* 334 348 مین Ce 376 93 3463 130909 شروع DO Christliches Gesangbuch zur Beförderung der öffentlichen und häuslichen Erbauung, für Neu- Vorpommern und das Fürstenthum Rügen. LEHIA ist U Neue Auflage. Mit der Königl. Hochpreislichen Regierung Approbation und gnädigstem Privilegio. Stralsund, 1836. Bei Joh. Struck's Wittwe. ств это andpunts 81561015 10k ifin2 pripdi mabileund onu nstbiltnojjö Univ.- Bibl. Giessen 92101 Vorrede zu dieser Ausgabe. * 2 stblsar Es ist unstreitig mit einer dankbaren Freude zu erkennen, wenn in einer Provinz Fürsorgen und Mittel zum Wachsthum der Erkenntniß Gottes und seines Willens beobachtet werden; wenn die Lehrer in den Predigten und der übrigen Umts= führung es mit gebührender Treue darauf anlegen, daß die Gottseligkeit und Sittlichkeit unter den Gliedern der Gemeinen herrschend werden; wenn faßliche und geradezu auf die vernünftige und gottselige Unterweisung der Jugend gerichtete Lehrbücher im Gebrauch sind; und wenn die öffentlichen Religionshandlungen in solcher Gestalt und mit solchen Gebeten und Liedern verrichtet werden, daß die Theilnehmenden eine gegründete Erbauung daraus ziehen. Unsre Vorrede Unsre Schwedisch- Pommerschen Provinzen haben die göttliche Wohlthat genossen, daß nicht allein gleich nach dem Aufkommen der Verbesserung der der Kirche im sechszehnten Jahrhundert das Licht der gereinigten Erkenntniß in ihnen strahlte; sondern sie haben seit dieser Zeit Lehrer beseffen, welche von dem Triebe zur Erhaltung und Ausz breitung der Wahrheit belebt, und von dem Eifer für die thåtige Gottseligkeit durchdrungen gewesen sind; und ihre Oberen haben, vermöge ihres hohen Berufs, Standes und Unsehens, den heilsamen Zwecken Unterstützung erwiesen. Ihr Segen blühet noch auf der Erde, und ihre Belohnung im Himmel. QUIDA] 30Was in unsern Tagen, zufolge des durch die göttliche Vorsehung regierten Fortganges der Erkenntnisse und Wissenschaften, durch die Bewerkstelligung eines neuen Katechismus, durch die Anwendung der Liturgischen Verbesserungen und durch die gestiftete Zubereitung der Landschullehrer geschehen, ist gleichfalls der nicht genug zu preifenden Gütigkeit Gottes zuzuschreiben. Damit die Mittel zur Unterhaltung und Verbesserung zu dieser Ausgabe. besserung der geistlichen Erkenntniß, wie es nöthig ist, zusammenstimmen, wird jetzt auf die hohe Anordnung und Bewilligung der Königl. Hochpreislichen Regierung ein Gesangbuch zum allgemeinen Gebrauch in den gottesdienstlichen Versammlungen unsrer Provinzen empfohlen, das bereits im Jahre 1787 durch die nicht geringe Bemühung des Ehrwürdigen Ministeriums der Stadt Stralsund ausgefertigt wurde, und in dem zeitherigen Gebrauch sich nüßlich gemacht hat. Nicht allein sind in demselben mehrere der geistreichen Lieder, welche seit vielen Jahren zur Erbauung der Christen verfertigt wor den, aufgenommen, als in unsern bisherigen Gesangbüchern waren; sondern es wird auch jetzt in unsern Provinzen und deren Stadt- und Landgemeinen eine Einheit des Gesangbuchs veranstaltet, da bisher unter uns drei und wohl gar vier Gesangbücher, nämlich, außer dem Gesangbuche der Stadt Stralsund, das Greifswaldische, das Landgesangbuch, und in einigen Ge meinen ein älteres Stettinsches, im Gebrauch gewesen sind. Auch ist die Buchdruckerei be 事* 3 müht sdp Vorrede müht gewesen, durch möglichst wohlfeile Preise und durch die Schenkung einer ansehnlichen Zahl von Exemplaren, welche an einige Arme in den gesammten Gemeinen der Provinzen vertheilt werden sollten, die Aufnahme des Gesangbuchs zu erleichtern. isgeulm Was die in den geistlichen Liedern über eine bestimmte Religionsmaterie& wohlerfundren Gedanken und geschicktgewählten Ausdrücke zur Erweckung der Gemüther beitragen, wird die Empfindung eines jeden einzeugen, der, in der Absicht sich zu erbauen und mit Nachdenken über den Inhalt, einen wohlgesetzten Gesang liefet oder singet. Redliche Christen wissen, daß ihr Wandel in der Anbetung ihres Schöpfers, Fürsorgers und Herrn, der sich durch Jesum Christum so liebevoll geoffenbaret hat, und in der Uebung der ihm wohlgefälligen rechtmäßigen Handlungen und Gesinnungen bestehen müsse. Sie nehmen in der Gemeine mit zu Gott gerichteter Seele Theil an der gemeinschaftlichen Anbetung, und versinigen sich mit den übrigen Gliedern in ein Gott preisendes, betendes, sich lehidim rendes od zu dieser Ausgabe. rendes und ermunterndes Chor. Sie wählen aber auch aus der Sammlung der Gesänge, nach der Prüfung ihres Gemüthszustandes und nach ihren Bedürfnissen, einige besondre Lieder aus; machen sie sich und den Ihrigen bekannt; bringen sie ins Gedächtniß und singen sie in ihren Häusern entweder für sich, oder mit ihren Kindern und Hausgenossen. siddian dolo Da ich nach meinem Berufe diese Zeilen bei der allgemeinen Einführung des gegenwärtigen Gesangbuchs habe entwerfen sollen: so bezeuge ich nach den bisherigen Erfahrungen das zuversichtliche Vertrauen, daß die sämmtlichen Christen unserer Provinzen, von welchen ein großer Theil seit langer Zeit ein verbessertes Gesangbuch mit großer Sehnsucht und in lauten Wünschen verlangt hat, das gegenwärtige ihnen bereits nicht unbekannte dergestalt gebrauchen werden, daß das Wort unsers Gottes, gleich wie durch die Predigten, die Katechismusübungen, die heiligen Religionshandlungen und in dem Denken und Entschließen, also auch durch die Gesänge reichlich unter uns wohnen möge; und ich stimme in 16 Hodin2 4 den den Wunsch der wohlverdienten Bearbeiter dieses Buchs aus der Vorrede zu der ersten Ausgabe: ,, daß Gott dieses Mittel reiche Früchte der ,, Gottseligkeit, Menschenliebe und jeder christli,, chen Gesinnung und Tugend zur zeitlichen und ewigen Wohlfahrt bringen lasse." Er, der seis nen Geist zum Wollen und Vollbringen des Guten verleihet, wird die Redlichkeit derer, welche nach Gottseligkeit streben, befördern und belohnen. Ihn wollen wir dafür mit Gebet und Gesången, mit dem Beispiel gottesdienstlicher Unhörungen seines Worts, und mit unsern Handlungen preisen! Greifswald, den 1sten November 1796. Vorrede zu dieser Ausgabe. md mandi spitshoimpop nd, tod and polise mb] drui tibia Salv 1901 schurise thafngred islamot msgm 52001 17029 God id brud D. Gottlieb Schlegel, sid band bug General Superintendent der Kirchen im Königl. Schwed. Herzegth. Pommern und Fürstenthum Nügen. T Inhalt. 501-801 Inhalt. m²( 1 inhala( ar 381-871 eer- 731 TOS- 002 Erste Abtheilung. OISabrit Lieder über die Lehren des christlichen Glaubens von No. 1 bis 221 1-8 1) Bon Gott und seinen Eigenschaften...... 1-30 Von Gott und seinem Wesen überhaupt Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes... Allwissenheit Gottes 9-12 13-15 18-19 Weisheit Gottes Allgegenwart Gottes 20-21 Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes OAL Güte Gottes 22-23 Langmuth und Geduld Gottes La Wahrhaftigkeit Gottes 2) Schöpfung und Vorsehung 31-46 3) Der Mensch und seine Bestimmung..... 47-56 4) Erlöser und Erlösung... ..... 57-67 24-27 28-29 30 5) Sendung und Geburt Jesu........... 68-80 6) Von dem Leiden und dem Tode Jefu 81-104 7) Ven der Auferstehung Jesu .... 105-114 8) Von der Himmelfahrt Jesu........ 115-119 9) Von dem heiligen Geist und seinen manos 70 208 est Wirkungen 120-131 10) Von dem Worte Gottes 11) Von der christlichen Kirche 12) Von der Taufe ... * 5 132-145 146-149 ... 150-152 13) Vom Inhalt. 13) Von dem heiligen Abendmahl........ 153-162 14) Von der Vergebung der Sünden.... 163-172 15) Glückseligkeit des Christen in diesem ... 173-186 187-199 16) Vom Tode 17) Von der Auferstehung der Todten..... 200-207 18) Von dem zukünftigen Gerichte....... 208-210 19) Vom ewigen Leben 211-221 Leben ..... .... - 3 weite Abtheilung. 1 Lieder über die Tugendlehren des Christenthums...... von No. 222 bis 431 1) Von der Bekehrung und Besserung..... 222-240 2) Von der christlichen Tugend und Frömmigkeit überhaupt 241-252 3) Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe( gegen Gott.... ... 253-263 4) Von dem Vertrauen auf Gott........ 264-277 5) Vom Lobe Gottes... 278-300 6) Vom Gebet ..... 301-316 7) Bom öffentlichen Gottesdienst ...... 317-322 323-328 8) Bon der christl. Gesinnung gegen Jefum 9) Von dem christlichen Verhalten gegen de 181-021 uns selbst 329-392 ... ... a) Selbsterkenntniß und Demuth...... 329-334 eb Selbstliebe und Serge für die Seele 335-343 Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter desselben c) 344-362 d) Zu Inhalt. 281 d) Zufriedenheit und Geduld in Wider- aft( Or wärtigkeiten e) Rechtes Andenken an den Tod 363-385 386-392 10) Von dem chriftlichen Verhalten gegen( E andere Menschen.... a) Liebe gegen den Nächsten 081 Wohlthätigkeit, Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit 401-404 ee) Sanftmuth und Versöhnlichkeit... 405-410 ged) Gerechtigkeit und Bescheidenheit e) Aufrichtigkeit und Wahrheit f) Chriftliche Freundschaft und Glück derselben 101 .... 418-419 108 Sua 11) Von der Beharrung und dem Wachsthum in der christlichen Tugend 1) Beim Wechsel des Jahres Jahres · 2) Am Morgen .. Dritte Abtheilung. 1962( 1 Lieder für besondere Zeiten, Umstände und Personen..... von No. 432-511 432-438 109612 ... 439-456 457-461 3) Vor und nach dem Essen 4) Am Abend 393-419 393-400 G 5) In allgemeiner Noth 6) In Krieges- Zeiten 7) Danklieder für den wieder hergestellten Frieden... *** 411-414 415-417 8) In ansteckenden Seuchen 9) In theurer Zeit. 420-431 NPT( 09 ( 19 462-475 ... 476-477 478 ... 479-480 ... 481-483 484 10) Nach ... Inhalt. 10) Nach geendigter Theurung 11) Um Regen bei großer Dürre....... 12) Danklied für verliehenen Regen 1894 ... 485 486 487 13) Bei anhaltendem Regen um Sonnenschein... 488 14) Danklied für den Sonnenschein nach 489 10 langem Regen TOP 15) Danklieder für die Erndte........ 490-491 dindin om ( 492 16) In Feuersnoth 17) Beim Gewitter 493-494 18) Nach dem Gewitter. to für alle 19) Menschen 20) Fürbitte für die Obrigkeit 21) Am Geburtstage 22) In der Jugend 23) Im Alter... 24) Zeitlicher Wohlstand 25) Dürftigkeit und Mangel 26) In Krankheiten 27) Lied eines sterbenden Christen... 081-874 121-181 .. .. ..... .. ... .... 495 16525d 2018 7 496 497-499 500 ... 501 ..... 502 .... 503-504 505-507 508-510 151069240 mlade ..... 511 mig med den demo( E ming point 2( 0 intligand indsia and will( 5) madai Erste sia onu Shisin mor Sanse 790#sing Erste Abtheilung. Lieder über die Lehren des christlichen Glaubens. 81 dno sno hommig 150 Tog toicel 1) Von Gott und seinen Eigenschaften. Mel. Nun danfet alle Gott zc.| hen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von 1. Anbetungswürdereswelchen du mit Huld auf deine Gott, mit zu nennen! du bist unendlich Schöpfung blickft, und alles, mehr, als wir begreifen kön- was da lebt, erfreuest und be: nen. Oflöße meinem Geist glückft. die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung seyn. 2. Du riefst dem, was nicht war, um Lust und Seligkeiten aufs mannigfaltigste rings um dich zu verbreiten. Die Liebe bist du selbst; Verstand und Rath sind dein, und du ge brauchst sie gern, zu segnen, zu erfreun.ng 6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen; wird aber dermaleinst der Vors bang weggenommen, der dich, Blick verschließt, dann sehn Unendlicher, si noch unferm wir heller ein, wie herrlich, Gott, du bist. mis m 3. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem fråftgen Wort trägst du die ganze Welt, deine Macht vollführt, 7. Indeß sey auch schon jest dein Ruhm von uns gesungen. Verschmähe nicht das Lob von Dort soll, wenn wir dereinst fallend schwachen Bungen! im hellern Licht tich sehn, auch stärker unser Lied dich, großer Gott, erhöhn. dluc Mel. Sey Lob und Ehr deniz_2c. und was uns unmöglich fällt. 4. Du bist der Herren Herr; 2. Der Herr ist Gott und Keiner mehr. Frohlockt der Erde Majestäten sind, Höchster, vor dir Staub; auch Geister kannst du tödten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß beftehn. 5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich se: ift. 20 ihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich; wer ist wie er, so berrlich, so vollkommen? Herr ist groß, sein Nam ift Der groß; er ist unendlich, grånzenlos in seinem ganzen Wesen. 2. Er ist und bleibet, wie er Wer strebet nicht vergebens Von Gott bens ibn auszusprechen; wer ermißt die Dauer seines Le: bens? Wir Menschen sind von her; eh die Erde Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgefang, ihr alle seine Hee re! Der Herr ist Gott und Kei: ner war, war er, noch eher als wer ist wie er, so herrlich, so die Himmel. vollkommen? 3. Des Thron um: giebt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet; ihn fassen alle Mel. Christ, unser Herr, zum 2c. Himmel nicht, die ſeine Kraft 3. Gott, mache du mich erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, verborgen, und doch offenbar in seiner Werke selbst bereit, vor deinen Thron zu treten, und deine große Herrlichkeit voll Ehrfurcht anzubeten. Laß, Herr, vor deinem Ungesicht mein Herz fich deiner freuen, und einen Strahl von deinem Licht die Finsterniß zerstreuen, die mich hier noch umgiebet. 2. Du bist der Herr, und Kei ner mehr, nichts sind der Heiden Götter; nur dir gebühret Preis und Ehr; kein Helfer und Erretter ist außer dir; laß mich allein auf dich, o Herr, vertrauen, mein ganzes Leben dir nur weihn, mein Glück auf dich nur bauen, und dich niemals verleugnen. Wundern. 14. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet håtte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und er um: spannt mit ſeiner Hand Erde sammt dem Himmel. die 5. Sft er nicht nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht ta sich dem Herrn ein Mensch verber: gen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsterniß, was ihr beginnt; er siehts gewiß, er sieht es schon von ferne. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über alle. Du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld; ein Vater, ein Verschoner. do gas 7. Unsträflich bist du, heilig, gut, und reiner, als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne. Du haft Unsterblich: keit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, hast Freuden, Gott, die Fülle. 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Unbetung, Preis und 3. Du bist, der höchst vellkommne Geift, der Vater aller Geister; dich preiset, was vernünftig heißt, als seinen Herrn und Meister: laß mich der Seele hohen Werth, die Tugend laß mich lehren; und so, wie es dein Wort begehrt, dich ungez heuchelt ehren, im Geist und in der Wahrheit. 4. Du bist, o Gott, von Ewigkeit, und mirst allzeit bestehen; es bleibet deine Herr lichkeit, wenn Welten selbst vergehen, laß von der Erde eitlem Tand mein Herz sich stets erheben zu meinem wahren Vaterland; laß mich nach dem nur streben, was ewig mich erfreuet. 5. O und seinen Eigenschaften. 5. O Gott, was seyn wird, ist und war, und was wir thun und dichten, das ist dir alles offenbar, du wirft einst alles richten; laß mich dein telles Auge scheun, aufrichtig vor dir wandeln, und, deines Beifalls mich zu freun, auch dann recht schaffen handeln, wann Fin sterniß mich decket. 6. Unendlich, Herr, ist deine Macht, zu segnen, die dich lie: ben; zu ftrafen, wenn man dich fern hinweg genommen, als Morgen ist vom Abend. 10. Gott, wenn ich dich so kenn und ehr, dein Wort zum Grunde sege, erfreu ich mich darüber mehr, als über alle Schåge, bis ich dort, o mein Heil und Licht! dich ohne Lallen nenne, verklåret dann von Angesicht dich schaue, dich er= kenne, und unaufhörlich lobe. Mel. Wach auf, mein Herz zc. 4. Gott, aus deinen Werken, kann ich dein Dafeyn merken; in allen Kreaturen find ich der Gottheit Spuren. 2. Das große Weltgebäude, dein Ruhm und meine Freude, ruft in viel tausend Chören: Gott ist! Gott mußt du ehren! 3. Wer sprach es, daß die Er de, und daß der Himmel wer: de? wer sprach es, daß im Meere des lung wäre? Wassers Samm4. Wer ließ in jenen Höhen das Sternenbeer entstehen? wer hieß des Donners Brüllen um die Welt mit Furcht erfüllen? verlacht, um Frevet auszu üben: gieb, daß mich deiner Allmacht Schuß stets, als ein Schild, betecke, mich auch nicht Menschen Grimm und Truß, nur deine Strafe schrecke; du tödtest Leib und Seele. 7. Voll höchster Weisheit bist du, Gott, kein Mensch kann sie ergründen; umringt uns allenthalben Noth, du, Herr, weißt Rath zu finden. Stárk mein Vertraun, mein Vater, du, du werdest für mich sorgen, und gieb, daß ich kein Boses thu; denn dir ist nichts verborgen; du prüfest Herz und Nieren. 8. Du bist unsträflich und gerecht, fannst keinen Frevel dulden. beßre du mich, deinen Knecht, erlaß der Sünde Schulden! Dann hilf, daß ich gewissenhaft, was dir verhaßt ist, fliehe, und dein Geset durch deine Kraft zu halten mich be: mühe, und heilig vor dir lebe. Jonk 5. Du bists, Gott; deine Werke erzählen deine Stärke und deine weise Gûte dem achtsamen Gemüthe. 0 6. Das Würmchen in dem Staube, die bunte Raup' am aube, das Gras, die schlanken Halmen sind deines Ruhmes Psalmen. in dnu disidir 9. Du Herr, bist gnädig, 7. Herr, du bist hoch erhoben, fromm und gut, vergiebst die und ewig hoch zu loben, wenn Schuld dem Sünder; erbarmst auch der Thoren Rotten dich dich, wie ein Vater thut, von leugnen und verspotten.s Herzen deiner Kinder. Laß rei= 8. Laß alle, die dich kennen, chen Trost von deiner Gnad und dich mit Ehrfurcht nenauf meine Seele kommen. Von nen, und die dir fest vertrauen, mir sey meine Missethat so dein gnådig 2ntlig schauen. oto 20 2 Mel. 4 Mel. Von Gott will ich nicht zc. 5. Schwingt, heilige Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Echranken, ist unaussprechlich groß. Kommt, Menschen und lobsingt vor seinem Angesich te! Gott wohnt in einem Lichte, zu dem kein Auge dringt. Von Gott 2. Kein Sinn kann ihn errei: chen, kein endlicher Verstand. Wer darf sich ihm vergleichen? wer hat ihn ganz erkannt? Macht euch von ihm kein Bild! Wer kann den Höchsten sehen? ob er gleich alle Höhen und jede Tief erfüllt. wybie 3. Die Sonn in hoher Fer: ne mag strahlenreicher glühn; glångt heller noch ihr Sterne, was send ihr gegen ihn? mit aller eurer Pracht send ihr im schönsten Lichte vor feinem Angesichte noch dunkler, als die Nacht. 4. Du bist des Weltbaus Meister, der deinen Ruhm er höht; der Vater aller Geister, voll Macht und Majestät. Du schufest, Gelt, auch mich, ganz felig einst zu leben. Mein Herz sey dir ergeben; mein Leben preise dich. 100 5. Im Geifte bet ihn, Seele, und in der Wahrheit an. Lieb ich des Herrn Befehle, wie selig bin ich dann! Er hat Unsterbs lichkeit und Seligkeit und Le: ben; das alles wird er geben, dem, der sich ganz ihm weiht! dnu auch du voll seines Ruhmes, Volk Gottes, Volk des Eigen: thumes; ob du schon Staub bist, preis ihn doch. Singt fröhlich unserm Herrn, erhebt ihn, dankt ihm gern. Lobt den Höchsten! der, reich an Gut, aufs Niedre sieht, verschmäht nicht schwacher Menschen Lied. Mel.. Wachet auf, ruft uns 2c. Inserm Gott, den Gott der Ehre, besingen sei: ner Engel Chöre; der Herr ist groß sein Nam ist hoch! Werd 6. unfer 2. Hochster, deiner Allmacht gleichet auch deine Gnade, und sie reichet durch aller Himmel Himmel hin. Nie haft du dein Wort gebrochen; selbst Hoff> nung deß, das du versprochen, ist mehr, als einer Welt Gewinn. Eh Erd und Himmel war, warst du unwandelbar. Lobt den Höchsten! ihn, ihn erhöht! fein Wort besteht, wenn Erd und Himmel auch vergeht. 3. Einst erschuf er, sich zur Ehre, von Sonnen unzählbare Heere; auch die, die uns strahlt, uns erquickt. Um die Sonnen hieß er Erden, auch die, die uns ernähret, werden; und herrlich hat er sie ge= schmückt. Er sprach und es geschah; die Welt stand fertig da. Lobt den Höchsten! Er will, er sprichts; Er schafft aus Nichts, der Herr, der Vater alles Lichts. 4. Herr, von dem wir alle Gaben aus seines Reichthums Fülle haben, du, Herr, vergisfest unser nie. Du schufft alle Millionen, die auf dem weiten Erdkreis wohnen, du kennst und überschaueft fie; und je dem theitest du sein Maaß mit Weisheit zu. Lobt den Höchsten! Mein Gott, durch dich entstand auch ich, und du regierst mich våterlich. In und seinen Eigenschaften. In eigener Melodie. 7. Wir glauben all' an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater geben hat, daß wir seine Kinder werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und Seel' auch wohl bez wahren: Allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns wiederfahren: Er forget für uns, büt't und wacht; es steht alles in seiner Macht. 5 wacht, und alles steht in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Je: fum Chrift, Gottes Sohn, den Eingebornen, den Herrn, der Mensch geworden ist, den Er retter der Verlornen. Nicht zu theur war ihm sein Leben, es für uns dahin zu geben. Er erz stand: herrscht, hoch erhöhet, in dem Reich, das nie verge= het. Er läßt auch uns im Gra= be nicht, und kommt dereinst 2. Wir glauben auch an Je zum Weltgericht. sum Christ, seinen Sohn und 3. Wir glauben an den heile unsern Herren, der ewig beigen Geist, unsern göttlichen dem Vater ist, gleicher Gott Regierer, den Jesus Chriftus von Macht und Ehren: Von Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch, geboren, durch den heil'gen Geist im Glauben: für uns, die wir war'n verloren, am Kreuz ge= storben, und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Bidden Tröster heißt, und mit Gaben zieret schöne: die ganze Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben: Hier all werden, das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit uns ein Leben in Ewigkeit. In voriger Melodie. S. Wir glauben an den einuns zum Bei Führer, der in Trubsal feine Christen eilt mit Muth und Kraft zu rüsten; der uns lehrt Vergebung fine den, und der Tugend Werth empfinden. Er flößet uns im Todesschmerz des ewgen Le bens Trost ins Herz. uns verheißt, stand und zum Ewigkeit und unveränderlichkeit Gottes. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 9. Gott, du bist von Ewigkeit! und Größe mehrt und mindert keine Zeit; gieb, daß ich das nie vergesse, nie auf Kreaturen baue, sondern dir allein vers traue. gen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden. Er, aller Bater, unser Gott, hieß uns seine Kinder werden. Er, will uns auch stets ernähren, jedes wahre Gut gewähren. Er erwog schon, cb wir waren, unsre Rettung in Gefahren. 2. Ewig und unwandelbar ist dein grenzenloses Wissen. Was dir einmal Wahrheit war, wirds auch ewig bleiben müssen. Nie kanns deiner Weisheit fehlen, nur das Beßte zu erwählen. 3. Du bist nicht, wie Menschen sind, daß dich etwas reuen Er ists, der für uns sorgt und sollte; bleibeft immer gleichge: 20 3 finnt, 6 Von Gott at det sinnt, und was je dein Rath- Gott, den Himmel ausgebrei: schluß wollte, weiß dein måch: tet: Doch sie vergehn, veral: tiges Regieren herrlich auch ten wie ein Kleid; du aber hinauszuführen. bleibst für alle Ewigkeit. 4. Das ist der Trost, die Hoff nung aller Frommen: Du schůz zest sie und läßt sie nicht umkommen. Ihr redlich Herz kann sich stets deiner freun. Du bleibst ihr Gott, und sie sind ewig dein. 4. Sünden bist du ewig feind; wehe denen, die sie lie: ben! Ewig bleibst du derer Freund, die, was recht und gut ist, üben. Lehre mich in allen Dingen deinen Willen treu vollbringen. 5. Immer ist dirs eine Luft, Menschenkinder zu beglücken. Wohl dem, der sich auch mit Luft lernt in deine Ordnung schicken; der nur geht auf fichern Wegen deinen Segnun gen entgegen. 6. Deine Worte trügen nicht, du, du bist der ewig Treue, der das hält, was er verspricht; Met. Sey Lob und Ehr dem 2c. gieb, daß ich mich desſen freue, 11. nendlicher, den keine und mich, bis ich einst erkalte, fest an deine Wahrheit halte. 7. Erd und Himmel wird ver: gehn, Alles wird mich einft verlassen. Du, du bleibst mir ewig stehn. Deine Huld wird mich umfassen, wenn ich einst von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude. Mel. Dreieinigkeit der Gotth. 10. err Gott, du bist die 3uflucht aller Zei ten: denn du bist Gott für alle Ewigkeiten; du warst es schon, eh Erd und Himmel ward, eb noch dein Arm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, was alle Menschenkinder? Staub ist vor dir der Heilige, der Sün: der. Wie schnell enteilt dies e ben doch von mir! Du Höchster, du nur bleibest für und für. 3. Du hast vorhin die Erde zubereitet; dein Arm hat, 5. Das sey mein Troft, in allen trüben Stunden: vom To: de selbst werd ich nicht überwunden. Nicht er, die Sünde nur, trennt mich, von dir. Du bleibst mein Trost, mein Heil, auch ewig mir. ihren Schranken! Beim Denfen deiner Ewigkeit vergebn mir die Gedanken. Ich sinne nach bewundrungsvoll, und weiß nicht, wie ichs faffen soll: du bist und bleibeft ewig! 2. Noch ward von feiner Sonne ticht durch unsre Welt verbreitet; die Himmel jauchzten dir noch nicht, durch deine Macht bereitet; noch war kein Land, noch floß kein Meer an hoher Berge Gründen her: du aber warst schon ewig. 3. Von Ewigkeit her sahest du die künft'ge Welt entstehen; und maßest ihre Zeit ihr zu, und fahst sie untergehen. Vom Engel bis zum Wurm berab, wogst jedem du sein Schicksal ab, und nannteſt es mit Namen. 4. Långst stehet unsre Welt schon da, die du bisher erhalten. Bald ist sie ihrem Ende nah; sie eilet zu veralten: Denn und seinen Eigenschaften. Denn ihrer Jahre werden viel, mein höchstes Gut; sie und du bestimmteft ihr ein Ziel mich mit Kraft und nach deinem weisen Rathe. o gerecht vor dir zu leben.. Mel. Jesu, meiner Seelen Ruh zc. 5. Die Zeit ist, Herr, wie Nichts vor dir, vom Anfang 12. Unermeßlich, ewig ift zum Ende. Kaum Augen: blicke leben wir, wir Werke deiner Hände. Nie nehmen deine Jahre zu: für alle Ewigkeit wirst du derselbe seyn und bleiben. Gott, der Höchste. Herr, du bist, wie du dich uns offenbarst, nun und ewig, der du warst. 2. Ewig bleibst du selbst dir 6. Ja! du bist ewia, stirbeft gleich, weiß allein und gnaden= ewig mächtig und voll Kraft, heilig und untadelhaft. nie, bleibst ewig meiner Seele der Fels, den sterbend ich für sie zur sichern Zuflucht wähle. Denn deine Gnad und Wahr: heit ist so ewig, als du selber bist: wohl mir, daß ich dir 3. Alle Werke deiner Hand waren dir, o Gott, bekannt, eb die Welt auf dein Geheiß da stand, deiner Weisheit Preis. traue. 7. Mein Leib ist sterblich, nicht mein Geist; den will ich dir vertrauen: er foll, wie mir dein Wort verheißt, er soll dein Antlig schauen. Du nur bleibest, wie du Mein Leib was dein weifer Rath beruht auch nur kurze Zeit: am ist unwandelbar wie Erndtetag der Ewigkeit wirst du, gut und heilig stets, wie du. du ihn auferwecken. 6. Sollt ich denn auf Men= 8. Ob Alles um mich her verschen baun, nicht blos dir mein geht, ich werde nicht verge: Heit vertraun? ohne Weisheit hen: vor deinem Thron, der und Verstand Brunnen graewig steht, soll ich einst ewig ben in den Sand? stehen. Du giebst an allem dei: nem Heil, Gott, deinen Auserwählten Theil, auch mir, auch mir, mit ihnen.under 9. Bald fallen Erd und Him mel hin an deinem Weltgerichte: dann dank ichs dir, daß ich noch bin, und wohn in deinem Lichte. Dann werd ich ewig, ewig seyn, mich ewig deiner hält! Gnade freun, und dich ohn Ende preisen. 10. Der seligen Unsterblichkeit, die du mir dort wirst schenken, lehr mich in dieser 13. 2 kommner Geiſt, der Allwissenheit Gottes. Mel. Chrift, unser Herr, zum 2c. Uwissender, voll: kurzen Zeit, o Gott, mit Ernst gedenken! sie sei mein Trost, alles völlig siehet, was Nacht 20 4 und stårke Muth, 4. Herrlich ausgebreitet stehn deine Himmel, doch vergehn deine Himmet, und die Welt sinkt, wenn sie dein Arm nicht hält. 5. bift; schließt, 7. Nein, Unwandelbarer, dein soll sich meine Seele freun. Sey mein Fels, Gott, fey mein Licht, ewig meine Zuversicht! 8. Und in allgemeine Nacht finke dann mit seiner Pracht jeder Himmel, und die Welt stürze hin, wenn Gott mich 8 und Abgrund in sich schleußt, und dem sich nichts entziehet; es kann vor deinem hellen Licht sich kein Geschöpf verstecken. Was in der Finsterniß geschicht, das weißt du aufzudecken, und vor Gericht zu bringen. 6. Laß mich, o höchste Majez ståt! dein helles Auge scheuen. Wo ist er, der dich hintergeht mit seinen Gleißnereyen? Laß mich auch in der Einsamkeit dich gegenwärtig denken; laß Wahrheit und Rechtschaffenheit mein Thun und lassen lenken; das Böse laß mich fliehen! Thur 1158 2. Selbst die Gedanken kenneft du, eh sie in mir entstehen, und was ich wünsche, rede, thu, das kannst du alles sehen. Mel. Nun danket alle Gott 2c. err, du Bor dir ist alles offenbar; bu 14. ich, bir bin ich du weißt, was wir beginnen, und unsre 3wecke sind dir klar, noch eb wir sie ersinnen; nichts bleibt vor dir verborgen. unverborgen! du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh der Gedanke noch in meiner Seel entstand. 2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; du oronest, du beschliess fest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; wie groß ist dein Verstand! wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen; wo könnt ich jemals wohl mich deinem Aug entziehen? Führ ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da. Führ ich zur Tief hinab, auch dort bist du mir nah. Von Gott 3. Was deiner Freunde Herz begehrt, das weißt du, eh sie beten; ihr Seufzen wird von dir erhört, eh sie noch vor dich tre: ten. Und was der Bösen Rath beschließt, ist dir auch unver: borgen, dir, der du ihren Unschlag siehst, als wie den lich ten Morgen, den keine Schat: ten decken. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit erst künftig wird ge= Ichehen, siehst du schon mit All: wissenheit als gegenwärtig ste: hen. Dir stellt sich alles deutlich dar, das, was erst noch soll werden, und was nun ist, und was einst war, im Himmel und auf Erden. Wer sollte dich nicht fürchten! 5 Bleibt gleich vor Men: fchen manches noch hier in der Seit verschwiegen, so wird der einst selbst dieses doch der Welt vor Augen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entfliebt, wird alles einst entdecken, was im Verborgenen geschieht, und Schande, Furcht und Schre: den wird dann die Heuchler treffen. 4. Nåhm ich auch, schnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; felbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Allmachts: band: denn du bist überall, und dein ist jedes Land. .01 5. Wollt ich in Finsterniß mich deinem Aug entziehen, so sucht ich doch umsonst, auch da dir zu entfliehen! die dickste Fin= und seinen Eigenschaften. 9 Finsterniß ist vor dir helles ersten Bildung an, bis ihr euch Licht: die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Ungesicht. ganz entfaltet. 6. Du warst schon über mir in meiner Mutterleibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar ge= macht, und meiner, eh ich war, schon våterlich gedacht. 3. Er kennet und durch= schauet euch, wenn ihr euch auch entziehet; bemerkt euch, wenn ihr, Strahlen gleich, schnell werdet, schnell entflie: het. Vergebens wünsch id): Sterbt! Vergeht! Ich haß euch! Aufgezeichnet steht ihr all in seinem Buche. 4. Der Herr gedenket eu: rer noch; Jahrhunderte ver: schwinden; ihr bleibet, und ich traume doch: Gedanken sey'n nicht Sünden? Nein, alle mus sen an das Licht, wenn Gott kommt, daß er im Gericht der Herzen Rath enthülle. 5. Seyd heilig, send von Gott nur voll, Gedanken mei ner Seele, daß, wenn gerichtet werden soll, kein einziger mich quåle! Seyd heilig! und dann fürchtet nichts; Gott wird am Tage des Gerichts, gleich Thaten, euch belohnen. 7. Du kannteft mein Gebein, eh ich ans Licht gekommen, da ich im Dunkel erst die Bil: dung angenommen; dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar. 8. Was für Erkenntniffe, für köstliche Gedanken; unzählbar sind sie mir; denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, sehn, bir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn. u 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meis ne? ob ich der wirklich bin, der ich zu seyn mir scheine. Sieh, Weisheit Gottes. ob mein Fuß vielleicht sich Mel. Wer nur den lieben G. 2c. einem und halte Schöpfer mich zurück auf ebnem sichern 16. Du weiſer ind pfer Pfad. ds alles weiß, erkennt, versteht! Mel. Es ist gewißlich an der 3. Nichts ist so groß, nichts so 15. Um mfonft, umsonst ver- geringe, das nicht nach deiner 1 hüllst du dich, mein Ordnung geht! Sie ists, die Herz, in Finsternisse; was kann deine große Welt in ihrer ich Gott verbergen, ich! das er Pracht und Dauer hält. nicht alles wisse? Sey, dunk: ler als das finstre Grab; der Menschenrichter schaut hinab, und kennet deine Tiefen. 2. Die vielen wundervollen Werke: was unfern. Augen fern und nah, steht alles, wie durch deine Stärke, so auch durch deine Weisheit da. Un: endlich, Herr, ist dein Ber: stand: der ganze Weltbau machts bekannt. 2. Wo ist die Nacht der Ein: famkeit, die mich vor ihm ver: hehle? Er sieht euch schon, eh ihr noch feyd, Sebanken met: ner Seele; eh ich euch selbst empfinden kann, von eurer 3. Mit eben diesen Meister: hånden, mit welchen du die A 5 Welt 10 Von Gott Welt gemacht, regierst du auch| det, an allen Enden, was deine erst Macht hervorgebracht; du brauchst, o unerschaffnes Licht! der Menschen Rath und Beistand nicht. 4. Was du zu thun dir vor: 3. Du schufft das Heer der genommen, krönt auch, so bald Sterne und gabst der Sonne du willst, die That: wenn tau- Kraft, daß sie aus weiter Ferne send Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Ratb. Den besten Zweck wählt dein Verstand: die Mittel stehn in deiner Hand. uns Licht und Leben schafft. Da hånget sie an nichts, in unermeßne Weiten ihr Wohlthun zu verbreiten, und ist ein Quell des Lichts. Dund 5. Die Menge so verschied: 4. Wer hält im Gleichge= ner Willen, wo jeder seinen wichte, so großer Körper Last? Weg erwählt, muß doch den Wie schwimmt die Welt im Deinen bloß erfüllen, der sei- Lichte, das du geschaffen haft! nes Bieles nie verfehlt, und Wer weis't die rechte Bahn aller Feinde stolien Wahn als den måcht'gen Himmelsheeren, Unvernunft beschåmen kann. zum Wohl, nicht zum Zerstd= ren, in sichrer Ordnung an. 5. Wer rief, uns zu umgeben, die Luft, die alles trågt? Durch sie hat alles Leben, und Ulles wird bewegt. Da sammeln Dünste sich, und werden Thau und Regen, und Fruchtbarkeit und Segen für Pflanzen, Thier und mich.e 6. Wer hat sie so bereitet, daß sie den Blig gebiert, daß sie den Wind verbreitet, den Schall zum Ohre führt; den leichten Vogel hebt, den schnel: len Fisch zum Schwimmen, und unsers Mundes Stimmen zu deinem Ruhm belebt? 7. Wer hob, o Gott, die Erde aus deinem Meer heraus, theiit, daß sie fruchtbar werde, die Wasser weislich aus? wer sammelt sie? wer bricht die Flüsse, wann fie schwellen? spricht zu den Meereswellen: Hieher und weiter nicht? 6. Weisheit! decke meiner Seele des Eigendünkels Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle in dieses Le: bens ganzem Lauf. Ich weiß den Weg zur Wohlfahrt nicht; drum leite mich dein sichres Licht. 7. Du hast mich durch mein ganzes Leben bisher aufs weifefte geführt. Ja, dir muß ich die Ehre geben, daß du aufs beßte mich regiert. O leite mich durch Welt und Zeit hinüber in die Ewigkeit! 17. dh Mel. Von Gott will ich nicht 2c. lobe dich und preise dich, o mein Gott, allein. Wer ist, wie du, so weise? Verstand und Rath ist dein. Erwecke meinen Geist, in allen deinen Werken die Weisheit zu bemerken, die auch das Kleinste preist. ordnet, schmücket, was durch sie entstand. Sie schaffet, fie erhält, zu fegnen, zu ergògen, nach herrlichen Gesehen, den weiten Bau der Welt. 2. Wohin mein Auge blicket, 8. Wer hat den Wald geseh ich, wie deine Hand verbin: 1 pflanzet? wer ruft das Gras herauf; und seinen Eigenschaften. herauf; giebt Korn und Most, und schanzet Gebirg' und Thå: ler auf? wer schmückt sie über all, wer gråbt dem Feuer Schlünde, legt in der Tiefen Gründe den Marmor, das Metall? 11 5. Was für ein Wunder deiner Macht wird unser Aug einst sehen, wenn nach der lan= gen Grabesnacht die Todten auferstehen; wenn du von un serm Staub den Rest zu neuen Körpern werden läßt. 6. Allmächtger! mein er: staunter Geist wirft sich vor dir darnieder: die Ohnmacht, wie du selber weißt, umgiebt noch meine Glieder. Mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus dem Tode Leben schafft. 9. Herr, deine Weisheit schmücket, verbindet und er: hålt, nährt, segnet, schüßt, be: glücket die lebenvolle Welt. Sie rühme mein Gefang! Ich finge dir, und preise dich, Gott, denn du bist weise; dir weit ich Lob und Dank. 7. O zůnd in mir den Glauben an, der sich auf dich verz laffe! Ist etwas, das mich schrecken kann, wenn ich dich Herr umfasse? Nein, Herr, ich traue deiner Kraft, die alles kann und alles schafft. Allmacht Gottes. Mel. Mir nach, spricht Christ. 18. err, deine Allmacht reicht so weit, als dein reichet. Nichts ist, dass einer pet: Mel. Nun lob, mein Seet zc. for und deinen Thaten gleichet. Es ist kein Ding so 19. Kern zu preisen, der ommt, den groß und schwer, das dir zu thun nicht möglich wår. 2. Du sprichst, und auf dein måchtig Wort fållt alles dir zu Füßen. Du führest deinen Unschlag fort bei allen Hindernissen. Du winkst: und plöglich stehet da, was kurz zuvor kein Auge sah. groß von Rath ist, groß von That; den Gütigen, den Weisen, der keinen feines Gleichen Der Herr thut große hat. wer hindert ſeine Kraft? wer seines Armes Stårke, die alles Gute schafft? er dehnet, gleich Gezelten, Werke; er die weiten Himmel aus; spricht, so geben Welten aus ihrem Nichts heraus. 3. Du hast dein großes Schop: fungswerk allmächtig ausgeführet, es bleibet stets dein Augenmerk, und wird durch dich regieret; noch immerfort besteht die Welt, weil deine Allmacht sie erhält. 4. Die Menge deiner Wunder zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Ge fege steigt, die die Natur be: wegen. Du bleibst ihr Herr, und ihren Louf hebst du nach weiser Willkühr auf. o 2. Er will, und Sonnen flammen; auch drångt das Waffer, wenn er spricht, in Wolken sich zusammen, und ihre Schläuche reißen nicht. Er ruft den Ungewittern; das Meer wird ungeftum; des Himmels Säulen zittern; die Erde bebt vor ihm. Er will, und Bliße zünden Gebirg' an; sie vergehn. Er spricht, und ruft Von Gott 12 ruft den Winden; schnell wird sein Himmel schön. 3. Wer, wer gebeut den Wellen: Hieher; nicht weiter! Legt euch hie! Wer legt in Fel: sen Quellen; sie rieseln, und versiegen nie. Er füllet Wisteneyen mit seinen Wundern an, heißt Thiere da sich freuen, 100 niemand wohnen kann. Wer kann die Sterne führen? wer kann, als er allein, der Dinge Lauf regieren? verder= ben und erneun? die 4. Herr, dein ist alle Stirke, und alle Hülfe, Gort, ist dein. Das Preisen deine Werk deiner Kraft allein sich freun. Wir auch erfreun uns ihrer: ihr Lob sey unsre Pflicht! o Vater, o Regierer, men hålt, wen schüßt sie nicht? du lebst, du wirkst in allen: dir, die vertrauen wir! Erhalter, wer kann fallen, getragen, Herr, von be: so siebst du es und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sey. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte We: ge wählet; und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet, so weißt du sie, und strafest mich zu meiner Beßrung väterlich. 5. Du hörest meinen Seuf: zern zu, daß Hülfe mir erschei ne. Voll Mitleid, Vater, zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und mågest meinen Schmerz, und stårkst mit deinem Troft mein Herz. 6. O drück, Allgegenwärtiger, dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht, wähle; daß ich dein heilig Auge scheu, und dir zu dienen eifrig sey. nach Allgegenwart Gottes. Mel. Mir nach spricht Chrift. 7., Laß überall gewiſſenhaft deinem Wort mich deln, und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getroit zu wandeln; daß du, o Gott! stets um mich seyst, dies tröst 20. Geiſt. nie bist du, Höchster, 2. Was ich gedenk, erkennest du; du průfest meine Seele, Du siebst es, wenn ich Gutes thu; du siehst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann dei: nem Aug entfliehn, und nichts mich deiner Hand entziehn. wirkst an allen Enden. Wo ich ich in deinen Händen. Durch nur bin, Herr, aller Herrn, bin und athme ich; dich unr leb deine Rechte schüßet werde Dank und denn mich. 21. 3 schwing' dich auf, und Met. Es ist das Heil uns komm. u Gott, 0 Wonne! Er lenkt voll Huld der Welten Lauf, er lenkt den Lauf der Sonne! Was dich erfreuet, schenkt er dir, durch ihn nur sind und leben wir. Er ist allgegen: wärtig. 2. Wenn du zu thun, was ihm gefällt, den frommen Vor: 3. Wenn ich in stiller Ein- fag fasfest, wenn du die Eitel: famkeit mein Herz an dich er: keit der Welt und jedes Laster gebe, und, über deine Huld hasseft: so mangelt dir nie erfreut, lobsingend dich erhe: Licht noch Kraft; denn er, der das und seinen Eigenschaften. 13 3. Viel Gutes und Barm= das Vollbringen schafft, Er ist allgegenwärtig! ist herzigkeit giebst du schon hier 3. Wenn er dir heitre Tage den Frommen; du schüßest fie giebt und dieses Lebens Freu: vor manchem Leid, darin die den, und wenn er deine Tu: Sünder kommen. So zergest gend übt durch Prüfungen und du vor aller Welt, daß dir der Leiden; so hoff auf ihn, und Eifer wohlgefällt, den man zage nicht; denn er schafft Fin: der Tugend widmet. sterniß und Licht; Er ist allge: genwärtig! 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut; du bist ein der Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufgenommen; sein redlich Thun gefällt dir wohl, ist er auch nicht, so wie er soll, ganz heilig, ganz vollkommen. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geseg und Recht entweiht, bist du ein strenger Råcher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewissensmarter sind sein Lohn, oft schon in diesem Leben. down my 6. und bleibt auch hier viel ungestraft, viel Gutes unbe= lohnet, so kommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Sunders schonet. Da stellest du ins hellste Licht, wie recht und bil: lig dein Gericht; dann trium= Mel. Es ist gewißlich an der 2c. 7. Gerechter laß 22. Gerechter Gott, vor phirt der Fromme sott, lass mich, dein Gericht muß alle Welt sich stellen; du wirst wie du, das Gute eifrig lieben; vor ihrem Angesicht auch mir gieb selber mir die Kraft dazu, mein Urtheil fållen. Olaß es willig auszuüben. Regt sich mich jede Sünde scheun, und die Sünde noch in mir, so står: hier mit Ernst beflissen seyn, ke mich die Furcht vor dir, taß vor dir einst zu bestehen. ich sie überwinde. 2. Du siehst von deinem ho: 8. Und weil vor dir, gerechhen Thron auf alle Menschen: ter Gott, nur die allein beste: kinder; bestimmeft jedem sei- hen, die glaubig auf des Mittnen Lohn, dem Frommen und lers Tod bei ihrer Reue sehen, dem Sünder. Nie siehst du die so laß mich die GerechtigPersonen an; auf das allein, keit, die mich von Schuld und was wir gethan, siehst du, ge- Straf befreit, im Glauben rechter Richter. ngu eifrig suchen. soncal tr Mel. um dich her mit ihrer Pracht verschwinden, die Sinne starren und nicht mehr dir dienen, nichts empfinden; wenn auch kein Freund mehr helfen kann, so schau auf ihn, er ist auch dann im Tod dir gegenwärtig. gy 5. Dann schwingst du dich zu ihm hinauf, zu seines Himmels Wonne, beginnest einen neuen Lauf, siehst eine beßre Conne; siehst ihn, der alle Welten lenkt, im Tod und Leben Freude schenkt; Er ist allgegen: wärtig! Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. 1813 Von Gott dar 14 Mel. Freu dich sehr, o mein 2c. 23. G ott, vor dessen An: gesichte nur ein rei ner Wandel gilt, ewges Licht, aus dessen lichte stets die rein: fte Wahrheit quillt! Deines Namens Heiligkeit werde stets von uns gescheut; laß sie uns Gute Gottes. doch kräftig dringen, nach der Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Heiligung zu ringen. 24. Dir, Gott, dir will ich 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, und kein Boses ist an dir; ewig bist du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unstråflick, recht und gut, und mit deines Armes Stårke wirkst du stets vollkommne Werke. fröhlich singen, dir, dessen Freude Wohlthun ist; dir will ich Dank und Ehre bringen, dir, der du gut und freundlich bist. Ja, Gott, du bist ganz Gnad und Treu; gieb, daß mein Herz ganz Freude sey. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich feyn. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkom: men rein. Du bist nur der Frommen Freund, Uebelthåtern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 2. Dich preisen alle Engel: heere, dir singt der ganze Him: mel Dank. Dir, Herrscher, brausen Wind und Meere; ihr Brausen ist dein Lobge: sang. Die ganze Schöpfung ruft mir zu: es sey kein solcher Gott, wie du. 4. Gott! so laß uns denn er: wählen, was uns dir gefällig macht; schaff du in uns reine Seelen! tôdt in uns der Sünden Macht! Unsre Schwach heit ist vor dir; o wie leicht doch fallen wir! und, wer kann fie alle zählen, die Gebrechen unfrer Seelen. dbogeno 3. Dir, Höchster, ist nichts zu vergleichen; denn deine Güte reicht so weit, als über uns die Wolken reichen, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Kein Wurm kriecht unbemerkt da: hin; du siehst, du nährst, du nährst, schügest ihn. d 5. Uns von Sünden zu ertdfen, gabst du deinen Sohn da: hin. Oso reinige vom Bosen durch ihn unsern ganzen Sinn; gieb uns, wie du selbst ver: heißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geift regie: re, und zu allem Guten führe. 4. Du, Vater, hast auch mein Gemüthe durch manche Gna= dengab erfreut. Ogieb mir auch nach deiner Güte den Trieb zur frohen Dankbarkeit. Lehr alles das, was in mir ist, froh rühmen, daß du gnådig bist. 6. Keiner sündlichen Begier: de bleibe unser Herz geweiht; unsers Wandels größte Zier: de sey rechtschaffne Heilig keit. Mach uns deinem Bilde gleich! denn zu deinem Himmelreich wirst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. dasp 5. Wer schuf den Geist und seine Kräfte, Gedächtniß, Wil: len und Verstand? Wer segnet des Berufs Geschäfte? Wer stårkt die arbeitsame Hand? Wer schüßte mich vor der Ge fahr und seinen Eigenschaften. 15 fahr, die unsichtbar mir nahe| Buße; und fallen wir gebeugt war. 6. Wer fristet meine Lebense tage? Wer schmückt und krd net sie mit Heil? Du, Vater, thusts; du wehrst der Plage, du, Gott, bleibst ewiglich mein Theil! mit ewger Treue liebst du mich; von ganzem Herzen preis ich dich. to fo voll Neue dir zu Fuße, voll Reu, die Beßrung zeugt: so schenkest du uns Armen aufs Neue deine Huld, und til: gest aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. 7. Dir will ich fernerhin ver: trauen; denn du haft mir stets wohl gethan. Ich will mit Hoffnung auf dich schauen; schau mich mit Vaterblicken an. So geh ich durch die Pilgrimszeit mit Freuden hin zur Ewigkeit. 4. Mit jedem neuen Morgen ist immer deine Güte neu: selbst unserm Wunsch und Sorgen kommst du zuvor mit Vatertreu. Du, Ursprung als ler Gaben, du weißt, was uns gebricht; und was wir nöthig haben, versagest du uns nicht. Wie sind doch unsre Tage von deinem Wohlthun voll! Selbst ihre Last und Plage lenkst du zu unserm Wohl. Mel. Nun lob mein Seel den 2c. 5. Wer sollte dich nicht lie: 25. Gott, bu bist die ben? du haft uns ja zuerst ge= Liebe; uns wohlzu: liebt, und bist stets treu geblie: ben, wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnaden uns zu segnen, ist ewig deine Lust; mit Dank dir zu begegnen, sey stets auch unsre Lust! Zu ehren deinen Willen, uns selbst zum Glück und Heil ihn freudig zu erfüllen, sey unser beßtes Theil. 6. Wer hier auf seinen We gen dein Wort vor Augen hat und hält, den sehest du zum Segen schon hier, noch mehr in jener Welt. Du schaffst ihm selbst aus Leiden den herrlichsten Gewinn, und führest ihn zu Freuden, die ewig währen, hin. Wie groß ist deine Güte! Mich ihrer stets zu freun, laß, Gott, auch mein Gemüthe voll Liebe zu dir seyn. thun ist deine Lust. Drum preist mit frohem Triebe dich unsre dankerfüllte Brust. Wie so gar ohne Grenzen ist deine Gütigkeit! so weit die Him: met glänzen, übst du Barmher: zigkeit. Du siehst mit Wohl: gefallen auf das, was du ge macht; und haft auch uns, uns Allen viel Gutes zugedacht. 2. Uns ewig zu beglücken, er schufst du uns und deine Welt, die hier schon zum Entzücken so viele Wunder in sich hålt; noch größrer Güte Proben hat für uns deine Hand im Himmel aufgehoben, der Wonne Vaterland. Dayin uns zu erheben, fandtst du den Sohn herab, der huldreich selbst sein Leben für uns Verlorne gab. 3. Wie groß ist deine Gnade! In eigner Melodie. wer ist so reich an Huld, als 26. Wie groß ist des sillpfade siehst du uns voller Lang: muth zu. Du rufest uns zur Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt; der mit verhärtetem mo Von Gott 16 tem Gemüthe, den Dank er: stickt, der ihr gebührt; Nein, feine Liebe zu ermessen, sey immer meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen, vergiß mein Herz auch seiner nicht. MCHOKO 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Ge wissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Ber läßt mich fo viel nicht sein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist! in jenes Leben, zu welchem du er= schaffen bist; wo du, mit Herr lichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du haft ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Gute sind fie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig seyn. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren? und seine Güte nicht verstehn? Er sollte rufen; ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben; sein Wort bestårkt ihn emiglich, Gott soll ich alles lieben, und meinen Näch sten gleich als mich. über 5. Dies iſt mein Dank, dies ift sein Wille; ich soll voll: kommen seyn, wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildniß in mir ber. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen seyn! Sie stårk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn! Sie trèfte mich zur Zeit der Schmerzen; fie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks! Mel. Sey Lob und Ehr dem zc. 27. Wie viele viele Freuden bir dank ich dir, die du mir, Herr, verliehen! und wie viel Sünden hast du mir aus Gnaben schon verziehen! Gott voll Langmuth und ich Schuld auf Schuld, und Wie of oftmals häuft doch währt deine Liebe. Geduld! 2. Bedenk ich, Schöpfer! deine Macht, blick ich in jene Ferne, und überschau des Himmels Pracht, und Sonne, Mond und Sterne; fo bet ich dich voll Ehrfurcht an: Was ist der Mensch, ruf ich alsdann, daß du dich sein erbarmest! ms 3. Du, Höchster, siehst auf ihn herab; so geht er nicht verloren; nicht für die Welt, nicht für das Grab, ist er allein geboren. Die Welt vergeht mit ihrer Lust; nur wenn du Gottes Willen soll dein Glück ewig dauern. dultoin thust, 4. Wenn ich erwache, denk ich dein, und wenn ich schlafen gehe; denn du, mein Vater, kannst verleihn, was ich von dir erflebe. Drum bet ich glau bensvoll zu dir: Herr, was mir nuget, schenke mir, um deiner Gute willen! Lang und seinen Eigenschaften. 17 und fehlen oftmals wider dich auf falsch gewähltem Wege. Mel. Ein Låmmlein geht und zc. 5. Du rettest sie aus der Gefahr, ſo oft fie irre geben, 28. ott! wie viel Langreichst ihnen Hand und Stärke Langmuth und Geduld Gottes. erzeigest du uns Armen! häufen Schuld, du vollbrachter Wir Du trågest sie mit Vaterhuld, täglich Schuld auf bist willig, ihre Sündenschuld häufest dein Er durch Christum zu vergeben; barmen. Ach, wie so mancher giebst ihnen neue GlaubensSünder lebt, nur wie ihn fraft, und nach Lüftet, sinnt und strebt dir Pilgrimschaft Sieg, Ruhe, immerdar entgegen; und du, Freud und Leben. Vater! suchest ihn von 6. Laß diese Langmuth und seinen Sünden abzuziehn, zur Geduld, Gott, unsre Herzen Reu ihn zu bewegen 0 sdrühren; nie müsse deine Bas terbuld zur Sicherheit uns führen. Trag uns erbarmend uns auch fernerhin; doch daß 2. Der Menschen Elend jammert dich; selbst, wann sie sich verstocken, willst du sie zu dir locken. Wie lange sahst und riefest du nicht ehmals deinem Volke zu, daß sich ihr Herz bekehrte! Wie trugst du nicht so lange Zeit die erste Welt mit Gütigkeit, eh sie die Fluth verheerte! 3. So giebst du Sündern 29. Zeit und Raum, der Strafe zu entgehen, du låßt den un fruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen, du wartest sein, du sucheft Frucht, und wenn du gleich umsonst gesucht, hörst du nicht auf zu bauen. Du schoneft sein von Jahr zu Jahr, dein Vaterherz hofft immerdar noch Frucht von ihm zu schauen. 4. Algütiger! so große Huld bezeugst du frechen Sún: dern, und wie viel Nachsicht und Geduld hast du mit dei nen Kindern; Sie werden ja, weil Fleisch und Welt hier ih häufig Nege stellt, oft sicher, matt und tråge. Ste straucheln und vergehen sich, nen Sünde haffen, und uns noch in der Gnadenzeit den Reich thum Gütigkeit zur Beßrung leiten lassen. deiner Mel. Wend ab deinen Born 2c. reist unsern Gott! Er ist von großer Güte, barmherzig, und von duldendem Gemüthe; will denen Heil und ewge Lust bescheeren, die ihn verehren. 2. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, und läßt verschonend uns das nicht empfinden, was mir, weil wir ihm unser Herz nicht gaben, verschuldet haben. THE Cod 3. Hoch ist der Himmel über seiner Erde; so groß ist auch, daß er geliebet werde, die Huld des Herrn, bei denen, die ihn lieben, und Gutes üben. 4. So zärtlich sich ein Vater seiner Kinder erbarmet, so erbarmt sich Gott der Sünder, wenn sie von Herzen sich zu ihm bekehren, ihm Treue schwören. 5. Er B 18 Schöpfung und Vorsehung. 5. Er schlågt und heilt; ver- scheut, gieb, daß ich nie leichtwundet, låst genesen; er weiß, sinnig scherze mit deiner Straf: der Mensch ist ein zerbrech- gerechtigkeit. Nie werde das lich Wesen; er denkt daran, von mir gewagt, was dein daß das Geschöpf aus Erde Geseß mir untersagt. doch Usche werde. 5. Doch laß mich auch mit ch auch mit feftem Glauben dem Ausspruch deiner Gnade traun. Wer kann den Troft uns je leite denn auch mich mals rauben, den wir auf dein Versprechen baun? Du bist ein Fels; dein Bund steht fest: wohl dem, der sich auf Gott verläßt! But 6. Laß, Seele! laß dich dies beschämen: vertraue Gott, der treu es meint; such ihn zum Muster anzunehmen; der Wahrheit Freund, der Lügen Feind; beweise dich als Gottes Kind, dem Treu und Wahrheit heilig sind. 2. Schöpfung und Vorfehung. 31. Diller Gaben, Herr, Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. dir gebühret Ruhm und Dank. Du hörst das Schrein der jungen Raben, so wie der Lerche Lobgefang. Oneige jest dein Ohr zu mir! du for= derst Dank; ich danke dir. 2. Die kleinste deiner Creaturen macht deine Weisheit offenbar. Man siehet deiner Güte Spuren und deine Macht von Jahr zu Jahr. Ein jedes Gråschen lehret mic): wie groß ist Gott, wie klein bin ich! 3. Du sorgft nach treucr Våter Weise für alle Werke deiner Hand; giebst allem Fleisch zureichend Speise, beschirmst und fegneft jedes Land; du liebest unveränder: lich; 6. Von Ewigkeit zu EwigFeiten währet die Güte Got: tes dem, der Tugend ehret. Ach! auf deinem Pfade, du Gott der Gnade! 7. So werd ich ewig deiner Huld genießen; so wird mein Leben sanft vor dir verfließen: so werd ich dort mit allen En gelchdren dich fröhlich ehren. Wahrhaftigkeit Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 30. nod och nie hast du dein Wort gebrochen, nie deinen Bund, o Gott, verlegt; du hältst getreu was du versprochen; vollfan Erd und Himmel gleich führst, was du dir vorgeseßt. vergehn, wird ewig doch dein Wort bestehn.is 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was uns dein Wort verheißen hat; nach dei: ner Macht, nach deiner Treue bringst du, was du versprichst, zur That. Scheint die Erfül= lung gleich noch weit, so kommt fie doch zur rechten Zeit. 3. Und wie du das unfehl: bar giebest, was deine Huld uns zugedacht; so wird, wenn du Vergeltung übest, dein Drohen auch gewiß vollbracht. Wer dich, o Gott, beharrlich haßt, fühlt deiner Strafe schwere oft. 4. Odrůcke dies tief in mein Herze, daß es ja jede Sünde Schöpfung und Vorsehung. lich; der Bösen selbst erbarmst| ist Sterblichen verborgen; du dich.dnvand noch sorgt er, wie er immer was nüßen deine Sorgen! Doch irrest du mit bangem Sinn durch tausend eitle Sorgen bin, und denkst: Wie wills auf Erden noch endlich mit mir werden! 2. Was quålst du dic), und willst in Schmerz und Kummer dich verlieren? Ist Gott nicht weiser als dein Herz? Laß ihn allein regieren. Be= fiehl dein Leben, deinen Stand, und was du thust, in seine Hand: er wird, was gut ist, schicken, wird dich gewiß beglücken. 3. Wirf deine Sorgen doch auf ihn, der schon so lang res gieret und vielmals, was unmöglich schien, mit Weisheit ausgeführet. Ergieb dich seiner Vaterhuld, und trag dein Leiden mit Geduld. Er wird noch ferner wachen, und alles sehr wohl machen. 4. Der Erdkreis ist von dei= that; ner Güte, von deiner Weis: heit ist er voll. Herr, unter: weise mein Gemüthe, wie ich dich würdig loben soll; gieb, daß mein Herz dich freudig liebt, dich der mir so viel Gutes giebt, 5. Das Saamkorn wird in deinem Namen, auf Hoffnung in das Feld gestreut; Allgů: tiger, du gabst dem Saamen, da du ihn schufft, die Frucht: barkeit. Zur Aussaat giebst du auch allein dem Landmann Kraft, Zeit und Gedeihn. 6. Du machst den Schoo der Erde schwanger; du machst des Uckers Furchen naß; du schmückest Wiesen, Flur und Unger, mit Blumen, Strâu chen, Laub und Gras; du träufelst mit dem kühlen Thau die Fruchtbarkeit auf Feld und Au. 7. Was dürr ist, feuchtest du mit Regen, was falt ist wärmt dein Sonnenschein; du theilst die Zeiten, wie den Segen, zu unserm Besten, weislich ein. Bei Wärme, Hiße, Kålt und Frost, grünt, wächst und reifet unsre Kost. 19 Mel. Ermuntre dich mein 2c. 32. u bist ein Mensch und Gottes Rath 4. Eh deine Mutter dich gebar, als dich ihr Schooß umgeben, wer schüßte da dich vor Gefahr? Sprich, wer er: hielt dein Leben: Wer hat schon da dein Wohl bedacht? Wer hat dich an das Licht gebracht, und Seele, Leib und Les ben aus Gnaden dir gegeben? 8. Komint, preift des Schöpfers Huld und Stärke, 5. Wer hat gesorgt, daß bringt seinem Namen Ehre dar! nichts gebrach, als du die ( Groß ist der Herr, und Welt betratest, noch ehe deiseine Werke find herrlich, ne Lunge sprach, und du groß und wunderbar! Kommt, laßt uns seine Macht erhöhn! der Herr ist gut! sein Lob ist schon. durch Thrånen batest? Wer hat an deiner Mutter Brust gesunde Nahrung, stille Lust dir schon voraus bereitet, und dich bisher geleitet? 6. Erheb einmal dein Ungeficht hier unten und dort oben, wo siehst du Gottes B2 Güte 201 Schöpfung und Vorsehung. Güte nicht, nicht seiner Weis: gen, die du jest nicht weißt, heit Proben? Oft hat er auch einst wirst bewundern müssen, an dir gethan, was du dich dich zu erretten wiffen. G selbst, bei allem Wahn, zu Mel. Von Gott will ich nicht zc. hoffen nicht erkühntest, stets mehr, als du verdientest. 33. Frfreuender Gedanke! wenn er 7. Doch willst du niemals ruhig seyn, und Gott nicht walten lassen, und sähst du feine Weisheit ein, die men: fchen doch nicht faffen. Wenn du nicht siehst, wie er regiert, nicht deinen Weg dich führt, so fångst du an zu zagen, zu murren und zu klagen. 8. Bedenke doch, wie manchesmal du nicht zum Ziel gekommen, wenn ohne Gott auf eigne Wahl du etwas unter nommen. Was aber dir dein Gott ersehn, das mußte seyn, und ist geschehn, und niemand fornt es hindern von allen Menschenkindern.s dich! Gott, dem ich alles danke, rief auch ins Leben mich! Er, der mit Licht und Pracht schmůden ganzen Weltkreis det, und jeden Wurm beglücket, er hat auch mich gemacht. 2. O, dies ist ein Gedanke, der måchtig mich erhebt, der, wenn ich irr' und wanke, ich wohlthätig mich belebt: weiß, ein guter Gott gab mir dies erste Leben, wird mir ein bessers geben, und ist und bleibt mein Gott. 3. Ich sollte thdricht klagen, wenn mich mein Vater schlågt? nicht gern ein Leiden tragen, das er mir auferlegt? Es dient zu meinem Heil; er kann und wird es enden: bald wird aus seinen Händen mir größres Glück zu Theil. 4. Erfreuender Gedanke! Gott schuf, Seele, dich! Gott, dem ich alles danke, rief auch ins Leben mich! Er wågt mein Glück mir zu, und machet meine Leiden zu QuelMein len größrer Freuden! Gott, wie gut bist du! 10. Und diesem Vater wolltest du dein Heil nicht anver= trauen? Nicht deines Lebens ganze Rub auf diesen Felsen bauen? Vertrau ihm, und ver: zage nicht! Ein Herz voll fes 34. Fo Sott, verborgen! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Zührwahr, 0 ster Zuversicht darf auch in Ungewittern nicht ohne Hoff: nung zittern. 11. Wirf, als ein Kind, voll Glaubens dich in deines Got: tes Arme, und fleh ihn, daß er erbarme: So wird er, wie sein Wort verheißt, auf We dein Rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du sorgteft, eh die Welt noch war, für unser Wohl schon våterlich. Dies sen genug zum 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen vor unsern Au gen 9. Gott forgt für unser wah: res Glück, macht gut, was wir verwirren, und lenket unsern Gang zurückzum Guten, wann wir irren; giebt immer das nur, was uns nust, erret: tet uns und hilft und schüßt, eh wir Gefahren sehen, eh wir um Hülfe flehen. Schöpfung und Vorsehung. gen oft versteckt; doch, menn 2. 21 Du öffnest deine Hand, so wir erst den Ausgang wissen, fließt herab, was- jedem nowird uns die Ursach auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunklen Weg gewählt. mi dan thig ist: mit Wohlgefallen fåttigt sie dein Aufsehn, und versäumt sie nie. Nie sind Geschöpfe deiner Hand dir 3. Nie sind die Tiefen zu er- junwerth oder unbekannt. gründen von deiner Weisheit, 3. Auch mir gabſt du mein Macht und Güt; du kannst Gott und Heil, noch täglich viel Tausend Wege finden, wo mein bescheiden Theil; gabst die Vernunft nicht einen fieht. mirs mit Huld und Freund Aus Finsterniß bringst du das lichkeit, so lang ich bin, zur Licht; du sprichst, o Gott, rechten Zeit. Kein Vater sorgt und es geschicht. mi so våterlich für seinen Sohn, 4. So weicht denn, ångstli- als du für mich. che Gedanken! Gott kann weit mehr als ihr versteht. Bleib, Secle in der Demuth Schranken; die Demuth wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, und deiner Führung fich ergiebt, 4. Ich bins gewiß, du kannst mich nicht verlassen, meine Zuversicht! ich bins gewiß, du thust mir wohl, so lang ich hier noch leben soll. Sticht Uebers fluß bitt ich von dir; was ich bedarf, das giebst du mir. 5. Drum will ich mich dir überlassen, mit allem, was ich hab und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, auf dich, den Gott der Liebe, hin; der Ausgang zeigt doch immer: dar, daß stets dein Rath voll Güte war. 5. Der Vogel bauet nicht das Land; du nährst ihn doch mit milder Hand. Du schmückst die Blume königlich; doch hat sie nicht Verstand wie ich. Vers giß es meine Secle, nie! weit mehr bin ich vor Gott als sie. 6. Gieb, daß dies mein Ver: trauen mehre im Gluck und Unglück, Freud, und Leid. Schick alles, Herr, zu deiner Ehre und meiner Seelen Se ligkeit. d So preis ich einst vollkommen dich! so freu ich dein auf ewig mich. Mel. Vater unser im Himmelr. 2c. deine weise 35. Gott Macht erhålt die ganze lebenvolle Welt, und Aller Augen freuen sich, und warten hoffnungsvoll auf dich; auf dich, der du siebialle liebst und allen ihre giebst. anti, diug 6. Mich schufst du nicht für diese Zeit: mein Ziel ist in der Ewigkeit. Du gabst mir Weisheit und Verstand, und machtest selbst dich mir be kannt; nichts, was die Erde zeugt und nährt, gleicht mir an Hoheit und an Werth. 7. Von dir, der das an mir gethan, werd ich auch Speis und Trank empfahn.im Selbst dem, der dich mit Sünden schmäht, giebst du sie zwar ohn sein Gebet; doch folgt dem Freyler Reu und Schmach, dem frommen Dank der Segen nach. Tudo Speise 8. Laß du mich nur genugw sam seyn, und deiner Gaben B3 mich 22 Schöpfung und Vorsehung. mich erfreun, mehr aber dei:| herrlich sich erwiesen! Mein ner, der du dich so freundlich Herz und Mund soll dir, du zeigeft gegen mich, der du des Retter aus Gefahr, mein Lebens Quelle bist, aus wel: schuldig Opfer bringen, von cher alle Wohlthat fließt. deiner Güte fingen jegund und immerdar. llard 19. Bei deiner Gaben Ueber: fluß erhalt mich måßig im Genuß; bewahr mich in der Dürftigkeit vor Schmach und Unzufriedenheit. Du nåhrst mich immer; Preis und Dank bring ich dir, Gott, mein Lebenlang. C Mel. Von Gott will ich nicht 2c. ott, der an allen En Mel. Wie schön leuchtet der zc. 36. ben viel große Mun: 37. ott, beffen starte der thut, du in dessen Hånden mein ganzes Schick sal ruht, haft in der Prüfungszeit mir jeden meiner Tage, mein Glück und meine pla: ge, bestimmt von Ewigkeit. Hand die Welt er: schaffen hat und noch erhält, ich sehe deine Güte; ich sehe sie, und werd entzückt, wohin auch nur mein Auge blickt. So bald ich mein Ge= müthe auf dich, Schöpfer, achtsam lenke und dich denke, find ich Urmer, dich als Va= ter und Erbarmer. 2. Seh ich so weit mein Auge reicht gen Himmel, so entdeck ich leicht die Spuren deiner Güte. Der Himmelslichter auf und Pracht, sein Sternenheer, das du gemacht, erwecket mein Gemüthe, groBer Schöpfer, dir zu singen, dir zu bringen Ehr und Står: ke. Groß sind deiner Allmacht Werke. this pion op ond 2. Da ich noch tief verbor: gen im Mutterleibe lag, wacht über mich dein Sorgen. Ach, Bater, wie vermag mein dürftiger Berstand das Gute zu erheben, das du in meinem Le: ben mir huldreich zugewandt. 6. Du haft mir wohl gera: then, und lauter Guts gethan, daß deiner Liebe Thaten ich nicht aussprechen kann. Hilf, Bater, daß ich dort, verklärt und ganz vollkommen, mit allen deinen Frommen, dir danke immerfort. 3. Drückt mich auf meinen Wegen gleich meine Last und Müh, so führt auch sie zum Segen, und du versüßest fie. Du bleibeft mitleidsvoll, hilfft liebreich deinen Kindern, fie tragen und vermindern; beförderst stets ihr Wohl. 4. Stets hat in meinem 3. In Ungewittern, Sturm Leben mir dieses Trostes Licht und Wind, die deines Thro von neuem Kraft gegeben und nes Diener sind, entdeck ich frohe Zuversicht. Wenn ich deine Güte. Das Feuer, wie bekümmert war, so seufzt ich der Wassergrund, macht dei und war stille, und dein stets guter Wille entriß mich der Gefahr. ne große Liebe kund. Mit fröhlichem Gemüthe will ich tåglich darauf achten, und betrachten deine Werke; rühmen deine Huld und Stärke. 5. Deine Name sey geprie: sen, der jederzeit an mir so 4. Dein Schöpfung und Vorsebung. 23 7. Er ist dir nah, du sigest oder gehest, ob du ans Meer, ob du gen Himmel fldhest: so ist er allenthalben da. +. Dein Erdreich, Gott, was ich vor oder nachmals das jedermann giebt Brod thue, und er erforschet mich und Kleider, seh ich an, und und dich. schmecke deine Güte. Sch rie: che, fühl und höre sie im Feld und Wald; ich sehe sie in aller Fluren Blüthe. Von dir zeugen alle Dinge, so ge= ringe sie mir scheinen: wie im Großen so im Kleinen. 5. O zeuch mich über Welt und Zeit zu dir, o Herr der Herrlichkeit, durch deine große Liebe. Auf dich laß mich in Allem sehn, für jedes Gute dich erhöhn. Belebe meine Triebe, o mein Vater, dir vor allen zu gefallen; dir zu leben sey mein einziges Bestreben. 2. Er will und sprichts: so find und leben Welten. Und er gebeut; so tallen durch fein Schelten die Himmel wieder in ihr nichts. In eigener Melodie. 38. Gott ist mein Lied de feyn. Stårke; Er ist der Gott der Groß ist sein Nam und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Fefte ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt mir gnådig beizustehn. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und Gott in ewgen Zei= ten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war, in Himmel, Erd und Meere, das fennet Gott, und seiner Wer: ke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angebore. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Mun= von 11. Wer kann die Pracht deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du haft werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hügel, ihr seyd sein 2ob lied und sein Psalm! 13. Du tränkst das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag, und Korn und Wein und empfangen wir aus Freuden deiner Hand. 14. Rein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; follt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hålt? 15. Ist Gott mein Schuß, will Gott mein Retter werden; so frag ich nichts nach Himmet und nach Erden, und biete selbst dem Tode Trug. 334 In 24 Schöpfung und Vorsehung. In bekannter Melodie. 39. Ich finge dir mit Herz J und Mund, Herr, meines Herzens Luft! ich sing, und mach der Erde kund, was mir von dir bewußt. von du 2. Ich weiß, Gott, groß Macht und Rath, daß die Quelle bist, woraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fliest. 8389 3. Was sind wir doch, was 3. haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer giebt uns, was in deiner Welt uns nähert und ergögt; Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett? 5. Wer schafft uns Wärme bei dem Frost! Wer schügt uns vor dem Wind? Ber macht es, daß man Del und Most zu seinen Seiten findt? 6 Wer giebt uns Leben und Gedeihn? Wer schenkt mit treuer Hand, den Frieden, deß wir uns erfreun in un ferm Vaterland? 7. Allgütiger, allein von dir fließt alles Heil uns zu. Ge schöpfe deiner Hand sind wir, und unser Schuß bist du. 8. Du nåhrest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, und stehest uns auch in Gefahr und Nothen gnådig bei. 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld, und strafft nie allzusehr; ja, endlich nimmst du unsre Schuld, und wirfst sie in das Meer. 10. Das unglück, das von ferne droht, kehrst du so oft zurück, und die schon gegen: wärtge Noth verwandelst du in Glück. 11. Du kennest unsrer Arbeit Müh, und bist mit Kraft nicht fern; du förderst und vergiltst uns sie, erfreuft und fegnest gern. 12. Die Chrånen, die der Fromme weint, bemerkst und záblest du, und sprichst ihm tröstend als ein Freund in sei nem Kummer zu. 13. Du füüst des Lebens Mangel aus mit Gütern, die bestehn, wenn dieses Leibes irdisch Haus einst wird zu Trümmern gehn. 14. Wohl auf, mein Herz, sey froh und sing, und habe guten Muth, dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt dein Gut. 15. Er ist dein Schak, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht; dein Schirm und Schild, dein Trost und Heil; schafft Rath, und läßt dich nicht. 16. Was krånkst du dich in deinem Sinn, und gråmst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg', und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 17. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ers nåhrt? Wie manchen schweren Unglücksfall hater zurück gekebrt! 18. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läst geschehn, das nimmt ein gutes End. 19. So trau denn ferner seinem Chun, schick glaubig dich darein, so wirst du hier in Friede ruhn, und ewig fröhlich seyn. Mel. Schöpfung und Vorsehung. 25 Mel. Ich finge dir mit Herz zc.| unsre Sündenschuld, du siehst 40. finge meiner See: es und verzeihst. J von dir 11. Ja, deine Gûte reicht Herr, hoch erfreut; ich sing so weit, so weit die Wolken aus dankerfüllter Brust von ziehn; der junge Rabe, deiner Gütigkeit. Bater, schreit zu dir; du nåhreft ihn. 12. und rührte dich, o Men: schenfreund, nicht stets des Christen Schmerz? Die stillste 3åhre, die er weint, erweicht dein Vaterher. 13. Web dem, der an dem Herrn verzagt, und seine 3uversicht auf Menschen segt, heidnisch ſagt: Gott achtet unser nicht. und 14. Er liebt dich mehr als du verstehst; ist, Seele, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh du flehst. Vertraue nur dem Herrn. 15. Er schaut herab von seiner Hdh auf den, der niedrig ist. Erhebe dich, Unsterbliche, zu ihm von dem du bist. ch 2. Was ist der Mensch, der Staub, vor dir, daß seiner du gedenkst? Herr, aller Welt, was haben wir, wenn du es uns nicht schenkst? 3. Wer hat den Himmel ausgespannt, der unser Aug entzückt? Wer hat mit gött lich milder Hand den Erdkreis ausgeschmückt? 4. Wer kleidet Hügel, Thal und Au, und ziert mit Pracht den Hain; trånkt sie mit Regen und mit Thau? und giebt der Saat Gedeihn? 5. Wer führt die Sonn in ihrer Pracht mit jedem Tag uns zu? Wer spricht zum Mond in dunkler Nacht: dem Menschen leuchte du. 16. Lobsing ihm, bet ihn ewig an mit frommer Zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! BVergiß es, Seele, nicht! 7. Wer sichert uns vor der Gefahr, die uns von ferne ferne 41. und Konig, dir lobMel. Herzliebster Jesu, was 2C. will, mein Gott droht? Wer rettet oft ſo wunderbar aus gegenwärt'ger Neth? fingen, und ewig Ehre deinem Namen bringen! Sey tåglich, ewig sey von mir erho: ben! Dich will ich loben! 8. Herr, unser Herrscher, nur von dir fließt alles Heil uns zu. Dein Volk, dein Ei genthum sind wir, und unser Gott bist du! wer 2. Du bist so groß! kann dich gnug erheben? Wer kann mit ſeinem feurigsten Bestreben, wie groß du bist, begreifen und empfinden; wer dich ergründen? 3. Wie herrlich bist du, wie geschmückt und prächtig; wie groß in deinen Wundern, Herr, wie mächtig! daß B5 dein 6. Wer krönt mit Segen jedes Jahr, deß unser Herz fich freut? Wer liebet uns unwandelbar, auch wann sein Donner draut? 9. Wie groß ist deine Huld und Treu! du zähltest unser Haar, stehst uns allgegenwärtig bei in jeglicher Gefahr. 10. Uns Sünder trågst du mit Geduld, lehrst uns durch deinen Geist, und reut uns 26 Schöpfung und dein Name von der ganzen Erde erhoben werde! ( au 4. Daß deiner Wunder Ruhm umher erschalle; die Welt von deinen Thaten wiederhalle, und deine Wahrheit, deine Huld besinge, und Preis dir bringe! 5. Denn du bist mild, daß wer nur lebt sich freue, barm: herzig und von großer Bút und Treue; Erbarmst dich deiner Werke, haft an allen dein Wohlgefallen! 6.! Höchster, alle deine Werke follen dir jauchzend danken; deine Frommen wollen mit allen ihren Kråf: ten sich bestreben, dich zu erheben! 7. Dein Reich, o Gott, ist herrlich; ewig währen dein Reich und deine Macht, die wir verehren; und ewig wird von aller Völker 3ungen dein Lob besungen! modi 8. Nach dir empor schaun aller Wesen Blicke, daß deine Hand sie väterlich erquicke; du giebst auch einem jeden sei= ne Speise, daß er dich preise! 9. Du nur erhältst mit dei: nem Wohlgefallen, was lebt; thuft deine Hand auf, und giebst allen, was sie bedür: fen; keiner sucht vergebens, dich Quell des Lebens! 10. In allen deinen Wegen strablet Gnade; untadelhaft find alle deine Pfade, und was du thust, gereicht zu dei nem Preise, ist gut und weise! Vorsehung. 12. Du schůgest, Vater, alle, die dich lieben; die aber, die Gewalt und Frevel üben, die werden für ihr Uebelthun auf Erden gerichtet werden. 11. Du bist auch nahe denen, die dich bitten, die ernst: lich dich um deine Hülfe bit: ten; du thuft, was die Gerechten, die dich ehren, von dir begehren! 13. O Vater, ewig wollen wir dich loben! von allen werde, Gott, dein Nam er= hoben! was lebet müsse, Herr, zu allen Zeiten dein Lob verbreiten. y Mel. Sey Lob und Ehr dem zc. 42, ob fey Gett, der den ſchafft, ber Gott, der den Erdkreis schmü cket! Preis sey ihm! Ehre, Stårk und Kraft, der, was er schuf, beglücket! der Herr erschafft, der Herr erhält; er liebt und segnet seine Welt. Lobsinget ihm, Geschöpfe! 2. Das Land, das erst er: storben lag, erwacht, und lebt nun wieder. Es strömet jeden neuen Tag sein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube lebt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 3. Der Erde Antlig ist vers jungt; eroeitert glänzt der Himmel. Gebirg und Thal und Wald erklingt vom freudigen Getümmel. Und voll Erbarmen schaut herab, der Allen Seyn und Leben gab, auf seiner Schöpfung Werke. nah. re! 4. Lobsinget ihm! er ist uns Singt, alle seine Hee: der Herr ist allenthalben da, im Himmel, Erd und Meere. Ich preise dich, ich finge dir; denn du bist, wo ich bin, bei mir, mit Allmacht und mit Liebe. 5. Du rufft die Wolken in das Land, und stillst den Durft der Univ.- Bibl. Giessen 27 Schöpfung und Vorsehung. der Erde, daß mit den Gaben 3. Kein Mensch, kein Engel deiner Hand der Mensch ge: selbst ermist die Größe deiner segnet werde. Du macheft Segen; wie gütig deine Weiss Hagel, Thau und Wind, die heit ist, in allen ihren We deiner Allmacht Boten sind, gen. Gett, deine Güte reicht zu unsrer Freude Quellen. so weit, als deines Reichs Un= endlichkeit, so weit, Herr, als dein Leben. Ach, was sind wir? die deine Macht aus todtem Staub. hervorgebracht, uns 6. Selbst, wenn vom Donnersturm bedråut, erschrockne Lånder zittern, strömt Står kung, Segen, Fruchtbarkeit, aus Nacht und Ungewittern. Dann bricht die Sonne neu hervor, und alles jauchzt zu dir empor, vor dem die Wetter schweigen. ewig Heil zu geben. 7. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunnquell aller Gaben. Dort wirst du uns mit Seligkeit in rei chen Strömen laben. Wohl, wohl den Menschen, die schon hier sich dir ergeben, und einst dir, als Christen, freudig sterben. 4. O Vater, welchem keiner gleicht, an Liebe und an Stårke! Kein Dank, kein Lobgesang erreicht die Wunder deiner Werke. Doch ist dirs angenehmer Dank, es ist dir mehr, als Lobgesang, wenn ich wie du liebst, liebe; und meine Kräft' in dieser Zeit durch Wohlthun und Barmher: zigkeit an meinem Nächsten übe. Du bist die Liebe. Dank sey dir, daß ich dich so erken= ne, und dir zum Ruhm, zum Troste mir, dich, Gott, die Liebe Auch ich will gerne liebreich sein, will glücklich machen, will erfreun, will segnen und dir gleichen. Von diesem Heil, von dieser Pflicht, du ewge Liebe, laß mich nicht, so lang ich lebe, weichen. Mel. Ein Lämmlein geht zc. 43. Lobfinget Gott! Er nenne. schuf die Welt zum Schauplag seiner Güte. Lob: fingt ihm, der sie noch erhålt, mit freudigem Gemüthe. Gott ist die Liebe. Rühmt es laut, Geschöpfe, die ihr ihm ver: traut, die ihr ihn kennt und eh ret! rühmt es, daß seine Gü: tigkeit mit jedem Morgen sich Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. erneut, und ewig, ewig währet. 44. Sobald, o Gott, der 2. Daß außer dir nicht alles leer von Freud und Leben bliebe, schufst du, o Gott, der Himmel Heer und unsre Welt aus Liebe. Du selbst bedurf test ihrer nie; Unendlicher, du ließeft fie zu ihrem Heile werden. Du aber fåttigeft dich nun mit Wonne, allen wohlzuthun, im Himmel und auf Erden. Tag erwacht, er: freust du, was da lebet; du bists, Erhalter, dessen Macht uns nåhrt, uns trågt und he bet. Du wässerst unsrer Erde Schooß, so wächst der Felder Reichthum groß. Preis dir, du milder Geber. 2. Dein Brunn erquickt sie früh und spåt. Ein jeder Grashalm zeuget von dir, durch den die Frucht geråth, und Keim Schöpfung und Vorsehung. 28 Keim und Lehre fleiget. Wenn Furch und Fluren sich erneun, so giebst du Bachstsum und Gedeihn zu unsrer Saat und Mühe. 3. Du kronst mit gnadenvol- 7. Nicht einem mangelt ler Hand, Herr, alle Jahres- deine Huld. Wem: strablet zeiten. Sie träufelt auf das nicht dein Licht? Mit wel: gange Land des Gegens Fettig- cher Langmuth und Geduld keiten. Es trieft durch ih- verschonst du unser nicht? ren milden Guß die Wüste 8. betet, Menschen, betet felbft vom Ueberfluß, und an, erwågts und denket nun: Freude schmückt die Hügel. Was hat Gott schon an uns 4. Die Wiesen stehn be: gethan? was will er nicht noch blümt umher; vom Korne thun? nyphardoy BRUT no T stehn die Auen, beladen reich und dicht und schwer, so weit die Blicke schauen. der Landmann Erhalter, deiner lobsingen wir auch fröhlich. and Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 45. Noch immer wechseln ordentlich des Jah res Zeiten ab; und früh und spåt ergießet sich dein Regen, Gott, herab. Mel. Es ist das Heil uns 2c. Dir finat 46. Wenn ich, o Schöpfer, hocherfreut. Gutigkeit die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht,, an= o is betend überlege: so weiß ich von Bewundrung voll, nicht wie ich dich erheben foll, mein Gott, mein 2. Mein Auge sieht, wohin mein Herr und Vater! es blickt, die Wunder deiner Der Himmel prachausgeschmückt, preist dich, Gott der Stärke! Wer Werke. 2. Noch öffnest du die miltig de Hand; Herr, wie du stets du gethan; du segnest und du füllst das Land mit deinen Gütern an. 3. Von deinem Himmel, Höchster träuft Gedeihn und Fruchtbarkeit; die Saat geht auf, und blüht, und reift, und sättigt und erfreut. 4. Von dir gesegnet giebt der Baum, wenn Jemand Schatten sucht, ihm unter feinen 3weigen Raum, Erfrischung und auch Frucht. 5. Wie fröhlich lächelt jede Flur! Es fließt sich immer gleich, der Freude Quell, und die Natur ist unerschöpflich reich. 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt Luft und Er quickung zu? Wer ist so aut, so treu, so mild, so väterlich, wie du? 30010 hat die Sonn an ihm erhöht? wer kleidet sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Winde feinen Lauf? wer beißt die Himmel regnen? wer schließt den Schooß der Erde auf, mit Vorrath uns zu fegnen? Gott der Macht und Herrlichkeit! Gott, deine Güte reicht so weit, soweit die Wolken reichen. 50012 800 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer& h= re! Mich, ruft der Baum in seiner Der Mensch und seine Bestimmung. seiner Pracht, mich, ruft die diese Welt noch sah. Saat, hat Gott gemacht. groß ist deine Güte! Bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erfennen, leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Gut unt Größe. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erbebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sey ge= preist, und alle Welt fag Amen! und alle Welt fürcht ihren Herrn, und hoff auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? 111 29 Wie 4. Nie ist der Mensch, der Staub, es werth, Herr, daß du sein gedenkest; daß du, da er dich oft entehrt, ihm so viel Gutes schenkest. O sähe doch der Mensch dies ein! möcht er dafür dir dankbar seyn, und dir zum Dienst sich weihen! 5. Herr, lehre du mich, wie ich soll, für deine Huld dich preisen, und ewig, deiner Liebe voll, gehorsam mich beweisen. Du bist mein Heil, mein Troft, mein Gott. Dir treu zu seyn bis in den Tod, sey meines Herzens Freude. Met. Sey Lob und Ehr dem 2c. ir, Gott, Preis 48. Dund Dank gebracht! erheben! deiner 3. Der Mensch und seine dich soll mein Lied Bestimmung. Ich bin ein Wunder Macht, du schufft auch mich zum Leben. Mein ganzer Leib erbaut von dir, mit jedem Glied und Sinn an mir, bes weiset beine Größe. misd misber 2. Haupt, aug und Ohr, und Mund und Hand, die ich zu dir erhebe, die Haut so künstlich ausgespannt, der Nerven fein Gewebe, und alle Glieder sagen mir: ich sey, o Gott, ein Werk von dir, ein Werk von deiner Weisheit. Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 47. De er du durch deiner Allmacht Hand mein Wesen mir bereitet, und da schon, eh ich dich gekannt, mit Güte mich geleitet; der du erhältst, was du gemacht; mein Schöpfer, Dank sey dir gebracht für deine Macht und Güte!#d 2. 3u meinem Glücke leb ich hier; dein Wort gab mir das Leben; und was ich hab, hab ich von dir. Von dir ward mir gegeben Berstand, Geschmack, Gehör, Gesicht, Geruch, Gefühl; mir fehlt es nicht an Proben deiner Liebe. 3. Wie biegsam, wie gelenkvoll schließt, den Thoren zu verdammen, ders leugnet, daß ein Schöpfer ist, sich Glied an Glied zusammen? Wie willig, 3. Du leitest mich nach bei Herr, gehorchen sie, wenn meinem Rath bei drobenten Gene Seele spåt und früh des Lei: fahren; dein Engel muß auf bes Dienst verlanget! meinem Pfad vor Unfall mich 4. O hättest du mein Auge bewahren. Zu meinem Dienst nicht so künstlich zubereitet; war alles da, schon eh ich was nügte mir der Sonne Licht ,. 30 Der Mensch und Licht, ihr Glanz, vor mir verbreitet? Dann såh ich nicht, mit welcher Pracht, du, Herr, durch deine weise Macht, was du erschaffen, schmückest. 5. Wie wchl ist mir, dich, Gott, zu sehn in jedem deiner Werke; mit lauter Stimme zu erhöhn dich, als den Gott der Stärke; zu hören froh mit Preis und Dank der ganzen Schöpfung Lobgesang; dein Wohlthun zu empfinden! 4. Wenn ich die Himmel seh, die du Herr, ausgebrei= tet, der Sonne Majestät, den Mond, den du bereitet; so sprech ich: was ist doch der 6. Wer leitet meines Blu- Mensch, daß sein du denkst, tes Lauf? wer lenkt des Her- und daß du täglich uns unzäh= zens Schläge? wer regt die lig Gutes schenkst? Lung und schwellt fie auf, da= mit ich leben möge? Gott ist es, der dies alles thut. Schlag, Herz, entflamme mich, o Blut! daß ich den Hechsten preise. als Schaafe låßt du uns auf grünen Auen weiden, nährst uns mit Speis und Trank, und füllst das Herz mit Freuden. Du dachtest mein, eh mich die Mutter noch ge= bar; ja, sahst mich, et der Grund der Welt geleget war. 6. Du wogst mein Glück mir ab, und Leiden, die mich üben; und meiner Tage Zahl war in dein Buch geschrieben. Du bist der Frommen Schuß, du bist der Můden Ruh; ein Gott, der gern verzeiht. Wie gnädig, Gott, biſt du! 7. Wem sollt ich sonst ver: traun, als dir, der du das Le ben mir gabst und mir er= håltst? Dich, Herr, will ich erheben? Wie sanft ist dein Befehl: gieb mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg; ich bin dein Schild und Lohn. 7. O prieš ich, Hochfter, immer dich, wenn ich die Sin= ne brauche, geh, lieg und ausrub, oder mich bewege, atbme, bauche! gieb, daß ich ewig dein mich freu, und daß mein Leib ein Tempel sey, worin dein Geist stets wohne. Jaud 11 Mel. Nun danket alle Gott 2c. 49. Durch dich, o großer Gott, durch dich bin ich vorhanden, die Him: mel und ihr Heer sind durch dein Wort entstanden. Denn, wenn du sprichst, geschiehts; wenn du gebeutst, stehts da. Mit Allmacht bist du mir, und auch mit Güte nah. seine Bestimmung. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott, gewürdigt werde, was frag ich außer dir nach allem Glück der Erde? Jin Him: mel donnerst du, und Schrek: ken füllt das eand; doch denn du fürcht ich nichts: deckst mich mit deiner Hand. 2. Du bist der Gott der Kraft; dich preifen Erd und Meere; die Himmel predigen die Wunder deiner Ehre. Dich bet ich dankend an! Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hörst der Menschen Flehn und du errettest gern. 8.3 Herr, dein Gebot ist Heil, dein Weg ist Fried und Leben. Wie könnt ich dir, o Gott der Liebe, widerstreben? Der Lasterhafte mag in stolzem Glük: ke blühn; mich soll er dennoch nicht in seine Nege ziehn. 9. Auch Der Mensch und seine Bestimmung. 31 9. Auch wenn kein Mensch mich sieht, will ich die Sünde einst mei: noch 5. Gott, ich kann denken! ich gewinne, weil ich zu einem Gei: fliehen; denn du wirst Aller ste ward, durch die Empfin: Werk vor dein Gericht dung meiner Sinne Gedanken ziehen. Ich will, wenn tausendfacher Art. Groß, man= nem Fleisch was Bd es nigfaltig ist ihr Heer, und doch gelüft, bedenken, daß mein wird ihrer täglich mehr.ig bi Leib, o Gott, dein Tempel ist. 6. Ich kann sie sammeln, 10. Sollt ich der Menschen und verbinden, und trennen Ruhm stolz zu erringen trach wie es mir gefällt, die Welt ten? Nein, Herr, wenn du empfinden, mich empfinden, mich ehrst, mag mich die Welt weit unterschieden von der verachten. Du bist es, dem Welt. 3u tausend Thaten zum Dienst ich Leib und Seele hab ich Kraft; wer giebt sie? weih; gieb, daß mein Wandel Gott, der alles schafft. stets voll deines Ruhmes sei. 7. Wie feurig dürftet meiOne Seele nach Wahrheit, Ruh Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. und Seligkeit: nur, daß ich 50. Erwecke dich, den Herrn oft betrogen wähle, was mich zu leben, du seines nach dem Genusse reut. Doch Odems Hauch, mein Geist! das ist, Vater, meine Schuld; Es werde Gott von mir erho- denn was du schaffft, ist lauter ben, den jedes seiner Werke Huld. den ud preist! Er, der mich schuf, fein Bild zu seyn, zu kennen ihn, mich sein zu freun. 2. Schön ist der sonnenreiche Himmel, den er zu seinem Stuble wählt; doch ist der sonnenreiche Himmelbigedane kenlos und unbeseelt; und mir dem Thone seiner Hand giebt er Empfindung und Verstand, 8. Wie wundervoll ist das Gott, bas du Vermögen, meinem Willen giebst! Omdgt ich, mögt ich stets erwägen, mit welcher Güte du mich liebst! mögt ich mit allen Kräften dein, dein mit Verstand und Willen seyn. 3. Unmuthig, prachtig, zum Entzücken ist Gottes ganze Körperwelt. Wer zählt die Reize, die sie schmücken? was ich nur sehen kann, gefällt; und dennoch kann sie nicht, wie schön, wie wundervoll sie sey, verstehn. 9 Gott, meine Lust sey, dich zu kennen, dich Urquell der Vollkommenheit! Dich fintlich Herr und Bater nen= nen, sey hier schon meine Se= ligkeit. Dien ich als Kind im Geiste dir, was brauch ich noch, was fehlet mir? Mel. Ich finge dir mit Herz: c. 4. Nur die für Seelen, die zu den Geistern 51. h bin, o Gott, dein Gott erhob, sind sie so herrlich! Sie erzählen nur ibnen ihres Schöpfers Lob. Seele, jauchze, daß der Ruf der UU- 2. Du gabst mir den ver: macht dich zum Geiste schuf! nünftgen Geist, bewundernd Eigenthum; auf ewig bin ich dein. Mein größ= tes Glück, mein wahrer Ruhm ist ewig dein zu seyn. einzu: 32 Der Mensch und seine Bestimmung. einzusehn, wie dich die ganze| wäre alles mein, es bliebe, Schöpfung preist; mit ihr wenn kein Himmel wåre, für dich zu erhöhn.houd meine Wünsche viel zu klein. Der Geist hat nicht im Staube Ruh, er eilt erhabe nern Gütern zu. 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott, deine Herr: lichkeit; zu ihrem Preise reizt mich hier jedwede Tageszeit. 4. Und ich, ich sollte fühllos seyn, ich rühmte, Herr, dich nicht? Mein Leben dei: nem Ruhm zu weihn, ist auch meine Pflicht.n 3. Er schuf mich ja, der Gott der Liebe, zu meinem Glück, zu seiner Luft; er pflanz# te mir die höhern Triebe mit das eigner Hand in meine Brust. liser Er, der den Geist mit Hun: ger füllt, läßt ihn fürwahr nicht ungestillt. 4. Der Wunsch, ihn ewig treu zu lieben, in größrer Klarheit ihn zu sehn, der hier noch unerfüllt geblieben, muß einst doch in Erfüllung gehn. So wahr Gott mein Ver= langen fennt, wir bleiben ewig ungetrennt! 5. O mache dieser Pflicht mich treu, so treu, als ich es soll; mein Herz, mein Mund, mein Wandel sey stets deiner Ehre voll. 6. Wer dich verehrt, hålt dein Gebot; ihm ist es kei: ne Laft. Drum gieb, daß ich gern thu, o Gott, was d du befohlen haft. d 7. Was du gebeutst, ist für uns gut; du willst nur unser Heil. Wohl dem, der deinen Willen thut! sein ist der beßte Theil.esht 8. Schon hier schmeckt er, dirko zugethan, im Herzen wahre Rub, und eilet auf gerader Bahn getrost dem Himmel zu. ust 9. Da mischt fich fernerhin kein Leid in seine Freuden ein. Laß, Höchster, diese Seligkeit dereinst auch mich erfreun! mi dain alo ns13 Mcl. Wer nur den lieben Gott 2c. 6. Ists möglich, kann Gott fein Recht in seinem Reich? anders handeln? gilt denn die Frommen, die hier vor ihm wandeln, sind die den frechen Spôttern gleich? drauf: Gott weckt mich fur komm nur, Tod! ich sterbe Bergeltung auf. geboren, für eine 7. Er weckt mich auf aus 52.h bin zur Ewigkeit beßre Welt bestimmt; die Hoffnung ist nicht ganz verloren, wenn gleich das Grab den Leichnam nimmt. Ich lebe nicht für diese Beit, mein Loos ist die Unsterblichkeit. fie 5. Er ist gerecht, der höchfte Richter! die Tugend wird doch einst gekrönt; wenn gleich ein Haufen Bösewichter hier verwirft, verfolgt, verz höhnt. Der Heuchler, der hier triumphirt, wird droben vor Gericht geführt. 2. Was ist die Welt? was Geld und Ehre? Gesegt, es meinem Grabe! dies bofft mein Herz; so spricht sein Wort; und was ich hier ge funden habe, treibt vollends alle 3weifel fort. Wie froh erhebt sich nun mein Seift, weil Gott ihn selbst unsterblich heißt! 8. Noch Der Mensch und seine Bestimmung. 33 S. Noch mehr: Ich kenne| mir, Vernunft und Freiheit, und Jesu Lehre, und das, was er mit ihr Gefühl von Recht und für mich gethan; was ich aus Unrecht. seinem Munde höre, ist Wahr- 4. Du schufft mich zur Ge heit, die nicht trügen kann. felligkeit und für der FreundIch bin des Heilands Eigenschaft Freuden! gabst mir ein thum, erlöst durch ihn zu seinem Herz voll Fühlbarkeit für UnRuhm. drer Glück und Leiden; noch mehr, ein Herz, das fähig ist, sich dein, der du mein Vater bist, zu freun und dich zu lieben. 9. Mein Jesus lebt! wer will mich todten? wer raubt mir die Unsterblichkeit? Sein Urm reißt mich aus Todesndthen, und führt mich hin zur Seligkeit. Auch dieser Leib muß auferstehn, und schön verklärt zum Himmel gehn. 10. Ihr Thåler sinkt, fallt Berge, nieder! mein starker Glaube fürchtet nichts. Ich sehe einst den Morgen wieder, den Morgen jenes ewgen Lichts. Dann fångt mein neues Leben an; o Gott, wie selig bin ich dann! Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 53. Laß mich des Menschen wahren Werth, mein Gott, zu Herzen nehmen, und dessen, was mich selbst entehrt, mich allzeit innigst schåmen. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was alles ich vermag und bin, durch deine weise Güte. 2. Du gabst mir nicht blos Fleisch und Bein; du hauchtest mit dem Leben mir auch zu= gleich die Seele ein und haft es ihr gegeben, noch mehr als was die Sinne rührt, und durch fie Schmerz und Lust gebiehrt, zu fassen, zu erwägen. 3. Gott, diesen Vorzug gasst du mir vor so viel Millionen, die auch beseelt, genährt von dir, auf deiner Erde wohnen. Was jenen fehlt, verliehst du 5. In stiller Undacht kann mein Geist sich bis zu dir erheben, und dir, den jeder Him: mel preist, auch Preis und Ehre geben. Auch ich kann deinen Willen thun, in deiner Vorsicht Rath beruhn, und fröhlich auf dich hoffen. 6. Nicht blos für diese kurze Zeit riefft du mich in das Leben; zu Freuden einer Ewigkeit soll sich mein Geist erheben. Und wird auch gleich der Leib zu Staub, so bleibt er nicht des Grabes Raub, du wirst ihn auferwecken. 7. Vum Himmel kam, gesandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er kam und ward ein Mensch, wie wir, der Menschen Heil zu werden. Wie hoch sind wir durch ihn gez ehrt! wie ernstlich durch ihn selbst belehrt, der Menschheit Werth zu schågen! 8. Und ich, ich sollte ihn ent: weihn, und gleich den Thie: ren bandeln? der Fleischesluft ergeben seyn, und fromm vor dir nicht wandeln? Fern sey ein solcher Sinn von mir! be= wahre mich, mein Gott, dafür, daß ich mich so nicht schånde! 9. Verleih mir, daß ich allezeit auf mein Gewissen achte, nach Weisheit und Ge rechtig 34 Der Mensch und seine Bestimmung. rechtigkeit mit allem Eifer trach- Herrlichkeit; sucht oft, von te, dich liebe, und mich deiner freu, und so des Vorzugs würdig sey, den du mir hast ver: liehen. Lust der Erde trunken, sein Glück in Dingen dieser Zeit: jedoch, er sucht und findet nicht, was ihm der äußre Schein verspricht. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 54.O Gott, ich preise dei ne ute, die mich so wunderbar erschuf; und mit frohlockendem Gemüthe verebr ich deinen Schöpferruf, ein Herold deines Ruhms zu seyn, und deiner Wunder mich zu freun. 2. Du gabst zum Denken und Empfinden, ich sey dein Werk, mir diesen Geift, der zwar zu schwach ist, zu ergründen, wie herrlich du, mein Schöpfer, seyft, jedoch, was du an mir gethan, erkennen und bewun: dern kann. 3. Und diesen Geist, der in mir denket, schufft du nicht bloß für diese Zeit. Du hast ihn mir, mein Gott, geschenket, zum Leben in der Ewigkeit, um da vollkommner zu ver: stehn, was Sterbliche nur dunkel sehn. 4. 3u eng sind dieses Lebens Schranken für seinen forschen: den Verstand. Der Keim zu höheren Gedanken, als je ein Sterblicher erfand, entwickelt fich erst nach der Zeit im hellen Licht der Ewigkeit. 7. Du prågteft ihm durch sein Gewissen Gefühl von Recht und Unrecht ein. Daß Bise Böses leiden müssen, und Tugendhafte glücklich seyn, er: kennt er, doch sieht er noch nicht den Richter hier schon im Gericht. 8. Dem Tugendhaften ist hienieden oft ein sehr widriges Geschick zum Loos für diese Zeit beschieden, dem Laster: haften oft viel Glück. Gewiß! erst eine andre Welt ist zum Vergeltungsort bestellt. 9. Gott, wenn mein Geift dies überleget, so hofft er Doch, schon Unsterblichkeit. wenn er aufmerksam erwåget, was ihm dein Wort für Licht verleiht: so wird er selger Freuden voll, daß er auf ewig leben soll. 11010 10. Herr, laß zu jenem bes sern Leben mich täglich hier die Aussaat streun. Laß deinem Geist das Wollen geben, und das Vollbringen auch verleihn. Wonne der Unsterblichkeit, wie wird durch dich mein Geist erfreut! Mel. O Gott, du frommer G. 55, Wer Gott, bich wür grodig gnug erheben? du gabst der ganzen Welt Bewegung, Kraft und Leben. Der Geister zahllos Heer, die ganze Kdrperwelt hat deine Hand ge macht, die jegt noch alles 2. Du 5. Ihn fåttiget kein Gut der Erde, kein zeitlich Glüce, ſo groß es sey. er im Innern ruhig werde, bedarf er mehr, das ihn erfreu. Er fühlte, daß diese ganze Welt sein Wünschen nicht zu frieden stellt. 6. 3war ist er tief herab gefunken von seines Ursprungs| hält. Der Mensch und seine Bestimmung. 2. Du schufft( ich dank es dir!) auch mich zu deiner Ch. 35 8. Noch bin ich weit ent= fernt, o Gott, von diesem Zie= le. Du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich selber füh= te, wie wenig ich dir noch im Guten åhnlich bin: O bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn. re, und wolltest, Gütigster, daß ich dein Bildniß wäre. Darum hast du den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus deiner Huld geschenkt. 3. welch ein großes Ziel, dazu du Gott, mich schufest! wie herrlich ist das Theil, da: zu du mich berufest! dir, Hochster, ähnlich seyn, vollkommen seyn, wie du. Owohl mir, wenn ichs bin! Hilf du mir selbst dazu.. Laß dieses große Ziel 4. mir stets ben! des vor Augen schwe- Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Herzens größter Wunsch, mein eifrigftes Be- 56. Wie wichtig ist doch streben, in allem meinem Thun, sen dies, o Gott, allein, mit Ernst je mehr und mehr, wie du gesinnt zu seyn. der Beruf, den uns der Herr gegeben! Gott, als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben. 3um Leben, welches ewig währt, das weder Leid noch Angst beschwert, willst du uns hier erzieben. 5. Du bist der Wahrheit Freund; laß mich auch Wahrheit lieben, mit unverdroßnem Fleiß in allem dem mich 2. Nicht hier ist unser Ba: üben, was mich zur Weisheit terland; allein bei dir, Gott, führt; zur Weisheit, die dich droben der Ort, wo ehrt, und Allem Beifall giebt, was uns dein Wille lehrt. deine 6. Laß deine Heiligkeit mich stets zum Muster nehmen. Hilf mir die Sünde fliehn, des Fleisches Lüste zähmen, nur das, was recht ist, thun, des Guten mich erfreun, und dem, ders üben will, auch gern behülflich seyn. 6. Gieb, daß ich so, wie du, ein Freund der Menschen wer: de, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beschwerde dem Nächsten gern erspart, sein Leben ihm verfüßt, und, wo er helfen kann, zum Helfen willig ist. 9. Beglückt ist nur alsdann mein Lebenslauf auf Erden, wenn ich dir immer mehr schon hier kann ähnlich werden. Dann werd ich ewig auch mit dir vereinigt seyn, und mich ohn Unterlaß, Gott, deiner Güte freun. Glück uns ein Ende nimmt. aufgehoben, das nimmermehr Hier find wir nur von dir bestimmt, uns dazu anzuschicken. 3. laß mir doch dies große 3iel durch nichts ver růcket werden! wenn ich auch noch so viel von Was hilfts, Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn, wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmelreich zu erben. 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier. Laß mich dies nie vergessen! Nur wenig Tage hast du mir zur Wallfahrt zu= ( 2 gemessen, Erlöser und Erlösung. Werde! sprach zum Engel: Du bist das Wort, durch welches Gott der ganzen Welt, zu seyn, gebot. Du bists, der alles tråget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd und Himmel in sich schließt, und was im Meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu gut in diese Welt gekom: men: und hast selbst unser Fleisch und Blut freiwillig an: genommen. Dein Leben gabst du willig dar, zu retten, was verloren war und wardst ein Knecht auf Erden. O Huld, die sonst nichts Gleiches hat! Du starbst, von unsrer Missethat ein Heiland uns zu 36` gemessen. Schnell, wie ein Traum, find sie vollbracht, und dann wird dieser Erde Pracht auf ewig mir vergeben. 5. Drum laß des Himmels Herrlichkeit mich stets vor Augen haben, und mich, in meiner Prüfungszeit, um jene beßre Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am ersten und mit Ernst bemühn, damit ich einst nicht darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater, liebt, und deines Sohns fich freuet; das durch den Glau: ben Tugend übt, und sich vor Sünden scheuet; ein solches Herz, das wird allein sich emia deiner Güte freun, und einst bein Untlig schauen und einst foten. 4. Du wardst es uns, und bist es noch ist auf dem Him: melsthrone; suchst liebreich von der Sünde Joch und ihrem schnöden Lohne, die ihr noch dienen, zu befrein; beschwer: ter Herzen Troft zu seyn, ist Du deines Herzens Freude. giebst den můden Seelen Ruh; und wer dich liebt, den stårkest 4) Erlöser und Erlösung. du, daß nichts ihn von dir 7. Und solch ein Herz, das wollst du mir, Gott, aus Er: barmen geben, damit ich môge auch schon hier nach den Gefeßen leben, die selbst im Himmel gültig sind; bis ich, als dein bewährtes Kind, zu deiner Freu: de gehe. scheide.st 5. Du hörst der Deinigen Gebet und endest ihre Plage; du bleibst; bis Zeit und Welt vergeht, o Herr! noch alle Tage bei uns, bei deinem Eigenthum. Dir, dir sey ewig Dank und Ruhm, für alle deine Liebe! Dir geb ich mich zu eigen hin; gieb, daß ich mich, so lang ich bin, in deinem Lobe übe. Mel. Ein Låmmlein geht 2c. 57. Ant [ nbetung, Preis und Dank sey dir, o Jefu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für. Wer kann dich gnug erheben? Eh noch die Welt ward, warst du schon groß, herrlich und des Höchsten Sohn, ein Erbe seiner Ehre. Dein ist das Reich, die Herr lichkeit, und du beherrscheft weit und breit der Kreaturen Heere. 2. Dein sind sie; denn durch weffen Kraft ward Himmel, 58. Meer Erde? wer hat Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 58. Auf uns unfern Gott Christen, Leben uns verschafft? wer mit frohem Dank erheben! Er 37 7. Herr, leite selbst uns diefen Pfad! zeuch uns zu tei nem Sohne! daß Glaub an ihn auch mit der That in unferm Herzen wohne. So haben wir an seinem Heil zur Freude für uns ewig Theil; so preisen wir dich ewig. mel. Dir, dir Jehovah will zc. Er wards; er 59. Der du zu den bez hat sein Werk vollbracht, und glückten Schaa= sich nach kurzer Grabesnacht gen| ren, die Jesum kennen, nich, Himmel aufgeschwungen. 3. Wo ist des Todes Herr schaft nun? Hier ist sein Ueberwinder. Die Furcht davor hinweg zu thun, starb er, das Heil der Sünder. Gebrochen ist uns nun die Bahn, die von der Erd uns himmelan zur ew: gen Wonne leitet. auch mich gefellt, durch ihn schon in der Kindheit Jahren mich treu gelehrt, was dir und ihm gefällt: dir bringt, gerührt von seiner Seligkeit, mein Herz ein Lied voll heißer Dankbar: keit. Erlöser und Erlösung. Er hat nicht Lust an unserm Tod, will, daß wir ewig leben. Was uns zum Heile nöthig ist, das hat er uns durch Jesum Chrift erbarmungsvoll bereitet. 2. Nach seinem gnadenvollen Rath kam einst sein Sohn auf Erden, von unsrer Schuld und Missethat ein Retter uns zu werden. 2. Ich darf ja nun dich Va= ter nennen. Von dir, der du und Leben mich nicht trennen. die Liebe selber bist, kann Tod Dein Kind bin ich, bin ich ein achter Christ, der treulich übt, was ihn sein Meister lehrt, und sein Gebot als Gottes Stimme ehrt. 3. Unzählbar sind die Se: ligkeiten, die mir mein hoher Glaube tåglich gicbt. Zu freu5. Was uns das wahre Ledenvollen Ewigkeiten werd ich ben schafft, das ist in feinen auf dieser Erde vorgeübt. Wer Handen. Sein ist das Reich, Jesu glaubt, der bleibt im Tode sein ist die Kraft, das Heil uns nicht; ein ewig Leben bracht' zuzuwenden, das er so liebreich er an das Licht. uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl allen, die ihm trauen! 4. Wie hat uns doch der Herr so lieb! Wie sucht er un: ser Bestes! Er giebt für uns aus freiem Trieb sein Liebstes, uns sein Größtes. Preis ihm, der so viel an uns thut! Preis seinem Sohn! der uns zu gut sich bis zum Tod er= niedrigt. 6. laßt uns ihm uns an: vertraun, und seine Stimme hören, auf seine Mittlershül: fe baun, ihn mit Gehorsam ehren. Das ist der Weg zum ewgen Wohl; der Weg, auf dem wir friedevoll auch schon auf Erden wandeln. 4. Er ist mein Trost in Kümmernissen, mein Vorbild auf des Pilgerlebens Bahn, und fühl ich Kummer im Gewissen, so schau ich glaubensvoll zu ihm hinan, der vor der Furcht mein banges Herz erlöst und mirs verbürgt, daß Gott mich nicht verstößt. 5. Gelitten hat er selbst, geduldet, kennt Noth und Elend, € 3 38 Erldser und Erldsung. Elend, weiß von Gram und| Müh' und Schmerz, sahst die Schmerz, und ach! er hatte Beglückteren, und neidlos blieb nichts verschuldet, und rein von dein Herz. Sünden blieb im Kampf sein Herz. Nun kann er helfen, weiß, wie dem, der weint, zu Muthe sey, der treue Menschenfreund. 6. Wer zählt, wer zählt die Segen alle, die durch ihn wur: den unser Loos und Theil? Preist ihn mit lautem Jubel: schalle und fühlt, erlöste Brü: der, euer Heil! Ihm danke, wer ihn kennt und wer ihn ehrt. Ofelig, wer auf seine Stimme hört! Mel. Nun danket alle Gott 2c. 60. Erscheine meinem Geiſt, erhabnes Bild der Tugend, erhelle mir den Pfad des Alters, wie der Jugend! Du, Jesu, gingst den Pfad, dein Beispiel lehr auch mich, denn sichrer geht mein Fuß, seh ich nur fest auf tich. 2. Du Heiliger, wie rein, wie unbefleckt von Sünde floh deine Jugend hin! Wie willig ward vom Kinde, wie gern vom Jüngling schon, was Gott gefällt, erwählt. Doch ich, wie oft hab' ich, als Jüngling schon gefehlt! 3. So arm, so freudenlos, in Müh und Kümmernissen, durch frühen Druck geübt, was Andern wird, zu missen, entfloh für dich die Zeit der jugendlichen Luft, da seufzte schon der Gram aus deiner frommen Brust. 4. Doch du gehorsam stets, bereit des Vaters Willen, wär' er auch Kreuzestod, mit Freu: den zu erfüllen, du trugst geduldig, still, Verlust und 5. Dein edles Herz! Wer mag die hohe Schönheit faffen, die göttliche Geduld, so scho= | nend, so gelassen! den himm= lisch reinen Sinn, von Eigen= nuß so fern, wer würdig dich erhöhn, du frommer Knecht des Herrn! 6. Hat je dein frommes Herz die kleinste Pflicht verlet: zet? Den Leidenden gesehn, ihn nicht mit Trost ergößet? Nicht gern gewarnt, belehrt, wo sich ein Mensch verirrt, und ihn mit treuer Hand den bessern Weg geführt? 7. Versuchung ohne Zahl, hier Ruhm und Schmeicheleien, dort lockender Gewinn, hier bittrer Feinde Dråuen, umga= ben, wo du gingst, dich, Heiliger, doch du gingst standhaft durch sie hin mit Festigkeit und Ruh. 8. Voll hohen Friedens blieb bis an des Lebens Ende dein. schuldlos Herz! Der Geist gab in des Vaters Hånde sich ohne Beben hin! Vollendet war die Bahn, mit jedem Schritt fahst du den großen Lohn dir nahn. 9. Vollendeter! Auch ich, auch ich kann ohne Beben in meines Baters Hand die Seele übergeben, wenn sie voll Eifer, rein von des Gewissens Schuld, dir ähnlich wird an Treu, an Tugend und Geduld. 10. Schau auf, mein Geist, auf ihn! Verschmåh des Lafters Freuden, der Sünde Sold ist Tod und ihre Frucht sind Leis den, wie Jesus, weibe Gott des Lebens kurze Zeit, dann erb st Erlöser und Erldsung. 39 dest mich durch deine Hand zu allen guten Werken. 10. Met. Ich dank dir schon 22. len. So lang ich deinen Wil61. Ge gern mit reinem Herzen edanke, der uns Le- thue, so fühl ich eine Kraft ben giebt! Wer des Herrn und schmecke Fried kann dich ganz durchdenken? und Ruhe. Also bat Gott die Welt ge liebt, uns seinen Sohn zu schenken! 2. Hoch über die Vernunft umringt mit niffen, füllst du mein Herz mit Majestät, und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wun: der nicht, noch ihren Bau er: gründen, und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm empfinden. erbst auch du, wie er, das Reich der Herrlichkeit. 11. Und wenn mich meine Sünde krånkt, und ich zu dir, Herr, trete; so weiß ich, daß du mein gedenkst, und thuft, warum 12 Ich weiß, daß du, mein Heiland, lebst, und mich einst aus der Erde erweckt, und zu dem Reich erhebst, da ich dich schauen werde. 13. Kann unsre Lieb im Glauben hier für dich jemals erkalten? Das ist die Lieb, Herr, zu dir, dein Wort von 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Herzen ergründen; allein das Göttliche der That, das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ nicht meine Schuld getragen, nicht auch für mich gestorben ist, so werd ich angst: voll zagen. 6 3ft Chrifti Wort nicht Gottes Sinn: so werd' ich irren müssen, und, wer Gott ist, und was ich bin, und werden soll, nicht wissen. 16. Und soll ich Gott, nicht für und für des Glaubens Freud empfinden, so wirk er doch sein 7. Nein, diesen Trost der Werk in mir und rein'ge mich Christenheit soll mir kein Zwei- von Sünden. fel rauben; ich füble seine Gött! 17. Hat Gott uns seinen Sohn ott uns fei lichkeit, und halte fest am| geschenkt,( laß mich noch sterbend Glauben. denken), wie sollt uns der, der ihn geichenkt, mit ihm nicht Alles schenken. 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt be kenne. 15. Soll ich dereinst noch würdig sein, Herr, um bich Schmach zu leiden, so laß mid) deine Schmach und Pein von deiner Liebe scheiden. 8. Ich bin dein ewges Eigen: thum, durch dich des Himmels Erbe; dies, Sohn des Höchsten, ist mein Ruhm, auf den ich leb und sterbe! Mel. Wachet auf, ruft uns zc. err, wir fingen dei9. Du giebst mir deinen 62, He ner Ehre. Erbarm erhöre, nimm Geist, das Pfand, im Glau- dich unser, und ben mich zu stärken, und bil- gnådig unser S4 Loblied an! simt Herr, 40 Erldser und Herr, wir danken voll Entzücken; wo ist ein Gott, der Erlösung. Mel. Bater unser im Himm. feanen kann? Der Gott, den 63, ein Lehrer ist dir, wir erhöhn, er, dessen Heil wir sehn, ist die Liebe; schon vor der Zeit, in Ewigkeit war Gott die Liebe, wird sie seyn. Jesu, gleich. Un Weisheit und an Liebe reich bist du sowohl durch Wort als That, der schwachen Menschen sichrer Rath. Es freut mein Geist im Glauben sich, Herr Jesu, dein und lobet dich. 2. Um zu dir uns zu erhe: ben, hauchst du in unsre Brust das Leben und schenkest uns der Erde Glück. Um zu dir uns zu erheben, entziehst du unsrer Brust das Leben, und schenkest uns des Himmels Glück. Du piebst das Leben Gott; du sendest uns den Tod, nur zum Segen; bist liebe: voll, nur unser Wohl, nicht unser Elend schaffest du. 3. Als wir von der Sünde Plagen gequält in unserm Elend lagen, und Nacht des Todes uns umfing, fern von deiner Wahrheit Pfade; da war es, Gott, als deine Gna: de erbarmend vor uns über: ging. Da rief der Liebe Blick ins Leben uns zurück; von der Sünde, von ihrer Nacht find wir erwacht, erwacht, um Gottes Licht zu sehn. 5. Du lehrtest uns durch Wort und That den Weg zu Gott des Lebens Pfad. Du bist das Haupt, du gingst voran; gieb, Herr, daß ich auf gleicher Bahn, gestärkt von dir, mit fteter Treu dir nach: zufolgen eifrig fen. and Wir sind mit 6. Du bist es, Herr, von dem das Amt, das die Verföhnung predigt, stammt. Du machst durch treuer Lehrer Mund noch jest dein Heil den Menschen fund. Begleite stets mit 4. Preiset ihn, ihr Jubellie: der! zur Erde stieg sein Sohn bernieder, ward Mensch und starb der Sünder Tod. Chri: stus hat den Tod bezwungen; ein neues Lied sei ihm gefungen! uns fegnet und be: anadigt Gott. 2. Du kamst zu uns, von Gott gefandt, und machtest uns den Weg bekannt, wie wir befreit von Sündenschuld, theil: haftig werden seiner Huld. Auf ewig sey dir Dank und Rubm, Herr, für dein Evan: gelium! 3. Du sahest in der Gott eit Licht mit himmelklarem Angesicht, was nach des Hoch sten weisem Rath, die Welt noch zu erwarten hat; auch machtest du durch deinen Mund die Zukunft selbst dem Men= schen Fund.d 4. Dies, und die Wunder deiner Hand, find uns ein göttlich Unterpfand, was man aus deinem Mund gehört, sey Wahrheit, die uns Gott ge= lehrt. Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott. ihm versöhnt; ihr Lobgesänge tont, tônt zum Himmel! er: schallt schen hier! einst knicen wir an seinem Thron, und be: ten an. Erlöser und Erldsung. 41 mit deiner Kraft ihr Amt, da: Liebe selber ist, warst du es mit es Nußen schafft! auch, Herr Jesu Chrift! 5. Du zeigtcft, daß die größte Noth dich nicht zum Murren reize; warst Gott ge: borsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. Auch da war deine Zuversicht auf 7. Noch immer hilfft du deinem Wort in seinen Sie: gen mächtig fort. Du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geift, der dem, der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht und ihn allein, du wankteft nicht. Kråste giebt. 6. Von ihm verlassen, blieb 8. Mein Heiland, send ihn| dein Herz an ihm, trog alles auch zu mir, daß er mich zu Spottes. Dein Hoffen war im der Wahrheit führ, von Eigen: bångsten Schmerz die fichre dünket mich befrei, damit ich Hülfe Gottes. Und was du dir gehorsam sen; bis mich der: hofftest, ist geschehn; Gott half einst in Ewigkeit ein hellres dir, hörte auch dein Flehn. Licht bei dir erfreut. 7. Mit Ehr und Preis von ihm gekrönt, lebst du zu seiner Rechten voll Majestät, und dir ertönt von allen seinen Knech ten das Lob, deß du so wür: dig bift. O selig, wer dir ähnlich ist! MU Mel. Mir nach, spricht Chrift. 2c. 64. Jefu, wahrer From: migkeit vollkom: menstes Erempel! Dein Herz, dem Vater ganz geweiht, war jeder Tugend Tempel; dein Wandel rein von aller Schuld, Gott werth und würtig seiner Huld. 2. Wer war wohl eifriger, als du, zu thun des Vaters Willen? dir war es Ruhm und Seelenruh, ihn treulich zu er: füllen. Nicht eigne Ehre war Mel. Meine Seele erhebet 2c. dein Ziel: du fuchteft nur was 65. Mei eine Seele lobfin: Gott gefiel. get dem Herrn; Jefum preis ich von ganzem 3. So oft dein Blick Ver: Gemüthe. O wer kennt ihn, irrte sah, warst du voll edler und preift ihn nicht gern? Schmerzen; doch wenn des Ewig währt des Erhabenen Baters Wort geschah, quoll Güte. Freud' aus deinem Herzen. An ihm nur hing dein ganzer Sinn; auf ihn sah stets dein Auge hin. 4. Ihn ehrtest du mit Wort und That vor aller Welt mit Freuden. Du warst bereit, nach seinem Rath, zum Heil für uns zu leiden. Wie er die 8. Hilf, daß ich dein Erem: pel mir, o Herr, zum Muster sege, und meinen Gott, gefinnt gleich dir, weit über Alles schåbe, mit Freuden seinen Willen thu, und ganz in seiner Fügung ruh. 2. Tief erniedrigt ging er einher, unser Mittler und himm lischer Lehrer. Jedes Leidenden Helfer war er, jedes Flehenden milder Erbdrer, 3. Selig machen war immer der 3weck seines göttlis chen treuen Bestrebens. Er, er zeigte zum Heil uns den 655 Weg, Erlöser und Erlösung. 42 Weg, hatte Worte des ewigen Lebens. d man 4. Huldvoll opfert' er sich für uns auf, bis er unsre Befreiung vollendet. Segnend fuhr er zum Vater hinauf, der uns ihn zum Erretter gesendet. D 5. Hier hat unser Erbarmer und Hort uns ein theures Vermächtniß gelassen, seine Lehren der Weisheit, sein Wort. Selia, die es erwägen und faffen? 6. Voll Erbarmungen schaut er herab; denkt dran, was er den Seinen verheissen: fie foll keine Veränderung, kein Grab friner schüßenden Allmacht entreißen. 7. Ibn, der keines Erlösten vergißt, soll mein ewiges Loblied erheben. Herz, empfind' es, wie gütig er ist! preis' ihn Seele! durch christliches Leben! 2. Ohne Vortheil zu begehren, sich in Andrer Dienst ver: zehren, Gutes jedem gern erzei: gen, zu Beleidigungen schwei: gen, auch an Feinden Wohlthun üben, daß heißt Menschen göttlich lieben. Und wie voll von solcher Güte war, Erlöser, dein Gemüthe! Troft empfangen? O wie pfleg= test du zu eilen, das Erbetne. zu ertheilen! Freude war dirs, Seligkeiten schon auf Erden auszubreiten. 3. du Zuflucht der Elen: den! wer hat nicht von dei: nen Händen auf sein redliches Verlangen Hülfe, Ruh und 4. Menschenseelen zu beglük: ken, Reuerfüllte zu erquicken, Unverståndge zu belehren, Abgewichne zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, tiebreich zu dir hinzulocken: dies, Herr, war in deinem Leben dein beståndiges Be: streven. Mel. Schmücke dich, o liebe 2c. 6. Deine Huld hat dich ge= trieben, Sanftmuth und Ges 66. Vorbild wahrer Men: duld zu üben, Haß mit Haß schenliebe! Jesu, deines Mitleids Triebe zogen dich herab zur Erden, der Ber: tornen Heil zu werden, und für sie sogar dein Leben in den Tod dahin zu geben. Wo ist jemand, der die Größe deiner Lieb und Huld ermesse? nicht zu vergelten, deine Schmd= her nicht zu schelten, allen freundlich zu begegnen, die dich låsterten, zu segnen, deine Mör: der zu vertreten, und für sie zu Sott zu beten. Erbarmen, da du, Mittler, von 5. Und wie hoch stieg dein uns Armen Gottes Strafen abzuwenden, unter frecher Môre der Händen Ungst und uner: hörte Schmerzen littest mit gelaßnem Herzen, als ein Misse: thåter starbest, und uns ew'ges Heil erwarbest. 7. Demuth war bei Spott und Hohne deiner Jugend Schmuck und Krone: nie hast du nach Ruhm getrachtet, noch auf Menschenlob geachtet. Deines Baters heilgen Willen mit Gehorsam zu erfüllen, uns zum Himmel zu erheb n, war der Zweck von deinem Leben. 8. Laß. mich, Herr, zu meinem Segen deinen Wandel oft erwägen! Laß mich in der Angst der Sünden Trost und Hülfe bei dir finden! Heilige auch meine Triebe zu rechtschaffner Sendung und Geburt Jesu. schaffner Menschenliebe! Laß mich immer mehr auf Erden deinem Bilde åhnlich werden! Mel. Wie schon leuchtet der 2c. Wbetet ist dein Name, ie groß, wie ange And 67. Heiland, Jesu Christ! wie theuer deinem Volke! Welch Licht ging in der Finsterniß mit dir der Welt auf, wie zerriß, wie floh des Irrthums Wolke! Als du kamest, hörten Taube, und der Glaube half den Kran: fen, Stumme fangen, dir zu danken. 2. Nur Schwache warens, die dein Licht verbreiteten, die Weisen nicht. Wo sind sie? wo die Hohen? und wo die Reichen? wo die Macht vor der des Gößendienstes Nacht und seine Schatten flohen? Macht nicht, List nicht: deine Gaben, Mittler, haben dich verklåret, uns den Weg zu Gott gelehret. Thu 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn, wir werden deinen Himmel sehn, den Preis von dei: nen Leiden, genießen, was du uns erwarbst, als du für uns am Kreuze starbst, der Engel hohe Freuden. Welche Gna: de! daß wir Sünder Gottes Kinder werden sollen, wenn wir an dich glauben wollen. 43 5. Vom Anfang bis zum Untergang erfchallet dir der Lobgefang erretteter Gerechten. Unzählbar sind die Schaaren schon, die gerne dir vor deinem Thron ein würdig Loblied bråchten. Ihrer mehr noch, Jesu, werden schon auf Erden, dir lobsingen, Preis und Dank und Ruhm dir 4. Du haft dich deiner Herr: lichkeit entäußert eine kurze Zeit, für uns, von Gott verlassen. Und nun mit Ehr und Ruhm gekrint, nun machst du felig, die versöhnt, der Sünden Greuel haffen. Ihnen willst du Heil und Leben gerne geben, und uns allen helfen, daß wir Gott gefallen. bringen. 6. Wie groß, wie angebe: tet ist dein Name, Heiland, Jesu Christ! wie herrlich bei einst zu deiner Ruh, o wie weit den Deinen! Führst du uns herrlicher wirst du den Frommen dann erscheinen! Ewiq müsſe, dir zur Ehre, ihrer Chöre Lob erschallen, durch die Himmel wiederhallen. 5) Sendung und Geburt Jesu. mel. Ich finge dir mit Herz 2c. 68. Also bhat Gott die Welt Af geliebt, daß er aus freiem Trieb uns seinen Sohn Gott so lieb! hat uns zum Heiland giebt. Wie ho 2. Was sein erbarmungsvol: ler Rath schon in der Ewigkeit zu unserm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit. 3. Ich freue mich, mein Heil, in dir; du nimmst mein Fleisch an dich. Was fehlt mir nun? ist Gott mit mir, wer ist dann wider mich? 4. Du, Sohn des Allerhöch: sten, wirst auch mir durch Rath und That ein Helfer und mein Friedfürst auf dieses Lebens Pfad. 5. Was mir zum Seligseyn gebricht, schafft deine Lieb' auch mir; Versöhnung, Leben, Troft und 44 und Licht. Wie viel hab ich an dir! Sendung und Geburt Jesu. 6. Dein Mangel wird mein reiches Theil; dein Leiden stillt mein Leid. Durch deine Demuth, Herr, mein Heil, gewinn ich Herrlichkeit. 7. Gelobt sey Gott! gelobt sein Sohn! durch den er Gnad erweist. Lobt Engel, ihn vor feinem Thron! Erheb ihn auch, mein Geist! Me!. Wir Christen Leut habn zc. 69. Auf uf, schicke dich, recht feierlich des Hei: lands Feft mit Danken zu be gehen! Lieb' ist der Dank, der Lobgefana, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', erhöhn. 2. Sprich dankbar froh: Also, also bat Gott die Welt in seinem Sohn geliebet!, wer bin ich, Herr, daß du mich so herrlich hoch in deinem Sohn geliebet! id 3. Er, unser Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren; er wird uns gleich, um Gottes Reich und seine Lieb' als Mensch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er ist das Heil! thu täglich Buß, und glaub an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr, Herr! spricht, und doch nicht sucht, sein Beispiel nachzuah: men. 5. Aus Dank will ich in Dürftgen dich, dich, Gottes Sohn, bekleiden, speisen, tránken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Troft erfreun, und dein dabei ge: denken. 6. Rath, Kraft, und Held, durch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden! Die Christenheit preist dich erfreut, und Uller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern, und, mer ibn ehrt, den wird sein Name trösten. Gelobt fey Gott! Gelobt fey Gott! Freut euch des Herrn, und jauchzt ihm, ihr Erlösten! Mel. Vom Himmel hoch da zc. 70. Dies ist ber Tag, den fein werd in aller Welt gedacht ihn preise, wer durch Jesum Christ Freund und Verehrer Gottes ist. 19 2. Die Volker haben dein gebarrt, und als die Zeit er: füllet ward, da fandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, das Gottes Lieb unendlich ist. star 4. Damit der Sünder Gnad erbålt, erniedrigst du dich Herr, der Welt! nimmst felbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch zu unserm Heil. 5. Und zu erfüllen Gottes Rath, sprachst du sowohl durch Wort als That: Gott, deinen Willen thu ich gern. Lob sey dir, der da kam vom Herrn! 6. Dich, der du Mensch ge boren bist, dich Gottes Sohn, Herr Jesu Chrift! auf den die Volker hoffend sahn, dich be auch ich, mein Heiland, an. 7. Du, unser Heil und höch ftes Gut, verbindest dich mi Fleisc Sendung und Geburt Jesu. Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Majeståt! du bist es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Selig- Erlöste Menschen, finget dem keit! du bist es, der das Herz Mittler ewig Dank! Wo Nic: erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält Was zagt der Mensch, wenn der ihn schüßt, der in des Vaters Schooße sigt? mand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsrer Secle Schaden. O nehmt ihn gläubig an! 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heilig: ften Geburt; und, Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 5. Du Freund der Men: schenkinder! verwirf uns, Je= su nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuverficht. Gieb unsern Seelen Ruh; hilf jeden Reiz der Sünden uns glücklich über: winden! gieb Muth und Kraft dazu. 6. Dich wollen wir erheben, hier und in Ewigkeit, wo uns ein beßres Leben vor deinem Thron erfreut. Dann sind wir ewig dein, und nichts wird uns mehr fehlen; dann wer: den unsre Seelen vollkommen 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd in aller Welt gedacht! ihn prei= se wer durch Jesum Christ Freund und Verehrer Got: tes ist. 45 Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden sein großes Werk vollbracht. Mel. Von Gott will ich nicht zc. 71. Erfest ben perunat, felig seyn. rhebt den Herrn, ihr 2. Erlöft! o welche Liebe hat uns der Herr erzeigt! mit wel: chem Vatertriebe sein Herz zu uns geneigt! Von seinem Himmelsthron kommt, Rettung vom Verderben uns Sündern zu erwerben, fein eingeborner Sohn. 4. Er hats vollbracht. O bringet Gott euren Lobgefang! was er verspricht. Der Hei: land ist gekommen, der Völker In bekannter Melodie. Troft und Licht, Gott, der uns 72. Gelobet feyft du, Je= nicht uns zum Heil und Leben selbst seinen Sohn gegeben; durch ihn sind wir erlöst. der du Mensch geboren bist und uns zu gute wardst, wie wir! Preis sey, o Welterldser dir, auf ewig Preis! 2. Dich, unsern Heiland, unsern Herrn sahn die Våter schon von fern; du aller Vól: ker Troft und Licht, du warst auch ihre Zuversicht. Gelobt sey Gott! 3. Er kommt zu uns auf Erden in tiefer Niedrigkeit, nimmt auf sich die Beschwerden von unsrer Pilgerzeit; enthält sich seiner Macht, verleugnet 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über die, fo nie ihn fahn; auf die, so Finster: niß umgab, glångt Gottes Sonne nun herab. Gelobt sey Gott! 4 Er, Sendung und( Beburt Jesu. 46 4. Er, durch den uns ge holfen ist, der einst richtet, Jefus Christ, der Schöpfung Herr, kommt in sein Reich, erniedrigt sich, und wird uns gleich. Ge: lobt sey Gott! 5. Jauchzt, Himmel! Erde, freue dich! Gott versöhnt die Welt mit sich; uns, Adams fündiges Geschlecht, entsündigt er, macht uns gerecht. Gelobt sey Gott! 6. Gelobet feyst du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bift. Deß freue sich die Christenheit, und dank es dir in Ewigkeit. Gelobt sey Gott! Mel. Ermuntre dich mein 2c. ott, fey gepreist! fie schuf uns Heil und Leben. Er muntre dich, mein tråger Geist, ihr Wohlthun zu erheben. Denk an die Nacht, da auf der Welt des Höchsten Sohn fich dargestellt, um sein so theu: res Leben für Sünder hin zu geben. fo 4. Olehre mich den großen Werth von deiner Huld recht faffen! Was reizte dich, auf diese Erd dich so herab zu lassen? Hier wartete dein nichts, als Noth, Verachtung, Kum: mer, Schmerz und Tod; und doch kamst du auf Erden, ein Menfchensohn zu werden. 5. Viel stårker, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menschenliebe. Du sabeft uns fre Sündennoth mit mitleids: voliem Triebe.. Du stelltest, unser Heil zu seyn, nach deines Vaters Rath dich ein, wardst Mensch, und kamst, mit Freuden für uns den Tod zu leiden. 6. Dein, Sohn des Höch73. freu ich mich; du biſt mein Heil und Leben; zu meiner Seligkeit hat dich der Vater mir gegeben. Was mir ein wahres Wohl verschafft, Gr= leuchtung, Friede, Beßrungs: kraft, und Freuden, die stets währen, willst du auch mir gewähren. 2. Ogroße That, erwünsch: te Nacht, von Engeln selbst befungen! du hast den Mitt: ler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erschien der starke Held, der alles schuf, und alles hålt, der Freund der Menschenkinder, des Todes Ue: berwinder. 7. Was soll ich dir, mein größter Freund, für deine Treue geben? Du biste, der mich mit Gott vereint, du bringst mir ewges Leben. Herr, was ich hab und was ich bin, das geb ich dir zum Dienste hin; ich will dich ohn Aufhören mit Leib und Geist verehren. 3. Der du zu uns, gefandt 8. Ich sehe dich zwar hier vom Herrn, aus deinem Him- noch nicht, doch wirst du wie met kameft, und unser Fleisch derkommen; dann schauen dich und Blut so gern in Demuth| von Ungesicht, Herr, alle deine an dich nahmest! Sohn Got- Frommen. Dann werd auch tes! o wie haft du dich so tief ich, Herr Jesu Christ, dich schaun, erniedrigt auch für mich! wie so herrlich, als du bist; dann arm bist du erschienen, um mir wirst du mich zum Leben, das zum Heil zu dienen. bei dir ist, erheben. Mel. 47 Mel. Jesu, meine Freude 2c. 74. Jefus efus ift gekommen, bleibet dankt ihm, seine Frommen, dankt ihm, daß er kam! daß er hier auf Erden, unser Heil zu werden, seine Wohnung nahm. Mensch, wie wir, erschien er hier, um des Vaters gnådgen Willen an uns zu erfüllen. det seiner werth! Eilet, eilt, heißet ihn ihr Frommen! willkommen! seiner werth! Preiset ihn, daß er erschien, und sich für euch hingegeben, durch ein göttlich Leben. Sendung und Geburt Jesu. d Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 75. Last uns mit ehr: furchtvollem Dank den Gott der Lieb erhöhen, mit feierlichem Lobgesang des Heilands Fest begeben! Preis fey dem Vater, der ihn gab! Preis sey dem Sohn! er kam herab, und ward das Heil der Menschen.d 2. Laßt uns niederfallen, danken, daß er Allen Freund und Bruder ist! Gott, auf ſeinem Throne, liebt uns in dem Sohne, hilft durch Jefum Christ. Welch ein Heil! an Chrifto Theil, Theil an sei: nen Himmelsgaben, an Gott selbst zu haben. Einst 3. Keine Macht der Leiden kann von ihm uns scheiden; er bleibt ewig treu. wird er vom Bösen gånzlich uns erlösen, hier steht er uns bei. Unser Freund, mit Gott vereint, fann nicht seine Brüder hassen, noch sie hülflos laffen. 3. Im Dürftgen laßt uns ihn erfreun, bekleiden, speisen, 4. Wenn wir einst ermů- trånken! ja, laßt uns frohe den, führt er uns in Frieden Geber seyn, und sein dabei in des Grabes Nacht. Unsre gedenken. Was ihr den Sei todten Glieder giebt die Ernen habt gethan, das, spricht de wieder ihm, der sie be: er, habt ihr mir gethan, und wacht. Jesus ruft uns aus er, er wills vergelten. der Gruft, er, der selbst den Tod einst schmeckte, den das Grab auch deckte. 5. Auf dem Richterthrone werden wir im Sohne unsern Retter schaun. Heil und ewig Leben wird er Ullen geben, die ihm hier vertraun. Er ward hier versucht, wie wir; überschwenglich wird er loh: 4. Wer ihn mit treuem Herzen ehrt, den wird sein Name trösten. Er ists, der euer Flebr. erhört; lobsingt ibm, ihr Erlösten! Es freut sich deine Christenheit, Herr, deiner Menschenfreundlichkeit: Dir, dir sey ewig Ehre! mel. Warum sollt ich mich zc. schonen. 6. Eilet, eilt ihr Sünder! werdet Gottes Kinder! wer: 2. Ist der ein Chrift, der dieses Heil nicht schäßt und lieb gewinnet? Nimm froh an seiner tiebe Theit, und werd ihm gleich gefinnet! Wer nicht, wie er, gesinnet ist, der ehrt ihn nicht, ist nicht ein Christ. Der Herr erkennt die Seiner. nen, und der Schwachheit 76. Laßt uns unfern Gott lobiingen! hocherfreut, laßt uns heut ihm Unbetung bringen! In des Himmels Sendung und Geburt Jeju. 48 mels hohe Chöre stimmet ein; Gott allein, unserm Gott sey Ehre! 2. Jeder, der fich fühlt ver: loren, freue fich inniglich; Chriftus ist geboren. Er, der König aller Wesen, steigt her: ab bis ins Grab, Sünder zu erlösen. 3. Wer kann Gottes Rath= schluß fassen? Aber dies ist gewiß, Gott kann uns nicht haffen. Kommt der Schn aus freien Trieben zu uns her! wie follt er nicht die Menschen lieben? 4. Wenn er uns verworfen hätte, nåhm er dann Mensch: heit an, daß er uns errette? Deß soll sich der Erdkreis freuen. 3um Gericht kommt er nicht, sondern zum Ver: zeihen. 5. Eilt im Seift nach Bethlems Hütten seht, was dort euer Hort schon für euch gelit: ten. Er wird niedrig euret: wegen! Welch ein Freund! er erscheint Feinden selbst zum Segen. 6. Er, er will für eure Schulden, Urmuth, Noth, Schmach und Tod göttlich: groß erdulden. Lernt den Men: fchenfreund erkennen; gnaden: reich will er euch seine Brüder Glaubensblicken! zittert nicht! denn er spricht: Ich will euch erquicken. 9. Drückt euch hier so man: che Plage; euern Schmerz fühlt sein Herz, kein Erlöster zage. Bringet ihm an seinem Feste Preis und Ebr! wisset, er wählt für euch das Beste. 10. Er verläßt euch nicht ihr Schwachen, mehr als ihr, litt er hier, euch beglückt zu machen. Diese kurze Zeit der Leiden und der Müh, was ist sie gegen ewge Freuden? 11. Jesu, du nahmst meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und selig wür: de. Wer kann deine Lieb' ergründen? Ewig soll freudevoll sie mein Herz em: pfinden. 12. Dir, mein göttlicher Befreier folg ich nach, ob wohl schwach, doch um so viel treuer. Keine Kreatár, kein Leiden, keine Noth und kein Tod soll von dir mich scheiden. 13. Du kommst einst zum Weltgerichte! dann werd ich, Richter, dich schaun von Ungefichte. Wenn vor dir die Sünder beben, dann werd ich deiner mich freun, und ewig leben. nennen. Mel. Vom Himmel hoch da zc. 7. Dankt ihm der das inn: re Sehnen fehen kann; beter opfert Freudenthrånen! 77. Pob fey dem allerhöchsten erbar: mend sah er unsre Noth, und liebt ihn, der von Liebe bren- fandte Jesum, seinen Sohn, net; traut dem Herrn, der zu uns von seinem Himmels gern seine Brüder thron. euch nennet! S. Wenn euch eure Sünden frånken, eilt herzu, suchet Rub! Ruh will er euch schen ken. Schaut auf ihn mit 2. Ihn fandt er, unser Troft zu seyn, vom Sündendienst uns zu befrein, mit Licht und Kraft uns beizustehn, und uns zum Himmel zu erhöhn. 3. D 49 Sendung und Geburt Jesu. 3. O welch ein liebevoller 12. Gelobt sey Rath! o unaussprechlich große ihn gesandt! sein That! Gott thut ein Werk, fülle jedes Land! gelobt sey dem keines gleicht, das keines Menschen Lob erreicht. Gott, der Ruhm er: von uns Iefus Chrift, der uns zum heil erschienen ist. 4. Sein Sohn, durch den er alles schuf, nimmt willig auf sich den Beruf, une vom Verderben zu befrein, und schämt sich nicht, uns gleich zu feyn. 5. Er kommt zu uns in Knechtsgestalt, verleugnet Ho= beit und Gewalt, und läßt, selbst bis zum Tod und Grab, zu unsrer Rettung sich herab. 6. Was sind wir, daß uns Gott so liebt, und seinen Sohn selbst für uns giebt? Was nüßen wir dem höchsten Gut, daß er so Großes an uns thut. Nimm, Seele, nun dein wahr, verschmähe den undankbar, den Gott zum Helfer dir bestimmt, der deine Laften auf sich nimmt. 7. Bestes nicht 8. Bet ihn als deinen Ret: ter an, und sey ihm willig unterthan. Durch seine Leh re zeigt er dir den Weg zum Leben; folge ihr! 9. Bei dieser Treue haft du Theil an dem von ihm er: worbnen Heil. Wo nicht, ach! so verschließst du dir muthwillig selbst des Himmels Thur. 10. Sein erste Zukunft in der Zeit war voller Huld und Freundlichkeit; die andre wird, zu großer Pein der Sünder, majestätisch seyn. 11. 3u Ehren aber nimmt er dann mit Freuden seine Frommen an, und wird sie in des Vaters Reich verklärt er: höhen, Engeln gleich. mel. Ich finge dir mit Herz zc. 78. 78. Lobt Gott, ihr Ehriz euch! von seinem Himmelsthron be: ruft er uns zu seinem Reich, und sendet seinen Sohn. des 2. Der Sohn kommt, nach Vaters Rath, mit Heil uns zu erfreun, und auf des ein Licht zu seyn. ewgen Lebens Pfad der Welt 3. Bei seinem Eintritt in die Welt umgiebt ihm keine pracht, die glänzend in die Augen fållt, und groß vor Menschen macht. 4. Er wird dem ärmsten Knechte gleich, begehrt kein Ertenglück, verlangt allhier kein Königreich von einem Augenblick. 5. Er kommt, durch seiner matrheit macht zu Gott uns hinzuziehn; vor seinem Lichte muß die Nacht des Aberglau= bens fliehn. A 6. Er lehret uns die Sünde scheun, er giebt auch Kraft dazu, und schafft uns, wenn wir sie bereun, Begnadigung und Ruh. 7. Er bringt den Trost der bessern Welt vom Himmel uns herab. Nun schreckt, wenn unsre Hütte fällt, den frommen Geist kein Grab. 8. Er öffnet uns dereinst die Thür zu seinem Himmel: reich. Ihr Christen, wie be glückt sind wir! Lobt Gott, und freuet euch! Mel. Sendung und Geburt Jeju. Dich, dich will ich erheben, so gut ich Schwacher kann; ach, nimm es gnådig an. 3 Damit du mich befreitest, gabst du dich selbst für mich; mich zu erretten, freutest du, Seligmacher, dich. Du sahst, es wäre keiner ver mögend g'nug dazu; da jammerte dich meiner, da kamst, da halfest du. 50 Mel. Wir Christenleut, hab'n 2c. ey, Christenteit, sey 79. Heil der Welt, der mittler ist geboren. Nimm freudig Theil an seinem Heil; wer an ihn glaubt, wird nimmermehr verloren. 2. Welch große That! Nach Gottes Rath hat sich sein Sohn für uns dahin gegeben. Ein Menschenkind, doch ohne Sund' wird er und bringt uns allen Heil und Leben. 3. Er, er befreit uns von dem Leid, das durch der Sünde Macht auf uns gekommen. Mit uns ist Gott auch in der Noth. Froblockt dem Herrn und hofft auf ihn, ihr Frommen. 4. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dank. Du wur: dest Mensch, damit wir selig würden; du machst uns groß und ewig los vom Fluch der Sünd' und ihren schweren Bürden. 5. Gelobt sey Gott! Auf unsre Noth sah er mit Hülfe mitleidsvoll hernieder. stenheit! preif' ihn erfreut! des Höchsten Sohn bringt das Verlorne wieder. 4. Odu, an den ich glaube, was war's, das dich be Was war's, das dich wog? zum Staube, zu mir hernie: der zog? Dein göttliches Er barmen; ja, du, o Jesu, hast mit mitleidsvollen Armen die ganze Welt umfaßt. 5. Das schreibt in eure her: zen, nicht Betrübte! klagt euren mehr! zagt nicht in Schmerzen, als ob kein HelOfehet auf! ihr fer wår. habet den besten Helfer nah; der eure Seele labet, der treue Freund ist da. 6. Die ihr mit ernster Reue still eure Schuld beweint, wißt, Chri- daß er euch verzeibe. Er selbst, der Menschenfreund, ruft heil: begier'gen Sündern der Gnade Trostwort zu, macht sie zu Gottes Kindern, schafft ihren Seelen Ruh. Mel. Herzlich thut mich 2c. 80. Wie ie soll ich dich em: pfangen, Heil aller Sterblichen! du Freude, du Verlangen der Trostbedürftigen! Gieb selbst mir zu erken nen, wie, deiner Güte voll, dich meine Seele nennen, dich würdig preisen soll. 2. Einst streute man dir S. Er macht uns von den Palmen; ist soll die Dankbe: Banden des Tods auf ewig gier, mein Heil, in Freuden: los; entreißet uns den Schanpsalmen ergießen sich vor dir. den der Sünd' und macht uns groß 7. Er übersiehet keinen, und weiß, was jedem nüßt. Hat er nicht stets die Seinen von Unbeginn geschüßt? nicht fie in ihrem Leide zu trösten stets gewußt? Erfreun ist feine Freude, und Wohlthun seine Luft. 51 Von dem Leiden und dem Tode Jesu. groß; giebt Weisheit, Muth| Vaterherz hinein. Wenn ich im Leiden und Kraft in jeder nun leide, wenn ich sterbe, That; versichert uns die Freu- kann ich unmöglich je verloden, die Gott bereitet hat. ren seyn. Wenn Sonn' und 9. Er kommt zum Weltge: Mond und Erde untergehn, richte, und bringt, wann er so bleibt mir Gottes Gnade erscheint, Fluch jedem Bdse: ewig stehn. wichte und Heil dem Tugendfreund. Wohl ewig allen de nen, die seine Wege gebn, und einst mit Freudenthrånen an seiner Rechten stehn. 6) Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 5. Ja, mir zum Trost und dir Leiden und dein Kreuzestod; zur Ehre gereicht dein bestätigt ist nun deine Lehre: ich baue fest darauf in jeder Noth. Unschuldig litteft du; doch Preis und Ruhm ist auch im Kampf der Unschuld Eigenthum. Mel. Dir, dir Jehova, will 2c. 6. Herr, dies dein Beispiel 81. 2h, fieh ihn dulden, soll mich lehren, des Lebens bluten, sterben! O meine Seele, fag ihm from men Dank! sieh Gottes ein': gen Sohn und Erben, wie måchtig ihn die Menschenlie: be drang! Wo ist ein Freund, der je, was er, gethan? der so, wie er, für Sünder ster= ben kann? 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe; ich sehe in sein Unschuld sey mein Ehrenkleid. Gern will ich deine Stimme hören, und willig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu; wer hat es mehr um mich verdient, als du. 7. Nie will ich mich am Feinde råchen; auch dies lern' ich, mein Heiland, bier von dir; nie Gottes Schickung widersprechen, wär gleich sein Pfad jest noch so dunkel mir. Dornen gingst du selbst Biele hin; ich folge dir, ich dein Jünger bin. 8. Was fürcht ich noch des Todes Schrecken? du schliefft auch einst im Grab, o Seelenfreund. Mag sie doch meine Asche decken, die Erde, wenn des Todes Nacht erscheint! der Gott, der dir das Leben wie: der gab, wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. 2. Wie dunkel waren jene Stunden, o Herr, und welche Lasten drückten dich! wie quoll das Blut aus deinen Wunden! und ach, es floß zum Heil Auf und Troft für mich; und ruft zum noch heute mir ermunternd weil zu, daß du mich liebst, du frommer Dulder, du. 3. So sollt es seyn; du mußtest Leiden: dein Tod macht mir des Vaters Liebe fund. Er wird für mich ein Quell der Freuden, ein Sie: gel auf den ew'gen Friedensbund. So wahr dich Gott für mich zum Opfer giebt, so feste steht's, daß er mich herzlich liebt. 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, den dir, mein Retter, treue Liebe bringt! dort will ich dir's noch besser sagen, wenn dich mein Geift im 2 52 Von dem Leiden und dem Tode Jesu. im Engelchor besingt. Dann 10. Vergeß ich dein, so wer: stimmen alle Sel'gen fröhlich de mein in Ewigkeit verges ein; der ganze Himmel soll dann Beuge seyn. sen; Herr, ich will, so lang ich bin, deine Lieb ermessen. Mel. O Traurigkeit, o Herzel.zc. 82. 2m Streuserblast, der 83. Deil und geben, de Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. der Menschen To: deß sich desqualen můde, findet mein Erlöser erst in dem Grabe Friede. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und, Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tiefgerühret schlagen. meine Seele freut, der für mich sich hingegeben, Stifter meiner Seligkeit; du, der lieber wollt erblassen, als mich im Verderben lassen; ach wie dank, wie dank ich dir, mein Erldser, gnug dafür. 3. Du schühest mich, und über dich gehn aller Trübsal Wetter. Sterben wolltest du für mich, einziger Erretter. 2. Menschenfreund, von Gott gesendet, zu erfüllen seinen Rath; längst hast du dein Werk vollendet, wegzuthun die Missethat. Doch in den Gedächtnißtagen deiner Lei: den, Jesu, sagen deine Theur: erlösten dir billig neuen Dank dafür. 4. Du hast's gethan. Dich bet ich an, du König der Erlöften; dein will ich im Tode mich glaubensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefft du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, mein Verföhner, göttlich frei habest hingegeben. 3. Du betratst, für uns zu sterben, willig deine Leidensbahn; stiegst, uns Leben zu erwerben, gern den Todesberg hinan; trugst, vergessend eig= ne Schmerzen, deine Menschen nur im Herzen. Diese Liebe preisen wir, unvergeß: lich sen sie mir. 4. Meinetwegen truast du Bande, litteft frecher Låstrer Spott, achtetest nicht Schmach und Schande, Elend nicht, nicht Kreuz und Tod. Mich hast du der Noth entrissen, mich hätte treffen müs Wie verpflichtet bin ich lebenslang, mein Heil, die 6. Hochheil'ge That! des Höchsten Rath will ich in Demuth ehren. Der Erwerber meines Heils wird mir's einst erklären. 7. Allmächtig rief er, der entschlief, den Todten; sie erstanden. Leicht entschwingt der Lebensfürst sich den To: desbanden. 8. Das finstre Thal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen: denn durch dich, ErIdser, ist's mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich. Erfor sche mich, und siehe, wie ich's meine; ja, du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. sen. dir dafür! 5. Frevler krönten dich zum Hohne; deine Stirne blutete unter einer Dornenkrone, Kd: nig aller Könige. Das hast du für mich gelitten, mir die Ehren 53 Feinde: Von dem Leiden und dem Tode Jesu. Ehrenkron' erstritten. Preis, dich höhnten deine Anbetung, Dank sey dir, wo ist denn nun sein Gott? Ehrfurchtswürdiger, dafür. 6. Du der taufendfache Schmerzen mir zur Liebe gern ertrug, deinem großmuthvol len Herzen war mein Heil Belohnung g'nug. Troft in meinen legten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden. Herr, ich dank, ich dan: ke dir einst im Tode noch dafür. 4. Wer kann dir nachem: pfinden den Schmerz, die To: desangst, mit welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangst. Die Last gebäufter Plagen fiel da so schwer auf dich, daß fie dich drang, zu klagen: Gott, wie verläßt du mich? 7. Ruh im Leben, Troft am Grabe; unaussprechlicher Gewinn, den ich dir zu danken habe! dir, deß ich nun ewig bin! Jefu, dir mein Herz zu geben, deinem Vorbild nachzustreben, dir zu traun, zu sterben dir: dies, dies sey mein Dank dafür. 5. Uch, diese Laft und Mu he, hab' ich dir auch gemacht. O mein Erlöser, siehe vom Throne deiner Macht in Gnaden auf mich Armen, der sich verschuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. Mel. Herzlich thut mich verl. 2c. u, der voll Blut und 6. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? Verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr, nicht wo Reinigung von Sünden, wenn du sie mir nicht giebst? 84. urs liebst? am Kreuze starb, und unfern legten Stunden den größten Trost erwarb; du, der sein theures Leben, noch, eb ich war, auch mir zum Heil hat hingegeben, mein Jesu, Dank sey dir! 7. Du haft mir durch dein leiden Vergebung, Beßrungskraft, in Trübsal, Troft und Freuden, die ewig sind, verschafft. gieb an dieser Gnade auch meinem Glauben Theil, und auf des Lebens Pfade mir Muth, Kraft, Trost und Heil. 8. Mit innig frohem Trie: be bring' ich dir meinen Dank. Die Größe deiner Liebe bleibt stets mein Lobgefang. Gieb nur, daß ich mich halte zu dir mit Gegentreu, daß, wenn ich einst erkalte, ich noch der Deine sey. 3. Entblößt von allem Rei: ze, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. 9. Betebe dann mein Hof Dich flohen deine Freunde; fen, zum Himmel einzugehn. du warst der Leute Spott; Laß mich im Geist ihn offen, D3 und 2. Wie viel hast du erduldet, erhabner Menschensohn, als du so unverschuldet empfingst der Sünder Lohn! Do folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir brachy 54 Von dem Leiden und dem Tode Jesu. und dich verherrlicht sehn. geschlagen, gehst du den Weg Da ruf ich dann mit Freu: zum Kreuzesstamm, in Unden: nimm meinen Geist, schuld stumm, gleich wie ein Herr, auf! und du nimmst Lamm, das man zur Schlacht: ihn im Scheiden zu deiner bank führet. Freiwillig als Wonn' hinauf. der Helden Held, stirbst du aus Liebe für die Welt den Tod, der uns gebühret. Mel. Ein Låmmlein geht, und 2c. 85. Erfülle, Herr, doch 5. Du neigst dein Haupt; es ist vollbracht. Du stirbst; die Felsen beben. Du finkest in des Grabes Nacht, damit mir ewig leben. Was ist selbst mein Herz mit Dank und Ehrfurchtstriebe. Ich denk an deines Lei dens Schmerz, das Opfer deiner Liebe. Dein Kreuz sey inir gebenedeit! Welch Bun- der Mensch, den du befreit? der der Barmherzigkeit hast war ich doch ganz Dankdu der Welt erwiesen! Wann hab ich dies genug bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? barkeit! Herr, laß mich Gnade finden! Und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wie: der lieb' und dich nicht kreuzige mit Sünden. 2. Rath, Kraft und Frie: densfürst und Held, in Fleisch 6. Welch Warten schreck: und Blut gekleidet, wirst du lich schwerer Pein für die, das Opfer für die Welt, und dich verachten! die, sol: deine Seele leidet. Du ringst Gnade werth zu seyn, mit Angst und Todesnoth, nach keinem Glauben trach: und gehst doch willig in den ten; für die, die dein Ver Tod; o Liebe, fonder Ende! dienst gestehn, und dich durch du nimmst auf dich der Men ihre after schmåhn, und deischen Schuld, und giebst mit nen Tod verhöhnen. Wer dich göttlicher Geduld dich in der nicht liebt, kommt ins GeSünder Hånde. wer nicht dein Wort liebt dich nicht; ihm richt; 3. Du trägst der Missethå- hålt, ter Lohn, und hatteft nie ge- hilft nicht dein Versöhnen. sündigt, du, der Gerechte, Gottes Sohn; so war's vorher verkündigt. Die blinde Schaar begehrt dein Blut; du duldest, göttlich groß, die Wuth, um Seelen zu erret: ten. Warum verläßt du mich, mein Gott! rufft du in dei: Todesnoth, damit wir Friede hätten. ner 3. Ein Opfer, nach des Ew'gen Rath, belegt mit un sern plagen, um deines Vol: kes Missethat gemartert und die cher 7. Du haft's gesagt, du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ist's, das mir Trost verschafft, wenn mich die Sünden krånken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb' und Demuth stets vor dir erfunden werden. Dein Heil sey mir ein Schirm in Noth, mein Stab in Schwachheit, Schild im Tod, mein legter Trost auf Erden. Mel. Von dem Leiden und dem Tode Jesu. Mel. O Lamm Gottes unsch. 2c. Sohn, und hieß den 86. Erlöfer, der im Stauder Mutter be einst lag mit Angstschweiß bedecket, dein tröfte sich mein Glaube, wenn Tod und Sünde mich schrek: ket; dein tiefer Schmerz, dein Klagen, dein Todes: kampf, dein 3agen sey meine Ruhe, Herr Jeſu! tem, 2. Du littest ganz unschuldig von Frevlern Schmåbung und Schmerzen, und trugft fie doch geduldig mit fanf versöhnlichem Herzen. Dein Bild müss' uns beleben, zu dulden, zu vergeben, wie du, zu lieben, Herr Jesu! 3. Um Kreuze hingst du Flåglich entstellt, gemartert, verschmachtet. Dein Tod be lehr uns täglich, wie hoch du Seelen geachtet. Er schreck uns ab von Sünden; er müsf uns dir verbinden zu innigem Danke, Herr Jesu! Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. 87. Grniedriat hatte fich bereits mein Hei: land bis zum Tod am Kreuz; doch unter allen Plagen blieb er sich gleich, verherrlichte sein göttliches Betragen. 2. Erbarme, Bater, ihrer dich, vergieb es, sie verken: nen mich! so bat der Herr für Feinde. Ach, wie voll Liebe Herz für seine Freunde! 3. Dem Schächer 55 Freund, Co beizustehen. wird Gott einst den Meinen auch nach mir den Freund er: sehen. 5. Denn flehet er: Mein Gott, mein Gott, verlåseft du mich in der Noth? Mein eiland mich verlassen wird deinetwillen nicht; 4. 3ur Mutter sprach er, da sie weint: Das ist dein Gott um mich nimmermehr verlassen. 6. Mich dürftet, rief er, matt von Schmerz; so sollt leiden mit uns haben. Wenn in jeder Noth sein Herz Mitnun kein Labsal mehr mich kühlt, wird er, wird er mich laben. 7. Es ist vollbracht! In Ewigkeit hat er gefiegt und uns befreit. Hilf, Herr, auch mir vollbringen! du fiehst mich kämpfen; stårke mich, das Kleinod zu erringen. 8. Dir, Vater, geb ich meinen Geist in deine Hand. O sey gepreist! die Hoffnung jenes Lebens bewährtest sterbend du mir noch. Ich hoffe nicht vergebens. 9. Wie rührt dein hohes Beispiel mich! Vergeben will ich, sehn auf dich, nach dir gen Himmel schauen, die Meinen lieben, und in Noth, wie du, dem Vater trauen. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. wallt nun nicht sein 88. Es ist vollbracht! ſo ruft am des Mund. schenkt sterbenden Erlösers er Seelenruh, sprach: Wahr: Wort voll Troft und Lelich, heute noch bist du mit mir im bessern Leben! So wirst du, Herr, entschlaf ich einst, auch mich dazu erheben. ben, reize zur Freude meines Herzens Grund. Was Gott auch mir zum Heit ersehn, ist, ihm sey ewig Preis! geschehn. 2. Mein Jesus stirbt. Die Felsen beben; der Sonne 4 Schein 56 Von dem Leiden und dem Tode Jesu. Schein verlieret sich; in Todte 8. Fühl ich zuleßt des To: dringt ein neues Leben, der des Schmerzen, so stårke mich Heil'gen Gräber öffnen sich; in solcher Last, und mach es der Vorhang reißt: die Erde lebhaft meinem Herzen, daß fracht; der Welt Versöhnung du den Tod besieget hast. So ist vollbracht. geh ich froh zur Grabesnacht, mit dem Triumph: Es ist vollbracht! 3. Wie viel, mein Heil hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast hinweg der auf der Welt voll SunMel. Jesus meine Zuversicht 2c. teist der 89. Gefe bu bich in unfre der lag; du hast uns durch des Todes Nacht die Bahn zur Ewigkeit gemacht. Seelen nieder! sie erfülle Troft und Ruh; im Gesange from= mer Lieder, in geweihter Psal: men Chor strebe sie zu dir empor. 4. Nest, fromme Chránen, meine Wangen! voll Glau: bens und voll Dankbarkeit! fieh, Seele, den am Kreuze hangen, der uns von Sund' und Tod befreit; er, den mir Gott zum Heil gemacht, rief auch für mich: es ist voll: bracht! 2. Diesen feierlichen Tag weit' die hehrfurchtsvollste Stille, daß der Wehmuth Seufzern nach unfers Dan: tes Thráne quille, unsre Seele, still vor Gott, denk' an ihres Mittlers Tod. 3. Diese Welt und ihre Müh, dieses Lebens kurze Freuden, eitle Luft vergesse fie. Tief gerührt von seinen Schmach, folge sie ihm betend Leiden, feiner martervollen nach. 4. 3wischen Erd und Himmel schwebt blutend er, der nichts verschuldet; für der Brüder Wohl gelebt, Müh' und Arbeit gern erduldet, Nächte im Gebet durchwacht, und auf Menschenwohl ge= 5. O bilf mir, Herr, nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt; laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gez währt. O stårke mich dazu mit Macht, bis meine Beßrung ist vollbracht. 6. Du littst so viel zu mei: nem Leben. Wie? sollt ich nicht voll Eifer seyn, mich deinem Dienste zu ergeben? follt ich dabei vor Schmach mich scheun? Dein, Jefu, seyn, dein dein Eigentbum, fey Herzens Freud' und dacht. meines Ruhm! 5. O wie oft hat an ſein 7. Soll ich bei dir ergeb: Herz mit den ausgeſpannten nem Herzen auch hier durch Armen, ausgespannt zu Qual manche Trůbsal gehn, und und Schmerz, er voll Mithat mein Gott gehäufte leid und Erbarmen, Kinder Schmerzen zu meiner Prù seines Volksgedrückt! Wie fung auserfehn; Hoffnung mich so laß die die Schmachtenden erquickt! erfreun: auch das wird einst vollendet seyn. 6. Nun verschmachtet er und ringt, von aller ach! Welt Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 57 Welt verlassen! Kein Gefühl uns an deine große Roth, des Mitleids dringt in die Seelen, die ihn hassen. Also, also hat die Welt Sünd' und Eitelkeit entstellt. d d d an deinen martervollen Tod, so lang wir leben, denken. 2. Jest wollen wir, voll Dankbarkeit, von Herzen dir 7. Aber er, er murret nicht, lobsingen; und wenn zu dei will des Vaters Rath vollen: ner Seligkeit du uns dereinst den, weiß: die Nacht wird wirst bringen, so wollen wir doch mit Licht, Schmach mit dort noch viel mehr mit beiHerrlichkeit sich enden; hält nem ganzen Himmelsheer, dich), getroft im Kampfe aus, führt Jesu, ewig loben. sein großes Werk hinaus! Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 8. Hocherhabner, Ewiger! Bor dir wirft der Geist fich 91. Her err, stårke mich, dein nieder. Preift dich, uner: Leiden zu bedenken, forschlicher, daß für ihn und mich in das Meer der Liebe seine Brüder dieses Todes zu versenken, die dich bewog, dunkle Nacht Trost und Ruh von aller Schuld des Bösen ans Licht gebracht. uns zu erlösen. 9. Du gabst, den du gått: lich liebst, bis zum Tode hin. Das Leben wirst du nun, der du ihn giebst, allen, die ihm treu sind, geben. Weg!" ruft unsers Mittlers Tod, weg mit Furcht und Angst por Gott! 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn ich 10. Er ist Liebe, zürnet Kräfte, mein Herz erbebt, ich ihm nach, so sinken meine nicht, liebend gab er den Gesehe und empfinde den Fluch rechten hin zum Opfer; daß der Sünde. fie nicht, die er liebt, ihm Opfer bråchten angstvoll, zit: ternd. Kindersinn und Ver: trauen ehret ihn. 4. Gott ist gerecht, ein Richter alles Bösen. Gott ist die Lieb' und läßt die Welt erld: mit Schrecker und Entzücken sen. Dies kann mein Geist am Kreuz erblicken. 11. Sa, Erbarmender, wir schaun nun getroft zu deinem Throne. Auch uns liebst du, denn wir traun dir und deinem großen Sohne. Leben dir und sterben dir, o wie es erhebt mich wieder, lehrt Es stürzt mich tief und hochbeglückt sind wir. 5. Es schlågt den Stolz und mein Verdienst darnie: der. mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 90. und pein, und dein err Jesu, deine Angst Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an so bittres Leiden, laß allzeit den ich herzlich glaube, ich uns vor Augen seyn, die liege hier vor dir gebückt im Sünde zu vermeiden. Staube; verliere mich mit Laß danken: D5 58 Von dem Leiden und dem Tode Jesu. Gemüthe in dei: vergeblich sey dein unermeß: lich Leiden. Und wenn mein Lauf vollendet ist, so nimm mich dahin, wo du bist, auf daß ich dir lebe. Mel. Herzlich thut mich verl. zc. dankendem ner Güte. 7. Sie übersteigt die mensch: lichen Gedanken. Allein, sollt ich darum im Glauben wan: ken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Des Höchsten Thun ist, Gnad' und Lieb' erweisen; uns kommt es zu, fie demuthsvoll ju preifen, zu sehn, wie hoch, Gott uns Gnad' erzciget, die Gnade steiget. wenn 9. So sey denn ewig auch von mir gepriesen für das Er: barmen, das du mir erwiefen! da du, mein Heiland, auch für mich dein Leben da: hin gegeben. 10. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben, und ftets mit Freuden deinen Wil len üben; o gieb zu diesem feligen Geschäfte stets neue Kräfte. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 92. J ch danke dir für dei: nen Tod und die gehäuften Plagen, die du, mein Heiland, mich aus Noth zu retten, haft ertragen. Laß das Verdienst von deiner Pein ein Troft für meine Seele wenn mich die 93. ch zen, o Jesu liebster Freund, für deine Todes: schmerzen. Wie gut hast du's gemeint! Ach, gieb, daß ich mich halte zu dir mit wahrer Treu, daß, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sey. 2. Wenn ich die Welt ver: laffe, verlaß du dann mich nicht, sey auf der dunklen Straße mein Führer und mein Licht. Ach! wenn am allerbångsten wird meiner Seele seyn, so reiß sie aus den lengsten, kraft deiner Todespein! 3. Erscheine dann, Erbarmer! zum Schuß und Ret: tung mir. Wo fånd' ich sonst, ich Armer, wohl Rettung, als bei dir! dann will ich nach dir óölicken; dich seh' ich glaubensvoll. Entzücken! Wer so stirbt, der himmlisches stirbt wohl. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 94, eſu, deine tiefe Wunfrånken. 2. Ich danke dir für deine Huld, die du auch mir erzeiget, da du zur Tilgung meiner Schuld dein Haupt am Kreuz geneiget. O, wende dich zu mir, mein Gott, mit Troft in meiner legten Noth, daß mich der Tod nicht schrecke. den, Qual, dein bittrer Tod trösten mich in trüben Stunden und er= leichtern jede Noth. Fållt mir etwas Urges ein, o! so stelle deine Pein mir vor Augen, daß die Sünde keinen Eingang bei mir finde. 2. Schmachtet nach verbotnen Freuden mein verderbtes 3. Erhalte mich dir stand: Fleisch und Blut, o so blick haft treu, bis Leib und Seele ich auf dein Leiden; scheiden, daß nicht an mir verlischt die wilde schnell Gluth. Streb 59 Gottes Von dem Leiden und dem Tode Jesu. Streb ich eitler Ehre nach, und| terlichen Höhen einst denk ich an deine Schmach; größtes Werk geschah. Erwäg schnell erniedrigt sie mich wie: an diesem heil'gen Orte des der und schlägt meinen Stolz sterbenden Erlösers Worte, darnieder. an und rufe Gott im Glauben an. Sie können dir viel Troft im Leben und einst noch) Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr trösten kann. 3. Reizen, Herr, mich mandhe plagen, während meiner Prüfungszeit, oft zu mürrisch bangen Klagen und zur Un: zufriedenheit; o so denk ich an die Pein, die du, uns zu gut, allein unverschuldet haft ertra= gen, und dann schåm ich mich, zu klagen. 4. Wenn mein schreckendes Gewissen mir mit Fluch und Strafe droht; o! in diesen Rümmernissen denk ich, Herr, an deinen Tod, und wie du auch meine Last an dem Kreuz getragen hast; dies kann mein Gewissen stillen, und mein Herz mit Troft erfüllen. 5. Ja in allem, was mich krånket, schaffen deine Leiden Ruh; wenn mein Herz daran gedenket, stromet neuer Trost mir zu. Mich erschrecket keine Müh: denn der Troft er: leichtert fie, daß du, Herr, als du gestorben, mir ein ewig Heil erworben. ten Schmerzen, nimmt er sich 2. Geduldig bei den größ seiner Feinde an, und ruft. mit sanftmuthsvollem Herzen: sie wissen nicht, was sie ge= than. Der Göttliche, der größte Beter, fleht liebreich noch für Missethåter, Werk: zeuge seiner Pein und Schmach. Mensch, wenn dich Rach' und Zorn verführen, laß dich durch dieses Beispiel rühren, und bete deinem Heiland nach. 3. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, als, unter Leiden ohne 3ahl, der Herr dem Jünger ſeiner Liebe die Mutter sterbend noch empfahl! Ach! wird mein Aug' einst um die Meinen in meinen legten Stunden weinen: so soll dies Wort mir Trost verleihn! der, als der Tod schon um ihn schwebte, die Seinen noch zu schüßen strebte, wird auch der Meinen Pfleger seyn. 6. Auf dich fe ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht: selbst der Tod macht mir kein Grauen; du befreist mich vom Gericht. Durch dein 4. Froblockt, busfertige Vers mir erworbnes Heil hab ich brecher! Wer glaubet, kommt an dem Himmel Theil; wahr: nicht in's Gericht. Hort, was lich, Herr! ein ewig Leben zu dem gebeugten Schächer wirst du nach dem Tod mir geben. der Mund der Liebe sterbend spricht: Du wirst, so ruft er ihm entgegen, noch heute, deines Glaubens wegen, mit mir Mel. Wie wohl ist mir, o Fr. 2c. 95. Kum sterben fehen, an des Todes Pforte einst dieſe Domm, im Herr, laß mein Herz! Seh hin nach Golgatha, auf dessen fürchtroftesvollen Worte mich auch im legten Kampf erfreun.is 5. Wer Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 5. Wer kann die hoben Lei:| allen Menschen Heil erwarb. den fassen, als Chriftus an Nun war das große Werk dem Kreuze rief: Mein Gott, vollendet, wozu der Vater ihn wie hast du mich verlaffen! gesendet, da neigt er fanft Wie beuget ihn die Last fo fein Haupt und starb. tief, die unsre Sünden auf ihn brachten! Vor Angst und Pein mußt er verschmachten, wår Gott nicht seine Zuver ficht. Herr, der für mich zum Tod gegangen, für mich vers laffen da gehangen, mein Herr! mein Heil! verlaß mich nicht! 6. Der Herr des Himmels und der Erde, von allem 2absal jegt entblößt, wünscht, daß sein Durst gestillet werde. Mensch, der dich so theur erlöst, der Heiland rufet dir 60 9. Mensch, kannst du ohne fromme Båhren den Heiland Gottes sterben sehn? mußt du ihn nicht mit Freuden eg ren, und willig seinen Ruhm erhöhn? O weine fromm bei seinen Plagen, und fröhlich sich ihn nach drei Tagen aus seinem Grabe auferstehn! Und wenn ihn Spdtter hier entehr: ten, dort wirst du ihn, als den Verklärten, zur Rechten seines Vaters sehn. Mel. Herzliebster Jesu, was zc. 96. Laß beinen Geist mich noch den an deiner Seite auch Hunger, Durst und Mangel drückt. Oselig, wer den Ruf erfüllet! Denn, wer des Armen Mangel stillet, der hat den Hei: land selbst erquickt. 2. Das Gute thun, das Bó: se fliehn und meiden, herr, der Heiland diese Pflicht lehrt mich dein spricht: Es ist vollbracht! beilig Leiden. Könnt ich zu 7. Nun enden sich die schweren Leiden; gleich das Böse mir erlauben, und an dich glauben? Wort, des Sieges! Wort, der Freuden! du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns! Wer darf es nun wobl wagen, dahin uns, die Erlöften, zu verkla- noch gen? der Friede ift mit Gott gemacht. Sieb, daß am En. de meiner Tage auch ich, 0 Herr, mit Freuden sage: Es ist vollbracht! Es ist vollbracht! stets, mein Heiland, lebren, das Wort von deinem Kreuze so zu ehren, daß ich ge= treu in dem Beruf der Liebe mich driftlich übe. 3. Da du dich selbst für mich gegeben, wie könnt ich nach meinem Willen le ben, und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaßnes 8. Das legte Wort aus dei- Herzens werden? da du so nem Munde, Herr Jesu, soll viel für uns, die wirs verschulauch meines seyn! Laß es in det, liebreich erduldet. meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleihn! Du rufeft: Bater, ich befehle in deine Hände meine Seele, die 5. Für welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt ich fie, fie, meine Brüder, hassen; und nicht, wie du, wenn ſie mich Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 61 mich untertreten, für sie noch| der Ruhe schenken; dein Sterbeten. ben sey, wenn ich den Tod einft leide, mir Fried und Freude. 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, wenn man mich schilt, nicht rach: voll wieder schelten; du, Hei- Mel. Chriftus, der uns selig 2c. liger! bu Herr und Haupt 97. Mein Erldſer, Gotz auch Glieder! nicht wieder. Time id 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank für deine To: desschmerzen; und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen, dir nachzuahmen. 8. Unendlich( Blück! du lit: test uns zu gute; ich bin ver: söhnt in deinem theuern Blu: te. Du haft auch mir, da du für mich gestorben, dies Glück erworben. A 9. Ich bin ja dein, schon selig hier im Glauben! So wird mir nichts, nichts mei: ne Krone rauben; so werd ich dort, von Herrlichkeit um: geben, einst ewig leben. im 10. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad, betrete, Glauben kampf, im Glau: ben wach' und bete, so ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, als Jesus lebet. 11. tockt böse Luft mein Herz mit ihrem Reize, fo schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze, und werd ich matt in Uebung guter Werke, so sey mir's Stärke. 12. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Alergerniß und eine Thorheit werden; so fey's doch mir, troß alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. für mich littest; und erhöht auf Gottes Thron, jest noch für mich bittest! Welche Wohl: that ist für mich dein so bitt: res Leiden! o wie preis ich würdig dich, Stifter meiner Freuden! 2. Dir, dem Herrn der Herrlichkeit, war es ja gegeben, ohne ohne leben. Schmerzen, Leid, ewig froh zu Uber, 0 der großen Huld! daß ich nahmst du in Geduld schwerer selig würde, über: Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Misse: that noch Vergebung finden; denn du starbst, nach Gottes Rath, für der Menschen Sün: den. Unsre Lasten trugest du, litteft, uns zu retten, daß wir im Gewissen Ruh, mit Gott Friede hätten. neue tet. 4. Was uns Luft zur Beß: schafft, was zur Tugend dazu hast du durch dein Kreuz bereiich nun mich um Kraft be: Nicht vergebens darf werben, Gottes Willen gern zu thun, Sünden abzuster: ben. 13. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden krånken, so laß dein Kreuz mir wie: leitet, rung Kraft 5. Froh kann ich ins Todesthal schon im voraus se hen, und zu jener Welt ein: mal obne Schrecken geben. Denn du haft aus aller Noth Rettung mir errungen, und durch deinen Kreuzestod meis nen Tod bezwungen. 6. Herr Bon dem Leiden und dem Tode Jesu. 3. Das Heiligthum steht aufgedeckt; die Felsen bersten; alles schreckt; der Todten Gråber öffnen sich. Wie sicht: barlich zeigt hier der Gottheit Finger fich 4. Weil denn die Kreatur sich regt: so werd auch du, mein Herz, bewegt! empfinde reuvoll deine Schuld; aus Gottes Huld starb Jesus auch für deine Schuld. 62 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenom men? Laß die Furcht von deiner Pein nun auch auf mich kommen! Gieb mir Weis: heit, gieb mir Kraft( denn du haft's in Hånden) was du mir zum Heil verschafft, gldubig anzuwenden. 7. Strafet mein Gewissen mich, reun mich meine Sún: den: 0 dann laß, gestärkt durch dich, mich den Trost empfinden, daß du auch für meine Schuld bist am Kreuz gestorben, und zu Gottes Va: terhuld Zutritt mir erworben. 8. Laß das Wort von dei nem Kreuz' mich mit Muth be leben, standhaft jeder Sünde hier zu widerstreben. mich måchtig dadurch an, mich vor Gott zu scheuen, und, was ich nicht recht ge than, innig zu bereuen. Reiz Treib 9. Stårke mich durch dei. nen Tod auf die legten Stun: den. Wie du deines Todes Noth fiegreich überwunden, o so bilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr, so dank ich ewig dir für dein bittres Leiden. 5. Sein Tod( o nimm es wohl in Acht!) hat Trost und Heil auch dir gebracht. ehre den, der bis zum für dich gab, und dem Sündenleben ab. Ver: Grab stirb 2. Der, dem an Hoheit kei: ner gleicht, der Herr der Herrlichkeit erbleicht. Was Bun: der, daß die Erde kracht, und dicke Nacht verhüllt der Sonne Glanz und Pracht. 6. Ja, Vater, unter Pein und Hohn erbleicht am Kreuz dein eigner Sohn; nun ift kein Zweifel, deine Huld tilgt meine Schuld, und trågt fort= hin mit mir Geduld. 7. Hin auf sein Kreuz will ich stets sehn, und dankvoll seine Treu erhöhn; Trost foll er mir im Sterben seyn, mich dann erfreun. So schlaf ich sanft und selig ein. 8. Und dient ich nun der Sünde noch? Fern sey von mir ihr schnddes Joch. Auf, Seele, daß du dich erhebst, nur Jesu lebst, ihm zu gefalMel. Ich hab mein' Sach Gott 2c. 98. Nun ist es alles wohl- len dich bestrebt. gemacht. Mein Je: fus ruft: Es ist vollbracht! Er neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir erwirbt das Erbe, welches nie ver: dirbt. 9. Ertödte selbst in meiner Brust, mein Heiland, jede bdse Lust; dein Tod, der mir das Leben schafft, verleih mir Kraft im Kampf mit jeder Leidenschaft. 10. Gestärkt von dir, befieg ich sie, und scheue dabei kei ne Müh. Ich sehe, freudig auf dein Wort, den Kampf hier fort, und volle Ruh er: wart ich dort. 11. Wie Von dem Leiden und dem Tode Jefu. 11. Wie dank ich dir, Herr Jesu Christ, daß du für mich gestorben bist! dich preis ich hier schon hocherfreut, doch nach der Zeit noch frcher in der Ewigkeit. Mel. In allen meinen Thaten 2c. 99. Welt, ich hier Stamm des dein Leben am Kreuzes schweben; dein Heil sinkt in den Tod. Der große Herr der Ehren läßt willig fich be schweren mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott. 2. Tritt her und hau mit Fleiße; nun ist von blut'gem Schweiße sein Leib ganz über: füllt, da aus dem bangen Her zen vor unerhörten Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so zer: schlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie andre Menschenkinder: von Missethaten weißt du nicht. 4. Wir, wir und unsre Sünden, der sich so viele finden, als Sand ist an dem Meer; die haben dich geschlagen, die brachten diese Plagen und diese Martern auf dich her. 5 Auch ich, ich sollte büßen, die Strafe leiden müssen, entbehren Gottes Huld; die Geißeln und die Banden, und, was du ausgestanden, verdient ich wegen meiner Schuld. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken, bis zum Ertödten schwer; du wirst ein Fluch, dagegen erwirbst du mir den Segen; und 0, wie gnaden: reich ist der! 63 7. Du gehst, auch meinet: wegen, der Totesnacht ent= gegen mit wahrem Heldenmuth; du stirbst, mir vom Verderben Errettung zu er: werben, und alles thuft du mir zu gut. 8. Hoch bin ich dir verbun= den, mein Heil! zu allen Stunden bin ich dein Eigenthum. Es thätig zu beweisen, soll Seel und Leib dich preisen. Mein ganzer Wandel sey dein Ruhm. 9. Was könnt in diesem Le ich dir sonst wieder ge= Das, Jesu, will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. ben ben? 10. Ich will's vor Augen feßen, mich stets daran er: gößen, ich sey auch, wo ich fey; es fell mir seyn ein Spiegel der Unschuld und ein Spiegel von deiner großen Lieb und Treu. 11. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird råchen, die seine Huld ver= schmähn; wie viel die wer= den leiden, die nicht die Sunde meiden, will ich aus dei: nem Leiden sehn. 12. Dein Beispiel soll mich lehren, des Höchsten Rath zu ehren, auch wenn er Trubsal schickt. Ich will des Lebens Plagen getroft und willig tragen, bis Gottes Hülfe mich erquickt. 13. Nie will ich wieder schelten; nie Spott mit Spott vergelten; nie, wenn ich leide, drdun. Das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 6. Sollt ich mich nun noch frevelhaft erkühnen, der Sún: 14. Gerührt von deinen de, die dich tödtete, zu die: plagen, will ich mit Ernst nen, so könnt ich mich mit entsagen dem, was dir nicht den von dir Erlösten, nicht gefällt; was deine Augen deiner trösten. haffen, das will ich fliehn und 7. laffen, gefiel es auch der gan: durch zen Welt. Nein, dir allein, der du deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienst verbunden; nur dir, mein Heiland, sey mein ganzes Leben zum Dienft ergeben. 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden; ich bleis be dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit dankvollen Jungen stets Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. wird befungen. 100. Sen hochgepriesen, Herr, für deine Liebe! dich zu dem mitleidsvollen Triebe, für eine 101. 11ünderwelt rufft Mel. Herzlich lieb hab ich dich zc. m die Welt voll Sünder selbst dein Leben dahin zu geben. Führwahr, du trugest Sünden 64 ne Schulden, wie du, von Herzensgrund verzeihn. 15. Soll ich denn endlich sterben, so laß dein Reich mich erben, und so getroft, wie du, den Geist an meinem Ende in deines Vaters Hände befehlen zu der ewgen Ruh. du, mein Heil, gequält von frecher am Kreuz Sünder Dir bricht erbar: 2. Rotten. Schmerzen. unsrer Dwelch ein Herz gleicht dei- mungsvoll dein Herz, wenn nem edlen Herzen? Du lie: deiner Best unsre Schuld an dir be: strafen, uns Heil zu schaffen. 3. O laß dies Heil doch auch mein Erbe werden! was hab ich sonst für sichern Trost auf Erden? was giebt mir sonst wohl sichern Grund zur Freude, wenn ich einst scheide? 4. Du bist, mein Heiland, auch für mich gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, das hast du, Barmherzigkeit geleitet, auch mir bereitet. Don 5. Erhalte selbst mein Herz bei diesem Glauben! kein banger 3weifel müsse mir ihn rauben. Er müsse mich zum Fleiß in guten Werken be ståndig stärken. ten. bei dem herbsten Schmerz die Bösewichter spot: Du siehst mit segens: vollem Blick von ihnen weg, Schaar in dir entehrt: rufft, auf den zurück, den dieſe daß es Erd und Himmel hört: Vergieb, o Gott, und führe nicht sie ins Gericht; denn was sie thun verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh ich dieſe Huld. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die auch der Mörder schoner. Ihr, die ihr euern Heiland ehrt, erkennet dieser Großmuth Merth, die Fluch mit Segen lobnet. Er hat auch uns durch sein Gebet den größten Trost von Gott erfleht; er sagt aud) uns zu unsrer Ruh, Erbarmen und Vergebung zu; Herr Jesu Christ, Von dem Leiden und dem Tode Jesu. 65 Christ, gelobt seyft du für Gebet felbst deinen Mördern deinen Tod! Gott ist durch dich auch unser Gott. Gnad' erfleht. 6. Mich tröste dein Ver3. Daß Gott mit Lang: föhnungstod; er neige mein muth und Geduld auch selbst Gemüth u Gott, daß ich bei sehr gehäufter Schuld, ihm ähnlich werde. Er zie der Sünder dennoch schonet; be mich, erhöhter Held, zu daß er so liebreich ihrer denkt, dir hinauf von dieser Welt; und ihnen Zeit zur Buße zum Himmel von der Erde. schenkt, nicht nach Verdien- Du bist das Haupt, wir folste lohnet; daß ich noch fröb- gen dir, zeuch uns dir nach, lich sagen kann: auch mich, ic laufen wir; se werden wir uns deiner Pein und deines bast du durch deines To Todes ewig freun. Herr Je des Kraft, mein treuer Hei- fu Chrift, wie felig ist, wie land, mit verschafft. O Jesu selig ist der Mensch, dem du Chrift, mein Trost und Licht! ein Heiland bist. mein Trost und Licht! ver: tritt du mich auch im Gericht! mich Sünder nimmt Gott an; In bekannter Melodie. Un 102. Unschuld'ger Jefut, was hast brochen, daß wir das urtheil dir gesprochen? Heiligster bist ja kein Misse= thäter, kein Ucbertreter. du ver: TodesDu 4. Wird je mein Herz von 102, Troste leer, weil meiner Sünden furchtbar Heer auf's neue mich erschrecket; o dann versichre mich auf's neue, daß meines Gottes Vatertreu auch meine Schuld bedecket. Mein Geift blickt glaubens: voll auf dich, und freuet teiner Hülfe sich. Beschließ ich meine Pilgrimschaft, so starke mich mit neuer Kraft. Herr Jesu Chrift! der legte Kampf wird mir versüßt, wenn du mein Trost im Tode bist. 2. Und doch wirst du verwor= fen und verhöhnet, mit einem Dornenkranz zur Schmach gekrönet, gegeißelt, und vom bångsten Schmerz entkräftet, an's Kreuz geheftet. 3. Was ist die Ursach' aller solcher Plagen? Um unsre Sünden wurdest du geschla: gen. 3u ihrer Tilgung hast erduldet, was wir du, Herr, verschuldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch dieſe Strafe! du, guter Hirte, leidest für die Schaafe; die Schuld bezahlst du, Herr, für böse Knechte, du, der 5. Wohl mir, wenn ich dir ähnlich bin! flöße deinen fanften Sinn doch auch in meine Seele! Sieb, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes bartes Herz und meine Sach' empfehle. Besänftige mein reges Blut, und flamme des Zornes wil: Gerechte! de Gluth mein Herz zur Rach: 5. O große Liebe! wer, wer begierde an; o so erinnre fann sie faffen? Auch mir mich daran, Herr Jesu Christ, wie du am Kreuz durch dein zum Heil, hast du dich mar: tern lassen. Damit ich lernte Sun Von dem Leiden und dem Tode Jesu. glaubensvoll bedenken, wie du gestorben bist, und Rettung von der Schuldenlast den reuerfüllten Sündern am Kreuz erworben hast. 2. D wundervolle Liebe! bedenk's, o Seele, recht! Es starb aus freiem Triebe der Herr für seinen Knecht. Selbst seinen eignen Sohn gab Gott verlornen Men= für mich schen in Marter, Schmach und Tod. 66 Sünden ernstlich meiden, willst| mich du, Herr, leiden.. 6. Ach, großer Mittler, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam deine Treu ausbreiten? Kann ich sie dir, Beherr: scher aller Welten, wohl je vergelten? 7. Doch, dir gefällt's, wenn ich mich selbst bekämpfe, dir folge, und des Fleisches Lüfte dämpfe. So sey denn auch forthin mein ganzes Leben nur dir ergeben. 8. Gieb selbst zu diesem se ligen Geschäfte mir Schwa chen deines guten Geistes Kräfte, daß er mich zu dir ziehe und regiere, zum Gu: ten führe. 9. Dann werd ich dankvoll und Ewigkeit. n werd ich dankve deine Huld betrachten, die Lust der Welt aus Lieb' zu dir ver: achten; mit allem Eifer su chen deinen Willen treu zu erfüllen. 10. Zu deiner Ehre will ich alles wagen, kein Drohen achten, keine Schmach und Pla: gen; mich sollen auch des bångsten Todes Leiden nicht von dir scheiden. 11. Dies alles, ist es gleich für schlecht zu achten, wirst du doch, mein Erbarmer, nicht verachten; du wirst dies Opfer gnådig von mir nehmen, dich mein nicht schamen. 12. Empfang ich dann dereinst vor deinem Throne, aus deiner Hand der Ueberwinder Krone, so soll dich ewig unter Engelchoren mein Lob: lied ehren. In bekannter Melodie. 103. Wenn mich 3. Was kann mir denn nun schaden der Fluch, der Sün dern droht? Gott sieht auf mich in Gnaden; durch Jesu Mittlerstod bin ich von diesem Fluch befreit, und darf nicht ängstlich fürchten Gericht die Sünden från ken, so laß, Herr Jesu Chrift, 4. Drum fag ich dir von Herzen ist und mein Lebenlang für deine Todesschmerzen, Erldser, Lob und Dank. Hilf, daß ich dir für deine Treu auf ewig ganz ergeben und thätig dankbar sey. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Christ mit allem Ernst zu meiden, was vor dir sündlich ist. nie komme mir's aus meinem Sinn, wie viel es dir gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, foll's auch ſeyn Schmach und Spott, hilf mir, geduldig tragen. Gieb, o mein Herr und Gott, daß ich ver: leugne diese Welt, und folge. dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan; und meinen Rächsten lieben, gern dienen jedermann, ohn' Eigen: nug und Heuchlerschein, und, wie Von der Auferstehung Jesu. 67 7) Von wie du mir erwiesen, aus rei: drum nicht krånken, sondern, ner Lieb' allein. Jeſu, mir zum Trost, an S. In meinen legten Stun- dein Grab gedenken. den erquicke mich dein Tod; daß ich, mit dir verbunden, besieg auch diese Noth. Du bist es, Herr, auf den ich trau! stårk meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig schau! Mel. O Traurigkeit, o Herzel. 2c. Grabesruh entMel. Sey Lob und Ehr' dem 2c. 105, Bringt Preis und Ruhm dem Heiz land dar! Frohlockt ihm alle Er, der für uns 104. 3 schliefest du, der gerödtet war, ist dem Gericht du für uns gestorben, und am Kreuz uns schmerzensvoll ew': ges Heil erworben. entnommen. Gelobet feyst du, Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist, und siegreich auferstanden! 2. Du bist erblaßt, o Herr, und haft Gott dargebracht dein Leben. Gleich den Sterb: lichen, hielt dich einst das Grab umgeben. 3. Doch, Heil sey mir! du konntest hier nicht die Verwesung sehen. Bald hieß dich des Höchsten Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirst, mein Lebensfürst, wie dich, auch der Auferstehung Jesu. 2. Dein Leben in der Ma= jeståt ben. Gott uns befestigt unsern GlauWer kann, da dich dein erhöht, den großen Trost rauben, daß du, Herr, von der Sünde Macht Bez freiung haft an's Licht ge= bracht, den Himmel uns geöffnet. 3. Gott selbst, der dich dem Grab' entrůckt, hat dem, was mich erwecken. Sollte denn du getehret, der Wahrheit mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 5. Hier werd ich einst, bis du erscheinst, in sanftem Frieden liegen. Denn durch dei= nen Tod kann ich Tod und Gruft besiegen. 6. Ihr, die die Welt gefes felt hålt, zagt nur vor der Verwesung! Ich, ich hoff, in Chrifto einst meines Leib's Erlösung. 7. Nein, nichts verdirbt. Selbst das, was stirbt, der Leib wird auferstehen, und, zu Himmelsglanz verklärt, aus dem Grabe gehen. 8. So sink in's Grab, mein Leib, hinab! ich will mich Siegel aufgedrückt, und dich als Sohn geehret, und dei= nes Todes hohen Werth hat er auf's herrlichste bewährt, da er dich auferwecket. 4. Erstandner! ich frohlocke dir, daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir das ew'ge Leben ge best; daß du auch mein Erretter seyft, und neue Kräfte mir verleihst, mit Freuden Gott zu dienen. 5. Hilf, o mein Retter, mir dazu! Befreie mich von Sunden. Laß mich für meine Seele Ruh im Frieden mit Gott finden! Und pflanze deinen Sinn in mir, damit ich, Gott & 2 ergeben Von der Auferstehung Jesu. 68 ergeben, bier, als dein Er: löster, wandle. 6. Dein ist das Reich; dein ist die Macht, Verstorbne zu erwecken. Du rufst einst, und der Gräber Nacht wird Tedte nicht mehr decken. Wie du, Herr, auferstanden bist, so werd auch ich, o Jesu Christ! durch dich einst auferstehen. 7. D laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich, wandeln, und jederzeit nach deinem Sinn, rechtschaffen vor dir handeln; daß ich, wenn ich einst aufersteh, und dich, des Todes Sieger, sehy, vor dir dann nicht erschrecke. 8. Da, wo du bist, da soll auch einst dein Jünger mit dir leben. Du wirst ihn, wann du nun erscheinst, zu deiner Freud erheben. Laß dieses auch mein Erbtheil seyn; so werd ich ewig deß mich) freun, daß du vom Tod erstanden. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segenreicher Weg zu dir. So lang ich hier bin, Gott, mein Heil, hab' ich an deinem Frieden Theil. 6. 3war trifft noch mancher Schmerz mich hier; noch, o Erbarmer, sterben wir. Doch du regierst, und wir sind dein, und ewig werden wir es seyn. 7. Ich weiß, daß mein Er lòser lebt. Troft, der mei: nen Geist erhebt! Ich fer, durch dich gestärkt, auf's Grab mit unerschrocknem Aug' hinab. 8. Weld, eine Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieser Zeit! da findet der ver: klårte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 9. Der du für unsre Seelen wachst, sie zu dir ziehst und selig machst, laß mich mit freudigem Bertraun im Tod auf dich), Erldser, schaun. Mel. Vom Himmel hoch da 20. Mel. Herr Jesu Chrift, wahr'r 2c. 107. Frinnre dich, mein Geift, erfreut des 4. Wer ist, der mich ver: dammen kann? Ich glaub an dich und sage dann: der Gott, durch den die Himmel sind, der ist mein Vater, ich sein Kind. 106. Distandner Held, halt im ich bet ich an erhoben Tags der Herrlichkeit; Gedächtniß Jesum Erretter einer Sündenwelt; Chrift, der von dem Tod er: du, unsre Zuflucht für und für, standen ist. frob finget meine Seele dir. 3. Um deinen Thron, der ewig steht, glänzt Wahrheit, Heil und Majestát: ich nahe mich voll Zuversicht zu dir; denn du verwirsst mich nicht. 2. Fühl alle Dankbarkeit für ihn! Als ob er heute dir erschien, als spräch er: Friede sey mit dir! so freue dich, mein Geift, in mir. 3. Herr, meine Seele preifet dich. Erldst auf ewig haft du mich; so wahr du selbst vom Himmel kamst, dein Leben gabst und wiedernahmst. 3. Schau über dich und bet ihn an. Er mißt den Ster: nen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint, und ist dein Bruder und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Ho heit immerdar, dem, der da ist und der da war! sein Na: me sey gebenebeyt von nun an bis in Ewigkeit. 5. D Von der Auferstehung Jesu. 69 5. O Glaube, der das Herz| Als Sieger trat er auf den erhöht! was ist der Erde Ma: Staub, hinfort nicht mehr des jestät, wenn sie mein Geist Todes Raub. Frohlocket ibm! mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht. 2. Er hat erfüllt, was er verhieß, eh er sein Leben für 6. Vor seinem Thron, in uns ließ: Drei Tage sollen seinem Reich, unsterblich, hei nicht vergehn, so werdet ihr lig, Engeln gleich, und ewig, mich lebend sehn. Er hat's ewig soll ich seyn; Herr, welche Herrlichkeit ist mein! erfüllt. 3. Ich lebe, sprach er, und 7. Mein Herz erliegt froh auch ihr sollt leben, Gläubige, unter ihr; Lieb' und Verwun: mit mir. Ich komme, meidrung kämpft in mir, und voll ne Stimme ruft gewiß euch von Ehrfurcht, Dank und aus der Todten Gruft zur Pflicht, fall ich, Gott, auf Herrlichkeit. mein Angesicht. 8. Du, der du in den Him: meln thronft, ich soll da wohnen, wo du wohnst? Und du erfüllst einst mein Vertraun, dich in der Herrlichkeit zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken gött: lich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn, und einst zu deiner Rechten stehn. 10. 3u welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum: Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, find auch auferstanden schon. wir 11. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu. 12. Du bist's, der alles in uns schafft; dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Ich hoff' auf dich, Herr Jesu Chrift, der du vom Tod erstanden bist. Mel. Erschienen ist der 2c. 180. Er ist erstanden, Je= sus unser Troft und 4. Er wird's erfüllen, Je= sus Christ, der selbst vom Tod erstanden ist, der Lazarum in's Leben rief, als er im Staub des Grabes schlief. Er weckt auch uns. 5. Gelobt fey Gott! Ich werde nun nur kurze Zeit im Grabe ruhn. Er weckt mich auf; und volles Heil ist dann gewiß bei ihm mein Theil in Ewigkeit. 6. Auch führt er nach des Grabes Rub mir meine from= men Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, uns wiederschn in seinem Reich. Gott, welch ein Tag! 7. Wie sollt ich, Herr, den Tod denn scheun? mich nicht vielmehr der Hinfahrt freun? Nicht deiner, der du mich er= ſchufft, gelassen warten, bis du rufft: Entschlafe nun! 8. Gieb nur, daß ich im Glauben treu, und treu im frommen Wandel fey! fo komm ich nicht in dein Ge richt, wenn deine Stimme zw mir spricht: Erwache nun! 9. Herr, rufe mich, wenn Chrift, der dir's gefällt, aus dieser fün: Helfer ist. denvolten Welt, und führe 3 mich 70 Von der Auferstehung Jesu. mich an deiner Hand einst in the. Bebet, gebet, stolze mein himmlisch Vaterland. Spôtter, unserm Retter Preis und Erhöre mich. an Ehre! glaubt ihn und seine Lehre! 2. Preis ihm! Heil uns! sein Grab ist leer. Feft stehet, Mel. Sèy Lob und Ehr' dem 2c. 109. reiwillig hast du uns, o Herr, dein Leben. Du hatteft, es zu lassen, Macht; Macht, wieder dir's zu geben. Und darum liebte dich dein Gott, weil du es willig in den Tod für deine Feinde gabest. Wort, das er gesprochen. O selig, wer sich ihm vertraut! er hat den Tempel neu gebaut, den blinde Wuth gebrochen. Seele, wähle ihn zum Führer und Regierer deines Lebens. Auf ihn hoffst du nicht vergebens. an 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott ver: laffen. Er fronte dich mit 3. 3um höhern Leben führt Herrlichkeit, die Sterbliche er dich, und nimmt gewiß nicht fassen. Das Kreuz, dar dich einst zu sich, fållt deine man dich erhöht, verwan: Hütte nieder. Das Grab ema delt sich in Majestät; denn pfängt zwar dein Gebein, du gingst aus dem Grabe. doch nicht auf ewig wird es seyn; verklärt giebt er's dir wieder. Herrlich wird fich dann auf's neue feine Treue offenbaren. Ewigs Heil wirst du erfahren. 3. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schanden. Du bist mein Herr, du bist mein Gott; denn du bist auf erstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der beffen machtig Herr, durch Wort auch ich einst ewig lebe. Met. Jesus, meine Zuversicht zc. 111. auch ich! Job, wo Fesus lebt! mit ihm 4. Wir sind nun göttlichen Geschlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts; in dieser will ich sterben. Wie du nun auferstanden bist, fo werd auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auf erstehen. sind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Todten auferwecken. Er verkiårt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt! ihm ist das Reich über alle Welt gege ben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine 3uMel. Wie schon leuchtet der 2c. 110. Froblockt dem Herrn! versicht. bringt Lob und Dank ihm, der des Todes Macht bezwang, und uns, den Staub, erhöhte. Der hohe Sieger überwand; Nacht war um ihn, und sie schwand in helle Morgenrd: ver: 3. Jesus lebt! wer nun verzagt, der verkleinert Got tes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt den Sünder nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus Von der Auferstehung Jeſu. 4. Jesus lebt! fein Heil ift mein! sein sey auch mein gan= zes Leben. Reines Herzens will ich seyn, und den Lüften widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht.$ 97 5. Jesus lebt! ich bin ge wis, nichts foll mich von Se: su scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. Leben. 6. Sesus lebt! nun ist der Tod mir ein Eingang in das Welchen Trost in Todesnoth wird es meiner Seele geben, wenn fie glaubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! 71 5. Für solchen Trost der Se: ligkeit dankt dir, Herr, deine Christenheit. Wenn wir der: einst dein Untlik sehn, soll dich ein würd'ger Lied erhöhn! fob sey dem Herrn! 2. Er nährt, er schüßt, er tröstet mich; sterb ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er ist lebt, komm ich auch bin, weil ich mit ihm vereinigt bin. Lob sey dem Herrn! Mel. Nun lob' mein Seel den 2c. 113, Poblinge, meine Seefer! bet ihn an! Lobfing ihm, etible, dem Welterlöund erzähle, was dir zum Heil der Herr gethan! Er hat für dich gerungen, durch seine Macht hat er des Todes Macht bezwungen und seiner Echrecken Heer. Er hat des Grabes Grauen geſchwächt, da er erstand. Nun låst uns Gott einst schauen der From= men Vaterland. Mel. Erschienen ist der herrl. 2c. 2. Froh führte seine Sonne den festlich hohen Tag herauf. Da stand, belohnt mit Won= 112. Lebt Christus, was ne, nach kurzem Schlaf, mein bin ich betrübt?| Heiland auf. Gedanke, der Ich weiß, wie herzlich er mich zu Freuden des Himmels liebt; und stürb auch alle mich erhebt! Gedanke, der im Welt mir ab, g'nug, daß ich Feiden mit reichem Troft beihn zum Freunde hab! Lob tebt! des höhern Lebens Quel fey dem Herrn! le! mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wo ist dein Stachel, Tod? 3. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt; durch ihn mit Gnad' und Heil gekrönt. Mein banges Herz ermuntre fich! Gott, und die Engel, lieben mich. Lob sey dem Herrn! 3. Der Felsengrund erbebet, die Wächter fliehn, das Grab ist leer. Der todt war, fieh, er lebet! Er lebt; und stirbt hinfort nicht mehr. Die schwa: chen Jünger wanken! er stårkt die Bankenden. Sie sehn ihn, freun fich, danken dem Auferstandenen. Sie sehn ihn 4. Durch seiner Auferste: aufwärts steigen, und gehn, hung Kraft vollend ich meine wie er gebot, mit Freuden Pilgerschaft; freu seiner hin, und zeugen von ihm bis in den Tod. mich in seinem Reich, und bin dort seinen Engeln Lob sey dem Herrn! gleich). 4. Herr, deine Boten sie: gen, von dir und deinem Geift gelehrt; Von der Himmelfahrt Jesu. lie:| Welt. 72 gelehrt; die Soßentempel gen; der Erdkreis wird zu Gott bekehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freude: voll ein Christ. Ihn bet ich an im Staube, ihn, der mein Retter ist. Ich werd ihn ewig schauen, wenn er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen; er starb für mich und lebt. Ulles lebet, so wie ver: neut zur Frühlingszeit sich alles regt und alles freut. 4. O Erstandner, welch ein Segen erwartet uns, wenn wir auf Wegen einhergehn, die dein Fuß betrat! Uner: forschte Seligkeiten, die ewig währen, sind die Beuten, die uns dein Sieg erkämpfet hat. Einst sind sie unser Theil; einst fronet uns das Heil dei= nes Lebens. Gelobt sey Gott! Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 114. Lobt den Bödften! Auch noch im Tod ist er und Jesus lebet! Er bleibet unser Gott. löfte Menschen! o erheb.t des Welterlöfers Majestät! hort's, gebet der betrübte Seete, bein Freude Raum, denn Jesus lebet; Gott hat ihn aus dem Staub' erhöht. O Seele, dein Gesang erschalle ihm Dank! ihm zur Ehre! dich, großer Held, erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behålt. 2. Glorreich haft du ihn errungen, haft måchtig unsern Tod bezwungen, von allen Schrecken uns befreit. Sind wir gleich des Grabes Kin: der; er ist des Todes Ueber: winder; er herrscht, der für uns starb und litt. Bald, bald entschlafen wir, entschlafen, Jeju, dir, ruhn in Friede die kurze Nacht, bis deine Macht auch unsern Gräbern ruft: Erwacht! 8) Von der Himmelfahrt Jefu. Mel. Vom Himmel hoch, da zc. 115. Auf, Shriften, auf und euch, der Herr fährt auf zu seinem Reich. Er triumphirt; lob: finget ihin, lobsinget ihm mit lauter Stimm. 2. Sein Werk auf Erden ift vollbracht: zerstört hat er des Todes Macht; er hat die Welt mit Gott verföhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit. Ihm dienen selbst die Seraphim. Lobsinget ihm mit lauter Stimm! 4. Sein sind die Volker aller Welt. Er herrscht mit Macht und Gnad als Held; er herrscht, da unter seinem Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. 3. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, verwes't der Leib gleich in der Gruft. Einst wird er zum bessern le= ben sich aus des Todes Staub' erheben, wenn Jesus den Entschlafnen ruft. Dann wird des Todes Feld zu einer regen froher Etimm! 5. Beschirmer seiner Chris ftenheit ist er in alle Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm, lobsinget ihm mit 6. Ja, Von der Himmelfahrt Jesu 6. Ja, Heiland, wir erheben dich; und unsre Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Ma: jestát, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bei dir steht Kraft und Macht; und dein find wir. Nimmst du dich unser hülfreich an, was ist, das uns gebrechen kann? 8. In deiner Hand ist un: fer Heil. Wer an dich glaubt, dem giebst du Theil am Se: gen, den du uns erwarbst, da du für uns am Kreuze starbst. 9. Wir freuen uns, nach dieser Zeit bei dir zu seyn in Ewigkeit. Nach treuvollbrach: tem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. 10. zeuch uns immer mehr zu dir! Hilf uns, mit eifrig ster Begier nach dem nur trach: ten, was da ist, wo du, ver: klärter Heiland, bist! 11. Dein Eingang in die Herrlichkeit stårk uns in unfrer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Untlig schaun. 12. Dann werden wir uns ewig dein, du größter Menfdenfreund, erfreun; dann fingen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. o feme Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 73 2. Dein Geschäft auf die ser Erden ist auf's herrlichste vollbracht! Der Verlornen Heil zu werden, gingst du in die Todesnacht. Aus dem Tod tratt du in's Leben. Welch ein Troft ist uns gegeben! Ewig unser Haupt zu seyn, gingst du in den Himmel ein. 3. gen, Alles sollen wir empfan: was uns noth ist; denn du bist in den Himmel einge: gangen, der nur unsre Heiz math ist. Da regierst du, da vollendest du dein großes Werk und sendest deinen Geist auf die herab, die zum Erbe Gott dir gab. 4. Herrlich wirket deine Lehsie, und re; denn du giebt ihr Licht und Kraft. Sünder macht Gott zur Ehre, gläubig gewissenhaft. Alle leh ret fie, den Sünden wider: stehn und überwinden. Straucheln sie in ihrem Lauf, hilfst du ihnen mådtig auf. 5. Du gedenkest stets der Deinen; du versäumst sie, Heiland, nie. Alle Thränen, die sie weinen, zählst du und belohnest sie. Du verschaffst, daß ihren Glauben ihnen feiz ne Feinde rauben, und wirkst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 6. Du entzeuchst dich auch den Urmen, die noch nicht 116. Großer mittler, der bekehrt find, nicht, weil dein zur Rechten Got aus über tes, feines Vaters, sigt, und ihrem Elend bricht; bittest, die Scbaar von seinen Knech: daß Gott ihrer schone, daß er ten überall beglückt und nach Verdienst nicht lohne, ſchůst. Dir frohlocken, dir daß er die, die dich noch fliehn, zur Ehre, aller deiner Engel kräftig wolle zu dir ziehn. Heere, und in ihren Lobge= fang jauchzet aller Frommen Dank. 7. Keiner, keiner wird zu Schanden, der, o Heiland, dein begehrt. Rettung aus at 5 der 74 Von der Himmelfahrt Jesu. der Sünde Banden wird dem erfüllt, und zu den Freuden stets von dir gewährt, der um der bessern Welt den Weg Rettung zu dir flebet, und den uns weist. Er leitet uns die Sünden widerstehet! seiner Bahn, auf der dich wandeln Seele schenkest du Leben und sahn deine Freunde. Auch Gewissensruh. wir empfahn auf dieser Bahn dereinst, wie du, die Kron' am Ziel. 8. Großer Mittler! wir er: heben deine Lieb' und Gütig: keit; deinem Ruhm sey unser Leben, frohem Dank sey es geweiht. Selbst in unsrer Todesstunde schweb auf halb: geschloßnem Munde noch dein Lob, bis einst der Geist bandenlos dich ewig preis't. 4. Uns die Etåtte zu berei: ten, um die wir Pilger hier noch streiten, gingst du vor: an in's Baterland. Herrlich wirst du wiederkommen, und zu dir alle deine Frommen versammeln in dies Vater: land. Geweiht bast du uns Gott und dir durch deinen Wo du lebest und Gott mit dir, da sollen wir auch mit dir leben ewiglich. Mel. Wachet auf, ruit uns 2c. 117. Ueber alle immel Tod. Heere erhebst du dich zum Thron der Ehre, du Mittler unsrer Seligkeit. Hin z dem, der dich gefendet, gebeft du, da hier dein Werk vollendet, mit göttlicher Zutriedenheit. Du haft die Sün: denwelt mit deinem Licht er: hellt. Preis und Ehre sey, Jesu, dir! froh sehn wir dir nach in deine Herrlichkeit. 2. Deines Vaters Gnaden: willen auf Erden völlig zu er: fullen, wardst du gehorsam bis zum Tod. Site, Sohn, auf meinem Throne! dir geb ich meine Welt zum Lohne und meine sprach Gott. Wie dein Lohn! Erhöhter! Got: tes Sohn! Ihr, ihr From: men, folgt durch Streit und Schmach! Gott, dem ihr dient, be: lohnt als Gott. 3. Deine trauernden Erld: sten, o Gott, zu stärken und zu trösten, kam über sie von dir dein Geist. Er ist's, der auch uns im Leiden mit Troft 5. Welch ein Jubel wird es werden, wenn wir dich wie: derfehn auf Erden in aller Majestät des Herrn! Das wird seyn ein Tag des Lebens für uns, wir hofften nicht ver: gebens, wir schauen dich nicht mehr von fern: wir sehen, Herr, hocherfreut, gan; deine Herrlichkeit. Welterldser: dann führest du der Wonn' uns zu, die bei dir ist in Ewigkeit. Mel. Wie schön leuchtet der 2. Herrlichkeit: 118. Wie herrlich, Jesu, starker du Retter einer Sündenwelt, hat sich dein Kreuz geendet! treu ihm nach Nach überstand'nem Leidenslauf fåbrst du verklårt zum Bater auf, der dich zu uns gefendet. Ewig trifft dich nun kein Leiden; voller Freuden lebst du droben über alles hoch erhoben. 2. Dir dienen alle Sera: phim; und wir vereinen Herz und Von der Himmelfahrt Jeſu. 75 und Stimm, mit ihnen, dich| Dank erschallen. Ohn' Aufzu loben; weil du dein großes hören wollen wir dich, Hei: Werk vollbracht, nach über- land, ehren.) stand'ner Leidensnacht gen Himmel dich erhoben. Preis dir! daß wir auf der Erden können werden Gottes Kinder und des Todes Ueberwinder. 3. Du, du bist unser Haupt und wir sind deine Glieder. Nur von dir kommt auf uns Heil und Leben. Was unsern Seelen Nußen schafft, Licht, Friede, Freude, Tugendkraft, wird uns von dir gegeben. Laß doch dein Joch gern uns in Ewigkeit. tragen, und entsagen allen Sünden, daß wir hier schon Ruhe finden. Ho 4. 3euch unsre Herzen ganz zu dir! Hilf, daß vor allen Dingen wir nach deinem Reivon che trachten. Mach uns allen Sünden rein, und fldß uns Muth und Eifer ein, das Eitle zu verachten. Jede schnd de Lust zu meiden, und mit Freuden unser Leben deinem Dienste zu ergeben. 5. Sey unser Schuß und unser Hort, und tröst uns durch dein göttlich Wort, wenn hier uns Trubsal drån: get. Nur da ist Wonne, wo du bist: die Freude, die man hier genießt, ist noch mit Leid vermenget. Von dir kommt bier Troft im Herzen; laß in Schmerzen auf dich hoffen, vor uns steht dein Himmel offen. 6. Du bist, uns Sterblichen zu gut, nach theuer hier vergoßnem Blut zur Freude eingegangen. Zeuch, Jefu, zeuch auch uns dir nach, daß wir nach kurzem Ungemach zur Freude auch gelangen. Dafür soll dir von uns allen Mel. Erschienen ist der herrl. 2c. 119. Wir freuen uns, daß du erhöht gen Himmel bist. O du, den unser koblied preist, stårt auch im Glauben unsern Geist, der auf dich hofft. 2. Du sigest auf der Himmel Thron, als unser Freund, als Menschensohn; du schämst auch da dich unser nicht. Drum bist du unsre Zuversicht 3. Dein ist die Macht, dein ist das Reich. Wer ist an Majestát dir gleich? Mensch, Engel, jede Greatur ist dein, Beherrscher der Natur! Ge= lobt seyft du! 4. Umſonst, umsonst empôimfonft em ren sich, Herr, deine Haffer wider dich; dein Thron steht fest und wanket nicht, wenn gleich der Frevler widerspricht. Gelobt seyft du! 5. Du, unser triumphirend Haupt, wie selig ist, wer an dich glaubt! Du bist sein Licht, sein Trost, sein Theil, fein starker Schuß, sein ew'ges Heil. Gelobt seyft du! 6. Heer, unsre Herzen traun auf dich; dein freuet unsre Seele sich. Du, der du huldreich an uns denkst, und gern uns deinen Segen schenkst, bist unser Troft. 7. Was uns beglückt, ist dir bekannt, und alles ist in deiner Hand. Von keinem deiner Freunde fern, bemerkst du ihn, und hilsst ihm gern. Gelobt seyst du! 8. Blick auch auf uns mit Freundlichkeit vom Throne deiner 76 Von dem heiligen Geist. deiner Herrlichkeit! Hilf un4. Ew'ge Quelle wahrer Gü jerm schwachen Glauben auf, ter, hochgelobter Gottes Geift und krone unsern Lebenslauf mit deinem Heil. 6. Gen Himmel fubrit du auf als Held. Als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. Hilf, daß wir dann vor dir bestehn, und dein uns freun. Hilf 10. Dann triumphirt der Glaub' an dich; dann jauch zen wir dir ewiglich. uns dazu, Herr Jesu Chrift! dir, der du unser Heiland bist, sen ewig Preis. Mel. Freu dich sehr, o m. 2c. er du uns als Va 120. 6. Geist des Friedens und 9) Ven dem heiligen Geist der Liebe! bilde mich nach und seinen Wirkungen. deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mir's rechne zum Gewinn, wenn ich knüpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleichtrung der Beschwerden, Nächsten nüglich Gott, und deinen Geist denen, die dich bitten, giebest, ja uns um ihn bitten heiss'st, demuthsvoll fleh ich vor dir: Bater, send ibn auch zu mir, daß er meinen Geist erneue, und ibn dir zum Tempel weihe. der du menschliche Gemüther befferft und mit Troft erfreust! nach dem Glück verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich, mache mich zu Gottes Preiſe, heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, daß ich mit getrostem Muth seiner Baterhuld mich freu, und mit wahrer Kindes: treu stets vor seinen Augen wandle, und rechtschaffen denk und handle. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit åchter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei; drum so laß ihn fråftiglich in mir wir: ken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler chre und auf deine Stimme höre. kann dem werden. 7. Lehre mich, mich selber kennen, die verborg'nen Feyler sehn, sie voll Demuth 2. Ohne ihn feblt meinem Gott bekennen, und ihn um Wissen Leben, Kraft und Vergebung flehn; mache tågFruchtbarkeit; und mein Herzlich Ernst und Treu, sie zu bleibt dir entrissen, und dem beffern in mir neu; zu dem mir Dienst der Welt geweiht, wenn Heiligungsgeschäfte gieb er nicht durch seine Kraft die immer neue Kräfte. Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 8. Wenn der Unblick mei: ner Sünden mein Gewissen niederschlägt, wenn sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern begt, wenn mein Aug' in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören scheint; o dann laß es mei: ner Seelen nicht an Trost und Stärkung fehlen. 9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in und seinen Wirkungen. 77 in mir; selbst den Trieb haft| Sündern wirkst du Reu und du entzündet, daß mich, Herr, Leid, in frommen Seelen verlangt nach dir. O so sege Trost und Freud', und Muth durch dein Wort deine Gna: im Kampf der Sünden; in denwirkung fort, bis sie durch bangen Stunden schenkest du, ein sel'ges Ende herrlich sich so wie im Tode, Seelenruh, an mir vollende. und lehrst ihn überwinden. 121. Dir, Bater, ber bu Mel. Ein fåmmlein geht und zc. ir, Bater, der du deinen Sohn zum Heit uns haft gegeben, dir dank ich hier mit Freuden schon, noch mehr im höhern Leben. Ich danke dir, daß du den Geist, der uns der Fin= fterniß entreißt, zur Erde haft gesendet. Er kam auf Jeſu Wort herab, der seinen Bo: ten Stärke gab, daß sie dein Werk vollendet. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der Liebe, den der Erlöser uns verheißt, Triebe; gieb über meine Sünach heilge meine den Schmerz, und Muth zum Glauben in mein Herz; hilf mir mit Undacht beten; in bangen Stunden tröste mich, und deine Hülfe zeige sich mir einst in Todesndthen. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 2. Erfüllt von seiner Wun: 122, D, der Frommen derkraft, gehn fie, die Welt zu lehren. Der Herzen schafft, bekehren. Die hocherfreut, die rer Seligkeit; Vernunft und Wahrheit siegen. Die Blind heit und das Laster flieht. Wo man den Finger Gottes sieht, muß beides unterliegen. Geift, der neue hilft ihnen sie Völker hören, Botschaft ihbeste Freude und ihr Herz in allem Leide, und ihr Trost in Traurigkeit, der im Tode selbst erfreut, Geist und indem ich gläubig dir tob des Höchsten! komm zu mir, und Ruhm zum Opfer bringe, o so höre, was ich finge! 3. Umsonst, daß wilder Ei fer tobt, Verfolgung zu erre: gen. Dein Name, Jesu, wird gelobt; dein Wort ist Kraft und Segen. Die Jünger schreckt nicht Pein noch Müb, dein Geist, Vater, stårket fie in Martern und im Tode; fie bleiben ihrem Herrn ge: treu, bekennen seinen Namen frei, und preisen ihn im Tode. 4. Noch ist bist du der Geift der Kraft; noch ist der Menschenlehrer. Du machst fie weis' und tugendhaft, des Sündenreichs Zerstörer. In 2. Du kannst alle Herzen prüfen, du durchschaust fie ganz und gar; selbst der Gottheit innre Tiefen sind vor dir, Herr, offenbar. Nun, so kennst du auch gewiß meiner Seele Finsternis. Drum gieb Weiß: heit, und vor allen, daß ich möge Gott gefallen. 3. Beses hasfest du, und bleibeft, reinster Geist! bei Reinen nur, shaffft, die du erfüllst und treibest, um zur neuen Kreatur. Heilige du selbst mich dir! Schaff ein rei: nes Herz in mir, daß ich, was du liebeft, liebe, nie mit Vor: sag dich betrübe. 4. 78 Von dem heiligen Geist 4. Du, Herr, machst mein 3. Heilige des Herzens Trie: Herz zufrieden, wenn mir be, daß ich über alles treu Menschentroft gebricht. Bleib meinen Gott und Vater liebe, ich von dir ungeschieden, o so daß mir nichts so wichtig sey, fehlt's an Trost mir nicht. Bleib ich nur dein Eigenthum, so will ich, zu deinem Ruhm, stets mein Herz der Tugend weihen, und mich deiner Triebe freuen. als in seiner Huld zu stehn. Seinen Namen zu erhöhn, seinen Willen zu vollbringen, 5. Nur bitt ich, daß du mich stårkest; stehe mir im Kampfe bei. Hilf, mein Helfer, wann du merkest, daß mir Hülfe nöthig sey. Den verkehrten eitlen Sinn nimm aus meiner Seele hin, daß sie sich nun ganz verneue, und, mein Gott, sich meiner freue. 4. Stärke mich, wenn zu der Sünde mein Gemüth ver: suchet wird, daß sie mich nicht überwinde; hab ich irgend mich verirrt, o so strafe selbst mein Herz, daß ich unter Reu und Schmerz mich vor Gott darüber beuge und den Sinn zur Beßrung neige. 5. Reize mich mit Flehn und Beten, wenn mir Hülfe 6. Sey mein Beistand, wann nöthig ist, zu dem Gnaden: ich sterbe! zeige dem gebrochstuhl zu treten; gieb, daß ich nen Blick, mir zum Troft, auf Jesum Christ, als auf mein berrlich Erbe, ewig unverwelklich Glück! Stärke du das matte Herz, daß ich, un ter allem Schmerz, noch im legten Todesschweiße, Gott, in Jesu Vater heiße. meinen Mittler schau, dund auf ihn die Hoffnung bau, Gnad' um Gnad', auf mein Verlangen, von dem Vater zu Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. eist Vater 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Trofte bei, daß ich alsdann mit 123. Genom ohne! Freuden Gottes Führung folgsam sey. Gieb mir ein ge= 1 laßnes Herz; laß mich selbst im Todesschmerz deines Trostes Kraft empfinden, alles glücklich überwinden. Mel. Warum sollt ich mich zc. der du unser Tröster bist, und von unsers Gottes Throne hülfreich auf uns Schwache siehst; stehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben sey, daß mein ganzes Herz auf Erden mög' ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jeden meiner Wege deine Weisbeit mit mir seyn; wenn ich bange 3weifel hege, deine Wahrheit mich erfreun. Lenke kraftig meinen Einn auf mein wahres Wohlseyn hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen, werd ich nie mein Heil verfehlen. 124. komm hernieder. Geist des Herrn, sey nicht fern, stårke Jesu Glieder. Der, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat deinen Rath seinem Volk versprochen. boss the 2. Geist der Weisheit, gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. und seinen len. Lehr uns freudig vor Gott treten, sey uns nah und sprich: ja, wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen; gieb uns Muth, Fleisch und Blut, Sund' und Welt zu dåmpfen. Laß uns Trubsal, Kreuz und Leiden, Angst und Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 4. Hilf uns nach dem Beßten streben: schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu le= ben. Gieb, daß wir nie stille ſtehen, treib uns an, froh die 126. Kom Bahn deines Worts zu gehen. 5. Sen in Schwachheit unfre Stüße, steh uns bei, mach uns treu in der Prüfungshiße. Führ, wenn Gott uns nach dem Leide sterben beißt, unfern Geist in des Himmels Freude. gesandt, auch uns nes Domm, Geist des Herrn, von Gott mach deine Kraft bekannt. Geuß deiTrostes Seligkeiten auf uns, die Christo sich weihten. Die Völker aller Welt führst du in's Heiligthum zu Gottes Ruh. Es schall Anbetung dir zum Ruhme! singt, Völker, ihm im Heiligthume; Preis sey dem Herrn! Preis sen Geist des Herrn! or unser Gebet, dem Herrn! 2. Du heiliges Licht, edler du hörst der Menschen Flehen Hort, laß uns leuchten des gern. Wir wollen unser Herz dir geben; o lehre heilig uns leben! růst uns mit Stårke, Muth und Kraft. Du, der das Gute in uns schafft, daß nicht die Lockungen der Sün: den uns, Christi Jünger, über: winden. Wir traun auf dich, wir traun auf dich! Lebens Wort, und lehr uns Gott recht erkennen, von Her zen Vater ihn nennen. O Herr, behút vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister fuchen mehr, denn Jesum Chrift, mit wahrem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Preis fer dem Herrn! Preis sey dem Herrn! 3. Du heilige Ruh! süßer Troft! O laß uns fröhlich und getrost, in deinem Dienst be: ståndig bleiben, die Trübfal uns nicht abtreiben. Herr, durch dein' Kraft uns be= reit und stårk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Preis Mel. Komm heiliger Geist 2c. 125. Wirkungen. 79 3. Laß, freudiger Geist, voll Bertraun, in Noth auf deine Hülf uns schaun. Lehr uns, wenn wir zum Vater treten, mit frober Zuversicht beten! Mach uns durch deine Kraft bereit zum Sterben und zur. Ewigkeit! daß wir mit fro hem Muthe ringen, zu dir durch Tod und Leben dringen. Erhöre uns, erhöre uns! 2. Du heiliges Licht, star: fer Hort! laß uns der Wahrbeit helles Wort auf dieses Lebens Pfaden leiten, daß un fre Füße nicht gleiten. Treib fern von uns des Irrthums Nacht, laß fiegen deiner Wahr: heit Macht; daß Jesu Christ der ganzen Erde bekannt, und angebeter werde. Dhilf da: zu, o hilf dazu! In voriger Melodie. 80 Von Preis sey dem Herrn! sey dem Herrn! dem heiligen Geist. Preis| schafft, fordre in uns deine Werte, und im Kampfe gieb uns Kraft, wenn Versuchung auf uns bringt, daß uns dann der Sieg gelingt. 0 127. mm, K Mel. Gott des Himmels und zc. fomm, du Geist des Le: bens! hilf uns Schwachen måchtig auf! wir bemühn uns sonst vergebens hier in unserm Pilgerlauf um das Heil, das Gottes Rath für uns ausersehen hat. 8. Ja, bewahr uns unsern Glauben, daß Verfolgung, Schmach und Spott niemals ihn uns möge rauben. Du bist Gott. Sagt unser Schuß, o das Herz gleich zweifelnd nein! laß dein Wort gewisser seyn. 2. Gieb in unser aller See: len Weisheit und Entschlos: 9. Wenn wir endlich sollen fenbeit, daß wir anders nichts erwählen, als was uns dein sterben, o so steh mit Trost Wort gebeut. Steh mit dei: uns bei; gieb, daß uns als nem Licht uns bei, und mach feit erfreu, die uns unser Gott Gottes Erber jene Herrlich uns vom Irrthum frei. bestimmt, und die nie ein Ende nimmt. 3. Zeig uns selbst die rechten Stege zu der wahren Wohlfahrt an; räume alles aus dem Wege, was daran Mel. Komm, Gott Schöpfer zc. uns hindern kann; wirke Reue 128. K omm zu uns, Got: nach der That, wenn der Fuß gestrauchelt hat. tes guter Geist, schaff deiner Menschen Her zen neu; du kennest, was uns fehlt, und weißt, wie jeglidem zu helfen sey. 4. 2aß uns stets dein Zeug: niß haben, daß wir Gottes Kinder find; stårke uns mit deinen Gaben, wenn sich Trüb: fal für uns finbt; lehr uns, daß des Vaters 3ucht einzig unser Beßtes ſucht. 2. Hilf uns, gieb dem Ver: stande Licht, gieb wahre Lieb' in unser Herz, zu dir, Gott, frohe Zuversicht, zur Tugend Kraft, und Trost im Schmerz. 5. Treib uns, daß wir zu ihm treten findlich und mit 3. Des Lebens Wort, das Freudigkeit, nur nach seinem Jesus Chrift vom Himmel uns Willen beten, und vertritt herab gebracht, und das für uns allezeit; so wird unser jeden heilsam ist, zeig auch Flehn erhört, und die Zuver- bei jedem feine Macht. sicht vermehrt. 6. Wird uns auch um Hülfe bange, seufzt das Herz voll Traurigkeit: Ach, mein Gott, mein Gott, wie lange? o so wende unser Leid: sprich der Seele tröstlich zu, gieb ihr Muth, Geduld und Ruh. 4. Vereine deine Christenbeit durch deines sel'gen Frie= dens Band; lenk ihr Gemüth schon in der Zeit stets auf das ew'ge Vaterland. nu ne 5. Gott, unsern Gott, und Jesum Chrift recht kennen, dieses ist der Quell, aus wel: chem ew'ges Leben fließt; mach diese Kenntniß in uns hell! 7. O du Geist der Kraft und Ctårke! der in uns das Gute 6. Lob und seinen 6. Lob sey dem Vater, Lob dem Sohn! Lob bir, o Trò: fter, Gottes Geist! Einst fingen wir vor deinem Thron ein Lied, das würdiger dich preift. Wirkungen. 81 2. Du Quelle, draus die Weisheit fließt, die uns zum Heil so nothig ist, o schenk aus deiner Fülle uns so viel Einsicht und Verstand, daß heilsam von uns werd erkannt des Höchsten gnåd'ger Wille. Ja, gieb den Trieb unsern In eigener Melodie.. 129. Nun bitten wir den Seelen, nur u wählen und zu üben, was er uns hat vor: geschrieben. welchen Jesus Chriftus uns verheißt, daß er uns behüte vor falscher Lehre, Alle, die im Irrthum find, bekehre. Erbarm dich, Herr! land. 2. Du Geist der Weisheit und der Kraft! mach uns durch dein Wort auch tugendhaft; hilf, daß wir ihm glauben, dem treuen Heiland, der uns bringen will zum rechten VaterErbarm dich, Herr! 3. Du Geist der Lieb' und Einigkeit! mach uns alle sammt dazu bereit, daß wir uns von Herzen einander lie: ben, gern verzeihn, und nicht gern betrüben. Erbarm dich, Herr! 4. Du höchster Trost in aller Noth! hilf, daß wir nicht fürchten Grab und Tod; laß, wenn wir einst sterben, uns nicht verzagen, sondern mach uns frei von allen Plagen. Erbarm dich, Herr! 3. Steh uns stets bei mit deinem Rath, und führ uns auf den rechten Pfad des Heils, den wir nicht wissen. Verleih uns Willigkeit, daß wir dir treulich folgen, wenn wir hier auch darum leiden müssen. Drückt Laft uns fast muthlos nieder, laß uns wie: der Troft empfinden, und die Trůbsal überwinden. 4. Stårk uns durch deines Trostes Kraft zum Kampf mit jeder Leidenschaft, darüber Herr zu werden. Und sind wir wo dem Falle nah, so sey mit deiner Hülfe da, erheb uns von der Erden. Neue Treue gieb uns Schwachen, du kannst machen, daß wir siegen, und im Kampf nicht unterliegen. 5. Erhalte bei uns immer: fort den Glauben an dein göttlich Wort: Nichts muff uns daß wir ihn von 18 von ihm trennen. Sieb, mit Thaten ſo, Herzensgrund wie mit dem Mund, vor aller Welt beken= nen. Jesum Christum ohn' Aufhören recht zu ehren, mach uns tüchtig, und sein Heil uns werth und wichtig. 6. Nimm alle Hårte von uns hin; erfülle uns, nach deinem Sinn, mit wahrer Menschenliebe, daß unser Herz mit Huld und Treu stets zu gethan F 044 Mel. Wie schon leuchtet der, 2c. 130.heilger Geift, kehr uns und laß uns deine Wohnung seyn, du, unsrer Seelen Sonne! laß deiner Wahrheit hellen Schein in unsern Herzen kråftig seyn, zu steter Freud' und Wanne; daß wir, schon hier, Gott ergeben, ruhig leben; und im Sterben einst vollkommnes Glück ererben. 82 Von dem Worte Gottes. gethan dem Nächsten sey, und| dich gnug erheben. Durch sich darinnen übe. Kein Neid, Christum schenkst du Weisheit kein Streit dich betrübe! mir. Kennt ich die Lehre Jesu Fried und Liebe wollst du ge: nicht, wie wenig hått ich Trost ben, daß wir froh und ruhig und Licht! leben. 2. Auf ungewissen finstern Pfaden würd ich ein Raub des Irrthums seyn: mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt ich des Richters Strafe scheun. Ich fånde keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod. 7. Gieb, daß in wahrer Hei: ligkeit wir führen unsre Le: benszeit, sey unsers Geistes Stårke! daß uns forthin sey wohl bewußt, wie nichtig ist des Fleisches Lust, und ihre sünd'gen Werke. Rühre, führe unfer Sinnen und Beginnen, von der Erden, daß wir him: melserben werden! 3. Doch allen diesen Finster: nissen des Irrthums, und der Sünde Macht hat Jesu Lehre mich entriffen; ihr Licht zer= streut des Zweifels Nacht. Mel. Herr Jesu Christ dich 2c. 131. Bater, fend uns Sie zeiget mir des Höchsten deinen Geist, der, Rath, und führt mich auf der Wahrheit Pfad. wie dein Wort, es uns ver: heißt, mit seiner Gnade uns regiert, und auf den Weg der Wahrheit führt. deinem 2. Deffn' uns zu deinem Lob den Mund, und mach uns dei: nen Willen kund, rühr unser Herz, stårk den Verstand, so wird dein Nam uns wohl bekannt. 4. Ich weiß, wozu mich Gott geschaffen; ich kenne meine ganze Pflicht: mein Geist wird nicht im Tod ent schlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehu, verklärt zu deiner Rechten gehn. 5. Gott, laß mich dieser guten Lehre gehorchen mit stets größrer Lust, und keines Spitters Wahn zerstöre ihr Trostgefühl in meiner Brust. Mein ganzes Leben preife dich! dein Heil erfreu im Tode mich! 3. Bis wir einst deinen Engeln gleich, dich preisen in der Himmel Reich, und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Dir, Gott, den Erd und Himmel preist, dir, Vater, deinem Sohn und Geist, dir, der mit Hülf uns gern erfreut, ſey Lob und Preis in Ewigkeit. 133. Dein Wort, SachMel. Wer nur den lieben Gott 2c. o Hochist vollkommen; es lehrt uns unsre ganze pflicht; es giebt dem Sún= der und dem Frommen zum 10) Von dem Worte Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 132. Der du dein Wort Leben sichern Unterricht. se= mir haft gegeben, wie preis ich dich, o Gott, dafür! Nie kann mein Dank ehrt! lig, wer es be wahrt und mit Gehorsam 10 mot 2. Von dem Worte Gottes. 83 2. Es leuchtet uns auf un- im Finstern mehr: sie bricht fern Wegen, vertreibt des Irrthums Finsterniß; erfüllt am Mittag selbst herror, und hebt ihr töbtend Haupt empor. mit Freude, bringt uns Se= 4. Sie herrscht durch Große gen, und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Hochster, was du bist, und was dir wohlgefällig ist. dieser wenn Welt. Herr, Herr, nicht uns dein Arm hålt; fo reißt sie uns Tode fort. Gieb Sieg und Leben durch dein Wort. zum 5. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben; lehrt uns, welch Heil du denen giebst, die dein Gebot mit Freuden üben, und wie du väterlich uns liebst. Was uns darin dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr, und trüget nicht. Beschüß du uns, Herr Jesu Chrift, der du zur Rechten Gottes bist. Sen unser Schild und starke Wehrz Staub ist vor dir der Spot: ter Heer. 6. Du hast von Ewigkeit gefehn, wie lange noch ihr Trog bestehn, und wider dich hier toben foll; vielleicht ist nun ihr Maaß bald voll. 7. Auch sie, o Herr, haft du versöhnt, fie, deren Spott dich ist verhöhnt. Gieb, daß noch vor der Todesnacht zur ernsten Reu ihr Herz erwacht. Mel. Christus, der uns selig 2c. 4. Gott, deine Beugnisse find besser und mehr der Sehn: sucht werth, als Gold; ihr Werth ist köstlicher und grd: Ber, als alles noch so feine Gold. Wer thut, was uns dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. So laß mich denn mit Lust betrachten die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt, und mit Gehorsam auf das achten, was er von mir zu thun begehrt! so fließen Trost und Seelenruh auch mir auf meinen Wegen zu. 135. Du, der du bie Wahrheit bist, Gott, zu dem ich singe; Gott, den kein Verstand ermißt, Ursprung aller Dinge! alle Weisheit kommt von dir zu den Menschenkindern; sie ers leuchtet uns, wenn wir nur ihr Licht nicht hindern. Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. er Spotter Strom 134. De reißt viele fort; erhalt uns, Herr, bei deinem Wort; so können wir uns, Vater, dein im Leben und im Tode freun. 2. Ein Haufe Låstrer wagts, o Gott, mit wildem ausge: laßnen pott den Heiland, deinen Sohn, zu schmähn, verachtend auf sein Heil zu sehn. import 2. Vorurtheil und Finster= niß füllen unsre Seelen; uns ser Blick ist ungewiß, unsre Schlüsse fehlen; aber dein Verstand weicht nicht von der lautern Wahrheit. Was du denkest, das ist Licht, was du siehst, ist Klarheit. 3. Wirf dich, sterbliches Geschlecht, dankbar ihm zu 3. Uch, ihrer Lehre Peft, Füßen! Seine Wahrheit und on Herr, schleicht jego nicht sein Recht låst dein Gott dich F2 wissen. 84 Von dem Worte Gottes. miffen. Weit erschallt das Mel. Durch Udams Fall ist zc. Wort des Herrn, das die Welt 136. Dur Geligkeit, hast auch mir bekehret. Glaubt es freudig; folgt ihm gern, Menschen, die ihr's höret. 1976 4. Gott, was uns Wort verspricht, wird muß geschehen; deine Dro: hung kann auch nicht leer vorüber gehen. Haben Tau: fende nicht schon, welche vor uns waren, deine Strafen, deinen Lohn, dir zum Ruhm, erfahren? 5. Seele, wolltest du nicht Gott zuversichtlich glauben? Soll der Leichtsinn, soll der Spott deinen Trost dir rau: ben? Der die Himmel aufge: baut, kann der jemals lügen? kann er den, der ihm vertraut, wie ein Mensch, betrügen? 6. Wehe allem dem, was sich wider Gott emporet; wider seinen Geift, der dich seine Wege lehret. Weh dem Spitter, der sich blåht, mehr, als Gott, zu wissen! Er wird einst, vielleicht zu spåt, für den Hochmuth büßen. mein Gott, dein Wort gege= ben. Hilf, daß ich darauf bein allezeit mög achten, darnach und leben. Sein Unterricht giebt mir gnug Licht, die Bahn des Heils zu sehen; es zeiget mir den Weg zu dir; laß mich ihn freudig gehen. mand Ing 7. Erd' und Himmel wird vergehn! Gott, dein Wort wird bleiben. Lafterhafte, die es schmåhn, werden's nicht vertreiben. Könige sind vor dir Staub, wenn sie sich em= poren; find des schnellen Todes Raub, sie mit ihren Heeren. 8. Du bist Wahrheit, ewig foll mich von dir nichts tren: nen; nicht die Welt, von Arglift voll, mich erschüttern können. Collt ich hier auch um dein Wort Schmach und Trübsal leiden; so belohnft dn mir's doch dort, Gott, mit Ehr' und Freuden. The 2. Erleuchte, Herr, zu mei nem Heil, durch dein Wort meine Seele, daß ich mein aller: bestes Theil erkenn und auch erwähle. Laß ich mich hier, mein Gott, von dir und deinem Wort regieren, so wirst du mich auch sicherlich zur wahren Wohlfahrt führen. 3. Dein Wort lehrt mich, daß diese Zeit mir sey von dir wahrer gegeben, im Fleiße Heiligkeit nach ergem Glück Ja, es verschafft zu streben. mir dazu Kraft, wenn ichs zu Drum hilf du Herzen faffe. mir, daß ich es hier nicht aus dem Herzen laffe. 4. Nichts giebt uns solchen frohen Muth, als deines Wor= tes Lehren; kein Glück der Welt, kein irdisch Gut fann diesen Muth gewähren. Dein Wort allein ist Trost in Pein, ist unser Sieg in Schmerzen; in jeder Noth, auch selbst im Tod, ist's Trost für fromme Herzen. 11 5. Wie glücklich ist, o Gott, schon hier, wer deine Wahr: heit ehret, und durch dein Wort, belehrt von dir, die rechte Weisheithdret. Ein frommer Sinn ist sein Gewinn; dein Segen, dein Verschonen, bringt hier ihm Ruh, und dort Von dem Worte Gottes. 85 dort wirst du mit ewgem deine Güte sey gepreist, daß Glück ihm lohnen. du uns dein Wort gegeben, 6. Wenn alles fällt, so bleibt das zum Heil uns unterweist, dein Wort, o Gott doch ewig das uns unsre Pflichten lehrt, stehen. Drum laß mich dar: warnt, ermahnet, straft, be: auf immerfort in meinem kehrt, und, wenn uns ein LeiWandel sehen. Es macht uns den drücket, uns mit reichem frei, zum Guten treu, lehrt Troft erquicket. jede Noth besiegen. Drum 2. Gieb, daß wir es innig fey's auch mir beständig hier das feligste Vergnügen. lieben, ernstlich, ohne Heuchelschein, das darin Befobine üben, und nicht bloße Hörer seyn. Denn, wer deinen Willen weiß, und ihn doch nicht thut mit Fleiß, der ist drger, als die Heiden, und wird dop= pelt Strafe leiden. Mel. Nun danket alle Gott 2c. 137. Get elobet feyst du Gott für deines Sohnes Lehre; gieb, Vater, daß ich sie mit wahrer An: dacht höre. Ja, mache selbst mein Herz von Vorurtheilen rein, und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen seyn. 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nic, was schädlich ist, für wahres Heil erwählen. Leit, Allerhöchster, selbst den for schenden Verstand, ſo wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Darum präge deine Lehren tief in unsre Seelen ein. Laß sie uns mit Nugen hören, und derselben Thåter seyn. Treib uns dadurch kräftig an, daß wir dich vor jedermann froh bekennen, kindlich lie= ben, und mit Sünden nicht betrüben. 4. In der Seele Finsternissen sey dein Wort uns stets ein Licht. Laß uns Trost dar: aus genießen, wenn es uns an Trost gebricht. Es versüß uns jede Noth; es erquick uns auch im Tod durch die Hoffnung, ganz was zu schauen, wir deiner Wahrheit trauen. Met. Ach Gott und Herr 2. 139. Gott ist mein Hort! fein 3. Dein Wort bleibt ewig wahr. Laß mich's von Herzen glauben, und mir nicht seinen Trost durch Ungehorsam rau= ben. Wer hier nach deinem Wort gewissenhaft sich hålt, kommt zum wahren Glück hier und in jener Welt. 4. Hilf kraftig mir, mein Gott, daß ich auf gute Lehre begierig acht und sie auch durch Gehorsam ehre. Wort soll meine Seele trauen. Ver= leih mir deinen Geist, der Lust Ich wandle hier, mein Gott, und vor dir im Glauben, nicht im Schauen. b man Kräfte giebt, daß die Wahrheit sucht, sie findt, bewahrt und übt. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmecken; laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von sind und Leben! dem Glauben schrecken. F3 3. Wo Mel. Freu dich sehr, o meine zc. ott, durch den wir 138. 86 Von dem Worte Gottes. 3. Wo hätt ich Licht, wo steben; laß mich auch beflif: fern mich nicht dein Wort die sen seyn, den erkannten Weg Wahrheit lehrte? Gott, ohne zu gehen. Denn sonst würd' fie verstůnd ich nie, wie ich ich bei dem Wissen doppelt dich würdig ehrte. Strafe leiden müssen. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben; daß diese Zeit zur Ewigkeit mir sey von dir gegeben. 4. Folg ich seinem Unter: richt, o so werd ichs auch ers fahren, was es denen Guts verspricht, die es hören und bewahren. Dann wird es auch mir im eciden eine Quelle 5. Den ewgen Rath, die Missethat der Sünder zu vers wahrer Freuden. von Zeit fühnen; denn kennt' ich nicht, wår mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 5. Hilf auch, daß zu Zeit meine Kenntnisse fich mehren. Find' ich dann noch Dunkelheit bei des Glaubens hohen Lehren; laß mich 3wei= felsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Gieb, daß ich in deinem Licht immer mehr gerührt er: kenne jener Herrlichkeit Ges wicht, und mich dann nur glücklich nenne, wenn ich weis: lich darnach trachte, und die Sündenlust verachte. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sün: den nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist im Glauben, Vater! sagen. 09 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermag ichs nie; dein Wort giebt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß dieses Wort mir Licht und Freude geben. Es sey mein Theil, es sey mir heil und Kraft zum ewgen Leben. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 140. Herr, mein Licht, daß ich mich und dich erkenne, daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne; daß ich dadurch auf der Erde für den Himmel weiſe werde. dag 7. Gieb mir immer neue Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir ges wissenhaft auf der Tugend Pfad zu wandeln; so wird einft in jenem Leben mich ein umgeben. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 141. Mwobneft zwar Gott, dit 2. Zuverlässig ist dein Wort; lehre michs nur recht verste: hen. Wenn ich forsche, hilf mir fort sicher daraus einzu: sehen, was zu meinem Heil mich führet, was zu meiden mir gebühret. im Lichte, dahin kein sterblich Auge dringt; doch giebst du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Allerhöchster bist; was mit uns deine Absicht ist. 2. So gieb. denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht 2. Aber laß mich nicht al- im dunkeln Ort; und wenn lein richtig seinen Sinn ver: ich ernstlich es betrachte, so hilf Von dem Worte Gottes. 87 hilf selbst meinem Forschen| laß auch immerfort dieses fort. Für deiner Wahrheit Glück mir wiederfahren; daß hellen Schein, laß Aug und Herz stets offen seyn. es mich zum Guten stårke und ich seinen Troft vermerke. 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, das mich zur wahren Weisheit mit kein raube, 2. Drück es fest dem Her: zen ein, so wird nichts es darführt, da- aus rauben. Selig werd ich Wahn mir bier schon seyn, auch bei ei: was mir ein ewges nem dunkeln Glauten; bis Heil gebiert. Kein Spitter: dereinst nach diesem Leben hellgeist verführe mich: kein 3wei- res Licht mich wird umgeben. fel sen mir hinderlich. falscher In voriger Melodie. 4. Das ist der Weg zum ewgen Leben, daß wir, o Va= ter, dich und den, den du zum 143. Theuer sey mir alle Heil uns haft gegeben, erkennen, lieben und erhöhn. zeit, Herr, mein Heiland, deine Lehre. Gieb, daß ich mit Folgsamkeit treulich ihre Vorschrift ehre; dem, was sie verheißet, traue, feft mein Hoffen darauf baue. führe du auf dieser Bahn mich selbst durch deine Wahrheit an! 5. Vor allem gieb, daß stets lebendig, bei mir, Gott, dein Erkenntniß sey, und daß ich dir darnach beständig Lieb, Ehrfurcht und Gehorsam weih. Gieb, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. 6. Was hilft das richtigste Erkenntniß, wenns nicht zu deiner Liebe treibt? was nügt ein aufgeklärt Verständniß, wenn doch das Herz noch böfe bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu und stets mein Glaube thåtig sey. 7. Laß dein Erkenntniß mir im Leiden die Quelle wahres Trostes seyn: um mich, wenn Leib und Seele scheiden, des bessern Lebens zu erfreun. Da irr und wank ich weiter nicht, und sehe dich im hellern Licht. Fora Met. Liebster Jesu, wir sind zc. 2. Nur bei deiner Wahr: heit Licht lernen wir Gott recht erkennen, ihn mit froher Vater nennen, und nach sei Zuversicht unsern Gott nem heilgen Willen unfre Pflichten treu erfüllen. und 3. Was die Weisen dieser Welt von dir nicht erforschet haben, das hast du ins Licht gestellt; und durch deines Geistes Gaben bringst du es in unsre Seelen, daß wir Heil und Leben wählen. 4. Du entdeckst uns unsre Schuld und der Sünde großen Schaden, aber auch des Höchsten Huld und den Reichthum seiner Gnaden; lehrst uns aller unsrer Sünden gnådige Vera gebung finden. 5. Huldreich rufest du uns zu: kommt zu mir, beschwerte Seelen! es folt euch zu eurer Ruh bei mir nicht an Trofte 142, Selig find, die Gott, feblen; wollt ihr anders von dein Wort horen und zugleich bewahren. Oso & 4 mir lernen, euch von Sünden zu entfernen. 6. Herr, 88 Von dem Worte Gottes. 6. Herr, dein Evangelium| Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. hat viel tausend tausend 3eu: 145. 28ir Menschen find gen, die zu zu dem, Ruhm dankbar ihre Kniee beugen, daß du noch dein Wort erfülleft, und der Seele Kummer stilleft. 7. O nimm gnådig an den Dank, den ich dir voll Ehr: furcht bringe. Hdre meinen Lobgefang, den ich hocherfreut dir finge; du, du heilft auch mich) aus Gnaden von der Sünde großem Schaden. 8. Köftlicher, als Gold, sey Bolb, fen mir, was dein göttlich Wort mich lehret; Dank, ja ewig Dank sey dir für den Trost, den es gewähret; Werd' ich einst zu dir erhoben, will ich würdiger dich loben. 9. Stets, so lang ich hier noch bin, will ich dir zu Eh ren wandeln; tåglich mit neutem Sinn nur nach nem Willen handeln. mich, nimmst du einst Scheiden auf zu deinen höhern Freuden. verdei Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 144. Unser Gott, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben. Gieb uns Gnade, daß wir hier auch darnach rechtschaffen leben. Gieb dem Glauben solche Stärke, daß er thätig sey durch Werke, was geistlich ist, untüchtig. Dein Wesen, Wille, und Ge: bot ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissen und verstehn es nicht, wenn uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget. So 3. Für solches Heil sey, Herr, gepreist! laß uns dabei verbleiben, und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte glauben, daß wirs annehmen jederzeit mit Ehrfurcht, Treu und Willigkeit, als Gottes, nicht der Menschen. Goals im 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott nie unser Herz bethöre; denn schrecklich strafft du einst, o Gott, die Låstrer deiner Lehre. Erweck uns durch der Wahrheit Kraft, und was sie Gutes in uns schafft, das laß uns treu bewahren. 2. Uns, o Vater, lehrest du, was wir thun und glauben follen. Schenk uns deine Kraft dazu; gieb zum Wissen auch das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, so wird alles wohlge: lingen. 2. Von jeher hast du aus: Propheten, deine gefandt, Knechte; fie machten in der Welt bekannt dein Heil, und dein eigner Sohn, o Vater, deine Rechte. Zulegt ist selbst von des Himmels Thron ges kommen, uns zu lehren. 5. Herr, öffne du Verstand und Herz, daß wir dein Wort recht fassen; in Lieb und Leid; in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein, nein, auch des Wortes Thåter seyn, Frucht hundertfältig bringen. 6. Geist Gottes! mache selbst uns gleich dem fruchtbar gu= ten Lande, daß wir, an guten Werken reich, in unserm Amt und Stande das thun, was uns Bon ber christlichen Kirche. 89 uns dein Wort gebeut, und, Schalle; daß du auf Erden frei vom Dienst der Eitelkeit, des Glaubens Kraft beweisen. Richter bist, der nicht läßt Sünden walten; und daß dein Wort das Mittel ist, dadurch wir Kraft erhalten, auf rechter Bahn zu wallen. 7. Laß uns, dieweil wir le: ben hier, der Sünder Weg vermeiden. Gieb, daß wir balten fest an dir, im Wohlstand, wie im Leiden. Rott' aus, was dir, Herr, nicht gefällt, hilf uns die Sorgen dieser Welt und böse Lüfte dämpfen. 3. Es preise, Gott, und lo= be dich dein Volk durch gute Thaten; es bringe Frucht und beßre sich; dein Wort laß wohl gerathen. Uns fegne Gott von seinem Thron, daß unser Heil sich mehre. segne uns durch seinen Sohn; ihn lieb und ihn verehre der ganze Weltfreis! Amen! 8. Erhalt dein Wort uns klar und rein, und laß es un fern Füßen ein Licht auf unsern Wegen seyn; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rath und Troft in aller Noth, daß wir im Leben und im Tod beständig auf dich trauen. 9. Es müsse sich zu deiner Ehr, Gott, Vater, weit aus breiten! Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten! Oheilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort lieb, Hoff: nung, Troft und Glauben. 2. Noch immer sammelst du dir auf der Erde ein Volk, das willig dir gehorsam werde, um deinen Frieden hier schon Gewissen froh zu ge: im nießen. 3. Reizt blendende Versu: chung fie zu Sünden, bist du ihr Beistand, und hilfft über: swolle Gott uns winden. Nichts wird fie je: mals beiner Hut entreißen; du hasts verheißen. gnädig seyn, und feinen Segen geben; mit seiner Wahrheit hellem Schein 4. Wohl allen denen, die erleucht er uns zum Leben, dir, Jesu, trauen! Was fie daß wir verstehn, was ihm dir glauben, wird ihr Aug gefällt und gern es thun auf einst schauen, dich und die Erden; daß Jesu, als dem Freuden, womit du belohneft Heil der Welt, gehorsam alle da, wo du throneft. id werden, und sich zu Gott be: kehren. 2. Se danken dir und loben dich, o Gott, die Völker alle; so freuet dein der Weltkreis fich), und singt mit frohem dort triumphiret. 5. Dann schallen fröhlich von der Deinen Menge dir, unserm Haupte, höhre Lobge: sånge, wenn einst dein Volk, das hier dein Geist regieret, F5 Mel. 11) Von der christlichen Kirche. In eigener Melodie. Mel. Herzliebster Jefu, was ic. 147. Jefu, ewig wird O dein Wort stehen, und Erd und Himmel werden eh vergehen, eh eine macht das Reich, das du er: richtet, jemals vernichtet. 146. Von der Taufe. 90 Mel. Uch Gott vom Himmel zc. sich der Deinen Müh; dann 148. Jesu, Licht und kröneft und belohnst du sie, Heil der Welt, ohn End mit Preis und Ehre. der du in diesem Leben dein Wort, das Gottes Rath enthålt, zur Leucht uns haft ge: geben; du bist der Herr der Christenheit, die du in dieser Pilgerzeit dir aus den Men: schen fammelst. 2. Sie willst du, als dein Eigenthum, zur wahren Weisheit leiten, und durch dein 7. Wir sehn dich dann in Majestät, und uns, gleich deinen Engeln, zu nie empfund: nem Glück erhöht, befreit von allen Mängeln; frohlocken dir und preisen dich, daß deine Macht und Gnade sich so hoch an uns verherrlicht. Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. Evangelium zur Seligkeit be 149. Schüß, o Herr Jez reiten. Du bist, Herr, groß fu, die dir von Rath und That, und, sich nennen, die Deinen, die was dein Mund versprochen dich vor der Welt bekennen. hat, wirst du gewiß erfüllen. Laß deinen Händen, wie du selbst verheißen, nichts sie entreißen. 3. Du bist der Deinen Troft und Heil. So viel nur an dich glauben, die haben an dir alle Theil; die wird kein Feind dir rauben. Von dir fließt Weisheit, Trost und Ruh dem, der dir folgt, unfehlbar zu. Dein ist des Guten Fülle. 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden; mach ihre Siege herrlicher auf Erden. Sieb Muth und Weisheit denen, die sie lehren, dein Reich zu mehren. 3. Du haft noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen; führ uns, die Deinen, wie du selbst versprochen, o führ uns endlich aus dem Kampf hie: nieden zum ewgen Frieden. 4. O Jesu, ewig sey dein Nam erhoben, und ewig müsse dich frohlockend loben, o du schwachen Beschirmer deiner Heerde, Himmel und Erde! 4. Mag doch die Menge immerhin auf deinen Ruf nicht hören, und mancher im ver: kehrten Sinn sich wider dich emporen: so fällt doch deine Kirche nie; du hältst und du beschüßest fie durch deines Geistes Gaben. 10 5. Dein ist das Reich; dein ist die Kraft. Wer sollte dir nicht trauen? Auf dich, der alles kann und schafft, nicht feine Hoffnung bauen? Dein Heil ist unser höchstes Gut; hilf, daß wir stets mit frohem 12) Von der Taufe. Mel. Nun lob', mein Seel, 2c. Muth dich vor der Welt be: 150, Geweiht zum Chrifind 6. 3war kämpfen wir noch manchen Streit auch mit uns selbst auf Erden; doch werden zur Vollkommenheit auch wir erhoben werden. Dann endet wir auch dir, o Gott, geweiht, nur dir zum Preis und Ruhme zu führen unsre Lebenszeit, uns deiner Vaterliebe in Chrifto zu erfreun; und deines Geiftes Von der Taufe. 91 Geiftes Triebe gehorsam stets und That dich preift: und zu seyn; damit wir schon auf dann des Glücks, ein Chrift Erden, noch mehr in jener zu seyn, mich hier und ewig Welt des Glücks theilhaftig zu erfreun. werden, das nur der Christ erhält. 2. Wie viel hat deine Gna: de von jeher, Gott, an uns gethan! Auf diesem Pilger: pfade fing kaum sich unsre Wallfahrt an: so gabst du schon uns Armen am Reiche Christi Theil; und brachst uns aus Erbarmen die Bahn zu seinem Heil. Du schafftest un: sern Seelen früh schon Gele: genheit, zu kennen und zu wäh. len den Weg der Seligkeit. 3. Herr, auch für diese Güte gebührt dir unser Lobgesang. Mit freudigem Gemüthe bringt unser Herz dir Preis und Dank, daß du uns durch die Taufe zu Chriften bast geweiht, und uns zum Tugendlaufe mit deinem Licht erfreut. Gieb, daß wir oft ermessen, was uns dein Wort verspricht, und strafbar nie vergessen die dir gelobte Pflicht. 4. Ja, hilf du selbst uns Allen in deinem Willen stets beruhn, und dir zum Wohl gefallen, nach deines Sohnes Lehre thun. Du wirst in die sem Leben, wie du bisher ge: than, uns, mas wir brauchen, geben. Verleih uns auch nur dann die beste deiner Gaben, daß wir durch Jesum Chrift Theil an dem Erbe haben, das unvergånglich ist. 2. Durch diese Stiftung deiner Gnade ward jedes Recht der Christen mein; du weihtest mich in diesem Bade zu deinem Kind und Erben ein, und thateft in der Folge: zeit an mir noch mehr Barmherzigkeit. Vater, deinen Sohn und Geift so zu bekennen und zu ehren, daß Herz und Mund 3. Du öffnetest mir das Verständniß durch deines Soh: nes Lehr und Geist; durch fie gelangt ich zur Erkenntniß, wie man dich würdig ehrt und preist, und welches Heil dein gnådger Rath dem, der dich ehrt, bereitet hat. 4. Daß nicht von Leicht= sinn hingerissen undankbar dich mein Herz vergaß, erinnerteft du mein Gewissen an seine Pflicht ohn Unterlaß, und wecktest mich zum Tugend: lauf durch deine Wahrheit machtig auf. 5. Gelobt, mein Gott, sey deine Liebe, die mir, noch eh ich dich gekannt, aus freiem säterlichen Triebe schon so viel Gutes zugewandt. Wie huldreich hast du mein ge= dacht, und für mein wahres Wohl gewacht. 6. Wie sollt ich dich denn nicht verehren, und dir ein Herz voll Liebe weihn? nicht gern auf deine Stimme hdren, und kindlich dir geher: sam seyn? Was dich entehrt, sey fern von mir! geheiligt Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 151. bin getauft nach sey mein Leben dir. I Jesu 7. O stehe nur mit deinem Geiste, wie du verheißen hast, mir bei; daß ich, was ich ver:. sprech, auch leiste, und treulich Bom heiligen Abendmahl. 92 lich dir ergeben sey; und fehl| das ich, so verwirf mich nicht, mein heit Gott, von deinem Angesicht. ganze Volk der Christenwohlthätig eingeladen. Du rufft: Mühselge, kommt zu mir! Ich komme, Heiland, ja, zu dir erheb ich meine Serle. Entzeuch mir deine Gnade nicht, sey auch mein Trost, mein Heil, mein Licht. Du siehst, wie oft ich fehle. Schulden 2. Ja, meiner find weit mehr, als ich ver= mag zu zählen. Ich fühl es wohl und leide sehr vor Undu mich dir zum ruh meiner Seelen. Doch du bist meine Zuversicht. Verlaß mit deinem Troft mich nicht; du siehest meine Reue. Erbar= mer, nimm fie gnådig an; du bifts, der helfen will und kann, daß sich mein Herz erfreue. 3. Nach deinem Troste sehn' ich mich, gebückt vor dir im Staube! dein troft ich mich, nur auf dich, Erldser, hofft mein Glaube. Gebeugte willst du nicht verschmåhn, versprichst den Schwachen beizustehn, die nach der Beßrung trachten. Stets bleibst du deinen Worten treu, und wirft ein gläubig Herz voll Reu, auch meines nicht verachten. 4. Regiere nur auch künftig mich, daß ich vorsichtig handle, und heilig, voll Vertraun auf dich, nach deinem Willen wandle. Gieb, daß aus Dank für deine Huld, in Liebe, Glauben und Geduld ich dir auf Erden lebe; bis ich dera einst in deinem Reich verklärt, unsterblich, Engeln gleich, dich ewig froh erhebe. 8. Erwecke mich durch dei ne Gnade zum steten Ernst der Besserung, und leite mich auf sicherm Pfade des Glau: bens und der Heiligung. Gott meines Heils, sey ewig mein, und laß mich stets dein eigen seyn. Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. 152. Mein Erldfer! der Eigenthum erkaufet; als dein Junger bin auch ich, Herr, auf dein Gebot getaufet. Gieb, daß ich mit treuem Fleiße wirklich werde, was ich heiße. 2. Gieb, daß ich mit Acht= famkeit meinen Taufbund oft betrachte, und nur das zu je der Zeit für Gewinn Freude achte, daß ich deines Baters Willen treulich suche zu erfüllen. und und 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bleibt im Tode doch zurücke. Nur ein wahres Christenthum folgt uns nach zum ewgen Glücke. Davon ist auch nach dem Sterben ewig Segen zu ererben. 4. Laß mich denn, wie dirs gefällt, deinem Dienst, Herr, ganz ergeben, und entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jünger leben; daß ich einst auch, wann ich sterbe, das verheißne Leben erbe.. 13) Bom heil. Abendmahl. Mel. Ein Lámmlein geht 2c. 2C. Mel. Herzlich lieb hab ich d. ich b. 26. 153. Du, err, haft aus 154. Gelobt feyſt feyst du, Barmherzigkeit, Herr, unser Gott! zum Denkmal deiner Gnaden, Gelobt für unsers Mittlers Tod, Bom heiligen Abendmahl. Tod, der uns das Heil erwor: mein Heiland, ben. mich geliebt! Er, der uns ew': ges Leben giebt, ist auch für mich gestorben. Mein ganzes Herz frohlockt in mir; o Va: ter, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag auf's neu mich deiner Vaterhuld erfreu! Gott meines Heils, sey ewig mein, sey ewig mein, und laß mich dir stets dankbar seyn. 93 ganz zu dir; Wie hoch hast du auch ja, durch den Glauben wohn in mir! so nimmt in mir die Seelenruh und meines Herz zens Beßrung zu. Mein Herr, mein Heil, verlaß mich nicht, perlaß mich nicht, so komm ich einst nicht ins Gericht.d 5. Du öffnest deinen Himmet mir. Der Freuden Fülle ist bei dir; auch ich soll fie genießen. Belebe mich mit 2. Voll froher Ehrfurcht Muth und Kraft, so meine beug ich mich vor dir, Sohn ganze Pilgrimschaft zu führen, Gottes, der du dich für mich zu beschließen, daß mir dein haft hingegeben, Es komme Bort stets heilig sey, daß ich mir nie aus dem Sinn, wie bis in den Tod dir treu, mit viel ich, Herr, dir schuldig bin; Freuden thu, was dir gefällt, dein Tod bringt mir das Le- und dich auch ehre vor der ben. Durch deines Opfers Welt. Herr, mein Heil, ew'ge Kraft hat deine Liebe sey stets mit mir, sey stets mit mir verschafft, was mich vor mir! so komm ich einst gewiß dem Verderben schüßt, was zu dir. meinem Geifte ewig nügt. Herr, wie mich, wie liebst du mich! 155. Hanis Seſum Chrift! Mel. Sey Lob und Ehr' dem sc. BORUTO alt im gieb, daß ich ewig liebe dich. 3. Mit Inbrunst fleh ich, Herr, zu dir, befördre du doch felbst in mir ein glaubiges Gemüthe. Mich dürftet gleich dem dürren Land, bei deiner Liebe Unterpfand, nach dei ner großen Güte. Ich fühle wohl, was mir gebricht; o stårke meine Zuversicht, daß du auch mein Ertöfer seyst, und mich vom ewgen Tod be: freist. Herr, dieser Troft sey feft in mir! sey fest in mir! so dien ich voller Freuden dir. e 4. 3ur Weisheit und Gezur Seligkeit bist du mir ausersehen. Gieb, daß auf dieses Heils Gewinn ich eifrig richte meinen Sinn, mein Streben o Seele, der auf Erden vom Himmelstbron gekommen ist, ein Heiland dir zu werden. Bergiß sein nicht! denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! 2. Halt im Gedächtniß Jefum Chrift! Er hat für dich gelitten, und dir, da er ge: storben ist, am Kreuz das Heil erftritten. Errettung von der Sündennoth erwarb 15 er dir durch seinen Tod. Dank ihm für dieſe Liebe! Joi 3. Halt im Gedächtniß Se: sum Christ! der von dem Tod erstanden, und nun zur Rechten Gottes ist. Er hat von Todesbanden und aus der dun: Befreiung und mein Flehen. Beuch mich| keln Grabesnacht an 94 Vom heiligen Abendmahl. an das Licht gebracht. Dank| erwarbst. Nie führe mich zur ihm für diese Liebe! Sicherheit der Trost, den mir dein Tod verleiht. 5. Ich übergebe mich aufs Neue, o du, mein Herr und Heil, an dich; ich schwöre dir beståndge Treue vor deinem Tische feierlich. Dein eigen will ich ewig seyn. Du starbst für mich; drum bin ich dein. 4. Halt im Gedächtniß Je: fum Christ! Er wird einst wie: derkommen, zu richten, was auf Erden ist, die Sünder und die Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich) zu danken. 5. Ja, Herr, mein Heiland, dich will ich nicht aus dem Herzen lassen; mit Gegenliebe will ich dich, so lang ich leb, umfassen. Dein Abendmahl vermehr in mir des Glaubens Kraft, auf daß ich dir mit steter Treue diene. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 156. ier bin ich, Jesu, zu erfüllen, was du in deiner Leidensnacht, nach deinem gnadenvollen Willen zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih, zur Uebung dieser Pflicht, mir deines Geistes Kraft und Licht. 2. Es werde mir für mein Gewissen dein Mahl ein trôft: lich Ünterpfand, daß ich, der Sündenschuld entrissen, durch dich bei Gott Vergebung fand; so freuet meine Seele fich in beinem Heil, und lobet dich. 3. Bewundernd denk ich an die Liebe, womit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deine Mitleidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! Ogieb von. deinem Todesschmerz ist neuen Eindruck in mein Herz. 5. Laß mich mit Ernst bie Sünde scheuen, für welche du, Erldser, starbst; durch schnd: den Mißbrauch dniem entweihen, was du so theuer mir 6. Nie will ich mich vor Spottern schåmen der Ehre, die man dir erweist: nie will ich etwas unternehmen, was mein Gewissen sündlich heißt. O flöße mir den Eifer ein, wie du, o Herr, gesinnt zu seyn! 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, und wenn er strauchelnd sich versieht, Ver und föhnlichkeit Sanftmuth üben. Nie komm es mir aus Gemüth, dem welch eine schwere Sündenlast du mir aus Huld erlassen hast. 8. Es stårke sich in mir der meine Seele Glaube, daß ewig lebt, und daß einst aus des Grabes Staube mich dein allmächtger Ruf erhebt; wenn du dich, großer Lebensfürst, den Völkern sichtbar zeigen wirst. 9. Gebeugt lieg ich zu deiz nen Füßen, mit Dank und Lob, Gebet und Flehn. Laß auf mich neue Gnade fließen; mein Heiland, laß es doch ge= schehn, daß mir zur Stärkung meiner Treu dein Abendmahl gesegnet sey. valloy hi mid Mel. Ein Lämmlein geht und zc. 157. ch komme, Herr, und suche dich, mühselig und beladen. O, mein Erbarmer, würde mich des Siegels deiner Gnaden. Ich liege Bom heiligen Abendmahl. 95 liege hier vor deinem Thron ich an ihren Früchten Theil, Sohn Gottes und des Men= was fehlt dann schen Sohn, mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh; ich suche Ruh, und finde sie im Glauben der Erlösten. meinen Freus den? Du wardst ein Opfer auch für mich; o gieb, daß meine Seele sich deß ewig freuen mdge. 2. Dich bet ich zuversicht: lich an. Du bist das Heil der Sünder; haft ihre Schulden abgethan, und wir sind Got tes Kinder. Ich denk an dei nes Leidens Macht, und an das Wort: Es ist vollbracht! Du hast mir Heil erworben! Für mich hast du dich dar= gestellt. Mit sich versöhnte Gott die Welt, da du für sie gestorben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! er tilget meine Sünden, und läßt bei seinem Mahle hier mich Snad um Gnade finden. Er hört der Reue sehnlich Flehn, will gern mich frei und glücklich sehn, will mir die Schuid verge ben. Nur soll ich dem, der für mich starb, und mir so großes Heil erwarb, von ganz zem Herzen leben. 2. Du läsfest mich in dei nem Tod das wahre Leben finden. Erlösung aus der größ ten Noth, Vergebung aller Sünden, Beßrung Kraft, das hast du, Gewissensruh, zur du am Kreuze starbeſt. Herr, auch mir verschafft, der Mel. Wenn mein Stündlein 2c. ch preise dich! o 3. Dein Abendmahl ist mir ein Pfand von dieser großen Güte. Wie viel hast du an mich gewandt! Ostårke mein Gemüthe zum gläubigen Vertraun auf dich, daß ich, so lang ich lebe, mich an deiner Gnade halte. 4. Ich fühle, Herr, voll Reu und Schmerz die Laft von meinen Sünden. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den großen Trost empfinden, daß du aus Gettes Baterhuld, auch mir Vergebung meiner Schuld auf Beßrung haft er: worben. 4. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es 5. Der Troft, den mir dein treu erfüllen. Verleihe mir Tod verschafft, werd ewig mir durch deinen Tod die Kraft zum Gegen. Er stårke mich zu diesem Willen. Laß mich mit neuer Kraft auf allen von nun an eifrig seyn, mein meinen Wegen, nur das zu ganzes Leben dir zu weihn thun, was dir gefällt, und und deine Huld zu preisen. Laß mich den Ernst der Heili: gung durch eine wahre Besse: rung mir und der Welt be weisen. alle Furcht und Lust der Welt standhaft zu überwinden. 6. Wie soll ich die Barm= herzigkeit, die du mir thust, ermessen! gieb, daß ich sie zu keiner Zeit undankbar vergessen, daß ich aus Gegentreu ganz deinem Ehre tebe. 158. ſey, und dir für deine Todesleiten. Hab 7. Laß mag åchter Dienst zur 96 Vom heiligen Abendmahl. 7. Laß deines Leidens gro- Herz geweihet; täglich Ben Zweck mir stets vor Augen stehen; nimm alle Hindernisse weg, die ebne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vor: bild weis't, und die einst den erldsten Geist zu deiner Freu: de führet. will ich mich bestreben, nur nach deinem Wort zu leben; was du liebest, will ich lieben, ernstlich mich im Guten üben; was du hasseft, will ich bhas: sen, stets von dir mich leiten laffen. 8. 3u meinem Heile haft du dich für mich dahin gege: ben; dein Abendmahl erwecke mich, mit Ernst darnach zu streben. Herr, mache mich da: zu geschickt; und werd ich einst der Welt entrůckt, so sen dein Tod mein Leben. 5. Doch, ich fühle meine Schwäche. Jesu, was ich dir verspreche, ach, wie leicht ist das gebrochen! schneller oft, als ich's versprochen. Darum stårk in mir die Triebe dankbeflißner Gegenliebe, daß ich, bis ich einst erkalte, treu dir sey und Glauben halte. Mel. Schmücke dich, o liebe zc. Zeſu, 6. Hilf mir wider alles strei: 159. Jefu, menentinder, der du dich zum Heil der Sün: ber von des Himmels hohen Freuden zu den bångsten To: desleiden willig hast herabge: lassen, wer kann dein Erbar: men faffen? Tief gerührt von folcher Güte, preist dich dank: voll mein( Semüthe. ten, was von dir mich will verleiten. Auch den stärksten Reiz zu Sünden hilf mir glücklich überwinden, daß ich hier stets im Gewissen deinen Frieden mag genießen, und Grabe dereinst auch überm Theil an deinem Segen habe. 2. Herr, du haft auch mir bereitet, was zum wahren Wohl mich leitet; Licht, den Weg des Heils zu finden; Trost bei dem Gefühl der Sünden; Kraft, der Beßrung nachzujagen; Muth, des Le: bens Caft zu tragen; und die Hoffnung beßrer Beiten in dem Reich der Ewigkeiten. 5. Ja, du willst mit deiner 7. O, wie will ich dich erhe: ben, wenn du mich im höhern Leben, zu den Freuden deiner Frommen( Herr, ich hoff es) låsfest kommen. Da, da wird mich nichts mehr stö: ren, dich auf's innigste zu eh ren, da, da werd ich, frei von Sünden, deinen Frieden ganz empfinden. Mel. Schmücke dich, o liebe zc. Gnabe, felbft mich auf bes 160. Mach dich auf, er: Lebens Pfade zum Genuß der Seligkeiten, die du mir er: warbest, leiten. Du, du willst mich bessern, trösten, und zum Erbtheil den Erlöften, zu des Himmels Herrlichkeiten, folg ich dir nur, vollbereiten. big nach des Herrn Befehle sein Gedächtniß zu erneuern, deines Mittlers Tod zu fei ern; auch für dich hat er sein Leben in den Tod dahin gegeben; dir auf 3eit und 4. Nun, so sey der Bund Ewigkeiten Heil und Wohl erneuet: ganz sey dir mein fahrt zu bereiten. 2. 3um Vom heiligen 2. 3um Genusse deiner Gnaden wirst du von ihm eingela: den. Eil ihm demuthsvoll ent: gegen, und nimm Theil an seinem Segen. Komm getroft, es ist sein Wille; komm und schöpf aus seiner Fülle neuen Muth und neue Triebe zur Verehrung seiner Liebe. Abendmahl. 97 7. Du, dem die verklärten Schaaren, die, wie ich, einst Sünder waren, ewig Dank und Jubel singen, daß sie hier dein Heil empfingen; laß auch mich einst dahin kommen, daß ich mich mit allen Frommen ewig deiner Huld erfreue, und dir meine Jubel weihe. 3. Herr, ich komme mit Glaubensstärkung zu empfangen; der du huld: 161. Vank und FreuMel. Freu dich sehr, o meine 2c. oller reich deinen Frieden sterbend auch mir haft beschieden, den, komm ich, Herr, auf dein Herr, ich fall zu deinen Fü: Gebot, zu dem Denkmal deiBen: laß mich würdig hier ge= ner Leiden, und gedenk an nießen deines Mahls, der deinen Tod. Mittler, der du Seelenspeise, mir zum Heil für mich starbst, mir ein ewig und dir zum Preise! Jupheil erwarbst; dir zur Ehre 4. O, wie sehnt sich mein stets zu leben, sey mein eif Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ewig wäh ret deine Treue, und du siehst mein Herz voll Reue. Ach, so wollst du meinen Zähren dei ne Triftungen dengewähren; meiner Sünden nicht gedenken, und mir deinen Frieden fchenken.audal di rigstes Bestreben. tho 2. Ich empfind es ist aufs neue, was ich dir, Herr, schuldig bin. Du, du gabst mit großer Treue ganz dich mir zu eigen hin; wiesest mir den Weg zu Gott, und ertrugst den schwersten Tod, mir im Leben und im Sterben sichre Tröstung zu erwerben.bus and 3. Durch dich ist zu Got: tes Gnade freier Zutritt, und die Kraft, auf der Tugend felgem Pfade fest einber zu gebn, verschafft. Und du rufft aufs neue mir durch dein Nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem Segen nehme, und mich deiner niemals scháme. 5. Ja, ich boff auf deine Gnade, daß sie mich der Schuld entlade, und mit neuer Kraft zum Werke meiner Heiligung mich stärke; was du, da du für uns starbest, jedem, der Gott sucht, erwarbest; See: lenruh und ewges Leben, wirft du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich, stets mich freuen, ganz mich deinem Dienste weihen, nur nach deinem Willen leben, und dich dankbar froh erheben. Deine Huldist unermeßlich; Herr, fie sey mir unvergeßlich, daß ich dich auf alle Weise herzlich lieb und thätig preise. 4. Sollt ich, Jesu, denn vergebens diese deine Huld empfahn? nicht zur Beßrung meines Lebens mich zu deinem Tische nahn? Ja, mit neuem Ernst will ich mich vor Sünden scheun, und dich durch ein dir geweihtes Leben mit vermehrtem Fleiß erheben. 5. Die 98 Von der Vergebung der Sünden. 5. Diesen Vorsag, den ich 2. Wie kann ich dich genug habe, thätig dankbar dir zu erheben? ich, der ich Zorn seyn, pråg ihn, Jesu, bis zum und Tod verdient; ich soll Grabe tief in meine Seele ein. nicht sterben, sondern leben, Gieb mir Kraft ihn zu voll: weil du mich selbst mit Gott ziehn. Lehre mich mit Vor- versühnt. Du, der Gerechte, sicht fliehn, was ihn könnte| starbst für mich. Wie preis bei mir schwächen, was mich ich, Herr, wie preis ich dich? reizt, ihn gar zu brechen. 6. Laß mich über alles scházzen dein mir theur erworbnes Heil, und nie aus den Augen fegen, wie nur der daran bat Theil, der auf deine Stimme hört, mit Gehorsam dich verehrt, und in deinem Dienst auf Erden immer besser sucht zu werden. 7. Geh mir, wo ich bin und wandle, immerfort mit Hülfe nach, daß ich als ein Christ stets handle; und wird ja mein Glaube schwach, o so hilf mir liebreich auf, daß ich in dem Zugendlauf nimmer wanke, nie ermüde. So er: quicke mich dein Friede! 8. Ewig will ich dir es dan ken, daß du so barmherzig bist; daß auch, wenn wir Schwache wanken, deine Treu be: ståndig ist. Herr, ich hoff es froh und fest, daß sie mich auch nicht verläßt. Zu des Himmels Seligkeiten wird mich deine Gnade leiten. Nach dem Genuß des heiligen Abendmahls 3. Heil mir! mir ward das Brod gebrochen, ich trank, Herr, deines Bundes Wein. Voll Freude hab ich dir ver= sprochen, dir, treuster Jesu, treu zu seyn. Ich schwör es nun noch einmal dir; schenk du nur deine Gnade mir. 4. Laß, Herr, mich dank: bar stets ermessen die mir zu aut getragne Laft, und deiner Liebe nie vergessen, die du an mir bewiesen hast. Laß meinen Glauben thätig seyn, und mir zum Guten Kraft ver leihn. 5. Hilf mir das Böse über: winden, und stårke mich zu jeder Pflicht. Bewahre mich vor neuen Sünden; verlaß mich in Versuchung nicht; und dein für mich vergoßnes Blut schenk mir im Todesz kampfe Muth. 6. So soll denn weder Spott noch Leiden, noch Ehre, Gut und Lust der Welt, mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die Du bist und bleibest ewig selbst im Tode mich erhält. mein; o laß mich deiner wür dig seyn. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 162, Dant, ewig Dank sen deiner Liebe, erhöhter Mittler, Jesus Christ! Gieb, daß ich deinen Willen übe, der du für mich geftor: Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 14) Von der Vergebung der Sünden. ben bist, und laß die Größe 163. Allein vor dir, mein in deiner Gedanken seyn. ich ge= sündigt! O laß die Gnade, die Von der Vergebung der Sünden. 99 die dein Wort verkündigt, wann läsfest du mich Hülfe wenn Sünden uns von gan: fehn? wie lang entfernst du zem Herzen reuen, auch mich dich von mir? erfreuen. 2. Schaff in mir, Höchster, eine reine Seele; ein neues Herz, das deine Wege wähle. Befördre du und stärke mein MATIND 3. Beh, Herr, mit mir nicht ins Gericht, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Qu nur bist meine Zuversicht, du Gott der Langmuth und Ge bulb. 4. Erfülle selbst, Algütiger, mein Herz vor dir mit Freu: digkeit. Du wareft stets Er: barmender, und bleibst ein Gott, der gern erfreut. 5. Dir trau ich! lehre mich, wie gut, wie heilig deine Rechte sind. Laß mich sie thun mit frohem Muth; du bist mein Vater, ich dein Kind. 6. Herr, eile du mir bei: zustehn, und leite mich auf ebner Bahn. Er hört, der Herr, er hört mein Flehn, und nimmt sich meiner Seelen an. In eigener Melodie. 4. Verwirf mich nicht von deinem Ungefichte! Gieb dei nen Geist, daß er mich unter richte! gieb ihn, daß er auf deiner Wahrheit Wege mich leiten möge. 4. Erquicke mich in meiner Seele Leiden mit deiner Hülfe; gieb den Geist der Freuden, damit er, weil ich keine Kraft befize, mich unterstüße. 5. Mit neuer Treue will ich dich verehren; ich will die Sünder deine Wege lehren, mein Beispiel soll sie reizen, deinen Willen gern zu erfüllen. Gott, erbar mend auf mein Fleyen! Wie 165. Aus dir, der du tiefer Noth ruf ich zu solltest du ein reuend Herz verschmähen? ein Herz, das dich im Glauben ernstlich suchet, der Sünde fluchet. ins Herz kannst sehen, entzeuch nicht dein Erbarmen mir! Gott, laß mich Gnad erfleben! Denn siehest du als Richter an, was wir nicht recht vor dir gethan, wer kann vor dir bestehen? 7. Ein reuerfülltes Herz, das willst du haben; ein solches Herz willst du mit Troste laben. Du willst die Seelen, die nach Gnade schmachten, Gott, nicht verachten. Mel. Komm, Gott Schöpfer 2c. 164. 2n bir hab ich ge fündigt, Herr, unt übel oft vor dir gethan. Du siehst die Schuld, Ullwissen der! fieh auch die Reue gnådig an. d. 2. Du kennst mein Seuf zen, Gott! mein Flehn und meine Thränen sind vor dir: 2. Vor dir gilt nichts, denn Gnad allein, dem Sünder zu vergeben! rie ist der Mensch von Fehlern rein, auch in dem besten Leben. Und, Herr, was ist er ohne dich? wie darf der Staub, der Sünder, sich, des Ruhms vor dir erkühnen? 3. Drum will ich nur allein auf dich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf dich verlassen will ich mich, und deiner Gûte trauen. Sie sagt mir zu 2 100 Von der Vergebung der Sünden. zu dein theures Wort; sie ist nen, dich, o mein Trost und immerfort will ich mich ihrer rühmen. d 104. Sind gleich bei uns der Sünden viel; bei Gott ist doch mehr Gnade; sein Urm zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der wiederbringt, was sich ver: irrt; er hilft aus allen Nothen. alian föhnen? 6. Herr, mein Heiland, dein Erbarmen, dein für mich ver= goßnes Blut, und dein Tod erlöst mich Ukmen, heilet mich, und giebt mir Muth; dein Verdienst ists, was mich decket, wenn mich dein Ge richtstag schrecket. Mel. Herr, ich habe mißgeb. 2c. err, an dir hab ich gefündigt; Urtheilsspruch, verkündigt je: Fluch. Und 166. Herr 7. Rette mich von meinen Sünden, schaff ein reines Herz in mir, laß bei dir mich Ruhe finden, zieh mich immer mehr zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein Er löser, dir zu leben. dein gerechter Allerheiligster, dem was kann vor deinen Schrek: Uebelthäter ken, Richter aller Welt, mich 167. Here, ich GünMel. Wer nur den lieben Gott 2c. charmer Jich 1191 der, steh hier vor deinem Unaeficht. Erbarmer aller Men schenkinder, Gott, geh mit mir nicht ins Gericht! bin ich es gleich vor dir nicht werth, daß mir noch Gnade wieder: fährt. das mis Buthor 2. Um Troft ist meiner See: len bange; die Laft gehäufter Missethat liegt der schwer auf mir, die mich so lange von dir, hat. mein Gott, entfernet Wes troft ich mich, ich Schuldiger? als deiner nur, mein sid Gott und Herr. decken. 2. Kann ich deinem Urm entfliehn? du bist allenthalben nah. Flöh ich, dir mich zu entziehen, himmelan, so bist du da; stürzt ich in die Tiefe nieder, deine Rechte faßt mich wieder. 3. Herr, ich flich in deine Hände; außer dir ist keine Ruh. Dein Erbarmen hat kein Ende; wer ist gnådiger, Du bist Gott, und kannst vergeben; ach vergieb und laß mich leben! als du? Heiliger, ver: andanes o 4. Groß sind meine Sün: denschulden, ihre Last ist mir zu schwer. Ja, wenn länger mich zu dulden, deine Langmuth müde wår, müßt ich, würdest du nur winken, in des Todes Nacht versinken. 3. Soll ich an deiner Huld verzagen? ich, dein Geschöpf, das willst du nicht. Du, der du mich bis ist getragen, bleibst ewig meine Zuversicht. Du, Gott, durch den ich leb und bin, giebst mich nicht dem Verderben bin. 5. Mich für straflos zu erklåren, reicht nicht mein Bedauern zu. Und zerflöß mein 4. Du siehst die Folgen mei: Herz in Zähren, fånd ich ner Sünden; und denk ich: darum doch nicht Ruh. Kön- wer vertilget die? so låffest eines Sünders Thrd: du mich Ruhe finden, und sprichst: nen Von der Vergebung der Sünden. 10t sprichst: ich, ich vertilge fie!| laß mich vor dir Gnade fin: du schenkest mir an Jesu Heil, den, geh nicht mit mir ins zur Stillung meiner Unruh, Gericht. Alle Sünden, die uns Theil. dr reuen, willst du väterlich verzeihen; o so hôre denn auch mich)! meine Seele hofft auf dich. $ 5. Auch mir hat er das Glück erworben, getroft zu dir empor zu sehn; auch ich soll, da er ist gestorben, durch in Begnadigung erflehn, bei dir, dem Gott, der gern vergiebt, und lieber fegnet, als betrübt. 4. Gott, du willst des Sünders Leben, seine Seele ist dir werth; gnådig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sün 6. Sprich denn zu mir: dir ist denwege machst du sein Gevergeben! und stille des Gewiswissen rege. Woll dem, der sens Schmerz, und will mein zu seiner Pflicht umkehrt! den zaghaft Herz noch beben, so verwirfst du nicht. sprich du kråftger, als mein Herz. Dein Gnadenwort mach alles gut, und schenke selbst zur Beßrung Muth. 7. 5. Du erquicteft die Elen den, deren Herz sich dir er giebt, die sich flehend zu dir wenden, über ihre Schuld be: trübt. Freude schenket, deine Güte dem geångfteten of Gemüthe, welchem du die Sün= denlast liebreich abgenommen haft. bin Ich zweifle nicht: ich erhöret; mein Glaube sagt mirs, daß ichs bin. Der Trost, der sich im Herzen mehret, der neue dir geweihte Sinn, mein kindliches Vertraun auf dich bezeugen: du begnadigst mich. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 168. the fehnsuchts- dich wählen. ch erhebe mein Ge= voll, mein Gott, zu dir.. Ich verehre deine Güte; 0 wie theuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens, keiner harrt nur auf dich vergebens; Verachter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. feiten du in jener beffern Welt 6. Herr, zu was für Seligjeden Frommen noch willst leiten, der dir Treu und Glauben hålt, offenbarst du allen Seelen, die zu ihrem Theil Deinen ganzen Gnadenbund machst du deinen Kindern fund. 7. Dir will ich mich denn ergeben. Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! laß mich heilig vor dir leben, treu seyn meiner ganzen Pflicht. Keine schnöde Luft der Sünden soll mich ferner überwinden; nimm du dich nur meiner an, daß ich standhaft bleiben kann. Mel. Christus, der un uns selig 2c. 169. Liebſter Bater, ich 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir! leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg mich verführ. Gott, du siehest mein Vertrauen! ficher kann ich auf bich bauen, deine Batertreue ist ewig, wie du selber bist. 3. Ach, gedenke an die Sun- vor dir nieder, du weißt, was den meiner Jugendjahre nicht! wir Menschen find, und er: 3 barmst 102 Von der Vergebung der Sünden. barmst dich wieder. Groß ist 2. Ja, deine Gnad ist für meine Sündenschuld, die mich mich Leben; aus ihr fließt innigst reuet, größer deine Va- Heil und Trost mir zu. Wer terhuld, die mich noch erfreuet. ist zum Schonen und Verge: ben, o Bater, williger als du? Du, den nur unser Wohl er: freut, erzeigst uns gern Barm= herzigkeit. 2. 3war ich bins nicht werth, zu dir kindlich aufzusehen. Doch, du bleibst ein Vater mir, du vernimmst mein Fle: hen; kennst mein Innres, fie: hest mich, wenn ich vor dir weine, und vergiebst mir vå: terlich, wenn ichsredlich meine.nd 62% 17 in 3. Dies, dies soll in jedem Schmerz mein Vertraun er wecken. Vor der Sünde soll mein Herz nicht vor dir er: schrecken. Trauen will ich, Vater, dir, stets die Sünde hassen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen. 4. Preis sey dem Allgutigen, der mein Seufzen ken: net! der dem Gnadesuchenden freien Zutritt gönnet. Rühm es, Seele, vor dem Herrn, fließ von Freuden über! Gott, dein Gott, verstößt nicht gern, er begnadigt lieber. 5. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner Seele. Auch wenn ich, dein strauchelnd Kind, noch aus Schwachheit fehle, so gedenkst du der du weißt, daß mein Herz dich ehret, meiner Schwachheit, und ver: zeihst dem, der wiederkehret. 3. Mit Zuversicht darauf zu hoffen, heißt uns, gefandt von dir, dein Sohn. Durch ihn steht uns der Zutritt offen zu deinem ewgen Gnadenthron, wenn wir uus redlich nur be: mühn, der Sünde schnöde Luft zu fliehn. 4. Wohl mir! wenn deine Gnad und Treue mein Herz zu deiner Liebe rührt, mich über mein Vergehn zur Reue, zur Sorgfalt in der Beßrung führt; dann find ich auch in deiner Huld gewiß Verzeihung meiner Schuld. 5. Und o, wie wohl ist meiner Seele, wenn ihr dein Friede nicht gebricht! Ob dann auch außres Glück mir fehle, so fehlt mir wahre Ruh doch nicht, und die ist mehr, als alles, werth, was sonst die Welt für Glück erklärt. 6. Dann bin ich froh und gutes Muthes bei jeder Noth, in jedem Leid; dann hoff ich von dir lauter Gutes für meine Zeit und Ewigkeit. Des Himmels Vorschmack hab ich hier, hab ich nur Friede, Gott, Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 170, welch ein Troft mit dir. für meine Seele, daß, Gott, bei dir Vergebung ist, und daß du, wenn ich Schwacher fehle, mir nicht ein strenger Richter bist. Wie könnt ich sonst vor dir beftehn, und der verdienten Straf entgehn? 7. Gieb, daß ich dies zu Herzen fasse, und mich zum Fleiß der Heiligung durch deine Gnade leiten lasse, so fehlt mir nie Beruhigung; und stårkest du mein Herz, o Gott, so halte ich treulich dein Gebot. 8. Dann Von der Vergebung der Sünden. 103 8. Dann fühl ich auch den Sünden scheun, und willig innern Frieden, den keine dir gehorsam seyn. Weltsorg unterbricht, und freue mehr noch als hienieden mich in des höhern Lebens mir Licht des großen Glücks, im Herzen rein und dir, Gott, angenehm zu seyn. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stärke durch Christum geschenket sey, will ich durch Uebung guter Werke beweisen; mache selbst mich treu, Herr, in der Liebe gegen mich! dich; fie dringe stets und leite Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. theuer, 171, Wine Güte, die alle Missethat vergiebt, so bald ein reuendes Gemüthe die Sünden, die es sonst ge liebt, erkennt, verdammt und ernstlich haßt, und Zuversicht zum Mittler faßt. 2. Doch laß mich ja nicht ficher werden, weil du fo reich an wie kurz ist meine Zeit auf Erden, die mir zum Heil gegeben ist! Gieb, daß sie mir recht wichtig sey; daß ich sie meiner Beßrung weih. 3. 3war deine Gnade zu verdienen, sind Neu und Beßrung viel zu klein. Doch darf sich auch ein Mensch erkühnen, zu glauben, dir versöhnt zu seyn? wenn er noch liebt, was dir mißfällt, und nicht dein Wort von Herzen hält. 4. Nie kannst du dem die Schuld erlassen, der frevelnd Schuld auf Schulden häuft. Der kann kein Herz zu Jesu fafsen, der zwar auf sein Verdienst sich steift, doch in der Sünde noch beharrt, dafür er selbst ein Opfer ward. 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Miffethat vergiebst! das haffen, was du mir vergeben, das lieben, was du selber liebst. Laß, Vater, mein Gewissen rein, und hei= lig meinen Wandel seyn. Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. 172. 2o flich ich Sunder hin, der ich beschweret bin von dem Ge fühl der Sünden? Wo soll ich Rettung finden? wer wird sich mein erbarmen? wer schaffet Trost mir Urmen? 2. Du, mein Herr Jesu, du rufft auch mir gnädig zu. Mit hoffendem Gemüthe flieh ich zu deiner Güte; du hilfft be= ladnen Seelen, die dich zum Helfer wählen. 3. Ich traue froh auf dich. Dein Blut floß auch für mich; tu rettest mich von Sünden, läßt mich den Frieden finden, den der hat, der dich liebet, und den die Welt nicht giebet. 4. Wie groß die Sünde sey, du machst von ihr mich frei, wenn ich dein Wort recht faf= se, mich fest darauf verlaffe. Du sprichst: dir ift vergeben! so fühl ich neues Leben. 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füßen, vergieb mir gnådig meine Schuld; heil 5. Viel mangelt zwar noch mein verwundetes Gewissen mir; doch, Gütigfter, von dir mit Troft an deiner Bater: kommt jede gute Gabe, die huld. Ich will mit Ernst die ich noch nöthig habe. Du 4 wirft 104 Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. wirft mich unterstügen, und wie ist mein Gemüthe seliger in Versuchung schüßen. Empfindung voll, voll von deiner Güte.du 6. Wie unerschrocken ruht das Herz in deiner Hut! du hast ja selbst verheißen, nichts folle mich entreißen dir, dem ich angehöre, folg ich nur deiner Lehre. 4. Dann darf ich mit 3u: dem versicht nach Himmel blicken! meine Leiden fühl ich nicht, wie sie mich auch drükken. Hoffnung und Zufrieden: heit wohnen, mir im Herzen, tröften, und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! so jauchz fo jaudz ich dann; wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ichs rühmen kann: mein ist deine Gnade! dir ist meine Wohl= fahrt werth; du, der mir das Leben schenkte, wirst auch, was mich nährt und erfreut, mir geben. 6. Jesus ift nach deinem Rath in die Welt gekommen; alle meine Missethat hat er 7. Der du mein Herz ge= wannst, Gedanken lesen kannst, vor dem ich dankbar weine! du siehest, wie ichs meine, du fiebeft mein Bestreben, dir würdiger zu leben. 8. Herr, deß ich ewig bin, gieb mir den festen Sinn, das alles stets zu meiden, was mich von dir kann scheiden: so leb ich dir, und erbe den Himmel, wenn ich sterbe. 15) Glückseligkeit des Chrihilften in diesem Leben. Mel. Christus, der uns selig 2c. 173. De eines Gottes freue dich, dank ihm, meine Seele! Sorget er nicht väterlich, daß kein Gut dir feble? schüßt dich seine Vorficht nicht, wenn Gefahren drauen? ifts nicht Seligkeit und Pflicht, seiner dich zu freuen? 2. Ja, mein Gott, ich hab an dir, was mein Herz begeh: ret: einen Vater, welcher mir, was mir nüst, gewähret: der mich durch sein göttlich Wort hier zum Guten lenket, und mit Himmelswonne dort meine Seele trånket. 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich scheuend liebe, wenn ich redlich dein Gebot und mit Freuden übe; o wie ist mir dann so wohl! weggenommen. Ihm vertrau ich, bet ihn, an, glaub an seiz ne keiden, folg ihm treulich und so kann nichts von dir mich scheiden. 7. Dich, du Trost der Sterb: lichkeit, Heil des bessern Le: bens, himmlische Vollkom: menheit such ich nicht verge: bens! Wenn mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler Jesus Christ mich zu seinen Freuden. 8. Meine Lust an dir, mein Gott, wird dann ewig wahren. Noch so furchtbar sey der Tod, er wird sie nicht std: ren. Willig werd ich mein Gebein der Verwesung geben; denn sie macht mich frei von Pein, führt zum neuen Leben. 9. Gieb mir nur, so lang ich hier in der Fremde walle, das Bewußtseyn, daß ich dir, Herr, Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. -105 Herr, mein Gott, gefalle! 6. Die Güter zu verachten, diese fanfte Freudigkeit, die wonach die Thoren schmachich zu dir habe, sey mein Heil ten, was giebt uns dazu Muth; in dieser Zeit und mein Trost was tröstet Gottes Kinder am Grabe! do! beim Spotte frecher Sünder? ein ruhig Herz, das beste Gut. 7. 3u dir gen Himmel schauen, o Gott, und mit Ver: trauen sich rühmen: ich bin dein; im Glauben der Erldsten sich deiner Huld zu trò: sten, welch Glück, mein Gott, kann größer seyn! 10. Laß die Luft zur Sünde nie dieses Heil mir rauben! rüste selbst mich wider sie mit entschloßnem Glauben. Gieb mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich nimmermehr verliere.m Mel. In allen meinen Thaten 2c. 8. Låßt du mich im Gewis174. Ein ruhiges Gewiffen einst diesen Troft geniesen laß, Herr, mich stets genießen. Denn hab ich dieses nur: so ist für mich in Tagen, wo andre ängstlich za= gen, nichts Schreckliches in der Natur. wenn alles von mir weicht; kann ich dann voll Vertrauen auf dich noch, Va= ter, schauen, so wird mir selbst das Sterben leicht.model 26 9.D laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu! zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung står= ken, daß groß der Lohn im Himmel sey. mein Gewinn? Sollt Leben für Luft der Sünde geben, 175, Gott, ourne find Mel. Sollt ich meinem Gott 2c. durch welchen alle Dinge und dann die innre Pein, mich felber zu verklagen, in meinem Busen tragen? Gott, laß dies ferne von mir seyn! und wirken und vergebn, stårte mich, daß ich dich finge; lehre mich dein Lob erhöhn! Laß mich dich im Stillen to ben, mich, den du voll Lieb und Huld aus den Tiefen ſeiner Schuld zu des Christen Glück erboben! dich erbeb ich immerdar, der mich schuf und neu gebar. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, und dann dein Geist bezeuget, daß ich begnadigt bin, wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Trubsal drucket: wie unschågbar ist 4. Sein eignes Herz bekämpfen und seine Neigung dåmpfen, ist freilich schwere Pflicht; doch wenn wir uns besiegen, welch himmlisches Vergnügen gewährt die Ueber windung nicht. 10000 5. Nichts kann im Wohl= ergehen so unser Glück erhdben, als ein geruhig Herz. 2. Könnt ihr die Gestirne zählen; Gottes Gnade zählt ihr nicht. Er errettet unfre Das schafft uns innre Freu: Seelen, ist ihr Lohn, ihr Schild den, vermindert auch im Lei- und Licht. Wenn wir mit den durch seinen Trost den größten Schmerz. ustig den Eitelkeiten, mit den Rei zungen der Luft, mit dem Feind 65 in 106 Glückseligkeit des Chriften in diesem Leben. in unsrer Brust, wenn wir mit 2. Mein Leben ist ein furdem Tode streiten; dann hilft zer Streit, und herrlich ist er der Schwachheit auf, und die Krone. Das Glück der erleichtert Kampf und Lauf. wird mir ganzen Ewigkeit zum frohen Lohne. Der du für mich den Tod geschmeckt, durch deinen Schild werd ich bedeckt; was kann mir denn nun schaden? 3. Wenn uns Welt und Freunde meiden, weil wir ihre Freuden fliehn, dann giebt er uns seine Freuden; unser Herz empfindet ihn. Kann ich größres Glück begehren? Ewi- 3. D Herr, du bist mein ger, hat dich mein Herz; o so ganzer Ruhm, mein bester wird es ohne Schmerz den Troft auf Erden; in jener Besig der Welt entbehren. Welt mein Eigenthum; was Alles Andre wird mir klein kann mir größers werden? gegen deine Gnade seyn. Von fern glångt mir mein 4. Wenn mich Leiden nie: Kleinod zu; du schaffst mir derdrücken, nehm ich sie als nach dem Streite Ruh, und Wohlthat an von der Hand, reichst mir meine Krone. die nur beglücken, aber nie= 4. Herr, lenke meines Gei= mals schaden kann. Du bestes Blick von diesem WeltLohnst mir meine Schmerzen getümmel auf dich, auf mei mit der Seele Heiterkeit, und ner Seele Glück, auf Ewigversüßest alles Leid durch die feit und Himmel. Die Welt sichre Ruh im Herzen, die mich mit ihrer Herrlichkeit vergeht, stets mit Muth belebt, über und währt nur kurze Zeit; im allen Schmerz erhebt. Himmel sey mein Wandel. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, geh ich diesen rau hen Pfad, doch ich weiß, er führt zum Leben, das nicht leid, Gefahr nicht hat. Soliten mich der Erde Freuden, sollte mich der Sünder Spott und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe scheiden? raubt ich meine Krone mir? Nein, ich leb, ich, sterbe dir! Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 176. ch weiß, an wen mein Glaub sich hålt, kein Feind soll mir ihn rauben. Als Bürger einer bessern Welt leb ich hier nur im Glauben. Dort schau ich, was ich hier geglaubt; wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in Jesus Händen. 5. Jet, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag er: scheint, dann werd ichs froh empfinden. 6. Jm Dunkeln seh ich hier mein Heil, dort seh ichs klar und heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil; dort hebt mein Geist sich weis ter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich einst vollkommen schmücktet. 7. 3u diesem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft, wer will mich von Glückseligkeit des Chriften in diesem Leben. 107 soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. mir be: 5. Weicht, ihr Eitelkeiten, die nur Schmerz bereiten! Thoren täuschet ihr. Gün: den, eure Freuden, will ich meiden, mir, fliehet fern Ueppigkeit, Stolz, Schmähsucht, Neid, wird von euren Ketten måchJesus tig mich erretten. 6. Schweiget, bange Kla gen! sollt ich je verzagen? Ist nicht Jesus mein? Jeden, 177. eu, meine Freude! der ihn liebet, muß, was erst im erfreun. von dir scheiden? Du zeich nest mich in deine Hand; ich bin dir, Herr, du kannt. Mein sind des Him: mels Freuden. 8. Wie groß ist meine Herr: lichkeit! empfinde sie, o Seele! ewig Vom Tand der Erde unent: von weiht, erhebe Gott, o Seele! der Erde glänzend Nichts ver: geht, nur des Gerechten Glück besteht durch alle Ewigkeiten! In eigener Melodie. itu Leide! meines Herzens Theil! deine Mittlertreue macht, daß ich mich freue deiner, Herr, mein Heil. Hab ich dich, wie reich bin ich! dhne dich kann ich auf Erden nie recht glück= lich werden. Hab ich hie viel Angst und Müh; Jesu, auch im bångsten Leide bleibst du meine Freude. Mel. O Ewigkeit, du Donn. zc. ift 178. Mmeines Lebens deinem 2. Unter deinem Schirme können feine Stürme mir erschrecklich seyn. Laßt auch Felsen splittern! laßt den Erd: Freis zittern und den Einsturz draun. Was ists mehr? rings um mich her mögen Wetter furchtbar stürmen, Jesus wird mich schirmen. 3. Nicht des Grabes Höhle 2. Du haft dem sterblichen schrecket meine Seele; nicht Geschlecht zu deiner Ewigkeit das Weltgericht. Nichts kann ein Recht durch deinen Tod meinen Glauben, kann mir erworben. Nun bin ich nicht Jesum rauben; er verläßt mehr Usch und Staub, nicht mich nicht. Und bewacht durch mehr des Todes ewger Raub! feine Macht, kann ich, bei du bist für mich gestorben. der Feinde Toben, Gott mit Mir, der ich dein Erlöfter Freuden loben. bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn.i 4. Lockt nur, Gold und Schage! Ehre sey der Gdge der betrognen Welt! Mich follt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhålt. Elend, Notb, Kreuz, Schmach und Tod Rub, und führt mich Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach, gieb mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube. Tief pråg es meinem Herzen ein, welch Glück es sey, ein Chrift zu seyn. 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ, mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmer: zen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: ich leide 108 Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. leide nicht vergebens. Gott| sollt ich es nicht lieben! Er: felber mißt mein Theil mir halte ftets mein Herz dabei, zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Rub. bo so preis ich ewig deine Treu. dieser Zeit, mir, der ich jener 4. Was send ihr, Leiden 179. Mifter, Friede baMel. Wer nur den lieben Gott 2c. Herrlichkeit mit Ruh entge: gen schaue? Bald ruft mich Gott, und ewiglich belohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue; bald, bald verschwindet aller Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz duis thin ben, und deiner Huld versichert seyn, das ist die größte aller Gaben, die je des Menschen Herz erfreun; das bleibt auch in der Ewigkeit die Quelle der Zufriedenheit. 5. Bin ich gleich schwach, so tran ich doch nicht mehr der Sünde schåndlich Joch in meinem Lauf auf Erden. Die Tugend ist mir süße Pflicht; und wenn ich gleich hienieden nicht ganz werde, o ist mein Troft, Gott bat Geduld, und ftraft mich nicht meiner Schuld. 2. Wovor darf meiner Seele grauen, wenn du, Gott. mir nicht schrecklich bist? Kann ich getroft auf dich nur schauen, dem alles unterwor fen ist, so seh ich auch mit heiterm Sinn auf alles andre rubig sadd 3. Verklagt mich denn auch mein Gewiffen, for weiß ich, du erlieg unter Kümmernissen, so steht doch mein Vertraun zu dir, daß du die Leiden dieser Zeit ſelbst lenkst zu meiner Selig: feit. Sama an 4. Froh seh ich deinem hd: hern Segen, den deine Hand in jener Welt den Deinen aufbewahrt, entgegen, und wenn mein Leib in Staub zerfällt, so zagt mein Herz doch darum nicht; denn du bist meine Zuversicht. 15. Mein Heil steht bloß in deinen Händen, und dein ift, Vater, alle Macht, mir jedes Gute zuzuwenden, das deine Huld mir zugedacht. Nur du vollfübrst stets deinen Rath. Wohl dem, der dich zum Freunde bat! 6. Dies ist das Glück der reinen Seelen, die sich mit Ernst vor Sünden scheun, nur dich 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Mitt: ler, aus der Angst, die ich verdient, geriffen. Dir, dir verdank ich meine Ruh; du beilest meine Wunden zu, du stillest mein Gewissen; und fall ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf.. 37. Gelobt sey Gott! ich bin ein Christ, und seine Gnad und Wahrheit ist an mir auch nicht vergebens. Ich wachs' in meiner Heiligung, ich spüre täglich Besserung des Herz ens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft den neuen Menschen in mir schafft. 8. Dank sey dir, Vater, Dank und Ruhm! mich lehrt dein Evangelium feft glauben, Liebe üben. Es macht mid) ruhig und erfreut, führt mich zur wahren Seligkeit; wie Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 109 dich zu ihrem Troft erwäh:| 4. Ich sehe mit Zufrieden: len, und vor dir recht zu thun, heit der künftgen Welt ent= sich freun. Wer dich mit sol: chem Sinnoverehrt, der ist dein Freund, der ist dir werth. 7. Der hat dich auch in allen Fällen gewiß zum Trost, und kann sein Herz in dir, o Gott, zufrieden stellen bei jeder Sorg, in jedem Schmerz; dem wird zum ewgen Wohl: ergehn unfehlbar deine Lieb erhöhn. dola12 gegen; fie giebt mir Muth und Freudigkeit auf allen meinen Wegen. Denn dort macht selbst, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menschen kund; da wird der Fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil, ein unverlegt Gewissen, des Lebens aller: 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, um deiner Gnade mich zu freun, nach einem reinen Herzen strebe, und präg es mir aufs tieffte ein; kein größres Glück sey auf der Welt, als wenn man dir, Gott, wohlgefällt. beßtes Theil, zu haben sey befliffen. Mit dir, Gott, ausgeföhnt zu seyn, dein heilig Recht nicht zu entweihn: das ser mein größter Eifer. 6. Gieb, daß ich des Gewissens Spruch als deine Stimme ehre, und immer aufmerksam genug auf ſeine Warnung hdre. Erinnerts an meine Schuld, so Mel. Es ist das Heil uns 2c. mich 180, welch ein unfchaßlaß mich, Bater, deine Huld, bares Gut ist doch voll Reu und Glauben suchen. ein gut Gewissen! hab ich nur das, so hab ich Muth, wenn andre zagen müssen. Dann zittert meine Seele nicht; mich schreckt kein Tod und kein Gericht, ich habe Gott zum Freunde. 2. Bin ich mir deiner Huld bewußt, und, Gott, bei dir in Gnaden, so wohnet Nuh in meiner Brust, und wer will dann mir schaden? Ich seh auf dich in aller Noth, womit die Zukunft mich bedroht; mich tröflet deine Liebe. u 3. Trifft mich auch hier zu: weilen noch das Gift der lå sterungen; wird meines Her zens Ruhe doch dadurch nicht ganz verdrungen. Weißhich nur mein Gewissen rein, und flieh ich auch den bösen Schein, wirst du mich schon beschügen. 7. Mit deiner Gnade tröste mich, und stärke meine Seele, daß sie vor Sünden hüte sich, und nie aus Vorsag fehle: denn wer nur reines Herzens ift, hat immer dich, durch Jesum Christ, Allwissender, zum Troste. md 181. C Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. chon hier lebt se: lig und vergnügt, wer Gottes Wege geht, die schnöde Lust der Welt besiegt, fest in Versuchung steht. 2. Sein Theil ist hier Zufriedenheit, die im Gewissen wohnt, wenn sichs des hohen Beifalls freut, womites Gott belohnt. nor 3. Noch größrer Lohn er: wartet ihn in jener Ewigkeit, wenn er mit gottergebnem Sinn 110 Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. and Sinn gethan, was Gott ge-| ableiten; bleib du nur mein beut. höchstes Gut! Hilf mir den Betrug der Sünden sehn und standhaft überwinden; gieb mir dazu Kraft und Muth.mys 4. Herr, laß mit allem Ei: fer mich den Weg der Wahr: heit gehn, so werd ich einst im Himmel dich zu meiner Wonne sehn. Mel. Alles ist an Gottes Seg. 2c. 182. Vate ater, den mein Herz verehret, dem mein Leben angehöret, heilig sey mir dein Gebot: über alles dich zu lieben, deinen und dir treu zu seyn, o Gott. 2. Ohne dich ist doch kein Friede; und die Seele sehnt sich in de nach dem Blendwerk dieser Zeit. Ihren Durst kannst du nur stillen; ihren Wunsch wirst du erfüllen, hier und auch in Ewigkeit. 3. Gieb, daß schimmernd Glück der Erde nie für mich ein Fallstrick werde; deine Huld sey mehr mir werth. Sie nur ist das Glück der Seelen, und das werd ich nicht verfehlen, wenn mein Herz dich findlich ehrt. Willen gern zu üben, 183. 4. Frieden werd ich im Gewissen, hier den Himmel schon genießen, lieb ich herzlich dich allein; such ich, Vater, mehr, als allen, such ich dir nur zu gefallen, so sind deine Freu: den mein. 7. Lenke, Vater, mein Be= streben hin zu einem bessern der Zeit mich am Ewigen erLeben: lehre mich schon in gogen, hier den Werth der Dinge schågen, wie einst in der Ewigkeit. 5. Kann ich, wenn mich andre haffen, Gott, mich nur auf dich verlassen, und verdammt mein Herz mich nicht; 0 so bin ich voller Freude, und verlier, auch wenn ich leide, nicht den Muth zu meiner Pflicht. 6. Laß den Reiz der Eitel: feiten nie von dir mein Herz In eigener Melodie. on Warum follt ich men? hab ich doch Christum noch, wer will den mir nehmen? wer will mir den Him: met rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? 2. Hülflos kam ich in dies Leben, da es mir ward von dir, Herr, zuerst gegeben. Auch dann nehm ich von der Erde nichts mit mir, wenn von hier ich einst scheiden werde. 3. Was ich hab, Leib, Seel und Leben, ist nicht mein; Gott allein hat es mir gege: Soll ich es ihm wieder: nehm ers hin; zum wird mir eiges ben. geben, Gewinn Leben. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Ungst und Pein, sollt ich drum ver= zagen? der sie schickt, der wirds auch wenden; er weiß wohl, wie er soll alles Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt, sollt ich jest nicht auch etwas tragen? Gott, mein Vater, schlägt mit Maaßen; er, mein Licht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Un: Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 6. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, seinem Gott vertrauen. Was sollt er zu schrecklich finden? auch den Tod hilft ihm Gott freudig überwinden. 7. Kann mich doch der Tod nicht tödten: nein, er reißt meinen Geift aus viel tausend Nothen; endigt dieses Lebens Leiden, und giebt mir einst dafür dauerhafte Freuden. 8. Dann kann mich nichts mehr verlegen, frei von Schmerz wird mein Herz sich an Gott ergoßen; hier ist doch kein Glück zu finden, welches bleibt; wer nur glaubt, wird es dort empfinden. 9. Was sind dieses Lebens Güter? Unbestand, eitler Janh, Kummer der Gemůther. Dort, dort sind die ed len Gaben, da mein Hirt, Christus wird mich ohn En= de laben. 10. Herr, mein Hirt, Quell aller Freuden! du bist mein, ich bin dein; niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, in den Tod gegeben. 11. Du bist mein, weil ich à kist meir dich faffe, und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich bin gelangen, wo du mich, und ich dich ewig werd umfangen. 111 2. Ich bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott ge= recht und heilig ist; mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Chrift, des göttlichen Berufes werth, der mich zum Himmel wandeln lehrt. 3. Getroft wag ichs vor Gott zu treten, und ihn, voll Glaubensfreutigkeit, als meinen Vater anzubeten, der, was ich habe, mir verleiht, und jedem Heil uud Segen. giebt, der ihn von Grund des Herzens liebt. 4. Mit Muth trag ich des Lebens Leiden, Verfolgung, Låstrung, Schmach und Hohn; denn des d Gewissens innre Freuden sind süßer, als der Menschen Lohn, und was kann höhern Troft verleihn, als ohne Schuld im Leiden seyn? 5. Ich eile mit gefestem Schritte des Lebens letter Stunde zu. Es falle dieses Leibes Hütte, so geh ich ein zur wahren Rub; indem mein Geist, der Gott seinem Ursprung sich erhebt. gelebt, zu 6. O Seele, darum sey beme flissen, daß unverrückte from= Treu dir immerdar ein gut Gewissen und Glaubenszuversicht verleih; und du, mein Gott, regiere mich! denn was vermag ich ohne dich? Mel. Jesu, meine Freude, 2C. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 185. Wie getroft und 184. Wenn ich ein aut Gewiffen habe, so hab ich große Seligkeit. Es ist des Himmels beßte Gabe, das höchste Glück in dieser Zeit; in Freud und Leiden giebt es hier die wahre Ruh der Seele mir. beiter, Herr, mein Licht und Leiter, machst du meinen Geist, der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen, und so gern erfreust! Niemals wird bei dir, mein Hirt und Beruhiger der See: len, mir Erquickung fehlen. 2. Dei 112 Glückseligkeit des Christen in diesem Leben. 2. Deinem Rath ergeben, auch die Ehren, die die Welt freu ich mich zu leben; was bethören, Traum und Eitel: du willst, ist gut. Nichts ver: keit? Du erfreust des Menmag ich Schwacher; du, mein schen Geist; Herr, du willst, Seligmacher, rufest mich mit Muth. Wenn die Welt er: hebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrecken, wirst du mich bedecken. die dich verehren, ewig wieder ehren. 3. Ich kann ohne Grauen Gråber vor mir schauen; mein Erlöser lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Urm erhebt. Todestag, dein Schrek: 8. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden; und was hoff ich dort? unbe: grånzte Beiten voller Seligkei: ten hoff ich. Auf dein Wort sind sie mein, durd) dich als lein; bleib ich dir getreu im Glauben, wer kann sie mir rauben! kan mag eines Frevlers Herz 9. Voll von deiner Güte erschüttern; ich will nicht er: frohlockt mein Gemüthe, Gott, mein zittern. Dieser Heiland, dir. Geist der Freuden stårke mich im Leiden; weiche nicht von mir! laß mich so beberzt und 4. Auch in mir ist Sünde, doch ich überwinde sie, gestärkt durch dich. Sink ich oft noch nieder; du erhebst frob einst durchs Thal des mich wieder, du begnadigst Todes dringen, dort dein Sob mich. Deine Huld tilgt mei: zu singen. ne Schuld, nie läßt du reu: vollen Seelen dein Erbarmen fehlen. Mel. Wie schön 186. 20 elinkeit, o Gott ie leuchtet der 2c. groß unfre Prüfungszeit, Beschwerden, 5. Daß ich Gott erkenne, frob ihn, Vater, nenne, und schon in der selbst unter viel mich ewig ſein, daß ich bier wenn unfer Herz fich dir er am Grabe Troft und giebt, in deinem nung habe, dank ich dir al- Dienst sich übt! Wie groß lein. Daß dein Geist mich wird sie einst werden? wenn unterweist, und mich führt sich herrlich jenes Leben wird auf deinem Pfade, dank id) anheben, wo man Freuden deiner Gnade. erndtet von der Saat der Leiden. 6. Würdig dir zu leben, dies sey mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! die Welt vergnüget, o Gott, das gnüget meiner le nicht, Hab ich dich, wie gern will ich das, wonach die Gitlen trachten, reich in dir, verachten. 2. Schon sind wir göttli freuen Waschen Geschlechts und mein uns des hohen Rechts, daß See. wir dich Vater heißen. Bei dir ist unser Vaterland; und wer will deiner starken Hand, Allmächtger, uns entreißen? Wenn wir gleich hier müssen 7. Macht ein Gut der Er- streiten, und zu Zeiten Schmach de, daß ich glücklich werde durch empfinden, hilfft du uns doch Zufriedenheit? Sind nicht überwinden. 10? 3. Du Vom Tode. 113 unsterblich werde, entschwing ich mich der Erde, und geh zum Himmel hin. 3. Du deckest unsre Schul: den zu, schenkst unfern Seelen wahre Ruh und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm; wir sind sein Volk und Eigenthum und Gruft; mich hebt zu böhrer Schaafe feiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Be: schwerden unfre Seelen; Herr, was kann bei dir uns fehlen? 3. Nicht mich, nur meine Bürde, verschließt die finstre Würde mein Vater, der mich ruft. Er ruft mich durch den Tod! der reißt die Sündenglieder, die morsche Hütte, nieder; mich selbst führt er zu Gott. 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns wiederfährt, verborgen hier auf Erden; doch wenn der Herr, vor aller Welt in Ma: jeftåt Gericht einst hält, dann wird er sichtbar werden. Als dann fieht man ihn mit Kro: nen uns belohnen, und die Sei nen ewiglich mit sich vereinen. 5. Wie glücklich, Gott, find wir alsdann! Wie viel hast du an uns gethan! laß uns unsre Würde vor Augen haben jederzeit; so tragen wir mit Billigkeit der kurzen Lei: Herr, gieb den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und im Leben uns dir herzlich zu ergeben.. den Bürde. 4. Ich, der Gefahr entron: nen, geh aus dem Kampf her: vor; hoch über alle Sonnen hebt mich mein Glaub empor. Da tret ich in die Reihn der Engel, meiner Brüder; in ihre hohen Lieder stimm ich mit Jauchzen ein. 2. Für seines Reiches Erben bat Jefus mich erklärt. Was fürcht ich mich zu sterben, wie er mich sterben lehrt? Mir ist der Tod Gewinn! Daß ich Throne mit Huld auf mich 5. Gott schaut von seinem herab, dem er in seinem Soh ne das Recht der Kindschaft gab. In seiner Ewigkeit wird er mit größern Freuden die sich ihm geweiht. Auserwählten weiden, die hier 6. Die Leiber seiner Frommen sind Saat, von ihm ge= fåt; die Freudenzeit wird kom men, da reif die Erndte steht. neues ewges Leben auch meiDann wird der Erndtetag ein nem Staube geben, der tief 16) Vom Tode. Mel. Von Gott will ich nicht 2c. er legte meiner 187. Dan it mir viel im Tode lag. leicht nicht fern. O dann wird meine Klage ein Lobgefang dem Herrn! Vollbracht ist dann mein Lauf; ich trete zu dem Throne, und Gott fest mir die Krone der Ueberwin: der auf. 7. Mit dir steb ich im Bun= de, Herr, meines Lebens Fürst, der du mir einst die Stunde des Todes senden wirst. Erhalt mich stets bereit im Glauben deiner Frommen, bis einst die Zeit wird kommen, die mich und sie befreit. 8. Dann geh ich frei von Kummer, des Todes dunkle Bahn; mir bricht nach kurzem Schlummer ein ewger Morgen $ p an. 114 an. Heil mir! er ist nicht Met. O Ewigkeit, du Donn. 2c. fern, der leste meiner Fans 189. Jen mer in er alle Klage wird Lobgesang dem Herrn. deiner Macht; du baft mich an das Licht gebracht, und du erhältst mein Leben. Du kennest meiner Tage Zahl, weißt, wenn ich diesem Sammerthal einst gute Raht muß geben. Bo, wie und wann ich sterben soll, allwissender, das weißt du wohl. dig Vom Tode. Mel. Herzlich thut mich verl. 2c. 188. En Gottes Rath er geben, verlaß ich gern die Welt; ich geh zum beffern Leben, sobald es ihm gefällt. Was wärs, das mich betrübte? Dort schau id ewig den, den meine Seele liebte, noch eh ich ihn gesehn. 2. Er ruft, zur Zeit der Schmerzen, uns voll Erbar: men zu: Kommt her, beladne Herzen, zu mir, und findet Ruh! Dies Wort aus deinem Munde laß Herr, mich zu er: freun, in meiner lesten Stunde mir Geist und Leben seyn. 3. Mit dir muß mir es glük ten, den Kampf zu überstehn. In gläubigem Entzücken laß meine Seele fehn, wie du zum Heil der Sünder einst mit dem Tode rangst, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangst. 4. Der frohe Siegsgedan fe: wo ist dein Stadel, Tod? stårk mich, daß ich nicht wan: ke in meiner Todesnoth! So ist, ob ich gleich sterbe, doch Sterben mein Gewinn. bin des Himmels Erbe; dein Wort fagt, daß ichs bin. Ich 5. Du schreibst ins Buch des Lebens auch meinen Namen ein; dein Blut kann nicht vergebens für mich vergoffen feyn. Dir trauet meine See: le; dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele, der du die Liebe bist. 2. Wen hab ich, Herr, als dich allein, der einst in meiner legten Pein mit Troft mich kann beleben? Wer blickt voll Huld mich Schwachen an, wenn nun kein Mensch mir helfen kann, wenn Freunde um mich beben? Wer schafft der trüben Seele Licht? Thust du es, o mein Heiland, nicht. 3. Mich důnkt, schon lieg ich kraftlos da, dem legten Augenblicke nah, von Todes: angst-befallen. Der Sinnen Kräfte laffen nach, Gehör und Augen werden schwach, kaum faan die Zunge lallen; doch des Gewissens Stimme fpricht noch laut genug: Gott hält Gericht. mi do 012 4. Ich bör des Richters Stimme schon, seb richtend ihn, und vor dem Thron die Volker alle stehen. In seiner Hand ist Heil und Fluch; unwiderruflich ist fein Spruch, Nur seiner Frommen Loos ift ibn bintertreibt kein Fleben. Heil; Verdammniß bleibt der Sünder Theil. 5. Nicht Stand und macht erretten dann; umsonst beut sich ein Bruder an, den Bruder zu erlösen. Nach dem, was jeder hier gethan, wird jeder bort den Lohn empfahn; kein Schein hilft dann den Bösen. Ber: Vom Tode. Verschwendern ihrer Gnaden: zeit folgt Unglück in der 06. Drum fleh mich, Herr, mein Heiland, dir, erleuchte mich, damit ich mir nichts Bdfes je verzeihe. Ertalte mich im Guten treu, daß ich, vom Joch der Sünden frei, ganz deinem Dienst mich weihe: so geh ich voller Zuversicht hier in den Tod, dort vors Gericht. 1 7. O Menschenfreund, dein theures Blut floß auch für mich, dies giebt mir Muth, weil ich nun dir gehöre. Doch fållt in meiner Todespein mir noch ein banger 3weifel ein, tilg' ihn zu deiner Ehre, und nimm dich meiner huldreich an; du bists, der Schwache stårken kann. 8. Ja, ja, du meines Lebens Heil! ich nehm an deiner Wonne Theil, darf Himmelsfreu: den hoffen. Nun sieg ich über Angst und Nott), ſeb' nun mit Ruh den naben Tod, das finstre Grab schon offen. So lang ich lebte, war ich dein; dein werd ich auch im Tode seyn. Mel. Vater unser im Himm. 2c. ch füble, daß ich 190. ht 115 3. O Thorheit, hätt ich mich verkannt, und nach der Erden: güter Zand, nach großem Ueberfluß gegeizt, und, von dem niedern Stolz gereizt, dem schnöden Prunk der Eitelkeit mein Herz und mein Bemühn geweiht! 4. Wie viele nimmt dies Blendwerk ein! Herr, laß es ferne von mir seyn. Ich über: gebe ganz mich dir; hier bin ich, es geschehe mir nach deiner Weisheit besserm Rath, die nur mein Heil zur Absicht hat. 5. Der Mensch, der aufge= blasne Thor, schreibt kindisch dir oft Weisheit vor. Du liebst ihn mehr, als er sich liebt; doch wenn ihm deine Hand nicht giebt, was seinem Wahne glücklich scheint, fo denkt sein Herz, du seyft sein Feind. 6. Der dich gemacht hat, Erde schránket fich des Hochsorgt für dich; nicht auf die ften große Absicht ein. Du follst, Mensch, unsterblich seyn. Dies Leben ist ein Uu=genblick; ein Frühlingstraum, sein långstes Glück. 0 7. Gedanke der Unsterblichkeit! du hebst uns über Welt und Zeit. Erfülle meine ganze Brust, wenn mich die Lockung falscher Luft vom Guten abzuführen strebt. Wohl dem, der hier der Tugend lebt! 2. Wenn man ins finstre 8. Die Rosen um der Lafter Grab mich senkt, und meiner Haupt verblühen, eh ihr Sklav bald nicht mehr gedenkt; so es glaubt. Ihr schåndlicher bleibt, was irdisch ist, zurück, Genuß entweiht und dauert und hätte gleich der Erde Glück doch nur kurze Zeit. Nur Freu: mich hier beständig angelacht, den, die der Himmel nährt, und glänzend vor der Welt find meiner ganzen Sorge gemacht. merth. $ 2 9. Gieb Leben welkt, wie Gras, dahin. Wer weiß, wie unerwartet bald des Höchstens Ruf an mich erschallt: Mensch, kehre wie: der in den Staub! Wie leicht bin ich des Todes Raub! 116 Vom 9. Gieb mir, o du, der ger ne giebt, ein Herz, das nur das Gute liebt. Mach andre groß, 0 Gott! ich sey ver: gnügt und meiner Pflicht ge treu, ein Mensch, der dir ge= fällig ist, ein wahrer Weiser und ein Chrift. Tode. dieser Welt zu scheiden, fo fey mit deiner Hülfe nay, du treuster Freund im Leiden! Nimm du dich meiner Seele an; dir übergeb ich sie alsdann, o Jefu, mein Erlöser! 2. Ist meine Sündenschuld vor mir, drückt ihre Last mich nieder, so ist mein Seufzen, 191. denk in meiHerr, vor dir, und du erhebft Ich mich wieder. ner tiefen Noth an deine Lie be bis zum Tod; die, die wird mich erhalten. Die Mel. Komm, Gott Schöpfer 2c. ch weiß, mein En de nahet sich. Mit die jedem Pulsschlag rückt Beit, die oft so ungenügt ver: strich, mich nåher hin zur Ewigkeit. 2. Herr, lehre mich der Stunden Werth, die du mir zugezählt, verstehn: laß kei: ne, die mir noch gehört, aus Leichtsinn ungenugt vergehn. 3. Und wenn, von dir geordnet, dann die richterliche Stund erscheint; so nimm dich meiner Seelen an, du, mein Erlöser und mein Freund. 4. Verleihe Sterbens- Klugheit mir! Von Eitelkeiten abgewandt sey meine Seele ganz bei dir, der für mich starb und auferstand. 3. Ich bin an deinem Leib ein Glied; des tröst ich mich von Herzen. Erbarmer, der mich leiden sieht, du linderst. Und sterb meine Schmerzen. ich nun, so sterb ich dir; ein ewges Leben haft du mir durch deinen Tod erworben. 4. Du, Herr, erstandst, so werd auch ich nicht in dem Grabe bleiben; dein Leben, Herr, deß freu ich mich, kann Todesfurcht vertreiben. Wo du bist, da komm ich auch hin, daß ich bei dir stets leb und bin, drum geh ich hin mit Freuden. 5. Dein bin ich, dein in Emigkeit; mich soll das Grab nicht schrecken. Da rub ich, und nach kurzer Zeit wirst du mich auferwecken. Dann will ich dir, 0 Gottes Sohn, du Menschenfreund, Thron vor deinem Freudenthránen mit danken. 5. Mich stårkt, ob auch mein Herz erbebt, das felfenfeste Glaubenswort: Ich weiß, daß mein Erldser lebt: sein bin ich ewig hier und dort. 6. Es sey mein herzlicher Entschluß, mein Leben mei: ner Pflicht zu weihn, und bei zufriedenem Genuß mich dank= bar Gottes zu erfreun. 7. Mein Ende komm früh Mel. Chriftus, der ist mein 2c. oder spåt, wie es mein weiſer 193. Meinen eten, reißt Bater schickt, in dessen Hand main Leben steht; ich weiß, daß mirs mit Jeſu glückt. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 192. tunde ba, von selig. ft auch meine auch der Tod mich hin. Was follt ich ängstlich beben? Der Tod ist mein Gewinn. 2. Wer an ihn glaubt, wird Dies Wort steht ewig fest; Vom fest; die Freuden sind unzählig, die es mich hoffen läßt. 3. Drum geh ich einst in Frieden, zu dir, o Jesu Chrift; von dir stets ungeschieden, der du mein Bruder bist. 4. Du kennest meinen Glauben, und keine Furcht noch Pein soll mir dies Kleinod rauben; ich bin und bleibe dein. 5. Durch ihn bin ich gereinigt, durch ihn mit Gott versöhnt, durch ihn dir fest vereinigt, und bald mit Preis gekrönt. 6. Wer kann dich gnug erhe: ben? du haf Sohn Gottes, dich für uns dahin gegeben, und, wohl mir! auch für mich. 7. Geheilt ist nun mein Schade: im Himmel ist mein Theil. Otheure hohe Gnade: o unaussprechlich Heil. 8. 3u dir, Herr, will ich fle: hen, so lang ich lallen kann; du kannst mein Innres sehen, und nimmst auch Seufzer an. 9. Du selber hilfft mir ringen, allmächtig hilfst du mir, ins Leben durchzudringen; und dann bleib ich bei dir. 10. D'wohl mir! ich vollende vielleicht Tode. 117 3. Die Blume pranget und fållt ab; so blüht der Mensch, und sinkt ins Grab. Nicht Jugend schüßt, nicht Stand noch Geld; nichts in der Welt ist, was ihn davor sicher stellt. Me Mel. Herr Jesu Chrift, 2c. bald meinen Lauf, und geb in deine Hände den 195. Jesu Chriſte, GotGeist; du nimmst ihn auf. tes Sohn! der du erlittest Angst und Hohn, für mich den Tod am Kreuze starbſt, und mir des Er thut, was er mir heilsam fand! Er zählte ja, so wie mein Haar, mir, eh ich war, auch meine Lebensstunden dar. 4. Wer rüstet mich mit Muth und Kraft aufs Ende meiner Pilgerschaft? und wer beruhiget mich hier? Allein von dir, o Herr, kommt Muth und Ruhe mir. 5. Du bringst mich, bin ich nur bereit, zum sichern Glück der Ewigkeit, wo man des kurzen Grams vergißt, wohin, Herr Christ, du selbst voran gegangen bist. 6. Froh werd auch ich, wenns dir gefällt, ein Bürger deiner bessern Welt; dann sag ich dem, der um mich weint: Gott ist der Freund, der uns einst wieder froh vereint. 7. Den Trost, o Jesu, dank ich dir; du brachteft ihn vom Himmel mir. Du hast vera sichert: Ihr send mein; auch ihr sollt seyn, wo ich bin, und euch ewig freun. Mel. Ich hab mein Sach 2c. 194. Mein Leben steht erwarbft. 2. 3war nüß ich mit Zufriedenheit die Tage meiner Sterb: lichkeit! denn du versüßest sie, o Gott! doch Müh und Noth find ihr Gefolg und dann der Tod. 2. Ich bitt, um deiner To= despein wollst du mir Sünder gnädig seyn, wenn ich einst komm in Sterbensnoth, und ringen werde mit dem Tod. 3. Wenn dann mein sterbend Auge bricht, und meine 3unge nicht mehr spricht, mein stockend Blut sich kaum bewegt, und kaum das matte Herz mehr schlägt. $ 3 4. Wenn Tode. centbunden, und is ewig alles Jammers los. Ihre Freuden sind unendlich; ihr Gott wird ihr als Gott recht kenntlich, und seine Majestät recht groß. Gott ist ihr Lobgesang. Ganz Freude und ganz Dank, jauchzt fie entzückt vor seinem Thron im höhern Zon: Gelobt sey Gott, gelobt sein Sohn! pos 3. Sollt uns noch das Grab erschrecken, da Jesus uns will auferwecken, der selbst vom Tod erstanden ist? Er, das Haupt, kann nicht mehr fter: ben, låßt seine Glieder nicht verderben; auch ich bin sein, bin auch ein Chrift. schreckt mich nicht die Gruft, daraus er einst mich ruft. So wahr er lebt! er nimmt auch mich dereinst zu sich. Erlöste Seele, freue dich! Drum 118 Bom 4. Wenn mein Verstand im Dunkeln irrt, und Menschenhülfe fraftlos wird: laß dei nen Geist dann bei mir seyn, und seinen Trost mein Herz erfreun. 5. Wenn sich die Seel vom Leibe trennt, ſo nimm sie, Herr, in deine Hånd; der Leib ruh in der finstern Gruft, bis einst dein großer Tag ihn ruft. 6. Dann laß ihn fröhlich auf erstehn, und mich dein gnådig Antlik sehn; gedenke nicht mehr meiner Schuld, gedenk an deine Lieb und Huld. 7. Fürwahr, sprichst du, euch fage ich: wer mein Wort hålt und glaubt an mich, der kommt gewiß nicht ins Gericht, und schmeckt den Tod auf ewig nicht. 8. Ja, Herr, mein Heil, ich traue dir, dein Wort erfüllst 4. Ja, du wirst vor Gott du auch an mir, du nimmst mich einst treten, mit frohem Dank zu dir in dein Reich; da lebden anzubeten, den aller Himich dann mit dir zugleich. mel Loblied preist. Dann wird 9. Des freuet meine Seele dich Jesus mit den Freuden fich. Erhöre mich, Herr, gnd: diglich. Laß mich im ganzen Leben dein, dein laß mich auch im Tode seyn! der Auserwählten ewig weis den, und du wirst schaun, was er verheißt. O Tod, was bist du mir? des rechten Lebens Thür; Gott öffnet sie. Herrlichkeit! In Gott erfreut, sing ich ihm Dank in Ewigkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. W arum erbebst du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich umschließt einst seine Höhle; nur deine Hütte finkt hinab. Sie schuf der Ullmacht Wink aus Staub; drum wird sie der Verwesung Raub. 2. Du, zur Unsterblichkeit erlesen, schwingst dich empor fu Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 196. Sterben führet uns zum Leben. Froh: lockt, die ihr euch Gott erge: ben; des Todes Macht ist längst dabin. Nur der Seit 197, wird einst verwesen, der Geist lebt fort und wird genesen, den Frommen ist der Tod Ge: winn. Was ists, das an uns stirbt? Die Sünde nur verdirbt. welch ein Trost! gelobt sey Gott, in Todesnoth! Er hilft den Seinen durch den Tod. 2. Dann ist alles überwunden. Die Seel ist da der East Vom Tode. zu Gottes Licht, und schauft den Ursprung aller Wefen von Ungefichto zurdi Angesicht; be wunderst deines Gottes Macht in arjeners Welten Bau und Pracht. nosodo odi 13. Dann, Seele, wirst du das verstehen, was hier kein Lehrer je erklärt, was hier voll: tommen einzusehen, des Wisfens Trieb umsonst begehrt; dann tauscht dich Bahn und Irrthum nicht, und selbst die Finsterniß wird Licht. 4. Wie könnt ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert? wie könnt ich klagen, da ihn Gott vom Tode wieder fordert. O Hoffnung, daß nach kurzer Ruh mein Leib erwacht, wie groß bist du! und welch ein Troft im Tode! 5. Des Todes Schmerzen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, verachten, und mit getrostem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten; und mich dem Tode freudig nahn, mein himmlisch Kleinod zu em: pfahn, das Jesus mir erworben. Mel. Wie schön leuchtet der 2. 199, 23ie wird mir dann, mein Heiland, seyn, wenn ich, mich deiner ganz zu freun, in die entschlafen werde! Wie froh werd ich dann, ganz befreit von Sünde und von Sterblichkeit, ent fliehen dieser Erde! Freu dich innig, meine Secte, und er= wable schon bienieden, was dir dient zum ewgen Frieden! 2. Besiege denn des Todes Graun, mein Geist, er ist ein Weg zum Schaun, der Weg im finstern Thale. Er sey dir nicht mehr fürchterlich; ins Aller: heiligste führt dich der Weg im finstern Thale. Dort wird dein Hirt nach den Thränen, nach dem Sehnen, dich Erld: nen klagen; laß sie sich mehr sten völlig und auf ewig meiner Bonne freuen. 3. Herr, der 4. Dann wirst du den, ja den erblicken, den hier allein der Glaube sicht; den, dich ewig zu beglücken, nach Gottes Rath am Kreuz ver: schied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott dich hier getrennt von deinem Gott. 5. Wenn nun der Tag des Herrn erscheinet, verläßt dein Leib der Gråber Ruh; zum zweitenmal mit dir vereinet, wird er unsterblich, so wie du. Seele, sittre länger nicht, daß deiner Hütte Bau zer: bricht. 119 3. Mein hingefallner Leib bleibt hier; ihn wird das Grab verschließen! Heil mir! das Grab wird dennoch dir ibn wie: dergeben müssen. Du kommst, Erwecker! deine Macht, die ihn aus Nichts bervorge: bradt, kann auch aus Staub ihn bauen. Mel. Es ist gewißlich an der 2c. 198. 20 enn einst mein sterbend Auge bricht, mein legter Hauch verschwindet, mein Leib erstarrt, und selbst es nicht, daß er ent: schläft, empfindet; wenn um mich, den Entschlummernden, dann alle meine Lieben stehn, und angstvoll mich beweinen; 2. Dann, Vater, nimm ihn auf, den Geist, der freudig zu dir fliehet, der dankbar deine Gute preist, daß er den Tod nicht sichet! dann tröste, die betrübt um mich mit Thrå: trösten. $ 4 120 Von der Auferstehung der Todten. 3. Herr, Herr, ich weiß die| Grabe genug geschlummert Stunden nicht, die mich, wenn habe, erweckst du mich! quan nun mein Auge bricht, zu deinen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Mach mich fertig! Ich befehle meine Seele deinen Händen; laß mich meinen Lauf gut enden. 3. Wie den Träumenden wirds dann mir seyn; mit Jes su geh ich ein zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden find dann nicht mehr! 26 4. Vielleicht find meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert. Bin ich 201. Einft sinkt der Leib von noch weit, so sey mein Leben dir geweiht, bis einst mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir ganz mein Leben zu ergeben, daß ich droben dich ohn Ende könne loben. 5. Wie wird mir dann, mein Heiland, seyn, wann ich mich deiner ganz erfreun, dich dort anbeten werde! Dann bin ich frei von Sünd und Leid, ein Mitgenos der Herrlichkeit, nicht mehr ein Mensch Erde. Preis dir! daß mir durch dein Leiden jene Freuden offen stehen. Ewig will ich dich erhöhen. von 17) Bon der Auferstehung der Todten. 4. Uch! ins Allerheiligste führt mich mein Mittler dann; lebt' ich im Heiligthume, zu seines Namens Ruhme. Hal leluja! disi du Book Mel. Jesus Christus, unser 2c. 200, 2⁰ uferstehn, ja auf erstehn wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh. Unsterblichs Leben wird, der dich schuf, dir geben. Halle: luja! for Mel. Kommt her zu mir, 2c. der Staub zum andern Staub herab, nicht sterblich mehr zu leben; mit freiem Flug' und frohem Blick kehrt der entbundne Geist zurück zu dem, der ihn gegeben. 2. Owohl ihm, war er fromm und gut, wenn er von seiner Arbeit ruht, wenn Thaten ihn begleiten! Wenn er dir ähnlich, Jesu Christ, unstråflich, rein und würdig ist des Glücks der Ewigkeiten! 3. O hohes Glück, vor Gott zu stehn! Freude, Jesu, dich zu sehn, und mit dir deine Glieder! Zu sehen dich in deinem Licht von Ungesicht zu Angesicht, dich, Erster aller Brüder! 4. Wie wird mir dann zu Muthe seyn, wenn alle Tod: ten, Groß' und Klein', vor dir versammelt stehen! Du vor dem Vater mich bekennst, mich rufest, mich bei Namen ennst, zur Freude einzugehen. 5. Befreit und ewig fern von Quaal, getränkt mit Fren: 2. Tag des Danks, der Freu: den ohne 3ahl, Gott immer, denthrånen Tag! du meines immer näher! Ja dann steigt Gottes Tag! Wenn ich im jeden Augenblick, der Seele unaus: Von der Auferstehung der Todten. 121 unaussprechlich) Glück noch zu heben, gingst du aus dei unaussprechlich höher. nem Grab hervor; du lebst, und ich soll leben. Ich glaub es dir und zweifle nicht; dein Wort ist meine Zuversicht. 6. Und aller fel'gen Geister Schaar, und wer auf Erden heilig war, find alle meine Brüder; wen ich hier liebte, find' ich dort, wir kennen uns, undo! hinfort trennt uns kein Abschied wieder himnd 6. In diesem Glauben stårke mich! laß mich den Trost m pfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod kann überwinden. Grab und Ver: 7. Der Seligkeiten, Gott, Maaß und Ziel! hoch über alles 2 Ewigkeit, was ist das ei denn du bist meine Zuversicht. Mel. Was Gott thut, das 2c. freue mich der den dieſer Zeit! Wie nichts 203. Ihren Beit, da sind alle Thränen! dmel. Mir nach, spricht zc. ich werd werd ich auferstehen. Dann in der Herrlichkeit 202. Herr, bu bid meine dich, o mein Heiland, sehen; du bist Zuversicht! du lebst, ich werd auch leben.. Du wirft mir, was dein Wort ver: spricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein Jünger kommt nicht ins Gericht! dies står: ket meine Zuversicht. dann werd auch ich, o Herr, durch dich, vereint mit allen Frommen, zur ewgen Ruhe kommen. 2. Hier geh ich oftmals wei: nend hin, den Saamen aus zustreuen; dort wird der herrlichste Gewinn der Erndte mich erfreuen. Ich leide und verzage nicht; denn du bist meine Zuversicht. 3. Hier trag ich deine sanfte Last und fühle meine Würde; halt auch die Welt, die sie nicht faßt, fie gleich für schwere Bürde. Den Frevler trifft einst dein Gericht, und dann siegt meine Zuversicht. 4. Sink immerhin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu beleben. Nur hier bin ich des Todes Raub; dort werd ich ewig leben. Wie stark ist dieses Trosts Gewicht; wie ficher meine Zuversicht! 5. Mein Heiland! mich zu dir empor aus meiner Gruft 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran, die Stunde der Erldsung; die Stunde, da ich hoffen kann Trost, Freiheit und Genesung; da, Engeln gleich, im Himmelreich mich Ruhe Luft und Leben in Ewigteit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bift! du bifts, an den ich glaube. Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, im Tode richt wird mich dann nicht mit nicht verbleibe. Und dein Ge= Trúbfal, Ungft und Schrecken, so wie die Sünder, decken. 4. Ich hoffe dann mit Freu: digkeit vor dir, mein Haupt, zu stehen, und mit dir in die Herrlichkeit frohlockend ein: zugehen. O hilf mir doch aus Gnaden noch, zum Glück der Ewigkeiten mich würdig zu bereiten. $ 5 In 122 Von der Auferstehung der Todten. In eigener Metodie. 204, efus, meine Zuver ficht, lebt, und ich soll mit ihm leben. Dieses weiß ich; sollte nicht sich mein Herz zufrieden geben? was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht. 8. Seyd getroft und hocherfreut! Jefus fennt euch, feine Glieder. nn Christen, wehrt der Traurigkeit! sterbt ihr, Jesus ruft euch wieder, wenn die Stimm: Steht auf! erschallt, und durch alle Gråber hallt. 919. Lacht der finstern Erden: kluft! blickt hinauf ins beßre Leben! dorthin wird euch aus der Gruft eures Jesu Macht erheben: dann liegt Schwach heit und Verdruß ewig unter eurem Fuß.id mihi d 10. Nur, daß ihr den Geist erhebt von den Lüften dieser Erden, und schon bier dem Hei land lebt, dem ihr dort sollt 2. Jesus, mein Erldfer, lebt, und ich kann ihm sicher trauen, daß er mich zu sich er: hebt; warum ſollte mir denn grauen? åsset auch ein Haupt fein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Id) bin durch des Glaubens Band zu genau mit ihm verbunden; er, er stärkt mit Herzen da binein, wo ihr ewig wünscht zu seyn. dau und muß Staube 205. Mer hat die Macht Mel. Es ist das Heil uns 2. ein lebt! legten Stunden. Selbst im Tode bleib ich sein, ewig seiner mich zu freun. daher werden. 4. Staub bin ich, wiederum zu Das erkenn ich; aber er weckt mich wieder aus der Erden, daß ich in der Herrlich keit um ihn seyn môg allezeit. 5. Da wird mich, statt dieser Haut, ein verklärter Leib um geben, für die neue Welt gebaut, und geschickt zum bes forn Leben; und in diesem Leib feb ich meinen Jesum ewiglich. 6. Dann werd ich im hellen Licht seine große Lieb erken nen, und wie freudig werd ich nicht dann ibn meinen Retter nennen, wenn er von der Eterblichkeit nun auf ewig mich befreit! 7. Mich, der hier noch seufzt des Todes ganz bezwungen, und siegreich aus des Grabes Nacht zu Gott sich aufge: schwungen. Er ist mein Haupt; sein Sieg ist mein, sein soll mein ganzes Leben seyn, und ihm will ich auch sterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hålt, den Tod, o Iefu, schauen. Das ists, was mich zufrieden stellt, wenn mir das Grab macht Grauen. Ich bin getroft und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt: Ich leb, und ihr sollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub, er wird doch sich neu und fleht, wird er herrlich dort wieder leben, und einst aus erböhen; irdisch wird mein Leib gefåt, himmlisch wird er auferstehen; zum Verwesen fällt er ein, dort wird er un sterblich seyn. od der Verwesung gebildet heben; wenn großer Lebensfürst, nun dei: nen Todten rufen wirst, zum Leben aufzuwachen. 4. Mie Von der Auferstehung der Todten. 123 4. Wie froh und herrlich prüft er mich, läßt mir die werd ich dann, vor dir, mein Wahl, Boses oder Guts zu Heiland, stehen! Dann nimmst wählen. Doch werd ich viel du mich mit Ehrens an, um Jahre zählen? oder ruft ein in deiner Reichia zubu gehen. naher Tod mich zu banger Fortbin von keiner Lastbe: Sterbenenoth? schwert, an Leib und Seele ganz verklärt, lebe ich bei dir dann ewig ni uonid bild jul 15. Dwelch ein felig Theil ist mir in jener Welt bereitet! Der Freuden Fülle ist bei dir; von dir, o Herr, geleitet, werd ich in deinem Himmel: reich, unsterblich, deinen En: gelnd gleich, vollkommne Lust genießen. sid nobi 6. Denn wo du bist, da sol: len die, die dir hier folgen, leben, und ewig frei von Schmerz und Müh, von Se: ligen umgeben, genießen bei ne Herrlichkeit. Omas sind Leidend dieser Zeit, Herr, ge: gen jene Freuden! 7. Laß diese künftge Herr: lichkeit mir stets vor Augen schweben, und oft in dieser Prů: fungszeit mein Herz dahin er heben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir der Sterblichkeit entrůckt frohlockend vor dir wandeln.im 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nach zustreben, und als dein Jün: ger, dir zum Preis, nach deis nem Wort zu leben. und fühl ich hier noch Roth und Schmerz, so tröfte selbst da: mit mein Herz: es kommt ein beßres Leben. 2. Herr, du weißt es, hast die Tage meines Lebens mir gezählt; ihre Freuden, ihre Plage sah dein Auge, das nie fehlt, früher noch, als hier auf Erden Pilger du mich ließeft werden, da schon schreibst du meinen Tod auf dein Buch, allweiser Gott! mehrt meiner Tage Zahl. Daß ich reif zum Himmel werde, 3. Einst, wenn es dein Wille fordert, wird mein dußrer Mensch zu Staub, und die Gluth, die in mir lodert, wird des falten Todes Raub. So, wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken; Kraft und Leben nehmen ab, und den Leichnam nimmt das Grab. 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab, verwandle ibn in Erd! Dennoch triumphirt mein Glaube; denn mein Leib wird einst verktårt. Des verwesten Körpers Trümmer blei: ben wahrlich nicht auf ima mer der Zerstörung schnöder Raub; neu beseelt wird einst mein Staub. S 5. Durch dein Allmachts: wort: Es werde! rufft du, Herr, in mein Gebein neues geben; nicht mehr Erde werd ich, dein Verklärter, seyn. 3u den bimmlischen Geschäften fdmůckst du mich mit neuen Kräften, und von Schmerz und Sterblichkeit, werd ich Mel. Du, o schönes Weltg. 2c. 206. Noch bin ich ein Gaft ewig dann befreit. 6. Hor, o Seele, einft mit Freuden jenen Ruf: Das Grab ist da! denn das Ende deiner Leiden 124 Von der Auferstehung der Todten. Leiden ist mit ihm zugleich dir sterblich sey, laß ich mir kein nah. Der, der deinen Tod Blendwerk rauben, keinen bezwungen, hat das Leben dir Hohn der Spotterei! Meine errungen; durch den Weg der Seel' ist nicht ein Rauch, ist Sterblichkeit führt er dich zur ein Funke, nicht ein Hauch, Ewigkeit. den ich von dem Schöpfer ha= be; den verlöscht kein Sturm vom Grabe. 7. Stärke mich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst, und an Gottes Gna: denbunde ewig Antheil mir er: warbst. Laß mich Tod und Grab nicht scheuen! Ihrer will ich mich erfreuen, denn nach treu vollbrachtem Lauf nimmst du mich zum Him: mel auf. 5. Geist! das ist mein hoher Name; dieser Leib ist Hülle nur; einst des edlern Leibes Saame auf der Auferstehung Flur! Wie ein Saatkorn auch verdirbt, Frucht zu bringen, also stirbt auch mein Leib, ein höh'res Leben einem edlern Keim zu geben. Mel. Freu dich sehr, o meine 20. 6. Nein, Gott schuf nicht 207. Shuf mich Gott unfre Seelen bloß für einen für Augenblicke? Augenblick; schuf fie nicht, Bloß für diesen Traum der um sie zu quälen; schuf sie für Zeit? Nur zu ihrem eitten Glücke, aber nicht zur Ewig: keit? Ist, was in mir denkt, ein Hauch? Schwindets weg wie Dunst und Rauch, wenn des Todes lesten Siegen alle Kräfte nun erliegen? ein ewig Glück. Nur für die: ses schuf er sie; Seelen, Seelen sterben nie; felig machen, oder richten wird er sie, und nicht vernichten. 2. Bin ich, wenn ich sterben werde, völlig der Verwesung Raub? Dieser Leib, ich seh's, wird Erde; ach! ein bald ver: wester Staub! Uch! ist das mein lettes Ziel; hab ich alles Selbstgefühl, alles Leben dann verloren; bin, nicht mehr zu seyn, geboren? 3. Ist dies Leben nicht zum Leben einer bessern Welt ein Pfad: sagt, warum mirs Gott gegeben, mir Vernunft gege: ben hat? Glücklich war ich, nåhm' er mirs, gåbe mir die Lust des Thiers, das in Freu: den hüpft und spielet, und den Tod voraus nie fühlet. 4. Nein, Verachter, meinen Glauben, daß ich nicht ganz 7. Dieser heiße Durst im Herzen nach der Unvergånglichkeit; dieser Drang in Leid und Schmerzen nach der Heiz math aus der Zeit; Zeugen, Bürgen sind sie mir, daß ich mich, mein Gott, zu dir, daß ich einst, wohin ich strebe, mich erheb' und ewig lebe. 8. Du, o Echrecken im Ge wissen, bei Verbrechern; du, o Ruh, und was Fromme nur genießen, hoher Friede Gottes, du! 3eugen, Bürgen seyd auch ihr, wann der Tod mich schrecket, mir, wann der Leib zerstäubt zur Erde, daß mein Geist nicht sterben werde! 9. Dankt es Jesu, Gottes Kinder, daß euch keine Zukunft schreckt; daß des Todes ueberwinder einst auch unsern Leib Von dem zukünftigen Gericht. 125 Leib erweckt! Wenn ihr ster: 3. Laut tonet dann in jedes bet, führt er gleich eure See: Grab dein allmachtsvoller Ruf len in sein Reich, und will hinab, und schafft ein neues selbst ein beßres Leben euerm Leben. Auf deinen Wink muß Staube wiedergeben. Erd und Meer das unzählbare große Heer der Todten wie: dergeben; durch deine Stim: me neu beseelt, gebn sie hers vor, und keiner fehlt. 10. Ewig, ewig werd ich leben; sicher der Unsterblichkeit, streb ich mich empor zu heben über jeden Traum der Zeit! Wandeln will ich fest und still jeden Pfad der Tugend, will unverrückt zum Ziele streben, hier schon für den Him: mel leben. 11. Aber, daß mein Herz nicht wanke, stårke mich, o Gott, dein Wort, und der selige Gedanke: dort ist meine Heimath, dort! Dort ist weder Schmerz noch Leid, Wonne nur und Herrlichkeit! dort, o Gott, vor deinem Throne meines Kam= pfes Preis und Krone. 4. Da stehen sie vor deinem Thron, erwarten den bestimmten Sohn mit Freuden und mit Be= ben. Die Sünder trifft nun Schmach und Pein; die From= men aber führst du ein in das verheißne Leben. Nun zeigt daß du der Erde Richter bist. die That, Herr Jesu Christ, 5. Herr, wenn dieser Tag erscheint, erscheine mir dann als mein Freund mit deinen Gnadenblicken, daß unbe: schåmt ich vor dir steh, verklärt in deinen Himmel geh, zum 18) Von dem zukünftigen ewigen Entzücken; und dazu Gericht. mache mich bereit durch Glauben und durch Frömmigkeit. Mel. Ewigkeit, du Donn. 2c. 208. Erhöhter Jesu, Gottes Sohn! der du schon längst der Himmel Thron als Herrscher eingenommen, du wirst gewiß zur rechten Zeit, in großer Kraft und Herrlich keit, vom Himmel wiederkom: men. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun dich, Jesu, mei: ne Augen schaun. 2. Hier faßt fein Sterbli: Mel. Uch Gott vom Himmel ic. cher die Pracht, die deinen Tag 209, Er kommt, er kommt zum Weltgericht, einst herrlich macht. Wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, und sie vor dir sich beugen. Dann sieht die Welt die Majestät, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. der Heiland, den wir ehren! D weigert euch, Erlöfte, nicht, ist auf sein Wort zu hören. Wer hier nicht seine Stimme bört, und sie nicht mit Geborsam ebrt, wird nicht vor ihm bestehen. 2. Herr, 6. Dein Name sey mir ewig werth, und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben. Dich, den der ganze Himmel preift, dich müsse hier auch schon mein Geift aus allen Kräften lieben! Dann schreckt mich deine Zukunft nicht, dann hab ich Muth selbst im Gericht. 126 Von dem zukünftigen Gericht. 2. Herr, laß mich deiner Angst und Furcht geplagt, Majestät mit wahrer Freude dann jauchze meine Seele. d dienen! Wie herrlich dich dein Gott erhöht, ist zwar noch nicht erschienen; doch was uns hier verborgen war, macht jener Tag uns offenbar, an welchem du erscheineft. 3. Da, wann vor dir die Erde bebt, und unter deinen Füßen sich alles, was dir wi derstrebt, wird völlig beugen müssen; wenn alle Engel ver 210. dir stehn, da wird auch jedes Auge sehn, wie hoch dich Gott erhoben. 4. Da werden, Herr, auf dein Geheiß die Todten wieder leben; dein Feind mit Furcht, dein Freund mit Preis sich aus dem Grab erheben; und wer wird da, Herr Jesu Christ, daß du der Herr des Lebens bist, noch ferner leugnen können? 5. Wer spottet dann noch deiner Kraft, wenn du, die hier dich fliehen, für ihre Schuld zur Rechenschaft mit strengem Ernst wirst ziehen? wie wird, wenn dich ihr Aug erblickt, und donn dein Etraf gericht sie drückt, der Spotter Heer' verstummen! 6. Und wenn du dann die Deinen nun mit Preis und Ehre ziereft, und ewig ihnen wohlzuthun, sie in den Him: mel fübrest; wie völlig wirds dann offenbar, daß es in deinen Händen war, die Deinen zu beglücken. 8. Daß ich dies Glück erlan: gen mag, so laß in diesem keben, o Heiland, deinen großen Tag mir stets vor Augen schwe: ben. Er reize mich, mich dir zu weihn, in deinem Dienste treu zu seyn, von dir mein Heil zu hoffen. nood ne ust Mel. Straf mich nicht in 2c. err, ich dein 210. Gigentbum, bein ist auch mein Leben. Mir zum Heil und dir zum Rubm, hast führst du mich auf des Lebens du mirs gegeben. Båterlich Wegen meinem 3iel entgegen. 2. Einst kommst du mit gro Ber Kraft zum Gericht auf Erden; dann soll ich zur RechenDein Gericht schonet nicht, schaft dargestellet werden. Richter aller Welten! denn du willst vergelten. D 3. Meh dann mir in EwigFeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit hier gemißbraucht habe! Web dann mir! hab ich bier dein Geschenk verschwendet, und nicht ange: wendet. hi to S 7. Gieb, daß ich dann, Herr Jefu Chrift, mit Freuden vor dir stehe, und dir, der du so herrlich bist, getroft entgegen febe. Wenn deiner Feinde Rotte zagt, von Reu und 4. Laß mir täglich dein Ge richt, Gott, vor Augen schwe: ben, und mich eifrig, meiner Pflicht treu zu seyn, bestreben! daß ich nie tbdricht sie außer Augen sege, noch mit Fleiß verlege. 5. Lebre mich gewissenhaft meine Beit anwenden, einge: denk der Rechenschaft, jeden Tag vollenden! Gieb, daß ich darauf mich allezeit, auch noch heute, ernstlich vorbereite. ier 6. Beigt sich erst die Ewig: teit furchtbar in der Nähe, o dann ahir Vom ewigen Leben. 127 lichkeit zu sehn. dann ist es nicht mehr Beit, vor ihm zu stehn, seine Herr: daß ich Gnad erflebe. Wann der Tod mir schon droht, konn ich deinen Willen, Herr, nicht mebr erfüllen. onoliace 190 07. Mein Gewissen ftrafe mich gleich für jede Sünde, daß ich, Mittler, bald durch dich Gnaded such und finde! Rufe du dann mir zu: Alles ist vergeben! Sünder, du sollst leben! 8. Dann werd ich auch im Gericht vor dir, Herr, befte: hen, und vor deinem Angesicht Freud und Wonne sehen. Ewig dein werd ich seyn, und mich, dich zu lieben, ewig, ewig üben. da Leben. Millionen stehen schon, 4. Dort bei ihm ist wahres ihren Retter zu erheben, selig vor seinem Thron; hobe befend ihm zu singen, der des Himmelsgeister ringen mitanRuhms so würdig ist, dem Erbarmer, Jesus Chrift. 2. Wollt ich långer hier ver: weilen, als es meinen Gott gefällt? Seinem Reiche zu zueilen, laß ich gern die Průfungswelt. Jesus tilget meine Sünden, stärkt mich, hilft mir überwinden; auch in mei: ner legten Noth rettet mich sein Blut und Tod.1 5. Alle, die ihm nachgewan: delt, sehn des Glaubens Dun: kelheit dort in Licht und Schaun verwandelt, und in Wonne jedes Leid; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Krone nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. in ud tumet. De 19) 28.01 19) Vom ewigen Leben. Mel. Du, o schönes Weltg. 2c. 6. Vaterland verklärter From: men! Heil, Unsterblichkeit und 211. Ale Menschen müf- Rüb, was kein Sterblicher verz 2 sterben, ihre Herrlichkeit verblüht; und wer kann den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht sieht? Staub wird dieser Leib von Erde; doch damit er himm: lisch werde, wird er einst von Gott erneut, und zieht an Unsterblichkeit. nommen, Gottes Heil gewähreft du! Freudenerndten schenkt er de nen, die erst hier gesåt mit Tbrá: Sünd und Elend sind nicht mehr. nen; alle Thránen trocknet er; 7. Ich entbrenne von Ver: langen, was ich glaub, im Licht zu seyn, jene Krone zu empfangen; bald erhdret Gott mein Flehn. Dieſe Hütte, sie zerstäube! ich, ich weiß, an wen ich glaube, mir ist Ster: ben ein Gewinn; denn zum Vater geh ich hin. 8. Welche Tröftung, das zu wissen! Dieser großen Hoffnung voll zag ich nicht 3. Und wer kann mich ihm in Kümmernissen, die ich entreißen? Mein ist er, und hier noch dulden soll. Leicht ich bin sein. Er erfüllt, was und kurz sind diese Leiden; er verheißen; sein soll ich mich fie verwandeln sich in Freu: ewig freun. Ja, mir folls durch ihn gelingen, mich zu ihm em: por zu schwingen, freudenvoll den, wenn ich christlich fie ertrug, bis Gott spricht: Es ist genug! mel. 128 Vom ewigen Leben. Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c.| mehr bewußt, in allem rich: 212. Der Freuden Füll tig handeln! ist, Gott, bei dir; und in dem höhern Leben wird deine Huld daraus auch mir zu voller Gnüge geben, was mich mit reiner Luft erfüllt, was meiner Seele Sehnsucht stillt, und sich ohn Ende mehret. 7. Mein Leib aufs herrlichste verklårt, mit Himmelsglang umgeben, von allem frei, was ihn beschwert, geschickt zum höhern Leben, auch der nimmt dann an allem Heil und an der hohen Wonne Theil, die meis nen Geift entzucket. 8. Den Heiland, den ich hier geliebt, seh ich dort mir zur Bonne. Die Herrlichkeit, die ihn umgiebt, ist mir auch Xuch da ist Licht und Sonne. durch den ich, Gott, mit dir er mein Herr, mein Freund, vereint, stets neue Freuden schmecke. Welt, die deinen Thron um9. Mit allen Bürgern jener dort ihnen geben, werd ich biet 3. Wenn mein erhöhter Geist da sieht, was ich dir zugetrauet, wenn er dein unumschränkt Ge: noch heller überschauet; Gott welche Wonne ist dann mein! Wie werd ich deiner dazugefellt, in reinster Freund: mich freun! wie selig da mich dann in meiner Brust mein schaft leben. O wie schlägt finden! ganzes Herz voll Lieb und Lust, die ich mit ihnen theile! 2. Dich lern ich dann im bellern Licht in deiner Größe kennen, und mit vollkommner 3uversicht dich meinen Vater nennen. Mit hoher Freude bet ich dann auf ewig dein Erbar: men an, das mich zum Himmel führte. 4. Noch größre Werke seh ich dann von deiner Schöpfers: Gute, als ich auf Erden sehen kann, und mein entzückt Ge můthe verliert voll Dank und Freude sich in deine Herrlich keit, die ich in vollem Glanz erblicke. 5. Da werd ich deinen gnåd: gen Rath noch mehr als hier verstehen, dir danken, daß du mich der Tugend Mel. Herr Jesu Chrift, dich zc. Todes Graun, bießeft gehen, und ſelbst durch 213. Des Grabes Tracht Leiden dieser Zeit mich zu dem ( Sluck der Ewigkeit so våter: lich bereitet. bei dir der Freuden reichste 10. Ja, ewig ist, mein Gott, Quelle. doch bleibt sie mir stets voll, Ich schöpfe draus, stets rein und helle; mein Glück währt da in Ewigkeit, nichts fehlt ihm an Vollkommenheit. Herr, hilf es mir erreichen! 6. In unbefleckter Heilig: keit, werd ich dann, Gott, dich lieben, und, was dein Wille mir gebeut, mit frobem Herzen üben. O welche Quelle reiner Luft, sich keiner Sünde flieht, Herr, vor deiner Wahrheit macht; mein Geift, er: hellt von deinem Licht, bebt vor des Leibs Zerstörung nicht. 2. Es falle nur die Hütte hin, mit der ich hier umgeben bin; ich selber, lebend, wie zuvor, schwing aus den Trümmern mich empor. 3. Ein Vom ewigen Leben. 129 mächtiges hat ausgeweint, dann wird ein frohes Wiedersehn auf ewig unser Glück erhöhn. 3. Ein innres Gefühl verkündigt mir mein böhres Biel; dies Streben nach der Ewigkeit erhebt mich über Erd und Zeit. 4. Dich, Höchfter, hab ich hier erkannt, voll Liebe Vater dich genannt; in dieser See: lenwürde liegt ein Hoffnungs: grund, der nimmer trúgt. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 5. Dein Wort besre Welt; so ist mein Glaube 214. Es ift noch eine Ruh vorhanden für je: feft gestellt. Wie herrlich wird der Menschheit Werth durch Jefu 3usag aufgeklärt! 6. Glückfelge Aussicht auch für mich! Entzückt hebt meis ne Seele fich; ich seh im Geist des Christen Lohn, ich sehe meinen Himmel schon. 7. Da find ich, was dein guter Rath zu meinem Wobl geordnet hat, genieße deines Gnadenblicks und der Vollen: dung meines Glücks. 8. Viel Freude gabst du mir schon bier; 0 Gütiger, wie dank ich dir! Stets folgte Fleinerm Ungemach bas größere Vergnügen nach. 9. So hat schon dieser Kindbeitsstand der höhern Hoff nung Unterpfand; die Liebe, die mich hier beglückt, die bleibt und segnet unverrückt. 10. Des freudigsten Ver: trauens voll, erwart ich, was mir werden soll, wenn ich von Sünd und Noth befreit, nun reife zur Vollkommenheit. 11. Der Tod darf mir nicht schreckend seyn; er führt zum wahren Leben ein, durch Got: tes Kraft besiegt mein Herz der Krankheit Laft, der Trennung Schmerz. 12. Wenn hier von uns, die Gott vereint, der feste auch 13. Herr unsrer Tage, führe du uns alle diesem Ziele zu, daß uns, bei standhaft from: mer Treu, des Lebens End erfreulich sey! den Gott ergebnen Geist, wenn er sich dieses Körpers Banden nach Gottes Willen einst ent= reißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier auf Erden, lebt und denkt. 2. Zu dieser Ruhe werd ich kommen; und, Gott, wie selig bin ich dann! In deinen Himmel aufgenommen, fang ich das beßre Leben an, wo nach der 2aft, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, so tröstet deine Güz der Erlösten, mit völliger Zutigkeit mich mit der Wonne friedenheit; und dann wird mir recht offenbar, wie gut hier deine Führung war. 4. Da schweigen alle meine Klagen; da bringt mein from: mer Lobgefang dir selbst für die: fes Lebens Plagen mit nie ges fühlter Regung Dank. Froh jauchz ich dann: sie sind voll: bracht; der Herr hat alles wohl gemacht. 5. Auf ewig trifft mich dann Fein Leiden, kein Schmerz und keine Schwacheit mehr; ich denk und fühle nichts, a's Freu: den, gekrönt von dir mit Preis und Ehr; mein Glück wird feft und volles Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 6. Gott 130 Vom ewigen Leben. 6. Gott, laß mich dies zu Leid mehr, kein Geschrei; denn Herzen fassen! Daß du den, der du, o Herr, machst alles neu; dich redlich liebt, nicht stets das Alte ist vergangen. Hin: willst in der Unruh lassen, die fort find dort für Gerechte, deis dieses Leben noch umgiebt! ne Knechte, keine Plagen mehr Dies flöße Muth und Kraft zur Prüfung zu ertragen. mir ein, dir auch im Leiden treu zu seyn. 4. In deinem höhern Heiligthum erschallet deines Namens Ruhm von lauter frohen Zungen. Da strahlt die Herrlichkeit des Herrn; da schaut man sie nicht mehr von fern; da wird sie neu besungen. Heller, schneller, als hienieden, ohn Ermüden, sehn wir droben, Gott, wie hoch du bist zu loben. 7. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast! will ich des Le bens müde werden, und fühl ich dieser Tage Last, so stårke måchtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß in Hoffnung je: ner Ruhe, die einst der Frommen Erbtheil ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist; so folgt auf meine Prüfungszeit gewiß vollkommne Seligkeit. 5. Mit neuer Inbrunst lieben wir dich, Vater, dann, und dienen dir mit fröhlichem Gemüthe. Nichts stört den Frieden unsrer Brust und unsre tausendfache Lust an deiner gro: Ben Güte. Kein Neid, kein Mel. Wie schön leuchtet 2ct 215. Mein ganzer Geift, Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die dann weiter nicht mehr fehlen. wird ent= zückt, wenn er hinauf gen Himmel blickt, dahin dein Rath uns leitet, wo deine milde Bater: band durch neue Wunder wird bekannt, die du dert haft ver: breitet. Måchtig fühl ich mich getrieben, dich zu lieben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. com ons 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden! du stellft uns hier auf Erden zwar viel Wunder dei: ner Güte dar, daß wir sie froh empfinden; doch hier sind wir bei den Freuden, noch mit Leiden stets umgeben; dort nur ist vollkommnes Leben. 3. Dort ist kein Tod mehr und kein Grab; dort wischest du die Chránen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein 6. Gott, welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die find ich droben wieder. Dort sammelt deine Baterhand sie, die ein Sinn schon hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd ich, frei von Mångeln, selbst mit Engeln, mir zum Segen, da die reinste Freundschaft pflegen. 7. Da komm ich zu des Menschen Sohn, der für mich starb, um dessen Thron viel tausend Sel'ge stehen. Der du der Dei: nen Wonne bist! dich werd ich da, Herr Jesu Chrift, mir zum Entzücken sehen. Dann wird, mein Hirt, nichts mich können von dir trennen; obn Aufhören werd ich bei dir seyn, dich ehren. 8. Wie Vom ewigen Leben. 8. Wie selig werd ich dann erst seyn, wie sicher werd ich dann mich freun, wie fröhlich dir lobsingen! O Jesu, Herr der Herrlichkeit, von dir ward mir dies Glück bercit't, bilf mir es auch erringen. Laß mich eifrig darnach streben, und mein Le ben hier so führen, daß ich dort kann triumphiren. 131 5. O wäre dieses Heil schon mein! o schmeckt ich schon die Freuden, daran sich droben, frei von Pein, bewährte From= me weiden! Sieh dieser Zeit, mein Geift, erfreut, doch mit Geduld entgegen! Herr, steh mir bei, im Guten treu den Lauf zurück zu legen. 2. Wenn dieses Lebens Last mich drückt, weß soll ich dann mich trösten? die Hoffnung ifts, die mich erquickt, einst auch mit den Erlösten bei dir zu seyn, und frei von Pein in Ewigkeit zu leben. Sollt ich denn hier nicht mit Begier nach solcher Hoffnung streben? 3. Was stårkt mein Herz mit Muth und Kraft, in deiner Furcht zu wandeln, und auch alsdann gewissenhaft, wenn Weltluft reizt, zu handeln? Ein öftrer Blick auf jenes Glück des wonnevollen Lebens; richt ich dahin nur meinen Sinn, so kampf ich nicht vergebens. 4. So gieb dann, daß ich al: lezeit vorzüglich darauf achte, und nach dem Glück der Ewigkeit vor allen Dingen trachte; damit ich treu im Glauben sey), der Tugendfrüchte bringet. Denn ewges Heil wird nur zu Theil dem, der nach Tu gend ringet. Mel. Herzlich lieb hab ich 2c. Heiland, wenn mein Geift erfreut, im Glauben auf die Herrlichkeit des ewgen Erbe theils blicket, das du für mich bereitet haft; wie leicht dünkt mir dann jede Laft, die mich hienieden drücket! Dann wird der Eitelkeiten Tand in seinem Unwerth mir bekannt; der Erde Pracht ist mir wie nichts beim Anblick eines ewgen Lichts. Herr Jesu Chrift, mein Herr und Gott; mein Herr und Gott! dies Heil verdank ich deinem Tod. Mel. Was mein Gott will, 2c. ein Gott, erfchaf: 217. Mein 216. Mein Gott, erschaf fen hast du mich zum ewgen Freudenkiben. möchte doch mit Inbrunft sich mein Herz dahin erheben, wo volles Heil dem wird zu Theil, der hier dich treu verebret; wo alles Leid der Prüfungszeit in Wonne sich verkehret! 3. Wenn einst auf deinen Wink mein Geist des Körpers Banden sich entreißt, dann stårk ibn aus der Höhe, daß mir nicht schrecklich sey das Grab, daß ich ins Todesthal hinab getroft und freudig gehe. Die Klarheit jener bessern Welt schaff, wenn mich Dunkelheit befällt, in meinem finstern Herzen Licht, und Heiterkeit im Ungesicht. Dann, Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! dann wird ein Schlummer mir der Tod. 3. Auf kurze Zeit schließt sich zur Ruh mein thrånenvolles Auge zu, und schlummert in dem Staube; doch der, der mich zum Grabe ruft, der ruft auch einst mich aus der Gruft; ich 32 weiß, 132 Vom ewigen Leben. weiß, an wen ich glaube. Er le: als fällt, bald sinkt er durch bet, und ich werd durch ihn der des Nächsten Schuld in Kum: Grabesnacht gewiß entfliehn; mer und in Ungeduld. mein Geist und mein verklárt Gebein wird sich des Herrn, des Mittlers, freun. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! zum Leben führst du durch den Cod. 4. Hier, wo die Tugend df: ters leidet, dasid Lafter dfters glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet, und des Be kümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner SchwachDit 4. Du bleibest meine 3uver: sicht, mein Froſt auch dann, heit sevier such ichs nur; dort 5. wenn zum Gericht du einstens wirst erscheinen. Vor deinem Thron werd ich dann stehn, dich, Richter aller Völker, sehn, anbeten mit den Deinen. Auch mir schenkst du dann jenes Heil, der Auserwählten sel'ges Theil; ich soll, dein Mund schwur es mir zu, ich soll ver: berrlicht seyn wie du. Herr Jefu Chrift, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! Mit dir fürcht ich nicht Grab noch Tod. werd ichs finden. Dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfin: den, den unaussprechlich gro Ben Werth; den Gott der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird der Vorsicht heil ger Wille mein Will und meine Wohlfahrt seyn; und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 7. Da werd ich das im Licht 218. Nach einer Prüfung erkennen, was ich auf Erden kurzer Tage er: wartet uns die Ewigkeit; dort, dort verwandelt sich die Klage in göttliche Bufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was uner: Da forschlich hier geschah. denkt mein Geist mit Preis und Dank der Schickung im 3usammenhang. 00 8. Da werd ich zu dem Throne bringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Hei: lig, Heilig, Heilig fingen dem Mittler, der geopfert ward; und aller Himmel selges Heer jauchzt ihm einstimmig Preis und Ehr. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon man: chen sel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. med 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen; bald das Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen Her: zen ein Feind, der öfter siegt, Da wird durch jeden Augen: blick 9. Da werd ich in der Engel Schaaren mich ihnen gleich und heilig sehn; das nie gestör: te Glück erfahren, mit Frommen ficts fromm umzugehn. Vom ewigen Leben. 133 blick ihr Heil mein Heil, ihr ihr hört und sehet, was des Glück mein Glück, mobi 10. Da werd ich dankvoll bem begegnen der Gottes Weg 5. Uch! wer wollte denn mich gehen hieß, ihn mit ent nicht gerne fterben, und statt zückter Rührung fegnen, daß Erdenglücks den Himmel er: er mir ihn so treulich wies; ben? Wer wollt in Zeiten sich dan find ich in des Höchsten zu diesem Wechsel nicht be= Hand den Freund, den ich auf reiten? Erden fand.is na 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sey dir! denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dies Glück er: freun, der Retter einer Seele seyn! 19 dindar so 6. Hilf uns, Jesu, ernstlich darnach streben; komm und führ uns zu dem höhern Le: ben, wo deine Frommen erst zur vollen Ruh und Wonne kommen. 12. Was send ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, die an uns offen: bart soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh! id ers bi In eigener Melodie. Menschen Geist hier nicht verstehet. 219, men, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen. Ihr send entgangen allen Leiden, die uns noch umfangen. 2. Hier ist zwar, was du den wie felig fend ihr Frommen dort für Glück bereiz ihr noch keines Herz gekommen. Welcher Mensch auf Erden fast deines Hims mets große Freuden? Doch nach dieses Lebens Leiden werden alle, die dir traun, mehr noch, als sie toffen, schaun. 2. Hier, ach hier ist auch das beßte Leben immer noch mit Sorg und Furcht umge: ben; was wir bier kennen, ist noch kein vollkommnes Glück zu nennen.10038 Mel. Du, o schönes Weltgeb, 2c. 220, wie unausſprech lich selig werden wir im Himmel seyn! Da, da erndten wir unzählig unsers Glaubens Früchte ein. Da wird ohne Leid und Zähren unser Leben ewig währen. Gott, zu welcher Geligkeit führst du uns durch diese Zeit. 3.0 Neue Wunder deiner Güte werden da ihr Glück erhöhn; mit erstaunendem Gemüthe wird dann unser Auge sehn, deis 3. Ihr hingegen ruht im ne Huld sey überschwenglich, fichern Frieden, der euch nach und das Gute unvergånglich, dem Kampfe ist beschieden; bas dem, der dich redlich liebt, kein Schmerz und Leiden stört deine Baterhand dort giebt. euch im Genuß der reinsten 4. Dann wirst du dich uns Freuden. bodds goofern Seelen offenbaren, wie du 4. Chriftus stillt nun völlig bist. Keine Wonne wird uns eure Thränen; ihr habt schon, fehlen, da, wo alles Wonne ist. wonach wir uns noch sehnen; 3u vollkommnen Seligkeiten wird I 3 Vom ewigen Leben. sto 134 wird uns dort der Mittler lei= ten, der uns dieses Glück er warb, als am Kreuz er für uns starb. 5. Da wird deiner Frommen Menge ein Herz, eine Seele 221. Wie wohl thuft du, seyn; Dienst und Dank und Lobgesänge dir, erhabner Gott, zu weihn; dir und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. mein Gott, den Deinen! du führst sie einst zum Himmel ein. Da werden Leid, Geschrei und Weinen mir nur ein dunkles Traumbild seyn. Da wird auf leicht verschmerzte Pein vollkommre Bonne 6. O, wer sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da zu seyn, wo, nach ausgeweinten Thránen, ewge Güter uns er: freun; wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kum: mer stort! 7. Was ist unser Loos auf Erden? Obs auch noch so köft: lich sen, ists doch nie ganz von Beschwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen: dort nur wird die Zeit erscheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Glück beståndig steigt. 8. Sen, o Seele, bocher: freuet über das erhabne Glück, das dir einst dein Gott verlei= het! richte deines Glaubens Blick oft nach jener Stadt der Frommen, mit dem Ernst dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird kei: ner, Herr, in deinen Himmel gehn. so mache immer reiner hier, mein Herz, dich einst zu sehn! Hilf du selber meiner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lob: fingt. onun Bod Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. mich erfreun. 2. Wie fröhlich wird mein ganzer Wille dort, Herr, in dei: nem Willen ruhn! da find ich aller Wünsche Fülle; was ich gehofft, das schau ich nun; ja über alle Hoffnung weit em= pfind ich da Glückseligkeit. er 3. Wie überwiegend ist die Wonne, die den erlösten Geist entzückt, wenn nun dich, der Deinen Sonne, in deiner Und so, Herrlichkeit erblickt. mein Heiland, seh ich dich, und freue dein auf ewig mich. 4. Da komm ich zu den edlen Seelen, die dann durch höhres Licht verklärt sich Gottes Füh: rungen erzählen, der sie durch Prüfungen bewährt, und wun: dervoll nach seinem Rath zum ewgen Glück erhoben hat. 5. Nie geht ein Frevler, ein Empèrer, ins Reich der sel'gen Geister ein; kein schadenfroher Friedensstörer, kein Menschenfeind wird da mehr seyn, wo der, der in dem Himmel thront, der Frommen Treu dereinst belohnt. 6. Wie wohl wird uns da seyn, wo Klarheit durch alle Wege Gottes scheint; wo lauter Liebe, lauter Wahrheit des Himmels Bürger stets ver: eint; und wo du dich, Herr Jesu Von der Bekehrung und Besserung. 135 Herr, mich vollbereiten; drum schaff ein reines Herz in mir! Hoffnung solcher du, den ich schauen soll, bist in der Vereini- rein; so laß auch meine Seegung mit dir, wollst du, ole seyn. Jesu Christ, verklärt, uns zei: geft, wie du bist. 7. 3ur Seligkeiten, Zweite Abtheilung. Lieder über die Zugendlehren des Christenthums. 1) Von der Bekehrung und Besserung. In eigener Melodie. mich auch starbest; auch mir 222, 2h Gott und Herr, zu gut mit deinem Blut der Gnade Trost erwarbest. wie groß und schwer sind meine vielen Sünden! Wie drückt mich doch des Elends Joch! Wo soll ich Hül: fe finden? 2. Fldh ich gleich weit voll Bangigkeit, bis an des Erdreichs Enden, der Angst und Pein befreit zu seyn, würd ich sie doch nicht wenden. 3. 3u dir flieh ich. Erbar me dich, ob ichs gleich nicht verdienet. Geh mit mir nicht, Gott, ins Gericht! dein Sohn hat mich verfühnet. 4. Solls ja so seyn, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müssen; o so verleih mir nur dabei die Ruhe im Gewissen! 5. Sonst machs, wies dir gefällt, mit mir; du kannsts nicht böse meinen. Nur wollst du mich nicht ewiglich dort scheiden von den Deinen. 6. Das thust du nicht: mit Zuversicht kann es mein Glau: be hoffen. Durch Christi Tod steht ja, mein Gott, auch mir der Himmel offen. 7. Herr Jesu, du schaffft Trost und Ruh, der du für 8. Dies stårket mich; und ob auch sich einst Leib und Seele scheiden, so schenkst du mir alsdann bei dir des Himmels ewge Freuden. 9. Gott, dir sey Ruhm: dein Eigenthum bleib ich dort, wie auf Erden. Ich zweifle nicht, mein Heiland spricht: wer glaubt, soll selig werden. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 223. 21h, wann werd ich Ach, von der Sünde, Gott, mein Vater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgefällig sey? Noch nicht( ich) gestehs mit Thränen) kann ich mich von ihr entwöhnen; noch, zu oft noch, regt sie sich, und ver: sucht zum Bösen mich. 2. In der Undacht sel'gen Stunden, wo mein Geist die Wahrheit hört, hab ich gnug das Glück empfunden, das die Frömmigkeit gewährt; habe nichts so sehr hienieden mir gewünscht, als innern Frieden, als ein Herz, dir ganz geweiht, als der Tugend Seligkeit. 34 3. Voll 136 Von der Bekehrung und Besserung. 3. Voll von heiligen Ent: zustehn; eile, mich, dein Kind schlüssen schwur ich dann, dir zu stärken; lehre selbst mich fetreu zu sey famem Gewissen meiner Unschuld mich zu freun; willig wollt ich da mein Leben dir, mein Gott, zum Dienst erge: ben, aller Sünde widerstehn, standhaft deine Wege 4. Uber, emporet sich der Leidenschaf ten Macht; fie verdunkelt, schwächt und ståret, was ich sonst so gut bedacht. Plögliche Bersuchungszeiten, Beispiel, Reiz der Eitelkeiten, deren Schwarm mich stets umringt; das ists, was zum Fall mich bringt. 5. Dich Urmer, dem zur Treue feste Seelenstårke fehlt, den so oft aufrichtge Reue, und ſo oft doch fruchtlos quält! ach, wer wird mich ganz vom Bösen, von des Todes Leib erlösen? Ich Elender! wer be freit ganz mich von der Sünd: lichkeit? mein Begleiter; täglich führe, Gott, mich weiter, bis ich in der Ewigkeit dringe zur Bollkovmenheit. ach! su fchnell 224. 2 Shrift, steht hk In eigener Melodie. Ulein zu Herr 6. Du verzeihst, Gott, die Gebrechen meiner fündigen Natur. Nicht die Schwach: heit wirst du råchen; bösen Versag strafft du nur. Hått ich nicht den Trost, ich würde un: ter meiner Frevler Bürde ganz erliegen, und mich dein, hoch stes Gut, nie können freun. 7. Stellet mir denn hier auf Erden lebenslang die Sünde nach: kann ich nicht vollkom: men werden, bin und bleib ich immer schwach; o so segne mein Bestreben, fo gerecht ich kann, zu leben, daß ich doch von Heuchelei und von Bosheit ferne sey. 8. Wenn ich falle, laß michs merken; laß mich) streben auf mein Vertraun auf Erden. Ich fein Troft fann mir sonst wer: weiß, daß du mein Tröster bist; den. Es ist kein Retter außer dir, kein Mensch, kein Engel, then helfen kann. Dich ruf ich welcher mir aus meinen Ndan; du bists, helfen will und kann. On der 2. 3war meine Schuld ist übergroß; doch reut sie mich sprich mich los durch deines von Herzen. Erbarme dich und Todes Schmerzen. dich meiner hülfreich an, wer Nimmst du ift, der mich verdammen kann. Dann werd ich los der Sünden faft; mein Glaube faßt, Herr, was du mir versprochen hast. 3. Dein guter Geift erneure mich, zu deines Namens Preise, daß jederzeit mein Glaube sich durch wahre Lieb erweise. Scy mir in meiner Prüfungszeit ein Helfer voll Barmherziga keit; und naht die legte Stun: de sich, so stårke mich mit Troft, daß ich soll schauen dich. 4. Preis fey Gott auf der Himmel Thron, dem Vater aller Güte! Preis dir, o Jesu, Gottes Sohn! dein guter Geist behüte und führ uns auf der rechten Bahn des wahren Glaubens himmelan. So preisen wir dich hoch erfreut hier in der Zeit, und mehr noch in der Ewigkeit. Mel. Von der Bekehrung und Besserung. 137 Mel. Wer nur den lieben G. 2c.| Mel. Wer nur den lieben G. 2. 225. Gott, bir gefällt ein 226. Gott, bilf mir, daß des Gewissens Stimme hört. gottlos Wesen; wer bds ift, bleibet nicht vor weil mich noch deine Stimme dir. Drum laß von Sünden lockt. Entreiß du mich der fal: mich genesen, und schaff ein schen Ruhe, bei der das Herz reines Herz in mir; ein Herz, sich leicht verstockt, wenn es, das sich vom Sinn der Welt von Sinnenlust emport, nicht entfernt, und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die begangnen Sünden mit innigster Beschamung sehn; durch Christum vor dir Gnade finden, und du auf dem Weg der Wahrheit zu fühlen seine Sündennoth. gehn. Ich will forthin das Un- Wohl dem, der deine Stimme recht scheun, und deinem Dienst hört und redlich sich zu dir mein Leben weihn. bekehrt. 2. Nach deiner mitleidsvols len Güte willst du, Herr, nie des Sünders Tod. Drum weckst oftmals fein Gemüthe, 3. Den rettest du von dem Verderben, nimmst seine Buße gnädig an; machst ihn zu dei: nem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen kann: wie groß ist Gottes Vaterhuld! Er tilget meine Sündenschuld. 4. Sollt ich die Güte denn verachten, die mir noch Kraft ste leer muß der verschmachten, zur Beßrung reicht? Vom Tro: von dem, Gott, deine Gnade weicht. dem zuleßt, der frevelhaft geSie aber weicht von ring sie schäßt. 3. O stårke mich in dem Ge: danken, gieb meinem Vorfag Festigkeit! und will mein schwaches Herz je wanken, so hilf der Unentschlossenheit. Wie viel vermag ich, Gott, mit dir! nimm deinen Geist nur nicht von mir. 4. Gieb, daß er mir stets hülfe leiste, und Muth und Kräfte mir verleih! daß ich mit kind lich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sey. So sieg id über Sünd und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Wenn ich indeß aus Schwachheit fehle, mein Va: ter, so verwirf mich nicht. Ver: birg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Angeficht; und mach du in Beküm: merniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 6. Erquicke mich mit deinen Freuden, schaff ein getroftes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden mit froher Zuver ficht zu dir, bis nach vollbrachter Prüfungszeit mich ungestörte Ruh erfreut. 5. So gieb, daß deiner Gna: de Lockung, o Gott, mein Herz stets offen sey; weil frevelmů= thige Verstockung, wenn ich mein Leben ohne Reu im Sün= dendienste zugebracht, dereinst mich höchst unglücklich macht. 6. Eich bessern, ist der Weg zum Leben. Drum laß mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür forgen, daß mein Geist dem Sündenelend sich entreißt. 7. Bertzibe mir dazu die Gnade, die mich vom Sünden I 5. dienst 138 Von der Bekehrung und Besserung. dienst befreit, und leite mich| 6. Herr, dieser Zuruf tröst selbst auf dem Pfade der christ- auch mich bei dem Gefühl der lichen Rechtschaffenheit! Wie Sünden; laß dann, denn ich selig bin ich dann schon hier! vertrau auf dich, bei dir mich Wie glücklich einst, mein Gott, Gnade finden! Bergieb, o du, bei dir! der gern vergiebt, das Unrecht, tilg es welches ich verübt; Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 227, Herr Jefu Chrift, du durch deine Gnade. höchstes Gut, du Zuflucht der Erldsten! ich kom: me mit gebeugtem Muth zu dir, mich dein zu trösten; durch dich zum Vater mich zu nahn, von ihm Vergebung zu em pfahn und Kraft zum neuen Leben. 2. Wie drückt mich meiner Sünden Laft! nimm du sie mir vom Herzen, der du auch mich erldset hast, erlöst mit Todes: schmerzen, daß nicht mein Herz vor Angst und Weh bei der Em: pfindung ganz vergch, wie sehr ich mich verschuldet. 3. Fürwahr, denk ich mit Ernst zurück an mein geführtes Leben, an das von mir ver: 4. Dies ewig theure Wort verspricht ja allen Gnad und Leben, die sich von neuem ib rer Pflicht und ihrem Gott er: geben, und nun, vom Sünden: joch befreit, mit ganzer Herzenswilligkeit treu deine Wege wandeln. 7. Wie groß ist diese Seligkeit, sein Herz vor dir zu stillen, und dann zu thun mit Freudigkeit, Herr, deines Vaters Willen. O leite mich auf dieser Bahn, auf der du selbst einst gingst voran, die Stått uns zu bereiten. fäumte Glüct, was foll dann 228. Herr! mert auf mein Trost mir geben? Den find ich nur bei dir allein, und würde ganz verloren seyn, wenn ich dein Wort nicht hätte. Gebet deiner Wahrheit Willen! du bist an Gnade reich, und wirst mein Seufzen stillen. Uch geh nicht ins Gericht mit deinem armen Knecht! denn, wenn du rechten willst, wer ist vor dir gerecht? 2. Die Größe meiner Schuld schlägt meine Seele nieder. Be= schämt empfind ich sie; o trofte du mich wieder, daß mir der Seele Schmerz nicht alle Kraft verzehrt. Wer ist, der außer dir mir wahren Trost ge= währt? 3. 3u dir, o treuer Gott, erheb ich Herz und Hände. Mein Heil steht nur bei dir. daß ich Hülfe fånde! für Recht laß Gnad ergehn; ich hoffe, Herr, auf 5. Du rufft den Sündern liebreich zu: Ihr Reuerfüllten alle, kommt her zu mir! ich schaff euch Rub, und richt euch auf vom Falle; mein Joch ist sanft, leicht meine Last; nehmt willig sie auf euch, und faßt die Hoffnung, Ruh zu finden. 8. Stårk auch mit deinem Freudengeist mich in den leß= ten Stunden, wenn sich mein Geist der Erd entreißt, von Sünden ganz entbunden. Und nimm mich so, wann dirs ge= fällt, im wahren Glauben aus der Welt zu deinen Auser= wählten. Mel. Nun danket alle Gott 2c. Von der Bekehrung und Besserung. 139 auf dich. Beig mir den rechten| fliehn, und um Rettung von Weg! denn nach dir sehn ich dem Schaden meiner Seele mich. mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Bußé, aber ich floh vor ihrem sanften Lok: fen, suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ich erkenne meine Gün: den, beuge mich, mein Gott, vor dir. Laß mich bei dir Gnade finden, neige, Herr, dein Ohr zu mir; ach vergieb, was ich gethan! nimm mich noch er: barmend an! führe mich vom Sündenpfade auf den sel'gen Weg der Gnade! neue. 6. Dir ergeb ich mich aufs Gieb, daß mein gebeugter Geist deiner Vaterhuld fich freue, die dein tröstend Wort verheißt! Was dein Sohn auch die die du als er Sün: der starb; Fried und Freude im Gewissen laß mich Reuigen genießen. 4. Ich will, o stårke mich)! ich will die Sünde haffen. Auf deine Hülfe nur will ich mich, Gott, verlassen. Nur das, was dir gefällt, werd auch von mir gethan; führ mich durch dei nen Geist auf dieser ebnen Bahn! nudi pi gond om 5. Beruhige mein Herz, um meines Mittlers willen. Laß feines Opfers Troft auch mein Gewissen stillen. Du bist die Liebe selbst, ganz unveränder: lich. Dein will ich ewig seyn. Gott! erhöre mich! Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 229. Höchfter, denk ich an mir bisher erzeigt; o so wird mein ganz Gemüthe zu der tief ften Schaam gebeugt, daß ich dich gering geschågt, häufig dein Gebot verlegt, und dich, der mich so geliebet, doch so oft und schwer betrübet. 7. Stårke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weihn; gieb, daß mirs an Kraft nicht feble, folgsam dei: nem Wort zu seyn. Stehe mir stets måchtig bei, mache du mich selbst recht treu. Dich zu lieben, dir zu leben, sey mein herzliches Bestreben. 2. Gott, dem ich ganz anges hore, Geist und Glieder sind ja dein, und sie sollten deiner Ehre allezeit gewidmet seyn; doch hab ich der Eitelkeit unbedachtsam fie geweiht, ja, zum schnd den Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Hand war jeden 230. Sewig großer Güte, Morgen über mir, o Vater, zu dir mit heilverlangendem neu. Von wie manchen schwe: Gemüthe. Wer hofft auf dich, ren Sorgen machte mich dein der boffet nicht vergebens, du Beistand frei. Meine Hülfe Gott des Lebens. kam von dir, was mir nüßte, gabst du mir; gleichwohl hab ich so vermessen den dir schuldgen Dank vergessen. 2. Du Richter aller könnten doch dir gelten? du und willst, statt nur Reue haben. 4. Bei fo hellem Licht der Gnaden sollt ich ja die Sünde Met. Herzliebster Jesu, was 2c. flehe, von willst nicht Opfer, Welten! was Geschenke vor kennst das Herz, aller Gaben 3. Wenn 140 Von der Bekehrung und Besserung. treter im Gericht. sicht! dem 2. Wenn sich der Sünder| laß dich nicht! Sey mein Verwieder zu dir kehret, und dich OND durch bessere Gesinnung ehret, 3. Du, du bist meine Zuver= so willst du seiner Sünden nicht durch dich entflieh ich gedenken, ihm Gnade schenken. Gericht, dem schweren Lohn der Sünden; durch dich kann ich dem Fluch entgehn, und mich mit Gott vereinigt sehn, durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Berlot: nen Heil; gieb mir an seinem Segen Theil; er sey auch mir Beruhigung, erwecke mich zur Besserung. Herr Jesu Christ, ich hoff auf dich! ich hoff auf dich! in dieser Hoffnung stärke mich. 4. 4. Alwissender, du sieheft meine Reue, mit der ich Beß rung dir gelob aufs neue; fie wirst du, Gott, der du ins Herz kannst sehen, auch nicht verschmähen. Mel. Herzlich lieb hab ich 2c. komme, Frie: dich! du dein zu Mein ganzes Leben preife Erlöst, mein Mittler, haft 231. Jdensfürst zu bir; werden. Bin ich nur bein, ſo erbarmend rufft du ja auch fehlt mir nichts: nichts einft mir, den Frieden zu empfan- am Tage des Gerichts, nichts gen. Die Sündenlast ist mir hier auf dieser Erden. Auf die: zu schwer; o laß mein Herz ser Bahn zum Baterland ent von Trost nicht leer, laß es die zeuch mir niemals deine Hand; Ruh erlangen, die jedem tief- zu allem Guten stårke mich, und gebeugten Geist, der zu dir las mich standhaft seyn durch flieht, dein Wort verheißt. Wer dich. Herr Jesu Christ, du stur: tröstet mich, als du allein? werker Held! du starker Held! hilf macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, mein Troft, mein Licht! mein Troft, mir besiegen Tod und Welt. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. ch J mein nicht mein Licht! verwirf mein sehn: 232. Sünder darf nicht. 5. Stårt mich, des Lasters falschen Reiz zu fliehen, ein gut Gewissen allem vorzuzie: hen; so geh ich dann, Herr, deinem reichen Segen gewiß entgegen. 2. Anbetend steh ich, Herr, vor dir; dein Untlig neige du zu mir, sey gnådig, ach! mir Armen; wenn mich mein eigen Herz verklagt, und mir, was ich verdienet, sagt, dann tröst mich dein Erbarmen. Der du am Kreuz gelitten haft! du trugft auch meiner Sünden Laft, als du zum Heil der Sün: der starbst, und ihnen Gottes Huld erwarbst. Herr Jesu Chrift, ich laß dich nicht, ich zu dir, o Gott, erheben. Vor deinem reinen Angesicht muß Ich ich, ich Urmer, beben. fühl, wie übel ich gethan. Wer nimmt sich meines Elends an? Wer kann mich Sünder retten? 2. Gerechter Gott, werth bin ich nicht, dich Bater mehr zu nennen. Ich kannte meine Christenpflicht, und wollte sie 3war warnteft nicht kennen. du mich durch dein Wort, doch ging ich meinen Irrweg fort, als wenn kein Richter wäre. 3. Viel Von der Bekehrung und Besserung. 3. Viel tiefer, als ichs sagen dein Wort gebeut, wem núg kann, ist in mir mein Verder ich? nur mir selbst, und mei= ben. Herr, nimmst du dich nicht ner Seligkeit. meiner an, so muß ich ewig sterben. Doch gern verschiebst du dein Gericht, und willst den Tod des Sünders nicht, willst meinen Tod nicht, Vater! 4. Bon dir, der du die Liebe bist, darf ich Vergebung hof: fen: dein Vaterherz, o Bater, ist auch mir durch Jesum offen; wenn nur mein Herz recht redlich ist, und ich, voll Reu, an Jefum Chrift von ganzer Seele glaube. no mid 5. Hier lieg ich tiefgebeugt vor dir, mit Sünd und Fluch beladen. Uch, neige du dein Herz zu mir, du Bater aller Gnaden! Bergieb mir, wie dein Wort verheißt, vergieb, und schenk mir deinen Geist zu einem bessern Leben. 6. Ach, ohne dich vermag ich nichts; drum gieb mir Lust und Stärke; gieb Kraft, o Bater alles Lichts, zur Ue: bung guter Werke! Ja, Gůtigster, ich bitte dich, um Je: su Willen starke mich, das Gu: te zu vollbringen. Mel. Nun banket alle Gott 2c. 233. Las mich doch, o Laß mein Gott! die Buße nicht verschieben, die mir dein Wort gebeut! Wie könnt ich sonst mich lieben? Ift wahre Besserung nicht mei: ner Seele Glück? O wer ver: schiebt sein Heil gern einen Augenblick! 2. Du, Gott, gewinnest nichts, wenn ich unsträflich lebe, und deinef werth zu seyn forgfältig mich bestrebe. Wenn ich das Gute thu, was mir 3. So süß ein Lafter ist, so giebts doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein haft du dies Glück beschieden. Wer dir, o Gott, gehorcht, erwählt das beßte Theil; wer dich, o0 Gott, verläßt, verläßt sein eigen Heil. 4. Was weigre ich mich denn, das Laster zu verlassen? Weil es mein Unglück ift, befiehlst du, es zu bassen. Was weigre ich mich denn, der Tugend Freund zu seyn? Weil sie mich glücklich macht befiehlst du sie allein. 5. Die Buße führt mich nicht in eine Welt voll Leiden. Sie führet mich vielmehr, o Gott, zu deinen Freuden, macht meine Seele rein, fullt mich mit Zuversicht, giebt Weisheit und Verstand, und Muth zu meiner Pflicht. 6. Wahr ist es, es ist schwer, sein eigen Herz bekämpfen, Begierden widerstehn, und seine Lüfte dämpfen. Doch bleibt es meine Pflicht, und dieſe Schwierigkeit, die heute mich erschreckt, wird schwerer durch die Beit. 7. Je dfter ich vollbring, was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheu ich mich heute nicht, o Herr, dein Feind zu seyn; um wieviel wer niger werd ich mich morgen scheun. 8. Du reichst ja Kräfte dar, uns selber zu besiegen. Der Sieg, so schwer er ist, bringt göttliches Vergnügen. Geht er im Anfang gleich nur noch sehr langsam fort, so bist du, Gott, 142 Von der Bekehrung und Besserung, Gott, mir nah, und stärkst| Verwundet blutete mein Herz; mich durch dein Wort. betäubt empfand ich keinen Schmerz. fand ich 5. Nun bin ich nah dem Untergange, den, Herr, dein Wort dem Sünder droht. Um Trost wird meiner Seele bange, um einen Retter in der Noth. Mein richtendes Gewissen wacht, und alles um mich her ist Nacht. 9. Wie schnell kann nicht der Tod mich dieser Welt ent: rücken! Und Buße ist kein Werk von wenig Augenblik: ken. Ein Seufzer, Gott, zu dir, ein Wunsch nach Beffe rung und Angst auf Misse: that, ist noch nicht Heiligung. 10. So gieb denn, weil ich noch, Herr, deine Stimme höre, daß ich mich ungefäumt von allem Bösen kehre; so darf ich nicht dereinst zu meiner größten Pein, mein bier verfáumtes Glück, wiewohl zu spåt, bereun. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 234. Mein Gott, zu dem ich weinend fle: he, erbarme dich, erbarme dich! noch einmal sich von deiner Höhe mit gnadenvollem Blick auf mich! Erbarme dich, und geh noch nicht mit mir, du Richter, ins Gericht! 2. Wie oft hast du mir schon vergeben, wenn ich dich, Herr, um Gnade. bat! Wie oft ver: sprach ich, dir zu leben, zu meiden jede Missethat! Wie feier: lich war dann mein Eid des Glaubens und der Frömmig: keit. 3. Bald aber, bald ergriff mich wieder die Sünd, und ihre Lust mit ihr, riß meinen ganzen Borsag nieder, und herrschte, wie vorher, in mir. 3um Wi derstande viel zu schwach ent: floh ich nicht, ich gab ihr nach! 4. Wie viele sündenvolle Tage durchlebt ich, Bater, als im Traum, und häufte selbst mir Schmach und Plage, und fühlte dies mein Elend kaum! 6. 3u wem, o Vater, soll ich fliehen? Wo findet meine See: le Rub? Wer kann sie aus dem Abgrund ziehen, in dem fie feufzet, als nur du? Mein ganz Vertraun seg ich auf dich: du Freund des Lebens, rette mich! 7. Für meine wiederholten Sünden floß auch des Weltver Noch einmal föhners Blut! laß mich Gnade finden durch meinen Glauben an sein Blut! Noch einmal, Richter, sage mir: Auch diese Schuld er= laß ich dir! 8. Gott, fey mein Zeuge, da ich schwöre, mein Herz soll dir gehorsam seyn! dir, deinem Willen, deiner Ehre will ich mein ganzes Leben weihn: der Sünde will ich widerstehn, und standhaft deine Wege gehn. 9. Vergiß nicht wieder, meine Seele, wie oft du schon ge= fallen bift! vergib, mid nicht mehr des Herrn Befehle, nicht mehr, daß er dein Retter ift. Ruf ihn im Glauben täglich an: Erhalt mich, Herr, auf ebner Bahn! 10. Ja, ich bin schwach; du wollst mich stårken, mein Helfer in Versuchung seyn, zum Glauben und zu guten Werken mir Kraft und Freudigkeit ver= leihn. Du kannst es, meine Zuversicht! Wenn du mich stårkst, so wank ich nicht. Mel. 143 Von der Bekehrung und Besserung. Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 3. Wie gut, wie leicht ist dein 235. Mit einem tief vor Gebot! du willst, ich soll dich dir gebeugten Herzen fleh ich zu dir in meinen Cundenschmerzen. Omache mich, Gott, meines Kummers ledig, und sey mir gnådig! lieben, Gott, willst, daß ich red= lich handeln soll zu meinem und des Nächsten Wohl. 4. Und doch verleg ich diese Pflicht, und schåge deine Gnas de nicht; ein elend Scheingut zieh ich Thor oft ihr und meis nem Heile vor. 2. Beschämt erkenn und fühl ich meine Sünden. Laß, Bater, mich Erbarmung vor dir finden. Willst du auf Schuld und Uebertretung sehen; wer wird bestehen? 5. Mein Herz, das seine Schuld erkennt, du siehest es, mein Herz entbrennt, zu thun, was dein Geseh befiehlt, das nur mein Bestes mir em= pfiehlt. 3. steht Bei dir allein, Herr, es zu vergeben. Du willst nicht, daß wir sterben, sondern leben; uns soll die Größe deiner Liebe lehren, dich treu zu ehren. 6. Ich traue der Barmherzigkeit, die sich noch jeden Tag erneut, der Vaterhuld, die immerdar gefallner Seelen Zuflucht war. 4. Verzeihe mir, Herr, alle meine Fehle; dein harret, Vater, meine müde Seele. Laß 7. Dein Wort giebt mir Troft und Ruh um des Ver: Versicherung vollkommener Beschners willen mein Herz eranadigung; ich bin gewiß durch füllen. Jefum Chrift, daß sie auch mir verliehen ist. 5. Vom Abend an bis zu dem frühen Morgen hoff ich auf dich; o stille meine Sorgen! du schenkest ja Beladenen und Müden gern deinen Frieden. 8. Doch nie entfall es meinem Sinn, daß ich, als Christ, berufen bin, auch meines Mitt: lers Tugenden hier thätig zu verkündigen. 6. Ja, hoffe nur, mein Herz, auf Gottes Gnade! viel größer ist fie, als dein Seelenschade; und endlich wird sie dich von allem Bösen herrlich erldsen. Mel. Herr Jeſu Christ, wahr'r 2c. 9. Wie ich die Gaben angewandt, die ich empfing aus deiner Hand: die Frage will ich oft erneun, und eingedenk des Richters seyn. 10. Ein Herz, das sich des 236. Nad dir verlanget Guten freut, voll Menschenmich, nach dir! Gott, meine Hülfe kommt von dir. Wer ist, wie du, so gnaden= reich? wer dir an Macht und Weisheit gleich? lieb und Gott geweiht, dies Herz wird dort nicht erst mein Lohn; mein Richter forderts jego schon. 2. Uch, mein Erbarmer, rech: ne du mir meine Missethat nicht zu! sie reuet, Gott, fie reuet mich, und meine Seele hofft auf dich. 11. Schaff dieses Herz in mir! denn ach, du weißt es, Vater, ich bin schwach. Mein Trost sey mein Vertraun auf dich, und deine Gnade stårke mich. Mel 144 Von der Bekehrung und Besserung. Mel. Herr Jesu Christ, du zc.| Mel. Bater unser im Himm. 2. 237. Bater der Barm: 238. So wahr ich lebe, D falle dir zu Fuße, und thu noch in der Gnadenzeit von ganzem Herzen Buße. Was ich nicht recht gethan vor dir, Erbar mer, das verzeihe mir, nach deiner großen Güte. spricht mein mir ist nicht lieb des Sünders Tod; mein Wille, mein Ge bet vielmehr ist, daß er sich zu mir bekehr, sich beßre in der Gnadenzeit, und mit mir leb nd mit in Ewigkeit. 2. Du Geber wahrer Seelen: ruh, nimm von mir, was mich quâlet; durch deine Gnade wir te du, woran es mir noch fehlet. Gieb mir den Geist der Heili: gung, daß ich in meiner Besse: rung es täglich weiter bringe. 2. Dies Wort bedenk, o Sünder, wohl, verzage nicht verzweiflungsvoll! du nimmst. an der Erlösung Theil; Gott selber schenkt dir Gnad und Heil, und er bestårkts durch einen Eid. Wohl dem, der Sünden recht bereut! 3. Und du, o Jesu, der du dich für uns dahin gegeben, du hast aus freier Hand auch mich er: löft zum ewgen Leben. Mein Seligmacher und mein Gott, erbarm dich meiner Seelen: noth, und gieb mir deinen Frieden. 3. Ja hute dich vor Sicher: beit; denk nicht: zur Buß ists immer Zeit; ich will mich mei nes Lebens freun, und werd ich dessen můde seyn, dann ruf ich Gott um Gnade an, und Gott erbarmt sich meiner dann. 4. Für Sünder floß dein theures Blut zur Rettung vom Verderben. So komm es denn auch mir zu gut, im Leben und im Sterben. Es halte von Ver: schuldungen der Reichthum der Erbarmungen des Höch: sten mich zurücke! 5. Geift Gottes, du, der Seelen Licht, Regierer der Ge: danken, erinnre mich ans Welt: gericht, wenn je mein Herz will wanken; damit ich jedes after flieb, und Ehrsucht, Geiz und Wollust nie mein Herz beflek: ken möge. 6. Und schlägt die leste Stunde mir, fo hilf mir über: winden! Laß meine Seele Troft bei dir, du Gott des Trostes, finden! belehre mich, daß Echmerz und Noth, der Krank: heit tast, und selbst der Tod mich doch zum Leben führe. 4. Wahr ist es: Gott ist stets bereit, zum Wohlthun, zur Barmherzigkeit, doch fündigft du auf Gnade hin, beharrft in deinem bösen Sinn, und sorgft nicht für dein ewigs Heil, so ist auch Elend einst dein Theil. 5. Verheißen hat dir Got tes Huld Erlassung aller deiner. Schuld; das aber sagt er nicht dabei, ob dieser Tag dein letter sey. Daß du mußt ster: ben, ist dir kund; verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut be: kehre dich; noch heute kann es åndern sich. Wer heut ist stark, gesund und roth, ist morgen frank, vielleicht schon todt. Stirbst du nun ohne Beßrung hin, wie willst du dem Ge richt entfliehn? 7. pilf, o Herr Jesu, hilf du mir, und lenke meinen Sinn Von der Bekehrung und Besserung. 145 Sinn zu dir, daß ich mich beßre laß dein Licht mir leuchten, unverweilt, eh mich mein En Vater! laß mich dein im Le= de übereilt, damit ich heut ben und im Tode seyn. mis und jederzeit zu meinem Hin= 9. Der mir in Chrifto Alles gang sey bereit. gab, Gott, schaue doch auf mich herab! auf mich, der Sünden schnellen Raub, des Himmels Erben, und den Staub.or 10. Erbarm dich mein, und steb mir bei, daß ich des Gu ten das dem dir bereitet ist, dem du, Gott, ein Vergelter bist. don von Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. 239. Wer bin idy, ich Ber: schuldeteryordaß du dich mein, Algütiger, erbarmest, du mich schonft, und mir nicht nach Verdienste Lohnst! mod 2. Zum Glauben und zum Thun zu schwach, giebt oft mein Herz der Günde nach. Ich kämpf, toVater, nicht genung den Kampf der ernsten Heiligung. di 501618 rechtend Bahn 3. Wie schnell ist von der zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! mein banges Herz er: schrickt, wenn es in diesen Abgrund blickt. 4. Wie nabe grenzt die Mix fethat an unsers Herzens bösen Rath! wie bald wird Frevel felbft verübt, wenn man erst Schwachheits- Fehler liebt! Gu5. Vertreib, o Gott, des Irrthums Nacht, entreiße mich der Sündenmacht! Wie glänzet deiner Streiter Schaar, die einst, wie sich, auf. Erden war! hidr glied dr6. Sie, die nun, weil sie über wand, den Lohn empfängt aus deiner Hand, fie ist gefront, ich noch im Streit; to gieb auch mir Beständigkeit! 7. Schmal ist der Weg zu deinen Hohn, und Wenige find, die ihn gebn; die Pfort ist eng, und durch sie dringt nur der zu dir, der ernstlich ringt. 8. Auf dich richt ich mein Angesicht, und fleye sehnlich: 11. Ja, du erbarmst dich über mich, du Gott der Liebe, väterlich. Vom Leibe dieses Tods befreit, führst du mich einft zur Herrlichkeit. 12. Dann wankt Jugend mehr, fe nicht meine dir, ewig, ewig Herr, daß sie dein Gnadenlohn beglückt, und deiner Sieger Krone schmückt. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. x amod.110 24, Wie felia, Herr, ift der bist sein Schild und großer Lohn. O daß ich ganz gerecht seyn möchte! dochmach! wie we nig bin ichs schon.Du weißt es, Gott, ich bin noch weit entfernt von der Vollkommenheit. 9 2. Wie viel ist noch an mir zu finden, was deiner Vorschrift widerspricht. Wie oft befleck ich mich mit Sünden, und billige sie selbst doch nicht. Wie oft verlaß ich deine Bahn, und mein?, ich habe recht gez than. .asabbt 13. Wer kann, wie oft er fel)let, merken? Nur du, du siehst mich, wie ich bin. Nur du fannst mich im Guten stärken; drum fall ich, Vater, vor dir hin. O mach, um heilig ganz K zu Von der christlichen Zuzend 146 zu seyn, mich von verborgnen| dein Fehlern rein. im la 4. Bon aller eitten Eigen: liebe befreie mich durch deine Kraft. Erweck und mehr in mir die Triebe zu dem, was wahre Beßrung schafft. Laß meinen Fleiß gesegnet seyn, und meine Heiligung gedeihn. 5. Du wirst das demuthsvolle Flehen des Sünders, der dich scheut und ehrt, o Gott, der Gnade! nicht verschmähen. Du bist es, der Gebet erhört. Mein Fels, mein Heil, ich traue dir. Das, was ich bitte, giebst du mir. 2) Von der christlichen Tugend und Frömmigkeit du überhaupt. Mel. Durch Adams Fall ist 2c. 19150284 241. 21% ch, höchster Gott, verleihe mir, daß ich nur dich begehre, mein ganz zes Glück nur such in dir, und dich allein verehre! daß ich in Noth dich meinen Gott und Vater gläubig nenne; daß we= der Leid, noch Glück und Freud, mich jemals von dir trenne. 2. Erfülle mich mit wahrer Reu, so oft ich Unrecht übe; gieb, daß ich alles Böse scheu, und stets das Gute liebe. Laß mich doch nicht, Herr, meine Pflicht mit Vorsag je verlegen; der Seele Heil, mein beßtes Theil, laß mich nach Würden schågen. Wort verlasse, und in der Noth, ja selbst im Tod, dein Heil getroft umfaffe. 4. Hilf mir, der ich erlöset bin, daß ich den Heiland lie be, und bilde m mich nach seinem Sinn; gieb, daß ich mich stets übe, auf ihn zu sehn, ibm nachzugehn, mich seiner nicht zu schämen, und gern wie er, seys noch so schwer, mein Kreuz auf mich zu nehmen. 5. Laß niemals Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren, nie Haß und Born und Bitterkeit zur Rache mich verführen. Dein Wort gebeut Versöhnlichkeit, verdammt der den Feind, so wie den Freund, Rachsucht Triebe; gieb, daß mein Herz aufrichtig liebe. 6. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld laß, Herr, mich niemals trachten; las mich die Ehre dieser Welt für eitlen Schatten achten; und nie nach Pracht, nach Hoheit, Macht und Würden ängstlich streben; laß mich vielmehr, zu deiner Ehr, in wahrer Demuth leben. 7. Gieb, daß ich Trug und Heuchelei mit aller Sorgfalt fliebe, und nimmer mich durch Gleißnerei um Menschengunst bemühe. Laß Ja und Nein mit heilig seyn; laß mich nicht lieb los richten, und 3ank und Streit mit Freundlichkeit, mit Lieb und Sanftmuth schlichten. 8. 3ur unbefleckten Reinig keit, Herr, lenke mein Gemů= the, daß ich in dieser Prüfungszeit vor böser Lust mich bute. Der Lügen Feind, der Wahr: heit Freund, laß mich auf richtig wandeln, und jederzeit nach Billigkeit mit meinem 9. Sieb 3. Mein Gott, ich bitte dich, verleih mir einen festen Glau: ben, der standhaft, treu und thätig fey, laß nichts mir die fen rauben. Gieb, daß ich mich allzeit auf dich und auf Nächsten handeln. und Frdmmigkeit überhaupt. 147 9. Gieb, daß ich nie dem 4. Du kennst, o Gott, der Müssiggang, der Trägheit mich ergebe, daß ich vielmehr mein Lebenlang der Welt zu nüßen strebe. Laß meinen Fleiß zu deinem Preis, o Gott, mir wohl gelingen, und segnest du das, was ich thu, so laß mich dir lobsingen. Menschen Herz, und liebst, die redlich handeln; o laß in Freuden, wie im Schmerz, mich richtig vor dir wandeln. Dein Wille sey mein Augenmerk; hilf selbst mir ihn vollbringen. Durch dich muß jedes gute Werk dem glücklich noch gelin: gen, der deine Hülfe suchet. 10. 2ch, gieb mir deinen guten Geist, daß er mich stets re: giere, und mich, wie es dein Wort verheißt, auf deinen We: gen fübre; so wird mein Herz in Freud und Schmerz dir zu gefallen streben, und du wirst mir, Gott, einst bei dir den Lohn der Treue geben. 5. Doch wenn ich aus Un wissenheit und Uebereilung fehle; so thu an mir Barmher: zigkeit, und richte meine Seele durch deine Gnade auf vom Fall. Erhalt mich bei dem Einen, daß ich dich fürchte über: all, bis ich einst mit den Dei: nen dir ohne Fehltritt diene. Mel. Chrift, unser Herr, zum 2c. 242. Bewahre mich, Herr, Mel. Chrift, unser Herr, zum 2c. daß der Wahn 243. Der du Verstand nie mein Gemüth bethöre, als war es genug gethan, wenn dir nur außre Ehre der Mensch, dein Unterthan, erweist. Erinnre mein Gewis sen, wie in der Wahrheit und im Geist die dich verehren müssen, die dir gefallen wollen. schenkst, Gott, Vater meines Lebens! wo du nicht Thun und Lassen lenkst, so teb ich hier verz gebens; denn wen dein Geift nicht neu gebiert, der bleibt der Sünd ergeben, und wen 2. Die kommen nicht ins die Sünde noch regiert, der Himmelreich, die Herr, zu ist zum rechten Leben noch nicht Jesu sagen, und nicht mit rech- hindurchgedrungen. tem Ernst zugleich der Heili: 2. Drum, Vater, neig dich gung nachjagen. Nur die, die deinen Willen thun, låßt du als reine Kinder, o Gott, in ewgem in Frieden ruhn, wenn heuchlerische Sünder von dir verstoßen werden. våterlich zu deinem schwachen Kinde. Gieb mir ein frommes Herz, daß ich mich scheu vor je der Sünde. Bewahre meinen Mund, daß mir kein schlüpfrig Wort entfalle; vielmehr von meinen Lippen dir manch freudig Lob erschalle, den Nächsten zu erbauen. dainas 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie ein heilig Leben trennen, mich nicht für Jesu Jünger hie bloß äußerlich be: kennen. Sieb, daß mein Glaube thåtig sey und Jugendfrüchte bringe; daß ich, vom Sünden dienste frei, mit Eifer darnach ringe, im Guten zuzunehmen. 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spotter tdre, damit in meinem Glauben mich kein frecher Chor be: thdre. Hilf, daß kein Wig der Lästersucht mir Ohr und Herz K 2 vergifte, 148 Von der christlichen Jugend vergifte, nodjemals, wie er sinn, keinen Spott, vom Gu tückisch sucht, durch mich Unfrieden stifte, mich nie zur Schmahsucht reize, iar d ten mich abkehren. Durch mein Gewissen wect mich auf zu reiz nem treuen Tugendlauf, daß ich ihn selig ende, 4. Die Augen, Gott, bewab ve mir vor unverschämten Blik ken, und vor unzüchtiger Begier, die Unschuld zu bestricken. Laß mich den Schmuck der Gittsamkeit weit über alles schågen; was reiner Engel Aug erfreut, das sey auch mein Eradsen; was du liebst, mein Bestreben. sch to fromme hersen; und 5. Behüte mich vor Schwel gerei, die leicht das Herz be schweret, vor Trunkenbeit, die ohne Scheu Schandthaten üben lehret. Die Luft, die bloß den Leib verdirbt auch was die Welt für Freude schåst, bringt Nachreu, Elend, Schmerzen, und stürzet ins Verderben, dr6. Hilf, daß mein Geist nichts lieber hört, nichts lieber spricht und denket, als was den Glauben stärkt und nährt, und Lust zum Guten schenket; was mich zu jenem Leben bringt, wo man bei dir stets lebet, dein Lob mit allen Engeln fingt, den Heiland sieht, erhebet, und ihm sich ähnlich schauet. u bile di Mel. Sey Lob und Ehr dem 2c. 3. Verleih mir Schwachen Muth und Kraft, das Gute zu vollbringen. Hilf du mir jede Leidenschaft, die mich verführt, bezwingen, und muthig käm pfen, als ein Christ, den Kampf, der mir verordnet iſt, daß ich das Ziel erreiche. mit Zuversicht, komm ich zu dir mit Flehen. Sey gnådig mir, verwirf mich nicht, laß mich Grbórung fehen. Vergieb nach deiner Baterhuld mir alle meine Sündenschuld, auch die verborgnen Fehler. sn tim 2. Berstand und Weisheit gieb mir, Gott, dich würdig zu verehren. Laß keinen Leicht290 4. Ein Herz, das dir allein vertraut in fummervollen Leiden, und das auf deine Güte schautid bei dem Genuß der Freuden; ein Herz, das deine Ebre licbt, und sich im Guten standhaft übt, verleihe mir, mein 5. Gieb, daß ich, wie dein Wort gebeut, den, Nächsten als mich liebe, und weder durch Nachgierigkeit noch Härte ihn betrübe; daß ich den Kummer, den er klagt, den Hunger, der den Armen nagt, gern nach Bermögen stille. si ostům 16. Gieb, daß ich in der Fröm: migkeit, in der Geduld und Liebe, in Sanftmuth und Gerechtigkeit mich unermüdet übe; daß ich um mich Glückseligkeit und Jugend und Zufriedenheit stets zu verbreiten suchentis n 244, Erfüllt, mein Gott, 7. Will mich, Gott, deine Sütigkeit mit Ehr und Reichthum segnen; so taß mich mit Bescheidenbeit denus Niedern stets begegnen. Wenn kummervoll mein Auge weint, so gieb mir einen treuen Freund, der mitleidsvoll mich tröste. 8. Verleib, daß ich den Müs fignang, der faster Quelle, hasſe, und mir an dem mein Lebenlang, was du giebst, gnügen lasse und Frömmigkeit überhaupt. Laffe! Daß ich getreu in dem ein wabrer Ghrift zu Beruf, zu welchem mich dein leb und sterb ich dir. Wille schuf, mir und dem Nächsten nuge. Mel. Nun danket alle Gott 2c. The most like err, Glauben Met. Nun danket alle Gött 2c. 246, tein Mensch QUR 103 245. Quell, gieb mir recht zu erkennen, daß wahre 149. seyn; so esildnit künftige 5. Doch wenn ich Schwacher noch aus Uebereitung, fehte, Herr, ſo verwirf mich nicht. Erwecke meine Seele, paß fie den Fehltritt bald erkenne und bereu, und ihn aufs aumeiden wachsam sey. 56. Ich übergebe mich bis an mein Lebensende, mit allem, was ich bin, in deine Bater: bände. ans mache du, mein Gott den Borsag fest in mir, aid ich mich zu dir mit demuthsvollem Flehen! Dzünde selbst! zu nennen; doch mir auch dabei, ein Herz, das so dich ehrt, wie dir es wohlgefällt, und uns dein Sohn gelehrt. 2 Ich nenne mich nach ihm. Befördre mein Bestreben, auch stets nach seinem Einn zu den ken und zu leben. Ich bin getauft auf ihn. Dies sey zur Heiligung, der ich gewidmet ward, mir stets Ermunterung. nisa 2. Laß mich, Gott, daß du feyst, mit Ueberzeugung glau ben. Nichts müsse mir das Wort aus meinem Herzen rauben, daß du dem, der dich) sucht, stets ein Vergelter seyft, und hier und ewig ihn mit dei nem STAND nem Seil erfreuft. 3. Auch mir gabst du dein Wort; dies lite meine Seele, daß sie den sichern Weg der wahren Tugend wähle. Was nügt der Glaube mir mit seiner Wissenschaft, wenn doch mir immer fehlt zum Guten Lust und Kraft? ung Saß allen ich gewiſsenhaft in wandeln, und 3. Wahrhaftig ist dein Wort. Gieb, daß ich darauf traue, und meine Hoffnung fest auf deine Treue baue; gieb, daß ich dir im Glück und Unglück stets getreu, und dem, was du gebeutst, von Herzen folafam sey. 4. Auch bhilf mir, daß ich den, den du re= ihn meinen Herrn und Gott im Geist und Wahrheit nenne, überall pon dir ſo und treu und redlich thu, was den, handein, daß ich, im Her- mich sein Wort gelehrt, daß zen rein, dir, Gott, vertrauen ihn Herz, Mund und That kann, und froh versichert sey, als meinen Heiland ehrt. du nimmst dich meiner an. deines Sein göttliches Verdienst sey mir beständig theuer; es fülle mich mit Troft, es mache stets mich freier vom schnöden Lafterdienst; es stärke mich mit Kraft, 31-190 Namens Ruhm, in meiner Pilgerschaft. 6. Wie selig leb ich dann im Glauben fdon auf Erden! Noch herrlicher wird. einst mein Theil im Himmel werden. Da werd ich, was ich hier geglaubt, im Lichte schaun, K 3 und an, in welchem ich allein die wohlgefallen kann. Von der christlichen Tugend 6. Hilf, daß ich folge treuem Rath, von Meinung trete; ten Armen helfe mit der That, für Freund' und Feinde bete, dien jedermann, so viel ich kann, und alles Unrecht meide an allem Ort, nach deinem von hinnen Wort, bis ich scheide.#ddann Ver: 150 und du erfüllst dann ganz mein kindliches Vertraun. 110 Mel. Durch Udams Fall ist 2c. 247.5 ilf mir, mein Gott, hilf, daß nach dir von Herzen mich verlange, daß ich dich suche mit Begier, und standhaft dir anhange. leih, daß ich mit Freuden dich Mel. Herzliebster Jesu, was zc. 248. Ich habet ott, mi ernstlich vorge: nommen, nie auf der Uebertre: Gieb, daß ich in Gerechter Pfad zu kommen, vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben treu zu ergeben. 2. Erforsche mich, fieh, ob ichs redlich meine; gieb, daß ich nicht bloß, was ich sein soll, scheine, mit allen Kräften strebe, deinen Willen froh zu er: Jonim bu füllen. 3. Wenn deine Furcht mich überall begleitet, und meinen Gang, sah auch kein Mensch mich, leitet, wie sicher werd ich deine Wege wandeln, wie richtig handeln! 4. auch im Dunkeln mich dein Auge scheuen, nicht achten auf der Sünde Schmeicheleien, aufmerksam des Gewissens Stimme hören und thatig ehren. 5. Gieb Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten, ſo mag die Welt, wie ihrs gefällt, mich richten; ehrt mich dein Beifall, so kann ich mit Freuden Berachtung leiden. 6. Du achtest nicht das Ansehn der Personen, wirst billig alles richten und belohnen mit Herrlichkeit und Ehre deine Kinder; Schmach trifft die Sünder. in zen rein, auf dich allein mein Glück und Wohlseyn baue. 2. tigkeit nach deiner Gnade stre: be, gottselig, züchtig allezeit in deinem Reiche lebe; und falle ich, so starke mich, bald wieder aufzustehen, mit wahrer Reu, dem Guten treu, den schmalen Gut gehen. Weg zu 3. Laß Glauben, Lieb und Hoffnung sich in meinem Her zen mehren, so ist mir wohl und so kann ich als wahrer Chrift dich ehren. Nimm dich auch dann des Leibes an, so lang ich hier noch walle, nur daß dabei, von Sünden frei, die Seele dir gefalle. 4. Gieb, daß ich treu und fleißig sey in dem, was mir gebühret, daß ich auch nicht durch Heuchelei und Ehrgeiz werd verführet; ja, daß ich nicht je meine Pflicht durch Eigennuk entehre, und nie durch Neid, Haß, Falschheit, Streit, des Nächsten Ruhe store. 5. Steh du mir bei, daß mein Gemüth kein wilder Grimm regiere, daß ich vielmehr durch fanfte Gut auch selbst den Has ser rühre. Vergeß ich mich, will Hochmuth sich in meiner Brust empören; so steh mir bei, laß mich voll Reu zur Demuth wie: derkehren. 7. Vollend ich einstens meine Prüfungsstunden, und werd ich bis und Frömmigkeit überhaupt. 15t Gottes Ruhm vermehrt. Gott wird ihr Verlangen stillen, und den frommen Wunsch erfüllen. 6. Selig, wer der Noth des Armen niemals fühllos fich entzieht, ihm aus zärtlichem wohlzuthun fich Erbarmen froh bemüht, und wenn er um Hülfe weint, ihm mit Hülf und Trost Dieser wird auch Spulfsen empfangen und Barmherzigkeit erlangen. bemu hen, züchtig, keusch und rein zu seyn; die der Wohllust Nege fliehen, und der Heiligkeit fich weihn. Die der Lockung dieser und dem, was dem Fleisch gefällt, treu und standHuld wird haft widerstehen, werden Got die sich Welt, .nid Gnu emeltes Untlig fehen. reich ist sein; Gott d wird dort 8. Selig, wer in Frieden le: zu Ehren sehen, die sich hier bet; wer die Ruh und Einigkeit geringe schagen.dnbwoon ni duu erhalten sich bestrebet, und 3. Selig ist, wer seine Sünde wenn Feindschaft, Haß und wehmuthsvoll vor Gott be Streit seiner Brüder Glück zerreut, und, damit er Gnade fin- stort, sie die Pflicht der Einde, sich vor neuen Sünden tracht lehrt. Die des Friedens scheut. d Gott will ihm die sich befleißen, werden Gottes Schuld verzeihn, Kraft zum Kinder heißen.pl du temp. Guten ihm verleihn, und er 199. Selig, die um Chrifti milsoll schon hier auf Erden, und len leiden, und sich deffen auch dort getröstet werden. freun; standhaft ihre Pflicht erfüllen, und der Tugend Müh nicht scheun. Gott steht ihnen mächtig bei, und will sie für ihre Treu einst mit Wonn und Siegeskronen auf das Herr: lichste belohnen. 4. Selig ist, wer Sanftmuth übet, feinem Feinde niemals flucht, seine Fehler ihm vergie: bet, nie sich selbst zu rächen fucht, ruhig seine Pflicht vollbringt, und sein eigen Herz beswingt.is Gott. wird selbst sich sein annehmen, daß sich seine Feinde schamen, danol, mad 10. Herr, du wolleit selbst mich leiten auf gerader Zugendbahn, daß ich wahrer Seligkeiten hier und dort michy freuen kann. Gieb, daß ich demüthig sey, meine Schuld vor dir beren, die Gerechtigkeit stets liebe, auch an Feinden Sanftmuth übe. isipia 84 11. Daß bis zum Tode treu erfunden; wie schön verwandeln sich dann meine Leiden in ewge Freuden! Mel. Freu dich sehr, o meine zc. ommt, laßt euch 249. K den Herrn belehren! kommt und lernet allzu mal, welche die sind, die gehdren zu der rechten Christenzahl! Die im Glauben feft bestehn, freudig Gottes Wege gehn, und den Heiland frei bekennen, dür: fen sich die Seinen nennen. wer in Demuth lebet, seine Schwachheit nie vergißt, nie sich selbst mit Stolz erbebet, wenn er groß und glücklich ist. Gottes 5. Selig, die mit Ernst verlangen, recht gefinnt und fromm zu seyn; die am Gu: ten eifrig hangen, und sich ganz der Tugend weihn; deren Herz nichts mehr begehrt, als was SIN 152 Von der christlichen Tugend 1:11. Daß id) Armen helf und| Met. Nun danket alle Gott 2c. diene, immer cind reines Herz, die in Feindschaft ftebn, 251. Meie te mein Gott, du Herr von meinem Leben! der du zur verfühne, an dir hang in Freud und Schmerz. Vater, hilf ven deinem Thron, daß ich glaub an deinen Sohn, und durch deines Geistes Stärke, mich befleiße guter Werkenisen silid nis. Jundin flor Mel. Dir, dir Jehovah, will 2. 250. Len Dingen auf mich, o Gott, in Richtschnur mit gegeben; re: giere doch mein Herz durch deinen guten Geist, daß ich dem folgfam sey, was dies dein Wort mir heißt hier 2. Verleih, daß ich zuerst nach kein vergänglich Gut mehr, als wahrer Weisheit trachte, und deinen Willen Fehn und die es werth ist, achte. Wer nach mich weihn; gieb selbst das dem Ewigen mit regem Eifer Wollen und Vollbringen, und ringt, empfängt schon hier zum laß mein Herz dir ganz geheisohn, was wahre Ruhe bringt. ligt seyn. Nimm meinen Leib 3. Gieb, daß ich von der Welt unt Geift zum Opfer hin; dein, mich unbefleckt erhalte, und Herr, ist alles, was ich hab daß in mir der Trieb zum Guten und bin. Loadsy gilim 091 nie erkalte; chilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoffnung stark und fest gegründet sey. als ein 2 Gieb imeinem Glauben Muth und Stärke, laß ihn durch Menschentiebelthätig daß man an ten merke, er sey kein eiller Traum und falscher Schein. Er stårke mich in meiner Wanderschaft, und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. 3. Laß mich, so lang ich hier folloleben auch an dem bösen Tage seyn und nem Willen mich ergeben, der Christ, mich Christo ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, und nicht der Geist der Welt, so wandie ich vor dir den Weg, der dir gefällt. 5. daß ich mein Gort, von ganzer Seele liebe, auch an dem nächsten übe. Vaß ohne Uebermuth mich bei des Glük: tes Schein, und ohne Ungeduld in trüben Tagen seyn. fügt. Gieb Furcht und De muth, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trubsal schickt.ndolad bil # 4. Ach, hilf mir beten, wachen, ringen, so will ich einft, der Sinnenluft wenn ich den Lauf vollbracht, dir ewig Dank und Ehre bringen, dir, der du alles haft so wohl gemacht. Dann werd ich heilig, rein, ganz dir geweiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. 900 duminos 6. Nie müsse sich mein Herz ergeben, und nie dem schnöden Geiz. Mein dir geweihtes Leben sey von Betrug und Neid, von unbarmherzigkeit, von ungerechtem Gut und stolzem Sinn befreit. 7. Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiten, so unter: 100 mg und Frömmigkeit überhaupt. 153 unterstüzelmich wenn meine| 4. Und woher nehm ich Trost Tritte gleiten; laß mich in alLev Noth auf deine Hülfe baun, und auch, wenn sie verzeucht, dir doch getroft vertraun 8. Erlöse endlich mich von allen meinen Leiden und ist die Stunde da, aus dieser Welt zu scheiden, o Vater, so verlaß, wenn meine Hütte bricht, mich Sterbendend mit Trost und froher Hoffnung nicht. que chipla und Ruh, wenn Leiden mich umgeben, und meine Günden noch dazu mir dann vor Augen schweben? Was hilft mir in der legten Noth; zeigt sich der schauervolle Tod mit allen seinen Schrecken, und wacht dann mein Gewissen auf, von mei: nem ganzen Lebenslauf die Schuld mir aufzudecken? Mel. Ein Lammlein geht und zc. as es mir, 5. Weh mir! was hilft es mir einst dort, wenn ich aus meinem Grabe derwach, daß ic) an Wort zum Schein ges 252. Wein Ohrift zu feyn, glaubet habe, wenn keine from= wenn ich nicht christlich lebe, und heilig, fromm, gerecht und rein zu wandeln mich bestrebe? wenn ich dem seligen Beruf, zu welchem mich mein Gott er schuf, nicht würdig mich bewei: se, und den, der mich erldset 6. Gottbiddieser Hoffnung hat, in Worten bloß nicht werth zu seyn, hilf, daß ich durch die That und gute Berschriftlich lebe, und vor dir hel ke preiſe d ist dad font lig, fromm und rein zu wanme gute That mein Leben hier bezeichnet hat, den Glauben zu bestärken? der Glaube giebt die Seligkeit: doch wirkt er auch Rechtschaffenheit und Fleiß in guten Werken, i don deln mich bestrebe. Gieb mir Erkenntniß, Kraft und Muth, damit ich Welt und Fleisch und Blut im Glauben. überwinde, und dann, nach wohl durchlebe ter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit durch deine Gnade findend 2. Was hilft der Glaub an Jesum Christ, den ich im Mun de führe, wenn nicht mein Herz rechtschaffen ist, und ich die Frucht verliere? Wenn mich die Eitelkeit der Welt mit ihrer Luft gefangen hålt, ich ihre Fes feln liebe, und fühlbar für der Sünde Reiz, Zorn, Hoffarth, Fleischestufte, Geiz, in Werk und Thaten übeod thi sub 3) Von der Ehrfürcht und dankbaren Liebe gegen jus Gott. 3. Wie viel strafwürdger bin ich dann, ich, der ich Christum Mel. Von Gott will ich nicht zc. tenne, weiß, was er einst für 253. An dich, mein Gott, zu denken, ist Pflicht mich gethan, ihn Herr und Meister nenne; als der, der in der Finsterniß des Irrthums tappt, noch ungewiß, ob er auch richtig wandle! Was nügt mir feines Wortes Licht? Was hilft mir aller Unterricht, wenn ich und Troft für mich. Wenn Sorg und Grammich fränken, fo sieht mein Aug auf dichimDann mindert sich mein Schmerz, dann fliehn die bangen Sor gen, wie Nebel vor dem Mornicht darnach handle? n dngen, und Ruh erfüllt mein Herz Jan 2. Denk K 5 154 Von der Ehrfurcht unt bankbaren Liebe gegen Gott. IT 2. Denk ich an deine Liebe, be scheide? Du machst mir dei wie werd ich dann erfreut! nen Weg bekannt, hältst mich dann fühl ich neue Triebe zur bei meiner rechten Hand, re: Dankbeflissenheit, mein Herz gierest meinen Lebenslauf, und dir ganz zu weihn, dich freudig hilfft mir, wenn ich finke, auf. zu erheben, zur Ehre dir zu le: O Herr, mein Gott! du bist ben, por sie Sünden nymich zu mein Licht, du bist mein Licht; scheun. bour dau non ich folge dir, so irr ich nicht. d 3. Du gabst mir aus Erbar= men den Sohn, der für mich starb, und großmuthsvoll mir Armen die Seligkeit erwarb. Dowelch ein Glück ist mein! Gott, wenn ich dies erwåge, wie wird mein Herz so rege, dir ewig treu zu seyn.d dul 2. Du beitest nich nach dei: nem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Und führst du mich gleich wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf rauher Bahn nimmst du mich dort mit an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Gerech tigkeit. Mein Herr, mein Gott! ach, voll Begier, ach, voll Begier wünsch ich zu seyn, mein Heil, bei dir. ren 4. Mit freudigem Gemüthe denk ich an deine Treu, denn, Vater, deine Güte ist alle Mor gen neu. Du unterstügest mich; auch, wenn ich Schweiß vergie: ße, wird mir die Arbeit süße, seh ich dabei auf dich.. 5. Dein will ich stets geden= 3. Und sollte mir durch Kreuz ken! die Welt mag immerhin ihr Herz aufs Eitle lenken, wie schlecht ist ihr Gewinn! Ich halte mich zu Gott; dies bringt mir wahre Freude, dies stärkt mich, wenn ich leide, und ist mein Trost im Tod. Ja 6. Drum will ich an Gott denken, solang ich denken kann. Wird man ins Grab mich ich die ver: und Noth, durch Trubsal, Angst und selbst den Tod, auch Seel und Leib verschmachten: dies alles wird, sollt auch die Pein, o Höchster, noch so schreck lich seyn, mein Glaube doch nicht achten. Du bist und bleiz best doch mein Heil, und meines Herzens Trost und Theil. Denn, wahrlich! nur durch dich allein kann Leib und Seele glücklich seyn. Herr, mein Schuß, ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. Bahn, da die Welt gißt; doch du, Herr, denkst noch meiner, wenn auch auf Erden keiner mein eingedenk mehr ist. and Mel. Herzlich lieb hab ich 2c. 16 ich zc. er du mich als ein 254. Bater liebst, und Verderben. 4. Wer von dir weicht, und in der Welt dir nicht beharrlich Glauben hålt, der stürzt sich ins Er kann, weil er mich mit Wohlthun ganz um- die Lust und Pracht der Erde sich giebst, Gott, meiner Seelen zum Himmel macht, dein Freude! Ich bleib und hang Reich doch nicht ererben. Denn allein an dir Was ist, o Gott, wer dich hier nicht lieben lernt, das je mich hier von deiner Lie:| und nicht sein Herz von dem entfernt, Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe gegen Gott. 155 entfernt, was dir, du Heilig- tos, doch auch nie vermessen fter, mißfällt, kommt nicht in und stolz in guten Tagen seyn; jene beßre Welt. Nur den, der nie führe mich zur Sicherheit hier sein Herz dir weiht, sein der Reichthum deiner SuHerz dir weiht, nur den führst tigkeit. adischt du zur Herrlichkeit.a 5. Laß mich mit weiser Vor5. Drum halt ich mich geficht flieben, was mich zu Süntrost zu dir; denn du, Herr, den reizen kann, mich um ein båltst dich auch zu mir; und reines Herz bemühen; nimmſt das ist meine Freude. Ich sege du dich meiner hülfreich an, so meine Zuversicht auf dich, mein komm ich in der Gnadenzeit Fels, und wanke nicht, auch durch dich zur wahren Se= felbst im tiefsten Leide. Dein ligkeit. sid Wort, o Höchster, soll allein mein Trost und meine Richt schnur seyn, bis sich einst in der Ewigkeit mein Herz vollkom: men deiner freut. Gott meines Heils! Ich warte drauf, ich warte drauf. Nimm mich in deinem Himmel auf. Mel. Wer nur den lieben G. 2.7. Mit Ehrfurcht laß mich vor dir wandeln, und stets, ich sen auch, wo ich sey, nach dei ner Borschrift redlich handeln, entfernt von aller Heuchelei. Wer did von Herzen liebt und ehrt, nur der ist dir, o Vater, werth. 976. Erhalt in mir ein gut Ge wissen, das weder Spott noch Trübsal scheu, und mache von den Hindernissen der wahren Tugend selbst mich frei. Nie store Furcht und Lust der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt. dluch@ 30 255. 10 ich, Höchster, ehr erbietig scheuen, ist unseren Glück und unsre Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheut er dein heilig Auge nicht. Drum floße, um mich dein zu freun, mir wahre Kindesehrfurcht ein. 302. Sie leite mich auf meinen Wegen; sie sey mir Weisheit und Verstand, und lenke mic, das abzulegen, was ich als Un8. In deiner Gnade laß mich sterben, so schreckt mich weder Tod noch Gruft; ich werde deiren Himmel erben, wohin mich mein Erldſer ruft. Wie werd wer dann mich groß wird meine Wonne seyn! Mel. Wer nur den lieben G. 2c. noch Luft zur Sünde hat, liebt wahrlich dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu her: zen nehme, daß du allgegenz 256. Du Bater deiner bist, und das vor dir zu thun mich schåme, was dir, mein Gott, zuwider ist. Der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nicht, der dir mißfällt. 1 diene der du die Liebe selber bist, und dessen Herz auch gegen Sünder noch gütig und voll Mitleid ist! laß mich von g ganzem Herzen dein, laß michs mit allen Kräf ten 4. mich Gericht vergesſen, mich nie, mit Guns 2. Sieb, daß ich als dein dern sündlich freun; nie muth. Kind dich liebe, da du mich als ein 156 Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe gegen Gott. ein Vater liebst, und so gesinnt| schlecht! dich bete, wer dich zu sein mich übe, wie du die Vorschrift dazu giebst. Was dir gefällt, gefalt auch mir; nichts scheide mich, mein Gott, von dir. tim bim denken kann, im Geist und in der Wahrheit an! damj 2. Verbreite deines Wortes Schall, wie deine Werke, über: all, daß alle lernen, wer du seyst, der höchste und der beßte Geist. maid# Razt 3. Bewahre mich durch deine Liebe, wenn bójes Beispiel mich verführt, und gieb, daß ich Verläugnung übe, wenn Sinnenlust zu sehr mich rührt. Wie sollt ich je die Creatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich um deiner Ehre willen gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ich nicht, wie ich soll, erfüllen, so sich auf meine Willigkeit; und rechne mir, nach deiner Huld, die Schwachheit, ut Bater, sd nicht zur Schuld. 4. Lehr uns, Herr, deinen Rath verstehn, und folgiam deine Wege gehn. Durch deines Wortes Licht und Kraft machy glaubig uns und tugendhaft.. 5. Durch Wahrheit dämpfe jeden Wahn; erleucht uns alt= len unsre Bahn, dass Laster tilg aus unsrer Brust, und 05. Der liebt dich nicht, den eitle Freude zu dem tedt in uns die boſe Buft. was drum gieb, daß ichs mit Ernst vermeide, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Bater, mich befliffen seyn. 6. Sieb, daß ich alles willig leide, was mit dein weiser Rath bestimmt. Du führst durch Trubsal auch zur Freude, und wer sie willig übernimmt, gez duldig trägt und weislich nüşt, wird machtig von dir unterstüßt 7. In deiner Liebe laß mich sterben, so ist selbst Sterben mein Gewinns so werd ich dei nen Himmel erben, wo ich ganz frei vom Uebel bin. Da werd ich einmal, völlig rein, dich lieben und ganz selig seyn. 13. Durch Jesum Christ, den du gesandt, werd immer mehr der Welt bekannt, daßndu, Gott, unser Vater bist, und er der Völker Heiland ist. 6. Solpreiset teine stenheit, Herr, deinen Namen in der Zeit; sie ist und bleibt deinusEigenthum, und ihre Thaten sind dein Ruhm d 7. Du fåttigst sie mit Se ligkeit, von nun an bis in Ewigkeit und sewig ist ihr frommer Dank, Herr, deines Namens Lobgefangans pour monsinado Mel. Freu dich sehr, o meine zc. 258. Gott, mein Vater, deine Liebe reicht, so weit der Himmet ist. Deines Wohlthuns starke Triebe: sind so ewig; ocats du bist. Deiner Huld unendlichkeit, Gott, mer schöpfet. keine Zeit, und wer kann die vielen Proben deiner Güte würdig loben? mad atid 2. Als ich noch, der Welt ver: Mel. Wenn wir in höchsten 200 257. Gott, beilig sey dein borgen, in dem Schooß der du, für dem ganzen menschlichen Ge mich zu sorgen, über mich schon jeden mio. 157 Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe geoen Gott. jeden Tag. Durch den Bei- Mel. Sollt ich meinem Gott zc. stand deiner Macht bin ich an men 259, Gut und heilig iſt du selbst es bist, o Gott. Du dein Wille, wie gebeutft! in tiefer Stille hört die Schöpfung dein Gebot. Die im stehn um deinen Thron bereit, Himmeldir lobsingen; freuen sich der Seligkeit, deis der Mensch erkennts oft nicht nen Willen zu vollbringen; nur für sein Stück und seine Pflicht. das Licht gebradt, und was bat mein ganzes Leben Gutes, das du nicht gegeben? dod 3. Nie gedenket mein Ge můthe ohne brünstge Dankbe gier jener unverdienten Güte, da du durch die Taufe mir das erbabne Recht und Wonne sel'ger Geister zahl2. Dir gehorcht mit Freud tos Heer. Deine Feste, deine Sonne, Sturm und Donner, Grd und Meer, alles dienet deiz nem Willen; alles, Höchster, was du schufft, eilt und drängt sich, wenn du rufft, dein Gebot ftets zu erfüllen; nur Mensch erkennts oft nicht für sein Glück und seine Pflicht. ich, für dein Kind erklärt, mich des Segens der Erlösten zubersichtlich darf getrösten. 4. In den zarten Jugendjahren warst du meines Lebens Stab; mein Beschirmer in Ge: fahren. Un dir hab ich bis ins Grab einen Bater, der mich liebt, einen Vater, der mir giebt, was zum wahren Wohl mir nüßet, und mich überall beschüßet. nism, 2070 d 5. Gott, du machst es alles beffer, als wir wünschen und verstehn. Deine Güte ist viel größer, als die Kraft, dich zu erhdhn. Schallte gleich so hoch mein Dank, wie der Engel Lob gefang; dennoch würde durch mein Loben deine Huld nicht gnug erhoben. 6. Oso zeuch durch deine Lie: be, Herr, mein ganzes Herz zu dir, stark und mehre selbst die Triebe wahrer Dankbarkeit in mir. Laß mich ganz dein eigen seyn; fo mich deines Wohl: thuns freun, daß, auch mir auf dieser Erde Wohlthun wahre Freude werde. 7. Laß mich jede deiner Gaben recht zu brauchen mich be: mühn stets den 3weck vor Augen haben, dazu du sie mir ver: liebn. Deine Güte reize mich, daß ich immer brünftger dich, Gott von ganzem Herzen liebe, deinen Willen freudig übe. and der 3. Stolz emport sich meine der dich; deine göttlichen Be Seele, Herr und Schöpfer, wifehle wirft sie thöricht hinter sich, läßt sich nicht von dir reWahn, wählt sie eine andre gieren; Flüglicher, nach ihrem Babn, welche sie zum Heil soll führen, und geht mit verblendtem Sinn auf verkehrten Wegen bin.br ny 4. Vater, laß es uns em= pfinden, daß uns unser Herz verführt, daß die eitle Lust der Sünden nur zuleßt den Tod gebiert. Mach uns deinen Wile len wichtig, führ auf deine Bahr uns hin, lehr uns jeden Irrweg fliehn; denn dein Weg allein ist richtig. Mach uns unsern Pflichten treu, daß der Wandel beilig sey. lise 5. So wird auch bei uns auf Erden, wie im Himmel, dein Gebot dankbar ausgerichtet werten, 158 Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe gegen Gott. werden, heiliger und großer| Christen, sucht ich, an wahrer fud Gott! Alle Werke deiner Hande Freude leer, Rub in der Erde werden untertban dir seyn, alle Büsten. Welch ein Betrug! es deiner Huld sich freun bis an sey genug, mich so getauscht zu deiner Schöpfung Ende. Denn, haben. Richt meinen Sinn, ó wer deinen Willen thut, hat Gott, forthin nach wünschensado -allein es ewig gut. werthern Gaben 6. Hilf, daß ich mein Ge Mel. Was mein Gott will, 2c. ier 260. Herr, nimm es hin; dir sey es ganz ergeben. Was hat die Seele für Gewinn vom schudden Sündenleben? Der Weltlust Tand hat nicht Bestand, und, statt den Geist zu nähren, füllt er das Herz mit Reu und Schmerz; wie sollt ichs so beschweren? 2. Nur du, Gott, bist das höchste Gut; nach dir steht mein Verlangen. Erfülle mich mit Kraft und Muth, allein dir anzuhangen. O hätt ich doch dein sanftes Joch allzeit auf mich genommen! so war auch ich schon längst durch dich zur wahren Ruh gekommen. 261. Quelle der Bollkommenheiten, Gott, mein Gott, wie lieb ich dich, und mit welchen Seligkeiten fåttigt deine Liebe mich! Ceel und Leib mag mir verschmachten; hab ich dich, werd ichs nicht achten; mir wird deine Lieb allein mehr als Erd und Himmel seyn. 2. Denk ich deiner, wie erhe: bet meine Seele sich in mir! wie getröstet, wie belebet fühl ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, dei ne Güte, deine Stärke, wie entledigt er mein Herz von Be kümmerniß und Schmerz. größte Glück der Welt das Herz vor Kummer schůßen? Kann es, wenn Trůbsal uns befällt, mit Trost uns unterstügen? Glanz verschwindt, wie Rauch vom Wind, und schnell fliehn seine Freuden; nur deine Treu wird täglich neu, und giebt auch Ruh im Leiden. Sein 4. Wer dich zu seinem Troft erwählt, sein Herz zum Guten neiget, das Urge haßt, und wenn er fehlt, beschämt sich vor dir beuget; der schmeckt schon hier, erfreut in dir, der Seele wahren Frieden; und volles Heil ist einst das Theil, das du ihm bast beschieden. bebe, und mit der eifrigsten Begier nach deiner Gnade strebe; dir folgsam sey und dein mich freu, du meiner Seele Leben! Denn, Gott, nur du kannst wahre Ruh und Trost dem Herzen geben. 7. Bei dir ist bis in Ewigkeit der reinsten Freuden Fülle, des Wohlfeyns größte Sicherheit, vollkommne Ruh und Stille. Nie reize mehr die Lust und Ehr der Erde mein Verlangen! bis in den Tod soll dir, mein Gott, getrost mein Herz anhangen. Mel. Du, o schönes Weltg. 2c. 5. Wie thôricht irrt ich doch umber! fern von dem Sinn des 3. Floß aus deiner Segensfülle mir nicht so viel Wohlthat zu? daß ich ward, das war dein Wille; daß ich noch bin, das Von der Ehrfurcht und dankbaren Liebe gegen Gott. 159 das machst du. Daß ich denke, sie ihm gebeut, vollbringt, daß ich wähle, dafür dankt dir wenn gleich dazu kein Mensch meine Seele; dankt dir, daß sie ihn zwingt.no And dich erkennt, und dich ihren Vater nennt! mhmallo 4. Du befreitest vom Ber: derben mich durch deinen Cohn, o Gott; ließest den Ge: rechten sterben; mir zum Leben ward sein Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, hast du mir durch ihn gegeben; ewig deiner mich zu freun, und von dir geliebt zu seyn.aer 2. Lern Gottes Größe recht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit, so wirst du nie dich unterwinden, mit thôrichter Verwegenheit zu tadeln, was sein Rath beschließt, der wunderbar, doch heilig ist. 5. Sollt ich dich nicht wieder lieben, der du mich zuerst geliebt? und mit mehr als Vater: trieben so unendlich mich ge: liebt? Könnt ich ruhig hier auf Erden ohne deine Liebe werden, ohne sie nach dieser Zeit würdig seyn der Seligkeit? 3. Wirst du den Höchsten kindlich scheuen, so wird dir kei: ne Pflicht zur Last; nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer Gott, als Zeugen, für sich hat, der freut sich jeder guten That. 14. Wenn Nacht und Dunkelbeit dich decken, die dem Ver brecher Muth verleihn, wird dich die Furcht des Herrn er= wecken, auch dann, was Unrecht ist, zu scheun. Denk nur, vor seinem Angesicht ist Finster: niß wie Mittagelicht. 6. Heil mir, daß ich es em: pfinde, wie so liebenswerth du bist, daß mein Herz vom Haß der Sunde inniglich durchdrun: gen ist; daß auf dein Gebot ich achte, und es zu erfüllen trach te. Heil mir, du verbirgest nicht einst vor mir dein Angesicht. 7. Noch lieb ich dich unvoll kommen; meine Seel erkennt es wohl. Dort im Vaterland der Frommen lieb ich dich, Herr, wie ich soll. Ganz werd ich dort deinen Willen kennen, ehren und erfüllen, und empfahn an deinem Thron der vollkommnen Liebe Lohn. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 262. Willst du der Weis: nen? Es ist die Furcht vor Gott, dem Herrn. Nur der ist weis und klug zu nennen, der alle feine Pflichten gern, weil Gott Welt verehren sowohl, als in 5. Den Höchsten vor der der Einsamkeit, auf des Gewissens Stimme hören, und willig thun, was er gebeut; auch das auch das thut, wer ihn ehret, lehrt dich die Furcht des Herrn; gern. niya mism 6. Låßt dich die Welt Berach= fromm von ihr entfernst; tung merken, wenn du dich Furcht des Herrn wird schon stårken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Höchsten, wohlgefällt, ist glück= lich selbst beim Spott der Welt. die dich 7. Sich stets vor dem All| mächtgen scheuen, giebt Kraft und wenn uns der Menschen stolzes Drauen, was Gott mißrällt, zu thun gebeut. Ift Gott mein Schus, mein Heil und Licht, fo 160 Von der Ehrfürcht und dankbaren Liebe gegen Gott. so bebloich vor den Menschen nicht. mm 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, dend Höchsten, sebn; laß sie mich zu der Weisheit füh: ren: so werd ich niemals irre gebn. Wohl dem, der dich stets Findlich scheut! dich fürchten, Gott, ist Seligkeit. dir die Gnade, die selbst Davids Cobu schwach, nie würdig gnug erhob.ass 6. Noch heller scheint von allen Seiten, in deinem Worte, Gott, dein Licht; doch Blend= werk schndder Eitelkeiten ver dunkelt mir da mein Gesicht. Was kann ich wissen, wenn dein Geist nicht selbst von dir mich unterweist? I Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.7. Doch, wenn in meinen 263. Wº o find ich Gott, den meine Seele weit über alles schåst und liebt? Gott, den ich mir zum Freunde wäble, und der allein mir Freude giebt? Wann werd ich, Gott, nur dir allein, dir te: ben und mein Herz dir weihn? Finsternissen er auch mein blodes Aug erhellt; was lern ich, Gott, bon dit? mein Wissen bleibt immer Stückwerk in der Welt. Ich suche dich und for: sche nach, und bleibe, dich zu fehn, zu schwach, ins 8. und hört ich nur auf deine 2. Wie wollt ich meinen Gott Stimme in deinem Worte, nicht preisen, wenn ich ihn sähe, hört ich nur, wie du verdieneſt, wie er ist? 3mar deine Wunder, auf die Stimme der dir lobsinHerr, beweisen, wie unausgenden Natur; folernt ich sprechlich groß du bist. Wie hier schon mich allein, Gott, glänzen fie! doch zeigt ihr deiner Herrlichkeit erfreun.ne Glanz mir deine Herrlichkeit biglad 9. Wie brünstig würd ich nicht ganz. o inimin dann dich lieben! mit welchem Eifer würd ich mich, dir, Va= ter, zu gefallen, üben! wie se lig würd ich bloß durch dich! Nun aber tauscht oft meinen Geist, gleich Kindern, Tand, wenn er nur gleißt. 3. Ich sehe dich hier nur im Spiegel, und bete dich in Schwachheitan; ach, båtte meine Seele Flügel, sich dir, mein Schöpfer, mehr zu nabn; wie würde sie sich deiner freun! wie selig, wie verherrlicht seynut 4. Dürft ich am Fuße deines Thrones mit deinen Engeln dich erhöhn; könnt ich im Unt: lig deines Sohnes, wie deine Seligen, dich sehn; ich, der ich hier kaum stammeln kann, welch hohes Loblied stimmt ich an! 10 10. Nch, Elend! Vater, ich empfinde mein Elend; zeuch mich mehr zu dir! entkräfte felbst die Macht der Sünde; dein Geist der Weisheit wohn in mir, damit ich vor der Tau! scherei der Sinnlichkeit ge sichert sey. 11. Gieb, daß der Strahl 5. Mir macht zwar jedes dei von deiner Wahrheit mein Lener Werke mehr, als ich rüh- ben lette, bis ich dort dich näher men kann, bekannt; es zeigt seb, und mit mehr Klarheit, mir deiner Allmacht Stärke, als hier an diesem Prüfungsund den unendlichen Verstand, ort. Ich, der ich hier kaum stammeln Von dem Vertrauen auf Gott. 161 stammeln kann, stimm dann 7. Täglich laß es mich em: ein höhres Loblied an. pfinden, daß nicht Menschen= hülfe nüßt, wenn mein Herz auf sie sich stüßt. Allen Trost laß mir verschwinden, bis ich wieder fleh zu dir, und dann, Vater, hilf du mir 8. Der du deiner Kinder Fle= hen, Gott, mein Gott, so gern erhörst, und sie zu dir flehen Lehrst; laß mich fest im Glauben stehen, und erfahren, wie so treu deine Baterliebe sey. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 4) Von dem Vertrauen auf Gott. Mel. Ach, was soll ich Sünd. 2c. 264. 2, wie ist der Menschen Liebe so verånderlich, so kalt! wie erstirbt fie doch so bald! Seße nie auf diese Liebe, die nicht hålt, was fie verspricht, Seele, deine Zuversicht. H das 2. Aber deiner Liebe trauen, Höchster, denn ein starker Fels ist sie. Die auf diesen Felsen bauen, wohnen unverlegt, und sehen ruhig selbst die Welt vergehn. 3. Täglich sag ich meiner Seele: Gott liebt ewig! Seine Treu wird mit jedem Morgen wähle dir zum Freund, und jauchze dann, daß kein Feind dir schaden kann. 4. Ja, ich will auch dich erwählen, Vater; ich will dir allein, ganz dir mein Vertrauen weihn. Aber ach, die Kräfte fehlen meinem Vorsak: bald vergißt Fleisch und Blut, wie treu du bist. 05. Plöglich überfällt mich wieder Sorge der Vergånglich keit, irdisch Hoffen, irdisch Leid; und dann sink ich muthlos nieder, suche bei den Men= schen Ruh; doch mein Helfer bleibst nur du. 6. Ach, vergieb mir, wenn im Staube dieses Leibes sich mein Geist stets so schwer der Erd entreißt. Ach, vergieb mir, daß mein Glaube hier noch wankt, und sich nicht fest, wie er sollt, auf dich verläßt. 265. Auf Gott und nicht meinen Rath will ich mein Glück stets bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig bålt, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit wie viel mir nüßen würde; be: stimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu dcs Glaubens Ehre nicht zu besiegen wåre? 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnådig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich recht våterlich. Nicht was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Ge schick, bei deffen Laft wir kla gen? Die größte Noth hebt einst der Tod; und Ehre, Glück und Habe verläßt uns doch im Grabe. 5. Un dem, was wahrhaft glücklich macht, låßt Gott es Keinem Von dem Vertrauen auf Gott. 162 Keinem feblen; Gesundheit, Mel. Wer nur den lieben G. 20 Ehre, Reichthum, Pracht find 267, efiehl dem Hid= sten und mache dich von Sorgen los! vertraue seiner Vaterpfle: ge! für ihn ist nichts zu schwer, zu groß, das er zu seines Namens Preis nicht herrlich auszuführen weiß. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal selbst versüßen. 6. Was ist des Lebens Herr: lichkeit? wie bald ist sie ver: schwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ists über: wunden! Hofft auf den Herrn! er hilft uns gern. Seyd fröhlich, ihr Gerechten! der Herr hilft seinen Knechten. 2. Wo du ihn nur haft walten lassen, da hat er alles wohl gemacht; und was dein Denken nicht kann fassen, das hat er långst zuvor bedacht. Wie es sein Rath hat auseriehn, so und nicht anders muß es gehn. 3. deines Lebens Mel. Wo soll ich fliehen hin 2c. meinen lieben 266. Auf sott trau ich in zage ſo manches Rummers ſeyn befreit! wie leicht wird alle Last und Plage dir werden in der Prüfungszeit; wenn du nichts wünscheft in der Welt, als was Gott will, was ihm ge= fällt. C aller Noth. Die ihn um Ret tung flehten, verließ er nie in Nothen. Er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen Hånden. 2. Auch beim Gewissens: schmerz verzaget nicht mein Herz. Auf Chriftum will ich bauen, und fest auf ihn vertrauen; ihm will ich mich ergeben im Tode, wie im Leben. 3. Und nimmt der Tod mich hin, ist dies auch mein Gewinn. Ich weiß, an wen ich glaube; er låßt mich nicht im Staube. Es mag der Leib erkalten; den Geist wird Gott erhalten. 4. Mein Heiland Jesu Chrift, der du aus Liebe bist für mich am Kreuz gestorben, du haft mir heil erworben; du schaffft auf kurze leiden den Deinen ewge Freuden. 5. Ich harr und traue dir, einst schenkst du sie auch mir. Ich habe dein Versprechen; das fannst du nimmer brechen. Auch ich bin, wann ich sterbe, des ew gen Lebens Erbe. 4. Un wahrem Glück wird dirs nicht fehlen, wenn du dein Herz gewöhnst und lehrst, nur das, was Gott will, zu erwäslen, und deinem Eigenwillen wehrst. Gott ist voll Weisheit und Verstand; du irreft leicht und baust auf Sand. 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein Jesu, laß mich seyn vergnügt mit allem, wie's des Vaters Wille mit mir in meinem Leben fügt. Nur nimm dich meiner Seele an, so hab ich, was ich wünschen kann. 6. Ich weiß, du thuft's; sie ist die Deine, und kostet dir dein theures Blut. Drum mach fie frei vom Heuchelscheine, Gott, ganz ergeben, fromm und gut. Wird deine Kraft, Herr, bei mir seyn, so wird gewiß dein Segen mein. 7. Indeß Von dem Vertrauen auf Gott. 7. Indeß, mein Gott, sey stets gepriesen für das Erbar: men, das du mir, noch eh ich war, bereits erwiesen, da du, mein treuer Hirt, mich dir zum Eigenthume haft erwählt, und so den Deinen zugezählt. 8. Dir sey auch Dank und Lob gegeben, daß du mich von so mancher Last befreit, und für mein zeitlich Leben so gnadenreich geforget hast. Mehr, Hoff und sey unverzagt! Gott 5. Hoff, o bedrängte Seele! wird dich aus der Höhle des als ich dir verdanken, kann, haft starken Armen rücken; erwarte Kummers, der dich nagt, mit du schon hier an mir gethan. 9. Dort preis ich dich in hd- nur die Beit! his dich mit holhern Chören mit feliger Zufrieden Blicken sein Angesicht er= denheit. Dort wirst du mir den Wunsch gewähren, daß ich im Licht der Ewigkeit erkenne, wie mich hier dein Rath aufs feligste geführet hat. 163 4. An wunderbaren Wegen fehlt dirs, Allweiser, nicht; dein Thun ist Gnad und Segen, dein Gang ift Recht und Licht; und wenn du deinen Kindera ein Glück haft auserfehn, wer kann dich daran hindern? du willst! es muß geschehn. 2. Dem Herrn mußt du ver trauen, wenn dirs soll wohler: gehn; auf ihn nur mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Gott låst durch Sorg und Gråmen und selbstgemachte Pein sich keine Wohlthat nehmen; sie muß erbeten seyn. Mel. Herzlich thut mir verl. 2c. 268. Befieht du deine wohl. Wege, was dich, Seele, krånkt, der treuen Vaterpflege deß, der den Welt: kreis lenkt! der Wolken, Fluth und Winden bestimmte Ziel und Bahn, der wird auch Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 3. Dein Auge, Gott der Gna: de, sieht immer ungeschwächt, was gut sey oder schade dem sterblichen Geschlecht. Und was du dann erlesen, dein Rath fürs Beste hålt, bringst du zum Stand und Wesen, wie es di: wohlgefällt. freut. 6. Auf, trockne deine Thra Gott kennt dein Leid, dein Sehnen und faffe wieder Muth; nen, und er fünt alles gut. Bist du es, der regieren und alles ordnen soll? Laß dich von Gott nur führen, der führet alles 7. Drum, Seele, laß ihn walten! er will dein Wohl= ergehn und wird dich aufrecht halten; bewundernd wirst du sehn, wie gut er dich regieret, wie wunderbar sein Rath das Werk hinaus geführet, das dich bekümmert hat. 8. Verzieht der Troft auch lange, den du von ihm begehrt, und wird dir oftmals bange, daß er dich nicht erhört; er wird dir Hülfe senden, wenn du's am mindsten glaubst, und alles unglück wenden, so du ihm treu verbleibst. 9. Wohl dir, wohl deiner Treue! fie trågt den Sieg da: von. Daß fie dich niemals reue, denk ihren großen Lohn! Nach noch so vielem Leide, das dir begegnen kann, bricht einst der Tag der Freude und ewgen Ruhe an. 22 10. Mach Von dem Vertrauen auf Gott. 164 10. Mach, Herr, ein fröhlich Ende mit aller unsrer Noth, und reich uns deine Hände im Leben und im Tod. Stets laß uns deiner Pflege und Treu em: pfohlen seyn; so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. 6. Gott zählet deine 3åbren, und wird, was gut ist, gern auch deinem Wunsch gewähren. Harr in Geduld des Herrn, ders niemals böse meinet; hoff unverzagt auf ihn; wenn seine Zeit erscheinet, wird deine Wohlfahrt blühn. 7. dich mit FreuMel. Herzlich thut mich verl. 2c. hrift, alles, was dich 269. Cantet, befieht ge den, sey start in ſeiner Kraft! Und trost dem Herrn! Er, der den Himmel lenket, ist auch von dir nicht fern. Erwach aus deinem Schlummer; zu Gott erhebe dich! er siehet deinen Kummer, und liebt dich våterlich. sen auch zur Zeit der Leiden ein Christ und tugendhaft! dann ergreif im Glauben den Trost der Ewigkeit. Wer kann dir diesen rauben, der allen Gram zerstreut? 2. Sinds Sünden, die dich schmerzen, fo fühle deine Schuld; doch trau mit ganzem Herzen auf deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet die Reu, die Gott gefällt; allein den Tod gebieret die Traurigkeit der Welt. 3. Trau Gott, nicht deinen Schlüssen, die Wahl des Beß ten zu. Sprich, wer wirds befser wissen, dein Schöpfer oder du? Er weiß ja, was dir fehlet, in jedem Augenblick; was er, dein Vater, wählet, das dient zu deinem Glück. 4. Der Gott, auf dessen Segen dein ganzes Wohl beruht, ist stets in seinen Wegen ge= recht und weis und gut. Und was er seinen Kindern zu ihrem Heil ersah, kann kein Erschaffner hindern; wenn er gebeut, stehts da. 5. Vergeblich toben Feinde auch noch so fürchterlich; haft du nur ihn zum Freunde, ist er, dein Gott, für dich. Wer gleicht ihm? Seinen Winken gehor: chen Erd und Meer; laß deinen Muth nicht sinken, dein Schirm und Schild ist er. 8. Sey froh! dein Gott regiret, fein Rath ist wunder: daß er der beste war. Will auch bar; einst wirst du überführet, dein Herz oft wanken, als dacht er deiner nicht, wirst du ihm doch einst danken. Er hält, was er verspricht. 9. Sollt er nicht dein gedenfen, er, der dich kennt und liebt? nicht Trost und Glück dir schenken, er, der so gerne giebt? so gern mit seinem Se: gen der Menschen Herz erfreut? Auch auf den raubsten Wegen führt er zur Seligkeit. 10. Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich fest, und wiß, daß seine Güte dich ewig nicht verläßt. Er will nach ei: ner Weile dich desto mehr er: freun; zu deinem größten Heile verzeucht er; barre sein. 11. Wohl dir alsdann, du Treuer! wie groß ist einst dein Lohn! dein Richter, dein Befreier reicht dir die Sieges: fron. Auf kurze Prüfungstage, folgt ewger Preis und Dank; dann schweiget jede Klage, und wird ein Lobgesang. Mel. 165 Vom dem Vertrauen auf Gott. Mel. Was Gott thut, das ist zc. er, er wågt die Schmerzen nnd 270. Der Herr ist meine wälzt sie von dem Herzen. mein 7. Herr, du bist meine Zu= versicht auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was mei: nem Glück gebricht, wenn ich mich forgend quâle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, 201= mächtiger, verlassen und sich) im Kummer fassen! 8. In deine Hand befehl ich mich, mein Wohlseyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sey du mein Gott, und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlig schaue. einzger Trost im Leben. fehlt es nie an Trost und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist sein Gott; auf sein Gebet wird seine Seele stille; ihm gnügt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Uu: gen, welche auf dich schaun, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That, mit gnadenvollen Hånden wirst du dein Werk vollenden. 3. Roch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen seven müssen: du läsfest, wenn ihn Noth um: giebt, ihn deinen Trost genie: Ben. Des Frominen Herz wird frei vom Schmerz; der Sün: er eittes Dichten pflegst du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! der Thoren Troft verschwindet, wenn der Gerechte in der Noth Hülf und Er: barmung findet. Wenn jener fällt, steht er als Held; er steht, wenn jene zittern, ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoff nung hin, die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn, verflucht, wer von Gott weichet! Dein Heiland starb, er, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. 6. Sen unbewegt, wenn um dich ber fich Ungewitter sammeln! Gott hörts, wenn wir von Sorgen schwer zu ihm um Hülfe stammeln. Die Zeit der Qual, der Thránen Baht zählt Mel. Aus tiefer Noth schrei 2c. 271. u baft, mein Vater und mein Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der Frommen Noth zulegt im Glück verkeh= ret, und daß ich alles, was mich frånft, auf dich, der unser Schicksal lenkt, mit Zuversicht soll werfen. 2. So will ich denn auch, auf dein Wort, der Sorgen mich entschütten. Erhöre du, mein Fels, mein Hort, mein kindlich Flehn und Bitten. Gieb meiner Seele wahre Ruh: was mich bekümmert, lenke du zu meinem ewgen Besten. 3. Der Sorgen Macht hat freilich oft mich überwältgen wollen. Auch hab ich nicht auf dich gehofft, als ich wohl hoffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! An dir hab ich durch Ungeduld vielfål= tig mich verfündigt. 4. Erbarmender, vergieb es mir nach deiner großen Güte! Erfülte mit Vertraun zu dir £ 3 mein Von dem Vertrauen auf Gott. 166 mein schüchternes Gemüthe, 3. Laß mich Gram und Sor= und stårk in mir die Zuversicht, gen meiden, weil dein Auge für du werdest mich, als Vater, mich wacht, und du schon in nicht verlassen noch versäumen. manchen Leiden mit mir alles wohl gemacht; laß mich auf dein Wort stets hoffen, das doch immer eingetroffen. Gott, wer deinem Wort nicht traut, hat auf leichten Sand gebaut. 5. Seh ich auch gleich nicht immerfort den Weg zur Rettung offen; so laß mich dennoch, Herr, mein Hort, auf deine Hülfe hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath, und im: mer mächtig auch an Chat, mein Bestes zu besorgen. 6. Dies sey mein Troft, dies sey mein Licht, wenn mich die Sorgen frånken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich glaubig denken, daß mirs nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so wählst du stets das Beste. 4. Laß mich fest im Glauben werden, daß dein Wort wahr: haftig sey! o, so werd ich hier auf Erden von ſo mancher Un= ruh frei. Dann werd ich, Gott, mit Vertrauen stets auf deine Hülfe schauen, dann wächst meine Zuversicht, und die Hoffnung trügt mich nicht. 5. Auch erhebt sie meine Seele selbst noch über Tod und Grab, wenn ich den zum Führer wähle, der sich einst für mich auch gab. Er, der siegreich auf: erstanden, macht mich los von Todesbanden, führt mich zu dem Leben ein, wo kein Leid, kein Tod wird sein. 7. Was hier mir fehlt, das wirst du mir aufs reichlichste er: segen, wenn ewge Freuden mich bei dir in deinem Neich er: gegen. Da ist mein Eró und höchstes Gut. O stårke mir das durch den Muth bis an mein felig Ende. 6. Muß ich gleich noch hier auf Erden, Gott, vor dir ein Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 272. Gott der Wahrheit, Pilgrim seyn, wirst du doch von dessen Treue un: fre Hoffnung stigt und hält! ich erkenn es voller Reue, daß mich Kleinmuth oft befällt. Ach, mein Herz hångt noch an Dingen, die mir keine Ruhe bringen; und wie oft vergeh ich mich, angstlich zweifelnd, wider dich. den dieser Zeit mich einst befrein. O erwünschte fel'ge Stunden! Ewig aller entbunden, Noth werd ich dich, mein Heiland, sehn, ein zu deiner Freude gehn. 7. Laß mich fröhlich darauf hoffen, Herr, Herr, meine Zuversicht! bis das alles einge: troffen, was auch mir dein Wort verspricht. Auf dich, Quelle alles Lebens, barrt der Glaube nie vergebens; was wir glauben, schauen wir einst gewiß, o Herr, bei dir. 2. Gott, vergieb mir diese Sünde, nimm den Kleinmuth von mir hin. Schenke, Vater, deinem Kinde einen dir ergeb: nen Sinn, der von dir nur Hülfe heifchet, den nicht falsche Hoff: nung täuschet, die das Herz In eigener Melodie. aufs Gitte ziebt, und so schnell, 273.n allen meinen Thawie Rauch, entflieht. laß dich, Höchfter, Von dem Vertrauen auf Gott. 167 Höchster, rathen, der alles kann| heut oder morgen, du weißt dazu und hat, du mußt in allen Din: die beste Zeit. gen, nofoll etwas mir gelingen, mein Helfer seyn mit Rath und That. 801 Too 2. Nichts hilft mein banges Corgen vom Abend bis zum Morgen, nichts meine I duld. Du magst's mit Sachen nach deinem 9. So sey nun, Seele, stille, vertrau dem, dessen Wille die Welt geschaffen hat; es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Hdhe weiß doch zu allen Sachen Rath. Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. 274. Mein Auge fieht, o nach dir. machen; ich traue deiner Vater: huld. Ungemeinen Willen 274. deinem Billen 3. Es kann mir nichts ge: schehen, als was dein Rath ersehen, und was mir dient zum Heil. Ich lasse mir genügen, wie du's mit mir wirst fügen, und halt es für mein bestes Theil. 4. Ich traue deiner Gnade, die mich auf meinem Pfade vor allem Uebel schüßet. Such ich nur deinen Willen gehorsam zu erfüllen, so wirst du geben, was mir nüßt. 5. Laß alle meine Sünden vor dir Vergebung finden, und tilge meine Schuld; zum Heili: gungsgeschäfte verleih mir Muth und Kräfte, und trage noch mit mir Geduld. Von deinem Throne hilf du mir! Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. 2. Getrost, mein Herz! dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird. Der dich behütet, schlummert nicht; in Finsterniß ist er dein Licht. 3. Kein Uebel sey dir fürchterlich; denn Gottes Rechte schůzet dich. Durch seine treue Baterhand wird, was dir schadet, abgewandt. 4. Sein Schuß gewährt dir Sicherheit; sein Trost füllt dich mit Freudigkeit. Er leitet did auf ebner Bahn, und nimmt dich einst mit Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mich! du bist mein Heil, ich hoff auf dich; dein Segen folg aus dieser Zeit mir bis in jene Ewigkeit. 6. Leg ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht; irr ich auf finstern Wegen, geh ich dem Leid entgegen, Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. so sey dein Wort mir Trost 275. Mein Statu und Licht. 7. Un das, was du beschlosfen, will ich ganz unverdrossen, im Glauben an dich, gehn. Kein Unfall unter allen wird je zu schwer mir fallen; mit dir werd ich ihn überstehn. weißt am allerbesten das, was mir gut und nüglich ist; du bleibst, ist auch die Noth am größten, mein Helfer, wie du's ewig bist. Gieb, daß ich einzig dir ver: trau, und nie auf Menschenhülfe bau. 8. Dir hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, wie es 2. Raum alles weg aus mei: dein Wink gebeut; sey mirner Seele, was deinem Willen mein End verborgen, komm es widerspricht, und wenn ich mir 24 es 168 Von dem Vertrauen auf Gott. es auch verheble, so stelle du mir| dir diene in Gerechtigkeit, mit selbst ins Licht, was mir noch fehlt an Kindessinn, und neige. dann mein Herz dabin. 3. Hilf mir in Geist und Wahrheit sprechen! Du bift mein Vater, Licht und Heil, ver: zeihst mir gnädig meine Schwåchen und schenkst auch mir an Christo Theil; du bist mein al: lerbester Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint. 4. Denn darf ich mich dein Kind nur nennen, bist du mein Vater und mein Freund, so muß mir alles nügen können, was mir auch noch so böse scheint. Das Bitterste wird mir versüßt, wenn du nur, Gott, mir gnådig bist. 5. Drum gieb, daß ich dir kindlich traue, und demuths: voll, doch unverzagt, mein Hof: fen sicher darauf baue, was dein so theures Wort mir fagt. Dein Geift erkläre meinem Geist, was deine Vatertreue heißt. 6. Du unerschaffnes höchstes Wesen hast vor der Welt an mich gedacht, baft, da ich selbst noch nicht gewesen, für mich gesorgt; hast mich bewacht; fo lang ich bin und denken kann, nahmst du dich meiner immer an. 7. Wie kann mein schwacher Mund es sagen, wie sehr ich deine Treu verspürt, da du mich haft in meinen Tagen bis hieher wunderbar geführt, und einst in deiner Herrlichkeit ist mir das beste Glück bereit. williger Ergebenheit. 9. Du schaffst das Wollen und Vollbringen, bon dir kommt Weisheit und Ver: stand; drum reiche mir in allen Dingen aus Gnaden deine Va= terhand. Erbarme meiner Schwachheit dich, zu allem Guten stårke mich. 10. Legst du was auf, so hilf auch tragen. Gieb mir Geduld in Leidenszeit; bewahre mich in guten Tagen vor Stolz und vor Vermessenheit. Gieb Des muth, Einfalt, Lieb und Zucht; was Unrecht ist, das sey ver: flucht. 12. Nun, Herr, du sieheft mein Bestreben; verleih mir deines Geistes Kraft! nur deine Gnade kann sie geben, die alles Gute in uns schafft. Dann zeigt mir dieser Kindersinn, daß ich gewiß der Deine bin. Mel. Ach, was soll ich Sünder 2c. 276. Sollt ich bir, mein Gott, nicht trauen? liebst du mich nicht våterlich? sorgst du nicht ſo treu für mich? Sollt ich, Herr, auf dich nicht bauen, der du, unbewegt und feft, deine Kinder nie verläß'st? 2. Du bemerkst ja, was mich drücket, Fennest alle meine Noth, stehst mir bei bis in den Tod, weißt auch, was mein Herz erquicket. Deine Lieb und Batertreu ist und bleibt mir ewig neu. 3. Der die Vögel alle nåhret, der die Blume herrlich 8. Tient mir nicht alles zum schmückt und, was Leben hat, Beweise: Ich sen, mein Gott, beglückt, dessen Huld ohn Ende dein Eigenthum? Drum gieb, währet: sollte der verlassen. daß ich zu deinem Preise und mich? er, mein Gott, ver= deines großen Namens Ruhm| leugnen sich? 4. Wenn Von dem Vertrauen auf Gott. 169 4. Wenn nach seinem Reich so viel gethan, so wird er auch ich trachte, wenn ich seine Se: ligkeit, und das, was er mir ge: beut, über alles lieb und achte: hab ich des Gewissens Rub; und das Andre fällt mir zu. gewähren, was unsern Leib ernähren, den Geist erfreuen kann. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns beides schenkt. Gesegnet ist die Stun: de, darin man sein gedenkt! So braucht man recht die Zeit. Wir sollen ja auf Erden in ihm schon selig werden, noch mehr in Ewigkeit. 5. Heiter sey der andre Morgen, oder nicht: was fünf: tig ist, irrt mich nicht; ich bin ein Christ. Dich, o Vater! laß ich sorgen, froh durch alles, was dein Rath) jeden Tag be: schlossen hat. 6. Meine Seele soll dich prei: fen, denn du liebst mich våter: lich. Du, mein Vater sorgft für mich; ewig wirst du's mir be weisen; Seele, freue seiner dich! ewig sorgt mein Gott für mich! In eigener Melodie. 6. Mag doch die Welt verge: hen mit aller ihrer Pracht! Das Glück bleibt ewig stehen, was Gott mir zugedacht. Vollend ich hier den Lauf; er weckt mich, wenn im Grabe ich ausgeruhet habe, zum neuen Leben auf. 277. Von on Gott will ich nicht lassen, denn er verläßt mich nicht; im Kummer mich zu faffen, giebt er mir Kraft und Licht. Er steht mir hulfreich bei; mit jedem neuen Morgen weiß er mich zu versor: gen, ich sey auch, wie ich sey. 7. Die Seel ist unverloren in Gottes Baterhand; der Leib wird neu geboren zum bessern Vaterland. Wie selig werd ich seyn! mit Gott und seinen Frommen, soll ich mich da vollkommen, soll ich mich ewig freun. 8. Ob ich schon Trübsal dul2. Der Menschen Gunst und de und Leiden dieser Zeit, Liebe wanft oft, und ändert wie ichs auch oft verschulde; sich; doch Gottes Batertriebe kommt doch die Ewigkeit, so sind unveränderlich. Er weiß großer Frenden voll, die, da aus jeder Noth, eh wirs ver- ich Christum kenne, und mich muthet hätten, uns wunderbar von ihm nicht trenne, mein zu retten, und wårs auch selbst Erbtheil werden soll. der Tod. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat; aus fei= nes Sohnes Fülle empfahn wir Snad um Gnad; er giebt uns seinen Geift, damit er uns regie: re, die Bahn zum Himmel führe. Hoch seyft du, Herr, gepreist! 3. Ihm, ihm will ich ver: trauen, auch in der schwersten Beit auf seine Hülfe bauen; er wendet alles Leid. Ihm sey es heimgestellt; Leib, Seele, Gut und Leben sey Gott, dem Herrn, ergeben; er machs, wies ihm gefällt. 5) Vom Lobe Gottes. In bekannter Melodie. 4. Es kann ihm nichts gefallen als was uns nüglich ist; 278. Allein Gott in der gut meint ers mit uns allen; er Ehr, und gab uns Jefum Chrift. Hat er Dank sey seiner Gnade. Er for: get, Gottes. 3. Er ist ganz Liebe, ganz Erbarmen, hat, eb wir waren, uns als Gott geliebt! Mit immer offnen Vaterarmen nimmt er uns auf, auch wenn wir ihn betrübt. Ruft uns zurück von unzerader Bahn, beut uns die Hand, und nimmt sich un: frer an. 170 Vom Lobe get, daß uns nimmermehr Ge: fahr und Unfall schade. Uns wohl zu thun, ist er bereit; sein Rath ist unsre Seligkeit. Er: hebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Vater, wir erheben dich mit freudigem Gemüthe. Du herrschest unveränderlich mit Weisheit und mit Güte. Unendlich groß ist deine Macht, und stets geschieht, was du be: dacht. Wohl uns, daß du regierest! 4. Nur wir, sein Werk, nur wir vergessen undankbar oft, was er an uns gethan; der Gnade, die das Herz nicht mes= 3. Jesu Chrift, des Höchsen, nicht, was sie thut, die ften Sohn! dich seinen Einge: Sprache nennen kann; verges bernen, dich sandte Gott vom sen sein, der unser nie vergißt, Himmelsthron zur Rettung den Undank sicht, und doch Erder Verlornen. Du Mittler barmer ist. zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod! er: barm dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du Geist von Gott, erleuchte, begre, trofte, die Jesus Christ durch sei: sen Tod zum Dienst des Herrn erlöste. Auf deinen Beistand hoffen wir; verlaß uns nicht, so sind wir hier und auch einst ewig selig. 5. Seit wir auf dieser Erde wallen, hast du uns mit Barm: herzigkeit geführt, uns segnen, war dein Wohlgefallen, uns retten, wenn wir uns von dir ver: irrt, uns trösten, wenn wir weinten, unbewußt uns Freud erschaffen, das war deine Lust. 6. Das wird sie seyn; mit Vaterhånden willst du uns lei= ten bis an unser Grab; uns vollbereiten, uns vollenden, im Mel. Dir, dir Jehovah, will zc. Todesthale Stecken sein und Stab; und lebten wir dir unsre Pilgerzeit, uns geben Leben und Unsterblichkeit. 279, 2uf, last uns unſerm uf, laßt uns unserm Vater fingen aus voller Seel' ein dankbar frohes Lied! Erwache, Geist, dich auf: zuschwingen, binauf zu Gott, der auf uns nieder sieht, uns hört von seiner Höh; und reine Lust, wenn wir ihm danken, strömt in unsre Brust. 2. Laßt uns ihm singen! was wir haben, sind schwache Lieder und ein dankbar Herz, für alle, alle seine Gaben, für alle Va: 7. Wie gut bist du, mein Gott! Seele, sink in den Staub, bet' ihn verstummend an! Fließ Freudentbråne, und erzähle, was Gott, dein Gott an dir, an dir gethan! Ihm ähnlich werden sey der beste Dank, dein Leben ihm ein steter Lobgesang. Mel. Vom Himmel hoch da 2c. tertreu bei Glück und Schmerz, 280. Auf, Chriſten! preiſt für alle Freuden, alle Lieb' und Huld, für alle Treu und scho: nende Geduld! wer preist, was herrlich ist, nicht gern? und welch ein Glanz, Vom Lobe Gottes. ( Slanz, der Gott verklårt! 171 ist, wie er, des Lobes werther11. Uuf, Christen, preiſt mit 2. Lobt ihn! fein ganzer Nam ift Ruhm, Unendlichkeit sein Eigenthum. Dies gránzenlose Meer von Licht durchschauet selbst der Engel nicht. mir den Wer preist nicht milde Geber gern? Ge= denkt, wie viel er uns gewährt! wer ist, wie er, des Dankes werth? Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 3. Ja, eure Luft sey, ihn er: höhn? solch Lob ist heilsam, 281. Bringt, Menschen, lieblich, schön, den Verstand, erhebt das Herz, und stillt im Leiden allen Schmerz. Preis und Ehr dem Herrscher aller Welt; dem Mächtigen, der Erd und Meer und alle Himmel hält. 4. Wie wird der Geist das durd) entzückt; hinauf gen Him2. Frohlockt mit jubelreimel hingerückt; mit seinem hoch- chem Schall Gott, unserm höcherhabnen Freund, mit Gott, stetsten Gut, der große Wunder inniger vereint! überall, auch an uns Menschen thut. 3. Von unsrer zarten Kindheit an hat er uns unterstügt; Er, der allein uns helfen kann, und gern uns hilft und schüßt. 4. Aus seiner Fülle nehmen wir noch immer, was uns nåhrt, und unsern Seelen auch schon hier Zufriedenheit gewährt. 5. Er streut auf dieses Le: bens Pfad viel Freuden um uns her. Die Noth, womit sein wei: ser Rath uns prüft, erleichtert er. 5. Odwelch ein herrlicher Beruf, zu dem Gott selbst die Engel schuf! welch eine theure süße Pflicht, die uns so reichen Lohn verspricht! 6. Ja, Pflicht ists, daß ihr sein gedenkt, ihr, denen er Verstand geschenkt, durch den ihr Gott erkennt, und wißt, wie herrlich euer Schöpfer ist. 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn befingt, die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich zu Gott mit Inbrunft nahn, und seine Größe fühlen kann. 8. Auch euer Mund, so oft er spricht, erinnert euch an diese Pflicht; die Sprache dankt ihr ihm allein; und wolltet nicht voll Rühmens seyn! 9. Wer ist wohlthätiger, als Er? denn welche Gabe sollt uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch sei= nen Sohn uns giebt. 10. Was gebet ihr nur ihm dafür? Ist nicht ein Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe brennt, das Einz'ge, was ihr geben könnt? 6. Er trågt, nach gürger Våter Urt, uns Schwache mit Geduld; er züchtigt wohl, doch nie zu hart, und schenkt uns gern die Schuld. ani 7. Er weckt uns das Gewiss sen auf, ruft uns zur Befferung, und stärkt uns, achten wir dars auf, mit Kraft zur Heiligung. 8. Er bleibt uns treu. Sein Wort steht fest. Wer hier sich zu ihm hålt, kommt, wenn er diese Welt verläßt, zum Glück der bessern Welt. 9. Singt, Shriften, singt ihm Preis und Dank für seine Freund 172 Vom Lobe Gottes. Freundlichkeit. Einst wird euer Lobgesang dort in der Ewigkeit. sie| ret! und Ruhm und Ehre bring ich dir! Du, Herr, hast stets mein Schicksal regieret, und deine Hand war über mir. Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. 282. Dich, Herr und Va: 2. Wenn Noth zu meiner aller Welt, preist mein Gesang, und dir mißfällt des Menschen stammelnd Danklied nicht, mein Gott und meine Zuversicht! putte nahte: hörte Gott, der Herr, mein Flebn, und ließ nach seinem gnädigen Rathe mich nicht in meiner Noth vergebn. 2. Bon Mutterleib an warst du es. Wie freut sich meine Seele des, daß du auch mir ein Vater bist, der seines Kindes nie vergißt! 3. Wer war der Gnådige, der mich voll Langmuti leitete zu sich? und stürmte Trůbsal auf mich zu, wer half mir überwinden? Du. 4. Herr, dessen Augen stets mich sahn, du ließ'st auf mei= ner Pilgerbahn für mich so riele Freuden blühn, durch Bohlthun mich zu dir zu ziehn. 5. Du bist und warest immer dar mein Schuß, mein Retter in Gefahr, der Stifter meines Wohlergebns, und der Erhörer meines lehns. 6. Wie oft entfernt ich mich von dir! doch du, du bliebeft Vater mir, der, wenn ich reu: voll wieder kam, auch mich voll Huld entgegen nahm. 7. Unzählbar sind und tåg: lich neu die Proben deiner Va: tertreu. Dir rinnt, o Gott, der gern erfreut, die Thråne meiner Dankbarkeit. 3. Ich sank in Schmerz und Krankheit darnieder, und rief: o Herr, errette mich! Da half mir Gott, der mächtige, wieder, und mein Gebein erfreute sich. 8. Nimm, da ichs nicht ver: gelten kann, das Opfer meis nes Dankes an. Mein Leben müsse Zeuge seyn: ich sey dir dankbar, ich sey dein. 4. Wenn mich der Haß des Feindes betrübte: klagt ich Gott kindlich meinen Schmerz. Er half, daß ich nicht Rache verübte, und stärkte durch Ge duld mein Herz. 5. Wenn ich, verirrt vom richtigen Pfade, mit Sünde mich umfangen fah: rief id) zu ihm, dem Vater der Gnade! und seine Gnade war mir nah. 6. Um Trost war meiner Seele so bange; denn Gott ver: barg sein Angesicht. Ich rief zu ihm: ach Herr! wie so lan: ge? und Gott verließ den Schwachen nicht. 7. Er half und wird mich ferner erlösen. Er hilft; der Herr ist fromm und gut. Er hilft aus der Bersuchung zum Bösen, und giebt mir zu der Tugend Muth. 8. Dir dank ich für die Prů: fung der Leiden, die du mir lieb: reich zugeschickt. Dir dank ich für die häufigern Freuden, womit mich deine Hand beglückt. 9. Dir dank ich für die Güter der Erden, für die Geschenke deirer Treu, dir dank ich: In eigener Melodie. 283. Du biffs dem Ruhm denn du bießeft fie werden, und und Ehre gebüh- deine Güt ist täglich neu. 10. Dit Bom Lobe Gottes. 10. Dir dank ich für das Wunder der Güte; selbst dei nen Sohn gabst du für mich. Von ganzer Seel und ganzem Gemüthe, von allen Kräften, preis ich dich. Men 11. Erhebt ihn ewig, gått: liche Werke! die Erd ist voll der Huld des Herrn. Sein, sein ist Ruhm und Weisheit und Står: ke; er hilft und er errettet gern. 12. Er hilft. Des Abends währet die Klage, des morgens die Zufriedenbeit. Nach einer Prüfung weniger Tage erhebt er uns zur Seligkeit. 13. Vergiß nicht deines Got: tes, o Seele! vergiß nicht, was er dir gethan, Verchr und hal: te feine Befehle, und bet ihn durch Gehorsam an. erheb ich dich. Als Vater sorgtest du für mich, ver: schafftest ewges Leben mir, und 30gft mein ganzes Herz zu dir. 2. Durch Jesum mit dir aus: geföhnt, mit Gnad und Huld von dir gekrönt, ihm, meinem Mittler, unterthan, gehör ich dir auf ewia an. 3. Wie heilig ist, wie segens: vell dein Recht, dem ich gehor: dhen soll! wie mächtig weckt zum Tugendlauf mich, Herr, was du verheißest, auf! Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 284. roblockend, Gott, 285, ott forgt für uns. O, singt ibm Dank, ihr Christen, singt ihm gern! Vom Aufgang bis zum Nieder: gang trågt uns die Huld des Herrn. 2. Vom Menschen bis zum kleinsten Wurm reicht seine Gnad und macht; im Sonnenschein, so wie im Sturm, ist er auf Heil bedacht. 4. In deiner Kraft geh ich einher. Was du gebieteft, ist nicht schwer. Denn du verwei: gerst Muth und Licht zum Guten deinen Kindern nicht. 173 6. Sey standhaft! rufest du mir zu. Ich kämpfe. Wer verz gilt, wie du? Wo treff ich sonst die Freude an, die Ewigkeiten dauern kann. 7. Mit dir besieg ich allen Reiz der Sürde, Wollust, Stolz und Geiz. Gerüstet, Herr, mit deiner Kraft, be: kämpf ich jede Leidenschaft. 8. Und fehl ich, so bestrafft du mich, zu meiner Warnung, väterlich, fiehst meine Reve gnådig an, und hilfst, daß ich mich bessern kann. 9. Drum preiset dich mein Lobgefang. Mein ganzes Leben sey dein Dank. Denn du, mein Gott, sorgft gnadevoll für meiner Seele daurend Wohl. 5. Wer demuthsvoll es nicht vergißt, daß du des Menschen Stärke bift, nimmt stets an Kraft und Weisheit zu. Stolzen nur erniedrigst du. Die • 3. Mit froh gerühster Seele bringt ein Herz voll Dank ihm dar. Die ehre, die vom Se: gen finkt, ist sein. Gott krdnt das Jahr. 4. Ja, Höchster, wir verebren dich) mit kindlichfrohem Pank; du nåhrst une giebst mildiglich auch mehr als Speis und Trank. und 5. Fried und Gesundheit, Kraft, Gedeihn zu unsrer Hán= de Fleiß, auch das giebst du, und dir allein gebührt dafür der Preis. 6. Laß Vom Lobe Gottes. 174 6. Laß deines Segens Ueber: fluß, laß ihn uns nüglich seyn, und hilf uns, daß wir beim Genuß und dessen måßig freun. 7. Vermehr in uns die 3uversicht, dir ewig zu vertraun, bis wir dereinst in deinem Licht des Glaubens Erndte schaun. Mel. Von Gott will ich nicht 2c. 286. Gott ist des Höchsten wer fie nicht achtete, welch fühllos Herz verriethe der Unerkennt: liche! Sie rettet uns aus Noth, erquicket uns im Leide, verwandelt es in Freude, versů: Bet selbst den Tod. 2. Und meine Lippen schwie: gen? Ich selbst versagte mir das himmlische Vergnügen, Gott, lobzusingen dir? Nein, Herr, von meinem Dank sey jeder Morgen 3euge, und jeden Abend steige zu dir mein Leb: gefang. 3. Du wirst mich ferner leiten, so unwerth ichs auch bin; treu bleibt zu allen Zeiten dein milder Vatersinn. Ich hoffe stets auf dich. Du wirst in Kümmernissen mir wohl zu helfen wissen; dir überlaß ich mich. 4. Ja, deine Huld ist größer, als es der Mensch versteht; dein Rath unendlich besser, als was fein Wunsch erfleht. Herr, mei: ne Zuversicht, tir froh mich zu ergeben, dich dankbar zu erheben, sey meine liebste Pflicht. 287, In eigener Melodie. err Gott, dich loben wir! Herr Gott, wir danken dir! Dein, Bater, ist von Ewigkeit das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit. Die Welt, dein Werk und Eigen: thum, verkündigt deines Namens Rubm. Der Engel Heer, die Seraphim, lobsingen dir mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! Heilig ist unser Gott! der Herr, Herr Zebaoth!(*) weit, geht deine Macht und 2. Weit, über alle Himmel Herrlichkeit. Sie, die den wunderbar bekehr: ten, deiner Boten Schaar, der Lehre Jesu Märtyrer, die preisen ewig dich, o Herr! Auch deine ganze Christenheit preist dich auf Erden weit und breit; dich, Vater, auf der Himmel Thron, und deinen eingebornen Sohn, und deinen Geist, ihn, dessen Kraft ein neues Leben in uns schafft. 3. Du Herr der Ehren, Jesu Christ, der du der Sohn des Höchsten bist, du wardst, der Heiland uns zu seyn, ein rein. Du hast des Todes Reich Mensch, wie wir, doch sündenzerstört, und uns den Weg zu des Baters Reich, an Majestát Gott gelehrt. Du herrschest in und Huld ihm gleich. Im Grakommt dereinst, und hältst be låsfest du uns nicht; du Gericht. 4. Dein soll sich unsre Seele bar seyn. Laß einst uns an des freun, dir treu, gehorsam, dank: Himmels Heil mit allen Sel': aen haben Theil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Chrift, und segne, was dein Erbtheil ist. Leit uns durch unsre Prüfungszeit den Weg zur frohen Ewigkeit. 5. Tåglich, Herr Gott, wir loben dich! dir heiligt unfre Seele (*) Das ist der Herr der Heerschaaren, aller Geschöpfe, die auf seinen Wink bereit stehen, sein.n Willen zu vollbringen. Vom Lobe Gottes. Seele fich. Vor aller Ungerechtigkeit behût uns jegt und alle: zeit. Sen gnädig uns, o treuer Gott! Sen gnådig uns in aller Noth. Laß dein Erbarmen uns erfreun, wenn wir zu dir um Hülfe schrein. Auf dich, o Herr, vertrauen wir; wir leben und wir sterben dir. Amen. Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. 8. Du willst mein ewges Wohlergebn; einst werd ich dich noch nåher sehn, du Ur: sprung wahrer Freuden! an 288. Ich freue mich, mein she wird sich dann inniglich mein Herz ohn Ende weiden. Gott, in dir. Du bist mein Trost, was ists, das mir bei deiner Liebe fehle? Du, Herr, bist mein, und ich bin dein; was mangelt meiner Seele? 2. Du hast mich vor der Welt erwählt, und deinen Kindern zugezählt; nie wirst du mein vergessen! Du liebst mein Wohl, haft gnadenvoll mein Glück mir zugemessen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergiebst durch Christum mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Un seinem Heil hab ich auch Theil; dies tröstet meine Seele. 4. Un dir hab ich den treuen Freund, der es aufs Beste mit mir meint; wo find ich deines gleichen? mit deiner Treu stehst du mir bei, wenn Berg und Hügel weichen. 5. In Finsterniß bist du mein Licht, erfreuft mein Herz, drum frag ich nicht nach allem Tand der Erde. Herr, ot, ne dich ist nichts für mich, dae mir erfreu: lich werde. 175 7. Auf deiner Huld allein be: ruht mein ganzes Glück, mein höchstes Gut; in dir leb ich zu frieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir in eiebe un geschieden. 6. Du fegneft mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wirds doch nicht gelingen. Selbst was mich frånkt, das muß, gelenkt von dir, mir Se: gen bringen. 9. Noch hats kein menschlich Ohr gehört, was uns dein Himmel einst gewährt; doch seh ichs schon im Glauben. Vollkommnes Heil ist dort mein Theil, das wird mir niemand rauben. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 289. Kommt her, verkün digt Ruhm, ihr Menschen, preist den Herrn; denn ihr, ihr send sein Eigen: thum! Zobsingt und dankt ihm gern. 2. Vom Engel an bis auf den Wurm, zeigt alles seine Pracht. Des Frühlings Lüft: chen, wie der Sturm, verkůn: digt seine Macht. 3. Er giebt die Sonne sei: ner Welt, dem Mond ein sanf tres Licht. Er ists, der unsern Erdkreis hålt in seinem Gleichgewicht. 4. Das Feld weiß seine Zeit genau; nichts dringt zu früh hervor. Der Halm, erquickt durch seinen Thau, schießt tåglich mehr empor. 5. Gott giebt der jungen Saat Gedeihn; uns Kräfte zum Genuß; auch, unsre Herzen zu erfreun, des Weines Ueberfluß. 6. Er hält den Blig in seiner Hand; ihm dient der Wolken Heer 176 Vom Lobe Heer. Mit Segen füllet er das Land; mit Segen auch das Meer. 7. Noch steht zum Zeichen feiner Huld sein Bogen in der Luft. Noch trågt den Sünder die Geduld, die ihn zur Buße ruft. Mel. Wach auf, mein Herz 2c. 290. Laß unferm Gott uns fingen, ihm Dank und Ehre bringen, daß wir so viele Gaben aus seiner Fülle haben. 8. Der Morgen sagts der Mitternacht: groß ist der Schöpfer, Gott! der Tag ver: kündigt seine Macht dem hol: den Abendroth. 9. Groß, wenn sein Donner rollt daher; groß, wenn die Sonn entzückt; groß, wenn ihm rauschet Strom und Meer; groß, wenn der Bach erquickt. Mel. Es ist das Heil uns 2c. 10. Allmächtiger! wie weit und breit schallt deines Na: 291, Lob, Ehr und Preis mens Ruhm. Ein dankbar Herz sey dir geweiht, dir ganz zum Heiligthum. 2. Nur er hat uns das Leben und Seel und Leib gegeben. Er ist es, der sie schüßet, und schenkt, was beiden nuget. 3. Dem Leibe giebt er Spei: se; die Seele macht er weise, in Reinigung von Sünden ihr wahres Glück zu finden. Gottes. den, wenn sie uns herzlich reuen und wir forthin sie scheuen. 4. Für uns dahin gegeben ward Christus unser Leben; er, der für uns gestorben, hat uns das Heil erworben. 35. Sein Wort wird uns zum Segen ein Licht auf unsern Wegen; zu allen guten Werken soll felbft sein Geist uns stårken. 6. Er låßt uns Gnade fin: den, vergiebt uns unsre Sün7. So boch begnadigt wer: den, o Gott, wie schon auf Er den! Was wird dann nicht für Gaben dein Himmel für uns haben! 8. So hilf du nur uns allen die ebne Bahn zu wallen, die, wenn wir sie vollendet, in ew= ges Heil sich endet. 9. Leit uns durch deine Wahrheit, bis wir in voller Klarheit dich, dem wir hier vertrauen, noch heller werden schauen. dem Vater aller Güte, dem Gott, der große Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit seinem reichen Trost er: füllt; dem Gott, der allen Gebt unserm Jammer ftillt. Gott die Ehre! 2. Der Himmel Heere danken dir, Beherrscher aller Thronen!' Auch wir, die wir, o Vater, hier auf deiner Erde wohnen! wir preifen alle deine Macht, die uns erschuf, die uns be wacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaf fen hat, das will er auch erhals ten; darüber will er früh und fpat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht und alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief zum Herrn in mei: ner Noth: Ach Gott, schau auf mein Weinen; da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Trost erscheinen. Ich danfe, Gott, ich danke dir! Ach dan: ket, Bom Lobe fet, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! 5. Gott ist uns nah, er ist noch nicht von seinem Volk ge: fchieden; er ist der Frommen Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Baterhånden füh: ret er die Seinen, selbst durch Feu'r und Meer. Gebt unserm Gott die Ehre! Cottes. 177 2. Gr pflegt, als Vater, seine trenen Kinder; und sorgt auch selbst für undankbare Sünder. 3. Er giebt dem Felde Wachs thum und Gedeihen, daß Vich und Menschen sich darüber freuen. 4. Er schaffet Speise reichlich gern uns allen; und fåttigt, was da lebt, mit Wohlgefallen. 5. Auch jest laßt uns ihm dan: ten für die Gaben, die wir von seiner Hand empfangen haben. 6. Wenn Menschenmacht nicht helfen kann, und sich kein Ret: ter zeiget; so nimmt Gott unsrer Roth sich an, er selbst, der Schöpfer, neiget sein huld: reich Angesicht uns zu, und schafft uns Hülfe, schafft uns Ruh. Gebt unserm Gott die Eyre! 7. Drum will ich dich mein Lebenland, o Gott, mit Freu: den ehren; man soll, Herr, meinen Lobgesang allen Orten hören. Mein Geist, o9. Herr, wir lobsingen jauchGott, erhebe dich! mein ganzend deinem Namen, und jederz zes Herz erfreue sich! Gebt mann sprech: Ehre sey Gott! unserm Gott die Ehre! Umen. 8. Ihr, die ihr Christi Na men nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ibr, die itr Gottes Macht erkennt, gebt ihm, dem Ewgen, Ehre! Uumächtig bist du, unser Gott, und unser Schuß in jeder Noth. Gebt unserm Gott die Ehre! 9. Kommt, laßt uns vor sein Angesicht mit tiefer Ehrfurcht dringen! Bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Der Herr bat alles wohl bedacht, und alles recht und gut gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Mel. Was Lobes folln wir dir 2c. 292 Lobt unfern Gott mit fröhlichem Gemüthe für seine Batertreu und milde Güte. 6. Wir wollen ihn hienie: den, wie dort oben, für alle seine große Gnade loben. 7. Ja, ewig, ewig seyft du, Herr, gepriesen für jede Wohl that, die du uns erwiesen. 8. Sehr groß ist deine Weis heit, Gnad und Stärke, und wunderbar sind alle deine Werke! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 293. Mein Herz ermun je des Gottes, der dein Bater tre dich zum Preis ist! Bedenk es, auf wie viele Weise du ihm zum Dank ver pflichtet bist. Bring ihm, der den Ruhm und Ehre dar. stets dein Helfer war, mit Freu2. Herr, deine Hand ist im nüglich ist. Und doch bin ich mer offen, zu geben, was mir der du die Liebe bist. Mein Gott, oft schwach im Hoffen auf did), wie wenig bin ichs werth, daß mir noch Hülfe widerfährt. 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen; nur wohlzuthun bist du gewohnt. Drum wird auch mir, mein Gott, mir Armen, von dir nicht nach Ver M dienst 178 dienst gelohnt. Noch immer steh mir deine Treu mit Se: gen, Troft und Hülfe bei. 4. Du bist es, der in meinen Sorgen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch vor mir verborgen, nach mei: nem Wahn zu lang verweilt, so kommst du, eh ichs mich versehn, und hilfst mir und er: hörst mein Flehn. 5. Du wählft und wirkest stets das Beste; und wenn auch meine Roth sich häuft, so steht durch dich mein Wohl doch feste. Wenn mich das Elend ganz ergreift, so bleibst du doch erbarmungsvoll, und forderst stets mein wahres Wohl. könnt 6. Du bist mein Heil; mein ganz Gemüthe ist deines Ruhms, mein Retter, voll. ich deine große Güte doch so erheben, wie ich foll! doch meine Kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie schwach ich Bom Lobe Gottes. bin. Auch siebest du mit Wohlgefallen auf wahre Herzensred: lichkeit; und hörest selbst das schwache Lallen der Deinen mit Bufriedenheit; du hörst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachbeit trägt. 8. Drum soll mir deine Huld und Güte beständig, Gott, vor Augen seyn. Ich will mit redlichem Gemüthe mein Leben deinem Lobe weihn, bis ich voll kommner deinen Ruhm erheb im höhern Heiligthum, sein Leben, ewig währt. Nach so viel tausend Jahren, die durch sie alle reich an frohem Segen waren, bleibt sie sich im mer gleich. Nie hört sie auf zu sorgen, und sorget immer treu; sie wird mit jedem Morgen an den Geschöpfen neu. 2. Sie reicht durch Erd und Himmel, um, was da lebet, zu erfreun. Welch fröhliches Gewimmel in ihrem milden Son nenschein! Vor ihren heitern Strahlen, wo sie hervorbricht, fliehen die bangen finstern Qualen, wie leichte Wolken hin. Wer zatlt die Millionen, die sie erwärmt und nährt? So weit nur Wesen wohnen, hat sie sich auch verklårt. 3. Süß ist das Licht der Sonne, das täglich jedes Aug entzückt; weit süßer ist die Won= ne, womit uns Gottes Güt er: quickt. Erfreulich ist das Leben und schauervoll der Tod; doch besser noch, als Leben, ist deine Gott. Wie ift fic uns so theuer? fie, fie verläßt uns nie. Was ist wohl milder, treuer und tröstender als sie? 4. Zu ihrem Lob erwecke vor allen du dein Herz, o Chrift! Komm her, und sieh, und schmecke, wie freundlich Gott, dein Vater, ist. Auf, seinen Ruhm erzähle dein frommes Saitenspiel, und deine ganze Seele sey Inbrunst und Ge fühl! von seiner Güte sage, wie treu sic für uns wacht, ein Tag dem andern Tage, die Nacht der nächsten Nacht. 5. Wer wollte sie nicht toben? sie, die doch allen alles 294. die vom hoben Seraph broben Mel. Nun lob mein' Seel den 2c. it fröhlichem Ge: ihr Chrifto angehört, dankt bis zu des Staubs Gewürm Gott, daß seine Güte, so wie hinab Von so viel Creaturen läßt allo Vom Lobe Gottes. läßt sie nicht eine leer, und ih= res Segens Spuren verbreitet fie umher. Und wie aus ihr Entzücken stets für den Himmel quoll, ist auch, wohin wir blik: ken, von ihr der Erdkreis voll. In bekannter Melodie. 295. Nun banket alle Gott mit fröhli chem Gemüthe, dem Gott, der groß von That, voll Weisheit ist und Güte; der mächtig uns erhält und von der Kindheit an uns so viel Guts gethan, mehr als man zählen kann. 2. Der gnadenreiche Gott woll uns, so lang wir leben, ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben; er schüß uns in Gefahr, er helf uns allezeit, und führ uns aus der Welt zu seiner Seligkeit. 3. 2oh, Ehr und Preis sey Gott, dem Vater und dem Sobne, und seinem heil'gen Geist. Er, der vom Himmelsthrone er: barmend auf uns sicht, bleibt, wie er ewig war, unendlich groß und gut. Lob sey ihm immerdar. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 296, O könnt ich dich, mein Gott, recht preisen, wie du des Preises würdig bist! könnt ich dir gnug den Dank beweisen, den dies mein Herz dir schuldig ist! dies Herz, das deiner Gútigkeit sich täglich mit Entzücken freut. 2. Wer überstrdmet mich mit Segen? wer theilt mir mit, was mir gebricht? wer schüget mich auf meinen Wegen? wer schenkt dem Geiste Trost und Licht? wer giebt zu meinem Thun Gedeihn? Allgütiger, du bists allein. 179 3. 3u zählen sind sie nicht, mein Vater, die Werke deiner Segenstand. Du warst schon meines Wohls Berather, eh ich, was ich bedurft', empfand selbst eh ich war, da maßest du mir schon mein Schicksal liebreich zu. 4. Du stårkst mir das ge= schenkte Leben und läsfest es nie freudenleer; zum höhern Glück mich zu erbeben, schickst du auch manche Trübsal her; doch stehst du auch mit Kraft mir bei, daß ich nicht zag' und muthlos sey. 5. So oft hab ich in meinen Tagen mit Freud und Dank es schon gespürt, wie du mich unter allen Plagen, zwar wunder: bar, doch gut geführt; bei jez der drohenden Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 6. Wie sollt ich denn nicht voller Freuden beständig dei: nen Ruhm erhöhn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht freudig trauernd auf dich sehn? und fiele selbst der Himmel ein, so wirst du mein Beschir mer seyn. 7. Drum reiß ich aus des Kummers Höhle mein sorgendes Gemüthe los, und rufe mit er: freuter Seele: Wie gut bist du, mein Gott! wie groß! du leitest mich nach deinem Rath, der nur mein Heil beschlossen hat. 8. Von deiner Güte will ich fingen, so lange sich die Zunge regt; dir will ich Dank und Ehre bringen, so lange sich mein Herz bewegt; und wird mein Mund auch kraftlos seyn, so stimm ich noch mit Seufzen ein. 9. Dies schwache Lob kann ich nur geben. Nimm es, mein M 2 Gott, 180 Vom Lobe Gottes. Gott, in Gnaden an, bis id) in deinen Wegen. Bis in des einem bessern Leben dich würdi: Grabes Nacht sey dir mein ger erheben kann. Da stei: Dant geweiht, und einst.cvor get mit der Engel Chor mein deinem Thron, Gott der Barm Lobgesang zu dir empor. 5 herzigkeit. dus nu 1 Mel. Jesus, meine Zuversicht, zc. 297. Paffe alle Welt! Sein reift den höchsten, ist Majestät und Stärke, Dient ihm, so wie's ihm gefällt, ihr, ihr Zeugen seiner Werke! Kommt froh vor sein Ungesicht und be zahlt ihm cure Pflicht. 2. Er ist Gott. Gebt ihm die Ehr! Er gab uns nicht nur das Leben; seine Gnade thut viel mehr und erhält, was er gege: ben. Unsre Fluren, Glück und Stand blühen unter seiner Hand. 3. Laßt uns seiner Gût uns freun, die Jahr ein Jahr aus uns nåbret. Nicht für diese Zeit allein, auch in Ewigkeit gewähret seine Huld dem, der ihn ehrt, Freude, die kein Bechfel stört. In eigener Melodie. gen? follt ich ihn nicht dank 299, Sollt ich meinem Gott nicht sin gen? follt ich ihm nicht dankbar seyn? hab ich doch in allen Dingen so viel Anlaß mich zu freun., es ist ja nichts, als Liebe, die sein Vaterherz bewegt, die mich mit Erbarmen übe. Alles währet seine Zeit; trägt, wenn ich seinen Willen Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler bei Gefahren treulich seine Jungen deckt, so hält Gett, mich zu bewahren, seine Schußhand ausgestreckt. Er, der über mir schon wachte, als ich kaum zu seyn begann, sah mit Baterhuld mich) an, eh ich war, und eh ich dachte. Leib und Seele gabst du mir; Gott! o wie verdank iche dir. Mel. Hun danket alle Gott 2c. 3. Für mich Armen, mich 298. So lang ich athyme, Berlornen, mich, der ich ge Gott, will ich dein Lob verbreiten. Das Leben gabst du mir mit seinen Süßigkeiten; du gabeft mir Verstand, der dich erkennen kann, und boteft ewges Heil in deinem Sohn mir an. fallen bin, gabst du deinen Eingebornen, Jesum Chriftum fel ber hin. Mir zum Heil kam er auf Erden, lehrte, litt, vergoß sein Blut, starb am Kreuze, mir zu gut, daß ich möchte selig werden. O, wie groß ist deine Huld, größer nod), als unsre Schuld. dan sua 4. Du, mein Vater, mein Regierer, hilft mir selbst im Guten fort, und giebst mir zum sichern Führer deinen Geist in deinem Wort: daß er meine Seele fülle mit des Glaubens bellem Licht, das des Todes Schatten bricht und des Herz zene Unruh stille. Er ists, der durch 2. Was bin ich, Gott der Huld, daß du so viel mir schen Fest? Was ist ein Menschenkind, Herr, daß du sein gedenkest? Ja, du gedad test, Herr, schon vor der Welt an mich, und denkst noch meiner stets, und führst mich väterlich. 3. Ich freue mich in dir, und traue deinem Segen. Mein ganz Bestreben sey, zu gehn auf Vom Lobe Gottes. 181. durch seine Kraft gern, was schmerzhaft sint; sinds doch, gut ist, in mir schafft. 2005.Meinem bessern Theil, der Seele, giebst du Trost und Stark und Ruh. Wenn ich, was du willst, erwähle, strömet mir dein Friede zu. Was, so lang ich hier noch walle, ich bedarf in dieser Welt, was den Leib ernährt und hält, daß er nicht in Staub zerfalle, auch das wird von deiner Hand våterlich mir zugewandt. wenn ids recht erwäge, Beiz chen, daß du mich, dein Kind, willst zu höherm Glück erzies hen. Wohl mir, wenn ich folg sam bin! Mir zum reichlichen Gewinn, erndt ich von des Lebens Mühen und der ausgestandnen Pein einstens ewge Freuden ein. 6. Himmel, Erd und ihre Heere sind auch mir zum Nugen da. Wohin ich mein Auge fehre, ist mir, Gott, dein Segen nah. Thier und Kräuter und Getraide, in den Gründen auf der Höh, in den Büschen, in der See, find mir Nahrung, find mir Freude. Deine Welt ift, mir zum Wohl, unzählbarer marat 10. Weil denn ohne Ziel und Ende, Vater, deine Gnaden sind, so erheb ich Herz und Hånde freudig zu dir, als bein Kind; bitte, wollst mir Gnade geben, dir mein ganzes Herz zu weihn. deiner Liebe mich zu freun, ganz zu deinem Ruhm zu le= ben, bis ich dich nach dieser Beit lieb und leb in Ewigkeit. Guter voll, 300, Rolf Freud 7. Wenn Betrübniß meine Seele, Schwachheit meinen Leib und verhehle nichts vor dir, der mich doch liebt. Wärst du nicht mein Gott gewesen; båtte mich dein Angesicht nicht erquickt, so war ich nicht aus so mancher Noth genesen. Nur atlein von dir bewacht, ging ich durch die dunkle Nacht. 8. Wie dein Vater seinem Kinder niemats ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Wege weidt; also siebst du mei: ne Schwächen, Höchster, mit Erbarmen an, züchtigst mich, da ics gethan, ohnes doch im Zorn zu rächen; weil, obgleich ich es beging, doch mein Herz noch an dir hing. 9. Wenn gleich deine Kreuzeeschläge meinem Fleisch oft Mel. Warum betrübst du dich zc. und frommer Dank: begier erheb ich meinen Geist zu dir, mein Vater und mein machet mich der himmlische Ge dank an dich! 2. Mein Aug erblickt die ftolze Pracht der Werke deiner weisen Macht. Du riefft, da wurden sie; und Erd und Him: mel sind noch heut ein Spiegel deiner Herrlichkeit. 3. Da freuet sich, Allgüti: ger, ein zahllos Heer Lebendiger der milden Vaterhuld, die neu an jedem Morgen ist, und auch des Burmes nicht vergißt. 4. Da stellest du, durch den ich bin, mich unter deine Wun der hin zum fröhlichen Genuß. Was ist der Mensch, Herr, deß du dich so gnådig annimmst? Was bin ich? 5. Den Menschen krönte deine Hand, dich zu erkennen, mit M 3 Vers 182 Vom Gebet. Verstand; sie bildete dies Herz, zur Versöhnlichkeit, so bring das dankbar froh empfinden kann, wie viel sein Gott an ihm gethan. ich chriftlich und in Ruh auf Erden meine Tage zu. 7. Im Glück gieb mir Befcheidenheit, ein Herz zu dir voll Dankbarkeit; im Unglück schenke mir Geduld, und Trost an deiner Vaterhuld. 6. Vergiß, mein Geist, der Wonne nicht, die uns in seinem Wort verspricht der Stifter unsers Heils. Versüßt wird jedes Reid durch sie, und leicht der Tugend edle Müh. 7. Ihr will ich, deiner werth zu seyn, die theuern Lebensstun: den weihn, die mir noch übrig sind. Viel höhern Frieden hab ich dann, als diese Welt mir geben kann. 8. Was sonst mir könnte nüßlich seyn, siehst du, mein Gott, am besten ein. Gieb nur, daß ich stets sey vergnügt mit allem, was dein Rath verfügt. 9. Du, Herr, bist meine 3uversicht. Entzeuch mir deine Gnade nicht, und schließt sich hier mein Lebenslauf, so nimm mich in den Himmel auf. 10. 6) Bom Gebet. Da wechselt nicht mehr Mel. Nach dir, o Herr 2c. Freud und Leid. Da find ich bis 301. Bis bieber halfft du in Ewigkeit das Glück, das keine das daß sich ohn Ende mehrt. mir, mein Gott! du halfft mir aus so mancher Noth: und o wie viel, die unbekannt mir blieb, ward von dir abgewandt! Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 2. 3um froben Aufenthalt 302, Dein Beil, o Chrift, allhier gabst du so manche Freus den mir; und immer noch ist deine Treu, mich zu beglücken, täglich neu. 3. Drum wart ich ferner auf dein Heil. Ein gut Gewissen fey mein Theit, das hier des Himmels Vorschmack ist, und einst mein Ende mir versüßt. 4. Dein Wort sey meines Lebens Licht! so täuscht der Erde Glück mich nicht. Die Welt mit ihrer Luft vergebt; wer deinen Willen thut, besteht. 5. Hilf, daß ich meiner Pflicht getreu, gern andern Menschen müßlich fey, mich freue mit den Fröhlichen, und weine mit den Weinenden. 6. 3um Wohlthun fy mein Herz bereit, zur Sanftmath, zen, sey wach und nüchtern zum Sebet! Ein Flehn aus reinem guten Herzen hat Gott, dein Vater, nie verschmäht. Er ist die Liebe selbst, und hört, was seiner Kinder Herz begehrt. 2. Erhebe dich zu seinen Hd: hen mit Dank und Flehen oft und gern! Er tåßt das, was dir nugt, geschehen, ist dir zu helfen niemals fern; und thut, so du nur zu ihm flehst, mehr als du bitteft und verstehst. 3. Welch Glück, so hoch ge= ehrt zu werden, und im Ge bet vor Gott zu stehn! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menschen Flehn? Er will bloß deine Se= ligkeit, wenn er zu beten dir gebeut. 4. Sagt Vom 4. Sagt Gott nicht! Bittet, daß ihr nehmet? Ist des Gebetes Furcht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, der schämt sich, Gottes Freund zu seyn; und 0, wie würd es um dich stehn, wenn er dich deine Weg ließ gehn? 5. Sein Glück von seinem Gott begehren ist wahrlich keine schwere Pflicht und seine Wün sche Gott erklären, gereuet sicher niemals nicht. Es giebt uns Muth, und stärkt die Kraft zur Dämpfung jeder Leiden fchaft. 6. Sich in der Furcht des Hdd sten stärken, in dem Vertraun, daß Gott uns liebt, im Fleiß zu allen guten Werken; ist diese Pflicht für dich betrübt: so triffst du nichts auf Erden an, das deinen Geist er: freuen kann 5. Und weil ich dich zum Va ter habe; so bin ich voller Trost und Freudigkeit. Ich weiß es, jede gute Gabe, die hier mir nügt, und ewig mich erfreut, die giebst du, und thust überschwänglich mehr, als ich ver: stehe, bitte und begehr. 6. Wohl mir! ich bitt in Jl= su Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. Durch Mei. Dir, dir Jehovah, will 2c. ihn ist alles Ja und Umen, was ich von dir im Geiſt und Glauben bitt. Wohl mir, dem deine Huld so hoch erfreut! Preis dir dafür ist und in Ewigkeit! 7. Gott, laß mich nicht mein Heil verscherzen, gieb Lust und Kraft mir zum Gebet; und wenn mein Mund aus vollem Herzen zu dir um Hülf und Gnade fleht; so bore mich von deinem Thron durch Jesum Christum, deinen Sohn. 303. Dir, bir, bu höchster w.ll ich singen; wer ist an Huld und macht so reich, als du? vor dich will ich mein Fleben bringen; ach gies mir deines Geistes Kraft dazu daß es gescheh im Namen Jefu Chrift, wie es dir allein gefällig ist. Gebet. 183 eifrig flich; von deiner Gnad und Huld versichert sey, und dessen mich im Innersten er: freu. 3. Erzeige, Gott, mir solche Güte, so bet ich dich im Geist und Wahrheit au; so preist mit dankbarem Gemüthe mein Mund, wie viel du haft an mir gethan; so hebt dein Geist mein Herz empor zu dir; so hab ich schon des Himmels Vorschmack hier. 4. Dein Geist treibt mich, zu dir zu treten mit Seufzern, die mir unaussprechlich sind; nur er lehrt mich recht gläubig beten und überzeuget mich ich sey dein Kind, und einst auch Erbe deiner Herrlichkeit. Er ists, der in mir lieber Va= ter schreit. 2. 3ich, Bater, mich zu deinem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zu dir zieh; gieb, daß dein Geist stets in mir wohne, damit ich, was die mißfällt, Mel. Wenn wir in höchsten ze. S 304. Du beß fich alte Himmel freun, auch unfre Seele freut sich dein, daß du, deß Macht un= endlich ist, daß du, Gott, unser Vater bist. 2. Weit über unsre Einsicht, wit, geht deines Namens m 4 Herrlich 184 Vom Gebet. stets,| drauet, dich sucht und ehrt und liebt; das im beglückten Leben, dir, feinem Gott, ergeben, die Tugend treu und freudig übt. Herrlichkeit! Ihn ehre von Lieb entbrennt, wer deinen großen Namen nennt. 3. Verbreite deiner Gnade Ruhm durch Jesu Evangelium; mach unser Herz ihm unter: than, so beten wir dich freu dig an. 4. Der du in deiner Wahl nie irrst, und wohlzuthun nie müde wirst, dein Wille, Wei fester, geichen, auf Erden se, wie in der Höh. 7. Dringt auf uns wo Versuchung her, so sey sie nie für uns zu schwer; steh uns zum Siege mächtig bei, mach uns im Guten fest und treu. 5. Was unser Leben hier er: hält, gieb uns, so lang es dir gefällt; doch gieb uns auch ein Herz dabei, das dankvoll und genügsam sey. Mel. Es ist das Heit uns zc. 6. Ad! oft vergehn wir uns 306, Gott, beine Güte an dir; verzeih uns, Bater, so wie wir, um deiner Huld uns zu erfreun, auch unserm Nachsten gern verzeihn. reicht so weit, fo weit die Wolken gehen; du kronst uns mit Barmherzigkeit, und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort! denn ich will vor dir beten. 8. Erlöf, erlöf uns, unser Gott, nach deinem Rath aus aller Noth. Nimm nach vollbrachtem Prüfungslauf uns zu dem bessern Leben auf. 9. In deines Himmels Hei ligthum, auf deiner Erd erschallt dein Ruhm! dein ist die Macht, die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. 3. Ein Herz voll edler Tric: be, voll warmer Menschenliebe, entfernt von Haß und Neid; das nie den Nächsten kränket, auf Rache niemals denket, gern jedem dienet und verzeiht. mich in diesem Leben zu jenem tüchtig macht: Ein mäßig Glück bienieden sey mir von dir be: Tchieden, o du, der für mein Bestes wacht! 4. Ja, Herr, solch ein Gemuthe gieb mir nach deiner Güte, mir, der nur darum fleht! D stårk mich, deinen Willen stets freudig zu erfüllen; erhör, o Vater, dies Gebet! 2. Ein Herz, das dir gewei: bet, das selbst, wenn Unglück 3. Ich bitte nicht um Chr und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren. Des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm Mel. In allen meinen Thaten 2c. 305. Dit geben, was vor beinem Angeſicht, und fromu, Vater, meine der Ruhm mer Freunde Liebe. 4. So bitt ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke De muth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich 2. Ich bitte nicht um Ueber: fluß und Schäße dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Berstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. Vom Gebet. mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. 307, tot pe vif, ch komme vor dein 185 10. Gieb mir Gesundheit und verleih, daß ich sie nug und dankbar sey, und nie aus einer Pflicht entzich. Biebe gegen sie mich zaghaft o Gott, mein Fleben nicht; vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld. 2. Schaff du ein reines Herz in mir; ein Herz voll lieb und Furcht zu dir, ein Herz voll De muth, Preis und Dank; ein ruhig Herz mein Lebentang. 3. Sey mein Beschüßer in Gefahr; ich harre deiner im: merdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 13. Und wenn sich wird mein Ende nahn, so nimm dich mei: 4. Ich bin ja, Herr, in deiner herzlich an, und fey, durch ner Hand; von dir empfing ich Christum deinen Sohn, mein den Verstand; erhalt ihn mir, Schirm und Schild und großer und durch dein Wort erleucht Lohn. und leit ihn immerfort. 15. Laß, deiner Güte mich zu 308. J baß all mein Thun Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. weiß, mein Gott, freun, sie stets vor meinen Augen seyn! laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig seyn. und Werk auf deinem Willen ruhn; von dir kommt Glück und Segen! was du regierst und fördern willst, geht seinem Ziel entgegen. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst; das sey mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht, und treu in allen meinen Pflichten sey! 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß das gescheh, was er bedacht, und er sich des sen freue; dein Segen, Hochster, machts allein, daß Menschenrath gedeihe. 3. Oft denken wir mit sicherm Muth, dies oder jenes sey uns gut, und ist doch weit gefehlet; oft sehn wir auch für schädlich an, was doch dein Rath er: wählet. dar dor birb 4. 7. Ich bin zu schwach aus eigner Kraft, zur Dämpfung meiner Zeidenschaft; du aber ziehst mit Kraft mich an, daß id) den Sieg erlangen kann. 8. Gieb von den Gütern die fer Welt, so viel mir nugt und dir gefällt, bei Wenigem Zufriedenheit, zu meinem Fleiße Heiterkeit.. 9. Schenkst du mir aber Ueberfluß; so laß mich måßig im Genuß, und dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber seyn. sugi 11. Erwecke mir stets einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Troft und Beispiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein långres Ziel und werden meiner Tage viel; so sey Herr, meine Zuversicht; verlaß michh auch im Alter nicht. aurum gieb mir Weisheit der mein daß ich nicht besteh auf meinen Eigenwillen; sey du mein Licht und Lehre mich nur deinen Rath erfüllen. M 5 18 5. Was 186 Vom Gebet. 15. Was dir gefällt, gefall| dich besiegen in der Erfüllung auch mir, zufrieden sey mein dieser Pflicht. O übe fie, zu Herz mit dir bei allen deinen Wegen; und was dir mißfällt, laß mich nie in meiner Seele, hegen. Gottes Preis und deinem Heil mit treuem Fleiß. 6. Tritt du zu mir und wache leicht, was mir sonst fast unmöglich daucht. Reichst du mir deine Hände, so kommt, was angefangen ist, gewiß zum gu ten Ende. 2. Bet oft in Einfalt deiner Seelen; Gott sieht aufs Herz, Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub an Gott und sei= nen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 7. Ist gleich der Anfang et was schwer, und muß ich gleich ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so stårke mich der Blaub an dich, und ein trost: volles Beten. 8. Wer fleißig betet, bir ver: traut, wird alles, wovor sonst ihm graut, mit tapferm Muth bezwingen. Du heißest seine Sorgen fliehn, hilfft ihm den Sieg erringen. 9. 3war rauh ist oft der Tugend Pfad, den uns dein Wort gewiesen hat; doch wer ihn muthig gehet, wird endlich, Herr, durch deinen Geiſt zu steter Wonn 10. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und sind, hast du zu voller Gnüge. So hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. ift oft ber zu Ernst, ſchau auf die Güte, 11. Dein soll seyn aller Ruhm und Ehr; ich will dein Thun je mehr und mehr, aus hocherfreuter Seelen, vor dei nem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. 3. Bet oft zu Gott, und schmeck in Freuden, wie freundlich er, dein Vater, ist; bet oft zu Gott und fühl im Leiden, wie treulich er das Leid versüßt, Gott horts, Gott ists, der Hül fe schafft; er giebt den Müden Trost und Kraft. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 309. Komm betend oft und mit Vergnügen, o Christ, vor Gottes 2n gesicht. Laß keine Trägheit JACK 4. Bet oft und heiter im Gemüthe, schau dich an seinen Wundern satt; schau auf den wo: mit er dich geleitet hat. Oft irrtest du, er trug Geduld; er: kenn und preise seine Huld. 5. Bet oft, durchschau mit frohem Muthe die herzliche Barmherzigkeit deß, der mit seinem theuern Blute uns vom Verderben hat befreit; und eigne dir zu deiner Ruh und Heiligung sein Opfer zu. 6. Bet oft, Gott wohnt an jeder Stätte; in keiner minder oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit Vielen bete, so find ich eh bei Gott Gehör. Ist nur dein Wunsch gerecht und gut, so sey gewiß, das Gott ihn thut. 7. Doch fáume nicht, in den anzuflehn, und seinen Namen, Gemeinen auch öffentlich Gott mit den Seinen, mit deinen Brüdern, zu erhöhn. Fühl der vereinten Andacht Werth, die deine eigne stärkt und nährt. 8. Bet Vom 8. Bet oft zu Gott, für dei ne Brüder für alle Menschen, als ihr Freund: denn wir sind eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch dein Feind. Colch Bitten, daß aus Liebe fließt, chrt Gott, der selbst die Liebe ist. 9. Bet oft; so wirst du Blauben halten, dich prüfen und das Bose scheun, an Lieb und Eifer nicht erkalten, und reich an gu: ten Werken seyn; denn Muth und Kraft und Seelenruh sagst du, Gott, dem der bittet, zu. 10. Dies reize mich, vor dich zu treten mit Lob und Dank, mit Wunsch und Flehn; doch meine Fehler bei dem Beten wollst du, mein Vater, über fehn, weil mich, der dir zur Rechten sigt, durch seine Für: sprach unterstügt. 400( 30) 940 Mel. Wer nur den lieben Gott zc. ind 310. Mein bester Trost in diesem Leben ist ein Gebet, zu dir, o Gott! Dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, Geduld und Muth in jeder Noth; bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ruhiges zufriednes Herz. 12. Wie kann ich Trost und Rube finden, wenn mein Ge: wissen mich verklagt; wenn, bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor seinem Richter zagt? Nichts tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bei dir um Schonung fleht. fens willen ein 3. Muß ich um des Gewis Gebet. 187 meiner an, und stärkst mich auf der Tugendbahn. sterhaften seyn; so bet ich, 4. Ich will mich nie zu råchen suchen, wenn mich ein Feind zu krånken sucht, und dem will ich nicht wider flu: chen, der mir, aus Unverstand, geflucht. Nein, meine Rach ist ein Gebet, das, Herr, für ihn um Gnade fleht, sind 5. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf ich dich, der mich erhöret, um Trost in meinem Kummer an, Wer dir sein Leid mit 3upersicht entdecket, den verwirfst du nicht. 6. Ruf ich dich an bei dem Geschäfte des Standes, den ich hab von dir: so fleh ich nie umsonst um Kräfte; du Gott der Stärke, giebst sie mir. Du giebst aus väterlicher Huld, mir Segen, Klugheit und Ge duld. 7. Wenn eine böse Lust zu dampfen, mir Schwachem, Muth und Kraft getricht; dann bitt ich dich; du hilft mir kämpfen, und giebst mir Muth zu jeder Pflicht, und, stark durch meinesd Gottes Kraft, bezwing ich jeden Leidenschaft. Shite baller 8. Noch in dem letzten Kampf des Lebens ruf ich dich, Bater, kindlich an. Gieb, daß ich flehe nicht vergebens zu dir, der einzig helfen kann, der wann die Sprache mir vergeht, doch mei: ne Seufzer noch versteht. Spott der gaz 311. Nicht Gut der Zeit, Mel. Nun sich der Tag geend. c. um ein demuthsvoll, im Stillen zu ich fleh um deinen Geist, Gott, dir, o Gott! Du hörst mein Schrein, nimmst väterlich dich den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt. 2. Die Vom Gebet. 188 2. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, o Bater, lehre mich; die Weisheit, die bas Herz entflammt, zur Liebe ge: 14. Find't sid) Gefährlichkeit, forlaß mich nicht verzagen; giebseinen Heldenmuth und Trost in Leidenstagen. Durchy gen dich. dit dalk hele Sanftmuth lehre mich besie: 3. Dich lieben, Gott, ist Segen meinen Feind; und wenn ligkeit; gern thun, was dir ge: ich Raths bedarf, gieb einen fällt, wirkt edlere Zufrieden: weisen Freund. His heit, als alles Glück der Welt. at mich mit jedermann 4. Alsdann hab ich Verfraun zu dir dann schenket selbst dein Geist das freudige Bewußtsein mir, daß du mir gnädig seyst. f in Fried und Eintracht leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reich thum, Ehr und Glück, so gieb auch dies dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht stolz noch sicher sey.us 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, zur Tugend stårk er michy; beweise, wenn ich trau: rig bin, auch mir, als Trdfter sich. 6. Er schaff in mir ein reines Herz, versiegle deine Huld, und er bewaffne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld. Mel. Nun danket alle Gott 2c. 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, und unter mancher Last hindurch ins Alter dringen; ſo gieb, daß ich auch stets ein frommes Herz bewahr, damit ich tragen mag mit Ehren graues Haar, 7. Laß mich auf Christi Tod 312. Gott, bu from: einst froh von hinnen scheiden, mer Seele nimm zu ber aller Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben: gefunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib ein' un: verlegte Seel und rein Gewis fen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl zu meinem Stande führet; gieb, daß ichs thu mit Luft, wann, wo und wie ich soll; nur dann zu deinen Freuden; es rube fanft der Leib in seiner stillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort ins neue Leben ruft. 8. Wenn deine Stimme wird die Todten alle wecken; o, dann wird sie sich auch auf meinen Staub erstrecken. Durch deine Macht werd ich zum Leben auf erstehn mit allen Seligen lobsingend dich erhöhn. Mel. Wer nur den lieben Gott ze. es Segen wohl! gerath mir durch deinen 313, on bir kommt jebe 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützes Wort aus mei: nem Munde gehen; und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und nuß, so gieb den Wor: ten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. gute Gabe, nur du, mein Gott, kannst mich allein, mit allem, was ich nd thig habe, zu meinem wahren Wohl erfreun. Mein Leben und mein Glück beruht allein auf dir, du höchstes Gut! 2. Umsonst ist alle meine Mühe, wenn dein Gedeihen fie Bom Gebet. 189 fie nicht front. Was ich auch bis diesen Tag erhalten; laß noch so ångstlich fliche, wird für und für noch über mir doch von mir nicht abgelehnt, wenn vor dem Uebel, das mich schreckt, mich nicht dein måcht ger Schuß bedeckt. dein Baterauge walten. 3. Wie sollt ich denn nicht von dir bitten, was meiner Seele Wunsch begehrt? Vor dir, o Gott, sein Herz ausschütten, wenn Noth und Kummer uns beschwert, befänftiget der Seele Schmerz, und öffnet deinem Trost das Herz. 4. Sollt id, nicht Dank und Ruhm dir bringen, wenn mich ein wahres Glück erfreut? Dir, Allerhöchster, dir lobfingen, ist gut, ist für uns Seligkeit, und flößt uns wahren Eifer ein, in deinem Dienste treu zu seyn. 5. Du hôrest es mit Wohlge fallen, wenn deine Kinder zu dir flehn; verschmäheft nicht ihr schwaches Lallen, wenn sie lob: fingend dich erhöhn. Bist gnå: dig dem, der dich, Gott, ehrt, und hörest den, der dein Wort hört. 6. Mit Segen uns zu über fütten, bist du, o Bater, stets bereit. Was wir nach deinem Willen bitten, giebst du uns aus Barmherzigkeit, und wer dir dankt, dem strömest du beståndig neuen Segen zu. 7. So will ich denn zu dei nem Throne oft im Gebet mich Findlich nahn. Nimm, Vater, nimm in deinem Sohne der Andacht Opfer gnådig an! Dein Geist regiere meinen Geist, daß er dich betend würdig preist. Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. 314, V on ganzer Seele preis ich dich, Herr, der du mich so väterlich 2. Du schenkst uns Leben, Glück und Ruh; giebst Kraft zur Pflicht, und schaffst dazu das Wollen und Vollbringen. Wird dein Gedeihn uns nicht erfreun, so kann uns nichts gelingen. 3. Du schufft und du regierst die Welt nach deinem Rath, wie dirs gefällt; du lenkst der Menschen Herzen. Sey auch mein Licht, und laß mich nicht, Gott, deine Huld verscherzen. 4. Dein Wort lehrt mich des Lebens Pflicht; doch wie so oft noch fühl ich nicht die Mängel meiner Seele. Ud), Gott der Huld, vergieb die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. 5. Verstand und Herz ist seh lerhaft. Bald fehlt mir Licht, bald fehlt mir Kraft, mich weislich zu regieren; drum bitt ich dich: laß, Höchster, mich selbst deine Weisheit führen. 6. Herr, dessen Treu uns ewig liebt, laß mich beim Se gen, den sie giebt, auf dich, den Geber, schauen. Selbst wenn du schlägst und Kreuz auflegst, laß mich dir fest vertrauen. 7.( Sieb, daß ich meine Lebenszeit, nur dir mit ganzem Ernst geweiht, in deiner Furcht vollbringe; bis ich einst dir dort für und für Lob, Preis und Ehre singe. Mel. Wer nur den lieben G. 2. 315. Wer er kann, Gott, je ben, das nicht von dir den Urwas Gutes ha= sprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, und immer groß an Rath und That. Du willst, daß msida Vom Gebet. 190 daß mit Gebet und Flehn wir stets auf deine Hülfe sehn. meinem deinen freudig 2. Drum komm ich auch mit Beten, o Gott, vor heilgen Thron. Wie vor tre: fen, denn mich vertritt bei dir dein Sohn; durch ihn bin ich voll Zuversicht; mein schwaches Flehn verwirfst du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem Willen, was deinem Kinde heilsam ist; nur du kannst mein Verlangen stillen, weil du des Segens Quelle bist. Vor allen Dingen forge du für meines Geistes wahre Ruh. 4. Gieb mit Beständigkeit im Glauben; laß meine Liebe thätig seyn. Will etwas mir dies Kleinod rauben, so schrán: ke die Versuchung ein, und stårFe mich mit Kraft und Muth, so fieg ich über Fleisch und Blut. 5. Bewahr in mir ein gut Gewissen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit; ein Herz, aufs Gute stets befliffen, das sich vor deinem Auge scheut; und fehl ich,( Sott, so züchtge mich zu meiner Beßrung väterlich. 6. Ein Herz, das in beglück: ten Tagen, o Vate, deiner nie vergist, ein Herz, das unter Noth und Plagen mit deinem Rath zufrieden ist, ein Herz, voll Zuversicht zu dir, und voll Geduld, verleihe mir. gen schweben, und kommt der einst mein Sterbetag: so sey mein Ausgang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. 316, 34 mich liebt, mir Leben, Heil und Segen giebst, erheb ich Herz und Hans de. Was deine Weisheit will und thut, nimmt stets ein gutes Ende. der du 2. Ich weiß nicht, was mir nüßlich ist; du weißt, der du mein Vater bist, und willst mein Wohlergehen. Drum laß mich nie mit Eigenfinn auf meinen Wunsch bestehen. 3. Wenn unser biddes Auge wählt, dann wird sehr leicht das Biel verfehlt, nach dem wir ringen wollten. Wit suchen oft nach unserm Wahn das, was mir flichen sollten. 4. Du willst, wir sollen voll Vertraun auf deiner Vorsicht Wege schaun, und dir uns übergeben; denn du, du sorgst mit Baterhuld für unser ganzes Leben. 5. Wo ist auch wohl ein beß rer Freund! Wer kann den, der verlassen scheint, mit Segen überschütten? Du, Gott, thust überschwenglich mehr, als wir verstehn und bitten. 6. Du hast die Welt in dei ner Hand; dein unermeßlicher Verstand weiß alles wohl zu machen. Wie sollte deine Vorsicht nicht für meine Wohlfahrt wachen? 7. Wenn deine Macht für mich gebeut, wie könnte meine Sterblichkeit und Ohnmacht mich erschrecken? du wirst mich in Gefahr und Noth mit deinen 8. Ach, 7. Du wirst es alles weis: lich fügen, du weißt am besten was mir nügt. An deiner Huld laß ich mir gnügen, die Schwa: che machtig unterstüßt. Zufrieden, Vater, folg ich dir! be feftge diesen Sinn in mir. 8. Soll ich auf Erden långer teben, so gieb, daß ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor Au-| Flügeln decken. Vom offentlichen Gottesdienst. 191 8. Ach, leite mich durch dei| Gottes gehn. Wie manche sind, ne Kraft auf meiner kurzen Pil- die auf dich schauen, die bloß grimschaft, daß ich von dir auf andrer Beispiel sehn! O nicht weiche, den Weg der Zu: denke dran, daß du als Christ, gend freudig geh, und einst ein gutes Beispiel schuldig bist! das Ziel erreiche. 9. Ich will auf deine Gnade schaun, und nicht auf Men schenhülfe baun, die uns so leicht betrüget. Gieb nur, daß fich mein schwaches Herz mit deiner Huld begnüget. 5. Doch selber dich von dei: nen Pflichten und von der Bahn der Seligkeit noch immer mehr zu unterrichten, in dieser deiner Prüfungszeit, wie nöthig ist dies nicht, o Chrift, der du geneigt zu Fehlern bist. 10. Gabst du mir deinen Sohn zum Heil, so wirst du mir gewiß auch Theil an deinem Himmel schenken. Ich kann nun an die Ewigkeit im Glauben freudig denken. 6. Wie schwach sind unsre eignen Kräfte! wie schwach Erkenntniß und Verstand; der Gottesdienst ist ein Geschäfte, wozu Gott gütig uns verband; ein Mittel, das uns neue Kraft 7) Bom öffentlichen Gote zum Glauben und zur Tugend schafft. tesdienst. Mel, Wer nur den lieben Gott 2c. en Höchsten öffent: und 317. in fein Haus mit Freuden gehn, um andachtsvoll sein Wort zu hören, und ihn lobpreisend zu erhöhn, ist eine Pflicht, wozu der Christ, so lang er lebt, verbunden ist. 2. Wenn du nur in der Still ihn ehrest, zwar Jesum deinen Heiland nennst; doch ihn nicht öffentlich verchrest, ihn nicht auch vor der Welt bekennst: bist du dann sein? Bist du ein Christ, der seinem Heiland dank: bar ist? 3. Wer sich dem Gottes: dienst entziehet an seines Got: tes Ruhetag; aus Trägheit die Versammlung fliehet, und nicht mit andern beten mag: entzieht sich einer heilgen Pflicht, und giebt, was Gottes ist, ihm nicht. 4. Auch deinen Nächsten zu erbauen, mußt du zum Hause 7. Wie manchen Trost hab gehört! Wie ich empfunden, wenn ich das lieb ich euch, ihr frohen Stunden, da man anbetend Gott verehrt, und, um das Ewige bemüht, sich aller Erdensorg entzieht! 8. Nichts gleicht dem himm lischen Entzücken, das hier ein frommes Herz belebt, wenn es in sel'gen Augenblicken sich im Gebet zu Gott erhebt, und voll des Glücks, das es genießt, von Dank und Freuden überfließt. 9. Wie nichtig sind der Erde Freuden dem, der des Himmels Freuden schmeckt! Wie süß der Trost, wenn man im Leiden sein Herz dem besten Freund entdeckt! Wie nichts ist alles Glück der Welt dem, der mit Gott sich unterhält! 10. Kommt, fromme Chri sten, theure Brüder, vereint im Geist vor Gott zu stehn; kommt, wir sind eines Leibes Glieder, Vom öffentlichen Gottesdienst. 192 Glieder, kommt, unsern Schöpfer zu erhöhn. Frohlockend prei: set Jesum Chrift, der unser Haupt und Mittler ist. 11. O, laßt uns schmecken und empfinden, wie freundlich Gott den Seinen ist! Er, der so gnà: dig unsre Sünden, sobald wir Buße thun, vergißt, von neuem uns als Kinder liebt, und lieb: reich Gnad um Gnade giebt. 12. Erleuchte, Herr, selbst unsre Seelen; vertreib aus uns des Irrthums Nacht; laß uns die Wahrheit nicht verfehlen, die du uns selber fund gemacht, damit dein großer Ruhetag dort ewig uns beglücken mag. Mel. Her liebster Jefu, was zc. 318. Dies ist der Tag zum Segen eingeweihet. Ihn feiert gern, wer dei ner, Gott, sich freuet. O, laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten! 6. D, laß auch heute deinen Geist mich lehren, vom Weg, der dir mißfällt, mich abzukebren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Trost dich) wähle. 7: Dein Tag sey mir ein Denkmal deiner Güte; ein Tag des Heils; er lenke mein Ge múthe auf jenen Trost, den uns dein Sohn erworben, da er ge: storben. 8. Dich bet ich an, des To: des Ueberwinder, der du an dies sem Tag zum Heil der Sunder, die, fern von Gott, in To: desschatten saßen, dein Grab ver. lassen. 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erde. Gieb, daß er immer heiliger mir werde. Lob sey, Ertöfer, deinem groBen Namen auf ewig. Amen! Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. 2. Dich rühmt der Lobgefang 319. Gott sey Preis und Dank der Himmelsheere. unser Tempel schallt von deiner Eh re. Laß Aller Rob, laß das Gebet von Allen dir wohlgefallen! denn nun haben wir vernoin: men, was die Sünder selig macht, Gottes Wort, den Trost guten Werken unsern schwachen Slauben stårken. nause mich, die Stätte zu begrüßen, wo Dür: stenden des Lebens Bäche flie: ßen, und wo dein Heil von der Erlösten Zungen froh wird be: fungen! 2. Unser Gott erhört Gebet, giebt uns seinen Bateriegen; wer nur seine Wege geht, findet Heil auf seinen Wegen. Last uns denn, ihm zu gefallen, fröh: lich seine Wege wallen. 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden. Mein Geist foll sich auf Gottes Auen weiden. Sein heil'ges Wort, das seine Boten lehren, das will ich hören. 5. Mit Andacht will ich, Höchster, vor dich treten. Ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir be: ten; und willst, was wir zumi wahren Heil begehren, uns gern gewähren. o 3. Seine Liebe müsse sich im mer mehr uns offenbaren, und die Seinen väterlich vor der Sünden Luft bewahren, daß wir uns von ihm nie trennen, ihn bis in den Tod bekennen. 4. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang, unsre Werke! segne jeden in der Noth Bom offentlichen Gottesdienst. 193 Noth mit Geduld, mit Troft| Mel. Wer nur den lieben! Gott zc. und Stärke, daß wir, feines 322, Wie lieblich ist doch, Erben, ihm nur leben, ihm auch sterben. Stätte, da deines Namens Ehre wohnt! O gieb, daß ich sie gern betrete, weil ja dein Segen die belohnt, In voriger Melodie. 320. hier, dich anzubeten. Laß uns doch ohn Andacht nicht, nicht ohn Ernst dein Haus betreten; gieb uns Kraft dich zu vereh ren, dir zu flehn, dein Wort zu hören, err, vor deinem und dir des Herzens Andacht weihn. 2. Wohl dem, der dich in deiner Hütte, Gott, zu verehren, Ernst beweist! Du hörst sein Lob und seine Bitte, und stårkft mit neuer Kraft den Früchte Geist, daß er auf deiner Wahr: göttlicherheit Bahn rechtschaffen vor dir unsre Seelen wandeln kann. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen, wenn mans nur recht zu Herzen nimmt. giebt uns Troft auf finstern Wegen, die du zu unserm Heil bestimmt. Es giebt im Kampf uns Muth und Kraft und dâmpfet jede Leidenschaft. 4. Gott, laß auch mir dein on In eigener Melodie. and 321, Liebster Jesu, wir sind hier, um dein göttlich Wort zu hören. Gieb uns Andacht und Begier nach der Wahrheit sel'gen Lehren, daß die Herzen von der Erden ganz Untlig scheinen! dein Festtag bring auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heil'ger Ståtte bin. Laß dir das Lob, das wir dir weihn, ein angenehmes Opfer seyn. 5. Ja, du bist Vater deinen zu dir gezogen werden. Frommen; du Herr, giebst ih2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umge= ben. Mache du uns das bekannt, was uns dient zum frommen Leben. Gutes denken, Gutes üben, kommt von deines Geistes Trieben nen Gnad und Ehr. Und wer nur erst zu dir gekommen, dem fehlt das wahre Glück nicht mehr. Was du verheißest, hältst du fest. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! 2. Laß das Wort, das hier erschallt, viele bringen, und gute mit Gewalt tief in dringen; laß es unsern Sinn erneuen, und des Irrthums Nacht zerstreuen. ung d 3. Mach uns so dein Wort bekannt, daß wir seine Vorschrift üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben; daß kein Leid und keine Freude uns von die fer Liebe scheide. 3. Deiner Wahrheit reines Licht, leuchte jegt auf unsern Seelen, daß wir ihrem Unterricht folgen, und das Gute wäh: 8) Von der christlichen Gefinnung gegen Jefum. Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu zc. Erldfer, nur von dir fann len. Lenke du Gebet und Gebre 323. Herr, men de uns zum Heil dir zur Ehre. N ich 194 Von der christlichen Gefinnung gegen Jesum. ich mir Hülf erfleben. Ver: lost bin, Gottes Sohn, durch nimm mein Seufzen, eile mir, dich vom schnöden Dienst der mein Helfer, beizustehen! Des Sünde. Gelobt sey Gott, ich wahren Glaubens Kraft und bin's gewiß. Hilf mein, Erret Licht, das selige Bestreben, ter, daß ich dies bis an mein dir zu leben, und Muth zu die- End empfinde. bil ser Pflicht: das wollest du mir geben. 2. Du haft dein göttliches Gebot mir tief ins Herz ge: schrieben: Von ganzer Seele soll ich Gott, wie mich, den Nächsten lieben. Wenn ich nach deinem Worte thu, so hab ich 1910e st 2. In dieser so verderbten Zeit, des Leichtsinns und der Sicherheit wach über meinen Glauben! Du Freund der Menz schen, wache du, daß keine 3weifel meine Ruh und mei nen Troft mir rauben. man schon bienieden großen Frieden; und welches Heil hast du den Frommen dort beschieden! 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir ent: reißen; denn du bast deine Se= ligkeit den Treuen nur verhei: Ben. Doch könnten wohl durch ihre Müh fie, solche zu verdie: nen, sich erkühnen? Kus Gna: den schenkst du sie, und du er: warbst sie ihnen. 4. Freund meiner Seele, du bist ihr ein Weinstock, sie dein' Nebe. Beuch sie dir nach, daß sie zu dir sich von der Welt er hebe! Ja, laß mich, wenn ich sterben soll, auf deine Gnade bauen, die vertrauen, und dann dort freudenvoll dein Antlig ewig schauen. 5. Ich kämpf, ermatt und strauchle oft. Erbarme dich des Schwachen, der nur auf dich in Demuth hofft; du kannst mich mächtig machen. In jeder Kümmerniß laß mich bei dir, Herr, Zuflucht finden, Troft empfin: den, und dann zulegt durch dich in allem überwinden. Mel. Kommt her zu mir, 2c. 324, weiß und bins I 3. Den Spott der Frevler über dich und deinen Tod am Kreuz laß mich, wie ers ver dient, verachten. Mit defto stårkerer Begier laß meine Seele, Herr, nach dir und deinem Reiche trachter. 4. Wenn mir die Welt Gele: genheit zur Sünde giebt, zur Eitelkeit und zu verbotner Freude; so dampfe du in mei: ner Brust die aufgeregte böſe Lust, daß ich fie standhaft meide. dow Box 5. Ich möchte sonst, durch sie verführt, die Sünde, die den Tod getiert, mich übereiten lassen; mich dann aus Sün denlust vergehn, und deiner Wahrheit widerstehn, ihr hel: les Licht gar haffen.mpg 10120 6. Wenn meine Freudigkeit zu dir, mein Glaub und meine Hoffnung mir, o Gott, entrif fen würde; so würde nichts mich mehr erfreun, die Welt mir trüb und traurig seyn, mein Leben eine Bürde 7. Nach deinem Himmel würd ich nicht mit Freud und Trost im Angesicht, mit See lenwollust feben; dann hätt ich für ihn keinen Sinn; dann wär die frohe Hoffnung hin, zu ihm daß ich er: einst einzugehen. 8. Gewis: Von der christlichen Gesinnung gegen Jesum. 195 8. Gewiffensschrecken wür| schwach, den ganzen Rath der den mich, der ich vom Pfad des Gottheit zu entdecken, nehm Guten wich, schon hier zur ich dein großes Heil mit Dan Pein ergreifen und qualen- und Freuden an, und folge de volle Furcht vor dir, der Wel: getreu auf ebner Tugendbahn.ir ten Richter, sich in mir mit je dem Tage bâufen.d 6. Herr, deine Ewigkeit wird mir mehr Licht gewähren, und deine große Lieb im Schauen mir erklären. Unen. lich mein Heil. O Glaube, der er: freut! Gelobet sey der Herr, gelobt in Ewigkeit! ist 6. Der du für mich am Kreuze ftarbst, und Hoffnung mir und Troft erwarbst laß mich so tief nicht fallen! Erhalt mir meis nes Staubens Rub, und mei: nen Wandel lenke du nach deis nem Wohlgefallen. Mel. Nun danket alle Gott 2c. 325. May boch der SpotMeer lich det nes Namens schämen; ich freue mich, dein Heil, Herr Jesu, anzunehmen. Dein Kreuz ist Thorheit nur dem, der es nicht versteht, und keiner spot: tet sein, der Gottes Wege geht. 2. Du kamst, des Höchften Sohn, im Leben und im Ster: ben uns Weisheit, Kraft und Troft und Gnade zu erwerben. Du wardst der Welt ein Licht; und folg ich seinem Schein, wie weise bin ich dann! wie selig werd ich seyn! 73. Ich kann hier freilich nicht das große Wunder fassen; gesandt vom Ewigen, der Him: met Thron verlassen, die Thaten Gottes thun als eingebor: ner Sohn, und dann am Kreuz empfahn der Missetbåter Lohn. 4. Doch kann mein Herz gar wohl der Wahrheit Kraft cm: pfinden, die meinen Geist be: lebt, mich reiniget von Sün: den; doch hab ich, Herr, in dir Gerechtigkeit und Heil, und an der Seligkeit der Gottversöhn: ten Theil. S 5. Dies müsse meine Luft an dir, o Herr, erwecken. 3u Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 326. Meinen Sefum laß fich für mich gegeben. Sollt ich ich er nicht aus Dank und Pflicht an ihm hangen, ihm nur leben? Er ist meines Lebens Licht; meinen Jesum laß ich nicht. 2. Er, der Welt und mir ge fandt, uns zu lehren, uns zu retten, gab sein Leben uns zum Pfand, daß wir Gottes Gnade hätten. O wie bin ich ihm ver= pflicht't! meinen Jesum laß ich nicht. 3. Durch ein Herz voll Dank: barkeit, durch Gehorsam, den ich übe gegen das, was er ge= beut, halt ich fest an seiner Lie: be; traue dem, was er vers spricht, und so laß ich Jesum nicht. 4. So ist er mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende; ihm geb ich zum Eigen= thum, ganz mich tin in seine Hände. Er ist meine Zuversicht; meinen Jesum laß ich nicht. 5. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang und Lippen sich entfärben, mich kein Labsal mehr erfrischt, alle Sin: nen mir ersterben, und das matte Herz nun bricht, laß ich meinen Jesum nicht. N26. Dort 196 Von der christlichen 6. Dort auch laß ich Jesum nic, hange stets an seinen Blicken; denn nach dieses Lebens Müh will er ewta mich erquicken. Ewig strablt mir dort sein licht; meinen Jesum laß ich nicht. 7. Nicht nach Macht, nach Hoheit nicht, ist der Seele Wunsch und Streben. Jesum wünscht sie und sein Licht; dem allein will ich stets leben. Mich erschreckt auch kein Gericht, denn dich, Jesu, laß ich nicht. 8. Dich, mein Jesu, halt ich feft, lasse nicht von dir mich scheiden. Wehe dem, der ihn verläßt! er beraubt sich ewger Freuden. Selig! wer in Wahrheit spricht: meinen Jesum laß ich nicht. Gesinnung gegen Jefum. 4. Oft iftid mein Glaube schwach und klein; noch öfter leer an Werken; wer hilft mir auf? nur du allein, du kannst mich måchtig stärken. Das schwache Rohr zerbrichst du nicht, du löscheft aus kein glim= mend Licht; erbarm dich dann auch meiner. 5. O gieb, daß ich dein theures Wort recht tief zu Herzen fasse, daß ich mich nun und im= merfort ganz sicher drauf ver: lasse; und wenn mich gleich mein Herz verklagt, ich dennoch auf dich unverzagt, als meinen Retter hoffe. 6. Gieb, daß ich Schwacher lediglich auf deinen Beistand sebe nnd dann, mit Macht gestärkt durch dich, fest in dem Slauben stehe; mit Früchten der Gerechtigkeit erfüllet, laß mich des Glaubens Mel. Uch Gott vom Himmel 2c. Gottes Sohn 327. jubrift! Kraft beweisen. 7. Wohn in mir durch den Glauben so, o du, der Deinen Stärke! Daß ich, als dein Erlöster, froh, Herr, auf dein Beiſpiel-merke, dir nachfolg auf der rechten Bahn, und eifrig, gleich als du gethan, Gott und dem Nächsten diene. dein ist es, mir zu geben, was mir zum Glauben nüße ist, was ihm giebt Kraft und Leben; drum hilf du mir von oben her, daß ich, gestärkt je mehr und mehr, recht und beharrlich glaube. 2. Durch deine Wahrheit lehre mich Gott meinen Vater, kennen, mit freubenvoller Ebr: furcht dich, den Sohn des Höch ften nennen; gieb, daß ich dei nem guten Geist, der uns den Weg zum Himmel weist, von ganzem Herzen folge. 3. Laß mich dein großes Gnadenheil stets würdiglich bedenMel. Wie schön leuchtet der zc. ken, und mein Bemühn drauf, 328. Seſu, Jefu Gotz tes Sohn, der du wie ich Theil daran mag lenken. In dir nur find ich Troft und Ruh und ewges Heil; der Weg bist du, die Wahrheit und das Leben. 8. Insonderheit gieb mir die Kraft, daß an meinem En: de des Glaubens voll, die Pilgrimschaft mit Freudigkeit vollende. Herr, mache mich dazu bereit, daß ich der Seelen Seligfeit des Glaubens Ziel erlange. noch eh ich war, mich schon geliebt aus reinem Triebe. Vor dir ist alles sonnenklar; mein Herz ist dir auch offenbar, du weißt Von der christlichen Gesinnung gegen Jesum. weißt, daß ich dich liebe. Herz: lich such ich dir vor allen zu gefallen; nichts auf Erden kann und soll mir theurer werden. 806 2. Dies eine nur bekümmert mich, daß ich mit folcher Inbrunst dich nicht liebe, wie ich wollte. Ich selbst empfind es nur zur sehr, daß ich dich mit der That noch mehr, mein Heiland lieben sollte. Laß mich glaubig deine Güte ins Gemüthe står ter faffen, die mich ganz zu überlassen. 3. Stehst du mit deiner Kraft mir bei, so werd ich stets mit fester Treu und einzig dir an hangen. Nichts, was sonst Menschen wohlgefällt; nicht Luft der Sinne, Ehr und Geld befriedigt mein Verlangen. Ohn dich kann mich nichts von Schåßen recht ergößen und beglücken. Du nur fannst mein Herz erquicken. 4. Denn der dich liebt, den liebst auch bu, bem für Seele und sein Gewissen. Ob ihn auch manche Noth hier drückt so wird er doch durch dich er: quickt, in seinen Kümmernis fen. Endlich wird sich nach dem Leide volle Freude für ihn finden; da wird all sein Trauern schwinden. schafft bu du 5. Noch hat kein Aug es je gesehn, es kann auch hier kein Mensch verstehn und würdig genug beschreiben, was denen dort Herrlichkeit bei dir von ergeben bleiben. Was hier von dir wird gegeben, unser Leben zu ergeben, ist dagegen nichts zu schäßen. 6. Drum laß ich billig dies allein, o Jesu, meine Freude 197 seyn, diß ich dich herzlich liebe, und mich in dem, was dir ge fällt, je mehr und mehr in dies fer Welt nach deinem Worte übe; bis sich für mich jenes Le ben wird anheben, Frommen aller Trübfal sind entnommen. wo die 7. Da werd ich deine Gütigkeit, die mich schon hier so sehr erfreut, im vollen Umfang schmecken; ta seb ich in dem hellsten Licht dein gnadenvolles Angesicht, auf, immer frei von Schrecken. Woht mir! Preis dir! der mir droben aufgehoben ewae Freuden; nichts Herr, soll mich von dir scheiden. 9) Von dem christlichen Berhalten gegen uns selbst. a) Selbsterkenntniß und Demuth. Mel. Wo soll ich fliehen hin 2c. 329. u, ber kein Böſes thut! du schufft den Menschen gut; du gabst ihm Licht und Kräfte zum ſeli: gen Geschäfte, in Heiligung zu wandeln, und recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ad, wir dein Eigenthum, wie tief sind wir gefalten! wo ist ist unter allen ein Mensch ganz rein von Sünden vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied; dein belles Auge sieht auf alle alle Sünder. Da ist vor dir, Herr, keiner unschuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist unser Sinn; die Weisheit ist dabin, die uns regieren sollte, nur, waº N 3 dein gegen uns selbst. 198 Von dem christlichen Verhalten dein Wille wollte, mit freu: 3. Entzieb ich mich den Sün: denvollen Trieben zu wählen den auchuftetsoll aus rechten und zu üben. Wort Gründen aus wahrer From: migkeit? Oft finds die guten Triebes nicht nnFrüchte reiner Liebe, nur Früchte der Natur und Beit. dam murd bi aio 4. Der Sünden meiner Ju gend, der Månget meiner Tugend, o Herr gedenke nicht! Willst du mit deinen Knecten, wie fie's verdienen, rechten, so trifft sie alle dein Gericht. 5. Doch, wenn auch dir zur Ehre rein meine Tugend wäre, weß ist dies Eigenthum? Wer licß mich unterrichten? Wer ließ in meinen Pflichten mein Glück mich sehn und meinen Ruhm? 5. Der Sinnen Luft und Schmerz rührt leider unser Herz, mehr, als die höhern Freuden, mehr, als die größern Leiden, die wir auf Ewigkeiten felbst unserm Geist bereiten. 6. Dir folgen, dúnkt une 3wang. Des Herzens böser Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schnéder Sündenlie: be; und wer vermags zu záb: len, wie oft wir vor dir fehlen? 7. D Herr gieb uns dein Licht, daß wir, was uns gebricht, beschämt vor die erken: nen, und von dem Ernst ent: brennen, der Sünde zu entsagen, der Beßrung nachzujagen. 8. Wohl dem, der sie gewinnt! Gott, so verderbt wir sind, so willst du uns doch hei: len, und neue Kraft ertheilen, durch Chriftum schon auf Erden von Sünden frei zu werden. 9. Uch laß durch unsre Schuld uns diese deine Huld nicht freventlich verscherzen; erwecke unfre Herzen, dir nicht zu widerstreben, damit wir ewig leben. 6. Wer gab mir, dich zu lie: ben, und dein Gebot zu üben, die Luft und Freudigkeit? Wer stärkte meine Kräfte im Heili: gungsgeschäfte? Wer gab mir Muth und Sieg im Streit? 7. Du schaffft, daß ich dich wable; du rufft mich, wenn ich feble auf rechten Weg zurück; du ziehst mich ab von Sünden, und lässt mich Gnade finden, und giebst zu meiner Beßrung Glück. 8. Sollt ich mich deß erbe: Mel. In allen meinen Thaten 2c. ben, was du mir, Herr, gege: ben? hab ich zum Lohn ein Recht? Könnt ich auch alles üben, was du mir vorgeschrie: ben, wer bin ich? ein unnüßer Knecht. 330. Gieb, Gott, wenn ich dir diene, daß ich mich nicht erfühne, darüber stolz zu seyn. Wer kann bei feinen Werken, wie oft er fehlet, merken? wer ist von Mängeln völlig rein? Mel. Nun danket alle Gott 2c. 2. Such ich stets deinen 331. Her err, der du alles als giebst, von dem Willen so eifrig zu erfüllen, es dein Wort gebeut; trag ich der Tugend Bürde, aus Kennt: niß ihrer Würde, auch immer mit Zufriedenheit? ich alles habe; was ist mein Stand, mein Glück und jede gute Gabe? Es ist nicht mein, es ist ein unverdientes Gut. Darum d) anuSelbsterkenntniß Darum bewahreisimich.E vor Stolz und Uebermuthuo 2. Wenn ich med vielleicht der Welt mébronals mein Nachfter, nuge, und wenn ich mehr Ber: stand, als der besigt, besige, bin ich drum mehr, als er? beides kommt von dir, Ber: stand und Tüchtigkeit, und du erhältst es mir.m 0913. Wenn mir ein größres Glück nach deinem Rath begeg= net, und deine Gütigkeit mich mehr, als andre, segnet, giebt diefe deine Huld mir wohl zum Stolz ein Recht? bin ich darum nicht auch, was andre find, dein Knecht? hit 4. Wenn ich geehrt und groß in hohen Würden stehe, und andre unter mir im kleinern Glücke sehe, wer machte sie gering, und wer erhöhte mich? Ist nicht mein Nächster oft viel würdiger, als ich? Mel. Ein Låmmlein geht 2c. 5. Wie könnt ich o Gott, des Guten überheben? 333. Wenn ich, o Gott, von dir geführt, Was ich befit, ist dein; von dir hab ich mein Leben, und was ich Gutes thu, dazu giebst du Gedeihn. Drum laß mich ewig fern von Stolz und Hochmuth seyn. Mel. In allen meinen Thaten 2c. 332. as ich nur Gutes deine milde Gabe, du Vater alles Lichts! Mein Dasein und mein Leben ward mir von dir gege: ben; und ohne dich vermag ich nichts. und Demuth. 199 3. Das Glück, deß ich mich freue, schaffst du nach deiner Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordnest unsre Tage, ihr Glück und ihre Plage, nur so, wie dir es wohlgefällt. 4. Collt ich mich denn erhe: ben, wenn mir in diesem Leben viel Gutes widerfährt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß tu mich vorgezogen? Bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe der Huld, Herr aller Dinge, die du mir haft erzeigt. Olaß michs nie vergessen, wenn sich mein Herz vermessen zum Stolz und Eigendünkel neigt. 6. Das nüßlich anzuwenden, was du mit Baterhånden mir gütig zugewandt, gehorsam dir zu werden; das sey mein Fleiß auf Erden; dazu gieb Demuth und Verstand. N auf deinen Wegen wandle; wenn ich durch deinen Geist re: handle; wenn mir mein Herz giert nach deiner Vorschrift das Zeugniß giebt, daß meine Seele mehr dich liebt, als alles Gut auf Erden; so laß durch Stolz und Sicherheit mich dei= ner Huld und Gütigkeit doch werden. 2. Wie leicht erliegt ein fich)= rer Sinn, bekämpft durch seine Lüfte; sieht ruhig auf Sefahren bin, wovor er zittern müßte! Vollkommen glaubt er schon zu 2. Sowohl Verstand, als| seyn; denkt, diese Sünde sey Kräfte zum nüßlichen Geschäf: nur klein, und jene Pflicht nicht te, hab ich aus deiner Huld. wichtig. Nun ist er seinem Fal: Dein ists, wenn gute Thaten le nab, fällt unvermerkt, und dem Vorsaß wohl gerathen; ich glaubt noch da, er wandle fest bin allein an Fehlern schuld. und richtig. 4 3. Co Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 200 3. So schwach ist, Herr, der Mensch! so bald zur Sünde fortgeriffen! fein Eifer wird gar leichtlich kalt, nachgebend sein Gewissen. Weh ihm, wenn er vermessen ist, wenn er, wie schwach er sen, vergißt, in sich nur Stärke siehet! Der Irrthum und die Sinnlichkeit besiegen ihn in jedem Streit, wenn er nicht flüglich fliehet. 4. Wer selbst sich, Gott vor dir erhöht, kann nicht vor dir bestehen. Wer seine Niedrig: keit gesteht, nur den wirst du erhöhen. Veracht ich 2ndre ne: ben mir, so mißfällt meine Zugend dir, wie groß ich sie auch finde. Mein Glaube hat da keinen Werth. Nur dem, der demuthsvoll dich ehrt, giebst du seine Sünde. ver: 5. Drum lebre mit Behut: samkeit auf meine Bahn mich schauen, und niemals aus Ver: messenheit auf meine Kräfte bauen. Wenn wo Versuchungen mir drobn, so zeige sie von fern mir schon, daß ich mich zeitig růste. Aufmerksam mache meinen Blick auf diese Welt, auf Zeit und Glück, und auf die Macht der Lüste. 6. Du weißts, zum Guten, Herr, bin ich nur öfters kalt und tråge. Mein tåglich Strau: cheln reize mich zu gehn auf ebnem Wege. Find ich mich auf der rechten Bahn, so gieb, daß ich, so gut ich kann, bei jedem Schritte wache. Bewahre mei nen Fuß, das nicht Stolz und vermeßne Zuversicht zu mir mich fallen mache. 7. Mein Glaube, meine From: migkeit, und was ich an mir habe von Tugend und Rechtchaffenheit, ist alles deine Ga: be. Ich bin nur Staub, den du erschufft, den du begnadigst und berufft, in deinem Reich zu le: ben. Laß mich, entfernt von Stolz und Wahn, mit Demuth deine Gab empfahn, und dir die Ehre geben. 8. So werd ich, Gott, von dir geführt, auf deinen Wegen wandeln; durch deinen guten Geist regiert, nach deiner Vorschrift handeln. Ich werde nicht durch Sicherheit, durch Stolz und durch Vermessen: heit von deiner Rechten weichen. So bleibt auch deine Gnade mir, und ich werd, unterstügt von dir, des Glaubens Ziel erreichen. Mel. Wer nur den lieb. Gott 2c. 334, er bin ich? welche wichtge Frage! Gott, lehre sie mich recht verftehn! gieb, daß ich mir die- Wahrheit sage, um mich, ſo wie ich bin, zu sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Wahrheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von deiz nen Hånden; du schufft mich, Gott, zu deinem Preis; dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein våterlich Geheiß. Doch leb ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich soll, zu deinem Rubm? 3. Ich bin ein Christ nach dem Bekenntniß; doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne selbst mir das Verständniß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewie: fen, geb, und ob ich fest im Glauben steh. 4. Du kennest unsers Her zens Tiefen, die uns selbst un: ergründlich sind: drum laß mich Selbstliebe und Sorge für die Seele. 201 mich oft und ernstlich prüfen, daß ich nicht mein Glück vers ob ich sey Christo gleich gefinnt. Befreie mich vom fal: schen Wahn, der auch den Klugften täuschen kann. fehle, und selbst das Verder= ben wähle. 5. Nie ist wohl, der bei at: lem Wissen des Herzens Zu stand sich verheelt, auf wahre Besserung beflissen, er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selber kennen ist Ver: stand. Drum mache mich mit mir bekannt.bit 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir! Hab ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nicht verlier. Erleuchte mich mit deinem Licht, so tauschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich jetzt von dem fichern Pfade, der mich zum Le ben führt, noch fern, so wecke mich durch deine Gnade, daß ich ihn ernstlich suchen lern. Gieb mir zur Beßrung Lust und Kraft; du bists, der beides in uns schafft. 8. Ich muß es einmal doch erfahren, was ich hier war und hier gethan. O laß michs nicht bis dahin sparen, wo Reue nichts mehr helfen kann. Hier mache mich zum Himmel klug, und frei vom schnöden Selbst: betrug. b) Selbstliebe und Sorge für die Seele. 2. gen Hilf mir, die mir schuld Pflichten recht verstehn, und mit Bedacht auf das mein Bestreben richten, was wahrhaftig glücklich macht. Wer dir, o du Höchfter, lebt, und dir zu gefallen strebt, der nur kennt der Seele Adel, der nur liebt sich ohne Tadel. 3. Doch wie oft und leicht verführet Eigenliebe unser Herz! durch den äußern Schein gerühret, wünscht es Freud, und wählt den Schmerz; sucht und findet niemals Ruh, hofft sie, und kommt nie dazu, weil es sich verliert in Dingen, die kein wahres Glück uns bringen. 4. Wir versäumen unsre Pflichten, von Bequemlichkeit regiert; werden, wenn wir Guts verrichten, oft von Gi gennus verführt. Nur gar fel: ten trachten wir nach dem wahren Ruhm bei dir; und wie oft feblts uns am Wollen, wenn wir Andern dienen sollen. 5. Mache, o mein Gott, in Gnaden mich von solcher Unart frei daß ich nicht zu meinem Schaden gegen mich verblendet sey. Pflanze selbst den Trieb mir ein, mich vor allem dein zu freun, auch nach Andrer Wohl zu trachten, und sie, als mich selbst zu achten. 6. Gieb mir dann auch das Vollbringen, mich zu lieben, eifrig ringen, was mir dient aß ich mich, wie ich laß nach dem mich zum wahren Wohl. Auch dem Nachften beizustehn, auf ihn, als mich selbst, zu sehn; über alles dich zu lieben: das, das hilf mir treulich üben. N 5 Mel. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 335. Daft felbft liebe, kann dir nicht mißfällig seyn; du, du pflanztest ja die Triebe tief hiezu den Menschen ein. Lenke du nur meinen Sinn auf die wahre Weisheit hin, 202 Bev dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 336. D u, dem ich meinen Geiftbefehle, mein Gott und Bater, leite mich, daß ich, zu retten meine Seele, gedente täglich, Herr, an dich, erwäge, warum du mich schufft, und einstens wie der zu dir rufft! von 2. Ein Gott, wie du, der kann nicht wollen, daß Seelen so hohem Werth nur wenig Jahre leben sollen, nur wenig! und dazu beschwert mit einem Leibe, der verdirbt, hinfällig ist, und endlich stirbt. 3. Wie? solltest du erschaffen haben Geschöpse, våterlich vers fehn mit so viel edlen Geistes: gaben, und wollen, daß sie un tergeben, dann, wenn sie end: lich sind befreit von ihres Le bens Sterblichkeit? 4. Dann, wenn sie einst mit reinern Trieben ihr Herz zu deinem Thron erhöhn, dich reiner ehren, preifen, lieben, und dich von Angesichte sehn; und dort in deinem Heiligthum voll: daß ich ewiglich soll leben, dar: um starb er zu meinem Wohl. Er lebt, er, der Gemeine Haupt; und mit ihm lebt, wer an ihn glaubt. Ja daug isto 8. Sollt ich im Sterben un tergehen, war auch mein Tod der Seele Tod; was lohnte denn, hier auszustehen so manhen Kummer, Angst und Noth? Was hielt des Jammervollen Hand zu trennen dieses Le bens Band? 6. Denn, solltest du mein Herz befeelen mit Wünschen nach Unsterblichkeit, und es mit eitlen Trieten qualen, wenns lebte nur so kurze Zeit? Nein, dies thut deine Weis: heit nicht, ohn welche nichts von dir geschicht! d bine 7. Dein Sohn bat sich für mich gegeben, nicht, daß ich hier nicht sterben soll. Nein! Bim 1993 9. Drum, Spotter, schweigt; ich bin, ich lebe; und nicht al lein für diese Welt! Gott aber, dem ich mich ergebe, und dem mein Glaube wohlgefällt, der stårke mich durch seine Kraft, daß ich nie werde zweifelhaft. 10. Gott, laß den größten Trost der Seelen, wenn nun mein Ende mir erscheint, den Troft im Tode mir nicht fehlen, ich werde dann, mit dir vereint, nach dieser leidensvollen Beit glückselig sein in Ewigkeit. Mel. Nun danket alle Sott 2c. kommner kennen deinen Ruhm. 337. Du willst es, Herr, 5. Ich fühle selber in mir Triebe, die sagen, ich soll ewig seyn; sie flößen unumschránk: te Liebe zur Ewigkeit dem Herzen ein und diese hast du mir verlicbn. Warum? weil ich unsterblich bin. abid ich mich selber liebe. Gieb, daß ich diese Pflicht nach deiner Vorschrift übe; und laß den fel'gen Trieb, mich wahren Glücks zu freun, den du mir eingepflanzt, nie mein Ver: derben seyn. 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe, und daß in allem ich dein Auge findlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Chrift, was bei: nem heilgen Rath, o Gott, entgegen ist. 3. Kein schnöder Eigennuß beherrsche meine Seele, und wenn For Selbstliebe und Sorge für die Seele. 203 wenn zu meinem Glück ich Beg| Andre, wies auch scheine, ist und Mittel wähle; dso laß nur ein beschwerlich Joch, un: mich stets dabei auf Recht und ter dem das Herz sich quâlet, Wahrheiter schaund und nie und der Ruhe doch verfehlet. mein Wohlergehn auf Undrer Nur dies Einzige giebt mir Elend baun. bi llo wahren Frieden bort und hier. 2. Seele, willst du dieses fins den, fuchs bei keiner Kreatur: laß nichts Irdisches dich bins den; Erdengüter täuschen nur. Menschenfoh Wer Unrecht liebt und thut, Nur bei dem auf Gottes Thro: erbt deinen Himmel nicht; nie ne hocherhöhten treffe mich, o Gott, dies fchreckliche Gericht! ne findest du dein wahres Heil und das allerbeßte Theil. do 4. iDeinbuFluch trifft jebes Glück, dabei die Jugend Tei: det, dabei der uber es fucht, ( Sott, de deinen Wege meidet. do 5. Sie blende mein Gemüth ber Eitelkeiten Schimmer! Die Welt mit ihrer Luft veracht doch einstlauf immer. Was hilft uns kurze Luft? Was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergänglich Gut ists, was uns glücklich macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverlegt Gewissen, nur bas kann uns allein des Lebens Last versüßen; das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit, zum größten Se: gen, nach, bis in die Ewigkeit. 7. O selig, wer darnach mit heil'gem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deine Gnade achtet! Der liebt allein sich recht, der findt schon in der Zeit die wahre Rub, und einst vollkommne Seligkeit. 8. Das sey mein 3weck, mein Fleiß; o segne mein Bemů: ben! So wird das wahre Wohl nicht meinem Wunsch entflie: hen. So liebe ich mich so, wie dir es wohlgefällt und über alles dich, mein Gott, und nicht die Welt. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 338. Gins ist Noth! o Herr, dies Eine lehre meine Seele doch! Alles 3. Dir ift auch das Glück be: las, als sie ohne zu ermüden, schieden, das Maria sich er: wie brannt ihr Herz, die Leb fromm zu Jesu Füßen saß. O ren aus der Weisheit Mund zu bdren! Sie vergaß die Welt Jesu, dich. und sich, hört und sah nur, mig an 4. Also richt auch mein Ver: tangen, mein Erlöfer, nur nach dir; deiner Wahrheit anzu: hangen, schenke Trieb und Kräfte mir! Wenn auch andre sie nicht achten, will ich sie mit Luft betrachten, und mich deines Heils zu freun, ihren Letren folafam seyn. sid 5. In dir liegt der Weisheit Fülle. Was die Seet allein be glückt, zeigst du mir und wenn mein Wille sich in deine Ord: wahrhaftig weife, mir zum nung schickt, dann werd ich Heil und dir zum Preise, lerne Gottes Rath verstehn, und den Weg des Lebens gehn. Sünden, Herr, begnadigst du 6. Mit Vergebung aller mich dann; låßest wahre Rub mich finden, daß ich fröhlich rühmen kann: Ich bin auch bei Gott in Snaden: und was könnte mir denn schaden? Mei: nes 204 Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. nes Mittlers Gütigkeit dank| 6. Dein Beifall ist das ich diese Sicherheit. do Beste, was ich mir wünschen kann; wenn ich mich des ge: tròfte, so hab ich gnug daran, wenn mir es auch an Ruhm der Welt bei allen guten Thaten, die ich verrichte, fehlt. 7. Darum sollst du mir das Eine, Sesu, und mein Alles seyn. Prüf und forsche, wie ichs meine, tilge allen Heuchel: schein. Daß ich hier schon auf der Erde durch dich gut und se lig werde, und dir treu fey bis zum Tod: nur dies Eine ist mir noth. 15 7. Nie laß mich Ruhm er: schmeicheln, der mir doch nicht gehört: nie als ein Gleisner 10 heucheln, den Menschengunst abethört. Der Tugend meinen Mel. Wenn meine Sünd' 2c. Fleiß zu weihn, und Undrer Glück zu fördern, laß mein Beſtreben 339. Herr, laß nach eitler mals geizig seyn. Gieb, daß dein Geist mich lehre, der Ehre mich zu freun, die ewiglich vor dir besteht, und mit mir von der Erde zum Himmel übergeht. 2. Nie blende mich der Schimmer des ansehns vor der Welt! denn der ist doch nicht immer ein Mensch, der dir ge: fällt, der Titel, Rang und Würden hat; und wer damit sich brüftet, ist fern vom Tugendpfad, 3. Nicht im Besit von Schäßen und Gütern dieser Zeit laß meinen Ruhm mich sehen; fie sind nur Eitelkeit, sind oft: 8. Auf dieser Bahn der Ehre erhalte meinen Gang durch deines Sohnes Lehre mein gan zes Lebenlang. Dann ist der große Vorzug mein, mich ei= nes guten Namens bei Red: lichen zu freun. mon 9. Gieb mir, o Herr, die Gnade, mich dieses Glücks zu Leit mich aufrechtem freun. Pfade, ein solcher Mensch zu seyn, den einst die Ehrenkrone schmückt, dic ewig deine Frommen in jener Welt beglückt. 100 dag Mel. Kommt ter zu mir, 2c. mals auch des Thoren Glück, 340, Herr, meiner Seele Werth, uns im Sterben, und bleiben hier zurück. 4. Laß mich in Demuth leben, wenn mich die Welt ver: ehrt, durch Stolz mich nie er heben, wenn sich mein Ansehn mehrt: und schenkst du mir der Erde Gut, o Bater, so bewah: re mich auch vor Uebermuth. 5. Dich kennen, meine Pflich ten mit Treu und Redlichkeit gewissenhaft verrichten, wie mir dein Wort gebeut, und überall mein Christenthum nach Jesu Vorbild üben, das sey mein wahrer Ruhm! den mir dein theures Wort er: klårt, laß mich mit Ernst be: denken, und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet, als ich soll, den größten Eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir ge= acht't! Welch Glück hast du ihr zugedacht! Wie viel an sie ge= wendet! Du schufft sie, Gott, dein Bild zu seyn, und haft, es in ihr zu erneun, selbst dei nen Sohn gesendet. 3. 3u groß für diese kurze Zeit, bestimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Selbstliebe und Sorge für die Seele. 205 auf Erden, durch Slauben fördert nicht mein Wohlergeund Gottseligkeit zugrößerer ben, und wird nie vor dir be: Vollkommenheit im Himmel steben. reif zu werden.joog for 4. Mit großer Treue willst du sie selbst durch des Lebens kurze Müh zu diesem Ziele fübren. O laß mich nicht durch eigne Schuld das Glück, das deine Vaterhuld ihr ausersehn, verlieren. 2. Weisheit ists, wenn unsre Seelen fich, Herr, deines Wor= tes Licht nur allein zum Zeit: stern wählen, und mit fester Zuversicht diesem Licht sich anvertraun; denn die folgsam darauf schaun, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu seyn, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zum Heil zu wählen; das sey mein Fleiß und höchster Zweck; laß mich dazu den rechten Weg aus Leichtsinn nie verfehlen. 46. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, o Gott, in mir ein Herz, das Sünden haffet, das ſeine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Gútigkeit durch Christum Hoffnung faffet. 7. In meiner ganzen Pil grimschaft laß mich, gestärkt durch deine Kraft, nach jenem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augeu stellt, und alle Güter dieser Welt wie nichts danegen achten. 8. Wie selig werd ich dann nicht seyn? Schon hier werd ich mich deiner freun, und in dir ruhig leben; und du wirst nach vollbrachter Zeit auch mich ge: wiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben. 3. Weisheit ist es, darnach trachten, recht mit sich bekannt zu seyn, sich nicht schon vollkommen achten, und den Ei gendůnkel scheun; gern auf seine Fehler sehn; reuvoll fie vor Gott gestchn; eifrig stets nach Beßrung streben, und doch nie sich stolz erheben. 4. Weisheit ist es, Chri stum ehren; seiner Mittlers: huld vertraun; ſo auf seine Stimme hören, und auf sei: nen Wandel schaun, daß man falsche Wege flieht, und mit Eifer sich bemüht, seinem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. 5. Weisheit ist es, alles mei: den, was mit Reu das Herz be= schwert, und sich hüten vor den Freuden, die der Sündendienst gewährt; eitten Ruhm, der bald verblüht, Luft, die im Genuß schon flieht, nicht für wahre Wohlthat achten; nur nach bessern Gütern trachten. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 6. Weisheit ist es, Gottes Gnade sich zu seinem Ziel er: 341. Lehre mich, Herr, sebn, und auf seiner Wahrheit recht bedenken, was wahrhafte Weisheit sey; mei nem Fleiß darauf zu lenken, ste: be mir aus Gnaden bei. Denn die Klugheit, so die Welt ohne Grund für Weisheit hålt, Pfade diesem Glück entgegen gehn; gern nach Gottes Wil: len thun; froh in seiner Fügung rubn, und wenn Leiden uns beschweren, hoffend mit Gebuld ihn ehren. 7. Weis: Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 206 7. Weisheit ist es, stets be denken, daß wir hier nur Pil: ger sind. Wunsch und Hoff nung dahin lenken, wo die Seele Rube findt; seine Augen uuverwandt nach dem ew: en Baterland richten, und sich man gefällt, o Gott, darüber mei den, was bulf es mir? Nie kann die Welt mit Allem, was sie in sich hålt, mir dei ne Gnad erseßen.m as 731 5. Was führt mich zur Zus friedenheit schon hier in dieſem und Kleined, Freudigkeit in Noth, im Tode geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glick, nur Friede Gottes und ein Blick auf je nes Lebens Freudengid 6. Nach diesem Herr, laß mich vor allen Din= gen trachten, und was mir dars an hinderlich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht dereinst besteh, sey meine 2018 größte Sorge. 7. Doch was vermag ich, wenn du nicht vor Trägheit mich beschügeft, und mich zur Treu in dieser Pflicht mit Kräf ten unterstüşeft. O starke mich, mein Gott, dazu, so find ich einzugebn, muß reines Herbier schon wahre Rub, und dort das ewge Leben. Kadicijus zens werden. Lebensbahn auf feine Sünden 343.26 fehlt, der bitte idee 2. Erst an dem Schluß der Mel. Von Gott will ich nicht zc. em Weisheit seben, und wenn man nicht mehr sünd'gen kann, zu Gott um Gnade fleben, das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, p Gott, dein Unterricht in dei: nem Wort bezeichnet. von Gott, der Weisheit bat; er leitet unsre Schritte durch feines Geiftes Rath. Wer ruft mit Ernst zum Herrn, dem das nicht wird gewähret, was er von ihm begehret? Er hört be at th ihn und giebt gern. 3. Du rufft uns hier zur Hei: ligung. mDrum laß auch hier auf Erden des Geiftes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stårke mir dazu den Trieb; nichts fey mir je so groß, so lieb, mich davon abzuwenden. 4. Gewonn ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freu: en, und sollte das, was dir droben lebt, zu leben. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, Höchfter, unser bestes Theil; die von ihr geleitet wer: den, deren Wen it Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir; Gott, verleihe sie auch mir! Laß sie mich zu al: len Seiten auf den Weg des Friedens leiten! Mel. Es ist das Heil uns zc. 342. Nach meiner Seelen Seligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? wie würd ich) einst vor dir bestehn? Wer in dein Reich wünscht 2. Gieb, Vater meiner Vå ter, mir einen weisen Sinn; du giebst die Uebertreter in ihren Sinn dabin. Ich aber wünsche mir ein Herz, das dich nur lie bet, und was du forderst, übet: das wünsch ich mir von dir. 3. Der Leib beschwert die Seele; wie leicht verirr ich mich, Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter 2c. mich, wenn ich mein Glück mir wähle, nicht unterstügt durch dich. Durch jeden Schein ver: führt, wähl ich mir falsche Gü: ter, wenn, o mein treuer Hüter, mich nicht dein Rath regiert. Kaum weiß ich, was auf Erden mir gut und beilsam ist; wie kann ich selig werden, wenn du mein Licht nicht bist? Beigst du mir nicht den Pfad; so werd ich mich verlieren auf Wege, verführen zu schnöder Miffethat. die 5. Doch du, o Herr bist wei: fe; was dir, mein Gott gefällt, ist gut und dir zum Preise bezeuat's die ganze Welt! denn lenkt sie nicht dein Ruf zu einem großen Biele, zum selig sten Gefühle der Güte, die uns schuf? 300 6. Wenn deine Meere toben, und du gebeutst nur: rubt! so hoch sie sich erhoben; legt sich gleich ihre Wuth. So rub, wenn böser Lust Empörung in mir wüthet, so bald dein Ruf gebietet, der Aufruhr meiner Brust. 7. Ach, leite du mein Leben! dir sey es ganz geweiht. t. Mein einziges Bestreben sey, was dein Rath gebeut! Dann bin ich weis und klug, dann thu ich recht auf Erden; dann werd ich felig werden; dann, Gott, hab ich genug. c) Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter desselben. 207 und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh ich demuthsvoll zu dir, o schaff ein reines Herz in mir. 2. Die Bollust kürzet unsre Tage, fie raubt dem Körper seine Kraft, und Armuth, Seuchen, Schmerz und Plage sind Früchte dieser Leidenschaft. Der baßt sich selber, der fie liebt und sich in ihre Fesseln giebt. ad Inter 3. Sie raubt dem Geifte Muth und Stärke, schwächt den Verstand, der Seele licht; fie raubt den Eifer edier Werke und Ernst und Lust zu jeder Pflicht. Sie führt Neu und Gewissensschmerz in das ihr hingegebne Herz. ihrer des und 4. Der Mensch sinkt unter Bürde zur Niedrigkeit Thiers hinab; er schåndet entehrt die Würde, die ihm sein weiser Schöpfer gab; vergißt den Zweck, dazu er lebt, weil küften strebt. er nach niedern 5. So schimpflich sind der Wollust Bande. Schon vor der Welt sind sie ein Spott; fie sind vor dem Gewissen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! der Easter klav entflieht dir nicht; du forderst ihn vor dein Gericht. 6. Du übergiebst den dem Verderben schon bier, der seiz nen Beib entweibt; und nie wird deinen Himmel erben, wer sich unreiner Lüfte freut. Laß mich vor ihrer Lockuna fliehn, und keusch zu seyn mich 1991 ចង់ ដែរ Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. stets bemühn. 344. Der Wollust Reiz zu widerstreben, laß, Höchster, meine Weisheit seyn. Sie ist ein Gift für unser Leben, 7. Gieb, daß ich allen bd: sen eüften mit Muth und Nachdruck widersteh; und stets, da: wider mit zu rüsten, auf dich, Alge: Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. Allgegenwärtger, seh. Denn, flöße selbst Geduld mir ein. wer dich, Gott, vor Augen hat, flieht auch verborgne Mis ſethat. Gieb frohen Muth und dann verleih, daß auch des Arztes Rath gedeih. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 345. Des Sibes warten übertreibe, was auf des Kör7. Doch gieb, daß ich nicht pers Pflege zielt, und fiets in das ist, o Schöpfer, meine jenen Schranken bleibe, die dein Gebot mir anbefiehlt. Pflicht, durch eigne Schuld ihn zu zerstören, verbietet mir Des Leibes Wohl laß nie allein dein Unterricht. Ostebe mir das Ziel von meinen Sorgen seyn. mit Weisheit bei, daß diese Pflicht mir heilig sey. 2. Sollt ich, o Herr, geringe schagen, was deine Hand mir anvertraut? Den wundervol len Leib verlegen, den du, als Schöpfer, selbst erbaut? Weß ist mein Leib? Er ist ja dein; follt ich denn sein Zerstörer seyn? 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sey meinem Geiste, Gott, geweiht, daß er zum Him: mel weise werde noch hier in dieser Prüfungszeit. So wird sich Leib und Seele dein in alle Ewigkeit erfreun. 208 3. Ihn zu erhalten, zu be: schügen, giebst du mit milder Vaterband die Mittel, die dazu uns nügen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein; wie sollte sie denn mir es seyn? 4. Gesunde Glieder, muntre Kräfte, wie viel sind die, mein Gott, nicht werth! Gelingen des Berufs Geschäfte, wenn Krankheit unsern Leib be: fdwert? Gesundheit und ein beitrer Muth sind für uns ein unschågbar Gut. 5. Drum gieb, daß ich mit Sorgfalt meide, was meines Körpers Wohlfeyn stört, daß nicht, wenn ich in Krankheit Leide, mein Geist den innern Vorwurf hört: du selbst bist Stdrer deiner Rub, du zogst selbst dir dein Uebel zu. 6. Laß zur Bewahrung mei: ner Glieder und Sinnen mich stets achtsam seyn, und drückt mich eine Krankheit nieder, so 346. Duct, gern FreuMel. Nun danket alle Gott 2c. der so be den uns bereitet, wie selig, wer, von dir an Vaterhand gelei tet, nur dann sich glücklich fühlt, wenn er zu dir sich hält, und jede Lust verschmåht, die dir, o Gott, mißfällt. 2. Wie felig, wenn sein Geist zu dir, durch den er lebet, durch den er denkt und wählt, sich oft und gern erhebet; wenn er die Freude kennt, mit dir allein zu seyn, erstaunt sich deiner Macht und deiner Huld zu freun. 3. Wie felig, wenn er selbst der Erde kleinre Freuden mit Maaß und Weisheit wählt! Ihr Uebermaaß wird Leiden. Nach arbeitvoller Müh' ist schuldlos ihr Genuß; wer nur der Freude lebt, fühlt Eckel und Verdruß. 4. O gieb, Ullgütiger, gieb, daß auch meine Seele, wenn sie nach Freude strebt, nie jene Freuden wähle, die endlich doch gereun. Es schlage meine Bruft, Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter zc. 209 Bruft, vom Eiteln unverführt, Schweiß beneßt; genug, daß nur für die reinre Luft. du mich selbst in den Beruf gefegt. 5. Laß meine Tag mich durch eitles Spiel nicht tödten, nie vor der Jugend mich bei meinem Scherz erróthen. Nach treu vollbrachter Pflicht darf ich der Ruh mich freun, doch keinen Augenblick des Lasters Freuden weibn. 3. Bewahre nur mein Herz von eitten Nahrungssorgen. Gieb mir mein täglich Brod, und sorge selbst für Morgen. Laß mich an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuversicht in deiner Fügung ruhn. 6. Bernunft und Tugend sey Gefährtin meiner Freuden. Dem Schwelger laß mich nie sein kurzes Glück beneiden. Was mir an Feichthum fehlt, erses Zufriedenheit; der frob. fte Sinn wobnt stets bei stiller häuslichkeit. 4. Ach fördre, großer Gott, die Werke meiner Hånde, hilf mir bei meinem Thun, im Anfang und am Ende. Laß mich, bei meiner Last, auf jenen Sabbath jebn, da wir, nach treuem Fleiß, in deine Ruhe gehn. 7. Der Tag der Fröhlichkeit sey niemals ganz verloren. Ich ward zum Dienst der Welt, zum Spielwerk nicht geboren. Erholung sey er mir; es stärke fich mein Muth, des Guten mehr zu thun, so oft ich ausge: ruht. 8. Nie laß durch meine Lust den årmern Bruder leiden. Der Tag der mich beglückt, fey auch ibm Tag der Freuden. Ist er verlebt, wobl mir, wenn er mich nie gereut; nie scheid' er ohne Dank für den, der mich erfreut. 347. Die Pflicht: zur Mel. Nun danket alle Gott 2c. u hast uns, Herr, Arbeit auferleget, und Fleiß in dem Beruf uns ernstlich einge: pråget. Der tråge Müssiggang ist dir, o Gott, verhaßt; durch ihn sind wir uns selbst, und Undern nur zur Last. 2. Zu deiner Ordnung, Herr, mich willig zu bequemen, will ich mein Tagewerk mit Freuden auf mich nehmen. Wird gleich mein Augesicht mit sauerm Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 348. Er eilt, der leste von bier lebest, Mensch, herbei; ers den Tagen, die du kauf die Zeit, und statt zu klagen, sie sey zu kurz, gebrauch sie treu. Nimm mit erkennt: lichem der Gemüth Stunde wahr; sie flieht. nahen nigkeiten verlierst du deines 2. Getäuscht von eiteln Klei: Lebens Zweck, verschiebst dein Heil auf ferne Seiten, und wirfft so sicher Jahre weg. Bist du, zu fühner Sterblicher, des nächsten Augenblikkes Herr? 3. Einst Ewigkeiten zu besigen, dazu sollst du des Lebens Beit, als deine Saatzeit, weislich nůßen, und thun, was dir der Herr gebeut; er ruft, o Mensch, dir freundlich zu: Sieb, Eins ist noth! mas sau: mest du?. 4. rum eil, errette deine Seele, und denke nicht: Ein andermal! Sey wacker, bet und überzähle der Erdentage kleine 210 Von dem chriftlichen Verbalten gegen uns selbst. kleine Zahl. Gefeßt, dein Ende war auch fern; sey fromm und wandle vor dem Herrn. 5. Mit jedem neugeschenk: ten Morgen erwerke dich zu dieser Pflicht. Spricht: Dir, o Gott, ist nichts verborgen; ich bin vor deinem Angesicht, und will, mich deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn. 6. Erleucht und stårke meine Seele, weil ohne dich sie nichts vermag. Du schenkst, daß ich mein Heil erwähle, aus Gnaden mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, die deine Langmuth mir gewährt? 7. Wohl mir! wenn ich aus allen Kräften nach wabr.r Weisheit hier gestrebt, in gott: gefälligen Geschäften die Pil gertage durchgelebt, und einst im Glauben sagen kann: Du nimmst mich, Herr, zu Eh: ren an. 8. Mein sprachlos Flehn bei meinem Ende hörst du dann, Herzenskündiger; in deine treuen Vaterhånde befehl ich meinen Geift, o Herr! Er schwingt sich über Grab und Welt zu dir, wenn seine Hütte fällt. gefällt; mich von der Sünde zu befrein, laß meine erste Sorge seyn. 4. St.hts erst mit meiner Seele wohl, dann lebre mic) auch, wie ich soll auf meines Leibes Wohlergehn mit wahrer Christenweisheit sebn. 5. Dich ruf ich an, verlaß mich nicht! du weißt ja wohl, was mir gebricht. Was du willst geben, gieb du mir, und dann Zufriedenheit mit dir. 6. Mit Beten geh ich an mein Werk, gieb du dem Leibe Kraft und Stärk; mit dir fang ich die Arbeit an, durch den ich sie vollenden kann. 7. Erleichtre mir der Arbeit Last; laß mich, wie du befoh len haft, das thun, was meis nes Standes ist; erfreut, daß du mein Helfer bist. 8. 3u dir hoff ich voll Zuver: ficht, du werdest meinem Fleiße nicht dein segnendes Gedeihn entziehn; vergebens ist sonst mein Bemühn. 9. Du machst die dürren Berge naß, du kleidest Blu: men, Laub und Gras; für dei ne Sorg ist nichts zu klein; du wirst auch mein Versorger seyn. 10. Verstund ich nur nach deinem Sinn, so lang ich noch auf Erden bin, mit deinen Gaben umzugehn! wie wohl würd es dann um mich stehn! 11. O mache mich dazu recht treu, daß ich dir thatig dank: bar sey! Hilf, daß ich sorge, wie ich soll; ja sorge du, so geht mirs wohl. Mel. Herr Jesu Christ, dich 2c. 349, Gott, beffen Hand die Welt ernährt, und jedermann sein Theil gewahrt, laß deinen Segen auf mir ruhn, und mich mein Werk mit Freuden thun. 2. Du sorgft für mich, doch so, daß ich auch sorgen soll, zu thun, was mich dein offenbarer Wille heißt. Dazu verleih 350. Germonen ſchafft, Mel. Es ist das Heil uns zc. ott ists, das mir deinen Geist. 3. Hilf, daß ich stets in die das Gute zu vollbringen; er ser Welt so lebe, wie es dir giebt zur Arbeit Muth und Kraft, Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter 2c. 211 Kraft, und läßt sie wohlgelin-| fen andern Morgen? Ach, Ungrn. Was man mit ihm nur zufriedne machen ihrem Herzen unternimmt, wird, wenns mit vergebens Schmerzen. feinem Billen stimmt, nicht vyne Fortgang bleiben. 2. Wer über alles sich bestrebt, vor ihm gerecht zu wer: ben, und tren nach seinem Willlen lebt, dem giebt er auch auf Erden vom Zeitlichen mit milder Hand so viel, beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wahrhaftig nůßet. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn; und krönt er sie mit Gnaden, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunst ihnen schaden? Mit seinem Schuß bedeckt er sie, und segnet, bei des Lebens Müh, ihr Herz mit Troft und Hoffnung. 4. Drum aieb, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut; nach christlicher Rechtschaffenheit laß mich vor allem trachten. 5. Laß Müssigang und Trågheit mich, als dir mißfällig, meiden; und hilf, daß ich, gestårkt durch dich, voll Muth, mit Luft und Freuder in meinem Stand geschäftig sey. Dein Segen krone meine Treu, daß sie auch andern nüße. 6. Sey überall, mein Gott, mit mir! Die Werke meiner Hånde befehl ich, Allerhöchster, dir: hilf, daß ich sie vollende zu deines großen Namens Preis, daß mir die Frucht von meinem Fleiß in jenes Leben folge. Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 351. Gott forgt für uns, was helfen bange Sorgen für den noch ungewis: 2. Es ist umsonst; wir wer: den nichts erzwingen, wenn wir auch Nächte durch mit Kummer ringen, und noch so früh mit ångstlichen Geschäften den Leib entkräften. 3. Mein Glück beruht, o, Gott, auf deinem Segen; ver= trau ich dir, und geh auf deinen Wegen so wirst du mir, auch ohne Sorg und Kränken, was nuget, schenken. 4. Bin ich getreu mit dem verliehnen Pfunde, und barr ich nur der rechten Segensstunde, so kommt sie, und dann werden meine Thaten mir wohl ge rathen. 5. Drum fördre selbst die Werke meiner Hånde; geseg= net sey der Anfang und das Ende! so wird gewiß, was mir zu thun gebühret, glücklich vollführet. 6. Hilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen, und dann mein Herz mit frober Hoffnung stil: len. Erlang ich nur, was du, Herr, mir beschieden, bin ich zufrieden. 7. Kann ich den Leib auch nicht, wie Reiche laben, ver: sorge nur den Geist mit jenen Gaben, die mehr, als alles Jrdische, erquicken, und stets beglücken. 8. Hier hab ich genug. Laß mich nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgutter kommen! so wird mein Wunsch, den irdisch Gut nie stillet, dort ganz erfüllet. Met. Jefus, meine Zuversicht zc. 352. HEwigkeit, gieb err der und D2 doch 212 Von dem chriftlichen Verhalten gegen uns selbst. doch, daß ich bis ans Ende, so,| führen, und, wie es dein Wort wie mir dein Wort gebeut, verbeißt meinen Wandelso klüglich meine Zeit verwende, regieren daßich Gutes bier die mir noch dein weiser Rath ausstreu, und mich dessen ewig freu. auf der Welt beschieden bat 20 mig in 2. Bie ein Traum, so senell Mel. Nun danket alle Gott 26. entfliehn Jahre, Zeiten, Jag 353. Laß mich doch nicht, Tag' womit D Leag Gott, den dieser Erden so meine Neigung weihn, daß sie mein Abgott werder! Oft fehlt beim Ueberfluß doch die Zufriedenheit; und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit? dnu o 2. Kann ein vergånglich Gut auch unsre Wünsche stillen? Es steht ja sein Besig nicht bloß in unserm Willen; nicht fiets wirds dem zu Tbeit, der ångst: lich darnach ringt; und schnell verlierts oft der, dem sein Bemühn gelingt. und wir uns temibn, ist mit ihnen nicht verschwunden. Der Ver: geltung Ewigkeit folgt auf diese Arbeitszeit. 3. Gott, wie thörigt hab ich fhon bier so manche meiner Beiten, die bis jest mir sind entflohen, unter schnöden Ei: telkeiten, und auf solche Art verbracht, die mich ist bekümmert macht. 4. Doch erbarmend schenkst du mir ist noch Zeit und Raum zur Buße. Herr, ich komm und falle dir flehend tiefgebeugt zu Fuße: sen mir gnädig! fieb, mich reut meine hier verlorne Zeit. 5. Wiederbringen kann ich nicht, was mir einmal ist ver: schwunden; toch bin ich der 3uversicht, nig ich nur getreu die Stunden, die du mir noch ferner schenkst, daß du gnådig mein gedenkst. 6. Lebre mich die kurze Frist, die du mir baft zugemessen, fo, wie es dein Wille ist, brauchen, und es nie vergessen, bier nur sey die Uebungszeit zu dem Glick der Ewigkeit. 7. Såen muß ich hier mit Fleiß zu der Erndte jenes e bens. O wie glücklich, daß ich weiß, dies geschehe nicht ver: aebens! Ewig freut sich seiner Saat, wer vier treulich Gutes that. 3. Ein Gut, das unfern Geift wahrhaftig soll beglücken, muß nicht vergånglich seyn, muß für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut, er hats, und wünscht noch mehr; Soch immer bleibt sein Herz von wahrer Freude leer.( bi 4. D Gott, so wehre doch der Habsucht niedern Trieben, und heilige mein Herz, die Güter nicht zu lieben, die man mit Muh gewinnt, b dald schwelge: risch verzehrt, bald unruhvoll bewacht, und bald mit Fluch vermehrt.# 301931 i 19 5. Ein weifes, frommes Herz das fey mein Schaß auf Erden! Sonst alles, nur nicht dies, fann mir entriffen werden; es bleibt im Tod auch mein, und folgt mir aus der Zeit, zum feligsten Sewinn, bis in die Ewigkeit. 6. Wenn dieses fehlt, dann 8. Gott, laß deinen guten ist das herrlichste Vergnügen Geist mich zu dieser Weisheit den süßen Träumen gleich, die unsern Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter 2. 213 sen! von Unrub von Gewis fenspein kann Reichthum nicht erlojen. Der Reichthum hilft im Tode nichts, auch nichts am Tage des Gerichts; da fügt er feinen Sünder. Mel. Ach Gett, vom Himmel 2c. 7. Gieb mir die weise Spar: 354. Pas mich, o Gott, gewissenhaft mein famkeit, nicht Güter zu ver irdisch Gut verwalten! Gefdwenden, die du mir gabst, um wahre mir Verstand und Kraft, in der Zeit sie nüßlich anzuwen: den. Gieb mir die Klugbeit, unfern Geist betrügen. Drum tenke Gott, den Wunsch vom irdischen Gewinn durch deines Geiftes Kraft zum ewgen Gütern hin. und weislich vauszuhalten, wie es mir nust und dir gefällt, daß ich die Schåße jener Welt bewahr, und nie verliere! 2. Mein Haab und Gut kommt ja von dir und deinem milden Gegen. 3u keinem Fall ftrick gabst du mir mein irdi: sches Vermögen; gabst für mein und andrer Bobt; drum hilf mir, daß ichs, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. PB 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft; Gott, laß mich das erwagen! so brauch ich ftets gewissenhaft den mir ver trauten Segen. Wohl dem, der mild ist, denn er hat in seinem Reichthum eine Saat zu einer ewgen Erndte! Mel. Wer nur den lieben G. 20. 3. Es ist das mir geschenkte 355. Mit dir geh ich an mein Gut wie die Erde. Gieb, daß ich nicht zum Ueber: muth dadurch verleitet werde. Nie reiß einbirdischer Gewinn mein Herz zu Ueppigkeiteu hin, daß ich mein Heil vergesse. I 1 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schäßen, verblendete mid) Gut und Geld, mich dir zu witersegen; Bersameht dich was dein Wort begehrt, was mir ein ewig Glück gewährt, wie elend würd ich werden? me ( 795. Mein größtes Streben sey schon hier nach deines Geistes 3. Du gabft mit so viel an: Gaben! Wie reich bin ich. odern Trieben uns auch den Gott, in dir, kann ich nur diese Trieb zur Thätigkeit, und, ihn habend Befiß ich, Höchster, aufs nüglichfte zu üben, giebft deine Huld, bin ich voll Glau- du uns auch( Selegenheit. Du ben und Geduld; was fehlt fennest unsrer Arbeit Müb, dann meiner Seele? und deine Kraft erleichtert fie. 4. Paß mich auf diese Ord: nung sehen, ihr folgen, und D3 mich 119 daß ich bier durch sie dem Nächften, so, wie mir, des Lebens Müh erleichtre! 6. Den Geiz laß ferner von mir fern, die Wurzel alles Bd o Gott! du giebst durch deinen Geist mir auch gewiß zur Arbeit Kräfte, so lang dein Wink mich leben heißt. Eaß, dieser Hoff nung mich zu freun, auch deinen Rath mir heilig seyn. 2. Der ehrt dich nicht, der seine Tage in trågem Můsiggang verlebt, und, sich und Andern gleich zur Plage, das ihm verliehne Pfund vergräbt. Du bists, der uns den Fleiß gebot, und wer ihn übt, ehrt dich, o Gott! 214 Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. mich ihrer freun. Wie sollt ich ten in deiner Furcht, gestärkt dabei irre gehen, und nicht durch dich, mit Freuden zu vielmehr gesegnet seyn von dir, verrichten. Ein Herz, das sich der du der Arbeit Laft auch rei: des Guten freut, giebt zu der chen Lohn beschieden haft! Urbeit Munterfeit versüßt uns ihre Lasten.ns sni 5. Laß mich vor dir, Herr, unverrückt mit einem Herzen wandeln, das Geiz und Ehr sucht nie bestrickt, gewissenlos zu handeln. Mein Leben deinem Dienst zu weihn, so nůß: lich, als ich kann, zu seyn: das sey mir Ehr und Freude. ▲ 5. So wart ich denn auf bei nen Cegen, und sorge nicht, wie's werden soll; ich geh ihm doch gewiß entgegen, und bin des hohen Trostes voll: mein Fleiß, o Höchster, ist vor dir: du siehst ihn, du vergiltst ihn mir. 6. Ich tröste mich deß nicht vergebens, bleibt er gleich un: vergolten hier; du reichst am Abend meines Lebens auch mir der Treue Lohn dafür. Dann freu ich mich in Ewigkeit des nüglichen Getrauchs der Zeit. 6. Dir zu gefallen, sey mein 3iel bei allem, was ich thue! so hat, es gehe wie es will, doch mein Gewissen Ruhe; denn wer dir, Heiligster, miß: fållt, was nuget dem die ganze Welt mit allen ihren Schäßen? 7. daß mein in Met. Es ist das Heil uns 2c. Rath, 356. Nach einem at dem Beruf, dazu mich auf der Erde dein weiser Rath, mein Gott, erschuf, mir eine Stufe werde, worauf ich nach vollbrachter Zeit zur hoberen Geschäftigkeit des bessern Lebens steige. bestimmt zum Fleiß auf Erden; du willst es, daß wir alle hier einander nüßlich werden. Gieb mir Verstand und Luft und Kraft, geschickt, treu und ge= wissenhaft zu thun, was mir gebühret. 2. Hilf, daß vor tråger Weichlichkeit ich ftandhaft mich be: wahre; und wo die mir Müh gebeut, nie meine Kräfte spare. Erholen darf ich mich nur dann, wenn ich, von Kraft erschöpft, mich kann zu mei ner Arbeit stårken. 3. Mit kluger Vorsicht laß mich nicht die Zeit mit Neben: dingen, die ferne find von mei: ner Pflicht, verschwenderisch verbringen. Das müsse mein Vergnügen seyn, mich den Geschäften ganz zu weihn, die du mir auferlegest. 4. Ein heilger Trieb belebe mich, o Hochster, meine Pflich mel. Jesu, meiner Seelen R. ic. 357. Obne Raft und unmen gleich, o Seele, eilt deine kurze Pilgrimszeit in das Meer der Ewigkeit. 2. Nimm auch Stunten wohl in Ucht, wirke Gutes! denn die Nacht, wo man nichts mehr wirken kann, kommt, und rückt oft schnell heran. 3. Ist noch ist der Tag des Heils, frei die Wahl des bes sern Theils. Stell dich dieser Welt nicht gleich, werd an gu ten Werken reich. 4. Wisse, für die Ewigkeit gab der Herr dir diese Zeit. Web dir, Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter 2c. 215 dir, wenn du sie verträumst, sie 3. Wenn vor deinem Antlig in tråger Rub versäumst. 5. Der Versäumniß deiner Pflicht folgt inu göttlichen Gericht, wenn der Tod dich hingerafft, eine strenge Rechenschaft. 6. Gott, du meiner Tage Herr, hilf mir, daß ich Sterblicher, eingedenk der Ewigkeit, weislich nüße diese Zeit. haud fich jede Sünd enthüllet, wenn dann eine jede dich ganz mit Graun erfüllet; dich nichts dann stärken fann, feine deiner Freuden, was wirst du dann leiden? 7. Jede Stunde, da mein Geist sich der Erde mehr entreißt, bringt mir, flieht sie gleich dahin, dennoch ewigen Gewinn. 8. Jede Stunde, da ich hier andern nüße, und vor dir red: lich handle, dauert dort stets in ihrem Lohne fort. 9. Laß mir diesen Werth der Zeit und der Frommen Thatigreit täglich, Gott, vor Augen ſeyn, daß ich lerne Trägheit scheun. 10 Steh mit deiner Kraft mir bei, daß ich meiner Pflicht getreu, dir zum Preis und mir zum Glück, nüze jeden Augenblick. 11. Dann vertausch ich diese Zeit ruhig mit der Ewigkeit; finde da vor deinem Thron meiner Arbeit Gnadenlohn. Mel. Straf mich nicht in 2c. 358. ihrer Mensch, noch ist es Zeit aufzustehn vom Schlafe! Nabe ist die Ewigkeit, nabe Lohn und Strafe, Hor, Gott spricht! faume nict, seinen Ruf zu hören, und dich zu bekehren. 2. Kommt nun, eh du es gedacht, unter Sündenfreuden deines Lebens legte Nacht, was wirst du dann leiden? wenn dein Herz, von dem Schmerz deiner Schuld zerrissen, wird verzagen müssen. 4. Nah dem Untergang wirst du an des Grabes Stufen, bang um Trost und Seelenruh, dann vergehens rufen: Rette, Gott, mich vom Tod! rette noch im Sterben mich von dem Verz derben! 5. Noch, noch wandelst du allbier auf des Lebens Pfade; noch ist zur Errettung dir nab des Eigen Gnade. Eil ihr zu, daß du Rub für dein Herz em= pfindest, und Vergebung findest. Mel. Es ist das Heil uns komm 2c. vor dir, ich 359. Was bin ich, Gott Staub! gleich eines Grafes Blume; nur allzubald des To: des Raub mit Glück und Eust und Ruhme. Mein Pilgerles ben hier verfleucht, wie ein Geschwäß des Tags, und gleicht kaum einem Morgentraume. 2. Und dennoch zeigst du mir von dir so viel in Augenblicken; entdeckest dich darinnen mir, mich ewig zu beglücken. Du machst dies Leben, dir sey Dank! zu einem heitern Uebergang in ein beglückters Leben. 3. Hier seh ich, Vater der Natur, im Schatten deiner Werke nur dunkel, wie im Spie: gel nur, die Größe deiner Stårte. Wie schon ist, was mein Auge sieht, und doch, wie viel, mein Gott, entflieht hier noch. dem blöden Auge! 4. Nein, Vater, des mein Herz sich freut, du schufft mich 04 nicht 216 Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. nicht vergebens. Was schmeckt lich zagen, für meine Pflicht ich nicht für Seligkeit im Trau: zu wagen, was du mir, Gott, me dieses Lebens! Wie wenig für sie verliehn. ists, was ich hier seh, und hier von dir, mein Gott, versteh? doch macht mich dies schon selig. 5. 6. In deine Vaterbånde be fehl ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage Lauf. Es sey mein ganzes Leben dir hier zum Dienst ergeben; bilf du nur hin', selbst der Schwachheit auf. Co fliehe denn dies Leben schnell wie ein Traum, noch schneller! Ich weiß, daßs 7. Was nügt ein langes Leich unsterblich bin. Dort wird dies Auge heller; dort seh ich näher, was du bist, und meine Freude, Vater, ist dann ewig und vollkommen. ben, wenn man nicht Gott ergeben nacht wahrer Tugend strebt? Wer Gott und Menben liebet, und sich im Guten übet, nur der hat lang und wohl gelebt. Mel. In allen meinen Thaten 2c. Mel. Wer nur den lieben( S. 2c. 360, a as ist mein zeit: 361. Wie mannigfaltig lich Leben, das du mir, Gott, gegeben? Ein unschågbares Gut. Du gabst mirs, hier auf Erden zum Him: mel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. die Gaben, wodurch uns, Herr, dein Wohl thun nåhrt, und die, so Geist als Leib, zu laben, uns tåalich deine Hand gewährt! Auch das, was unser Mund genießt, zeigt uns, wie freundlich, Gott, du bist. Tine Brob für 2. Du giebst uns Brod für unser Leben, und läsfest auch, uns zu erfreun, die Mittel, die uns Nahrung geben, so gut, fo mannigfaltig seyn. Wie ange= nehm ist der Genuß von dem was uns ernähren muß! 2. Hier wird die Saat ge: streuet; dort wenn sie wohl gedeihet, wird reich die Erndte seyn; je långer ich hier lebe und gut zu handeln strebe, je: größer wird mein Glück dort seyn. 3. Sollt ich dies Glück mir rauben? O Herr, laß mir im Glauben der fünftgen Erndte: zeit, das Leben auf der Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut. NG MOESTEN 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ist wider meine Pflicht. Ein red: liches Gemüthe lohnt nie mit Undank Güte; entweicht auch dem Berufe nicht. 5. Was leicht in Krankheit stürzet, das Leben leicht verkür: zet, laß mich mit Sorgfalt fliehn; doch auch nicht angst- Tod erzeugt. 3. Doch laß die Kraft uns zu vergnügen, die du in Speis und Trank gelegt, mich nie, o Hoch: ster, so besiegen, daß sie zum Schwelgen mich bewegt; laß, deiner Gaben mich zu freun, mich måßig im Genusse seyn. 4. Mit Speis und Trank sein Herz beschweren, des Guten satt und übervoll, dadurch wird das, was uns ernähren und unfern Geist erquicken soll, ein Gift, das in die Adern schleicht, und Krankheit, Schmerz und 5. Die Rechter Gebrauch dieses Lebens und der Güter 2c. 217 35. Die Schwelgerei raubt die Liebe für ein schimmernd uns die Kräfte zu dem, was uns die Pflicht gebeut, macht tråge zum Berufsgeschäfte, Gottseligkeit, Streit Erz verdrångt der Tugend Liebe, und macht, selbst der Ver= nunft zum Spott, ein elend Gold zu unserm Gott. untüchtig zur erweckt Unordnung, und Bank, erstickt den dir, Gott schuldgen Danf. 5. Der Geiz, so viel er an sich reißt, låßt dich kein Gut ge: nießen; er quålt durch Hab: sucht deinen Geist, und tödtet dein Gewissen, und reißt durch schmeidelnden Gewinn dich 6. Wer sich den Leib zum Gott erfohren, unmäßig deine Gaben braucht; der ist fürs Himmelreich verloren, zu dem kein Knecht der Lüfte taugt. Gott, laß mich ja dies Lafter fcheun enthaltsam, máßig, nüchtern seyn. blind zu jedem Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er schon aus dir mit meineid sprechen, dich zwingen, der Ur: beiter Lohn unmenschlich abzubred en; er wird in dir der Wittwen Flehn, Waisen 7. So oft ich Speis und Trank genieße, fo es mit Vernunft geschehn, und, daß Thränen widerstehn. i ich beides mir versüße, mit Dank auf dich, den Geber, sehn; auf dich, der du uns zärtlich liebst, uns Nahrung und Erquickung giebst. 7. Wie könnt ein Herz, vom Seize hart, des Wohlthuns Freuden schmecken, und in des Unglücks Gegenwart, den Ruf zur Hülf entdecken? und wo ist eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht? 8. Erhalte mich mein Gott dabei, daß ich mir gnügen las fe, Geiz ewig als Abgötterci von mir entfern und haffe. Ein fremmes Herz, ein guter Muth sey hier mein Theil, mein beßtes But. d) Zufriedenheit und Geduld Mel. Mir nach spricht Christ 2c. als 362. Wohl dem, der beßre Schage dieser Erden! Wohl dem, der sich mit Eifer übt, an Tugend reich zu werden; und in dem Glauben, daß er lebt, sich über diese Welt erhebt. don 2. Wahr ist es, Gott ver: mehrt uns nicht, bier Güter zu besigen. Er aab sie uns, doch auch die Pflicht, mit Weisheit fie zu nußen; sie dürfen unser in Widerwärtigkeiten. Mel. In allen meinen Thaten 2c. Herz erfreun und unsers 363. Auf deine Weisheit Fleißes Antrieb seyn. schauen, 4. Doch nach den Gütern dieser Zeit mit ganzer Seele fd, machten, nicht erst nach der Gerechtigkeit und Gottes Rei: che trachten, ist dieses eines Menschen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erschuf? 5. Der Geiz erniedrigt unser Herz, erstickt die edlern Triebe; ner Gute trauen, das schafft 3ufriedenheit. Wer kann mein Wohl entscheiden? wer schenkt mir beßre Freuden, als du, Herr aller Seiligkeit? 3. Vor dir ist nichts verborgen; wie sollt ich ångstlich for: gen, da du mein Vater bist? Du, Herr, gabst mir mein Le05 ben Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 218 ben, und wirst mir alles geben, was mir zur Wohlfahrt nd thig ist. 3. Wir streben oft nach Dingen, die, wenn sie uns gelingen des Unglücks Quellen sind. Ein Schein, der uns bethöret, und unsern Stolz vermehret, macht uns für wahre Güter blind. 4. Der Hang zu Eitelkeiten stort doch zu allen Zeiten die wahre Seelenruh. Wenn wir dir unser Leben, o Bater, über= geben, dann fließt dem Her: zen Friede zu. 5. Dein Rathschluß sey mein Wille. Ich will in heil'ger Stil: le mich deiner Vorsicht freun. Dein ewiges Erbarmen, dein Beistand soll mir Urmen 3ufriedenheit und Muth verleihn. 6. Laß mich nicht zweifelnd wanken, wenn trourige Gedan: ten mir deinen Trost entziehn. Ich werde nie vergebens zu dir, Herr meines Lebens, mit kindlichem Vertrauen fliehn. 7. Erleichtre meine Leiden durch deines Geistes Freuden, durch Muth und Hoffnung mir. Drückt mich die Last der Schmerzen, dann sprich zu meinem Herzen: ich, dein Fr: retter, helfe dir. 8. Was soll ich mich betrůben? Den Menschen, die dich lieben, muß alles Segen seyn. Ich bin ja dein Erlöster. Sonst weiß ich keinen Tröster, sonst keinen Schuß, als dich allein. Mel. Jesu, meine Freude, 2c. 364. Christ, aus deinem Wenn die Noth rings um be droht, Sorgen stets mit dir erwachen, wohl wirds Gott doch machen. 2. Ist der Himmel trübe, wankt der Freunde Liebe, wird die Laft dir schwer; stürzt mit je dem Tage eine neue Plage über dich daher; weicht das Glück stets mehr zurück, scheints dich nicht mehr anzulachen; wohl wirds Gott doch machen. Forg und Schmerzen! schöpfe neuen Muth! Wenn schon Kreuz dich drücket, Sott ists, der es schicket; was er schickt, ist gut. 3. Bürden abzunehmen, hilft nicht Unost noch Gråmen; schaft auch keine Raft. Unge= duld macht Bürden, die die leicht seyn würden, dir zur Felsenlast. 3agend Herz zähm deinen Schmerz; drückt die Bür: de schon dich Schwachen; wohl wirds Gott doch machen. 4. Du führst Chrifti Namen; Christum nachzuahmen, das ist deine Pflicht. Werde nicht erschüttert, wenn die Erd erzittert, und der Himmel bricht. Der steht fest, der Gott nicht läßt. Laß rings um dich Wetter krachen! wohl wirds Gott doch machen. 5. Herrlich ist die Krone, die der Christ zum Lohne seiner Treu empfängt. Nur nichts selbst verschuldet, und dann froh erduldet, was dein Gott verhångt! Sieg', als Held! mag doch die Welt deiner Hoff nung spottisch lachen; wohl wirds Gott doch machen. 6. Dabei, Herr, solls bleiben! ich will nie mich sträuben folgsam dir zu seyn. Stets im Tod und Leten bleib ich dir du banne ergeben; ich bin dein, mein. Was Gott will, sen stets mein 3il; wunderbar mag Gott es machen, wohl wird ers doch machen. Mel. Bufriedenheit und Geduld in Widerwärtigkeiten. 219 von Erde, gleich deinen EnMel. Was Gott thut, das ist zc. 365. Die Bahn ist rauh geln werde. nach meiner Heimath eile. Wie viel Gefahr feh ich vor mir! wie droht sie meinem Heile! Gott, wärst du nicht mein Troft und icht, mein Heil in finstern Tagen, so müßt ich långst verzagen. 2. Vor dir darf ich mein traurig Herz, Erbarmer, nicht verhehlen, darf meinen Kum: mer, meinen Schmerz vertraulich dir erzählen; dann schaf: fest du mir Trost und Ruh aus deiner Gottesfülle; und meine Seel ist stille. 3. Du lehreft mich den hohen Werth der Trůbsal, die ich lei: de; daß sie mich dir vertrauen let, rt, mich führt zu wahrer Freude. Ich würde dein mich minder freun, nur dieser Welt begehren, wenn keine Leiden waren. 4. Dein Wort giebt mir die Zuversicht, du forgft für meine Tage; dein Auge schläft und schlummert nicht, du höreft meine Klage; du kronst mich einst, wenn du erscheinst, in dei nem Heiligthume mit Wonne, Preis und Ruhme. 5. O, dann wird alle Trau: rigkeit aus meiner Brust verschwinden; vergeffen werd ich ganz mein Leid, und nur dein Heil empfinden. Mein Lobge= sang, voll Preis und Dank, wird, dir zum Wohlgefallen, durch deinen Himmel schallen. 6. Mich den Vollendeten, darf dann nicht mehr die Sünd entweiben! mit Unschuld steh ich angethan in treuer Knechte Reiben. Und ewiglich erfreuft du mich, daß ich, der Mensch 7. Drum will ich dieses Lebens Schmerz, mein Gott, geduldig tragen; beruhigen foll fich mein Herz, nicht mehr, voll Unmuth, klagen. Du bist bereit, zur rechten Seit, o Gott, von allen Bösen mich herrlich zu erlösen. Mel. Herzliebster Jesu, was 2c. 366. Ein Herz, o Gott, in geduldig, das bin ich dir und mei nem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergeffen, tåglich ermeffen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Våter! Bin ich nicht, Herr, vor die ein Ueber: treter? Thu ich zu viel, wenn ich die schweren Tage standhaft ertrage! 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Böse dulden, erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden, und nennen Cohn, den wir verdient bekommen, Trübsat der Frommen. 4. Doch selbst, o Gott, in Strafen unsrer Sünden låßst du den Weg zu unserm Heil uns finden, wenn wir uns dann, die Missethat zu fliehen, eifrig bemühen. 5. Streb ich nur nach dem Frieden im Gewissen, wird alles mir zum Besten dienen müssen. Du, Herr, regierst, und stets gewährt dein Wille Gutes die Fülle. 6. Ich bin ein Gast und Pilger auf der Erden, nicht hier, erst dort soll ich ganz glücklich werden; und was sind gegen euch, ihr ewgen Freuden, dieser Zeit Leiden? 7. Wenn 220Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 7. Wenn ich nur nicht mein oft er fehle? Doch einst werd Elend selbst verschnide, wenn ich pollkommen rein, ganz beiich als Mensch, als Christ, tig und ganz selig seyn; dies hier leid und dulde; so kann tróftet meine Seele.dah an ich mich der Hülfe der Erld: sten sicher getrösten. 8. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen frånken. Doch in der Noth an seinen Schöpfer denken, und ihm vertraun, bies stårfet unsre Herzen mit ten in Schmerzen. 3. Vor meinen Augen wan: deln die, die dich o Jeſu, schmåhen; ihr eitles Herz be thôret sie, daß sie dein Heil nicht sehen. Einft bebt der Spotter Heer vor dir, wenn du als Richter kommst, und wir frohlockend dich erheben. 4. In stiller Nacht mein ich oft, Herr, hinauf zu deiner Hdbe; mein schwaches Herz seufzt freudenleer, wenn ich den Mor: gen sehe. Ein Blick gen Himmel tröstet mich, und meine Thrånen stillen sich einst ganz in jenem Leben. 9. Schau über dich, wer trågt der Himmel Heere? Merk auf! wer spricht, bis bieher! zu dem Meere? Ift er nicht auch dein Helfer und Berather, ewig dein Vater? 10. Willst du so viel, als der Alweise, wissen? Ist weißt du nicht, warum wir leiden müssen; allein du wirst was seine Wege waren, nadmals erfahren. 11. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heilis gung des Geiftes zu empfahen, und mit dem Trost der Hül: fe, die wir merken, andre zu stärken. 12. Das Kreuz vom Herrn wirkt Weisheit und Erfah: rung; Erfahrung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. So stehe denn in deinem Glauben feste, hoffe das Beste! 5. Wenn mich der Zukunft Schicksal schreckt, die Roth der fernen Tage; wenn sie in mir die Sorge erweckt, ob ich sie auch ertrage; fo mildert mir die Ewigkeit das kurze Elend die: fer Seit, daß nicht mein Herz verzage. 6. Wenn einst, der ist von ferne dråuet, der Tod mir näher winket, wenn nach der Arbeit dieser Zeit mein Haupt zum sterb Schlummer finket; ſo ich froh! die Ewigkeit, zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, die alles überwieget. Mel. Herr Jesu Chrift du 2c. 367, in in Pilgrim bin ich in der Welt, und kurz sind meine Tage; so man: che Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zu Klage. Doch, Bater, jene Ewigkeit versüßt mir meine Pilgrimszeit, und stårkt mich selbst im Leiden. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. Scele. Mie bald ist nicht mein 368. Cele ftille! Was err, mache meine 2. Jßt, da die Sünde mich noch drückt, seufzt meine bange Herz berückt! wer merkt, wie mich 7. Herr, diesen Troft, der mich erfreut, vermehr in mei nem Herzen! Mich stårke jene Herrlichkeit bei meiner Wallfahrt Schmerzen! Sie sey in meinem Tod mein Heil, und einst mein långst gewünschtes Theil, wenn ich vom Tod erwache. Zufriedenheit und Geduld in Biberwärtigkeiten. 221 und mein Herz, statt aller Klagen, nur voll des frohsten Lobes seyn; der Herr, der für mein Heil gewacht, hat alles mit mir wohl gemacht. mich hienieden trånkt drückt, das ist dein weiser Rath und Wille, der nichts zu mei: nem Schaden schickt. Du bists, der ailes åndern kann, und was du thust, ist wohlgethan. Mel. Wenn mein Stündlein zc 2. auf den ften Wegen führſt du mich zur 369. Herr, wie du willst mir Glückseligkeit; von jeder Trübfal erndt ich Segen, ist dir nur, Gott, mein Herz geweiht. Ihr Ausgang wird erfreulich seyn, fehts gleich mein bidder Geist nicht ein. E 3. Drum laß mich stille seyn und hoffen, wenn du mir Průfung haft bestimmt; dein Ka: terherz steht dem doch offen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer hier nur deinen Willen thut, mit dem machst du's auch immer gut. im Leben und im Sterben! Mein Herz verlangt allein nach dir; entreiß mich dem Verder= ben. Erhalte mich in deiner Huld, wie du es füaft, gieb mir Geduld; was du willst, ist das Beste. 2. Zucht, Ehr und Treu ver: leihe mir, zu deinem Worte Lebe; gieb, daß ich wanke nie von dir, noch deinen Geist be trübe. Laß hier und dort mich selig seyn, und was vor dir, Herr, bds ist, scheun in meinem ganzen Leben. 4. Uns bleibt oft, was uns nügt, verborgen; wer hat es je genau erkannt? Wie oft sind unsre Wünsch' und Corgen voll Thorheit und voll Unver: stand! Wer kann, was feinem Woblergehn zum Schaden dient, ganz übersehn? 3. Und wenn ich soll nach deinem Rath einmal von hinnen scheiden, fo hilf du mir durch deine Gnad, daß es ge: scheb mit Freuden. Herr, Seel und Leib befehl ich dir; gieb du ein sel'ges Ende mir durch Je= fum Chriftum, Amen. 5. Nur du, Gott, kennft und das Vater, made felbft mein Herz in diefer 370. pers und inn Mel. Durch Udams Fall ist 20. Ich hab Gottes Ueberzeugung feste, so über: wältigt mich kein Schmerz: ich duld ihn mit Gelaffenbeit, du führst mich ja zur Seligkeit. 6. Die Stunde wird gewiß doch kommen, wo mich voll kommnes Glück erfreut; denn einmal führst du deine From: men zur völligen Zufrieden: heit. Und dann wird ihnen offenbar, daß dein Rath nur der beste war. 7. Da erndt auch ich von meinen Plagen die felgen Früchte ewig ein; da wird mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir Gez winn, der Tod selbst ist mein Leben; denn Gott ist mein, und ich bin sein. Was ist wohl, das mir schade? Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, ist doch sein Thun voll Gnade. 2. Das kann mir fehlen nim: mermehr, mein Vater muß mich lieben. Låßt er auch oft mich freutenteer, so will er mich nur üben, und mein Ge: müth in feiner Güt gewöhnen, fich 222 Bom dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. sich zu fassen; üb ich Geduld, trau seiner Huld, wird er mich nicht verlassen. 3. Ich bin ja nicht von ohngefähr entsprungen aus der Erden; Gott ists, der mich zu sei ner Ehr das, was ich bin, ließ werden. Gab er das Seyn dem Leib allein, der kurze Zeit nur währet? nein, auch dem Geist, der ist ihn preist, und der ihn ewig ehret. 4. Und wer erhålt mit Allge: walt mir jede Kraft zum Leben? Wår ich nicht långstens todt und kalt, wenn mich nicht Gott umgeben mit seinem Arm, der alles warm, gesund und fröhlich machet? Was er nicht hålt, das bricht und fällt; was er erfreut, das lachet. 8. Ei nun, mein Gott, ſo fall ich dir getrost in deine Hån= de. Nimm mich, und mach es so mit mir bis an des Lebens Ende, wie dirs gefällt, der du die Welt nach weisem Rath re: gierst, und so auch mich stets väterlich auf richtgem Pfade führeft. 9. Willst du mir geben Son= nenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Nacht der Trůbsal seyn; ich wills gedul: dig leiden. Willst du alhier noch långer mir des Lebens Kraft erhalten; wie du mich führst und führen wirst, so laß ich gern dich walten. im 10. Auch noch im Tode bin ich dein vor ihm soll mir nicht grauen; er führt zum bessern Leben ein, er ist der Weg zum Schauen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich mit Dank und Lobgesang dich ewig werde modismo ehren. 371. Me Gott! ibn las Mel. Wer nur den lieben( S. 2c. ein ist ich walten, ich hoff auf ihn, er kennet mich. Ihm fehlts, die Seinen zu erhalten, an Mit= teln nie, und sein bin ich. Ich gründe meine Zuversicht auf diesen Fels, und wanke nicht. 2. Bos quål ich mich? bin ich eine Heide, der ohne Gott und Hoffnung ist? Nein, das ist meines Herzens Freude, daß du, o Gott mein Helfer bist. Hilf, mein Erbarmer, stårke mich; denn nichts vermag ich ohne dich. 5. Er ist voll Weisheit und Verstand, voll Kraft in seinen Thaten; Zeit, Drt und Weg ist ihm bekannt zu helfen und zu rathen. Er weiß, wenn Freud, er weiß, wenn Leid uns, fias er thut, ist alles gut, obe feinen Kindern, diene; und noch so traurig schiene. 6. Du denkst zwar, wenn du nicht haft, was Sinncnlust be: gebret, als sey mit einer großen Last dein Lebensgang beschwe: ret; haft spåt und früh viel Sorg und Müh auf selbster: wählten Wegen, und denkest nicht, das, was geschicht, ge: schehe dir zum Segen. 7. Es kann bei lauter Connenlicht das Feld nicht Früchte tragen; so reift auch Menschen Wohlfahrt nicht bei lauter Wie bitter sey guten Tagen. die Urzenei, schafft sie doch neues Leben; so muß das Leid zu neuer Freud und wahrem Stück erheben. 3. Der Herr erzieht hier seine Kinder zur Ewigkeit mit wei ser Huld. Er schont, er züchtigt viel gelinder, als wir ver: dient, Bufriedenheit und Geduld in Widerwärtigkeiten. 223 dient, und hat Geduld; er hat| durchs Kreuz zu sich zum Him: nicht Eust an unserm Schmerz; mel von der Erden. ganz anders denkt sein Ba= terherz. 4. Die Lieb ift Gott! wie kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jefum Chrift? Was könnte mir ein Gott versagen, der so unendlich gütig ist? Erbab: ner Trost, der nimmer trügt, und jeden Zweifel überwiegt! 6. Gott ist dein Gott; er ist getreu, und stehet dir, als Ba= ter bei in aliem Kreuz auf Erden. Der Leiden Heer wird nie zu schwer durch ihn den Seinen werden. 7. O bet und sich auf deinen Gott in aller deiner Angst und Noth! Laß, wie er will, es gehn. Sein Will ist gut; behalte Muth! Gott wird dich einst erhöhen. 5. Ich harre seiner, und bin stille; wie bald verstreicht die Prüfungszeit! Dann nehm ich einst aus seiner Fülle unend: liche Zufriedenheit. Er leite mich nach seinem Rath, wie er mir zugesaget hat. mid ado3 mi bon Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. überwinden. 372. Se, Seele, ruhig, Mel. Warum sollt ich mich zc. 373, en zufrieden mein unverzagt, wenn irgend dich ein Kummer plagt; befiehl Gott deine. Sachen. In aller Pein vertrau allein auf ihn! er wirds wohl machen. Gemüthe! Gott ist gut; was er thut, ist voll Lieb und Güte. Er nur weiß in allen Sachen, groß an Rath, wie von That, alles wohl zu machen. 2. Kein Leiden kommt von obngefähr; wenns noch so unverschuldet wår, hat Gott es so ersehen. Drum sey nur still! was dein Gott will laß im: mer gern geschehen. 8. Der du ein Gott des Tro:. ftes bist, laß jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du liebst, und prüfend übst, das Leiden 3. Erweckt dir gleich das Lei: den Pein, es soll dir doch nicht schädlich sein; Gott kann sein Kind nicht bassen. Wer ihn mur liebt, sich ihm ergiebt, den wird er nicht verlassen. 4. Wie lange währt der Frommen Leid? nicht ewig, Herr, nur kurze Zeitt. Nach überstandem Leide erquickest du ihr Herz mit Ruh, und einst mit ewger Freude. 5. Drum hab, o Secle, guten Muth! vertraue Gott! es wird noch gut nach aller Trüb: sal werden. Er ziehet dich 2. Beides, Erd und Himmel preisen seine Macht: Tag und Nacht müssen sie beweisen. Gonn und Mond, das Heer der Sterne, was sich regt und be: wegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die Werke feiner Hände! Mensch und Thier, melden dir seinen Ruhm ohn Ende. Was wir klein und unwerth nennen, Gras und Laub, selbst der Staub, giebt ihn zu erkennen. He 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh, in der See, oder sonst zu finden, rühmt die Weisheit seiner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm, preisen seine Werke. 5. Sollt ich denn nicht ihn erheben: wie so gar wunderbar gab 224 Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. gab er mir mein Leben! Was 4. Gott mit dir unveränderich hab, ist sein Geschenke: lich, bezeugte deine Weisheit auch der Geist, der ihn preist, sich Geschdpfen, die da maren, und wird den Welten, die du mit dem ich ihn denke. schufft, sich ferner offenbaren. 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Ucht, das zeigt jeder Mor: gen. Ja, kein Augenblick verz schwindet, der mich nicht, mein Licht! dir zum Gott, Dank verbindet. 5. Ob Felsen weichen, Berg' ins Thal sich stürzen, daß von ihrem Fall die Erde weit erzit= tert; so bleibt doch deine Lieb und Gnad auf ewig unerschüttert. 6. Was zaget denn mein Herz in mir? Was flag ich ängstlich, daß ich hier kein daurend Gut genieße, und daß in Unbeständigkeit dies Leben mir verfließe? 7. Sesten mir des Kreuzes Plagen beftig zu, so halfst du, o mein Gott, fie tragen; quält ich mich in finstern Stunden: deine Kraft hat geschafft, daß ich überwunden. 8. Nun, mein Herz, das hat schon lange Gott gethan; denke dran, wird dir jemals bange, als wollt er dich ganz verlassen. Es geschicht wahrlich nicht; er kann dich nicht haffen. 9. Drum ergieb dich seinem Willen, heiße gut, was er thut, er wirds auch erfüllen. Denn er ist in allen Sachen groß von Rath, wie von That; er, er wirds wohl machen. Mel. In dich hab ich gehoffet ze. 374. So wie bu bift, fo du Gott, ehe du von deinem Thron Geschöpfe, die nicht maren, beriefft zu seyn, deine Macht und Gute zu erfahren. um 2. Du wirst auch seyn, so wie du bist, wenn långft die Erde nicht mehr ist, wenn långst schon Ewigkeiten uns Kåmpfer Erdnen, die wir hier mit Noth und Sünde streiten. 3. Von Ewigkeit zu Ewig: keit kann deines Wesens Herr: lichkeit sich selbst nicht un= bedarf auch gleich werden; nie sich gleich zu seyn, des Himmels und der Erden. 7. Was flag ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch, und willst mich ewig lie: ben; baft selber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben. 8. Dein bin ich, Gott, und du bist mein, und wirft es auch auf ewig sein; von dir kann nichts mich scheiden. Die Welt vergeht mit ihrer Lust, nicht du und deine Freuden. e. ap Met. Gott des Himmels und zc. 375. Unerforschlich mir sey immer mei: nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht sey ohne Schim: mer, die mich hier umschattet hat; doch ist alles, was er thut, wies auch scheine, weis und gut. 2. Sollt ich das von Gott nur loben, wo auch ich hier Weisheit seh? Jsts nicht ein Geschenk von oben, wenn ich seinen Weg versteh? Ach der frevelt, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt. 3. Sellt ein Vater unterlas: fen, was dem Kinde Thorheit ist? Kühner Tadler! Engel faffen Bufriedenheit und Geduld in Widerwärtigkeiten. 225 fassen das, wo du im Dunkeln| 5. Wie oft, Herr, weint ich, bist. Hier sollst du dem Herrn und wie oft balf deine Hand vertrann, hier nur glauben, mir unverhofft! Oft jammert noch nicht schaun. ich untröstbar heut, und morg gen ward ich schon erfreut. Bu 6. Oft fab ich keinen Ausgang mehr; dann weint ich laut und klagte sehr: Wo bist du, Gott? wie schauest du denn meinem Elend müssig zu? mein 7. Dann hörtest du, o Herr, 5. Hier in meinem Pilger- Flehn, und eiltest bald stande sey mein Theil Zufrie: mir beizustehn. Du öffnetest denheit! Dort in meinem Va: terlande wohnt die wahre Se: ligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel seyn. 4. Sollte denn Gott mei: nem Willen unterwerfen seine Welt? meine Wünsche nur er: füllen, nur das thun was mir gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thd: richt Herz begehrt! hin 6. Wenn du auch auf rauhen Wegen wandelft, Seele, klage nicht; was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ift, wird dort Licht; und ich faff' erst Gottes Sinn, wenn ich ganz vollendet bin. Mel. Nach dir, o Herr 2c. on dir, o Vater, 376. du Glück, Unglück, Freuden oder Schmerz, von dir, der nichts als lieben kann, voll Dank und voll Vertrauen an. mein Auge mir; ich sah mein Glück, und dankte dir. 8. Sagts Ulle, die Gott je geprüft, die ihr zu ihm um Hülfe rieft: sagts Fromme! ob er das Gebet geduldig Leis dender verschmåht? 9. Die Stunde kommt früh oder spåt, wo Dank und Freud aus Leid entsteht; wo Pein, die Stundenlang nur währt, in Freudenjahre sich verkehrt. 10. Du erndteft deiner Lei den Lohn vielleicht in dieſemn ausgeweint, dir eben schon; vielleicht daß, mit seiner Hülf erscheint. 2. Nur du, der du allweise bist, nur du weißt, was mir heilsam ist; nur du siehst, was mir jedes Leid für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ist alles dunkel um mich her, die Seele müd und freu: denleer, bist du doch meine 3uversicht, bist in der Nacht, o Sort mein 4. Verzage, Herz, verzage nie! Gott legt die taft auf, 11. Schau deinen Heiland glaubig an! Wenn niemand dich erquicken kann, schütt aus dein Herz in seinen Schooß, denn seine Huld und Macht ist groß. 12. Einst hat er auch, der Menschenfreund, im Thränenthale hier geweint. Auf deine Thránen giebt er Acht, und dir zu helfen hat er Macht. 13. Er hilft gewiß, nur zweifle nicht; denn er selbst, dein Erbarmer, spricht: Vertraue mir, ich rette dich, sey frohes Muths und glaub an mich! hi In cigner Melodie. arum du Er weiß den Kummer, der dich quält; und 377. Wabich, mein Herz, geben kann er, was dir fehlt. 8103 und 226 Von dem christlichen Verhalten gegen und selbst. und hårmst dich ab mit bangem Mel. Was Gott thut, das ist zc. Schmerz blos um ein zeitlich 378. Was Gott für mich bestimmet hat, Gut? Vertrau du dem, des Allmachtsruf die ganze Welt aus Nichts erschuf. 2. Dich lassen will und kann er nicht; auch weiß er wohl, was dir gebricht, und was du fiebst, ist sein. Er ist dein Ba: ter und dein Gott, und hilft dir gern in aller Noth. nehm ich mit Dank entgegen. Ich weiß, sein ewig weiser Rath ist lauter Heil und Segen. Wer ihm vertraut, fest auf ihn baut, hat Trost in Kümmernissen, wo Andre zagen müssen. 2. Drum zag' ich nie, auch bitt ich nicht um freudenvolles Leben; nur froben Muth zu jeder Pflicht, den wollst du, Gott, mir geben. Und sinkt mein Herz bei Lerbem Schmerz, dann wirst du, Herr, mich står: Token zu neuen guten Werken. 3. Auch bitt ich nicht, Alliebender! um Güter dieser Tugend laß, 0 Erden; an Gott, mein Herr! mein Herz stets reicher werden! Bertraun zu dir, dies gieb du mir, und Willen mit Kräfte, deinen Freuden zu erfüllen. 4. Kein langes Ziel erfleb' ich mir; ein dir geweihtes Les ben ist nur mein Wunsch, um mich zu dir, dein würdig, zu ers beben. Doch hat mein Ziel der Tage viel, so laß, Herr, meine Thaten zu deinem Nuhm ge= rathen. mein Theil, sind traurig meine 5. Und ist ein franker Leib Tage, so gieb Geduld, o Gott, mein Heil, daß ich auch da noch sage: Gott ziehet mich durch Kreuz zu sich ihn preis' ich selbst für Leiden; sie sind der Weg zu Freuden. 3. Weil du nun, Gott, mein Vater bist, so weiß ich, daß mich nie vergißt dein våter: liches Herz; mich, das Geschopf von gestern her, das ohne dich ganz bülflos wår. 4. D, Gott, du bist so reich noch heut, als du es warst von Ewigkeit; zu dir steht mein Vertraun. Mach mich an mei: ner Seele reich, so gilt mir alles andre gleich. 5. Des Beitlichen entbehr ich gern, hab ich das Ew'ge nur vom Herrn, das er auch mir er: warb, durch seinen herben bit tern Tod: Das, das gieb mir, mein treuer Gott. 6. Das alles, was die eitle Welt allein für Glück und Freu: de hålt, Gold, Ehre, Wohllust, Pracht; das währt nur eine furze Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 7. Sohn Gottes! freudig dank ich dir, daß du in deinem Wort auch mir dein Heil haft offenbart. Verleib mir nun auch feste Treu, daß dort bei dir mein Erbtheil sey. 8. Lob, Ebr und Preis sey dir gebracht, daß du es im: mer gemacht! in De muth bitt ich dich: Verwirf deinem Angesicht mich Herr, mein Gott, nur ewig nicht. von In eigener Melodie. 379. Mas( Sott thut, das ist wohlgethan; es bleibt gerecht sein Wille. Wie er selbst will, so fang ers an, fein harr ich und bin stille. Er ist mein Gott, der in der Noth 3ufriedenheit und Geduld in Widerwärtigkeiten. 227 Noth mich wohl weiß zu er: Leid. Hier stort oft Unruh und halten; drum laß ich ihn nur Beschwerde, die sanfteste 3u: walten.d friedenheit; hier wohn ich noch in einer Welt, die kein voll kommnes Glück enthält. 2. Weß soll ich mich, o Herr, denn trösten? Nur deiner Huld; du bist mein Heil, und bleibst, ist auch die Noth am größten, doch meines Herzens Trost und Theil. Du stehst nach deiner Vatertreu mir stets mit und Hülfe bei. flets mit Rath 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er låffet mich nicht fallen; er führet mich auf rechter Bahn, lehrt seinen Weg mich wallen. Trost und Geduld giebt seine Huld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist das ist wohlgethan; nur Er weiß, was uns nuget. Wie ungewiß irrt jedermann, der sich auf ihn nicht stuget; ja, seine Treu ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen, und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Er ist mein Licht und geben der mir nichts Bd ses gonnen kann, ihm will ich mich ergeben iu Freud und Leid; es kommt die Zeit, da wunderbar erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zulegt Gott mich ergößt mit süßem Troft im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut das ist wohlgethan; dabei will ich, verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich doch väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. waltern Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 380. Was as ist mein Leben auf der Erde? Ein Wechsel ists von Luft und 3. Du stårkst mir unter aller Plage, o Gott, durch mein Ge bet den Muth, daß ich gelassen sie ertrage, und machst zulegt doch alles gut. Auf Kummer folgt zufriedner Dank; auf Kla: gen froher Lobgesang. heiten schickt sich gewiß kein 4. 3u ungestörten Sicher: Prüfungsstand. Wie drückt' uns würde, nicht zu Zeiten ein Leiden, unsre Treuerkannt; Vollkommne Ruh und Sicherheit ist nur ein Glück der Ewigkeit. 5. Was bist du denn, o mei= ne Seele, in deiner Noth so fummervoll? Vertrauc Gott, Trost; er schůzt dein Wohl. nur ihn erwähle zu deinem Einst dankst du ihm nach der Retter war. Gefahr, daß er dein Gott und 6. Er wird es seyn; ruf in Gefahren ihn als den einzgen Helfer an? Er weiß dich måch= niemand helfen kann, fehlt ihm tig zu bewahren, und da, wo die Kraft zu helfen nicht; dies stårke deine Zuversicht. Wege, hoff und vertrau ihm 7. Befiehl ihm alle deine allezeit. Auch auf dem aller: rauhsten Stege denk froh an jene Ewigkeit, da wirst du, P 2 frei 228 Von dem chriftlichen Verhalten geach uns selbst. frei von aller Pein, ganz selig, ganz zufrieden seyn. S. So laß mich, Gott, stets dahin schauen, und dann mit starkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen! du bist bei mir, das stårke mich. Wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getroft als Christ. gen, Ihm ist sie nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wårs auch die größte Laft der Welt. stille zu Gott, denn nicht mein Wille, dein Willeb nur gescheh, o Gott.mldoar nism hur Mel. In allen meinen Thaten 2c. 381.28as ifts, daß ich 382. In eigener Melodie. Was Wawill, gescheh, allas mein Gott mich quále? Harr Gottes, meine Seele, harr, und sey unverzagt? Du weißt nicht, was dir nüßet! Gott weiß es, und Gott schüßet; er schüßet den, der nach ihm fragt. geit! er wähle stets das Beste. 3u helfen ist er dem bereit, der an ihn glaubet feste. Er hilft aus Noth der treue Gott, und züchtiget mit Maaßen; wer ihm vertraut, fest auf ibn baut, den wird er nicht verlassen.st 2. Er zählte meine Tage, 2. Er ist mir Trost und Zumein Glück und meine Plage, versicht, giebt Hoffnung, Freud eh ich die Welt noch fah. Eh und Leben. Drum, was er will, ich mich selbst noch kannte, eb dem will ich nicht undankbar ich ihn Vater nannte, war er widerstreben. Sein Wort ist mir schon mit Hülfe nab. wahr, und in Gefahr ist er es, Sor: 7. Du bist der Müden Står: fe, und allet deiner Werke per: barmst du ewig dich. Was kann mit widerfahren, wenn du mich willst bewahren? und du, mein Gott, bewahrest mich! 4. Ich lebe nicht auf Erden, ganz glücklich hier zu werden; die Luft der Welt vergeht. Ich lebe bier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. Macht, die für mich wacht, giebt mir stets was mir nüßet. 3. Wenn es sein Wille mir gebeut, das Leben zu verlassen, so will ich mit Zufriedenheit in seinen Rath mich faffen. Dir, Gott, befehl ich meine Seele in meinen leßten Stunden; dein Sohn, o Gott, hat Grab und Tod auch für mich über: wunden. 5. Was dieses Glück vermeh: Mel. In allen meinen That. 20. ret, fen mir von dir gewäbret; 383. Was soll ich ångftdu gewährst es gern. Was dieses Glück verleget, wenn's alle Welt auch schåget, sey, Herr, mein Gott, mir ewig fern. lich klagen, und in der Noth verzagen? Der Höchfte sorgt für mich. sorgt, daß meiner Seele tein wahres Wohl je feble; genug zum Troft, mein Herz, für dich. 6. Sind auch der Krankheit Plagen, der Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Epott; so harr ich und bin 2. Was nügt es ångstlich for: gen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn! Du Bater Bufriedenheit und Geduld in Widerwärtigkeiteu. 229 Vater meiner Tage, weißt, eh ich dirs noch fage, mein Leid und auch mein Wohlergehn. 3. Auf deine Hand zu schauen, die kindlich zu vertrauen, bas, herr, ist meine Pflicht. Ich will fie treulich üben, und dich, mein Vater, lieben; denn du verläß'st die Deinen nicht. In bekannter Melodie. er nur den lieben 384.284 384. W ott wal4. Der du die Blumen flei: ten, und hoffet auf ihn allezeit, deft, und alle Thiere weideft, den wird er wunderbar erhal. ten in feit. Wer Gott, dem Ullerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schwe ren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ub? Was hilft es, daß wir alle Morgen befeufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur gró: ßer durch die Traurigkeit. alles, was mir fehlet. Drum, Seele, was dich quâlet, befieht dem Herrn, und glaube nur. 5. Herr, alle meine Sorgen, die Noth, die oft verborgen an meinem Herzen nagt, werf ich auf dich, den Treuen; du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thrånen, und sich nach Hülfe sehs nen, so klag ich dirs, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle ich je: den Wunsch der Seele; du hörst, du hilfft, du fegnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon größres Heil gegeben, und deinen Sohngeſchenkt! Du wirft mir alles schenken, und mir zum Besten lenken, was mich zu Sorgen reizt und frånktind 100 8. Du führest, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meis nen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrůz be, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That.prosión 10. Dort bei den frommen Schaaren, dort werd ich es er: fahren, wie gut du mich gez führt. Da sing ich dir mit Freuden, nach überstandnen Leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, nicht deine Bahn verstehe, die wundervolle Bahn, kann ich doch deß mich tröften: du nimmst mich, mich Erlösten, gewiß dereinst zu Ehren an. 3. 3u Gott sey deine Seete stille, mit seinem weisen Rath vergnügt, und warte, was fein guter Wille zu deinem Wohlergehn verfügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß am besten, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freu: denstunden, weiß, wann ein Glück uns nüglich sey. Wenn er uns nur hat treu erfunden, geduldig, ohne Heuchelei, so kommt er, eb wirs uns verfehn, und låsset uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshige, daß bu von Gott vergessen seyst, daß ihm nur der im Schooße sise, den alte Welt für glücklich preist; die Zukunft ändert oft sehr viel, und seget jeglichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, und seiner Allmacht 3 gilt Von dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 230 gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; er ists nach dessen Rath und Macht bald Noth uns drückt, bald Freude lacht. sehen. Wir leben oder sterben, so wird uns, deinen Erben, des Himmels Wonne nicht entgehn. 7. Sing, bet und geh auf Got: tes Wegen, verrichte deine Pflicht getreu! Trau ihm und seinem reichen Segen, so wird er bei dir werden neu; denn wer nur seine Zuversicht auf Gott seßt, den verläßt er nicht. Mel. In allen meinen Thaten 2c. 7. 3u diesem Freudenleben wirst du auch mich erheben; der Tod ist mein Gewinn. Muß gleich mein Leib verwesen, wird doch mein Geist genesen; er eilt zu deinem Anschaun hin. 8. Odrücke meinem Her zen dei Sorgen, Gram und Schmerzen den Trost aufs tief: fte ein; daß der, den, Herr, du liebest, auch wenn du ihn bez trübest, sich deiner könne find: lich freun. 385. 20 ill mich, o Gott, hienieden des Les bens Laft ermüden, so stärke mich mein Muth; so oft mich Leiden Frånken, so laß mich wohl bedenken, auch Trůbsal sey uns Menschen gut. e) Rechtes Andenken den Tod. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 2. Nicht ewig soll sie wah: 386. Du gabft mir, Gmger, dieses ren. Oft werden unsre Zähren schnell von dir abgewischt, und seufzen wir: wie lange ift un: frer Seele bange? So wird mit Trost das Herz erfrischt. 3. Du, Bater, wendest Bürden, die mich erdrücken wür: den, von meinem Haupte ab; du wägest unsre Plagen stets nach der Kraft zu tragen, die deine Hand erst selber gab. 4. Dein väterlich Bemühen will uns hier auferzieher, zu thun, was dir gefällt; du willst die Lüfte schwächen, den Eigenwillen brechen, und uns entwöhnen von der Welt. 5. Du willst den Eifer meh: ren, gehorsam dich zu ehren mit Glauben und Geduld; daß wir in unsern Nöthen auch wenn du uns willst tödten, doch trauen deiner Vaterhuld. 6. Nichts, nichts kann, Herr uns scheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns er an nicht für den Augenblick der Zeit. Du hast es mir, o Gott, gegeben zur Saatzeit für die Ewigkeit. Hienieden ist der Prüfungsort; Belohnung und Bestrafung dort. 12. Du schenktest mir Ver: stand und Willen; die Wahrs beit zu erkennen, Licht; Kraft deinen Willen zu erfüllen, und lehrtest selbst mich jede Pflicht; für Tugend gabst du mir Ge fühl, und Freiheit, wie ich wählen will. 3. Der Leib ift oft der Seele Bürde; doch schmücktest du auch dies ihr Haus, daß sie auch durch ihn fröhlich würde, mit tausendfachem Gegen aus. Und wie viel Lust gabst du nicht hier durch jeden meiner Sinnen mir! 4. Doch ließest du dabei mich wissen, daß dies mein irdisch Haus zerbricht. Ich soll zwar Rechtes Andenken an den Tod. 231 daß ich, dir bis zum Tode treu, des höhern Lebens fähig sey. gwar diese Welt genießen, doch dich und deine Zukunft sehn; als genoß id ihrer nicht; ich foll der Sinnen Lüfte fliebn, wenn sie mich zu der Erde ziehn. 5.Dein Unterricht sey nicht vergebens! Gieb, Vater, daß Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. ich ihm getreu, und im Genuffe 387. Du err und Vater bu deines Bebens bei dir zu woh nen würdig sey! vollkommne Freude wohnt nicht hier; wohnt nur im Himmel, Gott, bei dir. mo 6. Erneuern willst du einst die Erde; einft einen neuen Himmel baun. Laß, daß ich immer frömmer werde, mich auf das unsichtbare schaun; stets allen Lüften widerstebn, und nur auf deinen Wegen gehn. 7. Wohl mir, wenn ich es muthig wage, der großen Hoff: nung werth zu seyn, und dieser kurzen Prüfungs- Tage nur dir und meiner Pflicht zu weihn; wenn nie mein Fuß den Pfad verliert, der mich zu deinem Himmel führt. 8. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Lust des Fleisches und der Welt, und jede Lockung überwinde, wo: durch, was sündlich ist, gefällt; wenn ich ein treuer Kämpfer hier, dort Sieger bin, gekrönt von dir! 9. Gieb du mir deines Gei: stes Stärke, der du in Schwa: dhen måchtig bist; mir, der zu diesem großen Werke nur allzu: schwach und sinnlich ist! Laß wich, das Eitte zu verschmåbn, stets auf mein ewig Kleinod sehn! 10. Laß, Gott, schon in gefunden Tagen mich oft zu mei: nem Grabe gehn, und da bei Freuden und bei plagen auf weißt, daß ich dein schwaches Kind, des Todes Keim in Glie: dern trage, die irdisch und zer: brechlich sind; drum gieb, daß Tode sey bereit. ich zu jeder Zeit zu meinem 2. Daß du hier meinem ers sten Leben ein mir verborgnes 3iel bestimmt, und daß die Zeit, die mir gegeben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das fldße mir die Weisheit ein, stets auf mein Heil bedacht zu seyn. 3. Hier hab ich Lebenslang zu lernen, mein Herz von Sün: den abzuziehn, mich von der Weltluft zu entfernen, und um den Himmel zu bemühn; o mache mich dazu geschickt, eh mich der Tod der Welt entrückt. 4. Nicht auf der Erde, nein nur droben bei dir, Gott, mei= ner Seele Theil, ist mir das Beste aufgehoben, dort ist für mich vollkommnes Heil. Da, wo mein Schaß ist, sey mein Herz! Herr, lenke selbst es himmelwärts. 5. Hier allen Sünden abzus sterben, zu leben der Gerechtigkeit, um einst des Himmels Glück zu erben, dazu laß meine Sterblichkeit mir immerdar vor Augen seyn, so wird mich selbst der Tod erfreun. 6. Willst du mich långer les ben lassen, so laß es mir zum heil geschehn; doch soll ich beute noch erblassen, so höre, Vater, auf mein Flehn! Sey), wenn mein Herz im Tode P4 bricht, Vom dem christlichen Verhalten gegen uns selbst. 232 bricht, mein Trost und meine Zuversicht. 7. Dir will ich gänzlich mich ergeben, dir, dessen Eigenthum ich bin; bist du, mein Heiland, nur mein Leben, so bleibt selbst Sterben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir; sey du mein Trost, so gnüget mir. Mel. Jesus meine Zuversicht 2c. 388. Herr, ich hab aus: zum Beil, noch Zeit in Händen. Gieb, daß ich beflissen sey, sie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die mir zugezählten Stunden! Wie ein Traum sind fie dabin, und auf ewig mir verschwunden; nur der Augen blick ist mein, deß ich mich noch ist fann freun. 3. Laß bei ihrer Flüchtigkeit mich, mein Gott, doch nie per: gessen, wie unschågbar sey die Beit, die du hier uns zugemes: sen; wie, was hier von uns ge: schieht, ewge Folgen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum Reize mi Fleiß, eb die Zeit des Heils ver: laufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, jede Stunde auszu kaufen, die zu meiner Seligkeit deine Gnade mir verleiht. 5. Deine schonende Geduld trage mich hier nicht vergebens! Ach, vergieb mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Lebens ich zu meiner Seele Mohl nicht gebraucht, so wie ich ſoll. 6. Laß mich meine Besserung für mein Hauptgeschäfte ach: ten, und nach meiner Heiligung mit so trenem Eifer trachten, als erwarteten noch heut mich Gericht und Ewigkeit. 17. Deine Gnade steh mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an Tugendfrüchten sey, und ich reif zum Himmel wer: de. Nahet dann mein Ende sich, o so stark und tröste mich! Mel. Wer nur den lieben G. 26. 389. Jest leb ich ob id morgen lebe, ob diesen Abend, weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebe! dann kenn und thu ich meine Pflicht; dann bin ich durch des Geiftes Kraft bereit zu meiner Rechenschaft. bin 2. Um Morgen blüht und glänzt die Blume, und fällt oft schon am Abend ab. So finkt mit ſeinem Glück und Ruhme der Mensch, eh ers besorgt, ins Grab. Und Seele, du miß: brauchst so leicht ein Leben, das so schnell entfleucht.mig 3. Entziehe dich dem Welt: getümmet; hier ist der Kampf, dort ist die Ruh. Ach, streb und ringe nach dem Himmel; eil einer bessern Heimath zu. Wie bald verfließt der Prüfung Zeit! Und, ach! dann kommt die Ewigkeit. 4. Verschiebe niemats deine Pflichten. Was du zu thun ist schuldig bist, das eile heute zu verrichten; wer weiß, obs mors gen möglich ist? Nur dieser Augenblick ist dein; der nächste wirds vielleicht nicht seyn. 5. Es sey, o Vater meines Lebens, die Warnung: Wachet! send bereit! an meiner Seele nicht vergebens; verloren nicht die Gnadenzeit. Dann mas Rechtes Andenken an den Tod. Dann führt mich selbst ein schneller Tod zu deiner Selig: keit, o Gott! ncer.pl fe de Zuversicht 2c. Lebenszeit hie Mel. Jefus, meine 390. cine lich eil ich hin zum Grabe. Und was ists, das ich vielleicht noch allhier zu leben babe? Dent, o Mensch, an deinen Tod; faume nicht; denn Eins ist Roth. P the bu, rodim bu 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben Güter die du hier er: wirbst, Würden, die dir Men: schen gaben; nichts wird dich im Tod erfreun; diefe Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewis sen, das vor Gott bir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod verfüßen; dieses Herz, von Gott, erneut, giebt im Tode Freu: digkeit. 4. Wann in deiner legten Noth Freunde búlflos um dich beben: dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht; Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz er: wirbst, fürchte Gott, und bet 233 7. Eritt im Geift zum Grab oft hin, fiebe dein Gebein ver: fenken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lebre du mich selbst bedenken; lebre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden Mel. Ich hab' mein Sach G. 2c. 391. Wie fleucht dabin der Zeit! Wie eilen wir zur Ewigteit! Wie macher sinkt, eh ers gedacht, in Todes Nacht! O Seele, nimm dies wohl in Acht. 2. Dies Leben ist gleich ei nem Traum; gleich einem leichten Wasserschaum ist alle seine Herrlichkeit. Der Sturm der Zeit reißt schnell uns fort zur Ewigkeit. 3. Nur du, mein Gott, du bleibeft mir das, was du bist; ich traue dir. Es falle Berg und Hügel hin! mir bleibts Gewinn, wenn dein ich todt und lebend bin. 4. So lang ich noch auf Er: den wohn, erwecke mich o Got: tes Sohn! Verborgen ist mein Todestag; gieb, daß ich wach, und, wann er kommt, bereit seyn mag. 5. Was hilft die Welt in Tos desnoth? Was Ehr und Reich: thum nach dem Tod? Bedenks, I früh du stirbst; deine Zeit ift Gottes Sache. terne nur den Tod nicht scheun, lerne seiner 6. Weg Eitelkeit, der Tho dich erfreun. yren Luft; mir ist ein beßres Gut Schatten zu? Kein irdisch Glück giebt wahre Ruh. 6. Ueberwind ibn durch Ver: bewußt; dahin allein geht traun, sprich: Ich weiß, an mein Begier, das bleibet mir. wen ich glaube, und ich weiß, Herr Jesu, mich verlangt ich werd ihn schaun einst in die nach dir. fem meinem Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 7. Wie wird mir seyn, wenn ich dich seh, und froh zu deiner Rechten steh? O, mein Erlöser P 5 stårke 234 Von dem christl. Verhalten gegen andere Menschen. stårke mich, daß eifrig ich bis ringe stets nach ihr, als wäre an mein Ende liebe dich. fie ein Werk von dir. Mel. Herr Jesu Christ, wahr'r 2c. 392, ie ficher lebt der Staub? Sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sey noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu Vielen noch ein Jahr, und keiz ner nimmt den Irrthum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk bei Glück und Noth im Herzen oft an meinem Tod? Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut, und unsers Lebens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. vor 5. Der Tod rückt Seelen Gericht; da bringt Gott alles an das Licht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen offenbar. 10. Der Zweck des Lebens, das du lebst, dein höchstes Ziel, nach dem du strebſt, und was verschafft, ift Buz gend durch des Glaubens Kraft. 11. Ihr alle seine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes seyn; und wachsen in wahre der Heiligung, ist Todserinnerung. 12. Wie oft vergeß ich diese Pflicht! Herr, geh mit mir nicht irs Gericht; drück selbst des Todes Bild in mich, daß ich dir wandle würdiglich. 13. Daß ich mein Herz an jes dem Tag vor dir, o Gott, er: forschen mag, 0 Liebe, De: muth, Fried und Treu die Furcht des Geiftes in mir sey. 14. Daß ich zu dir um Gnade fleb, stets meiner Schwachheit widersteh, und einstens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! 10) Von dem chriftlichen Verhalten gegen andere Menschen. 6. Drum da dein Tod dir tåglich draut, so sen doch wacker und bereit; prüf dei: a) Liebe gegen den Nächsten. nen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 7. Ein Seufzer in der legten 393. Allen Menschen und auch mir hat der Noth, durch des Erlösers Tod vor Gottes Thron gerecht zu seyn: dies macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme bort, ihr folgt, und sich vom Bösen kehrt; ein glåubig Herz voll Lieb erfüllt, dies ist, was vor dem Höchsten gilt. Herr dies vorgeschrieben: Eus ren Nächsten sollet ihr, als euch selbst, von Herzen lieben! Chri sten, was Gott hier gebeut, sen uns heilig allezeit. 2. Wir sind Bürger Einer Welt, Kinder Eines Vaters, Brüder, die er alle huldreich 9. Die Heiligung erfordert hålt; alle Eines Leibes Glie: Müh. Du wirkst sie nicht, der, die sein weiser AllmachtsGott wirket sie; doch aber ruf alle, sich zu dienen, schuf. 3. Eine Liebe gegen den nächstent. mnd noll 235 3. Eine sterbliche Natur o bilde meinen Sinn nach dir, ward uns allen gleich gegeben, und laß mich doch, mein Heiz und auch Eine Hoffnung nur, Hoffnung auf ein beßres Leben, wenn wir nur in dieser Welt redlich thun, was ihm gefällt. land, hier, wie du gewandelt, wandeln. Die können keine Chriften ſein, die sich nicht Andrer Wohlfahrt freun, und menschenfeindlich handeln. 4. Und wir sollten uns ent: zwein? Lieblos uns einander haffen? Uns zu unser eignen Pein Stolz und Reid beherr: fchen lassen? Wer kein Freund des Nächsten ist, ist fürwahr kein Mensch, kein Christ. 2. Du bist auch auf der Him: mel Thron noch ist das Heil der Sünder; auch da bleibst du, o Gottes Sohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst den Deinen wahre Ruh, und die Verirrten sucheft du auf rechten Weg zu leiten; du hörst der Seufzenden Gebet, und brauchest deine Majestát, nur Segen auszubreiten. 5. Was wir auch aus Got: tes Hand zum Voraus vor Un: dern haben, Anfehn, Reich thum, hoher Stand Leibes Fräfte, Geistesgaben, alles dies befreit uns nicht von der Men: schenliebe Pflicht. 6. Selbst der Gaben Unterschied indients zum allgemeinen Besten, wenn nur jeder sich bemüht, von dem Kleinsten bis zum Größten, Andern, und nicht sich allein, nůglich, wie er kann, zu seyn. 1 7. Darum gieb, o Gott ein Herz, voll von wahrer Men: fchenliebe, das an Andrer Freud und Schmerz Antheil nehm und gern das übe, was der Liebe Pflicht begehrt, wie sie uns dein Sohn erklärt. 8. Diesem großen Menschen freund laß uns alle ähnlich werden, daß wir hier mit ihm vereint, nach vollbrachtem Lauf auf Erden, mögen ewig bei ihm seyn, seiner Lieb uns ganz zu freun. 3. laß in meiner Pilgrim: schaft mich auf dein Vorbild se= hen! Erfülle mich mit Luft und Kraft, dem Náchften beizuste: hen; betrübter Herzen Troft zu seyn, mich mit den Fröhlichen zu freun, mit Weinenden zu klagen, und dem, der mir sein Herz vertraut, die Redlichkeit, auf die er baut, nicht treulos u versagen. 4. Laß mich mit brüderlicher Huld des Nächsten Fehler decken, durch Sanftmuth, Mit: leid und Geduld zur Beßrung ihn erwecken; und fündiget er gegen mich, so freue meine See: le sich, ihm willig zu vergeben; so werd ich dich, Herr Jeſu Chrift, der du die Liebe selber bist, aufs würdigste erheben. Mel. In allen meinen Thaten 2c. Mel. Ein Sammlein gebt, und 2c. 395. Gieb, Gott voll Lieb 394. er du die Liebe fel: Trieb in den Bei mein Gemüthe, mich die Menschen fegnest, ja selbst dem, der dein Feind noch ist, mit Freundlichkeit begegnest; meines Nächsten Schmerzen laß fern von meinem Herzen der Bosheit wilde Freude seyn. 2. Wer 236 Von dem christl. Verhalten gegen andere Menschen. 2. Wer sich des Guten freuet, was deine Huld verleihet, er find es, wo ers findt, der ift nach deinem Bilde barmherzig, gütig, milde und als ein wah: rer Chrift gefinnt. 3. Der Stolz, die Eigenliebe sind freilich machtge Triebe, auf Undrer Wohlergehn und auf die größern Gaben, die sie von dir, Gott, haben, mit fcheelen Augen hinzusehni 4. Jedoch hilfft du mir kåm: pfen, hilfft Neid und Mißgunst dämpfen, wenn ich nur wach: sam bin, und wenn ich auf dich sebe, zu dir um Hülfe flehe, so hilfft du mir zum bessern Sinn. 5. Beneid ich meinen Näch: sten, so greift dich selbst, den Hochsten, mein Unmuth ta delnd an. Gott, welche schwe: re Sünde, wenn ich mich unterwinde, zu meistern, was du felbst gethan! mga rühme 6. Ich Thor, ich selber quåle mit Unmuth meine Seele, herrscht Reid in meiner Brust Herr, mache mir dies after je mehr und mebr verhaßter. Auch Andrer Glück sey meine Luft! verehrt zu sehn; nein, Mens schen zu erfreun.me den Menschen liebet, das An: drer Wohl ergöst, und ihre Noth betrübet; ein Herz, das Eigennus und Neid und Härte flieht, und sich um Andrer Glück, wie um sein Glück bemüht. 2. Sch ich den Dürftigen, so laß, o Herr, mich eilen, von dem, was du mir giebst, ihm hülfreich mitzutheilen; nicht aus dem eitten Trieb, groß vor der Welt zu seyn, und mich 3. Dies sey mein Gottesdienst! Auch unbemerkt von ihnen, muß Undern stets mein Herz mit Rath und Hülfe dies nen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohlthat an; nein, was ich Brüdern thu, das sey dir, Gott, gethan. 4. Ein Trunt, mit dem mein Dienst dem Durstigen begeg net; ein Blick voll Troft, mit dem mein Herz Bedrängte seg net; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre starkt; nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. 5. Sucht wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, fo laß mich sorgsam seyn, der Brü der Zwist zu schlichten. Aus Schmähsucht störe nie mein Mund des Nächsten Rub;-er mein Verdienst, deck feine Fehler zu. 6. Die Rach ist dein, o Gott! du sprichst: Ich will vergelten. Drum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich schel: ten. Gieb, daß ich dem verzeit, der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich baßt, den seg: ne, der mich flucht. Mel. Run danket alle Gott zc. Rieb o Gott, Doch laß mich nicht allein 396. Giner, bas jt auf zeitlich Boblergeben mit eingeschränktem Blick bei mei: nem Nächsten sehen. Noch stärker müsse mich sein ewig Glück erfreun; noch mehr sein Seelenheil mir angelegen seyn. 8. Den, der im Glauben wankt, zu leiten und zu stärken; den, der noch ficher ist, bei sei nen böfen Werken, von der ver: fehrten Bahn des Lasters abzu: ziehn; dazu verleih mir Kraft, und segne mein Bemühn. 9. D Liebe gegen den nächsten.no 237 9. O beilige du felbst, Herr, meiner Seelen Triebe, durch deine Lieb und Furcht, zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen seyn! Mel. Herzliebster Jefu, was ic. 397, Hilf, Jefu, baß ich liebe; durch lieblos Richten ihn ja nicht ihn nicht ver: Taumbe, nicht durch falsche Ranke sein Wohlsein krånke. mich von Sünden zu befrein, erschienen bist, daß ich Gottes Wege walle; daß du liebreich, eb ich falle, die Gefahr mir offenbarst, mich ergreifeft, mid) bewahrst. 2. Gieb, daß ich nachsichts: voll des Nächsten Fehle, wenns meine Pflicht erlaubt, der Welt verhehle, und wenn er fällt, auf mich, der ich noch stehe, mit Vorsicht sehe. 3. Hilf, daß ich klüglich ihn zu bessern trachte, und seiner Seele Wohlfahrt theuer achte. Wie viel haft du für sie, in Todesbanden, felbst ausge: standen! the fee 2. Daß, durch deinen Geist getrieben, dein Erretter sich erfreut, über Alles Gott zu lie: ben, dich und deine Seligkeit; was er mir verbeut, und hafse was vor dir ein du meine Hülfe bift! ft, weit 3. Uch, wie könnt ich dies empfinden, und doch fühllos Menschen sehn, in der Sclave: rei von Sünden Wege des Verz derbens gebn; und nicht rufen, daß sie's horen: Eilt, ihr Brü: der, umzukehren, wenn ihr selig werden wollt, wie ihrs werden könnt und sollt! 4. Auch für meiner Brüder Seelen, und nicht für mein Heil allein, soll ich sorgen; wenn sie fehlen, wo ich kann, 4. Laß mich aufrichtig schå: ihr Führer seyn. Wenn sie fün: gen Andrer Gaben, die sie, odigen, und sterben, und ich rief Herr, von deiner Güte haben; nicht vom Verderben, wo ich es muffe nie mein Herz des könnte, sie zu dir; forderst du Nächsten Freuden und Glück ihr Blut von mir. beneiden. 5. Von des Irrthums Fin: sternissen selbst errettet, foll auch ich unterweisen deß Ge wissen, der von deinem Wege wich; soll ihm zeigen, was ihn blende, und, daß er zu dir sich wende; vor dem Fall ihn war: nen, ibn bitten, weil er kann, zu fliehn. 5. Ogieb, daß ich nicht leicht von Born entbrenne, nie auch dem Feinde etwas Uebels gönne; und, Allen zu beweisen( Süt und Treue, mich herzlich freue. 6. Laß mich, mein Heiland, immer mehr auf Erden an Lieb und Gutigkeit dir ähnlich wer: den. Gieb Kraft dazu; so schmeck ich schon hienieden, Herr, deinen Frieden. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 6. Nicht erbittern, nur er: weichen; ihm, wenn meine Bitten nicht bis zu seinem Herzen reiden, durch mein 398. Las, o Sefu, mich em Beiſpiel feyn ein Licht; daß pfinden, welche Se: ligkeit es ist, daß du mir, um er an mir sehen möge, wie so lieblich Gottes Wege jedem, der 238 Von dem christl. Verhalten gegen andere Menschen. der sie lieb gewinnt und sie geht; wie gut sie sind. 7. Sehn an allen meinen Freuden, wie beglückt der fromm ist; fehn, wie so froh find, selbst im Leiden, die, so Gottes Wege gebn; daß er doch der Lust der Erde sich ent: reiß, und heilig werde, selig auch, wie ich, zu seyn, ewig deiner sich zu freun. Mel. Mir nach, spricht Chrift. 2c. o jemand spricht: 399. ich liebe Gott, und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahr: heit Spott, und bandelt ganz dawider. Gott ist die Lieb, und will, daß ich den Nächsten lie: be, gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind Alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 3. Sein Heit ist unser Aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so theu'r erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versöhnt, hab ich dies mehr, als sie, verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von mei nen Tagen? Ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier gethan, den Kleinsten auch von diesen, das siehst du, mein Erldser, an, als hätt ichs dir erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch seyn, und dich im Bruder nicht erfreun! bi 6. Ein unbarmherziges Gerücht wird über den ergeben, der nicht barmherzig ist, und nicht die rettet, die bm fleyn: drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durd) Liebe preist. ni Mel. Ach was soll ich Sünder 2. 400. Sollten Menschen, mir, mein Gott, nicht theuer seyn? Sollt ich sie nicht gern erfreun. Sind nicht alle Chris sten Glieder dessen, der für alle starb, Allen Gottes Huld er: warb. 2. Du hast sie aus einem Blute stammen lassen; alle find dein, Gott, jeder ist dein Kind; alle sind mit einem Blute auch erkauft und eines Thrones Era ben; Erben deines Sohns. 3. Gottes Kinder follt ich hassen, lieblos, unbarmherzig seyn? Meinem Feinde nicht verzeihn? Keine Schulden ihm erlassen? Gott, nicht fürchten dein Gericht? dein Erbarmen achten nicht? ti 4. Ja, du, der für Uebelthdter um Bergebung bat, die Laft, welche du getragen haft, war die Laft der Uebertreter; doch warst du von Rache fern, dul: detest, vergabeft gern. 5. Wenn mein Herz, vom Hang zur Sünde hingeriffen, dich verkennt, und zum Haß und Rach entbrennt! hilf dann, daß ich überwinte meinen Haß, und laß mich sehn, dich für uns zum Tode gehn. 6. Wie dir deine Thränen flossen, als dein Aug um mich geweint; wie du, großer Menschenfreund, auch für mich dein Blut vergoffen, wie du littst, mich Wohlthätigkeit, Dienstfertigkeit u. Barmherzigkeit. mich zu erfreun: daß laß mir 4. Gieb, daß ich willig gebe, vor Augen seyn. ndi 7. Gieb es mir so zu erken: nen, daß ich thu, wie du gethan. Wer nicht liebt, geht dich nicht an; ist kein Glied von dir zu nennen; ist dem Gott der Lieb mich wohlzuthun bestrebe, so, wie mein Heiland that, der zärtliche Erbarmer, den kein bedrängter Urmer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt in mir die Triebe ein Gråul, und verscherzt sein der mitleidsvollen Liebe. Wie eignes Heil. ndu mir Guts gethan, so laß, nur stillen kann. 8. Oso bilf mir, daß ich übe, um deinetwillen, mich Andrer was dein Wille mir gebeut, Seufzer stillen, so oft ich sie Nachsicht, Sanftmuth, Gútig keit! daß ich, wie du liebeft, lies be; innig liebe, milde, treu, fanft und leicht versöhnlich sey. 9. Glieder, Chrifti, der für Alle starb, Allen Gnad und Huld, erwarb, lieben will ich euch, ihr Brüder! für euch beten, euch erfreun, wohlthun dul: den und verzeihn. na b) Wohlthätigkeit, Dienstfertigkeit und Barmherz jigkeit. Mel. Mir nach, spricht Chrift. 2c. Mel. In allen meinen Thaten 2c. 402. Wer diefer Erden Güter hat, und 401. Dater, bu gütig: macht fter Berather in allem, was uns drückt! die Freuden, die wir haben, sind einzig deine Gaben; du bifts, der unser Herz erquickt. 6. 3um Fleiß in guten Wer: ken laß mich die Hoffnung står ken. Vor dir, dem Herrn der der sey, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefälit. 7. O wohl mir! ich gewinne schon hier, bei diesem Sinne, Trost und Zufriedenheit, und einst vor Gottes Throne sum unschäßbaren Lohne die Freu: den einer Ewigkeit. u aller Menschen sieht den Nächsten leiden, und den Hungrigen nicht fatt, läßt Nackende nicht klei: den: der übertritt die erste Pflicht und liebt dich, Gott der Liebe nicht. 2. Du lässt dich von uns Sündern nicht verhindern, uns segnend zu er: freun; zu ewogen Seligkeiten uns Sterbliche zu leiten, ist Weisheit, Macht und Güte dein. gros ift bein 3. Wie groß ist deine Milde! Barmherziger Vater, bilde mein Herz nach deinem Sinn. Daß ich der Noth der Armen mich willig môg erbarmen, nimm alle Hårte von mir hin. 2. Wer seines Nächsten Ehre schmåht, und gern sie schmähen wenn sich ſein it, Feind vergeht, es nicht zum Besten kehret, nicht dem Ver: läumder widerspricht: der lie: bet feinen Nächsten nicht. wimb 13. Wer zwar mit Rath, mit Troft und Schuß den Nächsten unterstüget, doch nur aus Stolz und Eigennuß, aus Weichlich= feit ihm nůget, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht; auch der liebt seinen Nächsten nicht. 4. Wer 240 Von dem chriftl. Verhalten gegen andere Menschen. 4. Ber hart, bis ibn an: zuflehn, ein Dürftiger erst er: fcheint, nicht eilt, dem Armen beizustehn, der im Berborgnen weinct, nicht gütig forscht, obs ihm gebricht; auch der liebt seinen Nachften nicht. 5. Wer Niedre, wenn er sie beschirmt, mit Hårt und Vor: wurf quålet, und ohne Nach ficht straft und stürmt, sobald fein Nächster fehlet, wie bleibt bei seinem Ungestúm, Gott, deine Liebe wohl in ibm.al aby 6. Wer für der Armen Heil und Bucht mit Rath und That nicht wachet; dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft fie dürftig machet; nur sorglos ihnen Gaben giebt: der hat fie wenig noch geliebt. 7. 3war du, mein Herz, ver: magst es nicht, stets durch die nur geneigt, die Pflicht getreu: lich auszuüben, und wünscheft dir die Kraft dazu, und sorgst dafür, so liebeft du. TOPL 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so fuch ihn zu beleben. Denk oft: Gott ist die Lieb, und mir hat er sein Bild ge: geben. Ja, höchster, was ich hab ist dein; sollt ich, wie du, nicht liebreich seyn? Mel. O Gott, du frommer s. 2c. 403. 2 mensch, ie selig lebt ein Mensch, der Dienstbegierde kennet, und ih re Pflicht zu thun aus Men: fchenliebe brennet! der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienst der Welt verbindt, Beruf und Eid und Umt sdon in sich sel. ber findt. sucht er dies zu erreichen; er hålt für eignes Wohl sich nicht allein gemacht; er hält sich für die Welt von dir hervorge: bracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienst und Kräfte; ihr nügen, ist für mich ein seliges Geschäfte. Als Glie: der schuf uns Gott, als Bür: ger Einer Welt, in der des Ei nen Hand die Hand des An: dern hält. 4. So denkt der Menschen: freund; und das ist sein Bestre: ben; er fuchet, weil er lebt, für Andrer Bohl zu leben. Er sei: nes hohen Rufs zum Wohlthun fich bewußt, verbreitet überall Zufriedenheit und Luft. 304 5. Er sieht der Brüder Noth, und kann die Roth nicht sehen, ohn ihnen gleich mit Rath und die Bürde mit, die seine Brü der drückt, voll Freude, wenn sein Troft die Traurigen er: quickt. at allo 1503 ibre 6. Was Nothdurft heiicht, reizt jeden seiner Trie be, auch ohne Ruhm und Lohn zu Werken wahrer Liebe. Nicht Stolz, nicht Eigennus wirkt feine Gütigkeit; er übt sie, weil ihm Gott, was Andern nugt, gebeut. 7. So laß mich auch gefinnt, mein Gott, durch Chriftum werden! Voll regen Eifers sey mein Leben hier auf Erden, so nüglich, als ich kann, dem Nächsten stets zu seyn; dann geh ich einst, o Gott, ins Reich der Liebe ein. 19a Mel. Herr, ich habe mißgeh. 2c. 2. Dir, Höchfter, ahmt er 404. Wohlzuthun und nach, dir, als dein Bild zu glei: Dienstbefliffenheit Christen, chen; durch mitzutbeilen, das vergeffet nicht! Mitleid, i Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 241 mitleidvoll und willig eilen, c) Sanftmuth und VersöhArmen beizustebn ist Pflicht; inlichkeit. Pflicht, die Jesus selbst uns Mel. Herr, ich habe mißgeh. zc. lehrt, und die Gott, den Höchsten, ehret. unger 405. 2[ en, welche nicht 2. Speiset die, die Hunger leiden, und die durstig sind, die trånkt; eilt, die Nackenden zu Fleiden; tröstet die, die Kum: frånkt; Schwache sucht zu unterstügen; Unterdrückte zu beschüßen. vergeben, wirst du, Richter, nicht verzeihn; trostlos werden sie im Leben, trostlos einst im Tode seyn, un: entladen ihrer Sünden nim= mer vor dir Gnade finden. mer sid 3. Nicht nur denen, die euch lieben, oder euch um Hülfe flehn, Ullen eilt, aus eignen Trieben, nach Vermögen bei: zustehn; die auch, die im Stitlen leiden, führt zu unverhoff ten Freuden. 4. Und dies sey dir keine Bürde, keine Last, beglückter Chrift! Hoheit ist es, Ruhm und Würde, wenn du mild und hülfreich bist. Welch ein Ruhm für dich Erlösten, arme Brůder Jesu trösten! 6. Heil und Glück auf unfern Wegen, innige Zufrieden heit, Huld bei Menschen, Gottes Segen folgen auf Barmherzigkeit. Was ist Mühe, was Beschwerden, wenn sie so vergolten werden? 2. Wie dein Herz mit jedem Sünder väterliches Mitleid bat; wie der Freund der Mens schenkinder selbst für seine Mörder bat; so soll auch der Christ verzeihen, und sich nicht der Rache freuen. 5. O wie lohnt's mit sanften Freuden, der Verlaßnen Hel fer seyn! Sehn, wie sie in ih4. Stårt uns, Vater, deine Frommen, treu zu bleiben die fer Pflicht! wenn wir in Ver: rem Leiden sich durch uns ge- fudbung kommen, so besiege fie stårkt, erfreun! Ein betrübtes Herz erquicken, welch ein himmlisches Entzücken! uns nicht. Laß sie uns gewaff= net finden! laß uns schnell sie überwinden! 7. Laßt uns eilen, unsre Gaben, weil es Zeit ist, auszustreun! Was wir hier gefået haben, erndten wir einst reichlich ein. Send barmher: zig, helft den Armen: Gott will euer sich erbarmen. 3. Bir geloben's dir mit Freuden; willig wollen wir verzeihn, nie uns råchen, wenn wir leiden, nie zu dir um Rache schrein, vielmehr vor dein Untlig treten, und für unsre Feinde beten. 5. Mach in unserm ganzen Leben deinem Sohn uns gleich gefinnt! Sind wir willig zu vergeben Allen, die uns schuldig find, so laß auch für unfre Sünden uns bei dir Bergebung finden. 6. Heil uns! Gott verzeiht uns Sündern, geht nicht mit uns ins Gericht, nimmt uns auf zu seinen Kindern, zúrnet mit uns ewig nicht. Laßt uns beten, laßt uns fåmpfen, allen Groll in uns zu dâmpfen. Mel. 242 Von dem christl. Verhalten gegen andere Menschen. Mel. Sollt ich meinen Gott 2c. 5. Ewig Heil ist dem beschie 406. Gott, der du die den der nach frommer Eintracht Menschen liebest, der du nicht ein strenges Recht, fondern lauter Gnade übest an dem sündlichen Geschlecht; laß mich deinen Geist beleben, daß ich, Vater, als dein Kind, lieb: reich sen, wie du, gesinnt! Herr, du wollst den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachsicht zeigt und mit Sanftmuth spricht und schweigt. Höchster, gieb mir deinen Frieden, der zu Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; denn, wenn er das Herz regiert, wird, was zu der 3wietracht führt, niemals Uebermacht gewin: nen; bis einst in der Herrlich: keit ewger Friede uns erfreut. Mel. Herzliebster Jefu, was 2c. err, Erldser, 2. Las mich meines Nachften 407. Hett, mein Sofer, schonen, willig tragen seine Last; und so lang ich hier soll wohnen, bleibe Banksucht mir verhaßt! Auch das ist, o Gott, dein Wille, und die Eintracht liebeft du; o so hilf auch mir dazu. Gieb ein Herz mir, das die Stille und den Frieden fucht und liebt, das statt Rache Sanftmuth übt. 3. O wie wird das Herz beschweret durch des Bornes Lei: denschaft! Sankfucht, 3orn und Haß verzehret nach und nach des Lebens Kraft; hemmt den Lauf von unsern Jahren, macht zum Himmel unge: schickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, ach! du wol: left mich bewahren, daß des Jahzorns Raserei nie des Her zens Meister sey. 4. Wer mir flucht, den will ich segnen, so wie mein Erlöser that, und dem nachsichtsvoll begegnen, der mich oft belei= digt hat; für die Feinde will ich beten, und vor dich, du Frie: densfürst, wenn du Menschen richten wirft, ausgeföhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens, stärke du mich mit deiner Kraft dazu. littest, und noch zur Rechten Gottes für mich bitteft; erweck in mir, du Muster wahrer Lie: be, der Sanftmuth Triebe. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? Du schalst nicht wieder, da man dich ge Du fegnetest mit scholten. Wohlthun nicht bloß Freunde; auch deine Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen andre bren nen? Ich sollte jemals Baß mit Haß vergelten, und wieder schelten? 4. Wie kann ich Vater zu dem Höchften sagen und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, und Rache fchreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Verge: bung finden. Dein Jünger ist nur, wer, wie du, vergiebet, und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seelen Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe; daß nie die unerfåttliche Begier nach Rache mich strafbar mache. 7. Wenn mm Sanftmuth und Versöhnlichkeit. d mol 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich ihr Unrecht übersehen, und soll: ten sie mich auch empfindlich krånken, an dich gedenken. 8. Erwecke dann, o Herr, in meinem Herzen aufs neue die Erinnrung jener Schmerzen, die du in deinen schweren Lei: densstunden für mich empfun: den. 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, und so, wie du, den, der mir fluchet, fegnen. Herr, mache gegen Alle, die mich hassen, mein Herz gelassen. 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd ich sonst mein ganzes Glück verlieren, o Herr, so laß mich, ihr zu widerstehen, auf dich dann sehen. 11. Du schüßest den, der red: lich vor dir wandelt, und über: all nach deinem Vorbild han: delt; drum laß in allem mich schon hier auf Erden dir åhnlich werden. ermessen. Wie viel hast du ver: geben und vergessen! Ach, füh: re mir doch deine große Güte recht zu Gemüthe. 2. Du segneteft mitleidia, die dir fluchten; du heilteft selbst, die dir zu schaden suchten; und gabst auch bei der Feinde Spott und Toben der Sanftmuth Proben. 243 Mel. Herzliebsier Jesu, was zc. 408. Herr, beine Sanft: Mel. Herzlich thut mich verl. 2c. 409. Nie will ich wieder wenn 3. Ach, glich ich dir, o Hei: land! Ich bekenne, daß ich noch oft von schnellem 3orn entbrenne, und mich vor dir der Trieb zur eignen Rache verwerflich mache. 4. Dir, Herzenskündiger, dir muß ichs klagen, wie wenig noch mein stolzes Herz kann tragen; wie schwer ich oft: mals, wenn mich andre hassen, mich weiß zu fassen. 5. Vergieb mir, Herr, und wende mein Verderben! Bei 3orn und Haß låst sich dein Reich nicht erben, und jener Tag vergilt nach strengem Rechte dem harten Knechte. 6. Co bilf mir denn die Rachbegier ersticken; laß sich dein Bild in meine Seele drücken! so werd ich mich versöhnlich finden lassen, nicht wieder haffen. 7. Flucht mir mein Feind, so gieb, daß ich ihn segne, und seis nem Grimm mit Freundlich: keit begegne; daß er, wenn ich durch dich mich überwinde, mich freundlich finde. 8. Verleih mir dies, um dei: ner Sanftmuth willen; so erb ich auch im Lande deiner Stil: len die Seligkeit, wozu sie je nes Leben einst wird erheben. mein Haffer flucht; nie dem zu schaden suchten, der mir zu scha den sucht. Ich will ihm sanft begegnen, nicht drohen, wenn er drobt; schilt er, so will ich segnen. Dies ist des Herrn Gebot. 2. Mein Jesus, der Gerechte, vergalt die Echmach mit Huld; die Wuth ergrimmter Knechte ertrug er mit Geduld. Sollt ich denn wieder schelten, da er nicht wieder schalt, mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind vergalt? Q2 3. Ver. 244 Von dem chriftl. Verhalten gegen andere Menschen. 3. Verläumdung dulden müssen, ist schmer; doch diese Pflicht wird leicht, wenn das Gewissen für meine Unschuld spricht. Dies will ich treu be: wahren; so bessert mich mein Feind, und lehrt mich flug ver: fahren, indem ers böse meint. 4. Ich will die Fehler scheuen, die er von mir erfann; auch die will ich bereuen, die er nicht wissen kann. Durch Huld will ich mich råchen, an ihm das Gute sehn, und Gutes von ihm sprechen; wie könnt er långer schmåhn? 5. Ich will niemals ermůden, ihm thåtig zu verzeihn, und, als ein Christ, zum Frie: den, zu Diensten, willig seyn. Wenn mich zu untertreten, ihn Güte mehr erhißt; so will ich für ihn beten, und Gott vertraun, Gott schůzt! 100 Mel. Mir nach, spricht Christ. 2c. 410. Verbittre dir dein nicht, o Chrift, durch eigne Rache; ver: geben ist des Menschen Pflicht, vergelten Gottes Sache. Die Sanftmuth, die sein Wort gebeut, liebt Feinde, segnet und verzeiht. 2. Wahr ists, empfindlich ist ifts, empf der Schmerz, von Menschen Unrecht leiden; und dennoch soll des Chriften Herz sich nicht am 3orne weiden, soll nicht sein eigner Richter seyn, soll alles Unrecht gern verzeihn. 4. Wer hat wohl größern Widerspruch von Sündern hier erduldet, als er, der Herr, der Schmach und Fluch von Undern nie verschuldet; und den: noch will er langmuthsvoll, daß keiner ewig sterben soll. 5. Ihm folgen ist dein wah: rer Ruhm. Beleidigern verzei hen ist Ehre für dein Christenthum; fich ihres Falls nicht freuen, den, der dich schmåht, nicht wieder schmåhn, reicht dir selbst zum Wohl ergehn. ge= 6. Im 3orn denkt niemand ernstlich nach, was Gott gefal: len sollte. Die Rache selbst vermehrt die Schmach, die man bestrafen wollte. Kein Schimpf wird ungeschehn gemacht, wenn deine Rachgier wild erwacht. 7. Die Rachgier reißt Ge= rechtigkeit, reißt Glauben aus dem Herzen, stört des Gemüths und straft mit bittern Schmerzen. Sie hin: dert Dank, Gebet, Vertraun, und raubt den Muth, auf Gott zu baun. 8. Durch Sanftmuth( übe Feind besiegen. O raube deiner nur die Pflicht!) wirst du den Seele nicht dies göttliche Verauch dir verzeihn, dein Vater gnügen. Dann wird der Herr und Vergelter seyn. 9. Laß mich aus Liebe, Gott 3. So widrig diese Pflicht zu dir, nicht selbst das Unrecht dir scheint, so mußt du sie doch råchen. Du wirst, verzeih ich üben; scnft bist du nicht des gern, auch mir ein anádia Ur: Heilands Freund, der sie dir theil sprechen. Von dir kommt vorgeschrieben. Emport dein auch der Sanftmuth Sinn. Herz dawider sich, so sieh auf Nach deiner Gnade gieb mir ihn; besiege dich. ihn. d) Ge Gerechtigkeit und Bescheidenheit. d) Gerechtigkeit und Be scheidenheit. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. 411. 2uer meiner Brüder Rechte follen, Gott, mir heilig seyn! Wenn ich sie zu krånken dächte, ihres Kummers mich zu freun, über fie mich zu erheben, oder mir allein zn leben: welchen Haß verdient ich nicht! Welch ein schreckliches Gericht! 2. Könnt ich, taub bei ihren Klagen, ihnen das aus Eigen: finn, oder Neid und Getz ver: sagen, was ich ihnen schuldig bin; könnt ich ohne Treu und Glauben Undern ihren Segen rauben: welchen Haß verdient ich nicht! Welch ein schreckliches Gericht! 3. Jedes Unrecht will ich haffen; will gerecht seyn, kein Tyrann; jedem geben, jedem laffen, was er hat und fordern kann. Lieber will ich Unrecht leiden, als begehn, und will mit Freuden lieber niedrig seyn und bloß, als durch Unrecht reich und groß. 4. Sollt ich, giebst du auch mehr Segen, mir, als Undern, mehr Gewinn, ihnen ungerecht begegnen, weil ich reich und machtig bin? darum, weil so oft Verbrecher, ohne Furcht vor dir, o Råcher, obgleich alle Welt fie haßt, fest doch stehn, wie ein Pallast? 5. Würden der bedrängten 3åhren, würden ihre Seufzer nicht Rettung, Gott, von dir begehren, nicht auch schärfen dein Gericht? Würd ich nicht stets zittern müssen? Würde nicht selbst mein Gewissen über mich um Rache schrein, und ihr erster Richter seyn? 245 6. Eines Unterdrückten Thránen, o wie furchtbar sind nicht die! Eh es ungerechte wähnen, treffen deine Pfeile fie. Und wenn du nicht eilen sollteft, wenn du, Richter, säumen wolltest: harrt am Grabe meiner nicht ein noch schrecklicher Ge richt? 7. Nein; ich will gerecht und billig auch selbst gegen Feinde seyn; keinen drücken, lieber willig jedem, der mich Frånkt, verzeihn. Hab ich Macht, ich will sie nügen, die Bedrängten zu beschüßen; eilen, wo Verlaßne flehn, ihnen liebreich beizustehn. 8. Sichern will ich meine Rechte, aber sanft und mit Geduld. Wir sind alle deine Knechte; und wie groß ist dei ne Huld! Du vergiebst so viele Schulden: sollt ich denn kein Unrecht dulden; nicht gelind seyn, mich nicht freun, wie mein Vater, zu verzeihn? handeln, immer billig; will 9. Ungerecht will ich nie auch gern schonen, dulden, und meines Herrn. doch wandeln froh die Wege Er, der Richter aller Welten, wird mein schonen, mir vergelten, wenn er mich vollendet hat, was ich meinen Brüdern that. SEA Mel. Kommt her zu mir, 2c 412. Du liebst, o Gott, Gerechtigkeit, und haffest den, der fie entweiht, am nächsten Unrecht übet. Du bists, der Jedem seis nen Lohn, ohn alles Unsehn der Person, nach seinen Werken giebet. 2. Gerechter Gott, laß dei nen Geist zu dem, was recht Q3 und 246 Von dem chriftl. Verhalten gegen andere Menschen. und billig heißt, stets meine bot: Das, was dich frånkt, Seele lenken. Nie tomm es wenns dir geschicht, das thu du mir doch in den Sinn, aus gegen Andre nicht. Habsucht, mir nur zum Ge winn, des Nächsten Recht zu frånken. 4. Wenn ich dies heilige Ge seg durch ungerechtigkeit ver: leb, so sprech ich selber über mich das Urtheil: Gott ist wi der dich. 3. Pflanz Redlichkeit in meine Brust, und laß mich stets mit Freud und Lust der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf Unrecht denkt, nur Scha: den sucht und Andre frånkt, wie kann das Brüder lieben? 4. Nie seufze jemand wider mich! Mein ganzes Herz bestre: be sich dem Nächsten gern zu geben, was er mit Recht ver: langen kann, und immerfort mit Sedermann in Einigkeit zu leben. 5. 2aß mich beständig dahin fehn, mit Jeglichen so umzugehn, wie ichs von ihm beqeb: re; damit ich keines Menschen Herz durch meine Hårte je mit Schmerz und Kümmerniß be: schwere. 6. Herr, mit dem Maaß, damit ich hier dem Nächsten messe, wirst du mir dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur Billigkeit, und lasse mich zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen. 5. Dein Wort schårft mirs noch stärker ein, kein scaden: froher Mensch zu seyn; es droht der Kränkung, dem Betrug des Nächsten unfehlba: ren Fluch. 3. Du schriebst in jedes Herz, o Gott, tief ein das billige Ge: 6. Darum, mein Gott, be: wahre mich vor allem Unrecht väterlich. Beging ichs je, fo fey mirs leid, und zum Erfag mein Herz bereit. 7. Wer Undern Schaden hat gethan, und irgend ibn erstat ten kann, doch deß sich weigert, findet nicht vor dir Erbarmen im Gericht. 8. Auf Buße, die er meint zu thun, kann nie dein Wohlge: fallen ruhn, wenn er nict willig das erseßt, womit er Andrer Recht verlegt. 9. Herr, gieb, das ich deß eingedenk durch Unrecht nie: mals Undre Frånk. Du bist ge= recht. Dies sey auch ich; in diesem Sinne stårke mich. Mel. Herr Jesu Christ, wah. 2c. ern sey mein Le: Mel. Wer nur den lieben G. 2C. 413. Sen jederzeit von 414. V Belt gerufen, on dir Von aller Ungerechtigkeit. Wie könnt ich sonst der Deine seyn, und, Gott, mich deiner Gnade freun? stehn, Schöpfer, alle Menschen hier auf vielerlei verschiednen Stufen der Kräfte, die du gabft, vor dir; nie gleich einander an Gestalt, an Neigung, Stande und Gewalt. 2. Wer seines Nächsten Rechte Frånkt, auf dessen Schaden boshaft denkt, verleget des Ge: wissens Pflicht, und ehrt dich, Gott der Liebe, nicht. 2. Nicht Jeder hat, was Un= dre haben; und das ist Güte; denn du giebst dem diese, jenem andre Gaben, weil du uns all', o Vater, aufrichtigkeit uno zusayrien. v Ho o Bater, liebst; denn alle sollen glücklich seyn, und einer sich des andern freun. 3. Beglücken, Herr, und glücklich werden, ist Aller Ruf, ist aller 2oos. Nur darum, Gott, ist der auf Erden gering und arm, der reich und groß. Der hat mehr Kraft, der mehr Verstand; denn Jener braucht was der erfand. 4. Verschieden sind auch unfre Freuden; verschieden Aller Last und Müh, und aller deiner Kinder Leiden; der duldet jes ne, dieser die. Verschieden ist des Vaters Bucht; verschieden auch Gewinn und Frucht. 5. Wer hat mich andern vor: gezogen; wer wieder andre Menschen mir? Du thufts, durch freie Huld bewogen; denn alles gute kommt, von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin alles, was ich bin, durch dich. Und ich, ich sollte nicht bescheiden, ich stolz und übermüthig seyn? ich den nicht achten, den beneiden? mich, 247 fich an, wie arm, wie niedrig bin ich dann! 9. Wer eitler Ehre gern entbehret, und Zugend an Gerin: gen gern erkennt und schågt und ehrt, der ehret der Niedrigfeit und Hoheit Herrn, und De: muth und Bescheidenheit be: lohnt ihn mit Zufriedenheit. 10. Sie schmückt das Alter, giebt der Jugend Reiz, Liebens: würdigkeit und Werth, und Glanz, und Hoheit jeder Tu gend, die eitten Schimmer gern entbehrt; bewahrt vor Mißgunst und vor Neid, ist des Verdienstes schönstes Kleid. 11. Steb, Herr, zu allen deinen Gaben; auch diese; laß, vom Stolze rein, uns alles brauchen, was wir haben, uns durch einander zu erfreun! Dann nimmt die Lieb und Freundschaft zu, und Friede wohnt bei uns und Ruh. e) Aufrichtigkeit und Wahrbeit. Mel. Es ist das Heil uns kom. 2c. Zunge, die ver: weil er mehr empfing, feeun, als war ich( hatt ich 415. Die mich ipricht, mehr, als er,) auch besser dann, auch seliger! 7. Laß, Gott, in meinem ganzen Leben mich meines Glücks und Vorzugs nicht zu Andrer Kränkung überheben; verkennen nie der Demuth Pflicht! nicht bloß auf meinen Vorzug sebn, nicht Andrer Gaben stolz verschmähn! 8. Ja, meine Brüder will ich ehren, wie arm, wie niedrig fie auch sey'n. Sie können mei ner nicht entbehren; ich kann mich ohne sie nicht freun. Nimmt keiner meines Glücks bat dir dein Gott gegeben. Welche ein Geschenk! miß: brauch sie nicht; fie bringet Tod und Leben. Sie ifts, wo: mit man lobt und schmåht; o Gott! erhöre mein Gebet; laß mich fie recht gebrauchen. 2. Laß doch in meines Her zens Grund, Herr, Ehrfurcht vor dir wohnen; gewissenhaft wird dann mein Mund der Wahrheit Rechte schonen. Und wohl dem, der von Schmeiche: lei, von Låstrung und Verstellung frei, nicht mit den Lippen fündigt! 2.4 3. Au 248 Von dem chriftl. Verhalten gegen andere Menschen. 3. Auf deinen Ruhm und Leben ist gewiß, ihr künftges Andrer Wohl laß meinen Sinn Theil. Hier schon trifft vers sich lenken; und dies laß, wenn diente Schante sie bei Redliich reden soll, mich auch mit chen im Lande; denn ein jeder Ernst bedenken. Dein Lob, Menschenfreund ist der Falsch: o Gott, des Nächsten Nug, heit Rånken feind. der Tugend Ruhm, der Un schuld Schuß, beschäft'ge mei: ne Zunge. 4. Weh dem, der frech und ungescheut mit Falschheit und mit Lügen, die Wahrheit und fich selbst entweiht; weh dem, deß Worte trügen; dem Fluch und Schwur gewöhnlich ist, und der mit Falschheit und mit ist den nächsten hintergehet. 5. Gieb mir, o Gott, ein reines Herz und laß mich Spotte: reien, schandbare Worte, fre: chen Scherz gewissenhaft stets scheuen. Was ehrbar und was nüglich ist, laß mich stets reden, als ein Christ; zu rechter Beit auch schweigen. Mel. Du, o schönes Weltg. 2c. 416. Las mid ,, Höchfter, stets der Wahrheit Freund zu seyn. Zu des Himmels frobem Leben gett kein frecher Lügner ein, und vor deinem Angesichte werden sie beschåmt zunichte; denn vor dir sind immerdar Aller Herzen offenbar. 2. Undern zu gefallen lügen, leeren Schwägern gleich zu seyn, heuchelnd Brüder zu be: trügen, Herr, das falle mir nicht ein! Wahrheit leit an allen Orten mich in Werken und in Worten; redlich sey des Herzens Grund, redlich sprech auch stets der Mund. 3. Die der Falschheit sich er: geben, sind vor dir, o Gott, ein Graul; und ein unglückseligs 4. Schmåht mich ohne mein Verschulden der Verläumder Låtermund; o ſo laß michs still erdulden; einst wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht långer schweigen, meine Unschuld zu bezeugen, so verleihe, daß dabei Herz und Mund voll Sanftmuth sey. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist, daß nicht eines meiner Worte deinem Ohr verborgen ist: dies erwecke mein Gemüs the, daß ich mich vor Lügen bûte; denn du liebst den Wahrs heitsfreund, und bist allen Fal: schen feind. Mel. Herzlich thut mich 2c. 417. 2ohl dem, der richals ein Wahrheits- Freund in tig und das ist, was er scheint; der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Fatschheit übet, sich unbefleckt erhält. 2. Wohl dem, der Lügen haffet, und der, so oft er spricht, so seine Reden faffet, das er die Wahrheit nicht mit Vorbe: dacht verleget, und der an je= dem Ort sich dies vor Augen seget; Gott merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, wenn sein Ge: müthe, Gott, so die Wahrheit übt; ihn leitet deine Güte, er wird von dir geliebt. Du wirst ibn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht, beschämt die Falschen Chriftliche Freundschaft, und Glück berselben. Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 4. O laß, Herr, alles Lügen doch ferne von mir seyn;, nie laß die Lippen trügen, nie fey) 2. Der fest vereinigt erst mit dir, in einem Gefte dann mit mir der Tugend hohes Leben die Tugend Schein. Erinnre lebt, mit mir nach einem mein Gewissen, du baffest Heu:| 3iele strebt. mschli chelei, damit ich stets befliffen der Treu und Wahrheit sey. 5. Laß niemals mich verspre: chen, was ich nicht halten kann, auch keine Zusag brechen, die ich einmal gethan; nie mich den Stolz verleiten und nie des Beispiels Macht, als Wahr: beit auszubreiten, was ich doch selbst erdacht. 6. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Wahrheit Licht Herr, meine Seele leiten, da: mit ich meine Pflicht mit Klug: beit üb' und wisse, wann ich für Andrer Wohl und für mich res den müssen, und wann ich schweigen soll. 7. Wann je, um mich zu drücken, des Feindes Anschlag gilt, der sich bei böfen Tücken, in guten Schein verhüllt; so stårke meine Seele, daß sie nicht unterliegt, und alles dir befehle, durch den die Unschuld fiegt. 8. Ein Herz voll Treu und Clauben, das, Gott, dein Auge scheut, das soll mir Niemand rauben: so kann mit Freudig: keit ich hier zu dir aufsehen, und dort vergiltst du mir, wenn Falsche nicht bestehen, mit Wonn und Preis dafür. 249 traulich liebt, sich mit mir freut, mit mir betrübt. f) Christliche Freundschaft, und Glück derselben. 3. Gedanke, Neigung, Will und That sind Eins in beiden, nur den Pfad, den wir in dei: nem Lichte sehn, getreu, und Hand in Hand zu gehn. 4. Der Herzen Heil und Besserung, nicht eitler Lüfte Sättigung, der wahren Liebe voll Gefühl ift unsre Sehn: fucht, unser Ziel. 5. Wir theilen brüderlich dein Licht, daß uns erleuchtet jede Pflicht uns zu erleichtern, jede Kraft, gleich fromm zu seyn, gleich tugendhaft. 6. Vom Irren hålt er mich zurück, durch weisen Rath, durch sanften Blick; und wenn 1 er mir zu irren scheint, so warn ich ihn, den Freund, als Freund. 7. Und wenn ich strauchle: ( denn wie leicht fällt nicht der schwache Mensch!) so reicht er feine Bruderhand auch mir, und führet mich zurück zu dir. 8. Stets durch einander weiser, Herr, stets edler und vollkommener, verschmähn wir redlich, offen frei, die Täuschungen der Schmeichelei. 9. Kein Streit, kein Mißtraun, kein Verdacht, nichts, was froh oder traurig macht, selbst nicht des Glückes Unbe: and trennt unsrer Liebe festes Band. Mel. Herr Jesu Chrift, wahr, 2c. 10. Wir theilen Alles, Luft 418. weld ein Segen und Leid, in inniger Bertrauist ein Freundlichkeit; und jede Zärtlichkeit der durch dich, Sott, mit mir versüßt dem andern, was ihm vereint, mich zärtlich und ver- schmerzlich ist. 11. Trennst Q5 250 Von der Beharrung und dem Wachsthum. 11. Trennst du auch selber| sey dir! daß sie lange glücklich Freund und Freund: die Her: leben, und erhalte du sie mir. zen bleiben doch vereint durch Schenk auch Ruh und Tröftung Liebe, durch Gebet und Rath, allen, denen, Herr, dein Wohl und, wo wir können, durch die gefallen solche Freunde nicht That. bestimmt, oder bald sie ihnen nimmt. 12. Vollenden wir den Pil: gerlauf; so nimmt uns, Gott, dein Himmel auf. Unendlich ist die Seligkeit, die uns zu- 11) Von der Beharrung gleich vor dir erfreut. und dem Wachsthum in der chriftlichen Tugend. Mel. Herzliebster Jefu, was ac. 420. Gott, laß mich ich ruf ich an; stets auf Erden im Guten wach= sen, stets vollkommner werden! Verleihe mir zu diesem besten Werke selbst Licht und Stärke! 2. Dein Wort( ich mdg es le= sen, oder hören,) erhebe tåglich mehr durch seine Lehren den trågen Geist, daß ich auf deinem Wege nie wanken möge. 13. Da bleibt mir ewig jeder Freund, der sich mit mir durch dich vereint, mir perz um bers, o Bater, giebt, mich zärtlich, treu und ewig liebt. Mel. Du, o schönes Weltgeb. 2c. ater, meine See: 419. Vte fchaset einen Freund der Tugend liebt, den mein gleicher Sinn ergoget, der sein Herz für meines giebt, der mich auch in Noth erkennet, den kein Unfall von mir tren: net, dessen Bund nach langer Beit ohne Reu, wie ist erfreut. zu bewahren! 2. Wähle, Herr, mir und er: halte einen folcher treuen Feund. Daß die Liebe nicht erfalte, sey der Sinn in dir ver: eint! Laß den Urawohn nie uns qualen, unsers Neiders Wunsch verfehlen, unsrer Liebe Absicht rein, fanft und treu die War: nung seyn. 4. Gieb, daß ichs tief in mein Gedächtniß fasse; daß ich von ihm mich täglich leiten lasſe; und, immer edler, gegen jede Sünde, mehr Haß empfinde! 3. Hab ich Schwachheit und Gebrechen, Herr, so lenke mei: nen Freund, sich durch Kaltsinn nicht zu råchen, nicht durch Hår: re, wie ein Feind. Laß den Wei: id. 5. Hilf, daß ich, was mich rührt, was es verdammet, was meiner Tugend Eifer mehr ent flammet, was tröstet, und er: quicket, oft bedenke, wenn id mich frånke! fern freundlich schlagen und Daß ich, gestärkt durch je täglich des Schwächern Febler tra: de gute Rübrung, und gen! Beßrung folge stets auf weiser unter deiner Führung, Schuld, Hochmuth niemals auf Geduld. o stets nåber, und, bewahrt vor jedem Falle, zum Ziele walle! 4. Hast du, Bater, mir ge= geben solche Freunde; Dank 7. Auch gieb, daß ichs oft fühle, wie so nahe du, Gott, mir 3. Gieb, daß ichs ernstlich, gern, und oft betrachte, und treu auf deiner Wahrheit Eindruck achte, und ihn auch oft Befahren in der christlichen Tugend. mir seyst, damit ich Kraft em: Kraft befreit, wie will ich dir pfabe, durch deine Gegenwart, lobsingen? mich ganz zu dei= zu edlen Werken mein Herz nem Dienst zu weihn, soll stets zu stärken! mein erster Wille seyn. Gieb dazu das Vollbringen. 8. Auch sey mir Jesu Vorbild gegenwärtig, daß ich zu allen guten Thaten fertig, und wil: lig sey, zu ehren deinen Namen, ihm nachzuahmen! 9. Und was ich denk' und schaue, oder höre, laß mich zur Beßrung brauchen; das belehre, das treibe mich, was recht ist, nur zu wählen, um nie zu fehlen! 10. Es stårke mich der Trost, vor deinem Throne auch zu em: pfahn der Ueberwinder Krone; und der Gedanke, Gott wird einst mich richten, zu allen Pflichten! 11. So werd ich, Vater, tåg: lich mehr auf Erden im Guten wachsen, immer treuer werden, und so empfahn zu meinem beßten Werke, mehr Licht, mehr Stärke. 3. Auch wenn ich auf der Zu gend Pfat bisweilen gleitend malle, so unterstüge deine Gnad mich vor dem nahen Falle. Wenn böse Luft sich in mir regt, und mich zum Beichen schon bewegt, so båndge meinen Willen; erhebe meinen schwaden Muth, daß ich der Leidenschaf ten Buth durch dich, Herr, mdge stillen. 4. Mein Gott, mein Gott, gedenke nicht der Sünden mei: ner Jugend. Wie hart schien mir oft meine Pflicht! wie rauh die Bahn der Tugend! und doch trugst du mich mit Gedud; laß, Vater, laß mich diese Huld undankbar verachten. nicht Dir folgen ist mein wahres Heil; laß das mich als mein bestes Theil ohn Unterlaß betrachten! Mel. Ein Låmmlein geht 2c. 5. Ich bin ein Mensch; du 421. Frbarm bich, Herr lenneft mich. Wie schwach find mein schwaches bald Herz, geneigt zu Eitelkeiten, läßt bald durch Freude, durch Schmerz, sich auf den Irrweg teiten. Gleich einem Rohr, vom Wind bewegt, wankt auch, von Leidenschaft will hier in der Zeit und dort in erregt, oft meine schwache Seemeine Kräfte! doch meine Set= le hofft auf dich; du wirst zu dem Geschäfte der Heiligung mir Kraft verleihn, mein Herz ie mehr und mehr erneun, vor dir gerecht zu leben. Ich aber der Bodkommenheit, Herr, deine Kraft erheben. le. Wann komm ich zu der wahren Ruh, daß ich recht feſte Tritte thu, und nur das Gute wähle. 2. Laß doch mein Herz nicht fernerhin in seiner Neigung wanken. Stårk meinen unge: wissen Sinn zu festeren Gedan: ken. Wenn von der Luft zur Ei telkeit mich deines Geiftes Mel. Kommt her zu mir, zc. 422. Ermuntre, Seele, dich, und sey dem Gott, der dich erschuf getreu, sey folgsam dem Gewissen; es wird dich wahrlich nie gereun, haft du unsträflich fromm zu feyn aufrichtig dich befliffen. 2. Gehorch Von der Beharrung und dem Wachsthum 252 2. Gehorch nicht Fleisch und Blut! Gott! er meint es gut; was er gebeut, ift Segen. Er liebt uns Menschen våterlich, und führt auf rechten Wegen dich dem höchsten Glück entgegen. 3. Gott theilt dir selbst die Stårke mit; drum gehe stets mit festem Schritt fort auf der Tugend Pfade, Die Lust ver: führt, die Tugend nie, und Gott, dein Gott, belohnet sie mit segensreicher Gnade. 4. deinem| aber nie sind sie die Triebe, de: gehorche ren Wirkung dir gefällt. Wer das Gute, daß er übt, nicht mit reiner Seele liebt, Richter, dem giebst du die Krone der Ge: rechten nicht zum Lohne. 3. Die um deiner Liebe willen wandeln, wie dein Wort gebeut, diese, diese nur erfül len das Geseß der Frömmigkeit. Nicht nur das, was wir ge than, auch die Quelle siehst du an. Deine Liebe soll uns dringen, gute Werke zu vollbringen. 4. Wie ein Nebel, so ver: schwinden meine Tugenden vor mir. Strafft du sie gleich nicht als Sünden, stammen sie doch nicht von dir. Deine Liebe trieb mich nicht zur Erfüllung mei: ner Pflicht. Ohne Gott, an dich zu denken, ließ ich mich zum Guten lenken. 5. Ich gehorchte deinem Rechte, daß mir diese Folgfam: keit Huld und Gunst bei Men= schen bråchte, und den Ruhm der Frömmigkeit. Wenn ihr Beifall mich erhob, o wie süß war mir dies Lob! dies allein ließ ich mich treiben, meiner Tugend treu zu bleiben. 6. 2ch, wie konnt ich dich vergessen! dir, mein Gott, nicht dankbar seyn? deine Liebe nicht ermessen! mich nicht deines Beifalls freun! Meinen Lohn hab ich dahin; eitler Ruhm ward mein Gervinn! und zu dir fonnt ich mich schwingen, und ein ewig Lob erringen. Laß dir die schreckenvolle Pein der Sünde stets vor Augen seyn, wenn sie dich lockt mit Freuden. Gott kennt den qud: lenden Verdruß, der auf die Sünden folgen muß, die Angst, die du wirst leiden. 5. Gott sieht der Ewigkeiten Nacht, wo Sünder, die ihn hier verlacht, in tiefem Jam: mer schmachten. Gott kennt der Tugend hohen Werth, und den hat Jesus dir gelehrt; und den willst du verachten? 6. Nein, übe sie mit allem Fleiß, zu deinem Glück und Gottes Preis; er siehet dein Bestreben, und wird dir einst gewiß dafür, nach treuem Tu: gendlaufe hier, der Freuden Fülle geben. 423. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. ott, ich will mich ernstlich prüfen, ob ich redlich bin vor dir. Du kennst meines Herzens Tiefen; ach, entdecke sie auch mir? Laß mich sehen, ob ich treu dir in meinem Wandel sey; ob ich recht zu thun mich übe, weil ich dich von Herzen liebe. 2. Eitelkeit und Eigenliebe sind die Gögen dieser Welt; 7. Gott, der du in deinem Sohne reich bist an Barmher: zigkeit; Gott, mein Vater, ach verschone der nicht lautern Frömmigkeit; Ich it bekenne meine Schuld. Uch, bedenke fie mit Huld! Laß mich deine Liebe: in der christlichen Tugend. 253 be rühren, und mein ganzes| rer Friede nur aus reinem HerHerz regieren! zen fließt; daß du mit deiner Huld der Freuden Quelle bist. 8. Möchten alle meine Werke Früchte deiner Liebe seyn! fie erfülle mich mit Stärke, ganz mein Leben dir zu weihn! Ich bin Gottes Eigenthum; dies sen mir der höchste Rubm! was ist mir das Lob der Erde, wenn ich seiner würdig werde! 6. Laß in Versuchung mich nicht zaghaft unterliegen; ermuntre mich zum Muth, und hilf dem Schwachen fiegen. Mein Auge laß allein auf deine Weisheit schaun, mein Herz dir folgsam sein, und dann dir froh vertraun. Mel. Nun danket alle Gott 2c. 7. Ich bin ein Pilger hier, 424. Her böre mein Ge: umringt von vielen Sündern; bet, und es könnte leicht der der Verführung Gift, des Leicht: Tugend Eifer hindern. Wenn finns frecher Spott, dem Geist gefährlich wird, dann steh mir bei, mein Gott. dir gefallen! Es ist mein ganz zer Ernst, auf deiner Bahn zu wallen. Ergreife, leite, stårt den Schwachen, der dir fleht; verwirf die Bitte nicht, die mir vom Herzen geht. 2. Du willst, daß ich mich treu in jeder Tugend übe. Der ( Slaube, den du wirkst, soll fruchtbar durch die Liebe in wahrer Heiligkeit, in guten Werken seyn; drum will ich dir, mein Gott, mein ganzes Leben weihn. 3. Dies will ich; und doch macht die Schwäche meiner Seele und der Versuchung Reiz, daß ich so oft noch fehle. Ich seh der Jugend Glück; ich wünsche gut zu sein; und doch hab ich noch stets so vieles zu bereun. 4. Das siehst du, Herr, mein Gott, o sieh es mit Erbarmen, und reiche våterlich die Hel fershand mir Armen. Gieb meinem Geifte Licht, gieb mei nem Vorfag Kraft, so kåmpf ich glücklicher mit Welt und Leidenschaft. 5. Erleuchte den Verstand, frete heller einzusehen, daß Sünd uns elend macht, daß wahres Wohlergehen und inn: 8. Bewahre mein Gemüth, daß mich bis an mein Ende die falsche Fröhlichkeit der Eitlen nie verblende. Ihr thdricht Lachen wird bald lange Reu und Pein; laß diesen Wechsel, Herr, mir stets vor Augen seyn. die nicht umsonst vertrauen, 9. So werd ich, o mein Gott, einft, wenn ich treu dir bin, der und Freuden Fülle schauen, wenn du ewig lohnst, für jede gute That, frohlocken, daß mein Herz sich dir geheiligt hat. Mel. Straf mich nicht in 2c. ache mein 425. M Geist, bereit! wache, fleb und bete! daß dein Herz zur bösen Zeit nicht von Gott abtrete. Uch, schon ist mancher Christ von Versu= chungsstunden plöglich übers wunden. 2. Auf dann, und ermuntre dich aus dem sichern Schlafe! Eh du's glaubeft, zeiget fich bald darauf die Strafe. Der fällt leicht, dem es daucht, daß er 254 Von der Beharrung und dem Wachsthum er sicher stehe auf der Tugendsiegt die Welt mit ihren schnoHohe. den Lüften; gebt ihren Reizun: gen nicht nach, erduldet lieber Ungemach. 3. Wache! denn hier hat der Christ noch von allen Seiten. was der Seele schädlich ist, mu: thig zu bestreiten. Gott låßt zu, daß auch du, wenn du forg: los wallest, in Versuchung falleft. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, li ftig an sich bringe. Wach und fieb, daß dich nie die Verführer fållen, die dir Nege stellen. 5. Nimm dein eignes Herz in Ucht, denn es liebt die Sün: de, daß, wenn ihre Luft erwacht, sie nicht überwinde. Leicht be: trügt sie, und siegt, wenn wir selbst uns heucheln, stark zu seyn uns schmeicheln. 6. Uber bet auch stets dabei, bete bei dem Wachen; das wird dich von Trågheit frei und behutsam machen. Gott verleiht Munterkeit auf dem rechten Pfade durch erbetne Gnade. 7. Nahe dich denn mit Se: bet oft zu seinem Throne; wenn dein Herz nur fleht, hört er in dem Sohne. Er verbeißt seinen Geist, mit ihm Kraft und Leben, auf dein Flehn zu geben. Befabr 8. Drum je nåber die Gefahr und Versuchung treten, desto mehr mußt du fürwahr, wachen, flehn und beten. Halt' nur an; denn Gott kann und Gott will vom Bdsen dich ge. wiß erlösen. In eigener Melodie. ir 426. Shriftus, unser Held, folgt meinem Vorbild, Christen! verleugnet euch, be: 2. Ja, Herr, dein Vorbild leuchtet mir zu einem heilgen Leben. Wem soll ich auch wohl sonst, als dir, zu folgen mich be: streben? Du zeigst den Weg zum wahren Wohl, und wie ich richtig wandeln soll. 3. Dein Herz, voll Gott: ergebenheit, war auch voll Menschenliebe, voll Demuth, Sanftmuth, Freundlichkeit, voll reger Mitleidstriebe; selbst deinen Feinden wandtest du großmüthig Hülf und Wohltbat zu. 4. Dein Beispiel lehrt, was schändlich ist, mit weiser Bor: sicht fliehen; es lehret mich, mein Herz der List und Heuche: lei entziehen. Owohl mir, wenn ich deinem Sinn stets und in Wahrheit ähnlich bin. 5. Du gingst als Führer einst voran, steht mir auch noch zur Seite; du kämpftest selbft und brachst die Bahn, stärkst nun auch mich im Streite. glaubig Wie könnt ich denn noch zag= haft seyn, und mich, die nach: zufolgen scheun? 6. Wer hier sein Glück zu finden meint, wirds chne dich verlieren; wers bei dir zu ver: lieren scheint, den wirst du dazu führen. Wer dich als seinen Herrn verehrt, und dir nicht folgt, ist dein nicht werth. 7. So will ich denn, dir, mei: nem Herrn, dir nach, Herr, will ich wandeln, und in dem Kampf so standhaft, wie du, handeln, denn wer nicht kåmpft, trågt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. Mel. in der christlichen Jugend. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 427. Nich Dicht, daß ichs schon ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwach; doch, daß ich meine Ceele rette, jag ich dem Klei: nob eifrig nach: denn Tugend ohnen Wachsamkeit, verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 9. tern 3. Nicht jede Besserung ist Du opferft Gott die leich Tugend. Oft ist sie nur das Triebe durch einen stren: Werk der Zeit. Die wilde Hiße gen Lebenslauf; doch opferst rober Jugend wird mit den du, wills seine Liebe, ihm auch Jahren Sittsamkeit. Und was die liebste Neigung auf? Dies Natur und Zeit gethan, sieht ist das Auge, dies der Fuß, die unfer Stolz für Tugend an. sich der Ehrift entreißen muß. 4. Oft ist die Kendrung deis ner Seelen ein Tausch der Trie: be der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quålen, und dampfft fie; doch du wech: felst nur; dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wohlluft oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was andern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmåbsucht Trie: be erwecken dir so manchen Feind. Du wirst behutsam, fdrånkft dich ein, fliehst nicht die Schmåhsucht, nur den 255 der Trieb in deinem Herzen. Du scheint, von Rachsucht dir befreit; ist sollst du eine Schmach ver: schmerzen, und sieh, dein Herz wallt auf und draut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. Schein. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fällt: so werde nichts dein Herz verführen; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entargen, ſo reget fich die Leidenschaft. im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. Wir werden 10. Du fliehst, geneigt zu Ruh und Stille, die Welt, und liebst die Einsamkeit; doch bift bu, forderts Gottes Wille, auch dieser zu entfliehn bereit? Dein Herz baßt Habsucht, Neid und Zank; fliehts Unmuth auch und Müffigang? 11. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? liebst mäßigkeit; denn auch Geduld? Du dienest gern, wenn andre lei: den; vergiebst du Feinden auch die Schuld? Bon allen Laftern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sen nicht vermessen! Wach und streite! denk nicht, daß du schon gnug getban. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach überall! Mel. 256 Von der Beharrung Mel. Was mein Gott will, 2c. 428. Oft ft Flagt mein Herz wie schwer es fey, hier als ein Chrift zu wandeln, und täglich Gottes Willen treu zu denken und zu handeln. Wahr ists, die Tugend kostet Müh, sie ist der Sieg der Lüfte; doch richte selbst, was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Lafter fren, trifft die kein Schmerz hienieden? Sie sind die Skla: ven eigner Pein, und haben kei: nen Frieden. Der Fromme, der die Lüste dämpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, womit er kämpft, verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist an: fangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ift anfangs steil, läßt nichts als Mühe blicken; doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. Was war es, bått uns Sott vergönnt, nach unsers Fleisches Willen, wenn Wohl: luft, Neid und Zorn entbrennt, die Lüfte frei zu stillen; ließ er den Raub, den Undank zu, den Frevel, dich zu krånken, den Menschenhaß; was würdest du von diesem Gotte denken? 5. Gott will, wir sollen glücklich seyn; drum gab er uns Gefeße. Sie sind es, die das Herz erfreun, sie sind des Lebens Schäße. Er spricht zu uns durch den Verstand, er spricht durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe seiner Hand, fliehn oder wählen müssen. 6. Ihm folgen, das ist Weisheit nur, und Freiheit ists, dies und dem Wachsthum wählen; ein Thier folgt Trie: ben der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? Was sein Beruf auf Erden? Die Tugend. Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig ähnlich werden. 7. Lern nur Geschmack am Wort des Herrn und feiner Gnade finden; und übe dich ge= treu und gern, dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen; wer fie nidt brauchet, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Du streitest nicht durch eigne Kraft: drum muß es dir gelingen. Gott ist es, welcher beides schafft, das Wollen und Vollbringen. Wenn gab ein Vater einen Stein dem Sohn, der Brod begehrte? Bet oft, Gott müßte Gott nicht seyn, wenn er dich nicht erhörte. 9. Dich stårket auf der Tu: gend Pfad das Beiſpiel selger Geifter; ihn zeigte dir, und ihn betrat ja felbst dein Herr und Meister. Laß dich nur nie des Frechen Spott auf diesem Pfa= de hindern; der wahre Rubm ist Ruhm bei Gott, und nicht bei Menschenkindern. 10. Sey stark, o Seele, alle: zeit, denk oft an deine Bahre; vergleiche mit der Ewigkeit den Das Kampf so kurzer Jahre. Kleinod, das dein Glaube hålt, wird neuen Muth dir geben; und Kräfte der zukünftgen Welt, die werden ihn beleben. 11. Denk endlich zur Beruhigung, daß Gott den Schwa: chen duldet, der bei dem Ernst der Heiligung doch manches Gott liebet noch verschuldet. und sieht Herzensredlichkeit, auf in der christlichen Jugend. 257 auf dein Bestreben, er ist ein 6. Gieb zum Wollen das Bater, der verzeiht, und er hat Luft zum Leben. Vollbringen, Muth und Kräfte zu dem Streit: lehre mich, mich selbst bezwingen, und verleih Beſtändigkeit! Beige mir von deinem Thron den verheißnen Gnabenlohn, daß ich wa= che, bete, ringe, und also zum Himnel dringe. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 429, Shafft mit Ernst, ihr Menschenkin: der, schaffet eure Seligkeit. Bauet nicht, wie sichre Sün: der, auf die ungewisse Zeit. Unverweilt bekehret euch, ringet nach dem Himmelreich; streMel. Wer nur den lieben G. 2c. bet heilig hier auf Erden, und 430. Son ist die Tueinst selig dort zu werden. 2. Selig, wer im Glanben kämpfet, felig, wer im Kampf besteht; wer der Sinnen Lüfte dåmpfet, und den Reiz der Welt verschmåht! Ohne tapfern Streit und Krieg folget nie Triumph und Sieg. Nur den Sieger schmückt zum Lohne jene unverwelkte Krone. 3. Eifrig beten, allzeit wa: chen, weislich die Versuchung fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, und sich niemals ihr entziehen: selbst beim Spott und Hohn der Welt das nur thun, was Gott gefällt; dieses wollen und vollbringen, das heißt nach dem Himmel ringen. 4. Drum entreißet euch den Lüften, die ihr noch gefesselt seyd: und beweiset euch als Christen standhaft und getroft im Streit. Schont der liebsten Neigung nicht; wår es auch die schwerste Pflicht, und denkt oft an Chrifti Worte?. Dringet durch die enge Pforte. 5. 3ittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum fehn, daß ich seinen Beistand finde in der Gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, steh mir bei, daß ich wohl gerüstet sey; gieb mir deines Geistes Waffen. meine Seligkeit zu schaffen. gend, mein Brez langen, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhangen, hat meine Seele oft begehrt. Ach, könnt ichs! wie würd ich mich freun! Wie selig würd ich dann nicht seyn. 2. Gott ist der Seligkeiten Fülle von Ewigkeit zu Ewig= keit. Denn sein Verstand ist Licht, sein Wille ist Ordnung und Vollkommenheit. Von Ewigkeit her war er gut, und recht ist immer, was er thut. 3. Wie schnell umbüllen Finsternisse mich, wenn ich auch erleuchtet bin; dann fliehn die heiligsten Entschlüsse, den Morgennebeln gleich, dahin. Bald wähl ich, was dem Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt. 4. Ich Armer! darum kommt kein Friede in mein verschmache tetes Gebein! Wie bin ich diefes Wechsels můde! Wann werd ich fest im Guten seyn? Wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienste, Gott, geweiht? 5. Unwandelbar ist deine Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell. Sie leuchte mir in voller Klarheit beständig uns befleckt und hell, daß nie der R Sünde 258 Von der Beharrung und dem Wachsthum 2c. Sünde Tauscherei gefährlich mein Vertraun auf dich mir deinem Kinde sei. doch gönnen müssen. 6. O bilde, Vater, meine 4. 3eigt sie mir ein Heit, wie Seele in deiner Liebe, mache du? Schafft sie Kraft den Müz mich, daß ich kein andres Gut den, den Bedrångten Trost und mir wähle, gewiß und unverån- Ruh, Sündern Gottes Frie: derlich; dann leb ich als dein den? Giebt sie mir die Zuver: Eigenthum, mir selbst zum sicht, daß ich troß dem Grabe, Glück und dir zum Ruhm. deiner Ewigkeiten Licht zu er: warten habe? Mel. Christue, der uns selig 2c. 5. Rettet sie mich, wenn vor 431. Sollt ich jest noch, Gott und das da mir schon dei: einst die Völker stehen, Leben und den Tod ihm zur Selte sehen? wenn der Sichre nun zu spät aus dem Schlaf erwachet, und der Spôtter, der hier schmäht, glaubt und nicht mehr lachet? ne Gut erschienen, dich verlafsen, Gottes Sohn, und der Sünde dienen! mit den Lüften dieser Seit wieder mich beflek: ken, und nicht mehr die Süßig keit deiner Liebe schmecken? 2. Hab ich doch allein bei dir meine Ruh gefunden: Mittler, heiltest du doch mir alle meine Wunden; und ich follte dein Gebot, wie die Sün: der, hassen, und mein Recht an deinem Tod wieder fahren lassen! 3. Nein, ich bin und bleib ein Chrift, folge deinen Lehren, laffe weder Macht noch List mei: nen Glauben stören. Fielen tausend ab, nicht ich; mags die Welt verdrießen! sie wird 6. Dwie thòricht, wenn ich mich noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße; da ich weiß, auf wessen Wort ich die Hoff nung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad und Leben finde. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trůbsal nicht, noch Freu: den, sollen mich, mein Herr und Gott, jemals von dir scheiden. Welt und Sünd und Eitelkeit und des Fleisches Triebe, alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe. und auch der Ewigkeiten. Laß mich auch igt mit Freudigkeit Jim fo Dritte Abtheilung. Lieder für besondere Zeiten, Umstände und Personen. 1) Beim Wechsel des Jahres. Mel. Es ist das Heil uns 2c. u, Gott, du bist 432. ichs, Gott, daßß ich noch dein hohes Lob verbreiten. Ein Jahr ist abermal dahin. Wem bin? Nur deiner Gnad und Güte. 2. Dich Beim Wechsel des Jahres. 259 2. Dich, Ewiger, dich bet 8. Olehre selbst mich, meine ich an, unwandelbares Wesen, Zeit mit wahrer Weisheit kaudich, den kein Wechsel treffen fen. Laß mich die Bahn zur kann. Wir werden, sind gewe: Ewigkeit mit heilger Vorsicht sen; wir blühn und vergehn laufen. Der Tage Last erleich: durch dich; nur du bist unver- tre mir, bis meine Ruhe einft anderlich; du warst, du bist, bei dir kein Wechsel weiter und bleibest. store. 3. Herr, ewig währet deine Treu, mit Huld uns zu begeg= Mel. Herzlich thut mich verl. 2c. nen; und jeden Morgen wird 433. Durch kummervolle fie neu, mit Wohlthun uns zu fegnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflossen wåre. 4. Du taft auch im verfloß nen Jahr mich) påterlich geleiz tet, und wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf und Trost bereitet. Von ganzer Seele preif' ich dich; aufs neue übergeb ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gebäufte Schuld von den verfloßnen Za: gen, und laß mich deine Baterhuld in Chrifto ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruhn, und lehre Lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Lust und neue Kraft vor dir gerecht zu wan= deln. Laß mich, Herr, stets gewissenhaft mit mir und an: dern handeln. Dein Geist be: lebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht; dies reize mich, die Luft der Welt zu fliehen. Um beßre Freuden ler: ne sich mein Geist schon ist be: mühen. Den Engeln bin ich ja verwandt; im Himmel ist mein Vaterland: dahin, Herr, laß mich trachten. der bangen spilgerzeit, durch so viel Sorg und Plage, durch manches Herzeleid bin ich hindurch gedrunVorüber ist das Jahr. Dem Herrn sey Lob gesungen, der stets mein Helfer war. gen. 2. Der du mich hast gebauet, in die besteht mein Heil. Dir sey es anvertrauet, du bist und bleibst mein Theil. Du, du hast mich erhalten, mein Schö pfer und mein Hort! dich laß ich ferner walten, und traue deinem Wort. 3. Wie du, o Gott der Liebe, es willst, geschehe mir! Gieb, daß ich nichts verübe, was un: recht ist vor dir: Dir ist mein Will ergeben; er ist nicht wei ter mein. Mein Herz, mein ganzes Leben ist, weiser Va= ter, dein. 4. In deinen Rath sich schik: ten, ist Weisheit, Pflicht und Ruh. Soll mich die Armuth drücken? mein höchstes Gut bleibst du. Soll mich Verfolgung plagen? so schůzest du mich doch. Soll ich Verach: tung tragen? dein Kind bin ich dennoch. 5. Soll ich verlassen leben? verlaß nur du nicht mich. Soll ich in engsten schweben? ich hoffe doch auf dich. Und soll ich Krankheit leiden? Du wirst Geduld verleihn. Soll ich von R 2 dannen Beim Wechsel des Jahres. Herr, dein 260 dannen scheiden? Will' ist auch mein. 6. 3um Himmel soll ich eilen? mit Freuden eil ich hin. Doch soll ich hier verweilen, dein bin ich, wo ich bin. Nur, daß mein Geift mich leite, in meiner Prüfungszeit mich stets mehr vorbereite zum Heil der Ewigkeit. 7. Das Jahr ist hingeflos sen; Gott, deine Gnade fey neu über uns ergoffen, mach unsre Herzen neu! Meid ich die alten Sünden, so werd ich stets bei dir erneuten Segen finden; dein Wort verspricht es mir. Glück der Welt, fo gieb mir Kreuz und Leiden. Nur stärke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern be the Dembi neiden. 5. Hilf deinem Volke våter: lich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaßnen dich, und der bedrångten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dick, Gott, mit Heil und Rath auf unsern Rdnig nieder. 6. Daß Weisheit und Ge rechtigkeit auf seinem Stuhle throne; daß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohne; daß Treu und Liebe bei uns sey; dies, lieber Vater, 434. en dies verleih in Chrifto, deinem Mel. Es ist das Heil uns zc. ott ruft der Sonn' Sohne. Mond, das Jahr darnach zu theilen. Er schafft es, daß man Mel. Von Gott will ich nicht zc. ficher wohnt, und heißt die 3ei: 435. Helft Gottes Huld mir ten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht, Auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank er: theilen. 2. Herr, der da ist, und der da war! von dankerfüllten Bungen sey dir für das verfloß: ne Jahr ein heilig Lied gesungen; für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, für Fried und Ruh, für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet seyn, das du uns neu gege: ben. Verleih uns Kraft; die Kraft ist dein, in deiner Furcht zu leben. Du schüßest uns, und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach wahrer Weisheit streben. 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh und Freuden; doch schadet mir das Stimmt, Christen, alle ein! Laßt uns ihm Dank erweisen, und sein uns innig freun! Er ist der Herr der Zeit, der ihren Lauf regieret, bisher uns wohl geführet, und ist das Jahr erneut. 2. Mit Ernst laßt uns betrachten den Reichthum seiner Gnad, und so gering nicht ach= ten den liebevollen Ratb, den er an uns erfüllt. Er ists, der uns zum Leben, was nöthig war, gegebeu, und allen Jam: mer stillt. 3. Er hat uns noch erhalten sein Wort und Fried und Rub; die Jugend und die Alten er: nåhrt, und noch dazu mit milder Vaterhand viel Freuden ausgespendet, viel Unfall ab= gewendet von unserm ganzen Land. 4. Er Beim Wechsel des Jahres. 261 4. Er iste, der unser schonet men sey bereit, und meinem aus gnadenvollem Ratt; denn bått er uns gelohnet nach un frer Missethat mit Strafen, gleich der Schuld; wir wären långst gestorben und in der Noth verdorben. Wie groß ist seine Huld! 5. Er gönnt mit Batertreue uns noch zur Beßrung Frist; und wenn bei wahrer Reue wir traun auf Jesum Chrift, und ihm zum Dienst uns weihn; fo will er uns vergeben, und zum rechtschaffnen Leben selbst unser Beistand seyn. Halle 6. Sey, Vater, hoch geprie: sen für alle Gütigkeit, die du an uns bewiesen im Lauf der vor'gen Zeit. Sey ferner unser Gott; versorge und bewahre uns auch im neuen Jahre, und hilf aus aller Noth! Heiland folge! 4. So leite mich denn dieses. Jahr nach deiner Huld, mein Vater! und führest du mich in Gefahr, so sey auch mein Be= rather! Um Erdengüter bitt ich nicht: Nur gieb mir Luft zu jeder Pflicht, und Kraft zu jeder Tugend! uns treten vor mel. Wach auf, mein Herz, 2C. 437. Mit Freuden laßt Gott, ihn anzubeten! vor Gott, der unserm Leben bisher hat Kraft gegeben. 3. Und diese Wandertage sind nie ganz frei von Plage; wir gehn auf rauhen Begen Mel. Es ist das Heil uns 2c. der Ewigkeit entgegen. dankerfülltem Herzen; du warst mein Retter in Gefahr, mein Fels, mein Trost in Schmer: zen; Herr, meine Seel' erhe. bet dich! Wach auch init Baterhuld für mich in diesem neuen Jahre. 2. Wir Erdenpilger wandern von einem Jahr zum andern; die schnelle Flucht der Stunden wird kaum von uns empfunden. 436. bine sahr mit minder, als Båter ihre Kinder, ch blick 4. Gott liebt uns nicht und er wird in Gefahren auch künftig uns bewahren. nur 5. Erhalter unsers Lebens! wir sorgen vergebens, wenn du uns nicht beschügeft, mit Kraft nicht unterstüßest. 6. Treue Preis dir, Herr! deine zeigt jeder Tag aufs neue; Preis sey den starken Händen, die alten Sammer wenden. 2. Baß es ein Jahr des Segens seyn, wie es dein Rath erfiehet; doch laß mich ja kein Glück erfreun, das dir mein Herz entziehet! Das Glück allein, Herr, schenke mir, daß ich in diesem Jahre dir gefällig leben möge. dru. 170 3. Hålt deine Weisheit es für gut, mir Leiden aufzulegen, fo gieb der Seele Stark und Muth, Geduld und das Ver: mögen, daß ich mein Kreuz mit Freudigkeit auf mich zu neh7. Mit gläubigem Vertrauen laß uns auf dich nur schauen! gieb festen Muth im Leiden, ein dankbar Herz in Freuden. 8. Versüß durch deine Freuden den herben Kelch der Leis den, und laß, wo Thrånen flie: ßen, sich deinen Trost ergießen. 9. Dein reicher milder Segen folg uns auf unfern Wes R 3 gen; 262 Beim Wechsel des Jahres. gen; laß Großen und Gerin-| dazu, daß nicht, indem wir gen, was dir gefällt, gelingen. sicher sind, der Tod uns unbereitet find. 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, die unser Loos entscheiden soll; so führ uns aus der Prüfungszeit zu deiner frohen Ewigkeit. 8. Da sind wir unsers Heils gewiß: da wechseln Licht und Finsterniß nicht mehr, wie hier. Du erges Licht, Herr, unser Gott, verlaß uns nicht. 10. Sei der Verlaßnen Va: ter, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Hülf und habe. 11. Hilf gnädig allen Kran: ken; gieb fröhliche Gedanken den kummervollen Ceelen, die fich mit Schwermuth quälen. 12. Vor allem, Herr, verleihe uns deinen Geift aufs neue, den Geift, der uns regiere, und uns zum Himmel führe. 13. Damit wir dir ergeben, nur dir zur Ehre leben, und wann wir einstens sterben, dein ewiges Reich ererben. Mel. Herr Jesu Christ wahr. 20. 438. Um nwiederbringlich schnell entfliehn die Tage, die uns Gott geliehn. Ein Jahr tritt ein, und eilt davon; wie manches ist be: reits entflohn! 2. Dank sey dir, ewig treuer Gott, für deinen Beistand in der Noth, für tausend Proben deiner Treu; denn deine Huld war tåglich neu. 3. Wenn unser Herz von Schuld befreit, sich mancher guten That erfreut: weß war die Kraft? wer gab Gedeihn? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein! 4. Oft fehlten wir, und merk: tens nicht; verzeih uns die ver: legte Pflicht! du siehst, Erbar: mer, unsere Reu; um Christi willen sprich uns frei. 2) Am Morgen. Mel. Von Gott will ich nicht zc. 439. 21mächtiger, ich hebe mein Aug empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, und neuer Dank dafür! Herr, deine Huld ist groß, und niemals hat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß. 2. Daß nicht im tiefen Schlummer des Lebens Tocht verlischt, und daß mich, frei von Kummer, ein sanfter Schlaf erfrischt, dies dank ich deiner Macht und deiner Vaz Durch sie bin ich tertreue. aufs neue mit heiterm Muth erwacht. 3. Beschüßer unsrer Seelen! ich traue stets auf dich. Was foll ich für mich wählen? O wähle du für mich! Gieb, was mir nüglich ist. Gott, dem ich alles danke, mich stärke der ( Sedanke, daß du stets um mich bist. 4. Er stårke mich mit Freuden, zu thun, was dir gefällt; er troste mich im Leiden; und will die Lust der Welt mich jemals nach sich ziehn, helf er mein Herz bewahren, helf er 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets nåber hin zur Ewigkeit, Du haft die Stunden zugezählt; die legte weis: lich uns verhehlt. 6. Herr unsers Lebens, mache du uns selber recht geschickt Am Morgen. er mir die Gefahren der Sün: de ſehn und fliehn. 5. Beglücke du die Meinen nach deiner Gütigkeit. Verlaß der Armen feinen; wend alles Herzeleid. Du willst uns gern erfreun, eilst, ben; pochwalen beizuste: der Liebe Fle: hen dir auch gefällig seyn. 6. Gott, dem ich angehöre, dein Friede ruh auf mir. Mein Seufzen, meine 3åhre, Erbar: mer, ist vor dir. Deß soll mein Herz sich freun. Wer dir nicht traut, der bebe! ich sterbe oder lebe; so bin ich ich ewig dein. Mel. Dir, dir, Jehovah, will 2c. 263 Herr deiner Kinder, und freut sich dein, daß du so gnådig bist. Und ich, den deine Huld so hoch erhob, ich stimmte nicht in ihr vereintes Lob? 5. Ja, Herr, in dieser More genstunde steigt dir mein lauter Lobgesang hinauf. Nimm, Heiz liger, von meinem Munde ein feiernd Opfer metnes Herzen auf! Auch diese Nacht hieltst du, zu meinem Glück, mit Va= terarmen jedes Leid zurück. 6. Dir, dir will ich mich ganz ergeben, und deiner Treue im: merdar vertraun. Dir heilig sey mein ganzes Leben. Hilf 440. Dank dir, die Nacht, du mir, unverrückt auf dich zu Auch Herr, ist vergan: gen, ein Strahlenglanz bricht aus der Nacht hervor. Seht Edniglich die Sonne prangen, sie zieht herauf aus ihrem goldMel. Gott des Himmels und 2c. nen Thor, und was noch erst, 441. D er du alle beine gleich) Todten schlummernd lag, das regt vergnügt sich wieder und ist wach. :: 2. Auch du, mein Geist, ihr meine Kräfte, ermuntert euch, da alles lebt und wacht. Gott preisen sey eur erst Geschäfte, ihn, der auch euch erhielt in die ser Nacht. Wir ruhten, er nur schläft und schlummert nicht, bedarf der Ruh, bedarf der Stärkung nicht. 3. Er ist der Herr, der Tag' und Nächte allmächtig schuf und sprach: Es werde Licht! Da stieg aus des Erschaffers Rechte die neue Welt mit jungem Ungesicht. Der Mond, die Son ne und der Sterne Heer ver: künden dieses Schöpfers Ruhm und Ehr. 4. Der Lüfte Volk, des Mee: res Kinder und alles Leben, das auf Erden ist, das jauchzet dir, ich dir, Heiliger, weihn; gieb selbst mir Kraft, dem Vorsag treu zu seyn. Gott, von Ewigkeit, du bist auch mit Huld und Stärke ihnen nahe in der Zeit. Deine Gut und deine Treu ist mit je dem Morgen neu. 2. Unter rielen Millionen siehst du liebreich auch auf mich; sicher låsfest du mich wohnen, und beschirmst mich väterlich. Dafür preist mit neuem Dank dich mein früher Lobgesang. 3. Darf ich, Erd und Staub, es wagen, froh zu dir empor zu sehn? meinen Knmmer dir zu klagen? kindlich frei dich anzusehn? Ja, durch Christum seg auch ich dieses Zutraun. Herr, auf dich. 4. Du läßt meine Kümmer: nisse im Vertraun auf dich ent= fliehn. So entflohn die Fin sternisse, da die Morgensonn R 4 erschien. S 264 Um Morgen. erschien. Keine Sorge raube| Mel. Wer nur den lieben G. 2c. mir meine Freudigkeit zu dir! 443. De er Morgen kommt, 5. Du gewährst mir neue Stunden zur Vollbringung meiner Pflicht. Werd ich da nur treu befunden, so bin ich voll Zuversicht, wenn mein Richter einst erscheint, der ers habne Menschenfreund. 6. Stårke du mich Schwa: chen; leite mich mit deinen Segnungen. Ich ergebe mich auch heute deinen weisen Fügungen. Herr, mich sieht dein Vaterblick; o wie groß ist dies mein Glück! und ohne Klage seh ich die schöne Welt aufs neu. Wie fröhlich eilen mir die Tage der Erden Pilgerschaft vorbei! Der Morgensonne hei: trer Blick bringt Freuden auch für mich zurück. 2. 3war bin ich stets noch auf der Erde, wo mich Gefahr und Noth umrinat, vielleicht auch härtere Beschwerde mich künftig noch zu Thrånen zwingt; im Lande meiner Sterblichkeit hoff ich um= sonst Vollkommenheit. Mel. Wer nur den lieben G. 2. 3. 3ft mir das Schicksal gleich das diesen 442. D Der frohe Morgen Tag mich treffen soll; doch ein ich ohne Gram und Sorgen, du wahres Bater, kennst mein Wohl, und, was dein Rath beschließt und thut, ist heilig und gerecht und gut. 2. Gott, dir sey Dank für meinen Schlummer! und dir befehl ich mich aufs neu. In deinem Schuß bin ich von Kummer, bin ich von allen Sor: gen frei. Du weißt es, was mir nüglich ist, und giebst es, weil du 4. Gestärkt durch Zuversicht und Glauben verfolg ich fröhlich meinen Pfad; das Glück kann mir kein Unfall rauben, das mir mein Gott beschieden hat. Er giebt und nimmt, er nimmt und giebt, was heilsam ist dem, den er liebt. 3. Du unterbaltst mir meine 444. Dett, will ich er: Mel. Dir, dir Jehovah, will zc. mein Kräfte, damit ich sie gebrau: chen soll; und treib ich redlich mein Geschäfte, o so geråth es immer wohl! Bei Treu und Fleiß giebst du Gedeihn; drum will ich treu und fleißig seyn. heben, du warst mein Schirm in der verfloßnen Nacht; erquicktest mich, erhieltst mein Leben, und schafftest es, daß ich verz gnügt erwacht. Wer bin ich, daß du meiner so gedenkst, und wieder einen Tag zum Heil mir schenkst? 4. Ich will es seyn, so lang ich lebe, so lange du mir Kräfte schenkst; damit ich mir das Glück erstrebe, daß du mit Bei: fall an mich denkst. Dann hab ich hier Zufriedenheit, und dort vollkommne Seligkeit. der und ladet mich zur Arbeit eir. Der Schlaf erquickte mei: ne Glieder; nun will ich wie: der thåtig seyn Mit frohem Herzen will ich nun, was meine Pflicht erfordert, thun. 2. Auch über mir ist deine Güte noch immerfort mit je dem Morgen neu. Mit innig dankbarem Gemüthe fühl ich die Um Morgen. die Größe deiner Vatertreu.| pfer! Vater! deine Auch diesen Tag will ich mich deiner freun, und er foli dir zum Dienst geheiligt seyn. 3. Vor deinen Augen will ich wandeln, und treu das thun, was dir, mein Gott, gefällt: gewissenhaft in allem handeln, und standhaft fliehn die schnöde Luft der Welt. stårke selbst mit deiner Hülfe mich! denn was vermag ich Schwacher ohne dich? O 4. Laß diesen Tag mich so vollbringen, daß ich ihn ohne Reu, beschließen kann. Coll guter Borsag mir mißlingen, so schreib den Vorsag selbst zum Heil mir an. Auch dieser Theil von meiner Uebungszeit sey ein Gewinn noch für die Ewig: keit m 5. Gieb mir auch heute, was mir nüßet. Vor allem aber gieb ein ruhig Herz, das sich auf deine Vorsicht stüzet, und dir vertraut auch in dem größten Schmerz. Du weißt, was mir zum wahren Wohl gcbricht, und du versäumst gewiß mein Beßtes nicht. 6. In diesem kindlichen Ver: trauen will ich getrost an mein Geschäfte gehn; auf deinen sichern Beistand bauen, und deiner Fügung still entgegen sehn. Ich weiß, du führst mich auf ber rechten Bahn, und nimmst mich einst gewiß zu Ehren, an. 265 Treue rührt aufs neue imein Gemů: the. Froh empfind ich deine Güte. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was war ich, hättest du nicht dich so bülfreich mir bewiefen! 3u meinem Leben fegeft du ist einen neuen Tag hinzu; sey hoch dafür fgeprie: sen! Durch dich bin ich, und ich merke neue Stårke; dich erhe: be meine Zunge, weil ich lebe! 3. Verleih, o Gott der Lieb und macht, daß, was mein Le ben elend macht, auch heute von mir fliebe; daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zus friedenheit zu nügen mich bez mühe. Prüfe, siehe, wie ichs meine; dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht verborgen. 4. Ich bin ein Chrift; o Herr, verleih, daß ich des Namens würdia sey. Mein Ruhm sey deine Gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich! ein Irrender. Erhalte mich, mein Gott, auf deinem Pfade. Stårk mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrachten, über alles dich zu achten. 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Ge dank an dich oft still zu dir er= heben. Im dunkeln Thale wall ich hier; einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff ich. Herr, ich werde mich der gern entschwingen, dir dort ewig lobzusingen. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. 445. Morgenlicht, und D ich seh ich wieder, Erde freue mich der edlen Pflicht, Mel. Warum betrübst du dich, 2c. dem Höchsten lobzufingen. Ich 446. Dentstehen vieß, Dir, will voll frommer Dankbegier, o mildester Erbarmer, dir Preis| und mich gesund erwachen und Anbetung bringen. Schd: ließ, sey Preis und froher R5 Dank! Um Morgen. 266 Dank! Des neuen Morgens Heiterkeit sey dir, mein Gott, zuerst geweiht! 2. Gin jedes Gat, deß ich mich freu, empfang ich jego wieder neu, aus deiner milden Hand. Mein Auge wird, wo hin es blickt, von Wundern deiner Huld entzückt. 3. Dich, dem ich nichts ver gelten kann, dich, Bater, bet ich findlich an; ich opfre dir mein Herz. Ein Herz voll Dank und Zuversicht verwirfst du, Allerhöchster nicht. Mel. Es ist das Heil uns komm.zc. 4. O du, den meine Seele preist, erwecke mich, durch deiiba 1000 nen Seift zur Uebung meiner 448. Er geht hervor, der Pflicht! Er helfe meiner Schwachheit auf, bis ich vol: lende meinen Lauf. junge Tag, beglångt vom Strahl der Sonne; erwecktes Leben folgt ihm nach, und freut sich neuer Wonne, die Gottes Güte ausgestreut; auch ich, zu meinem Glück erneut, erfreue mich des Lebens. 151 5. Ein gut Gewissen sey mein Theil! dies wirk in mir zu meinem Heil, und segne meinen Fleiß. Dir ist, was ich bedarf, bekannt, und alles steht in deiner Hand. 2. Frei von der Sorgen Ei telkeit, die oft das Herz bethdret, hast du mir neue Heiters feit auch diesen Tag gewähret. Du, der so gnådig auf mich sieht, scauft auf mein stilles Wonnelied und meine Freudenthrånen. 6. Die Blume kleidest du mit Pracht, nährst jeden Vogel, Gott der Macht; bin ich nicht mehr, denn sie? Ich werfe meine Sorg auf dich; du, mein Erbarmer, sorgft für mich. Mel. Gott des Himmels und 2c. ir sen Preis! ich 3. Der Unschuld Friede weis che nie, o Gott, aus meinem Herzen! Hilf, daß ich jede Lok447. nicht zu verscherzen. Denn wer auch) nur durch eine That ihr Heiligthum entehret hat, von dem weicht sie auf immer. 4. Verlaß mich nicht, und zeige mir bei jeder Prüfung Leiden, der Tugend Seligkeit bei dir, und jenes Lebens Freu: den! Dann dring' ich aus der Nacht hervor, und strebe nach dem Ziel empor, wo du die Sieger kronest. Mel. 3. Keinen Tag zählst Du ver: gebens, Gott, burch den ich bin, mir zu! Jeder ist ein Theil des Lebens; jeden, jeden richtest du. Eehr nicht machen, daß mir nie ungenügt ein Tag entflieh. 4. Heute leb ich: laß auch heute nicht umsonst mein Leben sein! Laß mich nach vollbrachtem Streite mich auch dieses Tages freun! recht zu handeln, gieb mir heut Stärke, Luft, Gelegenheit. 511200 UGRI ter und empfinde mich. Mit mir machen meine Lieder, und erheben dankbar dich. Denn dein Aug hat in der Nacht über mich, dein Kind, gewacht! 2. Wach auch über meine Tage, o du, meine Zuversicht, daß mich keiner einst verklage, wenn du kommst zum Weltge richt; daß ich meiner Pflicht hier treu, und dort unerschrok ken sey! Am Morgen. Mel. Es ist das Heil uns komm. 2c. roblockend, Vater, 449. Tage deiner Ehre. Mein Mor: genopfer dringt hinauf; schau du herab, und höre den Dank, daß Tugendkraft und Licht auch heut in deinem Unterricht mir deine Treu bereitet. 2. Dich beten alle Himmel an, o Schöpfer aller Dinge. Doch auch ich darf zu dir mich nahn; du hörste, wenn ich dir finge. Du willsts, und wohneft doch im Licht, in das mein blödes Auge nicht vermag hinein zu schauen. 3. O mocht ut ich doch mich alle: mein Gott, er: 5. Es freue meine Seele sich, bin in dein Haus zu geben. Dein göttlich Wort erleuchte mich; laß schmecken mich und feben, wie freundlich du, mein Bater, bist, wie dein Gejes nur Liebe ist, wie selig, wer dir folget. 267 7. Gieb, daß des Wortes Geist und Kraft mein ganzes zeit an die voll von deiner Bestreben ist, Herr, mein Gott, freuen, mundele Herrlichkeit mein ganzes Herz dir weihen! Doch ach! wie oft reißt meinen Sinn die Eitelkeit der Erde hin, daß deiner vergesse. 4. Deuch mich, Heiliger, zu dir am Tage deiner Ehre. Gieb, daß ich inniger in mir dich, Herr, empfind' und höre. Laß diesen Ruhetag allein dir, o mein Gott, geheiligt seyn, zum Besten meiner Seele. 6. Und wenn der Wahrheit Lehrer mir den Weg zum Him: mel zeigen, so laß mein Herz empor zu dir in heißer Andacht steigen. Gieb Lernbegier, Lust Wille ganz bekannt, ich im mer weiser werde. " treu gewissenhaft, was du mich lehrst, vollbringe. Laß tiefer mich erforschen, mehr, was mir noch mangelt, fühlen, leer von allem Stolze werden. 8. So wird dein Tag, o Va= ter, mir ein Tag des Segens werden. So seh ich und emPfind' in dir den Himmel schon auf Erden! So werd ich nach der Prüfungszeit zur Nuh, in deinen deine Seligkeit, zu Freuden kommen. 450, Meimein innigſtes In eigener Melodie. erster dich würdig zu erheben; unend: lich groß ist deine Vatertreu, mit jedem Tag ist deine Güte neu. 2. Die Sonn' Schauplah deiner Werke, und Alles zeugt von deiner Huld und Stårke. Sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt raftlos hin, und strahlt zu dei: nem Preis. 3. Die Erd ist dein, und du regierst das Ganze. Vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze seh ich, wie groß sich deine Vorsicht zeigt! sie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 4. Und sie umfaßt auch mich! du Höchster, denkest an mich, den Staub! der du die Himmel lenkest, du forgst für mich; Gott, wie vergelt ichs dir? Ein dankvoll Herz, das bring ih dir hafür. denk nicht durch deinen gnädig an; gemeiner Sünde! Sohn laß mich Am Morgen. 268 Bergebung finden. Ihm, welcher nic ein glaubig Flehn ver: warf, dank ichs, daß ich dich Vater nennen darf. 6. So will ich denn mit kind= lichem Vertrauen auf dich allein, so lang ich lebe, schauen; du bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, mein starker Fels, mein Helfer immerdar. 7. Du weißt, wie lang ich hier noch wallen werde. Fållt ohne dich kein Sperling auf die Erde, so nimmst du, Herr, auch meines Lebens währ; mit Namen kennst du mich, und zählst mein Haar. 8. Mein Heiland, gieb mir Kraft zum neuen Leben; gieb mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, das du, o Herr, uns hinterlassen haft. Dein Joch ist sanft, und leicht ist deine Last. 9. Dein Auge sicht die Schwächen meiner Seele; ver: wirf mich nicht, vertritt mich, wenn ich fehle. Zu dir hinauf fleht meine Seele stets, und du vernimmsts, Erodrer des Gebets. 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, uns wieder aufzuwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns er: hält, und mirs jegt neu ge geben. 6. Gelobet feyst du, Gott der Macht! gelobt sen deine Treue, daß ich nach einer sanf: ten Nacht mich dieses Tags erfreue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lebre du mich selber thun nach deinem Wohl: gefallen. 7. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr; ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und und Ruhe; ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn, und willig thue. 10. Daß ich, als dein gehorfam Kind, dir zu gefallen strebe; dir treu ergeben, gut gesinnt, in deinem Reiche lebe. 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und 2r= ihrer Dank; erhebe Gott, o Seele! beit scheue; mich gern an Ander Herr hört deinen Lobgedrer Wohlergehn und fang; lobsing ihm, meine Seele! Tugend freue. 2. Mich selbst zu schůzen, ohne Macht, lag ich, und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe für den Müden? 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht ge nieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. Mel. Ich dank dir schon durch 2c. Dein Gefühl 451. Me preis und 3. Wer wacht, wenn ich von Mel. Wer nur den lieben G. 2c. mir nichts weiß, mein Leben 452, Mein ein Gott, auch dieser neue Mor: zu bewahren? Wer stårkt mein Blut in seinem Fleiß, und schüßt mich vor Gefahren? gen verkündigt deine Gnade mir. Mit mir erwachen meine Sorgen, Am Morgen. 269 mein| zu erheben. Er hört mein früwerfe hes Lied. Sorgen, jedoch auch Vertraun zu dir. Ich meinen Kummer bin auf dich, durch den ich leb und bin. 16 2. Ich bin noch imer auf der Erde, wo alles Wohl sich mischt mit Web, und ich zu größerer Beschwerde so manchen Fehltritt noch begeh. Gott, der mich schüßet und ernährt, war ich doch deiner Liebe werth! 3. Laß den Entschluß mein Herz erfüllen, stets gern zu thun, was dir gefällt. Es ge= he mir nach deinem Willen, o weiser, Herrscher aller Welt! Schließ mich in deine Vor: ficht ein, so bin ich todt und lebend dein. 4. Vergieb mir, Vater alle Sünde, vergieb, was ich nicht recht getban. Nimm mich zu deinem Gnadenkinde um mei nes Mittlers Willen an. In sei: nem Namen fleh ich dich; er litt urd starb ja auch für mich. 5. Hilf du in allen Sachen rathen; denn wo war ich mir selber gnug? Behüte mich vor Missethaten, vor böser Men= schen ist und Trug. Führ du mich selbst auf ebner Bahn; und, was ich thu, sey wohl gethan.. 6. Bewahre mit feib, Seel und Leben, Verwandte, Freunde Ehr und Gut. Willst du mir Kreuz zu tragen geben, fo stårke mich mit Trost und Muth; und willst du mich mit Glück erfreun, so laß mich dir auch dankbar seyn. Mel. Chriftus, ter ist mein zc. 453. No och läßt der Herr mich leben! Mit fröhlichem Gemüth eil ich ihn 2. 3u ihm entzückt mich wie: der der Morgensonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der fie und mich gemacht. 3. Du Herrscher aller Wels ten, nimmst dich auch meiner an. Wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? fie gelten nichts vor dir. Du forderst nur Vertrauen nur Liebe, Gott, von mir. 5. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freun, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weihn. 6. Dir hab ich mich ergeben, ich freue mich in dir. Erfreuen= der, als Leben, ist deine Güte mir. 7. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad. Du, Ewigweiser, leite mich selbst nach deinem Nath. 8. Nur Eins laß mich erfle= ben? das christlichweise Herz, auf dich stets aufzusehen, in Freuden, wie im Schmerz. 9. Laß mich am ersten trachten nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achten, als allen Ruhm der Welt. 10. Laß mich, dir innig trauend, das Gute standhaft thun, dann, froh gen Himmel schauend, in deinem Willen ruh. 11. Bereit den Lauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Gewissen, so finde mich der Tod. In eigener Melodie. 454, ach auf, mein Herz, 2 und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Ge= ber aller Güter, des Menschen treuem Hûter. 2. Mit Am Morgen. tolk 270 2. Mit göttlichem Erbar: men bedecktest du mich Armen, und stårktest mein Vertrauen, der Sonne Licht zu schauen. 3. Und dies, Herr, ist ge schehen; ich kann das Licht noch sehen. Du machst, daß ich aufs neue mich meines Lebens freue. 3. Steig auf, mein Dank, zum Throne! Dem Vater und dem Sohne, dem Geift des Herrn fei Ehre, Unbetung, Preis und Ehre! 5. Hör meinen Dank, mein Flehen! du kannst ins Herze sehen. Ach, möchte dir gefallen, Herr, meines Herzens Lallen. 6. Dein Werk wollst du vollenden, dich nimmer von uns wenden, und mich in meinen Tagen stets mit Verschonen tragen. 4. In allen meinen Thaten wollst du mir selber rathen, mich stets zum Besten leiten, zum Himmel mich bereiten. 8. Auf allen meinen Wegen begleite mich dein Segen; dein Wort sei meine Speise auf meiner Pilgerreife. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 455, 3u beinem Preis und erwacht, Ruhin bring ich dir Ruhm und Preis, dir, Gott, der durch die Ruh der Nacht uns zu erquicken weiß. 2. Bater, deine Gütig: teit ist alle morgen neu; du thust uns wohl von Zeit zu Zeit, und groß ist deine Treu. 3. Jest schenkst du mir zu meinem Heil von neuem einen Tag. Gieb, daß ich davon je: den Theil mit Weisheit nugen mag. 4. Die Zeit in deiner Furcht vollbracht, bringt ewigen Ges winn. So fließe vor dir, Gott der Macht, auch dieser Tag mir hin. 5. Gieb, daß ich fern vom Müssiggang, in meinem Stan: de treu, und, wenn ich kann, mein Lebentang bereit zu dienen sey. 6. In allem, was ich denk und thu, sey dein Gebot vor mir, und wenn ich von Geschäften ruh, so sey mein Herz bei dir. 7. Was du mir zum Vergnügen giebst, vermehr in mir die Lust, ganz dein zu seyn, der du mich liebst, und so viel Guts nir thust. 8. Wenn Sorg und Kummer mich befällt, so laß mich auf dich schaun, und deiner Vorficht, Herr der Welt, mit frohem Muthe trauen. 9. An deiner Gnade gnüge mir! sie ist mein beßtes Theil; mein Troft und meine Zuflucht bier, und dort mein volles Heil. Morgen- Lied im Leiden. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. er kommt, 456. Dund meine Klage, wird ist mit diesem Morgen neu. Wie traurig eilen mir die Tage der bangen Wanderschaft vorbei! Der Sonne neu geschenktes Licht erheitert meine Seele nicht. 2. So traurig, als die Abend: stunden, ist dieser neue Tag für mich; die Qual; die ich bisher empfunden, verneuet mit dem= selben sich. Ich hoffte Trost in meiner Vor und nach dem Effen. meiner Pein; doch meine 3) Vor Hoffnung traf nicht ein, zoo nomy 150 3. Noch immer bin ich auf der Erde, wo mich) Gefahr Met. Herziebster Jesu, was 2c. und Noth umringt und tåg= lich härtere Beschwerde zu Kla: gen und zu noch 457., 2uf dich, o Bater, schauen unsre Blicke, daß deine Hand uns väterlich erquicke; du siehst, und giebst auch jedem seine Speise, daß er dich preise. Thrånen zwingt; immer fleh ich unerhört um Labung, die mein Herz begehrt. 14. Herr, eile doch mir bei2. Du segneft uns nach deizustehen, verlaß den müden nem Wohlgefallen, thust dei: Wandrer nicht. O neige, Vane milde Hand auf, und giebst ter, auf mein Flehen zu mir dein freundlich Ungesicht. Gieb mir Geduld, und bei dem Schmerz ein hoffendes gelaßnes Herz. allen, was Roth ist; keiner fleht, o Herr, des Lebens, zu dir vergebens. 3. Auch, wenn wir essen oder trinken, müssen wir dir zur Ehre, Gott, mit Dank genießen, was wir zum Leben hier von deinen Gaben em= pfangen haben! 4. Laß, Vater, dies uns keinen Tag vergessen; laß uns mit Dank und Mäßigkeit stets effen, damit wir leben, und durch deinen Segen satt wer: den mögen. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 458. von dem wir alles haben, wir preisen, wir erheben dich! Du überschüttest uns mit Gaben; du sorgft für uns so våter: lich! dein Segen macht uns alle reich. Herr, was ist dei: ner Güte gleich? 5. Mir ist das Schicksal noch verborgen, daß diesen Tag mich treffen foll: auf dich, Herr, werf ich meine Sorgen: du fennst und suchst mein wahres Woht; und was dein Rath beschließt und thut, ist heilig und gerecht und gut. 6. Soll ich die Last noch långer tragen, so halt ich deiner Fügung still. In dir zufrieden, will ich sagen: Herr, wie du willst, nicht wie ich will! So laß mich, Vater, in der Pein geduldig, wie mein Heiland seyn. 7. Nach diesen schmerzen vollen Stunden rückt einst mein Ende doch herbei! dann hab ich ewig überwunden, und bin von aller Trübsal frei. Dann folget auf die Leidens: zeit dort ewige Zufriedenheit. 8. Gestärkt durch diesen hohen Glauben, tret ich auf meinen Leidenspfad. Herr, stårke, stårke meinen Glauben, auch dann, wann sich der Tod mir naht. Vielleicht erscheint er heute mir; wohl mir! ia leb und sterbe dir. 271 und nach dem Effen. 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die sich von dir er: nåhret sehn? doch muß die Nothdurft keinem fehlen: denn du weißt allen vorzus stehen; du sorgft für uns, und jedes Land bekommt sein Brot aus deiner Hand. 4. Du machst, daß man auf Hoffnung fået, und endlich auch Vor und nach dem Essen. 272 auch die Frucht genießt; der Wind, der durch die Felder webet, die Wolke, die das Land begießt, des Himmels Thau, der Sonne Strahl, sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Men: schen Speife; der Acker schaffet Met. Singen wir aus Herz. 2. hålt und nährt, ihm sein Brod. In Garten grunt auf gleiche Weise fein Unterhalt auf dein Gebot ihm reichst du, was von no: then war, in Fischen, Vieh und Vogeln dar. 460. Was den Leib erhat uns unser Gott gewährt, der die ganze weite Welt durch sein Ullmachtswort erhält; und was lebet auf dem Land, in der Fluth, im dürrsten Sand, 5. Woran soll ich zuerst gesättigt sich aus seiner Hand. denken? der Wunder sind hier gar zu viel. So viel, als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr be schert, als wir, wir Sünder, je sind werth. 2. Herr, auch mich, auch mich erfreut deine große Mildigkeit; und mit Freuden bring ich dir ob und Dank und Preis dafür: dir, der noch an mich ae= denkt, mir noch immer liebreich schenkt, was mich spei= fet, was mich trånkt! 6 Wir wollen dein denn nie vergessen, da deine Gaben uns erfreut. Für unser Brot, das wir gegessen, sey dir, Herr, unser Dank geweiht! fer ganzes dich unser Lobgefang. Und unLebenlang erheb Mel. Herr Jesu Christ, dich zc. 459. Bater, kindlich O beten wir um un: fer tåglich Brot zu dir! giebe deinen Kindern, die du liebst, und segne, was du huldreich giebst. 4. Laß uns zwar satt, doch) mäßig seyn, uns deiner Güte dankbar freun, und nie verz geffen im Genuß, daß auch der Arme leben muß. 3. Du haft auch uns bisher genährt, was wir bedurften, uns gewährt, und flehn wir drum voll Zuversicht, versagst du es auch künftig nicht. 3. Aber gieb, daß ich da: bei auch im Glauben standhaft sey; und mein Herz vergesse nicht seine große Shriften: pflicht, daß von meinem Ueber fluß id, nach måßigem Genuß, auch die Armen speisen muß. 4. So genieß ich dies mein Theil, dir zu ehren, mir zum Heil; so wird deine Gütigkeit durch Uebermuth ent: nicht weiht. Dankbar will ich mich erfreun; du sollft künftig mir allein Vater und Versorger seyn. Mel. Nun danket alle Gott zc. 2. Thu auf, Herr, deine mit: de Hand! Auf dich ist aller Blick gewandt, der du von al: lem, was ba ift, der Schöpfer 461. Wir banken freudig und Versorger bist. Gaben, die wir, o Bater, ist von dir empfangen haben! Ges sundheit giesst du uns, und Nahrung, die erfreut, bier ei: nen frohen Muth, dort deine Seligkeit. 2. Laß Am Abend. 5. Laß nie undankbar uns, wie gut du bist, verkennen; von wahrer Dankbarkeit laß unser Herz entbrennen! Mach uns gehorsam; mach in unserm Stand uns treu, daß unser Bandel, Gott, dir wohlgefällig sey. 3. Wenn deine Huld uns schon auf Erden so beglücket, wie wird uns seyn, wenn uns dein Himmel einft entzücket: Führ uns dahin, und laß uns da dein Untliş sehn; dann wird dich unser Dank noch wür: diger erhöhn. Mel. Werde munter, mein 2c. 463. Auf, ( uf, o Seele, werde munter, und be: zahl des Dankes Pflicht; unsre Sonne gehet unter, unsers Got tes Gute nicht! Sie erschuf 462. 2 ber Eonne Pracht, den 4) Am Abend. Mel. Herr Jesu Chrift, wahr'r 2c. ch, Gott, wie ein fließt die Zeit, die mir geliehen ift; fie rauscht vorbei, schnell wie ein Bach, und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach. 2. Die Ewigkeit, die Ewig: teit ergreift mich nach durch lebter Beit; ich sey alsdann auch, was ich sey, ein Sünder, oder Gott getreu. 273 6. Verzeihe denn nach deiner Huld, auch mir, Erbarmer, meine Schuld; schent mir an Jefu Chrifto Theil, und deine Gnade sey mein Heil! 7. Gieb du die wahre Weis: beit mir, daß ich nichts fürchte außer dir: so schlaf ich mit dem Trofte ein: Ich sey im Tod und Leben dein. 8. So fürcht ich nicht, von dir bewacht, des Todes Schlaf, des Grabes Nacht. Du, Gott, bist meine Zuversicht. und läßest mich im Tode nicht. 3. Da wall' ich hin; da war: tet mein das Anschaun Gottes, oder Pein. Ach, Gott, mein Heil und mein Vertraun, laß mich dein herrlich Untlig schaun! 4. Du träufelst auf die Mü: den Ruh, und wenn wir schlum: mern, wacheft du; doch wie viel Seelen wallen nicht im Schlummer hin vor dein Ge richt. 5. Wir sind nur wie ein Schlaf vor dir; wie Gras, ſo blühn und welken wir. Du forderst uns vor dein Gericht; vor dir besteht der Sünder nicht. Mond, der in der Nacht leuchtet, und in weiter Ferne funkelt fie in jedem Sterne. 2. Und ich sollte sie nicht singen? Stets sen sie mein Lob: gefang; sie half diesen Tag vollbringen, daß es meinem Fleiß gelang. Sie hat heute mich ge nährt, mir der Freuden viel be: schert, vor Gefahren mich ges schüßet, meine Schwachheit uns terstüzet. 3. Ungebetet, hochgepriesen sey, o treuer Gott, von mir. Was du Gutes mir erwiesen, dankt fein ganzes Leben dir. Noch trägst du mich mit Ge duld und vergiebst mir meine Schuld, leitest mich mit Vaterarmen, voll Verschonung, voll Erbarmen. 4. Gieb ist bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh! Durch dich schlaf ich ohne Sorgen, wenn ich schlafe, wachest 274 Am Abend wachest du. Seel und Leib be:| hab ich vielleicht nur mir, nicht fehl ich dir! Balt allmächtig meiner Pflicht gelebt? 1. mis über mir; sey der Schußgott 2. Wars in der Furdt des all der Meinen, tröste die, die Herrn, daß ich ihn angefanzu dir weinen. gen? mit Dank und mit Ges bet, mit eifrigem Verlangen, Mel. In allen meinen Thaten 2c. als ein Geschöpf von Gott, der Tugend mich zu weihn, und 464. Dendet, und unſer er Tag hat sich gezüchtig, und gerecht, und Got tes Freund zu sein? Bater sendet die Nacht uns liebreich zu; hüllt uns in stille Schatten, und labet dann die Matten, im sichern Schlaf durch sanfte Rub. 2. Jest gießt, Herr, deine Sonne Licht, Wärme, Heil und Wonne auf andre Volker aus. Une decken Finsternisse, doch ohne Kümmernisse, dein Arm schüßt uns und unser Haus. 3. In unermeßner Ferne er: zählen tausend Sterne die Größe deiner Macht. Seele falle nieder erhebe froh dich wieder zu deinem Gott, der dich bewacht. L 4. Er, der den Mond bereitet, die Sterne zählt und leitet, ist auch von mir nicht fern. 3u seines Himmels Höhe blick ich empor, und flehe; denn meine Hülfe kommt vom Herrn. 5. Mein Herz vergesse nimmer der Vaterhuld, die immer mich trågt und nie vergißt. Auch meine Zunge preise den Hochsten, der so weise, so machtig, so erbarmend ist. Mel. Nun danket alle Gott 2c. 465, Der er Tag ist wieder 3. Hab ich in dem Beruf, Gott mir angewiesen, den durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen? mir und der Welt genügt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht weil mich Menschen sahn? 4. Wie hab ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? erfreut ich mich des Herrn, der unser Flehn bemerkt? und hab ich im Vertraun auf ihn mein Herz gestärkt? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs süße Stunden; fühlt ich der Freundschaft Glück, sprach ich, was ich em: pfunden? war auch mein Ernst noch fanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? und hab ich nichts geredt, das ich bereuen soll? hin, und diesen 7. hab ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflich: tet, sie durch mein Beiſpiel ftill zum Guten unterrichtet? war zu des Mitleide Pflicht mein Theil des Lebens, wie hab ich ihn verbracht? verstrich er mir vergebens? hab ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt? 5. Dacht ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmächtigen, durch den sie sind und werden? verehrt ich ihn im Staub? empfand ich feine Huld? trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? 275 mein Herz nicht zu bequem? ein Glück, das andre traf, war dies mir angenehm? 4. Wie unwerth sind wir, Bater, deiner Treue! Prüf unser Herz! es flehet dir voll Reue; ach, laß es uns vor dir im Glauben stillen, um Chrifti willen. 8. Ward mir der Fehltritt leid, fo bald ich ihn began: gen? beftritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? 5. Uns wohlthun ist dein gottliches Vergnügen. Dein Aufsehn schüßt uns, wenn wir hilflos liegen, und Todten gleich, umhüllt von Finsternissen, von uns nichts wissen. 9. Gott, der du alles weißt, was könnt ich dir verhehlen? 6. Wår dies für uns der Ich fühle täglich noch die legte Tag auf Erden, soll unSchwachheit meiner Seelen. ser Schlaf ein TodesschlumVergieb durch Christi Blut mir die verlegte Pflicht; ver: gieb, und gehe du mit mir nicht ins Gericht. mer werden: dann weckst du uns, die wir uns dir ergeben, zum ewgen Leben. 7. So legen wir getroft zur Rub uns nieder; sehn wir erfreut die Morgensonne wieder, dann preisen wir mit heis terem Gemüthe, Gott, deine Güte. Am Abend 10. Ja, du verzeiheft dem, den seine Sünden frånken; du liebst Barmherzigkeit, und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir; leb ich, so leb ich dir, sterb ich, so sterb ich dir! Mel. Herzliebster Jesu, was tc. 466. Entflohen find auch dieses Tages Stun: den, an dem wir noch des Le: bens Glück empfunden; mit frohem Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den wir leben. ntflohen sind auch ihrer zu geringe. 2. Des Lebens Müh und Elend zu versüßen, aiebt uns der Herr viel Freuden zu ge nießen; und welche Güter schenkt er unsern Seelen? Wer kann sie zählen! Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. ür alle preis 477. ich dich, mein Gott, und Herr! wie sehr bin ich nicht Vernimm 3. Noch immer låst er uns Erbarmung finden, er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden. Wir häufen Schuld auf Schuld, er låst uns leben, und will vergeben. den Dank, den Lobgefang, den ich dir kindlich singe. 2. Du nahmft dich meiner herzlich an, haft Großes heut an mir gethan, mir mein Ge bet gewähret; haft väterlich mein Haus und mich beschüzzet und genåbret. in, ift b 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk; der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüthe. Was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 4. Sey auch, nach deiner Lieb und macht, mein Schuß und Schirm in dieser Nacht; vergieb mir meine Sünden. Und kommt der Tod, S2 mein Herr Am Abend. selbst im Leiden weit mehr uns liebt, als wir verstehn. n. 9 ad 3. Ja Vater voll Erbarmen, nimm gnädig von uns Armen dies schwache Loblieb an. Einst Leben bis diesen wir, durchdrungen von dir, mit Engelzungen, was du, o Herr, an uns gethan. msdsg und 100 mndsg Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 276 Herr und Gott, so laß mich Gnade finden. Mel. Nun ruhen alle Wålder 2c. 468. Herr, ber bu mir das Tag gegeben, dich bet ich kind: lich an! Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich finge, und die du heut an mir gethan. 2. freu ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befeh len einher im Leben gehn; auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmet offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil; Ich bin der Schuld ent: laden, ich bin bei dir in Gna: den, und in dem Himmel ist mein Theil. 5. Bedeckt in deinem Segen, eil ich der Ruh entgegen; dein Name sey gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein; in deine Hande befehl ich, Bater, meinen Geist. Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. n ernster Abendstil: 469.J le, Herr, dessen guter Wille auch heut an uns geschab, in dieser Stille brin: gen wir unsern Dank und sin: gen dir, der so huldreich auf uns fah. 470. Nun fint, de nieder, stille Sie Nacht kommt wieder, und mit ihr Schlaf und Ruh. schenkt uns neue Kräfte, bes schließt des Tags Geschäfte, und drückt die můden Augen zu. 2. Welch seliges Entzücken, mit unsern legten Blicken auf den zurück zu sehn, der tausend fache Freuden uns giebt, und 2. Noch wach ich und erzähle, mit tiefgerührter Seele, was Gott an mir gethan; mit dankbarem Gemüthe lobfing ich seiner Güte; er hört mein from: 161 mes oblied an. 3. Von ihm kommt jede Gabe, das Leben, das ich habe, die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, mein Schußherr und Behüter, der, wenn pich schlummre, für mich wacht. 4. Er läßt es finster werden, und hüllt den Kreis der Erden in schwarze Dunkelheit: doch auch in dunkler Stille woont Gott mit seiner Fülle, und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Er führt aus dunkler Ferne den Mond und tausend Sterne mit Majestät herauf: fie leuchten, ihm zur Ehre, hoch über Erd und Meere, und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6: Groß, wann der Morgen grauet; groß, wann der Abend thauet; groß in der stillen Nacht, im Sonnenschein und Sturme, am Menschen und am Wurme; groß, Bater, zeigst du deine macht. ble 7. Voll Am Abend. 37. Boll Majestät und Står: te stehn lauter Wunderwerke in deiner Schöpfung da. Wie kann ich dirs vergelten? Du Gott, for vieler Belten, warst auch mir Armen heute nah. ig din 8. Woher mein Glück, mein Leben? Gott ists, der mirs gegeben, Gott ists, der für mich wacht! Woher auf meinen We gen so mancher frohe Segen? Gott iste, der alles wohl ges macht! 9. Gott, groß von Macht und Treue! 3st, da ich dein mich freue, wird mir die Nacht auch Leg ich müden Glieder in deinem Namen nieder, so wachest du; ich sorge nicht. 277 selbst ein Herz voll Dankbar keit und kindlicher Zufrieden: heit. 2. Und noch vielmehr em: pfing mein Geift, der tief gerührt, fing m bich, Bater, preift, viel Kraft und viel Gelegenheit zu thun, was seine Pflicht gebeut. 3. Du schüßteft, du bewahr: teft mich vor Angst und Noth so väterlich! du schenktest mir der Freuden viel, und für sie meiner Brust Gefühl. 4.Dmocht ich dir recht dankbar seyn, und immer, immer bein mich freun! Gieb 5. Gedenke meiner Sünden nicht, und geh' nicht mit mir ins Gericht; laß meine Fehler, die mich reun, mir, der dich liebt, vergeben seyn. d6. Behüte du auch väterlich in dieser Nacht vor Unglück mich! so schlaf ich ruhig ein, denn du, du wachst auch über meine Ruh! ser ist nicht mehr. Die Nacht, der Müden Tröfterin, eilt wieder zu uns her. 10. Soll mir der Schlaf zum Leben erneute Kräfte geben, so schlaf ich fröhlich ein: soll er mein Leben enden, so wird Gett mich vollenden, mein Gott auch noch im Tode seyn. du 2. Nur du, Herr, bleibest wie du bist, du schläfft und schlummerst nicht; die Finster: niß, die uns umschließt, isi dei: nem Auge Licht. Mel. Wenn wir in höchsten 20. 3. Dir übergeb ich voll Ver traun mich auch in dieser Nacht. Und wovor sollte mir 471. O wie viel Gutes benn graun? Mich schüget beine Macht. thast du mir auch heut, mein Gott, wie dank ich dir? Du schenktest Speise mir und Trank und Kleid und Nahrung, dir sey Dank! Mel. Nun sich der Tag geend. zc. 472. So fliehen unsre Taz auch dies 4. Hab ich an deiner Gnade nur noch Theil, o Herr, mein Gott, so fürcht ich keine Creatur, und scheue nicht den Tod. 5. 3war ich erkenne meine Schuld, mit Reue fühl ich sie; doch, mein Versöhner, deine Huld, wie trostvoll ist mir die! 6. Ich eil im Glauben zu dir bin, und weiß wie sicher ich im Schatten deiner Flügel bin; du wacheft über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir! Herr Jesu, du allein sey mein Gedanke! weihe dir mein Herz zum Tempel ein! S3 8. Ift do Um Abend. ne 278 8. 3ft dies vielleicht die les te Nacht in meiner Prüfungs zeit; so führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, dein bin ich auch im Tod! Du, mein Erretter, bist bei mir, und hilfft aus aller Noth. Mel. O Ewigkeit, du Donnerw. 473. S o hab ich, Gett, durch deine Macht nun wieder einen Tag voll: bracht; sei hoch dafür geprie: fen! Mit froher Rührung dank ich dir für alle Wohlthat, die du mir so unverdient erwiesen. O laß mich ferner mit Vertraun auf dich und deine Lei: tung schaun. 2. Auch des verfloßnen Ta: ges Schuld verzeihe mir nach deiner Huld, und fördre mein Bestreben, in deiner Fügung zu beruhn und deinen Willen gern zu thun, bis du mich führst zum Leben. Herr, was ich hab, und was ich bin, geb ich in deine Hände hin. Lebens Eitelkeit mein Herz sich will versenken. diose si d 3. Damit ich jeden Abend mich in Zukunft frommero fine de, fo tobte selbst diesbitt ich dich, in mir die Macht der Sünde. nga dasm 4. Mit Glauben, der sich thätig weist, schmück, Hochz ster meine Seele und warne mich durch deinen Geist, so oft ich strauchelnd fehle. 5. Dir dank ich, Bater, für die Huld, die du mir heut er: Du trågst mich Sünwieſen. der mit Geduld; sey hoch von mir gepriesen! 3. Du, dessen Auge ewig nun in die: 6. Sieh ferner mich in Gna: den an; vergieb mir meine Sünden, und laß mich auf der Tugend Bahn der Seele Frieden finden. 7. Benn meine matten Glie= der nun vom Schlaf gefesselt liegen, so laß mich sanft und sicher ruhn, bis Nacht und Schlaf verfliegen. dio Abendlied eines Leidenden. met. Nun sich der Tag geend. zc. uch diesen Tag hab fer Racht den fanften Schlaf 475, 2ud vollbracht, mit mir Müden. Beschirmet deine Rechte mich, so stärken meine Kräfte sich, so schlaf ich ganz im Frieden, erwache froh, und mein Gesang sinat dir, mein Vater, neuen Dank. aller feiner Noth. Nur deiner Baterlieb und Macht verdank ich es, o Gott. ich e Mel. Ich dank dir schon durch zc. 2. Wärst du nicht meines Lebens Kraft, mein Retter und mein heil; so würd in meiner spilgerschaft kein Trost mir je zu Theil. slavd 474.28 ie schnell ist mir der Tag entflohn, den ich durchlebet habe! Boll: endet ist nun wieder schon ein 3. Ja, ohne dich, Allgúti: ger, verging ich in der Notb; von allem Muth und Hoffnung wår dich mein Tod. neuer Schritt zum Grabe, leer. Ooth, welchen Troft fühlt 2. Herr, mich die Flucht der Beit mit stillem Ernst bedenken, wenn in des nun mein Herz! du bist und bleibst mein Gott; dein Wort versüßt In allgemeiner Noth. 279 versüßt mir jeden Schmerz, und| wandle alles Leiden in neue Lelindert jede Noth. misselio bensfreuden. nis 65. Froh kann ich mich dem Schlaf vertraun aud) schlafend bin ich dein. Vor keinem Unfall soll mir graun, du wirst mein Helfer seyn. 6. Und sollt, o Vater, diese Nacht des Leidens legte seyn: wohl mir! dann ist mein Lauf vollbracht, vorbei des Lebens Pein! 4) In allgemeiner Noth. Mel. Wo soll ich fliehen hin zc. 8 züchtigt deine 476. ist das Land. Zu deinem Va= terherzen erhebt mit bittern Schmerzen sich das Geschrei der Armen; erhör es mit Erbar: men. 2. Du siehst des Landes Noth; sie kam auf dein Gebot. Du kannst mit måchtgen Hån: den sie lindern kannst sie enden. Ein Wort aus deinem Munde verändert Zeit und 6. Doch wenn, Herr aller Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trůbsal zu entfernen, ſo stårk uns, daß wir lernen, mit ehrfurchtsvollem Schweigen vor dir uns kindlich beugen.. dan 5. Verkürze, gnådger Gott, die Dauer unsrer Noth! Laß, die voll Ungst dir flehen, Troft und Erleichtrung sehen; ver: 7. Ja, deine Züchtigung leit uns zur Besserung! taß sie die Sichern schrecken, die Schläfrigen erwecken, auf dein Gebot zu merken, und Redlichfromme stärken. 8. Wenn dich das Herz nur liebt, so wird, was uns betrübt, uns doch zum Heil gedeihen. Wer deiner sich kann freuen, dem wird auch deine Gnade zum 9. So stårke denn das Herz, daß auch im größten Schmerz es nie am Muth uns feyle; o sprich zu unsrer Seele: Ge trost! dich soll kein Leiden von meiner Liebe scheiden. 10. Um Schluß von unserm Lauf, dann klärt sich alles auf; dann wird die Aussicht heiter; dann thrånt kein Auge weiter; und dieses Lebens Leiden verwandeln ſich in Freuden. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 13. D Herr, wir murren nicht; gerecht ist dein Gericht bei al: lem was wir bulden; denn 477. Sehn wir nur Trübfal um uns her, groß sind unsre Schulden, und du bestrafft uns minder, als wirs verdient, wir Sünder. 5. Doch, Vater, deine Huld ist größer, als die Schuld. Ge denke an die Deinen, die reuend vor dir weinen; gedenke mit Erbarmen an die gebeugten Urmen. und wissen keinen Ausgang mehr, und finden weder Schuß noch Rath, ob wir auch sorgen früh und spat. 2. Dann ist es unser Trost allein, daß wir uns deiner noch erfreun, und fliehn zu dir, du treuer Gott, du beßter Helfer in der Noth. 3. Wir heben unser Aug und Herz hinauf zu dir in unserm Schmerz, und flehen um Bes 54 guadis In Kriegeszeiten. dila In Kriegeszeiten. 280 gnadigung und aller Strafen Linderung. 4. Nach deiner Gnade sagest du sie allen, die drum bitten, zu, durch den, der unser Mittler ist, durch unsern Heiland, Jesum Christ. 5. Drum kommen wir, Herr, unser Gott, und klagen dir all' unfre Noth. Uh, deine Va: teraugen fehn, wie so verlassen wir hier stehn! 6. Nur du bist unsre 3uver: sicht! Vergilt nach unfrer Schuld uns nicht, steh uns in allen Nöthen bei, und mach uns aller Plage frei. 7. Dann danken und lobsingen wir mit freuderfülltem Her: zen dir; gehorsam deinem theu: ern Wort, Herr, preifen wir dich hier und dort. 6) In Kriegszeiten. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 478. über unser Haupt einher. Doch du bist unser Schuß und Retter, fo fürchten wir uns nicht so sehr, wie heftig auch Gefahr und Noth den Völkern und den Lån: dern droht. 3ft Gott für uns, was hilft es euch)? te fi oft au 4. Je weniger fich oft auch zeiget, woher uns Hülfe noch entspringt; je mehr Gefahr und plage steiget, und alles in Berrüttung bringt, um so viel mehr laß voll Bertraun uns, auf deine Vorsicht Gott, schaun. 5. Was hilft der Streiter große Menge; was hilft Gez waltgen ihre Macht? Der Roß und Wagen dicht Gedränge hat doch nicht immer Sieg gebracht; der wird allein von deiner Hand, wem du ihm gönnest, zugewandt. 6. Drum fallen wir in deine Arme, o Vater der Barmber: zigkeit, und flehen demuthsvoll: Erbarme dich über uns zur bd. sen Beit! Laß Gnade nur für Recht ergehn, fo bleiben wir nech aufrecht stehn. 7. Und findet, Herr, dein weiser Wille noch ferner Züchtiein wir Kriegeswetter ist frommer Stille dennoch zu dir den frohen Muth, daß du ge= wiß zur rechten Zeit uns zu er: retten feyst bereit. 2. Gieb, Bater, in so trüben Tagen uns nur den Sinn auf dich zu sehn, und da, wo andre trostlos zagen, mit 3uversicht zu dir zu flehn, weil keine Men schenhülfe nüßt, wenn uns nicht deine Rechte schüßt. 8. Du süchtigeft, doch stets mit Maaßen, und meinst es im mer våterlich; auch uns wirft du nicht ganz verlaffen; auch unsrer Noth erbarmst du dich. Wir sollen nur durch Angst und Pein geläutert und gereinigt seyn, 9. Froh werden wir einst rühmen müssen, wenn du uns wieder wohlgethan; Gott brach, nach uns verborgnen Schlüssen, zum Hei! uns auch durch Noth die Bahn. Du bleibest unsre Zuversicht! Barmherziger! verz 7. Dant 3, Kein blinder Zufall herrscht auf Erden; du bist es ber die Welt regiert. Laß auch igt alle inne werden, daß dir allein die Macht gebührt. Send böse, Bolker, rüstet euch! laß uns nicht. Danklieder, für den wiederhergestellten Frieden 281 8030) 3160 barkeit, die dich durch frommes 7) Danklieder für den wie- eben preist, und stets sich beis ner freut. derhergestellten Frieden. Mel. Lobt Gott, ihr. Christen 2c. 10. Lehr uns des Friedens großen Werth mit weisem Ernst verstehen, und allem, was das 479. Bringt Gott, ihr Herz beschwert, in deiner Furcht entgehn. Preis und Dank, ihm der den Frie: den schafft. Erhebt mit frohem Lobgefang die Bunder seiner Kraft. 11. Daß Güte und Gerechtigkeit und aller Lafter Scheu, vereinigt mit Bufriedenheit im Lande herrschend sey. 2. Wer ist ihm gleich? wer ist wie er? der so zur rechten Beit den Streitenden und ihrem Heer mit Nachdruck Ruh gebeut. d 3. Er sieht der Volker Angst und Müh, und hilft sie über: stehn; er hört ihr Flebn, und låffet fie Hülf und Errettung sehn. 4. Auch wir sehn sie, erfreut von ihm, der allen Jammer heilt, wie, wenn ein ſchweres 480. Gelobt, gelobt feyſt zertheilt. sein Sonnenstrahl hon alisek astine 5. Die Feinde toben nun nicht mehr, drohn nicht mehr fürchterlich; wo Menschenblut sonst floß daher, ergießt sein Segen sich. ed. Just astia mit Freuden, Gott der du liebreich an uns denkst, und nun uns nach des Krieges Leiden des Friedens Wonne wieder schenkst! Ver= wüstung, Mordsucht heißt du fliehn, und Sicherheit und Se= gen blühn. 6. Das Feld giebt nun zu seiner Zeit die Frucht dem, der es baut; er sammelt ruhig und erfreut, was er ihm anvertraut. 7. In jedem Stand lebt neuer Muth zu Fleiß und Urbeit auf; und keine Furcht vor Kriegeswuth stört der Geschäfte Lauf. 8. Allgütiger, allein von dir fließt dieses Heil uns zu; dein waren, sind und bleiben wir, und unser Gott bist du. 9. Erweck uns selbst hurch deinen Geift zur wahren Dank 12. Durch unsre ganze Les benszeit leit uns nach deinem Rath, und froh sey dir von uns geweiht Gedanke, Wort und That. 13. Getroft sehn wir auf dei: ne hand, und warten deiner Gut, und warten auf das Vaterland, wo ewger Friede blüht. mel. Wer nur den lieben G. zc. 2. Herr, das thuft du. Was du behütest, dem darf sich kein Zerstörer nahn.. Wenn du aus deiner Höh gebietest, ist alle 3wietracht abgethan. Auch über uns hast du gewacht; auch uns die Rub zurückgebracht. 3. Christen, fühlt das ganz, und preiset frohlockend ihn, der uns erfreut, der seines Armes Macht beweiset, und in der Macht Barmherzigkeit; der uns auf Gnadenflügeln trågt, und Wunden heilet, die er schlägt. 4. Preist 282 In ansteckenden Seuchen. reiß uns dem Berderben. da 4. Preist ihn curch freudiges| Tod uns, der uns drobt; ents Vertrauen; ihr seht, was seis ne Hülfe kann. Er läßt sie uns auch ferner schauen, und nimmt sich unser måchtig an. Wo wir nichts können, nichts verstehn, wird, was uns nugt, durch ihn geschehnous n 3. Du bist ein Gott, der gern verzeiht; drum laß auch uns Barmherzigkeit od bord deinem Throne finden; und dein Ge richt vertilg uns nicht in unbe: weinten Sünden!#bin 793 5. Preist ihn durch Wohlthun und Erbarmen, wo ihr ter Brüder Noth erblickt, daß ihr die Leidenden und Armen speift, trånket, kleidet und er: quickt; damit sich alles, alles freu, und durch den Frieden glücklich sey. 4. Kein Reichthumschugt, kein Stand, kein Ort; hier weinen Wittwen, Eitern dort, und da verwaiste Kinder. Die Seuch erreicht auch den, der fleucht; den Frommen, wie dilastie den Sünder. 6. Preist, preist ihn durch ein frommes Leben; dies ist der beßte Lobgefing. So viel ist uns von ihm gegeben! so sehr 5. Deß alles sind wir werth: doch wir beweinens, Gott, und flehn zu dir, du wolleft uns ver: geben! dein Volk will gern dir, unserm Herrn, gehorchen, dir 903913119 drod verdient er diesen Dank! Onur leben.d lasset Herz und Wandel rein 6. Auch glauben wir an dei und ihm ein würdig Opser seyn. nen Sohn. Umsi Jesuin willen duld uns schon, und laß uns Troft erscheinen! Streck aus die Hand, und laß das Land nicht langer hüflos weinen. gang 7. Nimm, Vater, unsers Dankes Lieder auch ist mit Wohlgefallen an! Froh schal: len unsre Tempel wieder, von dir, der uns so wohlgethan. 7. Sei mit dem Sterbenden, Herr, unser Gott, dich loben daß sie dein Untlig schaun, und wir! Herr Gott, wir danken, alle, die noch leben, die bewahdanken dir. id fadre. Lindr' ihren Schmerz, daß donose bald ihr Herzy wie gern du hilfft, erfahre. Is dibin 8. Das ganze Bolk frohlockt dir dann, und betet dich, Era retter, an, und preiset deine Gnade. Dann wandeln wir, Mel. In dich hab ich gehoffet 2c. 481., Gott, bift unfre Gott, vor dir mit Freuden deine Pfade. Hilf und Macht, wenn uns dein Auge nicht be das moje Hot potendo In voriger Melodies unsern Nöthen wer hilft uns Armen? Erretter, dir, bir 482. failen wir, voll flehen mir: du wollest dich erbarmen! 2. Der Seuchen Gift ver: breitet sich weit um uns her; erbarme dich; laß uns nicht plöglich sterben! Entzeuch dem Reu und demuthsvoll, vor dir, in unserm Jammer, nieder; denn Seuch und Tod umgiebt uns, Gott, und würget unfre Bruder. 2. So 8) In ansteckenden Seuchen.ize In ansteckenden Seuchen. 293 2. So viele fanten schon ins und Ruhm und Preis zu brin Grab, wie schnell wie unge warnt hinab! Wie ist um Hülf uns bange! O schone noch! Bez frei uns doch von unserm Un tergange! dan 3 gen. Des ganzen Volkes lau ter Dank, soll, Retter, dir lobe fingen. Du warst mit uns! In welcher Noth! Wir sahen überall den Tod, den Unters gang uns drohen. Nun wüthet seiner Seuchen Heer durch unser Vaterland nicht mehr, sie sind vor dir entflohen. 3. Arzt, Kunst und Vorsicht retten nicht; wir haben keine Zuversicht, als nur zu deiner Güte: dem Tod, o Herr, ge: beut, daß er nicht mehr, nicht weiter wüthe. shise 4. Wir glauben an den Sohn und dich und darum schaue våterlich auf tiefgebeugte Sünder! denn du allein kannst uns befrein; errett uns, deine Kinder. Hallour ad id 5. Wir übergeben Volk und Land in deine treue Baterhand; entferne jede Plage. Erquick uns, herr, Allmäch tiger, gieb wieder heitre Tage. and 6. Doch willst du uns noch nicht befrein, so laß uns, Gott, geduldiged seyn, und dir uns ganz ergeben! Laß, sterben wir, uns dort vord dir in deiner Wonne leben inmid 307.ndGieb allen Sterbenden dein Heil, und laß fie, Gott, ihr bestes Theil im Himmel nicht verlieren! Laß fie Tod aus jeder Noth zu deinem Throne führen! dan i den 8. Baß unser gläubiges Ge: bet, das, herr, zu dir um Gnade fleht, dir, Vater, wohl: gefallen; und froher Dank und Lobgesang soll einst bei uns erschallen.ee Danklied, nach ansteckenden id see Seuchen..de geosia. 2. Wir sahen dort und saben hier so viele Brüder sterben, und allenthalben waren wir umfangen vom Verderben. Da war kein Schonen; stündlich war furchtbarer, nåber die Ge= fahr, und alle Kunst vergebens. Nichts trieb des Würgers macht zurück, und uns schien jeder Augenblick der legte dieses Lebens. 3. 3u dir, du Menschenret: ter, schrien der Deinen bange Herzen. Du börtest uns; die Seuchen fliehn; du heilteft un: fre Schmerzen. O du Erbar: mer voll Geduld, nach unsrer Uebertretung Schuld haft du uns nicht aelohnet! Gezüchtigt, o wir preifen dich! gezüchtigt hast du våterlich, und väterlich geschonet. 4. Auf! laßt uns unserm Helfer Dank und Preis und Ebre dringen, und durch vereinten Lobgesang ihn dankbar frob befingen. Es bete dich, Erretter, an, und jauchze, wer nur danken kann, und diene deinem Namen; und rühme: Gott ist unser Gott! Froblockt! er uns in der Noth! Frohs lockt ihm! Umen! Amen! 9) In theurer Zeit. Mel. Ein Lámmlein geht, und 2c. Mel. Von Gott will ich nicht zc. 483. Wit ir kommen, el: 484. Du bester Troft der fer, dir Gefang Armen, scher 284 In theurer Beit. Nach geendigter Theurung. mil fcher aller Welt! du Bater poll| 10) Nach geendigter Theu Erbarmen, der ewig Glauben lo ans quid rung. hålt! du unsre Zuversicht, zumi asdivid plan ang madad dem wir findlich flehn, auf den Mel. Es ist das peil uns kommen. wir findlich seyen, verlaß, ver: u haft, laß uns nicht. Mig 485. Dreicher Gott, in im 2. Erbarmender, ach, wende Theurung uns ernähret; der Zeiten schweren Lauf; thu Elend und in Hungersnoth Er deine milden Hände, uns zu verrettung uns gewähret; und nun forgen, auf. Was irgend Leben hat deine Segenshand von uns bat, nährst du mit Wohlgefal und unserm Vaterland, den Manlen. Råhr uns auch schaff gel abgewendet. uns allen bei unserm Man: gel Rath. 3. Herr, der du uns erschu: feft, steb uns mit Hülfe bei. Xumächtiger, du rufest dem Nichts, damit es sey; zu helfen ist dir leicht, du kannst dem Mangel wegren, in Ueberfluß ihn kehren, wenns uns unmög: lich deucht. 7 4. Die Früchte laß gerathen, und deine Hülf uns sehn; er: quicte du die Saaten, so oft fie traurig stehn. Herr, baue selbst das Land, tránk es mit Thau und Regen, und füll es an mit Segen aus deiner milden Hand. 3:13 5. Erhdr uns, Vater, krone das Jabe mit deinem Gut, daß sich das Herz gewöhne zu Zu versicht und Muth. Lebr es sich deiner freun, stets 3utraun zu dir haben, und deine Gegens: gaben durch Mißbrauch nie ent: weihn. 2. Dich jammerte, Herr, un fer Leid, das Angstgeschrei ber Armen; du, Vater der Barm herzigkeit, siebst auf fie voll Erbarmen! Groß war die Noth, groß unsre Schuld: noch größer war, Gott, deine Huld und deiner Allmacht Stärke. 6. Algütiger, wir hoffen auf dich und deine Treu. Oft hat uns Noth betroffen, und da standst du uns bei. Sprich nur dein mächtig Wort! das wird den Mangel heben; wir werden froher leben, dich preisen bier und bort. 3. Auf, laßt uns unserm Helfer Dank und Preis und einten Pobgesang ihn dankbar Ehre bringen, und durch ver: froh befingen! Der höchste lålt, was er verspricht; so lang die Schöpfung steht, soll nicht hier Saat uud Erndte fehlen. 4. Gott, unsre Sinde wars, die dich zur Züchtigung bewo: gen: durch Trubsal hast du vå: terlich und ist zu dir gezogen. Laß uns die Sünden ernstlich fliehn, und dir, der gnädig uns and overziehn, ganz unser Leben wid: men. 5. Wie fürchterlich lehrt Hungersnoth uns unser Nichts erkennen! D, laß uns dich altein, o Gott, stets unsern Ret= ter nennen! Lehr' uns in allem auf dich schaun, dich kindlich fürchten, dir vertraun, und deine Gaben schågen. 6. Laß Um Regen bei großer Dürre, und Dank!. für verlieh. R. 285 6. Laß uns, o Herr, im Ue| Regen tråufle sanft auf Unger, berfluß uns nie durch Stolz er: Garten, Wälder! Das, was beben; ftets mäßig bleiben im bisher gelechat, erquicke, Herr, Genuß; der Wollust widerstre: aufs neu, daß jede Kreatur dir ben, von dem, was deine Ba- freudig dankbar fey. bilen tergnad uns mitbreich gab durch Liebesthat den Armen gern erfreuen. naud af 6 das 7. Und künftig wollst du gnd diglich vor Mangel uns bewah ren. Mit die ist uns nichts fürchter ich; du deckst uns in Gefahren. Mit Luft, o Bater, wendest du dem Lande deinen 5. Ergieß zugleich dein Wort, gleich einem milden Regen, auf unfer tráges Herz mit tauſend fachem Segen. Der Fromme nur kann sich, Gott, deines Ge gens freun; o laß uns alle reich an wahrer Tugend seyn! Segen u, in welchem Fromme 12) Tanklied für verliehenen Regen. wohnen. displa Mel. Nun lob' mein Geel den 2c. 11) Um Regen bei großer 487. Ein milder Regen Dürre. des Mel. Nun danket alle Gott 2c. 486. 5 err, allerhöchster Gott im Himmel, und auf Erden, dem Wolken, Luft und Wind allzeit gehorsam werden! Was du befiehlst, gefchieht: o laß auch unser Flehn durch dich, Allmächtiger, ist in Erfüllung gehn. 2. Wir bitten findlich dich um deinen Batersegen: gieb uns, o Bater, gieb uns einen milden Regen! Staub ist ist unser Land, erstorben jede Flur; es schmachtet Feld und Thier, es trauert die Natur. 3. Wir haben es verdient; ach, groß sind unsre Günden, und billig straffst du uns: doch laß uns Gnade finden! vergieb uns unfre Schuld! Thu auf die milde Hand; wirf einen Vater: blick auf uns und unser Land! 4. Befeuchte Berg, und Thal, erfrische du die Felder! Dein auf die dürre Flur. Wie labt sie sich, wie trinket ihn die vers schmachtende Natur! Die sanf= ten Strôme fühlen der Lüfte weites Meer; und die Geschdpfe fühlen sich nicht mehr tråg und schwer. Gott spricht: das Seufzen schweiget, und Hig und Dürre fliehn! Der frommen Danklied steiget hinauf und preiz set ihn. 2. Mit Muth im Angesichte, beschaut der Landmann ist sein Feld. Erquickt hat Gott die Früchte, er, der Versorger seiner Welt. Dick steht die Saat, die ehren vom Mark der Erde voll, das seine Renschen nåh: ren, und sie erfreuen soll. Auf! preiset Gottes Milde! Er ists, der Regen schickt, und leczen= des Gefilde, voll Baterhuld, er: quickt. 3. Erhalter unsers Lebens, Gott, dem wir uns ist dant: bar nahn; o laß uns nicht vergebens die Gaben deiner Hand 286 Bei anhaltendem Regen um Sonnenschein. Hand empfahn! Du sendest| 14) Danklied für den SonThau und Regen, giebst mil: nenschein nach langem den Sonnenschein; du eilst im Regen. dange mit deinem Segen uns alle zu erfreun. Ach laß uns nicht Met. Nun danket alle Gott 2c. vergebens so manche Gab em= 489. Mein Gott, du bist gleichwoht lauter Liebe, felbst, und wann es dir gefällt, daß Leiden uns betrůbe: scheints gleich, als dåchtest du, bei unsrer nicht Sündenschuld, nicht mehr an uns mit Vatertreu und Huld. ferner 13) Bei anhaltendem Re gen um Sonnenschein. Mel. Wo Gott, der Herr, nicht zc. 2. Durch Wolken ließest du das Sonnenlicht bedecken; 488. Sott, bu kannst Wind, Negenwetter, turm den Himmel ganz mit Wolken überziehen: doch müssen vor der Sonne Glanz fie, wenn du willst, entfliehen. Halt deinen Regen ist zurück, und laß der Sonne frohen Blick uns wiederum erfreuen. erfüllten uns mit Schrecken, weil man den Himmel nicht, nur schwarzes Dunkel sah; und unsers Landes Frucht war dem Verderben nah. pfahn, und nimm, o Quell Quell des Lebens, dich unser fer ner an. 3. Nun hast du Sonnen: schein uns wiederum gegeben; die Felder sind erquickt: wir füblen neues Leben. Wir preis sen deine Huld, daß du auf unser Flebn, bei unsrer Kümmer: niß, erbarmungsvoll gesehn. 4. Ja, Herr, wir preisen dich mit freudigem Gemüthe. forg auch künftig noch für uns mit Vatergüte. Gieb uns zu rechter Zeit Thau, Regen, Sonnenschein! Wir wollen dir dafür von Herzen dankbar seyn.m 791 mbi 2. Die Felder trauren über all, die Saat und Früchte leis den; des Regens überhäufter Fall erstickt der Fluren Freu: den. Der Segen, den du uns gezeigt, der sich betrübt zur Erde neigt, ist nahe dem Verder madani ben. 3. Herr, unsre Sünd und Missethat hat dies febr wohl verdienet: jedoch erzeig uns Huld und Gnad; dein Sohn hat uns verfühnet. Wir na: hen dir, voll Reu, uns nun; wir wollen ernstlich Buße thun, und unser Leben bessern. -NS1 m 4. Gieb uns, o gnadenrei- 15) Dantlieder für die cher Gott, den beitern Schein der Sonne, und überschütt uns nach der Noth mit Freude, Luft und Wonne; und zeig uns ist nach deiner Treu, daß auBer dir kein Segen sey im Him: mel und auf Erden. Erndte. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 490. bei der reichen Erndte, womit du, Föchster, uns er: freust, ein jeder froh emfinden lernte, nishins Danklieder für die Erndte. 287 lernte, wie reich du uns zu sege| tåglich náhrt und speift, er: wie gern du unsern quick auch ewig unsern Geist! Mangel Speis und Freud erfüllst. Mel. Was Gott thut, das ist zc. mit 2. Du siehst es gern, wenn deiner Güte, o Bater, unfer 491. Preift, Shriften, mit Herz sich freut; und ein er: Fenntliches Gemüthe auch das, was du für diese Zeit uns zur Erquickung haft beſtimmt, mit Dank aus deinen Händen Bufriedenheit, preift Gott, den Herrn der Erndte, daß sich nicht ganz die Fruchtbarkeit von Au und Feld er seine Welt; was nothig ist entfernte. Noch stets erhält zum Leben, will er uns alles geben. 2. Er ist der Herr; in sei: ner Hand ist, was die Erde bringet. So sehr auch Men: get und bedünget, kommt doch schenfleiß das Land baut, pfle: allein von ihm Gedeihn. Nur er, er låßt die Saaten blühn, reifen und gerathen. Hoffnung schon 3. Oft fehn wir froh in der reichsten Erndt entgegen; und plöglich ift er uns entflohn, der uns Gott nimmt und giebt, was ihm beliebt, gezeigte Segen. uns verehret werde.. d daß er, als Herr der Erde, von nimmt. 3. So kommt denn, in Gottes Huld zu feiern; kommt, Chriften, feiner uns zu freun! laßt uns bei angefüllten Scheuern dem Herrn der Erndte dankbar feyn. Ihm, der uns stets Ver: forger war, bringt neuen Dank zum Opfer dar! 4. Nimm gnådig an das Lob der Liebe, das unser Herz dir, Vater weiht. Dein Segen mehr in uns die Triebe zum thåtgen Dank, zur Folgsam keit; daß Preis für deine Va: tertreu auch unser ganzes Leben sey. 5. Du nåhreft uns bloß aus Erbarmen. Dies treib auch uns zum Wohlthun an. Nun sey auch gern ein Trost der Armen, wer ihren Mangel ftillen kann. Herr, der du Aller Bater bist, gieb jedem, was ihm nüglich ist. quind 6. Thu deine milde Segens: hånde, uns zu erquicken, ferner auf. Versorg uns bis an unser Ende, und mach in un Kleinsten auch getreu; daß einst uns größres Glück erfreu. 7. Bewahr uns den geschenk: ten Segen; gieb, daß uns sein Genuß gedeih, und unser Herz auch seinetwegen dir dankbar und ergeben sei. Du, der uns 4. Beigt auch gleich nicht so sichtbar sich der Reichthum seiner Gaben; so giebt er dennoch sicherlich, so viel wir nd: voll Gnad und macht, die thig haben; ist stets bedacht Seinen zu erhalten, die ihn nur laffen walten. 5. Und 0, was ifts für ein Gewinn, an dem sich gnügen lassen, was da ist, und mit beiterm fefte 3utraun fassen, daß, der die Welt regiert und hålt, auch uns, so lang wir leben, was ndthig ist, wird geben. 6. Ja, Höchster, wir verehren dich in allen deinen Begen, und trauen unveränder: lich 288 In Feuersnoth, und beim Gewitter. was bein Wille thut. lich auf deinen milden Segen. wandeln; weis und gut ist alles Auch unser Brot wirst du uns, Gott, von Zeit zu Zeit gewäh ren, wenn wir dich findlich chren. 7. Wir beten demuthsvoll dich an, der alles weislich füget, des Vorsicht niemals irren kann, deß Wohltbun niemals trüget. Froh danken wir Er: balter, dir, und preisen deine Gute mit gnügsamem Gemüthe. zum Segen und Verderben fchafft! mit welcher schrecklichen Gewalt verwüstet es! Wie leicht, 7. Gieb Unterwerfung und Geduld, daß wir nie deiner Va: terhuld verlustig werden; voll Vertrauen, dich, wo kein Leid ist, einst zu schaun. 16) In Feuersnoth. 17) Beim Gewitter. Mel. Nun sich der Tag geendet. 492. Goes Feuers Kraft beinem Donner stehn? der Herr 493. mächtiger! wer A und Mel. Wenn wir in höchsten 2c. ott, beffen Macht ist groß! Was trogen wir? Er winkt, und wir vergehn. 2. Er lagert sich in schwarzer Nacht; die Völker zittern schon: Geflügeltes Verderben wacht um seinen Herrscherthron. 8. Schüß unser ganzes Bas terland vor Mangel, Seuchen, Krieg und Brand! Gieb, weil du unfer Bater bift, uns allen was uns selig ist! 4. Mit unsern Brüdern seuf: zen wir in ihrem Jammer, Sott, zu dir! Laß sie nicht hülf: los; tröfte die, die du gebeugt haft, segne sie! 5. D gieb, daß, wer ver: schont ward, nicht vergesse feiner schönsten Pflicht, der Pflicht. Betrübte zu erfreun, barmherzig durch die That zu seyn! wie bald! 2. Ach, manche Häuser hats verzehrt, und vieler Armen Glück zerstört! Auch dies hat deine Hand gethan: wir weinen Herr, wir beten an! 3. Rothglühend schleudert seine Hand den Blig aus fin3. Wir weinen: doch vereh- strer Höh: Sein Donner stürzt ren wir auch deine Huld; sie sich auf das Land in einer Feuers half auch hier und hielt der Flam: men schnellen Lauf, der Uebri: gen zu schonen, auf. fee. 4. Den Herrn und seinen Arm erkennt die zitternde Natur, da weit umher der Himmel brennt, und weit umher die Flur. 5. Wer schüßt mich Sterbli: chen, mich taub, wenn, der im Himmel wohnt, und Wel: ten pflückt, wie durres Laub, nicht huldreich mich verschont! 6. Wir haben einen Gott voll Huld, auch wann er zor: 6. Was du uns nimmst, das nig scheint: Gr herrscht mit scho: kannst du, Gott, auch wieder nender Geduld, der große Mengeben; jede Noth in Heil verschenfreund.. Mel. Beim Gewitter, und nach dem Gewitter. Mel. Eine feste Burg ist unser 2c. 494. I preise beine Ma Sturm und Bligen! Den Arm, dem keiner widersteht, der wird mich wohl beschüßen. Mich tröstet deine Macht, die gnådig uns bewacht, die uns aus jeder Noth, und wår es selbst der Tod, erlöset und er: rettet. 2. Ich fürchte nicht des Donners Knall, wenn nur der Sünder zittert; mein Gott ist bei mir überall, auch wenn die Erd erschüttert. Mein Unglück will er nicht; ich glaubs mit Zuversicht; der mir das Leben gab, der låst gewiß nicht ab, es treu: lich zu erhalten. 3. Ich weiß, daß Gott die Welt regiert, wenn's noch so furchtbar scheinet, und daß ihn jede Thräne rührt, die unser Herz ihm weinet. Dies giebt mir Muth und Kraft, dem Gott, der alles schafft, der kei: nen Wurm vergißt, der selbst die Liebe ist, von Herzen zu ver= trauen. 4. Er meint es gut mit uns, und trånkt das Land mit sei nem Regen; mit starken Ungewittern schenkt er Fruchtbarkeit und Segen. Die Wolken auf gethürmt, der Wind, der heult und stürmt, das Feuer und das Eis, sind seiner Macht Beweis, und alles seine Engel. 5. Und sollte auch ein kleiner Schmerz, zur Prüfung uns betrüben, so soll ihn dennoch unser Herz von ganzer Seele lie: ben. O allerhöchstes Gut! gieb uns getrosten Muth, und laß uns in der Noth im Leben und im Tod, dich immer kindlich fürchten! 289 18) Nach dem Gewitter. Mel. Ich banke dir schon durch zc. 495. Gott, der Gewitter schafft uud lenkt! Mit fröhlichem Gemüthe lobsingen wir: denn an uns denkt dein Herz mit neuer Güte. 2. Groß bist du, Herr! auf dein Gebot muß Blik und Donner schrecken: doch bist du bei uns in der Noth, allmächtig uns zu decken. sor 3. Du züchtigest; doch nicht im Grimm: du strafefst; toch mit Maßen. Noch immer schallt des Baters Stimm: ich will dich nicht verlassen. 4. Was wären wir, wenn deine Hand uns nach Verdien: sten lohnte? Wenn Häuser, Güter, Volk und Land nicht dein Erbarmen schonte? 5. Wohl uns! du zeigest viel Geduld in allen deinen Wegen; du kröneft jeden Tag mit Huld, mit immer neuem Segen. 6. Groß bist du! auf dein måchtig Wort muß Sturm und Wetter schweigen. Vor dir muß sich an jedem Ort das Reich der Schöpfung beugen. 7. Gelobt sey deine Wunderkraft, die nach Gefahr und Schrecken uns Ruhe schenkt, und Segen schafft, nach weisheitsvol: len 3wecken. 8. Dein Auge stand mit Va: terblick auf uns, voll Vorsicht, offen: drum hat kein widriges Geschick im Wetter uns be: troffen. 9. Kein Zufall hat des Feldes Schmuck uns Schmachten: den entriffen; kein Hagel, kein zu schwerer Druck von starken Wassergüssen. 10. Mehr Fürbitte für alle Menschen. 290 10. Mehr Leben ist in die Natur von dir, Herr, ausge= goffen. Zum Wohlthun, Schd: pfer, hast du nur die Himmel aufgeschlossen. 11. O laß doch wahre Furcht vor dir ftets unser Herz regie: ren; laß uns, als deine Kinder, hier ein frommes Leben führen! 12. Du wirst dann ferner Vater seyn, und gnädig auf uns blicken: wir werden uns des Vaters freun, und er wird uns beglücken. 19) Fürbitte für alle Men ligkeit. fchen. Mel. Wenn wir in höchsten ze. 496. F Für unsern Nächsten beten wir, o Bater, wie für uns zu dir. Cieb der du aller Vater bift, gieb je: dem, was ihm nüglich ist. 3. Dank, daß du auch an sie gedenkst, den Eingebernen ihnen schenkst; zu deinem Himmel sie auch schufft, zum Glauben sie, zur Tugend rufft! Glück; und jeden, der sich führen låßt, mach, Herr, im Glauben treu und feſt. 7. Entreiß des Lafters Tyrannei die Sünder; mache, Gott, sie frei, daß sie nur deine Pfade gehn, und einst dein Va= terantlig sehn. 8. Gieb allen einen frohen Muth! Bewahr ihr Leben und ihr Gut, ihr Haus, ihr beßtes Eigenthum, des guten Namens Glück und Ruhm! 9. In ihrer Noth verlaß sie nie; und sind sie traurig, tröste fie! Gieb ihnen hier Zufrieden: heit, dort deines Himmels Se: 4. Deß, freun wir uns, und danken dir, und beten brünstig, Gott, zu dir: laß stets sie deine Kinder seyn, und ewig deiner Huld sich freun! 5. Nimm ihrer våterlich dich an, und leite sie auf deiner Bahn, und mache sie für deinen Ruhm zu deinem Erb und Ei: genthum! 2. Dir opfert unser Lobge: sang, Unbetung, Ehr, Preis und Dank, daß du auch Brů: Mel. Herr Gott, dich loben wir. der liebst, und ihnen so viel Gu: 497, D fcher, dir, bir ir Weltbeherrtes giebst. danter Bater, danken wir! Es schuf der Herr, der Herr erhält, der Herr beherrscht auch unfre Welt; Fuch oder Segen strömt ins Land, Allmächtiger, aus Hand; der Reide deiner Schicksal wägst du ab, du warst es stets, der alles gab. Gott, Schöpfer, unser Gott! Erhal: ter, unser Gott! du, Vater, unser Gott! du starker weiser Gott! 6. Verirrte führe du zurück zu dir, zu ihrem wahren 10. Wir all' einst deinen Engeln gleich, erhöhn, versehet in dein Reich, dich ewig; emig danken wir, o unfer aller Va= ter, dir. 20) Fürbitte für die Obrigkeit. 2. Aufs lieblichste fiel unser Loos, wir ruhn in eines Fürsten Schooß, der unser Freund und Vater ist, weil du sein Freund und Vater bist. Ach laß Fürbitte für die Obrigkeit. 291 laß ihn lange leben, Gott! Der und Eigenthum, so folg ihm Enkel seh erst seinen Tod! Sein Thun sey stets Gerechtigkeit! Sein Wunsch des Volks Zufriedenheit! Dein Friede wohn' in seiner Brust! Der Völker Friede sey ihm Lust! Gott! schüß und segne Thron und Reich, und uns als Brüder allzugleich! Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2ç. 498. Gott, deiner Stärke nig allezeit! fein 2fuge fehe ftets der auf dich! sein Herz sey dir geweiht! 2. Begnadiget mit deiner Kraft, und deines Geistes poll gedenk er stets der Rechenschaft, die er dir geben soll! 3. Groß und voll Müh ist seine Pflicht, und er ein Mensch, wie wir; wie sehr braucht er vor andern Licht, und Rath und Kraft von dir! 4. Verleih ihm das, wenn er begehrt, dir ähnlich, Gott zu seyn, und laß ihn in dein Bild verklärt, sein Volk, wie du, erbu, ers freun! 5. Er zeig auf seinem Thro: ne fich als deinen treusten Sohn; den Lastern sey er fürchterlich, der Tugend Schuß und Lohn. 6. Beglückter Volker Liebe sey sein edelster Gewinn; und kein gerechter Seufzer schrei um Rache wider ihn! 7. Um seinen Thron fei im: merdar Recht und Gerechtigkeit; und dann beschüß ihn in Gefahr, und wenn sein Hasser dråut! 8. Er wünsche nie der Hel den Ruhm. Doch zeucht er in den Krieg, zu schüßen Recht Muth und Sieg! 9. Auch ihn hast du bestimmt das Ziel, das er erreichen soll; o wåren seiner Tage viel und alle segensvoll! 10 10. Sein werd in jedem Flehn zu dir mit Lieb und Dank gedacht. Erhör uns, Gott! so jauchzen wir, und preisen deine Macht. Mel. Nun banket alle Gott 2c. 499. präge tief uns ein der Unterthanen Pflichten; du siehst das Herz, o Gott! du wirst uns alle richten. Der Redliche allein, kann deiner sich erfreun, wer seines Eids vergißt, muß deine Strafe scheun! 21) Am Geburtstage. Mel. In allen meinen That. 2c. 500. Herr, ber du mir bas Leben an diesem Tag gegeben, wie dank ich dir dafür! Du hast, von Huld be: wogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Güte bin ich hier. 2. Du Herr, haft mich bereitet, mich våterlich geleitet bis diesen Augenblick. Du gabst mir frohe Tage, und selbst der Leiden Plage verwandeltest du in mein Glück. 3. Ich bin Herr aller Din: ge, der Huld viel zu geringe, mit der du mich bewacht. Damit ich, Staub und Erde, auf ewig glücklich werde, haft du schon ewig mein gedacht. 4. Du hörtest schon mein Sehnen, und zähltest meine Thränen, eh ich bereitet war; T2 et) Am Geburtstage und in der Jugend. 292 eh ich zu seyn begonnte, und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar. 5. Du ließst mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher von Ewigkeit. O Höchster, welch Erbarmen! du sorgtest für mich Armen, und bist ein Vater, der verzeiht. 6. Für alle deine Treue, für das, des ich mich freue, lob: finget dir mein Geist. Es ist dein größt Geschenke, daß ich durch ihn dich denke; dein ists, in ifts, daß er dich Bater heißt. 7. Daß du mein Leben fri: steft, und mich mit Kraft aus rüftest; dies, Bater, dank ich dir. Daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regie: reft; dies alles, Bater, dank ich dir., 8. Was mir in diesem Leben noch nüßt, wirst du mir geben. Du giebsts; ich hoff auf dich. Dir, Bater, dir befehl ich meinen Leib und Seele. Herr segne und behüte mich. 22) In der Jugend. Mel. Ermuntre dich, mein 2c. Gluck noch Leiden laß. Herr, von dir mich scheiden. 3. Wenn, Vater, sich auf meiner Bahn, mich in ihr Neg zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn, so laß mich kluglich fliehen. Ihr Beispiel, Herr, entferne nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht, ihr Spotten und ihr Lachen laß nie mich wankend machen. 4. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schöpfer und Erhalter! Sie werde meiner Jugend Glanz, und einst mein Trost im Alter! Erhalte mein Gewissen rein! Laß keinen mei ner Tage sein, der nicht zu deiner Ehre von mir geheiligt wäre. 5. Uch! lehre mich den Werth der Zeit, daß ich sie nie ver: schwende; daß ich mit weiser Thätigkeit zum Guten sie verwende. Herr, meiner Jugend Fleiß und Müb sey nicht um: sonst; Herr, segne fie, und laß durch mich auf Erden dein Werk gefördert werden. 23) Jm Alter. ch komme vor dein Mel. Ich ruf zu dir, Herr J. 2c. 501. Ingeficht, du Schö: 502. Sieb, Seele, hinter dich auf pfer meiner Jugend! verwirf mein kindlich Flehen nicht um Weisheit und um Tugend! Mein ganzes Leben dank ich dir; Erbarmer, weiche nicht von mir, damit ich deine Wege unstråflich wandeln möge. die durchlebten Jahre; auch vor dich hin wirf einen Blick. Was siehst du? Grab und Bah= re. Ich bin schon alt; wie bald, wie bald sind meine Lebensstunden hier verschwunden! Nach kurzem Aufenthalt, werd ich nicht mehr gefunden. 2. Du pflanzteft, Herr, in meine Brust Verlangen nach Vergnügen, laß mich den Hang zu jeder Lust, die du ver= beutft, besiegen. Dein unausbleibliches Gericht vergesse meine Seele nicht, und weder 2. Gott, was ich bin, bin ich durch dich. Du bist nur Güt und Gnade; mit Vaterhånden trugst du mich auf manchem rauhen Pfade. Wie dank ich dir! Im Alter, und zeitlicher Wohlstand. 293 dir? denn du hast mir in mei- ich, daß du meiner dich, so an nem langen Leben viel gegeben. nimmst, und so väterlich vor Was geb ich dir dafür? Wie andern mir begegnést? Laß soll ich dich erheben. doch täglich mein Gemüthe deiner Güte reichen Segen dankvoll fühlen und erwägen. 2. Wie heiter floß mir bis hieher mein Leben hin! wie wars so leer von drückend har: ter Plage! wie strömtest du, mir zum Genuß, Herr, deiner Gaben Ueberfluß auf meine Lea benstage! Ruhig, fröhlich sind, wie Stunden, sie verschwunden; wenig Leiden störten meiner Wallfahrt Freuden. 3. Du, meines Lebens Quell und Kraft, mein Vater, sey gepriesen. Du hast in meiner Pilgrimschaft viel Gutes mir er= wiesen. Gott, du hast mich oft wunderlich und doch stets wohl geführet, wohl regieret; in aller Noth hab ich dich im: mer noch gespüret. 200 I 4. Durch dich ist meiner Redlichkeit viel Gutes zwar gelun gen; doch that ich auch nicht allezeit nach deinen Forderungen; du, Gott der Huld, haft mit Geduld, da Sünden auf mir lagen, mich getragen; gedenke nicht der Schuld von al len meinen Tagen. 5. Mein Gott und meine 3u: versicht, mein Schöpfer und Erhalter, getreuer Gott, verlaß mich nicht in Schwachheit und im Alter! Die Zeit eilt hin, die Kräfte fliehn, es reis fen meine Haare zu der Bahre. Gieb, daß, wenn ich schwach bin, ich deine Kraft erfahre. 6. Erlöse mich, o Gott, ich bin vom langen Kampfe müde. Nimm meine Seele zu dir hin; bei dir ist Freud und Friede! Schleuß meinen Lauf; ich hoffe drauf mein Leib wird nach dem Sterben nicht verderben; ver: klårt stett er einst auf, die Se ligkeit zu erben. 24) Zeitlicher Wohlstand. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. bin 503. Viet ich, o Herr, der Huld, womit du reichlicher als Tausende mich segnest. Wer bin 3. So mancher meiner Brů= der blickt, von bittrer Armuth schwer gedrückt, hinauf zu deiner Höhe, und fleht voll Kum= mer dich um Brod: mir aber giebst du es, mein Gott, noch eh ich darum flehe. Innig preist dich, du mein Vater und Be= rather, meine Seele. Du, du sorgft, daß mirs nicht fehle. 4. Wenn andre Durst und Hunger quält, wenn ihnen Dach und Kleidung fehlt, und sie im Elend schmachten; wenn ihnen hier gebricht ein Freund, kein Uug' um ihren Jammer weint, und Menschen sie nicht achten: o so gieb mir deine Fülle Dach und Hülle, und daneben Freunde, die mein Glück beleben.. 5. Du schenkst Gesundheit mir und Ruh; mit jedem Tage fåttigst du mich ohne meine Sorgen. Und wenn so mancher seine Nacht mit Schmerzen unruhvoll durchwacht: so seh ich froh den Morgen. Herr, du machst mich frei von Kummer. Sanfter Schlummer stärkt mich Rüden, denn ich lieg und schlaf in Frieden. T 3 6. So 294 Zeitlicher Wohlstand. 6. So glücklich bin ich, Herr,| gern behülflich sey. Hier ist die durch dich! Ogieb, daß deine Saatzeit. Stärke mich; so erndt' Güte mich zum steten Danke ich dort auch ewiglich). rühre. Gieb, daß nicht zur Vermessenheit, zum Uebermuth, gel. zur Ueppigkeit mein Wohlstand 25) Dürftigkeit und Mänmich verführe. Reizung sey mir jede Gabe, die ich habe mich im Leben, dir, mein Gott, ganz zu ergeben. Mel. Wer nur den lieben G. 2c. 504, Von on dir, mein Gott, kommt aller Se: gen, der mich im irdischen erfreut. Sie strömt mir Freud und Glück entgegen, die Fülle deiner Gütigkeit! Kein Man gel drückt mich, keine Noth; du giebst mir mehr als tåglich Brod. 2. Wie gut bist du! mein Va= ter, leite mich stets auf deiner ebenen Bahn. Wie leicht ists, daß ich schwacher gleite! Wie leicht zieht irdisch Glück mich an, und lenkt aufs Gitle mei: nen Sinn, zum Geiz, zum Stolz, zur Wollust hin. 3. O laß, doch, was du mir beschieden, nicht für mich wahres Unglück seyn. So lang ich lebe, floß hienieden mir immer den Gedanken ein, daß ich vor dir einst den Genuß, des Erdenglücks berechnen muß. 4. Hilf mir nach deinem Reiche trachten mehr, als nach zeitlichem Gewinn; weit mehr, als ihn, das Erbe achten, zu dem auch ich erlöset bin; dir als dein Kind allein vertraun, und nicht auf Erdenschäße baun. 5. Gieb, Herr, daß ich durch deine Gaben auch reich an guz ten Werken sey, und, daß auch andre Freude haben, gern gebe, In eigener Melodie. 505. Du tlagft und fübleſt die Beschwerden des Stands in dem du dürftig lebst; du strebest, glücklicher zu werden, und siehst, das du ver= gebens strebst. 2. Laß ab, und stille deine 3åhren; erheitre deinen trüben Blick. Ist denn das Glück, das wir begehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 3. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter dem Men= schen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther ist Tugend und Genügſamkeit. 4. Genieße, was dir Gott beschieden; entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last. 5. Gott ist der Herr, und seinen Segen vertheilt er stets mit weiser Hand, nicht so, wie wirs zu wünschen pflegen; doch so wie ers uns heilsam fand. 6. Willst du zu denken dich erkühnen, daß seine Liebe dich vergißt? Stets giebt er mehr als wir verdienen und niemals was uns schädlich ist. 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in tråger Unzufriedenheit. Besorge deines Stands Ge schäfte, und nůße deine Lebenszeit. 8. Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoffnung sehn! dies ist der Beg Dürftigkeit und Mangel. 295 Weg zu Rut und Leben; Herr, Mel. Warum sollt ich mich d. 2c. tere diefen Meg miah gehndi Mel. Gott des Himmels und zc. 507. 2a arum willst du doch 506. dein lieht von mir, ihr für mor: gen, banges Herz! dir zum Schmerz, immer ångstlich for: Mein Versorger lebt und wacht. Grâmen? Nur dazu, dir die Meinen Gott ist nichts verbor- Ruh ohne Noth zu nehmen. gen, was dem Herzen Kummer macht. Was sein Rath be schließt und thut, ehret ihn und ist mir gut. ben. 2. Er, dein Gott!, gab dir das Leben, Seel und Leib. Ihm, ihm blieb voll Vertraun ergeSollt er deiner je verges Er, dein Heil, hat dein Theil längst dir zugemessen. sen? 3. Mehr ja ist dein Leib und Leben, als das werth, was dich náhrt; sollt er dirs nicht geben? Der das Größte dir verliehen, wird dir nie, brauchst du's hie, minders Gut entziehen. 4. Was auf deiner Pilgerreise noth dir ist, das, o Chrift, weiß ja der Ullweise. Sollte dir in deinen Tagen Kleid und Brot, bis zum Tod seine Huld versagen? 2. Eher noch als Welten waren, war mein Schicksal ihm bekannt, und den Lauf von mei: nen Jahren lenket seine Bater: hand. Nichts geschieht von ungefähr; alles kommt von oben her. 3. 3åhl, o Seele, deine Tage bis auf die Geburt zurück; zähle Kummer, Müh und Plage; zähl auch Freude, Trost und Glück. Sprich, ob Gott nicht immerdar weise, mild und hülf: reich war. 4. Widme Gott dein ganzes Leben; trau auf ihn und sorge nicht. Er ist Vater, er wird geben, was zum Leben dir ges bricht. Geh getroft zu ihm, und sprich: Gott, mein Vater, segne mich! 5. Bet, und sey nicht zweifelmüthig, nicht den Meereswel len gleich. Sey getrost; denn Gott ist gütig; bist du dürftig, er ist reich. Fürchte nichts; denn der weiß Rath, der auch Kraft zu helfen hat. 6. Ja, du kennst die Noth der Urmen. Herr, mein Gott, sie drückt auch mich. Doch, ich kenne dein Erbarmen, und vertrau allein auf dich. Stark durch diese Zuversicht, zag ich auch im Mangel nicht. 5. Schau die Vögel in den Wäldern! Spåt und früh nährt er sie. Schau wie auf den Feldern seine Hand die Blumen schmücket, sie voll Pracht reizend macht, uns durch sie era quicket! 6. Sollt er denn wohl dich versäumen, den sein Ruf höher schuf? Läßt sich dies auch reiz men? Lerne Zutraun zu Gott fassen. Er wird dich sicherlich unversorgt nicht lassen. 7. Trachte nur zuerst hienieden, und mit Fleiß, Gott zum Preis, nach des höchsten Frie: den. Alles andre, was auf Erden noth dir ist, låst, o Chrift, dir dein Gott dann werden. 8. Jeder Tag hat seine Plagen, und du hast an der Last schon genug zu tragen. Warum Z4 willst In Krankheiten. 296 willst du für den Morgen, der vielleicht dir entweicht, so voll Kummer sorgen? 9. Seine Wege Gott befeh: len, und sich sein kindlich freun, das beglückt nur Seelen. Wel: che Gottes Vorsicht ehren, deren Noth wird ihr Gott einst in Freude kehren. 10. Nun, mein Vater, ich befehle glaubensvoll, wie ich soll, dir so Leib als Seele. Sorge du: dir halt ich stille: ich soll dein ewig seyn; cs ge= scheh dein Wille! 11. Meine Hoffnung laß nicht wanken; so will ich ewiglich dir mit Freuden danken. Lob und Preis sey deinem Namen! und dein Heil sey mein Theil hier und ewig. Amen. 26) In Krankheiten. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. ein. Wille, befter 508. Dater, ift, daß doch ich ist Schmerzen leide; weiß ich, daß du Vater bist, und dies ist meine Freude. Dir ist mein ganzes Leid bekannt: mein Leben steht in deiner Hand; du zähleft meine Tage. 2. Mein Gott, mein Vater, gieb nicht zu, daß Ungeduld mich kränke. Sieb deinen Geist mir, der mir Ruh und Kraft und Hoffnung schenke, den Geift, der stark in Schwächen ist, damit ich, als ein wahrer Christ, mein Kreuz geduldig trage. 3. Voll Hoffnung wend ich mich zu dir, und bleibe dir ergeben. Gott, wie du willst, so schicks mit mir zum Sterben oder Leben! in deiner Hand steht meine Beit: mach du mich nur zur Ewigkeit durch deine Gnade tüchtig. 4. Laß Herr nicht zu, daß Schmerz und Pein zu schwer mir Schwachen werde. Laß deine Gnade mich erfreun, und mildre die Beschwerde. Du Vater weißt, was jeden Tag dein schwaches Kind ertragen mag. Hilf mir, erbarm dich meiner! 5. Ich bitte, treuer Vater, dich für mich und alle Kranken: o segne jeden, gleich wie mich, mit heiligen Gedanken! gieb uns Gelassenheit und Ruh, und unser bester Arzt sey du, in Schmerzen unser Tröster! 6. Belohne, bester Vater, die, die liebreich meiner pfle= gen! Für ihre Treue segne sie mit deinem besten Segen! Gieb, wenn zur Unzufrieden: heit mein Schmerz mich reizt mit Freudigkeit, gelassen ihu zu tragen. 7. Soll meine Krankheit tödtlich seyn, soll ich die Welt verlassen; so laß mich, Herr, von Sünden rein, im Glauben dich umfassen. Bersüße mir des Todes Schmerz, und laß bis an den Tod mein Herz an deiner Gnade hangen. 8. Doch willst du noch Ge sundheit mir zum långern Le bed schenken: so laß mich), Herr voll Dankbegier, an deine Hülfe denken, und mich in die ser Pilgrimszeit, stets eingedenk der Sterblichkeit, nur deine Wege wandeln. 9. Du siehst, wie wenig ich rermag; du wolleft selbst mich leiten, mich selbst auf meinen lesten Tag durch deinen Geift bereiten, daß über alles, alles ich dich lieb, und, dankvoll ge= gen In Krankheiten. gen dich, dir lebe, Gott dir Danklied nach wiedererlangter Gesundheit. sterbe. Mel. In allen meinen Thaten 2c. Met. Von Gott will ich nicht zc. 510. Als in der Krankheit nun Schmerzen die Seele fast versank, und aus vollem Herzen mein Fletn zum Himmel drang; da hörte Gott mein Flehn, der Treue, der Erhalter! Nun soll auch den Erhälter mein Dank und Lob erhöhn. 2. Herr über Tod und Leben, du meiner Båter Gott! Wie soll ich dich erheben? Mein Heil, mein Herr, mein Gott! zu wenig ist mein Dank! Wer hat dich genug erhoben! 3u schwach ist, dich zu loben, der Engel Lobgesang. 3. Und doch von dir zu schweigen, wår eine Frevelthat. Ich will, ich wills bezeugen wie Gott errettet hat. Hort's, Menschen! Gott nur fann vergeben und erretten. Ach, wenn wir Gott nicht hat: ten; wer hülf uns Armen 509. Stunden des Sech bab in guten bens Glück empfunden, und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual. 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der Mensch ver: dient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Web erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Rub, mein Leben, mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen; du hilfft und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünben erkennen und bereun. Jegt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben seyn. 5. Wenn ich in Christo sterbe: bin ich des Himmels Erbe. Was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfa: de vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Noth. 297 dann? 4. O laßt uns ganz ihm le: ben, ganz( Sottes Eigenthum; und jedes Tags Bestreben sey seiner Gnade Ruhm! Ihm opfern seine Zeit, vor seinen Augen wallen, ihm dienen und gefallen, ist Ehr und Se= ligkeit. 27) Lied eines sterbenden Christen. 6. Ich will dem Kummer wehren ,, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. flebn. Ich will den Tod beben: 511. Ich will dich noch in im ken. Der Herr wird alles len: ken; und, was mir gut ist, wird geschehn. noch am Grabe dank ich dir. 3um Segen gabst du mir mein T5 Leben, 298 tied eines sterbenden Christen. Leben, und auch zum Segen| für mich starbft? Er ist durch nimmst du's mir. Mein Leben dich der Weg zum Leben, das sucht ich dir zu weihn; drum du am Kreuze mir erwarbst. bleib ich auch im Tode dein. Wie du ihn gingst, will ich ihn gehn; wie du, werd ich auch auferstehn. 2. Gott, welche feierliche Stunden, wenn du mich nun der Erd entziehst, auf mich, den du getreu befunden, von scho: nender Erbarmung siehst! Allmächtiger, in dein Gericht gehst du mit inir Erlösten nicht. 3. Der Leib, wird schwach, die irdsche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; schon gehen meine müden Schritte den Weg zu 6. Ich will dich noch im Tod aus dieser Welt. selbst am Grabe Gott, troft und zage nicht: benn Gott ist selbst mein Heil und Licht. preis ich dich; denn mig att ich bei dir leben. Wie segnest du, mein Vater, mich! Für mich ist selbst der Tod Gewinn; wohl mir, daß ich erlöset bin! 4. Wie sollt ich vor dem Tode beben, da du, Erlöser, koja je 5. Laß auch das Grab in seiner Nähe mir noch die legten Schrecken dråun; du, Herr, auf den ich hoffend sebe, wirst auch noch dann mein Beistand seyn. So nah dem Lohn, den Gott verspricht, so nah am Biele sink ich nicht. Alpha= 207 ad slak Alphabetisches Register. na and muda $ 001 din Shote dad ndal Nach den Blatt- Seiten. CO Ach höchster Gett verl. 146 Auch diesen Tag hab ich 278 Ach Gott und Herr 135 Nuf, Christen, auf, und 72 237 Ach Gott, wie ein Gesch. Ach, sieh ihn dulden Auf, Christen, laßt uns unsern Gott 86 51 Ach, wenn werd ich von 135 161 127 Ach, wie ist der Mensch. Alle Menschen müssen Allein Gott in der Hdh Allein vor dir, mein Gott 169 98 234 2uferstehn, ja auferstehn 120 Auf Gott und nicht auf 161 Auf, laßt uns unserm 170 Auf meinen lieben Gott 162 Auf, o Seele werde munt. 233 Allein zu dir, Herr Jesu 136 Allen Menschen und auch Allen, welche nicht verg. Uller meiner Brüder Allmächtiger, ich hebe Allmächtiger, wer kann Allwissender, vollkommn. 241 245 262 2uf, schicke dich, recht 44 288 Uus tiefer Noth ruf ich 99 7 Als in der Krankheit S. 297 Befiehl dem Höchsten 43 Also hat Gott die Welt S Am Kreuz erblaßt, der Anbetung, Preis und Unbetungswürdger Gott An dir hab ich gesündigt An dich, mein Gott, zu Auf, Christen, preist mit mir den Herrn 170 Auf deine Weisheit sch. 217 Auf dich, o Bater, schauen unsre Blicke 271 deine Wege 162 52 Befiehl du deine Wege 163 Bewahre mich, Herr 147 36 Bis hieher halfft du mir 182 1 Bringt Gott, ihr Christen 281 99 Bringt, Menschen, bringet 153 Preis und Ehr 171 Bringt Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar Chrift, hrist, alles, was dich Chrift, aus deinem Herz. aus deinem He Dank dir Register. Der Tag hat sich geendet 274 67 Der Tag ist wieder hin, und diesen ank dir, die Nacht, Herr, ist verg. Dank, ewig Dank sey Daß ich mich, mein G. Deines Gottes freue Dein Heil, o Christ n. 182 Dein Wille, bester Vater 296 Dein Wort, o Höchster Den Höchsten öffentlich Der du alle deine Werke Der du dein Wort mir 82 Der du die Liebe selber 235 Der du durch deiner 29 Der du mich als ein V. 154 Der du uns als Vater liebest, treuer • 274 263 98 Der Wollust Reiz zu 207 Des Leibes warten und 208 Des Todes Graun, des 128 Dich bet ich an, erstandn. 68 Dich, dich, mein Gott 264 201 Dich, Herr und Vater 172 104 Dich, Höchster, ehrerbiet. 155 Dich ruf ich an, Gott 250 Dich seh ich wieder 265 82 Die Bahn ist rauh, auf 219 191 Dies ist der Tag den Gott gemacht 263 Der legte meiner Tage Der Morgen kommt und 21 m meine Klage 164 218 Der du Verstand und Der du zu den beglückt. 37 Der Freuden Füll ist G. 128 Der frohe Morgen weckt 264 Der Herr ist Gott und 1 Der Herr ist meine Zuversicht 76 147 165 113 270 Der Morgen kommt und ohne Klage 264 Der Spotter Strom 83 Dies ist der Tag zum Segen 192 Die Zunge, die verneml, 247 Dir, der das Licht entst. 265 Dir, dir, du Höchster, will ich singen Dir, Gott, dir will ich fröhlich singen 44 Du bist ein Mensch und Gottes Rath 183 14 29 Dir, Gott, sey Preis und Dir, milder Geber aller 18 Dir sey Preis, ich lebe 266 Dir, Vater, der du 77 Dir, Weltbeherrscher 290 Du, aller Menschen Vater 239 Du bester Trost der 283 Du bists, dem Ruhm und Ehre gebühret 172 19 Du Register. Du, dem ich meinen Gott 202 Ein Herz, o Gott, in 219 Du, der du die Wahrheit 83 Du, der Frommen beste 77 Du, der kein Boses thut 197 Du, der Menschen Heil 52 Du, der ſo gern beglückt 208 Du, der voll Blut und 53 Du, deß sich alle Himmel 183 Du gabft mir, Ewger 230 Du, Gott, bist unsre Hülf und Macht Ein milder Regen sink. 285 Ein Pilgrim bin ich in 220 Ein ruhiges Gewissen 105 Gins ist Noth, o Herr 203 ft fintt Einst sinkt der Leib ins 120 Entflohen sind auch dies. 275 Erbarm dich, Herr mein 251 Er eilt, der legte von den Erfreuender 209 282 Du, Gott, du bist der Herr der Zeit Du hast auch mir zur Se: ligkeit Du hast, mein Vater und mein Gott Du haft, o gnadenreicher Gott 00 94 Du hast uns, Herr, die Du, Herr, haft aus Barmherzigkeit Du Vater deiner Menschenkinder 258 Du Vater wollst mir ge ben, was 84 165 284 209 Du, Herr und Vater mei: ner Tage 200 mis 231 Du klagst und fühleft die 294 Du liebst, o Gott, Ger. 245 Durch dich, o großer Gott 30 Durch kummervolle Tage der bangen 92 259 155 184 Du weiser Schöpfer Du willst es, Herr, mein 202 Gedanke 20 Erfülle, Herr, doch selbst 54 Erfüllt, mein Gott, mit 148 Er geht hervor, der junge 266 Erhebt den Herrn ihr 8. 45 Erhöhter Jesu, Gottes 125 Erinnre dich, mein Geist 68 Er ist erstanden, Jesus 69 Er kommt, er kommt 125 Erlöser, der im Staube 55 Ermuntre, Seele, dich 251 Erniedrigt hatte fich geh 55 Erscheine meinen Geist 38 Erwecke dich, den Herrn 31 Es ist noch eine Ruh vor: handen Es ist vollbracht! so ruft am Kreuze Es wolle Gott uns gnåd. Es zieht, o Gott, ein 129 Es züchtigt deine Hand, o Höchster 55 89 Kriegeswetter 280 276 Fern Register. Fern fey mein Leben 246 Gott, beine Gnabe sey ge preift Flieht von mir ihr 295 Für alle Güte preis ich 275 Gott, deine Güte reicht so Für unsern Nächsten 290 weit, so weit 184 Gott, deiner Stårke freue 20 96 THE fich der Gott, deine weise Macht Gott, der an allen Enden Gott, der du die Menschen liebest 242 Gott, der Gewitter schafft 289 Gott der Wahrheit, d. 166 Gott, dessen Hand die 210 Gott, dessen Macht des 288 Gott, dessen starke Hand Gott, dir gefällt kein 22 Gott, du bist von Ewigk. Gott, durch den wir sind Gott, durch[ welchen alle Gott, heilig sey dein N. 166 Gott, helf mir, daß ich 137 Gott, ich will mich d 252 Gott ist mein Lied! Er ist 23 # 85 Gott ist mein Hort! und Gott ists, der das V. 260 Gott, mache du mich selbst 2 Gott, mein Vater, deine 156 Gott ruft der Sonn und 260 Gott sei Preis und D. 192 Gott sorgt für uns, o singt Fürwahr, du bist, o Gott Freiwillig hast du darges Gebracht für uns Frohlockend Gott, erheb ich dich Gedanke, der uns Leben giebt Frohlockend, Vater, wach ich auf am Tage 267 Froblockt d.Herrn! bringt Lob und 70 Geist der Andacht, senke Geift vom Vater und vom ohne! Gelobet seyft du! Gott, für deines Gelobet feyst du, Jesu Chrift Gelobt, gelobt senst du mit Freuden Gelobt seyft du, Herr, unfer Gott Gerechter Gott, ver dein Gericht muß Geweiht zum Chriften: thume sind Gieb, Gott voll Lieb und Güte 70 Gieb, Gott, wenn ich dir diene Gieb mir, o Gott ein H. 173 39 56 78 85 45 281 92 13 90 235 198 236 46 Gott sorgt für uns, was helfen Gott, vor dessen Angesichte 291 21 22 137 5 85 10 ihm 173 211 14 Gott! Gott! wie viel Langmuth Großer Mittler, der zur 73 e Groß ist des Höchsten 174 Gut und heilig ist dein 157 Register. 17 Herr, mein Erldser, nur von dir 2 193 Herr, meiner Seele gr. 304 Herr, mein Licht, erl. Herr! merk auf mein G. Herr, ohne Glauben k. Halt im Gebächtnis 93 Herr, ftärke mich, bein 2. Helft Gottes Huld 260 Herr, allerhöchster Gott 285 Herr, aller Weisheit. 149 Herr, an dir hab ich ges. 100 Herr, deine Allmacht Herr, deine Sanftmuth 243 Herr, der du alles giebst 198 11 Herr, der du mir das LeApiben bis diesen Tag gegeben Herr, der du mir das Le: ben an diesem Tag gegeben 276 291 211 8 Herr der Zeit und Ewigk. Herr, du bist meine Zuv. 121 Herr, du erforschest mich Herr Gott dich loben wir 174 Herr Gott, du bist die Zufl. 6 Herr, höre mein Gebet 253 Herr, ich bin dein Eigenth. 126 Herr, ich hab aus deiner 232 Herr Jesu Christ, du h. 138 Herr Jesu, deine Angst Herr, laß nach eitler E. Herr, mache meine S. Herr, mein Erldser, der du für Herr, vor deinem Ung. Herr, wie du willst, so Herr, wir singen deiner Hier bin ich, Jesu, zu Hier ist mein Herz, H. Hilf Jesu, daß ich Amigol Silf mir, mein Gott, hilf Höchster, denk ich an die 86 138 149 57 193 221 39 94 158 237 150 139 Höchster Tröster, komm 78 Hör unser Gebet, Geist 79 Ich Ich bin getauft nach 31 Ich bin, o Gott, dein E. Ich bin, o Herr, in deiner 114 Ich bin zur Ewigkeit geb. Ich blick in das verg. Ich danke dir für deinen 32 261 Tod charmer Mensch, o 100 91 Ich dauke dir von Herzen, o Jesu 57 Ich erhebe mein Gem. 204 Ich flehe, Gott, von 220 Ich freue mich der frohen Zeit 242 3ch freue mich, mein Gott 58 58 101 139 121 175 Ich Register. Ich fühle, das ich sterbl. 115 In Ich habe, Gott, mir 150 In Ich hab in Gottes Herz 221 Ich hab in guten Stun: den, des 297 Ich komme, Friedensf. 140 Kein Lehrer ist dir, 3. 94 Ich komme, Herr, und Ich komme vor dein Unge sicht, du Scho: 199 pfer meiner Jug. 201 40 Komm betend oft und 186 Komm, Geist des Herrn 79 292 Komm, laß uns Jesum 59 Komm, o komm, du Geist 80 Komm zu uns, Gottes 80 Kommt her, verkündigt 175 Kommt, kommt, den Herrn 11 Kommt, e laßt euch den 151 Uch komme vor dein Ange: ficht, verwirf, o Gott mein Flehen Opd nicht 289 EDA 95 191 Le mod 33 Ich lobe dich und preise Ich preise deine Majestät Ich preise dich, o Herr Ich finge dir mit Herz und 24 aß deinen Geist mich 90 Ich singe, meiner Seelen 25 Laß mich des Menschen Ich Sünder, darf mein 140 Laß mich doch nicht, o Gott, den Schagen Ich weiß, an wen mein 106 Ich weiß, mein Ende und 116 Ich weiß, mein Gott 185 Ich weiß und bins gew. Ich will dich noch im Tode Ich will, mein Gott, du Jesu, deine tiefe Wunden Jesu, Freund der Mensch. Jesu, meine Freude! Jesus ist gekommen, d. Jesu lebt! mit ihm auch Jesus, meine Zuversicht Jezt leb ich, ob ich morg. Laß mich doch, o mein ISu Gott! die Buße Laß mich, Höchster dar. Laß mich, o Gott, gewiss. saß mich, o Herr, in all. 185 10 110 ernster Abendstille 276 Gottes Rath ergeben 114 In unsern Nöthen fallen 282 Ist nun auch meine St. 116 194 297 25 58 96 107 212 141 248 213 152 Laß, o Jesu, mich empf. 237 Laßt unserm Gott uns 176 Laßt uns mit ehrfurchtsv. 47 Laßt uns unserm Gott lobFanfingen Lebt Christus, was bin 47 47 70 71 122 Lehre mich, Herr, recht 205 232 Liebster Bater, ich dein 101 In allen meinen Thaten 166 Liebster Jesu, wir sind 193 Lob, Lob, Ehr und Preis dem höchsten Gut Lob sey dem allerhöchsten eur Gott Lob sey Gott, der den Fr. Lobsinge meine Seele Lobsinget Gott, er schuf Lobt den höchsten! Jes. Lobt Gott, ihr Christen Pobt unsern Gott mit Mein erster Wunsch, m. Mein erst Gefühl sey P. Meine Seele lobsinget Mein ganzer Geist, Mein Glaub ist meines Mein Gott, auch dieser Mein Gott, du bist ger. Mein Gott, du weißt am allerbesten 176 Register. 48 Tud 29 71 27 72 49 177 Mach dich auf, erlöfte 2015 ** Mache dich, mein Geist Mag doch der Spotter XOONEY Mein Auge sieht, o Gott Mein bester Trost in Meine Lebenszeit verstr. Meinen Jesum laß ich 195 Har den toe Mein Erlöser! der du Mein Erlöser, Gottes Sohn, der 92 167 Mein Heiland lebt; er 122 Mein Heiland, wenn n mein Geift erfreut Mein Gott, du wohnest zwar im Lichte 86 Mein Gott, erschaffendant 131 Mein Gott, zu dem ich 142 131 177 116 117 222 152 Mir nach spricht Christ. 254 Mit dir geh ich an mein 213 Mit dir, o Höchster, Fr. 108 Mit einem tief vor diru 143 Mit Freuden laßt uns 261 178 96 253 195 197 187 233 Nach dir verlanget m. Nach einer Prüfung k. Nach meiner Seelen S. Mein Herz ermuntre d.. Mein Jesus ist mein 2. Mein Leben steht in G. Mein Schuß ist Gott! Mein Vater und mein Mit fröhlichen Gem. Nach Nicht, daß ichs schon wie 61 Nicht um ein flüchtig G. 267 Nie bist du, Höchster, v. 268 Nie will ich wieder fluchen 41 Noch bin ich ein Gast 130 Noch immer wechseln ord. 107 Noch läßt der Herr mich 268 Noch nie haft du dein W. 286 Nun bitten wir den heilg. Nun danket alle Gott Nun ist es alles wohlgem. in Run sinkt die Sonne D Cach deinem Rath, daß doch bei der amono Oft flagt mein Herz u 214 143 132 206 255 187 12 243 123 28 269 18 81 179 62 20 276 286 256 O Gott O Gott, aus deinen Werk. O Gott, du bist die Liebe O Gott, du frommer G. O Gott, du kannst den D Gottes Sohn, Herr O Gott, ich preise deine O Gott, von dem wir Oheilger Geist kehr bei Ohne Rast und unverw. O Jesu Christe, Gottes O Jesu, ewig wird dein O Jesu, Jesu, Gottes O Jesu, Licht und Heil O Jesu, wahrer Fromm. O kdnnt ich dich, mein Opråge tief uns ein der Vater der Barmherz. O Bater, kindlich beten. O Vater send uns deinen O welch ein Segen ist ein O welch ein Trost für m. O welch ein unschågbar. O Welt, sieh hier dein 2. O wie selig feyd ihr doch O wie unaussprechlich O wie viel Gutes thatst Preift, Ghriften, mit Preist den Höchsten alle Preist unsern Gott: Er Quelle der Vollkommenheiten, Gott Register. Schafft mit Ernst ihr 3 15 Schön ist die Tugend 188 Schon hier lebt selig u. 286 Schuf mich Gott für A. 196 Schüß, o Herr Jesu, die 34 Schwingt, heilige Ged. Sehn wir nur Trůbsal 271 81 Selig sind, die Gott, d. 214 Sey, Christenheit, sey h. 117 Sey hochgepriesen, Herr 89 Sey, Seele, ruhig, unv. 196 Sen zufrieden, mein G. 90 Sidhrer Mensch, noch ist 41 Sieh, Seele, hinter dich 179 Sobald, o Gott, der Tag 291 So fliehen unsre Tage 144 So hab ich, Gott, durch 272 Co jemand spricht: ich 82 So lang ich athme. 249 Sollten Menschen, m. 102 Sollt ich dir, mein Gott 109 Sollt ich jetzt noch, da 63 Sollt ich meinem Gott 133 So wahr ich lebe, spricht 133 So wie du bist, so warst 277 Sterben führet uns z. Theurer sey mir allezeit, mein 287 180 17 Ueber aller Himmel H. Um Gnade für die S. 158 Umfonft, umsonst verhüllst 257 257 109 124 90 4 279 87 50 64 223 223 215 292 27 277 278 238 180 238 168 258 180 144 224 118 87 74 64 9 Unend: Unendlicher den keine Zeit Unerforschlich sey mir Unermeßlich, ewig ist G. Unschuld'ger Jefu, was Unser Gott, wir danken Unsern Gott, den Gott der Unwiederbringlich schnell Vater, den mein Herz Vater, meine Seele sch. Verbittre dir dein Leben Viel zu gering bin ich, o Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden Voll Freud und frommer Dankbegier Bon dir auf dieser Welt Von dir kommt jede gute Gabe, nur Von dir, mein Gott, kommt aller Segen Von dir, o Vater, nimmt Von ganzer Seele preis' Von Gott will ich nicht Vorbild wahrer Mensch. Wach auf mein Herz, und singe Warum betrübst du dich mein Herz Warum erhebst du meine Seele Warum sollt ich mich d. Warum willst du doch Was bin ich, Gott, vor Register. 6 224 7 65 88 4 262 110 250 244 293 181 246 Was ists, das ich mich Was mein Gett will Was soll ich ångstlich kl. 97 Wem Weisheit fehlt, der Wenn einst mein sterbl. Wenn ich ein gut Gew. Wenn ich, o Gott, von dir geführt 188 269 Was den Leib erhält und Was Gott für mich best. Was Gott thut, das ist wohlgethan Was hilft es mir, ein Was ich nur Gutes habe Was ist mein Leben auf der Erde 225 Was ist mein zeitlich Le: ben, das du 294 225 189 169 Wer 42 118 110 295 215 Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht Wenn mich die Sünden CESOR Wer bin ich, ich Vers schuldeter bin ich? welche wichtge Frage! Wer dieser Erden Güt. Wer kann doch, großer Gott Wer kann, Gott, je was Gutes haben Wer nur den lieben G. Wie fleucht dahin der Wie getroft und heiter Wie groß ist des Allmachtgen Güte 272 226 226 153 199 227 216 228 228 228 206 119 111 199 28 66 145 200 239 34 189 229 233 111 15 Wi Wie groß ist unsre Se: sd ligkeit 110 Wie sicher lebt der Mensch Men der Staub Wie soll ich dich empfangen) Wie theuer, Gott, ist deine Wie viele Freuden dank Wie wichtig ist doch der bi Wie wird mir dann, mein Wie wohl thust du, mein Will mich, o Gott, hienied. Thasto Willst du der Weisheit dage sid 193 Wie groß, wie angebetet Wie herrlich, Jesu, starker Wie lieblich ist doch, Herr Wie mannigfaltig find 216 Wir kommen, Helfer dir Wir Menschen, sind zu Wie schnell ist mir der Wo find ich, Gott, den Wie selig, Herr, ist der Wie felig lebt ein Mensch, 278 PAR 145 Wo flieh ich Sünder hin der Wohl dem, der beßre Schage liebt 217 made, que 234 Wohl dem, der richtig wandelt Wohlzuthun und mitzu. Wir danken freudig dir DU D thr 000 i P8Y Per Register. nid par sol and dodantul 112 43 5 74 Wir glauben an den ein- hiding 5 gen Gott vinobar pod night 283 DO 19 88 160 103 240 50 103 16 3⁰ 35 119 134 # 230 Wir freuen uns, Herr J. Wir glauben all' an einen Gott 159 272 272 900 Zur Grabesrub entschlie: ase mmfest du Thig sin eer abier Smid et thin ai mir whid nag 3900god mp? 10 modal and 700.00 u deinem Preis und Ruhm erwacht 270 3u dir, mein Gott, der 190 3u Gott, o Seele, schwingid no dich auf, und werde Dank 811 sind das sice OLF and and foreig 200 2 75 248 240 90 mism tup bo somit diu ng no ist to no dor dlidno22 sam ud fidda ma ng hed ud i 300 300 89 bimi tot ma 67 MUSSUR nid ank 33483 348 ex حمت * 33484 3483 Inches Centimetres Blue 3 4 Cyan 21 5 6 17 3 Farbkarte# 13 Green ¹8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 18 3/ Color 19 B.I.G. Black 80