IC BAHN 2082 وارنا R.K. Neues Gesangbuch zur Beförderung ber öffentlichen und häuslichen Erbauung. Büdingen, im Verlag det heller'schen Hofbuchdruckerei. 38 2082 091010 esprodustr nshilined our red Hano114 0106419 121 chic mi O Inhalt. Allgemeine Lieber bei dem öffentlichen Gottesdienst. Von Nro. 1 bis 9. BE Erste Abtheilung. Lieder über die christliche Glaubenslehre. III I. Von Gott, daß er ist und was er ist überhaupt. ME Nro. 10:18 II. Bon Gottes Eigenschaften insbesondere. 19:46 1. Ewigkeit und Unveränderlichkeit. 19-22 2. Allwisſenheit. 3. Allmacht. OF 23:26 27-29 4. Allgegenwart. 30 31 5. Allweisheit. 32-34 6. Heiligkeit und Gerechtigkeit. 35-36 DE 7. Treue und Wahrhaftigkeit. 37 8. Güte, Liebe, Gnade, Barmherzigt. 38.44 9. Geduld und Langmuth. 45-46 * 2 III. Von der heiligen Dreieinigkeit. IV. Von der Schöpfung. V. Von der Vorsehung u. Weltregierung. VI. Von den Engeln. imens VII. Vom Menschen und dessen Bestimmung. 77:86 VIII. Von 47:51 52:57 58:71 72:76 IV Inhalt. VIII. Von der Sünde, Verderben und Eiend des Menschen. 87:92 IX. Von der Gnade Gottes in Christo, oder der Erlöfung der Menschen. 93 99 X. Von der Person des Erlösers.. 100: 102 XI. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. 103: 129 1. Adventslieder. 103.113 2. Weihnachtslieder. 3. Vom Namen Jesu. 114- 127 128 pid 4. Von der Erscheinung Christi.im 129 XN. Vom Geschäfte und Wandel Jesu auf Erden. 130: 136 XIII. Vom Leiden, Leiden Tod und Begräbniß Christi. 137: 182 1. Erweckung zur fruchtbaren Betrachtung der Leiden Jesu. 137. 146 02. Das Leiden Jefu am Delberg. 147 148 3. Das Leiden Jefu bey seiner Gefangen. nebmung. 149 150 4. Jesus von feinen Jüngern verlassen, von Petro verleugnet. 151 152 5. Leiden Jefu vor dem jüdischen und römischen Gericht. 6. Kreuzigung Jefu Chrifti. 7: Leste Worte des sterbenden Erlöfers.160 165 8. Eod Jefu am Kreuz. 166-167 9. Anwendung der Leiden und des Todes Jesu. 168- 181 1. Bu Bußgefinnungen. 2. Zur Starfung im Glauben. 3. Bur Gegenliebe und Dankbarkeit. 4. 3ur Selbstverleugnung. I 23:27 153-156 157-159 5. Bur Treue und Beständigkeit. 38. 6. 3um Troft und zur Berubigung. 10. Begräbniß Jesu Chrifti. 168 170 171 172 173 176 127 103 177 178 # 179 180 181 182 Inbalt. XIV. Von der Auferstehung Jefu Chrifti. VX 183 201 02.11 4 1. Gewißheit und Freude darüber. 183-185 2. Lobpreisung Gottes und Chrifti. 186 189 3. Jefu Auferstehung ein Beweis feiner göttlichen Sendung. 190 193 4. Erwedung zur geistl. Auferstebung. 194 5. Trost und Hoffnung aus der Auferstehung Jesu Christi. our mission d195 201 XV. Bon der Himmelfahrt Jesu Christi und Sißen zur Rechten Rechten Gottes. INSTRUMMOR 201 30 Gottes. 202: 210 1. Erweckung zur Freude darüber und Lobpreifung Gottes. 202- 204 2. Erweckung iu himmlischen Gesin. RE nungen. 3. Fürbitte Jesu zur Rechten Gottes. 4. Christus wird wieder fommen. XVI. Bom heiligen TOP 3901205-208 Sopotin& Geist und dessen Gnadens wirkungen. 09 0 h 0211: 228 is the 209 210 XXX 1. Freude und Lobpreisung Gottes dar über. 9 Campilled 211 214 2. Um des heiligen Geistes Gaben und 215-228 Beystand. 19022 10 20141141 or mall XVII. Vom Worte Gottes. 229: 245 229-234 oz. hoher Werth desſelben. 1. Des Gesetzes 2. Des Evangeliums 231 11 232 234 ere 2. Lobpreifung Gottes für fein Wort. 235-237 125 3. Bitten zu Gott um würdigen * brauch desſelben. Ge 0 238.245 XVIII. Bon VI Inhalt. XVIII. Von der Taufe. 20 240-250 Ben einer Taufhandlung. 2 Vor der Taufe eines oder mehrerer Kinder. 249 Nach der Laufe Kinder. 250 XIX. Vom heiligen Abendmahl. 251: 265 Empfindungen solcher Kommunikanten, die von nun an als rechtschaffne Christen dens fen und handeln wollen. Sun 1. Bey der Vorbereitung zu Hause und in der Versammlung. 251- 255 2. Unmittelbar vor der Kommunion. 256 3. Bey der Kommunion. 4. Nach der Kommunion. XX. Von der n ber hriftliches Kirche. 267 279 1. Ihre Sicherheit unter Gottes Schuz. 267 270 13257-263 263-266 2. UmErhaltung und Ausbreitung der drifti. Religion und Kirche. 271-276 3. Das Glük ein Chrift zu fein. 277 279 Andon Tod. 280: 307 XXL. Vom Tob1012 1. Heilsame Betrachtung des Todes.280 289 Che 2. Warnung vor Sicherheit. 290= 293 s 3. Beruhigung und Troft fromlebender Chris ften wider die Schreken des Tode8294-305 4. Ende des Frommen. 306 307 XXII. Auferstehung der Todten. 308: 314 308.30g 1. Gewißheit derfelben.de 2. Freude darüber und Lobpreisung Gottes. 310 311 3. Anwendung derselben zum Troft und zu frommen Gesinnungen. 312 314 XXIII. Vom allgemeinen Weltgericht. 315-323 1. Gewisse Wiederkunft Jesu dažų. 315-317 P82, Vom Weltgericht selbst. 2011 318 323 XXIV. Von XXIV. Von der Ewigkeit. 178 Inbalt. RIP odp I. Von der Busse und Bekehrung. 332 355 con 21. Beschaffenheit derselben. ErmunteCrung dazu. Warnung für Aufschub.332-336 2. Empfindungen und demütige Bitten eines erwetten u. bußfertigen Sünders. 337-348 3. Troft bei redt. Befferungsbegierde.349-353 4. Dankbare Empfindungen eines BeFehrten. 354 5. Befummernisse des Frommen über noch anflebende Sünden. vetvom ainsis 355 Glauben und seinen nächsten Folgen. hiddey sidst 356,367 II. Vom 324: 331 1. Der Seligen für die Frommen. 324-330 2. Der Unseligen für die Gottlosen. 331 3 weite Abtheilung. Lieder über die christliche Sittenlehre. VIL era 1. Nothwendigkeit nnd feligmachende Kraft des Glaubens. 356-361 2. Kennzeichen und Wirkungen des achten Glaubens. dig guttsk mill 362 3. Um Starfung und Erhaltung des Glaubens. 363 367 TO 10 ind das dot e III. Vom thätigen Christenthum od. von christl. Ges finnungen u. Handlungen überhaupt. 368: 394 368-371 1. Deren Nothwendigkeit. 2. Quelle guter Handlungen, Eigenschaften und Glüffeligkeit fromer Cbriften. 372-375 3. Entschliessungen zum Dienst Gottes durch 284 CE frommes Leben. 376 378 54. Bitten um wahres Christentum. 379-384 5. Wider die Versuchungen z. Bösen. 385-388 6. Erwecfung zur Beharrlichkeit und Wachstum im Guten und der dazu nöthigen Wachs famkeit und Selbstprüfung. 389 394 IV. Christ. S 4 VIII Inbalt. IV. Chriftliche Gesinnungen oder Pflichten gegen Gott. 395: 512 172 1. Erkenntniß Gottes. 395 397 2. Liebeu Dankbarkeit gegen Gott. 398 402 3. Andenken und Freude an Gott. 403 406 4. Frommer Scheu oder kindliche Ehrfurcht 90 vor Gott. 5. Gehorsam gegen Gott. - 6. Vertrauen auf Gott. 407-410 412 413 414 424 7. Zufriedenheit mit Gott und Ergebung in feinen Willen. 425-433 2000 434-460 3688, Vom Gebet. 8900 1516 38. 1. Pflicht und Beschaffenheit des Gebets, 2002 aud Erweckung dazu. spil a Um leibliche Wohlthaten. 434 438 1 82. Kraft, Nuzen und Segen des Gebets., 439 440 # 44¹ 443 Ung 3. Das Gebet des Herrn. 4. Andere allgemeine Bitten zu Gott. 444-45% 100M 5. Besondere Bittgefänge. 452-458 Um geistliche Wohlthaten. 10 452-456 457-460 457 Um Gesundheit. Um Segen in Berufs- und Nahrungsgeſchäften. Um Rettung aus Roth und Gefahren. Asidi bad 9 and Allgemeine Fürbitte. 125.000 S 458 459 460 9. Lob und Dank. 461 491 1. Pflicht des Lobes Gottes und Erwedung. dazu. 2. Das Te Deum. 3. Lob und Dankgefänge für alle Wohlthaten überhaupt. 467 468 > 641-465 466 4. Der fobgefang Marien. 479 : 5. Für geistliche Wohlthaten insonderheit. 480 485 Für leibliche Wohlthaten. 486 491 486 Für Gesundheit. Für Ernährung und irdischen Gegen. 487 488 Für Errettung aus Noth und Gefahren. 489 490 10 Se. Inhalt. 360 Sol 10. Gemeinschaftl. Gottesverehrung. 492-497 Plan 1. Pflicht und Nußen des öffentlichen Gottess Dienstes. 492 2. Würdige Sonntagsfeper. Brig 493 496 3. Pflicht und Nußen des häuslichen Gottesdienftes. IX 11. Eidschwur und Heiligkeit desselben.498.500 12. Pflichtmäßige Gesinnung gegen Jefum den Erldser. 501 512 1. Preis für die Erlösung. 2. Glaubige Zuversicht zu Jesu. 3. Liebe gegen Jesum. 4. Nachfolge Jefu. d isd 509-511 5. Jesus und sein Heil das einzige Nothwendige. 512 2. Selbsterkenntniß. 3. Demuth. 497 V. Pflichten gegen uns selbsten.513: 575 7501, Selbstliebe. MD Wider Stolz und Vermessenheit. 4. Sorge für die Seele. 513-514 515 mi da 516.517 518.519 520- 523 5. Bewahrung eines guten Gewissens und dazu nöthige Wachsamkeit 524-527 6. Sorge für den Leib und Erhaltung des Lebens. 501 503 504 505 506 508 820 VI. Pflichten gegen den nächsten. 1. Menschenliebe. pra 2. Gerechtigkeit und Billigkeit. 528-529 530-533 7. Keuschheit und Mäßigkeit. 8. Arbeitsamkeit und Berufstreue. 534-536 9. Rechtes Verhalten gegen jeitliche Güter, Reichthum, Ebre 2c. 537-540 10. Zufriedenheit und Genügsamkeit 541-549 11. Verleugnung der Welt 550 12. Geduld im Leiden oder Troftgefänge. 551- 567 13. Rechte Anwendung der Zeit und des Lebens. 568 . 575 576: 602 576- 580 581.585 3. Sanft X Inbart. TRA 3. Sanftmut und Versöhnlichkeit. 586.592 4. Dienstfertigkeit, Barmherzigkeit undkeuts feligkeit. 593-597 5. Aufrichtigkeit u. Warhaftigkeit. 598-600 6. Freundschaft. 601 602 gads: VII. Glückseligkeit wahrer Christen. 603: 610 SMIC** 202 202 RO I. Lieber für besondere Zeiten. Dritte Abtheilung. 1. Morgenlieder. 12, Abendlieder, * pre 816 est +2160 Morgenlied eines Kranken. on: 1. Um neuen Jahrstage. 2. Am Geburtstage. - a 611: 658 Abendlied im Leiden. 3. Lieder beym Jahreswechsel. 13 1740 4. Bei den 4 Jahrszeiten. 5. 3ur Saat: und Erndtezeit. 611-624 625 626-635 636 637 644 5. Dank für die Erndte. 6. Bep sparsamer Erndte.bands 1. Sur Saatzeit. 2. Um Gesegnung der Feldfrüchte. 3 Um Regen bey groffer Dürre. E Dank dafür. 4. Um Sonnenschein.: Dank dafür. II. Lieder für besondere Stände, Alter und Geschlechte. anal 637-642 643 644 a 645= 648 649.658 649 650 651 652 653 654 655 657 658 T 659: 670 1. Für Inhalt. IXI 1. Für Obrigkeiten. sms date 659 660.663 2. Für Eltern und Kinder. 3. Für Herrschaften u. Dienstboten. 664 665 4. Eines Alten. 666 5. Eines Jünglings. 6. Einer jungen Christin. kit 7. Einer Wittwe. 8. Einer Waife. III. Lieder für besondere Vorfälle. 671: 714 671= 672 Christen. 673 3. Bep der Einführung eines Prediger's. 674 4. Bey Reifen. 675-676 5. In allerley Gefahren und Nöthen. 1. Bey Trauung der Eheleute. 2. Bey der Konfirmation junger 1. Bep schweren Gewittern. Nach dem Gewitter. 2. Bey Feuersnöthen. Für Abgebrante. Nach der Feuersgefahr. 3. In Wassersnoth. Nach geendigter Wassersnoth. 4. In Kriegszeiten. Nach hergestelltem Frieden. 5. In Theurung. 6. Bep gefährlichen Seuchen. 7. In allgemeiner Noth überhaupt. Anigmor 667 668 669 670 677-690 677-678 6. In Krankheiten. Bep der Kommunion auf dem Krankenbette. 679 680 681 680 681 680 682 683 684 685 686 687 688 690 691- 696 697 Nac XII 200 03/ Inhalt. Nad erlangter Genesung. Fürbitte für alle Kranken überhaupt. 7. In Todesnöthen oder Sterbelieder. Fürbitte für einen Sterbenden 3pl 200 698 699 700-708 8. Bey Sterbefällen. Chriftliche Trauer um Freunde. Bepm Verlust eines frommen Freundes. Bey der Leiche eines Kindes. 9. Ben Begräbniffen. 709 710 712 710 711 712 713-714 Allgemeine Allgemeine Lieder dem öffentlichen Gottesdienst. Rom 1. Bepim Anfang desselben 2. Laß es uns fenn treft und omm, beiliger, geift! Er licht, Herr, auf allen unfern füll die herzen deiner wegen; Unfre starke juversicht glaubigen, Und entzünd Benn sich noth und trübfaf inihnendasfeuerDeinergött regen; Es vermehre unfre licen liebe; Derdudurdman freuden, Bis wir von der nigfaltigkeit Der zungen Die welt abfcheiden. volker Der ganzen welt verIn voriger Melodie. famlet baft. In einigkeit des 4, Herr! vor deinem anges glaubens Halleluja, Halleluja Melobie: Vom himmel hoch da. 2.Erboruns gott, wir flehr sicht Sind wir hier, dich anzubeten. Laß uns ohne andacht nicht, nicht ohn ernst dein hauß betreten; Gib uns ich fiebn, aufmerksam boren. bergen, die dich ehren Chrifts um licht, Verfage der nen geist uns nicht, Laß uns dein heilig wort verstehn, Und freudig deine wege gehn. bey) 2. Laß dein seligmachend vort Viele gute früchte brine 2. Erleuchte unsere feele nun, Stárk uns und lehruns reten, und durch seine fraft fo= lich thun, Nach deinem wobi- ort Tief in unsre feelen drine gefallen, gott; Denn wir sinten; Laß es unfern finn er. Dein jezt und im tod. neuen, Und des irrthums at zerstreuen. 3. Mach uns im glauber 3. Daß mit deinem wort ftark und frey Von frågbein und von heuchelep; Zu die bekannt, Wir, was du befohnen dir die lebenszeit Inden du gefandt, Jefum Chris en, üben; Dich und den, christlicher rechtschaffenheit. Tum berzlich lieben! Daß kein leid und feine freude Uns 4. O böchster unfer lobge fang Gefalle dir und unser dank, Bis wir vor deinem von diefer liebe scheide. throne stehn, Und dann vol 5 Liebster jesu! wir sind hier fommner dich erhöhn. Um dein göttlich wort Mel. Liebherjefu wir sind hier. Bu bören: Gib uns andacht 3.ib, herr, daß dein theu und begier Nach der wahrheit res wort Unsern geistltbeuren lehren, Daß die herheut so durchdringe, Daß esgen von der erden Ganz zu die dann auch immerfort Frucht erhoben werden. in unserm leben bringe, Und) 2. Ohne dich bleibt der berdaß es uns machtig stärkezur ftand Stets mit finsterniß vollbringung guter werke. Jumgeben; Drum so mach uns A recht Beym öffentlichen Gottesdienst. recht bekannt, Was unsdient Mel. Herr jefu chrift dich zu uns. zum frommen leben. Gutes 8, vater fend uns deinen Denken, gutes üben, Kommt geift, Der, wie dein von deines geiftes trieben. mort es uns verheist, Mit fei3. Deiner wahrheit reines ner gnade uns regiert und licht Leuchte so in unsere fee- uns den weg der wahrheit Ien, Daß wir ihrem unterricht führt. Folgen und das gute wählen. Lenke du gebet und lebre uns um heil und dir zur ehre Mel. Vom himmel hoch da. 2. Defn' uns zu deinem lob den mund Und mach uns deinen willen fund. Rühr uner herz, ftárk den verstand beilger geift! laß uns So wird dein nam uns dein wort So hören wohl bekannt. heut und immerfort, Daß 3. Bis wir einst, deinen sich auch stets durch deinelengeln gleich, Dich preisen in lehr Glaub, lieb und hoff- der himmel reich, und schauen nung in uns mehr. 6. dich von angesicht In ew'ger freud und fel'gem licht. 2. Erleucht uns buldvoll Durch dein licht, Verfag und 4. Dir, gott, den erd und Deinen beistand nicht. Erbst himmel preift, Dir, pater, uns in aller unfrer noth, deinem fohn und geist, Dir, Gib fraft zum guten bis der mit bülf uns gern er in tod. freut, Sey lob und preis el. Liebster iefu wir sind hier, in ewigkeit. 7.Selig find, gott! die dein 2 Bevm Soluß deffelben. wort Hören und zu 9. Höchfter gott! wir dans gleich bewahren. Drum faß efen dir, Daß du uns izt und imerfort Diefes glück bein wort gegeben. Hilf und mir wiederfahren, Daß es doch nun, daß auch wir nach mich zum guten stärke und demselben beilig leben. Gib ich seinen troft bemerke. demglauben foldestärke, Daß er thátig fey durch werke. 2. Drück es feft dem her zen ein, und laß nichts es 2. Uns, o vater! lehrest mir draus rauben; Gelig du, Was wir thun und werd ich denn schon seyn, glauben sollen. Schenk uns Auch bey einem dunklen deine kraft dazu; Gib zum glauben. Bis dereinit nach wissen auch das wollen; Und diefem leben, Hell'res licht zum wollen das vollbringen; mich wird umgeben. So wird alles wohl gelingen. 102112 Swedi Erste Abtheilung. 5 Erste Lieder über die Glaubenslehren. 1. Von Gott, daß er ist und was er ist überhaupt. M. Heraliebster jesu was hat 70 fünder frag das nagen7. 10.30 ft auch ein Gott? degewiffen: Ist wohl ein gott? Ower darf noch also o fühl doch in den bisfen, Die fragen? Hört man nicht laute du empfindest, fühl bey böser stimmen, die es fagen? Es zei- fache Den herrn der rache. gen schrift, vernunft und freas turen Det gottheit spuren! 2. Steh um dich her! sieb himmel, länder, meere; Sieb 8. Doch nicht genug: es ist ein gott, zu sagen, Oftleugnets doch der mensch durch fein betragen, Wenn er, als der geschöpfe unzählbare bee war keingott, in fùnden wan re! Schließ von dem bau delt, und gottlos handelt. und vom verstand der gei ster Auf ihren meister. 9. Du fagst: gott ist und kent mein ganzesleben. Bistduihm. 3. D! sieb binauf zu den gee denn auch recht zum dienft erstirnten hoben, Wo welten geben? Ist dank und gegenlies sich in ihren Freisen drehen, be im gemüte Für seine gute? Und von der bahn, ihr jahrs- 10. Im wohlstand trozig, ziel zu erreichen, Kein baar- zagbaft in teschwerden, Verbreit weichen! götterst du oft dinge diefer 4. Sieh! wie die sonne jahr erden, Macht gold zum und rage theile, Wie a uch troft, hältst fleisch für deinen der monddurchbfeinelaufbahn retter; Elende götter! eilet, Und wie durch beyde 11. O bilf uns, gott, bod tag und nacht auf erden deinen heilgen willen Mit Regieret werden! redlichkeit und herzensluster5. Was machts, daß diefe füllen; Sonst werden wir ordnung stets vorhanden Und beym ruhm des glaubens lüunverrüft jahrtausende begen, Uns selbst betrügen. standen? Kanst du der gott beit dafeyn, fraft und we sen nicht darin lesen? 12. Laß uns dein wort dett weg der wahrheit lehren, Uns zeigen, wie der mensch dich 6. Cieb, mensch, du edler muß verehren. Bis du uns unter freaturen! Sieb an dir einst jum himmel wirft er felbst der gottheit Flare fou heben, Bey dir zu leben. ren! Kanst du mit wahrheit ab auf mein Herz und finge. dich verständig nennen, Und 11. gott gott! aus deinen werken 21 2 Daseyn NO Erfte Abtheilung. dafeyn merken; In allen Wie jammervoll, wie fürchfreaturen Find ich der gott- terlich Wird unfer leben ohbeit spuren... ne dich! 2. Das grofe weltgebäude, 2. Wenn du nicht bist, wer Dein ruhm und meine freude, trägt und bålt, Und wer reRuft in viel tausend choren gieret dan die welt? Und wer Gott ist, ihn mußt du ehrenforgt für mein leben? Zu wem 3.Wer sprach es, daß die er soul fi mein lobgefang, Daß de, und daß der himmel wer tcb einst ward, su wem mein De? Wer sprach es, daßim meedank, Daß ich noch bin, erbereDes wassers samlungware? ben? Verhängniß oder ohn4. Verließ in jenen boben gefähr Wär dann mein gott! Das sternenheer entstehen? und blind ist der! Dann már Wer hieß des doners brüllen vernunft und freibeit spott; Die welt mit furcht erfüllen? Und schreckenvoll warmir der 5. Du bists, gott! deine tod! Gott, wahrer gott! Wie werke Erzählen deine frårkelgrau'nvoll wird mir deine Und deine weife gute Dem welt, enn nicht dein arm adhtiamen gemüte. fie führt und hält. Sinddeineerubmes pfalmen 6. Daswürmchen in dem ftau: 3. Kann obne dich ein glük be, Die bunte raup am laube, erfreun, Für mich ein gut auf Dasgras, diesblankenbalmenlerden teyn, Und fan ics frob geniessen? Was hilftmir freis heit und verstand? Ifts keine wohlthat deiner band? Was nugt ein gut gewissen? Bist du nicht, fo erfreun sie nie, Ein 8. Laß alle, die dich Fennen traum iftibre luft, wie sie. Die lind dich mit ehrfurcht neñen erd ift finsterniß; fein licht und die dir veft vertrauen, Strahlt ber von deinem anDein gnädig antliz schauen gesicht. Kein bimmel jaucir; M. Herzlid lieb hab ich dicho berr Auf erden opfert niemand 12.eb dem, der leugnet, dank Bom anfang bis zum daß du bist, Unend niedergang. 7. Herr! du bist hoch erbo ben, Undewig hochbau Toben Wenn auch der fünder rotten Dich leugnen und veripotten DESTINA liber! jein leben ist Ihmteer 4. Ach wüst ich keinen gott, von edlerfreude. Sein wilder wohin Wollt ich vor starken Jafterhafter blick Sevnt si bassern fliebn? Wem flagt ich umsonst nad wahrem glük ihr verbrechen? Der unschuld Umsonst nach troff im leide. chránen, ihren todErhöbesich Die lust zu edlen thaten flieht kein mensch, fein gott, An ihVor ibm, der seinen gott nicht rem feind zu ráchen. Vor sieht. Nie fühlet sich sein herzlichmach und Ungerechtigkeit erfreut Von wonne der un Gáb nur das grab ihr sichersterblichkeit. Gott, unser gott! beit. Mit ihrem hauch wird auch I. Von Gott, daß er ist und was er ift überhaupt. 5 auch ihr flebn Um recht und fein menich fannfomen: Was um gericht verwebnUnd er ihr ists, das wir von deinemruhm feind, Der fünder, welcher vernommen? Ach nur ein theil gott nicht glaubt, Erhobe, von deiner Majestät, Die wie ein berg fein haupt. über alles dich, o gottlerhöht. 5. Gedanke der mein berz ere 3. Dein ewges seyn, Dein böht; Daß dies mein fleisch ganzvollkommneswefenDas, einst aufersteht; Daß feelen was du wirkst und was dein nimmer sterben; Wenn gott rath erteien 3t viel zu hoch nicht lebt, was trau ich dir? für menschlichen verstand: Nurfalsche boffnung gibst du Bon engein felbst wirst du mir Und endigst mit verder nie ganz erkannt. ben. Mich ruft, mit buld im 4. Wie sollt ich denn, ich angesicht, Rein gott aus gra- staub, mich unterwinden, Unbes nachtans licht! Meingeist endlicher, dich völlig zu ers ist auch des todes raub! Nie gründen? O mache mich von auferstehn wird dieser staub! folchem dunkel frey, Daß Gottrichtet nicht. Auftugend mir dein wort des glaubens wartet dort feintohnundhier ribtichuur fev.d folgt ihr oftfchmach undhohn 5. Mein eigner geist lansich 6. Nein! eh ich zweifle, daß leicht hintergeben. Dein wort du feyst Unwandelbarer! ewift mabres bleibetewigstehen ger geist! Mag mich die welt Erforsch ich gleich dein gottverspotten: Laut will ich zeulich wesen, nicht; So gnüge gen, daß du bist, Und daß es mir davon dein unterricht schnöderfrevel ist, Dich füb. 6.Von dir, durch dich, judic len und dich fpotten! Mein find alledinge: Gib daß ich dir leib und feel freut sich in dir, mich felbft zum opfer bringe. Unsterblicher, weich nicht von Begreifichs nicht, wie du die mir! Was sind die leiden die welt regterst, So fep mirs fer zeit Dem, der sich deines gnug, daß du mich felig führst. dafeyns freut? Dort im ge- 7.Einst wirst du dich mir ná richt, wenn erd und himmel her offenbaren. Einstwerdich untergehn, Wirds, daß du mehr von deinem rath erfabe bist, der fpötter fehn.ren; Wenn ich nur dem, was Mel. Drepeinigkeit der mich dein wort gelebrt, Ges 13.Grbabner gott, was glaubt, gefolgt und treu dich reicht an deine grofe? hier verebrt er 4 Ang Denk ich an dich, so findt fich 8.Drumbitf, daß ich mit ebrmeine biofe; Ich fühle, berr, furcht vorbirwandle Inallem daß du unendlich bist, Und thun nachdeinemwillenhande daß umschränkt mein for fie: Zufrieden sep, wie du mich fchend denken ist. hier regiert Bis du mich einst 2.Du wohnst im licht, dasulzu deinem himmel fühest. 21 3 9. Dann 6 Erste Abtheilung. 9. Dann werd ich dich im feble; Gib mir, weil ibre bellern lichte sehen, Und froh Fräfte leicht ermüden, Ernst, in dir dein ewig lob erhöhen; tuft und frieden. Herr! du bistgros und zeigstes mit der that, Unendlich gros an huld, an macht und rath. Mel. Herzliebster Jefu. 8. Dann werd ich imer besser dicberkenen, Und täglich mehr von deiner lieb entbrennen, Dir gern geborchen, fröhlich 14.Wen enn ich, gott! mei- dich erheben undgottdir leben nen geift zu bir er Mel. Mein Gott das berj ingt unserm gott ein hebe; Dich suche, dich zu fin: 15.Strobes tied! Er ins Den mich bestrebe: So must du felbst, recht gros von dir zu Denken, die fraft mir schenken und feiner mehr. Gros, un. aussprechtich groß ist er, Der weltkreis fein gebiet. 2. Was ist im himel, hód ster! was auferden das so, wie 2. Gros ist sein nam! er will Du verdienterkant zu werden? und sprichts: Da steht voll welch wissen ist wol berrlicher herrlichkeit Der welten meng zu nennen, 216 dich zu Feñen? und er gebeut; So fallen fie 3. Dich suchen ist die berrin nichts lichte der sorgen; 3war bis 3. Licht ist fein kleid, unends du unerforschlich und verlich reich, Ein meer von feligborgen; Doch willst du, wenn feit, Bon ewigkeit zu ewig. wir nur dein licht nicht haf fen, Dich finden lassen. feit Ist er, wer ist ihm gleich? 4. Mit lauter ftimme lebren Deine werke Uns deine weis Heit, deine gut und stärke auch hast du selbst, sey hoch dafür gepriesen! Uns unterriefen 4. Er überschaut, was ist und war Jm himmel, erd und meer, und seiner werkezahllos beer Bleibt vor ihm offenbar. 5. Des freuet euch! Die lieb ist gott, Das beste feine wahl 5. Und immer mehr willst Gros seine thaten allzumal, du dich offenbaren, Wenn, und heilvoll sein debot! was du lebrst, wir nur ger 6.Gerechtigkeit und warheit treu bewahren; Wenn wir, ist die beste feines throns Lobt was deine lebre wirken sol- tbn, ber auch des erbenjobus, len, Uns beffern wollen. Des menschen nicht vergift! 7. Er kennet uns; er ist mir nab; Imabgrund, in der böy. Bobin ich fliehe oder geb, 3ft er doch immer da. 6. Ach möchtich, gott, aus allen meinen fráften Dich fu chen, auch bei sorgen und ge schaften, Mein her, zu dir, mich leichter aufjuichwingen, 3ur ondacht bringen. 8. Er ist um mich; vernimmt mein flebn: Schafft meiner 7. Drum führe durch dein feele ruh. Siehts, wenn ich wort doch meine feele, Daß fre febl und gutes thu; Und cilt Den weg jum lichte nicht ver- mir beyzustebn. 9. Et war. I. Von Gott, daß er ist und was er ist überhaupt. 7 9. Er wog mir feine gaben Wer darf sich ihm vergleidar; Schrieb auf fein Buch chen? Wer hat ihn ganz erauch mich; Und meiner tage kant? Macht euchvon ihm fein zahl, da ich noch unbereitet bild! Wer kann den höchsten feben, Ob er gleich alle hö10. Jbm dank ich alles, ben Und jede tief erfüllt. nichts ich mein, Das gott 3. Die fonn in boberferne nicht angehört. Herr, Deine Mag stralenreicher glühn. bulo, die ewig währt, Soll Glanzt beller noch, ihr fterne! stets mein loblied feyn. Was feyd ibr gegen ihn? Ihr 11.Werfaffet deiner wunder fepd mit eurer pracht, In pracht, Die da sind, wenn du eurem schönsten lichte, Vor rufft? Ei jeder staub, den duffeinem angesichte, Noch dunkerschufft, Verkündigt deine ler, als die nacht. macht. 4. Wie sollen wir dich nen12. Hell stralet aus dem nen, Dich schöpferderNatur? fleinsten balm, Gott! deine Was wisfen wir? wir kennen weisheit her. Und au und Nicht halb die kreatur, Die hügel, luft und meer Sind du hervorgebracht. Und du Deiner ehre pfalm. bist doch viel gröfer, Und 13. Frolofend preifet dich unaussprechlich besser, Als das land, Das deine mildewerke deiner macht. tranft; Und forn und wein! 5. Von dir strömt alles leund freud empfängt Derben. Du bist der reinste geist, mensch aus deiner hand. haft alle fraft gegeben Dem 14. Herr obne deinen willen engel, der dich preift. Zu deifällt Reinfperlingbin und ich nes namensehr Ertönen lobe Ich freute nicht des troftes gefange; In feiner brüder mich, daß deine buldnicht bált menge, 3m ganzen himelsher. 15. 34 fürchte, bleibest du 6. Stimm in der engel chómein schuz, Gefahr und schre- re, O meine feele, auch! Sey Fen nicht. Und biete voller zuvoll von seiner ebre Du, feines versicht Der ganzen holle truz. odems hauch! Dis, dis ist dein Sel. Aus meines dergens grunde. beruf! Auf, widmedeine fråf16.Gowingt beilige ge- re Dem würdigften geschäfte, danken Euch von Bozu dich gett erschuf. der erde los! Gott, frep von 7. Im geifte bet ihn, feete! allen fchranken, Ist unaus. Bet ihn in warheit an! Liebst fprechlich gros. Eristein deift du des beren befehle, Wieselobfingt Bor feinem angesichtig bist du dann! Er hat unte! Gott wohnt in einem lichterblichkeit, Und feligkeit te, zu dem fein auge dringt und leben, Das alles will 2.Rein mens fan ihn errei er geben Dem, der sich ganz en, ein endlicherverstand. ihm weibt! 21-4 Mel Erfte Abtheilung. Mel. Nun danfet alle guit dich, unendlicher, och un, gott, bift. 17. Anbetungswürd'ger ferm blik verschließt: Dann gott, Mit ehr- fehn wir beller ein, Wie herr. furcht stets zu nennen! Du bistdh unendlich mehr, 21s wir be- 7 Indeß sey auch schon ist greifen können. O fldse mei- Dein rubmvon uns besungen. nem geift Die tiefste demut ein Berichmábe nicht ein lob Von Und laß mich stets vor dilallend schmachen jungen! voll ehrerbietung feyn. Dort foll, wenn wir dercraft 2. Du riefft dem, das nicht In hellerm licht dich fehn, war, Um luft und feligkeiten auch fárfer unfer lied Did, Aufs mannigfaltigfte Um grofer gott, erhobn. dich her auszubreiten. Liebe bist du ſelbst, Verstand und rath find dein; Und du gebrauchst sie gern, 3u oft ibm alle fromen! Wer ift fegnen, zu erfreun. ibm gleich? wer ist wie er? 3. Du sprichst, und es geo berriich, to vollkommen? fbiebt, Auf dein allmächtig: Der berrift groß! fein nam ift werde! Entstand dein großes groß! Er ist unendlichgrenzen, werk, Der himmel und die er: 108 In seinem ganzen wesen. de. Mit deinem fråftgen wort 2. Er ist und bleibet wie er Tragst du die ganze welt! ft! Wer strebét nicht verge. Und deine macht vollführt, bens Jbn auszusprechen? wer Was uns unmöglich fällt. ermifft Die Dauer feines les 4. Du bist der berren herr; bens? Birmenichen sind von Der erde majestäten Sind, gestern ber; Eb noch die erde Hochfter, vor dir fraub; Auch war, war er, Noch eher als geister fannst du tödten Wen der bimmel. Du erniedrigeft, Gott, wer fan 3. Des ewgen ihronumgibt den erhöhn? Wer du erhöhen ein licht, das ihn vor uns der willst, Desboheit mußbestehn bullet. Jbn faffen alle himmel 5. Wer hat dich je gefehn? nicht, Die feine fraft erfüllet! Wer fan im fleisch dich seben? Er bleibet ewig, wie er war, Kein fterblich auge reicht Bis Verborgen und auch offens zu den lichtes boben, Von wel bar In feiner werke wunder. cheh du mit buld. Auf deine 4.Wir find allein durch ſeischopfung bliff, Und alles, ne fraft Das, was wir sind was da lebt, Erfreueft und und werden! Er fennet allet, beglüfft!, was erschafft, Im himel und 6. Herr! hier erkennen wir auf erden. Ben ihm ist weisDichnoch februavoukommen. geit und verstand, Und fraft Wird aber dermaleinst Der and fårke: feine band Um vorbang weggenommen, Deilspannet erd und himmel. 5. If 8 Die Mel. Sey lob und preiß dem 18.Der herr ist gott und feiner mehr: Fro II. Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 9 5. Jft er nicht nab? ist er 7. Unftráflich bist du, beilig, nicht fern? Weiß er nicht aller gut, Und reiner, als die sonmege? Wo ist die nacht, da ne. Wobl dem, der deinen sich dem berrnin menfch vers willen thut; Denn du belohnft bergen moge? Umsonst büllt mit wonne; Du bast unsterbibrin finfernis, Was ihr be- tichkeit allein, Bift felig, wirft ginnt: er ftehts gewiß, Eres ewig seyn; haft freuden, fieht es schon von ferne. gott, die fülle. 6. Wer schust den weltbau 8. Dir nur gebühret lob obne did, Oberr vor feinem und dank, anbetung, preiß falle? Allgegenwärtig breitet und ebre. Kommt, werdet. fich Dein auffebn über alle! gottes lobgefang, Jbr alle Du bist voll freundlichkeit, feine beere! Der berr ist gott voll buld, Barmbergig, gná- und Feiner mebr! Wer ist ibm Dig, voll geduld, Ein vater gleich? wer ist wie er, So ein verschoner. berrlich, so vollkommen. II. Von den göttlichen Eigenschaften insbsondere. ( du; Gutund beilig stets wie du 1. Ewigkeit und Unverán derlichkeit Gottes. 6. Du bist nicht ein menkel. Jeju fomnt bod felbs. fchenkind, Daß du lügest; 19.Unermeßlich ewig ist nicht gefinnt, Wie der mensch, Gott der höchste herr der wandelbar, Nimmer bleidu bist, Wie du dich uns of- bet, was er war. fenbarst, Nun und ewig, 7. Was du zufagst, ist geder du warst. wiß; Zwischen licht und fin2. Ewig bleibst du selbst dir ferniß, Tappt der menich, gleid, Weil allein und gna- bin, wählt, bereut Plößlich denreich, Ewig, machtig und wieder, was ihn freut voll fráft, Hellig und untadelhaft. 8. Sollt ich denn auf menfcben traun, Nicht mein heil 3 Alle werke deiner band auf dich nur baun. Ohne Waren dir, o gott bekannt: Ebweisheit und verstand Brundie welt auf dein gebeiß Da nen graben in den fand. fand, deiner weisheit preiß. 9. Nein, unwandelbater, 4.Wie gegobne spiegelstebn dein Sollfidh meinefecte freun Deine himmel: doch vergehn Sey mein fels, gott, sey mein Deine himmel, und die weltlicht, ewig meine juversicht! Sinkt, wenn sie dein arm mel, Sey lob und ehr dem. nicht balt., 20.Unendlicher! den feine 5. Du nur bleibeft, wie du zeit Umschließt mit bift, Waß dein weifer rath beibren fchranken: Beym ans schlieft Ift unwandelbar, wielblik deiner ewigkeit Vergebn 21 5 mir 10 Erste Abtheilung. mir die gedanken. Ich finnejdas wahrbeit ist, verheift: Er nach bewundrungsvoll: Und soll dein anttiz schauen. Mein weiß nicht, wie ichs faffen soll: jfleisch rubt auch nur kurzezeit: Du bist und bleibeft ewig. Um erndtetag der ewigkeit wirst du es auferwecken. 2. Noch ward von keiner son nelicht Durch eine welt ver- 3. Wenn alles um mich ber breitet; Die bimel jauchzten vergeht, Soll ich doch nicht dir noch nicht, Durch deine vergehen; Vor deinem thron, macht bereitet; Noch war kein der ewig stebt, Soll ich auch land, noch strömt fein meer ewig teben. Du gibst an allem An hoher bergen.gründen ber! deinem beit, Gott, deinen Du aber warst schon ewig! wahren freunden theil: Auch 3.Von ewigkeit ber fabest du mir gewiß mit ihnen. Die fünftige welt entstehen. 9. Einst fallen erd und Und masfest ihre zeit ihr zu, himmel bin An deinem welt= Und fabft sie untergeben.Vom gerichte: Dann dank ichs dir, engel bis zum wurm herab daß ich noch bin und wohn Wogst jedem du sein fcbitfal in deinem lichte. Dann werd abund naňtest ihn mit namen ich ewig, ewig sein. Mic 4. Langst steht nun deine ewig deiner gnade freun fchöpfung da, Von dir bis- Und meiner feligkeiten. ber erhalten. Einst kommt 10. Der feligen unsterblichfie ihrem ende nah; Sie ei- Feit, Die du mir dort willst let zu veralten. Denn ihrer schenken, Laß mich in diefer jahre werden viel, Und du be- kurzenzeit, O gott mit ernst stimmest ihr ein ziel Mit bedenken, Sie sey mein troft, weisheit und mit gute. mein höchstes gut. Sie stárfe mich mit kraft und muth, Ge recht vor dir zu leben. Mel. Liebster Jesu wir sind hier. 5. Kaum eine stund ist es vor dir, Vom aufang bis zum ende Raum augenblicke leben wir Die werke deiner hände, 21.Gott du bist von ewig. Niemals nimt cott, dein alter feit, Deine majes au; In alle ewigkeit wirst du ståt und gröse Mehrt und Derselbe feyn und bleiben. minbert keine zeit. Gib, daß 6. Ja du bist ewig, stirbest ich das nie vergesse. Nic auf nie; Bleibst ewig meiner feele kreaturen bane: Sondern Der fets, den sterbend ich für dir allein vertraue. fie Zur sichern zuflucht wähle. 2. Ewig and unwandelbar Denn deine gnadundwarbeit Jft dein grenzenlofes wiffen. ift, So ewig, ats du selber bist. Was bir cinmal wahrbeit Heil mit, daß ich dir traue! war, Wirds auch ewig blei 7. Mein leib ist fterblich, ben müssen. Nie kans deiner Bicht mein geift, Den will ich weisheit fehlen, Nur das bir vertrauen: Dein wort, lbefte zu erwählen. II. Bonden nott! Einenidbaften insbesondere. It 3. Du bist nicht wie mens vor dir ber heilige, der funder fchen sind, Daß dich etwas Wie schnell enteilt das leben reuen sollte; Bleibest immer doch von mir! Du, höchfter! gleichgesinnt: Und was je dein du nur bleibest für und für. rathschluß wollte, Weiß dein 3. Du hast vorhin die erde machtiges regieren, Herrlich zubereitet; Dein arm, gott, auch binauszuführen. bat den bimmel ausgebreitet: 4. Sunden bist du ewig Doch sie vergebn, veralten feind, Wehe denen, die sie wie ein fleid; Du aber daurst lieben! Ewig bleibst du de- in alle ewigkeit. Dat rer freund, Die was rechtund 4. Das ist dertroft, die boffs gut ist, üben. Lehre mich in nung aller fromen: Duschüzest allen dingen Deinen willen sie und läßt sie nicht umkomen treu vollbringen. Ihr redlich herz fann sich stets 5. Immer ist dirs eine luft, deiner freun. Du bleibst ihr Menschenkinder zu beglüken gott und sie sind ewig dein. Wobldem, der sich auch mit 5. Das fey mein troft in luft Lernt in deine ordnung allen trüben stunden: Vom schiken. Der, der geht aufstode selbst werd ich nicht überfichern wegen, Deinen feg- wunden. Nicht er, die jünRungen entgegen. De nur trennt mich von dir; 6. Deine wortetrügen nicht; Du bleibst mein troft, mein Du, du bist der ewig treue, der beil, auch ewig mir. bas bált, was er verspricht; Gib, daß ich mich dessen freue, Und mich, bis ich einst erfalte, 2. Allwiffenheit Gottes. Mel. Es wolle gott uns gnädig Best an deine wahrheit halte. 23.21Uwiffender volkom7. Mag doch dann die welt ner geist! Des auge vergebn, Mag mich alles doch alles siehet. Was nacht und verlaffen. Du, du bleibst mir abgrund in sich schleust, Und ewig stebn. Deine huld wird dem sich nichts entzieher. Es mich umfaffen, Wenn ich einst fan vor deinem bellen licht bon binnen fcheide. Ewig Sich kein geschöpf persteken. bist du meine freude. was in der finsterniß geschieht Das weist du aufzudeken, . Dreyeinigkeit der. 22. Herr gott, du bist die Und an den tag zu bringen, uflucht aller zeiten; 2. Selbst die gedanken ken. Denn du bist gott in allen neft du, Eb sie in mit entstes ewigkeiten; Du warst es ben, Und was ich wünsche, reschon, eh erd und himmet de, thu, Das fan dein auge ward, Eh du dich noch uns seben. Vor dir ist alles offen. haft geoffenbart. bar; Du prüfest berz und 2.Wer bin ich, berr, was alle nieren; Und alle gründe siehst mensenfinder? Staub ist du flar; Die unfer thun res gieren. Erfte Abtheilung. nam gieren; Nichts bleibt vormich; dir bin ich unverbor. die verborgen. gen; Du kennst mein ganzes 3. Was deiner freunde berbun, und alle meine sorgen. begehrt, Das weißt du, eb si Bas meine feele denkt, Wat beten. Ihr seufzen wird von Dir bereits bekannt, Eb der dir erbört, Eb sie noch vorfgedanke noch In meiner feel dich treten. Was deiner fein entstand. De ratb beschlieft; Das ist dir 2. Nie spricht mein mund unverborgen: Dir, der du ih cin wort, Dae duzo berr, nicht ren anschlag siehst, 218 wie wisseft; Duschaffeßt, was ich Den lichten morgen, Den keithu, Du ordneft und beschliefs ne farten decken. feft, Was mir begegnen foll; Erstaunt seb ich auttid, Wie groß ist dein verstand! Wie wunderbar für mich! 4. Was mach derfließung vie ler zeit noch fünftig wird ge scheben: Das sieht dein auge allbereit, als gegenwärtigste 3. Wohin, wobin soll ich hen. Dir stellt sich alles deut vor deinem geifte flieben? Wo lich dar, Das, was erst noch fönnt ich jemals wohl Mic foll werden; Und was nun ist deinem aug entziehen? Fübr und was einst war Jm bim ich gen bimmel auf, So bist mel und auf erden; Wer du, böchster, da; Führ ich zur follte dich nicht fürchten? tief hinab Auch hier bist du 5. Bleibt gleich vor menschen mir nah. tid som manches noch in dieser welt 4. Nebm ich auch schnell zu verschwiegen; So wird dein fliebn, Die fittige vom morauge fünftig doch die finster gen, Selbst an dem fernsten niß besiegen. Dein unpartheimeer blieb ich dir nicht verifches gericht Wird alles einst borgen; Auch da umichlosse entdecken Was imverborgnen mich doch, deine allmachtsiest geschicht; Und schande, hand; Denn du bist überall furcht und schrecken Bird dann die heuchler treffen. und dein ist jedes land. 5. Wollt ich in finsterniß 6. Laß mich, o boste maje mich deinem aug entrieben: ståt! Dein belles auge scheuen So sucht ich doch, umsonst Das nie fein beuchler hinter auch da dir zu entfliehen. gebt, Mit falschen schmeiche Die diffte finsternis ist vor leien. Durchdringe fraftig dir belles nicht; Die nacht feel und geist mit deinen heitängt wie der tag Vor deitern blicken. feß, was gebeinem angeficht. Laurinco me schande beift, fammt allen 6. Du warst icbon über mir bbfen ruden, Mich stets sorg In meiner mutter Icibe; Du faltig meiden ildetest mein herz, Gott, des M. Nundanfetalle gonch bin und bleibe. Ich danke 24.err, du erfors est bir, daß du mich wunderbar ges 12 II. Von den göttlichen Eigenschaften insbesonde gemacht, und meiner, eb ich könnrich doch fliebea? 3 war, Schon varerlich gedacht ich gen himmel, bist du 7. Du fanteft mein gebein, m treffen abgrund biek Chich ans licht gekomen, Dajou nab; Was kann mich dir ich im dunkel erst Die bil entziehen? 1010 Dung angenomen: Dein auge 3. Ja, böchster! es fan deifab mich schon, Eb ich bereitet ne band Mich allenthalben war, Und meiner tage lauf finden. Nichts bleibet bir War dir schon offenbar. berr! unbekannt, nicht die 8. Was für erkenntniffe, aebeimftenfunden. Selbst fin: Für köstliche gedanken! Unternig ist vor der licht. Jus záblbar sind sie mir; Denn sie dunkle dringt den angesicht. find obneschranken. Mit ebr Nichts, nichts fan bir entgefurdt will ich stets Auf dich, ben. Was ich gethan, geredt, mein schöpfer, fehn. Dir fol gedacht, Wird einst vor dein gen und dein lob, So gut ich gericht gebracht; Da muß fan, erböhn. 190ch vor dir steben. 9 Erforiche mich, mein gott, 4. 2db prage mir diß ernft Und prüfe, wie ichs meine. Ob haft ein; Das bofe zu vermeiich das wirklich bin, Was ich den. Laß all mein thun recht= zu feyn mir feine. Sieh oblichaffen seyn; Mich nie von mein fuß vielleicht Sich einem ugend scheiden; Michlieben irrweg nabt, und balte mich nur, was dir gefällt Und die zuruf Auf ebnem ficbrem pfad.[ verbotne luft der welt Samt 25.Herr Mel. Ein lämmiein geht. brem rei; verachten.Laß mic err, du erforscht unt oor dir, nach deinem wort, Fenneft mich, Von In fromer forgfalt imerfort auffen und von innen! Mein Nach deinem beifall trachten. thun und lassen komt vor dich, 5. uwiffender, erforsche Gebn, steben und beginnen ou Mein berz, finn und ge= Was meine fecte denkt unteanken. Bin ich geneigt von dicht, Weist du, vorber und meiner ruh, Dertugend pfad, teblest nicht; Du prüfest ber; u wanken: Ja, bin ich schon und nieren: Du kannst auch, auf bbiem weg, So führe wenn ich bin allein, Und gerne mich den rechten steg. Entreiß wollt verborgen seyn, Amich dem verderben! Gott! meine Weg ausspüren. möcht' ich stets dich findlic 2. Es ist kein wort in mei- icbeun! O mie getrofst könnt nem mund, Das ich dir könnt ich dann feyn! Wie freudig verbeblen. Du berr! fiebst in einstens sterben! Desherzens grund, Insinner Met Es ist gewißlich an der seit. fte der feelen. Wo geh ich bin 26.Umfon! umsonst ver vor deinem geist, Da da felbst! bullst du dich, Mein die gedanken weift? Wohin bers, in finsternisfe; Was kan ich 14 Erste Abtheilung. ich, gott, verbergen ich? Das wird am tage des gerichts, er nicht alles wisse? Sey, Gleich thaten, euch belohnen. fanft du, dunkler als dasgrab 3. Allmacht Gottes. Das auge gottes schaut bine Machs mit mir gott nach. ab, und fennet deine tiefen. 27 Herr deine allmacht 2. Wo ist die nacht der einreicht so weit, 218 famkeit, Die mich vor ibmerd und himel reichbet, Nichts verbeble? Er sieht euch schon, ift, das deiner berrlichkeit eb ihr noch seyd; Gedanken und deinen tbaten gleichbet. meiner feele! eh ich euch felbft Es ist kein Ding ſo groß empfinden fan, von eurer und schwer, Das dir zu ersten bildung an, Bis ihr thun nicht möglich war. euch ganz entfaltet. 2. Du ipricit! und auf 3. Er fennet und erfordein mächtig wort Fällt alles fcbet euch, Wenn ihr euch dir zu füßen Du fübreft dei schnell entziebet! Bemerk nen anschlag fort, Bey allen euch, wen ibr, strahlen gleich, bindernissen. Du winfit: so Schnell auffahrt; fchnell entitebt auf einmal da, Was fliehet! Bergebenswünschtich vorher noch kein auge sab. sterbt! vergeht! Ich baß euch! 3. Du haft dies große weit aufgezeichnet iteht Ihr all in gebau Aumácbtig aufgefüh ſeinem buche. rer! Und erd und himmel 4. Der herr gedenfet ibrerzeugt, es sey Dein arm, det noch, Jahrhunderte versie regieret. Dein wort, daß schwinden, Sie bleiben, und sie geschaffen hat, Ist ihnen ich tráume doch! Als wärens an der pfeiler statt. Feine sünden. Sie alle muf 4. Die menge vieler wun fen an das licht, Wenn gott der zeigt, Daß, schöpfer, dein fommt, daß er im gericht Der vermögen Weit über die ge herzen rath enthülle. ſebe steigt, Die die natur be 5. Dann wird das siegel wegen, Du bleibst ihr bert feines buchs Vor aller welt und ihren lauf Hebit du, gebrochen. Das urtheil des nach weifer willführ, auf. verdienten flucs Gedanken 5. Was für ein wunder dei felbft gesprochen. Wo ist die ner macht Wird unser aug nacht, die sie verbebit? Der einft feben? Wenn nach der richter batte sie gezählt, und langen grabes nacht Die tob feinen sterben laffen. ten auferstehen; Wenn de 6. Send heilig, fepd von von unserm staub den rest 30 gott nur voll, Gedanken mei- neuen förpern werden läßt. ner feele! Daß, wenn gerichtet 6. Almádt'ger! mein er werden soll, Rein einziger staunter geift Witft sich vol mich quale. Send heilig, und dir darnieder Die obnmacht. Dann fürchtet nichts. Gott wie du feiber weißt, Druf mel II. Von den göttl. Eigenschaften insbesondere. 15 meinen geift und glieder. an; heißt thiere da sich freuMach mich zum zeugen dei- en, Wo niemand wohnen kan. ner fraft, die aus dem tode Wer kan die sterne führen? leben schafft. 7. Uch und in mir denglauben an, Der sich auf dich verWer kan, als er allein, Der dinge lauf regieren? Verder= ben und erneun? laffe. Ist etwas, das ich fürch. 4. Herr! dein ist alle stårke; ten fan Wenn ich dich, berr, umfaffe? Gib, daß ich traue deiner Fraft, Die alles fan und alles schafft. Nun lob mein feel den. 28.Kommt, fommt den herrn zu preifen, Der gros von rath ift, groe von that, Den gütigen, den weisen, Derkeinen feinesglei chen hat. Der herr thut gro Bewerke. Wer hindert seine Mel. Wir driftenleut. Fraft? Wer feines armes itár 29.ott, grenzenios! Uns ke, Die alles gute schafft? Er Denkbar groß! Der Debnet, gleich gezelten, Die urquell aller macht ist deine weiten himel aus. Erspricht: itarfe. Schon jahn wir hier, so geben welten Aus ihrem nichts heraus. So vielvon ihr; Dochsehn wir kaum denanfang ihrer werke. 2. Durchflög ich gleich Dein weites reich, Und sähe deine legte ionne glanzen. Ich fåhe dort Doch nicht den ort, Wo du nicht márst; sáb nicht der allmacht grenzen. 2. Erwill, und sonnen flam men. Auch drängt das waffer, wenn erspricht, Jnwolken sich zuſammen; Und ihre schlau che reiffen nicht. Er ruft den ungewittern: Das meer wird ungestüm. Des himmels fåu- 3. Was du erschufit, Was len zittern. Die erde bebt vor du.izt rufft, und rufen wirst, ihm. Er will! und bliße zün- wer fan das alles zählen? den Gebirg an: sie vergebnDoch wolltest du Noch mehr Er spricht; und ruft den dazu Erschaffen, wurd' es winden! Schnell wird sein dir an fraft nicht fehlen! himmel schon. 4. Solange fliest Ihr quell 3. Wer, wer gebeut den und ist Doch nicht erschöpft, wellen: Hieher! nichtweiter! wird auch erschöpft nie werlegt euch bie! Er legt in felfen den. Sprich nur ein wort quellen! Sie ricfeln und ver- Und er fleust fort In neuen fiegen nie. Er füllet wüste- himetn und auf neuen erden. neien Mit seinen wundern 5. Doch deine kraft, gott, ers Und alle hulfe, gott, ist dein. Das preifen deine werfe, Die deiner Fraft allein sich freun. Wir auch erfreun uns ihrer; Jbr iob fei unsere Pflicht. O vater! o regierer! Wen hält, wen schüßt sie nicht? Tulebit, du wirkst in allen: Dir, dir vertrauen wir Erbalterl! wer fan fallen, Getragen, berr, von dir? 16 Erste Abtheilung. erschafft: Nur was du willst, Daß, wo ich bin, nur dich, 0 Denn du bist gut und weife herr! Mein berz zur zuflucht Dis lebre mich, Damit ich wähle: Daß ich dein beilig Dich Für alles, was du willst auge scheu, Und dir zu die und schaffest, preise. nen eifrig fep. 4. Allgegenwart Gottes. Mel. Wohl dem der sich auf. 7. Laß überall gewissenhaft Nach deinem mert mich ban. 30.ie bist du, höchster! dein! Und stärke mich denn von uns fern; Du auch mit fraft, Bortir getrof wirkst an allen enden. Wo ich zu wandein. Herr! Du bist um nur bin, herr aller berrn! Bin mich, o! verleib, Daß dis ich in deinen bånden. Durch mir troft und warnung sep. dich nur leb und athme ich, M. Dreieinigkeit der gottheit Dan deine rechte füzet mic. 31. grofer gott, der alle 2. Was ich gedenke, weisfeft Ding erfüllet, Vor du; Du prüfest meine feele deffenblik feindunkeluneverDu stehst es, wenn ich gutes bullet; Wohin soll ich vor dei tbu; Du siebst es, wenn ich nem anblif gebn? Und wobin feble. Nichts, nichts fan dei- fliebnvon dir, berr, ungejebn? nemaug entfliehn; Und nichts mich deiner hand entziehn. 2. Konat ich auch schnell mich zu den wolfen fdwin. 3 Wenn ich in stiller ein- gen, und wieder schnell bis famkeit Mein ber; an dich er in die tiefe dringen; So gebe, Und, über deiner bulder breite mich doch deine hand freut, Lobfingend dich erbe auch da; Denn wo ich bin, be; So borst du es und da bist du, berr! mir nab! ftebst mir bep; Daß ich dir immer treuer icy. 3. Dein auge sieht, was nacht und abgrund defen, Gi 4. Du merkst es, wenn des fan sich nichtsvor deinemlicht berzens rath Verkehrte wege versteken; Du kennst genau wablet. Und bleibt auch eine das innre der naturDer gan böle tbat Vor aller welt ver- en welt und jeder kreatur. behlet; So weist du sie und 4. Kein falscher gott, ant zudriaft mic, 3u meiner falschem wahn verehret, Hat beßrung váterlich. lie fein volk das fünftige ge 5. Du boreft meinen feuf- lehret. Du aber weist, was jern zu, Daß bülfe mir erfcheis fünftig wird geschehn, Unt ne. Voll mitleid, vater, záhleft läßt auch uns in deinem du Die thránen, die ich weine. wort es febn. Du siebst und wageft mei- 5. Du weist und börst, wab nen schmerz, Und stärkst mit deine Finder heten, Du sieh Deinem troft mein berz. menn sie im stillen vor did 6. O druck, allgegenwärti- treten. Noch eb ihr mund ger! Dis tief in meine seele; ldir ihren Fummer fagt, Ver nimm II. Von den göttlichen Eigenschaften insbesondere. 17 nimmst du schon, was bir banget sie an nichts; In unihr feufzer flagt!! ermeßne weiten Ibt wohl6. Vor menschen bleibt bier thun zu verbreiten; Ein manche that verborgen. Dir schatten deines lichts! aber ist die nacht ein heller 4. Wer hält im gleich gewich. morgen. Und was hier noch te So großer körperlaft? Wie in finsterniß geschieht, Ent- ichwimmt die welt im lichte, beft einst Dein gericht, dem Das du geschaffen baft! Wer nichts entflieht. weift die rechte bahn Den 7. Wobl dem, der hier vor mächtgen himelsheeren Zum beinem antlig wandelt! Und wohl, nicht zum zerstören, fiets vor dir und menschen Jn ficbrer ordnung an? redlib bandelt, Der steht als 5. Wer rief, uns zu umges denn, als dein bewährterben, Die tuft, die alles trägt? freund, Getroft vor dir, wenn Dutch sie hat alles leben, nun dein tag erscheint. Und alles wird bewegt. Da 8. O prüfe selbst die inner- liamlen dunste fic, Und wer ften gedanken, Ob sie vielleicht den thau und regen, Und von deiner richtschnur man fruchtbarkeit und segen Für Fen? Bin ic, o gort, noch auf pflanzen, thier und mich. verkehrtem steg, So führe du 6. Wer hat sie so bereitet, mich auf der wahrheit weg. 5. Allweisheit Gottes. Von gott will ich nicht laffen. Daß sie den blij gebiert, Dab fie den wind verbreitet, Den hall jum obre führt; Den 32.3 lobe dich und prei. leichten vogel hebt? Den o mein zum allein. Wer ist, wie du, folmen, Undunfers mundesstim weife? Verstand und rath ift men 3u deinem rubm belebt? Dein. Erwecke meinen geift, 7. Wer hob, o gott, die erb' In allen deinen werken, Die Aus Deinem meer heraus? weisheit zu bemerken, Die Theilt, daß fie fruchtbar werauch das kleinste preist. de, So gleich die waffer aus? 2. Wohin mein auge blifet, er samlet fie? wer bricht Seb ich, wie deine hand Ver- Die flüsse, wenn sie schwellen: bindet, ordnet, fcbmüket, was Spricht zu der meere wellen: erst durch sie entstand. Sie Hieber! und weiter nicht? fchaffet, fie erhält, 3u fegnen, 8. Wer hat den wald gepflans zu ergözen, Nach berrlichen get? Wer ruft das gras ber gefezen, Den weltenbau der auf? Gibt forn und most und schanzest Gebirg und tbåter welt. 3. Du hingst in lichten auf? Wer schmückt sie überall, fernen, hoch über uns hinauf, Wer gråbt dem feuer schlunDie fonite mit den fternende? Legt in der tiefen gründe Uns zu erleuchten, auf. Da Den marmor, das metall? B 9. Herr, 18 Erste Abtheilung. 9. Herr, deine weisheitinen blos erfüllen, Der seines fchmucket, Verbindet und erzieles nie verfeblt; Und aller hált, Nábrt, fegnet, fcbuzt, bes feinde stolzen wahn, Als unglücket Die lebenvolle welt. vernunft, beschämen kan. Sie rühme mein gefang! Jcb 6. O weisheit decke meiner finge dir und preise Dich, feele Des eigendunkels thor. gott! Denn du bist weise, Dir beit auf, Damit sie dich zum weiß ich lob und dank. fübrer wähle In dieses lebens Wer nur den lieben gott läßt. ganzem lauf. Ich weiß den wegzurwohlfahrt nicht Drum leite mich dein sichres licht. 7. Du bast mich durch mein ist so gros, nichts fo geringe ganzes leben Bisher aufs Das nicht nach deiner ord- weisefte geführt. Ja dir muß nung geht! Sie ists, die dei- ich die ebre geben, Daß du ne grofe welt In ihrer daur aufs befte mich regiert. O und pracht erhält. 33.D u weifer schöpfer al ler dinge, Der alles weiß, erkennt, versteht! Nichts leite mich durch welt und zeit hinüber in die ewigkeit, Ao was soll ich fünder machen. 2. Die vielen wundervollen werfe, Was unsern augen fern und nah, Steht alles, 34.Unerforschlich sey mir wie durch deine stärke, So immer Meines got auch durch deine weisheit, dates weg und rath; Und di Unendlich, herr, ist dein ver nacht sep ohne schimmer, Di stand, Der ganze weltbau machts bekannt. mich hier umschattet hat: Doch ist alles, was er thut Wies auch scheine, weif und 3. Mit eben diesen meister hånden, mit welchen du die gut. 2. Sollt ich das von goth welt gemacht, Regierst du auch an allen enden, Was du nur loben, Wo ich rath unh höchst frei hervorgebracht Duweisheit seh? Ifts nicht ein brauchst, o unerschaffnes geschenk von oben, Wenn ic licht! Der menschen rath feinenweg versteh? Frevelt den und beistand nicht. nicht, der da flagt; Daß ihm gott mehr licht versagt? 4. Was du zu thun dir vor 3. Soll ein bater unterla genommen, Kront auch, so bald du willst, die that. Wenn fen, Was dem finde thorhei tausend hindernisse kommen, ift Rübner tabler! engel fall So triumpbirt Dein hoberien Das, wo du im dunkel rath. Den besten zwet wählt bist: Hier sollst du dem herr dein verstand, Die mittel vertrauen, Und nur glan stehn in deiner hand. ben; noch nicht schauen. 5. Die menge so verschiedner 4. Sollt er au regiererin willen, Wo jeder seinen weainen Seiner werke, feiner we erwählt, Muß doch den bei meine lufte fezen? finnen Ordner II. Von den göttlichen Eigenschaften insbefonbere. 19 Drönen, thun was mir ge- der frommen freund; Uebelfällt? Wohl uns! wenn er thátern bist du feind: Wer nie gewährt, Was ein tho beharrt in seinen fünden, Kan richt berz begehrt. vor dir nicht gnade finden. 5. Hier in meinem pilger- 4. O fo laß uns nicht berftande Sey mein tbeil zufrie fcberzen Was du uns noch zu Denheit! Dort in meinem va- gedacht. Schaffe in uns reine terlände Wobnt die wahre berzen, Tödt in uns ber fünfeligkeit! Führt mein gang den macht! Denn was sind wir zum himmel ein, Mag der gott vor dir? Du bist Beilig; immer dunkel feyn. abet wit Sind verderbt und wer fan zählen, Groffer gott! wie oft wit feblen? 6. Darum auch auf rauben wegen, Christenseele! flage nicht, washier schmerzet, wird Dort fegen, Was bier nacht ist, wird dort licbt; Und ich fall erst gottes finn, Wenn ich ganz vollendet bin. 6. Heiligkeit und Gerec tigkeit Gottes. Sommt laßt und den berrn.. 35. Gott! vor desſen an. 5. Uns von fünden zu erld* fen, Gabft du deinen fohn da bin, D! so reinige vom bösen Durch ihn unfern ganzen finn. Gib uns, wie du felbft verbeift, Gibuns deinen guten geist Daß er unsern geift regies re; Und zu allem guten fübre. 6 Keiner fündlichen begier gesichte Ehrfurcht de Bleibe unser berz geweiht! billig und erfüllt! Ewges licht Unsers wandels größtetierbe aus deffen lichte Stets die Sey rechtichaffne beiligkeit! reinste flarbeit quilt! Laß Madhunsbeinembilde gleichs Doch deine beiligkeit Unfern Denn ju deinem himmelreich berzen jederzeit Kräftige er- Wirst du, herr, nur die erhemunterung geben, Nach der ben, bieimglaubenheiligleben beiligung zu streben. Es ist gewißlich an der zeit. 2. Heilig ist dein ganzes 36.Gerechter gott! vot wefen; Denn kein boses ist an dein gericht Muß dir. Ewig bist du so gewefen, alle welt sich stellen; Du wirst Und so bleibst du für und für. in ibren angesicht Auch mit Was dein wille wählt und mein urtheil fållen. O taß thut Jft unstråflich, recht und mich jede süünde scheun Und gut. Und mit deines armes bier mit ernst befliffen seyn, stärke Wirkst du stets voll- Vor dir einst zu bestehen. tommne werfe. 2. Du siebst von deinem bos 3. Herr! Du willst, daß dei ben thron Auf alle menschenne finder Deinem bilde åbn- Finder Bestimmeft jedem feilich seyn. Nie besteht vor bir nen lohn, Dem frommen und der fünder, denn du bist voll- dem fünder. Nie siehst du die kommen rein. Du bist nur personen an, auf das alleine 简史 mas 20 Erste Abtheilung. was wir getban, Siehst dulrechter gott! Nur die allein gerechter richter. beftehen, Die glaubig auf des 3.Viel gutes und barmher- mitlers tod, Bei wahrer reue zigkeitGibst du schon bier den ieben. So laß mich die ge frommen. Du schußeft sie vor rechtigkeit, Die mich von manchem leid, Darein die schuld und straf befreit, Im fünder fommen. So zeigeff glauben eifrig suchen. Du vor aller welt, Daß dir der eifer wohlgefällt, Den man der tugend widmet. 7. Wahrhaftigkeit und True Gottes. Ber nur den lieben Gott. 4. Ja, herr! du liebst, was 37.od nie bhaſt du dein recht und gut; Du bist ein wort gebrochen, Nie freund der frommen. Wer deinen bund, o gott! verleft; Deinen willen gerne thut, Du báltst getreu, was du ver Wird von dir aufgenommen; fprochen, Vollführst, was du Sein sinn und thun gefällt dir vorgefeßt, Wenn erd und Dir wohl, Ift er gleich nicht himmel auch vergehn, Bleibt fo wie er foll, Ganz beilig, ganz vollkommen. ewig doch dein wort beftebn. 2. Du bist kein mensch, daß 5. Doch dem, der dich, o dich gereue, Was uns dein gott, nicht scheut, Dem fre mund verbeiffen hat; Nach velnden verbrecher, Der dein deinermacht, nadedeinertreut gefes und recht entweiht, Bringst duwas du versprichfi Bist du ein strenger råcher! zur that. Scheint die erfül Verachtung, elend, schmer: lung gleich noch weit: So und hohn, Gewiffen smarter fommt fie doch zurrechtenzeit find sein lohn, Oft schon in 3. Und wie du das unfebb Diesem leben. bar giebest, Was deine buld 6. Und bleibt auch hier viel uns zugedacht: So wird, wei ungestraft; Viel gutes unbe- du vergeltung übeft, Dein Johnet, So kommt ein tag der drohwort auch gewiß boll rechenschaft, der feines fün- bracht. Wer dich, o gott! ders schonet. Da stellest du bebarrlich haßt, Fübtt dei ins bellste licht, Wie recht ner strafe schwere last. und billig dein gericht; Dann triumphirt der fromme. 4. O drucke bis tief in meit berze, Daß es vor jeder fünd 7. Gerechter gott, laß mich, ich scheur; Gib, daß ich nich wiedu, Das gute eifrig lieben; leichtsinnig scherze Mit deinet Gib felber mir die kraft dazu, strafgerechtigkeit. Nie werde Es willig auszuüben. Regt das von mir gewagt, Wat sich die fünde noch in mir: So dein befehl mir unterfagt. ftárke mich die furcht vor dir, Daß ich sie überwinde. 5. Doch laß mich auch mi feftem glauben Dem wort 8. Und weil vor dir, ge- deiner gnade traun. Wer Fan Den II. Von den göttl, Eigenschaften insbesondere. ar den troft uns jemals rauben, 3. Blik, o mein geift! in jes Den wir auf dein versprechen nes leben, Für welches du er baun? Du bist ein fels, dein schaffen bist. Wo du mit herrs bund steht feft; Wohl dem, lichkeit umgeben, Gott ewig der sich auf dich verläßt. febn wirst, wie er ist. Du haft 6. Wie start sind unsers ein recht zu diesen freuden. glaubens gründe! Hieristdein Durchgottes gute sind sie dein wort, das niemals trügt; Und Sieh barum mußte driftus daß diß allen beifall finde, teiben, damit du föntest feHast du den eid hinzugefügt lig seyn. Warbaftger, was dein mund befchwort ft völlig unsers glaubens wertb. 4. Und diesen gott sollt ich nicht ebren, und seine gute nicht verstehn? Er sollte ru7. Erwäge diß, o meine feele! fen, ich nicht hören? Den Und traue gott, der's treu weg, den er mir zeigt, nict lich meint. Sep gern nach fei- gehn? Sein will ist mir ins nes worrs befeble, Der war- berz geschrieben. Sein wort heit freund, der lügen feind, bestärkt ihn ewiglich. Gott Beweise dich als gottes Find, soll ich über alles lieben Und Dem treu und wahrheit bei meinen nächsten so wie mich. Iig sind. 8. Gute, Liebe, Barm 5. Diß ist mein Dank, disist fein wille: I soll ganz liebe berzigkeit Gottes, seyn, wie er: So tangich das D süßer stand o felig leben. gebot erfülle: Stellt fich fein 38.98ie groß ist des all- bildnis in mir her. Sebt feine machtgen gute! Iftieb in meinerseele: So treibt der ein mensch, den sie nicht fie mich zu jeder pflicht. Und rührt? Der mit verhärtetem ob ich gleich aus schwachbeit gemute Den dank erstift, det feble, Herricht doch in mir ihm gebührt? Nein feineliebe die fünde nicht. zu ermessen, Sey ewig metne 6. D gott! laß deine gut größte pflicht. Der herr hat und liebe mir immerbar vor mein noch nie vergessen; Ver gißmeinber; auchfeiner nicht augen feyn. Sie stark in mir die guten triebe, Mein ganzes 2.Wer hat mich wunderbar teben dir zu weibn. Sie trofte bereitet? Der gott, der meiner mich in noth und schmerzen, nichtbedarf. Werbatmitlang Sie leite mich zur zeit des mut mich geleitet? Er, deffen glücks und sie befica in met rathichoft verwarfWerstärkt nem herzen Die furcht des den frieden im gewissen? Wer teßten augenbliks. gibt dem geifte neue Fraft? Wer läßt mich so viel guts ge Nun lob mein feel den nieffen? Its nicht sein arm, 39, gott, da biſt dieliede, Der alles schafft? Uns wohlzuthun ist Dein. B 3 Erste Abtheilung. deine luft. Drum preift mitfibre last und plage Lenkst du frobemtriebe Dich unsre danks zu unserm wohl. erfüllte brust. Wieso gar ohne 5. Wer sollte dich nicht lie grenzen If deine gütigkeit! ben? Du bast uns ja zuerst ge So weit die bimmel gläns liebt! Und bist stets treu ge zen Uebst du barm- erzigkeit blieben, Wievielwirwiderdic Du fiebst mit wollgefallen verübt. Mit gnaden uns zu Auf das, was du gemacht, fiegnen, Jft ewig deine luft, Und baft auch uns und allen Mit dank dirzubegegnen Sey piel gutes zugedacht. stets auch unfre luft. Zu ehren 2. Uns ewig zu beglücken, deinen willen, Und selbst zum Erichufft du uns und deine glük und beil, Ihn freudig zu welt, Die bier schon um ent- erfüllen, Sei unser bestes theil auden, So vielewunder in sicb 6. Wer hier auf feinen we balt; Noch größerer gute pro gen Dein wort por augen hat ben hat für uns deine band und hält, Den fezest du zum fe Im bimmel aufgehoben, Der gen Schon hier noch mehr in wonne baterland. Dabin uns iener welt. Du schafft ibm au erbeben, Sandt'st du den felbst aus leiden, Den berr fohn berab, Der huldreich lichsten gewinn Und führef felbft fein leben für uns ver- ibn zu freuden, Die ewig wab Jorne gab. ren, bin. Wie groß ist deine 3. Wie groß ist deine gnade! gute? Mich ihrer stets ju Wer ist so reich an bulb als freun, Laß, gott! auch mein du? Auch auf dem fündenpfa gemüte Voll liebe zu dir seyn. de Siebst du uns voller lang- In voriger Melodie. mut zu. Du lokest uns zur 40 mit fröhlichem gemü buffe, Und fallen wir gebeugt, te Dankt, die ibl Voll reue dir zu fuffe, Bou drifto angehört; Dankt goth reu, Die beßrung zeigt; So daß seine gute, So wie feir schenkest du uns armen Auch leben ewig währt. Nad l troft an deiner huld, Und til- viel tausendjahren. Die durd geft aus erbarmen Die ganze fie alle reich An frohen seger fundenschuld. waren, Bleibt fie sich immer 4. Mitiedem neuen morgen gleich. Nie hört sie auf i If immer deine gute neu! forgen, Und forget immertre Gelbft unferm wunsch und Sie wird mit jedem morge forgenkomst du zuvor mit va An den geschöpfen neu. tertrey. Du uriprung aller 2. Sie reicht durch erd unl gaben, Dyweiß, was uns ge- himmel, Um, was da lebet, il brichtund was wir nöthig ba erfreun. Welch fröbliches ge ben, Verfagst tu feinem nicht. wimmel In ihrem milde Bie Snd doch unsre tage Von fonnenschein. Vor ihren ber peinem wohlthun you! Selbstltern stralen, Wo sie bervor bridh II. Von den göttlichen Eigenschaften insbelonder. 25 bricht, fliehn Auch bange fin- ponnen glänzen, Reicht stre quaalen, Wie leichte wol- deine huld, die uns erhält, Fen bin. Werzählt die millio Reicht über unsers bimneu, Die sie erwärmt und melsgrenzen, D vater bis zur náhrt? So weit nur wesen fernsten welt. Gleich ewigen wohnen, hat sich auch sie ver- gebirgen währt Die gute, die flårt. Dein volk verebit. 3. Süß ist das licht der son- 2. Dir, gots! ist kein ge ne, Das täglich jedes aug ent- fchöpf verborgen nicht eins süft, Weit füsfer ist die won- vom menschen bis aufs thiers ne, Womit uns gottes güt er. Du würdigst alle deiner forquift. Erfreulich ist das legen Sie danken luft und Icben, und schauervoll der tod, ben dir. Es mag auch klein Doch besser noch als leben, Ift und niedrig seyn Dir gott ist Deine gute, gott! Wie ist sie nichts zu gros und klein. uns so theuer! Sie, fie verläßt 3. Mit frommem freudigem uns nie Was ist wohl milder gemüte Erhebic gott der gnatreuer, Und troftender als sie. den! dich. Wie herrlich ist 4.3u ihrem lob erweke Vor- nicht deine gute! Wie liebst allem du dein berz, o cbrift! du uns so väterlich uns, die Kom ber und sieb undichme- wir obne furcht und graun Fe, Wie freundlich gott dein Stets deinem schuz und sevater ist. Auf! feinen ruhm gen traun. erzähle Dein frommes faiten- 4. Mit welchem reichen überspiel, Und deine ganze feele fluffe erfüllst du diese welt, Sey inbrunst und gefühl Von dein haus! Du theilstihn allen feiner gute sage Wie treu sie zum genuffe, So vàterlich so für uns wacht, Ein tag dem reichlich aus und jedes les andern tage, Die nacht der benéquelle fließt Aus dir, nächsten nacht. der du das leben bist. 5. Wer wollte sie nicht lo- mel. Sep lob und ehr dem. ben? Sie, die doch allem alles 42. Wie viele freuden gab, hohen dank ich dir, Die ben bis zu des staubs gewürm du mir berr verlieben! Und hinab. Von so viel freaturen wie viel fünden hast du mir Läßt sie nicht eine leer Und ih- Aus gnaden nicht verziehen! res fegens spuren Verbreitet Gott voll erbarmung und gesie umber. Und wie sie von duld, Auch bey der mir verentzücken Stets für den bim borgnen schuld Währt ewig mel quoll, Ist auch, wohin deine liebe. wir blicken, Bon ihr der erd- 2. Bedenk ich schöpfer deine Freis voll. nacht, Blik ich in jene ferne, Wer nur den lieben. Und 41. Soweit nur deine pracht und sonne, mond und Bh sterne: 24 Erste Abtheilung. A fterne: So bet ich dich voll ebrej fe welt noch fah, Wie gros it furcht an, Was ist der mensch deine gute! ruf ich alsdann, Daß du dich 4. Nie ist der mensch, der fein erbarmest? staub, es werth, Herr! daß du 3. Dein auge schaut auf ihn fein gedenkest, Daß du, da er berab, So gebt er nicht verlo- dich oft entehrt, Jhm fo viel ren, nicht für die welt, nicht gutes fchenfest. O sähe doch für das grab Ist er allein ge- der mensch dis ein. Mocht er boren. Die weit vergebt mit dafür dir dankbar feyn! Und ibrer luft, Der du den willen dir zum dienst sich weiben! gottes thust Dein glück soll 5. Herr lehre du mich, wie ewig dauren. ich foll, Für deine huld dich 4. Wenn ich erwache, denk preisen, Und ewig deiner liebe id dein Und wenn ich schlafen voll Gehorsam mich beweisen. gebe. Denn du, mein vater! Du bist mein beil, mein trost, Fannst verleihn, Was ich von mein gott. Dir treu zu seyn Dir erflebe. Drum seufz ich bis in den tod, Sep meines findlich stets zu dir, Herr! herzens freude. was mir nuget schenke mir, Um deiner gute willen. Wer nur den lieben gott. 44.Dit, gott! bir will ich fröhlich fingen, Dir, In voriger Melodie, 43. Der bu durch deiner dessen freude wohlihun ist: allmacht band Dir will ich dank und ehre Mein wefen mir bereitet und bringen, Dir, der du gut und da schon eb ich dich erkannt freundlich bist. Ja, gott! du Mit gute mich geleitet, Der bist ganz gnad und tren, Gib, Du erhältst was du gemacht, Mein scopfer! dank sep dir gebracht Für deine macht und güte. daß mein berz ganz freude ſey. 2. Dich preifen alle engel heere, Dir fingen die verklár ten danf, Dir herrscher brau 2. 3u meinem glücke leb ich fen wind und meere Jhr brau bier Drin wort gab mir das ien ist dein lobgefang. Die Jeben. Und was ich bab, bab ganze fchöpfung ruft mir zu: ich von dir; Non dir ward mir Es ist kein folcher gott wie du. gegeben Verstand, geschmak, 3. Dir, böchfter, ist nichts zu gebbe, gesicht, Geruch, ge- vergleichen, Denn deine gute fubl; mir fehlt es nicht An reicht so weit, als über uns die proben deiner liebe. wolken reichen, Von ewigkeit 3. Dulettest mich nach dei- zuewigkeit. Kein wurmfriecht nem rath Bey drohenden ge- unbemerkt dabin, Du siebsh fabren. Dein engel muß auf erhältst und schuzest ihn. meinem pfad Vor unfall mich bewabren. 3u meinem dienft 4. Auch, vater! hast du mein gemüte Durch manche gna war alles da Scon ch ich die- dengab erfreut. O gib mit aud II. Von den abttt. Eigenschaften insbesondere. auch nach deiner gute Densverstocken, So fuchst du sie trieb zur frohen dankbarkeit doch väterlich Durch huld zu Lehr alles das, was in mir ist dir zu locken. Wie lange fabft Froh rühmen, daß du gnädig und riefest du nicht ehmals bist. Deinem volfe zu, Damit es sich bekehrte! Wie trugst du nicht mit gütigkeit Die erste welt Eb sie die flut A unid 5. Wer schuf bie feel und ih te Fräfte, Gedächtnis, willen und verstand: Wer fegnet des so lange zeit, berufe gefchäfte, Wer stårkt verheerte? die arbeitfame hand? Wer 3. Noch gibst du fündern - schůzte mich vor der gefabr, zeit und raum, Der strafe zu Dieunsichtbar mir nabe war? entgehen; Du låßt den un$ 6, Wer friftet meine lebens- fruchbaren baum Nicht ohne tage? Wer fronet sie mit lust pflege steben. Du schoneft sein und heil? Du vater thusts; von seit zu zeit: Verziehest brum feele fage: Gott Du voll barmbertigkeit Ihn ganzbleibt ewiglich mein theil. lich abzubauen. Du wartest Von ganzem Herzen liebst du fein mit gröfter treu Und mich Von ganzem berzen borst, damit er fruchtbar seys preiß ich dich.de Nicht auf an ihm zu bauen. 17. Dir will ich fernerhin 4. Langmüthigster! so groffe vertrauen, Denn du hast mir huld Bezeigst du frechen fün stets wohl gerhan. Jd will dern, Und o nicht weniger gemit glauben auf dich schauen duld haft du mit deinen finScan mich mit vaterblicken dern. Sie werden ja, weil an. So geh ich ruhig durch fleisch und welt hier ihnen die zeit und fröhlich in die häufig neße stellt, oft sicher, ewigkeit. matt und tråge; Sie strau. deln, sie vergehen sich Und fehlen oftmals wider dich Auf blindgewähltem wege. ein lämmlein geht. 45.Getreuer gott, wie viel 5. Da warnst du sie vor der geduld Beweiseft gefahr, So oft fie irre gehen; Du uns armen! Wir häufen Reichst ihnen hand und stärfe leider unfre fchuld, Du aber dar, Von fünden aufzustehen. dein erbarmen. Was ist des Du trågest sie mit baterbuld. menfchen lebenslauf? Er ist Bist willig ihresünden schuld verderbt von jugend auf, Und Durch driftum zu vergeben. Dem gefez entgegen. Und Gibstihnen veue tugendkraft, gleichwof, vater, fuchst du ihn Und nach vollbrachter pils Langmutig davon abzuziehn, grimíchaft, Ein ewig freuZur beßrung zu bewegen. denleben. 2. Der menschen elend jam 6. Laß diefe langmut und mert dich, Selbst wenn sie sich geduld, Gott, unsre herzen 3.5 rühren 9. Geduld und Langmuth Gottes Erste Abtheilung. rühren. Nie muß uns deine huld des herrn, bey denen, die vaterhuld zur sicherheit ver- ihn lieben Und gutes üben. führen. Trag und erbarmend 4. Sozärtlich sich ein vater fernerhin; Doch gib uns auch seiner kinder Erbarmet, so er dabey den sinn, Daß wir die barmt sich gott der fünder, sünde hassen, und uns noch Wenn sie von herzen sich zu in der gnadenzeit Den reich- ibm bekehren, Ihm treue tum, deiner gütigkeit 3ur schwören. 201 beßrung leiten laffen. 5. Er schlägt und heilt, ver mundet, läßt genesen; Er Deriliebster jesu was. 46.Jaudt aucht unserm gott, weiß, der mensch ist ein zer er ist von grofer gu- brechlich wesen. Er denkt dar. te, Barmherzig und von dul- an, daß das geschöpf aus erde Dendem gemüte. Will denen Doch asche werde. beil und ewge luft bescheren, Die ihn verehren. 6. Von ewigkeit zu ewigkei ten währet Die gute gottes 2. Er handelt nicht mit uns dem, der tugend ehret. Ach lei nach unsern sünden, und läßtste denn auch mich auf deinem verschonend uns das nicht pfade, Du gott der gnade. empfinden, Was wir, weil 7. So werd ich ewig deiner wir ihm unser berz nicht ga- buld genießen; So wird mein ben, Verschuldet haben. leben fanft vor dir verfließen, 3. Hoch ist der himmel über So werd ich dort mit aller en feiner erde So gros ist auch, gelchören Dich frölich ehren. daß er geliebet werde, Diel 40 III. Von der heiligen Dreneinigkeit. 47.2ein gott in der höh, 3. Diesu christ, des höch sey ebr Und dank ften fohn! Dich seinen einge fey seiner gnade! Er forget, bobrnen, Dich fandte gott Daß uns nimmermebr Gefahr vom himmelstbron Zur ret und unfall schade Uns wohltung der verlobrnen Du mitt zuthun ist er bereit, Er wilter zwischen uns und gott Hilf nur unire feeligkeit, Erbebet uns im leben und im tod Er ihn mit freuden. barm dich unfer aller. 2. Ja, bater! wir erheben 4. O heiliger geist, du geiß dich Mit freudigem gemüte von gott! Erleuchte, beßre, Du herrscheft unveränderlich tröfte, Die jesus chrift durd Mit weisheit und mit gute feinen tob 3um dienst des Unendlich groß ist deine berrn erlöste. Auf deinen bei macht! Und stets geschieht, stand hoffen wir. Achleit uns mas bu bedacht. Wohl uns, stets, so sind wir hier Und Doß bu regierest! auch einst ewig selig. 48. 3d III. Von der beiligen Dreieinigkeit. ch alaub an einengon die welt erneut, Mein leib allein, alle din48.3 ge, groß und klein, Den bim- 49 ir glauben an den mel und die erden, Da nichts eingen gott, Schiwar, ließe werden. Der zum pfer himmels und der erden. genuffe feiner gnad Uns men- Er, aller vater, unfer gott, fchen auch erschaffen bat: Mir Hieß uns feinekinder werden. feele, leibundleben, Sinnund Er will uns auch stets ernábvernunft gegeben. Der reich ren/ Jedes wahre gut gewäh an weisheit, gute, macht; ren. Er erwog icon, eb wir Schon vor der welt mein beil waren, unsre rettung in gebedacht. Mein vater bleibt fabren. Er ists, der für uns mein guter gott, Der für mich forgt und wacht. Und alles forgt in jeder notb, Mich steht in seiner macht. schüßt und mich ernähret. 2. Wir glauben auch an jen fum drift, Gottes fobn den eingebornen, Den herrn, der Der einst mensch geworden ist, Den er ward menfch geboren, zu ret retter der verlornen. Er, er ten, was verloren. Der miratete sein leben Nicht zu Des vaters buld etwarb, Datbeur, für uns zu geben. Er er am freute willig starb erstand; herrscht hoch erbóUnd, mir das beil zu geben, bet In dem reich, das nie verFür mich hingab fein leben; gebet. Er läßt auch uns im Siegreich stand er vom tobe grabe nicht, und kommt derauf, und fuhr für mich zu einft zum weltgericht. gott binauf; Romt sichtbar einst voll majestät, Ulsrichter, wenn die welt vergeht, Der lebenden und todten. 2. Ich glaub an jefum got tes sobn, Der mitgott herrscht auf einem tbron. 3.Wir glauben an den heil gen geist, Unlern göttlichen regierer; Den jesus chriftus uns verbeißt, Uns zum beistand und zum führer. Der 3.3 glaub auch andenbei- in trübfal feine christen Weiß ligen geist, Der mich der fin- mit muth und kraft zu rüsten; sterniß entreift, Mic driftum Der uns lehrt vergebung fine Fennen lebret, Durch ihn zu den Und der tugend werth emgott bekebret. Auch er ist empfinden. Er flößer uns im toger wahrer gott. Er tröstet besichmerzDes ewogen lebens mich in jeder poth, Läst got- trost ins bers. tes anad mich finden Beim Es woll uns gott gnädig. tilger meiner fünden. Er 50. Herrunfer gott, wer ift tugendDu haft und gibt zum guten luft das höchste wesen. Und doch und fraft, gübrieinstensmich baft du, an gnade reich, Uns sur feligkeit, zu der, wenngott bir zum Dienst erlesen, Ges mein HE Erste Abtheilung. L meinschaft follen wir mit dir erfahren, Stárk uns in uns Du allerhöchster haben; Mitrer pilgrimíchatt; Bewahr deinem heil willst du uns bietjuns vor gefahren; Laß und Und ewig einst begaben Du dir willig folgen. quelle alles fegens. 5. Laß, gott! uns dein auf 2. Wir beten dich, o vater! erden schon als unsers gottes an, Sind wir gleich vor dir freuen. Herr, fegne uns von funder: Sonimst du dich doch deinem thron, Daß wir vor unfer an, Wievåter ibrer fin oir gedeihn. Dein ist das Der. Du hartfür uns aus groß reich, die herrlichkeit, Dit ser huld Selbst deinen sohn wollen wir hier leben; Und du gegeben, Dein berz, voll gute wirst, nach vollbrachter zeit/ und geduld, Verleib uns troft Uns einst dahin erheben, und leben, Daß wir dich Wo wir dich ewig scheuen. Findlich fürchten, Für deinen thron tret i. 3. Djefu, ewger gottesſohn, 51 Dreieiniger gott, id Du beil, darauf wir hoffen; preife dich Mit Durch dich steht zu des vaters mund und herzen inniglich. thron Der weg uns wieder of- Denn deine gnade, gut und ten. Uns zu befrein von fünd treu ft über mir, berr, tåg und tod, Kamst duzu uns auf lich neu.. erden, laß uns, unser herr, 2. Laß, vater, stets dein find und gott! Frob deines fe- mich seyn, Schließ stets inder gens werden, und dir im glauben dienen. ne buld mich ein, Sohn got tes! deinverföhnend blut Kom 4.O heilger geift, du geift lebend, sterbend mirzu gut. von gott! Wehr in uns dem 3. Gott heiliger geist ver verderben. Imglauben an des laß mich nicht, So oft ver mittters tobhilf uns der fün- fuchung mid ansicht. Sep Defterben! Du gibst zum guten du mein bepfland allezeit, Just und fraft; Laß es uns stets und leite mich zur feligkeit. 28 IV. Bon der Schöpfung. Sep Iob und ehr dem les blift, Die wunder deinet 52.25enn ich, o fchopfer! werfe! Der himmel, prachtig deine macht, Die ausgeschmükt, Preift dich, du weisheit deiner wege; Die lie- gott der stärke! Wer hat die be, die für alle wacht, Anbe- jfonn an ihm erhöht? Wet tend überlege: So weiß ich, fleidet fie mit majestát? Wet yon bewundrung voll, Nicht ruft dem heer der fterne? wie ichdich erheben fou, Mein 3. Wermiß't dem winde sei gott, mein berr und varer. nen lauf? Wer heift die bim 2. Mein auge fiebt, wohinimel regnen? Wer schlieft den i pos IV. Von der Schöpfung. 29 schoos dererden auf, Mitvor mir alles, alles zu: Wie gros rath uns zu fegnen? O gott ist gott! wie flein bist du! der macht und herrlichkeit, 3. Mirzeigen alle elemente Gott! deinegute reicht so weit, macht, aut und weisheir So weit die wolken reichen. überall! Owenn das stumme 4. Did predigt sonnenschein reden könnte, Wie gros már und furm; Dich preift der stets der jubelschall: Rübmt, fand am meere. Bringt, ruft menschen! gottes gut und auch der geringste wurm, prachi, Die euch und uns berBringt meinem schöpfer eb- vorbracht!" re! Mich, ruft der baum in 4. Herr gott! wie groß ist feiner pracht; Mic, ruft die deine liebe! Die erd ist deiner faat, hat gott gemacht! gute voll. O gib mit dankbar Bringt unserm schöpfer ehre! fromme triebe, daß ich dich 5. Dermenfch, ein leib, den preise, wie ich foll im was deine band So wunderbar be ich fan und hab und bin, Zu reitet; Der mensch, ein geist, deinem dienst auf ewig bin. den fein verstand, Dich zuer 5. Hilf, daß die güter diefer fennen, leiter. Der mensch, erden Mich zu dir lofen, hochderichopfung ruhm und preis ftes gut! Daß fie mir nicht Ift sich ein täglicher beweis zum fallstrik werden; Und ihr Von deiner gut und gröffe genuß mir schaden thut. Laß 6. Erheb ihn ewig, o mein allen mißbrauch ferne seyn, geift, Erhebe feinen namen! Mein lestes ziel sey du allein. Gott, unser vater, fey ge 6. Hier ist mein leben eine preift, Und alle melt fagt reife; Ich geb nach jener bös amen! Und alle welt ebr gott bern welt. Drum madhe du den berrn, Und boff auf ihn, mich from und weise, Daßich gehorch ihm gern! Wer bier thu, was dir gefällt. Uab. wollte gott nicht dienen? endlich diesen futjen lauf, So nim zu deiner rub mich auf. In voriger Melodie. Wer nur den lieben gott. Gott bes bimmels und der erden, Der 54 du allgegenwärtig bist; Von niemand fanft begriffen wer den; Vor dem Fein ding verborgen ist. Ach ziehe mich doch ganz zu dir, und offen bar dich selber mir. 53. Gott! ten alle weis fen ehren, Von dir fommt aller welten pracht. Was wir nur schones sebn und hören, hat deine hand altein gemacht. An deine weis beit, macht und licht Reicht 2. Wohin ich terz und au feines menschen denfen nicht. gen tenke, Da find ich deiner 2. Du bists, der die geschdgottheit fpur. Wenn ich vou pfe weidet, Der ibnenibmuf andacht überdenke Dein werk, und freude schenkt, Du bists, Die prachtige natur: So ruft der berg und thåler fleidet Und 30 Erste Abtheilung. Und sie mit grünem fcbmuf die welt 3um schauplaz fei behängt. Du bist es, der durch ner gute. Lobsingt ihm, der fie feine fraft Dem frühling neue noch erhält, Mit freudigem anmuth foafft. gemüte. Gott ist die liebe! 3. Daß fraut und pflanzen rühmt es laut Geschöpfe! die sich verjüngen Und alles neu- ihr ihm vertraut, Die ihr ihn es leben fühlt; Daß alle bau- fennt und ebrt! Rubmr es, me blüten bringen; Das feld daß seine gütigkeit Mit jedem mit taufend farben spielt: morgen sich erneut, Und ewig Das fließt allein aus deiner ewig währet. gnad, Die unsre welt gezieret hat. 2.Daß auffer dir nicht alles leer Bon freud und leben blie 4. Soviel vermag bein be: Schufft du, o gott! Det mächtig werde! Erhaben- himmel beer und unsere erd fter herr sebaoth! Dein lob aus liebe! Du selbst bedurf verkündigt zwar. die erde, teft ibrer nie: Unendlicher! Doch herrlicher noch, großer du lieffest sie zu ihrem glüf gott! Berkündiget der him- nur werden. Du aber sätti mel pracht, Die gröse dei gest dich nun Mit wonne al ner schöpfersmacht.; lem wohlzuthun, Im bim met und auf erden. 5. Aus dir, du quelle alles lichtes! Flieft auch der sonnen 3. Kein menich, kein engel Feuermeer. Ja grofer schöpfer selbst, ermißt Die gröfe deinet des gesichtes! Von dir kommt segen; Wie gutig deine weis auch das wunder ber; Daß heit ist In allen ihren wegen: mir die schönheit dieser welt, Gott! deine gute reicht so weit So stralend in die augen fållt Als deines reichs unendlich 6. Was zeigt das beer von feit, So weit, berr, als dein tausendfternen, Das selbst die leben. Ach was sind wir? bie nacht so reizend macht. Von deine macht Aus todtem staub ihnen soll ich hier schon ler- bervorgebracht, Uns ewig nen, Wie gros, o schöpfer, heil zu geben! Deine pracht! Gott du bift 4. Dvater! welchem feiner nichts als heiterkeit Nur licht gleicht, an liebe wie an får und straten sind dein fleid. fe. Kein dant, fein tobgefang 7.Ach schöpfer! heilige mein erreicht Die wunder deinet gefichte, Wenn ich so voll ver- werke. Doch ist dirs angeneb wundrung steh, Daß ich in mer dank, Dir ist es mehr all deines geiftes licbte, Allein lobgefang, Benn ich dich the auf dich den ursprung feb. tig liebe; Und gern in meinet 2ch reinige felbft meine bruft lebenszeit Erbarmen und Bonieder fond den erdenlust. wohlthätigkeit An andern menfchen übe. geht. 55. Lobfinget gott! er fuf! 5. Du bist die liebe, dank se DIR IV. Von der Schöpfung. 3t dir, Daß ich dich so erkenne, kleider, feh ich an, Und schmeUnd dir zum rubm, zum trofte fe deine gute. Jo riede. mir, Dich meinen vater nen- fühl und böre fie Im feld und ne. Auch ich willgerneliebreich mald; ich febe sie in aller flufeyn; Will glüflich machen, ren blüthe Von dir Zeugen will erfreun; Will helfen und Alle dinge; So geringe Sie dir gleichen. Von diesem beil mir scheinen; Wie im grofen und dieser pflicht, O gott der so im Fleinen. liebe! laß mich nicht, So 5. lang ich lebe, weichen. Wie foon leuchtet der. zeuch mich über welt und zeit Zu dir, o herr derherrs lichkeit! Durch deine groselies 56.Gott, beffen starke be. Auf dich laß mich in allem band die welt Ersebu, Für jedes gute dich erschaffen hat und noch erbált höhn. Belebe meine triebe; Ich sehe deine gute. Job sebe mein vater, Dir in allen fie und werd entzüft, Wobinu gefallen; Dir zu leben auch nur mein auge blikt. So Sey mein einziges bestreben. bald ich mein gemüte Auf dich Warum soll ich mich denn. Schöpfer! Achtsam lenke, 57.Sey zufrieden mein Und dich denke Find ich armer gemüte! Gort ift Dich als vater und erbarmer. gut, Was er thut, Ift voll 2. Seh ich so weit mein au- lieb und güte. Er nur weiß 112 ge reicht, Gen himmel, fo entallen sachen, Gros von rath, dek ich leicht Die spuren dei Wie von that, Alles wohl ner gute. Der himmelslichten zu machen. lauf und pracht, Sein ster nenbeer, das du gemacht, Er weket mein gemüte, Großer Schöpfer! Dich zu singen Dir zu bringen Ehr und står ke. Groß sind deiner allmacht werke. 2. Beydes erd und himmel preifen Seine macht, Tagund nacht müssen sie beweisen. Sonn und mond, das beer der sterne, Was sie regt Und bewegt Lob ibn nah und ferne. 3. Schau die werke feiner 3. In ungewittern, sturm hände! Mensch undthier Metund wind, Die deines thro- den dir Seinen ruhm obn ens nes diener sind, Entdek ich de. Was wir noch so kleines deine güte: Das feuer, wie nennen. Grasundlaub Selbft der waffer grund, Macht dei- derstaubGibt ihn zu erkenner ne grofe liebe fund. Mit frd- 4. Was auf bergen und in lichem gemüthe Will ich Tåg- gründen, In der höh, In der lich darauf achten, und be- fee; Oder sonst zu finden, trachten Deine werke; Rüh- Rübmt die weisbeit feiner men deine huld und stärke. werke; Jeder wurm, Wind 4. Dein erdreich gott, das und sturm preifen deine stärke jedermann Gibt brod und s. Sollt ich denn nicht ihn erhe 32 Erste Abtheilung. erheben? Wie fo gar Wun- banden, Deine Fraft hat ge derbar Gaber mir das leben! schafft, Daß ich überstanden. Was ich hab, ist fein geschenke 8. Run, mein berz! daß Auch der geist, Der ihn preift, bat schon lange Gott getban Mit dem ich ihn denke. Denke dran; Wird dir je 6. Wie mich fein getreues mais bange; 218 wollt et forgen Tag und nacht Nimmt dich ganz verlaffen. Es ge in acht, Das zeigt jeder mor- schicht Wahrlich nicht; Er fan gen. Ja fein augenblik ver- dich nicht baffen. schwindet, Der mich nicht, 9. Drum ergib dich seinem Gott, mein licht! Dir zum willen, Heiffe qut, was er thut dank verbindet. Erwirds auch erfüllen. Dent 7. Sesten mir des freuzesler ist in allen fachen Gros von plagen Heftig zu, So balfftjratb, Wie von that; Et du, meia gott! fie tragen- er wirds wohl machen. War faum noch geduld vorel V. Bon Gottes Borfehung und Weltregierung. Mel. Vater unfer im bimmelr. zuversicht! Ich bins gewiß 58.Gott, deine weife macht du thuft mir wohl so lan erhält Die ganze leich bier noch leben foll. Nicl bensvolle weit, Und aller au- überflußbitt ich von dir, Wal gen freuen sich Und wartenlich bedarf, das gibst du mit boffnungsvoll auf dich, Auf 5. Der vogel bauet nicht dich, der du sie alle liebst das land; Doch nabrit du ibt Und allen ibre Speife gibst. mit milder band; Duschmüff 2. Du öffnest deine band, die blume föniglic, Ded fo flieft herab, was jedem nö- hat sie nicht verstand wit thig ist; mit wohlgefallen ich. Vergiß es, meine feele. fattigt fie Dein auffehn und nie; Weit mehr bin ich für versäumt sie nie. Nie find gott als fie. gefchöpfe deiner band Dir 6. Mich fufft du nich unwerth oder unbekannt. vor diefe zeit, Mein ziel if 3. 2ub mir qabat du, mein in der ewigkeit: Du gabl gott und heil! Noch täglich mir weisheit und verstand mein bescheiden theit; Gabft und machteft fetbst dich mi mirs mit bulb und freund- befant; Nichts, was die et lichkeit, So lang ic bin, zu de zeugt und nährt, Gleid rechter zeit. Kein vater forgt mir an bobeit und an werth fo väterlich Für seinen sohn, 7. Von dir, der das an mit als bu für mich. gethan, Werd ich auch speil so 4. Ich bin gewiß, du fannst und trank empfabn.. Selbl mich nicht Verlaffen, meineldem, der dich mit fündet fchmähl V. Von Gottes Vorsehung und Weltregierung. 33 fchmåbt, giebst du sie obnelift dir gleich? Wer herrscht fein gebet. Wie solltest du, wie du im unumschränkten bey fleiß und flebn, Mich nicht, reich? 848 18 unt genug damit verfehn? 5. Was ist und war im 8. Laß du mich nur genug- bimmel, erb und meere, Das sam seyn, und deiner gaben kennst du, gott! und beiner mich erfreun; Doch mehr werke heere Eind jeßt und noch deiner, der du dich Soewig vor dir offenbar. Du freundlich zeigest gegen mich: hältst und nábrst was ist, Und selbst des fegens quelle was wird und war. bist, Aus welcher alle wohl that fließt. 6. Du bist um mich, scaffft daß ich sicher rube Du schaffft 9. Bey deiner gaben über was ich vor- oder nachmals fluß Erhalt mich màßig im gethue Und Du erforscht und nuß. Bewahr mich in der kennst was jeder thut; Prüfft Dürftigkeit Für schmach und das verborgne, richtest weis' unzufriedenheit. Du nährstund gut. mich immer; preiß und dank 7. Du fiebeft mich, ich fiße Bring ich dir, gott, mein oder gehe, Ob ich ans meer, lebenlang. ob ich gen himmel fldhe; So bist du da, bist allenthalben da. Jm licht und dunkel blei befst du mir nah. M. Dreieinigkeit der gottheit. 59.0 ott ist mein tied! er ist der gott der står ke; Herr ist fein nam und groß 8. Du kennst mein herz und find seine werfe. So weit bei allen rath der feele Und weißt, weltbau reicht, gebt fein ge wie oft ich gutes tou und feb biet. Nichts ist, das er nichte, Auch meine noth siehst du schafft und kennt und sieht. und borst mein flehn, Und ei 2. Er will und spricht; fe left dann mir gnädig beyzufind und leben welten. Wenn stehn. er gebeut, fo fallen durch fein scelten Auch welten wieder in ihr nichts zurüc. Obn ihn ver ging die Erd im augenblik. 9. Du mogst mir dar, was du mir wollteft geben. Schriebst auf dein buch, wie tang ich follte leben. Noch 3.Licht ist sein kleid, und sei eh ich war, eb meine augen ne wahl das beste. Er herrscht fabn, Entwarfst du buldreich als gott und feines thrones meines schickfals plan.. veste Jft treue, wahrheit und 10 Nichts, nichts ist mein, gerechtigkeit Und was erthur, das dir nicht angebore Herr! ist gnad und gütigkeit. immerdar foll deines namens 4. Ein unerschöpflich meer ehre, Dein lob und preiß in von feligkeiten Obn anfang meinem munde seyn Denn gott und gott in ewgen zeiten alles, was ich bin und hab Herr aller welten! wer, werlift dein. 11. Ber 34 Crite Abtheilung, 11. Wer kann die zahl von unserm land Noch imm deinen wundern faffen? En segen rubn. jeder staub, den du hast wer.. 3. Von deinem himmel. den lassen, Der Freaturen beer böchfter! träuft Gedeihn un und ihre pracht, Verkündiget fruchtbarkeit. Die faat gel Des groffen schöpfers macht auf und blüht und reift Un 12. Der fleinste wurm ist fåttigt und erfreut. Deiner weisheit spiegel. Du 4. Von dir gefegnet, gil luft und meer! ihr auen, that der baum Den schatten, de und hugel! Der baume puche man fucht, und unter seine und selbst der Fleinste balm! zweige raum Erfrischung unt Ihr seyd fein fautes loblied auch fruct. und sein pfalm! 5. Du náhreft jede freatu 13. Du tránfft die erd und Oberr! wer ist dir gleic icbaffest grüne weiden; Und Dein vorrathsbaus, gott! bi nacht und tag und forn und naturst unerschöpflich reid wein und freuden Empfangen wir aus deiner vater band. Voll früchte machst 6. Wem strömt sie nicht vo bir erfüllt, Luft und vergn gen zu? Wer ist so gut, so tre du, schöpfer! jedes land. io mild, So väterlich wie du 14. Rein Sperling fällt, 7. Herr! ohne dich vergi berr! ohne deinen willen; gen wir, Und wir verdienten Sollt ich mein ber; nicht mit auch: Und dennoch leben w Dem trofte stillen, Daß deinen dir, Befeelt durch deind hand das leben mir erhält, bauch. Und nur gefchiebt, was dir, herr, wohlgefällt. 8. Wer, gott! erfährt nic deine huld? Bemstralet nid 15. 3ft gott mein fcbus, dein licht? Mit welcher lang will gott mein retter werden; mut und geduld Verschon So frag ich nichts nach him- du unser nicht? mel und nach erden, So biet 9. O betet gott, ihr men ich jedem feind und unfall iden, an! Erwägts und dank truz, Und lebe sicher durch ihm nun. Was hat gol der allmacht schuz. icbon an uns gethan? Wa will er nicht noch thun? Lobt gott ihr bristen all zu 10. Nicht bloß für diese fut 60. Noch immer wechseln ze zeit, Herr, beisfest du un ordentlich Die jab- feyn. Du schufft und für di reszeiten ab. Dein fegen, gott, ewigkeit, Uns ewig beini ergieffet sich noch auf die freun. erd berab. 11. Läst du uns dein 2. Du öffnest deine milde freundlichkeit Schon bier hand, Uns menschen wohlzu- berrlich febn: Was wird thun; und läsfest auch auf der vollkomenbeit Der fünft Igen welt geschehn! 12 V. Von Gottes Vorfebung und Weltregierung. 35 12. Noch tiefer dringt als- raben, So wie berlerdhe lobdenn mein blik In deine wun- gefang. D neige ijt dein obr der ein. Oberr! laß dies ersu mir Du forderst dank; id babne glük Mir stets vor danke dir. augen seyn, Allein gott in der höh fey 2. Die kleinste deiner freaturen Macht deine weisheit 61.5⁰ o bald, o gott! der offenbar. Man siebet deiner tag erwacht, Ergüte ipuren, Und deine macht freuft du, was da lebet, Du von jahr zu jabt. Ein jedes bists, erhalter! deffen macht gråschen lehret mich, Wie Uns nährt und trägt und begros ift gott, wie klein bin ich! bet. Du måsferst unsrer erde 3. Du forgft, nach treuer schoos So wächst der felder väter weise, Für alle werfe reichthum groß. Preis dir dujdeiner band. Du giebeft allem milder geber! fleische speise, Beschirmst und 2. Dein brunn erquickt fie iegneft jedes land. Du liebest früh und spát. Ein jeder gras- unveränderlich; Der bösen halm zeuget Von dir, durch selbst erbarmst du dich. den die frucht geråtbund feim 4. Der erdkreis ist von deis und aebre steiget, Wenn furch ner gute, Von deiner weisheit und fluren sich erneun: So ift er voll. Herr, unterweiſe gibst du wachsthum und gemein gemüte, Wie ich dic DeibnZuunfrer saat und mübelwürdig loben soll. Gib, daß 3. Du fronft mit gabenvol mein herz dich freudig liebt, Ier hand, herr! alle jahreszei- Dich der mir so viel gutes gibt ten. Sie träufelt auf das gan 5. Das famforn wird in ze land Des segens fettig deinem namen, Auf boffnung Feiten. Es trieft durch ihren in das feld gestreut. Allgütimilden guß, Die wüste selbst ger! du gabft dem fa amen, Da von überfluß, und freude du ihn schufft, die fruchtbare schmüft die bügel. feit. 3ur ausfaat gibst dit 4. Die anger ftehn voll auch allein, Dem landmann schaaf umber: Vom forne fraft, zeit und gedeihn, stehn die auen So reich beta- 6. Dumachst den schoof ber den dicht und schwer, So weit erde schwanger: Du machst Die blicke schauen Dir singt des acters furchen naß. Du der landmann hocherfreut.fmückest wiefen, flur und anErhalter, Deiner gütigkeit ger mit blumen, frauchen, Lobsingen wir auch frölich. laub und gras. Du trâufelft Gott deffen allmacht sonder ende mit dem füblen thau Die 62.Du milder geber aller fruchtbarkeit auf feld und au. gaben, Herr! dir 7. Was burr is, feuchteft gebühret ruhm und dank, Dudu mit regen. Was falt ist, borst das schrein der jungen wärmt dein sonnenschein. Du theilft 36 Erste Abtheilung. theilst die zeiten wie den fegen, tbut, was diefe, die ihn Zu unserm besten weislich ein verehren, Von ihm begehren Bey warme, bize, fälte, frost Grünt, wächst und reifet uns re fost. 7. Der herr beglücket alle die ihn lieben: Die aber, di betrug und frevet üben, Ver stoßt er, bis er alles das voll fübret, Was sich gebübret. 8. Auf ewig will ich seine 8. Kommt, preift des fcbbpfers huld und stärke! Bringt feinem namen ebre dar. Groß ist der herr, und seine werke namen loben. Von allen men Sind herrlich, groß und wunderbar. Kommt, laßt uns sei ne macht erhöhn. Der herr ist gut, fein nam ist schon. ichen werde gott erhoben Bas lebet müsse, Herr!# allen zeiten Dein lob verbrei ten. M. Herzliebter jesu was hast. Mel. Seylob und ehr dem 63.Dein reich, o gott! if 64 Dir, unserm gott, herrlich, ewig wah. niemand gleich It ren Dein reich und deine himmel und auf erden. D macht, die wir verehren, und bist der höchste, und dein reid ewig wird von aller volker Rann nie begriffen werden jungen Dein lob bejungen. Unendlich ist die majestá 2. Der herr bewahret alle, Die über alle dich erhöht welchefallen, Der höchte hilft Die fron und zepter tragen den unterdrückten allen, 3 2. Wie weit erstreckt sid ftets bereit mit fegen, die ibn dein gebiet? Wo ist der, de bitten, 3u überschütten. es messe? Wohin auch nu St 3. Nach dir, gott, schauen mein auge fiebt, Da feb id aller menschen blicke, Daß dei- deine gröffe. Beit, über all ne hand fic väterlich erquice. himmel weit, Geht deine Du gibst auch einem jeben feireiches herrlichkeit. Du bett ne fpeise, Daß er dich preise. licheft über alles. 4. Herr! du erhältst mit dei3. Du berrichest weißlic nem wohlgefallen. Was lebt, recht und gut Nach heilige thust deine hand auf und gibst gefezen. Du willst, auch de allen, was sie bedürfen; feiner treuen but, Das kleins ner fucht vergebens, Dich, würdig fäßen. Auf alle quell des lebens. geht bein augenmerf, Un 5. In allen wegen goftes immer ist dein liebstes wer stralet grade. Untadelhaft 3u fegnen zu begrücken. find alle feine pfade. Und was 4. Wohl uns, daß du dal er thut, gereicht zu feinem regiment, Gott! über alle preife, it gut und weise. führeft! Und wohl dem, de 6. Der berr behütet alle, die den zweck erfennt, Dazu d ibn lieben und ernstlich sich uns regiereft. Ich, dein im wahren guten üben; Erlichwacher unterthan, Ich be V. Von Gottes Vorsehung und Weltregierung. 37 te dich in demut an. Digründen Von deiner weißfieh auf mich in gnaden. beit, macht und gut. Du kauft 5. Ich bin verderbt und feb- viel tausend wege finden, Wo lervoll, Bin auf dem tugend- die vernunft nicht einen sieht. wege Nicht stets so eifrig, wie Aus finsterniß bringst du das ich soll, Bin oft zum guten ticht, Du sprichst, o gott! tråge; Doch du bist gnädig; und es geschicht. und voll huld Vergibst du 4. So weicht denn ångstli. reuenden die schuld. Drum de gedanken! Gott fan weit boff ich auch vergebung. mehr, als ihr versteht. Bleib, 6. Jd boffe, weil mich ber feele, in der demutschranken. vertritt, Den du für mich ge Die bemuth wird von gott ergeben. Mein jesus, welcher böht. Ja, herr! du liebst den, für mich litt, Erwarb mir der dich liebt, und deiner recht zum leben. Sein todiführung sich ergibt.. macht mich vom zweifel frei, 5. Drum will ich mich dir Ob ich der gnade fähig sey, überlassen Mit allem, was ich Auch mich hat er persöhnet. bab und bin. Ich werfe, was 7. Herr! ewig will ich dei ich nicht fan fassen, Auf dich, nen ruhm Mit lob und dank den gott der liebe, bin. Der erheben. Dir willich, als dein ausgang zeigt doch immereigentbum mich ganz zum dar, Daß stets dein rath Dienst ergeben. Mit luft will voll gute war. ich bis in den tod, Nach dei nem beiligen gebot Durch dei nen beistand wandeln. 6.Gib, daß es mein vertraue en mehre, Im glufund unglük freud und leid Schik alles, berr! zu deiner ebre Und mei65. urmabr bu bift, o nerfeelen feligkeit: So preis Gott dessen allmagt sonder Für gott! verborgen; ich einst vollkommen dich; So Dein rath bleibt für uns freu ich dein auf ewig mich. wunderbar. Umsonst find alle Bon gott will ich nicht lassen. unfre forgen, Du forgteft, eb 66.Gott! der an allen enDie welt noch war Für unser den Unzáblig gutes mohl io väterlich: Diß iep ge- thut, Du bists, in deffen häns nug zum troft für mich. Den Mein ganzes fchiffal rubt. 2. Dein weg ist zwar in fin- Der für die übungszeit Mir fterniffen Vor unfern augen jeden meiner tage, Mein oft versteckt: Dod wenn wir glük und meine plage Beerst den ausgang wiffen, stimmt von ewigkeit. Wird uns die ursach auch 2. Da ich noch ganz verbors entdeckt, Warum dein ratb, gen In mutterteibe lag, Da der niemals fehlt, Den uns wachte schon dein sorgen. Ach so dunkeln weg gewählt. bater! wie bermag Mein dürf 3. Nie sind die tiefen zu er- ltiger versland Das gute zu 3 38 Erste Abtheilung. erbeben, das du in meinem le- 3. Wer hat den himmel aus. ben Mirhaldreich zugewandt! gespannt, Der unfer augent3. Du bist schon treu im fie- ukt? Wer hat mit göttlich ben, Noch eh wir sind, undhaft milder hand Den erdkreis Nie lust, uns zu berrüben; ausgeschmüft? last Und drückt uns mub und laf 4. Wer fleidet hügel, that So bleibst du mitleidsvoll; und au und iert mit pracht Hilfliebret deinenkindern, den hain? Eränkt sie mit reSie tragen und sie mindern; gen und mit thau? Und Beförderst stets ibr mobl. gibt der faat gedeihn? 4. Stets bar in meinem le 5. Wer führt die fonn in ih ben Mir diefes troffes lidtfrer pracht Mit jedem tag von neuem fraft gegeben, Unt uns zu? Wer spricht zum frobe zuversicht. Wenn ich be- mond in dunkler nacht: Dem fümmert war: So seufit' ich menschen leuchte du? 6. Wer Front mit fegen jes des jahr, Daß unter berz sich freut? Wer liebet uns un wandelbar, Auch wenn sein donner draut? 5. Dein name lep gepriesen, Der jederzeit an mir So herr lich ficb bewiefen. Merh herz 7. Wer sichert uns vor der und mund fou dir, Du retter gefahr, Die uns von ferne aus gefahr! Ein fchuldig opfer drobt? Wer rettet oft so bringen, Von deiner gute sin wunderbar Aus gegenwärf. gen, Jezund und immerdar.ger noth? 6. Du haft mir webl gera- 8. Herr, unfer herrscher! nur then Und lauter guts getban von dirFlieft alles beil uns zu. Daß deiner liebe thaten Ich Dein volk, dein eigentum find nicht gnug rubmen fan. Hilf wir, und unfer gott bist du. vater! daß ich dort Berklärt 9. Wie groß ist deine buld und ganz vollkommen Mit und tren! Du zählest unser. allen deinen frommen, Dir haar, Stebt uns allgegen Danke immerfort. wártiq bey in jeglicher gejabe 10. Uns fünder trägst du Mel. Mein Gott das Herz. 67.3 finge meiner fecien mit geduld, Lehrst uns durch deinen Und reut uns howerfreut. Ich fing aus unire fündenfchuld: So siebs Danferfüllter brust Bon dei- bu's und verzeibst. ner gütigkeit. 11. Ja deine gute reicht fo 2. Was ist der mensch, der meit, soweit die wolken gebn staub vor dir, Daß seiner du Der junge rab, erbarmer! gedenks? Hert aller welt! ichreit zu dir, du höreft ihn. was haben wir, Wenn du 12. Und rührte dich, o men es uns nicht sccnfft? licenfreund! nicht eines chri sten und war stille, Und dein stets guter wille Entriß mich der gefahr. V. Von Gottes Vorfebung und Beltregierung 39 ften schmerz? Die stillstezáb-/ mich. Du bist mein treft, re, die er weint, Bemerkt ich boff auf dich. Dein feDein vaterherz. gen folg in diefer zeit Mir 13. Web dem, der, herr! bis in jene ewigkeit. an dir verjagt! Und seine In dich hab ich geheffet. zuversicht Auf menschen fest 69. Jh weiß, mein gott! fagt: mein und achtet unfer nicht. Auf deinem willen muß be14. Erliebt dich mehr, ale rubn. Von dir fommt glut du verstehst, Ift, feele, dir und jegen. Was du regierst nicht fern, Und eilt zu helfen, und fördern wilt, Gebt eh du flehst. Vertraue gern feinem ziel entgegen. Dem herrn. 2. Es steht in feines men.. 15. Er schaut herab von sei ichen macht, Daß das ge. ner höh Auf den der niedrig isicheb, was er bedact, Und Erbebe dich, unsterbliche! Zuser sich dessen freue. Dein fee ihm, von dem du bist. gen, böchster! machts allein, 16. Lobsing ihm, bet ihn ewig Daß menichenrath gedeibe. an Mit frommer zuversicht 3. Oft denken wir mit Wie viel bat er an dir gethan! ficherm muth: Diß oder je Vergiß es, feele nicht! Vor deinem thron. doch dein rath erwählet. nes fey uns qut; Und ist doch weit gefeblet. Dit sehn wir 68.Mein auge fiebt, o gott auch für schädlich an, Was nach dir, Von dei nem throne hilf du mir. Mein heil fommt nur von deiner macht, Die diese welt ber vorgebracht. 4. Drum gib mir weisheit aus der bób, Mein vater, daß ich nicht besteh Auf meinem eigenwillen. Sey du 2. Getrost, mein herz! mein mein licht und lebre mich, treuer birt Schafft, daß mein nur deinen rath erfüllen. fuß nicht gleiten wird; Der 5. Was dir gefällt, gefall mich behüret schlummert nicht auch mir. Zufrieden sey mein In finsterniß ist er mein licht. ber; mit bir Bey allen deinen 3. Kein übel sey mir fürchwegen. Und was dir mißfällt, terlich, Denn gottes rechtestaß mich nie In meiner fees schüzet mich. Durch seine te hegen. Treue vaterhand Wird, was 6. Eritt du zu mir und mamir schadet, abgewandt. de leicht, Was mir sonst faft 4. Sein schuz gewährt mir unmöglich deucht. Reichst du ficherheit. Sein troft füllt mir deine hånde: So fomt, mich mit freudigkeit. Er leitet was angefangen ist, Gewiß mich auf ebner bahn, Und zu feinem ende. nimmt mich einft zu ehren an. 7. Ist gleich der anfang ets 5. Herr! fegne und behütelwas iower, Und muß ich € 4 gleich 40 Erfte Abtheilung. gleich ins tiefe meer Der bite wachte, Als ich kaum zu seyn tern leiden treten: So står begann, Sab mit vaterbuld , te mich der glaub an dich, mich an, Eb ich war und eb Und ein troftvolles beten. Ich dachte. Leib und feele gabst 8. Wer driftlich betet, bir du mir, Goit! o wie ververtraut, Wird alles das, wo- dank ichs Dir? für ihm graut, Mittapferm 3. Für mich armen, mic muth bezwingen. Du heiseft verlornen, Mich, der ich gefal feine forgen fliebn, Hilfslen bin, Gabst du deinen einges ihm den fieg erringen. bornen, Jefum Chriftum felber 9. 3war raub ift oft der tu- bin. Mirzum beit kam er enf gendpfad, Den uns dein wort erden, Lehrte, litt, vergoßi. gewiesen bat; Doch wer ihn blut: Starb am freuze mir ja muthig gebet, Wird endlich, aut; Daß ich mögte felig wer berr! durch deinen geist Zu den Owie groß ist deine buld! fteter wonn erhöhet, Groffer noch als unsre schuld. 10. Du bist mein vater, ic dein find, Was ich bey mir nicht hab und find, Hast du in voller Gnuge. So bilf nun, daß ich meinen stand Wohl halt und berrlich siege. 4. Du, mein vater mein res gierer, Hilfft mir selbst im gu ten fort, Und gibst mir zum ficbren fübrer Deinen geift bey deinem wort, Daß er meis ne feele fülle Mit des glau 11. Dein fey, aott! aller bens bellemlicht, Daß des tos ruhm und ehr. Ich will bein des schatten bricht, und daß thun je mehr und mehr, Aus bangeberz macht stille. Erists, hocherfreuter seelen, Vor deis der durch seine fraft Gern, nem volk und aller welt, So was qut ist, in mir schafft. lang ich leb, erzáblen.. 5. Meinem beffern theit der 70.Sollt ich meinem gott feele Gibst du troft und stärk nicht fingen? Sollt und ruh. Wenn ich, was du ich ihm nicht dankbar feyn? willst, erwähle, Strömet mit Hab ich doch in allen dingen bein friede zu. Was, fo lang So viel anlaß mich zu freun? ich hier noch malle, Ich be Des ist ja nichts als liebe, die darf in dieser welt, Was den fein vaterber; bewegt, Die feib ernährt und hält, Daß er mich mit erbarmen trägt, nicht in ftaub zerfalle, Aud Wenn ich feinen willen das wird von deiner band übe. Alles wåret feine zeit, Bäterlich mir zugewandt. Gottes lieb in ewigkeit. 6. Himmel, erd und ihre 2. Wie ein adler bey gefab beere Sind auch mir ¡ um nuren Treulic fetne jungen deft: zen da. Bobin ich mein ange So hält gott, mich zu bewah kehre, Jft mit, gott! Dein se ren, Seine icbusband ausgegen nab. Thier und fräuter streft. Er, der über mir schon und getreide, In den gründen, auf V. Von Gottes Vorsehung und Weltregierung. 41 auf der höh, In den büfcben, de geben, Dir mein ganzes in der fee, Sind mir nahrung berz zu weibn; Deiner liebe find mir freude. Deine welt mich zu freun; Ganz zu deiz ist, mir zum wohl, Unzähl- nem ruhm zu leben. Bis barer güter voll. ich dich nach dieser zeit Lieb 7. Wenn betrübniß meine und lob in Ewigkeit. feele, Schwachbei meinenleib Warum betrübt du dich mein. umgiebt; Dann, dann ber ich 71.Roll freud und from und verbele Nichts vor dir, mer dankbegier Er. der mich doch liebt Wärst du beb ich meinen geist zu dir, nicht mein gott gewesens Hätte Mein vater und mein gott! mich dein angeficht nicht er Wie froh und heiter machet quift: so war ich nicht aus so mich Der bimmlische gedank mander notb genesen. Nur an dich! F allein von dir bewacht Gieng 2. Mein augerblift die stolich durch die dunkle nacht. je pracht Der werfe deiner 8, Wie ein vater seinem fin- weisen macht. Du riefft: da de Niemals ganz fein herz ent- wurden sie. Und erd und himjeucht; Ob es gleich, verführt mel sind noch heut Ein sprezur fünde, Von dem rechten gel deiner herrlichkeit. wege weicht: Also siebst du 3. Da freuet fich, allgutimeine schwächen, Höchster! ger! Ein zabllos heer lebendi. mit erbarmen an; 3üchtigst ger Der milden vaterhuld, mich, daß ichs gethan, Obn es Die neu an jedem morgen ist, doch im zorn zu rácben, Weil, Und auch des rourmes nicht als ich verirrt begieng, Doc vergißt. mein ber noch an dir hieng. 4. Da stellest du, durch den 9. Wenn gleich deine zücht- ic bin, Mich unter deine gungsschläge Meinem fleisch wunder bin, 3um fröhlichen oft bitter find: Sinds doch, genuß. Was ist der mensch, wenn ichs recht erwäge, Zei- berr! deß du dich So gnädig chen, daß du mich, dein find, annimmst? was bin ich? Wilt zu böhrem glük erzie- 5. Den menschen fronte ben Wohl mir, wenn ich folge deine band, Dich zu erkennen, tam bin! mir zum reichlichen mit verstand. Sie bildete dis gewinn Erndt ich von des le- beri, Das dankbar frob embens mühen, und der ausge- pfinden kann, Wie viel sein standnen pein, Einstens ew gott an ibm getban. ge freuden ein. 6. Und welche felge hoffnun10. Weil denn ohneziel und gen Schenkst du nicht den ers ende, Vater! deine gnaden löfeten. Du stifter unsers sind: So erheb ich herz und heils! Verfüßt wird jedes leid bande Freudigzu dir, als dein durch sie, Und leicht der tuFind, Bitte: woust mir gna- gend edle müb. $ 5 7- 30t 42 Erste Abtheiluug. 7. Ihr willich, deiner wertblübrig find. Viel höhern zu feyn, die tbeuern lebens- frieden hab ich dann, 21s stunden weihn, Die mir noch diefe welt mir geben kann. VI. Von den Engeln. In allen meinen thaten. Jefus meine zuversicht. 72. Du berr der feraphi- 73.Herr! Du baft in dei nen, taufend nem reich Millioengel dienen, Und zu gebotenen beilger engel. Jbnen bin ftebn. Gott aller geifter fönig! ich noch nicht gleich, Sondern Ichbinzwar viel zu wenig, Um vielmehr voller mangel. Acb deinen ruhm recht zu erböbn. wenn werd ich auch so rein 2. Doch preiß ich deine quals wie diese geifter feyn! te, Mitdankbarem gemütbe, 2. Mich verführt noch Für deiner engel schaar. Das fleisch und blut. Stärke mich menschliche geschlechte Be- bey der best werde. Rüste schüße deine rechte, Durch ih- mich mit fraft und muth, Daß ren beistand, in gefahr. ich hierichon auf der erde, 216 3. Doch follen sie nicht wei- dein erbe und dein kind, Imchen: So laß mich ihnen glei- mer himmlisch sey gesinnt. chen an wahrer beiligkeit. 3. Gib mir weisheit; gib Wie sie nur tugend lieben, mir fleiß, Dich, o gott! recht Und sie auch stets ausüben: zu erkennen. Laß mich deines So mach auch mich dazu bereit namens preiß Gern auch vor 4. Sie thun nur deinen wil der welt bekennen, Daß ich len; Laß ihn auch mich erfül- darin auf der erd Deinen len. Sie leben beilig, rein: Dengeln ähnlich werd. lab mich nichts befleken; Wen 4. Herr! dein wille foll gemich auch schatten deken, Doch schehn, Wie im himmel so auf fo, wie sie die fünde scheun. erden. Laß uns doch stets dar5. Hilf aug und herz bezäb auffehn, Daß wir dir gehore men, Rein árgerniß zu neb- fam werden, So in deinem men, Lehr mich behutsam feyn. willen rubn, 2Bie die reis Nie durchein bbses leben Demnen geister thun. nächsten anstoß geben, Denn dieses fürst in ewge pein. In allen meinen thaten. 74.2er tábit der engel 6. Wenn ich denn endlich beere, Die du zu fcheide, So fübre mich jur deiner ebre, D berr der wel. freude In ihren umgang ein ten! schufft? Sie freun fich Da werd ich dich recht loben, Deinen willen, Gehorsam zu Und in dem himmel droben, erfüllen, Wenn du zu deiDir und den engeln ähn nem dienst fie rufft. lich seyn. 2. Sie eilen in gefahren, Den VL, Von den Engeln. 43 Den frommen zu bewahren, Sie lebren dich zu loben, In seiner pilgerzeit. Sie mich ihren bdbern dank. In freun, an deinem throne, deinem beiligthume Wird Sich einst auch seiner Frone, dann, zu deinem ruhme, Der Wie ibrer eignen feligkeit. ganze himmel ein gefang. Werde munter mein gemüte. 3. Bekehren, ott! fich fun. der, und werden deine kinder, 75. Hochster! deffen marke Die dir dein fobn gewinkt: Dann jauchzen ihre lieder, ichirm und schatten gibt, Der Daß ihre neue bruder Dem das menschliche geschlechte, fluch entriffen worden sind. wie ein treuer vater liebt; Der 4. Giejauchzen deinem sob in dieser großen welt Alles, ne, Daß du sie ihm zum lobne was er schuf, erhält; Der, ats Für seine leiden giebst; Daß herr, uns in gefahren, Máchbu fie trágft und leiteft; 3um tig fan und will bewahren. bimmel vorbereitest, Undzárt lich, wie ein vater, liebst. 5. In solchen geisterchoren Dich ewig suverehren, Beld eine feligkeit! Wer wird sie einst empfinden? Der, der ent wohnt bon funden, Sich, ibnen gleich zu werden, freut, 2. Biele taufend feraphinen Jauchzen und lobsingen dir. Dich zu loben, dirzu dienen, Sind sie willig für und für; aber auch auf uns zu sehn, Und uns fchwachen beijus stebn, Sind sie, wenn du winkest, fertig, Und den deinen gegenwärtig 6. Gibst du, daß ich auf er Den Kan ibnen åbnlich wer den; Mir luft und stärke nur: So mag mich in gefahren Er halten und bewabren Dein engel oder die natur. 3. Gott der engel, gott der welten! Ach was sind wir menschen doch, Daß wir vor bir so viel gelten! O wie báltſt du uns so hoch! Deine engel 7. Jo sittre nicht; ich schaue dienen uns, Und sind zeugen Auf dich nur, dir vertraue, unfers thuns. Laß uns Gott meines heils! ich mich: einst in ihren choren Ewig Vergnügt, daß einst mit en- dich im bimmel ebren. geln Ich beilig, rein von Mel. Sey lob und preiß dem mangeln, Dein antlig fbaue, 76.Dir fing ich lob, berk 8. Wenn duzu ibren liedern, groß sind deine werke. Dir 3u meinen bbbern brüdernsingt dein himmel: groß ift Für deinen thron mich rufft: gott! Dir singt mit fraft und Empor will ich mich schwin starke Der scrapb, der dich gen, und dank und preiß nåber sieht, Der derub, der die singen, Daß du für am throne kniet, Die ganze mich auch engel ichufft. schaar der engel. 9. Sie über mich erhoben! 2. Dein ist das reich, dein ift 44 Erste Abtheilung. ist die macht; Nach ordnun- lied, Injene heilige pfalmen, gen und stufen Hast du die Am ziel, nach dem mein glau fcbaar, die uns bewacht, 3um be siebt, Erwart ich siegespalleben bergerufen. Sie richtet men. Wie bebt fich da mein beinen willen aus, Und schü- lied empor! I mische mich zen des gerechten haus, Wo- ins engelchor In böhre loba hin dein wink fle sendet. gefänge. 3. Mensch! fühl den vorzug 5. Wie groß, wie groß die mensch zu feyn. Durch dri- wonne ist, Wenn mich am les sti tod versöhnet, Gebst du bensende Zum erstenmal ein einst in den bimmel ein, Wolengel grüft; Ach! daß ichs gott den frommen frönet. fchon empfande! Von aller Schon hier ist er, in fleisch welt berlaßnes herz! Denk verhüllt, Des allerböchften chriftlich, denk bei deinem ebenbild, Im menichenkleid schmerz: Im himmel hab ich ein engel. freunde. 4.Bald tret ich ein ins hohe VII. Von dem Menschen und seiner Bestimmung. Es ist das heil ups fommen. durch deine weife macht, Was 77.Dir, gott! fey preiß du erschaffen, schmückeft. und dank gebracht, 4. Ichjauchze, daß ich seben Dich soll mein lied erheben. fan, Und boren und empfinJd bin ein wunder deiner den. Frob bet ich meinen scho. madt. Du fcbufft auch mich pfer an. Ibn überall zu fine zum leben. Mein ganzer leib, den, In allen werken, die er erbaut von dir, Samt einem schuf: Das ist mein feligster jeden sinn an mir, Beweifet beruf; Mein lobgefang und Deine gröse. opfer. 2. Haupt, aug und ohr, 5. Wer leitet meines blutes bers, mund und hand, Die lauf, Regiert des berzens ich zu dir erhebe; Die baut, schläge? Bewegt die lung und fo fünstlich ausgespannt; Der schwellt sie auf, Damit ich les nerven fein gewebe Und alle ben moge? Gott ist es, der dis glieder lagen mir: Jd fep, o alles thut. Schlag berz! entgott! ein werk von dir, Ein flamme mich mein blut, Daß werf von deiner weisheit. ich den schöpfer preife. 3. Ach bättest du mein auge 6.0 preilich, böchster! imnicht so fünftlich zubereitet: mer dich, Wenn ich die sinnen Was nuste mir der fonnen brauche, Geb, lieg und aus licht, Der glanz, den sie ver- rub, oder mich Bewege, athbreitet? Dann fàb ich nicht me bauche! Gib, daß ich ewig mit welcher pract Du, berr!! dein mich freu, Und daß mein leib 45 VII. Vom Menschen und seiner Bestimmung leib ein tempel fey, Worin und dein gebot und weisheit, Dein geift stets wohne. macht und stärke. Für deine väterliche buld. Dank freuad mein gott will das. Fleb 78. weld ein glük eindig meine feele, and um er menfcb ju feyn! barmung und geduld Wie fanib gott gnug preifen! ich dich wenn ich fehle. Wie des berufs, ein mensch zu 6. Jch bin ein mensch, und feyn, Mich würdig hier erwei- darf vor dich Mit freudigkeit fen! Ich bin ein wunder stets treten. Ich darf dich, du feiner macht, Und weisheit börft vater! mith, Getroft und lieb und gute O mensch nimfrob anbeten! Heil mir! o beil deinen werth in acht. Erkenn der zuversicht, Die ich als es, mein gemüte. mensch bier babe, Du rufft 2. Du bildeteft mir mein ge- jur ewigkeit ans licht, Mich bein. Du bauchteft mir die fees wieder aus dem grabe. le Allmächtig, o mein schö 7. Dein sohn, der schöpfung pfer! ein, Durch die ich denk herr mit dir, Kam mitleidsund wähle. Vor taufenden, voll auf erden, Und ward durch dich ernährt, Vor tau- ein mensch, ein mensch, wie fend deiner werke, Gabst du wir, Der menfcben beit zu mir einen böbern werth, Mir werden. Er nahm uns auf weisheit, kunst und starke. in dein geschlecht; Wir wur3. Vernunft und freyheit den seine brüder, Er bracht dank ich dir. Welch glüf, fie uns frömmigkeit und recht, zu besigen! Ach! dirzum rubm; Und gnad und leben wieder. zum beile mir, Lehr du mich, 8. Noch einmal fehn wir gott! fie nusen. Der menfe deinen sohn Vom himmelwies iftsnur, der redenkann; Sonst der kommen; Und dann stellt Fein geschopf auf erden Der er um feinen thron, Als richmenfch nur ruftdich, schöpfer! ter alle frommen, Und aller an, Ran andrer lebrer werden himmel heer ist sein, Ihr 9. O welch ein glüf ein mensch zu feyn! Wie kann ic gott gnug preifen! Wie des 4. Du fdufft mich zur geerbtheil gibt er ihnen, Sie felligkeit, Gabft mir ein bers werden ihres beils sich freun, voll triebe; 3um mitgefühl, Und ewig dann ihm dienen. jur menschlichkeit, Zur freundschaft und zur liebe Und diefe menschlichkeit, gott! schafft Mir unzählbare freus berufs, ein mensch zu feyn den; Gib mir zur tugend Mich würdig hier erwiefen! muth und fraft, Und cub Ich bin ein Wunder seiner und troft im leiden. macht, Und weisbeit, lieb 5. Dich, meinen schöpfer, und gute. O menfch, nimm meinen gott, Erfenn ich, dei- deinen wertb in acht! Er ne werke, Dein göttlich wort fenn es mein gemüte. Gott 46 Erste Abtheilung. Gott dessen allmacht sonder was ich nicht recht bedacht. 79.Dein bin ich, gott, dein Verwirf mich vater! nicht ist mein leben. Wie von dir. Schaff du ein reitröftlich ist mein ursprung nes herz in mir. mir, Du bast den odem mir 7. Hilf, daß ich dir zu ehren gegeben. Mein ganzes wefen tebe, Und redlich thu! was Fommt von dir. Du, bater! dich erfreut. Und geist und ricfft mich aus dem nichts, teib vnd gliedet gebe 3um zum frohen anschaun deines dienste der gerechtigkeit. Daß lichts. ich bis in den tod dir treu 2. Du gabst mir die ver- und stets ein freund der tunünftge feele, Die nur so lang gend fep. im fleifche lebt, Bis sie, daß 8. Fällt diefes leibes hütte ihr fein wohlfeyn feble, Dein nieder, Vollend ich dieſes les ruf zum bessern stand erhebt, bens lauf: O gott! so richte du Gedächtnis, willen und ver- mich wieder Berherrlicht aus stand, hab ich allein von dem staube auf. Dein ewges deiner hand. leben fey mein theil, So preiß ich ewig dich mein heil. Mel. Nun danket alle gott. o lang athme, 3.Wenn ich auf meinen för per sebe, Den du fo kunstvoll ausgebilde: So wird, o vater, 80.5 gott! will ich dein in der Mein mit ehrfurcht ganz erfüllt. Ein lob verbreiten. Das leben jedes glied, ein jeder sinn, qabst du mir, Mit seinen súReißt mich zu deinem lobebin. Bigkeiten, Du gabest mir ver 4. Durch deiner vorsicht stand, Der dich erkennen kan. qnådigs walten, Die mich von Und boteft erges heil In del. Findheit an umfing, Bin ich nem sohn mir an. bis hierher noch erhalten: So 2. Bas bin ich, gott det daß der tod vorüber ging Jcb buld! Daß du so viel mir schenstebe noch und preise dich, fest? Was ist ein menschenHerr! Deine rechte icbuzet mich. kind, Daß du herr! fein geden 5. Jd bin nicht werth der fest? Ja du gedachtest, berr! groffen güte, Die du, mein Schon vor der welt an mich, gott! an mit getban. Be- Und denkst noch meiner stets, samt empfindet mein gemü- Regierst mich väterlich. te Die schuld, die ich nicht 3. Ich freue mich in dit, leugnen kann. Ich habe, was Und traue deinem segen. Mein mich sehr erschreckt, Vielfäl- ganz bestreben fey, 3u gebn tig feel und leib beflekt. auf deinen wegen. Bis an 6. Ja, berr! ich habe meine des grabes nacht' Sep dit glieder zu fündengliedern oft mein dank geweiht, Und gemacht. Vor dir fall ich einst vor deinem tbron, in bemut nieder, Bergib, Gott der barmherzigkeit! Wer VII. Vom Menschen und seiner Bestimmung. 47 Wer nur den lieben gott. Doch das ist, vater! meine 81.o ott werde stets von schuld; Vergib sie mir nach dir erhoben, Du, deiner huld. Deines schöpfers bild, mein 7. Begabt mit wundervolgeist, Sollt ich nicht meinen len sinnen; Mit freiheit, mit pater loben, Den jedes seiner vernunft von dir, Sollt ic werke preift? Er schuf mich ja nur dich, gott! lieb gewinfein bild ju feyn; Ihn einst nen, Did nur, und was ge> zu schaun, mich fein zufreun. bråche mir? Ach mbgre mei2 Unmutig, prachtig, zum ne feele dein, mit allen ihentzücken Jt gottes ganieren Fräften feyn! Förperwelt. Werzählt die rei 8. Gott! meine iuft sey dich se, die fieichmücken? Was ich zu kennen, Dich urquel der hier sehen kann, gefällt; Und vollkommenbeit! Von deiner. dennoch kann sie nicht, wie liebe ganz zu brennen; Das schon, Wie wundervoll sie fey mir ruhm und feligkeit. sep, verstehn. Bin ich durch driftum nur 3. Für geifter nur, und nur mit dir Vereint, mein gott! für feelen, Die zu den geistern was feblet mir? gott erhob, Sind sie so berrNun fich der tag geendet. lich! fie erzählen Nur ihnen 82.3 bin, o gott! dein eis Du schufft meines lob. feele! jaudze, daß er ruf Der all macht dich zum geifte fcbuf. mich, dein zu seyn; Mein ganzes leben dir zum ruhm, Und deinem dienst zu weibn. 4. Gott! ich kann denken, ich gewinne, Weilich zu einem 2. Du gabft mir den vergeiste ward, Durch die emfin nünftgen geist, Bewundernd dung meiner finne, Gedanken einzusehn: Wie dich, herr! taufendfacher art: Groß, deine fchöpfung preift, Mit mannigfattig ist ihr heer, Und ehr dich zu erhöhn. doch wird ihrer täglich mehr 3. Was um mich ist, ber= 5. Ich kann sie fammeln und Fündigt mir, Gott! deine verbinden, Und trennen, wie herrlichkeit. Zu ihrem preife es mir gefällt. Die welt em reist mich hier Selbst jede pfinden, mich empfinden, jabreszeit. Noch unterschieden von der 4. Und ich, ich sollte fühllos welt. 3u taufend thaten bab feyn, Und dich, bert! rühmen ich kraft. Wer gibt sie? nicht? Ein berold deines gott, der alles fchafft. ruhms zu feyn, Sep meine 6. Wie feurig dürftet mei gröfte pflicht. ne seele Nach glück und luft 5. O mache diefer pflicht und feligkeit: Nur daß ich mich treu, So treu, herr!. oft betrogen wáble, Was als ich soll. Mein herz, mein mich nach dem genuffe reut.l mund 48 Erste Abtheilung. mund, mein wandel fey Stets ster! ähnlich seyn, Wohltba. Deiner ebre voll. tig seyn wie du, O wohl 6. Wer dich verehrt, hålt mir, wenn ichs bin! Hilf du dein gebot, Ihm ins nicht mir selbst dazu. last, nicht pein. Drum gib 4.Laß mirdis groseziel Coch auch mir bie fraft, o gott! Gehorfam dir zu seyn. 7. Was du befiehlt, ist für uns gut. Du willst nur un fer beit. Wohl dem! der dei nen willen thut, Du bist sein troft und theil. ftets vor augenschweben Mein aller stårkfter rounsch, mein eifriges bestreben. In allem meinem thun Sey dis, o gott! allein, Daß ich auch so wie du Gefinnet moge sepn. 5. Du bist der wahrheit 8. Er wandelt hier auf eb- freund, Laß mich auch warbeit ner babn, Und selbst in trautieben. Und mit stets munrigkeit Schmeckt er, dir, böch- term fleiß In allem dem mich fter! jugethan, In dir zu üben, Was mich zur weisbeit friedenheit. führt, Zur weisheit, die dich 9. Nach hier vollbrachter ebrt. Und allen beifall gibt, prüfungszeit Nimmt ihn der Was du uns selbft gelebrt. himmel ein Herr, laß nac 6. Laß deine Heiligkeit Mich Dieser feligkeit Mein ganz bestets zum mufter nebmen. Hilf streben feyn. mir die fünde fliehn; Die finn D gott du frommer gott. lichkeit bezábmen. Nur das, 83.2111må dig grofer was recht ist, thun; Des gu gott! Wer fan dichten mich erfreun; Und dem, gnug erheben? Du gabst der ders üben will, auch gern be ganzen welt Bewegung, fraft bülflich feyn. und leben. Was geist und 7. Gieb, daß ich fo wie bu Förper heißt, Was erd und Ein freund der menschen wer bimmel schmüft: Hat deine de, Dem wobithun freude buld gebaut, Die alles noch macht, Der fummer und be schwerde, Dem nächsten gern beglüft. 2. Dy schufft, ich dank es erspart, Sein leben ihm ver bir, Auch mich zu deiner eb- füst, Und, wo er belfen kann, re. Und wollteft, gnädigster! 3um helfen willig ift. Daß ich dein bildniß wäre. 8. Noch bin ich weit ent Darum bast du den getft, fernt o gott! von diesem ziele. Der in mir lebt und denkt, Du weist, was mir noch fehlt, Mir zur unsterblichkeit Aus und ich, ich selber fühle, Wie freier huld geschenkt. wenig ich dir noch, Im guten ähnlich bin. O bilde du mich ganz Nach dir und deinem fin. 9. Beglüft ist nur alsdann au du mich berufest. Dir, höchel Mein lebenslauf auf erden, Wenn 3. O welch ein groffer zwek, Daju du, gott! mich schufest 28ie berrlich ist das glük, Wos VII. Bom Menschen und seiner Bestimmung. 49 Wenn ich dir immer mehr, fcben nicht zufrieden stellt. Schon bier fan áhnlich wer 6. 3war ift er tief berabge.. den: Dann werd ich ewig auch funken Von seines ursprungs Mit dir vereinigt fepn, Und berrlichkeit. Sucht oft, von mich ohn unterlaß Gott! dei luft der erde trunken, Sein ner gute freun. glück in dingen diefer zeit. Jedoch er sucht und findet Ber nur den lieben gott. 84.0 gott! ich preise dei- nicht, was ihm der äußre ne gute, Die mich schein verspricht. so wunderbar erschuf, Und 7. Du prágtest ibm durch mit froblockendem gemüthe fein gewiffen Gefühl von recht Verebr ich deinen schöpfers- und unrecht ein. Daß bdse bb. ruf: Ein herold deines rubms fes leiden müssen, Und tus zu seyn, Und deiner wun- gendhafte glücklich seyn, Erder mich zu freun. fennt er, doch sieht er noch 2. Du gabst zum denken nicht Den richter hier fon und empfinden, Algütiger! im gericht. mir diesen geist, Der zwar 8. Dem tugendhaften ist zu schwach ist, zu ergründen, bienieden Oft ein sehr widriWie herrlich du, mein fcbges gefchif 3um loos für diese pfer! seyft. Jedoch, was du an zeit befchieden; Dem lasterhafs mir getban, Erkennen und ten oft viel glük. Gewiß erst bewundern fán. eine andre welt Ift zum ver* geltungsort bestellt. 3. Und diesen geift, der in mir denket, Schufst du nicht 9. Gott! wenn mein geift blos für diese zeit. Du hast diß überleget, So bofft er mir, vater! ibn geschenker schon unsterblichkeit. Noch 3um leben in der ewigkeit, ftárker fühl ich mich beweget Um da vollkommner zu ver Beym licht, das mir dein stebn, Was sterbliche nur wort verleiht. Da feh ich weit dunkel sehn. gewisser ein, Daß ich auch einst soll selig seyn. 4. Bu eng sind dieses lebens franken Für feinen forschen 10. Herr! laß zu jenem Den verstand. Der feim zu beffern leben, Mich täglich böheren gedanken, als je ein bier die ausfaat streun: Laß sterblicher erfand, Entwifelt deinen geist das wollen geben, sich erst nach der zeit Im bb- Und das vollbringen auch hern licht der ewigkeit. verleihn. O wonne der un5. Ihn fåttiget fein gut fterblichkeit! Sep stets mein der erde, Rein zeitlich glük, so troft in allem leid. groß es sey, Daß er auf immer rubig werde: Bedarf er mehr, 85.ie wichtig in dod Allein gott in der höh sey. der beruf, Den uns daß Diese ganze welt Sein wün- lder berr gegeben! Gott! als D uns 50 Erste Abtheilung: uns deine liebe schuf, Dajner gute freun, und einst fcbuf sie uns zum leben, 3um dein antli; schauen. leben, welches ewig währt, 7 Und solch ein herz das Das weder angst noch leid wollst du mir, Gott! aus er beschwert, Willst du uns barmen geben; Damit ich mi hier erziehen. qe auch schon hier nach denge 2. Nicht hier ist unser vater- fezen leben, Die selbst im bim land Allein bei dir, gott! dro- met gültig sind, Bis ich all ben. Da ist der ort, wo deine dein bewährtes find 30 hand Das glüf uns aufgeho- deiner freude gehe. ben. Das nie ein traurig ende Sey lob und ehr dem nimmt, Hier sind wir nur von 86. Laß mich des menschen Dir bestimmt: Uns dazu anzuwahren werth, Mein fchicken. gott! zu berzen nehmen, Und 3. O laß mir doch diß große dessen, was mich selbst entehrt zielDurch nichtsverruketwer Mich allzeit innigst schämen. den! Was hilfts, wenn ich nie kom es mir aus meinem auch noch so viel Von güternsinnWas allesich vermag und dieser erden, Von ebre, geld bin, Durch deine weise gute. und luft gewinn: Wenn ich Dabei nicht tüchtig bin, Dein himmelreich zu erben? 2. Du schufft mich nicht bloßfleisch undbeinDubauchteft mit dem leben, mir auch 4. Dein pilgrim bin ich jajugleich die feele ein, Und haf nur hier.Laßmich das nie ver es mir gegeben, Noch mehr, gessen. Nur wenig tage hast du als was die sinnen rührt, Und mirzurwallfahrt zugemesſen. durch fie schmerz und luft ge Schnell, wie ein traum, sind biert, 3u faffen, ju erwägen. fie vollbracht, und dann wird 3. Gott! Diefen vorzug gabfDiefer erden pracht Auf ewigdu mir Vor so viel millionen, mir vergeben Die auch befeclt, genährt von 5. Drum laß des himmels dir, Auf deiner erde wohnen. herrlichkeit Mich stets vor au Was jenen fehlt, verliehst du gen haben. Laßmich, in meiner mir, Vernunft und freiheit übungszeit, Umjene beßre ga- und mit ihr, Gefühl von ben, Diemir im tobe nicht ent- recht und unrecht. fliehn, Um ersten und mit ernst 4. Duschufft mich zur gefel bemühn, Damit ich nicht einst ligkeit, Und für der freund darbe. fchaft freuden. Gabft mir eit 6. Ein her, das dich, o va- ber; voll fühlbarkeit Für an ter liebtlind deines fohns fich drer glük und leiden, Rod freuet, Das durch denglauben mehrein herz, das fähig ist, tugend übt, und sich vor sün- Sich dein, der du mein vatet Den fceuet, Ein folches berz, bift, 3u freun und dichzulieben das wird alleinSichewig dei s. In stiller andacht fan mein VIII. Von der Sünde und Verderben des Menschen. 5c mein geist Sich bis zu dir er- jhoch sind wir durch ihn geheben, und dir, den jeder him- sehrt; Wie ernstlich durch ihn mel preift, Auch preiß und ebe selbst belehrt Der menichre geben. Auch ich fan thunheit werth zu scházen! was dir gefällt, Und um mich 8. Und ich ich sollte ihn entber in deiner welt, Was nüz( weibn Und meiner unwerth lich ist, verbreiten. gn bandeln? Der thierfchen luft 6. Richt blos für diefe Fur ergeben seyn Und nicht vor dir ze zeit Riefft du mich in diß le gott wandeln? Fern fey ein ben; zu freuben einer ewig solcher sinn von mir Bewahfeit Soll sich mein geift erhe- re mich, mein gott! dafür, ben. Und wird auch gleich der Daß ich so tief nicht falle. leib zu staub; So bleibt er 9. Gib vielmehr, daß ich alnicht des grabes raub, Dustezeit Auf mein gewissen achte, wirst ihn auferwecken. Nach weisheit und gerechtig27. Vom himmel fam, ge feit mit allem eifer trachte. fand von dir, Dein john zu Dich liebe und mich deiner uns auf erden. Er kam und freu, Und so des vorzugs ward ein mensch wie wir, Der wurdig sey, Den du mir menschen heit zu werden. Wie haft verliehen. VIII Von der Sünde und dem Verderben des Menschen Wo foll ich flieben hin. 4. Verderbt ist unser finn. 87, Du, der fein bofes Die weisheit ist dabin, Die thut, Du schufft uns regieren sollte, Nur was Den menschen gut. Du, boch Dein wille wollte, Mit freuster! gabst ihm fráfte Zum fe- denvollen trieben 3u wahe ligen geschäfte; In heiligten und zu üben. Feit zu wandeln; Stets recht 5. Der fine luft und schmerz vor dir ju handeln. Rührtleider unser herz, Mehr 2.Wo ist der unschuld rubm? als die höhern freuden, Mehr Ach mit dein eigentbum, Wielais die groften leiden, Die tief sind wir gefallen! Wo wir auf ewigkeiten Selbst ist jest unter allen Ein mensch unserm geift bereiten. ganz rein von fünden Vor dir, o gott! zu finden? 6. Dir folgen, dünft uns wang, Des berzens böser 3. Hier ist kein unterschied, bang Reißt uns, mit starkem Dein belles auge sieht Auftriebe, 3u fonbder fündenlie alle menschenfinder, Und be. A fonen wir wobl zählen findt sie alle fünder, Da ist Wie oft wir vor dir feblen? vor dir, herr! Feiner Un- 7. O berr! gib uns bein licht, fouldig, auch nicht einer. Daß wir, was uns gebricht, D2 52 Erste Abtheilung. TY Beschämt vor dir erkennen, 4. Doch die menge deiner Und von dem ernst entbren- gaben Klagt mir meinen un nen, Der findezu entsagen, dank an, Weil ich fie oft gami Der beßrung nachzujagen. vergraben; Oder damit grof 8. Wohl dem, der fie gewint! gethan. Oft, voll leichtsin, fit Gott/ fo verderbt wir sind; So verfchwendet, Und zu fünder willst du uns doch beilen; Und angewendet. O wie bauft Fräfte uns ertheilen, Schon fich meine schuld, Durd wiederum auf erden, Dir verachtung deiner buld! gleichgesinnt zu werden. 5. Sieb, bierlieg ich in dem 9. Herr! diefe deine buld Laß staube, Tief vor dir, mein uns durch unsre schuld Nicht gott, gebükt. Doch mein de freventlich verscherzen. Er muthsvoller glaube, Der auf wecke unsre berzen, Dir nicht meinen heiland blikt, hofft zu widerstreben, Damit wir auf deine vatergüte, Und mein ewig leben.in to that tief beschämt gemüte, Dai Alle menschen müssen sterben. Den muth fast ganz verlor, 88.Groffer gott, erhabnek bebt sich noch zu dir empot wesen! Das voll 6.Ja die wunder deiner lie fegnender begier Menschen be Bieben ganz mein beri fich zum dienft erlefen, Addir. Ad! erhalte felbst die frie was ist der mensch vor dir? betreuer dankbarkeit in mit. Wenn ich deine gróf erwege, Bater! laß das schwache lallen Und was ich bin, überlege, Meines lobes dir gefallen. wie niedrig, o wie klein Muß Bilde mich, dein eigenthum sich mir nicht selber seyn! Ganzzu deinesnamens rubme 7. Meine fråfte, meine glie der Sind zu deinem dienst be reit. Herr! ich falle vor dit. nieder Voller ebrerbierigkeit Deinenwillenthunund leider Sey bie quelle meinerfreuder Gott und berr der ganzen well Thu mit mir was dir gefällt. Nun freu euch lieben driften. 12, Ach! es herrscht der trieb zur fünde Mächtig oft in dem gemut; Und macht mich zu ei nem finde, Das für seinem bater fließt. Ach! ich feb mit reuund schreken Tausend teb ter, tausend flecken, Und in der verderbien brust Regt fich öfters bbje luft. 3: Was id gutes an mir ba 89.ott! du bist beitit be, Ist von deiner vaterhand; und gerecht In al Dwie manche gute gabe haft len deinen wegen. Vor dit du, berr! mir zugewandt. bleibt nicht ein böfer knecht Selber auf dem fündenpfade Den fromen front dein segen Trägt mich schonend deine Auf ihm rubt deine vaterbull gnade, Nabmest du zurüt, Der böse tråget feine febuld was Dein, Ad! was würd Ihn treffen deine ftrafen. mir übris feyn! 2. Du bist der richter allet well vill, Von der Sünde und bem Berderben des Menschen 53 welt. Nach heiligen gefeßen, ewig beil, Drum wird er Die Deine weisheit festgestellt, dort, herr, keinen theil An Must du die menfcben schå- deinem himmel baben. 93712 zen; Mußt übertretern strafe 8. Here! Diß bezeugt dein Draun, Und, wenn sie sich vor flares wort. Wahrhaftig ist dir nicht scheun, Die strafe Dein dráuen. So bilf denn, auch vollziehen. Daß wir immerfort Den weg der fünde scheuen. Erbarm Dich unser allesamt, Daß niemand unter uns verdamt, Ein jeder felig werde. 3. O berr! Dein heiliges gericht entdeft sich schon auf er. den. Du läsfest, fürchten wir Dich nicht, uns hier schon innen werden, Daß du auf unfre Herr ich habe mißgehandelt. Thaten siebst, und ein gerec- 90. Herr bu Fenneft mein ter richter bist, Das bofe beimzusuchen. verderben Ach! es regt in meiner brust Wie bep 4. Es flagt uns das gemif- allen adamserben, Sich noch fen an, Wenn wir dir wider immer böse luft, Die mein streben, und sagt, daß wir berz, berr! von dir neiget, unrecht gethan Durch unser Und viel böse thaten zeiget. boses leben. Es raubet uns 2. Wie verderbt find meine bie innre rub, Und spricht wege, Wieverfebrt mein eige uns die vergeltung zu, Die ner finn! Ich empfinde, gott! misserhat verdienet wie trage Jch, dir zu gebor5. Oft staupst du hier denschen, bin. Ach! wer wird vom fünder schon für feine böse bang zum bösen Mich doch ihn in endlich ganz erlöfen? schmach und hohn Und anthaten, und läsfest an 3. Hilf mir durch den geift, dre noth gerathen. Hat ihn der gnaden Von der angeerb. der fünden luft erfreut: So ten noth. Heile meiner feelen muß er auch das herzeleid, schaden, Durch des mittlers Das sie gebiert, empfinden. Freuzestod. Tilge alle meine 6. Jedoc, o berr! zur bes fünden, Laß mich vor dir ferung strafft du noch bier gnade finden. Diesünder; Und züchtigst auch 4. Deinen willen bier auf zur beiligung Oft deine trågeerden zu vollbringen, wird Finder. Wohl dem, der deinen mir schwer. Soll ich dazu willen lernt, Und sich vomitüchtig werden, mußt du fundenpfad entfernt, Und selbst von obenher Kraft und deiner zucht gehorchet. ftárkemirverleihen, Und mein 7.Den abertrifft dein zorn- fündbaft beri erneuen. gericht, Das ohn aufbbren 5. Schaffe denn ein reines währet, Der in der zeit der berze, Herr! durch deinen geist gnade nicht Sich recht zu dir in mir, Daß ich nicht mein bekebret. Er hat veracht sein beil verscherze, Laß der fündliD3 chen 54 Erste Abtheilung.hend net den begier Mich mit nach- wider mich und drobt, Weil Druck widerstehen, und auflich( dis schlägt mich nieder) Deine hülfe sehen. Nur gar zu oft dawider Ge 6. Unter machen, beten, rin- dacht, getban, gesprochen, gen Hilf mir felbst mein fleisch und beinen bund gebrochen. und blut unter deinen willen 5. Verwirf mich nicht von swingen: Denn dein wille, tir, Hilf, berr, erbarmer! gott! ist gut Was nicht fan mir. Erneure meine feele, Dein reich ererben, Laß schon Daß sie nur gutes wáhle. hier an mir ersterben. Wer kan mich sonst vom bo7. Reize mich durch jene Frossen, Uls du, o berr, erlöfen! ne, Die mir droben beigelegt, 6. Drückt mich der sünden Daßibmeinerniemals schonejoch Gleich machtig: so bleibt Wen die fund in mir sich regt. Doch Weit machtger deine Hilf mir selber mutbig fám gnade; Wie groß auch nur pfen, Alle bofe tüfte bämpfen. mein schade: So kannst du 8. Sollt ich etwa unterlie- ibn doch beilen, Und leben gen, so bilf mir wieder mir ertheilen. auf! Laß durch deine fraft 7. hat sonst des fleisches mich fiegen, Daß ich meinen macht In mir ihr werk voll lebenslauf Unter deinen treu- bract: So gib mir luft und en hånden Möge gut und fårke, Daß ich nur gute werke felig enden. Beschliesse und vollbringe; Und ewig dir lobsinge. Was gott that das ist. Wo soll ich flichen hin. 91.Mein ein gott! bir ift be wust Die innre bo- 92.Bir gebn in unvolls fe luft, Die quelle meiner funfommenheit Auf den, Die menschen nicht er dieses Lebens pfade. Dod gründen, beile du aus gna- unsre schwache frommigkeit den Der feele tiefen schader. Belohnst du, gott! mit gna 2. Des bbfen berzens grund de. Das herz soll rein Von Wird oft durch thaten kund, bosheit seyn: So willst du Die mich vor dir verklagen, die gebrechen Der mensch Und mein gewiffen nagen.lichkeit nicht ráchen. Herr! willst du fie bestrafen: 2. Ich weiß, mein mittler Wer wird mir rettung schaf- iefus christ hat meine schuld fen? getragen. Weil er für mic 3. Ich habe wider dich, Den gestorben ist, Wie kont id nächsten und auch mich, Biel- dann verzagen! Berdamte fältig, berr! gehandelt. Ich mich Dein zorn, wenn ich, bin den weg gewandelt, Der 3war schwach bin aber glaube menschen von dir wendet, as nuste mir mein glaube? Und sich mit febrecken endet. 3. Hilf du mir fämpfen, 4. Ein jegliches gcbet Beigt gott mein herr! Daß ich mic über IX. Von der Gnade Gottes in Chrifto oder von der ic. 55 überwinde. So werd ich tåg fie mich ewig nie von Deilich beiliger Und freier von ner liebe trennen, Mich nie der jünde. Dort, dort wird verführen können. IX. Von der Gnabe Gottes in Christo, oder von der Erlösung der Menschen. E3 ist das heil uns. fein ist die fraft: Das heil 93. Heit uns! aus unfrer uns zuzuwenden, Das er so Als er tung und erworben. Der herr für uns am freuze starb. will nicht des sünders tod, Wohl allen, die ihm frauen! Was adams fall verdorben, 6. O laß uns ihm uns anHat er aus gnaden uns erfest, vertraun, nnd niemals sein Wie werth sind wir von ihm uns schämen. Auf seine mitte geschäßt, Wie groß ist sein tershülfe baun, Und sein joch erbarmen. auf uns nehmen. Das ist der 2. Selbst seinen eingebore weg zum ewgen wohl, Derweg nen john Sandt er zu uns auf dem man friebevoll auch auf erden, Von dem verdien- schon auf erden wandelt. ren fündenlohn Ein retter 7. Herr! laß ans diefefeliguns zu werden. Er kam, und feit hoch über alles scházen. mit ihm unfer heil: Er kam, nie können guter diefer zeit am ewgen leben theil Uns Den mangel uns ersezen. wieder zu erwerben. Wenn uns das gröste gut 3. Wo ift, otob! bein sta- gebricht; Ein reines herz voll chel nun? Hier ist dein über- zuversicht, zu dir, gott unwinder. Für unfre schuld ge- ier vater! nug zu thun, Starb er, das 8. lenf auf diß erbabne heil der fünder. Wo ist nun, glük Der seele stärkste triebe! funde, deine fraft? Hier ist Zeuch mådrig unser berz zuder, der uns fråfre fcbaft, Dein rük Bon schnöder fündenlies joch von uns zu werfen. be! An dem uns theu'r er4. Gelobt fey gott, gelobt worbnem beil Laß uns in fein sobn, Der retter unfrer wabrem glauben theil Stets feelen! Nun fan uns auch auf fuchen und behalten. erden schon Das wahre glük! Wenn mein flúndlein vorh. nicht feblen: Getroft und 94.Gott! hatte bein ge froh in gott zu seyn, Benn wir liebter sobn Sich uns nur dem heiland weihn, mein nicht angenommen, Und Den gott für uns verordnet. mår er nicht von seinem thron 5. Was er zu unferm glük Zu uns herabgekommen: So verschafft, Das ist in seinen müßte mir vor ewger pein, hånden. Sein ist das reich, Gerechter richter! bange seyn, D 4 Um 56 Erste Abth. XI. Von der Gnade Gottes in Chrifto. Um meiner fünden willen. als burgen. Du, jeju! liefeft 2. Dod er schafft dem ge- in geduld Dich, als ein lamm wiffen raft. Nun darf ich erwürgen. Du geift! theilt nicht verjagen. Denn met diefes heil uns zu, In alle ner fünden schwere last hat erewigkeit iep du, Drepeiniger, für mich getragen. Am Freus gepriesen. versöhnt er mich mit dir, Da Herzliebster jefu was. floß fein blut, damit er mir 95.Gott! der du für unt Die feligkeit erwürbe. deinen Sobn gege 3. Wobl mir, mein berben, Wer kann doch gnugsam schöpft neuen mutb; Jast deine buld erheben? Wie berr Findliches vertraun! Ich fan lichzeigst du im erlösungswer. auf bein verföhnend blut fe der gnade stärke? Mein ewig heil nun baun 2. Dein ewger foon stirbt Diß blut, das mich gereinigt für die menschenkinder. Der hat, Von aller meiner misfe- beiligste tritt an die statt der that, Wird ewig, ewig gelten. fünder Der feligste begibt sich 4.Hinweg mit banger füms feiner freuden, Für uns zu merniß! Sep, feele, voller leiden. freuden Dein beil ist dir nun 3. Er wird das lamm, das ganz gewiß, Bon gott fan aller sünden tráget, Drauf du Dich nichts scheiden. Was die strafe weislich selbst geles Dir des böchsten fohn er get, Daß du die schuld an warb ,, Da er in fchmach den veriornen schaafen Nicht und martern starb, Kan dir dürftest strafen. Fein fatan rauben. 4. Was ist der mensch, daß 5. Nichts nuzet die gerech du sein so gedenkest, Und deitigkeit, Die stolz auf werkenen fobn ihn zum versöhner bauet. Der ist von seinem schenkest? Was findest du an heil noch weit, Der eignen mir, und an uns allen, Fräften trauet. Er erndtet Für wohlgefallen? Act schaden, statt des lohns. Nur 5. Verdient verachtung gü Die gerechtigkeit des sobns tiger gefeje, Verdient ver Macht uns gerecht und felig. fchwendung unscházbare 6. Auch mich macht sie gefcháze, Verdient gehäufte recht, weil ich Sie fest im glau gröblide verschuldung So ben faffe. Auch ewig felig piele duldung? macht sie mich, Weil ich nicht 6. O welche tiefe deiner mens von ihr laffe. Gott, der erfüllichenliebe! Werfast, o gott! was er verheist, Erbált auch die gröfe ihrer triebe? Du mich durch seinen geift, Intbuft weit mehr zu unserm feines fohns gemeinichaft. woblergeben, Als wir verftehen. 7. Du, vater! warfest uni re fchuld Auf deinen jobn, 7. Ach lebre mich recht dei ne oder von der Erldfung der Menschen. 57 ne buld erkennen, Vollzuver- jtes finn: So werd ich irren sicht dich meinen vater nen müssen, Und wer gott ist, nen, Und jum gehorsam dir Und was ich bin, Und wermein ganzes leben Billig er den soll, nicht wissen. geben dein 7. Nein! diefen troft, der 8. Was mir dein sobu, da mich erfreut, Soll mir fein er für mich gestorben, Bon fpotter rauben, Ich fühle deiner huld durch seinen tod feine göttlichkeit, und halte erworben, Das werde mir veft am glauben. au meinem ewgen beile, Nun auch in theile 8. Jch bin nun ganz dein eigentum, Und auch des him9. Dein friede wobne stere mels erbe, Diß, fohn des in meinem berzen, Und tro. böchsten! ist mein rubm, ste mich bei des gewissens Auf den ich leb und sterbe. schmerzen. Dein geist fey 9. Du gibst mir beines. mit mir, deinen guten wil geiftes fraft, Im glauben len Treu zu erfüllen. mich zu stärken, Der wollen und vollbringen schafft, 3u 2002 Ich dank dir foon durc 96.Gedanke, der unsleben allen guten werken. gibt! Wer kan diq Io. So lang ich qottes mile ganz durddenken? Also bat ten gern mit reinem herzen gott die welt geliebt, Unethue: So fühl ich freude in feinen sobn zu fchenken! dem berrn, Und im gewissen 2. Hoch über die vernunft rube. erbbbt, Umringt mit finster. II. Und wenn mich meine nissen, Erhebst du gottes ma- funde frånkt, Und ich ju dir, jestáty Und stillyt mein gewis- berr, trete: Weiß ich, daß fen. bein berz mein gedenkt, Und 3. Jd kan der fonne wun- thut, warum ich bete. der nicht, Noch ihren bau er- 12. Ich weiß, daß du mein gründen; Und doch kan ich beiland lebst; Und mich einst der sonnen licht, und ihre aus der erde Erwefft, und fraft empfinden. dann dahin erhebst, Wo ich 4. So fan ich auch nicht dich schauen werde. gottes rath Von jefu tod 13. Ran unire lieb im glau ergründen; Allein das gbtt- ben hier Für dich jemals er liche der that, Das fan falten? Doch ist diß liebe mein ber empfinden. nur zu dir, Dein wort von 5. Jehlt mir der trost, daß herzen halten. jesus christ nicht meine schuld 14. Erfüll mein herz mit getragen; Nicht gott und dankbarkeit, So oft ich dich mein erlöser ist, Wie angst voll werd ich zagen! nur nenne, Und bilf, daß ich dich allezeit Treu vor der weit bekenne. 6.3ft drifti wort nicht got D 5 15. Soff 58 Erste Abtheil. IX. Von der Gnade Gottes in Chrifto 15. Soll ich dereinst noch 4. Doch du hast, o weise wurdig seyn, Deswegen liebe, Eine ordnung auch befchmach zu leiden, So laß mic timmt, Daß darinnen jeder weder furcht noch pein Bon bliebe, Der am segen antheil Deiner liebe scheiden. nimt. Wer nur an den mitt. 16. Ja sollt ich gleich nicht ler glaubt, und ihm treu er für und für Des glaubens geben bleibt, Der foll nicht freud empfinden: So lebe verloren gehen, Sondern er doch to in mir, Daß er beil und leben sehen. mich schüz vor sünden. 5. Da du feinen zum ver 17.hat gott uns seinen fohn derben Ohne grund bestimmet geschenkt( laß mich noch ster- baft: Tragen fünder, wen sie bend denken:) Wie sollt uns sterben, Ihrer eignen bosheit Der, der ibn geschenkt, Mitslaft. Wer nicht glaubt an deiihm nicht alles schenken. nen fohn, Der hat noth und todzumlohn, Sein mutbwil. Werde munter mein. 97.wge liebe mein ge lig widerstreben Schließt ihn müte. Wagt mit aus von heil und leben. findlichem vertraun, In den 6. Ewig sey mitdank befun abgrund deiner gute Ehr- gen, was dein rath beschlossen furchtsvoll hinab zu schaun, bat, Mit uns preisen engel Allen fummer zu zerstreun, jungen Diesen weisen beilgen Ihrer gröse mich zu freun; rath, Den der glaub in Demut Durch ihr anschaun schon auflebst, Die vernunft erstau erden Herrlich und entzüft nend bört, Wo der engel zu werden. tiefen findet, Die er niemals 2. Ich verehre dich, o liebe, ganz ergründet. Daß du dich erbarmet haft, 7. Liebe! laß mich dahin Und aus freyem eblen triebe streben, Meincs heils gewiß Den allweisen ratb gefaßt, zu seyn. Richte selbst mein Der verdamniswertben welt ganzes leben So nach deinem Durch ein theures lösegeld, willen ein, Daß des glau. Durch des eignen fobnes bens frucht und fraft, Den kterben Gnad und freybeit dein geist selbst in mir schafft, zu erwerben. Mir zum zeugniß dienen mó 3. O ein rathfchluß voll er- ge: Ich sey auf dem rechten barmen, Voller huld und wege. freundlichkeit: Welcher uns 8. Laß mich einst dich selbst bülflosen armen Gnade, troft anschauen, und vor deinem und hülfe beut. Liebe, die den throne stehn. So nur werd fobn uns schenkt, Der mit dirit ohne grauen Meinem tod die welten lenkt, um die fün- entgegen gehn, Keine freatur der zu erretten Aus den schwe wird mich, Den du liebest ren sundenfetten. ewiglich, Deiner huld entreife fen oder von der Erlösung der Menschen. 59 sen können Noch von deiner vertraun, Und seine stime bb. liebe trennen. Sep lob und ehr dem. ren, Auf seine mittlershulfe baun, Ihn mit gehorsam ebe ren! Das ist der weg zum ewgen wohl, Der weg, auf dem hemdank erbeben, Er batnicht man friedenvoll Auch schon luft an unserm tod, Will, daßlauf erden wandelt. wir ewig leben Was uns zum 7. Herr leite selbst uns dieheile nöthig ist, Das hat er sen pfad, Zeuch uns zu deinem uns durch jejum christ Er- sohne, Daß glaub an ihn auch barmungsvoll bereitet. mit der that, in unserm her2. Nach seinem gnadenvolzen wohne: So haben wir Ten rath Kam er, fein fohn, auf an seinem heil, 3ur freude. erden, Von unsrer schuld und für uns ewig theil; So preis misfethat Ein retter uns zussen wir dich ewig. werden. Er wards, und hat Von gott will ich nicht laffen. fein werk vollbracht, und sich 99. Erhebt den herrn ihr frommen! Er hålt, nach kurzer grabesnacht Gen himmel aufgeschwungen. was er verspricht.Der heiland 3. Wo ist des todes herr- ift gekommen, Dervolker troft fchaft nun? Hier ist sein über und licht. Gott der uns nicht winder, Die furcht dafür hin verstößt, hat uns zum heil und wegzuthun, Starb er, das leben Selbst seinen fobn gegeheil der fünder. Gebrochen ist ben, Durch ihn sind wir erlöst. uns nun die babn, Die von 2, Erlöst! o welche liebe, der erd uns bimmelan 3ur hat uns der herr erzeigt! Mit ewgen wonne leitet, welchem vatertriebe Sein herz 4.Wie hat uns doch der berrzu uns geneigt! Von seiner folieb! Bie sucht er unfer be- himmel thron Romt rettung fies! Er gibt für uns aus frei vom verderben, uns fündern em trieb Sein liebstes und sein zu erwerben, Sein eingebors. grostes! Preis ihm, der so vielner sohn. an uns thur! Preis feinem 3. Er fomt zu uns auf ersohn, der uns zu gut, Sich bis den, n tiefer niedrigkeit, zum tod erniedrigt! Nimt auf sich die beschwerden 5. Was er zu unserm glük Von unsrer pilgerzeit; Entverschaft, Das ist in seinen hält sich feiner macht; Enthält hånden Sein ist das reich sein sich himmelsfreuden, Bis er ist eie kraft; Das heil uns zu- burch todesleiden Sein grozuwenden, Das er so liebreichses werk vollbracht. uns erwarb, Als er für uns 4. Er bats vollbracht! o am Freuze starb. Wohl allen, bringetGott euren lobgefang! die ihm trauen! Erlöste menschen, finget Dem 6. O laßt uns ihm uns an- mittler ewig dank! Wo nies mand 98.2uf, driften! laßt uns unsern gott Mit fro 60 Erste Abtheilung. mand belfen kan, Da hilftigluflich überwinden, Gib er gern aus gnaden, Heilt muth und fraft daju. unfrer feelen schaden, D 6. Did wollen wir erheben nehmt ibn glaubig an! Hier und in ewigkeit, Wo 5. Du freund der menschen- uns ein beßres leben Vor deifinder, Verwirf uns, jefu! nem thron erfreut. Dann sind nicht. Dein name, beil der wir ewig dein, Und nichts fünder, Ift unsre zuversicht. wird uns mehr fehlen, Dan Gib unfern seelen rub. Hilf werden unire feelen Votte icden reiz zu fünden. Uns kommen felig seyn. X. Von der Person des Erlöfers. Run lob mein feel den 100.Mein beiland, dei welt, Weil du das ruder füh. reft Geschieht was dir gefällt. ne größe Geht Bep dir steht tod und leben! über alle himmel weit. Wer Dram wird einft jene gruft ist, der sie ermesse? Du warst Die todten wieder geben, bey gott von ewigkeit. Du Wenn deine stimme ruft. bift der erstgeborne Vor aller 4. Gott läßt dir ehr erzeiFreatur, Kamst zwar für uns gen, Die keinem andern wieverlorne In menschlicher na- derfährt. Dir soll sich alles tur; Doch in der menschbeit beugen, Denn göttlich gros ordenTratst du erst in derzeit, ift, herr, dein werth. Du bist Eh noch die welt geworden, das beil der erden. Wer auf Hattst du schon herrlichkeit. dein wort nicht bört, Der kan 2. Der himmel und die er nicht selig werden, Wer aber de Sind durch dein kräftges dich verehrt, Dem bilfft du wort gemacht. Auf dein all- vom verderben, Schaffst ihm machtig werde Entstand die zufriedenheit, und machst ihn welt mit ihrer pracht. Du bist einst um erben Vollkomme auch unser meister. Auch uns ner seligkeit. schuf deine hand, So wie das 5. Wie herrlich ist dein nas beerder geister, Das dich noch meSchon jest, o herr, in aller nie erkant. Ein erbe über al welt! Dich preist der frommen les! Das ist dein ewger rubm! faame, Der glaubig dir zu fu Drum jammert dich des fal- fe fällt. Dich preisen seraphi les, Von deinem eigenthum nen, Erbabner menidbensobn! 3. Du trágeft alle dinge Mit freuden dir zu dienen, Durchteiner allmacht starkes Steyn sie vor deinem tbron. wort. Das große und geringe er sollte dein sich schämen? Geht bles durch deinen willen fort. Soon.gottes, du regte rest Den ganzen Preis derl Werth bist du, preiß und rubm, Auch herr von uns zu nehmen X. Von der Perfon des Erlöfers. nebmen, Uns, Deinem ei-| Und bilf mir überwinden, gentbum. dischi id no Was mit verführung droht. 6. Sohn gottes, ich verehre Dein triumphirend leben Kan Und bere dich in demut an; mir ein leben geben, Das Beschäme und bekehre Die, neu und himmlisch ist. die dir noch nicht zugethan, 6. Dank, lob und preiß und Die deinem wort nicht glau ehre, Sey gott in ewigkeit, ben, und dir, der für sie litt, Für diese gnad und lebre, die schuldge ehre rauben, Womit er uns erfreut. Sie Theil ihnen gnade mit, Dich tröst uns, wen wir leiden, Sie glaubig zu erkennen, Laßstärkuns, wenn wir scheiden: nichts, die dich erkannt, Von Sie schu; uns im gericht. Deiner liebe trennen. Dein Ein lämmlein geht. rubm füll jedes land. Herr drift der einig gottes. 102, ob, ebre, preiß und Dank sey dir, jesu, 101.Sohn gottes, einge- unfer leben, Preiswürdig bist borner, Von ewig: du für und für, Wer kan dich feit gezeugt, Des vaters aus- gnug erheben? Eh noch die erforner, zu dem sein ber; welt war, warst du schon sich neigt, Mit ihm von einem Gros herrlich und des höchwesen, Ihm, wie du stets gewesten sohn, Ein erbe seiner ehsen Stetsgleich an herrlichfeit re. Dein ist das reid, die 2. Für uns ein menfch gebo- berrlichkeit, Und du beherrren, Der feuichen jungfrau fcheft weit und breit Der fohn, zu suchen, was verio freaturen heere. ren, Kamst du von deinem 2. Dein sind sie, denn durch thron; Starbft, daß wir leben wessen fraft Ward himmel, mbaten Erbubst uns zu gerech meer und erde? Wer hat das ten Und erben deines reichs. leben uns verschafft? Wer 3. Gib doch in reichem mafelipracjum engel: werde? Du Erkentniß deines beils, Daß bist es, deffen allmachtsruf keiner je verlaffe Die wahl des Die ganze welt aus nichts ers beften theils. Dich über alles icbus: Du bifts, der alles tráscházen, an dir sich gern ergó get, Was sichtbar und unzen Macht bimel aus der welt. sichtbar ist, Was erd und hime 4. Du fchöpfer aller dinge, mel in sich schließt, Und was Des vaters ewge fraft, Obnim meer fich reget. 61 den ich nichts vollbringe, Der 3. Und dennoch bist du ans alles gute schafft, Gib, daß zu gut In diese welt gekommich nichts verblende Mein men, haft willig unser fleisch ber nichts von dir wende, und blut, O herr, an dich geSo bleib ich stets an dir. nommen. Aus der erschrek5. Brich alle macht der sün- lichsten gefahr zu vetten, was den Durch deinen freuzestod, verloren war, Wardst du ein knecht 62 Erste Abtheiluug. knecht auf erden! O huld, diesstärkest du, Daß nichts ihn sonst nichts gleiches bat! Du von dir scheide. starbst für unsre misserhat, 5. Du hörst der deinigen geEin heiland uns zu werden. bet, Und endest ihre plage; Du 4. Duward'st es uns, und bleibst, bis zeit und welt ver bist es noch Jit auf der bim- geht, Bei uns noch alle tage. mel throne, Suchst liebreich Herr, dir sei ewig dank und von der fünde jocb, Und ibrem ruhm Für deinen tod und schnöden lobne, Die ihr noch martertum, Für alle deine dienen, zu befreyn; Beliebe! Dir geb ich mich zu schwerter berzen trost au feyn, eigen hin, Gib, daß ich In deines berzens freude. mich, so lang ich bin, In Du gibst den müden feelen deinem tobe übe. ruh, und wer dich liebt, den XI. Von der Sendung und Geburt des Erlösers. 1. Adventslieder. Waswars, das dich zum stau103.28ie soll ich dich em- be, zu mir, hernieder zog? pfangen, Heil Dein göttliches erbarmen. aller sterblichen! Du freude Ja du, o jefu, haft mit mitdu verlangen Der trostbeleidsvollen armen die gan dürftigen. Gib selbst mir julle welt umfast. erkennen, Wie deiner gute 5. Das schreibt in eure hervoll, Dich meine feele neñen, en, Betrübte, klagt nicht Dich würdig preifen foll! mebr; 3agt nicht in euren 2. Einst streute man dir ichmerzen, Als ob fein helfer palmen: Jest soll die dankbe- wår. O fehet auf, ihr habet gier, Mein beil, in freudens Den besten helfer nah, pfalmen Ergieffen sich vor dir. Der eure feele labet, Der Dich dich will ich erheben, Sostreue freund ist da! gut ich schwacher kann, Mein 6, Die ihr mit ernfter reue bers will ich dir geben, Ach Still eure fchuld beweint: nimm es gnädig an. Wißt, daß er euch verzeihe, Er 3. Damit du mich befrey selbst, der menschenfreund, teft, Gabst du dich selbst für Ruft heilbegiergen fündern mich. Mich zu erretten freu- Der gnade troftwort ju: test Du feligmacher, dich. Du Macht sie zu gottes kindern; jabft, es wäre feiner Vermb. Schaft ihren feelen rub. gend gnug dazu: Dajammer- 7. Er übersiehet feinen, und te dich meiner; Da kamst weiß, was jedem nüzt, hat er und balfest Du. nicht stets die feinen Bon an 4. D du an den ich glaube, begin befchuzt? Nicht sie in Was wars, das dico bewog? librem leidezu trößten stets ge wußt? XI. Von der Sendung des Erlöfers od. Adventslieber. 63 wußt? Erfreun ist seine freu- 4. Ein herz, das demuth de, Und wohlthun feine luft. übet, Ift ihm für allen werth: 8. Er macht uns von den Da das so hochmut liebet, Bebanden Des tods auf ewig íchámung einft erfährt. Ein los. Entreisfet uns den schan- berz, das reuig ist, Glaubt, den Der fünd, und macht uns und die sünd bestreitet; Das gros. Gibt weisheit, muth hat sich wohl bereitet; 3u im leiden, Und fraft zu jeder dem fommt jesus chrift. that; Versichert uns der freuden, Die gott bereitet bat. 9. Er fommt zum weltgericte, und bringt, wenn er erscheint, Fluch jedem bösewichte, und heil dem tugend. freund. Wohl ewig allen de nen, Die feine wege gehn, Und einst mit freudenthránen, An feiner rechte stehn. 5. Doch was vermag ich fchwacher, Jcb fünder, ohne dich? Mein beil, mein feligmacher, bereite ſelber mich. Mein herze seufzt nach dir. Schon jauchz ich dir entgegen. Kom, fom mit deinem segen, Und wohne stets in mir. Jefu retter in der noth. 105.Sobn, der uns verheiffen war, Den Bor gott will ich nicht lassen 104.mit ernst, o men- bic jungfrau uns gebar, Sep schenkinder, gepriesen deiner welt, Wele deine huld erhält! Macht euer hers bereit! Er kommt, das heil der fünder, 2. Gott erfüllt, was er verDer Herr der herrlichkeit; Er spricht: Länger fáumt die fommt von seinem thron, bülfe nicht, Freudig, wie Voll huld zu uns bernieder, um sieg ein held, Eilt der Wird einer unsrer bruder, fobn in seine welt! Er gottes eigner sobn. 3. Von dem vater komt er 2. Eilt, fünder! voll verlan- ber, lind zum vater febrer er, gen; Eilt.cuch zu ihm zu nahn, Wenn er erst ein ewig glüf Ihn würdig zu empfangen, uns erftritten bat, zurük. Machteilig ebne bahn. Der 4. Heiland, deinem vater erst im fleisch erschien, Sebt, gleich, Führ uns in sein ewig der will nicht verschmähen, 3u reich. Rettunsarme, fiege bald euch auch einzugehen, Drum Dein ist weisheit und gewalt. auf! empfanget ihn. 5. Fröhlich rübme, wer ein 3. Die ihr gerecht euch dün- drift, Wer vom tod erlöset ist, fet, Legt euern dünkel ab. Die Den, der groß von rath und ihr euch aufbläht, sinket Bon that uns vom tod erlöfet bat. eurem ftols herab. Die ihr 6. Lob sei dir, du famst um gnate fleht, Wist, daß ihr berab! Lob dem vater, der bier sie findet, Denn wer sein dich gab! Lob dem geifte, nichts empfindet, Der wird dankt und singt, Daß er von ihm erhöht. uns zu jesu bringt. Lobt 64 Balance Erste Abtheilung.There Jesu retter in der noth. Zobt gott ibr driften. 106. Tomt, et Fomt 108, eilig, beilig ist der der beld, herr; gnädig und Voll gottlich bober macht; gerecht ist er; Denn er fift Sein armierstreut, fein blik von seinem thron, Uns zu erbellt es todesmitternacr. retten, feinen sohn. 2. Ber fomt, wer fomt? 2.Glaubenist die erste pflicht; wer ist der beld Boll gött- Fassen können wir das nicht, lich hoher macht? Meßias Was dem engel wunder ift, ifté, lobfinge welt, Dir wird und ihm einzuschaun gelüft. Dein heil gebracht! 3. Gottes fohn von ewigs 3. Dir, menfchgewordner, feit Komt ins land der sterb. fingen wir Unbetung, preisligkeit. Welce tiefe, wel. und dank. An deiner Frippeche bobn, Wunderbar, wofchalbe dirDer erde lobgefang. bin mir sebn.le verg Ab was soll ich fünder machen. 4. Dir sey dank, herr jefu 107 om du, fomst du, drift, Daß du mensch gelicht der beiden, worden bist. Unfer frommer Ja du fomst und säumest lobgefang Rühmt dich heut nicht, Weil du weist, was und lebenslang. uns gebricht. D du starker Lobt gott ihr driften. trost in leiden, Jefu, mei- 109.2lio bat gott die nes herzens tbür Stebt dir offen: fomm zu mit! welt geliebt, Daß er aus frepem trieb Uns feis 2. Ja, du bist bereits zuge- nen fobn zum beiland giebt. gen, Du weltheiland, gottes Wie hat uns gott fo lieb! john. Mein gemüte spüret 2. Was sein erbarmungsfchon Deinen gnadenvollen fe- voller rathScon in der ewig gen; Deine wundervolle fraft, feit 3u unferm beil beschlos Die dem herzen segen schafft fen hatBouführt er in der zeit 3. Adie mich durch deine 3. Er, aller menschen hochlieb, Jefu, nim mein ber; dirftes gut, Der alle segnen hin. caffe, daß mein geift kann, Nimt, wie die finder, und finn Sich in deiner lie- fleisch und blut, Doch ohbe übe. Sonst zu lieben dich, ne funden, an. mein licht, Steht in mei 4. Sd freue mich, mein nen fråfren nicht. beil, in dir. Du nimit mein 4. Laß durch deines gei- fleift an dich, Was fehlt ftes gaben, Liebe, glaube mir nun, ist gott mit mir, und geduld, Durch bereuung Wer ist denn wider mich? meiner schuld, Mich zu dir 5. Du, sohn des aller einst feyn erbaben, Alsdehnböchsten, wirst Auch mir will ich für und für, Lob- rath, fraft und held; Mein gesänge bringen dir! vater und mein friedefürfti So XI. Von der Sendung des Erlbfers oder Adventslieder 65 Co wie das beil der welt. Inommen, und mein bruder 6. Was mir zum felig seyn worden bist, Sey gelobt bere gebricht, Das, herr, erwarbft iefu cbrift! du mir: Versojnung, leben, 2 Sey gelobt, denn dir getroft und licht, Das hab böret Preis und dank und ich nun an dir. ruhm mit echt. O wie hoch 7. Dein mangel wird mein hast du geebret Unfer sterblireiches theil: Dein leiden stillt ches geschlecht! Herr, du hast mein leid; Durch deinces selbst vermählet Mit der frechtsgestalt, mein heil, Ge göttlichen natur Und für aller winn ich herrlichkeit! Nun freut euch lieben. freatur Es jum wohlthun dir 8. Gelobt sey gott! gelobt erwählet, Ja in dir, du sein sohn, Durch den er gnad gottessobn, herrscht die erweist! Lobt, engel, ihn vor menschheit auf dem thron. feinem thron! Erbeb ihn 3. Du, du bist der völker feauch mein geift! gen, Kamst von noth uns zu befreyn: Und wir können dei110.Silt, fünder, eilt in netwegen Jest schon finder jesu reich, Macht gottes feyn. Hat die sünduns weit der herzen thüren, Em gleich verdorben: D so bast du pfangt den könig, er will euch neue fraft Uns zur heiligung Auch fegnen und regieren. verschaft, Und die tüchtigWer, fragt ihr: ist der berr, feit erworben: Einst von sunder sohn? Der höchste him- den völlig rein, Aehnlich mel ist sein thron; Die er- dir, o herr, zu seyn. De feine fußbank! 4. Du, du bist der mittler 2. Komt willig, willig in worden, Der die welt mit gott fein reich, Macht weit der her verföhnt, Hhaft der schwachen zen thüren. Empfangt den fo- menschheit orden Wieder mit nig, er will euch Auch segnen dem recht belehnt, In den und reaieren! Wer, fragt ihr, himmel einzugehen, Und da Diefer könig fey? Der sobn, gottes herrlichkeit, Nach vollder seinem bunde treu Den brachter übungszeit, Ewig himmel gibt den seinen. einst verklärt zu leben. FromSollt id meinem gott nicht fingen. me! fasfest zuversicht, Glau111.Der er du uns das beil bet veft: nur fündigt nicht. errungen, Mensch- 5. Sollte mich wohl gott gewordner gottes fobn! Ewig verlassen, Wenn ich frankund sep dir lob gesungen, Daß du bulflos bin? Nein, sein beil von des himmels tbron line wird mich umfassen, Trösten zu gut ins fleifd gekommen, den betrübten sinn; Und dann Der du voller freundlichkeit kann mich nichts anfechten Långstens schon vor meinerjer, der meinen jamer kennt, seit, Dich auch meiner ange- und sich meinen bruder nent, 66 Erste Abtheilung. Sist, als herr, zu gottes rech- fjum opfer bin. Nun danfet all und br. ten. Durch ihn bin ich gott 7. Laß mich beilig, laß vereint, Gott ist vater und mich rein; Laß mich deiner mein freund! würdig seyn, Bis mein geist 6. Herr, wie groß ist deine durch dich verklärt, Ewig gute! Meine feele freut sich dich dort lobt und ehrt. Dein, Laß doch stets mein ganz gemüte Voll von deinem rub 113.2ob finge gott, o cri me seyn! Nimer will ich dein fenbeit, Und danfe vergesſen, Dir will ich mich deinem herrn, Ibm, welchet ganz vertraun; Freudig fol di fo oft erfreut; Dit gen, auf dich baun; Deine ilit so herzlich gern! bulb ist nicht zu messen; Gib, 2. Ein ganzes jahr haft. daß ich für deine treu, Dir du sein wort, Sein göttlic auf ewig dankbar sey! wort, gehört, und beute Jefu fom doo selbst zu. wird an diesem ort, Von 112.Meniden, unfer neuem dich gelehrt. heil ist nah; Den 3. Herr, dir und deiner die frohe stund ist da, Die derivatertreu Bring ich mein ewgen liebe rath Uns zum opfer Dar, Gib, daß dein beil bestimmet hat. bolf gefegnet sey, Im neu 2. Du, ojefu, gottes fohn, en Kirchenjahr! Komst zu uns vom himmels. 4. Hilf uns, und bis an thron, Und des vaters eben unser end, Erhalt uns dein bild ist in unser fleisch gehullt! wort rein. Laß deine beib 13. Ben des ersten adame ge facrament Mit trost das schuld Uns entzieht des schö herz erfreun. pfers huld: Hat der zweyte für die welt Sich zum bur ger dargestellt. 4. Auf ibn hofft der våter schaar, Bis das längst er wünschtejahr Zur bestimmten zeit erscheint, Und die welt mit gott vereint. 5. Erleuchte, was in irr tum steft, Gib, daß zu dei ner ehr Der fünder durd Dein wort erschreft, Recht schaffen sich befebr. 6. Gib allen lebrern freu digkeit, Und weisheit, mutb und Fraft. Welch glük für 5. Wunder, welchem fei- uns, wenn jederzeit Ibr nes gleicht, Daß der engel vortrag nuzen schafft. nicht erreicht. So bat gott 7. Regiere uns mit deinem die welt geliebt, Die durch geist, Bep unserm firchengeba fünden ihn betrübt!! Und laß ben dem, was du une 6. Was bring ich, o gottes heist, Obrund herz offenstehn. fohn, Dir für einen dank zum 8. Wie wir auf eine kurze John? Sieh mein berz von zeit Auhier versamler feyn: liebe glühn: Nim mich ganz So werden wir in ewigkeit Uns XI. Von der Geburt Chrifti od. Weihnachtslieder. 7 Uns mit einander freun. fey gott! Freut euch des herrn 2. Weihnachtslieder. und jauchzt ibm ihr erlösten! Mel. Wir qristenleut. Mel. Vom himmel hoch da. 114.2uf! fide dich, 115.Diß ist der tag, den Recht feyerlich gott gemacht. Des beilands fest mit danken Sein werd in aller welt gezu begeben! Lieb ist der dank, dacht, Ibn preise, was Der lebgefang, durch den wir durch jefum christ Im himihn, den gott der lieb, erhoben. mel und auf erden. 2. Sprich dankbar froh: 2. Die váter haben dein geAlso, also! Hat gott die welt barrt, Doch als die zeit erfülin feinem fohn geliebet. Olet ward, Da fandte gott von wer bin ich, Herr, daß du feinem thron Dich heil der mich So herrlich hoch in welt, dich feinen fohn. Deinem sobn geliebet? 3. Wenn ich dis wunderfaf3. Er, unser freund, Mitfen will; So steht mein geist uns vereint, Burzeit, da wir voll ehrfurcht still, Und betet noch seine Feinde waren. Eran und er ermifft, Daß gotwird und gleich, Um gottes tes lieb unendlich ist, sin reich und seine lieb an und 4 Damit der fünder gnad ju offenbaren. erhält Erniedrigstdudich, herr 4. An ihm nimm theil, Er der welt! Nimst selbst an unse ist das beil, Thu täglich rermenschheittheil, Erscheinst buß und glaub an seinen naim fleisch zu unserm heil. men. Der ehrt ihn nicht, 5. Und zu erfüllen gottes Wer herr, herr spricht, Und rath, Sprachst du so moldurch doch nicht fucbt, fein bei- wort als that: Gott, deinen spiel nachzuabmen. willen thu ich gern. Lob sep 5. Aus dank will ich In dir, der da fam vom berrn! dürft'gen dich, Dich gottes 6. Dich, der du mensch ge. fobn! bekleiden, speisen, trán- boren bist, Mit uns vereint, fen. Der fromen berz In ih dich jefum christ, Auf den die rem schmerz Mit troft erfreun volker hoffend fahn, Dich bet und dein dabey gedenken. auch ich, mein heiland, an. 6. Rath, fraft und beld, 7. Du, unfertroft und böchDurch den die welt Und al ftes gut, Vereinigt dich mit les ist im himmel und auf er fleisch und blut; Wirst unter den. Die christenheit Preist freund und bruber hier, Und dich erfreut, Und aller knie gottes Finder werden wir. soll dir gebeuget werden.& Gedanke voller majestát, 7. Erhebt den berrn, Er Du bist es, der das berz erhilft uns gern, Und wer ibn böht, Gedanke boller feligebrt, den wird fein vater tró- feit, Du bist es, der das sten. Gelobt sey gott! Gelobt herz erfreut! € 2 9. Durch 68 Erste Abtheilung. 9. Durch eines fünde fiel dielle gab, Kam auf erden arm welt, Ein mittler ists, der sie herab; An gütern macht er erhält. Was zag id nun, uns nun reich; Die ewig wenn der mich schüzt, Der find, ja engeln gleich. Lob 2c. in des vaters schoose fizt. 7.Gelobet seyft du jesu chrift, 10. Jauchzt, bimmel! die Daß du mensch geboren bist, ihr ihn erfuhrt, Den tag der Dir sind die welten unter heiligsten geburt, Und erde, than, Dich beten alle geister Die ihn heute fiebt, Singt an! Lobsinget ihm! ihm, dem berrn, ein neues lied Für deinen thron tret i. 11. Herr, der du uns den 117 ob sey dem aller. tag gemacht, Der uns so gro höchsten gott, Er. fes heil gebracht, Dich preife barmend fab er unsre noth, wer durch jefum drist Dein und fandtejeſum, seinen Sohn freund und dein verehrer ist! 3u uns von seiner himelthron 2. Ibn fandt er, unser troft, 116.Gelobest lepst du, ie- zu seyn, Vom fündendienst fu chrift, Daß du uns zu befreyn; Mit licht und mensch geboren bist, Es folg fraft uns beizustehn, Und ten bir von deinem thron Der uns zum bimmel zu erbóbn. engel schaar, befang den sohn, Des menschensohn! 3. O welch ein liebesvoller rath! Ounaussprechlich gros 2. Er, deffen boten engel fe that! Gott thut ein werk, find, Lag in einer kripp als dem keines gleicht, Das feia Find. In unser fleisch und un- nes menschen los erreicht. fer blut Verhüllte sich das 4. Sein sohn, durch den er höchste gut, Des vaters fohn. alles schuf, Nimt willig auf 3. Den nie der welten freiß sich den beruf: Uns vom ver umschloß Liegt in seiner mut- Derben zu befreyn, Und schämt ter schoß. Es weint in unfrer sich nicht, uns gleich zu seyn. fündenwelt Der alle ding al lein erhält. Lohfinget ihm! 5. Erfomt zu uns in knechtsgeftalt, verleugnet bobeitund gewalt, Und läßt selbst bis um tod und grab, Zu uns 4. Vom himmel nimt er feinen lauf, Geht als freu densonne auf, Er überstralt rer rettung sich herab. mit gnad und recht Das 6. Was sind wir, daß uns ganz verfinsterte geschlecht, gott so liebt, und seinen john Lobsinget ihm! felbst für uns gibt? Was nu5. Der sohn, des vaters gotten wir dem höchsten gut Daß von gott, Nimt auf sich der er so grofes an uns thut? fünder noth. Nach dieser vor 7. Nim, seele, nun dein bereitungszeit Erhebt er uns beftes wahr, Verschmähe den jur berrlichkeit. Lobfinget ihm nicht undankbar, Den gott 6. Der uns der freuden fül- laum belfer dir befimt, Und Der XI. Von der Geburt Chrifti od. Weihnachtslieder. 69 der sich liebreich dein nimmt. ansicht, Er verläßt die feinen nicht. Fällt der frevler heer 8. Bet ihn, alsdeinen ret- dich an: Troz dem, der dir ter, un, Und fey ihm willig un- schaden kann. terthan. Durch seine lehre 5. Dir sey dank, berr jefu zeigt er dir Den weg zum chrift! Daß du mensch ges leben; folge ihr. worden bist. Freudenthrá9. Bey dieser treue bast du nen, dir zum dank, Nejen theil an dem von ihm erworb- unfern lobgefang. nen beil, Wo nicht, ad, fo 6.Bater, gott von ewigkeit, verschlieff'st dumir Mutwillig hier in dieser prüfungszeit, felbst des himmels thur. Und dereinst für chrifti thron 10. Sein' erste zukunft in Schenkuns dererlösunglohn. der zeit War voller buid unb 7. Selig hier, noch selger freundlichkeit; Die andrelift, Wenn er diefes feben wird, ju grofer pein Der schließt, Der dann glaubig fünder, majestátisch feyn. sagen fan: Mich nimt gott n. 3u ebren aber nimt er in drifto an. dann Mit freuden feine from Bom himmel fam der engel. men an. Und wird sie in des 119.om himmel ward vatersreich Verklärt erhoben, engeln gleid. der engel schaar Des nachts den hirten offen12. Gelobt fey gott, der ihn bar, Und grofe freude that gefandt, Sein rubm erfüllelibr mund Mit lautem jubel jedes land! Gelobt sey von ihnen fund. uns jesus crist, Deruns zum heil erschienen ist! 2. Gebt, eilet bin, geboren ist Indavide stadt der herr, der drift! Des vaters einge118.D wie buldreich ist borner sohn, Der finder heil, der berr! Gnd- der frommen toon! Jesu retter in der noth. dig und getreu ist er. Seht, 3. Send fröhlich, daß er sich er gibt von feinem thron, Uns mit euch Vereinigt, obne fund zur rettung seinen soon! euch gleich; Selbst gott, boc 2. Fleisch, wie wir, warbleuch durchfleisch undblutVerjefus drift, Der uns beur wandt, und euer höchstes gut. geboren ist Zur verföhnung 4. Ihr habt mit euch den und zum beit Wer ihm wahren gott, Euch schrefe glaubt, bat an ibm theit! nie mehr fünd und tod. 3. Volk des herrn, preiß Laßt reufel, welt und hölle deinen gott, Fürchte nichté drobn, Ein menid, rie wir, von sünd und tod. Welt und ist gottes john. bolle mag dir drohn, Dich 5. Auf ihn feßt eure zuverbeschüzt felbst gottes sobn! ficht, und seyd gewiß, erläßt, 4. Sieb auf ihn mit juver- leuch nicht, Fiel auch ein gans 3 70 Erste Abtheilung. zes beer euch an, Truz, daß reich Ihr christen, wie be. euch einer schaden kan. aluft sind wir! Lobt gott 6. Ihr feyd nun göttlichen und freuet euch! gefchlechts, Und mit uns glei Fröhlich foll mein herze. lobsingen, hower. den burgerrechts. Ihr siegt: 121.Laßt uns unserm gott nur stebet fest im ftreit. Euc bleibt zuleßt die feligteit! fobt gott ihr driften allzu. freut Laßt uns beut Ibm ans betung bringen. In des him. 120.obt gott, ihr dri- mels bbbe coreStimmet ein, ften! freuet euch, Gott allein, Unserm gott Bon feiner bimmel thron Beep ebre! ruft er uns u feinem reich, 2. Jeder, der sich fühlt verund sendet seinen fobn! toren, Freue sich Innialic, 2. Der 10bn fommt, nach Christus ist gebohren. Er der des vaters rath, Mit biltong aller weien, Steigt uns zu erfreuen, Und auf des berab Bis ins grab Gunder ewgen lebenspfad, Der weltu erlofen. sin licht zu seyn. 3. Wer kan gottes ratbichluß 3. Bey seinem eintritt in die faffen? Aber dis Ift gewiß: welt Umgibt ihn keine pracht, Gott fan uns nicht baffen. die glänzend in die augen fällt Komt der john aus freyen und gros vor menschen maat.trieben Zu uns ber, Wie follt 4. Er wird dem ármsten er nicht die menfcben lieben? fnechte gleich, Begebrt kein 4. Wenn er uns verworfen erdenglük, Verlangt allbier bätte; Nabm er dan Menich. kein königreich Von einem beit an, Daß er uns errette? augenblif!. Des foll sich der erdkreis freu. 5. Er fommt, durch seiner en, 3um gericht komt er nicht; wahrbeit macht, 3u gott uns Sondern zum verzetben. hinzuziehen Vorfeinem lichte 5. Eilt im geistrado bethlem6 muß die nacht Des aber- hütten, Scht was er, Guer glaubens fliebn. betr, Schon für euch erlitten. 6. Er lehret uns die fünde Erwird niedrigeurentwegen, scheun, Er gibt auch kraft Welch ein freund! Ererscheint daju, Und schafft uns, wenn Feinden felbst au fequen! wir sie bereun, Begnadigung und ruh. 6. Er, er will für eure sculs den Armuth, notb, Schmad 7. Er bringt den troft der und todGöttlich aros erdul beffern welt Vom bimmei den Lernt denmenschenfreund uns becab. Nun schreft, wen erkennen, Gnadenreich will er unfre butte tällt, Den from- euch Seine brüder nennen. men geift fein grab. 7. Dankt ihm, der das innre 8. Er öffnet uns dereins ichnen Sehen kan, Betet an, die tbür Zu seinem himmel Opfert freudentbränen Liebt, ibni XI. Von der Geburt Chrifti oder Weihnachtslieder. 74 ihn, der von liebe brennet.lichuf uns heil und leben, Ers Traut dem berrn, Der euch muntre dich, meintragergeist, gern Seine brüder nennet! Ihr wohltbun zu erheben. 8. Wenn euch eure sünden Denk an die nacht, da auf der Frånken, Eilt herzu, Suchet welt Des höchsten sohn sich. ruh, Er will fie euch schenken. dargestellt, Um sein so theures Schaut auf ihn mit glaubens- leben Für fünder binzugeben. blicken, Zitttert nicht, Denn 2.D grofe that, erwünschte er ipricht: Ich will euch er- nacht, Von engeln selbst befune quicken gen! Du hast den mittler uns 9. Drüft euch hier so man- gebracht, Der uns das beil ers che plage Euren schmerzFühlt rungen. In dir erschien der fein herz, Kein erlöfter jage. starke beld, Der alles schuf Bringer ihm an seinem feste und alles hält, Der freund Preis und ehr, Wisset, er der menschenfinder, Des toWählt für euch das beste! des überwinder. 10. Er verläßt euch nicht, ihr 3. Der du zu uns gesandt schwachen, Mehr als ihr Litt vom herrn Aus deinem himel er bier, Euch beglückt zu ma- famest, Und unfer fleisch und chen. Diese kurze zeit der lei blut jo gern In demut an dich den, Und der mub, Was ist nahmest. Sohn gottes, o wie fie Gegen ewge freuden? bast du dich, So tief ernie11. Jesu, du nabmst meine brigt auch für mich, Wie arm bürde Gern auf dich, Daß bist du erschienen Um mir auch ich Frey und feltg würzum beil zu dienen! de. Wer fan deine lieb er- 4. O lehre mich den grosen gründen? Ewig foll Freuden werth Von deiner buld recht voll Sie mein herz empfinden. faffen. Was reizte dich auf 12. Dir mein göttlicher bediefererd, Dich so berabzulaffreyer, Jolgich nach, Obwolien? Hier wartetendein nichts ichwach, Doch um so viel als noth, Verachtung, fumtreuer. Keine freatur, fein mer, schmerz und tod: Und leiden, Keine noth Und Fein doch famst du auf erden, Ein tod fell von dir mich scheiden. menschenfobn zu werden. 13. Du fommst einst zum 5. Viel stärker, berr, als weltgerichte Dann werd ich, ichmerz und tod War deine Richter, dich Scaun von menschenliebe, Du sahest uns angesichte. Wenn da, gott, re fündennoth Mit mitleidsDie fünder beben: So werd vollem triebe; Du stellteft, un ich Deiner mich Freun und fer heil zu seyn, Nach deines ewig feben. vaters rath dich ein: Warst Ermuntre dich mein. dimensch, und famft mit freuden 122.Gott, beine gnade Für uns den tod zu leiden. iep gepreift, Sie 6. Dein fohn des hochsten & 4 freu! 7² Erste Abtheilung. freu ich mich, Du bist auchstünde mact uurunegekomen. mein erretter; Auch mir zum Mit uns ist gott Nun in der trofte fandte dich Der herr, noth. Froloft dem herrn und Der gott der götter. Was mir hofft auf ihn, ihr frommen! ein wahres wohl verschafft, 4. Auch mein gefang, Herr, Erleuchtung, friede, beß bringt dir dank. Du wurdeft rungskraft, Und freuden, mensch, damit wir selig wür Die stets währen, Willst du den. Du machst uns gros, auch mir gewähren. Und ewig los Bom fluch 7. Was soll ich dir, mein der fünd und ihren schwe größter freund, Für deineren burden. treue geben? Du bists, der 5. Gelobt fei gott! Auf mich mit gott vereint: Du unsre noth Sab er mit bul bringst mir beil und lebenfe mitleidsvoll hernieder. D Herr, was ich hab und wasich bristenheit, Preis ihn erbin, Das geb ich dir zum dien freut! Des böchften sobn ste bin; Ich will dich obn auf- bringt das verlorne wieder. hören Mit leib und geif Jefu meine freude verehren. 124.Gottes fohn ist kom 8. Ich sehe dich zwar bier men! Dankt ihm noch nicht: Doch wirst du wie feine frommen, Dankt ihm, Der kommen. Und dann schaun daß er kam! Daß er hier auf Dich von angesicht, Herr, allelerden, Unser heil zu werden, deine frommen. Dann werd feine wohnung nahm. Mensch auch ich, berr jesu christ, Dich wie wir, Erschien er hier, schaun, fo herrlich als du bist, um des vaters gnádgen wil Dann wirst du mich zum fe- len An uns zu erfüllen. ben, Das bei dir ist, erheben. Bir dreiftenleut baba. 2. Laßt uns niederfallen, Danken, daß er allen Freund 123, Gen, driftenbeit, und bruder ift. Gott auf feis Sey bocherfreut! nem throne Liebt uns in dem Das beil derwelt, der mittler fohne, hilft durchiefum drift. ist geboren Nim freudig theil Welch ein heit Anchristotbeil! An seinem beil Wer an ibn Theil an seiner sendung gaglaubt, wird nimmermehr ben, An gott selbst zu haben. verloren. 3. Keine macht der leiden, 2. Welch grose that! Nad kan von ihm uns scheiden, Er gottes rath hat sich sein sobn bleibt ewig treu. Einst wird für uns dahin gegeben, Ein er vom bösen Ewig uns erlo menschenfind, Doch ohnesien, hier steht er uns bei. fünd, Werd er und bringt uns Unser freund, mit gott verallen heil und leben. eint, Kan nicht feine brüder 3. Er, er befreit Uns von haffen, Nochfiebülflos laffen. Dem leid, Das Durch der 4. Wenu wir einkermüden, Jubet XI. Von der Geburt Chrifti od. Weihnachtslieder. 73 Führt er uns im frieden Inftránken. Ja laßt uns frrhe Des grabes nacht. Unsre tod geber seyn, Und fein dabei geten glieder Gibt die erde wie- denken. Was ihr den meinen der Jhm, der sie bewacht. Je- habt gethan, Das, spricht er, fus ruft uns ausdergruft, Er, babt ihr mir gethan: Under, ber selbst den tpd einst schmef- er wills vergelten. te, Den das grab auch deckte. 4. Wer ihn mit treuem ber5. Auf dem richterthronezen ehrt, Den wird fein naWerden wir im sohne Untern me trösten. Vertraut auf ihn, retter schaun. Heil und ewig der flehn erhört, Lobfingtihm, leben Wird er allen geben, Die ihr erlösten! Es freut sich ihm hier vertraun. Er ward deine christenheit, Herr! dei hier Versucht wie wir. Uleber ner menschenfreundlichkeit. ichwenglich wird er lohnen Dir, dir sey ewig ebre. Und der schwachheit schonen. Jesu retter in der noth. 6. Eilet, eilt ihr fünder! 126. Gott sei dank in ale Werdet gottes finder, Ber lerwelt, Der fein det seiner werth! Eilet, eilt wort beständig bålt, und der ihr frommen! Werdt, wie er, funder troft und rath 3u vollkommen, Bleibet feiner uns bergesendet hat. werth! Preiset ihn, Daß er 2. Was der alten váter erschien, und sich für euch schar Sehnsuchtsvolles wunhingegeben Durch ein gött- fcben war, Und noch mehr, lich leben. als sie erbat, Ward erfüllt Allein gort in der höh sen ehr. nach gottes ratb. 125.aßt uns mit furchtsvollem ebr. 3. Hier ist mehr als davids dank fohn! Keines irdschen reiches Den gott der lieb erhoben, thron, Licht der seelen, ewges Mit feierlichem tobgejang heil Ward durch jefum uns Des heilands fest begehen, ju theil. Preis sey dem vater, der 4. Menschenfreund, wie ibn gab! Peis sey dem sobn, dank ichs dir! Schenke dieer fam berab, Und ward ses heil auch mir, Das du daß beil der mensen! unter vieler last Für die 2. Ist der ein drift, der welt bereitet haft! dieses beil nicht scházt und 5. Deiner hülfe mich zu lieb gewinnet, Nim froh anfreun, Laß mein berz dein eifeiner liebe theit und werdibm gen seyn, Mach es, wie du gleich gefinnet. Wer nicht wie gern es thust, Rein von er gesinnet ist, Der ehrt ihn schnöder sündenlust. nicht, ist nicht ein christ. Der 6. Wie du huldreich, als du herr erkennt die seinen. famst, Unfre rettung über3. In durftgen laßtuns ihn nahmst: Also sey auch deine erfreun, Befleiden, speisen d 5 treu 74 Erste Abtheilung. neu. treu mir mit jedem morgen nahmst, Dein uns theuer er. worbnes beil Sey auf ewig unfer theil! on 7. Deine warheit leuchte mir Bey dem allen, was ich hier. Zur beförderung meiner rub, Denke, wünsche, wähl und thu. 7. Unire feele trau auf dich, Unser leben preise dich; Und du felber heil der welt, Hilf uns thun, was dir gefällt. 8. Eröfte Fräftig meinen 3. Von dem Namen Jesu finn, Wenn ich voller fum mer bin, ilf zum treuen Melod. Es ist das bei uns kommen. 128 mein jefu, du baſt Meiner beit, machtig auf. 9. Daß ich, wenn du lebens fürst, Herrlich wieder fom men wirst, Frob dir mög entgegen febn, Und gerechi vor bir bestehn. unsre Mit ibrer strafe plagen( Duners hörte lieb und huld!) Freywillig wollen tragen Du, der gerechte, lieffeft dich Zum füns der machen, daß ich mich In dir gerecht kan nennen. In voriger Melodie. 2. So beiffest du nicht jeſus 127.6eiland, den uns nur: Du bist auch, was du gott verhieß, Den der himeliquchzend prieß, 21s du, sterblichen zum dienst, Huldreich auf der erd er schienst. heisfest, Weil du die menschliche natur Aus allem jammer reisfest. Die that stimt mit dem namen ein, Du wolltest, was du beiseft, feyn: Mein 2. Wie dein nam, ist auch beil, mein feligmacher! dein ruhm, Jefu, wir, dein eis 3. In feinem andern ist ja gentum, Ehren dankvoll und beit; Kein mittel ist gegeben, erfreut Deine grofe gütigkeit. Wodurch wir können nehmen 3. Du, des hand die bimmel theil An feligkeit und leben. halt, Du famft willig in die Du bists allein, der jederman welt, Uns von fünden zu be- Ein ewges leben schenken kan. freya, Unfer licht und troft zu Verehret wird dein name! seyn. Von der Erscheinung Chrifti Nun freut euch lieben. 4. Start in deines vaters Fraft, Hast du leben uns ver fchaft. Wir, von rath und 129.Dein heil hat heut, hulf entblöst, Sind, o herr, Durch dich erlöst: volf gottes, fic Bu nåbern angefangen. Ein 5. Preiß sey dir in ewigkeit! belles licht ist, auch für dich, Aluf, die ihr erlbiet seyd, Den völkern aufgegangen. Rühmt den, der mit lebr und Dis sey dir, welt, ein treu that Gud vom tod erlbiet hat. dentag. Die nacht, die auf 6. Der du liebreich zu uns den volkern fag, Durchbrach Famft, Unsre rettung über zuerst sein schimmer.D 2. Kaum XII. Vom Geschäft und Wandel Cbrifti auf Erden. 75 2. Kaum fandre gott mit 6. Beglükter tag, den jene feinem sohn der erde grof macht Des goßendiensts entfreuden: So fammelt er sich wendet! Daran uns gott, felber icon Die erstlinge der nach langer nacht, Sein licht beiden. Zu ihrem neugebor und beit gefendet; Da, nem berrn Muß fie ein wun gott, in dir immanuel, Mit Derbarer stern Aus fernen deinem wahren israel, Nun landen führen. auch die beiden dankten. 3. Der vorgen zeit denkt 7. Nun prüfe heut, volk gotchriften, doch. Heil euch! fietes, dich Vorfeinem angesichist verschwunden. Was war'tte: Beharrst du unveränderibr, eb der herr euch noch, Eblich In feiner warbeit lichte? ihr noch ibn gefunden? Fragt Was helfen opfer des gebets eud nur felbst, was waret 3um wabren gott, wenn du ibr? O deutsches volk, er noch stets Der sünde sklavisch weket dir Dein vorges bild frobneft? nicht grauen? 7. Was bilft es, daß du 4. Ein volk, mit gott gang gott erfenst, Und feinen ganunbekannt, Von seiner lebren willen, Wenn du das entfernet, Das, von der tutbun und wissen trenft, 3u gend abgewandt, Nur böses trág, ihn zu erfüllen? Wenn thun gelernet; Das toden du oft treu gelobst und brichst, stein, gefchniztes holz, Wohl Zwar christlich glaubst, und gar, auf seine blindbeit stolz, chriftlich spricht, und doch 218 seine gitter ebrte. als beide wandelst? 5. Du gingft in fchand und 9.Ach, prüfe dich, gott nimt lastern bin, Wie jede luft fein licht, Wenn mans nicht dich führte. Wennia noch den scházt, zurücke. Steb auf vom verkeheten finn Einst das gefolaf, damit er nicht Sein wiffen rubrte: So konnte dir wort auch dir entrücke. Gott! da aus der noth, Die bie na bör uns nicht zu tragen auf, tur foon fündern droht, Doch Und fördere deiner lebre lauf nichts den ausweg zeigen. Noch zu den fernsten beiden! XII. Vom Geschäfte und Mel. Bater unfer im himmelr. 130. Kein lehrer ist dir, dich! Wandel Christi auf Erden. Herr jesu, dein und lobet jefu, gleich An 2. Du famst zu uns, von . weißbeit und an liebe reich gott gefandt, Und machtest Warst du so wol durch wort uns den weg bekannt, Auf als that, Der schwachen men- dem wir, frey von sündenschen sichrer rath. Es freut schuld, Theilbaftig werden mein geist im glauben fich, feiner 7612 0 Erste Abtheilung. feiner buld. Auf ewig fepsdunkel mich befrep; Damit dir dank und rubm, Herr, ich dir geborsam sey, Bismic für dein evangelium. 3. Jm lichte der allwissen beit Sahst du, mit aller deut lichkeit, Was nach des hod sten weifen rathDie welt noch dereinst in ewigkeit Ein bell res licht bei dir erfreut. Mads mit mir gott nach. 131. wesentliches e benbild Der al zu erwarten hat, und machtestlerhöchsten liebe, Du wirst, o dann durch deinen mundDas jesu, ganz erfüllt mit gott ge Fünftige den menfchen Fund. weibtem triebe. Gott wardein 4. Dis, und die wunder dei wek, dein höchftes gut, Ihm ner band, Sind uns ein gött folgteft du mit beldenmutb. lich sichres pfand, Daß das, 2. Du warst mit ihm ein was man von dir gehört, Dielsinn, ein beri: Sein wille warheit sey, die gott une war dein wille. Du ehrtestión, lebrt. Nie schwäche mir der gedrückt von schmerz, Mit frevler spott Den glauben an höchstzufriedner stille. Auc Dis mort von gott. auf der allerrauhften bahn 5. Du lebretest durch wort Sahst du ihndochalsvateran. und that. Man trift der rein; 3. Du fuchteft nichts, als sein ften tugend pfad In deinem gebot Volkomen zu erfüllen beiligen wandelan. Gib, herr, und unterwarfst dich bis zum Daß ich auf dieser bahn, Getod Ganz deines vaters wil starkt von dir mit fteter treulen. Dein hauptgeschäft war Dir nachzufolgen, eifrig sey. dies allein, Bollführer feines 6. Du bist es, berr, von dem plans zu feyn. das amt, Daß die versöhnung 4. Du gingst ganz still zum predigt, stammt. Du machst freuze hin, Die marter auszu burch treuer lehrer muntstehen, Bereit mit göttlic Noch jest dein beit den men grofem sinn, Jürmorder selbst schen fund. Begleite ftets mit zu fleben. Wie trugst du nicht, deiner Fraft Ihr amt, damit in gott gefaßt, Der schande es nußen schafft. und der marter fast! 7. Nochimer hilfft du dei 5. Herr, lehre mich dein eis nem wort In feinen fiegen genthum, Nach deiner tugend mächtig fort. Dufendest, wiefstreben, Dir gleichgesint seyn, dein mund verbeißt, Noch imicy mein rubm, Und wonne, mer deinen guren geist, Der so zu leben. O hilf, daß ich Dem, der wahrheit sucht und so gern wie du, Den willen liebt, Sum glauben licht deines vaters thu. und fráite gibt. Schmücke dich o liebe. 8. Mein heiland, fend ibn 132.orbild wahrer auch zu zu menschenliebe, Der warheitführ; Bon eigen- lfu, deines mitleide triebe 30gen XII. Vom Geschäfte und Wandel Chrifti auf Erden. 77 gen dich berab auf Erden: Derfduld zu üben, Haß mit haß verlornen heil zu werden. Und nicht zu vergelten; Deine für sie sogar dein leben Inschmåber nicht zu schelten; den tod dahin zu geben. Wo Allen freundlich zu begegnen; ist jemand ber die grösse Dei Für die lästerung zu fegnen; ner lieb und huld ermesſe? Deine feinde zu vertreten: Und 2. Obne vortheil zu begebe für mörder selbst zu beten! t ren, Sich in andrer dienst 7. Demut war bep spott verzehren; Jedem gerne guts und hohne Deiner tugend erzeigen, 3u beleidigungen schmut und frone. Nie hast fchweigen, Auch an feinden du nach rubm getrachtet, wobithun üben: Das heißt noch auf menschenlob geachmenschen göttlich lieben! Unditet. Deines vaters beilgent wie voll von solcher gute willen Mit gehorsam zu ers War, erlöser, dein gemüte! füllen, Und uns beil und troft. 3. O du auflucht der elen- zu geben War der zwek von den, Wer bat nicht von dei- deinem leben! nen hånden Segen, trost und 8. Laß mich, herr, zu reiheil genommen, Der gebeugt hem segen, Deinen wandel zu dir gefommen? Wie is oft erwägen. Laß mich in bir dein herz gebrochen, Wen der angst der fünden Troft dich franke angesprochen! Und und hülfe ben dir finden. wie pflegtest du zu eilen Das Heilige auch meine triebe Zu gebetne mitzutheilen. rechtichaffner menschenliebe. 4. Menschenseelen zu beglù- laß mich immermehr auf er den; Reuerfüllte zu erquicken; den Deinem bilde ähnlich Unversiánd'ge au belebren werden. abgewionezu bekebren; Sun Was mein gott will das der, die sich selbst verflocken, 133.Komt, die ihr noch Liebreich zu dir hin zu lo nicht weife icyd, den: War beine tägliches ge- Euch selber zu regieren, Die schäfte, Selbft mit iwa ibr euch noch durch, ettelfeit, chung beiner fråfte. Geld, wollust last verführen, 5. Und wie boch stieg dein Komt, schauet iefu vorbild erbarmen, Da bu, mittler, an, Diß, dis muß euch bevon uns armen Gottes fracàmen. Olernt, geheilt von fen abzuwenden, Unter freeurem wabn, Hinfort euch dermörderbanden Angst und selbst bezábmén. unerhörte schmerzen Littest 2. Gott war fein alles, nur mit gelaffnem herzen; Alejan dem Hieng feine ganze lieein misserpäter starbest, Und be, Dem dienen, war ihm anuns ewges beil erwarbest! genehm, Dem weibt er alle 6. Deine bulb hat dich getriebe. Wozu er stets sich wiltrieben, Sanftmut und ge- lig fand, War diß, den ganjen 28 2019 THE B Erste Abtheilung. zen willen Des vaters, wel menfchen, feinem vorbild cher ihn gefandt, Vollkom- nach, Er hat für euch ge men zu erfüllen. slitten, Er felbft bar euch, 3. Hoch über welt und eitel feyd ihr schon fwach, Die feit, Gans heilig, ganz gott ei kraft dazu erfiritten. gen: Vermied er nie aus 8. Hilf meinem vorfaz, schüchternbeit, sich wie er war daß ich dir, Mein heiland, zu zeigen, Und wenn er bos ähnlich werde, Bezibm das beit freveln fab: War er voll fleisch, vertilg in mir die lie edler schmerzen, wenn aber be dieser erde; Daß ich dein gottes will geschab Quou grofes bepspiel mirStets biet freud aus seinem herzen. vor augen feze. Des vaters Wer nur den lieben gott. 4. Die luft, die tugend nicht willen thun, gleich dir, gut beißt, Verlangter nicht zu Für eitel wonne scháze. fchmecken. Und fein in gott er babner geist Blieb rein von al len flecken. In allem sah er immerdar Mit eifer, nie zum Bie überzeugend feine macht scheine, Auf das, was men Wenn wir nur von den tha fen beiliam war, Nichtren boren, Die er noch in dem aber auf das feine. fleisch vollbracht: So ftim 5. Stets flobet das geräusch met ihm der glaube bey, Daß desrubms, Blieb niedrig under der welt erlöfer sey. 2. Die berrlichfeit war vel geringe, Entichlug sich aller eigentums, Er, schopfer aller ter gnaden, Die man aus fel dinge. Arm ward er felber, nen zeichen fab. Erwirkte ni daß wir reich aus seiner ar- zujemands fbaden. Wievon mut würden Er ist der berr, propbeten sonst gefcbab; Und fein ist das reich. Doch trug raffete die fünder nicht durc er unire burden. tod und plagen vors gericht. 10 6. Lag gortes ftrafe auf ihm 3. Er schenkte das gesich!! schwer; So fand ers gut und den blinder; Den tauben gab billig Denn jeden tropfen er das gehör; Der auffaz muß, bluts war er, Ihm aufzuop te vor ihm schwinden; Det fern, willig. Stets zeigt' er, stumme fang ihm dank und daß ibn feine noth Auch nur ebr. Sein machtwort hiek zur flage reize. Er ward ge. Die labmen gebn, Und selbst horfam bis zum tod, Ja die todten auferstehn. bis zum tod am freuze. 4. Er ichallt des satans le 7. Von gott verlaffen, blicb gionen( die legionen scheuten fein ber; An ihm, troz alles ihn) So mußten sie die mens fpottes, Sein sehnen war schben schonen, und plözlich in im bángften schmerz Nichts, den abgrund fliehn. Berief als der beyfall gottes. Solgt, er seiner engelschaar: So stell 134.8ie gortlich find jefu XII. Vom Geschäfte und Wandel Chrifti auf Erden. 79 ten sie sich dienstbar dar. Durch allen ewigkeiten. 5. Sein segen speißte ganze 4. Dein reich war nicht von beere, Da, wo es doch an brod dieferwelt, Dich konnte reichgebrach; Und faum gebot er bum nicht, noch geld, Noch wind und meere; So ließ ihr ruhm und ehre, rühren. fturm gehorsam nach. So fa- Stets wars dein einzig aube man in allem thun Auf ihm genmerk, 3u gottes ruhm der gottheit fülle rubn. Das grofe werk Der wahr6. Wir danken höchster deis heit auszuführen! STING ner stärke, Die jefum vor der 5. Dein reich war nicht von welt erklärt, Der durch fo diefer welt. Nicht heere, wie grose wunderwerke 218 dein die welt sie stellt, Erkämpften gefandter sich bewährt. Wir deine siege. Der arme junnebmen folchen glaubig an, ger kleine schaar Bot mutbig und sind ihm willig untertban sich den feinden dar, Und 7. Erfüll, o berr, nur unire berzen Mit seiner lebre gött lichkeit, Damit wir nicht das beil verscherzen, Das uns dein fobn allein verleiht. Undsbaf fe, daß ihm unfre treu Bis in den tod beständig sey. Fámpfte Deine Friege. 6. Dein reich war nicht von dieser welt, Des, was dereitelkeit gefällt, Begabst du dich mit freuden. Warst gerne etend, arm und Fleit, um nur ein belter uns zu seyn, Und wählteft tiefe leiden. Kommt ber zu mir spricht. 135.Dir groffer herr 7. Dein reich ist nicht von cher, jefu cbrift, dieser welt. Wenn einst die Der du der welten schöpfer welt in nichts zerfällt, Und bift, Jft alles unterthänig: fursten vor dir beben: Dann Doch wer sab deine majestát, bist du konig ewiglich. In dei218 dich dein arges volk ver- nem reiche werd auch ich schmäht, Wer ebrte dich als Einft unvergänglich leben. konig? 8. Wie groß, wie angebetet 2. Du hast dich deiner berre ist Dein nam, o herrscher jeſu lichkeit Entäusert eine kurze christ! Dich rühmen alle junzeit; warst menichen unter gen. O wie weit herrlicher thánig. Geschlagen wurdt wird einst, Wenn du zum du und verhöhnt; Verspeyet weltgericht erscheinst, Dein und zum fpott gekrönt, Und hohes reich befungen. doch warst du ein könig. 9. Vom aufgang bis zum 3. Du warst von ewigkeit niedergang Erschallet dann bestimt, Dein reich, das nie der lobgefang Des himmels ein ende nimmr, Auf erden und der erde. Wie freu ich auszubreiten. Dich bat gott mich auf dieses glük! O wår felbst zum herrn erhöht; Dein er da, der augenblik! Wo ich reich, o göttlicher, besteht dich schauen werde. act May Erste Abtheilung. Wacht auf ruft uns die. re mich, Damit hierinnen ich 136. Heilighter jefu, bei: Dir nacarte, Jeſu, hilf du ligungsquelle, Auch mir dazu, Daß ich mig Wie strahlt dein tugend glan gütig seyn wie du! fo belle! Wie glàniet deine 5. Du fanfter jesu, warst beiligfert! Aller glanz der unschuldig Und littest alle cherubinen Und beiligkeit der ichmad geduldig, Vergabf feraphinen Ift gegen dir nur und übtestrach nichtaus. Nie. Dunkelheit. Ein fürbild bist mand kann deine fanftmuth dumir. Ach bilde mich nach meffen: Die doch den eifer dir, Du mein alles, Jesu, hilf nicht vergessen, Der nöthig du, Auch mir dazu, Daß ich war fürs vaterhaus. Mein mog beilig feyn wie du! heiland, ach verleih, Mir 2. O stiller jefu, wie dein fanftmuth und dabei, Gu wille Dem willen deines vaten eifer, Jesu, bilf du, Aud ters stille, Und bis zum tod ge- mir dazu, Daß ich sanftmu, borsam war: Also mach aud ibig sey wie du! gleichermaßen Mein Herz 6. Würdigster Jesu, ehrenund willen dir gelassen. A könig, Du suchtest deine ehre ftille meinen willen gar, Mach wenig, Und wurdest niedrig mich dir gleichgefint, Wie ein und gering. Warst, wie ein gehorsam find, Stille, stille, andrer mensch auf erden, Jesu bilf du, Auch mir dazu, Warft willig gar ein knechtzu Deß ich fein stille sey wie du! werden, Erhubst dich selbst in 80 3. Wadfamer jefu, der den Feinem ding. Herr, folche de fchlummer Durd manche ar- muth lehr, Mich auch je mehr beit, müh und Kumer Um uns und mehr Christlich üben, Jefertwillen unterbrach: War fu, bilf du, Auch mir dazu auch dein werk am tag gesche- Daß ich demüthia fey wie du! ben: So lagst du nachts vor 7. D keuscher jesu, all dein gott mit fleben, und warst für wesen Warzüchtig, keusch und unser helt noch wach. Gib mir außerlesen, Boll tugend und auch machsamkeit, Daß io zu vol fittsamkeit. Dein äußrer jederzeit Wach und bete: Jefu, menfch, dein beri von innen, hiff du, Auch mir dazu, Daß Gedanken, reden und begin. ich mog wachsam seyn wie du! nen Boll unbeflekter reinige 4. Gutigfter jesu, ach wie feit. O mein imanuel, Mac gnädig, Wie lieblich, freund- mir auch leib und feel Keusch lichundguttbåtig Bist du noch und züchtig, Jefu, hilf du, gegen freund und feind! Dein Auch mir dazu, So keusch und sonnenglanzderscheinetallen, rein zu seyn, wie du! Dein regen muß auf alle fol 8. Mäßigerjefu, deine wei len: Ob sie dir gleid undank- fe, Im trinken und genuß der bar seynd. Mein gott, ach leb- lipeijekehrt uns die rechte må Agteit. XIII. Vom Leiden, Tod und Begräbnis Jefu. 8r fiafeit. Mehr noch, als durft dir recht eben, und deinem und hunger stillen, Lag birs beilgen fürbild gleich. Dein an berz, Des vaters willenjgeist und fraft mich ganz 3utbun mit aller freudigkeit. Durchdringe, Daß ich viel Herr, bilf mir meinen leib Be- glaubensfrüchte bringe, Und zábmen, daß ich bleib Chrift- tüchtig merd zu deinem reich. lich nuchtern. Jesu, bilf du, Ach euch mich ganz zu dir, Auch mir dazu, Daß ich Behalt mich für und für, stets máßig fei wie du. Treuer beiland, Jefu bilf 9. Nun liebster Jesu, lieb du Auch mir dazu, Daß ich stesleben, Mach mich in allem bei dir einst finde rub! XIII. Bom Leiden, Tod und Begräbniß Jesu. 1. Erwedung zur fruchtba. stürzt mich tief und es erhebt ren Betra@ tung der Leiden Jesu. mich wieder; Eebrt mich mein gluf, macht mich aus gottes feinde 3u gottes freunde. Mel. Herzliebster jesu was. 137. Herr, starke mid, Dein leiden zu bes Denken, Mich in das meer der liebe zu versenken, Die die bewog, von aller schuld des bolen, uns zu erlösen. 6. O berr, mein beil! an den ich herzlich glaube, Ich lie ge bier vor dir gebüft im ftaube; Verliere mich mit denken. dem gemüte In deiner gute. 7. Sie übersteigt die mensche 2. Vereint mit gott, ein tiche gedanken Allein, sollt menic, gleich uns auf erden, ich darum im glauben wanUnd bis zum tod am Freuz er- Fen? Jd bin ein menic; darf niedrigt werden; An unsrer fich der unterwinden, Gott statt gemartert und zericlau ergründen? gen, Die fünde tragen! 8. Des boften thun ist 3. Welch wundervoll bod- gnad und lieb erreifen; Uns heiliges geschäfte! Sinn idiomtes zu, fie demutsvoll zu ihm nach, so sinken meine( preifen, 3u febn, wie boch, fráfte. Mein berz erbebt; wenn gott uns gnad erzeiich sebe und empfinde Den get, Die gnade steiget. fluch der fünde. 9. So fei denn ewig 4. Gott ist gerecht, ein auch von mir gepriesen Für råcher alles bösen. Gott ist das erbarmen, das du mit die lieb, und läßt die welterwiesen! Da du, mein bei. erlöfen. Dis kan mein geist, land, auch für mich dein mit ichreken und entzüfen, lieben, Dahin gegeben. Am freuz erbliken. 10.Du liebteft mich; ich will 5. Es schlägt den stolz und dich wieder lieben, und stets mein verdienst darnieder. Es mit freuben Deinen willen üben; 82 Erfte Abtheilung. ben; gib zu diesem feligenjgefiel, Nichts von gestalt noch geschäfte Stets neue fräfte. fchone! Vor dir, berr, unfre Ein lämmlein geht, zuversicht, Verbarg man 138. Erfülle, berr, doch selbst das angesicht: Dich felbft mein herzlichmåhten bundesibbne! Mit reinem andachtstriebe. 5. Ein opfer, nach dem ew: Ich denk an deines leidens gen rath, Belegt mir unfern fchmerz, Die wirkung dei- plagen Um deines voltes mis nerliebe. Dein freuz fey mir fethat Gemartert und geschlos gebenedeyt! Welch wunder gen, Gebst du den weg zum der barmherzigkeit hast du kreuzesstam, In unschuld Der welt erwiefen! Wenn bab ftum, gleich als ein lam, Das ich dis doch recht bedacht, Und man zur fchlachtbank führet. dich aus aller meiner macht Freywillig, mutig, als Genug dafür gepriesen? beld, Duldst du, aus liebe für die Welt, Den tod, der uns 2. Rath, fraft und friede fürst und beld, In fleisch und gebüret! blut gefleidet, Wirst du das 6. Du neigst dein haupt, es opfer für die welt, Und deine ist vollbracht! Du firbst; die feele leidet. du ringst mit erd erschüttert Die arbeit hab angst und feelennoth, Und ich dir gemacht: Herr, meine gebst doch willig in den tod. feele zittert; Was ist der Oliebe ohne ende! Du nimf mensch, den du befreyt? O auf dich der menschen schuld, war ich doch ganzdankbarkeit! Und gibst mit göttlicher ge Herr, laß mich gnade finden! duld dich in der fünder bånde! Und deine liebe Dringe mich 3. Du trágft der misfethà- Daß ich dich wieder lieb, und fer lohn und hattest nie ge dich Nie kreuzige mit fünden. fündigt, Du, der gerechte 7. Welch warten einer em gottesfobn! So wars vorbergen pein, Für die, die dich verkündigt. Der freden perachten, Nicht strebe dei schaar begehrt dein blut, Dunerwerth zu feyn; Nichtnad duldest göttlich gros die wurb, dem glauben trachten; Für Um feelen zu erretten. Dein die, die dein verdienst gestebn morder, o berr, war auch ich Und dich durch idre laftet Den gott warf aller fünd auf fomábn Ats einenfundendie dich, Damit wir friede båttenner! Wer dich nicht liebt, 4.Erniedrigtbis ut fnechts komt ins gericht! Wer nicht gestalt, Docb göttlich gros im bein wort hált, liebt dich nicht herzen, Ertrugt du spott, Jhm bist du fein verfühner! schmach und gewalt; Lubfi 8. Du hafts gesagt: Du auf dich unsre schmerzen Sie wirst die kraft 3ur beiligung fahn dich, der verheiffungziel, mir schenken. Dein blut ist Doch da war nichts, was daldas mir troft verschafft, Wen mid XIII. Von Christi Leiden, Tod und Begräbnis. 83 mich die fünden frånken. Laß 6. O laß mich alle plagen, mich im eifer des gebets, Laß Dię gott mir auserfehn Auch mich in lieb und demut stets to geduldig tragen, Undseinen Vor dir erfunden werden: rath verstehen. Sein weg fey Dein heil fey mir der schirm mir hier wunderbar, Dort in noth, Mein stab im glük, werd ich es erfennnen, Wie mein schild im tod, Meinfelig er mir war. legter troft auf erden. 140. lam gottes unschuldig Am stam Wenn meine fund mich. 139.Den ratbichluß dei- des Freuzes geschlachtet; Allner gute, Herrzeit erfunden geduldig, Wie foll mein herz erhöhn. Olenkelsehr du wurdeft verachtet Au mein gemüte, Ibn richtig zu fünd hast du getragen; Sonst verstehn. Ich ebre deinen wei müßten wir verzagen! Erfen rath, Der jefum für uns barm dich unser, o jesu!fünder In tod gegeben hat. Gib uns deinen trieden, D -- 2. Noch eh dein wort: es jefu. werde, Die welt hervorge. In voriger Melodie. bracht; Da bast du schon der 141.Gribser, der im stau erde ju ihrem beil gedacht, Vonewigkeit hast du ibn ichon 3um opfer ausersehen, Deir eingebornen sohn. be Einst lag mit angstschweiß bedeket, Dein tröste sich mein glaube, Wenn rod und fünde mich schrecket; 3. Er fam zu uns bernieder Dein tiefer schmerz, dein In der bestimtenzeit; Erwarb klagen, Dein todeskampf, für seine brüder Des bim dein zagen Sey meine ruber mels feligkeit Was ihm fein bater zugedacht, Das trug er in geborfam, Bis er es ganz vollbracht. herr jesu. 2. Du littest ganz unschuldig Von freblern schmåhung und schmerzen. Und trugft fie 4. Er wuste, was zu tragen doch geduldig Mit sanftem Ibm gottes rath gebor; Er verföhnlichen berzen. Dein fab die last der plagen; Sab bild muß uns beleben, 3u feinen Freuzestod. Doch flob dulden zu vergeben Wie du er feine leiden nicht: Er ging zu lieben, berr jesu! bem tod entgegen Mit muth 3. Am Freuze bingst du flåge und zuversicht. lich entstellt, gemartert, ver5. Herr jesu, mein erbarmer fomachtet. Dein tod belebe Hab dank für deine treu: uns täglich, wie hoch du feeDurch dein blut bin ich armer ten geachtet. Er schrek uns ab Von allen strafen frep. Die von fünden; Er muß uns von dir ausgestandne noth, dir ver binden 3u innigem Dein mittlertod am freuze, danke, herr jesu! Hat mich versöhnt mit gott! 2 142 Erste Abtheilung. 142.Cbriste, du lam got viel würdiger Mit allen fel. loben. ses! Der du trägst gen dich fünde der welt, Erbarm dich unser Gib uns deinen frieden, Amen. 6. Herrjefu, deine angst und pein Und dein verföhnend lei. Den Laß meine feste Zuflucht Herr iefu drift ich weiß gar fenn, Wenn ich von bier foll 143. Herriefu, deine angst scheiden. Ach bilf, daß ich und pein Und dein durch deinen tod Fein fanft versöhnend leiden Laß allzeit beschlieffe meine noth, Und mir vor augen seyn, Die fün felig sterbe Amen. den zu vermeiden: An Derne Djefu drift meins. 84 NG - ausgestandne noth, An dei 144.0 du mein mittlet nen marter vollen tod Laß furchtbar mich gedenken. und mein gott! Ich danke dir für deinen tod, Der mir des bimels feligkeit Undbiergewiffener.bverleibt 2. Die angst, die deine feele litt, Da schrecken sie umfingen; Was du ertrugft, 2. Ach glaubt ich deine gott. um uns damit Befreyung zu heit nicht: So schrekte mid erringen: Das práge tief mir noch das gericht: So wurde jefu! ein, Und laß mirs ernfte deines todes pein Für mich warnung seyn, Wenn mich die fünde reizet. fein geltend opfer feyn. 3. Wärst du der menschen 3. Die wunden alle, die heiligster, Und nicht auch gott du hatt'st, hab ich dir helfen gefreuzigter so würd ich nicht schlagen. O du, der meine von fünden rein, nicht durd fundenlaft So willig bat ge- dein blut versöhnet seyn. tragen: Ach, liebster beiland, 4. Ich weiß es, jefu, du bik fbone mein, Laß diefe fchuld gott; Versöbmnend ist dein vergessen feyn, Für recht Freuzestod: Und dieses tro laß gnad ergehen! tes göttlichkeit Versichert mich der feligkeit. 4. Du haft verlaffen deinen throne Bist ins gericht gegan 5. Der feind nehm alles, ab, gen; Bertrügest ichläge, spott les bin, Das glük, das ich ver und hohn, Und wurdt ans tóbnet bin, Ist meiner fee freuz gehangen: Auf daß du ien böchftes gut, und macht für uns schaffteft rath, Und mir auch im to de muth. unire schwere missethat Bey gott veribbnen mögtest. 6. Wenn des geiezes flud mir drobt, Dann tröstet mid 5. Drum foll mein herz voll dein mittlerstod: Ich weiß, dankbarkeit, Erbarmer, dir daß du auch meine laft Am lobsingen. Und wenn du einst freuze, berr! getragen hast. zur feligkeit Aus gnaden mich 7. Und ist die leste stunde day wirft bringen: Dan will ich, Dann blik ich bin nach gol. dein erlöfeter, Dich ewig undlgatha: Der trost, daß ich be gna XIII. Von Christi Leiden, Tod und Begräbnis. 85 anadigt bin, Macht mir das tbeures leben sich In milden sterben zum gewinn. stromen blutes. Lam gottes, Ein lámlein geht und trägt. ewig dank ich dir Doch nie ges 145.Gin lam geht hin und nug! du thateft mir, Ebich trägt die schuld noch war, schon gutes. u Der abgefallnen finder; Geht 5. Solang ich lebe, will ich bin und buffet in geduld Die dein, D jesu! sters gedenken. funden auer fünder. Es Mein berz soll dir geweibet gebt Den rauben todesgang; feyn, Gan; will ich dir es Folgt feinen würgern obnelichenken. Nur dir gefallen, zwang; Begibt sich aller freufey mein rubm. Ich will mich den; Und sieht die marter, bir zum eigentum Auf ewig ùDie ihm drobt, Und will die bergeben. Nur du bist meine schmerzen und den tod Docuversicht, und wann mein gern und willig leiden. aug im tobe bricht, Bist du 2. Das lam ist jejus, unfer auch dann mein leben. frund, Zum beiland unfrer 6 Was ist das leiden diefer feelen wout ihn der strengelzeit, und alles, was mich från. sündenfeind, Der ewge va fet, Wenn meine feel in trauter, wählen.Sohn, iprachtigkeit, Herr, an dein leiden Her, nim dich derer an, Die, Denket? Diß floft in meine auffer Dir, nichts retten fan bange brust, Zurzeit der trübVom schweren fluch der fünal, fanfte luft: Last mich den. Groß ist die schuld, die nicht unterliegen, und stärket strafe groß! Doch übernime, mich mit fraft und muth, io sind sie toß, Und sollen Auch über welt und fleisch gnade finden. und Blut Im schwersten 3.Ja, vater, sprach der fampf zu fiegen. St grote john, Kein fünder fol 7.Jstendlichganzvollbracht, verzagen. 3 steig berab was mir Gott aufgelegt zu von beinem tbron Und will leiden, Undrufft du, jefu, mic die fünden tragen. Oliebe! u dir und deines himmels liebe! deine macht Ift ftárker, reuden: Dann reichest du von als ein menfch gedacht, ale deinem thron Mir jenen gro> je ein engel dachte! Du dringst ten gnadentohn, Denmirdein den sohn dem vater ab, Undrod erworben Dann werde streckest den ins finstre grab, dir in ewigkeit Anbetung, Det erd und himmel machte! preis und dank geweißt, Daß 4. Erbüßtvor uns am freu ou für mich gestorben! zesstam, Damit wir gnade m Herzliebster jesu was haff finden. Er wird geschlachtet, 146.ie grundlos find wie ein lam, 3um opfer für Die fünden. Für alle stirbt er, iebe! Wie treu uno zärtlich, auch für mich ergießt feinl, efu, deine triebe! Kein mut. terhers 86 Erste Abtheilung. terber gleicht deinem treuen] 9. Ich flieh, so berr, zu deiberzen, Du mann der schmer- inen liebes armen, Ichsuch und zen! bitte nichts als dein erbar. 2. Was ist der mensch, daß men. Verstoß den nicht, der Du sein so gedenkest, Daß du feine fünden haffet, Und dich für ibndic indasetend fenfeſt umfasset.nnmara Was findest du an mir und an 10. Was machst du, feind, uns allen Für wohlgefallen? mir chrifti huld verdächtig? 3.Verdient verachtung gött- Schweig! feine fraft ist in den licher geseze, Verdient vers schwachen mächtig. Er felbst fwendung unidházbareridá- macht den gerecht, der an ihn ze, Berdient ein felbst gemach glaubet, Und in ihm bleibet. ter böser schade Des richters guade? 11.3euch mich, o gotteślam, ku deinem freuze, Damit dein 4. Was siebt dich dann, olblut die scele dring und reize, heitand auf die erde? Was Dich, den erwerber aller guten fchadet dirs, wenn ich verdam gaben, Recht lieb zu haben! met werd? Du bleibest doch, wenn ich gleich strafe leide, Des vaters freude! 12. Was du auch mir, dadu für mich gestorben, Aus gnaden bast durch deinen tod 5.Verehrt mit dank den wei erworben: das werde mir, sen rath, ihr christen! Den zu meinem erogen beile, Nun einzusehn, die engel felbstgelu auch zu theite. Me ften. Bewundert hier in dem 13. Dir, jefu, leb ich, dir erlöfungswerke Der liebewill ich auch sterben. Laß den stärke! nur nicht, den du versöhnt, 6. Des bbchften fobn büßt verderben. Dbilf mir ist und für die mensenfinder, Der in den letzten stunden, Durd heiligste bezahler für die fün- Deine wunden. der; Des lebens fürft und aller bosbeit råcher Stirbt für Verbrecher! 7. Herr, lebre felbst mich Deine buld erkennen, In rech 2. Das Leiden Jefu am Delberg. SUT Met. Ein lámmlein geht und. 2 147.So gehst du, jeſu, 147.5° willig bin, Dein tem glauben meinen berrn teiden anzutreten, Für mich, dich nennen! Erbarme dich der ich verloren bin, 3u kám und heile meinen schaden, pfen und zu beten. Du, det Du brunn der gnaden. du nichts verbrochen haft, 8. Jd bin verderbt vom Gehst hin, um aller fünder laft fuffe bis zum fcheitel, Mein Allein auf dich zu laden. Id herz ist trozig, widerspenstig, nur verdiente strafen, ich; Du citel: Mein bestes thun is aber nimmst sie all auf dich, mangelhaft und fündlich: Damit sie mir nicht ichaden! Io feble fündlich. 2 Kan den, der allen stärke gibt, XIII. Von Chrifti Leiden, Tod und Begräbnis. 87 gibt, Kan den auch furcht er- dir? Ber will verdammen? fchüttern? Selbst drifti feelejgott ist hier! Du wirst den wird betrübt, und feine glie Tod nicht sehen! der zittern! Ah, hingefunken 6. Dod denk, um welchen auf die Fnie Arbeitet er in theuern preiß Dein heitand schwerer müh, Und betet, dich erfaufer! Evdrang, bes fámpft und zaget! Er wünscht deft mit todesschweiß, Mit den schweren Fampf verkürzt; blut für dich getaufet! Ach Wer fiebrs, und höret nicht mache, daß die fünde sich Nie besturit, Wie leidenvoll er dein bemachtige; noch dich In Flager! dy deiner treu eriduttre! Loft 3. Gott, du bist heilig, ihre stime: börenicht! Schau wunderbar In allen deinen bin zum biberg ins gericht, werfen Ein knecht, ein engel Das jefum traf, und gittre! muß so gar Den berrn vom Chriftus der uns felig himmel stärken! Er ringt, 148.Herr des bimmelő fein beilig held! Was blutschweiß; wer entfest fich wird mit dir werden? Warnicht? Wer litt wie er auflum liegst du blaß entstellt, erden? Der du in reiner un Bebend auf der erben? Trost fuld prangst, Wie fonteft ist es, was du verlangst, ErdDu von folcher angst, Oster unfrer feelen! Was bert, bestürmet werden? Fan mit so schwerer angst Deine seele quälen? 4. Du sagst, mein heiland, ach nur ich, Jo hätte zagen 2.Bor dir liegt,( denn dir follen! Doch selbst durch lei fanja, Herr, sich nichts ver Den hast du mich. Vom todefhelen) Eine weit voll fünden retten wollen! db háttest du da; O wer fan sie zahlen? nicht sein gericht Auf dich ge Niemand, als nur gort und nommen, war ich nicht Indu, Können sic ergrunden: jammer gang verfunken? Und für alle büfest du, Nun läßt der richter auf uns für deine fünden! dein flehn, Vor mir den 3. Liebe straite dir sonst Fetch vorüber gehn: Denn fiets Aus des vaters blicken. du haft ihn getrunken. Und in ftunden des gebets 5. Heil mir! der sohn des Mußt sie dich erquicken. Da höchsten hat Für mich sich nun gottes straf Dich schreckt, richten lassen! Gott! wer kan Da er in gewittern Furchtbar Deinen weisen rath, Ber dein sich vor dir versteckt: Soll¡ erbarmen fassen? Run jauchtest du nicht zittern? ze, wen die jünde reut, Wer 4. Hier fühl ich der fünjeſu chrifti fich erfreut: Eben grául, Ganz vor angsters wird vor gott bestehen. Du schüttert. Auch für mich bast Der du glaubst, wer fadetlou, mein heit, hier im staub 3 4 gefit 88 Erste Abtheilung. gezittert. Held! da fund und macht vor. Niemand nimmt ftraftgericht Dich fast nieder von dir dein leben. Du willst stürzen: Soll der grâul derfelbft es für ups geben; Und fünde nicht meinen geist be it fomach noch marter stürzen? ideun, Aus der boll uns 5. Aber du verföbntest mich! ju befrepa. Denn auch mir um feqen, 4. Treuer búrg, um unfert. Lieffest du allein anfdich, Gott willen Strefft du deine hünde die strafe legen Duergabst dich dar; Gottes rarbschluß zu ers Demuthsvoll In des vaters füllen, Schoneft du der fre willen, um das was uns ret ten 10l, Sterbend zu erfüllen ben faar. Wehrst dem iwerdte Deines freundes; 6. Nun, herr meine zuver Heilft die wunde deines fein, ficht! Hilf du meiner feele, des; Nimmst die bande mil Daß im lezten fampfe nicbrlig an; Da dein arm sich weis Sündenangst fie quále! U gern fan. laß deinen blutgen fchweiß, 5 Dank dir für fo grofe qu Wenn ich ganz beflommen, te: Beige nun auch deine treu. Alsdann keine bülfe weiß, Und befreie meinegemüte Von Mir zu statten kommen! der fünden fflaverep; Daß 3. Gefangennebmung Jefu mein fleisc fid nie verstri M. Jefu meines lebens leben ce; Weltverfübrung nie beru de; Des versuchers arglift nie wunden heil und In fein nez mich wiederzieb. 149.Jefu efu cbrifte, deffen leben uns gebracht! Ach wie 6. Und soll ich den rubmer hart wirst du gebunden! Und langen, Daß ich deines geifted. verbrechern gleich gemacht! voll, In bekenner fesseln pran Deiner feinde ganze tücke gen, Deinetwegen leiden foll: Kenst du, und weichst nicht zus Gib dann mir in meinen ban rücke; Gibst mit edtem helden den Reichen troft aus deine, finn Dich in ihre banden bin! banden, Daß gleich dir, id 2. Mehr als zwölf der le fie nicht feu, Jd, gleid gionen, Die um deines vaters dir, gelaffen fey. tbron, Seines winks zu war Christus der une felig. ten wohnen, Stebn bereit, 150.ein ertofer! aud D menschenfobn! Nur ein wint! für mich Ging Du bist befreyer, Und der fein du binzumleiden: Und begabf De heer zerstreuer! Doch wiejoid williglich Aller deinet viel ibr grimm verbricht! Dulfreuden. Du fahst banden, winkst deinen engeln nicht! fchmerz und hobn; Sahst den 3. Du bist selber reich an tob von ferne; Dod ertrug stärke, Die auch hier sich nicht du, gottessohn! Alle leiden verlor; Uber, herr, in diesem gerne! werte Gebt geduld der au 1 2. Du entflohst nicht der ge fahr XIII. Von Chrifti Leiben, Tod u. Begräbnis. 89 fabr, Die dem leben drobte. drohen; Schämt sich, daß er Als die stund erschienen war, geflohen: Kebrt um und eilt Gingst du froh zum tode. verwegen Dem tiefen fall Willig übergabst du dich In entgegen. ut later der feinde hände, und bliebst 4. Wie ist der menfcb fo unveränderlich Treu bis an schwach! So viel fein muth bas ende. Home versprach. Dort liegt er, tief 3. Lehre mich, wie du, fo fill im staube, Erloschen ist sein Und so frob zu leiden. Und: glaube! Sein fühner muth wenn es dein ratbichluß will, gedämpfet! Ach, christen! Selig zu verscheiden! Stärke wacht und kämpfet! mich, wenn ich einmal Ster. bend zu dir flebe; Daß ich durch des todes that Ohne schrecken gehe. 5. Wo ist nun petri treu? Der jesum vormals frey Für gottes fobn bekannte; Für ihn vor eifer brannte, Der hat, für jesu obren, Bald frech 4. Dank, o jefu, dank sey dir Für dein lebes leiden. Denn ihm abgeschworen! Dadurch erwarbst du mir Deis 6. Doch, herr, dein liebesnes bimmels freuden. Nun blik bringt ihn alsbald zurük. mehr weiß ich, daß im tod Er fühlte sein verbrechen; ich nicht ewig sterbe, Denn Kan nun vor schmerz nicht ich bin veribhnt mit gott, sprechen; Und weint nun bits Bin des erbe. tre thránen, Die 4. Jefus von feinen Jún. gnade fehnen. le fich nach gern verlaffen, von Pe 151.Mein jefu, für dein 7. Er sucht und findet sie. Verzagt drum, fünder, nie; Gott ist unendlich gütigSend glaubig, nicht kleinmutig. So herz Welch ein groß sind keine funden: Sie fo berber schmeri, Den du weit können gnade finden! mehr empfunden, Als strie- 8. 2db trennt mich auch die men, icblág und wunden! welt, Die stets mir neze stellt, Die kleine zahl von freunden Einft, jefu! von den deinen: Kränkt did, gleich deinen Laß mich mit petro weinen: feinden. Um qnad in demut beten;. 2. Kaum nabt sich die gefahr: Nie judas weg betreten! So bebt der jünger schaar: Wenn meine Sind mich. Eb sie der treu vergesſen, Den Die erst sich hoch vermessen: 152.Bon angst dahin ges riffen, Verlengtod auch vorzuziehen, Ver- net petrus dich. Bald ftraft laffen dich und flieben! ibn fein gewiffen: Da weint 3. Der fübn fein schwerdt er bitterlich. Tief dringt ihm, gezüft, Dein Petrus felbst, er berr, dein blik ins herz. Er schrikt; Er flieht, eh bande fleht zu dir um gnade, Und Du 35 true verläugnet. Mel. Wo soll ic fliehen hin. 90 Erfte Abtheilung. 12 giz Du ftillft den schmerz! de: Imehr, als felbst den tod. 2. Wie wuchs nun deines 8. Ich will dich frei bekene zeugen Beständigkeit unten. Wenn gott gericht einst math! Furcht font ibn nicht alt, Wirst du mich dann mehr beugen Für dich, herr, auch nennen Dem richter aller floß sein blut! Dich, feiner welt! Dein freuz ist meine berrn und seinen gott, Veruversicht! Selbst denen, berrlicte fein leben, Ber die dich schmähen, Verhel berrlichte sein tod. indiche, jesu, nicht! 3. Betrübt ist meine feele, 9. Bedekt von deiner gnade, Erfüllt mit reu und schmerz Veracht ich ihren spott! Wer Was bilfts, daß ichs verbete? ift es, ber mir srbade? Du Du schaust mir ja ins berz.bilfft mir aus, mein gott! Bekennen will ich es vor dir: von meinem haupte fállt fein Auch ich hab dich verleugnetbaar, Und drobten sie mir alle Vergib, bergib es mir! die schreflichte gefahr! 4.Wann deiner lehre hasfers. eid en Jesu vor dem judi Dich schmähten und ihr spott fen und römischen Von ihrem mund als waffer, Gericht. Dahin floß wider gott: Dann In voriger Melodie. fobwieg ich furchtsam, foam- 153.Sebt jesum, den ges te mich Ein chrift zu seyn, 5224 rechten! Sebt und scheute Mehr ihren feine ichmach und weint! Ent. spott, als dich! ehrt von lasterknechten Seht 5. O du, der du dein leben, da der menschenfreund, Du berr der ewigkeit, So Spott, speichel und der boss willig bingegeben Für meine beit wuth Erduldet er, und feligkeit! Wie undankbar, büffet Der menschen frevel wie schwach war ich, Daß muth! ich den hohn der fünder 2. Der göttliche prophefe, Mehr fürchtete, als dich! Durch den der vater sprach, 6. Ach rechne nicht zur fünde Krägt ohne widerrede Der Em Diefe feigbeit zu! Den widersacher schmach. Ihr, schmer, den ich empfinde, die ihr feine martern feht, Erldser, siehest du! Du schenk Bedenkts: um euertwillen teft petro seine schuld: Bedef Ward jesus so geichmäht! auch mein vergehen Mit dei ner lieb und buld. 3. Der schönste unter allen hat nichts, was uns gefällt! 7. Nur laß mir diefe reue Wie blutend, wie verfallen, Ja unvergeßlich feyn! Ich Wie sehr ist er entffellt! Von will, Auerger treue, Mich dir einembleichen angesichtFließt von nun an weihn! Dich zu blut; doch er ist fille, Und verleugnen, berr mein gott, flucht den frevlern nicht. Das iweue meine feele Weit 4. Die feinde, die ihn bak fen, XIII. Bon Chrifti Leiden, Tod und Begräbniß. 9t fen, Verfolgt er nicht mit nigskleidern ausgehöhnt; grim. Trågt, als ein lam, ge- Stand er vor feinen teinden! Jaffen Der würger ungeftum. 4. Den heiden, der fein richDurch göttlich fanfte edelmut ter war, Ergriff ein menschlich Besiegt er seine leiden, Und ichreken; Er stellt ihn seinen der verfolger wuth. brüdern dar: Jbr mitleid zu erweken. Sebt, welch ein menfch! ich fan ihn nicht Verdammen, denn die unschuld spricht zu machtig für ſein 5. Herr, laß mich es bedenfen, Was du mir guts gethan; Und wenn mich leiden från Fen: Erinnre mich daran: Wie du des elends ganze laft leben! Sowillig übernommen, So 5, Vergeblich, ach vergebe still getragen hast! lich war Die menschlichkeit 6. Daß ich mich dir ergebe, des; heiden! Die aufgebrachte Im gluf, wie in der noth; wilde schaar Sahiefu schmac Nie deiner unwertblebe, Das mit freuden! Sein tod befriegib mir, o mein gott! Werd digt sie allein: Sie stürmten ich dich einst als richter sehn: auf den richter ein. Und schris So laß mich nicht mit schandelen: er sterb am freuze! Vor deinem throne stehn. 16. Du denkest ohne schauHerr jefu cbrift ich weiß gar.. der nie an dieses wort der 154.Sebt, welch ein fünder; Du sprichst: die ra menfch! wie lang cheftrafte fie, Und straft noch so schwer Auf ihm die laft der ihre kinder. Doch, feele, funder! Wie unaussprechlich denkst du auch dabei An deis duldet er. Für uns, uns mens ne funden? bist du frei Von schenkinder! So leiden sablschuld am tode jeſu? von anbeginn Dieerde keinen 7. Sieb welch ein mensch! je als ihn: So wird auch er wird für dich Verschmähet Feiner leiden! und zerschlagen! Hör ihn, er 2. Der sohn des höchften, spricht: ich felber, ich muß und selbst gott Ein belfer, ein deine sünden tragen! Die gerechter, Ward frecher mif- fchuld ist dein! Durch meinen fethårer spott, Und feines tod Bersöhnich, fünder! dich bolfs gelåter! Wie ein ver- mit gott, Und sterb um deinet brecher stund er da, Berklagt, willen! verläumbet, wer ihn sah, Der 8. O hochgelobter gottes jab ibn mit, verachturg! fohn, Du tilger meiner fün3. Ganz unbegrenzt war ih- den, Erhöht auf deines vare wuth, Den heiligsten zuters thron, Ac laß mich gnaplagen. Bedekt mit ftriemen de finden! Laß deines todes und mit blut, 3Sergeisfelt und fchmach und pein Gerechtig zerschlagen, Mit einem dor feit und heil mir feyn, Um nenkranz gefront; Mit foldeiner liebe willen! 9. 92 india Erste Abtheilung. no 9. Jd fchwöre welterlöfer, 9. Uch groffer mittler, groß dir; Und ewigwillichs baltenu allen zeiten, Wie kan id So wahr du lebeft, foll in mi nie deine lieb erkalten! Deir leiden und dein tod soll mich Solang ich lebe, berr! an dia Und deine lieb erinnern! nugfam deine treu ausbrei, en? Kan ich sie dir, beberrder aller welten, Wohl je pergelten. 1NGEG 7. Doch dir gefällts, wenn 10. Entzündet sich der luft ich mich selbst bekämpfe; Dir gluth, Loft mich die welt zur folge, und des fleisches luste funde: Dann tufte mich mit dámpfe; So sey denn auch Fraft und muth: Daß ich si fortbin mein ganzes Leben überwinde! Dann rufe du mir nur dir ergeben! liebreid zu: Denf, welch ein 8. Gib selbst zu diefem felis mensch war ich und du, Du gen geschäfte mir schwachen wolltest mich nicht lieben? Deines guten geistes kräfte; 155.Herzliebter jefu, Daß er mich zu dir ziehe und was bast du verregiere 3um guten fübre. brochen, Daß man das todes: 9. Dann werd ich dankvoll urtbeil dir gesprochen? Du deine buld betrachten; Die beiliafter, bist ja in misfetha- luft der welt aus lieb ju dir ten niemals gerathen! verachten; mit allem eifer 2. Und doch wirst du ver- iuchen deinen willen Treu ju worfen und verhöhnet, Mit erfüllen. einem dornenfranz zur io. 3u deiner ebre will ich fchmach gekrönet, Gegeifelt alles wagen Kein drohen ach und von ichmerzen schon ent ten, feine scmach noch pla fráftet Uns freuz geheftet! gen. Mich sollen auch des 3. Was ist die ursach aller bångften todes leiden Nicht folchen plagen? Ach unire fun- von dir scheiden. ben haben dich geschlagen! 3u 11. 18 alles, obs für ibrertigung hast du, berr, er- ichlecht gleich ist zu achten, duldet! Was wir verschuldet! Wirst du bod, mein erbar4. Bie wunderbarlich ist mer, nicht verachten. Du dod Diefe ftrafe! Du, guter wirst das opfer anådig von birte leideft für die schaafe! mir nehmen, Dich mein nicht Die schuld bezahlst du, herr, fámen für bóle knechte, Du, der gerechte! 12. Empfang ich dann der einst vor Deinem throne Aus 5. Darofe lieb! o liebe faum deiner band der überwinder zu faffen! Auch mir zum beil frone: So soll dich, höchster, bast du dich matern laffen. unter engeldbren Mein lob. Damitidslerne, fünden ernft- tied ehren. lich meiden, Wilst du, berr!) D leiden. XIII. Von Chrifti Leiden, Tod und Begräbnis. 93 O traurigkeit o herzeleid. 156. blinde wuth! that wirkte deine plagen. I 11. Hilf gotteslamm Am durft nach blut! freuzes stamm 3u unferm heil 216 nie erboret worden! Ibn, geschlachtet, Daß mein geift, den lebensfürsten selbst, wagt wenn fünde loft, Deine pein man zu ermorden. betrachtet. 2. Den beiland meint Sein 12. Auch muß allein, Herr! stolzer feind, Die bosheit, zu deine pein Mein troft seyn, besiegen, Durch der hölle wenn ich sterbe; Daß ich sanft rachiucht soll Gottessohn er entfhlaf auf dich, Und dein liegen! reich ererben. 3. Welch ein bemübn! Ums 6. Jefus am Kreuz. leben ibn, Die unschuld felbst, 157. welt, sieb bier zu bringen! Daß auf ſeine leben Freuzigung allejuden dringen. freuzesstame schweben! Dein 4. 2 iebt ſogar Die frie heil sinkt in den tod! Der grogesichaar Den beilgen leibfe herr der ehren Läßt willig entfleiden! Er soll, ift er gleich sich beschweren Mit banden, gerecht/ Ihre streicheleiden! chlägen, hohn und spott! 5. Kein schonen mehr! Sie 2. Tritt ber und schau mit geiffeln sehr Den leib, daß er, fleiße; Sein leib ist ganz mit zerriffen. Aus unzáblgen wunschweißeDes blutes überfüllt. Den läßt Ströme blutes flief aus seinem edlen herzen Für fen! unnennbaren schmerzen, Ein 6. Frech, ruchlos, blind feufjer Nach dem andern Unmenichen sind, Die ihn so quillt! graufam bobnen; Daß sie den zergeisfelten Noch mit dornen frönen. 3. Warum ward'st du geichlagen, Herr, und mit fol hen plagen Ich dieserwelt bes 7. Noch beugen die Voribm legt? Du warest ja fein sundie knie, Die keinen frebei der, Wie andre menschenkine scheuen, Beten ihn als könig der, Was hat dir solche noth an, Drauf thn zu verspeyen. erregt? 8. Und doch wird nicht Vor dem gericht Der juden baß ac stillet; Bis sein mattervoller tod Jbre rach erfüllet. 4 Wir sinds, wir sollten bussen In ewgen finsternissen Das, was bein tod verfóbnt! Die geiffeln und die banden, und was du ausgestanden, Das alles haben wir verdient! 9. Ach hilf, daß ich, Mein jesu, dich, Ins herzzeit Lebens faffe, Und mich auf dein theures blut Ganzundgar verlasse. 5. Auch ich und meine fün den, Die sich so zahllos finden, Io. groffe huld für frem Als wie der fand am meer: te schuldfäßt sich der herr zer Die haben dich geschlagen, schlagen! Jefu, meine miffe. Die brachten diefe plagen, Und 94 E Erste Abtheilung. # 023 Und diese martern auf dich her schmähn; Wie schwer sie ih. 6. Du nimft auf deinen rer fünden Bestrafung wer rücken die laften, die midden finden, Will ich aus drucken, Bis ¡ nm ertödten deinem leiden jebn. schwer. Du wirst ein flucb, 13. Dein bepfpiel soll mich dagegen Erwirbst du mirtebren, Des höchsten ratbu den Segen; Wie berrlicbebren, Auch wenn er trúbíal und wie groß ist der! idift. Jd will des lebens pla 7. Du sezest dich zum bür- gen Getroft und willig tragen, gen, Jaláfest dich erwürgen Bis gottes bülfe mich erquift.. Für mich und meine schuld: 14. Nie will ich wieder schel Für mich läßt du dich krönen ten; Nie spott mit fpott vers Mit dornen, die dich bbbnen, gelten; Nie, wenn ich leide, Und leideft alles mit gedulddráun. Das unrecht will ich 8. Du gehst, nur meinet dulden, Dem nádoften feine wegen, Der todesnacht entschulden, Wie du, von her, gegen Mit wahrem belden- zensgrund verzeihn. muth! Du ftirbst, mir vom 15. Gerührt von deinen verderben, Errettung zu er- plagen, Will ich mit ernf werben, und alles thust entfagen Dem, was dir nicht du mir zu gut! gefällt. Was Deine augen 9. Wie bin ich dir ver- baffen, Das will ich fliehn. bunden, Durch den ich heil und lassen: Gefiel es aud gefunden, Ich bin dein ei der ganzen welt. genthum. Mich dankbar u 16. Soll ich dann endlich, erweisen, Soll feel und leibsterben; So laß dein reid Dich preifen, und dir ge mich erben, Und so getroft, horchen, fey mein rubm! wie du, Den geift an mei 10. Was fonnt in diesem nem ende In deines vaters leben J dir sonst wieder- hånde Befehlen zu der ew's geben? Das, jefu, will ich gen rub! thun: Es soll dein tod und Dhaupt voll blut und wunden. leiden, Bis leib und feele 158., der voll blut Für in nem berzen ruhn! uns am freuze starb, Und II. Ich wills vor augen fe- unférn, lebensstunden Den zen, Mich stets daran ergozen, gróftten trost erwarb; Dur Ich sey auch wo ich sey; Es der sein theures leben, Nod foll mit feyn ein spiegel Derleb ich war, auch mir Zum unschuld, Und ein siegel von beil baft bingegeben, Mein Deiner großen lieb und treu. jefu, dank sey dir! : 22. Wie strenge gott verbre 2. Wieviel bast du erduldet, chen an denen einst wird rå- Erhabner menschenfobn! Als chen, Die seine buld ver- duso unverschuldet Empfingst Der XIH. Von Christi Leiden, Lod und begräbnis. 95 der fünder lohn! Da folgte Und auf des lebenspfade Mir schmerz auf schmerzen; Dalmuth fraft, troft und heil. traf dich schmach aufschmacb, 8. Mit innig frohem triebe Da lag auf deinem berzen Bring ich dir meinen dank; Angst, die das herz dir brach! Die gröse deiner liebe Bleibt 3. Entblößt von allem reize, tets mein lobgefang! Gib Der menfchen wobigefällt, nur, daß ich mich hatte Su Hingst du an deinem freuze, die mit gegentren, Daß, Ein fluch vor aller welt; Dich wenn ich einst erfalte, Ich floben deine freunde; Du noch der deine sey; warst der leute spott; Did 9. Belebe dann mein bofböhnten deine feinde: Bolfen; 3um bimmel einzugebn: ist denn nun fein gott? Laß mich im geift ihn offen, 4. Wer fan bir nach em Und dich verherrlicht sehn. Da pfinden Den schmerz, Die to ruf ich dan mit freuden: Nim Desangst, mit welcher du, meinen geist herr auf! Und von fünden Und zu erretten, du nimst ihn im scheiden Zu rangst. Die last gebaufter Deiner wonn hinauf! plagen Fiel da so schwer aul Ein lämmlein geht. dich, Daß sie dich drang zu 159.Erbebe vom geräusch Flagen: Gott, wie verläßt du mich. der welt, O fees le, deine flügel hin, wo die 5. Ach, diefe laft und mübe wuth ihr opfer hält; Zu jeHab ich dir auch gemacht! nem leidenshügel! Ihr himmein erlöser siebe Vom thro met! welch ein mensch ist das! ne deiner macht In gnaden Wie drukt ihn seiner feinde auf mich armen, Der fich baß Mit höllisch milden freu verschuldet hat, Und bilden! Er, der die todten mir aus erbarmen Von mei- auferwekt, Er muß, mit ner misfethat. wunden überdekt, Den tod 6. I will auf dich stets fe- der mörder leiden! hen Mitallerzuversicht. Wo 2. Geduldig fiebet er fein hin soll ich sonst gchen? Ver- blut In vollen firomen flieswirf du mich nur nicht. Wolfsen; Slebt für die haffer, die soll ich rube finden, Wenn du voll wuth Es im triumph mich, herr, nicht liebst? Wolvergiessen. Schau! izt umreinigung von fünden, Wenn búut in finffre nacht. Er du sie mir nicht gibst? ruft, er ruft: es ist voll7. Du haft mir durch dein bracht! Run fenkt fein haupt leiden Bergebung, beßrungs ich nieder. O meine seele Fraft; In trubsal troft und freue dich, Dir gab, der bier freuden, Die ewig sind, ver am freuz erblich, Das recht fchafft. Dgib an dieser gnade ¡ um himmel wieder. Auch meinem glauben theil; 3. Er, er hat deine missethat, 96 Erste Abtheilung. that, Den fluch für dich ge- jach wird mein aug einst um tragen: feele, deine fünde die meinen In seiner lebten hat Den frommen fo zerschla stunde weinen; So soll dies gen! Durd ibn nimt dich der wort mir troft verleihn! Der, vateran. Die wunder feiner als der tod schon um ibn gute fan Kein sterblich lieder- ichwebte, Die feinen noch zu beben! Doch hört er unsre tie- fcbuzen strebte, Wird aud der gern, Anbetung, preiß der meinen beifer seyn! und ruhin dem berrn, Der uns sein heil gegeben! 7. Lente 23orte des fter benden Erlösers. Mel. Wie wohl ist mir o freund. 4. Frobloft, bußfertige ver brecher! Wer glaubet, kommt nicht ins gericht. Hört, was zu dem gebeugten fået Der mund der liebe sterbend 160.Kom, laß uns jejum ipricht: Du wirst, foruft er sterben feben Mein ihm entgegen: Roch beute berz, feb hin nad) golgatba, oeines glaubens wegen Mit auf dessen fürchterlichen ho mirim paradiefefepn Hen Einst gottes gröftes werk O berr! laß an des todel gefchab. Erwág an diesem pforte Einst diese troftel heutigen orte Der sterbenden volle worte Mich auch im erlosers voorte Und rufe gort legten fampf erfreun! im glauben an. Sie können 5. Wer kan die hohen leiden dir viet trost im leben Und einst noch iroft im tode ge ben, Wenn bier dich nichte mebetroffen fann. faffen, Als riftus an dem freuze rief: Mein gott wit bast du mich verlassen! wie beugt ihn die last so tief 2. Geduioig bei den gröften Die unire funden auf the schmerzen, Rimt er sich feiner brachten! Bor angst und pein feinde an: Er ruft mit sanft müßt er verichmachten; War muthsvollem berzen: Sie gott nicht eine zuversicht. wisien nicht was sie ge Herr, der für mich zum rod tban. Der göttliche, der grb gegangen, Für mich verlassen ste berer, Flebt liebreich noch da gebangen, Mein berr und für mrfelbáter, Werkzeuge gott, verlaß mich nicht feiner pein und schmacb. 6. Der fürst des himmels Menich! wenn dich rach und und der erde, Von allem lab zornverführen: Laß dichdurch fal ist entblöft, Wünscht, daß Dieses beyiptel rühren, Und fein durft gestiller werde, bete deinem beiland nach. mensch, der did so theu'r er 3. Belco beispiel findlich loft, Der heiland rufet dit frommer triebe, als un- noch heute, Im armen, den ter leiden, ohne zabl, Der an deiner feite, Auch hunger, berr dem jünger feine durft und mangel drüft. D liebe, Die mutter ster- felig, wer den ruf erfüllet! поф bend noch empfabt! Denn XIII. Von Christi Leiden, Tod und Begräbnis. 97 Denn wer des armen man land bis zum tod am freuz, gel stillet, Der bat den hei- Auch unter ich mach und pla land felbft erquift. gen Blieb er sich gleich; fein 7. Nun enden sich die schwe berz und sinn Blieb göttlic renleiden derheiland spricht: groß, so zeichnet ihn Sein es ist vollbracht! Dwort heiliges betragen. Des sieges! mort der freu 2. Erbarme, vater, ihrezDen! Du nimft dem tode dich, Vergib es; sie verkennen feine macht. Heil uns! wer mich! So bat der berr für darf es nun wohlwagen, Uns, feinde. Ach, wenn er so für Die erlöften, zu verflagen? fernde spricht: Wie liebevol Der friede ist mit gott ge wallt ibm denn nicht Sein macht! Gib, daß am ende mei- ber; für feine freunde! ner tage Auch ich, o berr, mit 3. Dem schäder schenkt er freuden fage: Es ist voll feelenrub, Spricht: Warlich bracht, es ist vollbracht! heute noch bist du mit mir im beffern leben! Du wirst auch mich, wenn du dereinst Als richter aller welt erscheinst, 3ur feligkeit erbeben! 8. Das leite wort aus dei nemmunde, Herrieju, sollaud meines fepu. Laß es in meiner todesstunde mir mutb und zu versicht verleibn! Du rufeft: 4. Er fab die mutter; fab vater, ich befeble In dei den freund. Liebt, sprach der ne bande meine feele treue menfcbenfreund: Liebt Die allen menschen beil er euch, wir sehn uns wieder: warb. Nun war das grofe So sag ich einft den meinen werk vollendet, Wozu der va- auch, Liebt euch, dann liebet ter ihn gesendet! Da neigt er gott euch auch! Liebt euch; fanft fein baupt und starb wir fehn uns wieder. 9. Herz! kannst du obne 5. Da flebte er: mein gott, fromme åren Den beiland mein gott! Verläsfest du mich goites sterben fehn? Mußt du in der notb? Mein beiland, ihn nicht mit freuden ehren mich verlaffen Wird gott um Und willig seinen ruhm er deinetwillen nicht; Und weit böhn? O weine from bep fei mir noch so viel gebricht, nen plagen, Und frölich sieb Wird gott mich nie verlassen. ibu nach drey tagen, Aus seis 6. Mich dürftet! rief er nem grabe auferstehn! Und matt von schmerz. So lernt wenn ibn spotter hier entebr- in jeder notb fein berz Mitten, Dort wirst du ibn, als leid mit uns zu haben. Wenn Den verklärten, 3ur rechten feinen troft mein berz mehr seines Vaters sehn! fühlt; Wenn nun fein labKomt ber zu mir spricht. fal mehr mich fühlt; Wird 161, Erniedrigt hatte sicher, wird er mich laben. bereits Mein bei 7. Es ist vollbracht! in ewigfeit 98 Erfte Abtheilung. feit hat er gefiegt und uns be-/ seguendes gebet Auch uns ein freyt. Hilf, bert, auch mir ewig beit erflebt. Er sagt auch vollbringen! Zu dir um bey uns, ju unsrer Rub, Erbarmen stand flebe ich: Du siebst mich und vergebung zu. Herr jelu fampfen, ftatke mich, Das drift, Gelobt feyst du Für fleinod ju erringen. deinen tod, Gott ist durch 8. Dir, bater, geb ich meis dich noch unser gott!!! nen geift In deine Band! o fep 3. Daß gott mit langmut gepreist, Die boffnung jenegund geduld, Auch felbft bey lebens Bewabres du noch sehr gebäufter schuld, Derfün sterbend mir: Erfüllt, wird der dennoch schonet; Daß er fie gewiß von dir, Ich hoffe so liebreich ihrer denkt, Und nicht vergebens! ihnen frift zur buffe fchenkt, Eb 9. Wierührt dein hohes bey nach verdienst er lohnet; Daß fpiel mich! Bergeben will ich ich noch fröhlich sagen Fan: fehn auf dich; Nach dir gen auch mich, mich funder, nimt himmelfbauen, Die meinen gort an! haft bu durch deiner lieben, und in noth, und noch füriprach kraft, Mein trener Dereinst in meinem tod, Wie beiland, mir verschafft: Dje Du, bem bater trauen! iu christ, Mein herr und gott! Bater vergib ihnen. Mein berr und gott! Vers M. Herzlich liebhab ich dich o herr tritt du mich bis in den tod! 162. Um gnade für die 4. Wird je mein herz bon fünderwel Ruffirofte leer, Weil meiner fün du, oberr, am freuz gequält den furchtbar heer Aufs neye Von frecher fünder rotten mich erschredet: dann ver Dir blutet das bedrängte her fibre mich aufs neu: Duste Wenn dich, bep deinem ber best mir als mittler bey, Der ben schmerz, Diefeinde ruch meine fchuld bedecket. Mein 10s spotten. Doch siehst du mit geift blift glaubensvoll auf erhabnemblikVonibnen weg, dich, und freuer deiner hülfe auf den uruf, Den diefelich. Beschließ ich meine pil schaar in dir entehrt; Rufft, arimichaft: So frérke mid Daß es erd und bimmel hört mit neuer fraft, Herr jefu Vergib, o gott, und führe chrift, Der lezte kampf Wird nicht Sie ins gericht: Das, mir verfüst, Wenn du mein was sie thun, verstebn sie nicht! troft im tode bist! 2. Erstaunend leb ich dicfe 5. Wohlmir! wenn ich dit buld. Wie mitleidsvoll ist die ähnlich bin; Drum flóffe dei geduld, Die môrber io ertránen fanften finn Doch auch in get! 3br, die ihr euren bei meine feefe: Gib, daß bey un land chrt, Fübtt feiner liebe verdientem fchmerz Jd dir grofen werth, Die felbst die des feindes heil und herz Und feinde fegnet. Er hat durch meine fac empfehle. Be fanftige XIII. Von Christi Leiden, Tod und Begräbnis. 99 änftige mein reges blut; Und] 3. Ohne zagen fan er sterflamt des zornes wilde glut ben; Seine feele stirbt ja nie. Mein herz zur racbegierde Ihr droht nicht nur fein peran: so erinnre mich daran, derben; Aud fein schlaf bes Herr jesu drift: Wie du am tâubet sie. Wo sie erst aus Freuz durch dein gebet, Selbst langer nacht, Nach jahrbnndeinen mördern gnad erflebt! derten erwacht: Nein, fie 6. Mich trófte dein veridh- soul zu neuem leben, Scheib nungstod, Es bilde mich dein dend noch empor sich beben. geist, o gott, Daß ich dir ähn- 4. Ebeures wort des ewgen lich werde. Deuch mich, dullebens, Tröste du mein bres erbobter beld, B3u dir binaut chend berz; Und dann ångs vom dienst der weit, 3um bim stet nur vergebens Meinen mel von der erde! Du bist das geift der trennung schmerz. Er baupt, wir folgen dir, Beuch finkt nicht in finsternis, Dir uns nach: so taufen wir: Denn wahrhaftig und gewiß So wollen wir uns deiner Jft das wort des treuen pern, Und deiner fürsprach e eugen. Hier muß jeder zweimig freun. Herr jesu chrift, fel schweigen. Wie felig ist, wie felig ist Der mensch, dem du ein heiland bift! Heute wirst du mit mir im Paradiese feyn. Mel. Freu tich sehr o meine feele. 5. Herr nun fühl ich abzus scheiden Eine beilge luft in mir: Dort find unbefleckte treuden; Aber müb und elend hier. Kein auch noch so frus bes grab Kürzet je mein le mein ben ab. Es nur los von beiland, heute, beschwerden, Zeitiger vereAn fein blutig freuz erhöht, delt werden. 218 ein fünder ihm zur feite, 6. Selig, furchtlos, rein von Sterbend noch um gnade mångeln, Ja von nun an sefleht; Heute; so betheur' ich lig ist, Brüderlich begrüst. dir, heute noch sollst du mit von engeln, Der im berrn mir, In mein Paradies er entschlaine drift. Was sein baben, Eheit am meinem glaube je gethan, Jedes gute reiche baben! wert folgt dann Seiner fees 2. Theures wort aus jefujte von der erden hin vor gott, munde, Feft versiegelt durch fein lohn zu werden! fein blut, In der finstern to 7. Run auch ich o herr, bedesstunde Gibst du freudigkeitsfehle, Benn ich kaum noch und muth! Wenn der christ tallen kan, Die durch dich ers . nun scheiden foll: Bleibt erstbste seele Deinen treuen hånvester hoffnung voll; Siebt die den an. Und du beiland stärnacht in licht verwandelt, fest mich, Rufest mir auch Weiß gewiß wobin erwandelt zu, daß ich, Noch am rage Du 2 100 THAY& Erste Abtheilung. Ad 45 sd 3 Da ich sterbe, Deine berrlich-[ nen, Beschämst du feinen Feit ererbe. 6. Ihm balfft du nicht, und 8. Ja noch an demselben taler rief dir so febnlich! Er war ge Geb ich in den himmel ein, ein wurm und menfchen faum Los von aller furcht und pla- noch ähnlich, So tief vers ge, Herr, bep dir dabeim zu fenkt in pein, des grimmet feyn. Hier genieß ich deines beute Ein fpott der leute! lichts, Bis der tag des weltgerichts Auch die nacht des ten ihn die feinde, feiner, grabes endet, Und die felig- Von allen, die ihn saben, Feit vollendet.id Mein Gott, mein Gott wa um haft du mich verlaffen? 7. Kopfschulteind schmäh fchonte feiner. Er flag es, schrien sie, gott; der laß ihn retten, Will er ihn retten! 8. Er, vor der welt zum Herzliebster Jefu was. 164.2m m freuze rief der sohne dir erforen, Ward fobn, versenkt in durch ein wunder deiner leiden, Entkräftet und be macht geboren, Unschuldiger, rauber aller freuden: Mein als die verklärten frommen. gott, mein gott! wie? baft Gerecht, vollkommen. du mich verlaffen? Kanst 9.3abllofe martern littes du mich haffen. dein gerechter, Wie feinerwar der fünder hohngelácter Und du entsogst, bey ihrem grim und bobne, dich deinem sobne 2. Ach welche bittre schau Dervolle flagen Des fobnes gottes! unter welchen pla gen! Ach warum fonnt ihn 10. Wie war fein heiliges gott, fein gott verlaffen? gebein zerrüttet! Wie hieng Kont er ihn baffen? er da, Wie wasser ausge 3. Herr du bist beilig, zürnst schüttet! Bis auf den tod nur mit den fündern, Under, verwundet, und entkräftet Dein sobn, dem unter deinen Ans Freu; geheftet. Findern, Rein engel gleicht, 11. Und hand und füffe wur dein sohn, von dir geschlagen, den ihm durchgraben, Und Muß fast verzagen. wermut, wermut mars, wai 4. Die je bekümmert, hulf fie ihm gaben! So labte fei Ios in gefahren, Verlassen nes.dursts, mit bittrem spot noch am untergange warente, Der mörder rotte! Die hast du, wen sie sich auf 12. Dis litt dein fohn, und Dich verlieffen, Herausgeriffolche grauei übten die fünder fen. wider ihn, den hochgeliebten! 5. Sie riefen, der du gern Er litt, mit wunden uns. bedrängte trösteft, 3u dir um mit seinen thránen Dir zu sobuz und rettung, du er versöhnen! outo! 1oßteft. Und noch, wenn 13. O du, des eingebornen wir zu dir um hülfe wei- gott, der armen Elenden fün der XIII. Non Chrifti Leiden, Tod und Begräbnis. 101 der gott, uns im erbarmenshandschrift an dem freuze Auch furchtbar! beiliger, hangen, Die wider uns vererbarm dich unser! Erbarm lorne war. Er, den mir gott Dich unser! um beiland macht! Rief auch 14. Herr, er bezalte dir, was für mich: es ist volbracht! wir bejalen, Wir dulden soll- 5. O herr laß mich nun auch ten, namenlose qualen; Er vollbringen, Was wahre ward gegeiffelt! gott erbarm dankbarkeit begehrt; Laß nac dich unfer! Erbarm dich unser! der beiligung mich ringen; 15. Erward, ac vater, fön- Wozu dein tod mir kraft getest du uns bassen? Er ward máhrt, O stärke mich dazu von dir, für uns von dir mit wacht, Bis meine beßverlaffen! Er starb den tod rung ganz vollbracht. Des fluchs; erbarm dich unfer! Erbarm dich unser! Es ist vollbracht. er nur den lieben gott läßt 165.8 8 ist vollbracht, so 6. Du littft so viel zu meinem leben; Drum laß mich ftets voll eifer seyn, Mich Deinem dienste zuergeben, Und keine schmad dabeizuscheun. ruft am freuze Des Dein dienst, o jesu, sey mein sterbenden erlojers mund! Olrum, Dein bin ich ganz dein wort voll troft und leben rei- eigenthum. je 3ur freude meines herzens 7. Soll ich, bep dir ergebgrund! Das große opfer ist nem herzen, Auch hier durch geschehn, Das gott auch mir manche trubial gebn; Und zum beil criehn. bat mein gott auch für mich 2. Mein jesus stirbt: Die schmerzen 3u meiner prüfung felfen beben, Der tonne schein ausersebn; So laß auch mich verlieret sich. In todte dringt den troft erfreun: Es komt ein neues leben. Der beitgen das ende meiner pein! gråber öffnen sich. Der vor. 8. Erschüttern mich des to bang reißt, Die erde fract, des schrecken: So stärke mich Und die versöhnung ist voll- in solcher noth. Laß mich den bracht! troft noch sterbend schmecken: 3. Wie viel, o berr, bast du Daß du besieget haft den vollendet, als dir das berz tod: So sterbe ich durch deiim tobe brach! Du bast das ne macht mit dem triumph: urtheil abgewendet, Das auf es ist vollbracht! 8 Der welt voll under lag, Fürs Der Tod Jesu und die das uns hast du genug getban; bey erfolgte Wunder. Gott nimt uns nun noch m. Jo hab mein fach gott heim. gnädig an! 4. Sließt, freudenthränen, 166 Nun ist es alles wohl gemacht, Mein von den wangen! Mein glau iefus ruft: es ist vollbracht! be hebt nun offenbar Die Der neigt fein haupt, o 3 mensch Erfte Abtheilung. Der dirjoich bestrebft! welches, 9. Ertbdte felbst in meiner brust, Mein beiland, jede bole 2. Der, dem an hobeit kei- luft Dein tod, der mir das le ner gleicht, Der herr der berr- ben schaft, Verleib mir fraft lichkeit erbleicht. Was wuns Im fampf mit meiner lei der, daß die erde kracht, und denschaft. dicke nacht Verhüllt der sonnen glan; und pracht! 1d. Gestärkt von dir, besieg lidt fie, und scheue dabei keine 3. Das beiligtbum fteht müh. Jo feze freudig auf dein aufgedekt; Diefelfen bersten; wort Den fampf bier fort alles schreft; Der toden grå- Und volle ruh erwart ich dort. ber öfnen sich; Wie sichtbar 11. Wie dank ich dir, hert lich Zeigt hier der gottheit ieju chrift, Daß du für mid finger fich! gestorben bist! Dich preiß ic 4. Weil denn die freatur hier schon bocherfreut Dod sich regt: So werd auch du, nach der zeit Noch frober in mein herz, bewegt! Empfinde der ewigkeit! reuvoll deine schuld. Aug O traurigkeit o herzeleid. gottes buld Starb jefus aud 167.2m Freus erblast für deine schuld. Der marter last 15. Sein fod( o nim es wohl Der todesqualen müde, Fin in acht!) hat troft und beil det mein erlöser erst In dem auch dir gebracht. Verehre grabe friede. den, der bis zum grab Sich für dich gab, Und stirbt dem fündenteben ab. 2. Ein beilgér schmerz Durd dringt mein berz. Und, hert. was fan ich sagen? Nut 6. Ja vater, unter pein an meine brust fan i und hohn Erbleicht am freu Tiefgerübret fchlagen. Dein eigner fohn; Nun ist kein 3.Du schuzest mich; Und d aweifel, deine buld Tilgt mei- ber dich Gebn aller trabfal ne schuld, Une trågt forthin wetter. Sterben wolltest du mit mir geduld! für mich, Einziger erretter! 102 mensch, und stirbt. erwirbt Das erbe, nie verdirbt. 7. hin auf fein freuz wil 4. Du hafts gethan, Did ich stets febn, Und dankvoll bet ich an, Du konig ber erlo teine treu erhöhn. Trost sousten, Dein will ich im tobe er mir im sterben seyn, Mich mich Glaubensvoll getrösten! dann erfreun: So schlaf ich 5. Es ist vollbracht! Riefft fanft und felig ein. du mit macht, Du zeigt, 8. Und dient ich nun der daß du dein leben, Mein fünde noch? Fern sey von mir veriöhner, göttlich frey Ha ihr schnodes joech! Auf, feele daß du dich erhebst, Nur je fu lebst, Ihm zu gefallen best hingegeben. 6. Hochheil'ge that! Des höchsten rath Will ich in de mut XIII. Von Christi, Leiden, Tod und Begravure. mut ehren. Der erwerber/ willst du dich, Herr, izt meines heils Wird mirs opfern, berr für mich! einst erklären. 4. Solche liebe kann ich dir 7. Almachtig rief, er, der nimmer, o mein beil, vergelentschlief, Den todten; sie ten; Viel zu wenig ist dafür erstanden! Licht entschwingt aller reichtbum aller welten. Der lebensfürst Sich des Was ich habe, hert, ist dein! todes banden! Ach wie sollich dankbar sein? 8. Das finstre that Will 5. Nun ich weiß, was du ich einmal Durchwandeln oh begehrst: Diß mein herz foll ne grauen: Denn durch dich, ich dir geben. Dir gehört es, erlöfer, ifts Mir der pfad du gewährst Ihm auch unsum schauen! fchuld, heil und leben. Dein, o jefu, fepft in noth, Dein im leben, Dein im tod. 9.Jcb preise dich. Erforsche mich, Und siebe, wie ichs mei ne. Ja du siebst es, wenn ich 6. Laß mich nur vor dir bestill Meinen dank dit weine. ftehn; Laß mich in der trüb10. Vergeß ich dein: So fal ftunden Deiner liebe grös werde mein In ewigkeit verlie sehn, Deine buld in deigeffen! Herr, ich will, fo lang nen wunden; Und wenn ich ich bin, Deine lieb ermeffen! zu ibnen flieb, Ach so tro9. Anwendung der Leidenste mich burch fie! und des Todes Jesu. 7 Was du hasfest, laß mich, 1.3u Bußgefinnung. bert, Stets verabscheun und Jesus meine zuversicht. verachten; Laß mich immer eele, denk gn gol- eifriger Nur nach deinem gatha, Denk an reiche trachten; Führe mic chrifti tod am freuze, Und er durch alúk und leid, Wie wage, Was dich da Wohl zur du willst, zur feligkeit. 168.See buß und begrung reize. Ranft 8. Laß mich auch die lette du hier noch füblos feyn? noth, Froh und standhaft Lerne bier die fünde scheun! überwinden. Nirgends muffe 2. Schaue jefum, Dir zu mich der tod, Als im glauben gut, hier am Freuze bülflos andic, finden. Wer zur zubangen. O wie stromet hier flucht dich sich macht Spricht fein blut! Alle fraft ift ihm getroft: es ist vollbracht. entgangen. Gott, was dul. Wenn meine fünd mich fränken. det er für noth! Jefus dul: 169 Hin an dein Freuz Alt Det meinen treten, In dei3.Olamgottes, ohne schuld, nem leiden dich, Vollglauben, Alle ftrafen meiner schulden anzubeten, Berföhner, stärke Willst die willig, blos aus mich! Laß mich mit zittern buld, um mich zu befreyn, und vertraun, Wie du dich erdulden; Selbst am Freuzel 64 für 104 Erste Abtheilung. HOR JIK für die fünder Hin in den Bergebt und fegnet fie! tod gabft, schaun! 8. Noch währen seine qua2. Wie ist des besten feelelen; Noch trinkt er obne raft Bis an den tod betrübt! So Des zornes velle sbalen, brunstig, meine feele, Hat je Trågt unfrer fünden last, Und fus dich geliebt. In heiffen fübit für uns des todes noth! angsten schwebt er da, Mit Und nun ergreift den muden unfrer schuld beladen, Dem Der fürchterlichte tod! opfertode nah! 6.Vor seines todes schreken 3. Fallt nieder! bebt ihrfün Verlischt der fonne lidt! Die der! Berbüllt das angesicht, engel gottes decken Jbr be Jest ist für adams finder bend angeficht! Nun finkt er ber mittler im gericht! Erin des rodes nacht! Erbarm, leidet unfre todespein, Fübit o gott, die unier! Er stirbt! mnennbare qualen, Unses ist vollbrachr! menschen zu befreyn! Ein lämmlein gebt und 4. So liebt er uns verbre 170.as ist der mensch, des du cher! So groß ist unire fchuld! Gott ist der fünden råcher: Was bin ich? gott erbarmer! Und gott ist gnad und buld! Du, der du taufend welten Ber nun der fünden grául lenfft, Was bin ich, herr, id nicht hast, Häuft auf den armer? Jd lag im blut und tag des jornes Sich selbst meine noth War fluch und det des jornes last! gedrohte tod, Wo soll ich ret. 5. Horts, die ihr eure ber- tung finden? Der herr er jen Noch ibrem dienft ergebt! barmte meiner fich, Jeboval Der preiß so vieler schmerzen fprach ganz väterlich: Ich til Ift, daß ihr ewig lebt. Dge deine fünden. nehmt an feiner gnade theil, 2. D göttliche barmherzig Erkennetfeine liebe, Berwerft feit! Der fobn soll für uns nicht euer heil! sterben, Der mittler woblju. 6. Vernehmts auch ibr, oihun bereit, Entzieht uns dem spotter, Die ihr den mittler verderben. Er fleidet sich in schmåbt! Er ist auch euer ret fleisch und blut, Und was kein ter; hört für euch fein gebet: freund, fein bruder thut, Wer Sie wissens nicht, was sie be- fan was grofers denken? Er gebn; Vergib, o pater, ihnen, Wenn einst sie zu dir flehn! stellt sich aller marter bloß, Er Leidet, er stirbt göttlich groß, und läßt ins arab sich senken! 7.3br, eurer brüder feinde, Dichlagt an eure brust! Seyd 3: Ganzfaff't dich selbst kein aller menfchen freunde! Ver engel nicht, G: danke zum er Damt der rache luft! Ver- schüttern! 3war bist du meine geltet euren baffern nie! Den zuversicht, Doch denk ich dich feinden, die euch fluchen, mitzittern. Wenn ich im geift geht. XIII. Von Cbrifti Leiden, Tod und Begräbnis. 105 gethsemane, Wenn gotgatha allen schmerz, für alle angst, im geist ich seb, Was ists, das Darinn du für mich fünder ich empfinde? Jd weine, herr, rangst, Sep ehre deinem nadoch nicht um dich, Ich wein men! Gedenk, berr, meiner und flage über mich, und in der noth, Gedenk auch über meine fünde. meiner einst im tod, Und im gerichte! amen. d 4. Was du bezahlt, ist mei ne fchuld; Der herr stirbt für Die fnecte; Es büßt mit gott licher geduld Für fünder der gerechte! Mein ist die laft, die jefus trágt, Dertorn des bo sten, der ihn schlägt, Der foll für mich litteft, Und auch auf Te mich verderben! Es war der himmel thron Jezt noch nur meinemifferbat, Die, bei für mich bittest: Welche woble land, did gemartert bat; Des that ist für mich Dein verföbtodes sollt ich sterben! nend leiden! O mie preiß ich 5. O fünde, fünde, gute würdig dich, Ursprung meis nact! 3u lang, ad viel zu ner freuden! Can lange, Hast du das Herz um 2. Unermeßne herrlichkeit troft gebracht; Nun will ich, War dir, herr, gegeben; Und falsch schlange! Dich hassen, Deine lockung fliehn Und mit der liebsten luft entziehn. Bey christi tod am freuze Entfag ich, was dem fleisch gefällt, du fonnteft jederzeit Voller freuden leben. Aber, oder gros ßen buld! Daß ich felig wurde, Uebernabmst du mit geduld Schwerer leiden burde. 6.Herr, laß mich aus barm herzigkeit Wie freundlich du 2.3ur Stärfung im Glauben Chriftu* der uns felig macht. 171.Mein erlöfer, gots du Der bösen lust der argen welt, 3. Nun kan meine miſſethat Und ihrem falschen reize.. für mich dich ftrafen, Metner feele troft und rub Gná, dig zu verschaffen! Noch vergebung finden. Den du starbst, nach gottes rath, Auch für meine fünden! Meibift, schmecken: Wenn fünden ne schulden trugest du, ließt Der vergangnen zeit Mit ewgen strafen schrecken. Es står fe mich in feelennoth, Herrje fu, dein versöhnungstod, Die 4. Was mir luft zur beßfraft von deinen wunden. Es rung schafft, Was zur tugend tröste mich dein banges flebn, leitet, Dazu haft du neue kraft Da du nach rettung ausge. Durch dein freuz bereitet. febn In deinen marter Nicht vergebens darf ich nun - stunden! Mich um kraft bewerben, Gottes willen treu zu thun, Sünden abzusterben. 7.Danf, mein erlöser, dank sey dirFür jede deiner plagen, Für alle leiden, die du hier An 5. Nun fan ich dem todesfeel und leib getragen; Für'thal Froh entgegen seben; 35 und 106 in Erste Abtheilung. noteix Und jujener welt einmal Ob- jin gnaden an, Den ich dir jest neforefen gehen. Du, herr, finge; Des, was du an mir ges haft aus aller noth, Rettune than, Bin ich zu geringe. mirerrungen, Und durch dei 2. Ich erwag es hin und nen Freuzestod Meinen tot ber, Was dich angetrieben, beiwungen. manipFine fünderwelt so sehr, Wie 6. Herr, was bin ich, daß du du thatst, zu lieben; Uns ver mein So dich angenommen? lorne zu betrepn, haft du Daß diefrucht von deinerpein angst und banden, Geiffeln, Auch auf mich soll kommen! ichmach und todespein Wil Gib mir weisbeit, gib mir lig ausgeftanden. Fraft( Du bast sie in handen) Was du mir zum heil ver schaft, Treulich anzuwenden 3. War es unsre würdig. feit? Nein, des vaters gute, Deines berzens freundlich 7. Laß das wort von dei feit, Und dein treu gemüte: nem Freuz Mich mit muth be- Dis bat dich ans freuz ges leben, Ernstlich jedem fün- bract, Daß fein mensch Denreiz Hierzu widerstreben. verzagte, Wenn der fünden Treib mich machtig dadurch meng und macht Das ge an, Gottes zorn zu scheuen; wiffen nagte! Was ich unrecht je gethan, 4. O du wunderbarer Innig zu bereuen. rath, Den man nie ergrün 8. Drüft mich meine sün- det! O du wunderbare that, dennoth, Straft mich mein Die man nirgend finder Sün gewissen: dann laß aus dei den, deren gott zum bobny, nem tod Mich den troft genie Menschen sich erfrechen, Die Ben, Daß du auch für meineltáßt gottes eigner sohn An fchuld Büffend bist gestorben, sich strenge rächen. Und mir alle gnad und huld 5. Meine große fünden Haft bei gott erworben. ícould Traf den treuen bur 9. Stárke mich durch deigen; Er ließ sich aus großer nen tod Auf die lezten stun huld Mir zu gut erwürgen. den. Wie du deine todes noth So bater uns beil gebracht: Siegreich überwunden; O to Sollt uns nicht geziemen, bilf dazu auch mir. Laß mich Seiner liebe starke macht frohlich scheiden: Herr, so Ewiglich zu rühmen? dank ich ewig dir Jür dein 6. Herr, dein friede fen mit bittres leiden.mir, und auf mein geriffen, ga voriger Melodie. 172 eu, meiner feelen Wenn es zaget, laß von die Trost und freude fließen Trost lidt, Ursprung ergießt in jedes berz Sic aus meiner freuden, Wie vieltroft deinem herzen. Auch den und zuversicht Fließt aus dei- bångsten, herbsten schmeri nem leiden! Nimm den dankheilen deine somerzen. 7. Laß, XIII. Von Chriffi Leiden, Tod und Begräbnis. 107 7. Laß fo bald mein herz er- den, jefu, fagen Deine theur fcbrift, Ueber feine sünden, erlößten dir Billig neuen Wenn auch dich mein glaube bank dafür. blift, Mich, herr, gnade fin den! Sieh, ich fallzerfairfcbt von reu mit wahrhafter bu Be Und dem voríaß beßrer treu, Jesu dir zu fuße. 3. Du betratft für uns zu sterben, Willig deineleidensbabn; Stiegst, und leben zu erwerben, Gern den todese berg binan; Trugst, verges8. Nun ich weiß, worauf fend eigner schmerzen, Deine ich bau, Und bei wem ich blei- menfchen nur im herzen. Dies be, Wesfen fürsprach ich verse liebe preifen wir. Unvertrau Und an wen ich glaube. geßlich sey sie mir! Jesu, du, du bists allein Wel: 4. Meinetnegen truqft du der mich beschirmet, Wenn bande, Littest du der låstrer gleich des gewissens pein Auflipott; Achtetest auch nicht der die seele stürmet. icbande, Mein verföhner und mern gott. Mich hast du der schmach entriffen, Die mich hátte treffen müssen. Wie verpflichtet bin ich dir nicht auf ewig, berr, dafür! 9. Hier bin ich dein eigen thum, Soll dort mit dir er ben. Drum willich zu deinem rubm Leben und auch sterben; Daß auch ich einst rühmen mag: Aus dem grab erstan Den Meines jefu großer tag, Heil mir! ist vorhanden. 5. Frevler fronten dich zum bohne, Deine stirne blutete UntereinerDornenfrone, RDnig aller fonige! Mirzu gut haft dus erlitten; Mir die ehrenfron erstritten. Preis, an betung, dank sei dir, liebenswürdigster, dafür! heit und leben, 6. Du, der tausendfache Des fich meine feele freut, schmerzen Mir zu liebe gern Derfür mich sich bingegeben, ertrug, Deinem großmuthsStifter meiner feligkeit; Du, vollen bersen ar mein heil 3. 3ur Gegenliebe und Dankbarkeit. Jefu meines Lebens feben. 173. Der menschen u, der lieber molttesterden, 21s belohnung gnug. Trost in mich laffen im verderben: meinen lezten stunden Floß Ach, wie dank, wie danf ich für mich aus deinen wunden.. dir, Mein erlöser, gnug Herr, ich dank, ich danke dir Dafür! Einst im tobe noch dafür! 2. Menschenfreund, von 7. Rub im leben, troft am gott gesendet, 3u erfüllen fei grabe; unaussprechlicher ge Hen rath, Longst bast du dein winn, Den ich dir zu danken werk vollendet, Weg zu thun babe! Dir, des ich nun ewig Die misfethat! Doch in den bin, Jefu, Dir mein bers zu ge gedächtnistagen Deiner lei- ben, Deiner tugend, nachzu streben, 108 Erste Abtheilung. streben, Dirzu trauen, zu fter-/ geduld. Herben tod hast du ben dir, Dis, dis fep mein gefchmefet. Um zu büffen meis Dank dafür! ne schuld. Daß ich würde losgezählet: Wardst du bis zum 174.3efu meines Lebens rod gequäler: Taufend 20 mel 7. Deine tiefe demuth büßte nes todes tod! Jefu für mich meines sinns vermessenbeit; bingegeben In die treffte fee und dein herber tod versuste lennorb! Ach du scheutest kein Mir des todes bitterfeit. verderben, nur, daß ich nicht was dich quàlte, wird mir Durfte sterben: Tausend, tau- armen Heil und troft, durch fendmal fey bir, Liebster jesu, dein erbarmen Tausend 2c. dank dafür! 8. Nun ich danke dir von 2. Du, ac, du haft ausge- herzen, Jesu, für gesammte standenkästerreden, spott unt noth, Für die marter, für die bohn, Speichel, schläge, strifichmerzen, Für den herben birs und banden, Du gerechter tern tod Für dein zittern, für gottessobn, Nur mich von dein sagen, Für die tausends den fündenketten Und vom to fache plagen, Ja für alle deiDezu erretten: Taufend, tau ne pein Will ich ewig danksendmal sey dir, Liebster 2c. bar fein! 3. Ach, u heilen meine pla. O haupt voll blut und gen, und für meine feetenrub 175. danke dir von wunden gen; Wer war so geplagt, als liebster freund, Für deine todu? Ja, du liesfest, mir zum desschmerzen, Wie gut bast fegen, Dich mit fluch und tod dus gemeint! A gib, daß belegen: Tausend 2c. ich mich halte 3u dir mit 4. Ach wie bart wardst du wahrer treu, Daß, wenn verböhnet, Und sogar zur bitsich nun erfatte, In dir tern fomach mit der dornen- mein ende fep. fron gekrönet! Was littst du 2. Wenn ich denn einst foll für ungeniach? Mir einst fro- fcheiden, So scheide nicht von nen aufzufezen, Mußten dormir; Wenn ich den Tod soll nen dich verlezen Taufend 2cletden, So tritt du denn her. 5. Gern lieffest du dich für; Wenn mir am allerbangfchlagen abzuwenden meine sten Wird um das berze seyn, pein; Lieffest fälschlich did So reiß mich aus den ängsten verklagen Daß ich konte sicher Kraft deiner angst und pein. feyn; Daß ich möchte troft. reich prangen hast du ohne troft gehangen Tausend 2c. 3. Erichbeine mirzum scil de In meiner todesnorb, Und laß mich sehn im bilde, Wie 6. Du warst ganz vom flucb du besiegt den tod. Da will bedeker, Und littkt alles mitlich nach dir blicken, Da will ich XIII. Von Christi Leiden, Tod und Begräbnis. 109 ich glaubensvoll Das beri febque, berr, auf meiner bahn an dir erquicken. Wer so Stets glaubensvoll dein mus ftirbt, der stirbt wohl. ffer an, um mich darnach zu richten. Rungsey der pfad Zulein gott in der höb sey. 176.3 ch danke dir für auch noch so steil; Ich geh ihn deinen tod, Und froh mit dit, mein beil. die gebäuften plagen, Diedu, 3. Nichts ist, was mich ge mein beiland, mich aus norb feffelt bätt. Du hast den bimZu retten, haft ertragen. Laß met, herr der welt, Für mich das verdienst von deiner pein bintan gefezet. Was mein Eintroft für meine feele seyn, herz liebt, das opferts doc Ben mich die fünden frånken Dir gern auf, weil es nichts 2. Jch danfe dir für deine so hoch, Als deine liebe, huld, Die du auch mir erzet scházet. O wie so viel hab get, Dadu zurtilgung meiner ich in ihr! Du danist mir fchuld, Dein haupt am freu nichts, ich alles bird geneiget Owende dich zu 4. Dem nächsten dürft ich mir, mein gott, Mit trost in mich entziebn? Gemächlich meiner lezten noth, Daß jede burde fliehn? Und du mich der tod nicht schrecke. rugst, was für bürden? Ach 3. Erhalt in deinem dienfi burden! die trugft du sie nicht, mich treu, bis leib und feel uns einst von gottes anges scheiden; Daß nicht an mir ficbt 3ur bölle stürzen wur bergeblich fen Dein theuer den! In schweiß und müb, von werthes feiden. Und wenn trágbeit fern Dien ich nun mein lauf vollendet ist: Se auch dem nächsten gerne nim mich dahin, wo du bist, 5. Ich scheute jede bangigAuf daß ich bey dir lebe! feit, Da dod, du herr der 4. 3ur Selbstverläugung. berrlichkeit, Selbft blut ges Dewigkeit du donnerwort. icbwist im garten: Hier in 177.0 er du der strafen der welt bab ich oft angst; ichwere last An Allein da du selbst zitternd meiner statt getragen hast, rangit; Bas darf ich sonst Für mich den tod gelitten; erwarten? Herr, laß auf deia Wie soll ich dir qnug dankbar nen kampf mich sebn; So feyn, Daß du durch leiden, tot werd ich nie in notb vergehn. und pein Das leben mir er 6. Du könig trugst die dor stritten? Herr, deffen eigen- nenfron; Und mich erschreft tum ich bin, Nim ganz zu ein eitler bohn, Wenn rohe Deinem dienst mich hin! ipotter spotten? Nein, sollt 2. Troft hab ich ja allein auch alle welt zugleich Sich durch dich; So stårket auch wider dich, berr, und dein dein leiden mich 3u meinen retch Boll stolz zusammen rotschwersten pflichten. Ichten! Der feige flieb des frev lers 110 tad Erste Abtheilung. 12 lers spott; Mich ehrt er, er Billig alle laft zu tragen. Ac ist rubm bep gott.p mein fleisch entfeßet sich Vor 7. Nach ehre dürft ich lubes Freuzes fchweren plagen. stern fepn? Und du, du lås Und doch soll ich bey der pein fest dich verspeyn, Da ich nach Deinem fürbild ähnlich feyn. ruhme geize? Nach hobeit 2 Wer dir nachzufolgen strebt strebt ich obne rub; Und, gott- Muß sich deiner schmach nicht mensch, dich erniedrigst du schámen; Und wenn sich das Gar bis zum tod am freu- fleisch erhebt, Sich zum steten Je! Wo du, der du den tod fampf bequemen: Wer sein bezwingft, Verachtet wi freuz nicht auf sich nimt, Ist fchen mördern hiengst! um himmel nicht bestimt. 83 In Frankheit fühlich lin- 3. O wie fanft wird mit derung, So bald die pein der die last, Wenn ichs zuversicht. Freuzigung Mein banger geistlich wage; Und, wie du gelits betrachtet. Und troftlos maten haft, Rubig alle noth erchet mich fein schmerz, Wenntrage; Dann wird, was mir auch schon mein zerschmolz icbreklich deucht, mir noch nes herz Umsonst nach labung angenehm und leicht! schmachtet Denn dir, deß ber; 4.2, weit mehr, unendlich veridmattet war, Reicbi mebr, Als ich je von freuz man jurtabung effig bar! enempfinde, Littst du, allerbeis 9. Wer hier die weltlust nurligster, Für die welt, für begehrt, Der ist, o jesu, dein meine fünde: Unzálbar war nicht werth; Noch fleischlich, deine noth, Unaussprechlich noch verblendet 3u leiden schwer dein tod! mache mich bereit, Du ur 5. Durch dein Freuz erwarbst sprung meiner feligkeit Bist du mir Kraft und muth in auch durch sie vollendet. meinen leiden. Nun fan, Dir, der mir diese bahn erfthefu, mich von dir keine pein, brach, Trag ich mein freufein tod nicht scheiden. Werd nun willig nac.dnich mutblos, dann stärkt sic 10. Djefu, gib mir deinen mein erschroknes berz durch sinn! Daß nun, wie du, auch dich.tapch ich forthin, Das, was die welt 6. Endlich nimst du alle noth liebt, meide. Herr, bilbe mich Gnadenvoll von meinem ru nach dir, daß ich Dir áhnlich den: Endlich wird ein fanftet werd, und williglich Mit dir tod Denzerschlagnen geift er hienieden leide! So berrich quicken; Und in der verwe ich dort dereinst mit dir; hierfung haus Rub ich von der aber lebest du in mir! busarbeit aus. 5. Zur Geduld im Leiden 7. Dort, wohin du nach dem Jefu meine zuverf.ftreit Triumphirend dich ge 178.Seju, jefu starte mich schwungen, Gibst du mir die berr XIII. Von Christi Leiden, Tod u. Begräbnis. III herrlichkeit, Die du durdjchet, Der fünde fluchet. Dein freuz errungen; Und 6. Du wirst mir deine gnas von ausgeftandner pein de nicht verfagen! Du bastja, Ernd ich dann noch fegen ein. herr, auch meine fchuld ge8. Nun ich fliehe nicht dein tragen; Für mich gefleht, Freuz; Gern nehm ichs aus den glauben mir zu stärken deinen hånden. Mich soll nie Zu guten werfen. E der lüfte reiz, nie dietrübfal 7. Ich will hinfört dich vor von dir wenden. Gern trag der welt bekennen, und ohne ich, wiewohl noch schwach, furcht mich, herr, den deinen Dir dein freuz, o jefu, nacb. nennen. Nichts, nichts foll 6. 3ur Treue und Bestán mich von deiner liebescheiden, digkeit im Christentum. Nicht lust, nicht leiden. Mel. Herzliebßer jefu was. 179, berr mein gott, 8. Laß deinen guten geift mich stets regieren, Mitweisder du für mich beit mich, mit eblem muthe gestorben, und mir am freuzieren, Daß, wenn ich strauchmein ewig beit erworben, le, ich nicht gar verderbe, Wie wenig flågt mein Noch ewig sterben un berz, voll böser triebe, 3u 9. Wenn ich so stets der dir von liebe! tugend pfad betrete; Im 2. Wie unbeständig, jag glauben fámpf, im glauben haft und vermeffen, Kan es wach und bete: So ist mein so bald, was es dir schwur, heil schon so gewiß erstrebet, vergessen! Kaum droht die als jesus lebet! welt, faum locken falsche bru 10. Seb ich dein Freuz der; So fall ich nieder. den flugen dieser erden Ein 3. 3 diß das herz, das ich ärgerniß und eine thorbeit bir ganz ergeben, Dir treu zu werden: So seys doch mir, feyn zu sterben, dir zu le tro allen frechen spottes, ben? Ist diß die pflict, Die weisheit gottes! mein blut für dich zu wagen, 11. Gott, eile nicht, fierdNie zu verzagen? end zu zerschmettern. Er 4. Ach sieb, erbarmer! mich barme Dich, wenn einer von zu deinen füffen In webmuts- den fpóstern Sich spát bes vollen fomerzen ganz zerflief febrt und dich, Den er befen! Bie fontest du ein reu- ichmähet, Um gnade flebet. end ber verschmähen! Ach 12. Du wirst, als richter, hór mein fleben. einst vom bimel komen, Dann 5. Schenk einen blik voldte mich, o berr, zu deinen mitleid und erbarmen Mir, frommen, Dann sey das der ich dich so oft verließ, glük, daß ich dir angehöre, mir armen, Der dich reu- Mir preiß und ehre! 30 mütig, glaubig wieder su- 13. Dann trofnest du ges wiß 112 Sie Erste Abtheilung. 12 wiß all meine thránen, Erfül- tet, Daß ich erlöfet bin! left jede wunidbe, jedes febnen; 6, Mein Freuz und meine Und króneft mich, nach dunk plagen, Und wårs aud ler tage leiden, Mit ewgen schmach und spott Hilf mir ge freuden! in Duldig tragen. Laß nur, mein un berr und gett, Mich fliehen 7. 3um roft und jurjede lust der welt, Und dem 306 Beruhigung. erempel folgen Das du mit many 180.2enn mich die fün- vorgestellt. 1919 Den frånfen, So 7. Laß mich an andern üben, laß, berr jefu drift, Mich Was du an mir getban; Und glaubensvoll bedenken: Wie meinen nächsten lieben; Gern du gestorben bist, Und ret- dienen jedermann, Ohn ei tung von der schuldenlast, gennuz und beubeley, Und Den reuerfüllten fündern, Am wie du miré erwielen, Aus Freus erworben bast.wahrer lieb und treu. 2. Dwundervolle liebe! Be- 8. In meinen lesten stunden denke, o leele, recht! Es starb Erquicke mich dein tod, Daß aus frepem triebe Der berrich, mit dit verbunden, Be für feine fhecht. Selbst seis fieg auch diese noch. Du bist nem eignen sohn gab gott Für es, berr, auf den ich trau! mich verlornen menschen In Stárf meine feel im tode, marter, icmach und tod! Daß ich dich ewig schau. 3. Was fann mir denn nun ſchaden Der fluch, der fündern 181.efu, deine tieft Deine Drobt? Gott sieht auf mich in gnaden. Durch jesu mittlers qual bis in den rod, Die du tod Bin ich von Diefem flud auch für mich empfunden, Lab befrept, Und darf nicht angst- mir geben troft in noth! Fällt lich fürchten Gericht und mir etwas arges ein, D 10 ewigkeit. gib von deiner pein Neuen 4. Drum fag ich dir von bere eindruk in mein herze, Daß zen Jest und mein lebenlanglich nicht mit fünden scherze. Für deine todesfchmerzen. 2. Die erinnrung deiner lei Erlöser, lob und dank. Hilf, den Stärke mich mit fraft und daß ich dir für deine treu muth, Alle schnöde luft zu Auf ewig gang ergeben, Und meiden, zu bekämpfen fleisd thátig dankbar fey. und blut. Auch, wenn meine 5. Herr, laß dein bittres feele zagt, Wenn mich trube leiden Mich reizen, als ein schwermuth plagt, Laß, im christ Mit allem ernft zu mei- glauben mich zu stärken, Mid den, Was vor dir sündlich ist. auf deine leiden merken. Nie fomme mirs aus meinem 3. Will die welt mein heri Ann, Wie viel es dich geko- verführen Auf die breite fün Denbahn, XIII. Von Chrifti Leiden, Lod und Bearabniß. IIS denbabn; Will der laster reiz bu für uns gestorben, Unb mich rühren: So erinnte du am freuz uns schmerzensvoll mich dann An der marterzent- Ewges beil erworben! nerlast, Die du ausgestanden 2. Du bist erblaßt, O herr, haft, Daß ich dir getreu ver- und hast Doch in dir selbst bleibe, Und die böse luft ver- das leben. Gleich den sterblie treibe. chen, bielt dich Einst das grab umgeben! 4. Gib bep allem, was mich Frånket, Mir aus deinem lei-.3 Dod beil fey mir! Du den rub. Wenn mein herz dar- fonteft bier nicht die verweun gedenfet, Stömet neuer fung feben. Bald bieß dich troft mir zu. Wenn mich mei- des böchsten fraft Aus dem ne febler reun; Müsse mich grabe geben! bein tod erfreun. Denn du 4. Id weiß, bu wirst, baft, da du gestorben, Diesen Mein lebensfürst, Wie dich, troft auch mir erworben. auch mich erweden. Sollte 5. Auf dich fez ich mein ver- Denn mein glaubigs herz Vor trauen, Jefu, meine zuversicht. Der gruft erschrecken? Du vertreibst des todes grau- 5. Hier werd ich einft, en; Durch dich schadet er mir Bis du erscheinst In fanftem nicht. Sicher ist bep dir frieben liegen. Denn durch mein beil. Hab ich, berr, an deinen tod fann ich Tob bir nur theil: D so wirst du und grab befiegen. ewges leben mir auch einst 6. 3br, die die welt Ge aus gnaden geben. feffelt bålt, 3agt nur vor 6. hab ich dann in meinem der verwesung! Id, ich berzen boffnung jener berr- boff in cristo einst Meines lichkeit: So besieg ich auch leibs erlösung. Die schmerzen Von dem lezten 7. Nein, nichts verdirbt, fampf und streit. Wenn gleich Selbst das, was stirbt, Dee meine bütte bricht, Quilt leib wird auferstehen, Und doch todesfurcht mich nicht. iu bimmelsglanz verflärt, Durch den troft aus bei- Aus dem grabe gehen. nen wunden Wird sie glük 8. So fint ins grab, Mein lich überwunden. leib, binab! Ich will mich 10. Begräbniß gefu. brum nicht Franken, SonRel. D traurigkeit o berjeleid. Dern, jeju, mir zum troft, 182.3ur grabesrub Ent- Un dein grab gedenken! schliefeft du, Der XIV. Von der Auferstehung Jesu. 1. Gewißheit der Auferstehung Jefu und Freude darüber. 183. R. Erfdienen in der froßsten lauf Die fonn in ih aum Rieg su ihrem rer pracht berauf: Sebt, fo $ BEF 17 JULBOVANOS Erfte Abtheilung. Ho 114 HOR verließ der herr fein grab, Derleinst dein! anttiz fehn: Soll für die welt fein leben gab. dich ein würdger lied erhöhn. Lob sey dem Herrn! Lob fei dem herrn! 2. Jeh glaube und bin von 4 Nun freut euch lieben. freude! febt! das grab ift leer! Er zweifeln frey, Daß er vom tod 184. erstanden sey. Was ist, wenn das nicht wahr ist, wahr? lebt! Der heiland lebet! Der Das leere grab zeigte offenlerden schoos hat ihn nicht bar. Lob fey dem Herrn! mehr! Erlebt! ihr feinde be 3. Die erd erbebt: es wälzt bet! Sen uns gegrüßt, er vom grab Den stein ein engel standner held! Cie nun dem gottes ab, und fündiget Dem tod entrißne welt Besingt siegsbeld an, Den bald drauf Dein neues Leben! id 30 feine junger fabn. Lob. 2c. 2. Was war die erbe daju 4. Sie faben, hörten, fübl- mat, 21s sich dein grund em tenibn. Sie, erst blod, fchuch- porte, Da man bep jesu to tern, sind nun fubn; Mit desqual Die felfen krachen wundern und mit ihrem blat borte? Auf, jauchze nun vor Versiegelt es ihr heldenmut. fröhlichkeit! Der fieg ist da! Lob fen 20. aus ist der streit mit fünde, 5. Lebt christus, was bin ichitod und bble. betrübt? Ich weiß wie herzlich 3. gbr himmel, laßt den ju er mich liebt, und stürb auch belflang Durch alle wolken alle welt mir ab: Gaug, daß fabren! Romt, wiederbolt den ich ihn zum freunde bab.Lobze lobgefang She reinen geister 6. Er leitet, 1chuzet, tröstet schaaren! Chrt ist den tag, mich. Sterb ich, so nimt er wie jene nacht Die diefen mich ju sich. Wo er izt lebt, beld and licht gebracht! Veri fom ich auch hin, Weil ich mit herrlicht feine fiege! ihm vereinigt bin. Lob fey sc 4. Esmuffezions beiligtum 7. Durch ihn bin ich mit Vom jauchzen widerschallen: gott verföhnt; Durch ihn mit Gott in der höhe! dir fey gnad und heil gefrout. Mein rubm; Den menschen mobl. Banges berz ermuntre fich gefallen! Ihr freaturen frimt Gott und mein beiland lie mit ein, Auf erde müsse friede bet mich. Lob 2c. fepn, Im bimel bobe wonne! 5. Er, der des grabes siegel Fraft Vollend ich meine pil bricht, Macht mir den him gerichaft; Freufeiner mich in mel offen. Nun ist mein feinem reich und bin dort sei- glaube zuversicht! Feft ste nen engeln gleich. Lob 2c. 8. Durch seiner auferstehung bet nun mein hoffen! Du 9. Für solchen troft der felig beiland lebst, du tebeft mit, feit Danft dir, herr, deine Du fanst, du wirst, das christenheit. Wenn wir der trau ich dir, Mich, wo du biſt, 115 XIV. Von der Auferstehung Jesu. bist, hinführen: Nun lob mein feel den. 185 Robinge, meine feele, [ wen ich glaube, Bin freudenvoll ein drift, Ihn bet ich an im ftaube, Jhn, der Dem welterlöfer, mein retter ist Ich werd bet ihn an! Lobsing ibm und ihn ewig schaun, Wenn er erzále, Was dir zum beil der auch mich erhebt! Der berr herr getban. Er hat für dich ist mein vertraun, Er starb gerungen: Durch seine macht für mich und lebt! bat er Des todes macht be 2. Lobpreifung Bottes und zwungen Und feiner schrecken Chrifti für die Auferstehung beer Er hat des grabes grau- Mel. Wacht auf ruft und. en Geschwächt, da er erfand. Nun läßt uns gott einst schbau186.2obt den höchsten! jefus lebet! en Der frommen vaterland. Erlöste menschen, o er2. Frob fübrte feine fonne beber Des welterlosers Den festli boben tag berauf: majestät! horts, betrübte fünDa stand er, meine wonne, der, geber Der freude raum: Mein gott und mein erlöfer, denn jefus lebet! Gott hat ihn auf! Gedanke, der zu freu aus dem ftaub erbbbt. O feeden Des himmels mich erle, dein gefang Erfchalle ihm hebt! Gedanke, der im leisum dank! Ibm zur ehre! Den Mit reichem troft belebt! Dich, grofer beld, Erbeb Des böbern lebens quelle die welt, Weil deine band Mein schild in jeder noth! den fieg behält! Wo ist dein sieg, o bolle? 2. Jesu jünger wehrt dem Wo ist dein stachel, tod? leide! Lobfinget ibm und 3. Der felfen grund erbe- nebmt voll freude Um siege bet, Die wächter fliehn, das tbeil, den er erfstritt! Sepd grab ist leer. Der darin tod ibr gleich des grabes finder, war, lebet: Erlebt und stirbt Er ist des todes überwinder, binfort nicht mehr! Die Erberricht, der für euch starb schwaden junger wanken, und list! Was wolltibrtrauEr stårkt die wankenden. rig fepn? Getroft font ihr euch Sie febn ihn, freun fich, dan- freun! Jefus lebet! In efen Dem auferstandenen! wigkeit, 3u aller zeit Bleibt Sie sehn empor ihn steigen, er zur bülfe uns bereit! Und gehn, wie er gebot, Mit 3. Nun verjagt auch nicht freuden bin und zeugen Von verbrecher, Gott ist euch nunihm bis in den tod! Fein strenger råcher: Wenn 4. Herr, deine boten fiegen, ibr diefchuld mit ernst bereut. Von dir und deinem geist ge- Duré des todes überwinder lebrt. Die gozentempel lie Jft er dem reuerfüllten fün gen; Der erdkreis wird zu der Ein bater der barmherzige gott befehrt. Ich weiß, an keit. Er nimt ihn liebreich auf h 2 Mit 116 Erste Abtheilung. Mit Fraft jum tugendlauf 4. Dis rübme, wer errettet Ibn zu fegnen. Preiß sey der ist Und wer ibm unterthan; huld, Die unsre schuld Ver- Welt, die du nun sein erbtheil tilgt, und mit uns trágt bist, Lobfing und bet ibn an! geduld! 5. Preist jesu vater, Denn 4. Tod, wo sind nun deine er hat nicht seines fobné schrecken? Nicht ewig wird gebet, nicht, was er für die das grab uns decken, Ver- fünder that, Sein opfer nicht west der leib gleichbindergruft: verschmäht! Einft wirder zumbessern leben 6. Das ist des mittlers preis Sich aus des todes staub er und lohn: Der, welchem et heben, Wenn jesus den ent- verzeibt, Soll ewig leben wie ichlatnen ruft. Dann wird dersohn In seinerherrlichkeit! des todes feld 3u einer regen 7. Sagts aller welten völker welt. Alles lebet, So wie veran: Befehret euch zum berrn! neut, Zur frühlingszeit SicJbm werde jedet untertban, alles regt und alles freut! Und jeder dien ihm gern. 5. D erstandner, welch ein 8. Des vaters reich ist aud fegen Erwartet uns, wenn wir das reich Des sobnes: er re auf wegen Einhergebn, die giert, An ruhm und macht Dein fuß betrat! Unerforschte dem vater gleich, Dem al feligkeiten, Die ewig währen, ler ruhm gebührt! find die beuten, Die uns bein 9. Es febl ibm an bekennern fieg erkämpfet hat. Einst find nie: So lange diese welt Nod fie unser theil, Einst frönet menschen bat, so lange sie Det uns das heil Deines lebensarm des berrn erhält! Gelobt fey gott! Auch noch Mel. Erschienen ist der herrl. im tod Jt er und bleibel 188.Der berr bat alles unser gott! wobt gemacht! Nun ist das grofe werk vol Nun danfet all und br. 187. Frohloft, ibr dri- bracht! Nun ist die welt mit sten, preist und gott verföhnt, Und jesus if ebrt Gott, eures mittlers gott! von gott gekrönt. Gelobtie Dervater hat den fobnerhört, gott! Erhört in seiner notb. 2. Aus liebe fandt gott fei 2. Die mörder triumpbirt- nen sohn, Der litt von men ten schon: Wo ist des sobnes icben schmach und hohn, Und macht? Der herr errettet starb, stieg aus dem grab here feinen fobn: Sein rathschluß vor, Und siegreich schwanger ist vollbracht! sich empor. Gelobt fep gott! 3. Der sohn befahl in seine 3. Er hat auf erden gott ge band Dem vater feinen geift; ehrt, Gewandelt so, wie er ge Erward begraben, er erstand: lehrt. Folgt, driften, chrifti Gott bält, was er verbeist! lehr und rath: Thut, was e eud XIV. Von der Auferstehung Chrifti. 117 euch zum fürbild that. Gelobt| fenbaren. Volles beil wirst fey gott! du erfahren. 4. Er, der fein leben für uns 3. Jesu Auferstehung, ein gab; Für uns verläßt er auch Beweis seiner göttli fein grab, Zerstört ist nun des todes macht, Unsterblichkeit ans licht gebracht. Gelobt zc. 190, Bringt preiß und 5. Er ist im bimmel noch rubm dem beimein freund, Ich bin als glied land dar! Frohloft ihm alle mit ihm vereint. Er, der frommen! Er, der für uns veribbnend für mic litt, getödter war, Ist aus dem Fübit seiner freunde leiden grab gekommen! Gelobet mit. Gelobt sey gott! feyft du, jefu drist, Daß du für uns gestorben bist, Und Wie foon leuchtet der. den Sendung. Sep lob und ehr dem. 189.robloft dem berrn, fiegreich auferstanden. Obringt und 2. Dein leben in der majeIbm, der des todes macht be- fåt, Befestigt unfern glauawang, Und uns, den staub; ben. Wer kan, da dich dein erhobte! Der hobe sieger über- gott erhöht, Den großen troft wand: Nahr war um ihn, uns rauben: Daß du uns von und sie verschwand In belle der fünde macht Befrepung morgenrothe! Bebet, Gebet baft ans licht gebracht; Den Stolze spotter Unferm retter bimmel uns geöffnet! Preiß und ehre! Glaubt an ihn und seine lebre!" 3. Gott felbft, der dich dem grab entrüft, hat dem, was 2. Preiß ihm, heil uns! sein du gelehret, Der warheit siegrab ist leer! Feft ftebet, wie gel aufgedrüft; Und dich als ein fels im meer, Das wort, fobn geebret, Und deines opDas er gesprochen. Ofelig, fers hoben werth hat er aufs wer sich ibm vertraut! Er bat berrlichste bewährt; Da erden tempel neu gebaut, Den dich auferwecket. blinde wuth gebrochen.Seele, 4. Erstandner, ich frohlofe Wähle Ihn zumführer, Und dir, Daß du nun ewig lebest. regierer Deines lebens! Auf Du lebst und siegst, daß du ihn boffst du nicht vergebens. auch mir Das ewge leben gå3. 3um böhern leben führt best; Daß du auch mein.erer dich, Und nimt gewiß dich retter seift, und neue fråfeinst zu sich: Fällt deine butte te mir verleibst, Mit freunieder. Das grab empfängt den gott zu dienen. zwar dein gebein, Doch nicht 5. Mein herr, mein gott, auf ewig wird es seyn, Berhilf mir dazu! Befreye mich flárt gibt er dirs wieder. von sünden Laß mich für meiHerrlich Wird sich Dann ne seele ruh Im frieden mit aufs neue Seine treue Of gott finden! Und pflanze dei3 nen 118 Erste Abtheilung. nen sinnin mir, Damit id, gingst aus dem grabe! gott ergeben hier, Als dein 3. Gehaßt in deiner nie. erlöster, wandle. drigkeit, Warst du ein ziel des 6. Dein ist das reich, dein sportes, Und zeigtest doch zu ist die macht, Verstorbne zugleicher zeit an dir die hobeit erwecken. Du rufft einft, undgottes! Dein freuz fcien Der gråber nacht Wird uns war der welt ein grául: Doch nicht ewig decken. Wie du, sterben für der feinde heil herr, auferstanden bist: So Das ist die höchste tugend. werd auch ich, o jefu christ! 4. Dein reich war nicht von Durch dich einst auferstehen dieser welt, Dein ruhm nicht 7. O laß mich, weil ich hier menschenebre! An demuth noch bin, Im glauben an dich groß: an lieb ein held; Und wandeln. Und jederzeit nach göttlich in der lebre; Gedub, deinem finn, nnd stets recht- dig und von sünden rein, Ge schaffen bandeln; Daß ich, boriam bis zu freuze seyn: wenn ich einft aufersteh, Und Dis war, herr, deine größe! dic, des todes fieger, feb, 5. Nun irren mich nicht Vordir dann nicht erfchrecke fchmach, und spott; Nicht 8. Da, wo du bist, da foll deines Freuzes schanden! Du auch einst Dein jünger mit bist mein berr, du bist mein dir leben. Du wirft ihn, wenngott, Denn du bist auferstandu nun erscheinst, 3u deinerlden. Du bist mein beil, mein freud erheben. Laß dieses auch felé, mein bort; Der herr mein erbtheil seyn: So werd durch deffen mächtig wort ich ewig des mich freun, Daß auch ich einst ewig lebe! du vom tod erstanden. 6. Wir sind nun, herr, dein Es ist das heil une femmen ber eigenthum, Durch dich des 191.Freiwillig baft dubimmels erben; Dis bleibet dargebracht und ruhm, Bey uns, o herr, Dein leben; Dudem wir fröhlich sterben. Wie battest, es zu laffen macht; du vom'toderstanden bist: So Macht, wieder dirs zu geben. werd auch ich, herr jesu chrift Und darum liebte dich dein Durch dich einst auferstehn! gott, Weil du, geboriam Sollt es gleich beweilen. bis zum tod, Dich haft für 192 Freudenvoll ist meis erniedrigt! feele, 2. Du warst nur eine kleine feiner todeshoble Mein erlde zeit Von deinem gott verlaffer, jesus chrift, Herrlich fen! Er fronte dich mit herr- jauferstanden ift. lichkeit, Die sterbliche nici 2. Ja du lebst, o herr, mein faffen. Dein freuz, daran leben, Gebft, mit herrlichfeit man dich erhöht, Verwan umgeben, Siegreich aus dem Delt fich in majestät; Denn du grab XIV. Von der Auferfiebung Jesu Chriki. 119 grab herfür, Und Die wahr beit ftralt mit dir! 2. Er hat erfüllt, was er verbieß, Eb er fein leben für 3. Nun weiß ichs, du gro uns ließ: Drev tage sollen fer lehrer Du verheißner nicht vergehn, So werdet ihr weltbefehrer, Du bist gottes mich lebend fehn. Er hats 10 lieber sohn, Und dein thron erfüllt das is gottes throu! i 3. Ich lebe, fpracher, und 4. Nun weiß ich, an wen auch ihr Sollt leben, glauglaube. Jesus schwung bige, mit mir! So komme, sich aus dem faube, Jesus meine ftimme ruft gewiß lebt und lebt für mich. Jefu euch aus der todtengruft 3urNINING christ, ich glaub an dich! berrlichkeit! 5. Heil mit, du bist aufer: 4. Er wirds erfüllen, je= standen: Dich hat, nach den sus drift, Der ſelbst vom tod tiefften schanden, Gott mit erstanden ist; Der lazarum berrlichkeit gefront. Nun ins leben rief; Als er im bin id mit gott verfóbnt! ftaub des grabes schlief; Er6. Mein eribfer lebt! ich fasts gewiß! thind the$ 2 werde Durch ihn fünftig aus 5: Gelobt fer gott! ich wers der erde Schon, wie er ist, de nun Nur furze zeit im graauferstehn; Ibn in feiner be rubn. Er weft mich auf schönbeit sehn. und volles beil Ist dann ge7. So viel hast du mir erwiß bey ihm mein theil In worben, eit bu felbft für ewigkeit! W mich gestorben, Für mich 6. Auch führt er, nach des auferstanden bist, O mein grabes rub, Mir meine fromheiland, jeiu chrift! Le me freunde zu. Erwachen 8. Nun will ich auch nicht werden wir zugleich, Uns wieersreken, Daß mich soll der fehn in seinem reich. verwesung decken; Denn ich Gott, welch ein tag! reiß, daß aus der gruft Mich 7. ie fout ich, berr, ben mein jesus wieder ruft.tod denn scheun? Mich nicht 9. Großer tobesüberwin- vielmehr der hinfahrt freun? der, du lebst zum beil der nicht dei aer, der du mich erfünder! Dis ift troft in jeder ichufft, Gelaffen warten, bis noth, Troft für mich auf du rufft: Entfchlafe nun! meinen tod! 8.Gib nur, daß ich im glaus Erschienen ist der herrlich. ben tren Und treu im from193.Er ist erstanden, ie men wandel fey: So kom ich fus chrift, Der un- nicht in dein gericht, Wenn fer gott und beiland ist! Hin- deine stimme zu mir spricht: fort nicht mehr des todes Erradbe nun! raub, Tritt er, als fieger auf 9. Herr, rufe mich, wenn Den staub. Froblocker ihm lpirs gefällt, Aus dieser sünDell $ 24 120 Erste Abtheilung. Denvollen welt, Und fübre beiligungsgeschäfte. mich an deiner hand Einst in 5. So fan ich als ein wah mein bimmlifch baterland. rer drift Jezt leben und einst Erhöre mich! terben: Und endlich da, wo bu nun bift, Boulkommne 200 4. Jefu Auferkebung, Erfreuden erben: Dahin, mein wedung sur geitliden beiland, bilf du mir: So bring Aufertebung. ich ewig frob in dir, Mit dei ner frommen menge, Dir lob Ermuntre dich mein. 194.Das grab ift leer: und dankgefänge. des böchsten sobn Verließ des tobes banden. Troftundhofnung aus der Nun schallete der jubelton: Auferstebung Jefn Chrifti. Der berr ist auferstanden in peste burg ist unfer gott. Herr, den der engel so gepreift: 195.Er lebt! o freudens Entreiße du dodomeinen geift, wort! er lebt! Det Den luften diefer erde, Daß beiland aller sunder. Der er bir beilig werde. feinde beer erschrift und bebt 2. Jd sterblicher vermag Vor seinem überwinder! Er noch nicht, mit bir empor juftritt mit beldenmuch Und steigen, Uls bis einst diese but: Fåmpfte bis aufs blut. Durch te bricht. Wird dann mein leibs und feelennotb, Und Haupt fich neigen: So nimm durch den freuzeetod Erwarb bu, nach vollbrachtem lauf, er mir das leben. Auch mich in deinen himmel 2.Erlebt, des vaters ew'get auf. Nimm, herr, an meinem fobn! Erbbbt zu seiner red. endeDen geift in deine hånde. ten! Er berricht auf seinem 3. Doch soll ich einst, o got boben thron! hilft seinen tessobn, In deinem reich dich ichwachen knechten! Er lebt sehen: So muß ich auf der nun ewiglich, Und ewig schuit erde schon Vom fündentod er mich! Er thut mit starker aufstehen. Der lebt nicht, den band Den feinden wider Die lust der welt, Und ihre stand. Sie können mir nicht pracht gefesselt bá't. Nach ichaden. gott und tugend ftreben: Nur 3. Erlebt zu unserm wohl. das heißt wirklich leben. ergebn; Er, alles guten geber! 4. Du auferstandner men- Die fraft von seinem aufer fchenfreund, Ermef in mir die ftebnDringt bis in unfre grå triebe, Durd die man sich mit ber. Tragt meinen leib zut dir vereint, Den glauben und rub, Deft ihn mit erde zu, die liebe! Job will, o berr, dein Gebt ihn den würmern bin, eigen feyn: Laß mich mit ernft Da ich in christo bin Werd Die fünde scheun, Und giblich im grab nicht bleiben! felbft muth and fräfte 3um 4. Er lebt! gott bat ibn auferwek; XIV. Von der Aufersebung Tefu Cbrifti. 121 erweft; Gott wird auch mich fonig und dein freund. erwecken Der tod, der sonst, 4. Kraft, ruhm und hoheit die menschen schreft, Kann immerdar Dem, der da ist mich nun nicht erfobreken: und der da war! Sein name Sein stachel, feine fraft, Die fep gebenedept Von nun an fund', ist weggeschaft. Der bis in ewigkeit treue zeuge fpricht: Wer 5.0 glaube, der das herzers glaubt, der stirbet nicht. Des freut! Was ist der Erde berr trbst ich mich von herzen. lichkeit, Wenn sich mein geist bas gluf bedenft, Das jesus bier und dort mir schenkt! 5. Erlebt, der unbezwungne beld, Besingt, ibr engelcbb re! Befingt, ibr bölker in der 6. Vor seinem thron in seiwelt, Des mittlers ruhm und nem reich, Unsterblich, beilig, ebre; Erbebt bes fiegers engeln gleich, Und ewig, ewig macht, Der von dem tob er- felig seyn: Herr, welche berrwacht, Der unsern tod, be lichkeit ist mein! zwingt, Uns leben wieder. bring, Und machtig für uns streitet! 7. Mein herz erfreut sich des schon bier, Lieb und vermundrung fámpft in mir, 6.Er lebt, und darum laßt und voll von ebrfurcht; dank und beut Sein lob vergnügt und pflicht Fall ich, gott, auf erbeben. Laßt uns mit freu mein angesicht! Den allezeit Ihm wohlgefällig 8. Du, der du in den himleben. Mein berr, hier baft meln tbronst Job soll da wohdu mich Befiebl mir, hier binnen, wo du wohnst, Und du ich. Dein, dein will ich allein erfülft einst mein vertraun, Todt und lebendig fepn; Dein Verklåret dich dort anzu will ich ewig bleiben. schaun. Mel. Vom himmel hoch da. 196.& rinare dich, mein 9. Jd foll, wenn du, des lebens fürst, Mit majestät einst geist, erfreut Des kommen wirft, Erweckt aus boben tags der berrlichkeit meinem grabe gebn, Und frob halt im gedächtnis jefum zu deiner rechten stehn. drift, Der von dem tod erstanden ist. 10. Erbahner mittler, got tessohn, Mit engeln dort vor 2.Fübl alle dankbarkeit für deinem thron, mit allen ibn, Als ob er beute dir er- frommen aller zeit, Soll ich schien, Als sprach er: friede mich freun in ewigkeit. fey mit dir! So freue dich, mein geist, in mir. 11. 3u welchem glúk, ju welchem ruhm Erhebt uns 3. Scan über dich und bet nicht das christenthum! Mit ihn an, er mißt den sternen dir gefreuzigt, gottesfobn, ibre babn: Erlebt und herrscht Sind wir auch auferstanden mit gott vercint, Und ist dein fchon. 5 12. Nie 122 Erste Abtheilung. 13. Nie fomm es mir ausgeist erhebt! Hierdurch ge meinem sinn, Was ich, mein tärkt, feb ich aufs grab Mit bell! dir schuldig bin, Damit unerfcbrofnem aug hinab. ich mich, in liebe treu, 3udei 8. Welch neue welt voll senem bilde stets erneu. 13. Erifts, der alles in uné schaft; Sein ist das reich, fein ist die fraft. Halt im gedacht nisjesam chrift, Der von dem 9. Der du für unsre feele tod erstanden ist. ligkeit, Erroartet mich nach diefer zeit! Da findet der ver flärte drist Das heil, das unaussprechlich ist. wachst, Sie zu dir ziebst und Für deinen thron tret ich. felig machst. Laß mich mit 197.Dic bet ich an, er freudigem vertraun Im tod standner beld, auf dich, vollender schaun. Erretter einer fünderwelt, Jesus meine zuversicht. Du unfre zuflucht für unb 198.Jefus lebt, mit ihm für, Froh huldigt meine see. le dir! auch wo find nun deine schrecken? Er, 2. Um deinen thron, der er lebt und wird auch mich ewig steht, Glänzt wahrheit, Von den topten auferwecken. heil und majestät, Ich nabe Er verftårt mich in fein licht: mich voll zuversicht Zu dir; Dis ist meine zuversicht! Denn bu verwirfft mich nicht. 3. Herr, meine feele preifet dich, Erlöst hast du auf ewig mich; So wahr du selbst vom bimel famst, Dein leben gabft und wieder nabmst! 4. Wer ifts, der mich verdammen kan? Ich glaub an dich und sage dann: Der gott Durch den die himet sind, Der ist mein vater, ich fein find. 5. Nun ist die erste leben 2. Jefus lebt, ihm ist das reich Ueber alle weit gegeben, Und ich werd mit ihm zugleic Ewig dort in freuden leben. Gotterfüllt, was erverspricht: Dis ist meine zuversicht! 3. Jefus lebt, wer nun ver sagt, Lästert ihn und gottes ebre. Gnade bat er zugefagt, Daß der fünder sich bekehre. Den, der folgt verstößt er nicht: Dis 2c. mir Ein tegensreicher weg zu 4. Jesus lebt, fein heil ist dir. So lang ich bier bin, berr, mein beil, hab ich an Deinem frieden theil.. mein; Sein fey auch mein ganzes leben. Reines Herzens will ich feyn Und den lüften 6.3mar tritt noch mancher widerstreben. Er verläßt den fchmerz uns bier, Noch; o, er schwachen nicht: Dis ist 20. barmer, sterben wir! Doch du 5. Jefus tebt, ich bin gewiß, regiert und wir sind dein, nichts foll mich vonjefuichei Und ewig werden wir es seyn. den, Keine macht der finster, 7.30 weiß, daß mein erib- nis, Reine herrlichkeit, fein fer lebt; O troft, der meinen leiden. Er gibt fraft zu dies fer 123 XIV. Von der Auferstebung Jefu. fer pflicht: Diß ist zc. zum rubm, Und mein troft ift. 6. Jefus lebt, nun ist der nicht vergebens; Denn ich bin tod mir der eingang in das dein eigentum, Du der schd- leben, Welchen troft in todes pfer meines lebens. Hochernoth Wird es meiner fee- freuet fing ich dir Jeßt und len geben, Wenn sie glaubig ewig dank dafür. zu ibm fpricht: Herr, beer, meine zuversicht! Auf driftenmenfch auf. 200, Herr, bu bist meine zuversicht. Du einen Jefum laß ich nicht. 199. Freuc Freuc dich! des her- lebft: auch ich werd leben. ren tag hat die Mir wirst du, was bein wort nacht der furcht vertrieben. verspricht, Unsterblichfeit Christus, der im grabelag, 3ft einst geben. Dein jünger fomt im tobe nicht geblieben. nicht ins gericht; Dis stärket wie hoch sind wir getroft! Je meine zuversicht. fus hat die welt erlost.. 2. Hier geh ich oftmals 2. Er ist gottes ewger fobn, weinend bin, Den sacmen Ewig sei er auch gepriefen! auszustreuen. Dort wird der Seiner feinde faar zum herrlichste gewinn Der erndte bohu, hat er sichtbar eserwic- mich erfreuen. Ich leide, doch fen. Er erfüllte durch die that, verzag ich nicht, Denn du bist Was er prophezeiet hat. meine zuversicht. 3. Unfre fulden sind zwar 3. Und sinkt dereinst mein gros, Doch wir dürfen nicht leib in staub; Gott wird ihn verzagen. Gott läßt unfern neu beleben. Er werde der bergen los, Der fie busfend verwesung raub: Dort werd bat getragen. Jefus ist mit ich ewig leben. Wie stark ift preis gefront. Und wir sind dieser troftgrund nicht, Wie mit gott verfbbnt. ficher meine zuversicht? 4. Sterben mar der fünden 4. Herr, diefen fegen dank fold. Nun ist chriftus unfer ich dir. Mich aus der gruft leben, Der für unire fchuld zu heben, Gingst du aus deinicht gold, Rein, sich selber nem grab berfür: Du lebst bat gegeben. Er bat aus des und ich foll leben. Ich glaub grabes nacht Neues leben es dir und zweifle nicht: Dein mitgebracht. wort ist meine zuversicht. 5. Tod, wo ist nun deine 5. In diesem glauben fårke fraft? Grab, wo find nun dei mich, Laß mich den trost emne fetten? Hier ist gott, der pfinden, Den grojen trost, daß bülfe schaft. Hier ist jesus/ ich durch dich Den tod foll- Der fan retten, Wenn gleich berwinden. Grab und verunfer fleisch und bein Wird wefung foreft mich nicht: in flaub verwandelt feyn. Denn du bleibst meine ju6. Herr, dis glaub ich dir versicht. Wer Erste Abtheilung. Wer nur den lieben gott. 3. Meinjesus lebt, das grab 201.Mein jefus lebt: ift offen. Mit freuden geh ich mag ich doch in die gruft. Auf feine stimme sterben, hier ist mein baupt will ich hoffen, Die mich und triumpbirt Nun muß ich vom tod ins leben ruft. Wie auch das leben erben, Weil lieblich schallt sie nicht schon feine macht der tod verliert. hier, Job leb und ihr lebt Ich fürchte seinen fluch nicht auch in mir? mehr. Mein jesus lebt, fein 4. Mein jesus bleibe dann grab ist leer. 124 mein leben. Der tod foll 2.Mein jesus lebt, er hat be mir nicht schreklich seyn. zwungen, Was mir das leben Jcb will ibm dienen, ibm rauben fan; Er hat mir beil ergeben, Mich seiner aufs und sieg errungen, Und ibmferstehung freun. Weil er ist alles untertban. Der auch mich zum bimmel bebt, bollen tieffter abgrund bebt; So wahr er jesus ist und Denn sie vernimts, daß je lebt! fus lebt. XV. Himmelfahrt Jesu und Sißen zur Rechten Gottes. 1. Erwedung jur Freude jwall' im staube hier Soll sid darüber und Lobprei. mein ganzes berz zu dir Vom ftaub empor erbeben. fung Gottes. Mel. Komt her zu mir spricht. 4. Entreiß durch deines 202. Froblok, mein bersgeistes kraft, Dieallenthalben weil jesus christ alles schafft, Mein berz dem 3um bimmel aufgefabren ist, tand der erde; Daß ich mit Des todes überwinder! Die muth von deinem thron, wolfe glánit berab, er Sobn gottes und des men schwingt Sich auf ibr hinschen sobn, Im kampf ge der himmel singt: Preißstärket werde. dir, du beil der fünder! 5. Hab ich vollendet meinen 2. Wie berrlich bist du, herrliauf, So nimm mich in den mein beil! Ich hab an deiner bimmel auf, Daß ich dich, jesu, klarheittbeil; Für mich fubrstliebe; Daß ich in deiner berr Du jum bimmel. Du boberlichkeit Von ewigkeit zu ewig priester gepft mit ruhm Für feit Vor deinem throne stebe. mich auch in dein beiligtum: 6. Frohlof', mein herz, weil Dir folg ich in den bimmel.jjefus drift 3um bimmel auf 3. Du, deffen wort die gangefahren ist, Der todesübers ze welt Allmächtig rief, all winder! Sing ibm, wie ihm machtig hält, Du berr, durch der himmel fang, Da er sid Den wir leben; So lang ichleur die wolken schwang; Preiß XV. Chrifti Himmelfahrt u. Siken zur Rechten Gottes. 125 Preis dir du beil der fünder bereit't, Bep dir zu seyn in Vom himmel hoc da. ewigkeit. Nach treuvolbrachs 203.21uf, jefu freunde, tem glaubenslauf, Nimft du freuet euch! Der uns in den himmel auf. herr fährt auf zu seinem reich, 10. O zeuch uns imer mehr Ertriumpbirt; tobsinget ihm zu dir; Hilf uns mit eifrigLobsinget ihm mit hoher stim! ter begier Nach dem nur trachten, was da ift, Wodu, verflárter beiland, bist. 2. Sein werf auf erden ist vollbracht; Zerstört hat er des todes macht; Er hat die welt mit gott verföhnt, Und gott bat ibn mit preiß gefront. 11. Dein eingang in die berrlichkeit Stárkuns in uns rer prüfungszeit. Nur dir 3. Weit, über alle himmel u leben, dir zu traun, Bis weit, Geht feine macht und wir dereinst dein antliz berrlichkeit: Ihm dienen felbft scaun. Die feraphim. Lobsinget ibm mit hoher stim! 12. Dann werden wir uns ewig dein, Herr christ, du 4. Sein sind die volker aller menichenfreund, erfreun. welt; Er herrscht als siegge. Dann fingen wir von dein wohnter held; Er berrscht, nem rubm Ein neues lied bis unter feinem fuß Derfein- im beiligtum. de heer sich beugen muß. Eridienen ist der berrl. tag uns, chrift, 5. Er fcbuzet feine christen. 204.Wir freuen heit, Erhält sie bis in ewig. 4.25 berr jesu Feit; Er ist ihr haupt, lob finget ibm! Lobfinget ibm mit hoher stim! Daß du erhöht gen bimmel bist. O du, den unser lob lied preift, Stárk auch im glauben unfern geift, Der auf dich hofft! 6. Ja, beiland, wir erheben dich, Und unire berzen freuen sich Der herrlichkeit und ma. 2. Du sizeft auf der himmel jestät Daiu did gott, dein tbron, Als unfer freund, als gott erböbr. menfchensohn, Du schämst 7. Wohl nun auch uns dich da auch unfter nicht, denn herr bey dir Stebt fraft Drum bist du unsre zuver und macht und Dein sind wir ficht In ewigkeit! Nimst du dich unser bülf. 3. Dein ist die macht, dein reich an, Was ist, das ist das reich, Wer ist an uns gebrechen kan? majestät dir gleich? Mensch, 8. In deiner band ift unfer engel, jede freatur Ift dein, heil. Wer an dich glaubt, dem beherrscher der natur. Ges gibst du theil am segen, den lobt seyft du! Du uns erwarbst, A18 du 4. Umsonst, umsonst empofür uns am freuze starbft. ren sich, Herr, deine baffer wi9. Du haft die stätte uns der dich! Dein thron keht veft 7267 Erste Abtheilung. vest und wanket nicht, Wenn Du retter einer fündenwelt, gleich der frevler wider- hat sich dein freu; geendet. spricht. Gelobt fepft du! Nach überfandnem leidens5. Du, unfer triumphi- lauf Führst du verklärt zum rend haupt, Bie felig ist, vater auf, Der dich zu uns wer an dich glaubt! Du bist gesendet. Ewig trift dich fein licht, fein troft, fein theil, Nun fein leiden, Voller Sein starker schui, fein ew freuden Lebst du droben, ges beil. Gelobt sepst du!. Ueber alles boch erhoben. 6. Herr, unfre herzen traun 2. Dir dienen alle seraphim auf dict; Dein freuet unire Und wir vereinen herz und feele fich. Du, der du fuld stim, Mitibuen dich zu loben: reich an uns denkst, Und Weil du dein großes werk gern uns deinen fea en vollbracht, Nach überstandschenkft, Bift unfer troft. ner leidensnactGen himmel 7. Was uns beglüft, ist dir bekannt, und alles ist in dei ner hand. Von keinem dei ner freunde fern, Bemerk du ihn und hilft ihm gern, Erbarmender! dich erhoben. Preiß dir, Daß wir auf der erden können werden Gottes finder, Und des todes überwinder! 3. Du, du bist unfer baupt, und wir Sind deine glieder; 8. Blit auch uns an mit nur von dirkomt aufuns beil freundlichkeit Vom throne und leben! Was unsern seelen Deiner berrlichkeit! Hilf un nuzen schaft: Licht, friede, ferm schwachen glauben auf, freude, tugendkraft Wird Und fröne unfern lebenslauf uns von dir gegeben. Laß Mit deinem beit. doch dein joc Gern uns 9. Gen bimmel fuhrst du auf tragen, Und entsagen Allen als beld. Als berrund richter fünden, Daß wir hier schon aller welt Wird dich dereinst rube finden. der erdkreis fehn; Hilf, daß 4. 3eud unfre berzen ganz wir dann vor dir bestebn, zu dir; Hilf, daß vor allen Und dein uns freun. Dingen wir nach deinem rei ro. Dann triumphirt der de trachten. Mach und von glaub an dich; Dann jauch allen fünden rein, Und floß zen wir dir ewiglicht hilf uns muth und eifer ein, Das uns dazu, herr jesu christ! eitle zu verachten. Jede Ulnart Dir, der du unfer beiland Hilf uns meiden, und mit bist, Sep ewig preis. freuden Unser leben Deinem dienste ganz ergeben. 2. Erwedung zu bimmti fchen Gesinnungen. Mel. Wie foon leuchtet der. 5. Sey unfer( cbu; und un fer bort, Und troft uns durd 205.ie herrlich, jefu, dein beitfam wort, Wenn hier starker beld, Du, uns trubsal drångt. Nur da iss XV. Chrifti Himmelf. u. Siten zur Rechten Gottes. 127 ist wonne, wo du bist. Dielherr wird mich erquicken. freude, die man hier genießt, 6. Der driften hohes bürIft noch mit leid vermenget: gerrecht It dort im vaterlaVon dir Komt bier Trost imde. Der drift, der irdisch berzen. Laß in schmerzen denkt, denkt schlecht, Denkt uns icon offen Deinen unter feinem stande. himmel fehn und boffen. 7. Im bimmel schrieb dich 6. Du bist, uns fterblichen jesus an: Dort sollst du guts zu gut, Nach theuer hier ver- genießen. Blik oft hinauf! goßnem blut, Bur freude ein der anblik fan Dein leiden gegangen. Zeuch jesu, zeuch dir verfüssen. 215 a auch uns dir nach, Daß wir 8. Dort, dort ist unsers vanach furzem ungemach 3ur ters baus! Gott theilt zum freude auch gelangen. Dafür gnadenlohne Den überwinSoll dir von uns allen Dank dern fronen aus.. Kampf erfchallen, Obn aufhören auch um deine frone. Wollen wir dich, beiland, 9. Dort herrscht dein beiehren. sasha cland, jefus drift, Der tilger Jo dank die schon durch. deiner fünden; Mit ibm, 206.Erhebe, drift, dein durch den du selig bist, muß herz und sinn zum sich dein berz verbinden. himmel von der erden! Genito, Erhöhter beiland! hilf - himmel führ dein jesus bin: du mir, Daß ich mein herz Ein christ muß himmlisch dir gebe; Und daß ich jest und werden. nos se ewig dir, Dir, meinem kb. Seu ein zu deinen thoren. 2. Was bist du in der welt? aig, lebe., ein gaft, Ein frembling und ein wandrer! Wenn du kurs 207.mein jefus triumbaus gehalten bast: So erbt| phiret, 18 Dein gut ein andrer. Den himmel ein. Er bar fein 3. Was hat die welt? was werk vollführet, Vom fluch beut fie an? Nur armejuns zu befrenn. Die hoben schlechte dinge. Wer einen feraphim Empfangen ihn himmel hoffen fan, Der fåst mit freuden Nach überstanddie welt geringe. nem leiden, Lobfingt, lobsins 4. Wer gott erkennt, Fanigèt ibm! der wohl noch Sein herz aufs 2. Wobl uns, die auf ihn eitle lenken? Wer gott zum hoffen! Run jefus triumfreund hat, denket boch: Solphirt: Stebt uns der weg mugen driften denken. auch offen, Der zu dem him5. Chrift, sich nicht furcht- mel führt. Er felbst, er macht fam unter dich; Wenn dich uns bahn. Wer hier nur an die leiden drücken. Sieh glau ibn glaubet, Ihm folgt und big in die bob und sprich: Der valet Detare treu 128 Erste Abtheilung. treu ibm bleibet, Der wan- 2. Gen bimmel fubr mein Delt bimmelan. beiland zu, 3u gott ist er 3. Nur dorty nicht hier gegangen. Nun fan mein berj auf erden, Ift unser bestes auch seine rub Im himmel theil. Um felig einft zu wer- nur erlangen. Denn wo mein den, Erwarb der herr uns freund gekommen hin, Da heil. Erlöfte macht eu auf! ist auch stets mein berz und Wojefus bingegangen, Dafinn. Nach ihm gebt mein bin blift mit verlangenverlangen. Dabin geb euer lauf!? 3. Ach berr, laß deine auf. 4. Herr, bilfuns eifrig rin- fabrt mich Dein find, dod gen Nach jener berrlichkeit. dahin bringen, Daß durch die Laß unfern fleißgelingen, Und kraft des glaubens ich mag starf und in dem streit. Laß aufwärts zu dir dringen, Und uns in dieser welt Im glau denn einmal, wenn dirs ge ben an Dich wandeln; So fällt, Mit freuden scheiden denken und so bandeln, Wie aus der welt. Herr, böre es dir wohl gefällt. Doch mein fleben! 3. Fürbitte Jefu zur Redten Gottes. Alle menschen müssen sterben. 5. Was sind der erden treuden? Wie bald sind sie dabin! Obilfuns alles meiden, Was bier noch unfern finn Verei- 209. Grofer mittler, det telt und uns stört, Auf deinen jur rechten Got ruf zu achten, Und nur nach tes feines vaters sizt, Und die Dem ju, tracten, Was ewiglicbaar von seinen fnechten In Dem reich der gnaden schujti beil gewährt. 6. Sey du selbst unser leiter Du, dem selbst die seraphinen In unfrer prüfungszeit, Und Ebrfurchtsvoll im bimel die bring und immer weiter zu nen; Deffen reich und ma deiner herrlichkeit; Bis dieseljestät Uleber alle himmel gebt. 2. Dein geschäft auf dieser zeit vorbey, Bis wir dich, beiland, feben, und freu- erden, wie es gottes ratb be dig vor dir stehen, Bon al- dacht, Daß es follt erfüllet lem fummer frey. werden, Ift aufs herrlichfe Allein gott in der höb fep. vollbracht. Den dabufür uns 208.2uf drifti bimmel- gestorben: Jft uns gnad und fahrt allein Soll beil erworben, und dein sieg fich mein glaube gründen, und reich auferstehn Läßt uns forge, iweifel, furcht und pein einft dem tod entgehn. 3. Aber nun ist dein geschäf Daduro ftets überwinden. Mein haupt, das nun im te In des bimmels beiligtum, bimmel ist, Wird mich, sein Die erworbnen segenskräfte, glied, nach furger frift, 3u Durch dein evangelium, Allen sich gen himmel bolen. Denen mitzutheilen, Diejum throm XV. Himmelfabrt Jefu. 129 tbron der gnaden eilen. Nun dich mit sieg und ebre, Du ge wird uns durch deine hand, ber der unsterblichkeit! Engel Heil und segen zugewandt. fingen freudenlieder; Und al4. Du gedenkest stets der le die erlösten brüder Verebdeinen, Bletbeft ihnen ewiaren deine berrlichkeit. Du, du treu; Zählst tie thránen, die bist gottes fobn! Gott hebt sie weinen, Und stebst ihnen dich auf den thron Seiner ebmächtig bey. Du verschafft, re! Wirfiehn von fern; Freun daß ihren glauben Keine fein- une des berrn; Vertraun und de ihnen rauben; Und wirkst dienen ihm nun gern. in des vaters baus Ihnen eine wohnung aus. 2. Ganz bait du dein werk vollendet, Wozu dich gott, 5. Das verdienst von dei Dein gott, gesendet Erlbst die nem leiden Stelust du deinem ganze fünderwelt! Dankt dem vater dar, Und vertrittst mit berrn, ihr menschenkinder! macht und freuden Deine Er bat euch euer heil ihr füntbeur erlöste schaar; Bittest, der! Aumächtig wieder her daß er kraft und leben Stets den deinen wolle geben, Unt fie einst nach dieser zeit Auch erhöhn zur herrlichkeit. gestellt. Nun gebt er in sein reich Gewiß zum beilfür euch, Euch zum fegen! Es ist vollbracht! Er hat nun macht, Und 6. Doch vergist du auch der berricht in königlicher pracht. armen, Die der welt noch die 3. Der du deines baters nen, nicht; Weil dein berz dir willen, zu unserm beile zu er aus erbarmen Ueber ibrem e füllen, Geborfam warst bis in lend bricht, Bittest, daß gott den tod: Du regierit nun auf ihrer schone, Daß er nicht nach dem throne; Gott gibt dir feiwerken lohne; Daß er die, die ne welt zum lobne; Dic nent noch dich fliebn, Kräftig wolle zu fid ziehn. Dein volk nun herr und gott! Erbobter gottesiobn, wie 7. Grofer mittler, o wir prei- berrlich ist dein lobn Rach sen Dich, daß du im beiligtum dem siege! Wir folgen dir Mit Co viet treu uns willst bewei- freuden bier, Einkt lobnet fen! Dir sey ebre, dank und gott auch uns wie dir! ruhm! Dein verdienst laß uns 4. Deine trauernden erldvertreten, Wenn wir zu dem sten Im Fampfiu stärken und vater beten. Wenn der tod jutrößten, Gabst du vom bimDie lippen schließt: Sprid mel deinen geist. Gib auch uns noch für uns, jesu chrift! in unferm leidenDen geist des 4. Chriftus wird wieder troftes und der freuden, Den uns dein theures wort vers beift. Erzieb uns in dein reich, 210.1eber aller himmel Mach unser berz dir gleich, heere Erbobst du Dir zu folgen. Du gingst vorI fommen Wach auf ruft uns die. an 130 Erfte Abtheilung. an, Wirfehn die bahn, Die Auf deine zukunft beffen wir. uns zum himmel führen Fan! 2irwiffen, wer du bist; Ber 5. he die ståtte zu bereiten, dein erfofer ift: Wir sind stil Um die wir pilger hier noch te. Und wenn die welt In freiten, Gingst du voran instrümmern fällt: Du bists, vaterland. Herrlich wirst du an den der glaub sich hält. wieder fommen, Dannfübrst 7. Welch ein jubel wird es du alle beine frommen Mit werden, wenn wir dich mie dir binauf ins vaterland. der febn auf erden In aller Erfquft haft bu uns, gott, majestät des herrn! Das wird Durch deinen mittlerrod. Wo feyn ein tag des lebens Fut du lebeft, lub gott mit bir, uns, Und nicht ein tag des bes Da follen wir auch mir dir bens. Dann schaun wir did leben für und für. nicht mehr von fern. Dann 6. Ja, berr ielu, du wirst fehn wir hocherfreut Ganz fommen, Wirft ganz erlöfen deine berrlichkeit, Welterld Deine frommen, Wir freuen fer! Dann fübreft da Det uns und danken dic: In den wonn uns zu Dort in des trüben leidenstagen Sollun- pimmels enger rub. ser her: nun nicht verzagen, 81 - XVI. Som heiligen Geist und dessen Gaben und Wirkungen. 1. Freude und Lobpreifung bocherfreut Die botschaft ib Gottes darüber. Ein limlein geht und. rer feligkeit. Bernunft und warheit stegen. Die blindheit vater, der bu und das tafter flieht Wo man deinen foon 3um den finger gottes fliebt, Muß heil uns haft gegeben, Dir beydes unterliegen. dank ich hier mit freuben 3. Umsonst, daß wilder ei fchon, noch mehr im böbern fer tobt, Verfolgung zu erre leben. Ich danke bir, Daß du gen. Dein name, jefu, wird Den geist, Der und der finster gelobt; Dein wort ist fraft niß entreißt, 3ur erde haft ge- und fegen. Die jünger schreft fendet. Er kam aufjefu wort nicht pein noch müh, Dein Berab, Derfeinen boten står geift, o vater, stärkte fie In ke gab, Daß fie dein werk martern und im tode. Sie vollendet. 211.Dit blieben ihrem berrn getreu, 2. Erfüllt von seiner wun- Bekennen seinen namen frey, der fraft, Gebn sie die welt und preifen ibn im tode. zu lehren. Der geist, der neue 4. Noch ist bist du der geist berzen schaft, Hilft ihnen sie der kraft; Noch ist der mens bekehren. Die volker bören schen lehrer. Du machst sic weif XVI. Vom heil. Geift u. deffen Gaben u. Wirkungen. 13t weif und tugendhaft, Des den geist, Der uns den wegzur fünden reichs zerstörer. In wahrheit weist. Ach dunkel fündern wirkst du reuund leid find des lebenspfade. ErleuchIn trommen feclen troft und te fie durch seine gnade, Er freud, Und muth im kampflehr uns gottes beil verstehn, der fünden: In bangen stun er leit uns, wenn mir irre den schenfest du, So wie im gehn, Und wenn wir strautode, feelenrub, Und lehrst deln und ermüden: Dann ihn überwinden. tark er uns durch gottes frie5. Des vaters und des sob- den. Gelobt 2c. nes geist, Duquell des lichts, 4. Hier in dem heiligthum der liebe, Den jesus betenden des berrn, hier warten deiverheist, U heilgemeine trie- ner, geift des herrn, Wir wribe! Gib über meine sünden sten, unsers hauptes glieder. schmerz, Und muth zum glau- Komm segensvoll auf uns ben in mein herz. Hilf mir mitbernieder! Hilf uns, gib dem andacht beten. In bangen verstande licht; Dem herzen stunden trofte mich, Und dei- muth und zuversicht: Daß ne bülfe zeige ich mir einst uns von ihm, den wir bekenin todesnörben! nen, hier weder glük noch Komm heiliger geift herre. feiden trennen. Gelobt 2c. 212.Sey, weltversöhner, 5. leid uns, berr, an deifey gepreist! Duner band Hinauf ins wahre fandtest uns dentbeuren geist, vaterland. Entreiß uns mach Der uns in alle wahrheit leitetig dem verderben; Erhalt Und uns zum himmel zuberei uns glaubig, bis wir sterben; te. Er lebret uns des glau Dann stárk uns in des todes bens kraft, Stärkt uns in die ichmerz Das schwache freufer pilgerschaft, Den laufzumdenlecke berz, Daß wir mit ziele zu vollbringen, Und einst muth jum himmel dringen, Die krone zu erringen. Gelobt Und dann den lezten sieg erfey gott! Gelobt fey gott! ringen. Gelobt 2c. 2. Durch deines geiftes 6. Dort, wo der zeugen jesu Fraft erfreut, Wagt deiner bo- fcbaar, Die hier durch dich ers ten schaar den streit, Kämpftfeuchtet war, Am thron des gegen falscher götter beere, lammes jauchzend steher. Und Und fiegt durch deines Freuzes deiner werke preis erbobet: lebre. Begabt mit stärke, Dort ist auch unsers erbes gieng ihr wort Bis an der er theil; Auch uns ist der erldde grenzen fort, Erleuchtete fung beil Durch dich versieDienationen, Und drang von gelt: und wir kommen Durc bútten ju den thronen. Ge- dich zur seligkeit der fromlobt 2c. men. Gelobt sey gott! Ge3. O send ihn auch zu uns lobt sey gott! I 2 Rom 132 Erste Abtheilung. Komm gott schöpfer. fte glut! Mach uns der liebe 213.Du führer, der mit gottes voll! Stärk, herr, in treuer hand Den drangfal unsern muth; Trößt weg uns zu dem himmel weift! uns in angst, und leit uns Du, unsers erbes unter- wohl. pfand, Gepriesen feyit du, 10. Desvaters liebe, chrifti beilger geist! gnad, Und die gemeinschaft 2. Auch dich preift deine derner fraft Verleih, und gib christenheit, Du geist des va- uns trost und ratt, Auf uns ters und des sohns! Du bist, rer ganzen pilgerschaft. wie sie, von ewigkeit; Mit ih O ewigkeit du donnerwort. nen herrscher eines throns. 214. O beiliger und qu 3. Der gottheit willen ter geist, Der uns tbatt du fund Durch dich den weg zum bimmel weist, weiffagte der propbet. Du Dich foll mein berz erheben. legtest ihm in feinen munt Du bist mein lebrer und mein Das mort des heils, dar gott, Du gibst mir freudigkeit nie vergebt. im tod, Regierst auch hier 4. Nichts schließt vor dei mein leben. Was gut und nem blif sich zu. Den abgrunt löblich ist an mir: Geist got Der unendlichkeit, Der gott tes, das verdank ich dir. beit rath erkennest du Mir 2. Als unser beiland gottes göttlicher allwiffenheit. fohn, Gieng von der welt ju 5. Dubaft dem erdkreis of gottes thron: Kamst du ju fenbart, Was keine weisheit feinen zeugen. Und mit dit je erkant; 218 dich, nad kam der liebe gluth, Mit dir feiner himmelfahrt, Der fam Fraft unb belbenmutb berr den feinen zugefandt. Die welt zu überzeugen. Du 6. Welch eine pracht vergeist der weisbeit, febrteft fie Flärte dich! Ein schnelles brau Und ftárkteft fie bei aller müb. fen füllt das baus. Da gief 3. Die firde pflanztest du fest du dich sichtbarlich Auf und ist Wird sie durch did fie in feuerflammen aus. bermehrt, befchizt, Durd 7. Nun scheuten sie nicht dich wird sie bestehen. Es mo fchmach, nicht müb; Denn du gen ihre feinde drobn: Vest haft alle furcht entfernt; Die bleibt sie stehn wiejefus throm thaten gottes priefen fie In Sie kan nicht untergeben. Da sprachen, die sie nie gelernt jesus christ ihr sitter ist, und 8. Wir haben, geist der gnat du ihr treuer bepstand bist. und stark, An deinen gaben 4. Wobl allen denen, welche gleichfalls theil. Unsichtbar fich Dir übergeben, und durc schaffest du dein werk In une, dich Zum himmel führen las zu unsrer feelen heil. fen. Du lebrest, fie des glau 9. Sez uns auch in die rein- bens kraft, Stárkft sie auf ib rer XVI. Vom heiligen Geiste. 133 rer pilgerichaft, Lehrst sie dielich bir mich ganz ergebe, sünde hassen. Sie sind des Und zu deiner ehre lebe. beils gewiß in dir, Und se 3 Auch dich kan ich nicht erlig schon in hoffnung hier kennen, Jesu, noch mit achter 5. Ach, Fübr auch mich anstreu Meinen aott und herrn deiner hand, Hinauf ins wab: dich nennen: Stehet mir dein re vaterland, Dorr hoff ich geist nicht bey. Drum so laß meine Frone Gib mir die fe- ibn fráftiglich In mir wir steziersicht: Auch mich, auch fen, daß ich dich Glaubensmich verstoffe nicht Der berr voll als mittler ehre, Und von feinem throne. Durch auf Deine ftimme bore. glauben und Durch besserung 4. Ewge quelle beilger güter, Vollende meine beiligung. Hochgelobter gottesgeift, Der 6. Gern will ich dann auf du menschliche gemüter Besebnerbahn Dir folgen, mich ferft und mit troft erfreuft; dem himmel nabn. Fuhr mich Nach dir, hert, verlangt auc auf gutem wege. Gib eifer mich, Ich ergebe mich an dich, mir und wasamkeit, In Mache mich, zu gottes preife, kampf um meine feligkeit. Heilig und zum himmel weise. Mein herz sey niemals träge 5. Fülle mich mit beilgen Du gabst den vorfaz: gott, trieben, Daß ich gott, mein gib du auch meiner schwachhochstes aut, Uleber alles möge beit fraft dazu. lieben; Daß ich mit getro2. Um die Gaben und dentem muth Geiner vaterbuld Beistand des heiligen mich freu; Und mit wahrer findestreu Stets vor seinen augen wandle, Und rechtichaffen denk und bandle. Geistes. 6. Geist des friedens und er gott, und deinen geift De der liebe Bilde mich nach dei nen, die dich bitten, giebeft, nem sinn, Daß ich lieb und Jauns um ihn bitten heift: fanftmut übe Und mirs rechDemutevoll fleh ich vor dir; ne ¡ um gewinn: Wenn ich Vater send ihn auch za mir, je ein friedensband Knupdaß er meinen geift erneue, fen fan, wenn meine band, Und ihn dir zum tempel 3ur erleichtrungder beschwerweihe. Den, Kan dem nächsten ntife 2. Obne ihn fehlt meinemlich werden. wissen Leben, frafrund frucht. 7. Lehr mich, mich ſelber barkeit: Und mein berz bleibt fennen, Die verborgnenfebler dir entriffen, und dem dienft febn; Sie voll demut gott der welt geweiht; Wenn er bekennen und ibn um vernicht durch seine fraft Dielgebung flebn; Mache taggesinnungin mir schafft, Daß ich ernst und treu, Sie zu J3 bef D du allersüßte freude. 215.0 er du uns als va Tiet ter liebeft, Treu 134 Erste Abtheilung. beffern, in mir neu. Zu demjinnre tiefen Sind vor dir, heiligungsgeschäfte Gib mir herr, offenbar. Nun so fenst immer neue fråfte. du auch gewiß Meiner fee8. Wenn der anblik meiner ten finsterniß: Drum gib funden Mein gewissen nieder weisheit, und vor allen, Daß schlägt; Wenn ich in mir ich möge gort gefallen. zweifel finden, Die mit angst 4. Du bist selber rein, und mein herze hegt; Wenn mein siebest Auch an reinen deine aug in nöthen weint; Undlust: Böses hajfest du urd sie. gott nicht zu hören scheint: best Aller sünden graut und D dann laß es meiner fee( wust. Heilige du felbst mich len nicht an trost und står- dir! Schaff ein reines berz Fung fehlen. in mir, Daß ich, was du 9.Was sich gutes in mir fins liebeft, liebe; Nie mit vor Det, Ift dein gnadenwerk in jaz dich betrübe. mir; Selbst den trieb baft bu 5. Du, berr, machst mein entzündet, Daß mich, herr, herz zufrieden, Wenn es mit verlangt nach dir: O so sezc an trost gebricht. Bleib id Durch dein wort Deine gna- von dir ungefchieden: O so Denwirkung fort, Bis fie, feblts an troft mir nicht. durch ein felig ende Herr Bleib ich nur dein eigentum: lich sich an mir vollende. So werd ich, zu deinem In voriger Melodie. ruhm, Um die tugend mid 216.Du der frommen bemühen, und die fünde standhaft fliehen. beste freude, Und ihr troft in traurigkeit, Der 6. Nur bittich, daß du mid ihr herz in allem leide Und im stårkeft, Stebe mir im fampfe tode selbst erfreut; Geist des bey. Hilf, mein belfer, wenn böchsten, kom ju mir, Und, in- du merkeft, Daß mir bülfe Dem ich glaubig dir Lob und nöthig fey. Den verkehrten ruhm ¡ um opfer bringe, Deitten finn Nim aus meiner so höre, was ich finge. feele bin, Daß ich mich nun 2. Edelster von allen fegen, ganz verneue, Und mein gott Die uns gott in drifto gab; fich meiner freue. Du traufft als ein milder re 7. Sey mein beystand, wenn gen Aus des himmels fchoos ich sterbe; Zeige dem gebrod heráb. Du machst barte ber nen blik, Mir zum trof zen weich; Wüften auch an mein herrlich erbe, Ewigun früchten reich; Und dein fanf- verwelklich glüf! Stärke du ter troft erquicket, was der das matte berz, Daß ich un drangfal bize drucket. ter allem fchmerz, Noch im 3.Du kanns alle berzen průlezten todesschweisse, Gott fen, Du durchschauft sie ganz in jefu vater beiffe. und gar. Selbst der gottheit In 135 XVI. Vom beiligen Geifte. In voriger Melodie. die boffnung bau: Gnad um 217.6ei vom vater und anad, auf mein verlangen, dou dem sobne, Der Von dem vater zu empfangen du unfer troster bist, Und 6. Stebe mir in allem leiden von unfers gottes throne Stets mit deinem trofte bey; Hülfreich auf uns schwache Daß ich auch alsdann mit fich; Steße du mir fráf freuden Gottes führung folge tig bei, Daß ic gott erge- fam fey. Gib mir ein gelaßben fey: O so wird mein nes berz. Laß mich selbst im herz auf erden Schon ein todesfchmerz, Bis zum froben überwinden, Deines trotempel gottes werden. 2. Laß auf jedem meiner ftes fraft empfinden. wege Deine weisheit mit mir mel. Sicbferjefu wir sind hier: feyn; Wenn ich bange sweifel 218.3ott, du bast in deibege, Deine wutheit mich ernem fohn Mich freun. Lenfe fráftig meinen von ewigfeitermählet, Sende finn Auf mein wahres wohl nun von deinem thron, Was feyn hin; Lehrst du mich, was au meinem heil nod feblet. recht ist, wählen; Werd ich und gib mir des geiftesgaben. nie mein bell verfehlen. Durch sie werdich alles haben. 3. Heilige des bergens trie- 2.Mich umfangen notbund be, Daß ich meinem gott getod Auf dem finstern fündentreu, Ihn stets über alles tiepfade. Heilgergeist, mein herr be; Daß mir nichts so wich und gott! Rette mich durchtig fep, 216 in feiner yuld deine gnade; Mach mich los zu stehn, Seinen namen upon dem verderben, Laß mich) erbobn: Seinen willen zu nicht in fünden sterben! volbringen, Muffe mir duro 3. Ereibe weg die finftre dich gelingen. nacht Falfcher zweifelnder ges 4. Crárfe mich, so oft ur danken; Wenn die welt mich. fünde Mein gemüt versucbet irremacht, hatte die vernunft wird; Daß fie mich nicht übersin fchranken; Würd ich mich winde; hab ich irgend mich von dir entfernen, Owo will verirrt: io rubre du meirih meisheit lernen? beri, Daß id) unter ren und 4. Coaff in mir ein reines schmerz Mich vor gott dar herz, Daß ich stets an gott geüber beuge, Und mein berdenke, Und mich oft mit reu jur beßrung neige. und fchmerz Ueber meine fün5. Reize mich, mit flehn und den Franke. Laß mich, nac beren, wenn mir bülfe nö dem schmerz der fünden, Troft this ift, 3u dem gnadenfiul zu bey meinem jefu finden. tretten: Gib, daß ich auf je. 5. O verbinde mich mit ihm fum drift, 21s auf meinen 18 ein glied an feinem feibe; mittler, schau; Und auf ihn und, wenn ich sein eigen bin, 34 Hilf 136 Erste Abtheilung. Hilf mir, daß ich es auch blei- Deines worts zu geben. be; Mich ihm völlig überge 5. Sei in schwachbeit uns be, Und zu seiner ehre lebe re ftdze; Steb uns tey! Mach 6. Glaube, liebe, boffnung uns treu In der prüfungsfey Stets die ftårke meiner bize; Führ, wenn gott uns feele: In versuchung steb mir nach dem leide, Sterben bey, Daß ich nicht mein heil beift, Unsern geift. In des verfeble. Gib mir bemuth in himmels freude. den freuden; Gib geduld Komm heiliger geist berre gott. und muth im leiden. 220 Hot unser gebet, geit 7. Hilf mir reden recht und des berrn, Du wohl; Hilf mir meine driften börft der menschenflehengern. pflichten, Wie du forberst, wie Wir wollen unier berz dir ge ich soll, Obne heucheley verben: Olehrebeilia uns leben! richten; Chriftlich leben, fe Rüft uns mit starke, muth lig sterben, und dein himm und kraft, Du, der das gu lisch reich einst erben. te in uns schafft, Das nicht die lofungen der fünden Uns, Barum foll ich mich denn 219. Hofter trifter fom drifti jünger, überwinden. hernieder, traun auf dich! Wit des herrn, Sey nicht fern, traun auf dich! Stärke jesu glieder. Der, der nie fein mort gebrochen, Je fus hat Deinen rath Seinem volk versprochen. 2. Du beiliges licht, starker bort! Laß uns der warheit hel les wort Auf dieſes lebens pfaden leiten; Deß unire fusse 2. Geist der weisheit, gib nicht gleiten; Treib fern von uns allen Durch dein licht uns des irtums nacht: Laß fies Unterricht, Wie wir gott gegen deiner warbeit machti fallen. Lebruns freudig vor Daß jesus chrift der ganzen er. gott treten; Sep uns nab, de Bekannt und angebetet Und sprich ja! Wenn wir werde. O bilf dazu! O bilf glaubig beten. dazu! 3. Hilf den fampf des glau 3.Laßfreudger geist uns voll bens fåmpfen; Gib uns muth, vertraun In noth auf deine Fleisch und blut, Sund und bülfe schaun. Lehr uns, wenn welt zu dámpfen; Laß uns wir zum vater treten, Mit Trübfal, freuz und leiden, frober zuversicht beten. Mach Angst und noth, Somerz und uns durch deine fraft bereit tod Nicht von jefu scheiden. 3um sterben und zur ewige 4. Hilf uns nach dem besten feit! Daß wir mit frobem fireben, Schenf uns kraft, Eu muth ringen; 3u dir durd gendhaft Und gerecht zuleben. tod und leben bringen. Er Gib, daß wir nie stille stehen; bore uns! Erhöre uns! Treib uns an, Srob die babnl Lieb 137 XVI. Vom heiligen Geiste. Liebster jesu mir find her. Juns, daß des vaters zucht 221.Kom auf uns, o geift Einzig unser beftes fucht. des herr, Lebr 5, Treib uns, daß wir ju 5. uns zu dem vater beteni ihm treten Kindlich und mit Und beleb uns, daß wir gern freudigkeit; nur nach seinem Und voll glaubens zu ibm willen beten, und vertritt treten: So wird er um dori uns allezeit: So wird unfti willen Unser bitten gern fer flehn erhört, und die zus erfüllen. versicht gemehrt. 2.O du geist der herrlichkeit 6. Wird uns auch um bülfe Wohn und wirke in uns allen. bange; Seufzt das herz voll Jedes herz sey bir gewerbti traurigkeit: Ach mein gott, Schmuck es aus mit wohl mein gott, wie lange? O fo gefallen. Reich sind wir verwende unfer leid. Sprich der febn mit gaben: Wenn wir feele tröstlich zu, Gib ihr Deine falbung baben. muth, geduld und rub. Gott der himmels und der. 7. du geist der kraft und 222.Kom, o fom, du geist, tärke, Der in uns das gute des lebens! Hilfschafft, Fördre in uns deine uns schwachen máchtig aufwerke Und im kampfe gib Wir bemühn uns sonst veruns fraft. Wenn versuchung gebens hier in unferm pil auf uns dringt, Daß uns gerlauf Um das beil, das dann der sieg gelingt. gottes rath Für uns aus. erfehen hat. 8. Wenn wir endlich sollen sterben, so steh mit troft uns 2. Gib in unfer aller feelen bei. Gib, daß uns als gottes Weisheit und entschlossen- erbe, Jene herrlichkeit erfreu, beit: Daß wir anders nichts Die uns unfer gott bestimmt, erwählen, als was uns dein Und die nie ein ende nimt. wort gebeut. Steb mit dei Kom gott schöpfer beil. Tot nem licht uns bey; Und mad 223 Komh sopfer kom, uns vom irtham frey. o heilger geist, 43.3eig uns selbst die rechten Schaff deiner menschen Herzen stege Zu der wahren wobl- neu. Du fenneft dein ges fabrt an. Raume alles aus ihopf und weist, Wie jegDem wege, Wus daran uns lichem zu helfen sey. bindern kann. Wirke reue 2.Du geist der weisheit leinach der that, Wenn der te du uns zu der wabi des bes fuß gefraudbelt bat. ften theils, Dem himel führ uns alle zu; Du führer auf der bahn des beils. O 4. Laß uns stets dein zeug niß haben, Daß wir gottes finder sind. Stärke uns mit 3. Das lebenswort, das deinen gaben, wenn sich gottes fohn Vom himel uns trübfal für uns findt. Lehr herabgebracht, Erleuchte jede I 5 nation 138 Erste Abtheilung. terland. Cat nation Durch Deiner Leitung Des berzens mir bezwingen. fanfte macht. Steb mir in diesem kampfe 4. Vereine deine christenbeit bei, Daß ich dazu stets wacker Durch deines felgen friedens fey, Und immer überwinde. band Erinnr' uns pilger die. Mein gott das Herz ich. ferzeit Stets an das beste va 225.icht um ein flüchtig gut der zeit: 30 5. Gott, unsern gott, und fleh um deinen geist; Gott, jefum chrift Recht kennen, die den zu meiner feligkeit, Dein fes ist der quell, Aus welchem theures wort verweist. ewges leben fließt Mach 2. Die weisheit, die vom Diefe fenntniß in uns hell. bimmet ftamt, O vater, lebr 6. Lob sey dem vater, lobler mich. Die weißbeit, die dem sobn! Lob dir, o trófter das ber; entflamt Zur liebe gottes geist! Einft fingen wir gegen dich. sto vor deinem thron Ein lied, 3. Dich lieben, gott, ist se Das würdiger did preist. ligkeit; Gern thun, was Dir gefällt: Wirkt edlere Aus tiefer noth schrey ich. 224 Maß, vater, Deinen zufriedenheit, Als alles ** guten geift Mich glük der welt. 4. Vertrauen bab ich dann allezeit regieren, Daß ich zu dem, was unrecht heist, Mich zu dir, Dann icbentet felbst laffe nichts verführen; Der Dein geist Das freudige be fúnde reizung widersteb; Und wustseyn mir, Daß du mit stets auf deinen willen seb, gnädig fept. 1 Darnach allein zu handeln. 5. Er leite mich zur wahr. 2.Ob bbse luft auch hier und beit bin; 3ur tugend fårf dort Mich ansicht, weil ich le- er mich; Beweise, wenn ic be: So bilf mir, daß ich ihr fo traurig bin, Auch mir als fort 3m anfang widerstrebe; trófter sich. Und daß ich ja vergesse nicht 6. Ericaff in mir ein rei Dietodesstunde, das gericht, nes berz, Versiegle deine Den bimmel und die bolle. buld; Und er bewaffne mid 3. Gib, daß ich denke jederim ichmerz Mit muth und seit An diese leste dinge; lind mit geduld. dadurch alle fündenfreud Aus 226, un bitten wir den meinem berzen bringe; Da beilgen mit ich dich mein lebentang Welchen jesus cristus uns Verebre, obne furcht und verheist, Daß er uns behüte gwang, Mit willigem gefur falscher lehre; Alle, die borsam. imirrtum fint, befehre. Er 4. O frårfe mich dazu mit barme Dich, bert! fraft: So wird es mir gelin gen. Hilfiedebbie leidenschaft nous 2. Du geist der weisheit und der Fraft, Mach uns durc Dein XVI. Vom beiligen Geifte. 139 Dein wort auch tugendhaft; 5. Nim deinen geift, den -Hilf, daß wir ihm glauben, geift der liebe, Den geist des Dem treuen beiland, Der uns glaubens nie von mir, Und bringen will jum rechten va- tärke mich durch seine tries terland Erbarme dich, herr! be, Durch seinen beisfand 3. Du höchfter troft in aller für und für! So leite durch noth! Hilf, daß wir nicht die pilgerzeit Mich aus der fürchten grab noch tod; Laß, welt zur feligkeit. wenn wir einst sterben, Uns 228, beilger geift, Febr nicht verzagen: Sondern mach uns frey von allen plagen. Erbarme dich, berr! Ber nur den lieben gott. bey uns ein Und laß uns deine wohnung seyn, Du, unsrer feelen sonne! Laß deiner wahrheit hellen schein 227. grofer gott, du In unsern herzen kraftig seyn reines wesen, Du 3u steter freud und wonnes haft nur reine herzen dir zu Daß wir Schon bier, Gott Deiner wohnung auserlefen: ergeben, Rubig leben, Und Ach schaff ein reines ber; in im sterben Einst voukommnes mir; Ein berz, das unbeffeft glük ererben. und frep Von allen bösen lüsten sey. 2. Du quelle, draus die weißheit fließt, Die uns zum 2. Jd falle dir, mein gott, beil so nöthig ist, O schenk, zu fusse. Mich mache christijaus deiner fülle, Uns so viel blut auch rein. Laß redlichbleinsicht und verstand, Caß meines berzens buffe, Und beilsam von uns werd erkant ernstlich meinenglauben sepn! Des höchsten gnådger wille. So mache mich zur reinigkeit Ja gib Dentrieb Unsern seeDes lebens fe lebens fertig und besten, Nur zu wählen Und zu üben, Was er uns bat vorDes 3. Dein guter geist, o gott gefchrieben. regiere Mein ganzes bers, und 3. Steh uns stets bei mit stebe mir In meiner schwach- deinem rath, Und führ uns beit bey und führe ich von auf den rechten pfad Des der eitelkeit zu dir! Gib einen beils, den wir nicht wissen. geift, der dir getreu, Und Verleih uns milligkeit, daß willig ju gehorchen icy. wir Dir treulich folgen, wenn 4. Durch deine gnade stårk wir hier auch darum leiden mich ichwachen; Mach mich müssen. Drückt left Uns fast vorsichtig in gefahr. Gib, Mutlos nieder: Laß uns wiedaß ich durch gebet und was der Trost empfinden, Und chen Die feele unverlegt be: Die trubial überwinden. wabr. Laß mich in deiner 4. Stárf uns durch deines gnade Rehn; Stets in der troftes fraft 3um fampf mit beßrung weiter gehn. ljeder leidenschaft, Darüber herr 140 Erfte Abtheilung. berr zuwenden. Und sind wir bin; Erfülle uns nach deinem wo dem falle nab: So sey finn Mit wahrer menschenliemit deiner hülfe da; Erhebibe: Daß unser berz mit huld uns von der erden. Neue und treu, Stets zugethan Treu Gib uns schwachen, dem nächsten fey, Und sich darDu kanst machen, Daß wir innen übe. Kein neid, Kein fiegen, Und im fampf nicht freit Dich betrübe, Fried und unterliegen. liebe Bollest du geben, Daß 5. Erhalte bey uns immer- wir frob und ruhig leben. fort Den glauben an dein 7. Gib, daß in wahrer heis göttlich wort. Nichts muß ligkeit Wir führen unsre leuns von ihm trennen. Gib, benejeit; Sei unfers geistes daß wir ihn vonberzensgrund stärke! Laß uns stets bleiben Mit thaten, so wie mit dem unbewust Die eitelkeit der fins mund, Vor aller welt bekennen lust, Und ibre schnöden nen. Jefum Chriftum Ohn werke. Rühre, Fübre Unire aufhören Recht zu ehren, sinnen und beginnen Von Mach uns tüchtig, Und sein der erden, Daß wir him. beil uns werth und wichtig. melserben werden. 6. Nim alle harte von uns XVII. Vom Worte Gottes. e crepit 1. Hober Werth des göttlidich zu lieben; Lehrt, wie viel den Borts, fowohl Gefe guts du denen gibst, Die dein stes als Evangelii. gebot rait freuden üben, Und wie du väterlich uns liebst. Wer nur den lieben gott. 229.Dein wort, o boch. Und was, o herr, dein mund fter, ist vollkom- verspricht, Bleibt ewig wahr men; Es lebrt uns unsre gan und truget nicht. ze pflicht; Es gibt dem fünder 4. Herr, deine tröstungen und dem frommen 3um leben find besser, Als alles silber, fichren unterricht. Ofelig, gold und geld; Ein fcbaz, weit wer es actíam bort; Beföftlicher und gröffer, Als alle wabrt und mit geborfam ehrt. fáze diefer welt. Wer das 12. Es leuchtet uns auf un- tbut, was dein wort gebeut, fern wegen; 3erfreut des ir Demist deinfegen stets bereit. thums finsternis; Verkün- 5. Drum laß auch mich mit digt gnade, beil und fegen, luft betrachten, Was mich Und machet unfer berz gewiß s tebrt uns, bochster, was drin wort, o höchster, lehrt. laß mich darauf geboxfam du bist, Und was dir wohl achten, Was bein befehl von gefällia it. mir begehrt: So fliessen troft und 3. Dein wort ermunterti XVII. Vom Worte Gottes. 141 und seelenrub Auch mir aus Heuchlerisch betrügen? ist 6. Webre allem dem, was fich Wider gott emporet; Wi230., der du die war der feinen geist, der dich Seine beit bist, Gott, zu wege lebret. Web dem spot. dem ich finge: Gott, den fein ter, der sich blåbt, Mehr als verstand ermißt, Ursprung af gott zu wissen: Er wird einst, ler dinge! Alle weisbeit komt vielleicht zu fpåt, Gott schon von dir zu den menschenfin- glauben müssen! dern. Sie erleuchtet uns, 7. Erd und himmel wird wenn wir Selbst ihr licht vergebn. Gett, dein wort nicht hindern.de wird bleiben. Lasterhafte, die 2. Vorurtheil und finster es schmähn, Werdens nicht niß Fallen unfrefeelen: Unser vertreiben. Könige sind vor blifist ungewiß; Unfreschlüsseldir staub, Wenn sie sich empos feblen; Aber dein verstand cen; Sind des schnellen todes weicht nicht von der lautern raub; Sie, mit ihren herren. warbeit. Was du denkest, 8. Du bist wahrheit! ewig das ist licht, Richtigkeit und foll Mich von dir nichts trenflarbeit. an nen; Nicht die welt, von arg 3. Wirfdich, sterbliches gelift voll, Mich erschüttern könfchlecht, Dankbar ibm zu füf nen Sollt ich hier auch um fen: Seine warbeit und fein dein wort Schmach und trübrecht Låffet er dich wiffen. fat leiden: So belohnst du Weit erfchallt das wort des mirs doch dort, Gott, mit ehr berrn, Das die welt bekebret: und freuden. deinem worte zu. Jefu meiner feelen licht. Glaubt es freudig, folgt ibm gern, Menschen, die ihre böret! Vom Gefez. Es ist das heil ums. 4. Gott, was uns dein wori 231. Herr, dein gefez, das verfpricht, Wird und muß ge du der welt zur cheben. Derne drobung fan richtichnur baft gegeben: Das auch nicht Leer vorübergeben. Du zur regel vorgestellt, WorHaben taufende nicht schon, nach wir follen leben, Das Welche vor uns waren, Dei Deinen willen offenbart; Ift ne ftrafen, deinen lohn Uh ganz von einer andern art, fehlbar erfahren? 218 menfchlidbe geleze. 5. Seele, wolltest du nicht 2. Mit äusserlicher ehrbargott Zuversichtlich glauben? feit Láßt es sich nicht begnu. Coll der leichtsinn, soll der gen. Obgleich die band nicht. fpott Deinen troft dir rau schlägt noch draut; Die lipben? Der die bimmel aufge pen nicht betrügen; Das auge baut, Kan der jemals fügen? nichts verbotnes fiebt; Und Kan er den, der ihm vertraut, unbeflekt sonst jedes glied In feiner 142 Erfte Abtheilung. feiner ordnung bleibet. Thu alles willig) was er heißt, 3. Ob man nicht flucht, be Laß seinen geift dich treiben, trüget nicht, Ob man kein sabs Denn wer die sünd nicht red. bathsichånder, Kein frevler, lich flieht, nicht ihm zu leben der die ehe bricht; Rein mor sich bemüht, Der bleibet im der fein verschwender! Kein geriote. freund von sündlichem geschwaz: So ist dein heiliges gesel Doch damit nicht zu frieden.d CH 01 Vom Evangelio. Jefu meine freude. 232.Bort, aus gottes 4. Es fordert, daß das berz munde! Wort dich, gott, Wie dus verdienest, vom friedensbunde! Evange liebe und sich, zu halten dein lium! Bald, da wir gefallen, gebot, aus allen Fräften übe. Ließ dich gott erschallen! Du Es will, daß wie du beilig bist unser rubm! Gottes fraft, beißt, Auch unser herz und Die glauben schaft! Gute bot ganzer geift Sey beilig und schaft, uns zum leben Bon unstråflich. gott felbst gegeben. 5. Der geist, von fündenlie- 2. Was dein wohlgefallen, be rein, Soll sich zu gott erbe Vor der zeit uns allen, Gott ben; Soll immerhin befliffen bestimmet bat. Was sonst leyn Treu jeder pflicht zu le- dunkle schatten Vorgebildet ben, Begierig auf des nách- batten, Das vollführt dein sten wohl, Nach weisheit und rath. Daß dein eid Dich nicht der tugend, foll Der mensch gereut: Beigst du nun; in je voll eifer streben. iu namen Wird er ja und amen. 6. So hat uns gott geoffenbart Sein recht und seinen 3. Alles ist vollendet; Gott willen. Willst du, o mensch, bat den gesendet, Derverheiss auf folche art Nun fein gefez fen war. Jesus, der sein leben erfüllen: Wie oft der sünden Wollte für uns geben, Stellt fklaverey Der wille unter sich wirklich dar; Ja er bat worfen sey, Das wirst du Des böchsten rath Gan; voll leicht erkennen. bracht, und lebt in ehre. 7. Entschließ dich drum, zu Ach erwünschte lehre! deinem heil, Dem mittler zu 4. Da uns strafen drohten: ergeben. Rom, nim an deffen Tbaten friedensboten Heil gnade theil, Durch den die von gott uns fund. Was für fünder leben. Nim dankbar, bolde lehren Laffen sie uns froh und glaubig an, Was er hören! Welch ein theurer zu beinem beil gethan, Und bund! Gottes huld Tilgt uns breise feine liebe. re fchuld, Und wer ihn mit 8. Laß aber auch in deinen glauben ehret, Wird von geift Dir fein gefeze schreiben ihm erhöret. da 30 5, Auf! XVII. Vom Worte Gottes. 143 5. Auf! und wehrt dem fünder; Hier steht allen, die schmerzen. Komt, ibr, deren fein hoffen, Nur der weg berzen Das gefez zerschlug; jum bimmel, offen. Komt zu deffen gnaden, Der, 4. Lob und preiß, und dank für euch beladen, Alle schmer- und ehre Sey dir, berr, füt zen trug. Jefu tod Verföhnt diefe febre, Die ein licht uns euch gott, Gott, der euch als aufgestecket, Uns den weg des vater liebet, Und die schuld beils entdecker. Da du deinen vergiebet. fobnjum leben Der verlornen 6. Hierauf will ich bauen; welt gegeben: Sebn wie un Christo mich vertrauen; Und fers goftes flarbeit, Und emin ihm mich freun. Ihm nur pfangen gnad und warbeit. will ich leben, Ihm mich ganz 5. Gott, wie groß in deinen ergeben, Ewig treu ihm feyn: wegen, Und für uns wie reich So werd ich Auch einst durch an segen, Zeigt sich uns das dich, mein heiland, felig wort vom glauben? Wer will sterben und den himmel erben uns den himmel rauben, Wen Somúce dio o liebe. wir auf dein zeugnis bauen, Deiner vaterhuld vertrauen, bares wefen Läßt Jefum glaubig beiland nen233.ott, dein unsicht: fich in dem lichte lefen, Das nen, und das durch die that du uns für dieses leben Haft bekennen? mit der vernunft gegeben 6. Jft biß nicht von uns ge Daß du gott bift, muß ich mer schehen: Dvergib uns das verfen, Herr, aus deinen grofen geben! Sieb bier unfers berwerken. Und die pflicht, dich zens reue, Und mach unfern zu verebren, Kan mich mei- glauben neue. Ach, das wort ne schöpfung lehren. des ewgen tebens Gabst du 2. Die vernunft zeigt deine uns doch nicht vergebens; Laß groffe, Und entdeft mir meine es ihm bep uns gelingen, Laß blosse. Ich foll mich mit gott es uns zum himmel bringen. verbinden; Doch dis hindern Jo ruf zu dir herr jesu drift. meine funden, und ich kan fie 234.eit deinem volke, nicht verfübnen, Meine dem du böchster, offenbarest; Das du regierst und váterlich Auf ebher bahn bewahrest! Heiluns, denn diß dein volk sind wir! Dulchrst uns, Deinen willen Recht erfüllen, und unsern durft nach dir Selbst aus kan nichts verdienen. Aco vernunft, bis ist der schade; Aber wie find ich nun gnade? 3. Hier erscheint in gröffrer flarheit Uns ein ficht, das wort der warheit: Dis ver spricht den geistlicb armen Reiches, notliches erbarmen. ber quelle stillen. Hier ist heit für menschenfin2. Web denen, die sich finDer; Hier ein bürge für dielsterniß, Gott, für dein licht erwäh 144 Erste Abtheilung. erwählen! Wie boffnungsvou jefu licht, nach seinem reiwie usgewiß Sind ihre stol- che trachten. ze seelen! Du felbft berufft 2.£ obpreifung Bottes für fie immer noc, Dein himmfein Wort. lisch reich zu erben; Nicht zu Wir driftenteut habn. fterben: Ihr leichtfinn stürzt 235. Herr, dir sey preiß; sie doch In ewges verderben. Ich glaub und 3. Der flügler fagt: du were weiß: Der grund des beils deft nicht Uns etwas neues find deine lebensworte; Bey lehren; Denn die vernunft diefem licht Verfehl ich nicht sey soon das licht, Dich wür- Den finalen weg, Die endig zu verehren. Dod, wem ge bimmelspforte. nur diefer schimmer scheint, 2. Wir menichen sind Ver. Der kan niorvoligfehen, Si febrt und blind; Und feiner der geben; Nein, sinket, weiß den weg ins ewge les wenn er meint Auf vestem ben. Den unterricht, Der und grund zu stehen. gebricht, Kan uns allein das 4. 3war die vernunft erfen wort der wahrheit geben. net dich In deinen grofen wer- 3. Das jesus chrift Mein fen; Weiß dein gebot, doch beiland ist; Daß er für mich weiß sie sich zum guten nicht und meine schuld gestorben; zu stärken. Wir fündigen, Daß ich durch ihn Erlöfet bin; und sie kan nie Uns wieder Daß mir lein blut die selig. dir verföhnen. Unirethránen feit erworben; Siehst du, doch könen sie nicht 4. Daß sich mein geift Dem gnug tbun, nicht verföhnen. leib entreist; Daß er durc 5. Aus furcht des rodes gottunsterblich ist undbleibet würden wir zum traurigsten Daß mich mein birt erwecken geschlechte: Wenn uns dein wirt, Wenn gleich den leib mort nicht, gott, von dir Des des todes macht zerstäubet; himmels boffnung brachte. 5. Daß einst die welt In Der fünder kan durch jefum trümmern fällt, Wenn got drift Für alle seine sünden tes fobn wird. majestätisch Gnade finden, Der lufte kommen; Daß er den lobn macht und lift Durch glau Von seinem tbron Dann ge ben überwinden. ben wird den bösen und den frommen; 6. Ach theur und werth sep uns dißwort, Denn du hasts 6. Daß er mein freund, Wen uns gegeben! Es leit uns bier, er erscheint, Mich zu sich nimt es bring uns dort, O gott, ins ewge freudenleben: Das zum ewgen leben! Lebr auch von bat er, Mein gott und Die spotter, die es noch mit herr, Nur durch sein wort stoljem muth verachten, Dar erkenntniß mir gegeben. nach schmachten, Und so, beyl 7. Die wort erfreut In traus XVII. Vom Worte Gottes. traurigkeit, und findert mir bewährt und übt. Den fummer, der mich drücket, Jefu deine tiefe wunden. Die schwermut weicht, Das 237.Gott, durch den wir berz wird leicht, Wenn mich sind und leben, in angst, o herr, dein wort er- Deine Güte fey gepreist, Daß quicket wisdu uns dein wort gegeben, 8. O laß binfort Dein gna- Das zum beil uns unterweist; denwort Mein ganzes hers Das uns unsce pflichten zu deinem ruhm beleben, Bisleßrt, Warnt, vermahnet, nach der jeit In ewigkeit Idftrait, befebrt; Und, wenn beffer dich im bimmel werd uns ein leiden drucket, Uns erheben. semmit reicbem troft erquicket. Rel. Nun danfet alle gott. 2. Gib, daß wires innig lies 236. elobet fepst du, ben. Ernstlich, ohne heuchelgott, Für deines fichein, Das darin befohine wortes lebre. Gib, daß ich sie üben, Und nicht bloße borer aud gern Mit fleiß und an eyn; Denn wer Deinen willen dacht böre; Ja made felbft weiß, Und ibn doch nicht mein herz Bon vorurtbeilen thut mit fleiß, der ist árrein, Und laß dein wort mein ger als die beiden, und muß lidt auf meinen wegen sein. Doppelt streiche leiden. 2. Nie muffe mein gemüt, 3. Darum präge deine leb Stattwabrbeit, irrtum wabren Eief in unfre feelen ein; den; Und deiner lebren sinn Laß sie uns mit nugen hören, Leichtsinnig sich verhelen, Leit, und derselben tbåter seyn, allerhöchster selbst Den for Treib uns dadurch Fräftig an, swenden verstand: So wird, Daß wir dich vor jedermann was du mich lehrst, Auch Frob bekennen, findlico lierecht von mir erfant, ben, und mit fünden nicht betrüben. 145 3. Dein wort bleibt ewig wahr; Laß mics von berien 4. In der feele finsterniffen glauben; Und mir nicht seinen Sep dein wort uns stets ein trost durch ungeboriam rau licht. Eaß uns troft daraus ben. Wer bier nach deinem genießen, Wenn es uns an wort Gewissenhaft fich bålt: icoft gebricht. Es versüß uns Der fomt un mabren gluk, jede notb; Es erquif uns auch Hier und in jener welt. im tod Durch die boffaung 4. Hilf fraftig mir mein ganz zu schauen, Was wir gott, Daß ich auf gute lebre deiner wabrbeit trauen.. Begierig acht und auch Sie z. Bitten zu Gottum würdi. mit geboríam ehre. Verleib gen Gebrauc feines Borts. mit deinen geist, Der luft und Nun danket alle gott. frafte gibt, Daß man die 238.ott, du willst, daß warbeit inot, Findt, glaubt, mein berz Bur bets 146 Erfte Abtheilung. heiligkeit genese; Drum gib, bibel gibt: Man ternt ibr daß ich dein wort Oft und wort verstehn, Wenn man mit andacht lefe; Das wort, es treulich übt. das deinen rath Von unserm 7. Spricht sie geheimnisvoll, heil enthält. Dank sey dir für So laß mich diß nicht schredis wort, Den größten schaz den. Kein menschlicher ver der welt. stand, Kan dich, gott, gan; 2. Erfülle mein gemüt Mit entdecken. Du bleibst unend ebrfurcht und vertrauen, Mit tich hoch, Was mir dein wort luft und frommen ernst, Dajerklárt, nicht was mein wiz durch mich zu erbauen, Du verlangt, Ift meines glau bists, der in der schrift zu bens werth. meiner feele spricht. Ofegne 8. Sich feines schwachen doch an mir, Herr, deinen lichts Bei gottes licht nicht unterricht. schámen: Ift ruhm, und die 3. Mein gott, vor welchem vernunft 21sdann gefangen ich Jest meine hånde falte; nehmen, Wenn gott sich of Gib, daß ich allezeit Dein fenbart: Dis ist des menschen wort für wahrheit halte; Und pflicht; Und weise demut ists, laß mich deinen rath Em 3u glauben, was gott spricht. pfindungsvoll verstehn; Die wunder am gesez, Am wort vom freuze feyn. 9. Erinnre mich bieran, Wenmich diezweifel kranken, Und lebre mich dabey, Zu meis nem beil bedenken; Dort sey die feit des schauns, Und hier des glaubens zeit; Dort wachfe, wie mein glük, mein licht in ewigkeit. 4. Du, aller wahrheit gott, Kanst mich nicht irren laffen Untrüglich ist dein wort, laß mich daraus fassen, So viel mein heil verlangt. Du biste, der weis heit gibt: Wen 10. Find ich in deinem wort man fie redlich sucht, Und noch manche dunkelheiten. aus gewissen liebt. Solaß mich einen freund, Der 5. Gib, daß dein fráftig wort mehr als ich sieht leiden. Mein berz auch mächtig rüh Ein forschender verstand, re; Ind daß ich mir den spruch Der fucht mit emfigkeit; Oft zu gemüte führe, Der Ein angefochtnes herz, mich vor andern rührt; Dann manche dunkelbeit. stårke mich durch ihn, Mit 11. Stets sep dein wort mir ernst und munterfeit, Das werth; Es ist mein glüf auf gute zu vollziebn. erden, und wird es einst noc 6. Um tugendbaft zu feyn; mehr Injenem teben werden. Dazu sind wir auf erden. Wer Nie irre mein gemüt, Der Deinem wort gehorcht, Den bibel feinde spott! Die lebre, last du inne werden: Die die sie schmåhn, Bleibt doch Lehre sey von dir, Die uns dieldein wort, o gott! Wer XVII. Vom Worte Gottes. 347 Ber nur den lieben gott läßt. Inis, Wenn doch das berz noch 239.Mein gott, du wobs bbse bleibt? Drum bilf, daß neft zwar im lich- ich der warheit treu, Und daß te, Dabin kein sterblich auge mein glaube thätig ſei! dringt: Dod gibst du uns zum 7. Laß dein erkenntniß mir unterrichte Dein wort, das im leiden Die quelle wahren uns erfenntniß bringt: Was troftes sein: Um mich, wenn du, o allerhöchster, bist; Was leib und seele scheiden, Des mit uns beine absicht ist. beffern lebens zu erfreun. Da 2. So gib denn, daß ich dar irr und wank ich weiter nicht, auf achte Als auf ein licht im Und sehe dich in hellem licht. dunkeln ort; Und wenn ich Jo bab in gottes herz und finn. meinem forschen fort. Für deiner warbeit hellen fbein Laß aug und berz stets offen ſein. ernklich es betrachte: So bilf 240. Du haft auch mir feligkeit, Mein gott, dein wort gegeben; Hilfe daß ich darauf allezeit Mög achten, darnach leben. Sein 3. Hilf, daß ich deinem wor- unterricht Gibt mir gnuglicht te glaube, Das mich zurwah Die bahn des beils zu feben. ren weisheit führt; Damit Es zeiget mir Den weg zu dirs Fein falscher wahn mir raube, Laß mich ibn freudig gehen. Was mir ein ewges heil ge- 2. Eröffne du, zu meinem biett. Kein fpottergeist ver- beil, Die augen meiner feele: führe mich; Kein zweifel fey Daß ich mein allerbeftes theil mir hinderlich. Erkenn, und auch erwähle. 4. Das ist der wegjum ew Laß ich mich bier, Mein gott, gen leben, Daß mir, o vater, von dir und deinem wort rea Dich und den, Den du zum gieren: So wirst du mich beil uns haft gegeben, Erken- Auch sicherlich Zur wahren nen, lieben und erhöhn. fübre du auf dieser bahn Mich felbst durch deine warbeit an! Owohlfahrt führen. 3. Dein wort lehrt mich, daß Diefe zeit Mir sei von dir ge5. Vor allem gib, daß stets geben, Im fleiffe wahrer beilebendig Bei mir, gott, dein ligkeit, Nach- ewgem atuf zu erkenntniß fei; Und daß ich streben. Ja es verschafft Mir dir darnach beständig Lieb, dazu fraft, Wenn ichs zu herehrfurcht und gehorsam weib. sen fase. Drum hilfdu mir, Gib, daß ich thu mit allem Daß ich es hier nicht aus fleiß, Was ich von deinem dem berzen laſſe. willen weiß! 4. Nichts gibt uns solchen 6. Was hilft das richtigste frohen muth, Als deines wor erkenntniß, Wenns nicht zu tes weide. Keir gluf der welt, Deiner liebe treibt? Was kein irdisch gut Schenkt uns nust ein aufgeklärt verständlso große freude. Dein wort $ 2 allein 148 Erste Abtheilung. allein Jft troft in pein; Ist dem wiffen Doppelt streiche unfer leg in fchmerzen: In teiden müssen. jeder nort, Auch felbft im tod, 4. Folg ich feinem unterIfts troft für fromme herzen. richt: O fo werd ichs auch er 5 1 gluflich ist, o fahren, Was es denen guts gott, hon hier, Wer verspricht, Die es hören und deine wahrheit ebret; Und bewahren; Dann wird es auch durch dein wort, belehrt von mir im leiden eine quelle Dir, die rechte weisbeit bb- wahrer freuden. ret. Ein frommer finn 3ft 5. Hilf auch, daß von zeit zu fein gewinn. Dein fegenteit Meine Fenntniffe sich meh Dein verschonen Bringt hier ren. Find ich dann noch dunibm rub, Und dort wird du felbeit Bey des glaubens boMitewgem glük ihm lobnen. hen lehren: D fo laß mich des 6.Wenn alles fällt, so bleibt muth lernen, Und von zweiDein wort, gott, doch ewig felfudt entfernen. fteben: Drum laß mich dar 6. Gib, daß ich in deinem auf immerfort In meinem licht Imermebrgerührterken, mandeljeben. Es macht uns ne Jener herrlichkeit gewicht, frey, 3um guten treu, Lehrt und mich dann nur glüflich jedenoth besiegen; Drum feye henne: Went ich weißlich dar auch mir Bestandig hier nach trachte, und die fün Das feligste vergnügen. Dentust verachte. Liebster jefu wir sind hier.. err, mein erleuchte 7. Gib mir immer neue fraft, licht, Deinem wort gemäß zu ban mich, deln; Und vor die gewiffens Daß ich mich und dich erken- haft Auf der Tugend pfad de; Daß ich voll vertrauen u wandeln: So wird einst dich meinen gott und vater in jenem leben mich ein nenne; Daß ich dadurch auf bellres licht umgeben. der erde Für den himmel weise werde. 241. Herr, Es ist das heil und kommen. 242 Herr, deine rechte, 2. Suvertáßig ist dein wort; dein gebot, DarLebre mich nur recbt verfte nach wir follen leben, Wolft hen. Wenn ics forfche, bilf du durch deinen geist, o gott, mirfort, Sicher daraus ein- Ins herz mir selber geben: zuleben: Was zu meinem Das ich zum guten willig sey, beit mich führet, Und zu Und redlich, obne beuchbeley, meiden, mir gebühret. Was du befiehlst, vollbringe. 3. Aber laß mich nicht allein 2. Gib, daß ich dir allein Richtig feinen sinn verstehen; vertrau, Allein dich fürcht Laß mich auch befliffen feyn, und liebe; Auf menschenbülf den erfannten weg zu geben. und trost nicht bau; Mich Denn sonst würd ich bey darum nicht betrübe. Laß groser XVII. Vom Worte Gottes. 149 groser leute gnad und gunst, 8. Verleih, daß ich mich redGewalt, pract, reichtum, lich náhr, Mich böser ránke wiz und funft mir nichtsfedme. Dem bergen geis zum abgott werden. und unrecht wehr: Was mein 3. Hilf, daß ich deinen gna- nicht ist, nicht nehme. Gedenbund Aus deinem wort er winn ich was mit meiner kenne; Und deinen namen nie band, Sey es auf arme gern mein mund Obn berzensar verwandt; Und nicht auf dacht nenne. Vergessen laß es pracht und hoffart. mich auch nicht, Wie starf 9. Hilf, daß ich meines mich meiner taufe pflicht 3unächsten ehr zu retten, forge Deinem dienft verbindet. trage: Schmach und verac4. Am tage deiner beilgen tung von ihm fehr; Nichts rub Laß mich gern vor did bofes von ihm fage. Aufrichtreten; Die stunden beiligtigkeit regiere mich, und mein bringen zu, Mit freuden zu gemüt entferne sich Vom tudir beten, Dein wort fey meigen und vom lästern. nes herzens luft; Dein friede 10. Laß mich des nächsten fey in meiner brust; Dein haus und gut Mit unrecht lob in meinem munde. nie begehren. Was mir zum 5. An eltern, an der obrig- leben nöthig thut, Daz wollst Feit, an denen, die mich feb du mir gewähren. Doch daß ren, Laß mich, o vater, jeder es niemand schädlich fey, Joh zeit Dein göttlich bild vereh auch durch deine huld dabey, ren. Für ihre treu und müb Ein ruhigs berz behalte. laß mich, Auch wenn sie werden wunderlich, Geborfam seyn und dankbar. Ir. Gott, du bist herr; der menfch dein fnecht. Ich kenne deinen willen. Gern wollt 6. Hilf, daß ich nimmer eig ich ihn auch, wie es redt, In ne rach Aus jorn und feind heiligkeit erfüllen. Doch fübl schaft übe. Verfolgt mich auch ich wohl, was mir gebricht, ein feind mit schmach, Daß und wie ich wahre tugend ich verzeih und liebe. Aud nicht Bermag durch meine jedem gern fein glücke gonn, fráfte. Von herzen fegne jeglichen, Und wo ich fan, ibm diene 12. Drum gib du mir von deinem thron, vater, fraft 7. Unreine werk der fin und stärke. Bereite mich, o sterniß Laß lebenslang mich gottessohn, Zum tháter guter meiden. Ein unfeuich berzwerke. O beilger geift, hilf ftrafft du gewiß, auf wolluß daß ich dich Von ganzem bera folgen leiden. Schaff du inen, und als mich, Auch meimir ein reines berz, Das nen nächsten Liebe. und und herr. Sich nimmermehr erlaube. 243.Gott ist mein bort! K3 Und 150 Erste Abtheilung. Und auf sein wort Soll meinelibre vorschrift ehre. Dem, feele trauen. Ich wandle bier, was sie verheisset, traue, Vest Mein gott, vor dir Im glau- mein boffen darauf baue. ben, nicht im schauen. 2. Nur bey deiner warheit 2. Dein wort ist wahr, Laß licht Lernen wir gott recht er immerdar Mich seine Fräfte kennen: Ihn mit frober zuschmecken. Laß keinen spott, versicht Unsern gott und vaDherr, mein gott! Mich von ter nennen. Und nach seinem Dem glauben( chrecken. heilgen willen, Unsre pflich3. Wo bått ich licht, Woten treu erfüllen. fern mich nicht, Dein wort 3. Was die weisen dieser Die warheit lehrte. Gott, ob- welt Vor dir nicht erforschet ne fie Verstund ich nie, Wie baben, Das hast du ins licht ich dich würdig ehrte. gestellt; Und durch deines 4. Dein wort erklärt Der geiftes gaben Bringst du es in feele werth, Unsterblichkeit unfre feclen, Daß wir beil und leben, Daß diese zeit und leben wählen. 3ur ewigkeit Mir sey bir gegeben. von 4. Du entdekft uns unfre fchuld, Und der fünde grosen 5. Den emgen rath; Diesschaden; Aber auch des höch misfetbat Der fünder zu ver- ften buld, Und den reichtum fühnen: Den fent ich nicht; feiner gnaden; Lehrst uns, Wärmir diß licht nicht durch aller unsrer fünden Gnådige Dein wort erschienen. vergebung finden. 6. Nun darf mein Herz, In 5. Huldreich rufest du uns reu und ichmerz, Der sündenzu: Komt zu mir, beschwerte nicht verzagen. Nein, du ver- feelen! Es soll euch zu eurer zeibst, Lebrst meinen geift, rub, Nicht an trofte bey mir Im glauben, vater! fagen.[ fehlen; Bout ihr anders. 7. Mich zu erneur, Mid von mir lernen, Euch von dirzu weihn; Ift meines beilsfunden zu entfernen. geschäfte: Durch meine müb 6. Herr, dein evangelium Bermag ichs nie. Dein wort hat viel taufend, taufend gibt mir die Fräfte. zeugen, die, zu deines namens 8. Herr, unfer bort, Las rubm, Dankbar ibre kniee dieses wort Mir licht und beugen; Daß du noch dein freude geben; Es sey mein wort erfülleft, und der fees theil; Es sey mein beil; Und te fummer stilleft. Fraft zum ewgen leben. Liebster jesu wir sind hier. 244.bener fey mir alle 7. O nim gnädig an den dank, Den ich dir voll ehrfurcht bringe. Here meinen zeit, Herr, mein lobgefang, Den ich bocher. beiland, deine lebre. Gib, daß freut dir singe. Du, du heilst ich mit folglamkeit Treulich auch mich aus gnaden Von Der XVII. Vom Worte Gottes. 151 der fünden grofen schaden. Jabwende, denn du bist ein ge8. Köftlicher als gold sepfrechter gott, und strafft gemir, Bas dein göttlich wort wiß am ende. Erwek uns mich lehret. Dank, ja ewig durch der warbeit fraft, Dank sey dir, Für den troft. Und was sie gutes in uns den es gewähret. Werd iclicafft, Das laß uns treu einst zu dir erhoben: Will bewahren. ich würdiger dich loben. 5. Herr, öffne du verstand 9. Stets, so lang ich hier und herz, Daß wir dein wort noch bin, Will ich dirzur ebrejrecht faffen, In lieb und leid, wandeln: Täglich mit verneu- in freud und schmerz, Es tem sinn nur nach deinem aus der acht nicht lassen; willen handeln: Sonimst du Daß wir nicht hörer nur mich einft im scheiden Auf zu allein; Nein, auch desselben Deinen höbern freuden. tbåter feyn; Frucht hundertfältig bringen. Sep lob und ehr dem. 245.Wir menichen sind 6. Geist gottes, mache selbst zu dem, o gott, uns gleich Dem fruchtbarn Was geistlich ist, untüchtig. guten lande: Das wir, an gus Dein wesen, wille und gebotten werken reic; In unIst viel so hoch und wichtig. ferm amt und stande, Das Wir wiffens und verstehens thun, was uns Dein wort nicht; Wo uns dein göttlich gebeut, Und frey vom dienst wort und licht Den weg zu der eitelkeit, Des glaubens bir nicht zeiget. Fraft beweifen. 2. Von jeher hast du aus- 7. Laß uns, dieweil wir legesandt Propheten, Deine ben hier, Der fünder weg vers fnechte: Sie machten in der meiden. Gib, daß wir halten welt bekant Dein heil und dei vest an dir, Im wohlstand, ne rechte. Zulegt ist selbst wie im leiden. Rottaus, was Dein eigner sohn, D vater, dir, berr, nicht gefällt. Hilf von des Himmels thron Geuns die forgen dieser welt, kommen, uns zu lehren. Und böse lüfte Dämpfen. 3. Für solches heilsey, herr, 8. Erhalt uns dein wort gepreist! Laß uns dabey ver- flar und rein, Und laß es bleiben. Und gib nns deinen unfern füffen Ein licht auf guten geist, Daß wir dem unfern wegen seyn. Hilf, worte glauben; Daß wirs daß wirbrausgenieffen Kraft, annebmen jederzeit Mit ehr- rath und troft in aller noth, furcht, treu und willigkeit; Daß wir im leben und im tod Als gottes; nicht der men Beständig auf dich trauen. schen. 9. Es müsse sich zu dei4. Hilf, daß der frevler fre- ner ehr, Gott vater, weit her sport Uns nicht vom wort ausbreiten. Hilf, jefu, daß 4 uns 152 Erfte Abtheilung. 73 uns deine lebr Erleuchten in uns wirken immerfort mba und leiten. O beilger Lieb, boffnung, troft und geift, dein göttlich wort Laßlg auben. XVIII. Von der Taufe. Nun lob mein feel den. 4. Ja, bilf du selbst uns al. 246.Seweibt um christen, In deinem willen stets stentume, Sind beruhn, Und, dirzum wohlge wir auch dir, o gott, geweiht, fallen, Nach deines johnes Nur dir zum preiß und rub- lebrethun. Du wirst in diesem mezuführen unfre lebenszeitsleben, Wie du bisher gethan, Uns deiner vaterliebe In cri- Uns, was wir brauchen, ge fto zu erfreun; und deines ben. Verleib uns auch nur geistes triebe Geborsam stets dann Die beste deiner gaben; zu seyn; Damit wir schon Daß wir durch jefum christ auf erden, Noch mehr in je Theil an dem erbe baben, ner welt, Des glüks theil Das unvergånglich ist. haftig werden, Das nur der chrift erhält. Wer nur den lieben gott. ch 247.3 bin getauft nach 2. Wie viel hat beine gnajefu lebren Did, de An uns, vonjeber, gott, pater, deinen sohn und geist, getban! Auf diesem pilger- So zu bekennen und zu eb pfade Fieng faum ficb unire ren, Daß berz und mund wohlfahrt an: So gabft dulund that did preist; Und. schon uns armen Am reidhejdann des glüfé, ein chrift drifti theil; Und bradst uns zu feyn, Mich hier und aus erbarmen, Die bahn juewig zu erfreun. feinem heil. Du schafftest un- 2. Durch diese stiftung deifern seelen Früb schon gelegenner gnade Ward jedes recht heit, Bu kennen und zu wäh der cbriften mein. Du weib. len Der weg zur seligkeit. teft mich in diesem bade 3u 3. Herr, auch für diese gute deinem find und erben ein; Geburt dir unfer lobgefang. Und thateft in der folgezeit Mit freudigem gemüte bringt An mir noch mehr barmbere unser berz dir preiß und dank; ¡ igkeit. Daß du uns durch die taufe 3, Duoffneteft mir das ver 3u christen bast geweiht, und ständniß Durch deines sohnes uns jum tugendtaufe Mit lehr und geist, Durch sie ges Deinem licht erfreut. Gib, langt ich zur erfentniß, Wie daß wir oft ermeffen, Wae man dich würdig ebrt und uns dein wort verspricht, preift; Und welches beil dein Und strafbar nie vergeffen, anådger raib Dem, der dic Die die gelobte pflicht. ebrt, bereitet hat. 4. Dak XVIII. Von der beiligen Taufe. 153 4. Daß nicht, von leicht dich, um dein zu seyn, Vater, finn hingerissen, Undankbar fobn und geist getaufet, Des did mein herz vergaß: Er- fen soll mein herz sich freun, innertest du mein gewiffen Ewig, ewig bin ich dein. An seine pflicht obn unterlaß;, Und wekieft mich sum tugendiauf Durch deine war beit machtig auf. 2. Welch ein göttlicher geminn, Daß ich durch der taufe gabe Gottes find und erbe bin, Daß ich ihn zum vater ba5. Gelobt, mein gott, fey be! Heilig, heilig, will ich fepn.' deine liebe, Die mir, noch Ewig, vater, bin ich dein! eh ich dich gekant, Alus frey- 3. Jcb gelobt' es, und den. em váterlichem triebe, Schon noch Brach ich oft den bund fo viel gutes zugewandt! Wie huldreich bast du mein gedacht, Und für mein mabres wohl gewacht! der taufe: Kämpfte schon und wurde doch Schwach im kampf und matt im laufe, Dennoch will nochjefus mein, 6. Wie sollt ich dich den Gottwill noch mein vater sein nicht verehren, Und dir ein 4. Dis, o gott, bersprabst herz voll liebe weihn? Nicht du mir: Das hat jesus mir gern auf deine stimme ho verheiffen. Und ich sollte, süng ren, Und findlich dir gebor de dir, Dir, o welt, mich sam seyn? Was dich ent- nichtentreiffen? Ja, ich wills, ehrt, fey fern von mir. Geich will nicht dein, Ich will heiligt fey mein leben dir! meines gottes feyn! 90IA 7. Oftebe nur mit deinem 5. Jefum,( dem ich bingegeiste, Wie du verbeiffen baft, tauft, Bin von ihm so hoch mir bep; Daß ich, was ich vererboben, Bin ihm durch sein fprech, auch leiste, Und treu blut erfauft) Jefum foll mein lib dir ergeben fep! Und febl teben loben, Ibm will ich icb, so verwirf mich nicht,( Denn ich bin sein Meine Mein gott, von Deinem an- ganze feele weihn. gesicht. 6. Wachen will ich, flebn um 8. Erwecke mich durch dei fraft, Daß ich fiers auf feis ne qnade 3um fteten ernst der nem wege, Heilig und gerisbefferung! Und feite mich auf fenhaft Und im glauben, wanficrem pfade Des glaubens dein moge. Und er wird mir und der beiligung. Gott Fraft verleihn, Treu bis in meines heits, fey ewig mein, den tod zu seyn. Und laß mich stets Dein eigen seyn! ro Jefus meine zuversicht. 20 7. Hore mich, denn ich bin Dein, Theuer dir, mein gott, erkaufet, Bin auf dich, um 248.Ewig, ewig bin ich dein zu seyn, Bater, fobn Dein Theuer dir, und geift getaufet. Ewig, mein gott, erkaufet! Bin aufl R. 5 theid ewig 154 Erste Abtheilung. ewig, laß mich dein, Ewiglein chrift dir angehört, laß mich felig seyn. Dis glük mach künftig ihnen werth! Bep einer Taufhandlung. Nach der Taufe Vor der Taufe. 1) eines Kindes. 1.) eines Kindes. Mel. Nun lob meine feel den herrn 249.Du wieffet, iefu, 250.Geweiht zum dri nicht kleinen, ftentume, Ift dies Die dir die eltern brachtenfes find nun gott geweibt! ab; Erkantft auch finder für Erzieb es dir zum rubme, Du die deinen, und sahst voll vater der barmherzigkeit! buld auf sie berab! Laßt, Berlängert beine liebe Sein fprachst du: laffet fie zu mir, leben: so verleih, Durch deis Und wißt, das bimmelreichnes geistes triebe, Daß es ist ibr. dir immer treu, Den hohen 2. Dir sey auch dieses kind werth der tugend Schon früb empfohlen, Dir, dessen treu empfinden lern. Es ziere fei unwandelbar! Wirbringens, ne jugend die felge lust am wie du sebst befoblen, Dirjest herrn. in deiner taufe dar! Ach feg- 2. Auch wir sind gott ges ne es, berr iefu cbrift, Der weihte Durch unfre taufe: der Du der taufe stifter bist! gedant Ermuntre uns noch 3. Laß durch diß siegel deiner beute 3u einem neuen lobge gnade Sein driftenrecht be fang. Erwek uns zum ver ståttigt seyn: Und weibe, es trauen, mit kindlich frobem in diefem bade zum erben finn, Gen himmel aufzuschaus Deines bimmels ein; unden, 3u unferm vater bin; daß ein chrift dit angehört, Erwef uns, au ermessen, was Dis glüf mach fünftig ibm uns fein wort verspricht; Und recht werth. nimmer zu vergessen Der ihm gelobten pflicht. 2) mehrerer Kinder. 2.) mehrerer tinder. Herr, err, der bu felbst die tauf Geweiht zum driftentume befoblen, Dir, dessen treu Sind diefe finder gott ge unwandelbar; Dir sey'n die weiht! Erzieb sie dir zum rub finder hier empfohlen! Wir me, Ovater der barmherzig bringen sie der taufe dar. Ofeit! Verlängert deine liebe fegne fie, berrjefu cbrift, Der Jhr leben: so verleih, Durch Du der taufe stifter bift! deines geiftes triebe, Daßje2. Laß durch diß fiegel dei- des, dir recht treu, Den honer gnade Ihr driftenrecht ben werth der tugend Schon bestätigt feyn; Und weibe sie froh empfinden lern. Es in diefem bade zu erben deiziere ihre jugend Die felge nes himmels ein; Und daßliust am berrn. XIX. Vom 155 XIX. Bom heiligen Abendmahl. Empfindungen folder Kommunifanten, die von nun an als rechtschaffene Chriften denken und handeln wollen. Bey der Vorbereitung au nicht schade; Daß ich durch Hause und in der Ver- deinen Freuzeétod Entsünfammlung. digt, und verföhnt mit gott, Ein erbe sey des lebens. Nun freut euch lieben. 251.3 d will das abend6. Wie werd ich denn, der mahl des herrn, fünde feind, Dich mein erretDes mittlers, beut empfaben: ter lieben! Wie ernstlich mich, Von allem weltgeschäfte fern, mit dir vereint, In frommen Will ich zu ibm mich naben. tbaten üben! Wie werd ich Otag, wie heilig bist du mir! Dir mein lebenlang Für deiWie soll sich meine feel an dir ne liebe preiß und dank, D 3u meinem gott erheben! mein verföhner, bringen! 2. Nicht die gewohnheit 7. Ich steh vor deinem ans treibt mich hin; Nicht der be- geficht. Du siebst, daß ich nicht trug der fünde: Daß auch ein lüge. Du siebst auch, daß lasterbafter sinn bloß dadurch mein berz sich nicht mit vorgnade finde. O berr, erhalt fa; felbft betrüge: So fom von heucheley Mich allzeit ich denn mit freudigkeit, unbefleckt, und frey Von Voll boffnung meiner feligs luft zur übertretung. Feit, Bu deinem abendmable. 3. Bekennen will ichs öffent 8. O meine feete, denke nach: lich: Cein sterben sey mein Wie fündlich war dein leben! leben! Dir, mein erlöfer, bab Durch wessen teiden, weffen ich mich Zum eigentum erge- idmach hat gott es dir ge. ben. Ich will, so lang ich geben! Was bist du dem, lebe dein, und deiner liebe der so dich liebt, Daß er mich erfreun; Mich sterbend für dich sein leben giebt, Deiner trösten. Für seine liebe fchuldig? 4. Demütig will ich meine melod. Es ist gewißlich an der zeit ſchuld vor meinem gott gefte 252.3 preife bid $ ben. Und, von mein beit, ner buld, 3uibm um gnade Für deine todes leiden: Hab flehen! I will mit göttli ich an ihren früchten theil: chem vertraun Nach deinem Was fehlt dann meinen freuFreuz, o jeiu, schaun, Und den? Du warst ein opfer auch fröhlich gnade hoffen. für mich, O gib, daß meine 5. Dein leib und blut versichs feele sich Des ewig freuen re mich Von dieser Deiner gna- moge. de: Daß meiner fünden schuld 2. Du läsfest mich in deinem durch dich mir nun gewißltod Das wahre leben finden. Er. 156 Erste Abtheiluna. Erlösung aus der größtenjeinst den erlöften geist Zu noth, Vergebung a noth, Vergebung aller fün deiner freude fübret. den; Gewiffenerub; sur beß- 18 3u meinem beile haft du rung kraft; Das bast du, berr, dich Für mich dabingegeben; auch mir verschafft, Da di Dein abendmahl erwecke mich am freuze starbest. Mit ernst darnach zu stre3. Dein abendmahl ist mit ben. Herr, mache mich dazu ein pfand Von dieser grofer gefchift Und werd ich einst der güte. Wie viel hast du ar welt entrüft: So sey dein mich gewandt! O stärke mein tob mein leben. gemüte 3um glaubigen ver. Comúke dio o liebe feele. Traun auf dich, Daß ich 253.Sicke dich, erlöste so ich lebe, mich An beine gnade batre. nach des Herrn befehle, Sei 4. Jcb füble, berr, voll reunen mittlerstod zu feyern; und schmerz Die last von mei- Deinen dank ihm zu erneuern. nen sunden. Laß mein vor dir auch für dich hat er sein leben gebeugtes berz Den grofen In den bängsten tod gegetroft empfinden: Daß du, aus ben: Dir: aufzeit und ewiggottes vaterhuld, Auch mir keiten, Heil und wohlfahrt vergebung meiner schuld, Aufzu bereiten. busse baft erworben. 2. 3um genuffe feiner gna 5. Dentroft, den mir dein den Wirst du von ihm eingelas tod verschafft, Werd ewig mir den. Eit ibm demutbsvoll zum segen; Er stårke mich mit entgegen, und nim theil an neuer Fraft Auf allen meinen feinem fegen. Rom, getrost, wegen: Nur das zu thun, es ist sein wille; Kom, und was dir gefállt, Und alleschopf aus feiner fulle Nezen furcht und lust der welt, muth und neue triebe, Zur Standbaft zu überwinden. verehrung seiner liebe. 6. Wie soll ich die barm 3. Herr, ich fomme mit vers berzinkeit, Die du mir thuft. fangen, Glaubensstärkung zu ermessen? Gib, daß ich sie empfangen; Der du huldzu feiner zeit Undankbar mag reich deinen frieden Sterbend vergessen; Daß ich, aue auch mir baft befchieden. Hier achter gegentreu, Ganz dei fall ich zu deinen füffen; Laß nem Dienst ergeben sey, mich würdig doch geniessen Und dir zu ehren lebe. Deines mahls, derfeclenspeis d. 7. Laß deines leidens groffe, Mirzum beil und dir zum fen wek Mir stets vor au preife. gen steben. Rim alle binder niffe weg, Die ebne babn zu geben, Die mir dein bei 4. Dwie febnt sich mein ges nute, Menschenfreund, nach einer gute! Ewig wahrer dei lig vorbild weist, Und didne treue, Und Du siebst mein herz XIX. Vom beiligen Abendmahl. 157 herz voll reue! Ach, so wollst neuet! Ganz fep dir mein herz du meinen zähren Deine tró- geweiher! Wie du bier gelebt, ftung auch gewähren; Meiner zu leben, Will ich täglich mich sünden nicht gedenken und bestreben! Dir gelobich, deine mir deinen frieden schenken! glieder, Alle menfchen, meine 5. Ja, ich hoff auf deine brüder, Immer mit den rein gnade, Daß sie mich der schuld en trieben, Immer, wie mich entlade, Und mit neuer Fraft, felbst, zu lieben, di zum werke Meiner beitigung, 3. Jcb gelobe dir von hers mich stärke. Was du, da du zen, Meiner brüder noth und für uns starbest, Jedem, der ichmerzen Täglich brüderlich gott fucht, erwarbest; Seelenu lindern; Elend, wo ich kan, rub und ewges leben, Wirft u mindern; Jcb gelobe dir Du mir gewiß auch geben. mit freuden, Auch das unrecht 16, Deiner will ich stets mich till zu leiden; Ungeduldig nie freuen; Ganz mich deinemu flagen; An dir niemals zu Dienste weiben: Nur nach dei verjagen. 13pistim i - nem willen leben; Und did 4. Was du baffeft, will ich Dankbar froh erheben. Deine bassen, Ganz von dir mich leis buld ist unermeßlich; Herr, fielten laffen; Nie mitvoriaz dich fep mir unvergeßlich; Daß ich betrüben; Alles, was du ties Dich auf alle weife Herzlich lieb best, lieben. Zwar ich kenne und tbatig preife. pimeine schwåde, Jefu, da ich 7. Du, bem die verklärten dis verspreche; Morgen bab fdbaaren, Die, wie ich auch ich oft gebrochen, Was ich idwache waren, Ewig dankbeute dir versprochen: und jubel singen, Daß sie hier 5. Darum bilf du mir und dein beil empfingen. Laß auch stärke Mich zu jedem guten mich einst dahin komen, Daß werke. Du allein fanft mich ich mich mit allen frommen erlöfen Von verfuchungen Ewigdeiner buid erfreue, Und sum bbfen. Hirf, den ersten Dir meinen jubel weihe. reizzufünden, her starkwird überwinden; Laß mich ihre In voriger Melodie 254.err, i falle vor folgen schrecken, und der undir nieder, Dan- fchuld freuden fchmecken. fe dir und finge lieder, Dir, o Ein lámfein geht. tilger meiner fünden, Wer 255.3 fomme, berr, deine Meine schulden willst du de- Mühselig und beladen. D cken; Willst mich tobten auf mein erbarmer, würdge mich erwecken; Willst ein ewig fe- Des fiegels deiner gnalig leben mir, wenn ich dir den. Ich liege hier vor dei glaube, geben. nem thron, Sobn gottes und 2. Nun so sey der bund er des menschensohn, Mich dei ner 158 Erste Abtheilung. ner zu getrösten. Ich fühle heit und leben zu empfaben, meiner fünden müb; Jd fu- Laß würdig uns zum beiland de rub, und finde sie Immahen; Und sprich uns los von glauben der erlösten. fund und tod. Laß uns getreu 2. Did bet ich zuversichtlich dir seyn, Und führ uns endlich an. Du bist das heil der fün- ein, In dein leben. Der weg der; haft ihre schulden abge- lift somal, Bereit uns all zu than; Und wir sind gotteskin- deinem grofen abendmahl. der. Ich denk an deines lei- Bev der Kommunion. dens macht, und an dein Jefu deine tiefe wunden. dank und freuwort: es ist vollbracht! Du 257, Bofler ehrfurcht haft mir heil erworben. Für mich hast du dich dargestellt; den Kom ich, herr, auf dein Mit fich verföhnte gott die gebot zu dem denkmal deiner welt; Da du für sie gestorben- eiden, Und gedenk an deinen 3. So freue dich, mein her tod. Mittler, der du für mich in mir! Er tilget meine fün- tarbst; Mir ein ewig beil ers den: Und läßtbey feinem mah- warbst; Dir zur ebre stets le bier Mich gnad um gnade u leben, Sey mein eifrig, finden Er bört der reue sebn- ftes bestreben. lich flebn; Will gern mich frey 2. Ich empfind es jest aufs und glücklich febn; Will mir neue, Bas ich dir herr, schulDie schuld vergeben. Nur fou dig bin. Du du gabft mit gro ich dem, der für mich starb, fer treue, Ganz dich mir zum Und mirio grofesheilerwarb, dienste hin; Wiefest mir den Von ganzem berzen leben. weg zu gott; Und ertrugft den 4. Ja, berr, mein glück ist schwersten tod: Mirim leben Dein gebot; ich will es treuund im sterben Sichre trderfüllen. Verleibe mir durch ftung zu erwerben. deinen tod Die kraft zu diesem 3 Durch dich ist zu gottes willen. Laß mich von nun an gnade Freyerzutritt, und die eifrig sein, Mein ganzes le kraft, Auf der tugend felgem ben dirzu weihn, Und deine pfade Vest einher zu gebn, huld zu preisen. Laß mich den veridbafft. Und du rufft aufs ernst der heiligung, Durch ei- neue mir Durch dein nacht. ne wahre befferung, Mirund maht, daß ich hier Theil an der welt beweifen. Deinem fegen nehme; Und mich deiner niemals fbháme. Unmittelbar vor der Kommunion. 4. Sollt ich, jefu, denn vers gebens Diefe deine huld em= Wacht auf ruft uns. 256. Herr, du wollst uns pfabn? Nicht zur beßrung vorbereiten, 3u meines Lebens mich zu deinem deines mahles feligkeiten.tische nahn? Ja mit neuem Set mitten unter uns, o gott! lernst will ich mich für fünden scheun, XIX. Vom heiligen Abendmahl. 159 scheun, und dich, Durch ein beit Wohlthätig eingeladen. Dir gebeiligt leben, Mit ver- Du rufft: mübfelge fomt zu mehrtem fleiß erheben. mir! Ich komme, heiland! 5. Dielen vorfaz, den ich ha- ja, zu dir Erheb ich meine seebe: Thätig dankbar dir zu le. Entzeuch mir deine quade seyn, Prág ihn, jefu, bis zum nicht; Sep auch mein troft, grabe, Zief in meine feele ein. mein beil, mein lidt. Du Gib mir kraft, ihn zu voll- fiebst, wie oft ich feble. ziehn; Lebre mich mit vorsicht 2. Ja, meiner schulden sind fliehn, Was ibn fonnte bey weit mehr, Als ich vermag zu mir schwächen; Was mich zálen. Ich fühl es wohl und reizt, ibn gar zu brechen. leide febr, Vor unrub meiner 6. Laß mich über alles schå- feelen! Doch tubist meine ju= Ben Dein mirtbeurerworbnes versicht, Verlaß mit deinem heil; Und nie aus den augentrost mich nicht Du siehest fezen; Wie nur der daran hat meine reue Erbarmer, nim theil, Der auf deine ftimme sie gnädig an, Du bists, der bort, Mit gehorsam dich ver- belfen will und fan, Daß ebrt, Und in deinem dienst auf sich mein berz erfreue. dá erden Immer besser sucht zu 3. Nach deinem trofte fehn ich mich, Gebüft vor dir im werden. 7. Geh mir, wo ich bin und staube! Dein trbst ich mich wandle, Immer fort mit bül- und nur auf dich, Erlöser, fe nach, Daß ich als ein christ bofft mein glaube. Gebeugte fets handle, Und wird jamein willst du nicht verschmåbn; glaube sowach: O fo bilf mir Verspricht den schwachen beiliebreich auf Daß ich in dem zustehn, Die nach der beßrung tugendlauf Nimmer wanke, trachten. Stets bleibst du deinie ermüde! So erquicke mic nen worten treu, Und wirft Dein friede. ein glaubig berz voll reu, Auch meines, nicht verachten. 8. Ewig will ich dir es danfen, Daß du fo barmberzig 4. Regiere nun auch fünftig bift, Daß auch, wenn wir mich, Daß ich vorsichtig bandschwache manken, Deine treu le: Und heilig, voll vertraun beständig ist. Herr, ich boff auf dich, nach deinem wiles frob und vest: Daß sie mich len wandle. Gib, daß aus auch nicht verläßt; 3u des dank für deine buld, In liebe, bimmels feligkeiten Wird fie glauben und geduld, Jd dir mich gewiß auch leiten. auf erden lebe; Bis ich derRel. Ein lámfein gebt und einst in deinem reich, Ver258.D u, berr, haft aus flärt, unsterblich, engeln barmherzigkeit, gleich, Dich emig froh, erZum denkmabil deiner gnaden hebe. Das ganze volk der christenHerz 160 Erste Abtheilung. M. Herzlich liebhab ich dich o herr. So dien ich voller freuden 259.Gelobt feyft du, berridir. de tellen and unser gott, Ge- 4.3ur weisheit und gerech lebt für unsers mittlers tod, tigkeit: 3ur beiligung und Der uns das heit erworben! feligkeit, Bist du mir außerfe Wie hoch bast du auch mich ben. Auf diesen herrlichsten geliebt! Er, der uns ewg's gewinn Luß mich treu richten Leben gibt, Ift auch für mich meinen finn, Mein streben gestorben. Mein ganzes herz und mein fleben: Mein heifrobloft in mir. Ovater, ich land, zieb mich ganz zu dir, lobsinge dir. Gib, daß ich je. Ja durch den glauben wohn den tag aufs neu Mich dei in mir: Sonimmt in mir die ner vaterhuld erfreu. Gott feelenrub, Und meines bers meines beils, Seyewig mein, sens bessrung zu Mein hert Cep ewig mein, Und laß mich und gott! Verlaß mich nicht, bir recht dankbar feyn. Berlaß mich nicht! Nur du 12. Vollfrober ehrfurcht beug bist meine guversicht. ich mich Vordir, sobn gottes, 5, 3u deinem himmel btlf der du dich Für mich dahinge du mir. Der freuden fülle ist geben. Es fomme mir nie aus bep dir; Laß mich sie einft gedem sinn, Wie viel ich dir, niessen Belebe mich mit muth hert, schuldig bin. Dein tod und fraft, So meine ganze bringt mir das leben. Durch pilgrimschaft zu fübren und beines opfers ewge fraft haft zu schlieffen; Daß mir dein du, o berr, auch mir ver wort stets beilig fey; Daß ich schafft, Was mich vor dem bis in den tod dir treu; Mit verderben schüzt; Was mei- freuden thu, was dir gefällt; nem geißté ewig núzt. Herr Und dich auch ebre vor der jesu christ, Wieliebst du mich! welt. O herr, mein beil, Sey Wie liebst du mich! Gib, ftets mit wir, Sey stets mit daß ich ewig liebe dich. mir.! So fom ich einst ge 3. Mit inbrunit fleh ich, wiß zu bir.c herr, zu dir: Befördre du Gott desfeh allmacht sonder ende. st doch ſelbst in mir Ein glau- 260. Hier bin id, jefu, fu erfüllen, Was du gleich dem dürren land, Beylin deiner leidesnacht, Nach Deiner liebe unterpfand, Nach deinem gnadenvollen wilien, deiner groffen gute. Ich füb. 3ur pflicht und woblthat mir le mobl, was mir gebricht. Ogemacht. Verleih zur übung starke meine zuversicht: Daß dieser pflicht, Mir deines du auch mein verfbbner feyst, geiftes fraft und licht. Und mich vom emgen tod be 2. Es werde mir für mein freyst. Herr, diefer troft Sep gewisen Dein maht ein troft vest in mir! Sey vest in mir! llich unterpfand, Daß ich; Der XIX. Vom beiligen Abendmahl. 161 der fündenfquid entriffen, 8. Es stärke sich in mir der Durch dich bep gott verge glaube: Daß meine feele ewig bung tand: So freuet meine lebt; Und daß einft aus des fecte sich In deinem heil und grabes staube Mich dein alltober dich. mádtger ruf erheb; Wenn du 3. Bewundernd denk ich an dich, grofer lebensfürst, Den Die liebe, Bomit duunser beil völkern sichtbar zeigen wirst. bedacht: Wie stark sind dei 9. Im geist lieg ich zu deinen nes mitleids triebe, Die dich füssen Mit dank und lob, gebis an das freuz gebradt! bet und flehn, Laß neue gnas Es mache, berr, dein todes- be auf mich fliessen. Mein schmer; Jest neuen eindruk beiland, laß es doch ge auf mein berz. idbehn, Daß mir, zur står 4. Laß mich mit ernst die fung meiner treu, Dein a fünde scheuen, Für welche bendmahl gefegnet fey. du, erlbier, starbft; Durc Dor Deinen thron. fchnoden mißbrauch nie ent- 2610 jefu cbrifte, got. weiben, Was du io tbeuer teslam, Der du mir erwarbst, Nie fübre mich aus lieb am freuzes stam, Zur zur sicherheit Der troft, denstilguug meiner jündenlaft, mir dein tod verleiht. Den schwersten tod erdul. 5. Jch übergebe mich aufe det baft! neue, du, mein berr und 2. Ich komzu deinem abendgott, an dich. Ich schwere mahl; Gebeugt durch manbir beständige treue Bep dei- den fündenfal: Doch meines nem mable feyerlich. Dein berzens zuversicht Stebt, berr, eigen will ich ewig sepn. Du zu dir, verwirf mich nicht. starbt für mich, drum bin ich Dein. 3. Du bist der arzt, der fees. len beitt; Der reuerfüllten 6. Nie will ich mich für je trost ertheilt; Und zur rechtmand bámen Der ebre, die ich afnen beiligkeitDen ichwaman dir erweist: Mich nie zu chen murb und fraft verleibt. einem fcritt bequemen, Den 4. Darum, berr jesu, bitt mein gewissen fündlich beist. ich dich, von meinen fünden O flofe mir den esfer ein, Wie beile mich. Mach in mir das da, o herr, gefinnt su fepu. gewissen rein, Und laß mich 7 Laf mid mit ernft den ganz dein eigen seyn. nackten lieben, Und wenn er 5. Erieuchte durch dein wort Brauchelnd was versicht Ver- mein beri, lind richt es zu fobnlichkeit und fanftmut us dir himmelwärts; Daß glauben, Auswirklich chriftlichem bensvoll und dankbarlich, Ich gemüt; Stets eingedenk der deiner lieb erinnre mich. schuldenlaft; Die du mir, 6. Gib, daß ichs mir zum berr, erlaffen bast. heile thu; 3ur fördrung meis L ner 162 Erfte Abtheilung. ner feelenrub; Zur starfung 2. Herr, du haft auch mir in der beiligung, Und wah- bereitet, Was zum wahren rer lebene besserung. wohl mich leitet; Licht, den 7. Tilg alle lafter aus in weg des heils zu finden; Trost, mir; Mein beri mit glaub und bey dem gefühl der funden; liebe zier; Und was sonst ist Kraft, der begrung nacbaujas von Tugend mehr; Das gen; Mutb, des lebens last ju pflanz in mir zu deiner ebr. tragen; Und die boffnung 8. Gib mir, was meiner see bebrer zeiten, In dem reið 1e núzt, und mich für dem ber Der ewigkeiten. Derben schust: Du bist mein 3. Ja, du willst mit deiner beil, laß mich mit dir Verei- gnade Selbst mich auf dem les nigt bleiben für und für. benspfade, 3um genuß der fes 9. Du bisté, der in uns guligkeiten, Die du mir etwor tes schafft: Ach stärke mich da ben, leiten. Du, du willst mich zu mit fraft; Damit ich aluf beffern, trößten; lind zum erb lich weit und sünd, Im glau theil der erlösten; Zu dei ben an dich, überwind. himmels herrlichkeiten, Folg ich dir nur, vorbereiten. 1o. Dein freue meine feele sich. Mein ganzes leben preise dich Den guten vor faz, den ich hier Erneure, mache vest in mir. 4. Nun fo fey der bund er neuet: Gang fey die mein herz geweiher. Täglich will ich mich bestreben, nur nach dels 11. Gib, daß ich treu fey meinem wort zu leben. Was ner pflicht; Und mich nach du liebst, will ich auch lieben; Deinem willen richt: So bring Etnftlich mic) im guten ich chriftlich und in rub, üben: Was du baffeft, will Auf erden meine tage ju. ich baffen; Stets von dir 12. Bis du mich, o du le- mich leiten laffen. bensfürst, In deinen bimmel nehmen wirst; Caß ich dabey dir ewiglich In dei ner guite freue mich. Schmode dich o liebe feele. 5. Dod, ich füble meine schwäche, Jeju, was ich Dir verspreche: 2ch wie leicht ist Das gebroden, Schneller oft, als ichs versprochen! Darum 262.3efu, freund der stark in mir die triebe, Danks menfchenfinder, beflißner gegenfiebe; Daß ich, Der du dich zum beil der fün- bis ich einft erfalte, Treu der, Von des himmels boben dir seyn und glauben halte. freuden, zu den bångsten to. 6. Hilf mir wider alles frei, desleiden, Willig bast herab- ten, Was von bir mich will gelaffen: Wer kan bein erbar, verleiten. Auch den stärksten men faffen? Tief gerührt von reizaur( unden Hilf mir glük. folcher gute, Preift dich bank- tich überwinden; Daß ich bier bar mein gemüte. Rete im gewiffen Deinen frie. Den XIX. Vom beitigen Abendmahl. 163 Den mag geniessen; Und derfder dich liebt! Jbm ists ein einft, auch über n grabe Theil pfand der seligkeit, Ein siegel an deinem segen habe. Der gerechtigkeit. 7. O wie will ich dich erhe 7. Ach wie so reich ergieffet ben, Wenn du mich im höhern sich hier meines gottes lieb in leben, Zu den freuden Deiner mich! hier schmek ich, voll frommen( Herr, ich hoffes) ufriedenheit, Des besten va laffest fommen! Da, da wird ters freundlichkeit! mich nichts mehrstören, Dich 8. Uste feurig bu, mein jes aufs innigste zu ehren; Dafu, liebst, Bezeugt diß pfand, ba werd ich, frey von fün das du mir gibft. Nichts Den, Deinen frieden gan; icheidet ferner dich und mich. empfinden. Mich liebest du, ich liebe dich. 9. Ja, herr, dich lieb ich 263.Herr, der du willig unverrüft, Wenn fünde lofts D jeju drift meind. als ein lam 2m martervollen Freuzesstam, Beldwert mit unsrer fùn denlast, Dich selbst für une geopfert hast. wenn fummer drüft; Verichmachtet Leib und lecle mir; Doch lieb ich dich, und bleib in dir. 10. Herr, dieses beilgen maba 2. Hierfeprich deinen mitt les fraft Stárk mich in meiTerrod; hier nábrst du mid ner pilgerschaft, Den feinden mit bimelsbrod; hier ist das treu zu widerstehn, Die mir unicházbare gut, Das du mit nach meiner feele stehn. gibst, dein leib und blut. II. E8 ftreuet allem stolz 3. D liebe, welcher Feines und neid; Vermehretlieb und gleicht! O wunder, das feirernigkeit; Gibt troft, der nie meních erreicht! Mir unbe das ber; vertáft, und macht greiflich; und doch wahr; den guten voriaz veft. Du sagst es, und dein wort ist flar. 12. Nun, jefu, führ ibn felbft ur that, und leite mich nach 4. O gottmensch, bilf mir, deinem rath: So bring ich daß ich ja Mit tieffter ebr in gèlaßner rub, Die tage furdt dir mich nab. O berr, meiner wallabrt zu. mein mund empfabe nicht 13. Und wenn du mich, du Dein heilig mabt mir jum lebensfürst, 3ur feligkeit einst gericht. führen wirst: So nehm ich 5. Herr, deinen liebesvol- noch vollkommner theil An len tod Verkündigen, ist dein deinem uns erworbnen heil. gebot. So preife denn meth Nad der Kommunion. ganzes berz Dic. jezt für Mel. Gott sey gelobet und gebened. deinen todesích mera. 264, Herr, fen gelobet, daß du haft dein 6. O wie fo groffen fegen gibt Dein leib und blut dem, leben Für uns fünder binge£ 2 geben! 164 Erste Abtheilung. geben! Stårk unfern gtau 6. So soll denn weder spott ben; deine Himmelsfpeife noch leiden! Noch ehre, gut Heilige uns dir zum preife und luft der welt Mich, Erbarm dich unser! herr, von deiner liebe ichei. den, Die felbst im tode mich Wer hur den lieben gott låst. 265.Dant, ewig bank sey erbätt. Du bist und bleibest deiner liebe, Er ewig mein; O laß mic beiner würdig feyn. Nun freut euch lieben. bobter mittler, jefu cbrift Gib, daß ich deinen willen übe, Der du für mich ge 266.Halt im gebächtnis Und laß die jejum drift, gröfe deiner pein Mir im- feele, der auf erden Vom him. mer in gedanken feyn! melstbron gefommen ift, Ein 2. Wie fan ich did genug beiland dir zu werden. Vererheben! Ich, der ich sorn und gis fein nicht, denn dir ju tod verdient; Jcb foll nicht gut Berband er sich mit sterben, fondern leben: Weil fleisch und blut. Dank ihm du mid felbft mit gott ver- für diese liebes föhnt. Du, der gerechte, 2. halt im gedächtnis jefum ftarbft für mich. Wie preif drift, Der für did har gelit ich, berr, wie preiß ich dich! ten; Da er am freu; geftor. 3. Heil mir! mir ward dae ben ist, hat er dir heil erstrit, brod gebrochen; Ich trank, ten. Errettung von der fun. berr, deines bundeswein Vol tennoth Erwarb er dir durch freude bab ich dir versprochen feinen tod. Dank ihm für Dir, treuster jefu, treu Diefe liebe! feyn. Ich schwör es nun 3. halt im gedächtnis jes noch einmal dir. Schenk dulum drift, Der von dem tod nur deine gnade mir! erfanden; Und ist zur rechten 4. Laß, berr, mich dankbar gortes ift, Er hat von todesstets ermeffen, Die mir zu gut banden Auch dir befrepung ertragne faft; llnd deiner liebe ausgemacht; Und ewges les nie vergessen, Die du an miren wieder bracht. Dank bewiesen baft. Laß meiner bm für diefe liebe! glaubenthätig seyn; Und mit zum guten fraft verleihn. 4. Halt im gedächtnisjefum drift! Er wird einst wieder5. Hilf mir das bble über fommen, 30 richten, was auf windeh; Und stärke mich zu erden ist, Die fünder und die. jeder pflicht. Bewahre mich frommen. Drum forge, daß vor neuen finden. Verlaß du denn bestebft; Und mit mich in versuchung nicht; ibm in den himmel gebft; Und dein für mich vergoß- Jbm ewiglich zu danken. nes blur Schenk mir im to 5. Mein beitand, den der deskampfe mutb. bimmel preift, Dich will ich ewig XX. Von der christlichen Kirche. 165 ewig loben. Oftärke dazu vermebr in mir Des gtaumeinen geist, mit neuer kraft bens fraft, auf daß ich dir von oben. Dein abendmahl mit neuer treue diene. XX. Von der christlichen Kirche. 1. Ihre Siderbeit unter Gottes Souz. Allein gott in der höb sey. jefu, beil trauen! Und auf dein wort gewissenhaft Veft seine hoffnung bauen! Dein heil ist uns licht und fer böchstes gut. Hilf, daß wir der welt, fiets mit frohem muth, Dic Der du in diefem leben Dein vor der welt bekennen.. wort, das gottes rath ent 6. 3war fåmpfen wir noch balt Zur leucht uns haft ge manchen streit Auch mit uns geben: Du bist der herr der selbst auf erden: Doch werden christenheit, Die du in dieser zur vollkommenheit Auch wir pilgerzeit, Dir aus den men- erhoben werden. Dann endet sohben famleft. fich der deinen müb; Dann 2. Sie willst du, als dein ei- Fröneft und belobni bu fie, gentum, 3urwahren weisheit Obn end mit preiß und ebre. leiten; Und durch dein evange 7 Wirsehn dich dan in majelium 3ur feligfeit bereitenftát, Und uns, gleich deinen Du bist, berr, groß von ratb engeln, 3u nie empfundnem und that, lind was dein mund qlük erbbbt, Befreit von alversprochen hat, Wirft Dullen mangeln; Frolocken dir gewiß erfüllen. und preisen dich, Daß dei3. Du biit der deinen troft ne macht und anade sich So und heil; Soviel nur an dichoc an und verherrlicht. glauben, Diebaben an dir alle Herliebster jefu was. theil; Die wird kein feind din 268, wig, o jelu, mird rauben. Bon dir fließt weise wort bestehen, 267. beit, troft und rub Dem der Und erd und himmel werden dir folgt, unfehlbarzu. Deineb vergeben; Eb eine macht ist des guten fülle. as reich, das du errichtet, Jemals vernichtet. 4. Mag doch die menge im merbin Auf deinen ruf nich 2. Immer noch famleft du bören; Und mancher im ver dir auf der erden Menschen, febrten sinn, Sich wider dich die willig dir gehorsam wer empóren: So fällt doch bei den; Und deinen frieden hier ne firde nie; Du baltstichon im gewissen Fröblich und du befchuzest sie Durch genieffen. Deines geiftes gaben. 3 Reizt Blendende veriu5. Deinst das reich; dein in chúng sie zu sünden; Bist du die kraft. Wer foute dir nicht ihr beystand, Und hilfft über3 winden 166 Erste Abtheilung. minden Nichts wird sie je, fan ibn ichon fållen. mats deiner but entreiffen. 4. Das wort stebt vest! die Du hafts verbeissen ftolze welt mag nod fo heftig 4. Wohl allen denen, die toben! Der birt mit uns! Dir, jefu, trauen. Was sie dir der farfe beid! der gibt uns glauben, wird ihr aug einst fieg von oben. Zodren- fie fchauen, Dich, und die freu- den leib; Nehmen find und den, womit du belohneft, weib! Rauben gut und ebr; Da, wo du thronest. Sie nebmens, was ists mehr? 5. Dann fchallen fröblich Uns muß der himmel blei von der deinen menge Dir, ben. unserm haupte, böb're lob. In voriger Melodie. fchuit: gefange: Wenn einst dein 270.Wenn driftus feine volf, das hier dein geift regieret, Dort triumphiret. Ein veste burg ist unser. mag die bolle wüten; Er, der zur rechten gottes fist, hat 269. Ein starker fcbuz it macht, ihr zu gebieten. Er ist unier gott, Auf mit bulfe nab; Wenn er ge ihn steht unser boffen. Er bilft beut, stebts da. Eribuit, ju uns treu aus aller noth, Solfeinem ruom, mit macht uns je bat betroffen. Sa- fein dristentum; Mag dow tan, unfer feind, Der mit die bolle wüten. ernst es meint, Rüstet sich 2. Gott siebt die fürften auf mit lift, Trost, daß er måch- dem thren Sich wider ibn tig ist; Jbm gleicht fein empören; Denn den gefalb. feind auf erden. ten feinen fohn, Den wollen 2. Nicht unire macht ifts, fie nicht ebren. Sie schamen die ibn fällt. Wir waren bald sich des worts Des herlands, verloren, s kämpft für uns unfers borts; Sein freux ift der rechte held, Den uns gott selbst ibr sport; Doch ibret felbft erforen Fragst du, wer iacbet gott. Sie mögen fic er ist? Er beift jelus chrift; emporen. Der berr zebaoth, Er, unfer berr und gott, Er muß den Sieg behalten. 3. Der frevler mag die wari heit schmähn, Uns fan er fie nicht rauben. Der unchrift 3. Und wenn die welt voll mag ihr widerstehn; Wit feinde már, Und wollten.uns balten vest am glauben. Ge verschlingen: So fürchten tobt fey jefus drift! Wer biet wir uns nicht fo febr; Es fein junger ist; Sein wort foll uns doch gelingen. Wenn von berzen bält, Dem kan der fürst der welt Sich schon die ganze welt Die feligkeit grimmig ftellt. Schreft er nicht rauben. uns doch nicht. Er ist ja 4. Auf, driften, die ihr ihm längst gericht: Ein Wortlivertraut, Laßt euch kein drobn XX. Von der chriftlichen Kirche. 167 erschrecken! Der gott, derffennen, unser gott, Dein grovon dem himmel schaut, Wirdies werk auf erden; Laß jeuns gemiß bedecken. Der herr, fu cbrifti heil und tod Erfant der höchste gott, hält über von allen werden, und alle fein gebot; Gibt uns gedult sich befehren. in noth; Und fraft unt 2. So danken dir, und los muth im tod. Was will ben dich, gott, die volker uns denn erschrecken? alle; Und alle welt erfreuet fich, Und singt mit grofem 2. Um erhaltung und Auschalle: Daß du auferden richbreitung der oriflicen ter bist; Die fund nicht lái Religion und Kirde. feft walten; Und daß dein 271.Grbalt uns, herr, mort das mittel ist, Uns alle bey deinem wort, zu erhalten, und uns zu dir Webr aller feinde lift und zu führen. mord, Die jefum christum, 3. So danke, gott, und lobe Deinen sobn, Von seinem dich Dein volk durch guterbas thron zu Fürzen drohn. ten. Es bringe frucht und 2. Zeig detne macht, berrje besre sic: Dein wort laß fu cbrist! Der du berr aller wohl gerathen. Der vater berren bist: Betchirme deine fegn' uns, und der fobn Und bristenheit, Daß fie dich der so berricht mit bepden. lob in ewigkeit. E fegn' uns gott von seinem 3. Gib, beilger geist, uns ei- thron, Eröftuns in allen leinen finn, Rimm alle zwieben, und belfuns felig sterben! tracht von uns hin. Vor dei In bekannter Melodie. nes wortes licht und madt 273.21 gott vom him. mel! fieb darein, Entflieh des wahns und irr, tums nacht. und laß es dich erbarmen: 4. Herr, laß uns dir befobie wenig berien sind noch len seyn In aller notb; wir dein! Entzieb dich nicht uns sind ja dern. Erhalt im glau armen. Dein theures wort ben uns getreu, Mach uns bält man für fpott; Emport nur von der fünde frey: sich wider dich, o gott; Will deinen fohn nicht fennen. 5 Laß alle weit erkennen doch, Du, unfer berr gott, lebest noch, Und stehst bep dei ner finche vest, Die sich allein auf dich verläft. 272. 2. Die anstalt, so die gnade traf, Bon aller macht des bosen, und aller wohlverdienten traf Die menschen zu erlöfen, wolle gott uns Betrachtet man als ein gegnádia feyn, Und dicht, Und scheut und ichámt feinen fegen geben. Mit feines fich endlich nicht, Es öffentwories bellem fchein Erleuchtlich zu sagen. er und um leben. Laßans cr 3. Man rühm sich groter 24 ehrlic Erste Abtheilung. ehrlichkeit, Die edles denken menschenfindern: Drumfon. übe/ Ja glanzen der rechtichaf te feine macht der welt, Herr, fenbeit in warmer mensdben feinen fortgang bindern. Dir liebe, Und záblt auf gnad unt fönnen deine baffer nie Dein buld bei gott, Auch ohnerbe rauben; felbft durch sie feines fohnes tod, Und set nes geistes gnade. Bird es vergrößert werden. 3. Weit wollst du deine 4. Gott fiebts, und spricht herrschaft noch In diefer welt bald fomt die zeit, Daß ich verbreiten; und unter dein so dem frevel steure; Damit sich ianftes joch Die volker alle in der christenheit Kein beiteiten. Vom aufgang bis zum Dentum erneure. Indessen niedergang Bring alle welt greif den fonóden wabn bir preis und bank, Und Mein wort mit starken wcf glaub an deinen namen. fen an, Und bleib unüber. windlich! 4. Auch deine feinde, die dich fchmáhn, Die frevelnd 5. O herr, beschulz uns, daß fich empörenlaß deiner gnade uns nie Dás frevelnde gewunder sehn, Daß sie sich noch schlechte In feine schlaue neze bekehren. Lebr sie mit uns gen zieb, Nie unter uns si fled bimmel icbaun, Und uner te; Denn alle bosbeit wächst ichüttert im vertraun, Auf geschwind, Wo frecher spott deine zukunft warten. erst fraft gewinnt. Sein gift ertöbtet feelen... 5. Une, deine cbriften, wol left du Fest in der wahrbeit 6. Ja dåmpfe felbst du ftar gründen, Daß wir durch sie Fer gott, Die dir die ebre rau beil, trost und rub Für unfre ben. Djelu christ, bei ihrem jeeten finden! Mach unfers spott Stárf fraftig unfern glaubens une gewiß, Bor irr glauben. O beilaer geist, ver- thum und vor finsterniß Be leib uns gnad, Daß wir stets wahr uns, weil wir teban! auf dem fcbhmalen pfad, Von 6. Ein reines berz schaffin bir geleitet, wandeln. uns, berr, Ein herz nach delnem roillen, Undlebretáglich ie feinde deines williger Uns bein gebot erfülfreuzes brobnien! Geborfam beiner vor ichrift fcin; Und dann uns deiner grabe freun. Sei un fer beil auf erden. Sep lob und ehr dem. Dein reich, berr, zu vermou sten; Du aber, mittler, got tessohn Beichůzeft deine chri ften. Dein tbron bestehet e 7. Co wird dein volk dir wiglich: Vergeblich wird sich entertban, Und lernt die fün wider dich Die ganze bouleide meiden; Und du führt es waffnen. auf ebner bahn Zu deines reis 2. Dein reich ist nicht von des freuden; Und berrlich Dieser welt, ein werk von wird in dieser zeit, Noch berr licher 168 169 XX. Von der christlichen Kirche. lider in ewigkeit, Dein gro fer name werden! beiffen, Nichts se entreissen. 2. Laß deine warbeit rein Herzlieber jefu wa baft. verkündigt werden; mach 275 Laß doch, o jefu, laßibre fiege berrlicher auf er dein reich auf er den. Gib muth und weisheit Ten, Unter den fündern aus denen, die sie lebren, Dein gebreitet werden! Schenkereich zu mehren. noch ihnen, deiner leiden me- 3. Du hast noch niemals, gen, Leben und segen. 4 bert, dein wort gebrochen. 2. Gib ibnen gnabe, dich übre die deinen, wie dn felbft redtzu erkennen; Daß sie dich versprochen; Führe sie endlich glaubig ibren beiland nen aus dem fampf bienieden, nen; Gib ibnen eifer, deinen 3um ew'gen frieden. guten willen Treu zu erfüllen. 4.Ewig, o beiland, sei dein 3. Laß fie dein wort mit nam erboben, Ewig frolofrommer athrung ebren, Denn Fend müffe dich einst loben, D es verkündigt deines mundes du befchirmer deiner schwalebren, Ausler ibm fudbenchen beerde, Himmel und erde! sterbliche vergebens Worte 3. Das Glück ein Edrif des lebens. zu seyn.m 4. Steure, erbarmer, dei- Mee. Komt her zu mir spricht. ner feinde grimme. Barne 277.Gelobt fei gott! ich die deinen vor des irrthums bin ein drift, stimme. Lebre fie prüfen, daß Mehr, als der erde reichfie fatiche freuden Klüglid tum, ist mir diese gnade vermeiden. widtig. Wie groß ist meine fe5. Sep du ibrlicht in ihren tigkeit! Ich, hier ein mensch finsternisfen Heile selbst ihr Der feligkeit, Bin nun jum bermunbetes gewiffen, himmel tüchtig. Edlágt oft ein fummer ihre 2. Gelobt fei gott! ich bin herzen nieder: Stärke sie wieder. ein drift! Mein berzift rubig und vergist Die nichtigkeit 6. Schůze uns machtig mit der erden. Nun bin ich nicht ten unter bofen, Bis du von bios afch und staub. Nicht ibnen ganz wird uns erlbien aans bin ich des todes raub, Bis wir um umgang der Unsterblich soll ich werden. verklärten frommen Frohlo 3. Gelobt sei gott! ich bin fend fommen. In voriger Melodie. 276.duse die deinen, ein chrift! Nicht werth der himmelsfreuden ist Die trübe fal diefes leben's. Ich duide, Die nach dir fid was ich duiden soll, und bin nennen, und dich, o jefu, vor des boben trostes voll: Ich Der welt bekennen. Laß dei- leide nicht vergebens. nen hånden, wie du selbst ver- 4. Dankdir, o vater, dank 25 und 170 Erke Abtheilung. und ruhm! Du lebrtest mich sonst meine fünde macht. Du das christentum Best glau- eigst mir gottes liebes rath, ben, willig üben. Dank dirnd führt mich auf der o jefu, dank und ruhm varbeit pfad. Laß mich dein evangeling 6. Ich weiß, wou mich gott Vest glauben, ewig liebensrfchaffen; Ich kenn mein bell Ber nur den lieben gott ind meine pflicht, Mein geist 278.Derebu das leben wird nicht im tod entschlafen; mir gegeben, WieUnd balt mein gott einst fein Preiß ich bich, o gott, da gericht: So fan ich da mit jür! Nie Fan mein dank diafreuden stebn, Und vom geanugerbeben, Durch dridricht um himmel gebn. stum senkreft du es mir 7. O jefu, laß mich deiner Kein titot, fein troft erfreu llebre ge bordben mit stets größt te mich: Rent ich nicht auch, rer lust: Und Feines sporters herr jesu, dich. wabnzerstöre Dein beiligtum 2. Jd wurde dann auf fin in meiner brust. Mein ganzes stern pladen Stets in gefabrieben preise dich! Dein heil Des iriums feyn. Mit fünden erfreu im tode mich! schuld und fluch beladen, D füffer stand o felig leben. Müßt ich des richters ftrafen 279, Entfernet euch, uns fcheun. Jb fånde feinen troft felge fpotter! Jbr in noth; Mich schrekte stünd- sittert, wo der frome glaubt, lich grab und tod. Mein herz hat einen gott zum 3. Wozu hat mich mein gott retter, Und eine hoffnung, die erschaffen? Was ist auf er nichts raubt. Ich febe meiden meine pflct? Wird euch nen heiland leben. Ich weiß, mein geift im tod entschlafen? daß ich nicht sterben fan, Und bált gott fünftig ein ge Ich weiß, mit diesem Icib richt? Wie werd ich im ge- umgeben, Schau ich den gott richt bestehn? Wie der verder bimmel an. Dienten straf entgehn? 2. Was feyd ibr, stolze welt, 4 Ach alle diese schwere bezwinger, Wenn euch die fragen Entscheidet die ver bobe hoffnung fehlt? Gott nunft mir nicht; Und ben achtet eure macht geringer/ Den zweifeln, die mich plats ihr den fflaven, den ihr gen, Gibt sie mir doch fein quält. Wie furze jeit, mit völlig lidt. Ach, obne cristiwie viel forgen, Genießt ihr licht und heit, Wär finster eurer ehrfucht raub? Jbr niß und tod mein theil. fieget beut; man hafft euch 5. In allen diesen finster morgen: Jhr waret götter; niffen haft du, berr jefu, licht und seyd ftaub! gebracht: Du bast mich der 3. Weltmenichen, was sind gefahr entriffen, Die mirleure freuden? Die wolluft, Die XXI. Vom Tob. 171 die euch trunken macht? Keinjaus meiner bruft, Ein herz drift wird euch dis aluf be- das nicht auf erden bleibet, neiden; Euch folgte nicht in Jt sich des himmels stets Nes grabes nacht. Jbr red- bewußt. Kein unglüffan mich net mit erbistem blute Des niederschlagen. Ich weiß, fernen tages wollust aus. Die mein glüf entgebt mir nie. nabe ichrefliche minute Tilgt Job darf vor feinden nicht euer qluf auf ewig auf. verzagen. Ich weiß, mein 4 Ibriend dabins des dri- tod entwaffnet sie. ften grófe Gebt auf nach fur.. 6. Du lejte ftunde meines jer todesnacht. Am tage, dallebens, Die du dem chriften gott eure biofe 3um fcbau- beitig bist, Ich warte nicht spiel aller augen macht. Der aut dich vergebnns, Ich thu tag macht fönige den fned was deiner wurdig ist! Du ten, Und bettler den monar- lebrst mein leben mich genieschen gleich; Der tag gibt adele fen, Du bist mein lobn aus Den gerechten, und macht gottes band, Wie fanft wird des chriften feele reich. fichmein auge schlieffen? Mein 5. Ein blik in meine aufunft geift erblift sein vaterland! treibet Berdruß und angst XXI. Vom Tod. SERGE 1. Heilfame Betrachtung des Todee. ter tand, Nach groffem überfluß gegeist, und, von dem niedern folz gereizt, Dem der eitelfeit Mel Vater unfer im himmelr 280.3 terblich bin, Mein Mein herz und mein beleben welft wie gras dabin. mühn geweibt. Wer weiß, wie unerwartet 4. Wieviele nimt dis blendbald Des höchsten ruf an werk ein, Herr, laß es ferne. mich ericallt: Mensch, feb von mir seyn. Jd übergebe re wieder in den flaub! Wie ganz mich dir. Hier bin ich, leicht bin ich des todes raub! es geschehe mir, Nach deiner 2 Wenn man ins finßrelweisbeit beffern ratb, Die grab mich fenft Und meiner nur mein beil zur absicht hat. bald nicht mehr gedenkt, So 5. Der mensch, der oft ein bleibt, was irdisch ist, zurüf; folderthor, Schreibt findifch Und bätte gleich der er de pir oft weisheit vor. Du liebst gluf Mich bier beständig an ibn mehr, als er sich liebt, gelact, Und glänzend vor Doch, wenn ihm deine band der welt gemacht. nicht gibt, Was seinem wab3. O thorbeit, bått ich mich ne glüklich scheint: So denkt verkant Und nach der erde gü- fein herz: du seyft fein feind. 6. Det 172 Erfte Abtheilung. 6. Der dich gemacht hat, soll den wunsch zu leben minforgt für dich. Nicht auf die dern; Doch dich in deiner erde schránket fich Des hochpflicht nicht hindern; Viel ften groffe absicht ein. Du mehr die Fraft daju verleihn. follst, o mensch, unsterblich 3. Ermatteft du in deinen feyn Dis leben ist ein augenpflichten: So laß den tod dich blik; Ein früblingstraum, unterrichten; 2Bie wenig dei fein langes glüf. ner tage find; Sprich: sollt 7. Gedanke der unsterblich- ich pfiichten wohl veridieben? feit, Du bebst uns über welt Nein! meine zeit, fie auszus und jeit; Erfulle meine ganze uben, Jft furz, und sie vers brust, Wenn mich dielockung fliegt gefchwind. felscher luft Vom guten ab 4. Denk an den tod, wenn zuführen strebt. Wohl dem, bose triebe, Ben lust derwelt Der hier der tugend lebt! und ihre liebe Dich reizen, und 8. Die rofen um der laster ersticke siei Sprich: kan id haupt Berblühen, eß ihr nicht noch heute sterben? Und ffiav es glaubt. Jbr schåndfont ich auch die weitererben, licher genuß entweibt, Und Beging ich doch solch übel Dauert doch nur furze zeit. nie.n Nur freuden, die der him- 5. Denk an den tod, wenn mel nåbrt, Sind meiner rubm und ebren, Wenn deine ganzen forge werth. fcbáze fich vermehren, Daß 19. Gib mir, o du, der gerne du sie nicht so beftig liebst. gibt, Ein berz, das nur das Denk an die eitelkeit der er. gute liebt, mach andere groß, den, Daß, wann fie dir entrif D gott, ich sey Vergnügt fen werden, Du dann did und meiner pflicht getreu, nicht so febr betrübff. Ein mensch, der bir gefällig 7. Denk an den tod in frohen ist, Ein wahrer, weifer undtagen; Kan deine luft fein bild ein drift. vertragen: So ist sie gut und unibuldsvoll. Sprich:( dein In eigner Melodie. 281.as forgft bu angst vergnügen zu verfüſſen,) für dein le werd erst dort ben? Es gottgelassen überge- geniessen, Wo ich unendlich ben, Jf wabre rub und deine leben foll! pflicht. Du sollst es lieben, weislich nuzen, Es dankbar, als ein glüf befien, Verlie ren als verlorft dus nicht. 7. Denk an den tod, wenn deinem leben Das fehlt, wor nach die reichen streben, Sprich: bin ich hier, um reid 2. Der tod soll nicht beinu feyn? heilmir! wenn ich bers erfchrefen, Doch dich gur in christo kerbe, Dann ist weisheit zu erwetten: Soll er ein unbefleckres erbe, Dann dir kese vor augen seyn; Erlift des himmels erbe mein! 8. Denk XX. Bom Tod. 173 8. Denk an den tod, wenn hen, Dein will einst mir geleiden kommen, Sprich: alle beut; Bann vor mir offen sted trübfal eines frommen Jben Gericht und ewigkeit; zeitlich, und durch hoffnung Wann meine fräfte beben, leicht. Ich leide, doch von al- und wann mein herz schon lem bösen, Wird mich der tot bricht: Herr über tod und bald, bald eribien. Er ists, ieben! O dann verlaß mich der mir die frone reicht. nicht! 9. Denk an den tod, wenn 4. Hilf, todesüberminder! frece rotten Des glaubens Hilfdem in folcher angst, Far und der tugend fpotten, Unt den du, beil der fünder, latterbait ibr baupt erboha Selbst mit dem tobe rangst! Sprid bep dir selbst: gott und wann des fampfes enträgt die spotter, Doc de Gewaltiger ihn fast, Nim endlich ist für sie fein ret ibn indeine bånde, Den du ter: Wenn sie nicht hier erlofet baft. noch in sich gehn. ** 5. Des himmels hobe freu10. Co suche dir in allen den Ermisst kein sterblich, berz, fällen Den tod oft tebhaft D troft für kurze leiden, Für vorzustellen: So wirst du ihn kurzen todesichmerz! Dem nicht sitternd scheun; Dann undenüberwinder Sey ewig wird er dir eins troft im flapreiß und dank! Preiß ibm, gen: Ein weifer freund in der für uns fünder Den guten tagen; Ein schild in feld des todes tranf. Der periudung seyn. 6. Heil denen, die auf erden Sich schon dem himmel Beficht du deine wege. 282.Die auf der erdeweihn; Die, aufgelbst zu werwallen, Die sterb den, mit beilger furcht sich lichen sind staub; Eie blureun! Bereit, es ihm zu ben auf und fallen, Des toeben, Wann gott, ibt gott, des sidrer raub. Verborgen gebeut, Fltest diß, ibtfterblich ist die funde, Da gottesieben, Hinzurunfterblichkeit. stimme ruft; Doch jede, je D emigkeit du donnerwort. de stunde Bringt näher uns 283.3 bin ja, derr, in jur aruft. deiner 2. Getroft gebn gottes fin baft mich an das licht ge= der Die fchreckenbolle babn, bracht, Du forgeft für mein Zu der verstokte fünder Versleben. Du fenneft meiner tazweiflungevoll sich nabn; Wolge zahl, Weift, wann aus felbft derfreche fpotter Nicht diefem thránenthal Mein mehr zu fpotten wagt, Und geist sich foll erheben. Wor vor dir, fetnem retter, Erwie und wann ich sterben jittert und verzagt. foll, Das weißt du, herr 3. Wann diese bahn ju ge- des lebens, wohl. 2. Wer 174 Erste Abtheilung. 2. Wer wird in meiner lez- tehn, Wenn du nicht meiner. ten pein Mich fündertrösten, schoneft? Ach herr, ach geb mich erfreun, Mirmuth und nicht ins gericht! Berwirf boffnung geben? Wer nimt mich armen fúnder nicht! sich meiner fecle an, Wann 7. Boll reu und buffe such ich ich von dem, was ich ge dich. Erretre, gott, befebre than, Gott recenfcbaft soll ges mich, Unb tilgemeine fünden. ben? Wer ist, der alsdenn Geheiligt fep Dir meine zeit. für mich spricht, Thust du Deindienstiey meine feligkeit. es, o mein beiland, nicht? Ach laß mich gnade finden! 3. Mich bunft, da lieg ich Gib, daß ich meiner pflicht schon; ich seh, Daß ich am fins getreu, 3um tode stets befern grabe steb, Mittodes- reitet fep! angst umgeben: Der augen Gott deffen allmacht sonder meiner tage, Du licht verdunkelt fich, Und 284.Du berr und vater finsterniß umbullet mich, Ein traum ist dann mein leben. weißt, daß ich, dein schwaches Dort soweigen meine jünkind, Destodes feim in glie den nicht; Sie fordern mich dern trage, Die irdisch und vor bein gericht. serbrechlich And; Drum gib, 4. Jch bör bereits des rich daß ich zu jederzeit, 3u meis terston, Ich sehe mich vor seinem tobe fey bereit. nem thron, Das urtbell mir 2. Daß du, o hochfter, meis zusprechen; Jcb feb vor seinem nem leben ein mir verborgnes angesicht, Ich sehe in demiel bestimt; Und daß diezeit, hellsten licht Die reibe der die mir gegeben, Vielleicht verbrechen, Die ich in dieser gar bald ein ende nimt: Das welt gethan; Wer ists, der floffe mir die weißheit ein, mich nur retten fan? Recht für mein beil besorgt 5. Kein geld an armeirettet zu feyn. mich; Und weint ich noch fo 3. Hier hab ich lebenslang bitterlic: Es fan mich nicht zulernen, Mein berz von fün= erlöfen. Nein, jeder wird als den abzuziehn; Mich von der dan empfahn Nach dem, was weltluft zu entfernen, Und er alibier gethan. Richts um den himmel zu bemühni schbust alsdann die bösen. Hier O mache mich dazu geschikt, ist gott zum verzeihn bereit; Eh mich der tod der welt Dann übet er gerechtigkeut entrüft. 6. Wie soll ich dann, o gott, 4. Nicht auf der erde, son bestebn, Bann du in das gedern droben Bey dir, gott, rict willst gebn, Und nach meiner feele theil, Ift mir verdienst mir lobneft? Wie das beste aufgehoben e. Dort fan ich deiner straf entfliebn, ist für mich vollkomnes bell; mich dir in deiner welt ent- 1Da, wo diß beil ift, fey mein bers! XXI. Vom tob. 175 ber! Herr, lenke selbst es tod viel wege bält; Dem eibimmelwärts. nen wird das scheiden berbe; 5. Hier allen finden abzuster: Wenn jener fanft und rubia ben; Zuleben dergerechtigkeit, fällt. Doch, wie du willst, gib Um einst dein himmelreich zu nur dabey, Daß ich wohl erben, Dazu laß meine sterb- Aubereitet fey. lichkeit Mir stets, mein gott, 4. Mein gott, ich weiß nicht, vor augen feyn, Und deine wo ich sterbe und welcher Hülfe mich erfreun. fand mein gráb bedekt. Doch 6. Willst du mich langer le wenn ich nur das heil erwer ben lassen: So laß es mir zum he, Daß mich dein wort zum beil gefhebu: Doch sollt ich leben weft: So fan diß mir heute noch erblaffen: So bbgleichgültig feyn, Die erd ist re, vater, auf mein flebn! allenthalben dein. g Sep, wann mein ber; im 5 Run, liebfervatet, wen tode bricht, mein trost und ich sterbe, So nim du meinen meineuversicht geift zu dir. Denn bin ic 7. Dir will ich aanzlich mich nur dein Find und erbe, Und ergeben, Dir, dessen eigentum bab icb jefum nur bey mir: So ich bin; Bist du, mein bei gilt mirs gleich, und gebr land, nur mein leben, Semir wohl, Wann, wie und bleibt felbst sterben mein gewo ich sterben foll. 340 winn. Ich lebe dir, ich sterErmuntre dich mein. mod be dir, ey nur mein troft, 286.Sie ungewiß ift, so gnuget mir. herr, das iel Vorige Melodie. Der wollfahrt auf der erde! 285.Mein gott, ich weiß Ob ich noch wenig oder viel An wobl, daß id tagenzàlen werde? Das weiß fterbe; Ich bin ein menfch, der ich nicht, bu weißté allein. Ich bald vergebt, und finde bier fan vielleicht der nádhe fepn, fein folches erbe, Das ewig Vom abgekürzten leben Ein dauert und bestebt. Drumzei bepipiet abzugeben. ge mit in gnaben an, Wie ich recht felia sterben kan. 2. Befrey mich, gott, von wahn und dunst, vonirdischen 2. Mein gott, ich weiß nicht, befchwerden, Und lebre mich wann ich sterbe, Kein augen die grose funst, Bey gråbern blik gebt sicher bin; Wie bald flug zu werden. Nur der ift zerbricht doch eine scherbeweise, der bedenft: Wie viel Die blumen muffen bald von seinem tod abhángt, Und verblübn Drum mache du der dazu in zeiten Sein berz mich fets bereit, hier in fucbt zubereiten. der zeit zur ewigkeit. 3. Hilf, daß aufs vorgestek. 3. Mein gott, ich weiß nicht, te ziel Mein auge ftets sich kebs wie ich sterbe, Dieweil derre, Daß nicht der weltluft cit les 176 Erste Abtheilung. les spiel Mein schwaches berz 2. Es fan vor nacht leicht betböre: Und sieht mein auge, anders werden, als es am daß mein schritt Noch nicht früben morgen war. So den rechten weg betritt: Sojlang ich lebe auf der erden, wollst du, berr, in zeiten Auf Eeb ich in fteter todsgefahr. solchen weg mich leiten. Mein gott, ich 2c. 4. Daß ich mich vor der fal- 3. Herr, lehr mich stets ten band Des todes nicht ent- ans ende denken, Und laß fårbe: So mache mich mit mic, eb ich sterben muß, ibm bekant, Vorher noch, eb Das beil der feele wohl be. ich sterbe. Laß mir fein bild denken, Ja nicht verschieben vor augen ſeyn, Damit ich meine buß. Mein gott 2c. lerne fünde fcheuny Die das 4. Laß mich doch baid mein gewissen schrecken, Und to baus bestellen, Daß ich bereit desfurcht erwecken. fen für und für, Und fagen fan in allen fallen: Herr, wie du willst, so schife mit mir. Mein gott 2c. 5. Gib, daß ich dich mit fro bem muth, 218 meinen got betrachte; Hingegen freunde, gluf und gut Nicht als mein 5. Gib mir ein brünstiges eigen achte so wird mein verlangen Nach deinem him. tod mir angenehm, Einschla mel; laß, o gott, mich vet mir seyn, und nichts von an meinem beiland bangen: dem, Was du mir hier ver So überwind dich leicht den lieben, Mein berz jur erde tod. Mein gott 2c. ziehen. 6. Ach vater, det all meine 6. Laß des erlöfers herrlich fünde Mit dem verdienste keit Mit hoffnung mich er bristi zu: Damit ich bier quicken, und mitten in der vergebuna finde, Und dort dunkelbeit mich diefen troft bey dir volkomne rub. Mein erblicken. Dann nim, berr, gott 2c. nach vollbrachtem lauf, Den 7. Nichts ist, das mich von geift aus dieser hütte auf, Dieljefu fcheide, Nichts, es sey le einst im reich der deinen Wird ben oder tod. Er bleibtimlet neugebaut erscheinen. den meine freude, Mein schu mein alles in der norh. Mein Wer nur den heben gutt läßt 28.7.2er weiß, wie nahe gott 2c. 6400 mirs mitjeju qiuft. Er ists, der mid tu allen sorgen, Ex mir mein ende! 8. Go fom mein end beur v Diezeit gebt bin, es fomt der der morgen, Ich weiß, daß tod. Ach wie gefchwind, ad wie bebende kan kommen meinerodesnotb! Mein gott ich bitt durch christi blut, Macs nur mit meinem en De gut. té, der midhim tod erquift. Drum glaub toh best: durch bristi blut Machts gott mit Imeinem ende gut. Kom 177 XXI. Vom Tod. Kom gott schöpfer heil. 2. Doch du willsts, wir 288.3 weiß, mein ende leben noch Mühsam hier in nahet sich: Mit pilgerhütten; Alle trugeneinst jedem pulsidlagrüft die zeit, die joch, Die des lebens fron Die oft so ungenügt verstrich, erfritten. Endlich aber führt Mich näher hin zur ewigkeit. der fod uns auch hin zu 2. Herr, lebre mich der stun- dir, 06 gott! 39 11502 ben werth, Die du mir juge- 3. Jefus felber lebte hier galt, verfehn; Laß keine, die Bormals auch in pilgerhutmir noch gehört, us leicht ten; Noch unendlich mehr, sinn ungenüzt vergehn. als wir, hat er auf der erb gelitten; Laß uns glaubig auf ibn fehn, Und durch ihn im fampf beftehn. 3. Und want, von dir geordnet dann, Die richterliche fand erscheint: Se nim dich meiner feelen an, Du, mein 4. Was ist diefe lebenszeit? erlöfer und mein freund. Ach, nur eine furze stunde 4. Verleihefterbensflugheit Gegen jene ewigkeit! Gleichmir! Von eirelfeiten abge- mot fomt auf diefe stunde, wandt, Sey meine feele ganz Die gott noch verkürzen kan, ben dir, Det für mich starb Unfer ewges fiksal an. und auferstand. 5. Gib uns weisheit, berr, 5. Mich start, ob auch mein und fraft, Diese funde wohl Berg erbebt? Das felfenvefte zu nuzen, Und beym schluß glaubenswort: Ich weiß, daß det pilgrimschaft Wolleft du mein erlöfer lebt; Sein bin uns unterstützen, Daß wir ich ewig hier und dort. freudig auf dich sehn, Und getroft zum rode gebna na 6. Es fep mein berlicher entfluß, Mein leben meiner pflicht zu weihn, Und beyzu friedenem genuß mich dank bar gottes zu erireuns 6. Daß wir dein sind, nicht der welt; Daß du uns wirst aufermeden; Diese Fraft der beffern welt Laß uns, wenn 7. Mein ende fom früh o wir sterben, schmecken. Flöß der spát, Wie es mein weifer uns muth und rube ein, vater fchift, In deffen hand Selbst im Tode trob zu mein leben steht, Ich weiß, feyn. daß mirs mit jesu glüft. 7. Wenn wir, nun einst Jefus meine Zuversicht auch zu rubn, zu den todten 289, Selig, gott, sind die, gottes geben: Wollst du die nun Schon mehr noch an uns thun, im friedevollen grabe Von 218 wir bitten und verstedes lebens arbeit rubn, Und ben. Auch für unire todessich deiner größten gabe, Eines nacht Riefst du einst: es ist ewgen lebens freun. Moch volbracht! ten wir es auch schon seyn! 2. Wann M 178 Erste Abtheilung. 2. Warnung für Sicherheit. 9. Die beiligung erfordert 3 komme vor dein.dmüb; Du wirkt sie nicht; gott 290.ie ficher lebt der wirket sie; Doch aber ringe mensch, der stets nach ihr, als wäre fie staub! Sein leben ist ein fal- lein werk von dir. lend laub, Und deňoch schmei 10. Der wek des lebens, delt er sich gern, Der tag des daß du lebst, Dein höchftes todes sey noch fern! ziel, nach dem du strebt, Und 2. Der jungling hofft des was dir ewig glük verschaft, greifes sel; Der mann noch Ift tugend in des glaubens feiner jabre viel; Der greis fraft. zu vielen noch ein Jahr; Und 11. Ihr alle seine tage feiner nimt den irthum wahr. weihn, heißt eingedenk des 3. Sprich nicht: ich denk todes seyn; Und wachsen in bey gluf und noth Im herzen der heiligung, I wabre oft an meinen tob. Der, den tod'serinnerung. der tod nicht weifer macht, 12. Wie oft vergeß ich diese Hat nie mit ernst an ihn ge- pflicht Herr, geh mit mir nicht Dacht ins gericht, Drük jelbst des to 4.Wir leben bier, ur ewig- des bild in mich, Daß ich dir Feitzu thun, was uns der herr wandle würdiglich. 100.00 gebeut; Und unsers lebens Fleinster theil Ist eine frist zu unserm beit. 13. Daß ich mein ber; an je. dem tag Vor dir, o gott, erfor fchen mag, Obliebe, demuth, 5. Der tod rüft feelen vor fried und treu, die frucht des gericht; Da bringt gott alles geistes, in mir sey? an das licht; Und macht, was bier verborgen war, Den rath Der berzen offenbar. 14. Daß ich zu dir um gnade fleb, Stets meiner schwachheit widerstehund, einstens in 6. Drum, da dein tod dir des glaubens macht Mit freu täglich draut, So sen doch den ruf: es ist vollbracht. wacker und bereit; Prüf dei- Jesus meine zuversicht. nen glauben, als ein drift, Db291.Unaussprechlic er durch liebe thätig ist? schnell entfliehn 7. Ein feuffer in der festen Die zum beil verliebne ftunnoth; Ein wunsch: Durch des den; Eb mans denkt, sind sie erlösers tod Vorgottes thron dahin, Und auf ewig uns ver gerecht zu seyn, Dis macht schwunden; Niemals febrt dich nicht von sünden rein. ein augenblif, uns zur besſe rung zurük. 8.Ein herz, das gottes ftim me hört; Jbr folget, sich vom bbfen kehrt; Ein glaubig ber von lieb erfüllt; Dis ift, was vor dem höchsten gilt. 2. Laß, bey ihrer flüchtig feit, Mich, mein gott, doch nie vergessen, Wie unscházbar sep die zeit, Die du hier uns zu gemes XXI. Vom Tob. gemessen; Wie, was hier von freudigkeit. uns geschieht, Ewge folgen 4. Wann in deiner lesten nach sich ziebt. noth Freunde um dich hülfe 179 3. Deine schonende geduld los beben; Dann wird über Trage mich, gott, hie verge- welt und tod Dich dis reine bens. Ach, vergib mir meine berz erheben; Dann erschrekt.. fchuld, Daß fo manden theil dich kein gericht: Gott ist dei des lebens Jch, zu meiner ne zuversicht. feele wohl, Nicht gebraucht, so wie ich foll. 5. Daß du diefes berg er wirbst, Fürchte gott, und bet 4. Laß mich meine besserung und wache. Sorge nicht, wie Für mein bauptgeschäfte ach früh du stirbst; Deine zeit ift ten, und nach meiner beili- gottes fache. Lern nicht nur gung Mit fo treuem eifer den tod nicht scheun, ferm trachten, Als erwartete noch auch seiner dich erfreun. heut Michgericht und ewigkeit 6. Ueberwind ihn durch ver5 Deine gnade steb mir bep, traun; Sprich: ich weiß, an Daß mein leben auf der erde wen ich glaube, Und ich weiß, Reich an auten früchten sey, ich werd ihn schaun Einst in Und dem nächsten nuzlich wer diesem meinem leibe! Er, der De Und ist einst mein ende da, rief: es ist vollbracht! Nahm O so fey mit troft mir nab. Dem tod ja ſeine macht. In voriger Melodie. 292, Meine 7. Tritt im geift zum grab lebenszeit oft bin, Siebe dein gebein verstreicht, verfenfen; Sprich: herr, Stündlich eil ich zu dem gra- daß ich erde bin, Lehre du be. Und was ists, daß ich viel mich selbst bedenken; Lehre leicht noch allhier zu leben bas du michs ieden tag, Daß be? Denf, o mensch, an dei- ich weise werden mag.. nen tod; Sáume nicht, denn eins ist noth. Wer nur den lieben gott. 293.68 eilt der leste von 2. Lebe, wie du, wann da den tanen, Die du ftirbst, Wünschen wirst gelebt hier lebit, p mensch, berbey. zu haben. Guter, die du bier Erfauf die zeit, und statt zu erwirbst; Würden, die dir flagen: Sie fey zu Enri; gemenschen gaben, Nichts wird brauch sie treu. Nim mit erdich im tod erfreun; Diefe Fenntlichem gemüt Der naben guter sind nicht dein. stunde wabr; sie flieht. 3. Nur ein heti, das gott 2. Getäuscht von eiteln flei geliebt; Nur ein ruhiges ges nigkeiten, Berlierst du deiwissen, Daß vor gott dirzeug- nes lebens zweck, Verschiebst nis gibt, Wird dir deinen tod dein heil auf ferne zeiten, verfüssen; Diefer sinn, den Und wirft leichtsinnig jabre gott gebeut, Wirft im tode weg. Bist du, verwegner M 2 sterbli Erste Abtheilung. sterblicher, Des nächsten au- lich meinen geist, o herr! Ers genblickes herr? schwingt sich über grab und 3. Ein ewig glút einst zu be welt, 3u dir, wenn meine fißen, Solst du des kurzen le- butte fällt. und bens zeit, als deine faatzeit 3. Beruhigung und Troft weislich nußen, Und thun, fromlebender Christen wis was dir der berr gebeut. Er der diesdreden destodes. ruft die menschen freund. 3d hab mein fat gott. lich zu: Sieb! einst ist noth 294.Den sind wir, gott, was fáumest du? in ewigkeit: In 4. Drum eil, errette deine deiner band steht unsre zeit. feele, Und dente nicht, ein an- Ebzeiten waren, ward schon dermal. Sey wacker, bet und mir mein leben hier Und auch übersåle Der menfchen tage fein ziet bestimmt von dir. kleine zabl. Gefest! dein en de war auch fern: So wand le du doch vor dem herrn. 2. If diß erreicht, so schaue dann Erbarmend unsre feelen an! Hilfuns in unsrer leßten 5. Ja, gott, mit jedem noth, Herr, unser Gott. Ein neuen morgen Erwecke mich fanfter schlaf werd uns dertod zu dieser pflicht. Denn dir, o 3. Begleitet ihn der frank, berr, ist nichts verborgenheit schmerz: Sp starke das Ich ben vor deinem ange beklemte berz Selbst in der ficht, und will, mich deiner schmerzen größten wuth, Gib huld zu freun, Mein leben uns den muth, Der freudig gern der tugend weibn.. denft: gott machts doch gut!! 6 Erleucht und starkemeine 4. Verleib gelaffenheit und feete, Weit ohne dich sie nichts rub! In unfern berzen woh vermag Du gönnst, daß ne du, Und laß mit freudi. ich mein heil erwähle, Aus gem verttaun, und ohne gnaden auch mir diesen tag. graun, Auf unser nabes Was ist nicht eine Stunde grab uns schaun. werth, Die deine langmuth mir gewährt! 180 7. Wohl mir! wenn ich abs allen kraften Nach gottes bei fall hier gestrebt; Ingottge fälligen gefchaften Die pilger tage durchgelebt; Und einf 6. Ach, gnad ergebe dann im glauben fagen fan: Duffür recht! Denn von dem nimst mich, herr, zu ehren an. menschlichen geschlecht It 5. Sen von uns schwachen dann nicht fern. Zeig uns den bimmel, geift des berrn. Laß uns, wen wirium vater flebn, Getroftet sehn, Wieder uns liebt, zu dem mir gehn. 8. Mein sprachlos flebn auch der heiligfle nicht rein. ben meinem ende Vernims Wer kan wohl dein, Gott, dus herzenskündiger! In ei ohne deine guade sein? ne treue vaterhånde. Befehl 7. O sey uns dann nicht für cht XXI. Vom Tod. 181 fürchterlich! Erbarme, vater, zu größern freuden Mich unset dich! Wann unfer au- einstens ficher leiten, Wenn ge sterbend bricht; Leit uns ich mich ihm geweiht. dein licht, So fehlt uns 6. Die leiber feiner fromen troft im tode nicht. Sind saat, von gott gefát: Aus meines herzens grunde. Die freudenzeit wird fom295.Der lette meiner ta- men, Da reif die erndte steht. ge It mir viel Dann wird der erndtetag Teicht nicht fern: O dann wird ein neues ewges leben Auch meine Flage Ein lobgefang meinem ftaube geben, Der Dem berrn! Voubracht ist dan tief im tode lag. mein lauf: Ich trete zu dem throne, Und gott seit mir die frone Der überwinder auf. 7. Mit dir steh ich im bunde, Herr, meines lebens fürst, Der du mir einst die stunde 2. Für seines reiches erben Des todes senden wirst! Erhat jefus mich erklärt: Was balt mich stets bereit 3m glau-. fürchtich mich zu fterben, Wie ben deiner frommen: Laß er mich sterben lehrt? Mir dann die stunde kommen, ist der tod gewinn! Daß ich Die sie und mich erfreut. ganz glücklich werde, Ent 8. Dann geh ich, frey von fdwing id mich der Erde, fummer, Des todes dunkle Und geh zum bimmel bin. bahn: Mir bricht nach kurzem 3. Nicht mich, nur meine schlummer, Ein ewger morgen burde, Verschließt die finftre an. Heil mir, er ist nicht fern, gruft. Mich hebt zu bob'rer Der lejte meiner tage! Er würde Mein vater, der mid fomt, und meine flage Wird ruft. Er ruft mich durch den lobgefang im bertn. tod: Der reisst die sündenglie. Vales will ich dir geben. der, Den tragen leib darnie: 296.3n gottes rath erges der: Mich selbst führt er zu gott. gern die welt. Ich geh zum 4. Jch, der gefabr entron- bessern leben Sobald es ihm nen, Beh aus dem fampf bergefällt. Was wars, das mich vor. hoch über alle fonnen betrübte? Dorrichau ich ewig hebt mich mein glaub empor. den, Den meine feele liebte, Da tret ich in die reihn Der Noch eb ich ihn geiebn. engel, meiner bruder; In ihre 2. Er ruft zur zeit der schmerhoben lieder Stim ich mit zen, Uns voll erbarmen zu: jauchzen ein. Komt ber, beladne herjen, 5. Gott schaut von einem 3u mir und findet rub. Dis throne Mit huld auf mich her wort, aus deinem munde, ab, Dem er in seinem sobne Las, tert, mich zu erfreun, Das recht der kindichaft gab. In meiner leiten stunde, In seiner ewigkeit Wird er Mir geist und leben ſein. 3. Mit M 3 182 Erste Abtheilung. 3. Mit dir muß es mir So steb, nach deiner mitt glüfen, Den fampf zu überlerstreu, In meiner festen stebn. Im glaubigen entzu- noth mir bey: cfen Laß meine feele sehn: 5. Und fübr mich aus dem Wie im gericht für fünderjamerthal; Verkürze mir des Du mit dem tobe rangst, todes qual; Laß deinen geift Und wie du, überwinder, dann bei mir seyn; Un seiAllmächtig ihn bezwangst. nen troft mein herz erfreun. 4. Der frobe siegsgedanke: 6. Wenn sich die feel vom Wo ist dein stachel, tod? tetbe trennt: So nim sie, Stark mich, daß ich nicht berr, in deine hånd; Der leid wanke, In meiner todes noth! rub in der finstern gruft, Bis So ift, obgleich ich sterbe, einst dein groter tag ibn ruft. Doch sterben mein gewinn. 7. Dann laß ihn fröhlich Ich bin des himets erbe; Dein wort sagt, daß ichs bin. auferstehn, und mich dein gnädig antliz sebn; Gedenke 5. Du schreibst ins buch des nicht mehr meiner schuld; Ge lebens Auch meinen namen denk an deine lieb und huld. ein. Dein blut fann nicht ver. 8 Jurwabr, fpricft dui gebens Für mich vergoffen euch sage ich: Wer mein mort. feyn. Dir trauet meine feele; báit und glaubt an mich, Der Dich lobt, was in mit ift, Fomt gewiß nicht ins gericht Eribier meiner feele, Der Und schmeckt den tod auf du die liebe bist. ewig nicht. Djefu drift meins lebens. 9. Ja, herr, mein beil, id 297.Hert err jefu cbrift, traue dir. Dein wort erfüllt mein berr und du auch an mir. Du nimft gott! Der du erlitteft angst mich zu dir in dein reich; Da und spott, Für mich den tod leb ich dann mit dir jugleich. Des kreuzes starbft, Und mir 10. Des freuet meine feele Den gröften troft erwarbst. ficb! Erhöre mich, berr, gná 2.Jd bitt, umdeiner todes diglich. Eaß mich im ganzen pein, Wollst du mir fündersteben dein, Den tod mir sanft gnädig seyn, Wenn ich einst und selig feyn. Fom in sterbensnoth, Und rins Den werde mit dem tod. Wenn mein fündlein vorh. ft 298. nun auch meine 3. Ben mir vergebet mein stunde da, Von gesicht, und meine obren bös dieser welt zu scheiden: So ren nicht; Wenn meine zungeffen mit deiner bülfe nab, Du nicht mehr spricht; Und mir treußter freund im leiden; vor angst das berze bricht: nim du dich meiner feelen an 4. Wenn mein verstand Dir übergeb ich sie als im dunkeln irrt; Und men dann, Djefu, mein erldier. fchenhülfe kraftles wird: 2. 3k meine sündenschuld vor XXI. Vom Cod. 183 bor mit; Drüft ihre last mich Der du mein bruder bist. Du nieder: So ist mein feufzen fennest meinen glauben, Und auch vor dir; Und du erbebst keine furcht noch pein Soll mich wieder. Ich denk in mir dis Kleinod rauben: Id meiner tiefen noth An dei- bin und bleibe Dein. ne liebe bis um tod; Die, 3. Durch dich bin ich gereiDie wird mich erhalten. nigt, Durch dich mit gott ver3. Jd bin an Deinem leiboont, Mit dir bleib ich vereiein glied, Des tröst ich mich nigt, Werd bald mit preis ges von berjen. Erbarmer, der front. Wer fan dich gnug ermich leiden sieht, Du linderst beben, Sobn gottes, du haft meine schmerzen. Und sterb dich Fir uns dahin gegeben, ich nun, so sterb ich dir, Ein Und, vobl mir! auch für mich. ewges leben hast du mir durch 4. Gebeilt ist nun meinscha Deinen tod erworben de, Jm himmel ist mein theil. 4. Du, herr, erstandst, so theure hobe gnade! Dunwerd auch ich nicht in dem aussprechlich beil! Bu dir, grabe bleiben. Tein leben, berr, will ich fleben, So lang berr,( des freu ich mich,) Kan ich lallen kan. Du kanst mein todesfurcht vertreiben. Wo innres sehen, Und nimft auch Du bist, da kom ich auch bin, seufzer an. Daß ich bep dir stets leb und 5. Du felber hilfft mir rinbin Jd gebe bin mit freuden. gen, Allmächtig bilfft du mir, 5. Dein bin ic, dein in Ins leben durch zu dringen; ewigkeit. Mich soll das grab Und dann bleib ich bei dir. O nicht schrecken. Jo rub; nach wobl mir! ich vollende VielFurzer zwischenzeit Wirst du leicht bald meinen lauf; Und mich auferwecken; Dann will geb in deine Hände Den ich dir, o gottessohn, Du mens geift; du nimft ibn auf. schenfreund vor deinem thron M. Ich hab mein sach gott heim. Mit freudenliedern danken. 300.Mein leben steht in Befiehl du deine Wege.. gotteshand; Er 299.Mein jefus ist mein thu, was er mir beilsam fand! Leben, Reißt Er zählte mir, so wie mein schon der tod mich hin; Was baar, Schon eb ich war, Auch follt ich ängstlich beben? Der meine lebensstunden dar. tod ist mein gewinn. Wer an 2. Jch nuze mit zufriedenibn glaubt, wird selig: Dis beit Die tage meiner sterblichwort steht ewig vest. Die feit. Wieväterlich versüßt sie freuden sind unzählig, Die es gott! Doch mub und noth mich hoffen läßt. Sind ihr gefolg, und dann 2. Drum geh ich einst mit der tod. frieden zu dir, o jesu drist, 3. Die blume pranget und Bon dir kers ungesieden, lfällt ab; So blüht der mensch B 4 und 184 Erfte Abtheiluna. und sinkt ins grab. Nicht ju jwenn nur deine huld mich gend schüt, nicht stand, noch dekt, Kan selbst der tod nicht geld; Nichts in der welt Ift, de 1. was ihn dafür sicher ftellt. herr, tu bist mein gan 4. Wer rustet mich mit jer tubm, Mein bester troft muth und fraft Aufs ende auf erden; In jener welt meiner pilgerschaft? Und wer mein eigenthum, Was kan beruhiget mich bier? Allein mir gróffers werden? Von von dir, Oberr, kommt muth fern glångt mir mein fleinod und ruhe mir. ju; Du schaffst mir nach dem 5. Du bringst mich, bin ich streite rub, Und reichst mit nur bereit, Sum fichern gluf meine Frone. Der ewigkeit, Wo man des 4. Herr, leufe meises geis furzen grams vergißt, Wo stes blik von diesem weltges mancher drift Scon frobrúmmel, Auf did, auf meiner voran gegangen ist. feele glüf, Auf ewigkeit und 6.Froh werd auch ich, wenn bimmel. Die welt mit ihrer dirs gefällt, Ein bürger der berrlichkeit, Vergebt, und voukommnen welt, Den mei währt nur furze zeit. Im nen sag ich auf dein wort: himmel fey mein wandel. Gott, unser bort, Vereint uns bald auf ewig dort. 5. Jeit, da mid diefer leib befchwert, Ift mir noch nicht 7. Den troft, o jefu, dank erschienen, Was jene beßre ich dir; Du brachteft ibn vom welt gewahrt, Wo wir gott bimmel mir. Du haft gefa- ewig dienen. Dann, wann get: ihr sepd meen, Auch ibri mein auge nicht mehr weint, follt seyn, Wo ich bin, und und nun vollfomnes glut er. euch ewig freun. fcheint; Dann werd ichs froh empfinden. Sep lob un ehr dem. 301.3 d weiß, an wen 6. Jm dunfeln feb ich hier mein glaub ich mein beil; Dort feh ichs klar halt, Kein feind foll mir ihn und beiter. Hier is die rauben, Als burger einer bei schwachbeit noch mein theil; fern welt, Leb ich nur hier im Dort hebt mein geift sich wel glauben. Dort fschau ich, was ter. Hier ist mein werth mit ich hier geglaubt. Wer ist, der noch verbullt; Dort wird er mir mein erbtheil raubt? Es fichibar, wenn dein bild Mich rubt in jesu hånden. einst vollkommen fchmüfet. 2. Mein leben ist ein furzer 7. 3u dieiem glúf bin ich ftreit, und berrlich ist die erfauft, berr durch deine krone. Das glük der ganzen leiden; Auf deinen tod bin ich ewigkeit Wird mir zum fro- getauft, Wer will mich von ben lobne. Du baft für mich dirscheiden? Dujeichnest mich Den tod geschmeft; Mir, in deine hand; Joh bin dir; herr, XXI. Vom Tod. 185 berr, du mir bekant. Meinige viel, Ich bin vielleicht noch sind des himmels freuden. fern vom ziel, An dem die kro8. Wie groß ist meine herr- ne schimmert. Bin ich von lichkeit! Empfinde fie, o feele, meinem ziel noch weit: Sofey Von luft der erde unentweiht, Freebe gott, o feele! Der er be glänzend glük vergebt; Nur des gerechten wobt besteht Durch alle erigkeiten. mein feben dir geweiht, Bis einst mein leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir Ganz mein leben Su ergeben, Daß ich droben, Dich ohn ende Fonne loben. Wie son leuchter der morgenft. 302.28ie wirt mir dann, 5. Wie wird mir dann, mein mein heiland, heiland, seyn, Wann ich mich feyn, Wenn ich mich deiner deiner gans erfreun, Dic ganz zu freun, In dir ent dort anbeten werde? Dann fblafen werde? Als denn werd bin ich frey von fünd und leid, ich auch ganz befreit, Von Ein mitgenoß der herrlichfünde und von fterblichkeit, feit, Nicht mehr ein menfch Entfliehen diefer erde. Freuvon erde. Preiß dir, Daß mir Dich Jnnig, Meine feele, Durch dein teiden Jene freus Und erwäble Schon hienic- den Offenstehen; Ewig will Den, Was dir dient zum ich dich erhoben. ewgen frieden. 21le menfchen müssen sterben. 2. Besiege denn des rodes 303.och bin ich ein gaft graun, Mein geift, er ist ein weg zum schaun In jenem bef- mehrt meiner tage fahl, Daß fern leben. Er fey bir nichild reif um bimmel werde, mehrfürchterlich. Zum aller Prüft er mich, läßt mir die beiligten wird dich Der berr wabl, Böses oder guts zu dadurch erheben. Hier wird wählen, Doch werd ich viel Dein hirt Nach den tbránen, Jahre zählen? Oder ruft ein Nach demsebnen, dich erloften naher tod mich zu banger Bollig und auf immertroften sterbensnoth? 3. Herr, herr, ich weiß die 2. Herr, du weißt, du bast stunde nicht, Die mich, wenn die tage meines Lebens laufs nun mein auge bricht, zu dei- gezählt; Jbre freuden, ihre nen todren femmelt. Vielleicht plagen, Sab dein auge, das umgibt mich ibre macht, Ebnie fehlt, Früber noch, als du ich diß fleben noch vollbracht, auf erden Mich ließt deinen Mein lob der ausgeftammelt. pilgrim werden; Da schon Mach mich Fertig, Ich befeh- fchriebst du meinen tod Auf le Meine feele Deinen hán dein buch, allweiser gott! Den; Laß mich meinen lauf 3. Einst, wenn es bein wille gut enden. fordert, Wird mein auffrer 4. Vielleicht sind meiner ta- menso zu staub, Und das M 5 feu'r 186 Erste Abtheilung. feu'r, das in mir lodert, Wird tem lauf, Nimst du mich Des falten todes raub. Soum himmel auf. wie frühlingsblumen welken, Christus der ist mein leben. Wird mein leben auch ver. 304. geb einst ohne be ch ben 3u meinem to welken; Kraft und Odem nehmen ab, und den leich. Behin, Denn christus ist mein nam nimt das grab. eben und sterben mein ge winn. 4. Nim ibn bin zu deinen ftaube, Grab, verwandle ihn in erd! Dennoch triumpsiri mein glaube, Denn mein leib wird einst verklärt. Des ver. mesten förpers trümmer blei ben warlic nicht auf immer Der Vermodrung sdnbber gott: Sogeb ich bin mit freu raub: Neu beseelt wird einst den, Und sterb auf fein gebot. mein staub. 4. Jch boff ein- beßres leben, 2. Ich scheue nicht die schre en Der freudenieeren gruft, Der wird mich auferweden, Der mich zum grabe ruft. 3. Und rief mic, abzuschei. den, Auch heute schon mein 5. Durch dein allmachts. Das nimmermehr verfließt. wort: es werde, Rufft du, Ein leib wird mich umgeben, berr, in mein gebein Neues Der ewig berrlich ist. leben, nicht mehr erde Wird 5. Dann eil ich dir entgegen, alsdann mein körper sein. Bu Mein triumpbirend haupt, Den himmlischen Geschäften und feb entzüft den Segen Schmüfft du ihn mit neuen Des heils, das ich geglaubt. Fråften Und von fdmach und Wer nur den lieben gott. sterblichkeit Wird er ewig 305.Barum erbebst du o Dann befrept. 6. Hor, o feele, einft mit Bey den gedanken an das freuden Jenen ruf: das grab arab? Nicht dich umschliesſt ist da! Denn das ende deinerleinst feine böble, Nur deine leiden 3ft mit ihm zugleich hütte sinkt binab; Die iduf dir nah. Der, der deinen tod der schöpfer erst aus staub, bezwungen, hat das leben Drum wird sie der verwe Dir errungen; Durch den fung raub. weg der sterblichkeit Führt er 2. Du, jur unsterblichkeit Dich jur ewigkeit. erlesen, Schwingst dich em 7. Stärke mich auf diefe porzu gottes licht und schaust stunde, Jefu, der du für mich den ursprung aller wesen Von starbst, und an gottes gna- angesichtzu angesicht; Bewuns denbunde Ewig antheil mir derst deines gottes macht In erwardst. Laß mich tod und jener welten bau und pracht. grab nicht scheuen, Laß viel 3, Dann, feele, wirst du das mehr mich darauf freuen; verstehen, Was hier kein weiDenn na treu volbrach- fer mund erklärt. Was, hier volls XXI. Vom Cod. 187 vollkommen einzusehen, Dein Bebt nicht vor finsternissen wissenstrieb umsonst begehrt. Der bahn, die er nicht fent. Dann trügt dich wahn und Die schreckensvollen Pfade irrtum nicht, Und selbst die Erleuchtet ihm die gnade Des finsterniß wird licht. gottes, den er vater nennt. 4. Dann wirst du den ganz 4. Kein angstgeschrey mit nab erblicken, Den hier der thránen; Kein unrubvolles glaube fern nur sieht, Den, stöhnen; Quált fein gelasnes der dich ewig zu beglücken, beri; Es ist zu gott erboben, 3um fluch gemacht, am freuz Empfängt den Trost von verschied; Dann freu dich, oben, und fried und freude daß kein wahn, kein spott, in dem schmerz. Dich hier getrennt von Dei- 5. Er fegnet froh die fei nem gott. nen, Die um fein lager weis 5. Wann nun der tag des nen, Ermahnt und troftet fie; herrn erscheinet; Verläßt dein Und seiner Treue wegen, Leib der Gråber rub; 3um Erfüllt gott feinen fegen, Und zweitenmal mit dir verei- weicher auch von diefen nie. net, Wird er unsterblich, io 6. Gott, laß mich ernstlich wie du. O feele, zittre lån streben, So in der welt zu ger nicht, Daß deinen hütte leben, Wie man dis glük bau zerbricht. erwirbt: Damit ich, als ein erbe, Der feligkeit auch sterbe, So freudig, wie ein frommer stirbt. 4. Ende des Frommen. In allen meinen thaten. 306.28ie fanft fehn wir den frommen, Wacht auf ruft uns die. Nun bald der erd, entnom- 307.Gelig find des bime men, Sich feinem ziele nabn? mels erben, Die Wo sich des lebens freuden todten, die im berren sterVom freden fünder scheiden; ben, 3ur auferstehung ein. Da gehn des driften freu geweiht! Nach den leiten den an. augenblicken Des todes 2. Er freut sich auf fein schlummers folgt entzücken; ende, Und bebt, voll dank, Folgt wonne der unsterblichdie hande Zu seinem vater Feit! Im friede ruben sie, auf. Gefichert vor verderben, Loß von der erde müb! GeKan er nun frölich sterben, lobt fep gott! Vor seinem Nach einem wohl vollbrachtbron, 3u feinem fobn, Beten lauf. gleitet ibre tugend fie! 3. Sein ruhiges gewiffenl XXH. VOR 188 XXII. Von der Auferstehung der Tobten. Land 10 300, 1. Gewißheit davon.. Befiehl du deine wege. 308,23enn einft in mei. Inacht rubme ,. Steht sie in leuem flor, sint f 6. Kann gott denn nicht nem arabe Der uch machen, Daß einst aus todes stille nacht Ich durch od und gruft Dieglieder neu gefolummert babe; So wef erwachen, Wann feine ftime mich jefu macht, Gibt diefem ruft? Es werden diese glies leib aus ftaube Des himmele der, Wie faamen ausgefåt. berrlichkeit. Otroft, den mir Gott will: fie leben wieder; der glaube Un gottes wori Der neue leib entsteht. verleibt! 7. Ich frag nicht nach dem 2. Es soll mir diesen glaufspotte Verwegner ¡ weifeler, ben, Der feft, als felfen rubt, und weiß von meinem gotte: Kein fpotter jemals rauben, Er ist des todes herr. Daß Kein feind, fein zweifelmuth. todte leben sollen, Rubt gang Es mag der unchrift beben, in feiner macht, und follt er Sinkt er in tod und gruft: auch nicht wollen, Daß einst Jd fenn ein neues leben, Wo- mein leib erwacht? zu mich jesus ruft. 8. Die aus des grabes ban 3. Den beiden hier auf er den Gott ehmals schon er den War diefer troft verdeft, weft, Und jefum, der erstanDaß wir dereinstens werden den, Da er den tod geidhmeft, Aus tod und grab erweckt Betrachtet unser glaube, Und Sie, diedas licht nicht hatten, fiegreich rübmeter: Auch uns Das uns der tag gebracht, wekt aus dem staube Zum les Umgaben todesschatten, Und ben einst der berr. furdt ber grabesnacht. Benn mein stündlein vorb. 4. Des spotters fühnes la 309, err! wenn einft chen, Betchimpft ihn felber e Deine stimme ruft: nur. Es sind gar leichte ía Romt wieder menfchenkinder! chen Dem ichopfer der natur, Und ich alsdann aus meiner Den leib neu zu beleben, Den gruft, Unsterblich, nicht mehr er aus faub erichuf; Jbmiunder, 3um neuen leben auf Flarbeit auch zu geben Durch ersteb, Und Deinen himmel feiner allmacht ruf. vor mir feb, Dann jaudi 100, 5. Aus faamen, den wir daß ich lebe. faen, ást gott ja alle jabr 2. Den leib, den hier die fees Die neue frucht entstehen, le trug, Bird sie dort wieder Die in dem feime war. Ertragen: dasselbe Herz, das in wachiez jebe blume, Aus ihrer brichlug, Wirdwieber in mir faat bervor: Bu feiner all- lidlagen. Du rufft, die in den grå OL XXII. Von der Auferstehung der Todten. 189 gråbern sind Ihr staub be- traun, Einst fröhlich aufzu wegt sich, und empfind't: Es stehen, Laß mich, o beiland, Fennt sich leib und feele. ohne graun Den weg des toGottes. 3. Wie wird mir, dem er bes geben. Es zeige mir ein wachten, feyn! Welch bimm- sanffer tod, So wie ein schblifdes entjucken! Wenn leib nes abendroth Von fern und feele sich erfreun, und sich den schönern morgen! verfiårt erblicken, Benn nun 2 Freude über die Auferste. mein aug, nach langer nacht, bung und Lobpreisung Ingottes neder welferwacht, Und ferne nachtmehrfürchtet. 4. Dann find ich und bewun dre den, Der mir diß heil er. worben; 3um erstenmal werd ich werd auferstehen ich ihn fehn, Den, der für werd ich in der herrlichkeit mich gestorben, Der mir zum Dich, gott, mein beiland, sefegen auferstand, Und mich ben. Dann werd auch ich, mit bruderlicher band In' berr, durch, dich Vereint feine freude führet. mit allen frommen, 3ur Met. Was got thut daß ist. 310. freue mich der ch froben zeik, Da Dann. 5. Ich weiß, daß dein wort ewgen rube fommen. warbeit ist, Erot alles frechen 2. Ja, berr, du führt sie fpottes. Vernunft! weit boein heran Die stunde der her, als du bist, 3ft die vererlöfung; Die ftunde, da ich berffung gottes! Ich gehe zur boffen kan Trost, freyheit und verwesung hin; 3db werd genefung; Da, engeln gleich einst wieder, was ich bin 3m bimmelreich, Ich ewig Ich sterb; and lebe wieder werde leben, Mit berrich6. Diß leben ist ein langer feit umgeben. tod: Dort ist ein herrlich er 3. Der du die auferstehung be; Mein theil, nach aller bift, Du biste, auf den ic müh und noth; Jcb lebe, wenraue. Ich weiß, daß ich ich sterbe. Ich werde seyn, durch did, herr chrift, Einst wo jesus chrift, der tobten auferwekt dich schaue. Auch erstgeborner, ist; Werd bin werd ich nicht vor dein gefort nimmer erben. richt, Wie die, die dich vers ichmåbten, Mit angst und 7. Grabt den entieelten leib nur ein! Staub waren feine ichrecken treten. glieder: Staub follen sie im 4. Ich hoffe dann mit freugrabe feyn; Aus faub schaffidigkeit Vor dir, mein baupt, gott fle wieder. Gefát werd zu stehen, und mit dir in die ich, um aufzublübn: Das herrlichkeit Frolockend eins tobtefeld wird wieder grün zuzugeben. O bill mir doch taufendfáltgen früchten. Aus gnaden noch, 3um glüf 8. In diesem feligen ver Der Igo Erste Abtheilung. der ewigkeiten, Mich wür- lfie find christi glieder. dig zu bereiten. 8. Was forgst du für den So weiß mein gott daß all.. leib, mein herz: Es ist sein 311. Mit frommer freu- mangel und fein schmer, Dem de bank ich bir: beiland unverborgen. Er, der Die grose warheit hast du mir, ibn einst verklären will, Wird beiland, offenbaret: Mein bier mobl für ihn forgen. leib wird in dem grabe nur 9. Herr, auch im fterben bin Bum auferstehn bewahret. ich dein. Der tod foll mir 2. Ich foll aus meinem gra- nicht furchtbar feyn; Das be gebn, Und soll vor meinem grab foll mich nicht schrecken. richter stehn. Ich hörs aus Ichweis daß meinertbier lebt! Deinem munde: Du bist die Der wird mich auferwecken. wahrheit; ja es komt; Es komt die frohe stunde! 3. Anwendung der Aufers 3. Hoch schallt dein all- tebung zum Troft und zu machtswort daher, Dan muß frommen Gesinnungen. die erde und das meer Die 312.Jefus, meine zuver tobten und berr, der alle sterben bieß, ich foll mit ihm leben! Dieses Der beift sie wieder leben. weiß ich: sollte nichtsich mein 4. Mein herr, auch ich ge- bers zufrieden geben, Was die böre dir: Und auch der arme lange grabesnacht mir auch staub von mirBleibtnicht dem für gedanken macht? rod um raube. Der berr, 2.Jefus, mein erlöfer, lebt, Des ich im leben war, Jft Und ich kann ihm sicher traus herr von meinem staube. en, Daß er mich zu sich erhebt: 5. Du haft für mich den tod Warum follte mir denn graugeschmeft, Du bist für mich en? Läffet auch dis haupt auch aufgeweckt: Der tod ein glied, Das es einst liegt dir zu füffen. Die fraft nicht nach sich zieht? von deinem auferstehn Soll 3. Ich bin durch des glauund werd ich genießen. bens band 3u genau mit ihm In schwachbeit schließ ich verbunden. Er, der auch den meinen lauf: Mit groffen tod empfand, hat auch für Fräften fteb ich auf: Du wekft mich überwunden. Er ent mich aus der erde; Daß dei stand, und einst erwacht Auch nem fchon verklärten leib mein leib durch seine macht. Mein leib auch ähnlich werde. 4. Ich bin staub, und muß 7. Laß mich dir hier schon daher Wiederum zum staube ähnlich seyn, Auch leib und werden. Dieses weiß ich; aber gliederfind jadein, Duschenkster Bekt mich wieder aus der fie fchoner wieder. D feele, o erden, Daß ich in der herrliche mißbrauch sie nicht; Denn keit Bey ihm sei in ewigkeit. 5. Da XXII. Von der Auferstehung der Todten. 191 5. Da wird mich, statt die- ler hat die macht Des todes fer baut, Ein verklärter leib ganz bezwungen, Und Begreich umgeben, Für die neue welt aus des grabes nacht zu gebaut, Und gefchift ¡ um bef- gott sich aufgefchwungen. Et fern leben; Und in diefem ist mein baupt; fein sieg ist leib feb ich meinen jefum mein. Sein foll mein ganzes ewiglich. teben fein, Und ibm will ich auch sterben. 6. Dann werd ich in heltem licht Seine große lieb er 2, Nicht ewig wird, wer dein Fennen; Und wie freudig werd wort bált, Den tod, o jefu, ich nicht Dann ihn meinen schauen. Das ists, was mich retter nennen! Benn er von zufrieden stellt, Selbst bey der sterblichkeit nun auf der gråber grauen. Jcb bin ewig mich befrept. getroft und unverzagt: Weil 7. Mich, der bier nocb feufst du den deinen zugefagt: Id und flebt, Wird er berrlich leb und ihr lout leben. Dort erhoben. Irdisch wird 3. Wird gleich mein leib des mein leib gefåt, Himlisch wird todes raub; Er wird doch wies er auferstehen; Sum verwe- der leben, und einst aus der fen fällt er ein; Dort wird verwesung staub Sich neuge er unsterblich fepn. bildt erheben, Wenn du, o 8. Sep, o feele, bocher- groffer lebensfürst, Einst deifreut! Jefus fennt ja seine nen tobten rufen wirst, Bum glieder. Weg mit furcht und leben aufzuwachen. traurigkeit! Sterb ich, chri- 4. Wie frob und herrlich ftus ruft mich wieder; Wenn werd ich dann Vor dir, mein einst die posaune flingt, Die beiland, ftehen! Dann nimft durch alle gråber dringt. du mich mit ebren an: Laßt 9 Lach' der finstern erden in dein reich mich geben. Fluft! Blik hinauf ins beßre Fortbin von feiner last be leben! Dorthin wird mich aus schwert, hingegen berrlich, der gruft Meines jefu macht gans verftárt, Leb ich bey erheben. Dann liegt schwach dir dann ewig. heit und verdruß Ewig un ter meinem tuß. 5. O welch ein sel'ges theil ist mir In jener wett bereitet! 10 Nurdaß ich den geift er. Der freuden fülle ist bey dir. beb Von den lüften diefer er Von dir, o herr, geleitet, den, Und schon bier dem bei Werd ich in deinem bimland feb, Dem ich dort foll melreich Unsterblich, deinen ähnlich werden! Denn wer engeln gleicb, Vollkommne feiner fich will freun, Muß luft geniessen. bier rein und heilig seyn. 6. Denn, wo du bist, da Deep lob und ebr dem. sollen die, Die bier dir fol. 313, Mein gen, leben, und ewig frey DON natdos d 192 Erste Abtheilung. von schmerz und müh, Von) Solt imeinem gott nicht fing. feligen umgeben, Geniesſen 314.meinen leib wird man begraben; Deiner berrlichkeit. D was find leiden dieser zeit, Herr, aber doch auf ewig nicht. gegen jene freuden? Neues leben wird er haben, 7 Laß die zukünft'ge Wenn das lezte weltgericht berrlichkeit Mir stets alle gråber wird aufdecken, vor augen schweben; Und Und der engelfeldgefrey Zeig oft in dieser Prüfungs- gen, was vorbanden sey: Dant zeit Mein beri dabin er wird ihn mein gott erwecken beben, Wo feine schwachbeit zu der froben ewigfelt. Sep uns mehr drüft, Wo wir, o feele bocherfreut, der sterblichkeit entrüft, Fro lockend vor dir wandeln. 2. Dann fo werden meine glieder, Die jest staub und 8. Erwecke mich dadurchium asche find, laverweßlich leben fleiß, der tugend nachzuftre- wieder, und ein jegliches ges ben, llad als ein drift, auch winnt Solben glans, als biet bir um preiß, Nach deinem auf erden. Nimmermabr wort zu leben. Und fühl ich finden ist. Ja, mein leib, berri hier noch noth und schmerz: jefu cbrift, Wird dem deinen So trofte felbft damit mein ähnlich werden, Boller pract berz: Es Fomt ein beßres und berrlicfeit. Dank fep leben. Dir in ewigkeit! Red 118 XXIII. Bom allgemeinen Weltgericht. Tel 1. Gemisfe Wiederkunft Je- Wann du auf lichten wol fuzum Weltgericht. fen einft, mit deiner engel Dewigkeit du donnerwort. beer, erscheint, Die sich vor 315. Srbobter jefu, got- dir, berr, beugen! Dann sieht tes fobn! Der du die welt die majestát, Dazu fchon langt der himmeltbron dich gott, dein gott erhöht. als berrider eingenommen, 3. Dann tont dein ruf inje Du wirft dereinft zur rechter des grab Mit allmachtsbollet seit, In groffer fraft und fraft binab, Und schafft ein Herrlichkeit, Vom bimmel neues leben. Auf deinen wink wieder fommen. Gib, daß muß erd und meer Das grof dann frob und voll vertraunfe unzálbare beer Der tods Dich, berr, auch meine au- ten wieder geben: Sie stehn gen schaun. durch dich, berr, neu beseelt, 2. Wer fast, o beiland, jest Nun alle auf, und feiner fehlt. die pracht, Die deinen tag 4. Du sammelft fie vor deieinst herrlich macht? Wienen tbron, Umjedem den bes groß wirst du dich zeigen! ftimten lohn, Nach seiner that XXIII. Vom allgemeinen Weltgericht. 193 that, zu geben. Dann trifft Doch bald ist euer maaß erDen böfen ichmach und pein; füllt! Bald komt der richDen frommen aber führt du ter und vergilt. ein In das verbeißne leben. 3. Dann öffnet um euch ber Wer leugnet dann noch, je sich weit Der abgrund jener fu chrift ewigkeit mit allen feinen de richter bist? ichrecken; Dann wird euch Daß du der er 5. D gib, wenn nun dein wann der richter droht, nicht Tag erscheint, Daß ich inberg, noch meer nicht grab dir dann noch den freund and tod, Für seiner abndung Und beiland wieder finde; Decken. Denn nun nicht mebe Daß ich mit freuden vor bir erbarmt et fic, und sein steb; Und mit dir in den him gericht ist fürchterlich. el geb, Ganz frey von noth 4. Wann furchtbar feiner und fünde. Laß mich nur ftete Donneridball, Bonsaufendfas vorsichtig seyn, Und selbst dem widerball Der Erde Die kleinste fünde scheun. grund erschüttern; Und plöz6. Die tugend sey mir ewiglich nun der bau der welt werth; Und was dein wort Banft, Fracbet, stürzt, in von mir begehrt Faß mich mit trummern fällt; Wann felbft eifer üben niemals ermüde die bimmel zittern, Und vor bier mein geist, Dich, den den richter bingerüft, Der fchon jest der himmel preift, potter glaubet und erschrift; Aus aller Fraft zu lieben; So bab ich in der ewigkeit Auch -theil an deiner berrlichkeit. In voriger Relodie. 316.De er unire Mensch 5. Dann ists nicht mehr zur buffe zeit; Wo werdet ihr barmherzigkeit Und gnad und rettung finden? Die ihr der fünden Maaß noch bäuft heit an fich nahm, Fühlt, eb euch dieser tag er218 er uns ju verfóbnen fam, greift, Die schanden eurer füns Komt einft zu richten wieder. den; Daß ihr nicht selbst euch Nicht fern ist seiner zukunft dann verflucht, und in verzeit; In aller feiner berrlich- zweiflung lindrung sucht! feit, Steigt jefus dann ber 6, Mein herz erschrift; es nieder. Vernims, o welt, bebt in mir Mein innerstes, und beßre dich! Der tag des o gott, vor dir, Ich bin ein schreckens nahet sich. O de mineraler. Begnapige, want 2. Warumverziebt er? fragt dein gericht Aud mir mein der spott; Wo bleibt der fün- ewig urtbeil spricht, Mich denråder, gott? hört, fün berr, Den Uebertreter Dur der, borts mit beben! Euch, der die fünder nicht verstößt, die ibr frech ihm widerstrebt, Du, jefu, baft auch mich erlöst. Und in der bosbeit sicher lebt, 7. Tag gottes und der ewigZur beßrung frißt ju geben. feit; Du predigst uns den N" werth 194 Erste Abtheilung. x werth der zeit Laut, mit des 5. Wer spottet dann noc Donners stimme. Reizt, men Deiner Fraft, Wann du, die fchen, nicht durch eure schuld, bier dich flieben, Für ibre Den gott der langmut und gefchuld jur recenfcbaft Mit duld, Daß er nicht schnell er- majestät wirst ziehen? Wann grimme. Denn fcbreklich wird nun ibr auge dicberblift, Und Der fünder pein; Und groß fie Dein ftrafgerichte drüft: Der frommen wonne feyn. Dann werden sie verftummen. Sep fob und ehr dem. 6. Und wann du dann die 317.& r fomt, er komt deinen nun Mit preis und eb jum weltgericht, re jiereft; Und, ibnen ewig Der beiland, den wir ebren, wohlzuthun, Sie zu dem bim Dweigert euch, erlöfte, nicht, melfübreft: Dann, berr, wird Jest auf fein wort zu hören. vollig offenbar, Daß dein Wer hier nicht seine vor. Die macht und gnade war, schrift bort, Und sie nicht Rechtichaffne zu beglücken. mit geborfam ebrt, Wird 7. O laß mich dann, herrje nicht vor ihm befteben. fu chrift, Mit freuden vor dir 2. Herr, laß mich deiner ma- ftehen, Und dir, fo herrlich du jestát mit wahrer freude die auch bift, Getroft entgegen nen! Wie herrlich dich dein feben. Wann deiner feinde gott erböht, Ist zwar noch rotte zágt, Von reu und angit nicht erschienen: Doch was und furcht geplagt, Dant uns hier verborgen war, Das jaudhje meine feele. wird dereinst uns offenbar, 18. Daß ich diß glük erleben Wann du wirst wieder mag: Solaß in diefem leben, Fommen. beiland, Deinen groffen tag 200 3. Wann vor dir die natur Mir stets ver augen schwes dann bebt, und unter deinen ben. Er reize mich, die mich füffen Sich alles, was dir wi- zu weihn', In deinem dien Derstrebt, Wird völlig beugen te treu zu fein, Und nie müssen: Wann alle engel dich zu verleugnen. vor dit stehn: Dann werden aller augen febn, Wie bodh dich gott erboben! 4. Wann dann, o berr, auf 318.3rite, Du richter BomWeltgerichte felbst. M. Befiehl du deine wege. denk an dein ge bein geheiß, Die tobten wieder leben, Dein feind mit aller welt, Dem thor feys ein furcht, dein freund mit preiß, gedichte, Das schwachen nur Sich aus dem grab erheben: gefällt! Mich foll sein wabn Wer wird denn noc, herrje- nicht stören, Weil mich dein su chrift, Daß du der berr göttlich licht, und mein ge des lebens bift, mit frech- wiffen lebren: Du baltest beit leugnen können? lein gericht. 2. Ich XXIII. Vom allgemeinen Weltgericht. 195 2. Jdb feb im geift die blize, ten, Von aller schuld befreyt; Und bor die donnerschon; Er- Führst mich mit deinen Fnechblik dich auf dem fize Und ho- ten In deine herrlichkeit. hem richtertbron, Um den die Mel. Es ist gewißlich an der zeit. beilge menge Erbabner engel 319.Son ist der Tag prånge! Welch eine majeftår! Da, wer auf erden wandelt, ge gott 3. Umsonst flieht dann der Sein loos aus gottes bånden fünder Vor Deines armes nimt, Nach dem er bier geFraft. Herr, alle menfchenkin- handelt. Er komt, er komt, des der Ziebst du jur recbenschaft. menfchen fobn; Er fomt, Und Du rufft, Und sie erf beinen wolfen find fein tbron, Den Vor deinem richtertbron. erdenkreis zu richten. Den fündern und den deinen Gibt du perechten lobn. 2. Hier, an dem rand der ewigkeit, Hier stehn die millio4. Frolockend sebn die from nen, Die, seit dem ersten tag men Dein göttlich angesicht, der zeit, Auf dieser erde wohScon bier dem Fluch ent- nen, nur dem allwiffenden nommen, Bagt ibre feele nicht. befant, Unzálbar, wie am Nun triumpbirt ibr hoffen, meer der fand; Hier Rebn Erlbst von aller mub, Sebn sie vor dem richter! fie den himmel offen, und 3. Hier muß der falsche du, berr, fegneft sie. wabn der welt Der warbeit 5. Wie angstvoll aber beben, unterliegen. Hier, wo das Die bier dein wort verbobnt, cecht die wage bált, Wird kei Und durch ein fündlich leben, ne bosbeit fiegen. Hier ist zur Das eitle beri verwobnt? Dubuffe nicht mehr frißt bier gilt gibst den fündenknechten Jbr nicht mehr betrug und lift: theil in jener pein, Und füb. Hier gilt fein falfdber jeuge. reft die gerechten 3u deinen 4. D berr, mit welcher mas freuden ein. jestät Birst du das urtbeit 6. Drum laß, bert, Dein ge- fällen? Die fünder, die dich richte mir stets vor, augen bier verfemábt, Gehn dann feyn, Und drücke fein gewichgewiß zur boden. Da trifft fle te Lief ins gewissen ein. Vor unerforschte pein, Ber wird bir laß recht mich bandeln, dann noch ihr retter feyn? Und hier ju aller zeit, So wie Jbr warten ist verloren. ein weifer wandeln, Der 5. Wie berrlich aber wird feinen richter fcheut. alsdann Derfrommen werth 7. Ist dann dein tag vorban ericheinen? Du, berr, nimft ben: Wird diefe welt vergebn: fie ju ebren an, Erflärft fie So boff ich nicht mitichanden für die deinensund fie fehn mit Vor deinem thron zu stebnjerstauntem blit, Daß glaub Du Rellst mich dann jur rech- lund lieb das höchfte glük, Aus St 2 196 Erfte Abtheilung. Aus gottes bulb ererben. ben! Daß ich nie Thöricht sie. 6.Sie gebn nun in das selge Aufsfer augen sezte, Noch mit reich, Das gott für sie berei- fleiß verleste! tet, Und fehn, auf ewig, en- 5. Lehre mich gewissenhaft gelngleich, Jbr woblieyn aus- Meine rage zálen; Eingedenk gebreitet. Das stuckwerf wird der rechenschaft, Nur, was vollkommenheit; Rein fum- gut ist, wählen. Gib, daß ich mer, feine traurigkeit Stórt Ernstlich mich Taglich und forthin ihre freude. auch heute zum gericht bereite. 7. Mein beiland, laß mich 6. Zeigt sich erst die ewigkeit dein gericht Oft und mit ernst Furchtbar in der nähe: O daň bedenken. Es stárfe meine zu- t es felten Zeit, Daß ich versicht, wenn bier mich tei- in mich gebe; Wann der tod Den frånken; Es reize mich mir schon drobt, dan ist ge gewissenhaft, Und, eingedenk wißlich meine buße mißlich! Der rechenschaft, Nach deinem wort zu wandeln. 7. Mein gewissen strafe mid Gleich für jede fünde; Mitt ler, daß ich bald durch did Straf mich nicht in deinem. 320, Herr, ich bin dein ei- Gnade fuch und finde! Rufe gentum, Dein ist du Dann mir ju: Alles ist ver auch mein leben, mir zum geben! Sünder, du foust leben! beil und dir zum rubm, haft 8. Dann werd ich auch im du mirs gegeben. Väterlich Führst du mich, Auf des te bens wegen, Meinem ziel entgegen. gericht, vor dir, berr, beste ben, und vor deinem ange sieht Freud und wonne seben. Ewig dein Werd ich seyn, 2.Einst fomst du mit grofer Und mich, dich zu lieben, Fraft 3um gericht auf erden; Ewig ewig üben.s Dann soll ich zur rechenschaft 321.achet auf vom Dargestellet werden. Dein fchlaf, ihr fün gericht Schonet nicht, Rich- der, Erwacht, denn euch, D ter aller welten! Denn du menschenfinder, Erwarten willst vergelten. tod und ewigkeit. Lohn und 3. Web dann mir in ewigstrafe, tod und leben Wird feit, Wenn ich deine gabe, der gerechte richter geben. Er Meine Fräfte, meine zeit, hier wacht! noch ist zur buffezeit! gemißbraucht habe! Web Gerecht gerecht ist gott! Et Denn mir, hab ich bier Dein bort der frevler ipott. Fred geschenk verschwendet, Undler zittert! Wist, was er nicht angewendet! spridt, Gereut ibn nicht. Er 4. Möchte täglich dein ge fomt gewiß und bält gericht. richt Mirvor augen ichweben! 2. Plozlich wird sein zorn Mocht ich mich stets meiner entbrennen; Dann wird der pflict, Treu zu seyn, bekre- lipotter ibn erkennen, Des va ters XXIII. Vom allgemeinen Weltgericht. 197 ters eingebornen sobn. Jaud( auf, Daß unfer ganzer lebenss zet, jauchzt, ihr seine fromen! lauf Dich ebre, Dir gefalle. Er wird zu eurem heile fom. Du kamst, o bilf, daß jeder men; Bald fomt er, und mit drift, So lang et auf dem ibm fein lobn! Eucb richtet wege ist, Dir from entgegen. christus nicht; Er selbst gieng walle. Hier leite uns auf ebins gericht Für die fünder. ner babn, und dort nim Wir sind versöhnt, Mit gott uns mit ehren an. the m veribbnt. Wer überwindet, Ber nur den lieben gott låst. wird gefront. 323.Wenn ich auf got3. Send bereit ihn mit vertes wegen wanlangen, mit reinem berten zu fe, Und straucheln will, so empfangen, Denn plößlich ichrecke mich Der berzerstütbridt fein tag berein. Und ternde gedanke: Gott richtet der richter wird vom bbien einst die welt und dich! Er Sein volk, die frommen, bats verkündigt, fein gericht: ganz erlösen, Von sünd und Jt unausbleiblich, strauchtode sie befreyn. Dann ist voll- le nicht. 11401 Dewigkeit du donnerwort. 322.28ie finster ist der fomnes beil In ewigkeit ihr 2. Der weg der fugend, den theil Jauchst, the frommen! ich walle, Sey raub und steil; Sepd stets bereit Auf diefe wo fübrt er bin? Zum him. geit, Und singt gott danfimel, weil ich gott gefalle, in ewigkeit. Wenn ich getreu und standbaft bin; Gestärkt, o gott, durch deine huld, Zur felbstlejte tag; Wie verleugnung, zur geduld. fürchterlichfein donnerschlag, 3. Laß mich zu meiner feele Wie fchreklich gott im metter! jagen: Die welt vergeht mit Wenn über uns Der bimmel ibrer luft! Wobl mir, wenn glut; Wenn unter uns die er ich bey allen plagen Mir Feie de fliebt. Wo bleibt für uns nes frevels bin bewußt! Es ein retter? Der groffe tag fomt, es fomt die ewigkeit, Des weltgerichts Verkehret Die mich aus jeder noth bes unfre welt in nichts. fcept. 2. Ach fünder, richte deinen 4. Denn jesus wird vom finn Auf jenen tag des fcbre himmel fommen, Ich werd fens bin; Verlaß nan weltlibn, meinen beiland, fehn, und fünde. Erichrif vorm Jbn, wie er ift; mit allen idretlichen gericht! Ebu buße, frommen Aus meinem grab daß der richter nicht Dich un- auch auferstehn. Ihm werd ich bereiten finde. Dann, wen völlig ähnlich seyn, Mich ewig er hier umsonst gesucht, Den meines glaubens freum! weift ervon sich, als verflucht. 6. Ich werde feine flimme 3.D beiland, wet uns aule, horen, Der duzu meiner redN 3 ten 198 Erfte Abtbeilung. ten bist, Du warst geborfamliein brod nicht bricht, Ein meinen lehren; Nim bin, unbarmherziges gericht. was dir bereitet ist. Sep, 9. Fubllofe,( wird der rich. treuerthrift, den engeln gleic, ter fagen) Verschlossen babt Romerbemeines vatersreich! ibr eure band, Verachtet eu. 6. Du baft in deinen armen rer brüder flagen: Entweicht! brüdern Barmherzigkeit an ich hab euch nie erfant! Wer mir gethan; Ich nahm in mich befent; und doch nie meines leibes gliedern Den fes fucht, Was menschen frob gen deiner wohltbat an! Kom macht, fen verflucht! nun, gefegneter ju mir; Den 10. So wirst du jede fünde bimmel geb ich dir dafür richten, Die nicht bereut ift; 7. Solch eine wonne wartet wenn du ein Den übertre meiner, Wenn ich mit brüder- tern ihrer pflichten In dei lichem sinn Den nächsten lieb, ner majestát erscheinst. Dann Und gern mich seiner Erbarm, wird der fromme nur be und jefu ábnlich bin. Gott, ftehn; Wer lasterhaft blieb, wer fann bart und lieblos wird vergebn.ne fepn? Betrübte sebn, und 11. Gib mir denn licht. nicht erfreun? und muth und stärke, Da 8. Dort, bort trifft ben, der mit mein glaube dir getreu, ohn erbarmen, Niemenschen- Geübt in jedem guten werke, freundlich sich beweist; Der Bewährt und unverwerflic fühllos bep der noth der ar iep! So werd ich ewig felig men, Bebrángte nie erquift feyn; Mich ewig deiner, noc fpeift; Den bungrigen gott, erfreun. XXIV. Von der Ewigkeit. 1. Der Seligen für die dieses lebens müh. Nach aller Frommen. laft, die sie gedrüft, Wird ewig nun ibr bera erquift. 324.& Ber nur ben lieben gott. ift noch eine rub 3 Wie mütter ibre Finder vorbanden Für je troften; So fegnet mit zufries Den gott ergebnen geift; Wah denbeit Auch deine gnade die er sich dieses forpers banden, erlöften, Nach überstandner Nach gottes willen, einft ent- übungszeit. Dann wird es Teiß, Und nun nicht mehr so ibnen offenbar, Wie gut stets eingeschränkt, 218 bier auf deine führung war. erden, lebt und denkt. 4. Da soweigen ale ibre 2. Die, berr, zu diefer rube flagen; Da bringt, it frofommen, Wie felig sind doch bem lobgefang, Selbst für die alle die! In deinen himmel ausgestandnen plagen, Dir aufgenommen, Ruba fie vonlibre feelen froben dank. Nun jauco XXIV. Von ber Ewigkeit. 199 jaucien fie: es ist vollbracht; felgen augenblik; Doch alle Der berr hat alles wohl ge- freuden, die ihm werden, macht! Sind noch fein recht voll 5. Forthin befümmert sie fomnes glúf. Er bleibt ein fein leiden, Reinschmerz, felbft menich, und seine rub Nimt Feine furcht nicht mehr. Gott in der feele ab und zu. führt sie ju den höchsten freu- 3. Bald stören ibn des förden, Und fronet sie mit preiß pers schmerzen; Bald das ges und ebr. O unaussprechlich ráuidbe dieser welt; Bald füße rub! Wie berrlich, fämpft in feinem eignen berberr, beglückest du! zen ein feind, der öfter siegt, 6. Wer kan hier deine gnade als fällt; Bald sinkt er durch faffen? Du willst den, der des nàoften schuld, In fumdic redlich liebt, Nicht ewig mer und in ungeduld. in der unrub laffen, Die die 4. Hier, wo die tugenb fes leben noch umgibt. Ofbfters leidet, Das laster of mach uns ja hier in der zeit ters glücklich ist; Wo man Recht würdig für die ewigkeit den glücklicben beneidet, Und 7. Mein beiland, der du des bekümmerten vergißt; felbst auf erden Der leiden Hier können wir nie frey joch getragen baft! Will von pein, Nie frey von alich des lebens müde werden: ter fchwachbeit feyn. Und fütt ich meiner burde 5. Hier fuch ichs nur: dort laft: So stårfe måchtig mei- werd ics finden; Dort werd nen geist, Daß er dem un- ich being und verklärt, Der muth sich entreißt. tugend ganzen werth empfin8. Gib, daß in hoffnung je den, Den unaussprechlich ner rube, Die gottes volf vergrofen werth; Dich, gott der heissen ist, Ich gern des vaters liebe, werd ich sebn; Dich willen thue, Wie du darin lieben, ewig dich erhöhn. mein vorbild bist: So folget, 6. Da wird, o herr, dein auf der leiden zeit, Gewiß beilger wille Mein will und vollkomne feligkeit. meine mobifahrt feyn; Und In voriger Melodie. A tieblich wesen, beil die tulle 325.Nad einer prüfung An deinem throne mich er furzer tage Führst freun. Dann läßt mein dir du uns, gott, jur ewigkeit. geweihter finn Mich fühlen, Dort, dort verliert sich jede daß ich ewig bin. flage In himlifche zufrieden heit. Hier übst du unfern tugendfleiß; Dort aber reichst Du uns den preiß. C 7. Da werd ich das im liht erkennen, Was ich auf erben dunkel fab; Das wunderbar und beilig nennen, Was unerforichlich bier geschah; Da denkt mein geist, mit preis n UND 2. Duschenfft den frommen schon auf erden, So manchen 200 ist Erfte Abtheilung. TIXX und dank, Die schickung in deine buld daraus auch mir zusammenhang.16 Zu voller gnüge geben, Was Bu 8. Da werd ich zu dem tbro- mich mit reiner luft erfüllt, ne dringen, Wo aott, mein Was meiner feele febnfuct beil sich offenbart; Ein heilig, stillt, Und sich obn ende mebret beilig, beilig fingen Dem, der 2. Dichlern ich dann im bela für mich geopfert ward; Undien licht In deiner große fenaller bimmel felges beernen, Und, mit vollkommner Sauchit ibm einstimmig preiß zuversicht, Dich meinen vater und ehr. m nennen. Mit hoher freude bet 9. Da werd ich in der engel ich dann Auf ewig dein erbar. schaaren Mich ihnen gleich men an, Das mich zum him. und heilia fehn; Das nie gemel tübrte. störte glük erfahren, Mit 3. Wann mein erhöhter fromen stets from umzugebni geist da fiebt, Was ich dir zu Da wird, durch jedenaugetrauet; Wann er dein un genblik, Jbr beil mein geil, umichránft gebiet Noch heller mein glük ihr glük. überschauet: Gott, welche 10. Da werd ich dankvol wonne ist dann mein! Wie dem begegnen, Der gottes werd ich deiner da mich freun! meg mich geben hieß; Jhn mit Wie felig da mich finden! entzüfter rührung fegnen, 4. Noch größre werke feb sch Daß er mir ihn so treulich ich dann Von deiner fch dpfers. wieß; Da find ich in des höch- gute; Als ich auf erden feben sten band, Den freund, den fann, Undmein entjuft gemu ich auf erden fand. the Verliert, voll dank und 11. Da ruft( o mbte gott freude, sich In deiner herrs es geben!) Vielleicht auch mir lichkeit, die ich In vollem ein selger zu: Heil sey dir! glans erblicke. Denn du hast mein leben, Die 5. Da werd ich deinen feele mir gerettet, du! O gott, gnådgen ratb, Noch mehr als wie muß diß glük erfreun, bier verstehen Dir danken, Der retter einer feel zu feyn! daß du mich den pfad Der tu 12. Was fend ihr, leiden gend biesseft geben, und, felbft dieser erden, Doch gegen iene durch leiden diefer zeit, Mich herrlichkeit, Die an uns offen zu dem gluf der ewigkeit o bar foll werden von ewigkeit väterlich bereitet, f zu ewigkeit? Wie nichts, wie 6. In unbefleckter beiligkeit garnichts gegen sie, Ift doch Werd ich dann, gott, dich lie ein augenblik voll müh. 19 ben, Und, was dein wille mir Seb lob und ehr dem.. gebeut, Mit frohem herzen 326.Der freuden füll ist, üben. O welche quelle reiner gott, bey dir: lust, Sich keiner fünde mehr Undin dem höhernleben Wird d bewußt, XXIV. Von der Ewikeit. 201 bewußt, in allem richtig 2. Izt, da die fünde mich handeln! Delise Henoch drüft, Seußit meine 7. Mein leib, aufs berrlich- bange feele; Wie bald ist fte verklärt, Mit bimmels- nicht mein herz berüft! Wer glang umgeben, Von allem merkt, wie oft er feble? frei, was ibn beschwert, Ge. Doch einst werd ich vollkom. fiftzum böbern leben; Auch men rein, Ganz beilig und Der nimt dann an allem beil, ganz felig seyn. Dis tröstet Und an der hoben wone tbeil, meine feele. Die meinen geift entzücket. 3. Wenn mich der zukunft 8.Den beiland, den ich bier schiffal foreft, Die noth der geliebt, Seb ich mir dort zur fernen tage; Wenn sie in mic wonne, Die berrlichkeit, die die forg erwekt, Db ich sie ihn umgibt, Ift mir auch licht auch ertrage: So mildert und sonne. Auch da ist er mein mir die ewigkeit Das furze berr, mein freund, Durch den elend dieser zeit, Daß nicht ich, gott, mit dir vereint, mein beri verzage.150 Stets neue freuden schmecke. 4. Wenn einst, der ist von 9. Mit allen burgern jener ferne draut, Der tod mir nåwelt, Die deinen thron umgeber winket; Wenn, nach der ben, Werd ich dort ihnen zu arbeit dieferzeit, Mein baupt gefellt, In reinster freund zum fcblummer sinfet: So schaft leben. Wie klopfer dann sterb ich froh, die ewigkeit in meiner brust Mein ganzes Zeigt mir des bimmels berrber; voll lieb und lust, Diellichkeit Die alles übersteiget. ich mit ihnen tbeile. 5. Herr, Diefen troft, der 10. Ja, erig ist, mein gott, mich erfreut, Vermehr in bey dir Der freuden reichfte meinem berzen. Mich stärke quelle. Ich ichöpfe draus, bodjene feligkeit Bey meiner wall. bleibt sie mir Stets voll auf fabrt schmerzen. Sie sep in alle falle. Mein glüf währt meinem tod mein beil Und da in ewigkeit. Nichts feblt einst mein längst gewünschihm an vollkomenheit. Herr, tes theil, Wenn ich vom tod hilf es mir erreichen. erwache. Benn mein stündlein vorhanden. Wie schon leuchtet der. 327.in frembling bin ich 328.mein ganzer geist in der welt, Und gott,' wird ents für sind meine tage; So man- zuft, Wenn er nach jenem che noth, die mich befällt, bimmel blift, Dabin dein Reizt mich hier noch zur flawort uns leitet; Wo deine ge. Doch, vater, jene feligkeit milde vaterhand Aus neuen Verfüßt mir meine pilgrims wundern wird erkant, Die du geit, Und stärkt mich selbst da haft verbreitet. Mächtig im leiden. CO Suhl ich mich getrieben, Dic St 5 818 202 Erste Abtheilung. zu lieben, Der zum leben Je 6. Gott, welche schaar ist ner welt will mich erheben. dort vereint! Die frommen, 2. Was sind die freuden die ich hier beweint, Find ich Dieser eit, berr, gegen jene bort alle wieder Dort samberrlichkeit, Die dort bei dir melt deine vaterband, Die zu finden! Du ftellst uns bier deine liebe hier verband Herr, auf erden zwar Viel wunder alle deine glieder. Ewig Werd Deiner gute dar, Daß wir fielich, Fren von mángeln, Selbst frob empfinden; Doch bier mit engeln, Freundschaft Sind wir, Bey den freuden, pflegen. Dein umgang vol. Noch nit leiden Stets um ler segen! Onder geben, Dort ist nur voll. fomnes leben.. 7. Da fom ich zu des men fchen sohn, Der für mich ftarb, 3. Kein tob ist da mehr und um dessen thron Viel tausend fein grab. Dort wischest du felge stehen. Der du der dei Dietbrånen abVondeiner fin- nen wonne bist, Dich werd Der wangen. Da ist kein leidlich da, herr jesu christ, Auch mehr, fein gefcbrey; Denn du, mit entzücken feben. Da wird, o berr, machst alles neu. Das Mein hirt, Von den freuden. alte ist vergangen. Hinfort Nichts mich scheiden, Die Sind dort Für gerechte, Dei du droben Deinen freunden nefnechte, Keine plagen Mebraufgeboben. zur prüfung iu ertragen. 8. Wie felig werd ich da erst 4. In Deinem böbern bei feyn! Wie sicher werd ich mich ligtum Erschallet deines na- Dann freun! Dir ewiglich lobe mens ruhm Von lauter fro- fingen. O jefu, berr der berr ben jungen. Da ftralt die lichkeit, Du bast diß glük aud herrlichkeit des berrn; hier mir bereit, Hilf mir es auc fchaut man sie nicht mehr von erringen. Laß mich Eifrig fern. Da wird sie neu befun- Darnac streben, und so les gen. Villiq Gibt sich Den er- ben Auf der erde, Daß ich loften, Siezu trösten, Derzu dort dein erbe werde. kennen, Den sie bier schon Alle mensen múffen sterben. vater nennen. 329. wie unaussprech 5. Vor feinem antlig wan li felig Werden beln fic, Auf ewig frei von al mir im himmel feyn! Da, da ler mub, Und schmecken feine erndten wir uniálig Unsers güte. Hier stört den frieden ib- glaubens früte ein. Da re bruft, Und ibre tauſendfa- wird, ohne leid und zähren, dhe luft, Kein feindliches ge- Unser leben ewig wàbren. müte. Rein neid, Kein ftreit Gott, zu welcher feligkeit Hemt Die triebe Reiner liebe Führst du uns durch diefe zett! Unter feeten, Die binfort nun nicht mehr fehlen. 2.Hier ist zwar, was du den Ifrommen, Dort für glüf bes reitet XXIV. Von der Ewigkeit. 203 reitet baft, Noc in feineslerden? Obs auch noch so kost. berz gekomen. Welcher menschlich ley, Ifts doch nie ganz auf erden faff't Deines him von beschwerden, Sorgen, mels groffe freuden? Doch, furcht und fummer frep. nach diefeslebens leiden Wer, Schnell folgt hier auf luft oft Den alle, die dir traun, Mehr weinen: Dort nur wird die noch, als sie boffen, icbaun. eit erscheinen; Wo kein wech3. Neue wunder deiner güteliel mehr uns beugt, Wo Werden da ihr glük erbóbn. die Bonne immer steigt. Mit erstaunendem gemüte 8. Sey, o feete bocherfreuet Wird dann unfer auge febn, Ueber das erbabne glük, Das Deine buld fey überichweng Dir einst dein gott verleibet! lic Und das gute unvergång- Richte deiner boffnung blik lich, Das dem, der dich red: Oft nach jener stadt der from= lich liebt, Deine vaterhand men, mit dem ernft, dabin Dort gibt. Du fommen. Trachte, weil 4. Dann wirst du dich un- du hier noch bist, Recht nach fern feelen Offenbaren, wie dem was droben ift. du bist. Keine wonne wird 9.Ohne beiligung wird keis uns fehlen, Da, wo alles ner, Herr, in deinen himmel wonne ift. Zu den reinsten fe gehn. O, fo mache immer reiligkeiten Wird uns dort der ner hier mein bers, bich einst mittler leiden. Der uns die zu sehn! Hilf du felber meifes glüf erwarb, Als er an ner feele, Daß sie nicht den Dem Freuze starb. s. 5. Da wird deiner Finder menge Ein berz, eine feele fep; Liebe, bank und lobge. weg verfehle, Der mich fider dabin bringt, wo man ewig bir lobsingt. Gott dessen allmacht sonder. fange Dir, erbabenster, zu 330.Wie wohl tbuft du, weihn; Dir, und dem, der mein gott, den felbft fein leben Willig für deinen! Du führt sie einst uns bingegeben. Mit ihm, zum himmel ein. Da werden unferm gröften freund, Sind leid, geschten und weinen Mir wir ewig dann vereint. nur ein dunkles traumbild 6.D wer sollte sich nicht seh- feyn. Da wird, auf leicht ver nen, Aufgelbst und dazu seyn, icbmerste pein, Vollkomne Wo nach fummer, noth und wonne mich erfreun. thránen Ewge guter uns er 2. Wie fröblich wird mein freun; Wo sich unser Fampf ganzer wille Da, berr, in deiin palmen, Unfer Flagelieb nem willen rubn! Da find ich in pfalmen, Unfre angst in aller wünsche fülle; Bas ich luft verkehrt, Die forthin gehofft, das schau ich nun; fein fummer stort! Ja, über alle boffnung weit, 7. Was ik unser loos auf Empfind ich da glückseligkeit. 3. Bie 204 Erste Abtheilung. bier Au beffern waren! 3. Wie überwiegend ist die Das fünder dort erfahren, wonne, Die den erlöften geif, Die durch keine zucht von gott entzúft, Wenn er nun dich Der Deinen fonne, In deiner berrlichkeit erblift. Und fo, mein beiland, feh ich dich, Unt freue dein auf ewig mich 2. Durch ibre schuld, Von ottes huld und angesicht ge. chieden: Sebn sie nimmers nebr das licht, haben nimner frieden. 4. Da fom ich zu den edlen feelen, Die nun durch böbree 3. In dieser welt, 3um ort licht verflårt, Sich gottee bestellt, Wo wir geprüfet wer fubrungen erzálen, Der siden, haben auch die bösen noch burcb prüfungen bewährt, Tbeil am glük der erden. Und wundervoll nach feinem 4. Hier können sie In ihrer ratb 3um ewgen glüf erho mübSich noch des eitlen freu ben bat. Sen, Und wenn das gewissen 5. Nie geht ein frevler, ein plagt, Ihr gemüt zerstreuen. emporer, Ins reich der selgen 5. In jener welt, Die nichts geister ein; Kein schadenfro- enthält, Für sie an guten ga her friedensfibrer, Rein men ben Auch ein tropflein wassers idbenfeind wird da mehr fein, nicht, Sie im durft zu laben; Wo der, der in dem bim 6. Und wo fortbin Ibr mel thront, Der frommen böser sinn Umsonst zerstreu. treu dereinst belohnt.adung fudbet: Da, da fühlen 6. Wie wobl wird uns da sie sich nun, Von dem Herrn feyn, wo flarbeit Durch alle verfluchet... wege gottes scheint; Wolau- 7. Ihr wurm, der naat, ter liebe, lauter mabrheit, Und sie zerplagt, Stirbt Des bimels burgerschaft ver nimmer im gewissen; Nie eint, Und wo du dich, berr verlischt des feuers brand, jesu chrift, Berklärt uns zei Die fie leiden müssen. geft, wie du bift. mas 8. So drånt der berr, Gerecht 7.3ur boffnung solcher felig jift er, Barbaftig ist fein dráu keiten, In der vereinigungen. Wehe denen, welche doc mit dir, Wolst du, o berr Sein gericht nicht icbeuen! midvorbereiten; Drum schaff 9. O gott des heils, Wir ein reines berz in mir! Du unters theils Verehren dich den ich schauen soll, bist rein: im glauben, Laß den troft So laß auch meine feele sepn! der beßren welt Reinen feind uns rauben. 2. Der Un feligen für die Gottlofen. 10. O reite doch Auch fun. der noch, Die jest dir wie derstreben! Laß fie, recht zu 331, idretlichs leid bir bekehrt, Ewig mit uns Der ewigkeit, leben! D traurigkeit o berzeleid. Zweyte 205 Zweyte Abtheilung. Lieder über die christliche Sittenlehre. asted mollo not I. Von der Buße und Bekehrung. 75415 1. Beschaffenheit der Buße. Sie führet mich vielmebr 3u Ermunnterung dazu. Bardaverbaften freuden. Macht nung für Auffdub. D gott du frommer gott. meine feele rein, Fullt mich mit zuversicht, Gibt weisheit, 332 Laß mich doch, o mein wahre rub, Und much zu gott, Die buße nicht meiner pflichtandsjum se verschieben, Diemirdein wort 6. Wahr ist es, es ist schwer, gebeut: Wie fonnt ich fonit fein eignes ber; bekämpfen; mich lieben? JIt wahre beffe Begierden widerstebn; Und rung nicht meiner feele glüf? feine luft zu dámpfen: Doc Dwarum fáum ich dann bleibts ja meine pflicht, und Noch einen augenblik? diefe ichwierigkeit, Die heute 2. Du, gott, gewinneft mich erfcbreft, Wird schwenichts, Wenn ich mich dir er rer durch die feit.don ni gebe, Und, deiner wertb ju 7. Je öfter ich das thu, fein, Im glaube mich bestrebe. Was bofe luft befohlen; Je Wenn ich das gute thu, Das ftárker wird der bang, Die mir dein wort gebeut: So that zu wiederholen. Scheu dien ich stets mir selbst, Undi mic beute nicht, D berr, meiner feligkeit.dein feind zu fepn; Um wie 3. So fuß ein laster ist, So viel weniger Werd ich mich gibts doch keinen frieden, Der morgen icbeun..night u G tugend nur allein hast du dis 8. Du reichbftja fráfte bar, glük beschieden Wer dir, ons selber zu besiegen. Der gott, geborcht, Erwählt das fieg, fo fchwer er ist, Bringt beste theil. Wer dich, o gott, cod gar groß vergnügen. verläßt, Verläßt fein eignes Geht er im anfang gleich nur beil.lepas base noch fehr fangfam fort: So bist du, gott, mir nab, Und ftárkft mich durdbibein wort: 4. Was meigre ich mich dann, Das fafter zu verlaffen? Weil es mein unglük ift, Be- 9. Wie schnell fan nicht der fiebist du es zu baffen. Was tod, Mich diefer welt entrufáum id langer noch Der tu den! Und buße ist kein werk. gend mich zu weihn? Weil Von wenig augenbliken. Ein fie mich glücklich macht, Be feufzer, gott, zu dir, Ein fiehlst du sie allein.adwunsch nach befferung, Und 5. Die buße führt mich angst auf misferhat, Ik noc nicht In eine welt voll leiden: nicht beiligungini grobag 10. Co 206 Erfte Abtheilung. 10. So gib denn, weil icblle mein berwundt gewissen, noch, Herr, deine Stimme ho Mit troft aus deiner vaters re, Daß ich mich ungefäumt buld. Ich will mit ernft die Von allem bbfen febre! So fünde scheun, Und willig dir darf ich nicht dereinst, 3u geboriam fepn. Ber nur den lieben gott läßt. meiner größten pein, Mein 6. Daß mit gerechtigkeit bier versäumtes glüf, Wie auch fárfe Durd driftum wohl zu fpåt, bereun. mir geschenker fey, Will ich durch übung guter werke Bes 333.2re theuer, gott, if weifen: made felbft mich deine gute, Dietreu, Herr, in der liebe gegen alle misfetbat vergibt! Soldich! Sie dringe stets und bald ein reuendes gemütbeteite mic.siHEASHOPP Die fünden, die es sonst ge- 7. Laß mich zu deiner ehre liebt, Erkennt, verdammt und leben, Der tu die misfethat ernstlich baßt, Und zuversicht vergibst! Das haften, was du zum mittler faßt! mir vergeben, Das lieben, 2. Doch laß mich ja nicht si- was du selber liebst. Laß, va. der werden, Weil du so reichter, mein gewiffen rein, Und an gnate bist! Wie furt if beilig meinen wandel feyn. meine zeit auf erden, Die mir Vater unser im himmeir. zum heil gegeben ist! Sib, dak 334.So wahr ich lebe, fie mir recht wichtig fep; fpricht mein gott Daß ich fie meiner beßrung Mir ist nicht lieb des fünders weih. rod; Mein wunsch und wille 3.3war deine gnade zu ver- ift vielmehr, Daß er recht bienen, Sindreu und beßrung icbaffen sich befebr, Sid beß viel zu klein. Doch darf sichre in der gnadenzeit, Und mit auch fein menfch erfübnen, mir leb in ewigkeit. Bu glauben, dir verfóbnt zu 2. O sünder, drum verzage fepn, Wenn er noch liebt, nicht, Bedenf es, was gott was dir mißfält, und nicht selbst verspricht, Der dir ver Dein wort von berzen bålt. gebung, troft und gnad Aud 4. Wie fanst du dem die bierdurd zugefaget bat, Und fchuld erlaffen, Der frevelnder befiegelts mit dem eid. Sev fchuld auf schulden bäuft. nur zur befferung bereit! Der fan fein berz au jefu faf 3. Hür dich dabep vor ficher. fen, Der zwar auf fein ver- beit, Denk nicht: zur buß ists dienst sich steift, Doch in der immer eit. Ich will erst funde noch bebarrt, Dafür erstbun, was mir gefällt, Und aufgeopfert ward. Iwerd ich müde diefer welt, 5. Drum fall ich dir, mein 21sdann will ich bekebren gott, zu füffen, Vergib mir mich; Gott wird wohl mein gnädig meine schuld, Und bei- lerbarmen Ac. 4. Wahr I. Von der Buße und Bekehrung. 207 4. Wahr ist es: gott iftur erden Sollst du wieder stets bereit 3um wohlthun, werden. zur barmherzigkeit; Doc 3. Komt nun, ebe dus gefündigst du auf gnade hin, dacht, Unter fundenfrenden, Beharrft in deinem böfen Deines Lebens leste nacht, finn, Und willst nicht sorgen Was wirst du dann leiden, für dein beil: So nimst du Wann dein berz, Von dem nie am bimmel theit. imer; Deiner schuld zerrissen 5. Um chrifti willen hat Wird vertagen müsſen? zwar gott Verheiffen leben für 4. Wenn vor deinem antlis den tod. Allein entdekt er dir fich Jede sünd enthullet, auch wohl, Wer von uns mor gen leben soll? Daß du mußt fterben, ist dir fund, Verbor gen ist die todesstund. enn denn eine jede dich Ganz mit graun erfüller; Dich nichts dann Starfen fan, Keiner deiner freuden, Was 6. Heut lebst du, beut bekeb wirst du dann leiden! redic; Noch heute tan es ån 5. Nach dem untergang dern sich. Wer beut ist starf, wirst du An des grabes ftugesund und rotb, Ift morgen fen, Bang um troft und fee frant, vielleicht auch todt. tenrub, Dann vergebens ruStirbst du nun obne beß fen: Rette, gott, Mich vom rung hin; Wie willst du tod! Rette noch im sterben denn der bou entfliehn? Mich von dem verderben! 7. Hilf, o berr jefu, bilf du 6. Noch, noch wandelst mir, Daß ich jest fomme du allhier Auf des leben's pfagleich zu dir, und mich be de; Noch ist, jur errettung, Febre unverweilt, Eb mich dir Nab des ewgen gnade. mein ende übereilt; Damit Eil ihr zu, Daß du rub Für ich heut und jederzeit Zu dein herz empfindest, Und meinem hingang fey bereit.vergebung findest. Jefu deine tiefe Bunden.. 336. Saffet, fchaffet, Mache dich mein geist bereit. 335.Sider mensch, noch ist es zeit Aufzu menschenfinder, Schaffet eure feligkeit! Bauftebn vom schlafe! Nabe ist nicht, wie sichre fünder, die ewigkeit; Nahe lohn und Auf die angewisse zeit; Unstrafe. Hor, gott spricht: verweilt bekehret euch, RinSaume nicht, Seinen ruf zu get nach dem himmelreich bören, und dich zu bekebren. Und bemüht euch hier auf 2. Noch wekt der pofaunen erden Heilig, selig dort schall Nicht die todten allen werden. Noch bebt nicht der erdenbau 2. Doch foll diefes recht geNabe feinem falle; Aber bald, ideben: So müßt ihr mit Bald erschallt Gottes rufifeftem murb Aller fünde wider 208 Zweyte Abtheilung.org derstehen, nur was gott, das sünde, Und dabey auf jefum höchste gut, Von euch fodert, fehn, Daß ic feinen beystand muß allein eures lebens richt finde, In der tugend zu be schnur seyn, Wenns gleich stehn. Ja, mein heiland, ach eurem schwachen berzen Freu- geh nicht mit mir armen ins de dunket oder schmerzen gericht! Gib mir deines gei 3. Selig, wer durch glauben ftes waffen, Meine feligkeit fámpfet; Selig, wer im fampf zu fchaffen. ami mos besteht, er der fünde lüfte 8. Gibsum mollen das voll dampfer, standhaft ihren reiz bringen, Muth und fråfrezu verschmåbt! Oto jagt dem dem streit; Lebre mic, mich guten nach, Sebt dabey auf felbft bezwingen, Und verleib drifti ichmad; So font ihr beständigkeit! Beige mir von Den himmel erben, Fröblich deinem thron Den verheißnen leben, rubig fterben! gnadenlobn, Daß ich mache, 4. Werdt ihr aber nicht recht bete, ringe, Und also jum ringen; Sondern tråg und himmel dringe.co läßig seyn, Eure neigung zu 2. empfindungen und de bezwingen; Wie kan euch der müthige Bitten eines er fieg erfreun? Denn es folget weften und bußfertis nie ein fieg, Obne folchen erns fien krieg; Nur die fieger fomuft zum Lobne Unver- 337.2 welkt die himmelskrone. gen Sünders. Mel. Herzliebster jefu was. wider dich, mein gott, bab ich ge. 5. Fleißig betén, allzeit wa fündigt! Olaß die gnade, die chen; Die versuchung weißlich dein john verfündigt, Wennfliehn; Sich die pflicht zur fünden uns von ganzemherzen freude machen, Unabiáßig reuen, Aud mid) erfreuen. sich bemühn, Selbst beym 2. Er felbst bat ja sich auc sport und hohn der Welt, für mid gegeben. Laß mid Das zu thun, was gott ge- vor dir um seinet willen leben. fällt: Dieses Wollen und Tilg aus die fünden, wel Vollbringen: Heiffet nach dhe mich entweiben, Weil Dem bimmel ringen. fie mich reuen! 6, Drum entreiffet euch dea 3, Dfcbaff in mir, gott, ei luften, Wenn ihr noch gefef ne reine feele, Ein neues berb felt sepd, und beweifet euch das deine wege wable; Beals chriften Muthig, stand fördere und fårke mein bes haft in dem ftreit. Schont streben, Nur dir zu leben. Der liebsten funde nicht; Wár 4. Verwirf mich nicht von es aud die fowerste pflicht; deinem angesichte. Gib deinen Und denkt oft an drifti morte: geist, daß er mich unterrichte, Dringet durch die enge pforte. gib ibn, daß er auf deiner wars 7. Bittern will ich für der beit wege Mich leiten möge! 5. Erqui I. Von der Buße und Bekebrung. 209 5. Erquidke mich in meiner Um feinetwillen foll ich meifeele leiden Mit deiner hülfe, ner fùnden Bergebung finden. gib den geift der freuden, Da 5. Ulwissendrr, du siebest mit er, weil ich feine fraft meine reue, mit der ich bes besize, Mich unterstüze. rung dir gelob aufs neue; Sie 6. Mit neuer treue will ich wirst du, der du in das dich verebren. Ich will die berg Fanst feben, Gott, nicht fünder deine wege lebren; verschmäben. Mein bepspiel foll fie reizen, 6. Starf mich, des lafters Deinen willen Gern fu erfüllen falschen reiz zu flieben, Eis 7. O böre, gott, erbarmend gut gewiffen allem- borjuzie auf mein leben! Wie soll ben; Mit beilgem ernst ge test du ein reuend berz verlob ich dir aufs neue Be fchmåben, Das deine buldandig treue.p im glauben ernstlich suchet, Der fünde flucbet? 339.2 gott und berr! db 8. Ein berz voll reu und Wie groß und glauben willst du baben, Das ichwer Sind meine piele fünliebst du, dem schenkst du des den! Wie drüft mich bod geiftes gaben. Du willst die, Des elends joch! We fan fo nach deiner gnade ichmach ich bülfe finden? ten, Gott, nicht verachten. 2. Fibb ich gleich weit Vol bangigkeit, Bis an des erbVorige Melodie. 338.30 do flebe, gott, von reichs enden, Der angst und ewig grofer gutepein Befrept zu seyn, Würd 3u dir mit beilbegierigemlich sie doch nicht wenden. gemüte. Wer bofft auf dich, 3. Zu dir flieb ich, Erbarber boffet nicht vergebene, me did, Ob ichs gleich nicht Du gott des lebens! verdienet. Geb mit mit 2. Du wolft nicht opfer, nicht, Gott, ins gericht. Dein richter aller weiten! Was fobn bat mich versübuet. fonten auch geschenke vor dir 4. Golls ja to leyn, Daß gelten? Du kennst das beri, traf und pein Auf jundes und willst, statt aller gaben, folgen musen 0 so verNur beßrung baben. leib, Mir doch dabep Des 3. Wenn sich der fünder frieden im gewiden. wieder au bir febret, Und 5. Sont macbs, wies bir dich durch glaubige gefin Befdüt mit miz; Du fanft nung ebret: So willst bunicre böle mepnen. Nur feiner funde nicht gedenken, wolig du mich Richt ewiglich Ihm gnade schenken. 4. Statt aller opfer, richter aller welten, Soli christi tod fürmich alsdann auch gelten. Dorticheiden von den deinen. 6. Das thußt du nicht! Mit uversicht Kan es mein glaube hoffen. Durch christi tod D Steb 210 3weyte Abtheilung. Steht ja, mein gott, Auch auf dich; o stille meine sorgen. mir der himmel offen. Du schenkestia beladenen und 7. Herr jesu, du Schaffst müden Gern deinen frieden. troft und rub, Der du für 6. Ja hoffe nur, mein mich auch starbest! Auch mir Herz, auf gottes Gnade! zu gut mit deinem blut Der Viel gröser ist sie, als dein gnade troft erwarbest! Seelenschade, Und endlich 8. Dis stärker mich, Und wird sie dich von allem bóob auch sich Einst leib und fee- fen Herrlich erlösen. le scheiden: So schenkst du mir, Aisdann bey dir, Des 341.Aus tiefer noth ruf himmels ewge freuden. ich zu dir, Der du 9. Gott, bir iey rubm! ins herz fauft sehen, Entzeuch Dein eigentum Bleib ich dort, nicht dein erbarmen mir! wie auf erden. Ich zweifle Gott, laß mich gnad erflenicht mein heiland spricht: ben! Ach siebek du als richWer glaubt, soll felig werden.ter, an, Was wir nicht Herzliebster Jefu was haft. recht vor dir gethan, Wer 340.21us einem tief vor kan vor dir bestehen? dir gebeugten her. 2. Vordir gilt nichts, denn zen Ruf ich zu dir in meinen gnad allein, Dem( under U fundenschmerzen. O mache vergeben. Nie ist der mensch mich, gott, meines fummers ledig, Und sey mir gnädig. von feblern tein, Auch in dem beften leben. Und, herr, was 2. Beschämt erfenn und ist er ohne dich? Wie darf fühl ich meine sünden. Laß, der staub, der fünder sich Des vater, mich erbarmung vor ruhme vor dir erkühnen! dir finden, Willst du auf 3. Drum will ich nur alschuld und übertretung fehen, fein auf dicb; Auf mein vers Wer wird besteben? dienst nicht bauen; Auf dich 3. Bey dir allein, berr, verlaffen will ich mich, Und freht es zu vergeben, Dujdeiner gute trquen. Sie sagt icbenfft uns gerne wahres mirzudein theures wott; Sie glük und leben. Muß uns ist mein troft, und immerfort nicht diese grofe liebe leb Will ich mich ihrer rühmen. ren, Dich treu zu ehren? 4. Sind gleich bey uns der 4. Verzeibe mir, Herr, sünden viel; Bey gott ist doch alle meine fehle, Dein har mehr gnade. Sein arm zu hels ret, vater, meine müde fee- fen, bat fein ziet, Wie gros le; faß troft und rub, um auch fen der schade. Er ist als des veribbners willen, Meinlein der gute birt. Der wieherz erfüllen. derbringt, was sich verirrt. 5. Von einem tag bis an er hilft aus allen nötben. Den andern morgen Hoff ic Herr 211 I. Von der Buße und Bekebrung. Herr ich habe misgehandelt. sünden, Schaff ein reines berz 342. Herr, an dir hab ich in mir. Laß bey die mich rube gefündigt, Dein finden, Zich mich immer mehr gerechter urtheilipruch, Alsu dir. Dankbar will ich mich lerheiligster, verkündigt Je- bestreben, Mein erlöser, dir dem übelthäter fluch! Und zu leben. was fan vor deinem schrecken, Jefu deine tiefe wunden. Richter aller welt, mic decken. 343.Hofter, denk ich an die gute, Die du 2. Kan ich deinem arment flieben? Du bist allenthalben mir bisher erzeigt: so wird nab; Flöh ich, dir mich zu mein ganz gemüthe3uder tiefs entzieben, Himmelan, so bift ften schaam gebeugt. Daß ich du da; Stürzt ich in die ties dich gering gescázt, häufig fe nieder: Deine rechte faßt dein gebot verlegt, und dich mich wieder. der mich so geliebet, Doch mit 3. Herr, ich flieb in deine fünden oft betrübet. hånde, Ausser dir ist keine rub. 2. Alle meine feelenkräfte, Dein erbarmen bat kein ende. Meine glieder sind ja dein, Wer ist gnädiger als du? Du Und sie sollten zum geschäfte bift gott, und fanft vergeben, Deines dienstes fertig seyn: Ach vergib und laß mich leben. Doch bab ich der eitelkeit un4. Groß sind meine fünden bedachtfam fie geweibt: Ja, schulden; Ihre laft ist mir zuzum schudden dienst der funfchwer. Ja, wenn länger mich den, Ließ ich mich oft willig zu dulden, Deine langmuth finden. mude war: Müßt ich, wur- 3. Deine huld war jeden Dest du mir winken, In des morgen lleber mic, o bater, todesnacht versinken: neu. Von wie man en schwe5. Mich für straflos zu erren sorgen machtest du mein Flåren, Reicher nicht bedau berze fren? Was mir nuite, rung ju; Und zerfloß mein berz gabst du mir. Aber ach! wie in zähren; Fånd ich darum dank ich dir? O wie bab ich doch nicht ruh. Können einesio vermessen Deiner langmut fünders thránen Dich, o bei- wek vergessen! liger, verföhnen? 4. Bey so bellem licht der 6. Herr, mein heiland, dein gnaden, Sollt ich ja die sünerbarmen, Dein für mich ver- de fliebn, Und um rettung von goßnes blut, Und dein tod er dem schaden Meiner feele mich lößt mich armen, Heilet mich bemübn. Deine gute lofte und gibt mir muth. Dein ber mich Oft zur buße; aber ich dienst ists, was mich decket, Floh vor ihrem sanften locken, Wenn mich dein gerichts Suchte selbst mich zu vertag schrecket. stocken. Gl 7. Rette mich von meinen 5. Ich bereue meine sün02 Den 212 3weyte Abtheilung. den, Beuge mich, mein gott, 3. Soll ich an deiner huld für dir. Laß mich bey dir gnaverzagen, Ich dein geschöpf? de finden. Neige deine huld das willst du nicht. Du, der zu mir. Ach vergib, was ich du mich bis jest ertragen, getban, Nim mich noch er- Bleibst ewig meine zuversicht. barmend an, Führe mich Du, gott, durch den ich vom fündenpfade Auf den leb und bin, Gibst mich felgen weg der gnade. nicht dem verderben bin. 6. Dir ergeb ich mich aufs 4. Du siehst die folgen met. neue. Gib, daß mein gebeugs ner fünden; Und denkich, wer ter geift Deiner vaterhuld vertilget die? So laffest du fich freue, Die dein tróftend mich rube finden, Und sprichfi: wort verheißt! Was mein ich, ich vertilge fie! Duichenheiland mir erwarb, Als er fest mir an jefu beil, 3ur ftilfür die fünder starb, Fried lung meiner unrub, tbeil. und freude im gewissen, Ach! 5. Auch mir bat er das glük das laß mich auch geniessen. erworben, Getroft zu dir 7. Stårfe selbst in meiner empor zu sebn; auch ich soll, feele Den entschluß, mi dir da er ift gestorben, Durch ihn zu weibn; Gib, daß mirs an begnadigungerflehn. Beydir, Fraft nicht feble, Folgfam dem gott, der gern vergibt, Deinem wort zu seyn. Stebe und lieber fegnet, als betrübt. wir stets mächtig bey. Machel 6. Sprich dann zu mir: die Du mich felbft recht treu, Dich ist vergeben! Und stille des zu lieben, dit zu lében, Sey gewissens schmerz, Und will mein berilibes bestreben. meinjagbaft ber; nocb beben: So fprich du fråftger, als Gott beffen allmacht sonder ende b 344.3 armer mensch, mein berz Dein anadenwort o funder mach alles gut, Und schenke Steb bier vor Deinem ange- felbst zur bébrung much. sicht. Erbarmer aller men 7. Jch zweifle nicht, ich schenkinder, Gott, geh mit bin erböret; Mein glaube mir nicht ins gericht; Bin fagt mir, daß ichs bin. ich es gleich vor dir nicht Der troft, der sich im berzen werth, Daß mir noch gna- mebret; Der neue Dir geweihde widerfährt. te finn: Mein Findliches 2. Um troft ist meiner feele vertraun auf dich, Bezeubange, Die last gebaufterigens: du begnadigst mich. misfetbat Liegt schwer auf Wenn mein stuudlein vorh. mir, die mich so lange Von 345. fünder darf mein Co bir, mein auge nicht zu dir, bat. Wes tröst ich mich, o gott, erheben; Vor deinem ich schuldiger, Uls deiner reinen angesicht Muß ich, ich nur, barmherzigster? larmer, beben. Ich fühl, wie übel 213 I. Von der Buße und Bekebrung. übel ich getban: Wer nimt nichts, Drum gib mir lust und sich meines elends an? Wer fårke. Von dir nur, vater alFan mich fünder retten? les lichts, Komt fraft zu gu2. Mein bater, ach, ich bin tem werfe. Drum, bester vas nicht werth, Dich vater mehr ter, bitt ich dich, Umjesu wilzu nennen! Ach deinen ruf babien stärke mich, 3um wollen ich aebort, Und wollt ihn doch und vollbringen! nicht kennen. Du warnetest In voriger Melodie. mich durch dein wort, Doc 346. vater der barmging ich meinen irrweg fort, berzigkeit, Id 218 wenn fein richter wäre. falle dir zu fuffe; Und thu noch 3. Viel tiefer, als ich sagen in der gnadenzeit Von ganzem fan, Ift in mir mein verder berzen busse. Was ich nicht ben. Herr, nimst du meiner recht gethan vor dir, Erbardich nicht an: So muß ich emer, das verzeibe mir, Nach wig sterben. Doch gern ver Deiner groffen gute.. Y schiebst du dein gericht, Und 2. Du geber wahrer feelenwillstden toddessündersnicht rub, Nim von mir; was mich Wilft meinen tod nicht bater! quàlet, Durd deine gnade 4. Von dir, der du die liebe wirke du, Woran es mir noc bift, Darf ich vergebung hof- feblet. Git mir den geift der fen. Dein vaterbers, o bater, bertigung, Daß ich in mei ift Auch mir durch jefum of ner besserung Es täglich weifen. Wenn nur mein berzter bringe. recht reblich ist, wenn ich, 3. Und du, o jefu, der du voll reu, an jefum cbrist Dich Für uns dabingegeben. Von ganzer feele glaube. Du baft aus freyer buld auch 5. Vergeben fanft du, ac! mich Erlbst zum ewgen leben. vergib, Id falle dir zu fuffe. Mein feeligmacher und mein Vergeben willst du, ach! ver gott, Erbarm dich meiner feegib, Berwirf nicht meine bus lennoth, Und gib mir deinen fe. 3war groß! ist meine fünfrieden. deníchuld; Doch aroffer noch ist deine huld, Mein gott, mein berr mein vater! 4. Fürsünderfloß bein theures blut 3ur rettung vom verDerben. So fom es denn aud 6. ter lieg ich tiefgebeugt mir zu gut Im leben und im vor dir, Mit sünd und fluch sterben! Es balte von vers beladen. Ach neige du bein idhuldungen Der reichtum berz zu mir. Du vater aller der erbarmungen Des hochgnaden: Vergib mir, wie sten mich zurücke! Dein wort verbeißt. Vergib 5. Getst gottes, du, der feeund schenk mir deinen geist, ten licht, Regierer der gedan3u einem beffern leben. fen, Ertnnre mich and welt7. Ach ohne dich vermag ichigericht; Wenn ja mein berk DS will 214 3wepte Abtheilung. will Banken. Damit ich die immerdar, Verirrter jedes lafter flieb, Und ehr- feelen zuflucht wat. fucht, geiz und wollust nie. 7. Dein wort gibt mir ver Mein berz beflecken möge. sicherung, Vollkommener be 6. Und ichlägt die lezte ftungnadigung, Ich bin gewiß de mir: So bilf mir überwin- durch jejum drift, Daß sie ben! Laß meine feete troft ben auch mir verlieben ist. dir, Du gort des troftes, fin- 8. Doch nieentfall es meiden. Belebre mich, daß nem sinn, Daß ich als christ ichmerz und noth, Der krank berufen bin, auch meines beit laft und selbst der tod, mittlers tugenden Hier tha Mich doch zum leben fübre. tig zu verkündigen. Wenn mir in böchsten nöthen. 9. Wie ich die gaben ange 347.Nach dir verlanget wandt, Die ich empfing aus. mich, nach dir, deiner band; Diß wird die Gott, meine bülfe komt von groffe Frage feyn; Bricht dir! Wer ist wie bu so gna dein entscheidungstag berein. denreich? Wer dir an macht und weißheit gleich? 10. Ein herz, das sich des guten freut, Voll menschen. 2. Ach, mein erbarmer, lieb, und gott geweibt, Diß rechne, du mir meine miffoll ich dort nicht erst em fetbat nicht zu! Sie reuet pfahn, Mein richter foderts gott, fie reuet mich, Undichon alsdann. meine seele bofft auf dich. 11. Schaff diefes berzin mir, 3. Wie gut, wie leicht ist denn ach! Du weißt es, vater, Dein gebot! Du willst, id ich bin schwach. Mein troft foll dich lieben, gott, Willst, iep mein vertraun auf dich, daß ich redlich handeln soll, Bu meinem und des nachsten wohl. Und redlichkeit behüte mich. Wer nur den lieben gott. 348.Mein gott, au dem 4. Und doch verlezt ich dieich weinend fle se pflicht, Und schajte deine be, Erbarme dich, erbarme Gnade nicht; Ein Elend dich. Noch einmal sieb von fcheingut zog ich thor, Oft deiner böhe Mit gnadenvol ihr und meinem heile vor. lem blik auf mich. Erbarme 5. Mein bers, das seine dich, Und geh noch nicht mit fchuld erkennt, Das fiebeft mir, als rádher, ins gericht! du und wies entbrennt, 3u 2. Wie oft bast du mir thun, was dein Gefeß be schon vergeben, Wenn um fieblt, Das nur mein be- begnadigung icb bat! Wie ftes mir empfiehlt. oft veriprach ich dir ein le= 6. Jch traue der barmber. ben, Gereiniget von miffe. sigkeit, Die sich noch jedenjthat! Wie feierlich war dann tag erneut, Der vaterhuld ,! mein I. Von der Buße und Berebrun 215 mein eid Des glaubens und soll dir geopfert seyn! Dir, Der frommigkeit! Deinem willen, deiner ebre, 3. Ach, aber bald ergriff Will ich mein ganzes leben mich wieder die sünd und ihre weibn! Der fünde will ich luft mit ibr, Riß meinen widerstebn, Und standhaft gangen voría; nieder, Und deine wege gehn! berrichte, wie vorber, in mir! 9. Vergiß nicht wieder, meis Sum Widerstande viel zu ne feele, Wie oft du schon gefdmad, Kámpft ich nicht: fallen bist! Merk auf die heis sondern gab ibr nach. ligen befehle Des gottés, der 4. Wie viele sündenvolle die liebe ist! Ruf ihn im glaus tage Durchlebt ich funder, ben täglich an: Erhalt mich, wie im Traum; Und sam- berr, auf ebner bahn! melte mir schmach und pla10. Ja, ich bin schwach, du ge, Und fühlte diß mein wollst mich stärken, Mein bel= elend faum! Verwundet blue fer in versuchung seyn; 3um tete mein ber;; Betäubt em- glauben und zu guten werken pfand ich keinen schaferz. Mir fraft und freudigkeit 5. Nun bin ich nab dem une verleihn: So steb ich vest tergange, Den, berr, dein und wante nicht; Und du recot dem sünder drobt, Um bleibst meine zuversicht! troft wird meiner feele ban- 3. rok bep redlicher Bef ge; Um einen retter aus der ferungsbegierde. noth: Mein richtendes ge M. Sowing dich auf zu deinem, wiffen wacht, und alles um 349 Liebster bater, ich dein Find Falle vor dir mich ber ist nacht. 6; 3u wem, o vater, foll nieder. Du weißt, was mein ich fliebene Wo findet mei- benz empfindt. Oerbarm dich ne ſeele ruh? Wer kan sie wieder. Groß ist meine fünaus dem abgrund sieben, Indenichuld, Die mich innigst Dem fie scuftet? mer, als du? reuet; Gröfer beincvaterhuld, Mein ganz vertraun sej i Die mich noc erfreuet! auf Did: Du, freund des 2.3war ich bins nicht werth, lebens, rette mich. zu dir Kindlich aufzufchen; 7. Für meine wiederholten Doch du bleibst ein vatermirs fünden Floß auch des weltver. Du vernimit mein flehen; föhners blut. Noch einmal Kenst mein beri, ermunterst laß mich gnade finden, Durch mich, Es vor dir zu stillen; meinen glauben an sein blut! Denn dubbest mich páterlich, Noch einmal, richter, fage Noch um drifti willen. mir: Auch diese schuld er. laß ich dir! 3. Du bist meinezuversicht, Ohne dich ifts feiner; Mich, 8. Gott! sey mein zeuge, voll reu, verwirfst du nicht, da ich tchwore: Mein berjQuerbarmst dich meiner, Der 0 4 DU 216 3wepte Abtheiluna. du deinen fobn für mich In Du cettest mich von fünden, Den tod gegeben; Sein er Laßt mich den frieben finden, lofter bin auch ich, Theur Den der bat, der dich liebet, erfauft zum leben. Und den die welt nicht giebet. 4. Diß, diß soll in jedem 4. Wie groß die fünde sey, fchmerz Mein vertraun erwe- Du macht von ibr mich frey, den. Vor der fünde foll mein wenn ich dein wort recht faffe, bers, Nicht vor dir erschrecken. Mich vest darauf verlaffe. Trauen will ich, bater, Dir, Du sprichst: dir ist vergeben, Stets die fünde bassen; Nie So fubt ich neues leben. vergeffen, Daß du mir So viel fuld erlaffen. 5. 3war viel noch mangelt mir; Dod, gütigster, von dir 5. Preis fep dem allgütigen, Romt jede gute gabe, Die Der mein feufzen kennet! Der ich noch nöthig babe. Du Dem gnade fucbenden Freyen wirft mich unterstüzen, Und autritt gonnnet. Sing es, see- in versuchung schuzen. le, vor dem herrn, Fleuß vor 6. Wie unerschrocken ruht freuben über. Gott, Dein Das hers in deiner but! Du Gott, verstößt nicht gern; bast ja selbst verheissen, Mich Er begnadigt lieber. folle nichts entreiffen Dir, 6. Ewig bift bu so gefinnt, dem i angehöre; Folg id Schöpfer meiner feele, Auch nur deiner lebre. wenn ich dein strauchelnd 7. Darum verlaß ich mich, tind, Noch aus schwachbeit O jefu, ganz auf dich, Jezt feble: So gedenkst du, der fan ich nicht verderben, Dein bu weist, Daß mein Herz reich muß ich ererben, Denn Dich ebret, Meiner fowac bu haft mirs etworben, Da Beit und verzeibst Dem, der du für mich gestorben. wieder febret. 8. Der du mein ber; ge 350.23 o foll ich flieben wanst, Gedanken lefen fanft, bin, Wenn ich Vor dem ich dankbar weibefchweret bin Von dem ge- ne! Du siebest, wie icbs meyfübt der fünden? Wo soll ich ne; Du siebest mein bestres zettung finden? Wer wird ben; Dir würdiger zu leben. ich mein erbarmen? Wer 9. Herr, Des ich ewig bin, schaffet troft mir armen? Gib mir den vekten sinn, Daß 2. Du, mein berr jefu, bu, alles stets zu meiden, Was Rufft aud mir gnábig zu. mich von dir fanicheiden: So it boffendem gemüte Flieb leb ich dir und erbe Den ich ju deiner gute. Du bilfft bimmel, wenn ich sterbe. beiadnen Seelen, Die bid 351.Herr jefu cbrift, du gut, Du Jum 3. 3 traue frob auf dich. zuflucht der erlösten, Ich koms Dein biet floß auch für mich ime mit gebeugtem mutb Zu DIE, 217 I. Von der Buße und Bekebrung dir, mich dein zu tròften; was ich wider dich Von ju Durch dich zum vater mic/ gend auf begangen! zu nahn: Von ihm verge. 7. Wie groß ist doch die fe bung zu empfahn, Und fraftligkeit, Sein berz durch dich zum neuen leben. zu stillen, Und dann zu thun, 2. Wie bruft mich meiner auch seyn bereit, Herr, deines fünden fast! Rim du sie mir vaters willen! O feite mich vom herzen, Der du auch mich auf dieser bahn, Daß ich ges verföhnet haft Um Freuz mit borce, Und fortan Nur dir Todesschmerzen, Daß nicht zu ehren tebe. mein er vor angst und 8, Stárk mich mit deinem 8. web, Bey der empfindung freudengeift, Mich in den lezgant vergeb, Wie sehr ich ten stunden, Wenn sich mein mich verschuldet. geift der erd entreißt, Von 3. Denn denke ich mit ernft fünden ganz entbunden, Und zurük An mein geführtes le nim mich fo, wenn dirs ges ben, an das durch sund verfällt, In wahrem glauben scherzte glüf, Was fan mir aus der Welt, zu deinen Da troft geben? Doch find ich auserwählten. ihn bey dir allein, und brau- 352.21lein a dir, herr nicht zu seyn, jeju Weil i dein mort nun babe. mein pertraun auferden. Ich 4. Dis ewig theure wort ver weiß, daß du mein tröfter bist, spricht Ja allen gnab und le Rein troft fan mir sonst werben, Die sich von neuem ihrer den. Es ist kein retter auffer pflicht, und ihrem gott erge- dir. Rein menfcb, Fein engel, ben, Und nun, bom fünden welcher mir Aus meinen nojoch befrept, Bon ganzertben helfen kan, Dich ruf bergenswilligkeit Treu deinelich an, Du bists, der belfen wege wandeln. will und fan. 5. Du tufft ja Sündern 2. 3war meine fchuld ift felbsten ju: Jbs reuerfüllten übergroß, Doch reut sie mich alle Romt berjumit, id fcbaff von berzen. Erbarme Dich, euch rub, Und richt euch auf und sprich mich loß Durch deis vom falle; Mein joc ift fanft, nes todes schmerzen. Ichnehm leicht meine last; Nehmt wil- dich als den beiland an, Der lig fie auf euch, und fast Die auch genug für mich gethan, offnung rub zu finden. Dann werd ich loß der fün6. Drum fom id, berr, auf dentaft. Mein glaube fafft, Dein gebot, Erfüllt mit baß Herr, was du mir versprom der fünden, Und boff in mei- chen baft. ner feelennoth Bey dir auch troft zu finden: Erbarme Dich doch über mich, Bergib mir, 3. Gib mir auch aus barmberzigkeit Durch diesen glaus ben fårke Zu dem, was mir Dein D6 218 Swepte Abtheilung. Dein wort gebeut, Zu jedem Erzurnte manden tag. guten werke. Vor allem lak, 2. Sehr groffe lieb und buld mich lieben dich, Und meinen Erwiefest du mir armen. J náchsten gleich als mich; Und fuhr in bosbeit fort, Du aber fomt die leste stund heran: in erbarmen. Ich schob die So stark mich dann, Daß buffe auf, Und wiederstrebte ich mich bein getrösten fan. dir; Duschobst die strafe auf, 4. Lob fep gott auf dem Und trugft geduld mit mir. höchsten thron, Dem vater 3. Daß ich nun bin befehrt, aller gute, Und dir, ojefu sei Verdank ich deiner Gnade. nem fobn, Der uns schafft beil Du, du riefft mich zuruf Von und friede; So wie auch dei- des verderbens pfade; Durch nen guten geift, Der uns den deine gut und freu, Die an weg zum himmel weist. Laß die wolken reicht, hast du uns dir treu ergeben seyn, mein hartes herz Gerühret Daß wir uns dein, Und dei- und erweicht. nes heiles ewig freun. 4. Selbst fonte ich dich wol M. Herzlich lieb hab ich dich o herr. Beleidigen mit fünden; Doch 353.or or dir, herr jefu, font ich ohne dich Den weg steb ich hier. Mein zum beil nicht finden. Selbst ber; sebnt sich nach troft bey fallen fonte ich, und ins ver dir! Was darf ich armer fa- berben gebn, Nur felbsten gen? Ach groß ist meine mif- font ich nicht von meinem fethat; Doch, mittler, Deine fall aufstebn. buld und gnad Läßt fünder 5. Du hast mich aufgericht, nicht verjagen. Herriefu, bein und mir den weg gewiefen, verdienst allein Macht mich Den ich nun wandeln soll, von allen sünden rein, Wenn Dafür sey, berr, gepriesen! ich, in wahrer reu und buß, Sep bochgelobt, daß ich Die An dich glaub und dir fall alten fünden baß, Und das, zu fuß berr jefu cbtist, I was dir mißfällt, Nun wil glaub an dich, Jcb traue dir, tig unterlaß. Ich will mich bessern, bilf Du mir. 6. Damit ich aber nicht aufs neue wieder falle: So gib mit deinen geift, So lang ich hier noch walle, Der mich, den schwachen, stårk, Und in O gott du frommer. 354.as fan ich doch mir machtig fey, Auch mein für dank, Obert, gemüte stets zu deinem dienst erneu. 4. Dankbare Empfindungen eines Bekehrten. dir dafür sagen? Daß du mich mit geduld So lan- 7. Ach leit und fübre mich, ge eit getragen; Da ich in Solangichleb auf erden: Laß groffer sünd Und übertretung mich nicht ohne dich Durch lag, Und dich, o beilger gott, mich geführet werden. Fübr ich 1. Von der Buße und Bekebrung. ich mich ohne dich: So werdsporet Sich der leidenschafich leicht verführt, Wenn dulten macht; Die verdunfelt, mich leitest selbst: Thu ich fchwacht und storet, Was ich was mir gebührt. ionst so gut bedacht. Plözliche 8. gott, du groffer gott, versuchungszeiten, Bepspiel, O vater, bör mein fleben. rei; der eitelkeiten; Deren Laß, jefu, gottes sobn, Michichwarm mich stets umringt: Deine wege gehen. Regier, o Das ists, was zum fall mich beilger geist, Durch dein wortbringt. 219 mich allzeit, Daß ich dirdiene 5. Dich armer! dem zur treue hier, und dort in ewigkeit. Beste seelenstärke febli, Den 5. Befümmerniffebes Fromo oft fchmerzvolle reue, Und men, über no ankle: fo oft doc fruchtlos quált Ach wer wird mich ganz vom bofen. Von der böfen luft erlöfen? bende Sünden. Jefus meines lebens leben. 355.21! wenn werd ich Ich elender, wer befreyt Gang von der Sünde, mich von der fündlichkeit? Gott, mein vater, völlig frey, 6. Du verzeibst, gott, die Daß ich ganz sie überwinder gebrechen Meiner fündigen Gang dir wohlgefällig fey? natur, nicht die schwachbeit Noch nicht, ich gestebs mit wirst du råchen, Bofen vorthránen, Kan ich mich von ibr faz strafst du nur. Hätt ich entwöhnen; Ad! zu oft noch nicht den trost: ich würde, Uns regt sie sich Und versucht ter meiner fehler burde, Ganz jum bbfen mich. erliegen, und mich dein, Hochs 2. Inder andacht felgen stuns ftes gut, nie können freun. den, Wo mein geift die war 7. Stellet mir den bier beit hört, hab ich oft bas auf erden Lebenslang die sunGlük empfunden, Das die de nach; Kan ich nicht vollfrömmigkeit gewährt; Habe komen werden; Bin und bleib auch gar sebr bienieden Mirich oft noch schwach: O! so gewünscht den innern frieden, fegne mein Bestreben, So und ein her; dir ganz geweibt, gerecht ich fan, zu leben, So wie meine feligkeit. Daß ich doch von heucheley 3. Boll von beilgen ent- und von bosbeit ferne sey. schlüssen, Schwur ich dann, 8. Wenn ich wante, las dir treu zu feyn, und mit michs merken, Laß mich strewachiamem gewissen Meiner ben vest zu stehn. Eile mich unschuld mich zu freun. Wil dein find, zu stärken. Lebre lig wollt ich da mein leben bit, felbst mich sicher gebn, Warne mein gott, um Dienst erge- mich, fen mein begleiter; Tågs ben, Aller fünde widerstehn, lich fübre, gott, mich weiter, Standbaft deine wege gehn. Bis ich in der ewigkeit Drin4. Aber, ach! zu schnell em- ge zur voukommenheit. II. Vom 3weyte Abtheilung II. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. 1. Nothwendigkeit und Ines namens rubm, In meifeligmachenbe Straft mer pilgrimidaft. des Glaubens. Mel. O gott du frommer gott. 6. Wie felig leb ich dann Im lauben schon auf erden! 356. Herr, obne glaube Roch berrlicher wird einft fan mein theil im bimel werden; vor dir befteben; Drum went Da werd ich, was ich hier ich mich iu dir Mit demuts geglaubt, im lichte fcbaun; vollem fleben: Dzünde felbfind du erfüllt dann gani in mir Den wabren glauben Mein findliches vertraun. an, In welchem ich allein Wer nur den lieben gott. Dir wohlgefallen fan. 357.3 babe nun den 220 2. Laß mich, gott, daß du grund gefunden, feyst, Mit überzeugung glau. Der meine boffnung, ewig ben. Nichts müsse mir tas bált. Wo anders, als in jefu wort aus meinem berzen raus Wunden? Da lag er vor der ben, Daß du dem, der dichzeit der welt: Ein grund, der fucht, Stets ein vergelterjunbeweglid hebt, Wenn erd fepft, Und bier und ewig ibn und himmel untergebt. Mit Deinem beil erfreuft. 2.Es ist das ewige erbarmen, 3. Wahrhaftig ist dein wort Das alles denken übersteigt: Gib, daß ich darauf traue, Es sind die offnen liebesarUnd meine boffnung vest Aut men Des, der sich zu dem fünDeine treue baue. Gib, daß der neigt: Er geht mit uns id dir im glük Und un nicht ins gericht, Und will glük fiets getreu, und dem, den fod des fündere nicht. was du gebeurft, Bon ber 3. Wir follen nicht verloen folgfam fep. ren werden; Gott will, und 4. Auch bilf mit, daß ich den, foll gebotfen seyn; DesweDen du gefandt, erkenne, 3bn aen fam sein sobn auf erden meinen berrn und gott, Jm und nahm den himmel sieggeift und warheit nenne. Und reich ein. Nun ruft sein wort treu und reblich thu, Was und geist uns zu: Komt her mich fein wort gelebrt, Dabzu mir, bep mir ist rub! ibn bers, mund und that, 4. D abgrund, welcher unf218 meinen beiland ebrt. ce funden Durd dristi tod 5. Sein göttliches verdienstverschlungen hat! Daß herst Cep mir beständig theuer; die wunden recht verbinden; Es falle mich mit troft; Ee Da findet fein verdammen mache mich frete treper Vorstatt: Weil chrift blut bes schnbden fundendienst; Eeständig schreit: Barmherzige stårfe mich mit fraft 3u dei feit, barmherzigkeit! 5. Dar, 221 II. Vom Glauben und feinen nächsten Folgen. 5. Darein will ich mich glau- fu, anzunehmen. Dein freuz big fenken, Dem will ich mich ist thorbeit nur Dem, der getroft vertraun: Und wenn es nicht versteht; Und feiner mich meine fünden Franken, spottet fein, Der gottes weNur bald nad gottes berjenige gebt. schaun; Da findet sich zu aller 2. Du famst, des böchsten. zeit Unendliche barmherzig fohn, Im leben und im sterfeit! ben, Und weisheit, fraft und 6. Wird alles andre mir trost, Und gnade zu erwerben. entrifen, Was leib und feel Du warst der weit ein licht, erquiden fan: Muß ich des Und folg i feinem schein; lebens freuden missen, Und Bie weife bik ich dann, nimt fein freund fich meiner Wie felig werd ich feph! an; Scheint die errettuna 3. Ich kan bierfreplich nicht noch fo weit; Mir bleibet Das groffe wunder faffen doch barmherzigkeit! Gefandr vom ewigen, Der 7. Muß ich selbst an den himmel thron verlaffen, Die beffen werken, Die id intbaten gottes thun, AtS dieser welt gethan, Biel un- pingeborner fobn, und dann volkomenheit beinerken; Die am facut empfahn Der mis treibt mich zwar zur demuffetbåter toon. an; dod ist mir auch der 4. Doc fen mein herz gar troft bereit: Jo boffe auf wobt Der wabrbeit fraft embarmbersigkeit. pfinden, Die meinen geift be8. Es gebe nur nach deffen tebt, Mich reiniget von stinwillen, Bey dem fo viel er den. Auch bab ich, herr, durch barmen ift; Er wird gemis did Gerechtigkeit und beil, fein wort erfüllen, Er, der und an der feligkeit Der der seinen nie vergift. Sie gottverfbbnten tbeil. wäbret ja in ewigkeit, Die 5. Dif müffe meine luft, O göttliche barmherzigfett! berr, an dir erwecken. Zu 9. Auf diefen grund will ichwach, den ganzen rath Der ich stets bauen, So lang id gottheit zu entdecken. Nehm hier auf erden bin; Der gna- ich bein ardites beil Mitbank de gottes will ich trauen, und freuben an, Und folge Fallt alles andre gleich dabin: bir getreu af ebner tugende. So sing ich einft, nach die- babu. fer zeit: O abgrund der 6. Herr, deine emigkeit barmherzigkeit! Wird mir mehr licht gewabren, Und deine groffe lieb Nun danket alle gott. 358.ag doch der spbt. Durch schauen mir erklären. ter beer Sich Unendlich ist mein beil, O deines namens schämen; Ich glaube, der erfreut! Gelobet freue mich dein beil, Herr je- sey derherr, gelobt in ewigkeit! Jefu Zweyte Abtheilung. Jefu meine Freude. auf deinem pfade, Dank ich 359, Wie getroft und bei deiner gnade. ter, Herr, mein 6. Du hast blut und leben licht und leiter, Machst du Für mich bingegeben; Daß meinen geist! Der du, die in meiner noth Jd nicht hülfdich lieben, Selbsten im belos bliebe: Groß ist deine trüben, Doch io gern erfreuft. liebe, Stárker als der tod! Niemals wird Bep dir, mein Herr! und ich, Ich sollte hirt, Freund und trofter mei- mich Deiner huld nicht dankner feelen, Mir erquickung bar freuen? Dir mein herz fehlen. nicht weiben? 2. Deinem rath ergeben, 7. Würdig dir zu leben; Freu ich mich zu leben. Was Dis sey mein bestreben, Meis du willst, ist gut. Nichts ver ne luft und pflicht! Was die mag id schwacher, Duiwelt vergnüget, O mein gott, mein feligmacher, Schenkst das gnüget meiner feele nicht. mir fraft und murb. Wenn hab ich dich: Wie gern will Die welt Erbebt und fällt; ich Das, wornach die funWenn gericht und bolle schre der trachten, Reich in dir, chen: Willst du mich bedecken. verachten. 222 3. Jo kan ohne grauen 8. Macht ein gut der erde, Tod und Grab anschauen. Daß ich glúklich werde In der Mein erlöser lebt. Jo weiß, emigkeit? Sind nicht auch die wem ich glaube, weiß, daß aus ebren, Die den sinn bethbdem staube mich fein armren, Wahre eitelkeit? Du erhebt. Todestag! Dein erfreuft, Herr, meinen geist; fchrecken mag Eines freviers Und du willst, die dich vers berz erschüttern, Was brauchlehren, Ewig wieder ehren. ich zu zittern? 9. Deinen boben frieden 4. In mir ist noch fünde, Schmek ich schon bienieden, Doch ich überwinde Sie, ge- Und was boff ich dort? Unstärkt durch dich: Sink ich begrenzte seiten Boller selig ichwacher nieder; Du erhebst keiten Hoff ich auf dein wort. mich wieder: Du begnadigst Sie sind mein, Durch dich mich. Deine buld Tilgt meine allein, Bleib ich die getreu schuld. Nie läßt du reuvollen im glauben, Wer fan sie mir feelen Dein erbarmen feblen. rauben? 5. Daß ich gott erkenne, 10. Voll von deiner gute, Froh ibn vater nenne; Und Frohloft mein gemüthe, gott, mich ewig fein; Daß ich hier mein beiland, dir; Dieser geist am grabe Troft und hoff- der freuden Stärke mich im nung babe, Dank ich dir leiden; Weiche nicht von mir! allein. Daß dein geist Mich Laß mich so Beberzt und froh unterweist, und mich führt Einst durchs that des todes Drin 11. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. 223 dringen; Dort dein lob zu 6. Nichts, nichts fan mich singen. verdammen; Dennjesus starb für mich. Die bou und ihre 360.3 gott für mich so flamen Sind mir nicht fürchtrete Gleich alles terlich. Kein urtheil fan mich wider mich; Denn, wenn ich schrecken, nichts was uns glaubig bete, Beigt er mit fonft betrübt: Denn dristus. bülfe fich; Hab ich ihn nur will mich decken, Mein beizum freunde, Und lieber mich land, der mich liebr. mein gott: Was schadt mir 7. Sein geift wobnt mir im Dann der feinde Verfol- herzen; Regiert mir meinen gung fomach und sport? finn; Stillt forgen, furcht 2. Ich weiß und glaub es und schmerzen, Nimt jeden veste, Undruomes obne scheu, fummer hin; Gibt auch in Daß gott, der höchst und be- trüben tagen Mir freudigste, Mein freund und vater feit und schafft, Daß ichb fey. Er wird in allen fållen fan vater, fagen Durch dei3u meiner rechten stehn. Erines wortes fraft. Dámpfet sturm und wellen, 8. Der spricht auch meiLaßt mich nicht untergebn. nem' Geifte Manch anders 3. Der grund, worauf ich troftwort zu: Wie gott dem baue, Ift christus und fein bülfe leiste, Der bey ibm fublut; In ihm, bem ich ver et rub; Und wie er bab ertraue, Find ich das ewge gut. bauet mir eine neue stadt; An meinem armen leben Jf 20 aug und berz einst schaunichts auf dieser erd: Wasjet, Was es geglaubet bat. cbriftus mir gegeben, Das 9. Da ist mein theil und erist der liebe wertb. be, Mir berrlich jugericht; 4. Er ist mein ruhm und Wenn ich gleich fall und sterehre; Er ist mein troft und be: Fällt doch mein bimmel licht: Wenn er nicht für mich nicht. Mein jesus bilft mir ware: So fám Ich ins gericht. ringen, Und muß ich manche Wiewürdich da bestehen Borzeit mit meinen auch bin brinfeinem richtersiz? Ich muß- gen: Berfüßt er mir mein leid. te gleich vergeben, Wie 10. Kein schmerz, und keiwachs in feuerhiz. ne freude, Richt herrlich5. Dodb jefus bat sein le feit, noch noth, Rein glük, ben, Zur Tilgung meiner und feine leiden, nicht angst, schuld, Am freuz dahingege gefahr, noch tod Nichts, was ben. Wie groß ist diese buld? wir denken können, So Ich darf mich feiner freuen; gros es immer fep, Soll Hab einen heldenmutb; Darf mich von jefu trennen. Ic fein gericht mehr scheuen, bleib ibm ewig treu. Wie sonst ein fünder thut. 11. Mein berz ist voller frcus 224 3wepte Abtheilung. freuden, Wie sollt ich traurig schmeichelt! Wer aber ſein fepn? Ich achte nicht der lei- wort glaubt und hält, Der den, Seb beitern fonenschein. liebt ibn fo, wies ihm gefällt. Der für mich lebt und wachet, 2. Der glaube, den sein ft mein berr jesus chrift. mort erzeugt, Muß auch die Das was mich jauchzend ma- liebe zeugen. Je hóber dein chet, Ist, was im bimmel ift. erkennthis steigt, Je mehr Komt ber zu mir spricht. wird diese steigen. Der glaub 361.3 boff, o gott, erleuchtet nicht allein, Stárft mit veftem mutblauch das berz und macht Auf deine gnad und drifties rein. blut; 3 boffein ewig leben, 3. Durd jefum rein von Dubin ein varer, der verzeibt; miffetbat, Sind wir nun gots Haft mir das rechtzur seligkeit tes finder; Ber solbe boff Durch deinen sobn gegeben. nung zu ibm bat, Der fliebt 2. Herr, welch ein unaus- den pfad der fünder; Folgt sprechlich beil an dir, an dei- drifti bepipict, als ein chrift, ner gnade theil, Theil an dem Und reinigt fic, wie errein is. himmel baben! Im berzen 4. Alsdann bin ich gott anDurch den glauben rein, Did genebm, Wenn ich gebersam lieben, und versichert seyn übe. Wer feinen willentbut, Von deines geistes gaben. in dem Ift warlich gottes lies 3. Dein wort, das wort der be. Ein immerthätigs chri feligkeit Wirkt göttliche zu stenthum Das ist des glaus friedenheit, Wennraires treu bens frucht und rubm. bewabren. Es spricht une 5. Der bleibt in gott, und troft im elend zu; Verfüffet gott in ibm, wer in der liebe uns des lebensrub; Und starft bleibet. Die lieb ifts, die die uns in gefahren. feraphim, Gott zu geboren, 4. Erbalte mir, o herr, mein treibet. Gott ist die lieb, an hort, Den glauben an dein feinem beil, Hat obne liebe göttlich wort, Um deiner gute niemand tbeit.. willen! Laß ibn mein licbt auf 3. um Starfung und Er. erden fein; Jbn täglich nebe, baltung des Glaubens. mein ber erneun, Und mich mit troft erfüllen. O gott du frommer gott. 2. Birfung und Kennzei den doren Glaubens. Madt mit mir gott nach.. 363.Herr, aller böchfter gott, Bey dem wir alle gaben, Und was uns nüzlich ist, Getroft zu suchen O 362.2er gottes wortbaben: fieb erbarmend nior bålt und mich In meiner schwachbeit spricht: Ich kenne gott, der an, Weil ich nicht, wie ich beuchelt, In bemist gortes lie- will, Dir recht vertrauen fan. be nicht, Wie sehr er sich auchi 2. JO II. Vom Glauben und feinen nächsten Folgen. 225 2. Ich glaube zwar an dijalaubens jtel, Der Seelen Doch nur mit schwachem feligkeit. glauben. Oft will die zweifel- Ed in gewißlich an der geit. ſucht mir alle hofnung rau- 364. gotres fobn, berr jesu drift, Dein ben. Wer macht das berz ge wiß, als du, o berr, allein? ist es, mir zu geben, Was mir Laß deine bülfe doch von mir zum glauben núze st; Was nicht ferne feynties salibm gibt fraft und leben. 3. Dreiche du mir selbst Aus Drum bilf du mir von oben gnaden deine bánde, Mac, her, Daß ich, gestärkt je mehr daß dein guter geift Sein werf und mebr echt und bebarrin mir vollende. Ist soon, lich glaube. 26 dem fenftkorn gleich, Mein 2. Durch dein wort unter glaube noch fehr klein: So weife mich, Den vater rechtzu laß ihn doch bey mir In sfte kennen; Mit freuden voller tem wachstum feyn.aehrfurcht dich, Des böcken 4. Gib, daß sich stets in mir foon zu nennen; Daß ich auch Die zuversicht vermebre: Daß deinem guten geiß, Der uns du mein bater sepft, Und ich den weg zum bhimmel weißt, dir angebore; Daß alle meine Von ganzem berzen folge. schuld Von dir vergeben feyz Camit mein berz sich dein, 218 seines gottes, freu. 3. Laß mich dein grofes gnadenheil Im rechten licht erblicken, und mich dazu an 5. Mach diese zuversicht In meinem theil, Mit allem eifer mir, o gott fo fraftig, Daß schicken. Durch dich nur find ich mein lebenlang In deinem ich troft und ruh, und ewges dienst gefchäftig, Und stets be- beil der weg bist du, Die ware fliffen fey, 3u ibun, was dir beit und das leben. 1 4. Gib, daß ich traue dei' nem wort; Es tief ju berjen 6. Mein heiland, der du faffe; Daß sich mein glaube einst Für deine junger batest, immerfort auf dein verdienst Und wenn sie wanketen, verlasse; Daß zur gerechtigBeym vater ste vertratest, Ach feit mir werd, Der ich mit unterstü; auch ist Mein sebn- fünden bin befchwert, Dein lidbes gebet, Und schenke glaus beil auch zugerechnet. benskraft Dem, der dich darum flebt. 5. Doch soll auch stets mein glaube ich Des bluts, das du 7. In deiner mittlers band vergoffen, nicht anders trd. Ift beil und aller segen, Herr, Ben, als das ich, zu deinem unterstüze mich, Auf allen dienst entschlossen, Durch seis meinen Wegen: So geb ne fraft die arge welt, Und ich freudig fort, In die was sie dir entgegen stellt, fer pilgerzeit, 3u meines Besteg und überwinde. P 10 6. 3wat gefällt; So bab ich schon in Dir Den himmel auf der welt 226 3weyte Abtheilung. 6. 3war ist mein glaubelser pflicht, Das wolleft bu schwach und Flein; Oft kanlmir geben. ich ihn faum merken: Doch 2. Du baft dein göttliches willst du mir, berr, fraft ver- gebot Mir tief ins herz ge leibn, Und fanft mich machtigichrieben. Von ganger feele stärken. Das schwache robr soll ich, gott, Wie mich, den aerbrichst du nicht; Verlb- nächsten lieben. Wenn ich scheft fein noch glimmend nach deinem worte thu; So licht; Drum stårke mich den hab ich schon hienieden Gro schwachen.. fen frieden; Und welches 7. Hilf, daß ich recht forg- beil haft du Den frommen fältig fey, Den glauben zu be- dort beschieden! wahren, Ein gut gewiffen 3. Laß mich kein leiden die auch dabey; Daß ich bey den fer zeit Kein weltglúf dir ent gefahren Der welt, fey wach reiffen; Denn du hast deine fes fam allezeit, Durch früchte ligkeit Den treuen nutverbeis der gerechtigkeit Des glaufen. Doch fönten wohl durd bens fraft beweife. ihre müb Sie solche zu ver 8. D laß den glauben stets dienen, Sich erkühnen? Aus in mir So wachsen und sich gnaden ichenfft du sie, Und stärken, Daß er fey fruchtbar du erwarbft sie ihnen! für und für, Und reich an gu ten werken, Daß er sey thátig durch die lieb; Mit freuden und geduld sich üb In dem, was gott gefällig. 4. Freund meiner feele, du bist ihr Ein weinstof, fie dein rebe. Beuch sie dir nach, daß fie zu dir Sich von der welt erbebe! Ja laß mich, wenn ic 9.Infonderheit gib mir die sterben soll, Auf deine gnade Fraft, Daß ich, an meinem en bauen, Dir vertrauen, Und De den lezten schritt der pil dann dort freudenvoll, Dein grimschaft, Durch glauben lantliz ewig schauen. froh vollende. O mache mich, 5. Ich kampf, ermatt und berr, stets bereit, Daß ich Der feelen feligkeit, Des glaubens end erlange. frauchle oft. Erbarme Dich des schwachen, Der nur auf dich in demut hofft; Du kanft mich màtig machen. In Jcb ruf zu dir herr jesu drift. ieder fümmerniß laß mid 365.Herr, mein erlbier, Bey dir, herr, zuflucht fin nur von dir Kan den, Troft empfinden, Und ich mir bülferfleben. Bernim dann zuleit durch dich In mein feufzen; eile mir, Mein allem überwinden. belfer, beyzustehen. Des wah. Komt ber zu mir spricht. ren glaubens kraft und licht, 366.3 weiß, und bins Dir ich in leben, und muth ju diellökt bin, gottessohn, durch dich II. Vom Glauben unb feinen nächsten Folgen. 227 did, vom scbnoden dienft| len ruhe sehen; Dann hátt ic der fünde. Gelobt fep gott! Feinen beitern finn; Dann ich bins gewiß, Hilf, mein war die frobe hoffnung bin, erretter, Daß ich dis Bis Zu ibm einft einzugehen. an mein end empfinde. 8. Gewissensschrecken wur2. In dieser lo perderbten den mich, Der ich vom pfad seit Des leichtsinns und der des guten wich, Schon bier ficherbeit, Bad über meinem zur qual ergreiffen, Und peiGlauben! Du Freund der nigende furcht vor dir, Der menfchen, wache du, Daß kei welten richter, sich in mir ne Zweifel meine ruh Und Mit jedem tage häuffen. meinen troft mir rauben. 9. Der du für mich am Freu3. Den spott der Frevlerze starbft, Und boffnung mir über dich, und deinen tod am und troft erwarbst, Laß mich Freuz, laß mich, Wie ers verfo tief nicht fallen! Erhalt Dient, verachten. Mit desto mir meines glaubens rub Und ftárkerer begier Laß meine meinen Wandel lenke du feele, berr, nach dir, und Nach deinem woblgefallent Deinem reiche trachten. Herzlich lieb hab ich dich. ch 4. Wenn mir die welt gele- 367.3 fomme friedensfùnde gibt, zu eitelkeit, Und zu verbotner barmend rufft du ja auch mir, freude: So dámpfe du in Den frieden zu empfangen. meiner bruft Die reizung al. Die Sündenlaft ist mir zu ler bösen luft, Daß ich sie fcbwe. Dlaß mein herz von standbaft meide. troft nicht leer, Laß es zur ruh 5. Ich möchte fonft, durch gelangen, Die jedem tief gesie verführt, Die fünde, diebeugten geist dein theuer were den tod gebiert, mich übereitbes wort verbeißt. Ber trilen lassen; Mich dann aus ftet mich, als du allein? Wer fündenluft vergehn, Und dei- macht mein ber von sünden ner warbeit widerstebn, Ibrrein? Herr jesu chrift! Mein belles licht gar bassen. trof, mein licht, Mein troft 6. Wenn meine freudigkeit mein licht, Verwirf mein u Dir mein Glaub und iebnlich fleben nicht! meine boffnung mir, hier- 2. Anbetend steh ich, herre durch entrissen würde: Sovor dir! Dein antli; neige würde nichts mich recht er- du zu mir, Und sep mir fünder freun; Die welt mir trüb gnädig! Wenn mein vergebn und traurig seyn; Mein le- um rache foreit: So macher ben eine burde.aus barmbersigkeit, Mich al7. Dann würd ich nach dem ter strafe ledig. Der du am bimmel nicht mit freud, ofreuz gelitten bat, Du trugft. berr, im angesicht Mir fee- auch meiner fünden last; 216 P 2 DX 228 h 3weyte Abheilung. 42 du zum Heil der Sündersjefu christ, Jd boff auf dich, starbft, Und ihnen gottes Ich hoff auf dich, In dieser huld erwarbft. Herr Jeiu boffnung stärke mich! christ, Mein gott und berr, 4. Mein ganzes leben preise Mein gott und berr, Gib dich, Erlöst, mein mittler, haft mir den troft begnadigter! du mich, Dein eigenthum ju 3. Du, du bist meine zuver- werden. Bin ich nur dein: fo ficht, Durch dich entflieh ich fehlt mir nichts; Nichts einst dem gericht, Dem schweren am tage des gerichts; John der fünden; Durch dich nichts hier auf dieser erden. fan ich der straf entgebn, Auf dieser babnzumbaterland Und mich mit gott vereinigt Entzeuch mir niemals Deine fehn, Durch dich das leben band. Zu allem guten ftárfe finden. Dein tod ist der ver- mich, und laß mich siegen einst fornen beil, Gib mir an sei- durch dich. Herr jesu christ nem fegen theil, Er schafft Mein berr und gott, mein auch mir beruhigung, Und terr und gott, hilf mir wabre lebensbefferung. Herrizum leben durch den tod! III. Vom thätigen Christenthum oder von christlichen Gesinnungen und Handlungen überhaupt. 2. Deren Nothwendigkeit. Ifür der fünde reiz, 3orn, hofs Ein lämmlein geht und. fart, fleischbeslüfte, geiz, In 23 368.2as bilft as hilft es mir, werk und thaten übe? ein chrift zu seyn, 3. Weit strafenswürdger Wenn ich nicht driftlich le bin ich dann, Jch, der ich be, und heilig, fromm, ge- riftum fenne; Weiß, was recht und rein, 3u wandelnjer einst für mich getban, Ibn mich bestrebe? Wenn ich dem herrn und heiland nenne; 18 feligen beruf, 3u welchem der, der in der finsterniß Des mich mein gott erschuf, Nicht irrtums tappt, noch unges würdig mich beweise, Und wiß, Db er auch richtig wand. den, der mich erlöset hat, In le. Was nuzt mir feines wors worten blos; nicht durch dietes licht? Was hilft mir al that Und gute werke, preife. ler unterricht, Wenn ich 2. Was bilft der glaub an darnach nicht handle? jefum chrift, Den ich im mun- 4. Und woher nehm ich troft de fübre? Wenn nicht mein und rub, Wenn leiden mich herz rechtschaffen ist, und ich umgeben, und meine fünden Die frucht verliere: Wenn noch dazu Mir dann vor aumich die eitelkeit der welt Mirgen schweben? Was hilft ibrer luft gefangen hält; Job mir in der lezten noth, Wenn ibre fesseln liebe, Und fühlbarlsich der schauervolle tod Mir jeigt III. Vom Glauben und seinen nächsten Folgen. 229 eig mit seinen schrecken, die deinen willen thun, Låst Und mein gewissen wachet du, als deine kinder, O gott, auf, Von meinem ganzen in ewgem Frieden rubn, lebenslauf Die schuld mir Wenn heuchlerifche funder aufzudecken? Von dir verstoffen werden. 5. Web mir! was hilft es mir 3. Drum laß mich doch vom einst dort, Erwekt aus mei- glauben nie Ein heilig leben nem grabe, Daß ich an chri- trennen; Mich nicht für eis ftum und fein wort3umfbein nen christen bie Blos äussergeglaubet babe, Benn feine lich bekennen, Gib, daß mein fromme gute that Mein leben glaube tbátig sey, Und tubier bezeichnet bat, Den glau gendfrüchte bringe; Daß ich ,. ben ju bestårfen? Denn meine vom fündendienste frei, Mit ganze seligkeit Wirft glanbe eifer darnach ringe, Im guund rechtschaffenheit; Der ten zuzunehmen. glaub in guten werken. 4. Bu fennst, o gott, der 6. Gott, diefer boffnung menschen herz, Und liebt, die wertb zu feyn, Hilf, daß ich redlich bandeln; laß in chriftlich lebe, Und vor dir bei freude, wie im schmerz, Mich lig, from und rein 3u man- christlich vor dir wandeln. Deln, mich bestrebe; Gib mir Dein wille fey mein augens erfentniß, fraft und muth, merk: Hilf mir ihn treu vouDamit ich weit und fleisc bringen. Durch dich muß und blut Im glauben über jedes gute Werf, Sollt es winde; Und dann, nach auch nicht gelingen, Zum mohl durchlebter jeit, Den fegen mir gereichen. lohn in jener ewigkeit, um 5. Doch, wenn ich aus unchristi willen finde. wiffenbeit Und übereitung feble; So thu an mir barmCbrist unser berr zum jordan. 369.Bemabre mich, berr, berzigkeit, und richte meine daß der wabn Nie feele Durch gnade auf von mein gemüt betböre, 21s már diesem fall. Erhalt mich bey es schon genug gethan, Wenn dem einen, Daß ich dich dir nur außre ebreDermenich, fürchte überall, Bis ich einst Dein untertban, erweist, Er- mit den deinen, Dir ohne innre mein gewissen, Daß al- fehltritt diene. le chriften dir im geist Und Aue menschen müssen sterben. warbeit dienen müsſen, Die 370.Der du uns, mit deinem Dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins um eigentum erwarbst, Und himmelreich, Die berr! zu je uns fündern, uns zu gute, su fagen, Und nicht mit red Schmachvoll an dem Freuze tem ernft zugleid Der heili farbst; Ach wie dienen deine gung nachjagen. Rur die, chriften Immer noch der fünP3 230 3wepte Abtheilung. De luften, Leben obnebefferung der lufte dämpfen; Steb uns Fern von wahrer heiligung. in versuchung bey, Und er2. Herr; du littft, uns vom balt uns dir getreu. verderben, Von der fünde zu 7 Jefu, lebr auf dich uns befreyn: Und wir wollen liefhauen! Uns besieg die fün ber sterben; Lieber ihre Fnech de nie, Laß dein bepípiel uns te feyn? Glauben immer, noch erbauen, stärke selbst uns in fünden Unsers Lebens glük wider fie. Ach! die absicht au finden, Und vergessen dein deiner schmerzen Präge tief gebot, Deine schmach und in unire berzen, Daß wir, deinen tod. 1 von der fünde rein, Heilig 3. Ach, wenn werden wirs fter, dir ábatich feyn. erkennen, warum bu geftor. Djefu drift meine lebens. nennt, ben bift? Wann, uns nicht 371.3br, die ihr euch von blos christen nennen; Sonj dern thun, was chriftlich ist? Und euch zu seiner lehr bekent; Wann, um deines todes wil Die ihr durch ihn send theur len, Jesu, bein gefez erfüllen, erkauft, Und selbst auf feiUnd den fünden widerstebn, nen tod getauft. Weil fie deine leiden schmähn. 2. Führt nicht ben namen 4. Wer dich sieht, von gott nur allein; Jbr müffet that berlaffen, In ber tiefften trau- ge driften feyn: Wollt ihr rigkeit; Dich, erlöfer, fiebt einst frob, nach dieferzeit, Eins erblaffen, Nach vollbrachtem gebn zu chrift berrlichkeit. schweren ftreit; Und läßt doch, 3. Wollt ihr bekenner jesu gum dienft der fünden, Seine feyn: So lebet auch ihm bier lufte sich entzünden: Der hat allein. Der chrift ist ganz der. nicht an deinem beil, Nicht tugend freund, Und jedem an gottes gnade theil. laster ist er feind. 5. Meiden font er sein ver- 4. In leiden, die er tra Derben, Hülfe gibt ibm gott gen foll, Ift er geduldig boffs genug; Aber ach, er selbst will nungsvoll. Diß leben ist die Berben: Denn sein glaub ift prüfungszeit; Der lohn folgt wabn und trug. Er befennet in der ewigkeit. Deinen namen, Obne doch dir nachzuahmen; Rubmet feincs glaubens fich, Und verleug net, berr, doch dich. 5. Wer gott von berzen sich ergibt, Sich felbft befiegt, den nächsten liebt, So wandelt, io gefinnet ift, Wie jesus mar; der ist ein drift. 6. Ach, wenn uns der trieb zur fünde Reizer wider unire 6. Und wer nun so den hei pflicht: Heiligfter, so über andebrt, Der lebt hier der er winde Uns der trieb zur fün öfung werth, Der schläft im de nicht, Lehr uns, mådbricode freudig ein, und wird Ibn bekämpfen, und die machildovt emig felig seyn. 2. Duelt 23r III. Vom thätigen Cbriftentbum überhaupt. 2. Quelle guter Handlungen be, Geheiligt durch die furcht Eigen foaften und Glückfe des herrn, Das glaub erwekt ligkeit frommer Christen. Mel. Was mein gott will, daß. zur liebe; Diß ists, was gott von uns verlangt. Nichts lwird ein leben nuzen, Das mit 372.28en enn nicht zur u bung deiner den größten thaten prangt: pflicht Dich gottes lieb befee. Wenn wir nicht lieb befizen. let: So rubme dich der tugend 6. Drum täusche dich nicht nicht, Weil dann dir alles feh- durch den schein; Nicht durch let. Wenn vortbeil, wolluft, der tugend namen. Sieh nicht eigensinn, Und stolz dir gu- auf deine werk allein: Sieh tes rathen: So bast du dei- auch wober sie famen. Prüf nen lohn dabin: Thust du dich vor gottes angesicht, Ob gleich gute thaten. liebe dich befeelet? Dem ber2. Sep durch die gaben der zen feblt auch liebe nicht, Dem natur Das wunder dieser er nicht der glaube feblet. G den; Beglüfft du andre men. 7. Wobnt liebe gegen gott fcben nur, Um felbft geehrt ju in dir: Wird sie die tugend werden; Erfüüt die liebe nicht stärken: Du wirst die gegendein herz, So sind die größten gaben Vor gott doch nur ein tonend eri, Die keinen wertb nicht baben. wart von ibrAnlieb zum nächs ften merken. Sie ist, die dir den muth verleibt' Das bofe ftets zu meiden; macht dich 3. Bau hauser auf, und zum gutes thun bereit; Folgt brich dein brod, Die armen zu dir in ewigkeiten. verpflegen; Entreift die witt Jd dank dir schon durch. wen ihrer noib Und fen der 373.0, beiligter, men waifen segen; Gib alle deine nennst du dein, güter bin: Noc hast du Und wen willst du belohnen! nichts gegeben, Wenn lieb Wer wird sich emig deiner und pflicht nicht deinen sinn freun, Und ewig bei die Vor gott dazu beleben. wobnen? 4. Låg ihm an unfern werfen nur, Kont er, sie zu voll bringen, Uns leicht durch fef feln der natur Und feine all macht zwingen. Vor ibm der alles schafft und gibt, 3. Wer treu die warbeit Gilt weisbeit nichts, nichts liebt und nicht mit feinerjunstárke. Er siebt aufs berz, ge luget; Wer nie von andern ob das ihn liebt, Sieht auf lieblos spricht; Nie lästert den wek der werke. und betrüget; 4. Der den geringern nicht verschmåbt: Mit fleiß ibn nie 4 bet: 5. Ein herz von eigenliebe feen, Bern von des foljes trie 2. Der beilig vor dir lebt, und thut, Was dein gefes ibn lebret, Der, dessen berz ist rein und gut, Und sich vom bbfen febret. 232 3weyte Abtheilung. betrübet; Den graden weggen; Der bosheit und der in allem geht: Und alle, wielrücke feind, fich, liebet. 3. Ein abfcheu ifte ihm, nei5. Der alle laster kübn ver- jdisch trauern, Ungern den flucht; Fließt, die gott winächsten glüflich sebn; Um berstreben; Nur aber deren ihm zu schaden, auf ihn lauern freundschaft fucht, Die vor und feine tbaten tückich ihm beilig leben. omáhn. Er haßt und fliebt 6. Der, was er ichwur, stets beleidigungen, Wird groß beilig hält; Und nie unredlid ourd feine redlichkeit, Durd schwöret; Der alles, was er unverichámte lästerungen, zusagt, bált, Auch dann wird nie von ihm ein nam wann er nicht schmöret. entweibt. 7. Nie mit erpressung geld 4. Er ehrt, o berr, die, die verleiht, Aus mitleid und er dick scheuen, Verachtet den, barmen, Nothleidenden die der dich nicht liebt, Und fred bånde beut, Und niemals es wagt, sich noch zu freuen, brángt den armen. Wenn er durch laßter dich be8. Wer das thut, den, rübt. Er bált, was er dem den nennt gott sein, Den, nádsten schwörer, Wenn lift Den will er belohnen, Der und trug die treue bricht. Ein wird sich ewig feiner freun, angerechter wucher mehret Und ewig bei ihm wohnen Gerecht erworbne guter nicht.. 5. Er eilt, erweichet durch Düffer fand; o felig leben. 374.Herr, beffen augen erbarmen, Wenn er der menalles Mit seiner beuchlers list betrügt dich nie ulfe nach dem armen, Der Du schaueft in der bersen tie voll vertrauen zu ibm fliebt. fen, Und fenft und offenbarest Gern theilt er mit ihm fein fie. Wer darf vor dir mitvermögen, Das nicht das gut freuden wobnen? In deiner der waifen in, Und båtlt es liebe sicher fepn? Wen wir nicht für einen fegen, Wenn Du unser gott, belohnen? es der arme nicht genießt. Wer darf sich deines fegens freun? 6. Der fromme nimt, das recht zu beugen, nicht gaben 2. Nur der, o herr, barf zuvon verbrechern an. Erkanzu Dir fommen, und macht sid Feinem frevel fe weigen, Und Deiner freundschaft werth, weicht nicht von der tugend Der, nach dem namen eineebabn. Du, unser gott, wirst. frommen, Nie einen größern on belohnen! Du wirst fein rubm begehrt. Die tugenden frommes ber; erfreun! Durch find fein vergnügen; Er ist dich wird er bier sicher mob der wahrheit edler freund nen, Und einst dort ewig fes Und unverföhnlich gegen Tü- flig fepn.. Mel. 233 III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. Mel. Freu dich sehr o meine feele. Als was gottes rubm ver 375.Komt und lasst euch mehrt. Gott wird ihr verjefum lebren langen stillen, und den from Komt und lernet allzumal, men wunsch erfüllen.7313 Welche die sind, die geboren 6. Selig, wer der noth Zu der rechten christenzahl des armen niemals fübllos Die im glauben vest bestebn, ficb entzieht. Ibm, aus zárttiFreudig gottes wege gebnchem erbarmen, Woblzuthun, Und den beiland. frei befen fich froh bemüht, und, wenn nen, Dürfen sich die feier um hülfe weint, Ibm mit bülf und troft erscheint: 2. Selig, wer in bemut Diefer wird auch bülf emlebet, Seine schwachbeit nie pfangen, Und barmherzigkeit vergißt, Rie sich selbst mit erlangen. STROO stolz erbebet, Wenn er groß 7. Selig sind.die sich bemüund glüklich ist. Gottes buld ben, 3uchtig, feuich und rein wird ihn erfreun, Und das au feyn; Die der wollust neje himmelreich ist sein, Gottflieben; Und der reinigkeit fidy wird dort zu ehren setzen, Die weihn; Die der lockung dies sich bier geringe foazen. fer welt, und dem, was dem nen nennen. # 3. Selig ist, wer seine fünde fleisch gefällt, Treu und Wehmutevoll vor gott bereut, ftandhaft widerstehen; Wer Und damit er rube finde, Sich den gottes antlig feben. vor neuen sunden scheut. Gott 8, Selig, wer im frieden les 8. will ibm die schuld verzeihn, bet, Wer die rub und einige Kraft zum guten ihm ver- feit zu erhalten sich bestrebet. leibn, Und er foll schon bier Und wenn feindschaft, baß auf erden, und auch dort und ftreit Seiner bruder glük getroftet werden. zerstört, Sie die pflicht der 4. Gelig ist, wer fanftmut eintracht lehrt. Die des fries tibet, Seinem feinde niemals dens sich befleisfen, Werden flucht. Seine fehler tbm bergottes finder beiffen. grebet, Nie sich selbst zu rá 9. Selig, die ums guten den fucht, Rubig feine pflicht willen Leiden, und sich dessen vollbringt, und fein eigen berzfreun, Standbaftibre pflicht bezwingt. Gott wird felbft erfüllen, Und der tugend müh sich sein annehmen, Daß sich nicht scheun. Gott stebt ihnen feine feinde fcbámen. mådtig bei, Und will sie für 5. Selig, die mit ernst ver- libre treu, Einst mit wonn langen, Recht gesinnt and und siegeskronen, Auf das from zu seyn; Die vest an herrlichste belobnen. dem guten bangen, Und sich ganz der tugend weihn, De ren herz nichts mehr begehrt, 10. Herr, du wolleft selbst mich leiten, Auf der wahren tugendbahn, Daß ich diefer fea 5 ligkeiten, 234 3wepte Abtheilung. figkeiten, Hier und dort michblut, Von sünden mich zu freuen fan. Gib, daß ich de- waschen. mutig fep, Meine schuld, vor 4. Dein sohn erniedrigt fich dir bereu, Die gerechtigkeit und stirbt, 3u tilgung unfrer stets liebe, Auch an feinden ftrafen; Bußt für die laster fanftmut übe. und erwirbt Befrepung ihren 11. Daß ich hilfreich mich iflaven. Wie vielfach, bochgewöhne, Immer bab ein reifter, bin ich dein! Olaß mich nes berz; Die in feindschaft feines- andern seyn. Dein stehn, verföhne, Dir anbang fobn ist auch mein beiland. in freud und schmerz. Va 5. Durch ihn verföhnt, und ter bilf von deinem tbron, dir zum rubm, Erfauft mit Daß ich glaub an deinen fobn, feinen leiden, Will ich mich, Unddurch deines geistesstärke gott, dein eigentum, Von dir Mich befleiffe guter werke. nie wieder fcheiden. Gefreuaigt werde mir die welt; Getödtet, was dir nicht gefällt, Damit ich dir nur lebe. 6. Dis wirfe, gott, bein geift in mir, Ich habe kein Es ist das heil une fommen. 376.Dein bin ich, berrvermögen, Die fünd und als dir will ich mich les, gott was dir, Verbaßt 3um dienste gang ergeben. ist, abzulegen. Hier ist mein Rechtichaffen, from und rein beri, nim ganz mich bin, Und will ich Vor deinen augen legib mir einen neuen finn ,. ben. Wie font ich eines an- Damit ich dir gefalle. dern sepn? Ich bin ja durch Die schöpfung Dein! Und dein durch die erlösung! 7. So werd ich, der ich fin ster war, Ein ticht in deinem lichte, Besteb einst, mit der 3. Entschliefungen zum Dienst Gottes u. from men Leben. 2. Ich fiel, und wandte kleinen schaar der frommen, mich von dir 3ur finsternißfim gerichte, Frolocke dann, vom lichte; Doch wandteft dujund lobe dich, Daß deine Dich, gott, ju mir mit deinem gnad und treue mich Gerecht angesichte. Erbarmen war und felig machte. Dein angesicht, Mich von Komt her zu mir spricht. Der finsterniß um lidt, 3u 377.Ermuntre, feele, bir juruf zu rufen. dich und sey Dem 3. Dein, herr, dein ist barmgott, der dich ericbuf, getreu, berzigkeit, Du liebeft felbf Und folge dem gewiffen. Nie die fünder. Seyd, rufft du, wird es jemals dich gereun, gänzlich mir geweiht; Sept Wenn du unstráflic from ju meiner gnade finder. Jcb feb feyn, Dich redlich baft befiiffen le noch, doch faß ich muth! 2. Gebord nicht deinem Dort flicffet der versöhnung fleisch und diut Geborde golf, III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 235 gott, gott meput es gut, Was 2. Die, die sich ihrer lafter er gebeut, ist fegen. Er liebt freun, Trifft die fein idmers uns menschen väterlich, Führt bienieden? Sie sind die fflaauf der bahn der tugend dich ven eigner pein, Und baben Dem hooften beil entgegen. feinen frieden. Der fromme, 3. Gott theilt dir seine står der die liste dämpft, hat oft fe mit; Drum gebe stets mit auch seine leiden; Allein der vestem schritt Fort auf der tu- idmers, womit er fámpft, gend pfade. Die lust verführt Verwandelt sich in freuden. Die tugend nie, Und gott, dein 3. Des lasters bahn ist angott belobnet sie mit segens- fangs war ein breiter weg reicher gnade. durch auen; Allein fein fort4. Laß dir die schreckenvolle gang wird gefahr; Sein ende pein Der fünde bell vor augen nacht und grauen. Der tus feyn, Wenn sie dich loft mit gend pfad ift anfangs steil, freuden. Gott fennt den qua- läßt nichts als mub erblicken; lenden verdruß, der auf die Doch weiter fort führt er zum fünde folgen muß, Und will beil, Undendlich zumentzücken fie dir verleiten. 4. Was war es, hátt uns 5. Gott fiehet jene ewge gott vergont Nach unsers fleis nacht, Wo funder, die ihniches willen, wenn wolluft, hier verlacht, In tiefen jamerfneid und sorn entbrennt, Die fchmachten. Gott kennt derlüfte frey zu stillen. Ließ er tugend boben werth, Und den den raub, den undankzu, Den hat jelus dich gelehrt, Und frevel! dich zu krånken, Den Den wollt du verachten? menschenbaß, was würdest du 6. Rein, übe sie mit allem Von diesem gotte denken? fleiß, zu deinem glüf und got 5. Gott will, wir follen tes preiß. Er siebet dein be- glüklich feyn! Drum gab er streben; Und wird dir einstuns gefeße. Sie sind es, die gewiß dafür, Nach treuem das ber; erfreun; Sie find tugendlaufe bier, der freu des lebens scháze. Er spricht Den julle geben. zu uns durch den verstand, Jo babin gottes herz und finn. Er spricht durch das gewis. 378. Klag nicht, mein fen, Was wir gefchöpfe feiberz, wie schwer ner band Fliehn, oder wah. es fen, hier als ein chrift zuten müssen. wandeln, Und täglich gottes 6. Jhm folgen, das ist willen treu zu denken und zu weißbeit nur, Und freyheit handeln. Wabr ists, die tuifts, dis wablen. Ein thier gend foftet müh, Und sie befolgt trieben Der natur; Ein fiegt die lüfte; Doc rictemeních dem ticht der feelen. felbst, was wäre sie, Wenn Was ist des geistes eigensie nicht kämpfen müßte? Itum? Was sein beruf auf erden? 236 3weyte Abtheilung. erden? Die tugend, was ihr manches noch verschulder. lobn, ihr rubm? Gott ewig, Gottliebetberzens redlichkeit, ähnlich werden. 7. Lern nur, gefchmak am wort des berrn Und seiner gnade finden, Und übe dich getreu und gern, Dein bera zu überwinden. Wer fräfte 3. Bitte um wabres Christenthum. Genug du haft genade. bat, wird durch gebraud Bon 379.ie felig, berr, ift gott noch mebr befommen; der gerecte! Wer sie nicht brauchet, bem Du bist sein schild und groser wird auch Das, was er bat, lohn. O daß ich ganz geredt genommen. EDT 112 feyn möchte! Doch ach! wie 8. Du ftreiteft nicht durch wenig bin ichs icon! Du eigne fraft, Drum muß es dir weißt es, gott ,, ich bin noch gelingen. Gott ist es, welcher weit Entfernt von der voll beydes schaft, Das wollen und kommenheit. vollbringen. Wann gab ein 2. Wie viel ist noch an mir vater einen frein Dem sohn, zu finden! Das nicht mit deiDer brod begebrte? Bet oft, ner vorschrift ftimmt! Oft ü gott müßte gott nicht sein, bereilen mich noch funden, Wenn er dib nicht erhörte. Wenns berz auch bessern vor 9. Did stårket, auf der tu- fax nimmt. Ja oft verlez ich gend pfad, Das bepfpiel felger meine pflicht, O gott, und geister; Ibn zeigte dir, ja ibn weiß es selber nicht. betrat Ja selbst dein berr und 3. Wer fan, wie oft er febe meister. Laß dich nur nie des let, merken? Nur du, du siebst freden spott Auf diefem pfa mich, wie ich bin, Nur du de bindern. Dermabre rubm fanft mich im guten stärken, ift rubm bey gott, Und nicht Drum fall icb, vater, vor dir bey menichenkindern. bin. O macb, um beilig ganz 10. Sep farf, o feele, alleu feyn, Mich von verborge zeit, Denk oft an deine babre, nen feblern rein. Vergleiche mit der ewigkeit 4. Von aller eiteln eigenlies Den fampf fo furier jabre, be Befrepe mich durch deine Das fleinod, das dein glau fraft Erwef und mehr in be bált, Wird neuen muth dir mir die triebe 3u dem was geben; Und fråfte der zufünft wahre beßrung schafft. Laß gen welt, Die werden ihn be- meinen fleiß gefegnet seyn, leben. Und meine beiligung gedeibn. 11. Denk endlich zur beru. 5. Du wirst das bemutbsbigung, Daß gott den schwa- volle flehen Des fünders, der den duldet, Der, bey dem dich scheut und ehrt, O gott ernst der beiligung, Dowder gnade, nicht verschmáben, Du Und sieht auf dein bestreben; Er ist ein vater, der verzetht, Und er bat luft zum leben. III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 237 Du bist es, der gebet er- jein reines berz in mir. Ein hort. Mein fels, mein beil, berz, das sich vom finn der ich traue dir, Das, was Welt entfernt und unbe ich bitte, gibst du mir. fleft erhält. ds In voriger Melodie. 2. Laß mich auf die begang380.Laß mic, o berr, in nen fünden Mir inniger bes allen Dingen Auflichamung sehn; Durcd cris dich nur sehn und dir mid ftum vor dir gnade finden, weihn. Gib felbft das mol Und auf dem weg der tugend len und vollbringen, Mein gebni Jd will fortbin das ber: laß dir gebeitigt feyn. unrecht scheun, Und deinem Nim leib und geist zum op dienst mein leben weihn. fer bin, Dein ist, Herra 3. D ftárfe mich in den gewas ich hab und bin. danken, Gib meinem voríaz 2. ib meinem Glauben feftigkeit, Und will mein mutb und stärke, Laß ibn schwaches herz je wanken: So Durch liebe thårig feyn; Daß bilf der unentschlossenbeit. man an seinen früchten mer- Wie viel vermag ich, gott, fe. Er sey fein traum, fein mit dir! Nim Deinen geist falfcher schein, Er stärke mei nur nicht von mir. ne wanderschaft, Und gebe 4. Gib, daß er mir stets mir ftets sieges fraft. ebulfe leifte, Und muth und 3. Laß mich, so lang id Fräfte mir verleib, Daß ich, bier soll leben, Am böjen tac mit findlich treuem geiste, auch fepn vergnügt; Und dei Dir bis zum tod ergeben feyz nem willen mich ergeben, De: So fleq ich über fünd und mir zum besten alles fügt Belt Und thue, was dir Gib demuth, wenn du mid wohlgefällt. amor drac beglüfft; Geduld, wenn du mir trübfal sifft, 5. Wenn ich indeß aus ichwachheit feble, Mein. va4. Ach bilf mir beten, water, fo verwirf mich nicht; chen, ringen So will ich, in Verbirg nicht der betrübten mein lauf vollbracht, Dirlieele, Wenn sie dich fucbr, ewig dank und ebre bringen; dein angesicht; Und mache in Dir, der du alles wohl ge Bekümmerniß Mein Herz macht. Dann werd ich bei von iner buld gewiß lig, dir geweiht, Dich prei 6.& rquide mich mit deinen fen, berr, in ewigkeit. freuden, Schaff ein getreues In voriger Melodie. Beriainmir, Und starte mich 381.ott, bir gefällt in freud und leiden: So balt Fein gottlos we ich mich, mein Gott, zu fen, Werbbs ift, bleiber nicht dir, B18, nach volbrachter vor dir. Drum laß von fün- ubangszeit, Der deinen erbden mich genesen, Und schaff theil mich erfreut.de Hilf 238 3wepte Abtheilung. Hilf mir mein gott bilf daß. racfucbt triebe, Gib, daß den 382.Getreuer gott, verfeind, Nicht nur den freund, leibe mir, Daß ich mein herz aufrichtig liebe. nur dich begehre, Mein gan. 6. Nach reichtbum, bobeit. zes glüf nursuch in dir, Und rubm und pract Laß mich bich allein verebre; Daß ich nicht angstlich streben, Und in noth Dich, meinen gott, gibst du ebre, gut und macht; Und vater, glaubig nenne; Mein berz fich nicht erheben. Daß weder leid, Noch glük Gibst du es nicht; eo sey und freud, Mich jemals von mirs pflict, 3ufrieden did Dir trenne. zu ehren, nicht was der welt, 2. Erfülle mich mit wahrer Was dir gefällt, Das laß reu, Wenn ich dich, gott, be mich stets begehren. trübe. Gib, daß ich alles böse 7. Herr, lebre mich enthaltfebeu, Und stets das gute lie- famkeit; Gib mir ein rein ges be. Laß mich doch nicht, herr, müthe, Daß ich in diefer pru meine pflicht Mit vorfaz je fungszeit Bor bbfer lust mich verlezen, Der feele heil, Mein bute, Der lügenfeind, Der beftes theil, Laß mich nach warbeit freund, Laß mich aufs würden scházen. richtig wandeln. Und jeders 3. Mein gott, ich bitte dichzeit Nach billigkeit Mit meiverleib Mireinen festen glau- nem nádsten bandeln.25 ben, Der standhaft, treu und 8. Gib, daß ich stets den thätig fey, Und laß mir den muffiggang Samt aller trådnichts rauben. Bib, daß ich beit fliebe, Daß ich der welt mich Allzeit auf dich. Und auf mein lebenlang 3unuzen mich Dein wort, verlaffe, Und in der bemübe. Laß meinen fleiß, 3u noth, Ja felbst im tod, Was du verbeiffen, faffe. deinem preis, O gott, mir wohl gelingen, Und fegnest du Das, mas i thu, Dir dafür ebre bringen. 4. Hilf mir, der ich erlötet bin, Daß ich den heiland liebe, und bildemich nach deinem 9. Ad gib mir deinen guten finn, Gib, daß ich mich stets geift, Daß er mid ftets regie übe, Aufihn zu fehn, ihm nach- re, Und mich, wie es dein wort zugehn, Mich feiner nicht zu verbeißt, Auf deinen wegen jámen, Und gern, rie er, fübre; So wird mein berk, Seps noch so schwer, Mein freuz auf mich zu nehmen. 5. Nie muffe ftolz und eitel Feit Mein schwaches herz res lobn der treue geben. gieren. Nie baß und zorn und bitterfeit Zur rache mich ver- 383.d habe mir, gott, führen. Dein wort gebeut Versöhnlichkeit, Verdamt der nommen, Des lasters babnzu In freud und schmerz Dir zu gefallen streben, und du wirst mir, Gott, einst bey dir Den Mel. Herzliebster jesu was. vorges Nichu, III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 239 fliehn, und mit den from- wachsen, stets vollkommner men Vor dir ju wandeln, werden! Verleibe mir zu jedir mich und mein leben, dem guten werke Licht, Treu zu ergeben. muth und stärke. 1.1031 2. Du siehst, o gott, ob 2. Dein wort, ich mög ichs auch redlich mepne, es lefen oder hören, Erhebe Gib, daß ich nicht blos, mas täglich mehr durch seine lebe ich feyn soll, scheine, Mitren Den trågen geist, daß allen Fräften strebe deinen ich auf deinem wege Nie willen Frob ju erfüllen. wanken möge. 3. Wenn deine furdt mich 3. Gib, daß ichs ernstüberall begleitet, Und meilich, gern und oft betrachte, nen gang, wenn mich fein Und treu auf deiner warbeit menfch fiebt, leitet, Wie sicher eindruck achte, Und den werd ich deine wege wandeln, auch oft erneure, vor ge Wie richtig handeln! fabren Mich zu bewahren. 4. Eaß auch im dunkeln 4.Gib, daß ichs tief in mein mich dein auge scheuen, nicht gedå dtnis fasse, Daß ich von achten auf der fünde schmei- ibm mich täglich leiten laffe. chelepen; Aufmerffam Dee Und gegen jede, auch die fleins gewiffens stimme hören, ste sünde, Mehr haß empfinde. Und folgfam ehren. 5. Hilf) daß ich, was dein 5. Gib eifer, fraft und muth beilig wort verdammet, Das, zu meinen pflichten; So mag was der tugend eifer mehr. Die welt, wie ibrs gefällt, entflammet, Was trofet mich richten Ehrt mich dein und erquicket, oft bedenke, bepfall, fo fann ich mit Wenn ich mich frånfe. freuden Beratung leiden. 6. Daß ich gestärkt durcb je. 6. Du achteft nicht das de gute rührung, Undräglich ansehn der personen, Wirft weiser unter deiner führunge alles billig richten und be Stets nåber, und bewahrt vor lobnen, mit herrlichkeit und jedem falle, Zum ziele walle. ebre deine kinder, Mit 7. Auch gib, daß ich es fomad die fünder. füble, wie fo nahe Dut 7. Vollend ich einstens mei- gott, mir seyft, damit ich ne prüfungsstunden, Und Fraft empfahe, durch deine werd ich bis zum tobe treu er gegenwart ju edlen werken funden: Wie schön verwan- Mein herz zu stärken. deln sich dann meine leiden In ewge freuden. 8. Stets fey mir jefu vors bild gegenwärtig, Daß ich zu allen guten thaten fertig, Und an, willig feyzu ehren deinen nas mich men, 3hm nacbzuabmen. Rets auf erden Im guten 9. Und was ich denk und an schau In voriger Melodie. 384.id ruf ich gott, laß 240 Jounds Zweyte Abtheilung fbau oder böre, laß mit 3. Auch wenn ich auf der tu sur beßrung brauchen, es begend pfad Bisweilen gleitend lebre, Es treibe mich, was walle, So unterstüze deine recht ist, nur zu wählen, gnad Mich vor dem naben Und nie zu fehlen. falle. Wenn in mir böfe luft Io. Es ftárke mich der troft, aufsteigt, Und ich zum weichen vor deinem throne Auch zu bin geneigt: So lente meinen empfahn der überwinder fro- willen. Erbebe meinen schwane und der gedanke: gott chen muth, Daß ich der leiwird einst dich richten! Bu denschaften Wuth Durch allen pflichten., di Dich, berr, möge stillen. I. So werd ich, bater, 4. Mein gott, mein gott, täglich mebr auf erden Im gedenke nicht Der fünden meis glauben Wafen, immer ner jugend. Wie bart schien treuer werden, und fo em mir oft meine pflicht! Wie pfahn zu jedem edlen werkraub die babn der tugend! Mehr licht und stärke. Daddy olmas Und doch trugft du mich mit geduld; Laß, vater, laß mich Wider die Versuchung diese huld nicht undankbar aum Bofen. verachten. Dir folgen, ift son Ein lámmlein gest. mein wabres heil; laß 385.tbarm did, berr, mics, als mein bestes thett, mein schwaches Auch immerfort betrachten. herz, Geneigt zu eitelfeiten, 5. Jcb bin ein mensch, du Laßt bald durch freude, bald fennneft mich: Wie schwach durch schmerz Sich auf den ir sind meine fräfte! Doch meiwegleiten. Gleich einem robr, ne feele bofft auf dich; Du vom wind bewegt, Wanft wirft zu dem geschäfte Der auch, von leidenschaft erregt, beiligung mir fraft verleibn, Oft meine schwache Seele. Mein berz je mehr und mebr Wann kom ich zu der wahren erneun, Vor dir gerecht zu lerub, Daß ich recht beste tritte ben. Ich aber will bier in thu, Und nur das gute wähle? Der zeit, Und einst in der 2. Laß doch mein ber nicht vollkommenbeit, Herr, fernerbin In feiner neigung deine fraft erheben. wanten. Starf meinen ungeHerr ich habe mißgeb. wiffen finn 3u vesteren gedan- 386. Herr, wie lange, von der muß eitelkeit Mich deines geistes Eh ich auf der steilen bahn fraft befrept, Wie will ich dir Deines rechts zum himmel lobsingen! Mich ganz zu dei- dringen, Und vom fampfe nem dienst zu weibn, Spuruben fan? Werd ich meis stets mein ernfter wille fepn, nen bang zur fünden EndGib dazu das vollbringen.lich völlig überwinden? 2. Ach! 241 III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 2. Ach! wenn mich die luft 2. Du willst, daß ich mich der erde, Oder fübner fünderstreu In jedertugend übe Der sport Reizet, daß ich trågerfglaube, den du wirkst, Soll werde, Birst du mein vergef- fruchtbar durch die liebe, In fen, gott? Wirst du, mich wahrer heiligkeit, In guten zu unterstüzen, Eilen? wir werken seyn; Drum will ich du dann mich füzen? dir, mein gott, Mein gan3. 2 ich zittre, gott, wieses leben weihn. Lyng lange Soll id fámpfen? die 3. Dis will ich; und doch fer streit Meiner sowadben macht Die schwäche meiner macht mir bange, Bey so viel feele, Und der versuchung reize gefährlichkeit, Daß ich doch Daß ich so oft noch feble. noch unterliege und mein Jo seb der tugend glük; Ic kleinod nicht erficge.wunice gut zu seyn, Und 4. Schaue her zu deinem doch gibts immer noch So finde, ore mich, und sieb vietes zu bereun.dal mir bey, Herr, bewahre mich 4. Das flebst du, berr mein vor fünde! Mabe mich getrof gott, fieb es mit erbarmen, und tréu, Daß ich standbatt UndreicheväterlichDoch deine Deine wege Wandeln, und band mit armen. Gib meinem nicht strauchbein moge.. geiste licht, Gib meinemvorfaz 5. Daß die welt mich nicht fraft; So fampfich glücklicher verfübre, Daß fie mich nicht mit welt und leidenschaft. ungetren Mach, und spottend 5 Eröffne den versand, triumphire, Daß ich auch Stets beller einzusehen, Daß gefallen fey! Daß sie sich nicht fund uns elend macht, Daß ibrer frege Rühme, weil ich wabres woblergebn Und inne unterliege rer friede nuraus reinem bera 6. Der du fraft und muth sen fließt; Daß du mit deiner gewabreft, Hilf des schwachen buld Der freuden quelle bit. id madbeit auf. Ja, ich boffe, 6. Laß in perjudung mich daß du böreft, und ich freue nicht sagbaft unterliegens mid darauf. Kubmen will Ermuntre mich jum muth; ichs, und dir fingen, Daß du Und bilfdem schmachenfiegen. stärke gibst zu ringen. Mein auge laß allein Auf deine metsbeit scaun: Mein D gott du frommer gott. 387. Herr, bore mein ge ber; bir folgfam fepu; Und bet, Und laß es dann dir frob vertraun. dir gefallen! Es ist mein gan. 7. Jd bin ein pilger bier, zer ernst Auf deiner babn zu Umringt von vielen fündern, wallen Ergreife, leite, ftárt 3br bepspiel könnte leicht ber den ichwaden, der dir flebt; tugend eifer bindern. Wann Verwirf die bitte nicht, Dieder verführung gift, Des mir von Herzen gebt. lleichtsinns frecher spott, Dem geift 242 3weyte Abtbeitung. geift gefährlich wird: Dann versprechen, und doch mein steb mir bey, mein gott! Gelübde brechen: Eb ich are 8. Bewahre mein gemüth, mer michs versab, War die Daß mich, bis an mein ende, sünde wieder da! Die falsche fröhlichfeit Der 4. Nun ich weiß nichts an fünder nie verblende; Jbrzufangen, Als mit demutbi thöricht lachen wird Bald Gott, von dir Kraft und lange reu und pein; Laß ftàrfe zu verlangen; Schwach Diefen wechiel mir Doch ja bin ich, o bilf du mir! Du bist por augen feyn. mächtig, fanft mich retten, 9. So werd ich, berr, mein Bu dir will ich glaubig be gott, Dir nicht umsonst ver- ten, Daß dein Geist doch trauen; Einst, wenn ich treu mit mir sey: Vater! vater! bir bin, Der freuben fügefteb mir bep. fcbauen: Und, wenn du ewig 5. Nichts, als deines geiftes lobnft, Jür jede gute that, gnade, Die verlangt dein Froblocken, daß mein berichwaches kind; Dann geb ich Sich dir gebeiligt bat. auf recbtem pfadę Sicher, Alle menfchen müffen sterben. muthig und gefchwind; Dann 388.Gott gern mochtich fan ich mein fleisch bezwin beilig leben, Gugen, und des geiftes früchte tes thun war meine luft: Aber bringen; Kan mich meines Iufte widerstreben Dem gefes gottes freun, Meines heils in meiner bruft.! mein versichert seyn. berz ist mir verdächtig. Sel 6.Mein erlöser bats veripro. ten bin ich seiner mächtig: ben, Jedem gibt er feinen hart drüft mich der fünde geist; Nie bat er fein wort joch, Was ich nicht will gebrochen; Er erfüllt, was er shu ich doche verheist. Auch ich bitte nicht 2. Ad ich fans nicht weiter vergebens um die fraft des bringen! Meinem vorfaz trau neuen lebenss Ich bin gotich nicht. Welt und fünde leat tes, gott ist mein, Und fein mir schlingen; Ich vergesse geift wird mit mir seyn. meine Pflicht: Selbst den. Erwedung zur Beharr frommen Andachtsstunden, idfeit und Wachstum im Da ich freud an gott ge uten und der dazu nötbi funden; Da ich ibm mein gen Badfamkeit und. berz versprach; Folgten la- Selbstprüfung. sterstunden nach. Wer nur den lieben gott läßt. 3. Gott, ich will birs nicht 389.don in die tugend, verbehlen, ohne deines geiftes mein verlangen, Fraft Werd ich immer wieder und meiner ganzenliebe werth feblen, Immer siegt die lei- Mit aller kraft ihr anzubanDenschaft; Gutes font ich oft gen, hat meine feet auch oft begehrt. III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 243 begehrt. Ach könt ichs, wielgottesfobn, Und der funde würd ich mich freun! Wer dienen? Mit den lüften dieſer beilig ist, muß felig feyn. seit Wieder mich beflecken, 2. Gott ist der feligkeiten und nicht mehr die füßigkeit fülle, Bon ewigkeit zu ewig Deiner liebe fchmecken? feit; Denn sein verstand ist 2. Hab ich doch allein bey licht; fein wille Ist ordnung dir Meine rub gefunden. und Vollkommenbeit. Von Mittler, heiltest du doch mic ewigkeit her war er gut, Und Alle meine wunden! Und ich tectift immer, was er thut. follte dein gebot, Wie die 3. Wie schnell umbutlen fünder, baffen, Und mein finsternisse Mich, wenn ich recht an deinem tod Wie auch erleuchtet bin, Dann der fahren lassen? fliebn die beiligten entent 3. Nein, ich bin und bleib ichlufe, Den morgennebeln ein drift, halt an deinen gleid, dabin. Bald wählic, lebren, Laffe mir nicht macht was dem berrn gefällt, Bald noch List Meinen glauben dien ich wieder dir o wett. wehren. Fielen tausend ab, 4. Ich armer! darum fomtlich nicht. Mags die Welt Fein Friede In mein ver- jverdriessen; Sie wird mein fmachtetes gebein. Wie bin Vertraun auf dich Mir ich dieses wechfels múde! Wan doch laffen müſsen. werd ich vest im guten feyn? 4. Zeigt sie mir ein heil wie Wann nicht mehr straucheln, du? Bringt sie fraft den mu. allezeit Rur deinem dienste, den, Den bedrängten Troft gott, geweibt? und rub? Sündern gottes 5. Unwandelbar ist deine frieden? Gibt fie mir die warheit, Herr, aller guter ga- zuversicht, Daß ich, troi dem ben quell. Sie leuchte mir in Grabe, Deiner ewigkeiten voller klarbeit Beständig undt zu erwarten, babe? beflekt und hell. Daß nie der 5. Rettet sie mich, wenn vor. fúnde täuschbercy Gefährlich gott Cinst die volker fteben? deinem finde Ky. Und das leben und den tod 6. O bilde, vater, meine Ibm jur fette fehen? Wenn feele; In deiner liebe mache der fibre nun zu ſpát Aus dem id, Daß id fein andres gur fcblof erwachet; Und der spot. mir wáble, Gemiß und un- ter, der bier fcbmåbt, Glaubt veranderlich, Denn bin ich und nicht mehr lacet? erst dein eigenthum: So leb. 6. O wie tbbricht, wenn ich ich nur zu Deinem rubm. mid Rod verführen ticffet Gowing tid auf zu deinem gott. Jesu! da ich schon durch dich 390, Sollt dat noch, da Gottes huld genieffe; Da ich mir( don Deine weiß, auf weffen wort Jcb die güterschienen, Dich verlaßen, boffnung arunde; Daß auch 23 ich 244 1 3weyte Abbeilung. ich obnfehlbar dort Gnad 5. Mich soll auch nicht bes und leben finde.. todes macht Von gottes liebe 7. Nicht das leben, nicht scheiden. Erführt mich durch der tod, Trubsal nicht, nicht des grabes.nacht Bu jenem freuden, Mein erlöser, Und licht der freuden. Darinnen mein gott, Soll mich von dir ich, nach allem leid, Ibn scheiden. Welt und sünd und feh in seiner herrlichkeit, eitelkeit, und des fleisches und ewig mit ihm lebe. triebe, Alles überwind ich Vor deinem thron. weit, Herr, durch deine liebe. 392. ftaub vom ſtaube ch bin ich? 391.3 ch bin ein cbrift, fünder, daß du meiner did Gott ist mein Nob stets, o beiligster, erfreund! In dieser boben wurbarmst! Weltrichter meiner De Steb ich und fürchte ter stets erbarmst? nen feind, Trag muthig met. 2. 3um glauben und zum ne burde. Dieß glük erfüll mit thun zu schwach, Gibt oft muth und fraft Mein berz in mein berz der fünde nach. Dieser pilgrimschaft, Darin Jo fámpf, o vater, nicht ich hier noch wandle. genug Den fampf der wabren beiligung. 2. Mein glaube stebt und wantet nicht, Stark, veft ift 3. Wie schnell ist von der er gegründet! Er stüzet fich rechten babn Zum irrweg oft vollzuversicht Aufjefum drift der schritt gethan. Wie nabe und findet Bey ihm fraft, gránit die missethat An unratb, trost, rub und beil, fers berzen böfen rath! Und nimt an allem fegentbeil, 4. Wie bald wird frevel Den driftus bat erworben. felbft verübt, Wenn man erft 3. Mich foll binfort nicht Schwachheitsfehler liebt! eitelkeit, Nicht bitterkeit der Herr, Herr, mein ganzes leiden, Auch nicht ein schlaf bets erschrift, Wenn es in Der sicherheit, Von go: tes lie- Diefen abgrund blikt! bescheiden. Was gott an mei- 5. Vertreid, o gott, des ir ner seele tbut, Macht mir tume nacht! Entreiß du mich zum fampfe starken muth, der sünde macht! Wie glanzet Darinnen nicht zu weichen. Deiner streiter schaar, Die 4. Was sind die leiden die einst, wie ich, auf erden war. fer zeit Doch gegen jene fro- 6. Sie, fie empfängt aus deis nen, Womit gott in der berr- ner band Den lohn izt, weil lichkeit Die frommen will be fie überwand, Ich schwacher, Iobnen? Was ist die eitle luft ich bin noch im streit; O gib Der welt, Wenn man das gluflauch mir beständigkeit. dagegen bált, Das gott uns 7. Schmal ist der wegzugotDort will schenken? tes Bob'n, und wenige sind, Die III. Vom thätigen Christenthum überhaupt. 245 die ihn gehn. Die pfort ist eng, Stirbt niemals ganz in unsund der nur dringt Durch sie rer brust. 13 314151 ju gott empor, der ringt. 3. Nicht jede befferung ist tu8. Jcb lieg auf meinem an- gend; Oft ist sie nur das werk gesicht, Und fleh und weine: der zeit Die wilde bize roher laß dein licht Mie leuchten, jugend Wird mit den jahren vater, laß mich dein Im le- fittfamfeit. Und was natur ben und im tode feyn. und zeit gethan, Sieht unfer stolz als tugend an. 9. Der mir in cbrifto alles gab, Mit gnade biik auf mich 4. Oft ist die andrung deiperab; Auf mich, der fünde ner feelen Ein tausch der trieschnellen Raub, Den bimbe der natur. Du fühlst, wie melserben und den aub. ftolz und rubmfucbt quálen; Du dâmptft fie, doch du medfelft nur. Dein herz fühlt einen andern reiz, Dein stolz wird molluft oder geiz.. 5. Oft ist es funst und ei genliebe, Was andern strenge tugend scheint. Der trieb des neids, der schmåbsucht triebe Erweckten bir so manden feind: Du wirst behutsam, 12. Womeine tugend nicht icbránfft bich ein, Fliebst nicht mebr wanft, Und dir dafür, die Schmåbsucht, nur den gott, ewig dankt, Daß fie dein schein. gnadenlohn beglüft, Und deiner sieger frone schmüft. Wer nur den lieben gott. 393.Nicht, daß ichs schon 6. Du denfft, weil dinge dich nicht rühren, Durch die der andern tugend fällt; So werde nichts bein beri verergriffen hatte, fùbren. Doch jedes berz bat Die beste tugend bleibt nod feine welt; Den, welchen fdwach; Dod, daß ich meine stand und geld nicht rührt, seele ite, Jag ich dem flei- har oft ein blik, ein wort nobeifrig nad. Denn tugend verführt. obne wachiamfeit, Berliert 7. Oftschläft der trieb in dei sich leicht in ficherheit. nem herzen. Du scheinst von 2. So lang ich hier im leiberachsucht dir befrept. Ist follft walle, Bin ich ein kind, das du eine schmach verschmerzen, straucheind gebt. Der febezu Und sieh, dein beri wallt auf daß er nicht falle, Der, wenn und braut, Und schilt so liebe fein nachfter fållt, noch steht. tos und so bart, Als es zus Auch die bekämpfte bbfe luft erst gescholten ward. 23 8. Oft 10. Sint tief, o feele, nie der, tief Vor dem, des stimme stets dir rief. Sint in den staub vor dem berab, Der Dir in chrifto alles gab. II. Ja, du erbarmeft über mich, Versóbnter und versöhner dich. Vom leibe dieses tods befrept, Schau ich einst Deine berrlichkeit. 246 3wepte Abtheilung. 8. Oft denkt, wenn wiris ist der christen stete pflicht der stille pflegen, Das berz Erforiche deines herzens ties im fillen rugendhaft. Kaumifen, Und trane diefem bersen fachet uns die weit entgegen: nicht. Sy wadiam; mill So reget sich die leidenschatt. nur allzuteicht, Die luft ¡ um Wir werden im Geräusche boien es befchleicht. fchwach, und geben endlich 2. Du spricht: ich, basse ftrafbar nach.id falsche tücke, Born, boffari, 9. Du opferst Gott die eitelkeit und geiz. Besiegt leichtern triebe Durch einen du auch mit gleichem glücke strengen lebenslauf, Doch Die mißgunst und der wolopferteft du feiner liebe nicht lust reiz? Wer nicht die làgern die liebste neigung auf fter alle dampft, hat noch Diß ist das aug, diß ist der nicht, wie er joll, gekämpft. fuß, Die sich ein christ ent- 3. Oft ruben manche bose reiffen muß. triebe, Aus mangel der getes 10. Du fliebt, geneigt zur genheit: Dann schmeichelt dir rub und stille, Die welt, und die eigenliebe, Du feyft von liebst die einfamkeit: Doch ihnen ganz befrept. Vielleicht warst du, wollt es gottes mil- ist nicht mehr weit dahin, Daß le, Auch diß zu ändern, from sie dich in ihr neze ziehn. bereit? Dein herz baßt hab- 4. Balb überrascht mit fol fucht, neid und zank, Doc zenfreuden, line ein verbienunmuth nicht und müßig- dend schimmernd glük; Bald gang. fturzer uns in gram und lets 11. Du bist gerecht, Doch den Ein unerwartet mißge nicht bescheiden, Liebst máßigsichik. Bald ist es luft, bald Feit, doch nicht geduld; Dutraurigkeit, Die hier den Dienest gern, wenn andre feilarmen geift zerfreut. Den; Vergibst du auch dem; 5. Wie schwer ist nicht, dem feind die schuld? Von allen fall entgeben, In der verfüh Lastern sollst du rein, 3urungsvollen weit. Ach! wer aller tugend willia feyn. sich dünket, vest zu stehen, 12. Sep nicht vermessen, Der lebe zu, daß er nicht wach und streite: Denk nicht, faut! Der beste vorfaz ist daß du schon gnug gerban! co somad, Und die ver Dein berz bat feine schwacheffudung tausendfach. feite: Die greift der feind am 6. Wie felig werden wir einst ersten an. Die Sicherheit leben, Wenn von des forpers drobt dir den fall. Drumlieffeln frep, Wir ewig, berr, wache stets, wach überall. Dein tob erbeben, Unwandel In voriger Melodie. bar bertugend treu. Dort were 394, Berfaume nie, dich den wir von fünden rein, Und selbst zu prüfen, sicher vor verführung feyn. IV. Chrift 247 IV. Christliche Gesinnungen oder Pflichs ten gegen Gott 1. Erkenntniß Gottes. größte lob, 3u schwach, nie würdig gnug erhob! Vorige Melodie. 395.⁰ o find ich gott, 6. Noch heller scheint von den meine feelelallen feiten In deinem worte, Weit über alle scháze liebt? gott, dein licht. Doch blendGott, den ich mir zum freun- werk icbnodet eitelkeiten Verbewable, Und der allein mir dunfelt da oft mein gesicht. freude gibt. Wann komt die Drum gib mir deinen guten geit, da gott, mein freund, Geist, Der mich dadurch Sich volliger mit mir vereint? recht unterweist. 2. Wie wollt ich meinen 7. 3war, wenn in meinen gott nicht preifen, Wenn ich finsternisfen Er auch mein blos ibn sebe, wie er ist! 3war des aug erhellt, Was lern Deine werke, berr, beweisen, ic, Gott, von dir? mein Bie unaussprechlich groß du wiffen Bleibt immer stufwerk bift. Wie glänzen fie! bocb in der welt. Ich suche dich und zeigt ihr gian: Mit deine Forsche nach, und bleibe, herrlichkeit nicht ganz. dich zu fetn, zu schwach. 3. Jd sebe dich bier nur im 8. Doch bort ich nur auf Spiegel, Und bete dich in deine stimme In deinem wor schwachbeit an. Ach! båtte te, bort ich nur, wie du vermeine feele flügel, Sich dir, dienest, auf die stimme, Der mein schöpfer, mehr zu nahn! dir lobsingenden natur: So Wie würde sie sich deiner lernt ich bier schon, gott, freun! Wie felig, wie ver allein, Mich deiner berrlich freun! Wie felig, wie Feit zu freun! 4. Dürft ich am fuffe dei 9. Wie feurig würd ich dann nes thrones, Mit deinen en dich lieben! Mit welchem eifer geln dich erhöhn; Kont ich, würd ich mich Dir, vater, ju mantlig deines fohues, Wie gefallen, üben, Wie felig Deine Celigen, bid fehn! würd ich bios durch dich! Id, der ich ist schwach lo. Nun aber täuscht oft meinen ben kan, Welch hohes lob- geist, gleich findern, tand, fied stimt ich an! wenn er nur gleift. 5. Mir macht zwar jedes 10. Welch elend! vater, ich beiner werke Mebr, als ich empfinde Mein elend, zeud rubmen fan, befant; Es zeigt mich mehr zu dir. Entkräfte mir deiner allmacht stárke, aan die macht der fünde; Und deinen weiseft: n Ver Dein geist der weisheit stand, Und gnade, die daslwoon in mir, Damit i 24 vor 248 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. vor der tauscherey Der fun frommer dank, Herr, deiDe stets gesichert fey. ner gnade lobgefang. II, Gib, daß dein geist durch Mein gott das berz ich bringe. deine warbeit Mein leben lei 397.Gott, deffen stubl der te, bis ich dort Dich näher feb bimmel ist, Id und mit mehr flarbeit, Alse vor ir bin Ich übers bier an diesem prufurgsort. Denke, Wer du bist, Und Ich, der ich hier nur stammeln was ich vor dir bin. fan, erbebewürdiger dich dan 2. Was ich bin, herrscher, Vom himmel bod dagegen dir? Ein weifes gras 396, Sott, beilia fey dein und laub: Du bist und bleie. nam und recht best für und für; Ich bin Dem ganzen menschlichen ge in furzem staub. schlecht. Dich bete, wer dich 3. Dein wefen ist vollkoma denken fan Im geist und menbeit: Du bist, und kei in der warheit an. ner mehr. Du gott bist gott 2. Verbreite beines worvon ewigkeit, Ich bin von tes schall, Wie deine werke, gestern ber. überall, Daß alle lernen wer bu feyst, Der aller 4. Hocheilig bist du, daß vor dir Der jerapb sich bedekt. bichst und beste geist. Gott, du bist gut, Und, ac, an mir Ist berz und thun befleft! 3. Durd jefum drift, den bu gefandt, Werd immer mehr der welt befant, Daß du 5. Bepdir ist weisheit und fets unfer vater bist, Und ersverstand, Du, vater alles Der volfer beiland ist. lichts; Was noch nicht ist, 4. Lebr uns doch deinen ift dir befant; Durch mich rath verstehn, geboriam deinelfelbft weiß ich nichts. wege gebn. Durch deines wor 6. Gott, auf Dein wort enttes licht und fraft Mach glau- stand die welt; Durch did big und unb tugendhaft. entstand auch id; Du bists, 15. Durch warbeit dämpfelder sie mit mad erbält; jeden wahn, Erleucbt uns al Und du erbálst auch mich. len unire bahn. Das lafter 7. Du Gott! id faub! titlg aus unfrer brust, Und den unterscheid, Herr, lebr todt in uns die bose luft. mich ihn verstehn. febr mid 6. So preife beine Christenin tiefster niedrigkeit Vor heit, Herr, deinen namen in dir einber zu gebn. der zeit; Sie ist und bleibt 8. In jenem leben werd Dein Eigentum, Und ihre ich dich In deiner größe sbaten find dein ruhm. febn. Auf diefen anblik freu 7. Du fåttigst fie mit feligich mich Wann? ach, wann feit, Von nun an bis inmirds geschebn? ewigkeit, Und ewig ist ihr 2. Liebe 2. Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 249 2. Liebe und Dankbarkeit. big bier auf erden, Ohner ich u lieben, werden, Obne disi Mel. Jeju, der du meine feele. nach dieser zeit, Würdig seyn 398.Quelle der vollkom- der seligkeit? menbeiten, Gott, gegen Gott. 6. Heil mir, daß ich es emmein opt mein gott, wie lieb ich dich! pfinde, Wie so liebenswerth Und mit welchen feligkeiten au bist; Daß mein berz bom Sáttigt deine liebe mich; baß der fünder Inniglich Seel und leib mag mir verdurchdrungen ist. Daß ouf fchmachten, hab ich dich, will dein gebot ich achte, Und es ids nicht achten. Mirsoll deju erfüllen tracbte. Heil mir, ne lieb allein, Mehr, ale du verbirgest ridt Einst vor erd und himmel ſepn. mir dein angesicht! 2. Denk ich recht an deine 7. Noch lieb ich dich unvolls gute, Wie froloft mein bers fommen, Meine feel erkennt in mir! Mit dem frobestenles mobl. Dors im vaterland gemüte Seb ich sie und dankelder frommen, Eieb ich dich, dir Jeder blik auf deine wer berr, wie ich foll. Ganz weed fe, Deine gute, deine stärke, ich dort deinen willen KenWie entlebigt er mein beranen, ebren und erfüllen Und Von bekümerniß und somets empfabn an deinem bron 3. Floß aus deiner segens Der vollkommnen liebe lohn. fulle mir nicht so viel gutes er nur den lieben gott. zu? Daß ich ward, bas war 399.Du vater beiner dein wille; Daß ich noch bin, menichenkinder; Das machst du. Daß ich denke, Der du die liebe felber bist, daß ich wable, Datur danki Unb deffen berz duch gegen bir meine feele, Danft dir fünder noch gütig und voll daß sie dich erkennt, Untimitleid ist, Laß mib bon gandich ibren vater nennt. em berzen dein, Laß michs 4. Du erlößteft vom verder mit allen fråften ſeyn. ben mich durch deinen fobn, 2. Gib, daß ich als bein kind o gott; Lieffest den gerechten dich liebe, Da du mib als ein sterben; Mirzum leben ward vater liebst, Und so gefinnt zu fein tod: Daburch haft dusiepn, mich übe, ie du mir mir gegeben, Emig dort mir dazu vorschrift gibst. Was ihm zu leben, Ewig beiner dir gefällt, cefall auch mir. mich zu freun, Und von dir nichts scheide mic, mein geliebt zu seyn. gott, von dir. 5. Collt ich den nicht wie- 3. Bewahre mich durch deider lieben, Der mir so viel gu- ne liebe, Wenn bofes beyfpiel tes gibt? Und mit mehr als mich verführt; Und gib, daß vatertrieben So unendlich ich verleugnung übe, Benn mich geliebt? Könnt ich ru- lfinnenluft zu fehe mich rührt. D5 Bie 250 3wepte btbeif. IV. Pflichten gegen Gott. Wie sollt ich je diefreatur Dir Regierest meinen lebenslauf, vorziebn, ibpier der natur? Und bilfest meiner schwach4. Laß mich, um deiner liebe beit auf. O herr, mein gott, willen, Gern tf un, was mir Du bist mein licht, Du bist Dein wort gebeut. Stan idhe mein licht, Ich folge dir, so nicht, wie ichs soll, erfüllen, irr ich nicht. 5 So sieb auf meine willigkeit; 2. Du leiteft mich nach deiUnd rechne mir nach deiner nem ratb, Der anders nichts buld Die schwachbeit, vater, beschloffen bat, 218 was mir nicht zur schuld. iegen bringet. Gehts gleich 5. Der liebt dich nicht, der uzeiten wunderlich, Soweiß noch mit freuben Das tbut, lich dennoc, daß durch dic was dir, o gott, misfall:; Der ausgang wohl gelinget. Drum laß es mich mit ernst Nach bartem tritt, auf rauvermeiden, Gefiel es auch der her bahn, Nimst du mich dort ganzen welt. Die kleinste mit ebren an, Wo mich an fünde felbft zu scheun, Laß, Deinem thron erfreut Die fro vater, mich behutsam feyn. ne Der gerechtigkeit. Mein 6. Aus lieb zu dir will ich berr, mein gott, Act voll be auch leiden, Was mir dein gier Seb ich nach dir, Und weiser rath bestimmt., Du wünsche bald zu seyn bep dir. führst durch trübfal auch zu 3. Mein sinn ist ganz auf freuden, Und wer sie willig dich gericht hab ich nur dich, übernimt, Geduldig trágt, fo frag ich nicht nach bimmel und weislich nuzt, Wird und nach erden. Denn war mádtig von bir unterstüzt. der himmel ohne did; So 7. In deiner liebe laß mich fonte feine tuft für mich Aud sterben: Co ist selbst sterben felbst im himel werden. Wärst mein gewinn; So werd ich du nicht schon auferden mein: Deinen bimmel erben, Wo ich So mocht ich nicht auf erden gan; frey vom übel bin. Dajfeyn. Denn nichts ist in der werd i einmal völlig tein ganzen welt, Das mir so febr, Dich lieben und ganzfelig sein. wie du, gefällt. Mein bere Herzlich lieb heb ich dic. und gott, o du nicht bist, 400.er bu mich als ein Wo du nicht bißt, Ist nichts, vater liebt, Undidas mir erfreulich ist. mid mit mobitbun gan; um- 4. Und sollte mir durch gibst, Gott, meiner feelen kreuz und noth, Durch mar freude! Ich bleibe unverrüft er, durch gemalt und tod bey dir, Was ist dann noch, auch feet und leib verichmachDas je mich hier Bon dieietten. Dis alles wird, wenn liebe fcheide? Du machst mir auch das beer Der leiden noch Deinen weg bekannt, haltft, o ireflio war, Mein glaumich bey meiner techten band, be doch nicht agten. Du bist und 2. Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 251 und bleibest doch mein beillen dingen Sey du gelobet Und meines herzens troft und und geliebt. Du warst mir, theil. Denn matlich nur eh ich war, gewogen, Und Durch dich allein Kan leib und ewig auf mein aluf bedacht. feele felig feyn. Mein gott Du hast mich aus dem nichts und herr, Ich hoffe fest, Jch gezogen; Bum menschen haft boffe felt, Daß deine bülf du mich gemacht. mich nicht verläßt. 2. Já, vater, dir gebührt 5. Wer von dir weicht, und die ehre. Ich bin nur, was auf der welt Dir nicht bebarr- ich bin, durch dich. Dank, lich glauben bålt, Muß end- bank dir! der geschöpfe beere lich doch verderben; Er fan, Erschufft du, vater, auch für weil er die lust und pracht Der mich. Dank dir! du gabst mir erde sich zum himmel macht, fraft zu denken, Und willensNicht Deinen himmel erben.freybeit gabst du mir; VerDenn wer dich hier nicht lie- nunft, mein leben hier zu len= ben lernt, Und nicht sein berz fen, Empfindung, ach, wie von dem entfernt, Was dir, dank ich dir! Du beiligstery mißfällt, Komt 3 Jch fan dich der schö nicht zu jener bessern welt. pfung finden, Mich deiner Nur dar, der hier Sein her grofen werke freun. Danf bir weibt, Lebt recht erfreut, bir, ich fan dich, gott, empfinSein tod fubrr ibn zur berr- ben: Wie freuid mich, durch lichkeit. dich zu seyn! Für meinen leib 6. Drum balt ich mich ge- und alle glieder Gebührt dir treft u dir, Du aber báitt dank! mit iedem finn Fall ich Did audzu mir, Und das ist anbetend für die nieder, Und meine freude, Ich feze meine danke laut tit, daß ich bin. juversicht Auf Dich, mein felb, 4. Du bast mis dach und Der mit zerbricht; auch felbfi fleid befcheret, as feblte, im tiefsten leide. Dein wort, vater, jenrals mir? haft du o höchfter, soll allein Mein mich nicht bis jezt ernähret? troft und meine richtichnur Bon ganzem berjen dank ich sepn, Bis sich einft in der dir. War ich umringet von ewigkeit Mein ber; vollkom- gefabren: Du batteft, vater, men deiner freut, Gott mei- mich bewacht, und immer nes beils, Ich warte brauf, sand, mich zu bewahren, An Ich warte drauf, im mich meiner feire deine macht. in deinen himmel auf. 5. Erwag, ich, vater, alle D füßer stand o felig leben. pfade, Die deine hand mich 401.ant, befter vater, burd gefüber; So feb ich will ich fingen, weisbeit nur und gnade, Und Dank dir, der mir nur gutes tüble, daß dir rubm gebührt. gibt! Mit aller fraft, vor al- Wie oft entriffest du, dem feinde 252 3weyte Abtheit. IV. Pflichten gegen Gott. feinde Der warheit und der nun unendlich felig ist! tugend, mich? Für meine el tern, meine freunde, Für mei ne febrer preis ich dich! 6. Du lenftest von der frü ben jugend Durch viele freu de, wenig fdmerz, Zu deiner Fentniß und jur tugend, O be fer gott, verstand und ber Für jede nügliche erfahrung: Für alles, was mich lebren danfgefübl für dich! fan, Für unterricht und of 10. Ja, bater, vater überschwenglich, und über jeden ausdruf groß, Sind deine gnaden unausdenklich, Und deine gute namenlos. Dank sey mein mund, mein beri, mein leben; Du bist die liebe, nichts bin ich! Odu, der mit so viel gegeben, Gib mir noch In allen meinen thaten. fenbarung Bet icb im stau 402.Dir dank ich für be, gott, dich an. mein leben, Gott, 7. Im Dunkeln forich ich der du mirs gegeben, J nicht vergebens, Du gabeft danke dir dafür. Du baft, mir bein wort zum licht, Dudurch buld bewogen. Michaus zeigtest mir den Weg des dem nichts gezogen, Durc lebens, Mein glück, mein beine gute bin ich bier. elend, meine pflicht. Nein, 2. Du, berr, bast mich bes nein, die junge fan nicht ia reitet, Mich väterlich gelei. gen, Wie unaussprechlich guttet, Bis diefen augenblik. Du Du bist! Nun darf die feelegabst mir frobe tage, Und nicht mehr zagen, Die seele, felbst der leiden plage VerDie unsterblich ist. wandeltest du in mein glük. 8. Unsterblich, vater, ewig 3. Ich bin, berr aller dinge, leben Soll ich, der nur den Der treu viel zu geringe, Mit tod verdient, Ich, ewig seyn! Der du mich bewacht. Damit du bast vergeben, haft mitdemlich staub und erde Auf ewig fünder dich verföhnt! Dein glüklich werde, hast du schon sohn( o wer faßt das erbar- ewig mein gedacht. men!) Entáufferte des bim- 4. Du börteft icbon mein mels sich, Vom tode zu befreyn fehnen, Und záblteft meine mich armen, Ward er, der thránen, Eb ich bereitet war. soba, ein menfch wie ich! Eb ich zu feyn begonte, Und 9 Ein menfc), ummenichen zu dir rufen fonte, Da wogst zu verfobnen! Er, der mid du schon mein tbeil mir dar! schuf und mich erbält! Er 5. Du lief'st mich gnade ftarb; o flieffet freudentbrá- finden, und fahst doch mei nen! Wie dank ich dir, o berrine sünden Vorher von ewig. der welt! Anbetung dir und feit. Oböchster, welch erbars ewig ehre! Und dank und men! Du forgteft für mich liebe, jesus chrift! Bon mir, armen, Und bist ein vater, Der ewig elend wäre, Undider verzeibt! 6. Für 3. Andenken und Freude an Gott 253 6. Für alle deine treue, Für Mit ihm ist alles mein. Du das, des ich mich freue, Lob milft mir alles schenken, finget dir mein geist. Dein Wilst liebreich an mich dengröffestes Geschenke It er, fen, und stets mein vater fein. durch den ich denke. Dein ists, 4. Mit frölichem gemüte daß er did fröhlich preißt! Denkich an deine treu, Denn, 7. Daß du mit fraft mic pater, deine gute Ist alle mors stárfest, Auf meine tage mer- gen neu. Du untecitujeft fest, Dis, vater, dank ich dir, mich, Auch wenn ich schweiß Daß du mich liebreich fübreft, vergieffe, Wird wir die ar Mit deinem geift regiereft, beit füffe, Denk ich dabey an Diß alles, vater, dankich Dir. dich.. 8 Wos mir in diesem teben 5. Wie gut ists, dein zu Noch nuzt, wirst du mir geben; denken! Die welt mag imDu gibst, ich hoff auf dich merbin Jbr berz aufs trd'iche Dir, vater, dir befeble Jenten! Wie schlecht ist ihr meinen leib und feele, Herr, gewinn! Jd batte mich zu fegne und behüte mich. gott, Diß bringt mir wahre freude; Diß tärkt mic), wenn ich leite, Und ist mein troft im tod. 3. Andenken und Freude an Gott. Beuch ein zu deinen tboren. 403.2m did, mein gott, 6. Drum will ich an gott denfen, So lang ich denken kan. ju denken, J Mein berz auf den bintenten, pflicht und troft für mich. Der.ftets mir guts gethan; Wann forg und gram mich und meiner nie vergißt, Der frånfen: Go fiebt mein aug noch im grabe meiner Denft, auf dich; Dann mindert sich wenn auf erden keiner Mein mein ichmerz, Dann wird der eingedent mebe ift. gram verscheuchet, Und jede Chrißus der uns felig macht. forge weicher, und rub er 404.Deines gottes freue mein berz. 2. Denk ich an deine liebe, meine feele! Sorget er nicht Wie werd ich dann erfreut! väterlich, Taß dir glük nicht Dann fühl ich neue triebe, feble? Schust did seine vorMein beri, aus dankbarkeit, ficht nicht, Wenn gefabren Dir, vater, ganz zu weibn: drauen? Its nicht feligkeit Did freudig zu erheben, 3ur und pflicht Seiner dich zu ehre dir zu leben, Vor fun, freuen? den mich zu schbeun. 2. Ja, mein gott, ich hab 3. Dugabft mir, aus erbar- an dir, was mein berz begebmen, Den sohn, der für mich ret: Einen vater, welcher mir starb, Und großmuthsvoll mir Was mir nust, gewährtet; armen Die feligkeit erwarb; Der mich durch sein göttlich wort 254 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. wort hier zum guten fenfet, jefus drift, Mich zu seinen Und mit himmelsroonne Dort freuden.. Meine feele trånfet. 8. Meine luft an dir, mein 3. Wenn ich dich, mein gott, Wird dan ewig währen. herr und gott, Kindlich ehr noch so furchtbar ley dertod, und liebe; Wenn ich redlich Er wird sie nicht stören. WilDein gebot Und mit freuvenlig werd ich mein gebein Der übe: O wie ift mir dann fo verwesung geben; Denn sie wobl! Wie ist mein gemütemacht mich frey von pein, Seliger Empfindung voll! Fübrt zum neuen leben. Voll von deiner gute! 9. Gib mir nur, fo lang 4. Dann darf ich voll zuber- ich hier In der fremde walle, sicht Nach dem bimel blicken. Das bewustfern, daß ich dir, Meine leiden acht ich nicht, berr, mein gott, gefalie, Dies Wie sie mich auch drückenfe fanfte Freudigkeit, Die Hoffnung und zufriedenheitlich zu dir babe, Sep mein Bohnen mir im herzen, Tró beil in dieser zeit, Und mein ften und erhobn mich weit troft im grabe. Ueber alle schmerzen. 10. Laß die luft zur sunde 5. Du bist mein, so jauch nie Dieses beil mir rauben; ich dann; Wer ist, der mit Rüfte felbst mic wider sie, schade? heil mir, das ichs Starfe meinen glauben, Gib rühmen fan: Mein ist dei mir deinen geifi, ber mich ne Guade! Dir ist meine und mein thun regiere; Daß wohlfabrt werth! Der du mirid mein vertraun auf dic das leben Schenkteft, wirft Nimmermehr verliere. aud, was mich nåbrt Und erfreut, mir geben. Was mein gort will das, 405. berr, nim es bin, 6. Jesus ift, nach deinem rath, In die welt gekommen, Dir iep es ganzergeben. Was Alle meine misfetbat Hat er bar die feele für gewinn Vom weggenommen Ibm vertraulicnöden sündenteben? Der ich, bet ibn an, Glaub an sünden tand Har nicht be feine leiden; Folg ibm treu- stand, Und statt den geift zu lich, und so fan Nichts von nähren, Füllr er das berz Mit dir mich scheiden. reu und schmerz; Wie sollt ichs so beschweren? 7. Did, bu troft der sterb lichkeit, Heil des bessern le- 2. Nur du, gott, bist das bens, Himlife vollkommen höchste gut, Nach dir steht beit Such ich nicht vergemein verlangen. Erfülle mid bens. Wen mein lauf vollen mit fraft und muth, Allein det ist, und vollbracht mein dir anzuhangen. O bått id leiden, Ruft mein mittler, jood Dein fanfres joch all feit 255 3. Andenken und Freude an Gott. Zeit auf mich genommen beit, Vollkornne rub und stille. So war auch ich Scon nie reize me br Luft, geld und långt durch dich Zur wah- ehr Zur fün de mein verlan ren rub gekommen. 3. Kan auch das gröfte glük dir, der welt Das herz vor fum- ber mur scuzen? Kan es, wenn gen. Bis in den tod Coll mein gott, Getroft mein anbang en. In dich bb ich gehoffet. d Trubial uns befällt, Mit 406. ireue mich, mein trost uns Sein gott, in dir. glanz verschwindt, ierauch bist mein troft und was fan vom wind, und schnell fließt mir In deiner liebe fehlen? feine Freuden. Nur deine Du, berr, bist mein, Und treu Wird täglich neu, Und ich bin dein, Was mangelt gibt auch rub im leiden. meiner feelen? 4. Wer dich zu seinem troft 2. Du hast mich von der erwählt, Sein herz zum guten welt erwäbit, Und deinen finneiget, Das arge baßt, und dern jugejält, Nie wirst due wenn er fehlt, Sich glaubig mein vergeffen! Du liebst bor dir beuget, Der schmeft mein wob, haft gnabenvoll foon hier, Erfreur indir, Der Mein glüt mir zugemessen. fcele wabren frieden. Und vol 3. Du trágft mid liebreids les bett Ift einst das theil, mit geduld, Bergibst durch Das du ihm baft beschieden driftum mir dieschuld, Wen 5. Wiethbricht irrt ich doch ich aus schwachbeit feble. A umber! Fern von dem finn des feinem heil hab ich auchtbeil; driften, Sucht icb, an wabrer Dis tróftet meine fecle. freude leer, Ruh in der erde 4. 2n bir bab ich den treuen Un luften! Welch ein betrug! Es freund, Der es aufs befte mit fep genug, Mich so getäuft mir meint; Wo find ich beines ju haben. Nicht meinen finn, aleiden? Du kebl mir bey, D gott, forthin Nach wun- Und bleibst mir treu, Benn ichenswürdgern gaben. berg und bügel weichen. 6. Hilf, Daß id mein ge- 5. In fiafterniß bist du mein mut zu dir In andacht oft er lidt, Erfreußt mein beri, bebe, und mit dereifrigften bes brum act icb nicht 3u febr gier Nach deiner gnade strebe das gut der erde. Denn obne Dir folgfam fey, Und dein dich 3ft nichts für mid, Das mich freu, Du meiner feeleleinfl um troft mir werde. leben! Denn, cott, nur du 6. Du bist meta allerbocbfics Kanst wabre rub Und trost qut, Du ftárfft imleiben meidem herzen geben. en mutb; Durch dich muß 7. Bey dir ist bis in emigkeit mirs actingenielbst was mich Der retuften freuben fülle, tranft, Das muß, gelenft Des wohlfeyns größte ficher Von tit, mir segen bringen, 7. Und 255 3wente Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott. 7. Und schließ ich dann fünden fündlich freun; Nie eit: ft meinen lauf: So nimft mutlos, doch auch nie vermess du mich zu dir binauf, 3u fen und stolz in deinem diendeines himmels freuden! Und ste feyn; Rie führe mich da vergißt Der felge drift aur fiderbeit Der reichthum Des lebens lánafte leiden. Deiner gurigkeit. 8. 3war bars fein mensch. 5. Laß mich mit weifer lich obr gebort, Was uns vorsicht flieben, Was mich Dein himmel einst gewäbrt, zu fünden reizen Fan, Mich Doch seh ichs icon imum ein reines berz bemühen glauben: Voufomnes beit Und nim dich meiner bülf I da mein theil; Und nie- reich an: So fomm ich in mand wird mies rauben. der gnadenzeit Durch dich jur wabren feligkeit. 4. Frommer 5deu oder findliche@drfurdt vor Goti. 6. Erbalt in mir ein qut gewiffen, Das weder spott Boch trùbfal fcheu, Und maWer nur den flieben gott. 407.id, bofter, ebr. che von den Hindernissen erbietig feuen, Der wahren tugend felbft ift unfer glik und unfre mich frey. Nie store furcht pflicht. Kein tienfch fan der- und luft der welt Mich, ner buld sich freuen; Scheut das zu thun, was dir gefällt. er dein beilig auge nicht: 7. Mit ebrfurcht laß mich Drum flöffe, um mich dein vor dir wandela, Und stets, zu freun, Mir wahre Fin- ich sey auch, wo ich fey, Nach desebrfurcht zin. Deiner vorsicht redlich baue 2. Sie leite nich auf meinen Dein, Entfernt von aller beuwegen; Sie len mir weisbeit beley. Wer dich von berzen und verstand, Und treibe liebt und ehrt, Nur der ift mich, das abzulegen, Was dir, o bater, werth. ich als unrecht bab erkant. 8. In deiner gnade laß Denn wer noch luft zur fun- mich sterben: So schrekt mich de bat, Ebrt warlich dich weder tod noch grab; So nicht in der that. werd ich jenes leben erben, 3. Gib, daß ich stets zu Dazu dein fobn sich für mic berzen nehme, Daß du allge- gab. Da werd ich dein genwärtig bist, Und das zu mich ewig freun, Und vol thun, vor dir mich scháme, lig durch dich felig feyn. Was bir, mein gott, zuri- Nun freut euch lieben. der ift. Der bepfall einer 408 Laß doch in meines berzens Grund, ganzen welt hilft dem nichts, der dir mißfällt. ja Gott, deine furcht stets wobe nen! So werd ich auch mit richt vergesſen, Mich nie mit meinem mund, Gott, deine 5. Nie laß mich dein geebre, 4. Frommer Scheu oder findliche Ebrfurcht vor Gott, 257 Ebre schonen. Und nicht deln, mas sein rath beschließt, durch fluchen sie entebren Der wunderbar, doch beilig Nicht aus gewohntem leicht ist. 0700195 finn schwören, Nie deinen namen láftern. 3. Bitst du den böchsten alor da Findlich scheun, So wird dir 2. Gros, majestätisch bist du, feine pflichtjur laft. Nur das herr, Im bimmel und auf er mitt du vor ihm bereuen, den Soft deines grosen na Daß bu fie oft verläumet mens ebr Eief angebetet wer baft. Wer gött als jeugen den. Werbeines namens bei vor sich hat, Der freut sich ligkeit Durch lästerung, fluieder guten that. und fchwur entweibt, Den 4. Wenn nacht und dun treffen deine frafen. felbeit dich decken, Die dem 3. O webe dem vermegnen Verbrecher muth verleibn, mund, Der gerne flucht und Wird dich die Furcht des fmöret! Der macht den grb berrn erweden, Auch dann, sten leichtfinn fund, Der so was unrecht ist, zu fcheunDich, berr, entebret. Wer Denk nur: vor feinem ange. oft fo fchworet, fündigt oft, ficbt Ift finsterniß wie mitUnd wird von dir wohl un tagslicht. Dies verbolt Zur strafe bingeraffet. 5. Den böchften öffentlich 4. Herr, faß voll ebrerbie vérebren, So wobl als in der tigkeit Un's deiner stets geden einfamfrit: Auf des gewiss fen. Wer dich, den höchsten, fens stimme hören, Und wils findlich sdheut, Wird seine ligthun, was sie gebeur; Auch jungelenfen, Daß sie sich nicht das lehrt dich die furcht des zum fluch und sowur, Bu berrn, Auch das thut wer Deiner ebr, sum guten nur, ibn fürchtet gern. Nach deinem willen rege. Ber nur den lieben gott. 6. Laßt dich der thor verach tung merken, wenn du dich 409 Willst du der weis- from von ihm entfernst: Die beit quelle fen- furcht des bbbften wird dich nen? Es ist die furcht vor fårken, Daß du dich felbft gott, dem beren. Nur der ist recht fäßen lernst. Wer weiß und flug zu nennen, gott, dem bbcften, wobiges Der alle feine pflichten gern, fällt, 3ft glüklich felbfi beym Weil gott fie ihm gebeut, fpott der welt. vollbringt, Wenn gleich da zu fein menfch ibn wingt 7. Sich stets vor dem allmárgen fcbeuen, Gib bel 2. Lern gortes größe recot denmuth und tapferkeit, Wen empfinden; Und fühle deine unsder menschenstolzes draus nichtigkeit: So wirst du nie en, Was gott mißfällt, zu dich unterwinden Mit tho thun, gebeut. Ift gott mein richter verwegenheit 3u ta- schus, mein beit und licht: R 258 3weite Abtheilung, IV. Pflichten gegen Gott So beb ich vor den men- Ein unverlest gewissen; Nur schen nicht. ndjera 19 Das allein Fan uns Des le8. Laß deine furdt, gott, bens schmerz verfüssen; Das mich regieren Auf dich, den bleibt uns auch im tod, bochsten, stets au febn; Laß fie Und folgt uns aus der zeit, mich zu der weisheit führen; Zum großen fegen nach, Bis So werd ich niemals irre in die ewigkeit. Mel. O gott du frommer gott. gebn Wohl dem, der dich stete 6. O felig, wer darnach Mit findlich scheut! Dich fürd beilgem eifer trachtet, Und ten, gott, ift feligkeit. für fein gröstes glük, Gott, deine gnade achtet, Der liebt 410. Gib vater, das allein sich recht, Der findet mein her Sich in der zeit Die wahre rub, deiner liebe meibe, Und daß und einst Boufomne feligkeit. in allem ich Dein auge find- 7. Das fey mein gwef und lic scheue. Wer als ein christ fleiß! Ofegne mein bemühen: ich liebt; der flieht auch als So wird das wabre worl ein drift, Was wider gottes Nicht meinem wunich entflie ebr, Und menichenliebe ift. ben. Bewabre mich dabey, 2. Kein schnöder eigennus Herr, vor dem lauf der well; Beberriche meine feele, Und Daß ich mein bestes wirkt, wenn zu meinem glük Jcb weg Wie dir es wohl gefällt. und mittel wable: Lab, gott, 411. Srbabne majestát, mich stets dabey Auf recht und An macht unendmabrheit schaun, Aucb nielich reich, Wer ist dir auf mein woblergehn Auf andrer der erd, Und wer im himmel elend baun, goo gleich? Vor dir erbebet höll 3. Dein flucb trifft jedes und welt; Und was bein arm glüf, Dabei die tugend leidet, umschlossen bált, muß deis Dabei der, der es fucbt, Gott, nen icepter fcbeuen, Und Deine wege meidet. Wer un- ich mit zittern freuen. recht liebt und thut, Erbt 2. Du baft durch deine band deinen bimmel nicht. Nie die himmel ausgestreckt, Die treffe mich, o gott, Dißerde vest gegründt, Der fee foredliche gericht. ein icl gefteft. Dein wort bes 4. Nie blende mein gemüth wegt der berge grund Und Der eitelfeiten schimmer. Die türzt sie in des meeresschlund welt mit ihrer lust Vergeht Willst du zur strafe ziehen: Doch einst auf immer. Was So fan fein menid entflieben bilft uns furze luft? Was 3. In deiner band sind wir, bilft uns eitle pracht? Nicht Wie ton in topfers band. ein vergånglich gut Ifts, was Leib, feele, gut und blut Haft uns alüflich macht. du uns zugewandt. Du lebrst 5. Ein gott ergebnes herz, das menschliche geflect durch 5. Geborfam gegen Gott. 259 Durch die vernunft und schrift dir zum preiß und dank, Aus Dein recht, Willst, daß wir liebe folgen, nicht aus zwang. thun und denken Nach deiner 2. Mein beiland tft mir vorschrift lenfen. vorgegangen, Ertbate deinen 4. Erleuchte meinen geift, willen aern: Will ich des cris O gott, mit deinem licht; Didften rubm erfüllen, Und ibm fürchten ist mir stets So felig gefallen meinem berrn: So feit als pflicht. Hilf, daß ich muß ich auch von lastern rein, als dein unterthan, Der nie Gleich ibm, zum guten wilmals dein entbebren fanlig seyn. Bemübt sey Deinen willen, 3. Laß deine beilige gefeze Geboriam ju erfüllen. Mir immerbar vor augen 5. Prág deine gegenwart, feyn, Und gib, daß ich sie nie Herr, den gedanken ein. Laß verlete, Stets fürchten, was mich im dunkeln auch Dein fie fündern dráun. Wie belles auge scheun. Erinnreichwer's auch meinen luften mich an deine macht, an jedeucht, So ist dein joch doch ner feligkeiten pracht, Wenn sanft und leicht. ich es wollte wagen, Gehor. 4. So oft ich deine stimme sam zu verfagen. hore, Co mache leib und geist 6. Doch gib, daß meine furcht bereit, Daß ich mit folgfamfeit Vor dir nicht knechtisch fey fie ebre, Und thue, was ſie Befreye mein gemüth Von mir gebeut: Ich soll nicht hözwang und heucheley. Schenfrer nur allein, Ich soll und einen Findlich freyen geift, will auch tháter fein. Der willig tbut, was du 5. Beut mir die welt gleich ibn beißt, Und der aus reiner taufend freuden, Damit ich liebe Sich im geborfam übe. ungeborsam sey, Und droht 7. Laß, bater Deine furcht fie mir auch tausend leiden, Des lebens leitftern seyn, Und So bleib ich dennoch dir gemit zum guten fraft Und eifer treu. Dir will ich folgen, ftets verleibn. Sie machemico mein gott, Dir treu vervon beucheley, Von menschen bleiben bis zum tod furcht und trägbeit frep: So werd ich im gewissen Die füßte rub genieffen. 6. Wenn ich mich im geborfam übe, So bin ich sicher, daß ich dich Von ganzem berzen 5. Geborfam gegen Gott. redlich liebe, Und wie so febr Gott dessen allmacht sonder endes liebst du denn mich! Auch 412.Geborfam ist die be- ben geboriam in der zeit Befte gabe, Die lohnst du in der ewigkeit. man, o gott, dir bringen fan, 7. Drum laß mich, berr, Wenn ich sie dir geopfert ba- mit treuem berzen Dir folbe, Welch rub und freud em- gen, bir gehorsam seyn. D pfind ich dann! Nur muß ichllaß im glücke, wie in smera R 2 zen', 260 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. zen, Stets treu mich deinemle babn uns bin, Lehr uns Dienste weibn: So bin ic ieden irrweg fliehn, Denn glukiich in der zeit, Und fe dein weg allein ist richtig. lig in der ewigkeit. Mach uns unsern pflichten Gollt ich meinem gott nicht fingen.treu Daß der waudel 413.Gut und beilig iftig fey. HER Top 101 beis dein wille, Wie 5, So wird aub bey uns du felbst es bist, o gott; Dulauf erden, Wie im bimmel gebeutft in tieffter stille Hort dein gebot Willig ausgerich die schöpfung dein gebot. Dietet werden, Heiliger und gro im himmel dir lobsingen, fer gott Alle wrrfe deiner han. Stebn um deinen tbron be- fde Werden untertban dit reit, Freuen sich der feligkeit, feyn Alle deiner huld sich Deinen willen zu vollbringen freun, Bis an deiner fcbó. Nur der menfch erkennts of pfung ende. Denn, der deinen nicht Für sein glük und sei willen tbut, hat allein es ne pflicht. emig gut. 10 ND Go 410194 2. Dir gehorcht mit fanfter 6. Bertrauen auf Gott. wonne Selger geister zabllo 100Bas gott thut dae ift. 1 heer. Deine veste, deine fonne 414.2[ uf gott, und nicht Sturm und donner, erd unt auf meinen rath, meer, Alles Dienet deinem Willich mein glüffteis bauen, willen. Alles, böchster, was und dem, der mich erschaffen du schufft, Eitt und drang bat, Mit ganzer feele trauen. sich, wenn du rufft, Dein ge Er, der die welt Almächtig bot stets zu erfüllen. Nur der hält, wird mich in meinen mensch erkenuts oft nicht Fúttagen, Als gott und vater sein glük und seine pflicht. tragen. 3. Oft emport fich seine feele, 2. Erfab von aller ewigkeit, Herr und schöpfer, wider dich, Bie viel mir nußen würde; Deine herrlichen befehle Wirf Beftimte meine lebenszeit, er thöricht hinter sich; Läßi Mein glük und meine bür sich nicht von dir regieren, te. Was zagt mein berz? Kluger oft, nach seinem wabn Ist auch ein fbmers Der u Wählt er eine andrebabn, Dir des glaubens ehte nicht zu ibn soll zum beile führen, besiegen ware? GUT 51 Aber seine bahn, fein finn Führt ihn ins verderben hin 3. Gott fennet, was mein berz begebrt, und hatte, was 4. Gott, laß es uns doch ich bitte, Mir gnädig, eb ichs empfinden, Daß uns unfer bat, gemåbrt, Wenns meine herz verführt, Daß die eitle wohlfahrt litte. Erforat für luft der fünden Uns julest den mich Recht väterlich! Nicht, tod gebiert, Mach uns deinen was ich mir erfehe, Dein willen wichtig, Führ auf dei lwille nur geschebe. 4. Ift 11060 306. Vertrauen auf Gott. e 26E 4. It nicht ein ungestörtesten, Den geift wird gott glük gluf Weit schwerer oft autra- erbalten. 19 gen, Als felbft das widrige 14. Mein beiland, jesu chrift, geldik, Bey deffen last wir Der du aus liebe bist Für mich flagen? Die grofte norb hebt am freuz gestorben, Du hast einst der tod Und ebre, glut mir beit erworben. Du und babe Berläßt uns doch ichbenkst, nach allem leiden, im Grabe. rius sirt Den deinen emge freuden. 5. An dem, was feelen glük- 5. Id barr und traue dir; lich macht, Lást aott es fei Einft schenkst du sie auch mir, nem fehlen.Gefundheit, welt- Ich babe dein versprechen, luft ebr und pracht Sind nicht Das kanst du nimmer brechen. das glük ber feelen. Wer gor Auch ich bin, wenn ich sterbe, tes rath Vor augen bat, Des ewgen lebens erbe. Dem wird ein gut gewiffen In bekannter Melodie. Die trubial auch versüßen. 416.on gott will ich 6. Was ist der erden herrnicht lassen, Denn lichkeit? Wie bald ist sie ver er verläßt mich nicht, Im schwunden! Was ist das lei- fummer mich zu fassen, Gibt Den diefer zeit? Wie bald ists er mir fraft und licht. Er steht überwunden! hofft auf den mir bülfreich bey, Mit jedem berrn, Er bilft uns gern neuen morgen Weiß er Send fröhlich ihr gerech mich zu verforgen; Ich sep ten Der berr hilft feinen auch wo ich sey 201 knechten. do 2. Wenn menidengunft und do foll ich fliehen hin.liebe In Faltfinn sich verkehrt: 415.21uf meinen lieben Bleibt ervoll mitleidstriebe, gott Trau ich in Er, der mein flehen bort. aller noth; Die ihn um Er hilft in jeder noth, hilft rettung flebten Verließ er nie von der fünde banden, Bein notben. Er wird mein frept von ihren schanden, Und unglük wenden, Es stebt inrettet felbft vom tod. seinen bånden. 3. Jbm, ibm will ich ver 2. Auch beym gewissenstrauen, auch in der schwersten fomers Verzaget nicht mein zeit Auf feine hülfe bauen. berz. Auf chrißum will ich Er wendet alles leid, Jbm bauen, Und veft auf ibn verliep es beimgestellet, Leib, Trauen, Jhm bleib ich stets er feele, gut und leben Will geben, Im tode wie im leben. ich ihm übergeben, Er 3. Und nimt der tod mich machs wies ihm gefält. bin, Jts dennoch mein ge- 4.& fan ibm nichts gefal winn; Ich weiß, an wen ich len, Als was uns müzlich ist; glaube Er läßt mich nicht im Gut meint ers mit uns allen, ftaube Es mag der leib erkalR 3 262 3wepte Abtheit. IV Pflichten gegen Gott. Er gab uns jefum christ; Harbimmel fübre. Hoc sey der er fo viel gethan, So wird berr gepreift! er auch gewábren, Was un Ad was soll ich fünder machen. fern leib ernähren, Den geift 417.2 mie ist der mens erfreuen Fan. schen 5. Lobt ihn mit ber; und veranderlich, fo falt, Wie ers munde, Ibn, der uns beydes tirbt sie doch so bald! Menich, idenkt Geiegner sey die ftuniej nie auf diese trebe, Die de, Darin man fein gedenkt nicht hält, was sie verspricht, So braucht man recht der zeit, Sej nie deine zuversicht. Wir follen ia auf erden 2. Aber gottes liebe trauen, Durch ibn schon felig mer Das gereut und feblet nie: den, Noch mebr in ewigkeit. Denn ein farfer fels ift fie; 6. Mag doch die welt ver- Die auf diefen felfen bauen, geben mit aller ibrer pracht, Wobnen sicher und bestehn, Das glük bleibt ewig stehen, Sollte auch die welt vergehn. Das gott mir zugedacht. 3. Täglich fag ichs meiner 3war schließ ich hier den lauf, feele: Gott licht ewig, feine Doch wenn ich nun im grabe treu Wird mit jedem morgen Genug geruber babe, Weft neu! Jbn, den ewigen erwäble er mid wieder auf. Dit jum freund und freu 7. Die feel ist unverloren dich dann, Daß feiu feind In gottes vaterhand; Der dir schaden kan. leib wird neu gebobren 3um 4. Und ich will auch dich ers begren varerland. Wre felig wählen, Vater, dir soll ganz werd ich feyn! Mit gott und allein Mein vertraun gewid feinen frommen Soll ich mich met feyn, Aber, ach die Fratte da vollkommen, Soll ich mich fehlen, Und mein schwaches ewig freun! berz vergißt Gott, wie gut 8: Ob ich gleich nun auch und treu du bist. dulde Viel leiden diefer zeit; 5. Plblich überfällt mich Wie iche auch oft verschulde; wieder Sorge der vergångs Komt doch die ewigkeit, Sofickeit, Jrdifd hoffen, irs groffer freuden voll, Die, da disch leid; Und dann sink ic ich driftum fenne, Und mich murblos nieder, Suche bey von ibm nicht trenne, Meinden menfchen rub und mein etbibel werden soll. belfer wärst doch du! 9. Das ist des vaters wille, 6. d, vergib mir, der im Der uns erschaffen bat, Aue ftaube Diefes leibes dich noch feines fobnes füle Empfabn nicht aber kennt von anges wir gnad um gnad, Er gibt sicht! Ad, vergib mir, daß uns feinen geist, Damit er mein glaube hier noch wankt uns regiere, Die bahn jumlund sich nicht veft, Wie er sumun follt, 263: 6. Vertrauen auf Gott. follt, auf dich verläßt! Mein schüchternes gemüte 7. Táglich laß es mich em- Gib, daß ich freudig boff auf pfinden, Daß nicht menschen dich, Du werdest nie als va bülfe nüßt, Auf die sich mein ter mich Verlassen noch verberz oft ftuzt, Allen troft laß jáumen. mir verschwinden, Bis ich 5. Seh ich schon keine wege wieder flieb zu dir, und noch Zur rettung vor mir of dann, bater, bilf du mir! fen; Auch da laß mich, mein 8. Der du deiner finder fle retter, doch auf deine hulfe ben, Gott, mein gott, fo gern boffen; Du bleibst doch im erborst, Und fie felbst auch fle mer groß an rath, Und imben lehrst, Laß mich veft immer machtig auch an that, glauben stehen, Und erfahren, Mein bestes zu besorgen.b wie fo treu Deine vaterliebe 6. Diß fep mein troft, diß sey. Rendborgufey mein licht, Wenn mich die Aus tiefer noth forgen frånken. Erfüllst du 418.Du bast, mein vater meine wünsche nicht, So und mein gott, laß mich glaubig denken: Mich durch dein wort beleb. Daß mirs nicht gut gewen ret: Daß deine hand der sen ist, Weil du die höchste frommen noth Dereinst in weisbeit bist, So schifft du freude febrer; und daß ich al fiets das beste. les, was mich frånft, Aus 7. Was bier mirfehlt, das dich, der unier fchiffallenkt, wirst du mir Aufs reichlichste Mit juversicht foll werfen. erfeßen, Wenn ewge freuden 2. So will denn auf dein mich ben dir In deinem reich wort auch ich Der forgen mich ergößen. Da ist mein erbe entidbutten. Erbore, gott, und hochstes gut, O starke mein bater mich, Erbör mein mir dadurch den muib Bis findlich bitten. Gib meiner an mein felig ende! feele wabre ruh. Was mic Was gott tbut das ist bekümmert, lenke du 3u419.Du, berr, bist meine meinem ewgen besten. 3. Der forgen macht hat einzger troft im leben, Mir freilich oft Mid übermeistern fehlt es nie an troft und licht, wollen. Stets hab ich nicht weil ich mich bir ergeben; Du auf dich gehofft Wie ich wol bist mein gott, Auf dein gebor hoffen follen. Mein gott, wie wird meine feete stille; Denn groß ist meine fchuld, Un dir gut ist stets dein wille. bab ich durch ungeduld Viel fàllig mich verfündigt! 2. Wer wollte dir, gott, nicht vertraun, Du bist des schwa4. Erbarmender, vergib es den fårke. Die augen, wel mit, Rach deiner großen aute, dhe auf dich fdaun, Sehn deiErfülle mit vertraun zu einer weisbei: werke. Herr, R 4. groß 264 3wepte Abtheilungus IV. Pflichten gegen Gott. groß von rath, Und starf sich nicht ganz auf dich, Allvon that, Mit gnadenvollen madriger verlassen, und bånden wirst du mein glüfmuth und hoffnung fasſen. vollenden. non om 18 In deine band beichle 3. Noch nie bat sich, wer ich mein woblieyn und mein dich geliebt, Verlassen fehen leben: Mern hoffend auge muffen; Du läßt ibn, wenn blift auf dich, Dir will id ibn noth umgibt, Doch dei mich ergeben. Sey du mein nen troft geniessen. Des 4011, Und einft im tod, Mein frommen berz Wird frey von felß, auf den ich traue; schmerz. Der fünde bofes Bis ich dein antliz fcbaue. dichten Pflegg du oft zu ver- Alle menschen müssen ferben.. nichten. Tolad420.Gott der wahrheit, 4. Hoff, feele, hoffe nur auf deffen treue Uni gott; Des fünders troft verre hoffnungstüzt und bált! Jo schwindet, Wenn ber gerecbre erfenn es voller teue, Daß in der noth Die gunst des mich fleinmuth oft befàur. fcopfers findet. Wenn jener 2d, mein berz bångt noch an. fällt, Ift er ein held; Er steht, dingen, Die nie wahre rube wenn jene zittern, 21s felß in bringen; Und wie oft ver ungewittern. geb ich mich, Alengstlich 420.6° 5. Drum werf ich nicht die zweifelnd wider dich. hoffnung bin, Die mir mein 2. Gott, vergib mir meine glaube reichet. Wie elend, die fünde! Nim die kleinmuth zu menschen fliehn! Wobt! von mir hin. Schenke, vater, wer von gott nie weichet! Deinem finde Einen dir ergebs Mein beiland Barb; Er, er nen finn, Der von dir nur erwarb, Durch feine todes- bülfe beifchet, en nicht fal leiden, Mir ewge bimmels fche boffnung täufchet, Die freuden. a to das beri aufs ettie steht, Und 6. Getroft bin ich, wenn um so schnell, mie rauch, entfliebt. mich ber Sid ungewitter 3. Laß mich gram undiorgen fammeln! Du bilfft, gott, meiden, Weil dein auge für. wenn wir freudenleer 3u dir mich macht, und du ibon um gnade ftammeln. Die in manchen leiden Mit mir zeit der qual, Der thránen alles wohlgemadt. Laß mic zahl, Záblst du, du wiegst auf dein wort stets poffen, Die schmerzen, Und wälz Das doch immer eingetroffen. fie von dem herzen. Gott, der deinem wort nicht 7. Herr, du bist meine zuvertraut, hat auf leichten sand sicht; Auf dich hofft meine gebaut. feele. Du gibst, was meinem 4. Laß mich best im glauben glük gebricht, Gibst, daß ich werden, Daß dein wort wat mich nie quále. Wer wolltelbaftig sey! O so werd ich bier auf 316 6. Vertrauen auf Gott st 265 auf erden Von so mancherlich ein beide, Der obne gott unrub frey. Dann werd ich, und boffnung ist? Nein, das gott, mit vertrauen Stets auf ist meines perzens freude, deine huife schauen; Dann Daß du, o gott, mein belwächst meine versicht und fer bist. Hilf, mein erbarmer, Die boffnung trügt mich nicht stärke mich, Denn nichts ver5. Auch erhebt sie meine fee mag ich ohne dic. nisi fe Selbst noch über tob und 3. Der berr erziebt bier feie grab, Wenn ich den zum fübne finder 3ur ewigkeit mit rerwähle, Der sich einst auch weifer buld. Er schont, er für mich gab. Er, der siegreich züchtigt viel gelinder, A18 auferstanden, Macht mich wir verdient und bat gelos von todesbanden, Führt duld; Er hat nicht lust an mi u dem leben ein, Wo unserm ichmers; Ganz anfein leib wird weiter fepn. Ders Denkt fein vaterberi. 6. Muß ich gleich noch bier 4. Die lieb ist gott! wie auf erden, Gott, vor dir ein fan ich jagen? Gab er für pilgrim seyn, wirst du doch mich nichtjeium drift? Was von den beschwerden Dieser Fonte mir ein gott verfagen, seit mich einft befrein. Der Der so unendlich gütig ist? winicbte felge stunden! Erbabner troft, der nimmer mig aller noth entbunden, trügt, und jeden zweifel Werd ich dich, mein belland, überwiegt! budi mi 104 32 fehn, Und, wie du, zur 5. Jcb barre sciner, und bin freud eingehn. Hadis fille. Wie bald verstreicht 7. Laß mich fröblich darauf die prüfungszeit! Dan scopf boffen, Herr, berr, meine zu- id dort aus feinerfülle, Unpersicht, Bis Das alles ein- endliche zufriedenbeit. Er getroffen, Was auch mir bein leite mich nach feinem rath, mort verspricht. Auf did, Wie er mir zugetaget bat. quelle alles lebens, Harrt der am 0-4151 201 glaube nie vergebens; Was 422 Wer nur den lieben wir, watEinst gewiß, o herr, bey dir. ten, Und boffet auf ton alles Wer nur den lieben gott. zeit, Den wird er wunderbar 421.Mein fabuz it gott, erhalten In aller noth und *** ibn laß ich mal traurigkeit. Wer gott, dem ten, Ich hoff auf ihn, er fen- allerhoften, traut, Der hat net mich. Ihm fehlts, die fei- auf keinen fand gebaut.g nen zu erhalten, 2n mittein 2. Was belfen uns die nie, und sein bin ic; Ich schweren sorgen? Was hilft grunde meine zuversicht Auf uns unser weh und ach? Dielen felß, und wanke nicht. Was hilft es, daß wir alle 2. Was quál ich mich, bin morgen Befeuffen unser unR 5 gemach? 266 3wente Abtheit. IV. Pflichten gegen Gott. In allen meinen thaten gemach? Wir machen unfer Frenz und leid Nur grösser 423.Auf deine weisheit durch die traurigkeit. schauen, Gott, 3. Dhalte doch dem hoch einer gute trauen, Das sten stille, und fei mit feifchafft zufriedenheit. Wer nem rath vergnügt; Erwarte fann mein wobl entscheiden? wie sein guter wille, Wie Wer schenkt mir beßre freus fein allwiffenheit es fügt, ben, 218 du, berr, aller se Gott! Der uns ihm hat aus ligkeit? erwählt, Der weiß am be 2. Vor dir ist nichts versten, was uns feblt. borgen: Wie sollt ich ångst. 4. Er kennt die rechten freulich sorgen, Da du mein va denstunden, Weiß, wenn uns ter bist? Du, berr, gabft bülfe nüßlich sey; Wenn mir mein leben, und wirst er uns nur hat treu erfun mir alles geben, Was mir Den, Geduldig, obne beu- zur woblfahrt nöthig ist. cheley: So kommt er, eb wirs 3. Wir streben oft nach din uns verfehen, und läsfet uns gen, Die, wenn sie uns gelin viel guts geschehn gen, Des unglücks quellen 15. Denk nicht in deiner find. Ein schein, der uns Drangfalsbize, Daß du von betböret, und unsern stol gott verlassen feyst, Daß ihm vermehret, Macht uns für nur der im schoose fize, Den wahre güter blind. alle welt für glüklich preist. Diezufunft ändert oft febr viel, Und seßet jeglichem sein siel.s 4. Der bang zu eitelkeiten Stort doch zu allen seiten Die wahre selenrub. Wenn wir dir unser leben, vater, übergeben, Dann fiießt dem berzen friede zu. 76. Es findia gott sehr leich te facben, und feiner allmacht gilt es gleich, Den reichen 5. Dein rathfluß sei mein flein und arm zu machen, wille, Ich will in beilger stille Den armen aber groß und Mich deiner vorsicht freun. reich. Er ist der berr, ber Dein ewiges erbarmen, Dein jedermann Gar bald erbobn, bepstand foll mir armen 30bold stürzen fan. friedenheit undmuth verleibn 7. Sing, bet und geh auf 6. Laß mich nicht zweifelnd gottes wegen, Verrichte det- waufen, Wenn traurige ges ne pflicht getreu, Trau ibm danken mir deinen troft ent und feinem reichen fegen, ziehn. Ich werde nie verge So wird er bei dir werden bens zu dir, herr meines neu. Denn wer nur seine zu lebens, mit kindlichem ver versicht Auf gott fest, den trauen fliehn. verläßt er nicht. 7. Erleichtre meine leiden Durch Supetang 7. Ergebung in Gottes Willen u. Führungen. 267 Durch deines geiftes freuden, Lobfingt in mir Dann meiDurch muth und hoffnungne ganze feele dir. mir. Drüft mich die last der 3. 2, alle leiden dieser schmerzen, Dann spricht zu zeit Sind doch nicht werth der meinem berzen: Ich, dein er berrlichkeit, Die du wirst of retter, helfe dir. fenbaren. Bald wird auc 8. Was follt ich mich be mir der duldung, lohn; Bald trüben, Den menschen, die steh auch ich vor deinem thron Did lieben, Muß alles segen Mit treuer Fámpfer sbaaren; feyn. Ich bin ja dein erib- Und danke dann dir, gott, fer, Sonst weiß ich keinen verklárt, Der jest mich prüft, trofter, Sonst feinen schui, mich dann bewábrt. Daß ich als dich allein. von allen leiden frey Ein felis M. herzlich lieb bab ich dich o herr ger des himmels fep, Barm. 424.Dir trau id, gott, berziger, Veft, obne graun, und wanfe nicht, will ich dir traun, Denneinst Wenn gleich von meiner boff werd ich dein antli; schaun. nung licht Der leite funfez. Ergebung in Gottesmile schwindet Mein belfer und len und Führungen. er nur den lieben mein gott bist du, Durch den mein herz doch endlich rub 425.err, made meine Und freude wieder findet. Bon jeher bast du mich ge mich hienieden frånkt und fübrt, und meines wandels drückt, Das ist dein weifer lauf regiert; Mit fegenvoller rath und wille, Der nichts vaterband So mande notblau meinem jcbaden fchikt. Du hinweggewandt.Unendlicher! biste, der alles andern fan, Jo trau auch dich, Du lei Und was du thuft, ist wohle teft mic, Id fámpf und getban. fiege, gott, durch dich. 2. Auch auf den allerraub2. Sower ist der fampf der ften wegen Führst du mich zur leiden schwer! Kaum füblich glüffeligkeit. Bon jeder trübs muth und stärke mehr, Noc fal erndrid fegen, 3ft dir nur, langer auszudulden; Doc gott, mein bers genveibt; Ibr. ewig, bater, jurnst du nicht, ausgang wird erfreulich seyn, Du gebft mit uns nicht ins ge- Stebts gleich mein bidder richt; Strafft nicht nach un- geist nicht ein. fern schulden. Bald ist der 3.Drum laß mich stille seyn thránen maaß gefüllt, Bald und hoffen, Wenn du mir meiner feele schmerz geftiut, prüfung bast bestimt: Dein Bald hat gott all mein flebn vaterherz steht dem doch offen, erhört, Mich genug geprüft, Derzu dir seine zufluchtaimt. und mich bewährt. Du got Wer bier treu deinen wilder buld! Erhört von dir, len 268 3mepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. len thut mit dem machst der, Mache daraus, was du dus auch immer gut. wilt, was du willt, mein 4. Uns bleibt oft, was uns gott und schild! nüzt, verborgen. Wer hat es 2. Von dir hab ich ja mein je genau erfant? Wie oft find leben, Gott, der du mein vaunsre wünsch und sorgen Volter bist; Mir zum beil baft du thorbeit und voll unverstand gegeben Deinen fobn felbft, jes Wer kan, was seinem woblium drift, Und mein sichrer ergebn Bum sbaden dient treuer führer, Der mir deine gans uberiehn? Jadwege weist, Ist ja felbst dein 5. Nur du, gott, feanft und guter geift. Hab ich den nun wabist das beste, Ovater, ma um regierer, Dich, o du drep che felbst mein bers Ju die einger gott, fo fcbredt mid fer überzeugung veste, So ebr keine noth. dad de N ich, auch im größten schmerz, 3. Und wie font ich doch vers Dich stets mit der entschlof zagen, Ging es noch so wun fenbeit, Was gott will, das derlich! Da ich kan bis heute gescheb allzeit. iagen: Gottes gute führet 6. Die stunde wird gewiß mich! Nun erleb ich denn auch Doch kommen, Da mich voll morgen, D so lebt auch noch Tommnes glüf erfreut. Denn mein gott, Der für mich in je einmal führst du deine from der noth Treu und liebreid men 3ur völligen zufrieden- fevner forgen, Gut und treu beit, Und dann wird ihnen mich führen wird, Weil er offenbar, Daß nur dein rath vater ist und birt. Der beste war, min 4. Ginge mir es, wie ichs 7. Da erndt ich auch von wollte; So ging mir es felten meinen plagen Die felgen gut. Wenn das stets geide. früchte ewig ein. Da wird ben foute, Was sich wünscht mein berz, statt aller flagen, mein eigner muth, Würdid Nur voll des froben lobes oft mein Unglüf wablen. Id feyn: Der berr, der für mein erfahre gar zu oft Boles, bell gewacht, hat alles mit wenn ich guts gehofft; Meine mir woblgemacht.no besten wünsche fehlen. Drum fofer und den berren preifen. in gott, mein berz fey still, 426.3 ergebe mich dem Mir geichebe, was goft will. willen Meines 5. Was gott will, geichehe gottes ganz und gar, Derimmer! Was ich will und wird auch an mir erfüllen, schädlich ist, Das lapja geswe Was mir nuzet immerbar. ben nimmer, Gott, der du so Siebe, booster gott, bernie- qutig bist! Und da dir mein ber; Alles, was ich bab und unvermogen, Dir zu folgen bin, Geb ich dir ganz eigen bin! ift bekant so laß doch deis Du gabst es, dir geb ichs wie- lne band Meiner schwachbeit fraft 7.Ergebung in Gottes Willen. 269 fraft beplegen, und dann, 7. An das, was du beschlossen vater, folg ich dir; Was Will ich ganz unverdroffen du willst, geschehe mir. Mit frober hoffnung gehn. 1 Nun ruhen alle wälder. Kein unfall unter anen Wird 427.n allen meinen tba je zu fchwer mir fallen; Mit ten Laß ich dich, dir werd ich ihn überstehn. böchster, rathen, Der alles 8. Dir hab ich mich ergeben, Fan und hat, Du mußt in al- 3u sterben und zu leben, Wie len Dingen, Soll etwas mir es dein winf gebeur; Es sey gelingen, Mein belfer seyn mein end verborgen, Es fom mit raib und that. beut oder morgen, Du weißt dazu die beste zeit. 2. Nichts bilft mein banges sorgen Vom abend bis 9. So fey nun, feele, ſeine zum morgen, Nichts meine Und traue dem alleine, Der ungeduld. Du magsts mit dich erschaffen bat; Es gebe meinen fachen nach deinem wie es gebe! Dein vater in willen machen 30 traue der bobe, Weiß doch zu alDeaner vaterhuld, mot noen fachen rath." 13. Es fan mir nichts ge- 428.Befiebt du deine wes 218 was bein rath Und was erfehen und für mich nüz- berze frånfr, Der treuen vas lich halt. Ich nehm es, wie terpflege, Des, der den melt dus giebest: 2Bas du von Freis lenkt, Der wolfen, fluth mir beliebest, Das bab ich und winden Gibt ordnung, völlig auch erwählt.iel und bahn, Der wird 914. Jd traue Deiner gnade, auch wege finden, Die dein Die mich auf deinem pfabe fuß geben Fan. Vor allem bel ich úzt; Leb ich 2. Dem Herrn mußt du nach deinen fåzen, So wird vertrauen, Wenn Dirs foll mich nichts verlegen, Nichts moblergebn, Auf ibn mußt du feblen, was mir wirklich nuzt. stets schauen, Wenn dein werk 5 Laß mich nur meinerfun- foll beftebn. Mit forgen und den Vorber vergebung finden, mit grámen Und mit felbft Und tilge meine schuld; 3um eigner pein Laßt gott sich herligungs geschäfte Verleib gar nichts nehmen, Es muß mir muth und frafte, Und erbeten feyn. babe dann mit mir geduld. 3. Dein aug, o gott der gnade, Siebtimer ungeschwächt, Was gut sey, oder schade Dem sterblichen Geschlecht. Und was du dann erlesen, Dein rath fürs beste bålt, Bringst bu zum stand und Wesen, Wie es dir wohl gefällt. 4. 2 6. Leg ich um schlaf mich nieder Bekt mich der morgen wieder zu meines Lebens pflicht; Jrr ich auf finstern wegen, Geb ich dem leid entgegen, So gibt bein wort mir troft und licht. 270 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. 4. An mittel und an wegensbått in feinem sinn Er deiner Febit dirs, allweifer, nicht; fich begeben, und sollst du für Dein thun ist gnad und fegen, und für Jn angaft und no Dein gang ist recht und licht; theu fchweben; Als fragt er Dein werk kan niemand bin- nichts nach dir. dern, Du fanft nicht tråge to. Wirds aber sich befinden, ruhn, Wenn du, was dei Daß du ibm treu verbleibff, nen findern Ersprießlich ist, willst thun. So wird dein leid verschwin. den, Da dus am mindsten 5. Und wollten welt und teu glaubft: Er wird dein berz er fel bier boshaft widerstebn: lösen Von der so schweren So wird doch ohne weifel laft, Die du zu feinem bb. Gott nichtzurufe gebn; Was fen Bisher getragen haft. er sich vorgenommen, Und 11. Bobl dir, denn deine was er haben will, Das treue Trägt da den sieg da muß doch endlich fommen von; Sieb muthig auf and 3u feinem zwef und ziel. freue Dich über ihren lohn; 6. Hoff, o bedrängte feele, Gott schmückt mit siegespal Hoff und sey unverzagt! Gott men Gewiß einst deine band; weiß es, was dich quale, Den Und du fingst freudenpfalmen Fummer, der dich nagt, Er Dem, der dein leid gewandt. wird dich ihm entrüfen. 12. Herr, macb.ein fröblid Erwarte nur der zeit, Bissende Mit aller unfrer notb, dich mit holden bliken Sein Und reich uns deine bånde angeficht erfreut! Im leben und im tod. Stets 7. Auf! wehre Deinem laß uns deiner pflege Und schmerze, Der banger forgen treu empfoblen seyn, So ge nacht. Laß fahren, was das ben unsre wege Gewiß zum berze Betrübt und traurig bimmel ein. macht. Bist du doch nicht reIn voriger Melodie. gente, Der alles fübren ſoll, 429 Cbrift, alles, was regimente, Und fübret alles wohl. dich frånket, Be fiehl getroft dem berrn, Er, 8. Jhn, ihn laß thun und der die himmel lenket, St walten, Er ist ein weiser fürst, auch von dir nicht fern. Er Und wird sich so verhalten, mac aus deinem schlummer, Daß du dich wundern wirst, 3u gott erbebe dich. Er fie Wenn er, wies ihm gebühret, bet deinen fummer, Und Mit wunderbarem rath Das liebt dich váterlich. werk binausgeführet, Das 2. Sinds fünden, die dich dich bekümmert hat. ichmerzen; So fühle deine 9. Er wird zwar eine weile schuld; Dech trau mit gan Mit seinem troft verziebn, zem berzen auf deines mittlere Und thun an seinem tbeile, Als buld. Zu wahrer rube fübret Die 7 Ergebung in Gottes Willen. 271 Die reu, die gott gefällt; Algieret Sein rath ist wunder lein den tod gebieret Die bar, Einst wirst du überfübtraurigkeit der welt. ret, Daß er der beste war. 3. Erau gott, nicht deinen Will auch dein berz oft wanschlüssen, Die wahl des besten Fen, als dacht er deiner nicht, ju. Sprich, wer mirds besser wirst du ihm doch einft Dans wissen, Dein schöpfer oder du? ken, Er hält, was er verspricht Erweißja, was dir fehlet In 9 Wie sollt er dein nicht jedem Augenblik, Bas et, denken, Er, der dich fennt und Dein vater wählet, Das dient liebt; Nicht troft und glük dir zu deinem glük. ichenken, Er, der so gerne 4. Der gott, auf deffen fegen gibt? So gern mit feinem fes Dein ganzes wohl berubt, Ift gen Der menfcben bera ere stets in feinen wegen Gerecht freut, Auch auf den raubften und weif und gut, Und was wegen Führt er jur feligkeit. er feinen findern 3u ibrem 10. Mit rubigem gemüte heil erfab, Kan kein erschaff Verlaß auf ibn dich vest, Und ner bindern, Wenn er gebeut, wiß, daß feine gute Dich stebis da. ewig nicht verläßt. Er will, 5. Vergeblich toben feinde nach einer weile, Did desto Auch noch so fürchterlich, haft mebr erfreun. 3u Deinem du nur ihn zum freunde, Jaróften beile Verzeucht er, er dein gott für dich, Wer barre fein! gleicht tbm? feinen winken 11. Wohl dir alsdann, du Geborchen erd und meer. Laßtreuer, Wie groß ist einst dein deinen muth nicht sinken, tobn! Dein richter, dein bee Dein fchirm und ichbild ist er. freper Reicht dir die sleges6. Gott záblet deine zábren, fron! Auf kurze Prüfungstage Und wird, was gut ist, gern, Folgt ewaer preiß und dank. Auch deinen wunich gewähren Dann schweiget jede flage Harr in geduld des berrn, Und wird ein lobgefang.it Ders niemals böse mepnet. Nun ruhen alle wälder. Hoff unverzagt auf ihn. Wen 430.as foll ich angstfeine Wird flagen, Deine woblfahrt blühn. in der notb verzagen? Der 7. Ergib dich ihm mit freu bodßte sorgt für mich. Er den, Sey stark durch seine forat, daß meiner feele Rein fraft! Sen auch zur zeit der wahres woblfeyn feble. Ge leiden Ein chrift und tugendnug zum troft, mein beri, haft! Und dann ergreif im für dich! glauben Den troft der ewig- 2. Was nüzt es ängstlich feit; Wer kan dir diesen rau- forgen, Und jeden neuen morben, Der allen gramzerstreut? gen Mit neuem fummer fehn? 8. Sey froh, Dein gott re- Da, vater meiner tage, Weißt, 272 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. Weißt eb ich dirs noch fa- Was du mit mir getban, Kan ge, Mein leid und auch mein ich doch des mich trösten, Du woblergebnis nimst mid, mich erlösten, Ge. wiß dereinst zu ehren an. 3. Auf deine hand zu schau en, Dir kindlich zu vertrauen, 10. Dort bey den frommen Das, berr, ist meine pflicht faaren, Dort werd ich es Ich will sie treulich üben, und erfahren, Wie gut du mich ge Dich, mein vater, lieben; Den führt. Da fing id dir mit du berfáumst die deinen nicht freuden, Nach überstandnem 4.Der du die blumen fleidest, leiden, Den dank, der deiner Und alle thiere weidest, Dubulb gebührt. fchopfer der natur, Weißt al er nur den lieben gett. les, was mir feblet; Drum, 431.Mein gott, bu weißt feele, was did quälet, Beffeblam allerbesten Dem berrn und glaube nur Das, was mir gut und nu; lid 5. Herr, alle meine forgen, ft; Du bleibst, ist auch die Die noth, die oft verborgen noth am größten Mein belAn meinem herzen nagt, Werfier, wie dus ewig bist: Gib/ ich auf dich den treuen; Du daß ich einzia dir vertrau, Und weißt den zu erfreuen, Dernie auf menfchenbülfe bay. from nach deiner bülfe fragt. 2. Raum alles weg aus mei 6. Wenn meine augentbråner feelen Was deinem willen nen, und sich nach hülfe seh- widerspricht und wollte nen, So flag ich dirs, dem mirs sich auch verbeblen, So berrn. Dir, vater, dir befehle telle du mirs felbst ins licht, Ich jeten wunsch der, feele, Was mir noch fehlt an Fin Du borst, du hilfft, du seg des finn, Und neige Donn neft gern. mein berz dabin. 7. Der du mir hier im leben 3. hilf mir im geist und Schon größres heil gegeben, warheit sprechen: Du bist Und deinen sobn geschenkt, mein vater, licht und beil, Du wirst mir alles schenken, Verzeihst mir gnädig meine 11nd mir zum besten lenken, schwachen, und fchenfft aud Was mich bekümmert, quält mir an drifto theil. Du bist und frånft. mein aller befter freund, Ders 8. Duführeft, herr, die dei- treu und redlich mit mir nen Nie fo, wie fie es mepnen; mepnt. 10 Nein, nur nach deinem rath. 4. Denn darf ich mich dein Ob ich mich auch betrübe, find nurnennen, Bist dumein Bleibt doch dein rath voll lie- vater und mein freund: So be, Das zeigt der ausgang muß mir alles nujen können, mit der that. Was mir auch noch so bole 9. Wenn ich bier tiefen sebe, scheint. Das bitterste wird mir Und es nicht ganz verstebe, 33110 Gottes Billen. 273 7. Ergebung in mir verfüßt, Wenn du nur, gott, mir gnådig bist. Mein herz und finn ergeben. Was böfe scheint ist mir ge5. Drum gib, daß ich dir winn, Der tod felbst ist mein Findlich traue, Und demuts leben; Denn gott ist mein, Und voll, doch unverzagt, Mein ich bin fein; Was ist wohl, hoffen sicher darauf baue, das mir ichade! Ob er gleich Was dein so theures mori folågt und freuz auflegt If mir sagt, Dein geist erkläre doch sein bun voll gnade. meinem geist, Was deine 2. Das fan mir feblen nimbatertreue beißt. mermebr, Mein vater muß 6. Ich bin ja auf so viele mich lieben, Lafft er auch oft weife, Mein berr und gott, mich freudenleer, So will et dein eigentum, Drum gib, mich nur üben, und mein gedaß ich zu deinem preife, Und mütb In seiner gut Gewöb. deines groffen namens rubm, nen sich zu faffen, Ueb ich ge Dir diene in gerechtigkeit duld, Trau feiner buld, Wird Mit williger ergebenbeit. er mich nicht verlaffen. E 7. Du schaffst das wollen 3. Ich bin ja nicht von unund vollbringen, Von dir gefàbr Entfprungen aus der fomt weisbeit und verstanderden; Gott ifte, der mich zu Drum reiche mir in allen din feiner ehr, Das, was ich bin, gen Aus gnaden deine vater ließ werden. Gab er das feyn band. Erbarme meiner Dem leib allein, Der furze schwachbeit dich, und stark zu seit nur wäbret? Nein, auch allem guten mich. dem geift, Der jest ihn preift, 8. Legst du was auf, so bilfs Und der ihn ewig ebret. auch tragen, Gib mir geduld 4. Und wer erhält mit alle in leidenszeit Und fey in gut gewalt Mir jede fraft sum leund bösen tagen Mein troft ben! War ich nicht langund meines beriens freud. tens tobt und falt, Wenu Gib demut, einfalt, lieb und mich nicht gott umgeben Mit zucht, Was unrecht ist, das feinem arm, Der alles warm, fey verflucht. Gesund und fröhlich macet? 9. Nun, berr, du siebeft Was er nicht bált, Das bricht mein bestreben, Verleib mir und fällt; Was er erfreut, Deines geiftes fraft: Du willst das lacet. fie ja dem gerne geben, Der 5. Beyibm ist weisheit und treulich gutes durch sie schafft. verstand Mebr, als wir menDann zeigt mein redlich from schen faffen: Er hat von ewige mer finn, Daß ich dein ewig feit erkant, Was er will fome bleib und bin. men lassen. Er weiß, wann el. Was mein gott will, das. freub, Er weiß, wann leid 432, bab in gottes uns, feinen findern diene, berz und sinnlund was er thut, Ift alles gut, 274 3weyte Abtheit. IV. Pflichten gegen Gott. gut, Obs noch so traurig weg zum schauen. Du bist schiene. mein birt, Der alles wird zu 6. Du denkest war, wenn solchem ende kehren, Daß ich du nicht haft, Was sinnen mit dank Und lobgefang Did Iuft begehret, 218 fey mit ei- ewig werde ebten. ner großen last Dein lebensMel. Was gott ihut daß ist. gang beschweret, Haft spát 433. Was zagst du? gott und früh, Viel forg und mub regiert die welt! Auf selbst erwählten wegen; Und der ist ja allmächtig, Den Und denkest nicht, das was arm, der alles fleisch erbált, gefchicht, Geschebe dir zum Bas macht dir den verdachsegen. tig? Wenn meeresfluth, 7. Es fan bey lauter son Schwerdt, feuersglut Uns nenlicht Das feld nicht früchichon ereilet bárren: So kan te tragen; So reift auch men Doch er noch retten. fchen wohlfahrt nicht Be 2. Was jagst du? gott re lauter guten tagen. Wie bitgiert die welt! Und der ist ja ter sey Die arzeney, Schafft allwiffend, Selbst was dein fie dod neues leben; So muß berz verborgen bált, 3st dens das leid zu neuer freud Und noch ihm wohlwiffend. Sollt mahrem glüt erheben.ibm dein icrepn Verborgen 8. Ep nun, mein gott, fo fepn? Die bitte, die du tbatest, fall ich dir Getrost in deine Bußt er noch, eb du batest. hånde. Nim mich, und mach 3. Was jagst du? gott rees fo mit mir, Bis an des legiert die weit! Und der ist ja bens ende, Wie dirs gefällt, allweife; Stets dient der weg, Der du die welt Nach weifem der ihm gefällt, 3um beil dir, rath regiereft, Und so auch ibm um preife. In finstermich Stets väterlich Aufniß Führt er gewiß Dit aus richtgem pfade führeft. der nacht der leiden Ins bell9. Willst du mir geben fon- fte licht der freuden nenschein, So nehm is an 4. Was zagst du? gott re mit freuden, Solls aber giert die welt! Ist stets allge fchmerz und trübfal feyn, genwärtie; Wenn sich dein Will ichs geduldig leiden beri verlassen bált, Dir nab, Willst du alhier noch lån zu helfen fertig. Sein odem ger mir Des lebehs fraft er nur Eràgt die natur, Trägt, balten, Wie du mich führt wo auch jeder walle, Doc Und führen wirst, So laß ich allenthalben alle. gern dich walten. 5. Was jaast du? gott re 10, Aud nod im tobe bin giert die welt! Und er ist aud ich dein, Vor ibm foll mir geduldig. 3war, wenn er ins nicht grauen; Er führt zum gericht uns stellt Sind selber beffern leben ein, er ist der fromme schuldig; Doch sein gericht 8. Vom Gebet. 275 gericht Trifft fromme nicht.[ met, Der íchámt fich gottes Drum fey gewis er schone freund zu feyn; Und stößt Auch dein in seinem sobne. das angebotne glük Muth6 Nun, gott, da du die welt willig selbst von sich zurük. regierst, Wie dürft ich ångst- 5. Sein glük von feinem libagen? Ein leid, in wel- aott begebren; Ift warlich ches du mich führft, Soll nie keine schwere pflicht; Und feimich niederschlagen. Jd boff newünsche gott erklären, Geauf dich, Du låffest mich Bald reuer sicher niemals nicht. Er Deine bülfe fcbauen. Dir, dir qibt uns muth und stärkt die will ich vertrauen. Fraft 3ur Dämpfung jeder leidenschaft. 8. Vom Gebet. 1. Pflicht u. Befoaffenheit des Gebets Erwedung 6 Sich in den leidensstun den stärken In dem vertraun, daß gott uns liebt, Im fleiß zu allen guten werken; Ift dazu. er nur den lieben gott. 434.Dein beit, o drift, diese pflicht für dich betrübt, nicht zu verscher So triffft du nichts auf zen, Sey wach und nüchtern erden an, Das dauerhaft zum gebet! Ein findlich flehn erfreuen fan. aus reinem herzen hat gott, 7: Gott, laß mich nicht mein dein vater, nie verschmäht beil vericherzen, Gib luft und Er ist die liebe selbst und fraft mir zum gebet; Und wen bort, Was seiner finder mein mund aus gutem herzen herz begehrt. 3u dir um bulf und gnade 2. Erbebe dich zu seinen boflebt: So bore mich von deiben Mit dank und flehen oft nem thron Durch jesum chriund gern; Er låffet, was dirftum deinen sobn. nuit, gescheben, Ist dir zu hel In voriger Melodie. fen niemals fern: Und thut, fo 435.Kom berend oft und Du nur zu ihm flebst, Mehr mit vergnügen, als du bittest und verstehst O christ vor gottes angesicht. 3. Welch gluk, so hoch ge Laß keine trágbeit dich befies ebrt zu werden, Und im gebet gen In der erfüllung dieser vor gott zu stehn, Der berr pflicht. O übe sie zu gottes Des bimmels und der erden preiß Und deinem beil, mit bedarf der eines menschen treuem fleiß. flebn? Er will blos deine fe- 2. Bet oft in einfalt deiner ligkeit, Wenn er zu beten feelen, Gott fiebt aufs berze Dir gebeut. gott ist ein geift. Wie können 4. Sagt gott nicht: bittet, dir die worte fehlen, Wenn daß ihr nehmet? Ist des gebe nur dein herz dich beten beißt? tes frucht nicht dein? Wer Der glaub an gott und feisich der pflicht zu beten scháS2 nen 276 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. nen sohn, Rührt ihn; nichtglied foll feyn des andern leerer morte ton. feind; Solch bitten, das aus 3. Bet oft zu gott und fcbmet liebe fließt, Gefällt dem, der in freuden, Wie freundlicher, die liebe ift. dein vater, ist. Bet oft zu 9. Bet oft, so wirst du glaugott, und fühl im leiden, Wie ben balten, Dich prüfen und treulich er das leid verfüßt. Das bofe fcheun; An lieb und Gott börts, gott is, Der eifer nicht erfairen, Und reich hülfe schafft; Er gibt dem an guten werfen sepn. Dena müden troft und freft. muth und fraft und feelen4. Bet oft und heiter im ge- ruh Sagst du, gott, dem, müte, Schau dich an seinen der bittet zu. wundern satt, Schau auf den 10. Dis reize mich, vor dich ernst, schau auf die gute, zu treten Mit lob und dank, Bomit er dich geleitet bat. mit wunid und flebn. Dow Oft irrteft du, er trug gemeine fehler bey dem beten duld; Erkenn und preise sei- Bollst du, mein vater, über ne huld. fehn. Weil der, der dir zut. 5. Bet oft, durchfcbau mit rechten ist, mich als mein frohem muthe Die herzliche mittler unterstüzt. barmherzigkeit, Des, der mit In voriger Melodie. verderben bat befreyt; Und feinem tbeuren blute Uns vom 436. Bon dir komt jede gute gabe; Nur eigne dir zu deiner rub Und du, mein gott, fauft mich al. beiligung fein opfer zu. tein mit allem, was ich no6. Bet oft, gott wohnt an thig habe, zu meinem wabren jeder ståtte, In feiner minder wohl erfreun. Mein leben oder mehr. Denk nicht, wenn und mein glüf beruht Allein ich mit vielen bete, So find auf dir, du böchtes gut. ich eb'r bey gott gebór Jft nur 2. Umfonst ist alle meine Ist Dein wunsch gerecht und gut, mübe, Wenn dein gedeihen So fey gewiß, daß gott ihn sie nicht Front Was ich auch. thut. noch so ångftlich fliebe, Wir 7. Doch fäume nicht in den doch von mir nicht abgelehnt, gemeinen Auch öffentlich gott Wenn vor dem übel, das mich anzuflehn, Und feinen namen schrekt, mich nicht dein mit den feinen, Mit deinen måchtger fcbu; bedekt. brüdern, zu erhöhn. Fühl der 3. Wie sollt ich denn nicht vereinten andacht werth; Die von dir bitten, Was meiner Deine eigne stärkt und nåbrt feele munich begehrt? Vor. 8. Bet oft zu gott für deine dir, o gott, fein berz ausschüt brüder, Für alle menschen, als ten, Wenn notb und kummer ihr freund. Denn wir sind uns beschwert, Besänftiget eines leibes glieder. Reinder seele schmerz, Und öfnet dei Vom Gebet. 8. 277 deinem trost das berz. muth niederfällt; Jehovah, 4. Sollt ich nicht donk under, der ewig war, Und ist und ruhm dir bringen, Wenn mich seyn wird immerdar. ein mabres glüf erfreut? Dir, 3. Durch ein verstelltes allerhöchfter, dir lobsingen Jt båndefalten, Durch schöner gut, ist für uns seligkeit, Und worte leeren laut, Ist bey dem flößt uns wabren eifer ein, Inberrn nichts zu erhalten, Der Deinem dienste treu zu fein. nur allein aufs berze schaut. 5. Du börest es mit wohlge vor ibm gilt nicht der äußre fallen, Wenn deine kinder jufcbein: Man muß nicht scheidir flebn, Verímábest nicht nen, fondern iepn. thr schwades tallen, Wenn 4. Ein zuversichtlich finde fie fobfingend dich erhöhnlich fallen, Ein wabrer glaub Du ebrst den wieder, der dich an jejum drift, Der voll bes ehrt, und börest den, der dich, gier, gott zu gefallen Durch gott, bort. reine liebe thátig ist; Dis 6. Mit fegen uns zu über- is, was durch die wolken schütten, Bist du, o vater, dringt, Und segen uns berftets bereit. Was wir nach nieder bringt. Deinem willen bitten, Gibst 5. O welch ein glük schon du uns aus barmherzigkeit. bier auf erden Im glauben Und wer dir dankt, dem stro- mit gott umzugehn! Schon mest du Beständig neuen fe bier Den engeln gleich zu wergea ju. den, Die stets anbetend bor 7. So will ich dann zu dei- ibm ftehn! Menich, nim zu nem throne Oft im debet mich deinem eignen beil, An dies findlich nabn. Rim, vater, fem bimmelsglük oft theil! nim in deinem fobne, Der an 6. Mußt du in angt und dacht opter gnädig an, Dein fummer fcbmachten, So flageift regiere meinen geift, Daßge deine noth dem berrn Er er dich betend würdig preist, wird dein fleben nicht verachten, Er ist allmachtig und du vor got hilft gern, Berbirgt er auch tes thron ju tre fein angeficht: Er hilft geten, So mache dich bereit, owiß verzage nicht. drift, In geist und warheit 7. Wenn gute thaten dir anjubeten Den gott, der geist gelingen, Preiß ibn, der dich und warbeit ist. Laß nicht der als vater liebt, 3bn, welcher erden forgen zu und denke, wollen und vollbringen Durch mit wem redest du? feinen geift zum guten gibt, 2. Er ists, dem alle bimmel und zuversichtlich rufe dann dienen, Der berrund icòpfer Um diesen geist ihn ferner an. aller weit, Vor dem das chor 8. In bösen und in guten der seraphinen Verhüllt in deltagen Laß das gebet dein lab3 fal In voriger Melodie. 437.Bag 278 Zweyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. fal sepn: So wirst du nie voll sen auch nicht werth: So fep fleinmutb zagen Und nie dich doch unser flehn erbört Bon übermüthig freun. In dei dir aus lauter gnade. nem berzen und mit dir Bleibt gottes friede für und für. 6. Du, vater, weißt, was uns gebricht, So lange wit bier leben. Es ist dir auch ver. Sey lob und ehr dem. 438, vater unfer gott, borgen nicht, wenn wir in es ist Dein werk, ndihen schweben. Um beyuns zu belebren, Wie du rech: stand fleben wir dich an, Deb anjurufen bist, Daß du uns macht und gnade alles fon, Fanft erboren. Drum geuß, Die uns nicht will verlaffen. wie uns dein pwort verheißt, 7. Wir haben ja die freuSelbst über uns aus deinen digkeit Durch jefum drift emgeist Der gnad und des ge- pfangen, Der gnadenthron betes. jist uns bereit, Von dem wir 2. Er nehm sich unfrer bulf erlangen. 2aß beilge schwachbeit an, Uns fråftig bånd uns immer bier Aufbes zu vertreten, So oft wir dei ben, vater, und zu dir Mit nem thron uns nahn, Zu dan- wahrer inbrunft fleben. fen und zu beten, und unser 8. Dein nam, o gott, gebeis flebn zu dir, o berr, Sey nie ligt werd; Dein Teid laß uns ein frostiges geplerr; Es sey erfreuen, Dein will geideb ein fledn des berzens. auch bier auf erd; Gib frie3. In geist und warheit laß den, brod, gedeiben; All unse ju bir Das berz uns glaubig re fünben uns verzeib; Steb richten, mit andacht beten uns in der versuchung bep Er für und für, Ohn fremdes 106 uns von dem übel. thun und dichten. Gib uns 9. Dis alles, water, werde Des alaubens juversicht, So wahr, Duwollèft es erfüllen. hoffen wir und zweifeln nicht, Erbör und hilf uns immer Die bitte zu erhalten. Dar Um jefu Chrifti willen, 4. Hilf, daß wir keine zeit Denn dein, o berr, ist allezeit noch maaß 3m beten dir vor- Von erdigkeit zu ewigkeit Das ichreiben, Unhalten obne unreich, die macht, die ehre. terlaß Und auch bey dem nur 2. Kraft, Nußen und Se breiben, Was uns dein wille bitten lebrt, Was deinen gen des Gebets. Genug du haft Genade. großen namen ehrt, Und un- 439, ein bester troft in 1er befördert. meinem 5. Laß uns im herzen und Jt ein gebet zu meinen gott, aemüth Auf unire fraft nicht Dis fan mir fraft in schwach bauen, Auf Deine weisheit beit geben, Geduld und muth macht und gut laß einzig uns in jeder noth, Bey jedem beztrauch, und find wir dei gram. 8. Vom Gebet. 1 279 gram ben jedem ichmer; Ein Dann bitt ich gott; er bilft ruhiges zufriednes berz. mir fämpfen, Er gibt mir 2. Bie fan ich troft und much zu jeder pflicht Und zuflucht finden, Benn meinichenft mir milligkeit und gewiffen mich verklagt; Wenn kraft 3um siege über teiby der menge meiner fünden denschaft. Mein berg vor fetnem richter 8. Wenn ich im letzten zagt? Nichts tròftet mehr als fampf des lebens Bey nieein gebet, Das bey dem berrnjmand bülfe finden kan: So um fchonung flebt. rufid gott doch nicht verges 3. Muß ich um des gewif bens Um feinen troft und beyfens willen Ein fpott der la stand an, Der, wenn die fprasterhaften seyn, So bet ich de, che mir vergebt, Doch meine, muthsvoll im stillen 3u mei feufier noch verftebt. nem gott, er hört mein Nun ruhen alle målder, sreyn, Nimt väterlic fid 440 Rönnt ich in meinen meiner an und stärkt mid auf der tugendbahn. nötben nicht gott vertraun, nicht beten, Wie 4. Nie will ich mich zu rå elend war ich dann! Wann chen suchen, Wenn mich ein troft und boffnung wanken; feind zu frånken sucht, Und Wie soll ichs gott verdanken, nie will ich dem wieder flu- Daß ich dann zu ihm bechen, Der mir aus unver ten fan? DEPO stand geflucht. Nein, meine 2. Oft raubten bange rach sey ein gebet, Das gott schmerzen Den frieden meium gnade für ihn flebt. nem herzen und störten meine 5. Und wenn ein fummer rub: Doch wenn mich fummich verzebret, Den ich nie mer quàlte, Dann flebt ich, mand entdecken fan; Dann dann beieelte Dein troft mich, ruf id gott, der mich erbbret, gott, dann hörtest du. Um trost in diesem fummer 3. Dann trug ich meine lei. an. Ich weiß, wer ibm mit den Mit größerm murb und. zuversicht Sein leid flagt, den freuden, und rub empfand verwirft er nicht. mein geift Ich fand dann im 6. Ruf ib ibn an bey dem gebete Den troft, um den ich geschäfte Des ftandes, den er flehte, Den troft, den uns mirverlieb; So fleb ich nie Dein wort verbeißt.. umsonst um fräfte: Der gott 4. Flebt ich zu dir am morDer stårke gibt mir fie; Er gibi gen, So schwiegen meine for aus väterlicher bald Mir fe aen Den ganzen tag in mir. gen, flugbeit und geduld. Mit ruhigem gemütbe Vers 7. Wenn, meine bbfe luftraut ich Deiner gute Und zu dampfen, Mir schwachen überließ mein schiffal bir. murt und fraft gebricht, 5. Und ruhig war mein S4 schlummer, 280 3wepte Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott. Schlummer, Wenn ich dir mei- Jden schon, Wie er geschieht nen fummer, D gott, zuvor ge- oor deinem thron. Mad Flagt. Von diefem troft um- uns, o gott, in freud und leid geben, Daß du machst für Zu dem, was dir gefällt, bemein leben, War meine feelereit. Wehr auch des fleisches unverlagt. übermut, Das wider deinen 6. Noch werden viele tage willen thut. Mir traurig unter plage Und 5. Gib uns beut unser tåg. unter gram pergebn. Laßlich brod, Du kennst am be herr, in meinen leiden Michbiten unire noth. Hilf uns, nie dein antliz meiden, Mich entferne frieg und streit, Pest, immer freudig zu dir flebn. feuchen, miswachs, theure 7. Und laß mich stets empfin- zeit! Laß bep uns heit und den, Daß die Dein antliz fin- friede blúbn Und laß uns geiz den, Dieglaubig dir vertraun. und forge fltebn. Mit rubevollem berzen Wiu 6. Vergib uns gnådig uns ich in meinen ichmerzen Aufre schuld, Und trage doch mit Dich nur meine hoffnung baun.uns geduld! Begnadiget von 3. Das Gebet des Herrn. dir, dem berrn, Verzeihn wir Vater unfer im bimmelr. unfern schuldigern. Und du 441.Gott vater an erbartbust auch barmherzigkeit Un men reich Der dem, der gern, wie du, du in eintracht uns zugleich verzeibt. Als kinder beisfest zu dir 7. Herr, in versuchung führ nab'n; Wir rufen auf dein uns nicht. Und wenns im wort dich an. Und betet vor fampf an fraft gebricht, hilf dir unser mund, Hilf, daß es du mit deiner starken hand geh von herzensgrund! Und gib uns fraft zum widerstand; Daß wir zulezt als fice lig feyn; Erhalte bein wort ger ftehn Und deiner gnade ben uns rein; Und gib, daß, rubm erbbbn. 2. Dein name muß uns bei wie du beilig bift, Auch beilig 8. Mach uns von allem u. unfer wandel ist Bebüt nns, bel ios! Des lebens elend hier herr, vor falicher lebr; Undist gros. Bewabr uns vor Die verfübret sind, befebr. dem ewgen tod; Hilf auch in 3. Dein reich erichbein in unsrer sterbensnoth; Und ene biefer zeit, und vollends in de glüklich unsern lauf: Nim Der ewigkeit. Steb uns mit uns in deinen himmel auf. Deinem geifte bey, Mach uns 9 Dein ist reich, Fraft und von fünden knecticbaft frep. herrlichkeit, O berr, in alle Dámpf deiner feinde madt ewigkeit. Wir alle sind dein und wuth, Nim deine kirchleigentbum. Gebet erhören, in deine hut. fist dein ruhm. Im namen 4. Dein will gescheb auf er liefu flebn wir nun; Du fanft, Du 8. Vom Gebet. Gebet des Herrn. 281 du willst, du wirst es thun.jmachst du uns zu deinen er 10. Herr, amen! ja es mer ben, Und fübrst uns endlich, De wahr. Starf unfern glau- wenn wir sterben, Zu dir ins ben immerbar, Daß wir nicht reich der ebren ein. zweifeln, unser flehn Durch 4. Herr, es gescheb dein Deine gnab erfüllt zu sehn. beilger wille Auf erden, wie Ein freudig amen sprechen im himmelreich: In ihm komt wir, D vater, auf das wort alles guten fülle, Jbn thun, von dir. macht uns den engeln gleich, Dein wille ist in allen Dinger Wie wohl ist mir o freund. 442.Gott, der du in dem Gerecht, und beilig, ihn vollhimmel thronest, bringen, Ift unire rub und fe Mit herrlichkeit reich angeligkeit. Nur laß uns ihn auch than, Und dort in einem lich recht erkennen, Laß, uns von te wobneft, zu welchem nie- lieb und eifer brennen, 3u fol. mand fommen fan. Jebovab, gen dem, was er gebeut. unser herr und vater, Erbal 5. Gib uns in unsern lebens ter, schöpfer und berather, tagen Des leibes nabrung uns Gott, den der ganze bimmelfer brod! Lehr uns das glük beehrt, Vernim mic, da ich vor scheiden tragen, und mit geDich trete, Mit dem vollkom taffenbeit bie noth. Gib, daß mensten gebete, Das uns dein wir nicht des eiteln achten; ewger fohn gelebrt. Vielmehr mit ernst am ersten 2. Gebeiligt werde, berr, trachten nach deines reichs dein name, So wie er felber gerechtigkeit: Co wird von beilig ist! Es weiß es adams deinen gutern allen Auf uns ganzer faame, Daß du fein auch unser antbeilfallen, Wie gott und vater bist; Daß auf dort, fo bier auch in der zeit. der ganzen weiten erde Dein 6, Erlaß, o gott, uns unire bober ruhm verherrlicht wer- schulden und gib, daß wir auch de, Und jedes berz dein tempel gern verzetbn, Beleidigungen fey: Daß nicht ein frevler, frommerdulden Und nie rachs nicht ein spotter, Nicht ein süchtig wieder dráun. Stets berehrer fremder götter, Dich dem gebot gehorsam leben: und dein beiligthum entweih. Vergebet, fo wird euch verge 3. Dein reich, o gott, laß zu ben: So wirst du auch nach uns fommen, Das reich der deiner huld Dis theure wort gnade und der fraft, Das fel- an uns erfüllen, Und uns, um ge reich, das in den frommen jesu christi willen, Vergeben Dein beilger geist erbålt und unfre sündenschuld. schafft. Laß uns durch lehre 7. Laß uns nicht in verfus und durch leben Dein reich chung führen Von unserm bier zu erweitern streben Und berzen und der welt. Und bilf Deine treue bürger seyn: Soluns allzeit triumphiren, Went ibre 5 282 Zweite Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott ibre macht uns überfällt, der bob, Mit freudigkeit! Stark ist in uns der reiz der 5 Was unser leben hier fünden, Wir sind zu fchwad erhält, Gib uns so lang és zum überwinden, und der verir gefällt. Doch gib uns fuchungen sind viel, Drum, auch ein berz dabey, Das gott, fey machtig in uns ankvoll und genügſam fey, schwachen Durch treues fám Und dir vertrau! pfen, beten, machen Bring 6. A, oft vergebn wir uns uns zum vorgestekten ziel! an dit, Verzeib uns, vater, 8. Du, berr! baft macht fo wie wir, Um deiner buld uns ju eribien Unendlich groß uns zu erfreun, Auch unist deine treu. Drum mach ferm nådften gern verzeibn, uns frei von allem bösen, Der an uns fehlt! Mach uns auch von der sünde 7. Dringt auf uns mo frey, Erleichr're uns des to- versuchung her, So sey sie d: s leiden, Und führ uns ein nie für uns zu schwer. Steb zu deinen freuden Nach die uns um siege machtig bey, fes lebens müh und streit. Mach uns im guten vest Denn wundervoll find deine und treu Erbarmender! werke, Dein ist das reich 8. Erlbß uns endlich, unser und fraft und stärke, Bon gott, Nach deinem ratb, aus ewigkeit zu emigkeit. aller noth. Nim, nach vollErschienen ist der herrlich. brachtem prufungslauf, uns 443.Du, deß fich alle bim- u dem beffern leben auf, 2uch Gott, dem wir traun! met freun, unfre feele freut sich dein, 9. In deines biminels bei Daß du, deß macht unendlich ist, Daß du gott unfer va ter bist. Gelobt seyft du! ligtum, Auf deiner erd erschall dein rubm! Dein ist die macht, die herrlichkeit, Von ewigkeit 2. Weit, über unsre einsicht zu ewigkeit. Gelobt feyst du! weit, Geht deines namens 4. Andere allgemeine Bit herrlichkeit. Ibn ebre stets, ten zu Gott. von lieb entbrennt, er dei. Jd dank dir schon durc nen großen namen nennt, 444,2umachtger, der im himmel thront, 3. Verbreite deiner gnade und auf das niedre siebet, O ruhm Durch jefu evangelium; bor mich, der im ftaube wohnt Mach unser ber; ihm unter Und betend zu dir fliebet. than, So beten wir dich freudig an, Algütiger! 2. Was ist der mensch, wie Jarni, wie bloß Ist er, der berr 4. Der du in deiner wabt nie der erden! Was ist der mensch, irrst/ Und wobizuthun nie mus wie frey, wie groß! Une de wirst, Dein wille, weifefter, terblich soll er werden. gefcheb Auf erden, so wie is 3. Welch ein geschenk gabft DU 8. Gebet. Allaemeine Bitten zu Gott. 283 du mir nicht, Da du vernunft groß an ratb und that. Du mir schenkteft, Und da du willst, daß mit gebet und durch ihr göttlich licht Mich flebn, Wir stets auf deine zu der wahrbeit lenkteft! bülfe febn. 4. Verleib mir doch die wiss 2. Drum fom ich auch mit fenichaft, Mein ewges gluf meinem beten, O gott, vor zu finden; Und gib mir wil. Deinen beilgen tbron. Wie len, muth und Fraft, Mich freudig fan ich vordic treten, felbst zu überwinden. Denn mich vertritt ben dir 5. Lehr mich, was mein dein sobn. Durch ihn bin ic gewissen fagt, Weit allem voll zuversicht. Mein fcbwavorzuziehen, und laß mich, was es untersagt, mit gröstem eifer fliehen. bes flebn verwirfst du nicht. 3. So gib mir denn nach deinem willen, Was deinem finde beilfam ift, Nur du fanft mein verlangen stillen, Weil du des fegene quelle bift. Vor allen dingen forge duFür meines geiftes wabre rub. 7. Laß mich nie mit ver- 4. Gib mir beständigkeit im wegner band Nach deinem glauben, Laß meine fiebetbástrafrecht trachten, Noch je- tig feyn. Will etwas mir den, der dich nicht er.annt, Diß fleinod rauben, SofchránDer bölle würdig achten. fe die versuchung ein, Und 6.Gib mir ein weich gefühl. vol beri, Wenn leidende ich febe. Bib, daß bei meines feindes schmerz Ich nie fro lockend stehe. 8. Im glücke furcht, im stårke mich mit fraft und unglük muth, Sey alles, muth: So sieg ich über was ich flehe. Was du, mein fleisch und blut. fchöpfer, willst, ist gut, Und was du willst, geschehe! 5. Bewahr in mir ein gut gewiffen, Ein berz zu dir voll 9. O du, des ewge majeftåt freudigkeit, Ein herz, aufs Durch alle bimel dringet, Vor gute stets befliffen, Das sich dem mit lob der engel stebt, vor deinem auge scheut. Und Und preiß und ehre bringet. febl ich, gott, fo zuchtge 10 Jch beug mein fuie vormid, 3u meiner beßrung dir, o berr, Der du mich staub väterlich. erboben, Heil mir, ich bin 6. Ein herz, das in beglüften ein geist wie er, Der mensch tagen, Ovater, deiner nie verdarf, herr, Did loben. gißt, Ein herz, das unter notb und plagen mit deinem rath zufrieden ist, Ein herz, voll was gutes haben, zuversicht zu dir, lind voll Das nicht von dir den ur- geduld, verleihe mir.. sprung bat? Du bist der ge 7. Du wirst es alles weiß. ber aller gaben, und immerlich fügen, Du weißt am bes sten, Ber nur den lieben gott läßt 445.2er Fan, gott, je 284 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. sten, was mir núzt, An dei-| left du mir geben. In deiner ner huld laß ich mir gnu- band steht meine zeit, Laß gen, Die schwache machtig du mich nur barmherzigkeit unterstüzt. Zufrieden, vater, Vor dir im tode finden. folg ich dir, Bevestge die. fen finn in mir. Vor deinen thron. ch 447.3 fomme vor bein Sep lob und ehr dem. 8. Soll ich auf erden länger leben, So gib, daß ich dir wirf, o gott, mein fleben nicht leben mag. Laß mir den tod Vergib mir alle meine schuld, vor augen schweben, Und Du gott der gnade und geduld fomt dereinst mein sterbetag, 2. Schaff bu ein reines berz So fey mein ausgang aus in mir, Ein herz voll lieb und der zeit Ein eingang in die furcht zu dir, Ein ber; voll berrlichbeit. Demutb, preiß und dank, Ein rubig ber mein lebenlang. 446. Gott, deine gute 3. Sen mein befcbuzer in reicht so weit, So gefahr, Jcb barre deiner ime weit die wolfen geben, Du merdar; Wo ist ein übel, Fronst uns mit barmherzig- das mich schreft, Wenn deifeit, Und eilft uns beyzuste- ne vaterband mich deft? ben. Bist mächtig váterlich 4. Ich binja, berr, in deiner gefinnt; Vernim mein flebn, band, Von dir empfing ich bör mich dein find! Denn den verstand, Erhalt ihn mit ich will vor dir beten. und durch dein wort Erleucht 2. Jch bitte nicht um über- und Leit ihn immerfort. fluß, um scháze dieser erden. 5. Laß, deiner gute mich Luß mir, ſo viel ich haben zu freun, Sie stets vor meimuß, Nach deiner gnade wer nen augen feyn. Laß, meines den. Gib mir nur weisbeit glaubens mich zu freun, Ihn und verstand, Dich, gott, und stets durch liebe thätig seyn. Den, den du gefandt, Und 6. Das ist mein glüf, was mich felbft zu erkennen. du mich lehrst; Das fey mein 3. Jch bitte nicht um ehr glük, Daß ich zuerst ab deiund rubm, So sehr sie men- nem reiche tracht und treu In schen rühren: Des guten na allen meinen pflichten sep. mens eigenthum Laß mich nur 7. Ich bin zu schwach aus nicht verlieren. Mein wabrer eigner Fraft 3ur dámpfung rubm fey meine pflicht, Der meiner leidenschaft. Du aber rubm vor deinem angesicht, ziehst mit fraft mich an, Daß Und frommer freunde liebe. ich den sieg ertangen fan. 4. So bitt ich dich, mein 8. Gib von den gütern die berr und aott, Auch nicht um fer welt, So viel mir nust langes leben, Im glücke de- und dir gefällt, Bey wenimuth, muth in noth, Das wol- l gem 8. Vom Gebet. Algemeine Bittgefänge. 285 gem zufriedenheit, 3u mei- Imels vorichmak ift, Und einst nem fleisse beiterfeit. mein ende mir versüßt. 9. Schenfft Du mir aber 4. Dein wort sey meines le= überfluß, So laß mich måf. bens licht, So tauscht der ers fig im genuß, Und dürftge den glük mich nicht. Die welt menschen zu erfreun, mich mit ihrer tust vergeht, Wer einen frohen geber feyn. Deinen willen thut bestebt. 10. Gib mir gefundbeit und 5. Hilf, daß ich meiner pflict verleib, Daß ich sie núz und getreu, Gern andern menschen dankbar fey, Und nie, aué nuzlich fey; Mich freue mit liebe gegen sie, Mich zaghaft den frbblichen, und weine einer pflicht entzieb. mit den weinenden. Erwecke mir stets einen 6. 3um mobitbun sey mein freund Ders treu mit meiner berz bereit, 3ur fanfimuth, wohlfart meint, Mit mir in zur verföhnlichkeit; So bring Deiner furcht sich übt, Mirich driftlich und in ruh Auf rath und troft und bepspiel erden meine tage ju. gibt. 7. Im glük gib mir bescheie denbeit, Ein berz zu dir voll dankbarkeit, Im unglük fchenke mir geduld, Und troft an deiner vaterbuld. 8. Was sonst mir föntenüz. 13. Und wenn sich wird fic feyn Siebst du, mein gott, mein ende nahn, So nim dich am besten ein. Gib nur, daß meiner herzlich an, Und sey ich stets sey vergnügt Mit alduro christum deinen fobn, lem, was bein rath verfügt. Mein Schirm und schild, mein groffer lohn. 9. Du, berr, bist mus versicht. Entzeuch deine anabe nicht, Und schließt sich hier mein lebenslauf: So nim mich in den bimmel auf. 12. Bestimmst du mir ein längres ziel, Und werden meinertage viel: So fey, hert, meine zuversicht, Verlaß mich auch im alter nicht In voriger Melodie. 448. Bis hierher balfft du mir, mein gott, Du halfft mir aus so mander 10. Da wechselt nicht mehr noth, Und o wie viel, die un- freud und leid. Da find- ic befant Mir blieb, ward von bis in ewigkeit Das glüf, das dir abgewandt. feine unlust stort, Das glük, 2. 3um tohen aufenthalt das sich ohn ende mehrt. allhier Gabst du so manche freuden mir, Und immer 449.or deinen thron noch ist deine treu, Mich zu beglücken, tåglich neu. tret i Gott vater, bore, was ich 3. Drum wart ich ferner auf bitt, Verwirf von Deinem dein beil, Ein gut gewiffen sep angesicht, Verwirf mich ars mein theil. Das hier des bim- Imen funder wicht. 2. Gott 286 Zweyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. 2. Gott, schöpfer, vater, oltbig fteb Und auch im elend wie mild Schufst du mid als nicht vergeb, Daß mein berz Dein ebenbild. Durch dein troft und rube find, Und wort bin und lebe ich, Ver- alles freudig überwind. geben müßt ich ohne dich.. 11. Dir, gott, dankt dann 3. Errettet baft du mich gar mein berz und mund, Die oft Sehr wunderlich und un- dank ichiezt und alle fund Für verhofft, Da nur ein fritt deine gute, treu und gnad, ja nur ein haar, Mirzwischen Die mich so viel gefegnet hat. tod und leben war. 12. Laß deine treue vater. 4. Berstand und ehr hab hand niemals von mir seyn ich von dir, Des lebens notbabgewandt. Mich selbst, und durft gibst du mir; Dazu was ich hab und bin, Gebich auch einen treuen freund, in deinen schuz dir bin. Ders treu im glük und un gluf meint. 13, Hilf, daß ich sey von ber en from Und daß mein ganzes 5. Sobn gottes, durch driftentbum Aufrichtig und dein blut und tod halfft durechtfchaffen sey; Nicht aumir aus der fündennoth Dugendienst und heucheley. bifts, der mein gewissen stillt, 14 Fehl ich, ſo hab mit Mein berz mit fried unt mir geduld, Vergib mir gndfreud erfüllt. dig meine schuld, Und heilige 6. Wenn mich mein eigen durch frömmigkeit Mich imberz verklagt, und dann die mermebr zur ewigkeit. bange feele zagt: So fichert 15. Und fomt mein lebensmich dein mittleramt, Dashiel heran, Mein herr und mich mein richter nicht vergott, fo bilf mir dann. Laß Dames nur mein sterben felig fepa, 7. Du bist mein heil in ewig auch noch im tode bin ich Feit, Bist meines berzens troft bein. und freue, Ich kan durch 450. dein verdienst allein Hier ru hig und dort fetig feyn. gott, du frommer gott, Du quelle aller gaben, Ohn den nichts 8. Gott beilger geist, du hoch ist, was ist, Von dem wir al ste kraft, Du bis, der in mir les baben; Gefunden leib gib alles schafft. 3ft guts an mir, mir, Und daß in solchem leib so ifts nicht mein, Dubafts Ein unverleite feel, Und gewirkt: es ist ganz dein. rein gewiffen bleib. 9. Du schafft, daß ich gott 2. Gib, daß ich thu mit fleiß, recht erkenn, Ibn glaubig berr Bas mir zu thun gebühret, und voter nenn, Daß ich dem Woju mich dein befehl In wort der warbeit treu Und meinem ftande fübret. Gib, standbaft gott ergeben fep. daß ics jedesmal Thu, wann 10. daß ich in trübfal mu- und wie ich soll, Und so ges rathe 8. Vom Gebet. Allgemeine Bittgefänge. 287 rathe mirs Durch deinen se- Dein ruf lebendig machen. gen wobl. Dann führe mich verklärt In 3. Hilf, daß ich rede stets, deinen himmel ein Und laß Womit ich fan bestehen, Laß mich felig dort mit allen Fein unnüßes mort Aus met frommen feyn. nem munde geben. Und wenn Vater unser im himmelr. nach meiner pflicht Job reden 451. Herr und regent der foll und muß: So gib den ganzen welt, Der worten fraft Und nachdruf sie einst ichuf, sie noch erbált. ohn verdruß.) Du bist es gott, der alles trägt, 4. Findt fich gefährlichkeit, Was ist, was lebt und sich beSo laß mich nicht verzagen wegt. Dein ist die macht, Gib einen frohen muth Und fraft, majestát, Durch die troft in leidenstagen. Durch der weltbau berrlich steht. fanftmur lebre mich Besie gen meinen feind; Und wenn ich raths bedarf, Gib einen weifen freund. 2. Ich aber bin blind, dürfe tig, blos, Mein elend, meine noth ift greß. Drumbring ich sin mein gebet vor dich, Erbor, erbór es anddiglich. Schenk du mir, der du gütig bist, Gott alles, was mir nöthig ist. 5. Laß mich mit jedermann In fried und eintracht leben, Co weit es cbriftlich ist Willst du mir etwas geben An 3. Erleuchte mein fonft finreichtum, ehr und glük: Softres bers, Gib wabre buffe, gib auch dis dabey, Daß id reu und schmerz, Und habe bey nicht ungerecht, nicht stolio mander schuld Noch fer. und sicher ſey. nerbin mit mir geduld. Gib 6. Soll ich in biefer welt meinem glauben fraft und Mein leben hóber bringen, licht; Erseze du, was mir Und unter mander last hin gebricbt. Durch iné alter dringen: So gib, daß ich auch stets Ein frommes bers bewabr, Da mit ich tragen mag Mit eh ren grattes baar 7. Eaß mich auf drifti tot ftebe du mir bey!) Der tu Einft frobvon binnenscheiden gend treu ergeben sey. Die feele nim zu dir hinauf 5. Gib mir verstand in alzu deinen freuden. Es rube fem thun, Der weisheit geist fanft der leib in feiner stillen laß auf mir rubn, Und wo gruft, Bis ibn dein allmachts mein beri im zweifet ftebt, wort Ins neue leben ruft. Und, gleich den findern, wan8. Wenn alle todten dann fend gebt: Da leite mich Auf dein gebot erwachen, nach deinem rath, Und forSo wird auch meinen staub dere zugleich die that. 6. Wann 4. Nim, vater, der es einzig kann, Dich meiner feele liebreich an; Bewahre mich für beubelschein, Und mache mein Faewiffen rein, Daß ich( 0 288 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. 6. Wann denn mein fleiß kraft Mich ernstlich zu befleis das seine schafft: So gib sen, Ein wahrer chrift zu seyn, dem leibe stårk und fraft, Und nicht nur so zu beiffen. Erhalte mich gefund und Denn wer den namen bat frisch, Und fegne nabrung, und nicht die that zugleich, baus und tifch, Befdhere mir komt warlich nimmermehr mein täglich brod, Und sorge 3u dir ins himmelreich. für mich in der norb. 5. Laß mich gewissenhaft In 7. Hilf, daß des lebens allen füfen wandeln, Und hiz und last, Die du mit überall vor dir so denken, res aufgeleget baft, mir nicht den, bandeln, Daß ich im ber. zu schwer zu tragen sey. Und zen rein Dir, gott, vertrauen bricht des fcibes butt ent- fan, Und frob versichert fey, zwey: So fübr durch dhri Du nimft dich meiner an. sti blut und pein Den geist 6. Doch wenn ich schwacher in deinen himmel ein. Aus übereitung feble, 5. Besondere Bittgefange herr, fo verwirf mich nicht, Ermetfe meine feele, Daß sie um geistl. Wohlthaten. D gott du frommer. Den febltritt bald Erkenneund no 452. Herr, aller weisheit bereu, und ihn aufs künftige meiden, Gib mir fey. recht zu erkennen, Das nur 7. Ich übergebe mich bis an die frömmigkeit Auch weis mein lebensende mit allem, beit fey zu nennen. Doch was ich bin, In deine vater. gib mir auch dabey Ein berz, bånde. O mache du, mein das so dich ebrt, Wie dir gott, Den vorfaz vest in mir, es wohl gefällt, Und uns ein wahrer drift zu Jepni Dein fohn gelebrt. So leb und sterb ich dir. 2. Jd nenne mich nach ihm, Befördre mein bestreben, Auch 453. Sieb hier bin ich, stets nach deinem finn 3u denEhrenkönig, Le Fen und zu leben. Ich bin ge- ge mich vor deinen thron, tauft auf ibn, Dis fep zur bei- Meine thránen Und das seb ligung, Der ich gewidmet nen Meines berzens weißt war, Mir fets ermunterung du schon. Laß dich finden, 3. Auch mir gabst du dein Laß dich finden. Herr bist wort, Dis leite meine feele, du, ich staub und thon! Daß fie den sichern weg Der 2. Sieb doch auf mich, Herry wahren tugend wable. Was ich bitt bid, Lenke mich nad nuzt der glaube mir mit fei- deinem sinn. Gott, mein tros ner wissenschaft? Wenn doch fter, Des erlöster, Deffen ei mir immer fehlt 3um gu gentum id bin. Laß dich fin ten luft und fraft. den, laß dich finden, Gib did 4. Gib, booster, mir bielmir, nim mich dir hin. 3. Jd 8. Vom Gebet. Um geistliche Wohlthaten. 289 3 Jch begehre Nichts, offeele Den alten fünden sinn, berre, als nur einsig deine daß ich, was du willst, wab. gnad. Du verfagft nie, Son- le, Voll eifer mich fortbin dern gibst fie Dem, der dich Treu deinem dienst ergebe, liebt in der that. Laß dich fin. Und dir zu ehren lebe, Weil den, laß dich finden, Der hat ich erlöfet bin. alles, wer dich hat. 4. Befordre bein erfent4. Gnadeníonne, Seelen niß In mir, mein feelenbort wonne, Unbeflecktes gotteslamm, Freund der iecle, Den ich wáble, Der zu mir vom himmel fam aß dich finden, laß dich finden, Herr, der fünder gern annabm! Und bffne mein verständnis Durch dein beitfames wort, Damit ich an dich glaube, Nichts bofes mir erlauber Sey felig bier und dort. 5. Ach zünde deine liebe In 5. Hor, wie Flaglich, wie meiner feele an, Das ich aus beweglich Dir die treue feele innrem triebe Dich ewig lie. fingt, Bie demüthig, Wie ben fan, Und dirzum wohlge. webmüthig Dir dein kind sein fallen, Beständig moge walberz darbringt! Laß dich fin len, Auf rechter tugendbahn. den, laß dich finden, Wenn 6. Du gibst dem schwachen dein Find sich zu dir dringt. stärke, Verleib auch mir die 6, Diefer zeiten Eitelkei- fraft Zu jedem guten werke, ten, Reichtum, wollust, ehr Die dein geift in mir schafft. und freud Lindern schmerzen Mein eigenes bestreben In Nicht dem herzen, Das da diefem armen leben Ist viel Denkt an ewigkeit. Laß dich zu mangelbaft. finden, laß dich finden, Grofer gott, ich bin bereit. 7. Ich hoff auf deine gnade, Mich troftet deine treu. 454.Herr jefu, onaben. Auf deinem guten pfade sonne, Des immer neu. ren lebens licht, Laß leben, und daß ich deinen willen licht und wonne, Die allen Aufrichtig mög erfüllen, So fummer bricht, Mein ganzes steb mir fráftig bei. bers erfreuen, Und meinen geist erneuen. Dis glük ver- 455.Herzallerliebter 2. Vergib mir meine fünden, diefem leben Die reine driUnd laß mich, herr, durch dich stus tebr Zum fübrer mir ge Der gnade troft empfinden, geben, Regiere doch mein berz Verleibe gnädiglic, Daß an Durch deinen guten geift, Des friedens gabe Mein herz Daß ich stets folgfam fep stets antheil habe. O herr, Dem, was dein wort verbeißt. erbore mich! 3. Tilg ganz aus meiner 2. Verleih, daß ich zuerst Nach deinem bepfall trachte, T Und 290 3mepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. Und fein vergänglich gut Dir doch getroft vertraun. Mehr, als es werth ist, achte. 8. Erlöse endlich mich Von Wer nach dem ewigen Mit allen meinen leiden, und ist rechtem eifer ringt, Empfängt die ftunde da Aus dieser welt fcbon hier zum lohn, Was zu scheiden, O vater, so vers wahre rube bringt. laß, Benn meine hütte bricht, 3. Gib, daß ich von der fünd Mich sterbenden mit troff Mich unbefleft erbalte, Und Und frober. boffnung nicht. Daß in mir der trieb Zum gu- Ich weiß mein gott daß all. ten nie erfalte. Hilf, daß ic 456, on ganzer feele immer wadi, m fampf des Tou glaubens treneslind in der Hoffnung starf Und unbe weglich fey. 15 preiß ich dich, Herr, der du mich so väterlic Bis bieber haft erhalten. Laß tür und für Noch über mit dein vaterauge walten. 4. Gib, daß ich als ein chrift Mich christo ähnlich zeige, 2. Du schenfft und leben/ Und folgfam mein gemütb aluf und rub, Gibft fraft sur 3u feiner lebre neige. Sein pflicht und fchaffst dazu Das geift regiere mich, Und nicht vollen und vollbringen, Wird Der geift der welt, So bleibjoern gebeibn Uns nicht erfreun ich auf dem weg, Der dir, So fan uns nichts gelingen. o berr, gefällt. 3. Du schufft und du res 5. Hilf, daß ich dich, mein gierst die welt Nach deinem gott, Von ganzer feele liebe, ratb, wie dirs gefällt, Du Und lieb und gütigkeit Auch lenfft der menschen berzen, an dem nächsten übe. Demi Sey auch mein licht, Und thig, dankbar laß mich beplaß mich nicht, Gott, deine Des glückes jchein, Geduldig buld verferien. hoffnungsvoll In trüben ta 4. Dein wort lehrt mich des gen seyn. on Vime lebens pflicht, Dod wie so oft 6. Rie müffe fich mein noch fühl ich nicht Diemángel hers Des fleisches luft erge meiner feele! Ach gott det ben, Und nie dem sobnoden buld, Vergib die schuld, Wenn geiz. Mein dir geweihtes leich aus schwachbeit feble. ben Sep von betrug und neid, 5. Verstand und berz ist feb Von unbarmbersigkeit, Von lerhaft. Bald fehlt mir licht, ungeredtem qut Und stol bald fehlt mir fraft, Mid sem finn befrept. weislich zu regieren; Drum 7. Bill deine band mich bier bittich dich: Laß, böchfter, mic auf rauhe wege leiten: So Selbst deine weisheit führen. unterfuze mich, Wenn meine 6. Herr, dessen treu uns tritte gleiten. Laß mich in al- ewig liebt, Laß mich beim fe Fer noth Auf deine bulfe baun gen, Den fie gibt, Auf dich den Und auch wenn sie verzeacht, lgeber fchauen. Selbst, wenn Du 8. Vom Bebet. Um leibliche Woblthaten. 291 du fchlägst, und freuz auf- 6. Ein gleicher muth in freud legst, Laß mich dir vest ver- und leid, Zujriedner finn und måßigkeit, Und ordnung trauen. 7. Gib, daß ich meine lebens- in gefdäften Diß fey mein Beit nur dir mit ganzem rubm, faß meinen leib Das ernst geweibt In deiner furcht lafter nie entkräften. vollbringer Bis ich einst dir 7. Und dann laß mich des Dort für und für Lob, lebens fraft, Die deine gute preiß und ebre singe. mir verschafft, 3um guten Bittgefange um leiblice jiwek verwenden. Zu deiner Wohltbaten. Um Ge. lebr. in lieb und pflicht Mich meinen lauf vollenden. fundheit. Jn dich bab ich gehoffet. 8. Dod fcifft du mir aud 457.Bºn on dir, gott der frankheit zu, So gib geduld, barmherzigkeit, fep meine rub, Du fanft mein Kan unter gütern diefer seitsteid verfüßen. Mein labfal Rein großres mir zuflieffen, sep dann Deine gnad, Ein Als wenn du mich gefund unbeflekt gewiffen. beit, gott, Und Fräfte läßt 9 Und fommt dann endgeniessen. lich auch mein tod, O da fep 2. Dank sey, o befter vater, du mein troft, mein gott, Verdir, Du hast, aus groffet jeib mir alle fünden, Las liebe mir Die gut bisber meinen tod, berr, beilig seyn, geschenket! Dein ists, daß mich ewge rube finden. ich noch leb und bin! Du biste, der mein gedenket! 10. Ja gib mir, was mic ndz und gut An feel und leib 3. Ach friste ferner våter an ebr und gut, Von aller lich mir diß gefcbenk, denn ichwachbeit leiden Erlöfe nur durch did Kan ich es mich und schenke dann Miz mir versprechen. Verschone deines bimmels freuden. mich, ifs nůzlich mir, Mitum Segen in Berufs- und Frankheit und gebrechen. Nabrungsgefäften. 4. Auch laß mich meiner Herr jefu drift dich zu uns. finnen nicht, wenn dirs ge- 458. Gott, deffen hand fällt, o gott, mein licht, Jes die mals beraubet werden. Er- Und jedermann fein tbeil ge balte sie mir fernerbin, So wäbrt, Laß deinen fegen auf lang ich leb auf erden. mir rubn Und mich mein wert mit freuden thun. 5. Mich leite deine vater band. Nie laß mich der ge 2. Du forgft für mich, dod fundheit Pfand Durch eigne so, daß ich auch forgen foll zu fchuld verscherzen. Auf fünden thun, was mich Dein offenfolgt fohwachbeit und noth barter wille heißt, Dazu verUnd feel und leibesschmerzen. leib mir deinen geist. £ 2 3. Hilf, 292 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. 3. Hilf, daß ich stets inforge du, so gehts mir wohl. dieser welt, So tebe, wie es 350 pas dir gefällt, Mich von der Um Rettung aus Noth fünde zu befrepn, Laß meiuud Gefahren. ne erste ſorge ſeyn. 459.Wenn wir in höchsten nöthen sind, 4. Stehts erst mit meiner feele wohl, Dann lehre mich Wenn weder bülf noch trost auch, wie ich soll auf meines sich findt, Und wissen weder leibes woblergebn Mit wah ichuz noch rath, Ob wir gleich rer christenweisheit sebn.orgen früh und spat; 5. Dich ruf ich an, verlaß 2. Dann ist es unser troft mich nicht, Du weißt ja wobl, allein, Daß wir uns deiner was mir gebricht, Was du noch erfreun, Und fliehn zu wiuft geben, gib du mir Und dir, o treuer gott, Du bes Dann zufriedenheit mit dir. ster belfer in der noth! 6. Mit beten geb ich an 3. Wir beben unfer aug und mein werk, Gib du dem leibe berz Hinauf zu dir in un Fraft und stärk. Mit dirfang ferm fcbmers, Und flehn did ich die arbeit an, Durch den um begnadigung, Und aller ich sie vollenden fan. ftrafen linderung. 7. Erleichtre mir der ar4. Nach deiner gnade sa beit last, Laß mich, wie du gest du, Diß allen, die dich befohlen hak, Das thun, was bitten, zu, Durch den, der meines standes ift, Erfreut, unfer mittler ift, Durch un daß du mein belfer bist. fern beiland jejum drift. 6.8. 3u bir boff ich voll zu 5. Dir, unferm vater, un versicht, Du werdeft meinem ferm gott, Dir flagen wir fleiße nicht Dein fegnendes all unfre noth. Ach deine gedeihn entziehn, Vergebens vateraugen sehn, Wie so ist sonst mein bemühn. verlassen wir da stehn. 9. Du machst die dürren 6. Nur du bist unsre zuver, bergenaß, Dukleideft blumen, sicht, Vergilt nach unfret laub und gras, Für deine sorg fchuld uns nicht, Steb uns ist nichts zu flein, Du wirst um christi willen bey, Mach auch mein versorger feyn. uns von allen plagen frey. 10. Verstund ich nur nach 7. Dann danken und lobsins Deinem sinn, So lang ich noch gen wir mit freudenvollem auf erden bin, Mit deinen ga- berzen dir. Gehorsam deinem ben umzugebn, Wie wohl theuren wort, Herr, preifen wird es dann um mich stehn! wir dich hier und dort. 11. mache mich dazu recht treu, Daß ich dir tbåAlgemeine Fürbitte. Was mein gott will. tig dankbar ſey, Hilf, daß 460.Gott, deſſen nam ift sorge, wie ich Ja, 8. Vom Gebet. Allgemeine Fürbitte. 293 Ich wags, zu dir zu treten, Junferm glük verbreiten! Und will, als für mein eigen 6, Gib, daß sich ebre, recht tum, Für andrer mobifabrt und treu Jo gangen lande beten. Für sich allein Beglüft füffe, Daß jeder from und beis uz fein, Bringt driften lig sey, Und richte jedes füffe nicht gnug freuden. Drukt Vom fündensteg 3um bimmich fein joch, So frånft melsweg, Daß deines namich doch Des nebenchriften mens ehre, Herr, durch dein leiden. men wort Sich fort und fort Bey 2. Du schufft ja, was von allen menschen mebre. bo adam stamt, 3um wahren 7. Die armen laß durch deiglüf und leben. Willst allen ne buld Sich ihrer arbeit náhaud, von lieb entflamt, Die ren; Den franken wolleft du feligkeit gern geben. Erleuchte geduld, Betrübten troft gedoch, Die izo noch Bey difen währen! Wer dich verehrt, finsternissen, Sich selbst all Sich redlich náhrt, Dem wolbier Den weg zu dir Durch left du, berr, geben Zu aller fünd und wahn verschließen. seit Zufriedenheit Glük, 3. Erweiche der verftoften bulfe, troft und leben. berz, Bekebre die verfübrten 8. Wir alle, vater, wir sind Ach daß sie doch der fün ja Ein werk von deinen hånden schmerz Und deine ana den, Las nie, ist angst und de spürten! Daß keiner nicht trübsal da, Dein fcbuz fich In dein gericht Und stren von uns wenden. Du bist ja ges urtheil fiele! Ad leite der, Dem nichts zu icbwer, fie Doch spát und früh 3um Drum fprich durch jeju na vorgestekten ziete! men, 3u deren flebn, Die 4.D stärke die im glauben vor dir stehn, Dein ja und stehn, Und findlich dich ver- máchtig amen. ebren, daß Deinen weg.fie freudig gebn, Und deinen 9. Lob und Danf. rubm vermehren! Hilf ih. 1. Pflicht des Lobes Gotnen auf In ihrem lauf, Wenn tes. Erwedung dazu. ibre füffe gleiten, und lebre fie Des Lebens müb Durch dei ne fraft bestreiten. Vom himmel hoch da 461.2[ uf, dristen, preißt mit mir den 5. Hilf, daß die ganze chri- berrn! Wer preißt, was berre stenheit Dich als den böchsten lich ist, nicht gern? Er, den ebre, Daß weder bochmuth, der ganze bimmel ebrt, Ift baß noch neid Dein beilig unfers böchften lobes werth. wort verfebre! Laß ferne macht 2. Lobt ihn, fein ganzer nam Des irrtums nacht, Derlift rupm; Unendlichkeit fein funde reich bestreiten, Und set eigentum, Dis grenzenlose nen schall Sich überall 3ulmeer von licht Durchfoaut £ 3 Der 294 3wepte Abtheil. der höchste engel nicht. IV. Pflichten gegen Gott. Gedenft, was er an uns ge3. Ja frenet euch, ihn zu er- than; Wer ist, der ihn gnug bobn! Solch lob ift heilsam.joben fan? berrlich, schön. Es zeigt ver Nun danfet all und bringet. stand, erfreut das herz, Unt 462.uf, driften, brin. stillt im leiden unfern schmerz. get preiß ebr 4. Wie wird der geist da Dem berricher aller welt, durch entzüft, Hinauf zum Dem mächtigen, der erd und himel bingeruft! Mit seinem meer, Und alle bimmel bålt. hocherhabnem freund, Mit 2. Lobt gott mit frobem gott ftets inniger vereint! ljubelschall, Ibn, unfer hoch. 5. Welch ein fo berrlicker ftes gut, Der arose wunder beruf, zu dem gott felbst die überall Auch an uns menengel schuf! Welch eine theu- icben thut.per re füffe pflicht, Die uns so 3. Von unfrer zarten find reichen lobn verspricht! beit an hat er uns unterstüzt: 6. Ja pflicht ists, daß ihr Er, der allein uns helfen kan, fein gedenkt, Ibr, denen er Und gern uns bilft und schult. verstand geschenkt, Die ebre 4. Aus feiner fülle nebmen Des verstandes ist, Daß ihr wir noch immer, was uns Den ewgen kennt und wißt! nährt, Und unsern seelen 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn auch schon hier Zufrieden befingt, Die ihr von ihm ein beit gewährt. herz empfingt, Das sich zu 5. Er breitet stets auf un gott mit inbrunst nahn und ferm pfad Viel freuden um feine große füblen kan. uns her, Die norb, Womit 8. Auch euer mund, fo oft fein weifer rath Uns prüft, er fpricht, Erinnert euch an erleichtert er. Diele pflicht. Die fprache dankt 6. Er trågt, nach gür'ger ihr ihm allein, und wolltet vaterart, Uns schwache mit nicht voll rubmes seyn? 1gednio, Er züchtigt wobl, 9. Wer ift guttbåtiger als doch nie zu bart, Und schenkt er? Denn welche gabe fout uns gern die fchuld.. und der nicht schenken, der 7. Er welt uns das ge fo febr uns liebt, Daß er aucb wiffen auf, Ruft und jur feinen fobn uns gibt? befferung: Und stärkt und, ro Was gebet ihr nun ihm achten wir darauf, mit Dafür? Gebt ibm ein ber; vou fraft zur beiligung dankbegier, Das gan; in fci: ner lieb entbrennt, Das ist es, was ihr geben font. 8. Er bleibt uns treu, fein wort steht vest. Wer hier fich ju ihm bált, Komt, wenn 11. Auf, driften, preift er diefe welt verläßt, Sum mit mir den berrn, Wer glük der beffern welt. preift nicht milde geber gern? 9. Drum, drißen, fingt ibm 9. Lob und Dank. Pflicht und Erweckung dazu 295 ibm preiß und dank Für Dort in der ewgen rub. feine freundlichkeit. Dort Nun freut euch lieben. preift sie unfer lobgefang, 464 obfinget gott und 1. betet an! Es dank, 463. Nun danker all unt es rühm, es finge, Es jaucier bringet ebr, Ihr wer nur jaucien fan, Dem menschen in der welt, Demicopter aller dinge! Wie gott, vor dem der engel beer groß, wie schon ist seine fraft! Anbetend niederfällt. Noch mehr in ewigkeit. Wie berrlich, wie untadelhaft Sind alle feine werke! 2. Wreschon, wie würdig feiwunder über iner macht Sind nicht der bima dinge thut. met heere! Welch herrlich licht von unfrei welch eine pracht Beftralt sie väterlich er ibm zur ebre! Das auge siebt bált, Und wo fein menic sich nimmer fatt, Sicht, was nicht helfen kann, Sich selbst es auch gesehen hat, Doch zum belfer stellt. immer neue wunder! 2. Befingt mit frohem ju belschall Gott, unfer böchstee gut, der feine all Und groffe 3. Der uns findheit an So 4. Der, wenn wir fünder 3. Nicht wunder für das ihn betrübt, uns doch noch aug allein, auch wunder für vater ist, Die straf erläßt, die fecle: Damit es ihr, sich zu die schuld vergibt, und wohl erfreun, An feiner schönheit tbun nicht vergißt.. feble, Wie funkvoll undert 5. Er gebe uns ein fröhlich gott fie ab, Dem mangelt, bers, Erquicke geist und sinn; was er andern gab, Und je Und bep des lebens forg und des ist doch herrlich! schmerz Helfer uns fernerbin! 4. Wo ist ein graß, wo ist 6. Er laffe feinen frieden ein blatt! Ein staublein auf ber rubn Auf unferm vaterland, erde! Wodurd, o manich, Er gebe glük zu unserm thun niot gottes ratb Und fraft und beil in jedem stand. verberrlicht werde? O wie 7. Erlaffe feine lieb und gut if feine macbt to reich! Was Noch ferner mit uns gebn, aber deiner tràgheit gleich, Was er als vater auserfiebt, Daß dus nicht siebst, nicht Wird uns zum beil geschebn. fühleft! de 8. So lang diß leben hier 5. Gab feine macht, die fbbnoch wahrt, Sey er stets un pferin, 3um fübrer deince lefer heil. Und scheiden wirbens, Dir deinen geist, ſo einst von der erd, Dann manchen sinn, So viel gefühl bleib er unfer theit. vergebens? Für wen für 9. Wenn dann das beriwen, als dicb eridaffs, Erim rode bricht, Schließ sich hätt und fchmucket feine Fraft das aug sanft zu, Und got so viele groffe werke? seig uns fein angesicht 6. Dein gott bedarf nichts! 3.4 feine 296 3weyte Abtheit IV. Pflichten gegen Gott. seine hand, Die feine fdd- lueht, Verschmáht nicht schwa. pfung schmüfte, Gab dir em- her menschen lieder pfindung und verstand, Das 2. Hochfter, deiner allmacht mit er dich beglüfte. Biuft gleichet Auch deinegnade, und du, o menich, nicht glüklich fie reichet Durch aller himmel feyn? Will sich nicht deine bimmel bin! Nie bast du dein feele freun? Nicht immer wort gebrochen, Selbst boff froher werden? nung des, das du versprochen, 7. Er selbst entflamt in dei- Ift mehr als einerwelt gewill. Her brust Die fehnsucht nach Eherd und himmel war, vergnügen. Er schuf auch Warst du unwandelbar! quellen, die voll luft Stets Lobt den böchsten! Jhn. ba rinnen, nie versiegen. Gib erhöht! Sein wort besteht, nur auf feine gute acht, Wenn erd und himmel schon Denn feine fegenvolle macht vergebt! Schafft allen watre freude. 3 Tinst ericbufer, sich zureb. 8. Dir wohlzurbun, das ist re, Von fonnen un; chtbare ihr ziel; Laß bidium dank erheere, Auch die, die uns strahlt weken! Obatt ich doch genug und erquift. Um die fonnen. gefühl, Wie gut er ist zu bieß er erden, Auch die, die fobmefen! Ift feiner wohnung uns ernåbret, werden, Und borbof schon So schön, wie berrlich hat er sie geschmüft. wird mich einft sein thron, Er sprach, und es geschab; Die Wie wird er felbft entzücken! Badt auf ruft uns die 465.11nferm gott, weit stand fertig da. Lobt den 9. Lobsinget gott, und betet böchften! Er will, er sprichts; an, Es dank, es rübm, es sin Er schafft, aus nichts, Der ge, Es jaudze, wer nurjauch- berr, der vater alles lichts! jen fan, Dem schöpfer aller 4. Herr, von dem wir alle binge! Wie groß ist unsers gaben aus deines reichthums fchöpfers fraft. Wie berr- fulle haben, Du, berr, ver lich, wie untadelhaft Sind gisfest unser nie, Du schuift alle feine, werke! alle millionen, Die auf dem weiten erdkreis wohnen, Du den kennst und überschauest fie, gott der ebre, Be- und jedem theileft du Sein fingen seiner engel core, Der maaß mit weisbeit zu. Lobt berr ist groß, fein name hoch! den höchsten! Mein gott, Werd auch du voll seines rub durch dich Entstand auch id, mes, Volf gottes, volk des ei und du regierst mich väterlich. gentumes, Ob du schon staub bist preiß ibn doch! Ein dank Das Te Deum. bares getall It ibm ein füffer 466. Herr gott, dich foo lo den böchsten! ben Herr Der reich an gür Aufs niedrelgott, wir danken dir. Dein, vater, ✓ 9. Lob und Danfgefänge. Stag 297 vater, ist in ewigkeit Dassprüfungszeit Bis zu der fro-reich, die fraft, die berrlich- ben ewigkeit. a feit. Die welt, dein werk 5. Täglich, herr gott, wir und eigentum, Verkündigt loben dich, Dir beiligt unfre Deines namens rubm. Der en- lieele fich, Vor aller ungerech= get beer, die feraphim, Lob- tigkeit Bebut uns heut und fingen dir mit bober ftim: allezeit. Sep gnádia uns, d Heilig ist unser gott! Heitig ift treuer gott, Sey qnådig uns unser gott! Heilig ist unferin aller noth. Wenn wir zu gott! Der herr, herr zebaotb. dir, erbarmer, flehn, So laß 2. Weit, über alle himmel uns Deine bülfe fehn. Auf weit, Geht deine macht und dich steht unsre zuversicht, herrlichkeit. Der beiligen apo Berlaß uns auch im tode stel zabl, Und die propbeten nicht. Amen. 2. allzumal, Der warbeit már- 2, Lob und Dankgefänge trer überall Lobsingen dir mit für alle Wohlthaten frobem schall. Auch deine gann überhaupt. ze driftenbeit Preist dich auf Wie foon leuchtet der.lt erden weit und breit, Dio, 467 obfinget gott! dank, vater auf der himmel tbron, preiß und ehr Sey Undjefum deinen eingen fobn, unferm gott je mehr und mehr Samt deinem geifte, deffen Für alle feine werke. Von e fraft Ein neues Leben in uns wigkeit zu ewigkeit Lebt er, fchafft! und berrichet weit und breit 3. Du, berr der ebren, jefu mit weisbeit, gut und stärke. chrift, Der du der fünder hei- Singet, Bringet, Frobe lies land bist, Du wardft, um un- der, Fallet nieder, Gott ist fer troft zu fein, Ein menich, berrlich, Unausfprechlich wie wir, doch fehlerrein. Du groß und felig. Tand haft den weg zu gott gelebrt, 2. Lobfinget gott! bank, Des todes macht hast du jer preiß und rubm Seyvon uns, fort. Nun berrschefst du ins Deinem eigentum, Herr jefu, vaters reich, An majestät und dir gefungen. Du mittler gnad ihm gleich. Im grabe lås zwischen uns und gott, haft fest du uns nicht; Du komst durch geborfam bis um tod Dereinst und bältst gericht. Das leben uns errungen Heis 4. So bilf uns denn, dirlig, Selig Ist die freundschaft dankbar fein, Dir folgen und Und gemeinschaft Aller fromuns deiner freun, Einst fey men, Die durch dich zum im himmel ewig beil Mit alvater kommen. ten frommen unser theil! Hilf 3. Lobfinget gott! bu geift Deinem volk, herr jesu christ, des berrn, Sey nie von unUnd segne, was dein erbtheil ferm geiste fern, Mit fraft ift. Leit uns durch unsresibn auszurüsten. Du machst uns 25 298 3weite Abfbeiluna IV. Pflichten gegen Gott. und glaubig, weif' und rein, stromen der gute geregnet. Hilfftuns getroft und siegreich Denket daran, Was der all. feyn Im streit mit unfern tú máchtige fan, wie er uns ften. Leit uns, Stárk uns In liebreich begegnet. der freude, Wie im leide, 7. Lobet den herrn, der, Gott ergeben, und der tugend wenn wir als cbriften einst freu ju leben. terben uns auch im tode nicht 468 Rober den berren, den taffet vergebn und verderben 3. mádtigen fonig und nach dem tod Uns liebt der ebren! Laßt uns den gu- und fegnet als gott, Ewige tigen vaterim bimmel vereb- freuden läßt erben. ren. Ereter beran Stimmet 8. Lobet den herren, wer ein freudenlied an Des höch lebet der freue fic feiner, ften lob ju vermehren! Er ist der höchte, der einzi 2. Lobet den berren, der alles ge, auffer ibm keiner, Er ift fo berrlic regieret: Der uns ein licht, Seele, vergiß es auf erden so weislich und vå- ja nicht, Ewig erbarmt et terlich fübret; Der uns erhält sich deiner. In der gefährlichen welt, Daß man fein baterberg spuret! Run danfet all und bringet. 469, Mein geift erstaunt, 3. Lobet Den berren, der allmachtiget, unserer feelen gedenket, Geist- Wenn er das gute denkt, Das liche segen in himmlischen qu du auch mir, mein gott und tern uns schenfet, Der das berr, Sounverdient, geschenkt gemüt Trößtet und himmel. wärts zieht, Wenn' zeitlich' trubsal es frånfet. 2. Dan ist mein ber; so hoch: erfreut Ganz deiner gute voll, Und weiß, vor heiffer dankbars 4. Lobet den herren, det grofe keit, Nicht wie es danken jell! barmberzigkeit ubet; Der, wen 3. Da ich noch in der mut wir menschen mit fünden ibn terfchvos, mir selbst verbor bäufig betrübet, Noch mitgen schlief. Bestimteft du für geduld Gottlicher gnade und mich das loos, das mich jum huld Uns trägt und fünden leben rief. vergiebet. 4. Du wählst des sterblichen 5. Lobet den herren, der nab- geschik Eb er geboren ift, Und rung dem leibe befceret, Derio ward ich,( o welch ein glüf!) uns gesundheit und freude Schon als ein find ein chrift. und bülfe gewähret! In wie 5. Noch schwach und klein viel noth hat nicht der gnà ward ich durch dich Geschuzet dige goit Das leid in freu unsichtbar. Am geift und lei De verkebret. 01 be stärkte mich Dein arm von 6. Lobet den herren, der jahr ju jahr. unfer thun sichtbar gesegnet, 6. Wenn in der jugend id Auf uns vom himmel mij vom pfad der tugend mid bers 299 9. Lob und Dankgefänge. The verirrt; So hat mich, herr, Nun lob mein feel den. tein treuer rath Darauf zu 470.man lobt dich dich in Tüfgeführt. stille, Denn du 7. Du warst mein schus undlerbörft gebet, o goft, Aus meine wehr Vor unglük und deiner segensfülle Fließt alle gefahr: Und vor dem lafter, freud und bülf in noth. Nur das noch mehr, Wie sie, zu du bist herr auf erden, Der fürchten war. frommen zuversicht. In trüb8. In frankheit baft du vå- fcl und beschwerden, Läßt du terlich mir neue frift ge- die deinen nicht. Drum foll fchenft, Und deine buld er dich freudig ebren Mein quitte mich, Wenn sünden mund vor jedermann, Und mich gefränkt. deinen ruhm vermehren, So lang er reden fan. 2. Es müsse dein sich freuen, er deiner gute grösse kennt, Und deinem dienst fich weiden, Werjefu drifti namen nennt. 10. Und welde wohltbat, hoch feyst du stets gepriefen! berr ist nicht Dis berz, dae Du bist, der wunder thut, fühlen fan! Dis berz, ganz Und haft auch mir erwiefen Dein, das dankbar spricht; Das, was mir núz und gut. Was du an mir getban. Drum geb ich mich mit freu11. Frob foll mir jeder tag den Dir zum geborfam hin. vergebn Ben deinem rubm Nichts foll mich von dir scheis und preis; dh will dich tie Den, Solang ich hier noch bin. ben und erhibn So gut ich fan und weiß. 9. Wie frob und beiter ift meinlblik, Da du fo bob mich liebst, Auch fomt von dir der freundschaft gluk, Bodurd du troft mir gibst. 3. Herr, du haft deinen namen Sehr berrlich in der welt 12. In schrefen, angst, ge- gemacht, Benn fchwache ju fahr und noth Trau ich allein dir famen, Hafiu mit bulf auf dich. Durch dich gestärkt, an sie gedacht. Auch mir bailf ift felbft ber tod, mir nicht deine gnade, Herr, wie vermehr fürchterlich. gelt ichs Dir? Bleib auf des 13. Und wenn einst erd und lebens pfade Roc fernerbin himmel bebt, Durch dich den mit mir: So will ich dich berrn der welt, Will ich den erbeben, Dich, der so gern preifen, der stets lebt, Und erfreut, Und dir zu ehren mich alsdann erhält. leben hier und in ewigkeit. 14: Denn, berr, auch bey Nun danfet all und bringet.. der welten sturz Bleib id 471.Du bists, dem ebr Dein eigentum, Die ewigkeit und ruhm ges felbst ist zu kurz, 3u deinem bührt, Und das, berr, bring lob und zuhm. ich dir; Mein schiksal hast du 300 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. stets regiert, und stets warft zer prüfungszeit zu ewgem Du mit mir. glük erhöhn. 2. Wenn angst und noth sid II. Vergiß nicht, feele, dei mir genabt, So borteft dunen gott, Nicht, was er dir mein fichn, Und lieffest midt, jetban Verehr und halte fein nach demnem rath, hulf unt gebot Und bet ihn ewig an. errettung febn. Nun laßt uns gott den. 3. Wenn ich in schmers unt 472 Raßt unserm gott uns frankbeit fanf, und rief: fingen, Ihm dank berr rette mich, So halfst du und ehre bringen, Daß wir mir, mit welchem dank so viele gaben von ihm Mein gott, erheb ich dich? empfangen haben. 4. Betrübte mid des fein 2. Nur er bat uns das les des baß, So Flagt ich dir ben Und feel und leib gegeben. den schmerz, Du balfft mir, Er ist es, der sie füzet, Und daß ich ihn vergaß, Und gibt, was beyden nuzet. gabst geduld ins berz. 3. Dem leibe gibt er speise, 5. Wenn ich den rechten Die feele macht er weise, Das pfad verlor, und mich ver- mit sie, frey von fünden, Mög schuldet fab, Rief ich zu dir, wahres glüf empfinden. mein gott, empor, Und gnade 4. Für uns dabin gegeben war mir nat. Ward christus unser leben; 6. Herr, für die leiden Er, der für uns gestorben, Dank ich dir, Dadurch du hat uns das heil erworben. mich geübt, Und für die 5. Sein wort wird uns freuden, welche mir Deinum fegen Ein licht auf un milder fegen gibt. fern wegen Zu allen guten 7. Dir dank ich es, daß die na- werken Soll selbst sein geist tur Mich náhrt und mich er uns stärken. freut Ich imek in jeder krea- 6. Er läßt uns gnade finden, tur, Gott, deine freundlichkeit Vergibt uns unfre fünden, 8. Ich danke dir für dei- Wenn sie uns berzlich reuen, nen fobn, Der für mich fün- Und wir forthin sie scheuen. der starb, Und der ju dei- 7. Da wir denn schon auf nem gnadentbron Den zu- erden So hoch begnadigt tritt mir erwarb. werden: Gott, was wird 9. Wie febr liebt gott der nicht für gaben Für uns menschen wohi! Erheb ihn, dein bimmel baben! volk des berrn, Die erd ist 8 Wir bitten deine güte, feiner gute voll, Er bilft, er Daß sie uns stets rettet gern. bebute, Laß dir zum wohlgefallen ro. Er bilft und läßt die uns gute wege wallen. traurigkeit Bald vor uns 9.Leit uns durch deine wars übergebn, Will uns nach fur- lheit, Bis wir in voller flare beit 9. Lob- und Dankgesänge. 3ot heit Dich fehn und deinen na 3. 3a záblen sind sie nicht, men Dort ewig preifen, amen. mein vater, Die werfe dei473.un banker alle gott ner segens hand, Du warst. Mit berken, jichon lange mein berather, mund und bånden, Der gros Eb mein bedürfniß ich emfe dinge thut An uns und al- pfand. Selbst eb ich war, len enden; Der uns von mut da masfest du mir schon mein terleib und findesbeinen an, schiffal liebreich zu. Bis diesen augenblik, Unzählig guts gethan. 4. Du starft mir das gefchenfte leben und läßt es nie 2. Der ewig reiche gott ganz frendenteer; 3um hbWoll uns, fo lang wir le bern glüf mich zu erbeben, ben, Ein immer fröhlich her: Schifft du zwar mande trühUnd edlen frieden gebenfal ber; Doch stehst du auch Und uns in seiner gnad Ermit fraft mir bey, Daß ich balten immerfort; Und uns nicht troft- und muthlos sep. aus aller noth Erlösen hier 5. So pft bab ich in mei und dort. nen tagen Mit freud und 3. Lob, ehr und preiß fey dank es schon verspürt, Wie gott, Dem vater und dem du mich unter allen plagen fohne Und feinem beilgen 3war wunderbar, doch gut geift. Er, der vom bimmels geführt. Ich werd in drothrone Erbarmend auf une bender Gefabr Stets deines fiebt, Bleibt, wie er ewig troftes licht gewabr. war, Unendlich groß unt 6. Wie follt ich denn nicht gut. Lob sey ihm immerdar. voller freuden Beständig deinen ruhm erhöhn? Wie sollt Wer nur den lieben gott läßt. 474.0 Fontich bich, mein ich auch im tiefſten leiden, gott tect preifen, nicht freudig trauernd auf Wie du des preises würdia dich sebn? Und fiele felbst bift! Kont ich dir gnug den der himmel ein, So wirst Dank erweifen, Den diß mein du mein befcbuzer feyn. berz dir schuldig ist. Die 7. Drum reiß ich aus des. berz, das deiner gútigkeit fummers boble Mein for Sid täglich mit entzücken gendes gemüte loß, und ru freut. fe mit erfreuter feele: Wie 2. Wer überströmet mich gut bist du, mein gott, wie mit fegen? Wertheilt mir mit, groß! Du leitest mich nach was mir gebricht? Wer schu- deinem ratb, Der nur mein et mich auf meinen wegen? beit befcloffen bat. Wer fchenkt dem geifte troft 8. Von deiner gute ill ich und licht? Wer gibt zu mei- fingen, So lange sich die zunnem thun gedeibn? Augu- ge regt; Dir will ich dank und tiger, du bists allein! lebre bringen, So lange sich mein 302 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. mein herz bewegt. Und wirdlie meines glüfs. mein mund auch fraftlos! 5. Es lebrte mich dein wort feyn, So ftim ich noch mit Dich, wie du bist, erkennen, feuffen ein. Nicht bloß dich schaubernd, 9. Diß ichwache lob fan ich gott, Nein dich auch vater nurgeben, Nimes, mein gott, nennen. Ich sabe mein gein gnaden an, Bis ich in eifchif 218 himmelsbürger ein, nem beffern leben Dich wür Und dacht, ich sey nicht hier, Diger erbeben fan. Da steiget Um ewig bier zu seyn. mit der engel or Mein lob- 6. Alfo bat gott die welt, gefang zu dir empor. Mich in der welt geliebet, Nun danket alle gott. Daß er mir seinen fohn, Und 475.3d will dem fcbb- mit ibm alles gieber. Sein pfer lob, Lob Dem Freuz bringt segen mir, Sein erlöser fingen, Mein danker gang verdienst ist mein, Jo fülltes ber, Soll in die bob bin im leben jezt Und einst im sich schwingen. Steb, wie ein rod noch fein. wandrer, still, Und übersieb 7. Screft das gewissen mid die babn, Denk, feete, was Mit angst der jugendsünden; gott thut, Und was er bat Denk id: wo werd ich trost gethan. o troft im rode finden? 2. Du hast mich wunderbar So gibt mein glaube mit Geschaffen und bereitet, Herr, Bon neuem zuversicht: Gott, durch die lebenszeit hast dulder fo gern verzeibt, Vers mich treu geleitet. Wens um damt mich armen nicht. mich stürmisch war, Bedrob. 8. Bald ist des lebens test du das meet, Dann leg- bahn, Die kurze babn zu ende, te sich die angst; Und still Du, gott, dem ich gelebt, wards um mich ber. Nim mich in deine bånde. 3. Oft, wenn ich uhrubvoll Komm, frobe ewigkeit! Voll An ferne tage dachte, Und hoffnung wart ich dein, Und mandbe trübe nacht Durd tim in hóber lob Mit hims weinte unb durchwachte: Daň metsbúrgern ein. wars nur eitler wabn, Was Vorige Melodie. meinen geist geplagt, Mein 476. Durch dich, o grofer unglüf, Nicht mein glük hat mir der berr bersagt. gott, Durch dich bin ich vorbanden, Die bim, 4. Lob fey dir für mein glüf, mef und ihr beer Sind durch Und lob für trübe ftungen. Dein wort entstanden. Denn, Wer niemals Freu; gekant, wenn du sprichst, geschiehts. hat nie fein glük empfunden wenn du gebeutst, stehts da. Es war die bitterfeit des jez Mit allmacht bist du mit gen augenblicke Ofr schon und auch mit gute nab. mein glücke selbst, Oft quel 2. Du bist der gott bet Fraft, weg, J 9. Lob und Dankaefänge.ning 303 kraft, Dich preifen erd und mir dein herz, mein sohn, Und meere, Und himmel predigen wandle meinen Die wunder deiner ebre. Dich bin dein schbild und lohn! bet ich dankend an, Mein heil 8, Herr, dein gebot ift beil, fomt von dem berrn, Du Dein weg ist fried und leben. hörst der menichen flehn, Wie font icb einem gott Der Und du errettest gern. liebe widerstreben? Der la3. Und menn ich deiner buld, sterhafte mag In folzem glüD gott, gewürdigt werde: de blühn, Mich soll er dennoch Was frag ich ausser dir Nach nicht In feine neje jiehn. allem glük der erde. Im him- 9. Auch wenn kein mensch mel donnerst du Und ichrecken mich sieht, Will ich die fünde füllt das land, Doch fürchtich fliehen, Denn du wirst uller nichts, denn du Defft mich werk Bordein gericht einst zie mit deiner band. ben. Ich will, wenn meinem 4. Wenn ich die himmel seb, fleisch Was bofes noch gelüft. Die du. herr, ausgebreitet, Bedenken, daß mein leib, D Der fonne majestát, Den gott, Dein tempel ift. mond, den du bereitet; So 10. Collt ich nach ehr und sprech ich: was ist doch Der rubm Mit fünd und unrecht mensch, daß du fein denkst, trachten? Nein, berr, wenn Und daß du täglich uns Un ou mich. ehrst, Maq mich die jålig gutes schenkst? welt verachren. Du bist es, 5. Voll gute làßt du uns Auf dem zum dienst Job leib und grünen ouen weiden, Nábrit feele weib; Gib, daß mein uns mit fpeis und trank, Und wandel stets Dir wohlgefälfüllt das ber; mit freuden. lig fey. Du dadteft mein, eb mid Mein gott das bera ich bringe. Die mutter noch gebar, Ja 477.30 finge dir mit berz und eb Der welt geleget war. meines berzens luft, Ich fing 6. Du wogt mein glüt und mach auch andern fund, mir ab, Und leiden, die mich Was mir von dit bewust. üben, und meiner tage zabi 2. Ich weiß, daß du von es War in dein buch geschrie- wigkeit Die reichequelle bist, bea. Du bist der frommen Woraus uns allen jederzeit fchus, Du bist der müden rub, Viel heil und gutes fließt.. Ein gott, der gern verzeiht, 3. Was sind wir doch, was Wie anádig, gott, bist du baben wir von gütern aller 7. Wem follt ich sonst ver- art, Das uns, o vater, nicht traun Ais dir, du gott der von dir Allein gegeben ward? götter? Wen ebren so wie did, 4. Du haft des himels fcbbMein schuz und mein erretter? nen bau So prachtig ausWie fanft ist dein befehl: Gib geschmüft, Du bists, der unfer 304 3wepte Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott. fer feld mit thau Und regen sprung ist, und bleibt auch stets erquift. stets dein qut. 5. Du forgft für uns bepm 14. Er ist dein schuz, dein gröften frost, Bey allem fturm ewig theil, In finsterniß dein und wind, Du madft, daß licht, In aller notb dein troft jährlich forn und most Für und beil, Schafft rath und uns vorhanden sind. låst dich nicht. 6. Du gibst uns leben und 15. Was frånkst du dich gedeihn, Du ibentft mit in deinem sinn Und gråmst treuer hand Den frieden, dich tag und nacht? Nim des wir uns erfreun, In deine sorg und wirf fie bin unserm vaterland. Auf den, der dich gemacht. 7. Alguriger, allein von 16. Hat er dich nicht von dir Fließt alles beil uns zu, jugend auf Versorget und Gefdopte deiner hand find ernährt, Und wunderbar wir, und unser schus bist du. der dinge lauf 3u deinem 8. Du nåbreft uns von glüf gefehrt? jahr zu jabr, Bleibt immer 17. Er hat noch niemals gut und treu, Und stehest uns was verfehn In seinem re auch in gefahr Und nöthen giment; Nein, was er thut GESUND gnádia bey. und läßt gefcbehn, Das nimt 9. Du trägst uns fünder ein gutes end. mit geduld, Und strafft nie 18. Ep nun, so laß ibn allzusebr; Ja endlich nimft ferner thun Und red ibm du unfre schuld, Und wirfst nicht darein: So wirst du fle in das meer. bier im friede ruhn, Und 10. Das unglüf, das von ewig fröhlich feyn. ferne drobt, Kehrst du fo oft zuruf, und die fon gegenwärtge noth Verwandelst du in glüf. Drevernigkeit der gottheit. 478.Mein gröfter wund mein innigftes bes streben Ift, herr mein gott, 11. Du fennest unfrer ar dich würdig zu erheben. Unbeit müb, Und bist mit kraft endlich groß ist deine vater. nicht fern, Du fördert und treu Mit jedem tag ist deivergilts uns sie, Erfreuft ne gute neu. und fegnest gern. 2. Die sonn enthüllt den 12. Du füllt des lebens schauplaz deiner werfe, Und mangel aus Mit gutern, die alles zeugt von deiner huld bestebn, Wenn dieses leibes und stärke. Sie, die das irdisc Haus Einst wird zu ziel von ibrer laufbahn weiß, frümmern gehn. Eilt rastlos bin, und stralt 13. feele, die du zaa. zu deinem preiß. Baft bist, Sey froh und fasse 3. Die erd ist dein, und muth. Gott, alles guten ur- du regierst diß ganze. Vom mens 9. Lob und Danf: Für geistliche Wohltbaten. 3o5 menichen an bis auf die klein- ¡ geist in mir, der sich des heiste pflanze Seb ich, wie groß lands freut, Rübmt unauf sich deine vorsicht zeigt; Sie börlich deine freundlichkeit. reicht so weit, so weit der himmel reicht. 2. Denn du haft mich elen= den angesehen, Von deinem 4. Und sie umfasst auch mich, throne hörtest du mein fleben. du, hochfter, denkest Un mich, Du hast, o berr, mich armen den staub, der du die wel nicht veracht, haft mich er. ten lenkest, Du sorgt für höht und väterlich bedacht. mic, gott, wie vergelt ichs dir? Ein dankvoll herz, das bring ich dir dafür. 3. Gott, wer fan deine buld und macht ergründen? Wer fan, wie weit dein wohlthun 5. Nims gnädig an, gedenk gebet, finden? Wie viel, wie nicht meiner fünden, Durch viel hast du an mir getban? Deinen fobn laß mich verge Mebr, als ich jemals dir verbung finden. Er, welcher danken fan. 1 nie ein glaubig flebn verwarf, Erlaubts, daß ich dich vater nennen darf. 4. In feiner noth bast du mich je verlaffen. Wie könteft du dein find, o vater bassen? Nein, ewig wäbret die barmherzigkeit, Die du an dem er zeigt, der sich dir weibt. 6. So will ich dann mit kind. lichem vertrauen Auf dich al lein, fo lang ich lebe, fcbauen. Du bist mein gott, mein retter 5. Du übft gewalt mit deiin gefahr, Mein bester freund mein helfer immerdar. nes armes stårke. Gerecht und wunderbar sind deine werke, 7. Mein heiland! gib mir Die stolz und hoch in ihrem fraft zum neuen leben. Gib berzen sind, 3erstreuest du, fo mir den muth, dem bepspiel wie die fpreu der wind. nachzustreben, Daß du, o herr, uns hinterlaffen bast. Dein joch ist fanft, und leicht ist deine laft. 6. Die boben läßt, im ange ficht von allen, Dein rath oft ionell von ihren hoben fallen, Die niedrigen zieht deine band bervor, Und bebet fie ganz unverhofft empor. 8. Dein auge fiebt die schwä den meiner feele, Verwirf mich nicht! vertritt mich, wen 7. Die bungrigen, die dich ich feble! 3u dir empor flebt vor augen baben, Erfülleft du meine feele stets, Und du ver- mit gütern und mit gaben. nimfts, erbörer des gebets. Die reichen läßt du leer beym Der Lobgefang Marien. überfluß, Und ibren tro; ftraft In voriger Melodie. efel und verbruß. 479.as in mir ift, mein 8. Du denkest der barmbere ganzes berz erzigkeit und güte, Und sorgest bebet Dich, böchfter gott, der felbft mit fegnendem gemütbe, ewig berrscht und lebet. Mein Daß deine kirche stebt und sich 11 er= 306 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. erhält Bey allem spott und 6. Du bist und wareft imdrohen dieser welt. merdar Mein fcuz mein ret9. Was du, wie langst vor ter in gefabr, Der fifter meiunsrer zeit den alten, Auch nes wohlergebns, Und der er, uns verheißen, wirst du ewig borer meines flebns.mig halten. Du, herr, verläsfest 7. Wie oft entfernt ich mich Deine finder nicht. Denn du von dir? Doch du, du bleibest allein bist unsre zuversicht.vater mir, Der wenn ich reu10. Gott, vater, dir sey dank voll wieder fam, Mich wiegesagt und ehre. Herr jesu der väterlich annabm. E chrift, den glauben in uns mehre. O beilger geist, erneu 8. Uniàbibar sind und tåglich neu Dieproben deiner ve uns herz und mund, Daß wir tertreu, Dir fließt, o gott, der Dein lob ausbreiten jede stund. 5309 310& Tomo gern erfreut, Die zábre meiner dankbarkeit. S Für geistliche Wohlthaad ten infonderheit. 9. Nim, da ichs nicht ver. gelten kan, Das opfer meines dankes an. Mein leben müsſe Für deinen thron tret ich. 480.Dich, herr und vater zeuge seyn, Ich sey erkennt. aller welt, Preißt lich, ich sey dein. OS mein gefang und dir mißfält Nun lob mein feel den. danklied nicht, Mein gott und meine zuversicht! Der menfchen stammelnd 481.2[ uf! meine feet, lob finge! An dir, jo unwerth du auch bist, Thut 2. Von mutterleib an warst gott so groffe dinge, Web du es, Wie freut sich meine dem, der feinen gort vergißt! feele deß, Daß du auch mir Gott rettet mich ins leben, ein vater bift, Der seines! Will alle miffetbat In cbrifto Findes nie vergißt! mir vergeben: Dgnadenvol3. Früb ward ich in der tauler rath! Schon bier wirst du fe schon Geweibet dir und deis mit heile Getröstet und er nem ſohn, Durch dein un freut, Und dort wird dir zu fcbázbar wort allein Weiß theile Die rub der ewigkeit! ich, die ewigkeit fei mein. 2. Es hat uns wiffen taffen 4. Wer war der immer Der berr fein recht und fein gütige, der langmutbevoll gericht; Erbarmung ohne mich leitete? Und stürmte maaßen Dem frommen, der trùbfal auf mich zu, Ber balf den bund nicht bricht! Schnell mir anders als, gott, du? eilt fein forn vorüber; Straft 5. Hert, dessen augen stets nicht nach unfrer schuld; Der mich fabn Du lieffest auf der berr begnadigt lieber, Nimt pilgerbahn, Durch wohltbun lieber auf mit buld! Wobl mich zu birzuziehn, Für mich dem, der drifto lebet! Gott so viele freuden blühn. lift er angenehm! Mitadlers 9. Dank- und Lobgesänge für geistl. Wohltbaten. 307 flügeln schwebet Erbarmung Mein mund, mein volles bers über dem! erzähle Das gute, daß er mir erweißt. Bergiß nicht, was dir gott getban, O feele lob 3. Wie váter mit erbarmen Auf ihre schwache finder schaun; So thut gott an uns ihn, bet ihn an! armen, Wenn wir in einfalt 2. Wie oft bat mir der herr ihm vertraun. Gott weiß es, vergeben? Wie oft vom un. wir sind fünder, Gott weiß es, glük mich befreyt! Wie oft wir sind staub, Und der verwes gefundbeit mir und leben Aus fung finder; Ein niederfalväterlicher buld erneut? Wie lend laub! Raum, daß die win loft og fetne baterband Mich de weben; So ist es nicht mehr noch zurück vom grabesrand. da. Wir sterbliche vergeben. 3. Mit gnade hast du mich Stets ist der tod uns nab. geschmücket, Mit guter nab4 Des ewgen gnad alleinejrung mich ernåbrt. Wie oft Bleibt, wie er felbft, in ewig- im elend mich erquicket? Wie keit Bep dir, des berrn gemei- oft mich in der notb erhört? ne! Die ganz sich feinem dien. Wie oft, wenn mich gefahr fte weißt, Und, daß fie felig umringt, Mein leben wiederwerde, Mit furcht und zittern um verjungt? ringt. Sucht, daß ihr von der 4. Mitleidig bist du, voll er erde Schon jest euch dorthin barmen Dein thun ist lauter fdwingt! Dort steht bey sei- gnad und buld. Du trägst nen' engeln Der frommen auf treuen vaterarmen Auch menschen schaar Ganz rein miffethäter mit geduld. Du von allen mangeln, Und lobiornst, jedoch nicht ewiglich; gott immerdar! Bekebret nur der fünder sich! 5. Anbetung, preis und eb 5. Was wären wir, wenn te Sey dir, gott vater, fobn gott nicht schonte! Bie ferund geist! Wir singens in die ne waren wir von dir! Benn doreDer schaar, die dich voll- gott uns nach. verdiensten fommner preißt. Anbetung, lobnte, Wie ewig elend wàpreis und ehre, Dir, der dusren wir! Doch er, der herr warst und bist! Wir stam- der ewigkeit, lebt ewige. melns nur, doch höre, Hör, barmberjigkeit. gott, der ewig ist. Einft tra 6. Nein, keine menschliche gen wir auch palmen, Dusgedanken Ergründen feiner gott, auf den wirtraun, Einfgnade meer. Eb finden wir fingen wir dir pfalmen, Ben des bimmels ichranken, Eb wir verklärt dich schaun! záblen wir der sterne beer! Wer nur den lieben gott. Unendlich wird von gott ge482. Lobfing dem berrn, liebt, Wer from in gottes o meine feele, Lob furcht sich übt. deinen guten gott mein geift, 7. Das thor der morgenrothe 112 568 3wepte Abtheit. IV. Pflichten gegen Gott. the steber Weit von der abend- lewig, du mein geist! röthezelt; Doch weiter als die Für deinen thron tret. sonne geber, Weit binter je 483.roblockend, gott! de welt, gor ich tes vaterhuld Bereueter ver- vater forgtest ta für mich, geben schuld! Verschafftest erges leben 8. Wie bey den thránen mir Und jogst mein ganzes feiner finder Kein vaterberg berz zu dir. US C verhärtet bleibt: So kehrt sich, 2. Durch jejum mit dir aus. gott, dein herz zum fünder, geföhnt, Mit gnad und buld Den reu demütig zu Dirtreibt. von dir gefront, Ihm meis Rein vater fiebet, so wie du nem mittler unterthan, Ge Dem guten find mit liebe ju. bór ich dir auf ewig an. 9. Du kennst die schwachbeit 3. Wie heilig ist, wie fegens unfrer berzen, Rennst unsere voll, dein recht, dem ich ges geiftes flüchtigkeit. Du weißt, horchen soll? Wie machtig wie oft mit beiffen schmerzen weft zum tugendlauf Mic, Wir jeden fehler still bereut berr, was du verbeiffeft, auf. Du, schöpfer, der aus staub 4. In deiner Fraft geh ic uns schafft, Kennst uns und einher, Was du gebietest, tit kennst der fünde kraft. nicht schwer. Denn du verweis 10. Kur, eitel, wandelbar gerst muth und licht Zum gue und flüchtig ist hier des men ten deinen findern nicht. fchen aufenthalt! Gras ist 5. Wer Demuthsvoll es fein leben; schwach und nichtig nicht vergißt, Daß du des mens Des leibes prächtigste gestalt; ichen stärke bist, Rimt fiets an Blübt, blumen gleich; finkt fraft und weisheit zu, Die und vergeht, Gleich blumen, ftolzen nur erniedrigst du. wenn ein fturmwind geht. 6. Sep ftandhaft! rufeft 11. Wer gern an dein gebot du mir zu. Ich kämpfe, wer gedenker, Und deinen bund vergilt, wie du? Wo beut sich von herzen hält; Wen jeder mir ein fönig an, Der ewigfehltritt fchmerzlich frånfet; Feiten geben fan? Und wem nichts böses mebt 7. Mit dir besieg ich allen gefällt: Dem wirst du bier reiz Der fünde, wollast stolz fchon gnädig seyn, Den wirft und geiz. Gerüstet, berr, mit bu ewig dort erfreun! deiner fraft Bekämpf ich jede 12. Jhr gottfolgfamen geileidenschaft. sterbeere, Loht, engele got 8. Und fehl ich, so bestrafft tes, seine Fraft! Geschöpfe, du mich zu meiner warnung rühm des schöpfers ebre, väterlich. Siebst meine reue Ibn, der erhält, was er er- anddig an Und hilfft, daß ich fchafft! Ibn lobe, was nur mich beffern fan. wefen beifft, Lob ibn auch 9. Drum preiset dich mein lobges Dank- u. Lobgefånge für geiftf. Wobitbaten. 309 lobgefang. Mein ganzes te den. Hofter, ich befenn es ben sey dein dank. Denn du, frey, Durch mein ganzes lemein gott, forgft gnadenvolben Kan ich deine lieb und Für meiner feele dauernd treu Nie genug erheben. wobl. 2. Herr, ich leb und bin in dir. Dir dank ich mein weien, Aus meines berzené grunde. 484. Grof if des höchsten Deine band ift übermir Imer gute! Wer sie noch gewefen! Långst vor annicht achtete Welch fühllos beginn der zeit hast du mic berz verriethe Der unerfennterwäblet, Erben jener felig. fide? Ste retter uns aus nothfeit! Mich auch zugezáblet! Erquicket uns im leide, Ber3. Durch die raufe weibteft wandelt es in freude, er du mich zum gnadenbunde. füffet felbft den tod. Treue fagt ich da dir ju, Und 2. Und meine lippen schwie- bis diefeftunde Hältst du, was gen Vonibm? ich raubte mir dein mund versprach: Brac Das himmlische vergnügen, ib mein versprechen: So Gott, lob ju fingen dir? Nein, fab deine huld mir nach, ber, von meinem dank Sep Schonte mein verbrechen. jeder morgen jeuge, Und je 4 Und dein abendmablund den abend steige 3u dir wort Schenkst du mir zur weimein lobgefang! de. Dadurch trägst du immer3. Du wirst mich ferner lei fort Stärkung, frost und fen, So unwerth ics auch freude, Ja mein ganzes heil bin Treu bleibt zu allen zei mir an, und bringst mir ent. ten, Dein milder vaterfinn gegen, Bas ich je nur wünIch hoffe ftets auf dich. Dulichen Fan, Friede, leben, fegen. wirft in fümmerniffen Mir 5. Gott, dein auge fiebt auf wohl zu helfen wiffen, Dirmich, Dein obr börr mein fles überlaß ich mich. ben. Deine band eröffnet sich 4. Ja deine huld ist gröffer, Mirjum wohlergeben. Wenn Als es der mensch versteht, ein auffehn mich befchuit, Dein rath unendlich beffer, Kan mein fuß nicht gleiten. 21s was fein wunsch erflebt. Liebreich gibst du, was mir Herr, meine zuversicht, Dirnust, Auch in schweren zeiten. froh mich zu ergeben, Dich 6. Herr, du hast mich je gedankbar zu erheben, Scyliebt, und zu dir gezogen, Auc meine liebste pflicht. dann, wenn ich dich betrübt, Bliebst du mir gewogen, Den 485. Sot, mein höchstes ou schlugft bep meiner schuld M. Sowing did auf zu deinem. gut, mein ther, Mich mit vaterrutben, LenkDurch unzähl'ge gnadenteft sie durch deine. huld Mir Schaffft und förderst du meinzu vielem guten. beil, Schuzest mich vor scha 7. Deine vaterlieb und treu 113 Halt 310 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. Halt mich gan, umschloffen:[ fein ergozen, Dem ein fchal Sie fomt tåglich auf mid die gesundheit, fehlt. Kan den neu, Stromen gleich, gefloi liein glüf erfreuen, Hilft den fen. Wenn ich ernsthaft mich sein überfluß, Der beiser von anseb, Find ich aller wegen dem schreyen Bey fchmerien Ihre breite, tief und höh Mirachen muß? Wird nicht der zum beil und fegen. beld selbst beben Bey langer 8. Uch herr, ich bin zu ge- leibesnoth? Ist nicht ein ring Aller deiner treue! Nim ichmades leben Biel barter dafür, was ich dir bring, als der tod? Meiner fünden reue, Mit 3. Uns menschen unausDem vorfaz, daß ich hier sprechlich Ift, scopfer, deine Deinen beilgen willen, Der gnad und buld. Wie schwach mein wobl sucht für und und wie zerbrechlich it unfer für, Will getreu erfüllen.[ leib durch adams schuld! Der 9. Dein, o gott, foll evig tod wohnt in der hüfte, J# feyn Dank und preiß und ehre. der die seele wohnt: Jedoch Ruhm und herrlichkeit ist der gott der gute Siebt uns, Dein, Erd und himmel hore! den staub, und schont. Er Heilig, beilig, beilig ist, Der wacht, daß keine plage Und uns alles giebet, Der die Frankbeit uns erreicht; Durd feinen nie vergißt, Sie als viel gefunde tage Macht er vater liebet, aut viel lasten leicht. Für leibliche Wohlthaten. Für Gesundheit. 4. Jauchst fröhlich, ibr ge ( unden! Der berr ist unsers lebens fraft; Durchlebt die Mel. Nun tob mein feel den herrn. frifcben stunden Nicht unge 486.Welch lob foll ich dir braucht; lebt tugendhaft! geben, Daß ich Mein gott, laß alle franken, Dir würdig dankbar bin? Die winselnd au dir sobrepn, Gott, du beglüfft mein leben, mir einen trieb zum danfen Gesundheit hast du mir ver- Für die gesundheit feyn! liehn. Ich hab aus meinen Lamm, daß du auf der erde Fräften, Herr, deine fraft ge Für mich zerschlagen wards, merkt zu den berufsgeschäf Sprich, wenn ich frank scyn ten hat mich dein arm ge werde: Ich bin der herts stärkt. Gefund eifchaffnen dein arzt! Für Ernährung und ir gliedern Hast du stets wob! gethan, Wie soll ich dire erwiedern? Nim mich jum opfer an. Difden Segen. Sey lob und ehr dem. 487.21us Deiner milden 2. Der größte von den schå fegenshand, Du zen, Den sich ein menich zum geber aller gaben, Muß je troft erwählt, Gibt dem doch des volk und jedes land Des guten 9. Lob und Dank: Für leibl. Wohltbaten. 311 guten zufluß baben. Mit Jefu der du meine feele. grofer weisheit bältst du baus 488 Halte dich nicht län Und breitest deine gute aus, ger, flieffe Stille Der volker wobl zu gründen zábre meines danks! Meine 2. Als milder geber zeigt volle feel ergieffe Sich in du dich Den volkern aller strome des gefangs! Selig lande, Und du verknüpfft sie einst vor ihm zu werden Schuf unter sicDurch deines fegens mich gott, und schon auf er bande. Bora fernen oft, vom den Seb und fühl ichs won fernen nord Strömt deines nevoll, Was ich fünftig fegens quelle fort 3um we werden soll. an situs ften und zum fuden. 2. Jeder tag gebiert mir 3. Von dir stamt funft und freude; Freude jeder augenwissenschaft, Bodurch die blif; Selbst die schmerzen, die lander bluben. Du fchenkeftlich leide, Segnen mich und jeglichem die Fraft, Sich nüz- werden glük. Riefeln nicht im lieb zu bemühen In feinem pilgerlande Quellen auch im amt, beruf und stand, Darzu dürren sande? Immer fralt Dein rath ibn tüchtig fand, die sonne nicht; Aber auch die 3um besten mit zu wirken. nacht bat licht. 4. Du fegnest auch des fünft- 3. Stromen nicht durch lers fleiß Zum nuzen feiner alle finne Lustempfindungen bruder: Was er nur gutes mirzu? Jedes glük, das ich fan und weiß, Das fomt von gewinne, Wer gewährt es dir bernieder. Was deine mir als du? Ist es, gott, nicht gut uns zugewandt, Das deine gabe, Daß ich diese fins flieffet stets aus hand in hand nen babe, Und zum täglichen Durch nuzliche gewerbe. genuß, Nothdurft, füll' und 5. Herr, unfer gott, mir überfluß? preifen dich Mit dankbarem 4. Gott, wie viele frobe taiefe froke pare gemüte. Du berrichest unverge Floßfen, weil mir nichts geanderlich Mit weisheit und brach, Rubig bin, und frey mit güte. Geuß deinen segen von klage, Frey von noth und ferner aus Auf unfer fand, ungemach att auch einer. auf unser baus, 3u deines müh und sorgen; Sie ente namens ebre. flohn, und jeden morgen, 6. Hilf, daß ein ieder redlich wenn ich deine fonne fab fey In feinem thun und ban Waren neue freuben da. del; Rechtichaffen, brüder- 5. Hab ich nicht aus deiner lich und treu In feinem gan- fulle Was mein berz nur wünzen wandel. Mit luft, o va fcben mag? Speiß und trank ter, wendest du Dem lande und dach und hule, Schus deinen fegen zu, Das sold und bütfe jeden tag? Jabein volk bewohnet. re, monden, tag und stunden 11 4 312 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. Haben wir genug empfun- fichatten wohnen, Die preis Den Ceiner vatergüte macht; fen deine schöpfersmact, Aber nie genug bedacht. Die sie und uns hervorge. 6. Ach, bey diefem überfluffe bracht. Gebt unferm gott 2c. Fehlt uns, immer froh zu feyn. 3. Was unser gott geschaf Diese weißheit im genuffe; fen bat, Das will er auch er Diese mangelt uns allein. halten; Darüber will er früh Deines segens quellen floffen und spat Mit seiner gnade Uns vorüber ungenoffen. Wir walten. In feinem ganzen vergassen unfre pflicht. Doch Fönigreich 3ft alles recht und versiegen sie noch nicht. alles gleich. Gebt 2c. 7. Sicherheit in jedem lan 4. Jcb rief zum berrn in meis de, Ordnung und gefez und ner norb: Ach got:, vernim recht Diese starken vesten ban- mein weinen; Da half mein de Für das menschliche ge belfer mir vom tod und ließ schlecht; Auch des umgange mir troft erscheinen. Drum füffe freuden Und der freund dank, o gott, drum dank ich fchaft troft im leiden, Nath dir! Ach danker, danket gott und bülfe haben wir, Mil- mit mir! Gebt 2c. Der vater nur von dir. 5. Gott ist uns nah und nie 8. Dis gewährst du diesem mals nicht von seinem volk feben, In der kurzen Prü geschieden; Er ist der from fungszeit. Was wirst du uns men zuversicht, Jbr iegen, beil bann nicht geben, Bater, in und frieden. Mit varerbáns der ewigkeit! Selig einst vor den leitet er Die feinen glük, Dir zu werden, Schufft du lich bin und her. Gebt 20 mich, und schon auf erden 6. Wenn hülfe nicht mehr Seh ichs, fühl ichs woñevoll, nuzen kan, Die menschenkraft Was ich fünftig werden soll. erzeiget, Dann hilft, der ewig belfen kan, Der schöpfer felbft und neiget Die vaters augen denen zu, Die sonsten nir. gends finden rub. Gebt 2c. 7. Ich will mein ganzes les vater aller güre, Dem gott, der benlang, D gott, dich freudig alle wunder thut, Dem gott, ehren. Einst sollen meinen ber mein gemüte Mit seinem lobgefang Auch deine himmel reichen troft erfüllt, Dem hören. Mein geift und leib ers gott, der allen jammer filt. bebet dich! Mein ganzes heri Gebt unserm gott die chre! erfreuet sich. Gebt 2c. Für Errettung aus Noth und Gefahren. 489.Sey lob und ehr dem höchsten gut, Dem 2. Es danken dir die bim 8. Jbr, die ihr christi namen melsbeer, Beberricher alle nennt, Gebt unserm gott die thronen. Und die auf erden ebre! Ihr, die ihr gottes macht luft und meer In deinem bekennt, Gebt unserm gott die ebre! 9. Dank u. Lob: Für leibliche Wohlthaten. 313 ehre! Die falschen gözen macht) 5. So fey denn jezt gepreift zu fpott. Der herr ist gott! der O vater, gott der treue! herr ist gott! Gebt 2c. Dank dir, erretter, dank! Dir 9. Romt, laßt uns vor seinsbringen wir aufs neue Für angesicht Mit frober ebrdeine bülf und huld Uns furcht dringen! Bezablet dicffelbst zum opfer dar, Und gelobte pflicht Und laßt uns unser ber; wird ganz Dein frdblich fingen: Der berr bat lob und dankaltar. alles wohl bedacht und alles recht und gut gmacht! Gebi unferm gott die ebre!! Nun danket alle gott. 6. Und deiner rettung huld, Die du uns, gott, erwiesen, Soll von uns nicht nur jest, Nein ewig fepit gepriesen. 490, ob, ehr und dank Erschallen soll dein rubm, fey dir, O grofer So lange wir hier sind: Dich gott, gefungen! Du, du hast preise, machtiafter, Noch Die gefahr, die uns umgab, find und findeskind. A bezwungen, Das unglúk tob- 7. Und fünftig wollen wit te wild: Dein eifer schrekte nur dir zu ehren leben. Nicht fehr, Und fluten rauschten mebr dir, wie bisher, Mit stark und fürchterlich daber.funden widerkreben. Und 2. Doch mitten in dem zorn dann balt, vate du mit ferBewiesest du erbarmen. Es nern strafen el Und daß brach dein vaterbers, Dulin deine band uns eingezeigtest an uns armen, Daßzeichnet feyn. 1974 du die menschen nicht Gern Wer nur den lieben gott. plageſst und betrübst, Und im 491, Mein berz ermuntre Dich zum preife betrüben Sie als ein vater liebst. Jelg Des gottet, der dein vater ist! 3. Dein fohn war unser Bedenke, auf wie viele weise fels, Auf den fich unfer boffen Du ihm zum dank verpflichtet Gewiß und vest verließ; Drum bist. Bring ibm, der stets stand dein ohr uns offen. dein belfer war, Mit freuden Der sturm erschütterte; Doch rubin und ebre dar. fielen wir nicht gar, Well 2. Herr, deine band ist im. unsre hoffnung vest Auf ihn mer offen, 3u geben, was mir gegründet war. nüßlich ist. Und dennoch wan4. Entflohn ist die gefahr! fet oft mein boffen Auf dich, Entflohn ihr schreklich toben! der du die liebe bist. Mein Gott, du hast sie bedroht Mitgott, wie wenig bin ichs starker band von oben. Die werth, Daß mir noch gnaplage druft nicht mehr; Das de wiederfährt. bange herz wird frob, Das 3. Unendlich groß ist dein ervoll von furcht und angst barmen, Nur woblzuthun bist Anbetend zu dir flob. Idu gewohnt. Drum wird auch 115 mit, 314 3weite Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott. mit, mein gott, mir armen, der schwachheit trägt. Von dir nicht nach verdienst 9. Drum foll mir deine huld gelohnt. Noch immer stebi und gute Beständig, gott, vor mir deine treu Mit fegen augen fepu Ich will mit redtroft und bülfe bey. iidem gemüte Mein leben dei 614! Du bist es, der in meinen nem lobe weibn, Bis ich voll forgen Mit rettung mir ent tomner deinen ruhm Erheb gegen eilt Und wenn sie, noch im höhren beiligthum. 11 vor mir verborgen, Nach meill 1eded Not esta nem wahn zu lang verweilt: 19. Von der gemeinschafts So fomst du, eh ich michs licen Gotfesverebrung. versehn, und hilfft mir und 1. paicht und Nugen des öf erhörst mein flebn.obfentlichen Gottesdienstes. 5. Du wabist und wirkest In voriger Melodie. stets das beste, Und wenn auch 492. Den böchsten öffent meine noth fic hauft; So lich verehren, Und stebt durch dich mein wohl doch in fein baus mit freuden gebn, vefte: Und wenn mich elend Und andachtsvoll sein wort ganz ergreift, So willst du zu bören, und ihn lobpreimein erbarmer feyn, Mich send zu erhöhn, Ist eine pflicht vom verderben zu befrepn. woju der drift, so lang er 6. Du bimein beil! mein fan, verbunden ist. ganz gemüteft deines ruhms 2. Denn billig ists das höch mein retter voll! D'font ich ste wesen, Durch das der deine große gute Dodb so mensch ist, lebt und denkt. erheben, wie ich soll! Doch Den berrn und richter aller meine fraft reicht nicht dawesen, Den, der uns jede bin. Du weißt es, gott, mobithat ichenkt, mit leb wich fchwach ich bin. und preife zu erhöbn, Um 17. Und hátt ich auch viel neue buld ibn anzuflebn. tausend zungen: So würde 3. Wenn du nur in der still Deines wohlthuns preiß Nie ihn ebrest, Und jesum deinen würdig gnug von mir befun- beiland nennst; Doch ibn gen Auch bey dem größten nicht öffentlich verebrest, Ibn ernst und fleiß. Denn mebr nicht auch für der welt bes guts, als ich zählen kan. Hat kennst: Bist du dann ſein? Deine bulb an mir gethan. bist du ein chrift, Der feie 8. Jedoch du siebst mit nem beiland dankbar ist? wohlgefallen Auch auf des 4. Wer sich dem dienst des berjens redlichkeit; Und ho berrn entziebet an dem daju reft selbst das fchwache lallen bestimten tag, Aus leichtsinn Der Deinen mit zufrieden die versammlung fliehet Und beit: Du hörft es, wie ein nicht mit andern beten mag. vater pflegt, Der feiner fin. Der, der verlezet feine pflicht, Vers 10. Von der gemeinschaftl. Gottesverebrung. 315 Verachtet gott, ehrt jesum wir sind eines leibes glieder! nicht. Komt, unfern vater zu er 5. Auch deinen nächsten zujböhn! Frohlockend preifet erbauen, mußt du zum bau- jefum drift, Der unser berr fe gottes gebn; Wie viele und beiland ist! sind, die auf did schauen 2. Würdige Sonntagsfever. Die febr auf andrer beyiptel Herzliebster jefu was hast. febn; Wenn einer durd bid 493. Diß ist der tag, an trage wird, Bist du es nicht, Der ibn verführt? welchem deine rt? frommen, Herr, in dein baus 6. Und selbsten uns in un dich anzubeten kommen; Mit fern pflichten, Und von der lob, gebet und dank dich zu vers babn jur feligkeit noch immer ehren, dein wort zu hören. mehr zu unterrichten In die 2. Er fey nun auch, o beifer vorbereitungszeit: Wie land, dir geweibet, Ihn feyert nötig ist diß nicht, o drift, gern, wer deines beils sich Der du genetgt zu feblern freuet. O laß, mich auch bift. mit freuden vor did treten, 7. Der gottesdienst ist ein Dich anzubeten. geschäfte, Daju aus lieb uns 3. Dic preist der lobgefang gott verband; Er fårket under himmelsbeere; Auch unfers geiftes fráfte, Gibt mehr fer tempel schall von deiner erkentniß und verstand. Er ist ebre! Auch unser dank und ein mittel, das uns Fraft 3um unfrer ehrfurcht flehen Soll glauben und zur tugend schafft dich erhöhen. 8. Hast du nicht auch oft 4. Wie freu ich mich, die ståttroft empfunden, Wenn dute zu begrüssen, Wo durftigenDas wort des berrn gehört? des lebens bache flieffen, Und Sind dir nicht lieb die froben wo dein beil von den erlösten funden, Da man gott offent- zungen Frob wird befungen. lich verehrt, und, um das 5. Mich loft die welt um. ewige bemütt, Sich dem ge- fonft zu ihren freuden, Mein rausch der welt entzieht. geist foll sich an deiner lehre 9. Was gleicht dem him weiden; Dein himlifch wort lifchen entzücken, Das hier das peine boten lebren, Das ein fromes berz belebt? Wenn will ich hören. es, in ftillen augenblicken, 6. Mit anbacht will ich beuMit andern sich zu gott erhebt te vor dich treten. Ich weiß, Und, voll des glufs, das es du borst, die findlich zu genießt, Von dank und freus dir beten. Der meniden glük, Den überfließt. die sich der fünde freuen, Kan nicht gedeihen. 10. Romt dann, o driften, theure brüder, Vereint im 7. O laß auch heute deinen geist vor gott zu kehn. Komt, geift mich lehren, Bom weg, der 316 3wente Abtheilung. IV. Pflichten gegen Gott. CUTS der dir mißfällt, mich abzu- mag. Bewahr mich vor dem Fehren: Er leite mic, daß geist der welt, Der diesen meine ganze feele 3um troft tag verächtlich hält. dich wähle. 6. Was dein wort heute in 8. Dein tag fey mir ein denk- uns schafft, Behalt die ganze maldeiner gute! Er bring mir woche fraft; Daß jeder tag beit und lenke mein gemüte der lebenszeit Sey deinem Autjenes gluk, das du der welt lob und dienst geweiht. erworben, Da du gestorben. 9. Dich bet ich an, du to. 495. Des überwinder! An diesem tag baft Du um beil der Wo deines namens ehre fünder, Die fern von gott wohnt! Ogib, daß ich sie gern in todesschatten faffen Dein grab verlassen. betrete, Weil da dein fegen die belohnt, Die deiner lebre fich d Wer nur den lieben gott. ie lieblich ist doch, herr, Die stätte, 10. Es feyre dankbar diefen erfreun, Und dir des herzens tog die erde, Daß jedes lant andacht weihn. 98 voll deines rubmes werde! Lob sep, erlöser, deinem groffen namen Auf ewig; amen! D jesu drift meins. 2. Wohl dem, der dich in deinem tempel, Gott, zu ver ebren, ernft beweist! Du börft fein lob: und fein erempel 494. gott, du bist mein tarkt auch des nebenmen preiß und ruhm, schen geist, Daß er auf deiner Mein berz iep ganz dein ei wabrbeit bahn Rechtschaffen gentum! Laß mir den fonn vor dir wandeln kan. tag beitig seyn, Und gern 3. Dein wort bleibt niemals ihn meinem glücke weihn! obne fegen, Wenn mans nur 2. Gib, daß ich mein gemüt recht zu berzen nimt, Es gibt bewahr, Wenn ich mit deiner uns treft auf trùbfalswegen, driften icbaar Zu deines bau- Die du zu unterm bell bestimt. fes ståtte geb; Und so mit Es gibt im fampf uns muth andacht vor dir steh. und kraft, So wie es sieg und freude schafft. 3. Erinnre selber meinen geist, Daß du mir gegen- 4. O laß auch mir dein licht wärtig fept, Damit ich bei beutichbeinen! Dein tag, berri nes geistes lehr Begierig und bring auch mir gewinn, Wen mit nuzen bor. andachtévoll ich mit den Deis 4. Druk alles tief ins beranen Vor dir an betiger stätte binein, Und laß mich nicbr bin. Laß dir das lob, bas wit blog börer feyn; Steh mir dir weihn ein angenehmes mit deiner gnade bey, Daßlopfer seyn. ich der lebre tbåter fep. 5. Du bist der vater aller 5. Hilf, daß ich deinen ru frommen, D fegne beute deine betag 3u meinem segen fevern leyr! Erbor, wenn wir zuiams men 2. Würdige Sontagsfeyer. 3. Pflicht und Nußen des 2c. 317 men kommen, Der frommen gut und macht Gethan, geords wunsch zu deiner ebr. Wir fu net und vollbract. 6 chen nur, berr, deine gnad, Uch leit uns auf der tagend pfad. * Vom himmel fam der. 9. Du fieger über tod und grab, Der sich für uns zum opfer gab Laß uns der woblthat 496. Dis, driften ist der würdig seyn Und mach uns von den fünden rein. tag des berrn, Geschäft und müb sey von 10. Laß deiner auferstehung euch fern, Komt vor des bbcb- fraft, Die neues Leben in uns ften angeficht, und freuet eucicbafft, Uns mit dem boben in fethem licht. troft erfreun, Einst ewig, berr, bepy dir zu seyn. 2. Komt, betet euren fcbó pfer an, und rübmt, was er 3. Pflicht und Nußen des an euch gethan Ibn preifen, ift bauslicen Gottes der christen amt: Drum preift und lobt ihn allefamt! dienstes. Alle menfchen müssen sterben. 3. Rühmt feine weisheit, 497. Quch zu baus und in fraft und rath, Da er aus der stille, Chrift, nichts erschaffen batDen bim- vergiß der andacht nicht. Sie mel und die ganze welt, Und fübrt dich zur fegensfülle; alles, was sie in sich bált. Sie ist eine felge pflicht Vor 4. Und als er ibren bau vol gott táglich mit den deinen bracht, hat er den menschen Dankbar im gebet erscheinen, auch gemacht, Den er nad Bringt viel vortheil, bringet feinem ebenbild, Mit weistuft, Troft und rube deiner heit und verstand erfüllt. brust. 5. Erkennt, um euch voll 2. Solltest du nicht den erdank zu freun, Wie er durch beben, Der dir täglich gutes feine gut allein Uns täglich schuzet und ernábrt, Und man des unglück von uns febrt denkt, Der dir fristet glük und leben, Jede frunde dein gedenkt? Kanst du rettung 6. Dankt auch, daß heute je Deiner funden, Kanst du neue fus chrift Vom rode aufer gnade finden, Wenn du nicht ftanden ist, und durch die grózu gott bingebft, Und um buld Be feiner macht Das leben an und woblibat flebst? das licht gebracht. 3. Welch ein fegensvoll ge7. O gott, der du den erden- fchäfte Ist ein bäusliches geFreis Erschaffen baft zu dei- bet? Mutb zur arbeit, luft nem preis Und auch in trüb- und Fräfte Gibt gott dem, der fal und gefabr Uns treu be- u ibm flebt. Eröftung in bes wahrt io manches jahr. trübten stunden haben from8.Hilf, daß wir voller dank: me stets gefunden, Dre, im begier Erkennen, was du für gottesdienst vereint, Stille und für Durch deine weisheit, tbrånen ihm geweint. 4. Sicht 318 3weyte Abtheit, IV. Pflichten gegen Gott. 4. Sichtbar mehrt sich Kein wort spricht je ein fals glaub und tugend, Gluf und schermund, Allwissender, dir fegen blúbt und grünt, Wo ist es fund; Du heiligster das alter und diejugend, Gott wirst's rådben. Laß jederzeit mit mund und thaten dient: méin ja und nein Wie's dri. Aber unordnung und fünden ften ziemt, aufrichtig feyn! Wird man in den bäufern fin. 2. Und wenn ich schwörend den, Wo man lebt, wie obne vor dir steb, Dir feierlich ins gott, Beder denkt an pflicht anttiz feb Die band zum bime noch tod. mel bebe; Benn ich dich, gott, 5. Gute fromme finder baum zeugen ruf, 3um råder ben, Froh in seinem baufe dicb, der mich erschuf, Durch feyn; Treue baus den offen ha den ich bin und lebe! Dann fep ben; Gott, wie muß bis glük von trug und beucheley Mein erfreun? Im gebet ist reiz zur berz und meine junge frey! tugend Für bediente! für die jugend; Sich einander zu er baun, Wirket lieb und from vertraun.OD 24 3. Wenn frevler da auch gott noch somáhn, Mitlügen frech noch vor ihm stehn, Dan laß mein herz erschrecken! Web 6. Drum, o drift, ein jeder dem, der gott und gottes morgen Jedes abends ruhgemacht 3nm fiegel seiner bose zeit Eine stunde, trey von for beit macht, Sie vor der welt gen: Sen vor allen gott ge zu decken. Herz, schau den weiht. Bete felbft, bet mit den gott mit zittern an, Der leib deinen; Gott borts, und er und feel verderben kan! freut die seinen: Achtsam lies 4. O feele, wenn du dich noch die heilge schrift; Sie lebrt, liebst, Denk, was du da zum was dein beil betrift. pfande gibst; Dein glük, dein 7. Hochfter, mache dis ge- ewig leben! Berlier nicht mit schte Allen bäufern theur verwegenbeit Dein theil an und werth; Gib dazu uns gott und seligkeit: Wer kan trieb und fráfte; Hindre, was dirs wieder geben? Gott und es uns erschwert; Laß dir un fein evangelium. Wie fost fer- schwaches lallrn In der bar ist das eigentum! stille wohlgefallen, Bis wir 5, Gott, wenn du nicht mein empig vor dir ftebn, und mit gott mehr bist. Dein sohn engeln dich erhöhn. 11. Eidfdwur. Heiligkeit nicht mehr mein beiland ist, Dein bimmel nicht mein erbe; Wenn mich beim leiden dieser zeit Rein troft vom himmel mehr erfreut, Kein troft mehr zenskenner bist, wenn ich sterbe! It gott und Herr, dem die faischheit greuel jefus nicht mehr mein; Dann ist, Und jeder lug verbreden. beffer nie geboren seyn! 498, Gott, der du her 6. Fred Deffelben. Dewigkeit du donnerwort. 11. Eidschmur. Heiligkeit desfelden. 319 6. Frech ist die zunge, die Rein trug, fein gottlos wesen. noch spricht: Gott siehets Du bist ein gott des rechts, ,, nicht, gott achtets nicht!" der treu: Wers wagt bey So lästern spotter rotten. Ja, dirzu schwören, Und begt im. gottes langmut ist bekant; Er berzen beucheley, Den wird lábmt nicht jede falsche hand; dein ohr nicht hören, Dein Doch gott läßt sich nicht spot- eifer wird ibn strafen. ten. 3um ftrafen bat er lang 2. Drum laß mich, gott, noch zeit, 3um strafen noch der warheit nur Ein lautres Die ewigkeit. eugniß geben, Und nie die 7. Nein ehre nicht, nicht gut band empor zum schwur Auf und geld, Rein fürstentum trug und falschbeit heben. und feine welt Soll mich fo Du blikft ins innre, wirst weit verführen. Um alle lei gar bald die wahrheit bell entden dieser zeit Will ich doch decken, Wenn wir sie gleich gott und seligkeit Muthwilligim binterbalt Der lige ſchlau nicht verlieren. Wie klein verstecken, Und blöde menmein glük auch imer sey; Nurschen tauschen. reines herz und gott dabey! 3. Auch des gewiffens un8. Gott, lebr du mich bey je rub qudit, Den, der die lügen dem eid, Vus furcht vor dei tebet, Was wahr und redlich ner heiligkeit Die warheit ist, verbeelt, Und falsches pünktlich sprechen. Beschwöreugniß giebet. Voll argwohn ich beilig amt und pflicht, So gebt er, und beschämt Aus laß mich auch im Fleinsten ichbeu entdeckt zu werden: nicht Dle theure zuiag bre: Wer aber feine zunge zábmt, den. Auch dir, gott, fchwur Der findet rub auf erden Und ich treu zu feyn; Erhalt lohn bey gott im himmel. mich ewig, emig dein! 4. Wenn mich des vortheils 9. Der du mein troft im ftimme loft: So laß mich fie tod noch bist, Gott, deffen nicht bören, Und nicht, durch wort wahrhaftig ist, Du baft niedern geiz verstockt, Mir auch mir geschworen. So unrecht gut erschwören. Was mabr du gott bist, fagst du's arglift und betrurinnt, zu, Ich hörs mit voller fee- Wird lange neiben: lenrub: Ich soll nicht seyn Was nie dah, nie verloren. O feele, balt gott herrinnt, Und ewig fan er deinen eid! Dann freu dich freuen, Ift redlichkeit und ſeiner gütigkeit! unschuld. Cbrist unser berr zum jordan. 5. Dann fan ich frey, von 499. Herr, du bist heilig falicbbeit rein, 3u deinem dir im gericht; Dein throne treten, Kan ju orn vertilgt die bösen; Vorflebn, mein gott zu seyn, In Dir besteht der heuchler nicht; veftem glauben beten. Des from 320 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. frommen húlf und gott bist mens beiligkeit Durch fal bu, Wirst fein gebet erbören; fcben schwur entweihen; Ins Und des gewissens beitre rub angesicht dir lügen. Wird ihm den lohn bewäh- 4. Herr, steure bey uns ren, der ewig feiner wartet. allezeit Dem greuel folcher 6. Denn eint wirst du des fünden. Laß deines namens herzens rath Der menfben beiligkeit Ein jedes berz emoffenbaren, Und jedem wird, pfinden, Daß je zum eide fich nach dem er thar, Vergeltung entschließt. Du, aller falsch, wiederfahren. Befdamt beitråder, Du, deffen drohen wird dann vor deinem thron wahrbeit ist, Strafft zwiefach Entdekt der heuchler stehen: Die verbrecher, Die falsch. Den frommen aber wird lich bey dir schwören. der lohn, Dich, wie du bist, 5. Laß niemand auch geles zu sehen, Du gott der treu genheit 3u falichen eiden geund warheit! ben. Und will sich oft um flei. nigkeit Ein böfer awift erhe In voriger Melodie. 500. gott, mein schd- ben: So lenke du durch dei pfer, berr der nen geist 3um frieden die welt, Des auge alles siebet; gemüter, Daß niemand je Vordem der engel nieberfällt, mals sich erdreift, Um eh Der bodste seraph knieet! Laß re oder güter Mit unbes Deines namens majestät Mein dacht zu fchwören. berz mit ehrfurcht füllen, 6. Du fizest auch mit im Wenn ich bin vor dein antliz tret, Nach meiner obern wil len, Dich eidlich anzurufen. gericht, Wo deine diener rich ten: Laßt sich der menschen has der nicht, als nur durch eide 2. Laß deine gegenwart mich schlichten; Dann laß zu dei scheun, D allerhoftes wesen! nes namens ebr, Getroft be Nichts fan vor dir verborgen zeuger werden, Du, du fept, fepn, Gedanken fanft du leo allwissender; Im himmel fen. Du bist mir nab, und auf Erden Der jeuge bin dir fund an einem je und der richter. Den orto Du kennest meines berus grund, Weißt 12. Pflichtmäßige Gesinnung alle meie morte, Und was gegen Jefum den Erlöfer. ich dabe denke. 1. Preis für die Erlösung. Mel. Wie schon leuchtet der. ge3. Du bist auch, o allwiffen= der, Der bosbeit strenger rå 501.ie groß, wie ange ber; Und ftrafft als ein betet ist Dein nas rechter herr Den leichtfinn der me, o berr jesu chrift! Wie verbrecher, Die mit fo viel ver theuer deinem volfe! Weld wegenheit Die allmacht selbst licht ging in der finsterniß nicht scheuen, und deines na Mit dir der welt auf, wie zerriß, 12. Gesinnungen gegen den Erlöser. 321 derriß! Wie flob des irrtums/ noch, Jefu, werden Schon wolfe! Ats du Kamest, Horauf erden Dirlobfingen Preiß ten taube, Und der glaube und dank und ruhm dir Halften franken; Stumme bringen. fangen, dir zu danken. 6. Wie groß, wie angebetet 2. Nur schwache warens, ift Dein name, heiland, jeſu die dein licht Verbreiteten; drift, Wie herrlich bey den die weisen nicht. Wo find fie, deinen! Führst du uns einft wo die hohen? Und wo die reieu deiner rub: O wie weit den, wo die macht, Vor der herrlicher wirst du Den fromdes gößendienstes nacht Und men dann erscheinen! Ewig feine schrecken floben? Macht Müsse, Dir zur ebre, Jbrer nicht; List nicht; Deine gadore Lob erfchallen, Durch ben, Mittler, baben Dich die bimmel wiederballen. verklaret, Uns den weg zu 502.ie herrlich ftralt der morgenstern! gott gelehret, 3. Wir werden deinen ruhm weld ein glans gebt auf erbobn, Wir werden deine vom berrn, Ber sollte fein himmel fehn, Den preiß von nicht achten? Glanz gottes, deinen leiden; Genießen, was der die nacht durchbricht! du uns erwarbst, als du fu: Du bringst in- finstre feelen uns am freuze starbft, Derlicht, Die nach der warbeit engel hobe freuden. Welchesmadren. Dein wort, JeGnade! Daß wir fünder fu, Ift voll klarheit, Führt zur Gottes Finder Werden sollen, warbeit und zum leben. Wer Wenn wir an dich glauben fan dich genug erheben? wollen. 2. Du, bier mein troft, und 4. Du haft dich deiner herr- dort mein lobn! Sobn gotlichkeit Entáuffert eine kurze tes und des menschen sohn! Beit und deinen thron verlas. Des bimmels grofer fonig! fen; Doch nun mit ebr und Von ganzem berzen preiß ich rubm gefront, Nun machst du felig, die verfóbnt, Der fün Den greuel basſen. Ihnen Willst du heil und leben Gerne geben, und uns allen Hel. fen, daß wir gott gefallen. dich! Hab ich dein bei!, fo rubret mich Das glük der erde wenig 3u dir Kom id, Warlich keiner Tröstet deiner Sich vergebens Wann er dicb fucbt, berr, des lebens! 5 Vom aufgang bis zum 3. Durch dich nur fan ich niedergang Erichballet dir der felig feyn, D drucke tief ins lobgefang Erretteter gered- berz mir ein Empfindung deiten. Unzählbar sind die schaaner liebe;, Damit ich ganz ren idon, Die gerne dir vor dein eigen fey, Aus weltfinn Deinem tbron Ein würdig lob deinen dienst nicht scheu, Und lied brachten. Ihrer Mepridein gebot gern übe. Nach X DITA 322 3weyte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. dir, Nach dir, Den ich faſter1503.23 Stifterwaret Und nicht laffe, Ewig wähle, Dürftet meine ganze feele. rub? Jefu, freund der men4. Vongott ftralt mir eiuichenkinder ,, Retter der vers freudenlicht, Die hoffnung, tornen fünder, Licht der feele daß dein angesicht Ich ein ruh Fließt von dir uns ju. stens soll erblicken. Du fanft 2. Herr ber herrlichkeit!! indeß durch deine fraft, Die Bur bestimmten zeit Kamy du rubin müden feelen schafft, uns zum beil auferben, Warft Mich stärken, mich erquicken zur duldung und beschwerden Trößte Dumich, Seligmacher, Unirer niedrigfeit Großmutte Daß ich schwacher Auf der er voll bereit. Dehimelsfreuden inne werde. 3. Tiefe fchmach und noth, 5. Und wie, gott vater, preiß Selbst den kreuzestod, Haß, ich dich? Von ewigkeit beru tilgung unsrer schulden, haftdu mich, In deinem sobn Du ,, als mittler, wollen dulgeliebet; Dein sohn hat mich den; haft durch deinen tod mit dir vereint, Er ist mein Uns veribbnt mit gott. bruder und mein freund, Was 4. Keine furcht der welt ifts, das mich betrübet? See- Schrekte dich, o beld, Sünd le, Wable Ibn, den besten, und tod hast du bezwangen Ihn den größten Dir zum Und ein ewges heit errun freunde, Und dann fürchtelgen Für die ganze welt Durd Feinefeinde. Idein losegeld. 6. Ihm, welcher tod und 5..Deine majestät, Konig grab bezwang, Jom muffe und prophet, Will ich de froher lobgesang Mit jedem mutsvoll verehren und auf tag erschallen; Dem lamme, Deine Stimme bören, Denn das erwürget ist, Dem freun- Dein reich besteht, Wenn die de, der uns nie vergißt, 3um weit vergeht. ruhm und wohl gefallen. Tb. 6. Laß mich, dir zum ruhm, net, Tonet Jubellieder! schal- Als dein eigentum Recht und let wieder! Daß die erde Voll nach gewiffen bandeln, Und von seinem rubme werde. mit freuden dir nachwandeln. 7. Wie freu ich mich, o jefu Wabres christenthum Sey chrift, Daß du der erst und tez- mein größter ruhm! te bist, Der anfang und das 7. 3euch zu dir mein heri, ende! Du schlieffeft felig mei Laß in freud und schmerz Mich nen lauf; Du wefft aud mid an deine trche denken, Und von todten auf; Des flopfic menn noth und furcht mid in die hande: Emig Werd ich, fränken, so gib in fchmers Herr, dort oben, hoch dic Mutb und troft ins bers. loben, Dem ich traue, Wenn ich nun dein antiis fchaue. 8, Bilde mich nach dir, Daß lich eifrig hier mich in wahrer fanft 323 12. Gesinnungen gegen den Erlöser. fanftmut übe, Und wie du die meines Lebens licht. Meinen demut liebe. Stolj und rach- jesum laß ich nicht. begier Herrfche nie in mir. 2. Er, der welt und mir ge9 Neiget fich mein sinn Zulsandt, Uns zu lehren, uns zu dem eitten hin: O dann war retten, Gab fein leben unsjum ne meine seele, Daß fie nicht pfand, Daß wir gottes gnaihr ziel verfehle; Lenke mei de hätten. O wie bin ich nen finn Auf das ewge bin. ibm verpflicht! Meinen 2c. 10. Wecke mich stets auf, 3. Durch ein herz voll dankDaß in meinem lauf Nichts barkeit, Durch geborsam, von dir juruf mich halte, Und den ich übe, Das zu thun, mein cifer nicht erkalte; In was er gebeut, Halt ich veft dem tugendlauf Hilf mir an seiner liebe; Traue dem schwachen auf. was er verspricht, und so 11.In versuchungszeitStär- laß ich jefum nicht. te mich zum streit; Laß mich 4. So ift er mein theil und wachen und mit beten Vollruhm Bis an meines lebens vertrauen vor dich treten, ende; Ihm geb ich zum eigenBis nach fampf und streitstum Gan; mich hin in seiMich der Sieg erfreut. ne bànde. Er ist meine zuvetsicht. Meinen zc. 12. Will der trübfal nacht, Und der mentchen macht, Mei 5. Wenn mein auge schon ne bange feele fchrecken, Müs verlischt, Wang nnd lippen fe mich dein schild bedecken, sich entfärben, Mich kein labHab in folcher nacht Huld- fal mehr erfrischt, Alle finreich auf mich acht. nen mir ersterben, und das 13. Einen edlen muth, Daß matte berz nun bricht, Las ich irdisch gut Willig, ja ich meinen jefum nicht. mein eigen leben, Mag für 6. Auch im himmel ist er ewges glük hingeben: Sol- mir Seligkeit und troft und den weisen muth Gib mir, freude. Da belohnt et, was höchstes gut! ich bier Ibm zu ehren wil14. Solls zum fterben gebn, lig leide; Da schau ich sein Laß mich auf Dich fehn! Bleib angeffcbt. Meinen 2c. mir bülfreich dann zur feiten, 7. Nichts auf dieser erMich durch schmerz und tod den ists, Was des berzens zu leiten, Bis ich einst dich wünsche stillet. Du, o jeju, feb; Dir zur rechten steß. du nur bists, Der fie einft Glaubige3uversictzu Jesu. noch ganz erfüllet. Dich, 504. Meinen jefum laß mein reichtum, ruhm und Dich, mein jesu, laß ich nicht, Weil licht, er sich für mich gegeben, So ich nicht. erfodern dank und pflicht Ibn julieben, ihm zu leben, Er ist vest, 8. Dich, mein jeſu, baltich Laffe nichts von dir mich scheiden. * 2 324 3wepte Abtheil. IV. Pflichten gegen Gott. fcheiden. Web euch, die ihribnile spricht: Meinen jefum vergeßt! Jbr beraubt euch ew- laß ich nicht. ger freuden. Selia, wer in 7. Durch dich bin ich reich wahrbeit spricht: Meinen 2c. und hoch, Ich bin gottes find In voriger Melodie. und erbe; Gott liebt mich, 505.Du berrfcher, was teblt mir noch? Eins , o stiegst vom thron noch, daß ich felig sterbe. Auch Und famst als ein knecht auffo terben biif du mir, Und erden; Du bist würdig, gor dann nimst du mib zu dir. tes fobn, Ewig bochgelobt zu 8. Drum, erlófete des berrn, werden, Freund, der frob Preiset ibn, lobfingt ibm rob fein blut vergoß, Werd undlich. Alle fünden trug er gern, bleib mir ewig groß.. nichts war für ihn zu beichwer. 2. Du, erlöfer, bist mein lich, Für die welt, die strafbar theit; Denn du bist für mich war, Gab der beilige sich dar. gestorben, Du haft gnade 9. Preiß und dank und trost und heil An dem bim- berrlichkeit müsse dir der mel mir erworben. Alles, al weltfreis bringen. Und wenn les ist nun mein, Wie fan aufbort welt und zeit, Müß ich gnug dankbar feyn? fie dir der himmel singen: 3. Für die leiden obne zahl, Menschen, engel, feraphim, Für die leibs- und felenschmer Groß ist jesus, jauciet ibm! zen, Und für deine todesqual Dank ich dir mit reinem berzen. Ereu dank ich, doch mangelhaft, Gib zum beffern 506. Danf mir fraft. Liebe gegen Jefum. Ich ruf zu dir herrjesu drift. jelu drift, mein bod stes gut, 4. Welche liebe! daß für mich mein beil, mein troft mein le Du dich ganz dabin gegeben; ben! Der du für mich dein Feurig, ewig lieb ich dich Undebeures blur Und leben hinges will dir zu ebren leben; Wilgeben; Gib, daß ich, als dein dir stets geborfam feyn; eigentbum, Did berzlich licb. Denn ich bin ja ewig dein und ebre, Nichts begebre, 15 5. Nichts soll mich so sehr daß ich deinen rubm Mit erfreun, 218 daß ich dir ange mund und that vermebre. hore, Jefum lieben, jefu feyn 2. Gib, daß feta andrer trieb If des christen troft und ehre. in mir, 218 dich zu lieben, lebe; Wenn ich dein, o beiland, bin, Daß ich mit herrschender bes Wird mir alles zum gewinn gier Dir zu gefallen strebe. 6. An bir, jefu, balt ich vest, Rim alles, alles von mir bin, Weil ich werd auf erden wal Was mich und dich fan idei len. Webe dem, der dich verden, Eitle freuden, Die dir last, Er muß ins verder- mein berz entziebn, Laß mich ben fallen; Meine ganze fee- mit ernst vermeiden. 3. Du 12. Gefinnungen gegen Jefum den Erlöfer. 325 3. Du bast mich je und je gewas ich hab In meinem gan liebt, Mich stets zu dir gezoen leben. Daß ich es deinem gen; Eb ich noch etwas quts lobe weib, Dem nächsten da- i geübt, Warst du mir schon ge- mit nuzlich fey, Wollst du mir wogen. Laß noch, freund mei- gnade geben. Laß mein ver ner feligkeit, Mich deine liebestrauen auf dich rein, Und bei leiten und begleiten, Und fic lig meinen wandel feyn. In zu jederzeit Mir hulfreich aller trübfal fårke mich, Daß stebn zur feiten. ich fie dulde williglich. Herr 4. Laß meinen stand, darin jeiu drist, mein herrund gott ich steb, Herr, deine liebe zie Mein berrund gott! Hilfmir ren; Und wenn ich etwa irre auch in der festen noth. 9. geb, 3udirzuruf mich fübren. 3. Verleib, wenn du mich Laß fie mich sters des christen sterben heißt, Daß dann dein pflicht und jede rugend lebren, engel meinen geift Ins reich Und mir webren, Daß der wonne trage. Dann wird welt und fünde nicht mich mein leib und mein gebein blenden und bethoren. 3war erde, doch nicht langer! 5. Laß sie mir freudigkeit in feyn, 218 bis zum lezten tage. leid, In ichwachbeit stärke ge Du lásfest mich im tode nicht, ben: Und wenn du nach voll- Du komit, bu komst und haltst brachter zeit Mich rufft aus gericht. Ablaß mich dann dich diefem leben, Ad dann taglobne araun Getroft als meis Deine lieb und treu Auf mich nen richter schaun. Herr jesu mit trofte blicken. Mich er drift, Erhöre mich! Erhöre quicken, Und, aller leiden mich! So preiß ich hier und frey, In ewigkeit begiùcken. ewig dich. 507.erti lieb bab ich bidh, o berr, Unp 508. meine feele schást nichts mehr, Als deiner gnade gaben. Die noch eb ich war, mic schon ganze welt erfreut mich nicht, Geliebt aus reinem triebe. Nach ihren scházen irag ich vor dir ist alles fonnenfiar, nicht, wenn ich dich nicht soll Mein berz ist dir auch offenbaben, wenn auch mein berz bar, Du weißt, daß ich dich im tode bricht, Bist du doch liebe. Herzlic Suc ich Dir meine zuversicht, Mein bei vor allen Zu gefallen, nichts land, der mich bat erlöst, Mick auf erden Kan und foll mir auch im Tode nicht verstößt theurer werden. Herr jesu chrift, Mein berr 2. Dis eine nur bekümmert und gott, Meth berr und goit mich, Daß ich mit solcher treue Hilf mir im leben nnd im tod dich nicht liebe, wie ich wollte. 2. Es ist ja dein geschenk und Ich selbst empfind es nur zu gab, Mein geist, mein leibundliehr, Daß ich durch thaten Dic A 3 Wie soin leuchtet der. jefu, jefu, gottes sohn, Der du 326 3weite Abtheiluna. IV. Pflichten gegen Gott. dich noch mehr, Mein beiland, nes leben Wird anheb lieben sollte. Laß mich Glau- Wo die frommen Aller trübe big Deine gute Ins gemü fat find entnommen. te Stárker faffen, Dir mich 7. Da werd ich deine gütigganz zu überlasſen. feit, Die mich schon bier fo febr 3. Du stehst mit deiner erfreut, In vollem umfang Fraft mir bey; Drum will ich schmecken. Da feb ich in dem auch mit größter tren Unt bellsten licht Dein gnaden. ewig dir anbangen. Nichts, volles angesicht Auf immer was sonst menfchen wohlgefrey von fchrecken. Wobl fällt, nicht finnentus, nicbimir! Preiß dir! Der mit ehr noch geld Befriedigt mein eroben aufgehoben Ew'ge verlangen. Ohn dich Kanfircuden; Nichts, herr, foll mich nichts von scházen Recht mich von dir scheiden. ergdozen und beglücken: Du 4. Radfolge Jefu. nur kanst mein her erquicken 509 Jefu, du mein licht 4. Den, der liebt, Du liebst auch du; Dem schafft ipricft: fomt und lernt von du für die feele rub Und troft mir! Sieb, ic tom, ich fom für fein gewissen. Ob midu dir! Gern mobt ich mich auch manche noth bier drukt, bir ergeben. Ursprung meiner So werd ich doch durch dich feligkeit, Lehr mich ſelbst die erquift In meinen fümmes- frommigkeit. niffen. Endlich Wird sic 2.2ch wie if mein herz verNach dem leide Bolle freudederbet! Bie cent ich der fun* Für mich finden. Da wird de lust meer noch in mei all mein trauren schwinden.ne brust! Böses ist mir an 5. Noch hat fein aug es je geerber; Schwach ist meine gesebn, Es fans auch hier kein tugendkraft, Mächtig blut mensch, verstehn Und würdig und leidenschaft. gnug beschreiben, Was denen 3. hilf, ad hilf du mir bort für herrlichkeit Bey tir besiegen Alle laster, haß und und von dir ist bereit, Die neid; Stolz und ungerec, bir ergeben bleiben. Bas bier tigfeit Laß im fampf mid Von dir Ift gegeben, Unser nicht erliegen/ In verſuchung leben 3u ergozen, Ist da steb mir bey, Mach mich gegen nichts zu schäzen. standhaft und dir treu. 6. Drum laß ich billig diß 4. Pflanze mir in mein ges allein, D jesu, meine freude müte, Mittler, deine beilig= seyn, Daß ich dich herzlich lie feit Und geduld und freundbe und mich in dem, was dir lichkeit, Deine liebe, deine gu gefällt, Je mehr und mehr in te, Sanftmuth, treu und red diefer welt Nach deinem wortichkeit, Warbeit und gered. te übe; Bis fich Für mich Je- ltigkeit. 5. Laß 12. Gesinnung gegen Jefum. 327 5. Laß mich dir zu ehrenlund that Bor aller welt mit leben, Jefu, meines berzens freuden. Du warst bereit nach licht, Mein trost, heil und feinem rath 3um heil für uns zuversicht! Laß mich dir feyn zu leiden. Wie er die liebe ganz ergeben; Laß mich flichn selber ist: So warst dus auch, die lust der welt, Und nur herr jesu drift. thun; was dir gefällt. 5. Du zeigteft, daß die gró6. Fübre mich auf deinen we- fte noth Dich nicht um murgen; Gib mir, wie dein wort ren reize, Warst gott geborverheißt, Deinen beißand dei- fam bis zum tod, Ja bis zum nen geist; Täglich gibmir gaabtod am freuze. Auch da war und legens Täglich weisheit deine zuversicht Auf ihn albülf und rath; Segne den Lein und veft gericht.id fen, wort und that. 6. Von ihm verlaffen, blieb 7.Bis ich endlich werde fom, dein herz An ibm, troz alles men Aus der unvollkomenheit,( pottes. Dein hoffen war im Jesu, zur vollkommen beitgröften schmerz Die sichre bulUnd dann dich mit allen from fe gottes. Und was du hoffmen, Helfer meiner feligkeit, teft, ist geschehn; Gott höre Preisen in der ewigkeit. te deiner stimme fletn. Auf driftenmensch auf. 7. Mit ehr und preiß von 510.Diefu, wahrerfröm- ibm gekrönt, Lebst du zu ſeimrgkeit Bolfom ner rechten Voll majestát, menftes erempel, Dein bersund bir ertönt Von allen Dem vater ganz geweist, Wargottesknechten Das lob, des jeder rugend tempel; deinwanou so würdig bift. Ofelige del rein von aller schuld, Goft wer dir ähnlich ist! werth und würdig feiner bulb. 8. Hilf, daß ich dein erem2 Wer war wobt eifrigerspel mir auch nun zum mus als du, zu thun des vaters ster feje, lind gott, den Herrn, willen? Dir war es rubm und gesinnt gleich dir, Weit über feelenruh Ibn treulich zu er alles scháze, Mit freuden seis füllen, Dir feines eignenfnen willen thu Und ganz in rahms bewußt, War, ibu zulfeiner fügung rubiich di preisen, deine luft. Vorige Melodie. 3. Wenn, wo dein auge 511.elch hohes bey frevler fab, Warst du voll ed ipiel gabst du ler schmerzen. Doch, wenn des mir, Mein heiland, durch dein baters wort geschah, Quollsteben? Sollt ich nicht gern freud aus deinem berzen. Ansund mit begier Dir nactuab. ihm nur bing dein ganzer men streben? Und nicht den finn, Auf ihn sah stets dein au- weg, den du betrats, Auch ge bin. geln und das thun, was 4. Ibn ehrtest du mit wortibu thatst? 4 2. Dein 328 3wepte Abtheiluna. IV. Pflichten gegen Gott. 2. Dein herz war vollerfrube doch verfehlt. Nur diß beiligkeit, So rein wie deine einzine gib mir, Wahren fries lebre. Dein thun lieb und den dort und bier. rechtschaffenheit; Dein end 2. Seele, willst du diefes awek gottes ebre; Für uns finden, Suchs bep feiner Freaallhier zufriedenbeit, Undur. Laß nichts irdisches dich dort einst ewge feligkeit. inder; Erdenquter täuschen 3. In knechtsgestalt erfchie nur. Nur bey dem auf gottes neft du, Um uns beglüft zu throne Hocherhöhten menmachen; Den franken gabst duidenfobre Findest du dein troft und ruh, Und warst stark wahres heil Und das allerin den schwachen. Du trugft befte theil. die leiden mit geduld, Und 3. Dir ist auch das glük trugft fie sonder eigne fchuld. beschieden, Das maria fich 4. Ein opfer unfrer mife- erlas, als sie, ohne zu ermi that, Liebt'st du uns doch als den, Fromm zu jefu füffen ſaß. freunde; Erfüur'st für uns O wie brant ihr berz, die leb des vaters rath Und batest ren Aus der meisbeit mund ju felbft für feinde. Du starbft, boren! Da vergaß sie welt und geborfam bis zum tod, Unt sich, Als sie, jefu, borre did. ehrtest auch im tobe gott. 4. Also richt auch mein vers 5. Diß groffe bepipiel bastangen, Mein erlbfer stets du mir 3ur richtschnur bin nach dir, Deiner warbeit anterlaffen, Daß ich gefinnet fey, zuhangen, Schenke trieb und gleich dir, In meinem thun fráfte mir. Wenn auch andre und laffen. Kom, sprichst du, fie nicht achten, Willich sie mit nim dein freuz auf dich, Kom, luft betrachten, Und, mic dri folge mir und thu wie ich. nes beils zu freun, Ihren lebe 6. Jd komme, berr, gib ren folgfam feyn. fraft und licht, Daß ich mein 5. In dit liegt der weisbeit beil erkenne, Ein wahrer fülle. Was die feel allein bes chrift fey und mich nicht nur glüft Bergst du mir und wenn aufferlid fo nenne: Damit mein wille Sich in deine orde ich deinem bepspiel tren, Auch nung idift: Dann werd ich andern felbst ein beyfpiel fep warhaftig weife, Mir zum beit 5. Jesus und fein heil das und dir zum preise, Lerne got tes rath verstehn, und den weg des lebens gebn. einzige Nothwendige. Alle menfchen müssen sterben. 512.Sins ist noth! o berr, 6. Mit vergebung aller fun Diß eine Lebre mei den, Herr, begnadigst du mid ne feele doc! Alles andre, dann; Läßt mich mabre rube wies auch ideine, Ist nur ein finden, Daß ich fröhlich rüb. befchwerlich joch, Unter dem men fann: Ich bin auch bey das herz sic qualct, Und derlgott in gnaden; Und was fan mit 1. Selbstliebe. na 329 mir denn nun fcbaden? Mei- nur bemühn, Schnide sün.. nes mittlers gütigkeit Dank denluft zu fliebn. ich diefe sicberbeit! 8. Darum sollst du, herr, 7. Aber du bist meiner feele alleine Mir mein ein und alAuch ur beiligung gemacht, les feyn. Pruf und forfche Daß fie nicht mit vorias feble, wie iche menne; Tilge allen Fliebe vor der fünde macht. beuchelschbein. Daß ich bier Muth und fraft jum beilgen ichon auf der erde Durch dich leben Kannst und willst du algut und felig werde, Und len geben, Die mit ernst sich dir treu fep bis zum tod; Nur diß eine ist mir noth. 210 7500 V. Pflichten gegen uns selbst. 1. Selbstliebe. Jefu dein tiefe wunden. 4. Wir verfäumen unfre pflichten, Von bequemlichkeit aß ich mich, mein regiert; Werden, wenn wir gott, felbst liebe, gute verrichten, Oft von eis. Kan dir nicht mißfällig feyn; gennuz verfübrt. Nur gar Du, du pflanzest ja die triebelfelten trachten wir nach Tief biezu dem menschen ein. Dem wahren ruhm bey dir;Lenke du nur meinen finn Auf Und wie oft feblts uns am die wahre weisheit bin, Daß wollen, Wenn wir andern ich nicht mein glük verfehle, dienen sollen. si Und selbst dasverderbenwáhle 5. Mache, o mein gott, in 2. Hilf mir alle meine pflich- gnaden Mich von solcher unten Recht verstebn und mit be- art frey, Daß ich nicht zu meis dacht Auf das mein bestreben nem idaden Gegen mich vers richten, Was marbaftig glük blendet sey. Pflanze selbst den lich macht. Wer dir, o du trieb mir ein, Mich vor allem höchster, lebt, Und dir zu ge- dein zu freun, Auch nach anfallen strebt, Der nur kennt drer mobl ju trachten, Und der feele adel, Der nur liebt sie, wie du willst, zu achten. sich ohne radel. 6. Gib mir denn auch das 3. Doch wie oft und leicht vollbringen, mich zu lieben, verfübrer Eigenliebe unser wie ich toul. Laß mich eifrig her! Durch den duffern schein Darnad ringen, Was mir gerühret, Wünscht es freud dient zum wahren wohl. Auch und wählt es schmerz, Sucht dem nächsten beyjustehn, Liebs und findet niemals rub, Hofft reich stets auf ihn zu fehn, lefie und komt nie dazu, Weil ber alles dich zu lieben: Das, sich verliert in dingen, das bilf mir treulich üben. Nun danket alle gott. es Die fein wahres glük uns 514.Du willst es, herr, bringen. € 5 mein 330 3weyte Abtheit. V. Pflichten gegen uns felbft. mein gott, Daß ich mich der jeit, Zum groffen segen, felber liebe. Gib, daß ich diese nach Bis in die ewigkeit. pflicht Nach deiner vorschrift 7. O felig, wer darnach Mit übe, und laß den felgen trieb, beilgem eifer trachter, Und Mich meines glüks zu freun, für fein gröftes glük Gott, deis Den du mir eingepflanzt, ne gnade achtet! Der liebt als Nie mein verderben seyn. lein fich recht, Der find schon 2. Gib, daß mein ganzes berlin der zeit Die wahre rub Sic deiner liebe werbe, lind and einst Vollkomne feligkeit. daß ich überall Dich findlich 8. Das sey mein gwef mein ehr und scheue. Wer als ein fleiß; Ofegne mein bemühen! chrift fich liebt, Der fliebi So wird das wabre wohl auch als ein drift, Was nicht meinem wunsch entflie Deinem heilgen rath, Oben. So liebe ich mich fo, Wie gott entgegen iſt. dir es wohlgefällt und über 3. Kein scbnbder eigennu; alles dich, mein gott, Und Beberrsche meine feele, Und nicht die welt. to wenn zu meinem glük Jd weg und mittel wähle; So laß nntnis. 2. GelbfterFenntniß. Wer nur den lieben gott. mich stets dabey Auf recht 515, Wer bin ich? wichund warheit schaun, Und tig ist die frage! nie mein woblergebn Auf Gott lebre fie mich recht verandrer elend baun. ftehn! Gib, daß ich mit dit 4. Dein fluch trift jedes warheit fage, Um mich so, wie glüf, Dabep die tugend lei- ich bin, zu sebn. Wer sich nicht Det, dabey der, der es fucht, felbst recht fenen lernt, Bleibt Gott, deine wege meidet. von der weisheit weit entfernt. Wer unrecht liebt und thut 2. Jch bin ein werk von Erbt deinen himmel nicht; deinen händen, Du schufft Nie treffe mich, o gott, Dis mich, gott zu deinem preiß, fchrefliche gericht. Dazu mein leben anzuwen 5. Nie blende mein gemüth den, Das ist dein väterlich Der eitelkeiten schimer. Die geheiß. Doch leb ich, als welt mit ihrer luft Vergeht dein eigenthum, Auch wie ich Doch einst auf immer. Was foll, zu deinem ruhm? hilft uns furze luft, Was 3. Jch bin ein drift nach hilft uns eitler pracht? Nicht dem bekentniß; Doch bin ich ein vergånglich gut Ifts, das auch in der that? Herr was uns glüftich macht. offne felbft mir das verständ6. Ein gottergebnes bers, niß, Recht einzufen, ob ic Ein unverlezt acwiffen, nur den pfad, Den jefuß mir ges das fan uns allein Des lebens wiesen, geb; Und ob ich auch luft verfüffen; Das bleibt uns im glauben steh? auch im todlind folgt uns aus 4. Du kennest unsers herzens 331 2. Selbsterkenntniß. 3. Demuth. zens tiefen, Die uns selbst un lichts! Mein Dafeyn und 8% leb eraründlich sind; Drum laß mein leben Ward mir von mich oft und ernstlich prüfen, dir gegeben, und ohne dich Ob ich sey christo gleich ge vermag ich nichts. finnt. Befcepe mich von fal 2. Sowohl verstand als fråffdem wahn, Der auch denste, 3um nuzlichen geschäfte, flugften täuschen kan. hab ich aus deiner huld. Dein 5. Wie kan der, der bey al- ists, wenn gute tbaten Dem lem wiffen Des herzens zuvorfaz wohl gerathen: Die fand sich verhehlt, Auf wahre febler sind nur meine fchuld. beßrung feyn beflissen, Er, 3. Das glük, deß ich mich der nicht weiß, wie viel ibm freue, Schaffst du nach deis fehlt? Sich selbst redt fen- ner treue, Du berr der gans nen, ist verstand, Drum maten welt! Du ordneft unfre de mich mit mir bekannt. tage, Ihr glük und ihre plas 6. Was mir zu meinen ge, Nur so, wie Dir es beil noch fehlet, Mein va- wohlgefällt. ter, das entdecke mir! Hab 4. Sollt ich mich denn erheich der warheit weg erwählet, ben, Wenn mir in diesem leCo gib, daß ich ihn nicht ben Biel gutes wiederfährt? verlier. Erleuchte mich mit Was hat dich, herr, bewogen, teinem licht, So tauschen Daß du mich vorgezogen? Bin mich verführer nicht. ich auch jemals deffen werth. 7. Bin ich ist von dem 5. Ich bin viel zu geringe fichern pfade, Der mid zum Der huld, berr aller dinge, leben führt, noch fern: So Die du mir baft erzeigt. Dlaß mede mie durch deine gnade, michs nicht vergessen, Wenn Daß ich ihn ernstlich fudben sich mein berz vermeffen 3um lern. Gib mir zur beßrung ftolz und eigendünfel neigt. luft und kraft; Du bists, 6. Das müzlich anzuwenDer beydes in un's fcbaft. den, Was du mit vaterbanden. 8. Ich muß es einmal doch Mir gütig zugewandt: Dis erfahren, Was ich hier war iei in meinem leben Mein und bier getban; Drum laß eifriges bestreben! Dazu gib michs nicht bis dahin sparen, bemuth und verstand.. Wo reue nichts mehr helfen Vorige Melodie. fan. Hier mache mich zum 517.ib, gott, wenn ich himmel flug, Und frey bom dir diene, Daß ich schudden selbstbetrug. mich nicht erfühne, Auf mich felbst stolz zu seyn. Wer fan bep feinen werken, Wie oft er 516,93es ich nur gutes febtet, merken? Wer ist von 3. Demuth. In allen meinen thaten. 516.238 habe Ist deine mangeln völlig rein? milde gabe, Du vater alles! 2, Such ich stets deinen wil. len 332 3weyte Abtheit. V. Pflichten gegen uns felbst. len So eifrig zu erfüllen, Als ben, Wár er doch ein unes dein wort gebeut? Trag ich nuzer knecht! der tugend burde, Aus kennt. niß ihrer würde auch immer mit zufriedenheit? Wider Stolz und Ver messenheit. Ein lámmlein geht. 3. Entzieb ich mich den fün 518. Wenn ich, o gott, den Auch stets aus rechten von dir geführt, gründen? Aus wabrer from auf deinen wegen wandle, migkeit? Oft find die guten Wenn ich, durch deinen geift triebe Nicht früchte deiner regiert, Nach deiner vor. liebe, Nur früchte der natur fchrift handle; Wenn mir und zeit. mein herz das zeugniß gibt, 4. Der fünden meiner ju Daß meine feele mebr did gend, Der mångel meiner tu- liebt, 218 alles gut auf erde gend, berr, gedenke nicht. So laß durch stolz und sicher. Willst du mit deinen fnechten, beit Mich deiner huld und Wie sies verdienet, rechten: gütigkeit Doch nicht verlu So trifft sie alle dein gericht. ftig werden. 5. Doch, wenn auch dir zur 2. Wie leicht erliegt ein sich. ebre, Rein meine tugend wårer sinn, Bekämpft durch seine re, Weß ist das eigentum? lufte! Sieht rubig auf gefabWer ließ mich unterrichten? ren hin, Wovor er zittern Wer ließ in meinen pflich- muste. Volkommen glaubter ten Mein gluf mich sehn und schon zu seyn; Denkt: diese meinen rubm? fünde sey nur klein, Und jene 6. Wer gab mir bich zu lie- pflicht nicht wichtig. Nun ist ben Und dein gebotju üben, er seinem falle nab, Fállt une Die lust und freudigkeit? Wer vermerkt, und glaubt noch da, stárfte meine fråfte Im beiti Erwandle veft und richtig. gungsgeschäfte? Wer gab mir 3. So schwach ist, herr, der muth nnd sieg im ftreit? menich, so bald Zur sünde 7 Du schaffft, daß ich dich fortgeriffen! Sein eifer wird. wable: Du rufft mich, wenn gar leichtlich falt, Nachges ich fehle, Auf rechten wegzu- bend sein gewissen. Webihm, rúk. Du ziebst mich ab von wenn er vermessen ist, Wenn fünden, und läßt mich gna feine schwachbeit er vergißt, de finden, Und gibst zu mei Jn sich nur stärke fieber! Der ner beßrung gluf. irrtum und die finlichkeit Be 8. Sollt ich mich des erbe siegen ihn in jedem streit, Wen ben, was du mir, berr, gegeer nicht flugitch fliehet. ben? Hab ich zum lobu ein 4. Wer sich ſelbst, gott, recht? Kont jemand alles ben, Was du ihm vorgeschrie vor dir erbóht, Kan nicht vor dir bestehen. Wer seine nies drigkeit Wider Stolz und Vermessenbeit. 333 drigkeit gestebt, Nur den wirst geift regiert, Nach deiner vor. du erboben. Veracht ich an schrift handeln. Ich werde dre neben mir: So mißfällt nicht durb sicherheit, Durch meine tugend dir, Wie groß stolz und durch vermeffenbeit ich sie auch finde. Mein glau von deinem morte weichen: be bat da feinen werth. Dem So bleibt auch deine gnade nur, der demutevoll dich ebrt, mir, und ich werd unter. Vergibst du feine fünde. tuzt von dir, Des glaubens 5. Drum lehre mit bebut- iel erreichen. famfeit Auf meine bahn mich. gibst, Von dem fobauen, und niemals aus ver- 519. Herr, der du alles mesſenheit, Auf meine fräfte bauen. Wenn wo versuchun ich alles babe; Was ist mein gen mir drobn, So zeige fie stand, mein glüf, Und jede von fern mir schon, Daß ich gute gabe? Es ist nicht mein, mich zeitig ruste. Aufmerk- es ist Ein unverdientes gut; fam mache meinen blik Auf Darum bewahre mich Vor Diefe welt, auf zeit und glük, fol; und übermuth. Mel. Dgott du frommer gott. Und auf die macht der lufte. 2. Wenn ich vielleicht der 6. Du weißts, sum guten, weit Mehr als mein nächster berr, bin ich nur öfters falt nuze; Und wenn ich mehr ver= und tráge. Mein täglid tand, Als er befizt, befize; ftrauchein mache mich Vor Bin ich drum mebr, als er? fichtig allerwege. Find idO beydes komt von dir, Vermich auf der rechten babn: stand und tuchtigkeit, Und So gib, daß ich, so gut ich fan du erbáltsi es mir. Bepiedem schritte wache. Be 3.Wen mir ein großres glüf wahre meinen fuß, daß nicht nach deinem rath begegnet, Stolz und vermeßne zuversicht und deine gütigkeit Mich 3u mir, mich fallen mache. mehr als andre fegnet: Gibt 7. Mein glaube, meine Diefe deine buld Mir wohl frömmigkeit, Und was ich an sum stolz ein recht? Bin ich mir babe Von tugend und darum nicht auch, Was anrechtichaffenbeit, It alles dre sind, dein knecht? Deine gabe. Ich bin nur staub, 4 Wenn ich aeebrt und groß den du erichufft, Den du ben böbern wurden stebe, Und gnadigft und berufst, In dei- audre unter mir Im fleinern nem reich zu leben. Laß mic, gluke febe: Wer machte sie entfernt von stolz und wabn, gering? Und wer erbobte Mit demut deine gab em mic? Ift nicht mein nächster pfahn, Und dir die ehre geben oft Biel würdiger als ich? 8. So werd ich, gott, von dir 5. Wie font ich mich, o gott geführt, auf deinen wegen Des auten überheben? Was wandeln, Durch deinen gutenlich besis, ist dein; Bon dir hab ich 334 Zweyte Abtheil. V. Pflichten gegen uns felbft. ich mein leben, Und was ich 6. Werfünde liebt, bleibt gutes thu, Dazu gibst du nicht vor dir; Drum schaffe gedeihn; Drum laß michffelbst, o gott, in mir Ein herz, ewig fern Von stolz und das fünden baffet. Das feine hochmuth feyn. schuld vor dir bereut Und das Au Deiner gütigkeit Durd Chriftum hoffnung faffet. de 4. Sorge für die Seele. Kommt her zu mir ſpricht. 7 Gib, daß ich dir mich 520, Herr, meiner feelen gang ergeb. Und was ich noch grofen werth, Den auf erden leb, Laß mich im mir dein theures wort er- glauden leben An jefum chris Flart, Laß mich mit ernft be- ftum, der auch mich So denfen. Und auf die forge bod geliebet, daß er sich für ihr wohl, So unermü- Für mich dahin gegeben. det, als ich foll, Den grö sten eifer lenken. 8. In meiner ganzen pils grimschaft Laß mich, gestärkt 2. Wie hoch ist sie vor dir durch deine fraft, Nach jenem geacht! Welch glük hast du ihr kleinod trachten, Das mit zugedacht! Wie viel an sie ge- Dein ruf vor augen stellt, Und wendet! Du schufit, fie, gott, alle güter diefer welt Wie dein bild zu seyn, Und baft, nichts dagegen achten. es in ihr zu erneun, Selbst 9. Wie felig werd ich dann Deinen fohn gesendet. nicht fepn! Schon hier werd 3. Zu groß für diese furze ich mich deiner freyn, Durd zeit, Bestimmt jum gluf der dich, gott, rubig leben; Und ewigkeit, Lebt sie im fleifch du wirst nach vollbrachter auf erden, Durch glauben zeit, Auch mich gewiß zur und gottfeligkeit zu gröfe- berrlichkeit deinem reid rer vollkommenheit Im him- erheben. met reif zu werden. Komt last euch den herren. 4. Mit grofer treue wilt 521. Rebre mich, berr du fie, Selbft durch des le= recht bedenken, bens furie mub 3u jenem le- Was warhafte weisheit fey, ben fübren. O laß mich nicht meinen fleiß darauf zu lenken durch eigne schuld Das heil, Stebe mir aus gnaden bey. das deine varerbuld Ihr Denn die Flugheit, so die melt auseriebn, verlieren. Ohne grund für weisbeit 5. Wie du, o gott, gesinnt bált, Fördert nicht mein zu seyn, Mich emig deiner wolergeben und wird nie huld zu freun Und dich zum vor dir bestehen. troft zu wáblen: Das iey mein 2. Weisbeitists, wenn unsre fleiß und höchster wef, Laplieelen Sich, berr deines wor mich dazu den rechten weg tes licht nur allein zum leite Alus leichtsinn nie verfehlen. Istern wählen Und mit vester x 4: Sorge für die Seele.. 335 zuversicht Diesem lidt fich an- fger sind; Wunich und hoffvertrauen. Denn die folgfam nung babin lenken, Wo die darauf schbaun. Jbre boffnung feele rube findt, Seine augen darauf gründen, Werden heil underwandt Nach dem ergen und leben finden. vaterland Richten, und d o fi 3. Weisheit ist es, darnach bier bestreben, Wie man drotrachten, Recht mit sich bekant ben lebt, zu leben. zuseyn, Sich nicht schon voll- 8. Diefe weißbeit ift auf ers fommen adten Und den ei- den, Hochfter, unfer bestes gen dünfel scheun. Gern auftbeil. Dievon ihr geleitet werfeine fehler sebn Reuig fie vorlden, Deren weg ist leicht und gott gestehn, Eifrig stets nach beil. Solche weisheit komt beßrung streben Und doch nie von dir; Gott, verleihe fie sich stolz erheben. auch mir! Laß sie mich zu al4. Weisbeit ist es, chriftumjlenzeiten Auf den weg des ebren, Seiner mittlershuld friedensleiten. 09401 vertraun; So auf feine ftimme Von gost will ich nicht laffen. hören, Und auf seinen wan- 522.2em weisheit fehlt, del schaun, Daß man falsche der bitte Von wege fliebt, und mit eifer fich gott, der weisbeit hat; Erleibemüht, Seinem bilde bier tet unfreschritte Durch feines auf erden Immer ábniicherzu geistes rath. Wer ruft mit werden. ernst zum berrn, Dem das 5. Weisheit ist es, alles mei- nicht wird gewahret, Was den, Was mit reu das berz beer von ihm begehret? Er schwert, und sich hüren vor hört und giebet gern. den frenden, Die der sün. 2. Gib, vater meiner våter, den Dienst gewabrt. Eitlen mir einen weifen finn, Du ruhm, der bald verblübt, Lust, gibst die übertreter In ihren die im genuß schon fliebt, finn dabin. Ich aber wünsche Nicht für wahre wobifabrrmirEin herz, das dich nur lies achten; Nein, nach beffern bet, Gern, was du foderst, gütern trachten. übet: Das wünsch ich mir 6. Weisheit ist es, gottes von dir. gnade Sich zu feinem ziel er. 3. Der leib beschwert die fehn, und auf seiner warheit feele; Wie leicht verirr ich pfade Diefem glúk entgegen mich, wenn ich mein aluf mir gebn; Gern nach gottes willen wähle, Nicht unterstüzt durch thun, Frob in feiner fügung dich! Curd jeden schein vorrubn, Und, wenn leiden uns führt! Wähl ich mir falsche befchweren, Hoffend mit ge- guter, Weun meines lebens duld ibn ebreu. güter, Mich nicht dein rath 7. Weisbeit ist es, ftets be- regiert. denken, Daß wir hier nurpil 4. Kaum treff ich, was auf erden One 336 3wente Abtheit. V. Pflichten gegen uns felbst. erden mir gut und beilfam ben, Und wen man nicht mehr ift; Wie kan id felig werden, fùndgen kan, Gott um erbars Wen du mein licht nicht bift? mung fleben: Das ist der weg Regierst du nicht dein Find, zum leben nicht, Den uns, 0 So wirds ein übertreter; gott, Dein unterricht In Da meines beits verráther Deinem wort bezeuget. Selbst meine sinnen sind. 3. Du rufft uns bier zur 5. Du selbst regiert und beiligung, Drum laß auch lenfest Solch eine grofe welt bier auf erden Des geistes Geschieht nicht, was du den- wabre befferung Mein baupts Fest? Nicht, was dir wohl gefchäfte werden. Heer, stårs gefällt? Wann überschritt fe mir dazu den trieb. Nichts ibr gleis Die fonne, die duffey mir je fo groß, fo lieb, schufest? Was ebrt nicht, Mich davon abzuwenden. wenn du rufeft, Sogleid 4 Gewann ich auch die gans auch dein geheiß? se welt, mit allen ibren freus 6. Wenn deine meere toben, den, Und sollte das, was Und du gebeutft nur: rubt! dir gefällt, O go t, darüber Haft kaum die hand erhoben; meiden, Was búlfe mirs? So legt sich ibre wuth. Wie nie kan die welt Mit allem, leicht, wenn bbfer lust Empo- was sie in fich hålt, Mir rung in mir wütet, Rubt! Deine gnab erfezen.. wenn dein wink gebistet, 5 Was führt mich zur zu Der aufruhr meiner brust. friedenheit Schon bier in die 7. Ach leite du mein leben, fem leben? Was fan mir Dirsey es ganz gewerbt. Mein troft und freudigkeit In noth, einziges bestreben Sey, was im tode geben? Nicht menDein rath gebeut. Dann bin icbengunft, nicht irdisch glüf, ich weis und flug; Dann thu Nur friede gottes und ein ich recht auf erden; Dann blik Auf jenes lebens freuden. werd ich felig werden; Dann, gott, bab ich genug. Sep lob und ehr dem. 6. Nach diesem Fleinod, herr, laß mich Vor allen dins gen tracten, Und was mir 523. Nad meiner feelen daran binderlich, Mit edlem feligkeit Laß, berr, muth verachten. Daß ich auf mich eifrig ringen. Sollt deinen wegen geb, Und im ich die kurze gnadenzeit In gericht dereinst besteb, Sey ficherheit verbringen? Wie meine gröfte forge. würd ich einst vor dir be 7. Dod was vermag ich, stehn? Wer in dein reich wenn du nicht Vor trägheit wünscht einzugehn, Muß mich befchuzest Und mich ur reines berzens werden., treu in dieser pflicht Mit 2. Erst an dem schluß der le- fråften unterstüzest. O stärke bensbahn Auf seine fünden felmich, mein gott, dazu, So find 5. Bewahrung eines guten Gewissens 337 find ich bier schon wahre rub, Was tröstet gottes Finder Beim spotte frecher fünder? Ein rubig her das beste be Und dort das ewge leben. das e TAN TROCA VEEDED 5. Bewahrung eines guten gut. Gewissens und dazu nos 7.3u bir gen himmel schaue Ibige Badfamkeit.sen, O gott, und mit vertrau28 201 Nun ruhn alle wälder. enSich rühmen: ich bin dein; 524.in rubiges gewissen Im glauben der erlöften Sich deiner huld getroften. Welch glük, mein gott, fan größer feyn? Laß, berr, mich stets geniessen, Denn hab ich diefes nur: So ist für mich in tagen, Wo andre angit 8. Låßt du mich im gewiffen lich zagen, Nichts schref liches in der natur. Einst diesen troft geniessen, Wenn alles von mir weicht; 2. Wenn meine schuld mich Kann ich dann voll vertrau beuget, und dann dein geisten Aut dich noch, vater, bezeuget, Daß ich begnadigt fchauen, So wird mir selbst bin; Wenn mich dein troft das sterben leicht. erquicket, So oft mich trüb- 9. O laß zu allen zeiten Mich fal drucket: Wie unschäzbar deine weisheit leiten Und maist mein gewinn! be mich selbst treu, 3um fleiß 3. Couls ich iolch ruhig leben in guten werfen Laß mich die Für lust der sünde geben, und hoffnung stärken, Daß groß dann die innre pein, Mich der lohn im himmel fep. felber zu verkiagen; In mei- 525.Made nem bufen tragen? Gott dich, mein geist bereit! laß diß ferne von mir seyn. che, fleb und bete! Daß dein 4. Sein eignes herz bekám- berz zur böfen zeit nicht von pfen, und feine neigung dám gott abtrete. Ach schon ist pfen, Ift freilich schwere Mancher chrift Von versu pflicht. Doch, wenn wir uns chungsstunden Plößlich überbefiegen, Weich himmlischee wunden. vergnügen, Gewährt die 2. Auf dann und ermunüberwindung nicht! tre dich aus dem sichern 5. Nichts kan im rooblergeschlafe! Jmmer, glaub es, hen So unfer glük erhoben, eiget sich Bald darauf die Als ein geruhig berz. Das strafe. Der fällt leicht Den wafft uns innre freuden, es deucht, Daß er sicher stebe Und mildert auch im leiden Auf der tugend bobe. Durch feinen trost den grös 3. Wache! denn bier bat sten schmerz. JELLE der christ noch von allen seis 6. Die freuden zu verachten, ten, Was der seele schädlich Bornach die fünder schmacist Muthig zu befreiten. Gott ten, Was gibt uns dazu murb? läßt zu, Daß auch du, Wenn V Du Dette er.. prioren gegen uns jelbit. du forglos wallest, In ver- dir beschäftigt ſeyn. 2. Nicht aus wahn noch 4. Wache! daß dich nicht aberglauben, Oder nur aus die welt Durch gewalt be- eigensinn, nicht der welt den zwinge, Oder, wenn sie sich fleiß zu rauben, Den ich bruverstellt, Liftig an sich brin- dern schuldig bin; Wederwild ge. Wach und sieb! Daß dich noch menschenscheu, Nicht nie Die verführer fällen, aus stol; noch gleißneren! Die dir neze stellen. 3. Nur zu prüfen mich im 5. Wach und hab auf dich stillen, Wie entschloffen, wie wohl acht! Trau nicht deinem getreu, deinen willen zu ers berzen Leicht kan, wer es nichtfüllen, Meiner feele vorías bewacht, Gottes huldverschersley, Weiser noch zu werden, zen. Uch es ist Voller lift, Weiß berr, Und im beten eifriger. sich selbst zu beucheln, Und 4. Jeder täuschung dann mag gern ich schmeicheln! entriffen, Seb ich näher, gott, 6. Aber bet auch stets da- mein ziel. Freyer sieht auch bey, Bete bey dem wachen, mein gewissen, Wo ich siegDas wird dich von trågbeitte, wo ich fiel; Mehr auch frey Und behutsam machen. flamt mein berz sich dann Zu Gott verleiht Munterfeit der tugend fámpfen an. Auf dem rechten pfade Durcb erbetne gnade. 5. Mehr empfind ich deine liebe, Wo mich kein geräusch 7. Nahe dich denn mit gebet zerstreut; Stärker deines geiOft zu feinem throne, Wenn stes triebe; Mehr der zu Dein herz nur glaubig flebt, kunst herrlichkeit; Heller seb Hört er in dem sobne. Erich dein gericht; Mehr die verheift Seinen geift, mit würde jeder pflicht. ihm fraft und leben Auf 6. Wohl mit, gott, denn Dein flehn zu geben. ich gewinne Dann für meine 8. Nun so will ich immer- pilgrimíchaft leber alle dar Wachen, kämpfen, beten, meine finne Mebr gewalt, Und vermehrt sich die geum fieg mehr Fraft; Dei fahr, Nicht von gott abtreener gnade mir bewußt, Mehr ten. Kurze zeit Währt der zum guten muth und luft. ftreit, Und welch eine Frone 7. Wenn in dir geweihter Wird mir dann zum lobne! ftille Meine leidenschaften Gott des himmels und der. rubn, Werd ich vester, strebt 526.Ja, sur ftille will ich mein wille, Frober, was du flieben, Will durch willst, zu thun, Und übt eingezogenbeit Dem geräusche dann durch deine huld In mich entziehen, Das mich stö- der trúbfal mehr geduld. ret und zerstreut! Rubig will 8. So gestårfet fehr ich wie ich und allein, Gott, mit der Zu den menschen frobius ruf. UUS 6. Sorge für den Leib und Erhaltung des Lebens. 339 rüf, Lebe thätig für die dervollen bau verlezen, Den brüder, Freue mich bey ib. du, als schöpfer, felbft errem gluf. Umgang oder baut? Weß ist mein leib? einfamfeit, Beydes seper ist ja dein: Sollt ich dir, gott, geweiht! denn sein zerstörer seyn? Wer weiß, wie nahe mir mein. 527, Loft der versuchung 3. Ihn zu erhalten, ju beschüzen, Gibst du mit milder zauberstimme Mich vaterband, Die mittel, die daschmeichelnd ins verderben zu uns nuten, und zum gebin, Und will von deiner fanf- brauch gibst du verstand. Die ten stimme Mein beri, o gott, iftdie forgen icht zu klein: Wie voll leichtsinn flichn: So tref.follte sie es mir denn ſeyn? fe, wie ein bliz von dir, Mich 4. Gefunde glieder, muntre der gedanke: gott ist hier! fråfte, O gott, wie viel sind 2. Laß, herr, bey jedes la- die nicht werth! Wer taugt fers reize mich schnell und zu des berufsgeschäfte, Wenn muthig zu dir flebn; Dich, jeskrankheit feinen leib be fu, fchmachtend feb am Freuze, schwert? Ist nicht der erde Dich duldend, bluten ster größtes gut Gesundheit und ben febn. Wie bald entflieht ein beitret muth? aus meiner brust, Seb id dich an, des lasters lust. 5. Drum gib, daß ich mit forgfalt meide, Was meines 3. Djefu, mächtiger befren förpers woblseyn stört, Daß er, Mach mich durch deine nicht, wenn ich je frankheit warheit frey, Schenk mir leide, Mein geift den innere dein licht; daß täglich treuer vorworf bört: du selbst bist Der warheit ich und reiner störer deiner ruh, Du zogst fen. Mit jedem tage mebr dir selbst dein übel zu! Dir gleich, Und nåber dir 6. Laß jeden finn und alle in deinem reich. glieder Mich zu bewahren 6. Sorge für den Leib undachtfam feyn; Und drüft Erhaltung des Lebens. Ber nur den lieben gott läßt. mich eine frankheit wieder; So flobe felbft geduld mit 528.Des es leibes warten ein. Gib froben mutb und und ihn nähren, dann verleih, Daß auch des Das ist, o schöpfer, meine arztes rath gedeih. pflicht; Durch eigne schuld 7. Doch, gib, daß ich nicht ihn zu zerstören, Verbietet übertreibe, Was auf des Eormir bein unterricht. o stebe pers pflege zielt; Und stets in mir mit weisheit bey, Daß jenen schranken bleibe, Die diese pflicht mir beilig sep! dein gebot mir anbefielt. Deß 2. Sollt ich, o herr, gerin- teibes wohl laß nie allein Das ge schbazen, Was deine hand ziel von meinen sorgen feyn. mir anvertraut? Den wun- 8 Mein größter fleiß auf Dieser 2 340 3wente Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst.. dieser erde Sey meinem geisteldienst ergeben. Hilf du nur gott, geweibt, Daß er zum felbft der schwachbeit auf. himmel weife werde, Noch in 7. Was núzt ein langes fe. Der vorbereitungszeit: Sojben, Wenn man nicht gott er. wird sich leib und seele de ngeben, Nach wabter tugend In alle ewigkeit erfreun. strebt? Wer gott und men. In allen meinen thaten. Ichen liebet, Sich stets im gu 529.a ist mein zeit ten über, Nur der hat lang lich leben, Daß und wohl gelebt. du mir, gott, gegeben? Ein 7. Steufobeit und Mäßigkeit. unscházbares gut. Du gabst greu dich fehr o meine feele. mits herr auf erden 3um bim 530. Gifrig sey und fest met reif ju werden, Worauf mein wille, Rei mein wahres glük beruht. nes berzens, gott, zu seyn, 2. Hier wird die saat ge- In der unschuld heitern stille streuet, Dort erntet man er Deiner gnade mich zu freun. freuet Der tügend früchte ein. Keine freude Diefer welt Jelangerich hier lebellnd gut Wenn sie noch so sehr ge zu bandeln strebe, Je größeriállt, laß mich wider mein wird mein glüf dort jepn! gewissen, Wünschen, suchen 3. Sollt ich dis glük mir und genieffen. 30 rauben? herr, laß mir im 2. Weiß ich doch, daß deine glauben Der fünftgen ernd gute Biel zu gros, o vater, if, tezeit Mein leben auf der Daß sie ohne grund verbiete, erden So werth und wichtia Was das leben uns verfüßt. werden, als es mir felbuns zum besten nur gebeut dein wort gebeut. Dein gefez enthaltsamkeit, 4. Mir felbst es zu verfür Weise ordnung im gcnusse, zen, Mich in den tod zu für Mäßigung im überflusſe. zen, Ist wider meine pflicht. 3. Unire fiarbeit, unirejus Ein redliches gemüthe Lohnt gend, Unser alter darf si nie mit undant güte, Entfreun. Auch die freude, goth weicht auch dem berufe nicht.: ft tugend, Aber bettig muß 5. Was leicht in frankheit sie feyn; Freude, woraus ies fürzet, Das leben leicht ver- gen quilt, nicht gefezlos, Fürzet, Laß mich mit forgfalt fred und wild, Nicht ein fliehn; Dob auch nicht angst- taumel, der bethbret, Der lich sagen Für meine pflicht gefühl und fraft zerstöret. zu wagen, Was du mir, 4. Nur in unbeflekten bergott, tür fie verliehn. gen, Nur in einer Feuichen 6. In deine vaterbände Bebrust Toben nie der reue feblich, bert, mein ende Und schmerzen, Wohnen wahre meiner tage lauf. Es fey mein ruh und luft! Unbeberrichte ganzes leben Dir hier zum sinnlichkeit Tödtet die zufries Denheit 341 tal 7. Keuschheit und Mäßigkeit. denheit; Sie vergiftet allelfie betrogne heridos freuden, und verwandelt sie 4. Der menfcb finkt unter in leiden. librer burde Zur niedrigkeit 5. Sittfamkeit und un- des thiers berab. Er schåndet fchuld schmücket Mehr als und entehrt die würde, Die schönheit, sie vermehrt Jede ihm sein weifer schöpfer gab; luft, die uns entzücket, Jedes Vergißt den weky dazu er gluckes reis und werth. Rei- lebt, Weil er nach niedern lù= nen herzen fließt der quell Je ten strebtang n Der wonne rein und bell, Den fie boffen voll vertrauen Gott, dein angesicht zu schauen. 5. So schimpflich sind der mollust bande, Schon vor der welt find sie ein spott; Sie 6. Gott, dein geift, um den find vor dem gewissen schande wir bitten, mache unfern Und noch weit mehr vor dir, wandel rein Laß die frechheir o gott! Der fasterfclav entwilder fitten Unfre feelen nie fliebt dir nicht, Duforderst entweihn; Vor verführung ihn vor dein gericht d scuz du fie. Unser herz gehor- 6. Du übergibst den dem che nie Einer schåndlichen be verderben Schon hier, der seis gierde. Heiligkeit fep unsre nen leib entweibt, und nie zierde. wird deinen himmel erben, Wer sich unreiner lufte freut. Wer nur den lieben gott. 531.Der er wollyst reiz zurum fleh ich demuthsvoll widerstrebenu die, O schaff ein reines Laß, hochfter, meine weisheit bers in mir! d0315101 sepn. Sie ist ein gift für un- 7. Gib, daß ich allen böfen fer leben, und ihre freuten tüßen Mit muth und nachwerden pein. Vor ihrer bruk widersteh, Undsets darichnoden lotung fliebn, heißt wider mich zu rüsten, Auf dem verderben sich entziehn. dich, allgegenwärtger, feb. 2. Die mollust fürget unire Denn wer dich, gott, vor autage, Sie raubt dem förperigen hat Flieht auch verborgfeine fraft, Und armuth, feu- ne miffetbat.sst hen, schmerz und plage Sind In voriger Melodie. früchte ihrer Leidenschaft, Der 532.Gev, um die wollust baßt fich felber, der sie liebt, Und sich in ibre fesſeln gibt. verbüten, Chrift, schamhaft gegen dei3. Sie raubt dem geifte nen leib, Laß nicht dein auge muth und stärke, Schwädt dir gebieten Flich eitlen scherz den verhand, der feele licht, und zeitvertreib. Des freden Sie ra bt den eifer edler wer- wistings freier fchers Ernies ke Und ernst und luft zu jeder drigt und verdirbt dein herz. pflicht. Sie führt reu und ge 2. Um ihr die nabrung zu wissens femers Is das durch verwehren, Sey stets ein freund 3 342 3weyte Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst. freund der nüchternheit. Laßidein aufrer wandel rein, fpeis und trank dich nie be- Souls nicht auch deine seele schweren, Und steure Deiner feyn? finnlichkeit. Sep deiner 8. Begierden sind es, die uns schwachbeit stets bewußt, Und schånden: Und die verlezen meid oft selbst erlaubte lust. unfre pflicht, Auch ohne daß 3. Entzieb der wollust ihre wir sie vollenden. DrumrühFräfte Im schweiffe deines an- me dich der Feuschheit nicht, gefichts. Der unschule ichuz Es sey dann, daß du durc wehr sind geschäfte; Nichts den geift Der lüfte herrschaft thun, das nez des bbiewichts: dich entreißt. Bey trägheit und bey müßig- 9. Denk oft den mächtigen gang Besiegt uns jeder böse gedanken: Die unschuld ist bang. der jeele glüf; Der balte, 4. Willst du der wollust fångst du an zu wanken, Did trieb bekämpfen, Eb er die noch von deinem fall zurük. freybeit dir vermehrt, So such Dir gibt dein ganzer lebens ihn früh in dir zu dámpfen. lauf Sich nicht zurük; gibk Hat ihn dein herz zuvor gee du sie auf. náhrt, Und du haft ihn nicht 10.Die wolluft fürzt des le gleich erstift, So wird er bens tage, Da feuschheit heil ichwerlich unterdrüft. und leben gibt, Und seuchen 5. Oft tauschen dich des la- werden deffen plage, Der ihre sters triebe, Und du erblikft giftgen reize tiebt. Wer got nicht die gefahr. Oft wird das tes tempel hier zerstört, If unerlaubte liebe, Was an einer strengsten strafe werth. fangs nichts als freundschaft II. Wie blühte nicht des war. Ein langer umgang jünglings jugend, Eh ihn der macht dich dreift Und du ver- mollust reiz bethört. Docher gißt, was unschuld beißt. vergaß den weg der tugend, 6. Dein fühlend her; wird und seine Fräfte find verzehrt. fichs verzeihen, Daß es des la- Verwesung schåndet fein ges fters trieb ernährt, Es wird sicht, und predigt gottes nur feinen ausbruch scheun, ftrafgericht. Weil dieser vor der welt ent. 12. Drum fliehe vor der ebrt; Wird fleine fehler wolluft pfade, Und loft did überfehn, Und so iu grofen schmeichelnd ihre bahn: So übergehn. rufe brünstig gott um gnade, 7. Ifts fünde nur, die that um weisheit in versuchung volbringen? Ja, ders nicht an. Erzittre vor dem ersten thut, schon tugendhaft? Sollst fall! Du fållst gewiß mehr du nicht auch den trieb bezwins als einmal. gen? Nicht auch den wunich 533.ie mannigfaltig der leidenschaft? Soll blog $ 30 Reuschheit und Mäßigheit. 343 Wodurch, herr, deine buldsfreun, Mich måßig im geuns nährt, Die alles gute, nuffe feyn. was wir haben, Beständig 7. Mit speiß und trank fich und so gern gewährt. Auch so beschweren, Daß man derdas, was unfer mund genießt, felben übervoll, Dadurch Zeigt uns, wie gut und mild wird das, was uns ernähren, du bist. und unser herz erquicken soll, 2.Dugibst uns brod für uns Ein gift, das in die adern fer leben und laffeft auch, uns sbleicht, und krankheit, zu erfreun, Die mittel, die uns schmerz und tod erzeugt. nahrung geben, So viel, so 8. Unmáßigkeit raubt uns mannigfaltig feyn. Wie an die fråfte 3u dem, was uns genehm ist der genußVon dem die pflicht gebeut; Macht was uns ernähren muß! träge zum berufsgeschäfte, 3. Du fegnest auen und Untüchtig zur gottfeligkeit; gefilde Mit unerschöpfter Ermeftunordnung, ftreit und fruchtbarkeit, Die vater, jábrzank; Erstift den dit, gott, lich deine milde, Daß keiner schuldgen dank. bungern mög, erneut, Dasje- 9. Wer sich den bauch zum Dermann von sorgen frey Ge- gott erfobren, Unmäßig deifåttigt werd und dankbar sey. ne gaben braucht; Der ist 4. Du gibst, daß ich nicht fürs bimmelreich verloren, mangel leide, Was nöthig zu dem kein knecht der lüfte ist, auch mehr als brod: Gibst taugt. Gott, laß mich ja diß zum bedürfniß auch noch laster scheun, Enthaltsam, freude Für einen jeden sinn, måßig, nüchtern seyn! D gott, Wie ist zum wechfel im genuß So groß, so reich dein überfluß! 10. So oft ich speiß und tranf geniesse, So laß es mit vernunft geschehn, Und 5.So will ich denn mit freu: daß ich beydes mir verfüsſe, den effen, Was deine vater- Mit dank auf dich, den geber, buld mir schenkt; Nie aber fehn; Auf dich, der du mic auch, o herr, vergessen, Daß zärtlich liebst, Mirnahrung fie mich speißt, daß sie mich und erquicung giebst. trånkt; Nie, paß fie feine g. Arbeitfamkeit und Ereue luft mir wehr't, 218 die, im Beruf. die schadet und zerstört. 8. Nun freut euch lieben. 6. Drum laß die kraft, uns 534. Gott is, der das uvergnügen, Die du in speiß vermögen und trank gelegt, Mich nie, Das gute zu vollbringen, Er obocster, so besiegen, Daß sie gibt zur arbeit muth und kraft Aum fcbweigen mich bewegt. Und laffet sie gelingen. Was Laß, deiner gaben mich zu man mit ihm nur unternimt, Wird 24 gang bleiben. 544 3wepte Abtheil. V. Pflichten negen und selbst. Bird, wenns mit seinem wil- Wer nur den leven gott läßt. len stimt, nicht ohne fort-535.Mit dir geh ich an Buster mein gefchäfte, 2. Wer das zu seinem haupt- O gott, du gibst durch deinen awek macht, Gefällig ihm zu geist mir auch gewiß zur ar werden, Zuerst nach seinem beit fråfte, So lange du mich bepfall tracht, Dem gibt erleben beißt. Laß diefer bof auch auf erden Bom zeitlichen nung mich zu freun, Auch deis mit milder hand, So viel, nen rath mir beilig feyn. beim fleiß in seinem stand, 2. Der ehrt dich nicht, der Als ihm wahrhaftig nuzet. seine tage In trágem müſſigs 3. Gott ist der frommen gang verlebt, und sich und ans fchild und lohn, Er krönet sie dern nur zur plage Das ihm mit gnaden, Was sollte ibrer geliebne pfund vergråbt. Du feinde hohn Und mißgunft ibi bifts, der uns den fleiß genen schaden? Mit feinem bot, Und wer ihn übt, ehrt fcbuz bedekt er sie, Und fegnet dich, o gott! müh bey des lebens muh Ihr herz 3. Du gabft mit so viel an mit troft und hoffnung.dern trieben uns auch den 4. Drum gib, o gott, daß trieb zur thätigkeit, Und, ibn ich auf dich Bei meiner ar aufs nuzlichste zu üben, Gibst beit sebe. Mit licht und weis- du uns auch gelegenheit. Du beit fegne mich, Daß ich nie kenneft unirer arbeit müb, wege gebe, Die mit, berr, dein Und deine fraft erleichtert sie. gefez verbeut Nach christlicher 4. Laß mich auf diese orde rechtschaffenheit Laß mich vor nung sehen, Ihr folgen und. allem trachten. mich ihrer freun. Wie sollt 5.Laß muffiggang und tråg ich dabei irre gehen, und nicht beit mich, als dir mißfällig, vielmehr gesegnet feyn Von meiden Und hilf, daß ich, ge- dir, der du der arbeit last Auch stärkt durch dich, Voll murb reicben lobu beschieden haft? mit luft und freuden In mei- 5. So wart id, gott, auf nem stand gefäftig sey; deinen segen, Und forge nicht, Dein fegen krone meine treu, wies werden soll, Ich geb ihm Daß sie auch andern nuze. Doch gewiß entgegen, Ulud bin 6. Sey überall, mein gott, der froben hoffnung voll: mit mir, Die werke meiner Mein fleiß ist wohlgefällig bände Befehl ich, allerhöch dir; Du siehst und du vergtitst fter, dir; Hilf, daß ich fie vol in mir! tende Zu deines grosen na6. Ich trifte mich des nicht mens preis, Daß mir die vergebens, Bleibt er gleich un frucht von meinem fleiß In vergolten bier; Du reicht am ienes leben folge. abend meines Lebens, Auch mit 9. Rechtmäßiges Verbalten gegen jeitl. Guter. 345 mir der treue lohn dafür; lich als ich fan zu seyn, Das Dann freu ich mich in keit Des núzliten gebrauchs der zeit. 4 114 sfei mir ehr und reichtbum. 6. Dir zu gefallen, sei mein ziel, Bei allem, was ich thue, So bat, es gebe wie es will, Sep lob und ehr dem. 536.Nad deinem rath, Doch mein gewisſen rube, o gott, sind wir Denn wer dir, heiligster, mißs Sum fleiß bestimt auf erdens fällt, Was nuzet dem die Du willst es, daß wir alle bier ganze welt mit allen ihren Cinander nüßlich werden icházen? i drish Gib mir verstand und lust und 7 Gib, daß mein fleiß in fraft, Gefchift, treu und ge- dem beruf, Dazu mich auf der wissenhaft zu thun, was mir erde Dein weiser rath, mein gebübret. The gott, erschuf, mir eine stufe 2. Hilf, daß vor tråger werde, Worauf ich nach vollweichlichkeit Ich standhaft brachter zeit Zur hoberen gemich bewabre; Und wo diejschäftigkeit Des beffern lepflicht mir mub gebeut, Niebens steige. soglom Rad meine fráfte spare. Erholen 9. Rechtmäßiges Verhalten gegen zeitlice Güterve Reidtbum, Ebre c. Es ist das bei uns. 537.5err, laß mich doch Darf ich mich nur dann, wenn ich, von fraft erfchöpft, mid fan Zu neuer arbeit stärken. 3. Gib treuen fleiß und laß mich nicht Diezeit mit nebengewissenhaft dingen, und mit versäumung Mein zeitlich gut verwalten, meiner pflicht, Verschwende Gib selbst mir weisheit, gib risch verbringen. Das muffe mir fraft, Damit wohl haus mein vergnügen seyn, Mich zu halten, Auf daß ich, im geden geschäften ganz zu weihn, ringern treu, Durch deine Die du mir aufgeleget. gnade fähig sep 3u größern 4. Ein heiliger trieb belebegnadengütern. mich, böchster, meine pflich- 2. Mein haab und gut komt ten In deiner furcht, gestärktja von dir llnd deinem milden durch dich, Mit freuden zu legen. Nicht zum verderben verrichten. Ein herz, das sich gabst du mir Mein zeitliches deé guten freut, Gibt zu dervermögen. Du gabst es mir arbeit munterfeit, mach leichter unire lasten. um wahren wohl; Drum gib, berr, daß ichs wie ich foll Nach deiner vorschrift brauche. 5. Laß mich vor dir, herr, unverrüft Mit einem berzen wandeln, Das geiz und ehr fucht nie bestrift, Gewissenlos zu handeln. Mein leben dei nem dienst zu weihn, So nuz 3. Es ist das mir geschenkte gut Vergänglich, wie die erde. Hilf, daß ich nie sum über mut Dadurch verleitet werde. Rie reiß ein irdischer gewinn Y 5 Mein 346 1 3wepte Abtheil. V. Pflichten gegen uns felbft. Mein ber; so weit zum eiteln o gott, Den icházen diefer bin, Daß ich meinbeit vergeffe., erden So sehr ergeben seyn, 4. Wasbülfe mir die ganze Daß sie mein abgott werden. welt mit allen ihren scházen, Oft fehlt beym überfluß Verblendete mich gut und doch die zufriedenheit, Und geld, Mich dir zu widerfe was ist ohne sie des le Ben? Verschmäbt ich, was bens herrlichkeit? Dein woit begehrt, Was mir 2. Kan ein vergånglich gut ein ewig beil gewábrt: Wie auch unsre wünsche stillen? elend würd ich werden? Es stebtja fein besiz Nie blos 5. Mein stärkstes trachten in unserm willen. Nicht stets fey allhier Nach deines geistes mirds dem ju theil, Der gaben: Wie reich bin ich, o ångstlich darnach ringt, Und gott, in dir, Kan ich nur diese schnell verlierts oft der, Dem haben. Befi; ich höchster dei- fein bemühn gelingt.. ne huld, Bin ich voll glau- 3. Ein gut, das unsern geift ben und geduld; Was fehlt Warhaftig soll beglücken, Denn meinem glüfe? Muß nicht vergänglich seyn, 6. Den geiz laß ferne von Und für den geißt sich schicken. mir seyn, Die wurzel alles bb- Der fünder har oft geld, Und fen. Von sünden und gewis- wünscht sich dessen mehr, Doch fenspein Ran reichthum nicht dabey bleibt fein herz Bon erlösen. Er hilft in todesstun wahrer rube leer. den nichts, Und nichts am 4. O gott, fo wehre doch den tage des gerichts: Gold ungerechten trieben, und heis schüst da feinen fünder. tige mein herz Nie sclavisch 7. Lebr mich die weise spar- das zu lieben, Was man famkeit, um das nicht zu ver- mit müb gewinnt, Bald schwenden, Was du mir gabst schwelgerisch verzehrt, Bald in dieferzeit, Es núzlich anzu- unrubvoll bewacht, und bald wenden. Gib mir die flug- mit fluch vermehrt. beit, daß ich hier Dadurch 5. Ein weises frommes herz dem nächsten, so wie mir, Des Das sep mein schaz auf erden. lebens müb erleichtre. Sonst alles, nur nicht dis, 8. Es fomt ein tag der Kan mir entriffen werden. rechenschaft: Das laß mich Dis bleibt im tod auch mein, stets bedenken, und mein ge- Dis folgt mir aus der zeit müth gewissenhaft 3ur beil- 3um feligsten gewinn, Bis gen forgfalt lenken, Also die in die ewigkeit. güter diefer zeit zu nuzen, daß 6. Wenn dieses fehlt, dann ich dort erfreut Noch segenlift Das herrlichste vergnügen davon erndte. Nur süssen träumen gleiche O gott du frommer. Die unsern geist betrügen. 538.Laß mich doch nicht, Drum lente, gott, den wunsch Bom 9. Rechtes Verhalten gegen zeitf, Güter. 347 Vom irdischen gewinn Durchlich abzubrechen, Er wird in Deines geiftes fraft 3u ewgen dir der wittwen flebn, Der gütern hin. waisen thránen widerstehn. 7. Wie font ein herz, von Auf driftenmensch. 539.Bobl dem, der besre geize bart, Des mobitbuns schäze liebt Alsfreuden schmecken? Und in schåze dieser erden! Wohl des unglüks gegenwart Den dem, der sich mit eifer übt, Anruf zur buff entdecken? Und tugend reich zu werden, und wo ist eines fstandes pflicht, in dem glauben, deß er lebt, Die niche der geiz entehrt Sich über diese welt erbebt. und bricht? 3441 2.3warácte tugend wehrt 8.Du bist ein vater und aus uns nicht, hier guter zu befi- geiz Entziebst du dich den Finzen. Gott gab fie uns und auch dern. Und taffeft dich des gols die pflicht, mit weisheit fie des reiz Ihr herz zu bilden hins ju nuzen. Sie dürfen unfer dern, Und glaubst, du habst herz erfreuu, Und unsers fleissie wohl bedacht, wenn du fes antrieb fepn. fie reich, wie dich, gemacht. 3. Doch nach den gütern die- 9. Du hast ein richterliches fer zeit Mit ganzer feele amt, Und du wirst dich erfres idmachten; nicht mehr nachchen, Die fache, die das recht wahrerfrömmigkeit Und got- verdamt, Aus babsucht recht tes beyfall trachten: Ist die zu sprechen: Und felbst der tufes eines menfchen ruf, Den gend gröster feind Erkauft an gott zur ewigkeit erschuf? die sich einen freund. 4. Der geizerniedrigt unfer 10. Gewinnsucht raubt dir berz, Erstift die edlen triebe, mutb und geist, Die warheit Die liebe für ein schimmernd frey zu lehren, Du schweight, erz Verdrängt der tugend lies menn fie dich reden heißt, be, und machet, der vernunft Christ, wo du nicht sollt ehren, ¡ um spott, Der erden gold Und wirft, um ein veráchtzu deinem gott. lich geld, Ein schmeichler 5. Der geiz, fo viel er an und die pest der welt. sich reißt, Laßt nichts recht 11.Erhaltemid, o gott, dafrob geniesen; Er quält durch bey, Daß ich mich gnügen lasse babsucht deinen geist Und töd Geiz ewig, als abgötterey, fet dein gewissen, und reißt Von mir entfern und baffe. durch schmeichelnden gewinn Dich lieben, berr, mit fros Dich blind zu manchem fre- bem muth, Sey meines les vel hin. bens gröftes gut! 6. Um vortheil wird er gar enn meine fund mich fränken. wohl schon aus dir mit mey- 540, Herr, laß nach eitler ebre neid sprechen; Dich zwingen, Der arbeiter lohn Unmenschmalsgeizig seyn.Gib, daß dein geist 348 3wepte Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst. geist mich lehre, Der ebresgunst bethört. Der rugend mich zu freun, Die ewiglich meinen fleiß zu weibn Und vor dir bestebt, und mit mir andrer glük zu fördern, Laß von der erde 3um himmel mein bestreben seyn. übergeht. 8. Auf diefer bahn der ehre 2. Nie bleude mich der fchim Erhatte meinen gang, Durch mer Dei aniebns vor der welt! Deines sobneslehre MeinganDenn der ist doch nicht immer ses lebentang; So werd ich Ein mensch, der dir gefällt, bei verständigen Das glük des Der titel, rana und würden guten namens Mir gnug hat; Und wer damit sich brugesichert fehn. id ftet, ft fern vom tugendpfad. 8. Gib mir, o herr, die gna. 3. Nicht im befiz von fcházen de Mich dieses glüks zu freun. Und guter dieferzeit, Laß mei Leit mich auf rechtem pfade, nen ruhm mich scházen, Sie in folcher menich zu seyn, sind doch eitelkeit. Sind oft- Den einst die ehrenkrone mals auch des thoren glüf, fcbmüft, Die ewig deine from Verlaffen uns im sterben men In jener welt beglüft. Und bleiben hier zurüf.. 10. Bufriedenheit und 4. Laß mich in demut leben, Genügsamkeit. Wenn mich die welt verehrt; Nun run alle Wälder. Durch stolz mich nie erheben, 541.Dir bab ich mich ers Wenn sich mein ansehn mehrt; geben, Mein gott, Und schenkst du mir der erde im ganzen leben m unglüf, gut, D vater, so bewabre wie im gluk; Dir dank id Mich auch vor übermut. meine freuden; Dich preiß 5. Dich kennen, meine pflich- ich auch im leiden Bis an ten Mit treu und redlichkeit den legten augenblick. Gewissenhaft verrichten, Wie 2. Du bists, der für mich mir dein wort gebeut, Und u- wachte, Noch eb ich war und berall mein christentum, Nach dachte, Du hast mit treuer jefu vorbild übe: Das sey band Mich huldvoll stets ge mein wahrer rubm. o leitet, Auch da mir glük bes 6. Dein beifall ist das beste, reitet, Wo ich nur schmeri Was ich mir wünschen fan, und leiden fand. Wenn ich mich des getroste, 3. Was helfen meine fore So bab ich gnug daran, gen? Ift mir mein glük vers Wenn mir es auch an rubm borgen, So ifts doch dir, der weit, Bei allen guten tha- berr, nicht. Dir will ich mich ten, Die ich verrichte, fehlt. empfehlen, Du weist, was 7. Nie taß mich rubm er meiner feelen, Und meinem schmeicheln, Der mir doch leibe hier gebricht. nicht gebbrt; Nie als eingleiß- 4. Um was ich heute flebe, ner heucheln, Den menschen- Das möchte, wenns geschehe, Schon 349 10. Bufriedenheit und Genügsamkeit. Soon morgen mich gereun, mancher wunsch gewährt; Eb Nur einen wunsch vor allen ich oft nocb flopfe an, Wird Laß dir, o berr, gefallen, 3u- mir auf und gurs gethan. frieden allezeit zu feyn. 4. Dankbar zábl ich meine 5. Wenn ich verlaffen schbei- tageBis auf die geburt zuruf, ne, Im leiden zag und weine, 3áble fummer, forge, plage, Was wünscht mein banges 3áble freude, rub und glük, berz? Ach bilf es mir befie- Finde, daß gott immerdar gen! Es wünschet sich vergnu Weise, mächtig, gütig war. gen, Und was es wünscht, 5.Widme gott dein thun und wird oft fein schmerz. leben, Trau auf ihn und forge 6. Drum will ich findlich nicht. Sorgen, helfen, schu. fchweigen, Zufrieden mich be- en, geben, Jft des vaters lust zeigen Mit allem, was du und pflicht. Nabe dich zum giebst. Du kanst uns nicht ver- berrn und sprich: Gott, du laffen, Die dir vertraun, nicht fenst mich, forgft für mich. baffen, Weil du die frommen emig liebst. 6. Werde niemals wankelmitig. Bist du schwach; gott 7. Nicht das, warum ich ist getreu: Bist du zagbaft; flebe, Dein wille nur gefcbe gott ist gütig: Sud ibn nur, be, Und was mir selig ift. er eitt berbey. Bist du sorge Ich will, dir ganz ergeben, sam: Gott weiß rath, Gott, Getroft und rubig feben, der alles ist und hat. Bis einst der tod mein auge schließt. 7. Bater, ewig reich an gute, Machtiger regent der. welt! Dis ist fündlich meis In dem leben hier auf erden. 542. Qualet mich nicht, ne bitte: Thu mit mit, was bange sorgen! bir gefällt. Gott bleibt meine Mein versorger lebt und zuversicht; Weicht, br forwacht; Ihm ist alles unvergen! quáit mich nicht. borgen, was die chrißen Bo foll ich flieben bin. traurig macht. Was mein 543. Rein, murren will gott beschließt und thut, Eh. ret ibn und ist mir gut. nicht, Herr, meine zuversicht, Daß ich nur gabe Für dieses Furze leben 2. Ebe noch die berge waren, wenig babe, Des glückes beste Warmein fchiffal ibm befant Und den lauf von meinen jab Hast du mir, berr, aegeben! ren Lenket feine weise hand. 2. Mirward das beste theit: Nichts geschieht von obnge- Du bist mein troft und heil. febr. 2des fomt von oben ber. In armut, die ich leide, Ist 3. Gott, ganz vater! gott jeius meine freude. Ward ganz gnade! Bin ichs sünder mir nicht viel beschieden, Ist gleich nicht werth, Wird mir doch mein berz zufrieden. auf des lebens pfade Dennoch 3. Mein heiland, freund und 350 3wente Abtheil. V. Pflichten gegen uns felbft. und berr, Wie arm, wie arm brauch ist rühm für dich. war er! Wie viel bat er ge 3.3 war andern hat des bim litten, Eber ganz ausgeftrit mets segen Mehr guter jugeten! Und er hat alle plagen tbeilt als dir doch soll diß Mit beldenmut getragen. deinen neid erregen? Denk, 4. Jch trag ibm feineschmadb wer ist gott? und wer sind wir? 218 christ auch willig nach, Weiß er nicht besser, was dir Und für den andern morgen nuzet, Und was dem andern Will ich nicht beidnisch for- núzt, als du? Wenn er dic gen. Got wird zu allen zeiten, führt, regiert und schüzet, Was ich bedarf, bereiten. Was fehlt noch wohl zu dei5. Der armut ioch ist schwer, ner rub? Kans seyn, so bilf mir, berr, 4. Duprangest nicht mit Von ihren harten plagen; boben würden: Beneide nicht Doch soll ich sie noch tragen der grofen glüf; Sie feufzen Laß Diefer taft beschwerden unter schweren burden, Und Mir nicht zumfallftrifwerden fallen oft im augenblik. Dir 6. Nicht ewig währt mein ward kein überfluß gewäbret: leid; Es komt die rettungszeit. Ibn wünschen, das ist selbst. Muß ich bier öfters weinen; betrug, Wer gern, was er Dortjauchz ich mit den deinen nicht braucht, entbebret, Der Muß ich hier mangel leiden, ist beglüft und reich genug. Dort sättigen mich freuden. 5. Herr, der du mir zum D füßer stand o felig leben. erdenleben So viel ich brauchs 544.ntebre nicht, mein te, stets verliebn, Laß täglich ber mit flagen fich mein herz bestreben, Den Den gott, der dich zum glüfer forgenvollen gram zu fliebn. schuf. Die mub des lebens zu In demut laß mein berz sich ü ertragen, lind frob zu feyn, den, Gott, Deiner gute sich zu ist dein beruf. Der chriftfreun; Dich fürchten, dir ver murrt nicht bey den beschwer- trauu, dich lieben, Muß ewig den Von dieser Fuzen lebens mein vergnügen ſeyn. bahn; Er sucht, daß fieihmåbnVorige Melod. lich werden, und betet got- 545.Du flagst und füh tes fügung an. left die befchwers 2. Gott selbst hat dir deinden, Des stands, in dem du los beschieden, Nims dankbar mübíam lebst; Du strebest aus der vorsicht hand. Erfülle gluflicher zu werden, Und jede pflicht zufrieden, Die sie siebst, daß du vergebens strebit mit diefemloos verband. Sie Ja, flage, gott erlaubt die d gibt dir munterfeit und kräfte ren, Doch denk im klagen auch Und nährt und stärkt sie vá- zurük. Ist denn das glük, das terlich. Sie brauchen, dis ist wir begehren; Für uns auch Dein geschäfte, Und ibr ge- stets ein wahres glük? 2. Nie 10. Sufriedenheit und Genugiamfeit. 351 2. Nieschenkt der stand, nie 3. Es ist umsonst; wir werschenken guter Dem menschen dens nicht erzwingen, Wenn die zufriedenheit. Die wahre wir auch nachte durch mit ruhe der gemüter Jft tugendlkummer ringen, Und tag vor und genügsamkeit. Geniesse, tag mit ängstlicben geschäfwas dir gott beschieden, Ents ten Den leib entfråften. bebre gern, was du nicht hast. 4. Mein glük berübt, o gott, Ein jeder stand hat seinen auf deinem segen! Vertrau ich frieden; Ein jeder hat auch dir und geh auf deinen wegen:. feine lak. So wirst du mir, auch ob3. Gott ist der berr, und ne forg und frånken, Was feinen fegen Bertheilt er stets gut ist, schenken. mit feiner band; Nicht fo, 5. Bin ich getreu mit dem wie wirs zu wünschen pfle- geliehnen pfunde, Und harr gen, Doch so, wie ers uns ich nur der rechten fegensbeilfam fand. Willst du zu ftunde: So kommt sie und denken, dich erfühnen, Daß dann werden meine thaten feine liebe dich vergißt? Er Bum glük geratben. gibt uns mehr, Als wir ver- 6. Drum fördre selbst die dienen, Und niemals, was werke meiner bände. Gesegnet, uns schädlich ist. fep der anfang und das ende! 4. Verzehre nicht des le- Gib guten rath, Damit, was bens träfte In tråger unzu ich vollbringe, Mir wohl gefriedenheit. Beforge deines linge. stands geschäfte, Und nuze 7. Hilf mir mit treue meine Deine lebenszeit. Ben pflicht pflicht erfüllen: Und dann und fleiß sich gott ergeben, mein herz mit froher hoffnung Ein ewig glüf in boffnung stillen. Sollt ich mit dem, febn, Diß ist der weg zur rub was du mir, berr, befchieden, und leben. Herr, lebre die nicht seyn zufrieden? fen weg mich gebn. Herzliebster jeſu was. 8. Kan jcb den leib nicht so, wie andre laben; So gib mir 546, Gott kan allein das nur zufriedenheit und gaben; beste für uns wäh. Die mehr als alles irdische erlen.Wiethoricht handeln un- quicken und stets beglücken. jufriedne seeleu! Sie quälen 9. Dann werd ich auch, o fich und machen ihrem herzen gott, mit allen frommen 3u Vergeblich ichmerzen. dem genuß der himmelsgüter 2. Was belfen uns die ángft- fommen; Dann wird mein lich bangen forgeu Für den wunsch, den irdisch gut nie noch ungewiffen andern mor- ftillet, Völlig erfüllet. gen? Der uns doch, daß wir uns umsonst gegrámet, Schon 547.Was mein gott will, oft beschämet. gescheb allzeit! Er 352 3wepte Abtheil. V. Pflichten gegen uns felbst. Er wablet ftets bes befte 3ulrath, herr, fügt. belfen ist er dem bereit, Der 3. Wird mir die freudenan ihn glaubet vefte. Essonne scheinen: So dank ichs bilft aus noth Der treue fröhlich deiner buld; Muß gott, Und auchtiget mit maf aber ich in trdbfal weinen: fen. Wer ibm vertraut, Vest So nehm ichs auch an mit auf ibn baut, Den wird er geduld. Denn das, was dei. nicht verlasſen. ne weisheit thut, Ift alles 2. Er ist mir troft und zuverewig recht und gut. ficht, Gibt bo nung, freud Ermuntre dich mein schwacher. und leben. Drum was er will, 549.Du bist ein chrift, dem will Unmutig was widerstreben. Sein wort ist dich, und sorgft schon heut für wahr, Und in gefahr ift morgen? Nur blinde beiden er es, der mich fchuzet. Des quálen sich mit tausend banböchften macht, Die für mich gen sorgen. Dein vater lebt, macht, Gibt mir stets, was bein gott regiert, Drum ſey mir nuet. 3. Wenn es fein wille mir gebent, Das teben zu verlas fen: So will ich, voll ergebenheit In feinem rath mich faf 2. Wer hat gesorgt, wer hat fen. Dir, dott, befehl Jcb gewacht Im anfang deiner meine feel In meinen lezten tage, Da noch dein leib in fins stunden; Dein fobn, o. gott, ftrer nacht, Dir selbst verbors Har grab und tod Auch für gen lage? Wer hat da schon mich überwunden. Bein beil bedacht? Was that da aller menschen macht, Da geift und finn und leben Dir Wer nur den lieben gott. J$ buld jufrieden, ward von gott gegeben? herr, und dem, was du zum 3. Den leib schuf gottes theil an glüf und leiden mir weise hand, Ein wunder leis befchieden: Dein weiser rathner werke; Gab jedem glied fudt stets mein beit; Ob er den rechten stand und anges gleich wunderbar oft fcbeint, mesne stårke. Er fügte bey Doch weiß ich, daß ers red- dem wunderbau Ein glied ans lich menut. 14 V andre ganz genau, Gab je 2. Dumeißt allein, wodurch dem feine fräfte, Und jedem auf erden Mein glüf und fein geschäfte. woblfabrt für und für Muß 4. Ist dir dein vorzug' nicht vester und vollfommner wer bekannt, Die bobeit deiner den: Diß zeiget deine weisheit feele? Der fcopfer Gab ibr mir: Drum binich rubig und den verstand Und willen, daß vergnügt mit allem, was beinlfie wähle. Sie schauet ja mit ihrem 548. bin mit deiner vergnügt, wie er dich führt. Wilst du durch gram und plagen Dir felbft dein glük vertagen? 353 IT. Verleugnung der Welt. ihrem blik auf beut, die zu- jes nur eine furje jeit. funft und zurüf, Gefchebenes 3. Was bilft unnüzes wife zu wissen, auf das, was tomt fen? Wi: de, wenn wir sterben zu folieffen. müssen, Für uns ein vorzug 5. hat gott dich nicht von feyn? Was bilft uns macht jugend auf Mit seiner macht und ehre, So glänzend fie getragen? Durchdenke dei auch wäre, Kanfie uns wohl nen lebenslauf, Kanst dn es alsdann erfreun? anders fagen? Du athmes feie 4. Der rubm, nach dem wir ne fuit in dich; Sein boten tracten, Den wir unsterblic trägt und nábren dich, und achten, Ist meist ein falscher feine anad und freue Wird wahn; So bald der geist ger alle morgen neue wichen, Und unfer leib ver6. Kanst du, was gott anblichen, Fragt oft kein menfc dir gethan, Die wobitbat al- was wir gethan. lezáblen? Fang bey der früh 5. Wie bald wird das zerften findbeit an, Und wenn rinnen, Was wir mit mab dir jalen feblen: Sozdte erst gewinnen, Was unser fleiß berfternenbeer, Und dazu au erwirbt? Kan wobl, waswir Den fand am meer, und nim befizen, Uns vor dem tode denn diese zalen 3u millio- ichuzen, Und stirbt nicht alnen malen. les, wenn man stirbt? 7. Gott, id fan überdenken 6 Was sind des lebens nicht Die gröffe deiner gute, freuden? Wie bald folgt angst Drum fez ich meine zuversicht und teiden Und reu auf den Mit rubigem gemüte 3u allgenuß? Was ists, womit lerzeit auf dich, den berrn: wir prangen? Wo witst du Du forgeft und du bitfft une ehr erlangen, Die nicht zulet gern. Ich will stets mit ver verschwinden muß? trauen auf deine bülfe bauen. 7. Was sind selbst alle thro 11. Verleugnung der Beit. nen? Gibt es mobl irdsche fronen, Die unverwelflic In allen meinen thaten. 550. Die berrlichkeit der blübo? Kan vor des grabes forecken. Der purpur dich bedecken Die frone dic dem.tod entziebn? erden muß staub und afche werden, und nichts bleibt ewig stebn; Das, was tuns bier ergozet, Was man 8. Wie, wenn die fonn auffür ewig fázet, Wird als gebet, Die rose blúbend teein leichter traum vergebn. bet In ihrer schönsten zier, 2 Was sind doch alle fachen, und doch verwelft sich beuget, Die uns so trozig machen? Eb sich der abend zeiget: So Nurtand und eitelkeit. Was blühen und verwelfen wir. ist der menschen leben? Stets 9. Frob wabfen wir auf mit gefahr umgeben, Währtlerden Und hoffen, groß u 3 wenn 004 3wette Abtber. V. Pricten gegen uns selbst. werden, Bon schmerz und gewaltder sinne; Erweichtdas forgen frey. Doch in den beri, Daß fremder schmerz fönsten tagen, Eb wir noch Dein mitleid leicht gewinne. früchte tragen, Bricht uns 5. Auch übt das Freuz dich des todes surm entzwey. ur geduld, Erböbt den werth 10. Bir rechnen jabr auf von gottes bald, Stárkt måd jahre, Inzwischen wird dietig dein vertrauen, Lehrt im babre Vor unser baus ge- verlust Dich nun mit luft bracht. Man scheidet von den Aafs unsichtbare schauen. feinen, Die bulflos uns be 6, Des leidens biz entflamt weinen, Und uns bedekt des dich stets zu arbßrer inbrunst grabes nacht. Des gebets, Und läutert deis 11. Gott, laß uns diß bedennen glauben. Weit minder Fen Und uns zum bimmelfan Berführung dann Dir lenfen, Weil er uns offen deine frone rauben. stebt. Wer dahin will ge 7. 3war fibrt das freu; oft langen, Muß an der welt Deine rub, Mit bangen tbrá, nicht bangen, Die einst mit nen fäcft du Und unter viel ibrer luft vergeht. beschwerden. Chrift, boffe doch, Es wird dir noch Zur reichen erndte werden.. 8. Verichmerzt ist leicht ein irdisch leid; Kurz ist der au In dich hab ich gehoffet. 551.3" En trúbfal, chrift, genblik der zeit, Doch ewig fey stark im geist, ewig wäbret Dort dein ge Auch das ist gut, was trabfallnuß Obn überdruß, Wie ihn beißt. Erbeitre dein gemüte. der geift begebret. Du weißt, auch dich Liebt vá. 9. Auch bleibet fiets dein terlich Der vater aller güre. gott getreu, Steht dir, als 2. Kein leiden tomt von obn vater, liebreib bey; Sorgt, gefábr, Dein gott fchift dir daß er dich erquicke. Erschafft es su, und er Zeigt sich in sei die rast, Daß deine fast Did nen wegen So groß von ratb nie ganz niederdrücke. Als groß von that, Und reid an gnad und fegen, zo Verbirgt er auch fein ans geficht, Diß raube deinen 3 Der dich in jefu berzlich muth dir nicht! Gott kan fein liebt, Suct, wenn er did find nicht baffen, Wer ibn durd freuzbetrübt, Das wab nur liebt, Sich ibm ergiebt, re beil der feele; Weft dich, Den wird er nicht verlassen. daß nicht zu beiner pflicht 11. Durch trübfal find ju Dit luft und eifer fehle. 12. Geduld im leiden oder Troftgefänge. aller zeit Die frommen in die 4. Das Freuz beugt stof berrlichkeit, Gleic jefu, ein und übermuth, Erstift derfgegangen. Denfft denn nur bu wolluft wilde glut, Bricht die 12. Geduld im Leiden oder Erongelange. 333 du In tráger rub Die fro- derben drobt, Bin bep gott in Ignaden. Schenkte gott mi 12. Demütige dich gleich feinen sohn, Ließ ihn für mi als fic, Gleich ihnen, bet und sterben; So versichert dis mie jage nie: Denn gott erbört schon Ich soll nicht verderbe dein flehen. Bald weicht dein 6. Nengstenfeinde mich, leid, Zu seiner seit Wird dich sey Gott mir nicht gewoge Dein gott erhoben. Co wird doch durch ihr t? 552. Sowing dich auf zu schrey Mein herz nicht betro deinem gott, Dugen. Wäre aott mir gram und betrübte feele! Sen nichtfeind, Würd er mich mit gatroftlos, was für noth Did ben nicht als vater und als auch immer quale! Daß dein freund Ueberschüttet haben. gott noch vater ift, Kanst du 7. Was ist, das die erd entficher glauben, Den troft gab bált, Was' im tiefen meere, dir jesus chrift, Den laß Was ist gutes in der welt, dir nicht rauben. Das nicht mir gut ware? 2. Faffe neuen muth und Wem gibt gottes fonn ihr sprich: Warum ist mir bange? licht? Wozu ist gegeben Luft Warum fürchtund zweifle ich, und waffer? dient es nicht Ob ich gnad erlange? Hat mir und meinem leben? dod jesus heil gebracht! Will 8. Ich bin gottes, gott ist doch gott vergeben, hat mein. Wer ist, der uns scheidoch mir sein wort gesagt: de? Gott bleibt mein, ich blei Sünder du follt leben. be fein, Auch noch, wenn ich 3. hab ich was nicht recht geleide. Komt denn all mein than, 3st mirs leid von ber leiden nicht Von des vaters jen: Glaubend aber nebm ich hånden? Jbm trau ich mit an Christi tod und ichmerzen. zuversicht; Er wirds glüf-. Gott spricht mich durch driftilich wenden. blut Freyvonmeinen schulden! 9. Kinder, die der vater foll Und was meine schwachbeit Biebn zu allem guten, Die gethut, Wird der vater dulden. ratben felten wohl Ohne zucht 4. Seele, fällt dir bófes ein, und ruten. Bin ich denn nun Hegst du manchen zweifel! aottes Find, Warum will ich Denke nicht zu deiner pein: flieben, Wen er mich von mei2, diß wirkt der teufel! ner fünd will jumguten zieben. Warum willst du ohne notb 10. Es ist berzlich gut geDich so traurig machen? Did meint Mit der chriften plagen ichujt jesus: Dich liebt gott: Gott bereitet uns als freund Was fann jatan machen? Bu vergnügtern tagen. Und 5 Schrekt ihr fünden! fcbre- das glük der ewigkeit Kan der de tod! Mir font ihr nicht fromme boffen; Sicht mit schaden. Ich, dem ihr ver- glaubensfreudigkeit Schon Den 32 den himmel offen. id 356 3wepte Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst. 5. Sonst fonte ich die fün.. 11. Gottes finder såen zwar den Weit beffer überwinden, raurig und mit thránen, und ich bestritt sie gern. Izt if ber endlich bringt das jabr die fünd gefchäftig Und ibre Prucht nach langem sebnen; reizung beftig, Ich fühle holic fomt die erndtezeit, feine fraft vom Herrn. a fie garben binden, Dann 6. Cbrift, faffe mutb, die Sird forge, furcht und leid schmerzen Sind zeugen beß, Ewiglich verschwinden. rer herzen, Als dir das deine, 12. Laß denn, o betrübtes scheint. Wünichst du rect berz, Deinen fummer fahren, gott zu lieben, Wie fanft du Ueberwinde allen somers, 3ag Dich betrüben? Du bist genicht in gefabren! If dein miß mit ibm vereint Freuz auch groß und schwer: 7. Vermagst du gott zu fenSo gib doch den namen Deinen Und jefum berrn zu nen nes gottes preis und ebr, nen, 216 nur durch gottes Er wird helfen, amen! In allen meinen thaten. 553, D u flagft, o drift, geift? Den bast du ja em. pfangen; Er ists, der gott verlangen und seine gnad im leiden, Klagst, mich suchen, beift. daß der geift der freuden Von 8. Trau gott, er wohnt bir gewichen ist? Du rufft: bey denen, Die sich nach bul berr, wie so lange! Gott fe fehnen; Er kennt und will schweigt, und dirwird bange, dein glük. Er böret deine Daß du vongott verlaffen bift! ftimme und schweigt dod 2. Ift mir die fünd verge nicht im grimme, Nur ei ben,( Klagst du) ist beil und nen fleinen augenblik. leben Durch chriftum mir ver- 9. Gott ließ schon manchen schaft: Warum füblich die lie frommen In die gedrange bellnd seinesgeiftestriebellnd kommen, Und stand ihm den= boffnung nicht in voller fraft? noch bey. Du sollst dein nichts 3. Mübselig und beladen empfinden, auf ibn allein Hör ich das wort der gna fich gründeu, Und fehn, ben, und ich empfind es nicht! was seine gnade fey. Bin tråg vor gott zu treten, 1o. Vot fol; dich zu be Und Fan nicht freudig beten, wahren, Läßt er dich angst Und fühle feine zuversicht! erfahren; Dich läutert, gott, 4. Mir, der ich seinen wil- bein berr, Wie reines gold len Treu fuchte zu erfüllen, im feuer, Macht dir sein War fonft sein wort gewiß; beit recht theuer, Und ſeis Jit fan ichs nicht recht fas- nen troft erquicfender. fen, Sein licht will mich verlaffen. Mich decket gleich. fam finsternis. 11 Wie våter ihren findern: So ist der berr uns fündern Ein gott voll gnadund buld. Gern 357 12. Gebuid im Leiden oder. Troftgefange Gern will er uns vergeben, norb erwekte, Vergnügte uns Gern schenkt er uns das le- dein bimmel nicht, Wer suchben, und bat mit findern te, wenn ihn nichts erichrekte, gern geduld. Die bülfe, die dein wort ver 12. Jezt ist um troft dir ipricht? Wer fühlt, wenn feibange, Denn zuchtigung, fo ne laft ihn drüft, Wie fanft, lange Sie da ist, scheint fie o gott, dein troft erquift? bart. Doch nachmals wird sie 4. 3um dulden führt dein geben Zufriedenheit und le- ruf der anaden! Der uns zu ben, Dem, der durch sie ge- chrifti gliedern macht. Wie über ward. icbwer war der nicht hier 13. Halt glauben, bet und beladen! Wie hart verfolgt! mache! Gott trägt und stärkt wie sehr veracht! Und doch uns schwache, It liebe für trug er diß alles gern. Gib, und für; Daran laß dir ge- daß ich folge meinem berrn! nügen; Sein wort fan ja 5. Er wird beleidigt, ohn nicht trügen: 3d stärke vergelten, Gegeifelt, obne dich, ich helfe dir"! widerstand: Gescholten, obs 14. Faß dich in deinen no- ne wiederichelten, Obn withen; Sprich: wollt mich derspruch zum freuzverbannt. gott auch todten: So barr Wie? sollt ich denn nicht mit id dennoch fein; Er bilft ja geduld Das tragen, was ich Den erlden, Will er mich selbst verschuldt? 2018 ist nicht trößten; Wird er 6. Lab, gott, mir diefes le mich doch im tod erfreun. bens leiden 3u meiner beßer nur den lieben gort. rung fruchtbar feyn: So geb 554.as in das leben ich zu des bimmelsfreuden bier auf erden? Durch dieser erdé trubsal ein.. Wo ist bier wohl volkomen. Dort wird mein leben ne beit? Wer lebt bier frey von pein, und meine thránen den beschwerden Der trübfal freude fein. und mübfeligkeit? Bald soll Herzliebster jesu was hast. die treude unfer beri 3ur 555.Sin bers, o gott, in pflicht erwecken, bald der schmerz. und freuz ge duldig, Das bin ich dir und 2. Doch das sind treuge- meinem beite sbuldig. Laß meinte fchläge Der vaterbuld, mich die pflicht, die wir so oft die für uns wacht. Wie vergessen, Doch recht ermessen. baft du, gott, durch leidenswege So manchen schon zu Dir gebracht! Denn unge fortes irdisch glük hält uns von dir, o gott, juruf. 3. Wenn uns die welt nicht 2. Bin ich nicht staub, wie alle meine våter? Bin ich vor dir, herr, nicht ein übertreter? Ehu ich zu viel, wenn ich die ichweren tage Standhaft er trage? 33 3. Wie 358 Zweyte Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst. 3. Wie oft, o gott, wenn nicht, warum du leiden müss wirmas boses dulden, Erdul- fen: Allein du wirst, was seis Den wir nur unfrer tborbeit ne wege waren, Nachmals fchulden, und nennen lohn, erfahren. den wir verdient bekommen, Trübfal der frommen. II. Erzüchtigt uns, damit wir zu ihm naben, Die beilts 4. Doch felbft, o gott, ingung des geistes zu empfa ftrafen unsrer fünden Läßt du ben, Und mit dem troft der Den weg zu unserm heil uns hulfe, die wir merken, An. finden, wenn wir sie uns, die dre zu stärken. miffetbar zu baffen, Erwecken taffen. 12. Das freuz, 0 gott, wirkt weisheit und erfabrung, Und 5. Streb ich nur nach dem diefe gibt dem glauben muth frieden im gewiffen, Wird al- und nabrung. Dium stebe les mir zum besten dienen ich in meinem glauben veste: müssen. Du, berr, regierft, Gott thut das beste! und stets gewährt dein wille Gutes die fülle. Befiehl du deine mege. 556, Dem berrn will ich 6. Ich bin ein gaft und pilvertrauen, Vers ger auf der erden! Nicht bier, laffen mich auf gott; Auffond erft dort soll ich ganz glüklich nicht schlösser bauen, nicht werden, und was sind gegen zagen in der noth. Gott ists, euch ihr ewgen freuden, Die ber mich geführet, So lang fer zeit leiden. ich denken fan, Er, der die welt regieret, Rimt sich auch meiner an. 7. Wenn ich nur nicht mein elend felbft verschulde, Wenn ich als mensch, als chrift, hier leid' und dulde: So kan ich mich der bülfe der erlösten Sicher getrösten. 2. Bei ihm ist himmel, erde und menich, und engel gleich: Er spricht: vergeh und werde! 3um wurm und königreich. 8. 3 bin ein menfch, und Er straft, und kan behüten, leiden müssen frånken. Doch Denn sein ist rach und lohn. in der noth an feinen schöpfer Hier läßt er donner wüten, Denken, Und ihm vertraun, Dort läßt er sie nur drobn. dis stårket unsre berjen, Mit ten im schmerzen. 3. Jbr thránen, die ich weis ne, Sepd bloffer unverstand! 9. Schau über dich, wer wenn ich verlassen scheiner trägt der bimmel heere? Merk Hålt mich des höchsten hand. auf! wer spricht: bis bieber! Was beut ich unglük nenne, zu dem meere? Ift er nicht ft morgen schon mein glük. auch dein belfer und berather, Jch, der mich selbst nicht fene Ewig dein vater? ne, Ren minder mein gefchif. 10. Billst du so viel als der 4. Wenn aber trübe stunallweise wissen? Jest weist dulden, wenn mancher schwüle tagr 12. Gebuld im Leiden oder Troftgefänge. 359 fag, Wenn bier geheime wun- Jaller pein Vertrau allein Auf den, Und wenn dort schlag auf ihn, er wirds wohl maden. schlag, Und schrecken schnell 2. Kein leiden fomt von auf ichrecken, Den untergang ohngefär, Die hand des höchmir drobn, It gott mir ten icbift es ber, Sein rath fab und stecken, Und schild ba:& so ersehen. Drum fep nur und großer lobn. fill, Was dein gott will, Laß 5. Den frommen, die gott immer gern gefcbheben. lieben, ft alles feligkeit, 3br 3. Erweft dir gleich das lei. jaudien, ihr betrüben, Jbr den pein: So soll dies dod siegen und ibr ftreit; Jbr nicht schädlich fepn. Gott glück und ibre plage; Jbr fan sein find nicht baffen. ganger lebenslauf Loft fich Wer ihn recht liebt, Sid am lesten tage In himmels ihm ergiebt, Den wird er jubel auf. nicht verlaffen. 6.Hinweg ihr bangen flagen Nad 4. Wie lange wäbrt der Und gram und ungednid! frommen leid? Nicht ewig, Durch boffnungslofes zagen herr, nur Furze zeit. Häuft sich der fünden schuld. überstandnem leide, ErquiWir mebren unfre schmerzen, ckest du Jbr bers' mit rub Vergroffern unsre pein, Und Und einft mit ewger freude. floffen unserm berjen Ge beimen gift nur ein. 5. Drum bab, o feele, guten mutb, Vertraue gott, es wird noch gut Nach aller trubial werden. Er siebet dich Durchs freuz zu sicb 3um 7.Wietròftlich sind die leb ren, Diegottes wort mir gibt: Mein flebn will gott erhören, Ersüchtigt, den er liebt, Nach bimmel von der erden. trüben augenblicken Geh ich 6. Gott ist dein gott, er ift für frohen rub. Dem geist getreu Und stebet dir als vawinkt mit entzufen Die( chaarter' bep In aller norb auf der selgen zu. erden. Der leiden beer Bird 8. Kurz sind der driften feienie zu schwer Durch ihn Dem den, Kurz ibre prüfungszeit, bristen werden. Nicht werth der ewgen freu. 7. Es haben ja zu aller zeit Den Und der unsterblichkeit! Die heiligen in traurigkeit Otrost, wie kanst du trösten! Hier oftmals wandeln müs Wie febr das hers erfreunien. Barum willst du hier I geh mit den erlösten Zur nur von rub, Und nichts von rub des himmels ein. trubial wissen? 8. bet und sich auf deinen In dich hab ich gehoffet berr. 557. Sep feele tark und gort In aller deiner angst und unverzagt, Benn noth, Laß, wie er will, es irgend dich einfummer plaat, geben. Sein will ist gut, Befieht gott deine fachen. In 3.4 Be. 360 3wepte Abtheil. V. Pflichten aeaen, uns felbft. Bebalte muth, Gott wird plagen, Der mangel, schwer dich einst erhöhen. zu tragen, Noch ichwerer baß 9. Der du ein gott des troind spott: So barr ich dod ftes bist, Laß jeden, der bier n stille, Denn nicht mein eigs traurig ist, Doch deinen trofer wille, Dein wille nur ges empfinden Hilf, den du liebst, deb, o gott! Durch trubsal übft, Den un mutb überwinden. 7 Du bist der müden stärke Und aller deiner werke Er. barm bu ewig dich. Was In allen meinen thaten. 558.8 as ifts, daß ich fan mir widerfahren, Wenn mich quale? Harrou mich willst bewabren? Und gottes, meine feele! Harrunt du, mein gott, bewahreßt mich.. fey unverzagt! Du weißt nicht 559. ill mic, o gott! bienteden Des was nuzet, Gott und gott füzet, Er schuzet lebens last ermüden: Softárs Den, der nach ihm fragt. Fe meinen geift. Wenn mich 2. Erfalte meine tage, Mein die leiden Franken: So laß glüf und meine plage, Eb ich mich wohl bedenken: Aud das Die welt noch fab. Eh ich michiep gut, was trúbfal beißt. felbst noch fante, Eh ich ihn 2. Nicht ewig foll sie wähe bater nante, War er mir ren, Oft werden unire zábren fcbon mit bulfe nah. Auch bier schon abgewischri 3. Die kleinste meiner for Und feufzen wir: wie lange gen Ift dem gott nicht ver Jft unfrer fecle bange! So borgen, Der alles siebt und wird das berz mit troft ers balt; Und was er mir betrischt. fchieden, Das dient au mei. 3. Duwendeft folche burden, nem frieden, Wäre auch Die uns erdrucken würden, bie größte last der welt. Gott, gnädig von ung ab Du 4. Ich lebe nicht auf er siebt bey unfern plagen Aud ben, Ganz gluflich bier au auf die Fraft zu tragen, Die werden. Die lust der welt deine band uns selber gab. vergeht. Ich soll mein glük 4. Dein váterlid bemühen bier gründen, um dort ein Willuns, als finder, sieben, beil zu finden, Das ewig, 3a thun, was dir gefällt, wie mein geift bestebt. Will eignen willen brechen, 5. Was diefes glük vermeh. Die macht der fünde icwdretSei mir von dir gewähret, chen, und uns entwöhnen Gott, du gewährst es gern von der weit. Was dieses glük verlchet, 5.Es sind nur liebesfcblåge, Wenns alle welt auch icházet, Wenn ich es recht ermåge, Sep von mir izt und ewig Voll gnad und voller huld. fern! Du willst den eifer mebren, 6. Sind auch der frankheit Gehorsam dich zu ehren Mit glau 12. Geduld im Leiden oder Troftgefange. 361 glauben, hoffnung und ge- und wie oft Half deine hand duld. mir unverbofft, Oft jammert 6. Was will uns, berr, ich untróftbar beut, Und morauch scheiden Von dir und gen ward ich schon erfreut! jenen freuden, Die du für 6. Oft fabidh feinen ausgang uns ersebn? Wir leben o- mehr, Dann weint id laut der sterben, So wird uns, dei und Flagte febr: Wo bist du, nen erben, Doch einst der gott? wie schauest du Dann bimmel offen stehn. meinem elend rubig zu? 7. 3u jenem beffern leben 7. Dann hörtest du, o berr, Willst du auch mich erbeben Der tod ist mein gewinn Mußgleichmein leib verwefen Bird doch mein geist genefen; Er eilt zu feligkeiten bin. mein flebn, Und eilteft bald mir beyiuftehn; Du öffnetest mein auge mir, 3d fab mein gluf, und dankte dir. 8. Sagts alle, die gott je 8. Odrücke meinem berzen, geprüft, Die ihr zu ihm am Bey allen feinen ichmerzen, bulfe rrett; Sagts, fromme, Dis doch aufs tieffte ein: Es ob er das gebet Geduldig kan der, der dich liebet, Auch, teidender verichmäht? wenn er wird betrüber, Doc niemals unglüffelia fepn. Vor deinen thron. 9 Die stunde fomt frub oder spát, Wo dank und freud aus leid entfiebt; 230 pein die 560. Von on dit, o vater, stunden nur gewäbrt, In nimt mein berzitreudenjabre fich verfebrt. Gluf, unfall, freuden, oder 10. Du erndtest deiner lei. idmer, Von dir, der mich den lobn Vielleicht in diesem nicht baffen fan, Voll dankteben schon; Vielleicht, daß, und voll vertrauen an. eb du ausgeweint, Dir gott 2. Du, der du felbst die weis mit feiner bulf erichbeint. beit bist, Du kenneft, was mir 11. Schau deinen, beiland beiliam ift. Nur du siebst, glaubig an; Wenn niemand was mir jedes leid Für beil dich erquicken Pfan: Soichurte bringt in der ewigkeit. bu in feinen schooß Dein berg 3. Aft alles dunkel um mich aus; feine huld ist groß. ber, Die feele mud und freu- 12. Einst bat er auch der mens denleer, Bist du bob meine ichenfreund Im thránentbale uversicht; Bist in der nacht, bier geweint. Auf deine thraP gott, mein licht. nen gibt er act, Uerd dir 4. Verzage berz, vetzage nie! zu belfen bat er madt. Gott legt die laft auf, gott 13. Ja, gott, du bilift, ich Fennt sie, Er weiß den fumer, veifle nicht; Denn jefus mein der dich quält; Und geben erbarmer spricht: Folg treufan er, was dir fehlt. lich mir, ich rette dich, Sey 5. Wie oft, berr, weint ich, frohes mutbes, glaub an mich! 3 5 561 362 3weyte Abtheit. V. Pflichten gegen uns felbft. follt er zu schreflich finden? 561.Warum follt ich auch den tod hilft ihm gott mich dann grå Freudig überwinden. men? Hab ich doch Jesum 8. Denn er fan den leib nur noch, Wer will mir den nebrödten; Und dann reißt er den men? Wer will mir den geift aus viel tauiend nöthen; bimmel rauben, den mindigt dieses lebens leiden, schon Gottessohn Beygelegt und gibt mir Einst dafür im alauben. Dauerhafte freuden. 2. Arm und blos fam ich ing 9. Dann wird sich an bes. leben, Da es mir, Herr, von fern scházen Geist und herz dir Ward zuerst gegeben; Auf den ichmerz Ewiglich ers Nichts nehm ich auch von der gözen. Hier ist kein recht gut erde, Wenn ich sie Nach viel zu finden; Was die welt In müb Einft verlassen werde ich bált, muß wie rauch 3. Was ich hableib, feel und verschwinden. leben, Ist nicht mein, Gott al. 10. Was sind dieser erden lein hat es mir gegeben. Sou quter, Unbestand, Eitler es ihm wiedergeben. tand, Lasten der gemüter. ich Nehm ers hin; Mein gewinn Bleibt ein ewges leben. Dort, dort sind die edlern ga ben, Da mein hirt Chriftus 4. Schift er mir ein freuz wird Mich ohn ende laben. zu tragen, Dringt berein 11. Herr, mein beil, quell Angst und pein: Sollt ich aller freuden! Du bist mein, drum verzagen? Der es Ich bin dein; Niemand kan fchift, der wirds auch wen- uns scheiden. Ich bin dein, Den, Er weiß wohl, Wie er weil du dein leben und dein joll all mein unglüf enden. blut mir zu gut In den tod 5. Gott hat mich bey guten gegeben. tagen Oft ergoit, Sout ich jest 12. Du bist mein, weil ic Nicht auch etwas tragen? dich faffe, Und dich nicht, Liebt er mich doch drum nicht mein licht, Aus demberzen lass minder. Nie zu fchwer Züc fe. Laß mich, laß mich binge tigt er eine treuen finder. tangen: Wo du mich und id 6. Stol, baß, neid und dich Ewig werd empfangen. ibre rotten Könen mir nichts mehr hier Thun: als mei- 562. as gott thut, das ner spotten. Laß fie fpotten, ift wohlgethan, laß fie lachen! Gott, mein Gut ist und bleibt fein wille. heil, Wird in eil Sie zu Er nimt fich stets der feinen schbanden machen.. an; Drum baltich ihm auch 7. Unverzagt und obne grau- stille. Er ist mein gott, Der in en Soll ein drift, Wo er ist, der noth Mich wobi weiß zu Sicts sich laffenschauen- Waslerhalten, Drum laß ich ihn nur 12. Geduld im Leiden oder Troftgefänge. 363 nur walten. Als wenn gott verließ die fei 2. Was gott tbut, das ist nen; Dennoch weiß und glaub wobigerban; Sein wort fan ich diß: Gott bilft endlich janichttrügen. Erfübret mich noch gewiß. auf rechter babn, Drum laß] 2. Hülfe, die er aufgefchoich mir gnügen an seiner huld ben, hat er drum nicht aufUnd bab geduld. Er wird mein gehoben: hilft er nicht zu jes unglük wenden, Es steht in der frift, Hilft er doch, seinen bånden. wenns nöthig ift. 3' Was gott thut, das ist 3. Gleichwie páter nicht bald wohlgethan; Er wird mich geben, Wornach ihre Finder wohl bedenken, 3u dem, was streben: So hält gott auch ich von felbft nicht fan, Mir maaß und ziel; Er gibt, wie lidt und kräfte fchenken: Den und wann er will. feine treu Ift täglich neu; Drum will ich auf ibn bauen, und seiner gute trauen. 4. Seiner fan ich mich getróten, Wenn die noth am allergröften: Er ist gegen mich ein kind Mehr als väterlich gefinnt. 4. Was gott thut, das ist woblgetban; Er ist mein licht und leben, Der mir nichts bö fes gonnen fan; Ibm will ich mich ergeben In freud und leid; Es komt die jeit, Da es gewiß erscheinet, Wie qui mein vater lebet noch. ers mit uns mepnet. 5. Laß den feind mir bange machen; Gott, mein idu wird für mich machen; Schwer sep meines freuzes joc, Gott, 6. Laß den armen leib auch 5. Was gott thut, das ist rödten, Gott fan mich auch wohlgethan; Muß ich gleich da noch retten. Hab ich unbittres schmecken: So nehm verschuldet feind'; Gott im ichs doch geduldig an Und himmel ist mein freund. laffe mich nicht frecken; 7. Laß die ganze welt mich Weil er zulezt mich dod neiden, Gegen mich voll mißergozt Mit fuffem troft im gunst streiten, Jd empfehle berzen; Da weichen alle mich als christ, schmerzen. Meinem gott, der richter ift. 6. Was gott tbut, das ist 8. Wollen menfcben mich wohlgethan; Darauf will ich vertreiben, muß mir doc frets bauen; Auch, wen er will der himmel bleiben. Bleibt dietodesbabn Betreten ohne nur noch der bimmel mein, grauen: Denn da wird mich Buß ich alles willig ein. Gott väterlich In feinen armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. 9. Ach, berr, wenn ich dich nur habe: O dann febl fonst jede gabe. Legt man mich 563, Sollt es gleich bis auch in das grab: Ach, berr, weilen scheinen, wenn 364 3wente Abtheil. V. Pflichten gegen uns felbft. wenn ich dich nur bab. Imel stballen. 6. Mich den vollendeten darf dann nicht mehr die fund ent. Was gott thut das ist. 564.Die bahn ift raub, veiben; Mit unschuld steh auf der ich hierlich angethan In der vers Nach meiner beimath eile flårten reiben, und ewiglich Wie viel gefabr feb ich vor Erfreuft du mich, Daß ich, mir! Wie drobt sie meinem der mensch von erde, Gleich beile! Gott, wärst du nicht deinen engeln werde. Mein troft und licht, Mein 7. Drum will ich dieses le beil in finstern tagen: Solbene schmerz, Mein gott, müßt ich ganz verzagen. geduldig tragen; Beruhi6 2. Vor dir darf ich mein gen foll fich mein bers, Nicht traurig her, Erbarmer nicht mehr voll unmuth flagen. verbeblen: Darf meinen fum Du bist bereit, zu rechter zeit, mer, meinen schmerzVertrau O gott von allem bösen lich dir erzáten. Dann schaf Mich herrlich zu erlösen. fest du Mir troft und rub 565.Warum betrübst du Und meine feel ist stille. mein herz Und quáleft dich mit bangem 3. Du lebrest mich den bohen schmerz Blos um ein zeitlich wertb, Der trùbfal, die ich gut? Vertraue dem nur, der leide; Daß sie mich dir ver- die welt Erschaffen hat und trauen fehrt; Mich führt zu noch erhält. wabrer freude. Ich würde 2. Dich lassen will und fan Dein Mich minder freuner nicht; Auch weiß er wobl Nur Dieser welt begehren, was dir gebricht, Die ganze Wenn feine leiden waren, welt ist sein. Er ist dein vater 4. Dein wort gibt mir die und dein gott, Und bilf dir zuversicht: Du forgft für mei- gern in aller notb. ne tage. Dein auge schläft 3. Weil du mein gott, mein und fchlummert nicht. Du vater bift: So weiß ich, daß borest meine flage Du frönft mich nie vergißt Dein väterlis mich einst, Wenn du erscheinst des berz. Ich staub und asche In deinem beiligthume Mit babe bier Ja feinen troft, wonne, preiß und rubme. als nur bey dir. 5. O dann wird alle trau- 4. 2db, gott, fo reich bist du rigkeit aus meiner brust ver noch heut, Als du es warst von fowinden! Vergessen werd ewigkeit, zu dir steht mein ich ganz mein leib, Und nur vertraun. Mach mich an mei Dein beil empfinden! Mein ner feele reich, So gilt mit Jobgefana Boll preiß und alles andre gleich. Dank, Wird dir jum wohl. 5. Mir mangle reichtbum, gefallen, Durch deinen bim- lruhm und pracht, Wenn jesus mich 12. Geduld in Leiden oder Troftgefänge. 365 mich nur selig macht, So bin 6. Ich folg', wie du be ich reich genug. Der erde glük fiehlft, die nach Sollt ich bei wábrt furie seit, Und fchenft meinem ungemacb Verzweimir nicht die feligkeit. feln, ohne boffnung feyn? 6, Dir, jefu gottessohn, fen Nein! du bist mein und ich preiß, Daß ich aus deinem bin dein. morte weiß: Was ewig felig 7. Mitleib und feele bin ich macht. Gib, daß ich nun auch dein; Und wollten boll und vest und treu Im glauben und tod mir dráup: So trau ich im guten fey. beiner starken band, Die tod 7.Lob, ehr und preiß sey tirund holle überwand. gebracht, Daß du es immer 8. Verschmachtet auch, mein wohlgemacht! Du bist böchst berz in mir, So laß ich denweif' und gut. Das zeigst du noch nicht von dir, Ich fing uns hier in der zeit, Und noch und bete: fo wird schnell Die mehr in der ewigkeit. diffte finsterniß mir hell. 9. Dann icmek ich schon 566. 2, gott, wie man- bier in der zeit Die freuden jedes frere leidmer berrlichkeit. Mein dorBegegnet mir bier in der zeit! nenfeld wird mir nicht mebr Der weg ist schmal und trüb mit allen seinenteiden schwer falvoll, Den ich auf erden 10. In dieser glauben zuwandeln soll. persicht Nebm ich mein Freuz 2. Wie widerstrebt nicht und jage nicht. Bereite du fleisch und blut Jbm, unferm mich felbit dazu, Denn meine wahren höchsten gut! Du, je nárt und fraft bist du. Wenn wir in höchsten nöthen. fu, mittler du allein Muß: 1. Erbalte meine feele unirer fchwachbeit stårke fein rein. So leb und ferb ich dir 3. Bei dir fandich zu jeder allein, Und fcbaue dann nac jeir Jm unglüf rath und troft dieferzeit Dein antlig in ge. im leid; Und wenn ich foon redtigkeit. am abgrund ftand, Erhielt mich deine starke hand. Wer nur den lieben gott. . 567.28as ist mein leben 4. Du gottes eingeborner bier auf erden? fobn, Du famst berab von dei Ein wechsel iste von lust und. nem tbron, Und nahmft derleid. Hier stort oft uncub und fünder fluch auf dich, Ward befchwerde Die faniten zumensch für uns, ein mens friedenbeit. Hier wohn ich wie ich noch in einer welt, Die fein 5. Du tittest hier im jam vollkommnes glüf entbått. merthal, gottmenid, leiden 2. Weß soll ich mich o berr, obne zabl, Du starbst für mich denn trösten? Rur deiner Den freuzestod Und risfest buld; du bist mein beil, Und mich aus aller noth, bleibk, wenn auch die noth am gro 366 3weyte Abtheit. V. Phichten gegen uns selbst. gröften, Doch meines berzens 568.ie flieht dahin der troft und theil Und stehst nac menschen zeit! Deiner vatertreu Mir stets Wie eilen wir ur ewigkeit! mit rath und hülfe bey. Biemander sinkt, eb ers ges 3. Du stårfst mir unter al- dacht, Ins todes nacht! O ler plage, gott, auf mein ge- feele, nim diß wobl in acht! bet den mutb, Daßlich gelaffen 2. Das leben ist gleich ei fie ertrage, Und macft juleit nem traum, Gleich einem doch alles gut. Auf Fummer leichten wafferfcbaum Ift alle folgtzufriebnerbank, Auf fla- lieine berriichkeit. Der from gen frober lobgefang. der zeit Reißt schnell und 4. Was bist du denn, o meis fort jur emigkeit! ne feele! In deiner noth so 3. Nur du, thein gott, du fummervoll? Du weißja wol bleibeft mir Das, was bubis, baß gott nur máhle, Was dirlich traue dir. Es falle berg zum besten dienen soll. Einf und bügel bin, mir bleibts dankst du ihm nach der ge gewinn, Wenn ich dein tod fabr, Daß er dein gott und und lebend bin. retter war. 4. So lang ich noch auf er 5. Er wird es seyn, ruf in geden wohn: Erwecke mich, o fahren, Ibn, als den besten gottes fobn! Verborgen ist belfer an. Er weiß did mad. mein todestag, Gib, daß ich tig zu bewabren, Und da, wo mad, Und wenn er fomt, niemand belfen fan, Fehlt bereit feyn mag. ibm die fraft zu helfen nicht. 5. Was hilft die welt in to Dis stärke deine zuversicht. desnoth? Was chrundreich 6. Empfebl did feiner va- tum nach dem tod? Bedenké, terpflege; Hoff und vertrau o menid, was eilest du Dem ihm allezeit. Auch auf dem schatten zu? Kein irdisch glük allerraubften wegeSieb frób gibt wahre rub. lich hin zur ewigkeit. Da wirft 6.Das eitle ichafft nur fur du frey von aller pein Ganze luft, Mir ist kein beßres felig, ganz zufrieden feyn. gut bewußt. Dabin gebt stets 7.So laß mich, gott, ftets da- mein bauptbegier, Das blei bin schauen, und dann mit bet mir, Herr jesu, mid starken muth auf did, Auch verlangt nach dir. in der größten noth vertrauen 7. Wie wird mir seyn, Du bist bey mir, das stärke wenn ich dich ieb, Und frob mich. Wer deffen stets ver- zu Deiner rechten steh? D fichert ist, Der lebt und mein erlöfer, stärke mich, stirbt getroft als drift. Daß eifrig ich Bis an mein 13. Recte Anwendung der ende liebe dich. Beit und des Lebens. 569.Du gab mir, ewget, Genug du haft genade. M. Ich hab mein fach gott heim. 13. Rechte Anwendung der Zeit und des Lebens. 307 Dreses leben nicht für den pfad verliert, Der mich zu augenblik der zeit. Du deinem himmel führt. bast 28 mir, o gott, gegebenj 7. Wohl mir, wenn ich den Zur saatzeit auf die ewigkeit: bang der fünde, All böse luft Hier ist der vorbereitungsort; en diefer welt Undjedelockung Belohnung und bestrafung überwinde, Die macht/ daß dort. fünde mir gefällt; Dan bin 2. Du schenkteft mir ver, ich schon ein sieger hier, Werd stand und willen, Die warheit dort gewiß gefront von dir. zu erkennen, licht; Kraft, 8. Gib du mir deines geistes deinen willen zu erfüllen. Und tarke, Der du in schwachen lebrteft felbst mich meine mächtig bift, Mir, der zu dies pflicht. Sur tugend gabst du fem grossen werke Gar oft mir gefübl, Und freyheit, u fchwach und sinnlich ift; wie ich wählen will. Laß mich, das böle zu verichmåbn, Stets auf mein ewig fleinod fehn. 3. Der leib ist oft der fee len burde; Doch schmüftest du, berr, diß ihr baus, Daß sic 9. Laß, gott, foon in gedurch ihn auch fröhlich würde sunden tagen Im geist mich Mit vielen fähigkeiten aus: oft zum grabe gehn, Und stets Und wie vil luft gibst du bep freuden und bey plagen nicht hier Durch jeden mei Auf dich und jene zukunft ner sinnen mir! lebn. Daß ich, stets meinen 4 Dubaft mich aber laffen pflichten treu, Des höhern wiffen, Daß diß mein irdischiebens fábig fen. baus zerbricht. Ich foll zwar Jesu retter in der noth. diefe welt genieffen, Dodate 570.Obne raft und ungenoß ich ibrer nicht. Ich fol verweilt, Strb. Der finnen lufte fliehn, Wenn men gleich, o feele, eilt Deifie mich zu dem bofenziebn. ne kurze pilgrimszeit In das 5. Dein unterricht sen nicht meer der ewigkeit! vergebens: Gib, vater, daß 2. Nim auch stunden wohl id ibm getreu, Und beymin acht, Birke gutes, denn genuffe dieses lebens zu dir die nacht, Wo man nichts zu fommen würdig fep Boll mebr wirken fan, Komt und fomne freude wobnt nicht ruft oft schnell beran. bier, Wohnt nur im bimmel, gott, bey dir. 3. Ist noch ist der tag des beils! Frep die wabl des be= 6. Wohl mir! daß ich es ten theils! Stell dich dieser redlich wage, Der grofen freu- melt nicht gleich, Werb an De werth zu feyn, Uud die guten werken reich. fe furze übunaetage Nur dir 4. Wenn du deine zeit verund meiner pflicht zu weibn. tráumst, Sie in tråger rub Wenn nie mein fuß den versäumft; Sie verschwendeft lige 368 3wepte Abtheit. V. Pflichten gegen uns selbst. liederlich; Weh dir! nabt und stunden. Das, womit wir Dein ende fich)! uns bemühn, J mit ibnen 5. Der versäumniß deiner nicht verschwunden. Der verpflicht Folgt im göttlichen ge- geltung ewigkeit Folgt auf richt, Benn der tod dich diefe arbeitszeit. hingerafft, Eine strenge re- 3 Gott, wiethbricht hab ich chenschaft. icon hier lo manche meiner 6. Gott, du meiner tage berr, seiten, Die bereits mir sind. Hilf mir, daß ich fterblicher, entflohn, Unter ihnbden- eis Eingedenk der ewigkeit, telkeiten, und auf jolche art Weislich nuze meine zeit. verbracht, Die mich ist bee 7. Jede stunde, da mein fümmert mat! geift, Sid der erde mebr 4 Dod erbarmend schenfft entreift, Brimat mir, fliebt du mir Jest noch zeit und sie gleich dabin, Dennoch e- raum zur buffe. Herr, ich wigen gewinn. fomm und falle, dir Bittend 8. Jede stunde, da ich hier und beidhämt zu fuffe. Sep Andern nuze und vor dit mir gnádia! fieb mich reut Redlich handle, dauert dort Meine bier verlorne zeit. Stets in ihrem lobne fort! 5. Wiederbringen fan i 9. Laß mir diesen werth der nicht, was mir einmal ift zeit und der frommen thá- verschwunden. Doch bin ich tigkeit, Záglich, gott, vor der zuversicht, Núsich nur ge augen seyn, Daß ich tråg treu die stunden, Diedy mir heit lerne scheun. noch ferner schenkst, Daß du gnädig mein gedenkft. 10. Steb mit Deiner fraft mir bei, Daß ich meiner 6. Lebre mich die furje frift, pflicht aetreu, Dir um preis und mirum glük Ruze jeden augenblik. Die du mir haft zunemeffen, So, wie es dein wille if, Brauchen, und es nie verges. 11. Dann vertausch ich diefe fen: Hier nur sey die übungs zeit Rubig mit der ewigkeit; seit 3u dem glük der ewigkeit. Finde da vor Deinem thron 7 Sáen muß ich bier mit Meiner arbeit gnadenlobn. fleiß Zu der erndte jenes les Meiner jefum laß ich nicht. bens. wie glüklich, daß ic 571.Herr der seir und erweiß, Diß geschehe nicht ver. wigkeit, Gib doch gebens. Ewig freut sich seiner daß ich bis ans ende So mielfaat, Wer hier treulich gut mir dein wort gebeut, Kigtes that. lich meine zett verwende, Die 8. Gott, laß deinen guten mir noch dein weifer ratbgeist Mich zu dieser weiß, Auf der welt befchieden bat. beit fübren, und, wie es 2. Wie ein traum, io fchnell dein. wort verheißt, Meinen entfliehn Jahre, jeiten, tag wandel so regieren; Daßid gu 12. Rechtmäßige Anwendung der Lebenszeit. 369 gutes bier ausstreu, Und noch beur Mich gericht und mich dessen ewig freu. ewigteit. Vorige Melod. 7. Deine gnade fteb mir bey, 572. Herr, ich hab aus Daß mein leben auf der erde deiner treu, an fey, jum beil, nochzeit in handen. Und ich reif zum bimel werde. Gib, daß ich befliffen sey, Naber denn mein ende fich, Sie auch weislich anzuwen O so stark und tröste mich. den: Denn, wer weiß, wie Sey lob und ehr dem. balb zur gruft Deiner vor- 573.Bas bin ich, gott, sicht wink mich ruft! vor dir, ich 2. Unaussprechlich schnell staub? Gleich eines grafes entfliehn Die mir zugezàlte blume; Nur allzubald des ftunden! Wie ein traum sind todes raub, Mitgluf und luft fie babin, Und auf ewig mir und rubme. Mein pilgrimsberschwunden. Nur der au- leben bier entfleucht, Bie ein genblif ist mein, Des ich gefchwáz des tags, und gleichs mich noch jest fan freun. Kaum einem morgentraume! 3. Laß bep ibrer flüchtigkeit a. Und dennoch jeigst du mir Mich, mein gott, doch nie ver von dir So viel in augenbli geffen, Wie unicházbar fep die fen! Entdeckest dich darinnen jeit, Die du hier uns zuge mir, Mich emig zu beglücken. meffen. Wie, was bier von Du mabft das leben, dir sep uns gefchiebt, Em'ge folgen dank! Zu einem beitern über nach sich ziebt. gang In ein beglüftres leben. 4. Reize mich dadurch- jum fleiß, Eb die zeit des beils ver. 3. Hier feb ich, vater der na laufen. Mir zur woblfabrt, tur, Im schatten deiner werbir zum preiß Jede Bundeske, Nur dun fel, wie im spie auszukaufen, Die zu meiner gel nur, Die gröffe deiner gårs feligkeit Deine gnade mirte. Wie schon ist, was mein verleibt. auge flebt, Und doch wieviel, 5. Deine schonende geduld mein gott, entfliebt hier noc Trage mich bier nicht verge dem bidden auge! bens. Ach vergib mir meine 4. Nein, vater, des mein fchuld, Daß so manchen theil berg fich freut, Du schufft mich Des lebens Ich zu meiner nicht vergebens. Was schmet feelen wohl nicht gebraucht, ich nicht für feligkeit Im so wie ich soll. traume Diefes lebens! Wie 5. Laß mich meine beffer- wenig ists, was ich hier feb, ung Für mein bauptgeschäfte und bier von dir, mein gott, achten, und nach meiner versteb? Doch macht mich beiligung mit so treuem ei das schon felig. fer trachten, Als erwartetel 5. So fliebe denn dis leben #a bin 370 3wepte Abtheil. V. Pflichten gegen uns selbst. bin Schnell, wie ein traum, willst. Dis ist der wichtigste noch schneller! Ich weiß, daß verlust, Wenn du die zeit be ich unsterblich bin, Dort wird dauern mußt. Dis auge beller. Dort seh ich 6. Thu bald von jedem dei, náher, was du bist, Undner tage Vor dem gewiffen re meine freude, vater, ist Dann denschaft, Durchdenk ibn, ewig und vollkommen. leg ihn auf die wage, Voll brachtest du ibu tugendbaft? 574.200 eilt ibr bin, ihr Schwungst du dein Herz zum lebensfunden? berrn empor? Kam gott dir Wer nur den lieben gott. Beit! edle zeit! wo fleuchst du stets als beilig vor? bin? Wie mancher tag ift 7. Herr meines Lebens, fey fchon verschwunden, Seitdem doch fünftig Mein heil und ich leb und sterblich bin! Viel meines lebens kraft: So Feicht der gröfte theil der seit wandle ich als mensch ver Ist son im meer der ewigkeit núnftia: Coleb als drift id 2. Ermuntre dich aus dei- tugendhaft: So dank ich in nem schlummer, Auf, meine der ewigkeit Dir sür den be feel, ermuntre dich, Dis fey ten icha; der zeit. Dein gram, dis sey dein fum In voriger Melodie. mer, Daß mancher tag um- 575, est leb tch, ob ich sonst verstrich. Der leer ge morgen lebe, Ob bliebne augenblik Iftstrafbar diefen abend, weiß ich nicht! und fomt nicht zuruf. Olehr du dem ich mich er 3. Der thor Durchlebet fei gebe, Hert, lehr mich felbft die ne jahre, Eh er des lebene grose pflict, Durch deines werth versteht; Ernabet früs beilgen geiftes fraft Stets ber sich zur bahre, Als er den fertig feyn zur rechenschaft. 2. Die blume, die am mor weg der tugend geht, Was ift ein menschlich leben wertb, gen stebet Fållt vor der abend, Das ungenüzt vorüberfährt? dámrung ab. Die luft, die 4. Menscb, sey ein menfcb, ezt mich angewebet, Stúrt fang an zu leben, Fang an ein mich vielleicht ins nabe grab. glied der welt zu feyn! Fang Der jüngling, eb er sids an, dem guten nachzuftreben; versieht, Stirbt, eb er nod Bring daß veriáumte wie ist aufgeblüht. fach ein; Daß, wenn man bei 3. Entziebe dich dem weltge nen leib begrábt, Dein werk tümmel, hier iff der kampf und dein gedächtnis lebt. und dort ift rub. Dein wan. 5. Sep nicht den kleinsten del, feele, fey im himmel. Du zeitpunct maßig, Da du nicht eilft dem beffern leben zu. Na deine pflicht erfülft. Du baft einer furien prüfungszeit It Den tag nicht überflüßig, Den ewigkeit! ist emigkeit! Bu ſo frech verschwenden 4. Bet 1. Chriftliche Menschenliebe. 378 4. Versiede niemals deinesAn meine leste todesnoth. pflichten, Was ist zu thun duo laß, stellt sie fich plözlich ichuldig bist, Denk nicht erst ein, Mich stets dazu bereimorgen auszurichten, Wertet feyn. weiß, obs morgen möglich ist? 6. Es fey, o bater meines Mensch, dieier augenblik ift lebens, Wenn einst die lezte bein, Der fünftge wirds stunde schlägt, Der schwache vielleicht nicht ſeyn. feuffer nicht vergebens, Der 5.Noch ebich dieses lied voldich zur gnade noch bewegt. lende, Ergreift vielleicht mich Ach sterb ich einen schnellen schon der tod. Drum lebr tod: Sep mir barmherzig, mich denken, bert, ans ende, herr mein gott! VI. Pflichten gegen den nächsten. 1. Chriftliche Menschentiebe.] 5. Was wir auch aus gotJesus meine zuversicht. tes band 3um voraus vor an 576,2llen menften und dern haben, Anfehn, reichauch mir hat der thum, hober stand, Leibesberr diß vorgeschrieben: Eu Fräfte, geistes gaben; Ales dis ren nächsten follet ihr, Als befrept uns nicht Von der euch felbft, von berzen liemenschenliebe pflicht. ben. Cbriften! was gott hier 6. Selbst der gaben unter gebeut, Sep uns heilig allezeit schied Dient zum allgemeinen 2. Wir sind bürger einer besten; Wenn nur jeder sic welt, Rindereinesvatersbrübemüht, Von dem kleinsten der, Die er buldreich, all'er- bis zum größten, Andern, und balt; Alle feinesleibesglieder; nicht sich allein, Müglich, Die fein weifer allmachtsruf wie er fan, ju feyn. A zum ewgen glük erschuf 7. Darum gib uns, gott, ein 3. Eine sterbliche natur hat, bera Voll von wabrer menerjederman gegeben, und auchblichenliebe, Daß an andres eine boffnung nur, Hoffnung treud und schmerz Antheil auf ein beßres leben: Wenn nehm und gern das übe, Was wir bier in diefer welt Redder liebe pflicht begebrt, Wie lich thun, was ihm gefällt. sie uns dein sohn erklärt. 4. Und wir sollten uns ent. 8. Laß uns, grofer menschenweyn? Lieblos uns einander freund, Alle dir recht ähnlich baffen? Und zu unsrer eignen werden; Daß wir hier mit dir pein Stolz und neid beherr- vereint, Nach vollbrachtem iden lassen? Wer fein freund tauf auf erden, Einft auch Des nächsten ist, Ist fürwahr ewig bep bir seyn, Deiner fein menfch, fein drist. lieb uns ganz zu freun. a 2 Ein 372 3weyte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. Dermir sein berz vertraut, Die Ein lámmlein geht. 577.Der er du die liebe fel- redlichkeit, auf die er baut, ber bist Und gern nicht treulos zu verfagen. die menschen fegnest; Jo selbst 5.Laß mich mit brüderlicher dem, der dein feind noch ist, buld Des nächsten fehler des Mit freundlichkeit begegneft. den, Durch fanftmurb, mit. D bilde meinen sinn nach dir, leid und geduld Zur bekrung Und laß mich doch, mein hei- ibn erwecken. Und fündiget land, bier, Wie du gewandelt, er gegen mich: So freue meis wandeln! Die können feine ne feele fich, Jbm willig zu ver driften seyn, Die sich nicht geben: So werd ich dich, berr andrer wohlfahrt freun, Undjesu chrift, Der du die liebe menfchenfreundlich bandeln. felbften bift, Aufs würdigste 2. Dein leben in der sterb- erbeben. lichkeit Warfür die menschen O gott du frommer gott. fegen; Dir folgten lieb und 578.ib mir, o gott, ein freundlichkeit Auf allen deiberi, Das jeden nen wegen. Wohin du gingft, menfben liebet; Bep seinem ging woblthun mit, Dein wobl fich freut; Bey seiner wort, dein werk und jeden noth betrübet: Ein herz, das Tchritt Begleitete erbarmen. eigennus Und neid und härte Du übernahmft die schwerste fliebt und sich um andrerglüf, pein, Uns vom verderben zu Wie um sein glük, bemübt. befrepn, Und farbst zum heil uns armen! 2. Seb ich den dürftigen: So laß mich liebreich etlen, 3. Auch ist noch auf der Von dem, was du mir gibst, himmel thron Bist du das heil Jbm willig mitzurbeiten; Der funder. Auch da bleibst nicht aus dem ettlen trieb, du, o gotted sohn, Ein freund Gros vor der welt zu feyn Und der menschenfinder. Du mich verebrt ju fehn, Nein, schafft den deinen wahre rub, menfchen zu erfreun. Und die verirrten fuchest du 3. Dis iep mir gottesdienst! Auf rechten weg zu leiten, Du Auch unbemerkt von ihnen, borst der seufzenden gebetünd Dem nebenmenichen gern brauchest deine majestät, Nur Mit rath und that zu dienen. fegen auszubreiten. Mich treibe nicht erst dank 30 4. D laß in meiner pilger milder wohithat an, Nein, fcbaft mich auf dein vorbild was ich andern thu, Das sey feben; Erfülle mich mit luft dir, gott, getban. und fraft Dem nächsten bey 4. Ein trunk, mit dem mein zustehen, Betrübter berzen dienst Dem dürftigen begeg troft zu seyn, Mich mit den net, Ein blik voll troft, mit fröhlichen zu freun, Mit wei- dem Mein herzbedrängte jeg nenden zu flagen, und dem, Inet; Ein ratb, mit dem mein mund 1. Chriftliche Menschenliebe. 373 mund Im fumer andre stärkt; gemüte, Durch deine grofNichts bleibt, so klein es ist, fe qute, mich fremden Von dir, herr, unbemerft. glüks zu freun, Und fern 5. Eilt, wo ein boshaft her von meinem berzen, Laß bep Unfrieden anzurichten: Soldes nächsten schmerzen, Doc laß mich forgiam seyn, Der alle schaden freude sepn. brüber zwift zuichlichten Aue 2. Wer sich des guten freusomahsucht störe nie Meinet. Was deine huld verleihet, mund des nächsten rub, Er Erfind es, wo ers find: Der ist rühme sein verdienst, Dek sei nach deinem bilde Barmberne fehler zu. sig, gütig, milde, Und men. 6. Die rach ist dein, o gott, ichenfreundschaftlich gesinnt. Du sprichst: ich will vergel 3. 3war wird mit hinderten; Drum laß mich stille seyn, niffen Mein geist oft kämpfen Wenn meniden auf mich müssen, Bey übung dieser fchelten, Gib, daß ich dem verpflicht: Denn scheints, daß jeib, Der mir zu schaden sucht; fremde gaben Für mich viel Den liebe, der mich haft, Den nachtheil baben; Alsdann gesegne, der mir fluct. fallen sie mir nicht. 7.Dochlaß mich nicht allein 4. Dann schöpft, versucht Aufzeitlich wohlergeben, Mit vom neide, Mein berz nicht eingeschränktem blik, Beylust und freude Aus andrer meinem nächsten sehen Noch woblergebn; Dann regen sich stårker muffe mich Sein ewig die triebe Der stolzen eigenglük erfreun; Noch mehr seintiebe, Des nächsten glük nicht seelenheil mir angelegen ieyn gern zu sehn. 8. Den, der im glauben 5. Doch da bilfft du mir wankt, zu leiten und zu står kämpfen, Die bose neigung ten; Den, der noch sicher ist, dámpfen, Die mich zum neid Bey seinen böfen werken, reißt hin; Wenn ich nur deiVon der verkehrten bahnDes nem triebe 3ur wahren nachlasters abzuziebn: Dazu ver- ftentiebe In meinem leben leib mir kraft; Und fegne mein folgfam bin. bemühn. 6. Gott, dein find ja die ga 9. D beilige du felbst, Herr ben, Die ich und andre haben, meiner feelen triebe, Durch Mitweisheit hältst du haus, deine lieb und furcht Zu wab. Und theileft unter allen, Nach rer menschenliebe. Wer nicht weisem wohlgefallen, Die gu den nächsten liebt, Geht nicht ter deines haufes aus. um himmel ein; Laß diese 7. Dich felbst, den aller warheit, gett, Mir stets vorhöften, Wenn ich beneid den augen seyn nachfen, Greift ja mein tabel In allen meinen thaten an. O welche schwere sünde! err, neige mein Wenn ich mich unterwinde, 2 a 3 Bu 579. 374 3wepte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. Bu tabeln, was dein rath] bepzustehn, Der im verborgs gethan. nen weinet; Nicht gütig 8. Jo fpur an meiner feele, forscht, obs ihm gebricht, Auch Das ich mich felbft nur quale; der liebt seinen nächsten nicht. Herrscht neid in meiner brust. 6. Wer niedre, wenn erfie Drum mach, o berr, dis laster beschirmt, Mit bårt und vors Mir immermehr verhaßter, wurf qualet, und ohne nachs Des nächsten glük sey meine sicht straft und stürmt, So luft. bald sein nächster feblet Wie bleibt bey folchem ungeftum Auf driftenmensch. 580. So jemand spricht: Des nächsten liebe wohl in ich liebe gott, ihm? Und hast doch seine brüder, 7. Wer für der armen heil Dertreibt mit gottes warbeit und zucht Mit rath und that fpott, Und handelt ganz dar nicht wachet, Dem übel nicht wider. Gott ist die lieb und zu webren fucht, Das oft sie will, daß ich Den nächsten dürftig machet; Nur forglos liebe, gleich wie mich. ihnen gaben giebt: Der hat 2. Wer dieser erden güter sie wenig noch geliebt. hat, Und sieht den nächsten 8. Wahr ist es, du vermagst leiden, und macht den hung- es nicht, Stets durch die that rigen nicht satt; Läßt nacken zu lieben. Toch bist du nur de nicht kleiden: Der über geneigt, die pflicht Getreu tritt die erste pflicht, und lich auszuüben, und wünschef liebt den gott der liebe nicht. Dir die fraft dazu, Und 3. Wer seines nächsten eh- forgst dafür: so liebest du. te schmäht Und gern sie schån- 9. Ermattet dieser trieb in Den boret, Froblokt, wenn dir: So such ihn zu beleben. fich fein feind vergeht, Und Denk oft: gott ist die lieb und nichts zum besten Fehret, mir hat er sein bild gegeben. verläumbern niemals wider- Das, was ich habe, ist nicht spricht: Der liebet seinen mein: Sollt ich, wie er, nicht nächsten nicht. gütig fein? 4. Wer, wenn er auch mit 10. Wir haben einen gott rath und schuz Den nächsten und berrn; Sind eines leibes unterstüzet, Doch nur aus glieder: Drum diene deinem stolz und eigennuz, Aus weich- nächsten gern: Denn wir find lichkeit ibm nuzet; Nicht alle brüder. Gott schuf die aus geborfam, nicht aus weit nicht blos fürmich, mein pflicht: Auch der liebt seinen nächster ist sein Find, wie id. Nachften nicht. 11. Sein beil ist unfer aller 5. Wer barret, bis ihn an- gut. Ich sollte brüder bassen, juflebn, Ein dürftger erst er Die gott durch seines sobnes scheinet, Nicht eilt dem arment blut So theurerkaufen lasſen? Daß 2. Gerechtigkeit und Burglens. Daß gott mich schuf und wahrer luft Der liebepflichten mich verfühnt, hab ich dis üben. Ein berz, das gern auf mehr als sie verdient. unrecht denkt, Gern schaden fucht und antre frånft: Wie fan das bruder lieben? 12. Du schenfft mir tåglich so viel schuld, Du herr von meinen tagen! Ich aber follte 4. Nie seufze jemand wider nicht geduld mit meinen brü mich. Mein ganzes beri bes Dern tragen? Dem nicht vertrebe sich, Dem nächsten gern seihn, dem du vergiebst? Undhu geben, Was er mit recht Den nicht lieben, den du liebst? verlangen fan, Und immer13. Was ich den menfcben fort mit jedermann In einigbier getban, Den fleinsten feit zu leben. auch von diesen, Das siehst du, 5. Laß mich beständig dahin mein erlöser, an, Als hårt'ich s febn, Mitjeglichem jo umjue direrwiesen. Und ich, ich sollt gehn, Wie ichs von ihm bes ein menfch noch seyn, Und die gebre; Damit ich Feines menin brüdern nicht erfreun? ichen herz Durch meine hår14 Ein streng und böcft te je mit fcbmers Und fümgeredt gericht Wird über den merniß beichwere. ergeben, Der liebret feinem 6. Hert, mit dem maaß, danächsten nicht In noth eilt mit ich bier Dem nächsten beyjusteben. Drum gib mir, meffe, wirst du mir Dereinst gott, durch deinen geist, Ein auch wieder meffen. Dißreize berz, das dich durch liebe preift mich; ur billigkeit: So werd ich auch zu feiner zeit Der liebe pflicht vergeffen.pi Erbalt und berr bey deinem mort. Komt her zu mir spricht. 581.Duliebt, o gott, ge 582, Gern fey mein leben jederzeit von aller rechtigkeit und ungerechtigkeit. Bie font id baffest den, der sie entweibt, gottes freund sonst iepu, Und Um nächster unredtubet. Da seiner gnade mich erfreun! bifts, der jedem feinen lobn, 2. Wer seines nächsten rechte Obn alles ansehn der perion, Fránkt, Auf feinen ichaden Nach seinen werken giebet. boshaft denkt, Verlezet des 2. Gerechtigkeit und Billigkeit. 2. Gerechter gott, laß dei gewissens pflicht, und ehrt nen geist zu dem, was recht den gott der liebe nicht. und billig beißt, Stets mei 3. Du schreibst in jedes bers, ne feele lenken! nie kom es o gott, Tief ein das beilige mir doch in den sinn, Ausgebot: Was bir misfällt, ichnider habsucht und gewin, wenn dirs geschicht, Das Des nåbsten recht zu kránken. thue du auch andern nicht. 3. Pflanz reblichkeit in meis 4. Wenn ich dis billige gefes ne brust Und laß mich stets mit Durch ungerechtigkeit verlez: 2 a 4 Vor 576 3wepte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. Berurtheil ich ja jelber mic, nem rubme laß michs weihn! Als übertreter wider dich Niemals laß mich mehr ver. 5. Dein wort, das fündern langen, 218 was ich von dir ftrafe drobt, Schärft mir daelemofanger. beilige gebot: Frey von un 2. Laß mich dankbar und zuredtem gut zu feyn, Mit noch frieden 3m genuß der guter viel gröfferm ernste ein. feyn, Die mit deine huld be. 6. Es depbet jedem beinen schieden, Auch an andrer glüf Auch, Der feinen náchften mich freun; Rie auf fremdes durch betrug, Durch diebe größresglufReidisch fehn mit rep an seinem gut Und sei- fcheelem blik, Nie, was du net babe schaden thut. mir gabft, verachten, Nie 7. Das hauß des diebes ist nach fremdem gute trachten. verflucht, Wird bier auch 3. Jedem laß mich willig fchon oft beimgefucht; Und geben, Was er recht ju fodern borttriftvollends dein gericht bar; Nicht den obern widers Den ungerechten bösewicht. streben, Denn sie sind an dei8. Darum, mein gott, bener ftatt; Geb ich gern mit wahre mich Vor allem un- frobem finn Schuldge steu't recht väterlich. Beging ics und gaben bin: So wird je, fo fep mirs leid, Und zum freudiges gewissen Mir die erfai mein berz bereit. berbste pflicht verfüssen. 9. Wer andern schaden einst 4. Dem, der mühsam für getban, Und irgend ihn er- mich schwizte, Der mit feinen flatten Fan, Doch deß sich fråften mir Und mit seiner weigert, findet nicht Bordir arbeit nüste, Dem gebührt erbarmen im gericht. mein lohn dafür. Halten, 10. Er fan nicht wahre buße was mein mund verspricht, thun, Dein fegen fan nicht Sep mir immer beilge pflicht; auf ihm ruhn, Eb er das bd Trug und ausflucht laß mich fe, bas er that, Nach mög- flieben, Keinem lohn und lichkeit erfejet bat. fold entziehen. 11. Gib, herr, daß ich es wol 5. Laß, wenn ich von an bedenk, Und nie durch unrecht bern borge, 3um erfaz mid andre frånk. Die babfucht, feyn bereit. Redlicfrit fep auch die armut nicht, Verlei meine forge, Mein bemühn te mich von meiner pflicht. gerechtigkeit. Voricub, den ein freund mir tout, Ist nicht mein, ist fremdes gut; Dank. und habe, Komt, bar will ich meinen brudern Fren dich sehr, o meine feele. 583.2lles, was ich bin o gott, aus deiner hand; Wie Bepstand, bulf und rath er. for anche gute gabe hast du wiedern. mfr berabgefandt! Vater 6. Eigenthum, das ich ent all mein glük ist dein; Dei- lwende, Würde fluch und rod mit 2. Gerechtigkeit und Billigkeit. 377 mir feyn. Aber balt ich meinel 4. Und fan ich auch das bbbände Von betrug und rau- fe felbft nicht bessern: Last be rein; Dann darf ich sie froh michs doch ebr verschweigen, empor Betend beben, gottes als vergrössern; Un statt es obr Wird des frommen flebn auszubreiten, es vermindern, erhören, Den verbrecen Und scaden bindern. nicht entebren. 5. Den größten fünder laß 7. hab ich mich durch andrer mich nicht verachten, Noch fcbáze und durch arglift reich immer ihn als bein gefchöpf gemacht, Laß mich, gott, daß betrachten, Nie, die mit mir ichs erfeze, Bald und eifrig von einem blur abstammen, feyn bedacht; Lieber arm und Lieblos verdammen. dürftig seyn, 218 mich mei 6. Aufrichtig laß mich scánes unrechts freun, Und naczen deine gaben, Die andre, bald durchträumten freuden berr, von dir empfangen baDes gewissens folter leiben ben; Es müsse nie mein berz 8. Hellger gott, ein fromes des nächsten freuden Bosleben Liebeft nnd belohnest du haft beneiden. 1007 Gib mir Fraft und laß mich streben, From und gut zu feyn wie bu! Daß mein leben 7. Bescheiden laß mich von mir selber denken, Durch stolz und hochmut feinen menschen ohne reu, Obne quat mein en frånken, Mit sanftmut selbst de sep; Daß mich, wenn ich dem lásterer begegnen Und einst erwache, Keine schuld feinde fegnen. verdammlich mache. 8. hab ich des nächsten ebre le beflecket; Und feine schwachs 584. Hilf, jefu, daß ich beit lieblos aufgedecket; meinen ich in liebe, Durch lieblos richten betrübten stunden Schmerzihn ja nicht betrübe, Jbn batte wunden: 9. So laß mich reuevoll und liebreich eilen, Die ihm geschlagne wunden bald zu nicht verläumbe, noch durc falfche ránke Sein wohlseyn frånke. 352 2. Gib, daß ich nachsichtsvoll heilen, Und der verläumdes nächsten feble, Wenne dung folgen zu zerstören, meine pflicht erlaubt, der welt Jbm recht gewähren. berbeble; Und wenn er fällt, 1o. laß alle fdb máhfucbr mich auf mich, wenn ich noch ste von berzen baffen! Zur felig be, mit vorsicht sebe. feit wird niemand zugelaf= 3.Hilf, daß ich kluqlid ibn zusen, Der bosbeit, neid und besſern trachte, und seiner fee- grausamkeit bier übet, Und lewohl mir theuer acte, Den falschbeit liebet. du haft selbst für sie in todes II. Laß mich, mein heiland, banden Biel ausgeftanden. immer mehr auf erben Un lieb 2 a 5 und 378 3weite Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. und gütigkeit dir ábnliches, Wiezügellos denn du Ihn werden. Gib kraft dazu, folin den seinen schmähst; Der schmek ich schon bienieden råber hört dir zu. Herr, deinen frieden. 6. Erzált die thránen, die, Geweint von feinen fromen, Mel. D gott du frommer gott. 585.Wenn du des nach Die du gekránket baft, Mit sten ehr Und achieufzen vor ibn kommen. Es tung fuchst zu schmälern; fomt, es fomt ein tag, Wo Selbst von nichts liebers gott einst vor gericht, Im spricht, is andrer menschen angesicht der welt, Auch dir feblern; Aus ebriucht oder dein urtheil fpricht. ftolz Berkleinerst ihren rubm 7. A wollst Du fünftig noch Und ihre schuld erhöbst: Wo Des nächsten ehr verlezen, bleibt dein christentbum? Nein, hast du ihr geschad't, 2. Wenn du aus argwohn Such sie ihm zu erlezen. Des nur Vom nächsten boses den nächsten guter nam Sep Feft, Wenn du durch falsch selbst dein eigner rubm, Und gerücht Ihm schadeft und süz und rette ihn Stets ibn frånkest; Wenn leicht als dein eigentum. finn, neid und baß Ibn vor 8. Olaß uns, gott der huld, Der west entèbrt! Bist du Mit diefer pflicht nicht icher. Denn ferner noch Des crisen: Und präge du vielmehr sten namens werth. In unser aller berzen Die 3. Wer, wenn er låstrer bört, groffe warbeit ein: Nur der Und unter spottern sißet, Aus fey deiner werth, Der seine fcheuer menfchenfurcht Nicht brüber liebt, und durch die andrer unschuld schüzet, Wer that sie ehrt. aus gefälligkeit Selbst ein verläumber ift, Und nichts zum besten Febrt: Ist dieser wohl ein chrift? 3. Sanftmuth und Ver föhnlichkeit. Herr ich habe misgebandelt. 4. O mensch, bedenke doch, 586.2llen, welche nicht Gott bort an jedem orte, Wo vergeben, Wirst du jugegen bift, Ein iedes bu, richter, nicht verzeibn; Deiner worte. Ach, er, der af les fiebt, Wie sollt er did nicht fehn, Wenn du dich frech erfühnst, Die unschuld felbft zu fchmåbn. Trostlos werden sie im leben, Erostlos einst im tobe feyn, Unentladen ihrer sünden, Nimmervordir gnade finden. 2. Wie dein herz mit iedem 5. Wenn du der frommen iúnderväterlichesmitleidbat; Jacht, Wenn du die tugend Wie der freund der menschen. fchåndeft, Dem würdigen dag finder Selbst für seine more lob, das er verdient, entwen der bat: So foll auch der best. Berläumder, gott weißlchrift verzeihen, und sich nicht - 3. Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 379 nicht der rache freuen.d 2. Laß mich meiues nächsten 3. Wir gelobens dir mitlichonen, Willig tragen seine freudens Billig wollen wir laft; Und so lang ich hier sollt verzeihn, Nie uns ráchen, wen wohnen, Bleibe zankiucht mir wir leiden; Nie zu dir um ra- verbast. Auch das ist, o gott, de schreyn. Vielmehr vor dein wille, Und bie eintracht dein antlig treten, und für liebest du, O so belf mir auch unsre feinde beten. dazu! Gib ein herz mir, das 4. Bater, stark und deine die stille Und den frieden sucht frommen, Treu zu bleiben die- und liebt; das, statt race, fer pflicht, Wenn wir in ver- fanftmuth übt. 5. Laß in unserm ganzen leben Uns Dir gleich gefinner feyn, Willig feinden zu ver geben: Dann, wenn ihnen wir verzeihn, Läsfest du uns gnade finden Auch für uns te eigne funden. fuchung fommen: So besiege 3. O wie wird das berz be fie uns nicht. Laß uns fanft. fchweret Durch des zornes lei muth dann empfinden, um sie denschaft. zan flucht, rachschnell zu überwinden. gier, baß perizeh ret Nach und nach des lebens fraft; Kürzt das ziel von unsern jabren, Macht zum bimel ungeschikt. Herr, der auf mich schwachen blift, Ach, du wolleft mich bewahren, Daß des jábzorns ras st ferey Nie des herzens meiter sev. 6. Wohl uns! gott verzeibt uns fündern, Geht nicht mit 4. Wer mir flucht, den will uns ins gericht, Rimt uns ich fegnen, So wie mein ers auf zu seinen kindern, Stra loser that Und der nachsichtsfet uns dann ewig nicht. Laßt voll begegnen, Der zum januns beten, laßt uns kämpfen, fen neigung bat. Für die feinRachsucht in uns stets judewill ich beren, Und für dich, dampfen. dufriedefürst, Wenn du mens Sollt ich meinem gott nicht. icben richten wirst In dem 587. Gott, der du die somuk der liebe treten. Gott menschen liebest, des friedens, stärke du Mich Der du nicht ein strenges mit deiner Fraft dazu! recht; Sondern lauter gnade 5. Ewig beil ist dem befchies tibest An dem fündlichen ge- den, Der nach frommer eine fohlecht: Laß mich deinen geist tracht strebt. Höchfter, gib beleben, Daß ich, vater, als mir deinen frieden Der zur Dein find, Liebreid fep, wie fanftmurb uns erhebt, Er redu, gesinn. Herr du woulst giere herz und sinnen; Denn Den finn mir geben, Der bey wenn er das berz regiert, fehlern nachficht zeigt, Und Wird, was zu der zwietracht mit fanftmuth spricht und führt, Niemals übermacht ges ichweigt. winnen; Bis einst in der herrlichkeit 380 3wepte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. lichkeit Ewger friede uns daß ich dann empfinde, Nicht erfreut. überwinde. Herzliebker Jefu was. 1 8 Verbeib mir das um dei588. Herr, beine fanftener fanftmuth willen: So erb muth ist nicht zuich auch im lande deiner stil. ermessen; wie viel bat duten Die feligkeit, wozu sich jes vergeben und vergessen! Achines leben Einst wird erheben. führe mir boch deine große Vorige Melodie. güite Recht zu gemüte! 589. Hett, mein erlöfer, 2. Du mitleidig, der du mich die dir flucten; Du beittest fittest, Und noch zur rechten felbft, die bid ju fangen such gottes für mich bitteft, Erwek ten; Du zeigtest stets, bep in mir, du muster wabrer lieDeiner feinde toben, Der be, Der fanftmutb triebe! fanftmuth proben. 2. Wenn bast du jemals 3. Ad glich ich dir, o bei baß mit daß vergolten? Du land, ich bekenne, Daß ich ichaltst nicht wieder, da man noch oft vom schnellen torn dich gefcholten. Du fegneteft entbrenne, Und mich vor Dir mit wohltbun nicht blos manchmal durch eigne radhe freunde; Auch deine feinde. Verwerflich mache. 3. Und ich, berr, jollte mich 4. Dir berzenskundiger, dir den deinen nennen? Und dow muß ichs Flagen, Wie wenig von rachgier gegen andre fan mein stolkes berz vertra brennen? Ich follte jemals gen! Wie schwer weiß ich, baß mit baß vergelten Und wenn andere mich baffen, wieder schelten? Mich recht zu fasſen! 4. Wie kan ich vater zu dem 5. Vergib mir, berr, Und böchften sagen? Und groll im wende mein verderben! Bey herzen gegen bruder tragen? wildem zorn läßt sich dein Wie kan ich zu ibm flebn, reich nicht erben. Und jener mir zu verzeihen, und rache tag vergilt nach strengem schreyen? rechte Dem harten knechte. 5. Wer nicht vergibt, der 6. So hilf mir denn die wird für seine fünden Aud rachbegier erstiken! Laß sich nicht bep dir, o herr, verges bein bild in meine feete drü- bung finden. Dein junger ist Ten: So werd ich mich ver- nur, der wie du vergiebet, föhnlich finden lassen, nicht und feinde liebet. wieder baffen. 6. So heilige denn meinet 7. Flucht mir mein feind: folfeelen triebe, Mein beiland, gib, baß ich ibn fegne; Und seis durch den geift der wahren nem grim mit freundlichkeit liebe; Daß nie die unglüf begegne, daß mich das böse, felge lust der rache Mich Istrafbar mache. 7. 3. Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 381 7. Wenn andre menfcbenjich denn wieder fchelten, sich an mir vergeben: So Da er nicht wieder schalt, lebre mich, ihr unrecht über Mit liebe nicht vergelten, feben. Und sollten sie mich Wie er dem feind vergalt? auch empfindlich frånken, 3. Verläumdung dulden An dich gedenken. mussen, Int fchwer, doch dies 8. Erweke denn, o herr in se pflicht Wird leicht, wenn meinem berzen Aufs neue das gewissen Für meine une das gedächtniß jener schmer fuld spricht. Diß will ich fen, Die du in deinen schwereu bewahren; So bessert ren leidensstunden Für mich mich mein feind, und lebrt empfunden. Ti mich flug verfahren, In 9. Laß mich mit fanftmuth dem ers bofe mepnt. meinem feind begegnen, Und 4. Ich will die fehler scheuen, so wie du, den, der mir flu- Die er von mir eríann. Auc chet, fegnen. Herr, mache die will ich bereuen, Die er gegen alle, die mich baffen, nicht wissen kan. Durch buld Mein herz gelasſen. will ich mich ráchen, Un 10. Will zu der rachsucht ihm das gute fehn, Und qumich die furcht verfübren, Als tes von ihm sprechen: Wie würd ich sonst mein ganzes font er fånger fchmåhn? glük verlieren: So jeig mir, 5. Jd will niemals ermi herr: Das sey mein glük auf den, Ibm tbåtig zu verzeihn erden, Dir ähnlich werden. Und, als ein chrift, sum fries 11. Denn du beglückest den, den, 3u diensten willig feyn. der christlich handelt, Und Wenn, mich zu untertreten, überall nach deinem vorbild Jbn güte mebr erhit: So wandelt: Drum laß in al- will ich für ibn beten, Und lem mich schon bier auf er gott vertraun; gott schuzt! den Dir ähnlich werden. Ach was soll ich fünder machen. It gott für mich so. 591. Sollten menfcben, 590. Nie will ich wieder meine brüder, fluchen, Wenn Mir, mein gott, nicht theuer mir mein baffer flucht; Nielseyn? Sollt ich sie nicht gern dem zu schaden fuchen, Der erfreun? Sind nicht alle mirzu schaden sucht. Ich will christen glieder Deffen, der ihm fanft begegnen, Nicht für alle starb, Allen gottes drohen, wenn er droht, Schilt huld erwarb? er, fo will ich fegnen. Das 2. Alle sind wir eines stamist des berrn gebot. mes, Gleich an dürftiger nas 2. Mein jesus, der gerechte, tur; Alen bilft ein opfer nur Vergalt dieschmach mit buld; Des unschuldgen gotteslamDie wuth ergrimter fnechte mes; Und diefelbe feligkeit Ertrug er mit geduld. Soul Ift für alle gleich bereit. 5. Gott 382 Swepte Abtheit. VI. Pflichten gegen den nächsten. 5. Gottes finder sollt ich chrift, durch eigne rache. Vers baffen? Lieblos, unbarmherzeiben ist des driften pflicht, zig seyn? Meinem feinde Vergelten, gottes fache. Die nicht verzeihn? Reine foul- fanftmutb, die sein wort geDen ibm ertaffen? Gott, beut, Liebt seinde, segnet nicht fürchten dein gericht? und verzeibt. Dein erbarmen achter nicht? 2. Wahrifts, empfindlich ist 4. Herr, der du für übelthäder schmerz, Von menschen ter um vergebung batff, die unrecht leiden, und dennoch last, Welche du getragen baft, soll des driften berz Am zor2Bar die last der übertreter! ne sich nicht weiden. Soll Doch warst du von rache fern, nicht fein eigner richter feyn. Duldeteft, vergabest gern. Soll alles unrecht gern ver 5.Wenn mein her; vom bangzeihn. der fünde hingeriffen dich ver 3.So widrig diefe pflicht dir kennt, Und zu baß und rad fcheint, So mußt du sie doc entbrennt: Hilf dann, daß üben; Sonst bist du nicht des ich überwinde Meinen baß beilands freund, Der sie dir und laß mich sehn In den vorgeschrieben. Emport dein tod für uns dich gebn. berz dawider sich: So fieb 6. Wie dir deine thránenfauf ihn, besiege dich. flossen, Als dein aug um mich 4. Wer bat wohl gröffern geweint; Wie du.groffer men widerspruch Von fündernbier fenfreund, Auch für micherduldet? Als er, der herr, Dein blut vergoffen, Wie du der ichmach und fluch Von an littsi, mich ju erfreun; Das dern nie verschuldet! Und den laß mir vor augen feyn. nod will er langmutsvoll, 7. Gib es mir so zu erkennen, Daß keiner ewig sterben foll.. Daß ich thu, wie du gerban. 5. Ihm folgen, ist dein Wernicht liebt, geht dich nicht wahrer rubm. Beleidigern an, Ift kein glied von dir zu verzeiben, Ift ebre für dein nennen. Ist dem gott der driftentum! Sic ibres falls lieb ein grául, Und verschberzt nicht freuen, Nicht den, der fein eignes beil. Didfcmåbt, wieder schmåbn, 8. Oso bilf mir, daß ich u Gereicht dir selbst zum wohlbe, Was dein wille mir ge- ergehn. beut, Nachsicht, fanftmuth, 6. Im zorn denkt niemand gütigkeit, Daß ich wie du ernstlich nach, Was gott ge liebest, liebe, Innig liebe, fallen sollte. Die rache selbst milde, treu, Sanft und leicht vermehrt die schmach, Die versöhnlich sey. man bestrafen wollte. Rein fchimpf wird ungeschehn ge 592. Berbittre dir dein macht, Wenn deine rach leben nicht, Ogier wild erwacht. Auf driftenmensch auf. 7. Die 4. Dienstfertigkeit, Barmbersiafeit und Leutfeligkeit. 383 7. Die rachgier reißt gerec- 3. Er denkt, die welt hat recht tigkeit, Reißt glauben aus Auf meinen dienft und kräfte, dem berzen, Stört des ge Jbr nügen, ist für mich Ein müts zufriedenheit Und ftraft feliges geschäfte. Als glie mit bittren schmerzen. Sie der schuf uns gott, 218 bindert dank, gebet, vertraun bürger einer welt, In der Und raubt den muth, auf des einen band Die hand gott zu baun. des andern bált. 8. Durch sanftmut( übe 4. So denft der menschennur die pflicht!) Wirst du den freund; Und das ist sein be feind besiegen. Draube dei- fireben, So treu als er sich ner feele nicht Dis göttliche lebt; 3um wohl der welt zu vergnügen. Dann wird der leben. Ihm wird des nächsten berr auch dir verzeihn, Dein beil Sein eignes bimelreich, vater und bergelter seyn. Er fühlet frembe noth A18 tráf ihn selbst der freich. 9. Laß mich aus liebe, gott, zu dir Das unrecht nicht felbft 5. Er eilt dem, ders bedarf, rachen. Du wirst, verzeibid gern, auch mir ein gnädig ur theil sprechen. Von dir komt auch der fanftmut sinn; Nach deiner gnade gib mir ihn. Mit bulfe beyzustehen. Sein ansebn.und fein freund, Sein stand, fein wohlergeben ,. Sind mittel, die er braucht, Bebülflich gern zu seyn, Und einen leidenden Mit trofte zu erfreun. 6. Was andrer nothdurft #beilot, Das reizet fetne tries be, Auch ohne rubmund lohn, D'gott du frommer gott. 593.ie felig lebt ein 3ur wabren menswentiebe. menich, Der Kein fol; noch eigennuz dienstbegierde kennetund an- Wirft seine gutigkeit. Er sieht dern wohlzutbun, 2us men auf feinen gott, der liebe fcbenliebe brennet! Der; wen ihm gebeut. 4. Dienstfertigkeit, Barm Serzigkeit und Leutfeligkeit. ihn auch kein eid 3um dienft 7. So laß mich auch ge der weit verbindt; Beruf finnt, Mein gott, durch chris und eid und amt Schon in ftum werden! Voll regen eisich selber findt. fers sey Mein leben hier auf 2. Dir, höchfter, abmt er erden, Sonuzlich als ich fan, nach, Im woblthun dir zu dem nächsten stets zu leyn; gleichen; Durch dienstbeflis Dann geb ich einst zu dir fenheit Sucht.er diß zu errei- Ins reich der liebe ein. den. Er bält für eignes wohl In allen meinen tbaten. Sich nicht allein gemacht, 594.Du aller menschen Er hält sich für die welt vater, Du güVon dir hervorgebracht. tigster berather In allem, was uns 384 3wepte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten, uns drüft! Die freuden, die Christen, das vergesſer nicht. wir baben, Sind einzig dei- Mitleidsvoll und willig eilen ne gaben; Du bists, der Armen beyzustehn, ist pflicht; unser berz erquift. Pflicht, die jesus selbst uns 2. Du láßt dich von uns füns lebret, Und die gott den höchdern Duro untank nicht ver- sten ebret. bindern, uns täglich zu er. 2. Speriet die, die hungrig freun; Zu ewgen feligkeiten leiden, und die durstigsind, die Uns sterbliche zu leiten, Wird Tränkt; Eitt, den nackenden immer dein vergnügen seyn. zu kleiden, Tröster die, die 3. Wie groß ist deine milde! fummer frånft, Schwache Barmherzaer vater, bilde fucbt au unterstüzen: UnterMein berz nach deinem sinn, drückte zu befchuzen. Daß ich der noth der armen 3. Nicht nurjenen, die um Mich willig mog erbarmen: liebe, Dieum bulfund rettung Nim alle barte von mir bin. flebn, Sucht, aus chriftlich 4. Gib, daß ich wilig gebe, edlem triebe, Nach vermogen Mich wobljutbun beltrebe, beyzustehn: Gonnt auch unSo wie mein beiland tbat, verboffte freuden Denen, die Der jártliche erbarmer, Den im stillen leiden. fein bedrängter armer Vergebens je um bulfe bat. 4. Denkt( wie möglich find die fälle!) Denkt, ihr füblet 5. Erbalt in mir die trie jenen somers; Denkt, ihr be Der mitleidsvollen liebe wär't an jener felle; Wie Wie du mir guts getban: dann euer leidend herz Sid So laß um deinetwillen Mich von andern wünscht erbars andrer seufzer stillen, Somen: So thut ihr auch an oft ich fie nur ftillen fan. Dern armen. 6. 3um fleiß in guren wer- 5. Und diß sich nicht an als fen, Laß mich die boffnung burde, nicht als last, beglüf fårken: Vor dir, dem berrn ter drift, Hobeit ist es, es ist der welt, Der frobe geber wurde Wenn mann mild und liebet, Sey, was man willig bülfreich ist. Welch ein ruhm giebet, Ein opfer, das dir für dich erlöften, Arme brus wobl gefällt. der jesu trösten! 7. D wohl mir ich gewinne 6. Und was schaffts für Schon bier bey diesem sinne sanfte freuden Der verlaßnen troft und zufriedenbeit! Und belfer sepn! Sebn, wie sie in einst vor gotres throne, 3um unfcházbaren lohne, Die freu den einer ewigkeit! Herr ich habe mißgehandelt. 595, Wohlutbun ibrem leiden Sich durch uns gestärkt erfreun. Ein betrüb tes berz erquicken, Bringet bimmlisches entzucken. und 7. Heil und glük auf unfern wegen, Ruhe und zufrieden. beit, mitzutheilen 4. Dienftfertigkeit, Barmherzigkeit u. Leutfeligkeit. 385 heit, Huld bey menschen, got- luns nie Fübllos seyn, wo tes fegen, Folgt bier auf barm- brüber weinen, Unfer mitleid berzigkeit; Und dereinst zum tröfte sie, Daß, wenn wir zu gnadenlohne Schenkt ihr gott dir uns naben, Wir auch des himmels frone. troft und bülf empfahen.- Wer nur den lieben gott. 8.D so laßt uns unsre ga ben Gern bier in der zeit aus 597.Nicht mürrisc, finstreun! Was wir bier gefået fter, ungesellig baben, Erndten wir eins Ift, wer ein chrift zu feyn sich reichlich ein. Send barmber- treut; Ift obne schmeichelep giq! liebt die armen! Dann gefällig, Vereinigt ernst und wird gott sich eu'r erbarmen freundlichkeit Ift traurig, In voriger Melodie. mit den traurigen, Und fró596.Sevd barmherziglich mit den frölichen. menschen, böret, 2. Es liegt in feinem feiner. hört das heilige gebot, Das blicke, 218 wie in einem binuns jesus christus lebret: terbalt, Auflauernd schadenSend barmherzig, fepds wie frobe tücke; Und baß in lågott; Gebt, so wird auch euch chelnder gestalt. Sein blif, gegeben, was euch noth ift fein blik der beucheley, It beil und leben. liebreich, offen, gut und frey. 2. So viel menschen, so viel 3. Sein antlig, beiter wie brüder. Denn ein gott ists, der morgen, Bird trüb und der uns schuf. Wir sind alle feine freud entflieht: Wen es drifti glieder. Allgemein ist bekümerniß und sorgen In feis gottes ruf. Seine sonne tåßt nes bruders auge siebt, Und er scheinen Auch den bösen, ftralt in neuer beiterkeit Wen wie den feinen. ein getröfteter fich freut. 3. Gleicht dem vater im er 4. Bescheiden, fittiam, ehrbarmen, Seyd barmberzia, erbietig Ift, wer ein junger fends wie er! Gebt den dürf- jefu ift: Nie sclavisch, auch tigen und armen, Was ihr nie übermutig: Wenn er vor gebt, empfängt der herr. Helft andern glüflich ist. Er ift, und eilt auch ungefeben, weil er, wie jefus liebt, In Euren brüdern beyzusteben. allem, was erfreut, geübt. 4. Hülfreich zu bedrängten 5. Er schleicht, für from ers eilen, Sie befchuzen und er- flärt zu werden, Nicht traufreun; Kumerlindern, wunrig, beuchlern gleich, einber; den beilen, Wohithun, trd Doch fündereizende geberden ften und verzeihn. Und diß Haßt, wie fein gott fie baßt, obne stolz verrichten, Das auch er; In feinem blif auch find jedes christen pflichten. feusch und rein, Stets frö. 5. Herr, wir geben von dem lich, obne frech zu feyn! deinen, Was wir geben, laß 6. Durch liebliches gespräch B b er 386 3mente Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. erheitert Er auch des blöden Leeren schwazern gleich zu seyn angesicht, und jedes berz fühlt Heuchelnd brüder zu betrügen sich erweitert und freuden Herr, das falle mir nicht ein. voller, wann er spricht. Denn Warbeit leit an allen orten was er sagt und was er thut Mich in werken und in worIt woblgemeynt, ist wahr ten. Redlich sey des berzens und gut. grund! Redlich sprech auch 7. Er muß gefallen, er ge- stets der mund! biete, Er warn, er straf auch; 3. Die der falschbeit sind er gebeut, Er warnt, er ftraft ergeben, Sind vordir, o gott, aus lieb und gute, Mit ernstein gráut, Und ein unglüfund doch mit freundlichkeit, felig leben Ist gewiß ihr küns Und trösteter, wie leicht vertig theil hier schon trifft ver gift Sein nächster, was sein diente schande Sie bey redfummer ift. lichen im lande, Denn ein jes 8. Nicht rauh, noch bart, der menschenfreund Ist der noch menschenfeindlich, Nein, falfcheit rånke feind. eifrich jeden zu erfreun, Unb 4. Småbt mich, obne fanft und anmuthsvoll und mein verschulden, Der verfreundlid Soll jeder junacráumberlaftermund: O so laß jesu lepn. Ach waren wirs! michs still erdulden, Einst ach glichen wir, O vorbild wird doch die warheit fund. wahrer liebe, dir! Darf ich ja nicht langer 9. In allen worten und ge- idweigen, Meine unschuld berden, In allen thaten laß, ou bezeugen: So verletbe, herr, Uns aller menschen freu: daß dabey Herz und mund de werden, Dir, heiland, im voll fanftmut sey. mer ähnlicher: So werden 5. Daß du, berr, an jedem wir uns ewig freun, Undorte 3euge meines wandels gottes wahre finder seyn. bift, Daß kein eing'ges meiner 5. Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Alle menschen müssen sterben. worte Deinem obr verborgen ift, Dißerwecke mein gemüte, Das ich mich vor lügen bü 598 Laß mich, böchster, te, Denn du liebst den mar darnach streben, beitsfreund, Und bist allen Stets der warheit freund zufalichen feind. seyn, Zu des himmels froBefiehl du deine wege. hem leben Gehr fein frecher 599 obl dem, der rich lugner ein, Und vor deinem tig wandelt, Der angefichte. Verden sie be- als ein warheitsfreund In fchämt zu nichte, Denn vor wort- und werken handelt, dir sind immerdar Aller ber. Und das ist, was er scheint; zen offenbar.. Der recht und- treue tiebet, 2. Andern zu gefallen lügen und von dem sinn der welt, Die 387 5. Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Die trug und falichheit u- lingt; Wenn er mit böfen tü bet, Sich unbefleft erhält! den In tümernis mich bringt 2. Wohl dem der lügen bas So stárke meine feele, Daß fet, und der, so oft er spricht, fie nicht unterlieg, Und alSo seine reden faffet, Daß er les dir befehle, Du gibst der die warheit nicht mit vor unschuld sieg. bedacht verlezet, Und der an 8. Ein herz voll treu und jedem ort Sich diß vor augen glauben, Daß, gott, dein anfejet: Gott merkt auf jedee wort. ge scheut, Daß soll mir nies mand rauben; So fan mit 3 Wohl ihm, wenn fein ge freudigkeit Ich hier zu die müte, Gott, fo die warheit auffeben, und dort vergittst übt, Ibn leitet deine gute, Er du mir, Wenn falsche nicht bewird von dir geliebt; Du wirfi feben, Mit wonn und preis ihn einst erboben, Wenn in dafür. der warheit licht Beichám Sep lob und ehr dem. die falschen stehen, Geldref 600. Die junge, die vers durch dein gericht. nehmlich spricht, 4. Herr, drücke diese fache hat dir dein gott gegeben. Mir tiefins berze ein, Daß Welch ein geschenf, mißbrauch ichs zur pflicht mir mache Derjes nicht! Sie bringet tod und lügen feind zu feyn. Erinnre leben. Man fluchet und man mein gewiffen: Du baffest lobt damit, Ach gott, erhoheucheley, Damit ich stets be- re meine bitt, Daß ich sie fliffen Der treu und war recht gebrauche. beir sey. 2. Laß doch in meines her5. Laß niemals mich verfprezens- grund, Gott, deine furcht den Was ich nicht batten Fan, fets wobnen, Gewissenhaft Auch nie zusagen brechen, Die wird denn mein mund Der ich einmal getban; Nie mich warbeit rechte schonen. Und den flot verteiten, Und nie wohl dem, der von schmeis des bepipiels macht 218 war beley, Lift, låfterfucht, ver». beit auszubreiten, Was ich fellung frey, Nicht mit den doch selbst erdacht. lippen fündigt. 6. Doch laß zu allen zetten 3. Auf deinen ruhm und Auch deiner warbeit licht, andrer wohl Soll ftets mein Herr, meine feele leiten. Da tbun sich lenken. Laß dann mit ich meine pflicht mit flug- aud, wenn ich reden soll, beit üb und wise, Wenn ich mich die mit ernft bedenfür andrer wohl, Und fürfen. Dein lob, des nächsten mich reden müsſe, Und wenn glimpf und nuz, Der tugend ich schweigen soll. rubm, der unschuld ichuz Be7. Wenn jemals mich zu schaftge meine junge. drücken Des feindes rath ge- l Bb 2 4. Schand 388 3wepte Abtheil. VI. Pflichten gegen den nächsten. 4.Schandbare worte, frecher in jederman, Wår er auch scherz, Unbeilge fpottereien nur ein drift. Doch ganz unVerrathen ein verderbtes berz scházbar ist er dann, Ift er Einst muß man sie bereuen. auch wahrer christ. Drum schaff in mir durcb 3. 1s warheits- und als deinen geist, Daß dich viel- tugendfreund Befizet er mein mebr die junge preist Und berz. Ich theil mit ihm, ders Deinen namen heiligt. redlich mepnt, Mein glük 5. Was züchtig, feufch und und meinen schmerz. ebrbarift, Was wohl und liebs 4. Ich schmek des lebens fich flinget, Das redet überfüßigkeit In doppelt starfer all der chrift, Spricht, wenn fraft, Wenn mich daß eble es nuzen bringet. Und fcheut glük erfreut, Das so ein den zorn der menschen nicht; freund verschafft. Doch schweigen wird als 5. Manch leid umwolket mein bald ihm pflicht, Wenn es gemüt, Jch flag es meinem die liebe fodert. freund, Fühl, daß schon halb 6. Web aber dem verwegnen oer fummer flieht, Wenn er mund, Der fluch und schwur nur mit mir meint. nicht scheuet, Wie wird des 6. Oft findert mir sein qu berzens leichtfinn fund Und ter rath Des leidens berben oft zu spät bereuet! Ach flu- lichmerz Oft bilft er mir cben bringet fluch und noth, auch mit der that Und frob Und, wenn nicht buffe folgt danft ihm mein berz Den tod: Laß mich bis stets 7. Frepmütig, obne bittere bedenken. feit Straft er mich, wenn 7. Auch lügen schåndet, i febt, und eigne unvollbringt nur müb, Ist eine fommenbeit hält er vor mir frucht der bölle. Lebr mich sie nicht beht. bassen, daß ich nie Michlüg 8. Manch wort zu unfers nern zugeselle. Die warheit gottes rubm Theil ich mit bringet lob und rubm Und ihm vertraut. Und werd in ziert das ganze christentum, meinem driftentum Oft sehr Darnach laß mich stets stre- durch ihn erbaut. ben. 6. Freundschaft. Mein gott das herzlich. 9. Ich freue mich mit ihm der zeit, Da uns in jener welt, Verklärt zum qlük der. 601. Das glur ift groß, ewigkeit, Nichts mehr an gott mir wohlfeyn fehlt. schenkt, In einem wahren 10. Da wir vor gottes thron freund, Der als ein christvereint, Von allen mangeln rechtschaffen denkt, Und treu rein, Ihn fehn, den alleres mit mir meynt. höchften freund; Mit ihm 2. Man scházt den freund uns ewig freun. 11. O 6. Freundschaft. VII. Glüffeligkeit wahrer Chriften. 389 II. gott, mein gott, limmerdar, Vor irrthum, wie dank ich dir, Wenn so schaden und gefahr An leib ein freund mich scházt! Jcb und feele warne. Es ist das heil uns.. 602.eld gluk, o gott, ift freundschaft bier In diesem pilgerleben! bitte dich, erhalte mir Diß 5. Doch laß mein herz vorglük stets unverlegt. fichtig seyn, Mit wem es freundschaft machet. Kein fpotter der religion, Der über tugend lachet; Kein wol( üftling, fein stolzes beri, Wer Sie kan im unglük und im fühllos ist bey andrer schmerz gluf Uns troft und freuden geben. Sie ist der tugend 6. Ein menich, vom laster starkes band, Es führet ib angefteft, Wird mich auch re fromme band Uns ab leicht ansteken: Laß mich ihn vom fündenwege. fliebn als eine pest, Mich Seyniemalsmein vertrauter. 2. O jefu, befter menschen- nicht durch ihn befleken. Und freund, Der du uns fünder wie fan der, der ohne scheu liebtest, Nur das, was groß Stets gott verleugnet, menund edel heist, Uns bierzum schen treu Und redlich seyn bepspiel übtest: So göttlich und bleiben? liebreich für uns starbft, 7.Doch bab ich einen wahren Selbst gottes freundschaft freund Von dir, o gott, erhaluns erwarbst Uns ewig juten: So laß denn auch mein beglücken. warmes beriNie gegen ihn er3. Schenk mir auch einen falten. Laß mich verschwiegeu fromen freund,( Nur du kanst redlich fepn, Reid, falfchbeit, ibn mir geben,) Der edel und argwohn, schmeicheleyn Und rechtschaffen denkt, Der mir eigennus ftets flieben. in meinem leben Ein reizend 8. Gott, pråge du der liebe tugendmuster sey, Und ber finnSo freunden ein als feinmir standbaft und getreu Imden. Auch die, die meine feinglük und unglük stehe. de sind, Die mache mir zu 4. Der meine unvollfom- freunden. Bild unser herz menbeit mit fanfter schonung zur einigkeit! Lehr uns, trage, Mir febler obne bit- daß jene seligkeit Sey wahre terfeit, Nur mich zu beffern, lieb und freundschaft. fage; Der mich vor sünden VII. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. Mel. Wie foon leuchtet der. Selbst unter viel beschwerden; Rie groß ist unire Benn unser berz sich dir, erfeligkeit, O gott, gibt, Und treu in jefu dienft ichon in der prüfungszeit, sich übt! Wie groß wire fie 36 3 einft 390 3weyte Abtheilung. einst werden! Wenn sich In der seelen, Dich zu wah Herrlich Jenes leben Wird len Und das leben Ganz zu anheben, Wo man freudenjesu dienst zu geben. Erndet von der faat Der Wer nur den lieben gott. leiden. 604.Gott, deine gnad ist 2. O wie erhaben ist das unfer leben, Sie recht, Das du uns giebest, schafft uns heil und feetenrub. Dein geschlecht Und freunde Dein ists, die fünden zu verhier zu heissen! Bey dir ist geben, und willig ist dein unser vaterland, Und wer berz dazu. Du nimft die fün will deiner starken hand, der gnädig an, Die sich voll Allmächtger uns entreiffen? reue zu dir nahn. Wenn wir Gleich bier Müf- 2. Uns, uns verlorne, zu er fen streiten und zu zeiten retten, Gabs du für uns Schwach uns finden; Hilfa felbst deinen sohn. Er litt, du uns doch überwinden! damit wir friede båtten, Jür 3. Dudeckest unfre fulden uns den tod, der fünde lohn, zu, Schenfft unfrer seelen O gott, wie hast du uns wahre rub Und stärkest uns geliebt! Welch ein erbarmen mit freuden. Dein fohn ist un ausgeübt! ser haupt und ruhm; Wir fein 3. Dank, ewig dank sev erfauftes eigentum Und scha- deiner treue, Die niemand fe feiner weide. Gutes Mu- gnug erheben kann! Nun thes Sind auf erden In benimst du jede wabre reue schwerden Unfre feelen; Herr, Um chrifti roillen gnädig an. was fan ben Dir uns fehlen? Wohl dem, der sich zu dir 4. Es bleibet zwar der hobe bekehrt, und glaubig feinen werth Der gnade, die uns mittler ehrt! wiederfährt, Verborgen bier 4. Den, herr, befreyst du auf erden: Doch wann der von den plagen, Die dem ge einst vor aller welt, Er, unfer wiffen furchtbar sind; Der kan haupt, gerichtstag bålt, Dan getroft und freudig fagen: wird er sichtbar werden. Als Gott ist für mich, ich bin fein Dann Sieht man Ibn mit fro- find; Hier ist der, welcher für nen Uns belohnen Und mit mich litt ,, Und mich noch jest ehren Für die feinen uns er bey gott vertritt. Flären. 5. O herr, wie felig ist die 5. Wie glüffich gott, find feele, Die so sich deiner gna. wir alsdan! Wieviel hast du de freut! Ob auch groß ir an uns gethan! Olaß uns unsdisch gut ihr fehle., Fehlt ihr rewürde Vor augen haben jedoch nicht zufriedenheit. Derzeit! So tragen wir mit Gott! deine buld i weit willigkeit Der kurzen leiden mehr werth, Als alles, was bürde. Herr, gib Den triebloie welt gewährt. 6. Dein VII. Glückseligkeit wahrer Christen. 391 6. Dein friebe ståtft mit fro- gethlecht Zur felgen ewigkeit bem muthe Das berz auch in ein recht, Durch deinen tod der größten noth; Gibt hoff erworben! Nun wird mein nung zu dem ewgen gute, leib zwar afch'und staub, Doch Undmacht getroftfelbst in dem nicht des todes ewger raub, tod. Wer diesen frieden hat, Du bist für mich gestorben. genießt Luft, die des him Mir, der ich dein erlöster bin, mels anfang ist. Jßt, daß ich sterbe, nun gewin. 7. Laß, vater, dann in die 3. Ich bin erlöst, und bin fem frieden Auch meine feeleleindrift, Mein ber; ift rubig freudig rubn. Auch mir hat und vergist Die schmerjen die du diß glük beschieden. Denn, ies lebens. J dulde, was auch für mich genug zu thun, ich dulden soll, und bin des Ward sterbend der am Freu; boben troftes voll: Ich lei ein fluch, Der aller men de nicht vergebens. Gott felschen fünden trug. ber mist mein theil mir zur 8. O laß mich dißim glauben Hier kurzen schmerz, dort faffen, und mich mit starker ewge rub. zuversicht Auf deine vatertreu 4. Was fend ihr leiden verlaffen; Wenn alles wanft, dieser zeit, Mir, der ich jes wankt sie doch nicht. Wohl ner herrlichkeit Mit rub ent Dem, der sich auf dich verläßt, gegen schaue? Bald ruft mich Sein heil steht unbeweglich gott und ewiglich Belohnet Dest! und erquift er mich, Beif Dewigkeit du donnerwert. 9. Lobsingend will ich dich ich ihm bier vertraue. Bald erheben, Mich ewig deiner balb verschwindet aller gnade freun, und deinem schmerz! Und himmelsfreuDienst mein ganzes Leben In den schmeft wein herz! findlichem geborfam weibn; 5. Bin ich gleich schwach, Denn du vergabft mir meine fo trag ich doch nicht mehr fchuld. Nie, nie vergeß ich der fünde fchåndlig jod In diefe buld! meinem lauf auf erden. Die tugend ist mir füffe pflicht; 605.Mein glaub ist mei- Und wenn ich gleich bienteden nes lebens rub, nicht Ganz frey von feblern Und führt mich deinem himel werde: So ist mein troft: zu, D du, an den ich glaube! gott bat geduld, Und straft A gib mir, berr, beständig nicht meiner schwachbeit keit, Daß diefen troft der schuld. ferblichkeit nichts meiner fe 6. Der du den tod für le raube. Tief prág es mei mich bezwangst, Du hast mich nem herzen ein: Welch gtüt mittler aus der angst, Die es fey ein chrift zu feyn! ich verdient, geriffen. Dir, 2. Du bast dem sterblichen die verdank ich meine rub, 23 6 4 Du 392 3weyte Abtheilung. Du beileft meine wunden zul Der wandrer fegnet ibn. Du ftillest mein gewissen; 5. Das ist der fromme! Und fall ich noch in mei vas er macht, Gerath ibm nem lauf: So richteft du ind gedeiht: Staub ist der mich wieder auf. under, der sein fact, Spreu, sie der wind zerstreut. 7. Gelobt fey gott! ich bin ein chrift, Und feine gnad und 6. Der, der sich gegen wahrheit ist an mir auch nicht ott emport, Besteht nicht vergebens. Ich wachs in m gericht. In der gemeimeiner beiligung, Jo spürene, die gott ebrt, Bleibt der täglich befferung Des herzens verbrecher nicht. und des lebens. Ich fühle 7. Dir, böchfter, dir gedurch des geistes kraft Mich, fällt die bahn, Die der geherr, getroft und tugendhaft. rechte geht, Im jorn icbauft 8. Dank dir, o bater, dank du den fünder an; Des sünund rubm! Du lehrtest mich ders weg vergebt. das driftentum Vest glauben, In vorizer Melodie. redlich üben. Es macht mich 607.ab ich ein gut ges ruhig und erfreut Führt mich wiffen nur, Wohl zur wahren feligkeit: Wie mir! was fürcht ich dann? foll ich es nicht üben? Erhal. Nichts schrecklichs, zagte jes te ftets mein herz dabey, So dermann, Ift mehr in der preiß ich ewig deine treu. natur. Nun sich der tag geendet. 2. Diß sey mein ruhm, diß 606.20bl, wohl dem fey mein theil! Troz dem, menschen, der der mir es raubt: Ein reis dem rath Der frevler sich nes herz, das tbatig glaubt! entziebt; Dem menschen, der Sodann ist gott mein beil. Den frummen pfad der über- 3. Welch ein erhabener getreter fliebt! winn, Wenn meine fünde 2. Der, wo der gottheit icbweigt, Wenn gottes geist fpotter lacht, Sich from und selbst in mir zeugt, Daß ic weit entfernt; Sich gottes ibm åbnlich bin! recht zur freude macht Und 4. Und dieses glüf, und diese tag und nacht es lernt. rub, Den seligen gewinn Gáb 3. Er grünet, wie am bach ich für luft der fünde hin? ein baum von feinem fegen Das laffe gott nicht zu! schwillt, Sich hebt und ei. 5, Jch stürzte mich in jene 5. nen weiten raum Mit jei pein, Der fünde fluch mit mir nem wipfel füllt. Umberzutragen, und von ihr 4. Er trägt, wenn seine Stets angeklagt zu seyn! zeit komt, frucht, Stets un 6.Laß es der pflichten schwers entlaubt und grün; Er trofte seyn, Daß du dich selbst be ftet den, der schatten sucht, kriegst. O welche luft wird, wenn 393 VII. Glückfeligkeit wahrer Christen wenn du siegst, Dich nach wissen sagt: Daß nichts, was dem fampf erfreun. ihn bey gott verklagt, Ver7. Welch hohe freude! In damlichs an ihm ist man sich Mit warbeit felbst bewust: Jd brannte zwar von böser luft; Mit gott be fuit ich mich. 16. Best steht der fromme, wenn die welt Und erd und bimmel bricht, Stebt felfenvest und zaget nicht; Gott ist es, der ihn hält. Sep lob und ehr dem. 8. Und o welch schreckliches gericht! muß ich mir felbst gestebn: Dem falle font 608. welch ein unfcház ich zwar bares gut Ift entgehn, und ich entging ihm nicht. 9. Ein reines berz nur fan im glüf Den werth des glufé erböhn; Diß, diß ver füßt im woblergehn Den froben augenblif. doch ein gut gewissen! Hab ich nur das, so hab ich muth, Wenn andre zagen müssen. Dann zittert meine seele nicht mich schrekt fein tob und fein gericht, Dann hab ich gott um freunde! 2. Bin ich mir dessen, gott, bewust, lind steh bey dir in gnaden: So wobner rub in meiner brust, Und wer will 11. Ein ebles berz nur gibt mir dann icbaden? Ich seb bir muth, Die guter zu ver- auf dich in aller noth, Woichmahn, Worauf die nie- mit die zukunft mich bedroht; Dern seelen fehn, Diß herz, Mich tröstet deine liebe. das beste gut. 3. Trift mich auch hier zu12. Erduldet bier der from- weilen noch Das gift der låme sport; Oder ist ruhm für fterungen; Wird meines hers ihn. Das gute thun, das zens rube doch Dadurch nicht böfe fliebn, Schafft rubm, ganz bezwungen. Weiß sich den ruhm bey gott. nur mein gewissen rein Und 13. 3u gott in seinem ber- flieb ich auch den böfen schein, jen rein hinauf gen himmet 2Birst du mich schon befchuzen. schaun, Und sagen: du bist 4. Jd febe mit zufriedens mein vertraun! Welch glük beit Der fünftgen welt entkan gröser feyn? gegen. Sie gibt mir muth und 14. Sieb, alles um dich freudigkeit Auf allen meinen her entweicht, Bald komt wegen. Den dort macht selbst, Die lezte nacht, und nur ein o berr, dein mund Den hohen gut gewissen macht Den tod werth des christen fund, Da felbst füß und leicht! wird der fromme siegen. 10. Was ist, das deinerlei den schmerz In deinem schmers je stillt, Ja dich mit freude gar erfüllt? Ein gottgelaß nes herz. 15. Wohl dem, der die le rub genießt, Dem sein ge 5. So bilf denn, daß ich mir zum heit Ein unverlegt gewife Bb 5 sen, 394 3weyte Abtheilung. fen, Des lebens allerbestes gott mit willen Beleidigen, theil zu haben, fey befliffen der mir vergiebt? Der mir geMit dir, gott, ausgeföhntju seyn, Dein heilig recht nicht zu entweihn, Das sey mein grófter eifer. ote zu erfüllen, Gegeben bat, weil er mich liebt. Der die erfüllung meiner pflichten, Aus lauter qüte mir vergilt? 6. Des richtigen gewisene lnd der, anstatt mich streng fpruch Laß mich stets folgíam iu richten, mein ber mit ebren, und immer aufmerftrost und freud erfüllt? sam genug auf feinewarnung 4. Sein dienft ist glüf für hören. Erinnerts mich an meine feele, Geborsam meine meine fchuld: Go laß mico, feligkeit! Wie findlich wein vater, deine huld Voll reu ich, wenn ich feble, Vor ihm und glauben suchen. dem bater, der verzeiht! Ich 7. Mit deiner gnade tröfte fübi die schwere meiner fünmich, Und ftárfe meine feele, den, Die weder menfch noch Daß sie vor fünden hüte sich, engel büßt. Wie freudig fan Und nie aus vorfaz fehle ichs dann empfinden, Daß Denn wer nur reines berzené driftus mein erlöser ist. ist, har immer dich durch jefum christ, Algütiger, zum troste. Dsúsfer stand o felig leben. 5. Den großen tröstenden gedanken Gebich für alle welten nicht. Wahr bleibt er, wenn auch' berge wanken, 609.9ie machtig spricht Beft steht er, wenn die welt in meiner feele, auch bricht. Es mogen fünHerr, deine stime voller buld! Digen und zittern. Die fin Duschonest meiner, wenn ich der des verderbens sind! fehle; Zornst nicht, bast våter, Gost! wird der erde grund lich geduld; Schikt deinen erschüttern: So beb ich nicht, geist, mich zu regieren, ich bin dein find! Spridst meinem berjen Nun danfet alle gott. freundlich zu, Wirst niemals 610.Ber gottes wege múde, mich zu führen, Und geht, Nur der forgft für meine wahre rub. hat wahren frieden. Wie 2. Erbarmer deiner freatu berrlich ist sein glük Jbm ren, Liebreicher berr der gan felbst von gott befwieden! zen welt! Die deiner gute rei Boll glaubens widersteht Er de spuren In jedem fonnen- jeder böjen lust; In feiner staub enthält Zu groß sind sie, tugend sich Froh vor dem daß ich ermeffen Die wunder berrn bewust. Deiner liebe fan. Nie will ich undankbar vergessen, Was bu zu meinem heil gethan! 3. Sollt ich nun doch denl 2. Er merkt auf feinen gang, Geht ihn mit vestem muthei Wird in der schwachheitstark, Liebt I. Morgenlieder. 395 Liebtimermehr das gute. Ihn wird er in noth erfreun; Gut, macher gottes geist Durch wie sein gott, gefinnt, Und sein wort tugendhaft; Und milde wird er fepu. er nimt immer zu An fentniß und an fraft. 6. Er frånft den nächsten nie, Schust feinen ruhm, 3. Gott bat er allezeit Vor fein leben. Er trägt ibn augen und im berzen, Wacht mit geduld, Ift willig zu verüber sich und fcheut Sich für geben. Und übereilt ihn auch der fünde schmerzen. Er ei Der jorn, so fast er sich, let, wenn er fällt, Den fall Und denfet bald: wie oft gleich zu bereun; Subtgnad Versconet gott auch mich. und strebt noch mehr Der 7. Er fuchet jedes bera Im tugend treu zu feyn. guten zu bestärken; Und je4. Getreu in feinem stand, den reizet er zu allen guten Genießtergottes gaben, Ver- werken: Mit allen fuchet er gnügt, wenn andre gleich Ein herz und sinn zu seyn, Mit Mehr glükund ansehn haben ihnen eines herrn Und heils Mit dem, was gott ihm gibt, sich einst zu freun. Zufrieden, frey von neid, 8. Das heil der ewigkeit, Von habsucht und von geiz, Das hier der frome fomeket, Von stolz und eitelkeit. Erhält ihn so getrost, Daß ibn 5. Schenkt gottes band fein unfall schreket: Es ihm viel: So wird er vielen schafft ihm froben muth, nüzen. Des freundes glüf Und stiller feinen schmerz, Im erhöhn, Bertaßne tugend tode felbst frohloft Sein fchuzen. Auch feibst beleidiger gott ergebnes herz. Dritte Abtheilung. I. Lieder für besondere Zeiten. 1. Morgenlieder. Aus meines bergens grunde. fchlummer Des lebens licht verliftht, Und daß mich, frep 611.2mádriger, ich bevon fummer, Ein fanfter be Mein aug em- fcblaf erfrischt: Diß dank ich por au dir, Preiß dir, durch deiner macht, und deiner vaDen ich tebe, Und neuer dank tertreue. Durch fie bin ich dafür! Herr, deine buld ist aufs neue Mit beiterm muth groß, und niemats bat das erwacht. lallen Des dankes dir miß. 3. Beschüzer unfrer seelen! Das aus dem berzen Ich traue Rets auf dich. Was foll ich für mich måblen? O fallen, floß. 2. Daß nicht in tiefem'wähle du für mich! Gib, was mir 396 Dritte Abtheit. I. Lieder für besondere Zeiten. mir nuzlich ist, Gott, dem 3. Gib mir auch stark und ich alles danke; Mich står fråfte Auf diesen ganzen tag, fé der Gedanke: Daß du Das mein berufsgeschäfte stets um mich bist. Jch treu vollbringen mag. 4. Er stärke mich mit freu Beschůze mich, mein gott, den zu thun, was dir gefällt; Vor allem, was kan schaden, Er trofte mich im leiden; Und Behüte mich in gnaden Vor will die lust der welt Mich je- bofem schnellem tod. mals nach sich ziehn, Helf er 4. Getreuer vater! schenke mein ber; bewahren, Helfer Mir, was mir nützlich ist. mir die gefahren Der sünde Hilf, daß ich stets bedenke, fehn und fliehn. Daß du mir nabe bist. Daß 5. Beglücke du die meinen ich zu keiner zeit Gewissenlos Nach deiner gütigkeit. Ver- móg handeln, Auf bosem laß der armen feinen; Bend weg nicht wandeln, Der alles berzeleid. Du willst zwar mich zulegt gereut. gern erfreun, Eilft allen bep 5. Mich feßle nicht die erde, zustehen; Doch soll der liebe Auf der ich fremdling bin. fleben Dir auch gefällig seyn. Gott, deine gnade werde, 6. Gott, dem ich angebore, Mein größefter gewin Weicht Dein fegen rub auf mir mein forgen! eins ist noth, Der feufzen, meine zähre, Erbar- gott, der mir das leben Und mer, ist vor dir. Des foll seinen fohn gegeben, Gibt mein herz sich freun, Wer mir auch täglich brod. dir nicht traut, der bebe, 6. Herr, sey auch meiner Ich sterbe oder lebe: So freunde Schild, troft und zu bin ich ewig dein. 612.2us meines herzens grunde Sag ich versicht. Verlaß auch meine feinde Mit deiner bülfe nicht. Die meinen fegne du; Gib, dir tob und dank In dieser daß sie tugend üben, Gott morgenstunde; Dich rühmet und den nächsten lieben, Führ mein gefang. Dichopfer die fie gen himmel zu. fer welt, der du auch mir das 7. Gott will ich laffen ra leben Allmachtig baft gegeben, then, Der alle ding vermag. Des gnade mirs erhält. Er fegne meine tbaten An 2. Herr, du hast mich aus diefem ganzen tag. Mein gnaden In der vergangnen glük in dieser welt, Mein nacht Vor schrecken und vor leib, mein feel, mein leben schaden, der möglich war, Sey alles gott ergeben. Er bewacht. Sey gnädig fer thu, was ibm gefällt. nerbin: Vergib mir meine 8. Hierauf sprech ich mein fünde, Und icdbenf mir de amen, Und zweifle nicht dar nem finde Auch findlican, Gott nimt in jesu namen frommen sinn. Mein 1. Morgengefange. 397 Mein beten gnädig an. Und auch heute Deinen weisen seine vaterhand Wird seanen fügungen. Herr, mich sieht und erfreuen, Wird fraft dein vaterblik! O wie groß und muth verleiben 3umift diß mein glük. fleiß in meinem stand. Aus meines herzens grunde. Gott des himmels und der. 614.Des morgens erste 613. Der er du alle deine stunde Will ich, werke Liebstes, mein gott, der weihn. Mein gott, von ewigkeit, du bist verz ftimt mit dem munde Zu auch mit huld und stärke Ib- deinem lobe ein. Ja laß den nen nabe in der zeit. Deine ganzen tag Mich so vor dir, gut und deine treu Ist mit herr, wandeln, Daß ich nicht jedem morgen neu. nur from handeln, Nein, 2. Unter vielen millionen auch from denken mag.. Siehst du liebreich auch auf 2. From laß mich, doch ge= mich; Sicher läsfest du mid fellig; Klug, doch von falsch. wohnen und beschirmst mich beit rein; Freymütig, doch väterlich. Dafür preift mit getällig; Und stark zur tuneuem dank, Dich meingend seyn; Auch ftandbaft in frober lobgelang. der noth: Kein jorn schwach 3. Darf ich erd und staub meine liebe, Rein ernst der es wagen, Heutzu dir empor fanftmurb triebe, Kein scherz zu sehn? Meinen fummer dir die furcht für gott. ju klagen? Kindlichfrey did 3. Was dein gebot verlezet, anzuflebn? Ja durch chri Laß nie mit luft mich schaun, stum habe ich Dieses zutraun Wenn es die welt ergózet; gegen dich. Erwef es mir das graun, 4. Du läßt meine fümmer- Schnell wirkt des lafters gift. nisse, Bin ich redlich from, Nichts, nichts fen mir verentfliebn: So wie alle fin baßter; Doch daß mein baß sternisse, Da die morgenfonn das laster, Nicht meinen erschien. Keine sorge raubt nächsten trifft. dann mir meine freudigkeit 4. Des nächsten ehre ichmåzu dir. lern, Entebrt mein christen-. 5. Du gewährst mir neueltum. Ein rubm aus fremden funden zu vollbringung meis feblern Iftichande und kein ner pflicht. Werd ich da nur rubm. Laß mich das richten treu befunden bin ich fliebn; Nie schlim, was gut voll zuversicht, Senn meinift, Deuten; Und feb ich anrichter nun erf int, Der dre gleiten, Es jedem aug erhabne menschenfreund. entziebn. 6. Stärke du mich schwa- 5. Bey fleiß und arbeit schleis den, leite mich mit deinen che kein geiz sich in mein herz; fegnungen. Ich ergebe mich und fremde noth erweiche Mich 398 Dritte Abtbeil. I. Lieder für besondere Zeiten. Michleicht zu mitleidsfchmerz 3. Gleich der nacht, laß Kein glük, das andern blübt, meine jünden Vor der gnade Empore mich zum neide; Und glanz vergebn, Die durch dri. Fein genuß der freude Ver- ftum alle finden, welche glauzártle mein gemüth. big auf ihn fehn, Der für 6. Bewahr an diefem tage unire miffetbat Sich am Mich vor gefahr und leid, freuz geopfert bat. Und trifft mich eine plage: 4. Hilf, daß ich an diesem So gib gelaffenheit. Nurmorgen Geistlich auferstehen bilf, o vater, mir, daß ich mag Und für meine feele for sie nicht verschulde, nicht gen, Daß ich, komt tein murre, driftlich duide Boll groffer tag, Meines richters juversicht zu dir. antliz dayn Ohne schrecken 7. Wie bald ist überwun- schauen fan. den Das leiden dieser Zeit. 5. Auf der bahn der tugend Auf wenig bange stunden teite Du mich, berr, verlaß Folgt glut in ewigkeit: Diß mich nicht, und verleihe mir ftárfet mic in noth, Daß auch beute Muth und kraftzu ich nicht angstlich zage, Amfjeder pflicht. Dein geschenk, legten meiner tage Gibt diß die gnadenzeit, Werde nie mir muth im tod. von mir entweiht. 8. Der tod fom, willst du, 6. Deinem schuje sey ergebeute: Denn da ich dein, ben Alles, was ich hab und berr, bin: So gibst du, daß bin. Dir vertrau ich feel und er leite Gewiß zu dir mich hin: leben, Werf auf dich die for Und wenn er fommen foll; gen bin. Here, mein heil, Soll er mich frey von fún mein fchild und ruhm, Seg den, Dir wohlgefällig finden: ne mich dein eigentum. Dann, vater, sterb ich wohl. 7. Hülfe woollest du mir fens 615.Gott des himmels den, Wenn gefahr und noth und der erden, mir drobt; Alles mirzum be. Vater, fohn und heilger gerst! sten wenden, Es fey leben Der es taq und nacht läßt oder tod. Sterb ich, berr, fo werden, Mond und sonne nim mich bin, Wo ich nicht scheinen heift; Deffen starfe mehr sterblich bin. band die welt, Und was Drinnen ist, erhält. Vorige Melodie. 2. Gott, ich danke dir von 616.Gott sey dank! ich herzen, Daß du mich in dieser lebe wieder, Füb. nacht Für gefahr, angst, noth le und empfinde mich. Herr, und schmerzen, haft behütet dir bring ich meine lieder, und bewacht, und bey aller Und mein herz rùbmt dankmeiner schuld Mich noch bar dich: Denn dein aus trågst mit vaterhuld. bat 399 2. Sieh, berr, ich unterwinde mich. Mit dir zu res 1. Moraenlieder. hat in der nacht Uleber mich dein find gewacht. 2. Wenn ich einst vollendet den, staub bin ich Von deinem habe Diefe meine pilgerzeit; bauch beseelt Gleich einem Ruh ich auch also im grabe, toden lag ich hier, Daß Saame für die ewigkeit. Auch ich noch lebe, dank ich dir. in diefer langen nacht Wird 3. Ein jedes gur, des ich id mein staub von dir bewacht. mich freu, Empfang ich izo 3. Aber ich erwach auch wiederneu Aus deiner milden wieder und mein lobgefang band. Mein auge wird, mit mir. Dann erfballen vobin es blift, Bon munmeine lieder Máchtiger und dern deiner buld entzükt. reiner dir. Ewig wird der 4. Dich, dem ich nichts morgen seyn, Ewig schlaf vergelten fan, Dich, vater, ich nicht mehr ein! bet ich findlich an: Ich opfre 4. Wach auch über meine bir mein herz Ein her; voll tage, Gott, du meine zuver lieb und zuversicht, Ein sic, Daß mich feiner einfdankbar herz verwirfft du verklage, Wenn du fomst nicht. zum weltgericht; Daß ich 5. O du, den meine feele meiner pflicht getreu, Und preift, Erwecke mich durch dort unerichrocken sey. deinen geift 3ur übung mei5. Keinen tag zäbist du ner pflicht, Er belfe meiner vergebens, Gott, durch den fchwachbeit auf, Bis ich volich bin, mir zu. Jeder iftlende meinen lauf. ein theil des lebes, Jeden. 6. Ein gut gewissen fey jeden richtest du. Lebr mich mein theil, Diß wirk in mir, machen, daß mir nie Unges o berr, mein beil, Und segne nügt ein tag entflieb! meinen fleiß. Dir ist, was ich 6. Heute leb ich; laß auch bedarf, bekannt, und alles heute nicht umsonst mein le- steht in deiner hand. ben fepn! Laß mich nach voll 7. Die blumen Fleideft du brachtem streite Diefes tages mit pracht, Nährst jeden voauch mich freun. Recht zugel, gott der macht, Bin ich handeln, gib mir heut Stár nicht mehr denn ſie? Ich te, luft, gelegenheit.. werfe meine forg auf dich, Warum betrübst du dich mein Du, mein erbarmer, forgst 617.bm, der das licht für mich. entstehen hieß Und Jo dank dir schon durch. mich gefund erwachen ließ, 618.Mein erst geschäft Sep preiß und frober dank! fep preiß und Ihm bring ich dieses opfer dank, Erhebe gott, o feele! heut. Ibm sey mein ganzes Der berr hört deinen lobge. berf geweibt. [ fang, Lobsing ihm meine seele! 2, Mich 400 Dritte Abtheil. I. Lieder für besondere Zeiten. 2. Mich selbst zu schůzen oh- lebenszeit In deiner furchtge. ne macht, Lag ich und icblief nieffe, Und meinen lauf mit im frieden. Wer schafft dir freudigkeit, Wann du geficherheit der nacht, und ru- beutft, beschlieffe. be für die múden? Wer nur den lieben gott. 3. 2Ber wachte für mich, da 619.Mein gott, auch ich schlief, Wer schůzte mich Diefer neue mor für schrecken? Wer war es, gen Verkündigt deine gnade der dem lichte rief, Mich mir, mit mir erwachen meine wieder zu erwecken? forgen, Jedoch auch mein ver. 4. Du bist es, gott und traun zu dir. Ich werfe mei. berr der welt, und dein ist nen fummer hin Auf dich, unfer leben. Du bist es, durch den ich leb und bin. der es uns erhält Und mirs 2. Jd bin noch immer auf jest neu gegeben. der erde, o alles wohl sich 5. Gelobet feyst du, gott mischt mit web, Und ich zu der macht, Gelobt sey dei gröfferer beschwerde So manne treue, Daß ich nach eichen fehltiitt noch begeh. ner fanften nacht mich die Gott, der mich schůzet und fes tags erfreue. ernährt, Wår ich doch deiner liebe werth! 6. Laß deinen fegen auf mir ruba, Mich deine we= 3. Laß den entschluß mein ge wallen, Und lebre du mich berz erfüllen, Stets gern zu felber thun Nach deinem thun, was dir gefällt.€ 8 woblgefallen. gebe mir nach deinem willen, 7. Nim meines Lebens gnd- Dweifer berricher aller welt, dig wahr, Auf dich hofft mei- Schließ mich in deine vorsicht ne seele. Sey mir ein ret- lein; Dein will ich tod und ter in gefabr, Ein vater, lebend seyn. wenn ich teble. 4. Vergib mir, vater, alle 8.Gib mir ein berz voll zuver- sünde, Vergib, was ich nicht sicht, Erfüllt mit lieb und rube recht gethan, Nim mich zu dei Ein weises bers, das feine nem gnadenfinde Um meines pflicht Erken und willig thue. mittlers willen an. In seinem namen bitt ich dich; Er litt und starb ja auch für mich. 9. Daß ich, als dein geborfam find, Dir zu gefallen strebe, Dirtreu ergeben, gut gefinnt In deinem reiche lebe. 5. Hilf du in allen sachen ras then, Ich bin mir selbsten nicht 10. Daß ich dem nächsten genug, Behüte mich für misſe. beyzustehn, Nie fleis und thaten, Für böser menschen arbeit icheue; Mich gern an lift und trug. Erbalt mich andrer wohlergebn' Und ih auf der tugendbahn, Was rer tugend freue. ich dann thu, fey wohlgethan. 6. Bewabre mir leib, feel und 11. Daß ich das gluf der 1. Morgenlieder. 401 und leben, Verwandte, freun- Digkeit Mich diese pflicht vollde, ebr und gut. Willst du bringen, Treibsters mich an, mir freuz zu tragen geben, So So gut ich fan, Den hülfstarke mit mit troft und mutbreich zu erquicken, Den noth Und willst du mich mit glüf und elend drücken.* erfreun: So laß mich dir auch dankbar seyn. Was gost thut bas ift. 6. Noch eine bitte wag ich, herr, Ein fleben für die meinen. Beschuze het allmächti620. Mein gort, durch ger, Denn sie sind ja die deine gut allein deinen, Dein vaterberzWend Erwach ich jest vom folumer, allen ichmerz, Von aller deUnd jeb des neuen tagesschein rer hütten, Die glaubig darGefund und frey von fum um bitten. mer. Herr, Deine treu Ist tágBefiehl du deine wege. lich neu; Sie hat mich fanft 621.Mit freudigem gebedecket, Daß mich fein leid müte Sing ich erschrecket. Dir meinen dank, Es preife 2. Sosey denn auch dein lob deine gute Mein früher lobdein ruhi Mein erst und gefang, Herr, der du mir das liebst geschäfte! Mein leben leben Bis diefen tag verlångt, ist dein eigentum. Dein alle Mir täglich guts gegeben, meine fråfre. So gib denn auch beut fchon beil geschenkt. auch mir zum gebrauch Der gaben deiner gute, Cin him lisches gemüte. 2. Beberrscher aller welten, Mein gott, wie dankich dir! Wie soll ich dir vergelten, 3. Schaff in mir, gott, ein Was du gethan an mir? neues herz, Mit diesem neu Ich bin viel zu geringe; Doch/ en tage, Damit ich mich in du verschmåbest nicht Das freud und ichmerz, Wie's corte opfer, das ich bringe, Das ften ziemt, betrage. Herr, las berz voll zuversicht. mich heut Und allezeit Die 3.Gedenk nicht meiner füns werke meiner pflichten mit de, Gott der barmherzigkeit, treuem fleiß verrichten. Sey deinem schwachen finde 4. Gib du den segen und ge- Ein vater, der verzeiht. Gib deibn Zu jedem meiner werke, frommigkeit und dampfe Die Daß ich mich ihrer mog er finnliche begier, Mit der ich freun, und deinen beystand tets noch fåmpfe: Und ziemerfe Gib, daß ich nicht Der be mich zu dir. fleinsten pflicht, Zuwider et was wage, Das mein ge wisſen nage. 4. Herr, send auf deinen wegen Mir deine hülfe zu, Und sprich du félbst den fegen 5.3eigt beute sich gelegenheit zu allem, was ich thu. Ja Dem nächsten beyzuipringen: fende du mir fráfte Von deiSo laß mit frommer freu- lner beitgen hób, Damit all e f mein 402 Dritte Abtheilung. I. Lieder für besondere Zeiten. mein geldbäfte Erwünscht gen, Mich deines namens von statten geb. freun, Nach deiner gnade tins 5. Gib mir vor allen dingen gen, Mein ganzes herz dir 3ufriednen muntern geist, weibn. O tilger meiner fün. Das freudig zu vollbringen, den, Mein heiland jesu chrift, Was mein beruf mich beift. Laß mich den troft empfinden, Laß mich in guten tagen Nicht Daß du mir gnädig bist. übermütig feyn, Doch auch 4.Dir bab ich mich ergeben, nicht troflos jagen, Wenn Ich freue mich in dir. Viel trùbfal dringt berein. Föstlicher als leben Jt deine 6. Hilf mir in meinem frangute mir. O fübre mich auch De Treuthun, was dir gefällt beute Auf wabrer tugend Bebüte mich für schande, píad, Du ewig weifer leite Hilf glüklich durch die welt Mich felbst nach deinem rath. Richt felbst mein ganzes le 5. Noch eins laß mich erfle ben Nach deinem willen ein. ben, Das chriftlich weife berj Und die du mir gegeben, Laß auf dich stets hinzufeben In auch gesegnet feyn. freuden, wie im schmerz. Laß 7. Gib, daß im gluf und mich am ersten trachten Rad leide Ich stets fo leben mag, dem, was dir gefällt; Mehr Daß ich mit frommer freude deinen bepfall achten, Als al Denk an den lezten tag. Und len ruhm der welt. Tomt er, so vergönne, Daß 6. Laß mich dir findlich ich mit freudigkeit Voll glau trauen, Das gute redlich thun ben sprechen könne: Herr, Getroft gen himmel schauen, Fom, ich bin bereit. In deinem willen rubn. Daß frey vom Dienst der fünde, Ger Vorige Melodie. 622. Noch läßt der berr troft und alaubensvoll, Der mich leben Mittod alsdan mich finde, Wenn frölichem gemüth Eil ich ihnlich einst sterben soll. zu erheben, Er bort mein fru 623.9ach auf mein bert hes lied. Zu ihm ruft mich und singe Dem jest wieder Der morgensonneschöpfer aller dinge, Dem ge pracht. Ich falle vor ihm nie- ber aller guter, Des menschen der, Der sie und mich gemacht. treuem buter, 2. Du berricher aller wel2. Als nächtliche gefahren ten Nimft dich auch meiner Verborgen um mich waren, an. Wie soll ich dir vergelten, Als ich nicht fah, nicht dach Was du an mi'r gethan? te, Warst du's, der für mich Wirst du nach opfern icbau- machte. en? Sie gelten nichts vor dir. 3. Mit göttlichem erbar. Du foderst nur vertrauen, men Bedekteft du mich armen, Nur liebe, gott, von mir. Und ich schlief ohne grauen 3. Drum will ich dir lobsin- Und kan das licht ist schauen. 4. Wie 2. Morgenlieder. Morgenlied eines Franken. 403 4. Wie fühl ich mich erqui- 5. Bib, daß ich fern vom fet! Du, der uns ftels beglü müßiggang, In meinem stans fet, Du machst, daß ich aufs de treu Und wem ich fan, mein neue Michmeines lebensfreuellebenlang Bereit zu dienen fep 5. Steig auf mein dankzum 6. In allem, was ich denk throne! Dem vater und dem und thu, Sey dein gebot von johne, Dem geift des herrn mir, Und wenn ich von gefey ebre! Anbetung preis ichäften rub: So sey mein und ebre. beri bey dir. 7. Was du mir jum vergnügen gibt, Vermehr in mir die luft, Gan; dein zu seyn der du mich liebst, Und soviel 6. Hor, gütigfter, mein fleben, Du kanft ins berze ieben, Laß Dir mein findlich lallen, D vater, wohlgefallen. 7. Eaß deinen geift mich leiguts mir thust! ten, Daßich zu allen zeiten 8. Wenn sora und fummer Mich dir jum opfer gebe, und heilig dankbar lebe. 8. 3u jeglichem gefchäfte sicbt, herr der welt, Mit troGib muth, verstand und kräfbem mute traun. mich befällt, So laß mich auf sich fcheun, Und deiner vora te, So werd ich meine pflich. 9. An deiner gnade gnüge ten Mitlustvor dir verrichten mir, Sie ist mein beftes theil; 9. Gib mir denn deinen se Mein troft und meine zuflucht gen Auf allen meinen wegen.[ bier, Unddortmein volles beil. Dein wort sey meine speise Auf meiner pilgerreise. Morgenlied eines Stranken. Wer nur den lieben gott. Nun danfet all und bringet. 624.3u Deiner ehr bin ich 625. Der morgen komt Flage bring ich ehr und preis Dir Bird jest mit diesem morgen gott, der durch die rub der neu. Wie traurig eilen meinacht Uns u er quicken weiß, ne tage Der bangen pilgere 2. O vater, deine gütigkeit icbalt vorbey! Dersonne neuIt alle morgen neu, Du tbuft geschenktes licht Erheitert uns wohl zu aller zeit, Und meine feele nicht.. groß ist deine freu. 2. So traurig, als die a 3. Jest schenkst du mir zu bendftunden, Ist dieser neue meinem beil Bon neuem einen tag für mich. Die quaal, die tag. Gib, daß ich davon jedes ich bisher empfunden, Vertheil Mit weisheit núzen mag neuert mit demselben sich. Ich 4. Diezeit, in deinem dienst boffte troft in meiner pein. vollbracht, Bringt ewigen ge. Doch meine boffnung traf winn. So flieffe vor dir, gott nicht ein. der macht, Auch dieser tag mir bin. 3. Noch immer bin ich auf der erdel der erde, Wo mich gefahr und SC 2 noth 404, Dritte Abtheil. 1. Lieder für besondere Zeiten. noth umringt, Und täglich hártere beschwerde Zuflagen 2. Abendlieder. O jesu drift meins lebens. und zu thránen zwingt. Noch 626.2 gott, wie ein ges immer fleb ich unerbört Um schwáz verfließt labung, die mein berz begehrt. Die zeit, die mir gelieben ist; 4. Herr, eile doch mir bey. Sie rauscht vorbey, schnell zustehen, Verlaß den schwa- wie ein bach, Und dein gericht, ben pilger nicht! Mein vater, gott, folgt ihr nach. neige auf mein fleben zu mir 2. Die igkeit, die ewig Dein freundlich angesicht. Gib feit Ergreift mich nach durch mir geduld und bey dem schmerz Ein hoffend und zu friednes bers. lebter zeit: Ich sey alsdenn auch, wo ich fey, Ein fünder, oder gott getreu. 5. Mir ist mein fchifial noch 3. Dawall ich bin, da war. verborgen, Das diesen tagtet mein Das ausdaun got. mich treffen foll: Doch bin ich tes, oder pein. Ach gott, ohne gram und sorgen. Du, mein beil und mein vertraun, bater, Fennst mein wahree Laß mich dein berrlich antlis wohl, Und was dein rath be fcbaun. schließt und thut, Ift heilig und gerecht und gut. 4. Du träufelft auf die mus Den rub, Und wen wir schlum. 6. Soll ich die last noch lån mern, wadhest du. Doch wie ger tragen, Ich hatte deiner viel feelen wallen nicht Im fügung still, Dein will gesche schlumer bin vor bein gericht? be, will ich sagen, Herr wie du 5. Wir sind nur wie ein willst, nicht wie ich will. Solfchlaf vor dir, Wie gras, so laß mich, vater, in der pein, bluhn und welken wir. Du Geduldig, wie mein bei fordert uns vor dein gericht: land, ſeyn. Vor dir besteht kein fünder 7. hab ich des tages fast emnicht. pfunden, So ruft der abend 6. Verzeibe denn nach dei einst herbey. Dann hab ich ner huld Auch mir, erbarmet, ewig überwunden, und bin meine fchuld. Schenk mir an von aller trubial frey. Und duljesu brifto theil. Und deine gibst mir, o gottessohn, Den gnade fey mein heil. theu'r erworbnengnadenlohn 7. Gib du die wahre weiß. 8. Gestärkt durch diesen bo- beit mir, Daß ich nichts fürd ben glauben, Tret ich auf mei- te ausser dir: So fchlaf ich mit nen leidenspfad. Herrstärke, dem trofte ein: Jch sey im tod stårfe meinen glauben Auch und leben dein. dann, wenn sich der tod mir 8. Und fürchte nicht, von naht. Vielleicht erscheint er dir bewacht, Des todes schlaf, beut; wohl mir! Dir lebt ich, des grabes nacht. Du, gott, und dann sterb ich dir! bift 2. Abendlieder. 405 bist meine zuversicht und läß'flpfehl ich dir. Walt allmàchmich auch im tode nicht. Berde munter mein gemüte. 627. 21uf, fecte, werde zu den deinen. munter! Lob ift 6. Ad laß uns fein banges immer deine pflicht; 3war die schrecken, Räuber nicht, nicht jonne gebet unter Aber gottes feuersgluth Plöslich aus dem gute nicht. Heut auch hat fielichlafe wecken. holt uns vest mich genåbrt; Heut auch in deiner but. Hilf, wenn freud und trost gewährt; Vorfrankbeit oder tod, Unsim fis gefabren mich geschüzet; Meis dernichlafe drobt Oder willst ne schwachbeit unterstüzet. du, daß wir sterben, Gott, fo feys nicht zum verderben. 2. Angebetet und gepriesen Sepst du, treuer gott von mit! 7. Hore, vater, ach erböre, Was du gutes mir erwiesen, Was dein armes find bes Danft mein herz mit freuden gehrt. O fohn gottes, den ich dir. Du haft, war ichs schon ebre, Durch dich werd es mic nicht werth, Dennoch mein gewährt. Heil'ger geift, ftárk gebet erbört, Das ich beut mein vertraun, Kindlich frob als ich erwachte, Dir in jesu auf gott zu fchaun. Hor, o namen brachte. grofer gott, mein fleben 2men, ja, es wird geschehen! In allen meinen thaten. 3. Gott, da ich voll dank er zable, Wieso gros dein wohl thun war, Stellen sich auch 628.Der alles weislich meiner feele Die begangnen wendet, Der gott fünden dar. Wie ist ihrezabt der liebe fendet Auch, nun die so groß! Denn, berr, nicht nacht uns zu; Hüllt uns in nach thaten bloß, Auch nach frille schatten; Erquicket dann ihres herzens dichten, Wirft die matten Im sidren schlumdu einst die menfcben richten mer durch die rub. tig über mir. Sep du auch der gott der meinen; Záhl sie alle 4. Doch von ernster reu 2. Der berr verfáumet feidurchdrungen, Way iché, nen. Der andern welt zu fcheigott, mich dir zu mab'a. Sieb nen, Rief er die fonne ist. Uns nicht die beleidigungen, Sie decken finsterniffe, Doch ohne be meine mittler an. Ich fümmerniffe Rübn wir, da verleugne nicht die schuld; feine macht uns schuzt. Doch weiß ich, daß deine huld 3. In unermeßner ferne ErGròfer ist, als unfreiunden. záblen tausend fterne Die gro Gnade werd ich armer finden! Be feiner macht. Fall, meine 5 Gib nun bis zum frohen seele, nieder; Erhebe froh pich morgen Meinem leibe sanfte wieder zu deinem gott, der rub. Durch dich schlaf ich ob dich bewacht. ne sorgen, Wenn ich schlafe, 4. Er, der den mond berei wachest du. Seel und leib em- ltet Die sterne zählt und leitet, 6c3 406 Dritte Abtheit. I. Lieder für besondere Beiten. Ist auch von mir nicht fern.jichaft? Sub ich mit eifer Bu feines himmels böhe Biik des gebets Zum kampfe got. ich empor und flebe Dennes Fraft? meine bülfe fomt vom herrn 7. War ich in meinem gott 5. Wer bin ich, staub unt vergnügt? Im glauben im fünder? Doch, vater aller finner vest? Vergnügt, mit alder, Auch mich begnadigst du lem, mas gott fügt? Was Wenn stillgemeinte zábren er gefcheben läßt? Dit meine reu erklären: So 8. Wie darf ich heute nichts ruft dein fohn mir gnade zu bereun? Krähkt mein gewis 6. Mein berz vergeffe nim- fen nichts? Wird dieser tag mer Der vaterhuld, die immer mit freudig feyn Am tage des Mich tråget, nie vergißt Und gericts? meine junge preife Den boch ften, der fo weife, So gütig, als allmächtig ist. 9. Und wie, wenn gott in dieser nacht Mich fodert vors gericht; Erichráf ich vor des richters macht und seinem Nun danket all und bringet. 629.Gott fennet und er- antlig nicht? foridhet mich, Er Freu did sehr o meine feele. weiß, was ich gethan. Da 630, Herr, es ist von meis nem leben Aber rum, o feele prüfe dich Und schau dich redlich an. mal ein tag dahin. Kan mein 2. Hab ich ben meinem thun herz mir jeugniß geben, Das an gott, und böses nichts ge- ich from gewefen bin? Prüf dacht? Mit ehrfurcht, was mich, gott, und zeig mir an, er mir gebot, Und findlich Wo ich was nicht recht ge frob vollbracht? than. Laß mit rubigem ges 3. War ich in meiner ar wissen mich mit dir den tag beit treu? Vor gottes aug beschlieffen. ein drift? Bin ich von al 2. Du wirkt an mir man. lem unrecht frey, Von trág- ches finden, Das dir nicht ges heit und von lift? fallen hat. Denn ich bin noch 4. Welch gutes bab ich heut voll von sünden In gedanken gethan, Gelernet und ge- wort und that. Jeden tag lebrt? Rabm ich mich des und jede stund Siebest du verlaßnen an, Der frost von bers, band und mund, Wis mir begehrt ,? fend und unwissend fehlen, 5. hab ich in liebe mich ge Ich kan nicht die fehlerzählen. übt? Dacht ich stets bruder 3. Aber, o du gott der gnas lich? Ward niemand heutden, habe noch mit mir ge von mir betrübt, Seafit nie duid! Schwer bin ich mit mand über mich? icbuld beladen. Doch vergib 6. Bewacht ich heut mein mir meine schuld! Sieh nicht berze fets, Und meine leiden- lan die miserbat; Sondern acig 2. Abendlieder. 407 jeig mir deine gnad, Hilf mir/ uns neue fräfte Für jedes den auch deinen willen Künf- tags geschäfte; Das danfen tig mehr, als beut, erfüllen. wir, o bater, Dir. 4. Heilige mir das gemü 2. Noch wach ich und erzäle, the, Daß mein folaf nicht mit tiefgerührter feele, Was fündlich fey Stebe mir nach du an mir gerban. Sey dankdeiner gute, Gott, mein schuz bar mein gemüte! Besing des gott! fieb mir bey! Wehr dem schöpfers güte! Stim ihm ungluf, das uns drobt; Wen- ein frobes loblied an. Defeu'r und waffersnoth, Daß 3. Von dir komt jede gabe, ich morgen mit den meinen Das leben, das ich babe, Die Nicht im elend muffe meinen. sicherheit der nacht;" Auch alle 5. Wehre allen bösen leu andre güter Verdank ich, ten, die im finstern übele treuer büter, Blos deiner thun. Wenn sie boshaft ficb vaterhuld und macht. bereiten, uns zu schaden, weil 4. Duläßt es finster werden wir ruhn: Sp zernichte ihren Und hulst den Freis der erratb, Und verhindre ihre den In schwarze Dunkelheits that. Wende'alles, was uns Doch auch in Dunkter stille schrefen Und betrübniß fan Wohnst du mit deiner fülle, erweken. Und zeigt uns deine herr6. Herr, dein auge gehtlichkeit. nichtunter, Wenn es bey uns 5. Du führst aus dunkler abend wird: Emig bleibt es ferne Den mond und tauiend wach und munter. Du bist fterne Mit majestát berauf. unfer treuer birt, Der auch Sie leuchten dir zurebre, Hoch in der finstern nacht Ueber über erd und meere Und dete feine beerde wacht. Also gib ne hand lenkt ihren lauf. uns Deinen schaafen, Daß 6. Groß, wenn der morgen wir alle sicher fblafen. grauer, Groß, wenn der a7. Laß mich denn gefund bend thauet, Groß, in der stils erwachen, Wenn es rechte ten nact; Im fonnenschein zeit wird seyn. Hilf dennter und sturme; Um menschen ner meine fachen Dirzu ehren und am wurme; Groß zeigt. richten ein. Oder haft du, du, bater, deine macht. weiser gott! Heute mir be 7.Bollordnung, pracht mad fimt den tod; So empfeb stärke Stebn deiner bande Ich dir am ende Seel und werke In deiner schöpfung leib in deine hände. da. Bie fan ich dirs vergelten? Du gott und herr der In allen meinen thaten. 631.33 ezt finkt die fonnewelten Warft auch mit deiner nieder, Die still bulb mir nab. nacht komt wieder, Und solaf 8.em Fan ich obne grauen und rub mit ihr. Sie schenkilmich froher anvertrauen, All 6c4 mátti. 408 Dritte Abth. I. Lieder für befondere Zeiten. mächtiger, als dir? Ja, vadich los Vom eiteln, das das ter, dir befehle Ich darumbers befchwert, Gott, gott leib und fecle. Verherrliche allein ift licbenswerth! dich auch an mir. 4. Mirward der tag, der 9. Dir dafür rubm zu singen ist vergebt, Durch dich zum Und ferner danf zu bringen; gnadentage! Dein arm, dem Sey meine liebstepflicht. Ich niemand widersteht, Beschüzleg nun meine glieder Getroff te mich vor plage! Du gabst und freudig nieder. Du mir, was ich bat. Bey alwacft für mich, ich sorge lem, was id that, Ward nicht. mirs durch glük und fegen 10. Soll mir der schlafflar: Daß gott mein freund zum leben Noch neue fráf- und belfer war! te geben: So schlaf ich fró5. Auch fodre mich nicht ins fich ein: Soll er mein leben gericht, Gott, bei des tages enden: So wirst du mich schlusse! Verschmåb mein vollenden, Und auch mein gott im todě seyn. abendopfer nicht, Das opfer meiner buffe! Beweis an mit Der lieben fonnen licht und. geduld! Vergib mir alleschuld! 632. Preis fev bir mei- Sieb von dem ftrengen rich. nem gott gebracht terthron Auf meinen burgen, Jeft, da der tag fich neiget; Deinen fobn.2304 Jest, da die sternenvolle nacht 6. Gib nach der fanften rub Von deiner allmacht zeuget. der nacht mir einen frohen Dich, berr, lobt jeder stern morgen. Du thust's! nun, da Ung ruft auf, lobt den berrn! dein auge wacht, So schlaf Erbeb Dich, feele, lob' er ich ohne forgen. Ich wad freut Den berrn des bim- und schlafe dir, Du, herr, bist mels und der zeit. tets bey mir. Ach gott, du 2. Wie groß, wie uner- meine zuversicht! Berlaß mich meßlich ist, o böchster, deine einst im tod auch nicht! stárke! Daß du der allerhöch- Nun fit der tag geendet. fte bist, Sagt jedes deiner 633. Go fliehen unfre tas werke. Mit göttlich weiser ge bin, Auch dies macht Regierst du tag und fer ist nicht mehr! Die nacht, nacht! Das, was du scufft, der müden trösterin, Elt thut dein gebot Und dienet wieder zu uns her. Dir, du großer gott! 2. Nur du, berr, bleibeft 3. Was bin ich, o mein wie du bist, Du schläfft und gott, vor dir, Daß du mich schlummerst nicht. Die fine täglich liebest! Womit ver: ferniß, die uns umschließt, dien ichs, daß dumir So viele Jft deinem auge licht. gaben giebest? Herr, deine 3. Voll zuversicht befehl gnad in groß! O feele, reißlich mich Dir auch in dieſer nact. 2. Abendlieder. 409 nacht. Ich bin getrost, izzu berubn, Und deinen willen trau auf dich, Mich schüzet gern zu thun, Bis du zum Deine macht. bessern leben Mich führst, 4. Hab ich an deiner gnade herr, was ich hab und bin, nur noch theil, o herr, mein Geb ich in deine hånde bin. gott: So fürcht ich keine Frea- 3. Du, dessen auge ewig tur Und scheue nicht den tod. wacht, Verleih auch nun in 5. 3war ich erkenne meine diefer nacht Den fanften schuld Mit treue fühl ich sie: iclaf mir müden. Beichirmet Doch, mein verföhner, deine deine rechte mich: So stärken huld Wie troftvoll ist mir meine fråfte fich; So schlaf Die! ich ganz im frieben: Erwache 6. Job eil im glauben zu dir froh und mein gefang Singt hin, Und weiß wie sicher ich Dir, mein vater, neuen Dank. Im schatten deiner flügel bin. Du machest über mich. Job dank dir schon durch. 635.ie fanell ist mir 7. Flieht bange forgen weit der tag entflohn, von mir. Du, jefu, wohn al. Den ich durchlebet habe! lein In meinem berzen, weib Vollendet ist nun wiederschon es dir zu deinem tempel ein. Ein neuer schritt zum grabe! 8. Jt diß vielleicht die lezte 2. Herr, lebre mich die nactInmeiner pilgrimszeit: flucht der zeit Mit stillem So fübre mich durch deine ernst bedenken; Wenn in macht 3um licht der ewigkeit. des lebens eitelkeit Mein berz 9. Ich lebe dir, ich sterbe sich will verfenken. dir; Dein bin ich auch im 3. Damit ich jeden abend tod. Du, mein erretter, bist mich In zukunft frommer finbey mir Und bilfft aus aller de: So todte felbst, dis bitt noth. ich dich, In mir die macht O ewigkeit du donnerwort. der fünde.. 634.So bab id, gott, 4. Mit glauben, der sich durch deine machtthätig weißt, Schmük, hochNun wieder einen tag vollster, meine feele! Und warne bracht Sey boch dafür geprie- mich durch deinen geist, So fen! Mit frober rührung dankjoft icb ftrauchelnd fehle. ich dir Für alle wohlthat, 5. Dir dank ich, bater, für die du mir So unverdient er die buld, Die du mir heut er. wiesen. Olaß mich ferner wiefen. Du trägst mich fünmit vertraun Auf dich und der mit geduld; Sey boch Deine lettung- schaun! von mir geprieſen! 2. Auch des verfloffnen ta- 6. Sieb ferner mich in gnages schuld Verzeibe mir nach den an, Bergib mir meine deiner huld; Und fördre mein fünden; Und laß mich auf bestreben, In deinerfügungl € 5 Dec 4TO Dritte Abtbeit. 1. Lieder für besondere Zeiten. der tugendbahn Der feclejichnell entfliebn Die tage, die frieden finden. uns gottgeliebn. Einjahrtritt 7. Wenn meine mattenlein und eitt davon. Wie glieder nun Vom schlaf ge mandes ist bereits entflohn! feffelt liegen: So laß mich 2. Dank fep dir, ewig fanft und sicher rubn Bistreuer gott, Für deinen bey nacht und schlaf verfliegen. gand in der noth, Für taufend proben deiner treu; Den Deine buld war täglich neu. 3. Wenn unfer herz, von Abendlied im Leiden. Nun fich der tag geend. 636.Auch diefen tag babichuld befrept, Sich mancher ich vollbracht Mit guten that erfreut: Weß war aller feiner noth. Nur deiner die kraft? Wer gab gedeihn? vaterlieb und macht Verdant Dir, berr, gebührt der ruhm ich es, o gott! 2. Warst du nicht meines lebens kraft, Meig retter und mein beil; So würd in mei ner pilgrimschaft Kein troft mir je zu theil. allein! but 4. Oft fehlten wir und merktens nicht; Verzeih uns die verlezte pflicht! Du fiebst, erbarmer, unfre reu; Ulm cris sti willen sprich uns frey. 3. Ach ohne dich, allguti 5. Wir eilen mit dem sirom ger, Verging ich in der noth. der zeit Stets nåber hin zur Von troft und aller hoffnung ewigkeit, Du bast die fun leer War ohne dich mein tod! den zugezält; Die lezte weis 4. Doch welchen troft fübltlich uns verhehlt. nun mein herz! Du bist und 6. Herrunfers lebens, mas bleibst mein gott. Dein wort dhe du uns selber recht geschift verfüßt mir jeden smeri dazu, Daß nicht, in dem wit Und lindert jede noth. ficher sind, Der tod uns un 5. Frob fan ich mich dem bereitet find. schlaf vertraun, Auch schla- 7. Ikeinst die zahl der stunfend bin ich dein. Vor keiden voll, Die unfer loos entnem unfall foll mir graun ficheiden foll: So führ uns Du wirst mein belfer feyn. aus der prüfungszeit Zu dels 6. Und sollt, o vater, diesener froben ewigkeit. nacht Des leidens leste feyn: 8. Da sind wir unsers heils Wohl mir, dann ist mein gewiß; Da wechseln licht und lauf vollbracht, Vollbracht finsterniß nicht mehr, wie Des lebens pein! bier, o ew'ges licht, Herr, unfer gott, verlaß uns nicht. 3. Bepm Jahreswechsel. 1. Am neuen Jahrstag. 637. Unwiederbringli Diesu meins. Beuch ein zu deinen thorn. 638. elft gottes huld Stimmt, driften, alle ein. mir 3. Beym Jahreswechief. 1 Neujahrelieber. 411 Last uns ihm danf erweifen, Uns auch im neuen jahre Und Und sein uns ewig freun. hilf aus aller noth. Er ist der herr der zeit, Der Sey lob und ehr dam. ihren lauf regicret, Bisher 639. Du, gott, du bist der berr der jeit uns gut gefübret, Und jezt das jabs erneut. Und auch der ewigkeiten. Laß 2. Mit ernst laßt uns be mich auch jest mit freudigkeit trachten Den reichtum feiner Dein hobes lob verbreiten. gnad, Und so gering nicht ach Ein jahr ist abermal dabin. ten Den liebevollen rath, Den Bem dank ichs gott, daß er an uns erfüllt. Er ists, ich noch bin? Nur Deiner ber uns zum leben, Was no gnad und gute. nd al- ja thig war, gegeben, und al- 2. Dich, ewiger, dich bet len jammer ftillt. ich an, Unwandelbares wes 3. Er hat uns noch erhalten seu, Dich, den fein wechsel Sein wort und fried und ruba treffen fan, Wir werden, Die jugend und die alten sind geweien, Wir blüben Ernährt; und noch dazu Mit und vergebn durch dich. Nur milder vaterband Viel freu du bist unveranderlich, Du den ausgespendet; Biel un- warst und bist und bleibest! fall abgewendet Von unserm 3. Herr, ewig wäbret deine ganzen land! treu, Mithuld uns zu begeg 4. Er iste, der unfrer fchonet nen, Und jeden morgen wird Aue gnadenvollem ratb; Delfie neu, Mit wobitbun uns bätt' er uns gelobnet Nach zu fegnen! Ich kenne feinen unfrer misfetbat Mit ftra- augenblik, Da nicht von ihr fen, gleich der schuld; Wir stets neues glük Mir zuges wåren längst gestorben Und floffen wäre. in der noth verdorben. Wie 4. Du baft auch im verfloßgros ift feine huld! nenjahr Mich väterlich geleis 5. Er gönnt mir vatertreue tet. Und wenn mein ber; voll Uns noch zur behrung frift; forgen war, Mir bülf und Und wenn mit wahrer reue troft bereitet. Von ganzer Wir traun auf jefum drift, feele preiß ich dich. Aufs neue und ihm zum dienst uns übergeb ich mich, Gott, deiweihn: So will er uns ver- ner weisen fügung! geben, und zum rechtschaffnen leben Selbst unfer bepstand seyn! 5. Vergib mit alle meine fchuld Von den verfloßnen tagen, Und laß mich deine 6. Sep, vater, bodaepriefen vaterbuld In drifto ferner Für alle gütigkeit, Die du an tragen! Laß mich in deiner uns bewiefen Im lauf der gnade rubn, und lebre levor'gen zeit. Sey ferner unser benslang mich thun Nach gott. Versorge und bewabreldeinem wohlgefallen. 6. Gib 412 Dritte Abtheil. I. Lieder für besondere Zeiten. 6. Gib neue luft und neue kraft ist dein! In deiner furcht kraft, Bordir gerecht zu wan- zu leben. Du schuzest uns, und Deln. Laß mich stets, herr, ge ou vermehrst Der menschen wissenhaft Mit mir und an glüf, wenn sie zuerst Nach dern handeln. Dein geist bewahrer weisheit streben. lebe berz und muth, Bich, o du 4. Gib mir, wofern es dir allerhöchstes gut, Und nicht gef& ut, Des lebens ruh und Die welt zu lieben! freuden. Doch schadet mir 7. Die welt vergebt, des rei das glük der welt: So gib mir ze mich Die lust der welt zu flie- Freuz und leiden. Nur starke ben. Um beßre freuden lerne mit geduld mein beri, Und laß sich Mein geist schon jest be- mich nicht in noth und schmerz mühen. Den engeln bin ich ja Die glüklichen beneiden! verwandt, Im himmel ist 5. Hilf deinem volke våter. mein vaterland, Dahin, herr, lich In diesem jahre wieder! laß mich trachten! Erbarme der verlaßnen dich, 8. Olehre felbst mich meine Und der bedrängten glieder! zeit mit wahrer weisheit fau: Gib glük zu jeder guten that, fen! Laß mich die bahn zur e- Und laß dich, gott, mit beil wigkeit mit heilger vorsicht und rath Auf unsre herr, laufen! Der tage last erleichtre schaft nieder. mir, Bis meine ruhe einst dep 6. Laß weisheit und gerech.. birkein wechsel weiter storet! tigkeit Jbr thun, o herr, stets Vorige Melodie. leiten. Laßtugend und zufrie640, Gott ruft die sonn denheit Imlande sich ausbreis und schaft den ten. Laß treu und liebe bey mond, Das jabr darnach zu uns feyn; Dis, vater, wollst tbeilen. Er schaft es, daß man du uns verleihn Jezt und zu ficher wobnt Und heißt diezei allen zeiten. ten eilen. Er ordnetjábre, tag 641.Mit freuden last und nacht. Auf, laßt uns ibm, uns treten Vor Dem gott der macht, Rubm, gott, ibn anzubeten Vorgott, preis und dank ertheilen! der unferm leben Bisher bat 2. Herr, der da ist und der kraft gegeben. da war, Von danferfüllten 2. Wir erdenpilger wan* zungen Sey dir für das verdern, Von einemjabrzum anfloßne jabr Ein beilig lied ge dern. Die schnelle flucht der fungen! Fürleben, wohlfahrt, stunden Wird faum von uns troft und rath, Für fried und empfunden! ruh, für jede that, Die uns 3. Und diefe wandertage durch dich gelungen! Sind nie ganz frey von plage. 3. Laß auch dis jabr gefeq Wir gehn auf rauben wegen net seyn, Daß du uns neu ge. Der ewigkeit entgegen. geben. Verleibuns fraft, die 4. Doch du bist voll erbars men Neujahrslieder. 413 Beym Jahrswechsel. barmen, Und wirst mit vater14. Das wollest du uns armen In nöthen und gegeben, Du berr von unfahren uns füzen und be ferm leben: So geben wir wahren. im fegen Der ewigkeit entgegen. 5. Erhalter unsers le bens! Wir sorgen nur ver. Werde munter mein gemüte. gebens, Wenn du uns nicht 642, Hilf, herr, laß es beschuzest, Mit fraft une wohl gelingen, unterstüzeft. Hilf, das neue jahr gebt6. Lob dir, o gott dem treuen. an. Laß es neue fräfte brinDurch den wir uns erfreuen! gen, Neuen segen jedermann. Lob deinen vaterbänden, Die so viel noch abwenden! Unfern leib, feet, haab und qut Nim in deine vaterhut. 7. Hör ferner unfer fleben, Neues glük und neues leUnd eil uns beyzustehen. Gibben Wollst du uns aus gnamäßigung in freuden; Ge den geben. duld und trost im leiden! 2. Laß diß feyn ein jahr 8. Gib uns und allen de der gnaden, Habe ferner nen, Die sich von berzen noch geduld. Denn wir sind sehnen, zu thun, berr, dei mit fchuid beladen. Ach ernen willen, auch fraft ibn laß fie uns aus buld. Wirzu erfüllen Fe wabre reu und leid, Dann 9. Herr webre du den laß uns barmherzigkeit und friegen. Laß menfchenliebe vergebung aller fünden In fiegen. Und wo nur thrá dem blute jefu finden! nen flieffen, Sich deinen troft ergieffen. 3. Du baft une dis jahr gegeben. Gib, daß dirs ge10. Gib deinen milden beiligt fey! Laß uns from fegen Zu allen guten wegen und driftlich leben, Redlich Laß groffen, herr, und flei obne heucheley; Und vollnächnen Die gnadensonne fentiebe feyn, Auch deafeinscheinen. Den gern verzeihn, Daß wir 11. Sey der verlaßnen va- glüklich hier auf den Und ter, Der irrenden beratber, port ewig felig werden. Der unbeforgten gabe, Der 4. Im vertraun auf deine armen bülf und babe!" liebe Gehn mir dann getroft 12. Hilf gnädig allen kran- dabin; Was ist, das uns fen, Gib fröbliche gedanken noch betrübe Bey dem dir Den fummervollen teelen, ergebnen finn? Lebend, sterDie sich mit forgen quaten! bend sind wir bein, Du 13. Vor allem, herr, ver- wirft uns auch anådig seyn, leihe Uns deinen geift aufs Und uns, wenn wir zu dir neue, Der uns mit tugend zie- treten, Schuzen, fegnen und re Und so zum himmel führe! erretten. 5, D 414 Dritte Abtbeil. I. Lieber für besondere Zeiten. 5. D so laß uns fröhlich Mein leben und mein ende enden Dieses angefangne Ist dein, in deine bánde, jahr. Leit uns, berr, mit Befehl ich, vater, meinen vaterhånden, Scuze uns geift. Doch in gefahr; Steb ung Wer nur den lieben gott. ben in aller noth, Auch ver. 644. Erwache fröhlich laß uns nicht im tod. Dann mein gemüte, fo fönnen wir mit freuden Jest, da der leib vom schlaf Auch dereinst von hinnen erwacht! Schwing dich zum scheiden. icbopfer, dessen güte Mir Diefen tag zur freude macht. Stimt berz und mund ein danklied an! Der berr bat 2. Am Geburtstage. In allen meinen thaten. 643. Herr, der du mir wohl an mir getban! das leben Bie 2. Ein jabr ist wieder bin Diesen tag gegeben, Did geflossen, Ein jabr von mei. bet ich findlich an. Ich bin ner lebenszeit. Ich bab un viel zu geringe Det treu, dieålig guts genossen Von dir, ich besinge, Die du bisher du gott der gütigkeit. Du an mir gethan. gabft, vergabft und standst 2. Mit dankendem gemüte mir bey, Ja, vater, ja du Freu ich mich deiner gute bist getreu! Ich freue mich in dir. O 3. Wie soll ich deine buld gib mir fraft und stärke, erheben? Gott, du bist groß, Gedeihn zu meinem werfe mein dank ist klein! O mochUnd schaff ein reines herste doch mein ganzes leben in mir. Ein dank für Deine gnade 3. Gott; welche rub der feyn! Nimm, gott, burd feelen Nach deines worts be den ich fröhlich bin, Mein feblen Einber im leben gebn. ganzes berz zum opfer hin. Auf deine gute boffen, Im 4. Herr, deffen treu auf geift den himmel offen Und allen wegen Mir nabe, sicht. bort den preis des glaubens bar, tróftlich war; Oleg auch fehn! einen neuen fegen Auf dies 4. Ich weiß, an wen ich fes neue lebensjabr. Gott, glaube, Und nabe mich im der du weif und gütig bist, ftaube Zu dir, o gott, mein Gib mir stets, was nur nújheil! Bin ich der schuld lich ist. entladen, Und nur bep dir in gnaden: So ist im him. 4. Bep den 4 Jahrszeiten. mel auch mein theil. 1. Frühling. 5. O leite mich im segen Gollt ich meinem gott nicht. Dem grosſen ziel entgegen, 645. Hoc am himmel dein wort Länger Bey den 4 Jabreieiten. I Frühling. 415 Långer stralt uns nun ihrjerkleide Prangt die blütenlicht. Alles leben atbmet reiche flur. Jede blume làwonne, Bonn ist jedes an belt freude Vor dem fcbbgeicht. Pracht des frühlingspfer der natur, Der mit fenft fich nieder In die wal- bau die erde trånket, Und der, auf die flur. Die er sie wärmt, bis ibre faat, storbene natur Lebet auf und Benn sie sich entwickelt bat, wirket wieder. Opfre mei Sich von früchten schwer nun nem fchöpfer dank, Preisenfet. Bringe meinem fcbbihn fröhlich mein gefang! pfer dank! Preis ihn frby2. Schreckenvolle stürmelid mein gefang. heulen nun nicht durch die 6. Diefer frühling, wie luft daber, Und die vollen geschwinde, O mein gott, segel eilen rubig wieder bin wird er verblübn! Wie ein aufs meer. Nicht meór ftro- ichiff, vom stoß der winde men regengüsfé, Deren fluth Fortgeführt, wird er entdas that erfült, und fein liebn! Aber dort vor Deidicker nebel hüllt Stadt und nem throne Wird ein ewland in finsternisse. Opfreger frühling feyn! Ewig meinem fchöpfer dank, preis wird er die erfreun, Die ihn fröhlich mein gefang! dich ehr'n in deinem ſobne. 3. Munter zu der arbeit Opfre meinem fopfer wallet nun der landmann dank! Preis ihn fröhlich bin ins feld, Und fein frob mein geiaty! lich lied erschaller Hoffnungs 7 Diele Berrlichkeit der ervoll dem herrn der welt. Er de Jt ein Tatten von dem vertraut die faat der erde, licht, Das ich ewig idauen Ebrt, durch fromme zuver werde, Dort vor gottes anficht Seinen gott, und zwei gesicht. Auch das freudenfelt nicht, Daß sie gut ge vollste leben hier auf erden rathen werde. Opfre 2c. ift nur tod Gegen jenes, 4. Seht, wie in die wei das mir gott Dort verheiften felder Freudenvoll die ien bat zu geben. Opfre beerden ziehn. Fröblich wan meinem schöpfer dank! Preis dern durch die wälder Satter ibn fröhlich mein gefang! thiere schaaren hin. Hort der vogel fanfte dhore! Hier der lauten nachtigall, Dort 4. Sommer. Allein gott in der höb sey. der lerce froben fall! Al- 646. gott! so bald der les bringt dem schöpfer ebre! tag erwacht, ErBring auch du ihm lob und freuft du, was da webet, Und dank! Preis ihn fröhlich abends danfet deiner macht, mein gefang! Was auf der erde leber, 5. Duftend und im fey- Voll segens machst du unfer 416 Dritte Abtheil. I. Lieber für besondere Zeiten. fer land, Und schenkest uns Doch theilest du die jabres. mit milder band Die frucht, jeit mit weifer unparthei lichkeit. die uns ernábret. 2. Du gibst uns regenj 2. Der nahen ſonne glanz früh und spåt, Und jeder und fraft hat uns nun freud gras balm jeuget Von dir, und brod verschafft. Nun vor desfen majestát Die volle eilt sie andern brüdern zu: ábr fich neigt. Daß flur und So weif und gnådig berr auen sich erneun, Dazu gibt fchest duy deine buld gedeihn Durc fonnenschein und regen. 3. 3war flieht uns jezt die fommerluft, Dafür erfreuft 3. Du frönft mit uner du unire bruft Mit dieses schöpfter band Das jahr in rabres fpeis und trank. O fommerzeiten, Und schütteft dafür fagen wir dir dank. 4. Bald wird ersterben die auf das ganze fand Des fefchläft/ gens lieblic feiten. Es trieft natur, Jedoch sie von ihrem milden guß Run und ruber nur, Empfängt über berg und that dein um neuen leben fraft, Das fuß, Wir freun yns feinet deine band ibr wieder schafft. 5. Immittelft fegne uns, fpuren. 4. Tas forn, von deinem o gott, Erleichtre allen ihre fegen schwer, Bedecket nun noth, Die in der rauben die felder. Die freude breit'tjahreszeit Kein obdach, so fich weit umber Auf wiesen wie uns, erfreut. und durch málder, Auf je 6. Der armen butten dedes thier, das du ernábrst, ke du mit deinem fegen, Und dem du überfluß ge vater, zu. Wenn troft, wenn wabrst, Mit freuden fatt bungersnotbfie drüft, Schaff bülfe, welche sie erquift. zu werden. 5. Der fromme landmann bringt dir dank Für deinen. milden fegen, Dir schallt fein froher tobgefang Aus voller 648. Des jabres bruft entgegen. Wir stimschön, beit ist nun fort! men in fein tied mit ein, Wie traurig stehn die trifUnd wollen dir, herr, dank ten! Es stürmt ein unges bar seyn Für so viel reiche stümmer nord Aus schwerbeladnen lüften. Die erde gaben! starrt vom froste nun Und ihre nahrungskräfte ruhn. 2. Wohl mir bey dieser 3. Herbst. Vom Himmel hoc da. u 647. gott und vater rauhen zeit! Ich darf vor aller welt, Dufrost nicht beben. Mich schůzt herrscheft, wie es dir gefällt.Imein dach, mich wärmt mein fleid, 4 Winter. Auf driftenmenfch auf. 417 Winter. 5. 3ur Saat und Erndtezeit. fleid, Und brod erbålt mein junfer feld Mit nuz bestellt leben. Auf meinem bette Und angebaut fan werden. folaf ich ein, Und kan, mich 2. In boffnung streun wir fanfter rube freun. faamen aus; Doc fegnest 3. So hats der arme brus du nicht feld und baus: So der nicht, Dem brod und ist die muß vergebens. Nur kleidung fehlet, Den, wenn deine fraft Und gute schafft es febr daran gebricht, Frost Uns unterbalt des lebens. oder bunger qualet. Und 3. Laß unsre faat gesegnet drepfach fübtt er feine pein, fepn. Gib regen, wind und Wenn Frankbeit plagt und Tonnenschein, Daß wachstum finder scorcyn. und gedeiben Uns spåt und 4. O zaudre, zaudre nicht früh, Nach sorg und müh, mein beri, Ibm liebreich zu Einst wiederum erfreuen. zueilen. Fühl seinen jammer, 4. Bewabre sie das gan feinen fchmerz, Dein brodeiabr Für so vielfältiger gemit ihm zu theilen. Wer fabr, Die fie leicht fan verfeiner brüder noth vergißt, lezen. Und den, den beut Verdient nicht, daß er glut. Sein feld erfreut, In fumlich ist! mer bald verfezen. 5. Vor tausenden bist du 5. Bey toldher faat seb ich beglüft, die in der stille allhier Zugleich mand tröstflagen. Da warm und nah- lich bild vor mir. Denn unrung dich erquift In diesen ter fturm und winden Errauben tagen. Lobsinge fro: bebt sie sich: So muß auch bes berz in mir, Und brini Beym Freuz den himmel ge gott den dank dafür. finden. Freuz den bimmel 6. Sieb nicht auf das, was 6. Und wie das fornlein dir noch fehlt, und mancber erst verdirbt, und in der ers mebr befizet. Nein, auf die de gleicbiam ftirbt, um neue noth, die andre quátt, Auf frucbt ju bringen: So werd, gott, der dich bescuzet. Acho gott, Ich durch den tod bater, lindre jeden schmerz, Ins beßre leben bringen. Und gib mir ein zufriednes berz. 7. Auf diesen feligen ges winn Freut sich bereits mein herz und finn; Muß ich bey truben fållen Die thránenfaat, Nach deinem rath, Gleich öfters bier bestellen. 8. Nur mache mich, D gott, bereit Im glauben und gottfeligkeit Viel gute frucht 5. Bur Saat, und Ernd, tezeit. 1. Sur Saatzeit. In dich hab ich gehoffet herr. 649 Riebreicher gott, dein fegenswort Erzei get fich noch immerfort Inu bringen; So will ich dir feiner fraft auf erden, Daßl Der ne pipelt. 1. Liever für besondere Zeiten. Dereinst dafür in ewigkeitiegen unter land: Q dann sey, lobsingen. bert, gepreifet! Dann bringen wir dir dank und ehr, Der du der freaturen beer Mit wohlgefallen jättigst. 6. Wir trauen dir, wob 41U 2. Um Gefegnung der Feldfrüchte. Es ist das heil ans. 650, s baut, berr, beithätger gott. Dich laffen wit ner menfe nirey walten, Du, vater, kennst fchaar Auf dein geheiß bieerde all unsre norb, Haft lange Und bofft dabey von jabr jubausgebalten Du wirst in dei jahr, Daß sie verforget werde. nem eigenthum, Zu unferm Denn du versprichst, du wobl, zu deinem ruhm, Did Trener gott, Daß sie bey fleiß ferner gnädig zeigen. und müb ibr brod Von dir erhalten folle. 3. Um Regen bey gro Ber Durre. 2. Bis bieber trifft die zu fag ein. Gib ferner deinen Mel. O gott du frommer gott. fegen. Eaß unfre frucre 651. Herr, allerböchfter sonnen. gott, im bimmel fchein und regen. Denn obne und auf erden, Dem wol Deine segensband Bringt fen luft und wind Allzeit felbst ein fettes gutes land geborlam, werden: Was du Uns nimmer, was es könnte. befiehlst, geschiebt. Olaf 3. Vergebens ist all unf auch unser flehn Durch did, re funft, Au müb und zu allmächtiger, Jest in erfül bereiten: Wenn nicht, gott, lung gebn. Deine gnad und gunst Hier 2. Wir bitten- findlic unsern fleiß begieiten. Durch dich um deinen vateriegen. Dich nur feimt der faamen Gib uns, o vater, gib uns auf, Wachst, treibt, fezt einen milden regen. Staub frucht und reift darauf. Dulift jezt unfer land, Erstor bists, ter alles giebet! ben jede flur, Es ichmachtet 4. Straf uns, herr, nichtfeld und thier, Es trauert in deinem zorn. Sey uns die natur. ein gott der güte. Erbalte 3. Wir haben es verdient, unfrer felder forn. Ach, va Ach groß sind unsre sünden! ter, ach verbüte, Daß frost Und billig frafst du uns, und sturm und bagelfchlag Doch laß uns gnade finden! Sie nicht zerstörend treffen Bergib uns unire schuld. mag, Und wir dann trau- Thu auf die milde hand. ern mußten. Wirf einen vaterblik Auf 5. Gib gnådig, was uns uns und unfer land! deine band Jest in der hoff 4. Befeuchte berg und thal. nung weifet. Und front dein Erfrische unsre felder. Dein regen Dank für verliebenen Regen. 4. Um Sonnenschein. 419 regen tráafle fanft Auf ån 3. Gott, laß uns nicht verger, gårten, wälder. Das, gebens Die gaben deiner band mas bisber geledhit, Erquis empfabn; Uns nicht, du quell de, betr, aufs neu, Daß des lebens, Dir undankbar jede Freatur Dir freudig und fruchtlos nabn! Dit dankbar sey. fendeft thau und regen, Gibit 5. Ergieß zugleich dein milden fonnenschein. Du eilft bort, Gleich einem milden mit deinem fegen Uns alle regen, Auf unfer tråges berzau erfteun. Ach, laß uns Mit tausendfacem fegen. nicht vergebens So manche Der fromme nur fan ficbaab empfabn! Laß nicht, Gott, deines fegens freun. du queil des lebens! Uns O laß uns alle reich Anundankbar dir nahn! wahter tugend seyn! Dan Danflied für verliehenen Regen. 4. Um Sonnenschein. o gott der herr nicht. 653. gott du kansk Nun lob mein feel den. Den himmel gana 652.in milder tegen fin- Mit wolken übersieben; Doc fet Erquickend auf müssen vor der fönnen glans Die dürre flur. Wie labt sie Sie, wenn du willst, entfich, wie trinfet Ibn die vers flieben: Halt doch den reidmachtende natur! Die fanf- gen jest juruf, Und laß der ten strome füblen Der lüfte fonne froben blik Uns wie. weites meer, lind die geschöpfe derum erfreuen. füblen Sich nicht mehr tråg 2. Die felder trauern und schwer. Gott spricht: überall! Die faat und früchdas feufzen fcbweiget, Und te leiden! Des regens übers biz und dürre fliehn. Der báuiter fall Erfitt der flu. frommen danflied steiget ren freuden. Dein legen, den Hinauf und preiset ihn! du uns gejeigt, Det sich be2. Mit mutb im ange. trübt zur erde neigt, Scheint fichte Beschaut des ackers nabe dem verderben. herr fein feld. Erquikt hat 3. Herr, unfte fünd und gott die früchte, Er, der misfetbat hat dieses wohl bera verforger seiner welt. Steif dienet; Jedoch erzeig und deis stebt die faat, die abren ne gnad, Weil uns bein fobyt Vom mark der erde voll, verfühnet. Wir haben dir volt Das feine menfchen nåbren reu uns nun, Wir wollen Und thier erfreuen foll. Weit ernftlich buffe thun, Und un schallt es im gefilde: Gott fer leben beffern. ifts, der regen schift. Auf! 4. Gedenk, o gott, an deit preifet feine milde, Die erde, ne treu und laß uns hülfe ist erquift! Heben. Mach deine gnade 420 Dritte Abtheil. I. Lieder für besondere Zeiten. bey uns neu, Um die wir 4. Durch wolfen tieffeft findlich fleben, Entzeuch uns du das fonnenlicht bedecken. Deine freundlichkeit Do Wind, regen, wetter, fturm nicht bep diefer trauerjeit. Erfüllten uns mit fcbrecken. Du bist ja unfer vater. Weil man nur dunkelbeit 5. Gib uns, o du liebrei- und finstre nebel fah, Und uncher gott, Den beitern schein fers landes frucht War dem der sonne, Und überschütt verderben nah. A uns nach der noth, Mit 5. Doch, berr, auf deifreude, luft und wonne. nen wink Erichien die fon Und zeig uns jest nach deine wieder. Das trauern ist ner treu, Daß ausser dir vorbey. Wir singen freudenfein fegen fep Im bimmel lieder, und preifen deine und auf erden! buld, Daß du auf unser flebn, Bey unfrer fümmerDanksagung dafür.niß, Erbarmungsvoll gesebn. 6. Ja, berr, wir preifen dich Mit freudigem gemüte. PER Nun danfet alle gott. 654.Mein gost, du bift forg auch fernerbin Für gerecht Und auch uns mit vaterqüte. Gib uns dabey voll liebe: Selbst wenn zu rechter zeit Thau, regen, es dir gefällt, Daß leidenjfonnenschein. Wir wollen uns betrübe. Scheint's gleich dir dafür Von herzen dank. als dachtest du, Bep unfrer bar seyn. sündenschuld, nicht mehr an uns, dein volf, Mit va tertreu und huld. 5. Dank für die Erndte. Herr ich habe mißgehandelt. 2. Wir reizen freilich did 655.Goit im himmel und auf erden, Gar oft Und gleichwohl läsfest du Unsicher in der ganzen welt, buld und gnade finden. Laß daß ber; voll pretses Wenn du den arm auch schon werden, Da man dir zu 3u strafen ausgestreckt, lind fuffe fällt, Für den nahen der gébrobte flag Die erndtenfegen Dank und menschen beiliam foreft. opfer darjulegen. 3. Herr, Dein erbarmen 2 Herr, Dir jauchzen feld Fan Rein menichenfian er- und auen; Wald und bu reichen; Wer ist dir, böch- get jeugt von dir. Uleberall ster, gleich? Wenn berg und läßt du dich schauen, Und bügel weichen; Wenn erde, undankbar schwiegen wir? fonn und mond Aus ihrem Gleich, als ob du deiner laufe gebn: Bleibt deine gna ehre Feld und au so schön de doch Stets unbeweglich nicht wäre.. stehn. 3. Vater, du hast aus er bar. 5 Dank für die Erndte. 421 barmen Uns unwürdige er- 1 Wer nur den lieben gott. nábrt. Du hast reichen, du 656. daß doch bey der bast armen Milder gaben reichen erndte, viel gewährt. Gott, der uns Womit du, höchster, uns er. viel guts erwiesen, Sey ge- freuft, Ein jeder frob emlobt und hochgepriesen. pfinden lernte: Wie reich du, 4. Du bast fonnenschein uns zu fegnen, feyst. Wie und regen Uns zu rechter gern du unsern mangel jeit gefchift, Daß man dei- ftillst, und uns mit fpeif'. nen vaterfegen Allenthalben und freud erfüllst. bat erblift! Berg und thá let, tiefen, boben Lassen dei ne huld uns sehen. 2. Du siehst es gern, wenn deiner gute, Obater, une fer berz sich freut; Und ein 5. Ach wer ist, der deine erfenntliches gemüte Auch qüte Dir genug verdanken das, was du für diese jeit fan? Nim ein dankbares ge- Uns zur erquidkung baft bemüte Für die grosse wobl- ftimt, Mit dank aus deinen that an. Unser mund soll hånden nimt. ftets erfchallen: Gott macht 3. Co fomt denn, gottes fatt mit wohlgefallen! buld zu feiern, Komt, dris, 6. Hilf uns, berr, daß sten, laßt uns feiner freun! trank und speise, Die uns und bey den angefüllten Deine buld gewahrt, Ja nicht icheuern Dem berrn der erndnach der fünder weise, Werd te dankbar feyn! Jbm, der zu unterm fluch verzebrt. uns stets versorger war, Bleiben wir in alten fün. Bringt neuen dank jum o. den: Kan das gute leicht pfer dar. verschwinden. 4. Nim gnädig an das 7. Schent uns auch verlob der liebe, Das unser gnügte berjen. Stolz und ber; dir, vater, weibt! Dein geix laß ferne feyn. Laß den segen mehr in uns die trieunbank nichts verschberzen. be 3um thátgen bank, zur Gib uns ferner Dein ge folgiamkeit; Daß preiß für Deihn. Willig laß mit bei deine vatertreu Auch unfer nen gaben uns die dürfti- ganzes leben fep! gen auch laben. 5. Du nábrest und blos 8. Laß es deinem wort aus erbarmen, Dis treib gelingen, Daß auch wir, zu auch uns jum wobitbun an. Deiner ebr, Hier schon rei- un fen auch gern ein troft de fructe bringen. Stärke der armen, Wer ibren manDu uns immermebr. Scenf gel stillen fan! Herr, der uns auch, nach allem leide, du aller vater bist, Gib je. Droben mehr als erndte- dem, was ihm nuzlich ist. 6. Ebu deine milde fe DD 3 gense treude. 422 Dritte Abtheil. 1. Lieder für besondere Zeiten. gensbånde, Uns zu erquicken, allein dein guter wille, Daß ferner auf. Bersorg uns bis feld und au und garten grünt, an unfer ende, Und mach in Und uns, find wir es gleich unserm lebenslauf Uns dir nicht werth, Die frucht der im kleinsten auch getreu, erde reichlich náhrt. Daß einst uns größres glück 5. Bewahre ferner unfre erfreu. faaten, Und unire bäufer, 7. Bewahr uns den ge- bab und gut. Bewahre uns schenkten fegen, Sib, daß vor misfetbaten, Vor wol. uns fein genuß gedeib; Undlust, geiz und übermut; Weil unfer ber; auch feinetwegen ionft im reichften überfluß Dir dankbar und ergeben Die seele doch verderben fep. Du, der uns täglich muß. nábrt uno fpeift, Erquit auch ewig unseen geift! In periger Melodie. 6. Ja, wenn wir, vater, Dein vergeffen, Der du fo liebreid en uns denkst: So 657.Bir fingen, berr, muß der fluch den segen free von Deinen fe- fen, Mit dem bu feld und gen, Wiewohl sie nicht zu baus befchenfft. Wird auch jålen sind. Du gibst uns der vorrath nicht zerstreut: fonnenschein und regen, So mangelt doch zufrieden. Frost, bize, donner, thau beit. und wind. So blüht und 7. So wollen wir denn. reifet unsre faat Nach dei hier auf erden, Des guten nem wundervollen rath. faamens auszufreun, Nie 2. Der bimmel träufelt mude, nie verdroffen were Jauter gute. Die erd ist dei- den; Und uns vielmehr der ner icaze voll; Damit einernete freun, Die einst, nad achtsames gemüte Dich fin dieser zeit der faat, Dein Den und bewundern follrath für uns erichen bat. Did, der durch seine weifel macht Das alles bat ber- 6. Bep fparfamer Erndte. porgebracht. Mel. Was gott thut das ist. 3. Sa fey bie liebe benn 658. Preißt, driften, mit gepriesen! die Noch wunderkraft! Die auf den Preift gott, den berrn der feldern, auf den wiesen, ernbre! Daß sich nicht ganz Den erdbewohnern nabrung die fruchtbarkeit Von au Idafft. Du nábrest uns, wir und feld entfernte. werden fatt. Du gibst, baß stets erbált Er seine welt, man noch übrig bat. Was nörbig ist zum leben, 4. Du schütteft deines se Will er uns alles geben. gens tülle Herab, die wir 2. Er ik der herr, in seiDe night verdient. Es ist ner hand Ist, was die erde bringet. II Lieder für besondere Stände, Alter und Geschlechte 423 brinaet. So febr auch men- jgewinn! An dem sich gndschenfleiß das land Baut, gen laffen, Was da ist, pfleger und bedünget; Komt und mit beitrem finn Das doch allein Von ihm ge- vefte zutraun fassen, Daß, deiba. Nur er, er låst die der die welt Regiert und faaten Blübn, reifen und bált, Auch uns, so lang wir reif seratben. leben, Was nöthig ist, wird 3. Oft fehn wir frob ingeben. boffnung schon Der reichsten 6. Ja, booster, wir ver erndt entgegen. Und vidilich ebren dich In allen deinen ift er uns entflohn, Der uns wegen, Und trauen unvergezeigte segen. Gott nimt ánderlich Auf deinen milden und gibt, Was ibm beliebt, fegen. Auch unser brod Wirft Daß er, als herr der erde, du uns, gott, Von zeit zu Von uns verebret werde. zeit gewähren, wenn wir 4. Beigt auch nicht gleich dich findlich ehren. so sichtbar sich Der reichtum. 7. Wir beten demutevoll feiner gaben: So giebet er dich an, Der alles weislich Doch sicherlich, So viel wir füget, Des vorsicht niemals nótbig baben; Ift ftets beirren fan, Des wohithun dacht, Voll gnad und madt, niemals trüget. Froh danDie seinen zu erhalten, Diefen wir, Erhalter, dir, lad ihn nur laffen walten. preifen deine güre Mit gnüg5. Und, o was ifts für einlfamem gemüte. II. Für besondere Stände, Alter und Geschlechte. 1. Für Obrigkeiten. fuld fey, Den redlichen Sey lob und ehr dem, im land erfreu, Dem un 659.rbalt uns, berr, die recht kraftig fieure. obrigkeit, Die du 3. Laß uns, durch ihren uns gabst auf erden, Mirfcbuz beracht, Des friedens woblstand und mit sicherheit glüf geniessen, und rubig Durch sie beglükt zu werden. unter ihrer macht, Das leVerleih ihr weisbeity trieb ben uns verflieffen. Hilfe und fraft, Was wahres daß sie in gottfeligkeit Die wohl dem lande schafft, Mit diene, und in unfrer zeit Wir. forgfalt wahrzunehmen. frucht davon empfinden. 2. Gib, daß sie, deinem 4. Beschirme fie durch deis borbild gleich, Uns väterlichnen schuz, Daß, die ibr regiere, Und stets an buid übeis gönnen, mit ibrer lift und weisheit reich, Die und ibrem truz Ihr niemals berrfoaft glüflich führe. schaden können. Nie feble Daß sie ein fqui der un jeder guten that, Die unfer 4 glüt 424 Dritte Abth. II. Lieber für besondere Stände. glük zur absicht hat, Deinsfübren, und keines zu verfegnendes gedeiben. lieren; Weld groses wicht. 5. Gib denen eifer, fleiß ges werk! und treu, Die ihr sind un 4. Zu schwach sind meine tergeben, Daß jedermann be fråfte, 3u ichwach ist mein fliffen sey, Nad feiner pflic verstand. Der finderzucht zu leben. Erleichtre ihr des geschäfte Stebt unter deilebens müh. Mit deinem fener hand: Gott, Darum bitt gen frone fie, Und sep ibrich dich. Um jetu drifti lobn auf ewig! willen,( Du wollst die bitt 6. Laß sie mit uns befliffen erfüllen!) Regiere sie und fepn In deiner furcht zu le- mich! ben; Uns Deiner oberherrs Vom himmel boc da. fchaft freun, Mit ihr dein lob 661. Die finder, deren erheben; Daß so vor Deiner wir uns freun, majestát, Die über alle bo- Sind alle, gott und bater, beit geht, Herrschaft und dein; Sind deine beste gab, volf sich beuge. o berr, Bewahre sie, barmberziger. 2. Wenn treuer eltern fie be fucht Sie aufzuziebn in 660.2us freudigem ge- beiner zuchr: So steb, bamütbe Sing ich mit sie glüklich sey, Mit deizu gott hinauf Es zeugt von ner weisheit ihnen bey. feiner gute Mein ganzer le 3. Gib allen findern lehrbenslauf. Von dir, mein begier, 3um guten luft und gott, von dir Komt jede gulieb zu dir, und laß sie mei. te gabe, Komt alles; was den obne zwang Trof, eigen ich babe, Auch finder gabst sinn und müßiggang. Du mir! 4. Gelegnet fep ihr unter. 2. Laß mich stets überle- richt! Laß sie durch deines gen: Daß du ihr vater bist, wortes licht Dich recht ers Und daß auch ihrentwegen kennen, laß sie nie Gefährs Dein fobn gestorben ist., Ver- id irren, leite fie! bute, daß ich die Nicht årg. 5. Im glauben mache fie re, nicht verachte, Die dri- gewiß, Bewabre sie vor års ftus felig machte: Ach dißgerniß, Und wider der vers gescheb ja nie! fubrung lift, Well jefus ibr 3. Dir, vater, bir zum erlöser ist. preise Wollt ich sie gern er 6, Hilf, daß sie dich an ziebn: O mache du midhjedem ort Vor augen baben weife, Und fegne mein be- und dein wort, Und sic mübn. Diß fey mein augen- beffeiffen jederzeit Dertugend, merf, Dir, gott, fie juzu zucht und frömmigkeit. 7. Daß 2. Für Eltern und Kinder. Aus meines herzens grunde. Alter und Geschlechte. 425 7. Daß wir in ibnen dri- 5. Freude sei es dann ften jebn, Die freudig deinejauch mir Folgfam seyn, wege gebn, Und menschen denn das ist billig; Und ge einft, voll fuß und muthållig, gott, vor dir. Mach Zu thun, was edel ist und du felbft daju mich willig. gut. Bobl mir dann, es wird 8. O bilf und, vater, sobn auch mein Dein verbeißner und geift! Bis man dich dortiegen feyn! im bimmel pretst. Dann es ist gewißlich an der zeit. banken noch volkomner wir 663, berr, mein gott, Mit allen unfern Findern dir! Jefus meine zuversicht. weisheit und um tugend. Regiere du mich vaterlich 662, Gott, dir fey mein In meiner früben jugend. dank geweibt, Laß deinen fegen auf mir Heilig dir mein ganzes leben. rubn, Nur das zu lieben Denn aus freper mildig- und zu thun, was dir, feit hast du felbft es mir mein gott, gefällig. gegeben: Es durch eltern 2. Gib, daß sich meine mir verliehn, Die jur tu- eltern freun, Mich tugends gend mich erziehn. baft zu feben. Laß ibre sucht 2. Hilf, daß gegen sie mein an mir gedeibn Zu meinem bers Kindlich fey, und nicht woblergeben. Das gute, bios ideine. Und daß ich, das sie mir gethan, Von trifft sie ein schmet;, 3u dir meiner ersten findbeit an, tromme thránen weine; O das vergilt du ihnen! Für ihr glük dir dankbar fey: Und mich ihrer wohl 3. Für Herfoaften und Dienstboten. fabrt freu. Auf driftenmensch auf. 3. Laß auf ihre winke mich Kindlich und mit forg 664. Durch dich, gott fait achten; Ja felbft ibbin ich, was ren wünschen mich noch zu ich bin, Und es ist deine gnapor su fommen trachten; de, daß ich als berr, fo viel Gern, was sie vergnügt, gewinn von meinen bruvollziehn, Sters was ihnendern babe; Sie leiben ibre mißfáut fliehn! fräfte mir. Dis, booster 4. Jefus stelle mir sich dar, berr, verdank ich dir. Er, das bepipiel frommer 2. Mich zu begiüfen, die finder, Der der herr vom nen sie, Verzehren ihre fråfhimmel war, Gottes sobnte, Und dulden gern des das beil der fünder; Er war lebens mub In meinem doch von findheit an Sei- hausgeschäfte. Laß diefes vors nen eltern unterthan. rechts from mich freun; DD 5 Nie 426 Dritte Abtheil. II. Lieder für besondere Nie hart, nie stol, nie lieb.fchweigen, Mic redlich treu los seyn. bezeigen, und schlecht und recht einber zu gehn. 3. Auch der geringste die ner ist Bestimt zum ewaen 4. Bor frechbeit, stol, und leben Für ihn und mich bai neide, Bor lift und schaden. jesus chrift Sich in den todireude Bewahre, gott, mein gegeben. Vor deinem richt bers. Was meine berrschaft stul hat mein fnect Mit frånfet, In unmuth sie vermir dereinst ein gleiches rect. fenfet, Das fey zugleich 4. Gott, prág diß meinem mein eigner ichmerz. berzen ein, Als bruder ibn 5. Gern will ich sie erfreuzu lieben, Laß immer mich en; Gern mein versebn bes befliffen seyn. Wie sollt ich reuen; Und willig folgfam Den betrüben, Der über mei- feyn. Ich will fie redlich ne grausamkeit Um rache still lieben; Im fleiffe gern mich gen bimmel fcbreyt? üben; Und müßiggang und 5. Laß mich ihm feine faure trägheit scheun. pflicht Durd lindigkeit 6. Laß mich sie nicht betrůs verfüssen. Er foll, wenn gen. Recht thun, fey mein bülfe ihm gebricht, Sie stets vergnügen, und freude jes von mir geniessen. Ibn tra- de pflicht. Was ich denk, gen will ich, ibm verseibn, rede, thue, Ich gehe oder Und wird er frank, fein pfle. rube, Gescheh vor deinem ger feyn. angesicht! Nun ruhen alle Wälder. 7. Du, gott der herrn gott, du gott der und fnecbte, Vertheilft mit deinen Der gro milder rechte Den hob'n fen und der kleinen, Auch und niedern beil. Wer nieich bin, fchöpfer, dein! Du drig ist auf erden, Kan groß bast auch mich auf erden im himmel werden, Hat 3um menfchen lassen werden, fürsten gleich, an dir, gott, Und deiner soll mein bertbeil. fich freun. 665. 8. Auch mich wirst du bes 2. Jch foll bier andern die tobnen. Bep dir werd ic neu; J thu's; und folg dort wohnen, und mich mit ich ihnen, So folg ich dir, engeln freun. Laß mich dis mein gott. Laß meiner berr stets ermesſen, Nie deiner fchaft willen mich gern und bie vergessen, und dann froh erfüllen. Denn dißwerd ich einst selig feyn. Dein will und gebot. 3. Behüte mich vor flagen, Laß still mein joc mic tra gen, Auf dich im febn. Sehr Du mich 4. Eines Alten. Vorige Melod. Dienste 666, Goit hat in meinen reden, tagen Mich vå. terlig Stände, Alter und Geschlechte. 427 tertid getragen Von meinerjende Sink ich in jefu bán. jugend auf; hat mich auf de, denn er hat mich mit meinen wegen Geleitet und gott versöhnt. zum fegen Gelenket meines lebens lauf. 2. Jch batt oft große for gen; Doch wie ein heitrer 667.3 eft, u 5. Eines Jünglings. Ermuntre dich mein schwacher. komme vor dein morgen Durch) dunkle nachtel bricht: So bab ich stets erschöpfer meiner jugend, Verfabren. Der berr weiß zuwirf mein findlich fleben bewabren, Und führt durch nicht um weisbeit und um finsterniß um licht. tugend! Mein ganzes les 3. War menschenrath ver- ben. dank ich dia; Erbarnebens, So fam der berrmer, weiche nicht von mit; des Lebens Und half und mach Damit ich deine wege Unte bahn. Ich ließ ihn thun stráflich wandeln möge. und raiben. Denn er tbut 2. Du pflanzeft, herr, in große thaten, Und nimt sich meine brust Verlangen nach eller matig an. vergnügen. Laß mich den 4 Bis zu des afters tagen bang zu jeder luft, Die du Will ich dich beben, tragen perbeutst, befiegen! Dein unUnd dein eretter jepn! Diß ausbleibliches gericht Verbat mir gott versprochen; geffe meine feele nicht. Und Hat nie fein wort gebrochen, weder glük noch leiden Laß, Dee will ich auch als greis derr, von dir mich scheiden. mich freun. 3. Wenn, vater, sich auf 5. Er wird in meinem alter meiner babn, Mich in ihe Mich tragen; mein erbatnes zu ziehen, Verführer ter I gütig und getreu. meiner feele nabn; So laß Bin ich gleich ichwach und mich flüalich flieben. Ibr müde: Bey ihm ist troft bepfpiel, berr, entferne nicht und friede; Er febt auch Mein berz von dir und meimeiner schwachheit bey. ner pflicht; Jbr ipotten und 6. Na wenig bangen ibr lachen Laß nie mich wanfunden hab ich ganz über fend machen. wunden; Ich bin dem zie. 4. Der tugend heilige mich le nab, Dem ztele meiner ganz, Mein schöpfer und er leiden. D welche bobe freu- balter! Sie werde meiner Den Erwarten meiner feele jugend glans, Und einst mein da! Epalte mein 7. Id barre froh und gewissen rein, Laß feinen fille Bis meines gottes wil meiner tage seyn, Der nicht le Mich nach dem fampfe zu deiner ebre Von mir ges front. An meiner laufbahn beiligt wäre! troft im alter. 5. V 428 Dritte Abtheit. II. Lieder für besondere 5. Ac, lebre mich denftigkeit Bewabre meine juwerth der zeit, Daß ic fiegend. Stets iep ibr idomuk nicht verschwende; Daß icoefcheidenheit und ihre schönmit weifer thätigkeit zum beittugend. Kein schmuk ges guten sie verwende. Laf falle mir, wie ſie; Den gib meiner jugend fleiß und müb mir, gib, daß ich mich nie Umsonst nicht seyn und seg Für unbescheidne blike, Um ne fie. Laß auch durch mich sie zu reizen, schmüke. auf erden Dein werk ges fördert werden. 5. Die lust jur eitelfelt laß nicht mein junges herz entzünden. Sie streitet wis Der meine pflicht und locket mich zu fünden. Was hilft 6. Einer jungen Ebristin. In vo ger Melodie. ch 668.3 will in tiller das prangen vor der welt, Mein gott, mein herz nicht herz zu dir erheben. Nur dir gefällt? Drum will id Deinem dienste feps geweibt; mich bescheiden In zucht und Dir ewig, gott, ergeben. Demut fleiden. Vernim, o bater, mein ge 6. Auch sey mein auge, bet, Das stets um licht und wie mein herz, Unsträflich; starke flebt: Ganz Deinen nie entzünde Ein freper un guten willen Mit freuden fittsamer scherz Geheime luft zu erfüllen.roeger zur fünde! Die unidbuld 2. Preiß dir und dank, fey mein liebster rubm, Ein mein schöpfer, gott, Du guter ruf mein eigenthum, gabft mir meine feele! Preiß Den jeder gern mir gönne, Dir und dank, mein mittler, Und niemand låstern könne. gott, Du ftarbt für meine 7. Gib, daß in stiller feele! Preiß lei dem geiste, häuslichkeit Ich eitle zeitver. Dank und tob! Der mich treibe Stets gern entbebr zu feinem ficbt erbob, Der und allezeit Im guten thátig mich aur wahrheit führet, bleibe. Der umgang, der Erleuchtet und regieret. verführung drobt, Sey mir 3. 3d bin, o berr, mein mehr schreflich, als der tod; gott, dein find, Mein beil Laß feine wilden freuden, ins, die zu lieben. Oma Wie eine pest, mich meiden. de mich dir gleichgefinut 8 mit wahren frommen In allen meinen trieben. muß ich mich Durch from. Laß meine feele feufch und migkeit verbinden, Und ib rein Stets Deiner lieberer liebe werth, durch dich wobnung feyn; Und suchen Der freundschaft glük em Dir vor allen, D vater, zu finden. Laß diesen umgang gefallen. lianft und rein Mir liebreich 3. Vor eitler selbstgefälldurch ihr beyspiel seyn, Daß midi 91913 429 Stände, Alter und Geschlechte. mich, wenn ich mich freue, meine, Stebst, wie ich bulf. Nie mein vergnügen reue. los weine in stiller einfam. 9. A sende deine hülfe feit. Du, vater aller welten, mir, Diß gern zu thun er Willst's öffentlich vergelten, böre Mein brünstiges ge- Wenn deiner still mein herz bet zu dir, Daß ich dich ewig sich freut. ebre. Dir weiß ich, gott, 6. Jd will dann frohen mein lebenlang Der unschuld mutbes Aus allen Fräften und der tugend dank, und gutes Vor deinen augenthun; will, zu dir erhoben, Dich Will mich der welt entzleben einst vollkommen loben. Und lárm und tborbeit flieofkomm hen, Und still in deiner füt= gung tubn. 7. Einer Wittwe. In allen meinen thaten. 669.Gott bort der witt 7. Dann eilen meine tage, mit ihrer noch und plage, wen fleben, Mein Leicht, wie ein traum, baaug soll auf iba seben; Erbin. Dann lea ich meine ist mir mehr als mann! In giieder Fcoh einst im tode allem schmerz und leide Jft nieder, Wenn ich zum him. er mein troft und freude, mel reifer bin. Mein felß, den ich umfai fen fan. 8. Dann geh ich, den zu schauen, Der mein ftab, mein 2. Mich tröstet feine gnade, vertrauen, Mein gott ist und Er ist auf jedem pfade Bey mein freund. Wie will ich mir bis an das grab. Er ihn dann ehren, Ihm danwill mich nicht verlassen, fen für die zähren, Die ich Diß troftwort will ich faffen, als mittwe bab geweint! Als meinen wittwenwand. 9. Dann find ich, die ich rerstab liebte, Der'n abschied mich 3. Wo feit viel taufent betrübte, In meines fcbbjabren Betrübte wittwen was pfers band. Wie wollen ten, Die bast du, gott, ver wir uns freuen, und unfre pflegt; Die sich auf dich verlieb erneuen, Im tbrånen. lieffen, Und glaubig dir jufreyen vaterland! füffen Des fummers schwe fo. Getrost durch goftes re last gelegt. 4. In dir will ich mich står fen, Du wirst auf mich aud merken; Mein feufsen ist vor dir. Ich will mit beiffem fleben Bordeinem antlis fe ben: Du wittwenhelfer siehst nach mir. gnade Geh ich die schweren pfade. Gott lindert meine notb. Nicht ewig werd ich meinen. Jd fomme ju den meinen, Bald feb ich sie bep meinem gott! ( Wenn sie Kinder hat.) 11. Hierber, ihr meine 5. Du siehst mich, wie ichelwaisen! Mit mir den gott 430 Dritte Abthbeit. III. Lieder bey befonderen Vorfällen. zu preisen, Der euch erhal Und mich schon jung jo ten fan! O gott, fev duschmerzlich ichlágft? ihr bater! Jbr schuzberr, 3. Doch ich erfahr es war. ibr berather! Nim dich der lich einft, Daß du es treu armen schaafe an. lich mit mir meinst. Vielleicht schon in der prüfungss zeit: Gewiß dort in der 8. Einer Waife. Herr jefu drift wahrer. ewigkeit! nicht aus 670.Son frübe fest 4. Gott, nicht aus ora mich gottes band entziehest du mir meiner ju In einen fummervollen gend luft und rub. Zu mei, stand; Auf einer leidenvollen ner lebensbefferung Fühl ich babn Fang ich den lauf des des lebens noth fchon jung. lebens an. 5. Ich bitte, herr, laß jede 2. Gott, du bist meine pein mir eine tugendschule zuversicht. Allweiser, noch seyn. Laß mich unfràflich weiß ich es nicht, Warum vor dir gehn, Und still auf du früb mir freuz auflegst, deine hülfe sehn. III. Für besondere Borfälle. 1. Bep der Trauung der die mitten, Daß diß paar Eheleute. Die beste gabe, Gottes freund licbaft immer babe. 671. Liebster jesu wir sind hier.. err, der durch der 4. Sey ihr beystand in der liebe band Mann notb. Šey, in fummer ibre und weiß genau verbindet, freude. Gib, daß nichts, Herr, der auf den ebestand als nur der tod, Die ver Seines reiches machstbum bundne berzen scheide. Laß gründet. Segne die, die fie, frei von noth und fün jest mit beten In den stand den, Sich im bimmel wie Der ebe treten. der finden. 2. Du baft, groffer got- Bom himmel hoch da. tesfobn, Finst ein frommee 672.Gott, deffen liebes paar gesegnet: Und noch izt voller rath Den auf deinem thron Bist dulehestand aestiftet hat. Mit belfer, der gern fegnet. Eaß fegen weihtest du ibn ein, die, die sich jest verbinden, Laß ihn auch stets gefegnet Deine huld und macht em fepn. pfinden. 2. Dein jegen fehl auch dies 3. Ebriften stehen bier verfen nicht, Die hier vor deis eint, Deinen fegen zu erbit nem angesicht Verbunden fen. Allertreuster menschen durch der ehe band Sid freund! Tritt du fegnend in treu gelobt mit hers and band. 3. Mit 2. Bey der Kommunion junger Chriften. 431 3. Mit gnaden schau auf 673.Herr, unfer gott, fie herab, Daß sie zusammen, erbarme In bis ins arab Verträglich, chrifto aller sünder, Und freundlich, gleichgesinnt, Vor sieb auch jezo gnädiglich Auf allem gortesfürchtig sind. Diefe unsre kinder Du nabmst 4. Laß fie als chriffen liefie schon bey ihrer taui Durch ben dio. Laß fie als gat deinen sohn zu findern auf, ten lieben sich. Von un 3u erben deines himmels. treu aub im Herzen rein, 2. Zu ihres glaubens reUnd feuich in wort und henschaft, 3 ibrem anges werken seyn. loben, Gib, vater, deines 5.3ufammen laß sie dir ver- acistes fraft, Das fie des traun; Zusammen ibre feel alaubens proben, Voll eifer erbaun; Zusammen deinen für das christentum, Zu ih. rubm erbóbn, Und Deinen rem beit und deinem rubm, fegen sich erflebn. Jm ganzen leben zeigen. 6. Was ibnen ibr beruf 3. 3war machtig wird in gebeut, Das laß fie thun mitibrer brust Die fünde sich emfreudigkeit. Und so gelingibrporen. Sie werden oft zur frommer fleiß 3u ihrem wohl sofen luft Gefábriich locken und deinem preiß. boren. Die welt wird ihre 7. Empfinden und erfab lift und macht, Die manren sie Des erdenlebens last ben schon zu fall gebracht, und müh: So trage jeder An ibnen auch versuchen. gern fein theil 3u feines gat, 4. Doch deines geiftes fraft ten troft und beil. und gnad Kan, ben so viel 8. Willst du durch fin- gefabren, Auf wahrer Fugend der sie erfreun: So gib julebnem pfad 2umachtig sie ibrer zucht gedeibn; Daß sie bewabren. Erbarme Dich, als chriften sich bemühn, Dem steh ibnen bey, Daß ihres bimmet bürger zu erziebn. lebens zierde ley Ein from9. Wenn dein rath ibnen mer Christenwandel trübfal fcbift: Laß sie darin 5. Hier nab'n sie sich au nicht unerquift. Gib beitredir, o gott, Dir beitig zu tage nach dem leid, Und versprechen: In freud und fegn' es für die ewigkeit. teid bisin den tod Den tauf10. Und trennet einst aubsbund nicht zu brechen. Gib fie der tod. So fey ihr troft, doch durch deine gnadenkraft daß unfer gott, Die tugend Die alles gute in uns ichaft, haft sich hier geliebt, Ein Das wollen und vollbrinander ewig wieder giebt. gen. 2. Bev der Kommunion junger Christen. Mel. Allein gott in der höh 6. Uns felbften, berr, verlaffe nie, Die wir es freudig wagen, Für uns zu bittes 432 Dritte Abtheil. III. Lieder für besondere Vorfälle. und für sie, Du wollst uns du's meinst mit mir. Beliebreid tragen. Ja nim glücke meine reife, Denn ich did aller gnädig an, Und vertraue dir auf allen meis leit' uns auf die rugend- nen wegen Begleite väterlib babn, Die zu dem himmel Mit deinem fcuz und fegen führet. Mit deiner hülfe mich. 3. Ben der Einführung eines Predigers. Liebßter jefu wir sind hier. 2. Jd bin in deinen bánden, Des foll mein ber; fi freun; Denn du fanft ref. 674.Herr, bier febet un- tung fenden, Wo mir gefabDer fein ren Bin amt nun angetreten, Derdir in gnaden; So fürcht uns fünftig weiden wird; ich nichts, o gott, Du webHore fein und unser beten; reft allem fchaden, Mein Sein gebet; uns recht zu retter in der notb! lebren, Unser flebn; ihn 3. So will ich denn mein recht zu bören. leben, Getroft und woblge= 2. Gib ihrn fraft, nad muth, Dir, vater, überges feinem flehn, Das verwun ben Und deiner treuen but. dete zu heilen; Len verirr Erhalte meine Fráite, Bes ten nachzugebn; Den bestürz- glu de meinen fleiß, Und meis ten zuzueilen; Frevter beil- ner pflicht gefäfte zu deifam zu erschrecken; Und dienem ruhm und preiß. tragen zu erwecken. 4. Laß dir auch meine lie 3. Ruf ihm zu: fo bab ben 3um icbuz empfoblen nun act Auf dich selbst und feyn. Nichré muffe uns bes auf die heerde; Daß, wenn trüben, Dein troft uns stets er für andre wacht, Er nicht erfreun; Und seben wir uns felbft verwerflich werde; Daß wieder In rub und wobl er nicht die frucht der lebrelergebn: Wie follen unfre Durch den wandel selbst zerlieder Dann deine buld cr store. böhn! 4. Legt er endlich in das grab Lebensfatt die matten 2. Nad glúflic volbrac glieder, Und auch seinen birter Reife. tenstab, Nach der sauren arWer nur den lieben gott läßt. beit nieder: Herr, fo gib ibm 676.Dank sey dir, vater bort zu lobne Die verheißne gnadenkrone. meines Lebens, Du hast mich frob zurückge bracht. Jo flebte nicht zu dir 4. Bey Reifen. 1. Vor und auf der Reife. vergebens. Du hast mich våHerzlich thut mich verlang. terlich bewacht. Durch dei. 675.Dich bitt id, gott, ne gnade bin ich bier. Dein beweise, fch uz 4. Bep Reifen. 5. Bey fdweren Gewittern. 433 scuz und schirm war überwind und wetter her; Machst mir. durch der bliße brandDie luft 2. Gesundheit hast du mir von dunsten rein, Und tránfft verliehn, Und schaden von das dürre land. mir abgewandt. Du hast 3 Dallmacht unsers herrn! gefegnet mein bemühn Duro O güte, der nichts gleichet! deine milde vaterband. Auch weisheit, die fein wis meiner feele wandtest du, Der sterblichen erreichet! D berr, so manches gute Las deine gröffe uns In deifu. nen werken jebn, Und felbft 3. Nun fan ich wieder mit im wetter auch uns deine den meinen Mich deiner gut buld verstehn. und bülf erfreun; Mir is. 4. Denn wenn darüber nen mein gebet vereinen Und gleich Lust, erb und meer erdir des dankes opfer weihn; schüttern: So darf ein fromDaß du mit deiner vaterband mes berz Doch darum gar Gefahr und schaden abge- nicht zittern. Screft dich wandt. Des schopfers macht: So 4. Sep ewig, gott, fep denfe froh dabep: Daß sie bochgeprrefen Für alles gu auch groß genug 3u deinem te, das du mir Auf meiner schuße fep. reife haft erwiefen. Mein 5. Du ebrst, o chrift, ihn frobes lob gefalle dir. Dir nicht, Wenn du nur fnechwill ich nun mich ferner weibn. tifcb bebeft; Bey jedem donDein lebend und auch sternerschlag In ängsten troftbend seyn. los schwebest. Sich deinen starken gott Doch nicht so machtlos an, Daß er im wetter nicht Dich auch beschüßen 5. In allerlev Gefahren und Nothen. 1. Bey fomeren Gewittern. Fan. Nun danket alle gott. 6. Es wirket feine maôt 677. bochter, deffen Ein ebrfurchtvolles grauens Fraft Luft, meer Doch diefe madt wirft auch und erde tråget; Der erde, Bey frommen das vertrauen: luft und meer Durch einen An uns liebt unier gott wink beweget. Jcb traue Zwar ebrerbietigkeit: Doch deiner gut, und ehre deine mebr noch zuversicht, Mehr macht, Obfchon bey deinem noch gelaffenbeit. bliz Der donner schreklich 7. Und sollte dieser Sturm fracht. Dir etwa ichaden bringen: 2. Du führeft våterlich, So suche christlich stark Die Der faat zum reicben fegen, unrub zu bezwingen. Es fan In wolken über uns Den dir nichts geschehn, als was oft gewünschten regen Durch durch ibn geschicht, Und das 434 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. ist alles gut, Begreifft du es schon nicht! Herzliebster jefu was. 678.omt, laßt uns gott und seine groß 8. Doch weil so bester muth In unsrer macht nicht erheben, Und nicht für feistebet; Und man sich nur nem donner beidnisch beben, durch dich zu dir, o herr, Und nicht( dann er fan feg erböhet: So flebe ich zunen und uns schůzen) Vor dir, Der alles gute fchafft, feinen blizen! Gib mir, dir zu vertraun, 2. Sie können tödten uns Mutb, willigkeit und fraft. und unsre beerden; Zerstö. 9. So oft wir blizen fehn; rer seyn und auch wohlthá, So oft wir donnern bören, ter werden; Coll aber dann, Laß uns durch hoffnung wann sie die welt erschüttern, dich Und auch durch ehrfurcht Der fromme zittern? ebren. Hat deine gute schon 3. Jsts gottes absicht, daß Den bli bervorgebracht: sie beben follen, Wo donSo ist dein strat doch auch ner unter feinem throne rol. Ein werkzeug. deiner macbt. ten; Und daß, wo bize flam. 10. Was ists, daß dir dein men, dann zur rache Sein nichts mehr füblbar majorn erwache? cben fonte, O menich, als 4. Sie feugen ja, wie alle Dieser sturm Emporter ele deine werfe, O gott, von mente? Er predigt, sterbli- deiner weisheit, huld und cer, Der oft so trojig ist, stårke. Gleich herrlich ist im Mit lauter stimme dir: Wie furm und in der stille Dein schwach und klein du bist. rath und wille! 11. Gott, der die wolken 5. Von tiefer ehrfurcht, lenft, Erbarme dich aus herr, vor dir durchdrungen, gnaden. Laß diß gewitter Sehn wir in der natur doch, D vater, uns nicht erschütterungen, Auch gü schaden. Gib, daß der feuer- te, die sie fchmucket und stral, Wind nnd der schlos- belebet, Selbst, wenn sie fen beer Uns nicht an leib bebet. und gut, Allmächtiger, ver- 6. Fruchtbarer wird fie febr. dann, wie deine frommen, 12. A laß in der gefahr Geprüft zu werden, oft in Bey donner, bliz und stür- trúbfal fommen. Wir lei. men Uns Deine lieb und den, durd geduld zu edlen macht Bedecken und beschir werken Uns mebr zu stärken. men. Vor allem aber gib, 7. Dann reifen fröhlicher Wenn die gefahr vorbey, der tugend faaten 3u manDaß dir für scuz und huld nigfaltigern und sönern Auch jeder dankbar sey. tbaten. Sie werden, wenn Die 5. Bey schweren Gewittern. Dietrübfal fie bewäbret, Nur ben lobgefang? mebr verflåret. mm. 2. O feele, preise den ere 8. Co ftralt, wenn don- retter, Der seine große kraft ner die natur erichbüttern, bewies, Den starken gott, In größrer schönheit sie nach der sich im wetter So maungewittern, Als schmüfte ieftatif bören ließ, Der fie nun eine neue fonne Mitfelbft des blizes ftralen lenkt, neuer wonne. Und stets an uns in gna9. Verderben, schwangre den denkt. dünst entfliehn, lind feu 3. Wenn die erbijte dünden. Die uns und unsernste glüben, So daß die menheerden drohn, entweichen. Ichen und das vieb Den Auch athmen wir, von leicht odem matt und schmachtend rer luft umgeben, Mehrieben: Wie freb und mun. Fraft, mehr leben. ter werden fle! Sobald nur 10. Go steigt, wenn einst in die schwüle luft Der donam gröften aller tage Für ner fühle winde ruft. fromme nicht mehr seyn wird 4. Wie lieblich bebt sich leid und flage, Empor, nach Das getraide, Getránket jenes weltgerichts getum durch den regenguß? Und mel, Ein neuer bimmel. wie vergnügt betritt die weis 11. Wir werden dann zude Der neu belebten thiere einem neuen leben Hervor fuß? Der muntern vogel gebn', werden bir entgegen frobes beer Singt froßer schweben, In diesen neuen des erhalters ebr. bimmel aufgenommen Mit 5. O gott, es bringt uns allen frommen. manchen fegen Der bli und 12. Weil wir noch bier donner deiner hand. Er sind, sey von uns erboben, babnt den weg wobitbåtDann werden wir mit neuer gen regen Und fruchtbarkeit fraft dich loben, Dir brin- strómt auf das land. Drum gen, berr, für alle deine wird dir, wenn der frevler werke Preis, dank und stärke agt. Von christen freudig dank gefagt. Nad dem Gewitter. Wer nur den lieben gott. 6. Jest sprichst du zwar nicht mehr aus wettern; 679.5⁰ o ist, nad got Doch beilig bleibst du für tes rath und und für. Dein bliz droht wille, Das wetter glücklich nicht mehr zu zerichmettern, nun vorbey, Und bey der Doch bleib ich ehrfurchtsvoll angenebmften stille Lebt alvor dir. Du bleibst stets les auf und lebt aufs neu.meine zuversicht. Ich liebe Herz! fordert dis nicht dei- dich und zage nicht. nen dank Und deinen fro e 2 2. Bey L 435 436 Dritte Abtheil. III. Lieder für besondere Vorfälle. 2. Bev Feuersnóthen, Für Abgebrannte. In allen meinen thaten. 7. Indessen gönn uns at.. men, D vater, Dein erbar. men Und freb uns machtig ben; Daß fünftig neuer fe ge, Da so viel gen, Auf allen unfern we. ta anaft und plage Uns bart be gen, Nach deiner huld stets troffen hat: Ein groses bey uns sey. maaß voll thránen, 3ft bey 8. Erieze, was zuſammen Dem bangen fehnen, Jest Wir durch die wuth der unfre fpeite frub und ipar. flammen So schleunig eins 2. Drum fallen wir in gebüßt. Erfülle dis begehbuße Dir, böchster gott, zu ren. Du wirst uns, gott, fuffe, Erkennen unsre schuld; gewähren, Was unfrer Erbarme Dich der fünder; wobltabrt dienlich ist. Verstoß nicht deine Finder; 9. Erbaue, was zerstöret Erieig uns wieder gnad und Und was die gluth verzeb. huld. ret. Steur fünftig allem 3. Gedenk an deine treue brand: So wollen wir von Wir fleben voller reue Aneuem Uns deiner gute freumert auf unser flebn. Dulen, Und ehren dankbar deis bist ja unfer vater, Erbatter ne hand. und berather. Laß uns nicht gånzlich untergebn. 4. So groß der fünden 680. jammervolle er Nad der Feuersgefahr. Wenn wir in höchften nöthen. schade: So ist doch deine 681. Gott, deſſen macht gnade noch gröfer als die Des feuersfraft schuld. Du kanst uns nicht 3um fegen und verderben verderben Denn driftiicafft, mit welcher schref blut und sterben Erwarb unglichen gewalt Verwüstets Deine anad und huld. und wie leicht wie bald!. 5. Wir flehn durch feine 2. So manche bäufer hats wunden, Wo wir stets beil verzehrt, So mander mens gefunden. Ach gib uns troft ichen glük zerstört, Auch und heil. Laß sich um de- dis hat deine hand gethan. ren willen Dod unfer elend Wir weinen, herr, und stillen, Gib uns an deiner beten an.kek gnade theil. 3. Wir weinen, doch ver 6 Es soll dir leib und le ehren wir auch deine buld, ben zu deinem dienft ergeben sie half auch hier; Und bielt Und aufgeopfert seyn. Dein der flammen ionellen lauf, geist, herr, foll uns führen Der übrigen zu schonen, auf. Und jederzeit regieren. Dein 4. Mit unfern brüdern wort, o herr, foll uns er- feufzen wir In ihrem jamfreun. Imer, gott, zu dir. Laß ſie nicht 2. Ben Feuersnötben. 3. In Wassersnoth. 437 nicht bülflos, tröfte sie Diellich. Beichüz uns gut und bu gebeur haft, fegne fie. leben. Dann wollen wir Dir, gott, dafür Danf, preiß und ebre geben. 5. D gib, daß wer ver schont ward, Bicht Verges fe feiner schönsten pflicht, Der pflicht, betrübte zu er. freun, Barmherzig und auch mild zu feyn. Nach geendigter Waf fersnotb. Nun danket alle gott. 6. Was du uns nimmst, 683. Lob, ehr und dank das kanst du, gott, Auch fey dir, O grofwiedergeben, jede noth Infer gott, geiungen, Daß du beil verwandeln, weis und durch deine macht die wilgut It alles, was deinde fluth bezwungen. Es tobe wille thut. te der wind, Das waffer 7. Gib unterwerfung und schrefte febr, die wellen geduld, Daß wir nie deiner rauschten schon Fast über Qura vaterhuld Berlustig werden; uns daber. voll vertraun, Dich, wp fein leid ist, einft zu schauen. 2. Doch mitten in der flutb Bewiefest du erbarmen, Und 8. Scuz unfer ganzes balfft uns väterlich; Du baterland Vor mangel, feu- eigteft an uns armen, Daß den, frieg und brand. Gib, duvon berzen dod Die men= weil du unfer vater bist, en nie betrübft, Und im uns allen, was uns felig ift. betrüben auch Sie als ein pater liebst. 3. In Waffers noth. Was mein gott will. 682. 3. Nun ist der sturm vorbey, Die fluth bört auf zu Gott, du haft fie ir find in noth toben. Laß uns, o gott, bedroht mit starker hand von Die fluth nicht überschwem oben. Die waffer laufen ab, men! Nimm uns in ach: Der menich wird wieder frob, Wehr ihrer macht, Du kanst Der voll von furcht und die wegen bemmen. Ver angst Nach boben orten birg jegt nicht Dein ange ficht. Gedent an uns in 4. So fey denn nun gegnaden. Gott, wenn une preißt, O vater aller gute, jest Dein arm befchbuzt, Was Nim an, was wir dir jest fan die flurb uns schaden? Aus dankbarem gemüthe Für flob. 2. 2 bilf uns, berr, deine große treu 3um opfer Allmächtiger, Um jesu dobri bringen dar, Selbst unser fi willen! Ach du allein berz foll seyn Der lob- und Kanft uns befreyn, Kandanfaltar. fturm und wellen stillen. 5. Erfreue wiederum Das Erbarme dich. Hilf våter- land, das du betrüber, Erquicke 438 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. quicke uns, dein volk, Dastigungen gut: So faffen wir fich dir, berr, ergiebet 3u in frommer ftille Dennoch zu ewig treuen Dienst. Gib neue dir den ffoben muth, Daß fruchtbarkeit, Und schent du gewiß jur rechten jeit, auf diefe fluth Uns segens uns zu erretten, feyft bereit. volle zeit. 6. Du udhtigeft; dod tets mit maffen und meinst es immer väterlich: Auch uns wirst du nicht ganz verlass 4. In Kriegszeiten. Wer nur den lieben gott. 684.8 iebt, o gott, ein fen, und unfrer noth er friegeswetter Jest barmst du dich. Wir sollen über unser baupt einber nur durch angst und pein Ges Doch bist du unfer fcbuz und läutert und gereinigt feyn. retter, So fürbten wir uns 7. Frob werden auch wie nicht so sebr.. Wie beftig rühmen müssen, Wenn du auch gefahr und noth Dem uns wieder wohlgethan>> völkern und den ländern Gott brach, nach uns bere Drobt. borgnen schlüffen, 3um beil 2. Gib, bater, in fo truuns auch durch noth die babn. ben tagen Uns nur den finn, Du bleibeft unsere zuversicht, auf dich zu febn, Und da, wo Barmherziger, verlaß uns andre troftlos zagen, Mit zu- nicht. versicht zu dir zu flehn, Weil nie doch menschenbülfe nüzt, Wenn deine rechte uns nicht schuft. 3. Kein blinder jufall bu mit freuden, herrscht auf erden, Du bist Gott, der du liebreid an es, der die welt regiert. uns denfft, Und nun uns Ein jeder muß es inne wer nach des frieges leiden, Des den, Daß deine hand diefriedens wonne wieder welt regiert. Drum wollen schenkst. Du beisfest die ver. wir, berr, voll vertraun Auf wüftung fliebn, Und sicher. Deinen schuz und bülfe baun. beit und fegen blübn. 4. Wir fallen gern in dei 2. Herr, das thust du, ne arme, O vater der barm was du bebutest, Dem darf berzigkeit! Und fleben be fich fein zerstörer nahn. murhsvoll: erbarme Dich Wenn du, allmächtiger, ges über uns zu dieser zeit! Laß bieteft, Ift alle zwietracht gnade nur für recht ergebn: abgetban. Auch über uns So bleiben wir noch auf- bast du gemacht, Auch uns rect stebn. Die rub zurüfgebracht. 5. Und findet, berr, dein 3. O driften, fühlt das weifer wille Noch ferner zulganz und preiser Froblockend. ign, Nad erlangtem Frieden. In voriger Melodie. 685.Gelobt, gelobt feyst 4. In Kriegszeiten. 5. Jn Theurung. 439 ihn, der uns erfreut; Derlicher aller wélt, Du vater feines armes macht bewei voll erbarmen, Der ewig fet, Und bey der macht barm- glauben hålt, Du unsre zuberzigkeit; Der une auf gna versicht, zu dem wir alle denflügeln trágt. Und wun fleben, Auf den wir findden beilet, die er schlägt. lich sehen, Verlaß, verlaß uns nicht! 4. Preist ibn durch freu diges vertrauen! Jbr febt, 2. Erbarmender, ach wenwas feine hülfe fan. Er läßt de Der zeiten schweren lauf! sie uns auch ferner schauen, Thu deine milden bånde, Und nimt sich unfrer mådb Uns ju verforgen, auf! Was tig an. We wir nichts fön- irgend leben bat, Nährst du nen, nichts verstehn, Wird, mit wohlgefallen, Nähr uns was uns núzt, durch ibn auch, schaff uns allen Bep geschehn. unferm mangel rath! 5. Preist ihn durch wohl 3. Herr, der du auch uns thun und erbarmen, Wo ihr schufeft, Steb uns mit bul der bruder noth erblikt; Daß fe bey, Allmächtiger, du ruibr die leidenden und armen fest Dem nichts, damit es Speift, tránket, kleidet und fey. Zu helfen, ist dir leicht, erquift. Damit sich alles, Du fanft dem mangel weballes freu, Und durch den ren, In überfluß ihn Febfrieden glüklich fep. ren, Wenns uns unmög 6. Preift, preist ihn durch lich deucht. ein frommes leben; Dis ift 4. Die fruchte laß geraDer beste lobgefang! So viel tben, und deine hülf uns ist uns von ihm gegeben! So fehn; Erquife du die faaten, febr verdient er diefen dank! So oft fe traurig stehn. Olaffet berz und wandel rein Herr, baue selbst das land, Und ihm ein würdig opfer Tránk es mit thau und refeyn! gen, Und full es an mit 7. Nim, vater, unsere fegen, Aus deiner milden dankes lieder Auch jest mit hand. wohlgefallen an. Frob icbal 5. Erbör uns, vater, frolen unfre tempel wieder Von ne Das jabe mit deinem Dir, der uns so wohlgethan! gut, Daß sich das heri ge Herr, unser gott, dich to wobne zu woblgefaßtem ben wir, Herr gott, wir mutb. Lehr es sich deiner danken, danken dir! freun; Stets zutraun zu dir baben, und deine fegensgaben Durch misbrauch nie entweibn. 5. In Ebeurung. Von gott will ich nicht lassen. 686, Du u bester troft der 6. Augufiger, wir hoffen armen, Beberruf dich und deine treu. € 4 440 Dritte Abtheil. III. Lieder für besondere Vorfälle. Oft hat uns noth betroffen, berrn, Geborchen, dir nur Und da standst du uns bey. leben. Sprich nur dein mächtic wort, Daß wir den man gel beben, Wir werden fro her leben, Dich preifen bie und dort. 6. Auch glauben wir an deinen fobn. Um jefu willen duld und schon; Und laß uns troft erscheinen. Stref aus die hand, Und laß das land Nicht langer hútflos weinen. 6. Bep gefährlichen Seuden. 7. Sep mit den sterben. den, daß sie Dein anttilf ichaun und alle, die noch In dich hab ich gehoffet. 687., u, gott, bist unf leben, die bewahre; Tröst re buff und in dem schmerz, Daß un macht, Wenn uns dein aufer berz, Wie gern du hilft, ge nicht bewacht, Werwacht, erfabre. wer bilft uns armen? Er retter, dir, Dir fleben wir Du wolleft dich erbarmen. 8. Das ganze volk frohloft dir dann, Und betet dich, erretter, an Und preifet dei. 2. Der seuchen gift ver ne gnade. Dann wandeln breitet sich Weit um une wir, O gott, vor die Mit bez, erbarme Dich, Laß une freuden deine pfade. nicht plözlich sterben. EntVal reiß dem tod Uns, der uns droht, Entreiß uns dem verderben. 7. In allgemeiner Notb überhaupt. Wenn wir in hickten. 3. Du bist ein gott, der 688.im von uns, herr, gern verzeibt. Laß uns den dich uns wir flebn noch barmherzigkeit Für dei- an, Dich, der allei nem throne finden. Und dein belfen Fan, Nim von uns, gericht Vertila uns nicht In berr, der strafe laft, Die unbeweinten fünden. Du uns aufgeleget baft. 4. Kein reichthum schüzt; 2. Herr, unirer schulden Fein stand; fein ort; Hierzabt ist gros! Wer wird weinen wittwen; eltern die bose neigung los? Wer dort; Und da verwaiste fin- lift, der feine fünden zählt? der. Die feuch erreicht Auch Wer von uns weiß, wie oft Den, der fleucht, Den from er fehlt? men, wie den fünder. 3. Nicht schwachbeit nur, 5. Deß alles sind wir auch misfetbar Ifts, die dich werth, doch wir Beweinens, gott, beleidigt bat. Oft gott, und flebn zu dir! Du haben wir der menschbeit wolleft uns vergeben, Witwerth, dein göttlich ebens wollen gern Dir, unserm bild, entehrt. 4. Ge. 7. In allgemeiner Notb überhaupt. 4. Gerechter gott, vor dir, Nun danker all und bringet. vor dir Bekennen und be 689. Gott, ein erbar. reuen wir: Demuthig flagt mer wareft du dir berz und mund: Wir des volkes israels. Du brachen deinen beilgen bund. fübreft sie iné land der rub, 5. 2, laß uns noch er. Und warst ihr gott, ibr fels. barmung fehn: Laß noch vor 2. Sie fündigten, du uns vorübergehn Die strafs ftrafteft fie; Da flehten sie gerichte, die uns drobn, um gnad. Du gnädiger erUnd gib uns nicht verdien- hörtest sie, enn from ibr ten lohn. berz dich bat. 441 6. Hörst du uns nicht, 3. Mit demut und mit bor jefum drift, Der unfer zuversicht Flebu wir dich, vafreund und mittler ist, Undter, an, Verstoß uns dei. laß noch stehen dieses ja brne finder nicht, Du bists, Den baum, der ohne früchte der helfen tan. war. 4. Dein vaterberg erbar7. O geift der gnad und met sich; Ist willig zum verdes gebets, Regiere du fortseibn. Der menid en moblbin uns stets! Laß unser ber; fart freuer dich, Dich schmer. von fünden rein, Und un- ¡ et ibre pein. fern wandel beilig seyn. 5. Ac febre wieder, und 8. Strom deinen egen, erquik Dein volf, das zu berr, ins land, Ehu auf dir weint: Mit deinem fedie milde baterband, Gibgen fom zurük. Bleib ewig unfern feldern dein gedeibn, unfer freund Hör nicht auf vater uns 6. O vater! wir vertraun zu feyn. auf dich, auf deine gutig= 9. Verleib uns frieden keit. Vergib uns armen våund verleih, Daß unser berzterlich Die fünte, die uns dir dankbar sey. Nie sey dein reut. volk der feinde fpott, Beig 7. Wirst du erbören und immer dich als unfern gott. verzeihn: So freut sich unnn 10. Nim unfer groftes gut fer geift: So wird dein volf uns nicht Erhalt uns dei auch frommer seyn, nes mortes lidt, Das licht, es Dich dankbar preist. das uns die dunkle nacht Des 8. Ach, vater, icone uns pilgertebens belle macht. fer land! Vergib uns unf11. Und fährst du hier zu re schuld! Wir füffen deine strafen fort: So schone, vaterband, und fleben: bab gott, nur unser dort Und geduld. gebe, vater, gebe nicht mit 9. Laß gute, treu und deinen Findern ins gericht. redlichkeit, Laß frieden- bey 5 uns 442 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. uns blühn Laß liebe und an der länder noth und beil gerechtigkeit Nie unter uns Nimt kind und frevler feinen entfliebn. beil; Nach unerforschter 10. Ereu mohn in jedes weisen wabl; Nicht nach menfben brust, Zu allerder werke maaß und zab!. woblergebn, Daß gottes en. 4. Laut ruft uns jedes gel stets mit lust herab zuricbiffal zu: Wir seyn nur erde febn. staub, und herr feyst du. 11. om himmel wird ge- Doch haft du ewig schon gefegnet seyn, Wer thut, was sehn Der menschen dir ge gott gefällt! Dann werden fällig flehn, Und baft bestimt, wir uns dankbar freun, wo, wie und wann Die weißGott jegnet baus und feld! heit sie erboren fan. 12. Gott leitet uns zur 5. Dir unterwirft sich un ewigkeit, Nach feinem wei fer herz; Doch zittert es vor sen rath, Geheiligt fep ibm noth und schmerz; Und dis jederzeit Gedanke, wort und gebet, das unfern geift Zum that. bimmel von der erde reißt, 13. Getroft sehn wir auf Und das dein wort uns selbst feine band, und trauen fei- gebeut, Das hörtest du von ner gut, Und boffen auf das ewigkeit. vaterland, Wo ewig friede 6 Bend ab von uns, o blübt. berr, die nord, Die elend und verderben droht. Da Vater unser im himmelr. 690.in menich, ein stebn wir, gott, vor deinem fürst, ein ganzes thron, Bertraun auf jefum land, Was sind sie, herr, in deinen fobn. Er starb für Deiner hand? Du winfft! unsrer fünden schuld; Du so find wir nichts als staub, ichenfft sie und verzeibst mit Des unglüks und des todes huld. raub. Du winfft! so strömt 7. Herr, vor dir beugt sich uns freud und rub Aus dei- berz und knie: Ach rette, ner gottesfülle zu. icbuze, tröste die, Die dein 2. Unbaltbar gehst du deine verborgner weiser rath Erbahn Mit mensbenmab fcbreft, geprüft, gestrafet hat: ist nichts gethan, Die nie Erfchüttre jepes lieblos beri; mals deinen ratbschluß bricht, Gib mitleid mit der brüder Es sey uns roohithat, oder schmerz. nicht Wer ist, der deine 8. Und will dein unerforsch tiefen feb? Du schaffst daster fchluß, Daß unfer land wohl und schaffst das web noch leiden muß: So scre 3. 3war schuldlos ist kein de dann dein richterschwert mensch vor dir: Die fünder Den, der zu frebeln noch be Kraff du oft schon bier. Dochlgebrt; So trofte den, der gott 6. In Krankheiten. and 443 gott noch liebt, mit troft, au lenken, Daß ich in meiner den deine huld ihm giebt. pilgrimszeit mit neuer treu 9. O vater, der du mách- und redlichkeit, Auf deinen tig biff, Dir beugt sich, dirwegen wandle... vertraut dein christ. Wir 5. Du weift, wie wenig traun dir unferm gott und ich vermag, Du wollest selbst berrn, Du hörst gebet und mich leiten, und recht auf bilfft uns gern! Beweis meinen sterbetag Durch fróms durch jefum gnad und buld! migkeit bereiten, Daß über Scon uns, verzeib uns uns alles, alles ich Dich lieb, und re fchuld! dankvoll gegen dich, Dich liebe, gott, dir sterbe. 6. In Krankheiten. Es ist gewißlich an der seit. 691.2 lieber gott! ich In voriger Melodie. 692.Dein wille, herr und vater, ist, Daß. bitte did, hilfid jeit schmerzen leide: Doc mir und andern franken, weiß ich, daß du vater Und fegne jeden doch wie bist, und diß ist meine freus mich mit beiligen gedanken. de. Dir ist die Frankheit Gib uns gelassenheit und rub, mobi bekant, Mein leben Und unser bester arzt fepteht in deiner hand, Duzd du; In schmerzen unser trólest meine tage." fer. 2. Wenn in mir manchen 2. Belohne, treuer vater, augenblik Gesundes blut gedie, Die liebreich meiner floffen: So schenktest du mir, pflegen; Für ihre treue fegne gott, diß glüf, Das ich so fie Mit deinem reichen fegen. oft genoffen. Oft war ich Gib gegen sie mir freundlich frey von jedem schmerz, War feit. Laß mich aus unzufrie- qutes mutbe, drum, o mein denbeit Sie nie durch mur- bers, Leid jest auch unverren frånken. droffen. 3. Soll diese frankheittbbt 3. Nein, bester vater, gib lich feyn; Soll ich die welt nicht zu, Daß ungeduld mich verlaffen: So laß von fünfránke. Gib deinen geist mir, Denlieb mich rein, Im glau der mir rub Für meine feele ben dich umfaffen. Gib luftichenke! Den geift, der stark und fraft zu jeder pflicht, in schwachen ist, Damit ich Lebr mich im glauben ans ge- als ein wahrer drift Diß leis richt, Die liebste sünde baf Den millig trage. fen. 4. Bergeffen laß michs, va4: Doch willst du, befter vater, nie, Du fepft und bleibst ter mir Gesundheit wieder die liebe. Gib nicht zu, daß fchenfen; So flebt mein herz mein her doch je Unglaubig dankbar zu dir, Es allezeit folsich betrübe. Trugiefus nicht aud 444 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. auch meine schuld? Ist weißt, was jeden tag Dein grânzenlos nicht deine buld? fhwaches find ertragen mag. Nicht ewig deine liebe? hilf mir, erbarm dich meimi, er ner. 5. Das eilen meiner lebens zeit Laß mich, mein gott, er Aus tiefer noth. wagen. Der todesnacht, der 693.Die krankheit, du ewigkeit, Fliea ich stets mebr geredter gott, entgegen. Erst dann, wenn Die ich jest an mir spüre, diß mein geist bedenkt, Sich Bezeuge mir, daß ich meinen recht u dir zum bimmelrod Stets in und bey mir lenft, Wird mir mein schmer fübre. Ja jede stunde, jede aum fegen. eit Erinnert mich der sterb. 6. Voll boffnung wendlichkeit, Und spricht: denk ich mich zu dir, Dir will ich an dein ende. mich ergeben. Schenkwabren 2. Tu haft die schmerzen ernst und weißbeit mir, Wie auferlegt, Die meine glieder du befiehlst, zu leben Betragen; Doch da mich deine wabre nur für beuchelei, Oliebe schlägt, Willst du mir gott, mein bers; zum bim damit fagen: Des rodes ur mel sey Gerichtet mein befach ist in dir! Dein leben streben. aber fomt von mir, Und 7 Ach jeden, jeden augen- stebr in meinen hånden. blik Laß mich, mein gott, dir 3. Ja warlich deine vaterweiben; Zieb von der erde hand Will mich durch leiden mich zurük; Laß nichts den rubren, und mich von allem geift zerstreuen. Kein glük eiteln tand zu edlen forgen der welt, fein traum der zeit; führen. Wenn ich gleich ſehr Gott, und das glük der ewig entkräftet bin, Wird doc, feit, Sep meine höchfte freu dein treuer vaterfinn Mir, de. mo es dienlich, belfen. 8. Ach um gebete schenke 4. Beschlosseft da in deinem mir. Noch munterfeit und rath: ich sollte langer leben: stärke Mein berz wird forft So fanft du leicht auch in entfernt von dir, Und tråg der that Den mitteln fráfte zum guten werke Will gleichgeben Ist aber diß dein weimein geift, derleib ist schwach fier schluß; Daß ich nunmehro Hilf Deinem Finde, vater, herben muß; So bin ich auc mach, Daß deine fraft ich zufrieden. spure. 5. Diß eine bitt ich, beile 9. Laß nicht zu, daß der aur Die wunden meiner fees Frankbeit pein zu groß mir len. Wenn gleich im leiblis fchwachen werde. Laß deine dhen die fur Und alle mittel gnade mich erfreun, Und mit fehlen. Denn leb ich from dre die beschwerde Du, vater, vor dir, o gott: So werd LO 6. In Krankheiten. 445 ich auch bis in den tod Stets 7. So bilfft du, berr, in Deine wege preisen. anaden Und beiist den felen. fcbaden, Wenn du den Förjefu, der voll per staupst. Mein leiden schmerzen, und wird mir fegen, auch auf den matt am leib und berzen, Am raubften wegen Seb ich, daß blberg niederfank; Mein be du die liebe bleibt! In allen meinen tbaten. 694.Mein 1. fter freund und troster! Ad 8. Vernim mein glaubig siebe, dein erlöfter Liegt ist fleben, Laß mich doch buffe nach deinem willen franf. feben, Verbira dich nicht vor 2. Wie viel gefunde ftun mir! Mein bester belfer, eiden Sind, wie ein stromte, Erquice, lindre, beile; verschwunden! Wie schnell Denn meine boffnung steht berfloß ein jahr. Du, berr, zu dir. haft mich gestärket. Ich hab 9. Vermindre meine plage, es faum gemerker, Daß id Verlängre meinetage, Benn gefund und glüklich war.es mir nüslich ist. Im neu3. Jit, da ich fdmeri em gefcbenften leben Will ich pfinde, Denk ich an meine mich dir ergeben und rübe funde mit mabrer reu und men, daß du bülfreich bist. leid. Du hast mich stets ge. 10. Dod foll ich bald ers liebet, Und treu an mir geblaffen, und diele weit vers übet, Dod liebte ich did faffen: So waffne mich mit liebte 1 nicht allzeit.ICE mutb. Laß mich mein baus 4. Ich warf mich nicht in bestellen, Und mads in allen demuth, Und nicht in wahrer fållen Mit mir und mit den webmutb, Vor dir, erbabner, meinen gut. bin. Jit roirfft du meine glie Befiehl du deine wege. der Aufs Frankenbette nie 695.3eit, die id feufiend der; Und lehrst mich, daß erde bin. und ungemach! Betrübt ift 5. Jd wandte meine Fräfte meine feele, Und fraft und Nicht stets zum hauptgefchaf odem schwach. Fast jeder te; Nicht stets jurtugend an morgen mehret Beforgntß Das fühl ich ist mit reue: nur und schmerz: Doch gott Gelob dir wahre treue, Die will cyn geebret! Ebr ibm weil ich qutrs Denken fan aub nun, mein berz! 6. Wie oft bin ich beym be 2. Was icht dich noth ten Obn ernft vor dich getreund plage Von freud und ten! Wie laulich fucht ich danken ab? Gedenk ter erdich! Jit lernt mein berften tage, Die dir dein vater nun ringen, und ernflich zugab. tage, reich an freuO dir dringen; Izt ruf ich zu den, An tausend fegen reich! dir flehentlich. Was 446 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle Was sind nun diese leiden, lten, Jd dich im glauben faß. Vergleich ich sie mit euch? 8. O fent mir licht und 3. Daß ihr mich einst be gnade, Lebendig einzusebn: glucker, Wem dank is? Es fep für mich fein schade, gottes bult! Daß frankbeit Den trübfaléweg zu gehn; micießt drucket, Wem dank Damit die laft ich trage In is? meiner schuld! Nun fiegender geduld, Und nimmuß mir fdmer; beweifen, mermehr verzage An dir und Was leichtsinn oft vergißt, deiner buld. Daß unser leib nicht eisen, 9. Nun fo gescheh dein wil Sein bau nicht ewig ist. le, Getreuer gott, zu dir Ist 4. Mein gott, in tiefer reue, meine feele stille, Denn tågMir meiner schuld bewußt, lich bilfst du mir. Wo vor Kom ich, der ungetreue, Und out ich erbeben? Du bist, flag an meine bruß: Laßjo gott, mein theil. Im to mich nur gnade finden: So be wie im leben, Bist du duld ich demutsvoll, Was mein licht und heil. mich von meinen fünden Zum In allen meinen thaten. guten leiten foll. 696.Junden Des le 5. Denn du lenfft unfern berzen Selbft plage zum ge bens glük empfunden, Und winn; 3eigft mir in groffen freuden obne zabi: Go will ichmerzen, Wie schwach, wie ich denn gelaffen mich auch nichts ich bin, Und taff'stim leiden faffen, Versussen mid inne werden, Daß die durch geduld die qual. fe ganze welt, Und alles gut 2. Ja, berr, ich bin ein auf erden, Nicht troft für fünder, Und stets strafft du mich enthält. gelinder, als es der mensch 6. Du machst mich los verdient. Sollt ich, beschwert von fünden, Dámpfft meinen mit schulden, Kein zeitlich übermuth, Und läsfest mich web erdulden, Das doch zu empfinden: Das leiden sey meinem besten dient? mir gut. Du zeigft mir in 3 Dir will ich mich ergeben, der nåbe Tod, ewigkeit, ge- Und weder rub noch leben richt; Wenn ich nun in mich Mehr lieben, als den berrn.. gebe: Verstoffest du mich Dir, gott, will ich vertraue nicht. en, und nicht auf menfchen 7.D gott, dein weg ist gü- bauen; Du bilfft und du er te, Und ewig wird ers feyn. rettest gern. Druf tief in mein gemüte 4. Laß mich nur gnade fin Mit diese warheit ein; Daß den, Mich alle meine fün in den tiefften nöthen Ich den Erkennen und bereun. doch von dir nicht laß, Und Jezt hat mein geist noch scheints, du wollst mich tod- kräfte, Mein beil laß fein ge 6. In Krankheiten. 447 geschäfte, Dein wort mein; fdmer Mein banges und trost und fübrer feyn. beklemtes berz. 5. Wenn ich in chrifto fter, 4. Vielleicht empfang, o be: Bin ich des himmels er herr, ich heute Zum lestenbe. Was schreft mich grabmal dein leib und blut. und tod? Auch auf des to Drum gib dadurch dem berdes pfade Vertrau ich deinersen freude, Und der vergaggnade; Du, berr, bist bey mir ten feele muth. Noch einmal, in der noth. liefu, flebe ich, Ach tröste und 6. Ich will dem fummerlerfreue mich. wehren, Dich durch geduld 5. Laß das ardächtniß deiverebren) Im glauben zu dir ner leiden mir schwachen flebn. Ich will den tod betroft und fraft verleibn. Laß denken, Du, hert, wirst alles es die quelle fanfter freuden lenken, Und was mir gut ist, und jenes lebens vorfchmack wird geschehn! feyn. Dein leiden, dein verföhnungstod Erquicke mich in meiner notb. 6. Jcb febe schon den himmet offen. Id trbst mich 697,21 font id dod meiner feligkeit. Was fanst Bei der Kommunion auf dem Krankenbette. Ber nur den lieben gott. mit deinen glie du, seele, arößtes hoffen, A18 dern Im tempel, jesu, dich was dir da dein gott vererhöhn, Und freudenvoll mit leibt? Nun kom ein neues meinen brüdern Das denkleiden ber, Mein berz erbebt mabl deines tods begebn! dajùr nicht mehr! Dod, weil mich noth und 7. Und nabt der tod mit frankheit plagt, Ist diese feinen schrecken: Ich bin ge freude mir versagt. trost und jage nicht. Vom 2. Sieb, hier auf mei- tode wirst du mich erwecken. nem Frankenbette Fey'r ich 3d fürchte, herr, nicht das abendmahl allein. Doch dein gericht. Ich bin geberr, ich weiß, an jeder står troft, dein leib und blut te hast du verbeiffen nab Gibt mir im tode trost und ju feyn. Wo je ein from- mutb. mer feufzt und weint, Da bist du, großer menschen. Nad erlangter Genefung. treund! Aus meines berzens grunde. 118 schmerzen Die 3. Um troft ist meinem 698, 21s in der krankheit berzen bange, Ich suche, berr, Dein angesicht. Um deine feele fast verfanf, Und nun bulfe, gott, wie lange Ruf aus vollem berzen Mein ich und du erbörst noch nicht. flehn zum bimmel drang: A karke bey des leibes Da börte gott mein flebn, Der 448 Dritte Abth. III. Lieder für befondere Vorfälle. Der treue, der erbalter; Nun den, Und deine treu und foll auch den erbalter Mein freundlichkeit, Laß, vater, Dank und lob erbobn! fie empfinden. Gib muth. 2. Herr, über tod und fe und kräfte ibrem geist. Gib ben, Du meiner våter gott, jedem reichlich, was du weist, sie foll ich dich erheben, Das er bedarf jum beile. Mein beit, mein berr, mein 3. Den geift der rube and gott? 3u wenig ist mein geduld Wollst du den schwadank! Wer hat dich gnug den icbenken. Laß sie an erboben? 3u fowac ift, deine vaterbuld zu ihrem O möchte dich zu loben, Der engel trofte denken. lobgefang! Doch dein will allein Jbr will 3. Und doch von dir ju und deine freude seyn, D va fchweigen, ár eine frevelter aller gnaden! that. Ich wills, ich wills 4. Bib ibnen allen Fraft bezeugen, Wie gott erret- und muth, Die schmerzen ju tet bat Horts, menschen, besiegen. Sep du ibr allere gott nur fann Vergeben und böchftes gui: Jbr innigstes erretten! Ach wenn wir gott vergnügen Die leidte qual nicht bätten, Wer bülf uns der Furzen zeit Laß durch den troft der ewigkeit Für sie armen dann? 4. Dir mill ich nun ganz verfüffet werden. leben, und feyn dein eigen. 5. Achieden, war er noch so tbum. Mein fünttiges be ichwach, Laß deine Fraft em streben Sep deiner gnadepfinden; Und Fluge trofter, ruhm. Dir weib ich meine pater, ach! Laß jeden Franken zeit. Vor dir will ich stets finden. Die laft der Frankheit wallen, die dienen und gesund ibr fdmer Erwede mandes driftenberz 3um fallen In alle ewigkeit. zärtlichen erbarmen. Fürbitte für alle Kran= fen überhaupt. 6. Den franken, der nun fterben foll, Den lebr, o vas ter, sterben. Ach jeder tu Aus tiefer noth forey. 699 Für alle Frankengend werd er voll, Geſchift bitt beil zu erben. Ach jefu, christlich gutem berzen. mad um bimmelreich Ibn Mein gott, erleictre váter fåbig, Deinem bilde gleid, lid Di last von ihren schmer- Schon heilig bier auf erden. jen. Sprich tröftung allen 7. Den franfen, der durc fchwachen ein Und laß auf dich geneft; Den lehre beilig Dich, auf dich allein, Mit leben; Der müsse, wenn du vestem muth sie trauen. ihn erlöst, Durch liebe dich ers 2. Des gnadenlebens fur beben; Nicht mehr im traum je zeit, Den gräuel threr fün- lder sicherheit; Rein als ein erb 7. In Todesnöthen oder Sterbelieder. 449 erb der berrlichkeit Muß erkeit und ruh, Was fein sterb unstråflich wandeln. licher vernommen, Gottes beil gewähreft du! Freudenerndten schenkt gott denen, Die erst hier gelát mit tbrd700.21e menichen müf nen; Alle tbránen trofnet fen sterben, Ihre er Sünd und elend sind berrlichkeit verblübt, Und nicht mehr. wer fan den himmel erben, 6. Jch entbrenne von ver Der zuvor den tod nicht langen, Was ich glaub im sieht? Staub wird diefer leiblicbt zu febn, Jene frone zu von erde; Dodb, damit er empfangen, Bald erhöret bimlisch werde, Wird er einst gott mein flebn., Diefe hütt von gott erneut, Und zieht zerfall im ftaube! Ich, ich an unsterblichkeit. weiß, an wen ich glaube; Mir 2. Darum will ich dieses ist sterben ein gewinn, Denn leben, Wenn es meinem gott zum vater geb ich bin. beliebt, Willig ihm zurücke 7. Welche tröftung, das in geben, Jbm, der mir den bimmel giebt. Hab ich doch in jefu wunden Gnade, beil und troft gefunden; Und mein troft in todesnotb Ist des groffen mittlers tod. wisſen! Diefer groffen boffnung voll, 3ag ich nicht in fümmerniffen, die ich bier noch dulden fol. leicht und kurz sind diese leiden, Sie vers wandeln sich in freuden, Wen ich chriftlich sie ertrug, Bis gott spricht: es ist genug. Christus der ist mein leben. 3. Und wer fan mich ihm entreiffen? Mein ist er und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheiffen. Sein foll id 701. Gott hab ich mich mich ewig freun. Ja mir solls ergeben, Und durch ibn gelingen, Mich zu fahr im frieden bin. Denn ihm empor zu fchwingen, cbriftus ist mein leben Und Freudenvoll vor ihm ju ftebn, sterben mein gewinn. Seine berrlichkeit zu sehn. 2. Ich freu mich abzuschei 4. Da, da ist das freuden- den, Und bey dem Herrn zu leben, Wo viel tausend feelen feyn. 3u meines beilands schon mit des himmels glanz freuden Geb ich erlöfter ein. umgeben, Gott vor seinem 3. Bald bab ich überwunböchften thron Donk und den Gefahr der fünd und preiß und ehre bringen, Und noth; Vergebung hab ich funmit allen engeln fingen: Heiden; Und felig ist mein tod! Flig, beilig, beilig beift Gott, 4. Wenn meine fraft verder vater, sohn und geist! gebet, Die jung am gaumen 5. Vaterland verklärter flebt; Das herz um gnade frommen, Heil, unsterblich.) 3 f flebet 7. In Eodesniihen oder Sterbelieder. 450 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. flebet Und langsam schlägtster, dich genannt. In die und bebt. fer feelenwürde liegt Ein 5. Wenn meine augen bre- boffnungsgrund, der nimchen, und, wie zur dürren mer trugt. zeit, Der birsch nach frischen 5. Dein fohn zeigt mir bachen, 3u gott die feele die begre welt. Nun ist mein fchreit. glaube vestgestellt. Wie berr6. Dann fiebe meinen jam lich wird der menidbeit mer, Herr, fieb mein elend werth Durch jesu zusag auf an, Und öffne mir die fam- geflärt! mer, In der ich wohnen 6. Glüffelge aussicht auch fan. für mich! Entzükt hebt mei7 Gib mir ein stilles ende, ne feele fich! Jd seh im Mein vater nim von mir In geift des chriften lohn; J Deine treuen bánde Den mu- feb auch meinen himmel Den geift zu dir! foon! 8. Daß ich gefrönt mit 7. Da find ich, was dein freuten, Mitwonn und felig- outer ratb 3u meinem wobl keit, Nach überstandnem fet- geordnet bat, Genteffe dei Den, Bep dir fey allezeit. nes qnadenbliks, Und der 9. Dann fing ib mit der vollendung meines glüfs. menge, Die dich im himmel 8. Vielfreude gabst du mit preist, Dir ewig lobgefange, icon bier, O gütigster, wie Gott vater, sohn und geist! dank is dir? Stets folgte Nun last und den leib. Pleinerm ungemach Die größ fere verfassung nach. 702.Des todes graun, des grabes nadi 9. Sobarichon dieser finde Flieht, herr, vor deiner war beitsstand Der höb'ren boffheit macht. Mein geist, er- nung unterpfand. Die liebe, bellt von deinem licht, Bebt die mich hier beglüft, Die vor des leibs zerstörung bleibt und fegnet unverrüft. nicht. 10. Des freudigsten ver 2. Es fällt ja nur die büt- trauens voll, Erwart id, te bin, Mit der ich bier um- was mir werden soll; Wann geben bin. Ich felber, lebend ich, von fünd und noth be wie zuvor, Schwing aus den freyt, Nun reife zur voll trümmern mich empor. kommenheit. 3. Ein innres mächtiges II. Der tod darf mir nicht gefühl Verkündigt mir mein fchreckend seyn; Er führt bob'res ziel; Dis streben zum wabren leben ein. Durch nach der ewigkeit Erhebt gottes Fraft besiegt mein mich über erd und zeit! berz Der krankheit laft, der 4. Dich, höchfter, bab ich trennung schmerz. bier erkannt, Bou liebe, val 12. Wenn hier von uns, die gott 7. In Todesnötben oder Sterbelieder. 452 gott vereint, Der lezte auch schmerz. Er peinige mein arbat ausgeweint; Dann wird mes herz. Die feele freiet ein frohes wiedersebn Auf e- still in mir: Rim mich zu wig unfer glük erhöhn. dir, nim mich zu dir! 13. Herr unsrer tage führe 4. Ich blik zu deinem frenz du Uns alle diefem glücke zu empor, Und balte dir dein Daß uns bey standhaft from sterben vor. Mir fan in meimer treu, Des lebens end ner rodespein Nichts füffet erfreulich fey. als bein sterben feyn. Jefus meine zuversicht. 5.Berichmåbe meine feufzer 703.Herr, ich bitte, stärkenicht. Dein geift foll, wenn id mich, Denn des mein mund nicht spricht, todes schrecken naben; Und Im schwersten kampf geschäf* das grab eröffnet sich, mei- tig seyn, Und abba, vatere ne glieder zu empfaben Står- in mir schrepn. le mich mit deiner macht, 6. Wenn einst mein fterDenn um mich wird alles bend baupt sich neigt, Und nacht. fich mein grab mit Ihreckent 2. Lindre, wenn es dir gezeigt: So sey dein wort: es fällt, Metne leiden, meine ist vollbracht, Mein licht in smerjen, Laß die freuden jener todesnacht. diefer welt Seyn verbannt 7. Als sieger gingst du einst aus meinem berzen. Steure ins grab, als sieger leg ich jedem eitten sinn, Daß der meinen stab Mit freuden vor tod fey mein gewinn. die babre bin, Und frec 3. Eröfte mich mit jefu mich, daß ich selig biff. tod, Trofte mich mit jesu wun 8. Jo traue, berr, auf deis den. Daß ich in der lezten nen tod, Du bilift mit in der noth, Daß ich in den lezten testen noth; Und schließt fic funden, Wann mein mat. dann mein lebenslauf: So tes berze bricht, Standhaftnim mich in den bimmet auf. gebe zum gericht. 9. Amjungften tag erwecke 704. iefu cbrift, mein's mic, Da fiebt mein auge lebens licht, frob auf dich. db weiß, im Mein troft und meine suver- febreklichben gericht Verdam ficht, Tief beugt mich meines mich mein eribler nicht. elends last; Ach unter ihr 1o.Unsterblich werd ich auf erlieg ich fast! erftebn, Verflärt werd ic 2. Mein, gott, wo nebm ich den vater sebn, Und du machs kräfte ber? Der gang zur e- mich in deinem reich Auf wigkeit ift fower.Nim deinen ewig deinem bilde gleich! pilger an der band Und führ II. D frobe aussicht, nabes ihn in fein vaterland. kiel, Wie warten mein der 3. Mich angstiget destodes freuden viel! Wie felig bin 452 Dritte Abth. III. Lieder für besondere Vorfälle. ich, wann mein geist Sich werd ich selig werden, Drum Dieser butte bald entreißt! brauch ich euer nun nicht Wer nur den lieben gott läßt. mehr. Du, gott, bists, wenn 705.3 ch faffe, vater, deine das eitle weicht, Der mir bande, Und balte des lebens frone reicht. sie im glauben vest. Verlaß 7. Ich übergebe dir die meis Den nicht an seinem ende, nen, Du vater der barmher. Der ewig sich auf dich vertigkeit, Laß ibnen fets dein läßt. Du bist mein gott ven rostlicht scheinen, und bleib jugend auf. Hulf glüklich en libr gott zu aller zeit. Bebüte Den meinen lauf. fie für ungemad Und bringe 2. Du bast nach deiner vasie mir felig nach. tergüte Beständig wohl an Vorige Melodie. mir getban. Erbbrauch mei 706.3 mill bid, gott, ne Nim, gott, tod erheben, mich dort zu ebren an. Ach va. Selbst noch am grabe dankid ter, eins, noch eins ist notb, oir. 3um fegen gabst du mit Ein gutes end, ein felger tod! mein leben, und auch zum 3. Du bast micb je und jefegen nimft dus mir. Mein geliebet, Bersorgt, geftárkt, leben fucht ich dir zu weibn, geschüst, regiert. Mich oft Drum bleib ich auch im tode ' erquift, durch leid geübet; dein. Oft wunderbar, stets wobi 2. Gott, welche feierliche geführt. Wobin ich ging, Gunden, Wenn du mich nun wobin ich fab, War mir der erd entziehst! Auf mich, stets deine gute nab. den du getreu befunden, Mit 4. Auch ist auf meinem fter schonender erbarmung fiebst! bebette Sieb meine noth mit Almachtiger, in dein gericht mitleid an. Erquife, lindere, Gebst du mit mir erlösten. errette! Denn du bifts, der nicht. leib wir nur belfen fan. Stárk mich 3. Der leib wird schwachi im guten bis ans end, Damit die morsche butte, In der ich treu den lauf vollend. mein geift bier wobnt, zer5. Mein beiland, treib die fällt. Schon geben meine furcht zurüfe, Befiege mei müden schritte Den weg u nen lezten feind. Lenk auch gott aus dieser welt. Id im fterben meine blife Auf bin getroft und zage nicht, deinen tod, o feelenfreund, Denn gott ist selbst mein heil Sprich mir muth, troft und und licht. freude zu, Mach ende, bringe 4 Wiesollt ich vor dem tomich zur ruh. de beben, Da du, erlöser, füt 6. hr, theine güter diefer mich starbft? Er ist durch erden, Ihr macbet mir den dich der weg zum leben, Daß tod nicht schwer! Denniezund du am freuze mir erwarbst. Bie 7. In Todesnöthen oder Sterbgefänge. 453 Wie du ihn gingft, will ich land, sprich: Ich leb, und ibn gebn, Wie du, werd ich du sollst leben! Diß wort auch auferstebno von dir nur und mir gnügt; 5. Laß auch das grab in fei- Des todes schrecken sind be ner nábe mir noch die leiten fiegt!! fchrecken dráun: Du, berr, 3. Dann drob mir nicht auf den ich hoffend sehe, Wirft Dein angesicht, Gleich miffeauch noch dann mein beystand thárern, das gericht, Und feyn. So nah dem lohn, den gott verspricht, So nah am ziele zag ich nicht! 6. Du wacheft über meine feele, Wenn sie ibr baus, ben leib, verliert: Gibst deinem boten dann befeble, Der sie zu Deinen freuden fübrt; 3u de- 4. Ach sterben, sterben wird nen der rechtichaffne drift den tod, Der ewige verwerDurch jefu tob berechtigt ift. fung drob, Wer, berr, dein laß mich nicht verderben. Nicht sterben laß mich, berr, wiedie, Die dich verwarfen, die sich nie Bereiteten ju fterben! Was ist so furchtbar als der tod, Der ewige verwerfung drobt? 7. Ich will dich noch im beil verachtet! Wer nicht in tod erheben, Selbst noch am beinem btute rein, Sich bos grabe preiß ich dich! Dann baft weigert, from zu seyn, ewig werd ich bey dir leben, mit vorfaz dich nicht achUnd da erfreu ich ewig mich! tet; Ach den ergreift der Für mich ist felbst ber todrob, der tod, Der ewige gewinn, Wohl mir, daß ich verwerfung droht. erlbiet bin. D emigkeit du donnerwort. 5. Von angst des todes ist der frey, Der dir geweibt ift, 707.28an ann, beiland, mei dir getreu, Jhm ist er feine ne pilgerzeit ftrafe. Gelobet sep der berr, Nun ganz durchlebt ist, und mein licht, Des todes macht der streit Des glaubens aus- ericbreft mich nicht: Mir gestritten. Wann faum mein wird er nur um fchlafe. Er sterbend herz mehr spricht, ist ein finstrer weg; doch Dann jefu, fom und schwei- mir Ein weg zum leben und ge nicht zu seinen festen bitzu Dir. 184007 ten; Erhöre mid, wenn 6. Gelobetsey der berr, mein mein gebet Um trost zu dir, ichild, Der mich mit rub und um gnade flebt. trost erfüllt, Mit willigkeit 2. Wann mich fein freund zu fterben! Ich glaub an ibn mehr troften fan, Und doch und bin gewiß, Er führt mich mein bers bebt, fage dann aus der finsterniß Zu seiner Die fünd ist dir vergeben. Abfreuden erben. D welchen ju wenn des todes schrecken mich bet ftim ich dann Dem 10Ergreifen: dann, mein hei- desüberwinder an! 313 2 Gib 454 Dritte Abtb. III. Lieder für besondere Vorfälle. 7. Gib, jesu, deinen from- Rein leib erwacht, wie men fraft, Den schwersten groß bist du, und weich ein fchritt der pilgerschaft Ge- itrost im tode! troft, wie du ju enden 5. Des rodes fdmerzen, Sprich zu den schwachen tee- gott, will ich, wenn er nun len: ib Bin euer beiland, fomt, verachten, und mit ges freut euch, iprich: Ich will trostem blik auf dich, Nach euch nun vollenden. Erquicke meinem ziele trachten, Und fie, und nach dem streit Er mich dem ziele freudig nahn, bbbe sie jur seligkeit. Mein himlisch kleinod zu em pfahn, Das jesus mir er Wenn mein stündlein vorh. 708.Wenn einst mein worben. sterbend auge bricht, Mein letter bauch perschwindet; Mein leib er. starret und selbst nicht, Daß Ich hab mein fac gott. er entſchläft, empfindet. Wen 709, Du wollst erboren, gott, fein um mich, den entschlummernden, Nun alle meine lieben nicht ins gerichte mit ihm stebn, und angstvoll mich gebn, Der jezo deiner ewigkeit beweinen. Sic nabt, befreyt Nun bald 2. Dann, bater, nim ibn von dieser eitelkeit. auf den geist, Der freudigiu 2. Des lebens und des toDir fliebet, Der dankbar deine des berr! Nun ist für ibn die güte preist, Daß er den tod zett nicht mehr. Du hast ge nicht siehet; Dann tröfte, die zált des hauptes baar, Sein betrübt um mich Mit thránen todesjabr Besimt, als Feine Flagen; laß sie sich Mehr zeit noch war. meiner wonne freuen. 3. Erfüllt ist feiner leiden 3. Mein hingefallner leibjal, Er leidet ist das leztes bleibt hier, Ibn wird das mal. A fey in feiner to grab verschlieffen. Heil mir, desnotb Sein freund und Das grab wird dennoch dir gott; Ein fcblummer sey für Ibn wiedergeben müssen! ihn der tod! Du fomft, erwecker, Deine 4. Vollende, vater, seinen macht, Die ihn aus nichte lauf. Nim ibn zu deinem bervorgebracht, Kan auch frieden auf. Beriaß ihn, wenn aus staub ibn bauen. fein ber nun bricht, Verlaß bn nicht, herr, berr, mit deinem gnadenlicht! 4. Wie font ich trauern, daß im tod Mein leib zu staut permodert? Wie font id 5. Erleichtre ihm den lezten Flagen, da ibn gott Vom chmerz, Von Dir erquicket, Tode wieder fodert? O boff rub fein herz. Durch jesu to nung, daß nac furzer rubldes schweiß und blut, Daß ibm Fürbitte für einen Sterbenden. 8. In Todesnöthen 455 ein vergoß, muß icb flagen; Doch, als muth! crist, nicht zagen. 6. In ihm vermehre dei. 2. Heidnisches getümmel ne rub, Sein armes her: Jammert laut, gen bimmel, erquicke du: Geist gottes, laf und betäubt das obr! Abibn im vertraun Auf jefum gebármte mienen Todesangst saun, Und so entgehn des in ihnen Blicken da bervor. todes graun. Ohne gott Läßt uns der tod 7. Mach ihn getroftro geift nichts als fummer, furt des berrn, Zeig ibm den gna und grauen Bey den gráDenlohn von fern, Laß ibu bern scheuen. den himmel offen fehn, Und 3. Zwar der freundschaft jesum ftehn, Bereit, ihnzähren können nicht entehs gnädig zu erhobn. ren Menschliche natur; Doch ibm zu gut Er fárf ibm din 8. Ad gnade, gnade geb fürjam tag der lerden Heulen recht! Denn von dem menich nur die heiden. Ebristen lichen gefchlecht Ift felbst der weinen nur. Sind nicht beiligste nicht rein! Wer kan blind, Bie beiden sind, Die, wobl dein, Gott, ohne dei wenn sie den freund begrane buld fich freun? ben, Seine bofnung baben. 9. Sen, richter, tbm nicht. Wabre christen mehren fürchterlich. Erbarme feiner Ungeftummen zábren Den zu feete dich, Auch aus der tiefe freyen lauf. Denn all unter rufet sie, Erbore fie! Erló fehnen, Und ein from von fe, gott, eridie fie! tbrdnen Weft den freund nicht auf. Die ihr flagt, Send unverzagt, Gottes ne gott! Wann nun fein welt ist nicht verdorben, Wei auge sterbend bricht, Leit ein freund gestorben. 10. Behüte ihn in feinem tod, Ibn fegne, fegne, feg ibn dein licht, Tróf ibn vor deinem angesicht! 5. Chriften, welche hoffen, Sebu den bimmel of fen, Wo ihr trößer ist; Der die thránen fillet, Erd und bimmel füllet, Rein gelchopf vergißt. Und den freund, Den man beweint, Bann 710. Gott bat mich beer felig abgeschieden, Rubet trubet, Freund, bort im frieden. 8. Bev Sterbefällen. Chriftliche Trauer um Freunde. Jefu meine freude. den ich geliebet, Ach du bist 6. Christen dürfen weis nicht mehr! Tiete fille traunen Ueber den gebeinen, Die er, Bange to dessdauer das grab verschließt: Dow Herrschen um mich her: Und nur eine åbre, Die dem der fomer Serreist meinlireund zur ebre, Und nicht berz. Ich bin mensch: biesimmer fließt; Denn ihr blik 31 4 eicht 456 Dritte Abth. III. Lieder bey besonderen Vorfällen. Sieht nach dem glúk, Das fehl, mir fehlt die treue Der menschenfreund dort oben band Um weg ins beßre Uns bat aufgehoben. fehlt des vaterland, Mir lebens freude. ri 3. O jefu, ach dein lieb7. Durch des lebens wu sten Bandern fromme sten hin nach fanaan; Und reich berz Kent selbst der auf diefen wegen Gieng zu freundschaft edlen ichmerz, feinem fegen Unser freund Den ich zu tragen habe. Du voran. Seele, du Wirfiielbst haft auch als freund ge auch zur rub In das land liebt, Dein zärtlich berz war des friedens gehen und den auch betrübt, Bep deines bruder feben. freundes grabe.. 8. Freunde treffen dorten, 4. Doch sey mein schmerz An des bimmels pforten, auch noch so gros; Mein Ihre freunde an. Und ein freund rubt nun in gottes david fennet, Ewig unge icboos. Vor gott will ich trennet, Seinen jonathan mich beugen. O feliger, ge Eltern gebn In jenen böbn nieß dein glüf. Jd wünsche Frommen findern an der fei- dich nicht mehr zurüf: Ge te Mit vereinter freude. duldig will ich schweigen. 9. Es gescheb dein wille, 5. Der leidnam rubt im Bater, feuf; ich stille Unter ftillen grab, Gott nabm ihm meinem flor. Meine augen eine schmerzen ab, Und alle fchauen Glaubend voll ver last der leiden. Empor getrauen 3u. Dem berrn em flogen ist der geist Zu gott, por Traufle du Geduld und der aller vater heift, zu jei rub Gleich Dem tbau in nes beilands freuden. durre wüsten In das ber; 6. O troft, o hober troft Der driften. für mich! Betrübtes berz/ ermuntre dich Und stille deine flagen! Erlbft von ihres lei bes joch, Lebt die geliebte 711.2 bier nicht mehr! feele noch, Sollt ich dann ac fern von mir troftlos zagen? Bist du: ich seh nichts mehr 7. Nein, stille will ich gott von dir, liebe treue feele! vertraun, Auf seine gute fübe Entflohn aus meinen armen rung schaun, Und gebn auf weit Aus diesem tbal der gottes wegen. Einst schwingt sterblichkeit Entfloh'n biß mein geist sich auch empor, du, o feele! Ich finde, was ich bier vers 2. Der freundschaft labor, Mein freund fliegt mit fal ist dabin, Dein troft, entgegen. wenn ich verlaffen bin, Dein 8. Du seliger wirst vor mir mitleid, wenn ich leide! Mir stehn, Dich werd ich fröhlið 1018* Bepm Verlust eines from. men Freundes. Komt her zu mir spricht. 8. Ben Sterbefallen. 457 wieder fehn, freudenvollelerden Gröften theils vergif stunde! Ich fliege deinen artet: Drum nimt gott nach men ju, Unsterblich ich, un feinem willen Unire finder sterblich du, 3um neuen bin im fillen, Seinen him.. freundschaftsbunde! mel auszufüllen. Suu 9 Gedanke der unsterblich. 7. Weint gelinder Um die feit, Erbeitrejede dunkelheit kinder; Eltern bemt diezåren. Und stårt mich, wenn ich kann es ihren fleinen leelen wanke: Besiege jede leiden. Wohl an der erziehung fehichaft; Erfülle mich mit muthlen, Da, wo feine zweifel und fraft, Du himmlischer quàlen? gedanke! 8. Sebet dorten An den Bei der Leibe eines Kindes. pforten Seines bimels win. Ao wie nichtig ac mie. fet Jefus minft mit bol712.Freund der bergen, den mienen, Und zu lehrern Steb die schmerzen gibt er ihnen Engel, die dem 10:30 Tiefgebeugter feelen! Gott, vater dienen. laß deinen trost erscheinen, 9. Run, wir schweigen Und Schau erbarmend wie die Dei wir beugen Vor dem herrn nen Uleber ibre todten weinen uns nieder. Wann die erde. 2. Thránen flieffen, Weit wird vergeben, Werden wir wir müssen 3weine dorren in jenen bbben, Untre tod feben, Die, wie jugendlichten wieder sehen. rosen, von dem morgen. tbau begossen, aus dem gar ten gottes fproffen. 9. Bep Begråbniffen. Nun laßt uns den leib begr. 3. Eltern steben stum und 713.Begrabt den leib in feben Auf die kleine leiche feine gruft, Bis Ibre boffnung ist zerschlaion des richters ftimme ruft! gen, und die luft von fünft Wir jåen ibn einst blüht er gen tagen Sehn sie nun zu auf, Und steigt verklárt zu grabe tragen. gott hinauf. 4. So verwelken Dann die 2. Aus staube schuf den neiken Noch in ihrer knofpe! leib der berr: Er war schon Blumen, die so berrlich ste staub, und wirds nun mehr. ben, müssen, wenn die winde Er liegt, er schläft, verweft, weben, Kaum balb aufge erwacht Dereinst aus dieser blüht, vergehen. todesnacht. 5. Doch nur stille, Gottes 3. Des frommen fcele lebt wille Jft allein der beste! Der bey gott, Der sie aus aller die kinder uns gegeben, Hatfibrer noth, Aus aller ibrer Die macht zum besſern leben miffetbat Durch seinen john Diese Finder zu erheben erlöfet bat. 6. Seelen werden hier auf 4. Hier hat ihn trübsal oft 8f5 ges 458 9. Bep Begräbnissen. gedrüft: Nun wird er dort] 4. Schnell schwindet nnire bey gott erquift. Hier man- lebenszeit; Aufs sterben folgt Delt er im Dunkeln tballdie ewigkeit. Wie wir die zeit Nun ist er frey von schmerzbier angewandt, So folgt und qual. der lohn aus gottes hand. 6. Blieb er gott treu bis anj 5. So währen reichthum, fein grab: So wischt gott ibm ehr und glük, Bie wir selbst, die thránen ab. Was sind die einen augenblik: So währt leiden dieser zeit, Gott, ge fauch freuz und traurigkeit, gen beine herrlichkeit! Wie unfer leben, Furze zeit. 6. Nun, du erlöster, schlaf 6. Menich, tod und rich. in rub! Wir gebn nach unter naben sich. Es schallet fern butten au, Und machen bier die stimm an dich: In zu der ewigkeit Mit freud allem, was du denfft und und zittern uns bereit. thust, Bedenke, daß du ster. 7. Herr jefu, dein verfdb- ben mußt! nungstod Starf uns in uns 7. Hier, wo wir bey den rer lezten noth! Laß uns im gråbern stehn, Soll das geglauben treu und rein Und bet jum vater gebn: Mein felbst im tode freudig seyn. gott, ich bitt durch christi In voriger Melodie. blut, Machs einst mit mei714.Nun bringen wirnem ende gut. den leib jur rub, 8. Laßt alle fünden uns be Und decken ihn mit erde zu, reun, Vor unserm gott uns Den leib, der nach des schb. findlich scheun. Wir sind pfers schluß, zu staub und hier immer in gefahr: Nehm erde werden muß. jeder feiner feele wahr! 2. Er bleibt nicht immer 9. Wenn unfer lauf vol afch und staub; Nicht im lendet ist, So fey uns nab, mer der verwekung raub; Er berr jefu cbrist! Mach uns wird, wenn christus einst er das sterben zum gewinn; scheint, Mit seiner féele net. Zeuch unsre feelen zu dir bereint. hin. 3. Hier, mensch, hier ler- 10. Und wenn du einst, ne, was du bist, Wie elend o lebensfürst, Die gráber unfer leben ist! Nach forge, máchtig öffnen wirst, Dann furcht und mancher notb, laß uns fröhlich auferstebn, Komt endlich noch julezt der Und freudig dir entgegen tod. Igehn. Register 459 ganzenden Renfem? desdeny da Register der Gesänge nach dem Alphabet, und auf die Numer der Lieber eingerichtet. niha Ach gott und herr wie 339 Aufjesu freunde freuet 203 415 48E Ad gott vom himmel 273 Auf meinen liebengott 2db gott wie ein gefchwáz 626 Auf meine feel lobfinge Ad gott wie manches 566 Auf o feele werde munter 627 Ach hier nicht mehr ach 711 Aufschicke dich recht feierl.114 Ach font ich doch mit 697 Aus deiner milden jeg. Ach lieber gott ich bitte 691 2us einem tref ver dir Ach wenn werd ich von 355 Aus freudigem gemüthe Ucb wie ist der menschen 417 Aus meines herzens gr. Ach wider dich mein gott 3372Aus tiefer noth rufich 2e menschen muffen sterb.700 83 Chrifte du lamm gottes 142 Allein gott in der höhfey 47 Befehl du deine wege Allein zu dir herr jesu br. 352 Begrabt den leib in feine Auen menschen und auch 576 Bewahre mich berr daß Affen welche nicht vergeb. 586 Bis hieher balfit dumir Alles was ich bin und 583 Bringt preiß und ruhm Almachtger der im himm.444 Christ alles was dich fr. 429 Aumachtiger ich bebe m. 611 Almatig groffer gott Auwissender voufomner 23 Dank bester vater will 40r Als in der krankheit som. 698 Dank ewig dankfey dein. 265 Also hat got die welt 109 Dank fep dir vater mein. 676 Am Freus erblaßt der 167 Das glück ist groß das бог Am Freuze rief der fobn 164 Das grab ist leer des 194 Anbetungswürdger gott 17 Daß ich mich mein gott An dich mein gett zu dent. 403 Dein bin ich gott dein Auch diesen tag hab ich 636 Dein bin ich berr dein Auch zu haus und in der 497 Deines gottes freue dich Auf chriften bringet preiß 462 Dein beil bat beut volf Auf driften last und 98 Dein beil o christ nicht Auf christen preist mit 461 Dein reich o gott ift 513 Auf christi himmelfahrt 208 Dein sind wir gott in 294 Auf deine weisheit schau. 423 Déin wille berr und vatet 692 Auf gott und nicht auf 414 Dein 487 340 660 612 340 428 713 369 448 190 79 376 404 129 434 63 460 Register der Gefänge Dein wort o böchster ist 2291 Dir unserm gott ist niem. 64 Dem berrn will ich vertr. 556 Dir vater der du dein. 211 Dem böchsten öffentlich 492 Dis driften ist der tag. 496 Den rarbschluß deiner 139 Dis ist der tag an.. 493 Der alles weislich wend, 628 Dis ist der tag dengott. 15 Der du alle deine werke 613 Dreieiniger gott ich pr. 5¹ Der du das leben mir 278 Du aller menschen vat. 594 Der du der strafen schwere 177 Du befter trost der armen. 686 Der du die liebe felber 577 Du bist ein chrift was 549 Der du durch deiner allm. 43 Du bists dem cbr und 471 Der du mich als ein vater 400 Du der du die warbeit 230 Det du uns als bater 215 Du der frommen befte 216 Der du uns das beil err. Du der fein bbies thut 87 Der du uns mit deinem Der menschen beil 173 Der freaden full ift der voll blut und 158 Der herr hat alles wohl des fich alle bimmel 443 Der herr ist gott und fübrer der mit tr. Der leste meiner tage gabft mir ewger Der morgen fommt und gott bist unsre hulf Der unire menfcheit an Der wollust reiz zu wider Des jabres schönheit ist 213 295 Du 569 687 625 Du 316 Du gott du bist der herr 639 531 Du gott und vater aller 647 648 Du baft auch mir jur 240 480 Du Des leibes warten und 528 Du bast mein vater und 418 Des morgens erfte ftunde 614 Cu berr bist meine zuv. 419 Des todes graun des 702 Du berr der seraphinen 7² Dich bet ich an erstand. 197 Du berr haft aus barmb. 258 Dich bitt ich gott beweise 675 Du berr und vater mein. 284 Did herr und vater flagit o drift im Dich hochfter ebrerbiet. 407 Du Did ruf ich an gott laß 384 Du Die auf der erbe walien Die bahn ist raub auf Die feinde deines Die berrlichkeit der erbe 62 505 664 476 553 flagst und fühleft 545 liebst o gott gerecht. 581 282 Du milder geber aller 564 Du o berrscher stiegst 274 Durch dich gott bin ich 550 Durch dich o groffer Die finder deren wir. 661 Du bater deinermenich. 399 Die krankheit du gerecht: 693 Du weifer fopfer aller 33 Die junge die vern. Dir dank ich für mein Dir gott dir will ich Dir gott fey preiß und Dir groffer herrscher,# 135 Die hab ich mich erg. Dir fing ich lob herr Dir trau ich gott und 600 Du wesentliches ebenb. 131 402 Du mtefest jefa nicht die 249 44 Du willst es berr mein 514 77 Du wollt erhören gott 709 541 Sifria fey und vest mein 530 370 Du 326 Du 188 Du 18 Du 76 Eilt fünder eilt in jeiu 110 424 Ein fremdling bin ich 227 461 auf die Numer der Lieder eingerichtet. Ein herz o gott in freud 555 Froblockend gott erbeb 483 Ein lam geht hin and 145 Froblok mein herz weil 202 Ein menfch ein fürst ein 690 Froblokt dem berrn bringt189 Ein milder regen stårket 652 Froblokt tbr christen 187 Ein ruhiges gewissen 524 Für alle franken bitt 699 Fins ist noth o berr diß 512 Fürwahr du bist o gott 65 Ein starker fcuz ist uns. 269 Entehre nicht mein herz Entfernet euch unfelge Erbarm dich herr mein Erfülle berr doch selbst Erbabne majeſtát Erbabner gott was reicht 13 Erhalt uns herr bey dein. 27 412 544 Gedanke der uns leben 96 279 Geborfam ift. Die beste 385 Geift vom vater und 138 Gelobet fepit du aort 411 Gelobet feyst du jeu chr, Gelobt gelobt feyst du Gelobt fey gott ich bin Erbalt uns berr die obr. 659 Belobt fepit du berr uni. Erbebe drift dein ber; 206 Gerechter gott vor dein Getreuer gott verleibe Erhebe vom geräusch d. 150 Erhebt den berrn ihr 217 236 116 685 277 259 36 382. 45 99 Getreuer gott wie viel Erhöhter jesu gottesfobn 315 Geweiht zum christenthum Erbóruns gott wir flehn 2 me ist diefes 250 196 Geweibt zum driftenthus Erinnre dich mein geift Er ist erstanden jefus Er komt er fomt der Er fomt er fomt jum Er lebt o freudenwort Eribier der im ftaube Ermuntre feele dich und Erniedrigt batte fich Erwache frölich mein Es baut herr deiner 193 me sind wir 246 106 Gib gott wenn ich dir 517 317 Gib herr daß dein rheures 3 195 Gib mir o gott ein herz 578 141 Gib vater daß mein berz 377 Gott deine qnade sep 161 Gott deine gnade ist 644 Gott deine gute reicht fo 446 650 Gott deine weife macht 410 122 604 58 Es eilt der lezte von den 293 Gott dein unsichtbares 233 Es ist noch eine rub vorb. 324 Gott der an allen enden 66 Es ist vollbracht rust 165 Gott der du die meních. 587 Es wolle gott uns qnåd. 272 Gott der du für uns 95 Es sieht o gott ein 684 Gott berdu bergens feñer 498. Ewae liebe mein gemüthe 97 Gott der du in dem 442 Ewig ewig bin ich dein Ewig o jesu wird dein 248 Gott der warbeit deffen 420 268 Gott des himmels und 615 Gott dessen band die welt 458 Fern fep mein leben jeder 582 Gott desſen liebesvoller 672 Freudenvoll ist meine Freue dich des herren tag Freund der herzen sieb Freywillig bast du dar. 681 192 Gott Deffen macht des 199 Gott beffen nam ift 712 Gott dessen starke band 191 Gott deffen stubl der him. 397 Gott 46a 56 462 Register der Gesänge 89 588 231° Gott dir gefällt kein 381 Herr allerböchster gott 363 Gott dir sey mein dank 662 Herr allerhöchfter gott Gott du bist heilig und 65t im himmel Gott du bist von ewigkeit 21 Herr aller weisheit quell 452 Gott du baft in deinem 218 Herr an dir hab ich ge. 342 Gott durch den wir sind 237 Herr deine allmacht reicht 27 Gott du willst daß 238 Herr deine rechte dein 242 Gott ein erbarmer 689 Herr Deine fanftmuth Gottes fohn ift fommen 124 Herr dein gesez daß Gott gern möcht ich bei. 388 Herr der du alles gibst 519 Gott arenzenlos undenf. 29 Herr der durch der liebe 670 Gott hab ich mich ergeben 701 Herr der du mir das 643 Gott båtte dein geliebt. 94 Herr der du willig als 263 Gott bat in meinem 666 Herr der jeit und ew. 571 Gott hat mich betrübet 710 Herr des bimmels starker 148 Gott beilig fep dein nam 396 Herr deffen augen alles 374 Gott bort der wittwen 669 Herr dir fep preiß ich 235 Gott im himmel und auf 655 Herr du bist beilig im 499 Gott ists der das verm. 534 Herr du bist meine juv. 200 Gott ist mein bort und 243 Herr du erforschbest mich 24 Gott ist mein lied er 59 Herr du erforscht und Gott Fan allein das beste 546 Herr du baft in dein. Gott fennet und erforf. 629 Herr du fennest mein Gott mein höchstes 485 Herr du wolft uns vor Gott ruft die fonn und 640 Herr es ist von meinen 630 Gott sey dank i lebe 616 Herr gott dich loben wir 466 Gott sey dank in aller 126 Herr gott du bist die Gott vater an erbarm. 441 Herr bier stebet unfer Gott vor desfen angesicht 35 Herr bbre mein gebet Gott werde fets von 81 Herr ich bin dein eig. Groffer gott erbabnes wej. 88 Herr ich bitte stårke mich 703 Groffer mittler der aur 209 Herr ich falle vor dir Groß ist des böchften 484 Herr ich bab aus dein. 572 Gut und heilig ist Dein 413 Herr jefu cbrift du 25 256 22 320 254 351 297 143 Herr jefu cbrift mein. Hab ich ein gut gewiffen 607 Herr jesu deine angst Halte dich nicht langer 488 herr jesu gnadenfonne 454 Halt im gedächtniß jefum 266 Herr laß mich doch ge. 537 Heiland den uns gott ver. 127 Herr laß nach eitler 540 Heil deinem volke dem 234 Herr mache meine feele 425 Heilig beilig ist der berr 108 Herr mein erlöfer der 589 Heiligterjefu heiligung8.136 Herr mein eridier nur 365 Heil uns aus unsrer f. 93 Herr mein licht erleucht 241 Helft gottes huld mir 638 Herr meiner feelen 520 Hert 73 90%. 674 387 auf die Nummer der Lieder eingerichtet. herr neige mein gem. 579 Ich glaub an einen. Herr ohne glauben fan Herr sey gelobet daß Herr starke mich dein Herr und regent der Herr unser gott erb. Herr unfer gott wer ift Herr vor deinem anges. Herr wenn einst deine Herr wie lange muß Herzallerliebster gott Herzlich lieb bab ich d. Herzliebster jefu was h. Heute sprach mein beil. Hier bin ich jefu zu erf. Hier ist mein berz hilf berr taß es wohl Hilf jesu daß ich meinen Hin an dein Freuz zu Hoch am himmel ftebt Höchster denk ich an Höchfter deffen starke höchster gott wir danken Hochfter tröster kom hör unser gebet geist 463 48 356 Ich habe mir gott ernstl. 383 264 Ich habe nun den grund 357 137 Jch bab in gottes berz 432 451 Jb bab in guten stund. 696 673 Ich hoff, o gott, mit 361 50 Jcb fomme friedensf. 367 fomme berr und 43 255 309 3 386 fomme vor dein angesicht du 455 3 Fomme vor dein angeficht verwirf 507 155 Jcb 163 Jcb lobe dich und preife preife dicb o berr finge dir mit ber; 260 Ich 405 3 642 J finge meiner feelen ftaub vom ftaube fünder darf mein 584 Ich 169 Jd weiß an wen mein 645 Jch weiß mein ende 343 3h weiß mein gort daß 75 Ich weiß und bins ge. 19 Ich will das abendm. 219 Jd will dem fchöpfer 220 Ich will dich gott im Ich will in ftiller einf. 46 Jefu christe deffen w. 526 Jefu Deine tiefe wund 341 Jefu du mein ticht 391 Jefu freund der 247 Jefu jefu stårke mich 283 Jefu meiner feelen licht 584 Jefu meines lebens 1. 82 Jefus lebt mit ibm auch 198 175 Jefus meine zuversicht 312 176 Jest leb ich ob ich morg. 575 318 Jezt finkt die sonne 631 426 Ihm der das licht ent. 705 Jbr die ihr euch von 338 In allen meinen thaten 174 Jauchzt unserm gott Ja zur stille will ich Ich armer mensch o Ich bin ein drift gott Ich bin getauit nach Jd bin ja herr in Ich bin mit deiner Ich bin o gott dein Ich danke dir von berzen Ich danke dir vor Ich denk an dein ge. Jo ergebe mich dem Ich faffe vater deine Ich flebe gott von cm. Ich freue mich der Ich freue mich mein Ich fühle daß ich st. Ich geb einst ohne beb. 3041. 310 In 406 In 280 Jt gottes rath ergeben trùbfal chrift fey auch ein gott wer 667 447 32 252 477 67 392 345 3or 288 69 366 251 475 706 668 149 1814 509 262 178 172 671 37t 427 296 551 10 If Register der Gefange 464 It gott für mich fo Ist nun auch meine 1-000 Set 360 Lobsinget gott und bet. 464 298 2obt Den böchsten jesus 186 Lobt gott ihr driften 120 183 okt der versuchung 527 Kaum ftieg zu ihrem Rein lebrer ist dir jesu 130 Klag nicht mein herz 378 Mache dich mein geist 525 358 440 Mag doch der sport. 221 Man lobt dich in der 435 Mein auge siebt o gott Mein bester troft in 222 Meine lebenszeit verft. 107 Meinen jefum laß ich 223 nicht 618 504 133 meinen leib wird man 314 28 Mein erlöfer auch für 150 678 Mein erlöser gottessohn 171 160 Mein erst geidbáft sep 375 Mein ganzer geist gott 328 Mein geift erstaunt all. 469 408 Mein glaub ift meines 605 275 Mein gott auch dieser 619 86 Mein gott dir ik bew. gr 538 Mein gott du bist ger. 654 332 Mein gott durch deine 620 598 Mein gott du weißt am 431 380 Mein gott du wohneft 239 224 Mein gott ich weiß w. 285 472 Mein gott zu dem ich 348 125 Mein gröfter munich 121 Mein heiland deine 521 Mein heiland lebt er 649 Mein berz ermuntre 5 Mein jefu der voll 349 Mein jefu du baft unf. 102 Mein jefu für dein 478 100 313 ont ich in meinem Kom auf uns o geist. Kom betend oft und Kom beilger geift erf. Kom o fom du geift Komft du komst du Kom fchopfer fom o Komt die ihr noch nicht Komt fomt den berrn zu Komt laßt uns gott Komt laßt uns jesum Komt und laßt euch Laß doch in meines Laß doch o jefu laß dein Laß mich des menschen Laß mich doch nicht o Laß mich doch o mein Laß mich bocbfter dar. Laß mich o berr in all. Laß vater deinen guten Last unfern gott uns Laßt uns mit ehrfurcht Laßt uns unserm gott Lebre mich berr recht Liebreicher gott dein feg. Liebsterjefu wir sind bier Liebster vater ich dein Lob ebre preis und d. Lob ehr und dank fey dir 470 68 Lobet den herren den Lob sep dem allerböchft. Lobfing dem berrn o Lobsinge gotte christenb. Lobsinge meine feele Lobfinget gott dank pr. Lobsinget gott er schuf 439 292 491 694 128 15t 299 201 Mein jesus ist mein 490 und 683 Mein jesus lebt mag 468 Mein jesus triumph. 117 Mein leben stebt in 482 Mein fduz ist gott 113 Menschen unser beil ist 185 Mit dir geb ich an 467 Mit ernst o menicenf. 104 55 Mit freuden laßt uns 641 Mit 207 300 42L 112 535 auf bie numer der Lieber eingerichtet. 465 Mit freudigem gem. 621 Obeiliger geist laß uns 6 Mit fröhlichem gem. 40 D beiliger u. guter g. 214 Mit frommer freude 311 O beiligster wen nenst 373 O berr mein gott der 179 herr mein gott ich 663 Nach deinem rotho 536 Nach dir verlanget m. 347 Obne raft und unver. 570 Nach einer prüfung 325 D böchfter deffen kraft 677 Nadt meiner feelen fel.523 O jammervolle tage 680 Nein murren will ich 543 Djelu chrifte gottes Nicht daß ichs schon 393 Diesu chrift mein h. 506 Nicht mürrisch finster 597 Djefu cbrift meine leb.704 Nicht um ein flüchtig 225 Djefujefu gottesfobn 508 Nie bist du höchster v. 30 D jesu licht und heil 267 Nie will ich wieder sch.590 O jefu wahrer fromm. 510 Nim von uns berr 688 font ich dich mein 474 Noch bin ich ein gast 303 Olam gottes unicul. 140 Nobimmer wechseln 60 D ichreklichs leid der 33r Noch läßt der herr m. 622 D vater der barmherz. 346 Noch nie hast du dein 37 D vater fend uns dein. 8 Run bitten wir den 226 O vater unfer gottes 438 Nun bringen wir bem 714 9 welch ein glüf ein 78 Nun danfet alle gott 473 O weld ein unfcházbar608. Nun banket all und 463 O welt fleh bier dein 157 Nun ist es alles wohl 166 O wie Buldreich ist der 118 Dwie unaussprechl. f. 329 blinde wuth o durft 156 O daß doch bey der 656 Dreiß fey bir meinem 632 Odu mein mittleriefu 144 Preiß driften mit zuf. 658 Ofreude seht das arab 184 D gott aus deinen w. O gott den alle weisen O gott des himmels Qualet mich nicht b. 542 11 54 Quelle der vollkomm. 398 53 O gott du bist die liebe 39 Scaffet schaffet men. 336 D gott du bist mein 494 dicke dich erlbstef. 253 O gott du frommer 450 Soon fruhe fest mid 670 O gott du gott bet 665 Stben ist ber tag von 319 O gott du fanfi ben 653 on ist die tugend 38g O gottessobn herr jefu 364 Schůze die deinen die 276 O gott ich preise deine 84 Schwing dich auf zu 552 gott mein schöpfer 500 Swingt beilige geb. 16 gott ſobald der tag 646 Seele denk an golgata 168 Ogroffer gott der alle 3: Seht iefum den ger. groffer gott du rein. 227 Seht weld ein menfch 154 O beitger geißt fehr bey228l Selig gott sind die dein 7 Selig g 466 Register der Gefänge Selig gott sind die die 289 Vom himmel ward d. 119 Selig sind des himm. 307 Von angst dabingeriff. 152 Sey dristenheit ſey 123 Von dir gott der barm.457 Sepd barmb. menfch. 596 Bon dir komt jede gute 436 Sey lob und ehr dem 489 Bon bir o vater nimt 560 Sey feele stark und 557 Von ganzer feele preis 456 Sep um die wolluft zu 532 Bon gott will ich nicht 416 Sep weltverföhner sey 212 Vorbild wahrer men. 132 Sep zufrieden meing. 57 Vor dir berrjefu steb 353 Sidrer menich noch 335 Vor deinen tbron tret 449 Sieb bier bin ich ebr. 453 Wad auf mein herz 623 Singt unferm gottein 15 So bald o gott der tag 61 Wachet auf vom schlaf 321 Go flieben unsre tage 633 Wagst du vor gottes 437 So gebst du jesu willig 147 Wann heiland meine 707 So bab ich gott durch 634 Warum betrübst du 565 Sobn der uns verheiff.105 Warum erbebst dun. 305 Sobn gottes eingebor.101 Warum sollt ich mich 561 So jemand spricht ic 580 Was bin ich gott vor 573 So ift nach gottes rath679 Was gott thut das ist 562 So lang ich athme 80 Was bilft es mir ein 368 Sollten menschen m. 591 Was ich nur gutes b. 516 Sollt es gleich bisw. 553 Was in mir ist mein 479 Sollt ich ist noch da 390 Was ist das leben bier 554 Sollt ich meinem gott 70 Was ist der mensch d. 170 So wabr ich lebe ip. 334 Was ist mein leben b. 567 So weit nur deine son. 31 Was ist mein zeitl. leb.529 Was ists daß ich mich 558 Theuer sey mir allez. 244 Was kan ich doch für 354 Was mein gott will 547 Uleber aller himmel 210 Was soll ich ängstlich 430 Um gnade für die fünd. 162 Was sorgst du ångfil. 281 Umsonst umsonst verb. 26 Was zagst du, gott r. 433 Unaussprechlich fenel291 Web dem der leugnet 12 Unendlicher den feine 20 Welch glük o gott ist 602 Unerforfchlich sep mir 3. Welch bobes bepspiel 511 Unermeßlich ewig ist 19 Welch lob soll ich dir 486 Unsern gott den gott 465 Wem weisbeit febit d. 522 Unwiederbringl.fchnel637 Wenn driftus feine 270 Wenn du des nächsten 585 Verbittre dir dein 1. 592 Wenn einst in meinen 308 Verfáume nie dich fel. 394 Wenn einst mein fterb.708 Voller ehrfurcht dank 257 Wenn ich auf gottes 323 Boll freud und fromm 71 Wenn ich gott meinen 14 Wenn 85 302 92 auf die Numer der Lieder eingerichtet. 467 Wenn ich o gott von 518 Wie felig lebt ein m. 593 Wenn ich o schöpfer d. 52 Wie sicher lebt d. m. 290 Wenn mich die fünden 180 Wie soll ich dich empf. 103 Wenn nicht zur übung 372 Wie theuer gott ist 333 Wenn wir in höchsten 459 Wie ungewiß ist berr 286 Wer bin ich wichtig ist 515 Wie viele freuden dank 42 Wer gottes wege geht 610 Wie wichtig ist doch Wer gottes wort nicht 362 Wie wird mir denn Wer ist wohl wie du 503 Wie wohl thust du m. 330 Wer kann gottje was 445/ 2ill mich o gott bien. 559 Wer nur den lieben g. 422 Willst du der weisbeit 409 Wer weiß wie nahem. 287 Wir freuen uns.berr 204 Werzalt derengel beere 74 Wir gehn in unvollf. Wie finster ist der letzte 322 Wir glauben an den Wie flieht dahin der 568 Wir menschen sind zu Wie getroft und better359 Wir sind in noth Wie göttlich sind doch r34 Wir singen berr von Wie groß ist des allm. 38 o eilt ihr bin ibrleb.574 Wie groß ist unsre fel. 603 o find ich gott den 395 Wie groß wie angebet.501 25ohl dem der beßre 539 Wie grundlos sind die 146 Bobl dem der richtig. 599 Wie berri.jefu starker 205 Wohl wobt dem mn. Wie herri: firahlt der 502 Wie liebt, ist doch herr 495 2Bie machtig ipricht in609 mannigfaltig 533 Wie fanft fehn wir den306 Seit die ich feufzend- 695 Wie schnell ist mir der 635 3u Deiner ebr bin ich 624 Wie felig berr ist der 379 3ur grabes rub entschl.182 606 49 245 682 657 Wohlzuthun u.mitzut.495 Bort aus gottes m. 232 Wo soll ich flieben hin 350 Die Litaney wie sie an monatlichen Bußtagen gelesen wird. Herr Gott Vater im Himmel erbarme dich über uns! Herr Gott Sohn, der Welt Heiland, er barme Dich über uns! Herr Gott beiliger Geist, erbarme dich über uns! Sep uns qnådig, verschone uns, Herr unser Gott! Sey uns gnädig, bilf uns, Her, unfer Gott! Für allen Sünden, für schädlichen Irrthümern, g. 2 für 468 Die Litaney. für allem Uebel, für des Teufels Trug und List, für bbfem schnellem Tod, für verderblichen Seuchen und theurer Zeit, für Krieg und Blutvergieffen, für Aufruhr und 3wietract, für Hagel und Ungewitter, für Feuer und Wassersnoth und für dem erigen Tod behüte uns, her unfer Gott! Durch deine Menschverwendung und heilige Geburt, durch deinen Todeskampf u. blutigen Schweiß durch deinen Tod am Kreuz, durch deine siegreiche Aufs erebung und Himmelfahrt, in unserer letten Notb und amjungften Gerichte bilf uns, Herr unfer Gott! Bir arme Sünder bitten, du wolleft uns erhören, Herr, unser Gott, und deine chriftliche Kirche regies ren und führen, alle Bischoffe, Pfarrer und Kirchendiener im heilsamen Wort und beiligem Leben erhal ren, allen Rotten und Aergerniffen wehren; alle Irrige und Verführte wieder bringen, für Versu chungen zum Bösen uns bebüten, treue Arbeiter in Deine Erndte fenden, deinen Geist und Kraft zum Worte geben, allen Betrübten und Schwachen helfen, und fie trößten: erböre uns, Herr unser Gott! Unserm Kaifer, allen Königen und Fürsten Fries den und Eintracht geben, unsere bohe Landesobrig. keit und ihre Beamten und Diener mit deinem Geist regieren, fegnen und behüten, die christliche boben und andere Schulen fräftiglich erhalten, unfere Stabt, den Rath und die ganze Gemeinde feqnen und behüten, erhöre uns, Herr, unser Gott! Allen, die in Noth und Gefahr find, mit Hülfe er scheinen, allen Schwangern und Säugerinnen fröhliche Frucht und Gedeihen geben, aller Kinder und Kranfen pflegen und warten, alle, die unschuldig gefangen sind, los und ledig laffen, alle Wittwen und Waisen vertheidigen und versorgen, aller Menschen dich erbarmen, unfern Feinden, Verfolgern und Làserern vergeben und sie bekebren, und uns and diglich erbören. Erhöre uns, Herr, unier Gott! Jefu Chrifte Gottes Sobn, erbarme dich über uns! O du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trug, erbárme Dich über uns, o du Lamm Gottes, das der Welt Sünde trug, gib uns deinen Frieden. Amen. Episteln und Evangelien auf alle Sonntage und hohe Feste. Am 1. Sonntage des Advents. Epistel, Rom. 13, v. 11-14. Lieben Brüder, weil wir solches wissen, nemlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, ( fintemal unser Heil jeßt näher ist, denn da wirs glaubs ten,) die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeikoms men: So lasset uns ablegen die Werke der Finsternis, und anlegen die Werke des Lichts: Lasset uns ehrbars lich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid. Sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, uud wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde: Evangelium, Matth. 21, v. 1-9. Da sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage gn, den Delberg, sandte Jesus seiner Jünger zween und sprach zu ihnen: gebet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden ,. und ein Füllen bei ihr, löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihr, sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllt wird, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Sage der Tochter Zion, siehe: dein König kommt zu dir santfmů. thig, und reiter auf einem Esel, nnd auf einem Füllen der kostbaren Eselin. Die Jünger gingen bin, und tha ten, wie ihnen Jesus befohlen hatte. Und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die andern bieben Zweige von den Bäus 1 2 Episteln men, und fireùeten sie auf den Weg. Das Volk aber das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hostana dem Sohn David! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hostana in der Höhe! Nm 2. Sonntage des Advents. Epißel, Rom: 15, v. 4.13. Lieben Brüder, was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld Gott aber und Trost der Schrift Hoffunng haben. der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einers lei gesinnt send unter einander nach Jesu Christo, auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum neb met euch unter einander auf, gleichwie cuch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe, ich sage aber, daß Jesus Christus sey ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes zu bestätigen die Verheißung den Vätern geschehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigteir willen, wie geschrieben stebt: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deinen Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiten mit seinem Volk. Und abermal: lobet den Herrn, ſpricht Jesaias; es wird seyn die Wurzel Jesse, unde der auferstehen wird zu berrichen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Friede im Glauben, daß ihr vollige Hoffnung habt durch die Kraft des hei ligen Geistes. Evangelium, Lucà 21, 25-36. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange jeyn, und werden zagen, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kräfte sich bewegen wer ben. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wollen mit großer Straft und Herrlich teit. Wenn aber dieses anfähe! zu geschehen, sa sehet auf und Evangelien. and hebet eure Häupter auf, darum, daß eure Erlös sun nabet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn sie auss schlagen, so seht ihr an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles ses bet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: dies Geschlecht wird nicht vers gehn, bis daß es Alles geschehe. Himmel und Erde wers den vergehen; aber meine Worte vergeben nicht: Über hütet euch, daß eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über alle, die auf Erden wohnen. So seyd nun wacker allezeit, and betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehn diesem allem; das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. Am 3. Sonntage des Advents. Epistel, 1 Kor. 4, v. 1.5. Dafür halte uns jedermann, nämlich für Christi Dies ner und Haushalter Gottes Geheimnisse. Nun suchte man nicht mehr an den Hausbältern, denn daß sie tren erfunden werden. Mir aber ists ein Geringes, das ich von euch gerichtet werde, oder von einem mensch, lichen Tage: auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wol nichts bewußt: aber darinnen bin ich gerecht. fertigt. Der Herr ist aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch wird ans ficht bringen, was im Finstern verbors. gen ist, und den Rath der Herzen offenbaren, alsdann wird einem jeglichen von( Sott Lob widerfahren. Evangelium, Matth. 11, v. 2.10. Da aber Johannes im Gefängniß die Werke Christi hörte, fandte er seiner Jünger ¡ ween, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin uno jaget Jobanni wieder, was ihr sebet und höret. Die Blinden seben, die Lahmen gehen die Aussäßigen werden rein, die Tauben bören, die Code ten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt. Und selig ist, der sich nicht an mir årgert 1* 4 Episteln Da ste bingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Voll von Johanne: Was seyd ihr hinausgegangen in die Wüs fie zu sehen? Wollt ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seyd ihr hinausgegangen zu seben? wollt ihr einen Menschen in weichen Kleidern sebn? Siebe die da weiche Kleider tragen sind in der Könige Häuser. Oder was seyd ihr hinausgegangen zu sebn? Wollt ihr einen Propheten sehn? Ja ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ists, von den geschriebeu steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. Am 4. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Phil. 4, v. 4.7. Lieben Brüder! Freuet euch in dem Herrn allewege, Eure Lindigkeit und abermal sage ich: Freuet euch. laffet fund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nicht, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn die Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Evangelium, Job. 1, v. 19.28. Und dieß ist das Zeugniß Johannis, da die Juden sand, ten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und läugnete nicht. Und er bekannte: ich bin nicht Christus. Und sie fragten ibu: Was denn, bist du Elias? Er sprach: Sch bins nicht. Bist du ein Prophet? und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ibm: Was bist du denn? daß wir Untwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüsten; richtet den Weg des Herrn, wie der Propbet Jesaias gesagt bat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern, und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Chriftus bist, noch Elias, noch ein Pro phet? Jobannes antwortete ihnen und sprach: Ich taus fe mit Wasser, aber er ist mitten unter euch) getreten, den ihr nicht kennet. Der ists, der nach mir kommen wird welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, und evangenen. daß ich seine Schuriemen auflöse. Dieß geschah zu Bethas bara, jenseit des Jordans, da Johannes täufete. Am heiligen Christag, Epistel, Tit. 2, v, 11-14. Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Mens schen, und züchtigt uns, daß wir folleu verleugnen das ungöttliche Wesen, und die weltliche Lüste und zuchtig gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi; der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete, von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium, Luca 2, v. 1-14. Es begab sich aber in der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augusto ausging, daß alle Welt geschäßzet würde. Und diese Schätzung war die allererste, und ges schab zur Zeit, da Cyrenius Landx fleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließ, ein jege licher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Gallilda, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur Stadt David, die da beißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem ver trauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebåren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst kein Naum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Heerde. Und siebe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarbeit des Herrn leuchtete um sie und sie furchten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht. Siehe, ich vers tündige euch große Freude, die allem Volke wiederfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt David. Und das babt ihr zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Wiedeln gewickelt, und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei den Engeln die Menge der bimms 6 Episteln lischen Heerschaaren, die lobeten Gott und sprachen: Ehre sey Gott in der Höhe und Friede auf Erden und dem Menschen ein Woblgefallen. Am Tage St. Stephani. des ersten Märtyrers des neuen Testaments. Epistel, Ap. Gefch. 6 u. 7. Cap. Stephanus aber voll Glaubens und Kräfte, that Wuns der und große Zeichen unter dem Volk. Da standen etliche auf von der Schule, die da heißet der Libertis ner, und der Cyrener und der Aleranderer, und derer die aus Cilicia und Asia waren, und befragten sich mit Stephano. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, der da redete. Da rich, teten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöret Lästerworte reden wider Mosen und wider Gott. Und bewegten das Volt und die Aeltesten und die Schriftgelehrten, und traten herzu, und rissen ihn hin, und führten ihn vor den Rath und stellten fal, sche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Dean wir haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören, und ändern die Sitten, die Moses gegeben hat. Und sie saben auf ihu alle, die im Rath saßen und saben sein Angesicht, wie eines Engels Angesicht. Als er aber voll heiligen Geiftes war, sah er auf gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Sesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrien aber laut, und hielten die Ohren zu, und stürmes ten einmüthiglich zu ihm ein urd stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jüngling, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanum, der ausrief und sprach: Herr Jefu, nimm meinen Geist auf! Er kniete aber nieder und schrie laut: Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. Evangelium, Matth. 23, v. 34.39. Der Herr sprach zu den Pharisäern und Schriftgelehrs ten und Obersten der Juden: siehe, ich sende zu euch Un Conngeoww... Propheten und Weisen und Schriftgelehrten, und ders selbigen werdet ihr etliche töbten und freuzigen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch fomme alles das gerechte Blut, das vergossenist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis auf das Blut Zacharias, Barrachid Schn, welchen ihr getödtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Ware lich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Serufalem, Jerusalem, die du téde test die Propheten, und steinigest die zu dir gefandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein um die Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Siehe, euer Haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr wers bet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Ge lobet sey, der da kommt in dem Namen des Herrn! Am Tage St. Johannis des Apostels u. Evangelisten. Epistel, Cirach 15, v. 1.8. Solches thut niemand, denn der den Herrn fürchtet; und wer sich an Gottes Wort hält, der findet sie. Und sie wird ihm begegnen wie eine Mutter, und ihn speisen mit Brod des Verstandes, und wird ihn trånken mit Wasser der Weisheit: Dadurch wird er starf wers den, daß er feststehen kann, und wird sich an sie bal. ten, daß er nicht zu Schanden wird. Sie wird ihn erhöhen über seinen Nächsten, und wird ihm seinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn frönen mit Freude uud Wonne, und mit ewigem Namen begaben. Aber die Narren finden sie nicht, und die Gottlosen können sie nicht ersehen: Denn sie ist ferne von den Hoffärtigen, und die Heuchler wissen nichts von ihr. Evangelium, Joh. 21, v. 15.24. Da sie nun das Mahl gehalten batten, spricht Sefus ju Simon Petro: Simon Johanná, hast du mich lies ber, denn mich diese baben? Er spricht zu ihm: Ja Serr, du weißt es, daß ich dich lieb babe. Spricht er zu hm: Weide meine Lämmer. Spricht er zum andermal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja Herr, bu weißt, daß ich dich lieb þabe. epipette Spricht er zu ihm: Weibe meine Schafe. Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Johanne, bast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge: du weißts, daß ich dich lieb habe, Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Echafe. Marlich warlich, ich jage dir: da du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gúrten und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber wandte sich um, und sabe den Sünger folgen, welchen Jesus lieb hatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war, und gesagt hatte: Herr, wer ists, der dich verråth? da Petrus dies sen sah, spricht er zu Jesu: Herr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: so ich will, daß er bleibe, daß er fomme, was gehet es dich an? Folge du mir nach. Da ging eine Rede aus unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht. Und Jesus sagte zu ihm: er stirbt nicht: sondern, so ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Dies ist der Jünger, der von diesen Dingen zeuget, und hat dies geschrieben. Und wir wissen, daß sein Zeugniß wahrhaftig ist. Am Sonntage nach dem Christtage. Epistel, Gal. 4, v. 1.7. Ich sage aber, sa lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte fein Unterschied, ob er wol ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Sagungen. Da aber bie Zeit erfüllt ward, sandte Gott seinen Sohn, gebo ren von einem Weibe, und unter das Gesetz gethan, auf daß er die, fo unter dem Gesetz waren, erlösete, daß wir die Kindschaft empfingen. Wenn ihr denn Kinder seyd, hat Gott gesandt den Sinn seines Sohnes in eure Hers gen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hie Fein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind aber Finder, so sinds auch Erben Gottes durch Christum. und Evangelien. Evangelium, Lucă 2, v. 33.40. Uud sein Vater und Mutter wunderten sich deß, das von ihm geredet ward. Und Simon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehn vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. Und es wird ein Schwert durch deine Seele bringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Ges schlechte Affer, die war wol betaget, und hatte gelebet sieben Jahre mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrau schaft, und war nun eine Wittwe bei 84 Jahren. Die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Faßen und Beten Tag und Nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselben Stunde und preisere den Herrn, und res dete von ihm zu allen, die auf die Erlösung zu Jerus salem warteten. Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, febrecen sie wieder in Galliläam zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit und Gottes Gnade war bei ihm, Am neuen Jahrestage. Epistel, Gal. 3, v. 23.29. Ehe denn aber der Glaube fam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt und verschlossen auf den Glauben, der da follte offenbaret werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube fome men ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seyd alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wie viel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein Knecht noch Freier, hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr feyd allzumal einer in Christo Jesu. Seyd ihr aber Christi, so feyd ihr ja Abrahams Samen, und nach der Verheißung Erben. 7 Evangelium, Lucă 2, 21. Unb da acht Tage um waren, daß das Kindlein bes schnitten wurde, da wurde sein Name genennet Jesus 10 Episteln welcher genennet war von dem Engel, che denn er im Mutterleibe empfangen ward. Am Sonntage nach dem neuen Jahre. Epistel, Tit. 3, v. 4.7. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes. Nicht um der Werke wil len der Gerechtigkeit, die wir gethan haben, sondern nach seiner Barmherz gfeit machte er und selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heil. Gei stes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht, und Erben seyen des ewigen Lebens nach der Hoffnung, das ist gewißlich wahr. Evangelium, Matth. 2, v. 13-15. Da die Weisen aus Morgenland hinweg gezogen was ren, siebe, da erschien der Engel des Hetru dem Joseph im Traum und sprach: Etebe auf und nimm das Rindlein und seine Mutter zu dir, und fleuch in Egygtenland, und bleib alda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dass selbe umzubringen. Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwich in Egyptenland, und bleib allda bis nach dem Lode Herodis, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Am Feste Epiphaniä oder der Erscheinung Christi. Epistel, Jesaias 60, v. 1.6. Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gebet auf über dir. Denn siebe, Finsterniß bedeckt das Erdreich, nnd Dune tel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und feine Herrlichkeit erscheint über dir, und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über bir aufgeht. Hebe deine Augen auf und siehe umber; diese alle versammelt fommen zu dir, Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Tochter zur Seiten erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen und dein Herz wird sich und Evangelten. wuntern und ausbreiten, wann sich die Menge am Meer gu dir bekehrt, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, und die Läufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Goid und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob verkündigen. Evangelium, Matth. 2, v. 1.12. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und spras chen: wo ist der neugeborne Stönig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlände und sind kommen ihn anzubeten. Da das der König Herodes hórete, erschrack er und mit ihm das ganze Jerusalem, und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftges lehrten unter dem Volk, und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm: zu Bethlehem im jüdischen Lande. Denn also stebet geschrieben durch den Propheten; Und du, Bethlehem im jüdischen Lande bist mir nichten die kleinste unter den Fürsten Juda: denn aus dir soll mir kommen der Hers zog, der über mein Bolk Israel ein Herr sey. Da be rief Herodes die Weisen beimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre. Und weis fete sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und fors schet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, so sagt mirs wieder, daß ich auch komme und es an bete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie. hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande ges sehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an, und tha ten ihre Schäße auf und schenkten Gold, Weihrauch vad Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß e nicht wieder sollten zu Herodes lenken. Und zogen burch einen andern Weg wieder in ihr Land. Am 1. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Röm. 12, v. 1-6. Ich ermahne euch liebe Brüder, durch die Barmher. 12 Episteln gigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sey, wel. dhes sey euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Vers nenerung eures Sinnes, auf daß ibr prüfen möget, wel ches da sey der gute, der wohlgefällige und der vollkom mene Gottes Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermaun unter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn sie gebühret zu halten, son, dern daß er von ihm måßiglich balte, in jeglicher, nachdem Gott ausgetheilet hat das Maas des Glau bens. Denn gleicher Weise, als wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Ge fchäfte haben: also sind wir viel ein Leib in Chrifto, aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evangelium, Lucă 2, v. 42-52. Da Jesus 12 Jahr alt war, gingen seine Eltern hins auf gen Jerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesu zu Jerusalem, und seine Eltern wußten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und famen eine Tagreise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörte und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, wunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Schn, warum haft bu uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und fe verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesu nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. und Evangelien. 13 Am 2. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Róm. 12, v. 7-16. Hat jemand Weisfagung, so sey sie dem Glauben dbnlich. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jes mand, so warte er des Ermahnes. Giebt jemand, so gebe er einfältig. Regirt jemand, so sey er sorgfäls tig: übet jemand Barmherzigkeit, so thue ers mit Luft. Die Liebe sey nicht falsch. Haffet das Urge, ban get dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einans der sey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrere bietung zuvor. Seyd nicht tråge, was ihr thun sollt. Seyd brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübfal. Hais tet an am Gebet. Nehmet euch der heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet die euch verfolgen, sege net, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichens und weiuet mit den Beinenden. Habt einerley Sinn unter einander. Trachtet nicht nach boben Dingen, sons dern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium, Joh. 2, v. 1.11. Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Gallilda, und die Mutter Jesu war da. Jesu aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit gelas den. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Wir haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: was er euch saget, das thut. waren aber allda sechs fleinerne Wasserkrüge gesetzt, nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen je in einem zwei oder drei Maas. Jesus spricht zu ib. nen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülls ten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schöps fet nun und bringts dem Speisemeister, und sie brach tens. Als aber der Speisemeister fostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht von wannen er kam, die Diener aber wußtens, die das Wasser geschöpft batten, rufet der Speisemeister dem Bräutigam, und spricht zu ihm: Jedermann gebt zum ersten guten Wein und wenn sie trunken worden sind, alsdann den gerin gern, bu haft den guten Wein bisher behalten. Das ist 14 Episteln das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. Am 3. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Róm. 12, v. 17-21. Haltet euch nicht selber für flug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem; fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ists möglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden. Ráchet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebt Raum dem Zorne Gottes, Denn es stehet geschrieben, die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind huns gert, so speise ihn, dürstet ihn, so tránke ihn; wenn du das thust, so wirst du feurige Kohlen auf dein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, son dern überwinde das Böse mit Gutem. Evangelium, Matth. 8, v. 1-13. Da Jesus vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Ausfähiger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich wills thun, sey gereis nigt. Und alsbald ward er von seinem Ausfaß rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, fags niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat zu einem Zeugniß über sie. Da aber Jesus einging zu Eaper, naum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause, und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm; Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unters than und habe unter mir Kriegsknechte, noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so geht er, und zum andern: Komm her, so kommt er. Und zu meinem Snechte: Thue das, so thut crs. Da Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nach, und Evangelien 15 folgten: Wahrlich ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich sage euch: Biele werden fomaten von Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Ifaat und Jacob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähnklappern. Und Jesus sprach) zu dem Haupts mann: Gehe bin, dir geschehe, wie du geglaubet hast. Und sein Senecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Um 4. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Róm. 13, v. 3.10. Seid niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet. Denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfüllt. Denn das da gesagt ist: Du sollt nicht steblen: Du sollst nicht falsch Zeugniß reden: Dich soll nichts gelüften; und so ein ander Gebot mehr ist, das ' wird in diesem Gebot verfasset: Du sollst deinen Näch sten lieben, als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächs sten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. Evangetium, Matth. 8, v. 23, 27. Jesus trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. Und siehe, da erbub sich ein groß Ungestùm im Meer, also, daß auch das Schifflein mit Wellen bes deckt ward, und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf. und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seyd ibr fo furchtsam? und stand auf und bedrohete den Wind und das Meer; da war es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? Am 5. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Koloff. 3, v. 12:17. So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freunds lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld und vertrage eis ner den andern, und vergebet euch unter einander, so jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus 16 Episteln euch vergeben hat, also auch ihr. Uber alles aber zie bet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkom menheit. Und der Friebe Gottes wohne in eurem Her zen, zu welchem ihr auch berufen seyd in eurem Leibe, und seyd dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit, lehret und vermah net euch selbst mit Psalmen und Lobgesänge und geists lichen lieblichen Liedern, und singt dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Sesu, und danket Gott und dein Vater durch ihn. Evangelium, Matth. 13, v. 24139. Jesus legte ihnen ein ander Gleichniß vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker såete. Da aber die Leute schlies fen, kam sein Feind, und fåete Unkraut zwischen den Waizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Saamen auf deinen Acer gesået. Wober hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: das hat der Feind gethan. Da ſpras chen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen, und es ausgåten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nichr zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgåtet. Lasset beides mit einander wachsen bis zu der Erndte und zu der Erndte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammlet zuvor bas Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne, aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuern. Am 6, Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, 2 Pet. 1, v. 16-21. Wir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch fund gethan haben die Kraft und Zukunft un fers Herrn Jesu Christi; sondern haben seine Herrlichs teit selbst gefeben, da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihm ges schab von der größen Herrlichkeit dermaßen: Dieß ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel gebracht, und Evangelien. 17 da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berg. Wir haben ein festes prophetisches Wort, und ihr thut wol, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheint in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in eurem Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weisfagung in der Schrift geschieht aus eigner Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weisfagung aus menschlichem Willen hers vorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes has ben geredet, getrieben von dem heiligen Geist. Evangelium, Matth. 17, v. 1.9. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrum und Jakobum und Johannem, seinen Bruder, und führete sie beiseits auf einen hohen Berg und ward verklås ret vor ihnen, und sein Angesicht leuchte, wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß, als ein Licht. Und siehe da erschien ihnen Moses und Elias, die res deten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr hier ist gut seyn; willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, dir eine, Moses eine, und Elia eine. Da er noch so redete, siche, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siebe, eine Stimme, aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn an dem ich Wohlgefallen habe; den ihr sollt hören. Da das die Jünger höreten, fielen sie auf ihr Angesicht, und ers sabracken sehr. Jefus aber trat zu ihnen, rührte sie an und sprach: Stehet auf, und fürchtet euch nicht. Da sie aber ihre Augen aufhoben, faben sie niemand, denn Jesum allein. Und da sie vom Berge berab gingen, gebot ihnen Jesus und sprach: ihr sollt diese Geschichte niemand sagen bis des Menschen Sohn von den Tod ten auferstanden ist. Am Sonntage Septuagesimä. Epistel, 1 Kor. 9, v. 24 bis Kap. 10, v. 5. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laus fen, die laufen alle, aber einer verlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also daß sie eine vergängliche Krone empfangen: wir aber eine unvergångliche. Sch aber laufe also, nicht 2 18 Episteln als auf's Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet: sondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige, und felbft verwerflicher werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unsere Våter sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durch das Meer gegangen, und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meere, und haben alle einers lei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der ihm folgte, welcher war Chris stus. Aber an ihrer vielen hatte Gott feinen Wohlges fallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wüste. Evangelium, Matth. 20, v. 1-16. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglobn, fandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markt müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will ench geben, was recht ist. Und sie gingen bin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich al so. Um die eilfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig ftehn; und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es bat uns niemand gebingt. Er sprach zu ihnen! Ge het ihr auch bin in den Weinberg, und was recht seyn wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gieb ihnen den Sohn, und bebe an dem Letzten, bis zu dem Ersten. Da tamen, die um die eilfte Stunde gedingt waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfangen, und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfins gen murreten sie wider den Haushalter nnd sprachen; Die letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber, und sprach zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue bir und Evangelien. 19 nicht Unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Groschen? Nimm was dein ist, und gebe hin, ich will aber diesen Leßten geben gleich wie dir. Ober habe ich nicht macht zu thun, was ich will, mit den Meis nigen? Siehest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten seyn. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählet. Am Sonntage Sexagesimä. Epistel, 2 Kor. 11, v. 49 bis Kap. 12, v. 9. Lieben Brüder, ihr vertraget gerne die Narren, dies weil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten macht, so euch jemand schindet, so euch jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Uns ehre, als wären wir schwach geworden. Worauf nunt jemand fühn ist,( ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch fühn. Sie sind Hebråer, ich auch; sie sind If raeliten, ich auch; sie sind Abrahams Camen, ich auch. Sie sind Diener Christi,( ich rede thöricht) ich bin wohl mehr. Ich habe mebr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfters gefangen, oft in Lodesnöthen. gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangent vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal gestäus get, einmal gifteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch ers litten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Liefe des Meeres Ich bin oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu Wasser, in Gefahr unter den Mördern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten und in Frost und Blöße ohne mas sich sonst zuträgt ,, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorgen für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher fey gelobet in Ewigt.it, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Episteln Tamaskus der Landpfleger des Königs Aretà verwahrte die Stadt der Damasker, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster' aus durch die Mauer niet ergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nicht nüße, doch will ich kommen auf die Geschichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren ( ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; Gott weiß es;) derselbe ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen.( Ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche tein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen; von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meine Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, tháte ich darum nicht thdricht; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung überhebe, ist mir gegeben einen Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal den Herrn geflehet babe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir ge saget: Laß dir an meiner Gnade genügen: denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Drum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, und daß die Kraft bei mir wohne. 20 Evangelium, Lucă 8, v. 4.15. Da nun viel Volks bei einander war, und aus dem Städtchen zu Jesu eilte, sprach er durch ein Gleichs niß. Es ging ein Säemann aus zu såen seinen Saa men, und in dem er såete, fiel etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und etliches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrte es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dernen, und die Dornen gingen mit auf und erstickten es. Und ets liches fiel auf ein gutes Land; unb es ging auf und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: und Evangelien. 21 Wer Ohren hat zu hören, der høre! Es fragten ihn aber seine Jünger und sprachen: was dieses Gleichniß ware? Er aber sprach: Euch ist es gegeben zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes, den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon ses ben, und nicht verstehen, ob sie es schon bören. Das ist aber ein Gleichniß: der Game ist das Wort Gots tes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die baben nicht Wurzel: eine zeitlang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Da aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und geben hin unter den Eorgen, Reichtbum und Wollust dieses Lebens und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem gus ten Land, sind die, so das Wort bören und behalten in eis nem feinen guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld. Am Sonntage vor der Fasten, Estomihi. Epistel, 3 Kor. 1, v. 1.13. Liebe Brüder! wenn ich mit Menschen und mit En. gelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz, oder eine klingende' Echelle. Und wenn ich weissagen könnte, und wüste alle Ges beimnisse, und alle Erkenntniß, und hätte allen Glauben also, daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, jo wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gebe, und ließ meinen Leib brennen, und båtte dee Liebe nicht, so wäre es mir nichts nüße. Die Liebe ist langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutbwillen, sie blåbet sich nicht, sie stellt sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Shre, fie läßt sich nicht erbitten, sie trachtet nicht nach Schaden, sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, fie freut sich aber der Wahrheit, sie verträgt alles, fie glaubt alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Lies be hört nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhör ren werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenntniß aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wern Episteln 22 Etückwerk, unb unser Weisfagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stücks werk aufhören; da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war flug wie ein Kind, und habe fin. dische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir seben jetzt durch einen Spies gel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich es fidweise: dann aber werde ich es erkennen, gleich wie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die Größeste unter ihnen. Evangelium, Lucá 18, v. 31-43. Jesus nahm zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden, und er wird ver spottet und verschmäher und verspeiet werden und sie werden ihn geißeln und tödten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der teins, und die Rede war ihnen verborgen, und wuß, ten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber da er nahe zu Jericho fam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber hörte das Volk, daß durch hin ging, forschte er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ging vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Eohn Davids, erbarme dich meiner: Die aber vorne an gingen, bedrohten ihn, er sollte schweis gen, er aber schrie vielmehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner. Jesus aber stand still, und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willst du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sey sehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und als bald ward er sehend, und folgte ihm nach, und prieß Gott. Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott. Am Sonntage in der Fasten, Invocavit. Epistel, 2 Kor. 6, v. 1.10. Lieben Brüder! wir ermahnen euch als mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget und Evangelien. 28 Denn er spricht: ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret und habe die am Lage des Heils geholfen. Se het, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Laffet uns aber niemand irgend ein Aergern ß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sons dern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes in großer Geduld, in Trübsal, in Nöthen, in Nengsten, in Schlågen, in Gefängnisfen, in Aufrühren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Ers kenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heis ligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Ges rechtigkeit, zur Rechten und zur Linken: durch Ehre und Schande, durch böse und durch gute Gerüchte; als die Verführer, und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir.. leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertödte.; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Urs men, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evangelium, Matth. 4, v. 111. Da ward Jesus vom Geißt in die Wüste geführet, auf das er vom Teufel versuchet würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, huns gerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich: daß diese Steine Brod werten. Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: der Mensch lebt nicht vom Brod allein, son bern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht: Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich binab; denn es stehet geschrieben: er wird seis nem Engel über dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Da sprac Jesus zu ihm: Wies berum stehet geschrieben. Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeie, und sprach zu ihm: Dies alles will ich bir geben, so du niederfällst und Episteln mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan; denn es stehet geschrieben: Du soust anbeten Gott deinen Herrn, und ihm allein die. nen. Da verließ ihn der Teufel, und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm. Am 2. Sonntage in den Fasten. Reminiscere. Epistel, 1 Thess. 4, 1-7. Weiter, lieben Brüder, bitten wir euch, und vermahe nen eudy in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollt wandeln und Gott ge, fallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wis set, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der kustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen, und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel, denn der Herr ist der Wächter über das alles, wie wir euch zu vor gesaget und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligkeit. Evangelium, Matth. 15, v. 21-28. Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend Tyrus und Sydon. Und sizhe, ein Kananäisches Weib ging aus derselben Gränze, und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner, meine Tochter wird vom Teufel übel ges plaget. Und er antwortete ihr kein Wort. La traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwor tete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schaafen von dem Hause Ifrael. Sie aber fam und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr bilf mir! Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herrn Zische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: D Weib, dein Glaube ist großi; und Evangelten. bir geschehe wie du willst. Und ihre Tochter ward gefund zu derselbigen Stunde. Am 3. Sonntage in den Fasten, Oculi Epistel, Ephef. 5, v. 1-9. So feyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kins der und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst dargegeben für uns, zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hures ret aber und alle Ungerechtigkeit, oder Geiz, lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet.. Auch schandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer, oder Unreiner, oder Geiziger,( welcher ist etn ( Sößendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Got tes. Laffet euch niemand verführen mit vergeblichen Vors ten; denn um dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum jeyd nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß; nun aber seyd ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht. des Geistes ist allerlei Gütigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit. Evangelium, Luca 11, v: 14-28. Jesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete ber Stumme. Und das Volf verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er trieb einen Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel, die andern aber versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uns eins, wie will fein Reich besteben? Dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treis ben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Rich ser seyn. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt ja das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewapneter seinen Palast bewahrt, so bleis Episteln bet das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt, und überwinder ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ: und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist weder mich, und wer nicht mit mir sammlet, der zerstreut. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfährt, so durchwandelt er dürre Stätte, suchet Ruh und findet ihrer nicht; so spricht er: ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet ers mit Besen gekehrt und geschmückt. Dann geht er hin und nimmt sieben Geifter zu sich, die årger sind, denn er selbst. Und wenn sie hinein Fommen, wohnen sie da, und wird hernach mit densel, igen Menschen ärger, denn vorbin. Und es begab sich da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, so du gesogen hast. Er aber sprach Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren' ZU Um 4. Sonntage in der Fasten, Lätare. Epistel, Gal. 4, v. 12.32. Sagt mir, die ihr unter dem Gesetze seyn wollt, habt ihr das Geset nicht gebört? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham, zween Söhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren, der aber von der Freien, ist durch die Verbeißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eins von dem Berge Sina, das zur Knechtschaft gebies tet, welches ist der Agar. Denn Agar heißt in Arabia der Berg Sina, und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stebet geschrieben: Sey fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor, und rufe, die du nicht schwanger bist denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann bat. Wir aber, lieben Brüder, sind saaks nach der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleische geboren war, verfolgte den der nach dem Geiste geboren war, alse gehet es jetzt und Evangelien. Z1 auch. Aber das spricht die Schrift: Stoße bie Magb hinaus mit ihrem Sohne, denn der Magd Sohn soll nicht eben mit dem Sohne der Freien. So sind wir nun lieben Brüder, nicht der Magt Kinder, sondern der Freien. Evangelium, Job. 6, v. 1-15. Darnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stade Tiberius in Galilda, und es zog ihm viel Volts nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken thar. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war nahe aber die Ostern. der Juden Fest. Da hob Jesus seine Angen auf, nnd siebet, daß viel Volks zu ihm kommt und spriche zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen?( Das sagte er aber, ihn zu versuchen, denn er wußte wohl, was er thun wollte.) Philippo antwortete ihm: Zweihundert Pfennigewerth Brods ist nicht genug unter sie daß ein jeglicher unter, ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, ber Bruder Simonis Petri: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrode und zween Fische, aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort: Da lagerten sich bei fünf tausend Mann. Jesus aber nahm die Brode, dankete und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten, desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie fact waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammlet die übrigen Brocken, daß nichts umfomme. Da sammelten sie und füllten 12 Körbe mit Brocken, von den 5 Gerstenbroden, die über blieben denen, die gespeifet wurden. Da nun die Mens schen das Zeichen saben, das Jefus that, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt fommen soll. Da Jesus merkte, daß sie kommen würden, und ibn baschen, daß sie ihn zum Könige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst allein. Um 5. Sonntage in der Fasten, Judica. Epistel, Hebr. 9, v. 11.15. Christus aber ist gekommen, daß er sey ein Hoyer. priester der zukünftige Güter, durch eine größere und Episteln vollkommner Hütte, die icht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebaut ist; auch nicht durch der Bocke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eignes Blut, einmal in das Heilige eingegangen, und hat seine ewige Erlösung erfunden. Denn der Ochsen und der Böcke Blut, und die Asche von der Rub ges fprenget, beiliget die Unreinen zu der leiblichen Reis nigkeit, wie vielmehr wird das Blut Chrifti, der sich felbst ohne allen Wandel durch den heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den rodten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Heiligung von den Uebertretungen, die unter dem neuen Testament waren, bie, so berufen sind, das verbeißede ewige Erbe empfangen. Evangelium, Joh. 8, v. 46-59. Jesus sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeiben? So ich euch aber die Wahr heit sage, warum glaubt ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort. Darum höiet ihr nicht, denn ihr seyd nicht von Gott. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht daß du ein Samariter bist, und haft den Teu fel? Jesus autwortete: ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Sch suche nicht meine Ehre, es ist aber einer der sie su. chet und richtet. Warlich, warlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort bält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus So ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet, er sey unser Gott, und fennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht; so würde ich ein Lügner, gleich wie ihr seyd. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. antwortete: 28 und Evangelien. 29 Abraham, euer Vater, ward froh, das er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn und freute sich. Da spra chen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus spräch zu ihnen, Wahrlich, währlich ich sage euch: Ehe denu Übraham war, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich, und ging zum Tempel hinaus, mitten burch sie hinstreichend. 2m 6. Sonntage in der Fasten, Palmarum. Ppistel, Phil. 2, v. 5.11. Ein jeglicher sey gesinnt, wie Jesus Christus auch war. Welcher ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu seyn, son. dern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch and an Gebärden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Zode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöht, und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind: und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters. Y Evangelium, Matth. 21, v. 1-9. Siehe das Evangelium am 1. Sonntage des Advents. Seite 1. Am heiligen Ostertage. Epistel, 1 Kor. 5, v. 618. Euer Nuhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Zeig versäuert? Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seyd, gleichwie ihr ungesäuert seyd. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauers teig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalks heit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und Wahrheit. Evangelium, Marc. 16, v. 1.8. Und da der Sabbath vergangen war, kaufte Maria Magdalena, und Maria Jakobi und Salome Spea 30 Episteln gerei, auf daß sie tamen und Jesum salbeten. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbath sehr frübe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen mit einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thir? Und fie faben dabin und wurden gewahr, daß der Etein abs gewälzt war: denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab, und saben einen Jüngling zur rechten Hand sizen, der batte ein langes weißes Kleid an; und sie entsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr fuchet Jesum von Nazareth, den Gefreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die Stätte, da sie ihn binlegten. Gehet aber bin, und saget es seinen Jüngern und Petro, daß er vor euch hingeben wird in Galilàa, da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen angekommen: und sagten niemand etwas? denn sie fürchteten sich. Um Oftermontage. Epistel, Apoft. Gesch. 10, v. 34.41. Petrus aber that seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrbeit, daß Gott die Person nicht ansichet: sondern in allerlei Volf, wer ihn fürchtet, und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wiffet wobl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Ifrael ge fantt bat, und verkündigen lassen den Frieden durch Jesum Christum,( welcher ist ein Herr über alles,) die, durch das ganze jüdische Land gescheben ist, und ange gangen in Galiläa: nach der Taufe, die Jobannes predigte; wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gefalbet hat mit dem heiligen Geist und Kraft, der umber gezoger ist, und hat wohl gethan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Goit war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles deß, das er gethan im jüdischen Lande und zu Jerusa Iem. Denn sie haben getödtet und an ein Holz gebänget. Denselben bat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Voll, sondern uns, den vorerwählten Zeugen vor 1 und Evangelien. Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach dem er auferstanden ist von den Todten. Evangelium, Lucà 24, v. 31-35. Und siebe, zween aus den Jüngern des Herrn gine gen an demselben Tage an einen Flecken, der war von Jerusalem fechzig Feldwegs weit, des Name beißt Emmachus. Und sie rebeten mit einander von allen diesen Geschichten und es geschah, da sie so redeten und bes fragten sich mit einander, nahte Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehals ten, daß sie ihn nicht kannten. Er aber fprach zu ih nen: Was sind das für reden, so ihr zwischen euch handelt unterwegs und feyb traurig? Da antwortete einer, mit Namen Kleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalein, ber nicht wisse, was in diesen Tagen darinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber spras chen zu ihm: Das von Jesus von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten, vor Gott und allem Volk: wie ihn unsere Hohenpries ster und Obersten verantwortet haben zur Verdamm. niß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hofften, er sollte Israel erfösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht ges funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: D ihr Thoren und trågen Herzens, zu glauben allem dem, das die Propheten geredet haben: Mußte nicht Ehristus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und sing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Echriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie famen nahe zum Flecken, da sie hingingen; und er stellte sich als wollte er weis ter gehen. Und sie nöthigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein bei ihnen zu bleis ben. Und da es geschah, da er mit ihnen zu Zische saß 32 Episteln nahm er das Brod, dankete brach es und gab es ihnen da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht das Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffe nete? und sie standen auf zu derselbigen Stunde' kehrs ten wieder gen Jerusalem, und fanden die Eilfe vers sammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simoni er schienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wåre an dem, da er das Brod brach. Um Osterdienstage. Epistel, Ap. Gesch. 13, v. 26.33. Ihr Männer, lieben Brüder, ihr Kinder des Ges schlechts Abrahams, und die unter euch Gott fürchten, euch ist das Wort dieses Heils gesandt. Denn die zu Jerusalem wohnen, und die Obersten, dieweil sie dies. sen nicht fannten, noch die Stimme der Propheten, welche auf alle Sabbather gelesen werden, haben sie dieselben mit ihrem Urtheile erfüllet. Und wiewohl sic Feine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatum ihn zu tödten. Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz, und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn auferwecket von den Todten, Und er ist erschies nen viele Lage denen, die mit ihm hinauf von Gali Ida gen Jerusalem gegangen waren, welche sind keine Zeugen an das Volk. Und wir auch verkündigen euch die Verheißung, die zu unsern. Vätern geschehen ist, daß dieselben Gott uns, ihren Kindern, erfüllet hat, in dem, daß er Jesum auferwecket hat. Evangelium, Lucă 24, v. 36.47. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mits ten unter sie, und sprach zu ihnen: Friede sey mit und Evangelien. 33 euch! Sie erschracken aber, und fürchten sich; meinten fie fåben einen Geift. Und er sprach zu ibnen: Was feyd ihr so erschrocken? Und warum fommen solche Ges banten in eure Herzen? Sebt meine Hände und meine Füße, ich bin es selber; füblet mich und sebet: denn ein Geist hat nicht. Fleisch und Blut, wie ibr seht, daß ich habe. Und da er bas sagte, zeigte er ihnen Hände und Füße. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freu ben, und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ibr bier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Stück von gebratenem Fische und Honigseim. Und er nahm es und as von ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reben, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllt werden, was von mir geschrieben ist im Gefeßze Mosis, in den Propbeten und in den Pfalmen. Da öffnete er ihnen bas Verständniß, daß sie die Schrift verstanden. Und er sprach zu ihnen: also ist es geschrieben, und also muß Christus leiden, und auferstebn von den Loden am dritten Tage und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem. Am 1. Sonntage nach Ostern, Quasimodogeniti. Epistel, 1. Joh. 5, v. 4.10. Alles was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwuns den hat. Wer ist aber der die Welt überwindet, ohne der da glaubt, daß Jejus Gottes Sobn ist? Dieser ist es, der da fommt mit Wasser und Blut, Jesus Chris stus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Hime mel: der Vater, das Wort und der heil. Geist; und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden. Der Geist, das Wasser und das Blut und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes 3 ugniß größer, denn Gottes Beugniß ist das, das er gezeuget hat von seinen 3 14 Episteln Sobne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugniß bei ihm. Evangelium, Joh. 10, v. 1938. Am Abend aber desselbigen Sabbaths, da die Jünger versammelt, und die Tbüren verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sey mit euch: Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn fahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sey mit euch gleichwie mich der Vater gesandt hat, also sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet bin den heiligen Geist;' wel chen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Am II. Sonntage nach Ostern, Misericord. Domini. Epistel, 1 Petri 2, v. 21:25. Denn dazu seyd ihr berufen. Sintemal auch Chriftus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher fei ne Sünde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden, welcher nicht wieder schalt da er ger scholten warb, nicht drohete, da er litte: er stellte es aber bem beim', der da recht richtet; welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf bem. Holze, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Ge rechtigkeit leben, burch welches Bunder ibr feyd bell geworden. Denn ihr waret wie die irrende Schaafe, aber ihr seyb nun bekehret zu dem Hirten und Bischoff eurer Seele. Evangelium, Joh. 10, v. 12-16. Ich bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte läßt sein Leben für die Schaafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schaafe nicht eigen sind. siehe: den Wolf kommen, und verläßt die Schaafe, und fliehet, und der Wolf erhaschet und zerstreuet die und Evangelien. 85 Schaafe. Der Mietbling aber fliebet: denn er ist ein Miethling, und achtet der Schaafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen; und bin bekannt den Meinen; wie mich mein Vater kennet, und ich tenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schaafe. Und ich habe noch andre Schaafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselbe muß ich her. führen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. Aut III. Sonntage nach Ostern, Jubilate. Epistel, 1 Petri 2, v. 11-20. Lieben Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrimme: entbaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele ftreiten, und führet einen gua ten Wandel unter den Heiben, auf daß die, so von euch afterreden, als von Uebelthätern, eure gute Werke sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seyd unterthan aller menschlichen Orde nung, um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten oder den Hauptleuten, als den Gesand ten von ihm zur Rache über die Ulebelthäter, nnd zum Lobe der Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, baß ihr mit Wolthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten Menschen, als die Freien und nicht als båte tet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit; sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre Jedermann. Habt bie Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte seyd unterthan mit aller Furcht den Herrn, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch ben wunderlichen. Denn da ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das lebel vertrågt, und leidet bas Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missethat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erdulbet, das ist Gnade bei Gott. Evangelium, Joh. 16, v. 16-23. Ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen; 3* 36 Epifleln denn ich gebe zum Vater. Da sprachen etliche unter feinen Fingern untereinander: Was ist das, daß er fa get zu uns über ein kleines, so werdet ihr mich nicht feben, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gebe? Da sprachen sie: was ist das, daß er faget, über ein kleines? wir wiss fen nicht, was er redet. Da merkte Jesu, daß sie iba fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, da er gesagt hat: Uleber ein fleis nes, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wabrlich ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werbet traurig seyn, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Beib, wenn sie gebieret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist gekommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt ge boren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit, aber ich will euch wieder sehn, und euer Herz soll sich freun, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Und an demselben Tage werdet ihr mich nicht fragen. Um IV. Sonntage nach Ostern, Cantate. Epistel, Jacobi 1, v. 16.21. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe fommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei wel chem ist keine Veränderung, noch Wechsel des Lichts und der Finsterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen, durch das Wort der Wahrbeit, auf das wir waren Erftlinge seiner Creaturen. Daram lieben Brü der, ein jeglicher Mensch sey schnell zu bören, langsam aber zu reben, und langsam zum Zorn. Denn des Mens schen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosteit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch ge pflanzet ist, welches fann eure Seele selig machen. und Evangelien. Evangelium, Joh. 10, v. 5.15. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat und niemand unter euch fraget mich: we gehest du bin? sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Traurens geworden. Aber ich sage ruch die Wahrheit: es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster ni zu euch. So ich aber bingehe, will ich ihn zu ench senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Well firafen, um die Sünde und um der Gerechtigkeit und um das Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich; um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Var ter gebe und ihr mich hinfört nicht seht. Um das Ges richt, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe: euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kom men wird, der wird euch alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von selbst reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verflåren; benn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch verfündigen. madpuig te Am V. Sonntage nach Ostern, Epistel, Joh. 1, v. 22.27. 87 Rogate. Seyd aber Thåter des Worts und nicht hörer allein, bamit ihr euch selbst betrüger. Denn jo jemand ist ein Hörer des Worts, und nicht ein Thàter, der ist gleich einem Manne, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschanet. Denn nachdem er sich beschauet hat, geht er von Stund an davon, und vergißt, wie er ge staltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Gefeß der Freiheit und darinnen bebarret, und nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter, derselbige wird selig sein in seiner That. So aber sich jemand unter euch läst dünfen, er biene Gott, und hält seine Bunge nicht im Baum, sondern verführt sein Herz, deß Gottesdienst i eitel. Ein reiner und anbefleckter Gottes 38 Episteln bienft vor Gott, dem Vater, ist ber: bie Weisen und Wittwen in ihrer Trübsal besuchen, aud sich von der Welt unbefleckt halten. Evangelium Joh. 16, v. 23.30. ter. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: so ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sey. Solches babe ich zu euch durch Sprichwort geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verfündigen von meinem Va An demselbigen Tage werdet ihr bitten in mei uem Namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Bas ter für euch bitten will: denn er selbst, der Vater bat ench lieb, darum, daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vas ter ausgegangen und gekommen in die Welt: wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprachen zu ihm seine Sünger: Siehe, nun redest du fret beraus und sagit fein Sprichwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausges gangen bist. Am Tage der Himmelfahrt Christi. Epistel, Up. Gesch. 1, v. 1-11. Die erste Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von allem dem, da Jesus anfing, beides zu thun, und gu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward nachdem er den Aposteln, welche er hatte gewählet, burch den hetligen Geist Befehl gethan hatte. Welchen er sich nach seinen Leiden lebendig erzeigt hatte, burch mancherlei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen 40 Zag lang, und redete mit ihnen vom Reiche Got tes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehös ret,( sprach er) von wir. Denn Johannes hat mit Wass und Evangelien. fer getauft; ibr aber sollt mit dem beiligen Geist ges tauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen gekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Ifrael? Er sprach aber zu ihnen: Es gebú bret ruch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Bater feiner Macht vorbehalten bat; sondern ihr werdet die Kraft des beiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem,-und in ganz Judda und Samaria und bis an das Ende der Erde. lind da er solches gesagt, warb er aufgehoben zusehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachs laben gen Himmel fahrend, siehe, da standen bei ihnen ween Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Männer von Galllåa, was steht ihr und seht gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufe genommen gert Himmel, wird kommen, wie ihr ihn ges sehen habt gen Himmel fahren. Evangelium, Marc. 16, v. 14:20. 3uletzt, da die Eilfe zu Zische saßen, offenbarte sich der Herr, und schalt ihren Unglauben und ihres Hers zens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehn hatten auferstehn. Und er sprach zu ihe nen: gebet bin in alle Welt und predigt das Evanges lium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tods liches trinken, wird es ibnen nicht schaden. Auf die Kranten werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ih. nen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und sißet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mits folgende Beichen. Episteln Am VI. Sonntage nach Ofern, Craudi. Epistel, 1 Petri 4, v. 8-11. So seyd nun màßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe deckt auch der Sünden Menge. Seyo gastfrei unter einander ohne Murmeln, und dies net einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er emp fangen hat als die guten Haushalter der mancheriei Gnade Gottes. So jemand redet, daß er rede aus Gottes Wort. So jemand ein Amt hat, daß ers thue als aus dem Vermögen, das Gott darreichet, auf das in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Sejum Christ, welchem sey Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Evangel. Joh. 15, v. 20 bis Stap. 16, v. 4. Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, den Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen, denn ihr seyd von Anfang bet mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß wer euch tödet, wird meinen, er thue Gott Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß ihr weder meinen Vater noch mich erkennet. Noer solches habe ich zu eudy ges redet, auf daß, wenn die Zeit fommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. 7 Golches aber habe ich euch von Anfang nicht gejagt: benn 10 war bet euch. Sho Am betligen Pfingstage. Epißel, Up. Gejch. 2, v. 1. 13. Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren fie alle einmüthig bei einander. Und es geschab schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Win des, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und man sabe an ihnen die Zungen zertbetlet, als wären fie feurig. Und er feste fich auf einen jeglichen unter and Evangelien # 1 ihnen, und wurden alle voll bes heiligen Geiftes, und fingen an zu predigen mit andern Zungen, nachdem der Geit ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Suden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer aus allerlet Volk das unter dem Himmel is. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden verstürzt; denn es hörte ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsepten sich aber alle verwunderten sich und sprachen unter einander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Gallda? Wie bören wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther, Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamia, und in Jubda und Kape padocia, Ponto und Asia, Phrygia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Vybien bei Kyrene, und Ausländer von Rom, Juden und Sudengenossen, Kreter und Araber: wir bören sie mit unsern Zungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entfeßhren sich aber alle, wurden irr und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber parten ihren. Spott und sprachen: sie sind voll süßen Weine. Evangelium, Soy. 14, p. 23.31. the- an- PAC Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, unb mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm tommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der bålt meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gejandr pat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Über der Troner, der beil. Meist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbige wird es euch alles lebren, uno euch erinnern alles deß, das ich euch gejagt pabe. Den Fries den lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch: Nicht gebe ta) euch, wie die Welt gibt. Ener Herz erjrede nicht und fürchte sich nicht. Ihr habt gehört, da t euch gesagt þabe: Sch gehe hin und komme wird.r. za eud). Jättet ihr mich lieb, so würdet the euch freuen, daß ich geſagt habe, ich gehe zum Bater; denn ber Vater ist großer denn ich. Und nun habe ich es euch 42 Episteln fed for and gesagt, ehe benn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden; denn es fommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf baß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat; stehet auf und lasset uns von hinnen gehen. aits Am Pfingstmontage. Epiftel, Apoft. Gesch. 10, v. 42-48. Der Herr hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott als Richter der Lebendigen und der Toden. Von diesem zeugen. alle Propheten, daß durch seinen Namen alle, die an ibn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhörten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petro gekommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen( Beistes ausgegossen ward. Denn sie bórten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: mag auch jemand das Wasser webren, daß diese nicht getauft werden, die den heilis gen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Evangelium, Joh. 3, v. 16.21. Jesus sprach zu Nicodemo: also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebohrnen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verlohren werden, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glau bet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des eingebohrnen Sohn Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsterniß mehr, denn das Licht. Denn ihre Werte waren böse. Wer Arges thut, ber haffet bas Licht, und kommt nicht an das Licht, und Evangelten. 43 auf daß seine Werke nicht bestraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Gott gethan. Am Pfingstdien stage. ma Epiftel), Upof. Gesch. 18, v. 14.17. act Da aber die Aposteln böreten zu Jerusalem, daß Samaría das Wort Gottes angenommen hatte, sand ten sie zu ihm Peteum und Johannem. Welche, da fie binkamen, beteten sie über sie, daß sie den heiligen Geist empfingen, denn er war noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft in dem Namen Christi Jefu. Da legten sie die Hände auf sie, und empfingen den heiligen Geist. Evangelium, Joh. 10, s. 1-11. What Jesus sprach zu den Juden: Wahrlich, wahrlich ich sa. ge euch: Wer nicht zur Thüre herein gehet in den Schaafstall, sondern steigt anderswo herein, der ist ein Dieb und ein Mörder. Der aber zur Thüre herein ges het, der ist ein Hirt der Schaafe. Demselbigen thut der Thürhüter auf, und die Schaafe bören seine Stimme, und er ruft seine Stimme mit Namen und führet fie aus. Und wenn er seine Schaafe ausgelassen hat, geht er vor ihnen hin, und die Schaafe folgen ihm nach, benn sie fennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor ihm; denn sie fennen des Fremden Stinime nicht. Diesen Spruch sagt Jesus zu ihnen, sie vernahmen aber nicht, was es war, das er zu ignen sagte. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ich bin die Thür gu ben Schaafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Mörder gewesen, aber die Schaafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Thür: So jemand burch mich eingehet, der wird selig werden, und wird ein und ausgehen und Weide finden. Ein Dieb fommt nicht, denn daß er stehle, würge oder umbringe. Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Gnige haben sollen Epistela sidd am Sonntage Trinitatis. indea smist and Epiftel, Rom. 11, s. 33-36. welch eine Liefe des Reichthums, beides der Weise beit und Erkenntniß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist fein Rathgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zus vor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, oder durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Shm fey Ehre in Ewigkeit! Amen. ndochiste spilled so Evangelium, Joh. 3, v. 1.15. omnid Es war aber ein Mensch unter den Pharifäern, mit Namen Nicodemus, ein Oberster unter den Suden; der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meis ster wir wissen, daß du bist ein Lebrer von Gott ge kommen; denn niemand kann bie Zeichen tbun, die du thust, es sey denn Gott mit ihm: Sesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Es sey denr daß jemand von neuem geboren werde, Fann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich ich fage dir: Es sey denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist ges boren wird, das ist Geist. Laß dich nicht wundern, daß ich bir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du hörest fein Sausen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er fommt, und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete und sprach zu ihm: wie mag solches zugeben? Jesus ants wortete und sprach: Bist du ein Meister in Israel und weist das nicht? Wahrlich, wahrlich ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir ges febea baben; und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubet ihr nicht, wenu t euch von irdischen Dingen 13 und Evangelien, anlam dia fage; wie würdet ibr glauben, wenn ich euch von bimm, lischen Dingen fagen würde? Und niemand fäbret gen Himmel, denn der vom Himmel bernieder gekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erböhet bat, also muß des Menschen Sohn erhöbet werden, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren were den, sondern das ewige Leben haben. Am 1. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Joh. 4, v. 16.21. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, ber bleibt in Gott und Gott in ihm. Darum ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freundlichkeit haben, am Tage des Gerichts; denn gleich wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, fondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn bie Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er bat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und basset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer feinen Bruder nicht liebet, den er siebt, wie fann er Gott lieben, deu er nicht siebt? Und dies Ge bot baben wir von ibm, daß wer Goft liebet, daß er auch seinen Bruder liebe. Evangelium, Luca 16, v. 19-31. Es war ein reicher Mann, der fleidete sich mit Purs pur und köstlicher Leinwand, und lebte alle Tage berr lich und in Freuden. Es war aber ein Armer mit a men Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwa ren, und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tsche firlen. Da tamen die Huns de und leckien ihm in: Schwären. Es begab sich aber daß der Arme ftab und ward getragen von den Engeln in Abrabars Stove. Der Reiche aber fearb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf, und job Abrabam von ferne und Lazarnm in seinem Edoor, rief und sprach: Bater Abraham, erbarme dich meine. 46 Episteln bich meiner und sende Lazarum, baß er bas Neußerste feines Fingers ins Wasser fauche und fühle meine Zun ge, denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke ohn, daß du dein Gutes emp. fangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Boses empfangen; nun aber wird er getröstet und du wirst gepeinigt. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, daß, die da wolli ten von binnen hinabfahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns berüberfahren. Da sprach er: So bitte ich dich Bater, daß du ihn sendest in meis nes Vaters Haus. Denn ich habe noch 5 Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten; laß sie dieselben hös ren. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toben zu ibnen ginge, so würden. fie Buße thun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mosen und die Propbeten nicht, so werden sie auch nicht glau ben, ob jemand von den Loden auferstände. Um II. Sonntage nach Trinitatis. Epiftel, 1 Joh. 3, s. 13-18. Berwundert euch nicht, meine Brüder, fob euch die Welt baffe. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibt im Tode. Wer seinen Bruder basset, der ist ein Todschläger, und ihr wisset, daß ein Todschläger nicht hat das ewige Les ben bet ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieter Belt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ibm? Meine Kindlein, las set uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, jondern mit der That und Wahrheit. und Evangelien. Evangelium, Luca 4, v. 16-24. Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmabls, zu sagen deu Geladenen: Kommt denn es ist alles bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus geben und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen ges kauft, und ich gebe jetzt bin, sie zu beseben; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wiedet. Da ward der Hausberr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gebe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und fübre die Armen und Krüppel und Labmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist ge chehen, was du befohlen bast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune, und nöthi, ge sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, bie geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Am III, Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Petri 5, v. 6.11. So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er forget für euch. Geyd nüchtern und wachet, denn euer Widersacher, der Teu fel, gehet umber wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glau ben, und wiffet, daß eben dieselbige Leiden über eure Brüder in der Welt geben. Der Gott aber aller Gras de, der uns berufen bat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jefu, derselbige wird euch, die ihr eine fleine Zeit leidet, vorbereiten, stårten, träftigen, grün, den. Demselbigen sey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Episteln Evangelium, fucd 15, v. 1.10. 1aGa nabten aber zu Jefu allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn börten. Und die Pharifäer und Schriftges lebrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sün der an und iffet mit ibnen: Welcher Mensch ist unter euch, der 100 Schafe bat, und so er der Eins verlies ret, der nicht faffe die 99 in der Wüste, und hingebe, nach dem Verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden bat, so legt er es auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er beim fommt, ruft er feine Freunde und Nachbarn, und spricht zu ibnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: alfo wird auch Freude seyn im Himmel über einen Sünder, der Buße tbut, vor 99 Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder welches Weib ist, die 10 Groschen bat, so sie den Ei nen verliert, die nicht licht anzünde, und kehre bas Haus, und sucht mit Fleiß, bis daß sie ibn finde? Und wenn sie ibn gefunden hat, ruft sie ihre Freundin nen und Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren batte. Also auch sage ich euch, wird Freude seyn vor den Engeln Gottes, über einen Sünder, der Buse thut. 48 of 0. Send Um IV. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Rom. 8, p. 18-23. 11 Denn ich halte es bafür, daß dieser Zeit Leiden ber Herrlichkeit nitbt werth sev, die an uns soll geoffens baret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Gin temal die Kreatnr unterworfen ist der Eitelkeit, ohne ibren Willen, sondern um deß Willen, der sie unter worfen bat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des vergånglichen Wesefis zu der berrlichen Freibeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur schnet sich mit uns, und und Evangelien. 49 ångstigt sich noch immerbar. Nicht allein aber sie, fons dern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Ersts linge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kunde schaft, und warten auf unsers Geistes Erlösung. Evangelium, Lucá 6, v. 36.42. Darum send barmherzig, wie auch euer Vater barme herzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht ges richtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht vers dammt. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, fo wird es gegeben. Ein voll gebrückt, gerüttelt unb überflüssig Maas wird man in euren Schoos geben; denn eben mit dem Maas, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er fagte ibnen ein Gleich. nis: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen; werden sie nicht alle beide in die Grübe fals len? Der Jünger ist nicht über seinen Meister: wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirft du nicht gewahr? Oder wie fannst du sagen zu deinem Brus der: Halt fill, Bruder! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siebst felbst nicht den Bals fen in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor dett Balken aus deinem Auge, und siebe bann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest! Am 5. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Petri 3, v. 8. 15. Endlich aber seyd allesammt gleich gesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Bergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Echeltwort; fone dern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seyd, daß ihr den Segen beerbt. Denn wer leben will und gute Tage sehn, der schweige seine Zunge, daß fie nicht Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen und thue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn seben auf die Gerechten, und seine Obren auf ihr Ges bet; das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, fo Episteln Befes thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommt? Und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so scyd ihr doch selig. Fürch, tet euch aber vor ihrem Troben nicht, und erfahrecket nr. Heiliger aber Gott den Herrn in eurem Herzen. Evangelium, Luca 5, v. 1-11. Es begab sich aber, daß sich das Velk zu Jesu drang, zu hören das Wort Gottes, und er fand am See Ge nezareth, und fab zwei Echiffe au Cee stehen; die Fi scher aber waren ausgetreten und wuschen ihre Neßze: trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er feste fich, und lebrete das Volk aus dem Echiffe.. Und als er hatte aufgehört zu reden; sprach er zu Sis man: Fabre auf die Höhe, und werfe dein Neß aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete und fprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gears beitet, und nichts gefangen, aber auf dem Wort will ich das' Neß auswerfen. Und da sie das thaten, bes schloffen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im anderen Gwiffe waren, daß sie tamen und bülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und füllten beide Schiffe voll, allso daß sie sanken. Da das Simon Petrus jah, fiel er Jesus zu den Knieen und sprach: Herr, gebe von mir hin aus, ich bin ein fündiger Mensch. Denn es war ihn ein Sayrecken angekommen, und alle, die mit ihm was ren, über diesen Fischzug, den sie mit einander gethan hatten; deffelbigen gleichen auch Sacobum nnd Johannem, die Sehne Zebeài, Simonis Gejellen. Und Jejus sprad zu Simon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Echiffe zu Lande, und verließen alles, und folgren ihm nach. Um 6. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Röm. 6, v. 3.11. Wisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Chrift getauft sind, die sind in seinem Tod getauft? So und Evangelien. 51 sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Lod, auf daß, gleichwie Christus ist auferweckt von den Todten durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wie aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Lode, so wers den wir auch der Auferstehung gleich seyn; dieweit wir wissen, daß unfer alter Mensch samt ibm getreuzigt, auf daß der fündliche Leib aufbère, daß wir binfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ift gerechtfertigt von der Eunde. Sind wir aber mit Chriiio geboren, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus von den Toden erwecket, binfort nicht stirbt; der Tod wird binfort über ihn nicht herrschen. Denn daß er gestorben ik, das ist er der Sünde gestorben zu einmal; daß er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, baltet euch) dafür, daß ihr der Sünde gestorben seyd, und les bet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium, Matth. 5, 20-26. Denn ich sage euch: Es sey denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Pharifäer, ſo werdet ihr nicht in das himmelreich kommen. Ibr habet gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tooten, wer aber tóbtet der soll des Gerichts schuls dig seyn. Ich aber sage eud: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig, wer aber zu feis nem Bruder sagt: Rache, der ist des Rads schuldig; wer aber sagt: Du Narr, der ist des böllischen Feuers schuldig. Denn wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder ete was wider dich habe; so laß alloa vor dem Altar beine Gabe, und gebe zuvor bin, und versöhne dich mit deis nem Bruder und alsdann komme, und opfre drine as be. Sey willfertig deinem Widerfacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege hist, sauf daß dich der Wis derjacher nicht dermaleins überantwortet dem Richter, und der Richter überantworte did dem Diener, und wers dest in den Kerker geworfen. Ich fage dir: Warlich eu wirst nicht von dannen herauskommen, bist du auch den letzten Heller bezahlst. Episteln Am 7. Conntage nach Trinitatis. Epistel, Rom. 6, v. 19,23. Ich muß menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder bes geben habt zum Dienst der Unreinigkeit, und von ei ner Ungerechtigkeit zu der andern: also begebet nun auch eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß fie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte was ret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hat. tet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämt; denn bas Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seyd von der Sünde fret, und Gottes Knechte geworden, habt ihr eine Frucht, daß ihr beis lig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben, in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium, Marc. 8, v. 1.9. Bu der Zeit da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn sie baben nun drei Tage bei mir verbarret, und haben nichts zu essen, und wenn ich sie ungegessen von mir beim ließe gehn, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger ante worteten ihm: Wober nehmen wir Brod bier in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brod? Sie sprachen: sieben. Und er ge bot dem Volf, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, dantete und brach sie, und gab sie feinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten. Und sie legten dem Volke vor. Und batten ein wenig Fischlein. Und er dankete und hieß dieselbigen auch vor tragen. Sie aßen aber und wurden satt, und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer was ren bei vier tausend, die da gegessen hatten. Und er ließ sie von sich. 52 53 Evangelien. Am 8. Sonntage nach Trinitatis. Epiflel, Róm. 8, v. 12. 17. So sind wir nun lieben Brüder, Schuldner, nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschöpfe tödtet, so werbet ibr leben. Denn welche der Geist Gottes, treibet; die find Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihr habt einen findlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lie. ber Vater! Derselbige Geist gibt 3rugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi: so wir anders mit leiden, auf daß wir auch zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium Matth. 7. v. 15.23. Setet euch vor, vor den falschen Propbeten, die in Schaafskleidern zu euch fommen; inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie ers kennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dors nen, oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer gewor fen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen: sondern die den Willen tbun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweisfaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Sch habe euch noch nie ers kannt: weichet alle von mir, ihr Uebelthäter! Spisteln Am 9. Senktage nach Trinitatis. Epistel, 1 Kor. 10, v. 6.13. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelusten lassen des Bösen, gleichwie jene ges lüftet bat. Werdet auch nicht Abgötfische, gleichwie jes ner etliche wurden, als geschrieben stebet: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Und laffet uns nicht hurerei treiben, wie etliche unter ihnen Hurerei trieben und fielen auf einen Tag drei und zwanzig Tausend. Lasset uns aber auch Chriftum nicht versuchen, wie etliche von jenen ibn vers suchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murrten, und wurden umgebracht von dem Verderber. Solches alles widerfuhr innen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt ges fommen ist. Darum, wer sich låst danken er stebe, mag wobl zusehen, daß er nicht falle. Es bat euch noch feine denit menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermös gen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es tönnt ertragen. Evangelium, Lucà 16, v. 1 9. Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umbracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten, denn du fannst binfort nicht mehr Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst; Was soll ich thun, mein Herr nimmt das Amt von mir. Graben mag ich nicht; so schäme ich mich zu bet teln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gelegt werde, daß sie mich in ihre Häus ser nehmen. Und er tief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meis nem Herrn schuldig? Er sprach: hundert Tonnen Del. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, seße dich, und schrieb flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem ans dern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach und Evangelien. 55 Hundert Malter Waizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und schreibe achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er flüglich a than bätte, denn die Kinder dieser Welt find flüger, dead die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Maumon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch annehmen in die ewigen Hütten. Am 10. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Kor. 12, 9. 1. 11. Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seyd gewesen, und hingegangen zu den stume en Göken, wie ihr verführet wurdet. Darum thue ich euch fund, daß niemand Sefum verfluchet, der durch den Geist Cettes rebet; nnd niemand fann Jesum einen Herrn beißen, obne durch den beiligen Geist. Es sind mans derlei Gaben, aber es ist ein Geist. Es sind mons derlei Aemter, aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wire fet alles in allem. In einem jeglichen zeigen sich die Gaben des Geifies zum gemeinen Nutzen. Einent wird gegeben durch den Geist zu reden von der Teißbeit; dem andern wird gegeben zu reben von der Erkenntnis, nach demselben Geift; cinem andern der Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen in demselbigen Geist; einem andern, Wunder zu thun; einem andern Weiffagung; einem andern Geis ster zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einen andern die Sprachen auszulegen. Dies alles aber wirft derselbige einige Seift, und theilt einem. jeglichen feines zu, nachdem er will. Evangelium, fucă 24, v. 13.33. Und als er, der Herr Jesus, nahe binzu kam, fab er die Stadt an, und weinete über sie. Und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nan ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es wird 56 Episteln bie Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden úver dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ångstigen; und werden dich schleifen und feinen Stein auf dem andern lass sen, darum, daß du nicht erkannt hast die Zeit, darin nen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und Fauften. Und sprach zu ihnen: Es stebet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr habt es gemacht zur Morbergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die vornehms sten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbráchs ten, und fanden nicht, was sie ihm thuu sollten; denn alles Volk hing ihm an und hörte ihn. Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, I Kor. 15, v. 1.10. Ich erinnere euch aber, lieben Brüder, des Evangelii, das ich euch verkündet habe, welches ihr auch ange nommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch wels ches ihr auch selig werdet, welchergestalt ich es euch vers fündigt habe, so ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen babe daß Christus gestorben sey für unsere Sünden, nach der Schrift, und daß er begraben sey, und daß er anferstans den sey am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwil fen; darnach ist er gesehen worden von mehr denn 500 Brüdern auf einmal, von denen noch viele leben, etliche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen worden von Jacobo, darnach von allen Aposteln, am letzten nad allen, ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht werth bin daß ich ein Apos stel heiße, darum, daß ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich babe viel mehr gearbeitet, denn sie alle? nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, bir mit mir ist. und Evangelien. Evangelium Lucă 18, v. 9. 14. Der Herr sagte zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm waren und verachteten die andern, ein solches Gleichniß: Es gingen zwei Menschen binauf in den Tempel, zu beten; einer ein Phart; der, der ans dere ein Zöllner. Der Pharifäer stand und betete bei sich selbst also: Ich danke vir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Sch) faite zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von allem, was ich hab. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Aus gen nicht aufheben gen himmel, sondern schlug an seine Brußt und sprach: Gott, jey mir armer Sünder gnas dig. Ich sage each: Dieser ging binab gerechtfertigt ut sein Haus vor jenem. Denn wer sich selber erböbt, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöhet werden. 57 Am 12. Sonntage nadh Trinitatis. Epistel, 2 Kor. 3, v. 4.11. Ein solches Vertrauen aber baben wir durch Christum zu Gott. Nicht daß wir tüchtig stad, von uns selber etwas zu denfen, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott: welcher auch uns richtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testa. ments, nicht des Buchstabens, sondern des Geisles. Denn der Buchstaben tödtet, aber der Geir macht les bendig. So aber das Amt, das durch die Bahiaben tödtet und in die Steine ist gebildet, Klarbeit båtte; allo daß die Kinder Israel nicht fonnten anseben das Angesicht Mosis um der 3farbeit willen seines Anges ficts, die doch authóret, wie sollte nicht vielmehr das Amt, das die Verdammnis pretigt, alarbeit haben; vielmehr hat das Amt, daß die Gerechtigkeit prediget, iberschwengliche Klarbeit. Denn auch jenes Eheils, das, verklåret war, ist nicht für Klarheit zu achten gegen dieser überfchwenglichen Klarheit, Denn so pas lars beit hätte, das da aufhöret, vielmehr wird das Ris heit haben, das da bleibet. Episteln Evangelium, Marc. 7, v. 15.22. Und da der Herr Jesus wieder ausging von den Grens zen Tyrus und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehn'Städte. Und sie brach, ren zu ihm einen Tauben der fumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ibn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ibin die Finger in die Ohren, und sprüßete, und rührete seine Zunge. Und fab auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephata, das ist, tue dich auf. Und alsobald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward es, und er redete recht. Je mehr er aber verbot, je mehe te es ausbreiteten. Und verwunderten sich über der Maaße und sprachen: Er hat alles wohl gemacht, die Tauben macht er hörend, und die Sprachlosen redend. 58 Am 13. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Gal. 3, v. 15-22. Lieben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: verachter man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und that auch nichts dazu. Nun ist je die Verbeißung Abraham und seinem Samen zu gefagt. Er spricht nicht, durch den Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. So fage euch aber davon: Das Testa, ment, bas von Gott zuvor beståttiget tit auf Shriftum, wird nicht aufgehoben, daß die Berbeißung sollte burd das Gesetz aufbóren, welches gegeven is aber vier buas dert und dreißig Jahre hernach. Dean io das Ende durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verbeißung frei grichenkt. Was soll denn das Gesch? Es ik dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same time, dem die Verpeisung gescheben ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mitters, Gott aber ist einig. Wie? Jit denn das Gesetz wider Got tes Verheissungen? Das sey ferne! Wenn aber ein- Geses gegeben wäre, das da fönnte lebendig machen; so käme und Evangelien. bie Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Geseß. Aber die Schift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung time durch den Blauben an Jesum Ch istum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium, Luca 10, v. 23- 37. Sesus wandte sich zu seinen Süngern, und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ir sebet. Denn ich sage cuch: Viele Propheten und Kö nige wollten seben, das ihr sehet, und habens nicht ges leben, und hören, das ihr höret, und habens nicht ges bör t. Und siehe, da stand ein Schriftgeleorter auf, ver uchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie fehet im Gesetz geschrieben? Wie liefest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemüth; und deinen Nächs sten als bich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; thus das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging nach Jeruſalem binab gen Jericho, und siel unter die Mórdee, die zos gen ihn aus, und schlugen ihn und gingen davon, und ließen ihn halb tod liegen. Es begab sich aber obus gefähr, daß ein Priester diefelbige Straße binab zog; und da er ihn sab, ging er vorüber. Desselbigen gletchen ach ein Levit, da er fam bei die Stätte, und fab ihn, ging er vorüber. Ein Samariter, aber reijete und kan cahin, und da er ibn sah, jammerte ibn sein, ging zuim, verband ihm seine Wunden, goß brein Del un Wein, und hob ihn auf sein Thier, und fübcte ihn in die Herberge, und pflegte sein. Des andern Tas ges reisete er, uno zog beraus zween Grofchou, und gab sie dem Wirth und sprach zu ihm: Pflege fein, und so du mehr wirst darthun, will ich dirs Sejablen, wenn ich wieder fomme. Welcher bündt bid, der unter diesen Dreyen der nächste sey gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barn herzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. Episteln Am 11. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Gal. 5, v. 16.24. Lieben Brüder, wandelt im Geist, so werdet ihr die Liste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleiſch gelüftet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselben sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so send ihr ndt unter dem Geseß. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerey, Unreis nigkeit, linzucht, Abgötteret, Zauberet, Feindschaft, Ha ber, Neib, Zorn, 3anf, 3wietracht, Notten, Haß, Mord, Fressen, Saufen und dergleichen, von welchen ich euch babe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die folches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geifies ist Liebe, Freude, Friede Geduld, Feindlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuch, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die freuzigen ihr Fleisch famt den Lüsten und Begierden. 60 Evangelium, Luca 17, v. 11. 19. I Und es begab sich, Jefus reifte gen Jerusalem, zog er mitten durch Samariam und Galilaam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn ausfäßis ge Männer, die standen von ferne, und erbuben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sab, sprach er zu ihnen: Gebet hin und zeiget euch den Priestern. lind es ges schab, da sie bingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ibnen, da er fab, daß er gesund geworden war, febrte er um und pries Gott mit lauter Stimme, und fort auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankie ihm. Und das war ein Gamariter. Jefus aber antwortete, uno sprach: Sind ibrer nicht zehn rein geworden? Wo find aber die neun? hat sich sonit feiner gefunden, der wieder umfehre und gåbe Gott die Ehre. Denn dieſer Fremoling? Und er sprach zu ibm: Stehe auf, gebe bin, bein Glaube hat dir geholfen. und Evangelien. Am 15. Sonntage nach Trinitatis. 61 Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Kap. 6 v. 10. So wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln. Lasset uns nicht eitler Ebre geizig sein, une ter einander zu entrüsten und zu bassen. Lieben Brüs ber, so ein Mensch etwa von einem Febler übereilet würde, so helft ihm wieder zurecht mit fanftmüthigem Geist, die ibr geistlich seyd. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchest werdest. Einer trage des andern Laft, so werdet ihr das Geseß Chrifti erfüllen. So aber sich jemand läßt dünfen, er sey etwas, so er aber doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein jegli cher aber prüfe selbst seine Werke, und alsdann wird er an ihm selber Rnhu baben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen, der aber uns terrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes, dem, der ihn unterrichtet. Srret euch nicht, Gott låst sich nicht sposten. Denn was der Mensch fået, das wird er erndten. Wer auf sein Fleisch fået, der wird von dem Fleische das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist sähet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasser uns aber Gutes thun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten obne Aufbören. Als wir denn nun Zeit baben, so lasset uns Gutes thun an jedermann, allers meist aber an des Glaubens Genossen. Evangelium, Matth. 6, v. 24.34. Niemand kann zwei Herrn dienen. Entweder er wird einen bassen, und den andern lieben; oder er wird ei nem anbängen, und den andern verachten. Ihr könnetnicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen oder trinken werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? und der Leib mehr: denn die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmei an: sie fäen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seyd ihr denn nicht vielmehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seis 62 Episteln ner Pånge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum forget? Und warum forget ibr für die Kleidung? Schait die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeit n nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomb in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet ge wesen ist, als derselben eins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also fleidet, das doch heute Rebet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleingläubigen! Darum follt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? was werden wir trinken? womit werden wir uns fleis den? Nach solchemn allen trachten die Heiden. Denn euer bimmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen Darum forget nicht für den andern Morgen: denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist ge nug, daß ein jeder Tag seine eigne Plage habe. Am 16. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephef. 3, v. 13.21. Lieben Brüber! darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübsalen willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jeju Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder beißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichtbum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, und Chris stum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu wer den auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da fey die Breite und die Länge, und die Tiefe, und die Höhe; auch erkennen, daß Christum lieb haben, viel besser ist, denn alles Wissen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfälle. Dem aber, der übers schwenglich thun fann über alles, was wir bitte oder versteben, nach der Kraft, die da in uus wirfet dem fey Ebre in der Gemeine, die in Cbrißo Jesu ist, zu aller Zeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. und Evangelien. Evangelium, Lucă 7, p. 11.17. 63 Und es begab sich darnach, daß Jesus in einer Stadt mit Namen Nain ging, und seine Jünger gingen viele mit ihm, und viel Volks. Als e: aber nahe an das Stadtther fam, siche, da trug man einen Toden hers aus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wittwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sab, jammerte ihn derfelbis gen, und sprach zu ihr, weine nicht! Und trat hinzu, und rübrte den Sarg an, und, die Träger standen. Und er sprach: Sungling, ich sage dir, stebe auf. Und der Tobe richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ibn seiner Mutter. Und es tam sie alle Furcht an, und priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Pro, pbet unter uns auferstanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land, und in alle umliegende Länder. Am 17. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephes. 4, v. 1.6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich gebührer eurem Beruf, dars innen ihr berufen feyd, mit aller Demuth und Sanft, mutb, mit Geduld, und vertrager einer den andern fu der Liebe, und seyd fleißig zu balten die Ewigkeit im Geift, durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen sevd auf einerlei Hoff, nung eures Berufs. Ein Herr, Ein Glauben, Eine Taufe, Ein Gott und Vater unser aller, der da ist über euch alle, und durch euch alle, und in euch allen. Evangelium, Lucă 14, v. 1.6. Und es begab sich, daß er fam in ein Haus eines Obersten der Pharifåer auf einen Cabbath, das Brod zu essen; und sie hielten auf ibn. Und siebe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus ante wortete, und sagte zu den Edriftgelehrten und Pharis fåern, und sprach: Ist es auch recht, auf den Sabbath beilen? Sie aber schwiegen fill. Und er griff ibn an, und heilte ihn und ließ ihn gehen. Und antwortete und Episteln fprach zu ihnen: Melcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen faut, und er nicht alsbald ibn berauszicht am Sabbattkage. Und sie konnten ihm parauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gålen, da er merkte, wie sie ers wählten oben an zu fißen, und sprach zu ihnen: Went bu von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so sebe dich sicht eben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sey; und so dann kommt, der dich und ibn geleden bat, spreche zu dir: Weiche dies fem, und du müsfest dann mit Scham unten an sißen. Sondern wenn du geladen wirst, so gebe hin, und sebe dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, rücke hinauf. Dann mirst du Ehre baben von denen, die mit dir zu Tijde sißen. Denn wer sich selbst erbébet, der soll ers niedrigt werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. Am 18. Sonntage nach Trinitatis. Episiel, 1 Kor. 1, v. 4. 9. Ich danke meinem Gott allezeit eurenthalben für die Gnate Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seyd durch ihn in allen Stücken reich gemacht an eller febre und in aller Erfenntniß. Wie denn die Predigt von Chrifio in euch fräftig geworden ist, also daß ibr feinen Mangel habt on irgend einer Gabe und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jefu Chrifti welche er auch wird euch festbalten bis ans Ende, daß ihr un fråflich jeyd auf den Tag unsers Herrn Jefu Chrifti. Denn Gott i treu, durch welchen ibr berufen feyd zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Evangelium, Matth. 22, v. 34.46. Da aber die Pharisder börten, daß Jesus den Sabbus cdern das Maul gestopfet batte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Edriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: Meister, welches ist das vornehmesle Gebot im Gesetz? Jefus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott deinen Herin, von ganzem Herzen, von gans zer Seele und von ganzem Gemüthe. Dies ist das vor und Evangelien 65 nehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen zwei Geboten hänget das ganze Geseß und die Propheten. Da nun die Pharisäer bei einander was ren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dünft euch um Christus? Wes Sohn ist er? sie sprachen: Davids: Er spräch zu ihnen: wie nennt ihr denn David im Geif einen Herrn: Seße dich zu meiner Nechten, bis daß ich lege beine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihin ein Wort antworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Am 19. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephef. 4, v. 22.28. So leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wans del den alten Menschen, der durch Lüste in Srrthum fich verderbet. Erneuert euch aber im Geift eures Ges müths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffner Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einander Glieder sind. Zürnet und sündis get nicht; lasset die Sonne nicht über eurem 3orm une tergehn. Gebt auch nicht Raum dem fästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er babe zu geben den Durftigen. Evangelium, Matth: 9, v. 1.8. Da trat er, der Herr Jesus in das Schiff, und fuhr wiederum herüber, und kam in seine Stact. Und siehe, ba brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus seinen Glauben sab, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: sey getrost, mein Sohn, deis ne Sünden sind bir vergeben. Und siehe, etliche unter en Echriftgelehrten sprachen bei sich selbst: dieser läs fert Cott. Da aber Jefus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in eurem Herzen? Wels ches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vers geben; oder zu sagen: Etete auf und wandele? Auf 5 Episteln daß ihr aber wiffet, dag des Menschen Sohn Macht babe auf Erden, die Sünden zu vergeben, frrach er zu dem Gichtbrüchigen: Grche auf, bebe dein Bett auf und gebe beim. Und er sand auf und gieng beim. Da das Volk das fabe, verwunderte es sich, und pries Sott, der folthe Macht dem Menschen gegeben hat. Am 20 Sonntage nach Erinitatis. Epistel, Ephef. 5, v. 15.21 So sebt nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen sondern als die Weisen. Und schife fet euch in die Zeit; denn es ist böse Zeit. Darum werbet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentliches Wesen folgt, sondern werdet voll Geistes, und redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet und spies let bem Herrn in eurem Hergen, und saget Dank alles zeit für alles, Gott und dem Vater, in dem Namen ansers Herrn Jesus Christus: und seyd unter einander lla terthan in der Furcht Gotres. in Evangelium, Matth. 22, v. 1.14. Und Jesus antwortete, und redete abermal durch Gleich nisse zu ihnen: und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte: und fandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hoch jett riefen, und sie wollten nicht kommen. Abermal fandte er andere Knechte aus, und sprach: Gaget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Masivich ist geschlachtet, und alles bes reit, fommt zur Hochzeit. Aber sie verachteten das, und gingen bin, einer auf seinen icker, der andere zu seis ner Handthierung! Etliche aber griffen seine Knechte, höneten und tödeten sie. Da das der König hörte, ward er jörnig, und schickte seine Heere aus, und brachte biese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet aber bie Gäste waren es nicht werth. Darum geht bin auf die Straße, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen, und brach und Evangelien. 67 ten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute. Und die Tische warden alle voll. Da ging der König binein; die Gäste zu besehen, und sab allda einen Menschen, der batte fein hochzeitliches Kleid an; und sprach it ihm: Freund wie bist du herein gekommen, und hast doch Fein bochzeitliches Kleid an; er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die äusserste Finsternis binaus: da wirb sein Healen und Zähnflappen. Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt. Um 21 Senntage nach Trinitatis. Epistel, Ephef. 6, v. 10.17. Zuletzt meine Brüder, send start in dem Herrn, und in der Macht seiner Stärke. Biebet an den Harnisch Cottes, daß ihr bestehen könnt gegen bie liftigen Ans läufe des Teufels. Denn wir baben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewal tigen, nämlich mit dem Herrn der Welt, die in der Fins sterniß dieser Welt herrschen, mit ben bösen Geislern unter dem Himmel. Um deswillen so ergreift den Hars nisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Zage Widers stand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget: Co stehet nun, umgürtet eure Lenden mit abrheit, und angezogen mit dem Krebs ber Ges rechtigkeit, und an Beinen gestlefelt, als fertig zu treia ben das Evangelium bes Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreifet ben Echild des Glaubens, mit welchem ihr auslöfchen könnt alle feue rige Pfeile des Bösewichts. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwert des Geistes, welches ist das Bort Gotted. Evangelium Joh. 4, v. 47.54. Uud es war ein Königischer, bes Sohn lag frank g Kapernaum. Dieser hörete, daß Jesus kam aus Judáá in Galilaam, und ging hin zu ihm und bat ihn, daß er binab káme und bülfe seinem Schne, denn er war tobfrant. Und Jesus, sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wander sehet, so glaubet ihr nicht Epifeln Der Königliche sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn das Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging bin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Kaechte, verkündigten ihm und sprachen: Dein Kind lebt. Da forschte er von ih nen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ibn das Fieber. Da markte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: bein Sohn lebt. Uad er glaubte mit fei nem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jefus that, da er aus Juddam in Galildam kam. Am 22. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Phil. 1, v, 3.11. Ich danke meinem Gott, jo oft ich eurer gebenfe,( wel dhes ich allezeit thue in allem meinem Gebet für euch alle, und thue das Gebet mit Freuden) über eurer Gemeinschaft im Evangelio, vom ersten Tag an bis hierher. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen, bis an den Tag Sesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß dermaßen von euch allen balte; darum, daß ich euch in meinem Herzen babe, in diesem meinem Gefängniß, darinnen ich das Evans gelium verantworte und bekräftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig seyd. Denn Gott ist mein Beuge; wie mich nach euch allen verlangt nach Hers zensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mebr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sey; auf daß ihr seyd lauter und unanstó Big bis an den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jefum Christum geschehen( in euch) zur Chre und Lobe Gottes. Evangelium, Matth. 18, v. 23, 35. WOMA Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der mit feinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing und Evangellen. 69 za rechnen fam ihm einer vor, der war ihm zehn taus send Pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen hieß der Herr verkaufen ibn, und sein Weib, und seine Kinder, und alles was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jams merte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ibn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbige Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, ber war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an und würgte ihn und sprach: bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel fein Mitknecht nieder und bat ibat und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht; sondern ging hin und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und tamen und brachten vor thren Herrn alles, was sich begeben batte. Dá forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu thar: Dit Schalkes knecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest. Solltest benn bu dich nicht auch erbars men über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich ers barmet habe? Und sein Herr ward zornig, und überants wortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles; was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himm lischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von curen Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. Am 23. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Phil. 3, p. 17:21. Folget mir, lieben Brüder, und seher auf die, die also wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe; nun aber sage ich euch mit Weinen, die Freunde des Kreuzes Chrifti, welcher Ende ist die Berdammniß, welchen ber Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten bes. Heilans des Jesu Christi, des Herrn, welcher unfern nichtigen 70 Epiftein Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem pers Flärten Leibe, nach der Wirkung, damit er fann auch alle Dinge ihm unterthänig machen. Evangelium, Matth. 22, v. 15.22. Da gingen die Pharifåer hin und hielten einen Rath, wie sie Sesum fingen in seiner Rede. Und sandten zu ibm ihre Sünger samt Herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, daß bu wahrhaftig bist, und lebe reft den Weg Gottes reche, und fragest nach niemand; denn bu achreit nicht das Anseben der Menschen. Das rum sage uns, was bunkt dich? Ist es recht, daß man dem Staiser Bins gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalfheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weiset mir die Bindmünze. Und ſie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihs nen: Wes ist das Bild und die Ueberschrift? Sie ſpras chen zu ihm: des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was bes Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das hörten verwunderten se sich, und ließen ihn, und gingen davon. Am 21. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Koloff. 1, v. 9.14. Derhalben auch wir, von dem Lage an, da wir e gehört haben, hören wir nicht auf, für euch zu beren und zu birten; daß ihr erfüllet werbet mit Erkenntniß feines Billens, in allerlei geistlicher Weisheit und Ver stand, daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seyb in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntniß Gottes, und geſtärket werbet mit aller Kraft, nach seiner berrlichen Macht, in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden; und danksaget den Bater, der uns tüchtig gemacht hat zu Dem Erbtheil der Heiligen in Liche; welcher uns errets tet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat und perseget in das Reich seines lieben Cohnes; an wels dem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nemlich pie Vergebung ber Sünden. and Evangelfen. Evangelium, Matth. 9, v. 19.26. Da Jesus folches mit ihnen redete, stehe, ba fam der Obersten einer und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber fomm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jes sus stand auf und folgte tom nach, und feine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahr den Blutgang gehabt, trat von binten zu ihm und rührte seines Kleis des Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbft: Möchte ich nur sein Saum anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sah sie und sprach: Sey getrost meine Tochter, dein Glaube hat bir geholfen. Und als er in des Obersten Hans kam, und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volts, sprach er zu ihe nen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht tob, son. dern es schläft. Und sie verlachten ibn. Als aber das Bolf ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff fie bei der Hand; da stand das Mägdlein auf. Und dies Gericht erscholl in baselbige ganze Land. 71 Nm 25. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Theff. 4, v. 13.18. Wir wollen euch aber, lieben Brüber, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig fend, mie bie andern, die keine Hoffnung Haoen. Denn ſo wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden iſt, also wird Gott euch, die da entschlafen find burch Jes fum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Hims mel, und die Todten in Christo werden auferstehn zue erst. Darnach wir, die wir leben und überbleiben, wers den zugleich mit demselbigen hingerückt werden in den Wolken, dem Herru entgegen in der Luft, und werden also bei bem Herrn seyn allezeit. Go trößet euch n** mit diesen Worten unter einander. 3500 72 Episteln Evangelium, Matth. 24, v. 14,28. Wenn ihr nun seben werdet den Gräuel der Verwüs fung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehe an der beiligen Stätte;( wer das liest, der merke darauf!) alsdann fliebe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht bernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der fehre nicht um, seine Kinder zu holen. Webe aber den Schwangern und Saus gern zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschebe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsbann eine große Trübfal seyn, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht wers den wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzet, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet, So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus oder da: so follt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufflebn, und große Zeis chen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrthum,( wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Steh, ich habe es euch zuvor gesagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siege, er ist in der Wüste; so gehet nicht hinaus: Siehe, er ist in der Kammer; so glaubet es nicht. Denn gleid) wie der Blitz ausgebet vom Anfang, und scheint bis zum Niedergang; also wird auch seyn die Zukunft des Menschen Sohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammlen sich die Adler. Am 26, Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 2 Theff. 1, v. 3, 10, Wir sollen Gott danken allezeit um euch, lieben Brüs der, wie es billig ist. Denn euer Glaube wächset sehr, und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt au gegen einander; also, daß wir uns eurer råbme: t unter den Gemeinen Gottes von eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Trübfalen, die ihr buldet: welches anzeigt baß Gott recht richten and Evangellen, wird, und ihr würdig werdet zum Reiche Gottes, über welchen ihr auch leidet, nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trubsal denen, die euch Trübsal anlegen. Euch aber, die ihr Trubsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird geoffenbaret werden vom Him mel, sammt den Engeln seiner Kraft, und mit Feuers flammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkens nen und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi: welche werden Pein leiden, bas ewige Verderben vor dem Angesicht des Herrn, und vor seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen, und wun derbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugniß an euch von demselbigen Lage habt ihr geglaubet.ds? Evangelium, Matth. 25, v. 31, 46, 3 NA 1000 Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in fel. ner Herrlichkeit, und alle beilige Engel mit ihm, dann wird er sißen auf dem Stuhle seiner Herrlichkeit, und werden alle Völker vor ihm versammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte bie Schaafe von den Böcken scheidet, und wird die Schaafe zu seiner Rechten stellen, und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zut feiner Rechten: Kommt her ihr Gesegneten meines Va ters ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Ans beginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeifet. Ich bin burstig gemesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ibe babt mich beberberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich gelleidet. Ich bin frank gewesen, und ibr babt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seyd zu mir gekommen. Dann werden ihm die Ges rechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir bich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? Oder burstig, und haben sich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherbergt? Ober nackend und haben dich gekleidet? Wann baben wir dich frant oder gefangen gefeben, und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und sagen ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr gethan habt einem unter Episteln diesen meinen geringsten Brübern, bas habt ihr mit getban. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gebet hin von mir the Berfluchten, in das ewige Feuer bas bereitet ist dem Zeufel und seinen Engeln. Ich bin bungrig gewesen, und ihr habt mich niche gefpeifer. Ich bin burstig gewesen, und ihr habt mich nicht getrån. let. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habe mich nicht gefleibet. Ich bin frank und gefangen gewesen, und the babt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Here, wann haben wir dich gesehen hungrig und burstig, oder einen Gast, oder nadend, ober frant oder gefangen, und haben die nicht gebienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Warlieh ich fage euch: Was ihr nicht gethan babt ei nem unter diesen Geringsten, bad habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in ewige Pein gerhan; aber die Gerechten in bad erbige Leben. Am 27. Conntage nach Trinitatis. Epistel, 2 Pet. 3, v. 3.14. Lieben Brüder, wisset das aufs erste, daß in den letze ten Tagen tommen werben Spötter, die nach ihren eigenen Lüften wandeln, und sagen: Wo ist die Vers heißung seiner Zukunft? Denn nachdem bie Båter ente schlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen ist. Aber muthwillens wollen sie nicht wissen, baß der Himmel vor Beiten auch war, bazu die Erbe aus Wasser, und im Wager bestanden durch Got ted Wort: dennoch ward zu der Zeit die Welt burd biefelbigen mit der Sündfluth verderbet. Also auch der Himmel jesund und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und der Verdammniß der gottlosen Men schen. Eins aber sey euch unverbalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jabre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr versiebet nicht die Verbeißung, wie es etliche für einen Verzug ad ten, sondern er hat Gebulb mit uns, and will nicht, baß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße lepre. Es wird aber des Herrn Lag tommen unb Evangelten.. als ein Dieb in ber Racht; in welchem bie Himmel zergeben werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze zerschmelzen, und die Erde und ble Werke, bie barinnen sind, werben verbrennen. So nun das alles soll zergeben, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn in welchem die Himmel vom Feuer zergehen und bie Elemente vor Hiße zerschmelzen werden. Wir warteit aber eines neuen Himmels und einer neuen Erbe, nach seiner Verheiffung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Dar rum meine Lieben, bieracit ihr barauf warten follet; fo thut Fleiß, daß ihr vor ihm ambefleckt und unsträf lich im Frieden erfunden werbet. Evangelium, Matth. 8, v. 23.27. Siehe das Evangelium am vierten Gonntage nach der Erscheinung Christi. Geite 17. Episteln und Evangelien auf die Aposteltage und einiger andern kirchlichen Feste. Um St. Andreastage. Epiftel, Róm. 10, v. 8, 18. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir prebigen. Denn so bu mit deinem Munde bekennest Jefum, daß er der Herr sey, und glaubest tu deinem Herzen, daß ibn Gott von den Zodten auferwecket hat, so wirst du selig. Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Mande bekennet, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: Wer an ibn Es ist hier glaubt, wird nicht zu Schanden werden. fein Unterschied unter den Juben und Griechen; es ist aller zumal ein Herr, reich über alle, die ihn anrufen. Den wer den Namen des Herrn wird anrufen, sott felig werden. Wie sollen sie aber aurufen, an den se Episteln nicht glauben? Wie sollen sie aber glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen fie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben stehet: Wie lieblich sind denn die Füße derer, die den Frieden vers fündigen, die das Gute verkündigen. Aber sie find nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaias spricht: Herr, wer glaubt unsern Predigten? So fommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Sch fage aber: Haben sie es nicht gehört? Zwar ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte. Evangelium Matth. 4, v. 18.22. Als nun Jesus an dem Galiläischen Meere ging, sah er zween Brüder, Simon, der da heißt Petrus, und Andream, seinen Bruder; die warfen ihre Neße in das Meer, denn sie waren Fischer. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach, ich will euch zu Menschenfischern machen. Bald verließen sie ihre Neßen, und folgten that nach Und da er von dannen fürbaß ging, sab er zween Bri der, Jacobum, den Sohn Zebedai, und Johannem, seis nen Bruder, im Schiff, mit ihrem Vater Zebedão, daß sie ihre Neße flickten, und er rief sie. Bald verließen fie das Schiff und ihren Vater, und folgten ihm nach. www Am St. Thomastage. Epistel, Ephef. 4, v. 3.6. Gelobet sey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Seegen in himmlischen Gütern, durch Christum. Wie er uns denn erwählet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund geleget war, daß wir sollten seyn heilig und nnsträflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verord net zur Kindschaft gegen thn selbst, durch Jesum Chri flum, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu robe feiner herrlichen Gnade, durch welche er uns pat an genehm gemacht in dem Geliebten. und Evangelien. Evangelium, Job. 20, v. 24.31. Thomas aber, der Zwölfen einer, der da heißt 3wil ling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jüngern zu ihm: Wir haben den Herrn ge sehen. Er aber sprach zu ibnen: Es sey denn daß ich in seinen Händen sebe die Nägelmale, und lege meinen Finger in die Nägelmale, und lege meine Hand in seis ne Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jünger darinnen, und Thor mas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Thüren verschlos sen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thoma: Reiche deinen Finger her, und lege ihn in meine Seite; und sey nicht unglaubig, sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest bu. Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben. Auch viele andere Zeichen that Jesus vor seis nen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch Diese aber sind gefchrieben, daß ihr glaubet, Jefus sey Christus, der Sohn Gottes; und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. Am Tage St. Pauli Bekehrung. Epistel, Ap. Gesch. 9, b. 1122. Saulus aber schnaubte noch mit Droben und Morden wider die Jünger des Herrn, und ging zum Hohen. priester, und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen auf daß, so er etliche dieses Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führete gen Se rufalem. Und da er auf dem Wege war, und nahe bei Damascus fam, umleuchtete ihn plößlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde, und hörete eine Stimme, bie sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgeft. Es wird dir schwer werden wider den Stachel lecken. Und er sprach mit Zittern und 3agen: Herr was willst bu, bas ich thun soll? Der Herr sprach zu ihm: Stehe 78 Episteln auf und geß bin in die Stadt; da wird man dir sagen, was du thun sollt. Die Männer aber, die seine Gefährs ten waren, standen und waren erstarret, denn sie börs ten eine Stimme und saben niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Aus gen aufthat, say er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn gen Damaskus. Und er war drei Tage nicht sebend, und aß nicht und tranf nicht. Es war aber ein Jünger zu Damaskus, mit Nas men Ananias; zu dem sprach der Herr im Gesicht: Anania! Und er sprach: bier bin ich, Herr. Der Herr sprach zu tbm: Srebe auf und gebe bin in die Gase, die da beißt die Richtige, und frage in dem Hause Ju da nach Eaulo, mit Namen von Zarsen, denn stehe, er betet, und hat geseben im Gesicht einen Mann, mit Namen Ananias, zu ihm bineinfommen, und die Hand auf the legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört von diesem Manne, wie viel Uebels er deinen Heiligen gethan bat zu Serufalem; und er hat allhier Macht von ben Hohenpriester, zu binden alle, die deinen Namen anrufen. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, denn dies fer ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, daß er meinen Nomen trage von den Heiden und vor den Köntgen, und vor den Kindern von Ifrael. Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muß um meines Namens willen. Und Ananias ging hin, und kam in das Haus, und Teget die Hände auf ihn, und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, der dir erschienen ist auf dem Wege,( da bu berkamst) baß du wieder sebend, und mit dem heiligen Geist erfüllt werdest. Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, and er ward wieder sebens; und fand auf, ließ sich taufen, und nahm Epeise zu sich, und stärkte sich. Sau Tus aber war etliche Tage bei den Süngern zu Damasi fus. Und alsbald predigte er Chriftum in den Schu len, daß derselbe Gottes Sohn sey. Cie entsetzten sich aber alle, die es hörten, und sprachen: ist das nicht, der zu Jerusalem zerstörte alle, die diesen nemen anrufen und darum bergekommen, daß er sie gebunden fübre zu ben Hopenpriestern? Gonlus aber ward je mehr und Evangelien. fräftiger, und trieb bie Juden ein, bie zu Damaskus wohnten, und bewährte es, daß dieser ist der Chrift. Evangelium, Matth. 19, v. 23.30. Sefus aber sprach zu feinen Süngern: Warlich, ich fage euch: Ein reicher wird schwerlich ins Himmels reich fommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leich. ter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhe gebe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes tomme. Da das seis ne Jünger borten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denu felig werden? Jefus aber say fie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmög lich, aber bei Gott find alle Dinge möglich. Da ants wortete Petrus und sprach zu ihm: Siche, wir haben alles verlassen und find bir nachgefolgt; was wird uns dafür? Jefus aber sprach zu ihnen: Warlich, ich sage euch: baß ihr, die ihr mir seyb nachgefolget in der Wiebergeburt, ba bes Menschen Sohn wird sißen auf dem Stuhle seiner Herrlichkeit, werbet ihr auch sigen auf zwölf Stühlen, und richten die zwölf Geschlechter Ifraels. Und wer verläßt Häuser, oder Bruder, oder Schwester, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Acker, um meines Namens willen, ber wird es hunbertfältig nehmen, und das ewige Leben ers erben. Aber viele, bie da sind bie ersten, werden die Legten, und die Leßten werden die ersten seyn. 19 Am Tage Maria Reinigung. Epistel, Malach 3, v. 1.4. Siehe ich will meinen Engel senden, der vor mir ber den Weg bereiten soll. lind bald wird kommen zu seis nem Tempel der Herr, ben ihr suchet, und ber Engel des Bundes, des ihr begehrt. Siebe, er kommt, spricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber ben Tag seiner Zukunft erleiden mögen? Und wer wird bestehen, wenn er wird ere fcheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmiedes, und wie die Seife der Wäscher. Er wird sißen und schmel jen, und bas Silber reinigen, er wird diefinder Levi reintgen und läutern, wie Gold und Silber, dann werden fie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit. Und 80 Episteln wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Juda und Serusalem, wie vorhin uns vor langen Jahren. Evangelium, fuck 2, v. 22.32. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Geset Moss Famen, brachten sie das Kind Jesum gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstellten dent Herrn;( wie denn ge schrieben steht in dem Gesetz des Herrn; Allerlei Männ lein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen) und daß sie gåben das Opfer, nach dem gesagt ist in dem Gesetz des Herrn: ein Paar Tur teltauben oder zwei junge Zauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simon; und derselbe Mensd) war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf ben Troft Ifraels, und ber heil. Geist war in ibm. Und ibm war eine Antwort geworden von dem heil. Geist: er sollte den Tod nicht sehen, er båtte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Zempel brachten, daß sie für ihn thaten, wie man pflegt nach dem Geset; da nahm er ihn auf seis ne Arme und lobte Gott, und sprach: Herr, nun läsfest du deinen Diener in Frieben fahren, wie bu gesagt haft; benn meine Augen haben beinen Heiland gesebn, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu er Leuchten die Heiden, und zum Preiß deines Volks Ifrael. Am Tage Matthia. Epistel, post. Gefd. 1, v. 15, 29. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Jünger und iprach:( es war aber die Schaar der Namen zu Hause bet 120). Shr Männer und Brüber, es mußte die Schrift erfüllt werden, welche zuvor gesagt hat der heilige Geist durch den Mund David von Juda, der ein Vorgänger war berer, bie Sefum fingen. Denn er war mit uns gezählt, und batté das Amt mit uns übernommen. Dieser bat erworben den Acker um den un gerechten Lohn, und sich erhängt, und mitten entzwei geborsten, und all sein Eingeweide ausgeschüttet. Und es ist fund geworden allen, die zu Jerusalem wohnen, und Evangelien. 81 also, daß berselbe Acer genennt wird auf ihre Sprache: Hateldama, das ist, ein Blutacker. Denn es steht geschrieben im Psalmbuch: Ihre Bebausung müsse( wüste werden, und sey niemand, der darinnen wohne, und fein Bigthum empfange ein anderer. So muß nun einer unter diesen Männern, die bei uns gewesen sind, die ganze Zeit über, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und eingegangen, von der Taufe Johannis an, bis auf den Tag, da er von uns genommen ist, ein Zeuge feiner Auferstehung mit uns werden. Und sie stellten sween, Joseph genannt Barrabas, mit dem Zunamen Just, und Matthiam; beteten und sprachen; Herr, aller Herzen Kundiger, zeige an, welchen du gewählet hast unter diesen zween, daß einer empfabe diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, daß er bine ginge an seinen Ort. Und sie warfen das Loos über sie, und das Loos fiel auf Matthiam, und er ward gugeordnet den eilf Aposteln. Evangelium, Matth. 11, v. 25- 30. Bu derselben Zeit antwortete Sesus und sprach: Ich preise dich Vater und Herr des Himmels und der Er ben, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen bast, und hast es dem Unmünbigen offenbart. Ja Vas ter, denn es ist also woblgefällig gewesen vor dir. Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand fennet den Eobn, denn nur der Vater. Und niemand fennet den Vater, denn nur ber Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt ber zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seyd, ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch, und lernet von mir, denn ich bin sanftmüthig und von Herzen demüs thig; so werdet ihr Nube finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist fanft und meine Last ist leicht. Am Lage der Verkündigung Maria. Epistel, Jes. 7, v. 10. 16. Und der Herr redete abermal zu Ahas, und sprach: Fodere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott; es feyn unten in der Hile, eder dreben in der Höhe. Aber has spricht: ich will nicht fodern, daß ich den Herrn 6 82 Episteln nicht versuche. Da sprach er: Woblan, so bört ihr vom Hause David; ifte euch zu wenig, daß ihr die Leute beleis digt, ihr müsset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Stebe eine Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebås ren, den wird sie beißen Immanuel, Butter und Honig wird er essen, daß er wisse Bojes zu verwerfen, und Gutes zu erwählen. Denn ebe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zween Königen. Evangelium, Luca 1, v. 26-38Und im 6. Mond war der Engel Gabriel gefandt von Gott in eine Stadt in Galilda, die heißet Naza reth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph, vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seyst du Holdselige, der Herr ist mit dir, du Gebeuebeyte unter den Weibern. Da sie aber ihn sab, erschrack sie über seine Rede, und gedachte, welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprac zu ihr: Fürchte dich nicht Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. Siebe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebären, des Namen sollst, du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höch ften genennet werden; und Gott, der Herr, wird ihm den Stuhl feines Vaters Davids geben; und er wird ein König fein über das Haus Jakob ewiglich, und feines Königreiche wird kein Ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: wie soll das zugebn? Sintemal ich vou feinem Manne weiß. Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird dich übers schatten, darum auch das Heilige, das von dir gebo ren wird, wird Gottes Sohn genennet werden. Und fiebe, Elisabeth deine Freundin, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und geht jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sey. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt past. Und der Engel schied von ihr. 83 und Evangelien. Am Tage Philippt und Jakobi. Epistel, Ephes. 3, v. 13-21. Lieben Brüder! so seyd ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Brüder mit den Heiligen, und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apo stel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau in einander gefüget wach set zu einem heiligen Tempel in dem Herrn; auf wels chem auch ihr mit erbaut werdet, zu einer Behausung Gottes im Geist.. Evangelium, Joh. 14, v. 1-14. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubet ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenns nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und ob ich hinginge, euch die Stätte zu bereiten, will ich doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seyd, wo ich bin. Und wo ich hingebe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; und wie köns nen wir den Weg wissen? Jejus spricht zu ihm: Sch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Nies mand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich fennetet, so kenntet ihr duch meinen Vater. Und von nun an fennet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch, und du kennst mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der sieht den Vater. Wie sprichst du denn, zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, daß ich im Vater und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige thut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater und der Vater in mir ist, wo nicht, so glaubet mir doch um der Werte willen. Wahrlich, wabrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird größere als diese thun, denn 6* 84 Episteln ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater geehret werde in dem Sohn. Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun. Am Lage Johannis des Täufers. Epistel, Sef. 40, v. 1-5. Tröstet, tröstet mein Bolt; spricht euer Gott, redet mit Jerusalem freundlich, und prediget ibr, daß ihre Ritterschaft ein Ende bat, denn ihre Misfetbat ist ver geben; denn sie hat Zweifältiges empfangen von der Hand des Herrn, um alle ihre Sünde. um alle ihre Sünde. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste; bereitet dem Herrn den Weg, macht auf dem Gefilde eine ebene Bahne unserm Gott. Alle Thale sollen erhöbet werden und was ungleich ist, soll eben, und was böckricht ist, foll slecht werden. Denn die Herrlichkeit des Herrn foll offenbart werden, und alles Fleisch mit einander wird sehen, das des Herrn Mund redet. MLE Evangelium, Luca 1, v. 57= 89. Und Elisabeth fam ibre Zeit, daß sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbaren und Freunde höreten, daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr gethan hatte, und freueten sich mit ihr. Und es begab sich am achten Lage, tamen sie zu beschnets den das Kindfein, und bießen ibn nach seinem Vater Zacharias. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mit nichten, sondern er soll Johannes beißen. Und sie sprachen zu ihr: Sst doch niemand in deiner Freund schaft, der also heiße. Und sie winkten feinent Bater, wie er ibn wolle beißen lassen? Und er foderte ein Taflein, schrieb und sprach: er beißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsbalb ward sein Mund und seine Zunge aufgethan, und redete und lobte Gott. Und es kam eine Furcht über alle Nachbarn, und diese Geschichte ward ruchtbar auf dem ganzen jüdischen Ges birge. Und alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen. 612 unb Evangelien. 85 und sprachen: Was meinest du, will aus dem Kindlein werden? denn die Hand des Herrn war mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heil. Geistes voll, weifsagte und sprach: Beiobet sey der Herr, der Gott Ifrael; denn er hat besucht und erlöst sein Bolf. Und hat uns aufgerichtet ein horn des Heils, in dem Hause feines Dieners Davids. Mis er vor 3eiten geredet bat durch den Mund seiner beiligen Propheten, daß er uns errette von unsern Feinden, und von der Hand aller die uns bassen; und die Barmherzigkeit erzeugte unsern Vätern, und gedachte an seinen beiligen Bund und an den bid, ben er geschworen bat unserm Vater Abraham, uns zu geben, baß wir erlöset aus der Hand nnfrer Feine de, ihm dienen ohne Furcht unser Leben lang, in Heis ligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. Und du, Kinblein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem Herrn hergeben, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntniß des Heils gebeft seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, durch die herzliche Barms berzigkeit unsers Gottes, durch welche uns besucht hat der Aufgang auf der Höhe; auf daß er erscheine des nen, die da sißen in der Finsterniß und Schatten bes Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Fries dens. Und das Kindlein wuchs; und ward stark im Geist, und war in der Wüste, bis daß er sollte hera vortreten vor dem Voll Ssrael. se Am Tage Petri und Pauli. Epistel, Apoft. Gesch. 12, v. 1. 11. Um dieselbige Zeit legte der König Herobis die Hände an etliche der Gemeine, ju peinigen. Er tödtet aber Jacobum, Johannes Bruder, mit dem Schwert. Und da er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrum auch. Es waren aber eben die Tage der füßen Brode. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefängniß, und überantwortete in vier Viertheilen Kriegsfnechten, ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach den Ostern dem Volk vorzustellen. Und Petrus ward zwar im Gefängniß erbalten, aber die Gemeine betete ohne Aufhören für ihn n Gott. Und da ihn 86 Episteln Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zween Kriegsfnechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Hüter vor der Thür hüteten des Gefängnisses. Und siehe, der Engel des Herrn kam das bei, und ein Licht schien in dem Gemach, und schlug Petrum an die Seite, und weckte ihn auf und sprach: Stehe behend auf. Und die Ketten fielen ihm von seis nen Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und thue deine Schuhe an. Und er that also. Und er sprach zu ihm: wirf deinen Mantel um dich, und folge mir nach. Und er ging hinaus und folgte ihm, und wuste nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschehe durch den Engel; sondern es däuchte ihn, er sähe ein Gesicht. Sie gingen aber durch die erste und andere Hut, und tamen zu der eisernen Thür, welche zur Stadt führet; bie that sich ihnen von selber auf. Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und alsbald schieb der Engel von ihm. Und da Petrus zu ihm selber kam, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, daß der Herr feis nen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand Herodis, und von allem Warten des jüdischen Volts. Evangelium, Matth. 5, v. 50.20. Da tam Jesus in die Gegend der Stadt Casarea Phis lippi, und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß des Menschen Sohn sey? Sie sprachen: Etliche jagen, du seyst. Johannes der Täufer; die an dern du seyst Elias; etliche, du seyst Jeremias, oder ber Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer saget dann ihr, daß ich sey? Da antwortete Simon Petrus und sprach: du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Se lig bist du, Simon, Jonas Sohn, denn Fleisch und Blut bat dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich banen meine Gemeine, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht übermältigen, Und ich will dir des Himmels Schlüssel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein; und alles, was du auf Erden lösen wirit, soll auch im Himmel los seyn. Da verbot er seinen und Evangelien. Jüngern, daß sie niemand sagen sollten, daß er Jesus der Christ wäre. Am Tage Mariä Heimsuchung. Epistel, Röm. 12, v. 9-13, Die Liebe sey nicht fal ch. Haffet das Arge, banget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einander sey berzlich. Einer fomme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seyd nicht tråge, was ihr thun sollt. Seyd brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröh lich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Nehmt euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gern. Segnet die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hoben Dingen, sondern baltet euch herunter zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst für flug. Bergeltet nicht Böses mit Bösem. Befleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ist es möglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Friede. Evangelium, Luca 1, v. 39-56. Maria aber stund auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge endlich zu der Stadt Judda. Ünd fam in das Haus Zacharias, und grüßte Elisabeth. Und es begab sich, als Elifabeth den Gruß Marid hörte, büpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geistes voll, und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebene. delet ist die Frucht deines Leibes. Und wober fommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir fommt? Siebe, da ich die Stimme deines Gruges borete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Unb felig bist du, die du geglaubt haft; denn es wird vol. lendet werden, was die gesagt ist von dem Herrn. Und Maria prach: Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes. Denn er bar die Niedrigkeit seiner Magd angefeben. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Rin Epistelu desfinder. Denn er hat große Dinge an mir gethan, ber da mächtig ist, und deß Rame beilig ist. Und sets ne Barmherzigkeit währt immer für und für, bei denen, bie ihn fürchten. Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreut die boffärtig sind in ihres Herzens Sinn. Er stößt die Gewaltigen vom Stuhl, und erhebt die Nie brigen. Die Hungrigen füllt er mit Gütern, und läs fet die Reichen leer. Er benfet der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf; wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Saamen ewiglich. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden, barnach fehrte sie wiederum heim. www 808 Am Lage St. Safobi. Epistel, Röm 6, s. 28= 36. Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, die nach dem Vorsatz bern fen sind. Denn welche er zuvor besehen hat, die hat er auch verordnet, daß sie gleich seyn sollten dem Eben' bilde deines Sohnes, auf daß derselbige der Erstges borne sey unter vielen Brüdern. Welche er aber ver ordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht. MAS wollen wir denn hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns seyn? Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben, wie sollte er und mit ihn nicht alles schenken? Wer will die Auserwählten Gottes bes schuldigen? Gott ist hie, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist bis, der gestorben ist; ja vielmehr, der auch erweckt ist, welcher ist zur Rech ten Gottes, und vertritt uns. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübfal und Angst, oder Verfolgung, oder Hunger, oder Blöße, oder Fährlichkeit oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werdet ihr getödet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschaafe. Aber in dem allen überwinden wir weit, um deßwillen, der uns geliebet hat. Denn ic bin gewiß, daß weder Tod noch leben, weder Engel noch Fürstenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges nab Evangellen. OF noch Zukünftiges, weder Hopes noc Tiefee, noch feine andere Kreatur mag ne scheiden von der Liebe Gots tes, die in Christo Jeju ist, unjerm Herrn. Evangelium, Matth. 20, v. 20.23. Da trat zu Jesu die Mutter der Kinder Zebedåt, mir ibren Sohnen, fiel vor ihm nieder, und bat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr: was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß dieje meine zween Söhne sten in deinem Reich, einen zu deiner Rechten, und den an. dern zu deiner Linfen. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Stönnt ihr den Reich trinken, den ich trinken werde, und euch) taus fen laffen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: ja wohl. Und er sprach zu ih. men: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Zauf, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft wer den; aber das Sißen zu meiner Rechten und Linken zu geben, steht mir nicht zu, sondern denen es bereis tet ist von meinem Vater. Am Tage Bartholomai. Epistel, 2 Kor. 4), p. 7- 10. Wir haben aber solchen Schaß in irdischen Gefäßen, auf daß die überschwengliche Kraft sey Gottes und nicht von uns. Wir haben allenthalben Trubsal, aber wir angsten uns nicht. Uns ist bange, aber wir vers zagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlaffen. Wir werden unterdrückt, aber wir fom men nicht um. Und tragen um alle Zeit das Sterben des Herrn Jefu an unserm Leibe, auf daß auch das les ben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde. Svangelium, Luca 22, v. 24-30. Es erhob sich auch ein Zanf unter den Jüngern, wel cher unter ihnen sollte für den Größesten gehalten werden? Er aber sprach zu ihnen: die weltlichen Kös nige herrschen, und die Gewaltigen heißt man grådige Heren. Ihr aber nicht also: sondern der Größte unter euch soll sein wie der Süngste, und der Vornchape 90 Episteln wie ein Diener. Denn welcher ist der Größte? der zu Tische sist, oder der da dienet? Ists nicht also, daß der zu Tische sißt? Ich aber bin unter euch wie ein Diener. Ihr aber seyds, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mirs mein Vater beschieden hat, daß ihr effen und trinken sollt über meinem Tisch in mei nem Reich, und sitzen auf Stühlen, und richten die zwölf Geschlechter Israel. Am Tage St. Matthäi. Epistel, 1 Korinth. 1, v. 4, 22. Es find mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Aemter, aber es ist nur ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nußen. Eis nem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit, dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß nach demselbigen Geist. Einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe gefund zu machen in demselbigen Geist; einem andern Wunder zu thun, einem andern Weissagung, einem and dern Geister zu unterscheiden, einem andern mancherlei Sprachen, einem andern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist; und theilet einem jeglichen Seines zu, nachdem er will. Er Evangelium, Luca 14, v. 16-24. Und da Jesus von dannen ging, sab er einen Men fchen am 3oll sizzen, der hieß Matthäus, und sprach zu ihm: folge mir. Und er stund auf und folgte ibm. Und es begab sich, da er zu Tische faß im Hause, sie þe, da kamen viele Zöllner und Sünder, und saßen zu Tische mit Sesu und seinen Jüngern. Da das die Pharisäer saben, sprachenisie zu seinen Jüngera; warum iffet euer Meister mit den Zöllner und Sündern? Da das Jesus hörte, sprach er zu ihnen: Die Starfen bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ge 91 und Evangelien. het aber hin und lernet, was das sey? Ich habe Wol gefallen an Barmherzigkeit, und nicht am Opfer. Sch bin gefomnien, die Sünder zur Buße zu rufen, und nicht die Frommen. Am Tage St. Michaelis. Epistel, Offenbar. Joh. 12, D. 7: 12.1 Und es erhob sich ein Streit im Himmel. Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen, und der Drach stritt und seine Ergel; und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlane ge, die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich borte eine große Stimme, die da sprach im Himmel: Nun ist das Heil, und die Kraft, und das Reich und die Macht unfers Gottes feines Christus geworden, weil der Verflåger unserer Brüder verworfen ist, der ste verklaget Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß, und haben ihr Leben niche geliebet, bis an den Tod. Darum freuet euch, thr Himmel und die darinnen wohnen. Evangelium, Matth. 18/ v. 1.11. Zu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu und sprachen: wer ist der Größte im Himmelreich. Jesus rief ein Kind zu sich, und stellte es mitten unter sie und sprach: Warlich, ich sage euch: es sey denn, daß ihr euch umfehret und werdet wie die Kinder, so wers det ihr nicht in das Himmelreich fommen. Wer sich nun selbst erniedrigt, wie dies Kind, der ist der größe te im Himmelreich. Und wer ein solches Kind auf nimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber árgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem påre besser, daß ein Müblstein an seinen Hals gebanget würde, und er erfäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Aer gerniß halber! Es muß ja ergerniß kommen: doc 1 92 Epistem** wehe bem Menschen, durch welchen Nergerniß kommt! So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haute ihn ab und wirf ihn von dir: es ist die besser, daß du zum Leben lahm, oder als ein Krüppel eingehest, denn daß du zwo Hände und zween Füße habest, und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge årgert, reiß es aus, und wirf es von dir, es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest, und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet; denn ich sage euch: Ihre En gel im Himmel seben allezeit das Angesicht meines Va ters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist getome men selig zu machen, das verlohren ist. ont dis Am Lage Simonis und Judd. There de Epiftet, 1 Pet. 1, v. 39. A 44 Gelobet fey Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, ber uns nach seiner großen Barmherzigkeit wieder geboren bat zu einer lebendigen Hoffnung, durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toden; zu einem unvergånglichen und unbefleckten und unverweltlichen Erbe, das behalten wird im Himmel euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Geligkeit, welche zubereitet ist, daß sie offenbar werde zu der letzten Zeit, in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit,( wo es sein soll) traurig feyd in mancherlet Anfechtungen; auf daß euer Glaube rechtschaffen und viel köstlicher erfunden werde, denn das vergångliche Gold, das durchs Feuer bewabrt wird u Lobe, Preis und Ehren, wenn nun offenbart wird Jea fus Christus. Welchen ihr nicht gesehen und doch lieb babt, und nun an ihn glaubet, wiewohl ihr ihn nicht febet, so werdet ihr euch freuen wit unaussprechlicher und berrlicher Freude, und das Ende eures Glaubens bavou bringen, nämlich der Gelen Seligkeit. 93 und Evangelien. Chad Evangelium; Joh. 15, v. 17-21. Jefits fprach zu seinen Jungern: das gebiete ich euch, daß ihr euch unter einander liebet. So euch die Welt baffet, so wißt, daß sie mich vor euch gebasset bat. Waret ihr von der Welt, so båtte die Welt das ibre lieb. Dieweil ibr aber nicht von der Welt seyb, sone dern ich babe euch von der Welt erwäblet, darum baf fet euch die Welt. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: der Knecht ist nicht größer denn sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch verfolgen, haben sie mein Wort gebalten, so werden fie eures auch halten. Aber das alles werden sie euch thun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Am Tage der Kirchweihe. Epistel, Offenbar. Joh. 21, v. 1-5. Und ich sab einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich Johannes sab die heilige Stadt, das neue Jerusalem von Gott aus dem Himmel berabfahren, zubereit als eine geschmückte Braut ihrem Manne. Und hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen; und er wird bei ihnen woh nen, und sie werden sein Volf sein, und er selbst, Gott mit ihnen wird ihr Gott seyn. Und Gott wird abwi fchen alle Tbrånen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr seyn; denn das erste ist vergangen. Und der auf dem Stuhl sas, sprach: Sieh, ich mache alles neu. Und er spricht zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß. Evangelium, Luca 19, v. 1 10. Und Jesus zog binein und ging durch Seriche. Ub fiche, da war ein Mann, genannt Zacháus, der wor 91 Episteln n ein Oberster der Zöllner, und war reich; und begebrte Jesum zu sehen, wer er wäre, und konnte nicht vor dem Volk, denn er war flein von Person. Und er lief vorbin, und stieg auf einen Maulbeerbaum. Und als Jesus kam an dieselbe Stätte, sab er auf, und ward fein gewahr, und sprach zu ihm: Zachde, steige eflend bernteder, denn ich muß heute in deinem Hause eins febren. Und er stieg eilend bernieder und nahm ihn mit Freuden. Da sie das saben, murrten sie alle, daß er bei einem Sünder einkehrte. Zachaus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfältig wieder. Sefus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil wis derfabren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist; denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, das verloren ist. L 2-300/ 15 abc des S ning keca 295834 Der kleine Katechtsmus Lutheri. Bist du ein Chrift? Ja Herr, ich bin ein Christ. Woher weißt du das? Daber, daß ich getauft bin auf den Namen unsers Herrn Jesu Christi, und die christliche Lehre weiß und glaube. Belches ist denn die christliche Lehre? Die in den Schriften Mose, der Propheten und Apos Nour brid and steln verfaffet und begriffen ist. Wie viel Hauptstücke hat die christliche Lehre? andall sex Fünf. Die gehn Gebote Gottes. Das erste Das andere? Die Artikel des christlichen Glaubens. Sarand Das dritte? H THR Das Gebet des Herrn. Das vierte? Das Sakrament der heiligen Laufe. Das fünfte? Das Abendmahl des Herrn, ober das Sakrament des Leibes und Bluts unsers Herrn Jesu Christi. Wozu dienen uns diese allesamt insgemein? Daß wir erkennen, erstlich, wer wir seyn, und wie wir mit unserm Herr Gott stehen. Darnach, wer unser Herr Gott sey, und wie wir mit ihm mögen vers föhnt und vereinigt werden. Das erste Hauptstück Von den zehn Geboten Gottes. Wie lautet das erste Gebot? Du sollst keine andere Götter baben neben mir. Was ist das? Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten lieben und ihm allein vertrauen. Das andere Gebot? Du sollst den Namen Gottes beines Herrn nicht unnüßlich führen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir bei a och hauptstuck. seinen Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen: sondern denselben in allen Nöthen anrus fen, beten, loben und danken. Das dritte Gebot? Du sollt den Feiertag heiligen. Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt urd sein Wort nicht verachten; sondern dassel, bige heilig halten, gerne bören und lernen.n Das vierte Gebot? Du sollt deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dirs wohlgehe und du lange lebest auf Erden. Was ist das? 1402 Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herrn nicht verachten, noch erzürnen: sons dern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und werth halten. Das fünfte Gebot? Du sollt nicht tödten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe feinen Schaden noch leid thun, sondern ihm helfen und fördern in allen Leibesnöthen. Das sechste Gebot? Du sollt nicht ehebrechen. Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir feusch und züchtig leben in Worten und Werken und ein jege liger seinen Gemahl lieben und ehren. Das fiebente Gebot? Du sollt nicht stehlen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten sein Geld und Gut nicht nehmen, noch mit falfcher Waare over Haudel an uns bringen; sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebot? Du sollt kein falsch Zeugniß reden wider deinen Nächsten. Was ist das? Wie sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verrathen, aber bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gu tes von ihm reden und alles zu Besten kehren. Das erste Hauptstück. Das neunte Gebot? 846 Du sollst nicht begehren deines Nächsien Haus. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen, noch mit einem Schein des Rechten an uns bringen! sondern ihm dasselbe zu behalten, förderlich und diensilich seyn. Das zehnte Gebot? Du sollt nicht begehren deines nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh, oder alles, was sein ist. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gefind, oder Vieh abspannen, abbringen, oder abwendig machen; sondern bei denselben anhalten, daß fie bleiben und thun was sie schuldig sind. Was sagt nun Gott von diesen Geboten allen? Er sagt also: Sch, der Herr dein Gott, bin ein stars fer eifriger Gott, der über die so mich hassen, die Sünde der Väter beimsuchet an den Kindern bis ins dritte und vierte Glieb; aber denen so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausendfie Glled. Was ist das? Gott bräuet zu strafen alle, die diese Gebote übers treten, darum sollen wir uns fürchten für seinem Zorn, und nicht wider solche Gebote thun. Er verbeißt, Gnade und alles Gutes allen denen, die solche Gebote balten. Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerke thun nach seinen Geboten. Wozu find uns diefe zehn Gebote Gottes nus? 3u 3weierlei. Erfilich zeigen sie uns die Sünde an und offenbaren Gottes Zorn über die Sünde, dadurch wir verursacht werden, Vergebung der Sünden und Trost wider Gottes Zorn und den ewigen Tod bei uns ferm Herrn und Heiland zu suchen. Zum andern lehren sie, welches die guten Werke sein, so die Glaubige und Neugeborne zu thun schulbig sind, ihren Gehorsam und Dankbarkeit gegen den gnädigen Vater im Himmel damit zu beweisen. Können wir denn auch mit unsern guten Werken Gottes Gebot und Gefeß erfüllen? Ach nein! Denn unsere gute Werke sind nicht voll n* Das andere Hauptstud. komment gut, dieweil wir arme Sünder sind, und wenn wir schon wollen Gutes thun, so liegt uns doch das Böse an. Rom. 7. Wer hat denn das Gefeß und bie zehn Gebote Gottes erfüllet? Christus Jesus, Gottes und Marien Sohn, der ist ganz heilig und gerecht, der hat für uns dem Geseß genug getban, anders nicht, als ob wir selbst das Gefeß gebalten hätten; und um desselben willen gefallen Gott auch unfere gute Werke, die wir durch Gottes Gnade im Glaus ben thun, ihm zu seinem Lob und Ehren, und unserm Nächsten zu Dienst, ob schon Mangel an demselben ist. Das andere Hauptstück. Von den Artikeln des christlichen Glaubens. Welches sind die Artikel bes chriftlichen Glaubenstalling Der erste: Von der Schöpfung. Der andere: Bon der Erlösung. Der dritte: Von der Heiligung. Wie lautet der erste Artikel? 28b5G Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott den Vater allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat sammt allen Creaturen, mir Leib und Seele; Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält, dazu Kleider und Schub, Essen und Trinken Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieb und alle Güter, mit aller Nothdurft und Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und täglich versorget, wider alle Ges fährlichkeit beschüßzet und beschirmet, vor allem Uebel bes hütet und bewahret; und das alles aus lauter väterli cher göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit, das alles ich ihm zu danken und zu loben, und dafür zu dienen und gehorsam zu seyn, schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der andere Artikel? Von der Erlösung. Und an Jesum Christum seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren aus Maria der Jung, frau. Gelitten unter Pontio Pilato, gefreuziget, ger Das andere Hauptstud. storben und begraben, niedergefahren zur Höllen, am dritten Tage auferstanden von den Leden, aufgefahren gen Himmel, fizet zu der Rechten Gottes des allmächs tigen Baters, von dannen er kommen wird zu richten die Lebendigen und die Toden. die Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren, sey mein Herr, der mich armen verlornen und verdammten Mens schen erlöset hat, erworben und gewonnen, von allen Sünden, vom Tod und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen theuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reich unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerecs tigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auf erstanden von den Toden, lebet und regieret in Ewigfeit. Das ist gewißlich wahr. Wie lautet der dritte Artikel? Bon der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geift. Eine heilige christliche Kirche, die Gemeinschaft ber Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches, und ein ewiges Leben. Amen. Was ist das? na plachink Ich glaube, daß ich nicht aus eigner Vernunft noch Kraft an Jesum Christum meinen Herrn glauben, oder zu ihm fommen kann, sondern der heil. Getst bat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben er leuchtet, im rechten Glauben geheiliget und erhalten, gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammlet, erleuchtet, und bei Jesu Chrifti erhält im rech ten einigen Glauben, in welcher Christenbeit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt, und am jungsten Tage mich und alle Toden auferweckent wird, und mir sammt allen Gläubigen in Christo Jeſu ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. Wozu dienen uns die Artikel des christlichen Glaubens? Daß wir unsern Gott daraus erkennen lernen wer er sey in seinem Wesen und was sein gnädigster Wille gegen uns sei. Wer ist nun Gott in seinem Wesen? Er ist Gott der Vater, Gott der Sohn, und Gott was andere apprpua. der heilige Geist, drei unterschiedliche Personen, in eie nem, einigen, ewigen unzertrennlichen Wesen. Sind denn drei Götter? Nein, es ist nur ein einziger Gott, weicher sich in dreien unterschiedlichen Personen geoffenbaret hat. Was ist der gnädige Wille Gottes? Daß er will uns unsere Sünden vergeben, und mit tbeilen des ewige selige Leben. Wozu nugt uns die Erkenntniß göttlichen Wesens und Willens? Daß wir dadurch einen rechten Glauben überkommen und durch den Glauben selig werden. Welche unter den dreien Personen ist Mensch worden? Die andere Person, als nemlich der ewige Sohn Gottes. Wer ist nun Christus unser Erlöser in seiner Person? Er ist warhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Mas ria geboren: Mein Herr; oder fürzer: Er ist wahrhaftiger Gott und Mensch. Ober: Gottes und Marien Sohn. Welches ist dann die größte Wohlthat deines Erlösers Jesu Christi? Er bat mich armen verlohrnen und verdammten Men, schen erlöf't, erworben und gewonnen von allen Sünden, vom Tod und von der Gewale des Teufels. Barum hat er dich erlöset? Auf daß ich sein eigen sey, und in seinem Reiche unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit Unschuld und Seligkeit. Glaubst du auch, daß Chriftus dein Herr bei seiner lieben Kirche allhier auf Erden und auch bei dir sey? Ja, mein lieber Herr Christus, wahrer Gott und Mensch, ein Herr über alles, ist nach seiner Verheissung bei mir und allen seinen Gläubigen, der ist mein Herr und König, welcher, wie er mich erlöset hat, also schüßzet und schirmet er mich auch, und will mich endlich in sein herrliches Reich nach diesem Leben aufnehmen. Wodurch wirst du vor Gott gerecht und selig? Durch fein ander Werk als durch den ganzen allers beiligsten Geborsam meines Herrn und Erldsers Jesu Christi, und durch sein allerbitterstes Leiden und Ster ben, das talt ich mit festem Glauben, und darauf stes het all meines Herzens Vertrauen und Zuversicht. Woher kommt die Belehrung zu Gott und der Glaube an Jesum? Es ist eine Gabe des heiligen Geistes, der wirket Das dritte Hauptstück. und gibt mir sie durch sein heilig Wort und Evanges lium, und durch die heiligen Sakramenten. Das dritte Hauptstück. Von dem Gebet des Herrn. Wie lautet das Gebet des Herrn? Es lautet also: Vater unser, der du bist im Himmel. Was ist das? utet alfo Gott will uns damit locken, daß wir glauben sollen: Er sey unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getroft und mit aller Zuversicht ihn bitten follen, wie die lieben Kinder ibren lieben Vater. Ma Die erste Bitte. Geheiliget werde dein Name. Was ist das? ERO Gottes Name ist zwar an ihm selbst he lig, aber wir bit, ten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geheiliget werde. Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird, und wir auch beilig als die Kinter Gottes darnach les ben: das bilf uns lieber Vater im Himmel. Wer aber anders lebret und lebet, denn das Wort Gottes lebret, der entheiligt unter uns den Namen Gottes, da behüt uns vor, lieber himmlischer Vater. Die andere Bitte: Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wol obn unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. Wie geschieht das? Wenn der himmlische Bater und seinen beiligen Geist gibt, daß wir seinem heiligen Wort, durch seine Guade, glauben, und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. Die dritte Bitte: Dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. Was ist das? Gottes guter gnädiger Wille geschieht wol chn unfer Gebet, aber mir bitten in diesem Gebet, daß es auch bei uns geschehe. Wie geschieht das? Wenn Goit allen bösen Raub und Willen brict, und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen, und **** fein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teus fels, der Welt und unsere Fleisches Wille, sondern stårs fet und behält uns feft in seinem Wort und Glauben, bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger guter Wille. Die vierte Bitte: Unser täglich Brod gib uns beute.idno Was ist das? Gott gibt das tägliche Brod auch wohl ohn unsere Bitte, allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns solches erkennen lasse, und wir mit Danksagung empfahen unser täglich Brod. Was heißt denn täglich Brod? Alles, was zur Leibesnahrung und Nothdurft gehört, als Essen und Trinken, Kleider, Schub, Haus, Hof, Acker, Vich, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kins ber, fromm Gesinde, fromme und getreue Oberberrn, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. Die fünfte Bitte: Und vergib uns unsere Schuld, als auch wir vergee ben unsern Schuldigen. and Bas ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Him mel nicht ansehen wolle unsere Sünde, und um dersels ben willen solche Bitte nicht versagen, denn wir sind der keines werth, daß wir bitten, habens auch nicht verdient; foudern er wolle uns alles aus Gnaden geben, denn wir täglich viel fündigen und wohl ettel Strafe verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben, und gerne wolthun denen, die sich an uns versündigen. Die sechste Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in dies sem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß der Teufel, die Welt und unser eigen Fleisch nicht betrüge, noch verführe in Mißglauben, Berzweife lung und andere große Schand und Laster. Und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich ges winnen und den Sieg behalten. Die siebente Bitte: Sondern erlöse uns von dem Ulebel. Du Dierie Supp. Was it das? Wir bitten in diesem Gebet, als in einer Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlet Ulebel, Leis bes und der Seele, Gutes und Ehre, erlöse, und zue leßt, wenu unser Stúnblein kommt, ein seliges Ende beschere, und mit Gnaden von diesem Jammerthal zu sich nehmen in den Himmel. Amen. Was heißt Umen? Daß ich soll gewiß seyn, solche Bitte seye dem Vas ter im Himmel angenehm und erhöret, denn er selbst hat uns geboten, also zu beten, und verheißen, daß er uns wolle erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. Wozu dient uns das Gebet des Herrn? Daß wir erkennen alles, was zur Aufenthaltung dies ses zeitlichen, und Erlangung des ewigen Lebens ges böret, könnte man nirgends anders woher haben, denn von Gott, und es derhalben von ihm mit glaubigem Herzen bitten und erlangen. Das vierte Hauptstück. Vom Sakrament der heiligen Taufe. Was sind die heiligen Gatramente? Es sind göttliche Handlungen, darinnen uns Gott mit sichtbaren Zeichen( oder in seinem Worte verfaßten Elementen) die unsichtbare verheißne Gnadenguter vers siegelt und übergibt. W Bozu sind die Catramente eingelegt? Zur Bestätigung unsers Glaubens an die göttliche Verheißungen. Wie viel find Sakramente im neuen Zestamente? 3wei. Die Taufe und das Abendmahl des Herrn. 3um ersten: Was ist die Saufe? Die Taufe ist eine góitliche Handlung, in welcher uns Gott durch Wasserbad und Wort, unsre Sunde gnädiglich um Jesu Cyristi willen vergibt; nimmt uns an zu seinen Kindern und macht uns zu Erben aller seiner himmlischen Güter. Ober: die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, son. dern sie ist das Wasser in Cottes Gebot verlasset und mit Gottes Wort verbunden. и умирipuu. Was ist denn solch) Wort Gettes? Da unser Herr Jesus spricht, Matth. am letzten; Gebet bin in alle Welt und lehret alle Völker, und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Zum andern: how Was gibt oder nügt die Taufe? Sie wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tod und Teufel und gibt die ewige Seligkeit, allen die es glaus ben, wie die Worte und die Verheißung Gottes lauten. Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht, Marci am letzten: Wer da glaubt und gerauft wird, der wird selig; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt. 3um dritten: Wie kann Wasser solche große Dinge thun? Wasser thuts freilich nicht, sondern das Wort Gottes, so mit und bei dem Wasser ist und der Glaube, so folchem Worte Gottes im Wasser trauet. Denn obne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser und keine. Laufe; aber mit dem Worte Gottes ist es eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens, und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist, wie Sanct Paulus sagt zum Tito am dritten Kapitel. Durch das Bad der Wiedergeburt und Erneurung des beiligen Geistes, welches er ausgegossen har über uns reichlich durch Jefum Christum unsern Heiland, auf daß wir durch besselben Gnade gerecht und Erben seyen des ewis gen Lebens, nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. Zum vierten: 1218 Was bedeut denn solche Wassertaufe? Es bedeut, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reu und Buß soll ersäuft werden, und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich heraus fommen und aufersteben ein neuer Mensch der in Ges rechtigkeit und Rinigtrut für Gott ewiglich lebe. o stebet das geschrieben? Sanct Paulus zu den Römern am sechsten spricht: wir sind sammt Christo durch die Taufe begraben in den Zod, daß, gleichwie Christus ist von den Todten auf, erwecket, durch die Herrlichkeit des Baters, alfo follen wir auch in einem neuen Leben wandeln. Un t Bozu nügt uns die Taufe? Daß wir damit versichert werden, Gott habe und zu feinen Kindern angenommen, und wolle sich in allen Dingen als ein gnädiger Vater gegen uns erzeigen. Warum sprichst du in der Auslegung des Ratechismus: Die Taufe wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Zode und Teufel, und gibt die ewige Seligkeit, so doch allein der Herr Christus solches gethan hat? 12 Der Herr Ehristus bat uns dieses alles erworben mit seinem Leiden und Sterben, aber mit der heiligen Laufe bat ers uns geschenket und zugeeignet. Das fünfte Hauptstück. Vom Abendmahl des Herrn, 27 oder: Vom Sakrament des Altars.. Was ist das Abendmahl des Herrn? Das Abendmahl des Herrn ist ein Sakrament oder göttliche Handlung, da der Herr Christus selbst gegen wärtig ist, und übergiebt uns mit Brod und Wein seir nen wahren Leib und Blut zur gewissen Versicherung, daß wir Vergebung der Sünden haben und mit ihm in Ewigkeit leben sollen. halad a sp Bist Was ist das Sakrament des Herrn? Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brod und Wein uns Christen zu effen und zu trinken, von Christi selbst eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangelisten und Aposteln Mathaus, Marcus, Lucas und Paulus. Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht da er vers rathen ward, nahm er das Brod, danket, und brachs, und gabs seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und effet, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, solches thut zu meinem Gedächtniß. Deffelbigen gleichen nahm er auch ben Kelch nach dem Abendmahl, danfet, und gab ihnen den, und sprach: Nebmet bin und trinket alle daraus dieser Kelch ist das neue Zestament in meinem Blut, das für euch und für viele vergoffen wird zur Vergebung der Sünden: fol. ches that so oft ibre trinket zu meinem Gedächtniß. Das zeigen diese Worte an: Für euch vergeben und vergossen, zur Vergebung der Sünden. Nemlich, daß 12 Das fünfte Hauptstück. uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch soiche Worte gegeben wird, denn wo Ver. gebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Wie kann leiblich Effen und Trinken so große Dinge thun? Effen und Trinken thuts freilich nicht, sondern die Worte, so da fiehen: Für euch gegeben und vergossen, zur Vergebung der Sünden. Welche Worte find ne ben dem leiblichen Essen und Trinken, als das Haupts stück im Sakrament, und wer denselben Worten glaus bet, ber hat, was sie sagen und wie se lauten, näm lich Vergebung der Sünden. Wer empfäht benn foldh Sakrament würdiglich? Faften und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine außerliche Zuchi, aber der ist recht würdig und wohl geschickt, der den Glauben hat an diese Worte; Für euch gegeben und vergessen, zur Bergebung der Sünden. Wer diesen Worten nicht glaubet oder zweifelt, der ist anwürdig und ungeschickt; denn die Worte:( Für euch) erforbern eitel glaubige Herzen. Wozu ist das Abendmahl des Herrn nuh? Wir werden damit versichert, bas, ob wir gleich uns sern Vater im Himmel erzürnt haben, will er uns doch folches verzeiben, und unser gnädiger Bater seyn und bleiben, und ist also die Taufe eine gewisse Versichrung daß und Gott zu Kindern angenommen hat: Das Abendmahl aber, daß er uns unsers Ungehorsams nicht will entgelten lassen. Bas empfängst du vom heiligen Abendmaht? Den wahren Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi unter dem Brod und Wein. Warum gehst du zum Zisch des Herrn? Daß ich weinen Glauben an den Herrn Christum durch die Nießung seines Leibes und Blutes stärke, und meine arme Geele tröste. $ Glaubeft und betennest du dieses alles von Herzen, was du von der christlichen Lehre jegund gesagt haft? Ja, Herr. Willt du dich denn auch in den Gehorsam der christlichen Kirche ergeben, und nachdem du glaubest and betennest, hinfort thun und leben, und was du allhier verheißest und zusagest, thun und treulich halten? Ja Herr, durch die Gnade und Hülfe unsers Herrn Jesu Chrißi. Von der Beißt. 101 101 Was ist die richt? Die Beicht begreift zwei Stücke in sich: Eins, daß man die Sünde bekenne, das andere, daß man die Absolu tion oder Vergebung vom Beichtvater empfabe, als von Gott selbst, und ja nicht daran zweifle, sondern fest glaubte, die Sünden seyen dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Welche Sünde soll man beichten? Für Gott soll man sich aller Sünden schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unser thun. Aber für dem Beichtiger sollen wir allein die Sune den bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. Welche sind die? Da siehe deinen Stand an, nach den zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sobn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd seyest? Ob du ungehorsam, untreu, unfleißig, zornig, unzuchtig, hässig gewesen seyft? Ob du jemand Leid gethan mit Worten oder Werken? Ob du gestohlen, versäumet, verwahrloset oder sonsten Scha den gethan haft? Eine Bette. Ich, armer Sünder, erkenne in meinem Herzen, und bekenne in meinem Munde, daß ich nicht allein in Suns den empfangen und geboren, sondern auch mit allerhand wirklichen Sünden, bösen Gedanken, Worten und Werken, gegen Gott, meinen Herrn, gröblich gefehlt habe, und hiermit zeitlicher und ewiger Strafe schuldig worden bin. Solches nun ist mir von Grund meines Herzens leid; habe aber Zuflucht zu seiner Gnade und Barmherzigkeit und bitte ihn demüthig, daß er, um des Todes Jesu Christi, seines lieben Sohnes und meines Erlösers wil len mir meine Sünden verzeihen wolle. Ich will ins fünftige, durch die Gnade Gottes und den Beistand des heiligen Geistes, mein Leben bessern und frömmer werden. Oder: Du siehest, o Gott! mein Innerstes, und weist, wie mans cher Ulebertretung deiner heiligen Gebote ich mich schuls dig gemacht habe. Du siehest aber auch meine herzlis che Beschämung und Reue darüber, daß ich damit deis nem, meines himmlischen Wohlthäters und Vaters, guten Willen zuwider gehandelt und mir an meinem wah. 14 Von der Beichte. ren und ewigen Wohl so sehr geschadet habe. Vergib mir nach der Barmherzigkeit, die du in Jesu Christo, deinem Sohn geoffenbaret baft, alle meine Sünden; und bilf mir zur Ausführung des gefaßten ernstlichen Vor fabes, besser zu werden und als ein gewissenhafter, frommer Chrift zu leben! Amen! bonucl Eine kurze Beichte. Würdiger, lieber Herr, ich bekenne Gott und Euch, daß ich ein armer Sünder bin. Denn ich habe gefündigt wis ber Gott und meinen Nächsten; bin auch sonsten in allen Geboten Gottes stråflich. Das ist mir von Herzen leid; aber ich bitte um Gnade, ich will mich bessern, und mit der Hülfe Gottes frömmer werden. Oder: Mit herzlicher Reue und Betrübniß bekenne ich bir, o Gott! meine Sünden. Ich habe deine heiligen Gebote viels fältig übertreten und mich deiner Liebe unwürdig gemacht. Vergib mir, o Vater! Gehe nicht ins Gericht mit deinem stråf lichen Kinde! Ich gelobe bir ernstliche Besserung; stärke mich, wenn ich wanke, leite mich an deiner Hand, damit ich der Tugend getreu bleibe bis in den Tod! Amen. Besondere Fragstücke. Glaubest du, daß du ein Sünder bist? Sa, ich glaube es, ich bin ein Sünder. Wie weißt du das? Aus den zehn Geboten, die habe ich nicht gehalten. Sind dir deine Sünden leid? Ja, es ist mir leid, daß ich wider Gott gefündigt habe. Was hast du mit deinen Sünden bei Gott verdient? Seinen Zorn und Ungrade, den zeitlichen Tod und die ewige Verdammniß. Röm. 6. Hoffest du auch felig zu werden? Ja, ich hoffe es. Weß trösteft du dich denn? Meines lieben Herrn Christi. 1500 Wer ist Christus? Gottes Eohn, wahrer Gott und Mensch. 3 50 Wie viel sind( ötter? Nur einer; aber Personen, Bater, Sohn und helli, ger Geift. Besondere Fragstücke. 15 Was hat denn Christus für dich gethan, daß du dich sein tröstest? Er ist für mich gestorben und hat sein Blut am Kreuz für mich vergossen, zur Vergebung der Sünden. If der Vater auch für dich gestorben? 1 Nein. Denn der Vater ist nur Gott, der beilige Geist auch: aber der Sohn ist wahrer Gott und Mensch, für mich gestorben, und hat sein Blut am Kreuz für mich vergossen. CE Wie weißt du das? Aus dem heiligen Evangelio, und den Worten vom Sakrament, und bei seinem Leib und Blut im Safras ment, mir zum Pfand gegeben. Wie lauten die Worte? Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht da er vers rathen ward, nahm er das Brod, danket und brachs, und gabs seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin, und effet, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird: solches thut zu meinem Gedächtniß. Desselbigen gleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden, fol. ches thut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtniß. So glaubst du, daß im Sakrament der wahre Leib und das wahre Blut Jefu Chrifti fey? Ich glaube es. Was bewegt dich das zu glauben? Die Worte Christi: nehmet bin und esset, das ist mein Leib; trinket alle daraus, das ist mein Blut. Was sollen wir thun, wenn wir seinen Leib effen, sein Blut trinken und das Pfand also nehmen? Wir sollen seinen Tod und Blutvergießen verkündigen und gedenken, wie er uns gelehret hat: Solches thut, so oft thre genießet, zu meinem Gedächtnis. Warum sollen wir seines Zodes gedenken, und denselben verkündigen? Daß wir lernen glauben, daß keine Creatur hat fönnen genug thun für unsere Sünde, denn Christus, wahrer Gott und wahrer Wensch, und daß wir lernen ers schrecken für unfern Sünden, und dieselben lernen groß Bejondere Fragstücke. achten, und uns seiner allein freuen und trösten, und also durch denselben selig werden, in Was hat ihn bewegt, für deine Sünde zu sterben unb dafür genug zu thun? Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und an bern Sündern, wie geschrieben stehet. Joh. 14. Rom. 5. Cal. 2. Ephef. 5. Kap. G Warum willst du zu dem Sakrament gehen? Auf daß ich lerne glauben, daß Christus um meiner Sünden willen aus großer Liebe gestorben sey, wie ges sagt. Und darnach auch von ihm lerne, Gott und meinen Nächsten lieben. 10 Was soll einen Christen ermahnen und reißen das Cakrament des Altars oft zu empfahen? Von Gottes wegen soll ihn beides, des Herrn Christi Gebot und Verheißung, darnach auch seine eigene Noth jo ihm auf dem Hals lieget, treiben, um welcher wil len Gebieten, Locken und Verheißung geschieht. Wie soll ihm aber ein Mensch thun, wenn er solche Noth nicht fühlen kann, oder keinen Hunger noch Durst zum Sakra ment empfindet? Dem kann nicht besser gerathen werden, denn daß er erstlich in seinen Busen greife, und fühle, ob er auch Fleisch und Biut habe, und glaube doch der Schrift, was sie sagt: Gal. 5. Róm. 7. Zum andern, daß er um sich sehe, ob er auch noch in der Welt sey, und sehe, daß es an Sünden und Noth nicht feblen werde, wie die Schrift sagt. Joh. 15 und 16. Joh. 2. 15. 16. Zum dritten, so wird er auch den, Teufel um sich baben, der ihm mit Lügen und Morden Tag und Nacht keinen Frieden innerlich und äußerlich lassen wird, wie ihn die Schrift nennt, Joh. 8 und 16. 1 Petri 5.Eph. 6, 2. 2 Tim. 2. bat sodige win64 der Saindo mie 43 he wasnl indiapit on this man vil 499 17 Die Haustafel. Etliche Sprüche für allerlei heil. Orden und Stände, dadurch dies felbigen, als durch eigne Lection, ihres Umts zu ermahnen Den Bischöffen, Pfarrern und Predigern. Ein Bischoff soll unsträflich seyn, eines Weibes Mann nüchtern, masia, fittig, gastfrei, lehrhaftig, als ein Haushalter Gottes, nicht ein Beinläufer, häffig, nicht unehrliche Handthierung treiben, nicht haberhaftig, geigig, der seinem Hause wohl fürftehe, der gehorfame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit. 1 Tim. 3, 2. Tit. 1, 6. Was die Zuhörer ihren Lebrern und Seelsorgern zu 24thun schuldig sind. Effet und trinket, was sie haben, denn ein Arbeiter ist seines Lohnes werth. Luc. 10, 17. Der Herr hat befohlen, daß die, so das Evangelium verkündis gen, sollen sich vom Evangelio nähren. 1 Cor. 9, 14. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Gal. 6. 6. 7. Die Welteften, die wohl fürstehen, die halte man zwiefacher Ch ren werth. 1 Timoth. 5, 17. 18. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen, denn sie wachen über eure Seelen; daß fie es mit Freuden thun, und nicht mit Eeuf. zen, denn das ist euch nicht gut. Hebr. 13, 17. Von der weltlichen Obrigkeit. Jedermann sey unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Wer sich derselben widerseget, der widerstrebet Gottes Ordnung. Röm. 13, 1. 2. 3. Von den Untertbanen. Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes Gottes ift. Matth. 22, 21. So send nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen. Derhalben müßt ihr auch Schoß geben, denn sie sind Gottes Diener, die solchen Schus sollen handhaben. Röm. 13. 5. 6. 7. So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zuerst thue Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen. 1 Tim. 2, 1. 3. Send unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sey dem Könige, als dem Obersten. 1 Per. 2, 13. 14. Den Ehemannern. The Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft, und gebet dem Weiblichen, als dem schwächsten Werkzeuge, seine Ehre. 1 Pet. 3, 7. und seyd nicht bitter gegen fie. Coloff. 3, 18. Die Haustafel. Den Ehefrauen. Die Weibern feyen unterthan ihren Männern, als den Herrn, wie Sara Ubraham gehorsam war, und hieß ihn Herr, welchen Töchter ihr worden seyd, so ihr wol thut. 1 Petri 3, 6. Den Eltern. 18 Sor Bäter, reizet eure Kinder nicht zum 3orn, daß sie nicht sdheu werden, sondern ziehet sie aus in der Furcht und Vermahnung gum Herrn. Ephef. 6, 5. Den Kindern. Ihr Kinder seyd gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ift billig. Chre Vater und Mutter. das ist das erste Gebot, das Berheißung hat; auf daß dirs wohlgehe, und du lange lebeft auf Erden. Ephef. 6, 1. 2. 3. Den Knechten, Mägben, Taglöhnern und Arbeitern. Ihr Knechte seyd gehorsam euren leiblichen Herrn, mit Furcht und Bittern, in Einfältigkeit eures Herzens in Chrifto. Nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Chrifti. Laffet euch bunken, daß ihr dem berrn und nicht den Menschen dient. Und wiffet, was ein jeglicher Gutes thun wird, das wird er von dem Herrn empfahen. Ephef. 6, 5.8. Den Hausherren und Hausfrauen. 3hr Herrn, thut auch taffelbe gegen sie, und lasset bas Drauen, und wißt, daß auch euer Herr im Himmel ist, und ist bei ihm Zein Ansehen der Person. Ephef. 8. 9. Den Alten. Du aber rede, wie es sich geziemet, nach der heilsamen Lehre. Den Alten, daß sie nüchtern seyen, ehrbar, züchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld. Den alten Weibern desselbigen gleichen: daß fie fich stellen, wie den Heiligen geziemet, nicht Lasterinnen seyn, nicht Weinsäus ferinnen, gute Lehrerinnen, daß sie die jungen Beiber lehren süchtig seyn, die Männer lieben. Eit. 1, 1. 5. Der gemeinen Jugend. Ihr Jungen, seyd den Alten unterthan, und beweiset darin die Demuth, denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade. 1 Petri 5, v. 5. 6. Den Jungfrauen. Gine fromme chriftliche Jungfrau soll nicht forgen, wie fie den Leuten, sondern wie sie Gott gefalle 2. Buch Mofis 22, 17. Den Wittwen. Welch eine rechte Wittwe ist, die stellt ihre Hoffnung auf Gott, und bleibet am Gebet Tag und Stacht. 1 Zim, 5, 5. 6. Der Gemeinde. Liebe deinen Nächsten ale dich selbst, in dem Worte sind alle Ges tote verfaffet. Röm: 13, 9. Und haltet an mit beten für alle Menschen. 1 Tim. 2, 1. 18 Den C Die Weibern feyen unterthar wie Sara Abraham gehorsam Töchter ihr worden seyd, so Sor- Bäter, schen werden, gum Herrn. Die H Ihr K ift billi Berb Inches Centimetres Blue 2 3 IC RAHN 37 4 Cyan 2 5 ¹6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 ( ₂) 6 15 White 16 17 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8