I Center Serbefil Weithosen is( de alte by 47 de 122 Ein Theil aber fiel auf eine gute Erde, ging auf, und trug hundertfältige Frucht. Suc.8.8. Der GUTE SAME und der wahre Sämann Ein Lehr und Gebetbuch für gutgesinnte Christen. ST PÖLTEN im Verlage bei Franz Lorenz. Gb 433 Univ.- Bibl. Giessen Von dem Gebethe. Heb' mit den Händen auch das Herz, So oft du bethest, himmelwärts! Das kräftigste Mittel zur Tugend und wahren Annedacht ist das Gebeth. Denn. Bethen heißt: seine Gerdanken so zu Goll erheben, oder im Herzen so zu Gott reden, daß in uns gute Gernsinnungen, gute Vorfätze ente - stehen, oder das betrübte Herz erleichtert werde, wenn Gott seinen Kummer 6. von in 2 ausschüttet. Wir können freilich die schönsten Worte aussprechen, das Vater unsere oder ein. anderes Gebeth hersagein, ohn daß wir dabei. Gott denken, oder etwas Gutes in uns empfinden. Wenn dieß geschieht, so bethein wie nicht; wir sprechen nur lenn Worte aus. Im Gegene theile können wir bethen, 3 - ohne daß wir den Mund ber wegen, oder ein Work aube sprechen; wenn wir nur une ser Herz zu Gott erheben, und einen. frommen Gedane ken schöpfen, schöpfen, oder gun. den Vorſatz machen. Erhebe nur dein Herz zu Gott, und stelle die recht lebhaft vor, daß er unendlich einen. daß er unendlich gütig, dein bester Vater ist. Es wird die gewiß dabei einfallen, daß du dich vor Sünden hür 1 - then, oder auf Gott dein Vertrauen setzen, ihm für Alles danken, und seine Ganben zul anwenden sollst. Unn terhältst du dich mit diesem Gedanken vor Gott; entschlien ßest du dich, die Sünde zu meiden, oder auf Gott zu vertrauen, zufrieden und dankbar zu seyn: so ist, ein Gebeth. Auf die Worn de kommt es gar nicht. wenn nur das Herz zu gun ten Gesinnungen und Vornsätzen bewegt wird. es - Du brauchtest also kein Gerbethbuch, oder nur in so fern, daß du dir daraus selbst ein Gebeth machen kannst. Über nicht wahr? Du kannst oft deine Gedanken nicht zusam; inen bringen, und auf Goll richten; dein Herz ist so won ken, so kalt; du wirst so leicht zerstreuk, besonders, länger in der Kire Du che bist. Da kann Deiner Schwachheit mit einem Gerbethbuche geholfen werden. Bei dem Lesen werden dein wenn. 6 Gedanken versammelt, und auf Gott gerichtet; dein. wird durch eine Herz. eine Ben trachtung bewegt; du findest manches zum Nachdenken, es entstehen in die gute Gensinnungen; du machest gute Vorsätze. Du wirst also zum Gebethe vorbereitet, und in einen. solche Gemüthsverfafe sung gebracht, daß du von die selbst zu bethen anfane gest. Wenn du also mein Cheist! in dem Gebethbuche etwas 7 tet: 0, Eindest, das dich besonders ane geht, und bewegt; wenn die eine Wahrheit mehr einleuche so mach mitten in dem Unterrichte, ja millen unter dem Gebethe, dein Gerbethbuch zu, und bethe aus dem Herzen, das ist. Denk selbst mehr nach mache die Anwendung auf dich selbst, auf deine Umständer fassen. dabei einen guten Vorsatz. dieß ist das wahre, das beste Gebeth. Wenn du in der Kirche öfn - -- - 8 lers mit deinen Gedanken zu Hauſe bei deinen Geschäften bist, so überlegen, - Goll, wie du deine Arbeit mit seinem Beistande recht. schicken, und nach seinem Willen verrichten, oder WWW. مع 1/05 vor du dich besonders hithen wollest. Dieses ist auch Genbeth: Gott ben denkest, wie du deine Stane despflichten getreu erfüllen. sollast. Wenn du in der Rieche bist, so soll dein Betragen so eine WW" 405 - 9 gerichtet seyn, daß Andere durch deine Andacht und Eine gezogenheit ein gutes Bein spiel finden. - Bedenke, was die Kirche ist, Und in der Kirche, wo du bist! // Am Morgen. Mit Gott fang an, mit Gott hör' auf, Dies ist der schönste Lebenslauf. Befleiße dich, Chriſt! jeden Tag gut anzufangen, wenn du ihn zut fortsetzen. und gut endigen willst. mein. Die ersten Gedanken nach dem Erwachen stehen nicht in unserer Macht. Über dur sollst dich befleißen und and gewähnen, dein Herz, sobald - 11 - es dir möglich ist, zu Gott zu erheben. Dieß wird desto eher geschehen, wenn du gleich nach dem Erwachen das heilie ge Kreuzzeichen andächtigen chest. man Steh ohne Verweilen, hurelige zur bestimmten Zeil& vom. Belle auf. Das Aufstehen kommt dich desto härter. je länger du mit die selbst streitest, je mehr Du Deiner Trägheil nachgibst. Der gen schwind aus dem Bette springle steht am leichtesten aufan, 12- Es ist sehr gefährlich, man unnöthiger Weise, ohne daß man schlafen kann, oder darf, nur aus Trägheit, Bette bleibt, wie es oft Feiertagen, oder wenn keiner dringende Arbeit vorhanden. ist, zu geschehen pflegt. Da entstehen leicht böse Gedane ken, und oft wird der Tag. schon mit Sündigen angefane gen. Wenn du dich bein Aufstehen nicht überwinden kennst, was wird unter Tags bei größeren Versuchungen. geschehen? - — 13 - Sowohl beim Aufstehen, als beim Ankleiden, sei ehrber und schamhaft; auch du. wenn ganz allein bist; Gott sieht dich! Verrichte dann mit Andacht dein Gebeth. wenn. Merke die folgendes Gebeth nicht so fast den Worten, als dem Inhalte nach, damit du es auch. nicht bei Handen hast, nicht unterlassen mögest. In, dus sollst allemahl mehr aus dem Herzen, als aus dem Bücher bethen. - 14 - Gebeth am Morgen, Gott! zu dir sollen. sollen meine ersten Gedanken gerichtet. sezn! Von die habe ich Alles; die bin ich Alles schule dig! Ich bethe dich mit kinde licher Ehrfürcht an! Du hast mich diese Nacht erhalten, und wieder einen Tag erler ben lassen. Ich danke die Gütigster! Allmächtiger! Steh mir bei, ich bitte dich, daß ich diesen Tag so wen de, wie es meine. Pflicht, an - von. 15- - und dein heiligster Wille ist. Dieß ist dein Wille, daß ich Sünden rein halten mich. und befleiße, heute wieder. lugendhafter und besser zu werden. Dieß ist mein Tangewerk, daß ich des Guten so viel thue, als es in meinem Stand und nach meinen Kräfe len möglich ist. Ich will us thun! Gott, du siehst mein Herz ein! Stärke meinen. ernstlichen Vorfalz!! Jesu, mein Herr und löser! ich will heut ofl Ere! an.. 16 dich denken; ich will mir oft. vorstellen, was du gethan hast, oder was Du in meinen Ume ständen thun würdest. Ich heist auf will dir als ein dem Rege folgen, den du mir zum Himmel vorgezeigt. hast. - - Auch dein Beiſpiel foll mir oft vor Augen schweben, selige ste Jungfrau Maria! Deine einzige Freude, dein ganzes Bestreben wer, Gott als eine leue, demüthige Magd bein häuslicher Arbeit, in stiller 17 Tugend zu gefallen, und vor ihm in sillsamer Eingezogen. heit, rein von aller Sünde zu wandeln. Wenn ich Deinem schönen Beiſpiele folge, Müte der meines Erlöferd! so were de ich mich auch deiner hürbike te bei Gott würdig machen. вы Heilige Engel, Diener Gotetes, und Schutzgeister der Menschen! Euer Geschäft, nun Freude ist, den Willen Gottes zu vollziehen, und für unser Wohl. Leib und Seele zu wachen. Unter. - - an 18 eurer Leitung, under eurem. Schütze, will ich heute auch den Willen Gottes thun, und andern Menschen und. wo. wie ich kann, helfen, und Guedes erweisen. Alle Heilige Gottes! Ihr lehret mich durch euer Bein spiel, daß ich lugendhaft leben. muß, wenn ich einst zu Gott kommen will; daß ich seligen werden kann, wenn ich nur ernstlich will. QDurch einer Beiſpiel ermuntert, durch eure hürbitte unterstützt, - 19 will ich heut so leben, arbein len und leiden, daß ich einst auch zu Gott und zu auch Himmel kommen mögen Am. -1 Am Abende. Unterlaße ja niemals dein Abendgebeth, sondern danke Gott für alle Wohlthaten, die er dir, und andern Menschen, den Tag hindurch erwiesen. hat. Denke nach, wie die die se Wohlthaten angewendet, und den Tag zugebracht hast. - 20 -- Ein Tag nach dem andern vergeht, was du aber Gütes oder Böses gethen hast, bleibe übrig für die Ewigkeit. Heil dem, der keinen Tag verliert, das ist, keinen beigehen läßt, ohne Gules gen than zu haben. bitt Hast du aber Böses gethan, so bereue deinen Fehler, bill Gott um Vergebung, nimen. die ernstlich en dich zu bese on fern, und wenn es nöthig ist, bei nächster Gelegenheit zu 21 beichten. Es könnte geschehen, daß du des andern Tags nicht. mehr erwachtest. - vom. Abendgebeth. Mein Gott! ich danke die Herzen für alle Geanden und Wohlthaten, die dur mir und andern Menschen. diesen Tag erwiesen hast. Du hörest nicht auf. Valer zu seyn, und uns Gutes zu thun! Hab' ich mich aber auch guted, gengegen dich als ein guter, 22 horsames Rind aufgeführt? Hab ich deine Gaben wohl angewendet? - W - Jefu, mein Herr und Hein land! wie werde ich beschämt, ich bedenke, was du gen than und gelikten hast! Erbare dich meiner! Stärke mich, daß ich mir deine Lehre und dein Beispiel künftig besser zu Nutzen mache, und auch durch dich selig werden Maria, Mutter meines Ere lösend! alle Heilige Gottes! ich schließe meine Bitte an. 23 - und. eune hürbille bei Goll, daß ich nach einem frommen Leeben und guten Tod einst zu der Seligkeit auferstehen mör ge, die ihr schon genießet, die auch mir bereitet ist. O. möchte ich ihn einst auch mit auch ewig loben und preisen! Laß,& Herr! durch deine Barmherzigkeit, und durch die Verdienste Jesu Christi die Seelen aus dem Hepfeuer bald zu dir, und zu ihrer vollkommenen Seligkeit ger langen; gieb ihnen die ewige 24 Ruch, und das ewige Licht leuchte ihnen. Amenn - Ich will nun ruhen! Du, o Gott! wachest für mich, wenn ich schlafe. Beschütze mich, Vater! Bewehre mich und alle deine Kinder diese Nacht allem Uebel, daß wir nach deinem Willen, durch den vor. zo Schlaf gestärkt, dich morgen. mit neuen Kräften, Kräften, mit neuem Fleiß ehren, und durch frommes Leben. zweisen mögen. Amen. Es ist ein Aug' das Alles sieht, Auch was bei finsterer Nacht geschieht. 31/0 Meßandacht. ,, Vor und unter der Messe öfters wohl zu bedenken." Das heiligste Meßopfer ist das vortreßlichste, Ehrwürdige ste und Heiligste bei unserm. Gottesdienste. Es ist die iner merwährende Erinnerung des Kreuptodes Jesu Christi, und das einzige wahre, unblutige Opfer der Christen. Schon vor vielen Jahrhunder 2 - 26 den ist Jesus für uns am Kreuze gestorben. Damit aber die Menschen oft, und so lang die Welt steht, an sein Lein den und Sterben denken solle ten, hat Er ein ewiges Denke mal seines Todes und seiner unendlichen Liebe gestiftet. Durch die Einsetzung des heiligen Altarssakramentes. Am Abende Leiden saß Jesus bei seinen Jüngern, wie ein liebreicher Univ.- Bibl. Giessen 70/04 27 Vater under seinen Rindern, bei Tische Er redele vieles seinem bevorstehenden. öffnete ihnen sein. Leiden; aber. ganzes liebreiches Herz, gab ihnen die letzten Lehren und Tröstungen, und nehm Übeschied von ihnen. Ehe sein Leben für das Heil der Welt aufopferte, wollte er noch ein ewiges Denkmal sein ner Liebe stiften. Da nahm Brod in seine Hände, erhob seine Augen zum Hinne mel, und segnete das Berd; سال ادامه 28 dann brach ers in Stücke, gab es seinen Jüngern, und sprach. Nehmet hin, und es. ſel, dieß ist mein Leib Auf gleiche Weise nahm. auch. einen Relch mit Wein, sege nete ihn und sprach: Nehmet hin, und trinket alle, dieß ist. mein Blut. - der liebreiche Heiland wolle Alles lein de nähmlich gern den, ja sogar sterben, nur auch die Menschen sein Liebe erkennen, öfters a seinen Tod denken, und sich wenn. 29 denselben recht zu Nutzen. machen würden. Deßwegen setzten. noch diese Worte. hinzu: Dieß thut zu meinem Dieß geschieht bei der hein ligen Messe; da wird das Andenken. den Tod Jesu. erneuert. Darum heißt, und ist die heilige Messendas unblutige Opfer des neue Bundes. an. Stelle die also, mein Christ, bei jeder heiligen Messe dein Jesus bei dem letzten 30 Abendmahl und and vor, und bedenke: 1. - Kreuze. Wie er sich Gott für uns aufgeopfert hat. 2. Wie auch du dich Gott aufe opfern sollst durch Gehoresam und Liebe. Dadurch vereinigest du dich ALL en besten mit dem Priester, oder vielmehr mit Christen selbst. Dieser gute Wille ist das beste, Goll wohlgefällige - 31- Gebeth und Betrachtung bei der heiligen Messe. Ich will nun, Gott!! Deine große Liebe denken, daß du deinen eingebornen Sohn für uns hergegeben hast: ich will mich an dase an das erinnern. was Gefüs aus Liebe zu uns gethan und gelitten hat. Dieß Andenken soll auch meine Liebe zu dir,& Gott! erwecken, daß ich mich auch mit Gefü die ganz ergeben und aufopfere. an - vom. 32 Mein Gott! was für güter und liebreicher Vater bist du auch gegen deine un gehorsamen Rinder gewesen, da du deinen Sohn in die Welt gesandt hast, daß erBösen zum Guten uns. ein. führen, und in den Himmel bringen möchte! Durch seine Geburt ist allen Menschen, Glück und Heil widerfahren, Ehr und Dank sei dir, Vander im Himmel! Preis und Dank sei dir, a Jefu! Du göttlicher Lehrer, 33 -- Erlöser und Seligmachen! Dus hast uns gelehrt, daß Gott und ser bester Vater ist, der uns liebt, der sich unserer Schwache heit erbarmet, und uns gern alle Sünden verzeicht, wenn. und uns ernstlich bessern. Du hast uns mit deinem Worl und Beiſpiele gezeigt, was wir thun sollen, daß wir Goll gefallen, und ewig ser lig werden sollen. wir. Göttlicher Heiland! we viel hast du uns zu lieb auf ال am. SEHARDY dich genommen! Die Schwache heit eines Kindes, die Miche seligkeiten des menschlichen Lebens: Armuth, Verachtung! Angst und bitteres Leiden. Du hast Deinem himmlischen Vater durch dein heiliges und mühevolles Leben das wohlgen fälligste Opfer gebracht, und warst ihm gehorsam bis zum Kreuze. Tod Noch nem Leiden. 34 an Abende. Leiden hast du, reichster Heiland! gesorgt, daß wir deiner nie vergefnin Dein. lieben. 106 35 sen möchten. Du hast ein ewie ges Denkmahl deiner Liebe und deines Todes gestiftet, da du Beod und Wein in deinen Leib und in dein Blut verwandelt, und dieß zu deinem Andenken zu thun. befohlen hast. Aus Liebe zu uns hast du den bittern Kelch des Lein dens willig aus der Hand deines himmlischen Valers an genommen. Freiwillig hast. dich, wie ein Uebelthäter, binden lassen. Sanft dule Die 1 36 dend, wie ein Lamm, hast du alle Schmach, Schläge und Wunden ertragen. Noch - - Kreuze hast du für deine Feinde um Vere gebung gebethen. Vater! verr zeich ihnen, sie wissen nicht, was sie thun. In deinen größe ten Schmerzen, in der. äußere sten Verlaßenheit hast du dich ganz auf deinen himmlischen Vader verlassen. Gehorsam bis zum Tode, standhaft, bis ans Ende, hast du dein Werk, unsere Erlösung, vollbracht, 37 und deinen Geist in die Häne de Deines Vaters hingegeben. So bist du, göttlicher Erlöser! Kreuze für das Heil der Menschen gestorben. Dein Tod, o Jesu! das Opfer deiner Liebe, wird jetzt auf dem Altar erneuert. - سلام Güligster Heiland! wie unm endlich groß war deine Line be zu uns Menschen! Wiekann ich die diese Liebe gelten! Was soll ich zur Danke barkeit thun? Du verlangst von mir, daß nicht ver daß ich bloß V - 38- -- über dein Leiden und Stern ben seufzen, und über dein ne unendliche Liebe zu uns erstaunen soll; du willst viele mehr, daß ich mir deinen Tod zu Nutzen mache, daß ich aus dankbarer Liebe den Sünden entsage, um devendwillen du so viel gelitten hast, und son gar gestorben bist. Die bei deinem Kreuptode - gegenwärtig gewesen. schlugen. waren, ihre Brust, de sie zurück gingen. Auch ich, mein Gott! schlage jetzt veur 39 müthig an meine Brust, da Jesus auf dem Altare als wirklich gegenwärtig vorgen stellt, und seine Opferunge Kreuze erneuert wird. Vater! verzeich verzeich mir meine - - Sunden, für welche dein Sohn gestorben ist! Ich will nicht mehr sindigent Gott! Du weißt Alles, dur kennst meine Schwachheit, die ein.. Du siehst mein Herzen bösen. weißt, was für einer. einer Neigung, und was für Sünde ich besonders ergeben, - an 40 bin. Diese Neigung will ich die aufopfern, aus Liebe zu die will ich dieselbe, so viel ich kann, unterdrücken. Die Sünde, die ich so oft begane gen habe, will ich mit dein Beistende nicht mehr begehen. Ich will zur Zeit der Vere suchung, bei der Gefahr zu sündigen, auf meinen leiden. den und sterbenden Heiland hinsehen; der Gedanke soll. mich zurückhalten: Jesus hat für mich so viel gethan, so - 41 viel gelitten, was thu' ich ihm zu Lieb? Er ist für mein Heil gestorben, was nützt us ich nicht nach sein mir, wenn ner Lehre, nicht nach Gottes Willen lebe? Jesus war so sanftmüthige so geduldig in seinen Lein den; war. lischen Vater gehorsam bis zum Tode, ach! bis zum schmähe lichsten, harten Tode des Kreue zes! Sollte ich nicht,& Gott! mein geringeres Leiden wile lig von deiner Vaderhand and WA 14 42 nehmen, geduldig ertragen. und wie Jesus sagen: Van ter, nicht mein Wille, sone dern dein Wille geschehe! Jesus. war so gut, so liebe voll gegen alle Menschen, auch sogen gegen seine ärgsten heinde. Sollte ich nicht auch alle Menschen, sogar. meine. Feinde lieben? Sollte nicht auch, wenn ich verläumdet oder verfolgt werde, dieß mein Gebeth seyn: Naber, verzeich ihnen, verzeich wie ich verzeihe! - -- 43 ww Ja, Alles leiden, lieber sterben will ich, als dein Gebothe, - mein Gott! freiwillig übertretten. Ich will dich als ein dankbares, ger horsames Rind über Alles lieben, nur nach deinem Wile len und Wohlgefallen, nach der Lehre und dem Beispier le meines Erlösers demüthige keusch, geduldig und gottfer lig leben, damit ich einst bei meinem Tode mit kindlicher Zuversicht sagen kann. Van der, in deine Hände empfehl meinen Geist! ich -a - man 44 - So will ich mir. Jefu!! Dein Leiden und Sterben zu Nutzen machen, und meine Dankbarkeit und meine Lien be zu dir bei jeder Gelegene heit in der That zeigen. Heue le will ich mich besonders gen gen diese Sunde in Acht nehr die ich schon so oft ben gangen habe; bei dieser Genlegenheit könnt ich heute wier der fehlen. Ich kann heute vielleicht auch da etwas Bönses verhüthen, ich will es 45 Heute kann ich mich in dier ser Tugend, die mir so nothe wendig ist, üben. Da kann ich etwas Gutes thun; ich will us thun. Gott! gieb deinen. Segen und Beistand dazu. Ich bitte dich durch Jesum Christum, unsern Herrn und Heiland. Amen. und. - Gebeth, wenn du nicht in die Kirche gehen kannst. Mein Gott! Du weißt un wie gern ich in die Rieche gehen, und dich mit andern. 46 ven Christen anbethen und verehr möchte. Aber du hast mich in diese Umstände gen setzt, daß ich zu Hause blein ben muß. Es ist also dein. Wille, daß ich dich allein ehe - 11 und preise. Dein Wille geschehe! Du siehst mich übere all; du hörest da, wie in der Rieche mein Gebeth. Ich ber the dich an, ich lobe und prein se dich mit allen Menschen und Engeln. Ich höre zwar heute keine Predigt, aber dein heiliger. 47 Geist redel mir durch meine Gewissen zu Herzen; ich Eine de dein Wort und deinen. Willen, wenn. ich in einem. geistlichen Buche lese. Ich kann heute der heiligen Messe nicht beiwohnen; aber ich sehr Jesus. vor mir am Kreuze; ich kann mich auch der sein Leiden und Stere ben erinnert. seine. Liebe, sein Opfer betrachten, und mich aus Liebe zu ihm Gott. ganz aufopfern. Ach! wie oft ging ich - - in 48 die Riache nur aus Gewohnheit! wie oft bin ich bei der hein ligen Messe ganz zerstreul! wie oft ging ich nach Hause ohne. memmeinem Gebethe, dem Worte Gottes, den von dem geringsten Nutzengeschöpft zu haben! Gütigster Goll! was wird künstig geschehen? O ich will mir den össentlichen. Gottesdienst künftig mehr zu Nutzen machen; ich will so dabei erscheinen, daß sich alle Milchristen sollen. Ament an mir erbauen. von - 49 - Anbethung Gottes. Gott! ich bethe dich in diefe ster Ehrfürcht an! Aber wer bin ich, daß ich zu dir,& höche enne, stes Wesen! reden darf? Doch bist gleich groß und gün lig; Du willst, daß ich dich Du Vader. س Kind zu dir rede. Du bedrafft,& Gott! der Ehrenbezeigungen einer schwar chen Geschöpfes nicht. Du warst schon, ehe zu die Welt ere schaßen hattest, in dir selbst das vollkommenste und glücke 3 - seligste Wesen, und du wäre deß es auch ohne Lob der Menschen seyn, in Ewigkeit. Mir ist es Ehre, Ehre, mein Glück ist es, wenn ich meinen Geist zu dir erhebe, und dich im mer besser erkenne, immer mehr liebe. me. 50 Rein sterbliches Aug kann dich sehen, kein Verstand dich ergründen. Aber aus allen deinen Werken leuchtet dein Allmacht, deine unendlie che Güte und Weisheit here Wie mächtig bist dur vor. 51 wie herrlich in deinen Gerwie groß schöpfen, Kleinsten! groß in dem Herr! ich bethe dich an. Dur hast Alles gemacht, du hast auch mich gemacht; du hast wunderbar meinen Leib gerbildet, und meine Seele dir ähnlich erschassen. Du hast mir Verstand gegeben, dich zu er kennen; eine Herz, dich zu lieben. Du hast mich mitten. in die Schöpfung gesetzt, daß ich deine Allmacht betrachte. Deine Wenke zeigen sich. in * 52- schönster Ordnung, sie stehen dan ihrer Pracht vor mir in und fordern mich zur Auber thung auf. Über wie sellen erhebe ich den Geschön mein Herz. pfen zu die, allmächtiger Schön pfen! Wie oft sehe ich die Wunder deiner Allmacht und Weisheit, ohne daß ich an dich gütigsten Vater! denke. Wie schwach ist meine Erkenntniß deiner Vollkommenheit! wie schwach meiner Liebe zu die! Noch besser, als durch die 53 Varn Natur, solll' ich dich,& Goll! durch Jesum, deinen Sohn, kennen lernen. Er sagt uns deutlich, daß du unser Vorter, der liebreichste Vater aller Menschen bist; daß du Geist bist, und solchen Anbether forderst, die dich im Geiste und in der Wahre heit anbethen. ein. Du bist unser Vater! Ich soll dich durch kindlichen Gerhorsam und dankbare Liebe ehren. Wenn ich fromm und guk bin, und mich dankbar. 54 des Gülen erfreue, so wird deine Allmacht, Güte und Weisheit verherrlichet. Die - alles Gute kömmt. Du bist ein Geist! Du siehst nicht bloß auf das Außerlie che, zu zählest die Worte des Bethenden nicht; du siehst auf das Herz, ob es aufriche lig gesinnt, und die ganze ergeben ist; du siehst auf die Werke, ob sie mit dem übere einstimmen, was ich dir bein dem Gebethe vorsage. Du 55 1 siehst und hörst mich überall; ich kann, ich soll dich überall anbethen, zu Hause, auf dem Felde, wie in der Kirche. Die ganze Welt ist Gottes Ein jedes fromme Herz ist ein Altar. So will ich denn überall Herz zu dir erheben, gütigster Schöpfer! weil übere all Wunder deiner Güler und Allmacht aufgestellt sind. Ich will dich, bester Vater! ben ständig durch ein frommes 56 Leben ehren, weil du solchen Anbether forderst, die dich in der Wahrheit anbethen. So werd' ich mich auf Erden. vorbereiten, daß ich dich einst im Himmel ewiglich anber then, lieben und zweifen mör ge. Dieß verleihe mir durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn und Heiland. Amen. Dank für die göttlichen Wohlthaten. Die wahre Dankbarkeit ber steht hauptsächlich darin, daß - 57 - wir 1) die göttlichen Wohle thalen erkennen, und schäte zen; 2) beim Genuß der Ganben Gottes öfters ihn gen wenn uns denken, und auch, wen etwas abgeht, zufrieden blein ben; vorzüglich aber 3) daß wir seine Gaben zut, nach seinem Willen anwenden. Lieber guter Gott! wie kann ich dir für alle deine Wohlthaten genug danken? Du hast mich Ewigkeit. von her geliebt, und für mich gesorgt, ehe ich noch geboren. ار -.58 war. Du hast mir Leben. und Gesundheit, Glieder und Sinne gegeben, womit ich so viel Gutes thun und genier ßen kann. Väterlich hast du für meine Kindheit, weiblich für alle meine Anliegen gen sorgt. Du hast mir täglich Brod, und Zeit meines Lebens so viel Gutes verschaßt, Leib und Seele. Ich dane ke dir, o mein. in Gott! für Alules, was ich habe, und was ich bin. Ich will meine Danke barkeit besonders dadurch zein -- - 59 gen, daß ich deine Gaben zul anwender Dir, o Gott! kann ich nichts vergelten, aber ich will gut segn, weil du auch gut bist; ich will Andern helfen, und sie erfreuen, wie ich kann: ich will von deinen Gaben. auch Nothleidenden mittheilen. - - Die Welt ist nicht allein für mich; Mein Nächster ist dein Kind, wie ich. Ein Liebeswerk nimmst du so an, Als hätt' ich es dir selbst gethan. zu spendest deine Gaben, Goll! mit eben so großer Weisheit und Güte aus, und 60 gibst jedem, was er bedarf. Ich danke dir also auch für alles Gute, das Du meinen Mitmenschen ertheilest, und gönne es jedem von Herzen. Weit entfernt von unzufrien denem Murren und feindlie chein Neid, will ich mich viele mehr über deinen Segen er freuen, der sich über meinen Nächsten, und über alle deiner Kinder verbreitet. - Nie will ich mich über Unedere erheben, wenn du mir mehr, als ihnen gibst; mie - 61 wenn du mir nach - klagen, deinen weisesten Absichten deine Gaben entziehst. Oft. willst du mir durch Noth und Trübfal die Augen öffnen, enn ich deine Gaben miße braucht habe. Oftmuß ich diese erst recht schätzen und verdier nen lernen, bevor ich sie erlane ge. Du bist gut, wenn du gibst, und gut, wen Du nimmst; Du bist allezeit Vater, ich muß alles danken. für. Dir. Nie will ich mein Herz zu sehr an das Zeitliche hängen; 62 du hast mir, o Gott! auch ewige Güler bereitet. Nie will ich für den Unterhalt des Lebens zu ängstlich bekümmert seyn, oder mich zu sehr betrüben, ich zeitlichen Schaden lein de. Es gibt noch ein anderes Leben; meine Seele ist une sterblich, deine Güle ist unendlich; du willst, daß ich ewig soll glückselig werden. Was hast du,& Gott! Alles gethan, daß ich dieses Ziel erreichen möchte! Wie lang hast Du mit meinem jugend-- - 63 lichen Leichtsinn Nachsicht gen habt! Wie oft hast du mich meinen Irrwegen zurück geführt! Aus wie vielen Gefahren hast du mich gen rettet! Wie viele Mittel. und Gelegenheit zum Guten hast Du mir verschaßt! Wie glückselig könnt ich zeitlich und ewig werden, wenn ich mir alle deine Gaben und Wohlthaten recht zu Nutzen. machte! Ich will es wenigstens künftig thun. Gott! steh mir bei, ich bitte dich daß ich die 64 Deine Liebe durch die Liebe. gegen den Nächsten vergelten, und meine Dankbarkeit - muss. - durch. treue Mitwirkung mit dein Gnaden und Wohlthaten zeigen möge. Amen. 3um Anfange der heil. Messe. Allmächtiger Gott! ich will jetzt dieser heiligen Messemit Andacht beiwohnen, und dich auf jene Art verehren, die die würdigste und heilige ste aufchrden ist. Ich will Anntheil nehmen, an dem Opfer. 65 des Priesters, und meine Seele soll sich mit meinem Erlön ser vereinigen, damit mir dein Segen um so reichlicher und milder zukomme. Mil demüthigem und ehrfurchtse vollem Herzen will ich deiner unendliche Größe anbethen, und mit freudiger Bewunder rung zu mir sagen: Dieser unendliche Gotl, den Himmel und Erde nicht fassen, ist mein Gott und mein Vater. Ich will dir danken, für die zahllosen Wohlthaten, die ich - - -- 66- - 15/ von dir empfangen, und mich dadurch Deiner ferneren Günle würdig machen. Auch will ich dir vertrauensvoll alle meine Bedürfnisse vortragen, und deine Güte anrufen, dan mit Du mir um Jesu- Wile. en helfest. Ich will trauern über meine Undankbarkeit, mit der ich dich oft betrübte, und den Entschluß fassen, mich wahrhaft zu bessern. Ich will nachdenken über die Lier be, über das Leiden und den Tod Jesu, und mein Herz 67 zu einer standhaften, edelmüe thigen dankbaren Gegenliebe entflammen; ich will meine Seele mit frommen Empfine dungen erfüllen, die mich mitten in Versuchungen schübe ere zen, und in deiner Liebe halten sollen. Amen. - Fortsetzung der Meßzgebethe. Gott! wie sehr hast die uns geliebet, da Du Deinen Sehn gefandt, damit er und ser Lehrer und Reller wäre 68 Qurch ihn haben wir ein Religion, die so himme lisch ist, und so gerade zum Himmel führt. Burch ihn sind. wir deine Kinder, und mit freudigem Erstaunen sind wir überzeugt, daß wir der, de no. - du Unendlicher! den die Himmel bewundern, aber nicht begreifen, theuer sind, und daß du mit huldvoller Freundlichkeit auf und nieder schauest, wenn wir die Opfer der Ehrfurcht, der Liebe und des Gebethus bringen. Was 69 sind und haben, haben,& Van der! ist von Die. Und du - - gibst und gerne und verlene gest nur, daß wir glücklich. werden. Auf das hat Jesus uns gelehret. Er lehate es mit Worten, noch mehr mit sein nem Beispiele. O wie edel. war sein Wandel! haben jede liebenswürdige Turgend in seiner Seele! Wienstrebte. er deine Ehre zu breiten, und Gutes zu thun, wo und wie konnte! mit. welcher Liebe segnete und ere WO VAR. - er. 70 freunte er die Menschen, die zu ihm um Hilfe viefen. Er word unser Brüder, unser Vorbild, dem wir folgen solle len. O' Gott! gieb uns, daß wir ihm folgen, denn nur dann sind wir ja glücklich. Er setzte dieses Opfer ein, daß ihn denken sollten. Über müssen wir nicht dein gedenken,& Du unser Wohlthäter, der nicht seines Gleichen hat! Können wir es vergessen, wie Du um unserbe willen under den Händen deir 71 Heinde blutetest; wie Du Kreuze hingst in in namene. losen Leiden! wie dein Blut mar - - niederrann für unsere Süneden; wie Du mitten in dein men Todesschmerzen für dein Mörder bathest! wie dur endlich strabst damit wir den ben! Nein,& Jesu! – wir vere gessen deine Leiden nicht, wir danken dir, wir lieben dich dar gegen; so kann kein Freund, kein Vater lieben, wie dur und geliebt hast. Mit Inbrunst opfern wir die unser Herz - 72- Gebeth zur Wandlung. Ich bethe dich an,& gütigster Erlöser! in diesem Geheime niß, worin du dich opferst, und mit reuevollem Herzen schlan ge ich an meine Brust, und rufe: Jesu! ſei mir gnödig! O O Jesu! ſei mir barmherzig!! mildester Jefu! verzieb mir meine Sünden! Aufopferung zu Gott dem Vater. Wende deine göttlichen Au 73 - gen,& himmlischer Vater! auf diesen heiligen Altar, und siehe auf deinen eingebornen Sohin, wie du ihn einst hast. angesehen, als er am Kreuze hing. Wie ver sich opfert, so Hopfere ich ihn zu Deiner Ehre und Herrlichkeit; zur Freude des ganzen Himmels, zum Heil aller Christgläubigen, zur Erquickung der Seeden im hepfeuer, besonders aber zur Vergebung meiner Sünden, Nachlassung der verdienten Strafen, um die Gerde der - 74 Besserung zu erhalten, und einer seligen zur Erlangung ein Todesstunde. Amen. Bur Aufhebung des Kelches. theue! Ich bethe dich aes Blut meines Erlösens! wor an, yr". in diesem ehrwürdigen Genheimniß, in welchem du opfert wirst, und mit demne thigem Herzen aufe ich: Oheiligstes Blut! heilige mich. O reinstes Blük! weinin ge mich. O du Werth unser Erlösung! erwirb mir Gurde und Erbarment 75 Aufopferung des heil. Blutes. Allerheiligste Dreifallige keit! Die opfore ich dieses theure Bluk mit jener Lier ber mit jenen Beschimpfune gen und Qualen, mit denen es mein gütigster Erlöser vergossen hat. Ich opfere dir dieses unendliche Lösegeld. durch die Hände Jesu und seines Priesters zu deinem ewigen Lobe, zur Vergebung meiner Sünden, zur Abtran gung. meiner Schulden, zur G Reinigung. von meinen. Leslehe end o Hler! ken, zu einiger Genugthurung für alle meine Nachläse figkeiten und Versäumnissen Laß, o göttlicher Menschene freund! Dein heiliges Leiden, den Werth deines Blutes, dein Tod, nicht سلام nen. 76 an mir ver loren seyn, werde wahrhaft CO mein Retter, indem du mir Gnade ertheilest, mich volle kommen zu bessern, und ein neues, lügendhaftes Leben ane zufangen. Laß mich dir von nun an mit standhafter Treuer - 77 - ergeben segn. Erbarme dich auch der Meinigen, daß sie wahre Christen segen; erbare dich der Leidenden im Tepfeuer, theile ihnen mit von deinen unaussprechlichen Verdiensten, daß sie Linden rung in ihren Schmerzen, und baldige Erlösung bekommen, damit sie dich in deinem Rein che ewig preisen und lieben. Amen. Anbethung Jesu auf dem Altare. Ich bethe dich demüthigan, 78- du heiligsten Erlöser! und freue mich mit kindlichem Herzen über Deine persönlie che Gegenwart. Siehe auf mich Unwurdigen mit lieber vollen Augen nieder. Sein سل- für mich ein hoher Priester, und mein Opfer, Opfer, mein Mitte ler und Versöhner, Du mein großer Freund, der für mich genug schut. Mit dir lobe, liebe und ehre ich deinen grön ßen Vater. Ach, ersetze dur keiten, die meine Nachlässigkeiten, ich in seinem Dienste, und in M 79 Pflichten begangen. Zeige ihm dein von 11 Dornen. durchstochenes Haupt, deine ehrwürdigen Wünden, deinen zerrissenen Leib, deine in 1516730 Gram versenkte Seele, und dein theures Blut. Werde bei ihm ein Mittler; rufe für mich zu seiner Barmhere zigkeit, und empfehle mich seinem väterlichen Herzen. Erinnere dich meiner in diee sem heiligen Opfer, und in allen, die heute in der Chair stenheit entrichtet werden; 80 opfere dich für mich und alle meine noch lebende oder storbene Freunde und Wohle thäter. Amen. - **, - VAR.. Zum Memento für die Verstorbenen. die ich Erinnere dich auch,& Jesu! der lieben Seelen im Hopfeue vorzüglich derjenigen, für meisten zu bethen schuldig bin, und für wele che alle ich dich inständig bite be, und dich um deine Vermittlung bei deinem Vater awufe. Liebevoller Mene 81- schenfreund! ich bitte dich durch die Liebe, die Du zu diesen theuren Seelen trägst nimen dich ihrer Erlösung treulich. en, und sei ihn zoon gron. ßer Freund zwischen ihnen. und der göttlichen Gerechtige keit. Zeige und opfere dein nem Vater deine durchbohre ten Hände und Jüße, dein durchstochenes Herz, deiner Thränen und überstandenen Schmerzen. Zeige es ihm abe les, opfere us ihm mit diee sem ehrwürdigen Meßopfer, - ار - 40 82 - und. wird sich erbarmen, hat ja die alle Gewalt überlassen. Erberme dich über sie, und mache dein Leiden. und dein Blut zu ihrem Lönsegeld; sende deinen Engel mit Trost und Labung in ihr Gefängniß, damit sie um so frücher dich anbethen, und in die sich freuen. Amen. Zu Gott dem Vater. Heiligster Vater! reumür thig bekenne ich us, daß ich die niemals würdig gedient, 83 sondern großen Undank дан gen dich gezeigt, und mich so mancher Missethat schuldig ger macht. Ich würde mich auch nicht getrauen, bei dir um Eabramung zu billen, wenn - dein Sohn. mir. nicht durch. sein Leiden und seinen Tod ein Recht dazu verschaßt hätte Aber zu ihm darf ich dr. WAN fliehen, zu dem Werth seiner Erlösung, und durch ihm de ich deine Huld wieder erlangen, wenn ich mich bese sern will. Und dieses will 84 ich ernstlich, mein Gott! Ich opfere die also zur GenSünden. K - a ungthuung meiner das Leiden deines Eingebran nen, und seine unendlichen. Verdienste; opfere die ihn, wie er sich neuerdings für uns auf diesem Altare als unser Versöhner hingiebt. Sein theures, kostbares Blut, so reichlich für uns vergoß, trage bei die alle meine Schuld ab; es fließt aufs Neue wieder für uns in den heiligen Relch. Für das. 85- - alle meine Versäumnisseopfer ich die sein eifriges, dur gendvolles Leben, alle die gränzenlosen Verdienste, die gesammelt, die er für uns geopfert, und den so und endlichen Werth dieser heilie sich. meinem. K aufs Neue opfert. Güligster Vater! Dieß alles hat dein Sohn für mich gethan; diesem darf ich Theil nehm men, dieß alles darf ich die mit meiner Reue, und mit Vorfatze der Besser 86 rung opfern. Und deßwegen habe ich die trostvolle Zuvere sicht, zu werdest mir wegen. deines Eingebornent. meine. - - m Sünden vergeben, und mir deine Huld und Gnade schene ken. Amen. Sum Agnus Dei. Schlage dreimal auf deine Brust, und bethe: O du Lamm Gottes! das Du hennimmst die Sunden der Welt! erbarme Dich in meiner, und der leidenden Seelen! Gütiger, sanftmüthiger, und - 100 87 barmherziger Erlösen! erbare dich meiner, und habe Mitleiden mit meinen mane von - nigfaltigen Armseligkeiten. O, laß mich die Brosamen. diesem göttlichen Mahle genießen; laß einen Tropfen. diesem herrlichen Kelche meine Seele leben. Speise meinen Geist durch die Kraft dieses ehrwürdigen Sakonn mentes, und erquicke ihn mit der Gnade deines werthen Blukes. Komen, Du Lie. benkwürdiger! in mein ar.. 88 mes Herz, und verleihe mir. von diesem heiligen Opfer den Antheil, als hätte ich dich wirklich in meine Seele. genommen. V Herr Jesu Christe! ich bin dieses großen Gutes nicht würdig, aber ich bin dessele ben sehr bedürftig; ich bin nicht würdig, aber meine Serr le verlanget darnach, ich bin nicht würdig, aber mit aller Sehnsucht wünsche ich dich zu haben. O, so gewähre mir. mein Verlangen,& Jefu!! - 89 speise mich mit diesem Bron le; theile mir dein theures Lebut mit. O - - göttliches Blut meines Herrn Jesu Christi! Das in diesem heiligen Kelche gegene wärtig ist, ich bethe dich den müthig an; labe meiner schmachtende Seele! Heilbeine ملے gendes Blut! reinige meine sog meiner See Herz, und seh le gnädig, in der Todesstune de, und in jener. Welt. Lein der weiß ich es, daß meiner Schwachheiten groß sind, und 90 MANDRE daß immer einige Plecken. an ihr hängen bleiben; aber habe Erbarmen mit mir. Du hast dein Blut bis auf den letzten Tropfen hingegeben, laß den Werth desselben zum Nutzen meiner Seele segn. Gieb. mir, daß ich mich in meinen letzten Augenblicken. voa. so ganz meinen hehlern. frei mache, damit ich in jer nem Leben keine Strafe mehr befürchten darf, sondern vom deinem Munde die trostvole len Worte höre: Rome, du - Gesegneler! Herrlichkeit mer. 91 und ninem die meines Valens - in Besitz, die die bereitet ist. Und damit ich mich einst eines solchen Glünkes erfreur, so gieb mir Gnade, daß ich jetzt alle meine Pflichten teu erfülle; daß ich stets auf allen meinen Wegen dich vor Augen habe, dich inne mehr erkenne und line be; die Uebungen Deiner heir ligen Religion mit einer ime mer. größeren Freudigkeit. und Andacht verrichte, die 92 Sunde als meine einzige und gefährlichste Feinden ansehe, und verabscheue, und mir alle Mühe gebe, mich im Gunden, im Christenthume, der Tugend mehr zu befestie und es nie vergessen - - in. gen, daß derjenige gewiß einst gen kröstet und freudig sterben. wird, der dich treu und rede lich geliebt hat. Amen. Schlussgebeth bei der h. Messe. Ich bin nun,& mein Erlör. ser! mit möglichster Andacht. - non 93 - bei diesem göttlichen Opfern zugegen gewesen, und habe das kindliche Vertrauen, du werdest mein Gebeth erhört, und mich gesegnet haben. Ich verlasse nun deine heilige Wohnung, um mich zu mein andern Geschäften zu bergeben; aber mein Herzläßt dich nicht, mein treuer, guter Wohlthäter! meine Ger danken werden sich diesen Tag hindurch mit dir beschäfe tigen, und zu deiner Ehren will ich heute alles verriche AK 94 den, was meine Pflichten non. mir fordern. Gieb mir dein Segen in allen Ringen, befestige deine Gnade in mir, leite, und führe mich; gieb mir Freude und Kraft zum Gülen, Stärke in Stärke in Verfue chungen, und Geduld und Genlassenheit in Widerwärtige keilen, vereinige dich ime mehr mit mir. Amen. mer. — - 1 AND ** VIDI& Von dem heiligen Sakramente der Buze. Viele beichten, ohne daß sie sich zu bessern lrachten. Ireinige scheinen dadurch nur noch leichtsinniger zu werden, indem sie meinen, sie dure fen ihre Sunden nur dem Priester erzählen, dann sein sie ihnen schon nachgelase sen. Beicht und Buße sind zwein 96 erlei. Die Beicht, oder eine aufrichtige, reumüthige Ansting in nepus klage seiner Sünden, gehörd zum Sakrament der Buße; die Buße aber selbst besteht in dem ernstlichen Willen und Bestreben, sich zu bese fern. 1 Ach! schiebe doch deine Benkehrung und Besserung nicht immer weiter und weiter. hinaus; sonst wird sie nur desto schwerer, oft ganz und möglich. Erst bei zunehmenden Jahr 10 10011 - 97 - aufhören zu sündigen, heißt nicht Buße thun, sone sen, weil man zu keinen Reitz, keine Genlegenheit mehr hat. von. fo ganz. viele kaufend Andere, unvermuthet, in der Nacht, bei gefundem Leibe, in dein nem besten Alter überfale len. In Krankheiten ist gewöhnlich so schwach, so nicht. 5 wie. man. 20AV ein. - 98 Mal ein andächtiges Vater unser bethen geschweige eine ordentliche und gute Beicht ablegen kann. Die Buße auf dem Sterbebelle ist meisten theils nur eine erzwungene, von der Zürcht des Todes abe genöthigte, selten, höchst sele wahre Buße. den, eine Bist du in einer Sünde gefallen,& so sehnen dich sogleich durch eine Herzen. liche Reue mit Gott aus, und beichte bei der nächsten Genlegenheit. O, welche Freun 99 de wirst Du haben, wenn Dus dein Gewissen geweinigen hast, und dich wieder der Gnade und Liebe Gottes dern sten kannst! Über beichte mit der gehörigen Vorberein lung, und beichte allemal so, als ob es das letzte Mal - - wäre. 1) Rufe Gott um seinen Beistand! Allwissender, gerechter und heiligen Gott! Du kennest den ganzen Zur stand meiner Seele. Nichts ist die verborgen, gar nichts an. 100 kommt bei dir in Vergessene heit. Vor die kann ich mich nicht entschuldigen. Ich will nun vor deinen Augen mich selbst nichten. Erwerke und erleuchte durch deinen heilin gen Geist mein Gewissen, daß ich alle meine Sünden recht erkennen, bereuen, beiche den und bessern möge. Mit deinem Beistande will ich es so aufrichtig und ernstlich thun, als wenn ich heute das letzte Mal beichtete, und vor deinem Gerichte erscheinen - 101 müßte. Es liegt mir alles dan daß ich dieses wichtige Geschäft recht verrichte. Gott! leite, stärke, heilige mich! 2) Erfresche dein Gewissen. Das Gewissen ist die innere liche Stimme, welche die sagt, was recht oder unrecht ist, oder was Gott gebothen, oder vern bothen hat. Was das Gewisse sen miß billiget, das ist Sunde Denke also nach, was du für Sünden begangen hast. Geh nicht leichtsinnig derür ber weg; sich auf den Grund van, - - 102 hinein. Viele Sünden erkennt nicht, weil sie nur im Herzen verborgen liegen, oder wenigstens nicht so sehr in die Augen fallen. Vier les hält. nicht für man. Sün.. man. - auch. thun. Oft verblendet und der Eigenmutz, da man nur auf einen zeitlichen Gewinn oder Schaden sieht. Vor Gott kannst die nichts verbergen, was unrecht ist. Richte dich helbst. voa. ihm, Er dich. einst richten wird. wie. - 103 am - Vor Allem denke nach, zu was für einer Sünde du an meisten geneigt bist, oder was für einen Fehler Fehler du öftesten begehest. Die wirklichen Sünden sind meistentheils nur ein Aubebruch einer bösen Neigung. Wer zum Zorn geneigt ist, der beicht leicht in zormmüthie gen Worte aus; werden wer zur Une keuschheit geneigt ist, den unterliegt bald einer Vere suchung oder Gelegenheit zur Sünde wider die Reinigkeit. - 104 Horsche dann nach, was für Sünden aus deiner bösen Neizung entstanden, und überhaupt, wie du dich halten hast, gegen Gott, gen zen den Nächsten, und gegen dich selbst, und beichte aufe richtig deine Sunden. - " 3) Erwecke Reue und Leid, sommt dem Vorsätze Wir haben eine wahre Reue, wenn wir die Sünde bereuen und verabscheuen weil sie Übertretung der Gebothe Gottes ist, also wegen Gott, aus - 105 ww - Liebe Gottes. Diese Reue kann man. nicht sogleich herr abbethen, oder aus einem Buche herauslesen; sie läßt sich auch nicht erzwingen; wohl aber kann sin. werken, und machen, daß sie man. und vom Herzen geht. Man darf nur bedenken, was ein Sünde ist, und was das ein gentlich heiße: Gott beleidigen. Wir sindigen, wenn wir. etwas verlangen, reden oder thun, was Gott verbothen, oder unterlassen, was er v.. باز ben. 106 fohlen hat. Wir verachten. oder übertreten also sein Gerboth; wir handeln wieder sein heiligsten Willen, wider non - M seine Gesetze und unsere wir sind gegen ihn Pflicht; ungehorsamn, und beleidigen. ein Kind seinen mes. demselben nicht folgt; ja, wir würden ihn durch unsern. ihm, Vater beleidiget, wie ein. wei Ungehorsam erzürnen, könnte zornig. wenn. er Der Sünder handelt wider Vernunft und Gewissen; WA 1071schadet sich zugleich. Leib. und Seele; er macht sich zeite lich und ewig unglückselig; er verliert die Rüche des Genwissens, die Gnade Gottes, das Recht zum Himmel. - AK an stirbt. Wie der Mensch lebt, so auch gemeiniglich. Wer oft sündiget, oder lang einer Sünde verhornet, in einer. ver.. der wird auch seinen. kehalen Sinn in die Ewige. keit mitnehmen. Nichts Unereines kann in den Himmel. eingehen. Die Bösen werden. 108 den guten, gehorsamen Rindern Golles, und von ihr - —— Freuden ausgeschloßen, und zu den verworfenen. Geistern gestossen werden. Dort werden sie sich selbst. mit den bittersten Vorwürfen ihres Gewissens quälen, und vergeblich nach Trost und Linderung seufzen. Sie den ihre Schuld, und die Genrechtigkeit der Strafe erkene. und, da sie keine Hossnung haben, jemals davon ber freit zu werden, und imme wer. - 109 - mer ungebesserte Sunder bleie ben, so werden sie sich selbst verabscheuen, und mit Vere zweiflung ewig peinigen. Aber Gott will den Tod des Sunders nicht, sondern daß er sich bekehre und der be. Er verzeicht ihm; er hab wieder Wohlgefallen an ihmeen so bald er seine Sünden aufe richtig bereuet, und sich bese sert. Es ist Freude im Himemel über einen Sünder, der Buße thut. Denke aus Gleiche niß vom verlornen Söhnen - 110- Reue des Sünders. Ich habe gesündiget! – Die Gnade und Freundschaft Gotetes, das Recht, zum Himmel. ist verloren! – Ich bin strafe bar! – Wie, wenn ich in dier sem Stande sterben sollte? Was wartete meiner in der Ewigkeit? Ich habe gesündigel vor dir, & mein Gott! Ich habe dein Gebothe übertreten, und wider deinen heiligsten Wile len gehandelt! Ach! ich habe - Max 111 dich, bester, liebenswürdige ster Vater! beleidiget. Ich bekenne es, ich habe gesündie get! Ich bin nicht mehr werth, dein Kind zu heißen! Aber du bleibst immer noch Vater! Du liebest mich noch, ich mich nur deir Liebe würdig mache! – Gott! Du siehst mein Herz ein. Es reund mich, daß ich dich,& höchstes Gut!& liebe ster Rater! beleidiget habe. Verzeihe mir, um Gesü Wile len; ich will mich ernstlich wenn. - 1 112 - bessern, und nicht mehr sine digen. Du bist gütig und barmherzig; Du nimmst Allergnädig auf, die sich mit neue müthigem Herzen zu die w den. Verzeiche et mich! wwwen.. Verzeihe mir, es reun Ich will mich künftig allen Kunden häthen, jeden Gefahr und Gelegenheit zu sündigen, so viel ich kann, meiden, das Uebel, so aus meinen Sünden entstanden. ist, nach Möglichkeit wieder gut machen, und so zu den 0.00 - 113 - - ben lachten, daß ich die wier der gefallen möge. Ich will nachdenken, wie ich es angen hen soll, daß ich meinen Vorefalz halten werde. Ich bite le dich,& Gott! gieb mir dan be zu deinen Beistand! Gebeth nach der Beicht. O Herr Jesu Christe! so wie die össentliche Sünderin, als du sie von ihren Missen thaten losgesprochen, mit ine niger Freude deine heiligen. Füsse küßte, und die mil 114 Entzücken dankle, so danke ich die mit froher Andacht, und preise Deine unendliche Güte, daß du mir die Gnarde verliehen, dieses heilige Sakrament zu empfangen, und meine Sünden aufrichtig zu beichten. Ich bitte dich nun, du wollest mir durch die Kraft dieses Geheimnisses nicht nur meine Sünden verr zeihen, sondern auch die verr dienten Strafen nachlassen, mich. Fehlern reinigen, meine bösen Triebe untere von - 115 drinken, mich zum Guten aufmuntern, und vor dem Rückfalle bewahren. Dieses zu erlangen, will ich jetzt die empfangene Buße dächtig verrichten, und selbe die zu einiger Genugthuung für die zugefügten Unbilden. aufopfern. Ich vereinige sie mit deinen Verdiensten, und mit den Handlungen deiner Auserwählten, und bitte dich, die meine zule Absicht ger fallen zu lassen. Amen. - 1 - von 116 Nimm diese vom Priester auferlegte Bue ße gnädig gen. - an, Vater! Die ich mit allen Werken und Verdiensten. deines Sohner, und mit den Bußübungen deines Auderwählten vereinige. Auch den be ich die, mein huldreicher Goll! für deine mir erwier sene Gnade, und bitte diche mir zu helfen, daß ich mich wahrhaft besser. Was mir an der gehörie Vorbereitung, 117 Reue, und an der Volle ständigkeit meiner mangelt, das erſetze,& dus Erbromer! Durch die Verdien ste Jesu und Deiner Heilie gen. Ich fasse noch einmal. den sesten Vorsatz, dich, mein guten Gott nicht mehr zu beleidigen; und will deße mit aller Sorgfalt mar - - wegen. über mich wachsam segn. Ich will mir. Gewall anthun, schlimmen Neir und meine gungen nach allen Kräften. unterdrücken. Ich will mich 118 auch gerne den Prüfungen unterwerfen, die zu über mich verhängen wirst, um mich von der Sünde 1 Ma - ganz. abzuführen. Ich will mit ein größeren Sorgfalt mein Pflichten erfüllen, als ich bisher gethan, und recht oft die ernsthaften und wichtigen. Wahrheiten mineer heiligen Religion betrachten, um mich zum Güben zu ermünkern. Gieb mir zur Ausführung dieses Entschlusses deine Gnande. Amen. Communion Andacht. Bedenke es wohl, was du thust, und was Du empfane gest, wen Du zum Tische wenn des Herrn gehest. das Andenken. Gesub, seine Liebe, am an. Tod ist dabei die Hauptsache. denn der göttliche Stifter hat selbst gesagt, da er dieses Sakrament eingesetzt: Dieß thut zu meinem Andenken. An - 120 - Es ist das Sakrament des Glaubens und der Liebe, das auch Communion genannt. wird, welches auf deutsch Gemeinschaft heißt, weil Zersüs dadurch die innigste Genmeinschaft zwischen sich und seinen Gläubigen stiften und unterhalten wollte. Aber wie ist dein Glauebe und deine Liebe beschaffe fen? Wenn Gefüs zu die sagen sollte: Freund! wozu bist Du gekommen? was wäre dest Du antworten, wofern 121 du mit unveinem Gewissen, ohne Vorsatz zur Besserung, ohne Ehverbiethung und Andacht hinzugingest? Wer dieß thut, der geht umwürdig hine zu, und verfündiget sich, wie der Apostel sagt, dem. Leib und Blute des Herrn Es soll sich also den Mensch vorher selbst prüfen, und, Gewissen und sein Herz wohl untersuchen, wie es vor. Goll - - an beschaßen ist. Sei aber auch nicht zu ängste lich, guter Christ! Wenn du 6 122 gegen Goll und den Näche sten redlich gesinnt bist, und es die mit deiner Besserung wahrer Ernst ist, so laß dich weder durch deine vorigen Sunden, die du aufrichtig ber reuet und gebeichtet hast, noch durch deine Schwachheiten und Gebrechlichkeiten abschren ken, oder kleinmüthig chen. Demüthige dich vor Gott, und vertraue auf seine Barmherzigkeit. Eben in dier sem heiligen Sakramente wirst du Kraft gegen deine - - 17 - 123 - Schwachheiten, und Trost in deinen Michseligkeiten Eine den. P Gebeth vor der heiligen Kommunion. Ich komme,& Jesu! zu Deinem heiligen Tische, zu dem Du uns so liebreich eine geladen hast. O, daß ich auch wohl zu Herzen nehmen was ich jetzt thue, was ich eine pfange. Ich zeige durch mein Hinzutritt össenklich, daß ich an deine Lehre glaube, daß ich durch dich Vergebung un 6 همت 124 Sünden, und die ewige. Seligkeit hosse; daß ich dich, Herr und Heiland! und alle Menschen, als dein Brüder, lieben soll, wie Du für Alle gestorben bist. Ich empfange das heiligste Sakrament deines Leibes, den Du für uns in den Tod hine gegeben; deines Blüber, das am Kreuze zur Vergen bung unserer Sunden gossen hast. Dieß ist das ewie ge Denkmahl deiner Lieben durch welches du auch immer Du mein. we — - N - 125 - mit uns willst. Was für eine unausspreche liche Liebe hast du uns von zeiget,& göttlicher Heiland! da du dein Leben für uns Kreuze aufgen Wie zeige Sünder. opfert hast! ich meine Liebe zu dir? was thue ich aus Dankbare keit für Alles, was die für mich gethan und gelite ben hast? – Herr, Du siehst mein Herz. Ich bereue zwar, und verabscheue aller vereiniget segn ein. - 126 - meine. Sünden, aber we schwach bin ich! Wie oft sehr le ich aus Übereilung! Wiel schwer wird es ches Mal, wenn. eine Verr suchung überwinden, oder aus Liebe zu dir, Gott! einen zeitlichen Vortheil, ich mana schnöde Lust fahren lassen soll! Wie wenig leide ich um des Guten, um der Tügend Wile len! Wie ungeduldig bin ich kleinen Schmache bei einer bei einem geringen Schmere zen! Und du, mein Hein - 127 - - land! hast so viel, so gedule dig gelitten! Du bist sogar aus Liebe für mich gestorben! Du bist für Alle gestore ben; Du hast deinen Leib Allen zur Speise hingegeben, und ich sollte nicht alle Mene schen lieben? Ich gehe jetzt zur. Communion, zu dem Samkramente der Einigkeit und Liebe hin, und ich sollte mit Andern in Uneinigkeit len ben? Ich sollte gegen sie nicht liebreich, mitleidig, diensthere dig segn? Nein. Nein& Hern! ich - 128 - will dir deine Liebe, so viel ich kann, durch meine Liebe zu dem Nächsten vergelten. Ich wage es nun, zu dein nem Tische zu gehen. Zu komust selbst,& güligsten Heiland! meiner Schwachheit zu Hilfe, und biethest mein ner Seele in diesem heilige sten Brode Nahrung und Stärkung Du hast ja selbst gesagt: Rommel zu 9 mir Alle, die ihr under Lost eurer Michseligkeiten, seufzet, und ich will auch an. 129 quicken! O ich habe Ursachen genug zu seufzen! Ich bin so vielen Michseligkeiten, Gefahren und Versuchungen. ausgesetzt. Ich komme also auf dein Wort, und hoste auf deine unendliche Güte. Ich empfange das Unterpfand deiner Liebe, und will dich, theuerster Jesu! liee - o mein. ben ewiglich! - Gebeth nach der heiligen Kommunion. Jesus ist bei mir! Ich glaue Du bist bei mir, be!! ار 130 mein Gott und Heiland! Ich bethe dich mit liefster Wer bin ich, an. - - daß du, Jesu! zu kommst? Was für einen gro, ße Gnade erzeigest Du mir, Herr! Wie groß ist deine Liebe! Wie kann ich die yan ung danken? mir. Du verlangst nur von mir, diese Wohlthat. mir. daß ich. zu Nützen mache, und Lier be mit Liebe vergelte. Dieß soll mein Dank, und die Frucht meiner Andacht seyn. 131 Jesu! Du bist mein; Dus hast dich mir - - ganz ergeben. Ich bin dein; ich will die mit ganzer Seele anhangen. Ich bin dein; Du hast mich 400 er. kauft. Ich muß der Sünde entfagen, um derentwillen gestorben bist. Ich bin dir erlöset; ich bin ein Du Christ; ich bekenne mich dan zu össentlich, da ich bei dein Tische erscheine. Ich muß also dieses auch durch mein. Wandel bekennen, dein 132 ner Lehre und deinem Bein spiele folgen, und mich ber fleißen, mit standhaften Treue als eine wahrer Christ. zu leben und zu sterben. Amen. - Gebeth in bedrängten Zeiten, oder besondern Unglücksfällen. Wohin können wir in une serm Jammer und Elend un fere Zuflucht nehmen, als zu dir, barmherzigen, gütige ster Gott! Du weißt unser Angst und Noth, noch ehe MAN varnen, 11 133 sie die klagen. Ohnendeinen Willen fällt kein Haarvon unserm Haupte. Du hast keine Freude davan, Deine Kinder leiden zu sehen. Du züchtigest nur als eine guter, weiser Vater, um uns zu zu bessern, und vor zu bewahr . - größerem Unbel O Gott! unerforschlich sind. deine Untheile, heilig und ger necht alle deine Anordnung Du verbreitest deinen gen. Segen über Gute und Böse; - men 134 - aber auch über Böse und Guede verhängst du Trübfal und Leiden. Wir bethen mit volle kommenster Ergebung in dein Willen deine weiseste Wir sagen. Vorsehung. уки ja täglich: Dein Wille schehe! Wir wollen nicht mure wenn er. ven oder klagen, wenn годин schieht; du willst nur ime mer das Beste; du weißt, was deinen Kindern nützlich und. heilsam ist. Wir haben des Guten schon so viel aus deiner Hand empfangen. 135 Aber wir haben es allzuwer erkannt, die schlecht gen Deine. - nig gar. dankt, ja, wohl gen Gaben oft übel angewendel. - Du willst uns durch Trübe fal und Noth die Augen. össnen, daß non, wir es erkennen. daß wir Alles nur von dir haben, die für Allesdanken, und deine Gaben. nicht mißbrauchen sollten. Dein Wille geschehe!! Wie viele unserer Mike menschen schmachteten schon lange. Noth und Elend! in.. " 136 Wir waren dabei unempfindlich – immer nur auf uns selbst bedacht! Nun erfahren. wir es selbst, schwer. wie woh - - wie. die Noth drückt, das Leiden thut! Du willst, daß. wir. gegen Arme und Nothleidende mitleidig und wohlthätig seyn sollen. Dein Wille geschehe! Ach, wir haben bisher une ser Herz zu sehr an das an das Zeile liche gehängt, und dabei des Ewigen, und deiner,& Gott! fast ganz vergessen! Dus - - 137 - willst, wir sollten zuerst nach Tugend und Seligkeiten brachten, das Unserige thun, und dann wegen. des täglie. chen Unterhaltes auf dich une fer ganzes Vertrauen setzen. Dein Wille geschehe! Alles, was Du thust, ist wohlgethen! Alles, was auf Erden gen schieht, lassest du nur daße wegen geschehen, daß die Zahl der Auserwählten erfüllet. werde. Du willst nur durch Noth und Elend den Sünden den rechten Weg, und - 138 Alle in den Himmel beine gen. Wenn wir uns das Lein den zu Nützen machen, und dasselbe mit Geduld und christlicher Standhaftigkeit ere tragen, so wirst du uns einst ewig dafür belohnen. Dort werden wir es erst recht. erkennen, wie gut du es ime mer mit und gemeinet. hast, und dich ewig dafür loben und preisen. Dieß verleihe Goll! durch Gesund Christum Deinen geliebtesten. Sohn, der doch selbst so viel uns, - 139 - - hat. leiden, und durch Leiden in seine Herrlichkeit hat eine gehen müssen! Wie folgen ihm auf dem Wege, den uns vorangegangen ist. durch Leiden zu den ewigen Freuden. Amen. MA von - Andachtsübung zur Mutter Gottes. Ich verehre dich,& allersen Herr ligste Jungfrau! zen verehre und liebe ich dich. Du bist die Mutter un nes Erlösers; du hast uns ihn geboren, dem die ganze Welt. - an 140 ihr Heil und ihre Seligkeit. verdanket. Wie könnte ich www - Jesum glauben, ihn ehren und lieben, und gen gen dich,& Maria! kalt und gleichgiltig segn? Mit Ehrfürcht und Freude erinnere ich mich ich mich der hohen Vorzüge, womit der Herr dich begnadiget; der großen Eigenschaften und Tugenden, die dich gezieret haben. Zwar hat die Vorsehung, gleichsam im Einverständnisse mit dein liefen Demüth, uns nur AVK 141 Dir. wenige Nachrichten. aufbewahret; aber selbst in diesen wenigen Nachrichten, wie groß, groß, wie ehrwürdig, wie gnadenvoll erscheinest Du? - - Du bist die reineste der Jungfreuen. Rein von ale der Sünde M- 0282 ein. von schon Deine Empfängniß. Unschuldig und Gegenstand des Wohlgefallens für den Hime mel, und ein Segen für die Erde, tratst Du in diese Welt ein. Ganz schie, ganz rein. - 142 Maria! und mir - bist du, war eine Mackel an die Aber nicht nur als die wein neste der Jungfrauen, auch unbefleckte junge als eine. fräuliche Mütter verehre ich dich. In dem Tempel deines keuschesten Leibes hat der Sohn Gottes das ewige Wort des himmlischen Vaters, durch Wirkung des heiligen Geistes, menschliche Natin angenome und ist Fleisch gewe den. Eine weine Jungfrau in und nach dieser wundere men 052 - Mnr. 143 - vollen Geburt, wie du derselben worst, hast Du durch eine Auszeichnung, welche die einzige ist, mit der Würde, die Mütter Jefu zu sagen den unschätzbaren Vorzug ein unverletzten Jungfrauervor schaft in die vereinigt. Jungfräuliche Mütter! wer kann dich genug preisen? Großes hat der HerrDir. gethan. Der Sohn Gottes, der von Ewigkeit. im im Schroße des Valens war, hat in der Zeit. sich gewürdiget; auch in dein 144 Schooße zu ruhen, und dein Sohn zu werden. Du bist daher wahrhaft die Müleder Gottes, die Mutter des Königs des Himmelreiches. Darum verehren dich alle heilige Engel und Ausern wählte stets als ihre Königin! danum zweiset dich die gene ze katholische Kirche als die begnadigste Deines Geschlechts selig. Auch ich, man - - Maria! ehre dich, als die Königin des himmlischen Reiches. Auch ich " 145 preise dich mit gerührtem. Herzen, als die Gnadenvolle, selig. Aber, wie vielmehr wird mein Herz noch. Herz gen - www. rührt, ich bedenke, was du noch insbesondere für uns bist. Erinnere dich, Maria! daß Jesus, die you benedeile Haucht deines Lein bes, sich nicht geschämet hat, uns seine Brüder zu Du bist also auch un sere Mutter, und wir sind deine Kinder. O, daß es mich erfahren, daß du meine Mute - wenn en 1 146 ter bist. Von der Höhe des himmlischen Thrones, worauf dein göttlicher Sohn dich hoben hat, wirf einen Blick der Barmherzigkeit und Line be auf, mich der ich noch diesem Thale der Thränen, Kampfe mit allen Veren suchungen und Gefahren dier ses indischen Pilgerlebens seufze. in Maria! daß Ich glaube, deine Liebe zu uns sehr groß, und Deine Zürbille für uns vielvermögend bei Gott und o 147 deinem göttlichen Söhne ist. Das erste Wünder, das Inn sus gewirket hat, hat er auf Deine Fürsprache gewirket, und du wärest nicht voll der Gnade, - - voll der Liebe wärest. Lieber vollste Mütter! ich nehme meine Zuflucht zu dir. Ich werfe mich mit kindlichem Vertrauen in den Schooß deir ner mildreichesten Bromherr zigkeit, und aufe dich um deine mächtige hürbitte bei Gott an. - 148 - O Maria! meine Mute der! sei meine gütige Berschützerin in allen Gefahren. dieses Lebens, meine Hilfe mein. مل- in allen Anfechtungen, Trost und in allen Nöthen und Widere de wärtigkeiten desselben. Bite für mich, daß Jesus sein mir schenke; daß Liebe. sein Geist nie von mir weir che, daß ich wein von aller Befleckung der Sünde, nach Deinem heiligen Beispiele, im Herzen glaubig, im Geiste meine Erquickung 149 ergen. demüthig, im Leiden. ben und geduldig, dem Wile len und den Führungen mein nes Gottes mit frommen Genhorsam stels unterworfen lebe. Besonders aber in der Stunde meines Todes bitte für mich. Empfehle meimeine schein dende Seele deinem göttlie chen Sohne. Bin ich einmal durch die Gnade Jesu und Deine hein lige Fürbitte, in den Wohne sitz der ewigen Glückselige keit, zu Deinem und mein - - 150 Gott gelanget, dann, seligste Jungfrau! Dann will ich deiner mütterlichen Liebe danken, und die gebenedeite Frucht deines Leibes, Jesum Geistum, unsern Herrn, une fern Erlöser, unsern Gott, Ewigkeit zu Ewigkeit. mit dir loben und preisen. Amen. Man von Andachtsübungen zu den Heiligen. Heilige Gottes! zu auch erhabe ich meine Gedanken. Aus dem Staube dieses Ere 151 denthales blicke ich auf zu auch, die ihr schon im Glanze des himmlischen Gerusalems die Krone der Unsterblichkeit. traget. Ich verehre auch als die Freunde meines Gottes. Ich aufe auch als meine. Freunde und mächtigen Hüre Ich sprecher bei Gott. vereinige mich mit auch, Ihne den Freimal Heiligen, zu preisen, dessen Gnade auch hier geheiliget hat, und dese sen Barmherzigkeit auch jetzt Himmel krönet. - - m. 152 Wie belehrend für mich sind die Tugendbeispiele, die ihr uns hinterlassen habet; wie einladend zu gleicher Tugend ist der Lohn, den ihr im Himmel dafür gen nießet! Mögen diese Bein Epiele, diese Einladung - mir. - an nicht verloren segn! Möge ich eurem frommen, heiligen Wandel hier nache folgen, um einstens mit auch zum Besitze des ewigen. Len bens zu gelangen!! Treu dem göttlichen AuseP 153 ſpruche: Seid heilig, weil ich, euer Goll heilig bin, habet Gott ihr auch nicht mit einer да Tugend begnüget. Ihr habet in allen Stücken. der Vollkommenheit nachgen strebet. Ihr habet Goll über Alles geliebt, seine größere Ehre allein gesucht, das Wohl euerer Mitmenschen auf alle Weise befördert. Ihr habet aus Liebe zu Gott die Wiederwärtigkeiten dieses Lenbens mit Geduld ertragen, von dem Verderbnisse der meinen. - - ار 154 Welt auch rein erhalten, und dem Reiche Gottes alles Ire dische, selbst einer Leben aufe geopfent, es nothwene. wie dig war. Liebe Heilige! verehrungswürdig sezd ihr, wegen dieser eurer erhaben nen, reinen Tugend! Gott selben ehret auch deßwegen, und köönet auch mit Unsterbe lichkeit. Billig ehret auch auch deßwegen die heilige, kathon lische Riache Billig feiert sie mit frommer Freude eur glorreiches Andenken, und ZUK 1 wenn. - 155 stellet auch uns als unsere Vorbilder, als Muster der Nachahmung dar. wie wir; schwach, Ihr waret jedoch Menschen, schwach, wie wir; Leidenschaften und bösen Neir gungen unterworfen, wie wir; den Anfällen der Ber gierlichkeit und äußeren. Versuchungen ausgesetzt, wie wir. Ja, ihr lebtet oft den. - - in. ungünstigsten, für Uneschuld und Tügend gefährliche sten Verhältnissen. Aber ihr wachtet bethetet, bekämpftet 156 euere Leidenschaften, und widerstundet den Versuchune gen. Ihr wußtet sogar die Gefahren euerer Lage in Beförderungsmittel der Tungend und Heiligung für auch umzuwandeln. Und dan durch habet ihr euere Une schuld bewahret; dadurch sezd ihr zu der hohen Stuefür Tugend und Hein ligkeit emporgestiegen, die wir in auch bewundern und verehren; dadurch belehrt ihr uns, daß mit dem Beistane - - - 157 - de der Gnade Gottes, nichts in der Welt uns hindern. könne, zur Heiligkeit zu genlangen, Mon wenn wir nur er ernste lich dazu gelangen wollen. Welcher Vorwurf für mich! Womit werde ich den Mane gel aller Tugend und Heilige. an mir entschuldigen? Zwar nicht alle sezd ihr, geschmückt mit der Lilie der Unschuld, in das Himmelreich keit. eingegangen. Ich sehen in eur Reichen auch Büßer, die sich die Krone des ewigen Le - 158 - bens durch Thränen errune gen haben. Aber,& heilige Büßer! wie reichlich sind diee se euere Thränen geflossen! Wie aufrichtig habet ihr eur Fehltritte bereund! Mit welcher unerbittlichen Sterne ge gegen auch selbst, habet ihr der Gerechtigkeit Gottes dafür genug gethan! Wie laeu habet ihr ihm, euerm Gott, nachher gedienet, und mit wie vieler Sorgfalt auch durch Rachsamkeit, Abtöde lung und Gebeth wider den 159 Rückfall in euere vorigen. Sünden verwahrel! Gnade Jesu! Du bist es, welche die Heiligen bildet. Groß und herrlich sind dein Wirkungen. Du hebest. Sunder aus dem Abgrunden ihrer vorderblichen Gewohne heiten zur Heiligkeit empor, und bestätigest im Guten die schwache oder wankende Une schuld. Ein gelehriges lenke sames Herz ist alles, was dur von und forderst, um deine Wunder an uns zu ossenbar 160 zu lasest dich gleiche sam zu allen unsern Berdürfnissen hernieder, und es bleibet uns keine Entschuldie wenn wir deinen lie - gung, bevollen Einladungen widern streben. Selige Brüder und Schwer stern, vollendete Gerechte! ihr lebet nunmehr bei Goll. Ihr ruhet nun von erlikten Trübsalen und bestanden Kämpfen aus. Der Herrselber hat den Schweiß. euerem Angesichte, die Thwär von von En - 161 euern Augen gen - trocknet. Vorübergehend. eure Prüfungen und Leiden, ewig ist der Lohn, den ihr im Himmel dafür genießel. Wie wahr ist, was der Apostel sagt: Daß alle Leiden dieser Zeit. in Verhältnisse mit dem in kein Herrlichkeit stehen, die künfe lig uns wird ossenbar werden. Die Größe dieses Lohnes gibt mir Muth, forte ebenfalls nach dem Ziele der Heiligkeit zu streben, MA - 162 - das ihr so glücklich erreicht. habt. Ach, was würde mir nützen, mützen, die. Welt. ganze. gewänne, aber meine ewige Bestime wenn W ich auch. mung verfehlete, und meiner Seele Schaden litte? Die Welt vergeht mit allen ihren Lüsten, aber den Willen Gottes thut, der ler bet in Ewigkeit. Liebe Heilige! wir stehen. schon hier auf Erden mit auch in Gemeinschaft. Ich glaue be, daß unser Heil auch. an 163 Herzen liege. Ich glaube auch, daß ihr viel für uns bethet. und daß euer Gebeth viele vermögend bei Gott sei. Ich nehme daher meine. meine Zuflucht - zu auch. Ach, bittet für mich, daß der allmächtige Gott, der sogar aus Steine dem Abran ham Rinder erwecken kann, mein hartes Herz erweiche, daß er es mit seinem Gein ste belebe, für die Wahrhein den des Geistes empfänglich. mache, und einen so eifrigen. Nachfolger euerer Tugenden, - 164 - euers Glaubens, eurer Lien be, euner Geduld. Geduld in mir bilde, daß ich dadurch würe dig werde, einst auch euer Mitgenosse in den Freuden des himmlischen Reiches zu segn; durch Jesum Christum unsern Heron. Amen. Heilsame Gedanken auf dem Gottesacker. Bleib,& Mensch! besonders du, liebe Jugend, öfters auf dem Gottesacker, oder 12/04 - — 165 der Todtenkapelle stehen, und denke: Hier ruhen sie, die Gebeine meiner nächsten Anverwandten und Befreunde den – einige seit vielen Jahr einige erst seit kure von. - zer Zeit! Wie viele, die ich wohl gekannt – die ich vielleicht zur Sünde verleitet habe, sah ich hierher zum Grabe tragen! Sie was ich waren, bin, und was sie sind, wer und vielleicht - de ich auch bald werden. Ich bin keinen 166 Augenblick vor dem Tode sie - - cher. Hier sehe ich die Eitelkeit und Vergänglichkeit aller we dischen Dinge! Die Gebeine und Knochen der Armen und Reichen liegen hier under einander! Wer unterscheidel sie? welcher Tortenkopf ist schönen, als der andere? Dieß bleibt einst auch mir von Allen, was mir auf dieser Well lieb und werth ist, übrig! Auch mein Leib wird einst den Würmern zur 167 Speise, und Staub und Asche werden! - - Hier, Mensch! hier lerne, was du bist, Hier lerne, was dein Leben ist. Ein Sarg nur, und ein Leichenkleid, Bleibt dir von deiner Herrlichkeit. Wer weiß, wie bald auch dich zur Gruft Der Herr des Tod's und Lebens ruft! D'rum halte dich zu jeder Zeit Auf einen guten Tod bereit. Betrachtung des Todes. Wie dieser heutige Taggekommen ist, so wird auch der letzte Tag unseres indie an - 168 —— schen Lebend kommen; und zur unerwarteten Stunde, vielleicht früher, als wir es wwwarten, wird der Ruf jeden aus und ergehen. Gieb Rechenschaft von deiner Haudehaltung! In Hinsicht auf dier sen Ruf, der uns vor den Richterstuhl der göttlichen Gerrechtigkeit fordert, ermahnet uns Jesus Christud: Umgüre det eure Lenden, und haltet brennende Lichter in euern. Händen. Sepd Menschen ähne lich, die auf ihren Herrn 169 worden, von der Hochzeit zurückkehren wird, damit, wenn. kommt, und www 20 anklopfet, sie ihm sogleich aufe thun. Selig die Knechte, wele che ihr Herr, kommt, wachend findet! – Wenn ein Hausrater wüßte, um wele che Stunde der Dieb käme, wachen, und nicht würden. abbrechen lassen. So seid auch ihr bereit; denn der Sohn des Menschen wird zu zu einer Stunde kommen, ihr ihn. nicht erwartet. Wachet deme 1430 $ 170 nach, denn ihr wissel weder den Tag, noch die Stunde. Wenn der göttliche Lehrer uns zur Wachsamkeit aufe fordert, so will er damit nicht weniger sagen, als daß wir uns auf die Ankunft. des Herrn vorbereiten, und allezeit so viel als möglich. darauf gefaßt halten sollen. Jeder, der zur Besinnung und. waden Anblick der gera - Dinge gekommen ist, wird, dieser Ermahnung des göttlie chen Lehrend zu folgen 171 dem Maße sich gedrungen. fühlen, welchem. sich. klar und lebhaft überzeugt hält, von der Gewißheit sein nes Todes, und von der une - Mon --WA gewissen, jedoch bald enwür kenden, Stunde desselben, auffolgenden Gerichten, und der ewig seligen oder ewig unseligen Folge des göttlichen Richtersprücher. Daher die abe de Ermahnung: Mensche denke der letzten Dinge, und gan Du wirst. nimmer fündigen, 172 und das vielsagende Wort: Sterblicher, denk aus Stern - wir. -O ben! Die Ermahnung, daß wir uns auf den Tod vorbereiten, und gefaßt halten sollen auf die Stunde, die uns zum götte lichen Richterstühle vorrufen. wird, gewinnt an Ernst und Richtigkeit, wenn wir bedene ken, daß unser künftiges Lernben nur eine Hortsetzung des gegenwärtigen sei, und daß jenseils gerade das eine ärnten werden, was wir ― 173 wenn. - hier ausgesänt haben; Gutes, wenn wir dem Guten, Lön sub, Böſen. gedient haben. Das Samene korn, welches wir in das Herzaufnehmen, im Herzen Würe zel fassen, und aufwachsen. lassen, wird dort auswachsen. und seine vollendete haucht bringen. Fleisch und Blut kommen aber nicht ins Reich Gottes, und das Verwerliche kann die Unverweblichkeit. nicht erlangen. Darum, lieben Bander, auft und der Apostel 174 zu! seid fest und unbeweglich; werdet immer - reifriger dem Werke des Hevon, denn ihr wisset, daß eure Arbeit in dem Herrn nicht vergeben lich seyn wird. in. Es unterscheidet sich der Chriſt on dem Nichtchristens wie durch viele andere Dine ge, so auch durch den Ernst und den heiligen Eifer, mit welchem er sich auf den Tod vorbereitet. Denn während der Beste aus den Heiden. mit rüchiger Gelassenheit, und 175 wohl auch mit Freude dem Tode entgegensieht, weil er in ihm nur den Befreier von den irdischen Banden blickt: verlangt der Christ. zwar auch, aufgenommen zu werden, um bei Christus zur segn, erwartet aber nicht ohn ne Sorgsamkeit und Rache samkeit die Stunde seiner Auflösung, wohl wissend, daß diese nicht nur die we dischen Banden lösen, sondern. auch über ewiges Heil oder Unheil entscheiden werden - 44" 176 zumal auf den Tod das Gennicht folgt, wo jedem nach seinen Werken vergolden, und die Stelle zur Rechten. oder zur Linken wird angen wiesen werden. Die Sorgesamkeit hat keinen andern Grund, als die Unstätigkeit des menschlichen Herzend, und die Wandelbarkeit des mensche lichen Willens, die auch den guten Menschen in ihm selbst keine Sicherheit finden lase sen, daß er auf dem Wege, zum ewigen Leben fühe der - 177 ret, und den er welten hat, bus aus Ende vere harven werde. Diese Sorge, samkeit ist im Grunde auch keine andere, als die einer Braut, die an dem Hochzeitie schmucke nichts fehlen lassen, und - men. sen Wünsche entgegen kome möchte; oder die eines weuen Haushälters, der sich Tag und Nacht gefaßt hält, um auf den ersten Ruf: der Herr kommt! ihm das Thor zu öffnen. Rung, der ار 178 Christ, der seines Namens werth ist, möchte mit seinen zwei, drei, fünf Talenden so viel gewonnen haben, daß er einst hossen darf, das Wort des Richters mit seinen Ause erwählten zu vernehmen: Ger het ein, ihr guten und супи weuen Knechte! in die Wahr nungen meines Vaters, wele che auch von Ewigkeit berein tet waren. - mir. der Christ strebet also mit auchendem Conste und mit der leeuesten Gewissenhafe 179 ltigkeit auf die ungewissen jedoch sicher und bald hereine brechende Todesstunde sich vore zubereiten; und durch den Ernst und durch die Gewissesenhaftigkeit in in diesem wiche ligen Geschäfte ossenbaret sich die christliche Gesinnung. - — Wenn daher diese unsere Betrachtung des Todes nicht. vorüber gegangen ist, wie die Zeit, in der sie angestellt. würde, sondern ihr Inhalt in unser Gemüth sich eingesenkt, und in unser Fleisch und 180 Blut sich gleichsam delt hat, so hätten wir uns nicht zu fürchten, wofern undwie der heutige Tag, auch der letzte Tag unseres Lebens angekomme wäre; denn Christus lebte in und, der Ueberwinder der Sünde und des Todes, und wir lebten in. Christus, und an und würde und müßte also in Erfüle lung gehen, was Christus vere heißen hat. Ich gehe hin, auch. eine Stätte vorzuberein ten, ich werde wieder konne - verwan 181- men, und auch zu mir ve - 31500149 mir nehr ich bin. Vereinigt mit dem Richter, und schon theilhaftig das ewie haben haben wir das gen Lebens Gericht nicht mehr zu fünche den. Darum laßt uns nur um das Eine Nothwendige ben kümmert seyn, um die echt christliche Gesinnung, damit durch öftere Erweckung, Ere neuerung und Bewährung derselben Christus in uns Gestalt gewinnen mögen - 182 - Empfindung und Gebeth bei den Gräbern. Gott! Du hast Deine Rieche so gebildet, daß wir under Haupt du bist. Der Tod selbst zerreißt die Bande nicht, mit die Religion uns vore einigt. Verletzten wir also nicht die Liebe, die das Haupte gesetz des Glaubend ist; wäre den wir unsere Brüder und Schwestern, sin uns abgeschieden sind, wenn. 40 von. AAV" - 183 gessen? Nein, G -a - Gott! wir Unser Gebeth wirst. Du nicht verschmähen Reinize sie von den Fehlern, die sie bei dem Eintville in jan ne Welt noch nicht abgelegt, noch nicht getilgt haben. Erfülle ihr Sehnen nach dir, Gott. Mildere ihren Schmerz durch himmlischen Trost, und laß ihre Hossnung der Erlösung der Befreiung aus dem Orihre. be ihrer Reinigung, Tugend, wie das Gold im wo. 184 Feuer, von allen noch anklen benden Schlacken der Unvolle kommenheiten geläutert were den muß, bald erfüllt were den. Jesus, ihr Mittler, lase se sie die Frücht seines Leir - - keit, genießen! Uus über, Gott! gieb die Gnade, daß das Andenken. die Ver o storbenen uns lehrreich und mützlich werde. Achwenn der Gerechte erst nach einen strengen Prüfung selig wird; verwegene. Sünder, wird der verwen 1 185 der voll Leichtsinn deine Genbothe übertritt, ruhig und unbekümmert seyn können? Lehre und schon jetzt einser hen, was wir dort lebhaft erkennen werden, daß auch die geringste Sünde und strafe würdig mache; einsehen, daß nichts Unveines z zu die дии langen könne; damit wir hier über und wachen, une ser Herz durch Büße und Besserung. den Fesseln. der Sunde losreißen, und die Tugend lieben: Damit es - von 16 186 nicht einst zu spät sei, zu ben reuen, daß wir nicht so gen dacht, so gehandelt haben, haben, wie wir nach deiner heiligen Renligion haben denken und hane deln sollen. Amen. Für die verstorbenen Aeltern. Gott! das Erste, was ich dir zu leisten schuldig bin, ist kindliche Unterwerfung under deine heiligen Rathe schlüße. Du Vater elles Lenbens, du gabst mir meine - 187 - Aeltern, du nahmst sie mir; doch du nahmest sie mir nicht: Du behältst sie zum Wiedere genuß ihrer Liebe in der Ewigkeit, die sie mir hier so zärtlich erwiesen haben. Dein Name sei gepriesen! Erhöre ihr Gebeth auf ihrem Sterbebelte: sei du mein Versorgen, mein in Schutz, mein Retter! Vater, verzeihe ihnen auch, was sie aus menschlicher. Schwachheit, – wozu ich selbst, ach, so oft Ursache gabe 188. gefehlt, verfäumet, gesünder get habeil. Nimm sie auf zu dir, und laß sie mich einst bei die wieder sehen, und da die danken, daß du sie geschenkt hast. Präge - ma - mir. nem. lief ihre Lehren, ihre Ermahn nungen, ihre Beispiele mein Herzen ein, daß ich so lebe, als wären sie noch bei mir, als hörte ich noch ihre mahnende, wernende Stiner als siche ich sien wie. sie sich meines Gehorsams freuen – Ich danke die, o 189 Gott! für alle Wohlthaten, - wiesen, für den Beistand, wodurch du ihnen ihre ber schwerlichen Pflichten erleiche kert hast. Sie haben die Lier be zu mir in die Ewigkeit hinüber genommen. Belohne Gott! ihre Liebe dadurch: dir gestärkt, daß ich, durch einen lugendhaften. Wandel derselben stelswerth vor. be immer würdiger werde. Amen. - aut 190 - Gebeth. O Vater der Erbarmungen und Golt alles Trostes! Dur Liebe selbst! Du Die ja. willst nicht, daß Jemand, der dich glaubt, und auf dich verloruel, zu Grunde gehe; du willst und alle selig har ben. Deßwegen hast du deinen eingebornen Sohn in die Welt gesendet, damit Reiner, der an ihn glaubet, verloren gehe, sondern das ewige Leben erhalte. O, so 191 gieße denn in neuer häller deinen heiligen Geist in une sere Herzen aus; erwecken erneuere und befestige uns aufs Neue den Glauedich und deinen Sohn, ben. - هور den zu gesandt hast, und laße diesen Glauben in Line be thätig, daß ihn zu dauerhaften Gesinnung und Drücke uns auf, und prär ge uns stels liefer Siegel des lebendigen Glauebens und der heiligen Liebe, ein das 192 auf daß wir, durch das heur derselben. von aller Man del der Sünde gereiniget, und durch das Blut deines Eingebornen abgewaschen, eine stens würdig erfunden. den, aus diesem Leben. zu. die heinzukehren, durch Jer sum Christum unfern Herrn. Ainen. wer.. S Nachmittägiger und Quatember Gottesdienst. Vor dem Rosenkranze der heiligsten Dreifaltigkeit. ott Vater vom Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme bich unser. Gott heiliger Geist, erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser. Allmächtiger, ewiger, unaussprechlicher Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, du unzertheilte einige Dreifaltigkeit, o höchster Monarch Himmels und der Erden, vor dem alle Cherubim und Seraphim, ja alle englische Macht, mit Furcht und Zittern stehen! wenn wir bedenken deine göttliche Majestät, und unsere Nichtigkeit, so erschrecken wir billig. Denn, o mein Gott! was sind wir doch anders, als verkehrte Geschöpfe, und wir sollten dich, den König aller Könige, die ewige Gottheit, das höchste Gut anreden, und mit allen Engeln an9 11 194 bethen? Wir fallen demnach nieder vor dir als arme Sünder vor ihrem Richter, als schuldige Unterthanen vor ihrem Fürsten, ja als Staub und Asche vor ihrem Erschaffer. Siehe an die Herzen deiner Diener und Dienerinnen, mit welchen sie dich, wie im Himmel, alle Engel und Heiligen, also auf Erden begehren zu loben und zu preisen. Du aber, o allerfeligste Jungfrau und Mutter Gottes Maria, sammt allen Heiligen Gottes, helfet uns unsern großen Gott und Herrn anbethen, auf daß wir auch einmal in eurer Gesellschaft seiner Herrlichkeit und Freuden in dem Himmel theilhaftig werden. Amen. in - Nach dem Rosenkranze. V. Lasset uns loben den Vater und den Sohn mit dem heiligen Geiste. R. Lasset uns ihn loben und erhöhen zu allen Zeiten. D allmächtiger, ewiger Gott! der du deinen Dienern in der Bekenntniß des wahren Glaubens, die Glorie der allerheiligsten Dreifaltigfeit zu erkennen, und in der Gewalt ter göttlichen Majestät, die Einigkeit anzubethen gegeben hast! wir bitten dich, daß wir in Bestän 195 digkeit des Glaubens, vor aller Widerwärtigkeit beschüßzet werden. Laß dich auch erbarmen, hochheiligste Dreifaltigkeit! des Anliegens unsers allergnädigsten Kaisers, und der ganzen katholischen Kirche, insonderheit aber, aller deiner Diener und Dienerinnen; verzeihe ihnen alle ihre Sünden, strecke deinen göttlichen Arm aus, sie zu beschüßen und selig zu machen. Durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen einigen Sohn, der mit dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigfeit. Amen. - Geheimniffe. Die fünf Freudenreichen. 1. Den du Jungfrau empfangen haſt. 2. Den du zu Elisabeth in deinem Leibe getragen haft.de do nd 3. Den du Jungfrau geboren haft. 4. Den du im Tempel aufgeopfert haft. 5. Den du im Tempel gefunden hast. 9* - 196 - Die fünf Schmerzhaften. 1. Der für uns Blut geschwizet hat. 2. Der für uns gegeißelt ist worden. 3. Der für uns mit Dörnern ist gefrönet worden. 4. Der für uns das Kreuz getragen hat. 5. Der für uns ist gefreuziget worden. Die fünf Glorreichen. 1. Der von Todten auferstanden ist. 2. Der in den Himmel aufgefahren ist. 3. Der den heil. Geist gesandt hat. 4. Der dich im Himmel aufgenommen hat. 5. Der dich im Himmel gekrönet hat. Gebeth nach dem Rosenkranze. Gott! der du unsere Zuflucht und Stärke bist, höre gnädig an das gottselige Bitten und Flehen deiner Kirche, du, der du in ihr diese Andacht zu bitten erweckt haft; und verleihe durch deine Barmherzigkeit, daß wir erlangen, was wir mit einem lebendigen Glauben von dit begehren. Durch unsern Herrn Jesum Christum deinen Sohn, welcher mit dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. CREO Die drei göttlichen Tugenden. Glaube. Ich glaube an dich, wahrer dreieiniger Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! der du alles erschaffen haft, der du alles erhälst und regierest; der du das Gute belohnest und das Böse bestrafest. Ich glaube, daß der Sohn Gottes Mensch geworden ist, um uns durch seinen Tod am Kreuze zu erlösen, und daß der heil. Geist durch seine Gnade uns heiliget. Ich glaube und bekenne alles, was du, o Gott! geoffenbaret hast, was Jesus Christus gelehret hat, was die Apostel geprediget haben, und was die heilige, römische, katholische Kirche uns zu glauben vorstellet. Dieses alles glaube ich, weil du, o Gott! die ewige und unendliche Wahrheit bist, welche weder betriegen noch betrogen werden kann. D Gott! vermehre meinen Glauben. Hoffnung. Ich hoffe und vertraue auf deine unendliche Güte und Barmherzigkeit, o Gott! daß du mir, durch die unendlichen Verdienste deines einge 198 bornen Sohnes Jesu Christi, in diesem Leben die Erkenntniß meiner Sünden, wahre Reue und Verzeihung ertheilen, nach dem Tode aber die ewige Seligkeit geben und verleihen wirst, dich von Angesicht zu Angesicht zu sehen, zu lieben, und ohne Ende zu genießen. Ich hoffe es von dir, weil du es versprochen hast, der du allmächtig, getreu, unendlich gütig und barmherzig bist. Gott! stärke meine Hoffnung. 89#drad Liebe. mein Gott! ich liebe dich aus meinem ganzen Herzen über Alles, weil du das höchste Gut, weil du unendlich vollkommen, und aller Liebe würdig bist; auch darum liebe ich dich, weil du gegen mich und alle Geschöpfe gütig bist. Ich wünsche von ganzem Herzen, daß ich dich eben so lieben möchte, wie dich deine treuesten Diener lieben und geliebet haben. Mit ihrer Liebe vereinige ich meine unvollkommene Liebe, vermehre sie in mir, o gütigster Herr! immer mehr und mehr. Weil ich nun dich aufrichtig und innigst zu lieben wünsche, und es zu thun mich ernstlich bestrebe, so ist es mir vom Herzen leid, daß ich dich, mein höchstes Gut, welches ich über alles liebe, dich meinen Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher erzürnet habe; es schmerzet mich, daß 199 ich gesündiget, daß ich dich, meinen allmächtigen Herrn, meinen besten Vater beleidiget habe. Ich nehme mir ernstlich vor, alle Sünden, sammt allen bösen Gelegenheiten zu meiden, die begangenen Missethaten mehr und mehr zu bereuen, und niemals gegen deinen heiligsten Willen zu handeln.- Nimm mich wieder zu deinem Kinde auf, und gib mir die Gnade zur Erfüllung dieses meines Vorsages. Darum bitte ich dich, durch die unend= lichen Verdienste deines göttlichen Sohnes, unfers Herrn und Erlösers Jesu Chrifti. 13- Nach der Predigt. Allgemeine Schuld und offenes BeFenntniß der Sünden. Ich armer Sünder widersage dem bösen Feinde, allem seinen Eingeben, Rath und That. Ich glaube an Gott den Vater, an Gott den Sohn, und an den heil. Geist. Ich glaube auch gänzlich, was die allgemeine, christliche Kirche befiehlt zu glauben. Mit diesem heiligen, katholischen Glauben beichte und bekenne ich Gott dem Allmächtigen, Mariä seiner hochwürdigen Mutter, und allen lieben Heiligen, und gebe mich schuldig, 200 daß ich von meinen findlichen Tagen an, bis auf diese Stunde oft und viel mit Gedanken, Worten und Werken, und Unterlassung vieler guten Werke gefündiget habe. Wie dann solches alles geschehen ist, heimlich oder öffentlich, wissentlich oder unwissentlich, wider die zehn Gebothe, in den sieben Todsünden, an den fünf Sinnen meines Leibes, wider Gott, wider meinen Nächsten, und wider das Heil meiner Secle. Solche und alle meine Sünden sind mir leid vom Herzen; bitte darum demüthig, dich ewigen, barmherzigen Gott, du wollest mir gütigst deine göttliche Gnade verleihen, mein Leben so lang fristen, bis daß ich hier meine Sünden beichten und büßen, deine göttliche Huld erwerben, und nach diesem elenden Leben die ewige Freude und Seligkeit erlangen möge; deßhalb klopfe ich an mein sündiges Herz, und spreche mit dem offenen Sünder: Herr Gott! sey gnädig mir armen Sünder. Amen. Gebeth um Gottes Segen über die Feldfrüchte. Gott! du machest die Erde fruchtbar, und belohnest unsern Fleiß mit deinem Segen. Wir erkennen es, daß du unser bester Vater bist, dem wir unser Brod im Sommer und Winter, und in je 201 der Jahreszeit, ja alles zu verdanken haben. Darum bitten wir findlich: segne die Felder, wo unsere Hoffnung grünet; schenke uns, was du uns zeigest. Was kein Mensch geben kann, das gib du uns zu rechter Zeit. Milden Thau u. Regen, und erfreulichen Sonnenschein. Was wir alle zusammen nicht abwenden können, Dürre, Nässe, Reif, Hagel und schädliches Ungeziefer; davor bewahre du, Allmächtiger! unsere Felder. Doch unser Herr und Vater, dein Wille geschehe. Mit kindlicher Ergebung sei alles dir überlassen. Wir wollen dir nichts vorschreiben, nichts einreden. Du regierest deine Welt schon so lange, und so gut; was du thust, ist wohl gethan. Du ernährest die Vögel in der Luft, du wirst also uns, deine Kinder, nicht verderben lassen. Wir wollen alles, was du uns bescheren wirst, als deine Gabe betrachten, es zufrieden und mäßig genießen; barmherzig wie du, unsern armen Brüdern davon mittheilen, und uns durch ein immer besseres Leben wahrhaft dankbar erzeigen. Wir wollen deine Kinder seyn, wie du unser guter Vater bist. Dir sei Ehre, Lob und Anbethung in Ewigkeit. Amen. - - er no - Bus GER 202 and Gebeth für das allgemeine Anliegen der ganzen Christenheit. Allmächtiger, ewiger Gott! Herr himmlischer Vater! sich mit den Augen deiner grundlosen Barmherzigkeit auf der Deinigen Jammer, Elend und Noth. Erbarme dich aller Christgläubigen, für welche dein eingeborner Sohn, unser Herr und Heiland Jesus Christus, in die Hände der Sünder willig gekommen ist, und sein kostbares Blut am Stamme des heiligen Kreuzes vergoffen hat. Durch diesen unsern Herrn Jesum Christum wende ab, gnädigster Vater! die wohlverdiente Strafe, gegenwärtige und zukünftige Gefährlichkeiten, schädliche Empörungen, Kriegsrüstung, Theurung, Krankheiten und betrübte, mühselige Zeiten. Erleuchte und stärke in allem Guten geistliche und weltliche Obrigkeiten, damit sie alles befördern, was zu deiner göttlichen Ehre, zu unserm Heile, und insgemein zum Frieden und zur Wohlfahrt der Christenheit gedeihen mag. Verleihe uns, o Gott des Friedens! wahre Vereinigung des Glaubens ohne alle Spaltung und Trennung. Befehre unsere Herzen zu wahrer Buße und Besserung des Lebens. Zünde in uns das Feuer deiner Liebe an. Gib uns Hunger und Eifer zu aller Gerechtigkeit, damit wir als gehorsame Kinder im Leben und Sterben dir angenehm und wohlgefällig seyn. Wir bitten auch, wie du willst, o Gott! daß 203 wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für alle betrübte und lei= dende Christen, für Lebendige und Abgestorbene. Dir sei auf immer empfohlen, o Herr! all unser Thun und Lassen, unser Handel und Wandel, unser Leben und Sterben. Laß uns deine Gnade hier genießen, und dort mit allen Auserwählten erlangen, daß wir in ewiger Freude und Seligfeit dich loben und ehren mögen. Das verleihe uns, o Herr, himmlischer Vater! durch Jesum Chriftum deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, welcher mit dir und dem heil. Geiste gleicher Gott lebet und regieret in Ewigkeit. Amen. Gebeth für den Landesfürsten. Gott! du Beschüßer aller Reiche, verleihe deinem Diener, unserm erbländischen österreichischen Kaiser N. daß er deine Kraft, durch welche er sieget, erkenne und verehre; damit er durch deinen Schuß jederzeit mächtig sey, so wie er durch deine Anordnung Landesfürst geworden ist. Durch unsern Herrn Jesum Christum deinen Sohn, der mit dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. adnis Jur Litanei von den Heiligen und Gebethe. 20 352 Herr, erbarme dich unser. Christe, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. Christe, höre uns. Christe, erhöre uns. Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser. Gott heiliger Geist, erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser. Heilige Maria, Heilige Gottesgebärerin, Heiligste aller Jungfrauen, for chid tin Heiliger Michael, Heiliger Gabriel, Heiliger Raphael, 19/01 adaj u nas bitt für uns. Alle heil. Engel und Erzengel, bittet für uns. Alle heil. Chöre der sel. Geister, bittet für uns. Heiliger Johannes der Täufer, bitte für uns. Helliger Joseph, bitte für uns. Alle heilige Patriarchen und Propheten, bittet für uns. Heil. Petrus, Paulus, - Andreas, Jakobus, ARA - Johannes, Thomas, Jakobus, Philippus Bartholomäus, Matthäus, Simon, Thaddäus, Mathias, Barnabas, Lukas, Markus, 205 - Alle heil. Apostel und Evangelisten, bittet für uns. Alle heil. Jünger des Herrn, bittet für uns. GAS Heil. Stephanus, bitt für uns. Laurentius, bitt für uns. Vincentius, bitt für uns. Fabianus und Sebastianus, bittet für uns. Johannes und Paulus, bittet für uns. Kosmas und Damianus, bittet für uns. Gervasius und Protasius, bittet für uns. Alle heil. Märtyrer, bittet für uns. Heil. Sylvester, bitt für uns. Gregorius, bitt für uns. Ambrosius, bitt für uns. Augustinus, bitt für uns. ad fint mi bitt für uns. MAGER 206 Heil. Hieronimus, bitt für uns. Martinus, bitt für uns. Nikolaus, bitt für uns. Alle heil. Bischöfe und Beichtiger, bittet für uns. Alle heil. Lehrer, bittet für uns. Heil. Antonius, Benediktus, Bernardus, Dominikus, Franziskus, Agnes, Cäcilia, 14 Alle heil. Priester und Leviten, bittet für uns. Alle heil. Mönche und Einsiedler, bittet für uns. Heil. Maria Magdalena, Agatha, Lucia, Katharina, Anastasia, and, 198 70 and, Von aller Sünde, und Von deinem Zorne, 19pm Bod bitt für uns. Alle heil. Jungfrauen und Witwen, bittet für uns. Alle Heiligen Gottes, bittet für uns. Sei uns gnädig, verschone uns, o Herr. Sei uns gnädig, erhöre uns, o Herr. Von allem Uebel, Vom gähen und unvorgesehenen Tode, Von den Nachstellungen des Teufels, par Vom Zorne, Haß und allem bösen Willen, Vom Geiste der Unreinigkeit, bitt für uns. erlöse uns, o Herr. 207 - Vom Bliße und Ungewitter, Von der Pest, dem Hunger und dem Kriege, Von dem ewigen Tode, Durch das Geheimniß deiner heil. Menschwerdung, erlöse uns, o Herr. Durch deine Ankunft, Durch deine Geburt, Durch deine Taufe und dein heil. Fasten, Durch dein Kreuz und Leiden, Durch deinen Tod und dein Begräbniß, Durch deine heilige Auferstehung, Durch deine wunderbare Himmelfahrt, Durch die Herabkunft des heil. Geistes des Trösters, Am Tage des Gerichts, Wir arme Sünder, wir bitten dich, erhöre uns. Daß du uns verschonest, 07 Daß du uns verzeihest, Daß du uns zu wahrer Buße bringen wolleft, Daß du deine heil. Kirche regieren und erhalten wolleft, Daß du den obersten Hirten und alle Stände der Kirche in deiner heiligen Religion erhalten wollest, Daß du die Feinde der heiligen Kirche demüthigen wolleft, Daß du den christgläubigen Königen und Fürsten Frieden und wahre Einigkeit geben wollest, wir bitten dich, erhöre uns. - 208 -- Daß du dem ganzen christlichen Volke Frie- 122 den und Einigkeit verleihen wollest, Daß du uns selbst in deinem heiligen Dienste stärken und erhalten wollest, O Daß du in unsern Gemüthern himmlische Begierden erregest, Jiuminis Daß du alle unsere Gutthäter mit den ewigen Gütern belohnest, du stun Daß du unser, und unserer Brüder Freunde und Gutthäter Seelen vor der ewigen Verdammniß bewahrest, pilise quise Daß du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest, widorad Daß du allen verstorbenen Chriftgläubigen die ewige Ruhe verleihen wollest, Christe, höre uns. Christe, erhöre uns. Herr, erbarme dich unser. Christe, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. Daß du uns erhören wollest, O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr. O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr. O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr. 11919 39mind to schy wir bitten dich, erhöre uns, admis sid ud and Vater unser 2c.st ming Hallooy mad 1 209 108 pfa im 69. Gott! sei bedacht mir beizustehen, Herr, eile mir zu helfen. Beschämt und zu Schanden sollen werden, die meiner Seele nachstellen. Sie sollen zurückweichen, und in Schanden stehen, die mir Uebels wollen. Sie sollen bald beschämt abtreten, die meiner spotten, und mir Hohn sprechen. Alle aber, die dich suchen, sollen frohlocken, und sich über dich erfreuen, und die deine Hilfe wünschen, sollen immer sagen: Hochgelobt sei der Herr. Ich aber bin bedürftig und arm, o Gott! steh mir bei. Denn du bist meine Hilfe und meine Rettung; o Herr! verweile nicht so lange. Ehre sei dem Vater, dem Sohne, und dem heiligen Geiste. Wie es war vom Anbeginn, jetzt und allezeit, und in Ewigkeit. Amen. Priester. Nette deine Diener. Volk. Die auf dich hoffen, mein Gott. P. Sei uns Herr, ein starker Thurm. V. Wider unsere Feinde. P. Laß den Widersacher nichts vermögen wider uns. V. Und der Böse schade uns ferner nicht. 210 P. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden. V. Und vergilt uns nicht nach unsern Uebelthaten. P. Lasset uns bethen für unsern obersten Hirten. V. Der Herr erhalte ihn, verleihe ihm Leben und Heil auf Erden, und übergebe ihn nicht den Händen seiner Feinde. LOTUS NOT P. Lasset uns bethen für unsere Wohlthäter. V. O Herr! gib allen unsern Wohlthätern um deines Namens Willen das ewige Leben. P. Lasset uns bethen für alle abgestorbenen Christgläubigen. V. Herr, gieb ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. P. Laß sie in Frieden ruhen. V. Amen. P. Lasset uns auch bethen für unsere abwesenden Brüder. V. O mein Gott! rette deine Diener, die auf dich hoffen. P. O Herr! sende ihnen Hülfe von deinem heiligen Size. V. Und von Sion beschüße sie. P. Herr! erhöre mein Gebeth. V. Und mein Rufen laß zu dir kommen. Simroc 00% - 211 Gebeth. outcodnist too O Gott! dem das Erbarmen und Schonen immer eigen ist, nimm unser flehentliches Gebeth an, damit wir und alle deine Diener, die wir in Ketten der Sünde liegen, durch deine erbar-= mende Güte von denselben gnädig befreiet werden. Wir bitten dich, o Herr! erhöre unser demüthiges Gebeth, und verschone uns, die wir dir unfere Sünden bekennen, damit wir zugleich Verzeihung und Frieden durch deine Güte erlangen. O Herr! zeige uns gnädig deine unaussprechliche Barmherzigkeit, durch welche wir zugleich von allen Sünden befreiet, und von der Strafe, die wir für solche verdienen, gerettet werden. Gott! der du durch die Sünde beleidiget, und durch die Buße versöhnet wirft, siehe gnädig auf das Gebeth deines um Gnade flehenden Volkes, und wende die Geißel deines Zornes, welche wir für unsere Sünden verdienen, von uns ab. Allmächtiger, ewiger Gott! erbarme dich deines Dieners N. unsers obersten Hirten, deines Statthalters auf Erden, und leite ihn nach deiner Milde auf dem Wege des ewigen Heils, damit er durch deine Hilfe, was dir gefällt, begehre, und mit allem Eifer vollbringe. Gott! von welchem fromme Wünsche, gute Vorfäße, und gerechte Werke entspringen, gieb deinen Dienern jenen Frieden, welchen die Welt nicht geben kann, damit unsere Herzen deinen - 212 - Gebothen ergeben, und gegenwärtige Zeiten durch deinen Schutz von Feindesfurcht gesichert und ruhig seien. O Herr! entzünde unser Innerstes mit dem Feuer deines Geistes, damit wir dir mit keuschem Leibe dienen, und mit reinem Herzen gefallen mögen. O Gott! Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, verleihe den Seelen deiner Diener und Dienerinnen Verzeihung aller Sünden, damit sie die gnädige Nachlassung, welche sie allezeit gewünschet haben, durch gottseliges Fürbitten erlangen. O Herr! wir bitten, du wolleft unserem Thun und Lassen mit deiner Gnade vorkommen, und selbes mit deiner Hilfe begleiten, damit all unser Bethen und Handeln von dir jederzeit anfange, und durch dich angefangen, geendet werde. Allmächtiger, ewiger Gott, der du über die Lebenden und Abgestorbenen herrschest, und dich aller erbarmest, welche du aus Glauben und den Werken für die Deinigen erkennest. Wir bitten dich demüthig, daß die, für welche wir uns vorgenommen haben, unser Gebeth zu verrichten, sie mögen nun noch auf dieser Welt im Leben, oder bereits davon abgeschieden seyn, durch die Fürbitte aller deiner Heiligen, nach deiner Gütigkeit Verzeihung aller ihrer Sünden erlangen mögen, durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn, der mit dir lebet und regieret in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 119098 Lauretanische Litanei. Herr, erbarme dich unser. Christe, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. Christe, höre uns. Christe, erhöre uns. @ Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser. Gott heiliger Geist, erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser. Heilige Maria, Heilige Gottesgebärerin, Heiligste aller Jungfrauen, Mutter Christi, Mutter der göttlichen Gnade, Du reinste Mutter, Du feuschefte Mutter, Du ungeschwächte Mutter, Du unbefleckte Mutter, Du liebenswürdige Mutter, Du bewunderungswürdige Mutter, Du Mutter des Schöpfers, ug C bitt für uns. 66 - 214 Du Mutter des Erlösers, Du weiseste Jungfrau, Du ehrwürdige Jungfrau, Du lobwürdige Jungfrau, Du mächtige Jungfrau, Du gütige Jungfrau, Du getreue Jungfrau, Du Spiegel der Gerechtigkeit, Du Sig der Weisheit, Du Ursache unserer Fröhlichkeit, Du geistliches Gefäß, Du ehrwürdiges Gefäß, Du vortreffliches Gefäß der Andacht, Du geistliche Rose, Du Thurm Davids, Du elfenbeinener Thurm, Du goldenes Haus, Du Arche des Bundes, Du Pforte des Himmels, Du Morgenstern, Du Heil der Kranken, Du Zuflucht der Sünder, Du Trösterin der Betrübten, Du Hilfe der Christen, Du Königin der Engel, Du Königin der Patriarchen, Du Königin der Apostel, Du Königin der Märtyrer, Du Königin der Beichtiger, Du Königin der Jungfrauen, Du Königin aller Heiligen, bitt für uns. G G - 215 Christe, höre uns. Christe, erhöre uns. - O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr. O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmsi die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr. du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser, o Herr. Vater unser, Ave María. 27 Unter deinen Schuß und Schirm fliehen wir, o heilige Gottes- Gebärerin! verschmähe nicht unser Gebeth in unsern Nöthen, sondern erlöse uns jederzeit von aller Gefährlichkeit, o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin! versöhne uns mit deinem Sohne, empfehle uns deinem Sohne, stelle uns deinem Sohne vor. V. Bitt für uns, o heil. Gottesgebärerin. R. Damit wir der Verheißungen Chrifti würdig werden. Gebeth. tule s Wir bitten dich, o Herr! du wolleft uns beine Gnade ertheilen, damit wir, die wir durch des Engels Bothschaft, Chrifti, deines Sohnes Menschwerdung erkannt haben, durch sein Lei 216 den und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung geführet werden. Durch denselben Christum unsern Herrn. Amen. V. Bitt für uns, o heiliger Joseph. R. Damit wir der Verheißungen Chrifti würdig werden. - 4 Gebeth. Wir bitten dich, o Herr! laß uns die Verdienste des Bräutigams deiner heiligsten Gebärerin zu Hilfe kommen, damit uns durch seine Fürbitte dasjenige gewähret werde, was wir durch unsere Kräfte zu erhalten nicht vermögen. Der du lebest und regierest mit Gott dem Vater in Einigkeit des heil. Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Salve Regina. Sei gegrüßet du Königin, Mutter der Barmherzigkeit, Trost in unserm Leben, und unsere Hoffnung, sei gegrüßet. Zu dir rufen wir verwiejene Kinder Evens, zu dir scufzen wir trauernd und weinend in diesem Thale der Thränen. O wende du, unsere Fürsprecherin, deine mitleidigen Augen uns zu, und zeige uns nach diesem Elende Jesum, die gebenedeite Frucht deines Leibes, o gütige, o milde, o liebenswürdige Jungfrau Maria! V. Bitt für uns, o heilige Gottesgebärerin. R. Damit wir der Verheißungen Chrifti würdig werden. 217 Gebeth. R Allmächtiger, ewiger Gott! der du den Leib und die Seele der heiligen Jungfrau und Mutter Mariä zur würdigen Wohnung deines Sohnes, durch Mitwirkung des heiligen Geistes, vorbereitet hast, gib, daß wir, die wir uns ihres Andenkens erfreuen, durch ihre milde Fürbitte von den bevorstehenden Uebeln und von dem ewigen Tode gerettet werden. Durch denselben Jesum Chriftum unsern Herrn. Amen. sled doved mms 45 0ko Isdalf mis loinsig ind onkin s 100d 37857 alloja noinstr mad mor 10 Kreuzweg Andacht in 14 Stationen oder Beth- Oertern.d -00 8shind # 190 I. Station. Jesus wird zum Tode verurtheilt. Ich bethe dich an, Herr Jesu Christi, und benedeye dich; Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöſet. Betrachtung. Der unschuldige Jesus, der niemals ein Ulebel gethan, wird zum Tode verurtheilt, und zwar zum schmählichsten Tode des Kreuzes. Damit Pilatus für einen Freund des Kaisers gehalten werde, übergiebt er Jesum den Willen seiner Feinde, daß sie ihn nach Belieben tödten möchten. Eine erschreckliche Lasterthat, die Unschuld zum Tode verdammen, und Gott mißfallen, damit man den Menschen gefalle. - 219 1 Anmuthung. Ach, unschuldiger Jesu! ich habe gesündiget, ich habe den Tod verschuldet. Damit ich aber lebe, willst du das Todesurtheil willig annehmen; wie soll ich dann hinführo leben können, als dir allein, o Jesu! so lange ich suche, den Menschen zu gefallen, kann ich dein Diener nicht seyn; so will ich derohalben den Menschen und der Welt mißfallen, damit ich dir allein gefalle. Vater unser, Ave Maria.ind Gekreuzigter Herr Jesu Christe, erbarme dich meiner. II. Station. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern. Sch bethe dich an, Herr Jesu 2c. Betrachtung. Als Jesus das Kreuz erblicket, hat er nach selbem mit größter Begierde seine bluttriefenden Arme ausgestreckt, hat es liebreich umfangen, und mit Freuden auf seine verwundete Achsel genommen, und ob er schon todtschwach war, hat er doch gefrohlocket wie ein Riese, seinen Weg zu laufen. 039TIN 10* - 220 Anmuthung. Sollte ich wohl ein Freund Jesu Christi seyn fönnen, wenn ich ein Feind des Kreuzes bin? O liebes, o gutes Kreuz, ich umfange dich, ich füße dich, ich nehme dich mit Freuden von der Hand Gottes an. Es sei ferne von mir, daß ich in Hinkunft mich in einer andern Sache rühme, als in dem Kreuze; durch dieses soll mir die Welt, und ich in der Welt gekreuziget seyn, damit ich, o Jesu! allein dein sei. Vater unser, u. s. w. wie oben. III. Station. Jesus fällt unter dem Kreuze das erste 19 Mal. min B7 201 Ich bethe dich an, Herr Jesu, u. s. w. Betrachtung. Als der liebe Heiland das schwere Kreuz auf seinen Schultern daher trug, wurde er durch dessen Schwere zu Boden gedrückt, und that einen schmerzlichen Fall. Nämlich meine Sünden und Missethaten sind als eine schwere Last auf ihn überhäuft worden, und haben ihn zu Boden gedrückt. Eine leichte und süße Bürde war ihm das Kreuz, aber eine schwere unerträgliche Last unsere Sünden. 13/01 221 Anmuthung. Ach, mein Jesu! du hast meine Bürde auf dich genommen, und die schwere Last meiner Sünden getragen, warum soll ich dann nicht auch dein Joch auf mich nehmen, damit wir also, einer des andern Laft tragend, das Gesetz erfüllen. Dein Joch ist süß, und deine Bürde ist leicht; darum trage ich es gerne und nehme mein Kreuz auf mich, und folge dir nach. Vater unser, u. s. w. wie oben. - - IV. Station. Jesus begegnet mit dem Kreuze seiner betrübten Mutter. Ich bethe dich an, Herr Jefu, u. s. w. Betrachtung. Was muß dieses für ein schmerzlicher Anblick gewesen seyn, da die betrübte Mutter Maria ihren allerliebsten Sohn Jesum also hat gesehen, das schwere Kreuz daher tragen. Welch unaussprechliche Schmerzen wird sie nicht in ihrem Herzen empfunden haben! sie verlangte, entweder für Jesu oder mit Jesu zu sterben. Bitte die schmerzhafte Mutter, daß sie auch dir in deinem Hinscheiden gütig begegnen wolle. - 222 Anmuthung. Jesu! o Maria, o innigstgeliebteste und betrübteste Herzen! ich bin Ursache eurer so großen und vielfältigen Schmerzen. Ach, daß auch mein Herz mit Schmerzen erfüllet werde. O du allerbetrübteste und schmerzhafteste Mutter, theile mit mir deine Schmerzen, und laß mich empfinden dein Herzenleid, damit ich mit dir traure, und du mir entgegen zu Hilfe kommest, in der letzten Noth, in dem Tode.ins Vater unser, u. s. w. wie oben. V. Station. Simon Cyrenäus hilft Jefum das Kreuz tragen. Ich bethe dich an, Herr Jesu, u. s. w. Betrachtung. blunk bila Simon Cyrenäus wird gezwungen, dem todtschwachen Jesus das Kreuz tragen zu helfen, und Jesus nimmt ihn als einen Mitgehilfen, als einen Weggefährten und Gespann des Kreuzes an. O wie gerne ließ er auch dich zu, wenn du nur wollest. Er rufet dich, aber du gibst ihm kein Gehör, er ladet dich ein, aber du weigerst dich, schäme dich, daß du das Kreuz nur gezwungener Weise trägst. 223 - Anmuthung. O Jesu! der dein Kreuz nicht trägt, und dir nicht nachfolget, ist deiner nicht werth. Ich will dir derohalben das Kreuz tragen helfen, ich will dir auf dem Kreuzwege einen Mitgefährten und Gespann abgeben, in deine blutige Fußstapfen will ich eintreten und dir nachfolgen, damit ich zu dir gelange in dem ewigen Leben. Vater unser, u. s. w. wie oben. noii618 IV VI. Station. Can- C Veronika reichet Jesu das Schweißtuch. Ich bethe dich an, Herr Jesu, u. s. w. Betrachtung. Veronika, aus Andacht und Mitleiden, reichet Jesus dar den Schleyer ihres Hauptes als ein Schweißtuch, damit er sein todtbleiches, verspienes und blutiges Angesicht möchte abtrocknen; er aber hat selben das Bildniß seines allerheiligsten Angesichts eingedrückt. Ein kleiner Dienst, eine große Belohnung. Was thust du dem Heilande für große Gutthaten, für Dienst u. Dank erkennen? - 224 Anmuthung. O Jesu, was soll ich dir vergelten für alles, was du mir und für mich gelittten hast? Siehe, ich übergebe mich dir ganz und gar zu deinem Dienste, dir opfere ich mein Herz, drücke in selbes tief hinein dein Bildniß, damit selbes in mir nimmermehr ausgelöschet werde in Ewigkeit. Vater unser, u. s. w. wie oben. VII. Station. Jesus fällt unter dem Kreuze das zweite Mal. and Ich bethe dich an, Herr Jesu, u. s. w. Betrachtung. Es liegt der schmerzvolle Jesus abermal unter dem schweren Kreuze zu Boden, mit seinem heiligsten Angesichte auf der Erde. Jedoch wird ihm von den unbarmherzigen Henkersknechten nicht ein Augenblick zu rasten vergönnet; er wird mit Prügeln aufgetrieben, und mit Stricken fortgezogen. Also beschweren Jesu meine öfters wiederholten Sünden; dieses sehe ich, und ich sollte noch hinführo zu sündigen haben? - 225. Ich h bethe - Anmuthung. DJesu! erbarme dich meiner, reiche mir deine barmherzige Hand, unterstüße mich, auf daß ich nicht mehr in die alten Sünden falle. Ich habe es gesagt, und diesen Augenblick soll mit allem Ernste der Anfang gemacht seyn, nimmermehr will ich fündigen Du, o mein Jesu! stärke mich mit deiner Gnade, ohne welcher ich nichts vermag, daß ich meinen Vorsatz unverbrüchlich halten möge. Vater unser, u. s. w. wie oben. VIII. Station. Jesus redet die weinenden Töchter Je: rufalems an. bethe dich an, Herr Jesu, u. s. w. Betrachtung. Dieses andächtige Frauenvolk weinet über den leidenden Heiland; er aber wendet sich gegen sie, und sagt: Weinet nicht über mich, als der ich unschuldig bin, sondern weinet über euch und eure Kinder, welche schuldig sind; über die begangenen Sünden weint. So weine dann auch du; es ist Christo nichts angenehmer, und dir nichts nüßlicher, als die Zähren, welche aus Reue über die Sünden vergossen werden. )( 226 Anmuthung. Jesu! wer wird meinem Haupte Wasser geben, und meinen Augen ganze Zährenbäche, daß ich Tag und Nacht beweine meine Sünden! Ich bitte dich durch deine bitteren und blutigen Zähren, du wollest mir die Gnade der Zähren verleihen, und mein Herz also zerknirrschen, daß aus den Augen bittere Thränen fließen, und das Herz blutige Zähren vergieße, damit ich dein Leiden und meine Sünden beweinen möge mein ganzes Leben lang. 0318 275150 Vater unser, u. s. w. wie oben. - - 810 IX. Station. Inters Jesus fällt unter dem Kreuze das dritte Mal. Sch bethe dich an, Herr Jesu, u. s. r. Betrachtung. Nachdem der ermattete Jesus mit dem Kreuze zuerst an dem Kalvarienberge angelanget, ist er abermal zu Boden gefallen, und wäre kein Wunder gewesen, wenn er sein allerheiligstes Haupt ganz und gar zerquetschet hätte. Doch seine Liebe zu uns Menschen wird nicht gebrochen, und unterliegt nicht. Was muß es doch für eine ent 227 feßlich schwere Last um die Sünde seyn? Jesum drücken sie so oft zu Boden; und mich, wenn ich durch die Verdienste des Leidens Christi nicht wäre erhalten worden, hätten sie gar bis in den Höllengrund gedrückt. Anmuthung. O barmherziger Jesu! dir sei unendlich Dank gesagt, daß du mich in Sünden nicht hast liegen, wie ich wohl verdient, nicht in die Tiefe der Hölle haft fallen lassen. Entzünde in mir einen neuen Eifer zum Guten, erhalte mich beständig in deiner Gnade, damit nimmermehr falle, sondern im Guten stets verharre. Vater unser, u. s. w. wie oben. X. Station. Jesus wird seiner Kleider entblößet. Ich bethe dich an, Herr Jesu u. s. w. $ 13 Betrachtung. Es werden dem lieben Heilande die Kleider ausgezogen, oder vielmehr hinweggerissen. Ach, mit was großen Schmerzen wird sammt den Kleidern, welche in die Wunden und Blut ganz eingepacken, auch die anklebende Haut mit hinweg 228 gerissen, und alle Wunden erneuert. Die Kleider werden ihm ausgezogen, damit er nackend und bloß sterbe. Wie wohl werde auch ich sterben, wenn ich den alten Menschen sammt seinen Anmuthungen und bösen Begierlichkeiten werde ausgezogen haben. Aumuthung. Es geschehe, o Jesu! es geschehe, daß ich den alten Menschen aus- und einen neuen anziehe, welcher nach deinem Wohlgefallen, Wunsch und Willen ist; sollte es mir noch so empfindlich und schmerzlich vorkommen, will ich doch meiner Haut nicht schonen. Alles Irdischen, alles Zeitlichen entblößt, verlange ich zu sterben, damit ich mit dir ewig lebe. Vater unser, u. s. w. wie oben. XI. Station. Christus wird ans Kreuz genagelt. Ich bethe dich an, Herr Jefu u. s. w. sidson Betrachtung. #KU Nachdem Jesus seiner Kleider entblößt worden, wird er auf dem Kreuze peinlich ausgestreckt, und durch seine heil. Hände und Füsse an dasselbe - 229 1 genagelt. D Schmerzen, o Marter, o Pein! und er schweiget, weil es dem himmlischen Vater also gefallet, er überträgt es mit Geduld, weil er ihm zu Liebe leidet. Wie verhältst du dich im Kreuz und Leiden. Was für Ungeduld erzeugst du! Was für Klagen führest du! Anmuthung. D geduldiges Lämmlein Jesu! ich verwerfe und verfluche meine Unvollkommenheiten und Ungeduld. Nimm mich hin, freuzige mein Fleisch mit seinen Begierlichkeiten und Lastern, schneide, brenne, freuzige in diesem Leben, wie du willst, auf daß du mich ewig verschonest. Ich strecke aus meine Arme, und übergebe mich dir gänzlich, in allem geschehe dein allerheiligster Wille. Vater unser, u. s. w. wie oben. XII. Station. Jesus wird erhöhet, und stirbt am Kreuze. Ich bethe dich an. Herr Jesu u. s. w. Betrachtung. Sieb an, Jesum an dem Kreuze, da hanget er nackend und bloß. Jetzt kannst du sehen die - 1900 10 230 - Wunden, die er aus Liebe deiner empfangen hat. Die ganze Gestalt des gefreuzigten Jesu ist voll der Liebe. Das Haupt ist geneigt, dich zu küssen, die Arme sind ausgespannt, dich zu umfangen, das Herz ist offen, dich einzuschließen. O was ist das für eine Liebe! Jesus stirbt an dem Kreuze, damit der sündige Mensch lebe, und von dem ewigen Tode erlöset werde. Anmuthung. allerliebster Jesu! wer wird mir geben, daß auch ich aus Liebe deiner sterben möge! Lag mich wenigst der Welt gänzlich absterben. O wie wird mir die Welt sammt allen ihren Eitelkeiten so eckelhaft, wenn ich dich nackend und bloß am Kreuze hangend ansehe! Nimm mich, o Jesu! in dein eröffnetes Herz hinein, dir gehöre ich ganz und gar zu. Anders nicht, als dir o Jesu! verlange ich zu leben und zu sterben. Sch bethe dich an, Herr Jesu u. s. w. - 231 - XIII. Station. Jesus wird vom Kreuze abgenommen, und in den Schooß Mariä gelegt. Ich bethe dich an, Herr Jesu u. s. w. Betrachtung. Von dem Kreuze hat Jesus nicht wollen absteigen, sondern ist an selbem bis ans Ende verHarret. Da er aber nach seinem Tode von dem Kreuze herabgenommen worden, hat er, gleichwie lebendig, also auch tobt, in dem jungfräulichen Schooße Mariä, seiner liebsten Mutter liegen wollen. Sei beständig in dem Guten, und laß dich nicht von dem Kreuze; wer verharret bis ans Ende, der wir selig seyn. Bedenke nebenbei, wie rein jenes Herz seyn soll, in welches der zarte Frohnleichnam Jesu Christi in dem hochheiligen Saframente des Altars empfangen wird. Anmuthung. D Jesu! ich bitte dich demüthigst, laß mich von deinem Kreuze nicht abnehmen; ich verlange an demselben zu leben und zu sterben. Erschaffe in mir ein reines Herz, damit ich mittelst der heil. Kommunion deinen allerheiligsten Leib wür 232 diglich empfangen möge, auf daß du in mir, und ich in dir verbleibe, und nimmermehr von dir abgesondert werde. Vater unser, u. s. w. wie oben. - - XIV. Station. Der heilige Zeichnam Jesu wird in das Grab gelegt. = 79/ Ich bethe dich an, Herr Jesu u. s. w. mad mo Betrachtung. Es wird der Leichnam Christi begraben in ein fremdes Grad. Der an dem Kreuze nichts hatte, wo er sein allerheiligstes Haupt hinlegte, hat auch kein eigenes Grab auf der Welt, weil er nämlich von dieser Welt nicht war. Du, der du so viel von dieser Welt haft, bist von dieser Welt? Verachte die Welt, damit du mit derselben nicht zu Grunde gehst. him ol feld Anmuthung. hiukse e. Spielze 19722 manied mor Jesu! du hast mich auserwählet von der Welt, was soll ich denn suchen in dieser Welt? du haft mich erschaffen zu dem Himmel, was soll - 233 - ich denn in der Welt verlangen? Ferne von mir, o Welt! mit deinen Eitelkeiten, auf dem Kreuzwege, welchen mir mein Heiland und Erlöser mit seinen gebenedeyten Fußstapfen gebahnet, werde ich deinem Vaterlande, dem Himmel zuwandern, dort soll meine Wohnung seyn in Ewigkeit. Vater unser, u. s. w. wie oben. Aufopferung. 23 gütigster Herr Jesu Christi! ich sage dir demüthigsten Dank für die große Barmherzigfeit, welche du mir auf diesem Kreuzwege verliehen haft. Ich opfere denselben auf zur Verehrung deines bitteren Leidens und Sterbens, zur Verzeihung meiner Sünden, und Nachlassung der verdienten Strafen, zur Hilfe und Troft der armen Seelen in dem Fegfeuer. Endlich bitte ich dich, o Jesu! demüthiglich, du wollest dein kostbares Blut, dein bitteres Leiden und Sterben an meiner Seele nicht lassen verloren werden. Amen. 20100 # 20937) tondndan Meß- und Kirchengesänge. Erster Meszgesang. 3um Introitus. 1. Wir werfen uns darnieder, id Vor dir, Gott Sabaoth, Erhöre unsere Lieder, Da wir nach dem Geboth, Dir dieses Opfer bringen, Verleihe nun, daß wir, Es andachtsvoll besingen, Und wohlgefallen dir. 2. Den Tag vor Jesu Leiden, m Beim letzten Abendmal, Indem er wollte scheiden, Aus diesem Jammerthal, Hat er das Brod gebrochen, Und ausgetheilt den Wein, Gesegnet und gesprochen: Dieß thut und denket mein. tur € pouzda 194-200 J19m 13 235 und 350 3. Er sprach: nehmt hin und effet, l Dieß ist mein Fleisch und Blut; Damit ihr nicht vergesset, Was meine Liebe thut. Mich opfernd will ich sterben, Am Kreuz zum Heil für euch, Wer an mich glaubt, soll erben, Mit mir das Himmelreich. 4. D Herr! dieß Opfer steige, Zu dir mit Wohlgeruch, Damit dein Herz sich neige, Zu deines Volks Gesuch. Wir opfern nicht mehr Kälber, Wie Aaron hat gethan, Nein, Jesum Christum selber, Der uns versöhnen kann. - en C 39d397 116 Zum Gloria. 1. Gott Vater, dir gehöret, Lob, Ruhm, Dank und Ehr', Was unsere Ruhe störet, 10622 69 OHII the s E 0 0.0 Verstatte nimmermehr; Auf Erden laß uns grünen, Den Frieden jederzeit, Daß wir dir fröhlich dienen, dengan t Von Furcht und Angst befreit. 2. Der du der Menschen Sünden, d Gebüßt am Kreuzesstamm; Laß uns Erbarmung finden, O Jesu Gotteslamm! 236 19. Gelobt mit Mund und Herzen, Seyst du, Gott heiliger Geist, bid Der du in Angst und Schmerzen, Den Frommen Trost verleihst. Onde a bl0 - C Zum Evangelium. 1. Aus Gottes Munde gehet, ima Das Evangelium, Auf diesem Grunde stehet, Das wahre Christenthum. im sig 18 Gott selber hat's gelehret, Der nicht betrügen kann, Wohl dem, der's gerne höret, stqo 102 Und es nimmt willig an. non sign 190 2. Sein Wort zeigt uns die Wege, nisse Zum Himmelreiche an, Es weiset uns die Stege, Zu gehen diese Bahn. E Herr! drücke deine Worte, Tief in die Herzen ein, Daß wir zur Himmelspforte Zu kommen würdig seyn. me do? osim 8002 DÜZ Zum Credo. 1. Wir glauben und bekennen, Daß aus höchst weisem Rath, Gott, den wir Vater nennen, d Die Welt erschaffen hat, Von ihm ist ausgegangen, Sein Sohn, der Jesus heißt, sios An@ noe 1990 237 Der ward als Mensch empfangen, sic Durch Gott den heiligen Geist. 2. Maria hat geboren, 60 Als Jungfrau dieses Kind, Sonst wären wir verloren, Wir, die wir Sünder sind. od dni Er litt an Leib und Seele, sige 28. Schloß sterbend seinen Lauf, dus( 750 Stand aus des Grabes Höhle, Am dritten Tage auf. me 3. Er ward hinauf genommen, ud on Zu Gottes rechter Hand, Wann er wird wieder kommen, Ist uns zwar nicht bekannt. Doch kommt er einst zu rächen. Und wird von seinem Thron, Ein billig Urtheil sprechen, - #t bnQ mit mise ier 8 U19 Zur Strafe und zum Lohn. 4. Wir glauben nicht alleine, Daß eine Kirche sei. Wir stimmen der Gemeine, Der Heiligen auch bei. Die Sünde wird vergeben, Durch Christi Diener hier, Der Leib steht auf zum Leben, 1803 Geht ein zur Himmelsthür. 3um Offertorium. 1. Herr! laß doch diese Gaben, Dir wohlgefällig seyn, moe oe dala 238 Die wir geopfert haben, als diner Es ist zwar Brot und Wein, Doch wird's verwandelt werden. In Christi Fleisch und Blut, Das ist uns hier auf Erden, Und den Verstorbenen gut. 2. Wir opfern dir den Willen, Herz und Gedanken auf, Hilf uns, daß wir erfüllen, In unserm Lebenslauf, Was du uns deinen Kindern, deno Zu thun befohlen hast; Nimm weg, was uns fann hindern. Nimm weg die Sündenlast. 3. Wir legen dir zu Füßen, Auch unser Hab und Gut, Und was wir hier genießen, no B Das Leben, Leib und Blut. Gib uns bald fühlen Regen, Bald warmen Sonnenschein, Und laß durch deinen Segen, Die Felder fruchtbar seyn. - - 10 d' one sier finde id$ 129 il r 3um Sanktus. 1. Laßt uns gen Himmel schwingen, Zum Helfer in der Noth, Und dreimahl heilig singen, Dem Herrn Gott Sabaoth., Herr! Himmel und auch Erde!@ Sind voll von deinem Ruhm; D ( C 239 Hilf, daß bekehret werde, Das blinde Heidenthum. 2. Daß wir hernach zusammen, Dir unsere Herzen weih'n, Und voll von Liebesflammen, Dir ein Osanna schrei'n. Herr, der in deinem Namen Kommt, sei gebenedeit. Die Engel sagen Amen, Jetzt und in Ewigkeit. - - #Q oled gn2 Nach der Wandlung. 1. Hier beth' ich auf den Knien, Verborgener Gott, dich an, Ich will mich nicht bemühen, Das, was du hier gethan, Durch Sinne zu begreifen, Dein Wort muß mir allein, Um hier nicht auszuschweifen, Der Grund des Glaubens seyn. 2. Die Gottheit war bedecket, Allein am Kreuzaltar; Hier aber ist verstecket, Die Menschheit auch sogar. Dieß Denkmahl deiner Güte, Dieß wahre Himmelsbrod, Erinnert mein Gemüthe, nis@ Herr an deinen Tod. 3. Wasch mich von meinen Sünden, O Jesu! durch dein Blut, is 48 G 8 - 240 - Und laß mich Gnade finden, Du allerhöchstes Gut. Laß bald den Vorhang fallen, 2000 Erschein im vollen Licht. Und zeige mir und Allen Dein glänzend Angesicht. Zum Agnus Dei. 1. Erfreuet euch, fromme Seelen, Ein Wunder ist gescheh'n, Der Herr will sich verhehlen, Kein Auge kann ihn seh'n. In Brod und Weinsgestalten, Ist Jesu Feisch und Blut, Auf dem Altar enthalten, Dieß größte Seelengut. 2. Verdeckt ist hier zu finden, Das wahre Gotteslamm, OR So aller Menschen Sünden, isid mil Getilgt am Kreuzesstamm, Es ist der Seelen Speise, Wie uns der Glaube lehrt, Sie nährt uns auf der Neise, Und wird doch nicht verzehrt. 3. Wenn wir das Leben schließen, Und dieses Himmelsbrod, r Recht wohl bereit genießen, So fann der bittere Tod, no Uns Christen nicht erschrecken; Es ist ein Unterpfand, sic Sic Mic C -- 241 - Daß Gott uns wird bedecken, Mit seiner starken Hand. 4. Herr Jesu! deiner Liebe, Sey Ehre Lob und Dank, Weil du nach ihrem Triebe, Zur Speise und zum Tranf, Dein Fleisch und Blut gegeben, In Brodsgestalt verhüllt, Daraus für uns das Leben, Und reine Freude quillt. 5. Entzünd' in uns Verlangen, Nach diesem Saframent, Herr! laß es uns empfangen, Wenn sich die Seele trennt, Laß uns im Frieden fahren, Von allen Sünden rein, Zu deinen Engelscharen, Und ewig bei dir seyn. So sind wir wohl daran. 2. Gott wolle uns behüthen, Daß uns an diesem Tag, stad bo 3um Segen des Priesters. 1. Da wir nunmehr gehöret, Die Messe wie man soll, So sey auch Gott geehret, Er mach uns segensvoll, Und laß es sich gefallen, Was wir allhier gethan, Er bleibe bei uns allen, 11 m3 ko 242 Des bösen Feindes Wüthen, on Nicht schädlich werden mag. Er laß uns ohne Sünden, Einst stehen vor Gericht, Damit wir Gnade finden, Vor seinem Angesicht. - ― 00 00 t 10 - 3 weiter Messgesang. Das Kyrie. Hier liegt vor deiner Majestät, 1. Im Staub die Christenschaar; Das Herz zu dir, o Gott! erhöht, Die Augen zum Altar. Schenk uns, o Vater! deine Huld, and 2502 A ma Vergib uns unsere Sündenschuld, D Gott! von deinem Angesicht! Verstoß uns arme Sünder nicht! Verstoß- uns nicht, Verstoß uns Sünder nicht. flor 2. Wir haben, Herr! dein Gut verschwend't, Wie der verlorne Sohn, Die Sünde hat uns so verblend't, Doch schau von deinem Thron, Mitleidig her auf unsern Schmerz, Verwirf nicht ein zerknirrschtes Herz; - 243 - Entzieh' die Baterhand uns nicht, disi di 11nd sende uns dein Gnadenlicht, Dein Gna- den- licht, Dein göttlich's Gnadenlicht. 3. Wir sind ja deiner Hände Werk, Der Schöpfung Unterthan; O gib uns Schwachen Kraft und Stärk, t Sieh uns in Gnaden an; Hier bringen wir auf dem Altar, Dir ein Versöhnungsopfer dar. id Gott! der Werth des Bluts ist groß, Das einst dein Sohn für uns vergoß, Für uns- ver- goß, Am Kreuz für uns vergoß. 3um Gloria. Gott soll gepriesen werden, Sein Nam' gebenebeyt, Im Himmel und auf Erden, Jetzt und in Ewigkeit. Lob, Ruhm, und Dank und Ehre, Sey der Dreyeinigkeit, Die ganze Welt vermehre, Gott deine Herrlichkeit. 3um Evangelium. Aus Gottes Munde gehet, Das Evangelium, Auf diesem Grunde stehet, Das wahre Christenthum. 1502 11* CZ TAU S stadveit 200 244 Gott selber ist's, der uns lehret, Der Weis- und Wahrheit ist; Der seine Lehre höret, Wie glücklich ist der Christ! - - 3um Credo. 1. Allmächtiger, vor dir im Staube, d Bekennt dich deine Kreatur. O Gott und Vater! ja ich glaube An dich, du Schöpfer der Natur. Auch an den Sohn, der ausgegangen, Von dir geboren ewig war, Den von dem heiligen Geist empfangen, Die reinste Jungfrau uns gebar. 2. Und Jesus Christus ist gekommen, Daß er versöhne uns mit Gott; Er hat die Schuld auf sich genominen, Und litt für uns den Kreuzestod. Erstand, besiegte Tod und Hölle, Fuhr zu des Vaters Rechten auf, Und wird als Richter jeder Seele, Einst prüfen unsern Lebenslauf. 3. Ich glaube Gottes Geist regieret, Die wahre Kirch und Christenheit, Ein büßend Schaaf, das sich verirret, Flieht hin zu der Barmherzigkeit. Am großen Tag wird's Fleisch ersteh'n, Jeßt Heilige helft uns gemein, Daß wir mit euch zum Leben gehen, Miterben Christi ewig seyn. 18 1 245 - 3um Offertorium. 1. Nimm an, o Herr! die Gaben, Aus deines Priesters Hand, Wir, die gesündiget haben, Weih'n dir dieß Liebespfand. Für Sünder hier auf Erden, In Aengsten, Kreuz und Noth, Soll dieß ein Opfer werden, Von Wein und reinem Brot. 2. Nimm gnädig dieß Geschenke, Dreyeinig großer Gott! Erbarm' dich unser, denke, An Christi Blut und Tod. Sein Wohlgeruch erschwinge, Sich hin zu deinem Thron, Und dieses Opfer bringe, Uns den verdienten Lohn. 3um Sanktus. 1. Singt heilig, heilig, heilig, Ist unser Herr und Gott! Singt mit den Engeln heilig, Bist du, Gott Sabaoth! Im Himmel und auf Erden, Soll deine Herrlichkeit, Gelobt, gepriesen werden, Jegt und in Ewigkeit. 2. Wir singen froh zusammen, Von ganzer Seel' erfreut, - 246 Der kömmt ins Herrn Namen, Der sey gebenedeit! Osanna in der Höhe! Gepriesen sey der Herr, Dem großen Gott geschche, Sein Lob von Meer zu Meer. t Nach der Wandlung. 1. Sieb' Vater! von dem höchsten Throne, Sieh' gnädig her auf den Altar, Wir bringen dir in deinem Sohne, Ein wohlgefällig's Opfer dar. Wir flehn durch ihn, wir deine Kinder, Und stellen dir sein Leiden vor, Er starb aus Liebe für uns Sünder, Noch hebt er's Kreuz für uns empor. Noch hebt er's Kreuz für uns empor. 2. Er hat für uns sich dargegeben, Für alle Menschen insgesammt, Peym Vater, daß wir ewig leben, Vertritt er jeßt das Mittleramt.mi Jesu! höre unsere Bitte, Steb' unserer Schwachheit immer bey, astmin Auf daß dein Leiden, deine Güte, An uns niemahl verloren sey, An uns niemahl verloren sey. 3um Agnus Dei. 1. Betrachtet ihn in Schmerzen, Sie er sein Blut vergießt, - 247 - Sebt wie aus Jesu Herzen, Der legte Tropfen fließt. Er nahm hinweg die Sünden, Er trug all unsere Schuld, Bey Gott läßt er uns finden, Den Frieden, seine Huld. Die geistliche Communion. D Herr! ich bin nicht würdig, Zu deinem Tisch zu gehen, Du aber mach mich würdig, Erbör' mein findlich Flehen. O stille mein Verlangen, Du Seelenbräutigam! Im Geiste zu empfangen, Dich wahres Ofterlamm. Zum Beschluße der heil. Messe. Nun ist das Lamm geschlachtct, Das Opfer ist vollbracht, Wir haben jetzt betrachtet, Gott deine Lieb' und Macht. Du bist bey uns zugegen, Aus deinem Gnadenmeer Strom uns dein Vaterſegen, Durch dieses Opfer her. 3um Segen. 1. Laßt uns dann würdig ehren, Ein so großes Saframent, 248 Nach dem neuen Bund uns fehren, Weil der alte sich geendt'; Was man nicht mit Händen greifen, Noch mit Augen sehen kann, Sehen wir, di 1961 1100+18 MC Sehen wir im Glauben an. 2. Gott den Vater wir erheben, Mit dem eingebornen Sohn, Preis und Jubel sich ergeben, Beyden auf den höchsten Thron. Dem auch, der von ihnen beyden dn Ausgeht, Gott von Ewigkeit, Werde gleich, Werde gleiches Lob geweiht. - - - had a #C Dritter Messgesang. 3um Introitus. Hier ier wirft vor dir im Staub sich hin, D Gott! die Christenschaar! Zu dir erhebt sich Herz und Sinn, Das Auge zum Altar. an Oblick auf uns mit Vaterhuld, Vergib uns die bereute Schuld! Verstoß von deinem Angesicht, O Gott! uns arme Sünder nicht! 20 - 249 - Verstoß uns nicht! Verstoß uns Sünder nicht. Beym Gloria. Gott soll gepriesen werden, Auf seinem höchsten Thron, Und Friede sey auf Erden, Der guten Menschen Lohn! Wir loben, ehren alle, Dich, o Dreyeinigkeit! Und unser Dank erschalle, Bis an das End' der Zeit. Beym Evangelium. Es kömmt aus Gottes Munde, Das Evangelium, Und nur auf diesem Grunde, Steht wahres Christenthum. Herr! laß uns niemals kehren, Durch deiner Feinde List; Das Ohr zu falschen Lehren! Dieß fleht der wahre Chrift. TO Beym Credo. Allmächtiger! vor dir im Staube, Bekennt dich deine Kreatur, O Gott und Vater! Ja ich glaube, An dich, du Schöpfer der Natur! An deinen Sohn, den uns empfangen, Der reinsten Jungfrau Schooß gebar, 00 250 Und an den Geist, der ausgegangen, Von beyden stets, mit beyden war. - - Beym Offertorium. Nimm an, o Herr! die Gaben, Von deines Priesters Hand, Die dich beleidigt haben, Versöhne dieses Pfand. Bald bleiben nur Gestalten, Von diesem Brod und Wein, hi mo slee. Und das, was sie enthalten, Wird Seelenspeise seyn. Bewegt von dem Geschenke, Dreyeinig großer Gott! Erbarme dich, und denke, no Rol now ist to adsin dall Wer sich für uns erboth! Der sich zum Opfer bringet, som duff Vor deinem Gnadenthron, n Zum Vaterherzen dringet, Ist dein geliebter Sohn. p 3um Sanktus. O finget dreymahl heilig, Ist Herr Gott Sabaoth! Dreyeinig unzertheilig, Ist unser Herr und Gott. Es glänzet seiner Ehren, Die ganze Schöpfung voll. D, daß uns Engel lehren, Wie man ihn preisen soll. de bod ta 1982 - 251 - Um Engel nachzuahmen, bun si 100 Singt unser Geift erfreut: Der fam in Gottes Namen, Der sey gebenedeyt! Hosanna schallt es oben, mi 4831. 10 an bisadall 500 107 1083 E: Hosanna singen wir, d Und bethen an und loben, Und staunen, Herr! vor dir. Nach der Wandlung. s Sieh Vater! von dem höchsten Throne, Sieh gnädig her auf den Altar, Wir bringen dir in deinem Sohne, Ein wohlgefälligs Opfer dar. Wir fleh'n durch ihn, wir deine Kinder, Und stellen dir sein Leiden vor. mis Er starb des Todes lleberwinder, 10 Stand auf, und fuhr zu dir empor. Er hat für uns sich dargegeben, Für alle Menschen insgesammt; 80@ Vertritt, damit wir ewig leben, Beym Vater ist das Mittleramt. O Jesu, laß uns Huld erwerben, si Steh' unserer Schwachheit immer bey, Damit dein Leiden und dein Sterben, Ja nicht an uns verloren sey.( 102 Beym Agnus Dei. Betrachtet ihn in Schmerzen, Wie er sein Blut vergießt, - 252 - Seht, wie aus Jesu Herzen, Der letzte Tropfen fließt. Er fließt uns anzufünden, Das wahre Gotteslamm, Das liebreich alle Eünden,) conlod Von unsern Seelen nahm. moż Bey der Communion. il Wie soll, o Herr! ich's wagen, An deinen Tisch zu geh'n? Du darfst ein Wort nur sagen, Um mich gesund zu seh'n. stille mein Verlangen, Du einzig's Seelengut. Im Geiste zu empfangen, Dein wahres Fleisch und Blut. doll 10 Nach der Communion. Nun ist das Lamm geschlachtet, Das Opfer ist vollbracht, Nun haben wir betrachtet, Gott! deine Lieb' und Macht. Die bleib' uns stets zugegen, Aus deinem Gnadenmeer, Ström' immer uns dein Segen, Durch dieses Opfer her! ohin a 253 - Predigtlied an Sonntagen. Im Tone: Im Namen des Vaters u. s. r. 1. In Gott des Vaters und des Sohns, Und seines Geistes Namen, Sprecht hier am Fuße seines Throns, O Christen! freudig Amen. Sprecht Amen, und bereitet euch, Nach eures Meisters Lehren, Den Vater in dem Himmelreich, Mit Bitten zu verehren. 2. O Vater unser, der du bist, Im Himmel und auf Erden, Dein Name, der so liebvoll ist, Soll stets geheiligt werden. Dein Reich von Anbeginn der Welt, Bereitet allen Frommen, Das laß, wenn dieser Staub zerfällt, Für uns auch einstens kommen. 3. So wie auf jeden Wink von dir, Die Himmelsgeister sehen, So soll auch unter Menschen hier, Dein Wille stets geschehen. Das Brot, das unsere Seele nährt, Um dir, o Gott! zu leben, Auch jenes, das der Leib begehrt, Sey täglich uns gegeben. 254 4. Vergieb uns Vater, jede Schuld, Die wir vor dir bereuen, pos So wie wir alle mit Geduld, - - Den Schuldigern verzeihen. Ersticke, wenn Versuchung droht, In uns den bösen Samen, Erlös' uns jetzt, und einst, o Gott! Von allem Uebel. Amen. TUT Bitten. 2 2. datt Gott! deine Güte reicht so weit, 1. So weit die Wolken gehen; Du frönst uns mit Barmherzigkeit, Und eilst uns beyzustehen. Herr! meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Fleben, merk auf mein Wort, Denn ich will vor dir bethen. 2. Jch bitte nicht um Uleberfluß Und Schäße dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden! Gieb mir nur Weisheit und Verstand, Dich Gott! und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, 255 So sehr sie Menschen rühren, om is 63 Des guten Namens Eigenthum Laß mich nur nicht verlieren! bing) 10 Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht Der Ruhm vor deinem Angesicht, Und frommer Freunde Liebe. - 4. So bitt' ich dich, Herr Sabaoth, Auch nicht um langes Leben! Im Glücke Demuth, Muth in Noth, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. 100C biznite 302 Gesänge zur Adventszeit. Zur Rorate. Maria, sey gegrüßet, 1. Du lichter Morgenstern! Der Glanz, der dich umfließet, dm) Verkündet uns den Herrn. Von jeder Mackel rein, Sollst du zum Menschenheile, Des Höchsten Mutter seyn. 2. Dein Gott zu dir gewendet, Ertheilet den Befehl, 68 256 Es eilt von ihm gesendet, Der Engel Gabriel. Er spricht: O gnadenvoll, Gesegnet unter Weibern! Der Herr bedenkt dein Wohl. 3. Dieß konntest du nicht fassen, Und batheft ihn dabey, Dich recht verstehen zu lassen, Was diese Bothschaft sey. Maria zitt're nicht, Denn du haft Huld gefunden, Vor Gottes Angesicht. 4. Er will du sollst empfangen, Gebären einen Sohn, Der wird durch ihn gelangen, Auf Davids Vaterthron. Des Höchsten Sohn zugleich, Und Jesus soll er heißen, Unendlich ist sein Reich. 5. Wie soll denn dieß geschehen? Ich kenne keinen Mann. O Jungfrau! du wirst sehen, Was Gottes Allmacht kann. Er sendet seinen Geist, - - Der wird dich überschatten, Damit du Mutter seyft. 6. In ihren alten Tagen, Kann auch Elisabeth, Von seinen Wundern sagen, Die nun gesegnet geht. m? ard 802 257 Sie hieß zwar unfruchtbar, Doch dem ist nichts unmöglich, Der seyn wird, ist, und war. 7. Da sprachst du tief geneiget, Ich bin des Höchsten Magd, Was du mir angezeiget, Das sey, wie du gesagt. O freudenvolles Wort! - Der Bothe Gottes eilte, Mit seinem Auftrag fort. 8. Von seines Vaters Freuden, Kam jetzt das Wort herab, Für Sünder hier zu leiden, Zu suchen Tod und Grab. Es wählte deinen Leib, Mit Fleische sich zu kleiden, Gebenedeytes Weib! HE Bind 9. Den Schatz, den du empfangen, dat O bring' ihn bald zur Welt! Wir warten mit Verlangen, Denn er ist jener Held, Der unsere Bande bricht, Und aus des Todes Schatten, Uns rufet in das Licht. 10. Dieß Lied sey dir gesungen, Des Heils Gebärerin! Mit dir ergeb'nen Zungen, Mit dir ergeb'nen Sinn. Dein hochgelobtes Pfand, Führ' uns auf deinen Fürspruch, Hinauf in's Vaterland. 18 i NI - 258 1 - You Thid O Zweiter Gesang. Thauet Himmel den Gerechten, 1. Wolken regnet ihn herab, Also rief in langen Nächten, Einst die Welt ein weites Grab. In von Gott verfluchten Gründen, Herrschten Satan, Tod und Sünden, 12 Fest verschlossen war das Thor, 08.8 Zu des Heiles Erb' empor. 112. Doch der Vater ließ sich rühren, Daß er uns zu retten sann, Und den Rathschluß auszuführen, Trug der Sohn sich freudig an. Gabriel flog schnell hernieder, Kehrte mit der Antwort wieder, Sieh, ich bin die Magd des Herrn, Was er will, erfüll' ich gern. 3. Dein Gehorsam ist mein Leben, Jungfrau, demuthsvoll und feusch, Gottes Geist wird dich umschweben, Und des Vaters Wort wird Fleisch. Menschen bethet an im Staube, Web der Höll und ihrem Raube, Aber Adamsfindern wohl, Weil ein Heiland kommen soll. 4. Einen Zuruf hör' ich schallen, Brüder wacht vom Schlummer auf, C in' Al Tunic 259 Denn es naht das Heil uns allen, Nacht ist weg, der Tag im Lauf. O dann fort mit allen Thaten, Die die Nacht zur Mutter hatten, Künftig ziche Jedermann, Nur des Lichtes Waffen an. 5. Laßt uns wie am Tage wandeln, Nicht in Fraß und Trunkenheit, Nicht nach Fleischbegierden handeln, Weit verbannt sey Zank und Neid. Jenem gänzlich nachzuarten, Deffen Ankunft wir erwarten, Dieses ist nun unsere Pflicht, So wie sein Apostel spricht. 6. Welterlöser, ich erfülle Deines treuen Knechtes Rath,* 08 Komm in meine Fleisches Hülle, Wie dein Both verfündet bat. Komm, und bringe mir den Frieden, Menschen ist er nur beschieden, Die vom guten Willen sind, Komm, ich bin es, göttlich's Kind. - - 06 S Weihnachtsgesang. 1. Dieß ist der Tag von Gott gemacht, Ich will mich herzlich freuen, Auch mich hat heut' der Herr bedacht, - 260 - Ich will ihm Lieder weihen. Das Heil, das aus der Jungfrau Schooß, Heut allen Adamskindern sproß, Ist auch für mich geboren. Vor seiner Krippe sink' ich dann, Und bethe meinen Heiland an, 10 In Wonne ganz verloren. 2. In meiner Bildung liegt er hier, Den keine Namen nennen, Gott! o Kind! geläng' es mir, Die Gutthat ganz zu kennen, Du steigst von dem Thron herab, Den dir mit sich dein Vater gab, Um hier für mich zu leiden, Du wählest mir zu nüßen heut, Für Ueberfluß die Dürftigkeit, Den Stall für Himmelsfreuden. 3. Du weinst mein Jesu! sey gegrüßt, O gnadenreiche Zähre! Sey mir mit Ehrfurcht aufgeküßt, O Tropfen aus dem Meere, Das einstens blutig strömen soll, Für mein und aller Sünder Wohl, Sey auch für mich geweinet. Erwärme falter Christen Herz, Das ihres Heilands ersten Schmerz, Nicht zu empfinden scheinet. 4. Das meine soll dein Wohnplag seyn, Geliebtester aus allen, Es soll wie neugeschaffen, rein, 10 20 an - 261 MC Von Engeltrieben wallen. Komm aus der Krippe, fomm zu mir, Bring' echte Frömmigkeit mit dir, Und wahre Christensitten. - 05 jul O noch nicht Richter, noch ein Kind, Dieß macht mich hoffen, Kinder sind Ja leichter zu erbitten. 5. Du febreft einst in Majestät, Vom Engelheer umringet, Wann diese Welt zu Trümmern geht, Der Staub aus Gräbern dringet, Dann muß auch ich hin ins Gericht, Allweiser! vor dein Angesicht, Mit Furcht und Angst durchdrungen. Osprich dann, ich erkenne dich, Du hast bei meiner Krippe mich, Mit Inbrunst einst besungen. Gesang in der Fastenzeit. 1. Laß mich deine Leiden singen, Dir des Mitleids Opfer bringen, Unverschuldtes Gotteslamm, Das von mir die Sünde nahm. Jesu drücke deine Schmerzen, Tief in aller Christen Herzen, Laß mir deine Todes Pein, Troft in meinem Tode seyn. Ma E A 01 - 262 2. Ins Gericht für Menschen treten, Zum erzürnten Vater bethen, Seh' ich dich mit Blut bedeckt, Auf den Dehlberg hingestreckt. Jesu drücke deine Schmerzen, u. s. w. 3. Dich zu binden und zu schlagen, Zu beschimpfen und zu plagen, Nahet sich der Feinde Schaar, Und du gibst dich willig dar. Jesu drücke deine Schmerzen, u. s. w. 4. Von den Richtern, die dich hassen, Wilden Kriegern überlassen, Strömet dein unschuldig Blut, Unter frecher Geißeln Wuth. Jesu drücke deine Schmerzen, u. s. w. 5. Unter lautem Spott und Hohne, Seh ich eine Dörnerkrone, Die mein Heiland scharf gespißt, Deine Stirne schmerzlich rißt. Jesu drücke deine Schmerzen, u. s. w. 6. Wundenvoll, erblaßt, entkräftet, An das Opferholz geheftet, Seh' ich, wie ein Gottmensch stirbt, Und den Sündern Heil erwirbt. Jesu drücke deine Schmerzen, u. s. w. 7. Heiland, meine Missethaten, Haben dich verkauft, verrathen, Dich gegeißelt und gekrönt, An dem Kreuze dich verhöhnt. Ach es reuet mich vom Herzen, The 263 Laß mein Heiland deine Schmerzen, Deines Mittlers Todespein, - - Nicht an mir verloren seyn. ain pinio Oft erli e d. alin Im Tone: Christus ist erstanden, u. s. w. 1. Der Heiland ist erstanden, Befreyt von Todesbanden, Der als ein wahres Osterlamm, Für mich den Tod zu leiden kam. Alleluja. 2. Nun ist der Mensch gerettet, Und Satan angefettet, Der Tod hat keinen Stachel mehr, Der Stein ist weg, das Grab ist leer. Alleluja. 3. Der Sieger führt die Schaaren, Die lang gefangen waren, In seines Vaters Reich empor, Das Adam sich und mir verlor. Alleluja. 4. O wie die Wunden prangen, Die er für mich empfangen, Wie schallt der Engel Siegsgesang, Dem Starken, der den Tod bezwang. Alleluja. 264 5. Mein Glaube darf nicht wanken, am b O tröstlicher Gedanken, C - - Ich werde durch sein Aufersteh'n, Life Gleich ihm aus meinem Grabe gehen. Alleluja. 6. Die Nacht, die mich dort decket, Bis mich der Engel wecket, Ist kurz; dann ruft mein Heiland mich In's Reich, wo niemand stirbt, zu sich. Alleluja. 7. O Meer der Seligkeiten, Ein Ort mir zu bereiten, Ging mein Erlöser hin vor mir, ziste Erstandener, ich folge dir. Alleluja. 8. Ja durch ein neues Leben, Will ich zur Höhe streben, Wo du mit deinem Vater thronft, Und jede gute That belohnst. dail Alleluja. 9. Dann werd ich im Gerichte, Vor deinem Angesichte, Von deinem Blute glänzend flehen, 0 Und zu des Lammes Hochzeit gehen. Alleluja. 10. Alleluja, Alleluja, Alleluja, Wie du vom Tod erstanden bist, Laß uns ersteh'n, Herr Jesu Christ. Alleluja. - 265 - Pfingstlied. 1. Komm beil. Geift, o dritte Perion, Von einer Natur mit Vater und Sohn, Der du von seiner Sündenlast, So manches Herz befreiet haft.don Komm heiliger Geist, erwünschtester Gast. 2. Komm heil. Geist, auf uns jegt herab, So wie dich einst Gott den Gläubigen gab, Als ihre noch geringe Zahl, Versammelt im verschloß'nen Saal, Sich sehnte nach dir, du göttlicher Strahl. 3. Komm heil. Geist, ein Tröster genannt, Es werde durch dich der Kummer verbannt, Der ungestört in unserer Pflicht, Die Trägheit überwindet uns nicht, Wenn du uns entflammst, o mächtiges Licht. 4. Komm heil. Geift, du Lehrer der Welt, Die Straße des Heils wird niemals verfehlt, Wenn man sich nicht an Sekten fehrt, Die Kirche, die dein Einspruch lehrt, Mit findlicher Treu als Mutter verehrt. 5. Komm heil. Geist vom himmlischen Thron, Dir werde zugleich mit Vater und Sohn, In unzertheilter Wesenheit, Von nun an bis in Ewigkeit, Anbethung und Dank und Jubel geweiht. 12 - 266 1 Gesang an den Festtagen Maria. 1. Gnadenquelle sey gegrüßt, Quelle, die beständig fließt, Trost der Christen, o Maria! Jungfrau, sey gegrüßt. 2. Sey gegrüßt zu jeder Stunde! In dem Herzen mit dem Munde, Alles mache deine Würde, Deine Gnade fund. 5. Mutter, es ist unerhört, 119 3. Liebste Mutter, wir sind dein, Zeig dich Mutter stets zu seyn; Schreib uns alle deinem Herzen, sid Unauslöschlich ein. sid prin ste 4. Du warst noch zu jeder Zeit, mo Ursach unsrer Fröhlichkeit, Sey es bis zum Lebensende Und in Ewigkeit. 1313 .8 dans mmoRL 267 Daß dein Sohn dir nicht gewährt, Was du deinen treuen Dienern med mod Gütig haft begehrt. - - 6. Wenn Gefahr der Seele droht, han sufe In des Lebens jeder Noth, mis pull Rettet uns in deinem Namen, Der versöhnte Gott. 7. Drückt den Sünder schwere Last, Er zu dir Vertrauen faßt, Die du dich der Sünder Zuflucht, Stets gezeiget haft. 8. Wer dich in Betrübniß bath, Fand bey dir, Maria Rath, Trost, wer immer dir als Mutter, Sich empfohlen hat. 9, Auch zu streiten bis auf's Blut, Um des Himmels großes Gut; Bringst du Reinste! den Versuchten, sit Neue Kraft und Muth. 10. Groß ist unserer Feinde Zahl Hier in diesem Thränenthal; n 12* 268 - Rette Mutter, deine Kinder Von dem Sündenfall. 11. Und wann Seel und Leib sich trennt, Nur noch schwach das Herz dich nennt, O dann bitte, Mutter bitte, Um ein selig's End. 62 12. Nach vollbrachtem letzten Streit, Führ uns in die Ewigkeit, Milde Jungfrau, zeig uns Jesum In der Herrlichkeit. Das Te Deum Laudamus. 1. Großer Gott! wir loben dich, Herr! wir preisen deine Stärke, Vor dir neigt die Erde sich, Und bewundert deine Werke, Wie du warst zu aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir cin Loblied an, Alle Engel, die dir dienen, - 269 - Rufen dir stets ohne Ruh, Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Sabaoth! S Heilig, Herr der Kriegesheere! Starker Helfer in der Noth, Himmel, Erde, Luft und Meere, a Sind erfüllt mit deinem Ruhm, Alles ist dein Eigenthum. 4. Der Apostel Christi Chor, th8 Der Propheten große Menge, 2 Schickt zu deinem Thron empor, Neue Lob- und Dankgesänge, Der Blutzeugen große Schaar, $.01 19 Lobt und preist dich immerdar.id# 6 5. Auf dem ganzen Erdenkreis, Loben Große und auch Kleine Dich Gott Vater! dir zum Preis, Singt die heilige Gemeine, Sie ehrt auch auf seinem Thren, Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heil. Geist, Welcher uns mit seinen Lehren, id Und mit Troste kräftig speist, 300 Der, o König! voller Ehren, Der mit dir Herr Jesu Christ! Und dem Vater ewig ist. 7. Du des Vaters ewiger Sohn, Haft die Menschheit angenommen, Du bist auch von deinem Thron, Zu uns auf die Welt gekommen, - 270 - Gnade hast du uns gebracht, Von der Sünde frey gemacht. 8. Nunmehr steht das Himmelsthor, Allen, welche glauben, offen; Du stellst uns dem Vater vor, Wenn wir findlich auf dich hoffen; Endlich kömmst du zum Gericht, Zeit und Stunde weiß man nicht. 9. Steh Herr deinen Dienern bey, Welche dich mit Demuth bitten, Die dein Blut dort machte frey, Als du für uns hast gelitten, Nimm uns nach vollbrachten Lauf, Zu dir in den Himmel auf. 10. Sieh dein Volk in Gnaden an; Hilf uns, segne Herr! dein Erbe; Leit' es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe. Hilf, daß es durch Buß und Fleh'n, Dich im Himmel möge seh'n. 11. Alle Tage wollen wir, Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir, Ehre, Lob und Dank erweisen. Gib, daß wir von Sünden heut, Und von Lastern seyn befreyt. 12. Herr, erbarm', erbarme dich! Uleber uns Herr! sey dein Segen, Deine Güte zeige sich, So wie wir zu hoffen pflegen; - 271- Auf dich hoffen wir allein, Laß uns nicht verloren seyn.mod 3) alams@ Gefang zum heiligen Altarssakramente. 1. Komm, o fromme Christenschaar! Wirf dich nieder am Altar! ( Denn es stellt in Brodsgestalten Sich dein Heiland dar.) 2. Hier ist Jesus Fleisch und Blut, Hier das allerhöchste Gut. ( Keine Seele geht verloren Unter seiner Huth.) 2573 3. Sey gelobt, gebenedeyt, Trost in Widerwärtigkeit, ( Aller, die sich dir vertrauen, Wahre Sicherheit.) 4. Gib uns Segen, großer Gott! Wundervolles Himmelsbrot! Chilf den Deinen, und bewahre, Sie vor aller Noth.) 5. Gib uns wahre Buß und Reu, Mach uns von den Sünden frey, ( Daß nach Glauben, Hoffen, Lieben, Unser Trachten sey.) 6. Ist nun unsere Pflicht gethan, @ 00 - 272 Und vollend't des Lebens Babn, his lu S ( dann nimm zu deinen Freuden, Uns'rc Seelen an.) 7. Sey gelobt, gebenedeyt, Heiligste Dreyfaltigkeit, ( Jesu Preis im Saframente Bis ans End' der Zeit.) hrd - Buslied. 2 mo dhid lulus 1. Strenger Richter aller Sünder, Treuer Vater deiner Kinder, Der du in dem Himmel wohnst, Drobest, strafest, und belohnst, HIP £ NB. Folgende vier Verse werden am Ende einer jeden Strophe wiederholet. 2. Jeden Tag, ja jeden Morgen, Kannst du alle wohl versorgen, Du bist unermeßlich reich, Nichts ist deiner Güte gleich. AC Höre gnädig unser Bitten, Wende ab von unsern Hütten, Krankheit, Krieg und Hungersnoth, Gib uns unser täglich's Brot. - 273 3. Alles kömmt von deinem Segen, Du gibst Sonnenschein und Regen, Daß die Feldfrucht wächst und blüht, Daß man reiche Ernte sieht. - 4. Wenn sich Ungeziefer mehret, Und die Früchte uns verzehret, So geschiehts nach deinem Rath, Wegen unserer Missethat. 5. Wenn bey vielen Regengüssen, Saat und Frucht verderben müssen, So hat's deine Hand gethan, Unsere Sünd' ist Schuld daran. 6. Wenn in heißen Sommertagen, Schlossen alles niederschlagen, Was in Feld und Gärten grünt, O so haben wir's verdient. 7. Wenn bey Blitz und Ungewittern, Wir an allen Gliedern zittern, So wird deine starke Hand, Erst den Sündern recht bekannt. 8. Deine Allmacht zu verbreiten, Schicktest du zu Josephs Zeiten, Sieben Jahre Fruchtbarkeit, Und so lange theure Zeit. 9. In des Königs Achabs Tagen, Schlugst du Israel mit Plagen, Daß die Erde dürre war, Durch drey und ein halbes Jahr. )( 274 10. Selbst der Himmel schien verschlossen, Da kein Regen sich ergossen, Wegen der Abgötterey, Die das Volk trieb ohne Scheu. - 11. Du gabst wunderbarer Weise, Dem Elias seine Speise, ing Da man durch das ganze Land, Schwere Hungersnoth empfand. 12. Endlich wirkte Buße Regen, Und du schenktest deinen Segen; Du vergabst die Missethat, Als Elias darum bath. 13. Laß auch uns Erbarmung finden, a Wenn du wegen unserer Sünden, Ungnädig geworden bist, Und der Feind uns schädlich ist. 0 14. Mit recht findlichem Vertrauen, Wollen wir stets auf dich bauen, Deffne deine Gnadenhand, Segne unser Vaterland. Glaube, Hoffnung und Liebe. 1. Herr, ich glaube! Herr ich hoffe!- Herr von Herzen lieb ich dich.- Rede Herr! und ich will hören,- Laß die Welt mich nicht bethören,- Denn 275 du hast mir Geist und Leben, Aus Barmherzigkeit gegeben. In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. 2. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Herr, von Herzen lieb ich dich. Sollten alle Menschen lügen,- So kannst du mich nicht betrügen,- Nichts ist dir, o Gott! verborgen, Dein Wort glaub ich ohne Sorgen. In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. 3. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Herr von Herzen lieb ich dich.- Einen Gott und drey Personen, Welche in dem Lichte wohnen, Gleich im Wesen, Macht und Stärke, Wunderbar sind ihre Werke.- In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. — 7 - - - - - – - — 4. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe! Herr von Herzen lieb ich dich- Vater in den Himmelsauen, -Auf dich will ich fest vertrauen,- Du wirst mich doch nicht verlassen,- Wenn mich Welt und Hölle haffen. In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. - 14 - 5. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Herr, von Herzen lieb ich dich. Gottes Sohn dein Kreuz und Sterben,- Rette mich von dem Verderben, Durch dich steht der Himmel offen,- Dieses will ich freudig hoffen.- In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. 6. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Herr, von Herzen lieb ich dich.- D Gott heiliger Geist verleibe, Daß ich mich vor Niemand scheue, - - 276 Meinen Glauben zu bekennen,- Und mich Christo Glied zu nennen.- In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. 1 7. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Herr von Herzen lieb ich dich.- An dir will ich mich ergößen, Und dich über alles schätzen,- Dir, o Gott! will ich in allen- Meinen Werken nur gefallen. In dem Glauben, in der Hoffnung, in der Liebe stärke mich. aizmit perill 8. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Ja von Herzen lieb ich dich- Nichts soll mich von dir mehr trennen, Droht die Welt mich zu verbrennen, Um zur Untreu mich zu zwingen, So will ich doch fröhlich singen,-- Herr, ich liebe, Herr, ich liebe, Ja von Herzen lieb ich dich. 9. Herr, ich glaube! Herr, ich hoffe!- Ja von Herzen lieb ich dich.- Wenn ich in den legten ZüWenn Und im Grabe werde liegen, gen, mein Körper wird verwesen,- Soll man noch im Herzen lesen: Herr, ich liebe, Herr ich liebe, Ja von Herzen lieb ich dich. - — - — -- - - 1. - Lied an allen Frauenfesten. - Mutter Gottes, hoch belohnt, Von Jesu deinem Sohne, 277 O glänzender als Sonn' und Mond, In deiner Himmelskrone; - 11 0 Von deinem Glücke sing ich hier SOR Mit Herzenslust auf Erde, O daß mein guter Wille dir, Ein süßes Opfer werde. 2. Was kann ich sonst, als oft an dich, Und deine Größe denken, Dich findlich lieben, täglich mich, Dir, o Maria schenken? Was kann dir sonst ein Adamsfind, Im Jammerthale geben, Wenn Engel selbst dir dienstbar sind, Und deinen Thron umschweben? 3. Die Demuth und die Reinigkeit, Die deine Seele schmückten, Die waren es insonderheit, Die dich so sehr beglückten. Durch diese wählte Gott dein Freund, Zur Mutter dich vor allen, Wer diese Tugenden vereint, Wird ihm und dir gefallen. 4. Du hörest jest an seiner Hand, Der Seraphinen Lieder, Und blickest freundlich auf das Land, - 278 - Der Sterblichen hernieder, O milde Jungfrau, darf ich dir, Mit Inbrunst wiederholen, Was dir mein Jesus auch von mir, Am Kreuze noch empfohlen. 5. Zwar weiß ich, ich verdiente nicht, Bisher dein Kind zu heißen, Doch will ich mich nach Kindespflicht, Es werth zu seyn befleißen. Du gibst auf meiner Pilgerfahrt, Mir deinen Muttersegen, So geh ich Feinden aller Art, Mit Christenmuth entgegen. 6. Besonders in der letzten Noth, Wenn Menschen mich verlassen, Wenn Tod erschreckt, und Hölle droht, Laß mich das Kreuz umfassen. Das Kreuz, an dem du leidend stundst, Bey deines Jesu Sterben, Und führe mich durch seine Gunst, Zu seines Reiches Erben. 279 - Frohnleichnamslied. 1. Engel Gottes eilt hernieder, Und menget euch in unsere Lieder, Der Tag ist festlich uns und euch. Das Himmelsbrot, daß wir heut ehren, Mit dem sich unsere Seelen nähren, Dieß Brot macht Mensch und Engel gleich. 2. fömmt, so wie ihr einst im Saale, Bey Jesu letzten Abendmahle, Erstaunungsvoll zugegen war't, Ihr sahet dort das Brod ihn brechen, Ihr höret ihn mit Liebe sprechen, Dieß nehmt vor meiner Himmelfahrt. 3. Dieß ist mein Leib, den ich will schenken, Es sey zu meinem Angedenken, So oft ihr Freunde dieses thut, So oft ihr dieß Geheimniß handelt, Wird Brot und Wein wie jetzt verwandelt In eures Meisters Fleisch und Blut. 4. Abgrund unbegriffener Güte, Wars nicht genug in einer Hütte, Für uns das Licht der Welt zu sehen? Die Zeit von mehr als dreißig Jahren, Verachtet, arm und in Gefahren, Mit Undankbaren umzugehen? 5. Die Kranken nicht genug zu heilen, - 280 - Trost, Rath, Gesunden zu ertheilen, Der Weisheit Lehrer uns zu seyn. Für uns in frecher Henker Händen, Das Leben und die Qual zu enden, Uns von der Hölle zu befreyen. 8. Christen! laßt uns Blumen pflücken, Und Tempel und Altäre schmücken, Das Rauchfaß hauche süßen Duft, Die Priesterschaft im Feyerkleide, Verkündige der Kirche Freude, Die Glocke schalle froh zur Luft. 9. Laßt uns mit Dank und Jubelliedern, Der Liebe Wunderwerk erwiedern, Dem dieser Tag geheiligt ist. Preis, Ehre dir im Sakramente, Nach dem sich einst die Vorwelt sehnte, Der du zu uns gekommen bist. 10. Laßt heilig, heilig, heilig schallen, Dem Menschenfreunde, der vor allen, Bei seinem Christenvolke wohnt, Dem Lamme, das in Broteshülle Mit aller seiner Gnaden Fülle Auf unsern Prachtaltären thront. 11. Du bist Herr! Gott unserer Väter, Du Brot der Starken, unser Retter, Du bist in deines Priesters Hand, Wir fallen, bethen an im Staube, Das Aug' ist blind, doch sieht der Glaube, Dein Wort ist ihm ein Unterpfand. 281 12. Erbarmer! laß uns nicht erröthen, Wenn wir in Leibs- und Seelennöthen Zu deinem Tabernakel fliehen, Gib heut und immer deinen Segen, Laß Fürst und Volk auf ihren Wegen, Vor dir in deinem Frieden zieh'n. 13. Sey stets auf dieser Lebensreise, Geprüfter Christen Seelenspeise, - Gebenedeites Himmelsbrot. Und dann in deinem Friedenskusse, In deinem seligen Genusse, Vollend' uns einstens unser Tod. Christenlehr- Lied. Vor dem Anfange. Heiliger Geist, komm zu verbreiten, Ueber uns dein Gnadenlicht, Daß wir immer weiter schreiten, Im Erlernen unserer Pflicht, Mache uns zum Lernen Luft. Hilf, daß wir in unserer Brust, Das Erlernte wohl behalten, Und im Guten nie erfalten. 1 282 - Am Ende. O Gott! segne diese Lehren, Die des Katecheten Mund, Uns zum Heil und dir zu Ehren, Deinen Kindern machet fund, Präge sie durch deinen Geist, Tief ins Herz, daß wir im Leben, Stets zu handeln uns bestreben, und dull Wie es dein Geboth uns heißt. Ein anderes Buszlied. 1. Selig, himmlisch ist das Leben, Dessen, dem die Sünd vergeben; Der nun Gott zum Vater hat, Nach getilgter Missethat. she Herr! verschon' dann meiner Sünden, Laß mich wieder Gnade finden; Gnade ruft in Reu und Schmerz Der bedrängten Sünders Herz. 2. Nur zu oft bin ich gefallen, Sünden über Zahlen, Mehr als Haare auf dem Haupt, Hat sich dein Geschöpf erlaubt. Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 283- 3. Wehmuth drückt mich nun darnieder, Furcht erschüttert meine Glieder; Und seit dem ich Sünder bin, Ist die Fröhlichkeit dahin. - Herr! verschon' dann meiner Sünden 2c. 4. Jener Trost ist mir verschwunden, 0 Den ich einst hierin gefunden, Daß ich von dem Fluche frey. Eines deiner Kinder sey. Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 5. Wirst du mich, o Gott! verlaffen, Wenn von nun die Sünd' zu hassen, Büßend meine Seel' verspricht Hier vor deinem Angesicht? Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 6. Aufzusuchen nicht den Frommen, Bist du, Gott! zur Welt gekommen, Nur für den verlornen Sohn Stiegst du von dem Himmelsthron. Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 7. Magdalena fkommt zu büßen, Wirft sich weinend dir zu Füßen; Und du nimmst die Sünden hin Von der frommen Büßerin. Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 8. Wenn wir herzlich nun bereuen, Werden Engel sich erfreuen, Kennen wieder ihren Freund, Jauchzen, wenn der Sünder weint. Herr! verschon' dann meiner Sünden, zc. 504 284 9. Lang genug hab ich gebrochen, bu c Was ich dir getreu versprochen, 1 - Lang bedroht von deinem Grimm, Hör ich deines Fluches Stimm. e mode Herr! verschon' dann meiner Sünden, 2c. 10. Heute ist der Tag der Gnaden, Heute haft du mich geladen, Heute ruf ich dann zu dir: Gott verzeih', verzeihe mir.desni Herr! verschon' dann meiner Sünden, zc. HO moed die id nun ne us thiswine sehr Gefang zum Segen. 1. Segne Jesu deine Heerde, Welche dir zu Füßen fällt, Und die Güter dieser Erde, Nur von deiner Gnad' erhält, Herr, dein theures Fleisch und Blut, Ist das größte Seelengut, Welches würdig zu empfangen, Wahre Christen stets verlangen. 2. Den die Brodsgestalt bedecket, Der du unser Heiland bist, Den die Liebe hier verstecket, Gib uns Segen Jesu Christ, Mach' verstockte Herzen weich, Und an wahrer Tugend reich, 8 285 Stärk' uns auch mit dieser Speise Endlich zu der Himmelsreise. 3. Der du haft für uns gelitten, Und von Sünden machtest frei, Ach, gewähre, was wir bitten, Segne Herr, und steh' uns bei, Daß wir in der Todeszeit, In dem allerschwersten Streit, Alle Feinde überwinden, Und durch dich das Leben finden. - - ma leporng C pangs ad disden 51000 lsid tu bus and the Inhalt. Rangs Seite didirdi 1 10 14 19 21 25 26 31 Von dem Gebethe Am Morgen Gebeth am Morgen Am Abende Abendgebeth Meßandacht Einsegung des heil. Altarssakramentes Gebeth und Betrachtung bei der H. Messe Gebeth, wenn du nicht in die Kirche gehen kannst Anbethung Gottes Wohlthaten Dank für die göttlichen Zum Anfange der heil. Messe Fortsegung der Meßgebethe. Schlußgebeth bei der heil. Messe Vor dem heiligen Sakramente der Buße Neue des Sünders Gebeth nach der Beicht Kommunion- Andacht Gebeth vor der heil. Kommunion Gebeth nach der heil. Kommunion 45 49 56 64 67 92 95 110 113 119 123 129 Inhalt. Gebeth in bedrängten Zeiten oder besondern Unglücksfällen Andachtsübung zur Mutter Gottes Andachtsübungen zu den Heiligen. Heilsame Gedanken auf dem Gottesacker Betrachtung des Todes Empfindung und Gebeth bei den Gräbern Für die verstorbenen Aeltern Gebeth Seite Vor dem Rosenkranze der h. Dreifaltigkeit Nach dem Rosenkranze Geheimnisse Die drei göttlichen Tugenden Nach der Predigt. Allgemeine Schuld und offenes Bekenntniß der Sünden. Gebeth um Gottes Segen über die Feldfrüchte Gebeth für das allgemeine Anliegen der ganzen Christenheit Gebeth für den Landesfürsten Litanei von allen Heiligen und Gebethe Lauretanische Litanei Kreuzweg- Andacht in 14 Stationen 132 139 150 164 167 182 186 190 Nachmittägiger und Quatember- Gottesdienst. 193 194 195 197 199 200 201 203 204 213 218 Inhalt. Mess- und Kirchengesänge. 1. Wir werfen uns darnieder 2. Hier liegt vor deiner Majestät 3. Hier wirft vor dir im Staub sich hin Predigtlied an Sonntagen. Bitten Gesänge zur Adventzeit Zweiter Gesang Weihnachtsgesang Gesang in der Fastenzeit Ofterlied Pfingstlied ied an den Festtagen Mariä Was Te Deum Laudamus Gesang zum heiligen Altarssakramente. Bußlied Glaube, Hoffnung und Liebe Lied an allen Frauenfesten Frohnleichnamslied Christenlehrlied Ein anderes Bußlied Gesang zum Segen → Jindse Seite 234 242 248 253 254 255 258 259 261 263 265 266 268 271272 274 276 279 281 282 284 land sinnimmt 1000ml Spe 0 nches ||| 2 3 1 Centimetres Blue 4 Cyan 2 15 3 14/11 6 Farbkarte# 13 Green Yellow 19 4 10 Red 44 11 5 12 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black