- res Heils. ihn lo ben. Reformationsfest. = 2. Thue wohl an Zion nach deiner Gnade, 3. Herr, dein Wort ist die rechte Lehre; Gem. Inpils Ung SUA 1. Wie du ge- we- sen bist mit un 2. Und bau- e die Mauern zu 3. Hei- lig- keit ist die Zier- de dei- nes Hauses sern Vä tern. Je ru sa lem. = e- wig- lich. Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. Gem. A Bemerkung. Statt des Introitus mit dem Gloria patri fann auch an Festtagen bloß ein Anfangslied gesungen werden. DHE DER Be 14. Kirchweihfest. Geistl. 1. Jauchzet dem Herrn alle Welt, men. 2. Gehet zu seinen Thoren ein mit Danken, 3. Danket ihm, lobet seinen Namen; Gem. f Gem. 21 usd of 100 be 1. Die net dem Herrn 2. Zu seinen Vorhöfen 3. Denn der Herr ist freundlich u.seine Güte wäh- ret ewig lich. Geistl. Ehr sei dem Vater 2c. sing med ist Gem. A= men. 13 1. Advent. Geistl. Bereitet dem Herrn den Weg, Halleluja! mit Freuden. mit Lo- ben. 1916 21 B. Schlußversikel für die Festtage. F S São Und ma- chet sei- ne Steige rich- tig, Halle- lu- ja! 22 2. Weihnachtsfest. Geistl. Das Wort ward Fleisch, Halleluja! Gem. Und wohnete unter uns, Halleluja! do yonds to 3. Neujahr. Geistl. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für, Halleluja! Gem. Du bist unser Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, her maging om mine Halleluja! disipio Sid inb4. Epiphaniasfest. Geistl. Lobet den Herrn, alle Heiden, Halleluja! Gem. Preiset ihn, alle Völker, Halleluja! 1040 topuis lindy 5. Bußtag. Geistl. Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht. Gem. Vor dir ist kein Lebendiger gerecht. 6. Gründonnerstag. Geistl. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, Gem. Der gnädige und barmherzige Gott. Toquisting or asprints 7. Karfreitag. Geistl. Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet, Gem. Sondern ihn für uns alle dahin gegeben. Bejun CO FEN159 Jojuillo@ Injuisod doo 8. Dsterfest. Geistl. Der Tod ist verschlungen in den Sieg, Halleluja! Gem. Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, Halleluja! 9. Himmelfahrtsfest. Geistl. Gott fähret auf mit Jauchzen, Halleluja! Gem. Der Herr mit heller Posaune, Halleluja! 10. Pfingstfest. Geistl Herr, lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, Jo Halleluja! Gem. Dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn, Halleluja! 11. Trinitatisfest. Geistl. Wir loben Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist, Halleluja! Gem. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit, INDUIT Halleluja! maslac Lokalisin 114 100 mod lis 23 ustis sin rs rsd 1008 11: 0 bere pris 12. Erntefeſt. Geistl. Aller Augen warten auf dich, Herr, Halleluja! Gem. Und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit, is along nglands? ni Halleluja! 13. Reformationsfest. Geistl. Herr, dein Wort bleibet ewiglich, Halleluja! Gem. Deine Wahrheit währet für und für, Halleluja! nam G 0 14. Kirchweihfest. Geistl. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauſes Halleluja! Gem. Und den Ort, da deine Ehre wohnet, Halleluja! 1150 m spuldid fi dol@ Jiso to itspan mae mo me ad Immi no Jobilled s is 100 100 110 jotaidolls mit e Jamhlind asthunt um hun tredno nis Housing amupio od tim od 300 24 C. Schlußversikel für die gewöhnlichen Sonntage zur Auswahl. GeistL Es segne uns Gott, unser Gott, Halleluja! Gem. Und alle Welt fürchte den Herrn, Halleluja! Geistl. Herr, hilf deinem Bolte und segne dein Erbteil, Halleluja! Gem. Weide sie und erhöhe fie eviglich, Halleluja! Geistl. Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, Halleluja! Gem. Und du sollst mich preisen, Halleluja! Geistl. Wir haben einen Gott, der da hilft, Halleluja! Gem. Und einen Herrn, der vom Tode errettet, Halleluja! Geiftl. Herr, dein Wort ist unsers Fußes Leuchte, Halleluja! Gem. Und ein Licht auf unsern Wegen, Halleluja! Geiftl. Heilige uns, Herr, in deiner Wahrheit, Halleluja! Gem. Dein Wort ist die Wahrheit, Halleluja! Geistl. Herr, lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen; Gem. Dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Geistl. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden, Gem. Und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. Geistl. Kyrie, 1. Versikel. Geistl. Herr, vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen. Halleluja! Gem. Erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen. Halleluja! 2. Salutation und Kollekte mit dem Amen der Gemeinde. 3. Verlesen eines biblischen Abschnittes. Gem. Amen. Gem. Geistl. Christe, Gem. Geistl. Kyrie, & Gem. Geistl. Christe, Gebetsgottesdienst. Gem. 4. Die Litanei. lei son! & lei fon! &- lei- son! = jupe Er- höre uns! ( CH 3 STO 60 3 50 25 Mind og fo igrid dims@ 26 Geistl. Herr, Gott Vater im Himmel! Herr, Gott Sohn, der Welt Heiland! Herr, Gott heiliger Geist! Gem. Geistl Sei uns gnädig! Gem. Er- barm dich ü- ber uns! Gem. Geistl. Sei uns gnädig! Ver- schon uns, lieber Herre Gott! Gem. Hilf uns, lie- ber Her- re Gott! Geistl. Vor allen Sünden, Vor allem Irrsal, Vor allem Übel, Vor des Teufels Trug und List, Vor bösem schnellen Tod, Vor Pestilenz und teurer Zeit, Vor Krieg und Blutvergießen, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Hagel und Ungewitter, Vor Feuer und Wassersnot, Vor dem ewigen Tod Bric Bes ny2 Abo moho Be hüt uns, lieber Herre Gott! S Geistl. Durch deine heilige Geburt, Durch deinen Todeskampf und blutigen Schweiß, Durch dein Kreuz und Tod, Durch dein heiliges Auferstehn und Himmelfahrt, In unsrer letzten Not, Am jüngsten Gericht Gem. Hilf uns, lieber Herre Gott! Geistl. Wir armen Sünder bitten: Gem. Du wol- left uns er hören, lieber Her- re Gott! = 27 Geistl. Und deine heilige christliche Kirche regieren und führen, Alle Pfarrherren und Diener der Kirche im heilsamen Wort und heiligen Leben behalten, Allen Rotten und Ärgernissen wehren, Alle Irrigen und Verführten wieder bringen, Den Satan unter unsre Füße treten, Treue Arbeiter in deine Ernte senden, Deinen Geist und Kraft zum Worte geben, Allen Betrübten und Blöden helfen und sie trösten, Allen Königen und Fürsten Fried und Eintracht geben, Unsern Landesherrn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schützen, Unsere Obern, Schule und Gemeine segnen und behüten, 28 Allen, so in Not und Gefahr sind, mit Hilfe erscheinen, Allen Schwangern und Säugenden fröhliche Frucht und Gedeihen geben, Aller Kinder und Kranken pflegen und warten, Alle unschuldig Gefangene los und ledig laffen, Alle Witwen und Waisen verteidigen und versorgen, Aller Menschen dich erbarmen, Unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und fie bekehren, Die Früchte auf dem Lande geben und bewahren, Und uns gnädiglich erhören. Gem. Er hör uns, lieber Herre Gott! s Geistl. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Gem. Geistl. O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Gem. Er- barm dich ü- ber uns! Gem. Er- barm dich it- ber uns! Geistl. O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt Er- barm dich ü- ber uns! Geistl. O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Gem. Geistl. Christe, Gem. Geistl. Kyrie, Gem. f= Geistl Christe, Gem. Verleih uns ste- ten Fried! Er höre uns! S &- lei &- lei Geist und Gemeinde: Ky- ri= e, # e- lei son! son! = son! A* s men. 29 30 für die Geburts- und Namenstage des Königs und der Königin. Zum Anfang. Geistl Gem. Geistl Gem. O Herr, er zeig uns dei- ne Barmherzig- keit, f Anhang. Liturgie Gem. ft Und ver- lei- he uns dein Heil. Herr, seg ne den Kö = = Und er höre uns gnädig- lich, wenn wir zu dir rufen. = Geistl. nig, Rü- ste dei- ne Die- ner mit Ge- rech- tig- keit, Und laß deine Heiligen sich freu en. 2002 Geistl. O Herr, hilf dei- nem Volk, Gem. Und seg ne dein Erb = Geistl. Ehr' sei dem Vater 2c. 2C. f Gem. Gem. Herr, Herr, A- men. teil. er- barm dich un- ser! Christe, erbarm dich unser! er- barm dich un- ser! Geistl. Ehre sei Gott in der Höhe Gem si spr má s 31 Und auf Er- den Fried und den Menschen ein Wohlge- fal- len. Chor. Wir loben dich 2c. Amen. - ind fol dif 32 Geistl. Der Herr sei mit euch. f Gem. Geistl. Gebet. f Gem. Gem. Und mit deinem Geist. Geistl. Biblische Lektion. f A Geistl. Segen. Gem. Amen. A- = men. men. Schluß. Geistl. Der Herr denke an uns und segne uns. Halleluja! Gem. Er segne, die den Herrn fürchten. Halleluja! Geistl. Der Herr sei mit euch. Gem. Und mit deinem Geist. Geistl. Laßt uns benedeien den Herren. Gem. Gott sei eviglich Dant. Fr.K.WERNER 11, Herzogspitalstr. MÜNCHEN XC C Inches 1 Centimetres Blue 2 ¹3 14 Cyan 2 15 3 14 1, ³1 6 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red V 11 12 5 ¹13 14 15 Magenta White 17 | 16| 17 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 00