Chres COOTE in der Höhep ( B/ CNR EURONOVO 666) дв льш Schaunhorst. Gesangbuch für die evangelisch- lutherischen Gemeinden der Stadt Osnabrück. Osnabrück. Druck und Verlag von J. G. Kisling. 1867. Gb 1644. budqunis& datel blindone nilai 08 T081 Univ.- Bibl. Giessen 12 du burd Vorbemerkung. Dieses den evangelischen Gemeinden unserer Stadt aufs Neue dargebotene Kirchengesangbuch ist im Wesentlichen der letzten Ausgabe ( von 1846) gleich geblieben, da der gegenwärtige Zeitpunkt nicht geeignet erschien, eine durchgreifende Verbesserung schon jetzt eintreten zu lassen, und die schon seit Jahren fehlenden Exemplare doch endlich ersetzt werden mußten. Gleichwohl haben einzelne geringe Veränderungen stattgefunden, welche als Verbesserungen angesehen sein möchten. Es sind nämlich die meisten derjenigen Lieder, welche unser Gesangbuch mit dem ,, Gesangbuch für die evangelische Kirche in Württemberg" gemeinsam hat, meist nach dem besseren Terte dieses lettern abgedruckt, jedoch in der Weise, daß die Verszahl unverändert geblieben ist, und deshalb die früheren Ausgaben unseres Buches neben der hier vorliegenden gebraucht werden können. Außerdem sind nach Nr. 563, womit die vorige Ausgabe schließt, noch fünf und zwanzig Lieder aufgenommen, die wohl Vielen willkommen sein werden, und welche bisher schmerzlich vermißt sind. Noch wird bemerkt, daß das rechte Evangelium für den zweiten Weihnachtstag auf Seite 472 fich findet. Die angefügten Gebete sind sämmtlich dem württembergischen Gesangbuche entnommen. дв 1644 #madrolf eusit que tot ju 19dnisms 5/ 6111sprinos ard 80191 116 dopoule nottal red nobilinsje ai i Gudprojeprobrir austadspind thin thungtis spitylamagn and nd adeildag( bislp( OPSI mod) mis tal notb] guralis eduslovedrud onis neigbits tourpinag on norbl old dal 1997 @ 107901 3099 bildus bod dictioft spedbER Sprin spinsired naijian sid( bilmin dui 80 mibom nisi nodolsono sid zhi ndgunis, mad im budpusis smi schison 196912 fism tod motuisman" gradarstva i sosit schlilagunes stilspitis dod spansfedisteln ablam and Sisus redanélk nereditai sid nedrset reduspoiled id od neden ond oid Hmom 800 lt ben dit ged nomononun sosi2 pignourg das jai don Jill adopoul! spirou redaid schloor dit nodiser atst nameliju naksi dour old med 20 mailapnoe other and and throwed dziur bolt isdn bil STA stis3 jun poteloondis uolisure 83 ibligredmetlabor and collim dr steds© materjoera pic Joonis obudonojs ✔ 889-889 A18-089 Das pas Inhalt. Erste Abtheilung. Tieder über die christlichen Glaubenslehren. alodne 182-8 Von der Gerechtigkeit und Heiligkeit Gottes Von der Güte Gottes I. Von der Erkenntniß Gottes überhaupt II. Von Gottes Wesen und Eigenschaften. 8-10 TVon Gottes Wesen und Eigenschaften überhaupt. 5-7 Von der Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes ore- or Von der Alwissenheit und Allgegenwart Gottes E2-0 Von der Allmacht und Weisheit Gottes 11-12 13-14 15-16 17-18 Von der Geduld und Langmuth Gottes Von der Wahrhaftigkeit Gottes Von der allerhöchsten Seligkeit Gottes. III. Von der göttlichen Dreieinigkeit IV. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. XII. Vom Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. Vom Leiden Jesu überhaupt Vom innerlichen Leiden Jesu Vom äußerlichen Leiden Jesu. Vom Tode Jesu Begräbniß Jesu V. Von den Engeln VI. Von der Natur und Bestimmung des Menschen VII. Von dem Fall und Sündenelend der Menschen VIII. Von der Erlösung der Menschen durch Chriſtum. IX. Von dem Namen und der Person des Erlösers X. Von der Menschwerdung des Erlösers XI. Vom Lehramt und Vorbild Jesu • Von der Anwendung des Leidens Jesu XIII. Von der Auferstehung Jesu Vom Gesetze Bom Evangelium XVIII. Von der heiligen Taufe 200-201 Begräbnißlieder • XIX. Vom heiligen Abendmahl XX. Von der christlichen Kirche XXI. Vom Code XIV. Von der Himmelfahrt Jesu und seiner seligen Regierung XV. Von der Wiederkunft Jesu jum Gericht XVI. Bom heiligen Geiste und dessen Gaben und Wirkungen XVII. Vom Worte Gottes sul vid nol IIXX ● • ● Beim Tode und Begräbniß eines Kindes ● • No. 1-4 ● 19 20 21-22 23-32 33-42 43-47 48-51 52-54 55-60 61-64 65-85 86--88 89-100 101-102 103-107 108-114 115-116 117-128 129-143 144-151 152 153-166 167-180 177-178 179 180 ● 181-185 186-200 202-204 205-232 230-231 232 XXII. Von der Auferstehung der Todten. XXIII. Vom zukünftigen Weltgerichte XXIV. Vom ewigen Leben XXV. Von der Verdammniß Inhalt. o II. Buße und Bekehrung. - Bußfertige Gesinnungen. Erwedung zur baldigen Buße. Ernsthafte Entschließung I. Vom wahren Christenthum überhaupt. 1 se& 28 3 81 T Wider den Selbstbetrug. O Bekenntniß der Sünden Irdischer Segen Hoffnung einer seligen Unsterblichkeit 001 V. Allgemeine Pflichten der Christen gegen Gott. 201-10 Erkenntniß Gottes paulistion? dale Zweite Abtheilung. Fieder über die christliche Sittenlehre. I ... 257-269 1270-279 110 280-282 283-284 285 286-288 Demüthigung vor. Gott wegen wohlverdienter Strafgerichte 289-290 Zuflucht zur Erbarmung Gottes in Christo Nach der Bekehrung. 291-294 295-296 Heilsame Betrachtungen über die traurigen Folgen eines VI sündlichen Lebens 297 298-300 Schwachheit der Menschen bei den besten Entschließungen III. Glaube und Rechtfertigung. 1-3 Glaube an Jesum und sein Verdienst. 301-306 HIS 159 HO vand un 307-311 289 Tor- Kindliche Ehrfurcht gegen Gott. 80 Wider den Mißbrauch des Eides 011-11Liebe, Gehorsam und Dankbarkeit gegen Gott VI. Nachfolge Jesu: 2014 VII. Vom Vertrauen auf Gott. Trostlieder. VIII. Vom Gebet. Gebetslieder. . Von der Beschaffenheit des Gebets. Allgemeine Bitten. d. M Vom Lobe Gottes 87 IX. Vom christlichen Verhalten gegen uns selbst. Q8 er Christliche Selbstliebe 881-18 Selbsterkenntniß und Demuth. Sorge für die Seele. 009--081 ● Rechtfertigung IV. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. id mo Baterliebe Gottes. Ruhe der Seele und des Gewissens Freude an Gott und Jesu ● ● Sorge für das Leben und dessen rechten Gebrauch Sorge für den Leib No. 233-238 239-244 245-253 254-256 Bewahrung eines guten Gewissens Heiligung der Gedanken durch die Vorstellung der Allwissenheit Gottes. 312 313-314 315-317 318 319-322 323 324-327 328 329-331 332-336 337-365 ● 366-368 369-378 379-392 393 394-396 397-399 400 J.X 401 402-404 405 Mäßigkeit Keuschheit 108 :[ Mittel zur Bewahrung der Unschuld Rechter Gebrauch der Sinne Rechtmäßiges Verhalten gegen zeitliche Güter Ergebung in den göttlichen Willen wegen der zeitlichen Güter Wider den Geiz In unverſchuldeter Armuth ac Zufriedenheit mit seinem Standendipit Te Arbeitsamkeit Inhalt. Ehrliebe X. Vom christlichen Verhalten gegen den Nächsten. and bol 00 Menschenliebe überhaupt Sorge für des Nächsten Seele Sorge für die Ehre des Nächsten Barmherzigkeit und Wohlthätigkeit Sanftmuth und Versöhnlichkeit Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit Bescheidenheit und Demuth Wider Schadenfreude und Neid Leutſeligkeit und Gefälligkeit. are Dienstfertigkeit. Sorge für des Nächsten Leib und Leben Sorge für das Eigenthum des Nächsten Friedfertigkeit und. Eintracht. Dankbarkeit Freundschaft Fürbitte. pled with just Vom Ehestande Für Eltern. Für Kinder Für Jünglinge Für Jungfrauen Für das Alter. XI. Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. Obrigkeit und Unterthanen. Kirchliche Gemeinschaft Für Witwen und Waisen Für Herrschaften Für Diener ♦ Vormittag Vor der Predigt Nachmittag No. 406 407 408 409 410 411 412 413 414 415-416 417 418-424 425 426 427 428 . 429-431 432-434 435-437 438 439 440 441 442 443 444 445 446-448 449 450 451-452 453 454 455 456 457 458 459 XII. Vom Wachsthum im Glauben und in der Gottseligkeit. Bitte um göttlichen Beistand zu guten Entschließungen 020 Anwendung des göttlichen Wortes era 462-466 Wachsamkeit und anhaltender Kampf gegen die Sünde 13-08 Aufmunterung, bei Jesu und seiner Lehre beständig zu beharren 467-469 Selbstverleugnung um Gottes willen 470-471 XIII. Pom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. Allgemeine Gottesdienstlieder. 460 461 Würdige Sonntagsfeier und öffentlicher Gottesdienst.. 472-474 Hausandacht 475 Beim öffentlichen Gottesdienste. 476-477 478-480 481-484 Dritte Abtheilung. inli 16. Tieder für besondere Beiten und Fälle. I. Beim Jahreswechsell II. Auf das Fest der Offenbarung Christi III. Auf das Reformationsfest IV. 3ur Confirmation Vor der Confirmation Nach der Confirmation V. Auf Buß- und Bettage. VI. An den Erntebettagen VII. Am Erntedankfest Inhalt. VIII. Am Schlusse des Kirchenjahres IX. Am elften März. X. Morgenlieder. Morgenlied im Leiden XI. Abendlieder ♥ Abendlied im Leiden. XII. Bei und nach anhaltendem Regen XIII. Bei und nach anhaltender Dürre XIV. Bei und nach einem Gewitter. XV. Bei und nach der Theuerung. XVI. Bei und nach ansteckenden Seuchen. XVII. Bei und nach dem Kriege. XVIII. In Krankheiten. TTB- 8TP XIX. Nach der Genesung XX. Bei herannahendem Tode XXI. Fürbitte für einen Sterbenden Anhang. Auf das Reformationsfest Advent Weihnacht Bom heiligen Geist und von der Kirche Christi Gebetslieder. Jesuslieder Vom Vertrauen auf Gott . ● No. 485-490 491-494 495-496 497-499 500-504 505-508 509-511 . 498 499 512 513 514-533 533 534-544 544 ● 545-546 547-548 549-550 551-552 553-554 555-556 557 558 559-560 . 561 562 563-564 565 566-573 574-580 581-584 585-587 gintansh red noll hi ma pund bi bilo nim tim 89 piss du op sevirse him di Erste Abtheilung. dilulu mo him thi Biotilojeg nsdoit yun adi i d a conta UHDIOC 8871 g STI dag Liedern2 nd fi i Ho and Jisun joj über died on über die Glaubenslehren. 300 mort no to bite birati sunt unel TOTE JISTE.d 1992 rollige mod had pri christlichen 7790 1190 1190 311977( 2 191 11989 10 11 u nis nondoni s oni 1901 un 12 ji Sarput to I, Von der Erkenntniß Gottes überhaupt. O Mel. höchster Gott, o unser lieber 2c. leicht hintergehen. Dein Wort ist 1. Erhabner Gott, nichts reicht wahr; es bleibet ewig stehen. an deine Größe. Denk' ich an Erforsch' ich gleich dein göttlich dich, so fühl ich meine Blöße; Wesen nicht, So gnüge mir Ich fühle, Herr, daß du unendlich davon dein Unterricht. bist, Und wie umschränkt mein 6. Von dir, durch dich, zu dir find alle Dinge. Gieb, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. nicht, wie du die Begreif' ich'a Welt regierst, So sei mir's g'nug, daß du mich selig führst. me 7. Einst wirst du dich mir näher offenbaren; Einst werd' ich mehr von deinem Rath erfahren: Wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, Geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt. sid 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle, In allem 4. Wie sollt' ich denn, ich Thun nach deinem Willen handle, Staub, mich unterwinden, Un- Zufrieden sei;, wie du mich hier endlicher, dich völlig zu ergrün- regierst, Bis du mich einst in den? D, mache mich von solchem deinen Himmel führst! o dis? Dünkel frei, Daß mir dein Wort 9. Dann werd' ich dich im des Glaubens Richtschnur sei! 1195, Mein eigner Geist kann sich forschend Denken ist. old 2. Du wohnst im Licht, da zu kein Mensch fann kommen. Was ist's, das wir von deinem Ruhm vernommen? Ach, nur ein Theil von deiner Majestät, Die über Alles dich, o Gott, erhöht. 3. Dein ew'ges Sein, dein ganz vollkommnes Wesen, Das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, Ist viel zu hoch für endlichen Verstand; Von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. hellen Lichte sehen, Und, froh in dir, dein ewig Lob erhöhen. Herr, 1 2 Von der Erkenntniß du bist groß, und zeigst es mit mein Glück ich baue, Wen ich der That, Unendlich groß an Huld, verehre, wem ich mich vertraue. an Macht und zu ich mich nur üben, Will ihn nur lieben. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Mel. Dies ist der Tag, zum Segen 24.net. Gott, bu frommer Gott 26. 2. Ich weiß, daß Gott ist. Gott Mel. O du hat mich erschaffen. Was hätt 3. Mag doch der Spötter Heer ich wider Furcht und Gram für Sich deines Namens schämen; Waffen, Wenn diese Welt kein Ich freue mich, dein Heil, Herr Werk zu seiner Ehre, Wenn er Jesu, anzunehmen. Dein Kreuz nicht wäre? Dem, der verist 2. waren müßt ich unter mir loren geht, und Steiner ſpottet Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. das Thier beneiden. Ach, mir sein, Der Gottes Wege geht.. versiegte jeder Quell von Freuden; Mir würde selbst ein Paradies 2. Du kamst, des Höchsten Sohn, Im Leben und im Sterauf Erden Zur Wüste werden. ben, Uns Weisheit, Kraft und 3. Wär' ich nicht elend? wär' ich nicht verloren? Ach, besser wär's, ich wäre nie geboren, Als wenn ich, blind durch Zweifelsucht und Lüste, Von Gott nichts wüßte. 197 Trost Und Gnade zu erwerben. D, Beides ist gleich groß: Der Welt ein Schöpfer sein, Und eine Welt, die fiel, Bon ihrer Schuld mi ndour#G befrein. 3. Jch fann hier freilich nicht 4. Denn, warum hätten wir Das große Wunder faffen: Geso edle Seelen? Das Glück, das fandt vom Ewigen, Der Himmel wir bedürfen, zu verfehlen? Dann Thron verlassen, Die Thaten ist das Laster Tugend; Glück, sein Gottes thun Als eingeborner Leben Ihm Preis zu geben. Sohn, Und dann am Kreuz em5. Flieht, lästernde Gedanken, pfahn Der Missethäter Lohn.g ihr beflecket Bon ferne schon die4. Doch kann mein Herz gar Seele, die ihr schrecket! Entweicht, wohl Der Wahrheit Kraft em- ich kenne meines Lebens pfinden, Die meinen Geist beQuelle, Entweicht zur Hölle! lebt, Mich reiniget von Sünden; 6. Ich weiß, daß Gott ist; Doch hab' ich, Herr, in dir Geweiß, an wen ich glaube; Weß rechtigkeit und Heil, Und an der Hauch mein Geist ist; wer den Seligkeit Der Gottversöhnten Leib vom Staube So herrlich Theil.o) noo him shom@ 1m96 schmückt, mich trägt, mich unter- 5. Dies müsse meine Lust An stüßet, Mich täglich schüßzet.lld dir, o Herr, erwecken! Zu schwach, 7. Ich weiß, auf welchen Grund den ganzen Rath Der Gottheit - Gottes überhaupt. 3 zu entdecken, Nehm' ich dein großes Heil Mit Dank und Freuden an, Und folge dir getreu Auf ebner i 5. Mir macht zwar jedes deiTugendbahn. msioid no veidner Werke Mehr, als ich rühmen stammeln kann, Welch hohes Loblied stimmt' ich an! 30m DISPO Nach Gellert. Mel. O, daß ich tausend Bungen hätte 2c. 4.Wo find' ich Gott, den meine Seele Weit über Alles schätzt und liebt? Gott, den ich mir zum Freunde wähle, Und der allein mir Freude giebt? Wann kommt die Zeit, da Gott, mein Freund, Sich völliger mit mir vereint? 6. Herr, deine Ewigkeit Wird kann, bekannt; Es zeigt mir deimir mehr Licht gewähren, Und ner Allmacht Stärke Und deinen deine große Lieb' Im Schauen weisesten Verstand, Und Gnade, mir erklären. Unendlich ist mein die selbst Davids Lob Zu schwach, Heil. O, Glaube, der erfreut! nie würdig g'nug, erhob. Gelobet Gelobt 6. Noch von allen Gwigteit! Der er, club inSeiten In deinem Worte, Gott, dein Licht; Doch Blendwerk schnöder Eitelkeiten Verdunkelt mir da mein Gesicht. Was kann ich wissen, wenn dein Geist Nicht selbst von dir mich unterweist? 7. Doch, wenn in meinen Finsternissen Er auch mein blödes Aug' erhellt, Was lern' ich, Gott, von dir? Mein Wissen Bleibt immer Stückwerk in der Welt. Ich suche dich und forsche nach, und bleibe, dich zu seh'n, zu schwach. 2. Wie wollt' ich meinen Gott nicht preisen, Wenn ich ihn sähe, wie er ist? Zwar deine Wunder, Herr, beweisen, Wie unaussprech- 8. Und hört' ich nur auf deine lich groß du bist; Wie glänzen sie! doch zeigt ihr Glanz, Mir deine Herrlichkeit nicht ganz. Stimme In deinem Worte; hört' ich nur, Wie ich es sollte, auf die Stimme Der dir lobsingen3. Ich sehe dich hier nur im den Natur: So lernt' ich hier Sich febe dich bi Spiegel, Und bete dich in Schwach- schon mich allein, Gott, deiner heit an. Ach, hätte meine Seele Herrlichkeit erfreu'n. dau amig Flügel, Sich dir, mein Schöpfer, mehr zu nah'n, Wie würde sie sich deiner freu'n, Wie selig, wie verherrlicht sein! T 4. Dürft' ich am Fuße deines Thrones Mit deinen Engeln dich erhöh'n; Könnt' ich im Antlig deines Sohnes, Wie deine Seligen, 9. Wie brünstig würd' ich dann dich lieben! Mit welchem Eifer würd' ich mich, Dir, Vater, zu gefallen, üben! Wie selig würd' ich dann durch dich! Nun aber täuscht oft meinen Geist, Gleich Kindern, Tand, wenn er nur gleißt. aidai nd Di dich seh'n: Ich, der ich hier kaum 10. Welch Elend! Bater, ich 1* Von Gottes Wesen empfinde Mein Elend. Zeuch mich| deiner Wahrheit Mein Leben mehr zu dir! Entkräfte selbst die leite, bis ich dort Dich näher Macht der Sünde! Dein Geist seh', und mit mehr Klarheit, Als der Weisheit wohn' in mir, Da- hier an diesem Prüfungsort! Ich, mit ich vor der Täuscherei Der der ich hier kaum stammeln kann, Sinnlichkeit gesichert sei! Erhebe würdiger dich dann. 11. Gieb, daß der Strahl von u 4 mism i 5. Anbetungswürd'ger Gott, Mit Ehrfurcht stets zu nennen! Du bist unendlich mehr, Als wir begreifen können. D, flöße meinem Geist Die tiefste Demuth ein, Und laß mich stets vor dir Voll Ehrerbietung sein! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. RDTD1119 Yad odunl@le II. Von Gottes Wesen und Eigenschaften. igjord Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. erhöh'n? Wen du erhöhen willst, Deß Hoheit muß besteh'n. 5. Wer hat dich je geseh'n? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht Bis zu den lichten Höhen, Von welchen du mit Huld Auf deine Schöpfung blickst, Und Alles, was da lebt, Erfreuest und beglückst.di 2. Du riefst dem, das nicht war, Um Lust und Seligkeiten 6. Ja, hier erkennen wir Dich Auf's Mannigfaltigste Um dich nur sehr unvollkommen. Wird her auszubreiten. Die Liebe bist aber dermaleinst Der Vorhang du selbst; Verstand und Rath weggenommen, Der dich, Unendsind dein; Und du gebrauchst sie licher, Noch unserm Blick vergern, zu segnen, zu erfreun.ein, Wie herrlich du, Gott, bist. schließt: Dann seh'n wir heller 3. Du sprichst, und es geschieht, HOTE 7. Indeß sei auch schon jetzt Auf dein allmächtig: Werde! Dein Ruhm von uns besungen. Entstand dein großes Werk, Der Verschmähe nicht ein Lob Von Himmel und die Erde. Mit dei fallend schwachen Zungen! Dort nem fräft'gen Wort Trägst du soll, wenn wir dereinst In hellerm die ganze Welt; Und deine Macht Licht dich seh'n, Auch stärker unser vollführt, Was uns unmöglich Lied Dich, großer Gott, erhöh'n. fällt. Diterich, nach Rambach. 4. Du bist der Herren Herr; Der Erde Majestäten Sind, HöchMel. Es Es iſt das Heil uns kommen 26. ster, vor dir Staub; Auch Geister 6. Der Herr ist Gott und keiner kannst du tödten. Wen du er niedrigest, Gott, wer kann den mehr. Frohlocktihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist, wie und Eigenschaften. 5 er, So herrlich, so vollkommen?| Barmherzig, gnädig, voll GeDer Herr ist groß, sein Nam' ist duld, Ein Vater, ein Verschoner. groß, Er ist unendlich, grenzenlos dn 7. Unsträflich bist du, heilig, In seinem ganzen Wesen. gut und reiner als die Sonne. 62. Er ist und bleibet, wie er Wohl dem, der deinen Willen ist. Wer strebet nicht vergebens thut; Denn du vergiltst mit Wonne. Ihn auszusprechen? wer ermißt Du hast Unsterblichkeit allein; Bist Die Dauer seines Lebens? Wir selig, wirst es ewig sein, Hast Menschen sind von gestern her; Freuden, Gott, die Fülle. Eh noch die Erde war, war er, 8. Dir nur gebühret Lob und Noch eher als die Himmel. Dank, Anbetung, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, 193. Um seinen Thron her strömt Shr, alle seine Heere! Der Herr ein Licht, Das ihn vor uns verhül- ist Gott, und keiner mehr. Wer let; Ihn fassen alle Himmel nicht, ist ihm gleich? wer ist, wie er, Die seine Kraft erfüllet. Er bleibet So herrlich, so vollkommen? ewig, wie er war, Berborgen to Johann Andreas Gramer, und auch offenbar In seiner vid Werke Wundern. geb. 1788. FALC di Mel. Christ, unser Herr, zum Jordan 2c. 4. Wer wären wir, wenn seine Kraft Uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, Der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Ber stand; Und er umspannt mit seiner Hand Die Erde sammt dem Himmel. ni spre spe i 5. Ist er nicht nah'? ist er nicht fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsterniß, Was ihr beginnt; er sieht's gewiß, Er sieht es schon von ferne. du s 7., meine Seel', erhebe dich voll Andacht und betrachte, Wie Gott in seinem Worte sich Bekannt den Menschen machte, Daß er der Allerhöchste sei, Und überall auf Erden In Demuth, ohne Heuchelei, Soll angebetet werden Als unser Herr und Schöpfer! 2. Herr, ein'ger Gott, dich preisen wir. Nichts sind der Heiden Götter. Kein Heil noch Trost ist außer dir, Kein Helfer und Erretter. Laß mich, o Herr, auf dich allein Von ganzem Herzen trauen, Mein ganzes Leben dir nur weih'n, Mein Glück bloß auf dich bauen Und niemals dich verleugnen! 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, O Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich Dein Fittig über Alle. Du bist 3. Du bist der höchst vollkommne Geist, Und theilest bei uns Allen voll Freundlichkeit, voll Huld, An Gaben aus, was geistlich Von Gottes Wesen heißt, Nach deinem Wohlgefallen.| werdest für michbisorgen; Nur Laß meiner Seele hohen Werth gieb, daß ich nicht lebel's thu'! Mich reine Tugend lehren, Und, Denn dir ist nichts verborgen. so wie es dein Wort begehrt, Dich Du siehst auch die Gedanken. ungeheuchelt ehren, Im Geist und 8. Gott, du bist heilig und in der Wahrheit! dodgerecht, und kannst nichts Böses 4. Du bist, o Gott, von Ewig- leiden. Wer sagen will, er sei keit, Und wirst allzeit bestehen; dein Knecht, Muß jede Sünde Es bleibet deine Herrlichkeit, meiden. D'rum steh' mir bei, der Wenn Himmel selbst vergehen. Heiligkeit Mich ernstlich zu beLaß von der Erde eitlem Land fleißen, Gerecht zu sein und alleMein Herz sich stets erheben zu zeit, Was du thust, gut zu heißen, meinem wahren Vaterland, Und So wunderbar es scheine! 12 min nur nach dem mich streben, Was ewig mich erfreuet! di 9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, Vergiebst die Schuld dem Sünder; Erbarmst dich, wie ein Vater thut, Von Herzen dei-. ner Kinder. Laß, bei erfolgter Besserung, Mir diesen Trost zufließen: Mir werde selbst die Züch19 5. D Gott, was sein wird, ist und war, Und was wir und dichten, Das ist dir Alles offenbar; Du wirst einst Alles richten. Laß, deiner Gegenwart gewiß, Mich allzeit redlich han. deln, Und auch in dichter Finster- tigung Zum Besten dienen müssen, deln, Und auch in dichter Finster- Wenn ich sie recht anwende! niß Mich als im Lichte wandeln, Und überall dich fürchten! d 10. Gott, dessen Wahrheit stets 36. Unendlich ist, Herr, deine besteht, Wohl Denen, die dir Macht, zu retten, die dich lie- gläuben! Wenn Erd' und Himmel ben, Und wenn der Frevler dich einst vergeht, Dein Wort wird verlacht, Auch Rach' an ihm zu ewig bleiben. Gieb, daß ich fürchte üben. Gieb, daß mich deiner dein Gericht, Und Alles, was Allmacht Schutz Stets als ein du dräuest, Auch hoffe, was dein Schild bedecke, Mich auch nicht Wort verspricht, Daß du mir's Menschen Grimm und Truß, Nur deine Strafe schrecke! Du tödtest Leib und Seele. nisson 6 gern verleihest! Wer hofft, wird nicht zu Schanden. infinia ni 11. Gott, wenn ich dich so 7. Voll höchster Weisheit bist fenn' und ehr', Dein Wort zum du, Gott; Kein Mensch kann sie Grunde seßze; Erfreu' ich mich ergründen. Umringt uns allent- darüber mehr, Als über alle halben Noth; Du, Herr, weiß'st Schätze: Bis ich dort, o mein Rath zu finden. D'rum trau' Heil und Licht, Dich ohne Lalich dir auch kindlich zu, Du len nenne, Von Angesicht zu An und Eigenschaften. gesicht Dich schaue, dich erkenne Und unaufhörlich lobe. David Denike, geb. 1603, geft. 1680. plan ge 1900. ud O Mel. höchster Gott, o unser lieber 2. 8. Herr Gott, du bist die Zu7 waren, Beriefst zu sein, um deine Macht und Güte zu erfahren. 2. Du wirst auch sein, so nin wie du bist, Wenn längst die Erde nicht mehr ist, Wenn längst schon Ewigkeiten- Uns Kämpfer flucht aller Zeiten; Denn du bist krönen, die wir hier Um deinen Gott in allen Ewigkeiten. Du Himmel streiten. aufid.ne 3. Von Ewigkeit zu Ewigkeit kann deines Wesens Herrlichkeit FX inut warst es schon, eh' Erd' und Himmel ward, Eh' du dich noch uns hast geoffenbart. hun ndi2. Was bin ich, Herr, was alle Menschenkinder? Staub ist vor dir der Heilige, der Sünder. Wie schnell enteilt dies Leben doch von mir! Du, Höchster, du nur bleibest für und für. do gles Sich selbst nicht ungleich werden; Bedarf auch nie, sich gleich zu sein, Des Himmels und der Erden. 3. Du hast vorhin die Erde zubereitet; Dein Arm hat, Gott, den Himmel ausgebreitet. Doch sie vergeh'n, veralten wie ein Kleid; Du aber dau'rst in alle Ewigkeit. 14. Das ist der Trost, die Hoffnung aller Frommen: Du schüßest sie und läßt sie nicht umkommen. Ihr redlich Herz kann stets sich deiner freu'n. Du bleibst ihr Gott, und sie sind ewig dein: hiddull 5. Das sei mein Trost in allen trüben Stunden: Vom Tode selbst werd' ich nicht überwunden. Nicht er, die Sünde nur, trennt mich, o Gott, von dir. Du bleibst mein Trost, mein Heil, auch ewig mir. Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 4. Gott, mit dir unveränderlich, Bezeugte deine Weisheit sich Geschöpfen, die da waren, Und wird der Welt, die du erschufft, Sich ferner offenbaren. 5. Ob Felsen weichen, Berg' ins Thal Sich stürzen, daß von ihrem Fall Die Erde weit erzittert: So bleibt doch deine Lieb' und Gnad' Auf ewig unerschüttert. 6. Was zaget denn mein Herz in mir? Was flag' ich ängstlich, daß ich hier kein dauernd Gut genieße, Und daß in Unbeständigkeit Dies Leben mir verfließe? 7. Was flag' ich? liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch, Und willst mich ewig lieben; Hast selber meinen Namen dir In deine Hand geschrieben. 100 8. Dein bin ich, Gott, und du bist mein, Und wirst es auch auf ewig sein; Von dir kann nichts mich scheiden. Die Welt vergeht 9. So wie du bist, so warst mit ihrer Lust, Nicht du und Mel. Da Jesus an dem Kreuze stand 2c. it, so warf du schon, Gott, ehe du von dei- deine Freuden. id ud o nem Thron Geschöpfe, die nicht n Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. 8 Von Gottes Wesen Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Fels, den sterbend ich für sie 10. Unendlicher, den keine Zeit Zur sichern Zuflucht wähle. Denn Umschließt mit ihren Schranken! deine Gnad' und Wahrheit ist Beim Denken deiner Ewigkeit So ewig, als du selber bist. Vergeh'n mir die Gedanken. Ich Wohl mir, daß ich dir traue! finne nach, bewundrungsvoll, Und 7. Mein Leib ist sterblich, nicht weiß nicht, wie ich's fassen soll: Du bist und bleibest ewig. mein Geist; Den will ich dir vertrauen. Er soll, wie mir dein Wort verheißt, Er wird dein Antlitz schauen. Mein Leib ruht auch nur kurze Zeit; Am Erntetag der Ewigkeit Wirst du ihn auferwecken. dniachine alin 198.1 Obd Alles um mich her vergeht, Soll ich nicht mit vergehen; Vor deinem Thron, der ewig steht, Soll ich einst ewig stehen. Du giebst an allem deinem Heil, Gott, deinen Außerwählten Theil, Auch mir, auch mir mit ihnen. In dipasa an 9. Bald fallen Erd' und Himmel hin An deinem Weltgerichte. Dann dank' ich dir, daß ich noch bin, Und wohn' in deinem Lichte. Dann werd' ich ewig, ewig sein, Mich ewig deiner Gnade freu'n, Und dich ohn' Ende preisen.s 2. Noch ward von keiner Sonne Licht Durch unsre Welt verbreitet; Die Himmel jauchzten dir noch nicht, Durch deine Macht be reitet; Noch war kein Land, noch floß kein Meer An hoher Berge Gründen her: Du aber warst 24 die schon ewig. Bu 3. Von Ewigkeit her sahest du Die fünft'ge Welt entstehen; Und maßest ihre Zeit ihr zu, Und sahst sie untergehen. Vom Engel bis zum Wurm herab Wogst jedem du sein Schicksal ab, Und nanntest ihn mit Namen. 4. Längst stehet unsre Welt schon da, Die du bisher erhalten. Vielleicht ist sie dem Ende nah; Sie eilet zu veralten: Denn ihrer Jahre werden viel, Und du bestimmtest ihr ein Ziel Nach deinem weisen Rathe, dlhon 3i45. Die Zeit ist, Herr, wie nichts vor dir Vom Anfang bis zum Ende.Kaum Augenblicke leben Sie stärke mich mit Kraft und wir, Wir Werke deiner Hände. Muth, Gerecht vor dir zu leben! Balthasar Münter, Nie nehmen deine Jahre zu; geb. 1735, gest. 1793. In alle Ewigkeit wirst du Derdand m selbe sein und bleiben. Mel. Da Jesus an dem Kreuze stand 2c. 10. Der seligen Unsterblichkeit, Die du mir dort wirst schenken, Lehr' mich in dieser kurzen Zeit, D Gott, mit Ernst gedenken! Sie sei mein Trost, mein höchstes Gut; im 6. Ja, du bist ewig, stirbeſt nie; 11. Allgegenwärtiger, ich bin Bleibst ewig meiner Seele Der Dir nicht verborgen, wo ich bin; und Eigenschaften. Wollt' auch auf schnellen Schwin- gesicht In frommer Ehrfurcht gen Mich an die fernsten Meere hin Die Morgenröthe bringen. wandeln! 09 9. Daß deinem Blicke nichts entflieht, Was war und ist und einst geschieht, Sei meine Ruh' und Freude! Ein Gott, der Alles bist du da, ziehst mich hervor, weiß und sieht, Der weiß auch, Und Schande wird mich decken. wenn ich leide, 2. Flög' ich zum Himmel hoch empor, Mich unter seinem Sternenchor im Glanze zu verstecken: So idioot 3. Stieg ich vor deinem Zorndher ihuhn hinab In's Haus der Finsterniß, das Grab: Du bist auch da zuJohann Peter Uz opu u pilisting thi#n Mel. Mir nach, spricht Christus 20. geb. 1720, gest. 1796. gegen; Auch da folgt mir dein 12. Nie bist du, Höchster, von Richterstab Auf schauervollen Wegen. no no me sdo 14. Der Alles schuf, ist überall. D, fürchterlicher Donnerschall In aller Sünder Ohren! Sie fürchten keinen Ueberfall; Nun zittern ste, die Thoren. ut Spade ft bijel uns fern; Du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, Bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; Denn deine Rechte schüßet mich. 6 Cla 2. Was ich gedenke, weißest 5.„ Der Gott des Himmels du; Du prüfest meine Seele; ist so nah; Das Heiligste der Du siehst es, wenn ich Gutes Wesen sah, Was wir im Her- thu', Und siehst es, wenn ich zen dachten; Was in geheimer fehle. Nichts, nichts kann deiNacht geschah, Wenn wir und nem Aug' entfliehn, Und nichts Satan wachten. mich deiner Hand entziehn. 6. Wir Thoren haben wohl gedacht, Du würdest uns, o Mitternacht, mit schwarzen Flügeln decken. Umsonst! Gott wacht um uns, er wacht, mit allen seinen Schrecken." a fi nsniom 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit Mein Herz an dich ergebe, Und, über deine Huld er freut, Lobsingend dich erhebe: So siehst du es, und stehst mir bei, Daß ich dir immer treuer ſei. 7. Noch keines Herzens böser 4. Du merkst es, wenn des Rath, Ihr Sünder, keine böse That Ist seinem Aug' entronnen. Er kennet den geheimen Pfad Des Staubes und der Sonnen. Herzens Rath Verkehrte Wege wählet; Und bleibt auch eine böse That Vor aller Welt verhehlet, So weißst du sie und 8. O, gehe nicht, Herr, ins strafest mich zu meiner Begrung Gericht, Wenn wider die gelobte väterlich. isdild 69[ 19] Pflicht Wir, deine Knechte, han5. Du höreft meinen Seufdeln! Laß uns vor deinem An- zern zu, Daß Hülfe mir erscheine; 10 Von Gottes Wesen Boll Mitleid, Vater, zählest du die Welt, Weil deine Allmacht Die Thränen, die ich weine. Du sie erhält. i no bile mog siehst und wägest meinen Schmerz, 4. Die Menge vieler WunUnd stärkst mit deinem Trost der zeigt, Daß, Schöpfer, dein mein Herz. 69 6. D drück, Allgegenwärtiger, Dies tief in meine Seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein Herz zur Zuflucht wähle, Daß ich dein heilig Auge scheu', Und dir zu dienen eifrig sei! in Vermögen Weit über die Gesebze steigt, Die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, und ihren Lauf Hebst du nach weiser Willfür auf.id 100 198 67. Laß überall gewissenhaft Nach deinem Wort mich handeln; Und stärke mich dann auch mit Kraft, Vor dir getrost zu wandeln. Herr, du bist um mich; o verleih, Daß dies mir Trost und Warnung sei!.im and Christoph Christian Sturm, An geb. 1740, gest. 1786. u 5. Was für ein Wunder deiner Macht Wird unser Aug' einst sehen, Wenn nach der letzten Grabesnacht Die Todten auferstehen; Wenn du von unserm Staub den Rest Zu neuen Körpern werden läß'st! Mel. Mir nach, ſpricht Christus 2. 13. Herr, err, deine Allmacht reicht so weit, Als selbst dein Wesen reichet; Nichts ist, das deiner Herrlichkeit und deinen Thaten gleichet; Es ist kein Ding so 6. Ach zünd' in mir den Glauben an, Der sich auf dich verlasse! Ist etwas, was mich schrecken kann, Wenn ich dich, Herr, umfaffe? O Gott, ich traue deiner Kraft, Die Alles kann und Alles schafft. ni Golf stond m unior Johann Jakob Nambach, du geb. 1693, geft. 1735. notbout motno Mel. Aus meines Herzens Grunde 2c. groß und schwer, Daß dir zu 14. Ich lobe dich und preise thun nicht möglich wär'. 2. Du sprichst, und auf dein mächtig's Wort Fällt Alles dir zu Füßen; Du führest deinen Anschlag fort Bei allen Hindernissen; Du winkst, so stehet plötzlich da, Was kurz zuvor kein Auge sah. all rood jod Dich, o mein Gott, allein. Wer ist, wie du, so weise? Verstand und Rath ist dein. Laß immer meinen Geist In allen deinen Werken Auf deine Weisheit merfen, Die auch der Engel preist! 2. Du hingst in lichten Fernen, Hoch über uns hinauf, Die 3. Du hast dein großes Schö- Sonne mit den Sternen, Uns pfungswerk Allmächtig ausge- zu erleuchten, auf; Da hänget führet; Es bleibet stets dein sie an nichts; Von dir nur unterAugenmerk Und wird durch dich stüzet, Erwärmt sie und erhitzet, regieret; Noch immerfort besteht und ist der Quell des Lichts. und Eigenschaften. 11 3. Wer hält im Gleichgewichte Sie rühmet mein Gesang. Ich So großer Körper Last? Wie singe dir und preise Dich, Gott; schwimmt die Welt im Lichte, Die denn du bist weise. D, bringt du geschaffen hast! Wer lenkt der Strahlen Flug, Daß sie nur nützen können, Beleben, nicht verbrennen, So wunderbar, so flug? ihm Alle Dank! 4. Wer rief, uns zu umgeben, Der Luft, die Alles trägt? Durch sie hat Alles Leben, Wird Alles stets bewegt. Die Dünste sammelt sie; Die werden Thau und Regen, Und Fruchtbarkeit und Segen Für Menschen und für Vieh. ido 5. Wer hat sie so bereitet, Daß sie den Blig gebiert, Daß sie den Wind verbreitet, Den Schall zum Ohre führt, Den leichten Vogel hebt, Den Fisch, damit er schwimme, Und unsers Mundes Stimme Für deinen Ruhm belebt? 19TTATONIC Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 5216 damng Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 15. Gerechter Gott, vor dein Gericht Muß alle Welt sich stellen Und sich vor deinem Angesicht Ihr Urtheil laffen fällen. Du schaust von deinem hohen Thron, Ohn' alles Ansehn der Person, Auf alle Menschenkinder. 2. Du bist den bösen Werken feind Und hassest gottlos Wesen; Der ist gewißlich nicht dein Freund, Der sich zum Zweck era lesen, Was dein gerecht Gesetz verbeut, Und der sich wahrer Heiligkeit Von Herzen nicht befleißet. ad nol 15 m 10 6. Wer hob, o Gott, die Erde 3. Du öffnest deine milde Aus deinem Meer heraus, Theilt, daß fie fruchtbar werde, So gleich die Wasser aus? Wer sammelt sie? wer bricht Die Flüsse, wenn sie schwellen? Spricht zu der Seen Wellen: Bis hieher, weiter nicht! 199 Hand, Das Gute zu belohnen, Und giebest, als ein Liebespfand, Den Frommen schöne Kronen. So zeigest du vor aller Welt, Daß es dir herzlich wohlgefällt, Wenn man das Gute liebet. 7. Wer hat den Wald ge- 4. Du liebest das, was recht pflanzet? Durch wen wächst Gras und gut, Und bist ein Freund herauf? Wer giebt uns Korn? der Frommen; Wer glaubt und wer schanzet Gebirg' um Thäler deinen Willen thut, Wird von auf? Wer schmückt sie überall? dir aufgenommen; Sein Werk Wer gräbt dem Feuer Schlünde; Legt in der Tiefe Gründe Den Marmor, das Metall? und Dienst gefällt dir wohl, Ist er gleich nicht so, wie er soll, Nach dem Gesetz vollkommen. 8. Herr, deine Weisheit schmücket, Bereichert und erhält, Und segnet 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, Dem Thoren, dem und beglücket Die lebenvolle Welt. Verbrecher, Der dein Gesetz und 12 Von Gottes Wesen Recht entweiht, Bist du ein bist du so gewesen Und so bleibst strenger Rächer. Elend, Schmerz und Hohn, Gewissensmarter sind sein Lohn Oft schon in diesem Leben. Verachtung, du für und für. Was dein Wille wählt und thut, Ist untadelhaft und gut; Und mit deines Armes Stärke Wirkst du stets vollfommne Werke.dolnőt 6. Bleibt hier viel Böses ungestraft, Viel Gutes unbelohnet, So kommt ein Tag der Rechenschaft, Der feines Sünders schonet; Da wird sich die Gerechtigkeit, Die jedem die Ver. geltung beut, Am herrlichsten beweisen! ond nord 7. Gerechter Gott, laß meinen Sinn, Wie du, das Gute lieben; Nimm alle Lust zur Sünde hin, Wirt' inniges Betrüben, Wenn sich dies Uebel in mir regt; Dein Herz, das lauter Gutes hegt, Sei Vorbild meines Herzens! Juod 8. Und weil vor dir, gerechter Gott, Kein Sünder kann bestehen, Der nicht des Mittlers Blut und Tod zum Schild sich ausersehen, So gieb mir die Gerechtigkeit, Die mich von Straf' und Schuld befreit, Gerechter Gott, zu eigen! Johann Jakob Rambach, geb. 1693, gest. 1735. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder Deinem Bilde ähnlich sein. Nie besteht vor dir der Sünder, Denn du bist vollkommen rein; Du bist nur der Frommen Freund, Allem Bösen bist du feind. Wer beharrt in seinen Sünden, Kann vor dir nicht Gnade finden. 4. O so laß uns nicht verscherzen, Was du uns hast zugedacht; Schaffe in uns reine Herzen, Tödt' in uns der Sünde Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir Sind verderbt, und wer kann zählen, Großer Gott, wie oft wir fehlen! 150 5. Und von Sünden zu erlösen, Gabst du deinen Sohn dahin; D so reinige vom Bösen Durch ihn unsern ganzen Sinn! Gieb uns, wie dein Wort verheißt, Gieb uns deinen guten Geist, Daß er unWahrheit führe. sern Geist regiere und in alle Mel. Wie nach einer Wasserquelle 2c. 16. Gott, vor dessen Angesichte ma stvored Nur ein reiner Wandel gilt, Ew'6. Jede Neigung und Begierde, ges Licht, aus dessen Lichte Stets Jede That sei dir geweiht; Unsers die reinste Klarheit quillt: Laß Wandels größte Zierde Sei rechtuns doch zu jeder Zeit Strahlen schaffne Heiligkeit! Mach uns deiner Herrlichkeit So durch Herz deinem Bilde gleich; Denn zu und Seele dringen, Daß auch deinem Himmelreich Wirst du, wir nach Heil'gung ringen! Herr, nur die erheben, Die im Glauben heilig leben, bülped dans 2. Heilig ist dein ganzes Wesen Und kein Böses ist an dir; Ewig Nach Zimmermann. und Eigenschaften. 13 All17. Wie groß ist des Au 5. Dies ist mein Dank, dies mächt'gen Güte! Ist der ein ist sein Wille. Ich soll vollkomMensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem Gemüthe Den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, Sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; Bergiß, mein Herz, auch seiner nicht! Toto 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Lang muth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich so viel Guts ge= nießen? Ist's nicht sein Arm, der Alles schafft? men sein, wie er. So lang ich dies Gebot erfülle, Stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, So treibt sie mich zu jeder Pflicht; Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die Sünde nicht. bindistra janel 6. D Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk' in mir die guten Triebe, Mein ganzes Leben dir zu weihn; Sie tröste Leben dir zu weihn; Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen; Glücks; Und sie besieg' in mei Sie leite mich zur Zeit des Augenblicks! bilgit usqund niet nem Herzen Die Furcht des letzten Tod) Christian Gellert, 29 nachmas geb. 1715, gefst. 1769. D 090 1.000 m Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. 18. Wie viele Freuden dank ich dir, Die du mir, Herr, verliehen! Und wie viel Sünden hast du mir Aus Gnaden nicht verziehen! Gott, voll Erbarmung und Geduld, Auch bei der mir verborgnen Schuld Währt ewig deine Liebe. Allt o 3. Schau, mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du er schaffen bist; Wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden; Durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig sein. modningdrar 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren? Und seine Güte 2. Bedenk' ich, Schöpfer, deine nicht verstehn? Er sollte rufen, Macht, Blick' ich in jene Ferne, ich nicht hören? Den Weg, den Und überseh' des Himmels Pracht er mir zeigt, nicht gehn? Sein Und Sonne, Mond und Sterne: Will' ist mir in's Herz geschrie- So bet' ich dich voll Ehrfurcht ben; Sein Wort bestärkt ihn an. Was ist der Mensch, ruf ewiglich: Gott soll ich über Alles ich alsdann, Daß du dich sein lieben, Und meinen Nächsten erbarmest? s doig C.& gleich als mich. 193 root 3. Dein Auge schaut auf ihn Von Gottes Wesen herab; So geht er nicht verloren.| gehen; Du läsfest auch den arNicht für die Welt, nicht für das gen Baum Nicht ohne Pflege Grab Ist er allein geboren. Die stehen; Du wartest sein und Welt vergeht mit ihrer Lust; Der suchest Frucht, Und wenn du du den Willen Gottes thust, gleich umsonst gesucht, Hörst du Dein Glück soll ewig dauern. 14 Puder 4. Wenn ich erwache, denk' nicht auf zu bauen; Du schonest sein von Jahr zu Jahr, Und ich dein, Und wenn ich schlafen Jesus bittet immerdar, Eh' er gehe; Denn du, mein Vater, fannst verleihn, Was ich von 1730 192 wird abgehauen. 190² 19 POTSER 4. Gerechter Gott, so große dir erflehe. Drum seufz' ich find. Huld Erzeigst du frechen Sünlich stets zu dir: Herr, was mir nüget, schenke mir, Um deiner dair ustun aid Kindern; Sie werden ja, wenn Daniel Schiebeler, dern, und hast nicht weniger Geduld Mit deinen schwachen time! Güte Willen! sffort 013 geb. 1741, gest. 1771. 26 19 TD 100S Fleisch und Welt Und Satan ihnen Netze stellt, Oft sicher, matt und träge; Sie straucheln, sie verirren sich, Sie fallen oft, verlassen dich Und deine heil'gen Wege. Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. Stindl Ball d 19. Getreuer Gott, wie viel Geduld Erzeigest du uns Armen! Wir häufen täglich Schuld auf Schuld, Du häufest dein Erbarmen. Was ist des Menschen Lebenslauf? Er ist verkehrt von Jugend auf, Sein Sinn ist dir ihnen deine Hände dar, Bon entgegen; Und doch, o Bater, Sünden aufzustehen; Du lockest suchst du ihn Von seinen Sünden abzuziehn, Zur Buße zu bewegen.ndro led to 5. Du rufest thnen in Gefahr, So oft sie irre gehen, Reichst sie mit Baterhuld, Versprichst, durch Jesum ihre Schuld Barmherzig zu vergeben, Giebst reichlich Glauben, Geist und Kraft und dann am Ziel der Pilgerschaft Ein ewig Freudenleben. 12. Der Menschen Elend jammert dich; Wenn sie sich selbst verstocken, So willst du sie doch väterlich Durch Güte zu dir loden. Wie trugest du so lange Zeit Die alte Welt mit Gütigkeit, Bis sie die Fluth verheeret! Wie lange sahst und riefest du Dem Volk einst in der Wüste zu, Bis sich ihr Herz bekehret! ndeln 3. Du giebst dem Sünder Zeit und Raum, Der Strafe zu ent6. O Langmuth, der nichts gleichen kann, Leit' uns durch dein Erbarmen; Sieh' künftig auch geduldig an Die Schwachheit von uns Armen! Doch gieb, daß deine Gnad' und Treu Uns ja kein Schild der Bosheit sei, Daß wir das Arge hassen, Und uns noch in der Gnadenzeit Den usins und Eigenschaften.fonoll 15 Reichthum deiner Gütigkeit Zur Du bist ein Fels, dein Bund Buße leiten lassen! stb steht fest; Wohl dem, der sich auf dich verläßt.ut do t Nach Zimmermann. Mel. O, daß ich tausend Jungen hätte 2c. 20. Noch nie hast du dein Wort gebrochen, Nie deinen Bund, Gott, verletzt; Du hältst getreu, was du versprochen, Vollführst, was du dir vorgesetzt. Wenn Erd' und Himmel auch vergehn, Bleibt ewig doch dein Wort bestehn. i almisam 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, Was uns dein Mund verheißen hat; Nach deiner Macht, nach deiner Treue Bringst du, was du versprichst, zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, So kommt sie doch zur rechten Zeit. 10 bin scho90 Nach Nambad). shat the mo ysdan nist Mel. Wer nur 3. Und wie du das unfehl- 21. Schön ist die Tugend, er nur den lieben Gott 2c.( Dur.) bar giebest, Was deine Huld uns mein Verlangen, Und meiner zugedacht; So wird, wenn du Vergeltung übest, Dein Droh- Kraft ihr anzuhangen, Hat meine ganzen Liebe werth. Mit aller wort auch gewiß vollbracht. Wer Seel' auch oft begehrt. Ach, dich, o Gott, beharrlich haßt, fönnt' ich's, wie würd' ich mich ist, muß 4. D, drücke dies tief in mein Herze, Daß es vor deinem Wort sich scheut; Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherze Mit deiner Strafgerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, Was dein Befehl mir untersagt! 6. Wie stark sind unsers Glaubens Gründe! Hier ist dein Wort, das niemals trügt; Und, daß dies allen Beifall finde, Hast du den Eid hinzugefügt. Wahrhaft'Ist völlig unsers Glaubens werth. ger, was dein Mund beschwört, Fühlt deiner Strafe schwere Last. freun! Wer heilige He did ud 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben Dem Worte deiner Gnade traun! Wer kann den Trost uns jemals rauben, Den wir auf dein Versprechen baun? 7. Erwäg's mit Ernst, o meine Seele, Und sich, wie treulich Gott es meint! Sei gern nach seines Worts Befehle Der Wahrheit Freund, der Lügen Feind; Beweise dich als Gottes Kind, Dem Treu' und Wahrheit heilig find! 4019 1910 sein. 56 2. Gott ist der Seligkeiten Fülle, Bon Ewigkeit zu Ewigfeit. Denn sein Verstand ist Licht; sein Wille Ist Ordnung und Vollkommenheit. Von Ewigkeit her war er gut, Und recht ist immer, was er thut. 3. Wie schnell umhüllen Finsternisse Mich, wenn ich auch erleuchtet bin! Dann fliehn die heiligsten Entschlüsse, Den Mor Von Gottes Wesen und Eigenschaften. gennebeln gleich, dahin. Bald schwingt, Und, wenn er seinen wähl' ich, was dem Herrn ge- Schöpfer preist, Der Engel Werk fällt, Bald wiederum den Dienst vollbringt! der Welt. 16 2. Wer gleicht ihm? wer ist 4. Ich Armer! darum kommt so geschmückt Mit Herrlichkeit und kein Friede In mein verschmach. Licht? Wie herrlich ist er! wen tetes Gebein. Wie bin ich dieses Wechsels müde! Wann werd' ich 10/150 NO 8007 fest im Guten sein? Wann nicht mehr straucheln, allezeit Nur dei- 3. Ein voller Strom von Freude quillt Aus seiner Güt nem Dienste, Gott, geweiht? entzückt Sein Werk, die Schöpfung, nicht? 5. Unwandelbar ist deine Wahr- und Kraft; Denn er ist ſelig, heit, Herr, aller guten Gaben und erfüllt Mit Freuden, was Quell! Sie leuchte mir in voller er schafft. Klarheit Beständig unbefleckt und hell, Daß nie der Sünde Täuscherei Gefährlich deinem Kinde sei! 6. O bilde, Vater, meine Seele! Der Selige zu sein. In deiner Liebe mache mich, Daßort dhe te dumped tanke 5. Er spricht ein Wort; und ich kein ander Gut mir wähle, schnell umringt Den Seligen ein Gewiß und unveränderlich! Denn, Heer, Das selig ist und ihm lobbin ich erst dein Eigenthum, So singt, Das Niemand zählt, als er. bin ich ewig auch dein Ruhm. 7. Bei dir ist alles Guten 6. So will es der, der mich Fülle, O Urquell aller Seligkeit; Denn dein Verstand ist Licht, dein Wille Ist Ordnung und Vollkommenheit; Bei dir ist Freude, denn du bist Ein Gott, der ewig selig ist. erschuf; Auch ich soll selig sein. Heil, Seele, dir! denn dein Beruf Ist, Gottes dich zu freu'n. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 4. Er schuf die Welt, das Werk der Zeit, um nicht für sich allein In grenzenloser Ewigkeit 18 HUDS 19 Mel. Lobt Gott, ihr Christen, 2c. TEHNI 22. Wie pie selig bin ich, wenn mein Geist Hinauf zu Gott sich enor nik maklidnit 7. Noch siehst du, als im Wiederschein, Den Unaussprechlichen; Einst wirst du größern Lichts dich freu'n, Und ihn viel heller seh'n. 60090140Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. & mind ins mua hàng thi theo 3982 011 960) 198 101 Slomst nu for To mi moglied und mag nind un tiet Von der göttlichen Dreieinigkeit. III. Von der göttlichen Dreieinigkeit. 17 HIDD Glom Mel. Nun danfet alle Gott 2c. 24. Gott, der Bater, wohn uns 23. Gelobet sei der Herr, Mein bei Und laß uns nicht verderREFERE Gott, Mein Licht und Leben; ben, Mach uns aller Sünden Mein Schöpfer, dessen Hand frei Und helf uns selig sterben; Mir, was ich bin gegeben; Mein Vor dem Teufel uns bewahr. Vater, der mich schützt Vom Halt uns bei festem Glauben Mutterleibe an, Der jeden Augen- Und auf dich laß uns bauen, blick An mir viel Guts gethan! Aus Herzensgrund vertrauen, 2. Gelobet sei der Herr, Mein Dir uns lassen ganz und gar; Gott, mein Heil, mein Leben, Mit allen rechten Christen EntGag Des Vaters ew'ger Sohn, Der fliehn des Teufels Listen, Mit sich für mich gegeben, und mich Waffen Gott's uns rüsten! Amen, erlöset hat mit seinem theuren Amen, das sei wahr, So singen Blut, Auf dessen Martertod Mein wir Hallelujah! ganzes Leben ruht! du o 2. Jesus Christus, wohn uns bei 3. Gelobet sei der Herr, Mein Und laß uns nicht verderben 2c. Gott, mein Licht, mein Leben, 3. Heil'ger Geist, o wohn uns Der heil'ge Gottesgeist, Den mir bei Und laß uns nicht verderder Sohn gegeben; Der mir in ben 2c. motions jeder Noth Mein traurig Herz 16 100 0 erquickt, und neue Kraft mir giebt, Wenn mich ein Jammer drückt! Mel. O höchster Gott, o unser lieber zc. 4. Gelobet sei der Herr, Mein 25. Herr Gott, den man dreiGott, der ewig lebet, Den Alles einig glaubt und nennet; Des lobt und preist, Was ist und Majestät man weit und breit lebt und webet! Gelobet sei der erkennet, Des große Macht sich Herr, Des Name heilig heißt, über Alles streckt, Und, was ihn Der ein'ge wahre Gott, Gott fennt und ehrt, beschirmt und Bater, Sohn und Geist: deckt! 5. Dem wir, mit Dank erfüllt, Gebet und Opfer bringen, Und mit der Engel Schaar Das dreimal Heilig singen! Ihn preise ehrfurchtsvoll Die ganze Christenheit! Gelobet fei er mir In alle Ewigkeit! efte mirde Johann Olearius, geb. 1611, gest. 1684. u Martin Luther, geb. 1483, geft. 1546. 2. Wir loben dich, so bald die Sonn' erwachet; Wir preisen dich, wenn sie den Abend machet. Was lebt und webt, und was sich dein erfreut, Sei Alles, Herr, zu deinem Dienst bereit! 3. O reicher Gott, o unum2 18 schränktes Wesen! Wer hat je mals, was du bist, ganz gelesen? tiefes Meer, o unermeßne Pracht! Wie groß, o Gott, wie groß ist deine Macht! digini Von der göttlichen no mel. Christ, unser Herr, zum Jordan 2c. 26. Herr, unser Gott, wer ist dir gleich? Du bist das höchste Wesen: Und doch hast du, an Gnade reich, Uns dir zum Dienst erlesen. Gemeinschaft sollen wir mit dir, Du Allerhöchster, haben; mit deinem Heil willst du uns hier Und ewig einst begaben, Du Quelle jedes Segens! 1906 190 191 19000 5. Was Bas hilft, o fu 2. Wir beten dich, o Vater, hilft, o Mensch, dein an. Sind wir gleich vor dir Denken und dein Dichten? Du Sünder: So nimmst du dich fannst nicht über Gottes Wege doch unser an, Wie Väter ihrer richten. Wo Gott dich selbst nicht Kinder. Du hast für uns aus unterweisen wird, Da ist dein großer Huld Selbst deinen Sohn Urtheil ungewiß und irrt.gegeben; Dein Herz, voll Gür 66. Drum lehr' uns, Herr, die und voll Geduld, Verleih' uns wir uns Christen nennen, Mit Trost und Leben, Daß wir dich ehrfurchtsvollem Glauben zu be- kindlich fürchten! hao ndo nd kennen, Daß du, o Gott, der 3. Di Jesu, ew'ger Gottes Vater, Sohn und Geist, Doch nur Ein Gott in drei Personen heiß'st! 9910 mm 16 How 7. Gieb, daß man stets zu deinem Ruhme singe: Von ihm, durch ihn, zu ihm sind alle Dinge! Ja, unserm Gott sei Preis in Ewigkeit; Denn was er ist und thut, ist Herrlichkeit! Sohn, Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich steht zu des Baters Thron Der Weg uns wieder offen. Uns zu befrei'n von Sünd' und Tod, Kamst du zu uns auf Erden. D, laß uns, unser Herr und Gott, Froh deines Segens werden Und dir im Glauben dienen! do oto 4. Wer kann die Tiefe deiner Wege finden? Kann auch ein Mensch wohl dein Gericht er gründen? Zu hoch, Vernunft, sind Gottes Wege dir! Unendlich ist der Herr; und wer sind wir? libed O 8. Dein Nam' ist groß; dein 4. heil'ger Geist, du Geist von Gott, Wehr in uns dem Reich, Herr, in uns wohne; Verderben! Im Glauben an des Dein Will' gescheh'; gieb Brod; Mittlers Tod Hilf uns der Sünde des Sünders schone; Steh' in sterben! Du giebst zum Guten Versuchung bei; und nach der Lust und Kraft, Laß es uns stets Zeit Führ uns Erlöfete zur erfahren; Stärk' uns in unsrer Ewigkeit! Nach Johann Frand.Pilgrimschaft; Bewahr' uns vor $ Dreieinigkeit. 19 Gefahren; Hilf uns dir willig richtet dann voll Majestät Die folgen. tio in idolon Ho Lebenden und Todten. 5. Laß, Gott, uns dein auf Erden schon Als unsers Gottes freuen! Und segn' uns, Herr, von deinem Thron, Daß wir vor dir gedeihen! Dein ist das Reich, die Herrlichkeit; Dir wollen wir hier leben; Und du wirst nach vollbrachter Zeit Uns einst dahin erheben, Wo wir dich ewig schauen. w gold i bile mobil 3.7Jch glaub' auch an den heil'gen Geist, Den wahren Gott, der ist und heißt Der höchste Herr der Geister; Den Jesus, unser Meister, Vom Vater sandte, der uns lehrt, Erleuchtet, heiliget, befehrt; Stärkt uns zu edlen Trieben, Als Brüder uns zu lieben. Ich glaube, daß zu Einer Heerd' Ein Herr, Ein Geist uns heil'gen werd', Daß ich, hier von der Sünde rein, Dort herrlich aufNach Gotter. 1 rid Mel. Wir glauben All' an einen 2c. ! 27. Ich glaub' an Einen Gott allein, Der alle Dinge, groß und klein, Im Himmel und auf Erden Aus nichts hat lassen werden; Der zum Genuffe seiner Gnad' Uns erwecket sein Und ewig selig werde. disid Tid ut pambun Mel. Komm heil'ger Geist, Herre Gott 2c. 28. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Herr unser Gott und Menschen auch erschaffen Vater dir; Dein Ruhm soll unter hat, Mir Seel' und Leib gegeben, uns erschallen; Laß unser Lob Vernunft, Gefühl und Leben; dir gefallen. Laßt, Menschen, seiDer, reich an Weisheit, Güte, Macht, Stets über seine Werke wacht. Er ist mein Vater und mein Gott, Der mir so gnädig hilft in Noth, Mich schützet und ernähret.no bile isdöld tim 2150 ner Lieb' uns freun, Und ewig, ewig dankbar sein! Lobsingt ihm, Christen, unsre Brüder! Fallt vor dem Gott der Liebe nieder, Und betet an, und betet an! u Pul 2. Er hieß und leben; wir 2. So glaub' ich auch an Jesum sind sein. Du bist die Lieb', und Christ, Den Herrn, der Gott wir sind dein. Wie groß vom Vater ist, Als wahrer Mensch viel sind deine Werke, Du Gott Bund geboren, zu retten, was verloren; der Macht und der Stärke! Dein Der mir des Vaters Huld er ist der Erdkreis, und in dir, O warb; Am Kreuze willig für Höchster, sind und leben wir. mich starb; Fuhr in die Hölle Du, Herr, erschufst der Engel nieder, Stand auf zum Leben Heere. Uns auch erschusst du, dir wieder; Vollendete den großen zur Ehre, Mit Güt' und Huld, Lauf, Schwang sich zum Him- uns Sterbliche. spidonged sit melsthron hinauf; Kömmt einst, 3. Herr, du gedenkst nicht unsrer wenn seine Welt vergeht, Und Schuld, Und trägst uns Sünder 2* 20 Von der göttlichen mit Geduld Auf deinen väter- Ruhm und Ehre! Amen. Sei lichen Armen, Mit liebevollem Gott gelobt! Sei Gott gelobt! Erbarmen; Verkürzest unsre Prü- up nigd en Gottfried Benedict Funk, geb. 1734, geſt. 1814. fungszeit, Und führest uns zurto nu Seligkeit. Du überschüttest uns Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2c. mit Freuden, Und schichst zu un 29. Mein Glück im kurzen serm Heil uns Leiden, Du Gü- Raum der Zeit, den hohen Werth tiger, du Gnädiger.rol der Ewigkeit, Erkennet meine Seele. Mich riefst du, Vater, aus dem Nichts zum frohen Anblick deines Lichts: Dies dankt Richte sun nslos we bou tot indblad 4. Lob, Preis und Ehre, Christus, dir! Verlorne Sünder waren wir; Du bist am Kreuz für uns gestorben; Hast ew'ges dir meine Seele. Nicht bloß zur Heil uns erworben. Wer zu dir Freude dieser Zeit, Zur Wonne flieht, nur an dich gläubt, Und in Versuchung treu dir bleibt, Der soll, befreit vom Fluch der Sünden, Erbarmung, Rub' und Leben finden, Und Seligkeit in Ewigkeit.duit nis@ and 710 751 jener Ewigkeit, Dir einst zu werden ähnlicher, Schufst du mich, Allmächtiger! O Bater, Gott, Für mich gabst du den Sohn in Tod: Wie groß bin ich durch dich, mein Gott! this du, Geist des natim 2. Sohn, zum Versöhner mir gesandt! Ich folge deiner sanften Hand, Die mich zum Himmel hebet. Für mich floß auch dein Blut dahin; Mich von der Welt zu dir zu ziehn, Hast du am Kreuz 5. Gelobet seist Herrn! Wir waren einst von Christo fern, Entfernt von dir und von dem Leben Mit Finsterniffen umgeben. Du hast durch deines Wortes Macht Auch uns zum wahren Licht gebracht; Du mit blödem Blick Von ferne nur Zwar seh' ich jetzt lehrst ung leben, hilfst uns ster- mein künftig Glück; Und dunkel ben, Und weihest uns zu Him- ist mir jene Welt, Die Gott dem melserben, Durch Christi Sinn Glauben aufbehält: Doch, Jesu und Christi Tod. imme SO 4910 Christ, Wenn einst mein Aug' im Tode bricht, Dann seh' ich dich von Angesicht. dynar duu tehnit ad 6. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Gott Bater, Sohn und Geist, nur dir. Es müsse jedes 3. Geist Gottes, unsre ZuverLand auf Erden mit deinem sicht, Verlaß, verlaß uns Arme Ruhm erfüllet werden. Wie selig, nicht, Und stärk' uns unsern wie begnadigt ist Ein Volf, des Glauben! Zeuch uns zu Gott Zuversicht du bist! Gott, Ew'ger, und seinem Sohn; Und laß deinem großen Namen Sei ewig nichts unsern Gnadenlohn In an Dreieinigkeit. d no 21 jener Welt uns rauben; Lenk' du uns dir; Wir leben und wir von der Lust der Eitelfeit Uns sterben dir. Gelobt sei Gott! auf das Heil der Ewigkeit! Ach, 4. Sing, 10 Seele, Freudenunsre Seel' empfehlen wir Im thränen fließt! Heilig, heilig, Leben und im Sterben dir, Geist, heilig ist Gott unser Gott. Preis, unser Gott! Zeig' uns im Tod Ew'ger, dir! Dir leben und dir das Heil des Herrn; Dann fol- sterben wir. Gelobt sei Gott. gen wir zum Grabe gern! risd drigt 1 Friedrich Gottlieb Klopstod, geb. 1724, gest. 1803. 4. Dreieiniger, wie groß sind wir Durch dich; wie selig wer19:40 nich bo 1976079 mdr Mel. Christ, unser Herr, zum Jordan 2c. D den wir! Lehr' uns dies Glück 31. Was alle Weisheit dierecht achten! Der Erde Schein- ser Welt, Was die Vernunft nicht gut sättigt nicht, Und ihre Weis- findet, Aus Stolz wohl gar für heit tröstet nicht; Lehr' uns dies Thorheit hält, Weil sie es nicht recht betrachten! Der du uns ergründet, Das lehrt uns Gott, schusst, dich opfertest Für Sün- und sagt, er sei: Hoch über alle der und sie heiligtest, Wohl Götter; Groß, mächtig, freunduns, wir sind dein Eigenthum, lich, fromm und treu, Der und bringen deinem Namen Frommen Schuß und Retter; Ruhm! Dreieiniger, Sei ewig, Ein Wesen, drei Personen. ewig unser Gott! Dein sind wir lebend und auch todt! 2. Der Vater hat von Ewigfeit Gezeugt den Eingebor'nen. Der Sohn, bei Gott vor aller Zeit, Ward Mensch für die Verlor'nen. Der Geist geht aus, das glauben wir, Vom Vater und vom Sohne. Wir glauben, Du sprachst: da wurden, Herr, Lehre wohne, Und uns zum daß er bei uns hier Durch seine auch wir; Wir leben und wir Himmel führe. nishori in gol sterben dir. Gelobt sei Gott!? 173 Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gefst. 1786. 16 Mel. Gelobet feist du, Jesu Christ 2c. 30. Preis ihm! Er schuf und er erhält Seine wundervolle Welt. 3. Sieh hier, mein Herz, wo 2. Preis ihm! Er liebt von ist ein Gut, Das diesem Gute Ewigkeit, Wird ein Mensch, gleichet? Das ist dein Freund, stirbt in der Zeit. Erlös't haft der alles thut, Was dir zum Heil du uns, Christus, dir; Dir leben gereichet. Nach seinem Bilde und dir sterben wir. Gelobt sei schuf er dich; Er will dich auch nom distpiare Gott! ernähren. Der Der Sohn ward Mensch, erniedrigt sich Und starb. Dich zu bekehren, Wird Gottes Geist gesendet. 3. Preis ihm! Er führt des Himmels Bahn, Führt den schmalen Weg hinan. Geheiliget hast Von der göttlichen Dreieinigkeit. 4.Jhn recht erkennen durch Geist, und außer dir ist keiner sein Wort, Das giebt uns Heil Im Himmel und auf Erden. und Leben; Giebt Freude hier, isigiat geb. 1606, geft. 1676. 19 1990 1 und wird uns dort Vollkommne 32. Wir glauben all' an einen Wonne geben. Wohl dem, der diesen Gott recht fennt, Shn Gott, Schöpfer Himmels und der fürchtet, liebet, ehret, Ihn zuver- Erden, Der sich zum Vater gesichtlich Vater nennt; Der wird ben hat, Daß wir seine Kinvon ihm erhöret, Das seligste der werden. Er will uns allzeit Geschöpfe! ernähren, Leib und Seel' auch wohl bewahren; Allem Unfall will er wehren, Kein Leid soll uns widerfahren; Er forget für uns, hüt't und wacht, Es steht alles in seiner Macht. 22 5. Ach, daß es doch noch Menschen giebt, Die selbst sich so verblenden, Und Gottes spotten, der sie liebt, Sich zu Geschöpfen wenden. Was wären sie, wenn sie, o Gott, Dein Eifer auch verstieße, Und sie für ihren frechen Spott Dem Schicksal überließe, Das sie sich selbst be310 43 924 110 reiten? p1012 now ind sin 73 S 6. Hilf, da ihr Tod dir nicht gefällt, Gott Himmels und der Erde, Daß jeder Sünder auf der Welt Zu dir bekehret werde! Gieb den Verblendeten dein Licht; Führ' 2. Wir glauben auch an Jefum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von Macht und Ehren; Von Maria, der Jungfrauen, Ist ein wahrer Mensch geboren, Durch den heil'. gen Geist im Glauben; Für uns, die wir war'n verloren, Am Kreuz gestorben und vom Tod Wieder auferstanden durch Gott. alle die, die irren; Verführern 3. Wir glauben an den heil'gen wehre, daß sie nicht Die Gläu- Geist, Gott mit Vater und dem bigen verwirren; Die Schwachen Sohne, Der aller Blöden Trölaß nie straucheln! sdm mister heißt Und mit Gaben zieret schöne; Die ganz' Christenheit 7. Gieb, daß wir Alle, Gott, auf Erden Hält in einem Sinn dein Reich Und seine Kron' er- gar eben; Hie all' Sünd' verringen; Und Alle dir dafür zu- geben werden; Das Fleisch soll gleich mit deinen Engeln singen! auch wieder leben; Nach diesem Du, den der ganze Himmel preis't, Elend ist bereit Uns ein Leben Bist unser Gott, bist Einer. in Ewigkeit. Amen.! 160 Du bist's, o Vater, Sohu und tram 19 Martin Luther, geb. 1483, geft. 1546. onslog i find tsgiliads unid gunst Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. 23 de IV. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung thisaldt blomito' of stor der Welt. do dun and Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c.| Stärke; Zu hören froh mit Preis 33. Dir, Gott, sei Breis und und Dank der ganzen Schöpfung Dank gebracht, Dich soll mein Lobgesang; Dein Wohlthun zu Lied erheben! Ich bin ein Wun- empfinden! iu smisa do der deiner Macht; Du schufft auch mich zum Leben. Mein ganzer Leib, erbaut von dir, Mit jedem Glied und Sinn an mir, Beweiset deine Größe.to.e 2. Haupt, Aug' und Ohr, und Mund und Hand, Die ich zu dir erhebe; Die Haut, so künstlich ausgespannt, Der Ner- gis nisd Blogeb. 1723, geft. 1788. Johann Andreas Cramer, ven fein Gewebe Und alle Glienda2 SEMAR Mis ibi2 sin der sagen mir: Ich sei, o Gott, Mel. Ermuntre dich, mein schwacher 2c. ein Werk von dir, Ein Wert 34. Du bist ein Mensch, das von deiner Weisheit: dig dtoft weißt du wohl; Was strebst du 3. Wie biegsam, wie gelenk- denn nach Dingen, Die Gott, voll schließt, Den Thoren zu ver- der Herr, alleine soll Und kann dammen, Der's leugnet, daß ein zu Stande bringen? Du fährst Schöpfer ist, Sich Glied an Glied mit deinem Wiß und Sinn Durch zusammen! Wie willig, Herr, ge- so viel tausend Sorgen hin Und horchen sie, Wenn meine Seele denkst: wie will's auf Erden ſpät und früh Des Leibes Dienst Doch endlich mit mir werden? verlanget!' s lo mmojnali 2. Es ist umsonst! du wirst 4. O, hättest du mein Auge fürwahr Mit allem deinem Dichnicht So künstlich zubereitet, Was ten Und aller Sorgen großer nüßte mir der Sonne Licht, Jhr Schaar Das Kleinste nicht ausGlanz, vor mir verbreitet? Dann richten; Es dient dein Gram säh' ich nicht, mit welcher Pracht, sonst nirgends zu, Als daß du Du, Herr, durch deine weise Macht, dich aus deiner Ruh' In Angst Was du erschaffen, schmückest.n und Schmerzen stürzest, Und selbst 15. Wie wohl ist mir, indich, dein Leben kürzest. 1 Gott, zu seh'n In jedem deiner Werke; Mit lauter Stimme zu THAT 3. Willst du was thun, das Gott gefällt Und dir zum Heil erhöh'n Dich, als den Gott der gedeihet, So wirf die Sorgen 6. O, pries' ich, Höchster, immer dich, Wenn ich die Sinne brauche, Geh', lieg' und ausruh', oder mich Bewege, athme, hauche! Gieb, daß ich ewig dein mich freu', Und daß mein Leib ein Tempel sei, Worin dein Geist stets wohne! Smadonan tid 24 hod Von der Schöpfung, Erhaltung od no auf den Den und Himmel ſheuet, und gieb beim Bergüt, In der uns arme Sünals seine Kinder. Leben, Thun und Stand Nur 8. Ach, wie so oftmals schweigt fröhlich hin in Gottes Hand, er still, Und thut doch, was uns So wird er deinen Sachen Ein nüget, Da unterdeſsen unser fröhlich Ende machen. puogdo? Will' Und Herz in Nengsten fizet, 4. Eh' deine Mutter dich ge- Sucht hier und da, und findet bar, Als noch in ihr verborgen nichts, Will seh'n und mangelt Dein schwaches Leben schlum- doch des Lichts, Will aus der mernd war, Wo waren deine Angst sich winden, Und kann den Sorgen? Wer hat schon da dein Weg nicht finden! dile modi Wohl bedacht? Wer hat dich an das Licht gebracht, Und Seele, Leib und Leben Aus Gnaden dir gegeben? andour is 9. Gott aber geht gerade fort Auf seinen weisen Wegen; Er geht und bringt uns an den Bort, Da Wind und Sturm sich 5. Und dennoch soll dein eig- legen; Hernachmals, wann das nes Licht Dein ganzes Leben Werk gescheh'n, Kann erst der führen; Du traust und glaubest Mensch mit Augen seh'n, Was weiter nicht. Als deine Augen der, so ihn regieret, In seinem spüren. Was du beginnst, da Rath geführet. dis Tomisd 100 soll allein Dein blöder Sinn der Meister sein; Was der nicht auserforen, Das hältst du für verloren. du gi manisé ti dr6. Wie oft bist du in große Noth Durch eignen Willen kommen, Da dein bethörter Sinn den Tod Für's Leben angenom men! Und hätte Gott dein Werk und That Ergehen lassen nach 11. Thu' als ein Kind und dem Rath, In dem du's ange lege dich In deines Vaters fangen, Du wärst zu Grunde Arme; Bitt' ihn und flehe, daß gangen.& u Somprin fuo er sich Dein, wie er pflegt, er17. Der aber, der uns ewig barme; So wird er dich durch liebt, Macht gut, was wir ver seinen Geist Auf Wegen, die du wirren; Erfreut, wo wir uns jetzt nicht weißt, Nach wohlvollselbst betrübt, Und führt uns, brachtems Ringen Aus allen wo wir irren; Und dazu treibt Sorgen bringen.nl ihn sein Gemüth Und die so reine 10. Drum, liebes Herz, fei wohlgemuth Und laß von Sorg' und Grämen! Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, Dein Bestes vorzunehmen; Er kann's nicht lassen, glaube mir, Sein Vaterherz ist gegen dir Und uns hier allzusammen Voll ew'ger Liebesflammenioni ud find a od 100 mid al Paul Gerhard, geb. 1606, 1676. und Regierung der Welt. Mel. Bater unser im Himmelreich 2c. Sünder bin, Gabst du selbst dei35. Gott, deine weise Macht nen Sohn dahin. Nichts, was erhält Die ganze lebenvolle Welt; die Erde zeugt und nährt, Gleicht Und Aller Augen freuen sich, mir an Hoheit und an Werth. Und warten Hoffnungsvoll auf 7. Von dir, der das an mir dich, Auf dich, der du sie Alle gethan, Werd' ich auch Speis' liebst, Und Allen ihre Speise und Trank empfah'n. Dem Süngiebst. der selbst, der dich verschmäht, HUGTES Giebst du sie ohne sein Gebet; Flehn Mich damit, Vater, nicht Wie solltest Du denn auf mein Flehn Mich damit, Bater, nicht versehn? 2. Du öffnest deine Hand, so fließt Herab was Jedem nöthig ist; Mit Wohlgefallen sättigt sie Dein Aufsehn und versäumt sie nie. Nie sind Geschöpfe deiner Hand Dir unwerth oder unbekannt. 25 8. Laß du mich nur genüge sam sein, Und deiner Gaben mich erfreu'n; Doch mehr noch deiner, der du dich So freundlich zeigest gegen mich. Und selbst die reiche Quelle bist, Aus welher jede Wohlthat fließt! 3. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil, Noch täglich mein bescheiden Theil; Gabst mir's mit Huld und Freundlichkeit, So lang' ich bin, zu rechter Zeit. Kein Vater Sorgt so väterlich Mel. Wie schön leucht't uns der zc. Für seinen Sohn, als du für mich. 36. Gott, dessen starke Hand 4. Ich bin gewiß, du kannst die Welt Erschaffen hat und mich nicht Berlassen, meine 3u- noch erhält, Ich sehe deine Güte; versicht! Ich bin gewiß, du thust Ich sehe sie und werd' entzückt, mir wohl, So lang ich hier Wohin auch nur mein Auge noch leben soll. Nicht Ueberfluß blickt. So bald ich mein Gebitt' ich von dir; Was ich be- müthe Auf dich, Schöpfer, Achtdarf, das giebst du mir. sam lenke Und dich denke, Find' 5. Der Vogel bauet nicht das ich Armer Dich als Vater und Land, Du nährst ihn doch mit Erbarmer. Balthafar Münter, geb. 1735, gest. 1793. milder Hand; Du schmückst die 2. Seh' ich, so weit mein Auge Blume königlich, Doch hat sie reicht, Gen Himmel, so entdeck' nicht Verstand wie ich. Ver- ich leicht Die Spuren deiner gessen wirst du meiner nie: Bin Güte; Der Himmelslichter Lauf ich doch mehr vor dir, als sie. und Pracht, Sein Sternenheer, 6. Mich schufst du nicht für das du gemacht, Erwecket mein diese Zeit; Mein Ziel ist in der Gemüthe, Großer Schöpfer, Dich Ewigkeit. Für mich, der ich ein zu singen, Dir zu bringen Ehr' 26 Von der Schöpfung, Erhaltung und Stärke; Groß sind deiner ten Die Himmel wieder in ihr Allmacht Werke. dod Nichts. 3. In Ungewittern, Sturm 3. Licht ist sein Kleid, Und und Wind, Die deines Thrones seine Wahl das Beste. Er herrscht Diener sind, Entdeck' ich deine als Gott, Und seines Thrones Güte. Das Feuer, wie der Wasser- Feste Ist Wahrheit und Gerechgrund, Macht deine große Liebe tigkeit. sydi. kund. Mit fröhlichem Gemüthe 4. Unendlich reich, Ein Meer Will ich Täglich Darauf achten, von Seligkeiten, Ohn' Anfang Und betrachten Deine Werke; Gott, Und Gott in ew'gen ZeiRühmen deine Huld und Stärke. ten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? mali 5. Was ist und war, In Himmel, Erd' und Meere, Das kennet Gott; Und seiner Werke Heere Sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, Schafft, daß ich sicher ruhe; Er schafft, was ich Vor oder nachmals thue; Und er erforschet mich und dich. 4. Dein Erdreich, Gott, das Jedermann Ernährt und kleidet, seh' ich an, Und schmecke deine Güte; Ich rieche, fühl und höre fie Im Feld und Wald; ich sehe sie In aller Fluren Blüthe. Von dir Zeugen Alle Dinge, So geringe Sie mir scheinen, Wie im Großen, so im Kleinen. 5. D, zeuch mich über Welt und Zeit Zu dir, o Herr der Herrlichkeit, Durch deine große Liebe! Auf dich laß mich in Allem seh'n, Für jedes Gute dich erhöh'n! Belebe meine Triebe, O, mein Vater, Dir mit Allen allen Rath der Seele; Er weiß, 8. Er fennt mein Fleh'n Und wie oft Ich Gutes thu' und Zu gefallen! Dir zu leben Sei fehle, Und eilt, mir gnädig beimein einziges Bestreben! 1100 mzustehn. 7. Er ist dir nah, Du sigest Ob du gen Himmel flöhest, So oder gehest; Ob du an's Meer, ist er allenthalben da. Valentin Ernst Löscher, geb. 1673, geft. 1749. 9. Er wog mir dar, Was er mir geben wollte; Schrieb auf sein Buch, Wie lang' ich leben sollte, Da ich noch unbereitet war. 37. Gott ist mein Lied. Er ist der Gott der Stärke; Hehr ist sein Nam', Und groß sind seine Werke, Und alle Himmel sein Gebiet. 10. Nichts, nichts ist mein, Das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar Soll deines Namens Ehre, Dein Lob in meinem Munde sein. indo) chiste 2. Er will und sprichts, So sind und leben Welten; Und er 11. Wer kann die Pracht gebeut, So fallen durch sein Schel- Von deinen Wundern fassen? Ein Univ.- Bibl. Giessen und Regierung der Welt. 27 jeder Staub, Den du hast werden Du selbst bedurftest ihrer nie, lassen, Verkündigt seines Schöpfers Unendlicher; du ließest sie zu Macht. ln noslodam ihrem Heile werden. Du aber 12. Der kleinste Halm Ist sättigest dich nun Mit Wonne, deiner Weisheit Spiegel. Du, Allen wohlzuthun Im Himmel Luft und Meer, Ihr Auen, Thal und auf Erden. 3. Kein Mensch, kein Engel selbst ermißt Die Größe deiner Segen, Wie gütig deine Weißheit ist In allen ihren Wegen. Gott, deine Güte reicht so weit, Als deines Reichs Unendlichkeit, So weit, Herr, als dein Leben. 14. Kein Sperling fällt, Herr, Ach, was sind wir, die deine ohne deinen Willen; Sollt' ich macht Aus todtem Staub hermein Herz nicht mit dem Troste vorgebracht, Uns ewig Heil zu stillen, Daß deine Hand mein geben? 4 16 6 ilji Leben hält? und Hügel, Ihr seid sein Loblieb und sein Psalm. 13. Du tränkst das Land, Führst uns auf grüne Weiden; Und Nacht und Tag, Und Korn und Wein und Freuden Empfangen wir aus deiner Hand. 15. Ist Gott mein Schuß, 4. D Vater, welchem Keiner Will Gott mein Retter werden: gleicht An Liebe wie an Stärke! So frag' ich nichts Nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hölle Truß. at Jod Kein Dank, kein Lobgesang erreicht Die Wunder deiner Werke. Doch ist dir's angenehmer Dank, Dir ist es mehr als Lobgesang, Wenn ich dich thätig liebe, Und gern in meiner Lebenszeit Erbarmen und Wohlthätigkeit An Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. 38. Lobfinget Gott! er schuf die Welt Zum Schauplatz seiner andern Menschen übe. Güte. Lobsingt ihm, der sie noch 5. Du bist die Liebe. Dank erhält, Mit freudigem Gemüthe! Gott ist die Liebe; rühmt es laut, Geschöpfe, die ihr ihm vertraut, Die ihr ihn kennt und ehret! Rühmt es, daß seine Gütigkeit Mit jedem Morgen sich erneut, Und ewig, ewig währet! 2. Daß außer dir nicht Alles leer Von Freud' und Leben bliebe, Schufst du, o Gott, der Himmel weichen! Heer Und unsre Welt aus Liebe.d sei dir, Daß ich dich so erkenne, Und dir zum Ruhm, zum Troste mir, Dich meinen Vater nenne! Auch ich will gerne liebreich sein, Will glücklich machen, will erfreu'n, Will helfen und dir gleichen. Von diesem Heil und dieser Pflicht, O Gott der Liebe, laß mich nicht, So lang' ich lebe, Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 28 Von der Schöpfung, Erhaltung 39. Nicht so traurig, nicht so Wie viel Gutes alle Stund' Dir sehr, Meine Seele, sei betrübt, von oben sei beschert! Du hast Daß dir Gott Glück, Gut und mehr als Sand am Meer, Und Ehr' Nicht so viel wie andern willst dennoch immer mehr. giebt. Habe g'nug an deinem Gott: Hast du Gott, so hat's nicht Noth. 2. Du nicht und kein Menschenkind Haben Recht an diese Welt; Alle, die auf Erden sind, Sind nur Gäst' im fremden Zelt; Gott ist Herr in seinem Haus: Wie er will, so theilt er aus. 3. Bist du doch nicht darum hier, Daß du Erde haben sollt; Schau den Himmel über dir! Da, da ist dein edles Gold, Da ist Ehre, da ist Freud', Freud' ohn' End', Ehr' ohne Neid! bisig 4. Der ist thöricht, der sich kränkt Um die Hand voll Eitelfeit, Wenn ihm Gott dagegen schenkt Schätze der Beständigkeit. Bleibt das Wesen mein Gewinn, Fahr der Schatten immer hin! 8. Wüßte, der im Himmel lebt, Daß dir wäre nüß' und gut, Wornach so begehrlich strebt Dein verderbtes Fleisch und Blut, Würde seine Gütigkeit Dich nicht lassen unerfreut. nu rung 9. Gott ist deiner Liebe voll Und von ganzem Herzen treu; Wann du wünschest, prüft er wohl, Wie dein Wunsch beschaffen sei: Ist dir's gut, so geht er's ein; Ist's dein Schade, spricht er Nein! and 10. Ei so richte dich empor, Du betrübtes Angesicht! Laß daß Seufzen, nimm hervor Deines Glaubens Freudenlicht; Das behalt, wann dich die Nacht Deines Kummers traurig macht! 11. Setze als ein Himmelssohn Deinem Willen Maaß und Ziel; Rühre stets vor Gottes Thron Deines Dankes Saitenspiel, Weil dir schon gegeben ist Weit mehr als du würdig bist. 5. Schaue alle Güter an, Die dein Herz für Güter hält: Keines mit dir gehen kann, Wann du gehest aus der Welt; Alles bleibet hinter dir, Wann du trittst in's Grabes Thür; iom i aim 20. 6. Aber was die Seele nährt, Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) Gottes Huld und Christi Blut, 40. Gott des Himmels und Wird von keiner Zeit verzehrt, der Erden, Der du allgegenwärtig Ist und bleibet allzeit gut. Erden- bist, Von Niemand kannst begut zerfällt und bricht, Seelengut griffen werden, Vor dem kein verschwindet nicht. Ding verborgen ist: Ach, ziehe mein Gemüth zu dir Und offenbare dich auch mir! dali 1993 7. Nun so gehe in den Grund Deines Herzens, das dich lehrt, Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. od grund Regierung der Welt.üb ssd no 29 2. Wohin ich Herz und Augen| Wege, Die Liebe, die für Alle lenke, Da find' ich deiner Gott- wacht, Anbetend überlege: So heit Spur. Wenn ich voll An- weiß ich, von Bewund'rung voll, dacht überdenke Dein Werk, die Nicht, wie ich dich erheben soll, prächtige Natur: So ruft sie nah' Mein Gott, mein Herr und Vater! und fern mir zu: Wie groß ist 2. Mein Auge steht, wohin Gott! wie klein bist du! i es blickt, Die Wunder deiner 3. Uns zeigen alle Elemente Werke. Der Himmel, prächtig Macht, Güt' und Weisheit überall. ausgeschmückt, Preist dich, du O, wenn das Stumme reden Gott der Stärke. Wer hat die könnte, Wie groß wär' stets der Sonn' an ihm erhöht, Wer kleidet Jubelschall: Rühmt, Menschen, sie mit Majestät? Wer ruft dem Gottes Güt' und Macht, Die euch und mich hervorgebracht! Heer der Sterne? 90 dund 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schooß der Erde auf, Mit Vorrath uns zu fegnen? DO Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, So weit die Wolken fen reichen! sid reichen! 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, Dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, Bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, Mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; 6. Hier ist mein Leben eine Bringt unsrem Schöpfer Ehre! Reiſe; Hier geht mein Weg zur 5. Der Mensch, ein Leib, den andern Welt: D'rum mache du mich fromm und weise, Daß ich hier thu', was dir gefällt! Und end' ich diesen kurzen Lauf, So nimm zu deiner Ruh' mich auf! deine Hand So wunderbar bereitet; Der Mensch, ein Geist, den sein Verstand Dich zu erkennen leitet; Der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, Ist sich ein täglicher Beweis Von deiner Güt' und Größe. 4. Herr Gott, wie groß ist deine Liebe! Die Erd' ist deiner Güte voll. Verleih' mir deines Geistes Triebe, Dich zu erkennen, wie ich soll! Nimm, was ich fann, und hab' und bin, zu deinem Dienst auf ewig hin! 5. Hilf, daß die Güter dieser Erden Mich zu dir locken, höchstes Gut; Daß sie mir nicht zum Fallstrict werden, Und ihr Genuß mir Schaden thut! Laß allen Mißbrauch ferne sein; Mein letztes Ziel sei du allein! Johann Jakob Nambach, geb. 1693, gest. 1735. um mandland Mel. Es ist das Heil uns kommen her 2c. 41. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, Die Weisheit deiner 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen Namen! Gott, unser Bater, sei gepreist, Und 30 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung der Welt. Der Freude Quell; und die Natur Ist unerschöpflich reich. the alle Welt sag' Amen! Und alle Flur! Es fließt, sich immer gleich, Welt fürcht' ihren Herrn Und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. doit sou niste Mel. Ich finge dir mit Herz und Mund 2c. 42. Noch immer wechseln ordentlich Des Jahres Zeiten ab; Dein Regen, Gott, ergießet sich Aufs dürre Land herab.no 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, Lust und Erquickung zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, So väterlich, wie du? nide 7. Herr, ohne dich vergingen wir, Und wir verdienten's auch; Und dennoch leben wir in dir, Beseelt durch deinen Hauch.nöl 2. Noch öffnest du die milde 8. Und wer erfährt nicht deine Hand, Herr, wie du stets gethan; Du segnest, und du füllst das Land Mit deinen Gütern an. Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? Mit welcher Langmuth und Geduld Verschonest du uns nicht? 3. Von deinem Himmel, Höchster, träuft Gedeihn und Frucht- 9. Obetet, Menschen, betet barkeit; Die Saat geht auf und an! Erwägt's und denket nun: blüht und reift, Und sättigt und Was hat nicht Gott an uns geerfreut. so dut of this than; Was wird er nicht noch 4. Von dir gesegnet, giebt thun! der Baum, Wenn einer Schatten 10. Denn nicht für diese kurze sucht, Jhm unter seinen Zweigen Zeit Hieß uns der Herr hier sein. Raum, Erfrischung und auch Er schuf uns für die Ewigkeit, Frucht. Spion Uns seiner zu erfreun. 5. Wie fröhlich lächelt jedes Johann Andreas Cramer, 18 honis dad nism ji and.0 V. Von den Engeln. Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. 43. Du, Herr der Seraphinen, Dem alle Engel dienen Und zu Gebote stehn, Du wundergroßer Meister Der reinen Himmelsgeister, Mein Mund soll dei nen Ruhm erhöhn! da 2. Die Fürsten und die Thronen, Die in dem Himmel wohnen, akhst m Giebst du zu meiner Wacht; Sie sehn dein Angesichte Im höchst vollkommnen Lichte, Doch nehmen sie auch mich in Acht. UND( D 3. Ich preise deine Güte Mit dankbarem Gemüthe Für diese Wunderschaar; Jch rühme deine Rechte Für diese deine Knechte, Die mich beschirmen vor Gefahr. Von den Engeln. 31 4. Laß ferner mich behüten Sturm und Donner, Erd' und Vor aller Feinde Wüthen Durch diese Himmelswach'; Laß sie auf meinen Wegen Die Hand mir unterlegen, So bleib ich frei von Ungemach. id mis chlade Meer, Alles dienet deinem Willen; Alles, Höchster, was du schusst, Eilt und drängt sich, wenn du rufft, Dein Gebot stets zu erfüllen; Nur der Mensch erkennt's oft nicht Für sein Glück und seine Pflicht. mis tid ind 1100 5. Doch, sollen sie nicht weichen, So laß mich ihnen gleichen In wahrer Heiligkeit! Wie sie die Kinder lieben Und sich in Demuth üben, So mach' auch mich dazu bereit! oyd P 3. Stolz empört sich meine Seele, Herr und Schöpfer, wider dich; Deine göttlichen Befehle Wirft fie thöricht hinter sich, Läßt sich nicht von dir regieren; Klüglicher, nach ihrem Wahn, Wählt sie eine andre Bahn, Die sie soll zum Heile führen, Und geht mit verblend'tem Sinn Auf verkehrten Wegen hin. 6. Sie thun, Herr, deinen Willen; Den laß auch mich erfüllen; Sie sind vollkommen rein! Drum wollest du mich stärken, In Worten und in Werken, Nach ihrem Beispiel rein zu sein! 7. Zuleßt, Herr, wann ich scheide, So führe mich zur Freude Auf ihren Armen ein; Da werd' ich dich erst loben, und in dem Himmel droben Dir und den Engeln ähnlich sein. 4. Gott, laß uns es doch empfinden, Daß uns unser Herz verführt, Daß die eitle Lust der Sünden Uns zulegt den Tod gebiert! Mach uns deinen Willen wichtig; Führ' auf deine Bahn uns hin; Lehr' uns jeden JrrBenjamin Schmolke, geb. 1672, gest. 1737. 2c. Mel. Solle ich meinem Gott weg flieh'n; Denn dein Weg allein ist richtig; Mach' uns 44. Gut und heilig ist dein unsern Pflichten treu, Daß der Wille, Wie du selbst es bist, o Wandel heilig sei. Gott! Du gebeutst, in tiefer Stille 5. So wird auch bei uns auf Hört die Schöpfung dein Gebot. Erden, Wie im Himmel, dein GeDie im Himmel dir lobsingen, bot Dankbar ausgerichtet werden, Stehn um deinen Thron bereit, Heiliger und großer Gott! Alle Freuen sich der Seligkeit, Deinen Werke deiner Hände Werden Willen zu vollbringen; Nur der unterthan dir sein, Alle deiner Mensch erkennt's oft nicht Für sein Glück und seine Pflicht. Huld sich freu'n, Bis an deiner Schöpfung Ende. Denn, der dei2. Dir gehorcht mit sanfter nen Willen thut, Hat allein es Wonne Sel'ger Geister zahllos ewig gut. Heer. Deine Feste, deine Sonne, sin nating side Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 32 Von den Engeln. Mel. Alle Menschen müssen sterben 2c.| Kinderfreunde stets, wie sie; Wenn u. 45. Wenn wir unsern Lauf durch Beiſpiel, wie durch Lehren, vollenden; Wenn wir unsre Seelen Wir sie reizen, dich zu ehren, nun Uebergeben deinen Händen, Ihre Kindheit dir zu weihn, Bald in deinem Schoße ruhn: Fromme Jünglinge zu sein. Eilen wir aus allen Leiden Hin zu deiner Engel Freuden, Ewig, Gott, bei dir zu sein, Ewig deiner uns zu freu'n.slot 6. Welch ein Heil, Gott, schon auf Erden Engeln an Vollkommenheit Immer ähnlicher zu werden, Aehnlich einst an Seligkeit! Laß uns nicht in eitlen Träumen ain 2. Wir, zu Gnaden angenommen, Hoffen, Vater, voll Dieses große Heil versäumen; Vertrau'n, Auch, wie sie, mit Lehr' uns deine Wege gehn, allen Frommen Deine Herrlichkeit Einst, wie sie, dich auch zu sehn! zu schau'n. Gleiche Hoheit wird uns schmücken, Gleiche Wonn' uns dann entzücken; Wir, erhoben in dein Reich, Werden deinen Engeln gleich. 7. Wenn wir unsern Lauf vollenden, Wenn wir unsre Seelen nun Uebergeben deinen Händen, Bald in deinem Schoße ruhn: Eilen wir aus allen Leiden Hin zu deiner Engel Freuden, Ewig, Gott, bei dir zu sein, Ewig deiner uns zu freu'n. 119 d 3. Dieses Glückes der Erlösten, Dieser Wonne, dich zu sehn, Dürfen wir im Tod' uns trösten, Wenn wir deine Wege gehn; Wenn wir ringen, schon auf Erden Deinen Engeln gleich 46. Wer zählt der Engel zu werden, Standhaft in der Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. Heiligkeit, Dir zu dienen stets Heere, Die du, zu deiner Ehre, bereit; Herr der Welt erschufst? Sie freu'n sich, deinen Willen Gehorsam zu erfüllen, Wie Flammen schnell, wenn du ſie rufft. 2. Sie eilen, in Gefahren Den Frommen zu bewahren In seiner Pilgerzeit; Sie freu'n an deinem Throne Sich einst auch seiner Krone, Wie ihrer eignen Seligkeit. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. mahnis 4. Wenn wir vor Begierde brennen, Und, den Engeln gleich, uns freun, Immer mehr dich zu erkennen, Immer heiliger zu sein; Wenn wir hülfreich gern mit ihnen Unsern schwächern Brüdern dienen, Und es unser Herz bewegt, Daß der Sünder in sich schlägt; 146b3 3. Bekehren, Gott, sich Sün5. Wenn wir Kinder in Ge- der, Und werden deine Kinder, fahren Leiten, nie verführen, nie; Die dir dein Sohn gewinnt: Sie, wie Engel thun, bewahren, Dann jauchzen ihre Lieder, Daß Von den Engeln. 33 ihre neuen Brüder Dem Fluchsi8. Wenn du zu ihren Liedern, entrissen worden sind. bis 4. Sie jauchzen deinem Sohne, Daß du sie ihm zum Lohne Für seine Leiden giebst, Daß du sie trägst und leitest, Zum Himmel vorbereitest, Und zärtlich, wie ein Vater, liebst. Zu meinen höhern Brüdern Von deinem Thron mich rufft: Empor will ich mich schwingen, Und Dank und Preis dir bringen, Daß du für mich auch Engel schufft. 5. In solchen Geister- Chören Dich ewig zu verehren, Welch eine Seligkeit! Wer wird sie einst empfinden? Der, der entwöhnt Ein Gesang. von Sünden, Sich, ihnen gleich um Johann Andreas Cramer, zu werden, freut. 9. Sie, über mich erhoben, Sie lehren, dich zu loben, Mich ihren höhern Dank. In deinem Heiligthume Wird dann zu deinem Ruhme Der ganze Himmel geb. 1723, gest. 1788. 6. Giebst du, daß ich auf Mel. Herr Jefu Chrift, mein's Lebens 2c. Erden kann ihnen ähnlich wer- 47. Wie hältst du uns, o den, Mir Lust und Stärke nur: wir So mag mich in Gefahren Er- Gott, so hoch! Was sind halten und bewahren Dein Engel arme Menschen doch, Daß sel'ge oder die Natur. min bn 8 Geister auf uns sehn, Uns in Gefahr und Noth beistehn! 7. Ich zittre nicht, ich schaue Auf dich nur; dir vertraue, Gott 2. Wir danken dafür feierlich, meines Heils, ich mich; Bergnügt, Herr Zebaoth, und bitten dich, daß einst mit Engeln Ich heilig, Erhalt' uns ferner dieses Glück, rein von Mängeln, Dein Antlitz Bis auf den letzten Augenblick! schaue, Bater, dich. mis Siinud siut 196 de uudildo m 1907 bis Hannas ichont sous VI. Von der Natur und Bestimmung des Menschen. TU Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. DTP WTON HOTCH Auch mich zu deiner Ehre; Und 48. Almächtig großer Gott, wolltest, Gnädigster, Daß ich dein Wer kann dich g'nug erheben? Du gabst der ganzen Welt Bewegung, Kraft und Leben. Was Geist und Körper heißt, Was Erd' und Himmel schmückt, Hat deine Huld gebaut, Die Alles auch beglückt. Bildniß wäre; Darum hast du den Geist, Der in mir lebt und denkt, Mir zur Unsterblichkeit Aus freier Huld geschenkt. ug 2. Du schufst, ich dank' es dir, 3. D welch ein großer Zweck, Dazu du, Gott, mich schufest; Wie herrlich ist das Glück, Dazu du mich berufest: Dir, Höchster, 3 34 Von der Natur ähnlich sein, Wohlthätig sein, wie Mein Lebenslauf auf Erden, du! D wohl mir, wenn ich's bin! Wenn ich dir immer mehr Schon Hilf du mir selbst dazu! miss hier kann ähnlich werden; Dann 14. Laß mir dies große Ziel werd' ich ewig auch Mit dir verDoch stets vor Augen schweben! einigt sein, Und mich ohn' UnterMein allerstärkster Wunsch, Mein laß, Gott, deiner Güte freun.t eifrigstes Bestreben In allem is sior billing dull Nach Hiller.f meinem Thun Sei dies, o Gott, ndail Tind allein, Daß ich auch, so wie du, Gesinnet möge sein! Mel. Nun sich der Tag geendet hat 2c. 49. Ich bin, o Gott, dein ஒத hans. Du 5. Du bist der Wahrheit Eigenthum; Auf ewig bin ich Freund; Laß mich auch Wahr- dein; Mein größtes Glück, mein heit lieben, Und mit stets mun- wahrer Ruhm Ist, ewig dein zu term Fleiß In allem dem mich sein. üben, Was mich zur Weisheit 2. Du gabst mir den verführt, Zur Weisheit, die dich nünft'gen Geist, Bewundernd ehrt, Und Allem Beifall giebt, einzusehn, Wie dich die ganze Was du uns selbst gelehrt! Schöpfung preist, Mit ihr dich zu erhöhn. docted own usiing 1 6. Laß deine Heiligkeit Mich stets zum Muster nehmen; Hilf mir die Sünde fliehn, die Sinnlichkeit bezähmen, Nur das, was recht ist, thun, Des Guten mich erfreun, Und dem, der's üben will, Auch gern behülflich sein! 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott, deine Herrlichkeit; Zu ihrem Preise reizt mich hier Jedwede Tageszeit. ali mism 4. Und ich, ich sollte fühllos sein? Ich rühmte dich, Herr, 7. Gieb, daß ich, so wie du, nicht? Mein Leben deinem Ruhm zu weihn, Das ist auch meine Pflicht. 5. 5. O mache dieser Pflicht mich treu, So treu, als ich es soll; Mein Herz, mein Mund, mein Wandel sei Stets deiner Ehre voll! gun'a did munt nep Gott, von diesem Ziele; Du 6. Wer dich verehrt, hält dein weißst, was mir noch fehlt; Und ich, ich selber fühle, Wie wenig ich dir noch Im Guten ähnlich bin. O, bilde du mich ganz Nach dir und deinem Sinn! Gebot; Jhm ist es keine Last; Drum gieb, daß ich gern thu', o Gott, Was du befohlen hast! 7. Was du gebeutst, ist für uns gut; Du willst nur unser Heil. Wohl dem, der deinen 9. Beglückt ist nur alsdann Ein Freund der Menschen werde, Dem Wohlthun Freude macht, Der Kummer und Beschwerde Dem Nächsten gern erspart, Sein Leben ihm versüßt, Und, wo er helfen kann, Zum Helfen willig ist! 8. Noch bin ich weit entfernt, und Bestimmung des Menschen. 35 Willen thut! Sein ist das beste ewigs Heil, Noch ehe sie nach Theil. is this odos dir gefragt, In deinem Worte 8. Schon hier schmeckt er, dir zugesagt. zugethan, Im Herzen wahre Ruh'; 5. D'rum laß es mich stets Und eilet auf gerader Bahn Getrost dem Himmel zu. dan 9. Da mischt sich fernerhin kein Leid In seine Freuden ein. Laß, Höchster, diese Seligkeit Dereinst auch mich erfreun! wohl bedenken, Was du, o Gott, an mir gethan; Dir Leib und Seele wieder schenken, Da ich dir sonst nichts schenken kann, Damit sie, hier und nach der Zeit, Dich preisen in der Ewigkeit. Johann Samuel Diterich, 19 geb. 1721, gest. 1797. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 50. Was ist vor deinem An6. Und nimm indeß sie alle Schutz; So bieten wir in allem en Gott 24. Durbeide, Allmächtiger, in deinen Leide Mit dir auch allen Feinden gefichte Der Mensch, daß du, Truß. Wenn wir in deiner Gnade Gott, sein gedenkst, Und einen stehn, So kann es nicht uns Strahl von deinem Lichte Auf übel gehn. dulliardlog off ihn, den Staub, hernieder senkst? 7. Und wann, entnommen dieWas ist er? nur ein fallend Laub; Du sprichst, und er wird wieder Staub. 301917 19 ser Erden Und aller Unvollkommenheit, Dich Seel und Leib einst schauen werden Im Wohn2. Du sahest an den Menschen- plaß jener Seligkeit: Dann sollen kindern Den schweren Fall vor sie auch beide dich Vollkommen langer Zeit; Und dennoch hast rühmen ewiglich. Nach Christian Schmidt. du diesen Sündern Aus göttlicher Barmherzigkeit Unzählich Viel zu gut gethan, Ja mehr, als Jemand faffen kann. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 51. Wie wichtig ist doch der Beruf, Den uns der Herr gegeben! Gott, als uns deine Liebe schuf, Da schuf sie uns zum Leben; Zum Leben, welches ewig währt, Das weder Leid noch Angst beschwert, Willst du uns hier erziehen. Tout#s 2. Nicht hier ist unser Vater4. Das Größte, was du ihm ge- land, Allein bei dir, Gott, droschenket, Sein edlerer und beß'rer ben; Da ist der Ort, wo deine Theil, Ist, Herr, die Seele, welche Hand Das Glück uns aufgeho. denket; Und ihr hast du ein ben, Das nie ein traurig Ende 3* 3. Du hast den Leib, obschon aus Erde, Doch wunderbar und schön gebaut; Daß er der Seele Werkzeug werde, Jhm Sinn' und Sprache anvertraut. Der Mensch ward gar zum Herrn der Welt Von dir, dem höchsten Herrn, bestellt. un 39111 36 Von dem Fall und Sündenelend nimmt. Hier sind wir nur von| fungszeit Um jene beff'ren Gaben, dir bestimmt, Uns dazu anzu- Die mir im Tode nicht entfliehn, schicken. topsp Am ersten und mit Ernst bemühn, Damit ich nicht einst darbe. gue $ 13. O laß mir doch dies große Ziel Durch nichts verrücket wer6. Ein Herz, das dich, o Vaden! Was hilft's, wenn ich auch ter, liebt, und deines Sohns sich noch so viel Von Gütern dieser freuet, Das durch den Glauben Erden, Von Ehre, Geld und Tugend übt, Und sich vor SünLust gewinn', Und, ach, dabei nicht tüchtig bin, Dein Himmelreich zu erben? dul den scheuet, Ein solches Herz, das wird allein Sich ewig deiner Güte freun, Und einst dein 13 11 Paquito 4. Dein Pilgrim bin ich ja Antlitz schauen. nur hier; Laß mich dies nie vergessen! Nur wenig Tage hast du 7. Und solch ein Herz das mir Zur Wallfahrt zugemessen. woll'st du mir, Gott, aus ErSchnell, wie ein Traum, sind barmung geben, Damit ich möge sie vollbracht; Und dann wird auch schon hier Nach den Gedieser Erde Pracht Auf ewig mir seßen leben, Die selbst im Himvergehen. dull 101 1 In on mel gültig sind; Bis ich, als 5. Drum laß des Himmels dein recht gutes Kind, zu deiHerrlichkeit Mich stets vor Augen ner Freude gehe. dunt haben, und mich in meiner Prü- blusi and no p Nach Woltersdorf. nopimoto hid sd bun si ed of mouthì nomidnil VII. Von dem Fall und Sündenelend der Menschen. schilton 6u urođuñ@ notiá uš 3 Du schufft den Menschen gut; Du gabst ihm Licht und Kräfte Zum seligen Geschäfte, In Heiligkeit zu wandeln, Stets recht vor dir zu handeln. Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. 52. Du, der kein Böses thut, Gott, zu finden? i idile 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach, wir, dein Eigenthum, Wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter Allen Ein Mensch ganz DINDE I DID YOU Deutsp tug fot rein von Sünden Vor dir, o 0012 OND 3. Hier ist fein Unterschied; Dein helles Auge sieht Auf alle Menschenkinder, Und sieht sie alle Sünder. Da ist vor dir, Herr, Keiner Unschuldig, auch nicht Einer.iud Spot si 4. Verderbt ist unser Sinn; Die Weisheit ist dahin, Die uns regieren sollte, Nur, was dein nachinder Menschen. do 37 Wille wollte, Mit freudenvollen 2. Auch wird des Herzens Trieben zu wählen und zu üben. Grund mir selbst durch Thaten 5. Der Sinne Lust und fund, Die mein Gewissen nagen; Schmerz Rührt, leider, unser Herz Wie müßt' ich ganz verzagen, Mehr, als die höhern Freuden, Wenn du sie, Herr der Welten, Mehr, als die größern Leiden, Mit Strenge wollt'st vergelten. Die wir auf Ewigkeiten Selbst unserm Geist bereiten.nl 3. Ich habe wider dich, Den Nächsten und auch mich Viel6. Dir folgen, dünkt uns fältig, Herr, gehandelt; Ich bin Zwang; Des Herzens böser Hang den Weg gewandelt, Der MenReißt uns mit starkem Triebe Zu schen von dir wendet Und sich schnöder Sündenliebe; Und wer in Elend endet. vermag's zu zählen, Wie oft wir 4. Hilf, mein Erbarmer, mir, 7. Verwirf mich nicht von dir; Er neure meine Seele, Daß sie nur Licht, Daß wir, was uns ge- Gutes wähle! Wer kann mich bricht, Beschämt vor dir erkennen, Und von dem Ernst entbrennen, Der Sünde zu entsagen, Der Besf'rung nachzujagen! lie sonst vom Bösen, Als du allein erlösen? ALON 5. Drückt gleich der Sünden www 8. Wohl dem, der sie ge= Weit mächt'ger deine Gnade. Joch mich sehr, so bleibt ja doch winnt; Gott, so verderbt wir sind, So willst du uns doch heilen, Und neue Kraft ertheilen, Durch Christum schon auf Erden Von Sünden frei zu werden. Wie groß auch sei der Schade, So kannst du doch ihn heilen, Und Leben mir ertheilen. TOUT) il 6. Hat sonst der Sünde Macht 9. Ach, laß durch unsre Schuld In mir ihr Werk vollbracht: So Uns diese deine Huld Nicht fre- gieb mir Lust und Stärke, Daß ventlich verscherzen! Erwecke unsre ich nur gute Werke Beschließe Herzen, Dir nicht zu widerstreben, und vollende, Bis an Damit wir ewig leben! sel'ges Ende. an mein Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. vor dir fehlen? Herr, gieb uns dein Heinrich Cornelius Hecker, geb. 1699, gest. 1743. Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. Mel. Ewigkeit, du Donnerwort zc. 53. Mein Gott, bir ift be- 54. Selbst Engel find ge. wußt Die inn're böse Lust, Die fallen, Herr, Weil sie nicht dir, Quelle meiner Sünden, Die Allmächtiger, Nicht dir gehorchen Menschen nicht ergründen. D, wollten; Durch Ungehorsam nun heile du aus Gnaden Der Seele entweiht, Verstoßen aus der Seligtiefen Schaden! 19 feit, Die sie bewahren sollten, Von der Erlösung der Menschen 5. Verführen kann er nun bloß den, Der schlummern will, 2. Sie fühlen's und versuchen nicht widerstehn, Nicht nüchtern doch, Wie Satan, ihr Verführer, sein, nicht beten; Den, welcher, noch, Dir, Herr, zu widerstreben. stark durch Gottes Macht, Kämpft, Der erste Mensch verlor, durch seine Schwachheit fühlt, und ihn Verleitet, dir sich zu ent- wacht, Wird er nicht untertreten. ziehn, Die Unschuld und das Der Glaube siegt, der zwinget Leben. Die Lust gebar die Sünd', ihn, Bedeckt mit Schande, zu o Gott, Und sie, ach, sie gebar entfliehn. 693 ADOLE den Tod. D 6. Er reiz' uns, oder reiz' uns nicht zur Uebertretung unsrer Pflicht: Wer frevelt, wird sein Sclave. Wer seiner Miffethat sich freut, Gewarnt, und mit Beharrlichkeit, Verdient auch gleiche Strafe. Verschuldet ist sein Untergang; Denn Selbstverführung ist nicht Zwang. SQNÜ@ M@ 7. Hilf uns in unserm Kampf, 4. Dir, Gott, sei Dank; sei o Gott; Dann soll kein Leben, hochgelobt! Wir können's nun, soll kein Tod Von deiner Lieb' wie sehr er tobt; Mit dir soll's uns trennen! Erscheint uns auch uns gelingen. Dein Sohn hat ein täuschend Licht; Doch täuscht, Satans Reich zerstört, Zerstört o Herr, dein Feind uns nicht; sein Werk, und uns gelehrt, Die Wir werden ihn erkennen. Ge Sünd' und ihn bezwingen. Mit trost, wir kämpfen nicht allein, ihm zertritt nun, wer nur glaubt, Du hilfst; wir müssen Sieger Wer ernstlich kämpft, des Mör- sein! oboude billa ders Haupt. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. pials 10 timmo@ 38 Von dir und deinem Angesicht, Und aufbehalten zum Gericht. 3. Wenn wir nicht deiner Wahrheit Licht, Wenn wir, Allmächtiger, dich nicht Zu unserm Schuße hätten; Wer widerstünde seiner Macht? Nun können wir's, von dir bewacht, Wir können, Gott, uns retten; Nun seiner Schlingen Täuschung sehn, Nun seiner Bosheit widerstehn. 100 mhil for VIII. Von der Erlösung der Menschen durch Christum. u stöd pitching 9110 Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. erheben! Er hat nicht Lust an 55. Auf, Christen, laßt uns unserm Tod, Will, daß wir ewig unsern Gott Mit frohem Dank leben. Er hat, was Adams Fall nchindurch Christum.od no 39 verdarb, Durch seinen Sohn, ew'gend Wohl, Der Weg, auf der für uns starb, Erbarmungs- dem man friedevoll Auch schon voll ersetzet. allow@.8 auf Erden wandelt. lloradi 2. Nach seinem gnadenvollen 107. Herr, laß uns diese SeligRath Kam er, sein Sohn auf feit Doch über Alles schäßen! Erden, Um für die Sünd an Nie können Güter dieser Zeit unsrer Statt Am Krenz gestraft Den Mangel uns ersetzen, Wenn zu werden; Er kam, und mit uns das größte Gut gebricht, ihm unser Heil; Er kam, am Ein reines Herz voll Zuversicht ew'gen Leben Theil Uns wieder zu dir, Gott, unserm Vater. zu erwerben. mi mi disor on od 8. D lenk' auf dies erhab'ne 3. Wo ist des Todes Herr- Glück Der Seele stärkste Triebe; schaft nun? Hier ist sein Ueber- Zeuch mächtig unser Herz zurück winder. Für unsre Schuld genug Von schnöder Sündenliebe! An zu thun, Starb er, das Heil der dem uns theu'r erworb'nen Heil Sünder. Geschwächet ist der Laß uns im wahren Glauben Sünde Kraft; Hier ist der, der Theil Stets suchen und gewinnen! uns Kräfte schafft, Ihr Joch von d d d Johann Samuel Diterich, uns zu werfen. mu geb. 1721, gest. 1797. link do mung 4. Wie hat uns doch der Herritaigmun ne ſo lieb, Wie sucht er unser Bestes! 56. Durch Adams Fall ist Er giebt für uns aus freiem ganz verderbt Des Menschen Art Trieb Sein Liebstes und sein und Wesen. Das Gift ist auf Größtes. Preis ihm, der so viel uns fortgeerbt, Wir konnten nicht an uns thut! Preis seinem Sohn, genesen Ohn' Gottes Kraft, Die der uns zu gut Sich bis zum Hülfe schafft Für unsern großen Tod erniedrigt! ustus Schaden, D'rein Satans Macht Uns einst gebracht, Gott's Zorn auf uns zu laden. List bo ichin 5. Was er zum Leben uns verschafft, Das ist in seinen Händen; Sein ist das Reich, sein ist 2. So weit ist nun der Mensch die Kraft, Das Heil uns zuzu- gebracht! Seit jenem schweren wenden. Gebrochen ist uns nun Falle Herrscht durch der Sünde die Bahn, Die von der Erd' uns himmelan zur ew'gen Wonne leitet. Fluch und Macht Der Tod jetzt über Alle. In solcher Noth veris hieß uns Gott, Selbst seinen 6. D laßt uns ihm uns an Sohn zu geben, Daß wir, er vertraun, Und niemals sein uns neut Zur Seligkeit, Noch möchten schämen; Auf seine Mittlershülfe wieder leben. baun, Und sein Joch auf uns 3. Wie wir durch eine fremde nehmen! Das ist der Weg zum Schuld In Adam Alle sterben; 40 Von der Erlösung der Menschen www So hilft uns eine fremde Huld Auf ihn verläßt; Gott hilft den In Christo vom Verderben. Ward Seinen allen. 010 oun land überall Durch Adams Fall Der 8. Du wollest nie, das bitt' erste Fluch verkündigt: So hat ich dich, Dein Wort, o Gott, mir uns Gott Durch Christi Tod Ver- nehmen, Noch wegen meiner söhnet und entsündigt.no si Sünden mich Und mein Vertraun 4. Gott hat uns seinen Sohn beschämen! Erlaß die Schuld! geschenkt, Als wir noch Feinde Auf deine Huld Seß ich all waren, Die Huld, womit er unsrer mein Vertrauen, Und weiß, daß denkt, An uns zu offenbaren; ich Durch Christum dich Einst Der starb, erstand, Fuhr auf und werd' im Himmel schauen. sandt' Uns seines Geistes Gaben.9. Damit ich glaub' und imWer ihn zum Haupt Erwählt merfort Nur dir gefallen lerne; und glaubt, Soll einst den Him- So leuchte mir dein heilig Wort, mel haben. Gleich einem Morgensterne! Be5. Er, der uns selbst bei Gott lehrt von dir, Verstehen wir Den vertrat, Zum Opfer dargegeben, Werth der hohen Gaben, Die Ist unser Licht, er selbst der Pfad Gottes Geist Uns hoffen heißt, Zur Wahrheit und zum Leben. Weil wir zum Heil dich haben. Sein Schuß umgiebt Die, die 5 196 hod Nach Lazarus Spengler. er liebt, Wenn sie nun freudig 19 tout sine dail of Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. glauben. Die er bewacht, Kannel keine Macht Aus seiner Hand 57. Gedanke, der uns Leben ihm rauben. i jopo un giebt, Wer kann dich ganz durcheve midt mid s ched 6. D wie undankbar, wie denken? Also hat Gott die Welt verrucht Ist der, der ihn ver- geliebt, Uns seinen Sohn zu achtet; Sein Heil allein bei Men- schenken. schen sucht, Und Gottes Trost 2. Ich kann der Sonne Wunnicht achtet! Wer in der Noth, der nicht, Noch ihren Bau erDie ihn bedroht, Sucht Helfer gründen, Und doch kann ich der bloß auf Erden, Der muß in Sonne Licht und ihre Wärm' Zeit Und Ewigkeit Vor ihm zu empfinden. Schanden werden. 10 day thui 7. Wohl dem, der ihm allein vertraut, Sein Schuß wird ihn bedecken. Denn wer auf diesen Felsen baut, Wovor darf der er schrecken? In Angst und Müh' 4. Nimm mir den Trost, daß Hab' ich noch nie Den Menschen sehen fallen, Der sich nur fest 3. So kann ich auch nicht Gottes Rath Von Jesu Tod ergründen; Allein das Göttliche der That, Das kann mein Herz empfinden. sin duti Jesus Christ Hat meine Schuld getragen, Mein Gott und mein nchin( durch Christum. no Erlöser ist: So werd' ich angst- Herr, zu dir, Dein Wort von voll zagen. Tun Herzen halten. 5. Ist Christi Wort nicht 13. 13. Erfüll' mein Herz mit Gottes Sinn: So werd' ich irren Dankbarkeit, So oft ich dich nur müssen, Und wer Gott ist, und nenne; Und hilf, daß ich dich was ich bin Und werden soll, allezeit Treu vor der Welt benicht wissen. 10 un fenne. 66. Nein, diesen Trost der 14. 14. Soll ich dereinst noch Christenheit Soll mir kein Zweifel würdig sein, Herr, um dich rauben; Ich fühle seine Göttlich- Schmach zu leiden: So laß mich keit, Und halte fest am Glauben. keine Schmach und Pein Von 7. Ich bin dein ew'ges Eigen- deiner Liebe scheiden. thum, Durch dich des Himmels Erbe; Dies, Sohn des Höchsten, ist mein Ruhm, Auf den ich leb' und sterbe. 8. Du giebst mir deinen Geist, das Pfand, Im Glauben mich zu stärken, Und bildest mich durch deine Hand zu allen guten Werken. 41 9. So lang' ich deinen Willen gern mit reinem Herzen thue, So fühl ich eine Kraft des Herrn, Und schmecke Fried' und Ruhe. 15. Und soll ich, Gott, nicht für und für Des Glaubens Freud' empfinden: So wirk' er doch sein Werk in mir, Und rein'ge mich von Sünden. une 16. Hat Gott und seinen Sohn geschenkt,- Laß mich noch sterbend denken, Wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, Mit ihm nicht Alles schenken? so Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 405900 510 58. Ich habe nun den Grund 10. Und, wenn mich meine gefunden, Der meinen Anker Sünde kränkt, Und ich zu dir, ewig hält. Wo anders, als in Herr, trete: Weiß ich, daß dein Jesu Wunden? Da lag er vor Herz mein gedenkt, Und thut, der Zeit der Welt, Der Grund, ved der unbeweglich steht, Wenn 11. Ich weiß, daß du, mein Erd' und Himmel untergeht. Heiland, lebst, und mich einst warum ich bete. 2. Es ist das ewige Erbarmen, aus der Erde Erweckst, und zu Das alles Denken übersteigt, dem Reich erhebst, Da ich dich schauen werde.co Des, der mit offnen Liebesarmen Sich nieder zu den Sündern neigt, Dem stets daß Herz vor Mitleid bricht, Wir kommen oder bin hoting 12. Kann unsre Lieb im Glauben hier Für dich jemals erfalten? Dies ist die Lieb', o kommen nicht. Von der Erlösung der Menschen no 3. Wir sollen nicht verloren noch ein Trost bereit: Ich hoffe werden, Gott will, uns soll ge auf Barmherzigkeit. ps loo holfen sein; Deswegen kam der 9. Es gehe mir nach dessen Sohn zur Erden Und nahm her- Willen, Bei dem so viel Erbarnach den Himmel ein; Des- men ist; Er wolle selbst mein wegen klopft er für und für So stark an unsers Herzens Thür. Herz mir stillen, Damit es das nur nicht vergißt! So stehet es in Lieb' und Leid In, durch und auf Barmherzigkeit. Hindmind 42 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, Hier findet kein Verdammen statt, Weil Christi Blut beständig schreit: Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 5. An diesen Ruf will ich ge denken, Will ihm getrost und gläubig traun, Und wenn mich meine Sünden fränken, Nuronid 1974 40790 dan Johann Andreas Nothe, geb. 1688, gest. 1758. und dunk and is gleich nach Gottes Herzen schaun; 59. Nun freut euch, lieben Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. uns Christen g'mein', Und laßt 6. Wird alles andre wegge- fröhlich springen, Daß wir ge rissen, Was Leib und Seel' er trost und all' in Ein' Mit Lust quicken kann, Darf ich von kei- und Liebe singen: Wag Gott an nem Freunde wissen Und scheine uns gewendet hat und seine völlig ausgethan, Ist die Er- süße Wunderthat; Gar theu'r rettung noch so weit: Mir hat er's erworben. bleibet die Barmherzigkeit.in 2. Dem Teufel ich gefangen # 7. Beginnt der Erde Last zu lag, Jm Tod war ich verloren; drücken, Und häuft sich Kummer und Verdruß, Daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß, Darüber sich mein Geist zerstreut: So hoff ich auf Barmherzigkeit. In Mein' Sünd' mich quälte Nacht und Tag, Darin ich war geboren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war fein Gut's am Leben mein, Die Sünd' hatt' mich besessen. 10. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt; So sing' ich ewig hoch erfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! 8. Muß ich in meinen besten Werken, Womit ich hier beschäftigt bin, Viel Schwachheit und Befleckung merken, So fällt zwar alles Rühmen hin; Doch ist mir Gut'n erstorben; Die Angst mich 3. Mein' gute Werk', die galten nicht, Es war mit ihn'n verdorben; Der frei' Will' haßte Gott's Gericht, Er war zum non durch Christum. sd no zu verzweifeln trieb, Daß nichts Glauben. Den Tod verschlingt denn Sterben bei mir blieb; Zur das Leben mein, Mein' Unschuld Hölle mußt' ich sinken. trägt die Sünde dein; Da bist du selig worden." ohne sein' 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit Mein Elend Maaßen; Er dacht' an Barmherzigkeit Und wollt' mir helfen lassen; Er wandt' zu mir sein Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein Scherz; Er ließ sein Bestes kosten. 11 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist, zu erbar- und gelehrt, men; Fahr' hin, mein's Herzens werthe Kron, Und sei das Heil dem Armen. Hilf ihm aus seiner Sünden Noth, Erwürg' für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben!" 43 " 1 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr' ich von diesem Leben; Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübniß trösten soll Und lehren mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten." 10. Was ich gethan hab' Das sollt du thun und lehren, Damit das Reich Gott's werd' vermehrt zu ſeinem Lob und Ehren; Und hüt' dich für der Menschen G'saß. Davon verdirbt der edle Schatz; Das laff' ich dir zuletzte!" d Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. 7.00 Er sprach zu mir:„ halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb' mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein, und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden." nomis 8. Bergießen wird er mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben; Das leid' ich alles dir zu gut, Das halt' mit festem 11 migo Mel. Wir Christenleut' zc. DIE TIPEXC thi 6. Der Sohn dem Vater g'horsam ward, Er kam zu mir auf Erden, Bon einer Jungfrau rein 60. Wirf, blöder Sinn, Den und zart, Er wollt' mein Bruder werden. Gar heimlich führt' er sein' Gewalt, Er ging in mei ner armen G'stalt, Den Teufel wollt' er fahen. dit och Kummer hin! Gott ist für dich; was kann dich ferner fränken? Dein Heil ist nah, Sein Sohn ist da; Wie sollt' er uns mit ihm nicht Alles schenken? id 2. Schlägt dir das Herz Voll Angst und Schmerz; Empfindest du, wie sehr die Sünden fränfen: Dein Heil ist hier; Wie sollte dir nicht Gott mit ihm auch Gnad' und Friede schenken? 3. Ist deine Kraft Zu mangelhaft, Mußt du mit Scham an deine Schwäche denken: Er, der den Sohn Dir gab, wird schon Mit ihm dir, was dir mangelt, Alles schenken. 44 Von dem Namen und der Person in 4. Fehlt Weisheit dir, Um bald hier, Und sorgst du, wer heilig hier Zu wandeln, Böses dich speisen wird und tränken: nicht einmal zu denken: Ver- O fasse Muth! Das höchste Gut zage nicht! Gott ist dein Licht; Wird Alles dir mit seinem Sohne Er wird dir mit dem Sohne schenken. Weisheit schenken. 5. Gebricht es dir Bald da, 150 153 Johann Jacob Nambach, geb. 1693, geft. 1735. tour du idmat 13. nojja isd ngr 60 750 IX. Von dem Namen und der Person des Erlösers. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 5. Er stärkt mich, daß ich auch 61. Ach, Jesu, dessen Treu Versuchungen zur Sünde, Wie Im Himmel und auf Erden reizend sie auch sind, Doch freuDurch keine Zunge fann Genug dig überwinde; Giebt Muth und gepriesen werden, Von Herzen machet mich Geduldig in der dank' ich dir, Daß du gekommen Noth, Macht hell des Grabes bist, Der Völker Trost zu sein, Nacht Und selig meinen Tod. Daß du mein Heiland bist. 2. Ja, mein Gewissen wird Beruhigt und gestillet, Wenn deines Namens Trost Mein banges Herz erfüllet; Kein Trost erquickt, wie der, Den mir dein Name giebt; Denn er bezeuget mir, Daß mich dein Vater liebt. 6. Er heilige mich denn zum Kinde Gottes; gebe Mir Freudigkeit zu Gott, Kraft, daß ich ihm nur lebe; Wenn Weisheit fehlet, Licht, Und in der Trübsal Muth; Sei allezeit mein Trost, Mein Ruhm, mein höchstes Gut. 7. Er zeige mir den Weg zur 3. Du wurdest Mensch, und Wahrheit und zum Leben, Erbist Für meine Schuld gestorben; leucht' und treibe mich, Der TuVergebung hast du mir Durch gend nachzustreben, Gehorsam deinen Tod erworben; Und meine meiner Pflicht, Im Guten eifrig, Seligkeit Hab' ich allein von dir; rein, Wohlthätig, dir getreu Bis Dies, mein Erlöser, dies Bezeugt in den Tod zu sein.07 aug 8. Dir will ich leben, dir, dein Name mir. iidstilol 4. Und darum, o mein Heil, Und dir will ich auch sterben; Ist mir kein Name lieber; Den Durch dich die Seligkeit Und leichten Nebeln gleich, Flieht jede deinen Himmel erben. Ach, bin ich Furcht vorüber, Und jede Trau- erst verklärt, Dann will ich für rigkeit, Die meine Seele fränkt, und für Dir jauchzen, und voll Entweicht, so bald mein Herz An Dank Frohlocken, Herr, vor dir. deinen Namen denkt. Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. 819jälv& d a des Erlösers.mose med noe કાર્ય કરે 45 Mel. An Wasserflüssen Babylon z. Herzen Trost zu sein, Ist deines 62. Anbetung, Preis und Herzens Freude. Du giebst den Dank sei dir, O Jesu, unser müden Seelen Ruh'; Und wer Leben! Preiswürdig bist du für dich liebt, den stärkest du, Daß und für; Wer kann dich g'nug nichts ihn von dir scheide. thor erheben? Eh noch die Welt ward, warst du schon, Groß, herrlich und des Höchsten Sohn, Ein Erbe seiner Ehre. Dein ist das Reich, die Herrlichkeit; Und du beherrschest weit und breit Der Creaturen Heere. 5. Du hörst der Deinigen Gebet, Und endest ihre Plage; Du bleibst, bis Zeit und Welt vergeht, Bei uns noch alle Tage. Herr, dir sei ewig Dank und Ruhm Für dieses Evangelium, Für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin; Gieb, daß ich mich, so lang' ich bin, übe! 12100 uns verschafft? Wer sprach zumi dai nolis nisl Nach Hiller. Engel: werde! Du bist das Wiel. Gelobet seist du, Jesu Christ 2c. Wort, durch welches Gott Der 2. Dein sind sie; denn durch wessen Kraft Ward Himmel, Meer und Erde? Wer hat das Leben In deinem Lobe ganzen Welt zu sein gebot. Du bist's, der Alles träget, Was sichtbar und unsichtbar ist, Was Erd' und Himmel in sich schließt, Und was im Meer sich reget. 63. Der Herr ist Gott; der Herr ist Gott! Jesu Christi Mittlertod, Der uns mit Gott verföhnet hat, War feines nur Erschaffnen That: Der Herr ist Gott! 100 3. Und dennoch bist du uns zu gut In diese Welt gekommen; Und hast selbst unser Fleisch und Blut Freiwillig angenommen; Dein Leben gabst du willig dar, Zu retten, was verloren war, Und wardst ein Knecht auf Erden. Huld, die sonst nichts 3. Gott ist der Herr! Gott ist Gleiches hat! Du starbst für der Herr! Ewig, ewig ist auch unsre Missethat, Ein Heiland uns er. Ihn beten selbst die Engel zu werden. an, Dem Sohne Gottes unterthan, Wenn er gebeut. 2. Der Herr ist Gott; der Herr ist Gott! Er bezwang den ew'gen Tod; Er kam von seines Himmels Thron, Als er, erniedriget, ein Sohn Der Menschen ward. 4. Er sprach: da ging die Welt hervor; Wonnevoll stieg sie empor. Noch spricht er: und sie eilet fort Auf ihrer Bahn nach seinem Wort. Gelobt sei Gott! Kus ( 4. Du wardst es uns, und bist es noch, Jetzt auf der Himmel Throne; Suchst liebreich von der Sünde Joch Und ihrem schnöden Lohne, Die ihr noch dienen, zu befrein; Beschwerter 46 Von dem Namen und der Person des Erlösers. 5. Er spricht; und schafft zum| Allmächt'ger, durch dein kräftig Heiligthum Sich erlöste Seelen Wort; Das Große und Geringe um. Die Sünder, die sich ganz Geht bloß durch deinen Willen ihm weihn, Macht alle Gott ge- fort. Sohn Gottes, du regierest recht und rein Durch Christi Den ganzen Kreis der Welt; Blut. 6 fred Weil du das Scepter führest, 6. Von Gott! durch Christi Geschieht, was dir gefällt. Bei Blut! o Heil! D du meines dir steht Tod und Leben; Drum Mittlers Heil! Einst schlummr' wird einst jede Gruft Die Todich auch, und erbe dich. Einst ten wieder geben, Wann deine ruft mein Herr und Gott auch Stimme ruft. at sporeded mich. Gelobt sei Gott! dit nid nopis Nach Klopstod. aid hi pant of him di a Mel. Nun lob' mein' Seel' den 2c. TÜZ 64. Mein Heiland, steh', im Staube Bet' ich, o Ewiger, dich an. Ich weiß, an wen ich glaube; Du hast als Gott dich kund gethan. Du bist der Erstgeborne Vor aller Kreatur; Kamst zwar für uns Verlorne In menschlicher Natur; Ein Volk dir zu erlesen, Erschienst du in der Zeit; Doch eh die Welt gewesen, Warst du von Ewigkeit. 4. Dir soll man Ehr' erzeigen; Nach deines Vaters Willen soll Vor dir sich Alles beugen; Die Welt sei deines Lobes voll! Du bist das Heil der Erden. Wer auf dein Wort nicht hört, Kann nimmer selig werden. Wer aber dich verehrt, Dem hilfst du vom Verderben, Schaffst ihm Zufriedenheit, Und machst ihn einst zum Erben Bollkommner Seligfeit. 600 5. Wie herrlich ist dein Name Schon jetzt, o Herr, in unsrer Welt, Wo der Gerechten Same 2. Der Himmel und die Erde VBor dir, dich preisend, niederfällt! Sind durch dein kräftig Wort Dort preisen Seraphinen Dich, gemacht; Auf dein allmächtig: großer Menschensohn; Mit Freuwerde! Entstand die Welt in den dir zu dienen, Stehn sie ihrer Pracht. O, unser Herr und vor deinem Thron. Wer sollte Meister, Du schufst uns, wie dein sich schämen? Du bist ja das Heer Der jetzt schon sel'gen unser Ruhm, Und würdig, Preis Geister. Du thatst an uns noch mehr: Die Strafen unsers Falles Nahmst du am Kreuz auf dich; Regierst nun über Alles, Und herrschest ewiglich. zu nehmen Von deinem Eigenthum. 3. Du trägest alle Dinge, 1992 dhom 6. Mein Heiland, ich verehre Dich, der auch meine Sünde trug. Beschäme und bekehre Durch deiner Gnade sanften Zug, Von der Menschwerdung des Erlösers. 4.7 Die deinem Wort nicht glauben, zu erkennen; Und welche dich Und dir, der für sie litt, Die erkannt, Die laß von dir nichts schuld'ge Ehre rauben; Theil trennen; erleuchte jedes Land! ihnen Kräfte mit, Dich gläubigomdouad Johann Jakob Rambach, geb. 1693, gest. 1735. 1000 sul hit hid# dü di lim 00 Höxt ustig) sdislied immot noi 010 but mi X. Von der Menschwerdung des Erlösers. malli Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. 150nd GO BHATES HOTE lite mein Leid; Durch deine Demuth, 65. Also hat Gott die Welt Herr, mein Heil, Gewinn' ich geliebt, Daß er aus freiem Trieb Herrlichkeit. Uns seinen Sohn zum Heiland giebt; Wie hat uns Gott so lieb! 8. Gelobt sei Gott, gelobt sein Sohn, Durch den er Gnad' er2. Was sein erbarmungsvoller weist. Lobt, Engel, ihn vor seiRath Schon in der Ewigkeit zu nem Thron, Erheb' ihn auch unserm Heil beschlossen hat, Voll- mein Geist. and idana) Heinrich Cornelius Hecker, führt er in der Zeit. tule d tout di geb. 1699, gest. 1743. 30 stlöyt emoil mis Mel. Wir Christenleut' 2c. 3d 3. Er, unser Freund und bestes Gut, Der alle segnen kann, Des Höchsten Sohn nimmt 66. Auf, schicke dich, Recht Fleisch und Blut, Doch ohne feierlich Des Heilands Fest mit Sünde, an.igilo vello sin stands Danken zu begehen! Lieb' ist der Dank, Der Lobgesang, Durch den wir ihn, den Gott der Lieb', 4. Ich freue mich, mein Heil, in dir, Du wirst ein Mensch wie ich, Daß ich mit Gott sei, erhöhen. Gott mit mir; Wie sehr beglückst| 2. Sprich dankbar froh: Also, du mich. 154 also Hat Gott die Welt durch seinen Sohn geliebet. D, wer bin ich, Daß er auch mich Durch seinen Sohn so hoch, so gnädig liebet?. id qnd 618 Jmed 3. Er, unser Freund, Mit uns 6. Was mir zum Seligsein vereint, Zur Zeit, da wir noch gebricht, Schafft deine Lieb' auch seine Feinde waren, Er wird uns mir: Verfühnung, Leben, Trost gleich, Um Gottes Reich Und und Licht; Wie viel hab' ich seine Lieb' im Fleisch zu offenan dir! d dd Sbaren. Hin thuido 100 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst Auch mir durch Rath und That Ein Helfer und mein Friedefürst Auf dieses Lebens Pfad, di gni doi stud di 7. Dein Mangel wird mein 4. An ihm nimm Theil; Er reiches Theil, Dein Leiden stillt ist das Heil; Thu' täglich Buß' Von der Menschwerdung 48 und glaub' an seinen Namen! Der ehrt ihn nicht, Wer: Herr, Herr, spricht, Und doch nicht sucht sein Beispiel nachzuahmen. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, Nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, Erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil! 5. Aus Dank will ich In Brüdern dich, Dich, Gottes Sohn, 5. Dein König, Zion, fommt bekleiden, speisen, tränken; Der zu dir. Ich komm, im Buche Frommen Herz In ihrem Schmerz steht von mir; Gott, deinen Mit Trost erfreun und dein dabei Willen thu' ich gern." Gelobt gedenken. dudh nimfei, der da kommt im Herrn! ind 16. Rath, Kraft und Held, 6. Herr, der du Mensch ge Durch den die Welt Und Alles boren wirst, Mit uns vereint und ist im Himmel und auf Erden! Friedefürst, Auf den die Väter Die Christenheit Preist dich er- hoffend sahn, Dich, Gott, mein freut, Und Aller Knie soll dir Heiland, bet' ich an. na s gebeuget werden. Nord2 ms 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinest dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir., toijed 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern; Und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Gelobt sei Gott! Gelobt sei Gott! Freut euch des Herrn, und jauchzt ihm, ihr Erlösten! 2 bilisi 8. Gedanke voller Majestät! Du bist es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit! Du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel 67. Dies ist der Tag, den die Welt; Ein Mittler ist's, der Gott gemacht; Sein werd' in sie erhält. Was zagt der Mensch, aller Welt gedacht; Ihn preise, wenn der ihn schüßt, Der in was durch Jesum Christ Jm des Vaters Schoße sitzt? Himmel und auf Erden ist! ni 10. Jauchzt, Himmel, die ihr 2. Die Völker haben dein ge ihn erfuhrt, Den Tag der heiharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ligsten Geburt; Und Erde, die ward; Da sandte Gott von sei- ihn heute sieht, Sing' ihm, dem nem Thron Das Heil der Welt, Herrn, ein neues Lied! dich, seinen Sohn.ot adnis suis 11. Dies ist der Tag, den 3. Wenn ich dies Wunder Gott gemacht; Sein werd' in faffen will, So steht mein Geist aller Welt gedacht; Ihn preise, vor Ehrfurcht still; Er betet an was durch Jesum Christ Im und er ermißt, Daß Gottes Lieb' Himmel und auf Erden ist! unendlich ist. d2 lisg snd Mi *** Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. 15 Mel. Vom Himmel hoch, da komm' 2c. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. 49 por des Erlösers. moll Mel. Mit Ernst, o Menschenkinder 2c. 6. Dich wollen wir erheben 68. Erhebt den Herrn, ihr Hier und in Ewigkeit, Wo uns Frommen! Er hält, was er ver- ein bess'res Leben Vor deinem spricht; Der Heiland ist gekom- Thron erfreut. Dann sind wir men, Der Völker Trost und Licht. ewig dein, Und nichts wird uns Gott, der uns nicht verstößt, Hat mehr fehlen; Dann werden unsre uns zum Heil und Leben Selbst Seelen Vollkommen selig sein. seinen Sohn gegeben; Durch ihn sind wir erlöst. sie sirds Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. ab Nach Schirmer. 2. Erlöst! o welche Liebe Hat uns der Herr erzeigt, mit welchem Vatertriebe Sein Herz zu uns geneigt! Von seiner Himmel Thron Kommt, Rettung vom Verderben Uns Sündern zu erwerben, Sein eingeborner Sohn. 69. Er kömmt, er kömmt, der starke Held, Voll göttlich hoher Macht; Sein Arm zerstreut, sein Blick erhellt Des Todes Mitternacht. 7790 101 1100 2. Wer kömmt? wer kömmt? wer ist der Held Voll göttlich hoher Macht? Messias ist's. Lob3. Er kommt zu uns auf CHOO JU Erden In tiefer Niedrigkeit, singe, Welt! Dir wird dein Heil Nimmt auf sich die Beschwerden gebracht.nimi dod Von unsrer Pilgerzeit, Enthält 3. Dir, Menschgeword'ner, sich seiner Macht, Verleugnet Himmelsfreuden, Bis er durch bringen wir, Anbetung, Preis Todesleiden Sein großes Werk vollbracht. und Dank; An deiner Krippe schalle dir Der Erde Lobgesang! 4. Er hat's vollbracht. D, 4. Wenn wir einst auf des bringet Gott euren Lobgesang! dich sehn, Soll unser Lob, o GotHimmels Thron In Herrlichkeit Erlöste Menschen, singet Dem tes Sohn, Dich würdiger erhöhn. dich Soll Lob, o GotMittler ewig Dank! Wo Niemnis Ho Daniel Schiebeler, mand helfen kann, Da hift er geb. 1741, gest. 1771. gern aus Gnaden, Heilt unsern Mel. Vom Himmel hoch, da komm² zc. Heilt Seelenschaden. D, nehmt ihn gläubig an! finde 2. huit 70. Es kam die gnadenvolle Tond Inn 5. Du, Freund der Menschen Nacht. Wie leuchtete des Monkinder, Verwirf uns, Jesu, nicht! des Pracht! Wie freute sich der Dein Name Heil der Sünder" Engel Schaar, Da Jesus Christ Ist unsre Zuversicht. Gieb unsern geboren war! fi i liheldbt Seelen Ruh; Hilf jeden Reiz zun2. Erstaunend beteten sie an, Sünden Uns glücklich überwin- Da sie den Sohn in Windeln den; Gieb Muth und Kraft dazu! sahn; Und jauchzend sang ihr " 1 4 Von der Menschwerdung strahlend Heer: Allein Gott in sich Und gab den ein'gen Sohn der Höh' sei Ehr'! mi dn 9 für dich, Der dich aus Liebe rettet. Christen, denkt mit mir daran, Was der Herr an uns gethan, Und bleibt ihm ewig dankbar! d bin Smu 136 1102) 2. Den Gott, der menschliche 4. Die Hirten hatten sie er- Natur Annahm, will ich ver blickt; Sie hörten zitternd und ehren. Die Wohlthat, die mir entzückt, Und staunen, beten an, wiederfuhr, Verpflichtet mich, die und gehn, In Windeln Gottes Lehren Des Heilands, der sie Sohn zu sehn.se hinterließ, Und der die Wohlthat 5. Und wer das holde Kind ansah, War froh und sprach: der Herr ist da! Es kömmt sein gnadenvolles Reich. Welch Kind ist diesem Kinde gleich? mir erwies, Mit Eifer zu befolgen. Darum wird er Mensch, wie ich, Heiligt und erhebet mich zu einem Kinde Gottes. wwww 6. D, wie viel Licht und Gnade gab Mit ihm Gott in die Welt herab! D, wie uns unser Vater liebt, Daß er den liebsten Sohn uns giebt! daiar nopind 3. Gott schenkt mir Alles in dem Sohn; Befreiung von den Strafen, Auch unverdienten Gnadenlohn; Den will ich nicht verschlafen. Fleiß und Bestreben fordert er; Das Uebrige will 17. Der Alles schuf und Alles mir der Herr Durch Jesum Chrihält, Du kamst herab in unsre stum geben; Dessen Vorbild soll Welt. Du, der im höchsten Throne allein Meines Wandels Richtthront, Auf unserm Staub hast schnur sein, Bis ich von hinnen du gewohnt. 19pmird Bloedst thid scheide. mais not 8. Ja, Gottes Lieb' ist unumschränkt. Ein Gott, der seinen 72. Gelobet feist du, Jeſu 50 3. Und Ruhe und Zufrieden heit Herrsch auf der Erde weit und breit! Ein Wohlgefallen habe nun Auch Gott an seiner Menschen Thun! rotllo motore Sohn uns schenkt, Schenkt Alles, was uns heilsam ist, Uns ewig nun durch Jesum Christ. alloomsdang si Joh. Caspar Babater, bater, 1991 geb. 1801. Christ, Daß du Mensch geboren bist, Von einer Jungfrau, das ist wahr; Des freuet sich der Engel Schaar. Hallelujah! -most 890 2. Des ew'gen Vaters einig Mel. Der Tag, der ist so freudenreich 2c. Kind Jetzt man in der Krippe 71. Frohlocke, menschliches Ge- find't; In unser armes Fleisch schlecht! Dir ist ein Kind ge- und Blut Verkleidet sich daß boren. Durch Ungehorsam ging ewig Gut. Hallelujah! das Recht An Gottes Huld ver- 3. Den aller Welt Kreis nie loren; Doch er erbarmte deiner beschloß, Der liegt in Marien 40 pauds des Erlösers. no 51 Schooß; Er ist ein Kindlein errungen. In dir erschien der worden klein, Der alle Ding er hält allein. Hallelujah! starke Held, Der Alles schuf und Alles hält, Der Freund der Men4. Das ewig Licht geht da schenkinder, Des Todes Ueberherein, Giebt der Welt ein'n winder.sd ruduus sorg neuen Schein; Es leucht't wohl im3. Der du zu u 3. Der du zu uns, gesandt mitten in der Nacht Und uns vom Herrn, Aus deinem Himdes Lichtes Kinder macht. Halle- mel famest, Und unser Fleisch lujah! sind ung und Blut so gern In Demuth 5. Der Sohn des Baters, Gott von Art, Ein Gast in der an dich nahmest, Sohn Gottes, , wie hast du dich so tief erWelt hie ward; Er führt uns niedrigt auch für mich; Wie arm aus dem Jammerthal Und macht uns Erben in sein'm Saal. Hallelujah! him he bist du erschienen, Um mir zum Heil zu dienen! 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm', Und in dem Himmel mache reich Und seinen lieben Engeln gleich. ar di in IONI! 4. O, lehre mich den großen Werth Von deiner Huld recht fassen! Was reizte dich, auf lassen? Hier wartete dein nichts Dieser Dich so herab zu als Noth, Verachtung, Kummer, Schmerz und Lod; Und doch kamst du auf Erden, Des MenHallelujah! 7. Das hat er alles uns gethan, Sein' groß' Lieb zu zeigen an; Des freu' sich alle Christenheit Und dank ihm des in Ewig- schen Sohn zu werden. keit! Hallelujah! 5. Viel stärker, Herr, als Schmerz und Tod, War deine Menschenliebe; Du sahest unsre Sündennoth Mit mitleidsvollem Mel. Ermuntre dich, mein schwacher 2c. TO 73. Gott, deine Gnade sei Triebe; Du stelltest, unser Heil gepreist! Sie schuf uns Heil und zu sein, Nach deines Vaters Rath Leben. Ermuntre dich, mein dich ein, Wardst Mensch, und freier Geist, Ihr Wohlthun zu kamst mit Freuden, Für uns den erheben! Denk' an die Nacht, da Tod zu leiden. auf der Welt Des Höchsten Sohn 6. Dein, Sohn des Höchsten, sich dargestellt, Um sein so theures freu' ich mich; Du bist auch Leben Für Sünder hinzugeben. mein Erretter; Auch mir zum 2. D, große That, erwünschte Troste sandte dich Der Herr, Nacht, Von Engeln selbst be der Gott der Götter. Was mir sungen! Du hast den Mittler ein wahres Wohl verschafft, Eruns gebracht, Der uns das Heil leuchtung, Friede, Bess'rungsO, 4* Martin Luther, geb. 1483, geft. 1546. 52 Von der Menschwerdung kraft Und Freuden, die stets wäh- Richte dir auch eine Bahn, Herr, ren, Willst du auch mir ge- in meinem Herzen an. ndoor währen. d 19 td 8: 1102 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein; Es gehöret dir allein. Mach' es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenlust! mum 7. Was soll ich dir, mein größter Freund, Für deine Treue geben? Du bist's, der mich mit Gott vereint; Du bringst mir 6. Wie du huldreich, als du Heil und Leben. Herr, was ich kamst, Unsre Rettung übernahmst, hab' und was ich bin, Das geb' Also sei auch deine Treu Mir ich dir zum Dienste hin. Ich mit jedem Morgen neu! will dich ohn' Aufhören Mit 17. Deine Wahrheit leuchte mir, Geist und Leib verehren.dan Herr, bei allem, was ich hier 8. Ich sehe dich zwar hier Zur Beförd'rung meiner Ruh' noch nicht, Doch du wirst wie- Denke, wünsche, wähl' und thu'! derkommen; Und dann schau'n dich von Angesicht, Herr, alle deine Frommen; Dann werd' auch ich, Herr Jesu Christ, Dich schau'n, so herrlich, als du bist; Dann wirst du mich zum Leben, DULOD Das bei dir ist, erheben. CALLCE Nach Rist. unt. 9. Daß ich, wenn du Lebensfürst, Herrlich wiederkommen wirst, Froh dir mög' entgegen gehn Und gerecht vor dir bestehn. Mel. Nun komm, der Heiden Heiland 2c. ind Jun Heinrich Held, gest. 1643. 1191 74. Gott sei Dank in aller Welt, Der sein Wort beständig Mel. Nun komm, der Heiden Heiland 2c. hält Und der Sünder Trost und 75. Heiland, den uns Gott Rath Zu uns hergesendet hat! verhieß, Den der Himmel jauch2. Was der alten Bäter zend pries, Als du Sterblichen Schar Höchster Wunsch und zum Dienst Huldreich auf der Sehnen war, Und noch mehr, Erd' erschienst! als sie erbat, Ward erfüllt nach 2. Wie dein Nam', ist auch Gottes Rath. dein Ruhm. Jesu, wir, dein Eigenthum, Ehren dankvoll und erfreut Deine große Gütigkeit. dildo 3. Du, des Hand die Himmel hält, Du kamst willig in die Welt, Uns von Sünden zu 8. Trifft mich Traurigkeit und Schmerz, Tröste dann mein zagend Herz; Hilf zum treuen Tugendlauf Meiner Schwachheit mächtig auf; dil nomisj 3. Hier ist mehr als Davids Sohn; Unvergänglich ist sein Thron. Licht der Seelen, ew'ges Heil Ward durch Jesum uns zu Theil. 100 no lo nd 4. Sei willkommen, o mein befrein, Unser Licht und Trost Heil, Hosianna, o mein Theil! zu sein. m dog am pinddes Erlösers. no 53 4. Start in deines Vaters lösen; Hier steht er uns bei. Kraft, Hast du Leben uns ver- Unser Freund, Mit Gott vereint, schafft. Wir, von Rath und kann nicht seine Brüder hassen, Hülf' entblößt, Sind, o Herr, Noch sie hülflos lassen. bising durch dich erlöst. llings? 4. Wenn wir einst ermüden, Führt er uns in Frieden In des Grabes Nacht; Unsre todten Glieder Giebt die Erde wieder Ihm, der sie bewacht. Jesus ruft Uns aus der Gruft, Er, der selbst den Tod einst schmeckte, Den das Grab auch deckte.d 105. Preis sei dir in Ewigkeit! Auf, die ihr erlöset seid, Rühmt den, der mit Lehr' und That Euch vom Tod erlöset hat! 6. Der du liebreich zu uns famst, Unsre Rettung übernahmst, Dein uns theu'r erworbnes Heil Sei auf ewig unser Theil! 5. Auf dem Richterthrone Werd7. Unfre Seele trau' auf dich; den wir im Sohne Unsern Bruder Unser Leben preise dich, Und du schaun. Heil und ewig Leben selber, Heil der Welt, Hilf uns Wird er Allen geben, Die ihm thun, was dir gefällt! or hier vertraun. Er ward hier of Johann Samuel Diterich, Versucht, wie wir; UeberschwängSolich wird er lohnen, Und der geb. 1721, gest. 1797. 76. Jesus ist gekommen. Dankt 6. Gilet, eilt, ihr Sünder, Mel. Jesu, meine Freude 38 2c. Stelle in Schwachheit schonen. 50 ihm, seine Frommen; Dankt Werdet Gottes Kinder, Werdet ihm, daß er fam! Daß er hier seiner werth! Eilet, eilt, ihr auf Erden, Unser Heil zu wer- Frommen, Seid, wie er, vollden, Seine Wohnung nahm. kommen, Bleibet seiner werth! Mensch, wie wir, Erschien er hier, Preiset ihn, Daß er erschien, Um des Vaters gnäd'gen Wil- Und führt, gänzlich ihm ergeben, len An uns zu erfüllen. e Ein gottselig Leben! da Balthasar Münter, geb. 1785, geſt. 1793. 2. Laßt uns niederfallen, Dan- 13 ken, daß er Allen Freund und ist Bruder ist! Gott auf seinem Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. Throne Liebt uns in dem Sohne, 77. Laßt uns mit ehrfurchtsHilft durch Jesum Christ. Welch vollem Dank Den Gott der ein Heil, An Christo Theil, Lieb' erhöhen, mit feierlichem Theil an seiner Sendung Ga- Lobgesang Des Heilands Fest ben, An Gott selbst zu haben! begehen! Preis sei dem Vater, 3. Keine Macht der Leiden der ihn gab! Preis sei dem Kann uns von ihm scheiden; Sohn, der kam herab, Und ward Er bleibt ewig treu. Einst wird das Heil der Menschen! Lin er vom Bösen Gänzlich uns er- 2. Ist der ein Christ, der Von der Menschwerdung dieses Heil Nicht schäßt und lieb keines gleicht, Das keines Mengewinnet? Nimm froh an seiner schen Lob erreicht. Do Liebe Theil, Und werd' ihm 64. Gott nimmt an menschgleich gesinnet! Wer nicht, wie liche Natur, Der Schöpfer aller er, gesinnet ist, Der ehrt ihn Creatur. Um uns auf ewig zu nicht, heißt er gleich Christ. Der erfreun, Schämt er sich nicht, Herr erkennt die Seinen. uns gleich zu sein. di TR 5. Er kommt zu uns in Knechtsgestalt, Verleugnet Hoheit und Gewalt, Und läßt, selbst bis zum Tod und Grab, Zu unsrer Rettung sich herab. di au ni 54 3. In Dürft'gen laßt uns ihn erfreun, Bekleiden, speisen, tränken; Ja, laßt uns frohe Geber sein, Und sein dabei gedenken! Was ihr den Seinen habt gethan, Das, spricht er, habt ihr mir gethan; Und er, er will's vergelten. nunch 4. Wer ihn mit treuem Her- wir dem höchsten Gut, Daß es zen ehrt, Den wird sein Name so Großes an uns thut? di 6. Was sind wir, daß uns Gott so liebt Und seinen Sohn selbst für uns giebt? Was nüßen trösten. Vertraut auf ihn, der Flehn erhört; Lobsingt ihm, ihr Erlösten! Es freut sich deine Christenheit, Herr, deiner Menschen freundlichkeit. Dir, dir sei ewig Ehre! 3512 7. Nimm, Seele, nun dein Bestes wahr; Verschmähe den nicht undankbar, Den Gott zum Helfer dir bestimmt Und der sich liebreich dein annimmt! di 98. Bet' ihn als deinen Retter TodChristoph Friedrich Neander, an, Und sei ihm willig unter( divses geb. 1729, gest. 1802. than! Durch seine Lehre zeigt no Mel. Vom Himmel hoch, da komm' 2c. 78. Lob sei dem allerhöchsten di dall 9. Bei dieser Treue hast du Gott! Erbarmend sah er unsre Theil An dem von ihm erworbNoth, Und sandte Jesum, seinen nen Heil: Wo nicht, ach, so verSohn, Zu uns von seiner Him- schliesst du dir Muthwillig selbst er Şim- ſch mel Thron. des Himmels Thür.do? nordz 2. Ihn sandt' er, unser Trost 10. Sein' erste Zukunft in zu sein, Vom Sündendienst uns der Zeit War voller Huld und zu befrein, Mit Licht und Kraft Freundlichkeit; Die andre wird, uns beizustehn Und uns zum zu großer Pein Der Sünder, Himmel zu erhöhn.og did majestätisch sein. 98 10 3. D, welch ein liebevoller Rath! O, unaussprechlich große 11. Zu Ehren aber nimmt er dann Mit Freuden seine FromThat! Gott thut ein Werk, dem men an, Und wird sie in des er dir Den Weg zum Leben; folge ihr! ding folge ihr! ding ring and all pud des Erlösers. no 55 Vaters Reich Verklärt erhöhen, Hütte fällt, Den frommen Geist Engeln gleich. fein Grab. 12. Gelobt sei Gott, der ihn gesandt! Sein Ruhm erfülle jedes Land! Dank ihm, der dreimal heilig heißt, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! Nach Michael Weiß( oder Weiße), um 1531. 79. Lobt Gott, ihr Christen, freuet euch! Von seiner Himmel Thron Beruft er uns zu seinem Reich, Und sendet seinen Sohn. 2. Der Sohn kommt, nach des Vaters Rath Mit Heil uns zu erfreun, Und auf des Lebens Pfad Der Welt ein Licht zu sein. and big mot bo 3. Bei seinem Eintritt in die Welt Umgiebt ihn keine Pracht, Die glänzend in die Augen fällt, Und groß vor Menschen macht. 8. Er öffnet uns dereinst die Thür Zu seinem Himmelreich. Ihr Christen, wie beglückt sind wir! Lobt Gott und freuet euch! Nach Nicolaus Hermann. id onalis id 5. Er kommt, durch seiner Wahrheit Macht Zu Gott uns hin zu ziehn; Vor seinem Lichte muß die Nacht Des Aberglaubens fliehn. onu fut 80. Mit Ernst, o Menschenkinder, Das Herz in Euch bestellt, Damit das Heil der Sünder, Der große Wunderheld, Den Gott aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Gesendet und gegeben, Bei allen kehre ein! 2. Bereitet doch fein tüchtig inte Con Den Weg dem großen Gast; Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; Macht eben Bahn und Pfad, Die Thale rings erhöhet, Erniedrigt, was hoch stehet, Was frumm ist, macht gerad'! 4. Er wird dem ärmsten 3. Ein Herz, das Demuth Knechte gleich, Begehrt kein liebet, Bei Gott am höchsten Erdenglück, Verlangt allhier kein steht; Ein Herz, das Hochmuth Königreich Auf einen Augenblick. übet, Mit Angst zu Grunde geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 190 104. Ach, mache du mich Armen 6. Er lehret uns die Sünde In dieser Gnadenzeit Aus Güte scheun, Er giebt auch Kraft dazu, und Erbarmen, Herr Jesu, selbſt Und schafft uns, wenn wir sie bereit! Zeuch in mein Herz hinbereun, Begnadigung und Ruh'. ein, Und wohn' auf immer 7. Er bringt den Trost der drinnen! So werden Herz und bessern Welt Bom Himmel uns Sinnen Dir ewig dankbar sein. herab. Nun schreckt, wenn unsre Valentin Thilo, geb. 1607, gest. 1662. 56 Von der Menschwerdung Mel. Vom Himmel hoch da komm x. Wer an ihn glaubt, wird nim81. Vom om Himmel ward der mermehr verloren, bisig noquè) Engel Schaar Des Nachts den 2. Ogroße That! Nach Hirten offenbar; Und große Freude Gottes Rath Hat sich sein ew'that ihr Mund Mit lautem Jubel ger Sohn für uns gegeben; Ein ihnen fund. onu 100 100 Menschenkind Und ohne Sünd'; uns Heil und Leben. Er ward's für uns, und bracht' 3. Er, er befreit Uns von dem Leid, Das durch der Sünden Macht auf uns gekommen. Mit uns ist Gott nun in der Noth. Frohlockt dem Herrn, und hofft auf ihn, ihr Frommen! no enstei bal 2. Geht eilend hin; geboren ist In Davids Stadt der Herr, der Christ, Des Vaters eingeborner Sohn, Der Sünder Heil, der Frommen Lohn. OTROFON PHE Heig 3. Seid fröhlich, daß sich Gott mit euch Vereinigt, ohne Sünd', euch gleich; Selbst Gott, doch euch durch Fleisch und Blut Verwandt und euer höchstes Gut. 4. Ihr habt mit euch den wahren Gott; Euch schrecke nie mehr Sünd' und Tod. Laßt Teufel, Welt und Hölle drohn, 5. Gelobt sei Gott! Auf unfre Ein Mensch, wie ihr, ist Gottes Sohn. Noth Sah er mit Hülfe mitleidsvoll hernieder. Christenheit, Preis ihn, erfreut! Des Höchsten Sohn bringt das Verlorne wieder. in potre ballonsdre bilduspu Johann Samuel Diterich, geb. dan achom 5. Auf ihn setzt eure Zuver sicht, Und seid gewiß, er läßt euch nicht! Fiel' auch ein ganzes Heer euch an: Troß, daß euch Einer schaden kann. 4. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dank; Du wurdest Mensch, damit wir selig würden; Du machst uns groß und ewig los Vom Fluch der Sünd' und ihren schweren Bürden. Mel. Der Tag, der ist so freudenreich 2c. Ihr seid nun göttlichen Geschlechts Und mit uns gleichen 83. Wie liebt uns Gott so MONIT MOT Bürgerrechts; Ihr siegt, nur väterlich, Uns Sünder, uns Verto th stehet fest im Streit; Euch bleibt lorne! Frohlockt! für uns erniezuletzt die Seligkeit. drigt sich Sein Sohn, der EinRobi jpg mga beißen war, Den eine Jungfrau Nach Luther. geborne. Er, der von Gott verTad uns gebar, Besieget Tod und 82. Sei, Christenheit, Sei Hölle. Lob sei dir, o Jesu Christ, hocherfreut! Das Heil der Welt, Daß du Mensch geboren biſt; der Mittler, ist geboren. Nimm Behüt' uns vor der Hölle! fjed freudig Theil An seinem Heil! 2. Wie freudenreich ist diese Mel. Wir Christenleut' 2c. m 6. 87516172) 65d des Erlösers. Tad wo? 57 lid2 dnu dr Zeit! Lobfingt dem Herrn, ihr| 2, Dein Zion streut dir PalFrommen! Der Abglanz seiner men Und grüne Zweige hin, Herrlichkeit, Der Heiland ist ge- Und ich will dir in Psalmen kommen. Welch eine Huld! Er Ermuntern meinen Sinn; Mein kam herab, Daß er ein Knecht Herze soll dir grünen Jn stetem und bis in's Grab Für uns ge- Lob und Preis Und deinem horsam würde. Schuldlos litt Namen dienen, So gut es kann und trug der Sohn, Was uns und weiß. die Gesetze drohn, Und unsrer 3. Was hast du unterlassen Strafen Bürde. ig duit snis 3u meinem Trost und Freud'? sid 3. Gesegnet wird mit Gnad' Als Leib und Seele saßen In und Heil, Wer nur auf Jesum ihrem größten Leid, Als mir bauet; Der Himmel selbst wird das Reich genommen, Da Fried' deffen Theil, Der gläubig ihm und Freude lacht: Da bist du, vertrauet. Durch Christum segnet mein Heil, kommen Und hast Gott uns nun; Denn er ward mich froh gemacht. di ma Mensch, uns wohl zu thun Und unser Heil zu gründen. D, der wundervollen Huld! Denn er starb für unsre Schuld, Für aller Menschen Sünden. 4. Nichts, nichts hat dich ge= trieben Zu mir vom Himmelszelt, Als dein getreues Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großer Jammerlast, Die kein Mund kann aussagen, So fest umfangen hast. duni whiss# 2 bid 4. Ihn preise seine Christenheit Für solche große Güte; Sie fleh' ihn, daß er allezeit Vor Sünden uns behüte! Er wende 5. Das schreib dir in die von uns jeden Wahn, Der unsre Herzen, Du hochbetrübtes Heer, Seelen blenden kann, Damit er Bei denen Gram und Schmerzen uns nicht schade! Dies, Erbar- Sich häufen mehr und mehr; mer, bitten wir, Vater, Sohn und Geist, von dir. Erhalt' uns deine Gnade! not to eat du Seid unverzagt, ihr habet Die Hülfe vor der Thür: Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 810 6. Ihr dürft euch nicht be84. Wie soll ich dich empfan- mühen Noch sorgen Tag und gen Und wie begegn' ich dir, O Nacht, Wie ihr ihn wollet ziehen aller Welt Verlangen, D meiner Mit eures Armes Macht: Er Seele Zier? O Jesu, Jesu, sebze kommt, er kommt mit Willen, Mir selbst die Fackel bei, Damit, Ist voller Lieb' und Lust, All' was dich ergöße, Mir kund und Angst und Noth zu stillen, Die -wissend sei! ihm an euch bewußt. Von der Menschwerdung des Erlösers. 7. Auch dürft ihr nicht er hofft so lange Jahr Der Väter schrecken Vor eurer Sündenschuld; und Propheten Schaar. Nein, Jesus will sie decken Mit 4.„ Ach, daß der Herr auß seiner Lieb' und Huld. Er kommt, Zion fäm' Und unsre Bande er kommt den Sündern Zum Trost von uns nähm'! Ach, daß die und wahren Heil, Schafft, daß Hülfe bräch' herein, So würde bei Gottes Kindern Verbleib ihr Jakob fröhlich sein. od Erb und Theil. Risot druan 5. Nun, du bist hier, da 48. Was fragt ihr nach den liegest du, hältst in der Krippe Schreien Der Feind' und ihrer deine Ruh; Bist klein, und machst Tück'? Der Herr wird sie zer- doch alles groß, Bekleid'st die streuen In einem Augenblick. Welt, und kommst doch bloß. Er kommt, er kommt, ein König, 6. Du fehrst in fremder WohDem aller Feinde Hand Auf nung ein, Und sind doch alle Erden viel zu wenig Vermag Himmel dein; Du liegst an einer zum Widerstand.mg dont in Menschenbrust, Und bist doch 9. Er kommt zum Weltge aller Engel Lust. ann, thinsste richte, Zum Fluch dem, der ihm 17. Du bist der süße Menschenflucht; Mit Gnad' und süßem freund, Doch sind dir so viel Lichte Dem, der ihn liebt und Menschen feind; Herodes achtet sucht. Ach komm, ach fomm, odich für Greul, Und bist doch Sonne, Und hol' uns allzumal nichts als lauter Heil. 58 Zum ew'gen Licht und Wonne 8. Ich aber, dein geringster In deinen Freudensaal! dap Knecht, Ich sag' es frei und mein' es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will.did male Mel. Bom Himmel hoch, da komm' 2c. 85. Wir singen dir, Imma 9. Der Will' ist da, die Kraft nuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Du Heil der Welt, o Jakobs Stern, Du unsre Hülfe, Sohn des Herrn! odlo ist klein, Doch wird dir nicht zuwider sein Mein armes Herz; und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. 110 2. Wir singen dir mit deinem Heer Aus aller Kraft Lob, Preis 10. Und bin ich gleich der Sünde voll, hab' ich gelebt nicht, und Ehr', Daß du, o langge- wie ich soll: Ei, kommst du wünschter Gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Amaro doch deswegen her, Daß sich der Sünder zu dir fehr'. nigohe 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat manches Herz nach dir geschmacht't; Dich hat ge11. So faff' ich dich nun ohne Scheu; Du machst mich alles Jammers frei, Du trägst. Vom Lehramt und Vorbild Jesu. den Zorn, erwürgst den Tod, für, Und dort in deinem EhrenVerkehrst in Freud' all' Angst saal Soll's schallen ohne Zeit und Noth.a dhi? isbedrad und Zahl. map 12. Ich will dein Hallelujah hier Mit Freuden singen für und 190 thon Paul Gerhard, geb. 1606, geft. 1676. in hd 69 dippi C slomisj 8119 100 usibirs and alm noureda listoill XI. Vom Lehramt und Vorbild Jesu. 59 ud no trdope Mel. Mir nach! spricht Christus 2c. 86. Du wesentliches EbenEigenthum, Nach deiner Tugend streben; Dir gleich gesinnt sein, bild Der allerhöchsten Liebe, Du sei mein Ruhm, Und Wonne, warst, o Jesu, ganz erfüllt mit so zu leben! O hilf, daß ich, so Gott geweihtem Triebe. Gott gern, wie du, Den Willen deines 619035 1911 war dein Zweck, dein höchstes Johann Jakob Nambach, Gut; Jhm folgtest du mit Helsid brud im geb. 1693, geft. 1735. 813 Vaters thu'! a wwww..com war dein Wille; Du ehrtest ihn, gedrückt vom Schmerz, Mit höchstzufriedner Stille; Auch auf der allerrauhsten Bahn Sahst du ihn doch als Vater an. denmuth. To m 190 19 d 2. Du warst mit ihm Ein 19ff ad vidje Mel. Vater unser im Himmelreich 2c. 916 di vid 2.18 Sinn, Ein Herz; Sein Wille 87. Lehrer, dem kein Lehrer 3. Du suchtest nichts, als sein Gebot Vollkommen zu erfüllen, Und unterwarfst dich bis zum Tod Ganz deines Vaters Willen; Dein Hauptgeschäft war dies allein, Ausführer seines Plans zu sein. fniad pund 4. Du gingst ganz still zum Kreuze hin, Die Marter auszustehen; Bereit, mit göttlich grosem Sinn Für Mörder selbst zu flehen. Wie trugst du nicht in Gott gefaßt Der Schande und der Marter Last! d dulls 5. Herr, lehre mich, dein gleich, An Weisheit, Lieb' und Eifer reich, Gefallner Sünder Licht und Rath, Prophet, berühmt durch Wort und That, Gesalbet durch des Vaters Hand Und uns zu unsrem Heil gesandt! 2. Du kamst aus deines Vaters Schooß Und machtest alle Siegel los, Worin sein Rath verborgen war; Durch dich ward alles offenbar Und an das helle Licht gestellt, Was Dunkelheit umschlossen hält.), mis n 3. Du wiesest uns die wahre Spur zu Gott, dem Schöpfer der Natur, Du hast den Weg uns recht gezeigt, Darauf man zu dem Himmel steigt; Was du vom Vater selbst gehört, Das hast du unverfälscht gelehrt. WWW Vom Lehramt und Vorbild Jesu. 4. Du sahest in der Gottheit wogen, Dich in unser Fleisch geLicht Bon Angesicht zu Angesicht, zogen, Dich mit Schwachheit Was nach der ew'gen Liebe Rath überdecket, Dich vom Kreuz ins Man künftig zu erwarten hat; Grab gestrecket; O der ungeDu sagst es deutlicher zuvor, meinen Triebe Deiner treuen Als jemals der Propheten Chor. Menschenliebe! 5. Das Lehramt, welches du geführt, Hast du mit Heiligkeit geziert, Mit Wundern hast du es bestärkt, Woraus man deine Allmacht merkt, Ja endlich, als es Gott geschickt, Ein blutig Siegel drauf gedrückt. CALL 6. Nachdem du hingegangen bist, Wo aller Weisheit Ursprung ist, So setzest du, du ew'ges Wort, Dein Lehramt durch die Knechte fort, Die dir dein Vater zugeführt Und die mit Gaben er geziert. d 3. O du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf' und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? wie ist dein Herz gebrochen, Wann dich Kranke angesprochen! O mie pflegtest du zu eilen, Das Gebet'ne mitzutheilen! does noduomelle and 7. Du aber sendest deinen Geist, Den du den Gläubigen verheißst, Der allen Seelen, die er liebt, Erkenntniß, Licht und Weisheit giebt, Dein. Wort in Herz und Sinnen schreibt Und bei den Deinen ewig bleibt. 4. Die Betrübten zu erquicken, Zu den Kleinen dich zu bücken, Die Unwissenden zu lehren, Die 8. Ach laß, o himmlischer Verführten zu bekehren, Sünder, Prophet, Mich schauen deine die sich selbst verstocken, Ernst Majestät; Mach mich vom Eigendünkel frei, Damit ich dir gehorsam sei; Du sollst mein höchster Lehrer sein, Führ' mich in 5. O wie hoch stieg dein Erdeine Schule ein! und liebreich zu dir locken: Das war täglich dein Geschäfte Mit Verzehrung deiner Kräfte. időde Johann Jakob Rambach, geb. 1693, geft. 1735. pot od fran ind Mel. Schmüde dich, o liebe Seele 2c. 88. Heiland, deine Menschenliebe War die Quelle deiner Triebe, Die dein treues Herz bebarmen, Da du für die ärmsten Armen Dein unschätzbar theures Leben In den ärgsten Tod gegeben; Da, zur Marter du erlesen, Aller Schmerzen Ziel gewesen, Und, den Segen zu ererben, Als ein Fluch hast wollen sterben! 60 2. Ueber seine Feinde weinen, Jedermann mit Hülf' erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, Der Betrübten Klagen hören, Sich in Andrer Dienst verzehren, Sterben voll der reinsten Triebe: Das sind Proben wahrer Liebe. stdinging o ● Vom Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 61 6. Deine Lieb' hat dich ge- den Tauben Ohne Falsch, voll trieben, Sanftmuth und Geduld Treu und Glauben, Mit Gezu üben, Ohne Schelten, Drohen, rechtigkeit gepaaret, Durch VorKlagen Andrer Schmach und Last sichtigkeit bewahret. zu tragen, Allen freundlich zu 8. Herr, laß deine Liebe decken begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schaar zu beten Und die Mörder zu meiner Sünden Meng' und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Des Gesetzes Fluch gestillet. Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen; Heilge meines Herzens Triebe, Salbe sie mit deiner Liebe! vertreten. 7. Demuth war bei Spott und Hohne Deines Lebens Schmuck und Krone, Diese machte dich zum Knechte Einem sündigen Geschlechte; Diese Demuth, gleich rid Johann Jakob Rambach, ( 0) paste ano geb. 1693, gest. 1735. 8801 100 C 00 XII. Vom Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. Mel. Werde munter, mein Gemüthe 2c. gern, Daß ich ihn nur nicht be89. Der am Kreuz ist meine trübe, Meinen Heiland, meinen Liebe, Meine Lieb' ist Jesus Herrn. Trät ich nicht sein Blut Meine Lieb' ist Jesus mit Hohn? Kreuzigt' ich nicht Chrift, Dem ich treu zu sein Gottes Sohn? Nein, ich will mich übe, Weil er mein Erlöser ihn nie betrüben, meinen Jesum ist. Was die Welt liebt, hasset will ich lieben. Gott; Ihre Liebe bringt den Tod: Jesum will ich nie betrüben, Meinen Jesum will ich lieben. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe; Schweig, Gewissen, Gott vergiebt. Darum preist Gott seine Liebe, Weil sein Sohn stirbt, der mich liebt. Wer verdammt nun? Gott ist hier, Gott verzeiht durch Christum mir. Jesum will ich nie betrüben, Meinen Jesum will ich lieben.usday u pon 2. Der am Kreuz ist meine Liebe; Sünder, was befremdet's dich, Daß ich mich im Glauben übe? Jesus Christus starb für mich; Er hat mich mit Gott versöhnt, Hat mit Gnade mich gekrönt. Jesum will ich nicht be- 5. Der am Kreuz ist meine trüben, meinen Jesum will ich lieben. om Liebe; Ich veracht' um meinen fondnn Herrn, Damit ich ihn nicht betrübe, Aller Sünder Freuden gern. Von ihm scheidet keine 3. Der am Kreuz ist meine Liebe; Ach, der Welt entsag' ich sind vom Leiden, Todedi2 mod Noth, Keine Marter mich, fein 4. Meinetwegen trugſt du Tod. Jesum will ich nicht be- Bande, Littest frecher Lästrer trüben, Meinen Jesum will ich Spott, Achtetest nicht Schmach lieben. und Schande, Mein Versöhner 6. Der am Kreuz ist meine und mein Gott! Mich hast du Liebe, Jesus mein bewährter der Noth entrissen, Die mich hätte Freund. Dieser Staub, mein treffen müssen; Wie verpflichtet Leib, zerstiebe; Dann werd' ich bin ich dir Lebenslang, mein mit ihm vereint. Auf des Glau- Heil, dafür! bens kurzen Streit Seh' ich seine d 5.1 Frevler krönten dich zum Herrlichkeit. Jesum will ich nicht Hohne; Deine Stirne blutete betrüben, Ewig meinen Jesum lieben. Unter einer Dornenkrone, König aller Könige! Das hast du für mich gelitten, Mir die Ehrenfron' erstritten; Preis, Anbetung, Dank sei dir, Ehrfurchtswürdigster, dafür! 62 Johann Mentzer(?), geb. 1658, gest. 1734. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 90. Du, der Menschen Heil und Leben, Des sich meine Seele freut, Der für mich fich binge- Schmerzen der tauſendfache Mir zu Liebe gern geben, Stifter meiner Seligkeit; ertrug, Deinem großmuthvollen Du, der lieber wollt' erblassen, Herzen War mein Heil BelohAls mich im Verderben lassen; nung g'nug. Trost in meinen Ach, wie dank', wie dank' ich letzten Stunden Floß auch mir dir, Mein Erlöser, g'nug dafür! aus deinen Wunden; Herr, ich dank', ich danke dir Einst im Tode noch dafür. 8080 2. Menschenfreund, von Gott gesendet, Zu erfüllen seinen Rath, Längst hast du dein Werk voll- 7. Ruh' im Leben, Trost am endet, Weg zu thun die Misse- Grabe, Unaussprechlicher Gethat; Doch in den Gedächtniß- winn, Den ich dir zu danken tagen Deiner Leiden, Jesu, habe, Dir, des ich nun ewig bin! sagen Deine Theurerlös'ten dir Jesu, dir mein Herz zu geben, Billig neuen Dank dafür. Deiner Tugend nachzustreben, 3. Du betratst, für uns zu Dir zu traun, zu sterben dir, sterben, Willig deine Leidensbahn; Dies, dies sei mein Dank dafür! Stiegst, uns Leben zu erwerben, Christoph Friedrich Neander, bin geb. 1724, gest. 1802. Gern den Todesberg hinan; Trugst, vergessend deiner Schmer: 91. Haupt voll Blut und Voll Schmerz und voller Hohn, Haupt, zum Spott gebunden Mit einer Dorzen, Deine Menschen nur im Wunden, Herzen. Diese Liebe preisen wir; Unvergeßlich sei sie mir! und Begräbniß Jesu. 63 nenkron! D Haupt, sonst schön 7. Es dient zu meinen Freugekrönet Mit höchster Ehr und Zier, Jetzt aber höchst verhöhnet, Gegrüßet seist du mir! den Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem Leiden, Mein Heil, mich finden soll. Ach m2. Du edles Angesichte, Da- möcht' ich, o mein Leben, An vor das Reich der Welt Erschrickt deinem Kreuze hier Mein Leben und wird zunichte, Wie bist du von mir geben, Wie wohl geso entstellt, Wie bist du so er- schähe mir! dolis Onll duor bleichet! Wer hat dem Augen- 8. Ich danke dir von Herzen, licht, Dem sonst kein Licht mehr O Jesu, liebster Freund, Für gleichet, Solch Dunkel zugericht't? deine Todesschmerzen, Da du's 3. Die Farbe deiner Wangen, so gut gemeint. Ach gieb, daß Der rothen Lippen Pracht Ist ich mich halte zu dir und deiner hin und ganz vergangen; Des Treu, Und wann ich nur erkalte, blassen Todes Macht Hat alles In dir mein Ende ſei! hingenommen, Hat alles hinge rafft, Und daher bist du kommen Von deines Leibes Kraft. o 9. Wann ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wann ich den Tod soll leiden, 4. Mein Heil, was du er- So tritt du dann herfür; Wann, duldet, Ist alles meine Last; Jch, mir am allerbängsten Wird um ich hab' es verschuldet, Was du das Herze sein, So reiß mich aus getragen hast. Schau her, hie den lengsten Kraft deiner Angst steh ich Armer, Der Zorn ver- und Bein! C dienet hat: Gieb mir, o meini 10. Erscheine mir zum Schilde, Erbarmer, Den Anblick deiner Zum Trost in meinem Tod Und Gnad'! laß mich sehn dein Bilde In deing and B 5. Erkenne mich, mein Hüter, ner Kreuzesnoth! Da will ich Mein Hirte, nimm nach dir blicken, Da will ich dir, Quell aller Güter, Jst mir glaubensvoll Fest an mein Herz viel Gut's gethan. Dein Mund dich drücken. Wer so stirbt, der hat mich begabet Mit wunder- stirbt wohl.it barem Trost; Dein Geist hat mich gelabet Mit reicher Himmelskost. 90 geb. 1606, gest. 1676. TUND Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. 3190 6. Ich will hier bei dir stehen, Berachte mich doch nicht! Von 92. Ein Lämmlein geht und dir will ich nicht gehen, Wann dir dein Herze bricht; Wann dein Haupt wird erblassen Im letzten Todesstoß, Alsdann will ich dich Sünder; Es geht dahin, wird fassen In meinen Arm und Schooß. matt und frank, Ergibt sich auf trägt die Schuld Der Welt und ihrer Kinder; Es geht und büßet in Geduld Die Sünden aller 64 Vom Leiden, Toden die Würgebank, Entzieht sich allen dich Aus meinem Sinn nicht Freuden; Es nimmt auf sich lassen; Dich will ich stets, gleichSchmach, Hohn und Spott, Angst, wie du mich, Mit Liebesarmen Wunden, Striemen, Kreuz und fassen. Du sollst sein meines Tod Und spricht: Ich wills gern Herzens Licht, Und wenn mein leiden! Bis ins Herz in Stücke bricht, Sollst du 2. Das Lämmlein ist der große Freund Und Heiland unfrer Seelen; Den, den hat Gott zum Sünden- Feind Und Sühner wolmein Herz verbleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, Hiemit zu deinem Eigenthum Beständiglich verschreiben. len wählen. Geh' hin, nimm 6. Ich will von deiner Liebdich der Sünder an; Dein Tod lichkeit Bei Nacht und Tage ist's, der sie retten kann von singen, Mich selbst auch dir zu meines Zornes Ruthen. Die aller Zeit Zum Freudenopfer Straf' ist schwer, der Zorn ist bringen. Mein Bach des Lebens groß; Du kannst und sollst sie soll sich dir Und deinem Namen machen los Durch Sterben und für und für In Dankbarkeit erdurch Bluten." and thinn gießen; Und was du mir zu gut gethan, Das will ich stets, ſo tief ich kann, In mein Gedächtniß schließen. 3. Ja, Bater, ja von Herzensgrund, Leg' auf, ich will's gern tragen; Mein Wollen hängt an deinem Mund, Mein Wirken ist dein Sagen." O Wunderlieb, o Liebesmacht, Du kannst, was nie 7. Ist endlich ganz vollbracht, was mir Gott aufgelegt zu leiein Mensch gedacht, Gott seinen den, und rufst du, Jesus, mich Himmels Sohn abdringen. O Liebe, Liebe, zu dir Und deines du bist stark, Du streckest den in Freuden: Dann reichest du von deinem Thron Mir jenen großen Grab und Sarg, Vor dem die Gnadenlohn, Den mir dein Tod Felsen springen. erworben; Dann werde dir in Dank geweiht, Daß du für mich Ewigkeit Anbetung, Preis und gestorben. 4. Er büßt für uns am Kreuzesstamm, Damit wir Gnade finden. Er wird geschlachtet wie ein Lamm zum Opfer für die Sünden. Für alle stirbt er; auch für mich Ergießt sein theures Leben sich In milden Strömen e d Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. Tid Blutes. süßes Lamm, was 93. Entreiße dich, mein ganzer soll ich dir Erweisen dafür, daß du mir Erzeigtest so viel Gutes? Sinn, Der Welt und ihren Freuden; Eil' zu dem Todeshügel 5. Mein Lebetage will ich hin, und siehe Jesum leiden! Ihr Paul Gerhard, vidid 1 geb. 1606, geft. 1676. und Begräbniß Jeſu. 65 Himmel, welch ein Mensch ist aller meiner Macht Genug dafür das! Gequält aus unverdientem gepriesen? Haß, Büßt er für fremde Schul- 2. Rath, Kraft und Friededen. Er, der die Todten aufer- fürst und Held! In Fleisch und weckt, Muß nun, mit Wunden Blut gekleidet, Wirst du das überdeckt, Den Tod der Mörder Opfer für die Welt, Und deine dulden.#sidspred Seele leidet. Du ringst mit Angst und Todesnoth Und gehst doch willig in den Tod; D, Liebe sonder Ende! Du nimmst auf dich der Menschen Schuld, Und giebst mit göttlicher Geduld Dich in der Sünder Hände. 2. Geduldig siehet er sein Blut Zur Weltversöhnung fließen; Fleht für die Frevler, die voll Wuth Es im Triumph vergießen. Schau', jetzt umhüllt ihn tiefe Nacht; Und hör, er ruft: es ist vollbracht! Und senkt sein Haupt nun nieder. D, meine Seele, freue dich; Dir gab, der hier am Kreuz erblich, Das Recht zum Himmel wieder. 3. Dich trifft der Misſfethäter Lohn, Und nie hast du gesündigt, Du, der gerechte Gottessohn! So war's vorher verkündigt. Die blinde Schaar begehrt dein Blut; Du duldest, göttlich groß, die Wuth, Um Seelen zu erretten. Warum verläßt du mich, mein Gott! Riefst du in deiner Todesnoth, Damit wir Frieden hätten. 3. Der Herr hat deine Missethat, Den Fluch für dich getragen. D, Seele, deine Sünde hat Den Frommen so zerschlagen; Durch ihn nimmt dich der Vater an. Die Wunder seiner Güte 4. Ein Opfer nach des Ew'kann Kein sterblich Lied erheben; gen Rath, Belegt mit unſern Doch hört er unsre Lieder gern. Plagen, Um deines Volkes MiſſeAnbetung, Preis und Dank dem that Gemartert und geschlagen, Herrn, Der uns sein Heil ge- Gehst du den Weg zum Kreuzesgeben! in stamm, In Unschuld stumm, gleich als ein Lamm, Das man führet. FreiMel. An Wasserflüssen Babylon 2c. zur Schlachtbant Helden Held, 94. Erfülle, Herr, doch selbst mein Herz Mit Dank und Ehr- Stirbst du, aus Liebe für die furchtstriebe! Ich denk' an deines Welt, Den Tod, der uns geLeidens Schmerz, Das Opfer dei- gühret. ner Liebe. Dein Kreuz sei mir 5. Du neigst dein Haupt; es gebenedeit! Welch Wunder der ist vollbracht. Du stirbst; die Barmherzigkeit Hast du der Welt Felsen beben. Du finkst dahin erwiesen! Wann hab' ich dies in Grabesnacht, Damit wir ewig genug bedacht, Und dich aus leben. Was ist der Mensch, den 5 66 Vom Leiden, Tode du befreit? D, wär' ich doch ganz 2. Du littest ganz unschuldig Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden; Und deine Liebe dringe mich, Daß ich dich wieder lieb' und dich Nie kreuzige mit Sünden!! mig 6. Welch Warten einer ew'gen Pein Für die, die dich verachten! Die, solcher Gnade werth zu sein, Nach keinem Glauben trachten; Für die, die dein Verdienst gestehn, Und dich durch ihre Laster schmähn, Und deinen Tod verhöhnen. Wer dich nicht liebt, kommt in's Gericht; Wer nicht dein Wort hält, liebt dich nicht; Jesu! Ihm hilft nicht dein Versöhnen. 1013 0918 7. Du hast's gesagt, du wirst die Kraft Zur Heiligung mir 1 Heinrich Julius Lode, om geb. 1733, gest. 1797. Mel. Herzliebster Jesu, was hast 2c. schenken. Dein Blut ist's, das 96. Herr, stärke mich, dein Von Frevlern Schmähung und Schmerzen, Und trugst sie doch geduldig Mit sanftem, versöhnlichem Herzen. Dein Bild müß' uns beleben, Zu dulden, zu vergeben, Wie du zu lieben, o Jesu! 11 Nach Gellert. 197 3. Am Kreuze hingst du kläglich, Entstellt, gemartert, verschmachtet. Dein Tod belehr' uns täglich, Wie hoch du Seelen geachtet; Er schreck' uns ab von Sünden, Er müß' uns dir verbinden Zu innigem Danke, Herr mir Trost verschafft, Wenn mich die Sünden fränken. Laß mich im Eifer des Gebets, Laß mich in Lieb' und Demuth stets Vor Leiden zu bedenken, Mich in das Meer der Liebe zu versenken, Die dich bewog, von aller Schuld des Bösen Uns zu erlösen! dir erfunden werden! Dein Heil 2. Vereint mit Gott, ein sei mir ein Schirm in Noth, Mein Stab in Schwachheit, Schild im Tod, Mein letzter Trost auf Erden!# Mensch, gleich uns, auf Erden, Und bis zum Tod am Kreuz ge2 dol horsam werden; An unsrer Statt gemartert und zerschlagen, Die Sünde tragen; 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn' ich ihm nach, so sinken meine Kräfte; Mein Herz erbebt; ich seh' und ich empfinde Den Fluch der Sünde. Hi ON Mel. D, Lamm Gottes, unschuldig 20. 95. Erlöser, der im Staube Einst lag, mit Angstschweiß bedecket, Dein tröste sich mein Glaube, Wenn Tod und Sünde mich schrecket; Dein tiefer Schmerz, dein Klagen, Dein Todeskampf, 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen; Gott ist die Lieb', dein Zagen Sei meine Ruhe, und läßt die Welt erlösen. Dies Herr Jesu! ndfann mein Geist mit Schrecken und Begräbniß Jeſu. 67 und Entzücken Am Kreuz er- Voll Glauben anzubeten, Verblicken.and yttig tid föhner, stärke mich! Laß mich 5. Es schlägt den Stolz und mit Zittern und Vertrau'n, Wie mein Verdienst danieder; Es du dich für die Sünder Hin in stürzt mich tief, und es erhebt den Tod gabst, schau'n! mich wieder; Lehrt mich mein 2. Wie ist des Besten Seele Glück, macht mich aus Gottes Bis an den Tod betrübt! So Feinde Zu Gottes Freunde. brünstig, meine Seele, Hat Jesus dich geliebt. In heißen Aengsten schwebt er da, Mit unsrer Schuld beladen, Dem Opfertode nah. 6. O Herr, mein Heil, an den ich herzlich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im Staube, Verliere mich mit dankendem Gemüthe In deine Güte. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sünder! Verhüllt das Angesicht! Jetzt ist 7. Sie übersteigt die mensch- für Adams Kinder Der Mittler im lichen Gedanken; Allein sollt' ich Gericht. Er leidet unsers Todes darum im Glauben wanken? Pein, Fühlt unnennbare Qualen, Ich bin ein Mensch; darf der Uns Menschen zu befrei'n. sich unterwinden, Gott zu er 4. So liebt er uns Verbrecher! gründen? Joutodid on So groß ist unsre Schuld! Gott 8. Des Höchsten Thun ist ist der Sünden Rächer, Und doch Gnad' und Lieb' erweisen; Uns auch Gnad' und Huld. Wer nun kommt es zu, sie demuthsvoll zu der Sünden Gräu'l nicht hast, preisen, Zu sehn, wie hoch, wenn Häuft auf den Tag des Zornes Gott uns Gnad' erzeiget, Die Sich selbst des Zornes Last. Gnade steiget. Ans 9. So sei denn ewig auch von mir gepriesen Für das Erbarmen, daß du mir erwiesen, Da du, mein Heiland, auch für 65. Ach, Sünder, nehmt's zu Herzen, Bekehrt euch, werdet rein! Der Preis für so viel Schmerzen Soll eure Rettung sein. D, nehmt an seiner Gnade Theil, Erkennet mich dein Leben Dahin gegeben! seine Liebe, Verwerft nicht euer 10. Du liebest mich; ich will Heil! dich wieder lieben, Und stets mit 6. Vernehmt's auch ihr, ihr Freuden deinen Willen üben. O, Spötter, Die ihr den Mittler gieb zu diesem seligen Geschäfte schmäht! Er ist auch euer Retter; Stets neue Kräfte! Hört für euch sein Gebet: Sie bid wissen nicht, was sie begehn, Vergieb, o Vater, ihnen, Wenn sie zu dir einst flehn! 7. Jhr, eurer Brüder Feinde, Ach, schlagt an eure Brust; Seid * Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, 1769. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. 97. Hin an dein Kreuz zu treten, In deinem Leiden dich 68 Vom Leiden, Tode aller Menschen Freunde, Ber-| übertreten, Dafür muß jetzt der dammt der Rache Lust! Vergeltet Herr mit Zittern beten. Des Richeuren Haffern nie; Den Feinden, ters Zorn ist's, über uns entdie euch fluchen, Vergebt und zündet, Den er empfindet. int segnet sie! deg de and 105. Auf was für Wege kann un der Geiz gerathen! Er wird, wie Judas, seinen Freund verrathen. Welch eine That begeht er durch sein Grüßen Und falsches Küssen. 8. Noch währen seine Qualen, Noch trinkt er ohne Rast Der Leiden volle Schalen, Trägt noch der Sünde Last, Und fühlt für uns des Todes Noth; Und nun ergreift den Müden Der Sünde Fluch, der Tod. dain t7.6 6. Die hier mit Schwert und Waffen fertig stunden, Die führen ihn zum Kaiphas gebunden, Wo er um seine Lehre ward gefraget Und hart verklaget.. 9. Vor seines Todes Schrecken Verlischt der Sonne Licht; Die Engel Gottes decken Ihr bebend Angesicht. Nun sinkt er in des Todes Nacht; Erbarm', o Gott, dich unsrer! Er stirbt! es ist vollbracht! jorg 7. In dessen Munde nie Betrug gefunden, Der ward von Sündern, welche vor ihm stunden, Verklagt, beschimpft, verspottet und verhöhnet, Zur Schmach gefrönet. did 28 Gottlieb Benedict Funk, geb. 1734, gest. 1814. dinge dan toonte chup 8. Er ward gegeißelt mit geMel. Herzliebster Jesu, was hast du 2c. 98. Kommt her, ihr Christen, kommt, laßt uns von Herzen Betrachten Christi Leiden, Pein und Schmerzen! Was kann wohl mehr die Seelen der Erlösten Erbaun und trösten? gusthit us lle flocht'nen Riemen; Sein Rücken ward blutrünstig voller Striemen; Von seinem Haupt, mit Dornen wund gestoßen, Blutstropfen flossen. its mod ist 9. Voll Bluts ward er zum Schimpfherumgeführet, Mit einem 2. Ach seht, wie drücken ihn Purpur nur zum Spott gezieret, der Menschen Sünden! Jm Staube Durch höhnisch Grüßen und Vermuß er sich am Delberg winden, spei'n entehret, Sein Schmerz Daß ihm der Todesschweiß, mit vermehret.nodeil redio hid dem er ringet, Wie Blut aus- 10. Er ward verurtheilt und dringet. hun mans Kreuz gehenket, Mit Effig 3. Der Heiland fällt im Gar- und mit Gallentrank getränket; ten zu der Erden; Ein Engel Und mußte noch am Kreuze bis muß des Trösters Tröster werden; zum Scheiden Verspottung leiden. Die Kreatur stärkt den, der ihr 11. Das Alles hast du, Herr, das Leben Selbst hat gegeben. für uns gelitten, So sauer uns 4. Was wir und Adam hatten ein ewig Glück erstritten. D, möch und Begräbniß Jeſu. 69 ten wir Erlöste dich doch preisen, Teufel, Tod bezwungen und den Dir Dank erweisen! 001 Himmel dir errungen. dil 5. Nun, was liegt dir ob, mein Herz, Dem dich dankbar zu beweisen. Der sogar durch Blut und Schmerz Seine Lieb' an dir will preisen? Kannst du wohl in schwachen Liedern Seine Liebe ihm erwiedern? mè, noć 6. Ach, ich kann ihm nimmermehr Das Geringste nur vergelten, Er verbind't mich ihm zu sehr. Meine Trägheit muß ich schelten, Daß ich ihn so lau geliebet, Ja, durch Sünden oft betrübet. thi Dict 7. Was geschehen ist, das soll Fest entschlossen, eifersvoll Einen Ferner nicht von mir geſchehen. andern Weg zu gehen, Will ich meinen Jesum suchen, Und, was ihn betrübt, verfluchen. 12. Nimm an den Dank, den Herz und Lippen singen, Bis du uns zu der Engel Chor wirst bringen, Wo wir vollkommner in dem beff'ren Leben Dein Lob erheben. chiste 13. Hilf, Jesu, daß wir Gott auch unsre Seelen, Wie du ge= than, an unserm End' befehlen, Und selig einst auf deinen Tod und Leiden Von hinnen scheiden. hom Michael Bapzien, 019 did ud andsl, har Mel. Liebster ſter Jeſu, wir ſind hier 2c. 99. Meine Seel, ermuntre dich, Jesu Liebe zu bedenken! Auffein Leiden müsse sich Deine ganze Andacht lenken, Daß dein Herz der großen Treue Deines Jesus sich erfreue. me to d ditid 8. Weg, ihr Sünden, weg von 2. Sieh, der wahre Gottes mir! Euch kann ich an mir nicht Sohn Ist für dich an's Kreuz leiden. Welch ein schnöder Gräu'l geheftet. Hier hängt er voll Schmach seid ihr! Ach, von dem wollt ihr und Hohn, Blutig, schmerzensvoll, mich scheiden, Ohne welchen ist entfräftet; Stirbt für eine Welt Fein Leben, Keine Gnade, kein voll Sünder, Macht aus ihnen Vergeben. Gottes Kinder. 9. Dir, mein Jesu, dir, mein 3. Auch du solltest große Pein Heil, Dir will ich mich ganz Ewig in der Hölle leiden, Und verschreiben, Daß ich dir, mein von Gott verstoßen sein, Ewig bestes Theil, Ewig will getreu fern von allen Freuden; Aber verbleiben; Dir zu Ehren will ich Jesus trägt die Sünden, Daß leiden, Und in dir einst selig scheidu könntest Gnade finden. Hd den. 4. Sein verdienstlich Leiden 10. Du, mein Jesu, sollst es stillt Des gerechten Gottes Rache. sein, Auf den stets mein Auge Er hat das Gesetz erfüllt, Gut blicket! Wie du mein, so will ich gemacht die böse Sache, Sünde, dein Bleiben stets und unver 70 Vom Leiden, Tode rücket; Was du liebst, will ich Mel. Wie nach einer Wasserquelle 2c. | auch lieben; Was dich fränkt, 100. Sei mir tauſendmal soll mich betrüben! a 11. Drohten mir sogar um dich Tod und Marter, Schmach und Bande: Mich schreckt nichts; von dir hab' ich Deinen Geist zum Unterpfande, Daß ich soll den Himmel erben, Darauf kann ich fröhlich sterben. gegrüßet, Der du mir gekreuzigt bist! Das, was keine Reue büßet, Tilgtest du, o Jesu Christ. Heiland, wie erfreust du mich, Wenn in stiller Andacht ich Ueberdenke, wie du strittest, Mich zu retten, was du littest! 2. Ich erblicke deine Wunden; 12. Nun so bleib es fest da- Ach, wer zählt sie? was für Pein bei, Jesus soll es sein und blei- Hast du, Jesu, nicht empfunden, ben, Dem ich lebe, deß ich sei; Uns vom Fluche zu befrein! SolNichts soll mich von Jesu trei- ches ist zu hoch für mich; Unben! Du wirst, Jesu, mich nicht aussprechlich sehnst du dich, Unlassen; Ewig will ich dich um- sers Todes Ueberwinder, Nach faffen! der Seligkeit der Sünder. 13. Ist für uns schon jetzo hier Solche Freud' und Ruh' zu finden, Wenn im Glauben wir mit dir Uns, mein Jesu, recht verbinden; Schenkst du schon so viel auf Erden: Was wird uns im Himmel werden? 3. Heile mich, o Heil der Seelen! Ich bin elend; nimm von mir Meine Sünden, die mich quälen; Meine Rettung steht bei dir. Gottes Strafen sind gerecht; Adam fiel und sein Geschlecht; Hilf uns, Jesu, wir verderben! 14. O, welch eine Seligkeit, Denn wer sündigt, der soll sterben. Welchen Frieden, was für Freu- 4. Groß und schrecklich ist der den, Was für Ruhe nach dem Streit, Was für Ehre bringt dein Leiden! Ewig werd' ich Gott dort loben, Wenn er mich zu sich erhoben. SUNOD Schade Der durch ihn gefall'nen Welt: Größer, herrlicher die Gnade, Die sie rettet und erhält. Unsre Strafen duldest du, Deckest unsre Sünden zu; Und nun dürfen wir Erlös'ten Freudig deines Bluts uns trösten. THE 15. Ach, ich freue täglich mich Auf dies freudenvolle Leben. Heiland, dir sei Dank, durch dich 5. Laß mir, Jesu, deine WunWird es mir dereinst gegeben. den Immer gegenwärtig ſein, Laß, im Glauben mich zu halten, und in fummervollen Stunden Deine Kraft in mir stets walten! Meine bange Seel' erfreun! Du Johann Caspar Schade, geb. 1666, geft. 1698. bist ja mein höchstes Gut; Laß denn, Heiland, durch dein Blut mr dem sh dial i und Begräbniß Jeſu. 71 ir Mit beruhigtem Gewissen Deines Missethat Getilgt, und nach des Heiles mich genießen! lo Baters Rath Auch meine Schuld 6. Ja, zu dir will ich mich versöhnet. ijad thin drit halten; Denn du segnest mich 5. Dir sei mein ganzes Herz gewiß. Deine Gnade laß ich wal- geweiht; Dir will ich hier lobten, Die dem Fluche mich entriß. singen! Einst wirst du mich zur Schreckt mich Tod und Rechen- Seligkeit Durch deine Leiden schaft, So soll deines Todes bringen. Mit allen Frommen Kraft Alles Schrecken überwinden; stimm' ich dann, Dir noch ein Denn er tilget meine Sünden, beff'res Loblied an, Das Loblied der Erlösten. 196 Adriano Rach Gerhard. um bithir d 6. Herr Jesu, deine Qual Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes 2. und Pein, Dein bittres schweres 101. Herr Jesu Christe, deine Leiden Laß meine legte Zuflucht Pein, Dein gottversöhnend Lei- sein, Wenn Leib und Seele scheiden Laß meiner Seele heilig den! Hilf dann, daß ich durch sein, Der Sünde Lust zu meiden! deinen Tod, Erlöst aus aller Laß mich an deine große Noth, meiner Noth, Getrost und selig An deine Martern, deinen Tod, sterbe! ing So lang' ich lebe, denken! md ogroj 102. Was du, o Herr, erduldet hast, So viele schwere Plagen, Nach Clausniper. And Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. Der mir gedrohten Strafen Laft, 102. So gehst du, Jeſu, Hast du für mich getragen. Ach, treuer Jesu, schone mein; Laß meine Schuld getilget sein; Für Recht ergeh nur Gnade! di williglich, Dein Leiden anzutreten, mit heißen Thränen auch für mich zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts ver3. Dein Kampf am Delberg brochen hast, Gehst hin, um dort, dein Tod, Erinn're mein aller Sünden Last Auf dich allein Gewissen, Was dein Gesetz dem zu laden. Da schon das Schwert Laster droht, Was Sünder lei- gezücket war, Stellst du dich seiden müssen; Das lehr' er mich! nen Streichen dar, Damit sie und allezeit, Sei mir verhaßt, uns nicht schaden. was Gott verbeut, Durch deinen Tod am Kreuze! donan 2. Du Held, der Andern op Stärke giebt, Was kann dich so 4. Für mich erniedrigt, Got- erschüttern? Ach, seine Seele wird tes Sohn, Hast du, mit Angst betrübt; Des Helden Glieder umfangen, Am Kreuze hülflos zittern. Ach, hingesunken auf die und voll Hohn Und ohne Trost Knie, Arbeitet er in schwerer gehangen. So hast du unsre Müh', Und kämpfet im Gebete; 72 Vom Leiden, Tode Er wünscht den bangen Kampf 3. Was ist die Ursach' aller verkürzt. Wer sieht dies, und solcher Plagen? Ach, meine Sünwird nicht bestürzt? D, schauer- den haben dich geschlagen! Ich, volle Stätte! 14 110 mein Herr Jesu, habe dies verschuldet, Was du erduldet.top 3. Wohl mir! der Sohn des Höchsten hat Für mich sich rich ten lassen. Gott, welch ein wundervoller Rath! Wer kann dein Thun doch fassen? Ach, da uns Fluch und Rache drohn, Da richtet Gott für uns den Sohn, 5. Der Fromme stirbt, der Den er uns selbst gegeben. Nun recht und richtig wandelt; Der jauchze, Seele! du kommst nicht Böse lebt, der wider Gott mißIn Gottes schreckliches Gericht; Du dringst hindurch zum Leben. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der König, der Gerechte, Für seine Knechte. 15 G handelt; Der Mensch verwirkt den Tod, und ist entgangen, Der Herr gefangen. In 4. Doch denk', um welchen theuren Preis Dein Heiland dich 6. Ich war verderbt, befleckt erworben! Für dich rang er im von tausend Sünden, An mir blut'gen Schweiß, Für dich ist Elendem war nichts Guts zu finer gestorben. Ach, Seele, sorge, den; Was hätt' ich, sollt' ich daß dich nie Die Sünd' in ihre meine Sünden büßen, Nicht Netze zieh, Nichts deine Treu' leiden müssen!] sistu erschüttre! Lockt dich die Welt, ach, folge nicht; Schau hin ins furchtbare Gericht, Das Jesum traf, und zittre! tod 7. Ach, großer König, groß zu allen Zeiten, Wie kann ich g'nugsam deine Treu' ausbreiten! Kein Menschenherz vermag es auszudenken, Was dir zu schenfen. mojama nis@ fan .& 190 Shibli dd Nach Kortholt. chord 103. Herzliebster Jesu, was 8. Ich kann's mit meinen hast du verbrochen, Daß man ein solch scharf Urtheil ausgesprochen? Was ist die Schuld? in was für Missethaten Bist du gerathen? Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir all deine Liebesthaten Im Werk erstatten? #Q 19. Doch etwas ist, das wirst 2. Du wirst gegeißelt und du gern annehmen: Wenn ich mit Dorn' gekrönet, Ins Ange- des Fleisches Lüste will bezähsicht geschlagen und verhöhnet; men, Daß sie auf's Neue nicht Du wirst mit Essig und mit mein Herz entzünden Mit alten Gall' getränket, An's Kreuz ge- Sünden. dull dog og din hentet. minit diffe do 10. Weil aber dies nicht steht und Begräbniß Jesu. 73 in eignen Kräften, Fest die Be- 2. Mehr als zwölf der Legierden an das Kreuz zu heften, So gieb mir deinen Geist, der mich regiere, Zum Guten führe. 11. Dann werd' ich deine Gnad' und Huld betrachten, Aus Lieb' zu dir die Welt für nichts mehr achten; Bemühen werd' ich mich, Herr, deinen Willen Stets zu erfüllen. gionen, Die in ihrer Seligkeit Deines Vaters Haus bewohnen, Steh'n auf deinen Wink bereit, Dich, o Jesu, zu befreien Und die Feinde zu zerstreuen; Doch bei allem ihrem Grimm Winkst du nicht den Seraphim. sid 3. Du bist selber reich an Stärke, Die auch hier sich nicht verlor; Aber im Erlösungswerke Geht Geduld der Allmacht vor. Wolltest du nur ein Wort sprechen, Deine Banden würden brechen, Und der Feinde große Zahl Stürzte deiner Gottheit 13. Dies alles, ob's für wenig Strahl. mind billes dist auch zu schätzen, Wirst du ge- 4. Doch sie liegen schon, zur wißlich nicht bei Seite setzen; Erden Hingestürzt, durch dein: Zu Gnaden wirst du es von Ich bins! Daß sie selber Zeumir annehmen, Mich nicht be- gen werden Deines edlen Helw nicht schämen. densinns. Niemand nimmt von 14. Wann dort, Herr Jesu, dir dein Leben; Du willst selbst wird vor deinem Throne Auf es für uns geben, Und, vom meinem Haupte stehn die Ehren- Fluch uns zu befrei'n, Weder Schmach noch Bande scheu'n. On krone, Dann will ich dir, wenn alles wird wohlklingen, Lob und 5. Starker Held, um unsertDank singen. willen Streckst du deine Hände dar; Gottes Rathschluß zu erfüllen, Schonest du der frechen Wehrst dem Schwerte Freundes; Heilst die 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. oberto T Mel. Jesu, der du meine Seele 2c. Schar; 104. Jesu Christe, dessen deines Wunden Heil und Leben uns gebracht, Ach, wie hart wirst du gebunden Und Verbrechern gleich gemacht! Deiner bittern Feinde Tücke Kennst du, und weichst Und Denkmale deines Ruhms. nicht zurücke; Giebst mit edlem Deinen Richtern sind sie Schande, Heldensinn Dich in ihre Ban- Dir ein Schmuck des Heiligden hin. 8 thums; Denn du trugst sie unWunde deines Feindes; Nimmst die Bande willig an, Du, der Böses nie gethan. duod hun 6. Edel sind fie, deine Bande, Vom Leiden, Tode verschuldet. Alles, was du, Herr, flohen, Kehrt um, und eilt vererduldet, Littest du, uns zu be- wegen Dem tiefern Fall entfrein, Wolltest unser Retter sein. gegen.amid 7. Dank dir für so große Güte! Zeige sie an mir auf's neu', Und befreie mein Gemüthe Von der Sünden Sclaverei, Daß die Welt mich nicht bestricke, Böse Lust mich nie berücke, Auch des Satans Arglist nie Mich ins Netze wieder zieh'! 4. Wie ist der Mensch so schwach! So viel sein Muth versprach, So tief liegt er im Staube. Erloschen ist sein Glaube; Sein fühner Muth gedämpfet. Ach, Christen, wacht und kämpfet! 8. Sollt' ich einst den Ruhm erlangen, Daß ich, deines Gei5. Wo ist nun Petrus Treu'? Der vormals Jesum frei Für Gottes Sohn bekannte, Für ihn von Eifer brannte, Der hat vor stes voll, In Bekennerfesseln Jesu Ohren Bald frech ihn abprangen, Deinetwegen leiden soll: Dann stärk' auch in meinem Leiden Mich dein Geist, der Geist der Freuden, Daß ich meinem Glauben treu Und ganz unerschrocken sei! 74 geschworen. 6. Doch, Herr, dein Liebesblick Bringt ihn alsbald zurück. Er fühlet sein Verbrechen, Kann nun vor Schmerz nicht sprechen, Und weint nur bitt're Thränen, Die sich nach Gnade sehnen. 7. Er sucht und findet sie. Verzagt drum, Sünder, nie! 105. Mein Jesu, für dein Kleinmüth'ge Zweifel, schweiget, Herz Welch ein so herber Schmerz, Die Satans List erzeuget! So Den du weit mehr empfunden, groß sind keine Sünden, Sie Als Striemen, Schläg' und können Gnade finden. Solic Wunden: Die kleine Zahl von 8. Daß der Verräther doch Freunden Kränkt dich, gleich Auch nach dem Frevel noch Den deinen Feinden! oh alHerrn gesuchet hätte, Daß der 2. Kaum naht sich die Ge- ihn jetzt noch rette! In des Verfahr, So bebt der Jünger Schar. rath'nen Wunden Hätt' er auch Die sich so hoch vermessen, Ch'Heil gefunden. sie der Treu' vergäßen, Den Tod 9. Zwar schrecklich war die auch vorzuziehen, Verlassen dich That, Daß er den untertrat, und fliehen. dil Der ihn zum Freunde wählte, Und zu den Zwölfen zählte; Daß er, da Jesus lockte, Sein freches Herz verstockte. hi minsólid 3. Der kühn sein Schwert gezückt, Dein Petrus selbst ér Schrickt. Er flieht, eh' Bande drohen, Schämt sich, daß er ge10. Doch für die ganze Welt Nach Rambach. insis Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. und Begräbniß Jesu. 75 nd Welch köstlich Lösegeld! So wahr 4. Kein Schonen mehr! Wie der lebt, der Leben Uns Allen blutet er! Wie ist sein Leib zerhat gegeben So schwört er rissen! Sünder, sieh des Mittselbst, der Rächer,- Es gilt lers Blut Für uns Menschen auch für Verbrecher! fließen! nd tot strbant 11. Doch sein Herz foltert 5. Frech, ruchlos, blind Unihn. Der Marter zu entfliehn, menschen sind, Die ihn so grauErwählt er, gleich den Teufeln, sam höhnen, Daß sie den GeAuf ewig zu verzweifeln, 3u geißelten Noch mit Dornen ewigem Verderben Durch eigne frönen.f Hand zu sterben. S 12. D, schreckliches Gericht! D, Menschen, daß euch nicht Des Satans List berücke! Herr, störe deine Tücke! Gieb Kraft aus deiner Höhe, Daß ich ihm widerstehe! gard 16. Noch beugen die vor ihm die Knie, Die keinen Frevel scheuen, Beten den als König an, Den sie doch verspeien. sid 7. Seht, welch ein Mensch! Seht, welch ein Mensch! Sie sehen's ohne Rührung, Dringen auf der Kreuzigung Schleunige Vollführung. 13. Trennt gleichwohl ein Versehn- O, möcht' es nie geschehn!- Mich, Jesu, von den Deinen: Laß mich mit Petrus 8. Dies läßt Gott zu Zu weinen, Um Gnad' in Demuth meiner Ruh'. kann ich nicht beten, Nie Judas Weg betreten! Alles fassen, Will ich doch auf seinen Tod Gläubig mich verlassen. Tiut nillout Johann Adolf Schlegel, 319109 Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. geb. 1721, geſt. 1793. 9. D, welche Huld! Für 106. O, blinde Wuth, D, fremde Schuld Läßt sich der Durst nach Blut, Als nie erhöret worden! Ihn, den Lebensfürsten selbst Sucht man zu ermorden! Herr zerschlagen. Ach, auch meine Missethat Wirkte seine Plagen. 0200 10. Hilf, Gotteslamm, Am Kreuzesstamm Auch für mein Heil geschlachtet, Daß mein Geist, wenn Sünde lockt, Deine Pein 2. Den Heiland meint Der Menschenfeind, Der Satan, zu besiegen; Durch der Hölle Rach- betrachtet! sucht soll Gottes Sohn erliegen. Bit 011. Ja deine Pein Bleib' 3. Welch ein Bemühn, Um's einst allein Mein bester Trost Leben ihn, Die Unschuld selbst, im Sterben, Und dein Ende zu bringen! Daß auf seine mache mich Zu des Himmels Kreuzigung Seine& Seine Brüder Brüder Erben! dringen! Nach Homburg. 16 Vom Leiden, Tode Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. deiner unwerth lebe, Das gieb, 107. Seht Jesum, den Ge- mein Herr und Gott! Werd ich rechten; Seht seine Schmach, dich einst als Richter sehn, So und weint! Entehrt von Laster- laß mich nicht mit Schande Vor knechten, Steht da der Men deinem Throne stehn! un schenfreund. Spott, Speichel und der Bosheit Wuth ErdulNach Christoph Friedrich Neander. det er und büßet Der Menschen Frevelmuth. 2. Der göttliche Prophete, Durch den der Vater sprach, Der nun ans Kreuz Erhöhte, Trägt 2. Das Heil ist da! Auf Golwillig Spott und Schmach. Ihr, gatha Seh' ich am Kreuz ihn die ihr seine Marter seht, Be- gatha Seh' ich am Kreuz ihn hängen. Seht, wie da sich denkt's: um euretwillen Ward Ströme Bluts Aus den Adern Jesus so geschmäht. drängen. 3. Der Schönste unter Allen Hat nichts, was uns gefällt. Wie blutend, wie verfallen, Wie sehr ist er entstellt! Von seinem bleichen Angesicht Fließt Blut; doch ist er stille, Und flucht den Frevlern nicht. Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. 108. Das Heil ist da! Auf Golgatha Stirbt als ein Missethäter Jesus, der Gerechte stirbt Für die Uebertreter. 6. Daß ich mich dir ergebe, Im Glück, wie in der Noth, Nie TS 3 3. Das Heil ist da! Auf Golgatha Hat ihn sein Gott verlassen. Ach, wer kann die ganze Qual Seiner Seele faffen! 4. Das Heil ist da! Auf Golgatha Erwarb sein Tod uns Leben. Ewig, ewig wollen wir Seinen Tod erheben! 4. Die Feinde, die ihn hassen, Verfolgt er nicht mit Grimm; Trägt als ein Lamm gelassen Mel. Christus, der ist mein Leben zc. Der Würger Ungestüm; Durch 109. Die Sonne stand vergöttlichsanften Edelmuth Besiegt finstert, Der Mittag ward zur er seine Leiden Und der Ver- Nacht; Nun hatt' er's überwunfolger Wuth. den, Und sprach: es ist vollbracht! 5. Herr, laß mich wohl bedenken, Was du für mich ge= than; Und, wenn mich Leiden fränken, Erinn're mich daran, Wie du die auferlegte Last So willig übernommen, so still getragen hast! 2. Der Erde furchtbar Beben Hob das Gebirg' empor; Und Todte Gottes gingen Aus ihrem Grab hervor. 3. Den Todesüberwinder Umgab des Grabes Nacht; Und Gottes Engel jauchzten: Er hat's, er hat's vollbracht! und Begräbniß Jeſu. 77 4. Das Opfer für die Sünde| Mel. Da Jesus an dem Kreuze stand 2c. Ist dargebracht vor Gott. Er 110. Erniedrigt hatte sich bestarb; und Heil und Leben Wird aller Welt sein Tod. reits Mein Heiland bis zum Tod am Kreuz; Doch unter allen Plagen Blieb er sich gleich, verherrlichte Sein göttliches Betragen. 2. Erbarme, Vater, ihrer dich, Vergieb es; sie verkennen mich! So bat der Herr für Feinde. Ach, Wie voll Liebe wallt nun nicht Sein Herz für seine Freunde! 5. Nun wird kein Opfer wie der In Ewigkeit gebracht: Der, den sein Volk erwürgte, Der hat es ganz vollbracht. 6. O du, der mich versöhnte Dem Richter aller Welt, Du hast das Heil der Erde Allmächtig hergestellt! Un 3. Dem Schächer schenkt er 7. Nun wohnt in ew'gem Frieden Das menschliche Ge- Seelenruh', Spricht: wahrlich schlecht; Und du regierst die heute noch bist du mit mir im Völker Mit Wahrheit und mit bessern Leben! So wirst du, Herr, Recht. entschlaf' ich einst, Auch mich dazu erheben. 8. Du kömmst und führst die Deinen In deines Vaters Reich, Und machst an Heil und Würde Sie deinen Engeln gleich. 9. Wie herrlich ist dein Name! Wie groß ist deine Macht! Preis dir und Dank und Ehre, Daß Freund ersehen. du dein Werk vollbracht! 10. Laß mich dein Beispiel stärken, Daß ich im Glauben treu Und standhaft in der Liebe Bis an mein Ende sei! 11. Darf ich den Tod noch fürchten? Herr, meines Lebens Kraft, Auch ich werd' überwinden Durch dich, der Hülfe schafft! 12. Du führst mich hin zum Ziele; Vollbracht ist dann mein Lauf, Dann nimmt in seine Hände Auch mich mein Vater auf. aplis id Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 4. Zur Mutter sprach er, da sie weint: Das ist dein Sohn! und hieß den Freund, Der Mutter beizustehen. So wird Gott einst den Meinen auch Nach mir den 5. Dann flehet er: mein Gott, mein Gott, Berläsfest du mich in der Noth? Mein Heiland, mich verlassen Wird Gott um deinetwillen nicht, Mich nimmermehr verlassen. 6. Mich dürstet! rief er, matt von Schmerz; So sollt' in jeder Noth sein Herz Mitleiden mit uns haben. Wenn nun kein Labsal mehr mich fühlt, Wird er, wird er mich laben. 7. Es ist vollbracht!- In Ewigkeit Hat er gesiegt und uns befreit. Hilf, Herr, auch mir voll Vom Leiden, Tode bringen! Du siehst mich kämpfen,| 4. O, hilf mir, Herr, nun stärke mich, Das Kleinod zu erringen! auch vollbringen, Was wahre Dankbarkeit begehrt! Laß nach 8. Dir, Vater, geb' ich meinen der Heiligung mich ringen, Dazu Geist In deine Hand!- sei dein Tod mir Kraft gewährt! O gepreist! Die Hoffnung jenes O, stärke mich dazu mit Macht, Lebens Bewährtest sterbend du Bis meine Bess'rung ist vollmir noch; Ich hoffe nicht ver- bracht! gebens. 9. Wie rührt dein hohes Beispiel mich! Vergeben will ich, sehn auf dich, Nach dir gen Himmel schauen, Die Meinen lieben, und in Noth, Wie du, dem Vater trauen! 78 Christoph Friedrich Neander, 11 geb. 1724, geſt. 1802. 03 5. Du litt'st so viel zu meinem Leben. Wie? sollt' ich nicht voll Eifer sein, Mich deinem Dienste zu ergeben? Sollt' ich dabei vor Schmach mich scheu'n? Dein, Jesu, sein, dein Eigenthum, Sei meines Herzens Freud' und Ruhm! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 6. Soll ich bei dir ergeb'nem Herzen Auch hier durch manche 111. Es ist vollbracht! so ruft Trübsal gehn, Und hat mein am Kreuze Des sterbenden Er- Gott gehäufte Schmerzen zu lösers Mund. O, Wort voll Trost meiner Prüfung außersehn: So und Leben, reize Zur Freude laß die Hoffnung mich erfreun: meines Herzens Grund! Das große Opfer ist geschehn, Das Gott auch mir zum Heil ersehn. Auch das wird einst geendigt fein. 2016 Schmerzen, Dann, Herr, erleichtre 7. Fühl' ich zuletzt des Todes 2. Wie viel, o Herr, hast du mir die Last; Und mach' es lebvollendet, Als dir das Herz im haft meinem Herzen, Daß du Tode brach! Du hast den Fluch den Tod besieget hast! So geh' hinweggewendet, Der auf der ich froh zur Grabesnacht Mit Welt voll Sünder lag. Für uns dem Triumph: es ist vollbracht! hast du genug gethan; Gott Johann Samuel Diterich, nimmt uns nun noch gnädig an. geb. 1721, geft. 1797. 3. Dankvolle Thränen, nettet di thals die Wangen! Mein Glaube sieht 112. Komm, laß uns Jesum nun offenbar Die Schuldschrift sterben sehen, Mein Herz! sieh an dem Kreuze hangen, Die hin nach Golgatha, Auf dessen wider meine Seele war. Er, den fürchterlichen Höhen Einst Gottes mir Gott zum Trost gemacht, größtes Werk geschah! Erwäg' Rief auch für mich: es ist voll an diesem heil'gen Orte Des bracht! disad sterbenden Erlösers Worte, Und und Begräbniß Jesu. 79 15 rufe Gott um Glauben an! Sie noch zu schützen strebte, Wird können dir viel Trost im Leben auch der Meinen Pfleger sein. Und einst noch Trost im Tode 5. Frohlockt, bußfertige Vergeben, Wenn hier dich nichts brecher! Wer glaubet, kömmt mehr trösten kann. nicht in's Gericht. Hört, was zu Mund der Liebe sterbend spricht: dem gebeugten Schächer Der Mund der Liebe sterbend spricht: Du wirst, so ruft er ihm entgegen, Noch heute deines Glaubens wegen Mit mir im Paradiese sein! Herr, laß an des Todes Pforte Einst diese trostesvollen Worte mich auch im letzten Kampf erfreun! diesen Stunden! Nie hat's 6. Wer kann die hohen Leiden ein Sterblicher empfunden; Und, ach, allein für unsre Schuld! 13. Gelassen bei den größten Schmerzen, Fleht er für seine Feinde nun, Und ruft mit sanftmuthvollem Herzen: Sie wissen, Gott, nicht, was sie thun! Der Göttliche, der größte Beter, Fleht liebreich noch für Missethäter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach. O Mensch, den Rach' fassen, Als Christus an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie hast du mich verlassen! Wie beugt ihn unsre Last so tief! Was hat der Sohn nicht da empfunden! Und doch blieb selbst in diesen Stunden Sein Vater seine Zuversicht. Berlassen! ach, von Gott, im Sterben! Laß mich im Tode nicht verderben! Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht! 7. Der Fürst des Himmels und Zorn verführen, Laß dich und der Erde, Bon Allem, was durch dieses Beispiel rühren, Und bete dem Versöhner nach! erquickt, entblößt, Wünscht, daß sein Durst gestillet werde. Wie theuer bin ich nicht erlöst! Der Heiland ruft noch um Erbarmen Austausend hülfsbedürft'gen Armen, Die Hunger, Durst und Mangel drückt; O selig, wer den Ruf erfüllet! Denn wer des Armen Mangel stillet, Der hat den Heiland selbst erquickt. 8. Nun enden sich die schweren Leiden; Der Heiland spricht: es 2. Schon zeigt der Blutberg sich von weitem; Erschrick und zittre, frommes Herz! Sieh deinen Retter, sieh ihn streiten, Und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz! Hier hing, den Mördern über geben, Am Holze Gottes Sohn, dein Leben, Und litt mit göttlicher Geduld. Was fühlt' er nicht in — 4. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, Als unter Leiden ohne Zahl Der Herr dem Jünger seiner Liebe Die Mutter, eh' er starb, empfahl! Ach, wird mein Aug einst um die Meinen In meinen letzten Stunden weinen: So soll dies Wort mir Trost verleihn! Der, als der Tod schon um ihn schwebte, Die Seinen 80 Vom Leiden, Tode ist vollbracht! D, Wort des o Mensch, und stirbt, Der dir Sieges, Wort der Freuden! Du erwirbt Das Leben, welches nie nimmst dem Tode seine Macht. verdirbt. Heil uns! wer darf es nun wohl 2. Erschrecklich, daß der Herr wagen, Uns, die Erlösten, zu erbleicht, Der Lebensfürst, dem verklagen? Der Friede ist mit niemand gleicht An Herrlichkeit! Gott gemacht. Gieb, daß am Die Erde kracht, Und es wird Ende meiner Tage Auch ich, o Nacht, Weil er stirbt durch der Herr, mit Freuden sage: Es ist vollbracht! Es ist vollbracht! Sünde Macht. 3. Die Sonn' erlischt in ihrem 9. Das letzte Wort aus dei Lauf, Der Heilgen Gräber thun nem Munde, Herr Jesu, soll sich auf, Der Vorhang reißt von auch meines sein! Laß es in oben an, Daß jedermann Ins meiner Todesstunde Mir Muth Heiligthum nun schauen kann. 4. Weil denn die Kreatur fich und Zuversicht verleihn! Du rufest: Bater, ich befehle In deine Hände meine Seele, Die allen Menschen Heil erwarb! Nun war das große Werk vollendet, Wozu der Vater ihn gesendet; Da neigt er sanft sein und starb.stomis Haupt regt, So werd' auch du, o Mensch, bewegt! Ein Fels zerreißt, und du wirst nicht Durch dies Gericht Erschüttert, daß dein Herze bricht? dich sein Leben gab, Folg in das Grab Und stirb dem Sündenleben ab. 5. Dein ist die Schuld, nimm dies in Acht, Daß Jesus ist ans 10. Mensch, kannst du ohne Kreuz gebracht; Ihm, der für fromme Zähren Den Heiland Gottes sterben sehn? Mußt du ihn nicht mit Freuden ehren Und willig seinen Ruhm erhöhn? O, 6. Ach Bater, unter Pein und weine fromm bei seinen Plagen, Hohn Erblaßt am Kreuz dein einUnd sich ihn froh nach dreien ger Sohn! Nun, dies geschieht Tagen Aus seinem Grabe auferstehn! Und wenn ihn Spötter hier entehrten, Dort wirst du ihn als den Verklärten Zur Rechten seines Vaters sehn. i für meine Schuld, Drum hab' Geduld Und schenk in ihm mir deine Huld! www Rach Bachoff von Echt. Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott 2c. 113. Nun ist es alles wohlgemacht, Weil Jesus ruft: es ist vollbracht! Er neigt sein Haupt, 7. Ich will mit ihm zu Grabe gehn Und, wo die Unschuld bleibet, sehn; Ich will mit ihm begraben sein. Sein Tod allein Macht, daß ich selig schlafe ein. 8. Ich will nun abgestorben sein Der Sünd' und leben dir allein; Es hat dein Tod das und Begräbniß Jesu. Leben mir Gebracht herfür Und zeihn; Könnt' er sonst der gerechte, aufgethan die Himmelsthür. Der ernste Richter sein? 9. Ertödte selbst in meiner 4. Doch soll der Sünder leben, ErBrust, Mein Heiland, jede böse barmungsvoller Gott! Du kannst, Lust, Den alten Menschen, daß du willst vergeben Durch deines ich streb', Wie ich erheb' Mein Sohnes Tod. Wenn wir die Sünde Herz zu dir und dir, Herr, leb'! 10. O Jesu Christe, stärke mich In meinem Vorsatz kräftiglich, Laß mich den Kampf so führen fort Nach deinem Wort, Daß ich die Kron erlange dort! 81 hassen Und glaubend zu ihm flieh'n, Willst du die Schuld erlassen Und gnädig sein durch ihn.e 5. O wundervolle Güte, Wie wirst du g'nug verehrt? Wie faffet mein Gemüthe Ganz dieser Wohlthat Werth? Wie richt' ich meine Triebe, Gott, ihrer werth 11. So will ich dich, Herr Jesu Christ, Daß du für mich gestorben bist, Von Herzen preisen zu sein, Mich ewig deiner Liebe in der Zeit Und nach dem Streit In deinem Sohn zu freun? Mit Freud' und Wonn' in Ewigkeit. wan Nach Laurenti. 6. Wenn noch die Lust zu Sünden mich zu verführen droht, Hilf mir sie überwinden Durch deines Mel. O Haupt voll Blut und Wunden 2c. Sohnes Tod! Lehr' mich die Sünde meiden, Weil er gestorben ist; Mir predige sein Leiden, Gott, wie gerecht du bist! 114. Tag, der den Ueberwinder Des Todes sterben sah, Als er die Welt voll Sünder Erlöst' auf Golgatha: Wie zürnend auf die Sünde Zeigst du den Richter mir! Wie gütig, wie gelinde Zeigt er sich auch an dir! 7. Und deine Lieb' erfülle Mein 2. Gott ist ein ernster Rächer, Ist heilig, ist gerecht; Bor ihm schüßt den Verbrecher Nicht Ansehn, nicht Geschlecht. Vom Himmel, wo er wohnet, Kommt er einst zum Gericht Voll Majestät, und schonet Der Uebertreter nicht. Herz mit Dankbarkeit! Gehorsam sei mein Wille, Mein Thun Rechtschaffenheit! Fromm lehr' mich sein mit Freuden, Weil er gestorben ist! Mir predige sein Leiden, Wie gütig, Gott, du bist! Balthasar Münter, geb. 1735, geft. 1793. mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. 115. Am Kreuz erblaßt, Der Marterlast, Der Todesqualen müde, Findet mein Erlöser nun In dem Grabe Friede. 3. Der seinen Sohn als Bürgen Für uns genugthun hieß, Der seinen Sohn erwürgen, Am Kreuz 2. Ein heil'ger Schmerz Durcherwürgen ließ: Der kann nicht dringt mein Herz; Und, Herr, seinem Knechte Die Missethat ver- was kann ich sagen? Nur an 6 82 Vom Leiden, Toder meine Brust kann ich Tiefgerüh- wesung sehen; Bald wirst du ret schlagen. stilt ofm, n aus eigner Kraft Aus dem Grabe 3. Du schüßzest mich, Und über gehen. siddire dich Gehn aller Trübsal Wetter. Sterben wolltest du für mich, 4. Ja, ja du wirst, Mein Lebensfürst, Mich auch wie dich Einziger Erretter! do ondo erwecken; Sollte denn mein gläubig Herz Vor der Gruft erschrecken? 4. Du hast's gethan. Dich bet' ich an, Du König der Erlösten! Dein will ich im Tode mich Glaubensvoll getrösten. 5. Hier werd ich einst, Bis du erscheinst, In sanftem Frieden liegen; Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 5. Es ist vollbracht! Riefst du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, Mein Versöhner, göttlich frei Habest hingegeben. ism 6. Jhr, die die Welt Gefesselt hält, Zagt nur vor der Verwesung; Ich, ich hoff in Christo einst Meines Leib's Erlösung! 6. Hochheil'ge That! Des Höchsten Rath Will ich in Demuth ehren: Der Erwerber meines Heils Wird mir's einst erklären. S5 7. Allmächtig rief Gr, der ent schlief, Den Todten; sie erstanden. Leicht entschwingt der Lebensfürst Sich des Todes Banden. 7. Nein, nichts verdirbt! Selbst das, was stirbt, Der Leib, wird auferstehen Und, zum Himmelsglanz verklärt, Aus dem Grabe gehen. da CLOC 8. Das finstre Thal Will ich einmal Durchwandeln ohne Grauen; Denn es führt mich an den Ort, Da ich Gott soll schauen. Nach Salomon Frand. 8. So sinf ins Grab, Mein Leib, hinab! Ich will mich drum nicht fränken, Sondern, Jesu, mir zum Trost An dein Grab gedenken. 115 this 13pis smil 117. Ach, sich ihn dulden, Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. bluten, sterben! O meine Seele, 116. 3ur Grabesruh Ent. sag ihm frommen Dank! Sieh schliefest du, Der du für uns ge- Gottes ein'gen Sohn und Erben, storben Und am Kreuz uns schmer- Wie mächtig ihn die Menschenzensvoll Ewges Heil erworben. liebe drang! Wo ist ein Freund, der je, was er, gethan? Der so, wie er, für Sünder sterben kann? 2. Du bist erblaßt, O- Herr, und hast Doch in dir selbst das Leben! Gleich den Sterblichen hält dich Nun das Grab umgeben. prade 15 tisd wit 2. Wie dunkel waren jene Stunden, D Herr, und welche Lasten drückten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden, Und ach, es floß zum Heil und 3. Doch freu ich mich: Dein Gott läßt dich Nicht die VerChristoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. und Begräbniß Jeſu. 83 Trost für mich, Und ruft noch tes Schickung widersprechen, Wär heute mir ermunternd zu, Daß auch sein Pfad jetzt noch so. du mich liebst, du frommer Dul- dunkel mir; Auf Dornen gingst der, du! du selbst zum Ziele hin, Ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. 3. So sollt es sein: du mußtest leiden; Dein Tod macht mir des Vaters Liebe fund, Er wird für mich ein Quell der Freuden, Ein Siegel auf den ew'gen Friedensbund; So wahr dich Gott für mich zum Opfer gibt, So fest steht es, daß er mich herzlich liebt. 8. Was fürcht' ich noch des Todes Schrecken? Du schliefst auch einst im Grab, o Seelenfreund! Mag sie doch meine Asche decken, Die Erde, wann des Todes Nacht erscheint! Der indu Gott, der mir das Leben wiedergab, Wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. 4. Dein bin ich nun und Gottes Erbe; Ich sehe in sein Vaterherz hinein. Wann ich nun leide, wann ich sterbe, Kann ich unmöglich je verloren sein. Wenn Sonn' und Mond und Erde untergehn, So bleibt mir Gottes Gnade ewig stehn. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre Gereicht dein ganzer Kampf, dein Kreuzestod; Bestätigt ist nun deine Lehre, Ich baue fest darauf in jeder Noth; Unschuldig littest du, doch Preis und Ruhm Ist auch im Kampf der Unschuld Eigenthum. 6. Herr, dies dein Beispiel 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, Mein Retter, den dir treue Liebe bringt! Noch heißern Dank will ich dir sagen, Wann dich mein Geist im Engelchor besingt; Dann stimmen alle Sel'gen fröhlich ein, Der ganze Himmel soll dann Zeuge sein! Johann August Hermes, geb. 1736, gest. 1822. 118. Chrifte, du Lamm Gottes, Der du trägst die Sünde der Welt, Erbarm' dich unser! 2. Christe 2c. 2c. 3. Christe, du Lamm Gottes, soll mich lehren, Des Lebens Der du trägst die Sünde der Unschuld sei mein Ehrenkleid. Gern Welt, Gieb uns deinen Frieden! will ich deine Stimme hören Und Amen. willig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt innigst mich dazu; Wer hat es mehr um mich verdient, als du? Alte Kirche: Agnus Dei. Mel. Jesu, der du meine Seele 2c. 119. Der du uns mit deinem 7. Nie will ich mich am Feinde Blute Dir zum Eigenthum errächen; Auch dies lern' ich, mein warbst, Und uns Sündern, uns Heiland, hier von dir; Nie Got zu gute Schmachvoll an dem 6* Vom Leiden, Tode Kreuze starbst: Ach wie viele Glaubens sich, Und verleugnet, deiner Christen Dienen, Herr, Herr, doch dich.ums im stud noch bösen Lüsten, Leben ohne 6. Ach, wenn uns der Trieb Besserung, Fern von ihrer Hei- zur Sünde Reizet wider unsre ligung! ligaridple Pflicht, Heiligster, so überwinde 2. Herr, du littst, uns vom Uns der Trieb zur Sünde nicht! Verderben, Von der Sünd' uns Lehr' uns muthig ihn bekämpfen, zu befrei'n; Und wir wollen Und die Macht der Sünde dämlieber sterben, Lieber ihre Knechte pfen! Steh' uns in Versuchung sein! Glauben immer noch in bei Und erhalt' uns dir getreu! Sünden Unsers Lebens Ruh' zu 7. Laß uns ernstlich auf dich finden, Und vergessen dein Ge- schauen, Herr, dann siegt die bot, Deine Schmach und deinen Sünde nie. Laß dein Beiſpiel Tod! un bustinis telak dopuns erbauen Und uns stärken nennen, 3. Ach, wann werden wir's wider sie! Ach, die Absicht deierkennen, Wozu du gestorben bist? ner Schmerzen Präge tief in Wann nicht bloß uns Christen unsre Herzen, Daß wir, von der Sondern thun, was Sünde rein, Heiligster, dir ähnchristlich ist? Wann, um deines lich sein! de d Todes willen, Jesu, dein Ge- starim idi Balthasar Münter, setz erfüllen, Schnöden Lüsten widerstehn, Und dich nicht durch nicht b geb. 1735, gest. 1793. ndot pigis adore Mel. 3ion flagt mit Angst zc. Sünden schmähn? 84 120. Jesu, deine tiefen Wun. den, Deine Qual und bittrer 4. Wer dich sieht, von Gott Lod Geben mir zu allen Stunverlassen, In der tiefsten Trau- den Trost in Leibs- und Seelenrigkeit; Wer dich, Gottmensch, noth. Fällt mir etwas Arges sieht erblassen Nach vollbrachtem ein, Denk' ich bald an deine schwerem Streit, Und läßt doch Pein, Die erlaubet meinem Herzum Dienst der Sünden Seine zen Mit der Sünde Lüste sich entzünden: Der hat scherzen. nicht an deinem Heil, Nicht an Gottes Gnade Theil. nicht zu wandel 2. Will sich denn in Lüsten weiden, Mein verderbtes Fleisch 5. Meiden könnt' er sein Ver- und Blut, So gedenk' ich an derben; Hülfe giebt ihm Gott dein Leiden: Bald wird Alles genug: Aber, seht, er selbst will wieder gut. Und wenn durch sterben; Denn sein Glaub' ist Gefahr und Noth Satan mich Wahn und Trug. Er bekennet zu fällen droht, Laß, im Glaudeinen Namen, Ohne doch dir ben mich zu stärken, Mich auf ling nachzuahmen, Rühmet seines deine Leiden merken. und Begräbniß Jesu. 85 3. Will die Welt mein Herze Wort von deinem Kreuze so zu führen Auf der Sünden breite ehren, Daß ich, getreu in dem Bahn, Wo so viele sich ver- Beruf der Liebe, Mich christlieren, Ach, dann schau' ich emsig lich übe! ht Gig an Deiner Marter Zentnerlast, 2. Das Gute thun, das Böse Die du ausgestanden hast: So fliehn und meiden, Herr, dieſe kann ich in Andacht bleiben, Alle Pflicht lehrt mich dein heilig böse Lust vertreiben. pidur Leiden. Könnt' ich zugleich das Böse mir erlauben, und an dich glauben? ww 4. Ja, für alles, das mich fränket, Geben deine Leiden Kraft; Wenn mein Herz sich drein versenket, Schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigfeit 3. Da du dich selbst für mich dahin gegeben, Wie könnt' ich noch nach meinem Willen leben? Wendet mir das bittre Und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, Zu deiner Ehre? noch ENLL Leid, Weil du mir das Heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 4. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, Wenn Kreuz 5. Laß auf deinen Tod mich mich trifft, gelass'nen Herzens trauen, Jesu, meine Zuversicht; werden; Da du so viel für uns, Du vertreibst des Todes Grauen, die wir's verschuldet, Liebreich Daß er mich kann tödten nicht. erduldet? 1. hands Daß ich an dir habe Theil, 5. Für welche du dein Leben Bringet mir Trost, Schutz und selbst gelassen, Wie könnt' ich Heil; Deine Gnade wird mir sie, sie meine Brüder, hassen? geben Auferstehung, Licht und Und nicht, wie du, wenn sie Leben. Gru mich untertreten, Für sie noch beten? 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, Du Brunn aller Gütigkeit, So besieg' ich alle Schmerzen Auch in meinem letzten Streit. Ich verberge mich in dich; Wer kann da verletzen mich? Wer vertraut auf deine Wunden, Der hat selig überwunden. omino ad Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. IQ JUDG stan smith Mel. Herzliebster Jesu, was hast du zc. 121. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, Das 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, Wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten; Du Heiliger, du Herr und Haupt der Glieder, Schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, Dies ist der Dank für deine Kreuzesschmerzen; Und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen Dich nachzuahmen. 8. Unendlich Glück! du littest 86 Vom Leiden, Tode uns zu gute; Ich bin versöhnt Mel. Christus, der uns selig macht zc. mit deinem theuren Blute. Du 122. Mein Erlöser, Gottes haft auch mir, da du für mich Sohn, Der du für mich littest, gestorben, Dies Glück erworben. Und erhöht auf Gottes Thron, Jetzt noch für mich bittest: Welche Wohlthat ist für mich, Dein versöhnend Leiden! O, wie preis' ich würdig dich, Stifter meiner 9. Ich bin ja dein, schon selig hier im Glauben; So wird mir nichts, nichts meine Krone rauben. So werd' ich dort, von Herrlichkeit umgeben, Einst ewig Freuden? leben. 2. Dir, dem Herrn der Herr10. Ja, wenn ich stets der lichkeit, War es ja gegeben, Tugend Pfad betrete, Im Glau- Ohne Schmerzen, ohne Leid, Ewig ben kämpf, im Glauben wach' froh zu leben. Aber, o der großen und bete: So ist mein Heil Huld! Daß ich selig würde, schon so gewiß erstrebet, Als Jesus lebet. Uebernahmst du in Geduld Schwerer Leiden Bürde. 11. Lockt böse Lust mein Herz mit ihrem Reize, So schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; Und werd' ich matt in Uebung guter Werke, So sei mir's Stärke! 12. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden Ein Aergerniß und eine Thorheit werden: So sei's doch mir, troß alles frechen Spottes, Die Weisheit Gottes! 13. Gott, eile nicht, sie rächend zu zerschmettern; Erbarme dich, wenn einer von den Spöttern Sich spät bekehrt und dich, den er verschmähet, Um Gnade flehet! 14. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden fränken, So laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; Dein Sterben sei, wenn ich den Tod einst leide, Mir Fried' und Freude! filled Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. FC20 3. Nun kann meine Missethat Noch Vergebung finden; Denn du starbst nach Gottes Rath Auch für meine Sünden. Unsre Strafe trugest du, Uns vom Fluch zu retten, Daß wir im Gewissen Ruh', Mit Gott Friede hätten. 4. Was uns Lust zur Bess'. rung schafft, Was zur Tugend leitet, Dazu hast du neue Kraft Durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun Mich um Kraft bewerben, Gottes Willen gern zu thun, Sünden abzusterben.ing par 5. Froh kann ich in's Todesthal Schon im voraus sehen, und zu jener Welt einmal Ohne Schrecken gehen; Denn du hast aus aller Noth Rettung mir er rungen, Und durch deinen Kreuzestod Meinen Tod bezwungen. und Begräbniß Jeſu. 87 6. Herr, was bin ich, daß 2. Ach, glaubt' ich deine Gottdu mein So dich angenommen? heit nicht, So schreckte mich noch Laß die Frucht von deiner Pein das Gericht; So würde deine Nun auch auf mich kommen! Todespein Für mich kein geltend Gieb mir Weisheit, gieb mir Opfer sein. Kraft,- Denn du hast's in Händen,- Was du mir zum Heil verschafft, Gläubig anzuwenden. hori disud on - 3. Wärst du der Menschen Heiligster Und nicht auch Gott, Gekreuzigter, So würd' ich nicht von Sünden rein, nicht durch dein Blut versöhnet sein. 7. Strafet mein Gewissen mich, Reu'n mich meine Sün- 4. Ich weiß es, Jesu, du den: O, dann laß, gestärkt durch bist Gott; Versöhnend ist dein dich, Mich den Trost empfinden, Kreuzestod. Und dieses Trostes Daß du auch für meine Schuld Göttlichkeit Bist am Kreuz gestorben, Und Seligkeit. Versichert mich der Hind zu Gottes Vaterhuld Zutritt mir 5. Der Feind nehm' Alles, erworben. Alles hin! Das Glück, daß ich versöhnet bin, Jst meiner Seele höchstes Gut, Und macht mir auch im Tode Muth. d choi 8. Laß das Wort von deinem Kreuz Mich mit Muth beleben, Standhaft jeder Sünde Reiz Hier zu widerstreben! Treib mich dadurch mächtig an, Mich vor Gott zu scheuen, Was ich Böses je gethan, Innig zu be6. Wann des Gesetzes Fluch mir droht, Dann tröste mich dein Mittlerstod! Ich weiß, daß du auch meine Last Am Kreuze, Herr, getragen hast. If reuen! 07 9. Stärfe mich durch deinen 7. Und ist die letzte Stunde da, Tod Auf die letzten Stunden! Dann blick' ich hin nach Golgatha. Wie du deine Todesnoth Sieg- Der Trost, daß ich begnadigt bin, reich überwunden, D, so hilf Macht mir das Sterben zum Gedazu auch mir; Laß mich fröh- winn.6 dul and TipT9- 76 lich scheiden! Herr, so dank' ich ewig dir Für dein bittres Leiden. Hoi Johann Samuel Diterich, 124. geb. 1721, gest. 1797. 109 Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. 123. Lamm Gottes, unTschuldig Am Stamm des Kreuzes geschlachtet, Allzeit erfunden gedu, mein Mittler duldig, Wie sehr du wurdest und mein Gott! Ich danke dir verachtet! All' Sünd' hast du für deinen Tod, Der mir des getragen, Sonst müßten wir Himmels Seligkeit Und hier Ge- verzagen. Erbarm dich unser, o wissensruh verleiht. siends Jeſu! Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. Vom Leiden, Tode 2. D Lamm Gottes 2c. 2c. o| drücken, Und Gott will mir verJeſu! ith o find zeihn; Du wirst ein Fluch, da3. O Lamm Gottes 2c. 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! gegen Erwirbst du mir den Segen; Dein Schmerz muß mir ein Labsal ſein. Asig tm05/ 20 Nicolaus Decins, starb 1529. Dubbe Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 125. Welt, sieh hier dein Leben Am Stamm des Kreuzes schweben, Dein Heil sinkt in den Tod; Der große Fürst der Ehren Läßt willig sich beschweren Mit 8. Du gehst auch meinetwegen Schlägen, Hohn und großem Der Todesnacht entgegen Mit Spott.m machine infine ungebeugtem Muth. Du stirbst, 2. Tritt her und schau mit mir vom Verderben Errettung Fleiße, Sein Leib ist ganz mit zu erwerben; O unerhörte LiebesSchweiße Des Todes überfüllt; gluth! Aus seinem edlen Herzen Vor unerschöpften Schmerzen Ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer ist's, der dich geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So zugerichtet hat? Du bist ja nicht ein Sünder, Wie wir und unsre Kinder, Und weißt von keiner Missethat. 4. Jch, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, daß dich schläget, Und deiner Martern ganzes Heer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen, An Händen und an Füßen Gebunden, in der Qual; Die GeiBeln und die Banden Und was du ausgestanden, Hab' ich verdienet allzumal. Sports 88 6. Du nimmst auf deinen Rücken Die Lasten, die mich 7. Du setzest dich zum Bürgen, Ja läsfest dich erwürgen Für mich und meine Schuld; Mir lässest du dich krönen Mit Dornen und dich höhnen, Und leidest alles mit Geduld. 9. Ich bin, mein Heil, verbunden All' Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr; Was Leib und Seel' vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit zu deinem Dienst und Ehr'. 10. Nun, ich kann nicht viel geben In diesem armen Leben; Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. Hono 11. Ich will's vor Augen setzen, Mich stets daran ergößen, Ich sei auch, wo ich sei; Es soll mir sein ein Spiegel Der Unschuld, und ein Siegel Der Lieb' und unverfälschten Treu. 12. Wie wir mit unsern Sünden Des Herrn Gericht entzünden, Wie Rach' und Eifer gehn, Wie strenge Gottes Ruthen, isegi und Begräbniß Jesu. mo 89 Wie heiß der Strafe Gluthen, 3. O, laß dies Heil doch auch Will ich aus diesem Leiden sehn. mein Erbe werden! Was hab' 13. Ich will daran erblicken, ich sonst für sichern Trost auf Wie ich mein Herz soll schmücken Erden? Was giebt mir sonst Mit stillem, sanftem Muth; Und wohl sichern Trost zur Freude, wie ich soll die lieben, Die mich Wenn ich einst scheide? so sehr betrüben Mit Werken, so4. Du bist, mein Heiland, die Bosheit thut. w 14. Wenn böse Zungen stechen, Mir Glimpf und Namen brechen, So will ich zähmen mich; Das Unrecht will ich dulden, Dem Nächsten seine Schulden Verzeihen gern und williglich. auch für mich gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, Das hast du, von Barmherzigkeit geleitet, Auch mir bereitet.ognue, nu 5. Erhalte selbst mein Herz bei diesem Glauben; Kein banger 15. Ich will an's Kreuz mich Zweifel müsse mir ihn rauben; schlagen Mit dir und dem ent- Er müsse mich zum Fleiß in sagen, Was meinem Fleisch ge- guten Werken Beständig stärken! fällt; Was deine Augen hassen, 6. Sollt' ich mich nun noch Das will ich fliehn und lassen, Gefiel' es auch der ganzen Welt. frevelhaft erkühnen, Der Sünde, die dich tödtete, zu dienen: So 16. Dein Seufzen und dein könnt' ich mich mit den von dir Sehnen Und so viel tausend Erlösten Nicht deiner trösten. Thränen, Die dir geflossen zu, 7. Nein, dir allein, der du Die sollen mich am Ende In durch deine Wunden Auf ewig deinen Schoß und Hände Be- mich zu deinem Dienst verbungleiten zu der ew'gen Ruh. den, Nur dir, mein Heiland, sei mein ganzes Leben Zum Dienst ergeben! 80% asing Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. 8. Nichts soll mich je von 126. Sei hoch gepriesen, deiner Liebe scheiden! Ich bleibe Herr, für deine Liebe! Sie drang dich zu dem mitleidsvollen Triebe, Für eine Welt voll Sünder selbst dein Leben Dahin zu geben. dein, bis du mich dort wirst weiden, Wo deine Liebe mit dankvollen Zungen Stets wird befungen. di mant Nach Frehlinghauſen. colife snor antol 2. Fürwahr, du trägest unsrer Sünden Schmergen. D, welch ein Herz gleicht deinem edlen 127. Wenn mich die SünHerzen? Du ließest unsre Schuld den fränken, O mein Herr Jesu an dir bestrafen, Uns Heil zu schaffen. Christ, So laß mich wohl bedenken, Wie du gestorben bist, 90 Vom Leiden, Tode und Begräbniß Jeſu. Und alle meine Schuldenlast Am Was du an mir gethan, Und Stamm des heil'gen Kreuzes meinen Nächsten lieben, Gern Auf dich genommen hast. dienen jedermann Ohn' Eigenim 2. O Wunder ohne Maßen, nutz und Heuchelschein, Und wie Wenn man's betrachtet recht: du mir erwiesen, Aus reiner Es hat sich martern lassen Der Lieb' allein! Herr für seinen Knecht; Es hat sich selbst mein Herr und Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod! drooms 3. Was kann mir denn nun schaden Der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, Die Schuld ist allzumal Getilgt durch Christi theures Blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der Hölle Qual und Gluth. 4. Drum sag' ich dir von Herzen, Jetzt und mein Lebenlang, Für deine Bein und Schmerzen, Jesu, Lob und Dank, Für deine Sanftmuth und Geduld Für dein unschuldig Sterben, Für deine Lieb und Huld. 5. Herr, laß dein bitter Leiden Mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden Die sünd. liche Begier; Laß mirs nie fommen aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, Sollt's auch sein Schmach und Spott, Hilf mir geduldig tragen! Gieb, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese Welt Und folge jenem Bilde, Daß du mir vorgestellt! 7. Laß mich an andern üben, 8. In meinen letzten Stunden Ström' du mir Kraft und Ruh', Mir Heil aus deinen Wunden Und deinen Frieden zu: Du bist's allein, auf den ich trau; Du wollest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau! Justus Gesenius, geb. 1601, gest. 1671. him a un Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. 128. Wir danken dir, o Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist, Und unsrer Sünden schwere Last Am Kreuz auf dich genommen hast. 2. Sohn Gottes und des Menschen Sohn, Verherrlicht nun nach Spott und Hohn! Sei unsre Zuflucht in der Noth Und unser Trost auch einst im Tod! 3. O reich' uns deine starke Hand In diesem unserm Pilgerstand, Damit auch wir geduldig sein, Wie du, in deiner Kreuzespein! 4. Auf dich steht unsre Zuversicht; Verlaß uns, Herr, verlaß uns nicht! Hilf uns der Sünde widerstehn, Und durch den Tod in's Leben gehn! Christoph Fischer( Vischer), starb 1600. l Von der Auferstehung Jesu. XIII. Von der Auferstehung Jesu. then spr 91 Mel. Wachet auf, ruft uns die zc. 4. Unser Herz darf nun nicht 129. Amen! L Amen! Lob und Preis wanken; Die bangen zweifelnden und Stärke Sei dem Vollender Gedanken Besiegt des Glaubens seiner Werke; Dem Todesüber- Zuversicht. Wie ein Fels des winder Dank! Singt dem auf Herrn im Meere, Steht unererstandnen Helden! Da ihn des schüttert Jesu Lehre, Umglänzt Himmels Engel melden, So sei mit Seligkeit und Licht. Der der Erdkreis ganz Gesang! Ihm, Himmel Bau zerfällt; Die Herrder vom Tod erstand, Jhm, der lichkeit der Welt Wird verschwineinst überwand, Preis und Ehre! den; Doch fort und fort Steht Sein ist die Macht; Er hat's Jesu Wort, Bleibt Troft und vollbracht; Die Welt ist seiner Heil in Ewigkeit.dohottaut Ehre voll. 5. Doch auch wir, wir werden bleiben. Mag doch des Körpers Staub zerstäuben: Verzehre, Moder, mein Gebein! Jesus lebt, und meine Glieder Belebt einst seine Allmacht wieder; Wie er, werd' ich unsterblich sein. In der Verwesung Grab Dringt dann sein Ruf hinab; Und ich sein. Wie wird mir dann, o lebe, Und ich bin sein, Auf ewig dann mir sein! Chriftoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. 2. Ja, du Land der Gräber, Erde, Empor aus deinem Staube! werde Ein Land des Lebens und des Lichts! Er, der siegreich auferstanden, Befreit dich von des Todes Banden Und von den Qualen des Gerichts. Heil dir! das Grab ist leer; Des Abgrunds Schreckenheer Ist bezwun gen. Des Todes Nacht, Der Hölle Macht, Der Gräber Grauen ist besiegt. 3. Was vermag uns zu erschüttern? Der Hölle Sclaven Mel. Christ lag in Todesbanden 2c. müssen zittern vor ihm, der ewig, 130. Bringt Preis und ewig lebt; Wir, des Auferstand- Ruhm dem Heiland dar; Frohnen Brüder, Wir Christen, seines lockt ihm, alle Frommen! Er, der Leibes Glieder, Wir freu'n uns für uns getödtet war, Ist aller des, der ewig lebt. Für uns Angst entnommen. Sei gelobt, sank er in Tod; Für uns ent- Herr Jesu Christ, Daß du für rückte Gott Ihn dem Grabe. Empörer, bebt! Der Sieger lebt; Er lebt und stirbt hinfort nicht mehr. aldo uns gestorben bist Und siegreich auferstanden: Sei hochgelobt! B 2. Dein Leben in der Majestät Befestigt unsern Glauben. 92 Von der Auferstehung Jesu. Wer kann, da dich dein Gott dir wandle, Und jederzeit nach erhöht, Den großen Trost uns deinem Sinn Rechtschaffen denk' rauben; Daß du von der Sünde und handle; Daß ich, wenn ich Macht Befreiung haft an's Licht aufersteh', Und dich, des Todes gebracht, Den Himmel uns ge- Sieger, seh', Nicht angstvoll vor öffnet? Gelobt seist du! dir bebe! Gelobt seist du! 3. Gott selbst, der dich dem Grab entrückt, Hat deinen theu8. Wo du, Herr, bist, soll auch dein Freund, Mit Herrlichren Lehren Der Wahrheit Sie feit umgeben, und ewiglich mit gel aufgedrückt, Dich, seinen Sohn, zu ehren. Deines Todes hohen Werth Hat er auf's herrlichste erklärt, Da er dich auferweckte. Gelobt sei Gott! dir vereint, Wie du verheißest, leben. Laß dies Glück mein Erbtheil sein; So werd' ich dein mich ewig freun, Du Todesüberwinder. Gelobt seist du! 4. Erstand'ner, ich frohlocke dir! Mein ist dein Sieg und Leben; Du lebst und herrschest, 131. Christus ist erstanden; Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. um auch mir Dein ew'ges Heil zu geben, meiner Seele Trost Keine Todesbanden Hielten ihn, zu sein, Zur Tugend Kraft mir den Göttlichen. Freut euch, ihr zu verleihn, Und mich zu Gott zu führen. Gelobt seist du! Erlösten, Eures Erretters! 2. Bei den Grabgedanken Mag der Unchrist wanken! Unfre Hoffnung stehet fest, Die auf Christum sich verläßt. Er ist er5. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu; Hilf, daß ich, frei von Sünden, Im Frieden Gottes möge Ruh Für meine standen! Seele finden! Stärke deinen Sinn in mir, Damit ich, Gott ergeben, hier Als dein Erlöster wandle. Gelobt seist du! 3. Gelobt sei Gott! Gelobt sei Gott! Gelobt sei Gott! Ewig soll'n wir selig sein, Uns des Auferstandnen freun. Dankt dem PHO 6. Dein ist das Reich, dein Erbarmer! Christoph Friedrich Neander, ist die Macht, Verstorbne zu err geb. 1724, gest. 1802.) wecken. Du rufft einst, und der ist die S Gräber Nacht Wird uns nicht Mel. Ermuntre dich, mein schwacher 2. ewig decken. Wie du auferstan- 132. Das Grab Das Grab ist leer; den bist, So werd' auch ich, Des Höchsten Sohn Berläßt der Herr Jesu Christ, Durch dich Todten Grüfte, Und seiner Kirche einst auferstehen. Gelobt seist du! Jubelton Dringt freudig durch 7. Gieb mir, daß, weil ich die Lüfte. Du, den der Engel hier noch bin, Jch christlich vor Loblied preist, Entreiße, Heiland, Von der Auferstehung Jeſu. meinen Geist, Daß er dir heilig werde, Den Neigungen der Erde! 93 Mel. Ihr Knechte Gottes 2c. 133. Dich bet' ich an, erstand'ner Held, Erretter einer Sündenwelt; Die Christenheit singt Lieder dir, Und ich verehre dich mit ihr. 2. Die Menschheit, Herr, erlaubt mir nicht, Mit dir empor zu steigen, Bis diese schwache Hütte bricht. Wird sich mein Haupt einst neigen, Alsdann 2. Um deinen Thron, der nimm nach vollbrachtem Lauf ewig steht, Glänzt Wahrheit, Heil Auch mich in deinen Himmel und Majestät. Ich nahe, mich auf; Nimm, Herr, an meinem voll Zuversicht Zu dir; denn du Ende Den Geist in deine Hände! Johann Friedrich b. Cronegt, geb. 1731, gest. 1758. verwirfst mich nicht. 3. Herr, meine Seele preiset dich; Erlöst auf ewig hast du mich, So wahr du selbst vom Himmel famst, Dein Leben gabst und wiedernahmst. 3. Doch soll ich einst, o Gottes Sohn, In deinem Reich dich sehen, So muß ich auf der Erde schon Vom Tod auch auferstehen. Der lebt nicht, den die Lust der Welt Und ihre Pracht 4. Wer ist, der mich verdamgefesselt hält; Nach Gott und men kann? Ich glaub' an dich Tugend streben, Nur das heißt und sage dann: Der Gott, durch wirklich leben. ador anonim den die Himmel sind, Der ist mein Vater, ich sein Kind. 4. Du, auferstand'ner Men schenfreund, Erweck' in mir die Triebe, Durch die man sich mit dir vereint, Den Glauben und die Liebe! Ich will, o Herr, dein eigen sein; Laß mich mit Ernst die Sünde scheun; Gieb selber 6. Holdselig sprachst du: Erde, Muth und Kräfte Zum Heili- sei Der Schauplatz meiner Huld gungsgeschäfte! and und Treu'! Wir sehen deine Huld 5. So kann ich als ein und Treu' Auf deiner Erde tägwahrer Christ Jetzt leben und lich neu. einst sterben, Und einmal da, wo du, Herr, bist, Vollkommne Freude erben. Dahin, mein Heiland, hilf du mir; So bring' ich, ewig froh in dir, Mit deiner Frommen Menge Dir Lob- und Dankgefänge. 5. Nun ist dies erste Leben mir Ein segensreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Gott, mein Heil, Hab' ich an deinem Frieden Theil. 7. 3war trifft noch mancher Schmerz uns hier; Noch, o Erbarmer: sterben wir, Doch du regierst; und wir sind dein, Und ewig werden wir es sein. 8. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. D Trost, der meinen Geist erhebt! Ich seh, durch dich ge 94 Von der Auferstehung Jesu. stärkt, auf's Grab Mit uner- 6. Vor seinem Thron, in schrocknem Aug' herab. seinem Reich, Unsterblich, heilig, tapis p milt 9. Welch eine Welt voll Selig- Engeln gleich, Und ewig, ewig keit Erwartet mich nach dieser selig sein: Herr, welche HerrlichZeit! Da findet der verklärte feit ist mein! Christ Das Heil, das unaus- 7. Mein Herz erliegt froh sprechlich ist. unter ihr; Lieb' und Verwun10. Der du für unsre Seelen d'rung kämpft in mir; Und voll wachst, Sie zu dir ziehst und selig machst, Laß mich mit freudigem Vertrau'n Im Tod auf dich, Erlöser, schau'n! von Ehrfurcht, Dank und Pflicht, Fall' ich, Gott, auf mein Angesicht. 0 152 237) 8. Du, der du in den Himmeln thronst! Ich soll da wohnen, wo du wohnst; Und du erfüllst einst mein Vertrau'n, Dich Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. 31 134. Crinnre dich, mein Geist, in der Herrlichkeit zu schau'n. erfreut Des hohen Tags der Herr- 9. Ich soll, wenn du, des lichkeit; Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, Der von dem Tod erstanden ist! Lebens Fürst, In Wolken göttlich kommen wirst, Erweckt aus meinem Grabe gehn, Und einst zu deiner Rechten stehn. 2. Fühl' alle Dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien, Als spräch' er: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir! 3. Schau' über dich und bet' ihn an! Er mißt den Sternen ihre Bahn; Er lebt und herrscht, mit Gott vereint, Und ist dein Bruder und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar Dem, der da ist und der da war! Sein Name sei gebenedeit Von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, Wenn sie mein Herz mit der vergleicht, Die ich durch Gottes Sohn erreicht? idad Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, geſt. 1802. 10. Mit Engeln und mit Seraphim, Soll ich erheben meine Stimm'; Mit allen Frommen aller Zeit Soll ich mich freun in Ewigkeit. 8o9 zmiaj wapte 11. Zu welchem Glück, zu welchem Ruhm Erhebt uns nicht das Christenthum! Mit dir gefreuzigt, Gottes Sohn, Sind wir auch auferstanden schon. 12. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, Was ich, mein Heil, dir schuldig bin; Damit ich mich, in Liebe treu, Zu deinem Bilde stets erneu'! 13. Du bist's, der alles in uns schafft; Dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Ich hoff auf Von der Auferstehung Jesu. 95 dich, Herr Jesu Christ, Der du vielmehr der Hinfahrt freun? vom Tod erstanden bist! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Nicht deiner, der du mich erschufst, Gelassen warten, bis du rufft: Entschlafe nun! Mel. Erschienen ist der herrlich 2c. 8. Gieb nur, daß ich im 135. Er ist erstanden, Jesus Glauben treu, Und treu im Christ, Der unser Trost und frommen Wandel sei: So komm' Helfer ist. Als Sieger trat er ich nicht in dein Gericht, Wenn auf den Staub, Hinfort nicht deine Stimme zu mir spricht: mehr des Todes Raub. Froh- Erwache nun! locket ihm! 9. Herr, rufe mich, wenn 2. Er hat erfüllt, was er dir's gefällt, Aus dieser sündenverhieß, Eh' er sein Leben für vollen Welt; Und führe mich an uns ließ: Drei Tage sollen nicht deiner Hand Einst in mein himmvergehn, So werdet ihr mich lisch Vaterland! Erhöre mich! lebend sehn. Er hat's erfüllt! Balthafar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 3. Ich lebe, sprach er, und auch ihr Sollt leben, Gläubige, Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. mit mir. Ich komme, meine 136. Freiwillig hast du darStimme ruft Gewiß euch aus der Todtengruft Zur Herrlichkeit. gebracht Für uns, o Herr, dein 14. Er wird's erfüllen, Jesus Leben. Du hattest, es zu lassen, Christ, Der selbst vom Tod er- Macht; Macht, wieder dir's zu standen ist, Der Lazurus in's geben. Und darum liebte dich Leben rief, Als er im Staub dein Gott, Weil du es willig in des Grabes schlief; Er thur's den Tod Für deine Feinde gabest. gewiß. THESES 2. Du warst nur eine kleine 5. Gelobt sei Gott! ich werde Zeit Von deinem Gott verlassen. nun Nur kurze Zeit im Grabe Er krönte dich mit Herrlichkeit, ruhn. Er weckt mich auf; und Die Sterbliche nicht fassen. Das volles Heil Ist dann gewiß bei Kreuz, woran man dich erhöht, ihm mein Theil In Ewigkeit. Verwandelt sich in Majeſtät; Denn du gingst aus dem Grabe. 6. Auch führt er nach des Grabes Ruh Mir meine frommen Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, Uns wiederfehn in deinem Reich. Gott, welch ein Tag! 3. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, Noch deines Kreuzes Schanden. Du bist mein Herr, du bist mein Gott; Denn du bist auferstanden. Du 7. Wie sollt' ich, Herr, den bist mein Heil, mein Fels, mein Tod denn scheun? Mich nicht Hort, Der Herr, durch dessen Von der Auferstehung Jesu. mächtig's Wort Auch ich einst Wird sich Dann aufs neue Seine ewig lebe. Treue Offenbaren; Volles Heil wirst du erfahren. 4. Wir sind nun göttlichen Geschlechts, Durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts; In dieser Mel. Erschienen ist der herrlich Tag' 20. will ich sterben. Wie du vom 138. Frühmorgens, da die Tod erstanden bist, So werd' Sonn' aufgeht, Mein Heiland, auch ich, Herr Jesu Christ, Durch Christus, aufersteht; Vertrieben dich einst auferstehen.mour ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Hallelujah! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. Sul Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. NSHOO 96 Daniel Schiebeler, geb. 1741, gest. 1771. 2. Nicht mehr als nur drei 137. Frohlockt dem Herrn! Tage lang Bleibt Gottes Sohn bringt Lob und Dank Ihm, der im Todeszwang; Den dritten des Todes Macht bezwang, Und Tag durch's Grab er dringt uns, den Staub, erhöhte! Der Und hoch die Siegesfahne schwingt. hohe Sieger überwand; Nacht Hallelujah! war um ihn, und sie verschwand In helle Morgenröthe. Bebet! Gebet, Stolze Spötter, Unserm Held! Wo ist ein Feind, den er Retter Preis und Ehre; Glaubt an ihn und seine Lehre! 3. Wunder groß, o starker. nicht fällt? Kein Angststein liegt. so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des Herzens Thür. Hallelujah! 4. Kein Elend mag so mächtig 2. Preis ihm! Heil uns! sein Grab ist leer; Fest stehet, wie ein Fels im Meer, Das Wort, daß er gesprochen. O selig, wer sein, Mein Heiland greift all.. sich ihm vertraut! Er hat den mächtig drein, Er führt mich Tempel neu gebaut, Den blinde aus mit seiner Hand; Wer mich Wuth gebrochen. Seele, Wähle will hindern, wird zu Schand. Ihn zum Führer Und Regierer Hallelujah! Deines Lebens! Auf ihn hoffst du nicht vergebens. 5. Lebt Jesus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Wenn mir gleich alle Welt stürb' ab, G'nug, daß ich Christum bei mir hab'! Hallelujah! biste manied ni 3. Zum höhern Leben führt er dich, Und nimmt gewiß dich einst zu sich, Fällt deine Hütte nieder. Das Grab empfängt zwar dein Gebein: Doch nicht 6. Durch seiner Auferstehung auf ewig wird es sein; Verklärt Kraft Komm' ich zur Engelgiebt er's dir wieder. Herrlich brüderschaft; Durch ihn bin ich Von der Auferstehung Jesu. 97 mit Gott versöhnt, Durch ihn 4. Jesus lebt, sein Heil ist mit Gnad' und Heil gekrönt. mein; Sein sei auch mein gan7. Er pflegt, er schützt, er zes Leben! Reines Herzens will tröstet mich; Sterb' ich, so nimmt ich sein Und den Lüsten widerer mich zu sich; Wo er jetzt streben. Er verläßt den Schwalebt, da komm' ich hin, Weil chen nicht; Dies ist meine Zuseines Leibes Glied ich bin. Hal- versicht. lelujah! 8. Mein Herz darf nicht entseßen sich: Gott und die Engel lieben mich; Die Freude, die mir ist bereit, Vertreibet Furcht und Traurigkeit. Hallelujah! 9. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt; Dort wollen wir mit größrem Fleiß Erheben deinen Ruhm und Preis. Hallelujah! Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. 5. Jesus lebt; ich bin's gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine Macht der Finsterniß, Keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; Dies ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt; nun ist der Tod Mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth Wird es meiner Seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! do Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 19Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 139. Jesus lebt, mit ihm 140. Christ lag in Todesauch ich. Tod, wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt, und wird banden, Für unsre Sünd' geauch mich Von den Todten auf geben; Der ist wieder erstanden, erwecken. Er verklärt mich in Und hat uns bracht das Leben: sein Licht; Dies ist meine Zu- Des wir sollen fröhlich sein, versicht. Gott loben und dankbar sein Und singen: Hallelujah, Hallelujah! 2. Jesus lebt, ihm ist das Reich Ueber alle Welt gegeben; Mit ihm werd' auch ich zugleich 2. Den Tod niemand zwingen Ewig herrschen, ewig leben. Gott fonnt' Bei allen Menschenkinerfüllt, was er verspricht; Dies dern; Das macht alles unsre ist meine Zuversicht. Sünd', kein' Unschuld war zu 3. Jesus lebt, wer nun ver- finden; Davon kam der Tod so zagt, Kränket ihn und Gottes bald Und nahm über uns GeEhre. Gnade hat er zugesagt, walt, Hielt uns in sein'm Reich Daß der Sünder sich bekehre. g'fangen. Hallelujah! Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus Christus, Gottes Sohn, An unsrer Statt ist kom7 98 Von der Auferstehung Jeſu. men Und hat die Sünd' abge- Mel. Nun lob' mein Seel' den 2c. than, Damit dem Tod genom- 141. obfinge, meine Seele, men All' sein Recht und sein' Dem Welterlöser, bet' ihn an! Gewalt, Da bleibt nichts denn Lobsing' ihm, und erzähle, Was Tod'sgestalt, Den Stachel hat dir zum Heil der Herr gethan! er verloren. Hallelujah! Er hat für dich gerungen; Durch 4. Es war ein wunderlich seine Macht hat er Des Todes Krieg, Da Tod und Leben run- Macht bezwungen und seiner gen; Das Leben behielt den Schrecken Heer. Er hat des Sieg, Es hat den Tod ver- Grabes Grauen Geschwächt, da schlungen! Längst verkündet es er erstand; Nun läßt uns Gott die Schrift, Sein Tod ward des einst schauen Der Frommen 359 Todes Gift, Ein Spott aus dem Vaterland. pilallos signor Tod ist worden. Hallelujah! 2. Froh führte seine Sonne 5. Hier ist das recht' Oster- Den festlich hohen Tag herauf; lamm, Davon wir sollen leben, Da stand er, meine Wonne, Das ist an des Kreuzes Stamm Mein Gott und mein Versöhner, Aus heißer Lieb' gegeben. Des auf. Gedanke, der zu Freuden Blut zeichnet unsre Thür, Das Des Himmels mich erhebt! Ge hält der Glaub' dem Tod' für; Der Würger kann uns nicht rühren. Hallelujah! danke, der im Leiden Mit reichem Trost belebt! Des höhern Lebens Quelle, Mein Schild in 16 Holl thin 6. So feiern wir das hoh' jeder Noth! Wo ist dein Sieg, Fest Mit Herzensfreud' und o Hölle? Wo ist dein Stachel, Wonne, Das uns der Herr schei- Tod? nen läßt; Er ist selber die Sonne, Der durch seiner Gnaden Glanz Erleucht't unsre Herzen ganz; Der Sünden Nacht ist vergangen. Hallelujah! 3. Des Felsen Grund erbebet; Die Wächter flieh'n; das Grab ist leer. Der todt war, sieh, er lebet; Er lebt und stirbt hinfort nicht mehr. Die schwachen Jün7. Wir essen und leben wohl, ger wanken; Er stärkt die WanZum süßen Brod geladen, Der kenden. Sie sehn ihn, freun alt' Sauerteig nicht soll Sein sich, danken Dem Auferstandenen. bei dem Wort der Gnaden; Christus will die Kost selbst sein Und speisen die Seel' allein; Der Glaub' will kein's andern leben. Hallelujah! Sie sehn empor ihn steigen, Und gehn, wie er gebot, Mit Freuden hin, und zeugen von ihm bis in den Tod. Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. 4. Herr, deine Boten siegen, Von dir und deinem Geist ge Von der Auferstehung Jesu. 099 lehrt; Die Götzentempel liegen; zen Todesnacht Zum Trost mir Der Erdkreis wird zu Gott be- auferstehen. Zum Siegel der Gefehrt. Ich weiß, an wen ich rechtigkeit Liegt nun der Stein glaube, Bin freudevoll ein Christ. vom Grabe weit, Der Tod zu Ihn bet' ich an im Staube, deinen Füßen. Jhn, der mein Retter ist. Ich werd' ihn ewig schauen, Wenn er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen; Er starb für mich und lebt. Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 5. Ich lebe; Friede sei mit euch! Ich leb' und ihr sollt leben; Mir ist die Macht, mir ist das Reich Des Vaters übergeben. Welch herrlich Wort, mein Herr und Gott! Nun fürcht' ich nicht mehr Grab und Tod; Ich sehe dich lebendig. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 142. M. Wenn der Gedanke 6. Ich weiß gewiß, mein mich erschreckt, Daß dieser Leib Heiland lebt; Auch mich wird aus Erde, Entseelt, mit Erd' er erwecken. Mein Leib, den er und Staub bedeckt, Selbst Erd' so hoch erhebt, Verlacht des Tound Asche werde: Dann, mein des Schrecken; Erwacht, wenn Erlöser, tröste mich Die Wahr feine Stimme ruft; Geht herrheit, daß ich fest an dich, Den licher aus seiner Gruft, Dem Leibe Auferstandnen, glaube! Christi ähnlich. 2. Der Tod zerstöre mein Gebein: Du hast ihn doch bezwungen, Hast mir durch deine Todespein Unsterblichkeit errungen. Nun hoff' ich, weil Gott aus der Gruft In's Leben meinen Leib einst ruft, Der erst zu Staub verweset. 7. Mit diesen Augen werd' ich dich, Gott, mein Erlöser, schauen. Dann, dann wird deine Hand für mich Ein Haus des Friedens bauen. Zu meiner Freude schau' ich dann, Dich, den ich hier nicht sehen kann, Und doch von 3. Hab' ich oft auf der Erde Herzen liebe. 8. Dann werd' ich deiner nichts, Als Arbeit, Müh' und Leiden: Getrost! ein Schimmer Huld mich freu'n, In deinem deines Lichts Entdeckt mir ew'ge Lichte glänzen; Dann wirst du Freuden. Dein Auferstehn macht mein Vollender sein, Mein Haupt mich gewiß, Zerstreut des Grabes mit Wonn' umfränzen. Finsterniß, Verheißt mir Auf- sten, heiligt euch, bedenkt, Was erstehung. Jesu Auferstehung schenkt! LobChri4. Du konntest durch der sing' ihm, meine Seele! Gottheit Macht Aus deinem Grabe gehen, und aus der kurJohann Friedrich Mudre, geb. 1736, gest. 1810. 7* Von der Himmelfahrt Jesu 100 Mel. Du Friedefürst, Herr Jesu zc. # 5. So oft mich Welt und 143. Wie lieblich ist dein Sünde plagt, Und mir setzt hefSiegesgruß, Welch Glück ver- tig zu, So oft mein banges Herz spricht dein Mund, Da du uns nun flagt, Find' ich bei Jesu deines Vaters Schluß, O Jesu, Ruh'. Ich falle nicht; Mein machest fund! Du siegst als Heiland spricht: Mit dir soll sein Held Und bringst der Welt Zu- der Friede! gleich die frohe Nachricht. 2. Nun ist des Höchsten Wort erfüllt; Sei froh, mein ganzer Sinn! Nun ist des Richters Nun ist des Richters Zorn gestillt; Nun ist die Furcht dahin. Mein Jesus hat An meiner Statt Die ganze Schuld bezahlet. 3. Des großen Gottes Friede geht Zwar über die Vernunft; Doch wird er mir verkündiget Durch Jesu Wiederkunft. Wer freut sich nicht? Er lebt und spricht: Mit dir soll sein der Friede! 4. Mein Herz, das sonst so ängstlich schlug, Hebt freudig sich empor. Bei des Gesetzes strengem Fluch Tritt Jesus selbst hervor, Nimmt ihn auf sich, Befreiet mich, Und spricht: mit dir sei Friede! Mel. Ihr Knechte Gottes 2c. 6. Wenn gleich ein offenbarer Feind Sich wider mich erhebt; Wenn ein verstellter falscher Freund mir eine Grube gräbt: So lebt ein Freund, Der's redSo lebt ein Freund, Der's redlich meint, Und schafft mir dennoch Friede. Auf, Christen, auf und 144. freuet euch! Der Herr fährt auf zu seinem Reich. Er triumphirt; mir der Tod Mit seinen Schrecken 7. Dringt endlich auch zu noth Mein Heiland bei mir sein. ein, So will auch in der TodesDer Tod schreckt nicht; Mein der Friede! Heiland spricht: Mit dir soll sein 8. D'rum dank' ich, o Herr Jesu, dir Für dies erhabne Gut. Schenkst du den Seelenfrieden mir, So hab' ich immer Muth. Wenn alles bricht, Erschreck' ich nicht; Denn mir bleibt doch dein Friede. XIV. Von der Himmelfahrt Jesu und seiner oseligen Regierung. Nach Sacer. lobsinget ihm, Lobsinget ihm mit lauter Stimm'! 2. Sein Wert auf Erden ist vollbracht; Zerstört hat er des und seiner seligen Regierung. Todes Macht; Er hat die Welt| Begier Nach dem nur trachten, mit Gott versöhnt, Und Gott was da ist, Wo du, verklärter hat ihn mit Preis gekrönt. Heiland, bist! 3. Weit, über alle Himmel 11. Dein Eingang in die weit, Geht seine Macht und Herr- Herrlichkeit Stärk' uns in unsrer lichkeit; Jhm dienen selbst die Prüfungszeit; Nur dir zu leben, Seraphim. Lobsinget ihm mit lauter Stimm'! dir zu traun, Bis wir dereinst de dein Antlitz schaun! an 4. Sein sind die Völker aller Welt. Er herrscht mit Macht und 12. Dann werden wir uns Gnad' als Held; Er herrscht, bis unter seinem Fuß Der Feinde Heer sich beugen muß. 101 ewig dein, Du größter Menschenfreund, erfreun; Dann singen ang wir von deinem Ruhm Ein neues 5. Beschirmer seiner Christen- Lied im Heiligthum. heit Ist er in alle Ewigkeit; Er og ist ihr Haupt. Lobsinget ihm, Lobsinget ihm mit froher Stimm'! Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. 6. Ja, Heiland, wir erheben 145. Auf Christi HimmelDiterich nach Alberus. dich; Und unsre Herzen freuen sich Der Herrlichkeit und Maje stät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. fahrt allein Jch meine Nachfahrt gründe, und allen allen Zweifel, Angst und Pein Hiemit stets überwinde; Denn weil das Haupt im Himmel ist, Wird seine Glieder Jesus Christ Zur rechten Zeit 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bei dir Steht Kraft und Macht; und dein sind wir. nachholen. Nimmst du dich unser hülfreich an, Was ist, das uns gebrechen und große Gab' empfangen, 2. Weil er gezogen himmelan fann? 8. In deiner Hand ist unser Mein Herz auch nur im Himmel Heil. Wer an dich glaubt, dem fann, Sonst nirgends Ruh ergiebst du Theil Am Segen, den langen; Denn wo mein Schatz du uns erwarbst, Da du für ist, ist mein Herz; Zu ihm schwingt es sich himmelwärts, Nach ihm uns am Kreuze starbst. mich sehr verlanget. 9. Wir freuen uns, nach dieser Zeit Bei dir zu sein in Ewigfeit. Nach treuvollbrachtem Glaubenslauf Nimmst du uns in den Himmel auf. 10. D, zeuch uns immer mehr zu dir! Hilf uns, mit eifrigster 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mög meine Nachfahrt zieren, Und dann einmal, wann dir's gefällt, Mit Freuden scheiden 102 Von der Himmelfahrt Jesu aus der Welt; Herr, höre dies mein Flehen! Josua Wegelin, geb. 1604, geft. 1640. Mel. Jesu meines Lebens Leben 2c. 146. Großer Mittler, der zur Rechten Seines großen Vaters sigt, Und die Schaar von seinen Knechten In dem Reich der Gnade schützt; Dem auf dem erhabnen Throne, In der königlichen Krone, Aller Ewigkeiten Heer Bringt in Demuth Preis und Ehr: dar, Und vertrittst mit Macht und Freuden Deine theu'r erlöste Schaar; Bittest, daß er Kraft und Leben Deinen Freunden wolle geben, Und sie einst nach dieser Zeit Auch erhöhn zur Herrlichkeit. middoss3 6. Doch vergissest du der Armen, Die der Welt noch dienen, nicht, Weil dein Herz dir von Erbarmen Uleber ihrem Elend bricht. Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach Wer2. Dein Erlösungswerk auf fen lohne, Daß er ändre ihren Erden Und dein Opfer ist voll- Sinn, Ach, da zielt dein Bitten bracht; Was vollendet sollte hin. bado werden, Das vollführtest du mit 7. Großer Mittler, sei geprieMacht. Da du bist für uns ge- sen, Daß du in dem Heiligthum storben, Ist uns Gnad' und So viel Treu' an uns bewiesen; Heil erworben; Und dein siegreich Auferstehn Läßt uns in die Freiheit gehn. Dir sei Ehre, Dank und Ruhm! Laß uns dein Verdienst vertreten, Wenn wir zu dem Vater 3. Nun ist dieses dein Geschäfte beten; Schließt die Lippen uns In dem obern Heiligthum: Die der Tod, Sprich für uns in letzerworbnen Lebenskräfte Durch ter Noth! mind an dein Evangelium Allen denen mitzutheilen, Die zum Thron der Gnaden eilen; Nun wird uns dild Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. durch deine Hand Heil und Segen 147. Mit lautem Schall Johann Jakob Rambach, geb. 1693, gest. 1735. zugewandt. frohlocken wir; Der Herr ist auf 4. Alle Namen deiner From- gefahren! Wir sind zwar noch men Trägst du stets auf deiner im Elend hier Und schweben in Brust; Und die gläubig zu dir Gefahren: Doch sinkt darum der kommen, Sind und bleiben deine Muth nicht hin; Wir wissen ja Lust. Du vertrittst, die an dich nunmehr, wohin Uns unsre glauben, Daß sie nichts dir möge Wallfahrt führet. rauben; Bittest in des Vaters Haus Ihnen eine Wohnung aus. 2. Wir warten auf ein ewig Reich. Der Gott, dem wir vertrauen, Macht uns einst seinem Sohne gleich, Läßt uns sein 5. Die Verdienste deiner Leiden Stellst du deinem Vater gaufsipsf und seiner seligen Regierung. off 103 Antlig schauen. Da ist Erkennt- Auch wir empfahn Auf dieser niß, da Genuß; Da quillt der Bahn Dereinst, wie du, die Freuden Ueberfluß. Schenk' uns, Kron' am Ziel. o Gott, solch Leben! 4. Uns die Stätte zu bereiten, Um die wir Pilger hier noch streiten, Gingst du voran in's Baterland. Herrlich wirst du wiederkommen, Und zu dir alle deine Frommen Versammeln in der Ehre, Du Mittler unsrer dies Vaterland. Erkauft hast du Seligkeit! Hin zu dem, der dich uns Gott, Uns dir, durch deigesendet, Gehst du, da hier dein nen Tod. Wo du lebest, Und Werk vollendet, Mit göttlicher Gott mit dir, Da sollen wir Auch Zufriedenheit. Heil uns! nun mit dir leben und mit Gott. gehet nicht Der Richter ins Ge- 5. Welch ein Jubel wird es richt Mit uns Sündern. Zeuch werden, Wenn wir dich wieder uns nach dir! Froh sehen wir sehn auf Erden In aller MajeDir nach in deine Herrlichkeit! stät des Herrn! Das wird sein 2. Deines Vaters Gnaden- ein Tag des Lebens Für uns, willen, Versöhner Gottes, zu und nicht ein Tag des Bebens. erfüllen, Warst du gehorsam bis Dann schaun wir dich nicht mehr zum Tod. Siße, Sohn, auf von fern; Dann sehn wir, hochmeinem Throne! Dir geb' ich erfreut, Ganz deine Herrlichkeit, meine Welt zum Lohne Und Welterlöser! Dann führest du Der meine Herrlichkeit! sprach Gott. Wonn' uns zu, Die bei dir ist Wie herrlich ist dein Lohn, Er- in Ewigkeit. höhter Gottes- Sohn! Ihr, ihr Frommen, Folgt treu ihm nach Durch Streit und Schmach! Gott, dem ihr dient, belohnt als Gott. mod disc 50 NG Nach Zwick. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. 148. lleber aller Himmel Heere Erhebst du dich zum Thron Balthasar Münter, geb. 1735, geft. 1795. Mel. Wie schön leucht't und der 2. 149. wundergroßer Siegesheld, Du Sündentilger aller Welt! 3. Deine trauernden Erlösten, Dein Werk hast du vollendet, D Herr, zu stärken und zu trö- Vollendet deinen schweren Lauf; sten, Kam über sie von dir dein Du fährst verklärt zum Vater Geist. Er ist's, der auch uns im auf, Der dich herabgesendet; Leiden Mit Trost erfüllt, und Wohnest, Thronest Hoch und zu den Freuden Der beff'ren Welt prächtig, Waltest mächtig; Tod den Weg uns weist. Er leitet und Leben Sind in deine Hand uns die Bahn, Auf der dich gegeben. wandeln sahn Deine Freunde. 2. Dir dienen alle Cherubim, 104 Von der Himmelfahrt Jesu und seiner seligen Regierung. Viel tausend hohe Seraphim furzem Ungemach Zur Freude Dich, Siegesfürsten, loben. Weil dort gelangen! Du bist uns allen du den Segen wiederbracht Und ja zu gut Durch dein vergoßnes dich mit Majestät und Pracht theures Blut Ins Heiligthum geZur Herrlichkeit erhoben. Singet, Klinget, Rühmt und ehret, Den, der fähret Auf zum Throne, Zu empfahn des Siegers Krone. gangen. Dafür Soll dir Von uns allen Preis erschallen; Nimm am Ende, Herr, uns auf in deine Hände! noid 3. Du, Herr, bist unser Haupt, und wir Sind deine Glieder; nur von dir Kommt auf uns Heil Mel. Erschienen ist der herrlich zc. WA und Leben; Trost, Friede, Freude, 150. Wir freuen uns, Herr Licht und Kraft Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns durch dich gegeben. Neige, Beuge, Ew'ge Güte, Mein Gemüthe, Dich zu preisen und mich dankbar zu beweisen! Jesu Christ, Daß du zur Rechten Gottes bist. Dein ist die Macht, dein ist das Reich; Wer ist an Majestät dir gleich? Auf, ehret ihn! d 175 Ernst Christoph Homburg, geb. 1605, gest. 1681. 2. Umsonst, umsonst empöret 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns sich Der Fürst der Hölle wider zu dir! Hilf, daß wir fünftig für dich. Dein Thron steht fest; der und für Nach beinem Reiche trach- seine liegt; Durch deine Macht ten; Laß unsern Wandel himm- ist er besiegt. Preis ewig dir! lisch sein, Daß wir der Erde 3. Du, unser triumphirend leeren Schein Und Ueppigkeit ver- Haupt, Wie selig ist, wer an achten! Unart, Hoffahrt Laß uns dich glaubt! Du bist sein Licht, meiden, Christlich leiden, Wohl sein Trost, sein Theil, Sein starker ergründen, Wo die Gnade sei zu Schuß, sein ew'ges Heil. O, finden! Dank sei dir! 107 5. Sei, Jesu, unser Schirm 4. Herr, unsre Herzen trau'n und Hort Und gründ' uns auf auf dich; Dein freuet unsre Seele dein göttlich Wort, So sind wir sich. Du, Held von unserm Fleisch nie verlassen. Laß suchen uns, und Blut, Bist unser Trost und was droben ist; Auf Erden höchstes Gut; Wir lieben dich. wohnet Trug und List, Es ist und List, Es ist 5. Was uns gebricht, ist dir auf allen Straßen Lügen, Trügen, bekannt; Der Segen steht in Angst und Plagen, Die da nagen, deiner Hand. Von keinem FromDie da quälen Stündlich arme men bist du fern; Du siehst auf Christenseelen. ihn und hilft ihm gern, Herr, unser Schutz! 6. Sieh auf uns gnädig alle6. Herr Jesu, komm, zeuch uns dir nach, Daß wir nach Von der Wiederkunft Jesu zum Gericht. 105 zeit Vom Throne deiner Herr Angst auf Erden, Durch deine lichkeit! Hilf unserm schwachen Macht, Zu dir gebracht, Erlöst Glauben auf, Und heil'ge unsern und frei zu werden. Lebenslauf, Du unser Heil! 7. Gen Himmel fährst du als ein Held. Als Herr und Richter aller Welt Wird dich dereinst der Erdkreis sehn; Laß uns dann du uns bereitest. freudig vor dir stehn, Du höchster Herr! ad anot 8. Dann triumphirt der Glaub' an dich; Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Christ, Der du zur Rechten Gottes bist! Erhöre uns! Nach Selnecker. So eilen wir Zum Himmel voll Verlangen. Du lebst und bist, Jesu Christ, Vor uns voran gegangen. 3. Zeuch uns nach dir! So wandeln wir Den Weg, den du uns leitest. Fehlt uns dein Licht, So sehn wir nicht, Welch Heil 2. Zeuch uns nach dir! So jauchzen wir, Von Sünd' und she magne, mallogram 4. Zeuch uns nach dir! Denn schwach sind wir, Nur zu geneigt zum Bösen. Wir sind ja dein; Du fannst allein Von Sünden Damg uns erlösen. Mel. Ach Gott und Herr 2c. 151. 3euch uns nach dir! winder Krone. 5. Zeuch uns nach dir! So finden wir Den Weg zu deinem Throne. Dann schmückt uns einst, Wenn du erscheinst, Der Ueber6. Zeuch uns nach dir! So werden wir, O Herr, von dir erhoben Hin in dein Reich, Dich, Engeln gleich, Vollendet ewig loben. Nach Ludämilia Elisabeth bon Schwarzburg- Rudolstadt. 19 881 3 XV. Von der Wiederkunst Jesu zum Gericht. Mel. Ewigkeit, du Donnerwort 2c. 2. Hier faßt fein Sterblicher 152. Erhöhter Jesu, Gottes die Pracht, Die deinen Tag einst Sohn, Der du schon längst der herrlich macht. Himmel Thron Als Herrscher eingenommen: Du wirst gewiß zu rechter Zeit In großer Kraft und Herrlichkeit Vom Himmel wieder kommen. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun, Dich, Jesu, meine Augen schaun! Wie groß wirst du dich zeigen, Wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, Und sie vor dir sich beugen! Dann sieht die Welt die Majestät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 3. Laut tönet dann in jedes 106 Vom heiligen Geiste Grab Dein allmachtsvoller Ruf erscheint, Erscheine mir dann als hinab, Und schafft ein neues mein Freund Mit deinen GnadenLeben. Auf deinen Wink muß blicken, Daß unbeschämt ich vor Erd' und Meer Das unzählbare dir steh', Verklärt in deinen Himgroße Heer Der Todten wieder mel geh' Zum ewigen Entzücken; geben; Durch deine Stimme neu Und dazu mache mich bereit beseelt, Gehn sie hervor und Durch Glauben und durch FrömKeiner fehlt. od od migkeit! onds) buldre 4. Da stehen sie vor deinem 6. Dein Name sei mir ewig Thron, Erwarten den bestimmten werth; Und was dein Wort von Lohn, Theils freudig, theils mit mir begehrt, Das laß mich treuBeben. Die Sünder trifft nun lich üben! Dich, den der ganze Schmach und Pein; Die Frommen Himmel preist, Dich müsse hier aber führst du ein In das ver- auch schon mein Geist Aus allen heiß'ne Leben. Nun zeigt die That, Kräften lieben: So schreckt mich Herr Jesu Christ, Daß du der deine Zukunft nicht; So hab' ich Erde Richter bist. Muth auch im Gericht. 5. O Herr, wann dieser Tag Nach Ulber. C XVI. Vom heiligen Geiste und dessen Gaben 199 999 und Wirkungen. hon var dug dan not mervollen Tagen, D Seele, Zweifel plagen: So laß dir diesen Glauben Nicht Welt, nicht Kleinmuth XX rauben! 4. Sind Leiden dieser Zeit Wohl werth der Herrlichkeit, Der ich, jenseits der Erde, Mich einst erfreuen werde? Nur Dem ist sie bereitet, Den Gottes Geist hier leitet. 5. Du Geist des Vaters, Geist, Den Christus dem verheißt, der betend ihn begehret, sei auch O mir gewähret! Regiere meine Seele, Daß sie nie wank' und Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. 153. Auf meinen Gott ver läßt Mein Herz sich ewig fest. So oft ich im Gebete Hin vor sein Antlig trete, Erhöret Gott mein Flehen, Läßt mir viel Gut's geschehen. 2. Sein Geist, der heilig heißt, Giebt Zeugniß meinem Geist, Jch sei, obwohl voll Sünde, Erwählt zu seinem Kinde, Und soll dereinst im Sterben Auch seinen Himmel erben. 3. Gedanke, welcher mich Mit Trost erfüllt! Wenn dich In kum- fehle! und dessen Gaben und Wirkungen. 107 6. Versiegelt bin auch ich, Nach dem Glück verlangt auch Geist Gottes, ja durch dich, Auf mich; Ich ergebe mich an dich; jenen Tag der Freuden, Wo nach Mache mich zu Gottes Preise dem Kampf der Leiden Der Un- Heilig und zum Himmel weise! schuld, die hier weinet, Ihr Rettungstag erscheinet. 5. Fülle mich mit heil'gen Trieben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Ueber Alles möge lieben; Daß ich mit getrostem Muth Seiner Vaterhuld mich Mel. Wie nach einer Wasserquelle 2c. freu', Und mit wahrer Kindestreu' Stets vor seinen Augen wandle, Und rechtschaffen denk' und handle! 154. Der du uns als Bater liebest, Treuer Gott, und deinen Geist Denen, die dich bitten, giebest, Ja uns um ihn bitten heißt, Demuthsvoll fleh' ich vor vor 6. Geist des Friedens und dir: Vater, send' ihn auch zu der Liebe, Bilde mich nach deimir, Daß er meinen Geist er neue, Und ihn dir zum Tempel weihe! nem Sinn, Daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, Und mir's rechne zum Gewinn, Wenn ich je ein 2. Ohne ihn fehlt meinem Friedensband Knüpfen kann; Wissen Leben, Kraft und Frucht- wenn meine Hand Zur Erleich. barkeit, Und mein Herz bleibt t'rung der Beschwerden kann dir entrissen Und dem Dienst dem Nächsten nüßlich werden. der Welt geweiht, Wenn er nicht 7. Lehre mich, mich selber durch seine Kraft Die Gesinnung kennen, Die verborgnen Fehler in mir schafft, Daß ich dir mich sehn, Sie voll Demuth Gott ganz ergebe Und zu deiner Ehre lebe.d Johann Friedrich Löwen, geb. 1729, gest. 1771. bekennen, Und ihn um Vergebung flehn; Mache täglich Ernst 3. Auch dich kann ich nicht und Treu', Sie zu bessern, in erkennen, Jesu, noch mit echter mir neu; Zu dem HeiligungsTreu Meinen Gott und Herrn geschäfte Gieb mir immer neue dich nennen, Stehet mir dein Kräfte! Geist nicht bei; Drum so laß ihn kräftiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler ehre Und auf deine Stimme höre! 8. Wenn der Anblick meiner Sünden Mein Gewissen niederschlägt; Wenn sich in mir Zweifel finden, Die mein Herz mit Zittern hegt; Wenn mein Aug' in Nöthen weint, Und Gott nicht zu hören scheint: D, dann laß es meiner 4. 7311 Ew'ge Quelle wahrer Güter, Hochgelobter Gottesgeist, Der du menschliche Gemüther Seelen Nicht an Trost und RetBesserst und mit Trost erfreust! tung fehlen! 108 su Vom heiligen Geisted dau 9. Was sich Gutes in mir Jesum, deinen Sohn; Und läßt findet, Ist dein Gnadenwerk in im Schmerz der Sünden Uns mir; Selbst den Trieb hast du Ruh' und Trost empfinden Im entzündet, Daß mich, Herr, ver- Zugang zu dem Gnadenthron. langt nach dir. O, so setze durch dein Wort Deine Gnadenwirfung fort, Bis sie durch ein sel'ges Ende Herrlich sich an mir vollende! David Bruhn, geb. 1727, gest. 1782. 6. Er giebt uns Glaubensstärke, Wirkt in uns gute Werke Nach deinem Vatersinn: Durch seine Huld und Gnade Führt er auf rechtem Pfade Uns zu dem beff'ren Leben hin. Heinrich Eberhard Heeren, geb. 1728, gest. 1811. Mel. Nun ruhen alle Wälder 20. 155. Der Mensch, vomFleisch geboren, Denkt, lebt, wie eitle Thoren, Nach seinem Fleisches trieb: Der Mensch, vom Geist geboren, zu Gottes Kinder koren, Hat Wahrheit, Gott und Tugend lieb. 2. O Gott, welch tief Berderben, Das wir vom Fleische erben! Sei ewiglich gepreist, Herr! uns neu zu zeugen, Das Herz zu dir zu neigen, Schenkst du uns deinen guten Geist. 3. Durch ihn heilst du aus Gnaden Den großen Seelenscha2. Erfüllt von seiner Wunderfraft, Gehn sie die Welt zu den, Der uns verderbet hat. Er lehren. Der Geist, der neue lehret unsre Seelen Den Weg der Wahrheit wählen, Giebt Weisheit, Tugend, Trost und Rath. Herzen schafft, Hilft ihnen sie bekehren. Die Volker hören, hocherfreut, Die Botschaft ihrer Seligkeit; Vernunft und Wahrheit 4. Von ihm auf's neu ge- siegen. Die Blindheit und das boren, Sind wir nicht eitle Tho- Laster flieht; Wo man den Finren In dieser flüchtgen Zeit: ger Gottes sieht, Muß Satan Wir lernen weise werden Zum unterliegen. Isid ammite wahren Glück auf Erden Und zu dem Glück der Ewigkeit. er Mensch, vomFleisch Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. 156. Dir, Bater, der du deinen Sohn Zum Heil uns haſt gegeben, Dir dank' ich hier mit Freuden schon, Noch mehr im höhern Leben. Ich danke dir, daß du den Geist, Der uns der Finsterniß entreißt, Zur Erde hast gesendet. Er kam auf Jesu Wort herab, Der seinen Boten Stärke gab, Daß sie dein Werk vollendet. 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt, Verfolgung zu erregen: 5. Dich lehret er uns kennen, Dein Name, Jesu, wird gelobt; Dich unsern Vater nennen, Durch Dein Wort ist Kraft und Se und dessen Gaben und Wirkungen. 109 gen. Die Jünger schreckt nicht schen Sinn ist ohne dich verPein noch Müh, Dein Geist, o blendet. Gieb mir Verstand, ErBater, stärket sie In Martern fenntniß, Rath und That; So und im Tode; Sie bleiben ihrem wie dein Wort uns es verheiHerrn getreu, Bekennen seinen ßen hat! Namen frei, Und preisen ihn im Tode. 3. D, lehre mich daraus den Heiland kennen, Und meinen 4. Noch jetzt bist du der Geist Herrn ihn in der Wahrheit nender Kraft, Noch jetzt der Men- nen! Wahrhaft'ger Geist, erleuchte schen Lehrer. Du machst sie weis' meinen Geist; Führ' mich den und tugendhaft, Des Sünden- Weg, den deine Wahrheit weist! reichs Zerstörer. In Sündern 4. Laß mich mein Herz dir wirkst du Reu' und Leid, gläubig übergeben; Entsünd'ge In frommen Seelen Trost und mich, schaff' mir ein neues LeFreud', Und Muth im Kampf ben! Gieb, daß mein Geist in der Sünden. In bangen Stun- wahrer Buß' und Reu' Durch den schenkest du, So wie im deine Kraft heilsam gerühret sei! Tode, Seelenruh', Und lehrst ihn 5. Ach, rein'ge mich von allen überwinden. TIGU eitlen Trieben; Laß mich nur dich, und nicht, was fleischlich, lieben! Ja, mache mich von dem, was sündlich, frei, Daß deinem Wink ich stets gehorsam sei! 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, Du Quell des Lichts, der Liebe, Den Jesus Betenden verheißt, Ach, heil'ge meine Triebe! Gieb über meine Sünden Schmerz, Und Muth zum Glauben in mein Herz; Hilf mir mit Andacht beten! In bangen Stunden tröste mich; Und deine Hülfe zeige sich Mir einst in Todesnöthen! 6. Versiegle mich, und stärke mich im Glauben; Laß Niemand mir die Siegeskrone rauben! D, Freudengeist, verleih' mir deine Kraft, Die Frieden, Trost und Freuden in mir schafft! Mel. O höchster deine Wirkung spüren; Zur 7. Laß, reiner Geist, mich 157. Du Geist des Herrn, Heiligung laß sie mich immer Gott, o unser lieber 2c. der du von Gott ausgehest, Und doch mit ihm in gleichem Wesen stehest, Kraft aus der Höh': steh mir in Gnaden bei, Damit mein Lob dir wohlgefällig sei! führen! Verleih, o Geist der Gnad' und des Gebets, Zum Beten mir doch deinen Beistand stets! 2. Du bist's, der uns allein die Weisheit sendet; Der MenJoh. Caspar Labater, geb. 1741, gest. 1801. TurmaL 8. Gieb mir schon hier den Vorschmack jener Freuden, daß ich dabei der Erde Noth und 110 Vom heiligen Geister Leiden Vergessen kann; und Herz auf Erden Mög' ein Temrichte meinen Sinn Zum höhe- pel Gottes werden! ren und bessern Leben hin! THE TYGR Nach König. 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit mit mir sein; Wenn ich bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun! Lenke kräftig meinen Sinn Auf mein wahres Wohlsein hin! Lehrst du mich, was recht ist, wählen: Werd' ich nie mein Heil verfehlen. Mel. Aus meines Herzens Grunde 2c. 158. Freut euch, ihr Christen alle, Gott schenkt uns seinen Sohn! Preis, Dank und Lob erschalle! Er giebt von seinem Thron Uns auch den heil'gen Geist, Der durch sein Wort uns 3. Heil'ge meines Herzens lehret, Des Glaubens Licht ver mehret, Und uns auf Christum weist. 10 Inst 2. Es lässet offenbaren Gott, unser höchster Hort, Uns, die voll Blindheit waren, Sein himmlisch Licht und Wort. wie er uns liebt! Lernt, Christen, ihn erkennen, Und euren Bater Triebe, Daß ich über Alles treu Meinen Gott und Vater liebe; Daß mir nichts so wichtig sei, Als in seiner Huld zu stehn! Seinen Namen zu erhöhn; Seinen Willen zu vollbringen, Müsse mir durch dich gelingen! 4. Stärke mich, wenn wo nennen, Der alles Gute giebt! zur Sünde Mein Gemüth ver3. Verleih, daß wir dich lieben, Gott, von großer Huld, Aus Vorsag nie betrüben Durch wissentliche Schuld! Leit' uns auf eb'ner Bahn! Hilf, daß wir dein Wort hören Und thun nach deinen Lehren: So ist es wohlgethan! suchet wird, Daß sie mich nicht überwinde! Hab' ich irgend mich verirrt, O, so strafe selbst mein Herz, Daß ich unter Reu' und Schmerz Mich vor Gott darüber beuge, Und zur ernsten Beff'rung neige! 11 Georg Werner(?), geb. 1607, gest. 1671. 11 5. Herr, erwecke mich, mit Beten, Wann mir Hülfe nöthig ist, zu dem Gnadenstuhl zu treMel. Wie nach einer Wafferquelle 2c. ten! Gieb, daß ich auf Jesum 159. Geist vom Bater und Christ, Als auf meinen Mittler, vom Sohne, Der du unser Trö- schau', Und auf ihn die Hoffster bist, Und von unsers Got- nung bau', Gnad' um Gnad' tes Throne Hülfreich auf uns auf mein Verlangen Von dem Schwache siehst: Stehe du mir Vater zu empfangen! mächtig bei, Daß ich Gott er- 6. Stehe mir in allem Leigeben sei, Daß mein ganzes den Stets mit deinem Troste und dessen Gaben und Wirkungen. 111 bei; Daß ich auch alsdann mit Geist In des Himmels Freude! Freuden Gottes Führung folg- 6. Wecke aus dem Sündensam sei! Gieb mir ein gelassen schlafe, Rette doch heute noch Herz! Laß mich selbst im To Die verlornen Schafe! Reiß die desschmerz Bis zum frohen Ueber Welt aus dem Verderben; Laß winden Deinen reichen Trost sie nicht Im Gericht Der Verempfinden! stockung sterben! Gottfried Hoffmann, geb. 1658, gest. 1712. Ehrenfried Liebich, geb. 1713, gest. 1780. Mel. Warum sollt' ich mich denn 2c. 160. Höchster Tröster, komm 161. Komm, heiliger Geiſt, Herre Gott! Erfüll mit deiner Gnaden Gut Deiner Gläubigen Herz, Muth und Sinn, Dein' brünstig' Lieb' entzünd' in ihn'n! hernieder! Geist des Herrn, Sei nicht fern, Stärke Jesu Glieder! Der, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat Deinen Rath Seinem Volk versprochen. a 2. Geist der Weisheit, gieb uns Allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen! Lehr' uns, recht vor Gott zu treten; Sei uns nah, Und sprich: Hallelujah! ja, Wann wir gläubig beten! Herr, durch deines Lichtes Glanz Zum Glauben du versammelt hast Das Volk aus aller Welt Zungen; Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Hallelujah, 3. Hilf den Kampf der Tugend kämpfen: Gieb uns Muth, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen! Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und nennen! Herr, behüt' vor Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden! Hort, Laß uns leuchten des Lebens 2. Du heiliges Licht, edler Wort Und lehr' uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn fremder Lehr', Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah, Hallelujah! 4. Hilf uns nach dem Besten streben; Schenk' uns Kraft, Tugendhaft Und gerecht zu leben! Gieb, daß wir nie stille stehen; Treib' uns an, Froh die Bahn Deines Worts zu gehen! 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In dein'm Dienst bestän5. Sei in Schwachheit unsre dig bleiben, Die Trübsal uns Stüße; Steh' uns bei, Mach' nicht abtreiben! D Herr, durch uns treu In der Prüfungshige! dein' Kraft uns bereit Und stärk' Führ', wenn Gott uns nach des Fleisches Blödigkeit, Daß wir dem Leide Sterben heißt, Unsern hie ritterlich ringen, Durch Tod 112 spul Vom heiligen Geistedd und Leben zu dir dringen. Halle auch bange, Seufzt das Herz voll lujah, Hallelujah! shotg Traurigkeit:„ Ach mein Gott, mein Gott, wie lange?" so wende unser Leid, Sprich der Seele tröstlich zu Und gieb Muth, Geduld und Ruh! 162. Komm, o fomm du Geist des Lebens, Wahrer Gott 7. D du Geist der Kraft und von Ewigkeit! Deine Kraft fei nicht vergebens, Sie erfüll' uns Stärke, Der allein das Gute jederzeit; So wird Geist und schafft! Förd're in uns deine Licht und Schein In dem dunklen Werke Und zum Kämpfen gieb uns Kraft; Schenk uns Waffen Herzen sein. in den Krieg, Und erhalt' in uns den Sieg! 10 hod Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Denn was nur dein Wille sucht; Dein' Erkennt dein Wille sucht; Dein' Erkennt niß werde groß Und mach' uns vom Irrthum los! 8. Herr, bewahr' auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod noch Spott Uns denselben möge rauben! Du bist unser Schuß rauben! Du bist unser Schußz und Gott; Sagt das Fleisch gleich immer Nein, Laß dein Wort gewisser sein! 3. Führ' uns, Herr, die Wohl fahrtsstege, Die dein Wort uns 9. Wann wir endlich sollen fund gethan; Räume ferner aus sterben, So versichre uns je mehr, dem Wege, Was den Lauf ver- Als des Himmelreiches Erben, hindern kann; Wirke Reue nach Jener Herrlichkeit und Ehr', Die der That, Wenn der Fuß ge- Gott giebt durch Jesum Christ, strauchelt hat! 4. Stets laß unser Herz empfinden, Daß wir Gottes Kinder sei'n, Die bei ihm nur Und die unaussprechlich ist. Tank Joachim Neander, geb. 1640, gest. 1680. Mel. Lobt Gott, ihr Christen alle 2c. Hülfe finden In der Noth und Seelenpein; Lehr' uns, daß des Baters Zucht Einzig unser Bestes sucht! 163. Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit, Jch fleh' um deinen Geist, Gott, den zu meiner Seligkeit Dein theures Wort verheißt. 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten Frei, mit aller Freudigkeit; 2. Die Weisheit, die vom Seufze in uns, wenn wir beten Himmel stammt, O Vater, lehr' Und vertritt uns allezeit; So er mich, Die Weisheit, die das wird unsre Bitt erhört Und die Herz entflammt Zur Liebe gegen Zuversicht gemehrt. dich. 6. Wird uns dann um Trost 3. Dich lieben, Gott, ist Selig es und dessen Gaben und Wirkungen.dm 113 feit; Gern thun, was dir gefällt, die Sinnen Doch nicht verzagen, Wirkt reinere Zufriedenheit, Als Wenn der Feind wird das Leben alles Glück der Welt. verklagen. Erbarm' dich, Herr! 4. Vertrauen hab ich dann zu dir; Dann schenket auch dein Geist Das freudige Bewußtsein mir, Daß du mir gnädig seist. 5. Er leite mich zur Wahrheit hin, Zur Tugend stärk' er mich, Und zeige, wenn ich traurig bin, Auch mir als Tröster sich! 6. Er schaff' in mir ein reines Herz, Versieg'le deine Huld, Und er bewaffne mich im Schmerz Mit Muth und mit Geduld! Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 164. Nun bitten wir den heiligen Geist Um den rechten Glauben allermeist, Daß er uns behüte An unfrem Ende, Wenn wir heimfahr'n aus diesem Glende. Erbarm' dich, Herr! 2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, Lehr' uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, Dem treuen Heilande, Der uns bracht hat zum rechten Vaterlande. Erbarm' dich, Herr! 3. Du süße Lieb', schenk' uns deine Gunst, Laß uns empfinden der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen Einander lieben Und im Frieden auf Einem Sinn bleiben. Erbarm' dich, Herr! 4. Du höchster Tröster in aller Noth, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand' noch Tod, Daß in uns Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 165. großer Gott, du reines Wesen, Du hast nur reine Herzen dir Zu deiner Wohnung außerlesen: Ach, schaff' ein reines Herz in mir, Ein Herz, das unbefleckt und frei von allen bösen Lüsten sei! 2. Ich falle dir, mein Gott, zu Fuße; Mich mache Christi Blut auch rein! Laß redlich meines Herzens Buße, Und ernstlich meinen Glauben sein! So mache mich zur Reinigkeit Des Lebens fertig und bereit! 3. Dein guter Geist, o Gott, regiere Mein ganzes Herz, und stehe mir In meiner Schwachheit bei, und führe Mich von der Eitelkeit zu dir! Gieb einen Geist, der dir getreu Und willig zu gehorchen sei! 4. Verwirf mich wegen meiner Werke Von deinem Angesichte nicht! Zu guten Werken gieb mir Stärfe, Zur Wahl des Besten Lust und Licht! Laß in der Gnade mich bestehn, Um einst zum Himmel einzugehn! 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, Den Geist des Glaubens, nie von mir, Und stärke mich durch seine Triebe: So hab' ich Trost und Freud' 8 114 Vom heiligen Geiste und dessen Gaben und Wirkungen. an dir; Er leite durch die Pilger- auf rechten Pfad, Die wir den zeit Mich aus der Welt zur Weg nicht wissen. Gieb uns BeSeligkeit! id drenspollſtändigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Wenn wir auch leiden müssen. Schaue, Baue, Was zerrissen, Und geflissen, Dich 166, heil'ger Geist kehr zu schauen Und auf deinen Trost Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. zu bauen. bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein, O fomm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns fräftig sein Zu steter Freud' und Wonne! Sonne, Wonne, Himmlisch Leben Willst du geben, Wenn wir beten; Zu dir kommen wir getreten. 2. Gieb Kraft und Nachdruck deinem Wort, Laß es wie Feuer immerfort In unsern Seelen 6. Du süßer Himmelsthau, brennen; Daß wir uns mögen gieb dich In unsre Herzen kräfnimmermehr Von deiner weis- tiglich Und schenk' uns deine heitreichen Lehr' Und treuen Liebe Liebe; Daß unser Sinn verbuntrennen. Schenke, Senke Deine Güte In's Gemüthe, Daß wir können Christum unsern Heiland Johann Olearius, geb. 1611, gest. 1684. 5. Stärf uns mit deiner Dur Gotteskraft, zu üben gute Ritterschaft In Drangsal und Beschwerden; Auf daß wir unter deinem Schuß Begegnen aller Feinde Truß Mit freudigen Geberden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden. nennen. den sei Dem Nächsten stets mit Lieb' und treu Und sich darin. nen übe. Kein Neid, Kein Streit Dich betrübe; Fried und Liebe 3. Du Quell, d'raus alle Müs' umschweben Und durchWeisheit fließt, Die sich in dringen unser Leben! musier fromme Seelen gießt, Laß dei- 7. Gieb, daß in reiner Heilignen Trost uns hören; Daß wir keit Wir führen unsre Lebenszeit; in Glaubenseinigkeit Auch andre Sei unsers Geistes Stärke, Daß in der Christenheit Dein wahres uns forthin sei unbewußt Zeugniß lehren. Höre, Lehre, Die Eitelkeit, des Fleisches Lust Daß wir können Herz und Sin- Und seine todten Werke. Rühre, nen Dir ergeben, Dir zum Lob Führe Unser Sinnen Und Beund uns zum Leben. ginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden. G Michael Schirmer, geb. 1606, gest. 1673. 100 MIC10 4. Sei stets bei uns mit dei nem Rath Und führ' uns selbst 663 thon Vom Worte Gottes. bilihing hot anak jaki XVII. Vom Worte Gottes. Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) gehrt! So fließen Trost und 167. Dein Wort, o Höchster, Seelenruh' Auch mir aus deiist vollkommen: Es lehrt uns nem Worte zu. unsre ganze Pflicht; Es giebt dem Sünder und dem Frommen Mel. Erhalt' uns, Herr, bei deinem 2c. Zum Leben sichern Unterricht. 168. Der Spötter Strom O selig, wer es achtsam hört, Bewahrt und mit Gehorsam reißt Viele fort; Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort! So können wir uns, Vater, dein Im Leben und im Tode freun. 115 Nach Johann Andreas Cramer. ehrt! dold til 193 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, Vertreibt des Frr thums Finsterniß; Es füllt mit 2. Ein Haufen Lästrer wagts, Freuden, bringt uns Segen, Und o Gott, Mit wildem, ausgelaßmachet unser Herz gewiß; Es nem Spott Den Heiland, deilehrt uns, Höchster, was du bist, Und was dir wohlgefällig ist. nen Sohn, zu schmähn, Verachtend auf sein Heil zu sehn. 3. Dein Wort erweckt uns, 3. Ach, ihrer Lehre Pest, o dich zu lieben; Lehrt, wie viel Herr, Schleicht jetzo nicht im Gut's du Denen giebst, Die Finstern mehr; Sie bricht am dein Gebot mit Freuden üben, Mittag selbst hervor, Und hebt Und wie du väterlich uns liebst. ihr tödtend Haupt empor. Was uns darin dein Mund verspricht, Bleibt ewig wahr; du lügest nicht. bragaller 4. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns dein Arm nicht hält: So 4. Gott, deine Zeugnisse sind reißt sie uns zum Tod auch fort. besser Und mehr der Sehnsucht Gieb Sieg und Leben durch dein werth, als Gold; Ihr Werth Wort! di into nidint ist köstlicher und größer Als 5. Beschütze uns, Herr Jesu alles noch so seine Gold. Wer Christ, Der du zur Rechten Gotthut, was uns dein Wort ge- tes bist; Sei unser Schild und beut, Dem ist dein Segen stets starke Wehr! Nichts ist vor dir bereit. der Spötter Heer. 5. So laß mich denn mit Lust betrachten Die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt, Und mit Gehorsam auf Das achten, Was es von mir zu thun be- Maß bald voll. 6. Du hast von Ewigkeit gesehn, Wie lange noch ihr Trog bestehn Und wider dich hier toben soll; Vielleicht ist nun ihr 8* 116 Vom Worte Gottes. 7. Doch Spöttern selbst kannst Gott Zuversichtlich glauben? Soll du verzeihn, Wenn sie den Frevel der Leichtsinn, soll der Spott nur bereu'n, Und wenn noch vor Deinen Trost dir rauben? Der der Todesnacht Zur Besserung die Himmel aufgebaut, Kann ihr Herz erwacht. der jemals lügen? Kann er Den, der ihm vertraut, Wie ein Mensch betrügen? Friedrich Gottlieb Klopstod, geb. 1724, gest. 1803. 6. Wehre allem Dem, was sich Wider Gott empöret, Wider seinen Geist, der dich Seine Weisheit lehret! Weh dem Spötter, der sich bläht, Mehr, als Gott, zu wissen! Er wird einst, vielleicht zu spät, Gott schon glauben müssen. 7. Erd und Himmel wird 2. Vorurtheil und Finsterniß vergehn; Gott, dein Wort wird Füllen unsre Seelen; Unser Blick bleiben. Lasterhafte, die es ist ungewiß, Unsre Schlüsse seh- schmähn, Werden's nicht verlen: Aber dein Verstand weicht treiben. Könige sind vor dir nicht Von der lautern Wahr Staub, Wenn sie sich empören; heit; Was du denkest, das ist Sind des schnellen Todes Raub, Licht, Richtigkeit und Klarheit. Sie mit ihren Heeren. Mind Mel. Christus, der uns selig macht 2c. 169. Der du selbst die Wahrheit bist, Gott, zu dem ich singe; Gott, den kein Verstand ermißt, Ursprung aller Dinge! Alle Weisheit kommt von dir Zu den Menschenkindern; Sie erleuchtet uns, wenn wir nur ihr Licht nicht hindern. 3. Wirf dich, sterbliches Ge- 8. Du bist Wahrheit; ewig schlecht, Dankbar ihm zu Füßen! soll Mich von dir nichts trenSeine Wahrheit und sein Recht nen; Nicht die Welt, von ArgLäßt dein Gott dich wissen. Weit list voll, Mich erschüttern könerschallt das Wort des Herrn, Das die Welt befehret. Glaubt es freudig, folgt ihm gern, Menschen, die ihr's höret! nen! Sollt' ich hier auch um dein Wort Schmach und Trübsal leiden, So belohnst du mir's doch dort, Gott, mit Ehr' und 4. Gott, was uns dein Wort Freuden. verspricht, Wird und muß geschehen; Deine Drohung kann auch nicht Leer vorübergehen. 170. Erhalt uns, Herr, bei Haben Tausende nicht schon, deinem Wort Und steure aller Welche vor uns waren, Deine Feinde Mord, Die Jesum ChriStrafen, deinen Lohn Dir zum stum, deinen Sohn, Wollen Ruhm erfahren? sdot stürzen von seinem Thron. nicht 2. Beweis dein' Macht, Herr 5. Seele, wolltest du Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Vom Worte Gottes. 117 Jesu Christ, Der du Herr aller 171. Es wolle Gott ung Herren bist; Beschirm' dein' arme Christenheit, Daß sie dich lob' in Ewigkeit! gnädig sein und seinen Segen geben, Sein Antlig uns mit hellem Schein Erleucht' zum ew'3. Gott, heil'ger Geist, du gen Leben, Daß wir erkennen Tröster werth, Gieb dein'm Volk seine Werk' Und was ihm lieb einen Sinn auf Erd'! Steh' bei auf Erden, Und Jesus Christus, uns in der letzten Noth, Leit Heil und Stärk', Bekannt den uns ins Leben aus dem Tod! Heiden werden Und sie zu Gott bekehren. 4. Gott, laß dir befohlen sein Unsre Kirche, die Kinder dein; Im wahren Glauben uns erhalt' Und rett' uns von der Feinde G'walt! 5. Laß alle Welt erkennen doch, Daß du, unser Gott, lebest noch Und hilfst gewaltig deiner Schaar, Die sich auf dich verläffet gar. 6. So werden wir, die Kinder dein, Bei uns selbst und auch in der G'mein Dich, heilige Dreieinigkeit, Loben darum in Ewigkeit. 2. So danken, Gott, und loben dich Die Heiden überalle, Und alle Welt, die freue sich Und sing' mit großem Schalle, Daß du auf Erden Richter bist Und läßt die Sünd' nicht walten; Dein Wort die Hut und Weide ist, Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das Volk in guten Thaten, Das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohl gerathen. Uns segne Bater und der Sohn, Uns segne Gott, der heil'ge Geist, Dem alle Welt die Ehre thu', Vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Her7. Verleih' uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten! Es ist doch ja kein Andrer nicht, Der für uns könnte zen: Amen. streiten, Denn du, unser Gott, mergeb. 1483, gest. 1546. Martin Luther, alleine. Mel. Ach Gott und Herr! wie zc. gut 8. Gieb unsern Fürsten und 172. Gott ist mein Hort, aller Obrigkeit Fried' und Regiment; Daß wir unter ihnen Ein geruhiges und stilles Leben führen mögen In aller Gottund auf sein Wort Soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, Mein Gott, vor dir, Im Glauseligkeit Und Ehrbarkeit! Amen. ben, nicht im Schauen. Vers 1, 2, 3, 7 von Luther. 2. Dein Wort ist wahr; Laß Vers 5 von Justus Jonas. Ber8 4, 6, 8 spätere Zufäße. immerdar Mich seine Kräfte 118 Vom Worte Gottes. schmecken! Laß keinen Spott, O auf der Erde Für den Himmel Herr, mein Gott, Mich von dem weise werde! Glauben schrecken! 82. Zuverlässig ist dein Wort, 3. Wo hätt' ich Licht, Wo- Lehre mich's nur recht verstehen! fern mich nicht Dein Wort die Wenn ich forsche, hilf mir fort, Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie Sicher daraus einzusehen, Was Verstünd' ich nie, Wie ich dich zu meinem Heil mich führet, würdig ehrte. Was zu meiden mir gebühret! 4. Dein Wort erklärt Der 3. Aber laß mich nicht allein Seele Werth, Unsterblichkeit und Richtig seinen Sinn verstehen; Leben; Daß diese Zeit Zur Laß mich auch beflissen sein, Ewigkeit Mir sei von dir gegeben. Den erkannten Weg zu gehen! 5. Den ew'gen Rath, Die Missethat Der Sünder zu versühnen, Den fennt' ich nicht, Wär' mir dies Licht Nicht durch dein Wort erschienen. Denn sonst würd' ich bei dem Wissen Noch mehr Streiche leiden müssen. 4. Folg' ich seinem Unterricht, D, so werd' ich's auch erfahren, Was es Denen Gut's verspricht, Die es hören und bewahren. Dann wird es auch mir im Leiden Eine Quelle sel'ger Freuden. 7. Mich zu erneun, Mich dir 5. Hilf auch, daß von Zeit zu weihn, Ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' Vermag ich's nie; Dein Wort giebt mir die Kräfte. oped zu Zeit Meine Kenntnisse sich mehren! Find' ich manche Dunfelheit Bei geheimnisvollen Lehren: D, so laß mich Demuth lernen, Mich von Zweifelsucht entfernen! Insti 6. Gieb, daß ich in deinem Licht Immer mehr gerührt erkenne Jener Herrlichkeit Gewicht, Und mich dann nur glücklich nenne, Wenn ich weislich darnach trachte, Und die Sündenlust 6. Nun darf mein Herz In Reu' und Schmerz Der Sünden nicht verzagen; Nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist, Jm Glauben Vater!" sagen. 11 8. Herr, unser Hort, Laß die ses Wort Mir Licht und Freude geben! Es sei mein Theil, Es sei mein Heil, Und Kraft zum ew'gen Leben! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c. 173. Herr, mein Licht, erleuchte mich, Daß ich dich und mich erkenne, Daß ich, voll Vertrauen, dich meinen Gott und Vater nenne, Daß ich dadurch verachte! 7. Gieb mir immer neue Kraft, Deinem Wort gemäß zu handeln, Und vor dir gewissenhaft Auf der Tugend Pfad zu Vom Worte Gottes. 119 wandeln; So wird einst in je- furcht und Gehorsam weih'! nem Leben mich ein hell'res Licht Gieb, daß ich thu' mit allem umgeben. Fleiß, Was ich von deinem Willen weiß! Nach Hecker. 6. Was hilft das richtigste Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) Erkenntniß, Wenn's nicht zu 174. Mein Gott, du wohnst deiner Liebe treibt? Was nüßt in einem Lichte, Dahin kein ein aufgeklärt Verständniß, Wenn sterblich Auge dringt; Doch doch das Herz noch böse bleibt? giebst du uns zum Unterrichte Drum hilf, daß ich der WahrDein Wort, das uns Erkennt- heit treu, Und daß mein Glaube niß bringt, Was du, o Aller- thätig sei! höchster bist, Was mit uns deine 7. Laß dein Erkenntniß mir Absicht ist. im Leiden Die Quelle wahres 2. So gieb denn, daß ich Trostes sein, Um mich, Wenn darauf achte, Als auf ein Licht Leib und Seele scheiden, Des im dunkeln Ort; Und wenn ich besten Trostes zu erfreun! Da ernstlich es betrachte, So hilf irr' und want' ich weiter nicht, selbst meinem Forschen fort! Vor Und sehe dich im hellen Licht. deiner Wahrheit hellem Scheind 190 Benjamin Schmolle, geb. 1672, geft. 1757. Laß Aug' und Herz stets offen ſein. Mel. Gott, du frommer Gott 2c. 3. Hilf, daß ich deinem Worte 175. Soll dein verderbtes glaube, Das mich zur wahren Herz Zur Heiligung genesen, Weisheit führt, Damit kein fal- Christ, so versäume nicht, Das scher Wahn mir raube, Was mir Wort des Herrn zu lesen; Beein ew'ges Heil gebiert! Kein denke, daß dies Wort Das Heil Spöttergeist verführe mich; Kein der ganzen Welt, Den Rath der Zweifel sei mir hinderlich! Seligkeit, Den Geist aus Gott enthält! 06 4. Das ist der Weg zum ew'gen Leben, Daß wir, o 2. Merk' auf, als ob dir Bater, dich und Den, Den du Gott, Dein Gott gerufen hätte; zum Heil uns hast gegeben, Er- Merk' auf, als ob er selbst zu kennen, lieben und erhöhn. D, dir vom Himmel red'te! So lies! führe du auf dieser Bahn Mich mit Ehrfurcht lies, Mit Lust und selbst durch deine Wahrheit an! mit Vertraun, Und mit dem 5. Vor Allem gieb, daß stets frommen Ernst, In Gott dich lebendig Bei mir, Gott, dein zu erbaun! 010 Erkenntniß sei, Und daß ich dir 3. Sprich fromm: o Gott, darnach beständig Lieb', Ehr vor dem Ich meine Hände falte, Vom Worte Gottes. Gieb, daß ich dein Gebot Für Gott nie ganz entdecken; Gott dein Wort ewig halte; Und laß bleibt unendlich hoch. Wenn er mich deinen Rath Empfindungs- sich dir erklärt: So glaube, was voll verstehn, Die Wunder am er spricht, Nicht was dein Wit Gesetz, Am Wort vom Kreuze begehrt. sehn! YOJICO 9. Sich seines schwachen Lichts 4. Er, aller Wahrheit Gott, Bei Gottes Licht nicht schämen, Kann dich nicht irren lassen. Ist Ruhm; und die Vernunft Lies, Christ, sein heilig Buch; Alsdann gefangen nehmen, Wenn Lies oft, du wirst es fassen, So Gott sich offenbart, Ist der Geviel dein Heil verlangt. Gott schöpfe Pflicht; Und weise Deist's, der Weisheit giebt, Wenn muth ist's, Das glauben, was man sie redlich sucht, Und aus Gott spricht. Gewissen liebt. 5. Lies, frei von Leidenschaft Und ledig von Geschäften; Und sammle deinen Geist Mit allen seinen Kräften. Der beste Theil des Tags, Des Morgens Heiterkeit, Und dann der Tag des Herrn, Der sei der Schrift geweiht. 120 10. Drum laß dich, frommer Christ, Durch keinen Zweifel fränken. Hier bist du Kind; doch dort Wird Gott mehr Licht dir schenken. Dort wächst mit deinem Glück Dein Licht in Ewigkeit; Dort ist die Zeit des Schau'ns, Und hier des Glaubens Zeit. L 11. Verehre stets die Schrift; 6. Rührt dich ein starker Spruch: So ruf' ihn, dir zums Glücke, Des Tags oft in dein Herz Im Stillen oft zurücke; Empfinde seinen Geist, und stärke dich durch ihn Zum wahren Edelmuth Das Gute zu vollziehn. Und, siehst du Dunkelheiten, So laß dich deinen Freund, Der mehr als du sieht, leiten. Ein forschender Verstand, Der sich der Schrift geweiht, Ein an gefocht'nes Herz Hebt manche Dunkelheit. 7. Um tugendhaft zu sein, Dazu sind wir auf Erden. Thu', 12. Halt fest an Gottes Wort! was die Schrift gebeut; So wirst Es ist dein Glück auf Erden, du inne werden, Die Lehre sei Und wird, so wahr Gott ist, von Gott, Die dir verkündigt Dein Glück im Himmel werden. ist, Und dann das Wort verstehn, Dem du gehorsam bist. Verachte, christlich groß, Des Bibelfeindes Spott; Die Lehre, die er schmäht, Bleibt doch das 8. Spricht sie geheimnisvoll, So laß dich nicht erschrecken. Wort aus Gott. Ein endlicher Verstand Kann Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. Vom Worte Gottes. 121 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. Nein, auch des Wortes Thäter 176. Wir Menschen sind zu sei'n, Frucht hundertfältig bringen. dem, o Gott, Was geistlich ist, 6. Der Sam' am Wege wird nicht tüchtig; Dein Wesen, Wille sofort Vom Satan weggenomund Gebot Ist viel zu hoch und men; Auf Fels und Steinen wichtig; Wir wissens und ver- kann das Wort Niemals zum stehens nicht, Wenn uns dein Wurzeln kommen; Und wenn es göttlich Wort und Licht Den unter Dornen fällt, Hat Sorg' Weg zu dir nicht und Wollust dieser Welt Bald na dions nicht zeige zeiget. 2. Von jeher hast du ausgesandt Propheten, deine Knechte; seine Kraft ersticket.ada 16 TR on 1ste ronde 7. Drum mache du uns Alle Sie machten in der Welt be- gleich Dem fruchtbar guten Lande, fannt Dein Heil und deine Daß wir, an guten Werken reich, Rechte; Zuletzt ist selbst dein In unserm Amt und Stande eigner Sohn, O Vater, von des Viel Früchte bringen in Geduld, Himmels Thron Gekommen, uns Bewahren deine Lehr' und Huld ekommen, zu lehren. In einem guten Herzen! per 1101 3. Dies Heil, das unser Danklied preist, Dein Wort, laß uns nicht rauben; Und gieb uns deinen guten Geist, Daß wir von Herzen glauben Und alles, was dein Wort gebeut, Mit Treue, Lust und Emsigkeit zu deiner Ehre üben. 8. Laß uns, so lang wir leben hier, Der Sünder Weg vermeiden; Gieb, daß wir halten fest an dir, In Anfechtung und Leiden; Rott' aus, was dir, Herr, nicht gefällt; Hilf uns die Sorgen dieser Welt Und tid Gnojis böse Lüste dämpfen! 4. Hilf, daß der Frevler frecher 69. Erhalt' uns dein Wort Spott Nicht unsern Glauben klar und rein, Und laß es unsern wende; Denn du bist ein ge Füßen Ein Licht auf unsern rechter Gott Und strafst gewiß Wegen sein; Hilf, daß wir d'raus am Ende. Erweck' uns durch der genießen Kraft, Rath und Trost Wahrheit Kraft; Und, was sie in aller Noth, Daß wir im Leben Gutes in uns schafft, Das laß und im Tod Beständig darauf uns treu bewahren! trauen! aid nadsil bieds 5. Deffn' uns die Ohren und das Herz, Daß wir dein Wort recht fassen, In Lieb' und Leid, in Freud' und Schmerz Es aus der Acht nicht lassen; Daß wir nicht Hörer nur allein, göttlich Wort Laß in uns wirken 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr', Dein Wort sich weit ausbreiten! Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr' Erleuchten mög' und leiten! Oheil'ger Geist, dein 122 Vom Worte Gottes. immerfort Lieb', Hoffnung, Trost sein; Mich sich're Pfade führen, und Glauben.dnd ichur ist Mich ch trösten und erfreu'n; Es Justus Gesenius, drie span geb. 1601, geft. 1671. soll mir offenbaren, Daß wir Mel. Herr Christ, der ein'ge cor verloren waren, Wenn nicht erschien.i2. toda) Amu wenn Christus 177. Der Herr liebt unser 7. Ich soll den Nächsten 2c. Leben: Zu unserm Heil hat er lieben, Und, brüderlich gesinnt, Uns sein Gesetz gegeben; Aus Ihn segnen, nie betrüben: Dann Liebe gab's der Herr. Heil Allen, bin ich Gottes Kind. Wie herrdie ihn ehren, Die allen seinen lich sind die Rechte, Womit du Lehren Mit Ernst gehorsam find! deine Knechte Zu ihrem Glücke führst! chied metadgar Tompl 2. Wie? sollt' uns Gott nicht lieben? Hat uns sein Wille nicht, Was gut ist, vorgeschrieben? Ist der nicht unser Licht? Die gött lichen Gesetze Sind unsre größten Schäßze, Sind Quellen unsers Heils.png nagrade ning men 8. Mein ganzes Herz soll heilig, Auch in Gedanken rein, Durch Lüste nicht abscheulich Vor deinen Augen sein. Wer hat auf diesen Wegen Nicht Ruhe, Ruhm und Segen, Wenn er sie willig geht? 1 6ndling i 8 3. Schon die Vernunft fann wissen, Was gut und böse sei; 9. Gieb denn, daß ich sie Sie richtet durch's Gewissen, Verdammt und spricht uns frei; Verheißt uns Ruh' und Freuden, Wenn wir die Sünde meiden, Und das, was recht ist, thun. liebe, Berstand, Entschlossenheit Und Lust und edle Triebe Zur wahren Heiligkeit! Iche werde, Gott, auf Erden, Dir immer treuer werden, Wenn du mein Beistand bist. modi sad 4. Doch, weil wir alle Sünder, Zur Tugend schwach und 1910. Bergieb durch Christi blind, Nicht mehr des Lichtes Leiden mir meine Missethat! Kinder und leicht betrogen sind: Dann gehe ich mit Freuden Den So lehrt Gott seine Knechte, Und Weg, den er betrat. Die Liebe hält uns seine Rechte In seinem wird mich dringen, Das Gute Wort auch vor.@ dios rollo mizu vollbringen, Dein Geist mein ju5.n Dich soll ich, Gott, nur Beistand sein.& ni in ehren, Dich lieben, dir vertrau'n, Dir ewig angehören, Auf deinen Weg nur schau'n; Nicht fremden Insydou Nach Mudre. Gößen leben, Nach deiner Huld nur streben. Welch heiliges Gebot! 6. Dein Wort soll mich regieren, Mein Licht im Finstern ma Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. 178. Herr, deine Rechte und Gebot', Darnach wir sollen leben, Wollst du mir, o getreuer Gott, In's Herze selber geben, Daß ich Vom Worte Gottes. 123 zum Guten willig sei, Mit Sorg- mand dienen könn', Und thu' es falt und ohn' Heuchelei, Was du dann mit Freuden.is Sun pom befiehlst, vollbringe. madail plats o7. Unreine Werk der Finster2. Gieb, daß ich dir allein niß Laß mich mein Lebtag meiden, vertrau, Allein dich ehr' und Daß ich für böse Lust nicht müss' liebe, Auf Menschenhülf' und Der Hölle Qual dort leiden. Trost nicht bau', In deiner Furcht Schaff' in mir, Gott, ein reines mich übe; Daß großer Leute Herz, Daß ich schandbare Wort' Gnad' und Gunst, Gewalt, Pracht, und Scherz Nebst andern Sün. Reichthum, Wiß und Kunst Mir den fliehe. nicht zum Abgott werde. 8. Gieb, Herr, daß ich mich redlich nähr' Und böser Ränke schäme, Mein Herz von Geiz und Unrecht fehr' Und fremdes Gut nicht nehme', Und von der Arbeit meiner Händ', Was übrig ist, auf Arme wend' Und nicht auf Pracht und Hoffahrt. 19TO GIVES 9. Hilf, daß ich meines NächHOHL HOik ja 4. Laß mich am Tage deiner sten Glimpf zu retten mich beRuh' Mit Andacht vor dich fleiße, Von ihm abwende Schmach treten, Die Zeit auch heilig und Schimpf, Doch Böses nicht Betenit Danken und mit gut heiße. Gieb, daß ich lieb' 3. Hilf, daß ich deinen Gnadenbund Aus deinem Wort er kenne, Auch nicht vergeblich mit dem Mund, Herr, deinen Namen nenne; Daß ich bedenke Tag und Stund', Wie stark mich meiner Taufe Bund Zu deinem Dienst verbinde. zu Beten; Daß ich hab' meine Lust an dir, Dein Wort gern höre und dafür Herzinniglich dich preise. 5. Die Eltern, Lehrer, Obrigfeit, Die vorgesetzt mir werden, Laß ja mich ehren allezeit, Daß mir's wohl geh' auf Erden; Für ihre Sorg' und Treu' laß mich, Auch wenn sie werden wunderlich, Gehorsam sein und dankbar. 6. Hilf, daß ich nimmer eig'ne Rach' Aus Zorn und Feindschaft übe; Dem, der mir anthut Kreuz und Schmach, Verzeihe und ihn liebe; Sein Glück und Wohlfahrt jedem gönn', Schau', ob ich jeAufrichtigkeit Und Abscheu habe jederzeit An Lästerung und Lügen. 10. Laß mich des Nächsten Haus und Gut Nicht wünschen noch begehren, Was aber mir vonnöthen thut, Das wollst du mir gewähren; Doch daß es niemand schädlich sei, Ich auch ein ruhig Herz dabei Und deine Gnad' behalte. 11. 11. Ach Herr, ich wollte deine Recht' Und deinen heil'gen Willen, Wie mir gebührt als deinem Knecht, Ohn' Mangel gern erfüllen; Doch fühl ich wohl, was mir gebricht, Und Vom Worte Gottes. wie ich das Geringste nicht Ver- Dank und Ruhm! Laß mich mag aus eignen Kräften. 6 dein Evangelium Fest glauben, 12. D'rum gieb du mir von ewig lieben!.girdiled Aldened deinem Thron, Gott Vater, Gnad' nisl mel. Jesu, meine Freude 2c. und Stärke; Verleih' mir, Jesu, 190 Gottes Sohn, Daß ich thu' rechte 180. Wort des höchsten 199 JUDITO 124 Werke; heil'ger Geist, hilf, Mundes, Engel unsers Bundes, daß ich dich Von ganzem Herzen, Wort, du warst nie stumm! Bald, und als mich Ohn' Falsch den da wir gefallen, Ließest du erNächsten liebe. 90sih ned schallen Evangelium; Eine Kraft, Die Glauben schafft, Eine Botshaft, die zuni Leben Uns von dir gegeben. chim bi and David Denike, geb. 1603, gest. 1680. Mel. Kommt her zu mir, spricht 26. 179. Gelobt sei Gott! ich 1990 Bulk Smudred 2. Was dein Wohlgefallen um hir ga Vor der Zeit uns allen Fest bestimmet hat, Was die Opferschatten Borgebildet hatten, Das vollführt dein Rath. Was die Schrift Verspricht, das trifft Alles ein in Jesu Namen Und ist Ja ND 2. Gelobt sei Gott! ich bin und Amen.( om HORS TOUHIGH SE ein Christ. Mein Herz ist ruhig und vergißt Die Nichtigkeit der Erden. Nun bin ich nicht bloß Asch' und Staub, Nicht ganz bin ich des Todes Raub, Unsterblich soll ich werden.im 201 bin ein Christ. Mehr, als der Erde Reichthum, ist mir diese Gnade wichtig. Wie groß ist meine Seligkeit! Ich bin jetzt zur Unsterblichkeit, Zum Erben Gottes tüchtig. COLO teadusm 13. Gelobt sei Gott! ich bin ein Christ. Nicht werth der Himmelsfreuden ist. Die Trübsal dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, Und bin des hohen Trostes voll: Ich leide 4. Uns in Sünde Todten Machen Jesu Boten Dieses Leben fund; Lieblich sind die Füße, Und die Lehren süße, Theuer ist der Bund. Aller Welt Wird vornicht vergebens. lnded don gestellt Durch der guten Botschaft Lehre, Daß man sich bekehre.io da rog Sul doll ST2 tudieinrich Cornelius Heder, 114 Dank dir, o Bater, Dank und Ruhm! Du lehrest mich das Christenthum Fest glauben, willig üben. Dank dir, o Jesu, ndi dan dipers bi di dolls indpildo dull ichidig sim soat doar bombe du dan bilo ni dail du do no ang madal doar 3. Alles ist vollendet; Jesu Gnade wendet Alle Straf' und Schuld. Jesus ist gestorben, Jesus hat erworben Alle Gnad' und Huld. Auch ist ist dies Fürwahr gewiß: Jesus lebt in Preis und Ehre. O erwünschte Lehre! 125 Von der heiligen Taufe. -dni 18 chilous dono da nism, hid rodinodul 1960 XVIII. Von der heiligen Taufe. Taufe, ingra prod Mel. Nun lob', mein' Seel', den 2. ruhn, Und, dir zum Wohlge181. Geweiht zum Christen- fallen, Nach deines Sohnes Lehre thume, Sind wir auch dir, o thun! Du wirst in diesem Leben, Wie du bisher gethan, Uns, Gott, geweiht, Nur dir zum dir zum Wie Preis und Ruhme zu führen was wir brauchen, geben. Verunsre Lebenszeit; Uns deiner leih' uns auch nur dann Die hila Baterliebe In Christo zu erfreu'n, beste deiner Gaben, Daß wir Und deines Geistes Triebe Gehorsam stets zu sein; Damit wir schon auf Erden, Noch mehr in gänglich ist! durch Jesum Christ Theil an dem Erbe haben, Daß unverTeam 1( 00090 890 Das Christoph Friedrich Neander, jener Welt, Des Glücks theil- nad chid geb. 1724, geft. 1802. haftig werden, Daß nur der nur der is io, dll ordered thing Christ erhält. iste nabarchi Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 2. Wie viel hat deine Gnade 182. Ich bin getauft, nach An uns von jeher, Gott, gethan! Jesu Lehren Dich, Bater, Sohn Auf diesem Pilgerpfade Fing und heil'gen Geist, So zu bekaum sich unsre Wallfahrt an; kennen und zu ehren, Daß Herz So gabst du schon uns Armen und Mund und That dich preist, Am Reiche Christi Theil, Und Und dann des Glücks, ein Christ brachst uns aus Erbarmen Die zu sein, Mich hier und ewig zu Bahn zu seinem Heil. Du schafftest erfreu'n.dll sist bunnygi unsern Seelen Früh schon Ge- 2. Durch diese Stiftung deilegenheit, zu kennen und zu ner Gnade Ward jedes Recht wählen Den Weg zur Seligkeit. der Christen mein; Du weihtest 3. Herr, auch für diese Güte mich in diesem Bade Zu deinem Gebührt dir unser Lobgesang. Kind und Erben ein; Und thatest Mit freudigem Gemüthe Bringt in der Folgezeit An mir noch unser Herz dir Preis und Dank; mehr Barmherzigkeit. Daß du uns durch die Taufe 13. Du öffnetest mir das VerZu Christen hast geweiht, Und ständniß Durch deines Sohnes uns zum Tugendlaufe Mit dei nem Licht erfreut. Gieb, daß wir oft ermessen, Was uns dein Wort verspricht, Und strafbar nie vergeffen Die dir gelobte Pflicht! 1904. Jazd hilf du selbst uns Allen, In deinem Willen zu beLehr' und Geist. Durch sie gelangt' ich zur Erkenntniß, Wie man dich würdig ehrt und preist, Und welches Heil dein gnäd'ger Rath Dem, der dich ehrt, bereitet hat.bi o his mind ni 4. Daß nicht, vom Leichtsinn Von der heiligen Taufe. hingerissen, Undankbar dich mein und auch zugleich Zur KindHerz vergaß, Erinnertest du mein schaft( angenommen. Was Der Gewissen An seine Pflicht ohn' erwarb, Der für mich starb, Der Unterlaß, Und wecktest mich zum Reichthum aller Gnade, Tugendlauf Durch deine Wahrheit mein im Wasserbade. mächtig auf. Ward 5. Gelobt, mein Gott, sei deine Liebe, Die mir, noch eh' ich dich gekannt, Aus freiem väterlichem Triebe Schon so viel Gutes zu gewandt! Wie huldreich hast du mein gedacht Und für mein wahres Wohl gewacht! 2. Ich bin getauft; der Sünden Schuld Will Gott nicht mehr gedenken. Er will, voll väterlicher Huld, Ein ewig Heil mir schenken. Sein Vaterfinn Weiß, was ich bin: Ich bin nicht mehr verloren; Ich bin aus ihm geboren. Hoc] 6. Wie sollt' ich dich denn nicht verehren Und dir ein Herz voll Liebe weihn? Nicht gern auf deine Stimme hören Und kindlich dir gehorsam sein? Was dich entehrt, sei fern von mir! Geheiligt sei mein Leben dir! 3. Ich bin getauft; nun kann der Tod, Nun soll er mich nicht schrecken; Mein Trost ist, wie er mir auch droht: Gott wird mich auferwecken. Voll Freudigkeit Wart' ich der Zeit, Da ich, als Gottes Erbe, Getrost und selig sterbe.mod nd idag. 7. D, stehe nur mit deinem Geiste, Wie du verheißen hast, 4. Ich bin getauft; Gott ist mir bei; Daß ich, was ich ver- mein Freund. Geheiligt ihm auf sprach, auch leiste, Und treulich Erden, Soll ich auch einst, mit dir ergeben sei; Und fehl' ich, so ihm vereint, Des Himmels Bürverwirf mich nicht, Mein Gott, ger werden. Nur, wer nicht von deinem Angesicht! dd gläubt Und fündig bleibt, Den 28. Erwecke mich durch deine Gnade Zum steten Ernst der wird er einst verdammen; Mich wird er nicht verdammen. da® Besserung, Und leite mich auf 5. Ich bin getauft; und Gott sicherm Pfade Des Glaubens und der Heiligung! Gott meines Heils, sei ewig mein, Und laß mich stets der Deine sein! is Guds Nach Johann Jakob Rambach. Mel. Was Gott thut, das ist 2. om 183. Ich bin getauft; und 6. Ich bin getauft; erhalte verheißt, Mein Herr und Gott zu bleiben. An ihn, den Vater, Sohn und Geist, Will ich beständig gläuben. Ich will forthin Den Satan fliehn, Und mich Gnade stärken.nl tbiqirad zu guten Werken Durch Jesu Ju dun in dein Reich Soll ich, o Vater, kommen, Bin frei vom Fluch, mich, Mein Gott, in deiner Liebe! Und gieb, daß dein Erlöster sich 126 Von der heiligen Taufe. 127 In jeder Tugend übe! Auf Gott finden. Du schenkst mir durch getauft, Von Gott erfauft, Sterb' dein Wasserbad Vergebung meiich in dem Vertrauen, Sein An- ner Sünden. Dein unerforschgesicht zu schauen. ter Rath beweist Hier durch ein sichtbar Zeichen, D Vater, Sohn und heil'ger Geist, Es sei nichts der du und Liebe. nota m zu vergleichen Mit deiner Gnad' Nach Rodigast. jug2 sanism bifte duble chid. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c.d 184. Mein Erlöser, adiela abun mird mich Dir zum Eigenthum er 2. Du hast in deinen Gnakaufet: Als dein Jünger bin denbund Zum Kind mich auf auch ich Vormals auf dein Wort genommen, Und machst voll Huld getaufet. D, erwecke mich zum den Weg mir fund, Wie ich soll Fleiße, Recht zu sein das, was zu dir kommen. Du hattest Urich heiße! sach' mich vielmehr Zu strafen und zu hafsen, Und hast dich, großer Gott, so sehr Zu mir herabgelassen, Den Bund mit mir gestiftet. XIX 2. Laß mich oft mit Achtsamfeit Meiner Taufe Bund be trachten; Und in meiner Prüfungszeit Mich dadurch verpflichtet achten, mir zum Glücke deinen Willen Unverbrüchlich zu erfüllen! Collec 3. Ich bin durch deinen Baterfinn Versichert deiner Gnaden; Mir, ob ich gleich gefallen 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bin, Soll doch mein Fall nicht Bleibt im Tode doch zurücke; schaden. Du giebst zur Heiligung Nur ein wahres Christenthum mir Kraft; Erhörst mich, wenn Folgt uns in dem Augenblicke, ich bete; Und wenn ich, fromm Da sich Leib und Seele schei- und tugendhaft, Dein Recht den, Und verschafft uns ew'ge nicht übertrete, Soll mir kein Freuden. Gutes mangeln. 4. Laß mich nur, wie dir's 4. Hingegen hab' ich mich gefällt, Deinem Dienst, Herr, ganz ergeben, Und, entfernt vom Sinn der Welt, Als dein treuer Jünger leben, Daß ich einst auch, wenn ich sterbe, Das verheiß'ne Leben erbe! inlangogroe Nach Werenberg. verpflicht't, Ich woll' ein gut Gewissen Stets bei des Glaubens Zuversicht zu halten sein beslissen; Dich nicht, o Vater, Sohn und Geist, Bloß meinen Herrn zu nennen, Dich, wie dein Wort mich unterweist, Auch thätig zu bekennen, Von Herzen dich zu lieben. 01dn& Semiso 185. Gott, bei dir ist Heil 5. Dem Teufel habe ich entund Gnad' In aller Noth zu sagt Und allen seinen Werken. bujomsspilied o Mel. Christ, unser Herr, zum Jordan 2c. D 128 Vom heiligen Abendmahle. Wenn mich der Hang zur Sünde d'ran, Wie ich ihn mög' erfüllen plagt, Soll dieser Bund mich stärken. Zum Tempel richtest du mich zu; Dir bin ich neu ge boren; Daß ich nur lauter Gutes thu', Dazu bin ich erkoren, Erschaffen und erlöset.lgd Durch deines Geistes Stärke.on h 7. Gott Vater, Sohn und Geist, verleih, Daß ich fest an bunds tröst' und freu', Und treu dich gläube, Mich meines Taufdarin auch bleibe; Daß ich das 6. Dem alten Sinne sterb Böse flieh' und haff', Die Fleiich ab, Damit ich göttlich lebe, scheslüste dämpfe, Jm Guten Und deinem Muster bis in's niemals werde laß, Hier bis Grab zu nähern mich bestrebe.an's Ende fämpfe, Und dort Dem Guten hang' ich eifrig an, dein Reich ererbe! 19100198 HOTE sind thi dnu mohl tim obim jo s & sjunkomisso tist fim onu n moldoyedürfnism ni dall; sichert Und liebe deinen Willen; Mit und Nach Johann Heermann. Fleiß und Sorgfalt denk' ich bid nd dull mood # 8 109 of 100 XIX. Vom heiligen Abendmahle. spognut Idea... wisd, ser lieben& Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) Ich hab's gelobt von Herzen of thin LOVE VIOC 186. Nimm bin den Dank dir, Schenk du nur deinen Beifür deine Liebe, Du, mein Er- stand mir 4980119 si@.8 löser, Jesu Christ! Gieb, daß ich 4. Laß mich voll Dankbarkeit dich nicht mehr betrübe, Der du für mich gestorben bist; Laß deines Leidens Angst und Pein Mir immer in Gedanken sein. ermessen, Was du für meine Seele thatst; Und nie der Liebe mich vergessen, mit der du mich vor Gott vertratst! Laß meinen Glauben thätig sein Und mir Un 2. Wie kann ich dich genug erheben? Ich, der ich Zorn und zur Tugend Muth verleihn! Tod verdient, Ich soll nicht ster- 5. Im Streite hilf mir über. ben, sondern leben, Weil du mich winden und stärke mich zu jeder selbst mit Gott verfühnt. Du, Pflicht; Bewahre mich vor neuen der Gerechte, ftarbst für mich; Sünden, Verlaß mich in VerWie preis ich, Herr, wie preis' suchung nicht; Und dein für mich ich dich! hins vergoßnes Blut Verleih' mir auch im Tode Muth! 3.Heil mir! mir ward dein Brod gebrochen, Ich trank, Herr, deines Bundes Wein; Voll Freude hab' ich dir versprochen, Bis 6. Und du, o heilige Gemeine, Wir aßen hier von Einem Brod, Wir tranken hier von Einem in den Tod dir treu zu sein; Weine Und haben Einen Herrn Abendmahle. 129 Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. 188. Du, Herr, haft aus Barmherzigkeit Zum Denkmal deiner Gnaden Das ganze Volk Vom heiligen und Gott; Drum laßt uns Eine Seele sein, Den Liebenden durch Lieb' erfreun fordi de is Georg Joachim 3ollikofer, geb. 1730, 1788. TO 187. Die Die ihr Christi Jünger seid, Theure miterlöste Brüder, Alle seinem Dienst geweiht, Alle seines Leibes Glieder: Kommt, Versöhnte, kommt, erneut Euren Bund der Seligkeit! Jig 7910 risc thun moeder Christenheit Wohlthätig einMel. Jesus, Zuversicht 2c. Odo geladen; Du rufst: Mühsel'ge, kommt zu mir! Ich komme, Heiland; ja zu dir Erheb' ich meine Seele. Entzeuch mir deine Gnade nicht; Sei auch mein Trost, mein Heil und Licht! Du siehst, wie oft ich fehle. 1301001S 2. Effet seinen Leib im Brod; Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod: Trinkt sein Blut; ihr trinkt das Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er sich selbst für sie giebt usduni nad hrud 3. Die mit voller Zuversicht Deines Heils, o Sohn, sich freuen, Die laß stets in diesem 2. Ja, meiner Schulden sind weit mehr, Als ich vermag zu Este zählen. Ich fühl' es wohl und leide sehr Vor Unruh meiner Seelen. Doch du bist meine Zuversicht; Verlaß mit deinem Trost mich nicht! Du siehest meine Reue; Erbarmer, nimm sie gnädig an; Du bist's, der helfen Daß 1 Licht Wandeln und sich ganz will ften, daß s und kann, sich mein Herz 091o dir weihen; Laß ihr Herz, vom Stolze rein, Voll von deiner Demuth sein! @ 3 mnoid so big th 3. Nach deinem Troste sehn' ich mich, Gebückt vor dir im 4. Tröste, die in Traurigkeit Staube. Auf mein Verdienst Ueber ihre Seele wachen; Stärke, nicht,' nur auf dich, Erlöser, hofft Herr der Herrlichkeit, Ihren mein Glaube. Gebeugte willst Glauben; hilf den Schwachen! Die gebeugt von ferne stehn, Können unerhört nicht flehn. 15. Nehmet hin und eßt sein Brod; Jesus Christus ward gegeben Für die Sünder in den Tod: Nehmt und trinkt; ihr trinkt das Leben. Seht, wie er die Sünder liebt, Da er selbst sich für sie giebt! Klopstock, 70015001 geb. 1724, geft. 1803. ise and Friedrich Gottlieb aloße du nicht verschmähn, Versprichst den Schwachen beizustehn, Die nach der Beff'rung trachten. Stets bleibst du deinen Worten treu, Und wirst ein gläubig Herz voll Reu', Auch meines, nicht verachten. 4. Regiere nur auch fünftig mich, Daß ich vorsichtig handle, und heilig, voll Vertraun auf dich, Nach deinem Willen wandle! Gieb, daß, aus Dank für deine 9 130 Vom heiligen Abendmahle. og sjanse geb. 1737, geft. 1811. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2. 189. Gel seist du, Herr Pour id u Dj Huld, Im Glauben, Liebe und dürren Land, Bei deiner Liebe Geduld Ich dir auf Erden lebe, Unterpfand Nach deiner großen Bis ich dereinst in deinem Reich Güte. Ich fühle wohl, was mir Verklärt, unsterblich, Engeln gleich, gebricht; D, stärke meine ZuDich ewig froh erhebe. versicht, Daß du auch mein Verſöhner seist Und mich vom ewgen Tod befreist! Herr, dieser Trost sei fest in mir! sei fest in mir! So dien' ich voller unser Gott, Gelobt für unsers Freuden dir! odig oms] Mittlers Tod, Der uns das Heil 4. Zur Weisheit und Gerecherworben! Wie hoch hast du tigkeit, Zur Heiligung und Seauch mich geliebt! Er, der uns ligkeit Bist du mir außersehen. ew'ges Leben giebt, Ist auch für Auch mir zum herrlichsten Gemich gestorben. Mein ganzes winn Gabst du dein Leben wilHerz frohlockt in mir; O Vater, lig hin; Drum hör' auch jetzt ich lobsinge dir. Gieb, daß ich mein Flehen! Zeuch mich, mein jeden Tag auf's neu' Mich dei- Heiland, ganz nach dir; Ja, ner Baterhuld erfreu'! Gott mei- durch den Glauben wohn' in nes Heils, sei ewig mein! sei mir! So nimmt in mir die Seeewig mein! Und laß mich dir stets dankbar sein! lenruh' Und meines Herzens Bess'rung zu. Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht! verlaß mich nicht! So komm' ich einst nicht in's Gericht. nis plote 810 WWW.Migg 2. Voll froher Ehrfurcht beug' ich mich Vor dir, Sohn Gottes, der du dich Für mich hast hingegeben. Es komme mir nie 5. Du öffnest deinen Himmel aus dem Sinn, Wie viel ich mir. Der Freuden Fülle ist bei dir, Herr, schuldig bin! Dein dir; Auch ich soll sie genießen. Tod bringt mir das Leben. Durch Belebe mich mit Muth und deines Opfers ew'ge Kraft Hat Kraft, So meine ganze Pilgrimdeine Liebe mir verschafft, Was schaft zu führen und zu schlie mich vor dem Verderben schüßt, Was meinem Geiste ewig nüßt. Herr Jesu Christ, wie liebst du mich! wie liebst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich! ßen, Daß mir dein Wort stets heilig sei, Daß ich, bis in den Tod dir treu, Mit Freuden thu', was dir gefällt, Und dich auch ehre vor der Welt! D Herr, mein 3. Mit Inbrunst fleh' ich, Heil, sei stets bei mir! ſei stets Herr, zu dir: Befördre du doch bei mir! So komm' ich einst geselbst in mir Ein gläubiges Ge- wiß zu dir. sig af in d müthe! Mich dürstet, gleich dem bozualà Ciltte piJohann Rift, 208 7 geb. 1607, gest. 1667. Vom heiligen Abendmahle. 131 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Kraft, auf daß ich dir Mit neuer 190. Halt im Gedächtnis Treue diene! dict thiour dut Jesum Christ, D Seele, der auf Erden Himmelsthron gegeb. 1650, gest. 1704. .01 Vom Mel. Nun laßt uns Gott den 26. kommen ist, Ein Heiland dir zu 191. Herr, der du selbst dein 18 werden! Vergiß sein nicht! denn dir zu gut Berband er sich mit Leben Für mich dahin gegeben, Fleisch und Blut. Dank ihm für Ich falle vor dir nieder. Und diese Liebe! 91913 op'onos finge Freudenlieder. nommer Mot mani, wis bile su 2. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, Der auch für dich gelitten! Da er am Kreuz gestorben ist, Hat er dir Heil erstritten. 3. Nun ist der Bund erneuet; Errettung von der Sündennoth Mein Herz sei dir geweihet! Erwarb er dir durch seinen Tod. Nach deinem Sinn zu leben, Dank' ihm für diese Liebe! Sei forthin mein Bestreben! re 4. Ich will aus treuem Herzen Der Brüder Noth und Schmerzen, So viel ich kann, verhindern, Und kann ich's nicht, doch lindern. misd sise 8110 5. Ich will, wie du, mit Freuden Gott preisen in den Leiden, Nie ungeduldig klagen Und nie an Gott verzagen. bil 1119111 3. Halt im Gedächtniß Jesum Christ, Der, von dem Tod erstanden, Nunmehr zur Rechten Gottes ist, und von des Todesbanden Die Seinigen auch frei gemacht, und ew'ges Leben wieleben wiederbracht! Dank' ihm für diese bilmi Kom Liebe! jod 2. Ich kam mit Schuld beladen, Zum Mahle deiner Gnaden: Da ließest du mich finden Vergebung meiner Sünden. Imsdognis di 4. Halt' im Gedächtniß Jesum 6. Von dir will ich nicht las Christ! Er wird einst wieder sen; Will, was du hassest, hajkommen, 3u richten, was auf sen; Was du liebst, will ich lieErden ist, Die Sünder und die ben, Mich im Gehorsam üben. Frommen; Drum sorge, daß du dann bestehst Und mit ihm in den Himmel gehst, Ihm ewiglich zu danken! og bid 7. Doch, du kennst meine Schwäche. Ach, was ich heut verspreche, Hab' ich schon oft versprochen, Und leider oft ge5. Mein Heiland, den der brochen! tordog and Himmel preist, Dich will ich 8. O möcht' ich mein Verewig loben. O, stärke dazu mei- sprechen Doch nimmer wieder nen Geist mit neuer Kraft von brechen! D Herr, verleih mir oben! Dein Abendmahl ver- Stärke Zur Uebung guter Werke! mehr' in mir Des Glaubens 9. Den ersten Reiz der Sün9* 132 Vom heiligen Abendmahle. den Hilf glücklich überwinden; den Mißbrauch nie entweihen, Und, wo ich wieder fehle, Er- Was du so theuer mir erwarbst! inn're meine Seele! Nie führe mich zur Sicherheit 10. Ach, Herr, laß mich bei Der Trost, den mir dein Tod Zeiten mich auf den Tod berei- verleiht! is nie omol ten! Dann leb' ich immer fröh- 5. Jch übergebe mich auf's lich, Und sterbe sanft und selig. 611. Dann werd ich mit den neue, D du, mein Herr und Gott, an dich; Ich schwöre dir Frommen Zu dir, Herr Jesu, beständ'ge Treue Vor deinem kommen; Und du führst nach Tische feierlich. Dein eigen will Tiſche fer fein; dem Leiden Mich zu des Him- ich ewig sein; Du starbst für mels Freuden. il nemich, drum bin ich dein. 1155201$ 197.0 6. Nie will ich mich vor Spöttern schämen Der Ehre, die man dir erweist; Nie mich zu NOOND TOMS Nach Labater. tousins ómuck red di muse Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 192. Hier bin ich, Jesu, zu einem Schritt bequemen, Den erfüllen, Was du in deiner mein Gewissen fündlich heißt. Leidensnacht Nach deinem gna- flöße mir den Eifer ein, Wie denvollen Willen Zur Pflicht du, o Herr, gesinnt zu sein! 1d2 und Wohlthat mir gemacht. Laß mich mit Ernst Verleih zur Uebung dieser Pflicht Mir deines Geistes Kraft und Licht! di lat den Nächsten lieben, Und wenn er strauchelnd was versieht, Verföhnlichkeit und Sanftmuth üben Aus wirklich christlichem Ge 2. Es werde mir für mein Gewissen Dein Mahl ein tröst lich Unterpfand, Daß ich, der müth, Stets eingedenk der Sündenschuld entrissen, Durch Schuldenlast, Die du mir, Herr, dich bei Gott Vergebung fand! erlassen hast. So freuet meine Seele sich In deinem Heil und lobet dich. 93. Bewundernd denk ich an die Liebe, Womit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deine Mitleidstriebe, Die dich bis an das Kreuz gebracht! Es mache, Herr, dein Todesschmerz Jetzt neuen Eindruck in mein Herz! GTIG 1 indo !! 8. Es stärke sich in mir der Glaube, Daß meine Seele ewig lebt, Und daß einst aus des Grabes Staube Mich dein allmächt'ger Ruf erhebt, Wenn du dich, großer Lebensfürst, Den Völkern sichtbar zeigen wirst. 9. Gebeugt lieg' ich zu dei nen Füßen, Mit Dank und Lob, 4. Laß mich mit Ernst die Gebet und Flehn. Laß neue Sünde scheuen, Für welche du, Gnade auf mich fließen; Mein dich opfernd, starbst; Durch schnö- Heiland, laß es doch geschehn, Vom heiligen Abendmahle. 133 Daß mir zur Stärkung meiner dein Gebot; Ich will es treu erTreu' Dein Abendmahl geseg- füllen, Und bitte dich durch dei net fei! is chistes www. id gilid sior Bruhn nach Rambach. sky bi loj nen Tod Um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an neifrig sein, Mein ganzes Herz Mel. An Wasserflüssen Babylon zc. dir, Herr, zu weihn Und deinen 193. Ich komme, Herr, und suche dich Mühselig und bela den. O mein Erbarmer, würdge mich do Desmi Wunders deiner Gnaden! Ich liege hier vor dei geb. 1715, geft. 1769. nem Thron, Sohn Gottes undodont 119 790 Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes 2c. des Menschen Sohn, Mich deiTod zu preisen; Laß mich den Ernst der Heiligung Durch eine wahre Besserung Mir und der Welt beweisen! ond uit spour dau th Christian Fürchtegott Gellert, ner zu getrösten. Ich fühle mei- 194. Ich preise dich, o Herr, mein Heil, Für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früchten Theil, Was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch für mich; D gieb, daß meine Seele sich Des ewig freuen möge. ner Sünden Müh, Ich suche Ruh und finde sie Im Glauben der Erlösten. i nedral mis? 2. Dich bet ich zuversichtlich an, Du bist das Heil der Sünder; Du hast die Handschrift abgethan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Lei- 2. Du läsfest mich in deidens Macht Und an dein Wort: nem Tod Das wahre Leben fin„ es ist vollbracht!" Du hast mein den. Erlösung aus der größten Heil verdienet, Du hast für mich Noth, Vergebung aller Sündich dargestellt; Gott war in dir den, Gewissensruh', zur Befs'und hat die Welt In dir mit rung Kraft, Das hast du, Herr, sich verfühnet. call us auch mir verschafft, Da du am 13. So freue dich, mein Herz, Kreuze starbest.& in mir: Er tilget deine Sünden Und läßt an seiner Tafel hier Dich Gnad um Gnade finden. Du rufst, und er erhört dich 3. Dein Abendmahl ist mir ein Pfand Von dieser großen Güte. Wie viel hast du an mich gewandt! D, stärke mein Geschon, Spricht liebreich: sei müthe Zum gläubigen Vergetrost, mein Sohn, Die Schuld traun auf dich, Daß ich, so lang ist dir vergeben! Du bist in mei ich lebe, mich An deiner Gnade Thume'S 解 。 nen Tod getauft Und du wirst halte! dem, der dich erkauft, Von ganzem Herzen leben." 4. Ich fühle, Herr, voll Reu' und Schmerz, Die Last von mei14. Ja, Herr, mein Glück ist nen Sünden. Laß mein vor dir Vom heiligen Abendmahle. gebeugtes Herz Den großen Trost meinem Herrn Bei seinem Mahl empfinden, Daß du aus Gottes erneuen; Ich will, von WeltgeBaterhuld Auch mir Vergebung schäften fern, Mich seines Todes meiner Schuld Auf Buße hast freuen. O Tag, wie heilig bist erworben! og missue is pinis du mir! Wie soll sich meine the 5. Der Trost, den mir dein Seel' an dir zu meinem Gott Tod verschafft, Werd ewig mir erheben! ammolle el zum Segen! Er stärke mich mit 2. Gewohnheit führe mich neuer Kraft, Auf allen meinen nicht hin, Noch der Betrug der Wegen Nur das zu thun, was Sünde, Daß auch ein lasterhafter dir gefällt, Und alle Furcht und Lust der Welt Standhaft zu überwinden! Sinn Schon dadurch Gnade finde! Nein, mache mich, mein Heiland, frei, Vom Laster und von Heuchelei, Selbst von der Lust zur Sünde! dni 1971 134 6. Wie soll ich die Barmherzigkeit, Die du mir thust, ermessen! Gieb, daß ich sie zu 3. Bekennen will ich öffentlich, keiner Zeit Undankbar mag vergessen! Daß ich aus echter Gegentreu Ganz deinem Dienst ergeben sei Und dir zur Ehre lebe! apom Dein Sterben sei mein Leben. Dir, mein Erlöser, hab' ich mich 3um Eigenthum ergeben. So lang' ich lebe, will ich dein Und deiner Liebe mich erfreun, Mich sterbend ihrer trösten. dit 7. Laß deines Leidens groBen Zweck Mir stets vor Augen stehen! Nimm alle Hindernisse weg, Die eb'ne Bahn zu gehen, Die mir dein heilig Vorbild weist, Und die einst den erlösten Geist Zu deinen Freuden führet! 4. Demüthig laß mich meine Schuld Vor meinem Gott gestehen; Durch dich gewiß von seiner Huld, Zu ihm um Gnade flehen! Laß mich mit freudigem Vertrau'n Nach deinem Kreuz, 8. Zu meinem Heile hast du o Jesu, schau'n, Und froh Berdich Für mich dahingegeben; gebung hoffen! 10 im ui Dein Abendmahl erwecke mich, 5. Dein Leib und Blut verMit Ernst darnach zu streben! sich're mich Von deines Vaters Herr, mache mich dazu ge- Gnade! Hilf, denn ich bin sein schickt; Und, werd' ich einst der Kind durch dich, Hilf mir, daß Welt entrückt, So sei dein Tod mir nichts schade; Daß ich, durch mein Leben! deinen Kreuzestod Entsündigt und verföhnt mit Gott, Ein Erbe fei des Lebens!#ols did d di d 6. Dann will ich, jeder Sünde 195. Ich will den Bund mit Feind, Dich über Alles lieben, wadi d. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. The dau Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. Vom heiligen Abendmahle. 135 Und ernstlich mich, mit dir ver- 6.99 6. Nur der Schwachen, nur eint, In guten Werken üben. der Armen Will der Heiland sich O möchte ich mein Leben lang erbarmen. Fürchte, wenn du vor Dir, mein Erlöser, Preis und ihm nicht Dich demüthigst, ſein Dank Durch Wort und Werke bringen! 7. Ich steh' vor deinem Angesicht; Weh mir, wenn ich jetzt löge, Und wenn mein Herz sich zum Gericht Vorsäßlich selbst be tröge! Ach Gott, du siehst, wie schwach ich bin; D'rum hilf! mein Wunsch geht nur dahin, Den Bund mit dir zu halten. Nach Münter Gericht! it ti ni di and 7. Er spricht selber: kommt, ihr Armen! Ich will eurer mich erbarmen.Starken ist der Arzt nicht noth; Kranke nur rett' ich vom Tod. misdi uopionüin& 8. Könntest du dir was erwerben: Hätt' ich dürfen für dich sterben? Willst du selbst dir helfen, dann Geht dich auch mein Mahl nicht an. nicht an. a'ni de dail bid nd 9. Doch fühlst du, was du dil o hid bid shir 196. Jesus Christus hat bekennest, Wenn du deinen Arzt 3004 sein Leben In den Tod für uns gegeben, uns vom Tode zu befrei'n, Uns zum Himmel einzuJISCON OHH 2 weih'n. Hind mich nennest, Dann bist du geschickt, und ich Stärke durch mein Mahl auch dich. 1:10. Gläubig mußt du dann sal stom 2. Daß wir des gedenken dich üben, Deinen Nächsten auch mögen, Giebt er uns o welch zu lieben. Nimm dich seines ein Segen!-Seinen Leib und Elends an! Denn Gott hat's an welch ein Gut! Sein für dir gethan. endalg sim nd and uns vergoss'nes Blut. ng daif bite: him dniach Buther 3. Willst du diesem Mahl dich nahen, Such' es würdig zu empfahen! Welch ein Fluch, worein versinkt, Wer unwürdig ist und trinkt! ourensdual) - - ― hid adgil ciud Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. 197. O Jesu Christe, Gottes Lamm, Der du aus Lieb' am Kreuzesstamm zur Tilgung meiner Sündenlast Den schwersten Tod gelitten hast!@ 01 4. Gott den Vater sollst du preisen, Daß, dir Gnade zu beweisen, Selbst sein Eingeborner starb Und Vergebung dir erwarb. fo5. Glauben sollst du und nicht wanken, Daß er ist der Arzt der Kranken, Dich so hoch und brünstig liebt, Seinen Leib, 3. D Liebe, welcher keine sein Blut dir giebt.& nsdo2 as 2. Hier fei'r ich deinen Mittlertod; Hier nährst du mich mit Himmelsbrod; Hier ist das unschäßbare Gut, Das du mir giebst, dein Leib und Blut. I gleicht! Do Wunder, das kein 136 Vom heiligen Abendmahle. Wit erreicht! Mir unbegreiflich, das Herz verläßt, Und macht und doch wahr: Du sagst es, den guten Vorsatz fest.ne this und dein Wort ist klar.d 12. Nun, Jesu, führ ihn 4. O Gottmensch, hilf mir, selbst zur That, Und leite mich daß ich ja Mit tiefster Ehrfurcht nach deinem Rath! So bring' dir mich nah'! O Herr, mein ich christlich und in Ruh' Auf Mund empfahe nicht Dein heilig Erden meine Tage zu; Mahl mir zum Gericht! di ch C 1891 hipment 13. Bis du mich, o du Lebensfürst, In deinen Himmel nehmen wirst; Dann nehm' ich noch voll. kommner Theil An deinem uns 00010 15. Hier deinen liebevollen Tod Verkündigen, ist dein Gebot. So preise denn mein ganzes Herz Dich jetzt für deinen Todesschmerz! erworb'nen Heil. 6. D, wie so großen Segen Nach Johann Heermann. nstlod ug TIG m d m giebt Dein Leib und Blut Dem, der dich liebt! Ihm ist's ein Pfand der Seligkeit, Ein Siegel der Gerechtigkeit. nd mma jonnsted 27. Ach, wie so reich ergießet sich Hier meines Gottes Lieb' in mich! Hier schmeck ich voll zu friedenheit Des besten Vaters Freundlichkeit, non di chid 18. Wie brünstig du, mein Jesu, liebst, Bezeugt dies Pfand, das du mir giebst. Nichts scheidet ferner dich und mich; Mich liebest du, ich liebe dich. 198. Schmücke dich, o liebe Seele, Laß die dunkle Sündenhöhle, Komm an's helle Licht gegangen, Fange herrlich an zu Heil und Gnaden, Will dich jetzt gen; Denn der Herr, voll zu Gaste laden; Der den Himmel dann verwalten, Will jetzt Herberg in dir halten. me 12.Eil', wie Gottvertraute pflegen, Deinem großen Herrn entgegen, Der bei dir und all' 9. Ja, Herr, dich lieb' ich den Seinen, Will mit seiner unverrückt, Wenn Weltlust lockt, Gnad' erscheinen. Deffn' ihm bald wennd Drangsal drückt, Ber die Geistespforten, Red' ihn an schmachtet meine Seele mir: Doch mit Glaubensworten:„ Komm, lieb' ich dich, und bleib' in dir. 10. Herr, dieses heil'gen Mahles Kraft Stärft mich in meiner Pilgerschaft, Den Feinden stark zu widerstehn, Die mir nach meiner Seele stehn. ich will dich mit Verlangen Als den liebsten Freund empfangen." 3. Ach wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach wie pfleg' ich oft damit Thränen Mich nach diesem 11. 68 steuert allem Stolz Mahl zu sehnen; Ach wie pfleget und Neid; Vermehret Lieb' und mich zu dürsten Nach dem Trank Einigkeit; Giebt Trost, der nie des Lebensfürsten, Daß in diesem Vom heiligen Abendmahle. 137 Brod und Weine Sich mein Herr Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c.ft mit mir vereine! ndoth in 199. Tag, den mir der Herr 4. Heil'ge Lust und tiefes gemacht, Sei gesegnet, Tag der Bangen Nimmt mein Herze jeßt Freude! Du erhellst des Kumgefangen; Das Geheimniß dieser mers Nacht Und erquickest mich Speise Und die unerforschte Weise im Leide; Heil und Leben schenkst Machet, daß ich froh vermerke, du mir. Gott, wie dank' ich dir Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, Der sie jemals fönnt' ergründen? 150190719 E dafür! 1100 19. 89170 manuscu@ 9003 2. Widerspenstig seinem Ruf, TORCY Hab' ich meinen Gott betrübet, Ihn, der mich zum Glück erschuf, Und mich stets so treu geliebet; Ich verdiene Straf und Tod, Den er frechen Sündern 1945. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud' und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, droht. 18911 Lebensquell und Licht der Sin- mig hjm Gulf ounden 3. Dennoch nimmt der Güt'ge mich Wieder auf zu seinem Kinde; Heut' vergißt er väterlich Seines Zorns und meiner Sünde; Giebt durch seiner Boten Hand Mir der Gnade süßes Pfand. sicbir nen: Hier fall' ich zu deinen Füßen; Laß mich würdiglich genießen Dieſe deine Himmelsspeise Mir zum Heil und dir zum Preise! laging mise 6. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel her- 4. Tag der Wonne! heil'ges getrieben, Daß du willig hast Mahl! Ewig will ich dein gedein Leben Für mich in den Tod denken; Meines Jesu Todesqual gegeben und dein theures Blut Soll mir Trost im Leiden schenken; vergossen, Welches deine Tisch- Und mein Leben soll allein Seigenossen Hier so wunderbar nem Dienst gewidmet sein. dod fann tränken, Deiner Liebe zu id gedenken. ndi ang adison Mel. Wie nach einer Wasserquelle 2c. 7. Jesu, wahres Brod des 200. Voller Ehrfurcht, Dank Lebens, Hilf, daß ich doch nicht und Freuden Komm' ich, Herr, vergebens, Oder gar zu meinem auf dein Gebot Zu dem DenkSchaden Trete zu dem Mahl der mal deiner Leiden, Und gedenk' Gnaden! Laß bei diesem Tranf an deinen Tod. Mittler, der du und Essen Mich dein Lieben recht für mich starbst, Mir ein ewig ermessen, Daß ich auch, wie jetzt Heil erwarbst, Ach, möcht ich auf Erden, Mög' dein Gast im mich würdig nahen Und das Himmel werden! ins nd and Leben hier empfahen! Nach Johann Franci2. Ich empfind' es jetzt auf's 138 Von der christlichen Kirche. neue, Was ich dir, Herr, schul- vollziehn; Lehre mich, mit Vordig bin. Du, du gabst mit gro- sicht fliehn, Was ihn könnte bei ßer Treue Ganz dich mir zum mir schwächen, Was mich reizt, Dienste hin; Wiesest mir den ihn gar zu brechen. Weg zu Gott; Uebernahmst für 6. Ich will über Alles schämich den Tod, Mir im Leben gen Dein mir theu'r erworbnes und im Sterben Sich're Trö- Heil, Und nie aus den Augen stung zu erwerben. and ſetzen Meiner Seele bestes Theil. 3. Du mir Gottes Dich in deinem Worte hör'n, Gnade, Selige Beruhigung; Mit Gehorsam dich verehr'n; Stärkst mich auf der Tugend Täglich heiliger zu werden, Sei Pfade In der Lebensbesserung. mein erster Wunsch auf Erden! Und du winkst auf's neue mir 7. Sollt' ich aber wieder Durch dein Nachtmahl, daß ich fehlen Und aus Schwachheit hier Theil an deinem Segen irre gehn; Sollt' ich nicht das nehme Und mich deiner niemals Beste wählen, Und wie leicht schame. mommyck ist dies geschehn! O, so hilf mir liebreich auf, Daß ich in 4. Sollte ich denn nun vergebens Diese deine Huld em- dem Tugendlauf Nimmer wanke, pfahn? Und mich diesem Mahl nie ermüde! So erquicke mich des Lebens mir nur zum Ge- dein Friede! richte nahn? Nein, es stärke kräftig mich, Mittler, im Vertraun auf dich; Stärk' aufs neue meinen Willen, Deine Vor18. Ewig will ich dir es danfen, Daß du so barmherzig bist, Und des Schwachen in dem Wanken, In dem Straucheln schrift zu erfüllen! fordim Bo nicht vergißt. Hilf mir, daß ich 15. Diesen Vorsatz, den ich dir getreu Und mein Vorfaß habe, Mich nicht wieder zu ent- standhaft sei, Durch ein tugendweihn, Laß ihn, Jesu, bis zum haftes Leben Meinen Heiland Grabe, Stark in meiner Seele zu erheben! insdag Balthasar Münter, sein! Gieb mir Kraft, ihn zu s dore 6910 geb. 1735, geft. 1793. di mon modner du thin chod thi jod lid omads2 In mod u todo me que mois E TOP and madspred sdg dXX. Von der christlichen Kirche. od 19/310 Indon dein Wort bestehen; Und Erd' und Himmel werden eh' vergehen, Eh' eine Macht das Reich, Mel. Dies ist der Tag, zum Segen 2, das du errichtet, Jemals ver202. Ewig, o Jesu, wird nichtet. him 150 Admit in 201.( Siche No. 562.) ours ling Von der christlichen Kirche. 139 2. Immer noch sammelst du stolzer Zungen Spott! Sie fahdir, Herr, auf Erden Menschen, ren hoch daher und sagen: Was die willig dir gehorsam werden, unser Mund spricht, gilt allein; Und deinen Frieden hier schon Die Welt ist unser; wer will's im Gewissen Fröhlich genießen. wagen, Ein Herrscher über uns 1903. Reizt blendende Versuchung zu sein? dim msisiden sie zu Sünden, Bist du ihr Bei- 3. Weil denn der Ungerechte stand, und hilfst überwinden; Nichts wird sie jemals deiner Hut entreißen; Du hast's verheißen. ni bus 2 Junirod steget, Der meine Frommen unterdrückt, Und Der, der tief im Staube lieget, Gerechte Klagen 4. Wohl allen Denen, die zu mir schickt: So muß ich auf, sagt Gott- den Armen, dir, Jesu, trauen! Was sie hier Ich muß ihn aus dem Staube glauben, wird ihr Aug' einst schauen, Dich und die Freuden, womit du belohnest, Da, wo du thronest. du dnu mor dull ziehn, Und seines Elends mich erbarmen. So sagt der Herr, und tröstet ihn. Stro 65d F SHOQ Boinu 4 Gott läßt 5. Dann schallen fröhlich von 4. Gott läßt nicht Treu' und der Deinen Menge Dir, un- Wahrheit schänden; Rein ist, serm Haupte, höh're Lobgesänge, was uns sein Mund erklärt, Wenn einst dein Volk, das Wie Silber, von des Schmelhier dein Geist regieret, Dort zers Händen Im Tiegel siebentriumphiret. mal bewährt. Erhalte selbst, Gott, deine Lehren Den Menschen unverfälscht und rein! Dein Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen 2c. Eifer muß die Wahrheit ehren; 203. Gott, hilf, du König Sie ist nicht menschlich, sie ist deiner Frommen! Wer kann sie dein. hi hi Tok duni 8: 002 sonst, als du, befrei'n? Die 5. Errett uns, Herr, von Frommen haben abgenommen; dem Geschlechte Der Heuchler, Die Zahl der Redlichen ist klein. welches deiner lacht, Und, in Die Menschen heucheln; jeder dem kleide deiner Knechte, Die lüget Dem Freunde, den er Bosheit selbst zur Tugend macht! schmeichelnd ehrt; Jhr doppel- Die Erde muß voll Frevler finnig Herz betrüget; Eins leugnet, werden, Die ohne Scheu dein was das Andre schwört. Recht verschmähn, Wenn sie, 2. Ach, höre doch der Wahr- der Schimpf und Fluch der heit spotten; Und eile, deiner Erden, Sich ungestraft erhoben Wahrheit Gott, Der Heuchler sehn. se il nusp lojdure 190 Bosheit auszurotten, Vertilge Nach Psalm 12. Johann Samuel Diterich, geb. 1721, geft. 1797. 140 schrif Vom Toded now Mel. Ein' feste Burg ist unser Gott 2.d 3. Der Frevler mag die Wahr204. Wenn Christus seine heit schmähn; Uns kann er sie Kirche schüßt, So mag die Hölle nicht rauben. Der Unchrist mag wüthen; Er, der zur Rechten ihr widerstehn; Wir halten fest Gottes sigt, Hat Macht, ihr zu am Glauben. Gelobt sei Jesus gebieten. Er ist mit Hülfe da; Christ! Wer hier sein Jünger Wenn er gebeut, steht's da. Er ist, Sein Wort von Herzen hält, schützet seinen Ruhm, Und hält Dem kann die ganze Welt Die das Christenthum: Mag doch Seligkeit nicht rauben. toile die Hölle wüthen! spail sunt 4. Auf, Christen, die ihr ihm 32. Gott sieht die Fürsten vertraut, Laßt euch kein Drohn auf dem Thron Sich wider ihn erschrecken! Der Gott, der von empören, Dieden Gesalbten, dem Himmel schaut, Wird uns seinen Sohn, Den Herrn der gewiß bedecken. Der Herr, der Welt, nicht ehren. Sie schämen starke Gott, Hält über sein Gesich des Worts, Des Heilands, bot, Giebt uns Geduld in Noth unsers Horts; Sein Kreuz ist Und Kraft und Muth im Tod; selbst ihr Spott; Doch ihrer Was will uns denn erschrecken? lachet Gott; Sie mögen sich Christian Fürchtegott Gellert, d geb. 1715, geft. 1769. mice mist and sognoopdo? orod in nurs empören! 1911 890 ned vedle lo misd finis mas torsiger fie si and del lagoi me noned be tua db silodro Ardiard dom Hisd sid bridgmuin ilms@ monde? XXI. Vom Tode. urador nis@ ni dnu ili nach Mel. Mir nach! spricht Christus u. 3. Noch weiß ich, daß ich 205. Bald oder spät des laufen muß; Noch bin ich in Todes Raub, Wall' ich, o Gott, den Schranken; Noch nicht am auf Erden, Ich Sterblicher; doch Ziele steht mein Fuß, Oft in dieser Staub Soll einst unsterbGefahr, zu wanken. Herr, stärke lich werden, und dann, dann mich durch deine Kraft In meiist mein ew'ges Theil Vor dir ner schweren Pilgerschaft! Verwerfung oder Heil. Heil. 2. Mit Ernst und Eifer soll der Christ Nach seinem Heile ringen, Sich oft von dem, was sichtbar ist, Empor zum Him. mel schwingen; Getrost den Pfad der Trübsal gehn, Und standhaft in Versuchung stehn. 4. So lang' ich als ein Fremdling hier Auf dieser Erde walle, So schaff' ein reines Herz in mir, Ein Herz, das dir gefalle; Und leite mich auf eb'ner Bahn Durch deinen Geist zu dir hinan! 5. Es sei mein Ruhm, dein Kind zu sein, Was du gebeutst, Vom Tode. 141 ne prift zu üben; Mein höchstes Gut, 11. Jhr, die ihr ihn erhabmich dein zu freun, Von Herzen ner preist, Ihr Engel, meine dich zu lieben; Mein Trost, auf Brüder: Einst finget mein verdeinen Schuß zu trau'n; Und klärter Geist In eure Jubellieder; meine Hoffnung, dich zu schau'n! Und eurer reinen Stimmen 6. Die freche Thorheit dieser Klang Ertönt in meinen LobZeit Soll nie mir meinen Glau- gesang. mad nou n list it ben, Den süßen Trost der Ewig- 12. Du, der du uns dies feit, Des Himmels Hoffnung Heil erwarbst, Laß, Jesu, mich's rauben. Was lindert sonst des ererben! Der du für deine MenLebens Noth? Und was ver- schen starbst, Laß, Jesu, dir süßt mir einst den Tod? an mich sterben! Gieb, daß ich dir im Leben treu, Getreu bis in den Tod dir sei!! han id S 7. Wie zaghaft sind wir von Natur! Wie eitel unsre Werke! Muth schenket uns der Glaube nur; Und nur durch Christi Stärke Sind wir in Angst und Gottfried Benedict Funt, geb. 1734, gest. 1814. mi for an der 1612 Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott it, 20. Traurigkeit Getrost und über- 206. Dein sind wir, Gott, winden weit. S 4 pnphs von Ewigkeit; In deiner Hand 8. Heil mir! Ich bin sein steht unsre Zeit. Gh' Zeiten Eigenthum. Nichts soll mich von waren, ward schon mir Mein ihm scheiden, Nicht Wollust, Güter oder Ruhm, Nicht Schmach, nicht Tod, noch Leiden; Ich bin durch Jesu Blut erkauft, Ich bin auf seinen Tod getauft. Leben hier Und auch sein Ziel bestimmt von dir. onllosa 92. Ist dies erreicht, so schaue dann Erbarmend unfre Seelen an! Hilf uns in unsrer letzten Noth, Herr, unser Gott! Ein sanfter Schlaf werd' uns der Tod! 9. Dort leiden wir nicht mehr, wie hier. Dort tröstet er die Seinen; Nur Freudenthränen 13. Begleitet ihn der Krankwerden wir vor seinem Throne heit Schmerz, So stärke das beweinen. Er, der für uns sein klemmte, Herz! Selbst in der Leben gab, Er trocknet unsre Schmerzen größten Wuth Gieb Thränen ab. ir uns den Muth, Der freudig 10. Dort schauen wir und beten an Vor seinem Angesichte. denkt: Gott macht's doch gut! ¹4. Verleih Gelassenheit und Wir, die wir hier im Dunkeln Ruh'! In unsern Herzen wohne sahn, Dort wandeln wir im Lichte. Wir werden, wie er ist, ihn sehn, Und seine Wege ganz verstehn.dor 3d ibsond en du, Und laß mit freudigem Vertrau'n Und ohne Grau'n Auf unser nahes Grab uns schau'n! 5.Seit von uns Schwachen 142 Vom Todes dann nicht fern, Zeig' uns den trachten, Den wir unsterblich Himmel, Geist des Herrn! Laß achten, Ist meist ein falscher uns, wenn wir zum Vater flehn, Wahn; So bald der Geist geGetröstet sehn, Wie der uns wichen, Und unser Leib verliebt, zu dem wir gehn! Gullblichen, Frägt oft kein Mensch, 6. Ach, Gnad' ergehe dann was wir gethan. für Recht! Denn von dem mensch- 5. Wie bald wird das zerlichen Geschlecht Ist auch der rinnen, Was wir mit Müh' geHeiligste nicht rein. Wer kann winnen, Was unser Fleiß er wohl dein, Gott, ohne deine wirbt? Kann wohl, was wir Gnade sein?? joml besigen por uns vor dem Tode 7. O, sei uns dann nicht schützen? Stirbt uns nicht Alles, fürchterlich! Erbarme, Bater, wenn man stirbt?: unser dich! Wann unser Auge s sterbend bricht, Leit uns dein Freuden? Wie bald folgt Angst 6. Was sind des Lebens Licht; So fehlt uns Trost im und Leiden Auf Unmaß im GeTode nicht! nuß? Was ist's, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr' erlangen, Die nicht zuletzt verschwinden muß? 30.10 In 199 ingen mu udtroni 7. Wie, wenn die Sonn' aufErden muß Staub und Asche werden, Und nichts bleibt ewig gehet, Die Rose blühend stehet stehn; Das, was uns hier er- In ihrer schönsten Zier, Und gözet, Was man für ewig doch verwelft sich beuget, Eh' schäßzet, Wird als ein leichter sich der Abend zeiget: So blühen Traum vergehn. 77906 drose und verwelken wir. 190) 170@ 162. Was sind doch alle Sachen, 8. Froh wachsen wir auf Die uns so troßig machen, Als Erden, und hoffen, groß zu werTand und Eitelkeit? Was ist der den, Von Schmerz und Sorgen Menschen Leben? Stets mit Ge- frei: Doch in den schönsten fahr umgeben, Währt es nur Tagen, Eh' wir noch Früchte eine kurze Zeit.diuite du tragen, Bricht uns des Todes 3. Was hilft unnützes Wissen? Sturm entzwei. 110 01 Wird's, wann wir sterben müssen, 9. Wir rechnen Jahr auf Für uns ein Vorzug sein? Was Jahre; Inzwischen wird die hilft uns Macht und Ehre, So Bahre Vor unser Haus gebracht. glänzend sie auch wäre? Kann Man scheidet von den Seinen, sie uns wohl alsdann erfreun? Die hülflos uns beweinen, Und 194. Der Ruhm, nach dem wir uns bedeckt des Grabes Nacht. Nach Diterich. rich. Hoiat ni mis der Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. ne Walder 2. idoff 207. Die Herrlichkeit der Vom Tode. 143 10. Dies laß uns wohl be- feit, Um einst des Himmels Glück denken, Und uns zum Himmel zu erben, Dazu laß meine Sterblenken, Weil er uns offen steht! lichkeit Mir immerdar vor Augen Wer dahin will gelangen, Muß sein! So wird mich selbst der nicht als Sclave hangen An Tod erfreun. tlo sdisce chim dem, was für uns bald vergeht. 112 im Nach Andreas Gryphius. 6. Willst du mich länger leben lassen, Sob laß es mir SHU OD islo zum Heil geschehn! Doch soll ich Mel. Wer nur den lieben( Bott 2c.( Moll.) heute noch erblassen, So höre, 208. Du Herr und Vater Bater, auf mein Flehn: Sei, meiner Tage, Du weißt, daß ich, wenn mein Herz im Tode bricht, dein schwaches Kind, Des Todes Mein Trost und meine Zuversicht! Keim in Gliedern trage, Die 7. Dir will ich gänzlich mich irdisch und zerbrechlich sind; D'rum gieb, daß ich zu jeder Zeit Zu meinem Tode sei bereit! ergeben, Dir, dessen Eigenthum ich bin; Bist du, mein Heiland, nur mein Leben, So bleibt selbst Sterben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir; Sei nur mein Trost, so g'nüget mir.Un in Ludwig Rudolph Senft zu Pilsach, geb. 1681, gest. 1718. man was the 1990 2. Daß du hier meinem ersten Leben Ein mir verbor'gnes Ziel bestimmt; Und daß die Zeit, die mir gegeben, Vielleicht gar bald ein Ende nimmt: Das flöße mire aparthe die Weisheit ein, Stets auf mein 209. Freu' dich sehr, o meine Heil bedacht zu sein! Seele! Endlich komm' ich doch zur Ruh. Den ich mir zum Heil zu lernen, Mein Herz von Sün- erwähle, Jesus Christus, ruft den abzuziehn, Mich von der mir zu: 3. Hier hab ich lebenslang Weltlust zu entfernen, Und um großem Leider Noth, aus Aus Ma Bring' ich dich zur den Himmel zu bemühn;, Herrlichkeit, Zu dem Sitz vermache mich dazu geschickt, Eh' flärter Frommen, In den Himmich der Tod der Welt entrückt! mel selbst zu kommen. BIGATOR 150 4. Nicht auf der Erde, nein, 2. Ach, mich hat viel Kreuz nur droben Bei dir, Gott, mei- betroffen, Mancher Sturm mein ner Seele Theil, Ist mir das Glück gestört; Gottes Tröstung Beste aufgehoben; Dort ist für konnt' ich hoffen, und oft ward mich vollkommnes Heil. Da, wo ich nicht erhört. Wie ein schwacher mein Schatz ist, sei mein Herz! Wand'rer flagt, Oft nach seinem Herr, lenke selbst es himmelwärts! Ziele fragt: So mußt' ich mich 5. Hier allen Sünden abzu- oft mit Thränen Nach dem Lebenssterben, zu leben der Gerechtig- ziele sehnen. mapidual mant Vom Tode. Segne 3. Heiter schien mir mancher Morgen, Doch der Abend wölkte auch meine letzte Bitte: meine letzten Schritte! sind sich, Und ein ganzes Heer von 8. Wollen mir die Augen Sorgen Und von Plagen schreckte mich. Mühe folgt den ganzen Tag Jedem auf dem Fuße nach. Auch der Glücklichste muß sagen: brechen, Es vergeht mir das Gehör, Kann die Zunge nicht mehr sprechen, Ich befinne mich nicht mehr: Dann wirst du mir Licht Jeder Tag hat seine Plagen. allein, Sprache und Gedanke sein, Bis mein Körper, nicht mehr Erde, nicht mehr Staub, dir ähnlich werde. 94. Welt und Teufel, Sünd' und Hölle, Unser eigen Fleisch und Blut Sind so mancher Leiden Quelle, Lassen uns bei 9. Freu' dich sehr, o meine Seele! keinem Muth. Leiden ist des Endlich komm' ich doch zur Ruh'. Säuglings Loo8 Schon auf Den ich mir zum Heil erwähle, seiner Mutter Schooß; Und der Jesus Christus, ruft mir zu: Glücklichste auf Erden Ist nie ganz frei von Beschwerden. Aus der Noth, aus großem Leid Bring' ich dich zur Herrlichkeit, zu dem Siz verklärter Frommen, In den Himmel sollst du kommen. 5. Sollt' ich also mich nicht freuen, Wenn ein sanfter Tod mir winkt, Und mich, um mich zu befreien, Zu der ew'gen Ruhe bringt? Zittern mag der Bösewicht Vor dem Tod und dem Gericht; Aber nicht, der mit den Frommen Soll zu Gottes Ruhe kommen. 144 lain 1966, im Kaspar b. Warnberg, 11 um 1620.00 Tim sgon 80 210. Ich hab' mein' Sach' Gott heimgestellt; Er mach's mit mir, wie's ihm gefällt! Verlängert er der Prüfung Zeit: Ich bin bereit Zu Allem, was der Herr gebeut. CODIC 16. Und dies kann mein Glaube hoffen, Daß ich mit den Heiligen Werde Gottes Himmel offen, Werde meinen Jesum sehn. Ist der letzte Kampf vorbei, So bin ich auf ewig frei. Jesus starb für meine Sünden, Darum muß ich überwinden. og bile 17. Mit dem freudigsten Ge- 3. Er schmückt zwar auch mein wissen Gehe ich den letzten Gang, irdisch Haus Mit seinem reichen Und will meine Bahn beschließen Segen aus; Doch, was ist denMit Gebet und mit Gesang. noch diese Zeit? Mühseligkeit, Herr, der einst das Paradies Ein Kampf, ein sorgenvoller Jenem Gläubigen verhieß, Hör' Streit! 2. Die Stunde wähl' er, wie er will; Ich seg' ihm weder Maß noch Ziel. Er, der auch meine Haare zählt, Hat schon gewählt, Auch meine Tage schon gezählt. Vom Tode. 4. Hier finden wir kein dau- 11. Was er mir auflegt, trag' ernd Glück; Wir blühn nur ich gern; Ich leb' und sterbe einen Augenblick; Wir fallen, meinem Herrn. Mein Leib wird gleich den Blumen, ab; Dann leben, Gott, und dann Bet' ich nimmt das Grab Den Leib, den dich an, Wo mich kein Tod mehr uns der Schöpfer gab.b tödten kann. Bid dom 145 5. Jetzt find wir jung, ge- 12. Ich schaue dann dein sund und stark; Doch bald um- Angesicht; Das glaub' ich fest schließet uns ein Sarg. Wie und zweifle nicht. Ich lebe dann groß, wie angesehn du bist, Ach, in Ewigkeit, Durch dich befreit, bald vergißt Die Welt, was du In deiner Wonn' und Herrlichkeit. gewesen bist. mucilme13. Nimm, Gottes Sohn, laß mich dein Im Leben und im Tode sein! nomisinde 6. O machte doch der Tod, mein Heil, mich an, Wann keine o Herr, Mich jeden Tag bedäch- Welt mich trösten kann; Schleuß tiger! Hält doch um keinen Augen- du in deine Huld mich ein Und blick Ihn Jugend, Glück, Stand, Reichthum oder Macht zurück. 17. Das ist der Sünde Schuld, o Gott; Denn sie allein gebar den Tod. Von seiner Macht ist Niemand frei, Wie groß er sei; Denn wer ist, Gott, von Sünden frei? di rouind mill 9. Ich fühl's, wie Sünd' und Zukunft dräun; Doch will ich frohen Muthes sein: Es litt dein eigner Sohn, o Gott, Für mich den Tod, Litt Alles, was dein Fluch mir droht. tilsta 9810. Er stand auch auf; das tröstet mich; Denn auferstehen werd' auch ich. Ich glaube, was er mir verspricht, Boll Zuversicht: Er läßt mich auch im Grabe nicht. qu 14. Erhöre mich, erhör' uns, Gott! Gieb Allen einen sel'gen Tod! Auch mach' uns selbst dazu bereit; Und nach der Zeit Führ uns in deine Herrlichkeit! mallin to un Nach Pappus. MD 39/1090 ist no 8. Und mach, wie wechseln Lust und Leid In meiner kurzen Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes 2c. Pilgerzeit! D'rum geh' ich mit 211. Herr Jesu Christ, ich gelass'nem Sinn Zum Grabe hin; Das Sterben ist mir ein Gewinn. weiß es wohl, Ich weiß, ich werde sterben; Nur nicht die Zeit, nicht, wo ich soll, Nicht, wie ich werde sterben. Mein Ende steht allein bei dir; Die Stunde, Herr, verbirgst du mir, Wann ich die Welt verlaffe. 2. Ich weiß, und dir ist's auch bewußt,( Es ist ja deine Gabe) Daß ich hier meine höchste Lust An dir, o Jesu, habe. Ich weiß, daß meine Sündenlast Du auch auf dich genommen hast, Damit ich selig würde. 10 146 Vom Tode. 3. Erhalt' in mir, o Jesu frei Und dir gehorsam werden! Christ, Dies selige Vertrauen, Denn, wird mein Herz geheiligt Daß du auch mein Erlöser bist, sein, So bin ich, heil'ger Gott, Und ich dich werde schauen! Be- auch dein, Im Leben und im wahre meine Seel', o Gott, In Tode. d m day and train deiner Gnade, bis der Tod Mich FL 201 hin zum Himmel führet! wwww 9. Ich will mich mit gelass'nem Sinn In deinen Rath er4. Dann geb' ich meine Seele geben; Wird mir der Tod doch dir In deine Baterhände. Nur ein Gewinn, Denn Jesus ist bitt' ich dich: verleihe mir, Herr, mein Leben. Er wird gewiß zu ein vernünftig Ende, Jm Todes- seiner Zeit Auch meinen Leib zur kampf Erleichterung, Trost, Freu- Herrlichkeit, Zum Himmel auf digkeit, Beruhigung, Und Ge- erwecken. hud sthom genwart des Geistes! chim tatbödsd pn2 modst Nach Ringwaldt. 2000 20 5. Flieht aber die Stand18500 haftigkeit Vor gar zu großen Schmerzen; Weicht endlich Ruh' 212. Herr Jesu, wahrer Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. 01904 107 und Heiterkeit Aus meinem ban- Mensch und Gott, Du littest gen Herzen: So rechne mir als willig Angst und Spott, Als dann nicht zu, Wenn ich was du für mich am Kreuze starbst, rede oder thu' Aus Irrthum und Und mir des Baters Huld eraus Schwachheit! od ni o warbst. noutoi nu ans@ 2. Um deiner Leiden willen sei Mir gnädig, Herr, und steh mir bei Im letzten Kampf, in Sterbensnoth, Wenn ich einst ringe mit dem Tod! monolop 6. Nimm auch die stillen Seufzer an; Laß, wenn mein Herz nicht beten, Wenn mein Verstand nicht denken kann, Mich deinen Sohn vertreten! Geh' ich zu deinem Himmel ein, Will ich mich meines Endes freun; Ich sterb' auch, wie ich wolle. 3. Wenn dann mein sterbend Auge bricht Und meine Zunge nicht mehr spricht, Mein stockend Blut sich kaum bewegt Und kaum das matte Herz mehr schlägt; 7. Dann bin ich immer wohl verwahrt; Schnell oder langsam sterben Ist eins; bei jeder Todesart Kann ich den Himmel erben. Nur hilf mir, daß ich, allezeit, Zur Rechenschaft vor dir bereit, Recht christlich sterben könne! 8. Damit ich so bereitet sei, Laß mich hier auf der Erden Je mehr und mehr von Sünden OF 4. Wenn mein Verstand im Dunkeln irrt Und Menschenhülfe kraftlos wird: Ach, so verkürze meine Qual, Und führ' mich aus dem Jammerthal! hun hun disat 5. Ich gebe meine Seele dann In deine Hände; nimm sie an! Der Leib ruh' in der finstern Vom Tode. 147 Gruft, Bis einst dein großer Tag| all' Ungerechtigkeit In meinem ihn ruft. bin toom ganzen Leben. 6. Dann laß ihn fröhlich auf 3. Soll ich einmal nach deierstehn, In deinen Himmel ein- nem Rath Von dieser Welt abzugehn! Gedenk', o Heiland, im scheiden, Verleih' mir, Herr, nur Gericht An meine Missethaten deine Gnad', Daß es gescheh' nicht! mit Freuden. Mein Leib und Seel' befehl' ich dir; O Herr, ein selig End' gieb mir Durch Jesum Christum! Amen. 7. Fürwahr, sprichst du, euch sage ich: Wer mein Wort hält, und glaubt an mich, Der kömmt gewiß nicht in's Gericht, Und schmeckt den Tod auf ewig nicht. 8. Nun, Herr, mein Gott, ich 214. Christus, der ist mein Leben, Und Sterben mein Getrau' auf dich. An dein Wort hält mein Glaube sich; Du nimmst mich zu dir in dein Reich; Da leb' ich dann mit dir zugleich. winn; Ihm will ich mich ergeben, Mit Frieden fahr' ich hin. 9. Mach' meinen stark und fest, Wenn mich die 2. Mit Freud' fahr ich von dannen Zu Christ, dem Bruder mein, Daß ich mög' zu ihm kommen und ewig bei ihm sein. ganze Welt verläßt; Und bricht 3. Nun hab' ich überwunden des Todes Schlaf herein, So laß ihn sanft und selig sein! Kreuz, Leiden, Angst und Noth: Durch seine Durch seine heilgen Wunden Bin ich versühnt mit Gott. forrad all Glauben Kaspar Melisander( Bienemann), geb. 1540, gest. 1591. 15 Nach Eber. 9000 4. Wann meine Kräfte brechen, Mein Athem geht schwer aus, Und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf! 213. Herr, wie du willst, so schick's mit mir Im Leben und im Sterben; Allein zu dir steht mein' Begier, Herr, laß mich 5. Wann mir Herz und Genicht verderben; Erhalt' mich nur danken Vergehen als ein Licht, in deiner Huld, Sonst wie du Das hin und her muß wanken, willst; gieb mir Geduld: Dein Wann ihm die Flamm' gebricht: Will' ist ja der beste. toute 6. Alsdann fein sanft und $ 72. Zucht, Ehr' und Treu ver- stille, Herr, laß mich schlafen leih' mir, Herr, Und Lieb' zu ein, Wann mir dein Rath und deinen Worten; Behüt' mich, Wille Mein Stündlein wird Herr, vor falscher Lehr' Und gieb verleihn. mir hier und dorten, Was dient 7. Laß an dir, gleich den zu meiner Seligkeit; Wend' ab Reben, Mich bleiben allezeit Und 10* 148 Vom Tode. Leben. ewig bei dir leben Dort in der sehe. Ein Blick gen Himmel Himmelsfreud'! tröstet mich; Und meine Thränen 8. D wohl mir! ich vollende stillen sich Einst ganz in jenem Vielleicht bald meinen Lauf, uda Und geb' in deine Hände Den 5. Wenn mich der Zukunft Geist; du nimmst ihn auf. Schicksal schreckt, Die Noth der fernen Tage; Wenn sie in mir die Sorg' erweckt, Ob ich sie auch ertrage: So mildert mir die Ewigkeit Das furze Elend dieser Zeit, Daß nicht mein Herz verzage. 9. Dann in des Himmels Throne Sing' ich Lob, Ehr und Preis Gott Vater und dem Sohne Und auch dem heilgen Geist. Anna, Gräfin von Stolberg, n um 1600. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. 6. Wann einst, der jetzt von ferne dräut, Der Tod mir näher 215. Ein Pilger bin ich in der Welt, Und kurz sind meine Tage; So manche Noth, die mich befällt, Reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, jene Ewigkeit Versüßt mir meine Pilgrims zeit Und stärkt mich selbst im Leiden. 7. Herr, diesen Trost, der winket; Wann nach der Arbeit dieser Zeit Mein Haupt zum Schlummer sinket: So sterb' ich froh; die Ewigkeit Zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, Die Alles überwieget. thisipur 2. Jetzt, da die Sünde mich mich erfreut, Vermehr' in meinoch drückt, Seufzt meine bange nem Herzen! Mich stärke jene Seele: Wie bald ist nicht mein Herrlichkeit Bei meiner Wallfahrt Herz berückt! Wer merkt, wie Schmerzen; Sie sei in meinem oft er fehle? Doch einst werd' Tod mein Heil, Und einst mein ich vollkommen rein, Ganz hei- längst gewünschtes Theil, Wann lig und ganz selig sein; Dies ich vom Tod erwache. tröstet meine Seele. il nut dll du 92 Christoph Chriſtian Sturm, mid geb. 1740, 3. Vor meinen Augen want de movim deln die, Die dich, o Jesu, Mel. Vater unser im Himmelreich 2c. schmähen; Ihr eitles Herz be 216. Ich fühle, daß ich sterbthöret sie, Daß sie dein Heil nicht sehen. Einst bebt der Spötter Heer vor dir, Wann du als Richter kommst, und wir Frohlockend dich erheben. lich bin, Mein Leben welft wie Gras dahin. Wer weiß, wie unerwartet bald Des Höchsten Ruf an mich erschallt: Mensch, kehre wieder in den Staub! Wie leicht bin ich des Todes Raub! 64. In stiller Nacht wein' ich oft, Herr, Hinauf zu deiner Höhe; 2. Wenn man in's finstre Mein schwaches Herz seufzt freu- Grab mich senkt Und meiner denleer, Wann ich den Morgen bald nicht mehr gedenkt, So Vom Tode. 149 bleibt, was irdisch ist, zurück,| führen strebt! Wohl Dem, der Und hätte gleich der Erde Glück hier der Tugend lebt! is Mich hier beständig angelacht, 8. Die Rosen um der Laster Und glänzend vor der Welt ge- Haupt Verblühen, eh' ihr Sclav' macht. bide des glaubt. Ihr schändlicher Genuß 3. D Thorheit! hätt' ich mich entweiht, Und dauert doch nur verkannt, Und nach der Erden kurze Zeit. Nur Freuden, die der güter Tand, Nach großem Ueber Himmel nährt, Sind meiner author op fluß gegeizt, Und, von dem nieganzen Sorge werth. 69) dern Stolz gereizt, Dem schnöden Prunk der Eitelkeit Mein Herz und mein Bemühn geweiht! HITTA 9. Gieb mir, o du, der gerne giebt, Ein Herz, das nur das Gute liebt, Ein Herz, das ohne Heuchelei Dir und der Tugend bleibt getreu! So leb' und sterb ich als ein Christ, Dem du durch Jesum gnädig bist. da 4. Wie Viele nimmt dies Blendwerk ein! Herr, laß es ferne von mir sein! Ich über gebe ganz mich dir; Hier bin ich, es geschehe mir Nach deiner Weisheit besserm Rath, Die nur mein Heil zur Absicht hat! 5. Der Mensch, der aufge blas'ne Thor, Schreibt findisch dir oft Weisheit vor. Du liebst ihn mehr, als er sich liebt; Doch, wenn ihm deine Hand nicht giebt, Was seinem Wahne glücklich scheint, So denkt sein Herz, du seist sein Feind. Johann Peter U, heie dilt geb. 1720, gest. 1796. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 217. Jest leb' ich; ob ich morgen lebe, Ob diesen Abend, weiß ich nicht. O Herr, dem ich mein Herz ergebe, Lehr' du mich selbst die große Pflicht: Durch deines heilgen Geistes Kraft Stets fertig sein zur Rechenschaft. nsn tod ud. Thi 6. Der dich gemacht hat, 2. Die Blume, die am Morsorgt für dich; Nicht auf die gen stehet, Fällt vor der AbendErde schränket sich Des Höch- dämmrung ab; Die Luft, die sten große Absicht ein; Du sollst, jetzt mich angewehet, Stürzt o Mensch, unsterblich sein. Dies mich vielleicht ins nahe Grab; Leben ist ein Augenblick, Ein Der Jüngling, eh' er sich's verFrühlingstraum sein längstes sieht, Stirbt, und ist noch nicht aufgeblüht. Glück. 91000 310 10 B100 Tisd 1917. Gedanke der Unsterblich- 3. Entziehe dich dem Weltgefeit, Du hebst uns über Welt und Zeit. Erfülle meine ganze Brust, Wenn mich die Lockung falscher Lust Vom Guten abzu tümmel; Hier ist der Kampf, dort ist die Ruh. Dein Wandel, Seele, sei im Himmel, Dann eilest du dem Leben zu! Nach 150 Vom Tode. einer kurzen Prüfungszeit Jst Trost in meiner Noth, Wie du Ewigkeit, ist Ewigkeit! 1911 dich, Herr, so milde Geblutet hast zu todt. n pidnalisd wid dille 4. Verschiebe niemals deine Pflichten; Was jetzt zu thun du schuldig bist, Denk' nicht erst morgen auszurichten; Wer weiß, ob's morgen möglich ist? Mensch, dieser Augenblick ist dein; Der fünft'ge wird's vielleicht nicht sein. 4. Schließ meine Seel' aus Gnaden In dich, o Jesu, ein, Und laß, sie, los vom Schaden, Bei dir auch ewig sein. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt ins Himmelsschloß; Ewig ist der 5. Es sei, o Vater meines genesen, Wer bleibt in deinem Lebens, Wenn einst die letzte Schooß.island 394 in ned Stunde schlägt, Der schwache Seufzer nicht vergebens, Der sich in meinem Herzen regt. Und sterb' ich einen schnellen Tod, Sei mir barmherzig, Herr, mein Gott! Theodor Gottlieb Hippel, geb. 1741, gest. 1796. 5. Herr, meinen Namen schreibe Ins Buch des Lebens ein; Laß mich an deinem Leibe Ein Glied mit jenen sein, Die hoch im Himmel grünen, Und vor dir leben frei, So will ich ewig rühmen, Daß treu dein Herze sei! lind, 1 Balerius Herberger,!! Mel. O Haupt voll Blut und Wunden 2c. 218. Valet will ich dir geben, 219. Kein Stündlein geht Du arge, falsche Welt; Dein COLLE eitel böses Leben Durchaus mir dahin, Es kömmt, auch wo ich nicht gefällt. Im Himmel ist gut den Sinn. Herb' ist der Tod, bin, Mir Tod und Grabmal in wohnen, Hinauf steht mein Begier; Da wird Gott ewig lohDoch ist er unsre letzte Noth. nen Dem, der ihm dient allhier. Wirst du der beste Helfer sein. Ach Gott, in meiner Todespein Todespein 02. Rath mir nach deinem Her- JOGADA solish zen, O Jesu, Gottes Sohn! 2. Hier ist kein Aufenthalt; Soll ich hier dulden Schmerzen, Der Tod kommt oft zu bald, Hilf mir, Herr Christ, davon; Und unter mancherlei Gestalt; Verkürz' mir alles Leiden, Stärk' Im Augenblick Raubt er uns meinen blöden Muth; Laß selig alles Erdenglück. Doch, was mich abscheiden, Schenk' mir ist Glück hier in der Zeit? Bei dein ewig Gut! Adidanju Gott ist wahre Seligkeit! bild 3. In meines Herzens Grunde 3. Kein Rath, kein' Arzenei, Dein Nam' und Kreuz allein Nicht klägliches Geschrei, Kein Funkelt all' Zeit und Stunde; Bruder macht vom Tode frei. Drauf kann ich fröhlich sein. Er- In aller Welt Ist nichts, das schein' mir in dem Bilde, Zum endlich uns erhält. Nein, Gott 100 Vom Tode. 151 allein fann mich befrein, Mein ein: So wird Gott doch mein einz'ger Trost im Tode sein. Führer sein. sa ono st 4.Kein Reichthum, Geld 9. Herr Jesu, du allein Sollst noch Gut, Kein kühner Helden- mir in Todespein Nach deinem muth Schüßt doch nicht vor des Wort mein Alles sein! Von dir Todes Wuth; Auch Ehr und erlöst, Weiß ich, daß Gott mich Pracht Deckt Niemand vor des nicht verstößt. Die du erlöst hast, Todes Macht. Nur dir, mein bleiben dein: Das soll mein Gott, trau' ich allein; Du wirst Trost im Tode sein! alsdann mein Schußgott sein. 1 5. Beklemmung, Angst und Pein Pflegt dann sehr groß zu sein; Und was wird wohl mein Loos dann sein? Wer wird als dann Sich meines Jammers nehmen an? Nur du, allmächtger Gott, allein Versüßest mir die letzte Pein. Hrs) 9602 6 6. Wenn mein Gewissen wacht, 10. Erlöser, führe du Mich einst dem Himmel zu, Und bringe mich zur ew'gen Ruh'! So lang' in mir Ein Odem ist, ruf ich zu dir; Und schlafe in dem Glauben ein: Gott wird durch Christum gnädig sein. 1667. Michael Frant, geb. 1609, gest. 1667. ursdag Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. or Chriftu8 2c. 220. Mach's mit mir, Gott, Frägt: was hast du gemacht? Und ich seh' in der Todesnacht wie dirs gefällt; Hilf mir in Den Abgrund sich Für mich er- allen Leiden! Und rufest du mich öffnen fürchterlich: Ach dann, von der Welt, So will ich fröhwann Sünd' und Hölle dräu'n, lich scheiden. Dir, der du ewig Dann wollest du mein Retter mich erfreust, Befehl' ich, Vater, sein! meinen Geist. xbing dif 7. Vergehet mein Gehör; 2. Gern will ich folgen, lieFällt mir die Sprache schwer; ber Herr! Ich werde nicht verBin ich an Geisteskraft nicht derben. Du bist bei mir, Allmehr Der, der ich war: Wer mächtiger; Drum kann ich freureicht mir Kraft und Stärke dar? dig sterben, Verlaß ich auch gleich Dein Geist, Herr, wird dann manchen Freund, Der herzlich wirksam sein, Und meinem Geiste meinen Tod beweint. l Kraft verleihn.box 8. Berlöscht mein Augenlicht, Kenn ich die Meinen nicht; Wer führt mich, wenn das Herz mir bricht, Durch's finstre Thal? Herrscht da gleich Schrecken über seiner freu'n; Wie selig werd' all; Bricht jene Todesnacht her- ich dann nicht sein!@dad 3. Ruht doch mein Leib in stiller Gruft Zum Vater geht die Seele-, Bis ihn des Heilands Stimme ruft Aus seiner Grabeshöhle. Wie werd' ich mich dann - 152 Vom Tode. 4. Und seh' ich dich, o Rich- und Tod Dich dies reine Herz ter, dann, So werd' ich nicht er- erheben; Dann erschreckt dich beben. Du nimmst mich, Herr, fein Gericht; Gott ist deine Zuzu Gnaden an; Die Sünden versicht. ndi ish ju don sind vergeben. Dein eigner Sohn, 5. Daß du dieses Herz erwirbst, voll Lieb' und Huld, Ertrug Fürchte Gott, und bet' und wache! und tilgte meine Schuld. Thin Sorge nicht, wie früh du stirbst; Deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheu'n, Lern' auch seiner dich erfreun! 980 5. Warum sollt' ich denn traurig sein, Wenn ich vor dir bestehe? Wenn ich, durch Christi Blut nun rein, In deinen Himmel gehe? Getrost verlaß ich dich, 6. Ueberwind' ihn durch Vero Welt, Weil Gottes Himmel trau'n; Sprich: ich weiß, an mir gefällt.olh dull idwen ich gläube, Und ich weiß, daud di Johann Hermann Schein, ich werd' ihn schau'n Einstin geb. 1586, geft. 1630. idong mund diesem meinem Leibe. Er, der Mel. Jefus, meine Zuversicht 2c. rief: es ist vollbracht!" Nahm dem Tode seine Macht. yol sid 17. Tritt im Geist zum Grab oft hin, Siehe dein Gebein versenken; Sprich: Herr, daß ich Erde bin, Lehre du mich selbst bedenken; Lehre du mich's jeden nodig hil Tag, Daß ich weiser werden mag! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 221. Meine Lebenszeit verstreicht, Stündlich eil ich zu dem Grabe; Und was ist's das ich vielleicht, Das ich noch zu leben habe? Denk, o Mensch an deinen Tod; Säume nicht, denn Eins ist noth! 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, Wünschen wirst, gelebt zu haben! Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Men Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Moll.) 222. Mein Gott, ich weiß schen gaben, Nichts wird dich im wohl, daß ich sterbe; Ich bin Tod erfreu'n; Diese Güter sind ein Mensch, der bald vergeht, nicht dein, i folrat nadish is und finde hier kein solches Erbe, 3. Nur ein Herz, das Gutes Das ewig dauert und besteht. liebt, Nur ein ruhiges Gewissen, Drum zeige mir in Gnaden Das vor Gott dir Zeugniß giebt, an, Wie ich recht selig sterben Wird dir deinen Tod versüßen; kann! au nom bjöl Dieses Herz, von Gott erneu't, 2. Mein Gott, ich weiß nicht, Giebt im Tode Freudigkeit. wann ich sterbe; Kein Augen4. Wann in deiner letzten blick geht sicher hin. Wie bald Noth Freunde hülflos um dich zerbricht doch eine Scherbe! Die beben, Dann wird über Welt Blumen müssen bald verblühn. Vom Tode. 153 Drum mache du mich stets bedies Joch, Die des Lebens Kron' reit hier in der Zeit zur Ewig- erstritten. Endlich aber führt feit! der Tod Uns auch hin zu dir, o Gott! Oro 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der Tod 3. Jesus selber lebte hier viel Wege hält; Dem Einen Vormals auch in Pilgerhütten; wird das Scheiden herbe, Sanft Noch unendlich mehr, als wir, geht ein Andrer aus der Welt. Hat er auf der Erd' erlitten. Doch, wie du willst; gieb nur Laß uns gläubig auf ihn sehn, dabei, Daß ich wohl zubereitet und durch ihn im Kampf befei! lo stehn! 1919953 JOUS Into bid fonturbe misl 4. Was ist diese Lebenszeit? Ach, nur eine kurze Stunde Gegen jene Ewigkeit. Gleichwohl 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, Und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe Und kömmt auf diese Stunde, Die Jesus mich zum Leben weckt, Gott noch verkürzen kann, UnSo kann mir dies gleichgültig fer ew'ges Schicksal an. sein; Die Erd' ist allenthalben dein. fro 5. Gieb uns Weisheit, Herr, domisi msonid mis B inlys und Kraft, Diese Stunde wohl 5. Nun, liebster Bater, wann zu nüßen; Und bei'm Schluß ich sterbe, So nimm du meinen Geist zu dir! Denn, bin ich nur dein Kind und Erbe, Und hab ich Jesum nur bei mir: So gilt mir's gleich, und geht mir's wohl, Wann, wie und wo ich sterben soll. der Pilgrimschaft Wollest du uns unterstüßen, Daß wir freudig auf ihn sehn Und getrost zum Tode gehn! EN907 796 ju? Benjamin Schmolte, geb. 1672, geft. 1737. 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, Daß du uns wirst auferwecken, Diese Kraft der bessern Welt Laß uns, wann wir sterben, schmecken! Flöß' uns Muth und Ruhe ein, Selbst im End mel. Jesus, meine Zubersicht 2c. don 223. Selig sind die, welche Tode froh zu sein! nun In dem friedenvollen Grabe Von des Lebens Arbeit ruhn, Und sich deiner größten Gabe, zu ruhn, Zu den Todten Gottes Eines ew'gen Lebens, freu'n. gehen, Wollst du mehr noch an Möchten wir es auch schon sein! verstehen! Auch für unsre Touns thun, Als wir bitten und 2. Gott, du willst's, wir desnacht Riefst du einst: es leben noch Mühsam hier in ist vollbracht!" dan is die Pilgerhütten. Alle trugen einstig Nach Klopstod. 7 MAA di Hous 7. Wann wir, um einst auch Vom Tode. 154 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 224. Warum erbebst du, Daß deiner Hütte Bauzerbricht! Daniel Schiebeler, geb. 1741, gest. 1771. meine Seele, Bei dem GedanMel. Zu dir, o Vater aller Güte 2c. ken an das Grab? Nicht dich 225. Was sorgst du ängstumschließt einst seine Höhle, Nur deine Hütte sinkt hinab. lich für dein Leben? Es Gott Sie schuf der Allmacht Wink aus Staub; Drum wird sie der Verwesung Raub.big yn om 2. Du, zur Unsterblichkeit er lesen, Schwingst dich empor zu Gottes Licht, Und schaust den Ursprung aller Weſsen Von Angesicht zu Angesicht, Bewunderst deines Gottes Macht In jener Welten Bau und Pracht. How Infligh gelassen übergeben, Ist wahre Ruh' und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weislich nüßen, Es dankbar als ein Glück besigen, Verlieren, als verlörst du's nicht. 3. Dann, Seele, wirst du 2. Der Tod soll nicht dein Herz erschrecken; Doch, dich zur Weisheit zu erwecken, Soll er dir stets vor Augen sein. Er soll den Wunsch zu leben mindern, Doch nicht in deiner Pflicht dich Das verstehen, Was hier kein hindern, Vielmehr dir Kraft daweiser Mund erklärt, Was hier vollkommen einzusehen Des Wissens Trieb umsonst begehrt; Dann täuscht dich Wahn und Irrthum nicht, Und selbst die Finsterniß wird Licht. zu verleih'n. 3. Ermattest du in deinen Pflichten, So laß den Tod dich unterrichten, Wie wenig deiner Tage sind. Sprich: sollt' ich Gutes wohl verschieben? Nein, meine Zeit, es auszuüben, Ist kurz, und sie verfliegt geschwind. 300 4. Denk' an den Tod, wenn 4. Dann wirst du Den, ach, Den erblicken, Den hier allein der Glaube sieht, Den, der, dich böse Triebe, Wenn Lust der ewig zu beglücken, Nach Gottes Rath am Kreuz verschied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott Dich hier getrennt von deinem Gott! Welt und ihre Liebe Dich reizen: und ersticke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute sterben? Und könnt' ich auch die Welt erwerben, Beging' ich doch solch Uebel nie.so o dall sidor 100 5. Wann nun der Tag des Herrn erscheinet, Verläßt dein 5. Denk an den Tod, wenn Leib der Gräber Ruh'; Zum Ruhm und Ehren, Wenn deine zweiten Mal mit dir vereinet, Schäße sich vermehren, Daß du Wird er unsterblich, so wie du. sie nicht zu heftig liebst. Denk' D Seele, zittre länger nicht, an die Eitelkeit der Erden, Vom Tode. 155 Daß, wenn sie dir entrissen wer- Er wird im Tod mich nicht verden, Du dann dich nicht so sehr betrübst.d hid di Ho lassen; Dann zeigt er mir sein im jo? Angesicht. juo s 6. Dent an den Tod, bei 11. So suche dir in allen frohen Tagen. Kann deine Lust Fällen Den Tod oft lebhaft vorsein Bild vertragen, So ist sie zustellen; Dann wirst du ihn gut und unschuldsvoll. Sprich, nicht zitternd scheu'n; Dann dein Bergnügen zu versüßen: wird er dir ein Trost in Klagen, Welch Glück werd' ich erst dort Ein weiser Freund in guten genießen, Wo ich unendlich le- Tagen, Ein Schild in der Verben foll! id ud suchung sein. ir sundsg 18 b 7. Denk an den Tod, wenn Christian Fürchtegott Gellert, U deinem Leben Das fehlt, worlo) 11 geb. 1715, geft. 1769. nach die Reichen streben; Sprich: Mel. Ermuntre dich, mein schwacher 26. bin ich hier, um reich zu ſein? 226. Wenn ich die Gottes. Heil wenn ich sterbe! Dann ist ein unbeflecktes Erbe, Dann ist des Himmels Reichthum mein.unism tim n 8. Denk' an den Tod, wenn Leiden kommen; Sprich: alle Trübsal eines Frommen Ist zeit lich und dem Glauben leicht. Ich leide; doch von allem Böäcker seh', Und Alles könnte Mainunolets lesen, Was der, auf dessen Grab' ich geh', In seinem Sinn gewesen, Und was bei ihm die Todesnacht Für Hoffnungen zu nichts gemacht: So würd' ich oft mit Schrecken Mein eigen Herz entdecken. Granol sen Wird mich der Tod bald, 2. Mein Gott, befreie mich vom Dunst Der irdischen Belupsd schwerden, und lehre mich die 9. Denk' an den Tod, wenn große Kunst, Bei Gräbern flug freche Rotten Des Glaubens zu werden! Nur der ist weise, und der Tugend spotten, Und der bedenkt, Wie viel von seiLaster stolz ihr Haupt erhöh'n. nem Tod abhängt, Und der daSprich bei dir selbst: Gott trägt zu in Zeiten Sein Herz sucht die Frechen; Doch endlich kömmt zu bereiten. nshsu doz phé er, sich zu rächen, Und plötzlich 3. Gieb, daß ich dich mit werden sie vergeh'n. afrohem Muth Als meinen Gott 10. Denk an den Tod zur betrachte; Hingegen Freunde, Zeit der Schrecken, Wenn Pfeile Glück und Gut Nicht als mein Gottes in dir stecken; Du rufst, eigen achte! Soinwird, wenn und er antwortet nicht. Sprich: mich die Zeit wegnimmt, Die sollte Gott mich ewig hassen? du zur Trennung hast bestimmt, bald erlösen; Er ist's, der mir die Krone reicht. 156 Vom Tode. Nichts, was mir war verliehen, Mein Herz zurücke ziehen. l in allen Fällen:„ Herr, wie du willst, so schick's mit mir." Mein 4. Laß mich auf Jesu Herr- Gott, ich bitt' durch Christi Blut: lichkeit Mit froher Hoffnung Mach's nur mit meinem Ende blicken, und mitten in der Dun- gut! nisd noi nipo ndonj kelheit Mich sein Verdienst er- 5. Mach immer süßer mir den quicken! Dann nimm, Herr, nach Himmel Und bitter diese schnöde vollbrachtem Lauf Den Geist Welt; Gieb, daß mir in dem aus dieser Hütte auf, Die einst Weltgetümmel Die Ewigkeit sei im Reich der Deinen Wird neu vorgestellt. Mein Gott, ich bitt' gebaut erscheinen! durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! T dribo Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Moll.) 227. Wer weiß, wie nahe 06. Ach Vater, deck' all' meine Sünde Mit dem Verdienste Jesu Zeit, wie mir mein Ende? Hin geht die zu, Damit ich hier Bergebung her kommt der Tod; Ach finde Und dort die lang gegeschwinde, wie behende wünschte Ruh. Mein Gott, ich Kann kommen meine Todes- bitt' durch Christi Blut: Mach's noth! Mein Gott, ich bitt' durch nur mit meinem Ende gut! bist Christi Blut: Mach's nur mit 7. Ich habe Jesum angemeinem Ende gut! zogen Schon längst in meiner heil'gen Tauf; Du bleist mir auch daher gewogen, Nimmst mich zum Kind und Erben auf; Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! joint stort sid 70 1150 TOD' 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, Als es am frühen Morgen war; So lang' ich leb' auf dieser Erden, Schweb' ich in steter Tod'sgefahr. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! 11361901 118 8. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben 193. Herr, lehr' mich stets mein oder Tod. Ich leg' die Hand in End' bedenken Und wenn ich seine Seite Und sage:„ mein einstens sterben muß, Die Seel' Herr und mein Gott!" Mein in Jesu Tod versenken, Und ja Gott, ich bitt' durch Christi Blut: nicht sparen meine Buß'! Mein Mach's nur mit meinem Ende Gott, ich bitt' durch Christi Blut: gut! rdspred sit#det Mach's nur mit meinem Ende 9. So komm mein End' heut' gut! lo to ir dan bile oder morgen: Ich weiß, daß 4. Laß mich bei Zeit mein mir's mit Jesu glückt; Ich bin Haus bestellen, Daß ich bereit und bleib' in seinen Sorgen, sei für und für, Und sage stets Mit Jesu Gnaden ausgeschmückt. Vom Mein Gott, ich bitt' durch Christi Shrifti Blut: Mach's nur mit meinem Ende gut! ni Emilie Juliane, Gräfin von Schwarzburg, geb. 1637, geft. 1706. ad Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott 2c. 228. Wie fleucht dahin der Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. Menschen Zeit, Wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wen'ge denken 229. Wie sicher lebt der an die Stund Von Herzensgrund, Mensch, der Staub! Sein Leben Wie schweigt hievon der träge ist ein fallend Laub; Und denMund! noch schmeichelt er sich gern, Der Tag des Todes sei noch fern. 00 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, Der Mann noch seiner Jahre viel, Der Greis zu vielen noch ein Jahr; Und Keiner nimmt den Frrthum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk' bei Glück und Noth Im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, Hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut, Und unsers Lebens kleinster Theil Ist eine Frist zu unserm Heil. ilgionar slonour 5. Der Tod rückt Seelen vor's Gericht; Da bringt Gott Alles an das Licht, Und macht, was hier verborgen war, Den Rath der Herzen, offenbar. 11.0 2. Das Leben ist gleich einem Traum, Gleich einem nicht'gen Wasserschaum; Im Augenblick es Jm bald vergeht Und nicht besteht, Dem Wind gleich, der darüber weht. Isi isolado lod 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin, Mir ist's Gewinn: Wenn ich nur bei dem Heiland bin. Tode. 157 no 7. Was wird's da sein, wann ich dich seh' Und dort vor deinem Throne steh'! Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit flugem Herzen suche dich.m 4. So lang' ich in der Hütte wohn', So lange lehr' mich, Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine Tag', Der Welt entsag, Daß eh' ich sterb, ich sterben mag! Joachim Neander, geb. 1640, geft. 1680. 5. Was hilft die Welt in letter Noth, Lust, Ehr' und Reichthum in dem Tod? Bedenks, o Mensch, Was läufest du Dem Schatten zu? So kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg Eitelkeit, weg Thorenlust! Mir ist das höchste Gut bewußt; Das such' ich nur, das bleibet mir So dort wie hier; Herr 7. Ein Seufzer in der letzten Jesu, zieh' mein Herz nach dir! Noth, Ein Wunsch, durch des 6. D'rum, da dein Tod dir täglich draut, So sei doch wacker und bereit! Prüf' deinen Glauben als ein Christ, Ob er durch Liebe thätig ist. Lea 158 Vom Erlösers Tod Vor Gottes Thron gerecht zu sein, Dies macht dich nicht von Sünden rein. nord Mel. Mel. Nun lasset uns den Leib 2c. 230. Begrabt den Leib in feine Gruft, Bis ihn des Rich8. Ein Herz, daß Gottes ters Stimme ruft! Er kommt Stimme hört, Ihr folget, sich vom Bösen kehrt; Ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt: Dies ist's, lebendig einst hervor, Und steigt verklärt zu Gott empor. cs 2. Aus Erde schuf ihn doch was vor dem Höchsten gilt. der Herr; Er war schon Staub, 9. Die Heiligung erfordert und wird's nur mehr; Doch Müh'. Du wirkst sie nicht, Gott nicht auf ewig, er erwacht Einst wirket sie; Du aber ringe stets herrlich aus des Grabes Nacht. nach ihr, Als wäre sie ein Werk 69003 von dir! on101 09dos 690 poz pulan C 10. Der Zweck des Lebens, das du lebst, Dein höchstes Ziel, nach dem du strebst, Und was dir ewig Glück verschafft, Ist Tugend in des Glaubens Kraft. OTOPAC 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, Der sie aus aller ihrer uub Noth, Aus aller ihrer Missethat Durch seinen Sohn erlöset hat. 154. Hier wandelt' er im finstern Thal; Er duldete viel Schmerz und Qual, Trug Jesu Christi sanftes Joch, Entschlief im Tod, und lebet noch. pro Box d 8 5. Er lebet noch, der Seele nach; Und kommt er einst, der große Tag, Wird auch der Körper auferstehn Und zu der ew'gen Freud' eingehn. 6. Sat obla 6. Hat ihn gleich manche Noth gedrückt, So wird er nun bei Gott erquickt. Was sind die Leiden dieser Zeit Doch gegen jene Herrlichkeit! 91910 11. Ihr alle seine Tage weihn, Heißt eingedenk des Todes sein; Und wachsen in der Heiligung Ist wahre Tod'serinnerung. 12. Wie oft vergess' ich dieser Pflicht! Herr, geh' mit mir nicht in's Gericht; Drück selbst des Todes Bild in mich, Daß ich dir wandle würdiglich; 13. Daß ich mein Herz an jedem Tag Vor dir, o Gott, er forschen mag, Ob Liebe, Demuth, Fried' und Treu', Die Frucht des Geistes in mir sei; s Tode. 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh', Stets meiner Schwachheit widersteh', Und einstens in des Glaubens Macht Mit Freuden ruf': es ist vollbracht! 201 $ 602 7. Wir werden uns dort wieder sehn; Gott weiß, wie bald es wird geschehn. Der mache täglich uns bereit Auf Tod und Grab und Ewigkeit! ise 8. Herr Jesu, dein Versöhnungstod Stärk' uns in unfrer geb. 1715, geft. 1769. leßten Noth! Wir sind in unserm Christian Fürchtegott Gellert, gru Vom Tode. noll 159 im Tode sein. ihr getroft und gern. Leben dein, Und werden's auch ich, dem Herrn; Dann sterbet nieste nd judi 1000 Nach Klopstock. & Idoor a door Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 232. Gott Lob! mein Lauf eilt früh zum Ende, Und auch mein Leid und Ungemach; Ich übergeb' in Gottes Hände, Den Geist, Und folge Jesu nach. Und, o wie wohl wird mir geschehn: Ich soll den Welterlöser Nach den Böhmischen Brüdern. Mel. Nun lasset uns den Leib zc. 231. Grabt mein verwesliches Gebein, D ihr noch Sterbliche, nur ein! Es bleibt, es bleibt im Grabe nicht; Denn Jesus kommt und hält Gericht. 2. Du wirst mein aufgelöst Gebein, du Verwesung, weit zerstreun; Allein gezählt ist, wie sehn! CHEUTO mein Haar, Mein Staub; Gott 2. Ihr habt nicht Urfach' ,. weckt ihn wunderbar. euch zu grämen, Ihr Freunde, iddie mein Tod betrübt: Gott 3. Gott ist barmherzig und kann das Seine wiedernehmen, verstößt Im Tode nicht, die er Wie, wo und wann es ihm beerlöst; Die nicht, für deren liebt; Ich war ja nur von GotMissethat Sein Mittler sich ge- tes Hand Ein euch gelieh'nes opfert hat. Liebespfand. 150 800 4. Bei euch hat Trübsal mich 3. Daß ich die Welt und gedrückt; Nun hat mich Gottes euch verlasse, Geschiehet nicht Ruh' erquickt. Im finstern Thale von ungefähr; Und daß ich schon wandelt' ich, Doch führte Got so früh erblasse, Kömmt von des tes Rechte mich. oh 1901201 Schöpfers Weisheit her. Gott 5. Wie selig macht der Seele ist's, der unser Ziel bestimmt, nach Den Gläubigen der Todestag! Nicht für das größte Erdenglück Wünsch' Und Alt und Junge zu sich nimmt. 4. Der Gott, der unsre Tage zu euch zurück.ch mich jetzt zählet, hat dieſen Tag von Ewigfeit Zu meinem Sterbetag er6. Ich duldete bis in mein wählet; Drum sterb' ich jetzt Grab; Nun wischt er meine zur rechten Zeit. Denn, wenn Thränen ab. Was sind die Lei- Gott spricht: es ist genung! den jener Zeit, Gott, gegen deine Stirbt auch der Jüngste nicht Herrlichkeit! zu jung. 7. Bald oder spät wird es 5. Gott, der sich selbst die geschehn, Daß wir einander Liebe nennet, Thut Alles liebwieder sehn. Doch lebet erst, wie reich, was er thut; Auch da, Von der Auferstehung wenn er die Herzen trennet, ein; Wer gläubig stirbt, wird Meint es sein Vaterherz recht selig sein. gut. Was Gott thut, das ist 9. Dort bin ich frei von allen wohlgethan; D, wohl Dem, der Leiden, Und vor der Welt in es glauben kann! 160 6. Es ist gewiß, daß jedem nichts, als hohe Freuden; Im aß jedem Sicherheit; Dort schmeck ich Kinde Die Bosheit schon im Himmel ist kein Leid und Streit; Herzen steckt; Bei reifern Jahren hätte Sünde Bielleicht mein Herz noch mehr befleckt; Und würde dann nicht Angst und Pein Im Tod um so viel größer sein? Dort bin ich schön, geehrt und reich, Ja selbst den Engeln Gottes gleich.d an immorante bleibt im Segen; Kein schweres 10. Jhr meinen, lebt und Unglück rühr euch an; Geht freudig auf der Tugend Wegen; Liebt Gott, sein Wort, liebt Jedermann; Flieht Welt, flieht Sünd' und Heuchelei; Bleibt Jesu, bis ihr sterbt, getreu! oir 11. Betrachtet, Freunde, statt daß der Tod ein Ende macht. der Leiche, Die euer Herz in 8. Die Taufe schenkte mir Unruh setzt, Den Geist, der sich den Glauben Und durch den im Freudenreiche An Vater, Glauben alles Heil; Wer will Sohn und Geist ergößt! Glaubt mir nun die Krone rauben? Der christlich, daß ich selig bin; So Himmel ist mein Loos und Theil. werden Schmerz und Thränen Ich schlaf im wahren Glauben fliehn.d thom pist sie e bit 602 396 pidublo nic ban 7. Was sind des Menschen Lebenstage? Ein Schatten, Nebel, Rauch und Dampf. Was sind sie? voll von Angst und Plage; Noth folgt auf Noth, Kampf folgt auf Kampf. Man klaget, weinet, sorgt und wacht, Bis Sp03 SUN 096 10 XXII. Von der Auferstehung der Todten. E 115 31 Hallelujah! use doo 233. Auferstehn, ja aufer- uns ein, uns ein, die starben. stehn wirst du, Mein Staub, nach kurzer Ruh'; Unsterblichs Leben Wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, Du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 490 2. Wieder aufzublühn, wirst du gesä't. Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben, sammelt Garben, 4. Wie den Träumenden wird's 161 gand der Todten. noll dann uns sein. Mit Jesu gehn noch, Zum Glück der Ewigwir ein Zu seinen Freuden. Der feiten Mich würdig zu bereiten! müden Pilger Leiden Sind dann dobou sid nach Busch. nicht mehr.liut ndi dnff ist wish zim go dri no dau mu 5. Ach, ins Allerheiligste 235. Jesus, meine Zuverführt mich Mein Mittler dann; sicht Und mein Heiland ist im lebt' ich Im Heiligthume Zu Leben. Dieses weiß ich; sollt' seines Namens Ruhme. Halle- ich nicht Darum mich zufrieden lujah! doren thu geben, Was die lange Todesapid Friedrich Gottlieb Klopstod, nacht mir auch für Gedanken geb. 1724, 1803. Janarsonu dair or macht? lombait Mel. Was Gott thut, das ist 2c. Was Gott t ud light 2. Jesus, er mein Heiland 234. Ich freue mich der lebt; Ich werd auch das Leben frohen Zeit, Da ich werd' auf schauen, Sein, wo mein Ererstehen; Dann werd' ich in der löser schwebt: Warum sollte mir Herrlichkeit Dich, Gott, mein denn grauen? Lässet auch ein Heiland, sehen; Dann werd' Haupt sein Glied, Welches es auch ich, Herr, durch dich, nicht nach sich zieht? id Vereint mit allen Frommen, Zur ew'gen Ruhe fommen. 3. Ich bin durch der Hoffnung Band Zu genau mit ihm befunden, Er hält mich mit starker Hand In den dunklen Todesstunden, Daß mich auch kein Todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch und muß leben, Mit Herrlichkeit umgeben. daher Auch einmal zu Asche 3. Der du die Auferstehung werden. Das gesteh' ich; doch bist, Du bist's, auf den ich traue; wird er Mich erwecken aus der Ich weiß, daß ich durch dich, Erden, Daß ich in der HerrHerr Christ, Einst auferweckt, lichkeit Um ihn sein mög' alle dich schaue. Auch werd' ich nicht Beit.iuris di dep nishid nd Vor dem Gericht, Wie Die, die dich verschmähten, Mit Angst und Schrecken treten.nomisd 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran, Die Stunde der Er lösung; Die Stunde, da ich hoffen kann Trost, Freiheit und Genesung, Da, Engeln gleich, Im Himmelreich Ich ewig werde 5. Dort wird mich statt dieser Haut Ein verklärter Leib umgeben; Dort wird der von mir 4. Ich hoffe dann mit Freu- geschaut, Der die Todten ruft digkeit Vor dir, mein Haupt, zu zum Leben, Und in Herrlichkeit stehen, und mit dir in die Herr werd' ich Jesum sehen ewiglich. lichkeit Frohlockend einzugehen. 6. Dieser meiner Augen Licht D, hilf mir doch Aus Gnaden Wird ihn, meinen Heiland, ken11 Von der Auferstehung nen; Ich, ich selbst, kein Fremder aufgeschwungen. Er ist mein nicht, Werd' in seiner Liebe Haupt, sein Sieg ist mein; brennen; Nur die Swachheit Sein soll mein ganzes Leben um und an Wird von mir sein sein, Und ihm will ich auch abgethan.m sterben! Č 7. Was hier kranket, seufzt 2. Nicht ewig wird, wer dein und fleht, Wird dort frisch und Wort hält, Den Tod, o Jesu, herrlich gehen; Irdisch werd' schauen. Drum geh' ich freudig ich ausgesät, Himmlisch werd' aus der Welt; Das Grab macht ich auferstehen; Hier sink' ich mir fein Grauen. Ich bin genatürlich ein, Nachmals werd' trost und unverzagt, Weil du ich geistlich sein. den Deinen zugesagt: Ich leb', und ihr sollt leben. 162 8. Seid getrost und hoch erfreut: Jesus trägt euch, seine Glieder! Gebt nicht Statt der Traurigkeit: Sterbt ihr, Jesus ruft euch wieder, Wenn einst die Posaun' erklingt, Die auch durch die Gräber dringt. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub, Er wird doch wieder leben, Und einst aus der Verwesung Staub Sich neubelebt erheben, Wann du, o großer Lebensfürst, Nun deinen Todten rufen wirst, Zum Leben aufzuwachen. 1190 9. Lacht der finstern Erdenkluft Lacht des Todes und der Höllen, Denn ihr sollt euch aus der Gruft Eurem Heiland zu gesellen; Dann wird Schwachheit und Verdruß Liegen unter eurem Fuß. dit mid the 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann Vor dir, mein Heiland, stehen! Dann nimmst du mich mit Ehren an, Läßt in dein Reich mich gehen. Forthin 10. Nur daß ihr den Geist von feiner Last beschwert, An erhebt Von den Lüsten dieser Leib und Seele ganz verklärt, Erden, Und euch dem schon jetzt Leb' ich bei dir dann ewig. id ergebt, Dem ihr beigefügt sollt 5. D welche Herrlichkeit ist werden; Schickt das Herz nur mir n jener Welt bereitet, Wo da hinein, Wo ihr ewig wünscht sich ein Freudenstrom von dir zu sein! Auf Selige verbreitet! Ich werd' in deinem Himmelreich, Unsterbfommne Lust genießen. lich, deinen Engeln gleich, Voll236. Mein Heiland lebt; Er 6. Denn, wo du bist, da solLouise Henriette von Brandenburg, 1019 geb. 1627, gest. 1667. 1999 Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. Jun190 hat die Macht Des Todes ganz len die, Die dir hier folgen, bezwungen, Und siegreich aus leben, Und, ewig frei von Schmerz des Grabes Nacht zu Gott sich und Müh', Ihr siegreich Haupt athirsgil der Todten. Tug o 163 erheben. D, was sind Leiden 3. Mein hingefallner Leib bleibt dieser Zeit, Herr, gegen jene hier; Ihn wird das Grab verHerrlichkeit und unbegrenzte schließen. Wohl mir! das Grab Freuden! did iad siit di wird dennoch dir Ihn wieder7. Laß diese fünft'ge Herr geben müssen. Du kommst, Erlichkeit mir stets vor Augen wecker! Deine Macht, Die ihn schweben, Und oft sich in der aus nichts hervorgebracht, Kann Prüfungszeit Mein Herz dahin auch aus Staub ihn bauen. erheben, Wo keine Schwachheit 4. Wie könnt ich trauern, uns mehr drückt, Wo wir, der daß im Tod Mein Leib zu Sterblichkeit entrückt, Frohlockend Staub vermodert? Wie könnt vor dir wandeln! rude oid i ich klagen, da ihn Gott Vom Grabe wieder fordert? D Hoffnung, daß nach kurzer Ruh Mein Leib erwacht, wie groß bist du, Und welch ein Trost im Tode! 5. Des Todes Schmerzen, 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, Der Tugend nachzustreben, Und als dein Jünger dir zum Preis Nach deinem Wort zu leben! Und fühl' ich hier noch Noth und Schmerstopte Gott, will ich, Wann er nun So dies mein banges Herz: Es kommt, nicht achten; Mit glaukommt ein beff'res Leben. Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 190 198 9111 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. bensvollem Blick auf dich, Nach meinem Ziele trachten, Und mich dem Ziele freudig nahn, Mein himmlisch Kleinod zu empfahn, 237. Wann einst mein ster- Das Jesus mir erworben. si i bend Auge bricht, mein letzter Balthasar Münter, 19 Hauch verschwindet, Mein Leibns do mun geb. 1735, gest. 1793. 3196 silabi erstarrt, und selbst es nicht, Daß 238. Wenn mein Stündlein er entſchläft, empfindet; Wann 238. Wenn m um mich, den Entschlummern- vorhanden ist, zu fahren meine den, Dann alle meine Lieben Straße, So leit du mich, Herr stehn, Und angstvoll mich be- Jesu Christ, Mit Hülf' mich nicht weinen: inom id verlasse! Herr, meine Seel' an E 2. Dann, Vater, nimm ihn meinem End' Befehl ich dir in auf, den Geist, Der freudig zu deine Händ'; Du wirst sie wohl dir fliehet, Der dankbar deine bewahren. Güte preist, Daß er den Tod nicht siehet! Dann tröste, die betrübt um mich Mit Thränen flagen; laß sie sich Mehr meiner Wonne freuen! % now dny 2. Die Sünde wird mich kränfen sehr Und das Gewissen nagen, Denn sie ist viel, wie Sand am Meer; Doch will ich nicht verzagen, Will denken in der letzten 11* 164 Vom zukünftigen Weltgerichte. 3. Ich bin ein Glied an deiNoth, Herr Jesu Christ, an dei- Trost dein' Auffahrt ist, kann nen Tod, Der wird mich wohl Todesfurcht vertreiben; Denn wo erhalten. im dodal du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bei dir leb und bin; nem Leib, Des tröst ich mich Drum fahr' ich hin mit Freuden. von Herzen; Von dir ich unge- 5. So fahr' ich hin zu Jesu schieden bleib In Todesnoth und Christ, Mein Arme sich ausSchmerzen. Wenn ich gleich sterb', strecken; So schlaf ich ein und so sterb' ich dir: Ein ewig Le- ruhe fein, Kein Mensch kann ben hast du mir Durch deinen mich aufwecken, Als Jesus ChriTod erworben, indem dunt stus, Gottes Sohn, Der öffnet 4. Weil du vom Tod erstan- mir die Thüre schon, Führt mich den bist, Werd ich im Grab zum ewgen Leben.br.8 nicht bleiben; hn Mein höchster de bon de Nicolaus Hermann, starb 1561. sier thoutts M 10 30m n o onll moniad hnit binyil bon 19id di Idm dall usdal mih 61007-1816 080 mibia dhid XXIII. Vom zukünftigen Weltgerichte.de Mel. O Ewigkeit, du Donnerwort 2. Satans Engeln euch, Verworfne 239. Am Tage, da mein Sünder, quälet! Jhr hattet durch Heiland spricht: Kommt, Men- gehäufte Schuld Die Zeit der schen, kommt vor mein Gericht! Langmuth und Geduld, Den Am Tage seiner Schrecken, Wird Weg des Heils verfehlet. Welch ein er, der mich zum Himmel rief, erschreckliches Gericht! Es kommt, Weil ich auf seinen Tod ent- und ach, ihr glaubtet's nicht! schlief, Zum Himmel mich er- 4. Da, wo mein Heiland wecken; Dann seh' ich ihn, wie Jesus ist, Ist Wonne, die kein er verspricht, Von Angesicht zu Geist ermißt; Die wartet der Angesicht. Erlösten. Hier ist er schon mein Trost und Licht, Verläßt mich hier in Kummer nicht; Wie wird er dort nicht trösten! Ach, jene Seligkeit und Ruh' Nimmt nimmer ab, nimmt ewig zu. 316 9803 2. Wie freu' ich mich auf diese Zeit, Wo ich zu seiner Herrlichfeit Aus meinem Grabe gehe; Wo ich, mich ewig zu erfreun, Getrost und von Verbrechen rein Vor seinem Throne stehe; Wo ich mit den Erlösten dann Mein beffres Lied ihm singen kann! do 5. So komm, du Richter aller Welt, An den mein Herz sich gläubig hält, Komm, ende meine 3. Doch ach, was ist dem Leiden! Ich bin bereit in's Grab Jammer gleich, Der mit des zu gehn; Gewiß, auch wieder Vom zukünftigen Weltgerichte. 165 aufzustehn Zu deines Himmels keit Furchtbar in der Nähe, D, Freuden. Ich weiß, was mir dann ist es nicht mehr Zeit, dein Wort verspricht: Wer an Daß ich Gnad' erflehe. Wann mich glaubt, den richt' ich nicht! der Tod Mir schon droht, kann do ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfüllen. nowdon shild br' ich nicht! te Mel. Straf mich nicht in deinem 2c. 240. Herr ich bin dein Eigen- 7. Mein Gewiſsen strafe mich thum; Dein ist auch mein Le- Gleich für jede Sünde, Daß ich, ben. Mir zum Heil und dir zum Mittler, bald durch dich Gnade Ruhm Hast du mir's gegeben. such' und finde! Rufe du Dann Väterlich Führst du mich Auf mir zu: Alles ist vergeben; Sündes Lebens Wegen meinem Ziel der, du sollst leben! entgegen. wind him stro 2. Einst kommst du mit groBer Kraft Zum Gericht auf Erden; Dann soll ich zur Rechenschaft Dargestellet werden. Dein Gericht Schonet nicht, Richter aller Welten! Denn du willst vergelten. 8. Dann werd' ich auch im Gericht Vor dir, Herr, bestehen, Und vor deinem Angesicht Freud' und Wonne sehen. Ewig dein Werd' ich sein, Und mich, dich zu lieben, Ewig, ewig üben.bife Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Pour Geift vint Mel. Komm heil'ger Geist, Herre Gott zc. of reading Habar wrd 13. Weh' dann mir in Ewigkeit, Wenn ich dein Gabe, Meine 241. Ich bin, o Herr, in Kräfte, meine Zeit Hier gemiß- deiner Macht, Du hast mich an braucht habe! Weh' dann mir, das Licht gebracht; Und wer erHab' ich hier Dein Geschenk hält mir sonst das Leben, Als verschwendet Und nicht ange- du, der mir es gegeben? Du wendet! domifennest meiner Tage Ziel; Du 4. Laß mir täglich dein Ge- weißt, wie wenig oder viel Ich richt, Gott, vor Augen schweben, noch vor mir auf Erden habe. Und mich eifrig, meiner Pflicht Mein fünftig Schicksal bis zum Treu zu sein, bestreben; Daß ich Grabe Weiß ich noch nicht; du nie Thöricht sie Aus den Augen weist es wohl. i setze, Noch mit Fleiß verletze! 5. Lehre mich gewissenhaft Meine Zeit anwenden, Eingedenk der Rechenschaft Jeden Tag vollenden! Gieb, daß ich Dar auf mich Täglich und auch heute Ernstlich vorbereite! 6. Zeigt sich erst die Ewig2. Wen hab' ich in der letzten Pein? Wer kann mir Muth und Trost verleihn, Mit neuer Hoffnung mich beleben, Wann ich mit ängstlichem Beben Grab und Verwesung vor mir seh', Um Rettung dann vergeblich fleh'? Wer stärkt den bangen Geist im Vom zukünftigen Weltgerichte. Scheiden? Und wer versüßt mein Glauben treu; Bewahre mich vor letztes Leiden, Thust du es, o Heuchelei; Laß mich nie mit der mein Heiland, nicht? i Sünde scherzen! So geh' ich einst mit frohem Herzen Hier in den Tod, dort vor Gericht. MIDIG 3. Mich dünft, schon lieg' ich kraftlos da, Dem letzten Augen blicke nah', Von Todesangst schon 7. O, Menschenfreund, dein überfallen; Kaum kann die Zunge theures Blut Floß auch für mich; noch lallen. Gehör und Augen dies macht mir Muth. Ich weiß, werden schwach, Und alle Kräfte daß ich dir angehöre, Durch Tod lassen nach. Ich höre keines und Leben dich ehre. Doch, fällt Menschen Stimme; Nur des in meiner Todespein mir noch Gewissens laute Stimme Ruft ein banger Zweifel ein, So mir noch zu: Gott hält Gericht! stärke mich dein Geist der Freuden, Und der Gedank' an deine Leiden Erleicht're mir den letzten Kampf! 8. Dann sieg' ich über Angst und Noth; Dann mögen sich mir Höll' und Tod Mit allen ihren Schrecken zeigen: Auf ewig bleib' ich dir eigen. Ja, ja, du meines Lebens Heil, Ich nehm' an deiner Wonne Theil. Dein war ich, Herr, im ganzen Leben; Nimmst du es mir: Du hast's gegeben. Dein werd' ich auch im Tode sein. 166 4. Schon hör' ich der Bosaunen Ton; Ich sehe meinen Richter schon, Und vor ihm alle Völker stehen. Wer kann dem Richter entgehen? In seiner Hand ist Heil und Fluch; Unwiderruflich ist sein Spruch; Jetzt wird der Frommen Loos entschieden; Er rufet sie zum ew'gen Frieden; Verdammniß bleibt der Sünder Theil. Sullbordag 1h2 nd 5. Nicht Stand und Macht erretten dann. Umsonst beut sich ein Bruder an, Den andern da noch zu erlösen. in Rein Leugnen schüßet den Bösen. Nach dem, was Jeder hier gethan, Wird Jeder dort den Lohn empfahn. Der Fromme siegt und wird vollendet; Dem, der die Gnaden- Dem zeit verschwendet, Folgt Unglück Das in der Ewigkeit. niso Rov 6. Drum fleh' ich, Herr, mein Heiland, dir: Erleuchte mich, damit ich mir nicht eine böse That verzeihe, Mich deinem Dienste ganz weihe! Erhalte mich im nisd' bilghiri Nach Dach. dicht nogule you moto) ibl Mel. O Haupt voll Blut und Wunden 20. 242. Ich denk' an dein Gerichte, Du Richter aller Welt. Thor fei's ein Gedichte, Schwachen nur gefällt; Mich soll sein Wahn nicht stören, Weil mich dein göttlich Licht Und mein Gewissen lehren, Du haltest einst Gericht. 2. Ich höre die Posaunen, Herr, im Geiste schon; Ich Vom zukünftigen Weltgerichte. sehe mit Erstaunen Dich auf dem So hoff' ich, nicht mit Schanden Richterthron, Um den die heil'ge Vor deinem Thron zu stehn. Du Menge Von deinen Engeln steht. stellst mich dann zur Rechten, Welch herrliches Gepränge Von Bon aller Schuld befreit; Führst deiner Majestät! llo and mich mit deinen Knechten In Amd deine Herrlichkeit. WATED 13. Umsonst flieht dann der Sünder Vor deines Armes Kraft. Herr, alle Menschenkinder Ziehst du zur Rechenschaft. Du rufft, und sie erscheinen Vor deinem Richterthron; Den Sündern und den Deinen Giebst du gerechten Lohn. 167 CECA 4. Frohlockend sehn die Frommen Schon hier dem Fluch entnommen, Bagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen; Erlöst von aller Müh', Sehn sie den Himmel offen, Und du, Herr, segnest sie. dont mis bloot mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 243. Schon ist der Tag von a, wer w Gott bestimmt, Erden wandelt, Sein Loos aus Gottes Händen nimmt, Nach dem er hier gehandelt. Er kommt, Dein göttlich Angesicht; er kommt, des Menschen Sohn; 00 Er kommt, und Wolken find sein Thron, Den Erdenkreis zu richten. Jonid Nach Schmolke. maid w 7. Ist dann dein Tag vor handen, Wird diese Welt vergehn: 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit, Hier stehn die Millionen, Die seit dem ersten Tag der Zeit Auf dieser Erde wohnen; Nur dem Allwissenden bekannt, Und durch ein sinnlich Leben Unzählbar, wie am Meer der Das eitle Herz verwöhnt! Du Sand; Hier stehn sie vor dem 5. Wie angstvoll aber beben, Die hier dein Wort verhöhnt, giebst den Sündenknechten Ihr Richter. item Theil in ew'ger Pein, Und 3. Der Richter spricht; der führeft die Gerechten Zu deiner Himmel schweigt, Und alle Völker Freude ein. Poble of mongoo 6. Drum laß, Herr, dein Gerichte Mir stets vor Augen sein, Und drücke sein Gewichte Tief in's Gewissen ein! Vor dir las mich recht handeln, Und hier zu aller Zeit So wie ein Weiser wandeln, Der seinen Richter scheut! hören Erwartungsvoll und tief gebeugt. Kommt, erbt das Reich der Ehren! So spricht er zu der frommen Schaar. Doch die, die widerspenstig war, Heißt er nun von sich weichen.d Touris 4. O Herr, mit welcher Majestät Wirst du das Urtheil fällen! Die Sünder, die ich hier verschmäht, Gehn dann gewiß zur Höllen; Da trifft sie Schande, 168 Vom zukünftigen Weltgerichte. Schmerz und Pein. Wer wird So rufen sie mit hellem Munde, dann noch ihr Retter sein? Ihr Ihr klugen Jungfraun, wo Warten ist verloren. im seid ihr? Wohlauf, der Bräut'gam 5. Sie, die Gerechten, leuch- fömmt! Steht auf, die Lampen ten dann, Wie Sonnen an dem nehmt! Hallelujah! Macht euch Himmel. Du selbst nimmst sie bereit Im Hochzeitkleid; Geht zu Ehren an. O, welch ein froh ihm entgegen, es ist Zeit!" Getümmel! Nun sehn sie mit 2. Zion hört die Wächter sinerstauntem Blick, Daß Glaub' und Liebe zu dem Glück Der Auserwählten führen. BND 800 1139 Isdangt dr gen, Das Herz will ihr vor Freude springen, Sie wachet und steht eilends auf: Ihr Freund 6. Sie gehen nun in jenes kommt vom Himmel prächtig, Reich, Das Gott für sie bereitet, Von Gnaden stark, von WahrUnd sehn, auf ewig Engeln gleich, heit mächtig, Ihr Licht wird Ihr Wohlsein ausgebreitet. Das hell, ihr Stern geht auf. Nun Stückwerk wird Vollkommenheit; komm', du werthe Kron', Herr Kein Kummer, keine Traurigkeit Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Vermindert ihre Freude. Wir folgen all' Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. Ja Ismimic N30'S 7. Mein Heiland, laß mich dein Gericht Oft und mit Ernst bedenken! Es stärke meine Zuversicht, Wenn mich die Leiden kränken! Es reize mich, gewissenhaft Und eingedenk der Rechenschaft, Nach deinem Wort zu handeln! All Tampol 3. Preis und Lob sei dir gesungen Von Menschen und von Engelzungen, Mit Cymbeln und mit Harfenton! Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt; wir stehn im Chore Der Engel hoch vor deinem Thron. Kein Aug erblickte sie, Ein Dhr vernahm sie nie, Solche Freude! Drum jauchzen wir Und singen 1961 Johann Samuel Diterich, 1316 91 6 geb. 1721, gest, 1797. 244. Wachet auf!" ruft uns die Stimme Der Wächter 12 sehr hoch auf der Zinne, Deindir Das Hallelujah für und für! Herr, o Zion, kommt zu dir! olid 10 geb. 1556, geft. 1608. Mitternacht heißt diese Stunde," sid on nadnad 1021 him Philipp Nicolai, 15] is mis sien o ti8 toll g thift nominhonet Dit schlear timmad J di dindill end ud fail this fide vaid di sid die sie al Borond niet die samoche si fonoll ou got misd mand he ndege Hospid drive, nedand Vom ewigen Leben. 169 mijit 19 sdap adunt mondell 15 SHOT sid rim 18st XXIV. Vom ewigen Leben. 19 mar ' def vid tiste 245. Aue Menschen müssen Wo in so viel tausend Jahren sterben, Alles Fleisch ist gleich Alle Frommen hingefahren; Wo dem Heu; Was da lebet, muß dem Herrn, der uns versöhnt, Ewig Hallelujah tönt. mi niste verderben, Soll es anders wer- en 6. O Jerusalem, du schöne, den neu. Dieser Leib, der muß verwesen, Wenn er anders soll Ach wie belle glänzest du! Ach genesen Der so großen Herrlich keit, Die den Frommen ist bereit. wie lieblich Lobgetöne Hört man da in stolzer Ruh'! O der gro2. Drum so will ich dieses Ben Freud' und Wonne: Jezo Leben, Wann es meinem Gott gehet auf die Sonne, Jego gehet beliebt, Auch ganz willig von an der Tag, Der kein Ende mir geben, Bin darüber nicht nehmen mag. betrübt; Denn in meines Jesu Wunden Hab' ich schon Erlösung funden, Und mein Trost in Todes noth Ist des Herren Jesu Tod. i 7. Ach, ich habe schon erblicket Diese große Herrlichkeit; Jezzo werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid, Mit der güldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die fein Ende nehmen kann. 3. Christus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben; Drum fahr' ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel, In den schönen Gotteshimmel, Wo ich werde allezeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 8. Froh werd' ich mein Haupt erheben, Wenn die Todten auferstehn, Und verklärt zum bessern Leben In den neuen Himmel 4. Da wird sein das Freuden- gehn. Da, da finde ich Verleben, Wo viel tausend Seelen wandte, Treue Freunde und Beschon Sind mit Himmelsglanz fannte, Bin mit ihnen hocherumgeben, Stehen da vor Got- freut, Preise Gott in Ewigkeit. tes Thron; Wo die Seraphinen prangen Und das hohe Lied an- mel. Mit Ernst, o Menschenkinder 2c. fangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Bater, Sohn 246. Der letzte meiner Tage und Geist;" im idadi istian Ist mir vielleicht nicht fern. D, dann wird meine Klage Ein Lobgesang dem Herrn! Vollbracht ist dann mein Lauf; Ich trete zu dem Throne, Und Gott 5. Wo die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Won auf ihren Ehrenthronen Eißet der zwölf Boten Zahl, Johann Georg Albinus, geb. 1624, gest. 1679.8 170 Vom ewigen Leben. setzt mir die Krone Der Ueber- nem Staube geben, Der tief im winder auf. nada? nenigs Tode lag. TXX jgt 2. Für seines Reiches Erben 7. Mit dir steh' ich im Bunde, Hat Jesus mich erklärt. Was Herr, meines Lebens Fürst, Der fürcht' ich mich, zu sterben, du mir einst die Stunde Des Wenn er mich sterben lehrt? Todes senden wirst. Erhalt' Mir ist der Tod Gewinn! Daß mich stets bereit Im Glauben ich ganz glücklich werde, Ent- deiner Frommen, Bis einst die schwing' ich mich der Erde, Und Zeit wird kommen, Die mich geh' zum Himmel hin. und sie befreit! of@monag 3. Nicht mich, nur meine 8. Dann geh' ich, frei von Bürde Verschließt die finst're Kummer, Des Todes dunkle Gruft; Mich hebt zu höh'rer Bahn; Mir bricht nach kurzem Würde Mein Vater, der mich Schlummer Ein ew'ger Morgen ruft. Er ruft mich durch den Tod; an. Heil mir! Er ist nicht fern, Der reißt die Sündenglieder, Den Der letzte meiner Tage; Er trägen Leib danieder; Mich selbst kommt, und alle Plage Wird führt er zu Gott. Lobgesang dem Herrn. s 4. Jch, der Gefahr entron- 02 geb. 1735, gest. 1793. 2 Balthasar Münter, nen, Geh' aus dem Kampf her- an, chimi vor; Hoch über alle Sonnen Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 20. Hebt mich mein Glaub' empor. 247. Des Todes Grau'n, Da tret' ich in die Reih'n Der des Grabes Nacht, Flieht, Herr, Engel, meiner Brüder; In ihre vor deiner Wahrheit macht; hohen Lieder Stimm' ich mit Mein Geist, erhellt von deinem Jauchzen ein.ng dull a Licht, Bebt vor des Leib's Zer5. Gott schaut von seinem störung nicht. to subling Throne Mit Huld auf mich 2. Es falle nur die Hütte herab, Dem er in seinem Sohne Das Recht der Kindschaft gab. In seiner Ewigkeit Wird er mit größern Freuden Die Außerwählten weiden, Die hier sich ihm geweiht. hin, Mit der ich hier umgeben bin! Ich selber, lebend, wie zu vor, Schwing' aus den Trümmern mich empor.nord? sol Gen 3. Ein inn'res mächtiges Gefühl Verkündigt mir mein höhers 06. Die Leiber seiner From- Ziel; Dies Streben nach der men Sind Saat, von ihm ge- Ewigkeit Erhebt mich über Erd' sä't; Die Freudenzeit wird kom- und Zeit. in sid o d men, Da reif die Ernte steht. 4. Dich, Höchster, hab' ich Dann wird der Erntetag Ein hier erkannt, Voll Liebe: Vater! neues ew'ges Leben Auch mei- dich genannt; In dieser Seelen Vom ewigen Leben. 171 würde liegt Ein Hoffnungsgrund, frohes Wiedersehn Auf ewig der nimmer trügt. Gr unser Glück erhöhn. nis nolli 5. Dein Wort zeigt mir die 13. Herr unsrer Tage, führe beff're Welt; So ist mein Glaube du Uns Alle diesem Ziele zu, festgestellt. Wie herrlich wird Daß uns bei standhaft frommer der Menschheit Werth Durch Treu Des Lebens End erfreuJeſu Zusag' aufgeklärt! dim lich ſei! mind a mand chi mid 6. Glücksel'ge Aussicht auch and Johann Joachim Spalding, geb. 1714, gest. 1804. to 1190925T and für mich! Entzückt hebt meine sd hon oft Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. Seele fich; Ich seh' im Geist des Christen Lohn, Ich sehe 248. Einst selig dort zu wermeinen Himmel schon.am id den, Das ist und bleibt auf 7. Da find' ich, was dein Erden Mein heiliger Beruf. Gott, guter Rath Zu meinem Wohl dem ich freudig glaube, Weckt geordnet hat, Genieße deines wieder aus dem Staube mich, Gnadenblicks Und der Vollen- den er einst aus Staub erschuf. dung meines Glücks. der Bolle i 2. Die Erde, da wir wallen, 8. Viel Freude gabst du mir Oft straucheln, stehn und fallen, schon hier; O Gütiger, wie Jst nur ein Pilgerland, Das dank' ich's dir! Stets folgte uns zum Himmel leitet, Zur kleinerm Ungemach Die größere Ewigkeit bereitet, Der Frommen Versüßung nach.ndnin 36 kurzer Prüfungsstand. F medse 9. So hat schon dieser Kind- 3. So soll nicht Lust noch heitsstand Der höhern Hoff- Leiden Von meinem Gott mich nung Unterpfand: Die Liebe, scheiden, Mich, der ich ewig bin. die mich hier beglückt, Die bleibt Was ist mein irdisch Leben? und segnet unverrückt.( biWozu ist mir's gegeben? Wie 10. Des freudigsten Ver- lange währt's, so ist's dahin! trauens voll, Erwart' ich, was 4. Einst selig dort zu wermir werden soll, Wann ich, von den, Das ist und bleibt auf Sünd' und Noth befreit, Nun Erden Mein heiliger Beruf. reife zur Vollkommenheit. sor Drum will ich mich bestreben, do 11. Der Tod darf mir nicht Ganz heilig dem zu leben, Der schreckend sein; Er führt zum mich zur Ewigkeit erschuf. wahren Leben ein. Durch Gottes 110 ud Gottfried Benedict Funk, geb. 1734, gest. 1814. Kraft besiegt mein Herz Der Krank, ing sisi the last coll de bid heit der Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 12. Wann hier von uns, die Gott vereint, Der Letzte auch hat ausgeweint, Dann wird ein 249. Es ist noch eine Ruh' vorhanden Für jeden Gott ergeb'nen Geist, Wann er sich dieses Vom ewigen Leben. Körpers Banden Nach Gottes 6 7. Mein Heiland, der du selbst Willen einst entreißt, Und nun auf Erden Der Leiden Joch genicht mehr so eingeschränkt, Als tragen hast, Will ich des Lebens hier auf Erden, lebt und denkt. müde werden, Und fühl ich 19m2.0 Zu dieser Ruhe werd' ich dieser Tage Last: So stärke mächtig fommen; Und, Gott, wie selig meinen Geist, Daß er dem Unbin ich dann! In deinen Him- muth sich entreißt! pou me mel aufgenommen, Fang' ich das beff're Leben an, Wo nach der Last, die hier mich drückt, Der Freuden Fülle mich erquickt. 8. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, Die einst der Frommen Erbtheil ist, Ich gern des Vaters Willen thue, Wie du 3. Wie Mütter ihre Kinder darin mein Vorbild bist! So trösten, So tröstet deine Gütig- folgt auf meine Prüfungszeit Gefeit Mich mit der Wonne der wiß vollkommne Seligkeit. up Erlösten, Mit völliger Zufriedenesnisd sims And Nach Kunth, heit; Und dann wird mir recht offenbar, Wie gut, Herr, deine Führung war. buni fa 4. Da schweigen alle meine Klagen; Da bringt mein from mer Lobgesang Dir selbst für dieses Lebens Plagen Mit nie gefühlter Regung Dank. Froh jauchz' ich dann: sie sind vollbracht; Der Herr hat Alles wohlgemacht! 172 GER 150 ONTI bildrado Mel. Wie schön leucht't uns der zc. DHO 2911981 ping Mein Mein ganzer ganzer Geist, 250. 250. Gott, wird entzückt, Wenn er hinauf gen Himmel blickt, Dahin dein Rath uns leitet, Wo deine milde Vaterhandon Aus neuen Wundern wird erkannt, Die du da hast verbreitet. Mächtig Fühl' ich mich getrieben, Dich zu 5. Auf ewig trifft mich dann lieben, Der zum Leben, Das dort kein Leiden, Kein Schmerz und ist, mich will erhebenangst n keine Schwachheit mehr; Ich denk'2. Was sind die Freuden und fühle nichts als Freuden, dieser Zeit, Herr, gegen jene ( Sefrönt von dir mit Preis und Herrlichkeit, Die dort bei dir zu Ehr'; Mein Glück wird fest, und finden! Du stellst uns hier auf volles Heil Bleibt dann in Ewig- Erden zwar Viel Wunder deiner feit mein Theil.d pilind Güte dar, Daß wir sie froh 6. Gott, laß mich dies zu empfinden; Doch hier Sind wir Herzen fassen, Daß du den, der Bei den Freuden Noch mit Leiden dich redlich liebt, Nicht stets willst Stets umgeben; Dort nur ist in der Unruh' lassen, Die dieses vollkommnes Leben. 09 Leben noch umgiebt! Das flöße si 3. Kein Tod ist da mehr und Muth und Kraft mir ein, Dir fein Grab; Dort wischest du die auch im Leiden treu zu sein! Thränen ab Von deiner Kinder Vom ewigen Leben. 173 Wangen. Da ist kein Leid mehr,| Deinen Wonne bist, Dich werd' kein Geschrei; Denn du, o Herr, ich da, Herr Jesu Christ, Mir machst Alles neu; Das Alte ist zum Entzücken sehen. Dann wird, vergangen. Hinfort Sind dort Mein Hirt, Nichts mich können Für Gerechte, Deine Knechte, Von dir trennen; Ohn' Aufhören Keine Plagen Mehr zu Prüfung Werd' ich bei dir sein, dich ehren. zu ertragen. id moden im 8. Wie selig werd' ich dann 4. In deinem höhern Heiligthum Erschallet deines Namens Ruhm Von lauter frohen Zungen. Da strahlt die Herrlichkeit des Herrn; Da schaut man sie nicht mehr von fern; Da wird sie neu besungen. Heller, Schneller, Als hienieden, Ohn' Ermüden Sehn wir droben, Gott, wie hoch du hind bist zu loben. bül 896 um erst sein! Wie sicher werd' ich dann mich freun, Dir ewiglich lobsingen! O Jesu, Herr der Herrlichkeit, Du hast dies Glück auch mir bereit't; Hilf mir es auch erringen! Laß mich Eifrig Darnach streben, und mein Leben Hier so führen, Daß ich dort kann Diterich nach Fritsch. triumphiren! dui ninie ollice Joplied Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 2c.( Dur.) 5. Mit neuer Inbrunst lieben wir Dich, Bater, dann und die 251. Nach einer Prüfung nen dir Mit fröhlichem Gemüthe. furzer Tage Erwartet uns die Nichts stört den Frieden unsrer Ewigkeit; Dort, dort verwandelt Brust Und unsre tausendfache Lust sich die Klage In göttliche ZuAn deiner großen Güte. Kein friedenheit. Hier übt die Tugend Neid, Kein Streit Hemmt die ihren Fleiß, Und jene Welt reicht Triebe Reiner Liebe Unter Seelen, ihr den Preis.n land Die dann weiter nicht mehr fehlen. 2. Wahr ist's, der Fromme 6. Gott, welche Schaar ist schmeckt auf Erden Schon mandort vereint; Die Frommen, die chen fel'gen Augenblick; Doch ich hier beweint, Die find ich alle Freuden, die ihm werden, droben wieder. Dort sammelt Sind ihm ein unvollkommnes deine Baterhand Sie, die Ein Glück. Er bleibt ein Mensch, und Sinn schon hier verband, herr, seine Ruh' Nimmt in der Seele alle deine Glieder. Ewig Werd' ab und zu. ogni giliog ich, Frei von Mängeln, Selbst 3. Bald stören ihn des Körpers mit Engeln mir zum Segen Da die reinste Freundschaft pflegen. 7. Dan komm' ich zu des Menschen Sohn, Der für mich starb, um dessen Thron Biel tauSchmerzen; Bald das Geräusche dieser Welt; Bald kämpft in seinem eig'nen Herzen Ein Feind, der öftrer siegt, als fällt; Bald sinkt er durch des Nächsten Schuld send Sel'ge stehen. Der du der In Kummer und in Ungeduld. Vom ewigen Leben. 4. Hier, wo die Zugend öfters Frommen stets fromm umzu leidet, Das Laster öfters glücklich ist, Wo man den Glücklichen be neidet, Und des Bekümmerten vergißt, Hier kann der Mensch nie frei von Pein, Nie frei von eig'ner Schwachheit sein. gehn. Da wird durch jeden Augenblick Ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück.REDPISU st10. Danwerd' ich dem den Dank bezahlen, Der Gottes Weg mich gehen hieß, Und ihn zu 5. Hier such' ich's nur, dort millionen Malen Noch segnen, daß werd' ich's finden; Dort werd' er mir ihn wies; Da sind' ich in ich, heilig und verklärt, Der des Höchsten Hand Den Freund, Tugend ganzen Werth empfin- den ich auf Erden fand. n den, Den unaussprechlich großen 11. Da ruft, o möchte Gott Werth; Den Gott der Liebe es geben! Vielleicht auch mir werd' ich sehn, Ihn lieben, ewig ein Sel'ger zu: Heil sei dir; denn ihn erhöhn. in nord of id du hast mein Leben, Die Seele mir gerettet, du! Gott, wie muß dies Glück erfreun, Der Retter einer Seele sein! 6. Da wird der Vorsicht heil'ger Wille Mein Will' und meine Wohlfahrt sein; Und lieb lich Wesen, Heil die Fülle, Am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn Mich fühlen, daß ich ewig bin. geb. 1715, 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, Doch gegen jene Herrlichkeit, Die an uns offenbart soll werden von Ewigkeit 7. Da werd' ich das im Licht zu Ewigkeit? Wie nichts, wie erkennen, Was ich auf Erden gar nichts gegen sie Ist doch ein dunkel sah; Das wunderbar und Augenblick voll Müh'! ist dair heilig nennen, Was unerforsch- sldsid Christian Fürchtegott Gellert, lich hier geschah; Da denkt mein onda ablout How.0 Geist mit Preis und Dank Die Mel. Alle Menschen müssen sterben 2c. Schickung im Zusammenhang. 252. O wie unaussprechlich 68. Da werd' ich zu dem Throne dringen, Wo Gott, mein Heil, sich offenbart, Ein Heilig, Heilig, Heilig fingen Dem Lamme, das erwürget ward; Und Cherubim und Seraphim Und alle Engel jauchzen ihm. sisi 9. $ 401990 3300 selig Werden wir im Himmel sein! Da, da ernten wir unzählig Unsers Glaubens Früchte ein? Da wird ohne Leid und Zähren Unser Leben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit Führst du uns durch diese Zeit! for sid Da werd' ich in der 2. Hier ist zwar, was du den Engel Schaaren Mich ihnen Frommen Dort für Glück begleich und heilig sehn; Das nie reitet hast, noch in Keines Herz gestörte Glück erfahren, Mit gekommen; Welcher Mensch auf 174 Vom ewigen Leben. 175 Beschwerden, Sorgen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Lust das Weinen; Dort nur wird die Zeit erscheinen, Wo fein Wechsel mehr uns beugt, Wo das Glück beständig steigt. si 19 bil Erden fast Deines Himmels große lich sei, Jst's doch nie ganz von Freuden? Doch nach dieses Lebens Leiden Werden Alle, die dir traun, Mehr noch, als sie hoffen, schaun. otism tog 13. Neue Wunder deiner Güte Werden da ihr Glück erhöhn; Mit erstaunendem Gemüthe Wer- 8. Sei, o Seele, hoch erfreuet, den dann wir nahe sehn, Deine Ueber das erhab'ne Glück, Daß Huld sei überschwänglich, Und dir einst dein Gott verleihet! das Gute unvergänglich, Das Richte deines Glaubens Blick dem, der dich redlich liebt, Deine Oft nach jener Stadt der From Baterhuld dort giebt. 2 men, Mit dem Ernst, dahin zu fommenda Trachte, weil du hier noch bist, Nur nach dem, was droben ist! d in min 4. Dann wirst du dich unsern Seelen Offenbaren, wie du bist. Keine Wonne wird uns fehlen Da, wo Alles Wonne ist. 19. Ohne Heiligung wird keiner, Zu vollkommnen Seligkeiten Wird uns dort der Mittler leiten, Der uns dieses Glück erwarb, Als am Kreuz er für uns starb. Herr, in deinen Himmel gehn. D, so mache immer reiner Hier mein Herz, dich einst zu sehn! Hilf du selber meiner Seele, Daß sie nicht den Weg verfehle, Der mich sicher dahin bringt, Wo man ewig dir lobfingt! 5. Da wird deiner Frommen Menge Ein Herz, eine Seele sein, Dienst und Dank und Lobgesänge Dir, erhab'ner Gott, zu weih'n; Dir und dem, der selbst di il diose adsit oull bite Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. tel. Wie h sein Leben Willig für uns hinNach Schmolke. gegeben. Mit ihm, unserm größ- 253. Wie wird mir dann, ten Freund, Sind wir ewig dann o dann mir sein, wenn sich, vereint. si ll mich ganz des Herrn zu freun, 6. pwer sollte sich nicht In ihm entschlafen werde, Bon sehnen, Dort in Zion bald zu feiner Sünde mehr entweiht, stehn, Und aus diesem Thal der Entladen von der Sterblichkeit, Thränen In den Freudenort zu gehn, Wo sich unser Kampf in Palmen, Unser Klagelied in Psalmen, Unsre Last in Lust verkehrt, Die forthin kein Kummer stört? Nicht mehr der Mensch von Erde! Freu' dich, Seele! Stärke, tröste Dich, Erlöste, Mit dem Leben, Das dir dann dein Gott wird geben! adsigne duhe 7. Was ist unser Loos auf 2. Verachte denn des Todes Erden? Ob's auch noch so föst- Grau'n, Mein Geist: er ist ein 176 Von der Verdammniß. Weg zum Schau'n, Der Weg vom Ziel, An dem die Krone im finstern Thale. Er sei dir schimmert. Bin ich von meinem nicht mehr fürchterlich: In's Ziel noch weit, Die Hütte meiAllerheiligste führt dich Der Weg ner Sterblichkeit, Wird sie erst im finstern Thale! Gottes Ruh' spät zertrümmert: Laß mich, ist Unvergänglich, Ueberschwäng- Vater, Reiche Saaten Guter lich, Die Erlösten Wird sie un- Thaten Einst begleiten Vor den aussprechlich trösten. is 8 Thron der Ewigkeiten! en 3. Herr, Herr, ich weiß die 5. Wie wird mir dann, ach Stunde nicht, Die mich, wann dann mir sein, Wenn ich, mich nun mein Auge bricht, zu dei ganz des Herrn zu freun, Jhn nen Todten sammelt; Vielleicht dort anbeten werde, Bon keiner umgibt mich ihre Nacht, Eh' ich Sünde mehr entweiht, Ein Mitdies Flehen noch vollbracht, genoß' der Ewigkeit, Nicht mehr Mein Lob dir ausgestammelt. der Mensch von Erde! Heilig, Vater, Bater, Jch befehle Meine Heilig, Heilig singen Wir und Seele Deinen Händen, Laß mich bringen Deinem Namen Preis einst im Frieden enden. und Ehr' auf ewig! Amen. Friedrich Gottlieb Klopstod, geb. 1724, gest. 1803. S 1 6119 4. Vielleicht sind meiner Tage viel, Ich bin vielleicht noch fern @@mise rodit n@ che po mo nind Grind nom 008 apaid nidhd moi bimist slomix and mid apm XXV. Von der Verdammniß. 2 Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich zu zc. Allem, was er thut, Wahrhaf silouth bol Hot 254. Ach, ewig wird die tig ist und heilig. hemds mis 3. Auch Der, der unser Heil erwarb, Der, von der Sünde Bürden uns zu erretten, litt und starb, Damit wir selig würden, Der lehrt es, Jesus, unser Herr. Wer ist so gut, wer gnädiger, Als Gott, als Jesus Christus? Strafe sein, Die Sünder leiden sollen, Wenn sie nicht hier ge recht und rein Durch Christum werden wollen! Ja, ewig ist der zweite Tod, Den Gottes Recht den Frevlern droht, Die seine Huld verachten. dom i 2. Der Gott, der uns so schont und liebt, Wenn wir die 4. Erzittert! nur verwerfet nicht Die schauervolle Lehre, Als Laster hassen, der gnädig jede wenn nicht auch ihr Glaube Schuld vergiebt, Wenn wir uns bessern lassen, Der hat's verkündigt; er, der gut, Gerecht in Pflicht, Nicht Gottes würdig wäre! Die ihr so leicht euch täuschen laßt, Könnt ihr durchschau'n, Von der Verdammniß. Der Zukunft der Tugend weihn; Denn i to nou schenkt Ehr' und Freude. 5. Vermeßt ihr euch, barmo10. D, wenn du einst vollherziger Zu sein, als er? gerech- endet bist, Dann wirst du ganz ter zu richten, weiser, als der verstehen, Daß Gott gerecht und Herr Den frevelnden Verächter? gnädig ist; Frohlockend wirst du's Hat er euch seiner Strafen Art sehen. Dann ist, was dich hier Mit ihren Folgen offenbart, Daß zittern macht, Enthüllt von jedes sd Schattens Nacht, Ganz Herrlichihr ihn meistern wollet? feit und Wonne. isu mstöd 6. Sein würdig ist, was er im Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. gebeut, und recht, daß er's geen id some mod biete; Anständig Alles, was er 255. Ewigkeit, du DonO dräut, Der Heiligkeit und Güte. Laßt ihm die Wag'; er, der nerwort! Das einst des Sünders nicht irrt, Wird keines Menschen Herz durchbohrt, Ob er's gleich a sonst verlachte, Und in dem Schlaf Recht und wird Sein eignes der Sicherheit An Gott und an Recht nicht beugen. die Ewigkeit Wohl niemals ernstlich dachte, Bis er vielleicht zu spät erbebt, Und flaget, daß er ewig lebt. ewig lebt. idar si in stod 2. Es ist kein Leiden in der Welt, Das ewig uns in Fesseln hält; Und dadurch wird's erträglich. Dort denke man's sich la noch so viel, Und noch so groß, es hat kein Ziel, Und ist uns unaussprechlich; Denn, wie der Heiland selber spricht: Ihr Wurm und Feu'r vergehen nicht. 3. Unselige, wenn eure Qual Durch abgemess'ner Jahre Zahl Auch noch so lange währte; Und wenn sie mit so mancher Last, 9. Zerbrich nur selbst der Als manchen Staub die Erde Sünde Joch, Entreiß dich ihren faßt, Zur Strafe euch beschwerte: Ketten; Dann such' auch deine So würde doch der Pein zuletzt Brüder noch Vom Tode zu er- Ein langgewünschtes Ziel geſetzt. retten! Thu's nicht aus Sclaven- 4. So aber, wenn ihr jenes furcht allein; Gern mußt du dich Leid Durch vieler tausend Jahre 12 was er umfaßt, Tief ergründen? oihin 7. Nicht jedes Volk empfängt das Licht, Das seine Christen haben; Verschieden wird auch sein Gericht Und Lohn sein, wie www die Gaben. Da, wo er nicht gefäet hat, Wird er, wie er schon hier nicht that, Auch dort nicht e ernten wollen. 177 sie sd Hewi 8. Du zitterst vor der Ewigkeit? Ach, zittre, dir zum Heile, Daß, eh' du's glaubst, nicht, was er dräut, Dich Sichern übereile! Zu deinem Heil enthüllt er dir Die Flammen des Gerichts, um hier Und dort dich zu beglücken. 178 Von der Verdammniß. von Gott Hier zu bessern waren! 2. Durch ihre Schuld Von Gottes Huld Und Angesicht geschieden, Sehn sie nimmermehr das Licht, Haben nimmer Frieden. Zeit Voll Schmerzen ausgestan- fahren, Die durch keine Zucht den, Ist doch kein Maß und keine Zahl Zur Endigung von eurer Qual In jener Welt vor handen. Die Dau'r, die Niemand messen kann, Fängt, Cirkeln gleich, von neuem an. in dl 3. In dieser Welt, Wo's Gott $ 95. Gott, du bist heilig, bleibst gefällt, Daß wir geprüfet wergerecht, Wenn du dereinst den den, haben auch Ruchlose noch bösen Knecht Dort strafft mit Theil am Glück der Erden. ew'gen Schmerzen. Den Sinn, 4. Hier können sie In ihrer dem Sünde hier gefällt, Nimmt Müh' Sich noch des Eitlen er mit in die andre Welt. Drum laß uns nicht verscherzen Die unschätzbare Gnadenzeit! Dort strafest du, wie du gedräut.noj M freuen, Und, wenn das Gewissen plagt, Jhr Gemüth zerstreuen. 5. In jener Welt, Die nichts enthält Für sie an guten Ga6. Wach auf, o Mensch, be- ben, Auch ein Tröpflein Wassers sinne dich; Dein ganzes Herze nicht, Sie im Durst zu laben; fehre sich zu Gott in diesem 36. Und w 6. Und wo forthin Jhr böser Leben! Wach' auf! vielleicht ist's. Sinn Umsonst Zerstreuung suchet: hohe Zeit; Sie naht heran, die Da, da fühlen sie sich ganz Von Ewigkeit, Dir deinen Lohn zu dem Herrn verfluchet. geben. Vielleicht ist jetzt der letzte 17. Ihr Wurm, der nagt Und Tag; Wer weiß, wie bald man sie stets plagt, Stirbt nimmer sterben mag? o bilgon im Gewissen; Nie erlischt die inn're Gluth, Die sie leiden müssen. 7. O Herr, der Ewigkeit Gewicht, Den Ausschlag von dem Weltgericht, Lehr' Jeglichen bedenken! Hilf uns, stets unfern ganzen Sinn Zur besseren Bestimmung hin, Zur Ewigkeit zu lenfen! fegne uns mit Jesu Heil, Und sei du unser ew'ges Theil.nont of time si dr si duni 8. So dräut 8. So dräut der Herr; Gerecht ist er, Wahrhaftig ist sein Dräuen. Wehe denen, welche doch Sein Gericht nicht scheuen! horadir 90 geb. 1607, gest. 1667. 9. Gott des Heils, Wir unsers Theils Verehren dich im Glauben. Laß den Trost der bessren Welt Keinen Feind uns rauben! 1900 chryday's Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! zc. 20. 10. O, rette doch Auch Sünder noch. Die jetzt dir widerstreben! Laß sie, recht zu dir be256. O schrecklich's Leid Der kehrt, Ewig mit uns leben! Ewigkeit, Das Sünder dort eromhan Nach Neche.( 3) kid na jum, ms; nisllo tout srdn dusjunt zolajo $ 1 olid m Aquidadi mudinsfind mordnar mo id fod fimis toimiar d un simbo@ stbosed this me madap or dou 10 Nie nodok Zweite Abtheilung, dia giding and tour 83 hil Lieder Hotb]&' 1001 6112 prödiad christliche christliche molleton vid nadsin über die Erdomisie him( n? byud him thi him silt Sittenlehre. tisst du I. Vom wahren Christenthum überhaupt. THAT YO nobike drum Idby drummit Mel. Durch Adams Fall ist ganz 2c.| dein Wort verlasse, Und in der 257. Ach, höchster Gott, ver- Noth, Ja selbst im Tod Dich dabei findlich fasse.nodrum 118. die leihe mir, Daß ich nur dich begehre, Mein ganzes Glück nur 4. Hilf mir, der ich erlöset such in dir, Und dich allein bin, Stets meinen Heiland lieben; verehre; Daß ich in Noth Dich, Und bilde mich nach seinem meinen Gott Und Vater, nie Sinn: So will ich mich stets verkenne; Daß Freud' und Leid üben, Auf ihn zu sehn Ihm nach3u feiner Zeit Von dir mich zugehn, Mich seiner nicht zu scheiden könne. die schin schämen, Und gern, wie er, Sei's 2. Gieb, daß ich alles Böse scheu', Und nur, was gut ist, noch so schwer, Mein Kreuz auf mich zu nehmen. liebe; Und, irr' ich, meinen Fall 5. Nie müsse Geiz und Eitelbereu', Und ernstlich mich betrübe. feit Und Stolz mein Herz regies Laß mich doch nicht, Herr, meine ren; Nie Haß und Zorn und Pflicht Mit Vorsag je verletzen; Bitterfeit Zur Rache mich verDer Seele Heil, Mein ewig führen! Dein Wort gebeut VerTheil, Laß mich recht theuer söhnlichkeit; Verdammt der Rachschätzen. ſucht Triebe. Gieb, daß den 3. Mein Gott, ich bitte dich, Feind, So wie den Freund, Mein verleih mir einen festen Glau- Herz aufrichtig liebe.it po? ben, Der standhaft, treu und 6. Nach vielem Reichthum, thätig sei, Und laß mir den Gut und Geld, Herr, laß mich nichts rauben! Gieb, daß ich ja nicht trachten! Laß mich die mich Allein auf dich Und auf Ehren dieser Welt Zwar nicht 12* insid 180 Vom wahren Christenthum überhaupt. an sich verachten, Doch nie, auf du wirst mir, Gott, einst bei dir Pracht Und Ruhm belohn der Treue geben. chubbocht, Den Lohn Den Johann Rist, geb. 1607, gest. 1667. Nach beiden ängstlich Laß mich vielmehr Zu deiner Ehr' In wahrer Demuth leben! Mel. Es wolle Gott uns gnädig sein 2c. 7. Betrug und List und seu 258. Bewahre mich, Herr, chelei Hilf mir sorgfältig fliehen; daß der Wahn Nie mein GeNie müss' ich mich durch Gleiß- müth bethöre, Als wär' es schon nerei Um Menſchengunit ir außte Ehre Der Mensch, dein be-. mühen. Laß ja heilig sein; Laß mich nicht lieb- Unterthan, erweist. Erinn're mein los richten; Und Zank und Streit Gewissen, Wie in der WahrMit Freundlichkeit, Mit Lieb' heit und im Geist Die dich verund Sanftmuth schlichten! ehren müssen, Die dir gefallen 1588. Herr, lehre mich Enthalt wollen! i mi ue bit samkeit; Gieb mir ein rein Ge- 2. Die kommen nicht in's müthe, Daß ich in dieser Prü- Himmelreich, Die: Herr! zu Jesu fungszeit Bor böser Lust mich sagen, Und nicht mit rechtent hüte! Der Lügen Feind, Der Ernst zugleich Der Heiligung Wahrheit Freund, Laß mich aufrichtig wandeln, Und jeder zeit Nach Billigkeit Mit meinem Nächsten handeln hindsgu nachjagen. Nur Die, die deinen Willen thun, Läßt du, als deine Kinder, Gott, in ew'gem Frieden ruhn, Wenn heuchlerische Sünder Von dir verstoßen werden.. hind doi s Ho thì 19. Gieb, daß ich stets den Müssigang Sammt aller Träg heit fliehe; Daß ich, der Welt 3. Drum laß mich doch vom mein Leben lang Zu nüßen, mich bemühe! Laß meinen Fleiß zu deinem Preis, D Gott, mir wohl gelingen; Und segnest du Das, was ich thu, So laß mich dir lobsingen mindr ndoj Glauben nie Ein heilig Leben trennen, Mich nicht für Jesu Jünger hie Bloßbäußerlich bekennen! Gieb, daß mein Glaube thätig sei Und Tugendfrüchte bringe; Daß ich, vom Sündendienste frei, Mit Eifer darnach ringe Im Guten zuzunehmen. 1910. Ach! gieb mir deinen guten Geist, Der selbst mein Herz regiere, Und mich, wie es 4. Du kennst, o Gott, der dein Wort verheißt, Auf deinen Menschen Herz, und liebst, die Wegen führe! So wird mein redlich handeln; Olaß in Freude, Herz In Freud' und Schmerz wie im Schmerz Mich richtig Dir zugefallen streben; Und vor dir wandeln! Dein Wille SI 181 Vom wahren Christenthum überhaupt. 010018 sei mein Augenmerk; Hilf selbstlo14. Hast du ihn nicht vorlängst mir ihn vollbringen! Durch dich Garoft und vielgebrochen? muß jedes gute Werk, Sollt' es Hast du, als Gottes Kind, Dich, auch nicht gelingen, Zum Segen wie du hast versprochen, In allem GRI 001916 mir gereichen. Thun erzeigt? Dem Guten nachHorr 100 1110 5. Doch, wenn ich aus Un- gestrebt? Hat nicht der alte Mensch limone fisat wissenheit Und Uebereilung fehle, Bisher in dir gelebt? 201 So thu' an mir Barmherzig- i5ui Du sagst: ,, ich bin ein ndoo feit, Und richte meine Seele Christ, Weil Gottes Wort und GOO Durch deine Gnade auf vom Lehre Ohn' allen Menschentand Fall! Erhalt mich bei dem Einen, Daß ich dich fürchte überall, Bis ich einst mit den Deinen Dir ohne Fehler diene! misd 100 drill: Nach Nitter.2 Suspol tiste i dondoled tu Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. Ich fleißig les' und höre." Wohl dir doch thust du auch, Was dieses Wort dich lehrt? Nur wer es hört und thut, Der ist bei Gott geehrt. magall mis 6.1 Du sagst: ,, ich bin ein Christ, Laff speisen mich und 259. Du sagst: ,, ich bin ein Chrift;" Wohlan! wenn Werk tränken Mit dem, was Christus uns Im Abendmahl will schenund Leben Dir dessen, was du ten." Wohl; aber zeige mir, sagst, Beweis und Zeugniß Ob Christi Leib und Blut In geben, So steht es wohl um dir zur Heiligung Auch seine dich. Ich wünsche, was du Wirkung thut? 1151 sprichst, zu werden alle Tag, 7. Du sagst: ,, ich bin ein Das heißt: ein guter Christ. L 2. Du sagst: ,, ich bin ein Christ, Ich bete, les und singe, Christ;" Der ist's, der Jesum Ich geh' ins Gotteshaus; Sind fennet, Ihn seinen Gott und das nicht gute Dinge?" Sie find Herrn Mit Herz und Wandel es; doch nur dann, wenn man Der liebet Christum fie redlich übt, und durch kein nicht, Der noch die Sünde liebt, falsches Herz Den heil'gen Geist Ist auch fein Christ, ob er Shrift, ob er Sich betrübt. gleich den Namen giebt. nennet. hishammics Sich Thermia 8. Bist du ein wahrer Christ, 3. Du sagst: ,, ich bin ein So mußt du sein gesinnet Wie Christ; Denn ich bin ja erkaufet Jesus Christus war. Wenn reine Mit Christi Blut und selbst In Liebe rinnet Aus deines Herzens seinen Tod getaufet." Ja wohl; Quell, Wenn du demüthig bist haft aber du Gehalten auch den Von Herzen, wie der Herr, So Bund, Den Gott mit dir ge fag: du seist ein Christian macht In jener Gnadenstund'? 9. So lang' ich aber noch An 182 Vom wahren Christenthum überhaupt. Hlodas 2. dir erseh' und spüre, Daß Stolz| sträflich, fromm zu sein, Aufund Uebermuth Dir Sinn und richtig dich beslissen. adi Herz regiere; Wenn an der Gehorch' nicht deinem Sanftmuth Statt Sich zeiget Fleisch und Blut; Gehorche Haß und Neid: So bist du ganz gewiß Vom Christenthum sehr weit! Sidslop vid mi Gott! Gott meint es gut; Was EUR er gebeut, ist Segen; Er liebt uns Menschen väterlich, Führt auf der Bahn der Tugend dich Dem höchsten Heil entgegen. 10. Du sagst: ,, ich bin ein Christ," Und rühmst dich des mit Freuden. Thust aber du auch mehr Als andre kluge 3. Gott theilt dir seine Stärke Heiden? Ach, öfters nicht so viel, Als Gutes sie gethan; Sie werden dich dort einst Gewißlich klagen an. Judasp Hu mit; Drum gehe stets mit feſtem Schritt Fort auf der Tugend Pfade! Die Lust verführt; die Tugend nie; Und Gott, dein Gott, belohnet sie mit segensreicher Gnade. JIGO C 11. Sag' nicht: ,, ich bin ein Christ," Bis daß dir Werk und Leben, Auch desſen, was du sagſt, 4. Laß dir die schreckenvolle Beweis und Zeugniß geben. Die Worte sind nicht g'nug; Ein Christ muß ohne Schein Das, was er wird genannt, Im Wesen selber sein. Stadi pauhiu Pein Der Sünde hell vor Augen sein, Wenn sie dich lockt mit Freuden! Gott fennt den quälenden Verdruß, Der auf die Sünde folgen muß, Und will sie dir verleiden. Fall Foot BUC 12. Ach Gott, gieb Gnade nur, Mich ernstlich zu befleißen, 5. Gott siehet jene ew'ge Nacht, Zu sein ein wahrer Christ Und Wo Sünder, die ihn hier vernicht bloß so zu heißen; Denn lacht, In tiefem Jammer schmachwelcher Nam' und That Nicht ten. Gott fennt der Tugend führt und hat zugleich, Der hohen Werth, Und den hat kommet nimmermehr zu dir ins Himmelreich! Jesus dich gelehrt; Und den willst du verachten? dited Johann Adam Haßlocher, geb. 1645, gest. 1726. 6. Nein, übe sie mit allem Fleiß Zu deinem Glück und Gottes Preis! Er siehet dein Bestreben; Und wird dir einst gewiß dafür Nach treuem Tugendlaufe hier Der Freuden Fülle geben. at ho In si imming wis ud um Mel. Kommt her zu mir, spricht 2. 260. Ermuntre, Seele, dich und sei Dem Gott, der dich erschuf, getreu; Und folge dem Gewissen! Nie, glaub' es, wird es dich gereun, Hast du, un daulin Joh. Caspar Labater, geb. 1741, gest. 1801. 183 Vom wahren Christenthum überhaupt. Mel. Heir Christ, der ein'ge Gottessohn 2c. Einnen, Mein Lassen und Be261. Herr Jesu, Gnaden, ginnen Ist böse, und nicht gut. sonne, Wahrhaftes Lebenslicht, 7. Darum, du Gott der GnaLaß Leben, Licht und Wonne den, Du Bater aller Treu', Wend' Mein blödes Angesicht Nach allen Seelenschaden Und mach' deiner Gnad erfreuen Und mei- mich täglich neu! Gieb, daß ich nen Geist erneuen; Mein Gott, deinen Willen Getreulich mög versag mir's nicht! stierfüllen, Und steh' mir kräftig bei. 751,191, Tamibig nollo Budwig Andreas Gotter, 2. Vergieb mir meine Sünden geb. 1661, ni bil Gott will, gescheh' 2c. don. Mel. Was mein Und wirf sie hinter dich; Laß allen Zorn verschwinden Und 262. Oft flagt dein Herz, hilf mir gnädiglich. Laß deine Friedensgaben Mein armes Herze laben; Ach, Herr, erhöre mich! mb Treat 3. Vertreib' aus meiner Seelen Den alten, eitlen Sinn, Und laß mich dich erwählen, Daß ich mich künftighin Zu deinem Dienst ergebe Und dir zu Ehren lebe, Weil ich erlöset bin, on 13TUR des Herrn zu wandeln Und wie schwer es sei, Den Weg täglich seinem Worte treu zu denken und zu handeln. Wahr ist's, die Tugend fostet Müh', Sie ist der Sieg der Lüste; Doch richte selbst, was wäre sie, Wenn sie nicht kämpfen müßte? dai 2. Die, die sich ihrer Laster 4. Befördre dein Erkenntniß freun, Trifft die kein Schmerz In mir, mein Seelenhort, Und hienieden? Sie sind die Sclaven öffne mein Verständniß Durch eigner Pein Und haben keinen dein lebendig Wort; Damit ich Frieden. Der Fromme, der die an dich glaube und in der Lüste dämpft, Hat oft auch seine Wahrheit bleibe. Ja wachse fort Leiden; Allein der Schmerz, mit und fort. tod2 sid jun thin dem er kämpft, Verwandelt sich 5. Ach, zünde deine Liebe Jn in Freuden. isson Guil meiner Seele an, Daß ich aus. 3. Des Lasters Bahn ist aninn'rem Triebe Dich ewig lieben fangs zwar Ein breiter Weg fann, Und dir zum Wohlge- durch Auen; Allein sein Fortfallen Beständig möge wallen gang wird Gefahr, Sein Ende Auf rechter Lebensbahn. Nacht und Grauen. Der Tugend no 6. mNun, Herr, verleih mir Pfad ist anfangs steil, Läßt Stärke, Verleih mir Kraft und nichts als Mühe blicken; Doch Muth! Denn das sind Gnaden- weiter fort führt er zum Heil werke, is Die dein Geist schafft Und endlich zum Entzücken. und thut; Hingegen all mein 4. Nimm an, Gott hätt' es 184 Vom wahren Christenthum überhaupt. www uns vergönnt, Nach unsers bringen. Wann gab ein Vater Fleisches Willen, Wenn Wollust, einen Stein Dem Sohn, der Neid und Zorn entbrennt, Die Brot begehrte? Bet' oft; Gott Lüste frei zu stillen; Nimm an, müßte Gott nicht sein, Wenn er Gott ließ den Undank zu, Den dich nicht erhörte. dold misite Frevel, dich zu fränken, Den Menschenhaß: was würdest du Von diesem Gotte denken? 41940 5. Gott will, wir sollen glücklich sein, Drum gab er uns Dich Gefeßze. Sie sind es, die das Herz erfreun, Sie sind des Lebens Schäße. Er redt't in uns durch den Verstand Und spricht durch das Gewissen, Was wir, Geschöpfe seiner Hand, Fliehn oder wählen müssen. 9. Dich stärket auf der Tugend Pfad Das Beispiel sel'ger Geister; Ihn zeigte dir und ihn betrat Dein Gott und Herr und Meister. müsse nie des Frechen Spott Auf diesem Pfade hindern; Der wahre Ruhm ist Ruhm bei Gott, Und nicht bei Menschenfindern. 150 91001011 10. Sei stark, sei männlich allezeit, Tritt oft an deine Bahre; Vergleiche mit der Ewigkeit Den Kampf so kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, Wird neuen Muth dir geben, Und Kräfte der zukünft'gen Welt, Die werden ihn beleben. - 6. Ihn fürchten, das ist Weisheit nur, Und Freiheit ists, sie wählen. Ein Thier folgt Fesseln der Natur, Ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? Was sein Beruf auf Erden? Die Tugend! was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig ähnlich werden! se 11. Und endlich, Christ, sei unverzagt, Wenn dir's nicht immer glücket; Wenn dich, so viel dein Herz auch wagt, Stets neue 17. Lern nur Geschmack am Schwachheit drücket. Gott sieht Wort des Herrn Und seiner Gnade nicht auf die That allein, Gr finden, Und übe dich getreu und sieht auf deinen Willen; Ein gern, Dein Herz zu überwinden. göttliches Verdienst ist dein, Dies Wer Kräfte hat, wird durch Ge- muß dein Herze stillen. manut brauch Von Gott noch mehr be- ido Christian Fürchtegott Gellert, kommen; Wer aber nicht hat, dem wird auch Das, was er hat, genommen. geb. 1715, gest. 1769. our sp Bouty spour piónoupes nalini Mel. Wie nach einer Wasserquelle 2c. 263. Kommt, ihr Menschen, 8. Du streitest nicht durch eigne laßt euch lehren, Welche Jesus Kraft, Drum muß es dir gelin- selig preist, Welche denen angegen: Gott ist es, welcher beides hören, Denen er sein Reich verschafft, Das Wollen und Voll- heißt! Die im Glauben fest be Vom wahren Christenthum überhaupt. 185 nennen. stehn, Freudig Gottes Wege Armen Nie gefühllos sich entgehn. Und den Heiland frei be- zieht, Ihm aus zärtlichem Erkennen, Dürfen sich die Seinen barmen Wohl zu thun sich froh hid bemüht, Und, wenn er um Hülfe weint, Ihm mit Hülf' und Trost erscheint. Dieser wird auch Hülf' empfangen Und Barmherzigkeit erlangen. un randura 2. Selig, wer in Demuth lebet, Seine Schwachheit nie vergißt, Nie sich selbst mit Stolz erhebet, Wenn der groß und glücklich ist! Gottes Huld wird ihn erfreun, Und das Himmelreich ist sein; Gott wird dort zu Ehren seßen, Die sich hier geringe schätzen. 07070 7. Selig sind die reinen Herzen, Die der Keuschheit ganz sich weihn, Und selbst bei erlaubten Scherzen Den Verdacht des Leichtsinns scheun. Die der Lockung dieſer Welt, Und dem, was dem Fleisch gefällt, Treu und standhaft widerstehen, Werden Gottes Antlitz sehen. Den Verdacht hier ge3. Selig ist, wer seine Sünde Wehmuthsvoll vor Gott bereut, Und, damit er Ruhe finde, Sich vor neuen Sünden scheut. Gott, will ihm die Schuld verzeihn, Kraft zum Guten ihm verleihn; Und er soll schon hier auf Erden Und auch dort getröstet werden. 8. Selig, wer in Frieden lebet, Wer die Ruh' und Einigkeit zu erhalten sich bestrebet, Und, wenn Feindschaft, Haß und Streit Seiner Brüder Glück zerstört, Sie die Pflicht der Eintracht lehrt. Die des Friedens sich befleißen, Werden Gottes Kinder heißen.d 4. Selig ist, wer Sanftmuth übet, Keinem seiner Feinde flucht, Seine Fehler ihm vergiebet, Nie sich selbst zu rächen sucht, Ruhig seine Pflicht vollbringt, Und sein 9. Selig, die um Christi eigen Herz bezwingt. Gott wird selbst sich sein annehmen, Daß sich seine Feinde schämen. willen Leiden, und sich dessen freun, Standhaft ihre Pflicht erfüllen, Ohne selbst den Tod zu scheun. Gott steht ihnen mächtig bei, Und will sie für ihre Treu' Einst mit Wonn' und Siegeskronen Auf das herrlichste belohnen. for 5. Selig, die nichts mehr verlangen, Als gerecht vor Gott zu sein, Die fest an dem Guten hangen, Und sich ganz der Tugend weihn, Deren Herz sonst nichts begehrt, Als was Gottes Ruhm 10. Herr, du wollest selbst vermehrt. Gott wird ihr Ver- mich leiten Auf der wahren langen stillen Und den frommen Tugendbahn, Daß ich dieser Wunsch erfüllen. im se Seligkeiten Hier und dort mich 6. Selig, wer der Noth des freuen kann! Gieb, daß ich n Vom wahren Christenthum überhaupt. demüthig sei, Meine Schuld vor Gieb Furcht und Demuth, wenn dir bereu', Die Gerechtigkeit stets du mich beglückst, Geduld und liebe, Auch an Feinden Sanft Trost, wenn du mir Trübsal muth übe, rinsut Jull idimd schickst.. NOMO 186 11. Daß ich Armen helf' und 4. Ach, hilf mir beten, wachen, diene, Immer hab' ein reines ringen!. So will ich einst, wenn Herz, Die in Feindschaft stehn, ich den Lauf vollbracht, Dir ewig verfühne, Dir anhang' in Freud' Dank und Ehre bringen, Dir, und Schmerz! Bater, hilf von deinem Thron, Daß ich glaub an deinen Sohn, Und durch deines Geistes Stärke Mich befleiße guter Werfe! si der du Alles hast so wohlge macht; Dann werd' ich heilig, rein, ganz dir geweiht, Dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Caschi Johann Anastasius Frehlinghausen, geb. 1670, 1739. motor Hodono onu or ill Georg Joachim Zollikofer, j geb. 1730, gest. 1788. dinis) 19ati pih& Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) Mel. Dir, dir, Zehovah, will ich 2. 265. Mein Gott, ach, lehre 264. Laß mich, o Herr, in mich erkennen Den Selbstbetrug allen Dingen Auf deinen Willen und Heuchelschein, Da Viele sich sehn und dir mich weihn; Gieb zwar Christen nennen, Doch ohne selbst das Wollen und Vollbrin wirklich es zu sein. Ach, wirk gen, Und laß mein Herz dir ganz in mir zu deinem Ruhm, Mein geheiligt sein; bi Nimm meinen Gott, das wahre Christenthum! Leib und Geist zum Opfer hin; 2. Hilf, daß ich dir allein er Dein, Herr, ist Alles, was ich geben, Der Sünde abgestorben hab' und bin. bio nadresei. Laß mich mir sterben, dir 2. Gieb meinem Glauben zu leben; Und mach in mir, Muth und Stärke; Laß ihn durch Herr, Alles neu. Ach, wirk' in Menschenliebe thätig sein, Daß mir zu deinem Ruhm, Mein man an seinen Früchten merke, Gott, das wahre Christenthum! Er sei kein eitler Traum und 3. Entreiße du mein Herz der falscher Schein. Er stärke mich in meiner Wanderschaft, Und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. Erde, Daß ich, der ich unsterblich bin, Nach deinem Bild erneuert werde, Und gieb mir meines Jesu Sinn. Ach, wirk' in mir zu dei nem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christenthum! ondol 3. Laß mich, so lang' ich hier soll leben, Auch an dem bösen Tage sein vergnügt, Und deinem 4, Ach, heil'ge meine ganze Willen mich ergeben, Der mir Seele, Damit ich Christo folge zum Besten Alles weislich fügt. nach; Daß ich den schmalen Weg Vom wahren Christenthum überhaupt. 187 erwähle, Und Ehre such' in Christi acht' es nicht; Ich geb's, so gut Schmach. Ach, wirk' in mir zu ich's geben kann; Neig' zu mir deinem Ruhm, Mein Gott, das dein Gesicht. wahre Christenthumbaid bu@ 5. Gieb mir zum Kampfe Muth und Kräfte; Hilf, daß ich Jesu bleibe treu, In meinem seiner Heiligung. Heiligungsgeschäfte Nie träge, nie verdrossen sei. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christenthum! 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe Lebendig, fest und thätig sein, Daß ich bis an mein Sterben übe Das Christen thum ohn' Heuchelschein. Ach, wirf in mir zu deinem Ruhm, Mein Gott, das wahre Christenthum! dalla dinal 4. Es fühle dies befleckte Herz, Erweckt zur Besserung, Der wahren Reue Furcht und Schmerz Zu ma di lon Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. 10 5. Zermalme meine Härtigkeit, Mach' mürbe meinen Sinn, Und ziehe mich in Reu' und Leid Zu deinem Herzen hin. JHS1119 12 6. Schent', Jesu, mir nach deiner Huld Gerechtigkeit und Heil; Du trugst ja meiner Sünden Schuld Und meiner Strafen Theil. www kleiden ein, Dein' Unschuld zieh' 7. In dich wollst du mich mir an, Daß ich, von allen 7. So hab ich schon auf Sünden rein, Vor Gott bestehen dieser Erde, Was mich beruhigt fanning ehi' die nie et und erfreut; Sofieg' ich einst im Tod, und werde Dich schau'n 8. O heil'ger Geist, nimm du in jener Herrlichkeit; So frönt auch mich In die Gemeinschaft mich einst mit Preis und Ruhm ein; Ergieß um Jefu willen dich Mein hier geführtes Christenthum. 1983 Tief in mein Herz hinein. fullora me jolight 9. Dein göttlich Licht ström in mich aus Und Gluth der reinen 110 266. Mein Gott, das Herz Lieb'; Lösch Finsterniß, Haß, ich bringe dir Als Gabe und Falschheit aus, Schenk stets mir Geschenk; Du forderst dieses ja deinen Trieb. 0110 mudinanie) von mir, Des bin ich eingedenk. 10. Hilf, daß ich sei von Her2. Gieb mir, mein Kind, zen treu, Jm Glauben meinem dein Herz, sprichst du, Das ist Gott, Daß mich im Guten nicht mir lieb und werth; Es giebt dir mach' scheu Der Welt List, Macht anders keine Ruh' Der Himmel und Spott. und die Erd'." sie 20 a 11 11. Hilf, daß ich sei von Her3. Nun, du mein Vater, zen fest In Hoffnung und Genimm es an, Mein Herz, ver- duld, Daß, wenn nur du mich 188 Vom wahren Christenthum überhaupt. nicht verläßst, Mich tröste deine Leben, Der du dein heilsam Huld. PR Wort Zur Richtschnur mir ge= geben: Regiere doch mein Herz Durch deinen guten Geist, Daß ich dem folgsam sei, Was dies dein Wort mich heißt! disce 12. Hilf, daß ich sei von Her zen klein, Demuth und Sanft. muth üb', Daß ich, von aller Weltlieb' rein, Stets wachs' in Gottes Lieb. 13. Hilf, daß ich sei von Herzen rein, In Lieb' und Freund lichkeit, Daß ich nichts thu' zum Augenschein, Nein, weils dein Herz erfreut. 14. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, Ohn' alle Heuchelei, 3. Gieb, daß ich von der Damit mein ganzes Christenthum Welt Mich unbefleckt erhalte, Dir Und daß in mir der Trieb Zum 15. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein Mein Herz hier Guten nie erkalte; Hilf, daß ich immer wach, Im Kampf des in der Zeit; Ja laß es auch dein Wohnhaus sein In jener Glaubens treu, Und in der Ewigkeit. 10 th d Hoffnung stark und fest gegründet seiad thin 600 9010 191910 ក i 16. Dir geb' ich's ganz zu eigen hin, Gebrauch's, wie dir's gefällt: Ich weiß, daß ich der Deine bin, Der Deine, nicht der Welt. 4. Gieb, daß ich, als ein Christ, Mich Christo ähnlich zeige, Und achtsam mein Gemüth Zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, Und nicht der Geist der Welt; So wandl' ich, Herr, vor dir Den Weg, der dir gefällt. ond .00% fällt.& nd 1100 17. Du drohest oder lockest mich, O Welt, durch Schmeichelei Zur Sünde; dennoch bleibe ich Stets meinem Gott getreu. doi 3151 18. Sterb' ich als Gottes Eigenthum, So werd' ich einst ihn sehn, Und er wird mich zu seinem Ruhm Einst aus dem Staub' erhöhn. bim in no thail fil Johann Caspar Schade, geb. 1666, gest. 1698. Mel. Gott, du frommer Gott 2c. 267. Mein Vater und mein 2. Verleih', daß dich zuerst Nach deinem Reiche trachte, Und kein vergänglich Gut Mehr, als es werth ist, achte. Wer nach. dem Ewigen Mit weisem Eifer strebt, Erfährt, daß er zum Lohn Auch hier schon glücklich lebt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, Bon ganzer Seele liebe, Und Lieb' und Gütigkeit Auch an dem Nächsten übe. Laß ohne Uebermuth Mich bei des Glückes Schein Und frei von Ungeduld In trüben Tagen sein. rodno 6. Nie müsse sich mein Herz Der Fleischeslust ergeben, Und Gott, Du Herr von meinem nie dem schnöden Geiz. Mein Vom wahren Christenthum überhaupt. 189 dir geweihtes Leben Sei von liebe, Und, fühlbar für der Sünde Betrug und Neid, Von Un- Reiz, Zorn, Hoffahrt, Fleischesbarmherzigkeit, Von ungerechtem lüste, Geiz Jm Werk' und ThaGut Und stolzem Sinn befreit. ten übe? die dui 7. Will deine Hand mich hier 3. Weit strafenswürd'ger bin Auf rauhe Wege leiten, So un- ich dann, Ich, der ich Christum terstüße mich Wenn meine Tritte gleiten; Laß mich in aller Noth Auf deine Hülfe bau'n, Und auch, wenn sie verzeucht, Dir doch getrost vertrau'n! 192.8 fenne, Weiß, was er einst für mich gethan, Ihn Herrn und Meister nenne, Als der, der in der Finsterniß Des Irrthums tappt, noch ungewiß, Ob er auch richtig wandle. Was nüßt mir seines Wortes Licht? Was hilft mir aller Unterricht, Wenn ich nicht darnach handle? sid 18. Erlöse endlich mich Von allen meinen Leiden; Und ist die Stunde da, Aus dieser Welt zu scheiden, O Vater, so verlaß, Wenn meine Hütte bricht, Mich 4. Und woher nehm' ich Trost Sterbenden mit Trost Und froher Hoffnung nicht! upus 1909dradil hij m en Nach Löwen. und Ruh', Wenn Leiden mich umgeben, Und meine Sünden noch dazu Mir dann vor Augen schweben? Was hilft mir in der letzten Noth, Wann sich der schauervolle Tod Mir zeigt mit seinen Schrecken, Und mein Gewissen wachet auf, Von meinem ganzen Lebenslauf Die Schuld mir aufzudecken? od ont Mel. An Wafferflüssen Babylon 2c. 1501 on 2. 268. Was hilft es mir, ein Christ zu sein, Wenn ich nicht christlich lebe, Und heilig, fromm, gerecht und rein Zu wandeln mich bestrebe? Wenn ich dem seligen Beruf, Zu welchem mich 5. Weh mir! was hilft es 1997 mein Gott erschuf, Nicht würdig mir einst dort, Erweckt aus meimich beweise, Und den, der nem Grabe, Daß ich an Chrimich erlöset hat, In Worten stum und sein Wort Zum Schein bloß, nicht durch die That Und geglaubet habe, Wenn keine gute Werke preise? fromme gute That Mein Leben 2. Was hilft der Glaub' an hier bezeichnet hat, Den Glauben Jesum Christ, Den ich im Munde zu bestärken? Denn meine ganze führe, Wenn nicht mein Herz Seligkeit Wirkt Glaube und rechtschaffen ist Und ich die Frucht Rechtschaffenheit, Der Glaub' in verliere; Wenn mich die Eitel- guten Werken. keit der Welt Mit ihrer Lust gefangen hält, Ich ihre Fesseln 6. Gott, dieser Hoffnung werth zu sein, Hilf, daß ich christlich 190 dqundis Buße und Bekehrung. mode lebe, Und vor dir heilig, fromm wissenhaft auch übet, Die Menund rein Zu wandeln mich be- schen all' als seine Brüder liestrebe! Gieb mir Erkenntniß, bet, Nicht lästert, sie nicht fränkt, Kraft und Muth, Damit ich nicht stolz sich blähet, Und KeiWelt und Fleisch und Blut Im nen schmähet; mad mie Glauben überwinde, Und dann nach wohldurchlebter Zeit Den Lohn in jener Ewigkeit Für meine den fühlet, und an deinen Kin5. Der Sünden hasset, und doch mit den Sündern MitleiWerke finde! men ANT 200 iedern Die Gottesfurcht und ihre Gaben ehret, Hält, was er schwöret; T Christian Felig Weiße, 69 geb. 1726, gest. 1804. Hieron al doi, tudni Mel. Herzliebster Jesu, was hast 2c. Tonbur bi bun. 6. Der nicht der Brüder Glück und Ruhm beneidet; Selbst ten fleidet, Froh, ohne Wucher, reich, die Armen speist, die Nack269. Wen wird, o Gott, die Wonne der Erlösten Nach dieses Lebens furzem Kampfe auch mit milden Gaben Genügt, trösten? Wen schmückt im Himим mel einst vor deinem Throne Der 7. Der, züchtig in Gedanken, mel einst vor deinem Throne Der zu haben; sinonism unuk Sieger Krone? trones dull adap keusch auch lebet; Der seiner 2. Nur den, o Herr, der, UUTIN abgewandt vom Bösen, Sich Hoheit nie sich überhebet; Im von der Sünde Herrschaft läßt Glücke mäßig, gütig und beerlösen; Der an den Sohn scheiden, Getrost im Leiden: Ofe glaubt, seinen Herrn ihn nennet, 8. Den, den wird, Gott, die Und frei bekennet; Wonne der Erlösten Nach dieses 3. Der deine Wahrheit unter Lebens furzem Kampfe trösten; qua Adams Kinder Verbreitet, sie er- Den schmückt im Himmel einst leuchtet, und die Sünder Durch vor deinem Throne des Mittlers arbor. fiat 12112 Krone.schisa E Jums gibt pionia thi Johann Andreas Cramer, 156 90 db. 1723, geſt, 1788 geb. Thaten reizt, mit einem bessern Leben Dich zu erheben; 4. Der, was er glaubt, genisch und trou ni dan m smist mnou odod 12 sidud thin gold II. Buße und Bekehrung. se made9 misitod II. nediml Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 270. Ach, wie viel Böses wohnt in mir! Wer zählt's, wie oft ich fehle? Ich fühl' es, Herr, und flag es dir; D, besf're meine Seele! nd alio 2. Ich wandle auf der Sünder Bahn, Und bin zum Guten träge. Herr, nimm dich meines Elends an, Und lehr' mich deine Wege! yord 09 red 1151 3. Verkehrt und eitel ist mein Buße und Bekehrung. 191 Sinn, Geneigt zu bösen Lüsten; Trost und Ruh', um des VerO, neige meine Seele hin Zur Freude wahrer Christen! is söhners Willen, Mein Herz erfüllen! 4. Mich reizt der Eitelkeiten 5. Vom Abend an bis an Tand Mehr, als das Heil der den frühen Morgen Hoff' ich Seelen; Herr, gieb mir Weis auf dich; o, stille meine Sorgen! heit und Verstand, Das beste Du schenkest ja Beladenen und Theil zu wählen! 12 dhi Müden Gern deinen Frieden. 5. Mein Gott, mein Gott, 16. Ja, hoffe nur, mein Herz, gedenke nicht Der Sünden mei- auf Gottes Gnade! Viel größer ner Jugend! Erinn're mich an ist sie, als dein Seelenschade; meine Pflicht, Und lehre mich die Und endlich wird sie dich von Tugend! allem Bösen Herrlich erlösen. 1191/17/130 Mauritius Cramer(?), 100 starb 1702. JU Birzes Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 272. Gott, dir gefällt kein Mel. Herzliebster Jesu, was hast du 2c. gottlos Wesen, Wer bös' ist, bleibet nicht vor dir; Drum laß 271. Aus einem tief vor schaff' ein reines Herz in mir, von Sünden mich genesen, Und dir gebeugten Herzen Ruf ich zu Ein Herz, das sich vom Sinn dir in meinen Sündenschmerzen: der Welt Entfernt und O, mache mich, Gott, meines der Welt Entfernt und unbefleckt erhält! Kummers ledig Und sei mir gnädig! chium Snug 2. Laß mich auf die begangnen Sünden Mit innigster Be22. Beschämt erkenn' und fühl schämung sehn, Durch Christum ich meine Sünden. Laß, Bater, Gnade vor dir finden, Und auf mich Erbarmung vor dir finden! den Weg der Wahrheit gehn! Willst du auf Schuld und Ueber- Sch will forthin das Unrecht tretung sehen, Wer wird be- scheun, Und deinem Dienst mein stehen? mai bin dolgend Leben weihn. 3. Bei dir allein, Herr, steht 3. O, stärke mich in den es, zu vergeben, Du willst nicht, Gedanken, Gieb meinem Vordaß wir sterben, sondern leben. fatz Festigkeit; Und, will mein Uns soll die Größe deiner Liebe schwaches Herze wanken, So lehren, Dich treu zu ehren. hilf der Unentschlossenheit! Wie WERS 6. Mein Jesu, ach, erbarme dich! Vergieb mir meine Sünden! Laß mich, geheiliget durch dich, Einst deinen Himmel finden! 4. Verzeihe mir, Herr, alle viel vermag ich, Gott, mit dir! meine Fehle; Dein harret, Va- Nimm deinen Geist nur nicht ter, meine müde Seele. Laß von mir! 192 Buße und Bekehrung. 4. Gieb, daß er mir stets; 3. Herr, ich flich' in deine Hülfe leiste, Und Muth und inde; Außer dir ist keine Ruh'. Kräfte mir verleih'; Daß ich Dein Erbarmen hat kein Ende; mit findlich treuem Geiste Dir Wer ist gnädiger, als du? Du bis zum Tod ergeben sei! So bist Gott, und fannst vergeben; sieg' ich über Fleisch und Welt, Ach, vergieb, und laß mich leben! Und thue, was dir wohlgefällt. 4. Groß sind meine Sünden195. Wenn ich indeß aus schulden; Ihre Last ist mir zu Schwachheit fehle, Mein Vater, schwer. Ja, wenn, länger mich So verwirf mich nicht; Verbirg zu dulden, Deine Langmuth nicht der betrübten Seele, Wenn müde wär', Müßt' ich, würdest sie dich sucht, dein Angesicht; du nur winken, In des Todes Und mache in Bekümmerniß Nacht versinken. disput 5. Mich für straflos zu erMein Herz von deiner Huld modes klären, Reichet nicht Bedaurung gewiß! o dailmad on white Und zerflöß mein Herz in 6. Erquicke mit deinen u. Freuden; Schaff ein getroftes Zähren, Fänd' ich darum doch Herz in mir; Und stärke mich in allen Leiden Mit froher Zuversicht zu dir, Bis nach vollbrachter Prüfungszeit Mich ungestörte nicht Ruh'. Können eines Sünders Thränen Dich, o Heiligster, versöhnen? 10 6. Jesu, nichts, als dein Erbarmen, Dein für mich vergoff'nes Blut Und dein Tod erlöst mich Armen, Heilet mich und giebt mir Muth. Dein Verdienst ist's, was mich decket, Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 2c. 273. Herr, an dir hab' ich Wenn mich dein Gerichtstag gefündigt; Dein gerechter Ur- schrecket.de theilsspruch, Allerheiligster, verfündigt Jedem Uebertreter Fluch. Und was kann vor deinen Schrecken, Richter aller Welt, mich decken? Ruh' erfreut! 90 Johann Samuel Diterich, geb. 1721, geft. 1797, 7. Rette mich von meinen Sünden; Schaff' ein reines Herz in mir; Laß bei dir mich Ruhe finden; Zieh' mich immer mehr strift 0.8 zu dir! Dankbar will ich mich be102. Kann ich deinem Arm ent- streben, Mein Erlöser, dir zu leben. fliehen? Du bist allenthalben dol do Nach Johann Frand. SHört sid llot Ball nah. Flöh' ich, dir mich zu entdanio Mel. Wie nach einer Waſſerquelle 20. ziehen, Himmelan, so bist du da; Stürzt' ich in die Tiefe nie- 274. Höchster, denk ich an der, Deine Rechte faßt mich die Güte, Die du mir bisher wieder. im nou erzeigt, D, so wird mein ganz Buße und Bekehrung. 193 Gemüthe Zu der tiefsten Scham| 6. Dir ergeb' ich mich auf's gebeugt, Daß ich dich gering neue. Gieb, daß mein gebeugter geschätzt, Häufig dein Gebot ver- Geist Deiner Vaterhuld sich letzt, Und dich, der mich so ge- freue, Die dein tröstend Wort liebet Doch so oft und schwer verheißt! Was dein Sohn auch betrübet. LO thim siis? mir erwarb, Als er für die Sünder starb, Fried' und Freude im Gewissen, Laß mich Reuigen genießen! 7. Stärke selbst in meiner LAVOR Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn; Gieb, daß mir's an Kraft nicht fehle, Folgsam deinem Wort zu sein! Stehe mir 3. Deine Huld war jeden stets mächtig bei, Mache du Morgen Ueber mir, o Vater, mich selbst recht treu! Dich zu neu. Von wie manchen schwe- lieben, dir zu leben, Sei mein ren Sorgen Machtest du mein herzliches Bestreben.go Herze frei! Meine Hülfe kam d von dir, Was mir nützte, gabst mit du mir; Gleichwohl hab' ich so 611 Nach Fabricius. dem Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) vermessen Den dir schuld gen 275. Ich armer Mensch, ich Dank vergessen. armer Sünder Steh' hier vor Gottes Angesicht. Erbarmer aller Menschenkinder, Gott, geh' mit mir nicht in's Gericht! Bin ich es gleich vor dir nicht werth, Daß mir noch Gnade widerfährt. 2. Alle meine Seelenkräfte, Meine Glieder sind ja dein, Und sie sollen zum Geschäfte Deines Dienstes fertig sein; Doch hab' ich der Eitelkeit Unbedachtsam sie geweiht; Ja zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich mich oft willig finden. 4. Bei so hellem Licht der Gnaden Sollt' ich ja die Sünde fliehn, Und um Rettung von dem Schaden Meiner Seele mich bemühn. Deine Güte lockte mich Zu der Buße; aber ich Floh 2. Um Trost ist meiner Seele vor ihrem sanften Locken, Suchte bange; Die Last gehäuster Misseselbst, mich zu verstocken. that Liegt schwer auf mir, die 5. Ich erkenne meine Sün- mich so lange Von dir, mein den, Beuge mich, mein Gott, Gott, entfernet hat. Weß tröst' vor dir. Laß mich bei dir Gnade ich mich, ich Schuldiger, Als deifinden; Neige, Herr, dein Ohr ner nur, Barmherziger? zu mir! Ach, vergieb, was ich 3. Soll ich an deiner Huld gethan; Nimm mich noch erbarmend an! Führe mich vom Sün. denpfade Auf den sel'gen Weg der Gnade! on verzagen, Ich, dein Geschöpf? das willst du nicht, Du, der du mich bis jetzt ertragen, Bleibst ewig meine Zuversicht. Du, Gott, 13 194 Buße und Bekehrung. durch den ich leb' und bin, Giebst harrt auf dich vergebens; Nur mich nicht dem Verderben hin. Verächter deiner Huld Stürzet ihre eig'ne Schuld. 4. Du siehst die Folgen mei ner Sünden; Und denk' ich: wer vertilget die? So läsfest du mich Ruhe finden, Und sprichst: ich, ich vertilge sie. Du schenkest mir an Jesu Heil Zur Stillung mei ner Unruh Theil. TORUM 3019 abe 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; Zeige deinen Willen mir! Leite mich die rechten Stege, Daß kein Ausweg mich verführ'! Gott, du siehest mein Vertrauen; Sicher kann ich auf dich bauen; Deine Vatertreue ist Ewig, wie du selber bist. sisi nd chi zu ſehn; Auch ich ſoll, da er ist 3. Ach, gedenke an die Sün gestorben, Durch ihn Begnadi- den Meiner Jugendjahre nicht! gung erflehn, Bei dir, dem Gott, Laß mich vor dir Gnade finden; der gern vergiebt, und lieber Geh' nicht mit mir in's Gericht! segnet, als betrübt. Alle Sünden, die uns reuen, nine 15. Auch mir hat er das Glück erworben, Getrost zu dir empor 1000 aid modsil 6. Sprich denn zu mir: dir Willst du väterlich verzeihen; D, ist vergeben! Und stille des Ge- so höre denn auch mich! Meine wissens Schmerz; Und will mein Seele hofft auf dich. zaghaft Herz noch beben, So sprich du kräft'ger, als mein Herz! Dein Gnadenwort mach' Alles gut, Und schenke selbst zur Bess' rung Muth! Indonese Dj naid Jou 4. Gott, du willst des Sünders Leben, Seine Seele ist dir werth; Gnädig willst du ihm vergeben, Wenn er sich zu dir befehrt. Mitten auf dem Sünden7. Ich zweifle nicht, ich bin wege Machst du sein Gewissen erhöret; Mein Glaube sagt's rege. Wohl dem, der zu seiner mir, daß ich's bin. Der Trost, der sich im Herzen mehret, Der do 196#E neue, dir geweihte Sinn, Mein 5. Du erquickest die Elenden, findliches Vertrau'n auf dich Be- Deren Herz sich dir ergiebt, Die zeugens: du begnadigst mich. sich flehend zu dir wenden, non per ind in Nach Titius.Ueber ihre Schuld betrübt. Freude in6 6119 pichube hi him di schenket deine Güte Dem geängMel. Jesu, der du meine Seele 2c. steten Gemüthe, Welchem du die Pflicht Umkehrt! den verwirfst du nicht. Sündenlast Liebreich abgenommen hast. 276. Ich erhebe mein Ge. müthe Sehnsuchtsvoll, mein Gott, zu dir. Ich verehre deine Güte; 6. Herr, zu was für SeligD, wie theuer ist sie mir! Gott keiten Du in jener bessern Welt der Liebe und des Lebens, Reiner Jeden Frommen noch willst leiten, Buße und Bekehrung. 195 Der dir Treu und Glauben hält, daß du mir So viel Schuld erOffenbarst du allen Seelen, Die lassen. zu ihrem Theil dich wählen. Deinen ganzen Gnadenbund Machst du deinen Kindern kund. omdait 4. Preis sei dem Allgütigen, Der mein Seufzen fennet, Der dem Gnade Suchenden Freien 7. Dir will ich mich ganz er- Zutritt gönnet! Sing' es, Seele, geben; Gott, mein Gott, verlaß vor dem Herrn, Fleuß von Freumich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, Treu sein meiner ganzen Pflicht! Keine schnöde Lust der Sünden Soll mich ferner überwinden; Nimm du dich nur meiner an, Daß ich standhaft bleiben fann! ibni od fid pildiradus Johann Caspar Sabater, in pomen de Mel. Christus, der une selig macht 2c. den über: Gott, dein Gott, verstößt nicht gern, Er begnadigt lieber. nis andand miss? 819-5.111 5. Ewig bist du so gesinnt, Schöpfer meiner Seele! Auch, wenn ich, dein strauchelnd Kind, Noch aus Schwachheit fehle, So gedenkst du, der du weißt, Daß mein Herz dich ehret, Meiner Schwachheit, und verzeihst Dem, geb. 1741, 1801. om 277. Liebster Bater, ich, dein der wiederkehret. Kind, Falle vor dir nieder. Du 6. Endlich werde ich verklärt weißt, was wir Menschen sind, Vor dir, Vater, stehen. Hab' ich Und erbarmst dich wieder. Groß dir hier angehört, Muß ich dich ist meine Sündenschuld, Die dort sehen. Winkt mir also dein mich innig reuet, Größer deine Befehl, Meinen Lauf zu enden: Vaterhuld, Die mich noch er- So befehl' ich meine Seel', Vater, freuet. og deinen Händen. MT Nach Titius. Herb 2. Zwar ich bin's nicht werth, d ind in di zu dir Kindlich aufzusehen; Doch, mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. du bleibst ein Vater mir, Du 278. Nach dir verlanget mich, vernimmst mein Flehen, Kennst mein Inn'res, siehest mich, Wenn ich vor dir weine, Und vergiebst mir väterlich, Wenn ich's redlich meine. nach dir, Gott! meine Hülfe kommt von dir. Wer ist, wie du, so gnadenreich? Wer dir an Macht und Weisheit gleich? 3. Dies soll mich bei meinem 2. Ach, mein Erbarmer, rechne Schmerz Zum Vertrau'n erwecken. du mir meine Missethat nicht Vor der Sünde soll mein Herz, zu! Sie reuet, Gott, sie reuet Nicht vor dir, erschrecken. Trauen mich, Und meine Seele hofft auf will ich, Vater, dir, Stets die dich. g Sünde hassen; Nie vergessen, 3. Wie gut, wie leicht ist dein 13* 196 Buße und Bekehrung. Gebot! Du willst, ich soll dich 11, Schaff' dieses Herz in lieben, Gott; Willst, daß ich mir! denn ach, Du weißt es, redlich handeln soll Zu meinem Vater, ich bin schwach. Mein und des Nächsten Wohlam 1 Trost sei mein Vertrau'n auf dich; 4. Und doch verleg ich diese Und Redlichkeit behüte mich! Pflicht, Und schätze deine Gnade 19 geb. 1724, geſt. 1802. nicht; Ein elend Scheingut zieh's 2 Tiste tongdap Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. ich Thor Oft ihr und meinem TILL GU toint Christoph Friedrich Neander, Heile vor. T ng ihin igon König, dessen Majestät 5. Mein Herz, das seine Schuld erkennt, Du siehest es, mein Herz entbrennt, zu thun, was dein Gesetz befiehlt, Das nur mein Bestes mir empfiehlt. sun bol 6. Ich traue der Barmherzigkeit, Die sich noch jeden Tag erneut; Der Baterhuld, die immer dar Gefallner Seelen Zuflucht war. di saat dildo..0 279. Sich über Alles hebet, Dem Erd' und Meer zu Diensten steht, Vor dem der Erdkreis bebet: Der Himmel ist dein helles Kleid; Du bist voll Macht und Herrlichkeit, ch armer Mensch vermag nichts Sehr groß und wunderthätig. 108 mehr, Als daß ich ruf' zu deiner Ehr': Gott sei mir Sünder gnädig! sin 76 300, aloh 2. Hier steh' ich, wie der Zöll17. Dein Wort giebt mir Verner that, Beschämet und von sicherung Vollkommener Begnadi- ferne; Ich suche deinen Trost gung; Ich bin gewiß, durch Jesum Christ, Daß sie auch mir und Rath. Mein Gott, du hilfst ja gerne; Doch meiner Sünden verliehen ist.is di Ids di Idojd o 8. Doch nie entfall' es meinem große Zahl Schreckt und verfolgt 8. Doch nie entfall' es meinem mich überall, Laut schreien sie; Sinn, Daß ich als Christ be- drum red' ich, Und leugne sie rufen bin, Auch meines Mittlers jetzt weiter nicht Vor dir, du Tugenden Hier thätig zu ver110 thn reines Himmelslicht: Gott sei mir Sünder gnädig! 119181 kündigen! 3 9. Wie ich die Gaben angeGoben anges 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, Beschweren mein Gewissen; Drum schlag' ich reuend an die Brust, Von Reu' und Schmerz zerrissen. Ich habe mich 10. Ein Herz, das sich des von Gott getrennt. Daß er mich Guten freut, Voll Menschenlieb' für sein Kind erkennt, Bin ich und Gott geweiht, Dies soll ich nicht werth; doch bet' ich Mit dort nicht erst empfah'n; Mein ganz zerknirschtem bangem Geist, Richter fordert's schon alsdann. Der gleichwohl ihn noch Vater EF wandt, Die ich empfing aus deiner Hand, Dies wird die große Frage sein, Bricht dein Entscheidungstag herein.is, Buße und Bekehrung. 197 heißt: Gott sei mir Sünder Hirten Stimme lockt! Ach, falle gnädig! indi Gott noch heut' zu Fuße! Bleibst yun 4. Mein Vater, schaue Jesum an, Den Gnadenthron der Sünder, Der für die Welt genug gethan, Durch den wir deine Kinder Und Erben der Verheißung find! Der ist's, bei dem ich Ruhe find; Er ist ja stets gutthätig. Drum faff ich ihn, und lass' ihn nicht, Bis, Gott, dein Herz mitleidig bricht. Gott sei mir Sünder gnädig! 10holisigigyed 5. Regiere doch mein Herz und Sinn In diesem ganzen Leben! Du bist mein Gott, und, was ich bin, Bleibt ewig dir er geben. Ach, heilige mich ganz und gar; Mach' meinen Glauben immerdar Durch wahre Liebe thätig! Und läßt sich dann noch Schwachheit sehn, So soll mein Herz voll Wehmuth flehn: Gott sei mir Sünder gnädig! 06. Mein Leben und mein Sterben ruht Allein auf deiner Gnade. Mir geh' es übel oder gut; Gieb, daß es mir nicht schade! Und fommt mein Ende nun heran, So stärke mich auf dieser Bahn; Sei meiner Seele gnädig! Und, wenn ich nicht mehr sprechen kann, So nimm den letzten Seufzer an: Gott sei mir Sünder gnädig! him dalid són?) niam thin Nach Löscher. 116 du noch fühllos und verstockt, Wie würde deine Straf' und Pein So fürchterlich, so schwer einst sein! Hain Hin 2. Am Locken läßt es Gott 59000 nicht fehlen; Hör' du nun auch, und bess're dich! Noch kannst du Fluch und Segen wählen. Gott selbst bezeugt ja väterlich, Ihn jamm're deine große Noth, Er wolle nicht des Sünders Tod. 3. Kannst du mehr wünschen und begehren, Als Gott bisher an dir gethan? Er will, du sollst zum Himmel kehren, Beut dir die Hand, zeigt dir die Bahn, Will alles Hinderniß zerstreu'n, Anfänger und Vollender sein. LIIGU Tato 13 satel 4. Jeßt will dir Gott noch Gnade schenken; Du aber wolltest sie verschmähn? Und eher pred nicht an Beff'rung denken, Und Lust und Kraft dazu erflehn, Als bis der Tag des Heils entflohn, Bis Todesschrecken dich bedrohn? 100 5. Verlaß nicht auf die letzten Stunden, Nicht auf des Schächers Beispiel dich, Der Gnade noch am Kreuz gefunden! Der Andre neben ihm erblich, Und ging mit unbekehrtem Sinn Zum ewigen Verderben hin. di Onl M 6. Wie schwach sind wir, uns dnu us Mel. Wer Mel. Wer nur den lieben Gott 2.( Dur.) zu bekehren! Es fehlt uns Lust nur den lieben Gott 2c.( Dur.) und Kraft dazu, Gott zu erkennen 280. Mein Herz, ach, denk und zu ehren, Zur Heiligung an deine Buße, Da noch des und Seelenruh'. Dies ist die Buße und Bekehrung. Wirkung jener Kraft, Die neue Heil, Versiegelt's mit dem theu'rHerzen in uns schafft. on osten Eid; Sei nur zur BesseFOR 198 7. Doch, hast du nicht dein rung bereit! Glück in Händen, Da Gott dir 3. Doch hüte dich vor SicherKraft und Gnad' anbeut? Allein, heit! Denk nicht: zur Buß' ist's sie heilsam anzuwenden, Ist im- immer Zeit; Ich will mich erst mer größ're Schwierigkeit, Je des Lebens freu'n, Und werd' länger du die Sünde liebst, Und ich dessen müde sein, Alsdann deine Besserung verschiebst. will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich. 11000 8. Die Sünde herrscht, und du wirst schwächer, Dich ihrer 4. Wahr ist es, Gott ist stets Herrschaft zu entziehn; Suchst bereit Zum Wohlthun, zur Barmals verhärteter Verbrecher, Am herzigkeit; Doch, wer auf Gnade Ende vor dir selbst zu fliehn, Böses thut, Und der Versöhnung Und wirfst kaum einen flücht'gen theures Blut Berachtet, seiner Blick Auf Gott und Ewigkeit selbst nicht schont, Dem wird, zurück. mowie er verdient, gelohnt.bi Spor 9. Wie? wenn sich dir dein 5. In seinem Sohne wird dir Gott Das Leben schenken strenger Richter In dieser Fassung für den Tod. Allein entdeckt sein plößlich zeigt? Wie? wenn es Wort dir wohl, Wer von uns heißt: ihr Bösewichter, Entfernet euch von mir, und weicht! Drum suche in der Gnadenzeit Des Ewigen Barmherzigkeit! of morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir fund; Verborgen ist des Todes Stund'. Gottlob Adolph, tres biju 810 geb. 1685, gest. 1745. thid nabordlas do 2018 da Mel. Vater unser im Himmelreich 2. 281. So wahr ich lebe, 6. Heut' lebst du, heut' befehre dich; Noch heute kann es ändern sich. Wer heut' ist stark, gesund und roth, Ist morgen frant, vielleicht auch todt. Stirbst fliehn? do dhie di naat spricht dein Gott, Mir ist nicht du nun ohne Bess'rung hin, lieb des Sünders Tod; Mein Wie willst du dem Gericht ent Wunsch und Wille ist vielmehr, Daß er rechtschaffen sich bekehr', Sich beff're in der Gnadenzeit, Und mit mir leb' in Ewigkeit. 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich noch heute komm' zu dir, Und mich bekehre un2. Dies Wort bedenk', o Sün- verweilt, Eh' mich mein Ende Damit ich heut' und HORARDER Zu meinem Tode sei inem Tod CHES der, wohl; Verzage nicht ver- übereilt; zweiflungsvoll! Du nimmst an jederzeit der Erlösung Theil; Gott selbst bereit! schenkt dir Trost, Gnad' undodha n Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. Buße und Bekehrung. 199 Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 6. Gott beut die Kraft dir no 282. Willst du die Buße an, Das Gute zu vollbringen; noch, Die Gott gebeut, verschie- Soll er durch Allmacht dich, ben, So schändeſt du sein Wort, Ihm zu gehorchen, zwingen? Und mußt dich selbst nicht lie- Er gab dir die Vernunft; Und ben. Ist deine Besserung nicht du verleugnest fie? Er sendet deiner Seele Glück? Und wer dir sein Wort; Und du gehorverschiebt sein Heil Gern einen hest nie? dupla si Augenblick? ***** TUOTTO AD. 2. Allein wie schwer ist's nicht, Sein eigen Herz bekämpfen, Begierden widerstehn, Und seine Lüste dämpfen? Ja, Sünder, es ist schwer: Allein zu deiner Rub' Ist dies der einz ge Der einz ge Weg; Und dem entsagest du? 7. Sprich nicht: Gott fennt mein Herz; Ich hab' es ihm verheißen, Mich noch dereinst, mich bald Vom Laster los zu reißen; Jetzt ist das Werk zu schwer. Doch diese Schwierigkeit, Die heute dich erschreckt, Wächst sie nicht durch die Zeit? 8. Je öfter du vollbringst, Was Fleisch und Blut befohlen, Je stärker wird der Hang, Die That zu wiederholen. Scheust onl 3. Ist deine Pflicht von Gott; Wie kannst du sie vergessen? Nach deinen Kräften selbst Hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich heute nicht, Des Höchdu dich noch? Ist Gott denn sten Feind zu sein, Um wie viel ein Tyrann, Der mehr von mir weniger Wirst du dich morgen verlangt, Als ich ihm leisten scheun? osud se pr fann? 9. Ist denn die Buß' ein 4. Sprich selbst: gewinnet Werk Von wenig Augenblicken? Gott, Wenn ich ihm kindlich kann dich kein schneller Tod diene, Und, seiner werth zu sein, Der Welt noch heut' entrücken? Im Glauben mich erkühne? Ist ein Geschrei zu Gott, Ein Wenn du die Tugend übst, Die Wunsch nach Besserung Und Gott dein Herr gebeut, Wem Angst der Missethat Die wahre dienst du? ringst du nicht Nach Heiligung? deiner Seligkeit? di 100 pluss 10. Ist's g'nug zur Selig15. Was weigerst du dich noch, feit, Des Glückes der Erlösten, Das Laster zu verlassen? Weil Wenn uns der Tod ergreift, es dein Unglück ist, Befiehlt es Sich sicher zu getrösten; Ist Gott zu hassen. Was weigerst das Bekenntniß g'nug, Daß uns du dich noch, Der Tugend Freund die Sünde reu't: So ist kein zu sein? Weil sie dich glücklich leicht'res Werk, Als deine Semacht, Befiehlt fie Gott allein. ligkeit. malisano ichin 200 Buße und Bekehrung. Augenblick, Ach, wie weit setzt der zurück! * 2. Gott, wie hab' ich dich erkennen Und mich doch bereden können, Glauben ohne Besserung Sei zur Seligkeit genung? Wußt' ich's nicht: die deinen 12. Der Glaube heiligt dich. Willen Wissen, aber nicht erfülIst dieser dein Geschäfte? Nein, len, Die erkenn' einst im GeMensch; und du verschmähst richt Jesus für die Seinen nicht? Des Geistes Gottes Kräfte? Erschreckt dich nicht sein Wort? Giebt in verkehrten Sinn Den Sünder, der beharrt, Nicht Gott zulegt dahin? hid und sie 13. Hat Christus uns erlöst, Christmabiga Damit wir Sünder bleiben, Und, sicher durch sein Blut, Das Laster höher treiben? Gebeut uns Christi 4. Ich Betrog'ner! Ach, verSHACKATO Wort Nicht Tugend, Recht und Pflicht: So ist es nicht von Gott; Gott widerspricht sich nicht. MORE MIO HO HAS Lebens Wie ein Pfeil vor mir gebens Ging die beste Zeit des dahin; Und noch bin ich, der 14. Noch heute, weil du lebst, ich bin. Zügellos sind meine Und seine Stimme hörest, Noch Triebe, Fühllos gegen Gottes heute schicke dich, Daß du vom Liebe; Kürzer wird die GnaBösen kehrest! Begegne deinem denzeit, Näher kömmt die EwigGott, Willst du zu deiner Pein feit. disorio) dm Dein hier versäumtes Glück Nicht 5. Eile, rette dich, o Seele! ewig noch bereu'n! ansid 11. Doch, fordert Gott von uns Die Reinigkeit der Seelen; Ist keine Seele rein, Der Glaub' und Liebe fehlen; Ist Dieses dein Beruf, Gott dienen, den du liebst: So zittre vor dir selbst, Wenn du dies Werk verschiebst! 3. Dennoch lag ich ohne Kummer In der Lüste sanftem Schlummer, Und verträumt' in Sicherheit Meines Lebens theure Zeit. Wollte ja durch seine erwecken, so dacht' ich: Jeſu Schrecken Mein Gewissen mich Tod Hat mich ausgesöhnt mit Gott. 11 ud nt offl in Mel. zu Gott in dem Himmel droben zc. Fühle die Gefahr, verhehle Dir Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. nicht länger deine Schuld! Flehe Gott an um Geduld! Wirf dich reuig vor ihm nieder; Sündige 283. Endlich muß ich mich hinfort nicht wieder; Jage nach entschließen; Angstvoll fordert's derHeiligung; Bringe Frucht der mein Gewissen! Wie viel Jahre Besserung! th ik nind 60 find mir schon, Ungenüßt zum 6. Dann erst wirst du's recht Heil entflohn! Will ich noch das Ziel ereilen, Darf ich länger nicht verweilen; Ein verlorner empfinden, Daß für alle deine Sünden Jesus die Versöhnung ist, Und daß du begnadigt bist. Buße und Bekehrung. 201 Und, willst du dein Ziel errei| 5. Die Thorheit meiner junchen, mußt du niemals wieder gen Jahr' Und längst vergess'ne weichen; Dann wirst du auf Sachen Verklagen mich zu offen dieser Bahn Der Erlösten Kron' bar: Was soll ich Armer machen? empfahn. 2 nümdn Sonst dacht' ich an die Sünden Balthafar Münter, nicht; Jeßt fühl ich plößlich ihr Gewicht. D Gott, wer hilft mir Schwachen? D 6. Ach, meine Gräuel allzumal Schäm' ich mich zu gestehen; Groß sind sie und fast ohne Zahl; Wer kann sie übersehen? Herr, geh' nicht mit mir in's Gericht! Wie kann vor dei nem Angesicht Ein Mensch, wie ich, bestehen? Indaiatrodi Qui, dr Mel. Herr Jesu Christ, du UT1010 110 di 20. du höchsſtes zc. 284. Ich will von meiner Missethat Zum Herren mich bekehren; Du wollest selbst mir Hülf' und Rath Hiezu, o Gott, bescheren, Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren! 2. Wie hast du doch auf mich gewandt Den Reichthum deiner Gnaden! Mein Leben dank' ich deiner Hand; Du gabst auf allen Pfaden Mir manches Gut, nebst Kleid und Brod, Du machtest, mun daß mir keine Noth Bisher hat können schaden. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht; Mein Herz will mir zerspringen. Ich fühle deines Donners Macht Und Feuer auf mich dringen; Es regt sich wider mich zugleich Des Todes und der Hölle Reich, Die wollen mich verschlingen. disə[ ain mid bì 11900 NDI 3. Du hast in Christo mich 8. Wo bleib' ich denn in solerwählt Tief aus des Todes cher Noth? Nichts helfen Thor mautoler Fluthen; Es hat mir sonst auch und Riegel. Wo flich ich hin? nicht gefehlt An irgend einem o Morgenroth, Hätt' ich doch Guten; Zuweilen ward ich auch deine Flügel! Berbirg du mich, dabei, Daß ich nicht sicher lebt'ofernes Meer, Bedecket mich, und frei, Gestäupt mit Baters- fallt auf mich her, Ihr Klippen, ruthen. om Berg und Hügel! ildus sanee 4. Hab' ich mich denn bis 9. Ach nur umsonst! und jetzt vor dir Gehorsams auch be- fönnt ich gleich Bis in den Himflissen? Ach nein! ein andres mel steigen, Könnt ich mich auch saget mir mein Herz und mein hinab in's Reich Der tiefsten Gewissen; Darin ist leider nichts Hölle beugen, So würde mich gesund, An allen Orten ist es doch deine Hand Da finden, und wund, Von Sünd' und Reu' von meiner Schand' Und großen zerriffen. bimthi illo murme Sünde zeugen.d di ni Buße und Bekehrung. 10. Herr Christ, ich flieh' zu besser, Darum Gottes Kind und dir allein, Du hast mein Heil Freund, Weil des Nächsten erfunden; Laß mich in dir ver- Schuld mir größer, Als die meiborgen sein, Und bleiben alle nige, erscheint? Weil an eines Stunden! Du tilgtest ja, du Andern Sünde Ich mich rein Gotteslamm, Der Menschen Sünd' und schuldlos finde? am Kreuzesstamm Mit deinen heil'gen Wunden. 11. Hier ist mein Herz! o mach' es rein von allen seinen Sün 5. Oder weil durch äuß're TO THE Suschau Werke, Und oft bloß durch ihren Schein, Ich mich in dem Wahne stärke, Angenehm vor Gott zu den; Laß es dir ganz geheiligt sein? Oder weil verhehlte Sünsein, Ganz deine Lieb' empfin- den Menschenblicke nicht erden. D schaffe mich im Grunde gründen? mis on need neu, 1 Daß ich, im Glaubens- i 6. Darum, darum follt' ich kampfe treu, Die Welt mög wähnen: Ich bedarf der Buße Sodoodbi nicht, Reiner Reue, feiner Thräthisig Louise Henriette von Brandenburg, geb. 1627, gest. 1667. nen, Keiner bessern Zuversicht; Tim Bot 1190 eich por Darum mich hor Darum mich zu Gottes Kindern Mel. Herr, ich habe mißgehandelt zc. Zählen und nicht zu den Sünüberwinden! 285. Seinem eignen Herzen dern? yong we ding om vinte 7. Nein, dies Blendwerk eitler Lügen Täusche meine Seele heucheln, Sünde thun und sicher d sein, Sich mit falscher Tugend schmeicheln, Und dann sagen: ich bin rein; Selbst sein Glend nie, Müsse nie mein Herz betrünicht empfinden- Welche bittre gen! Denn, was haffet Gott, ittre wie sie, Sie, die mir den wahFrucht der Sünden! doren Glauben, Sie, die ſeine 2. Wer so schläft, ohn't allen Huld mir rauben? Kummer Für der Seele Selig- usap feit, Eingewiegt im tiefen Schlum8. Keine Sünde müss' ich mer Giner trägen Sicherheit, lieben; Auch den Wunsch der Ach, wie fürchterliche Schrecken Sünde nicht; Rein in allen Werden endlich den erwecken! meinen Trieben, Frei von fal63. Bin ich, wenn ich das scher Zuversicht; Lieber bittre nur hasse, Was schon Menschen Thränen weinen, Als nur bloß haffen, rein? Wenn ich das nur unschuldig scheinen. the E unterlasse, Was auch Heiden nicht verzeih'n? Ist's genug schon, nichtsverbrechen, Was der Menschen Strafen rächen? 9. Weiß ich nicht, wie oft ich fehle Auf der Bahn der Heiligung? Wann bedarf hier je die Seele Keiner größern Reinigung? 4. Bin ich darum fromm und Warum sollt' ich mich verblen202 Buße und Bekehrung. 203 den, Und mir selbst dies Heil 5. Wie oft hab' ich dies Wort entwenden? 02 hintan geseget; Den Bund, den 10. Ich will streiten mit den du mit mir gemacht, verlegzet; Lüsten; Fliehen Stolz und Sicher. Mich nicht vor dir, gerechter heit; Durch Gebet zum Kampf Gott, gescheut, Und nicht ge mich rüsten Mit dem Hang zur dacht an Tod und Ewigkeit! Sinnlichkeit, Daß ich nicht vergeblich ringe, Und gewiß zum Ziele dringe. id Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 2c. Mel. O höchster Gott, o unfer lieber- 286. Hier lieg' ich nun, mein Gott, zu deinen Füßen Und bin bereit, für meine Schuld zu büßen. Ach, Herr, sieh mich doch mit Erbarmung an; Bestrafe nicht, was ich bisher gethan! 6. O, schnöde Frucht von unerlaubten Freuden, Die mich von Gott und meinem Glücke scheiden! Wie reuet mich jetzt Dienst der Eitelkeit geweiht! die verlorne Zeit, Die ich dem 7. Nicht Reu' und Leid, nicht eine Fluth von Thränen, Kein Engel selbst kann mich mit Gott versöhnen. Nur Jesu Tod verschafft Beruhigung Bei meinem Wunsch der Lebensbesserung. nondioh Surat 2. Ich muß mich selbst vor dir, mein Gott, verklagen: D, 8. Darum vergieb durch ihn was für Schuld hab' ich dir mir meine Sünden; Laß, Vater, abzutragen! Wie schrecklich ist, mich durch ihn doch Gnade fin. und doch gerecht, der Tod, Den den! Ach, laß mich doch auf dein Gesetz den schnöden Sün- dies mein sehnlich Flehn Nicht dern droht! in ohne Trost von deinem Antlig uodegtis 10mg sid 3. Und doch war ich bisher palad, tuan be zum Guten träge, Betrat so 9. Du kennst und liebst die gern so oft verbot'ne Wege. Schafe deiner Heerde; Willst, Schlug gleich das Herz in mei wenn eins irrt, daß es gerettet ner bangen Brust, So fehlte werde. Ach, rette mich! ich habe doch zur Bess'rung Kraft und mich verirrt; Nun kehr' ich um, Lust. llo dein Ruf hat mich gerührt. gehn! 24. Wie Manches ist aus 10. Sag über mich im HimLaß mel Leichtsinn unterblieben, Ob mir es gleich Stand und Beruf vor schrieben! Wie manche That ward doch von mir gewagt, Obgleich dein Wort sie ernstlich untersagt!@noch Freud' entstehen, Wenn Engel meine Buß und Rückkehr sehen! Nie thu' ich mehr, was ich bisher gethan; Nur führe mich dein Geist auf ebner Bahn! sannarse mog Nach Scriber. Buße und Bekehrung. 204 Mel. Ich dank' dir schon durch zc. 287. Ich suche dich in wahrer Reu'; Ach Gott, laß dich 9. Erhalte bei dem Ein'gen doch finden! Gedenke mein nach mich: Daß ich dich fürcht und deiner Treu', Und nicht nach liebe, Und, aus Gehorsam gemeinen Sünden! doo ingen dich, In deinem Dienst mich 102. Ich habe nicht von Her übe! ibini in tistollais zen dich Gefürchtet und geliebet; Unwissend ost, oft freventlich, Herr, deinen Geist betrübet. sich mein Schmerz In fröhliche Loblieder. 3. Wie oft vergaß ich meine Pflicht, In Sünden ganz vertiefet! Wann hat nach deinem Unterricht Mein Herz sich recht geprüfet? im anni di ogn 10. Dann leb' und sterb' ich dir allein, Werd' einst den Himmel sehen; Sollt' ich, um dort bei dir zu sein, Nicht beff're Wege gehen? .085 Mel. Was mein Gott will, gescheh' zc. 288. Jest komm' ich, großer 4. Ich suchte meines Lebens Gott, zu dir Mit reuevollem HerGlück Auf ganz verkehrten We- zen; Jetzt stehn sie aufgedeckt vor mir Die Sünden, die mich gen. Du riefst mich grrenden zurück; Ich ließ mich nicht be- schmerzen. Ich übertrat durch 90 wegen. Wort und That, Ob mir dein Fluch gleich drohte, Doch ohne Scheu und ohne Reu! Die heiligsten Gebote. Jhong bod nu u in?( nadmils quis im 5. Herr, geh' nicht mit mir in's Gericht! Wer kann vor dir bestehen? Durch Leugnen kann ich dir doch nicht, nicht durch die Flucht entgehen. Ind 2. Mein Undank gegen dich ist nicht Mit Worten auszusprechen; Und ist Versäumung 6. Beschämt bekenn' ich mein meiner Pflicht nicht wirkliches Vergehn; An dir hab' ich ge- Verbrechen? Ich konnte dein sündigt! Doch du erhörst des und glücklich sein, Wenn ich nur Sünders Flehn; Hast Gnade mir folgen wollte; Und dennoch war verkündigt. tot at things chimich undankbar, That selten, was 7. Sieh meines Heilands ich sollte. Leiden an; Um seinetwillen 3. Nicht Ernst, nicht Güte schone! Sprich nur ein Wort, konnte mich Auf bess're Wege daß retten kann, Von deinem führen; Nichts war mir weiter Gnadenthrone! fürchterlich; Nichts konnte mich 8. So lebt, o Gott, mein mehr rühren. Herr, es ist recht, igite TOHT 9100 appu armes Herz Durch deine Gnade den bösen Knecht Nun länger wieder; Und dann verwandelt nicht zu schonen: Du kannst mir Buße und Bekehrung. 205 nun, willst du es thun, Nach wahre Reu', Und heile mein Gemeinem Undank lohnen.ös wissen! ! nstdöt him sit 4. Doch, Vater voll Barm- 5. Vergiß die Schuld! Gieb, herzigkeit, Ich falle dir zu Fuße. Herr, Geduld Und ein gehorsam Noch leb' ich in der Gnadenzeit; Noch ist es Zeit zur Buße; Noch rufest du mir liebreich zu. Ich folge dir von Herzen, Und will nicht mehr, so wie bisher, Mein wahres Glück verscherzen. Herze, Daß ich mein Heil, Mein bestes Theil, Durch Murren nicht verscherze! 5. Und hast du dann in Christo mir Der Sünden Schuld vergeben, So übergebe ich mich dir In meinem ganzen Leben. An jedem Ort sei mir dein Wort Ein Licht auf meinen Wegen! Dann schreckt mich nicht dein Strafgericht; Ich erbe deinen Segen. Min sup 2. Flöh' ich gleich weit Voll Bangigkeit Bis an des Erdreichs Enden, Der Angst und Pein Befreit zu sein, Würd' ich sie doch nicht wenden. 6. Sonst mach's, wie's dir Gefällt, mit mir! Du kannst nichts böse meinen. Nur wollst du mich nicht ewiglich Dort scheiden von den Deinen! 31019 4. Soll's ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünden folgen müssen:, so verleih' mir imit!! 7. Das thust du nicht; Mit Zulata versicht Kann dies mein Glaube hoffen. Durch Christi Tod Steht ja, mein Gott, Auch mir der Himmel offen. DU L Nach Johann Heermann. mit vind 1910 ind 289. Ach, Gott und Herr, Indian punen TO Wie groß und schwer Sind meine vielen Sünden! Wie drückt mich 511 9. Dies stärket mich; Und ob auch sich Einst Leib und Seele doch Ihr hartes Joch! Wo kann scheiden, So schenkst du mir Alsich Hülfe finden? dann bei dir, Des Himmels ew'ge Freuden. dila 2 10. Gott, dir sei Ruhm! Dein Eigenthum Bleib' ich dort, wie auf Erden. Ich zweifle nicht; il Mein Heiland spricht: Wer glaubt, 3. Zu dir fleh' ich: Erbarme soll selig werden. dull Jaip dich, Ob ich's gleich nicht ver- Nach Rutilius und Johann Major. dienet! Geh' mit mir nicht, Gott, Albup Gru in's Gericht: Dein Sohn hat 290. Straf' in deinem Zorn mich versühnet. onlle mich nicht, Großer Gott, verschone! Geh' nicht mit mir in's Gericht; Nach Verdienst nicht lohne! Sende du Trost mir zu; WILDAN 12. Swydin 8. Herr Jesu, du Schaffst Trost und Ruh', Der du für mich auch starbest, Auch mir zu gut erwarbest. mit deinem Blut Begnadigung 206 Buße und Bekehrung. Reiß' mich aus den Nöthen, Ehe theu'r Erlösten. Des will ich mich fie mich tödten! so trösten! mondol tandulf manjom 2. Wird dies Herz im Graben Bed Johann Georg Albinus, sich Deiner Güte freuen? Gott tid slor des Lebens, todt kann ich Dir 291. Allein zu dir, Herr Jesu geb. 1624, gest. 1679. kein Danklied weihen. Rette mich, Daß ich dich, Weil ich hier noch lebe, Dankbar froh erhebe! 3. Nichts, als deine Vaterhuld, Kann mich glücklich machen. Ach, gedenk nicht meiner Schuld! Stärke du mich Schwachen Heile mich, Zeige dich mir in deiner Gnade, Gott, du Gott ou mich Christ, Mein Hoffen steht auf Erden: Ich weiß, daß du mein Tröster bist, Kein Trost mag mir sonst werden: Kein MenschenFind in weiter Welt, kein Engel ist im Himmelszelt, Der mir aus Nöthen helfen kann; in Dich ruf ich an, Von dem ich Hülfe kann empfahn. empfahn.ganismid 2. Die Schuld ist schwer und der Gnade! 4. Wann wirst du mich doch erfreu'n? Wann mir Trost ge- übergroß Und reuet mich von währen? Täglich, Helfer, harr' Herzen; Derselben mach' mich ich dein, Und ich hab' in Zähren frei und los Durch deine TodesManche Nacht, Oft durchwacht. schmerzen, Und nimm dich mein Bater Eil', Erbarmer, eile Deinem beim Vater an, Der du für mich Knecht zum Heile! genug gethan, So werd' ich los der Sündenlast; Mein Glaube faßt, Was du mir, Herr, verInsoni msaid 5. Elend, tief gebeugt bin ich Und vom Seufzen müde; Meine Seele sehnet sich Nur umsonst nach Friede. Ach, wie lang' Soll ich bang', Heiland müder Seelen, sprochen hast. cut astind do thad 3. Ach stärke durch Barmherzigkeit In mir ein recht VerTrübe Stunden zählen? dus trauen, Damit ich deine Freund6. Weicht, ihr Feinde, weichet weit! Gott erhört mein Beten, Und ich kann mit Freudigkeit Vor sein Antlig treten. Er vergißt, Und es ist Nichts, das meine Seele Mehr verdamm' und quäle. lichkeit Mög' inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich Und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End' mir Hülfe send', Damit behend Des Todes Graun sich von mir wend'. 4. Ehr' sei Gott in dem 07. Weg mit der Verzweifelung! höchsten Thron, Dem Vater aller Der fann fröhlich enden, Der Güte, Und Jesu Christo, seinem mit Reu' und Besserung Sich Sohn, Der uns allzeit behüte, zu Gott will wenden. Dann Und seinem werthen heil'gen vergißt Jesus Christ Nie den Geist, Der allezeit und Hülfe Buße und Bekehrung. 207 schaff' euch Ruh', Und richt' euch auf vom Falle; Mein Joch ist sanft, leicht meine Last; Nehmt sinoll willig sie auf euch und fast Die 292. Herr Jesu Christ, du Soffnung, Rubh' zu finden! ork leist', Daß wir ihm sei'n zum alle, Kommt her zu mir! ich Lob bereit, Hier in der Zeit Und dorten in der Ewigkeit.do 19 Gund, Sogam Johann Schneefing( Chiomofus), thing shig the höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, Sieh doch, wie ich in meinem Muth Mit Schmerzen bin beladen Und in mir hab der Pfeile viel, Die im Gewissen ohne Ziel Mich armen Sünder quälen. 26. LPS Erbarm dich mein bei solcher Last, Nimm sie von meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet hast Am Kreuz mit Todesschmerzen; Auf daß ich nicht mit großem Weh In meinen Sünden untergeh, Noch ewiglich 6. So fomm ich jetzt zu dir allhie In meiner Noth geschritten und will dich mit gebeugtem Knie Bon ganzem Herzen bitten: Bergieb es mir doch gnädiglich, Was ich mein Lebtag wider dich Auf Erden hab' gesündigt! sun Bergieb mir's doch, o Herr, mein Gott, Um deines Namens willen! Du wollst in mir die große Noth Der Uebertretung stillen, Daß sich mein Herz zufrieden geb Und dir hinfort zu horsam.indd in one Ehren leb' In kindlichem Gedit dan 10 8. Stärf' mich mit deines Geistes Muth; Heil mich mit deinen Wunden; Wasch mich mit deiner Gnade Fluth In meinen letzten Stunden Und nimm mich einst, wann's dir gefällt, In wahrem Glauben von der Welt Zu deinen Auserwählten! 2 op verzage. 0101 3. Fürwahr, wann alles mir kommt ein, Was ich mein Tag begangen, So fällt mir auf das Herz ein Stein, Und hält mich Furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müßte gar verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 190311 and. 196 4. Doch durch dein theures Wort erwacht Mein Herz Bartholomäus Ringwaldt, geb. 1530, gest. 1598. de sine DUL BETU linde Mel. Herzlich lieb hab' ich dich zc. animo que zu neuem Leben; Erquickung hat 293. Ich komme, Friedenses mir gebracht, Ich darf nicht trostlos beben, Dieweil es Gnade dem verheißt, Der sich mit tief zerknirschtem Geist Zu dir, o Jesu, wendet.bohig marg 5. Noch russt du durch dein es zur Ruh' gelangen, Die je Wort uns zu Ihr Reuerfüllte dem tiefgebeugten Geist Dein fürst, zu dir; Erbarmend rufst du ja auch mir, Den Frieden zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer; D, laß mein Herz von Trost nicht leer, Laß 208 Buße und Bekehrung. theuer werthes Wort verheißt! am Tage des Gerichts, Nichts Wer tröstet mich, als du allein? hier auf dieser Erden. Auf dieWer macht mein Herz von Sün- ser Bahn zum Vaterland Ent den rein? Herr Jesu Christ, zeuch mir niemals deine Hand; Mein Trost, mein Licht! mein Zu allem Guten stärke mich, Trost, mein Licht! Verwirf mein Und laß mich siegen einst durch sehnlich Flehen nicht! dich! Herr Jesu Christ, Mein 2. Anbetend steh' ich, Herr, Herr und Gott, mein Herr und vor dir; Dein Antlig neige du Gott! Hilf mir zum Leben durch zu mir, Und sei mir Sünder den Tod! ni dull modoled gnädig! Wenn mein Vergehn Sturm nach Frehlinghausen. um Rache schreit, So machemel. Auf meinen lieben Gott zc. aus Barmherzigkeit Mich aller Strafe ledig! Der du am Kreuz 294. Wo flieh' ich Sünder gelitten hast, Du trugst auch hin, Der ich so strafbar bin? meiner Sünden Last, Als du Wo kann ich Rettung finden? zum Heil der Sünder starbst mich drücken schwere Sünden. Und ihnen Gottes Huld erwarbst. Wer wird sich mein erbarmen? Herr Jesu Christ, Mein Herr Wer schaffet Trost mir Armen? und Gott, mein und 2. voller Gnad', Auf Herr Gott! Jesu Erlöse mich durch deinen Tod! dein Gebot und Rath Kommt 3. Du, du bist meine Zuver- mein betrübt Gemüthe Zu deiner sicht; Durch dich entflieh' ich dem großen Güte; Du hilfft beladGericht, Dem schweren Lohn der nen Seelen, Die dich zum HelSünden. Durch dich kann ich fer wählen. dem Fluch entgehn, Und mich mit Gott vereinigt sehn, Durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil; Läßt mich den Frieden finden, Gieb mir an seinem Segen Den der hat, der dich liebet, Theil; Er sei auch mir Beruhi- Und den die Welt nicht giebet. gung Und meines Lebens Hei- 84. Wie groß die Sünde sei, ligung! Herr Jesu Christ, Ich Du machst mich von ihr frei, hoff' auf dich, ich hoff' auf dich. Wenn ich dein Wort recht fasse, In dieser Hoffnung stärke mich! Und mich darauf verlasse. Du 4. Mein ganzes Leben preise sprichst: dir ist vergeben! So dich! Erlöst, mein Mittler, haft fühl ich neues Leben. big du mich, Dein Eigenthum zu 5. Zwar viel noch mangelt werden. Bin ich nur dein, so mir; Doch, Gütigster, von dir fehlt mir nichts; Nichts einst Kommt jede gute Gabe, Die 3. Ich traue nur auf dich; conum mem Dein Blut floß auch für mich. CUTIE Du rettest & von& Buße und Bekehrung. 209 ich noch nöthig habe. Du wirst mich zum Kinde nahmest auf. mich unterstützen Und in Ver suchung schützen. du 6. Wie unerschrocken ruht D, Herr mein Gott, Du liebtest mich, du liebtest mich; Ich fürchtete und liebte dich.demo Das Herz in deiner Hut! Du 2.0 Mein junges Herz erhast ja selbst verheißen: Nichts fannte schon Den Werth der Tusoll mich dir entreißen, Weil ich gend, ihren Lohn, Durch Freudir angehöre und mich vom den im Gewissen. Du ließest Bösen fehre.biando thi Junot mich durch Frömmigkeit Das 7. Der du mein Herz ge- größte Glück, was hier erfreut, wannst, Gedanken lesen kannst, In deiner Huld genießen. Wie Vor dem ich dankbar weine, Du ward ich doch so herzlich froh, siehest, wie ich's meine; Du Wann ich oft betend zu dir siehest mein Bestreben, Dir wür- floh', Um deinen guten Geist diger zu leben. and we dich bat, Auch fromm nach dei8. Indeß allein auf dich, nem Willen that! O Herr mein Herr Christ, verlaß ich mich. Gott, Das war mir Lust, das Jetzt kann ich nicht verderben, war mir Lust In meiner jugendDein Reich will ich ererben; lichen Brust.or Denn du hast mir's erworben, 3. Jch trat nun weiter in die Da du für mich gestorben.id 19. Herr, des ich ewig bin, Gieb mir den festen Sinn, Das Alles stets zu meiden, Was mich und dich kann scheiden! So bin ich allzeit fröhlich, Und, wenn ich sterbe, felig. dull jst pi Nach Johann Heermann. do Welt, Fand manch Versuchungsneg gestellt, Von außen und von innen. Von innen lockte Fleisch und Blut; Von außen reizte scheinbar Gut Und Weltlust meine Sinnen. Oft, oft betrog, mich falscher Schein, Mich des, was dir mißfällt, zu freun. Mir setzte oft die Sünde zu, Und raubte mir die inn're Ruh'. D, Herr mein Gott, Die fromme Lust, die fromme Lust Entflohn war sie aus meiner Brust. d pin thim Mel. Herzlich lieb hab' ich dich zc. 295. Dir will ich herzlich dankbar sein, Und deiner großen Huld mich freun, Gott, meines Lebens Leben: Daß du von 4. D, hättest du durch gute früher Jugend an Zur Leitung Zucht nicht meine Besserung geauf der rechten Bahn Mir dei sucht, Mein Herz nicht neu benen Geist gegeben. Er führte reitet; Mich nicht durch deines mich in deinem Licht Zum Wan. Geistes Licht Zu meiner dir ge deln in der Bundespflicht, zu lobten Pflicht Voll Huld zurückderen Haltung in der Tauf' Du geleitet: So ging ich in verkehr14 210 Buße und Bekehrung. tem Sinn Noch immer meine seh' ich erst, daß mir Die Sünd' Wege hin. Und nun hab' ich auf ewig schade. Herr, deine an deinem Heil, An aller deiner Güt' und Treu', Die an die Gnade Theil! D Herr mein Gott, Wolfen reicht, hat auch mein Mit lautem Dank, mit lautem steinern Herz Gerühret underDank Preist dich mein froher weicht. midis dis of fod Lobgesang! ndo? nordi dmsg mordidusg i 4. Selbst konnte ich dich wohl 5. Mit allen denen preis' ich Beleidigen mit Sünden; Doch dich, Die du, wie mich, so väter fonnt' ich ohne dich Den Weg lich Zu Gnaden angenommen; zum Heil nicht finden. Selbst Mit Allen, die dein Ruf gewann, fallen konnte ich und in's VerDaß sie zum Glück der Tugend- derben gehn, Doch nicht durch bahn Und deiner Huld gekommen. eigne Kraft Von meinem Fall Nie wende sich von dir mein aufstehn.dorfo is doi Herz, In Freude nicht, auch nicht 5. Du hast mich aufgericht't, im Schmerz! Laß es dir treu Und mir den Weg gewiesen, ergeben sein, Sich deiner Huld Den ich nun wandeln soll; in Jesus freun! O Herr mein Dafür sei, Herr, gepriesen! Gott, Gott, Welch großes Heil, welch sei gelobt, daß ich nunmehr großes Heil Ist dann in Ewigkeit die Sünde haß', Und das, was mein Theil! nom dney hadir mißfällt, Nun willig unterlaß'! How d p no& illato, wa d Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 296. Was kann ich doch für Dank, O Herr, dir dafür sagen, Daß du mich mit Geduld So lange Zeit getragen, Da ich, 6. Damit ich aber nicht Auf's neue wieder falle, So gieb mir deinen Geist, So lang' ich hier noch walle, Der meine Schwach. heit stärk', Im Schwachen mächtig sei, Und mein Gemüthe stets der Sünden Freund, Dir un- Zu deinem Dienst erneu'! gehorsam war? Du warnetest, 7. Ach leit' und führe mich, und ich Sah dennoch nie Ge- So lang' ich leb' auf Erden; fahr. Juan to im Laß mich nicht ohne dich Durch 2. Sehr große Lieb' und Huld mich geführet werden! Führ' Erwiesest du mir Armen. Ich ich mich ohne dich, So werd' fuhr in Sünden fort, Du aber ich leicht verführt; Wenn du in Erbarmen. Ich schob die Buße mich führest selbst, Thu' ich, was auf, Und widerstrebte dir; Du mir gebührt. sider and jus schobst die Strafe auf, und trugst 8. Mein 8. Mein Vater und mein Geduld mit mir. ei Gott, Dein heil'ger Will' geschehe! 3. Daß ich nun bin bekehrt, Bewahr', o Jesu, mich, Daß Verdank' ich deiner Gnade. Nun ich nie irre gehe! D, werther Buße und Bekehrung. 211 mein Herz verstockt, Da Gottes Stimme ruft und lockt! 800 heil'ger Geist, Regier' mich alle zeit, Daß ich dir diene hier Und dort in Ewigkeit! ito bih orchid Justus Gesenius(?), geb. 1601, gest. 1671. niam purbas 6. Wer Sünde thut, von dem entflieht Der Herr mit seiner Mel. Mir nach, spricht Christus 2. und sieht Er nicht mehr, was Gnade; Sich überlassen, weiß 297. Wer Ser Sünde thut, liebt misice ihm schade. Was nüßzet mir der Name: Christ, Wenn Gott von mir gewichen ist? sida s nicht das Licht, Das Gott uns angezündet; Erlangt die wahre Weisheit nicht, Die uns mit ihm 15 7. Wer Sünde thut, ist, als verbindet. Herr, laß doch nicht durch mein Vergehn Der Sünde ihr Knecht, Mit ihrem Joch bedurch mein Vergehn Der Sünde laden. Ihn trifft der Fluch; er Nacht in mir entstehn! si laden. Ihn trifft der Fluch; er hat kein Recht An ihm, dem 2. Wer Sünde thut, tritt Gott der Gnaden. Dir dienen, Gottes Wort, Tritt Christi Blut Herr, ist mein Beruf, Zu dem mit Füßen; Eilt schnell in sein mich deine Weisheit schuf.. Verderben fort, Beschweret sein. Wer 8. Wer Gott verläßt und Sünde thut, Beraubt sich aller Freuden; Verzagt in Noth, hat feinen Muth In Prüfung, 10 3. Wer Sünde thut, verlacht den Herrn, Und haßt fein Glück Schmerz und Leiden. Gott, mache mich durch deine Kraft Behutsam und gewissenhaft! 100 1 und Leben; Bleibt von dem Reiche Gottes fern, Mit Blind heit ganz umgeben. Wie thöricht wär' ich, o mein Gott, Trieb ich mit deinem Worte Spott! 9. Wer Sünde thut, entgeht oft nicht Der Strafe schon auf Erden; Wie schrecklich wird erst sein Gericht Vor Gottes Thron' You ca ihm werden! Laß, Herr, vor Sünden mich zu scheun, Mir dein Gericht vor Augen ſein! Gewissen. Bewahre, Herr, durch deine Hand Mein Herz vor solchem Unverstand! 80 4. Wer Sünde thut, nährt falschen Wahn; Liebt Träume, welche trügen, und wandelt auf der finstern Bahn Des Vaters aller Lügen. Hilf, treuer Gott, daß nimmermehr Betrug der schreckensvoll Sein letztes Ende Sünde mich bethör'! 10. Wer Sünde thut, sieht si kommen; Die Hoffnung, die ihn 5. Wer Sünde thut, der un trösten soll, Ist seinem Geist beterdrückt und schwächt die See- nommen. Gott, mache meine lenkräfte; Wird frech, stolz, blind Seele neu, Damit mein Abund ungeschickt Zum Heiligungs- schied fröhlich sei! mustus geschäfte. Weh mir, wenn sich Johann Friedrich Mudre, geb. 1736, gest. 1810. 14* * 212 Buße und Bekehrung. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 6. Auch dies Mal bin ich 298. Ach, abermal bin ich überwunden; Ach, niemals sonst gefallen, Mit Ueberlegung und fiel ich so tief! Mein Vorsatz mit Wahl! Tief, o, wie tief bin war noch nicht verschwunden; ich gefallen Vielleicht noch nicht mein Herz schlug; mein Ge zum letzten Mal! Elender Sün- wissen rief! Gott, Richter, ich der, der ich bin, In welchen gedacht an dich: Und dennoch, Abgrund eil ich hin! dennoch fündigt' ich.ond Ichin IND 2. D, die verhaßte Lieblings. Ich sagte mir: Gott wird es rächen! Und dennoch, densünde, O, die Gewohnheit böser noch sündigt' ich. Ist ein VerLust, Der Hang, den ich zu ihr gehn, wie mein Verbrechen? empfinde: Wie wüthen sie in D, wie erschreck' ich über mich! meiner Brust! Wie unumschränkt, Bom Drohen deines Weltge wie fürchterlich Ist ihre Herr- richts Erbebt' ich; doch es wirkte schaft über mich! im Ti n nichts. 3. Längst warnte schon mich 8. D, tief verborg'ne Sünmein Gewissen: Mensch, du denliebe, Wie werd' ich endlich empörst dich wider Gott! Von böser Lust dahin gerissen, Betrogner, eilst du in den Tod! Dir raubt die Sünd' in kurzer Zeit Dein Glück in Zeit und Ewigkeit. frei von dir? Wie überwind' ich deine Triebe, Und dämpfe dich und sie in mir? Gott, mein Erbarmer, hör' mein Flehn, Und lehre mich, ihr widerstehn! d 6900 neque lod 9. Liebt' ich dich nur so, wie 4. Wie oft hab' ich mir vor- ich sollte, So flöh' die Lust zur genommen: Nun will ich meine Sünde mich; Wenn sie mich Sünde fliehn; Rein und un- auch versuchen wollte, Geläng' sträflich und vollkommen Zu es ihr nicht wider dich; Durch wandeln, will ich mich bemühn. deiner wahren Liebe Macht Würd' Wie oft, o Gott, hat mein ihre Macht hinweggeschafft. Gebet Um Kraft dazu dich an- 10. D, pflanze du in meine gefleht! Seele Rechtschaffne Lieb' und 15. Bald reizt auf's neue mich Lust zu dir! Gott, was ich denke, die Sünde; Wie schwach war was ich wähle, Das zeuge durch gleich mein Widerstand! Ach, sie die That von ihr! Dich lieben, gefiel mir! und geschwinde Er- als dein Eigenthum, Das sei griff sie mich und überwand. mein Werk, mein Heil, mein Die Lust verschwand mir im Ruhm! ho dries total Genuß; Nun folgten Efel und 11. Dann werd' ich endlich Verdruß. nder überwinden Und Herrscher meiner Buße und Bekehrung. 213 Lüste sein; Dann wirst du alle feiten, Deren Schwarm mich stets meine Sünden, Wie viel, wie umringt, Das ist's, was zum groß sie sind, verzeihn. Mein Fall mich bringt..bab nim Leben hier, mein Lobgesang Im Himmel, Vater, sei dein Dank! jo nism Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 1940 1998 Mel. Jesu, der du meine Seele cele 2. 299. Ach, wann werd' ich 5. D, ich Armer, dem zur Treue Feste Seelenstärke fehlt, Den so oft aufricht'ge, Reue, Und so oft doch fruchtlos, quält! Ach, wer wird mich ganz vom Bösen, Bon des Todes Leib erlösen? Ich Elender! wer befreit Ganz mich von der Sündlichkeit? nd un ull udi strin? w von der Sünde, Gott, mein Bater, völlig frei, Daß ich ganz sie überwinde, Ganz dir wohlgefällig sei? Noch nicht, ich ge- 6. Du verzeihst, Gott, die steh's mit Thränen, kann ich Gebrechen Meiner fündigen Natur. mich von ihr entwöhnen; Noch, Nicht die Schwachheit wirst du zu oft noch, regt sie sich Und rächen; Bösen Vorsatz strafst du versucht zum Bösen mich. nur. Hätt' ich nicht den Trost, 62. In der Andacht sel'gen ich würde Unter meiner Fehler Stunden, Wo mein Geist die Bürde Ganz erliegen, und mich Wahrheit hört, Hab' ich g'nug dein, Höchstes Gut, nie können das Glück empfunden, Daß die freun. ung chill Ispaidol Frömmigkeit gewährt; Habe nichts 7. Stellet mir denn hier auf so sehr hienieden Mir gewünscht, Erden Lebenslang die Sünde als jenen Frieden, Als ein Herz, nach; Kann ich nicht vollkomdir ganz geweiht, Als der Tugend men werden, Bin und bleib' ich Seligkeit. dummollo d immer schwach: Dafo ſegne 7167 3. Voll von heiligen Ent- mein Bestreben, So gerecht ich schlüssen Schwur ich dann, dir kann, zu leben, Daß ich doch von treu zu sein, Und mit wachsamem Heuchelei Und von Bosheit Gewissen Meiner Unschuld mich ferne sei! zu freun; Willig wollt' ich da mein Leben Dir, mein Gott, zum Dienst ergeben, Aller Sünde wider stehn, Standhaft deine Wege gehn. 8. Wenn ich falle, laß mich's merken; Laß mich streben, aufzustehn; Eile, mich, dein Kind, zu stärken; Lehre selbst mich 4. Aber, ach, zu schnell empöret fester gehn; Warne mich, sei Sich der Leidenschaften Macht; mein Begleiter; Täglich führe, Die verdunkelt, schwächt und Gott, mich weiter, Bis ich in störet, Was ich sonst so gut be- der Ewigkeit, Dringe zur Volldacht! Plötzliche Versuchungszeiten, Beispiel, Reiz der Eitel 6nn istio Balthasar Münter, geb. 1735, kommenheit! lid o koo Glaube und Rechtfertigung. 214 Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. z. steigt, Und ich zum Weichen bin geneigt, So lenke meinen Willen! Erhebe meinen schwachen Muth, Daß ich der Leidenschaften Wuth Durch dich, Herr, möge stillen! 300. Erbarm'n dich, Herr! mein schwaches Herz, Geneigt zu Eitelkeiten, Läßt bald durch Freude, bald durch Schmerz Sich auf den Irrweg leiten. Gleich einem Rohr, vom Wind bewegt, Wankt auch, von Leidenschaft erregt, Oft meine schwache Seele. Wann komm' ich zu der wahren Ruh', Daß ich recht feste Tritte thu', Und nur das Gute wähle? disgrad C 4. Mein Gott, mein Gott, gedenke nicht Der Sünden meiner Jugend! Wie hart schien mir oft meine Pflicht, Wie rauh die Bahn der Tugend! Und doch trugst du mich mit Geduld. Laß, Bater, laß mich diese Huld Nicht undankbar verachten! Dir folgen 2. Laß doch mein Herz nicht ist mein wahres Heil; D, laß fernerhin In seiner Neigung mich's als mein bestes Theil wanken; Stärk' meinen ungewissen Sinn Zu festeren Gedanken! Wenn von der Lust zur Eitelkeit Mich deines Geistes Kraft befreit, Wie will ich dir lobsingen! Mich ganz zu deinem Dienst zu weihn, Soll stets mein ernster Wille sein. Gieb dazu das Vollbringen! Auch immerfort betrachten! 5. Ich bin ein Mensch; du kennest mich. Wie schwach sind meine Kräfte! Doch meine Seele hofft auf dich; Du wirst zu dem Geschäfte Der Heiligung mir Kraft verleihn; Mein Herz je mehr und mehr erneun, Vor dir gerecht zu leben. Ich aber will hier in der Zeit und einst in der Vollkommenheit, Herr, deine Kraft erheben. Bod in Johann Friedrich v. Cronegt. geb. 1731, gest. 1758. jou only wort im dirbini bon 3. Auch, wenn ich auf der Tugend Pfad Bisweilen gleitend falle, So unterstüße deine Gnad Mich vor dem nahen Falle! Wenn in mir böse Lust auf is su 097 ne mode home unds him in tym miattolo nisterne din III. Glaube und Rechtfertigung. Sund jeddon adlader Jupit S Mel. Wie soll ich dich empfangen 2c. ſelbst gelegt, Das Ziel, nach 301. Auf felfenfestem Grunde dem ich schaue, Steht fest und YOTS 09034 unbewegt. Ruht meiner Seele Heil. Ich hab' am Friedensbunde, An 2. Auf mein Verdienst und Gottes Gnade Theil. Der Grund, Werke Vertrau' und bau' ich auf den ich baue, Ist von Gott nicht; Im Herren hab' ich Stärke Glaube und Rechtfertigung. 215 Und feste Zuversicht. Ich war wird auch ihn verklären; Und, sehr tief verschuldet; Doch meines Jesu Tod, Den er für mich erduldet, Hat mich versöhnt mit Gott. bim D anl.msd wann der Sünder bebt, Dann wein' ich Freudenzähren: Denn mein Erlöser lebt. 3. Und hierauf will ich bauen. Mein Mittler, stärke mich, Dir freudig zu vertrauen! Mein Glaube gründet sich Auf dein verdienstlich Leiden, Wenn Sünd' und Strafen drohn; Erwartet ew'ge Freuden Durch dich vor Gottes Thron. i miss 4. Zu dir will ich mich halten; Laß meine Hoffnung nie Erlöschen, nie erkalten; Dein Geist 302. Herr, allerhöchster Gott, vermehre sie! Dann weiß ich mich zu fassen Selbst in der größten Noth, Und sterbe einst gelassen Auf deinen Kreuzestod. Von dem wir alle Gaben Und, was uns nüßlich ist, In reichem Maaße haben: D, sieh' erbarmend mich In meiner Schwachheit an, Weil ich nicht, wie ich will, Dir recht vertrauen kann! 0180 5. Der Glaube macht mich selig, Der mich geheiligt hat; In seiner Kraft erwähl' ich Den rechten Lebenspfad. Ein Herz, das Tugend übet, Dir nachzuahmen sucht, Gott und den Nächsten liebet, Sei meines Glaubens Frucht! gibt sige 8. Ich weiß, an wen ich glaube; Mein Glaube täuscht mich nicht. D, theurer hoher Glaube, Verlaß, verlaß mich nicht, Damit ich heilig werde, Und von der Sünde frei, Schon fröhlich auf der Erde, Dort ewig selig sei! dnoling nisse a dull find a Gottlob Adolph, geb. 1685, geft. 1745. tomis191 is& stsinnut MASUE Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 2. Ich glaube zwar an dich, Doch nur mit schwachem Glauben; Oft will die Zweifelsucht Mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, Als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch Von mir nicht ferne sein! 3. D, reiche du mir selbst Aus Gnaden deine Hände; Hilf keines Läst'rers Spott! Es giebt meiner Schwachheit auf, Daß mir Trost im Leiden, Vergebung im Gericht, Ein Paradies voll Freuden, Wenn Herz und Auge bricht. mich nichts von dir wende! Ist schon, dem Senfkorn gleich, Mein Glaube noch sehr klein, So laß ihn doch bei mir Jn stetem Wachsthum sein! 7. Ich weiß, an wen ich glaube; Mein Heiland überläßt 4. Gieb, daß die Zuversicht Nicht meinen Leib dem Staube; In meinem Geist sich mehre, Das weiß und hoff' ich fest. Er Daß du mein Vater seist, Und 6. Ich weiß, an wen ich glaube; Denn ich vertraue Gott. Dies theure Kleinod raube Mir 216 Glaube und Rechtfertigung. ich dir angehöre, Daß Jesus du dem, der dich sucht, Stets Christus auch Für mich gestorben ein Vergelter seist, Und daß ihn sei: Damit mein Herz sich dein, deine Hand Aus allen Nöthen Als seines Gottes, freu'! nism reißt. ndoshim ind jadlud no hi 5. Mach' diese Zuversicht, O Herr, in mir so kräftig, Daß ich mein Leben lang In deinem Dienst geschäftig Und stets befliffen sei, 3u thun, was dir gefällt! So hab' ich schon in dir 3. Herr, laß mich auf dein Wort Von ganzem Herzen trauen, Und fest auf deine Treu Und Wahrheit immer bauen! Gieb, daß ich dir in Noth Und Kreuz und Tod getreu Und durch des Den Himmel auf der Welt. Glaubens Kraft Allzeit gehordort pas sam sei! 6. Mein Heiland, der du einst Für deine Jünger batest, Und, wenn sie wanketen, Bei'm Bater sie vertratest: Ach, unterstüß' auch jetzt mein sehnliches Gebet, Und schenke Glaubenskraft Dem, der dich darum fleht! anu sout 4. Mein Jesu, laß mich dich Im Glauben recht erkennen, Dich meinen Herrn und Gott, Trost, Schutz und Heiland nennen! Laß mich im Glauben thun, Was uns dein Mund gelehrt, Daß dich Herz, Mund und That Als den Erlöser ehrt!# 7. In deiner Mittlershand Ist Heil und aller Segen. Begleitest du mich nur Auf allen meinen Wegen, So geh' ich freudig fort In dieser Pilgerzeit Zu meines Glaubens Ziel, Der Seelen Seligkeit.id Biar 5. Dein göttliches Verdienst Sei mir beständig theuer! Es fülle mich mit Trost; Es mache mich stets freier Vom schnöden Sündendienst; Es stärke mich mit Kraft Zu deines Namens Ruhm In meiner Pilgerschaft! nefnt 6. Wie selig leb' ich dann Nach Busch. Im Mel. Gott, du frommer Gott 2c. 303. Herr, ohne Glauben Im Glauben schon auf Erden! Noch herrlicher wird einst Mein Theil im Himmel werden. Da werd' ich, was ich hier Geglaubt, im Lichte schau'n, Und du erfüllst dann ganz Mein kindliches Vertrau'n. fann Kein Mensch vor dir bestehen; Drum wend' ich mich zu dir Mit demuthsvollem Flehen: D, zünde selbst in mir Den wahren Glauben an, Weil ich durch meine Kraft Jhn mir nicht geben kann! na mad Peter Busch, geb. 1682, gest. 1744. Mel. Wie soll ich dich empfangen 2c. 2. Laß mich insonderheit, Daß du seist, herzlich glauben; Was mir dein Wort verheißt, Das 304. Ist Gott für mich, so 10950 laß mir niemand rauben: Daß trete Gleich Alles wider mich! Glaube und Rechtfertigung. 217 Denn, wenn ich gläubig bete, bebt Nicht vor der Hölle FlamIst mir nichts fürchterlich. Hab' men, Da Jesus starb und lebt. ich das Haupt zum Freunde, Und Kein Urtheil mich erschrecket, Kein bin geliebt bei Gott: Was schadet Unheil mich betrübt, Weil mich mir der Feinde Und Widersacher mit Flügeln decket Mein Heiland, Spott?& hind der mich liebt. 2. Ich weiß und glaub' es feste, Ich rühm's auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst' und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh, Und dämpfe zeigt er Gottes Stadt, Wo unSturm und Wellen, Und was ser Herz einst schauet, Was es mir bringet Weh. 7. Sein Geist ruft meinem Geiste Manch süßes Trostwort zu: Wie Gott Dem Hülfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh'; Und dem, der ihm vertrauet, Dem geglaubet hat. 3. Der Grund, worauf ich baue, Ist Christus und sein 108 Blut; In ihm, dem ich vertraue, Find' ich das wahre Gut. An mir und meinem Leben Jst nichts auf dieser Erd'; Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe werth. 20 4. Er ist mir Ruhm und 8. Da steht mein Theil und Erbe Bereit in Pracht und Licht; Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht! Durchseufz' ich auch hienieden Mit Thränen manche Zeit, Mein Jesus und sein Frieden, Durchsüßet alles Leid. 4191995 9. Kein Engel, feine Freuden, Ehre, Mein Glanz und helles Kein Thron noch Herrlichkeit, Licht; Wenn der nicht in mir kein Lieben und kein Leiden, wäre, könnt' ich bestehen nicht nicht Angst noch Fährlichkeit, Vor deinem Richtersige, Wenn Was man nur kann erdenken, du, o Herr, dereinst Mit Donner Es sei klein oder groß, Der keiund mit Bliße Selbst zum Ge- nes soll mich lenken Aus deinem richt erscheinst.rs sistpilse Arm und Schooß! POTENT 5. Mein Jesus hat sein Leben 10. Mein Herz ist voller Zur Tilgung meiner Schuld Am Freude, und kann nicht traurig Kreuz dahingegeben; D, wunder- sein; Ich weiß von keinem Leide, volle Huld! Sie macht, daß ich Seh' lauter Sonnenschein. Die mich freue Mit unerschrock'nem Sonne, die mir lachet, Ist mein Muth, Und fein Gericht mehr Herr Jesus Christ, Und was scheue, Wie sonst ein Sünder thut. mich fröhlich machet, Ist, was 6. Nichts, nichts fann mich im Himmel ist. verdammen; Mein frohes Herze chod Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. 218 Glaube und Rechtfertigung. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 305. 6. Ist auch mein Glaube noch Gottes Sohn, Herr so klein, Ein Senfforn kaum zu Jesu Christ, Du meiner Seele merken, Wollst du doch wirksam Leben! Was mir zum Glauben in mir sein, Durch deine Gnad' nöthig ist, kann ich mir selbst ihn stärken! Das schwache Rohr nicht geben; Drum hilf du mir zerbrichst du nicht, Verlöschest von oben her, Den wahren Glauben mir gewähr' Und laß mich drin beharren. fein noch glimmend Licht, Bist mächtig in den Schwachen. 7. Gieb, Jesu, daß ich nur auf d2. Lehr' du und unterweise dich Und deinen Beistand sehe, mich, Daß ich den Vater fenne, Und dann, mit Macht gestärkt Daß ich, o Jesu Christe, dich durch dich, Fest in dem GlauDen Sohn des Höchsten nenne, ben stehe. Mit Früchten der Daß ich zugleich den heil'gen Gerechtigkeit Erfüllet, laß mich Geist, Der uns den Weg zum allezeit Des Glaubens Kraft beHimmel weis't, Von ganzem Her- weiſen. zen ehre. 8. Herr, durch den Glauben wohn' in mir, Laß ihn sich immer stärken, Daß er sei fruchtbar für und für Und reich an guten Werken; Daß er sei thätig durch die Lieb', mit Freuden und Geduld sich üb', Dem Nächsten treu zu dienen. 9. Insonderheit gieb mir die Kraft, Daß einst bei meinem Ende Ich übe gute Ritterschaft, In dir den Lauf vollende; Daß ich in meiner letzten Noth Des Glaubens Ziel durch deinen Tod, Die Seligkeit erlange. 10. Hast du, o Jesu, selbst 5. Laß meinen Glauben trö in mir Den Glauben angezünsten sich Des Bluts, das du ver- det: So kommt mein ganzes goffen; Und halt in deiner Heil von dir; Du hast's allein Gnade mich Beständig einge- gegründet. Was du begonnen schlossen. Gieb, daß im Glauben hast, vollführ, Daß sich mein ich die Welt Und was die Welt Glaube dort bei dir Verwandle, am höchsten hält, Allzeit für Herr, in Schauen. ichill o Schaden achte. 3. Laß von dem großen Gnadenheil Den rechten Sinn mich fassen: Daß der nur habe an dir Theil, Dem du die Schuld erlassen. Hilf, daß ich geh' auf richt'gem Steg; Du selbst, Herr Jesu, bist der Weg, Die Wahrheit und das Leben. 4. Gieb, daß ich traue deinem Wort, Es wohl zu Herzen fasse, Daß sich mein Glaube immerfort Auf dein Verdienst verlasse; Daß mein lebend'ger Glaube mir Gerechtigkeit verleih' vor dir, Wenn ich in Sünden zage. Dabid Denike, geb. 1603, geft. 1680. Glaube und Rechtfertigung. 219 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) Wer Gottes 8 Wort 307. 307. Aus Gnaden soll ich nicht hält, und spricht:„ Ich selig werden, Und nicht durch fenne Gott", der heuchelt; In meiner Werke Werth. Welch dem ist Gottes Liebe nicht, Wie Heil, daß Gott sehr er sich auch schmeichelt. Wer Erden Gerecht aber sein Wort glaubt und hält, Der ist von Gott, nicht von der Welt.d nd mich schon auf und für sein Kind erklärt! Durch meinen Heiland soll ich rein, Aus Gna#tsbildsy den ewig selig sein. nod, m 19000 Su 2. Der Glaube, den sein Wort 2. Aus Gnaden! denn, wer erzeugt, Muß auch die Liebe fann verdienen, Was Sündern zeugen; Je höher dein Erkennt- Gottes Sohn erwarb, Als er niß steigt, Je mehr wird diese nach Gottes Rathschluß ihnen steigen. Der Glaub' erleuchtet Zum Heil und zur Versöhnung nicht allein, Er stärkt das Herz starb, Und Gott für uns den und macht es rein. duni i Hirten schlug, Der seiner Heerde Sünde trug? Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 306. Wer 11af 3. Durch Jesum rein von Missethat, Sind wir nun Gottes 3. Aus Gnaden kam der Kinder; Wer solche Hoffnung zu Sohn auf Erden Und übernahm ihm hat, Der flieht den Rath die Sündenlast; Was nöthigt der Sünder, Folgt Christi Bei ihn, dein Freund zu werden? spiel als ein Christ, Und reinigt sich, wie Er rein ist. Sprich, weß du dich zu rühmen hast? Gab er sich nicht zum ind Opfer dar Und nahm dein Heil mil or 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, Wenn ich Gehorsam in Gnaden wahr? übe; Wer die Gebote hält, in 4. Aus Gnaden! doch du, dem Ist wahrlich Gottes Liebe. sichrer Sünder, Denk' nicht: Ein täglich thätig Christenthum, wohlan, ich greife zu!" Wahr Das ist des Glaubens Frucht ist's, Gott ruft verlorne Kinder und Ruhm. 11 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, Wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' ist's, die die Seraphim Gott zu gehorchen treibet. Gott ist die Lieb'; an seinem Heil Hat ohne Liebe Niemand Theil. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Aus Gnaden zur verheißnen Ruh; Doch den geht seine Gnad' nicht an, Der noch auf Gnade sünd'gen kann. 5. Aus Gnaden! wer dies Wort gehöret, Tret' ab von aller Heuchelei. Nur wenn der Sünder sich befehret, Dann lernt er erst, was Gnade ser; Beim Sün 220 Glaube und Rechtfertigung. dethun scheint sie gering, Dem Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, Glauben ist's ein Wunderding. Erworben für uns alle. 08 2 6. Aus Gnaden hilf mir rin- 4. Da es durch den erfüllet gen, streiten Und überwinden; ist, Durch welchen wir genesen, tritt herzu, Daß ich, wenn meine So lern' und fasse wohl, o Christ, Tritte gleiten, Doch nie aus Des Glaubens rechtes Wesen. Vorsatz Böses thu'! Ich weiß Der Glaube spricht: Du, Herr, es, du belohnest auch Der Gnade bist mein! Dein Tod wird mir redlichen Gebrauch. piots md das Leben sein, Du hast für 7. Aus Gnaden einst von mich gebüßet. dir erhoben In deinen Himmel, will ich dann Mit allen Heili- zweifle nicht; Dein Wort wirst 5. So glaub' ich fest und gen dich loben, Mehr, als ich du nicht brechen. Wenn alle dich hier preisen kann. Dann Welt die Treue bricht, Hältst du bin ich ganz gerecht und rein, doch dein Versprechen. Wer an Und ewig selig, ewig dein. dich glaubt und wird getauft, Dem ist die Seligkeit erkauft, Der gehet nicht verloren. 75119 Christian Ludwig Scheidt, geb. 1709, gest. 1761. 308. Es ist das Heil uns kommen her kommen her Aus Güt' und lauter Gnaden; Die Werke helfen nimmermehr, Zu heilen unsern Schaden. Der Glaub' sieht Jefum Christum an, Der hat für alle g'nug gethan; Er ist der Mittler worden. 2. Da das, was das Geset gebot, Niemand konnt' recht erfüllen, Geriethen wir in große Noth, Die Niemand konnte stillen. Das Fleisch gehorchte nicht dem Geist, Nicht dem, was Gott zu thun uns heißt; Es war mit uns verloren. di 6. Die sind gerecht vor Gott allein, Die diesen Glauben fas sen. Der Glaub' fann nicht unthätig sein; Er lehrt die Sünde hassen. Er treibt zu guten Werfen an; Lehrt Menschenliebe, und die Bahn Der Frömmigkeit zu wandeln. 7. Schlägt den, der seine Sünd' erkannt, Gleich das Gesetze nieder, So reicht der Mittler ihm die Hand Und stärkt den Sünder wieder. Er spricht: Komm nur zum Kreuz herzu! Denn das Gesetz giebt keine Ruh' Mit allen seinen Werken. 3. Erfüllt muß das Gesetze sein, Sonst mußten wir verderben. Da stellte Gottes Sohn sich ein, Das Heil uns zu erwerben. Der hat nun das Gesetz erfüllt, rauben. 3war macht allein der 8. Gewiß, die Werke kommen her Aus einem rechten Glauben; Denn das kein rechter Glaube wär, Dem man die Werk' wollt' Glaube und Rechtfertigung. 221 Glaub' gerecht; Doch daran, der, welcher für mich litt, Und daß er Früchte trägt, Läßt seine mich noch jetßt bei Gott vertritt. Kraft sich merken.in p 5. O Herr, wie selig ist die 9. Sei jetzt und immerdar Seele, Die so sich deiner Gnade gepreist Um dieser Gutthat willen, freut! Gesetzt, daß irdisch Glück Gott Bater, Sohn und heil'ger Geist. Du wollst uns selbst er füllen Mit Gnade, die das Herz erhöht, Zu heil'gen deine Majestät; Zu ehren deinen Namen. ihr fehle, Fehlt ihr doch nicht Zufriedenheit. Dein Friede überwieget weit Die Welt und ihre Herrlichkeit. dit. 6. Dein Friede stärkt mit frohem Muthe Das Herz auch in der größten Noth, Giebt Hoffnung zu dem ew'gen Gute, Und macht getrost selbst in dem Tod. Er ist schon in der Pilgerzeit Ein Vorschmack künft'ger Seligkeit. www Paul Speratus, geb. 1484, gest. 1554. menen Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 309. Gott, deine Gnad' ist unser Leben; Sie schafft uns Heil und Seelenruh'. Dein ist's, die Sünde zu vergeben, Und willig ist dein Herz dazu. Du nimmst die Sünder gnädig an, Die sich voll Reue zu dir nah'n. 11923 bir nah'n. 2. Uns, uns Verlor'ne zu erretten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. O Gott, wie hast du uns geliebt, Welch ein Erbarmen ausgeübt! 7984 in 7. Laß, Vater, laß auch mich empfinden, Wie köstlich dieser Friede sei. Auch mich sprachst du von meinen Sünden Und ihren Strafen völlig frei. Denn der, der Aller Sünden trug, Ward sterbend auch für mich ein Fluch. top: 11000 8. D, laß mich dies im Glauben fassen, Und, als ein Kind, voll Zuversicht Mich stets auf deine Treu' verlassen! Wenn Alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! Sein Heil steht unbeweglich fest.o 3. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die Niemand g'nug erheben kann! Nun nimmst du jede wahre Reue Mit Baterhuld noch gnädig an. Wohl dem, der sich zu dir bekehrt, und gläubig seinen Mittler ehrt! 9. Lobsingend will ich dich erheben, Mich ewig deiner Gnade freu'n, Und deinem Dienst mein ganzes Leben In findlichem Gehorsam weih'n. Herr, du vergabst mir meine Schuld; Nie, nie ver. 4. Herr, den befrei'st du von den Plagen, Die dem Gewissen furchtbar sind; Der kann getrost und freudig sagen: Gott ist für geff' ich deiner Huld. mich, ich bin sein Kind; Hier ist Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 222 Glaube und Rechtfertigung. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. ihm gern; Bleibt von den Sün310. Sei, Höchster, ewiglich denwegen fern, Bleibt auf dem gepreist, Für deine große Gnade, Weg zum Himmel! Wovon dein Wort uns unter- fromuni Mel. Kommt her zu mir, spricht zc. weist! Geheilt ist unser Schade. Dein Sohn hat uns von unfrer 311. So hoff' ich denn mit Noth Erlöset, und selbst in den festem Muth Auf Gottes Gnad' Tod Für uns sich dargegeben. und Christi Blut; Ich hoff' 2. Er nahm sich unser gnädig ein ewig Leben. Gott, als ein an, Trug alle unsre Sünden, Bater, der verzeiht, Hat mir das Ward dem Gesetze unterthan, Recht zur Seligkeit In seinem Vom Fluch uns zu entbinden, Sohn gegeben. inda Den es den Uebertretern dräut; Erwarb uns die Gerechtigkeit Durch sein versöhnend Leiden. 2. Herr, welch ein unaussprechlich Heil, An dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Him3. Wer nun in seiner Seelen- mel haben; Im Herzen durch noth Auf diesen Heiland schauet, den Glauben rein Dich lieben Und wenn ihm sein Gewissen und versichert sein Von deines droht, Auf Jesu Tod vertrauet, Geistes Gaben! Der ist's, den Gott gerecht er- 3. Dein Wort, das Wort der klärt, Und der das große Glück Seligkeit, Wirkt göttliche Zuerfährt, Vergebung zu erlangen. friedenheit, Wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, Versüßet uns des Lebens Ruh', Und stärkt uns C 4. Gott sagt ihm Heil und Leben zu; Er stillet sein Gewiffen, Und läßt zu seiner Seelenruh' Ihn seine Huld genießen. Da lebt er dann in Gott erfreut; Im Schmucke der Gerechtigkeit Dient er nun Gott mit Freuden. in Gefahren. Lions GI O DO Custound: 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, Den Glauben an dein göttlich Wort, Um deines Namens 5. Erkennet Gottes gnäd'gen willen! Laß ihn mein Licht auf Rath, Geht in euch, sich're Sün- Erden sein, Ihn täglich mehr der! Frohlockt, die er begnadigt mein Herz erneu'n, Und mich hat, Ihr, seine frommen Kinder! mit Trost Dient ihm mit Freuden, dient erfüllen! Te Christ Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. d 0: nspel nidunt dau énig mij mid tihim Von der Glückseligkeit wahrer Christen. fuisd wi mondin die IV. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. [ C Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) trösten, Lenkst du mit väterlicher 312. Wer, Wer, o mein Gott, Huld, Was nur geschieht, zu aus dir geboren, Ein neues Herz von dir empfängt, Und dir zum Eigenthum erforen, Der Sünd' entsagt und göttlich denkt, Und göttlich lebt: wie selig ist Dein Kind, dein Eigenthum, der Christ! seinem Besten, Und hast, wenn er auch fehlt, Geduld, Hilfst gern von seinem Fall ihm auf Und förderst seinen Tugendlauf. 2. Befreit aus seinen Finsternissen Und von der Sünde Sclaverei, Begnadigt, ruhig im freut er Gewissen, Vom Fluche des Geseges frei, Sieht er in dir, mit dir vereint, Den Vater nur und feinen Feind. 3. Darf alles, Gott, von dir verlangen, Was ihm dein eig'ner Sohn erwarb; Wird alles auch von dir empfangen, Weil er zu seinem Heile starb: Licht, wo er's braucht, und Muth und Kraft Zum Kampfe seiner Pilgerschaft; 4. Zum sichern Siege deine Stärke, Und deinen Geist der Heiligung zu einem jeden guten Werke, Im Leiden Trost und Linderung, Und selbst in seiner Prüfungszeit Den BVorschmack jener Herrlichkeit. th 223 5. In seinem findlichen Gebete Ist er der frohen Zuversicht, Daß ihn dein Sohn vor dir vertrete; Und du beschämst dein Kind auch nicht. Ja, deine Vaterhuld gewährt Jhm immer mehr, als er begehrt. dodu 6. Bereit zu helfen und zu me 7. Er wandelt gern auf deinen Wegen, Liebt alle Menschen brüderlich; Was er nur thut, wird Heil und Segen, Auch deines Beifalls sich. Mag doch der Sünder ihn verschmähn; Er wird von dir, o Gott, gesehn. 8. Versichert, daß er selig werde, Zufrieden hier mit ſeinem Loos, Ist für die eitle Lust der Erde Zu selig er, zu reich, zu groß; Und seine Wünsche, Gott, begrenzt Kein Glück der Welt, so sehr es glänzt. Gr 9. Er sieht den Tod von ferne kommen Und zittert nicht, er ist sein Freund; Von dir zum Erben angenommen, Frohlockt er, wann der Tod erscheint. Er endet fröblich seinen Lauf Und schwinget sich zu dir hinauf. 10. Wie selig, wer aus dir geboren, Ein neues Herz von dir empfängt Und, dir zum Eigenthum erforen, Der Sünd' entsagt und göttlich denkt Und göttlich lebt, wie selig ist Dein Kind, dein Eigenthum, der Christ! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 224 Von der Glückseligkeit wahrer Christen. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 313. Cin ruhiges Gewissen Laß, Herr, mich stets genießen! Denn, hab' ich dieses nur, So ist für mich in Tagen, Wo An- 8. Läßt du mich im Gewissen dre ängstlich zagen, Nichts Schreckliches in der Natur. moni no Einst diesen Trost genießen, Kann ich dann, voll Vertrauen, Wenn Alles von mir weicht; Auf dich als Vater schauen: So wird mir selbst das Sterben leicht. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, Und dann dein Geist bezeuget, Daß ich begnadigt bin; Wenn mich dein Trost erquicket, So oft mich Trübsal drücket: Wie unschätzbar ist mein Gewinn! Sich rühmen: ich bin dein; Im Glauben der Erlösten Sich deiner Huld getrösten- Welch Glück, mein Gott, kann größer ſein? Mich deine Weisheit leiten Zur 9. D, laß zu allen Zeiten Glaubensthätigkeit! Und hab' ich dann noch Flecken, So wird sie Jesus decken; In ihm hab' ich 3. Sollt' ich solch ruhig Le ben Für Lust der Sünde geben, Gerechtigkeit. Und dann die inn're Pein, Michd on selber zu verklagen, In meinem Busen tragen? Gott, laß dies ferne von mir sein! du 30 7910ll 4. Sein eignes Herz bekämpfen, Und seine Neigung däm pfen, Ist freilich schwere Pflicht; Doch, wenn wir uns besiegen, Welch himmlisches Vergnügen Gewährt die Ueberwindung nicht! Nach Gellert. LING Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 314., welch ein unschäßzbares Gut Jst doch ein gut Gewissen! Hab' ich nur das, so hab' ich Muth, Wenn Andre zagen müssen. Dann zittert meine Seele nicht, Mich schreckt kein Tod und kein Gericht; Ich habe Gott zum Freunde. ull CALD 5. Nichts kann im Wohlergehen So unser Glück erhöhen, Als ein geruhig Herz. Das schafft uns inn're Freuden, Und mildert auch im Leiden Durch seinen Trost den größten Schmerz. AUTOR 2. Bin ich mir deiner Huld bewußt, Und, Gott, bei dir in Gnaden, So wohnet Ruh' in meiner Brust; Und wer will mir dann schaden? Ich seh' auf 6. Die Güter zu verachten, dich in aller Noth, Womit die Wornach die Thoren schmachten, Zukunft mich bedroht; Mich tröWas giebt uns dazu Muth? stet deine Liebe. Was tröstet Gottes Kinder Bei'm 3. Trifft mich auch hier zuSpotte frecher Sünder? Ein weilen noch Das Gift der Lästeruhig Herz, das beste Gut.rungen, Wird meines Herzens 7. Zu dir gen Himmel schauen, Ruhe doch Dadurch nicht ganz Gott, und mit Bertrauen verdrungen. Weiß sich nur mein Von der Glückseligkeit wahrer Christen. 225 Gewissen rein, Und flieh' ich bist mein, Und ich bin dein; auch den bösen Schein, Wirst Was mangelt meiner Seelen? du mich schon beschützen. suis 62. Du hast mich von der 4. Ich sehe mit Zufriedenheit Welt erwählt Und deinen KinDer künft'gen Welt entgegen; dern zugezählt; Nie wirst du Sie giebt mir Muth und Freu- mein vergessen. Du liebst mein digkeit Auf allen meinen Wegen; Wohl, Hast gnadenvoll Mein are Denn dort macht selbst, o Herr, Glück mir zugemessen. 3. Du trägst mich liebreich dein Mund Den wahren Werth der Menschen kund; Da wird mit Geduld, Vergiebst durch ndi Christum mir die Schuld, Wenn der Fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich, ich aus Schwachheit fehle. An mir zum Heil, Ein unverleßt seinem Heil Hab' auch ich Theil; Dies tröstet meine Seele. Gewissen, Des Lebens allerbestes Theil, Zu haben sei beslissen! Mein Eifer, mich dir ganz zu weihn, Sei, mit dir ausgeföhnt zu ſein, Ein unverwerflich Zeugniß. 6. Gieb, daß ich des Gewissens Spruch Als deine Stimme ehre, Und immer aufmerksam genug Auf seine Warnung höre! Erinnert's mich an meine Schuld, So laß mich, Vater, deine Huld Boll Reu und Glauben suchen! 116 4. An dir hab' ich den treuen Freund, Der es auf's beste mit mir meint. Wo find ich deines Mit deiner Treu' Stehst du mir bei, Wenn Berg' und Hügel weichen. midag 5. In Finsterniß bist du mein Licht, Erfreust mein Herz; drum frag ich nicht Nach allem Tand der Erde. Herr, ohne dich Ist nichts für mich, Das mir erfreulich werde ichise chius 7. Mit deiner Gnade tröste mich, und stärke meine Seele, Daß sie vor Sünden hüte sich Und nie aus Vorsatz fehle! Denn, wer nur reines Herzens ist, Hat immer dich durch Jesum Christ, Allwissender, zum Troste. gen bringen. nism Johann Samuel Diterich, de ruaniso mi chigeb. 1721, geft. 1797.7. Auf deiner Huld allein beruht Mein ganzes Glück, mein Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c. höchstes Gut; In dir leb' ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir In Liebe ungeschieden. o 10ilk and 8. Du willst mein ew'ges Wohl-. 15. 315. Ich freue mich, mein Gott, in dir. Du bist mein Trost; und was kann mir In deiner Liebe fehlen? Du, Herr, 6. Du segnest mich, wenn man mir flucht; Und wer mir auch zu schaden sucht, Dem wird's doch nicht gelingen. Selbst, was mich fränft, Das muß, gelenkt Bon dir, mir Se 226 Von der Glückseligkeit wahrer Christen. ergehn; Einst werd' ich dich die Welt erlesen; Mir gefällst noch näher sehn, Du Ursprung du nicht. Fahre hin, o Sünde, wahrer Freuden! An dir wird Deine Nacht verschwinde; Jesus sich Dann ewiglich Mein ganzes ist mein Licht. Gute Nacht, Du Herze weiden. domu nad Stolz und Pracht; Dir sei ganz, Nach Liscovius. 2999999 o Lasterleben, Gute Nacht geod geben. hello 6. Weicht, ihr Trauergeister, Denn mein Herr und Meister Kehret bei mir ein. Jeden, der ihn liebet, Muß, was erst betrübet, Doch zuletzt erfreun. Duld' ich schon Hier Spott und Hohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude. 316. Jesu, meine Freude, Meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier! Ach, wie lang, ach lange Ist dem Herzen bange Und verlangt nach dir! Du bist mein, Und ich bin dein; Außer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lieber werden! 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. und des Nings die Welt erzittern, Jeſus 317. Son Gotte steht mir bei! Wenn die Welt In Trümmer fällt, Wenn mich Sünd' und Hölle schrecken, Jesus wird mich decken! di 29 He Menschen Sohn, Du hier mein Trost, und dort mein Lohn, Des Himmels großer König: Von ganzem Herzen lieb' ich dich. 3. Nicht des Grabes Höhle Hab' ich dein Heil, so rühret Schrecket meine Seele; Nicht das mich Das Glück der Erde wenig. Weltgericht. Nichts fann meinen Glauben, kann mir Jesum rauben; Er verläßt mich nicht. Gottes Macht Hält mich in Acht; Erd' und Abgrund müssen schweigen Und vor ihm sich neigen. manu Laß mich, Bitt' ich, Quell des Lebens, Nicht vergebens, Dich verlangen; Laß mich Heil und Trost empfangen! 4. Weg mit allen Schäßzen; Du bist mein Ergößzen, Jesu, meine Lust! Weg, ihr eiteln Eh ren, Die das Herz verkehren, Bleibt mir unbewußt! Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß lei den, Nicht von Jesu scheiden. 5. Fahre hin, o Wesen, Das Johann Frant, geb. 1618, gest. 1677. 2. Ich streb', o Jesu, him. melwärts: Entzünde du doch selbst mein Herz Mit Flammen reiner Liebe; Daß ich dir ganz ergeben sei, Und dich, in deinem Dienst getreu, Durch Undanf nie betrübe. Laß mich, Laß mich, Ach, mich Schwachen, Beten, wachen, Und dich fassen, Ewig, Jesu, dich nicht lassen! 3. Noch seh' ich zwar dein 227 Von der Glückseligkeit wahrer Christen. Angesicht, O, göttlicher Erlöser, Mel. Ich finge dir mit Herz und Mund 2c. nicht; Doch werd' ich's einst er 318. Wohl, wohl dem Menblicken. Du bist schon hier mein schen, der dem Rath Der Frevler höchstes Gut; Dein Wort, dein sich entzieht; Dem Menschen, Geist, dein Leib und Blut Kann der den frummen Pfad Der mich allein erquicken. Jesu, Hilf Uebertreter flieht; mir, Daß mein Glaube, Hier 2. Der, wo der Gottheit vom Staube Mich erhebe, Mir Spötter lacht, Die fromme des Himmels Vorschmack gebe! Seel' entfernt; Sich Gottes Recht zur Freude macht, Und Tag und Nacht es lernt. 4. Du, großer Bater, hast mich schon Von Ewigkeit in deinem Sohn Auf's innigste gelie- 3. Er grünet, wie am Bach bet. Dein Sohn hat mich mit ein Baum Von seinem Segen dir vereint; Er ist mein Bruder schwillt, Sich hebt, und einen und mein Freund: Wo ist, was weiten Raum Mit seinem Wipfel mich betrübet? Welche Wonne! füllt.nd om husd it 102 Ewig's Leben Wird er gebend 4. Er trägt, wenn seine Zeit Seinen Lieben, Die ihm hier ge- kömmt, Frucht, Und bleibet imtreu verblieben. mer grün; Erquicket den, der 5. Ihm, welcher Höll und Schatten sucht; Der Wandrer Tod bezwang, Jhm, ihm soll segnet ihn. Dis wat BY he unser Lobgesang Mit jedem Tag 15. Das ist der Fromme. Was erschallen; Dem Lamme, das er macht, Geräth ihm und gegeopfert ist, Dem Freunde, der deiht; Staub ist der Sünder, uns nie vergißt, Wird unser der sein lacht, Spreu, die der Dank gefallen. Singet, Singet, Wind zerstreut. don Jesu Brüder, Freudenlieder! 6. Der, der sich gegen Gott Gottes Kinder, Singt dem gro- empört, Besteht nicht im GeBen Ueberwinder! din richt; In der Gemeinde, die Gott ehrt, Bleibt der Verbrecher nicht. 7. Dir, Höchster, dir gefällt die Bahn, Die der Gerechte geht; Du schaust im Zorn den Sünder an, Des Sünders Weg vergeht. str med d dain 6. Wie freu' ich mich, o Jesu Christ, Daß du der Erst' und Letzte bist, Der Anfang und das Ende! Du schließest selig meinen Lauf, Und nimmst mich einst zu dir hinauf; Ich eil' in deine Hände. Amen! Amen! Ja, ich werde von der Erde Freudig Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen us gehen, und dein Antlitz ewig 319. Entfernet euch, unsel'ge 1914 isit fehen. Innt BarR Tro Schlegel nach Nicolai.! Spötter! Jhr zittert, wo der 15* histle Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 228 Von der Glückseligkeit wahrer Christen. Fromme glaubt. Mein Herz hat des Himmels stets bewußt. Kein seinen Gott zum Retter, Und Unglück kann mich niederschlagen; eine Hoffnung, die nichts raubt. Ich weiß, mein Glück entgeht mir Ich sehe meinen Heiland leben; nie. Jch darf vor Feinden nicht Ich weiß, daß ich nicht sterben verzagen; Ich weiß, mein Tod kann; Ich weiß: mit diesem entwaffnet sie.praba bita Fleisch umgeben, Schau' ich den Gott der Himmel an. 6. Du, letzte Stunde meines Lebens, Die du dem Christen 2. Was seid ihr, stolze Welt- heilig bist, Ich warte nicht auf bezwinger, Wenn euch die prächt'ge dich vergebens; Ich thu', was Hoffnung fehlt? Gott achtet eure deiner würdig ist. Du lehrst mein Macht geringer, Als ihr den Leben mich genießen; Du bist Sclaven, den ihr quält. Wie mein Lohn aus Gottes Hand. furze Zeit, mit wie viel Sorgen Wie sanft wird sich mein Auge Genießt ihr eurer Ehrsucht Raub! schließen: Mein Geist erblickt sein Ihr sieget heut', man haßt euch Vaterland!- Stedfried tha morgen; Jhr waret Götter, und dan Johann Christian Krüger. geb. 1722, gest. 1750. seid Staub. I 3. Was sind, Weltmenschen, eure Freuden, Die Wollust, die 320. Ich weiß, an wen mein euch trunken macht? Ein Christ Herz sich hält; Kein Feind soll soll euer Glück beneiden? Folgt mir ihn rauben. Als Bürger es euch in des Grabes Nacht? einer bessern Welt Leb' ich hier Ihr rechnet mit erhigtem Blute nur im Glauben; Dort schau' Des fernen Tages Wollust aus; ich, was ich hier geglaubt. Wer Die nahe schreckliche Minute ist, der mir mein Erbtheil raubt? Tilgt euer Glück auf ewig aus. Es ruht in Jesu Händen. 4. Ihr seid dahin: des Christen Größe Geht auf, besiegt die furze Nacht Am Tage, da Gott eure Blöße Zum Schauspiel aller Augen macht. Der Tag macht Könige den Knechten Und Bettler den Monarchen gleich; Der Tag giebt Adel dem Gerechten, Und macht des Christen Seele reich. ar rold undi Mel. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir zc. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit, Und herrlich ist die Krone. Das Glück der ganzen Ewigkeit Wird mir zum frohen Lohne. Der du für mich den Tod geschmeckt, Durch deinen Schild werd' ich bedeckt; Was kann mir denn nun schaden? 3. O, Herr, du bist mein 5. Ein Blick in meine Zukunft ganzer Ruhm, Mein bester Trost treibet Verdruß und Angst aus auf Erden, In jener Welt mein meiner Brust: Ein Herz, das Eigenthum; Was kann mir nicht auf Erden bleibet, Ist sich Größ'res werden? Von fern 229 glänzend Nichts vergeht: Nur des Gerechten Glück besteht Durch alle monide indt Ewigkeiten. Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. Von der Glückseligkeit wahrer Christen. glänzt mir mein Kleinod zu; Du schaffst mir nach dem Streite Ruh', Und reichst mir meine Krone. 14. Herr, lente meines Geistes Blick Von diesem Weltgetümmel 321. Meinen Jesum laß ich Auf dich, auf meiner Seele Glück, nicht. Er hat sich für mich geAuf Ewigkeit, auf Himmel! Die geben: Sollt' ich nicht aus Dank Welt mit ihrer Herrlichkeit Ver- und Pflicht Ihm anhangen, ihm geht und währt nur kurze Zeit; nur leben? Er ist meines Lebens Im Himmel sei mein Wandel! Licht; Meinen Jesum laß ich nicht. 15. Jetzt, da mich dieser Leib2. Er, der Welt und mir gebeschwert, Ist mir noch nicht er sandt, Uns zu lehren, uns zu schienen, Was jene beff're Welt retten, Gab sein Leben uns zum gewährt, Wo wir Gott heilig Pfand, Daß wir Gottes Gnade dienen. Dann, wenn mein Auge hätten. D, wie bin ich ihm vernicht mehr weint, Und mein Er- pflicht't! Meinen Jesum laß ich lösungstag erscheint, Dann werd' nicht. de day ich's froh empfinden. 46. Jm Dunklen seh' ich hier mein Heil; Dort seh' ich's flar und heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil; Dort hebt mein Geist sich weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; Dort wird er sichtbar, wenn dein Bild Mich einst vollkommen schmücket. 171910 7. Zu diesem Glück bin ich erkauft, D Herr, durch deine Leiden; Auf deinen Tod bin ich getauft: Wer will mich von dir 5. Nicht auf dieser Erde ist's, scheiden? Du zeichnest mich in Was des Herzens Wünsche stillet; deine Hand; Ich bin dir, Herr, Du, o Jesu, du nur bist's, Der du mir bekannt. Mein sind des sie ewig ganz erfüllet, Und mich Himmels Freuden. ifreispricht vor Gericht. Meinen 8. Wie groß ist meine Herr Jesum laß ich nicht. lichkeit! Empfinde sie, o Seele! 6. Dich, mein Jesu, halt' ich Vom Tand der Erde unentweiht, fest, Lasse nichts von dir mich Erhebe Gott, o Seele! Der Erde scheiden. Weh' euch, die ihr sein 3. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang' und Lippen sich entfärben, Mich kein Labsal mehr erfrischt, Alle Sinne mir ersterben, Und das matte Herz nun bricht: Laß ich meinen Jesum nicht. d 4. Dort auch laß ich Jesum nie, Hange stets an seinen Blicken; Denn nach dieses Lebens Müh' Will er ewig mich erquicken. Ewig strahlt mir dort sein Licht. Meinen Jesum laß ich nicht. 2 Von der Glückseligkeit wahrer Christen. vergeßt: Ihr beraubt euch ew'ger Gott, mein Heil, Wird in Eil' Freuden. Selig, wer in Wahrheit Sie zu Schanden machen. spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Nach Kehmann. 322. Warum sollt' ich mich 7. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, Wo er ist, Seinem Gott vertrauen. Was sollt denn grämen? Hab' ich doch er zu schrecklich finden? Auch den Christum noch, Wer will mir Tod Hilft ihm Gott Freudig den nehmen? Wer will mir überwinden. iisipin tim den Himmel rauben, Den mir 8. Kann mich doch der Tod schon Gottes Sohn Beigelegt im nicht tödten, Sondern reißt Glauben? ENTSE Hit meinen Geist Aus viel tausend 2. Nackend lag ich auf dem Boden, Da ich tam, Da ich nahm Meinen ersten Odem. Nackend werd' ich auch hinziehen, Wenn ich werd' Von der 9. Dort wird sich an bessern Erd' Wie ein Schatten fliehen. Nöthen, Schließt das Thor der bittern Leiden, Und macht Bahn, Daß ich kann Gehn zu Himmels. Freuden. 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben Ist nicht mein, Gott allein Ist es, der's gegeben; Will er's wieder zu sich fehren, Nehm' er's hin; Ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. bod dali di Schäßen Geist und Herz Auf den Schmerz Ewiglich ergößen. Hier ist kein recht Gut zu finden; Was die Welt In sich hält, Muß wie Rauch verschwinden. In nism 230 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand Voller Sand, Kummer der Gemüther! Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird, Mich ohn' Ende laben.ie de nist 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, Dringt herein Angst und Pein, Sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, Wie er soll All' mein Unglück enden. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden! Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden: Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut Mir zu gut In den Tod gegeben; 5. Gott hat mich in guten Tagen Oft ergößt; Sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Gott, mein Vater, schlägt mit Maßen; Er, mein Licht, Kann 12. Du bist mein, weil ich mich nicht Ganz und gar ver- dich fasse Und dich nicht, mein laffen. abine od bhg Licht, Aus dem Herzen lasſe. Laß 6. Satan, Welt und ihre mich, laß mich hingelangen, Da Rotten Können mir nichts mehr du mich Und ich dich Ewig werd' hier Thun, als meiner spotten. umfangen. Laß sie spotten. laß fie lachen; 13 Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. Allgemeine Pflichten der Christen gegen Gott. 231 ajbánnut tid, nad 1016) vipe V. Allgemeine Pflichten der Christen gegen Gott. Le oriont 100 thniques Mel. Dies ist der Tag, zum Segen 2c.| ruhn von Sorgen und Geschäften, 323. Soll sich mein Geist Und mein Gemüth, um mich zu zu dir, o Gott, erheben Und dir zu schwingen, Zur Stille dich zu kennen glücklich sich be- bringen! streben: So mußt du selbst, um 8. Doch mein Verstand ist groß von dir zu denken, Die Kraft mir schenken. dan unstät, träg', er scheuet Der Ueberlegung Müh', und, schnell zerstreuet, Sinft er, wenn ich zu dir gezogen werde, Zurück zur 2. Laß doch, o Herr, dein Licht mich stets erfreuen, Und meiner Seele Finsterniß zerstreuen! Erde. Erleuchte mich, daß mich zu deiner69. Auch täuscht mein Herz Ehre Dein Glanz verkläre! 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, Das so, wie du, verdient erkannt zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so stille, Als deine Fülle? ihn, machet ihn vermessen, Verführt ihn, seine Grenzen zu vergessen; Will mehr, als seine Kräfte mir vergönnen, Von dir erkennen. 4. Dich suchen ist die edelste der Sorgen. Zwar bist du unerforschlich und verborgen; Doch willst du, wenn wir nur dein Licht nicht hassen, Dich finden lassen.co don 11. Dann werd' ich immer 5. Mit lauter Stimme lehren heller dich erkennen, Und tägdeine Werke Uns deine Weis- lich mehr von deiner Lieb entheit, deine Güt' und Stärke; brennen, Dir gern gehorchen, Auch hast du selbſt sei hoch fröhlich dich erheben, Dir, Gott, Uns unternur leben. dafür gepriesen! wiesen. Enisaudar 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, Wenn wir Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) getreu, was du uns ſehrst, be- 324. Dich, Höchster, ehrwahren; Wenn wir, was deine Lehren wirken sollen, Uns bessern wollen. erbietig scheuen, Ist unser Glück und unsre Pflicht. Kein Mensch fann deiner Huld sich freuen, Scheut er dein heilig Auge nicht. Drum flöße, um mich dein zu - 7. Ach, möcht' ich, Gott, aus allen meinen Kräften Dich suchen, 10. Ergreife mich und leite meine Seele, Daß sie den Weg zur Tugend nicht verfehle; Gewähre mir, damit sie nicht ermüde, Ernst, Lust und Friede! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 232 Allgemeine Pflichten der Christense freun, Mir ehrfurcht ein! wahre Kindes- vor dir wandeln, Und stets, ich ushind sei auch, wo ich sei, Nach deiner 2. Sie leite mich auf meinen Vorschrift redlich handeln, Ent, Aron 1300 Wegen; Sie sei mir Weisheit fernt von aller Heuchelei. Wer und Verstand, Und treibe mich, dich von Herzen liebt und ehrt, das abzulegen, Was ich als Un- Nur der ist dir, o Vater, werth. recht hab' erkannt. Denn wer 8. In deiner Gnade laß mich noch Lust zur Sünde hat, Liebt sterben, So schreckt mich weder wahrlich dich nicht in der That. Tod noch Grab; So werd' ich is a hint 0 Nach Schmolke. 3. Gieb, daß ich stets zu jenes Leben erben, Dazu dein Herzen nehme, Daß du allgegen- Sohn sich für mich gab. Da wärtig bist, Und das vor dir werd' ich dein mich ewig freun zu thun mich schäme, Was dir, Und völlig selig in dir sein. mein Gott, zuwider ist. Was hilft das Lob der ganzen Welt Wenn dir mein Wandel nicht gefällt? dem Dick 164. Nie laß mich dein Gericht vergessen, Mich nie mit SünTorolfred snel nis ad Mel. Lobet den Herren, Alle, die 2c. 325. Ich habe, Gott, mir ernstlich vorgenommen, Nie auf der Uebertreter Pfad zu kommen, dern sündlich freun, Nie muth- Vor dir zu wandeln, dir mich los, doch auch nie vermessen Und und mein Leben Treu zu ergeben. stolz in deinem Dienste sein; Nie 2. Erforsche mich; sieh', ob führe mich zur Sicherheit Der Reichthum deiner Gütigkeit! ich's redlich meine; Gieb, daß ich nicht bloß, was ich sein soll, scheine; Mit allen Kräften strebe, deinen Willen Froh zu erfüllen. 5. Laß mich mit weiser Vorsicht fliehen, Was mich zu Sünden reizen kann, Mich um ein 3. Wenn deine Furcht mich reines Herz bemühen, Und nimm überall begleitet, Und meinen dich meiner hülfreich an! So Gang, wenn mich kein Mensch komm' ich in der Gnadenzeit fieht, leitet; Wie sicher werd' ich Durch dich zur wahren Seligkeit. deine Wege wandeln, Wie richtig handeln! 6. Erhalt' in mir ein gut Gewissen, Das weder Spott noch Trübsal scheu; Und mache von den Hindernissen Der wahren Tugend selbst mich frei. Nie störe Furcht und Lust der Welt Mich, das zu thun, Was dir gefällt. 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge scheuen, Nicht achten auf der Sünder Schmeicheleien, Aufmerksam des Gewissens Stimme hören Und thätig ehren. 5. Gieb Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten: So mag die Welt, wie ihr's gefällt, 7. Mit Ehrfurcht laß mich 233 mind gegen Gott. mich richten! Ehrt mich dein brecher Muth verleihn, Wird Beifall, so kann ich mit Freuden dich die Furcht des Herrn erVerachtung leiden.se but wecken, Auch dann, was unrecht 16. Du achtest nicht das An- ist, zu scheun. Denk' nur: vor sehn der Personen; Wirst billig seinem Angesicht Ist Finsterniß Alles richten und belohnen, Mit wie Mittagslicht. Herrlichkeit und Ehre deine Kinder, Mit Schmach die Sünder. 7. Vollend' ich einstens meine Prüfungsstunden, Und werd' ich bis zum Tode treu erfunden: Wie schön verwandeln sich dann meine Leiden In ew'ge Freuden! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Hom 5. Den Höchsten vor der Welt verehren, Sowohl, als in der Einsamkeit; Auf des Gewissens Stimme hören, Und willig thun, was er gebeut: Auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; Auch daß thut, wer ihn ehret, gern. Bott die Welt VerWenn du dich entfernst: Die 6. Läst dich Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) achtung merken, 326. Willst du der Weisheit fromm von ihr Quelle fennen? Es ist die Furcht Furcht des Herrn wird dich vor Gott, dem Herrn: Nur der schon stärken, Daß du die Welt ist weis und klug zu nennen, verachten lernst. Wer Gott, Der alle seine Pflichten gern, dem Höchsten, wohlgefällt, Ist Weil Gott sie ihm gebeut, voll- glücklich, selbst beim Spott der bringt, Wenn gleich dazu kein Welt. Mensch ihn zwingt. mis 2. Lern' Gottes Größe recht empfinden, Und fühle deine Nichtigkeit! So wirst du nie dich unterwinden, Mit thörichter Vermessenheit Zu tadeln, was sein Rath beschließt, Der wunderbar, doch heilig ist. dil 7. Sich stets vor dem Allmächt'gen scheuen, Giebt Heldenmuth und Freudigkeit, Wenn uns der Menschen stolzes Dräuen, Was Gott mißfällt, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schutz, mein Heil, mein Licht, So beb' ich vor den Menschen nicht. 3. Wirst du den Höchsten den Höchsten 8. Laß deine Furcht, Gott, findlich scheuen, So wird dir mich regieren, Mich stets auf feine Pflicht zur Last; Nur das dich, den Höchsten, sehn; Lag wirst du vor ihm bereuen, Daß sie mich zu der Weisheit führen! du sie oft versäumet hast. Wer So werd' ich niemals irre gehn. Gott als Zeugen vor sich hat, Wohl dem, der dich stets kindDer freut sich jeder guten That. lich scheut! Dich fürchten, Gott, 4. Wenn Nacht und Dunkel- ist Seligkeit. heit dich decken, Die dem VerGeorg Joachim Zollikofer, geb. 1730, gest. 1788. 234 Allgemeine Pflichten der Christen Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) begränzte, Sein Wort die Wuth 327. Wo ist die Stätte des der Meere brach, Sein Licht die Verstandes? Wer leitet mich zur neue Welt beglänzte: Schuf er Weisheit hin? Im Dunkeln den Menschen auch, und sprach: meines Prüfestandes Bedarf ich Die Furcht des Herrn giebt dieser Führerin. Herr, bei so Weisheit g'nug; Wer Böses vieler Thoren Schaar Ist jeder meidet, der ist flug. Irrthum voll Gefahr. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. 23, geft. 17 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 328. Wer bei dem Namen 2. Wer sagt, wer lehrt mich, wo sie wohne? Um jedes Klei nod in der Welt Will ich sie Welt Will ich sie wechseln; keine Krone Gefällt Gottes schwöret, Und, was er mir, wie sie mir gefällt. Wo ist zugesagt hat, bricht, Der ist ein fie? Meer und Abgrund spricht: In meinen Tiefen ist sie nicht. 3. Hätt' ich den Reichthum jedes Landes, Was hülf' es? Keiner Schäße Werth Ersetzt den Mangel des Verstandes, Den wahrer Weisheit Glanz verklärt. Ach, ihr sind keine Schäßze gleich; Wer Weisheit findet, Frevler, der entehret Den Gott der Wahrheit und kann nicht Zu ihm, als seinem Vater, flehn, Nicht ew'gem Glück entgegen ſehn. Gotder ist reich. 2. Wir sollen stets nach tes Willen Die Wahrheit lieben, so wie er, Und, was wir zugePflicht auch noch so schwer; Drum sagt, erfüllen, Würd' uns die wird, so wahr Gott Wahrheit liebt, Kein Meineid ungestraft verübt. 4. Ihr forsch' ich nach; weswegen hätte mein Ohr sonst ihr 3. Wie kann der Mensch sich Gerücht gehört? Der Höchste unterstehen, Durch seinen Eid, fennt der Weisheit Stätte, Die den Gott gehört, Den Andern Alles, was nur gut ist, lehrt. frech zu hintergehen, Indem er Ihm will ich folgen; denn es falsch voll Leichtsinn schwört? hat Der Herr allein Verstand Vor des Allwissenden Gericht und Roth. Wid B Besteht ein solcher Frevler nicht. 5. Als er aus seinem hohen 4. Und flöh' er zu dem fernSite Den Sonnen ihre Bahnen sten Meere, Gott findet allentwies, Die Winde wog, und seine halben ihn. Wenn er auch noch Bliße Gewisse Wege fliegen so glücklich wäre: Der Hand des hieß: Da ward uns seine Herrn sich zu entziehn, Hilft ihm Macht, da ward, Uns seine nicht Ehre, Gut und Geld, Und Weisheit offenbart. nicht die Gunst der ganzen Welt. 5. Drum will ich, soll ich 6. Als er der Wasser Lauf to spop gegen Gott. i saistoDe 235 was betheuern, Mit Ernst be- Wort gebeut. Kann ich's nicht, denken, was ich thu', Und den Gedanken oft erneuern: Gott, meines Eides Richter, du Schau'st meines Herzens Innerstes, Prüfst es genau und richtest es. wie ich soll, erfüllen, So sieh' auf meine Willigkeit, Und rechne mir nach deiner Huld Die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 6. So hilf mir denn, daß ich voll Treue, So wie ich schwöre, denk' und thu', Und deinen großen Namen scheue, Zu deiner Ehr' und meiner Ruh'! Wer fälschlich schwört kömmt in's Gericht; Der Redliche, der Fromme nicht. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Das thut, was dir, o Gott, mißfällt; Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, Gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde selbst zu scheun, Laß, Vater, mich behutsam sein. intend 6. Gieb, daß ich Alles willig leide, Was mir dein weiser Rath bestimmt. Du führst durch Trübsal auch zur Freude; Und wer sie willig übernimmt, Geduldig trägt und weislich nüßt, Wird mächtig von dir unterstützt. Mel. Wer nur den lieben( Bott 2c.( Dur.) 329. Du Bater deiner Menschenkinder, Der du die Liebe selber bist, Und dessen Herz auch gegen Sünder Noch gütig und 7. In deiner Liebe laß mich voll Mitleid ist: Laß mich von ganzem Herzen dein, Laß mich mit allen Kräften sein! 200 sterben! So ist selbst Sterben mein Gewinn; So werd' ich deinen Himmel erben, Wo ich ganz frei vom Uebel bin. Da werd' ich, einmal völlig rein, Dich lieben und ganz selig sein. 2. Gieb, daß ich als dein Kind dich liebe, Da du mein Gott und Vater bist, Und so gesinnt zu sein mich übe, Wie dir's gefällt, mir nützlich ist. Was dir gefällt, gefall' auch mir; Nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 330. Frohlockend, Gott, erNach Schmolke. Mel. Ihr Knechte Gottes 2c. Joh. 3ach. Leonh. Junkheim, geb. 1729, gest. 1790. 3. Bewahre mich durch deine heb' ich dich! Als Vater sorgtest Liebe, Wenn böses Beispiel mich du für mich, Verschafftest ew'ges verführt, Und gieb, daß ich Ver- Leben mir, Und zogst mein ganzes leugnung übe, wenn Sinnenlust Herz zu dir. gand zu sehr mich rührt. Wie sollt ich je die Kreatur Dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich, um deiner Ehre willen, Gern thun, was mir dein auf ewig an. 2. Durch Jesum mit dir ausgeföhnt, Mit Gnad' und Huld von dir gekrönt, Jhm, meinem Mittler, unterthan, Gehör' ich dir 236 Allgemeine Pflichten der Christen gegen Gott. 3. Wie heilig ist, wie segens- unterthan. Dir werde Dank und voll Dein Recht, dem ich gehorchen Ruhm gebracht! Fallt nieder, soll! Wie mächtig weckt zum Menschen, betet an! Tugendlauf Mich, Herr, was du verheißest, auf! 14. In deiner Kraft geh' ich einher. Was du gebietest, ist nicht schwer; Denn du verweigerst Muth und Licht Zum Guten 3. Du schusst das menschliche deinen Kindern nicht. d Geschlecht; Durch dich, Gott, 5. Wer demuthsvoll es nicht sind wir, was wir sind. Du bist vergißt, Daß du des Menschen mein Herr, ich bin dein Knecht; Stärke bist, Nimmt stets an Kraft Du bist mein Vater, ich dein und Weisheit zu. nur erniedrigst du.mn Die Stolzen kind. dist 6. Sei standhaft! rufest du mir zu. Ich kämpfe. Wer vergilt wie du? Wo beut sich mir ein König an, Der Ewigkeiten geben kann? 8. Und fehl' ich, so bestrafft du mich zu meiner Warnung väterlich; Siehst meine Reue gnädig an, Und hilfst, daß ich mich bessern kann. 7. Mit dir besieg' ich allen 5. Wie billig, wie gerecht und Reiz Der Sünde, Wollust, Stolz gut Ist Alles, was uns Gott und Geiz. Gerüstet, Herr, mit deiner Kraft, Bekämpf ich jede Leidenschaft.dlf med ins 660 9. Drum preiset dich mein Lobgesang. Mein ganzes Leben fei dein Dank! Denn du, mein Gott, sorgst gnadenvoll Für meiner Seele dauernd Wohl. 2. Dich preiset jede Kreatur, Der höchste Engel und der Wurm. Dich ehrt gehorsam die Natur; Dein Wink erregt und stillt den Sturm. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 4. Wie kann, wer, Vater, dich nicht ehrt, Dein Kind zu heißen, würdig sein? Nur die sind dieſer Ehre werth, Die ganz sich deinem Dienste weihn. gebeut! Wohl dem, der seinen Willen thut! Ihn thun, ist Freud' und Seligkeit. 6. Nur das, was bös' und schädlich ist, Und uns entehrt, verbeut uns Gott. Weh dem, der seine Pflicht vergißt! Er stürzet sich in Schand' und Noth. 7. Gott ist, wenn er Gesetze giebt, Kein menschenfeindlicher Tyrann: Bloß, weil er unsre Wohlfahrt liebt, Treibt er uns zum Gehorsam an. 8. Leicht ist die Last und sanft sein Joch. Wer's willig trägt, setzt seinen Lauf Stets freudig fort; Mel. Herr Jesu Chrift, mein's Lebens 2c. 331. Gott, dein ist Majestät und fällt er noch, So hilft ihm und Macht, Und alles ist dir Gott selbst wieder auf.llig Nachfolge Jesu. 9. Bald heißt uns seine Lieb' und Huld Gehorsam sein aus Dankbarkeit; Bald warnt er uns vor neuer Schuld, Und übet uns durch Kreuz und Leid. 10. Nun, Gott, dir sei mein 237 Herz geweiht; Gehorsam sei mein größter Ruhm! Verleihe mir Beständigkeit, Und heil'ge mich, dein Eigenthum! baunile HC LEE ans out 1502 als 15imu! Georg Joachim Zollikofer, geb. 1730, gest. 1788. is the bus Mel. Was Gott thut, das ist 2. bei mir. Wenn mich die Feinde 332. Dich, Jesu, laß ich ewig hassen, Wirst du mich nicht verlaffen. de pl, mad nicht; Dir bleibt mein Herz ergeben. Du kennst dies Herz, das 5. Dich, Jesu, laß ich ewig redlich spricht: Nur Einem will nicht, Dich, Gottes größte Gabe: ich leben; Du, du allein, Du Ich weiß, daß mir kein Gut sollst es sein; Du sollst mein gebricht, Herr, wenn ich dich Trost auf Erden, Mein Glück nur habe. Sucht mich die Welt im Himmel werden! dou apis: Durch Gut und Geld Dir ungetreu zu machen, So will ich ihrer lachen. 3150 VI. VI. Nachfolge Jesu. 10100 2. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht; Ich halte dich im Glauben. Nichts kann mir meine Zuver- 6. Dich, Jesu, laß ich ewig sicht Und deine Gnade rauben. nicht; Nichts soll mich von dir Der Glaubensbund Hat festen Grund; Du läsfest dir nicht nehmen, Die deiner sich nicht schämen. scheiden! Es bleibet jedes Christen Pflicht, Mit seinem Herrn zu leiden. Doch all' mein Leid Währt kurze Zeit; Bald ist es über3. Dich, Jesu, laß ich ewig standen, Und dann ist Ruh vornicht: Aus göttlichem Erbarmen Gingst du für Sünder in's Gericht, Und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit Will ich allzeit Um deines Leidens willen Die Pflicht der Treu' erfüllen. handen. 7. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht; Nie soll mein Glaube wanken! Und wann des Leibes Hütte bricht, Sterb' ich mit den Gedanken: Mein Freund ist 4. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht; Du stärkest mich von mein, Und ich bin sein; Er ist oben. Auf dich steht meine Zu- mein Schuß, mein Tröster, Und versicht, Wenn meine Feinde ich bin sein Erlöster. toben. Ich halt' an dir; Du bist Ehrenfried Liebich, geb. 1713, gest. 1780. 238 Nachfolge Jesu. 333. Herzlich lieb hab' ich Gottes Sohn, Dich, meinen Heidich, o Herr; Ich bitte: laß mein land, auf dem Thron! Herr Jesu Herz nicht leer Von deiner Gnade Christ, Erhöre mich, erhöre mich! Gaben! Die ganze Welt erfreut Ich will dich preisen ewiglich. mich nicht, Nach Himmel und Martin Schalling, geb. 1532, gest. 1608. Erde frag' ich nicht, Wenn ich nur dich kann haben. Und wenn 334. Mirnach! sprichtChristus, mein Herz im Tode bricht, Bist du doch meine Zuversicht, Mein Heiland, der auch mich erlös't, Der mich im Tode nicht verstößt. Herr Jesu Christ, Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr! In Schanden laß mich nimmermehr! unser Held, Mir nach, ihr Christen alle! Verleugnet euch, verlaßt die Welt, Folgt meinem Ruf und Schalle! Nehmt auf euch Kreuz und Ungemach, Und folget meinem Wandel nach. 2. Ja, Herr, mein Licht, du leuchtest mir mit heil'gem Tugendleben; Wer zu dir kommt und folget dir, Darf nicht im Finstern schweben. Du bist der Weg, du zeigest wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. ic 1501 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab', Mein Geist, mein Leib und was ich hab' In die ſem armen Leben. Daß ich es deinem Lobe weih', Dem Nächsten dadurch nüßlich sei, Wollst 3. Ganz voller Demuth ist du mir Gnade geben! Behüt' dein Herz, Voll Liebe dein Gemich, Herr, vor falscher Lehr', Und dem Betrug der Sünde müthe; Es fließt dein Mund im wehr'! In allem Kreuz erhalte größten Schmerz Von Sanftmich, Daß ich es trage willig- muth und von Güte; Du bleibst lich! Herr Jesu Christ, Mein beständig, wo du bist, In dem, Herr und Gott, mein Herr und was deines Vaters ist. Gott! Tröst' meine Seel' in Todesnoth! 4. Du zeigst uns das, was schädlich ist. Zu fliehen und zu 3. Laß deinen Engel bei mir meiden, Und unser Herz von sein, Der meine Seel' aus aller arger List Zu rein'gen und zu Pein Zur ew'gen Ruhe trage, scheiden. Du bist der Seelen Daß sanft mein Leib und mein Fels und Hort, Und führst uns Gebein Ruh' in des Grabes zu der Himmelspfort'. Kämmerlein Bis zu dem jüng- 5. Fällt's uns auch schwer, sten Tage! Alsdann vom Tod du gehst voran, Du stehst uns erwecke mich, Daß meine Augen an der Seite; Du kämpfest selbst, sehen dich In aller Freud', o und brichst die Bahn, Bist Alles Nachfolge Jesu. in dem Streite. Ein böser Knecht, der stille steht, Wenn ihm voran der Feldherr geht! 6. Wer ohne dich sein Leben liebt, Wird's ohne dich verlieren; Doch wer's in deinen Willen giebt, Der wird's zum Heile führen. Wer dir nicht folgt im Kreuz der Zeit, Ist dein nicht werth in Ewigkeit. 7. So last uns denn dem lieben Herrn Mit unserm Kreuz nachgehen, und wohlgemuth, getroft und gern Im Leiden bei ihm stehen; Denn, wer nicht kämpft, trägt auch die Kron' Des ew'gen Lebens nicht davon. Joh. Scheffler( Angelus Silesius), geb. 1624, gest. 1677. 239 müthe Stärker fassen, Dir mich ganz zu überlassen! 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich kann und will, Dir allezeit anhange. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Nicht Pracht, Lust, Ehre, Freud' und Geld Und, was ich sonst erlange, Kann mich Ohn' dich G'nugsam laben; Nur die Gaben Deiner Liebe Trösten, wenn ich mich betrübe. 4. Denn, wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried' und Ruh', Erfreuest sein Gewissen; Es geh' ihm wie es geh auf Erd', Wenn Kreuz ihn noch so hart beschwert, Soll er doch dein genießen. Endlich Wird sich Nach dem Leide Volle Freude Bei dir finden; Dann muß alles Mel. Wie schön leucht't uns der 2. 191 Trauern schwinden. dar ndon 335. Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Heiland auf dem 5. Kein Ohr hat jemals es Himmelsthron, Du meine Freud' gehört, Kein Mensch gesehen und Wonne! Es ist mein Herz noch gelehrt, Es kanns niemand dir offenbar, Vor dir ist alles beschreiben: Was denen dort für sonnenklar, Ja flarer als die Herrlichkeit Bei dir und von dir Sonne; Herzlich Such' ich Dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. vor allen Zu gefallen, Nichts Was hier Von dir Wird gegeben, auf Erden, kann und soll mir Unser Leben zu ergößen, Ist lieber werden. 6 dagegen nichts zu schätzen. auntys 116 2. Dies ist mein Schmerz, 6. Drum laß ich billig dies dies kränket mich, Daß ich, mein allein, Jesu, meine Freude Heil und Retter, dich nicht liebe, sein, Daß ch Nicht liebe, sein, Daß ich dich herzlich liebe; wie ich wollte. Je mehr mich Daß ich in dem, was dir gedeine Liebe zieht, Je mehr er- fällt, Was mir dein Wort vor kennt mein Herz und sieht, Wie Augen hält, Aus Liebe stets ich dich lieben sollte. Laß mich mich übe; Bis ich Endlich Werd' Gläubig Deine Güte Jn's Ge- abscheiden Und mit Freuden Zu 240 Nachfolge Jesu. dir kommen, Aller Trübsal ganz Mensch, wie ich Und meiner entnommen.jplding Schwachheit Brüder, Der Bosheit 7. Da werd' ich deine Freund- Raub, der Leute Spott, In deilichkeit, Die mich schon hier so nem Wandel gleich wie Gott. sehr erfreut, In reiner Liebe 4. In Knechtsgestalt erschienest schmecken. Da seh' ich in dem du, Um uns zu Herrn zu machen; hellsten Licht Dein gnadenvolles Den Kranken gabst du Trost und Angesicht Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich Werd' ich Dann erquicket Und geschmücket Mit der Krone Stehn vor deinem Himmelsthrone. Ruh', Und warst stark in den Schwachen. Du trugst die Leiden mit Geduld, Und trugst sie sonder eig'ne Schuld. Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. Sitte Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 336. Welch hohes Beispiel gabst du mir, Mein Heiland, durch dein Leben; Sollt' ich nicht gern und mit Begier Dir nachzuahmen streben? Und nicht den Weg, den du betratst, Auch gehn, und das thun, was du thatst? 3. Darum entäußertest du dich, Und stiegst vom Himmel nieder, Wardst Mensch, ein armer 5. Ein Opfer unsrer Miſsethat, Liebst du uns noch als Freunde; Erfüllst für uns des Vaters Rath, Und bittest selbst für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, Und ehrtest auch im Tode Gott. 7. Ich komme, Herr; gieb 2. Dein Herz war voller Heiligkeit, So rein, wie deine Lehre; Dein Thun Lieb' und Rechtschaffenheit, Dein Endzweck Kraft und Licht, Daß ich mein Gottes Ehre, Für uns allhier Heil erkenne, Dein wahrer Jünger Zufriedenheit, Und dort einst sei, und nicht Mich fälschlich nur so nenne; Damit ich, deinem ew'ge Seligkeit. Beispiel treu, Auch andern selbst ein Beiſpiel sei! Nach Johann Jakob Rambach. #duer tim dll medijen 6. Dies große Beispiel hast du mir Zur Richtschnur hinterlassen, Daß ich gesinnet sei gleich dir In meinem Thun und Lassen. Komm, sprichst du, blicke stets auf mich; Komm, folge mir, und thu', wie ich! ne sind she gidunk) Vom Vertrauen auf Gott. Trostlieder. istnier ella med del D. VII. Vom Vertrauen auf Gott. Trostlieder. nisie T Mel. Vater unser im Himmelreich 2c. 241 6. Und so schmeck' ich schon 337. Ach Gott, wie manches in der Zeit Die Freuden jener Herzeleid Begegnet mir in dieser Herrlichkeit; Mein Dornenweg Zeit! Der schmale Weg ist trüb- wird mir nicht mehr mit allen salvoll, Den ich auf Erden wan- seinen Leiden schwer; In dieser deln soll. Wie widerstrebt nicht Glaubenszuversicht Betret' ich ihn Fleisch und Blut Ihm, unserm und fürcht' ihn nicht. wahren höchsten Gut! 7. Bereite du mich, Herr, h2. Du, Jesu, Mittler, du dazu; Denn meine Stärk' und allein mußt unsrer Schwachheit Stärke sein. Bei dir fand ich zu jeder Zeit Im Unglück Rath, und Trost im Leid; Und, wenn ich schon am Abgrund stand, Erhielt mich deine starke Hand. Erhalte meine Kraft bist du. Seele rein! So leb' und sterb' ich dir allein, Und schaue dann nach dieser Zeit Dein Antlig in Gerechtigkeit. Conrad Hojer. www 3. Du, Gottes eingeborner Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. Sohn, Stiegst von der Ewig- 338. Auf deine Weisheit keiten Thron, Und nahmst der Sünder Fluch auf dich, Wardst schauen, Gott, deiner Güte Mensch für mich, ein Mensch, wie ich; Du starbst für mich den Kreuzestod, Und risfest mich aus trauen, Das schafft Zufriedenheit. Wer kann mein Wohl entscheiden? Wer schenkt mir bess're Freuden, Als du, Herr aller 19 Seligkeit? Inter aller Noth. 4. Ich folge dir als Jünger nach. Sollt' ich, drückt mich ein 2. Vor dir ist nichts verUngemach, Verzweifeln, ohne borgen; Wie sollt' ich ängstlich Hoffnung sein? Nein, du bist sorgen, Da du mein Vater bist? mein, und ich bin dein; Dein Du, Herr, gabst mir mein Leben, Tod ist deiner Liebe Pfand, Und Und wirst mir Alles geben, Was knüpft ein unauflöslich Band. mir zur Wohlfahrt nöthig ist. 13. Wir streben oft nach Dingen, Die, wenn sie uns gelingen, Des Unglücks Quellen sind. Ein Schein, der uns bethöret, Und unsern Stolz vermehret, Macht uns für wahre Güter blind. 16 5. Verschmachtet selbst mein Geist in mir, So laß ich dennoch nicht von dir; In Nöthen bete ich, und schnell Wird jede Finsterniß mir hell; Ich seh' vom Leiden dieser Zeit Die Folgen in der Ewigkeit. di Vom Vertrauen auf Gott. mo Der Hang zu Eitelkeiten 2. Er sah von aller Ewigkeit, Stört doch zu allen Zeiten Die Wie viel mir nüßen würde, Be wahre Seelenruh'. Wenn wir stimmte meine Lebenszeit, Mein dir unser Leben, O Vater, über- Glück und meine Bürde. Was geben, Dann fließt dem Herzen zagt mein Herz? Ist auch ein Friede zu. Schmerz, Der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 5. Dein Rathschluß sei mein Wille! Ich will in heil'ger Stille 3. Gott fennet, was mein Mich deiner Vorsicht freun. Dein Herz begehrt, Und hätte, was ewiges Erbarmen, Dein Beistand ich bitte, Mir gnädig, eh' ich's soll mir Armen Zufriedenheit bat, gewährt, Wenn's seine Weis und Muth verleihn! heit litte. Er sorgt für mich 6. Laß mich nicht zweifelnd Stets väterlich. Nicht, was ich wanken, Wenn traurige Ge- mir ersehe, Sein Wille nur gedanken Mir deinen Trost entschehe! ziehn! Ich werde nie vergebens 4. Ist nicht ein ungestörtes Zu dir, Herr meines Lebens, Glück Weit schwerer oft zu tragen, Mit findlichem Vertrauen fliehn. Als selbst das widrige Geschick, 7. Erleichtre meine Leiden Bei dessen Last wir flagen? Die Durch deines Geistes Freuden, größte Noth Hebt einst der Tod; Durch Muth und Hoffnung mir. Und Ehre, Glück und Habe VerDrückt mich die Last der Schmer- läßt uns doch im Grabe. zen, Dann sprich zu meinem Herzen: Ich, dein Erretter, helfe dir! UMNO bi 8. Was sollt' ich mich betrüben? Den Menschen, die dich lieben, Muß Alles Segen sein. Ich bin ja dein Erlöser. Sonst weiß ich keinen Tröster, Sonst keinen Schuß, als dich allein. Johann Friedrich Mudre, geb. 1736, geft. 1810. NO TIE TOr dal Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 5. An dem, was wahrhaft MADONG glücklich macht, Läßt Gott es Reinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Reichthum, Pracht Sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath Vor Augen hat, Dem wird ein gut Gewissen Die Trübfal auch versüßen. SHA 242 ist 339. Auf Gott, und nicht auf meinen Rath, Will ich mein Glücke bauen, Und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt All- ihr Gerechten; Der Herr hilft mächtig hält, Wird mich in meinen seinen Knechten. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern: Seid fröhlich, Tagen Als Gott und Vater tragen. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. Trostlieder. 340. Auf meinen lieben Gott Trau' ich in aller Noth. Die ihn um Rettung flehten, Verließ er nie in Nöthen; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in seinen Händen. 03. Und nimmt der Tod mich hin, Ist's dennoch mein Gewinn. Ich weiß, an wen ich glaube; Er läßt mich nicht im Staube. Es mag der Leib erkalten, Die Seel' wird Gott erhalten. 243 wird auch Wege finden, Da dein Fuß gehen kann. Hon bestehn. 2. Dem Herren mußt du trauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk mußt du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit 2. Auch beim Gewissensschmerz Grämen Und mit selbsteigner Verzaget nicht mein Herz; Auf Bein Läßt Gott sich gar nichts Christum will ich bauen, Und nehmen; Es muß erbeten sein. fest auf ihn vertrauen; Ihm 3. Dein' ew'ge Treu' und will ich mich ergeben, Im Tode, Gnade, O Vater, siehet recht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geschlecht; Und was du dann erlesen, Dein Rath für's Beste hält, Bringst du zum Stand und Wesen, Wie's deinem Rath gefällt. wie im Leben. 4. Weg' hast du allerwegen, 4. O, mein Herr Jesu Christ, An Mitteln fehlt dir's nicht; Der du aus Liebe bist Für mich Dein Thun ist lauter Segen, am Kreuz gestorben: Du hast mir Heil erworben. Du schufst auf kurze Leiden Den Deinen ew'ge Freuden. Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann niemand hindern, Dein' Arbeit darf nicht ruhn, Wann du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Sie wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich komMel. O Haupt voll Blut und Wunden 20. men zu seinem Zweck und Ziel. 341. Befiehl du deine Wege 6. Hoff', o du arme Seele, Und, was dein Herze kränkt, Hoff' und sei unverzagt! Gott Der allertreusten Pflege Des, wird dich aus der Höhle, Da der den Himmel lenft! Der dich der Kummer plagt, Mit Wolken, Luft und Winden Giebt großen Gnaden rücken; Erwarte Wege, Lauf und Bahn, Der nur die Zeit, So wirst du schon 16* 5. Ich harr' und traue dir: Einst schenkst du sie auch mir. Ich habe dein Versprechen, Das fannst du nimmer brechen; Auch ich bin, wenn ich sterbe, Des ew'gen Lebens Erbe. Nach Weingärtner. Vom Vertrauen auf Gott. erblicken Die Sonn' der schönsten| singst Freudenpsalmen Dem, der Freud'. dein Leid gewandt. 244 7. Auf, auf! gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht! 11. Mach' End', o Herr, mach' gute mach Ende An aller unſrer Noth; Stärk' unsre Füß' und Hände, Und laß bis in den Tod Bist du doch nicht Regente, Der Uns allzeit deiner Pflege Und alles führen soll; Gott sitzt im Regimente Und führet alles wohl. Treu' befohlen sein! So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. und Lichid) 8. Jhn, ihn laß thun und walten! Er ist ein weiser Fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath Das Werk hinausgeführet, Daß dich bekümmert hat. *) Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Theile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und sollt'st du für und für In Angst und Nöthen schweben, Als frag' er nichts nach dir; 9. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da du's am mindsten gläubst; Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast. 10. Wohl dir, du Kind der Treue! Du hast und trägst davon Mit Ruhm und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenfron; Gott giebt dir selbst.die Palmen In deine rechte Hand, Und du *) Fehlt im ältern Gesangbuche. Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. 2 hel Mel. Zu dir, o Vater aller Güte 2c. 342. Der du das Loos von meinen Tagen Und meines Lebens Glück und Plagen Mit Güt' und Weisheit mir bestimmt, Dir, Gott, dank' ich mit frohem Herzen, Das seine Freuden, seine Schmerzen Aus deinen Segenshänden nimmt. 2. Du hast im Lauf von meinem Leben Mehr Glück als Leiden mir gegeben, mehr Guts, als ich verdient, beschert. Muß ich den Abend lang auch weinen, lässt du mir doch die Sonne scheinen, Wann kaum der Morgen wiederkehrt. 3. Soll ich nach deinem Wohlgefallen Durch mancher Prüfung Enge wallen, Die Fleisch und Blut mir schwerer macht, So darf mein Herz doch nicht ver zagen; Ich weiß, du bist bei meinen Plagen Stets auf mein wahres Wohl bedacht. 4. Selbst aus des Lebens Bitterfkeiten Weißt du mein Glück mir zu bereiten Und schaffst aus ito 245 Trostlieder. moe Finsternissen Licht; Du bahnst geliebt, Verlassen sehen müssen: vor mir die rauhen Stege, Und leitest mich auf meinem Wege, Wenn Licht und Leitung mir nießen. gebricht. Du läßt ihn, wenn ihn Noth umgiebt, Doch deinen Trost geDes Frommen Herz Toprael madab Wird frei vom Schmerz; Des Sünders eitles Dichten Wird einst dein Rath vernichten. 5. Drum soll vor dir mein Herz sich stillen; Ich weiß, daß ohne deinen Willen Kein Haar von meinem Haupte fällt. Auf dich allein kann ich vertrauen Und meiner Zukunft Hoffnung bauen In dieser unbeständ'gen Welt.dinin 11508 1150 16. Ja, Herr, es sei mein ganzes Leben Bloß deiner Leitung übergeben, Bis dieser Leibesbau zerbricht. Ob Berge fallen, Hügel weichen, Und Welten sich zum Einsturz neigen, So weicht doch deine Gnade nicht.hend op minidur Johann Samuel Pazke, geb. 1727, gest. 1787. Hog dom 4. Drum hoff', o Seele, hoff' auf Gott! Der Thoren Trost verschwindet, Wenn der Gerechte in der Noth Hülf' und Erbarmung findet. Wenn Jener fällt, Ist er ein Held; Er steht, wenn Jene zittern, Als Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, Die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn; Verflucht, wer von Gott weichet! Dein Heiland starb; Er, er erwarb Auf seinem Todeshügel Dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um dich her Sich Ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Christen freudenleer Zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, Der Thränen Zahl Zählt er; er wiegt die Schmerzen, Und wälzt sie von dem Herzen. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 343. Der Herr ist meine Zuversicht, Mein einz'ger Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Trost und Licht, Der sich dem Herrn ergeben. Gott ist mein Gott; Auf sein Gebot Wird meine Seele stille; Mir gnügt des Vaters Wille, dis Herr, 7. Herr, du bist meine Zu2. Wer wollte dir, nicht vertraun? Du bist des versicht; Auf dich hofft meine Schwachen Stärke; Die Augen, Seele. Du weißt, was meinem welche auf dich schaun, Sehn Glück gebricht. Wenn ich in deine Wunderwerke. Herr, groß Noth mich quäle. Wer wollte von Rath, Und stark von That! sich nicht ganz auf dich, AllMit gnadenvollen Händen Wirst mächtiger, verlassen, Und sich du dein Werk vollenden. dag im Kummer faffen? 3. Noch nie hat sich, wer dich 8. In deine Hand befehl' ich Vom Vertrauen auf Gott. mich, Mein Wohlsein und mein Heiligthume Mit Wonne, Preis Leben. Mein hoffend Auge blickt und Ruhme.ung sid aim 109 auf dich; Dir will ich mich er- 5. O, dann wird alle Traugeben. Sei du mein Gott, Und rigkeit Aus meiner Brust vereinst im Tod Mein Fels, auf schwinden; Vergessen werd' ich den ich traue, Bis ich dein ganz mein Leid, Und nur dein Antlitz schaue! Anis Heil empfinden. Mein Lobgesang, Christoph Christian Sturm, Voll Preis und Dank, Wird, dir geb. 1740, gest. 1786. zum Wohlgefallen, Durch deine Himmel schallen.no lo id Joy3 AG 11100 10 Mel. Was Gott thut, das ist 2. 344. Die Bahn ist rauh, 6. Mich, den Vollendeten, darf auf der ich hier Nach meiner dann nicht mehr die Sünd' ent Heimath eile. Wie viel Gefahr weihen; Mit Unschuld steh' ich seh' ich vor mir! Wie droht sie angethan In treuer Knechte meinem Heile! Gott, wärst du Reihen. Und ewiglich Erfreust nicht Mein Trost und Licht, du mich, Daß ich, der Mensch Mein Heil in finstern Tagen, von Erde, Gleich deinen Engeln So müßt' ich längst verzagen. werde. Soy sat 2. Vor dir darf sich mein bens Schmerz, Mein Gott, ges 7. Drum will ich dieses Letraurig Herz, Erbarmer, nicht duldig tragen. Beruhigen soll verhehlen; Darf meinen Kummer, sich mein Herz, Nicht mehr voll meinen Schmerz Vertraulich dir Unmuth flagen. Du bist bereit erzählen. Dann schaffest du Mir Zu rechter Zeit, D Gott, von Trost und Ruh' Aus deiner allem Bösen Mich herrlich zu Gottesfülle, Und meine Seel' erlösen. ist stille. 246 3. Du lehrest mich den hohen Werth Der Trübsal, die ich leide; Daß sie mich dir Vertrauen lehrt, Mich führt zu wahrer Freude. Ich würde dein Mich nicht so freun, Nur dieser Welt begehren, Wenn keine Leiden wären. IN Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Mel. Zu dir, o Vater aller Güte 2c. F119 345. Du klagst, o Christ, in schweren Leiden, Und seufzest, daß der Geist der Freuden Nun ganz von dir gewichen ist. Du klagst, und rufft: Herr, wie so lange? Und Gott verzeucht, und dir wird bange, Daß du von Gott verlassen bist. 4. Dein Wort giebt mir die Zuversicht: Du sorgst für meine Tage; Dein Auge schläft und schlummert nicht; Du hörest meine Klage; Du frönst mich einst, 2. Sind meine Sünden mir vergeben; Hat Gott mir SünWenn du erscheinst, In deinem der Heil und Leben In Jesu, 247 Ho Trostlieder. moll seinem Sohn, verliehn: Wo sind seinen heil'gen Geist. Hast du denn seines Geistes Triebe? nicht diesen Geist empfangen? Warum empfind' ich nicht die Er ist's, der dich nach Gott verLiebe, Und hoffe nicht getrost langen Und sein Erbarmen suchen auf ihn? heißt. 8. Bertrau' auf Gott; Er wohnt bei denen, Die sich nach seiner Hülfe sehnen; Er kennt und will dein wahres Glück. Er höret deines Weinens Stimme, Verbirgt er gleich in seinem Grimme Sich einen kleinen Augenblick.bl 3. Mühselig, sprichst du, und beladen Hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, Und ich empfind' ihn dennoch nicht; Bin abgeneigt, vor Gott zu treten; Ich bet, und kann nicht gläubig beten; Ich denke Gott, doch ohne Licht. 4. Sonst war mir's Freude, 9. Gott ließ so Manchen seiseinen Willen Von ganzem Her- ner Frommen In dies Gefühl zen zu erfüllen; Sein Wort war des Elends kommen, Und stand mir wahr und gewiß. Jetzt mit seiner Macht ihm bei. Du kann ich's nicht zu Herzen fassen, sollst dein Nichts erkennen lerUnd meine Kraft hat mich ver- nen, Sollst das Vertraun auf lassen, und meinen Geist deckt dich entfernen, Und sehn, was lucru 105 das Gottes Gnade sei. Finsterniß. lu 10. Bor Sicherheit dich zu bewahren, Läßt er dich seine Streng' erfahren; Dein Heil erfordert diese Last. Er reinigt dich, wie Gold im Feuer, Macht dir das Heil der Seele theuer, Damit du haltest, was du hast. 11. So wie ein Vater über 6. 3ag' nicht, o Christ! denn Kinder, Erbarmet Gott sich über deine Schmerzen Sind sichre Sünder, Die sich vor ihm voll Zeugen beff'rer Herzen, Als jetzo Ehrfurcht scheun. Dein Seufzen dir das deine scheint. Wie könn- ist ihm nicht verborgen; So fern test du dich so betrüben, Daß der Abend ist vom Morgen, dir die Kraft fehlt, Gott zu lie- Läßt er von dir die Sünde sein. ben, Wär' nicht dein Herz mit ihm vereint? 5. Oft fühl' ich Zweifel, die mich quälen, Heul' oft vor Unruh' meiner Seelen; Und meines Gottes Hülf' ist fern. Ich suche Ruh', die ich nicht finde; In meinem Herzen wohnt nur Sünde, Nur Unmuth, keine Furcht des Herrn. dl dali nang 12. Zwar ist um Trost dir jezzo bange; Denn alle Züch7. Kein Mensch vermag Gott tigung, so lange Sie da ist, zu erkennen, Noch Jesum einen scheinet uns sehr hart. Doch Herrn zu nennen, Als no durch nachmute mird sie friedsam ge 248 Vom Vertrauen auf Gott. ben Frucht der Gerechtigkeit und 4. Doch selbst, o Gott, in Leben Dem, der durch sie geübet ward. Strafen unsrer Sünden läßt du den Weg zu unserm Heil uns finden, Wenn wir sie uns, die Missethat zu hassen, Erwecken laffen. 13. Fahr fort, zu beten und zu wachen! Gott ist noch mächtig in den Schwachen, Ist Lieb' und Güte für und für. Laß dir 5. Streb' ich nur nach dem an seiner Gnade gnügen; Sein Frieden im Gewissen, Wird Wort ist wahr und kann nicht Alles mir zum Besten dienen trügen: Ich stärke dich, ich helfe müssen. Du, Herr, regierst; und stets gewährt dein Wille Gutes die Fülle. $ 10 dir! 6. Ich bin ein Gast und 14. Auf, fasse dich in deinen Nöthen! Sprich: wollte mich der Herr auch tödten, So harr Pilger auf der Erden; Nicht ich standhaft dennoch sein. Mir hier, erst dort soll ich ganz glückbleibt das Erbtheil der Erlösten; lich werden; Und, was sind Und will mich Gott nicht eher trösten, Wird er mich doch im Tod' erfreun. gegen euch, ihr ew'gen Freuder, Dieser Zeit Leiden? 7. Wenn ich nur nicht mein Elend selbst verschulde; Wenn ich als Mensch, als Christ, hier leid' und dulde: So kann ich mich der Hülfe der Erlösten Sicher getrösten. 8. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen fränken; Doch in der Noth an seinen Schöpfer 2. Bin ich nicht Staub, wie denken, Und ihm vertrau'n, dies alle meine Väter? Bin ich vor stärket unsre Herzen Mitten in dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu' ich zu viel, wenn ich die schweren Tage Standhaft er trage? Schmerzen. 11 9. Schau' über dich! wer trägt der Himmel Heere? Merk' auf! wer spricht: bis hieher! zu dem Meere? Ist er nicht auch dein Helfer, dein Berather, Ewig dein Vater? 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Böse dulden, Erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden, Und nennen Lohn, den wir 10. Willst du so viel, als der verdient bekommen, Trübsal der Frommen! Allweise, isen? Jetzt weißt du nicht, warum wir leiden müssen; Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. no Mel. Herzliebster Jesu, was hast du 2c. 346. Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreuz geduldig, Das bin ich dir und meinem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, Täglich ermessen! i Trostlieder.. mo 249 Allein, du wirst, was seine Wege Licht; Du sprichst, o Gott, und waren, Nachmals erfahren. es geschicht. 11. Er züchtigt uns, daß 4. So weicht denn, ängstliche wir uns zu ihm nahen, Die Gedanken! Gott kann weit mehr, Heiligung des Geistes zu em- als ihr versteht. Bleib, Seele, pfahen, und mit dem Trost der in der Demuth Schranken: Die Hülfe, die wir merken, Andre Demuth wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich zu stärken. liebt, Und deiner Führung sich ergiebt. asta su TAS 5. Drum will ich mich dir überlassen, Mit Allem, was ich hab und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, Auf deine Macht und Weisheit hin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, Daß stets dein Rath voll Güte war. 12. Das Kreuz vom Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. So stehe denn in deinem Glauben feste! Hoffe das Beste! Christian Fürchtegott Gellert, 70 geb. 1715, geft. 1769. 60 ind udsprin Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 347. Fürwahr du bist, o 6. Gieb, daß dies mein VerGott, verborgen; Dein Rath trauen mehre, In Glück und bleibt für uns wunderbar. Um Unglück, Freud und Leid! Schick sonst sind alle unsre Sorgen; Alles, Herr, zu deiner Ehre Und Du sorgtest, eh' die Welt noch meiner Seele Seligkeit! So preis' war, Für unser Wohl schon ich einst vollkommen dich; So väterlich. Dies sei genug zum freu' ich dein auf ewig mich. Trost für mich! Nach Salomon Frand. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen Vor unsern Augen Mel. Herzliebster Jesu, was hast du x. oft versteckt; Doch, wenn wir 348. Gott,-du bleibst ewig erst den Ausgang wissen, Wird unsrer Wohlfahrt Meister. Wie unzufriedne uns die Ursach' auch entdeckt, thöricht handeln Warum dein Rath, der niemals Geister! Sie quälen sich und fehlt, Den uns so dunklen Weg machen ihrem Herzen Vergeblich gewählt.) siak bispo Schmerzen. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen Von deiner Weisheit, Macht und Güt'. Du kannst viel tausend Wege finden, Wo die Vernunft nicht einen sieht; Aus Finsterniß bringst du das 3. Es ist umsonst; wir wer2. Was helfen uns die ängstlichbangen Sorgen Für den noch ungewissen andern Morgen, Der uns doch, daß wir uns umsonst gegrämet, Schon oft beschämet? 250 Vom Vertrauen auf Gott. den nichts erzwingen, Wenn wir Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag' zc. auch Nächte durch mit Kummer 349. Gott lebet noch! ich ringen, Und noch so früh mit sorge nicht, Denn er ist meine ängstlichen Geschäften Den Leib Zuversicht. Stürzt auch der ganze entkräften. Weltkreis ein: Gott wird mein Schuß und Retter sein. Gott lebet noch! t 820, 30 4. Mein Glück beruht, o Gott, auf deinem Segen. Vertrau' ich dir, und geh' auf deinen Wegen, So wirst du mir, auch ohne Sorg' und Kränken, Was nüßet, schenken. 5. Bin ich getreu mit dem verlieh'nen Pfunde, Und harr' ich nur der rechten Segensstunde: So kommt sie; und dann wer den meine Thaten Zum Glück gerathen. 6. Drum fördre selbst die Werke meiner Hände: Gesegnet sei der Anfang und das Ende! Gieb guten Rath, damit, was ich vollbringe, Mir wohlgelinge. 7. Hilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen, Und dann mein Herz mit froher Hoffnung stillen. Erlang' ich nur, was du, Herr, mir beschieden, Bin ich zufrieden. 2. Gott lebet noch! was gräm' ich mich? Sorgt nicht mein Schöpfer väterlich? Ist er's nicht, der die ganze Welt Durch seine weise Macht erhält? Gott lebet noch! ok mond ni magg 3. Fehlt mir's an Einsicht, Macht und Rath, Wenn mich Gefahr umgeben hat: So denk' Daß ich voll Vertraun daran, Gott regiert, und bet' ihn an. Gott lebet noch! 4. Gott lebet noch, und weiß lenken soll. Mein Vater meint gar wohl, Wie er mein Schicksal und macht es gut, Wenn er mich prüft; drum hab' ich Muth. Gott lebet noch! lart schweres Joch; Wie schwer's auch m- 5. Legt Gott auf mich ein 8. Kann ich den Leib auch sei, so hoff' ich doch; Denn er nicht, wie Reiche, laben: Ber- hilft tragen, was uns plagt, Und sorge nur den Geist mit jenen stärket den, der nicht verzagt. Gaben, Die mehr, als alles Gott lebet noch! Irdische, erquicken, Und stets beglücken! 9. Hier hab' ich g'nug. Laß mich nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgüter fommen! So wird mein Wunsch, den irdisch Gut nie stillet, Dann ganz erfüllet. Nach Ulber. 6. Ich weiß es, daß er mich erquickt, Wie schwer mich auch mein Leiden drückt. Er giebt mir Kraft zum Kampf und Lauf, Und fall' ich, so hilft er mir auf. Gott lebet noch! 7. Mein Vater, sorge du für mich! Denn ich vertraue nur How Trostlieder. mo 251 auf dich. Sieh mich mit Lieb' der Alles warm, Gesund und und Mitleid an! Und fröhlich, fröhlich machet? Was er nicht fröhlich sing' ich dann: Gott hält, das bricht und fällt; Was lebet noch! er erfreut, das lachet. lo Mel. Was mein Gott will, gescheh' c. 350. Ich hab' in Gottes Herz und Sinn Mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir Gewinn; Der Tod selbst ist mein Leben. Denn Gott ist mein, und ich bin sein; Was 5. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, Mehr, als wir Menschen fassen. Die rechte Zeit ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann Freud', er weiß, wann Leid Uns, seinen Kindern, diene; Und was er thut, ist Alles gut, Ob's noch so traurig schiene. ist wohl, das mir schade? Ob 6. Du denkest zwar, wenn er gleich schlägt, und Kreuz auflegt, Ist doch sein Thun voll Gnade. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr: Mein Vater muß mich lieben. Läßt er auch oft mich freudenleer, So will er mich nur üben. Denk' ich in Noth an meinen Gott, So weiß 17. Es kann bei lauter Sonich mich zu fassen. Ueb' ich Ge- nenschein Das Feld nicht Früchte duld, trau' seiner Huld, Wird tragen; So reift auch Menschener mich nicht verlassen.dead wohlfahrt nicht Bei lauter guten du nicht hast, Was Fleisch und Blut begehret, Als sei mit einer großen Last Dein Lebensgang beschweret; Hast spät und früh viel Sorg' und Müh' Auf selbst erwählten Wegen; Und denkest nicht, daß, was geschicht, Geschehe dir zum Segen. Tagen. Die beste Kur gelingt oft nur Durch bitt're Arzeneien; So heilt der Schmerz das kranke Herz Und stärket es vom neuen. nar Mauritius Cramer(?), starb 1702. 3. Ich bin ja nicht von ohngefähr, Nicht ohne Gott entstanden. Durch ihn ist Erde, Luft und Meer, Durch ihn der Mensch vorhanden. Gab er das Sein dem Leib allein, Der kurze Zeit nur währet? Nein, auch dem Geist, der ihn jetzt preist, Und der ihn ewig ehret. 4. Und wer erhält mit Allgewalt Mir jede Kraft zum Leben? Wär' ich nicht längst schon todt und kalt, Wo mich nicht Gott umgeben Mit seinem Arm, 8. Ei nun, mein Gott, so fall' ich dir Getrost in deine Hände. Nimm mich, und mach' es so mit mir Bis an des Lebens Ende, Wie dir's gefällt, der du die Welt Nach weisem Rath regierest, Und so auch mich stets väterlich Nach deinem Rathe führest. 9. Willst du mir geben Son Vom Vertrauen auf Gott. nenschein, So nehm' ich's an Vor allem Uebel schüßt. Leb' ich mit Freuden; Soll's aber Nacht nach seinen Sätzen, So wird der Trübsal sein, Will ich's ge- mich nichts verlegen, Und gar duldig leiden. Willst du allhier nichts fehlen, was mir nüßt.sh noch länger mir Des Lebens 5. Er lasse meine Sünden Kraft erhalten: Wie du mich Vor ihm Vergebung finden, Und führst und führen wirst, So laß ich gern dich walten. tilge meine Schuld. Zum Heiligungsgeschäfte Schenk er mir Muth und Kräfte, Und habe noch mit mir Geduld. 10. Auch noch im Tode bin ich dein; Vor ihm soll mir nicht grauen! Er führt zum bessern Leben ein; Er ist der Weg zum Schauen. Du bist mein Hirt, der Alles wird zu solchem Ende kehren, Daß ich mit Dank und Lobgesang Dich ewig werde ehren. 15092150 Nach Gerhard. 6. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, Erwach' ich frühe wieder, Zieh' ich von Ort zu Ort, Daheim, in fernen Landen, In Schwachheit und in Banden- So tröstet mich sein heilig Wort. 7. Was Gott für mich be252 dny shot food schlossen, Dem will ich unverMel. Nun ruhen alle Wälder 2c. drossen, Und froh entgegen gehn. 351. In allen meinen Thaten Kein Unfall unter allen, Wird Laff' ich den Höchsten rathen, mir zu hart je fallen; Ich will Der alles kann und hat; Er mit Gott ihn überstehn.n( DIME muß zu allen Dingen, Soll's anders wohl gelingen, Mein Helfer fein mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein banges Sorgen Vom Abend bis zum Morgen, Nichts meine Ungeduld. Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich traue seiner Baterhuld. 8. Jhm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, Wie es sein Rath gebeut. Es sei heut' oder morgen, Dafür lass' ich ihn sorgen: Er weiß die rechte Stund' und Zeit. hift adope 9. So sei nun, Seele, seine, Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat. Es gehe wie es gehe: Dein Vater in der Höhe, Der weiß zu allen Sachen Rath. 3. Es kann mir nichts geschehen, Denn was Gott hat ersehen, Und was mir heilsam 14 14 Paul Slemmin ist. Ich nehm' es, wie er's geb. 1609, gest. 1640. 19109 51019 Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott 2c. giebet; Er giebt's, wie er mich liebet, Und macht's, wie es am 352. Noch schauen wir im besten ist. dunkeln Wort; Noch reißt uns 4. Ich traue seiner Gnaden, Wahn und Irrthum fort; Und Die mich vor allem Schaden, unser wankender Verstand Hat, to Trostlieder. mo 253 abgewandt Bon Gott, oft Gottes suchung fort. Leit uns durch Rath verkannt.ng on she unsre Prüfungszeit; Mach' uns bereit Zum Eingang in die Ewigkeit! do ou douche Friedrich Gottlieb Klopstod, 2. Auch selber der, der weiser denkt, Sich nicht in jeden Abgrund senft, Zwar forscht, doch mit Bescheidenheit, Dringt doch nicht weit, Umringt von tiefer Dunkelheit. Insid end geb. 1724, geft. 1803. 3. Uns decket Dunkelheit vom Herrn; Am Grab' hier sollen wir nur fern Des Ewigweisen Rathschluß sehn, Vom Weiten stehn, Und noch in's Heiligthum nicht gehn. n dun 1910o Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 353. Christ, in diesen D Pilgrimstagen, In dieser mühevollen Zeit Ertrage jede deiner Plagen Mit christlicher Gelassenheit; Und zeige, daß ein wahrer Christ Ein Held in allem Leiden ist! 2. Das kurze Leben hier auf Erden Ist nur des Christen Probezeit; Hier muß er vorbereitet werden Zu jenes Lebens Herrlichkeit. Hier ist des Christen Prüfungsstand; Dort erst sein wahres Vaterland. 5. Ach, wir, der Uebertretung Raub, Wir ew'ge Seelen und 3. Laß nie den Gram dein wir Staub, Du Heiliger, was Herz verzehren; Ergieb dich nicht wären wir Vor dir, vor dir, Entflöh'n wir glaubend nicht zu dir! der Traurigkeit; Erdulde willig, Gott zu ehren, Die größten Leiden dieser Zeit! Belohnen nicht dies kurze Leid Die Freuden einer Ewigkeit? 4. Wenn vor dem Schöpfer tief gebeugt, Die kühne Wißbegierd' auch schweigt, So fühlen wir der Sünde Joch, So fliehn wir doch Des Gottversöhners sanftes Joch. 6. Hier wird der Sohn der Sterblichkeit Nie von der Sünde ganz befreit. Ach, möchten's Schwachheitsfehle sein, Die uns entweihn, Und keine Missethaten sein! 4. Mußt du im tiefsten Elend weinen; Quält deinen Leib der Krankheit Pein: Gott hilft zu rechter Zeit den Seinen; Er wird dich auch mit Hülf' erfreun. Er bleibt dein Vater, der dich liebt, Wenn er dich auch durch Leiden übt. 5. Must du dich hier verspotten lassen; Verlästert man 8. Noch schauen wir im dun- dich ohne Schuld: Besieg' die keln Wort; Noch dauert die Ver- Feinde, die dich hassen, Als Christ, 7. O, der uns Arme nicht verstößt, Wie wollen wir, vom Leib erlöst, Vom Leibe dieses Tod's, uns dein, Gott Mittler, freun, Wie dir uns, du Vollender, weihn! Ind im du? 254 Vom Vertrauen auf Gott. Glück. durch Großmuth und Geduld! Herr, erbarmst dich aller deiner Dein Heiland Jesus, Gottes Werke. Was zag' ich doch noch Sohn, Ertrug sanftmüthig einen Augenblick? Du bist mein Schmach und Hohn. Gott, und willst nichts, als mein 6. Betrübet der Verlust der Deinen, Der Güter und des 3. Von Ewigkeit hast du mein Glücks dein Herz: Du bist ein Loos entschieden. Was du beMensch, drum darfst du weinen; stimmt, das dient zu meinem Nur murre nicht in deinem Frieden. Du, Vater, wogst mein Schmerz! Sprich glaubensvoll Glück, du wogst mein Leid, Und mit stillem Geist: Gott gab's; Alles, was du schickst, ist SeligGott nahm's; er sei gepreist! monds Buddidial feit. 7. Dein Freund, dein Gönner 4. Gefällt es dir, so müsse liegt im Grabe: Es schmerzt; feine Plage Sich zu mir nahn; doch sprich' mit Zuversicht: Ach, gieb' mir zufried'ne Tage! AlHerr, Herr, wenn ich dich nur lein, vermehrt's mein künftig habe, Frag' ich nach Erd' und ewig Heil, So bleibe du, Gott, Himmel nicht! Ja, stürzt der nur mein Trost und Theil. Bau der Welt auch ein: Ein 5. 5. Du giebst aus Huld uns Christ kann unerschrocken sein! dieser Erde Freuden; Aus gleicher Huld verhängst du unsre Leiden. Ist nur mein Weh' nicht meine eigne Schuld, So zag' ich nicht. Gieb du mir nur Geduld! and 8. Wohl dir, o Christ! nach kurzem Leide Ruft dir des Heilands Stimme zu: Geh' ein zu deines Gottes Freude, Nach Müh' und Kampf zu ew'ger Ruh'! 6. Soll ich ein Glück, daß Komm' und empfang' vor sei- du mir gabst, verlieren, Und nem Thron Der Ueberwinder willst du, Gott, mich rauhe großen Lohn! Wege führen: So wirst du doch, denn du hörst gern mein Flehn, Auch väterlich mir neue Hülf' ersehn. Bachoff v. Echt, geb. 1725, gest. 1792. DER SKA Mel. O höchster Gott, o unser lieber 2c. 354. Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, Gieb, daß ich mich in deinen Rath ergebe; Laß ewig deinen guten Willen mein, Und, was du thust, auch stets mir theuer sein! 2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb' und Stärke; Du, 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! Soll ich den Himmel erben, Und dieser ist gewiß im Glauben mein, Wie kann der Tod mir dann noch schrecklich sein? CON Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. to Trostlieder. mo 255 1 dor Mel. Mit Ernst, o Menschenkinder zc. man verlebt auf Erden; Wir 355. Von Gott will ich sollen selig werden Und sein in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vernicht lassen, Denn er läßt nicht von mir, Führt mich zur rechten Straßen, Wenn ich geh' in der Irr'. Er reicht mir seine Hand; Den Abend wie den Morgen Will er mich wohl versorgen, Wo ich auch bin im Land. 2. Wenn sich der Menschen Treue Und Wohlthat all' verkehrt, So wird mir bald auf's neue Die Huld des Herrn bewährt; Er hilft aus aller Noth, Befreit von Sünd' und Schanden, Von Ketten und von Banden, Ja wenn's auch wär' der Tod. gehet Mit ihrer stolzen Pracht, Nicht Ehr' und Gut bestehet, Das vorhin groß geacht't; Ja auch nach diesem Tod, Tief in die Erd' begraben- Wenn wir geschlafen haben Will uns erwecken Gott. 7. Die Seel' ist unverloren In Gottes Baterhand; Der Leib Baterland. Wie selig werd' ich wird neu geboren Zum bessern fein! Mit Gott und seinen Frommen Soll ich mich da vollkommen, Soll ich mich ewig adred sind freun. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren Zeit; Mein Helfer läßt sich schauen Und wendet jedes Leid: Jhm sei es heimgestellt! Mein Leib und Seel' und Leben Sei Gott dem Herrn ergeben; Er mach's, wie's ihm gefällt! 8. Darum, ob ich schon dulde Hie Widerwärtigkeit, Wie ich's auch wohl verschulde, Kommt doch die Ewigkeit, Die, aller Freuden voll und ohne Schrank' und Ende, Durch Christi treue Hände mir einst sich aufthun soll. 9. Das ist des Vaters Wille, 4. Es kann ihm nichts ge- Der uns erschaffen hat; Sein fallen, Denn was uns nüßlich Sohn giebt uns die Fülle Der ist; Er meint's gut mit uns Wahrheit und der Gnad'; Sein allen Und schenkt uns Jesum heil'ger Geist im Fleiß Des Christ, Den eingebor'nen Sohn, Glaubens uns regieret, Und nach Durch welchen Gott bescheret, dem Himmel führet; Ihm sei Was unsre Seelen nähret; Lobt Lob, Ehr' und Preis! ihn im Himmelsthron! Ludwig Helmbold, geb. 1532, gest. 1598. 5. Lobt ihn mit Herz und beide 356. Warum betrübst du Munde, Die er uns schenkt! Wie selig ist die Stunde, dich, mein Herz, Bekümmerst Darin man sein gedenkt! Ver- dich und trägest Schmerz, Nur derbt wird sonst die Zeit, Die um das zeitlich' Gut? Vertrau' 256 Vom Vertrauen auf Gott. du deines Gottes Rath, Der Wer gab der Wittwe reichlich alle Ding' erschaffen hat. Brod, Für sie und dich? Daß that dein Gott. 2. Er fann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht: Himmel und 9. Als Daniel gefangen war, Wer schloß, wo nun kein Retter Erd' ist sein. Mein Vater und war, Der Löwen Rachen zu? mein Herr und Gott, Der mir Wer gab dort seinen Freunden beisteht in aller Noth! Muth, Den Herrn zu loben in der Glut? 3. Weil du mein Gott und Vater bist, Dein Kind du nimmermehr vergißst, Du väterliches Herz! Ich bin ein armer Erdenkloß, Auf Erden aller Hülfe bloß. 4. Der Reiche bauet auf sein Gut; Ich will vertrau'n auf Gottes Hut. Ob mich die Welt veracht't, So glaub' ich doch mit Zuversicht: Wer Gott vertraut, dem mangelts nicht. 5. Ging Jacob aus des Vaters Haus Nicht dürftig, leer und einsam aus, Ein Flüchtling, oft getäuscht? Doch, sehet, überhäuft mit Glück, Kam er nach Canaan zurück. 6. War Josephs reine Frömmigkeit Vergebens? Hat es ihn gereut, Dem Gott getreu zu sein, Der nie von seinen Frommen weicht, Wenn seine Hülfe gleich verzeucht? 7. Der fromme keusche Jüngling litt, Weil er für seine Keusch heit stritt; Gott aber macht' ihn frei, Und er den Vater und zugleich Die Brüder, die ihn haßten, reich. 10. Ach Gott, du bist so reich noch heut, Als je du warst von Ewigkeit. Mein Trauen steht zu dir; Sei du nur meiner Seele Hort, So hab' ich G'nüge hier G'nüge hier und dort. 11. Zeitlicher Ehr' ich gern entbehr', Des Ewigen mich nur gewähr', Das du erworben hast Durch deinen herben, bittern Tod; Das bitt' ich dich, mein Herr und Gott! 12. Alles, was ist auf dieser Welt, Es sei Gold, Silber oder Geld, Reichthum und zeitlich Gut, Das währt nur eine kleine Zeit Und hilft doch nichts zur Seligkeit. 13. Ich danke dir, Herr Jesu Christ, Daß mir das fund geworden ist Durch dein wahrbaftigs Wort; Verleih' mir auch Beständigkeit Zu meiner Seelen Seligkeit! 14. Lob, Ehr' und Preis sei dir gebracht Für alles, wie du mich bedacht. In Demuth bitt' ich dich: Laß mich von deinem Angesicht Ewig verstoßen wer8. Elias, wer erbarmte sich In Dürr und Mangel über dich? den nicht! Wer half auf deiner Flucht? Hans Sachs, di 16 geb. 1494, geft. 1576.36 Ho Trostlieder. mo Mel. Warum sollt' ich mich denn 2c. fehle Glaubensvoll, Wie ich 357. Warum häufst du jeden soll, Dir so Leib als Seele, Morgen, Armes Herz, Dir den Sorge du, und ich bin stille; Ich Schmerz Durch dein heidnisch soll dein Ewig sein. Es gescheh' Sorgen? Warum willst du selbst dein Wille! dich kränken? Will dein Gott Deiner Noth Nicht in Gnaden denken? 8. Meine Hoffnung laß nicht wanken! So will ich Ewiglich Dir mit Freuden danken. Lob 2. Sorge statt des Glaubens und Preis sei deinem Namen! wählen, Häuft die Qual Ohne Sei mein Heil, Sei mein Theil, Zahl In verzagten Seelen. Un- Jesu, ewig! Amen. asl ser Gott hat nichts vergessen, Nach Laurenti. Jedem Tag Seine Plag' Weis- 358. Was Gott thut, das lich zugemessen. 3. Du willst vieler Tage Plagen, ist wohlgethan! Es bleibt gerecht Ohne Noth, Ohne Gott, Heut' sein Wille; Wie er fängt meine auf einmal tragen. Armer Mensch, was wird dir's nüßen? Diese Müh' Wird dich nie Vor Gefahren schüßen. Sachen an, Will ich ihm halten stille; Er ist mein Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu erhalten; Drum laff' ich ihn nur walten. Door m und 257 4. Jene Seligkeit zu erben, Die dir schon Gottes Sohn Durch sein willig Sterben Möglich, wichtig, sicher machte: Welches Heil, Welches Theil! Mensch, nach diesem trachte! 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er kann mich nicht betrügen; Er führet mich auf rechter Bahn: So laß ich mir genügen An seiner Huld Und hab' Geduld; Er wird mein Unglück wenden, Es steht in feinen Händen. dont 5. Seine Wege Gott befehlen, Stille sein, Sein sich freun, Das beglücket Seelen. Seelen, die Gott also ehren, Die wird Gott wohlgethan! Er wird nicht von In der Noth, Eh' sie schrein, mir weichen, Und als ein Arzt, erhören. Gedder helfen kann, Den Trank des 3. Was Gott thut, das ist 6. Ihre Sorg' ist, Gottes Heils mir reichen. Ja, seine Treu' Willen, Könnt es sein Engel- Ist immer neu; Drum will ich rein Hier schon zu erfüllen. Für auf ihn bauen Und seiner Güte ihr Seelenheil zu sorgen, Diese trauen. Müh' Sparen sie Nimmermehr auf morgen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er ist mein Licht 7. Nun, Herr Jesu, ich be- und Leben, Der mir nichts a 17 258 Vom Vertrauen auf Gott. Böses gönnen kann; Ich will mich 3. Du stärkst mir unter aller ihm ergeben In Freud' und Plage, D Gott, durch mein GeLeid. Es kommt die Zeit, Da bet den Muth, Daß ich gelassen öffentlich erscheinet, Wie treulich sie ertrage, Und machst zuletzt er es meinet. sniet wist doch Alles gut. Auf Kummer 15. Was Gott thut, das ist folgt zufriedner Dank, Auf Klawohlgethan! Muß ich den Kelch gen froher Lobgesang. gleich schmecken, Der bitter ist 4. Zu ungestörten Sicherheinach meinem Wahn, Laß ich ten Schickt sich gewiß kein Prümich doch nicht schrecken, Weil fungsstand. Wie würde, drückt' doch zuletzt Ich werd' ergößt Mit süßem Trost im Herzen; Da weichen alle Schmerzen. uns nicht zu Zeiten Ein Leiden, unsre Treu' erkannt? Vollkommne Ruh' und Sicherheit Jst nur ein Glück der Ewigkeit. o 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Dabei will ich ver- 5. Was bist du denn, 0 bleiben. Es mag mich auf die meine Seele, In deiner Noth rauhe Bahn Noth, Tod und so fummervoll? Vertraue Gott; Elend treiben: So wird Gott nur ihn erwähle Zu deinem mich Doch väterlich In seinen dein Wohl. Einst Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. ging di Samuel Rodigast, geb. 1649, gest. 1708. alde 3100 Trost! er schützt dankst du ihm Daß er dein nach der Gefahr, Rober Gott und Retter war. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 359. Was ist mein Leben 6. Er wird es sein; ruf' in Gefahren Ihn als den ein'gen Helfer an! Er weiß dich mächtig auf der Erde? Ein Wechsel ist's zu bewahren; Und da, wo Nievon Lust und Leid. Hier stört mand helfen kann, Fehlt ihm oft Unruh' und Beschwerde Die die Kraft zu helfen nicht. Dies sanfteste Zufriedenheit; Hier stärke deine Zuversicht! wohn' ich noch in einer Welt, 7. Befiehl ihm alle deine Die kein vollkommnes Glück Wege; Hoff' und vertrau' ihm enthält. sler vi allezeit! Auch auf dem aller2. Weß soll ich mich, o Herr, rauhsten Stege Denk' froh an denn trösten? Nur deiner Huld. jene Ewigkeit: Da wirst du frei Du bist mein Heil, Und bleibst, von aller Pein, Ganz selig, ganz wenn auch die Noth am größ- zufrieden sein. ten, Doch meines Herzens Trost 8. So laß mich, Gott, stets und Theil. Du stehst nach deiner dahin schauen, Und dann mit Batertreu Mir stets mit Rath starkem Muth auf dich Auch in und Hülfe bei. der größten Noth vertrauen! Trostlieder. mo Du bist bei mir: das stärke 6. Sind auch der Krankheit mich! Wer dessen stets versichert ist, Der lebt und stirbt getrost als Christ. MOTI 1100 Ernst Samuel Borchward, im geb. 1717, gest. 1776.5 de Mel. Nun ruhen alle Wälder 2. 360. Was ist's, daß ich mich quäle? Harr' Gottes, meine Seele, Harr' und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nüßet; Gott weiß es, und Gott schüßet, Er schüßet den, der nach ihm fragt. 259 Plagen, Der Mangel schwer zu tragen, Noch schwerer Haß und Spott: So harr' ich und bin ftille Zu Gott; denn nicht mein Wille, Dein Wille nur, gescheh', o Gott! 4. Ich lebe nicht auf Erden, Um glücklich hier zu werden; Die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen Den Grund zum Glück zu legen, Das ewig, wie mein Geist, besteht. 7. Du bist der Müden Stärke, Und aller deiner Werke Erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, Wenn du mich willst bewahren? Und du, mein Gott, bewahrest mich. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 2. Er zählte meine Tage, Mein Glück und meine Plage, Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. Eh' ich die Welt noch sah. Gh' 361. Was soll ich ängstlich ich mich selbst noch kannte, Ch' ich ihn Vater nannte, War er mir schon mit Hülfe nah'. 3. Die kleinste meiner Sorgen Ist dem Gott nicht verborgen, Der Alles sieht und hält; Und für dich! was er mir beschieden, Daß dient zu meinem Frieden, Wär's auch die größte Last der Welt. TOUCAS flagen, und ohne Hoffnung zagen? Der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele Ihr wahres Wohl nie fehle. Genug zum Trost, mein Herz, dinic 2. Was nüßt es, heidnisch sorgen, Und jeden neuen Morgen Mit neuem Kummer sehn? Du, Vater meiner Tage, Weißt, eh' ich's dir noch klage, Mein Leid, und auch mein Wohlergehn. 3. Auf deine Hand zu schauen, Dir kindlich zu vertrauen, Das, Herr, ist meine Pflicht. Ich will 5. Was dieses Glück ver- fie treulich üben, und dich, mein mehret, Sei mir von dir ge- Bater, lieben; Denn du verläßt währet! Gott, du gewährst es die Deinen nicht. gern. Was dieses Glück verletzet, 4. Der du die Blumen fleidesi, Wenn's alle Welt auch schäßzet, Und alle Thiere weidest, Du Sei, Herr mein Gott, mir ewig Schöpfer der Natur, Siehst Alles, fern! d Drum, Seele ,. 17* was mir fehlet. Vom Vertrauen auf Gott. was dich quälet, Befiehl dem Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. Herrn, und glaube nur! gol 362. Wenn gleich aus tiefer 5. Herr, alle meine Sorgen, Mitternacht Gewitter um mich Die Noth, die oft verborgen An bligen, So zag' ich nicht; mein meinem Herzen nagt, Werf ich Bater wacht, Er wacht, mich zu auf dich, den Treuen. Du weißt beschützen. Die Güte, die mich den zu erfreueu, Der fromm nach werden hieß, Die den Bedrängten deiner Hülfe fragt. nie verließ. Die wird mich nie verlassen. Ho 6. Ja, wenn mein Auge thränet, Und sich nach Hülfe 2. Sein Auge schaut auf sehnet, So flag' ich's Herrn. Dir, Bater, dir befehle meinen Schmerz, Und seine Ich jeden Wunsch der Seele; Blicke zählen Die Sorgen, die Du hörst, du hilfst, du segnest gern. dir, dem From 7. Du hast mir hier im Leben Schon größ'res Heil gegeben, Und deinen Sohn geschenkt. Du wirst mir Alles schenken, Und mir zum Besten lenken, Was mich, zu sorgen, reizt und kränkt. mein armes Herz Mit Angst und Kummer quälen. Er sandte mir das Leiden zu, Daß nicht mein Herz in stolzer Ruh' Des Ewigen vergäße. 110 POT INS 8. Du leitest, Herr, die Deinen Nicht so, wie sie es meinen, Nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, Bleibt doch dein Rath voll Liebe; Das zeigt der Ausgang mit der That. 3. Gesegnet sind die Leiden mir, Die mich der Sünd' entziehen, Mich lehren, Gott, allein zu dir Nach Trost und Hülfe fliehen. Ich weiß: einst bringst du meinem Blick Der Sonne sanftes Licht zurück, Das Dunkel THER mir verhüllet. 802 513679-314 Wenn ich hier Tiefen sehe, Und es nicht ganz verstehe, Was4. Wie will ich dann, vom du mit mir gethan; Kann ich Schmerz befreit, Herr, deine Huld doch deß mich trösten: Mein Gott erheben! Wie freudig dir selbst nimmt mich Erlösten Gewiß der für das Leid Lob, Preis und Ehre geben! Wohl denen, die dem einst zu Ehren an. hilonil Herrn vertraun, Die ihre Hoffnung auf ihn baun! Nie werden sie zu Schanden. i 10. Dort bei den frommen Schaaren, Dort werd' ich es erfahren, Wie gut du mich geführt. Da bring' ich dir mit Freuden Nach überstandnem Leiden Den Dank, der deiner ( Moll.) Huld gebührt. sedan 363. Wer nur den lieben Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. Gott läßt walten und hoffet 260 Daniel Schiebeler, geb. 1741, gest. 1771/ for Trostlieder. 261 auf ihn alle Zeit, Den wird er der rechte Wundermann, Der wunderbar erhalten In allem bald erhöhn, bald stürzen kann. Kreuz und Traurigkeit; Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, Der hat auf feinen Sand gebaut. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, Verricht das Deine nur getreu Und trau des 2. Was helfen uns die Himmels reichem Segen; So schweren Sorgen? Was hilft uns wird er bei dir werden neu; unser Weh und Ach? Was hilft Denn welcher seine Zuversicht es, daß wir alle Morgen Be- Auf Gott setzt, den verläßt er seufzen unser Ungemach? Wir nicht. Georg Neumark, machen unser Kreuz und Leiden nant en geb. 1621, geft. 1681. Nur größer durch die Traurigkeit. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2. 3. Man halte nur ein wenig 364. Will mich, o Gott, stille Und sei doch in sich selbſt vergnügt, Wie's unsers Gottes hienieden Des Lebens Last erGnadenwille, Wie sein' Allwissen. Wenn auch die Leiden kränken, müden, So stärke meinen Geist! heit es fügt: Gott, der uns ihm hat ausgewählt, Der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. So laß mich wohl bedenken, Auch das sei gut, was Trübsal heißt! 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merfet feine Heuchelei, So kommt Gott, eh' wir's uns versehn, Und lässet uns viel Gut's geschehn. dist 2. Nicht ewig soll sie wäh. ren; Oft werden unsre Zähren Schnell von dir abgewischt; Und seufzen wir: wie lange Ist unsrer Seele bange? So wird mit Trost das Herz erfrischt. 5. Denk' nicht in deiner Drangsalshiße, Daß du von Gott verlassen seist, Und daß ihm der im Schooße sizze, Der sich mit stetem Glücke speist; Die 4. Wie gut find alle Wege, Folgezeit verändert viel Und setzet Jeglichem sein Ziel. 3. Du, Vater, lenkest Bürden, Die uns erdrücken würden, von unsern Schultern ab; Du wiegest unsre Plagen Stets nach der Kraft zu tragen, Die deine Hand erst selber gab. Herr, wenn ich's recht erwäge, belt Die du oft mit mir gehst! Nicht Schwerter sind's, nur Ruthen, Womit du bloß zum Guten, Als Vater, dein Kind züchtigest. 5. Dein väterlich Bemühen Will uns hier auferziehen, Zu 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, und ist dem Höchsten Alles gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist Vom Vertrauen auf Gott. Trostlieder. thun, was dir gefällt; Du willst| 2. Sollt' ich das von Gott die Lüste schwächen, Den Eigen- nur loben, Wo auch ich schon willen brechen, Und uns entwöh- Weisheit seh'? Ift's nicht ein nen von der Welt. Gotto Geschenk von oben, Wenn ich seinen Weg versteh'? Der, ach, frevelt, welcher flagt, Daß ihm Gott mehr Licht versagt. 262 6. Du willst den Eifer mehren, Gehorsam dich zu ehren, Mit Glauben und Geduld, Daß wir in unsern Nöthen, Auch wenn du uns willst tödten, Doch trauen deiner Vaterhuld. 3. Soll ein Vater unterlaſſen, Was dem Kinde Thorheit ist? Engel, fühner Tadler, fassen 7. Was will, was fann uns Das, wo du im Dunkeln bist. scheiden Von dir und jenen Hier sollst du dem Herrn verFreuden, Die du für uns er- traun, Lernen hier, und dort sehn? Ich lebe oder sterbe, So wird des Himmels Erbe Mir, deinem Kinde, nicht entgehn. erst schaun. 8. 3u jenem Freudenleben Willst du auch mich erheben; Der Tod ist mein Gewinn. Muß gleich mein Leib verwesen, Wird doch mein Geist genesen; Er eilt zu seinem Schöpfer hin. 9. D, drücke meinem Herzen, Auch unter Sorg' und Schmerzen, Dies stets auf's tiefste ein: Der, den du, Vater, liebest, Kann, wenn du ihn betrübest, Doch nie ganz unglückselig sein. Nach Frehlinghausen. Mel. Gott des Himmels und der 2c. 365. Unerforschlich sei mir immer Meines Gottes Weg und Rath, Und die Nacht sei ohne Schimmer, Die mich hier um schattet hat: Doch ist Alles, was er thut, Wie's auch scheine, weis' und gut. 2 4. Sollt' er deine Wünsch erheben Zu Beherrschern seiner Welt? Kann er heilig sein und geben, Was doch Lüsten nur gefällt? Wohl uns, wenn er nicht gewährt, Was ein thöricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilgerstande Sei mein Theil Zufriedenheit; Dort in meinem Vaterlande Wohnt die wahre Seligfeit. Find' ich dort gewiß mein Heil, so sei mein Weg hier fteil. dtin 6. Wandelst du auf rauhen Wegen, Meine Seele, klage nicht! Was hier schmerzet, wird dort Segen; Was hier Nacht ist, wird dort Licht; Und ich fasse Gottes Sinn, Wenn ich ganz vollendet bin. mondo mi Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Gasthom i ma Vom Gebet. Gebetslieder. 189 adsi? Suobodnotlige up the h Al VIII. Vom Gebet. Gebetslieder. 263 Jiu Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.)| Vater, unsre Seelenruh' Nimmt 366. Dein Heil, o Christ, durch's Gebet beständig zu. nicht zu verscherzen, Sei wach 6. Dein Wort ist immer Ja und nüchtern zum Gebet! Ein und Amen: Wer gläubig bittet, kindlich Flehn aus reinem Her- der empfäht. Drum laß auch zen Hat Gott, dein Bater, nie mich in Jesu Namen Oft vor verschmäht. Erschein' in Demuth dich kommen im Gebet! Nie sei oft und gern Mit Dank und mir diese Pflicht zur Last, Die Flehen vor dem Herrn! du zum Heil geboten hast. Nach Gellert. Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) 2. Welch Glück, so hoch ge= ehrt zu werden, Und im Gebet vor Gott zu stehn! Der Herr des Himmels und der Erden, 367. Komm betend oft und Bedarf der eines Menschen mit Vergnügen, O Christ, vor Flehn? Er will bloß deine Se- Gottes Angesicht! Laß keine ligkeit, Wenn er zu beten dir Trägheit dich besiegen In der gebeut. Erfüllung dieser Pflicht. O, übe sie zu Gottes Preis' Und deinem Heil mit treuem Fleiß! 3. Sagt Gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? Ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, Der schämt sich, Gottes Freund zu sein, Und stößt das angebot'ne Glück Muthwillig selbst von sich zurück.com namis 2. Bet' oft in Einfalt deiner Seelen! Gott sieht auf's Herz, Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, Wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub' an Gott und seinen Sohn Rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 4. Sein Heil von dir, o Gott, begehren, Ist wahrlich keine schwere Pflicht: Des Herzens Wünsche 3. Wer das, was ihm zum dir erklären, Erhebt dies unsre Frieden dienet, Durch Beten Seele nicht? D, welch ein Trost, sucht, der ehret Gott. Wer das daß du uns liebst, Und, was zu bitten sich erfühnet, Was er uns nüßet, gerne giebst! nicht wünscht, entehret Gott. Wer schnell vergißt, was er ihm schwur, Der spottet seines Schöpfers nur. 5. Was kann zum Fleiß in guten Werken Die Seele kräftiger erhöhn? Was mehr den Muth im Leiden stärken, Als 4. Bet' oft zu Gott, und wenn wir flehend auf dich sehn? schmeck' in Freuden, Wie freundlich 264 asdail Vom er dein Vater ist. Bet' oft zu Gott, und fühl im Leiden, Wie göttlich er dein Leid versüßt. Gott hört's, Gott ist's, der Hülfe schafft; Er giebt den Müden Trost und Kraft. 5. Bet oft; und heiter im Gemüthe Schau' dich an seinen Wundern satt. Schau' auf den Ernst, schau' auf die Güte, Womit er dich geleitet hat. Oft irrtest du, er trug Geduld: Erkenn' und preise seine Huld. Gebet. mo Bitten, das aus Liebe fließt, Ehrt Gott, der selbst die Liebe ist. 10. Bet' oft, so wirst du Glauben halten, Dich prüfen und das Böse scheun, An Lieb' und Eifer nicht erkalten, Und reich an guten Werken sein; Denn Muth und Kraft und Seelenruh' Sagst du, Gott, dem, der bittet, zu. ono dobru 11. Dies reize mich, vor dich zu treten, Mit Lob und Dank, mit Wunsch und Flehn! Doch meine Fehler bei dem Beten, Wollst du, mein Vater, über6. Bet' oft; durchschau' mit frohem Muthe Die herzliche Barmherzigkeit Des, der mit sehn, Weil mich, der dir zur seinem theuren Blute Die Sün- Rechten sigt, Durch seinen Fürderwelt vom Fluch befreit, Und spruch unterstüßt! dola eigne dir zu deiner Ruh' Und Heiligung sein Opfer zu. Nach Gellert. 7. Bet' oft; Gott wohnt an jeder Stätte, In keiner minder oder mehr. Dent' nicht, wenn ich mit vielen bete, So find' ich eh' bei Gott Gehör. Ist, was du wünschest, recht und gut, So sei gewiß, daß Gott es thut. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. 368. Vater, unser Gott, es ist Dein Werk, uns zu belehren, Wie du recht anzurufen bist, Daß du uns kannst erhören; Drum geuß, wie uns dein Wort verheißt, Selbst über uns aus deinen deinen Geist Der Gnad' und des Gebetes! 8. Doch säume nicht, in den Gemeinen Auch öffentlich Gott anzuflehn, Und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern, zu erhöhn. Wie eifrig war dein Heiland nicht In 192.b Der nehm' sich unsrer Schwachheit an, Uns kräftig zu vertreten, So oft wir deinem Thron uns nahn, zu danken und zu beten; Weil der sein Uebung dieser sel'gen Pflicht! eigen Glück vermehrt, Der dich, 9. Bet' oft zu Gott für deine Brüder, Für alle Menschen, als o Gott, mit Beten ehrt, Nach deines Geistes Leitung.NO ihr Freund; Denn wir sind Eines 3. Zeuch unser Herz zu dir Leibes Glieder, Ein Glied dahinauf, Im Beten und im Sinvon ist auch dein Feind. Solch' gen, Und thu' uns auch die 265 erlangen. Laß heilge Händ' uns immer hier Aufheben, Vater, und zu dir Mit wahrer Inbrunst Gebetslieder. Lippen auf, Ein Opfer dir zu bringen, Woran dein Herz Gefallen hat, Weil sich auch unser Herz dir naht, und nicht bloß flehen. unsre Lippen. im id 9. Dein Nam', o Gott, ge4. Im Geist und Wahrheit heiligt werd'; Dein Reich lass' wollen wir Andächtig beten ler- uns erfreuen; Dein Will' genen; Nie soll Zerstreuung uns scheh' auch hier auf Erd'; Gieb von dir Gedankenlos entfernen. Frieden, Brod, Gedeihen; All' Und beten wir mit Zuversicht, unsre Sünden uns verzeih'; So hoffen wir und zweifeln nicht, Steh' uns in der Versuchung Die Bitte zu erhalten. bei; Erlös' uns von dem Uebel. 1915. Hilf, daß wir keine Zeit noch Maß Im Beten dir vorschreiben, Anhalten ohne Unterlaß, Und auch bei dem nur bleiben, Was uns dein Wille bit ten lehrt, Was deinen großen Namen ehrt, und unser Wohl befördert. 10. Dies Alles, Vater, werde wahr; Du wollest es erfüllen! Erhör' und hilf uns immerdar, Um Jesu Christi willen! Denn dein, o Herr, ist allezeit Bon Ewigkeit zu Ewigkeit Das Reich, die Macht und Ehre. Johann Arndt, geb. 1555, gest. 1621. 6. Laß uns im Herzen und in Gemüth Auf unsre Kraft nicht mel. Ich dank' dir schon durch 2c. bauen; Auf deine Weisheit, 369. Allmächtiger, des MajeMacht und Güt' Laß einzig uns vertrauen. Und sind wir dessen stät Weit über Alles gehet, Erhöre den, der im Gebet Um auch nicht werth, Daß unser Flehen werd erhört, So thu' es deinen Beistand flehet! doch aus Gnade! 2. Verleihe mir die Wissenschaft, Mein wahres Glück zu finden; Und gieb mir Willen, Muth und Kraft, Mich selbst zu überwinden. 7. Du, Vater, weißt, was uns gebricht, So lange wir hier leben; Es ist dir auch verborgen nicht, Wenn wir in Nöthen schweben. Um Beistand flehen www.www 3. Gieb, daß ich trachte jewir dich an, Des Macht und derzeit Nach des Gewissens Grade Alles kann, Die uns nicht Freuden, Und lehre mich, was will verlassen. metes verbeut, Mit größtem Ernste 8. Wir haben ja die Freu- meiden. digkeit Durch Jesum Christ em- 4. Erwecke zum Gefühl mein pfangen; Der Gnadenstuhl ist Herz, Wenn meine Brüder leiuns bereit, Von dem wir Hülf' den, Und laß an meines Haffers 266 Vom Gebet. Schmerz Sich nie mein Auge hab' ich schon des Himmels weiden. dodjuls 19 Vorschmack hier. ropahd 5. Verleih mir einen frohen 4. Dein Geist treibt mich, Muth, Es gehe wie es gehe. zu dir zu treten Mit Seufzern, Was du, mein Vater, willst, die mir unaussprechlich sind; ist gut; Drum, was du willst, Nur er lehrt mich recht gläubig geschehe! sussenbeten, Und überzeuget mich, ich 6. Laß mich mein Brod durch sei dein Kind Und einst auch deine Gunst Und meinen Fleiß Erbe deiner Herrlichkeit. Er erwerben; Und lehre mich die ist's, der in mir: lieber Vater! große Kunst, zu leben und zu schreit.iu 09 5. Und weil ich dich zum Vater habe, So bin ich voller 2c. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich Trost und Freudigkeit. Ich weiß GR 100 es, jede gute Gabe, Die hier mir 370. Dir, dir, du Höchster, nützt und ewig mich erfreut, will ich fingen; Wer ist an Die giebst du, und thust überHuld und macht so reich, als schwänglich mehr, Als ich verdu? Vor dich will ich mein stehe, bitte und begehr'. omni Flehen bringen; Ach, gieb mir 6. Wohl mir! Ich bitt' in deines Geistes Kraft dazu, Daß Jesu Namen, Der mich zu es gescheh' im Namen Jesu deiner Rechten selbst vertritt. Christ, So wie es dir allein ge- Durch ihn ist Alles Ja und fällig ist! Amen, Was ich von dir im Geist und Glauben bitt'. Wohl mir, den deine Huld so hoch 2 sterben! d nod on 100 jed Just. Friedr. Wilh. Zachariä, geb. 1726, gest. 1777. 2. Zieh', Vater, mich zu deinem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zu dir zieh'. Gieb, erfreut! Preis dir dafür jetzt und daß dein Geist stets in mir in Ewigkeit! wohne, Damit ich Alles, was 1400 sun ibod sio Nach Craffelius. at isa dir mißfällt, flieh'; Von deiner Gnad' und Huld versichert sei, disden bis Mel. Erschienen ist der herrlich 2c. Gost Und dessen mich im Innersten 371. Du, des sich alle Himerfreu'. mel freun, Auch unsre Seele 3. Erzeige, Gott, mir solche freut sich dein, Daß du, des Güte, So bet' ich dich im Geist Macht unendlich ist, Daß du, und Wahrheit an; So preist Gott, unser Vater bist. Gelobt mit dankbarem Gemüthe Mein seist du! Mund, wie viel du hast an mir 2. Weit, über unsre Einsicht gethan; So hebt dein Geist weit, Geht deines Namens Herrmein Herz empor zu dir; So lichkeit. Ihn ehre stets, von Lieb' Gebetslieder. 267 entbrennt, Wer deinen großen und Herrlichkeit Von Ewigkeit Namen kennt, Unendlicher! Guzu Ewigkeit. Gelobt seist du! geb. 1724, gest. 1803. 3. Verbreite deiner Gnade ur chid Friedrich Gottlieb Klopstod, Ruhm Durch Jesu Evangelium; no notate and fillar dull mo Mach unser Herz ihm unter Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. than, So beten wir dich freudig 372. Gott, deine Güte reicht an, Allgütiger. 4. Der du in deiner Wahl nie irrst, Und wohlzuthun nie müde wirst: Dein Wille, Weisester, gescheh', Auf Erden so, wie in der Höh', Mit Freudigkeit! QUO FEES! 5. Was unser Leben hier er. hält, Gieb uns, so lang' es CHOU HO dir gefällt; Doch gieb uns auch ein Herz dabei, Das dankvoll und genügsam sei, Und dir vertrau! 6. Ach, oft vergehn wir uns an dir! Berzeih' uns, Bater, so wie wir, Um deiner Huld uns zu erfreun, Auch unserm Nächsten gern verzeihn, Der an uns fehlt! BARR 7. Dringt auf uns wo Versuchung her, So sei sie nie für uns zu schwer; Steh uns zum Siege mächtig bei, Mach' uns im Guten fest und treu, Erbarmender! isd u nnd notodop so weit, So weit die Wolken gehen; Du frönst uns mit Barmherzigkeit Und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, Vernimm mein Flehn, merk' auf mein Wort, Denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Ueberfluß Und Schäßze dieser Erden; Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner Gnade werden; Nach Gieb mir nur Weisheit und Verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, Und mich selbst zu erkennen. 910 3. Jch bitte nicht um Ehr' und Ruhm, So sehr sie Menschen rühren; Des guten Namens Eigenthum Laß mich nur nie verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, Der Ruhm vor deinem Angesicht Und frommer Freunde Liebe. 8. Erlös', erlös' uns, unser 4. So bitt' ich dich Herr ZeGott, Nach deinem Rath, aus aller Noth. Nimm nach vollbrachtem Prüfungslauf Uns zu dem bessern Leben auf, Gott, dem wir trau'n! baoth, Auch nicht um langes Leben; Jm Glücke Demuth, Muth in Noth, Das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; Laß du mich nur Barmherzigkeit Vor dir im Tode finden. 9. In deines Himmels Heiligthum, Auf deiner Erd' erschallt dein Ruhm; Dein ist die Macht un Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 268 Vom Gebet. 373. Vater unser im Himmel reich, Der du uns Alle heißest gleich Brüder sein und dich rufen an Und willst das Beten von uns han: Gieb, daß nicht bet' allein der Mund, Hilf, daß es suchung nicht, Wenn uns der geh' von Herzensgrund. is of unsren Schuldigern Ihr' Schuld und Fehl vergeben gern; Zu dienen mach' uns All' bereit In rechter Lieb' und Einigkeit.de 7. Führ' uns, Herr, in Verböse Geist ansicht; Zur linken und zur rechten Hand Hilf uns Glauben fest und wohl gerüst't thun starken Widerstand, Im und durch des heil'gen Geistes Trost. 2. Geheiligt werd' der Name dein, Dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß wir auch leben heiliglich Nach deinem Namen würdiglich; Behüt' uns, Herr, vor falscher Lehr', Das arm' ver führte Volk bekehr'. 3. Es komm' dein Reich zu dieser Zeit, Und dort hernach in Ewigkeit; Der heil'ge Geist uns wohne bei Mit seinen Gaben mancherlei; Des Satans Zorn und groß Gewalt Zerbrich, vor ihm dein' Kirch' erhalt! 4. Dein Will' gescheh', Herr Gott, zugleich Auf Erden, wie im Himmelreich, Gieb uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsam sein in Lieb' und Leid: Wehr' und steur' allem Fleisch und Blut, Das wider deinen Willen thut. 10191196 incontri 5. Gieb uns heut' unser täglich Brod, Und was man darf zur Leibesnoth, Behüt' uns, Herr, vor Unfried', Streit, Vor Seuchen und vor theurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, Der Sorg und Geizes müßig gehn. PING!! 8. Von allem Uebel uns erlös'; Es sind die Zeit und Tage bös'; Erlös' uns von dem ew'gen Tod Und tröst uns in der letzten Noth; Bescher uns, Herr, ein sel'ges End, Nimm' unfre Seel' in deine Händ'. ( 9. Das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit Ist dein, o Herr, in Ewigkeit. Wir alle sind dein Eigenthum. Gebet erhören, ist dein Ruhm. Unendlich mehr, als wir verstehn, Kann stets durch deine Hand geschehn.) 10. Amen! das ist: es werde wahr! Stärk' unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiemit gebeten han Auf dein Wort, in dem Namen dein; So sprechen wir das Amen fein. baft 100 odongeb. 1483, geft. 1546. Martin Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu 2c. 374. Herr, mein Erlöser, nur 6. All' unsre Schuld vergieb von dir Kann ich mir Hülf' eruns, Herr, Daß sie uns nicht flehen. Vernimm mein Seufzen; betrübe mehr, Wie wir auch eile mir, Mein Helfer, beizustehen! 269 Des wahren Glaubens Kraft endlich, Herr, durch dich, In und Licht, Das selige Bestreben, Allem überwinden! Dir zu leben, Und Muth zui bun Christoph Friedrich Neander, dieser Pflicht, Das wollest du s mir geben! geb. 1724, gest. 1802. bin dai norge Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) Wer nu 2. Du hast ein königlich Ge- 375. Mein lieber Gott, gebot Mir tief in's Herz geschrieben: denke meiner Im Besten jetzt Von ganzer Seele soll ich Gott, und allezeit! Denn außer dir Wie mich, den Nächsten lieben. ist nirgend Einer, Der mich mit Wenn ich nach deinem Worte Rath und Trost erfreut. Dein thu', So hab' ich schon hienieden Wort macht mich voll Zuversicht, Großen Frieden; Und welches und sagt mir: du vergißt mein Heil hast du Den Frommen dort nicht. nismud call 12. Gedenke meiner, wenn ich beschieden! höre Dein süßes Evangelium, und mache mir die Himmelslehre zu rechter Kraft im ChristenZu thum, Auf daß dein Same wohl geling' Und tausendfache Früchte bring'! duol me Dohors Toff Gebetslieder. 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, Kein Weltglück dir entreißen! Denn du hast deine Seligkeit Den Treuen nur verheißen. Doch könnten wohl durch ihre Müh Sie, solche zu verdienen, Sich erkühnen? Aus Gnaden schenkst du sie; Und du erwarbst sie ihnen.sijui loc 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, Und merke doch mit Gnaden d'rauf. Weil ich in Christo vor dich trete, So schleuß dein Vater4. Freund meiner Seele, du herz mir auf; Doch gieb mir bist ihr Ein Weinstock; sie ein nichts, als dies allein, Was mir Rebe. Zeuch sie dir nach, daß kann nüß' und selig fein. Ho sie zu dir Sich von der Welt er- 4. Gedenke meiner, wenn ich hebe! Ja, laß mich, wenn ich falle, Und wirf mich nicht im sterben soll, Auf deine Gnade Zorne hin, Weil ich, wie andre bauen, Dir vertrauen, Und dann Menschen alle, Im Fleische dort wonnevoll Dein Antlitz ewig schwach und blöde bin. D, fördre schauen! meinen Gang und Stand Durch Kraft und Stärke deiner Hand! 5. Ich kämpf', ermatt' und strauchle oft: Erbarme dich des Schwachen, Der nur auf dich in Demuth hofft; Du kannst mich mächtig machen. In jeder Seelennoth laß mich Bei dir Erbarmung finden, Trost empfinden, Und 5. Gedenke meiner, wenn ich leide; Wen hab' ich sonst, als dich allein, Der bei der Menschen Haß und Neide Mein Freund und Tröster könnte sein? Und hab' ich dich, so lacht mein 270 Vom Gebet. Muth, Wenn Welt und Teufel| 3. Hilf, daß ich rede stets, böse thut. andriurdu Womit ich kann bestehen; Laß 6. Gedenke meiner auch in fein unnüßes Wort Aus meinem Allem, Woran ich nicht gedenken Munde gehen: Und wenn in kann, Und blicke mich mit Wohl- meinem Amt Ich reden soll und gefallen In meinem In meinem ganzen muß, So gieb den Worten Kraft Leben an. Denn, giebst du mir, Und Nachdruck ohn' Verdruß. was dir gefällt: So ist's um 4. Find't sich Gefährlichkeit, mich recht gut bestellt. nogtin So laß mich nicht verzagen; Gieb einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich meinen Feind Mit Sanft. muth überwind'; Gieb Freunde, die mit Rath Und That mir nahe sind. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe! Und wenn mich alle Welt vergißt, Versetze mich in jenes Erbe, Wo du mein Theil und Leben bist! Denn bleibst du nicht im Himmel mein, So wollt' ich nie geboren sein.im hom dall 8. Ich will mich über nichts betrüben; In deine Hände hast du mich Zum Heil und Segen angeschrieben. Im Glauben hoff' ich fest auf dich, Daß du mein ganzes Schicksal lenkst, Und meiner stets im Besten denkst. or du Erdmann Neumeister, geb. 1671, gest. 1756. 5. Laß mich mit jedermann In Fried' und Freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrechtem Gut Nichts untermenget fsei. OC ND TIME Ed 376. Gott, du frommer Gott, Du Brunnquell aller Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben: Gesunden Leib gieb mir, Und daß in solchem Leib Die Seele unverletzt, Rein das Gewissen bleib. dunt dan Ana nonis 2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gieb, daß ich's thue bald, Zu der Zeit, da ich soll, Und dann gerathe mir's Durch deinen Segen wohl. 6. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch in's Alter dringen, So gieb Geduld; vor Sünd' Und Schanden mich bewahr', Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End' Auf Christi Tod abscheiden; Die Seele nimm zu dir, Hinauf zu deinen Freuden. Dem Leib zu ruhen gönn' Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh An ihrer Seite hab.baar andhra 8. Wann du die Todten wirst An jenem Tag aufwecken, Wollst Gebetslieder. 271 du auch deine Hand Zu meinem 15. Verstand und Herz ist fehGrab ausstrecken; Laß hören lerhaft; Bald fehlt mir Licht, deine Stimm' Ruf meinen Leib bald fehlt mir Kraft, Mich weißhervor Und führ' ihn, schön ver- lich zu regieren; Drum bitt' ich klärt, Zum auserwählten Chor. dich: laß, Höchster, mich Selbst 19. Gott Vater, dir sei Preis deine Weisheit führen! Hier und im Himmel droben; 6. Herr Jesu, Gottes Sohn, Jch will dich allzeit loben; O heil'ger Geist, dein Ruhm Erschall jemehr und mehr; Dreiein'ger Herr und Gott, Dir sei Lob, Preis und Ehr! napnidal 1585, gest. 1647. Johann Heermann, Herr, 6. Herr, dessen Treu' uns ewig liebt, Laß mich beim Segen, den sie giebt, Auf dich, den Geber, schauen. Selbst, wenn du schlägst und Kreuz auflegst, Laß mich dir fest vertrauen. 7. Gieb, daß ich meine Lebenszeit, Nur dir mit ganzem Ernst geweiht, In deiner Furcht vollbringe; Bis ich einst dir 377. Von ganzer Seele preis dort für und für Lob, Preis ich dich, Herr, der du mich so und Ehre singe! mi Gullspngeb. don vi vid b Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c. Nach Köhler. väterlich Bis diesen Tag erhalten. Laß ferner hier noch über mir Dein Vaterauge walten! Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c. 2. Du schenkst uns Leben, 378. 3u dir, mein Gott, der Glück und Ruh'; Giebst Kraft du mich liebst, Mir Leben, Heil zur Pflicht und schaffst dazu und Segen giebst, Erheb' ich Das Wollen und Vollbringen. Herz und Hände. Was deine CAS Wird dein Gedeih'n uns nicht Weisheit will und thut, Nimmt erfreun, So kann uns nichts stets ein gutes Ende. gelingen. UNGOH 2. Ich weiß nicht, was mir nützlich ist; Du weißt's, der du mein Vater bist, Und willst mein Wohlergehen. Drum laß mich nie mit Eigensinn Auf meinem Wunsch bestehen. 3. Du schufst und du regierst die Welt Nach deinem Rath, wie dir's gefällt; Du lenkst der Menschen Herzen. Sei auch mein Licht, und laß mich nicht, Gott, deine Huld verscherzen. id m 3. Wenn unser blödes Auge 04. Dein Wort lehrt mich des wählt, Dann wird sehr leicht Lebens Pflicht; Doch wie so oft noch fühl ich nicht Die Mängel meiner Seele! Ach, Gott voll Huld, vergieb die Schuld, Wenn ich aus Schwachheit fehle! das Ziel verfehlt, Nach dem wir ringen wollten. Wir suchen oft nach unserm Wahn Das, was wir fliehen sollten. 4. Du willst, wir sollen voll Vom Gebet. Vertraun Auf deiner Vorsicht| nun an die Ewigkeit Im GlauWege schaun, Und dir uns über- ben freudig denken. jou dor geben; Denn du, du sorgst mit Vaterhuld Für unser ganzes Leben. dis no Joh. Friedrich Mudre, geb. 1736, gest. 1810. day dog! Mel. Komm, heil'ger Geist, von 2c. 5. Wo ist auch wohl ein 379. Du Unsichtbarer, deſſen beff'rer Freund? Wer kann den, Thron Vor aller Welten Urder verlassen scheint, Mit Segen sprung schon Von Ewigkeit stand überschütten? Du, Gott, thust und bestehet, Ob Alles wieder überschwänglich mehr, Als wir vergehet! Mit Freude sättigt verstehn und bitten.plsich mein Geist, So oft er deinen 272 6. Du hast die Welt in dei- Namen preist. Wie köstlich ist ner Hand; Dein unermeßlicher mir's, dir lobsingen, Dir danken, Verstand Weiß Alles wohl zu Herr, dir Ehre bringen, Und im machen. Wie sollte deine Vor- Gebet mich dir zu nah'n! sicht nicht Für meine Wohlfahrt wachen? 2. Du, der du bist und der da war, Dein Nam' ist groß und 170 7. Wenn deine Macht für wunderbar. Wer kann sich bis mich gebeut, Wie könnte meine zu dir erheben, Dein Antlitz Sterblichkeit und Ohnmacht mich schauen und leben? Kein Bild erschrecken? Du wirst mich in ist, das dir, Herrscher, gleicht, Gefahr und Noth Mit deinen So weit auch deine Schöpfung reicht. Du bist ein Geist; nur Flügeln decken. Geister können Dich fühlen, daß du bist, dich nennen: Herr unser Gott! Unsichtbarer! Os cum o 8. Ach, leite mich durch deine Kraft Auf meiner kurzen Pilgrimschaft, Daß ich von dir nicht 3. Untheilbar bist du, dem weiche, Den Weg der Tugend fein Tod In allen Ewigkeiten freudig geh', Und einst das Ziel droht. Dir, Quell des Lebens, erreiche! hat dein Leben Kein älters We9. Ich will auf deine Gnade sen gegeben; Du lebst durch schaun Und nicht auf Menschen- dich. Dein Leben ist Ein Strom, hülfe baun, Die uns so leicht der unaufhaltsam fließt, Rings betrüget. Gieb mir, daß sich um dich her Glückseligkeiten Und mein schwaches Herz Mit deiner neues Leben zu verbreiten, Bon Huld begnüget! hig bnd Ewigkeit zu Ewigkeit. 10. Gabst du mir deinen 4. Du Geist des Lebens! Sohn zum Heil, So wirst du reines Licht Umstrahlt dein herrmir gewiß auch Theil An dei- lich Angesicht; Vernunft, die nem Himmel schenken; Ich kann Alles kennt und siehet, Der kein Gebetslieder. 273 Geheimniß entfliehet. Du schauest des Herrn! Vielleicht bist du mir schnell mit Einem Blick Auf nicht mehr fern. Dort wird ewig vorwärts und zurück; Er- Gott meine Sehnsucht stillen, müdest nie, und kannst nicht Dort sein Versprechen erfüllen. irren; Kein Schein noch Wahn Noch bet' ich ihn in Schwachkann dich verwirren, Und sollt' heit an, Wie ich im Fleische beten er noch so schimmernd sein. kann. Frei und vollendet werd' ich droben Einst ihn, den Geist der Geister, loben. Gelobt sei sei Gott! nu 5. Du willst; und, was dein Mund gebeut, Ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Dein weiser Rath- Gott, Gelobt schluß kann nicht fehlen, Weiß- 062 sus si nur das Beste zu wählen. Wenn i ich dir, Gott, auf deiner Bahn Von ferne nachseh', bet' ich an, Und fromme Zuversicht im Leiden Erfüllt mein Herz mit sanften Freuden, Und meinen Mund mit Preis und Dank. i 6. Du Geist der Geister, führe du Uns dir, dem Schöpfer, wieder zu, Die du nach deinem Bilde schufest, Und zu dir alle berufest! Auch wir sind Geister, danken dir, Daß du uns Leben gabst, daß wir, Die größten unter deinen Gaben, Vernunft und edle Freiheit, haben. Dir danken wir's, Unendlicher! Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Mel. Lobt Gott, ihr Christen alle 2c. 380. Auf, Christen, bringet Preis und Ehr' Dem Herrscher aller Welt, Dem Mächtigen, der Erd' und Meer Und alle Himmel hält! 2. Frohlockt mit jubelreichem Schall Gott, unserm höchsten Gut, Der große Wunder überall, Auch an uns Menschen, thut! 3. Von unsrer zarten Kindheit an Hat er uns unterstützt; Er, der allein uns helfen kann, Und gern uns hilft und schüßt. 4. Aus seiner Fülle nehmen wir Noch immer, was uns nährt, Und unsern Seelen auch schon 7. Der Hang zur Sinnlich. feit zwingt noch Des Geistes hier Zufriedenheit gewährt. Freiheit in sein Joch. Preis 5. Er streut auf dieses Lebens dir! du wirst von allem Bösen Pfad Viel Freuden um uns her. Die Deinen endlich erlösen. Schon Die Noth, womit sein weiser hier macht uns die Wahrheit Rath Uns prüft, erleichtert er. frei, Und lehret Jeden, wer er 6. Er trägt nach güt'ger sei. Ach, lehre du uns, Vater, Väter Art Uns Schwache mit streiten, Um's nahe Heil der Geduld. Er züchtigt wohl, doch Ewigkeiten, Wozu dein Sohn erkauft uns hat! nie zu hart, Und schenkt uns gern die Schuld. 8. D Land der Freiheit, Stadt 7. Er weckt uns das Gewissen 18 274 Vom Gebet. 8. Er bleibt uns treu; sein Wort steht fest. Wer hier sich zu ihm hält, Kömmt, wenn er dieſe Welt verläßt, Zum Glück der bessern Welt.z nadoso 19. Singt, Christen, singt ihm Preis und Dank Für seine Freund lichkeit! Einst wird sie euer Lobgesang Noch mehr in Ewigkeit. auf, Ruft uns zur Besserung, Wenn ihre schwachen Kinder Und stärkt uns, achten wir dar- schrei'n, So thut der Herr uns auf, mit Kraft zur Heiligung. Armen, Wenn wir ihn fürchten findlich rein. Gott fennt uns arme Knechte, Er weiß, wir sind nur Staub, Ein nichtiges Geschlechte, Wie Blum' und fallend Laub; Der Wind darüber wehet, So ist es nimmer da; Also der Mensch vergehet. Sein End', das ist ihm nah. l juicht 4. Die Gottesgnad' alleine Bleibt stet und fest in Ewigkeit; Sie bleibt bei der Gemeine, Die Sein Bund ist nicht veraltet. Er steht in seiner Furcht bereit; herrscht im Himmelreich; Ihr starken Engel, waltet Des Lobs und dient zugleich Dem großen Herrn zu Ehren Und treibt sein heilig Wort; Mein Herz soll auch vermehren Sein Lob an allem Ort. ist du d Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 381. Nun lob', mein' Seel' den Herren, Was in mir ist, den Namen sein, Des Gnaden stets sich mehren; Vergiß es nicht, o Herze mein! Er hat die Schuld vergeben, Heilt deine Swachheit groß, Beschirmt dein armes Leben, Nimmt dich in seinen Schooß, Mit Trost dich überschüttet, Verjüngt dem Adler gleich; Schafft Recht und treu behütet, Die leiden für sein Reich. 5. Sei Lob und Preis mit Ehren Gott Vater, Sohn und heil'gem Geist! Der woll' in uns vermehren, Was er aus Gnaden uns verheißt, Daß wir ihm fest vertrauen, Uns gründen ganz auf ihn Und kindlich auf ihn bauen Mit Herzen, Muthund Sinn; Daß wir ihm treu an. hangen Bis zu der letzten Stund'. Das laff' er uns erlangen! Amen von Herzensgrund! al sulfat Johann Graumann( Poliander), geb. 1487, gest. 1541. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig Recht und sein Gericht, Auch seine Güt' ohn' Maaßen; Ihm mangelt's an Erbarmung nicht. Den Zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unsrer Schuld, Will Gnade nimmer sparen, Zeigt Blöden seine Huld; Sein Mitleid ist so labend Für die, so fürchten ihn; So fern der Ost vom Abend, Ist unsre Sünde hin. de S 3. Wie Väter sich erbarmen, aller Welt, Preist mein Gesang; Mel. Ihr Knechte Gottes 2c. ras HR 382. Dich, Herr und Bater Gebetslieder. 275 und dir mißfällt Des Menschen Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) stammlend Danklied nicht, Mein 383. Dir, Gott, dir will ich Gott und meine Zuversicht! fröhlich singen, Dir, dessen Freude 2. Von Mutterleib' an warst Wohlthun ist; Dir will ich Dank du es. Wie freut sich meine und Ehre bringen, Dir, der du Seele des, Daß du auch mir gut und freundlich bist! Ja, ein Vater bist, Der seines Kin- Gott, du bist ganz Gnad' und des nicht vergißt! Treu'; Gieb, daß mein Herz ganz Freude sei! dish Roar 2. Dich preisen aller Engel Heere; Dir sagen die Verklärten Dank; Dir, Herrscher, brausen aid Wind und Meere; Jhr Brausen 3. Wer war der Immergütige, Der langmuthvoll mich leitete? Und stürmte Trübsal auf mich zu, Wer half mir überwinden? du! 4. Herr, dessen Augen stets ist dein Lobgesang. Die ganze mich sahn, Du ließt auf meiner Schöpfung ruft mir zu, Es sei Pilgerbahn Für mich so viele fein solcher Gott, wie du. Freuden blühn, Durch Wohlthun mich zu dir zu ziehn. HO TESTOSTUR 5. Du bist und warest immer3. Dir, Höchster, ist nichts zu vergleichen; Denn deine Güte reicht so weit, Als über uns die dar Mein Schuß, mein Retter Wolken reichen, Von Ewigkeit in Gefahr, Der Stifter meines Wohlergehns Und der Erhörer meines Flehns. zu Ewigkeit. Kein Wurm friecht unbemerkt dahin; Du siehst, du nährst, du schüßzest ihn. i di 6. Wie oft entfernt' ich mich 4. Auch, Vater, hast du mein von dir! Doch du, du bliebest Vater mir, Der, wenn ich reuvoll wiederkam, Auch mir voll Huld entgegen fam. Gullsbanden Gemüthe Durch manche Gnadengab' erfreut; D, gieb mir auch nach deiner Güte Den Trieb zur frohen Dankbarkeit! 7. Unzählbar sind und täg- Lehr' Alles das, was in mir ist, lich neu die Proben deiner Va- Froh rühmen, daß du gnädig bist! tertreu'. Dir rinnt, o Gott, der gern erfreut, Die Thräne meiner Dankbarkeit! tinc du de 8. Nimm, da ich's nicht vergelten kann, Das Opfer meines Dankes an! Mein Leben müsse Zeuge sein, Ich sei erkenntlich, ich sei dein! Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, 1802. 5. Wer schuf den Geist und seine Kräfte, Gedächtniß, Willen und Verstand? Wer segnet des Berufs Geschäfte? Wer stärkt die arbeitsame Hand? Wer schützte mich vor der Gefahr, Die unsichtbar mir nahe war? 6. Wer fristet meine Lebenstage? Wer schmückt und krönet 18* 276 Vom Gebet. sie mit Heil? Du, Vater, thust's;| Gott, empor, Und Gnade war drum, Seele, sage: Gott, du mir nah.indian bleibst ewiglich mein Theil! Mit ew'ger Treue liebst du mich; Von ganzem Herzen preis' ich dich! 6. Du halfft und hilfst noch immerzu; Denn du bist fromm und gut. Aus der Versuchung bildnu dni rettest du, Und giebst zur Tu7. Dir will ich fernerhin ver- gend Muth. trauen; Denn du hast mir stets 7. Herr, für die Leiden dank' wohl gethan. Ich will mit Hoff- ich dir, Dadurch du mich geübt; nung auf dich schauen; Schau' Und für die Freuden, welche mich mit Baterblicken an! So mir Dein milder Segen giebt. geh' ich durch die Pilgrimszeit Mit Freuden hin zur Ewigkeit. Ehrenfried Liebich, geb. 1713, geft. 1780. im jus pumeich Mel. Ich finge dir mit Herz und Mund 2c. 384. Du bist's, dem Ehr und Ruhm gebührt; Und das, Herr, bring' ich dir. Mein Schick sal hast du stets regiert, und stets warst du mit mir. B 2. Wenn Angst und Noth sich mir genaht, So hörtest du mein Flehn, Und ließest mich nach deinem Rath Hülf' und Errettung sehn. i dopad 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit sank, Und rief: Herr, rette mich! So halfst du mir. Mit welchem Dank, Mein Gott, erheb' ich dich?] 1920 8.2 8. Dir dank' ich es, daß die Natur Mich nährt und mich erfreut. Ich schmeck' in jeder Kreatur, Gott', deine Freundlichkeit. 10. Wie sehr liebt Gott der Menschen Wohl! Erheb ihn, Boll des Herrn! Die Erd' ist Volk seiner Güte voll; Er hilft und rettet gern. 11. Er hilft und läßt die Traurigkeit Bald vor uns übergehn, Und will, nach kurzer Prüfungszeit, Zum Himmel uns erhöhn.ed Joyi: 416 Last chil 12. Vergiß nicht, Seele, was dein Gott An dir bisher gethan; Verehr' und halte sein Gebot, Und bet' ihn ewig an! enim Christian Fürchtegott Gellert, 1715, geft. 1769. geb. 4. Betrübte mich des Feindes Haß, So klagt' ich dir den Schmerz; Du halsst mir, daß ich ihn vergaß, Und gabst Geduld in's Herz. 9. Ich danke dir für deinen Sohn, Der für mich Sünder starb, Und der zu deinem Gnadenthron Den Zugang mir erwarb. 09179 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 5. Wenn ich den richt'gen Pfad verlor, Und mich verschul- 385. Es werde Gott von dir det sah, Rief ich zu dir, mein erhoben, Du, seines Odems Hauch, Gebetslieder. 277 mein Geist! Sollt' ich nicht mei- möchte meine Seele dein Mit nen Vater loben, Den jedes allen ihren Kräften sein! un sind seiner Werke preist? Jhn, der 7. Gott, meine Lust sei, dich mich schuf, sein Bild zu sein, zu kennen, Dich, Urquell der Und seiner Liebe mich zu freun? Vollkommenheit! Bon deiner 2. Schön ist der sonnenreiche Liebe ganz zu brennen, Mein Himmel, Den er zu seinem Stuhle Lob und meine Seligkeit! Nimm wählt; Doch ist der sonnenreiche hin mein Herz! was fehlt mir Himmel Gedankenlos und unbe- dann, wenn dies sich deiner ſeelt. Nur mir, dem Thone seiner freuen fann? nim id ind Hand, Gab er Gefühl, gab er 8. Es werde Gott von dir Verstand. ou erhoben, Du, seines Odems 166 3. Anmuthig, prächtig zum Hauch, mein Geist! Auch ich Entzücken, Ist seine ganze Kör- will meinen Vater loben, Den perwelt. Wer zählt die Reize, die jedes seiner Werke preist, Ihn, sie schmücken? Was ich nur sehen der mich schuf, sein Bild zu kann, gefällt; Und doch kann sein, Und seiner Liebe mich zu ich nie ganz, wie schön, Wie freun. ashled wundervoll sie sei, verstehn. Nach Johann Andreas Cramer. ont ich meinem Gott 2c. 0101 4. Für Engel nur und nur für Seelen, Die Gott zu ihrer 386. Gott, durch welchen Würd' erhob, Sind sie so herr- alle Dinge Sind und wirken lich; sie erzählen Nur Geistern und vergehn: Stärke mich, daß meines Schöpfers Lob. D Seele, ich dir singe, Lehre mich dein jauchze, daß sein Ruf Auch dich Lob erhöhn! Laß mich dich im zu einem Geiste schuf! od Stillen loben, Mich, den du Mel. Sollt' ich 5. Wie feurig dürftet meine voll Lieb' und Huld Aus den Seele Nach Lust und Ruhm Tiefen seiner Schuld Zu des und Seligkeit; Nur, daß ich Christen Glück erhoben! Dich oft betrogen wähle, Was, erheb' ich immerdar, Der mich wenn's errungen ist, gereut. Doch, schuf und neu gebar. og and das ist meiner Thorheit Schuld, Ist bloß ein Mißbrauch deiner Huld. me anu a must 2. Könnt ihr die Gestirne zählen? Gottes Gnade zählt ihr nicht. Er erreftet unsre Seelen, 6. Begabt mit wundervollen Ist ihr Lohn, ihr Schild und Sinnen, Mit Freiheit, mit Ver Licht. Wenn wir mit den Eitelnunft von dir, Sollt' ich, o Gott, keiten, Mit Versuchungen der dich lieb gewinnen, Dich nur; Lust, Mit dem Feind in unsrer und nichts gebräche mir. Ach, Brust, Wenn wir mit dem Tode 278 Vom Gebet. streiten: Dann hilft er der Schwach- weit und breit; All' Engel und heit auf, Und erleichtert Kampf Himmelsheer Und was dienet und Lauf. deiner Ehr, Auch Cherubim und 3. Wenn uns Welt und Seraphim Singen immer mit Freunde meiden, Weil wir ihre hoher Stimm: Heilig ist unser Freuden fliehn: Dann giebt er Gott! Heilig ist unser Gott! Heiuns seine Freuden; Unser Herz lig ist unser Gott, Der Herre empfindet ihn. Kann ich größ'- Zebaoth! res Glück begehren? Ewiger, 2. Dein' göttlich' Macht und hat dich mein Herz, D so wird Herrlichkeit Geht über Himmel es ohne Schmerz Den Besitz der und Erde weit; Der heiligen Welt entbehren. Alles Andre zwölf Boten Zahl Und die liewird mir klein Gegen deine ben Propheten all, Die theuren Gnade sein. gia i Märt'rer allzumal Loben dich, Herr, mit großem Schall; Die ganze werthe Christenheit Rühmt dich auf Erden allezeit; Dich, Gott Vater im höchsten Thron, Deinen rechten und einigen Sohn, Den heiligen Geist und Tröster werth Mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, Nehm' ich sie als Wohl. that an Von der Hand, die nur beglücken, Aber niemals schaden kann. Du belohnst mir meine Schmerzen Mit der Seelen Heiterkeit, Und versüßest alles Leid Durch die sich're Ruh' im Herzen, Die mich stets mit Muth belebt, Ueber allen Schmerz erhebt. 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ewiger vid Sohn du bist; Hast Knechts5. Von Gefahr und Noth, gestalt genommen an, Daß wir umgeben, Ueber diesen rauhen der Kindschaft Recht empfahn; Pfad Geh' ich, Vater, in dein Du hast dem Tod zerstört sein' Leben, Das nicht Leid, Gefahr Macht Und all Christen zum nicht hat. Sollten mich der Erde Himmel bracht; Du sitzst zur Freuden, Sollte mich der Sün- Rechten Gottes gleich mit aller der Spott Und das Elend und Ehr ins Vaters Reich; Ein Richder Tod, Herr, von deiner Liebe ter du zukünftig bist Alles, das scheiden? Raubt ich meine Krone todt und lebend ist. mir? Nein, ich leb', ich sterbe dir! Johann Joachim_Eschenburg, geb. 1743, gest. 1820. 387. Herr Gott, dich loben wir; Herr Gott, wir danken dir. Dich, 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, Die mit dein'm Blut erlöset sein; Laß uns im Himmel haben Theil Mit den Heilgen in ewgem Heil. Hilf deiVater in Ewigkeit, Ehrt die Welt nem Volk, Herr Jesu Christ, Und 279 segne, das dein Erbtheil ist, Wart 4. Ich rief dem Herrn in und pfleg ihr zu aller Zeit Und meiner Noth:„ Ach Gott, verheb sie hoch in Ewigkeit! s nimm mein Schreien!" Da half 5. Täglich, Herr Gott, wir mein Helfer mir vom Tod, Ließ loben dich, Und ehr'n dein'n Trost mir angedeihen. Drum Namen stetiglich. Behüte uns, dank' ich, Gott, drum dank' ich o treuer Gott, Vor aller Sünd' dir; Ach danket, danket Gott und Missethat! Sei uns gnädig, mit mir, Gebt unsrem Gott die o Herre Gott, Sei uns gnädig| Ehre! in aller Noth; Zeig uns deine Barmherzigkeit, Wie unsre Hoff nung zu dir steht! Auf dich hof fen wir, lieber Herr; In Schanden laß uns nimmermehr! Amen. qui 60k di Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. Mel. Es ist das Heil uns kommen_2c. 5. Der Herr ist nun und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; Er bleibet Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und Siar Irdoor her. Gebt unsrem Gott die Ehrenindsadmin, dnfi" dislistiniu 388. Sei Lob und Ehr' deme 6. Wenn Trost und Hülfe höchsten Gut, Dem Vater aller mangeln muß, Die alle Welt Güte, Dem Gott, der alle Wun- erzeiget, So kommt, so hilft der der thut, Dem Gott, der mein Ueberfluß, Der Schöpfer selbst, Gemüthe Mit seinem reichen Trost und neiget Die Bateraugen denen erfüllt, Dem Gott, der allen zu, Die nirgendwo sonst finden Jammer stillt; Gebt unfrem Gott Ruh. Gebt unfrem Gott die die Ehre! gished bud hisin Ehre! diost 1911n Olln Gebetslieder. 2. Es danken dir die Himmelstrad.dnu 1910 191 7. Ich will dich all mein heer', O Herrscher aller Thronen; Und die auf Erden, Luft Lebenlang, Gott, von nun und Meer In deinem Schatten an ehren: Man soll, Gott, deiwohnen, Die preisen deine Schö- nen Lobgesang An allen Orten pfersmacht, Die alles also wohl hören; Mein ganzes Herz erbedacht. Gebt unsrem Gott die muntre sich, Mein Geist und Ehre! Leib erfreue dich; Gebt unsrem Gott die Ehre! trotgolam $ 10 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, 8. Jhr, die ihr Christi Namen Darüber will er früh und spat nennt, Gebt unsrem Gott die Mit seiner Gnade walten. In Ehre; Jhr, die ihr Gottes Macht seinem ganzen Königreich Ist bekennt, Gebt unsrem Gott die alles recht und alles gleich; Gebt Ehre! Die falschen Gößen macht unserm Gott die Ehre! zu Spott, Der Herr ist Gott, 280 Vom Gebet. der Herr ist Gott; Gebt unfrem mit mir mein'. Ist's doch nichts, Gott die Ehre! dinde animals lauter Lieben, Das sein 9. Eo kommet vor sein An- treues Herze regt, Das ohn' Ende gesicht, Mit Jauchzen Dank zu hebt und trägt, Die in seinem bringen, Bezahlet die gelobte Dienst sich üben. Alles Ding Pflicht Und laßt uns fröhlich währt seine Zeit, Gottes Lieb' singen: Gott hat es alles wohl in Ewigkeit. bedacht, Und alles, alles recht gemacht; Gebt unfrem Gott die Ehre! 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm bedeckt, Alsobald in Mutterleibe, Da er mir mein Wesen gab Und das Leben, das ich hab' Und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. Johann Jakob Schüß, geb. 1640, gest. 1690. 389. Nun danket Alle Gott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut, Hier und an allen Enden; Der uns von Mutterleib' Und Kindesbeinen an Bis diesen Augenblick Unzählig Guts gethan! 2. Der ewig reiche Gott Woll' uns bei unsrem Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben; Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort; Und uns aus aller Noth Erlösen hier und dort. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ew'gen Feuer Durch sein theures Blut gewinn'. O du Brunnen ohn' Ergründen, Wie will doch mein schwacher Geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deines Grundes Tiefe finden! Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. id dull; ma 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich 4. Seinen Geist, den edlen Im hohen Himmelsthrone, Jhm, Führer, Giebt er mir in seinem dem dreieingen Gott, Als der Wort, Daß er werde mein Reim Anfang war, Und ist und bleiben wird Jeßund und immerdar! 19 do and wo gierer Durch die Welt zur Himmelspfort; Daß er mir mein Herz erfülle Mit dem hellen Martin Rindkart, Glaubenslicht, Das des Todes geb. 1586, gest. 1649. 30 Nacht durchbricht Und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 6 Cordiol 390. Sollt' ich meinem Gott nicht singen? Sollt' ich ihm nicht dankbar sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut er's 5. Meiner Seele Wohlergehen daile Gebetslieder. mo 281 Hat er ja recht wohl bedacht; währt seine Zeit, Gottes Lieb' Will dem Leibe Noth entstehen, in Ewigkeit. Nimmt er's gleichfalls wohl in 9. Seine Strafen, seine Acht. Wenn mein Können, mein Schläge, Ob mir's gleich oft Vermögen Nichts vermag, nichts bitter scheint, Dennoch, wenn helfen kann, Kommt mein Gott ich's recht erwäge, Sind es und hebt mir an, Sein Ver- Zeichen, daß mein Freund, Der mögen beizulegen. Alles Ding mich liebet, mein gedenke, Und währt seine Zeit, Gottes Lieb' mich von der schnöden Welt, Die in Ewigkeit. mich hart gefangen hält, Durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere Hat er mir zum Dienst bestellt; Wo ich nur mein Aug' 10. Weil denn weder Ziel hinkehre, Find' ich, was mich 10. Weil denn nährt und hält, Thiere, Kräuter noch Ende Sich in Gottes Liebe und Getreide, In den Gründen, find't, Ei so heb' ich meine Hände in der Höh', In den Büschen, 3u dir, Bater, als dein Kind, in der See, Ueberall ist meine Bitte: wollst mir Gnade geben, Waide. Alles Ding währt seine Dich aus aller meiner Macht Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 3u umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, 7. Wenn ich schlafe, wacht Bis ich dich nach dieser Zeit sein Sorgen Und ermuntert mein Lob' und lieb' in Ewigkeit. Gemüth, Daß ich jeden lieben Morgen Schaue neue Lieb' und Güt'. Wäre mein Gott nicht ge- Mel. O höchster Gott, o unser lieber zc. wesen, Hätte mich sein Angesicht 391. Mein Herz und Seel' Nicht geleitet, wär' ich nicht Aus den Herren hoch erhebet, Dich so mancher Angst genesen. Alles großer Gott, der ewig herrscht Ding währt seine Zeit, Gottes und lebet. Mein Geist in mir, Lieb' in Ewigkeit. ndder sich des Heilands freut, Paul Gerhard, geb. 1606, geft. 1676. 8. Wie ein Vater seinem Kinde Rühmt unaufhörlich deine FreundSein Herz niemals ganz entzeucht, lichkeit.dis madnengo im Ob es gleich bisweilen Sünde 2. Denn du hast mich Elenden Thut und aus den Schranken angesehen; Von deinem Throne weicht: Also hält auch meine hörtest du mein Flehen. Mich, Schwächen mir mein frommer den die Welt zum Ziel des Gott zu gut, Will mein Fehlen Spottes macht, Hast du erhöht mit der Ruth, Und nicht mit und väterlich bedacht. dem Schwerte, rächen. Alles Ding 3. Gott, wer fann deine Huld 282 Vom Gebet. Gebetslieder. und macht ergründen? Wer nicht; Denn du kann, wie weit dein Wohlthun Zuversicht. of gehet, finden? Wie viel, wie viel idear allein bist unsre dist mad de Nach Denike. t OLAR m hast du an mir gethan? Mehr, als ich jemals dir verdanken 392. Womit soll ich dich Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. fann! sphates that' dei 14. In feiner Noth hast du wohl loben, Mächtiger Herr mich je verlassen. Wie könntest Zebaoth? Sende mir dazu von du dein Kind, o Bater, hassen? Nein, ewig währet die Barmherzigkeit, Die du an dem er zeigst, der sich dir weiht. pi oben Deines Geistes Kraft, mein Gott; Denn ich kann mit nichts erreichen Deine Gnad' und Liebeszeichen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! 5. Du übst Gewalt mit dei nes Armes Stärke; Gerecht und wunderbar sind deine Werke. Die stolz und hoch in ihrem Herzen sind, Zerstreuest du, so wie die auf Schuld: vor der Lang2. Denk' ich, wie ich dich ver20 lassen, Wie ich häufte Schuld So möcht ich aus 20 Spreu der Wind. Alors Scham erblassen Vor der Langmuth und Geduld, Womit du, o Gott, mich Armen, Hast getragen aus Erbarmen. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Dank dafür! dll nopro nist 6. Die Hohen läßt, im Ange sicht vor Allen, Dein Rath oft schnell aus ihrer Höhe fallen; Die Niedrigen zieht deine Hand hervor, Und hebet sie ganz unverhofft empor. camer 3. Ach ja, wenn ich überlege, Wie mit Lieb' und Gütigkeit Du durch so viel Wunderwege Mich geführt die Lebenszeit: So weiß ich kein Ziel zu finden, Noch die Tiefen zu ergründen. Tausend, tausendmal fei dir, Großer König, Dank dafür! isgiorni dog 4. Ja, Herr, lauter Gnad' und Wahrheit Sind vor deinem Angesicht. Du, du trittst hervor in Klarheit, In Gerechtigkeit, Gericht; Läsfest uns in deinen Werken Deine Güt' und Allmacht merken. Tausend, tausendmal sei dir, Großer König, Danf dafür! 7. Die Hungrigen, die dich vor Augen haben, Erfüllest du mit Gütern und mit Gaben; Die Reichen läßt du leer bei'm Ueberfluß, Und ihren Trotz straft Ekel und Verdruß. ss02 dl dmu 48. Du denkest der Barmherzigfeit und Güte, Und sorgest selbst mit segnendem Gemüthe, Daß deine Kirche steht und sich erhält Bei allem Spott und Drohen dieser Welt. is no orod 9. Was du, wie längst vor unsrer Zeit den Alten, Auch uns verheißen, wirst du ewig halten. Du, Herr, verläsfest deine Kinder Vom christlichen Verhalten gegen uns selbst. 283 15. Bald mit Lieben, bald mit doch der Hülfe innen. Tausend, Leiden Kamst du, Herr, mein tausendmal sei dir, Großer König, Gott, zu mir, Nur mein Herze Dank dafür! dll 60% dun zu bereiten, Ganz sich zu er- 7. Du, Herr, bist mir nachgeben dir, Daß mein gänzliches gelaufen, Mich zu reißen aus Verlangen Möcht an deinem der Gluth; Denn da mit der Willen hangen. Tausend, tausend Sünder Haufen Ich nur suchte mal sei dir, Großer König, Dank irdisch Gut, Hießest du auf das dafür!@djf medod no mich achten, Wonach man zuerst 6. Mich hast du auf Adlers- soll trachten. Tausend, tausend flügeln Oft getragen väterlich, In den Thälern, auf den Hügeln Wunderbar errettet mich; Schien nim mir alles zu zerrinnen, Ward ich undürd an mal sei dir, dafür! ipi Großer König, Dank emmurowani Ludwig Andreas Gotter, geb. 1661, gest. 1735. ism mallit vid 89 of this bi IX. Vom christlichen Verhalten gegen uns selbst. nd, dus 1910 TON CU Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. MONIC laß mich stets dabei Auf Recht 393. Du willst es, Herr und Wahrheit schaun, Und nie mein Gott, Daß ich mich selber mein Wohlergehn Auf Andrer liebe. Gieb, daß ich diese Pflicht Elend baun. ſein! Nach deiner Vorschrift übe; Und 4. Dein Fluch trifft jedes laß den sel'gen Trieb, Mich wahres Glück, Dabei die Tugend leidet, Glücks zu freun, Den du mir Dabei der, der es sucht, Gott, feingepflanzt, wie mein Verderben eingepflanzt, Nie mein Verderben deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, Erbt deinen 2. Gieb, daß mein ganzes Himmel nicht. Nie treffe mich, Herz Sich deiner Liebe weihe, o Gott, Dies schreckliche Gericht! Und daß in Allem ich Dein 5. Nie blende mein Gemüth Auge findlich scheue. Wer als Der Eitelkeiten Schimmer! Die ein Christ sich liebt, Der flieht Welt mit ihrer Lust Vergeht doch auch als ein Christ, Was dei- einst auf immer. Was hilft uns nem heil'gen Rath, O Gott, ent kurze Lust? Was hilft uns eitle gegen ist.. Pracht? Nicht ein vergänglich 3. Kein schnöder Eigennut Gut Ist's, was uns glücklich Beherrsche meine Seele; Und macht. Som wenn zu meinem Glück Sch 6. Ein Gott ergeb'nes Herz, Weg und Mittel wähle, So Ein unverletzt Gewissen, Nur 284 djan Vom christlichen Verhalten mo das kann uns allein Des Lebens leihn, Wenn ihr wollt undankLast versüßen; Das bleibt uns bar sein. auch im Tod, Und folgt uns aus der Zeit Zum großen Segen nach Bis in die Ewigkeit. Munlan 3. Weh' den Stolzen, weh' den Spöttern! Schrecklich werden sie vergehn. Sünder, die sich selbst 7. O selig, wer darnach Mit vergöttern, Werden nicht vor heil'gem Eifer trachtet, Und für Gott bestehn. Nur der Demuth sein größtes Glück, Gott, deine giebt er Gnade. Geht der Mensch Gnade achtet! Der liebt allein auf hohem Pfade, Dann stürzt sich recht, Der find't schon in er ihn hoch herab, Weil er sich der Zeit Die wahre Ruh', und die Ehre gab. einst Vollkommne Seligkeit. 4. Betet anvor eurem 8. Das sei mein Zweck, mein Schöpfer, Menschenkinder, betet Fleiß; O, segne mein Bemühen! an! Thon seid ihr, den er, der So wird das wahre Wohl Nicht Töpfer, Wie er will, bereiten meinem Wunsch entfliehen. So kann. Unterwerft euch seinem liebe ich mich so, Wie es dir Willen, Ehrfurchtsvoll ihn zu erwohlgefällt, Und über Alles füllen, Selbst da, wo Gefahr dich, Mein Gott, und nicht die euch droht! Das ist Ehr' und mated O him Ruhm vor Gott. Welt.dnd Edull Johann Samuel Diterich, geb. 1721, geft. 1797. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 75. Keinen Bruder zu vermachten, Sei euch ewig theure Pflicht! Die sich vorzudrängen 394. Sei nicht stolz, Geschöpf trachten, Kennen Jesu Demuth dia von Erde, Sei nicht stolz und fürchte dich! Gott ist's, der auch dir rief: werde; Deines Daseins Quell bin ich! Alles hab' ich dir gegeben; Brauche mir zum Ruhm dein Leben! Ganz aus zaus Gnaden schenkt' ich's dir; Und durch Demuth danke mir! nicht. So, wie Christus, Allen dienen, Auch den Niedrigsten aus ihnen, In der Stille, thätig gern, Das ist Gnade vor dem Herrn.i lod 6. Jesu gleichgesinnt zu werden, Christen, das sei unser Ruhm! Gott selbst kam als Mensch auf 2. D, was rühmt ihr eure Erden Von des Himmels HeiligWerke? Menschen, was erhebt thum; Der vollkommenste Geihr euch? Gebt ihr selbst euch rechte Starb für uns den Tod eure Stärke? Macht ihr selbst der Knechte, Ward gehorsam bis euch groß und reich? Wollt ihr zum Tod; Und nun fuhr er auf suism ochlaradac euch des Gebers schämen? Der's zu Gott.ssonist euch gab, der kann's euch neh- 7. Ihn rief Gott hinan zum men, Und es Würdigern ver- Throne Aus der tiefsten Niedrig gegen uns selbst.mo feit. Da sprach er zu seinem 6. Das nüßlich anzuwenden, Sohne: Herrsche nun in Ewig- Was du mit Vaterhänden Mir keit! Und so sollen Ehrenkronen gütig zugewandt; Gehorsam dir Seine Jünger auch einst lohnen; zu werden: Das sei mein Fleiß Gott ruft von der Demuth auf Erden; Dazu gieb Demuth Bahn Einst auch sie zum Thron und Verstand! that dist hinan. Ban bina Nach Gellert. Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. 285 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 396. Wer bin ich? Welche 395. Was ich nur Gutes wichtige Frage! Gott, lehre mich habe, Ist deine milde Gabe, Du Vater alles Lichts! Mein Dasein und mein Leben Ward mir von dir gegeben; und ohne dich vermag ich nichts. din sie recht verstehn! Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, Um mich, so wie ich bin, zu sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, Bleibt von der Weisheit weit entfernt. HE 2. Sowohl Verstand, als Kräfte Zum nützlichen Geschäfte 2. Ich bin ein Werk von Hab' ich aus deiner Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten Dem Vorsatz wohl gerathen; An Fehlern bin ich einzig schuld. deinen Händen; Du schufst mich, Gott, zu deinem Preis; Dazu mein Leben anzuwenden, Das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, Auch wie ich soll, zu deinem Ruhm? radars 3. Das Glück, des ich mich freue, Schaffst du nach deiner Treue, Du Herr der ganzen Welt! Du ordnest unsre Tage, Jhr Glück und ihre Plage, Nur so, wie es dir wohl gefällt. 3. Jch bin ein Christ nach dem Bekenntniß; Doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne selbst mir das Verständniß, Recht einzusehn, ob ich den Viel Gutes widerfährt? Was hat Pfad, Den Jesus mir gewiesen, dich, Herr, bewogen, Daß du mich vorgezogen? Bin jemals dessen werth? 4. Sollt' ich mich denn erheben, Wenn mir in diesem Leben geh', Und ob ich auch im Glauben steh'! 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, Die uns selbst unergründlich sind; Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, Ob ich sei Christo gleichgesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, Der auch den Klügsten täuschen kann! ich auch di geringe 5. Ich bin viel zu Der Huld, Herr aller Dinge, Die du mir hast erzeigt. O, laß mich's nie vergessen, Wenn sich mein Herz vermessen Zum Stolz und Eigendünkel neigt! 286 Vom christlichen Verhalten 5. Wie kann der, der bei erjaget: Aber alles wird ersetzt, allem Wissen Des Herzens Zu- Wenn das Eine mich ergößt. stand sich verhehlt, Auf wahren 2. Seele, willst du dieses Bess'rung sein beslissen, Er, der finden, Such's bei keiner Kreanicht weiß, wie viel ihm fehlt? tur; Laß was irdisch ist dahinSich selbst recht kennen, ist Ver- ten, Schwing' dich über die stand. Drum mache mich mit Natur: Nur wo Gott und Mensch mir bekannt! vereinet, Wo Vollkommenheit erscheinet, Da, da ist das beste Theil, Ein und Alles, sel'ges Heil.# th} 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, Mein Vater, das entdecke mir! Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet, So gieb, 3. Wie Maria war beslissen daß ich ihn nicht verlier'. Er- Auf des Einigen Genieß, Da leuchte mich mit deinem Licht; sie sich zu Jesu Füßen Voller So täuschen mich Verführer nicht. Andacht niederließ, Und ihr Herz 7. Bin ich jetzt von dem entbrannt zu hören, Was ihr sichern Pfade, Der mich zum Heiland sie wollt lehren; Wie sie Leben führt, noch fern, So wecke ganz in Ihn versenkt, Und ihr mich durch deine Gnade, Daß alles ward geschenkt: ich ihn ernstlich suchen lern'. Gieb 4. Also ist auch mein Vermir zur Bessrung Lust und Kraft; langen, Liebster Jesu, nur nach Du bist's, der Beides in uns dir. Laß mich treulich dir anschafft.pinisd sinbido hangen, Schenke dich zu eigen in 8. Ich muß es einmal doch mir! Ob auch mit dem größten erfahren, Was ich hier war Haufen Viele thöricht dir entund hier gethan; D, laß mich's laufen, Bleibst du mir mit deinicht bis dahin sparen, Wo nem Wort Doch mein höchster Reue nichts mehr helfen kann! Schatz und Hort.ur rid Hier mache mich zum Himmel flug Und frei vom schnöden Selbstbetrug! is not med HIF 5. Aller Weisheit höchste Fülle In dir ja verborgen liegt; Gieb nur, daß sich auch mein Wille Gern in solche Schranken fügt, Wo die Demuth still regieret und zur Himmelsweisheit führet: Wenn ich dich recht kenn' Herr, dies Eine Lehre mich er- und weiß, Hab' ich aller Weiskennen doch; Alles Andre wie's heit Preis. Samuel geb. 1721, gest. 1797. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 397. Eins ist Noth: ach auch scheine, Ist ja nur ein schwe6. Nichts kann ich vor Gott res Joch, Unter dem das Herz ja bringen, Als nur dich, mein sich plaget, Und doch keine Ruh höchstes Gut; Jesu, es muß maflegegen uns selbst. mo 287 mir gelingen Durch dein mild 2. Was bist du hier? du bist vergoff'nes Blut: Nun ist mir, ein Gast, Ein Fremdling und weil du gestorben, Die Gerechtig- ein Wandrer; Wenn du hier feit erworben, Und ich hab' das Haus gehalten hast, So erbt dein Heil erlangt, Drin mein Glaube Gut ein andrer. ewig prangtids 1500 ilidaid HO 3. Was hat die Welt? was 7. Nun so gieb, daß meine beut sie an? Nur Tand und Seele Auch nach deinem Bild eitle Dinge! Wer einen Himmel erwacht; Du bist, Herr, den ich hoffen kann, Der schäßzet sie erwähle, Mir zur Heiligung ge- geringe: macht: Was mir hilft vor Gott zu leben, Ist mir all's in dir gegeben. Treib hinweg die eitle Lust, Bleib du einzig mir bewußt! 4. Wer Gott erfennt, fann der wohl noch Den Wunsch auf's Niedre lenken? Nur wer an Gott denkt, denket hoch; So müssen Christen denken! 8. Was soll ich noch mehr verlangen? Mich beströmt die Gnadenfluth: Du bist einmal eingegangen In das Heil'ge durch dein Blut; Hast Erlösung mir erfunden, Daß ich ewig bin entbunden Von der finstern Höllenmacht; Hast die Kindschaft mir gebracht. 7. Dort ist's den Engeln süße Pflicht, Gott ihren Dank zu 9. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein; Prüf', erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchel- bringen; D Seele, sehnest du schein; Sieh, ob ich auf bösem dich nicht, mit ihnen Lob zu Stege, Leite mich auf ew'gem Wege; Daß ich treu sei bis zum Tod, Sei du mein- dies Ein' ist Noth. de Nach Schröder. Sist 90 drm drit Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 5. Dort ist das rechte Kanaan, Wo Lebensströme fließen. Blick oft hinauf; der Anblick kann Den Leidenskelch versüßen. 6. Dort oben ist des Vaters Haus; Er theilt zum Gnadenlohne Den Ueberwindern Kronen aus: Kämpf' auch um Ruh' und Krone! singen? 8. Dort herrscht dein Heiland, Jesus Christ, Und du, frei von Beschwerden, Sollst ihm, durch den du selig bist, An Klarheit ähnlich werden. atm 398. Erheb, o Seele, deinen 9. Laß denn, Erlöser, mich schon Sinn, Was hängst du an der hier Mein Herz zu dir erheben; Erden? Hinauf, hinauf, zum Laß mich, entschlaf ich einst in Himmel hin, Denn du mußt dir, Dort ewig mit dir leben! himmlisch werden! don O Ehrenfried Liebich, geb. 1713, gest. 1780. 288 Vom christlichen Verhalten Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. und ein Blick Auf jenes Lebens 399. Nach meiner Seele Freuden. tulek Son Tropisd Seligkeit Laß, Herr, mich eifrig 6. Nach diesem Kleinod, Herr, ringen! Sollt' ich die kurze laß mich Vor allen Dingen Gnadenzeit In Sicherheit ver- trachten, Und, was mir daran bringen? Wie würd' ich einst hinderlich, Mit edlem Muth vervor dir bestehn? Wer in dein achten! Daß ich auf deinen Reich wünscht einzugehn, Muß Wegen geh', Und im Gericht reines Herzens werden. noon dereinst besteh', Sei meine größte Sorge! 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn Auf seine Sünden ſehen, Und, wenn man nicht mehr fünd'gen kann, Gott um Erbarmung flehen, Das ist der Weg zum Leben nicht, Den uns, o Gott, dein Unterricht In deinem Wort bezeichnet. 1502 117. Doch, was vermag ich, wenn du nicht Vor Trägheit mich beschüßzest, Und mich zur Treu' in dieser Pflicht Mit Kräften unterstüßest? D, stärke mich, mein Gott, dazu; So find' ich hier schon wahre Ruh', Und dort das ew'ge Leben. bulic 3. Du rufft uns hier zur Heiligung; Drum laß auch hier auf Erden Des Geistes wahre Besserung Mein Hauptgeschäfte 400. Besitz' ich nur Ein werden! Herr, stärke mir dazu ruhiges Gewissen, So ist für den Trieb; Nichts sei mir je so mich, Wenn andre zagen müſſen, groß, so lieb, Mich davon abzu- Nichts Schreckliches in der Natur. wenden! 2. Dies sei mein Theil; Dies soll mir Niemand rauben! Ein reines Herz Von ungefärbtem Glauben, Der Friede Gottes nur ist Heil.t the in 4. Gewönn' ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, Und sollte das, was dir gefällt, O Gott, darüber meiden, Was hülfe mir's? nie 3. Welch ein Gewinn, Wenn kann die Welt Mit Allem, was sie in sich hält, Mir deine Gnad' ersetzen. insen meine Sünde schweiget; Wenn Gottes Geist In meinem Geiste zeuget, Daß ich sein Kind und Erbe bin! 5. Was führt mich zur Zufriedenheit Schon hier in diesem Leben? Was fann mir Trost und Freudigkeit In Noth, im Tode geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glück, Nur Gottes Gnade Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 90 Mel. Gott ist mein Lied 2c. 4. Und diese Ruh', Den Trost in unserm Leben, Sollt' ich für Lust, Für Lust der Sinne geben? Dies lasse Gottes Geist nicht zu! 5. In jene Pein, Mich selber mail gegen uns selbst. 289 zu verklagen, Der Sünde Fluch sagen: Gott, Du Gott, bist mein Mit mir umher zu tragen, In Vertrauen! Welch Glück, o Mensch, diese stürzt' ich mich hinein? kann größer sein? fann größer sein? ad 6. Laß auch die Pflicht, Dich selber zu besiegen, Die schwerste sein! Sie ist's; doch welch Vergnügen Wird sie nach der Vollbringung nicht! 14. Sieh, Alles weicht, Bald wirst du sterben müssen. Was wird alsdann Dir deinen Tod versüßen? Ein gut Gewissen macht ihn leicht.hid 7. Welch Glück, zu sich mit 15. Heil dir, o Christ, Der Wahrheit sagen können: Ich diese Ruh' empfindet, Und der fühlt' in mir Des Bösen Lust sein Glück Auf das Bewußtsein entbrennen; Doch, Dank sei Gott! gründet, Daß nichts Berdammer schüßte mich. Tidlichs an ihm ist! 8. Und welch Gericht, Selbst 16. Laß Erd' und Welt- zu sich sagen müssen: Ich konnte So kann der Fromme sprechen mir Den Weg zum Fall ver- Laß unter mir Den Bau schließen; Und doch verschloß ich der Erde brechen: Gott ist es, ihn mir nicht. dessen Hand mich hält! sed Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 10 9. Was kann im Glück Denti Werth des Glücks erhöhen? Ein ruhig Herz Versüßt im WohlerMel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. gehen Dir jeden frohen Augen- 401. llmsonst, umsonst verblick. SP shaurre naprolt hüllst du dich, Mein Herz, in 10. Was kann im Schmerz Finsternisse; Was kann ich, Gott, Den Schmerz der Leiden stillen; verbergen? ich? Welch Thun, Im schwersten Kreuz Mit Freu- das er nicht wisse? Sei, kannst den dich erfüllen? Ein in dem du, dunkler, als das Grab; Herrn zufriednes Herz. d Das Auge Gottes schaut hinab, Und kennt auch deine Tiefen. 11. Was giebt dir Muth, Die Güter zu verachten, Wornach mit Lust Die niedern Seelen trachten? Ein ruhig Herz, dies größte Gut. id bou in mod 12. Was ist der Spott, Den ein Gerechter leidet? Sein wah rer Ruhm! Denn, wer das Böse meidet, Das Gute thut, hat Ruhm bei Gott. idomis rid 13. Jm Herzen rein, auf gen Himmel schauen, 2. Wo ist die Nacht der Einsamkeit, Die mich vor ihm verhehle? Er sieht euch schon, eh' ihr noch seid, Gedanken meiner Seele! Eh' ich euch selbst empfinden kann, Von eurer ersten Bildung an, Bis ihr vollendet werdet. COHOTOS 310 m ist 3. Er fennet, er durchschauet Hin- euch, Wenn ihr euch mir entUnd ziehet; Bemerkt cuch, wenn ihr, 19 Vom christlichen Verhalten Strahlen gleich, Schnell auf 2. Getäuscht von tausend fahrt, schnell entfliehet. Berge- Eitelkeiten, Versäumst du deines bens wünsch' ich: sterbt, ver- Lebens Zweck, Verschiebst dein geht! Vergebens! aufgezeichnet Heil auf ferne Zeiten Und wirfst steht Ihr all' in seinem Buche. so sorglos Jahre weg; Und bist 04. Der Herr gedenket ihrer du denn, o Sterblicher, Des nächnoch, Wenn sie auch mir ver- sten Augenblickes Herr? schwinden. Sie bleiben; und ich 3. Ein ewig Glück einst zu träume doch, Sie wären keine besigen, Sollst du die kurze Sünden? Sie alle müssen an Lebenszeit Als deine Saatzeit das Licht, Wenn er erscheint, weislich nützen, Und thun, was und sein Gericht Der Herzen dir dein Herr gebeut. Wie ruft Rath entdecket.i din Schil er dir so freundlich zu:„ Nur Eins ist noth! was säumest du?" 5. Dann wird das Siegel seines Buchs Vor aller Welt 4. Drum eil', errette deine gebrochen; Das Urtheil des verdienten Fluchs Gedanken selbst gesprochen. Wo ist die Nacht, die sie verhehlt? Der Richter hatte sie gezählt; Nicht Einer ist vergessen. 6. Seid heilig, seid von Gott nur voll, Gedanken meiner Seele! Daß, wenn gerichtet werden soll, Nicht Einer dann mich quäle! Seid heilig, und ich fürchte nichts! Gott wird am Tage des Gerichts, Wie Thaten, euch belohnen. ban teny dal 290 6. Erleucht und stärke meine Seele, Weil ohne dich sie nichts mein Heil erwähle, Aus Gnavermag! Du gönnst, daß ich Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 402. Es eilt der letzte von den mir noch diesen Tag. Was den Tagen, Die du hier lebst, ist nicht eine Stunde werth, Die o Mensch, herbei. Erkauf die deine Langmuth mir gewährt? bieber Zeit, und, statt zu klagen, Sie 7. Wohl mir, wenn ich aus sei zu kurz, gebrauch' sie treu; allen Kräften Nach Gottes Reiche hier gestrebt, In gottgefälligen Geschäften Die Pilgertage durchgelebt, Und einst im Glauben Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. Seele, Und denke nicht: ein andermal! Sei wacker, bet' und überzähle Der Menschentage kleine Zahl! Gesetzt, dein Ende wär' auch fern: Sei fromm und wandle vor dem Herrn! 5. Mit jedem neu geschenkten Morgen Erwecke dich zu dieser Pflicht! Sprich: dir, o Gott, ist nichts verborgen; Ich bin vor deinem Angesicht; Und will, mich deiner Huld zu freun, Mein Leben gern der Tugend weihn. nimm mit dankbarem Gemüth Der nahen Stunde wahr, fie flieht! im 291 sin gegen uns selbst. Glehn bei sagen kann: Du nimmst mich, kürzet, Laß mich mit Sorgfalt Herr, zu Ehren an! fliehn; Doch auch nicht ängst8. Mein sprachlos Flehn bei lich zagen, Für meine Pflicht zu meinem Ende Vernimmst du, wagen, Was du mir, Gott, für Herzenskündiger. In deine treuen sie verliehn! Vaterhände Befehl' ich meinen Geist, o Herr! Er schwingt sich über Grab und Welt Zu dir, wenn seine Hütte fällt. Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 6. In deine Vaterhände, Befehl' ich, Herr, mein Ende Und meiner Tage Lauf. Es sei mein ganzes Leben Dir hier zum Dienst ergeben; Hilf du nur selbst der Schwachheit auf! dist moned 7. Was nügt ein langes Leben, Wenn man nicht, Gott ergeben, Nach wahrer Tugend strebt? Wer Gott und Menschen liebet, Und sich im Glauben übet, Nur der hat lang' und wohl gelebt. and Johann Samuel Diterich, geb. 1721, geft. 1797. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 709588 61 403. Was ist mein zeitlich Leben, Daß du mir, Gott, gegeben? Ein unschätzbares Gut. Du gabst mir's, hier auf Erden Zum Himmel reif zu werden; Worauf mein wahres Glück beruht. ho for mo sigr 2. Hier wird die Saat ge streuet, Dort, wenn sie wohl Jans mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) gedeihet, Wird reich die Ernte 404. Wo eilt ihr hin, ihr sein. Je länger ich hier lebe, Lebensstunden? Zeit, edle Zeit, Und gut zu handeln strebe, Je wo fleuchst du hin? Wie mancher größer wird mein Glück dort sein. Tag ist schon verschwunden, Seit dem ich leb' und sterblich bin! Vielleicht der größte Theil der Zeit Ist schon im Meer der clorit anods2 Ewigkeit. 3. Sollt' ich dies Glück mir rauben? D Herr, laß mir, im Glauben Der fünft'gen Erntezeit, Mein Leben auf der Erden So werth und wichtig werden, 2. Ermuntre dich aus deinem Als es mir selbst dein Wort ge- Schlummer, Auf, meine Seel', beut. Iscall mind quisiermuntre dich! Dies sei dein 4. Mir selbst es zu verkürzen, Gram, dies sei dein Kummer, Mich in den Tod zu stürzen, Daß mancher Tag umsonst verIst wider meine Pflicht. Ein strich! Der leer geblieb'ne Augenredliches Gemüthe Lohnt nie mit blick Ist strafbar und kommt Undank Güte, Entweicht auch nicht zurück. dem Berufe nicht. 3. Der Thor durchlebet seine Jahre, Eh' er des Lebens Werth versteht; Er nahet früher sich der 19* 5. Was leicht in Krankheit stürzet, Das Leben leicht ver 292 Vom christlichen Verhalten Bahre, Als er den Weg zur| dein Unterricht. O, stehe mir Tugend geht. Was ist ein mensch- mit Weisheit bei, Daß diese lich Leben werth, Das ungenügt Pflicht mir heilig sei! vorüberfährt? Nd an Leib? Er ist ja dein! Sollt' ich denn sein Zerstörer sein? 2. Sollt' ich, o Herr, geringe 4. Mensch, sei ein Mensch! schätzen, Was deine Hand mir fang' an, zu leben; Fang' an, anvertraut? Den wundervollen ein Glied der Welt zu sein! Bau verlegen, Den du als SchöFang' an, dem Guten nachzu- pfer selbst erbaut? Weß ist mein streben; Bring' das Versäumte zwiefach ein! Daß, wenn man deinen Leib begräbt, Dein Werk 3. Ihn zu erhalten, zu beund dein Gedächtniß lebt. schüßzen, Giebst du mit milder 11 5. Sei nicht den kleinsten Vaterhand Die Mittel, die dazu Zeitpunkt müßig, Da du nicht uns nüßen, Und zum Gebrauch deine Pflicht erfüllst! Du hast giebst du Verstand. Dir ist die den Tag nicht überflüssig, Den Sorge nicht zu klein: Wie sollte du so frech verschwenden willst; sie es mir denn sein? Dies ist der wichtigste Verlust, 4. Gesunde Glieder, muntre Wenn du die Zeit bedauern mußt. Kräfte, O Gott, wie viel sind 6. Thu' bald von jedem dei- die nicht werth! Wer taugt zu ner Tage Vor dem Gewissen des Berufs Geschäfte, Wenn Rechenschaft! Durchdenk' ihn, leg' Krankheit seinen Leib beschwert? ihn auf die Wage: Vollbrachtest Ist nicht der Erde größtes Gut du ihn tugendhaft? Schwangst Gesundheit und ein heitrer Muth? du dein Herz zum Herrn empor? 5. Drum gieb, daß ich mit Kam Gott dir stets als heilig vor? 17. Herr meines Lebens, sei doch künftig Mein Heil und meines Lebens Kraft: So leb' ich als ein Mensch vernünftig Und als ein Christ gewissenhaft; So dank' ich in der Ewigkeit Dir für den besten Schatz, die Zeit. Igo Ehrenfried Liebich, geb. 1713, gest. 1780. Sorgfalt meide, Was meines Körpers Wohlsein stört; Daß nicht, wenn ich je Schmerzen leide, Mein Geist den innern Vorwurf hört: Du selbst bist Störer deiner Ruh'; Du zogst dir selbst dein Uebel zu. MASH 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder Mich zu bewahren achtMel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) der Krankheit nieder, So flöße sam sein. Drückt mich die Last 405. Des Leibes warten und selbst Geduld mir ein. Gieb ihn nähren, Das ist, o Schöpfer, frohen Muth, und dann vermeine Pflicht; Durch eigne Schuld leih', Daß auch des Arztes Rath ihn zu zerstören, Verbietet mir gedeih'. il gegen uns selbst. mo 293 7. Doch gieb, daß ich nicht sein Herz beschweren, Steht nieübertreibe, Was auf des Kör- mals wahren Christen an. Dapers Pflege zielt; Nein, stets in durch wird das, was uns erjenen Schranken bleibe, Die nähren Und unsern Geist er dein Gesetz mir anbefiehlt. Des quicken kann, Ein Gift, das in Leibes Wohl laß nie allein Daß die Adern schleicht, Und KrankZiel von meinen Sorgen sein! heit, Schmerz und Tod erzeugt. 8. Mein größter Fleiß auf 5. Die Schwelgerei raubt uns dieser Erde Sei meinem Geiste, die Kräfte Zu dem, was uns Gott, geweiht, Daß er zum die Pflicht gebeut, Macht träge Himmel weise werde, Noch hier zum Berufsgeschäfte, Untüchtig in dieser Prüfungszeit! So wird zur Gottseligkeit; Erweckt Unsich Leib und Seele dein In jener ordnung, Streit und Zank; Erbessern Welt erfreun. stickt den dir, Gott, schuld'gen Dank. Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) ott 2c. 406. Wie mannigfaltig sind die Gaben, Womit, Herr, deine Huld uns nährt, Und die, so Geist als Leib zu laben, Uns täglich deine Hand gewährt! Auch das, was unser Mund genießt, Zeigt uns, wie freundlich, Gott, du bist. 6. Wer sich den Bauch zum Gabe braucht, Der ist für's Gott erforen, Unmäßig Gottes Himmelreich verloren, Für das kein Knecht der Lüste taugt. Gott, laß mich ja dies Laster scheun, Enthaltsam, mäßig, nüchtern sein! 7. So oft ich Speis' und 2. Du giebst uns Brod für Trank genieße, So laß es mit unser Leben, Und läsfest auch, Vernunft geschehn, Und daß ich uns zu erfreun, Die Mittel, die Beides mir versüße, Mit Dank uns Nahrung geben, So viel auf dich, den Geber, sehn; Auf und mannigfaltig sein. Wie an dich, der du uns zärtlich liebst, Und Nahrung und Erquicung genehm ist der Genuß Von dem, giebst! was uns ernähren muß! CADIY Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gefst. 1788. 3. Doch laß die Kraft, uns 130 zu vergnügen, Die du in Speis' mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Moll.) und Trank gelegt, Mich nie, o Höchster, so besiegen, Daß sie 407. Der Wollust Reiz zu zum Schwelgen mich bewegt! Laß, deiner Gaben mich zu freun, Mich mäßig im Genusse sein! widerstreben, Laß, Höchster, meine Weisheit sein! Sie ist ein Gift für unser Leben, und ihre Freu4. Mit Speis' und Trank den werden Pein. Drum fleh' ich Vom christlichen Verhalten demuthsvoll zu dir: O, schaff' widersteh', Und stets, dawider ein reines Herz in mir! 294 mich zu rüsten, Auf dich, Allge2. Die Wollust kürzt des genwärt'ger, seh'! Denn wer dich, Menschen Tage; Sie raubt dem Gott, vor Augen hat, Flieht auch Körper seine Kraft, Und Armuth, verborg'ne Missethat. Seuche, Schmerz und Plages mis SIRH Nach Gellert. Sind Früchte dieser Leidenschaft. Der haßt sich selber, der sie liebt Und sich in ihre Fesseln giebt. 3. Sie raubt dem Geiste Muth und Stärke, Schwächt den Verstand, der Seele Licht; Sie raubt den Eifer edler Werke, Und Ernst und Lust zu jeder Pflicht; Führt Reue, führt Gewissensschmerz In das ihr hingegeb'ne Herz. 4. Der Mensch sinkt unter 2. Sei, um die Wollust zu ihrer Bürde Zur Niedrigkeit des verhüten, Stets schamhaft gegen Thiers herab; Er schändet und deinen Leib; Dein Auge laß dir entehrt die Würde, Die ihm sein nicht gebieten; Flieh' eitlen weiser Schöpfer gab; Vergißt Scherz und Zeitvertreib! Des den Zweck, dazu er lebt, Weil er nach niedern Lüsten strebt. THE 89 90100 Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Moll.) 408. Soll dich die Wollust nicht bethören, So lieb', o Mensch, die Mäßigkeit! Laß Speis' und Trank dich nicht beschweren, Und steu're deiner Sinnlichkeit! Ist deine Schwäche dir bewußt, So meid' oft selbst erlaubte Lust! frechen Wißlings freier Scherz Erniedrigt und verdirbt das Herz. 3. Entzieh' der Wollust ihre Kräfte Im Schweiße deines Angesichts! Der Unschuld Schußwehr sind Geschäfte, Nichtsthun das Neß des Bösewichts. Bei Trägheit und bei Müßiggang Besiegt uns jeder böse Hang. 6. Den übergiebst du dem Verderben Schon hier, der seinen 4. Willst du der Wollust Trieb bekämpfen, Eh' er die Freiheit dir verwehrt, So such' ihn früh Leib entweiht; Und nie wird in dir zu dämpfen! Hat ihn deinen Himmel erben, Wer sich unreiner Lüste freut. Drum laß mich ihre Lockung fliehn, Und keusch zu sein mich stets bemühn! 5. So schimpflich sind der Wollust Bande! Schon vor der Welt sind sie ein Spott; Sie sind vor dem Gewissen Schande, Und noch weit mehr vor dir, o Gott! Der Laster Sclav' entflieht dir nicht; Du forderst ihn vor dein Gericht. dein Herz zuvor genährt, Und du hast ihn nicht gleich erstickt, So wird er schwerlich unterdrückt. 5. Oft täuschen dich des 7. Gieb, daß ich allen bösen Lasters Triebe, Du fühlst und Lüsten Mit Muth und Nachdruck wirst es kaum gewahr; Oft wird gegen uns selbst. 295 das unerlaubte Liebe, Was an- Weisheit in Versuchung an! Erfangs nichts als Freundschaft zittre vor dem ersten Fall! Du war; Ein langer Umgang macht fällst gewiß mehr, als einmal. dich dreist, Und du vergißt, was dond Unrecht heißt. Nach Gellert. fall misrafdsil 6. Dein Herz, geneigt, sich Mel. Es wolle Gott und gnädig ſein zc. zu verzeihen, Wenn es des 409. Der du Verstand und Lasters Triebe nährt, Wird oft Tugend schenkst, Gott, Vater nur seinen Ausbruch scheuen, meines Lebens: Wo du nicht Weil dieser vor der Welt ent- Thun und Lassen lenkst, So leb' ehrt, Die kleinen Fehler über ich hier vergebens; Denn, wen sehn, Und so zu größern über dein Geist nicht neu gebiert, Der gehn. bleibt der Sünd' ergeben, Und wen die Sünde noch regiert, Der ist zum rechten Leben Noch nicht hindurch gedrungen. 7. Ist's Sünde nur, die That vollbringen? Ist, der's nicht thut, schon tugendhaft? Sollst du nicht auch den Trieb bezwingen, Nicht 2. Drum neig', o Gott, dich auch den Wunsch der Leidenschaft? väterlich zu deinem schwachen Soll bloß dein äuß'rer Wandel Kinde! Gieb mir ein frommes rein, Soll's nicht auch deine Herz, daß ich Entfage jeder Seele sein? dand Sünde; Bewahre meinen Mund, 8. Begierden sind es, die daß mir kein schlüpfrig Wort uns schänden, Und die Ver- entfalle, Vielmehr von meinen legung unsrer Pflicht, Auch ohne Lippen dir Manch freudig Lob daß wir sie vollenden. Drum erschalle, Den Nächsten zu er. rühme dich der Keuschheit nicht, bauen. Es sei denn, daß du durch den Geist Der Lüste Herrschaft dich entreißt. 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spötter höre, Damit in meinem Glauben mich Ihr frecher Mund nicht störe. Hilf, daß kein Wiß der Lästersucht Mir Ohr und Herz vergifte, Noch jemals, wie er tückisch sucht, Durch mich Unfrieden stifte, Nie mich zur Schmähsucht reize. 10. Drum fliehe vor der 4. Die Augen, Gott, bewahre Wollust Pfade; Und, lockt dir mir Vor unverschämten Blicken, schmeichelnd ihre Bahn, So rufe Und vor unzüchtiger Begier, Die ernstlich Gott um Gnade Und Unschuld zu bestricken. Laß mich 09. Denk oft den mächtigen Gedanken: Die Unschuld ist der Seele Glück! Er halte, fängst du an zu wanken, Dich noch von deinem Fall zurück! Dir giebt dein ganzer Lebenslauf Sie nicht zurück, giebst du sie auf. 296 Vom christlichen Verhalten den Schmuck der Sittsamkeit zeitliches Vermögen. Du gabst Weit über Alles schätzen; Was es mir zum wahren Wohl; reiner Engel Aug' erfreut, Das Drum gieb, Herr, daß ich's, wie sei auch mein Ergötzen; Was du ich soll, Nach deiner Vorschrift liebst, mein Bestreben. brauche! 5. Behüte mich vor Schwelgerei, Die leicht das Herz beschweret; Vor Trunkenheit, die ohne Scheu Schandthaten üben Uebermuth Dadurch lehret. Die Lust, die bloß den Leib ergößt, Berdirbt auch fromme Herzen; Und, was die Welt für Freude schätzt, Bringt Nachreu', Elend, Schmerzen, Und stürzet in's Verderben. 1234 haid barn!! 3. Was ist das mir geschenkte Gut? Vergänglich und von Erde. Hilf, daß ich nie zum verleitet werde! Nie reiß' ein irdischer Gewinn Mein Herz so weit zum Gitlen hin, Daß ich mein Heil vergesse! 4. Was hülfe mir die ganze Welt Mit allen ihren Schäßen, 6. Hilf, daß mein Geist nichts Verführt' mich zeitlich Gut und lieber hört, Nichts lieber spricht Geld, Sorglos hintan zu sehen, und denket, Als was den Glauben stärkt und nährt, Und Lust zum Guten schenket; Was mich zu jenem Leben bringt, Wo man handeln! Was meiner Seele Heil begehrt, Und mir ein ewig Glück gewährt? Wie strafbar würd' ich bei dir stets lebet, Dein Lob miti 5. Mein größtes Trachten sei allen Engeln singt, Den Heiland allhier Nach deines Geistes Gasieht, erhebet, Und ihm sich ähnlich schauet. Nach Gerhard. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. ben. Wie reich bin ich, o Gott, in dir, Wenn ich nur die fann haben! Besizz' ich, Höchster, deine Huld; Bin ich voll Glauben und Geduld: Was fehlt dann 410. Herr, laß mich doch ge- meinem Glücke? wissenhaft Mein zeitlich Gut ver- 6. Den Geiz laß ferne von walten! Gieb selbst mir Weis- mir sein, Die Wurzel alles Böheit, gieb mir Kraft, Damit so sen! Von Sünden und Gewissenshauszuhalten, Wie es mir nüßt pein Kann Reichthum nicht erund dir gefällt; Damit ich nicht lösen. Er hilft in Todesstunden in jener Welt An ew'gen Gütern nichts, Und nichts am Tage darbe. id des Gerichts; Da schüßt er feinen Sünder.. • 2. Mein Hab' und Gut fommt ja von dir Und deinem 7. Gieb mir die weise Sparmilden Segen. Nicht mir zum samkeit, Nicht Güter zu verFallstrick gabst du mir mein schwenden, Die du mir gabst, stingegen uns selbst. 297 um in der Zeit Sie nüßlich an deiner Huld. Der Mensch, dem zuwenden. Gieb mir die Klug- wenig ward gegeben, Verehrt heit, daß ich hier, Dadurch den und preist dich durch Geduld; Nächsten, so wie mir, Des Lebens Nimmt sein beschiednes Theil, Müh' erleichtre! ist und stellt Sich Güter vor in 8. Es kommt ein Tag der jener Welt. Rechenschaft; Das laß mich stets erwägen! So brauche ich gewissenhaft Den mir vertrauten Segen; Damit ich in der Ewigfeit Noch von den Gütern die ser Zeit Den reichsten Segen deiner Richterhand Berechnen, wie er's angewandt. ernte. Brods? Somm Nach Häbecker. 5. Dort wird mein nie gestillt Verlangen Erfüllt, befriediget in dir; Der Reiche, welcher mehr empfangen In dieser Welt, steht neben mir, Und muß an nach deinem Willen! Hast du nach deiner Weisheit Lust, Mit Gütern meine Hand zu füllen, So schüß auch meine frohe Brust Vor einem Stolz, der sich erfühnt Und troßig sagt: ich hab's wall verdient! 1800 Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 411. Mach's, Herr, mit mir 412. Wohl dem, der beſs're Schäße liebt, Als Schäße dieser Erden! Wohl dem, der sich mit Eifer übt, An Tugend reich zu werden; Und in dem Glauben, des er lebt, Sich über diese Welt erhebt! The ing 12. Wahr ist es, Gott verwehrt 2. Gieb mir den Reichthum uns nicht, Hier Güter zu bedeiner Erde nicht mit dem Blicke fizzen. Er gab sie uns, und auch deines Zorns, Daß er mir nicht die Pflicht, Mit Weisheit sie zu zum Fallstrick werde, Und ich, nüßen; Sie dürfen unser Herz vom Ueberfluß des Korns Und erfreun, Und unsers Fleißes deiner Gaben fatt und voll, Antrieb sein.lg ons Dich spotte, den ich loben soll! 3. Doch nach den Gütern 3. Du kennst das Herz, du dieser Zeit Mit ganzer Seele prüfst die Nieren. Versage, was schmachten; Nicht erst nach der mir schädlich ist! Denn, sollt' ich Gerechtigkeit Und Gottes Reiche dich dabei verlieren, Der du trachten: Ist dieses eines Menmir über Alles bist, So laß schen Ruf, Den Gott zur Ewigmich lieber arm und klein, Und nicht von dir verworfen sein! feit erschuf? 4. Du theilst in diesem furzen Leben Die Güter aus nach Johann Samuel Pazke, geb. 1727, gest. 1787. mir 4. Der Geiz erniedrigt unser Herz; Erstickt die edlern Triebe. Die Liebe für ein schimmernd 298 Vom christlichen Verhalten i viel er an sich Erz Verdrängt der Tugend Liebe, Muth und Geist, Die Wahrheit Und machet, der Vernunft zum frei zu lehren; Du schweigst, Spott, Ein elend Gold zu sei- wenn sie dich reden heißt; Ehrst, nem Gott. wo du nicht sollst ehren, Und 5. Der Geiz, so wirst um ein verächtlich Geld reißt, Läßt dich kein Gut ge- Ein Schmeichler und die Pest nießen; Er quält durch Habsucht deinen Geist, Und tödtet dein Gewissen, Und reißt durch schmeichelnden Gewinn Dich blind zu jedem Frevel hin. der Welt. 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, Daß ich mir g'nügen lasse, Geiz ewig als Abgötterei Von mir entfern' und hasse. Ein weises Herz und guter Muth Sei meines Lebens größtes Gut! 6. Um wenig Vortheil wird er schon Aus dir mit Meineid sprechen; Dich zwingen, der Arbeiter Lohn Unmenschlich abzubrechen; Er wird in dir der Mel. O höchster Gott, o unser 20. Waisen Flehn, Der Witwen Thrä- 413. Du hast es mir gegenen widerstehn. doll and ben und genommen; Ich danke dir, Regierer deiner Frommen! Zwar ist mein Geist nun sehr betrübt in mir, Doch, o mein weiser Bater; dank' ich dir. 7. Wie könnt' ein Herz, vom Geize hart, Des Wohlthuns Freuden schmecken, Und in des Unglücks Gegenwart Den Ruf zur Hülf' entdecken? Und wo ist 2. Vorbei sind nun die schöneines Standes Pflicht, Die nicht sten meiner Tage; Nun ist mein der Geiz entehrt und bricht? Loos Mühseligkeit und Plage; 8. Du bist ein Vater; und aus In hartem Kummer und in Geiz Entziehst du dich den Kin- Dürftigkeit Berfließet meine fern're dern, Und läsfest dich des Gol- Lebenszeit. nszeit.de des Reiz, Ihr Herz zu bilden, 3. Du willst es, Gott; unhindern; Und glaubst, du habst tadlich ist dein Wille. Du bist sie wohlbedacht, Wenn du sie der Herr, und meine Seel' ist reich, wie dich, gemacht. Tid tille. Gewiß, du führst mich denChristian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 9. Du hast ein richterliches noch väterlich; Das trau' ich Amt; Und du wirst dich erfrechen, dir, und des getröst' ich mich. Die Sache, die das Recht ver- 4. Wenn's nüßlich mir, und dammt, Aus Habsucht recht zu sprechen; Und selbst der Tugend größter Feind Erkauft an dir sich einen Freund. G 10. Gewinnsucht raubt dir gewandt. wenn es deiner Ehre, Allwissender, gemäß gewesen wäre: So hättest du mit milder Vaterhand Mir lieber mehr an Gütern zuds! il gegen uns selbst. 299 5. Was hülf's, hätt' ich die dir, der so viel Tausende ernährt, ganze Welt gewonnen, Und wäre doch nicht der Gefahr entronnen, Darin man leicht durch Güter dieser Welt Bei ihrem Ueberfluß und Mißbrauch fällt? Wird mir ja leicht, was ich bedarf, gewährt. 12. Nun fördre du die Arbeit meiner Hände; Zur Arbeit gieb mir Kraft bis an mein 6. Du sahst vielleicht, ich Ende; Sei du mein Trost in würd' in guten Tagen Nicht meiner Prüfungszeit! Reich werd' mehr nach dir und deinen Rech- ich einst bei dir in Ewigkeit. ten fragen, Mich stolz erheben, Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. dir mein Herz nicht weihn, Und der ird'schen Gaben mich mel. Wie groß ist des Allmächt'gen 2c. 414. Du klagst, und fühlest 7. Du sahst, es würd' die Lieb' in mir ersterben, Ich würd die Beschwerden Des Stand's, die Zeit in Müßiggang verder in dem du mühsam lebst; Du ben, Das Eitle lieben, und in strebest, glücklicher zu werden, Sicherheit Nicht sorgen für das und siehst, daß du vergebens Glück der Ewigkeit., strebst. Ja, flage nur; wer wollt' 8. Gott, wenn ich dies auf- es wehren? Doch denk' im Klarichtig überlege, So preis ich gen auch zurück: Ist denn das dich und ehre deine Wege. So Glück, das wir begehren, Für viel Gefahren schwebten über uns auch stets ein wahres Glück? mir! Errettet hast du mich; das dank' ich dir. nur erfreun. 2. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter Dem Menschen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther Ist Tugend und Freunde, die mich lieben, und Genügsamkeit. Genieße, was Gesundheit, Stärke und Gewissensruh'. Wie gnädig, o mein treuer Gott, bist du! 9. Viel Segen ist mir doch noch überblieben: Ein guter Ruf dir Gott beschieden; Entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Ein jeder Stand hat seine Last. 3. Gott ist der Herr, und mein Vertraun auf deine Güte seinen Segen Bertheilt er stets wanken? Gott, deine Huld ist noch auf mich gericht't, Und du verläsfest deine Kinder nicht. 10. Sollt' ich dir nicht von ganzem Herzen danken? Darf mit weiser Hand; Nicht so, wie wir's zu wünschen pflegen, Doch so, wie er's uns heilsam fand. 11. Ich bin's gewiß: du wirst Willst du zu denken dich erkühmir ferner geben, Was nöthig nen, Daß seine Liebe dich verist in diesem armen Leben. Vongißt? Er giebt uns mehr, als 300 Vom christlichen Verhalten wir verdienen, Und niemals, mein Werk; Gieb du dem Leibe was uns schädlich ist. in Kraft und Stärk'; Mit dir fang' 4. Verzehre nicht des Lebens ich die Arbeit an, Durch den Kräfte In träger Unzufriedenheit; ich sie vollenden fann. G Besorge deines Stand's Geschäfte, a 7. Erleichtre mir der Arbeit Und nüße deine Lebenszeit! Bei Last; Laß, mich, wie du befohPflicht und Fleiß sich Gott er- len hast, Das thun, was meigeben, Ein ewig Glück in Hoff- nes Standes ist; Erfreut, daß nung sehn, Dies ist der Weg du mein Helfer bist. an zu Ruh' und Leben. Herr, lehre diesen Weg mich gehn! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 8. Zu dir hoff' ich voll Zuversicht, Du werdest meinem Fleiße nicht Dein segnendes Gedeih'n entziehn; Vergebens ist sonst mein Bemühn. ne Mel. Herr Jesu Chrift, dich zu une c. 415. Gott, dessen Hand die 9. Du machst die dürren Berge Welt ernährt, Und jedermann sein Theil gewährt: Laß deinen Segen auf mir ruhn, Und mich mein Werk mit Freuden thun! naß; Du kleidest Blumen, Laub und Gras; Für deine Sorg' ist nichts zu klein; Du wirst auch mein Versorger sein. SHO 10. Verstünd' ich nur nach deinem Sinn, So lang' ich noch auf Erden bin, Mit deinen Gaben umzugehn: Wie wohl würd' es dann um mich stehn! im 3. Hilf, daß ich stets in die- 11. O mache mich dazu recht ser Welt So lebe, wie es dir treu, Daß ich dir thätig dankgefällt; Mich von der Sünde bar sei! Hilf, daß ich sorge, wie zu befrein, Laß meine erste Sorge ich soll; Ja, sorge du, so geht's ſein.in omir wohl. 4. Steht's erst mit meiner Seele wohl, Dann lehre mich auch, wie ich soll Auf meines Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Leibes Wohlergehn Mit wahrer 416. Nach deinem Rath, Christenweisheit sehn. iso Gott, sind wir Bestimmt zum 5. Dich ruf' ich an; verlaß Fleiß auf Erden; Du willst es, mich nicht! Du weißt ja wohl, daß wir alle hier Einander nüßwas mir gebricht. Was du willst geben, gieb du mir, Und dann Zufriedenheit mit dir. lich werden. Gieb mir Berstand und Lust und Kraft, Geschickt, treu und gewissenhaft zu thun, an was mir gebühret! maid nii # 153 6. Mit Beten geh' ich 2. Du sorgst für mich, doch so, daß ich Auch sorgen soll, zu thun, was mich Dein offenbarter Wille heißt; Dazu verleihe deinen Geist! und sift S trate, Hodonmisb Gabriel Wimmer, geb. 1671, gest. 1745. all gegen uns selbst. 301 2. Du wollest selbst vor| Beruf, Dazu mich, Herr, auf Weichlichkeit Und Trägheit mich Erden Dein ewig weiser Wille bewahren. Laß nimmer aus Ge- schuf, Getreu erfunden werden: mächlichkeit Mich meine Kräfte So kann ich einst in jener Welt, sparen. Wenn sie erschöpft sind, Die höheren Beruf enthält, Zu dann will ich Durch reine stille höhern Würden steigen. Freuden mich Zu neuer Arbeit stärken. ds? Bondo Ernst Samuel Jakob Borchward, geb. 1717, geft. 1776. 3. Gieb Weisheit, Herr, und laß mich nicht Die Zeit mit Nebendingen Und mit Versäumung meiner Pflicht Verschwenderisch verbringen. Das müsse mein Vergnügen sein, Mich den Geschäften ganz zu weihn, Die du mir auferleget. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. 417. Herr, laß nach eitler Ehre Mich niemals geizig sein! Gieb, daß mein Geist mich lehre, Der Ehre mich zu freun, Die ewiglich vor dir besteht, Und mit mir von der Erde Zum Himmel übergeht! 4. Ein heil'ger Trieb belebe 2. Nie blende mich der Schimmich, I Höchster, meine Pflich- mer Des Ansehns vor der Welt! ten, In deiner Furcht, gestärkt Denn der ist doch nicht immer durch dich, mit Freuden zu ver- Ein Mensch, der dir gefällt, richten. Ein Herz, daß sich des Der Titel, Rang und Würden Guten freut, Giebt zu der Ar- hat; Und, wer damit sich brüstet, beit Munterkeit, Versüßt uns Jst fern vom Tugendpfad. unsre Lasten. im nist 3. Nicht im Besitz von Schätzen 5. Laß mich vor dir, Herr, Und Gütern dieser Zeit Laß unverrückt Mit einem Herzen meinen Ruhm mich setzen; Sie wandeln, Das Geiz und Ehrsucht sind doch Eitelkeit, Sind oftmals nie bestrickt, Gewissenlos zu han auch des Thoren Glück, Verlas deln. Mein Leben deinem Dienst sen uns im Sterben, Und bleizu weihn, So nüßlich, als ich ben hier zurück. kann, zu sein, Das sei mir Ehr' und Reichthum.d foly D 4. Laß mich in Demuth leben, Wenn mich die Welt verehrt; Durch Stolz mich nie erheben, Wenn sich mein Ansehn mehrt; Und schenkst du mir der Erde Gut, O Bater, so bewahre, Mich auch vor Uebermuth. 5. Dich kennen, meine Pflichten Mit Treu und Redlichkeit Gewissenhaft verrichten, Wie mir 6. Dir zu gefallen sei mein Ziel Bei allem, was ich thue! So hat, es gehe, wie es will, Doch mein Gewissen Ruhe. Denn wer dir, Heiligster, mißfällt, Was nüßzet dem die ganze Welt Mit allen ihren Schätzen? 7. Laß mich ime zeitlichen 302 Vom christlichen Verhalten dein Wort gebeut, Und überall| heucheln, Den Menschengunst mein Christenthum Nach Jesu bethört. Der Tugend meinen Vorbild üben: Das sei mein Fleiß zu weihn, Und andrer wahrer Ruhm. Glück zu fördern, Laß mein Bestreben sein. 86. Dein Beifall ist das Beste, Was ich mir wünschen kann. 8. Auf dieser Bahn der Ehre ErWenn ich mich des getröste, So hab' ich g'nug daran, Wenn mir es auch an Ruhm der Welt Bei allen guten Thaten, Die ich verrichte, fehlt. Ish halte meinen Gang Durch deines Sohnes Lehre Mein ganzes Leben lang! So werd' ich bei Verständigen Das Glück des guten Namens Mir ganz gesichert sehn. UMR 7. Nie laß mich Ruhm er schmeicheln, Der mir doch nicht gehört; Nie als ein Gleißner Heinrich Eberhard Heeren, geb. 1728, gest. 1811. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. X. Vom christlichen Verhalten gegen den Nächsten. 2511101 HYDI 131 418. Allen hassen? Uns, zu unsrer eignen llen Christen und auch Pein, Stolz und Neid beherrmir Hat der Herr dies vorgeschen lassen? Wer kein Freund schrieben: Euren Nächsten sollet des Nächsten ist, Ist fürwahr ihr, Als euch selbst von Herzen kein Mensch, kein Christ. lieben! Christen, was Gott hier 5. Was wir auch aus Gotgebeut, Sei uns heilig allezeit! tes Hand Zum voraus vor An2. Wir sind Bürger Einer Welt, Kinder Eines Vaters, Brüder, Die er huldreich all' erhält, Alle Eines Leibes Glieder, Die sein weiser Allmachtsruf Sich zur Ehr' und Dienst erschuf. dern haben, Ansehn, Reichthum, hoher Stand, Leibeskräfte, Geistesgaben: Alles dies befreit uns nicht von der Menschenliebe ist mol Pflicht. 6. Selbst der Gaben Unter3. Eine sterbliche Natur Hat schied Dient zum allgemeinen er Allen uns gegeben, Und auch Besten, Wenn nur Jeder sich Eine Hoffnung nur, Hoffnung bemüht, Von dem Kleinsten bis auf ein beff'res Leben, Wovon zum Größten, Andern, und nicht Gott nur den ausschließt, Der nicht glaubt und lieblos ist. sich allein, Nüglich, wie er kann, zu sein. 4. Und wir sollten uns ent- 7. Darum gieb uns, Gott, zwein? Lieblos uns einander ein Herz Boll von wahrer Men nat gegen den Nächsten. 303 schenliebe, Das an Andrer Freud' du, o Gottes Sohn, Ein Freund und Schmerz Antheil nehm' und der Menschenkinder. Du schaffst gern ausübe, Was uns Jesu den Deinen wahre Ruh'; Und Unterricht Macht zur allerersten die Verirrten suchest du Auf Pflicht! dom bostan rechten Weg zu leiten. Du hörst 8. Diesem großen Menschen der Seufzenden Gebet, Und freund Laßt uns Alle ähnlich brauchest deine Majestät, Nur werden, Daß wir, hier mit ihm Segen auszubreiten. vereint, Nach vollbrachtem Lauf 4. O, las in meiner Pilgrimauf Erden Einst auch ewig bei ihm sein, Seiner Lieb' uns ganz zu freun! schaft mich auf dein Vorbild sehen! Erfülle mich mit Lust und Kraft, Dem Nächsten beizustehen, Betrübter Herzen Trost zu sein, Mich mit den Fröhlichen zu freun, Mit Weinenden zu klagen. Laß mich dem, der sein Herz mir weiht, Ein Herz voll frommer Redlichkeit Und Treue nicht versagen. for flod iler noch begegnest: O, bilde meinen 5. Laß mich mit brüderlicher Sinn nach dir, Und laß mich Huld Des Nächsten Fehler decken, doch, mein Heiland, hier, Wie Und ihn durch Sanftmuth und du gewandelt, wandeln! Die Geduld Zur Besserung erwecken; können keine Christen sein, Die Und sündiget er gegen mich, sich nicht Andrer Wohlfahrt freun, Und menschenfeindlich handeln. So freue meine Seele sich, Ihm willig zu vergeben; So werd' ich dich, Herr Jesu Christ, Der du die Liebe selber bist, Auf's würdigste erheben. Nach Hiller. Christian Felix Weiße, geb. 1726, gest. 1804. Sound Babylon 2c. Mel. An Wasserflüssen non 419. Der du die Liebe selber bist, Und gern uns Menschen segnest, Ja, selbst dem, der dein Feind noch ist, Mit Wohlthun 2. Dein Leben in der Sterblichkeit War für die Menschen Segen; Dir folgten Lieb' und Freundlichkeit Auf allen deinen Wegen. Wohin du gingst, ging Wohlthun mit; Dein Wort, dein Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. thoil Werk und jeden Schritt Begleitete 420. Gieb mir, o Gott, ein Erbarmen. Du übernahmst die Herz, Daß jeden Menschen liebet, schwerste Pein, Uns vom Ver- Bei seinem Wohl sich freut, Bei derben zu befrein, Und starbst seiner Noth betrübet, Ein Herz, zum Heil uns Armen. das Eigennuß Und Neid und Härte flieht, Und sich um Andrer Glück, Wie um sein Glück, bethee 3. Auch jetzt noch auf der Himmel Thron Bist du das Heil der Sünder; Auch da bleibst müht! 304 Vom christlichen Verhalten d 2. Seh' ich den Dürftigen, Auf zeitlich Wohlergehen Mit So laß mich liebreich eilen, Von eingeschränktem Blick Bei meidem, was du mir giebst, Ihm nem Nächsten sehen. Noch stärker willig mitzutheilen; Laß mich müsse mich Sein ewig Glück ernicht Gutes thun, Groß vor der freun, Noch mehr sein SeelenWelt zu sein Und mich verehrt heil mir angelegen sein. zu sehn; Nein, Menschen zu er- 8. Den, der im Glauben wankt, freun. stisydugoun nage zu leiten und zu stärken; Den, 3. Dies sei mein Gottesdienst! der noch sicher ist Bei seinen Auch unbemerkt unbemerkt von ihnen, bösen Werken, Von der verkehrten Müff Andern stets mein Herz Bahn Des Lasters abzuziehn: Mit Rath und Hülfe dienen. Dazu verleih' mir Kraft Und Mich treibe nicht erst Dank Zu segne mein Bemühn. milder Wohlthat an; Nein, was ich Brüdern thu', Das sei dir, Gott, gethan! 4. Ein Trunf, mit dem mein Dienst Dem Dürftigen begegnet; Ein Blick voll Trost, mit dem Mein Herz Bedrängte segnet; Ein Rath, mit dem mein Mund Im Kummer Andre stärkt: Nichts bleibt, so klein es ist, Von dir, Herr, unbemerkt. 9. O, heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe Durch deine bin Lieb' und Furcht zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den Nächsten liebt, Geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit mir, Gott, stets vor Augen sein! im ja onllid Nach Gellert. mont Mel. Komm, o fomm, du Geist 2c. 421. Laffet uns einander lie5. Eilt wo ein boshaft Herz, ben, Gern einander glücklich Unfrieden anzurichten, So laß sehn, Keinen fränken und bes mich sorgsam sein, Der Brüder trüben, keinen drücken, Keinen Zwist zu schlichten. Aus Schmäh- schmähn, Aller Zwietracht, alles sucht störe nie Mein Mund des Streits Feinde sein; denn Gott Nächsten Ruh'; Er rühme sein gebeut's! Dalhildpavis Verdienst, Deck' seine Fehler zu. 2. Laßt uns halten Treu' und Glauben; Fliehn, was Andern schädlich ist; Arm' und Schwache nicht berauben Durch Gewalt, Betrug und List. Welch' ein Gräu'l vor Gott ist nicht Falsches Maaß und falsch Gewicht! 3. Laßt uns nie, was wir versprechen, Widerrufen, weil's uns reut; Nie, was zugesagt ist, 6. Die Rach' ist dein, o Gott; Du sprichst: ich will vergelten. Drum laß mich stille sein, Wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih', Der mir zu schaden sucht, Den liebe, der mich haßt, Den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein gegen den nächsten. 305 brechen, Oder schänden unsern| Gut; Jch sollte Brüder hassen, Eid; Von Betrug und Tücken Die Gott durch seines Sohnes rein, Lieber arm, als treulos sein. Blut So hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf und mich versühnt, Hab' ich dies mehr als sie verdient? 4. Hassen laßt uns alle Lügen, Alle Schmähsucht; Jeder sei Offenherzig und verschwiegen, In der Freundschaft fest und treu; Jeder nehme, wo er kann, Der Verleumdeten sich an. 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, Du, Herr von meinen Tagen; Ich aber sollte nicht Geduld Mit meinen Brüdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, Und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den Frommen hier gethan, Dem kleinsten auch von diesen, Das sieht er, mein Erlöser, an, Als hätt' ich's ihm erwiesen; Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein, Und Gott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht Wird über den ergehen, Der nicht barmherzig ist, der nicht Die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist, Ein Herz, daß dich durch Liebe preist! dif Christian Fürchtegott Gellert, 5. Laßt das Gut' uns gern belohnen, Wie's uns unser Gott belohnt; Und der Brüder Fehler schonen, Wie der Herr auch unser schont. Ach, er schont mit großer Huld, Nachsicht, Langmuth und Geduld! 6. Also laßt, von Gott getrieben, Uns einander gern und treu Und als seine Kinder lieben, Ohne Zwang und Heuchelei: D, wie selig werden wir Dann nicht werden dort und hier! Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 422. So jemand spricht: ich liebe Gott," Und haßt doch seine Brüder, Der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, Und reißt sie ganz danieder. Gott ist die Lieb' und will, daß ich Den Nächsten liebe gleich als 423. Sollten Menschen, meine mich. Brüder, Mir, mein Gott, nicht theuer sein? Sollt' ich sie nicht gern erfreun? Sind nicht alle Christen Glieder Dessen, der für Alle starb, Allen Gottes Huld erwarb? 2. Alle sind wir Eines Stammes, Gleich an dürftiger Natur; 3. Ein Heil ist unser aller Allen hilft Ein Opfer nur Des 20 pillia lio 2. Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; Drum diene deinem Nächsten gern, Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind wie ich. in d geb. 1715, gest. 1769. Uni Mel. Ach, was soll ich Sünder 2. Vom christlichen Verhalten unschuld'gen Gotteslammes; Und Daß ich, wie du liebest, liebe, dieselbe Seligkeit Ist für Alle Innig liebe, milde, tre Und gleich bereit. leicht zu versöhnen sei! imin in 3. Gottes Kinder sollt' ich 9. Ja ihr, eines Hauptes hassen, Lieblos, unbarmherzig Glieder, Christi, der für Alle sein? Meinem Feinde nicht ver- starb, Allen Gnad' und Huld zeihn? Keine Schulden ihm er- erwarb: Lieben will ich euch, ihr laffen? Gott, nicht fürchten dein Brüder, Für euch beten, euch Gericht, Dein Erbarmen achten erfreun, Wohlthun, dulden und nicht? onism ist diuos verzeihn! and 306 90 11 4. Ja du, der für Uebelthäter Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Um Vergebung bat, die Last, id odid on indehe Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Welche du getragen hast, War die Last der Uebertreter: Doch 424. Wenn ich mit mehr warst du von Rache fern; Dul- als Menschenkraft, Wenn ich detest, vergabest gern. wie Engel red'te, Der Jünger 5. Wenn mein Herz, vom Jesu Wissenschaft Und WunderHang zur Sünde Hingerissen, macht selbst hätte; Und hätte dich verkennt, Und zu Haß und doch kein liebreich Herz: Was Rach' entbrennt: Hilf dann, daß wär' ich? nur ein tönend Erz; ich überwinde Meinen Haß, und Nicht Jesu wahrer Schüler. Sidt laß mich sehn In den Tod für 2. Gäb' ich mein ganzes Eiuns dich gehn.d ingenthum Den Dürftigen und Armen, Und thäte dies aus Trieb nach Ruhm, Nicht aber aus Erbarmen; Ließ ich, doch ohne Liebe, mich Für sie auch brennen: was könnt' ich Dadurch für mich gewinnen? 6. Wie dir deine Thränen flossen, Als dein Aug' um mich geweint; Wie du, großer Men schenfreund, Auch für mich dein Blut vergossen, Wie du littst, mich zu erfreun: Das laß mir vor Augen sein. 3. Die wahre Lieb' ist lang7. Gieb es mir so zu er- muthvoll, Wohlthätig und geuserkennen, Daß ich thu', wie du fällig; Hilft willig, wo sie helgethan. Wer nicht liebt, geht dich fen soll; Nie hart noch ungenicht an, Ist kein Glied von dir sellig; Sie hafset Streit und zu nennen, Ist dem Gott der Bitterfeit; Kennt weder EiferLieb' ein Gräul, Und verscherzt sucht noch Neid; Thut gern, was sein eignes Heil. dows Andern freuet. oding the 8. O, so hilf mir, daß ich 4. Sie, die nie aufgeblasen übe, Was dein Wille mir gebeut, ist, Ehrt Alle; strebet, ihnen, Nachsicht, Sanftmuth, Gütigkeit; Entfernt von Eigennuß und List, 02 0151 cent gegen den Nächsten. 307 Wo sie nur fann, zu dienen. getrieben, Dein Erlöseter sich Nie schnell zum Zorne, hört sie nicht, Was Bosheit und Verläumdung spricht; Kehrt Alles gern zum Besten. freut, Ueber Alles Gott zu lieben, Dich und deine Seligkeit; Daß ich willig unterlasse, Was er mir verbeut, und hasse, Was vor ihm ein Gräuel ist, Weil du meine Hülfe bist! 5. Sie freut sich nie des Unrechts; freut Sich bloß des Rechts, und liebet, Was wahr 3. Ach, wie könnt' ich dies und gut ist, und verzeiht, Wenn Jemand sie betrübet; Sie, zum Erbarmen bald erweicht, Glaubt gern das Beste, hoffet leicht; Kann alles Unrecht dulden. 6. Wenn andre Gaben furze Zeit Und nur dies Leben währen: So bleibt die Lieb' in Ewigkeit, Und wird sich noch 4. Auch für meiner Brüder vermehren. Wenn wir uns einst Seelen Soll ich sorgen; soll vor Gott erfreun, Wird Jeder mich freun, Wenn ich ihnen, wo durch die Lieb' allein Vollkom- sie fehlen, Könnte Rath und men selig werden. Führer sein. Würden sie in Sünden sterben, Und ich rief sie vom Verderben, Wo ich könnte, nicht zu dir: Forderst du ihr Blut von mir. a- ot adot ni dein Vollfiom. 7. Du machtest, Jesu, selber dich Zum Vorbild wahrer Liebe. Dir will ich folgen; gieb, daß ich Die Lieb' am Nächsten übe; Daß ich in Allem, wo ich kann, Barmherzigkeit an Jedermann, Wie ich mir wünsch', erweise. empfinden, Und doch fühllos Menschen sehn In der Sclaverei von Sünden Wege des Verderbens gehn; Und nicht rufen, daß sie's hören: Eilt, ihr Brüder, umzufehren, Wenn ihr selig werden wollt, Daß ihr werden könnt und sollt! Johann Heermann, geb. 1585, gest. 1647. 5. Sünder deine Wege lehren; Sie mit dir vereinigen, Daß sie sich zu dir bekehren, Und mit mir dein Lob erhöhn; Bald durch Worte, bald durch Schweigen Ihnen die Gefahr zu zeigen, Wenn sie nicht bald zu dir fliehn: Sei mein seliges Bemühn! Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. 425. Laß, o Jesu, mich empfinden, Welche Seligkeit es ist, Daß du meiner, mich von 6. Nicht erzittern, Niemand Sünden Zu befreien, nie ver- zwingen; Nein, kann sanftes gist; Daß ich Gottes Wege Bitten nicht In des Bruders walle; Daß du liebreich, eh' ich Herze dringen: Sei mein Wandel falle, Die Gefahr mir offenbarst, ihm ein Licht; Daß er an mir Mich ergreifest, mich bewahrst; sehen möge, Wie's um den, der 2. Daß, durch deinen Geist Gottes Wege Mit rechtschaffnem 20* 308 Vom christlichen Verhalten Herzen geht, Immer doch am quälen sollt' ich ihn? Und nur, Besten steht. für meine Freuden Besorgt, vor seinen Leiden, um nur nicht mitzuleiden, fliehn? 6. Nein, Gott, ich will die Armen Erquicken, voll Erbarmen Des Blinden Auge sein. Kann ich die Unschuld schützen, Daß Gute unterstützen, So will ich mich von Herzen freun. 7. Macht es mir gleich oft Kummer, Raubt es mir manchen Schlummer, Ist Undank oft der Lohn: So soll's mich nie er426. Dein, Gott, ist unser müden. Was that zu unserm Leben; Denn du hast's uns ge- Frieden Für uns Undankbare geben, Du nimmst dich seiner dein Sohn! an. Dies Leben will ich nüßen, An mir und Andern schügen, So lange und so gut ich kann. i 2. Selbst Feinden will ich's gönnen, Daß sie's verlängern können, und mich darüber freun; Will's Keinem je verkürzen, Es in Gefahr nie stürzen Und aus Gefahren es befrei'n. 7. Heil mir, fönnt' ich ihn erbauen, Bessern und beruhigen, Und durch Hoffnung, dich zu schauen, Hier und dort sein Glück erhöhn! Deffentlich wird er mich nennen, Und vor deinem Thron bekennen: Herr, durch diesen Seelenfreund Ward ich einst mit dir vereint! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. from TSTEST Mel. Nun ruhen alle Wälder zc. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 10 Mel. Kommt her zu mir, spricht 2c. dos 427. Du liebst, o Gott, Gerechtigkeit, Und hasfest den, der sie entweiht, Am Nächsten Unrecht übet. Du bist's, der Jedem seinen Lohn Ohn' alles Ansehn der Person Nach seinen Werken giebet. 3. Beglückt durch deinen Segen, 2. Gerechter Gott, laß deinen Will ich des Kranken pflegen, Er- Geist Zu dem, was recht und leichtern seinen Schmerz. Unglück- billig heißt, Stets meine Seele lichen in Nöthen Nicht helfen, lenken! Nie komm' es mir doch hieße tödten: Behüte mich davor in den Sinn, Aus Habsucht, mir mein Herz! Gin bin shat nur zum Gewinn, Des Nächsten Recht zu kränken! 4. Sind wir nicht Alle Brüder, Nicht Alle Christi Glieder, Nicht All', o Bater, dein? Wie kann ich sie verachten, Sie darben sehn und schmachten, Und fühllos, hart und grausam sein? 5. Ich soll den Nächsten lieben: Und hassen und betrüben Und Brüder lieben? * 09 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Brust, Und laß mich stets mit wahrer Lust Der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf Unrecht denkt, Nur Schaden sucht, und Andre kränkt, Wie kann das ima gegen den nächsten. 309 4. Nie seufze Jemand über hört Und unter Spöttern sizzet, mich! Mein ganzes Herz bestrebe Schweigt und aus Menschensich, Dem Nächsten gern zu geben, furcht Nicht Andrer Unschuld Was er mit Recht verlangen schüßzet; Wer aus Gefälligkeit kann, Und immerfort mit Jeder- Selbst ein Verläumder ist, Und mann In Einigkeit zu leben. nichts zum Besten kehrt: Jst dieser auch ein Christ? 5. Laß mich beständig dahin seh'n, Mit Jeglichem so umzugehn, Wie ich's von ihm begehre; Damit ich keines Menschen Herz Durch meine Härte je mit Schmerz Und Kümmerniß beschwere. 4. D Mensch, bedenke doch: Gott hört an jedem Orte, Wo du zugegen bist, Ein jedes deiner Worte. Ach, er, der Alles sieht, Wie sollt er dich nicht sehn, Wenn du dich frech erfühnst, Die Unschuld selbst zu schmähn? 5. Wenn du der Frommen lachst, Wenn du die Tugend 6. Herr, mit dem Maß, damit ich hier Dem Nächsten messe, wirst du mir Dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur schändest, Dem Würdigen das Billigkeit, Und lasse mich zu Lob, Das er verdient, entwendest: keiner Zeit Der Liebe Pflicht ver- Verleumder, sieht's nicht Gott, geffen! Wie zügellos dann du Jhn in den Seinen schmähst? Dein Richter hört dir zu. Nach Hiller. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. 428. Wenn du des Nächsten Ehr' Und Achtung suchst zu schmälern, Und von nichts lieber sprichst, Als von des Bruders Fehlern, Aus Ehrsucht oder Stolz Verkleinerst seinen Ruhm, Und seine Schwachheit schmähst: Wo bleibt dein Christenthum? 6. Die Thränen zählt der Herr, Die von gekränkten Frommen, Die du entehret hast, Wehklagend vor ihn kommen. Es fommt, es fommt ein Tag, Wo Gott einst vor Gericht Im Angesicht der Welt Auch dir dein Urtheil spricht. 7. Drum will ich nimmermehr Des Nächsten Ruhm verlegen; Und hab' ich's je gethan, Den Schaden bald ersetzen. Des Nächsten Ehre sei Mir theurer, wie mein Ruhm, Und meiner Freunde Ruf Ein wahres Heilig2. Wenn du aus Argwohn bloß Bon ihm nur Böses denkest, Und durch ein falsch Gerücht Ihm schadest und ihn kränkest; Wenn Leichtsinn, Neid und Haß Ihn vor der Welt entehrt: Bist du dann ferner noch des Christen- thum! namens werth? 8. D, laß uns, Gott der 3. Wer, wenn er Lästrer Huld, Mit dieser Pflicht nie 310 Vom christlichen Verhalten scherzen! Tief präge du viel Laß mich die Hoffnung stärken: mehr In unser Aller Herzen Vor dir, dem Herrn der Welt, Die große Wahrheit ein: Nur Der frohe Geber liebet, Sei, was der sei deiner werth, Der seine man willig giebet, Ein Opfer, Brüder liebt, und durch die That das ihm wohlgefällt. sie ehrt! RAÏ 7. Laß mich hier reichlich säen! Denn, Herr, was hier geschehen, Folgt uns in jene Zeit. Wer hier den Nächsten liebet, Und sich im 429. Du, aller Menschen Wohlthun übet, Der erntet in Mel. Nun ruhen alle Wälder 20. 700 110 Johann Ludwig Paulmann, geb. 1728, gest. 1807. Hins Nach Hiller. Bater, Du gütigster Berather der Ewigkeit! and me In Allem, was uns drückt: Die d Freuden, die wir haben, Sind einzig deine Gaben; Du bist's, der unser Herz erquickt. S13ati Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 430. Wer dieser Erde Güter 2. Du läßt dich von uns hat, Und sieht die Brüder leiden, Sündern Durch Undank nicht und macht die Hungrigen nicht verhindern, Uns segnend zu er- satt, Läßt Nackende nicht kleiden: freun. Zu ew'gen Seligkeiten Der ist ein Feind der ersten Uns Sterbliche zu leiten, Ist Pflicht, und hat die Liebe Gottes Weisheit, Macht und Güte dein. nicht. 3. Wie groß ist deine Milde! Barmherz'ger Vater, bilde Mein Herz nach deinem Sinn! Daß schmäht Und gern sie schmähen Herz nach deinem ich der Noth der Armen Mich höret, Sich freut, wenn sich sein Feind vergeht Und nichts zum willig mög' erbarmen; Nimm Besten Fehret, Nicht dem Veralle Härte von mir hin! oleumder widerspricht: Der liebt 4. Gieb, daß ich willig gebe, auch seinen Bruder nicht. So 2. Wer seines Nächsten Ehre de naman. Mich wohlzuthun bestrebe, wie mein Heiland that, Der göttliche Erbarmer, Den kein bedrängter Armer Vergebens je um Hülfe bat. 3. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schutz Den Nächsten unterstüßet, Doch nur aus Stolz, aus Eigennus, Aus Weichlichkeit ihm nüßet, Nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht: Der liebt auch 5. Erhalt' in mir die Triebe Der mitleidsvollen Liebe. Wie du mir Gut's gethan, So laß, seinen Nächsten nicht. um deinetwillen, Mich Andrer Seufzer stillen, So oft ich sie nur stillen kann. 6. Zum Fleiß in guten Werken 4. Wer harret, bis, ihn anzuflehn, Ein Dürftiger erscheinet, Nicht eilt, dem Frommen beizustehn, Der im Verborgnen weinet, gegen den nächsten. 311 Nicht gütig forscht, ob's ihm ge- uns lehret, Und die Gott den bricht: Der liebt auch seinen Nächsten nicht. Höchsten ehret. 2. Gleicht dem Vater im Er5. Wer Andre, wenn er sie barmen; Seid barmherzig, seid's, beschirmt, Mit Härt' und Vor- wie er! Gebt den Dürftigen und wurf quälet, Und ohne Nachsicht Armen! Was ihr gebt, empfängt straft und stürmt, Sobald sein der Herr. Helft und eilt, auch Nächster fehlet: Wie bleibt bei ungesehen, Euern Brüdern beiseinem Ungestüm Die Liebe Gottes wohl in ihm? an zustehen! 6. Wer für der Armen Heil und Zucht Mit Rath und That nicht wachet, Dem Uebel nicht zu wehren sucht, Das oft sie dürftig machet, Nur sorglos ihnen Gaben giebt: Der hat sie wenig noch geliebt. 7. Wahr ist es, du vermagst es nicht, Stets durch die That zu lieben; Doch bist du nur geneigt, die Pflicht Getreulich auszuüben, Und wünscheft dir die Kraft dazu Und sorgst dafür: so liebest du. 3. Hülfreich zu Bedrängten eilen, Sie beschüßen und erfreun, Und das Leid mit ihnen theilen, Wohlthun, trösten und verzeihn, Und dies ohne Stolz verrichten: Dies sind unsre Christenpflichten. 4. Und dies sei dir keine Bürde, Keine Last, beglückter Christ! Hoheit ist es, Ruhm und mild und Würde, Wenn du hülfreich bist. Welch ein Ruhm für dich Erlösten, Arme Brüder Jesu trösten! 5. Und was schafft's für 8. Ermattet dieser Trieb in sanfte Freuden, Der Verlass'nen dir, So such' ihn zu beleben. Helfer sein, Sehn, wie sie in Sprich oft: Gott ist die Lieb', ihrem Leiden Sich, durch uns und mir Hat er sein Bild ge- gestärkt, erfreun! Ein betrübtes geben. Denk' oft: Gott, was ich Herz erquicken, Bringet himmbin, ist dein; Sollt' ich gleich dir nicht gütig sein? lisches Entzücken. Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. G Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 2c. 6. Heil und Glück auf unsern Wegen, Innige Zufriedenheit, Huld bei Menschen, Gottes Segen Folgen auf Barmherzig431. Wohlzuthun und mit- keit; Und dereinst zum Gnadenzutheilen, Christen, dies verges- lohne Schenkt ihr Gott des Himset nicht! Mitleidsvoll und wil- mels Krone. AGER hig eilen, Armen beizustehn, ist 7. Herr, wir geben von dem Pflicht; Pflicht, die Jesus selbst Deinen, Was wir geben; laß 312 Vom christlichen Verhalten uns nie Fühllos sein, wo Brü- net finden; Laß uns schnell sie der weinen; Unser Mitleid tröste überwinden! sie! Daß, wenn wir zu dir uns nahen, Wir auch Trost und Hülf' empfahen. Johann Ludwig Paulmann, geb. 1728, gest. 1807. third 6. Mach' in unserm ganzen Leben Deinem Sohn uns gleich gesinnt! Sind wir willig zum Vergeben Allen, die uns schuldig sind: So laß auch für unsre Sünden Uns bei dir Vergebung finden! Mel. Herr, ich habe mißgehandelt zc. 432. Allen, welche nicht vergeben, Wirst du, Richter, nicht 7. Heil uns! Gott verzeiht verzeihn; Trostlos werden sie im uns Sündern, Geht nicht mit Leben, Trostlos einst im Tode uns in's Gericht, Nimmt uns sein; Unentladen ihrer Sünden, auf zu seinen Kindern, Zürnet Nimmer vor dir Gnade finden. 2. Wie dein Herz mit jedem Sünder Väterliches Mitleid hat; Wie der Freund der Menschenfinder Selbst für seine Mörder bat: So soll auch der Christ verzeihen Und sich nicht der Rache mit uns ewig nicht. Laßt uns beten, laßt uns kämpfen, Alle Rach' in uns zu dämpfen! freuen. 3. Ach, wir alle sind Verbrecher, Häufen alle Schuld auf Schuld! Du, der Sünden ernster Rächer, Habe noch mit uns Geduld! Sei uns gnädig, daß wir leben, Und vergieb, wie wir vergeben! jino Balthasar Münter, geb. 1735, geft. 1793. Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. 433. Herr, mein Versöhner, der du für mich littest, Und noch zur Rechten Gottes für mich bittest: Erweck' in mir, du Muster wahrer Liebe, Der Sanftmuth Triebe! 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? Du schalt'st 4. Wir geloben's dir mit nicht wieder, als man dich geFreuden: Willig wollen wir ver- scholten. Du segnetest mit Wohlzeihn, Nie uns rächen, wenn thun nicht bloß Freunde, Nein, wir leiden, Nie zu dir um Rache selbst auch Feinde. schrei'n; Vielmehr vor dein Antlitz 3. Und ich, Herr, sollte mich treten, Und für unsre Feinde den Deinen nennen, Und doch beten. un noplo Hops plo non von Rachgier gegen Andre bren5. Stärk' uns, Vater, deine nen? Ich sollte jemals Haß mit Frommen, Treu zu bleiben die- Haßvergelten, Und wiederschelten? ser Pflicht; Wenn wir in Versuchung kommen, So besiege sie uns nicht! Laß sie uns gewaff4. Wie kann ich: Bater! zu dem Höchsten sagen, Und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? gegen den nächsten. 313 Wie kann ich zu ihm flehn mir hier auf Erden Dir ähnlich zu verzeihen, Und Rache schreien? werden! 5. Wer nicht vergiebt, der in wird für seine Sünden Auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Jünger ist nur, wer, wie du, vergiebet, Und Feinde liebet. Sit din 6. So heilige denn meiner Seele Triebe, Mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe, Daß nie die unglücksel'ge Lust zur Rache Mich strafbar mache! 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, So lehre mich ihr Unrecht übersehen. Laß mich, wenn sie mich auch empfindlich kränken, An dich gedenken! o 108. Erwecke dann, o Herr, in meinem Herzen Auf's neue das Gedächtniß jener Schmerzen, Die du in deinen schweren Leidensstunden Für mich empfunden. 6. Dies will ich treu bewah9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, Und so, wie du, den, der mir fluchet, segnen. Herr, mache gegen Alle, ren; So bessert mich mein Feind, lehrt mich klug verfahren, die mich hassen, Mein Herz ge- Indem er's böse meint. lassen. bere bilosie, dio 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, Als würd ich sonst mein ganzes Glück verlieren: D Herr, so laß mich, ihr zu widerstehen, Auf 8. Durch Huld will ich mich dich dann sehen.. rächen, An ihm das Gute sehn, 11. Du schüßest den, der red- Und Gutes von ihm sprechen; lich vor dir wandelt, Und über- Wie könnt' er länger schmähn? all nach deinem Vorbild handelt. 9. Ihn endlich zu ermüden, Drum laß in Allem mich schon Will ich ihm oft verzeihn, Und Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. 434. Nie will ich wieder fluchen, Wenn mir mein Hasser flucht; Nie dem zu schaden suchen, Der mir zu schaden sucht. 2. Ich will ihm sanft begegnen, Nicht drohen, wenn er droht; Schilt er, so will ich segnen: Dies ist des Herrn Gebot. 3. Mein Jesus, der Gerechte, Vergalt die Schmach mit Huld; Die Wuth ergrimmter Knechte Ertrug er mit Geduld. 4. Sollt' ich denn wieder schelten, Da er nicht wieder schalt? Nicht so den Haß vergelten, Wie er den Haß vergalt? 5. Verleumdung dulden müssen, Ist schwer; doch diese Pflicht Wird leicht, wenn das Gewissen Zu meiner Ehre spricht. 7. Ich will die Fehler scheuen, Die er von mir ersann; Auch die will ich bereuen, Die er nicht wissen kann. Vom christlichen Verhalten als ein Christ zum Frieden, Zu| Falschheit und mit List Den NächDiensten willig sein. mné sten hintergehet!! 10. Wenn, mich zu untertreten, Jhn Güte mehr erhitzt: So will ich für ihn beten, Und Gott vertraun: Gott schützt. om in Nach Gellert. 314 5. Gott, schaff' in mir ein reines Herz, Und laß mich Spöttereien, Schandbare Worte, frechen Scherz Gewissenhaft stets scheuen! Was züchtig, keusch und lieblich ist, Laß mich stets reden, als ein Christ; Zu rechter Zeit auch 435. Die Bunge, die ver- schweigen! iste alors Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. ardaug Johann Heinrich Hävecker, geb. 1640, gest. 1722. nehmlich spricht, Hat dir dein Gott gegeben. Welch ein Geschenk! mißbrauch sie nicht; Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. Sie bringet Tod und Leben! 436. Laß mich, Höchster, darSie ist's, womit man lobt und nach streben, Stets der Wahrschmäht. Ach Gott, erhöre mein heit Freund zu sein! Zu des Gebet: Laß mich sie recht ge- Himmels frohem Leben Geht brauchen! fein frecher Lügner ein, Und 2. Laß erst in meines Her- vor deinem Angesichte Werden zens Grund, Herr, deine Furcht sie beschämt zunichte; Denn vor stets wohnen; Gewissenhaft wird dir sind immerdar Aller Herzen dann mein Mund Der Wahr- offenbar.de ranoj ginibodat heit Rechte schonen. Und wohl dem, der, von Schmeichelei, Von Läst'rung und Verstellung frei, Nicht mit den Lippen fündigt! 3. Auf deinen Ruhm und Andrer Wohl Laß meinen Sinn sich lenken; Und dies laß, wenn ich reden soll, Mich auch mit Ernst bedenken! Dein Lob, o Gott, des Nächsten Nuß, Der 3. Die der Falschheit sich erTugend Ruhm, der Unschuld geben, Sind vor dir, o Gott, ein Schuß Beschäft'ge meine Zunge! Gräu'l; Und ein unglückselig 4. Weh dem, der seinen Gott Leben Ist gewiß ihr künftig betrübt Mit Falschheit und mit Theil. Hier schon trifft verdiente Lügen! Weh dem, der falsche Schande Sie bei Redlichen im Tücke liebt, Und dessen Worte Lande; Denn ein jeder Mentrügen; Dem Fluch und Schwur schenfreund Ist der Falschheit gewöhnlich ist, Und der mit Ränken Feind. MING 2. Andern zu gefallen lügen, Leeren Schwätzern gleich zu sein, Heuchelnd Brüder zu betrügen, Herr, das falle mir nicht ein! Wahrheit leit' an allen Orten Mich in Werken und in Worten; Redlich sei des Herzens Grund, Redlich sprech' auch stets der Mund! d is gegen den nächsten. 315 4. Schmäht mich, ohne mein Feind zu sein. Erinn're mein Verschulden, Der Verleumder Gewissen, Du hasfest Heuchelei, Lästermund, Herr, so laß mich's still erdulden! Einst wird doch Damit ich stets beflissen Der Treu' und Wahrheit sei! did die Wahrheit kund. Darf ich ja 4. Laß niemals mich vernicht länger schweigen, Meine Unschuld zu bezeugen: So verleihe, daß dabei Herz und Mund voll Sanftmuth ſei! sprechen, Was ich nicht halten fann; Auch nie Zusagen brechen, Die ich einmal gethan; Nie mich den Stolz verleiten, Und nie des Beispiels Macht, Als Wahrheit auszubreiten, Was ich doch selbst erdacht. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist; Daß kein einz'ges meiner Worte Deinem Ohr verborgen 5. Doch laß zu allen Zeiten ist: Dies sei stets mir im Ge- Auch deiner Wahrheit Licht, müthe, Daß ich mich vor Lügen Herr, meine Seele leiten, Dahüte! Denn du liebst den Wahrheitsfreund, Und bist allen Falschen Feind. 19 mit ich meine Pflicht Mit Klugheit üb' und wisse, Wann ich für Andrer Wohl Und für mich reden müsse, Und wann ich schweigen soll. Nach Hiller. Mel. O Haupt voll Blut und Wunden 2c. 6. Wenn je, um mich zu 437. Wohl dem, der rich- drücken, Des Feindes Anschlag tig wandelt, Der als ein Wahr- gilt, Der sich bei bösen Tücken heitsfreund Stets denket, spricht In guten Schein verhüllt: So und handelt, Und das ist, was stärke meine Seele, Daß fie er scheint; Der Recht und Treue nicht unterliegt, Und Alles dir liebet, Und von dem Sinn der befehle, Durch den die Unschuld Welt, Die Trug und Falschheitübet, siegt! Sich unbefleckt erhält! 7. Ein Herz voll Treu' und 2. Wohl ihm, Glauben, Das, Gott, zu dir sich Gemüthe, Herr, so hält, Das soll mir Niemand heit übt! Jhn leitet deine Güte, rauben! So kann ich aus der Er wird von dir geliebt. Du Welt Einst mit der Hoffnung wirst ihn einst erhöhen, Wenn gehen, Auch ich werd', als dein in der Wahrheit Licht Beschämt Kind, Dich mit den Frommen die Falschen stehen, Geschreckt sehen, Die reines Herzens sind. durch dein Gericht. wenn sein die WahrDavid Bruhn, geb. 1727, gest. 1782. 3. Herr, drücke dies im Leben Mir tief in's Herz hinein, Damit mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) ich möge streben, Der Lügen 438. Von dir auf dieſe Welt 316 Vom christlichen Verhalten gerufen, Stehn, Schöpfer, alle weil alle weil er mehr empfing, nicht Menschen hier Auf vielerlei ver- freun, Als wär' ich, hätt' ich schied'nen Stufen Der Kräfte, mehr, als er, Auch besser dann, die du gabst, vor dir; Nie gleich auch seliger? einander an Gestalt, An Neigung, Ständen und Gewalt. 7. Laß, Gott, in meinem ganzen Leben Mich meines Glücks 2. Nicht Jeder hat, was An- und Vorzugs nicht zu Andrer dre haben; Und das ist Güte; Kränkung überheben, Verkennen denn du giebst Dem diese, Je- nie der Demuth Pflicht, Nicht nem andre Gaben, Weil du uns bloß auf meinen Vorzug sehn, All', o Vater, liebst; Denn Alle Nicht Andrer Gaben stolz versollen glücklich sein, Und Einer schmähn! sich des Andern freun. Bid MA 8. Ja, meine Brüder will 3. Beglücken, Herr, und glück- ich ehren, Wie arm, wie niedrig lich werden, Ist Aller Ruf, ist sie auch sein. Sie können meiner Aller Loos; Und nur darum nicht entbehren; Ich kann mich ist Der auf Erden Gering und ohne sie nicht freun. Nimmt arm, Der reich und groß; Der Keiner meines Glücks sich an: hat mehr Kraft, Der mehr Ver- Wie arm, wie niedrig bin ich stand, Denn Jener braucht, was dann! Der erfand. 4. Verschieden sind auch unsre Freuden, Verschieden Aller Last und Müh', Und aller deiner Kinder Leiden; Der duldet jene, Dieser die. Verschieden ist des Vaters Zucht, Verschieden auch Gewinn und Frucht. 9. Wer eitler Ehre gern entbehret, Und Tugend an Geringern gern Erkennt und schützt und ehrt, der ehret Der Niedrigkeit und Hoheit Herrn. Den Prahler setzt die Welt zurück; Nur wahre Demuth macht ihr Glück. 5. Wer hat mich Andern 10. Sie schmückt das Alter, vorgezogen? Wer wieder andre giebt der Jugend Reiz, LieMenschen mir? Du thust's, durch benswürdigkeit und Werth, Und freie Huld bewogen; Denn alles Glanz und Hoheit jeder Tugend, Gute kommt von dir. Ich gab Die eitlen Schimmer gern entDir nichts zuvor, und ich Bin behrt; Und so ist auch BescheiAlles, was ich bin, durch dich. denheit Für alle Stände Herr6. Und ich, ich sollte nicht lichkeit. bescheiden, Ich stolz und über- 11. Gieb, Herr, zu allen müthig sein? Ich Den nicht deinen Gaben Auch diese: laß, achten, Den beneiden? Mich, vom Stolze rein, Uns Alles gegen den nächsten. 317 brauchen, was wir haben, Uns Gaben, Die ich und Andre durch einander zu erfreun! Dann werden wir in deinem Reich An Seligkeit einander gleich. haben; Mit Weisheit hältst du Haus, Und theilest unter Allen Nach freiem Wohlgefallen Die Güter deines Hauses aus. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 7. Beneid' ich meinen Nächsten, So greift dich selbst, den Höchsten, Mein Unmuth tadelnd an. Gott, welche schwere Sünde, Wenn ich mich unterwinde, Zu meistern, was du hast gethan! Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 439. Gieb, Gott voll Lieb' und Güte, Den Trieb in mein Gemüthe, Mich fremden Glücks zu freun! Bei meines Nächsten Schmerzen Laß fern von meinem Herzen Der Bosheit wilde Freude sein! 8. Ich Thor! ich selber quäle mit Unmuth meine Seele, Herrscht Neid in meiner Brust. Herr, mache mir dies Laster Je mehr und mehr verhaßter! Auch An2. Auf Andrer Wohlergehen Mit Wohlgefallen sehen, Gefällt dir ja, mein Gott. Durch schaden- drer Glück sei meine Lust! frohes Lachen Dem Nächsten Kränkung machen, Ist teufelischer Hohn und Spott. 3. Wer sich des Guten freuet, Seinrich Eberhard Heeren, geb. 1728, gest. 1811. 1600 Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) Was deine Huld verleihet, Er 440. Nicht mürrisch, finster, find' es, wo er's find't, Der ist ungesellig Ist, wer, ein Christ nach deinem Bilde Barmherzig, Schmeichelei gefällig, Bereinigt freut; Ist ohne gütig, milde, Und als ein wahrer Ernst und Freundlichkeit; Ift Christ gesinnt. 4. Der Stolz, die Eigenliebe traurig mit den Traurigen, Und fröhlich mit den Fröhlichen. Sind freilich mächt'ge Triebe, Auf Andrer Wohlergehn, Und 2. Es liegt in feinem ſeiner auf die größern Gaben, Die fie Blicke, Als wie in einem Hintervon dir, Gott, haben, mit halt, Auflauernd schadenfrohe Tücke Und Haß in lächelnder scheelen Augen hinzusehn: 5. Jedoch, du hilfst mir fäm- Gestalt. Sein Blick, kein Blick pfen, Hilfft Neid und Mißgunst der Heuchelei, Ist liebreich, offen, dämpfen, Wenn ich nur wach- gut und frei. sam bin; Und wenn ich auf dich 3. Sein Antlig, heiter, wie sehe, Und dich um Hülfe flehe, der Morgen, Wird trüb', und So hilfst du mir zum bessern Sinn. seine Freud' entflieht, Wenn er Bekümmerniß und Sorgen In 450 1 6. Dein sind, o Gott, die seines Bruders Auge sieht, Und 318 Vom christlichen Verhalten strahlt in neuer Heiterkeit, Wenn Mel. O Gott, du frommer Gott 2c.( 3) ein Getrösteter fich freut. 441. Wie felig lebt ein 4. Bescheiden, sittsam, ehr- Mensch, Der Dienstbegierde kennet, erbietig Ist, wer ein Jünger Und, ihre Pflicht zu thun, Aus Jesu ist; Nie friechend, auch Menschenliebe brennet; Der, wenn nicht übermüthig, Wenn er vor ihn auch kein Eid Zum Dienst Andern glücklich ist; Im Un- der Welt verbind't, Beruf und glück nie zu sehr betrübt, Mit Eid und Amt Schon in sich dem zufrieden, was Gott giebt. selber find't! 5. Er schleicht, für fromm er2. Dir, Höchster, ahmt er flärt zu werden, Nicht traurig, nach, Dir als dein Bild zu gleiHeuchlern gleich, einher. Doch Sünde reizende Geberden Haßt, wie sein Gott sie haßt, auch er. Er wünscht, im Blick auch keusch und rein, Stets fröhlich, ohne frech zu sein.is 351 chen; Durch Dienstbeflissenheit Sucht er dies zu erreichen; Er hält für eignes Wohl Sich nicht allein gemacht, Er hält sich für die Welt Von dir hervorgebracht. sament the 6. Durch liebliche Gespräch' erheitert Er auch des Blöden Angesicht; Und jedes Herz fühlt sich erweitert Und freudenvoller, wenn er spricht; Denn, was er sagt und was er thut, Ist anmuthvoll, ist wahr und gut. 4. So denkt der Menschen7. Er muß gefallen, er ge- freund; Und das ist sein Be biete, Er warn', er straf' mich; streben, So treu, als er sich lebt, er gebeut, Er warnt, er straft Zum Wohl der Welt zu leben. voll Lieb' und Güte, Mit Ernst Jhm wird des Nächsten Heil und doch mit Freundlichkeit; Und, Sein eigener Gewinn; Er fühtröstet er, wie leicht vergißt Sein let fremde Noth, Als träf' sie Bruder, was sein Kummer ist! selber ihn. 8. In allen Worten und Geberden, In allen Thaten laß, o Herr, Uns aller Menschen Freude werden, Dir, Heiland, immer ähnlicher! Ach wären wir's, ach glichen wir, O Vorbild wahrer Liebe, dir! 3. Die Welt, denkt er, hat Recht Auf meinen Dienst und Kräfte; Ihr nüßen ist für mich Ein seliges Geschäfte. Als Glieder schuf uns Gott, Als Bürger Einer Welt, In der des Einen Hand Die Hand des Andern hält. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 5. Er eilt dem, der's bedarf, Mit Hülfe beizustehen; Sein Ansehn und sein Freund, Sein Stand und Wohlergehen Sind Mittel, die er braucht, Behülf lich gern zu sein, Und einen Leidenden Mit Troste zu erfreun. 6. Was Andrer Nothdurft gegen den nächsten. 319 heischt, Das reizet seine Triebe, schweret Durch des Zornes LeidenAuch ohne Ruhm und Lohn, Zu wahrer Menschenliebe. Kein Stolz, noch Eigennuß Wirkt seine Gütigfeit; Er sieht auf seinen Gott, Der Liebe ihm gebeut. on 7. So laß mich auch gesinnt, Mein Gott, durch Christum werden! Voll Dienstbegierde sei mein Leben hier auf Erden, So nüßlich, als ich kann, Dem Nächsten stets zu sein! Dann geh ich einst, o Gott, In's Reich der Liebe ein. lade? ndi ja ni Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. schaft! Zanksucht, Zorn und Haß verzehret Nach und nach des Lebens Kraft, Hemmt den Lauf von unsern Jahren, Macht zum Himmel ungeschickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, Ach, du wollest mich bewahren, Daß des Jachzorns Raserei Nie des Herzens Meister sei! 4. Wer mir flucht, den will ich segnen, So wie mein Erlöser that, Und dem nachsichtsvoll begegnen, Der zum Zanken Neigung hat. Für die Feinde will ich beten, Und vor dich, du Friedensfürst, Wenn du Menschen richten wirst, Ausgeföhnt mit ihnen treten. Gott des Friedens, stärke du mich mit deiner Kraft dazu! Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht zc. 442, Gott, der du die Menschen liebest, Der du nicht ein strenges Recht, Sondern lauter Gnade übest An dem sündlichen 5. Ewig Heil ist dem beschieGeschlecht: Laß mich deinen Geist den, der nach frommer Einbeleben, Daß ich, Vater, als tracht strebt; Höchster, gieb mir dein Kind, Liebreich sei, wie du deinen Frieden, Der zur Sanftgesinnt! Herr, du wollst den muth uns erhebt! Er regiere Sinn mir geben, Der bei Feh- Herz und Sinnen! Denn, wenn lern Nachsicht zeigt, Und mit er das Herz regiert, Wird, was Sanftmuth spricht und schweigt! zu der Zwietracht führt, Niemals Uebermacht gewinnen; Bis einst in der Herrlichkeit Ew'ger Friede uns erfreut. M Nach Hiller. 2. Laß mich meines Nächsten schonen, Willig tragen seine Last; Und so lang' ich hier soll wohnen, Bleibe Zanksucht mir verhaßt. Auch das ist, o Gott, dein Wille, Und die Eintracht liebest du; Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) D, so hilf auch mir dazu! Gieb 443. Wenn Menschen streben, ein Herz mir, das die Stille dir an Güte Und Wohlthun, Und den Frieden sucht und liebt, Bater, gleich zu sein, Und mich Das statt Rache Sanftmuth übt. mit willigem Gemüthe Durch 3. D, wie wird das Herz be- ihren Rath und Trost erfreun: 320 Vom christlichen Verhalten Mit reichem Segen segne dann, 7. Umfahe sie mit deiner Güte, Die ich nicht wieder segnen kann! Und deine Huld verlaß sie nie. 2. Es zeuge meiner Freude Sei stets ihr Helfer, und behüte Zähre Von meines Herzens Dank- Vor Widerwärtigkeiten sie; Und barkeit; Mit was für Eifer ich trifft sie doch Gefahr und Schmerz, begehre, Was meiner Gönner So tröst' und heile selbst ihr Herz erfreut; Mit welcher In- Herz! brunst mein Gebet Für sie zu 8. Jm Tode nimm sie mit dir, mein Vater, fleht! Erbarmen Zu deines Reiches lebten, Armen Mit deinen Gaben Erben an. Sie haben, weil sie wohlgethan; Und diese stehn an deinem Thron. Groß, herrlich, ewig sei ihr Lohn! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. in 3. Ich will mich aller ihrer Freuden Und ihres Glücks von Herzen freun; Voll Kummer über ihre Leiden, Gern, wie ich kann, ihr Tröster sein; Und kann ich tragen ihre Noth, Mit Freuden will ich's thun, o Gott! Mel. Ihr Knechte Gottes allzugleich zc. 4. Ich will sie lieben, will fie ehren, Will über mein Bedürfniß 444. O welch ein Segen ist ein Freund, Der, Gott, durch sie mit meinen Klagen nie be- dich mit mir vereint, Mich zärtschweren, Stets sittsam, überlästig lich und vertraulich liebt, Mit nie; Wenn ihre Hand auch Andern mir sich freuet und betrübt; giebt, Nie mürrisch, neidisch und betrübt. 2. Der, fest vereinigt erst mit dir, In Einem Geiste dann mit 5. Kann ich, was ihnen schadet, mir Der Tugend hohes Leben hindern, Befördern, was ihr lebt, Mit mir nach Einem Ziele Wunsch begehrt, Erleichtern, was strebt. sie drückt, und lindern, Was sie bekümmert und beschwert: So soll mein Glück darauf beruhn, Es eifrig, bald und thun. gern zu 20 uds 6. Und kann ich's nicht, o Gott, so dringe Mein brünstiges Gebet zu dir; Und, was sie wünschen, das gelinge; Denn, Herr, fie thaten wohl an mir. Auf Jeden komme Freud' herab, Der Freude giebt und Freude gab! 197 3. Gedanke, Neigung, Will' und That Sind eins in Beiden, nur den Pfad, Den wir in deinem Lichte sehn, Getreu und Hand in Hand zu gehn. 4. Der Seelen Heil und Besserung, Nicht eitler Lüste Sättigung, Der Freundschaft seliges Gefühl Jst unsre Sehnsucht, unser Ziel. 5. Wir theilen brüderlich dein Licht, Das uns erleuchtet; jede Pflicht, Uns zu erleichtern; jede mind gegen den Nächsten. And NOW 321 Kraft, Gleich fromm zu sein, 13. Da hab' ich ewig jeden gleich tugendhaft. Freund, Der sich mit mir durch 6. Er, in Gefahr zu irren, dich vereint, Mir Herz um Herz, hört Auf meiner Liebe Ruf, und o Bater, giebt, Mich zärtlich, kehrt, Durch meine Wachsamkeit treu und ewig liebt. gerührt, Zurück vom Wege, der verführt. 7. Und, wenn ich strauchle, denn wie leicht Fällt nicht der schwache Mensch! so reicht Er seine Bruderhand auch mir, Und führet mich zurück zu dir. 8. Stets durch einander glücklicher, Stets weiser und voll kommener, Verabscheun wir die Täuscherei Der Schmeichler, redlich, offen, frei. - 9. Kein Streit, kein Mißtraun, kein Verdacht, Nichts, was uns froh und traurig macht, Auch nicht des Glückes Unbestand Trennt unsrer Liebe festes Band. 201 11. Trennst du auch selber Freund und Freund; Die Her zen bleiben doch vereint Durch Liebe, durch Gebet und Rath, Und, wo wir können, durch die That. 14. Da hab' ich doch den besten Freund, Der's ewig redlich mit mir meint, Den Mittler, der mich nie vergißt, Weil er mein Freund und Bruder ist. 12. Vollenden wir den Pilgerlauf. So nimmt uns Gott im Himmel auf. Unendlich ist die Seligkeit, Die uns zugleich vor dir erfreut. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. Shrift, mein's Lebens 445. Für unsern Nächsten beten wir, DO Vater, wie für uns, zu dir. Gieb, der du Aller Vater bist, Gieb Jedem, was ihm selig ist! 3. Dank, daß du auch an sie 10. Wir theilen Alles, Lust gedenkst, Den Eingebornen ihnen und Leid, In inniger Vertraulich- schenkst, Zu deinem Himmel sie feit; Des Einen Zärtlichkeit ver- auch schufft, Zum Glauben sie, süßt Dem Andern, was ihm zur Tugend rufft! schmerzlich ist. 4. Des freun wir uns und danken dir, Und beten brünstig, Gott, zu dir: Laß stets sie deine Kinder sein, Und ewig deiner Huld sich freun! 2. Dir opfert unser Lobgesang Anbetung, Ehre, Preis und Dank, Daß du auch unsre Brüder liebst, Und ihnen so viel Gutes giebst. dirett ne 5. Nimm ihrer väterlich dich an, Und leite fie auf rechter Bahn, Und mache sie für deinen Ruhm Zu deinem Erb' und Eigenthum. en dim 6. Verirrte führe, Herr, zurück Zu dir, zu ihrem wahren 21 322 Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. Glück; Und den, der dich sich 9. Herr, deine Allmacht, Güt' führen läßt, Den mach' und Sei ihnen jeden MorGlauben treu und fest. igen neu. Gieb ihnen hier Zu7. Entreiß't des Lasters friedenheit, Dort deines Himmels Tyrannei Die Sünder, daß sie, Seligkeit! davon frei, Hinfort nur deine 10. Wir All, einst deinen Wege gehn, Und einst dein Baterantlitz sehn. in dein Reich, Dich ewig; ewig Engeln gleich, Erhöhn, verseßet danken wir, unser aller Vater, dir. 8. Gieb Allen einen frohen Muth. Erhalt' ihr Leben, Glück und Gut; Und, sind sie traurig, tröste sie; In ihrer Noth verlag binu im sie nie. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. vid me an sida mushidoys yummol XI. Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. 1919 b Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. sucht, erquict, Sei ihm von dir 446. Dem em Lande, dem du gewähret. di istupit gnädig bist, Gott, wird ein Fürst 14. Gleich ihm mach' die auch geschenket, Der seines Volkes eifervoll, Die ihm zur Seite stehen, Freude ist, Wie Bater herrscht 3u wachen, und des Landes und denket. Ihn hast du, Gott, Wohl Durch Tugend zu erhöhen. auch uns verliehn. Preis dir! er- Was den Genuß des Friedens halte, fegne ihn Und uns durch stört, Mit Kümmerniß sein Herz ihn noch ferner! unbeschwert, Sei fern von unsern 2. Laß deine Gnade mit ihm Grenzen! gehn Auf seinem hohen Pfade. Sie, die auf dieser Höhe stehn, Bedürfen deiner Gnade, Bedürfen sie im höhern Maß. Auf ihn, auf unsern Fürsten, laß Sie reichlich sich ergießen. a 5. Erhöre seinen Wunsch, und laß Den Flor des Landes steigen; Erhöre unsern Wunsch und laß Spät seinen Tag sich neigen! Und, wenn nun seine Zeit entflohn, Dann gieb ihm dort, vor deinem Thron, Die Krone der 3. Gieb, daß der Geist der Weisheit ihn Bei jedem Schritte Gerechten! dok leite, Daß seine Absicht und Be- i Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. mühn Dein Segen stets begleite. Mel. Zu dir, o Vater aller Güte 2c. Was ihn und uns, sein Volf, beglückt, Was den, der Hülfe 447. Erhalt uns, Herr, die nimin Obrigkeit und Unterthanen. do 323 Obrigkeit, Die du uns gabst, Mit ihr dein Lob erheben, Daß auf Erden Mit Wohlstand und so vor deiner Majestät, Die über mit Sicherheit Durch sie beglückt alle Hoheit geht, Regent und zu werden! Verleih ihr Weis- Volk sich beuge! nd uit Johann Samuel Diterich, heit, Trieb und Kraft, Das wahre E geb. 1721, gest. 1797. Wohl der Bürgerschaft Mit Sorg- sudioni Mel. Gott sei Dank in aller 2c. falt wahrzunehmen! 2. Gieb, daß sie, deinem Vor- 448. Wer gehorcht der thu' bild gleich, Uns väterlich regiere; An Einsicht, Muth und Sanft muth reich, Das Ruder glücklich führe; Der Unschuld Schuß und THE Stüße sei; Der Stadt und den Gefeßen treu, Dem Unrecht kräftig steu're. es gern, Thu' es in der Furcht des Herrn, Sei ein guter Unterthan, Er, der nicht regieren fann! d 2. Nie vermessen strebe der Höher, als er soll, als er Recht, Gelegenheit und Rath Und auch 3. Laß uns, von ihrem Schutz Kraft zu nüßen hat. und bewacht, Des Friedens Glück 3. Der ist niedrig, der ist genießen, Und, ruhig unter ihrer groß; Ungleich ist der Menschen Macht, Das Leben sanft ver- Loos. Schäme des Berufs dich nicht! fließen. Laß, wenn der Witwen Nöthig ist doch jede Pflicht. D Auge thränt, Der Waise sich 4. Schön ist's, gut zu herrnach Hülfe sehnt, Sie sich als Väter zeigen. schen; schön, Jeden guten Weg zu gehn, Den ein guter Führer weist, Den dein Gott dich wandeln heißt. 4. Beschirme fie durch deinen Schuß, Daß, die ihr Uebels gönnen, mit ihrer List und 5. Zur gemeinen Wohlfahrt ihrem Truß Ihr niemals schaden sei Dem Gefeße stets getreu! Wer können. Nie fehle jeder guten ihm gern gehorchen kann, Der That, Die sie sich vorgenommen nur ist ein freier Mann. 400 hat, Dein seguendes Gedeihen. 6. Schaue Jesum Christum 5. Gieb denen Eifer, Fleiß an; Er, wie du, nur Unterthan, und Treu', Die ihr sind unter Und doch aller Fürsten Gott, geben, Daß Jedermann beslissen That, was das Gesetz gebot. d sei, Nach seiner Pflicht zu leben. 7. Selbstbeherrschung ist so Erleichtre ihr des Amtes Müh'; schwer. Irrt dein Herrscher, Mit deinem Segen fröne sie, strauchelt er, So verdamm' ihn Und sei ihr Lohn auf ewig! nicht, und sprich: Er ist auch 6. Laß sie mit uns beslissen ein Mensch, wie ich. did chud sein, In deiner Furcht zu leben, 8. Ach, wie oft verführt ihn Uns deiner Oberherrschaft freun, nicht zur Bergessenheit der 21* 324 Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. Pflicht, Schmeichelnd oder rän- 4. Wohl uns, wenn du uns kevoll, Der, den er beglücken auch so liebst, Daß du uns treue foll! mogolladag isdad alle Führer giebst, Die weise sind und tugendhaft, In Lehr' und That voll Geist und Kraft. der regiert! Gieb, als gäbst du's 5. Laß ihres Unterrichts uns Gott, dem Herrn, Was dir auf Bas dir auf. gelegt wird, gern. 9. Ruhm, dem Lob und Ruhm gebührt! Schoß und Zoll dem, freun; Gewissenhafte Hörer sein; Selbst forschen, ob dein Wort auch lehrt, Was uns ihr Unterdas uns ihr U 10. Ordnung und Gerechtigfeit, Friede, Schutz und Sicher- richt erklärt! heit: Welch ein Glück, das, 6. Und ist ihr Wort dein wer es hat, Nur durch seine Wort, o Herr, So laß uns weiObern hat! sms 11. Lebe selbst, gewissenhaft! dir allein Zum Preis und auch, ser, heiliger Und besser werden, Ihres Wandels Rechenschaft Laß fie zu erfreun! dem Herrn, und sieh nur du, og Sun Jog Daß du selbst gerecht seist, zu! 7. Daß Jeder, so belohnt 12. Richter, Bürger, Unter- von dir, Froblocke: ja, Gott ist than, Betet Gott den Höchsten mit mir! Am Throne werd' ich an! Fürchtet ihn! denn sein wonnevoll Die schaun, die ich Gericht Wird gerecht sein; sünhier leiten soll. digt nicht! 8. Ermahnen, warnen, strafen sie: So wei'gre, wer sie hört, sich nie, 3u hassen, was du uns verbeutst, zu thun, was du durch sie gebeutst.di mög SOC9. Laß darum ihren Unterricht, Weil sie, wie wir, auch straucheln, nicht Berachtet werden; nimm dich dann Auch ihrer Schwachheit gnädig an. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. 70-2150 20 mind me out Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. 449. Das Amt der Lehrer, Herr, ist dein; Dein soll auch Dank und Ehre sein, Daß du der Kirche, die du liebst, Noch immer treue Lehrer giebst! 2. Gesegnet sei ihr Amt und Stand! Sie pflanzen, Herr, von 10. Fern sei von uns der dir gesandt, Von Zeit auf Zeit dein heilig Wort, Und mit ihm Licht und Tugend, fort.sh 3. Wie freut ein guter Lehrer sich, Wenn er erleuchtet, Gott, 11. Ach, wenn sie seufzten, durch dich, Den Jüngern Jesu würde nicht Dein Zorn uns gleich gesinnt, Viel Seelen für treffen, dein Gericht? Hast du dein Reich gewinnt! Ein nicht selbst gedroht: wer sich Frevel, Gott, Durch Undank fie, durch Haß und Spott Zu fränfen, daß sie, was sie thun, Mit seufzervollem Herzen thun! Kirchliche Gemeinschaft. Vom Ehestande. Für Eltern. 325 Zu schmähn sie wagt, verachtet| 4. Seid ihr Gesegnete des mich! sad stanoush Herrn, So deckt auch eure Liebe 12. Nein, Gott, wir wollen gern Die gegenseit'gen Flecken. sie erfreun; Dankbare, fromme Und häuft die Last des Kreuzes Hörer sein. So führst du auch sich: Ihr traget fie gemeinschafteinst uns zugleich Mit ihnen in lich; Drum laßt euch nichts erdein ewig Reich. ut di our schrecken!, d Eintracht, Andacht Johann Andreas Cramer, Kann euch trösten, und die größgeb. 1723, gest. 1788. mist jotain. Anu binn ten Leiden lindern, Und des Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. Lebens Bürde mindern. 1302 er Ehstand soll uns 5. Gott, du hast alles wohl 450. Der Ehstand soll uns heilig sein! Du, Schöpfer, setz- gemacht, Und dein Geschöpfe test selbst ihn ein, Der Welt wohl bedacht, Daß ihm fein zum Glück und Segen. Noch Gutes fehle. Laß Gatten nie immer fließt in diesem Stand den Bund entweihn; Keusch laß Aus deiner milden Vaterhand sie, friedsam, zärtlich sein, Ein Den Frommen Heil entgegen. Herz und Eine Seele! Heil'ge, Großer Stifter, Dich erhöhen, Heil'ge, Gott der Liebe, Ihre Die in Ehen Dein sich freuen, Liebe! Deine Gnade Leite fie Durch dich blühen und gedeihen. auf deinem Pfade! 2. Wie glücklich lebt ein 6. Lenk' ab ihr Herz von frommer Mann, Wenn die sein Ueppigkeit Auf Freuden, die man Herz ihm abgewann, Die Gott nie bereut, Auf Freuden echter ihm ausersehen! Wie glücklich Tugend; Damit noch einst ihr lebt an seiner Hand Die Fromme, Alter sei Von drückenden Bedie Gott ihm verband, Jhm schwerden frei, Noch munter, hülfreich beizustehen! Wohl euch, gleich der Jugend. Segne, Segne, Wohl euch, Fromme Gatten! Lieber Vater, Nährer, Rather, In dem Schatten Seiner Güte Schutz der Ehen, Alle, die um Jauchzt mit fröhlichem Gemüthe! Segen flehen! in aug Nach Gerhard. 3. So strecket sich weit um 8110 ein Haus Ein rebenreicher Wein- und stock aus; So blühn auch Eh Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. genossen. Ringsum umpflanzen 451. Groß ist, ihr Eltern, ihren Tisch Die Kinder fröhlich, munter, frisch, Wie junge Frühlingssprossen. Sorgt nicht, Sorgt nicht! Wie viel Beter, Zählt ihr, Väter, Zählt ihr, Mütter! Sorg und Müh ist minder bitter. eure Pflicht: Verzärtelt eure Kinder nicht; Gewöhnet sie zu rechter Zeit zu nüßlicher Geschäftigkeit! ang wow d 2. Wohl euch, wenn Keiner je vergißt, Was aller Weisheit 326 Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. Anfang ist: Daß Liebe gegen und lehret sie, Daß Arbeit keine Gott und Scheu Vor ihm die Sclaverei, Daß sie das Glück des beste Klugheit sei! Menschen sei. 3. Lehrt sie, wenn ihr Ver- 11. So nehmt euch ihrer stand erwacht, Gott fennen seine Seelen an! Gott richtet einst und Lieb' und macht; Lehrt sie, auf fordert dann, Wenn ihr nicht, seine Werke sehn, Und, was sie was ihr thun sollt, thut, Von lernen, auch verstehn. teurer Hand der Kinder Blut. 64. Besorgt für ihren Leib, und 12. Erwägts und fürchtet sein mehr Für ihren Geist, schaut Gericht, Um auch vor seinem stets umher, Was ihrer Unschuld Angesicht Euch ewig ihrer zu schaden kann, Und führet sie zur erfreun! Denn sie sind sein GeTugend an.. our schenk und sein. Didist jpk he Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 5. Erstickt durch Unterricht und Zucht Der ersten Sünde Keim und Frucht, Damit sie Gottes Bil. Mel. Ihr Knechte Gottes 2c. Blive Ebenbild Früh werden, liebreich, sanft und mild. 1905 452. Die Kinder, deren wir uns freun, Sind alle, Gott und 6. Gedenkt, daß Kinder leicht Bater, dein; Sind deine beste verstehn, Wenn sie auf euern Gab', o Herr. Bewahre fie, Wandel sehn, Was gut, was Barmherziger! bülg side bös' ist; leicht gerührt Von dem, 2. Wenn treuer Eltern Liebe wozu ihr sie verführt.d sucht, Sie aufzuziehn in deiner 7. Rühmt,- denn ihr Herz Zucht, So steh', damit sie glückist schwach und weich Rühmt lich sei, Mit deiner Weisheit doch vor ihren Ohren euch Der ihnen bei! midi 100 sid Uebertretung eurer Pflicht In 3. Gieb allen Kindern Lerneurer frühen Jugend nicht! begier, Zum Guten Lust und 8. Muthwillen nennt nie Furcht vor dir; Und laß sie meiWiß; nie preist Des Knaben den ohne Zwang Troß, Eigenschadenfrohen Geist Als Mun- sinn und Müßiggang. terkeit; ein trüglich Herz Und 4. Gesegnet sei ihr Unterricht! Lügen nie als Spiel und Scherz. Laß sie durch deines Wortes 9. Erweckt des Guten schnell Licht Dich recht erkennen; laß Gefühl In ihren Herzen; euer sie nie Gefährlich irren; leite sie. Ziel Sei nicht bloß Anstand 5. Jm Glauben mache sie vor der Welt, Sei Liebe des, gewiß; Bewahre sie vor Aergerwas Gott gefällt. ginniß, Und wider der Verführung 10. Gewöhnt sie an der Tu- List, Weil Jesus ihr Erlöser ist. gend Müh', An Ernst und Fleiß; 6. Hilf, daß sie dich an jedem - Für Eltern. Für Kinder. Für Jünglinge. 327 Ort Vor Augen haben und dein So werd' ich ihre Freude sein, Wort, Und sich befleißen jeder- Und einst, o Gott, auch ewig zeit Der Tugend, Zucht und dein. im chi 430 Frömmigkeit; 7. Daß wir in ihnen Chri- mel. Ermuntre dich, mein schwacher zc. sten sehn, Die freudig deine Wege gehn, Und Bürger einst, 454. Ich komme vor dein voll Lust und Muth, Zu thun, was edel ist und gut. bud Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Angesicht, Du Schöpfer meiner Jugend; Verwirf mein kindlich Flehen nicht Um Weisheit und um Tugend! Mein ganzes Leben dank' ich dir; Erbarmer, weiche nicht von mir, Damit ich deine der Kinder Flehn erhöht: Wege Unsträflich wandeln möge! 8. Gefällt's dir, Vater, Sohn und Geist, Wenn dich auch Kind und Säugling preist; Wird deine große Majestät Auch durch 9. So lehre sie zugleich dabei, 2. Du pflanztest, Herr, in Daß dies das Glück der Men meine Brust Verlangen nach Verschen sei, Auf daß sie dich sammt gnügen; Laß mich den Hang zu uns zugleich Einst preisen dort jeder Lust, Die du verbeutst, bein deinem Reich! dubjulf siegen. Deinmunausbleibliches Johann Andreas Cramer, Gericht Vergesse meine Seele geb. 1723, gest. 1788. nicht; Und weder Glück noch Leiden Laß, Herr, von dir mich scheiden. id bis ab aniour Mel. Mir nach, spricht Christus 2c. 453. Herr, mein Vater, dein Gebot Sei mir in's Herz geschrieben: Den Eltern sollst du, bis zum Tod, Gehorchen und sie lieben! O, dieser lieben theuern Pflicht Vergesse meine Seele nicht! dord 3. Wenn, Bater, sich auf meiner Bahn, Mich in ihr Netz zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn, So laß mich klüglich fliehen. Ihr Beispiel, Herr, entferne nicht Mein Herz von dir und meiner Pflicht; Ihr Spotten und ihr Lachen Laß nie mich wankend machen.m 2. Von meiner ersten Kindheit an Erzeigten sie mir Gutes; Mehr, als ich je vergelten kann, 4. Der Tugend heilige mich Erzeigten sie mir Gutes. Noch ganz, Mein Schöpfer und Erimmer sind sie für ihr Kind So halter! Sie werde meiner Jugend zärtlich, noch so gut gesinnt. Glanz, Und einst mein Trost im 3. Nun, weil ich lebe, will Alter! Erhalte mein Gewissen ich sie Auch wieder zärtlich rein; Laß keinen meiner Tage lieben; Gern ihnen folgen, und sein, Der nicht zu deiner Ehre fie nie Erzürnen und betrüben. Von mir geheiligt wäre. 328 Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. 5. Ach, lehre mich den Werth Und ihre Schönheit Tugend! der Zeit, Daß ich sie nicht ver- Kein Schmuck gefalle mir, wie schwende; Daß ich mit weiser sie! Den gieb mir; gieb, daß ich Thätigkeit Zum Guten sie ver- mich nie Für unbescheidne Blicke, wende! Laß meiner Jugend Fleiß Um sie zu reizen, schmücke! und Müh' Umsonst nicht sein, und segne sie; Laß auch durch mich auf Erden Dein Werk gefördert werden! 5. Die Lust zur Eitelkeit laß nicht Mein junges Herz entzünden; Sie streitet wider meine Pflicht, Und locket mich zu Sünden. Was hilft das Prangen vor der Welt, Wenn, Gott, mein Herz dir nicht gefällt? Drum will ich mich beBalthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Mel. Ermuntre dich, mein schwacher zc. 455. Ich will in stiller Ein- scheiden In Zucht und Demuth fleiden.de samfeit Mein Herz zu dir erheben; Nur deinem Dienste sei's geweiht, Dir ewig, Gott, ergeben! Vernimm, o Vater, mein Gebet, Das dir um Licht und Stärke fleht, Mit Treue deinen Willen Und 6. Auch sei mein Auge, wie mein Herz, Unsträflich; nie entzünde Ein freier unfittsamer Scherz Geheime Lust zur Sünde! freudig zu erfüllen! Die Unschuld sei mein liebster Ruhm; Ein guter Ruf mein 2. Preis dir und Dank, mein Schöpfer, Gott: Du gabst mir Eigenthum, Den Jeder gern mir gönne, Den Niemand lästern könne! meine Seele. Preis dir und Dank, mein Mittler, Gott: Du starbst 7. Gieb, daß in stiller Häusfür meine Seele. Preis sei dem Geiste, Dank und Lob, Der mich lichkeit Ich eitle Zeitvertreibe zu seinem Licht erhob, Der mich zur Wahrheit führet, Erleuchtet und regieret! ow me st Stets gern entbehr', und alle zeit Im Guten thätig bleibe. Der Umgang, der Verführung droht, Sei mir mehr schrecklich, als der Tod; Laß seine wilden Freuden, Wie eine Pest, mich meiden! d. 3. Ich bin, o Herr, mein Gott, dein Kind; Mein Heil ist's, dich zu lieben. D, mache mich dir gleich gesinnt In allen meinen Trieben! Laß meine Seele keusch 8. Mit wahren Frommen will und rein, Stets deiner Liebe ich mich Durch Frömmigkeit verWohnung sein, Und suchen, dir binden; Und ihrer Liebe Werth vor Allen, O Vater, zu gefallen. durch dich, Der Freundschaft 4. Vor eitler Selbstgefälligkeit Glück, empfinden. Laß diesen UmBewahre meine Jugend. Stets gang sanft und rein, mir lehrsei ihr Schmuck Bescheidenheit, reich durch ihr Beispiel sein, Daß Für Jungfrauen. Für das Alter. Für Witwen u. Waisen. 329 mich, wenn ich mich freue, Nie jeder Noth hab' ich Mit dir noch mein Vergnügen reue. triumphiret. 9. Ach, sende deine Hülfe 4. Mein Gott und meine Zumir, Dies gern zu thun; erhöre versicht, Mein Schöpfer und ErMein brünstiges Gebet zu dir, halter, Mein treuer Gott, verlaß Daß ich dich ewig ehre! Dir mich nicht; Verlaß mich nicht weih' ich, Gott, mein Leben im Alter! Erlaß voll Huld mir lang Der Unschuld und der jede Schuld. Du wollest vor GeTugend Dank; Und will, zu dir fahren Mich bewahren; Und ich erhoben, Dich einst vollkommen müss' in Geduld Stets deine loben. Kraft erfahren! ostis Balthasar Münter, geb. 1735, geft. 1793. 5. Bald, Gott, erlöse mich; ich bin Vom langen Kampfe müde. Nimm meine Seele zu dir Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu 2c. 456. Sieh', Seele, hinter hin; Bei dir ist Freud' und Friede! dich zurück Auf die durchlebten Schleuß meinen Lauf! ich hoffe Jahre; Doch schick' auch vor d'rauf: Mein Leib wird nach dem wärts einen Blick! Was siehst Sterben Nicht verderben; Ich du? meine Bahre. Nun bin ich steh' einst wieder auf, Den Him. alt; wie bald, wie bald Ist meine Zeit verschwunden! Ach, nur Stunden Währt hier mein Aufenthalt, Wie schnelle kurze Stunden! mel ganz zu erben. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. 457. Gott, erbarme väterO lich Der Witwen und der Waisen dich! Sei ihr Versorger; laß sie nie Verzagen; schüß' und segne sie! 2. Sei selbst ihr Vater, Trost und Rath! Die Witwe, welche Kinder hat, Soll, dir sie zu erziehn, sich freun; Keusch, fittig, still, untadlich sein. 3. Du, meines Lebens Quell 3. Fromm, lehrreich, nur geschwäßig nicht Sei jede; sei ein und Kraft, Mein Vater, sei ge- scheinend Licht Für ihr Geschlecht. priesen! Du hast in meiner Pilgrimschaft Dich groß an mir bewiesen. Du, du hast mich oft 4. Es nehme, wer sie segnen wunderlich Und doch stets wohl fann, Sich ihrer mild' und liebgeführet, Wohl regieret; In reich an! Wohl dem, der sie besanft, voll Geduld Und Hoffnung, Herr, auf deine Huld. olloj 12. Gott, was ich bin, bin ich durch dich; Du bist nur Güt' und Gnade. Mit Vaterhänden trugst du mich Auf jedem meiner Pfade. Wie dant' ich dir? denn du hast mir In meinem ganzen Leben Viel gegeben. Was geb' ich dir dafür? Wie soll ich dich erheben? 330 Von den Pflichten in besonderen Verhältnissen. glückt und ehrt; Denn er ist dir 3. Wer seinem Hause vorsteht, und Menschen werth. toiduin soll sich hüten, Was er befiehlt, tyrannisch zu gebieten; Mit Härte zu beherrschen, die ihm dienen, Sich nie erfühnen; ind is 5. Hilf ihnen; sei der Waisen Gott! Früh lehre diese dein Gebot, Fleiß, Demuth, Dienstbeflissenheit, Zur Tugend Lust und Willigfeit. og 6. Bewahre sie vor Aerger niß, Und mach' auch ihren Gang gewiß Auf deinen Wegen! Leite sie; Verlaß sie in Bersuchung nie. 4. Soll immer, im Gebrauche deiner Gaben, Daß Herren ihren Herrn im Himmel haben, Um, die ihm unterthan sind, nie zu kränken, Mit Ernst bedenken; dis 5. Soll ihnen den verheißnen Lohn nicht schmälern; Wohl7. Daß, wer sie sieht, sich ihrer thätig, nachsichtvoll bei ihren freu', Und gern ihr Rath und Fehlern, Und wie so leicht er Beistand sei; Daß sie, hier glück- selber könne fehlen, Sich nie lich, sich auch dein, O Gott, in verhehlen; # 618 deinem Himmel freun!! Jum'd 6. Soll liebreich sein, gedul8. Gieb, daß die Waise dir dig und gelinde, Daß er vor getreu In ihrem frühen Leiden seinem Richter Gnade finde; sei; Laß sie der Tugend Weg Daß der, wie er belohnt, auch nur gehn, Und stets auf deine Hülfe sehn! ihn belohne, Wie er schont, schone! tido de n 9. Wie treulich du es mit ihr meinst, Dies wirst du ihr aufflären einst; Vielleicht noch in der Prüfungszeit, Gewiß in deiner Ewigkeit. an 7. Doch, Gott, wie leicht, wie leicht wird, wer regieret, Zum Mißbrauch seines Ansehns nicht verführet, Von Eitelkeit ,, vom Hangerzum Gewinne, Vom Eigensinne!! th Sto 8. Laß Jeden denn auf deine Rechte sehen, Um seinem Hause flüglich vorzustehen! Gieb Jedem auch zu diesem edlen Werke Licht, Muth und Stärke! modors Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. Sie ligt dr Mel. Dies ist der Tag, zum Segen 2. 458. Die Menschen mögen herrschen oder dienen, Du bist ihr Herr, o Gott, und du giebst ihnen, Dir zu gehorchen, als getreue Knechte, Gesetz und Rechte. 2. Und diese heiligen Gesetze sollen Sie halten, wenn sie glücklich werden wollen; Vereinigt Alle durch der Liebe Bande, In jedem Stande. d 100 is Mel. Dies ist der Tag, zum Segen 20. 459. Nicht Alle können herrschen; Viele sollen Gehorchen, wenn sie glücklich werden wollen; Zu ihrem Wohl, so fordert's - Für Herrschaften. Für Diener. 331 Gott von ihnen,- Den Brüdern stehn, laß sie mit Freuden Volldienen.prise, ginu 2. Laß, da sie dir, Gott, mehr gehorchen müssen, Als Menschen, sie nie wider ihr Gewissen Thun, was du hassest; Lust, dir zu gefallen, Gieb ihnen Allen! bringen, mit Gelassenheit auch leiden; Nicht ihrer Herrschaft falsche Freunde hören, Sich nicht beschweren. 3. Gieb ihnen ein gehorsam Herz und Treue, Daß Jeder seines Russ von dir sich freue. Mit Eifer laß sie ihrer Herren Willen, Mit Lust erfüllen. 4. Laß nichts sie mit betrügerischen Händen Beruntreun, nichts verderben, nichts entwen den; Und Keiner sei, empfängt er Lohn und Pflege, Zur Arbeit träge. dar nstöd ssda 7. Wenn sie dann freudig, dir zum Wohlgefallen, Ihr Werk verrichten: wohl dann ihnen Allen! Wie werden sie im Himmel und auf Erden Gesegnet werden! 8. Und müßten sie auch harten Herren dienen: Mit Wonn' und Ehre, Gott, vergiltst du's ihnen! Des Lebens Abend kömmt; dann ruhn die Müden In deinem Frieden. 5. Laß sie der Demuth Pflich9. Verherrlicht, werden sie ten nie vergessen, Daß Reiner, empfahn vom Sohne Des Himselbstklug, trotzig und vermessen, mels Seligkeit zu ihrem Lohne; Sich billigen Befehlen widerseße Und, treu erfunden, in dein Und sie verleßze. Reich erhoben, Dich ewig loben. Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 6. Auch, was sie nicht verXII. Vom Wachsthum im Glauben und in der Gottseligkeit. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. den du willst, den du willst, Soll fruchtbar 460. Herr, höre mein Ge- durch die Liebe In wahrer bet Und laß es dir gefallen! Es Heiligkeit und guten Werken ist mein ganzer Ernst, Auf dei sein. Ich will's; ich will dir, ner Bahn zu wallen. Ergreife, Gott, Mein ganzes Leben weihn. leite, Herr, den Schwachen, der 3. Doch täuscht mein Herz dir fleht, Weil seine Bitte nicht sich oft, Bleibt stets wie unerAus falschem Munde geht. gründlich; Selbst nach der Hei2. Gieb, daß ich redlich mich ligung Bleibt es noch immer In jeder Tugend übe. Der Glaube, sündlich. Das Wollen hab' ich 332 Vom Wachsthum im Glauben wohl, Zum Thun auch Licht 9. Jch aber werde, Gott, Dir und Kraft; Doch ist die beste That Vor dir noch fehlerhaft. 4. Du kennst mich ganz, mein Gott! Du, du nur fannst mich läutern, Den Geist, wenn Licht ihm fehlt, mit deinem Licht erheitern. Wenn eine Leidenschaft Erwachen will, kannst du Durch mein Gewissen ihr Gebieten, daß sie ruh'. nicht umsonst, vertrauen; Einst, wenn ich treu dir bin, Dein selig Antlig schauen; Und, wenn mein Staub erwacht Von deiner Wonne satt, Frohlocken, daß mein Herz Sich dir geheiligt hat. 12 Johann Andreas Cramer, melodog geb. 1723, gest. 1788. not onl ding Mel. Dies ist der Tag, zum Segen zc. 461. Dich ruf' ich an, Gott; laß mich stets auf Erden Im Guten wachsen, stets vollkommner werden! Verleihe mir zu diesem besten Werke Selbst Lust und Stärke! 5. Ach, darum wollest du Mich läutern, mich belehren; Der Trägheit des Gemüths, Der Lust zur Sünde wehren; Mich, wo Gefahren sind, Erschrecken; mich zum Streit Ermuntern, wo dein Wort Zu streiten mir gebeut! 2. Dein Wort, ich mag es lesen oder hören, Erhebe täglich mehr durch seine Lehren Den trägen Geist, daß ich auf deinem Wege Nie wanken möge. 6. Erhalte meinen Gang Auf deinem Pfad, und leite Mit deiner Rechten mich, Damit mein Fuß nicht gleite. Mein Auge 3. Gieb, daß ich's ernstlich, laß allein Auf deine Wege schaun. gern und oft betrachte, Und treu Herr, hilf mir, denn du bist auf deiner Wahrheit Eindruck Mein Heiland, mein Vertraun! achte, Und den auch oft erneure, i faffe. tief in 7. Ich bin dein Pilger hier, vor Gefahren Mich zu bewahren. Umringt von vielen Sündern; 4. Gieb, ich's Ihr Beispiel könnte leicht Der mein Daß ich Tugend Eifer mindern. Bewahre von ihm mich täglich leiten lasse; deinen Knecht; Der Anblick Und, immer edler, gegen jede schnöder Lust Vergifte nimmermehr Die dir geweihte Brust! Sünde Mehr Haß empfinde. 5. Hilf, daß ich, was mich 8. Bewahr vor Bösen mich, rührt, was es verdammet, Was Wenn sie, verstrickt von Lüsten, meiner Tugend Eifer mehr entSich ihrer Sünde freun, Mit flammet ,. Was tröstet und er. ihrem Thun fich brüsten! Des quicket, oft bedenke, Wenn ich Sünders Lachen wird In Wei- mich fränke. nen einst verkehrt, In Trauern 6. Daß ich, gestärkt durch seine Lust, Wenn er sich nicht jede gute Rührung, Und täglich bekehrt. allou! 803 bidweiser unter deiner Führung, und in der Gottseligkeit. 333 Stets näher, und, bewahrt vor trag' es doch; Du siehst, Herr, jedem Falle, Zum Ziele walle. dem ich's flage, Wie ungern ich es trage! 7. Ach gieb, daß ich's oft fühle, wie so nahe Du, Gott, mir seist, damit ich Kraft empfahe, Durch deine Gegenwart, zu edlen Werken Mein Herz zu stärken. 8. Auch sei mir Jesu Vorbild gegenwärtig, Daß ich zu allen guten Thaten fertig Und willig sei, zu ehren deinen Namen, Ihm nachzuahmen. 9. Und was ich denke, anschau' oder höre, Laß mich zur Bess'rung brauchen; das belehre, Das treibe mich, was recht ist, nur zu wählen, Um nie zu fehlen. 2. Weit mehr, mein Gott, betrübt mich dies, Als alle Noth der Erde, Daß ich noch immer nicht gewiß Und fest im Guten werde. Wie fürcht' ich mich, Ich werde dich, Durch Fleisch und Blut getrieben, Nicht treu, nicht ewig lieben! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 3. Doch, ich will ruhig sein in dir, Der du die Herzen prüfest. Du kennest uns: nur Staub sind wir, Den du in's Leben riefest. Gott, dein Gericht Verdammt uns nicht, Daß wir nicht schon auf Erden, Wie Engel, heilig werden. 10. Es stärke mich der Trost, vor deinem Throne Auch zu empfahn der Ueberwinder Krone, Und der Gedanke: Gott wird einst dich richten! Zu allen Pflichten. 11. So werd' ich, Bater, täglich mehr auf Erden Im rächen. Guten wachsen, immer treuer werden, Und so empfahn zu meinem besten Werke Mehr Licht, mehr Stärke. 4. Wir gehn in Unvollkommenheit Auf dieses Lebens Pfade; Doch unsre schwache Frömmigfeit Belohnst du auch mit Gnade. Das Herz soll rein Von Bos. heit sein; So willst du die Gebrechen Der Menschlichkeit nicht 5. Ich weiß, mein Mittler Jesus Christ Hat meine Schuld getragen. Weil er für mich gestorben ist: Wie könnt' ich denn verzagen? Verdammte mich Dein Zorn, der ich Zwar schwach bin, aber glaube: Was nühte mir mein Glaube? Mel. Was Gott thut, das ist 2c. 462. Ach, wird denn dein Erlöster nie Frei vom Gesetz der Sünden? Ich kämpfe täglich wider sie, Und kann nicht über- So winden. Ich haff' ihr Joch, Und Und 6. Hilf du mir kämpfen, daß ich, Herr, Mich selber überwinde: werd' ich täglich heiliger freier von der Sünde. 334 Vom Wachsthum im Glauben Dort, dort wird sie mich ewig Nicht träge sein, noch weichen! nie Von deiner Liebe trennen, Unser Ziel ist dort im Licht, Mich nie verführen können. Wo du, den wir verlangen, Vor uns bist hingegangen, Uns wieder zu empfangen. Unsre Pilgrimschaft ist hier, Und unser Baterland bei dir. Imag Mel. Gott, der Vater, wohn' uns 2. 463. Du hast uns nur kurze Zeit Zu unserm Heil gegeben; 4. Herr, dies Heil ist werth, Plößlich folgt die Ewigkeit Auf daß wir Darnach mit Weisheit unser flüchtig Leben. Allenthalben trachten, Und der Erde Güter droht Gefahr, Eh' wir an's Ziel hier Für nichts dagegen achten; gelangen. Den Geist, mit Staub Und der Erde Sünden fliehn, umfangen, Schwächt irdisches Und deinen weisen Willen Von Verlangen; Und die Weilt reizt unserm Heil erfüllen, Nicht unimmerdar Zu ihren schnöden sern Eigenwillen; An dich glauSünden. D, lehr' uns über ben und an ihn, Den du dawinden, Uns selbst, die Welt hin gegeben, Unsterblichkeit und und Sünden! Richt' auf uns Leben Der Sünderwelt zu geben. dein Angesicht, Gott, und ver- Unsers Kampfes Angst und Müh', laß uns Schwache nicht! Wie herrlich, Gott, belohnst till sito 2. Ach, die Kürze dieser Zeit du fie! Laß täglich uns betrachten, Und 5. Hilf uns, Gott, in unserm den Werth der Seligkeit Unend- Streit, Und laß uns nicht er= lich theuer achten! Groß und müden! Führ' uns zu der Ewigschwer ist unsre Müh', Bis wir feit, Und nimm uns auf in den Lauf vollenden; Wer darf Frieden! Zeig' uns jenen großen mit vollen Händen Hier seine Lohn, Der deine Kinder frönet! Zeit verschwenden? Er verliert Auch er, der uns versöhnet, auf ewig sie, Wird ewig sich mit Stritt und ward dann gekrönet. Thränen Nach ihrer Rückfunft Laß uns so, wie er, dein Sohn, sehnen. Umsonst sind seine Thrä- Mit deinem Wort uns rüsten. nen; Er verlor hier seine Zeit, Das Fleisch mit seinen Lüsten Mit ihr das Heil der Ewigkeit. Beherrsche nie uns Christen! 3. Wenn die lüsterne Begier Bring' uns unserm Ziele nah; Nach Reichthum, Wollust, Ehre Ach, wären wir schon jetzo da! Uns versuchet, als wenn hier is n geb. 1785, gest. 1793. Des Lebens Endzweck wäre: Ach, dann halt' uns, daß wir Mel. Vater unser im Himmelreich 2c. nicht vom rechten Wege weichen! 464. Hier ist noch unsre PrüLaß uns das Ziel erreichen, fungszeit, Hier sind wir immerBalthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. und in der Gottseligkeit. 335 dar im Streit; Hier, wo uns kein Knecht der Sünde sei; VerIrrthum leicht berückt, Das statte dem Versucher nie, Daß schwache Herz sich bald ver- er mich deiner Hand entzieh'! strickt, Die Sinne jedes Blend- 7. Zwar ist mein Glaube werk rührt, Auch böses Beispiel klein; doch du, Du starker Held, oft verführt. th drietu sagst Hülfe zu. Mein ganzes 2. Oft nehmen Laster über- Herz ergiebt sich dir. Ich weiß, hand, Und strömen über's ganze durch dich gelingt es mir. Auf Land. Drum hüte dich; das dich verläßt in aller Noth Mein Weltgericht Bringt alle Sünden Herz sich fest bis in den Tod.. an das Licht. Christ, sei zum Kampfe stets bereit, Und flieh' den Schlaf der Sicherheit! 8. Wenn schon die Trübsal auf mich dringt, Und Angst mich überall umringt: Bleib' ich doch 3. Mein Vorsatz ist, ich will stets in deiner Hand, Und halt' ihn fliehn. Doch, wie gelingt in jeder Prüfung Stand. Du, mir mein Bemühn? Gefahr du bist durch den Glauben mein; nehm' ich hier bei Gefahr, Ein Nun muß mir Alles heilsam sein. Neßze bei dem andern wahr. andern wahr. 9. Mit dir, o Herr, kann ich Wie so viel Feinde drohen mir! bestehn, Sollt' auch der WeltIch Schwacher, wie entrinn' ich freis untergehn. Es fürchte sich hier? Bodder Heuchelchrist, Und wer ein 4. Die Welt hüllt in der Knecht der Laster ist! Ich will Tugend Schein Oft ihre Laster nicht zagen; ins Gericht Kömmt, fühnlich ein, Preist den Genuß wer an dich, Herr, glaubet, nicht. des Lebens an, Schilt Frömmigkeit für finstern Wahn. Ihr Weg ist lustig breit und voll; Sie winkt mir, daß ich folgen soll. 10. Du bist es auch, dem ich vertrau', So lang' ich noch das Elend bau'; Bis dort, wohin mein Herz sich sehnt, Die Sieger Preis und Ehre krönt. Herr, steh' in jedem Streit mir bei, Daß ich durch dich ein Sieger fei! 5. Du, Jesu, mußt das Beste thun. Mein Hoffen soll auf dir beruhn. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein! Du wollest Stärke mir verleihn, Daß ich Mel. Straf' mich nicht in deinem 2c. unüberwindlich treu, O Herr, in 465. Mache dich, mein Geiſt, jeder Prüfung sei! and all bereit: Wache, fleh' und bete, Daß dir nicht die böse Zeit Plößzu erfreun, Und endigt sich in lich nahe trete; Unverhofft Ist Höllenpein. Drum steh' dein schon oft Ueber viele Frommen guter Geist mir bei, Daß ich Die Versuchung kommen. 6. Der Sündendienst scheint 336 Vom Wachsthum im Glauben 2. Aber wache erst recht auf 8. Drum so laßt uns immerVon dem Sündenschlafe, Denn dar Wachen, flehen, beten, Weil es folget sonst darauf Eine lange die Angst, Noth und Gefahr Strafe; Und die Noth Sammt Immer näher treten; Denn die dem Tod Möchte dich in Sünden Zeit Ist nicht weit, Da uns Unvermuthet finden. Gott wird richten Und die Welt vernichten. inidon 12 S op Johann Burchard Frehstein, og starb 1720. gol 3. Wache, daß dich Satans List Nicht im Schlummer finde, Und, weil du zu sicher bist, Leichter überwinde! Denn Gott giebt, Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) Die er liebt, Nur in ſeine Stra- 466. Nicht, daß ich's schon fen, Wenn sie sicher schlafen.nergriffen hätte, Die beste Tugend do4. Wache, daß dich nicht die bleibt noch schwach; Doch, daß Welt Durch Gewalt bezwinge, ich meine Seele rette, Jag' ich Oder wenn sie sich verstellt, Wie- dem Kleinod eifrig nach; Denn der an sich bringe. Wach' und Tugend ohne Wachsamkeit Versieh, Daß du nie Falsche Brüder liert sich bald in Sicherheit. hörest, Weltgunst nie begehrest. 2. So lang' ich hier im Leibe 5. Wache, nimm dich wohl walle, Bin ich ein Kind, das in Acht, Trau' nicht deinem strauchelnd geht. Der sehe zu, Herzen. Leichtlich kann, wer's daß er nicht falle, Der, wenn nicht bewacht, Gottes Huld ver- sein Nächster fällt, noch steht! Auch scherzen; Denn es ist Voller die bekämpste böse Lust Stirbt List, kann bald Schwachheit niemals ganz in unsrer Brust. heucheln, Bald in Stolz sich 3. Nicht jede Besserung ist schmeicheln.gunluorine Tugend; Oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hiße roher Jugend Wird mit den Jahren Sittsamkeit;, Und was Natur und Zeit gethan, Sieht unser Stolz für Tugend an. ndi 4. Oft ist die Aendrung deiner Seele Ein Tausch der Triebe 7. Nahe dich denn mit Ge- der Natur: Du fühlst, wie bet Oft zu seinem Throne! Stolz und Ruhmsucht quäle, Wenn dein Herz nur gläubig Und dämpfst sie; doch du wechfleht, Hört er in dem Sohne. felst nur; Dein Herz fühlt einen Er verheißt, Seinen Geist, Mit andern Reiz, Dein Stolz wird ihm Kraft und Leben, Auf dein Wollust oder Geiz..qual Flehn zu geben.hu 5. Oft ist es Kunst und Eigen6. Bete aber auch dabei Mit ten in dem Wachen; Denn der Herr muß selbst dich frei Von dem allem machen, Was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. und in der Gottseligkeit. 337 liebe, Was andern strenge Tu du, forderts Gottes Wille, Auch gend scheint; Der Trieb des dieser zu entfliehn bereit? Dein Neids, der Schmähsucht Triebe Herz haßt Habsucht, Neid und Erweckten dir so manchen Feind; Zank; Fliehts Unmuth auch und Du wirst behutsam, schränkst dich Müßiggang? sid quo misle ein, Fliehst nicht die Schmähsucht, 1911. Du bist gerecht; drum nur den Schein. didunt auch bescheiden? Liebst Mäßigkeit; drum auch Geduld? Du dienest gern, wenn Andre leiden; Vergiebst du Feinden auch die Schuld? Von allen Lastern sollst du rein, Zu aller Tugend willig sein! 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, Durch die der an dern Tugend fällt, So werde nichts dein Herz verführen; Doch jedes Herz hat seine Welt: Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, Hat oft ein Blick, ein 12. Sei nicht vermessen, wach' Wort verführt. das you und streite, Denk' nicht, daß du 7. Oft schläft der Trieb in schon g'nug gethan. Dein Herz deinem Herzen: Du scheinst von hat seine schwache Seite, Die Rachsucht dir befreit; Jeßt sollst greift der Feind der Wohlfahrt du eine Schmach verschmerzen, an. Die Sicherheit droht dir den Und sieh, dein Herz wallt auf Fall, Drum wache stets, wach' und dräut Und schilt so lieblos überall! no tind und so hart, Als es zuerst genu Christian Fürchtegott Gellert, scholten ward. T geb. 1715, in 8. Oft denkt, wenn wir der Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. Stille pflegen, Das Herz im 467. Ich bin ein Christ; Stillen tugendhaft; Kaum lachet Gott ist mein Freund! In dieser uns die Welt entgegen, So regt hohen Würde Steh' ich und sich unsre Leidenschaft, Wir wer- fürchte keinen Feind, Nicht dieden im Geräusche schwach Und ses Lebens Bürde. Dies Glück geben endlich strafbar nach. erfüllt mit Muth und Kraft Mein Herz in dieser Pilgerschaft, Bestimmt mein Loos auf ewig. 9. Du opferst Gott die leich tern Triebe Durch einen strengen Lebenslauf; Doch opferst du, 2. Mein Glaube steht und wills seine Liebe, Jhm auch die liebste Neigung auf? Dies ist das Auge, dies der Fuß, Die sich der Christ entreißen muß. wanket nicht; Er ist zu fest gegründet. Er stüßet sich voll Zuversicht Auf Jesum Christ und findet Bei ihm allzeit Trost, Heil und Ruh'; Er eignet sein Verdienst sich zu, Und troßet Welt und Hölle. nig 18 22 10. Du fliehst, geneigt zur Ruh' und Stille, Die Welt, und liebst die Einsamkeit; Doch bist 338 Vom Wachsthum im Glauben 3. Sollt sich um Hoffarth, ter unsers Lebens, Die Welt Eitelkeit Und Güter dieser Erden, lockt uns vergebens! Sie kann Aus Wollust oder Sicherheit mit feinen Schätzen Dein Heil Der Tugend untreu werden? uns, Herr, ersetzen. id stbound Nein, auf die Sünde folgt der Tod; Allein die Tugend segnet Gott Mit hoher ew'ger Freude. 4. Daß doch so viele schon Dich, Jesu, wieder flohn; Erst glaubten, und mit Freuden; Und dann, bedroht mit Leiden, An dir, o Herr, verzagten, Und deinem Dienst entſagten! 4. Was sind die Leiden die ser Zeit Doch gegen jene Kronen, Womit Gott in der Herrlichkeit Die Frommen will be- 5. Ach Jeder hüte sich! Herr, lohnen? Was dieses Lebens kurze wir verließen dich? Wir wollten Frist, Gott, gegen das, was dein nicht denken? Dir unser ewig ist? Sollt' ich nicht muthig Herz nicht schenken? Und du fämpfen? instindu hast doch dein Leben Für uns 5. Ich fürchte nicht des To- dahingegeben! Holding A. des Macht mit allen seinen 6. Nein; mache mich getreu, Schrecken. Es kann des Grabes Daß ich nie Menschen scheu, dunkle Nacht Nur meinen Leib Und nie der Tugend Mühe Und bedecken; Ich aber geh' sogleich Leiden mich entziehe, Und nie dahin, Wo ich in ew'ger Wonne in einer Plage An deinem Schuß bin, Bei meinem Gott und verzage! trod of den Heiland. 7. Wer mit dir leidet, soll mit dir auch wonnevoll Einst Christian Felix Weiße(?), geb. 1726, gest. 1804. 2c. Mel. Auf meinen lieben Gott leben; soll nicht sterben; Soll 1918 1919 11 deinen Himmel erben; Begna468. Mir, ruft der Herr, digt schon auf Erden, Um selig mir sei Bis in den Tod getreu! dort zu werden. diag sim bi Zu deiner Treue Lohne Sollstullhor Johann Adolf Schlegel, du des Lebens Krone, Worin die Meinen prangen, geb. 1721, gest. 1793. Tout dilens adon Mel. O Haupt voll Blut und Wunden 2c. Aus meiner Hand empfangen. 469. Schatz über alle Schäße, 2. Doch weichen darfst du nicht; Dies fordert deine Pflicht! Dich hab' ich mir erworben; Für dich bin ich gestorben; Bereit, von allem Bösen Dich ewig zu erlösen. ispis 40 O Jesu, wenn ich mich An deiner Lieb' ergöße: D wie beglückt bin ich! Wie selig! alle Leiden Der kurzen Pilgerzeit Verschwinden vor den Freuden Der nahen nie da Ewigkeit. 3. Wohin, wohin von dir, 2. Komm, wohn' in meinem D Jesu, gingen wir? Nein, Ret- Herzen, Verbinde dich mit mir; und in der Gottseligkeit. 1 mo 339 3. Wer kann mein Herz beglücken, Als deine Huld allein? Wer selbst im Tod erquicken? Wer da mein Tröster sein? Dir will ich mich ergeben: Bei dir ist Sicherheit Vor jeder Noth, ist Leben, Ist Troft und Seligkeit. Denn mit wie großen Schmer- mit der Sünde Lohn Das Herz zen Erkauftest du es dir! Dir ist schwer beladen. Ihr Hohen, müss' es angehören Mit allem, Niedern, Groß' und Klein', Hört, was es ist; Dich über alles ehren, ich will euer Helfer sein, Will Der du sein Retter bist! heilen euren Schaden.de 2. Gern wollt die Welt auch Wenn nur nicht selig sein, wär' des Kreuzes Pein, Der Christen Kampf und Leiden. Doch mag es ja nicht anders sein; Darum ergebe sich darein, Wer ew'ge Pein will meiden. 4. Nie müss' ich trostlos kla- 3. Heut' ist der Mensch jung, gen! Giebst du auch, Jesu, mir schön und stark, Ist morgen krank Hier manche Last zu tragen: Ich und liegt im Sarg, Wenn Gott hange doch an dir. Ich will ge- ihn heißet sterben; Gleichwie die duldig leiden; Von dir, mein Blumen auf dem Feld, Wird Herr und Gott, Von dir soll auch die Herrlichkeit der Welt In mich nichts scheiden, Kein Glück, einem Nu verderben. aso kein Schmerz, fein Spott! 5. O Herrlichkeit der Erde, Vergebens lockst du mich! Wenn ich nur selig werde, Wie gern entbehr' ich dich! Wo Jesus Hütten bauet, Da, da ist's gut zu sein. Wenn ihn mein Aug' einst schauet, Wie will ich dann mich freun! 4. Die Welt erzittert vor dem Tod; Wenn einer liegt in letzter Noth, Da will er erst fromm werden. Er schaffte dies, er schaffte das, Ach, seiner Seel' er ganz vergaß, Dieweil er lebt' auf Erden; 5. Und wenn er nimmer leben fann, So hebt er große Klagen 6. Sei denn in jedem Leide, an, Will schnell sich Gott ergeben; Im Tode sei mit mir; Und- Fürwahr, ich fürchte Gottes komm', o meine Freude, Und Gnad', Die er allzeit verschmähet führe mich zu dir! Wenn mich hat, Wird schwerlich ob ihm fein Leid mehr rühren, Kein Tod schweben. mik mehr tödten kann: Wie werd' 6. Dem Reichen hilft nicht ich triumphiren! Wie selig bin großes Gut, Dem Jüngling nicht ich dann! sein stolzer Muth; Er muß aus seinen Freuden. Besäß' er auch die ganze Welt: Vom Tode hilft fein Lösegeld; Er muß von hinnen 22* Salomon Liscobius, geb. 1640, gest. 1689. 1 470. Kommt her zu mir", spricht Gottes Sohn, Ihr, denen scheiden. 11 340 Vom Wachsthum im Glauben und in der Gottseligkeit. 7. Gelehrten hilft nicht Wig Jesus ist das rechte Gut, Das und Kunst, Den Hohen nicht der der Seele G'nüge thut.s Fürsten Gunst; Wir müssen alle 4. Glänzet gleich das Weltsterben. Wer nicht in dieser gepränge; Ist es reizend anzuGnadenzeit Schon schaffet seine sehn: Währt es doch nicht in Seligkeit, Muß ewiglich verderben. die Länge; Schnell ist es damit 18. Wenn es auch ging' nach geschehn. Eitler Ehre leerer Fleisches Muth, In Gunst, Ge- Schein Pflegt sich plötzlich zu sundheit, großem Gut, Ihr zerstreun. würdet bald erkalten. Drum65. Aber dort des Himmels schickt Gott Trübsal her und Gaben, Die mein Jesus für mich Schmerz Und will durch Züchti- hat, Können Herz und Seele gung das Herz Zur ew'gen Freud' laben, Machen ewig reich und erhalten, som d satt; Nie vergehet mit der Zeit to 9. Drum merket, die da wohl- Jenes Lebens Herrlichkeit. gesinnt Als gottergebne Kinder 6. Rost und Motten, Raub sind, Laßt euch die Müh' nicht und Feuer Schaden auch der reuen; Bleibt stets am heil'gen Freude nicht, Die mein Jesus, Gotteswort, Das ist der Seelen mein getreuer, Und sein Himmel höchster Hort; Gott wird euch mir verspricht; Dort ist Alles wegge schon erfreuen.is: than, Was die Seele kränken kann. Bartholomäus Ringwaldt, geb. 1530, gest. 1598. 7. Einen Tag bei Jesu sitzen, Ist viel besser, als die Welt Tausend Jahr' in Freuden nüßen; Aber ewig zugesellt, Ewig unsers Jesu sein, Gott, wie muß uns Mel. Komm, o komm, du Geist des 2c. 471. Meines Lebens beste Freude Ist der Himmel, Gottes Thron; Meiner Seele Troft und dies erfreun! Weide Ist mein Jesus, Gottes Sohn; Was mein Herze recht erfreut, Ist in jener Herrlichkeit. 12. Andre mögen sich erquicken An den Gütern dieser Welt; Ich will nach dem Himmel blicken, Der ein bleibend Gut enthält: Denn der Erde Gut vergeht; 9. Ach, so gönne mir die Jesus und sein Reich besteht. Freude, Jesu, die dein Himmel 3. Reicher kann ich nirgends hegt! Sei du selber meine Weide, werden, Als ich schon in Jesu Die mich hier und dort verpflegt; bin; Alle Schätze dieser Erden Und, an dir recht froh zu sein, Sind beschwerlicher Gewinn. Nimm mich in den Himmel ein! Nach Liscovius. 8. Auch die größte Lust der Sinnen Sättigt meinen Geist doch nicht; Aber himmlisches Beginnen Und des Glaubens Zuversicht Füllt mit Wonne meine Brust, Und giebt hier schon Engellust. Vom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste 2c. 341 diudinii 116. 4lidman) til ammo redail Sadia 69mi) dall XIII. Vom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. di dind Allgemeine Gottesdienstlieder. 450g dropal dludasing si Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) nicht, o Christ, Der du geneigt 472. Den Höchsten öffentlich zu Fehlern bist! dplicit dan verehren Und in sein Haus mit 6. Wie schwach sind unsre Freuden gehn, Um andachtsvoll sein Wort zu hören und ihn lobpreisend zu erhöhn, Ist eine Pflicht, wozu der Christ, So lang' er lebt, verbunden ist. eignen Kräfte, Wie schwach Erkenntniß und Verstand! Der Gottesdienst ist ein Geschäfte, Wozu Gott gütig uns verband; Ein Mittel, das uns neue Kraft 2. Wenn du nur in der Still' ihn ehrest, Zwar Jesum deinen Heiland nennst; Doch ihn nicht öffentlich verehrest, Ihn nicht auch vor der Welt bekennst: Bist du dann sein? bist du ein Christ, Der seinem Heiland dankbar ist? Zum Glauben und zur Tugend schafft. ou dist 7. Wie manchen Trost hab' ich empfunden, Wenn ich das Wort des Herrn gehört! Wie lieb' ich euch, ihr frohen Stunden, Da man anbetend Gott verehrt, Und, um das Ewige bemüht, Sich aller Erdensorg entzieht! 3. Wer sich dem Gottesdienst entziehet An seines Gottes Ruhe- 8. Nichts gleicht dem himmtag', Aus Trägheit die Versammlischen Entzücken, Das hier ein lung fliehet, Und nicht mit Andern frommes Herz belebt, Wenn es beten mag, Entzieht sich einer in ſel'gen Augenblicken Sich im heil'gen Pflicht, Und giebt, was Gebet zu Gott erhebt, Und, voll Gottes ist, ihm nicht. des Glücks, das es genießt, Von 4. Auch, deinen Nächsten zu Dank und Freuden überfließt. erbauen, mußt du zum Hause 9. Wie nichtig sind der Erde Gottes gehn. Wie manche sind, die auf dich schauen, Die bloß Freuden Dem, der des Himmels Freuden schmeckt! Wie süß der auf Andrer Beispiel sehn! Trost, wenn man im Leiden Sein denke d'ran, daß du als Christ Ein gutes Beispiel schuldig bist! Herz dem besten Freund entdeckt! Wie nichts ist alles Glück der Welt Dem, der mit Gott sich unterhält! 10. Kommt, fromme Christen, theure Brüder, Vereint im Geist, vor Gott zu stehn! Kommt, wir 5. Doch selber dich von deinen Pflichten Und von der Bahn zur Seligkeit Noch immer mehr zu unterrichten In dieser deiner Prüfungszeit, Wie nöthig ist dies 342 Vom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. sind Eines Leibes Glieder, Kommt, seinem Ebenbild Mit Unschuld unsern Schöpfer zu erhöhn! Froh- und Verstand erfüllt. UTX lockend preiſet Jeſum Chriſt, Der 5. Erkennt, um dankbar ihm unser Haupt und Mittler ist! zu Daß seine Baterhuld ipi11. D, laßt uns schmecken allein Euch auch erhält, und, und empfinden, Wie freundlich was euch nützt, Euch liebreich Gott den Seinen ist! Er, der giebt, euch nährt und schützt. so gnädig unsre Sünden, So 6. Rühmt auch, daß heute bald wir Buße thun, vergißt, Jesus Christ Von Todten auferVon neuem uns als Kinder standen ist, Der durch die Größe liebt, und liebreich Gnad um seiner Macht Das Leben an das Gnade giebt! sistemi Licht gebracht. de 12. Erleuchte, Herr, selbst unsre Seelen! Vertreib' aus uns des Irrthums Nacht; Laß uns die Opfer gab, Laß uns der WohlWahrheit nicht verfehlen, Die that würdig sein, Und mache du uns selber fund gemacht; uns von Sünden rein! Damit dein großer Ruhetag Dort ewig uns beglücken mag! 20101 Elieser Gottlieb Küster, geb. 1732, gest. 1799. idad Mel. Vom Himmel hoch, da komm' 2. 473. Dies, Christen, ist der Tag des Herrn. Versammlet euch im Tempel gern! Kommt vor des Höchsten Angesicht, Und freuet euch in seinem Licht! 7. Du Sieger über Tod und Grab, Der sich für uns zum 19 al 119409 2000 8. Laß deiner Auferstehung Kraft, Die neues Leben in uns schafft, Uns mit dem hohen Trost erfreun, Einst ewig, Herr, bei dir zu sein! 9. O heil'ger Geist, dein Unterricht Sei immer unsers Lebens Licht, Und leit' uns auf der Tugend Bahn Durch alle Trübsal himmelan! 10. Erleucht' uns stets, du wahres Licht! Entzeuch uns deine Gnade nicht! Sei unser Trost in aller Noth! Stärk' uns im Leben und im Tod! ja, sid Nach Selneder. 2. Kommt, betet euern Schöpfer an, Und rühmt, was er an euch gethan! Ihn preisen, ist der Christen Pflicht: Drum, Christen, auf, versäumt sie nicht! 3. Rühmt seine schöpferischen Macht, Die Alles einst hervorrido blond nd und's simd Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. gebracht, Den Himmel und die in sich hält. ganze Welt Und Alles, was sie 474. Ich will, o Bater, allefödratu zeit Erheben deine Gütigkeit, Die 4. Als er den Bau der Welt mich seit vielen Jahren Beglückt, vollbracht, Hat er den Menschen die mich oft wunderbar Errettet, auch gemacht, Und ihn nach die ich immerdar Bis diese Stund' offsides Allgemeine Gottesdienstlieder. mo 343 erfahren. Singet; Bringet Gott zu stärken! Laß sich Täglich Das freiwillig, Gs ist billig, Dank Bestreben, Dir zu leben, In mir und Ehre; Jedermann sein Lob mehren Durch des Geistes Kraft vermehre! Hin und Lehren! 02. Du hilfst uns in der Gnaden- 6. Verleihe, daß in dieser Welt zeit; Das Dunkle in der Ewig- Mein' Hoffnung sei auf dich gefeit Ist durch dein Licht zerstreuet. Durch Christum giebst du deinen Geist, Der uns den Weg zum Leben weist, Uns tröstet und er freuet. Laß mich Freudig Deine Güte Jm Gemüthe, Gott, em pfinden, In Verzeihung aller men ewig loben. Sünden! stellt, Und ich dir ganz vertraue; Bis ich die wahre Ruh' und Freud' Erlange in der Ewigkeit, Und da verklärt dich schaue! Durch dich Werd' ich Große Gaben Ewig haben, Bei dir oben Deinen NaD imonio Hodon 3. Sieh' mich, o Vater, gnädig an! Dein Kind gesteht, daß es on wind nd nach Schirmer. snur arquia. Mel. Jesu, meines Lebens Leben 2c. gethan Bisher, was es nicht 475. Welch ein segensvoll follte, Und daß es oft aus Schwachheit ließ, Wozu es dein Befehl anwies, Und was es auch wohl wollte. Ewig Will ich, Herr, dich loben, Für die Proben, Daß du schonest, mir nicht nach Verdienste lohnest. Indub Geschäfte Ist ein häusliches Gebet! Muth zur Arbeit, Lust und Kräfte Giebt Gott dem, der zu ihm fleht. Tröstung in betrübten Stunden Haben Fromme stets gefunden. Stieg ihr Herz zu ihm hinauf, Hemmte sich der Thränen Lauf. ni duu that onl 1956 4. Ich will mit findlichem Vertraun Auf nichts als deine 2. Kraftvoll zeigt sich Glaub' Güte schaun Und mich dir ganz und Tugend, Gottes Segen wird ergeben. Wend' ab Noth, Angst, vermehrt, Wo das Alter und die und Herzeleid, Du Vater der Jugend Ihn mit Mund und Barmherzigkeit, In meinem gan Thaten ehrt. Sind nicht Streit zen Leben; Daß ich Fröhlich, Dei- und andre. Sünden In den nen Willen Mög' erfüllen, Stets Häusern leicht zu finden, Wo dich lieben, Auch die Lieb' am man lebet ohne Gott Und nicht Nächsten üben. #denft an Pflicht und Tod? 5. Gieb, daß bei mir dein 3. Voll von Dank für Gottes Ruhetag Des Geistes Ruh' be- Gaben, Christ, in seinem Hause fördern mag, Recht auf dein Wort sein, Treue Hausgenossen haben: zu merken, Auf daß es mir in's Gott, wie muß dies Glück erHerze dring' Und bei mir gute freun! Im Gebet sich gern erFrüchte bring', Im Guten mich bauen, Wirket Liebe, stärkt Ver 344 Vom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. trauen, Führt zur Eintracht, hebt sieh', in deinem großen Namen den Muth Bei dem Glauben: Sind wir versammelt, anzuGott ist gut! 95 dovu nordam beten, D du, der uns Bei Gott 4. Jene Stunde, frei von vertritt! landam100 Sorgen, In der stillen Abendzeit 3. Es fliehe von uns, was Und ein jeder neuer Morgen Sei die Zeit Nur angeht, und nicht vor Allem Gott geweiht. Bete ewig ist! Zu flein sei hier im selbst und laß die Deinen Im Heiligthume Uns jeder ErdeGebet vor Gott erscheinen! Lies, gedanke! Hier fühl' es unser o Christ, zugleich die Schrift; Herze ganz, Daß es im Staub Sie lehrt, was dein Heil betrifft. ein Fremdling ist! Laß, Herr, 5. Höchster, mache dies Ge- zu unserm Baterlande Hinauf schäfte Allen Häusern theu'r und die hohe Seele steigen, Hinauf werth; Gieb dazu uns Trieb zu Gott, Hinauf zu Gott! dan und Kräfte; Hindre, was es ihn uns erschwert! Laß dir unser schwaches Lallen In der Stille wohlgefallen, Bis wir ewig vor dir stehn, Und mit Engeln dich erhöhn! 00 100 101 tidlisted Johann Ludwig Paulmann, Friedrich Gottlieb Klopstod, geb. 1724, gest. 1803. 477. Allein Allein tan Gott in der Höh sei Ehr' Und Dank für seine Gnade! Er sorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unfall schade. Uns wohlzuthun, geb. 1728, 1810. radne nednute ist er bereit; Sein Rath ist Mel. Komm, heil'ger Geist, von 2c. enon unsre Seligkeit. Erhebet ihn mit 476. Erheb' uns zu dir, du, Freuden! der ist Und war und sein wird, 2. Ja, Bater, wir erheben Ewiger, Du Unerforschter und dich Mit freudigem Gemüthe; Bekannter, Du aller Himmel Er Du herrschest anunveränderlich, staunen, Vor dem sein Knie der Mit Weisheit und mit Güte. Engel beugt Und nieder seine Unendlich groß ist deine Macht, Krone wirft! Ddu, vor dem Und stets geschieht, was du bebald Sünder weinen, Bald Lob- dacht. Wohl uns, daß du regesang zu stammeln wagen, Un- gierest! endlicher, Unendlicher! 14 m3. D Jesu Christ, des Höch2. Entreiß' der Welt uns; sten Sohn! Dich, seinen Eingeweck' uns auf Von unsrer Eitel- bor'nen, Dich sandte Gott vom keiten Traum! Es ruh' auf uns Himmelsthron Zur Rettung der des Sabbaths Stille, Damit im Verlor'nen. Lamm Gottes, heilHimmel wir wandeln! O sei, ger Herr und Gott, Nimm an wie du verheißen hast, Ver- die Bitt' in unsrer Noth; Er föhner, mitten unter uns; Denn barm' dich unsrer aller! bis susidos Allgemeine Gottesdienstlieder. mo 345 4. O heil'ger Geist, du Geist 2. Unser Wissen und Vervon Gott, Erleuchte, bess're, tröste, stand Ist mit Finsterniß umhülDie Jesus Christ durch seinen let, Wo nicht deines Geistes Tod Zum Dienst des Herrn Hand Uns mit Licht von Gott erlöste. Auf deinen Beistand erfüllet. Recht zu glauben, recht hoffen wir. Verlaß uns nicht; zu leben, Muß dein guter Geist so sind wir hier Und auch einst uns geben. do 1968 den ewig selig! nu au B b) Decius. Nach 2 3. D du Glanz der Herrlichfeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren: Mach' uns allesammt bereit, Deffne Herzen, Mund Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns zc. 478. Hier sind wir, Gott, und Ohren; Unser Bitten, Flehn und flehn um Licht. Versage und Singen Laß, Herr Jesu, deinen Geist uns nicht; Lehr' uns dein heilig Wort verstehn, Und freudig deine Wege gehn! Join 2. Erleuchte deinen Lehrer nun, Und seine Hörer; lehr' uns thun Nach deinem Wohlgefallen, Gott; Denn du, o Gott, bist 13 unser Gott! wohl gelingen! gün met Johann Andreas Cramer, Jrolloot 6197 geb. 1723, gest. 1788. Tobias Clausnißer, geb. 1619, gest. 1684. 180fstu di dont this 480. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend' Und deinen heilgen Geist uns send'; Mit Hülf' und Gnad' er uns regier' Und uns den Weg zur Wahrheit führ'. 3. Daß wir, im Glauben stark, und frei von aller Sünd' 2. Thu' auf den Mund zum und Heuchelei, Dir dienen unsre Lobe dein, Bereit das Herz zur Lebenszeit In Wahrheit und Andacht fein; Den Glauben Gerechtigkeit, di mehr', stärk' den Verstand, Daß 4. Erhör' uns; unser Lob- uns dein Nam' werd wohl begesang Gefalle dir, und unser Dank; Bis wir vor deinem Throne stehn, Und dann vollkommner dich erhöhn! om atu kannt. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott, der Herr! Und schauen dich von Angesicht In ew'ger Freud' und sel'gem Licht. 479. Liebster Jesu, wir ſind hier, Dich und dein Wort anzu4. Ehr' sei dem Vater und hören; Lenke Sinnen und Be- dem Sohn, Dem heil'gen Geist gier Auf die süßen Himmels lehren, Daß die Herzen von der Erden Ganz zu dir gezogen in Einem Thron! Der heiligen Dreieinigkeit Sei Lob und Preis in Ewigkeit! werden. Wilhelm II., Herzog zu Sachsen- Weimar, Campai geb. 1598, gest. 1662. 346 Vom öffentlichen und häuslichen Gottesdienste. ren Für alle seine Gaben, Die wir empfangen haben. Mel. Singen wir aus Herzens Grund 2c. 482. Nun laßt uns Gott dem 481. Christen, singt dem Herren Danksagen und ihn ehHerrn der Welt; Lobt den Gott, der uns erhält, Und uns Men schen täglich speist, Und so viele 2. Gott hat uns unser Leben Güt' erweist! Gott, der Vieh Und Seel' und Leib gegeben. und Vögel nährt, Hat das Al- Er ist es, der sie schützet, Das les uns gewährt, Was den schenkt, was beiden nüßet.is Körper stärkt und nährt. 3. Dem Leibe giebt er Speiſe; 2. Gott zu loben, säumet Die Seele macht er weise, In nicht. Es ist Seligkeit und Reinigung von Sünden Ihr Pflicht, zu empfinden, wie er liebt; Wie viel Gutes er uns giebt; Wie er unser Leben schützt, Auch dem Leibe, was ihm nüßt, Darreicht und ihn unterstützt. wahres Glück zu finden. 4. Für uns dahin gegeben Ward Christus unser Leben; Er, der für uns gestorben, Hat uns das Heil erworben. Mill 3. Mit des Lebens erster Kraft Wird uns Nahrung schon verschafft; In der mütterlichen Brust Findet sie das Kind mit Lust; Und mit welcher Freundlichkeit hat uns Gott nachher erfreut In der ganzen Lebenszeit! 4. Dankvoll schaut um euch umher! Gott erfüllet Land und Meer;. Willig wächst auf sein Gebot Aus der Erde Wein und Brod. Flur und Garten blühn für euch; Berg' und Thäler sind so reich, Menschen!- und für wen? für euch! 5. Sein Wort wird uns zum Segen, Ein Licht auf unsern Wegen; Zu allen guten Werken Soll selbst sein Geist uns stärken. 6. Er läßt uns Gnade finden, Vergiebt uns unsre Sünuns herzden, Wenn sie lich reuen, Und wir sie forthin scheuen. 7. Da wir schon hier auf Erden So hoch begnadigt werden: Gott, was wird nicht für Gaben Für uns dein Himmel haben! E 8. Hilf, Vater, hilf uns Allen, Die eb'ne Bahn stets wallen, Die, wenn wir sie vollendet, In ew'ges Heil sich wendet. 5. Großer Gott, wir bitten dich; Ach regier' uns kräftiglich, Daß wir Solches recht verstehn, 9. Leit' uns durch deine Stets auf deinen Wegen gehn, Wahrheit, Bis wir in voller Christlich halten rechtes Maß, Klarheit Dich, dem wir hier Fliehen Sorgen, Neid und Haß, vertrauen, Noch heller werden Ehren dich ohn' Unterlaß! schauen! Nach Ringwaldt. Nach Helmbold. Allgemeine Gottesdienstlieder. 347 483. Meine Hoffnung stehet nen Geist zu dir, Mein Vater feste Auf dich, du lebendger Gott! Du bist doch der Allerbeste, Des sen Hülfe mich in Noth Kann erfreun; Du allein Sollst stets und mein Gott. Wie froh und lische Gedank an dich! heiter machet mich Der himmlische Gedank' an dich! stolze Pracht Der Werke deiner 2. Mein Aug' erblickt die meine Zuflucht sein. 2. Auf wen könnt' ich sonst auch trauen? Auf kein ſchwached kann feſte Schlösser bauen In die Luft 3. Da freuet sich, Allgütiger, und in den Wind? Was wir Ein zahllos Heer Lebendiger Der sehn, gunst kann nicht beſtehn.en milden Vaterhuld, Die neu an jedem Morgen ist, Und auch des 3. Aber deine Güte währet Wurmes nicht vergißt. Immer und in Ewigkeit; Sie4. Da stellest du, durch den allein ists, die uns nähret Auch ich bin, Mich unter deine Wun in jeder Jahreszeit. Lust und der hin zum fröhlichen Genuß. Rub' Strömt sie zu. O wie Was ist der Mensch, Herr, des huldreich, Gott, bist du! du dich So gnädig annimmst? Was bin ich? is too s 5. Den Menschen frönte deine Hand, Dich zu erkennen, mit Verstand; Sie bildete dies Herz, Das dankbar froh empfinden kann, Wie viel sein Gott an ihm gethan.. mi duit die 5. Dank sei, Vater, deiner Treue, Die so liebreich sorgt und wacht! Sei, o Seele, stets auf's neue Froh auf Gottes Preis bedacht! Groß von Rath, Groß von That Ist, der dich erschaffen hat. and it id 20gmulig 0019 Joachim Neander, geb. 1640, gest. 1680. jord 6. Und welche sel'ge Hoffnungen, Schenkst du nicht den Erlöseten, d Du Stifter unsers Heils! Versüßt wird jedes Leid durch sie, Und leicht der Tugend edle Müh. migendon 190 108 7. Ihr will ich, deiner werth zu sein, Die theuern Lebensstunden weihn, Die mir noch übrig Mel. Warum betrübst du dich zc. sind. Viel höhern Frieden hab' 484. Voll Freud' und from ich dann, Als diese Welt mir mer Dankbegier Erheb' ich mei- geben kann.unilden our 4. Was uns nüßt, das giebst du reichlich Und auch oft im weisen Macht. Du riefst, da wurden sie, Und Erd' und Himmel find noch heut' Ein Spiegel Ueberfluß. Deine Lieb ist unvergleichlich, Wie ein milder Regen guß. Uns ernährt Luft und Erd'; Ist der Sünder dies wohl werth? 18130 JAC Dom of bed doilfinoidollomomspl at the vid in die sento Dritte Abtheilung. immid 153 bha ortopedsad Ichid in Inngst um dont sig Lieder pd isir#@ ichn10! mojis. 2) dall si normat für no bi misf.884 did not bad gid no mislin nề qunviro innol noor jul? S bachoutch) nisl like Sunri, bug besondere Zeiten und Fälle. nusid n sund fold 993 mi day 1990 solldos nie en fonte ad u dru non si I. Beim Jahreswechsel. I. Beim Jahreswechsel. in al ing Sad thun doll ji naprosle radar Mel. Vom Himmel hoch da komm 2c. 1976. Dann danken, dann froh2. O Gottes eingeborner Sohn, Wir nahen uns zu deinem 485. Das Jahr, das nun locken wir mit allen Engeln ewig vergangen ist, Erinnert uns, dir. Erhör' uns, Jesu! Laß uns Herr Jesu Christ, An unfre dein Im Leben und im Tode sittmon bul Pflicht; drum bringen wir Dir sein! lud fid Nach Steuerlein. unsern frommen Dank dafür.d Mel. Es ist das Heil uns kommen 2. 486. Gott ruft der Sonn darnach zu theilen. Er schafft und schafft den Mond, Das Jahr es, daß man sicher wohnt, Und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet laßt uns ihm, dem Gott der Jahre, Tag und Nacht. Auf, Thron; Und bitten um Barmherzigkeit Für deine ganze Christenheit. as dan vodinná in@ 3. Gieb du der Erde Fried' und Ruh'; Dem Geist der Zwie tracht steu're du In aller Welt; vor Krieg und Brand Bewahre unfre Stadt und Land. ITO ung Macht, Preis, Dank und Ehre bringen! un don 4. Hilf uns den Lastern wider stehn Und deine Wege freudig 2. Herr, der da ist und der gehn; Bestrafe, Herr, durch dein da war! Bon dankerfüllten ZunGericht Des alten Jahres Sünde gen Sei dir für das verfloss'ne nicht. ds randt siis Jahr Ein heilig Lied gesungen; Für Leben, Wohlfahrt, Trost christlich einst Uns sterben, und, und Rath, Für Fried' und Ruh', wann du erscheinst, Vom Tod für jede That, Die uns durch uns fröhlich auferstehn Und dich dich gelungen! und deinen Vater sehn! 5. Laß fromm uns leben, 3. Laß auch dies Jahr ge Beim Jahreswechsel. 349 ſegnet sein, Daß du uns neu dern; Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen, In gegeben! Verleih' uns Kraft, die Kraft ist dein, deiner Furcht zu leben. Du schüßest uns, und du vermehrst Der Menschen Glück, wenn sie zuerst Nach deinem Reiche streben. 8914. Gieb mir, wofern es dir 4. Gleich den getreuen Mütgefällt, Des Lebens Ruh' und tern Verbirgt er in Gewittern Freuden; Doch schadet mir das Die Seinen vor Gefahren, Sie Glück der Welt, So gieb mir gnädig zu bewahren. 3. Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen, Durch Krieg und große Schrecken, Die alle Welt bedecken. Kreuz und Leiden. Nur stärke 5. Gelobt sei deine Treue, mit Geduld mein Herz Und laß Die alle Morgen neue! Lob sei mich nicht in Noth und Schmerz, den starken Händen, Die alles Die Glücklichen beneiden. ford Herzleid wenden! dusjsiares 5. Hilf deinem Volke väter 16. Laß ferner dich erbitten, lich In diesem Jahre wieder. O Vater, und bleib' mitten In Erbarme der Verlass'nen dich allem Kreuz und Leiden Ein Und der bedrängten Brüder. Brunnquell unsrer Freuden! Gieb Glück zu jeder guten That, 7. Gieb uns und allen denen, Und laß dich, Gott, mit Heil Die sich nach Hülfe sehnen, Ein und Rath Auf unsern Fürsten Herz, das sich gedulde, Sich nieder; in nicht an dir verschulde. dist s 6. Daß Weisheit und Ge- 8. Schließ zu die Jammerrechtigkeit Auf seinem Stuhle pforten, Und laß an allen Orten, throne; Daß Tugend und zu- Wo Menschen Blut vergießen, friedenheit In unserm Lande Die Friedensströme fließen. wohne; Daß Treu' und Liebe 9. Sprich deinen milden Sebei uns sei: Dies, lieber Vater, gen Zu allen unsern Wegen; dies verleih' In Christo, deinem Laß Großen und auch Kleinen Sohne! uns un sgual Die Gnadensonne scheinen. geb. 1715, gest. 1769. Christian Fürchtegott Gellert, 10. Sei der Verlaßnen Vater, stojnedo il dos Der Irrenden Berather, Der Mel. Nun laßt uns Gott, dem 20. Unversorgten Gabe, Der Armen 487. Nun laßt uns gehn Gut und Habe.callón und treten Mit Singen und mit 11. Hilf gnädig allen KranBeten Zum Herrn, der unserm fen; Gieb fröhliche Gedanken Leben Bis hieher Kraft gegeben. Den tiefbetrübten Seelen, Die 12. Wir gehn dahin und wan sich mit Schwermuth quälen.co dern Von einem Jahr zum an- 12. Und endlich, was das Beim Jahreswechsel. meiste: Füll' uns mit deinem uns selbst, geliebt, In feinem Geiste, Der uns hier herrlich Stand und Orden. Isdagag ziere Und dort zum Himmel führe. 4. Verschon' uns, Vater, 13. Dies alles wollst du ge- gnädiglich; Straf' nicht solch ben, meines Lebens Leben! böses Leben! Hat doch dein Dein Heil uns offenbare Auch Sohn zur Strafe sich Für uns in dem neuen Jahre! dahin gegeben. Um seinetwillen uns verzeih'! Gieb deines Geistes Kraft dabei, Uns täglich zu er neuen, Des Nächsten Nuß und bad Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. Mel. An Wasserflüssen Babylon 2c. IT! 488.großer Gott, wir deine Ehr' zu suchen, und uns danken dir. Dein Name sei ge- dessen mehr, Als aller Schätz', priesen, Daß du dich so wohl zu freuen.se nism dinds tim thätig hier Im vor'gen Jahr 5. In deiner Kirche weit und erwiesen. Erhalten hast du uns breit Erhalt die reine Lehre, dein Wort; Die Obrigkeit hat Daß Wahrheit, Lieb' und Einigunsern Ort Jm Frieden noch keit, Auch Gottesfurcht sich mehre. regieret. Du hast gesegnet jeden Der Obrigkeit gieb Fried und Stand, Uns bei den Werken Ruh', Das Wollen und die unsrer Hand Versorgt und wohl Kraft dazu, zu schützen Reich' geführet. e hon si und Arme; Und jeden unsrer Brüder hier Empfehlen deiner Güte wir, Daß sie sich sein erbarme. 2. Wie manche Widerwärtigkeit Hast du ganz abgewendet; Wie manche noch zu rechter Zeit Erleichtert und geendet! Oft hat 6. Das Jahr laß uns ge uns deine Baterhuld Durch Nach- segnet sein, Vom Anfang bis sicht, Langmuth und Geduld Zu zum Ende! Und dringt ein Uebel dir mehr wollen ziehen. Ja zu uns ein, Daß es sich freudig selbst die Ruthe deiner Zucht ende! Mit dir ist Alles wohlHat unsre Besserung gesucht, gethan, Was wir von neuem Daß wir die Sünde fliehen. i fangen an, Wenn wir den Fleiß nicht sparen. Gieb endlich, wenn es dir gefällt, Uns abzufordern aus der Welt, Daß wir in Frieden fahren! 18A 3. Wer unter uns hat das bedacht, Was er bedenken sol len? Wer unter uns hat das vollbracht, Was er vollbringen wollen? Wer that, was ihm der 7. Gott, Bater in dem höchHerr gebot? Wir sind dem aller- sten Thron, Erhöre unser Flehen! besten Gott Sehr oft abtrünnig Erfülle, was dein Rathschluß worden; Den Nächsten haben schon zu unserm Heil versehen! wir betrübt, Ihn nicht so, wie Durch dich, o Heiland Jesu 350 Beim Jahreswechsel. and Qull 351 Christ, Der du für uns gestorben| thun, sich freue, Und jeden Tag bist, Hat Gott an uns Gefallen. erneue. Unser Dank stieg zu dir Bereite du uns in der Zeit, auf. Wir durften in den Nöthen Geist Gottes, zu der Ewigkeit! Des Lebens vor dich treten, Und Hilf uns, Herr, hilf uns Allen! kindlich zu dir beten; Und du Johann Olearius(?), haft mit treuer Hand, Was uns geb. 1611, gest. 1684. 140 nicht gut war, abgewandt. bil 4. Hoffnungsvoll betreten wir 489. Tausend Jahre sind Die neue Bahn des Lebens; vor dir Wie Einer unsrer Tage; Niemals noch vertrauten dir Und zum Tode reif sind wir Wir Sterbliche vergebens, Auch Am ersten unsrer Tage. Du thun wir es ferner nicht. Wir nur bleibest, wie du bist. Du werden es erfahren, Du wirst heißest uns entstehen, Und deine uns, Gott, bewahren Vor UnWerke sehen; Du rufst, und wir fall in Gefahren. Deines Trostes vergehen. Wer, Unendlicher, er Freudenlicht Wird unsern Muth mißt Dein grenzenloses Leben? erheben. Was nöthig ist zum Jahrtausende selbst geben Kein Leben, Wirst du uns Alles geben. Maaß von deinem Leben. Du, Dankbar lehr' es uns empfahn, du warst vor aller Zeit, Und du Und unserm Ziel getrost uns wirst sein in Ewigkeit. nahn! dan Mel. Gott, der Vater, wohn' zc. 2. Mit dir unveränderlich 5. Die schon an dem Ziele Ist deine Güt' und Stärke; Du stehn Der Pilgrimschaft auf Erden, erbarmst dich väterlich Der Men- Lehre freudig zu dir gehn, Wenn schen, deiner Werke. Du bist sie gerufen werden; Führe selbst unsre Zuversicht; Du sättigst uns sie durch den Tod! Versöhnt in mit Segen Auf unsern Lebens- deinem Sohne, Gieb ihnen vor wegen, Daß wir dich lieben dem Throne Des bessern Lebens mögen. Herr, wir sehn dein Krone! Ewig gnadenreicher Gott, Angesicht Auch sterbend noch voll Du wollst uns Alle leiten Durch Gnade. Selbst auf des Todes diese Nacht der Zeiten Zum Pfade Folgt uns noch deine Gnade. Licht der Ewigkeiten! UnverSicher ruhn wir unsre Zeit; Dann änderlicher, dir, Dir leben und weckst du uns zur Ewigkeit. dir sterben wir. 3. Auch das Jahr, du Ewiger, Das wir vollendet haben, Wie erfüllt kam es daher Mit Mel. Vom Himmel hoch, da komm' 2c. deiner Güte Gaben! Wie ge- 490. Unwiederbringlich schnell segnet war sein Lauf! Wir sahn, wie deine Treue, Uns wohlzu Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. entfliehn Die Tage, die uns Gott geliehn. Ein Jahr tritt ein, und 352 Auf das Fest der Offenbarung Christi. eilt davon; Wie manches ist be-| Ewigkeit. Du hast die Stunden reits entflohn! sulle zugezählt; Die letzte weislich uns verhehlt. 2. Dank sei dir, ewig treuer Gott, Für deinen Beistand in 6. Herr unsers Lebens, mache der Noth, Für tausend Proben du Uns selber recht geschickt dadeiner Treu'; Denn deine Huld zu, Daß nicht, indem wir sicher war täglich neu. n tug ibin sind, Der Tod uns unbereitet 3. Wenn unser Herz, von find'! Schuld befreit, Sich manches 7. Ist einst die Zahl der guten Tags erfreut: Weß war Stunden voll, Die unser Loos die Kraft, wer gab Gedeihn? entscheiden soll: So führ' uns Dir, Herr, gebührt der Ruhm aus der Prüfungszeit Zu deiner allein. nadiour frohen Ewigkeit! radiold an 4. Oft fehlten wir und merk- 8. Da sind wir unsers Heils ten's nicht. Verzeih uns die ver- gewiß; Da wechseln Licht und letzte Pflicht! Du siehst, Erbarmer, Finsterniß Nicht mehr, wie hier. unsre Reu'; Um Christi willen Du ew'ges Licht, Herr, unser sprich uns frei! ds Gott, verlaß uns nicht! doc 5. Wir eilen mit dem Strom Christoph Friedrich Neander, der Zeit Stets näher hin zurd nif geb. 1724, gest. 1802. 1993/1001 1914 1 ng diimlig bid Tumindas II. Auf das Fest der Offenbarung Christi. [ 11 Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. mir seine Liebe. O, daß ich's nur bewundern kann: Gott nimmt mein sterblich's Wesen an, Daß ich nicht hülflos bliebe! Dankvoll, Herr, soll Mein Gemüthe 491. Erhebt euch, Feinde Gottes, nicht: Die Heiden sehn des Heilands Licht, und finden den Erretter! Er, den Gott in die Welt gesandt, Besiegt mit Deine Güte Hoch erheben! Du, seiner Allmachtshand Die Heerde mein Heiland, bist mein Leben. falscher Götter. Gott wird Selbst 3. Es deckte Finsterniß die Hirt' Seiner Heerde; Himmel, Welt; Du aber hast sie aufgeErde Sehn mit Freuden Gott hellt, Bist uns zum Licht ervom Himmel Menschen weiden. schienen. Vom Aufgang bis zum 2. Der Gottheit Fülle wohnt Niedergang Erschallt der Völker in dir; Durch dich, mein Heil, Lobgesang, Die kommen, dir zu kommt Gott zu mir, Und schenkt dienen. Wie blind, Herr, sind, Auf das Fest der Offenbarung Christi. 353 Die dich hassen, Sich nicht ich Wenig Gold im Leben Hinlassen Gott belehren, Und sich zugeben, Soll des Armen Sich nicht zu dir bekehren! harddrud mein Herz doch treu erbarmen. 8. Versich're mich durch deinen Geist, Daß du für mich erhöhet seist, Und Seligkeit mir schenkest! Dann bin ich meines Heils gewiß, Wenn du bei allem Hinderniß Mein Herz zur Tugend lenkest. Für mich Kann ich nichts vollbringen; Hilf mir ringen, Freund der Seelen! Ich will deinen Ruhm erzählen.! 4. Ein Herz, das deine Wahrheit liebt, Und dir sich willig übergiebt, Das kannst du nicht verschmähen. Wer sich zu deinen Füßen setzt, Und sich an deinem Wort ergötzt, Der soll dich selbst einst sehen. Dein Licht Ist nicht Bei dem Sünder; Deine Kinder Sind die Frommen, Welche gläubig zu dir kommen. ishsil Nach Mudre. 5. War Armuth gleich dein irdisch Loos, So sieht mein Glaubenjem, u doll Mel. Schmücke dich, o liebe Seele zc. dich doch groß, Voll Wahrheit, 19199 Huld und Gnade. Dein Wort, 492. Gott, dein unsichtbares daß meine Seel erfreut, Ent- Wesen Läßt sich in dem Lichte deckt mir deine Herrlichkeit Auf lesen, Das du uns, um dir zu meinem dunkeln Pfade. An dich Glaub' ich, Troß dem Spötter. Kein Erretter Ist auf Erden, Durch den ich kann selig werden. leben, Bei dem Ursprung schon gegeben. Herr, ich muß aus deinen Werken Dein nothwendig's Dasein merken; Und die Pflicht, dich zu verehren, Kann mich meine Schöpfung lehren. 6. Mein Glaube sei mein Dankaltar; Hier bring' ich mich Berzum Opfer dar Dir, de 2. Die Vernunft zeigt deine laff'nen Tröster! Jch bete dich Größe, Und entdeckt mir meine in Demuth an; Wer ist, der Blöße, Ruft, mit dir mich zu mich verdammen kann? Ich bin verbinden: Doch dies hindern ja dein Erlöster. Von dir Strömt meine Sünden; Und ich, fann mir Gnadenfülle, Ruh' und ich sie versühnen? Meine Kraft Stille; Licht und Segen Bringt fann nichts verdienen. Ach, Vermir deine Lieb' entgegen. nunft, dies ist der Schade; Aber wie find' ich nun Gnade? 7. Dir will ich ewig dankbar sein, Mich gläubig deiner 3. Hier erscheint in größ'rer Lieb' erfreun, Und immer dein Klarheit Uns ein Licht, daß gedenken. Mein Weihrauch sei Wort der Wahrheit; Dies verGebet und Flehn; Hin auf dein spricht den geistlich Armen Güter, Beispiel will ich sehn, Wenn Frieden und Erbarmen. Hier hier mich Leiden fränken. Hab' ist Heil für Menschenkinder, 23 354 Auf das Fest der Offenbarung Chriſti. Hier ein Bürge für die Sün- Freudentag! Die Nacht, die auf der; Hier steht Allen, die sein den Völkern lag, Hat er zuerst hoffen, Nun der Weg zum Him- durchbrochen.dated sid me thin mel offen. in$ 1 bis 8 4. Lob und Preis und Dank und Ehre, Herr, sei dir für diese Lehre, Die dein Sohn, den du zum Leben Der verlor'nen Welt gegeben, und den du zum Licht erwecket, Uns auf Erden selbst entdecket. Ihre Wahrheit, Werth und Stärke Zeigten seine großen Werke. olds die in 3. Der vor'gen Zeit denkt, Christen, doch! Heil euch! sie ist verschwunden. Was war't ihr, 5. Gott, wie reich an Trost eh' der Herr euch noch, Eh' ihr und Segen, Und wie groß in noch ihn gefunden? Seid fröhlich! deinen Wegen, Lehrt dich uns denn, was waret ihr? D Christendein Wort vom Glauben! Wer volt, erwecket dir Dein vorig's will uns den Himmel rauben, Bild nicht Grauen? Wenn wir auf dein Zeugniß u 1 MONTS bauen, Deiner Baterhuld ver- 4. Du war'st ein Volk, das, trauen, Unsern Mittler gläubig unbekannt Mit Gott und seiner kennen, und in deiner Liebe Lehre, Die schnöden Werke deiner brennen? m in Hand, Unwürdig der Altäre, Geschnitztes Holz und todten Stein Im blutbefleckten furchtbar'n Hain Als seine Götter ehrte. 6. Aber ist's von uns geschehen? Bater, trage das Vergehen, Trag' uns noch nach deiner Treue; Gieb uns Glauben nach der Neue; Laß uns nichts von dir entfernen; Stets getreu von Jesu lernen, Und uns einst, bewährt durch Ringen, In das Reich des Lichtes dringen! 46 Christian Friedrich Unger. Mel. Es ist das Heil uns kommen her 2c. 493. Heut' hat sich Jesu Gnadenreich zu nähern ange. fangen; Heut ist sein heilsam Licht auch euch, Ihr Heiden, aufgegangen. Dies sei der Welt ein 12. Kaum sandte Gott mit seinem Sohn Der Erde große Freuden, So sammelt er sich selber schon Die Erstlinge der Heiden. Zu ihrem neugebor'nen Herrn Muß sie ein wunderbarer Stern Aus fernen Landen führen. 120 5. Du gingst in Schand' und Laster hin, Wie jede Lust dich führte. Wenn ja noch den verfehrten Sinn Einst das Gewissen rührte, So konnte da doch aus der Noth, Die die Vernunft schon Sündern droht, Dir nichts den Ausweg zeigen. 6. Beglückter Tag, der jene Macht Des Götzendienst's zerstörte, Und uns nach langer finst'rer Nacht Licht, Heil und Trost gewährte; Da Gott und dir, Immanuel, mit deinem wahren Auf das Reformationsfest. 355 Israel Nun auch die Heiden Und fördre deiner Lehre Lauf dankten! Noch zu den fernsten Heiden! 7. Nun prüfe heut', Volt Johann Adolph Schlegel( 3), geb. 1721, gest. 1793. Tomm Gottes, dich Vor seinem Ange- Mel. Wie ſchön leucht't un uns der 2c. SO sichte: Beharrst du unveränderlich 494. Wie groß, wie angeIn seiner Wahrheit Lichte? Was helfen Opfer des Gebets Zum wahren Gott, wenn du noch stets Dein Herz der Sünde weihest? betet ist Dein Nam', o Herrscher, Jesu Christ, Wie theuer deinem Volfe! Wie hell ward's in der Finsterniß Durch deine Lehre; in sid, oro qu 8. Was hilft es, daß du wie zerriß, Wie floh des JrrGott erkennst Und seinen ganzen thums Wolke! Dein Licht Täuſcht Willen, Wenn du das Thun nicht. Deine Lehren, Die wir und Wissen trennst, 3u träg', hören, machen weise, Fromm ihn zu erfüllen? Wenn du oft und selig, dir zum Preise. Treu' gelobst und brichst; Zwar christlich glaubst und christlich sprichst, Und doch als Heide wandelst? 2. Vom Aufgang bis zum Niedergang Erschallt nunmehr der Lobgesang Erlöseter Gerechten. Unzählig sind die Schaaren schon, 9. Ach, prüfe dich! Gott Die gerne dir vor deinem Thron nimmt sein Licht, Wenn man's Ein würdig Loblied brächten. nicht schäßt, zurücke. Steh' auf Ihrer, Jesu, Jesu, werden Mehr vom Schlaf! damit er nicht Sein auf Erden, Die dir singen, Dir Wort auch dir entrücke. Gott, mit uns Dankopfer bringen. hör' uns nicht zu segnen auf, Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. III. Auf das Reformationsfest. Mel. Es ist das Heil uns kommen 2c. 495. Erfühnt sich schon der Gleißner Mund, Gott ihren Gott zu nennen: Aus ihren Werken wird es fund, Daß sie ihn doch nicht kennen. Sie rühmen sich der Heiligkeit; Doch selbsterwählte Frömmigkeit Ist nicht der Weg zur Tugend. in no 2. Vom Himmel sah Gott selbst herab Auf die erkaufte Heerde, Ob sie im Wort, das er ihr gab, Auch treu erfunden werde; Ob ihm sein Volk durch Jesum noch, Frei von der Menschenlehren Joch, Im Geist und Wahrheit diene. 3. Da waren aus der eb'nen 23* 356 Auf das Reformationsfest. Bahn Die Meisten ausgeschritten, 2. Lobsingt, lobsingt dem Und folgten ihrem eignen Wahn Herrn! denn er hat uns befreit, In gleißnerischen Sitten; Doch nun ist nicht mehr Der Christ täuschte sie ihr Unverstand, Daß ein Sclav, und kein Tyrann Sein Gott auf ihren eitlen Tand Mehr, Lehrer; das hat Gott gethan. als auf Glauben, sähe. Lobsingt dem Herrn! 3. Er fam und stand der Kirche bei; Da wurden die Gewissen frei. Schon strahlt bei denen auch, die nicht so glücklich sind, wie wir, mehr Licht. Lobsingt dem Herrn! 4. Gott sprach: wie lange soll durch sie Der Meinen Wohlfahrt leiden? Für Hirten rühmen sich noch die, Die bloß sich selber weiden. Zum rechten Heiland flehn sie nicht; Sie setzen sich zur Zuversicht, Die nicht erhören 4. Bewahrt das Wort des können. toi se Herrn und seid Verträglich; Wahr5. 68 mögen Menschen im heit, Frömmigkeit Und Tugend mer kühn Auf Macht und Ansehn sei der Kirche Zier: So sieget bauen; Gott schüßt allmächtig, sie; Gott ist mit ihr, Gott ist die auf ihn Im Glauben fest vertrauen. Das Wort der Wahr5. Zagt nicht, daß seines heit bleibt gewiß, Siegt über jedes Wortes Licht Nicht gleich durch Hinderniß, Und strahlt hell in alle Nebel bricht, Daß Spötter die Herzen.de feine Wahrheit schmäh'n! Die 6. Uns hast du, Held, Imihr Schutz. 110 manuel, Der düstern Nacht ent- Lehre Jesu wird bestehn; Sie rissen. Befrei dein ganzes Israel ist von Gott. Von allen Finsternissen, Damit zu deines Namen Ruhm Dein laut'res Evangelium Im vollsten Glanze strahle! 6. Seht Gottes Sonn' an! sie erhellt Nicht gleich auf einmal alle Welt. Wohl dem, der seines Lichts genießt, Wenn er ein Kind des Lichts auch iſt! Das laßt uns ſein! Nach Pfalm 14. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag' u. 7. Lobfingt., lobsingt dem 496. Lobfingt, denn Gottes Herrn und freut, Ihr Christen, Huld und Macht Vertrieb des euch der Ewigkeit! Da wird kein Aberglaubens Nacht Und jedes Zwiespalt, da allein Ein Hirt Irrthums Finsternis, Der uns und Eine Heerde sein. Lobsingt sein heilig Wort entriß. Lobsingt dem Herrn! dem Herrn! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 105 Zur Confirmation. IV. Zur Confirmation. 357 Mel. Mitten wir im Leben sind zc. 4. In der Todesnoth laß sie, 497. Stärfe, Mittler, stärke Deine Theu'rerlösten, Daß ihr sie, Deine Theu'rerlösten! Laß Glaube standhaft bleib', Unaussie ihr Vertraun auf dich Un- sprechlich trösten! Zähl' sie zu aussprechlich trösten! Wach' über deinen Todten! Einst führe fie ihre Seelen! Sie stehn und mit uns zugleich In dein unHeiliger schwören alle dir: Herr, dein vergänglich's Reich! Eigenthum sind wir. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Laß Tröster! Dreieiniger Gott! Laß sie nie vergessen Ihren theuern, sie nie vergessen Ihren theuern, großen Eid Bei deinem Namen! großen Eid Bei deinem Namen! Balthasar Münter, geb. 1735, geft. 1793. Sa 2. Ach, wie viele schwuren auch, Fest an dir zu halten; Mel. Komm, heil'ger Geist, von 2c. Aber treulos ließen sie Ihre 498. Erhör', o Gott, das Lieb' erkalten! Verderben ward heiße Fleh'n Der Kinder, die ihr Ende. Beständig laß dir diese hier vor dir stehn! Denn dein Glieder. sein, Die sich jetzt dir schwörend sind sie und Jesu weihn! Heiliger Schöpfer, Gott! Sieh' auf sie gnädig hernieder! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gieb ihnen, Vater, Sohn und Gott, Lehrer und Tröster! Drei- Geist, Den Segen, den dein einiger Gott! Stärke sie, die Wort verheißt; Erfülle sie mit Deinen, Im Vertraun auf Jesu deinen Gaben, An deiner Gnade Tod Und wahrer Tugend! Theil zu haben! Erbarme dich, 3. Locken wird sie nun die Erbarme dich! bisnisdi Welt, Herr, zu ihren Lüsten: 2. Sie wollen, deiner fich Ach, du wollest sie mit Kraft zu freu'n, Gott, ihren Bund Aus der Höhe rüsten! Laß strei- mit dir erneu'n, Und feierlich ten sie und siegen! Die Triebe den Eid dir schwören, Dich, Gott, zu verbot'ner Lust Dämpfe früh zu lieben, zu ehren, Im Glauin ihrer Brust! Heiliger Schöpfer, ben treu, im Herzen rein, Im Gott! Heiliger Mittler, Gott! Wandel ohne Falsch zu sein. Heiliger Gott! Lehrer und Trö- Dreieiniger, sprich du das Amen ster! Dreieiniger Gott! Laß sie Zum festen Schwur bei deinem ihre Feinde, Alle Hasser ihres Namen, Und stärke sie, Und Heils, Weit überwinden! stärke sie! ll die mundi 358 Auf Buß- und Bettage. 3. Schenk' ihnen Muth und Schwör' ich den Eid Des HerFreudigkeit! Laß ihrer Zusag' zens und des Mundes. Heiligkeit So stark, so tief ihr Herze rühren, Daß sie sie ernstlich vollführen! Auch uns laß jetzt mit Herz und Mund Mit dir erneuern unsern Bund; Und einst vereint vor dir be stehen, mit ihnen in den Himmel gehen! Erhör' uns, Gott; Erhör' uns, Gott! 2. Gelobt hab' ich Jetzt feierlich Dir, Bater, ew'ge Treue. Verleihe mir, Daß ich mich dir Von ganzem Herzen weihe! 3. D Gott voll Huld, Wie viel Geduld Hast du mit deinem Kinde! Du sprichst mich frei Bei wahrer Reu' Von meiner Jugend Sünde. Elieser Gottlieb Küster, geb. 1732, gest. 1799. 4. Ich will forthin Mit Ernst fie fliehn, Und deine Wege gehen. Herr, segne mich, Behüte Mel. Ach Gott und Herr 2. 499. Wie feierlich Bist du mich, Laß mich dein Antlig PULS für mich, O Tag des heil'gen sehen! moled s dj mient Bundes! Dem Herrn geweiht, Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. ashind C V. Auf Buß- und Bettage. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2c. verlassen. Doch sieh', wir kehren 500. Du Gott, der unsre voller Reu' Zurück zu dir; o Zuflucht ist, Gott, unser Mittler, laß auf's neu' Uns deine Rechte Jesu Christ, Gott, heilger Geist fassen! Laß sie uns leiten auf der Gnaden! Unendlicher, ver- den Pfad, Den dein Befehl ge= wirf uns nicht! Wir kommen heiligt hat; Daß Irrthum und vor dein Angesicht, Mit Misse- Versuchung nie Uns auf die that beladen. Nimm von uns Bahn des Lasters zieh'! Herr, unsrer Sünden Schuld, Du Gott unser Gott, Vor Ungeduld, vor der Langmuth und Geduld, Und mert auf unser heißes Flehn, Daß wir dein Heil, Erbarmer, 3. Sieh' gnädig, Herr, auf sehn! Herr, unser Gott, Verbirg Stadt und Land; Ringsum beuns nicht dein Angesicht, Und deckt von deiner Hand, Laß uns geh' mit uns nicht in's Gericht! der Ruh' genießen! Wend' ab 2. Wir haben unsern Bund von uns durch deine Hut Der entweiht, Gebrochen unsern Flammen Grimm, den Zorn der theuer'n Eid Und deinen Weg Fluth, Des Krieges Blutveraller Schuld Behüt' uns deine Vaterhuld! Auf Buß- und Bettage. 359 gießen! Sei unser Vater, wenn die 6. Auch die Regenten lenke Noth Des Mangels und der du, Daß sie durch Weisheit und Seuchen droht, Und laß uns durch Ruh' Der Länder Wohlihren Raub nicht sein; Laß Sicher- stand heben! Dem Fürsten, der heit das Land erfreun! Herr uns schüßt und liebt, Gieb, der unser Gott, Das Land ist dein; in ihm so viel uns giebt, Das o laß Gedeih'n Noch ferner Stadt beste, längste Leben! O schütt' und Land erfreu'n! auf ihn und auf sein Haus Die Fülle deines Segens aus! Erhalt uns unsre Obrigkeit, Und durch sie Recht und Sicherheit! Herr, unser Gott, In deiner Hand ist Stadt und Land; Bein's in glücke, segne jeden Stand! 4. Sohn Gottes, der zur Erde kam, Und unsre Schwachheit auf sich nahm, Mit Gott uns zu versöhnen; Der durch den Tod in's Leben drang, Sich dann zur Rechten Gottes schwang, Wo Ehr' und Preis dich krönen! Vertritt, o Mittler, uns bei Gott Durch deine Leiden, deinen Tod; Stärk' uns in unsrer Prüfung Lauf, Und, wenn wir straucheln, hilf uns auf! Herr, unser Gott, Dein Trost, dein Licht verlaß uns nicht Im Tod, im Grab, im Weltgericht! 2.mk Loubou 1102 7. Vernimm der Leidenden Gebet; Wer in Gefahr und Noth dir fleht, Dem hilf aus seinen Nöthen! Gieb Kranken Linderung und Ruh'! Die Sterbenden erlöse du, Erhör' ihr letztes Beten! Sei aller Unterdrückten Heil, Der Witwen und der Waisen Theil! Vereitle der Verfolger Rath, Und lehre sie den rechten Pfad! Herr, unser Gott, Durch alles Leid der Pilgerzeit Führ' uns zu deiner Herrlichkeit! Italia allöć. THA la courg 5. Schütz' uns vor Irrthum und Gefahr; Erhalte deiner Frommen Schaar Der Glaubenseintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geist, Und, 8. Du thust weit mehr, als was dein Wort verspricht und wir verstehn, Kannst mehr geheißt, Sei Licht auf unsern We- währen, als wir flehn; Laß uns gen! Laß auch in Lehr' und Erhörung finden! D, neig' auf Wandel rein Die Diener deines unser Flehn dein Ohr; Heb' Wortes sein; Und bringe zu der unser Herz zu dir empor, Und Wahrheit Glück, Zu dir, die mach' uns rein von Sünden! Irrenden zurück! Herr, unser Laß uns nun ganz dein eigen Gott, Breit' aus dein Wort an sein, Jm Leben und im Tode jedem Ort; Gieb Geist und Kraft dein! Wir sind durch Christi zu deinem Wort! oireit Blut erlöst; O du, der Sünder 360 Auf Buß- und Bettage. nicht verstößt, Herr, unser Gott, Joch Sei allen armen Sündern, Erbarme dich, erbarme dich! Die fühlen ihre Sündenschuld Vergieb uns; leit' uns väterlich! Und wenden sich zu deiner Huld Und deines Sohnes Wunden.f Johann Joachim Eschenburg, geb. 1743, gest. 1820. 6. Die Heerde, die du hast Mel. Aus tiefer Noth schrei' ich zu 2c. erwählt, Die setze du zum Se501. Herr, deine Treue ist gen Und schenke, was ihr annoch so groß, Daß wir uns wundern fehlt, Zu gehn auf rechten Wegen. müssen. Wir liegen seufzend, Herr, laß dein Auge, Herz und arm und bloß Um Gnade dir Hand Den Deinen bleiben wohl zu Füßen. Die Bosheit währet bekannt, Die deiner Güte trauen. immerfort, Und du bleibst doch 7. Ein Vater und ein Hirte SECOUR der treue Hort Und willst uns meint Es treulich mit den Seinicht verderben. dst omps) obilnen; Du bist noch mehr der 2. Die Sünden nehmen über- Sünder Freund, Du kannsts hand, Du siehest selbst die nicht böse meinen; Drum trauen Schmerzen, Die Wunden sind wir allein auf dich: Ach leite dir wohl bekannt Der sehr ver- du uns väterlich Nach deinem kehrten Herzen; Die Schulden Rath und Willen! nehmen täglich zu; Es haben weder Rast noch Ruh, Die sich von dir abfehren. A nova 8. Hier sind wir deine Kinder schon Und freun uns auf das Leben, Da du uns willst die 3. Wir hoffen dennoch fest zu Gnadenkron' Als deinen Erben dir, Du werdest uns erhören; geben. Wir hoffen, bald dein Wir flehen, o Gott, für und für Angesicht Zu sehen dort in Du wollest doch bekehren Die jenem Licht, Da Christus uns sündenvolle, blinde Welt, Die wird weiden. sich für so glückselig hält, Da siel zur Hölle eilet! poso comu Johann Wehdenheim, um 1660. MODY will tram Aborinnened 4. Erbarme dich, o treuer Mel. Bater unser im Himmelreich 2. Gott, Der du die Welt geliebet, 502. Herr, der du Gnad 190 100 Die Welt, die ganz in Sünden und Huld verheißt, Gott Vater, todt, In Irrthum dich betrübet! Sohn und heil'ger Geist, Du Gieb deinem werthen Worte heilige Dreieinigkeit: Erbarm' Kraft, Daß es in solchen Her- dich deiner Christenheit! Erzen haft, Die hart sind wie die barm' dich, Herr, du treuer Gott; Felsen. og mun en Erbarm' dich, Herr, in aller 5. Laß doch die Welt erkennen Noth! id un tirés alo noch mit ihren blinden Kindern, Wie sanft und angenehm dein 2. Verschon' uns, Gott, ach Gott, verschon'! Wie schrecklich Auf Buß- und Bettage. 361 ist der Sünde Lohn! Was sind wir dein Lob erhöhn. Laß uns wir Menschen auf der Welt, nach deinem Willen thun, Und Wenn deine Gnad' uns nicht deinen Frieden auf uns ruhn! erhält? Doch nichts, selbst auch der Tod nicht, schreckt, Wenn deine Hülf' und Gnad' uns deckt. stove. 3. Um diese Gnade flehen 8. Herr, der du Gnad' und Huld verheißt, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist, Du heilige Dreieinigkeit: Erbarm' dich deiwir, Zur Besserung bereit, zu ner Christenheit! Erbarm' dich, dir. Durch deines Sohnes Menschwerdung Und blutige Vermittelung, Durch seinen Tod und Auferstehn Erhöre, Vater, unser Flehn! do Bouled radnike Herr, du treuer Gott; Erbarm' dich, Herr, in aller Noth! TUTOC Nach Freder. 4. Berleihe, daß bei reiner 503. Lehr' Auch Gottesfurcht sich bei uns mehr'; Daß man die Jugend wohl erzieh', All' Aergerniff und Sünden flieh'; Daß Keiner unter uns das acht', Was Spott und Leichtsinn hat erdacht! 5. Laß die Regenten insgesammt Sorgfältig sein in ihrem Amt; Die Obrigkeit an unserm Ort Beschüß' und segne immerfort! Gieb heilsam friedlich Regiment! Pest, Theurung, Un glück von uns wend'! Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. Bater, groß von Gnade, Lieb' und Güte, Wir kommen jetzt mit reuigem Gemüthe, Und bitten: schenk' uns Sündern, schenk' uns Armen Huld und Erbarmen! 2. Nimm von uns weg all' unsre Schuld und Sünden, Und laß uns wieder Gnade bei dir finden! Willst du doch Sünder, wenn sie sich bekehren, Gnädig erhören. 3. Wir Alle hätten Strafe wohl verdienet; Doch hat dein Sohn uns mit dir ausgefühnet, Nachdem er uns zu gut vom Himmel kommen, Fleisch ange. Your 6. Doch wenn nach deiner Weisheit Schluß Auf Sünde Straf' erfolgen muß: O, so er- nommen. leichtre uns die Last, Damit du uns beleget hast! Und wenn du wahre Buße siehst, So zeig' uns, daß du gnädig bist! 4. Für uns, die dir halsstarrig widerstrebet, Hat er nach deinem Willen stets gelebet. Für uns, die dein Gesetz oft über7. O Jesu Christe, Gottes schritten, Hat er gelitten. Lamm, Das aller Welt Sünd' 5. Er hat die Schmach und auf sich nahm: Erbarme dich, die gerechten Plagen, Die wir hör' unser Flehn! So wollen verdienet hatten, selbst ertragen; th 362 Auf Buß- und Bettage. Sich in den Tod, damit wir Obrigkeit und unserm ganzen möchten leben, Dahin gegeben. Lande. Begleite uns mit deimi 6. Wir können sonst für uns nem reichen Segen Auf unsern und unsre Sünden Kein Löse- Wegen. geld, Kein ander Opfer finden. Wir würden ohne Jesu Leiden müssen Auf ewig büßen. Ho 7. Du kannst, o Gott, das Opfer nicht verachten, Das sich für uns so willig lassen schlach. ten; Der Hirte stirbt nach deinem Rath zur Strafe Für seine Schafe. 80 8. Durch ihn allein erwarten wir jetzt Gnade, Und hoffen, daß die Sünde uns nichts schade. Dein Sohn hat ja an unsrer Statt erduldet, Was wir verschuldet. make 9. Vergieb die Sünd', in der wir sind empfangen! Vergieb, was wir aus Vorsatz sonst begangen! Bergieb es, was aus Schwachheit ist versehen, Und nicht geschehen! 13. Erhöre der Betrübten laute Klagen; Befreie sie auch von verborgnen Plagen, Die sie vor Freunden selbst oft gern verstecken, Nur dir entdecken. 14. Gott Vater, hilf du uns; gieb deinen Segen Uns, deinen Kindern, deines Sohnes wegen. Laß uns um Jesu willen deine Gaben Von oben haben. by 15. Herr Jesu Christ, durch deinen Tod und Leiden Erquicke uns dereinst bei unserm Schei den, Daß wir getrost und fröhlich darauf sterben, Dein Reich ererben. 16. D heil'ger Geist, erhalt' uns deine Gnade, Daß Sünde, Welt und Satan uns nicht schade; So wollen wir hier und im Himmel oben, Gott, dich loben. 10. In's tiefe Meer woll'st du es Alles senfen! Nicht mehr daran um Christi willen den iden ken, Da wir mit wahrer Reue 504. Herr und Gott und vor dich treten, Und zu dir beten. Bater, Allerhöchster Gott, Wie wenig gilt doch dein Gebot; Verschon' unsre Blindheit, Die viel Sünde thut! Erbarm' dich unser! Nach Gensch v. Breitenau. 11. Schüß' deine Kirch', hilf, daß bei reiner Lehre Sich Got tesfurcht und heil'ges Leben mehre; Daß unsre Kinder sich 2. Christe, der du bist Der erziehen lassen, Das Böse hassen. Tag und das wahre Licht Die 12. Gieb Frieden, Glück und Pforte der Wahrheit Und Heil in jedem Stande, Der das Leben, Des Vaters Wort An den Erntebettagen. 363 und Rath, Den er uns zum Alle Sünden sind uns leid. Trost hat gegeben: Erbarm' dich Du wirst nicht verlassen Alle, unser! die dir trauen. Erbarm' dich mimbom unser! 3. Tröster, Herr, Heil'ger Geist in Ewigkeit: Steh' uns bei Durch deine Barmherzigkeit! Johann Spangenberg, geb. 1484, geft. 1545. 146 VI. An den Erntebettagen. stat och me Mel. Lobet den Herren, Alle, die zc. 505. Auf dich, o Gott, horcht die Natur in Stille, Daß sie dein ewiges Gesetz erfülle; Des Men schen Psalter und Gesang er- 7. So weit nur Menschen deine Welt bewohnen, Bist du schallen, Dir zu gefallen. 2. Wo betet ein Geschöpf auf die Hoffnung aller Nationen, deiner Erde, Das nicht von dei- Die Zuflucht Aller, die an fernen ner Huld erhöret werde? Das Meeren Dein Heil begehren. wissen alle Wesen; alle treten Zu dir und beten. 8. Er hat durch seine Kraft die Berg' erhöhet, Daß jeder wie ein Pfeiler Gottes stehet; Er ist umgürtet, er, der Herr der Heere, Mit Stärk' und Ehre. 9. Er stillt der Meere Brausen, wenn sie schwellen; Er stillt das Brausen ihrer stolzen Wellen, Und den Tumult und die Rebellionen Der Nationen. Gutt 10. Ein frommer ehrfurchtsvoller Schauer bebet Durch alle Völker; jedes Volk erhebet Die Wunder deines Arms, und deiner Stärke Ruhmvolle Werke. sich und zittern alle Welten. Gott unsers Heils, erhör' uns, wenn wir flehen, Aus deinen Höhen! 3. Uns drückt die Last von allen unsern Sünden; Bedecke sie und laß uns Gnade finden, Von deiner Strafe,- weil sie, Gott, uns reuen,- Uns zu befreien! ini m 4. Dem, den du wählst, daß er zu deinem Throne Sich nahen mög' und in den Höfen wohne, Die du verherrlichst, welch ein selig Leben Ist ihm gegeben! 5. Dem giebst du aus dem Sige deines Ruhmes Den reichen Ueberfluß des Heiligthumes; In seinem Mangel Sättigung, und Freude In seinem Leide. 11. Sie jauchzen, wenn sie deine Sonne sehen In ihrem Morgenglanze dich erhöhen, Und 6. Herr, du bist heilig; Herr, wenn die westlichen verborgnen vor deinem Schelten Entseßen Erden Erleuchtet werden. An den Erntebettagen. 12. Du suchst das Land und Dank! Du hörst das Schrei'n heim, die Gefilde lachen; Du der jungen Raben, So wie der wässerst sie mit Thau, sie reich Lerche Lobgesang. D, neige jetzt zu machen; Dein Strom ist voll; durch dich reift das Getreide Zu unsrer Freude. dein Ohr zu mir; Du forderst Dank, ich danke dir. 2. Die kleinste deiner Kreaturen 13. Die tiefgefüllten Furchen Macht deine Weisheit offenbar. füllt dein Segen, Und das zer- Man siehet deiner Güte Spuren lechzte Land erfrischt dein Regen; Und deine Macht von Jahr zu Du machst es weich und seg. Jahr. Ein jedes Gräschen lehret neft seine Saaten, Daß sie ge-| mich: Wie groß ist Gott; wie rathen. ms 60m klein bin ich! 364 14. Du frönst das Jahr mit 3. Du sorgst nach treuer Väter deiner milden Gnade. Gedeih'n Weise Für alle Werke deiner und Wachsthum folgen deinem Hand; Du giebest allem Fleische Pfade, Und träufeln, wo du Speise, Beschirmst und segnest wandelst, daß die Erde Befruchtet jedes Land; Du liebest unverwerde. UNTOC länderlich; Der Bösen selbst er15. Sie träufeln, deine Tritte, barmst du dich. daß von ihnen Die frohen Auen in der Wüste grünen; Die Hügel hüpfen, Gott, im Feierkleide Vor Dank und Freude. 4. Der Erdkreis ist von deiner Güte, Von deiner Weisheit ist er voll. Herr, unterweise mein Gemüthe, Wie ich dich würdig 16. Du schmückst und kleidest loben soll; Gieb, daß mein Herz das Gefild mit Heerden, Und dich freudig liebt, Dich, der mir schaffest Gras, daß sie gesättigt so viel Gutes giebt! werden; Dem Schnitter rauscht 5. Der Same wird in deinem der vollen Felder Segen Zur Namen Auf Hoffnung in das Ernt' entgegen.lumns 17. Und Dank und Freud' und Jubel jauchzt aus Allen, Und Hain und Auen und Gefild erschallen Von lautem, dir frohlockendem Getümmel, Bis in den Himmel. Feld gestreut. Allgütiger, du gabst dem Samen, Da du ihn schusst, die Fruchtbarkeit; Zur Aussaat giebst du auch allein Dem Landmann Kraft, Zeit und Gedeih'n. addig mma 6. Du machst den Schooß der Erde schwanger; Du machst des Ackers Furchen naß; Du schmückest Wiesen, Flur und Anger Mit Blumen, Sträuchern, Laub und Gras; Du träufelst mit dem Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. Mel. O, daß ich tausend Zungen hätte 2c. 506. Dir, milder Geber aller Gaben, Herr, dir gebühret Ruhm An den Erntebettagen. 365 kühlen Thau Die Fruchtbarkeit gleiten. Durch dich nur keimt der auf Feld und Au'. Same auf, Wächst, treibt, setzt 7. Was dürr' ist, feuchtest Frucht und reift darauf; Du du mit Regen; Was falt ist, bist's, der Alles nähret. wärmt dein Sonnenschein; Du 4. Straf uns, Herr, nicht theilst die Zeiten, wie den Segen, in deinem Zorn; Sei uns ein Zu unserm Besten weislich ein. Gott der Güte! Erhalt' uns Bei Wärme, Hizze, Kält' und unsrer Felder Korn; Ach, Vater, Frost Grünt, wächst und reifet ach, verhüte, Daß Frost, Wind, unsre Kost. Sturm und Hagelschlag Sie nicht zerstörend treffen mag, Und wir dann trauern müßten! 8. Kommt, preist des Schöpfers Huld und Stärke; Bringt seinem Namen Ehre dar! Groß ist der 5. Gieb 5. Gieb gnädig, was uns Herr, und seine Werke Sind herrlich, groß und wunderbar. Kommt, Laßt uns seine Macht erhöhn! Der Herr ist gut, sein Lob ist schön. deine Hand Jetzt in der Hoffnung weiset; Und frönt dein Segen unser Land, D dann sei, Herr, gepreiset! Dann bringen wir dir Ehr' und Danf, O Vater, der mit Speis' und Trank Die Kreatur erfreuet. Ehrenfried Liebich, geb. 1713, gest. 1780. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit zc. 507. Es baut, Herr, deiner Menschen Schaar Auf dein Geheiß die Erde, Und hofft dabei von Jahr zu Jahr, Daß sie verforget werde; Denn du versprichst, du treuer Gott, Daß sie bei Fleiß und Müh' ihr Brod Von dir erhalten solle. 2. Bis hieher trifft die Zusag' p Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c. ein. Gieb ferner deinen Segen; 508. Liebreicher Gott, dein Laß unsre Früchte wohl gedeih'n; Gieb Sonnenschein und Regen! Segenswort Erzeiget sich noch Denn ohne deine Segenshand immerfort In seiner Kraft auf Bringt selbst ein fettes gutes Land Erden, Daß unser Feld mit Uns nimmer, was es könnte. Nuß bestellt Und angebaut kann werden. 6. Dir trauen wir, wohlthat'ger Gott; Dich lassen wir nur walten. Du fennst am besten unsre Noth, Hast lange hausgehalten. Du wirst in deinem Eigenthum Zu unserm Wohl, zu deinem Ruhm Dich ferner gnädig 20% liom zeigen. Bartholomäus Ringwaldt, geb. 1530, gest. 1598. 3. Vergebens ist all' unsre Kunst Und Müh' im Zubereiten, 2. In Hoffnung streun wir Wenn nicht, Gott, deine Gnad' Samen aus; Doch segnest du und Gunst Hier unsern Fleiß be- nicht Feld und Haus, So ist die 366 Am Erntedankfest. Müh' vergebens. Nur deine Kraft 6. Und wie das Körnlein erst und Güte schafft Uns Unterhalt verdirbt, Und in der Erde liegt des Lebens. dan ibu und stirbt, um neue Frucht zu 3. Laß unfre Saat gesegnet bringen; So werd', o Gott, ich sein; Gieb Regen, Wind und durch den Tod In's beff're Leben Sonnenschein, Daß Wachsthum dringen. und Gedeihen Uns spät und früh nach Sorg' und Müh' Einst wiederum erfreuen! 4. Bewahre sie auch dieses Jahr Vor so vielfältiger Gefahr, Die sie leicht kann verlegen, und den, den heut' sein Feld erfreut, In Kummer bald versehen. 15. Bei solcher Saat seh' ich 8. Nur mache mich, o Gott, bereit, Im Glauben und Gottallhier Zugleich ein tröstlich Bild seligkeit viel gute Frucht zu von mir. Denn unter Sturm bringen; So will ich dir derund Winden Erhebt sie sich; so einst dafür In Ewigkeit lobmuj auch ich Durch Kreuz' den fingen. Nach Gensch v. Breitenau(?). Himmel finden. stroof H 7. Auf diesen seligen Gewinn Freut sich bereits mein Herz und Sinn, Muß ich bei trüben Fällen Die Thränensaat nach deinem Rath Gleich öfters hier bestellen. dia VII. Am Erntedankfest. Mel. Herr Gott, dich loben wir zc. ermißt, Wie groß, wie stark, wie 509. Herr Gott, wir danken gut du bist. Die Erde, die uns dir; Herr Gott, dich preisen wir. Menschen trägt, Das Meer, das Im Staube beten wir dich an sich um sie bewegt, Ist vor dir, Für das, was du an uns ge- Herr, der ewig lebt, Ein Tropfen, than. Herr, Herr, Allgütiger, wer der am Halme klebt, Ist nur ist So liebenswerth, wie du es ein kleiner Theil, ist faum Ein in deiner Schöpfung bist! Was ist und lebt, das schufest Punft in du, Und was du schusst, das Raum: Doch fassen wir die ruft uns zu: Unendlich groß ist Wunder nicht, Die täglich hier Gott, Unendlich stark ist Gott, dein Arm verricht't. Unendlich gut ist Gott! Wo ist ein folcher Gott? un nom 2. Ja, Herr, kein Sterblicher 3. Gott, deine Weisheit, Huld und Macht Verkündiget der Tag der Nacht; Dich predigt Sonnen Am Erntedankfest. 367 schein und Sturm, Des Meeres erhält Er seine Welt; Was nöthig Brausen und der Wurm. Wie ist zum Leben, Will er uns Alles groß ist der Geschöpfe Zahl! Wer geben. zählt die Millionen all', Die Die 2. Er ist der Herr, in seiner hier durch Erde, Luft und Meer Hand Ist, was die Erde bringet. Sich froh bewegen? Du nur, So sehr auch Menschenfleiß das Herr, Du kennest ihre ganze Land Baut, pfleget und beZahl; Du liebst, belebst und dünget: Kommt doch allein Von nährst sie all'. ihm Gedeih'n. Nur er, er läßt die Saaten Blühn, reifen und gerathen. 4. Auch dieses Jahr hat unser Land Gesegnet deine Vaterhand. Der Same, den wir streuten hin, 3. Oft sehn wir froh in Schoß auf, ward herrlicher Ge- Hoffnung schon Der reichsten winn. Du, der den Erntesegen Ernt' entgegen, Und plötzlich ist gab, Wend' ferner allen Schaden er uns entflohn, Der und geab! Gieb uns ein Herz voll zeigte Segen. Gott nimmt und Dankbarkeit, Ein Herz, das jede giebt, Was ihm beliebt; Daß er Sünde scheut; Ein weises Herz, als Herr der Erde Von uns ver-. das nie vergißt Die Ernte, die ehret werde. noch fünftig ist! 5. Nicht bloß für dieses Leben schuf Uns deine Hand; dein großer Ruf Ruft uns einst von der Erde ab, Und dann sinkt dieser Leib in's Grab. Doch herrlich wieder aufzublühn, Sinft dieser Leib in's Grab dahin. Dein Sohn fommt einst und hält Gericht. Die ihm hier lebten, beben nicht; Sie ernten ew'ge Freuden ein. Ach, laß in ihrer Zahl uns sein! Amen. 4. Zeigt auch nicht gleich so sichtbar sich Der Reichthum seiner Gaben: So giebet er doch sicherlich, So viel wir nöthig haben; Ist stets bedacht, Voll Gnad' und Macht Die Seinen zu er halten, Die ihn nur lassen walten.@ ito usar smil 5. Und, o was ist's für ein Gewinn, An dem sich g'nügen lassen, Was da ist; und mit beitrem Sinn Das feste Zutrau'n fassen, Daß, der die Welt Regiert und hält, Auch uns, so lang' wir leben, Was nöthig ist, Mel. Was Gott thut, das ist 2c. wird geben! 510. Preist, Christen, mit Zufriedenheit, Preist Gott, den 6. Ja, Höchster, wir verehren Herrn. der Ernte, Daß sich nicht dich In allen deinen Wegen, Und ganz die Fruchtbarkeit Von Au' trauen unveränderlich Auf deinen und Feld entfernte! Noch stets milden Segen. Auch unser Brod 368 Wirst du uns, Gott, Von Zeit zu Zeit gewähren, Wenn wir dich kindlich ehren. hoden Am Erntedankfest. 4. Du schüttest deines Segens 1977. Wir beten demuthsvoll dich Fülle Herab, die wir doch nicht an, Der Alles weislich füget, Des verdient. Es ist allein dein guVorsicht niemals irren kann, Des ter Wille, Daß Feld und Au' Wohlthun niemals trüget. Froh und Garten grünt, Und uns, danken wir, Erhalter, dir, Und sind wir es gleich nicht werth, * preisen deine Güte mit g'nüg- Die Frucht der Erde reichlich samem Gemüthe. nährt. 19 Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. 5. Bewahre ferner unfre Staaten Und unsre Häuser, Hab' und Gut. Bewahr' uns, Herr, vor Miſsethaten, Vor Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) 511. Wir singen, Herr, von deinen Segen, Wiewohl sie Wollust, Geiz und Uebermuth: nicht zu zählen sind. Du giebst Weil sonst im reichsten Uebermit Sonnenschein und Regen fluß Die Seele doch verderben Frost, Hiße, Donner, Thau und muß. mi hind dans Wind. So blüht und reifet 6. Ja, Vater, wenn wir dein unsre Saat Nach deinem wun- vergessen, Der du so liebreich dervollen Rath. 10dib an uns denkst, So muß der Fluch den Segen fressen, Mit dem du Feld und Haus beschenkst; Wird auch der Vorrath nicht zerstreut, So mangelt doch Zufriedenheit. 2. Der Himmel träufelt lauter Güte, Die Erd's ist deiner Schäße voll; Damit ein achtfames Gemüthe Dich finden und bewundern soll, Dich, der durch seine weise Macht Das Alles einst hervorgebracht. da rest uns, wir werden fatt; Du giebst, daß man noch übrig hat. order via he 7. So wollen wir denn hier auf Erden, Des Guten Samen 3. So sei die Liebe denn ge- auszustreun, Nie müde, nie verpriesen, Gepriesen sei die Wun- drossen werden, Und uns vielderkraft, Die auf den Feldern, mehr der Ernte freu'n, Die einst auf den Wiesen Den Erdbewoh- nach dieser Zeit der Saat Dein nern Nahrung schafft! Du näh- Rath für uns ersehen hat. Alpidion sousdal slut panl o wie hie dor unge 1000 Guadelig hid tehin dn 018 chil Golf in di 698 Am Schlusse des Kirchenjahrs. Am elften März. 369 rojusp. monist mol VIII. Am Schlusse des Kirchenjahrs. Mel. Nun laßt uns Gott den 2c. ydom, thin 7. Dir dankt auch, treuer 512. Hier sind wir, dich zu Hirte, Die Seele, die sich irrte, Die du so kräftig rührtest, Auf beff're Wege führtest. ehren, Dich, dem wir angehören, Dir, Bater, zu lobsingen, Dir Preis und Dank zu bringen. 162. Noch leuchtet, dir zur Ehre, Der Offenbarung Lehre, Dies Licht, von dir bereitet, Das uns zum Leben leitet. TIED 8. Dir dankt auch dein Erlöster: Du warst sein bester Tröster; Dein Wort hat ihn erfreuet, Gestärket und erneuet. 9. Dir woll'n wir ferner trauen, Auf deine Güte schauen; Dein heilsam Wort recht lernen, Vom Bösen uns entfernen. 3. Noch hast du uns verschonet, Nach Sünden nicht gelohnet, Mit Langmuth uns getragen, Erhört Gebet und Klagen. mi 4. Noch schonst du deiner Kinder, Noch trägst du robe Sünder, Hast noch nicht strafen wollen, Weil sie sich bessern follen.nl 618 6 1010 11. Dein Friede wohn' im 5. Du duldest uns auf Erden; Lande! Gieb Segen jedem Stande! Wir sollen frömmer werden, Nach überwund'nem Leiden Gieb Und, was wir sehn und hören, uns des Himmels Freuden! Soll uns zu dir befehren. un 12. Sooft wir mit den 16. Wir preisen deinen Namen, Daß du des Wortes Samen 11391 Frommen In dein Haus fünftig kommen, So laß das doch Zu segnen nicht aufhörest, Und geschehen, Warum wir zu dir warnest, strafest, lehrest. flehen! 173403 10. Hilf uns zu allen Zeiten! Laß uns dein Auge leiten! Getreu sei jeder Lehrer, Und folgsam jeder Hörer! IX. Am elften März. @ Na Mel. Ich dank' dir schon durch zc. 200701 2. Es drohete der Flamme 513. Das war ein fürchter- Wuth, Die Stadt ganz zu verlicher Tag! O, säh' ihn Keiner heeren Und augenblicks in Asch' wieder! Ein Feuer, das vom und Schutt Die Häuser zu verHerrn ausbrach, Schlug Alles fehren. plößlich nieder. med mit 3. Der Reiche war jetzt nicht 100 24 370 Am elften März. Morgenlieder. le und schützet. mehr Herr Von seinem großen sonst, wo nicht Der Herr es baut Gute; Der Arme fand sie auch nicht mehr, Die Hütte, wo er ruhte. 4. Wie Mancher mußte, abgebrannt, Vor andrer Leute Thüren Mit trübem Blick und leerer Hand Jeßt seine Kinder führen, 9. Drum woll'n wir dir allein vertraun, Dich fürchten, lieben, ehren; In unsern Häusern, die wir bau'n, Soll sich dein Lob vermehren. 5. Und flehen Brod für sich und sie, Und winseln um Erbarmen! O welche Noth! so groß war nie Die Menge wahrer Armen. hollied nis 10. Und wenn wir Arme, abgebrannt Und nackend, vor uns sehen, Soll unser Herz und milde Hand Stets ihnen offen stehen. 6. Obgleich auch unter uns ein Heer Von frechen Sündern wohnet, So hat seit vielen Jahren her Gott unser doch geschonet. 7. Ach Gott, wie bald kann dein Gericht Ein schrecklich Feu'r anzünden! Ach handle, Bater, handle nicht mit uns nach unsern Sünden! 8. Vergebens baut der Mensch und spricht, Daß er ein Haus befizet; Der Wächter wacht um 11. Denn, wenn von unsrer Härtigkeit Des Armen Thränen zeugen: So kann, wenn er zum Himmel schreit, Uns gleiches Unglück beugen. 12. Ach Herr, bewahre Stadt und Land! Und, brennen unsre Häuser, So mache selbst durch Glut und Brand Uns frömmer, besser, weiser! ndud n3 13. 3u wichtig ist dem kein Verlust, Der Gott und Himmel gläubet. Die Welt vergeht mit ihrer Lust; Gott und sein Himmel bleibet. X. Morgenlieder. Mel. Aus meines Herzens Grunde 2c. fromm handeln, Nein, auch fromm Grunde f 514. Des Morgens erste denken mag! Stunde Will ich, mein Gott, 2. Fromm laß mich, doch dir weihn. Mein Herz stimmt gesellig; Klug, doch von Falschmit dem Munde Zu deinem heit rein; Freimüthig, doch ge= Lobe ein. Ja, laß den ganzen fällig; Und stark zur Tugend Tag Mich so vor dir, Herr, sein; Auch standhaft in der Noth. wandeln, Daß ich nicht bloß Kein Zorn schwäch' meine Liebe, Morgenlieder. 371 Kein Ernst der Sanftmuth mich in Noth, Daß ich nicht Triebe, Kein Scherz die Furcht ängstlich zage. Am letzten meivor Gott, to adishm ner Tage Giebt dies mir Muth im Tod. 10 gün Nach Matthesius. 3. Was dein Gebot verlegzet, Laß nie mit Lust mich schaun; Wenn es die Welt ergößet, Erweck' es mir doch Graun. Schnell wirkt des Lasters Gift. 515. Dich, dich, mein Gott, diff Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2c. Nichts, nichts sei mir verhaßter; will ich erheben; Du warst Doch, daß mein Haß das mein Schirm in der verflossnen Laster, Nicht meinen Mitknecht Nacht, Erquicktest mich, erhielt'st trifft! prodist mein Leben, Und schafftest es, daß ich vergnügt erwacht. Wer bin ich, daß du meiner so gedenkst, Und wieder einen Tag zum Heil mir schenkst? 4. Des Nächsten Ehre schmälern, Entehrt mein Christenthum. Ein Ruhm aus fremden Fehlern Ist Schande und kein Ruhm. Laß mich das Richten fliehn; Nie schlimm, was gut ist, deuten; Und seh' ich Andre gleiten, Es jedem Aug' entziehn. 2. u 2. Auch über mir ist deine Güte Noch immerfort mit jedem Morgen neu. Mit innig dankbarem Gemüthe Fühl' ich die Größe deiner Batertreu'. Auch diesen Tag will ich mich deiner freun; Auch er soll dir zum Dienst geheiligt sein! 5. Bei Fleiß und Arbeit schleiche Kein Geiz sich in mein Herz, Und fremde Noth erweiche Mich leicht zu edlerm Schmerz. Kein Glück, das Andern blüht, 3. Vor deinen Augen will Empöre mich zum Neide; Und kein Genuß der Freude Verzärtle ich wandeln, Und treu das mein Gemüth. idu unmethun, was dir, mein Gott, ge500 6. Gieb, daß an diesem Tage fällt, Gewissenhaft in Allem Sich mir kein Unfall naht; Und handeln, Und standhaft fliehn trifft mich eine Plage Nach die schnöde Lust der Welt. O, deinem weisen Rath, So gieb, stärke selbst mit deiner Hülfe daß ich alsdann Mein Leiden mich! Denn was vermag ich Schwacher ohne dich? nicht verschulde, Nicht murre, christlich dulde, Froh dir vertrauen fann! and 4. Laß diesen Tag mich so vollbringen, Daß ich ihn ohne 7. Wie bald ist überwunden Reu' beschließen kann! Soll guter Das Leiden dieser Zeit! Auf Vorsatz mir mißlingen, So schreib wenig bange Stunden Folgt den Vorsatz selbst zum Heil mir Glück in Ewigkeit. Dies stärket an. Auch dieser Theil von 24* Morgenlieder. 372 meiner Uebungszeit Sei mir Gewinn noch für die Ewigkeit! 5. Gieb mir auch heute, was mir nüßet. Vor Allem aber gieb ein ruhig Herz, Das sich auf deine Vorsicht stüßet, Und dir vertraut auch in dem größten Schmerz! Du weißt, was mir zum wahren Wohl gebricht, Und du versäumst gewiß mein Bestes nicht. 6. In diesem kindlichen Vertrauen Will ich getrost an mein Geschäfte gehn, Auf deinen sichern Beistand bauen, Und deiner Fügung still entgegen sehn. Ich weiß, du führst mich auf der rechten Bahn, Und nimmst mich einst gewiß zu Ehren an. Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. merke Neue Stärke. Dich erhebe Meine Zunge, weil ich lebe! 3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht, Daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, Auf ewig von mir fliehe; Daß ich die kurze Lebenszeit In christlicher Zufriedenheit Zu nugen mich bemühe! Prüfe, Siehe, Wie ich's meine! Dir ist keine, Meiner Sorgen, Auch die kleinste nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Christ; o Herr, verleih', Daß ich des Namens würdig sei! Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn, ach, was bin ich ohne dich? Ein irrend Schaf. Erhalte mich, Mein Hirt, auf deinem Pfade! Stärk' mich, Daß ich Stets mich übe, Deine Liebe zu betrachten, Ueber Alles dich zu achten. Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. 5. Auch im Geräusch der 516. Dich seh' ich wieder, Welt soll mich Der heilige GeMorgenlicht, Und freue mich dank' an dich Oft still zu dir erder edlen Pflicht, Dem Höchsten heben. Im dunkeln Thale wall' lobzusingen. Ich will, entbrannt ich hier; Einst nimmst du mich von Dankbegier, O mildester Er- hinauf zu dir, Zum Licht und barmer, dir mit heilgem Muth höhern Leben. Auf dich Hoff' ich. lobsingen. Schöpfer, Vater, Deine Herr, ich werde Mich der Erde Treue Rührt auf's neue Mein Gern entschwingen, Dir dort Gemüthe; Froh empfind' ich deine Güte. ewig lobzusingen. Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was wär' ich, hättest Mel. Zu dir, o Vater aller Güte 20. du nicht dich So hülfreich mir 517. Dir dank' ich heute bewiesen? Zu meinem Leben für mein Leben; Du, Vater, setzest du Jetzt einen neuen Tag hast es mir gegeben; Dir dank' hinzu; Sei hoch dafür gepriesen! ich, o mein Gott, dafür. Durch Durch dich Bin ich; Und ich freie Gnad' allein bewogen, Morgenlieder. 373 Hast du mich aus dem Nichts Und dein, daß er dich heute gezogen; Durch deine Güte bin preist. ich hier. 7. Du hast mein Leben mir 2. Von dir so wunderbar gefristet, Mit Stärk' und Kraft bereitet, Werd ich durch deine mich ausgerüstet; Dies Alles, Hand geleitet, o treu bis die- Vater, dank ich dir. Du hast sen Augenblick. Du giebst mir mich wunderbar geführet, Mit tausend frohe Tage, Verwandelst deinem Geiste mich regieret; Dies immer meine Klage Und meine Alles, Bater, dank' ich dir. Leiden in mein Glück. 8. Soll ich, o Gott, noch länger leben, So wirst du, was mir gut ist, geben; Du giebst's mir, denn ich hoff' auf dich. Dir, Gott, befehl' ich Leib und Seele; Die Güte, der ich sie befehle, Die segne, die behüte mich! Nach Gellert. 3. Ich bin nicht würdig dei ner Treue, Der Huld, der ich mich täglich freue, Noch alles dessen, was sie that. Von Ewigfeiten her schon dachtest Du an mein Glück und Heil, und wachtest, Eh' ich um deinen Schutz dich bat. 4. Du sahst und hörtest schon mein Sehnen, Und zähltest alle meine Thränen, Eh' ich von dir bereitet war; Und wogst, eh' ich zu sein begonnte, Eh' ich zu dir noch rufen konnte, Mir mein bescheiden Theil schon dar. 5. Du ließest, Herr, mich Gnade finden; Und sahst doch alle meine Sünden Vorher in in deiner Ewigkeit. welche Liebe, welch Erbarmen: Der Herr der Welt sorgt für mich Armen, Und ist ein Vater, der verzeiht! Mel. Warum betrübst du dich 2c. 518. Dir, der das Licht entstehen hieß, Und mich gesund erwachen ließ, Sei Preis und froher Dank! Des neuen Morgens Heiterkeit Sei dir, mein Gott, zuerst geweiht! 2. Ein jedes Gut, des ich mich freu', Empfang' ich jetzo wieder neu Aus deiner milden Hand. Mein Auge wird, wohin es blickt, Von Wundern deiner Huld entzückt. 3. Dich, dem ich nichts vergelten kann, Dich, Vater, bet ich kindlich an; Ich opfre dir Verwirfst du, 6. Für alle Wunder deiner mein Herz. Ein Herz voll Dank Treue, Für Alles, dessen ich mich und Zuversicht freue, Lobsingt, o Vater, dir Allerhöchster, nicht. mein Geist. Er selber ist dein 4. O du, den meine Seele größt' Geschenke; Dein ist's, preist, Erwecke mich durch deidaß ich durch ihn dich denke, nen Geist Zur Uebung meiner Morgenlieder. Pflicht! Er helfe meiner Schwach- 6. Erinn're mich an meine heit auf, Bis ich vollende mei- Pflicht, An mein Berufsgeschäfte; nen Lauf. tomt und Gieb mir dazu der Weisheit Licht Und neue Geisteskräfte. 5. Ein gut Gewissen sei mein Theil! Dies wirk' in mir zu meinem Heil, Und segne meinen Fleiß! Dir ist, was ich bedarf, bekannt; Und Alles steht in deiner Hand. 7. Herr laß mein Herz zu aller Zeit Auf deine Vorsicht bauen, In aller Noth mit Freudigkeit Und findlichem Vertrauen! 6. Die Blume kleidest du mit Pracht, Nährst jeden Vogel, Gott der Macht: Bin ich nicht mehr, denn sie? Ich werfe meine Sorg' auf dich; Du, mein Erbarmer, forgst für mich. 8. Dir ist bekannt, Herr, was mich fränkt, Du kennest meine Sorgen; Und, was mein Herz nur wünscht und denkt, Ist dir, Gott, unverborgen. chilght Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 9. Laß weislich mich die Prüfungszeit Zu meinem Heil verwenden! Du forderst in der Ewigkeit Sie einst von meinen Händen. 10. Behüte, Herr, und segne mich! Und, was du mir be schieden, Erhalte mir auch väterlich; Und gieb mir deinen Frieden! 374 Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 519. Ermuntre dich, mein Geist, du mußt Zu Gottes Throne treten; Genieße früh die hohe Lust, Den Schöpfer anzubeten! 2. Er, er hat mich zu rechter Zeit Aus meinem Nichts gezogen, Und hat mein Glück von Ewigfeit Allgütig abgewogen. Nach Lossius. # 1910 Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 3. Gelobt, mein Gott, sei deine 520. Früh preis' ich dich, du Treu', Gelobt sei deine Güte! Gott der Macht, Du Gott von Auch heut' wird sie mir wieder großer Treue; Verdanke nach neu; Froh dankt dir mein Ge- verfloff'ner Nacht Mein Leben müthe. dir auf's neue! ibutins din 4. Vom süßen Schlaf, o Herr, erquickt, Fühl' ich die Kraft der Sonne; Und abermals seh' ich entzückt Der Schöpfung Pracht und Wonne. insun om 5. D Vater, nimm dich meiner an Auf allen meinen Wegen; Erhalte mich auf ebner Bahn, Und gieb mir deinen Segen! 2. Ach, Herr, mein dunkles Lager ward Zwiefach mit Nacht umhangen; Es machte mir's die Sünde hart, Die ich vorhin begangen.05819 m2 3. Drum bitt' ich, sei du, Gott, mein Licht In diesen Finsternissen; Gedenke meiner Sünden nicht, Und heile mein Gewissen! Morgenlieder. 375 Mond uns scheinen heißt, Dessen starke Hand die Welt Und was drinnen ist, erhält: 10 4. Behüte mich auch diesen Tag, Für den du mich gewecket! Was ist wohl, das mir schaden mag, Wenn mich dein Schutz 2. Gott, ich danke dir von bedecket? Herzen, Daß du mich in dieser 5. Regiere mich, wie dir's Nacht Vor Gefahr, Angst, Noth gefällt, Nur daß ich christlich und Schmerzen Hast behütet handle, Und dir zeitlebens, nicht und bewacht; Ach, bei aller der Welt, Zum Wohlgefallen meiner Schuld Trägst du mich mit Baterhuld. dd wandle. 6. Denn, was ich hab' und was ich bin, Leg' ich in deine Hände. Kommt Unfall her, so hemme ihn, Daß er sich glücklich ende! 7. Nie störe mich der Fürst der Welt Auf deinen guten Wegen! Wenn deine Hand mich nicht erhält, Ist er mir überlegen. 8. Der Mensch, der allzeit helfen kann, Wird nimmermehr geboren; Käm' es allein auf Menschen an, So wären wir verloren. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden Heut' mit dieser Nacht vergehn. O Herr Jesu![ aß mich finden Stets dein Herz mir offen stehn, Wo alleine Hülf' und Rath Ist für meine Missethat. 4. Gieb, daß ich mit diesem Morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine Seele sorgen, Daß, wann nun dein großer Tag Uns erscheint und dein Gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite Meinen Gang nach deinem 9. Nur du allein, dreiein'ger Wort; Sei und bleibe du auch Gott, Bist mächtig, gütig, weise. heute Mein Beschützer und mein Drum steh' uns bei in jeder Noth, Daß Herz und Mund dich preise! Hort; Nirgends als bei dir allein kann ich recht bewahret sein. 6. Meinen Leib und meine Seele, Sammt den Sinnen und Verstand, Großer Gott, ich dir befehle Unter deine starke Hand; Herr, mein Schild, mein Ehr' Nach Prätorius. und Ruhm, Nimm mich auf, dein Eigenthum! 10. So fange denn nun Je der an Mit Freuden sein Geschäfte. Es sei nur stets in Gott gethan; Er giebt uns neue Kräfte! 521. Gott des Himmels und 7. Deinen Engel zu mir sende, und Der des bösen Feindes Macht, List und Anschlag von mir wende, Nacht läßt werden, Sonn' und Und mich halt' in guter Acht, der Erden, Vater, Sohn heil'ger Geist, Welcher Tag und Morgenlieder. 376 Der auch endlich mich zur Ruh Trage nach dem Himmel zu! den Unschuld giebt, Mich über Kronen schätzen. 8. Höre, Gott, was ich be- 7. Mit Gütern segne meinen gehre, Vater, Sohn und heil- Fleiß; Doch sind sie mir Verger Geist; Meine Bitte mir ge- derben, So laß mich nur mit währe, Der du selbst mich bit- bitterm Schweiß Ein sparsam ten heißt: So will ich dich hier Brod erwerben. und dort Herzlich preisen fort 8. D, wenn die Freuden, die und fort. Apr Gluche rosm du giebst, Zur Thorheit mich verwöhnen, So sende mir, wenn du mich liebst, Gelegenheit zu Thränen! Heinrich Alberti, geb. 1604, gest. 1668. Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 522. Ich wache zu dem Leben auf, Das du mir, Gott, gegeben. O, segne meiner Tage Lauf! Was nüßt mir sonst das Leben? 2. Ich ehre deine Majestät An diesem frühen Tage; Mein bestes Opfer ist Gebet, Und meine Andacht Klage. BA 3. Reich ist des Lebens Augen- ich bitte! blick An Folgen ohne Ende; Gieb, daß ich ihn zu meinem Glück, Zum Wohl der Welt verwende! 4. Du schufest mir ein fühlend Herz Für fremde Lust und Leiden; Stets sei er mein, der Tugend Schmerz, Und mein sei'n ihre Freuden! dann Michta 9. Nichts ist das Leben dieser Welt, Nicht werth der Freud' und Klagen; Nimm diesen Hauch, wenn dir's gefällt, Und gieb mich bessern Tagen. ing 10. Ach, wenn mein findliches Gebet Mit deiner Absicht stritte, So gieb mir Alles unerfleht; Nur das nicht, was 5. Du gabst mir einen En gel zu, Vernunft zu guten Thaten. Laß mich zu Allem, was ich thu', Nie sein Geleit entrathen. Johann Ludwig Huber(?), geb. 1723, geft. 1800. Mel. Das ist der Tag, zum Segen 2. 523. In dieser Morgenstunde will ich loben Dich, Gott, mein Vater, in dem Himmel oben. Für alle Gnaden, die du mir erwiesen, Sei du gepriesen! 2. Mich, der ich nichts war, riefest du zum Werde! Beriefest mich zum Schafe deiner Heerde, Und ließest mich Vergebung meiner Sünden Durch Burg Jeſum finden.( urd 6. Mach' mir den niedern 3. Du hast mir deinen guten Stand geliebt; Willst du mich Geist gegeben; Der lehret mich höher seßen, So laß den Rang, hier fromm und christlich leben, Morgenlieder. Damit ich, Herr, auf dich allein nur schaue, Und dir vertraue. 4. Du hast mich allzeit väterlich ernähret, Was ich bedurfte, liebreich mir gewähret, Mich oft aus Nöthen und Bekümmernissen Herausgeriffen. di pasen 5. Auch jetzt hast du durch deiner Engel Schaaren Mich lassen sicher diese Nacht bewah ren, Daß mich fein Uebel traf, kein Leid erschreckte, Kein Unfall weckte. 377 aus Gnaden Vor Schand' und Schaden! borted 11. Und so verleihe mir auch neue Kräfte Zu jedem dir gefälligen Geschäfte, Wozu mich dein Befehl, Beruf und Gaben Bestimmet haben. 12. Und wenn ich einst, mein Gott, aus diesem Leiden, Es sei heut' oder morgen, werde scheiden: Dann laß auf Christi Tod mich fröhlich sterben, Den Himmel erben! meststo ▸ 6. Auch jetzt bleib' ich von dir nicht unbemerket; Ich fühle mich durch sanften Schlaf gestärket; Wie Morgenthau fließt treu erfunden, Hab' überwunden. jetzt dein Segen wieder Auf mich hernieder.d 304 hi phul of 13. So bin ich dann an Leib und Seel' genesen, Und nicht vergebens in der Welt gewesen; Ich bin von dir bewährt und Nach Gesenius. 7. O laß mich, Gott, von Mel. Wie soll ich dich empfangen 2c. deinem neuen Segen Geleitet, 524. Lobt Gott am frohen gehn auf allen meinen Wegen! Dann hab' ich über keine wahre Plagen Mich zu beklagen. i si8. Erhalte mir das beste Morgen; Lobt ihn, der in der Nacht, Indem wir ohne Sorgen Sanft schlummern, für uns wacht, Der uns im Schlaf erGlück des Christen, Ein reines quicket, Und unsre Kraft erneut, Herz, das, von den bösen Lüsten Und ihrer Herrschaft frei, nur deinen Willen Wünscht zu erfüllen. Für uns die Erde schmücket, Und, was er schuf, erfreut! 2. Der Engel heil'ge Heere Erhöhn ihn mit Gesang. Auf, 9. Herr, laß in deinen Schutz singt in ihre Chöre, In ihren sein eingeschlossen Den Leib, die Jubelklang! Wer sollte Gott Seele, Freunde, Hausgenossen, nicht loben Und ihm nicht dankUnd was ich sonst durch deine bar sein, Da seiner Güte Proben milde Gabe Auf Erden habe. Sich jeden Tag erneun? 10. Die Obrigkeit beglück' in 3. Auch mir hast du gegeben, ihrem Stande. Gieb Frieden Herr, was ich hab' und bin. und Gedeih'n im ganzen Lande. Doch dies mein irdisch Leben Behüt' uns allerseits, o Herr, Eilt unaufhaltsam hin. Bald ist 378 Morgenlieder. sie ganz verschwunden, Die Vor- so weit, so weit der Himmel bereitungszeit; Doch hängt an reicht. ihren Stunden Das Heil der 4. Und sie umfaßt auch mich; Ewigkeit.d 4. O, süßer hoher Glaube: Nicht ganz werd' ich vergehn; Nein, ich, der Mensch vom Staube, Soll wieder auferstehn. Laß mich dies nie vergessen, Nein, dieser Hoffnung voll, Vielmehr mich stets ermessen, was ich einst werden soll! du, Höchster, denkest An mich, den Staub, der du die Himmel lenkest. Du sorgst für mich, Gott; wie vergelt' ich dir? Ein dankvoll Herz bring' ich dir, Herr, dafür. 5. Getrost, mein Geist, er müde Jm Tugendeifer nicht: Dich stärket Gottes Friede Mit Kraft und Zuversicht. Ermuntre dich und streite; Des Sieges Lohn ist nah! Getrost! vielleicht ist heute Des Kampfes Ende da. Gottfried Benedict Funk, geb. 1734, gest. 1814. 5. Nimm's gnädig an; gedenk' nicht meiner Sünden; Durch deinen Sohn laß mich Vergebung finden! Er, welcher nie ein gläubig Flehn verwarf, Erlaubt's, daß ich dich Bater nennen darf. huet dand Du 6. So will ich denn mit kindlichem Vertrauen Auf dich allein, so lang' ich lebe, bauen. bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, Mein starker Fels, mein Helfer immerdar. D Mel. O höchster Gott, o unser 2c. 525. Mein erster Wunsch, mein innigstes Bestreben Ist, 7. Du weißt, wie lang ich Herr, mein Gott, dich würdig hier noch wallen werde. Fällt zu erheben. Unendlich groß ist deine Batertreu'; Mit jedem Tag ist deine Güte neu. ohne dich kein Sperling auf die Erde, So nimmst du, Herr, auch meines Lebens wahr. Mit Namen kennst du mich, und zählst mein Haar. 2. Die Sonn' enthüllt den Schauplaß deiner Werke, Und Alles zeugt von deiner Huld 8. Mein Heiland, gieb mir und Stärke. Sie, die das Ziel Kraft zum neuen Leben, Gieb von ihrer Laufbahn weiß, Gilt fröhlich hin und strahlt zu deinem Preis'. mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, Daß du, o Herr, uns hinterlassen hast! Dein Joch ist sanft, und leicht ist deine Last. 3. Die Erd' ist dein, und du regierst dies Ganze. Vom Menschen an bis auf die kleinste 9. Dein Auge sieht die Pflanze Seh' ich, wie groß sich Schwächen meiner Seele; Verdeine Vorsicht zeigt; Sie reicht wirf mich nicht, vertritt mich, Morgenlieder. wenn ich fehle! Zu dir empor fleht meine Seele stets; Und du vernimmst's, Erhörer des Gebets! Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. 379 18. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe, Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig thue; Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 9. Daß ich, als dein getreuer Knecht, Nach deinem Reiche strebe; 526. Mein erst Gefühl sei Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine Gnade lebe; Preis und Dank! Erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang; Lobfing' ihm, meine Seele! 10. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, Nie Fleiß und Arbeit scheue; Mich gern bei Andrer Wohlergehn Und ihrer Tugend freue; 11. Daß ich das Glück der Lebenszeit Jn deiner Furcht genieße, Und meinen Lauf mit Freudigkeit, Wann du gebeut'st, beschließe! 2. Mich selbst zu schützen, ohne Macht, Lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht Und Ruhe für die Müden? 3. Wer wachte für mich, da ich schlief? Wer schützte mich vor Schrecken? Wer war es, der dem Lichte rief, Mich wieder zu erwecken? Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 4. Du bist es, Gott und Herr der Welt, Und dein ist unser Leben; Du bist es, der es uns erhält, Und mir's jetzt neu gegeben. 527. Mein Gott, nun ist es wieder Morgen; Die Nacht vollendet ihren Lauf. Nun wachen alle meine Sorgen Mit mir, o Vater, wieder auf. Die Ruh' ist aus, der Schlaf ist hin; Und ich seh' wieder, wo ich bin. 5. Gelobet seist du, Gott der Macht, Gelobt sei deine Treue, Daß ich nach einer sanften Nacht Mich dieses Tag's erfreue! 2. Ich bin noch immer auf der Erde, Wo jeder Tag sein 6. Laß deinen Segen auf mir Elend hat; Hier, wo ich täglich ruhn, Mich deine Wege wallen; älter werde, Zum Tode reifer, Und lehre du mich selber thun der sich naht. O Gott, der mich Nach deinem Wohlgefallen! beschüßt und nährt, Wär' ich 17. Nimm meines Lebens gnä- doch deiner Liebe werth! dig wahr; Auf dich hofft meine Seele. Sei mir ein Retter in Gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle! 3. Du gabst mir Kraft, jetzt aufzustehen; Laß mich dir leben, nicht der Welt! Zwar weiß ich nicht, wie mir's wird gehen; Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. Morgenlieder. 380 Doch thu', o Herr, was dir gefällt! Schließ du in deinen Schutz mich ein; Dein will ich todt und lebend sein! thing is 4. Vergieb mir, Vater, alle Sünden, Vergieb, was ich nicht recht gethan. O, laß mich Gnade vor dir finden, Und siehe meinen Mittler an! In seinem Namen bitt' ich dich; Es ist dein Sohn, er starb für mich. Wie soll ich dir vergelten, Was du an mir gethan? in d Caspar Neumann, geb. 1648, gest. 1715. 4. Wirst du nach Opfern schauen? Sie gelten nichts vor dir. Du forderst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 6. Dir hab' ich mich erge5. Hilf du in allen Sachen ben; Ich freue mich in dir. Errathen! Ich bin mir selber nicht freuender als Leben Ist deine genug. Behüte mich vor Misse- Güte mir. thaten, Vor böser Menschen List 7. O, führe mich auch heute und Trug; Erhalte mich auf Auf deinem Tugendpfad! Du eb'ner Bahn, Und was ich thu', Ewigweiser, leite Mich selbst nach sei wohlgethan! 5. So will ich dir lobsingen, Mich deines Namens freun, Nach deiner Gnade ringen, Mein ganzes Herz dir weihn. deinem Rath! 6. Behüte mir Leib, Seel' 8. Am ersten laß mich trachten und Leben, Verwandte, Freunde, Hab' und Hut! Willst du mir Kreuz zu tragen geben, So stärke mich mit neuem Muth; Und 9. Laß mich dir fest vertrauen, willst du mich mit Glück erfreun, Im Guten standhaft sein, Und So laß mich dir auch dankbar froh gen Himmel schauen, Selbst ſein! Nach dem, was dir gefällt; Mehr deinen Beifall achten, Als allen Ruhm der Welt. unter Schmerz und Pein; 3. Du, Herrscher aller Welten, Nimmst dich auch meiner an; 10. Daß, frei vom Dienst der Sünde, Bereit und glaubensvoll, Der Tod alsdann mich finde, Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. 528. Noch läst der Herr Wann ich einst sterben soll! Christoph Friedrich Neander, geb. 1724, gest. 1802. mich leben; Mit fröhlichem Gemüth Eil ich, ihn zu erheben; Er hört mein frühes Lied. 2. Zu ihm entzückt mich wieder Der Morgensonne Pracht; Ich falle vor ihm nieder, Der sie und mich gemacht. Mel. Nun laßt uns Gott den 2c. ST! 529. Wach' auf, mein Herz, und singe Dem Schöpfer aller Dinge, Dem Geber aller Güter, Dem frommen Menschenhüter! 2. Mit göttlichem Erbarmen Bedecktest du mich Armen. Schlaf', Morgenlieder. sprachst du, ohne Grauen; Die Wesen ohne Zahl Empfunden Sonne sollst du schauen! und bewundert? 3. Dein Wort, das ist ge= schehen, Ich kann das Licht noch sehen; Von Noth bin ich befreiet, Dein Schutz hat mich erneuet. 4. Du willst ein Opfer haben, Hier bring' ich meine Gaben: In Demuth fall ich nieder, Und bring' Gebet und Lieder. 5. Die wirst du nicht verschmähen; Du kannst ins Herz mir sehen, Und weist wohl, daß zur Gabe Ich ja nichts beß'res 0 3. Doch ist sie nur dein schwaches Bild, O Schöpfer, der die Welt erfüllt; Du bist die wahre Sonne. Aus deiner Schöpfersgüte quillt Licht, Leben, Heil und Wonne. 4. Dein Auge, welches für uns wacht, Hat stets auf unser Wohlsein Acht, Und wird niemals noch trübe. Auch selber in der Mitternacht Umstrahlt uns deine Liebe. dhe t habe. 6. 6. So wollst du nun vollenden Dein Werk an mir und senden, Der mich an diesem Tage Auf seinen Händen trage.. 7. Sprich ja zu meinen Thaten, Hilf selbst das beste rathen, Den Anfang, Mitt' und Ende, Ach Herr, zum Besten wende! 8. Den Segen auf mich schütte, Mein Herz sei deine Hütte, Dein Wort sei meine Speise, Bis ich gen Himmel reiſe. 381 Paul Gerhard, geb. 1606, gest. 1676. Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c, 530. Wenn sich in stiller Majestät Die Sonn am Horizont erhöht, So glänzt im vollen Lichte Die Erde, die sich um sie dreht, Mit heiterm Angesichte. 5. Du bist's, der die erschaffne Welt Vom Engel bis zum Staub erhält; Du siehest unsre Sorgen. Kein Blättchen, das vom Baume fällt, Bleibt deinem Blick verborgen. 6. Wahrheit, Himmelsglanz vom Herrn, Sei mir zu meinem Heil nicht fern; Geh' auf in meiner Seele! Daß ich mein Ziel recht kennen lern', Und sichre Wege wähle! jagdo ade 7. Ja, Herr, dein Wort sei stets mein Licht! O laß mich deiner Leitung nicht Muthwillig widerstreben! Zu jeder edlen Christenpflicht Gieb Wärme, Lust und Leben! Karl Gottfried Küttner, geb. 1739, gest. 1789. ned, fo ane Mel. Christus, der ist mein Leben 2c. 531. Wo seid ihr, Harf' und Psalter? Gott hat den Tag gemacht. Dankt, danket dem Dem Hüter in der 2. Die Sonne schmücket Berg und Thal; Jhr Einfluß zeigt sich überall. Wird nicht schon manch Erhalter, Jahrhundert Ihr Glanz von Nacht! 382 Morgenlieder. ) O 2. Erwachet, ihn zu loben! jeden meiner Triebe Zu deinem Gott hat den Tag gemacht. Der Opfer hin! Hüter sei erhoben, Der Hüter in der Nacht! 3. Daß sie ihm danken müsse, Verhüllt er seine Welt In seine Finsternisse, Wie in ein sichres Dank! Zelt. 4. Dann flößet er verborgen Geheime Kraft uns ein, Durch Mel. Herr Jesu Christ, mein's Lebens 2c. seinen Glanz am Morgen Sicht- 532. 3u deinem Throne nah' barer uns zu sein. 6. Ob er sich bessern möchte, Bedeckt der Langmuth Arm Durch viele Todesnächte Der Sünder sichern Schwarm. ich mich, Und demuthsvoll, Gott, 5. Die Frommen schlummern, bitt' ich dich: Verwirf von deimüde Von ihrer Tage Müh'; nem Angesicht Mich reuevollen Und ihres Vaters Friede Umringt Sünder nicht! und stärket sie. 2. Du schufst, von Vaterhuld erfüllt, Mich, Gott, nach deinem Ebenbild; Ich bin und leb' allein durch dich, Du nährst, erhältst und schüßest mich. 7. Erwacht zu seinem Ruhme, Ihr Frommen, aus der Nacht, Zu seinem Eigenthume Geschaffen 3u und bewacht. 8. Jhr abgefallne Kinder, Hört ihren Lobgesang; Und Buße, Buß', ihr Sünder, Sei euer Morgendank! 9. So weit die Himmel gehen, Geht, Vater, deine Treu'. Ich will sie, Gott, erhöhen; Denn täglich wird sie neu! 12. Was sollt' ich, Herr, dir geben?- Mich ganz, und ohne Zwang. Ein dir geheiligt Leben Sei ewig, Gott, mein 10. Von dem wir Alles haben, Mein Schuß, mein Heil, mein Licht, Quell aller guten Gaben, Gott, wen erfreust du nicht? @op 11. Ich bin durch deine Liebe, Du Liebe, was ich bin. Nimm Johann Andreas Cramer, geb. 1723, gest. 1788. 3. Wie oft warst du mit Hülfe nah, Wenn ich den Tod schon in meinem Lauf, Und du halfst vor mir sah! Wie oft sank ich väterlich mir auf! 4. Gesundheit, Leben und Verstand Empfing ich, Herr, aus deiner Hand, Ein redlich Herz, das gern vergiebt, Und einen Freund, der treu mich liebt. 5. Vergossen hast du mir zu gut, Sohn Gottes, dein so theures Blut; Du bist's, der liebreich für mich starb, Und mir des Vaters Huld erwarb. 6. Wenn mein Gewissen mich verklagt, Und meine bange Seele zagt: So kann dein Mittlertod allein Mir Trost und Freudigkeit verleih'n. Morgenlieder. 7. Du starbst ja auch zu meinem Heil; Durch dich hab' ich am Himmel Theil; Ich kann durch dein Verdienst allein Hier ruhig und dort selig sein.d 8. Gott, heil'ger Geist, du, dessen Kraft In uns ein neues Leben schafft, Ist etwas Gutes noch an mir, So kommt es ganz allein von dir. 9. Durch dich erkenn' ich als ein Christ, Daß Gott mein lieber Vater ist; Und wenn mein Herz ihn kindlich ehrt, So hat es mich dein Wort gelehrt. 383 15. Laß einst mein Ende selig sein; Und bricht dein großer Tag herein, So wecke, so verkläre mich! Und ewig, ewig preis' ich dich. Nach Bodo von Hodenberg. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 533. Der Morgen kommt, und meine Plage Wird jetzt mit diesem Morgen neu. Wie traurig eilen mir die Tage Der bangen Wanderschaft vorbei! Der Sonne neu geschenktes Licht Erheitert meine Seele nicht. 10. Dein Wort ist meiner Seele Licht; Das giebt mir Muth und Zuversicht In aller Trübsal, aller Noth Und endlich auch gewiß im Tod. 11. Drum preis' ich dich zur Morgenzeit, Dreieiniger, voll Dankbarkeit, Für alle Proben deiner Huld Und deine schonende Geduld, diise 2. So traurig, als die Abendstunden, Ist dieser neue Tag für mich; Die Qual, die ich bisher empfunden, Verneuet mit demselben sich. Ich hoffte Trost in meiner Pein; Doch meine Hoffnung trifft nicht ein. gord 13. Noch immer bin ich auf der Erde, Wo mich Gefahr und Noth umringt, Und täglich härtere 12. Sei heute auch mein Beschwerde Zu Klagen und zu starker Schuß! Dann biet' ich Thränen zwingt; Noch immer allen Feinden Truß. Leib, Seel' und Leben, Hab' und Gut Befehl' ich deiner Vaterhut! fleh' ich unerhört Um Labung, die mein Herz begehrt. 4. Herr, eile doch, mir beizustehen; Verlaß den müden Wand'rer nicht! O neige, Vater, auf mein Flehen Zu mir dein freundlich Angesicht! Gieb mir Geduld, und bei dem Schmerz Ein hoffend und gelass'nes Herz.intot ny 14. Erlaß mir meine Sündenschuld, Und trage noch mit mir Geduld! Stärk' meinen Glauben, der den Geist Schon hier dem Irdischen entreißt! Hois ich meine Sorgen, Du kennst 5. Mir ist mein Schicksal noch verborgen, Das diesen Tag mich. treffen soll; Auf dich, Herr, werf' 13. Verleihe, daß zu deinem Ruhm, O Herr, mein ganzes Christenthum Aufrichtig und recht schaffen sei, Nicht Augenschein noch Heuchelei! 384 Abendlieder. und siehst mein wahres Wohl. doch herbei: Dann hab' ich ewig Und, was dein Rath beschließt überwunden, Und bin von aller und thut, Ist heilig und gerecht Trübsal frei; Dann folget auf und gut. die Leidenszeit Dort ewige Zufriedenheit. 6. Soll ich die Last noch länger tragen, So halt' ich dei- 8. Gestärkt durch diesen hohen ner Fügung still. In dir zu- Glauben, Tret' ich auf meinen frieden, will ich sagen: Herr, Leidenspfad. Herr, stärke, stärke wie du willst, nicht wie ich will! So laß mich, Vater, in der Pein Geduldig, wie mein Heiland, sein! meinen Glauben, Auch dann, wann sich der Tod mir naht! Vielleicht erscheint er heute mir; Wohl mir! ich leb' und sterbe dir. Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. 7. Nach diesen schmerzenvollen Stunden Rückt einst mein Ende XI. Abendlieder. Mel. Herr Jesu Chrift, mein's Lebens 2c. Jm Schlummer hin vor dein 534. Ach Gott, wie ein Ge- Gericht! schwätz verfließt Die Zeit, die mir geliehen ist. So rauscht vorbei ein schneller Bach; Und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach. 2. Die Ewigkeit, die Ewig6. Ich zittre, Herr, und mein feit Ergreift mich nach durch Gebein Durchängstet dein gelebter Zeit; Jch sei alsdann waltig Dräun; Denn, denkst auch, was ich sei, Ein Sünder, du ins Gericht zu gehn, Wer oder Gott getreu. fann, wer fann vor dir bestehn? 3. Da wall' ich hin; da wartet mein Das Anschaun Gottes, oder Pein. Gieb, Gott, mein Heil, daß ich alsdann Dein selig Antlig schauen fann! 5. Wir sind nur wie ein Schlaf vor dir; Wie Gras, so blühn und welfen wir: Das machet unsre Missethat, Die deinen Zorn entzündet hat. 7. Ach, zürne nicht auf deinen Knecht; Und Gnade, Gnad' ergeh' für Recht! Versöhner, Gottes Sohn, mein Heil, Sei meine Zuflucht, sei mein Theil! 8. Laß mich an meinen schlummern, wachest du: Doch nahen Tod Beständig denken, wie viel Seelen wallen nicht o mein Gott! So werd' ich lebend 4. Du träufelst auf die Müden Ruh'; Und, wann wir Abendlieder. weise sein, So bin ich auch im der Todespein. Ich verleugne Tode dein.spidome nicht die Schuld; Aber deine 9. Ich fürchte nicht, von dir Gnad' und Huld Ist viel größer bewacht, Des Todes Graun, des als die Sünde, Die ich immer Grabes Nacht. Dies glaube ich in mir finde. mit Zuversicht: Ich sterbe, doch auf ewig nicht. 5. Laß mich diese Nacht empfinden Eine sanfte, süße Ruh; Alles Uebel laß verschwinden, Decke mich mit Segen zu; Leib und Seele, Muth und Blut, All' die Meinen, Hab' und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen Sei'n in deinen Schutz beschlossen! Johann Andreas Cramer, geb. 1723, geft. 1788. 385 535. Werde munter, mein Gemüthe, Und ihr Sinnen, geht herfür, Daß ihr preiset Gottes Güte, Die er hat gethan an mir, Da er mich den ganzen Tag Vor so mancher schweren 6. Ach bewahre mich vor Plag' Durch sein gnadenreiches Schrecken, Schüße mich vor UeberWalten Hat beschirmet und er- fall! Laß mich Krankheit nicht halten. aufwecken; Treibe weg des Krie2. Lob und Dank sei dir ge- ges Schall! Wende Feu'r und sungen, Vater der Barmherzig- Wassersnoth, Pestilenz und schnelfeit, Daß mir ist mein Werk len Tod; Laß mich nicht in Süngelungen; Daß du mich vor allem den sterben Noch an Leib und Leid Und vor Sünden mancher Seel verderben. Art So getreulich hast bewahrt, 7. D du großer Gott, erhöre, Auch die Feind' hinweggetrie- Was dein Kind gebeten hat! ben, Daß ich unversehrt ge- Jesu, den ich stets begehre, blieben! Bleibe ja mein Schuß und 3. Keine Klugheit kann er- Rath; Und mein Hort, du wergründen Deine Güt' und Wun- ther Geist, Der du Freund und derthat; Ja kein Redner kann Tröster heißst, Höre doch mein verkünden, Was dein Arm er- sehnlich Flehen! Amen, ja es wiesen hat! Deiner Wohlthat soll geschehen! ist gar viel, Sie hat weder Maaß noch Ziel; Herr, du hast mich so geführet, Daß kein Unfall mich berühret. Johann Rist, opidoar geb. 1607, gest. 1667. Mel. Nun ruhen alle Wälder 2c. 536. Die Sonne senkt sich 4. Bin ich gleich von dir nieder, Die stille Nacht kommt gewichen, Stell' ich mich doch wieder Und mit ihr Schlaf und wieder ein; Denn dein Sohn Ruh'; Sie bringt uns neue ist einst verblichen Für mich in Kräfte, Beschließt des Tags Ge25 Abendlieder. 386 schäfte Und drückt die müden 8. Laß dir mein kindlich Lallen Augen zu. thin Durch Jesum wohlgefallen Und 2. Du läßt es finster werden segne meinen Geist, Bis er, im Und hüllst den Kreis der Erden Grund erneuert, Den großen In tiefe Dunkelheit; Doch auch Sabbath feiert, Wo aller Sel'gen in dunkler Stille Wohnst du mit Schaar dich preist. deiner Fülle, Und zeigst uns deine Herrlichkeit. Joh. Zach. Leonh. Junkheim, geb. 1729, gest. 1790. 3. Du führst aus weiter Ferne Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. Den Mond und tausend Sterne 537. Ein Tag ist wieder Mit Majestät herauf; Sie leuchten dir zur Ehre Hoch über Land und Meere, Und deine Hand lenkt ihren Lauf. Lui hin; Und diesen Theil des Lebens, Wie hab' ich ihn verbracht? Verstrich er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernst Dem Guten nachgestrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, Nicht meiner Pflicht, gelebt? 4. Als Zeugen deiner Stärke Stehn lauter Wunderwerke In deiner Schöpfung da; Und du, der sie bereitet Und Mond und Sterne leitet, Bist auch im Staub S mir innig nah. 5. Groß, wenn der Morgen grauet, Groß, wenn der Abend thauet, Groß in der stillen Nacht; Im Sonnenschein, im Sturme, Am Menschen und am Wurme Groß zeigst du, Schöpfer, deine Macht! 2. War's in der Furcht des Herrn, Daß ich ihn angefangen? Mit Dank und mit Gebet, Mit eifrigem Verlangen, Als ein Geschöpf von Gott, Der Tugend mich zu weihn, Und züchtig und gerecht Und Gottes Freund zu sein? 3. Hab' ich in dem Beruf, 6. Woher mein Glück, mein Den Gott mir angewiesen, Leben? Er ist's, der mir's ge- Durch Eifer und durch Fleiß, geben; Er ist's, der für mich Ihn, diesen Gott, gepriesen? wacht. Woher auf meinen We- Mir und der Welt genützt, Und gen So mancher frohe Segen? jeden Dienst gethan, Weil ihn Gott ist's, der Alles wohlge- der Herr gebot, Nicht, weil mich Menschen sahn? gemacht. don 7. Drumschwinde alles Grauen, 4. Wie hab' ich diesen Tag Drum will ich findlich trauen, Mein eigen Herz regieret? Hat Denn du versorgst auch mich. mich im Stillen oft Ein Blick Ja, Bater, ich befehle Dir freu- auf Gott gerühret? Erfreut ich dig Leib und Seele; Du bist mich des Herrn, Der unser mein Gott, ich hoff' auf dich! Flehn bemerkt? Und hab' ich im Abendlieder. 387 Vertraun Auf ihn mein Herz und gehe du Nicht mit mir in's gestärkt? Gericht! Benut 10. Ja, du verzeihest dem, 5. Dacht' ich bei dem Genuß Der Güter dieser Erden An den Den seine Sünden fränken; Allmächtigen, Durch den sie sind und werden? Verehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich seine Huld? Trug ich das Glück mit Dank, Den Unfall mit GeDu liebst Barmherzigkeit, Und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du Der Wächter über mir. Leb' ich, so leb' ich dir; Sterb' ich, so sterb' ich dir! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, geft. 1769. HAIER I duld? mallo 000 6. Und wie genoß mein Herz Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! 2c. Des Umgangs süße Stunden? 538. Es ist vollbracht! NaFühlt' ich der Freundschaft Glück? Sprach ich, was ich em- tur und Nacht Gebieten mir, pfunden? War auch mein Ernst zu schließen; Und mein müder noch sanft, Mein Scherz noch unschuldvoll? Und hab' ich nichts gered't, Das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die Meinigen Durch Sorgfalt mir verpflichtet, Sie durch mein Beispiel still, Zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleids Pflicht Mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Andre traf, War dies mir angenehm? Leib sehnt sich, Ruhe zu genießen. 2. Doch sieh' zuvor, Mein Geist, empor Zu dem, der für dich wachet, Alle deine Tage zählt, Und sie fröhlich machet! 1913. Er schlummert nie, Wacht spät und früh. Auf, sammle deine Kräfte Zu dem allerfeligsten Menschlicher Geschäfte! d 4. Dank sei dir, Gott, Du starker Gott! In den verlebten Tagen Half dein Arm mir wunderbar Meine Last ertragen. 8. War mir der Fehltritt leid, Sobald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir in un- 5. Und welche Ruh' Verschaferlaubt Verlangen? Und wenn fest du Mir jeden Tag auf's neue, in dieser Nacht Gott über mich Wenn ich mich voll Zuversicht gebeut, Bin ich, vor ihm zu meines Jesu freue! stehn, Auch willig und bereit? 6. Ich flehte dir; Du hal9. Gott, der du Alles weißt, fest mir, Die mir vertrauten Was könnt' ich dir verhehlen? Pflichten, Zwar im Schweiß des Ich fühle täglich noch Die Angesichts, Dennoch froh verSchwachheit meiner Seelen. richten. Vergieb durch Christi Blut Mir 7. Dein Engel wacht Auch die verletzte Pflicht; Vergieb, diese Nacht Und schützt auch 25* 388 Mel. Was Gott thut, das ist zc. meine Hütte; Du thust mehr, als ich versteh', Mehr, Herr, 540. Mit Dank, den ich als ich bitte. Abendlieder. dir früh versprach, Erheb' ich 8. Ich weiß es nicht, Was mir gebricht, D, Vater in der Herz und Hände Zu dir, durch Höhe! Nicht mein Wille, son fröhlich ende. Ach, höre du, den ich diesen Tag Beglückt und dern nur, Was du willst, ge- Gott, gnädig zu, Wie ich dein schehe! 9. Schließt einst der Tod Des Lebens Noth Und allen meinen Kummer, D dann komm' Lob erhebe, Da ich durch dich noch lebe. 2. Dein Segen wachte mit er auch so sanft, Wie ein süßer mir auf, Blieb stets an meiner Schlummer! Seite; Du kröntest meinen Lebenslauf Mit Ruh' und Glück auch heute. Preis, Gott, sei dir, Und Dank dafür, Was du zu meinem Leben mir diesen Tag gegeben! 3. Entfernt von Kummer und Verdruß, Sah' ich die Stunden eilen. Du famst, von deinem Ueberfluß Mir Gutes zu ertheilen; Bewachtest mich, Gabst Kraft, daß ich In deiner Furcht und Liebe Treu meinen Pflichten bliebe. Mel. In dich hab' ich gehoffet 2c. 539. Für alle Güte sei ge preist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, Den ich dir kindlich singe! 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, Hast Großes heut' an mir gethan, Mir mein Gebet erhöret; Hast väterlich mein Haus und mich Beschüßet und ernähret. 4. Du hast des Lebens Ungemach Von mir hinweggenommen. Ist meine Tugend gleich noch schwach, Mein Eifer unvollkommen: So weiß ich doch, Du liebst mich noch Und schaust sule auf meine Schulden Mit väterlichem Dulden. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk: Der Geist, mit dem ich dein gedenk', Ein ruhiges Gemüthe; Was ich vermag bis diesen Tag, Ist Alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb' und Macht Mein Schuß und Schirm in dieser Nacht; Vergieb mir meine Sünden! Und kommt mein Tod, so laß, o Gott, Mich Gnade bei dir finden! Christian Fürchtegott Gellert, geb. 1715, gest. 1769. 5. Gott, ich bekenne meine Schuld, Ich bin vor dir ein Sünder. Ach, trage doch mit mir Geduld, Du Vater deiner Kinder! Bist du mein Freund, So darf kein Feind zu meiner Abendlieder. 389 Ruhe dringen, Noch mich zu von mir! Herr Jesu, du allein Unfall bringen. Sei mein Gedanke; weihe dir mein Herz zum Tempel ein! 6. In deiner Liebe schlaf' ich ein, Mit ihr erwach' ich wieder. Sie soll der Seele Ruhe sein, Ruh'n meine müden Glieder. In deine Hand Geb' ich das Pfand, Das du mir anvertrauet, Den Geist, der einst dich schauet. Johann Friedrich Mudre, geb. 1736, gest. 1810. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. 1109 541. So flichen unsre Tage hin! Auch dieser ist nicht mehr. Die Nacht, der Müden Trösterin, Eilt wieder zu uns her. 2. Nur du, Herr, bleibest, wie du bist; Du schläfst und schlummerst nicht; Die Finsterniß, die uns umschließt, Ist deinem Auge Licht. 8. Ist dies vielleicht die letzte Nacht In meiner Prüfungszeit, So führe mich durch deine Macht Zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir und sterbe dir, Dein bin ich auch im Tod. Du, mein Erretter, bist bei mir, Und hilfft aus aller Noth. Nach Herzog. Mel. Ich dank' dir schon 2c. 542. Wie schnell ist mir der Tag entflohn, Den ich durchlebet habe! Bollendet ist nun wieder schon Ein neuer Schritt zum Grabe. 2. Herr, lehre mich die Flucht der Zeit Mit stillem Ernst be3. Dir übergeb' ich voll denken, Wenn in des Lebens Vertrau'n mich auch in dieser Eitelkeit Mein Herz sich will verNacht; Und wovor sollte mir dann grau'n? Mich schützet deine Macht. fenten! 4. Wirst du mit deiner Engel Schaar Zum Schuße sein, So bin ich sicher vor Gefahr, Und schlafe ruhig ein. 3. Damit ich jeden Abend mich In Zukunft frommer finde, bei mir So tödte selbst, dies bitt' ich dich, In mir die Macht der Sünde! 4. Mit Glauben, der sich 5. Zwar groß ist meine Sündenlast, Auch klagt mein thätig weist, Schmück, Höchster, Herz mich an; Doch du, o mein meine Seele, Und warne mich Erlöser, hast Für mich genug durch deinen Geist, So oft ich gethan. anda strauchelnd fehle! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin, Und weiß, wie sicher ich Im Schatten deiner Flügel bin. Dein Schuß bedecket mich. 5. Dir dank' ich, Bater, für die Huld, Die du mir heut' erwiesen. Du trägst mich Sünder mit Geduld; Sei hoch von mir. gepriesen! dof 7. Flieht, finstre Sorgen, weit 390 6. Sieh' ferner mich in Gnaden an; Vergieb mir meine Sünden, Und laß mich auf der Tugend Bahn Den Seelenfrieden finden! 7. Erhöre väterlich mein Flehn: Tinions on topo Laß mich den Morgen wieder 107. Wenn meine matten Glieder sehn! Verkürze meine Tage nicht; nun Vom Schlaf gefesselt liegen, Führ' nicht so bald mich in's So laß mich sanft und sicher Gericht! UG ruhn, Bis Nacht und Schlaf verfliegen! 8. Von allem bösen Vorsatz is rein, Will ich dir ganz mein Leben weih'n. Kein Tag soll wieder mir entfliehn, Es segne Abendlieder. Karl Gottfried Küttner, geb. 1739, gest. 1789. Gott! Zur Besserung, zur Frömmigkeit Gieb, mein Erbarmer, mir noch Zeit! Mel. Erhalt' uns, Herr, bei deinem 2c. denn dein Beifall ihn. 543. 3u so viel Tagen, die 9. Von dir bewacht, entschlaf' mir schon von meiner Prüfungs- ich nun. Laß mich in sanfter zeit entflohn, Stürzt sich auch Stille ruh'n! Mein erst Gefühl dieser, den ich heut' Durchlebt, nach meiner Ruh' Sei mein Gein's Meer der Ewigkeit. stelübde, Gott, sei du! fijnd Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. TISHD 2. Gott, dessen Auge mich be- sid wacht, Gott weiß, wie ich ihn zugebracht; Was ich gedacht, gered't, gethan, Sah' er genau und 544. Auch diesen Tag hab Mel. Nun sich der Tag geendet hat 2c. merkt' es an. ich vollbracht Mit aller seiner Noth; Nur deiner Vaterlieb' und Macht Verdank' ich es, o Gott! 3. O Seele, fordert er dich nicht Um diesen Tag einst vor Gericht? Hängt nicht dein Loo8 in Ewigkeit Auch mit an diesem 2. Wär'st du nicht meines Punkt der Zeit? 4. Der Tod vollendet mich vielleicht, Eh' diese Nacht dem Morgen weicht, Und führet mich, wie ich hier bin, Vor Gott, vor meinen Richter hin. Lebens Kraft, Mein Retter und mein Heil: So würd' in meiner Wanderschaft Kein Trost mir je zu Theil. 5. Wie angstvoll bebt mein Herz in mir! Gedanke, wie er schricht's vor dir! Der Tod voll- 4. Doch, welchen Trost fühlt endet mich vielleicht, Eh' diese Nacht dem Morgen weicht. nun mein Herz: Du bist und bleibst mein Gott! Dein Wort versüßt mir jeden Schmerz Und lindert jede Noth. 6. Vor einem bösen schnellen Tod Bewahre gnädig mich, o 3. Ach, ohne dich, Allgütigster, Verging' ich in der Noth! Von Trost und aller Hoffnung leer Wär' ohne dich mein Tod.dig Bei und nach anhaltendem Regen. 391 5. Froh kann ich mich dem 6. Und sollt, o Vater, diese Schlaf vertrau'n, Auch schlafend Nacht Des Leidens letzte sein: bin ich dein; Vor keinem Unfall Wohl mir! dann ist mein Lauf soll mir grau'n, Du wirst mein vollbracht, Vollbracht des Lebens Helfer sein. Pein. Christoph Christian Sturm, geb. 1740, gest. 1786. XII. Bei und nach anhaltendem Regen. 1101010 010 Mel. Ach Gott vom Himmel sieh' 2c. 545. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. Gott, du kannst den 546. Mein Gott, du bist Himmel ganz Mit Wolken über- gerecht, Und gleichwohl lauter ziehen; Doch müssen vor der Sonne Glanz Sie, wenn du willst, entfliehen. Halt deinen Regen jetzt zurück, Und laß der Sonne frohen Blick Uns wiederum erfreuen! Liebe, Selbst, wann es dir ge= fällt, Daß Leiden uns betrübe; Scheint's gleich, als dächtest du Bei unsrer Sündenschuld Nicht ferner mehr an uns Mit Vatertreu' und Huld. 2. Die Felder trauern überall, Die Saat und Früchte leiden; Des Regens überhäufter Fall Erstickt der Fluren Freuden. Der Segen, den du uns gezeigt, Der sich betrübt zur Erde neigt, Ist nahe dem Verderben. 2. Durch Wolken ließest du Das Sonnenlicht bedecken; Wind Regenwetter, Sturm Erfüllten uns mit Schrecken, Weil man den Himmel nicht, Nur schwarzes dr Dunkel sah'; Und unsers Landes 3. Herr, unsre Sünd' und Frucht War dem Verderben nah. Missethat Hat dies sehr wohl 3. Nun hast du Sonnenschein verdienet; Doch hat dein Sohn Uns wiederum gegeben. Die nach deinem Rath Uns durch Felder sind erquicft, Wir fühlen sein Blut verfühnet. Wir nahen neues Leben. Wir preisen deine dir voll Reu' uns nun; Wir Huld, Daß du auf unser Flehn wollen ernstlich Buße thun, Und unser Leben bessern. Bei unsrer Kümmerniß Erbarmungsvoll gesehn! 1316 4. Gieb uns, o du liebreicher Gott, Den heitern Schein der Sonne, Und überschütt' uns nach der Noth Mit Freude, Lust und Wonne. Und zeig' uns jegt nach deiner Treu', Daß außer dir kein Wir wollen dir dafür Von HerSegen sei Jm Himmel und auf zen dankbar sein. 4. Ja, Herr, wir preisen dich Mit freudigem Gemüthe. O sorg' auch künftig noch Für uns mit Vatergüte! Gieb uns zu rechter Zeit Thau, Regen, Sonnenschein! Erden! Michael Schirmer, geb. 1606, gest. 1673. Henriette Katharine v. Gersdorf, geb. 1648, gest. 1726. 392 Bei und nach anhaltender Dürre. XIII. Bei und nach anhaltender Dürre. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. Mel. Nun lob', mein' Seel', den 2c. 547. Herr, allerhöchster Gott 548. Ein milder Regen sinket Im Himmel und auf Erden, Erquickend auf die dürre Flur. Dem Wolken, Luft und Wind Wie labt sie sich, wie trinket Allzeit gehorsam werden; Was Ihn die verschmachtende Natur! du befiehlst, geschieht: laß Die sanften Ströme kühlen Der auch unser Flehn Durch dich, Lüfte weites Meer; Und die GeAllmächtiger, Jetzt in Erfüllung schöpfe fühlen Sich nicht mehr gehn! träg' und schwer. Gott spricht; das Seufzen schweiget, Und Higz' und Dürre fliehn. Der Frommen unts, o Vater, gieb Uns einen Danklied steiget Hinauf und milden Regen! Staub ist jetzt preiset ihn. unser Land, Erstorben jede Flur; Es schmachtet Feld und Thier; Es trauert die Natur! 2. Wir bitten findlich dich Um deinen Vatersegen; Gieb 3. Wir haben es verdient; Ach, groß sind unsre Sünden, 2. Mit Muth im Angesichte Beschaut des Ackers Herr sein Feld. Erquickt hat Gott die Früchte, Er, der Versorger seiner Und billig strafft du uns; Doch Welt. Dick steht die Saat, die laß uns Gnade finden! Vergieb uns unsre Schuld! Thu' auf die milde Hand; Wirf einen Vaterblick Auf uns und unser Land! Aehren Vom Mark der Erde voll, Das seine Menschen nähren Und sie erfreuen soll. Auf, preiset Gottes Milde! Er ist's, der Regen schickt, Und lechzendes Gefilde Voll Vaterhuld erquickt. 4. Befeuchte Berg und Thal, Erfrische unsre Felder. Dein Regen träufle sanft Auf Anger, Gärten, Wälder. Das, was bisher gelechzt, Erquicke, Herr, auf's neu', Daß jede Kreatur Dir freudig dankbar sei. 5. Ergieß' zugleich dein Wort, Gleich einem milden Regen, Auf unser träges Herz Mit tausendfachem Segen! Der Fromme nur fann sich, Gott, deines Segens freun; D, laß uns Alle reich An wahrer Tugend sein! Johann Georg Schubert. 3. Erhalter unsers Lebens, Gott, dem wir uns jetzt dankbar nahn, O laß uns nicht vergebens Die Gaben deiner Hand empfahn! Du sendest Thau und Regen, Giebst milden Sonnenschein; Du eilst mit deinem Segen, Uns Alle zu erfreun. Ach, laß uns nicht vergebens So manche Gab' empfahn, Und nimm, o Quell des Lebens, Dich unser ferner an! Balthasar Münter, geb. 1735, gest. 1793. Bei und nach einem Gewitter. XIV. Bei und nach einem Gewitter. Mel. Ich finge dir mit Herz und Mund zc. dem Blitz Und Donner dich be549, 3 donnert; Gott, deckt. wie schrecklich ist Des Himmels Wetternacht! Es blitzt, es donnert; Gott, du bist, Und groß ist deine Macht! 2. Gott donnert in des Sünders Ohr; Der Sünder hört's und zagt; Hebt zitternd kaum sein Aug' empor, Wenn das Gewissen sagt: 393 5. Verschone, Herr, verschone noch Der Sünder dieses Mal! Barmherzig bist du, Vater, doch; Zu groß ist ihre Zahl. 3. Den, der dich schuf, er11. Des Donners König ist nährt und schützt, Dich väterlich mein Freund; Wenn er mich umfing, Den Gott, der nun am schnell entrückt, So weiß ich, Himmel blißt, Den hieltest du daß er's gnädig meint, Und gering'! ewig mich beglückt. 6. Bekehre noch ihr böses Herz Nach deiner Vaterhuld; Erfülle sie mit Reu und Schmerz Und trage noch Geduld! hot 9. Der Pfeil des Herrn fährt wunderbar Von seinem Wolkenthron; Trifft, wen er will, und krümmt kein Haar, Wenn Gott ihm ruft: verschon'! 4. Gott fennt dein Herz und 12. Wer Gott bei stillem weiß dein Thun, Er, der die Himmel ehrt, Singt ihm auch Menschen wägt; Was bist du, froh ein Lied, Wann er auf wenn sein Donner nun Dich schwarzen Wolken fährt; Steht, schnell zu Boden schlägt? wann der Sünder flieht. 7. Vor deines Gottes Majestät Erzittre nicht, o Christ, Wenn er in Donnerwolken geht, Und um sich Blige schießt! 10. Sprich, wenn dein Gott dich tödten will: Gerecht ist dein Gericht; Er ist der Herr, ihm halt' ich still, Und lass' im Tod ihn nicht. Joh. Caspar Labater, geb. 1741, gest. 1801. Mel. Ich dank' dir schon durch 2c. 550. Gott, der Gewitter schafft und lenkt, Mit fröhlichem Gemüthe Lobsingen wir; denn an uns denkt Dein Herz mit treuer Güte. 2. Groß bist du, Herr; auf dein Gebot Muß Blitz und Donner schrecken: Doch bist du bei uns in der Noth, Allmäch8. Und wenn sein donnern- tig uns zu decken. des Geschütz Den Frevler tief 3. Du züchtigest, doch nicht erschreckt, So wisse, daß er vor im Grimm; Du strafest, doch 394 Bei und nach der Theuerung. mit Maaßen. Noch immer schallt offen; Drum hat kein widriges des Vaters Stimm': Ich will Geschick Im Wetter uns bedich nicht verlassen! troffen. 4. Was wären wir, wenn 9. Kein Zufall hat des Feldeine Hand Uns nach Verdienste des Schmuck Uns Schmachtenlohnte? Wenn Häuser, Güter, den entrissen, Kein Hagel, fein Volf und Land Nicht dein Er barmen schonte? zu schwerer Druck Von starken Wassergüssen. 5. Wohl uns! du zeigest viel Geduld In allen deinen Wegen; Du krönest jeden Tag mit Huld Mit immer neuem Segen. 6. Groß bist du; auf dein mächtig Wort Muß Sturm und Wetter schweigen. Vor dir muß sich an jedem Ort Das Reich der Schöpfung beugen. 7. Gelobt sei deine Wunderkraft, Die nach Gefahr und Schrecken Uns Ruhe schenkt und Segen schafft Nach weisheitsvollen Zwecken. 8. Dein Auge stand mit Vaterblick Auf uns voll Vorsicht 10. Mehr Leben ist in die Natur Von dir, Herr, ausgegossen. Zum Wohlthun, Schöpfer, hast du nur Die Himmel auf geschlossen. Mel. Auf meinen lieben Gott 2c. 551. Es züchtigt deine Hand, DHöchster, jetzt das Land. Zu deinem Vaterherzen Erhebt in Erhebt in bittern Schmerzen Sich das Geschrei der Armen; Erhör' es mit Erbarmen! 11. O laß doch wahre Furcht vor dir Stets unser Herz regieren; Laß uns, als deine Kinder, hier Ein frommes Leben führen! 12. Du wirst dann ferner Vater sein, Und gnädig auf uns blicken; Wir werden uns des Vaters freun, Und er wird uns beglücken. Johann Leonhardt Bäßler, geb. 1745, gest. 1811. XV. Bei und nach der Theuerung. bot. Du kannst mit mächtgen Händen Sie lindern und auch enden; Ein Wort aus deinem Munde Verändert Zeit und Stunde. 3. D Herr, wir murren nicht; Gerecht ist dein Gericht Bei Al2. Du siehst des Landes lem, was wir dulden: Denn Noth; Sie kam auf dein Ge- groß sind unsre Schulden, Und Bei und nach der Theuerung. 395 du bestrafft uns minder, Als wir Lauf, Dann flärt sich alles auf; verdient, wir Sünder. Bi Dann wird die Aussicht heiter, Dann thränt kein Auge weiter, Und dieses Lebens Leiden Verwandeln sich in Freuden. 4. Doch, Vater, deine Huld Ist größer als die Schuld. Gedenke an die Deinen, Die reuend vor dir weinen; Gedenke mit Erbarmen An die gebeugten Armen! David Bruhn, geb. 1727, gest. 1782. Mel. Ach Gott vom Himmel sieh 2c. 5. Verkürze, gnäd'ger Gott, 552. Du hast, o gnadenDie Dauer unsrer Noth! Laß, reicher Gott, In Theu'rung uns die voll Angst dir flehen, Trost ernähret, Im Elend und in und Erleicht'rung sehen; Ver- Hungersnoth Errettung uns gewandle alle Leiden In neue Lebensfreuden! währet; Und nun hat deine Segenshand Von uns und unserm Vaterland Den Mangel abgewendet. 2. Dich jammerte, Herr, unser Leid, Das Angstgeschrei der Armen. Du, Vater der Barmherzigkeit, Siehst auf sie voll Erbarmen. Groß war die Noth, groß unsre Schuld; Noch größer war, Gott, deine Huld Und deiner Allmacht Stärfe. 7. Ja, deine Züchtigung Leit' uns zur Besserung! Laß sie die Sichern schrecken, Die Schläf'rigen erwecken, Auf dein Gebot zu merken, Und RedlichFromme stärken! 1503101 3. Auf, laßt uns unserm Helfer Dank Und Preis und 8. Wenn dich das Herz nur Ehre bringen, Und durch verliebt, So wird, was uns be- einten Lobgesang Ihn dankbar trübt, Uns doch zum Heil gee froh befingen! Der Höchste hält, deihen. Wer deiner sich kann was er verspricht: So lang' die freuen, Dem wird auch deine Schöpfung steht, soll nicht Ihr Gnade Zum Licht auf dunklem Saat und Ernte fehlen. Pfade. 6. Doch, wenn, Herr aller Welt, Es dir noch nicht gefällt, Die Trübsal zu entfernen, So stärk' uns, daß wir lernen, Mit ehrfurchtsvollem Schweigen Vor dir uns findlich beugen! 4. Gott, unsre Sünde war's, 9. Durch deines Sohnes die dich Zur Züchtigung bewoBlut Stärk' uns, daß es an gen; Durch Trübsal hast du Muth Im Leiden uns nicht väterlich Uns jetzt zu dir gezofehle; O sprich zu unsrer Seele: Getrost; dich soll kein Leiden Von meiner Liebe scheiden! gen. Laß uns die Sünden ernstlich fliehn, Und dir, der gnädig uns verziehn, Ganz unser Le 10. Am Schluß von unserm ben widmen! 396 Bei und nach ansteckenden Seuchen. 5. Wie fürchterlich lehrt Hun- uns deine Hand Bisher so liebgersnoth Uns unser Nichts er reich zugewandt, Auch Arme fennen! O laß uns dich allein, gern erfreuen! to o Gott, Stets unsern Retter 7. Vor Mangel woll'st du nennen! Lehr' uns in Allem auf gnädiglich In Zukunft uns bedich schau'n, Dich findlich fürch- wahren! Mit dir ist uns nichts ten, dir vertrau'n, Und deine fürchterlich; Du deckst uns in Gaben schätzen! 6. Laß auch, o Herr, im Gefahren. Mit Lust, o Vater, 6. Laß auch, o Herr, im wendest du Dem Lande deinen Ueberfluß Uns nie durch Stolz Segen zu, In welchem Fromme erheben; Stets mäßig bleiben im Genuß; Der Wollust widerstreben; Und von dem, was wohnen. Elieser Gottlieb Küster, geb. 1732, gest. 1799. bon vid 60 hes XVI. Bei und nach ansteckenden Senchen. Mel. Da Jesus an dem Kreuze stand 2c.| Sünder! Denn du allein kannst 553. In unsern Nöthen fal- uns befrei'n; Errett' uns, deine len wir Voll Reu' und demuths- Kinder! voll vor dir In unserm Jammer nieder; Denn Seuch' und Tod umgiebt uns, Gott, Und würget unsre Brüder. 4. Wir glauben an den Sohn und dich; Und darum schaue väterlich Auf tiefgebeugte 5. Wir übergeben Stadt und Land In deine treue Baterhand; Entferne jede Plage; Erquic' uns, Herr, Allmächtiger; Gieb wieder heit're Tage! 2. So viele sanken schon in's Grab, Wie schnell, wie unge- 6. Doch willst du uns noch warnt hinab! Wie ist um Hülf' nicht befrein, So laß uns, Gott, uns bange! schone noch; be- geduldig sein, Und dir uns frei uns doch Von unserm Un- ganz ergeben! Laß, sterben wir, tergange! uns dort vor dir In deiner Wonne leben! 3. Arzt, Kunst und Vorsicht retten nicht; Wir haben keine Zuversicht, Als nur zu deiner Güte. Dem Tod, o Herr, gebeut, daß er nicht mehr, nicht weiter wüthe! 7. Gieb allen Sterbenden dein Heil, Und laß fie, Gott, ihr bestes Theil Jm Himmel nicht verlieren! Laß sie den Tod aus jeder Noth Zu deinem Throne führen! bid forts 8. Laß unser gläubiges Gebet, Das, Herr zu dir um Bei und nach dem Kriege. 397 Gnade fleht, Dir, Vater, wohl- Nichts trieb des Würgers Macht gefallen; Und froher Dank und zurück, Und uns schien jeder Lobgesang Soll einst bei uns Augenblick Der letzte dieses Lebens. erschallen! Se 3. Zu dir, du Menschenretter, schrie'n Der Deinen bange Herzen. Du hörtest uns; die SeuMel. An Wasserflüssen Babylon c.chen flieh'n, Du heilest unfre 554. Wir kommen, Helfer, Schmerzen. O du Erbarmer, voll dir Gesang Und Ruhm und Geduld, Nach unsrer UebertrePreis zu bringen. Des ganzen tung Schuld Hast du uns nicht Volkes lauter Dank Soll, Ret- gelohnet. Gezüchtigt, ter, dir lobsingen! Du warst preisen dich!- Gezüchtigt hast mit uns, in welcher Noth! Wir du päterlich, Und väterlich gesahen überall den Tod, Den schonet. Untergang uns drohen. Nun o wir 4. Wir wollen, der du uns wüthet seiner Seuchen Heer befrei'st, D Gott, dich ewig Durch unser Vaterland nicht loben! Sei ewig, Bater, Sohn mehr; Sie sind vor dir entflohen. und Geist, Von deinem Volk erhoben! Es bete dich, Erretter, an, Und jauchze, wer nur danfen kann, Und diene deinem Namen; Und rühme: Gott ist er FrohJoh. Zach. Leonh. Junkheim, geb. 1729, gest. 1790. - 12. Wir sahen dort und sahen hier So viele Brüder sterben, Und allenthalben waren wir Umfangen vom Verderben. Da unser Gott; Frohlodt, war fein Schonen; stündlich hilft uns in der Noth, war Furchtbarer, näher die Ge- lockt ihm! Amen. Amen. fahr, Und alle Kunst vergebens. Christoph Gensch v. Breitenau, geb. 1638, gest. 1732. XVII. Bei und nach dem Kriege. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 555. Es zieht, o Gott, ein Kriegeswetter Jetzt über unser Haupt einher. Doch bist du - 2. Gieb, Vater, in so trüben Tagen Uns nur den Sinn, auf dich zu sehn, Und da, wo Andre trostlos zagen, Mit Zuversicht unser Schutz und Retter, So zu dir zu flehn, Weil nie doch fürchten wir uns nicht so sehr, Menschenhülfe nützt, Wenn deine Wie heftig auch Gefahr und Rechte uns nicht schützt! Noth Den Völkern und den Ländern droht. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden; Du bist es, der die 398 Bei und nach dem Kriege. Welt regiert. Laß auch jetzt Alle und Pein Geläutert und geinne werden, Daß dir allein die reinigt sein. Macht gebührt! Seid böse, Völ- 9. Froh werden wir auch fer, rüstet euch: Ist Gott für rühmen müssen, Wenn du uns uns, so fehlt der Streich! wieder wohlgethan: Gott brach 4. Je weniger sich oft auch nach uns verborg'nen Schlüssen, zeiget, Woher uns Hülfe noch Zum Heil uns, auch durch Noth, entspringt; Je mehr Gefahr die Bahn. Du bleibest unsre und Plage steiget Und Alles in Zuversicht; Barmherziger, verlaß Zerrüttung bringt: Um so viel uns nicht! mehr laß voll Vertraun Uns,$ 16 Ernst Samuel Jakob Borchward, Gott, auf deine Vorsicht schaun! geb. 1717, gest. 1776. 5. Was hilft der Streiter Mel. O, daß ich tausend Zungen hätte zc. große Menge? Was hilft Ge- 556. Gelobt, gelobt seist du walt'gen ihre Macht? Der Roff' mit Freuden, Gott, der du liebund Wagen dicht Gedränge Hat reich an uns denkst, Und uns doch nicht immer Sieg gebracht; nun nach des Krieges Leiden Der wird allein von deiner Des Friedens Wonne wieder Hand, Wem du ihn gönnest, schenkst! Du heißest die Verzugewandt. wüstung fliehn, Und Sicherheit 6. Drum fallen wir in deine und Segen blühn. Arme, Du Vater der Barmher- 2. Das thust du, Herr; Was zigkeit, Und flehen demuthsvoll: du behüteft, Dem darf sich kein erbarme Dich über uns zur bö- Zerstörer nahn. Wenn du, Allsen Zeit! Laß Gnade nur für Recht ergehn; So bleiben wir noch aufrecht stehn! mächtiger, gebietest, Ist alle 3wietracht abgethan. Auch über uns hast du gewacht, Auch uns die Ruh' zurückgebracht. 7. Und findet, Herr, dein weiser Wille Noch ferner Züchtigungen gut: So fassen wir in frommer Stille Dennoch zu dir den frohen Muth, Daß du gewiß zur rechten Zeit Uns zu erretten seist bereit. 3. D, Christen, fühlt das ganz und preiset Frohlockend ihn, der uns erfreut; Der seines Armes Macht beweiset, Und in der Macht Barmherzigkeit, Der uns mit vieler Schonung trägt, Und Wunden heilet, die er schlägt! 8. Du züchtigest, doch stets mit Maaßen, Und meinst es im- 4. Preist ihn durch freudiges mer väterlich; Auch uns wirst Vertrauen; Jhr seht, was seine du nicht ganz verlassen, Auch Hülfe fann! Er läßt sie uns unsrer Noth erbarmst du dich. auch ferner schauen, Und nimmt Wir sollen nur durch Angst sich unser gnädig an. Wo wir do modnion In Krankheiten. 399 nichts können, nichts verstehn, beste Lobgesang. So viel ist uns Wird, was uns nüßt, durch ihn geschehn. von ihm gegeben; So sehr verdient er diesen Dank! O lasset Herz und Wandel rein, Und ihm ein würdig Opfer sein! 5. Preist ihn durch Wohlthun und Erbarmen, Wo ihr der Brüder Noth erblickt, Daß ihr die Leidenden und Armen Speist, tränket, kleidet und erquickt; Damit sich Alles, Alles freu', Und durch den Frieden glücklich sei! 7. Nimm, Vater, unsers Dankes Lieder Auch jetzt mit Wohlgefallen an! Froh schallen unsre Tempel wieder Von dem, der uns so wohl gethan! Herr, unser Gott, dich loben wir; Herr, Gott, wir danken, danken dir! 6. Preist, preist ihn durch ein frommes Leben! Dies ist der XVIII. In Mel. Welt, sieh' hier dein Leben 2c. 557. Mein Jesu, der voll Schmerzen, Und matt am Leib und Herzen, Am Delberg nieder5. Vernimm mein ächzend sant Mein bester Arzt und Tröster: Ach, siehe, dein Erlöster, Dein Flehen! Laß mich dein Antlitz Gläubiger, dein Freund liegt krank! sehen, Verbirg es nicht vor mir! 2. Wie viel gesunde Stun- Mein Arzt, mein Helfer eile, Verbinde, lindre, heile; Denn meine Hoffnung steht zu dir. den Sind wie ein Traum verKrankheiten. stäupst. Mein Leiden wird mir Segen; Auch auf den rauhen Wegen Seh' ich, daß du die Liebe bleibst. schwunden, Wie schnell verfloß ein Jahr! Du, Herr, hast mich gestärket, Und kaum hab' ich's bemerket, Daß ich gesund und glücklich war. 6. Vermindre meine Plage, Verlängre meine Tage, Wenn es mir nüßlich ist! Im neugeschenkten Leben Will ich mich dir ergeben, Und rühmen, daß 3. Jetzt, da ich Schmerz empfinde, Dent' ich an meine du hülfreich bist! Sünde; Mein Unrecht ist mir leid. Du hast mich stets geliebet Und Treu' an mir geübet; Jch liebte dich nicht allezeit. 7. Doch ist mein Werk vollendet, Sind Zeit und Lauf geendet: So waffne mich mit Muth! Ich will mein steches 4. Du züchtigst mich mit Leben Gern für ein besfres geGnaden Und heilst den Seelen- ben; Mach's nur mit meinem schaden, Wenn du den Körper Ende gut! 400 Nach der Genesung. Bei herannahendem Tode. mistres vid XIX. Nach der Genesung. Mel. Aus meines Herzens Grunde zc. 3. Dein Zorn hat bald ein 558. Ich preise dich, und Ende, Dein Herz ist voller Huld. singe, Herr, deiner Liebe Rath, Du reichst uns Baterhände, Und Die mir so große Dinge Bisher züchtigst mit Geduld. Dich jamerwiesen hat; Dich preisen ist mert unser Schmerz. Vergeht die mir Pflicht. Ich will mein neues Nacht mit Weinen, Früh muß Leben Dir ganz zu eigen geben; die Sonne scheinen, Und Freud' Mehr hab' und kann ich nicht. erquickt das Herz. 2. Herr über Tod und Leben, 4. Nun will ich dir ganz Du meiner Väter Gott, Wie leben, Ganz sein dein Eigenthum; soll ich dich erheben, Mein Heil, Und jedes Tags Bestreben Sei mein Herr und Gott? An mir deiner Gnade Ruhm! Dir weih' auch that'st du fund, Du könnest ich meine Zeit; Vor deinen Augen uns das Leben Leicht nehmen wallen, Dir dienen und gefallen, und auch geben; Und machtest Ist Ehr' und Seligkeit! mich gesund. Nach Gerhard. XX. Bei herannahendem Tode. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) 3. Der Leib wird schwach; 559. Ich will dich noch im die ird'sche Hütte, In der mein Geist hier wohnt, zerfällt; Schon gehen meine müden Schritte Den Weg zu Gott, aus dieser Welt. Ich bin getrost und zage nicht; Denn Gott ist selbst mein Heil und Licht. Tod' erheben, Selbst nah' am Grabe preis' ich dich. Zum Segen gabst du mir mein Leben; Nimmst du es mir, du segnest mich. Mein Gott, im Leben war ich dein; Dein will ich auch im Tode sein. 4. Wie sollt' ich vor dem 2. Gott, welche feierliche Stun- Tode beben, Da du für mich, den, Wenn du mich nun der Erlöser, starbst? Er ist durch dich Erd' entziehst; Auf mich, den der Weg zum Leben, Das du du getreu befunden, Voll scho- am Kreuze mir erwarbst. Wie nender Erbarmung siehst! All- du ihn gingst, will ich ihn mächtiger, in dein Gericht Gehst gehn; Wie du, werd' ich auch du mit mir Erlöstem nicht. auferstehn. Fürbitte für einen Sterbenden. 401 5. Laß Qual und Leid mich werd' ich vor dir leben, Vor noch umringen, Laß mir die dir erfreu' ich ewig mich. Für legten Schrecken dräun: Du, mich ist selbst der Tod Gewinn. Herr, halfst mir die Welt be- Wohl mir, daß ich erlöset bin! zwingen, Mit dir darf ich denils Johann Joachim Eschenburg, geb. 1743, gest. 1820. Tod nicht scheun. So nah' dem d Lohn, den Gott verspricht, So Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. nah' dem Ziele, sink' ich nicht. 560. Wie herrlich ist die 6. Du wacheft über meine neue Welt, Die Gott den FromSeele, Wenn ihre Stärke sich men vorbehält! Wer konnte sie verliert; Giebst deinem Engel erwerben? Du, Jesu, der du schon Befehle, Der sie zu deinen sie erwarbst, Als du für deine Freuden führt, zu denen der Menschen starbst; Ach, hilf mir, versöhnte Christ Durch Jesu fie ererben! Einen Strahl nur Tod berechtigt ist. Ihrer Sonne, Ihrer Wonne, 7. Ich will dich noch im Gieb mir Schwachen, Mir mein Tod erheben, Selbst nah am Ende leicht zu machen! Grabe preis' ich dich; Denn ewig XXI. Fürbitte für einen Sterbenden. Mel. Ich hab' mein' Sach' Gott 2c. 561. Dut Johann Samuel Diterich, geb. 1721, gest. 1797. Noth Sein Helfer, Gott! Ein Schlummer sei für ihn der Tod! wollst erhören, Gott, sein Flehn, Mit ihm nicht 4. Vollende, Vater, seinen ins Gerichte gehn, der jegzo dei Lauf, Nimm ihn zu deinem ner Ewigkeit Sich naht, befreit Frieden auf! Verlaß ihn, wenn Nun bald von dieser Eitelkeit! fein Herz nun bricht, Verlaß ihn nicht, Herr, Herr, mit deinem Gnadenlicht! 2. Des Lebens und des Todes Herr, Nun ist für ihn die Zeit nicht mehr. Du hast ge= zählet all' sein Haar; Sein Todesjahr Bestimmt, als keine Zeit noch war. 3. Erfüllt ist seiner Leiden Zahl; Er leidet heut' zum letzten Mal. Ach sei in seines Todes 5. Erleichtre ihm den letzten Schmerz! Von dir erquicket, ruh' sein Herz! Durch Jesu Todesschweiß und Blut, So ihm zu gut Vergossen, stärke seinen Muth! 6. In ihm vermehre deine 26 402 Fürbitte für einen Sterbenden. Ruh'! In seinem Herzen bete kann wohl dein, Gott, ohne du, Geist Gottes; laß ihn glau- deine Gnade sein? bend traun, Auf Jesum schaun, 9. Sei, Richter, ihm nicht Und so entgehn des Todes Graun! fürchterlich; Erbarme seiner Seele 7. Zeig' ihm die Herrlichkeit dich! Auch aus der Tiefe rufet des Herrn; Zeig' ihm den Gna- fie; Erhöre sie, Erlöse, Gott, denlohn von fern; Laß ihn den erlöse sie! Himmel offen sehn, Und Jesum stehn Bereit, ihn gnädig zu erhöhn! 10. Behüte ihn in seinem Tod; Ihn segne, segne, segne, Gott! Wann nun sein Auge 8. Ach Gnade, Gnad' ergeh' sterbend bricht, Leit' ihn dein für Recht; Denn von von dem menschlichen Geschlecht Ist selbst der Heiligste nicht rein. Wer Licht; Tröst' ihn mit deinem Angesicht! Nach Klopstock. TIME hon 562. Ein' feste Burg ist un- Teufel wär', Und wollt uns ser Gott, Gin' gute Wehr und gar verschlingen, So fürchten Waffen; Er hilft uns frei aus wir uns nicht so sehr, Es soll aller Noth, Die uns jetzt hat uns doch gelingen! Der Fürst betroffen. Der alt' böse Feind, dieser Welt, Wie sau'r er sich Mit Ernst er's jetzt meint; Groß stellt, Thut er uns doch nicht; Macht und viel List Sein' grau- Das macht er ist gericht't, Ein sam Rüstung ist, Auf Erd'n ist Wörtlein fann ihn fällen. nicht sein's Gleichen. 4. Das Wort sie sollen lassen 2. Mit unsrer Macht ist nichts stahn, Und kein' Dank dazu gethan, Wir sind gar bald ver- haben; Er ist bei uns wohl auf loren; Es streit für uns der dem Plan Mit seinem Geist und rechte Mann, Den Gott hat Gaben. Nehmen sie den Leib, selbst erforen; Fragst du, wer Gut, Ehr', Kind und Weib: der ist? Er heißt Jesus Christ', Laß fahren dahin, Sie haben's Der Herr Zebaoth, Und ist kein kein Gewinn; Das Reich muß andrer Gott; Das Feld muß er uns doch bleiben!. Martin Luther, behalten. geb. 1483, gefst. 1546. 3. Und wenn die Welt voll snied ardorinds and 10 dof Advent. andh 403 Mel. Aus meines Herzens Grunde 2c.| reichlich, Wirst selber arm und 563. Auf, auf, ihr Reichs- schwach, Und liebest unvergleichgenossen! Der König kommt lich Und gehst den Sündern nach; Wir wollen dir allein Die Stimmen hoch erschwingen Ein heran; Empfaht ihn unverdrossen Auf seiner Wunderbahn. Ihr Christen, geht herfür, Laßt uns vor allen Dingen Ihm Hosianna singen Mit heiliger Begier. Hosianna singen Und ewig dankbar sein. Lonsu Hadsun Johann Nift, geb. 1607, gest. 1667. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht zc. 564. Hosianna! Davids Sohn Kommt in Zion eingezogen; Ach, bereitet ihm den Thron, Setzt ihm tausend Ehrenbogen; Streuet Palmen, machet Bahn, Daß er Einzug halten kann. 2. Auf, ihr betrübten Herzen! Der König ist sehr nah'; Hinweg all' Angst und Schmerzen, Der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort Hochtröstlich ist zu nennen, Da wir ihn finden können Im Nachtmahl, Tauf und Wort. 2. Hosianna! sei gegrüßt! 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten! Komm, wir gehen dir entgegen: Der König ist nicht fern; Seid Unser Herz ist schon gerüst't, Will fröhlich, ihr Verzagten, Dort fich dir zu Füßen legen. Zeuch kommt der Morgenstern! Der zu unsern Thoren ein, Du sollst Herr will in der Noth Mit reichem uns willkommen sein. Trost euch speisen, Er will euch Hülf' erweisen, Ja dämpfen gar den Tod. 3. Hosianna, Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, Das ist 4. So geht mit schnellen unsre Siegesbeute. Deine Rechte Schritten, Den König anzusehn, bleibt erhöht Und dein Reich Dieweil er kommt geritten Stark, allein besteht. herrlich, sanft und schön; Nun 4. Hosianna! lieber Gast, Wir tretet all' heran, Den Heiland find deine Reichsgenossen, Die zu begrüßen, Der alles Kreuz versüßen Und uns erlösen kann. du dir erwählet hast; Ach, so laß uns unverdrossen Deinem 5. Der König will bedenken Scepter dienstbar sein: Herrsche Die, so er herzlich liebt, Mit du in uns allein. köstlichen Geschenken, Als der 5. Hosianna! komme bald, sich selbst uns giebt In seinem Laß uns deine Sanftmuth küssen; Geist und Wort. O König, hoch Wollte gleich die Knechtsgestalt erhoben, Wir alle wollen loben Deine Majestät verschließen, D, Dich freudig hier und dort! so tennet Zion schon Gottes und auch Davids Sohn. 6. Nun, Herr, du giebst uns 26* Weihnacht. Vom heiligen Geist 6. Hosianna! steh' uns bei! hilft dir diese Sonne nicht; O Herr hilf, laß wohl gelingen, Willst du genießen diesen Schein, Daß wir ohne Heuchelei Dir das So darfst du nicht mehr dunkel Herz zum Opfer bringen, Du sein. nimmst keinen Jünger an, Der dir nicht gehorchen kann. 404 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, Bestrahle mich mit 7. Hosianna! nah' und fern! deiner Gunst! Dein Licht sei meine Eile, bei uns einzugehen. Du Weihnachtswonne, Und lehre Gesegneter des Herrn, Warum mich die sel'ge Kunst, Wie ich willst du draußen stehen? Ho- im Lichte wandeln soll, Und sei sianna! bist du da? Ja, du des Weihnachtglanzes voll! kommst! Hallelujah! Kaspar Friedrich Nachtenhöfer, geb. 1624, gest. 1685. Benjamin Schmolke, geb. 1672, gest. 1737. d Mel. O daß ich tausend 3ungen 2c. 565. Dies ist die Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit; Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit; Und dieses Welt- und Himmelslicht Weicht hunderttausend Sonnen nicht. Mel. Wie soll ich dich empfangen 2c. 566. fomm, du Geist der Wahrheit Und kehre bei uns ein, Verbreite Licht und Klarheit, Verbanne Trug und Schein. Gieß' aus dein heilig Feuer, Rühr' Herz und Lippen an, Daß jeglicher getreuer Den Herrn befennen fann.ondins m 2. Laß dich erleuchten, meine 2. O du, den unser größter Seele, Versäume nicht den Gna- Regent uns zugesagt, komm' denschein; Der Glanz aus dieser zu uns, werther Tröster, Und kleinen Höhle Streckt sich in alle mach' uns unverzagt. Gieb uns Welt hinein; Er treibet weg der in dieser schlaffen und glaubensTrübsal Nacht, Der Sünden und armen Zeit Die scharf geschliffdes Todes Macht. nen Waffen Der ersten Christenheit. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Selig- 3. Unglaub' und Thorheit feit; Wann Sterne, Sonn' und brüsten Sich frecher jetzt als je, Mond vergehen, Vielleicht in Darum mußt du uns rüsten einer kurzen Zeit, Wird dieses Mit Waffen aus der Höh'. Du Licht mit seinem Schein Dein mußt uns Kraft verleihen, GeHimmel und dein Alles sein. duld und Glaubenstreu, Und 4. Laß nur indessen helle mußt uns ganz befreien Von scheinen Dein Glaubens- und aller Menschenscheu. dein Lebenslicht! Mit Gott mußt 4. Es gilt ein frei Geständdu es treulich meinen, Sonst niß In dieser unsrer Zeit, Ein und von der Kirche Christi. 405 offenes Bekenntniß Bei allem Kraft, Die Kraft, die uns von Widerstreit; Trotz aller Feinde Sünden Hülf' und Errettung Toben, Troß allem Heidenthum schafft. Entsünd'ge meinen Sinn, Zu preisen und zu loben Das Daß ich mit reinem Geiste Dir Evangelium. Ehr, und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es steiget himmelan, Und läßt nicht ab im Steigen, Bis der sich möge neigen, Der allen helfen kann. 5. Fern in der Heiden Lande Erschallt dein kräftig Wort; Sie werfen Satan's Bande Und ihre Gößen fort. Von allen Seiten kommen Sie in das Reich herein. Ach soll es uns genommen, Für uns verschlossen sein? 6. D wahrlich, wir verdienen Solch strenges Strafgericht; Uns 4. Du bist ein Geist der ist das Licht erschienen, Allein Freuden, Das Zagen liebst du wir glauben nicht. Ach lasset nicht, Erleuchtest uns im Leiden uns gebeugter Um Gottes Gnade Mit deines Trostes Licht. Ach flehn, Daß er bei uns den ja, wie manchesmal Hast du Leuchter Des Wortes lasse stehn. mit süßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum güld'nen Himmelssaal! 7. Du heil'ger Geist bereite, Ein Pfingstfest nah und fern; Mit deiner Kraft begleite Das Zeugniß von dem Herrn! O öffne du die Herzen Der Welt, und uns den Mund, Daß wir in Freud' und Schmerzen Das Heil ihr machen kund! dilen Karl Johann Philipp Spitta, geb. 1801, gest. 1859. 30710 Mel. Helft mir Gottes Güte preisen 2c. 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit; Der Feindschaft bist du feind, Willst, daß durch Liebesflammen Sich wieder thu' zusammen, Was unversöhnlich scheint. 567. 3euch ein zu deinen 6. Du, Herr, hast selbst in Thoren, Sei meines Herzens Händen Die ganze weite Welt, Gast, Der du, da ich geboren, kannst Menschenherzen wenden, Mich neugeboren hast, O hoch- Wie es dir wohlgefällt; So geliebter Geist Des Vaters und gieb doch deine Gnad' Zu Fried' des Sohnes, Mit beiden glei- und Liebesbanden, Verknüpf' in chen Thrones, Mit beiden gleich allen Landen, Was sich getrennet gepreist! hat. 2. Zeuch ein, laß mich em- 7. Erfülle die Gemüther Mit pfinden Und schmecken deine reiner Glaubenszier, Die Häuser Vom heiligen Geist und die Güter Mit Segen für den Bei uns auch noch im Tod und für. Bertreib' den bösen Und sprich uns zu, den Müden: Geist, Der dir sich widersetzet Ihr seid versöhnt mit Gott!" Und, was dein Herz ergößet, Aus unsern Herzen reißt. 406 8. Richt' unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn; Und Mel. Wie schön leucht't uns der 2c. sollen wir es geben Zuletzt dem 569. Komm, komm, du licht Tode hin, Wann's mit uns hie in Gottespracht, Den Tag, den wird aus: So hilf uns fröhlich uns der Herr gemacht, mit deisterben Und nach dem Tod erer nem Glanz zu weihen! Weck' ben Des ewgen Lebens Haus! auf, was schläft in dunkler Haft! Paul Gerhard, Zünd' an der rechten Andacht geb. 1606, gest. 1667. Kraft, Uns heil'gen Schmuck zu leihen! Frühe Ziehe Uns nach oben, Den zu loben, Der allmächtig Sonnen lenket, groß und prächtig. 2. D seht: in hellem Glanze steht Die Kirche Christi hoch erhöht; Ihr Hoffen ist geschehen. Viel Könige, Propheten viel 3. Ach bleib mit deiner Klar- Sah'n harrend auf nach solchem heit Bei uns, du werthes Licht; Ziel, Und haben's nicht geſehen. Umgürt uns mit der Wahrheit, Selig, Selig, Die da sehen Auf Damit wir irren nicht! den Höhen Und im Thale Lebenslicht von Gottes Strahle! 3. Verdunkelt stand des Herrn Altar, In Menschentrug begraben war Das Wort aus Gottes Munde. Wo bleibst du, Licht vom Anbeginn? Ach Hüter, ist die Nacht bald hin? Ist nah' des Aufgangs Stunde? Singet, Bringet Morgenlieder Unserm Hüter! Er schläft nimmer; Herrlich kam des Aufgangs Schimmer. 568. Ach bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß'uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List! 2. Ach bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns beid', hier und dorte Sei Güt' und Heil beschert! 4. Ach bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Heil, Gnad' und all's Vermögen Reichlich in uns vermehr! 5. Ach bleib mit deinem Schuße Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht truge, Noch fäll' die böse Welt! Josua Stegemann, geb. 1588, gest. 1632. B. 7 neuerer Zusap. 6. Ach bleib mit deiner Treue Bei uns, du Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth! 7. Ach bleib mit deinem Frie4. Zu Gottes Helden drang der Schein:„ Steht auf, ihr sollt mein Rüstzeug sein; Euch und von der Kirche Christi. 407 ruft des Reiches König!" Da die Rach', Und laß es ihn nur schallt's: Die Wahrheit macht walten. Er wird durch seinen Gieuch frei! Die Nacht ist hin, deon, Den er wohl kennt, dir der Tag herbei!" Und Jubel helfen schon, Dich und sein Wort hallt vieltönig. Herr, Herr, Ew'- erhalten. ger! Treu im Halten Und im 3. So wahr Gott Gott ist und Walten Ueberschwänglich! Gott, sein Wort, Muß Teufel, Welt dein Licht ist unvergänglich! und Höllenpfort Und was dem 5. Es stritt mit Macht die thut anhangen, Endlich werden Finsterniß, Die Erde bebt', der zu Schand' und Spott. Gott ist Vorhang riß; Da siegt das mit uns und wir mit Gott, Licht vom Morgen. Jahrhunderte Den Sieg woll'n wir erlangen! sind hingeflohn, Manch Reich gestürzt und mancher Thron: Die Kirche steht geborgen. Jesus Christus Gestern, heute Und in weite Ewigkeiten! Eilt, sein Lob heut' auszubreiten! 90 6. Tag, den uns Gott er scheinen läßt! Dich grüßt, in Lieb und Glauben fest, Die heilige Gemeine, Die kämpfend noch hienieden geht, Die triumphirend droben steht; Es ist ja doch nur Eine! Ein Wort, Ein Hort! Jauchzt, Verklärte; Jauchz', o Erde, Seinem Namen; Heilig; heilig, heilig! Amen. Friedrich Sachse, geb. 1785, gest. 1860. Mel. Kommt her zu mir, spricht 2c. 570. Verzage nicht, du Häuflein klein, Obschon die Feinde Willens sei'n, Dich gänzlich zu verstören, Und suchen deinen Untergang, Davon dir recht wird angst und bang; es wird nicht lange währen. 2. Tröste dich des, daß deine Sach' Ist Gottes, dem befiehl - Gustav Adolphs von Schweden Schlachtgefang bei Lüßen, 6. Nov. 1632. ( Jakob Fabricius, geb. 1593, gest. 1654.) Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2c. 571. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen, Der Wächter, die auf Zions Mauer stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen, Die unverzagt dem Feind entgegengehn; Ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Schaaren zu dir bringt. OUR IDC 2. O daß dein Feuer bald entbrennte, Daß wir es säh'n in alle Lande gehn, Auf daß bald alle Welt erkennte, Was zur Erlösung ihr von dir geschehn! D Herr der Ernte, siehe du darein: Die Ernt' ist groß, der Knechte Zahl ist klein. 3. Dein Sohn hat ja mit flaren Worten Uns diese Bitt' in unsern Mund gelegt. O fiehe, wie an allen Orten Sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig darum an 408 Vom heiligen Geist u zuflehn; Drum hör', o Herr, und mich erklärt; Du hast die Frucht sprich: es soll geschehn!" von deinem Sterben, Mein 4. Laß, Herr der Welt, in treuer Heiland, mir gewährt; großen Scharen Die Werkstatt Du willst in aller Noth und deines guten Geistes sein. Laß Pein, guter Geist, mein Tröster eilend Hülf uns widerfahren, sein.nl olla Imp Und brich in Satans Reich mit Macht hinein! O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 3. Doch hab' ich dir auch Furcht und Liebe, Gehorsam zugesagt und Treu'; Ich habe dir aus reinem Triebe Gelobt, daß ich dein eigen sei; Hingegen sagt ich bis in's Grab Der Sünde 5. Laß schnell dein Wort die Welt durchlaufen, Es sei kein Ort schnödem Wesen ab. ohn' dessen Glanz und Schein; 4. Mein treuer Gott, auf Ach führe bald dadurch mit Hau- deiner Seite Bleibt ewig dieser fen Der Heiden Füll' zu allen Bund bestehn; Wenn aber ich Thoren ein! Ja wecke doch auch ihn überschreite So laß mich Ifrael bald auf; Und also segne nicht verloren gehn, Und hab' deines Wortes Lauf. ich einen Fall gethan, So nimm dein Kind zu Gnaden an. 6. Herr, beß're deines Zions Stege, Und öffne drinnen deinem Wort die Bahn; Was hindert, 5. Ich gebe dir, mein Gott, räume aus dem Wege, Bertilge auf's neue Leib, Seel' und Herz du den falschen Glaubenswahn. zum Opfer hin; Erwecke mich Von Miethlingen mach' deine zu neuer Treue Und nimm BeKirche frei, Daß Kirch' und Schul' si von meinem Sinn. Es sei ein Garten Gottes sei! in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr, deinen Willen, thut! Karl Heinrich von Bogazky, geb. 1690, gest. 1774. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Dur.) ben Gott 20.11 572. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, das dir geheiligt heißt; Ich bin in Christum eingeſenkt, Er hat mir seinen Geist geschenkt. 7. Laß diesen Vorsag nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist; Halt mich in 2. Du hast zu deinem Kind deines Bundes Schranken, Bis und Erben, Mein lieber Vater, mich dein Wille sterben heißt; 6. Weich, weich, du Fürst der Finsternisse, Ein andrer Herr hat mich erkauft; Ich bin ein Sündenkind, doch wisse: Ich bin auf Christi Tod getauft! Weich, eitle Welt, du Sünde weich; Gott hört es: ich entsage euch! und von der Kirche Christi. Gebetslieder. 409 So leb' ich dir, so sterb' ich Einfalt deutlich ein Das, was dir, So lob' ich dich dort für uns kann erbaulich sein. und für. tim mig mad onog 6. 6. Erhalt uns bei dem Johann Jakob Rambach, geb. 1693, gest. 1735. Glaubensgrunde, Den du den Eckstein haft genennt: Daß man dich nicht nur mit dem Munde, Auch mit dem Herzen selbst befennt. Wenn uns die Welt Verfolgung dräu't, So gieb, o Herr, Beständigkeit. to loc Mel. Wer nur den lieben Gott zc.( Dur.) 573. Wie selig ist der Ort zu nennen, Wo Gottes Wort im Schwange geht, Wo Licht und Recht ganz helle brennen, Und Zion niemals wüste steht, 7. Ja, bau' du selbst in unsrer Da man im Schmuck der Heilig- Seele Dir ein lebendig Gottesfeit Dem Herren opfert allezeit. haus, So wird in dieser Jam2. Weh' aber, wo die Lebens- merhöhle Ein angenehmer Sabworte So rar und theuer wor- bath dr'aus; Bis wir in jenen den sind, Daß man an solchem Tempel gehn, Und vor des Lamwüsten Orte Von Gott nur mes Stuhle stehn. dunkle Spuren find't; Wie billigste wird der Ort beweint, Wo Gottes Wort entfernet scheint. JID 19 574. Mein Schöpfer, steh' 3. Wir dürfen keinen Zweifel mir bei, Sei meines Lebens tragen, Als wär' allhie nicht Licht; Dein Auge leite mich, Gottes Haus. Wo wir nach Bis mir mein Auge bricht. Ich Gottes Worte fragen, Da macht lege meine Glieder Vor dir zum er eine Kirche d'raus: Sie sei Opfer nieder; Ich opf're meine nun zahlreich oder klein, So muß sie ihm doch heilig sein. Kräfte Für dich und dein Geschäfte. Du willst, daß ich der 4. So treten wir im Geist Deine sei: Mein Schöpfer, steh' zusammen, So fingen wir des mir bei. per entrad @ Herren Lied; So bringen wir 2. Mein Heiland, wasche mich die Opferflammen, Auf welche mit deinem reinen Blut, Das Gott in Gnaden sieht; So lesen alle Flecken tilgt, und lauter wir, und hören an, Was Gottes Wunder thut. Schließ' die verWort uns lehren kann. dullirrte Seele In deine Wunden5. Ach, Herr, gieb selber das höhle, Daß sie von Zorn und Gedeihen, Laß doch kein Wort Sünde Hier wahre Freiheit vorüber gehn, Laß uns die finde. Verloren bin ich ohne dich: Seelenspeis' erfreuen, Laß unser Mein Heiland, wasche mich. Herz erquicket stehn; Gieb unsrer 3. Mein Tröster, gieb mir Benjamin Schmolfe, geb. 1672, gest. 1737. 410 Gebetslieder. d na dnu Kraft, Wenn sich Versuchung| 4. Lobe den Herren, der sichtzeigt; Regiere meinen Geist, bar dein Leben gesegnet; Der Wenn er zur Welt sich neigt. aus dem Himmel mit Strömen Lehr mich den Sohn erkennen, der Liebe geregnet! Denke daran, Ihn meinen Herren nennen, Was der Allmächtige kann, Der Sein Gnadenwort verstehen, Auf dir mit Liebe begegnet! seinen Wegen gehen. Du bist, 5. Lobe den Herren und seinen der alles Gute schafft: Mein hochheiligen Namen, Lob ihn, Tröster, gieb mir Kraft. nuplo was in mir ist, mit dem erfore4. Gott Bater, Sohn und nen Samen! Er ist dein Licht; Geist, Dir bin ich, was ich bin; Seele, vergiß es ja nicht! Lob Ach, drücke selbst dein Bild Recht ihn in Ewigkeit! Amen. tief in meinen Sinn; Erwähleislin issiq geb. 1640, gest. 1680. mein Gemüthe Zum Schauplatz 1990 Joachim Neander, deiner Güte; Berkläre an mir 576. daß ich tausend zunCOULEUR Armen Dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der Meine heißt, Gott Bater, Sohn und Geist! 10 gen hätte Und einen tausendfachen Mund! Ich stimmte damit um die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. Johann Jakob Rambach(?), geb. 1693, gest. 1735. 19 575. 2 Lobe obe den Herren, den mächtigen König der Ehren; Stimme, du Seele, mit ein zu den himmlischen Chören! Kommet zu Hauf; Psalter und Harfe, wacht auf, Lasset den Lobgesang hören! filior af 2. Was schweigt ihr denn, ihr, meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euren Fleiß, Und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Wär jeder Puls mein Leben lang Und jeder Odem ein Gefang! 2. Lobe den Herren, der alles 3. Ihr grünen Blätter in den so herrlich regieret, Der dich auf Adlersgefieder so sicher geführet, Der dir beschert, Was dich erfreuet und nährt; Dank es ihm innigst gerühret! Wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Jhr schwanken Gräser in den Feldern, Ihr Blumen, laßt doch eure Zier Zu Gottes Ruhm belebet fein, Und stimmet lieblich mit mir ein! 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, Der 4. Ach alles, alles, was ein dir Gesundheit verliehen, dich Leben und einen Odem in sich freundlich geleitet; In wie viel hat, Soll sich mir zum Gehülfen Noth Hat nicht der gnädige Gott geben; Denn mein Vermögen Ueber dir Flügel gebreitet! ist zu matt, Die großen Wunder Gebetslieder. zu erhöhn, Die allenthalben um| ler Plage Getreulich hast hindurch mich stehn! nano tispond geführt; Denn in der größesten Gefahr Ward ich dein Trostlicht auch gewahr. 5. Lob sei dir, o mein Gott und Vater, Für Leib und Seele, Hab' und Gut! Lob sei dir, mil- 11. Wie sollt ich nun nicht dester Berather, Für alles, was voller Freuden In deinem steten dein Lieben thut, Daß mir in Lobe stehn? Wie wollt ich auch deiner weiten Welt Beruf und im tiefsten Leiden Nicht triumWohlsein ist bestellt! ale phirend weiter gehn? Und ging's 6. Mein treuster Jesu, sei ge- auch in den Tod hinein, So priesen, Daß dein erbarmungs- will ich doch nicht traurig sein! volles Herz Sich mir so hülfreich 12. Ich will von deiner Güte hat bewiesen, und mich durch singen, So lange sich die Zunge deinen Todesschmerz Vom Sündenelend hat befreit Und dir zum Eigenthum geweiht! regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wann der Mund wird kraftlos sein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein. 7. Auch dir sei ewig Lob und Ehre, O heilig werther Gottesgeist, Für deines Trostes süße 13. Ach nimm das arme Lob Lehre, Die mich ein Kind des auf Erden, Mein Gott, in allen Lebens heißt! Was Gutes soll Gnaden hin! Im Himmel soll an mir gedeih'n, Das wirkt dein göttlich Licht allein. 8. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schüßzet mich auf meinen Wegen? Du bist es, Herr Gott Zebaoth! Du trägst es besser werden, Wann ich bei deinen Engeln bin; Da bring' ich mit der sel'gen Schaar Dir tausend Hallelujah dar! binulgeb. 1658, geft. 1734. Johann Menger, Mel. Wo Gott der Herr nicht bei 2c. 10101 011 mit meiner Sündenschuld Un- 577. In Gottes Namen fang' säglich gnädige Geduld. 411 in ich an, Was mir zu thun ge9. Demüthig füff' ich deine bühret. Mit Gott wird alles Ruthe, Womit du mich gezüch- wohl gethan Und glücklich austigt hast; Wie viel thut sie mir geführet. Was man in Gottes doch zu gute! Sie ist mir eine Namen thut, Mit glaubensvollem sanfte Last, Und macht mich fromm Sinn und Muth, Das muß uns und zeugt dabei, Daß ich dir wohl gedeihen. lieb und theuer sei. 2016 2. Gott ist's, der das Ver10. Ich habe ja mein Lebe- mögen schafft, Was Gutes zu. tage Es schon so manchesmal vollbringen; Er giebt uns Segen, gespürt, Daß du mich unter vie- Muth und Kraft, Und läßt das Gebetslieder. Werk gelingen. Ist er mit uns lichkeit, Und gieb, daß ich zur und sein Gedeihn, So muß der Abendzeit Erwünschten Lohn Zug gesegnet sein Zum reichen empfange. Ueberflusse. do? is dit die Salomon Biscobius, geb. 1640, gest. 1689. 3. Wer erst nach Gottesim Reiche tracht't Und bleibt auf seiMel. Allein Gott in der Höh' 2c. nen Wegen, Der wird von Gott 578. Bis hieher hat mich auch wohl bedacht Mit dieser Gott gebracht Durch seine große Erde Segen. Dem Frommen giebt Güte, Bis hieher hat er Tag er früh und spat, Daß er von und Nacht Bewahrt Herz und seiner Arbeit hat, Auch Armen Gemüthe; Bis hieher hat er mitzutheilen.no mich geleit't, Bis hieher hat er 4. Gott ist der Frommen mich erfreut, Bis hieher mir Schild und Lohn, Er krönet sie geholfen. mit Gnaden; Der bösen Welt 2. Hab' Lob', hab' Ehr', hab' ihr Neid und Hohn Kann ihnen Preis und Dank Für die bisgar nicht schaden. Gott decket her'ge Treue, Die du, o Gott, sie mit seiner Hand, Er segnet mir lebenslang Bewiesen täglich ihnen Stadt und Land, Und neue. In mein Gedächtniß schreib' füllet sie mit Freuden.d juich an: Der Herr hat große 5. Drum komm, Herr Jesu, Ding' gethan An mir und mir stärke mich, Hilf mir in meinen geholfen. Werken; Laß du mit deiner 3. Hilf fernerweit, mein treu'Gnade dich Bei meiner Arbeit ster Hort, Hilf mir zu allen merken. Gieb dein Gedeihen selbst Stunden, Hilf mir an all' und dazu, Daß ich in allem, was ich jedem Ort, Hilf mir durch Jesu thu', Ererbe deinen Segen. Wunden; Hilf mir im Leben, Tod und Noth Durch Christi Schmerzen, Blut und Tod; Hilf 6. Regiere mich durch deinen Geist, Den Müßiggang zu meiden; Daß das, was du mich schaffen mir, wie du geholfen. heißt, Gescheh' mit lauter Freund bi den. Hilf, daß ich dir mit aller Treu' Auf dein Gebot gehor- 579. Aus tiefer Noth schrei sam sei, Und meinen Nächsten liebe. ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen! Dein gnädig Ohr neig', 7. Nun, Jesu, komm und Herr, zu mir Und meiner Bitt' bleib' bei mir. Die Werke meiner es öffne! Denn so du das willt Hände Befehl ich, liebster Hei- sehen an, Was Sünd' und Unland, dir; Hilf, daß ich sie voll- recht ist gethan, Wer kann, Herr, ende Zu deines Namens Herr- vor dir bleiben? 412 Johann Olearius, geb. 1611, gest. 1684. Gebetslieder. Jesuslieder. 413 2. Bei dir gilt nichts denn| mein Lebenslicht, Mein Stab, Gnad' und Gunst, Die Sünde mein Hort, mein Schutz; Ach zu vergeben; Es ist doch unser Gott, verlaß mich nicht! Thun umsonst, Auch in dem 2. Ach Gott, verlaß mich nicht! besten Leben. Vor dir niemand Regiere du mein Wallen; Ach sich rühmen kann, Des muß sich laß mich nimmermehr In Sünd' fürchten jedermann Und deiner und Schande fallen! Gieb mir Gnade leben. Au den guten Geist, Gieb Glaubenszuversicht, Sei meine Stärk' und Kraft; Ach Gott, verlaß mich nicht! bort bund 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein werthes Wort; Das ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. ad 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf' aus Herzensgrunde: Ach Höchster, stärke mich In jeder bösen Stunde! Wenn mir Verdh suchung naht Und meine Seel ansicht, So weiche nicht von mir; Ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! an Gottes Macht Verzweifeln Komm gnädig mir entgegen; Ach nicht noch sorgen. So thu' Israel Vater, kröne doch mit reichem rechter Art, Der aus dem Geist Himmelssegen Die Werke meines erzeuget ward Und seines Got- Amts, Die Werke meiner Pflicht, . tes harret. all dotto and 3u thun, was dir gefällt; Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnaden; Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. noord Martin Luther, geb. 1483, gest. 1546. Spor 30 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben; Hilf mir, o großer Gott, Recht glauben, christlich leben; Und selig scheiden ab, Zu sehn dein Angesicht; Hilf mir in Noth und Tod; Ach Gott, verlaß mich nicht! piduble chi Salomon Frand( 3), geb. 1659, gest. 1725. dail Mel. Gott, du frommer Gott 2c. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 580. Ach Gott, verlaß mich 581. Jesus nimmt die Sünnicht! Gieb mir die Gnaden- der an! Sagt doch dieses Trosthände; Ach führe mich, dein wort allen, Die fern von der Kind, Daß ich den Lauf vollende rechten Zu meiner Seligkeit! Sei du Wegen Bahn, Auf verkehrten wallen! Hier ist, was dalle Jesuslieder. hds sie retten kann: Jesus nimmt sterben kann: die Sünder an. o nism Sünder an! hod 414 Jesus nimmt die u/ dnu dan Erdmann Neumeister, geb. 1671, gest. 1756. 2. Keiner Gnade sind wir werth; Doch hat er in seinem Worte Klar und liebreich sich mel. Wer nur den lieben Gott 2c.( Moll.) erklärt; Sehet nur die Gnaden. 582. Ach, sagt mir nichts pforte Ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. von Gold und Schätzen, Von Pracht und Schönheit dieser Welt! 3. Wenn ein Schaf verloren Es kann mich ja kein Ding er. ist, Suchet es ein treuer Hirte; gößen, Was mir die Welt vor Jesus, der uns nie vergißt, Augen stellt. Ein jeder liebe, Suchet treulich das Verirrte, was er will: Ich liebe Jeſum, Daß es nicht verderben kann; der mein Ziel. Jesus nimmt die Sünder an. 2. Er ist alleine meine Freude, Mein Kleinod und mein schönstes 4. Kommet alle, kommet her, Kommet, ihr betrübten Sünder! Bild, An dem ich meine Augen Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottesfinder; Glaubt es doch und denket dran: Jesus nimmt die Sünder an. weide Und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will: Ich liebe Jesum, der mein Ziel. niu este sin Win 3. Die Welt vergeht mit ihren 5. Jch Betrübter komme hier Lüsten, Des Fleisches Schönheit Und bekenne meine Sünden; bald zerfällt; Die Zeit kann alle Laß, mein Heiland, mich bei dir das verwüsten, Was MenschenGnade zur Vergebung finden, hände hingestellt. Ein jeder liebe, Daß dies Wort mich trösten was er will: Ich liebe Jesum, fann: Jesus nimmt die Sün- der mein Ziel. www. der an. ist or o 4. Sein Schloß kann keine 6. Nun so faff ich frohen Macht zerstören, Sein Reich verMuth, Auf dich werf' ich meine geht nicht mit der Zeit, Sein Sünden; Dein am Kreuz ver- Thron bleibt stets in gleichen goff'nes Blut Läfset mich Ber- Ehren Von nun an bis in gebung finden, Daß ich gläubig Ewigkeit. Ein jeder liebe, was sprechen kann: Jesus nimmt die er will: Ich liebe Jesum, der Sünder an. mein Ziel. ALSTUE 7. Jesus nimmt die Sünder 5. Sein Reichthum läßt sich an! Mich hat er auch ange nicht ergründen, Sein hoch und nommen, Mir den Himmel auf- heilig Angesicht, Und was von gethan, Daß ich selig zu ihm Schmuck um ihn zu finden, Verkommen Und auf den Trost bleichet und veraltet nicht. Ein to Jesuslieder. mate 415 jeder liebe, was er will: Ich| 3. Laffet uns mit Jesu sterliebe Jesum, der mein Ziel.ben! Sein Tod wehret unsrem 6. Er fann mich über alles Tod, Rettet uns von dem Verheben Und seiner Klarheit machen derben, Von der Seelen ew'ger gleich; Er kann mir so viel Noth. Laßt uns sterben, weil Schätze geben, Daß ich werd' wir leben, Sterben unsern Lüsten unerschöpflich reich. Ein jeder ab; Dann wird er uns aus dem liebe, was er will: Ich liebe Grab In des Himmels Leben Jesum, der mein Ziel heben. Jesu, sterb' ich, sterb' ich dir, Daß ich lebe für und für. jun 7. Und ob ich's zwar noch muß entbehren, So lang' ich wandre durch die Zeit, So wird er mir's doch wohl gewähren Im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum thu' ich billig, wie ich will, Und liebe Jesum, der mein Ziel. id Joh. Scheffler( Angelus Silesius), geb. 1624, gest. 1677. new bal 4. Lasset uns mit Jesu leben; Weil er auferstanden ist, Muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist, Wir sind deines Leibes Glieder, Wo du lebst, da leben wir; Ach erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder. Dir, o Jesu, leb' ich hier, Dort auch ewig einst bei dir. Glons Mel. Sollt' ich meinen Gott nicht 2c. 583. Laffet uns mit Jesu ziehen, Seinem Vorbild folgen nu un fund Sigmund von Birken, nach; In der Welt der Welt ent- ils BETOOND nd geb. 1626, gest. 1681. fliehen Auf der Bahn, die er Mel. Seelenbräutigam 2c. uns brach; Immerfort zum Him. 584. Jesu, geh' voran Auf mel reisen, Irdisch noch schon der Lebensbahn, Und wir wollen himmlisch sein; Glauben recht nicht verweilen, Dir getreulich und leben rein, Glauben durch die nachzueilen; Führ' uns an der Lieb' erweisen. Treuer Jesu, bleib' Hand Bis in's Vaterland. bei mir; Geh' voran, ich folge dir! 2. Soll's uns hart ergehn, 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Laß uns feste stehn Und auch in Seinem Vorbild werden gleich. den schwersten Tagen Niemals Nach dem Leide folgen Freuden, über Lasten klagen; Denn durch Armuth hier macht dort einst Trübsal hier Geht der Weg zu dir. reich. Thränenfaat bringt Heil 603. Rühret eigner Schmerz und Wonne, Hoffnung tröstet Irgend unser Herz, Kümmert uns mit Geduld; Denn es scheint ein fremdes Leiden, so gieb durch Gottes Huld Nach dem Geduld zu beiden; Richte unsern Regen bald die Sonne. Jesu, Sinn Auf das Ende hin. hier leid' ich mit dir, Dort gieb 4. Ordne unsern Gang, Liebster, deine Freude mir. lebenslang! Führst du uns durch - Vom Vertrauen auf Gott. rauhe Wege, Gieb uns auch 5. So gehst du, Herr, nicht die nöth'ge Pflege; Thu' uns Menschenwege; Dein Pfad wird nach dem Lauf Deine Thüre auf. selten ganz im Licht gesehn. Auf Nikolaus Ludwig, Graf b. Zinzendorf, daß der Glaube neu sich rege, Willst du, daß wir durch's Dunfel mit dir gehn. Wer meint, 585. Du führst, o großer dein Gang sei ihm im Anfang geb. 1700, gest. 1760. flar, Der nimmt am Ziel des Laufs den Irrthum wahr.is Gott, die Deinen Mit Vaterhänden, doch oft wunderbar. Wie könntest du es böse meinen? 6. So ziehe mich nach deinem Wirst du doch auch im Kreuz Willen, Und pfleg' und trag' uns offenbar! Es gehe auch dein zagend schwaches Kind. Mir durch Dunkel oft dein Pfad, So soll das Herz der Glaube stillen, führt doch Alles herrlich aus Daß deine Wege Gnad' und dein Rath.dailo Jis bonisn Wahrheit sind. Es lebe stets dein 2. Was Menschensinn in eins Geist, o Gott, in mir; Dann will fügen, Bertheilt in weite führet Leid und Freude mich zu dir. Fernen deine Hand. Was unter's Nach Gottfried Arnold. Joch der Stolz will biegen, Hebst du empor zum Segen für das Land. Die Welt baut auf und troßt: du reißest ein; Sie will bleiben, Du treuer Gott und zerstören, und du läß'st gedeihn. 3. Was die Vernunft will hoch erheben, Hast du oft schon aus deinem Buch gethan; Das vor der Welt geringe Leben Führst in der Stille du selbst himmelan. Der stolzen Tugend deckst du auf die Schuld; Dem reu'gen Sünder zeigst du Vaterhuld. wel. Wie soll ich dich empfangen 2c. 586. Laß mich dein sein und OTTON Herr; Von dir laß mich nichts treiben, Halt mich bei deiner Lehr'. Herr, laß mich nur nicht wanken, Gieb mir Beständigkeit: Dafür will ich dir danken In alle Ewigkeit. d 4. Bald scheinst du streng dich 587. Unsern Ausgang ſegne zu erweisen; Bald ist dein gan- Gott, Unsern Eingang gleicherzes Walten väterlich. Will los maßen, Segne unser täglich von dir das Kind sich reißen, Brod, Segne unser Thun und So weist die Zucht es wieder Lassen, Segne uns mit sel'gem hin auf dich. Wir nahn gebeugt Sterben, und mach' uns zu und sagen Beff'rung zu; Daschenkt Himmelserben! ddind dein Geist dem Herzen neue Ruh'. 416 drog Mel. Dir, dir Jehova will ich zc. 100101 3441 Nikolaus Selneder, geb. 1530, geft. 1592. as Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c. Hartmann Schent, geb. 1634, gest. 1681. CAS16 affindom mbitiqn 2 boto Episteln und Evangelien ndo estion in m 1 sure and da got be to millia dido no mu auf die indig sid and Sonn- und Fest- Tage. da mushnding pa mi non 10 svd mbong amig@ an Lijad 13:00 tomado de lam Am ersten Advents- Sonntage. Jan Co alf 310 dinl The THA sjómsdzemd Epistel. Röm. 13, 11-14. Und weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehn vom Schlaf, fintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wir es glaubten; die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeigekommen: So laßt uns ablegen die Werke der Finsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Laßt uns ehrbarlich wandeln als am Tage; nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ; und wartet des Leibes, doch mut Aspourr also, daß er nicht geil werde. duu ihm Evangelium. Matth. 21, 1-9. Boj Da sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Delberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden, angebunden, und ein Füllen bei ihr, löset sie auf und führet sie zu mir. Und so euch Jemand etwas wird sagen, so sprecht: der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber Alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion, siehe, dein König kommt zu dir, sanftmüthig, und reitet auf einem Efel, und auf einem Füllen der lastbaren Eselin. Die Jünger gingen hin, und thaten, wie ihnen Jesus befohlen hatte; und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf, und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die andern hieben Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davide, gelobt sei der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Spalinlasinsvals Am zweiten Advents- Sonntage. in dinamia Epistel. Röm. 15, 4-13. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir, durch Geduld und Trost der Schrift, Hoffnung haben. Gott 27 418 Episteln aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet seid unter einander, nach Jesu Christo, auf daß ihr einmüthiglich mit Einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung, um der Wahrheit willen Gottes, zu bestätigen die Verheißung, den Vätern geschehen; daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden mit seinem Bolf. Und abermal: Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker. Und abermal spricht Jesaias: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Kraft des heiligen Geistes. AU Hoffnung habt, durch die stoln 336 pring i bollsid nsiduals as Evangelium. Luc. 21, 25-36.5 masldo an tipl dje Es werden Zeichen geschehen an der Sonne, und Mond, und Sternen; und auf Erden wird den Leuten bange sein, und werden zagen; und das Meer und die Wafferwogen werden brausen. Und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die kommen sollen auf Erden, denn auch der Himmel Kräfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum, und alle Bäume. Wenn sie jetzt ausschlagen, so seht ihr es an ihnen, und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies Alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es Alles geschehe. Himmel und Erde werden bergehen, aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen, und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über Alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget, zu entfliehen diesem Allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. chargi nambit mad Am dritten Advents- Sonntage. Sp Epistel. 1. Cor. 4, 1-5. Dafür halte uns Jedermann, nämlich für Christi Diener, und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist es ein und Evangelien. Geringes, daß ich von euch gerichtet werde; oder von einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt, aber darin bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ist es aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Herzen offenbaren; alsdann wird einem Jeglichen von Gott Lob wiederfahren. omniduosis) hi and quid dinar 10 419 Ajunt 610 Evangelium. Matth. 11, 2-10. oder sollen wir eines Andern warten med antwortete und sprach zu Da aber Johannes im Gefängniß die Werke Christi hörte, fandte er seiner Junger zwei, und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, Zünger Jesus ihnen: Gehet hin, und saget Johannes wieder, was ihr sehet und höret; die Blinden sehen, und die Lahmen gehen, die Aussäßigen werden rein, und die Tauben hören, die Todten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget; und selig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da die hingingen, fing Sesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinaus gegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seid ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. Oder was seid ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist, denn ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. Am vierten Advents- Sonntage. at sig 390 805 190 no sio dien o ddigo bilais Epistel. Philipp. 4, 4-7. Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal sage ich: Freuet euch. Eure Lindigkeit lasset fund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu.di a 4 ad adlyd i Evangelium. 3oh. 1, 19-28. und hgn no Und dies ist das Zeugniß Johannis, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte, und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Er sprach: Ich bin es nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in de Wüste: Richtet den Weg des Herrn, 27* 420 msil Episteln onu wie der Prophet Jesaias gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern, und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen, und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht fennet. Der ist's, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufte. Am ersten Weihnachts- Tage. Epistel. Titus 2, 11-14. 20160 Boot 110910 mode war. Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen; und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi; der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. spori noil shiut nd aid adidi madhiR e Evangelium. Luc. 2, 1-14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schaßung war die allererste, und geschah zu der Zeit, da Chrenius Landpfleger in Syrien Und Jedermann ging, daß er sich schäßen ließe, ein Jeglicher in feine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum, daß er von dem Hause und Geschlecht Davids war, auf daß er sich schäßen ließen mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger, und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie ges bären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Heerde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Boll wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und alsobald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerschaaren, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohl= gefallen. pax ins toile ni esgida emis * TS of mo au bord dr illo 1540 53 und Evangelien. Am zweiten Weihnachts- Tage. Epistel. Apostelgesch. 6, 8-15. 7, 54-59. Stephanus aber, voll Glaubens und Kräfte, that Wunder und große Beichen unter dem Voll. Da standen Etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner, und der Chrener, und der Aleranderer und derer, die aus Cilicien und Asien waren, und befragten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehört Lästerworte reden wider Moses und wider Gott. Und bewegten das Volk, und die Weltesten, und die Schriftgelehrten; und traten herzu, und rissen ihn hin, und führten ihn vor den Rath; und stellten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören, und ändern die Sitten, die uns Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn Alle, die im Rath saßen, und sahen sein Angesicht, wie eines Engels Angesicht.( Jetzt sprach Stephanus zu seiner Vertheidigung.) Da sie Solches hörten, ging es ihnen durch's Herz, und bissen die Zähne zusammen über ihn. Als er aber voll heiligen Geistes war, sahe er auf gen Himmel, und sahe die Herrlichkeit Gottes, und Jesum stehen zur Rechten Gottes, und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen, und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut, und hielten ihre Ohren zu, und stürmten einmüthiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Beugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er knieete aber nieder, und schrie laut: Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er. 421 Evangelium. Matth. 23, 34-39. Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte, und derselben werdet ihr etliche tödten und freuzigen, und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme alle das ge= rechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels, bis auf's Blut Zacharias, Barachias Sohn, welchen ihr getödtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches Alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tödtest die Propheten, und steinigst, die zu dir gefandt sind; wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. Siehe, euer Haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch, ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Episteln d Am Sonntage nach Weihnachten. Epistel. Gal. 4, 1-7. Ich sage aber, so lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern, bis auf die bes stimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Sagungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz gethan, auf daß er die, so unter dem Gesetz waren, erlösete, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind es aber Kinder, so sind es auch Erben Gottes durch Christum. 422 sine quid hir Evangelium. Luc. 2, 33-40. Und sein Vater und Mutter wunderten sich deß, was von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen Vieler in Ifrael, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird( und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom Geschlecht Asers, die war wohl betagt, und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft, und war eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren, die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu derselben Stunde, und pries den Herrn, und redete von ihm zu Allen, die auf die Erlösung zu Berufalem warteten. Und da sie es Alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder in Galiläa, zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit; und Gottes Gnade war bei ihm. Theo hi muno This Am Neujahrstage. az Epistel. Gal. 3, 23-29. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Geset verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte geoffenbaret werden. Also ist das Geseß unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube ge= kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seid Alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum. Denn wie Viele euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal Einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheißung Erben. 816 mol und Evangelien. Evangelium. Luc. 2, 21. Und da acht daß das Kind beschnitten würde, da Name Jesus, welcher genannt war von dem Engel, genannt ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. hard sein Lage um waren, Am Sonntage nach Neujahr. Neujahr. 423 ME and m and 6 Epistel. Tit. 3, 4-8. Hidilyno Da aber erschien die Freundlichkeit und Beutseligkeit Gottes, unsers Heilandes; nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig, durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland; auf daß wir durch desselben Gnade gerecht, und Erben seien des ewigen Lebens, nach der Hoffnung. Das ist je gewißlich wahr. thuodis do Evangelium. Matth. 2, 13-23. Da sie aber hinweg gezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fliehe in Egyptenland, und bleibe allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzubringen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich, bei der Nacht, und entwich in Egyptenland; und blieb allda bis nach dem Tode Herodis, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Da Herodes nun sahe, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Bethlehem tödten und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und drunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte. Da ist erfüllet, das gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehört, viel Klagens, Weinens und Heulens; Rahel beweinete ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Egyptenland, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und ziehe hin in das Band Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und feine Mutter zu sich, und kam in das Land Israel. Da er aber hörte, daß Archelaus im jüdischen Lande König war, anstatt feines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott, und zog in die Derter des galiläischen Landes; und kam, und wohnete in der Stadt, die da heißt Nazareth; auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heißen. 424 Episteln u mniloqunde Am Feste der Erscheinung Christi.( Epiphanias.) That J Epistel. Jesaia 60, 1-6. 11 Mache dich auf, werde icht: denn dein Licht kommt und die Herrlichfeit des Herrn gehet auf über dir. Denn siehe, Finsterniß bedeckt das Erdreich, und Dunkel die Völker; aber über dir gehet auf der Herr, über di und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf, und siehe umher; diese Alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Töchter zur Seiten erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meere zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die Läufer aus Midian und Epha, sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob verkündigen. GHE otimianist dmu misionia o pong oporte peinid 3:00 C Evangelium. Matth. 2, 1-12. E mad meng Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Könige Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem, und sprachen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind gekommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hörte, erschraf er und mit ihm das ganze Jerusalem; und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk; und erforschte von ihnen, wo Christus follte geboren werden. Und sie sagten ihm: 3u Bethlehem im jüdischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du, Bethlehem im jüdischen Lande, bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sei. Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre; und wies sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr es findet, so saget mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut; und gingen in das Haus, und fanden das Kindlein mit Maria, feiner Mutter, und fielen nieder, und beteten es an, und thaten ihre Schäße auf, und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. anding m und Evangelien. 425 31018 12 Am ersten Sonntage nach Epiphanias. onouns Epistel. Röm. 12, 1-6. Ich ermahne euch, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Verneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sei der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gottes Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, Jedermann unter euch, daß Niemand weiter von sich halte, denn sich's gebühret zu halten; sondern daß er von ihm mäßiglich halte, ein Jeglicher, nachdem Gott ausgetheilet hat das Maaß des Glaubens. Denneise, als wir in einem gleicher Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben: also find wir viele ein Leib in Christo, aber unter einander ist Einer des Andern Glied, und haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. bardag romanging itin do Evangelium. Luc. 2, 41-52. mbi stind Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahr alt war, gingen sie hinauf gen Zerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten es nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten; und kamen eine Tagereise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerufalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel figen, mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörte, und sie fragte. Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist es, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters ist? Und sie was n verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. 18 Am zweiten Sonntage nach Epiphanias. hrane lim Epistel. Röm. 12, 6-16. Wir haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat Jemand Beissagung, so sei sie dem Glauben ähnlich. Hat Jemand 426 sils Epifteln dru ein Amt, so warte er des Amtes. Lehret Jemand, so warte er der Lehre. Ermahnt Jemand, so warte er des Ermahnens. Giebt Jemand, so gebe er einfältiglich. Regieret Jemand, so sei er sorgfältig. Ulebet Semand Barmherzigkeit, so thue er es mit Zust. Die Liebe sei nicht falsch. Haffet Die Legfältig. Ulebet Jemand das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun sollt. Seid brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. is ating bilpiii di mod Evangelium. Ioh. 2, 1-11. muno adaila shio Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Cana in Galiläa; und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es am Wein gebrach, spricht die Mutter ihm: Sie Wein. zu Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget das thut. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt, nach der Weise der jüdischen Reinigung; und gingen je in einen zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringet es dem Speisemeister. Und sie brachten es. Als aber der Speisemeister fostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, bon wannen er kam,( die Diener aber wußten es, die das Wasser geschöpft hatten,) ruft der Speisemeister den Bräutigam, und spricht zu ihm: Jedermann giebt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren; du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Cana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. ng di in borg) 10 Am dritten Sonntage nach Epiphanias. Epistel. Röm. 12, 17-21. dm donid mondi Haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet Niemand Böses mit Böſem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen Jedermann. Ist es möglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das thust, so wirst du feurige Koblen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. und Evangelien. Spintado Evangelium. Matth. 8, 1-13. S Da er aber vom Berge herab ging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussäßiger kam und betete ihn an, und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an, und sprach: Ich will es thun, sei gereiniget. Und alsobald ward er von seinem Aussaß rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, fage es Niemand; sondern gehe hin, und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat, zu einem Zeugniß über sie. Da aber Jesus einging zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn, und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause, und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: 3ch will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete, und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gefund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte; noch wenn ich sage zu Einem: Gehe hin, so geht er; und zum Andern: Komm her, so kommt er; und zu meinem Knechte: Thue das, so thut ers. Da das Jesus hörte, verwunderte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel nicht gefunden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich figen; aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird sein Heulen und Zähnklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubet hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselben Stunde. using dun no ilgus thin 10 Samtöpano s dn Am vierten Sonntage nach Epiphanias. bid 115 Epistel. Röm. 13, 8-10. the sim 427 Biot Seid Niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet; denn wer den Andern liebet, der hat das Gesetz erfüllt. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht tödten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Beugniß geben; dich soll nichts ge= lüften; und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort ver= faffet: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. mhomas and Evangelium. Matth. 8, 23-27.$ 10 Und er trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. Und siehe, da erhob sich ein großes Ungestüm im Meer, also, daß auch das Schiff lein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf, und bedrohete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich, und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? 428 sils Episteln du Am fünften Sonntage nach Epiphanias. 156 P Epistel. Col. 3, 12-17. So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld; und vertrage Einer den Andern, und vergebet euch unter einander, so Jemand Klage hat wider den Andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr; über Alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in Einem Leibe; und seid dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit; lehret und bermahnet euch selbst mit Psalmen und Bobgesängen, und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und Alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut Alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn, Evangelium. Matth. 13, 24-30. Er legte ihnen ein anderes Gleichniß vor, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind, und säete Unkraut zwischen den Weizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gefäct? woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen, und es ausgäten? Er sprach: Nein! Auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgätet. Laſſet beides mit einander wachsen bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuren. Am sechsten Sonntage nach Epiphanias. Epistel. 2. Petri 1, 16-21. Denn wir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit selbst gesehen, da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit dermaßen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehöret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir haben ein festes prophetisches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt und Evangelien. ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschiehet aus eigener Auslegung, denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist. 4291 Evangelium. Matth. 17, 1-9. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, und führete sie beiseits auf einen hohen Berg. Und ward verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und siehe, da erschien ihnen Moses und Elias, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete, und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein; willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, dir eine, Moses eine, und Elias eine. Da er noch also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören. Da das die Jünger hörten, fielen sie auf ihr Angesicht, und erschraken sehr. Jesus aber trat zu ihnen, rührte sie an, und sprach: Stehet auf, und fürchtet euch nicht. Da sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie Niemand, denn Jesum allein. Und da sie vom Berge herab gingen, gebot ihnen Jesus und sprach: 3hr sollt dies Gesicht Niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Todten auferstanden ist. This timo di nam sid ons sid 11: 2 Am Sonntage Septuagesimä. Epistel. 1. Cor. 9, 24-10, 5. Wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen Alle, aber Einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein Jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfangen; wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als auf's Ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den Andern predige, und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten, daß unsere Väter sind Alle unter der Wolke gewesen, und sind Alle durch das Meer gegangen; und sind Alle unter Mofe getauft, mit der Wolke und mit dem Meer; und haben Alle einerlei geistliche Speise gegessen; und haben Alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranfen aber von dem geistlichen Fels, der mit folgte, welcher war Christus. Aber an ihrer Vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wüste. Evangelium. Matth. 20, 1-16. Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, sandte er sie in seinen Episteln du Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sahe Andere an dem Markt müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus, und fand Andere müßig stehen, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zu ihm: Es hat uns Niemand gedingt. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; und was recht sein wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gieb ihnen den Lohn; und hebe an an den Betten, bis zu den Ersten. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein Jeglicher seinen Groschen. Da aber die Ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein Jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater, und sprachen: Diese Legten haben nur Eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hiße getragen haben. Er antwortete aber, und sagte zu Einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eine geworden um einen Groschen? Nimm, was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesem Legten geben, gleichwie dir. Oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Siehst du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. Denn Viele find berufen, abe Denn Viele sind berufen, aber Wenige sind auserwählt. Am Sonntage Sexagesimä. Epistel. 2. Cor. 11, 19-12, 9. Ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seid. Ihr vertraget, so euch Jemand zu Knechten macht, so euch Jemand schindet, so euch Jemand nimmt, so euch jemand troßt, so euch Jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach geworden. Worauf nun Jemand kühn ist( ich rede in Thorheit), darauf bin ich auch fühn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Israeliter, ich auch. Sie sind Abrahams Same, ich auch. Sie sind Diener Christi ( ich rede thörlich), ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfters gefangen, oft in Todesnöthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Liefe ( des Meeres). Ich habe oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu Wasser, in Gefahr unter den Mördern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gefahr auf dem Meere, in Gefahr unter den falschen Brüdern; in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; ohne was sich sonst zuträgt, nämlich, daß 430 und Evangelien. 431 ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher fei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lütge. Zu Damascus, der Landpfleger des Königs Areta verwahrete die Stadt der Damascer, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichts nüße, doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren( ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ich es nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; Gott weiß es); derselbe ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselben Menschen( ob er in dem Leibe, oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es). Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen, von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thörlich; denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht Jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl in's Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne. 61101 at gult sor di Evangelium. Luc. 8, 4-15. Da nun viel Volks bei einander war, und aus den Städten zu ihm eileten, sprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Säemann aus zu fäen seinen Samen; und indem er säete, fiel Etliches an den Weg, und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und Etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und Etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf, und erstickten es. Und Etliches fiel auf ein gutes Land; und es ging auf, und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jünger, und sprachen, was dieses Gleichniß wäre? Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes; den Andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das Gleichniß: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben 432 msil Episteln N und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel, eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld. suchte siis sid Am Sonntage Quinquagesimä oder Estomihi. di ajoor of Epistel. 1. Cor. 13, 1-13. Wenn ich mit Menschen und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte, und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntniß, und hätte allen Glauben, also, daß ich Berge versette, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir es nichts nüße. Die Liebe ist langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Muthwillen, sie blähet sich nicht. Sie stellt sich nicht ungeberdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit, sie verträgt Alles, sie glaubet Alles, sie hoffet Alles, fie duldet Alles. Die Liebe hört nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenntniß aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind da redete ich wie ein und war wie ein Kind, und hatte findische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ers kenne ich es stückweise, dann aber werde ich es erkennen, gleich wie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. 7068 THD aited fo Evangelium. Luc. 18, 31-43. Er nahm aber zu sich die Zwölfe, und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird Alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet, und ge= schmähet, und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und tödten; und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der keins, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, und bettelte. Da er aber hörte das Volk, das durch und Evangelien. 433 hin ging, forschte er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vorne an gingen, bedroheten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie vielmehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber stand stille, und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn, und sprach: Was willst du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsobald ward er sehend, und folgte ihm nach, und pries Gott. Und alles Volk, das solches sahe, lobte Gott. ng md ni nandam dubini diadili Am ersten Sonntage in der Fasten oder Invocavit. onillög ummi di nolejs 1100 Dn and inpitel. 2. Cor. 6, 1-10.30h i stads Wir ermahnen aber euch, als mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der ange= nehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jeßt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber Niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; sondern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübsalen in Nöthen, in engsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes; durch Waffen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Gerüchte; als die Verführer, und doch wahrhaftig; als die Unbekann= ten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertödtet; als die Traurigen, aber alle= zeit fröhlich; als die Armen, aber die doch Viele reich machen; als die nichts inne haben, und doch Alles haben.de bed) on nde ststrom di 100 hij and m00 jobs borg Sun Evangelium. Matth. 4, 1-11. og du sain Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführet, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm, und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und er antwortete, und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebet nicht vom Brod allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige und Gottes Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führte ihn der Teufel mit sich 28 . Episteln du auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit; und sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, fo du niederfällst, und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan; denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. 434 Am zweiten Sonntage in der Fasten oder Reminiscere. Epistel. 1. Theffal. 4, 1-8. duli atot)| deind Weiter, liebe Brüder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollt wandeln und Gott gefallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei; und ein Jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen; und daß Niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Rächer über das Alles, wie wir euch zuvor ge= sagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist gegeben hat in euch. Hang ol onduras 13 Evangelium. Matth. 15, 21-28. Und Jesus ging aus von dannen, und entwich in die Gegend von Thrus und Sidon. Und siehe, ein cananäisches Weib ging aus derselben Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner; meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn, und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den berlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie fam aber, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, hilf mir. Aber er antwortete, und sprach: Es r. Aber er antwortete, und ſprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus, und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß! dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gesund zu derselben Stunde. Am dritten Sonntage in der Fasten oder Oculi. inding di Epistel. Ephef. 5, 1-9. So feid nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst dargegeben für uns, zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, laffet nicht von euch gesagt wer und Evangelien. 435 den, wie den Heiligen zustehet; auch schandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen; sondern vielmehr Dankz sagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer, oder Unreiner, oder Geiziger( welcher ist ein Gößendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes. Laffet euch niemand verführen mit bergeblichen Worten; denn um dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß, nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit, und Wahrheit. #d sidur G 100794 ou de Evangelium. Luc. 11, 14—28. nomi 10m hid Spot Und Jesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die Andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit sich selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Nichter sein. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt, und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und theilt den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfährt, so durchwandelt er dürre Stätte, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er es mit Besemen gekehrt und geschmückt. Dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind, denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach mit demselben Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Am vierten Sonntage in der Fasten oder Lätare. THE BODA DEA unn The spinon aug mại sín Epistel. Gal. 4, 21-31. Sagt mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt, habt ihr das Gesetz nicht gehöret? Denn es stehet geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte;, 28* 436 Episteln mu einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eins bon dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Agar. Denn Agar heißt in Arabien der Berg Sinai, und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor, und rufe, die du nicht schwanger bist; denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, liebe Brüder, sind, Isaak nach, der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgte den, der nach dem Geist ge= boren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohne; denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohne der Freien. So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. shilpst Um Evangelium. 3oh. 6, 1-15. sidding bl Darnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Volfs nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken that. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Fest. Da hob Jesus seine Augen auf, und fiehet, daß viel Volks zu ihm kommt, und spricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen?( Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wußte wohl, was er thun wollte.) Philippus antwortete ihm: 3wei hundert Pfennig werth Brods ist nicht genug unter sie, daß ein Jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder Simonis Petri: Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrode und zwei Fische; aber was ist das unter so Viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. Jesus aber nahm die Brode, dankte, und gab sie den Züngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselben gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umfomme. Da sammelten sie, und füllten zwölf Körbe mit Brocken, von den fünf Gerstenbroden, die überblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Zesus that, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden, und ihn haschen, daß sie ihn zum Könige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst allein. und Evangelien. 437 murromince modo nation Am fünften Sonntage in der Fasten oder Judica. Epistel. Hebr. 9, 11-15. but Christus aber ist gekommen, daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, durch eine größere und vollkommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eignes Blut einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn, so der Ochsen und der Böcke Blut, und die Asche von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit; wie vielmehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den heiligen Geist Gotte geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Uebertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium. Joh. 8, 46-59. 86d One TTC Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort; darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworteten die Juden, und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist, und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel; sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber Einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel haft. Abraham ist gestorben, und die Propheten, und du sprichst: So Jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet, er sei euer Gott; und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn, und so ich würde sagen: Ich kenne ihn nicht; so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sahe ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus berbarg sich, und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hinstreichend. 438 .nsil Episteln onu Am sechsten Sonntage in der Fasten oder Palmarum. Epistel. Philipp. 2, 5-11. noin 3900 Ein Seglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war, welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er es nicht für einen Raub, Gott gleich sein; sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechts- Gestalt an, ward gleich wie ein anderer Diensch, und an Geberden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im Himmel und auf Erden, und unter der Erde sind; und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters. 100 fred main chan si mund alle Evangelium. ndiple of Siehe Evangelium am ersten Adventssonntag. immol2 nits and a std dll med mod 150 mic Am Gründonnerstage.d of sidatiem Epistel. 1. Cor. 11, 23-32. Ich habe es von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankte, und brach es, und sprach: Nehmet, effet, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches thut zu meinem Gedächtniß. Desselben gleichen auch den Kelch, nach dem Abendmahl, und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches thut, so oft ihr es trinket, zu meinem Gedächtniß. Denn so oft ihr von diesem Brod esset, oder von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brod isset, oder von dem Kelch des Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leibe und Blute des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst, und also esse er von diesem Brod, und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isfet und trinket, der iffet und trinket sich selber das Gericht, damit, daß er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum find auch so viele Schwache und Kranke unter euch, und ein gut Theil schlafen. Denn so wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht sammt der Welt verdammet werden. 102 101001 5100l of thin Evangelium. Joh. 13, 1-15. dar judi suust Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Beit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Bater; wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er fie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas Simonis 3scharioth in's Herz gegeben, daß er ihn berriethe, wußte Jesus, daß ihm der Vater hatte Alles in seine Hände gegeben, und daß er von Gott gekommen war, und zu und Evangelien. 439 Gott ging; stand er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab, und nahm einen Schurz, und umgürtete sich. Darnach goß er Wasser in ein Becken, hob an den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbe sprach zu ihm: Herr, solltest du mir meine Füße waschen? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Was ich thue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen. Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Theil mit mir. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der darf nicht, denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein; aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräther wohl; darum sprach er: 3hr seid nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider, und setzte sich wieder nieder, und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heißet mich Meister und Herr, und sagt Recht daran, denn ich bin es auch. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. am sono al mallo spon aded min Am ersten Ostertage. Epistel. 1. Cor. 5, 6-8. Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig versäuert? Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum laffet uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalkheit; sondern in dem Süßteige der Lauterkeit und der Wahrheit. anginE juo 35 nd Evangelium. Marc. 16, 1-8. Und da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria Jakobi und Salome Specerei, auf daß sie kämen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbather sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thür? Und sie sahen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzt war; denn er war sehr groß. Und fie gingen hinein in das Grab, und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sigen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und sie entsetzten fich. Er aber sprach zu ihnen: Entseßet euch nicht. Ihr suchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, und ist nicht hier. Siehe da, die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin, und saget es seinen Jüngern, und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie msil Episteln dau gingen schnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war sie Bittern und Entsegen angekommen, und sagten Niemand nichts, denn sie fürchteten fich. hot and sid 28TH] nomi od n Am zweiten Oſtertage. 440 ad int Epistel. Apostelgesch. 10, 34-41. Petrus aber that seinen Mund auf, und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israels gesandt hat, und verkündigen lassen den Frieden durch Jesum Christum( welcher ist ein Herr über Alles), die durch das ganze jüdische Land geschehen ist, und angegangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes predigte; wie Gott denselben Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geist und Kraft; der umhergezogen ist, und hat wohl gethan und ges fund gemacht Alle, die vom Teufel überwältiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen Alles des, das er gethan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getödtet, und an ein Holz gehänget. Denselben hat Gott auferwecket am dritten Tage, und ihn laffen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Todten. Evangelium. Luc. 24, 13-35. mich mist toin, ili Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechszig Feldweges weit, des Name heißt Emmaus. Und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten, und befragten sich mit einander, nahete Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht fannten. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterweges, und seid traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten, vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammniß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hofften, er sollte Ifrael erlösen. Und über das Alles ist heute der dritte Tag, daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die find frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und Etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: Oihr Thoren, und träges Herzens zu glauben, Allem und Evangelien. 441 dem, das die Propheten geredet haben; mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Moses und allen Propheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm ge= sagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen; und er stellte sich, als wollte er weiter gehen. Und sie nöthigten ihn, und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es ge= schah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankte, brach es, und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselben Stunde, fehrten wieder gen Jerusalem, und fanden die Elfe versammelt, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auf erstanden, und Simoni erschienen. Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, 1dnd Hidig and midwold and hand da er das Brod brach. Am ersten Sonntage nach Ostern.( Quasimodogeniti.) OG Epistel. 1. Joh. 5, 4-10. Denn Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist es, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus; nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn Drei sind, die da zeugen[ im Himmel: Der Vater, das Wort, und der heilige Geist; und diese Drei sind Eins. Und Drei sind, die da zeugen auf Erden]: Der Geist, und das Wasser, und das Blut; und die Drei sind beisammen. So wir der Menschen 3eugniß annehmen, so ist Gottes Zeugniß größer; denn Gottes Zeugniß ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugniß bei ihm. ar- st or de minune Evangelium. 3oh. 20, 19-31. TOP SHIG S Am Abend aber desselben Sabbaths, da die Jünger versammelt, und die Thüren verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jesus, und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hände, und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist; welchen ihr die Sünden erlaffet, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie be 442 .mail Episteln au halten. Thomas aber, der 3wölfen einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale, und lege meinen Finger in die Nägelmale, und lege meine Hand in seine Seite, will ich es nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jünger darinnen, und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Thüren verschlossen waren, und tritt mitten ein, und spricht: Friede sei mit euch! Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her, und siehe meine Hände; und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig. Thomas antwortete, und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben. Auch viele andere Zeichen that Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei der Christ, der Sohn Gottes; und daß ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. 607 Chinspo Am zweiten Sonntage nach Ostern. no me ( Misericordias Domini.) Epistel. 1. Petri 2, 21-25.000 UN Denn dozu seid ihr-berufen. Sintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; welcher keine Sünde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litt; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet, welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seid heil geworden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. duel no mo! Evangelium. Joh. 10, 12-16. Ich bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte läßt sein Leben für die Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verläßt die Schafe, und fliehet; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Miethling aber fliehet; denn er ist ein Miethling, und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen; wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. und Evangelien. 443 arm stroid mis Am dritten Sonntage nach Ostern.( Jubilate.) adot nomaillos Epistel. 1. Petri 2, 11-20. i din De tid minde Liebe Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrime: Enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten; und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch afterreden, als von Ulebelthätern, eure guten Werke sehen, und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid unterthan aller menschlichen Ordnung, um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache über die Ulebelthäter und zu Lobe den Frommen. Denn das ist f der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten Menschen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Thut Ehre Jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte, seid unterthan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so Iemand um des Gewissens willen zu Gott das Ulebel verträgt, und leidet das Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm, so ihr um Missethat willen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und erduldet, das ist Gnade bei Gott. ill thin thin hoinid dru mi od sdo inipitcher adad de tot Evangelium. Joh. 16, 16-23.0 and mill adj chin 1891 a adiando igot in his d Uleber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen; und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater. Da sprachen Etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, das er sagt zu uns: Uleber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, das er sagt, über ein Kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Davon fragt ihr unter einander, daß ich gesagt habe: Uleber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und geſagt haben Kleines, ſo werdet aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehrt werden. Ein Weib, wenn sie gebieret, so hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist gekommen; wenn sie aber das Kind ge= boren hat, denft sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigfeit; aber ich will euch wieder sehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll Niemand von euch nehmen. Und an demselben Tage werdet ihr mich nichts fragen. disais 1990 isti misano) msil Episteln Gun Am vierten Sonntage nach ( stolidu) Epistel. Jac. 1, 16-21. Irret nicht, liebe Brüder. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei welchem ist keine Veränderung, noch Wechsel des Lichts und der Finsterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen, durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlinge seiner Creaturen. Darum, liebe Brüder, ein jeg= licher Mensch sei schnell zu hören, langsam aber zu reden, und langsam zum 3orn. Denn des Menschen Zorn thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanfmuth, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen felig machen. dheit indon 444 ach Oftern.( Cantate.) Evangelium. Joh. 16, 5-15. nigirddi Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und Niemand unter euch fragt mich: Wo gehest du hin? Sondern, dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauerns geworden. Aber ich fage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbe kommt, der wird die Welt strafen, um die Sünde, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet. Um das Gericht, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnet es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Derselbe wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen und euch berkündigen. Jain injlu ak 1800] Hoda@ udi ba dy millow Am fünften Sonntage nach Ostern.( Rogate.) g bilo di dalaf sok Epistel. Jac. 1, 22-27. Seid aber Thäter des Worte, und nicht Hörer allein, damit ihr euch selbst betrüget. Denn so Jemand ist ein Hörer des Worts, und nicht ein Thäter, der ist gleich einem Manne, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschauet. Denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund an davon, und vergißt, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Geseß der Freiheit, und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter, derselbe wird selig sein in seiner That. So aber sich Zemand unter euch läßt dünken, er diene Gott, und hält seine 3unge nicht im 3aum, sondern verführet und Evangelien. seind Herz, des Gottesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottes= dienst vor Gott dem Vater ist der: die Waisen und Wittwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. Ismic 445 Evangelium. Joh. 16, 23-30. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprüchwort geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprüchwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselben Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen, und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt, und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus, und sagst kein Sprüchwort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich Jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Gidrodydis( Don Roting neted Am Tage der Himmelfahrt Christi. da menimle Epistel. Apostelgesch. 1, 1-11. Die erste Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophilus, von allem dem, das Jesus anfing, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln( welche er hatte er= wählet) durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte; welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeigt hatte, durch mancherlei Erweisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Berheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret,( sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem heiligen Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen gekommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Berufalem, und in ganz Judäa und Samaria, und bis an das Ende der Erde. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsaben gen Himmel fahrend, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: 3hr Männer von Galiläa, was 446 milEpisteln d stehet ihr, und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euchist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.did dat ubund Injdür2 Evangelium. Marc. 16, 14-20. Zuleßt, da die Elfe zu Tische saßen, offenbarte er sich, und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubet hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden; und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Creatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tödtliches trinken, wird es ihnen nicht schaden, auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und sizet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten; und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Am sechsten Sonntage nach Ostern.( Eraudi.) Epistel. 1. Petri 4, 8-11. So seid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brünstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seid gastfrei unter einander ohne Murmeln. Und dienet einander, ein Jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So Jemand redet, daß er es rede als Gottes Wort. So Jemand ein Amt hat, daß er es thue als aus dem Vermögen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.nogin si änd 20 lor in bad Evangelium. 3oh. 15, 26-16, 4. tim ind und Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tödtet, wird meinen, er thue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß sie weder meinen Bater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch. 0 und Evangelien. Am ersten Pfingsttage. Epistel. Apostelgesch. 2, 1-13. Und als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie Alle einmüthig bei einander. Und es geschah schnell ein Braufen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und man sahe an ihnen die Zungen zertheilet, als wären sie feurig. Und er setzte sich auf einen Beglichen unter ihnen; und wurden Alle voll des heiligen Geistes, und fingen an zu predigen mit andern 3ungen, nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden verstürzt; denn es hörte ein Jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber Alle, verwunderten sich, und sprachen unter einander: Siehe, sind nicht diese Alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn ein Jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien, und in Judäa, und Cappadocien, Pontus und Asien, Phrygien und Pamphilien, Egypten und an den Enden der Libyen bei Kyrene, und Ausländer von Rom, Juden und Zudengenossen, Ereter und Araber; wir hören sie mit unsern Zungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entsetzten sich aber Alle, und wurden irre, und sprachen Einer zu dem Andern: Was will das werden? Die Undern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. 14 dng di Ban 6502 502 Evangelium. Joh. 14, 23-31. 447 tik suist And Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm fommen, und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbe wird es euch Alles lehren, und euch erinnern Alles des, was ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt giebt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Bater; denn der Vater ist größer, denn ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun ge schehen wird, ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden, denn es fommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat, stehet auf, und laßt uns von hinnen gehen.( berg) un 448 Episteln dan Am zweiten Pfingsttage. Epistel. Apostelgesch. 10, 42-48. Und er hat uns geboten zu predigen dem Volk, und zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Todten., Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch seinen Namen Alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf Alle, die dem Wort zuhörten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, entsetzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward. Denn sie hörten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Mag auch Jemand das Wasser wehren, daß diese nicht getaufet werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herrn. une Evangelium. 3oh. 3, 16-21. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, der ist schon gerichtet, denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsterniß mehr, denn das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer Arges thut, der hasset das Licht, und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott gethan. Am Sonntage Trinitatis. Epistel. Röm. 11, 33-36. welch eine Tiefe des Reichthums, beides der Weisheit und Erkenntniß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder, wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder, wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in( zu) ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen. 10- stack Evangelium. 3oh. 3, 1-15.1ch bus to di Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern, mit Namen Nicodemus, ein Oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht, und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen; denn Niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Wahrlich, und Evangelien. wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß Jemand bon neuem geboren werde, fann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß Jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was bom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dich's nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: 3hr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er fommt, und wohin er fährt. Also ist ein Zeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, und weißt das nicht? Wahrlich, wahrlich, ich fage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben; und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und Niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder gekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Beben haben. dau 449 Am ersten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Joh. 4, 16-21. Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit haben am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so find auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebet. So Jemand spricht: ich liebe Gott, und haffet seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß der auch seinen Bruder liebe. Evangelium. Luc. 16, 19-31. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde, und leckten ihm seine 29 450 nail Episteln du Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schooß. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf, und sahe Abraham bon ferne, und Lazarus in seinem Schooß, rief und sprach: Bater Abraham, erbarme dich meiner, und sende Lazarus, daß er das Neußerste seines Fingers in's Wasser tauche, und fühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, daß du dein Gutes empfangen haft in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das Alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus; denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Moses und die Propheten; laß sie dieselben hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, so würden fie Buße thun. Er sprach zu ihm: Hören sie Moses und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferstände.dat das do moimitt unt: olio dod agion, ond madnoj da mol 19 Am zweiten Sonntage nach Trinitatis. Sitotin Epistel. 1. 3oh. 3, 13-18. m)? Verwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt haffet. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben, gekommen sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasfet, der ist ein Todtschläger; und ihr wisset, daß ein Todtschläger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erfannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber Je= mand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern mit der That und mit der Wahrheit.i siul Jidaij Evangelium. Luc. 14, 16-24. Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl, und lud Biele dazu. Und aus zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der Erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus gehen, und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und der Andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte und Evangelien. dich, entſchuldige mich. Und der Dritte ſprach: Ich habe ein Weib ge= nommen, darum ich nicht der fam, und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gaffen der Stadt, und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune, und nöthige fie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. TECH Gul 451 numi hor Am dritten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Petri 5, 6-11. So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er forget für euch. Seid nüchtern und wachet, denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glauben, und wisset, daß eben dieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbe wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Demselben sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Hod Evangelium. Luc. 15, 1-10. no Es naheten aber zu ihm allerlei Zöllner und Sünder, daß sie ihn hörten. Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murreten, und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und ist mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichniß, und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der Fot hundert Schafe hat, und so er deren Eins verliert, der nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hingehe nach dem verlornen, bis daß er es finde? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heim kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über Einen Sünder, der Buße thut, vor neun und neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder, welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie deren Einen verliert, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das Haus, und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über Einen Sünder, @m der Buße thut.mmoldon 29* nail Episteln dun Am vierten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 8, 18-23. Ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht werth sei, die an uns soll geoffenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Creatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sintemal die Creatur unterworfen ist der Eitelkeit, ohne ihren Willen, sondern um des willen, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung. Denn auch die Creatur frei werden wird von dem Dienst des vergänglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Creatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch immerdar. Nicht allein aber fie, sondern auch wir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. 452 bid Evangelium. Luc. 6, 36-42. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Nichtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maaß wird man in euren Schooß geben; denn eben mit dem Maaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinem Meister; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. in Am fünften Sonntage nach Trinitatis. miskb brom Epistel. 1. Petri 3, 8-15. Endlich aber seid allesammt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort; sondern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen seid, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine 3unge, daß sie nicht Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen, und thue Gutes; er suche Frieden, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so Böses thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr und Evangelien. 453 auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Troßen nicht, und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium. Luc. 5, 1-11. Es begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth, und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Nege; trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Lande führte. Und er setzte sich, und lehrete das Volk aus dem Schiff. Und als er hatte aufgehöret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet eure Neße aus, daß ihr einen Zug thut. Und Simon antwortete, und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, daß sie kämen, und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen, und füllten beide Schiffe voll, also, daß sie sanken. Da das Simon Petrus sahe, fiel er Jesu zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein fündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, und Alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie mit einander gethan hatten; desselben gleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne Zebedäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; denn von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen Alles, und folgten ihm nach. 317 son Am sechsten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 6, 3-11. Wisset ihr nicht, daß Alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwecket von den Todten, durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in cinem neuen Leben wandeln. So wir aber sammt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich sein; dies weil wir wissen, daß unser alter Mensch sammt ihm gefreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden; und wissen, daß Christus, von den Todten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu Einem Mal; das er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn.le 454 il Episteln du bide by Evangelium. Matth. 5, 20-26. my báisl thun Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der soll des Gerichts schuldig sein. Ich aber fage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Nacha, der ist des Raths schuldig; wer aber sagt: Du Narr, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altare opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder; und alsdann komm und opfre deine Gabe. Sei willfertig deinem Widerfacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker ge= worfen. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. jlo Bad 30 31 Am siebenten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 6, 19-23. CRE Ich muß menschlich davon reden, um der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienst der Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun auch eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit, daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselben ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei, und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Christo Jesu, unserm Herrn. guln Evangelium. Marc. 8, 1-9. Zu der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks, denn sie haben nun drei Tage bei mir berharret, und haben nichts zu essen; und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen, würden sie auf dem Wege verschmachten. Denn Etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüste, daß wir sie sättigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brode? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß fie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselben vorlegten; und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein; und er und Evangelien. 455 dankte, und hieß dieselben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden fatt; und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich. Am achten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Röm. 8, 12-17. So sind wir nun, liebe Brüder, Schuldner, nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müssen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tödtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die find Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtlichen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihr habt einen findlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Bater! Derselbe Geist giebt Beugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben, und Miterben Christi; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium. Matth. 7, 15-23. Sehet euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten follt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen, bank oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte; aber ein fauler Baum bringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen, und in's Feuer geworfen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht Alle, die zu mir sagen: Herr, Herr, in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden Viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweisfaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt, weichet Alle von mir, ihr Uebelthäter. 3150 Thin molte st 37 E Am neunten Sonntage nach Trinitatis. LIGH TOP110 n Epistel. 1. Cor. 10, 6-13. du er Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelüften lassen des Bösen, gleichwie Jene gelüstet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie Jener Etliche wurden; als geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie Etliche unter Jenen Hurerei trieben, und fielen auf einen Tag drei und zwanzig tausend. Laßt uns aber auch Christum nicht versuchen, wie Etliche von Jenen ihn versuchten, 456 si Episteln dan und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie Jener Etliche murreten, und wurden umgebracht durch den Vers derber.00 Solches Alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber ge= schrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist. Darum, wer sich läßt dünken, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchung, bes treten; aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen. di on adja18 und dhud nỦA 3di 00 Evangelium. Luc. 16, 1-9. jim upčný) 201 da ofis1601 Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushalter sein. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem Ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Del. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, seße dich, und schreib flugs funfzig. Darnach sprach er zu dem Andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreib achtzig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er flüglich gethan hätte. Denn die Kinder dieser Welt find flüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlecht. Und ich sage euch auch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten. 7794 sia diam n in Am zehnten Sonntage nach Trinitatis. in via snied mandi bi mithalladi Epistel. 1. Cor. 12, 1-11.shid namic maniad in i ben bus dag be Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen, und hingegangen zu und den stummen Gößen, wie ihr geführet wurdet. Darum thue ich euch kund, daß Niemand Jefum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und Niemand kann Jesum einen Herrn heißen, ohne durch den heiligen Geist. Es find mancherlei Gaben, aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Aemter, aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist Ein Gott, der da wirket Alles in Allen. In einem Jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nußen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem Andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselben und Evangelien. 457 Geist; einem Andern der Glaube, in demselben Geist; einem Andern die Gabe, gesund zu machen, in demselben Geist; einem Andern Wunder zu thun; einem Andern Weissagung; einem Andern Geister zu unterscheiden; einem Andern mancherlei Sprachen; einem Andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber Alles wirkt derselbe einige Geist, und theilt einem Jeglichen Seines zu, nachdem er will. 11000 Jamii Evangelium. Luc. 19, 41-48. Und als er nahe hinzu kam, sahe er die Stadt an, und weinte über fie, und sprach: Wenn du es wüßteft, so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es bor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten ängsten; und werden dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern lassen; darum, daß du nicht erkannt haft die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt es gemacht zur Mördergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm thun sollten; denn alles Volk hing ihm an, dusdal idom 100 190 und hörte ihn. i ondim ond 2100 min sid olle helt nolic stol d 115 116 shig thinL Am elften Sonntage nach Trinitatis. ligt sod And of Epistel. 1. Cor. 15, 1-10. ich ingrolztopidara m Ich erinnere euch aber, liebe Brüder, des Evangelii, das ich euch verkündiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet, durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch verkündiget habe, so ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubet hättet. Denn ich habe euch zuförderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sei für unsere Sünden, nach der Schrift; und daß er begraben sei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage, nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Kephas, darnach von den Zwölfen; darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf einmal, deren noch Viele leben, Etliche aber sind entschlafen; darnach ist er gesehen worden von Jakobus, darnach von allen Aposteln; am letzten nach Allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden. Denn ich bin der Geringste unter allen Aposteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeine Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn sie Alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. 458 si Episteln da Evangelium. 2uc. 18, 9-14. Er sagte aber zu Etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die Andern, ein solches Gleichniß: Es g gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten; einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner; ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von Allem, das ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust, und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget werden, und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden. dins du ha Am zwölften Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 2. Cor. 3, 4-11. Ein solches Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott. Welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tödtet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben tödtet und in die Steine ist gebildet, Klarheit hatte, also, daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mofis, um der Klarheit willen seines Angesichts, die doch aufhöret: wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, überschwängliche Klarheit. Denn auch jenes Theil, das verkläret war, ist nicht für Klarheit zu achten gegen dieser überschwänglichen Klarheit. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhöret, vielmehr wird das Klarheit haben, das da bleibet. giámiltis, duralong inataris Evangelium. Marc. 7, 31-37.jun dua di Und da er wieder ausging von den Grenzen Thrus und Sidon, kam er an das galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Städte. Und sie brachten zu ihm einen Zauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, und spüßte, und rührte seine Zunge, und sahe auf gen Himmel, seufzte, und sprach zu ihm: Hephata, das ist, thue dich auf. Und alsobald thaten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es Niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr fie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maße, und sprachen: Er hat Alles wohl gemacht; die Zauben macht er hörend, und die Sprachlosen redend. und Evangelien. Am dreizehnten Sonntage nach Trinitatis. indi 1844 ms Dore Epistel. Gal. 3, 15-22. 115] Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden; verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätiget ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist je die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Samen, als durch viele, sondern als durch Einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich n als durc sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vier hundert und dreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheißung frei geschenkt. Was soll denn das Gesez? Es ist dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same fäme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen; so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat es Alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Garuto Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. LIE ahd 459 SOLID Evangelium. Luc. 10, 23-37. Und er wandte sich zu seinen Jüngern, und sprach insonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, das ihr sehet, und haben es nicht gesehen; und hören, das ihr höret, und haben es nicht gehöret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liefest du? Er antwortete, und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemüth; und deinen Nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbe Straße hinab zog; und da er ihn sahe, ging er vorüber. Deffelben gleichen auch ein Levit, da er kam bei die Stätte, und sahe ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reisete, und kam dahin; und da er ihn sahe, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, und goß drein Del und Wein; und hob ihn auf sein Thier, und führte ihn in die 460 Episteln d Herberge, und pflegte sein. Des andern Tages reisete er, und zog heraus zwei Groschen, und gab sie dem Wirth, und sprach zu ihm: Pflege sein; und so du was mehr wirst darthun, will ich dir's bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher dünft dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin, und thue desgleichen.d Am vierzehnten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 5, 16-24. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Büste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und den Geift wider das Fleisch. Dieselben sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Geset. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, 3orn, Bank, 3wietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen, und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit. Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo angehören, die kreuzigen ihr Fleisch sammt den Lüsten und Begierden. Evangelium. Luc. 17, 11-19. Und es begab sich, da er reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samaria und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn ausfäßige Männer, die standen von ferne, und erhoben ihre Stimme, und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sahe, daß er gesund geworden war, kehrte er um, und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete, und sprach: Sind ihrer nicht Zehn rein geworden? Wo sind aber die Neune? Hat sich sonst Keiner gefunden, der wieder umkehrte, und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen. Am fünfzehnten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Gal. 5, 25-6, 10. hi: buro So wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, unter einander zu entrüsten und zu haffen. Liebe Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zurecht mit fanftmüthigem Geist, die ihr und Evangelien. 461 geistlich seid. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des Andern Last, so werdet ihr das Geseß Christi erfüllen. So aber sich Jemand läßt dünken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein Zeglicher aber prüfe sein selbst Werk, und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben, und nicht an einem Andern. Denn ein Zeglicher wird seine Bast tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet. Zrret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch säct, der wird von dem Fleische das Verderben ernten. Wer aber auf den Geist fäet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasset uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so laßt uns Gutes thun an Jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen. HAGO Evangelium. Matth. 6, 24-34. 509 tim 1on1 honed i derad Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird einen hassen, und den andern lieben; oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum fage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euren Beib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Klei dung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum forget? Und warum forget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, auch fpinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als derselben eine. So denn Gott das Gras auf dem Felde Gott also kleidet, das doch heute stehet, und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir effen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des Alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes, und nach seiner Gerechtigkeit; so wird euch solches Alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene 19 Plage hat. i dong si omiso d Bush thot is Am sechszehnten end dous text sid Sonntage nach Trinitatis. H gonli790 Epistel. Ephef. 3, 13-21. od 110279 and gss del mar Darum bitte ich, daß ihr nicht müde werdet um meiner Trübsale willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben 462 msil Episteln du beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über Alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden; auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite und die Länge und die Tiefe und die Höhe; auch erkennen, daß Christum lieb haben viel besser ist, denn alles Wissen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der überschwänglich thun kann über Alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewig= keit zu Ewigkeit. Amen. ad sign 12 anodu ondo animn Evangelium. Luc. 7, 11-17. de16 109, ingilan upra Und es begab sich darnach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter; und sie war eine Witwe, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sahe, jammerte ihn derselben, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührete den Sarg an; und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf: Und der Todte richtete sich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie Alle eine Furcht an, und priesen Gott, und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische din al mijthout at 1019 Land, und in alle umliegende Länder. molně bus and laonlind no man Am Michaelisfeste, bed and 7 in oll Tuspodupienis) 2 Epistel. Offenb. Joh. 12, 7-12. siligi zónum 102119 101 101 tlloj muin Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen, und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet; und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin ge= worfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich und die Macht unsers Gottes feines Christus geworden; weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklaget Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut; und durch das Wort ihres Zeugnisses; und haben ihr Leben nicht geliebet, bis an den Tod. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen. und Evangelien. 463 Evangelium. Matth. 18, 1-11.milur si si Zu derselben Stunde traten die Jünger zu Jesu, und sprachen: Wer ist doch der Größeste im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich, und stellte es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget, wie dies Kind, der ist der Größeste im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten Einen, die an mich glauben, dem wäre besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er erfäuft würde im Meer, da es am tiefsten ist. Wehe der Welt der Nergerniß halber! Es kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen Nergerniß kommt! So aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab, und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, daß du zum Leben lahm oder ein Krüppel eingehest, denn daß du zwei Hände oder zwei Füße habest, und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert, reiß es aus, und wirf es von dir. Es ist dir besser, daß du einäugig zum Leben eingehest, denn daß du zwei Augen habest, und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu, daß ihr nicht Zemand von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel 100 im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel. Denn des Menschen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist. Am siebenzehnten Sonntage nach Trinitatis. # ih ni ndi m am told stod qof Epistel. Ephef. 4, 1-6. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie sich's gebühret eurem Beruf, darinnen ihr berufen seid, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget Einer den Andern in der Liebe, und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist, durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater( unser) Aller, der da ist über Euch Alle, und durch euch Alle, und in euch Allen. camm Ed mi po Evangelium. 2uc. 14, 1-11. Und es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisäer, auf einen Sabbath, das Brod zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete, und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, und sprach: 3st es auch recht auf den Sabbath heilen? Sie aber schwiegen still. Und er griff ihn an, und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete, und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und er nicht alsobald ihn heraus ziehet am Sabbathtage? Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Ants wort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gästen, da er merkte, 464 .nail Episteln dau wie sie erwählten oben an zu sitzen, und sprach zu ihnen: Wenn du von Jemand geladen wirst zur Hochzeit, so sebe dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sei; und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem; und du müsseft dann mit Scham unten an sigen. Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin, und sebe dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, rücke hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden, und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. den_ninh] Am achtzehnten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. 1. Cor. 1, 4-9. mmol ins Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben, für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr seid durch ihn an allen Stücken reich gemacht, an aller Lehre und in aller Erkenntniß. Wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig geworden ist, also, daß ihr feinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi; welcher auch wird euch fest behalten bis an's Ende, daß ihr unsträflich seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. mapiiblond Sitotini Evangelium. Matth. 22, 34-46. 4-46, dojf mile d Da aber die Pharisäer hörten, daß er den Sadducäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und Einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und von ganzem Gemüth. Dies ist das vornehmste und größeste Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Geseß und die Propheten. Da nun die Pharifäer bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie dünkt euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Sege dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch Niemand von dem Tage an 111 100 m shi hinfort ihn fragen. Ingolulibt nad ju 1007 hun 51 15 15 Emalied and Am neunzehnten Sonntage nach Trinitatis. 60 mi 125 R OU ni I 19th 1984 windi nil dun youndwoi diudojis Epistel. Ephef. 4, 22-28. di hada So leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menschen, der durch Büste in 3rrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im und Evangelien. 465 Geift cures Gemüthe, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein Jeglicher mit seinem Nächsten, fintemal wir unter einander Glieder find. Zürnet, und fündiget nicht; laffet die Sonne nicht über eurem Born untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. damdandusid juonid pino nd ut du undisiit dabilting Evangelium. Matth. 9, 1-8. un 79 Sun 6112 Da trat er in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sahe, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter, zu sagen: Dir find deine Sünden vergeben; oder zu sagen: Stehe auf und wandele? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden die Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bette auf, und gehe heim. Und er stand auf, und ging heim. Da das Volk das sahe, verwunderte es sich, und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. 10 of mllion and will in miho mild Am zwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. 150 08 MORE US on Idea mmad dim naporsend Epistel. Ephef. 5, 15-21. Epistel. Ephes. 5, 15-21. triga mun So sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da sei des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein un ordentliches Wesen folgt; sondern werdet voll Geistes, und redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern, singet eurem Herzen; und Dank allezeit für Alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi; und seid unter einander unterthan in der Furcht Gottes. und spielet dem Herrn ingen s 15 mind and mani und duu amihi donid and di ind Gus onu bis hin Evangelium. Matth. 22, 1-14. Inositoot 340 Und Jesus antwortete, und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte, und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und Alles bereit; kommt zur Hochzeit. Aber sie verachteten das, und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Handthierung. Etliche 30 466 silEpisteln du aber griffen seine Knechte, höhnten und tödteten sie. Da das der König hörte, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gäste waren es nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute. Und die Tische wurden alle boll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen; und sahe allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitliches Kleid an, und sprach zu ihm: Freund, wie bist du herein gekommen, und hast doch kein hochzeitliches Kleid an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird sein Heulen und Zähnklappen; denn Viele sind berufen, aber Wenige sind auserwählt. Ohne ism Jorby in ing folg Am einundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. RE 11 n Epistel. Ephes. 6, 10-17. Zulegt, meine Brüder, seid stark in dem Herrn, und in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die liftigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um des willen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand thun, und Alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Benden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Gerechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als fertig zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seid. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feurigen Pfeile des Bösewichts. Und nehmet den Helm des Heile und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.2010 beunt jndi? micur min nod máNDIE) Evangelium. Joh. 4, 47-54. i tingalin Imp@ ADI 190 ne and isbigt duu Und es war ein Königischer, des Sohn lag krank zu Capernaum. Dieser hörte, daß Jesus kam aus Judäa in Galiläa, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab käme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todtfrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Königische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm, und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, 08 und Evangelien. 467 welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus that, da er aus Judäa in Galiläa kam. Am zweiundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. di sict alsonger Epistel. Philipp. 1, 3-11. adhil Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,( welches ich allezeit thue in allem meinem Gebet für euch Alle, und thue das Gebet mit Freuden) über eurer Gemeinschaft am Evangelio, vom ersten Tage an bis her. Und bin desselben in guter Zuversicht, daß, der in euch ange= fangen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen, bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch Allen halte, darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in diesem meinem Gefängniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr Alle mit mir der Gnade theilhaftig seid. Denn Gott ist mein 3euge, wie mich nach euch Allen verlanget von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Beste sei; auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen( in euch) zur Ehre und Lobe Gottes. albinė ne in ordi C Evangelium. Matth. 18, 23-35. mdi Darum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder und Alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir Alles bezahlen. Da jammerte den Herrn desselben Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, und würgte ihn, und sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, ich will dir Alles bezahlen. Er wollte aber nicht; sondern ging hin, und warf ihn in's Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn Alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich, und sprach zu ihm: Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte Alles, 30* 468 il Episteln dau was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen, ein Jeglicher seinem Bruder seine Fehler. .pl ablilni phone on 2 nd thdt Am dreiundzwanzigſten Sonntage nach Trinitatis. Epistel. Philipp. 3, 17-21. Folget mir, liebe Brüder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Christi; welcher Ende ist die Verdammniß, welchen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib ber= klären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen. andis gin Evangelium. Matth. 22, 15-22. Da gingen die Pharisäer hin, und hielten einen Rath, wie sie ihn fingen in seiner Rede; und sandten zu ihm ihre Jünger sammt Herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehrest den Weg Gottes recht, und du fragst nach Niemand, denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dünkt dich? ist es recht, daß man dem Kaiser 3ine gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was versucht ihr mich? Weiset mir die 3insmünze. Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das hörten, verwunderten sie sich, und ließen ihn, 8310 along und gingen dabon. aput all dint @maldoned dir Am vierundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. Guanid ibu sily Epistel. Coloss. 1, 9-14. na migod Derhalben auch wir, von dem Tage an, da wir es gehöret haben, hören wir nicht auf für euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntniß seines Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand; daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntniß Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht, in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden; und dankfaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbtheil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat uns verseßet in das Reich seines lieben Sohnes; an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden. sidiis no nei sistemingsdü dini gio 08 469 und Evangelien. moral milli i Evangelium. Matth. 9, 18-26. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; aber komm, und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stand auf, und folgte ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei sich selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sahe sie, und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselben Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sahe die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht todt, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie bei der Hand; da stand das Mägdlein auf. Und dies Gerücht er= scholl in dasselbe ganze Land. imple and only E chilgann sdi s16 de dil Am fünfundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. hl. Epistel. 1. Thessal. 4, 13-18. pierdol Top Om diled Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht traurig seid, wie die Andern, die keine Hoff= nung haben. Denn so wir glauben, daß Jesus gestorben und aufer= standen ist, also wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm führen. Denn das sagen wir euch, als ein Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes hernieder kommen vom Himmel, und die Todten in Christo werden auferstehn zuerst. Darnach wir, die wir leben und überbleiben, werden zugleich mit denselben hingerückt werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn fein allezeit. So tröstet euch nun mit diesen Worten unter einander. alihiling nisi Grv memot ndo dut madu Evangelium. Matth. 24, 15-28. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehe an der heiligen Stätte, ( wer das liefet, der merke darauf!) alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist. Undwer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbath. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, als nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzet, 470 moi Episteln du so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet. So alsdann Jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da; so sollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrthum( wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor ge= sagt. Darum, wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste; so gehet nicht hinaus: Siehe, er ist in der Kammer; so glaubet es nicht. Denn gleichwie der Blig ausgehet vom Aufgang, und scheinet bis zum Niedergang; also wird auch sein die Zukunft des Menschen Sohnes. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Am sechsundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. 2900 8119 gan? 114 Epistel. 2. Theffal. 1, 3-10. Wir sollen Gott danken allezeit um euch, liebe Brüder, wie es billig ist. Denn euer Glaube wächset sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch Allen nimmt zu gegen einander; also, daß wir uns euer rühmen unter den Gemeinen Gottes, bon eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Trübfalen, die ihr duldet; welches anzeigt, daß Gott recht richten wird, und ihr würdig werdet zum Reich Gottes, über welchem ihr auch leidet; nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trübfal denen, die euch Trübsal anlegen. Euch aber, die ihr Trübsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird geoffenbaret werden vom Himmel, sammt den Engeln seiner Kraft, und mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben von dem Angesicht des Herrn, und von seiner herrlichen Macht; wenn er kommen wird, daß er herrlich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugniß an euch von demselben Tage habt ihr geglaubet. 201 so ind DE Evangelium. Matth. 25, 31-46. all m Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sigen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet; und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin frank gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen und Evangelien. 471 gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten, und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig ge= sehen, und haben dich gespeiset? Oder durstig, und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberget? Oder nackend, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind zu dir gekommen? Und der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr ge= than habt, Einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir gethan. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln. Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Sch bin frank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig, oder durstig, oder einen Gast, oder nackend, oder krant, oder gefangen, und haben dir nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben. slut. mjjoldlus oma 1842 du tiho HE Am siebenundzwanzigsten Sonntage nach Trinitatis. ad abhoi aison Epistel. 2. Petti 3, 3-14. Und wisset das auf's Erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln, und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es Alles, wie es von Anfang der Creatur gewesen ist. Aber Muthwillens wollen sie nicht wissen, daß der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort; dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselben mit der Sündfluth verderbet. Also auch der Himmel jekund und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlosen Menschen. Eins aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, daß Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr verziehet nicht die Verheißung, wie es Etliche für einen Verzug achten; sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß Jemand verloren werde, sondern daß sich Jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht; in welchem die Himmel zergehen werden mit großem Krachen, die Elemente aber werden vor Hiße zerschmelzen, und die Erde und die Werke, die darinnen sind, werden verbrennen. So nun das Alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft 472 9 Episteln du des Tages des Herrn, in welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hiße zerschmelzen werden! Wir warten aber eines neuen Himmels, und einer neuen Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten follet, so thut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden er= funden werdet. dnff Smmmshe sid ndslap 28 Evangelium. Matth. 25, 1-13.mai ddod undi Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren thöricht, und fünf waren flug. Die Thörichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Del mit sich. Die Klugen aber nahmen Del in ihren Gefäßen, sammt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig, und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt; gehet aus ihm entgegen. Da standen diese Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die Thörichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns bon eurem Del, denn unsre Lampen verlöschen. Da antworteten die Klugen, und sprachen: Nicht also; auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Krämern, und kauft für euch selbst. Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam; und welche bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Thür ward verschlossen. Zulegt kamen auch die andern Jungfrauen, und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf. Er antwortete aber, und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. Darum wachet; denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. #sntmo! elle: spol Gir dui ustolibitus at sid Red ville alun and Hapi 1970 thom si a diff mö 1989 100 UA Für den zweiten Weihnachtstag ist an anderen Orten bestimmt: madlshid and the sid ti nd up dina choud dindi) himmie and thun will trdning Evangelium. Luc. 2, 15-20.djranging froče The Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter einander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem, und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr fund gethan hat. Und sie kamen eilend, und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und Alle, vor die es fam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott um Alles, das sie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen ge= sagt war. gibing dhur honne und Evangelien. Für den Sonntag nach dem Neujahrstage: Epistel. 1. Petri 4, 12-19. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden( die euch widerfährt, daß ihr versuchet werdet), als widerführe euch etwas Seltsames; sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zu der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr, wenn ihr geschmähet werdet über dem Namen Christi; denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verlästert, aber bei euch ist er gepriesen. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder, oder Dieb, oder Ulebelthäter, oder der in ein fremdes Amt greift. Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht, er ehre aber Gott in solchem Fall. Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber an was will es ein Ende werden mit denen, die dem Evangelio Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, will der welche da leiden nach Gottes willen, die sollen ihm ihre Seelen bes fehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken.il dr supe o madhozatan propodo? md- eldomdud pild 630 Hu impaň my though dun bod him thi Dig aid on ind in 1 iiludotis- 1967 the mind audi 0088000 lang tha ming doc ad red ads ini said and ist id and so mu d de no tij themelodieupe og aid tiled fiske undialualan pe s 13 nalile ni mjoguit Stefnt bien don mitoll 473 studdhis Rolapd insdagaid to deal dan and send ut id uden der De scorsid Jatinht@ moun se indi oo thip in n dall lloj psihin ni and d d d sidro tippul is) thi ins modd it dair mig dog sdnutid but thilgom čaka) ip thli bod shahid bir sdvdrid hilgün ad es lasted ETP usilepnou dan injust and nu poteno mod u and Get à big i brigo in Die Geschichte si til sjind tim dides sous dilbilind nun SONO) m and then Leidens, des Todes und des Begräbnisses inimited nd ind HOME I din ind ada jutri Jesu i to Jesu Christi, h halus aus den vier Evangelisten zusammengezogen. Un mablar 01100 mund tim mosan und schon nd Juditradio chus the bun 307 45 lliut anul tur nu 7906 Erste Abtheilung.mobpang) mnd misal 1. Hingang Jesu zum Delberg. out dzimt astind - * Ju adalas ardi indi Da Jesus und seine Jünger, nach dem Genuß des Osterlamms und der Einsegung des heiligen Abendmahle den Lobgesang gesprochen hatten, ging er hinaus, nach seiner Gewohnheit, über den Bach Kidron, an den Delberg. Es folgeten ihm aber seine Jünger nach. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle ärgern an mir; denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen; und die Schafe der Heerde werden sich zerstreuen. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Galiläa. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an dir ärgerten, so will ich mich doch nimmermehr ärgern! Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe dann der Hahn zweimal frähet, wirst du mich dreimal verleugnen! Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich auch mit dir sterben müßte, so will ich dich nicht verleugnen! Desselbigen gleichen fagten auch alle Jünger. 2. Jesu Seelenleiden. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe, der hieß Gethsemane; da war ein Garten; darein ging Jesus und seine 3ünger. Judas aber, der ihn verrieth, wußte den Ort auch; denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Da sprach Jesus zu ihnen: Sezzet euch hier, bis ich dort hingehe und bete! Und er nahm zu sich den Petrus und Jacobus, die zween Söhne des Zebedäus, und fing an zu trauren, zu zittern und zu zagen, und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis in den Tod; bleibet hier, wachet mit mir, und betet, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Und er riß sich von ihnen, bei einem Steinwurf, und kniete nieder, fiel auf sein Angesicht auf die Erde, und betete, daß, so es möglich wäre, die Stunde vorüber ginge, und sprach: Abba, mein Bater! es ist dir Alles möglich; überhebe mich dieses Kelches; doch nicht Geschichte des Leidens Jesu Christi. 475 was ich will, sondern was du willst! Und er kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, und sprach zum Petrus: Simon, schläfest du? Vermöchtest du nicht, eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet und betet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet! Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Zum andernmal ging er hin, betete und sprach: Mein Vater, ist es nicht möglich, daß dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn: so geschehe dein Wille! Und er kam und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafe, und sie wußten nicht, was sie ihm antworteten. Und er ließ sie, und ging abermal hin, und betete zum drittenmal, und redete dieselbigen Worte. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, und stärkete ihn. Und es kam, daß er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es war aber sein Schweiß, wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde. do sad Und er stand auf vom Gebet, und kam zu seinen Jüngern, und fand sie schlafend, vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen: Ach, wollet ihr nun schlafen und ruhen! Es ist genug; ſsehet, die Stunde ist gekommen, und des Menschen Sohn wird überantwortet in der Sünder Hände! Stehet auf, und lasset uns gehen! Siehe, der mich verräth, ist nahe. Betet aber, auf daß ihr nicht in Anfechtung fallet! thie met aber au ublicitares, ut huuling me on dun södné 3. Gefangennehmung Jeſu. pat913da Und alsobald, da er noch redete, kam Judas, der Zwölfen Einer; da er hatte zu sich genommen die Schaar und Diener der Hohenpriester und Schriftgelehrten; ging vor ihnen her, und kam dahin mit Fackeln, Lampen, mit Schwertern und mit Stangen. Der Verräther aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gefaget: Welchen ich küssen werde, der ist es, den greifet und führet ihn gewiß! Als nun Jesus wußte Alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr? Sie antworteten ihm: Jefum von Nazareth. Jesus sprach zu ihnen: Ich bins. Judas aber, der ihn verrieth, stand auch bei ihnen. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bins! wichen sie zurück und fielen zu Boden. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von Nazareth. Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich's sei; suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen! Auf daß das Wort er= füllet würde, welches er sagte: Ich habe derer Keinen verloren, die du mir gegeben haft. Und Judas nahete sich zu Jesu, ihn zu küssen, und sprach: Gegrüßet seist du, Rabbi! und küssete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du gekommen? Judas, verräthst du des Menschen Sohn mit einem Kuß? Da traten sie hinzu, und legten die Hände an Jesum und griffen ihn. iingilla odod mi pihk Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert darein schlagen? Da hatte Simon Petrus ein Schwert, und zog es aus, und schlug nach des Hohenpriesters Knecht, und hieb ihm sein rechtes Ohr ab. Und der Knecht hieß Malchus. Jefus aber antwortete, und sprach: Basset sie doch so ferne machen! Und zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! 476 iind Geschichte des Leidensch denn, wer das Schwert nimmt, der soll durch das Schwert umkommen. Oder meinest du, daß ich nicht könnte meinen Vater bitten, daß er mir zuschickte mehr denn zwölf Legionen Engel? Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat? Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also geschehen! Und er rührete sein Ohr thin a li tak nie an, und heilete ihn. id god Bu der Stunde sprach Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels, und den Aeltesten, die über ihn gekommen waren: Ihr seid als zu einem Mörder mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen, mich zu fahen; bin ich doch täglich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habet keine Hand an mich geleget. Aber dies ist eure Stunde, und die Macht der Finsterniß, auf daß die Schrift erfüllet werde. Da verließen ihn alle Jünger und flohen. Und es war ein Jüngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut; und die Jünglinge griffen ihn; er aber ließ die Leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen. maladi 2 dimme dim nd weite Abtheilung. Jilband 4. Verhör und Verurtheilung Jesu vom jüdischen hohen Nath. ape puutudautohan Die Schaar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen Jesum und banden ihn, und führten ihn auf's Erste zu Hannas, der war Caiphas Schwäher, welcher des Jahrs Hoherpriester war. Es war aber Caiphas, der den Juden rieth, es wäre gut, daß Ein Mensch würde umgebracht für das Volk. Und sie führeten ihn zum Hohenpriester Caiphas, dahin alle Hohenpriester und Schriftgelehrten und Weltesten sich versammelt hatten. Simon Petrus aber folgte Jesu von ferne, und ein anderer Jünger, bis an den Palast des Hohenpriesters. Derselbige Jünger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in den Palast. Petrus aber stand draußen vor der Thür. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenpriester bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhüterin, und führete Petrus hinein. Es standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Palast, denn es war kalt, und wärmeten sich. Petrus aber stand bei ihnen, und wärmete sich, auf daß er sähe, wo es hinaus wollte. tj di Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jünger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt; ich habe allezeit gelehret in der Schule, und in dem Tempel, da alle Juden zusammen kommen, und habe nichts im Berborgenen ge= redet. Warum fragest du mich darum? Frage die darum, die gehöret haben, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe! Als er aber Solches redete, gab der Diener Einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich und sprach: Solltest du dem Hohenpriester also antworten? Jesus antwortete: Habe ich übel geredet, Jesu Chrifti. 477 so beweise es, daß es unrecht sei; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden gesandt zu dem Hohenpriester Caiphas. who thank niche Die Hohenpriester aber und die Weltesten und der ganze Rath suchten falsches Zeugniß wider Jesum, auf daß sie ihn zum Tode brächten, und fanden keines, wiewohl viele falsche Zeugen herzu traten; denn ihre Beugnisse stimmeten nicht überein. Zulegt traten herzu zween falsche Beugen, und sprachen: Wir haben gehört, daß er sagte: Ich kann und will den Tempel Gottes, der mit Händen gemacht ist, abbrechen, und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit Händen gemacht ist. Ihr Zeugniß aber stimmte noch nicht überein. Und der Hohepriester stand auf nter fie, und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, das diese wider dich zeugen? Jefus aber schwieg stille, und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal, und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagest, ob du seist Christus, der Sohn des hochgelobten Gottes! Jesus sprach: Du sagest es, ich bin es; doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen des Menschen Sohn sißen zur rechten Hand der Kraft, und kommen in den Wolken des Himmels. Da zerriß der Hohe-. priester seine Kleider, und sprach: Er hat Gott gelästert; was bedürfen wir weiter Zeugniß? Siehe, jetzt habt ihr seine Gotteslästerung gehöret! Was dünket euch? Sie aber verdammten ihn alle, und sprachen: Er ist des Todes schuldig! 5. Mißhandlung Jesu von der Wache. Die Männer aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn, und speieten aus in sein Angesicht, und schlugen ihn mit Fäusten; Etliche aber berdeckten ihn, und schlugen ihn ins Angesicht, besonders die Knechte -und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug? Und viele andere Lästerung sagten sie wider ihn. radion - - 6. Verleugnung des Petrus. Simon Petrus aber war, wie oben erwähnet worden- draußen im Palast. Da kam von des Hohenpriesters Mägden Eine, die Thürhüterin; und da sie den Petrus unter den Knechten bei dem Feuer sahe, schaute sie ihn an, und sprach zu ihm: Und du warest auch mit dem Jesu aus Galiläa! Er aber verleugnete vor ihnen Allen und sprach: Weib, ich bin's nicht; ich kenne ihn nicht; ich weiß auch nicht, was du sagest! Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krähete. Und als er zur Thür hinaus ging, sahe ihn, nebst der Vorigen, eine andere Magd, die sprachen zu denen, die dabei standen: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht seiner Jünger Einer? Und ein Anderer sprach: Du bist auch Einer. Und er leugnete abermal und sprach: Mensch, ich bin's nicht; und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht. Und über eine kleine Weile, bei einer Stunde, bekräftigte es ein Anderer, mit denen, die dabei 478 Geschichte des Leidens standen, und sie sprachen: Wahrlich, du bist auch deren Einer; denn du bist ein Galiläer, und deine Sprache verräth dich! Spricht von des Hohenpriesters Knechten Einer, ein Gefreundter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sahe ich dich nicht im Garten bei ihm? Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht, von dem ihr saget! Und alsobald, da er noch redete, krähete der Hahn zum andernmal. Und der Herr wandte sich um, und sahe Petrus an. Da gedachte Petrus an das Wort Jesu, das er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal frähet, wirst du mich dreimal verleugnen! Und er ging hinaus, und weinete bitterlich. po miro 7. Bestätigung des Todesurtheils über Jesum. Des Morgens aber versammelten sich alle Hohenpriester, Schriftgelehrten und die Weltesten des Volks, dazu der ganze Rath, und hielten einen Rath über Jesum, daß sie ihn tödteten. Und sie führeten ihn hinauf vor ihren Rath, und sprachen: Bist du Christus? sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Sage ich es euch, so glaubet ihr es nicht; frage ich aber, so antwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum von nun an wird des Menschen Sohn fizen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er aber sprach zu ihnen: Ihr saget es; denn ich bin's. Sie aber sprachen: Was bedürfen wir weiter Zeugniß? wir haben es selber gehöret aus feinem Munde. Dritte Abtheilung. 8. Judas Verzweiflung und Zeugniß von der Unschuld Jesu. Und der ganze Haufe stand auf, und banden Zesum, führeten ihn von Caiphas vor das Richthaus, und überantworteten ihn dem Landpfleger Pontius Pilatus. Und es war noch frühe. Da das sahe Judas, der ihn verrathen hatte, daß er verdammet war zum Tode, gereuete es ihn, und brachte herwieder die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und den Weltesten, und ſprach: Ich habe übel gethan, daß ich unſchuldiges Blut verrathen habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? da siche du zu! Und er warf die Silberlinge in den Tempel, hob sich davon, und ging hin, und erhenkte sich selbst; und ist mitten entzwei geborsten, und sein Eingeweide ausgeschüttet. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rath, und kauften eines Töpfers Acker darum, zum Begräbniß der Pilger. Und es ist fund geworden allen denen, die zu Jerusalem wohnen, also, daß derselbige Acker genennet wird auf ihre Sprache: Akeldama, das ist, ein Blutacker, bis auf den heutigen Tag. Da ist erfüllet, das gesagt ist durch den Propheten Jeremias, da er spricht: Sie haben genommen dreißig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um einen Töpfersacker, als mir der Herr befohlen hat. uistoagulbrid mais ind and Jesu Christi. Bado 9. Anklage und Berhör Jesu vor Pilatus. Birto Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein würden, sondern die Ostern essen möchten. Da ging Pilatus zu ihnen heraus, und sprach: Was bringet ihr für eine Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wäre dieser nicht ein Uebelthäter, wir hätten dir ihn nicht überantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Gesetz! Da sprachen die Juden zu ihm: Wir dürfen Niemand tödten. Auf daß erfüllet würde das Wort Jesu, welches er sagete, da er deutete, welches Todes er sterben würde. 479 Da fingen an die Hohenpriester und die Weltesten, ihn hart zu verklagen und sprachen: Diesen finden wir, daß er das Volk abwendet, und verbeut den Schoß dem Kaiser zu geben, und spricht, er sei Christus, ein König. Da ging Pilatus wieder hinein in das Richthaus, und rief Jesum, und fragte ihn und sprach: Bist du der Juden König? Jesus stand vor ihm und antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es dir Andere von mir gesagt? Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet; was hast du gethan? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darob kämpfen, daß ich den Juden nicht überantwortet würde. Aber nun ist mein Reich nicht von dannen. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagest es, ich bin ein König; ich bin dazu geboren, und auf die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit zeugen soll; wer aus der Wahrheit ist, der höret meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesaget, ging er wieder hinaus zu den Juden, und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verklaget ward von den Hohenpriestern und Weltesten, antwortete er nichts. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? hörest du nicht, wie hart sie dich verklagen? Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort mehr; also, daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an, und sprachen: Er hat das Volk erreget, damit, daß er gelehrt hat hin und her im ganzen jüdischen Lande, und hat in Galiläa angefangen bis hieher. Jod m 704lir. 10. Des Pilatus erster Versuch zur Befreiung Jesu. U Da aber Pilatus von Galiläa hörete, fragte er, ob er aus Galiläa wäre. Und da er vernahm, daß er unter Herodes Obrigkeit war, übersandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. Da aber Herodes Jesum sahe, ward er sehr froh; denn er hätte ihn längst gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehöret, und hoffete, er würde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftge= lehrten standen und verklageten ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Kleid an und 480 Geschichte des Leidens sandte ihn wieder zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde mit einander; denn zuvor waren sie einander feind. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk zusammen, und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der das Volk abwendet; und sehet, ich habe ihn vor euch verhöret, und finde an dem Menschen der Sachen keine, die ihr ihn beschuldigt; Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt; und sehet, man hat nichts auf ihn gebracht, das des Todes werth sei. Darum will ich ihn züchtigen und losgeben. is with up to and idjon hallitus 11. Des Pilatus zweiter Versuch zur Befreiung Jesu. Auf das Fest aber mußte der Landpfleger, nach Gewohnheit, dem Bolke einen Gefangenen losgeben, welchen sie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor andern, der hieß Barrabas, welcher war um eines Aufruhrs, der in der Stadt geschahe, und um eines Mordes willen in das Gefängniß geworfen. Und das Bolk ging hinauf, und bat, daß er thäte, wie er pflegete. Und da sie versammelt waren, antwortete ihnen Pilatus: Ihr habet eine Gewohnheit, daß ich euch einen losgebe auf Ostern; welchen wollet ihr, daß ich euch losgebe, Barrabas, oder Jesum, den König der Juden, von dem gefaget wird, er sei Christus? Denn er wußte wohl, daß ihn die Hohenpriester aus Neid überantwortet hatten. Und da er auf dem Nichtstuhl saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und Weltesten überredeten und reizten das Voll, daß sie um Barrabas bitten sollten, und Zesum umbrächten. Da antwortete nun der Landpfleger, und sprach zu ihnen: Welchen wollet ihr unter diesen zween, den ich euch soll losgeben? Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem, und gieb uns Barrabas los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jesum los lassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, den man Christus nennt? Sie schrieen abermal: Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn züchtigen und loslassen. Aber sie lagen ihm an mit großem Geschrei, und forderten, daß er gekreuziget würde; und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm überhand. ad lieto) nog ulit and LAM end you 12. Geißelung und Verspottung Jesu.allon Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn. Die Kriegsknechte aber des Landpflegers führeten ihn hinein in das Richthaus, und riefen zu fammen die ganze Schaar; und zogen ihn aus, und legten ihm einen Purpurmantel an, und flochten eine Krone von Dornen, und setzten sie ihm auf sein Haupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand, und beugeten die Knie vor ihm, verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König! und gaben ihm Backenstreiche, speieten ihn an Jefu Chrifti. 190 481 und nahmen das Rohr, und schlugen damit sein Haupt, und fielen auf die Knie, und beteten ihn an. 13. Letztes Verhör und Verurtheilung Jesu. MIDA Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen: Sehet, ich führe ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet, daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus; und trug eine Dornenkrone und ein Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch! Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sprachen: Kreuzige, freuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und freuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm! Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesez; und nach dem Gesetz soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht. Da Pilatus das Wort hörete, fürchtete er sich noch mehr, und ging wieder hinein in das Richthaus, und spricht Von Jesus gab ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? weißest du nicht, daß ich macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich los zu geben? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht wäre von oben herab gegeben; darum, der mich dir überantwortet hat, der hat es größere Sünde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn los ließe. Die Juden aber schrieen und sprachen: Läsfest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich selbst zum König macht, der ist wider den Kaiser. zu Jesu wannen bist du? Aber Da Pilatus das Wort hörete, führete er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl, an der Stätte, die da heißt Hochpflaster, auf Hebräisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag in den Ostern, um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Sehet, das ist ener König! Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem; kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren König Freuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König, denn den Kaiser. Da aber Pilatus sahe, daß er nichts schaffete, sondern daß ein viel größeres Getümmel ward, gedachte er, dem Bolke genug zu thun, und urtheilete, daß ihre Bitte geschehe; nahm Wasser, und wusch die Hände vor dem Volke, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blute dieses Gerechten; sehet ihr zu! Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut fomme über uns und über unsere Kinder! Da gab er ihnen Barrabas los, der um Aufruhrs und Mordes willen war in das Gefängniß geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum, gegeißelt und verspottet, übergab er ihrem Willen, daß er gekreuziget würde. 15111 10:00 ODD HD pe 10 night of And Vierte Abtheilung.ding thin me ur Talsuan AT190 ung no 14. Ausführung Jesu nach Golgatha. Da nahmen die Kriegsknechte Jesum, zogen ihm den Mantel aus, und zogen ihm seine Kleider an, und führeten ihn hin, daß sie ihn Freuzigten; und er trug sein Kreuz. Und indem sie hinausgingen, fanden 31 482 Geschichte des Leidens sie einen Menschen, der borüber ging, von Chrene, mit Namen Simon, der vom Felde kam, der ein Vater Alexanders und Ruffus war, den zwangen sie, und legten das Kreuz auf ihn, daß er es Jesu nachtrüge. uliofa Es folgete ihm aber nach ein großer Haufe Volks und Weiber, die klagten und beweineten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern über euch selbst und über eure Kinder! Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Beiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht gesäuget haben. Dann werden sie anfangen, zu sagen zu den Bergen: Fallet über uns und zu den Hügeln: Decket uns! Denn so man das thut am grünen Holz, was will am dürren werden? ne aito@ diat 15. Kreuzigung Jesu. Es wurden aber auch hingeführet zween Ulebelthäter, daß sie mit ihm abgethan würden. Und sie brachten ihn an die Stätte, die da heißet auf Hebräisch Golgatha, das ist, verdollmetschet, Schädelstätte. Und sie gaben ihm Essig, oder vermyrrhten Wein, zu trinken, mit Gallen vermischt. Und da er es schmeckte, wollte er es nicht trinken. slar Bit Und sie freuzigten ihn daselbst, und die zween Uebelthäter mit ihm, einen zur Rechten, und einen zur Linken, Jesum aber mitten inne. Da ward die Schrift erfüllet, die saget: Er ist unter die Ulebelthäter gerechnet. Jesus aber sprach: Bater, vergieb ihnen; denn sie wissen nicht, was sie thun! Pilatus aber schrieb eine Ueberschrift, geschrieben, was man ihm Schuld gab, und setzte sie auf das Kreuz, oben zu seinem Haupt, als die Ursache seines Todes. Es war aber geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. Diese Ueberschrift lasen viele Juden; denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf hebräische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreib nicht: Der Juden König, sondern daß er gesagt habe: Ich bin der Juden König. Pilatus antwortete: was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. Und die Kriegsknechte, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen seine Kleider, und machten vier Theile, einem jeglichen Kriegsknecht einen Theil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet, von oben an gewürfet durch und durch. Da sprachen sie unter einander: Laßt uns den nicht zertheilen, sondern darum loosen, wessen er sein soll! Auf daß erfüllet würde die Schrift, die da saget: Sie haben meine Kleider unter sich getheilet, und haben über meinen Rock das Loos geworfen. Solches thaten die Kriegsknechte. Und sie saßen allda, und hüteten seiner. Es war aber um die dritte Stunde, da sie ihn freuzigten. Und das Volk stand und sahe zu. 48.. und Todes Jesu Christi. Gmundi stsinä GUI 16 di ml 16. Jesu Fürsorge für seine Mutter. nah Es stand aber bei dem Kreuze Jefu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, Cleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sahe, und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn! Darnach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und $ 100% von Stund an nahm sie der Jünger zu fich. shine bag ni lip 2 mi predrac mihi dine 17. Verspottung Jesu am Kreuz. nydo nac ndig Die aber vorüber gingen, lästerten ihn, und schüttelten ihre Köpfe und sprachen: Pfui dich, wie sein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in dreien Tagen! Hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steige herab vom Kreuz! Desgleichen auch die Hohenpriester verspotteten ihn si untereinander, mit den Schriftgelehrten und Weltesten, fammt dem Volke, und sprachen: Er hat Andern geholfen, und kann ihm selber nicht helfen. Ist er Christus, der König von Israel, der Auserwählte Gottes, so helfe er ihm selber, und steige nun vom Kreuz, auf daß wir es ersehen, und glauben ihm! Er hat Gott vertrauet; der erlöse ihn nun, lüstet es ihn! Denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Dasselbige rückten ihm auch auf die Mörder, die mit ihm gekreuziget waren, und schmäheten ihn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber! 160 18. Begnadigung des bekehrten Schächers. Aber der Ulebelthäter Einer, die da gehenket waren, lästerte ihn und sprach: Bist du Christus, so hilf dir und uns! Da antwortete der Andere, strafte ihn und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammniß bist? Und zwar, wir sind billig darinnen; denn wir empfangen, was unsere Thaten werth sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt. Und er sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradiese sein! and 19. Der Tod Jesu. fish Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsterniß über das ibizat ganze Land, bis an die neunte Stunde; und die Sonne verlor ihren Schein. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, Lama Asabthani! das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Etliche aber, die da standen, da sie das höreten, sprachen sie: siehe, er rufet den Elias! äga onG.IS Darnach, als Jesus wußte, daß schon Alles vollbracht war, daß die Schrift erfüllet würde, spricht er: Mich dürftet! Da stand tin Gefäß voll Effig; und bald lief Einer unter ihnen hin, nahm einen Schwamm und füllete ihn mit Essig, und steckte ihn auf ein Rohr 31* 184 Geschichte des Todes von Ysop, und hielt's ihm dar zum ſprach mit den Andern: Halt, laß fehen, unde und tränkete ihn, und ob Elias komme, und ihn herab nehme! Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und abermal rief er laut und sprach: Bater, ich befehle meinen Geist in deine Hände. Und als er das gesaget hatte, neigete er das Haupt und gab seinen Geist auf. Mie fo 20. Die Begebenheiten bei und nach dem Tode Jesu. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß in zwei Stücke, von oben an bis unten aus; und die Erde erbebete; und die Felsen zerrissen; und die Gräber thaten sich auf; und standen auf viele Leiber der Heiligen, die da schliefen, und gingen aus den: Gräbern nach seiner Auferstehung, und kamen in die heilige Stadt, und erschienen Vielen. 12 med dond Aber der Hauptmann, der dabeistand, gegen ihm über, und die bei ihm waren und bewahrten Zesum, da sie sahen, daß er mit solchem Geschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und preiseten Gott und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch und Gottes Sohn gewesen! Und alles Bolk, das dabei war und zusahe, da sie sahen, was da geschah, schlugen sie an ihre Brust, und wandten wieder um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne und viele Weiber, die ihm aus Galiläa waren nachgefolget, unter welchen war Maria Magdalena, und Maria, des kleinen Jacobus und Joses Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder des Zebedäus, und viele andere, die mit hinauf gen Jerusalem gegangen waren, und hatten ihm gedienet, und sahen das Alles. e m Die Juden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuzé blieben den Sabbath über, denn desselbigen Sabbaths Tag war groß- baten sie den Pilatus, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem Ersten die Beine, und dem Andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern der Kriegsknechte Einer öffnete seine Seite mit einem Speer; und alsobald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget; und sein Beugniß ist wahr; und derselbige weiß, daß er die Wahrheit faget, auf daß auch ihr glaubet. Denn Solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet würde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen! Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben! Fünfte Abtheilung. 21. Das Begräbniß Jesu. Darnach, am Abend, weil es der Rüsttag war, welcher ist der Vorsabbath, kam ein reicher Mann von Arimathia, der Stadt der Juden, mit Namen Joseph; der war ein Rathsherr, ein guter frommer utbolche und Begräbnisses Jesu Christi. 485 Mann, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der hatte nicht ge= williget in ihren Rath und Handel; denn er war ein Jünger Jesu, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden. Der wagte es und ging zu Pilato und bat, daß er möchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon todt war, und rief den Hauptmann, und fragete ihn: Ob er längst gestorben wäre? Und als er es erkundet von dem Hauptmann, befahl er, man sollte Joseph den Leichnam Jesu geben. Und Joseph kaufte ein Leinwand. Es kam aber Nicodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu gekommen war und brachte Myrrhen und Aloe unter einander bei hundert Pfunden. Da nahmen sie den Leichnam Jesu, und wickelten ihn in eine reine Leinwand, und banden ihn in leinene Tücher mit Specereien, wie die Juden pflegten zu begraben. Es war aber an der Stätte, da er gekreuzigt ward, ein Garten, und in dem Garten ein neues Grab. Das war Josephs, welches er hatte lassen in einen Felsen hauen; in welches Niemand je geleget war. Daselbst hin legten fie Jefum, um des Rüsttages willen der Juden, dieweil der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war, und wälzeten einen großen Stein vor die Thür des Grabes und gingen davon. Es waren aber allda Maria Magdalena und Maria Joses, und die Weiber, die mit Jesu gekommen waren aus Galiläa, die folgeten nach, setzten sich gegen das Grab, und beschaueten, wohin und wie sein Leib geleget ward. Sie kehreten aber um, und bereiteten Specerei und Salben; und den Sabbath über waren sie stille nach dem Gesetz. Des andern Tages, der da folgete nach dem Rüsttage, famen die Hohenpriester und Pharisäer sämmtlich zu Pilato und sprachen: Herr, wir haben gedacht, daß dieser Verführer sprach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen. Darum befiehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Jünger kommen und stehlen ihn und sagen zu dem Bolke: Er ist auferstanden von den odten, und werde der letzte Betrug ärger denn der erste! Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hüter, gehet hin und verwahret es, wie ihr wisset. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Hütern und versiegelten den Stein. other Tont alk Jide un estindargo dnu 15 thin alled and out to his end up hun bhor 12 Julh you and hond dim diefe audi ai topillius 100 10uri suo Sublic the man Gebete. 3. Kürzeres Morgengebet. 4. Abendgebet auf alle Tage der mdum Woche. omputin Hip mendis ast 1. Deffentliche Beichte. 23. Gebet nach der Beichte. 2. Morgengebet auf alle Tage der 24. Gebet vor der Abendmahlsfeier. Woche. Seufzer unter dem Genusse des heiligen Abendmahls. 25. 26. Gebet nach der Abendmahlsfeier. 27. Gebet eines christlichen Vaters ( einer christlichen Mutter). 172230 5. Kürzeres Abendgebet. idio 6. Am Sonntag Morgen. 7. Am Sonntag Abend. 8. Am Montag Morgen. 9. Am Montag Abend. 10. Am Dienstag Morgen. 11. Am Dienstag Abend. 12. Am Mittwoch Morgen. 13. Am Mittwoch Abend. 3p 1928. 29. and bot 30. ni 17. Am Freitag Abend. 18. Am Sonnabend Morgen. 19. Am Sonnabend Abend. Om bi stróword m 20. Gebet für alle Tage.md bon si 21. Noch ein Gebet für alle Tage. 22. Gebet vor der Beichte. 190 31. Gebet bei einem Gewitter. 32. Gebet in Kriegsnoth. 33. Gebet auf der Reise. 14. Am Donnerstag Morgen. d 34. Gebet eines Kranken. de 15. Am Donnerstag Abend. 16. Am Freitag Morgen. 35. Fürbitte für einen geliebten Kranken. 36. Gebet in mancherlei Kreuz und Leiden. Gebet einer Wöchnerin bei der Taufe ihres Kindes. Gebet am Geburtstag. Gebet für den Regenten, die Obrigfeit und das Vaterland. 37. Ein anderes Gebet in Kreuz und Noth. our minden 38. Gebet eines Sterbenden. 39. Seufzer für einen Sterbenden. u po nettisdasd old antearno delo Di 1. Deffentliche Beichte. mot mido2 m 400 Allmächtiger Gott, barmherziger Vater! Ich bekenne vor dem Throne deiner Majestät, die Himmel und Erde erfüllet, daß ich deine heiligen Geseße sehr oft und auf mancherlei Weise mit Gedanken, Worten und Werken übertreten habe. Ach, Herr! mit Schmerz und Reue blicke ich auf alle meine Verirrungen und Mängel; und mit dem ernstlichen Vorsage, mein Leben zu bessern, nehme ich meine einzige Zuflucht zu deiner unendlichen Güte. Sei mir gnädig, o Gott, und vergieb mir alle meine Sünden, um deiner ewigen Liebe und um deines Sohnes, meines Herrn und Heilandes, Jesſu Christi, willen. Amen. Der barmherzige Gott erbarmet sich über uns, wenn wir seine Gnade von ganzem Herzen suchen. Euch demnach, die ihr eure Sünden bekennet und herzlich bereuet, an Jesum Christum wahrhaftig glaubet, und den ernstlichen Vorsatz habet, euer Leben zu Morgengebet auf alle Tage der Woche. 487 bessern, verkündige ich, als ein berufener Diener des göttlichen Wortes, die Vergebung aller eurer Sünden, im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Dagegen aber sage ich allen Unbußfertigen, Ungläubigen, Sichern, Heuchlern und Verächtern der von Gott veranstalteten Heilsordnung und Gnadenmittel, im Namen Jesu Christi, daß ihnen Gott ihre Sünden vorbehalten hat, und gewißlich strafen wird. Wir empfehlen sie indessen der schonenden Güte, Geduld und Langmuth Gottes, und wünschen, daß sie dadurch endlich gerühret, zur Buße geleitet und mit uns selig werden. Amen. 2. Morgengebet auf alle Tage der Woche. Allgütiger Gott und Vater, durch deine Gnade habe ich wieder diesen Morgen erlebt; dein allmächtiger Schutz hat mich in dieser Nacht umgeben und vor Unfällen bewahrt. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Herrn und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat! Himmlischer Vater, ich bete dich an in deiner unendlichen Größe und Herrlichkeit. Lehre mich dich lieben als meinen höchsten Wohlthäter, dich verehren als meinen Vater, dich fürchten und dir gehorsam sein als meinen Herrn und Gott. Erwecke in mir einen lebendigen Abscheu gegen alles Böse, und mache mich durch Wachsthum in allem Guten dir immer ähnlicher. Erhebe mein Herz zum Himmel, den du mir zum Erbtheil bestimmt hast. Laß bei mir Frucht bringen das Evangelium deines Sohnes Jesu Christi, das eine göttliche Kraft ist, selig zu machen alle, die daran glauben. Heilige meine Seele und mache sie zu deiner Wohnung. Hilf mir durch die Kraft deines Geistes alle bösen Triebe, Neigungen und Begierden meines Herzens besiegen, und standhaft gegen Sünde und Welt kämpfen. Wenn ich strauchle und falle, und in Gedanken, Worten und Werken sündige, so sei mir gnädig nach deiner Güte, womit du mich in deinem Sohne Jesu Christo geliebet und zu deinem Kind angenommen hast. Vergieb mir alle meine Sünden; verzeihe mir auch die verborgenen Fehler. Hilf mir wachen über mein Herz; lehre mich prüfen und erfahren, ob ich's redlich meine. Laß mich die Wichtigkeit eines jeden Lebenstages, auch des heutigen, der mich der Ewigkeit wieder um einen Schritt näher bringt, ernstlich bedenken. Gieb, daß ich ihn zu deiner Ehre, zu meinem eigenen Heil und zum Wohl meiner Mitmenschen anwende. Bewahre mich vor allen Sünden des Aergernisses, des bösen Beispiels und der Verführung, und laß mich keinem der Brüder, für welche Christus gestorben ist, eine Ursache zur Sünde und zum Verderben, sondern allen, die mir nahe sind, durch einen erbaulichen Wandel zum Segen werden. Mache mich liebreich, wohlwollend, dienstfertig, verträglich und versöhnlich gegen alle meine Brüder 488 Kürzeres Morgengebet. Abendgebet auf alle Tage. und Schwestern. Lehre mich in frohen Stunden, die du mich heute erleben läsfest, eingedenk sein, daß du mich einst über all' mein Thun und Lassen zur Rechenschaft ziehen wirst. Läsfest du heute ein kleines oder großes Leiden über mich kommen, so stärke meinen Glauben und gieb mir Kraft zur Geduld; hilf mir alle Lasten des Lebens, die du auflegst, tragen. Gieb meiner Seele stillen Frieden und die selige Heiterkeit, welche die Liebe zu dir und deinem Sohn Jesu Christo gewähret. Segne alle meine Mitmenschen, segne besonders diejenigen, die meinem Herzen nahe sind, mit deinem zeitlichen und ewigen Segen. Erbarme dich aller Verlassenen, Bekümmerten, Nothleidenden, Armen, Kranken und Sterbenden; sei ihnen mit deiner Hülfe und mit deinem Troste nahe. siad( braid Dir befehle ich Seele und Leib, meine Gedanken und Werke, Freuden und Leiden, und alles, was ich habe und bin. Leite mich nach deinem weisen Rath; ach Herr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Amen.tt rabjilmmriā. 1790 3. Kürzeres Morgengebet. Herr Gott, Vater und Herr meines Lebens, ich danke dir und rühme deinen herrlichen Namen. Leben und Wohlthat hast du an mir gethan, und dein Aufsehen bewahret meinen Odem. Du hast mich behütet und unter dem Schatten deiner Flügel beschirmet; deine Barmherzigkeit ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Laß meinen Mund deines Ruhmes täglich voll sein, und vergieb mir alle meine Sünden. Thue mir wohl nach deiner Barmherzigkeit. Weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn. Laß mir auch heute deine Gnade widerfahren; verlaß mich nicht und ziehe deine Hand nicht ab von mir. Herr mein Gott, sei mir freundlich und fördre das Werk meiner Hände. Erhalte meinen Gang auf deinen Fußsteigen, daß meine Tritte nicht gleiten. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich. O Gott, groß von Rath und mächtig von That, stärke mich durch deinen guten Geist, daß ich deinen Namen fürchte. Behüte meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Amen. 10 4. Abendgebet auf alle Tage der Woche. ist Getreuer Gott, Herr und Vater meines Lebens, du fähreft von einem Tage zum andern fort, mich zu segnen und mir Gutes zu thun. Auch heute hast du mich erhalten, ernährt und versorgt, geschützt und bewahrt, gesegnet und erfreut. Dafür preiset dich meine Seele, und verkündigt in dieser stillen Abendstunde dein Lob.sid Onodi poinno Kürzeres Abendgebet. ³² 0489 Durch manche gute Eindrücke, durch heilsame Rührungen, durch kräftige Ermunterungen hat mich deine Gnade auch heute erweckt, immer besser, weiser, frömmer und für dein himmlisches Reich tüchtiger zu werden. Möchte ich stets deiner treuen väterlichen Leitung gefolgt, und deine Gnade nicht vergebens empfangen haben! Ach, vergieb mir, barmherziger Vater, jeden Undank und Ungehorsam gegen dich, dessen ich mich heute schuldig gemacht habe! Vergieb mir um Jesu Christi willen alle Sünden, die ich in Gedanken, Worten und Werken begangen habe, alle Versäumnisse des Guten, alle Fehler und Uebertretungen deiner heiligen Gebote. Vater des Lichts und der Gnade, der du in uns wirkest das Wollen und das Vollbringen nach deinem Wohlgefallen, schenke mir den Beistand deines Geistes, daß ich täglich wachse in deiner Erkenntniß und in der Heiligung des Herzens und Lebens. Laß mich einen guten Kampf kämpfen, daß ich den Glauben und ein gut Gewissen sibehalten möge. Auch heute bin ich wieder um einen Schritt dem Ziele der Ewigkeit näher gerückt. Lehre mich bedenken, wie kurz meine irdische Vorbereitungszeit und wie ungewiß die Dauer derselben ist. Erwecke mich, zu ergreifen das eine, was noth ist, um das Heil meiner Gunsterblichen Seele zu gewinnen. Hilf mir machen und beten, daß ich in deiner Furcht mein irdisches Tagwerk einst vollenden, und am letzten Abend meines Lebens zu deiner seligen Ruhe eingehen möge. Die dunkle Nacht ist jetzt hereingebrochen. Auch in der Finsterniß bist du, Herr, bei mir. Schüße mich und die Meinigen vor Unglück und Gefahr. O du treuer Menschenhüter, wache über alle deine Kinder! Lindre allen Kranken, Elenden und Traurigen ihren Schmerz und Kummer. Sende dein Licht und deinen Trost in jedes dunkle und niedergedrückte Herz; trockne die Thränen derer, die um Hülfe seufzen. Laß die letzten Stunden und Augenblicke aller Sterbenden Zeugen deiner väterlichen Erbarmung sein. Laß mich morgen mit neuer Kraft und Munterkeit erwachen, damit ich auf's neue dir die Opfer meines Dankes bringen, und zu deinem Preise meinen Christenlauf fortseßen möge. Solltest du aber, Herr über Leben und Tod, mich nach deinem ewigen Rathschluß in dieser Nacht von der Welt abrufen, so nimm meinen unsterblichen Geist auf in die Wohnungen des Friedens, zum Genusse der Herrlichkeit und Seligkeit, die du mir durch Jesum Christum bereitet hast. Dir sei Ehre und Lob von nun an bis in Ewigkeit! Amen. SHIJE 5. Kürzeres Abendgebet. O Gott, du einiges und höchstes Gut, in dir allein findet mein Herz Ruhe, und in deiner Gnade die höchste Freude. Herr, wenn ich nur dich habe, so habe ich genug. O wie wohl ist meiner Seele, wenn du mir gnädig bist und mein Gewissen stillest. Erhalte in € 490 Am Sonntag Morgen. Am Sonntag Abend. meinem Herzen deinen Frieden und thue ferner meiner Seele Gutes. Stärke mich in allen Leiden durch den inwendigen Trost deines heiligen Geistes. Bringe mich, wenn die letzte Stunde meines Lebens hereinbricht, an den Ort der ewigen vollkommenen Ruhe, damit ich schaue dein Antlig in Gerechtigkeit, und gesättigt werde aus deiner ewigen Freudenfülle. Amen. Sein thi nsfied hid a br 6. Am Sonntag Morgen. dsinsa sund Jsounds sim DUE Gesegnet sei mir der Tag, den du, Vater der Gnade und Barmherzigkeit, mich heute erleben läsfest! Gesegnet der Tag des Herrn, an welchem ich von irdischen Geschäften ruhen, und meinen Geist mit dem Höheren und Ewigen beschäftigen soll! Lehre mich über das Heil meiner durch Jesum theuer erfauften Seele ernstlich nachdenken. In deinem untrüglichen und seligmachenden Worte, das heute verkündiget wird, finde ich den Weg zum Leben. Laß es durch deinen Geist hell und kräftig in mir werden, daß es meinen Verstand erleuchte, mein Gewissen beruhige, mein Herz und Leben heilige, und meine Seligkeit schaffe. Laß es mich heute recht tief und innig empfinden, welch Glück es sei, ein Christ zu sein, und mit geistigen und himmlischen Gütern durch deinen Sohn Jesum Christum gesegnet zu werden. Herr, rede du heute selbst an mein Herz, du hast Worte der Wahrheit; rede zu mir, denn du haft Worte der Liebe; rede zu mir, denn du hast Worte des Trofies und der seligsten Hoffnung. Deffne mir das Auge des Geistes, daß ich schaue deine Geheimnisse und erkenne die Gebote deiner Liebe. Rede zu meiner Seele, daß ich lebe und nicht ewiglich sterbe. Laß den unvergänglichen Samen deines Wortes in mir keimen und gedeihen, daß er Früchte bringe, die für das ewige Leben reifen. Segne meine Andacht, damit sie eine Anbetung deines Namens im Geist und in der Wahrheit sei. Bewahre mich vor Gedankenlosigkeit, vor Leichtsinn und vor allen sündlichen Zerstreuungen, durch welche der heutige, dir und deinem Dienst geweihte, Tag entheiligt wird. Laß einen schönen geistigen Segen des heiligen Tages, den ich heute feire, mich auf die ganze Woche, auf meine folgende Lebenszeit, ja bis in die Ewigkeit begleiten. Heilige mich, Vater, durch deine Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit: Heilige mein inneres und äußeres Leben durch fromme Uebungen der Andacht; dein Dienst ist Leben und Seligkeit. Amen. 00 7. Am Sonntag Abend. Herr, mein Gott und Vater, mit Mund und Herzen preise ich dich an dem Abend dieses heiligen Tages für alles Gute, das du mir von meiner Kindheit an und auch heute an Leib und Seele erwiesen hast. Wie soll ich dir insbesondere danken für deine Liebe, Am Montag Morgen.nl 491 die mich gerettet hat aus der Finsterniß des Irrthums, und für deine Gnade in Christo Jesu, die mich elenden und schwachen Menschen zur ewigen Freiheit und Seligkeit erheben will? Ach was wäre ich ohne dein Wort, und ohne den Trost deiner Verheißung? Herr, wie soll ich deinen Namen genug rühmen? wie soll mein Wandel ein Ruhm deiner Gerechtigkeit werden? Vater, du weißt, daß ich allein nichts vermag. Siehe, ich suche dich, aber ich kann dich allein nicht finden; ich wünsche dein Licht, aber ich kann allein mich nicht erleuchten; ich sehne mich nach deiner Gnade, aber ich kann allein sie nicht gewinnen; ich weiß deinen Willen, aber ohne deinen Beistand vermag ich ihn nicht zu erfüllen. Darum hilf du mir, da ich mir selbst nicht zu helfen vermag. Sende deinen Geist in mein Herz, daß er mich reinige, erleuchte, stärke und heilige. Laß dein Wort nicht vergebens an mir sein, und gieb, daß ich nicht bloß Hörer, sondern auch Thäter desselben werde, und die Frucht meines Glaubens, nämlich der Seelen Seligkeit, davon trage. Wende dein Antlitz nicht von mir und entziehe mir nicht deine Gnade; führe mich stets auf rechter Bahn, und dein heiliger Geist tröste mich. Deine Güte walte auch in dieser Nacht über mir, über den Meinigen und über allen Menschen. Laß mich den kommenden Morgen gesund erleben, damit ich die Geschäfte meines Berufs im Aufsehen auf dich freudig fortseße. Und einst, wenn mein irdisches Tagwerk zu Ende ist, laß mich dahin gelangen, wo ich dir mit allen Gerechten in ewiger Unschuld und Seligkeit dienen werde. Amen.nl of 8. Am Montag Morgen. Mein Gott und Vater, zu dir erwache ich am neuen Morgen; du sollst der erste, der größte und heiligste Gedanke meiner Seele sein. An wen sollte ich eher denken, als an dich, den Erhalter alles Lebens, den Schöpfer aller Freuden, den Geber alles Heils und aller Glückseligkeit? Du bist der Allmächtige und gebrauchst deine Allmacht nur zu unserm Segen. Du bist die Liebe und erbarmest dich aller deiner Werke. Du sorgst immer väterlich für unser wahres Wohl; du wählst stets für uns das Beste; und wenn uns auch oft dein Rath unerforschlich ist, so führst du doch alles herrlich hinaus. Du wirst, ewige Liebe, auch von mir deine Hand niemals abziehen; gieb mir, daß ich dir vertraue, dich liebe und mich deiner Gnade nicht durch Ungehorsam gegen deine Gebote unwerth mache; dann wird mir Alles, was du schickst, zum Besten dienen. Darum werfe ich mich an diesem Morgen auf's neue freudig in deine Vaterarme, und fühle mich heiter und froh in dem Gedanken, daß du mein Gott bist. Deine Güte waltet für und für über alle, die deinen Bund und deine Zeugnisse halten. Oso flöße mir Lust und Freudigkeit ein, dir zu gehorchen und deinen Willen zu thun! Schenke mir Willigkeit und Unver 492 Am Montag Abend. Um Dienstag Morgen. droffenheit, alle Arbeiten meines Berufs, in welchen du mich gesetzt hast, zu verrichten; Kraft, alle Schwierigkeiten zu besiegen; Muth und Ausdauer, alle Plagen und Beschwerden zu tragen. Herr, deine Güte sei über mir! Erhalte mich bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Amen. ale sün di and 9. Am Montag Abend. in misiin( hid Allmächtiger Gott und Vater, beschüßt und gesegnet von dir schließe ich wieder einen Tag meines Lebens. Schnell und flüchtig sind seine Stunden dahin geflossen, und doch mit wie vielen Wohl= thaten sind sie begleitet! Kein Tag, keine Stunde, ja kein Augenblick vergeht, worin uns nicht neue Segnungen von deiner Hand bereitet werden. Und wenn wir die ganze Reihe unserer Jahre und Tage überblicken, so verlieren wir uns im Anschauen deiner zahllosen Erbarmungen, und unser gerührtes Herz stimmt in die Worte ein: was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest, und das Menschenkind, daß du dich seiner annimmst? So laß dir jetzt das Abendopfer meines Lobes und Dankes wohlgefallen! Dein Vaterherz verschmähet auch das schwache Stammeln deiner Kinder nicht. Sanft und unter deinem Frieden laß mich schlummern und ruhen, bis der Morgen mich zu neuem Preise deines Namens, aber auch zu neuer Thätigkeit ruft. Ruhend will ich in dir ruhen, wirkend in dir, mit dir, für dich wirken, wirken, so lange es Tag ist, denn es kommt die Nacht, da niemand wirken kann; wirken hier in der Zeit, denn es folget eine grenzenlose Ewigkeit, es nahet sich ein Tag der Offenbarung des gerechten Gerichts Gottes, an welchem er geben wird einem Jeglichen nach seinen Werken, nämlich, Preis und Ehre und unvergängliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben, aber denen, die da zänkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses thun. Herr, sei und bleibe mit mir auch in dieser Nacht. Amen. id salle( hid isurind 301# 15 JUDO ud: Idouk Syronur Simr 10. Am Dienstag Morgen. duo su aunuid bilrad Mein Gott, ich will dich loben und deine Barmherzigkeit, die an jedem Morgen neu ist; ich will dich preisen, der überschwänglich thut über alles, was wir bitten und verstehen. stbomt diisorit 901013 - Auch in der vergangenen Nacht hast du mich behütet, und Gefahr und Unglück von mir abgewendet. Deine Augen sahen auf mich, und deine Arme waren ausgebreitet, da ich ruhete. Du hast das Licht erneuert, und rufft mich wieder an mein Tagewerk. D wie groß ist der Reichthum deiner Segnungen, und wie unzählig sind die Erweisungen deiner Barmherzigkeit! Wie hast du mich dod o Am Dienstag Abend.tilik mi? 493 alle Tage meines Lebens so gnädig geleitet!- Sollte ich dir nicht danken, o mein Gott, so lange ich lebe? Höre, Vater, dein Kind, und laß dir wohlgefallen die Rede meines Mundes. Nimm mich selbst dir zum Opfer hin, und weihe mich auf's neue deinem Dienste. Erleuchte und heilige mich durch die Gnade deines Geistes. Gründe mich im Glauben und stärke mich in der Liebe. Erwecke in mir den Eifer in der Heiligung; bewahre mein Herz vor sündlichen Begierden und vor den Freuden, welche das Gewissen verdammt. Mache mich standhaft in jeder Versuchung; stüße mich, wenn ich wanke, und richte mich auf, wenn ich falle. Gieb mir geduldige Ergebung bei jedem Schmerze; schüße mich vor Vermessenheit und Unmuth, vor Leichtsinn und Thorheit. Schenke mir den Geist der Liebe, der Sanftmuth und Schonung; lehre mich aufsehen auf Jesum Christum, meinen Herrn, und laß durch seine große Liebe mein Herz entzündet werden. 100% Deiner gnädigen Führung übergebe ich mich; deine Kraft stärke mich. Segne meine Arbeit, und gieb Gedeihen meinen Bemühungen. Gieb mir mein täglich Brod, und ein genügsames und frohes Herz. Erhalte Leib und Seele gesund und bewahre mein Leben. Dir befehle ich mich, getreuer Gott; dein heiliger Wille geschehe an mir. Sei mir gnädig nach deiner unendlichen Liebe; erhöre mich um Jesu Christi willen! Amen. AISHA pro sid nadsing 11. Am Dienstag Abend. Allweiser und allgütiger Vater, alle meine Wünsche sollen deinem Willen unterthan sein. Immerdar will ich sprechen: Herr, wenn es dir gefällt, so geschehe es also; wenn es dir zur Ehre gereicht, so laß es durch mich vollbracht werden; wenn du es heilsam findest, so laß es mich erlangen; wenn du aber siehst, daß es das Heil meiner Seele nicht fördern würde, so tilge auch das Verlangen danach aus meiner Seele. Mache es denn immer mit mir, wie du weißst, daß es mir gut ist und wie es dir gefällt. Stelle mich, wohin du willst; ich bin zu deinem Dienste bereit; ich will nicht mir leben, sondern dir; und o möchte ich dir nur vollkommen leben. dr Dmöge deine Gnade bei mir bleiben und in mir wirken, und bis an's Ende bei mir ausharren. Laß mich nur immer das suchen und wollen, was dir gefällt; dein Wille sei der meine, mein Wollen und Nichtwollen sei immer nur eins mit dem deinigen. Gieb, daß ich nach dir mehr als nach allem, was das Herz wünschen mag, verlange, daß ich in dir ruhe und mein Gemüth sich allein in dir befriedige. Dit allein bist der wahre Friede und die wahre Ruhe des Herzens. Durch Jesum Christum, unsern Herrn und Heiland, haben wir Frieden mit dir und freien Zugang zu deiner Gnade. In deinem Frieden, in dir, dem einen höchsten und ewigen Gut, laß mich auch jetzt einschlafen und ruhen. Amen. $ 15709790 494 Am Mittwoch Morgen. Am Mittwoch Übend. 12. Am Mittwoch Morgen. Barmherziger, gnädiger Gott, du Vater des ewigen Lichts und Trostes, dessen Güte und Treue alle Morgen neu ist, dir danke ich, daß du mich in dieser Nacht gnädig behütet hast, und das liebliche Tageslicht wieder für mich anbrechen ließest. Laß mich in deiner Gnade und Liebe diesen Tag verleben, und erleuchte mich mit dem himmlischen Licht, welches mir in deinem Sohn Jesu Christo aufgegangen ist. Bewahre in meinem Herzen den Glauben, den du darin angezündet hast; mehre und stärke denselben in der Liebe und Demuth, daß ich in den heiligen Fußstapfen meines Erlösers wandle, und die Ehrfurcht vor dir in allem meinen Thun mich begleite. Erwecke in mir eine heilige Begierde nach deiner Gerechtigkeit, bewahre mich vor der Sünde, behüte mich vor Versuchung, und lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen. Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Sei du mein Schußz und mein Trost in allen Widerwärtigkeiten. Dir befehle ich meine Gedanken, mein Herz und all mein Vornehmen. Segne mein Thun, und laß es zu deines Namens Ehre und zum Wohl meines Nächsten gereichen. Leite mich in deiner Gnade, und halte deine Hand über mir. Behüte meinen Ausgang und Eingang. Herr, segne und behüte mich; laß dein Angesicht über mich leuchten, und gieb mir deinen Frieden hier und dort einst ewig. Amen. 13. Am Mittwoch Abend. Lob und Preis sei dir gesagt, mein Schöpfer und Herr, mein gütigster Wohlthäter und Vater, für den Reichthum deiner Gnade, womit du mich bisher erfreuet, und in diesem mühevollen Erdenleben so oft erquicket hast. Wie wenig kann alles Irdische und Vergängliche meine Seele befriedigen, wenn ich dich nicht liebe, mein Gott, und mich deines gnädigen Wohlgefallens nicht erfreuen darf! Alles, was auf Erden ist, ist hinfällig; auf dich nur kann ich mich gänzlich verlassen; du bist mein Trost, du bist mein höchstes Gut. Bei dir suche ich denn auch in dieser Abendstunde Ruhe für meine Seele, und gelobe dir auf's neue, mein ganzes Leben nach deinem Willen einzurichten. Bin ich auch heute in Gedanken, Worten und Werken von deinen Wegen abgewichen, so verzeihe, allgütiger Vater! Befestige selbst in mir den Borsab, unsträflicher vor dir zu wandeln, treuer in der Nachfolge meines Heilands zu werden, und mich ernstlicher auf die Ewigkeit vorzubereiten. Laß mich in deiner Liebe, und in der Gemeinschaft mit dir und deinem Sohne Jesu Christo mein höchstes Glück suchen, und mit zufriedenem und gelassenem Sinn alles aus deiner Hand annehmen. Regiere mich durch deinen guten Geist, daß ich auf dem Wege des Glaubens und der Gottseligkeit dem himmlischen Vaterland zueile, und einst nach dieser Prüfungszeit bei dir mit den reinen Freuden der vollendeten Gerechten ewig erquickt werde. Amen. de Am Donnerstag Morgen. Am Donnerstag Abend. 495 Go Ships 14. Am Donnerstag Morgen. 031150/1971 1190 1990 911 model High ST0002 Ognädiger und liebreicher Gott, du meine Burg und mein Schild: ich erhebe mein Herz zu dem Throne deiner Gnade und danke dir, daß du in der vergangenen Nacht deinen Schuß über mich ausgebreitet, und Leib und Seele vor allem Unfall bewahret hast. Gelobet seist du, o Herr, täglich, und gelobet sei dein heiliger Name ewiglich! Mein Gott, du läsfest einen Tag meines Lebens nach dem andern erscheinen, daß ich mich zur Ewigkeit bereiten, und meine Seele dir zum Eigenthum und zur Wohnung ergeben soll. Olaß mich jeden, auch den heutigen Tag so anwenden, daß ich schaffe, selig zu werden mit Furcht und Zittern. Laß mich, o Heiland, heute in deine Fußstapfen treten; so werde ich den Verführungen der Welt und den Tücken meines eigenen Herzens entfliehen. Herr, ich lasse dich nicht, du segneſt mich denn. Laß mich gesegnet sein und nimm den Segen nicht von mir. Laß mich unter meinen Berufsgeschäften mein Herz fleißig zu dir richten, und von deiner Gemeinschaft nicht losgerissen werden. Steht mir heute ein Kampf bevor, so hilf mir überwinden; regt sich ein sündlicher Gedanke im Herzen, so stärke mich, daß ich ihn durch deinen Geist unterdrücke. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe auch heute mein Beschüßer; nur bei dir kann ich recht bewahret sein. Amen. I SING 15. Am Donnerstag Abend.m Pondo Benied Durch deine Gnade, o Gott, habe ich den heutigen Tag glücklich zu Ende gebracht. Große Barmherzigkeit hast du auch heute an mir bewiesen. Wie soll ich dir vergelten alle deine Wohlthat, die du an mir gethan hast? Nimm gnädig an das Dankopfer meines Herzens. Schenke mir aber auch immer mehr Lust und Kraft, alle von dir empfangenen Güter und Gaben nach deinem Wohlgefallen anzuwenden. Verzeih mir alle Sünden, Fehltritte und Versäumnisse des heutigen Tages! Du bist ja gnädig, barmherzig, geduldig, von großer Güte und Treue, und erbarmest dich über alle, die deine Gnade im Glauben an Jesum Christum, den Verfühner aller Sünden, ernstlich suchen und bewahren. Stärke mich aber auch durch deinen Geist in dem ernsten Vorsaß, alles, was dir mißfällt, zu hassen und zu lassen, und mit Freuden zu thun, was dein Wille von uns fordert. Hilf mir mit jedem Tage meiner irdischen Pilgerschaft fertiger werden in allem guten Werk, und mich auf jenes bessere Leben in der Ewigkeit vorbereiten. O Gott alles Trostes, nimm dich auch in dieser Nacht aller Kranken und Nothleidenden väterlich an; höre die Seufzer aller Sterbenden, und stehe ihnen in ihren letzten Augenblicken mächtig bei. Dir, Herr und Vater, übergebe ich mein Leben und alle meine Schicksale. Dein allmäch 496 Am Freitag Morgen. Am Freitag Abend. tiger Schuß bedecke mich, daß mich ein sanfter Schlaf erquicke, und meine Kräfte auf den kommenden Tag stärke. Erhöre mein Flehen um Jesu Christi willen. Amen. CA 16. Am Freitag Morgen. ISIT TO stised Der Tag, den wir durch deine Gnade, himmlischer Vater, beginnen, erinnert uns vor allem an das große Werk der Erlösung des ganzen sündigen Menschengeschlechts, das du durch deinen Sohn Jesum Christum ausgeführet hast. O unendliche Liebe, also liebtest du die Welt, daß du deinen eingebornen Sohn dahin gabst, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Was können wir dir vergelten, o Gott, für deine Barmherzigkeit? Wie sollen wir dich loben und dir danken? Erhaben über alle Erkenntniß ist deine grenzenlose Liebe. Vernimm in deiner Herrlichkeit das Stammeln unsers Mundes und die schwachen Seufzer unsrer Seele, die wir dir darbringen für alle deine Erbarmungen, wodurch du uns in deinem Sohn, unserm Heiland, zu Hülfe kamst. Du starbst für unsere Sünden, Herr Jesu, und standest auf zu unserer Rechtfertigung, und herrschest nun in Ewigkeit zur Rechten deines Vaters, und bittest für uns. Dir ist alle Gewalt gegeben, daß in deinem Namen sich alle Kniee beugen, und alle Zungen bekennen sollen, daß du der Herr seiest, zur Ehre Gottes des Vaters. Gelobet sei dein heiliger Name in Ewigkeit! O mache uns würdig, himmlischer Vater, der Verheißungen deines Sohnes! Laß uns immer reichlicher zum Genuß deiner Gnade gelangen; würdige uns tieferer Blicke in das Geheimniß deiner Erbarmungen, und zerstreue alle Finsternisse unseres Herzens durch die Strahlen deines ewigen Lichtes. Stärke, kräftige, gründe uns durch die Helle Erkenntniß unsers Erlösers. Hilf uns inniger an ihn glauben, ihn herzlicher lieben, hilf uns ihm leben, der für uns gestorben und auferstanden ist. Amen. 6 HD SA 17. Am Freitag Abend. Mit gerührtem Herzen erinnern wir uns auch am Abend dieses Tages an deine Liebe, womit du, Herr Jesu, unser göttlicher Erlöser, uns bis zum Tod am Kreuz geliebet hast. An diesem Tag hast du uns sterblichen Sündern durch deinen Verfühnungstod Trost, Licht und Hoffnung im Leben, Leiden und Sterben errungen. Gesegnet sei uns das Andenken an dein göttliches Mittlerverdienst, an dein Leiden und Sterben. Du hast es um uns verdient, daß wir dich als unsern Heiland und Herrn, als unsern Retter und Verfühner, als den Urheber des Friedens und der ewigen Seligkeit, mit dankbarem Herzen verehren. Ja dich wollen wir von ganzer Seele lieben, auf dich unser Vertrauen seßen, denn du bist Am Sonnabend Morgen. 497 uns alles in allem; deiner Leitung wollen wir uns hingeben, denn du bist der treueste Führer, die kräftigste Stüße. Gieb uns selbst eine recht innige Liebe zu dir in's Herz, und hilf uns deinen Ge boten, die nur auf unsere Zufriedenheit und Seligkeit abzwecken, willig gehorchen. Gieb, daß unser Wandel dein Evangelium in allen Stücken ziere; lehre uns auf dein Vorbild unser Auge unverrückt heften, und in dem Bestreben, die mit jedem Tage ähnlicher zu werden, nicht ermüden. bid Dein guter Geist befestige in uns alle guten Vorsäße und Gesinnungen! O du, der du im Himmel lebst, du, den Engel und Menschen anbeten, blicke vom Throne deiner Herrlichkeit herab auf uns; laß uns deine segenvolle Nähe empfinden; laß uns fühlen, wie selig wir sind, wenn wir mit dir in Gemeinschaft ſtehen. Verleihe uns, Vater Jesu Christi, und durch ihn auch unser Bater, in dieser Nacht deinen gnädigen Schuß. Amen. 18. Am Sonnabend Morgen. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen; lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat! Dewiger Gott, wie unerforschlich ist deine Weisheit, wie groß deine Güte und Gnade, wie überschwänglich deine Barmherzigkeit und Langmuth, wie unbegreiflich deine Allmacht und Liebe! Herr, ich bin zu gering aller Wohlthat, die du an mir gethan hast. Sei gelobet, mein Gott und Vater, daß du mich an's Licht gerufen, mich zu deinem Ebenbilde gemacht, und mir eine vernünftige Seele gegeben hast; sei gepriesen, daß du dich auch meiner erbarmt, mir deinen Sohn geschenkt, und ihn auch für mich zu einem Fürsprecher und Erlöser, Heiland und Mittler gemacht hast. Auch ich bin versühnt und erlöst durch das Leiden und Sterben deines Sohnes, auch ich bin ein Erbe aller himmlischen Güter, und dein heiliger Geist versiegelt mich auf den Tag der Erlösung. Sei gelobet in Ewigkeit, daß du mich armen verderbten Menschen aus meinem Elende gerissen, durch das Wort des Evangeliums berufen, meine finstere Seele erleuchtet, mein krankes Herz geheilt, und mich zu einem neuen Menschen, zu einem Erben des ewigen Lebens gemacht hast. Mein Gott, wie hast du mich von meiner Kindheit an bis auf diesen Tag mächtig erhalten, väterlich versorgt, wunderbar geführt! Aus so mancher Noth hast du mich errettet, vor manchem Unglück behütet, in manchem Kummer getröstet. Wenn ich irrete, hast du mir zurecht geholfen, wenn ich fündigte, hattest du Geduld mit mir, mein Gebet hast du erhört und meine Arbeit gesegnet. Habe Dank für alle Gaben deiner Güte, für Freunde und Geliebte, die du mir gegeben, für den Stand, den du mir angewiesen, für og 320 498 Am Sonnabend Abend. jedes Gute, das du durch mich geschehen ließest; habe Dank auch für die Ruhe der vergangenen Nacht, und für den Tag, den du mir wieder schenkest. Medsi2 spinnmi abss anis Wie viele Menschen, wie viele Arme und Elende, Verlassene und Tiefbetrübte sind auf dieser Erde, denen du mich vorgezogen hast! Womit habe ich deine Liebe verdient? O laß dein Angesicht leuchten über mich und über alle, die dich anrufen, segne fie und mich nach deiner Güte. Laß mich allezeit erkennen, wie du zu rühmen und zu loben bist, und meine Seele nicht müde werden, dich zu preisen und dir zu danken. Dir, Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, sei Ehre und Anbetung in alle Ewigkeit! Amen. 19. Am Sonnabend Abend. u tre Abermals, unendlicher, ewiger Gott, Vater der Menschen, ist eine ganze Woche meines Lebens dahingeschwunden, und du hast auch in diesem Zeitraum deine große Verheißung an mir erfüllt: ,, Ich will dich nicht verlassen noch versäumen." Was ich bedurfte, ja noch mehr, als mir Noth that, floß mir von dir, dem Geber aller guten und vollkommenen Gaben, zu. Du stärktest meine Kraft, du wandtest Gefahren, auch solche, die ich nicht ahnen und sehen konnte, von mir ab; du schenktest mir manche frohe und heitere Stunden. Gott, du bist treu; dein Wort ist wahrhaftig, und was du zusagst, hältst du gewiß. Aber war ich auch dir, mein Gott, treu im Laufe meines bisherigen Lebens, treu an dem verflossenen Tage, und in der zurückgelegten Woche? War es mein aufrichtiges Bestreben, dir wohlzugefallen, und deinen Willen immer vollkommener zu erfüllen? Habe ich meine unordentlichen Lüste und Begierden, meine Eigenliebe, meinen Stolz, meine feindseligen Triebe, meinen Hang zum Irdischen ernstlich bekämpft? Habe ich mich bemüht, von meinen bösen Neigungen und Gewohnheiten frei zu werden? Habe ich den Beistand deines Geistes durch eifriges Gebet gesucht, und seine Gnade nicht vergebens empfangen? Habe ich die Kräfte und Gaben, die du mir geschenkt haft, treu und gewissenhaft angewendet? Habe ich die Freuden des Lebens weise und mäßig genossen, Unglück und Leiden gelassen ertragen? Allwissender, wenn mich mein Gewissen verdammt, so bist du noch größer als mein Herz, und siehest noch mehr Böses und Fehlerhaftes an mir, als ich selbst. Laß deine Gnade in Jesu Christo, barmherziger Vater, mächtig über mir walten, und vergieb mir die zahllosen Sünden und Uebertretungen meines bisherigen Lebens, auch die Sünden und Fehler der nun geendigten Woche. Regiere und erleuchte die Augen meines Verstandes durch deinen heiligen Geist, daß ich im Lichte wandle, deine Gebote mit allem Ernst halte, und nichts denke, rede und thue, als was dir wohlgefällig ist. Schon bin ich wieder mit dem letzten Abend dieser Woche um einen beträchtlichen Schritt der Ewigkeit näher gekommen. Lehre mich, o Gott, die Kürze und Gebet für alle Tage. Tun odo 499 ichiste rad Flüchtigkeit meiner irdischen Tage mit allem Ernste bedenken, und laß mich das große Ziel meiner himmlischen Berufung in Christo Jesu nie aus den Augen verlieren. Verleihe, daß ich jeden Tag in dir und mit dir anfange, in dir und mit dir vollende, damit ich einst, an jenem großen Morgen, mit Heiterkeit erwache, und ohne Grauen, mit gläubiger Hoffnung hinaufschwebe zu dir, dem Geber eines ewigen seligen Lebens. Amen. 20. Gebet für alle Tage. Allmächtiger, gütiger Gott, du Geber alles Guten: siehe, ich komme vor dein Angesicht auf dein Gebot und deine Zusage, und flehe dich an um alles Gute, was du allein verleihen kannst. Mir geschehe nach deiner Gnade, und was ich bedarf, werde mir nach deinem weisen Rathe zu Theil; schicke alles, wie du willst, und wie es mir heilsam ist; sei jetzt und allezeit mein Helfer und mein Schuß, mein Licht auf allen meinen Wegen. Regiere und leite mich; erfreue, tröste und stärke mich. Unterweise mich durch dein Wort; laß deinen heiligen Geist in mir wohnen; belebe meinen Glauben, und mache ihn reich an Werken der Gerechtigkeit. Laß mich meine Sünden erkennen, und meine Fehltritte bereuen; warne mich durch dein Geseß, und tröste mich durch deine verzeihende Gnade in Jesu Christo; mache mich fröhlich in Hoffnung, willig zur Demuth, kindlich im Gehorsam, und hilf mir ernstlich suchen, was droben ist. Laß die Liebe in mir wachsen, und mache mich gerecht und sanftmüthig gegen meinen Nächsten; neige mein Herz zur Erbarmung gegen jeden Betrübten und Nothleidenden; mache mich in der Nachfolge meines Heilandes willig, und bereit, auch die zu segnen, die mich hassen, und für die zu bitten, die mich beleidigen, damit meine Liebe aufrichtig sei und ich mit jedermann Frieden haben möge. Und weil die Welt voll Versuchung ist, so regiere mich, daß ich die Bösen meide, zu den Frommen mich halte, den Guten nachahme, und einen erbaulichen Wandel führe, und also immer als ein wahrer Christ und als dein gehorsames Kind erfunden werde. and da con $ 10010 1190198 19 Beschere mir auch, lieber Vater, von zeitlichem Segen so viel, als dein guter und gnädiger Wille ist. Gieb mir Gesundheit und mein tägliches Brod. Gieb mir so viel Ehre vor den Menschen, als mir dienet, so viel Ansehen, als ich ertragen kann, und so viel Gewalt, als ich zu brauchen weiß. Fördre meine Unternehmungen, und gieb mir Verstand und Geschicklichkeit zu allem, was mein Beruf fordert. Läsfest du Trübsal und Kreuz über mich kommen, so gieb mir Geduld und Vertrauen; mache mich ruhig und stark in aller Anfechtung, und vertreib allen unnüßen Kummer aus meinem Herzen. aume and a tounchi 19TTING 32 is theatro s gold stuet 500 Gebet auf alle Tage. Gebet vor der Beichte. dan Zuleßt, wenn dit mich willst sterben lassen, so gieb mir einen guten Muth in der Hoffnung des ewigen Lebens; lege mir keinen zu schweren Kampf auf, und beschere mir ein seliges Ende. Amen. 21. Noch ein Gebet auf alle Tage. Deine Herrlichkeit, o Gott, offenbare uns, und deine Freundlichkeit laß uns schmecken! Das Verlangen unserer Herzen sei beständig zu dir gerichtet. Sei du zu aller Zeit unser höchstes Gut, in welchem unser unsterblicher Geist Ruhe findet. Ermuntre du selbst unsre träge Seele, am ersten zu trachten nach deinem Reich, und nach der dir wohlgefälligen Gerechtigkeit. Wecke uns auf, das Heil unserer Seele mit Ernst wahrzunehmen, und stärke uns durch deine göttliche Kraft, daß wir das eine nothwendige nicht versäumen. Ziehe uns zu dir, daß wir den Weg deiner Gebote halten. Gieb uns den Geist des Gebets, um mit Freudigkeit zu deinem Gnadenstuhl zu treten, und Barmherzigkeit und Gnade zu finden, wenn uns Hülfe noth ist. Gieb durch deinen Geist Zeugniß unsern Herzen, daß wir deine geliebten Kinder seien, damit wir bei dem Gefühl unseres Elendes nicht zaghaft werden. Gieße deine Gnadenströme reichlich über uns aus, und laß uns durch den Genuß deiner Liebe kräftig angetrieben werden, dich findlich zu lieben, und dir herzlich zu vertrauen. Lieber Vater, hast du uns deinen Sohn geschenkt, so wirst du uns mit ihm alles schenken. Dein Wort ist wahrhaftig, und was du zusagst, das ist gewiß. Deine Hand ist nie zu kurz, uns zu helfen, und deine Liebesquelle vertrocknet nie, uns zu segnen. Du weißest Mittel und Wege, uns aus jeder Noth zu retten, du kennest uns und weißest, was uns Noth thut und heilsam ist. Herr, es soll unsere Freude sein, daß wir uns zu dir beständig halten, und unser Vertrauen auf dich seßen. Ehe wir rufen, willst du antworten, und wenn wir noch reden, willst du hören. Wir bitten, du giebest uns; wir klopfen an, du thuest uns auf. D daß unser Herz voll deines Lobes wäre, und unser ganzer Wandel davon zeugen möchte! Verschmähe unser armes Lob nicht, das wir dir in unserer Schwachheit bringen. Du wirst uns endlich dahin aushelfen, wo wir ohne Sünde dich ewig preisen können. Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Lob und Preis und Ehre! Amen. 22. Gebet vor der Beichte. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz, prüfe und erfahre, wie ich's meine. Siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. Vor dir, o Allwissender, liegen alle meine Ge danken, alle Regungen meines Herzens, alle meine Worte und Werke bloß und entdeckt. Dein Auge schauet in das Innerste meiner Gebet vor der Beichte. 501 911 Seele. O mein Gott, gieb mir das Verderben meiner Seele recht lebhaft zu erkennen, damit ich dich als meinen Arzt suche, der allein die Wunden des Gewissens zu heilen vermag. Groß und zahllos sind die Wohlthaten, die ich von dir empfangen habe, und noch täglich empfange. Aber ach, so oft bin ich gegen die rührenden Beweise deiner Huld und Gnade gleichgültig geblieben, so oft habe ich die Gefühle des Dankes gegen dich in meinem Innern erstickt, so oft bin ich dir, meinem größten Wohlthäter, durch Ungehorsam gegen deine heiligen Gebote, durch sündliche Gedanken, Worte und Werke mißfällig geworden. Ich bin erlöst und mit dem Blut deines Sohnes erkauft. Aber ach, ich habe es bisher nicht ernstlich bedacht, daß Jesus Christus mich bis zum Tode geliebt und sich selbst für mich dargegeben hat. Ich habe die Größe seiner Liebe und den hohen Zweck seines heiligen Leidens und Sterbens nicht tief genug beherzigt. Ich habe mich meinem Heiland nicht zu seinem Eigenthum dargegeben, nicht ihm, der für mich am Kreuze gestorben ist, sondern mir selbst, meinen Lüsten und Begierden gelebt; ich habe nicht ihn, der für mich geduldet und geblutet hat, sondern die Welt und das, was in der Welt ist, geliebt. 1800 Dein Geist, o Gott, hat mir bisher auf dem schlüpfrigen Wege so oft die Hand geboten, um mich zum Himmel zu leiten. So oft hat er mein Herz ergriffen, so manche gute Rührung in meinem Innern erweckt, mich so oft auf mein ewiges Heil aufmerksam zu machen geſucht. Aber ach, ich habe die Hand dieses göttlichen Führers zurückgestoßen, ich habe das Werk seiner göttlichen Gnade in mir vereitelt, ich habe die guten Eindrücke, die er in mir weckte, durch Leichtsinn und Eitelkeit geschwächt und erstickt, ich habe seine Warnungen und Drohungen, seine Verheißungen und Ermunterungen verachtet. Ich habe muthwillig widerstrebt dem guten Geiste, der mich Gott und meinem Erlöser heiligen, und auf die Ewigkeit vorbereiten wollte. 10 Ich habe das große Gebot meines Heilandes: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, oft und viel durch Gesinnungen, Reden und Thaten übertreten. Ich habe die unseligen Triebe des Stolzes, der Selbstsucht, des Neides, des Zornes und der Rachsucht in mir genährt. Ich war so oft nur auf das meine, nicht auf das, was des Andern ist, bedacht. Ich war sogar gegen die Noth und das Elend meiner Mitmenschen oft gleichgültig und unempfindlich. Ich habe durch Nergernisse und durch böses Beispiel, durch leichtsinnige, sündliche Worte und Handlungen Unsegen und Unheil geſtiftet, und mich an dem Gewissen und Herzen meiner Brüder und Schwestern verfündigt. Ich bin für die Ewigkeit geschaffen; aber ach, ich habe das wichtige Gebot meines Heilandes: Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, außer Augen gesetzt. 1502 Gebet nach der Beichte, vor dem heiligen Abendmahle. Ich habe unter irdischen Geschäften, Genüssen, Sorgen und Zerstreuungen die Sorge für das Ewige hintangeſetzt. sold Alwissender, ich will dir meine Sünden bekennen, und meine ( Verschuldungen nicht verhehlen. Ja, Vater, ich habe gesündigt vor dir, und bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße. Erwecke ſelbst in mir Gefühle der tiefsten Reue und des innigsten Abscheues gegen alles Böse. Laß mich Gnade und Vergebung finden an dem Altar der Beichte, an welchem ich mein verwundetes Gewissen durch den Hinblick auf das Kreuz meines Erlösers heilen will. Komm mir selbst, Herr Jesu, mit deinem holden Worte entgegen: Sei getroft, deine Sünden sind dir vergeben. Laß dir, o Gott, die aufrichtigen Gelübde neuer Treue und neuen Gehorsams, welche ich dir darbringe, wohlgefallen, und gieb mir Kraft, sie zu erfüllen. Schaffe in mir ein reines Herz und gieb mir einen neuen, gewissen Geist. Tröste, erquicke und stärke mich durch deine Hülfe, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Erhöre das Flehen der Demuth und des Glaubens um Jesu Christi willen. Amen. 491102 mism od mali fitim adod thipidelagapo di 23. Gebet nach der Beichte. I 01 0 Dankend erhebt sich mein Herz zu dir, dem Gott des Trostes, dem Vater der Barmherzigkeit. Du hast deinen Sohn in die Welt gefandt, die Sünder selig zu machen. Du hast mich, dein reumüthiges Kind, auf's neue deiner alles verzeihenden Liebe und Gnade verfichert, und den Trost deines Evangeliums von dem gekreuzigten Heiland aller sterblichen Sünder meinem Herzen nahe gebracht. Ich dagegen habe mich dir und meinem Erlöser Jesu Christo auf's neue zum Gehorsam verpflichtet. Befestige in mir diese heilige Entschließung, nach deinem Wohlgefallen zu wandeln. Meine Schwäche und Gebrechlichkeit kennest du, Allwissender. Kräftige mich mit himmlischer Stärke zum Kampf gegen alle Versuchungen meines Herzens und der Welt, und mache mich immer aufmert samer auf die Zucht deines Geistes. Bewahre mich doch davor, daß meine äußere Andacht nicht Heuchelei sei, und daß ich dir nicht mit falschem Herzen diene. Laß mich wachen und beten. Segne mir besonders das heilige Mahl, das ich feiern will, zum Wachsthum in der Gnade und Erkenntniß deines Sohnes, meines Erlösers; segne es mir zur Förderung des Fleißes in der Gottseligkeit, welche die Verheißung hat nicht nur für dieses, sondern auch für das ewige Leben. Amen. en oud Jai jod bid dan offis. nepildand dry sty 1139 found 24. Gebet vor der Abendmahlsfeier. # 199 Gesegnet sei mir die heilige Stunde, in welcher ich das Gedächtniß des Leidens und Sterbens meines Erlösers begehen, und die feierlichste und rührendste Versicherung von deiner Liebe, himmliſcher Vater, empfangen soll! Verkläre durch deinen Geist in meiner Gebet unter, und nach dem heiligen Abendmahl. 503 Seele die Größe dieser Liebe, die den Eingebornen für uns alle dahingegeben hat. Mein Herr und Heiland Jesu Christe, wie liebreich ist dein Herz, wie holdselig ist deine Einladung, und wie heilsam sind deine Wunden! Du bist das wahre Himmelsbrod, das meine Seele zu ſpeisen vermag. Darum bitte ich dich, du wollefst auch jetzt meine Seele bei deinem heiligen Mahle erquicken. Sei du, o Heiland, meine Gerechtigkeit, wenn meine Sünde mich anklagt; sei mein Fürsprecher, wenn Gottes Geseß und mein Gewissen wider mich zeuget; sei mein Hohepriester und bitte für mich, wenn ich schwach in der Andacht bin; sei du mir Licht und Leben, wenn ich Tod und Finsterniß in mir fühle; sei du mir Schuß und Sieg, wenn Drangsal über mich kommt. O mein getreuer Herr und Hirte, laß meine Seele bei deinem Tische deine ganze Liebe und Freundlichkeit empfinden, womit du mich bis zum Tod am Kreuz geliebet haft; laß sie schmecken deinen göttlichen Trost, die Kräfte der zukünftigen Welt, die Freude des ewigen Lebens. Ja laß meine Seele immerdar durch dich erquickt und getröstet werden, auch in der letzten Stunde, damit sie mit guter Zuversicht bei meinem Abschied von dieser Welt sich dir befehle, und mit Fried' und Freud' eingehe in die ewige Herrlichkeit. Amen. 25. Seufzer unter dem Genusse des heiligen Abendmahls. SONDER Herr Jesu, der Genuß deines heiligen Leibes stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. Herr Jesu, der Genuß deines heiligen Blutes stärke und bewahre mich im rechten Glauben zum ewigen Leben. 910 Jesu Christe, mein Herr und mein Gott, gieb mir von deinem Todesschmerz den tiefsten Eindruck in mein Herz! Rufe meiner Seele auf das kräftigste die Worte zu: ,, Auch für dich ist mein Leib gegeben!" ,, Auch für dich ist mein Blut vergoffen!" Mein Herr und Heiland, du bist mein und ich bin dein. Laß mich der Welt und Sünde absterben, und dir ewig angehören; wie du littest, laß auch mich leiden; wie du starbest, auch mich sterben. Führe mich einst durch die Nacht des Todes hinüber zu deinem ewigen Lichte! si 26. Gebet nach der Abendmahlsfeier. Sei gepriesen, barmherziger Vater, daß du deinen Sohn Jeſum Christum auch für mich sterben ließest, und mir bei der Feier seines Todes die feierliche Versicherung von deiner Gnade und von der Vergebung aller meiner Sünden gegeben hast. Lob und Dank sei dir, göttlicher Erlöser, für das theuerste 504 Japmd Gebet von christlichen Eltern. Pfand deiner Liebe, das ich bei dem Genusse deines heiligen Mahles empfangen habe. Treuer Heiland, der du dein Leben am Kreuze für mich dahin gabst, verherrliche deine Kraft in meiner Schwachheit, und nimm von mir alle Unruhe des Herzens! Zeige mir die Wunder deiner Gnade, und gieb mir eine göttliche Gesinnung. Nimm hin meine Seele, die du mit deinem Blute erkauft haſt. Feff'le mich an dein Kreuz, und laß mich an demselben der Sünde absterben. Mache mich heilig und unbefleckt, und weihe mich ganz zu deinem Eigenthum. Gieß deine Liebe aus in mein Herz durch deinen heiligen Geist, damit ich dich aus allen Kräften liebe und in dir lebe. Deine Gnade begleite mich durch's ganze Leben. Wohl mir, treuer Hirte, wenn ich einst da sein werde, wo du deine Erlöften auf Himmelsauen weiden und zu lebendigen Wasserquellen führen wirst; wohl mir, wenn ich dort in der Schaar der vollendeten Gerechten ein höheres Mahl des Danks und der Freude bei dir in den Wohnungen des Vaters feiern, und in ewiger Unschuld und Seligkeit vor deinem Himmelsthrone wandeln werde! Amen. 51 Thing 27. Gebet eines christlichen Vaters( einer christlichen Mutter). prilied. Gott, Schöpfer und Vater aller Menschen, deine allmächtige Güte hat auch die vernünftigen Geschöpfe, die durch die engsten Bande des Blutes mit mir verbunden sind, in's Leben gerufen. Deine Liebe hat sie mir geschenkt, und meinem Herzen den stärksten Trieb der Liebe gegen sie eingepflanzt. Du hast ihr geistiges und leibliches, ihr zeitliches und ewiges Wohl meiner Sorge anvertraut. Du machst mich zu deinem Werkzeug, diese Kinder, die nach deinem Ebenbilde geschaffen, und dir und deinem Sohne Jesu Christo durch die heilige Taufe geweihet sind, zu deinem Preise für die Erde und für den Himmel zu erziehen. Du selbst bist der allein weise Vater und Erzieher deiner Menschen. Was vermag ich schwacher und kurzsichtiger Mensch ohne deine Kraft und Weisheit? Ich kann nur pflanzen und begießen; du, du allein mußt das Gedeihen geben. Ach so gieb mir neue Treue, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit in Erfüllung meines elterlichen Berufs, und segne meine redliche Bemühung, meine Kinder zu deinem Wohlgefallen zu bilden. Gieb mir den Geist der Weisheit und Einsicht, um zu wählen, was gut und heilsam ist. Lehre mich in Geduld eine Saat in die Herzen meiner Kinder ausstreuen, die für ein ewiges Leben reift. Mache gut durch deine allesvermögende Gnade alle Fehler und Versäumnisse bei dem großen und wichtigen Geschäfte der Erziehung. Bewahre mich davor, daß ich denen, für deren Seele ich machen soll, durch Leichtsinn und Unvorsichtigkeit ein Nergerniß gebe. Nimm sie in deine treue Obhut und Leitung. Wache über ihre durch das theure Blut deines Sohnes erkauften Seelen; schüße sie vor Verführung Gebet einer Wöchnerin bei der Taufe ihres Kindes. 505 der Welt und ihres eigenen Herzens. Wende alles von ihnen ab, was ihrem Leben und ihrer Gesundheit Gefahr bringen möchte. Laß sie Gnade vor dir und vor den Menschen finden. Bilde fie zu nüßlichen Mitgliedern der menschlichen Gesellschaft, und zu künftigen Bürgern des Himmels. Heilige sie durch deinen Geist und mache sie dir zum Eigenthum. Leite mit deiner treuen Vaterhand ihren ganzen Lebensgang und alle ihre Schicksale, und laß ihnen alle Freude und Traurigkeit, die ihnen im Leben widerfährt, zu ihrem wahren Besten dienen. Bereite durch deine erziehende Gnade mich und meine Kinder so für die Ewigkeit, daß ich einst mit Freudigkeit vor deinem himmlischen Thron anbeten und ausrufen möge: Siehe, Herr, hie bin ich und die du mir gegeben haft! Amen. High 28. Gebet einer Wöchnerin bei der Taufe ihres Kindes. Allmächtiger Gott und Vater, allgütiger Schöpfer alles Menschenlebens, zu deiner Verherrlichung muß ich es am heutigen Tage bekennen, daß ich nicht werth bin aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir gethan hast. Durch deine Gnade bin ich Mutter worden; mir ist ein Kind geboren, in welches du die Anlagen, Fähigkeiten und Kräfte eines vernünftigen Geschöpfes gelegt hast. Ich freue mich in dir, dem lebendigen Gott. Nicht blos für dieſe Erde, welche mit allem, was sie hat, vergehet, nicht blos für ein kurzes und flüchtiges Dasein auf der Erde ist dieses Kind geboren; es soll Himmelsbürger, es soll für dein unvergängliches Reich gebildet werden. Darum flehe ich zu dir am heutigen Tage mit Inbrunst meiner Seele: Laß diesem meinem neugeborenen Kinde den vollen Segen der Taufgnade zu Theil werden; laß es heranwachsen zu deinem Preise, erstarken im Geiste, und zunehmen an Weisheit, Alter und Gnade bei dir und bei den Menschen. Ja, gütigster Gott, der du auch mich einst durch die Taufe in die Gemeinde Jesu Christi aufgenommen, und mir den erfreulichen Antheil an den Rechten und Hoffnungen deiner Kinder geschenkt hast, dir übergebe ich mein Kind mit Leib und Seele; in deine Vaterarme lege ich dieses dein Kind, das du erschaffen, das du durch deinen Sohn Jesum Christum erlöset hast, und welches du in deinem himmlischen Reiche ewig selig machen willst. Wache mit deinem Vaterauge über diesem Kind, schüße es vor allen Gefahren des Leibes und der Seele. Erhalte es treu an dem Bund der Taufe; und wenn es von deinen Wegen abweicht, so verstoße es nicht, sondern führe es zurück auf den Weg der Wahrheit. Dein Geist heilige es durch und durch, und behalte seinen Geist sammt Seele und Leib unsträflich bis auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi; dein laß es sein und bleiben; seinem Erlöser laß es leben, wenn es sein soll, in dieser Welt leiden, und einst selig sterben. Amen. 506 Gebet am Geburtstage, und für den Regenten 2c. no 29. Gebet am Geburtstag. ( bör), ropminde O Gott, Schöpfer und Erhalter meines Lebens, groß ist deine Barmherzigkeit und Treue, die mich heute abermal den Tag erleben läsfest, an welchem ich das Licht dieser Welt zuerst erblickt habe. Bis hieher hast du mir geholfen, und mich vom ersten Augenblicke meines Daseins an mit unzähligen und unaussprechlich großen Wohlthaten gesegnet. Meine unsterbliche Seele mit allen ihren Anlagen und Fähigkeiten, mein Leib mit seinen Gliedern, Sinnenwerkzeugen und Kräften, meine Geburt unter Christen und von christlichen Eltern, die für meine geistige und leibliche Wohlfahrt sorgten, die herrliche Nahrung meines Geistes aus dem seligmachenden Evangelium Jesu Christi, die Rettung aus allen bekannten und unbekannten Gefahren meines Lebens und meiner Gesundheit, die Nothdürftigkeiten und Bequemlichkeiten des Lebens, Kleider, Wohnung, Speise und Trank das alles und noch viel mehr ist Geschenk deiner unverdienten Güte. Wie kann ich all' das Gute aufzählen, womit du mich in meinen bisherigen Jahren so väterlich gesegnet haft, und dir würdig genug dafür danken? Ich will dich preisen, so lang' ich lebe; und einst in der Schaar der Seligen werde ich das Lob vollkommen aussprechen, das ich hienieden nur mit stammelnder Zunge darbringen kann. - Mit dem heutigen Tage fängt ein neuer Abschnitt meines Lebens an. Ach Herr, versenke alle Verschuldungen meiner bisherigen Jahre und Tage in das Meer der Vergangenheit! Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner zahllosen Uebertretungen; gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit um Jesu Christi willen. Ich will dir, mein Gott, heute geloben, mein Leben von nun an nach deinen Geboten einzurichten. Mein einziges Bestreben soll es sein, jo zu denken, zu reden und zu handeln, wie es dir wohlgefällig ist, und die Lehre meines Heilandes in allen Stücken zu zieren. Allwissender Gott, du hörst mein Versprechen, du kennest aber auch meine Schwachheit und Gebrechlichkeit. Herr, ohne dich kann ich nichts Gutes vollbringen. Darum stärke mich durch deinen Geist, meine guten Vorsäße auszuführen. Verborgen ist es mir, welche Schicksale in dem nächsten Jahre meines Lebens und in der ganzen Zukunft meiner warten. Du allein weißest es, der du alles, was mir begegnet, von Ewigkeit her über mich beschlossen hast. Unter deiner gnädigen Aufsicht und Leitung müssen alle Dinge zu meinem Besten dienen. Du wirst es gewiß wohl mit mir machen. Vater, dein Wille geschehe. Amen. 30. Gebet für den Regenten, die Obrigkeit und das Vaterland. Großer Gott und Herrscher über alles, wir danken dir, daß du eine Obrigkeit verordnet hast, und durch dieselbe uns Schuß, Sicher Gebet bei einem Gewitter. 507 heit des Lebens, Leibes und Eigenthums, und viele andere Wohlthaten verleihest. Es ist dein Wille, daß wir Bitte, Gebet und Danksagung für alle Obrigkeiten vor deinen Thron bringen, damit wir ein geruhiges und stilles Leben führen mögen. Darum flehen wir um deinen Segen für unsern Landesregenten. Erfülle ihn mit deinem Geiste, daß er erkenne, was uns gut, und vollbringe, was uns heilsam ist. Verleihe ihm christliche Weisheit, daß er das Reich deines Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, erweitere und befestige. Rüste ihn aus mit Kraft und Stärke, daß er alle Hindernisse des Guten und der Wohlfahrt des Landes glücklich besiege. Laß es ihm nie an weisen und redlichen Rathgebern fehlen, welche das Vaterland, Recht und Gerechtigkeit, Religion und Tugend lieben und schüßen. Mache ihn zum Vater der Wittwen und Baisen, zur Zuflucht der Gedrückten, zum Retter der Unschuldigen, zum Beschüßer aller Guten, und zum Schrecken aller Bösen. Erhalte und bewahre sein theures Leben, schüße seine geheiligte Person vor jedem Unfall. Verherrliche an ihm und an seinem Hause deine Gnade. Erfreue ihn durch jeden edlen und erheiternden Lebensgenuß, und schenke ihm vor allem die Liebe seiner Unterthanen. Sei mit unserm Vaterlande, Herr unser Gott, wie du bisher mit demselben gewesen bist. Bewahre es gnädig vor Krieg, Theurung, Mißwachs, schädlicher Witterung, vor ansteckenden Krankheiten, vor Feuer- und Wassersnoth, so wie vor Dürre und Wassermangel; verleihe fruchtbare Jahreszeiten, laß Wissenschaften und Künste, Handlung und Ackerbau, und jedes nüßliche Gewerbe in demselben gedeihen; gieb Friede und Ruhe, Glück und Heil in jedem Stande. Laß in unsrem Lande Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede fich küssen; segne uns, Gott, unser Gott, und alle Welt fürchte dich! Amen. 2nd se 31. Gebet bei einem Gewitter. 3511 Allmächtiger Gott, Schöpfer und Herr des Himmels und der Erde: groß und herrlich bist du in allen deinen Werken; groß und Herrlich, wenn deine Sonne uns leuchtet; groß und herrlich, wenn schwarze Wolken deinen Himmel trüben. Du neigest den Himmel, und fährst herab auf dunklen Wetterwolken. Du donnerst und schleuderst deine Blige, daß sie wie Feuerflammen auf uns herabfahren. Hagel, Bliße und Sturmwinde sind deine Boten, die deine Befehle ausrichten. Herr, wer kann deiner Macht widerstehen? In einem Augenblick vermagst du uns und alles, was wir besigen, in Staub und Asche zu verwandeln. Vor dir muß sich der schwache Sterbliche im Gefühl seiner gänzlichen Unmacht beugen, vor dir der verstockte Sünder unter den Schrecken seines Gewissens zittern. Aber du bist der Allgütige, Gnädige und Barmherzige. Deine Donner und Blize erschüttern, aber sie befruchten auch den Erdboden; deine Sturmwinde schrecken uns, aber reinigen und er 508 Gebet in Kriegsnoth. frischen die schwüle Luft, und geben uns eine erquickende Kühle. Wer unter deinem Schirme fizet, du Höchster, und in dem Schatten deiner Allmacht ruhet, der spricht zu dir: Herr, meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe! Auch im grauenvollen Dunkel bist du bei uns. So breite denn auch in diesen Augenblicken die Flügel deiner Allmacht über uns aus, sei unser Schirm und Schild und wende alle drohende Gefahr von uns ab. Bewahre unser Leben, beschüße unser Eigenthum, und behüte gnädig die Früchte und Gewächse des Landes. Gieb, daß der Anblick deiner furchtbaren Größe, du majestätischer, heiliger Gott, bleibende heilsame Eindrücke bei allen zurücklasse, die sich jetzt im Staub vor dir beugen müssen. Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. Wir werfen uns in deine Vaterarme; auf dich stehet unsre Hoffnung. Erbarme dich unser! Amen. 32. Gebet in Kriegsnoth. snied Gott, du bist auch dann noch ein Vater deiner Kinder, wenn du schwere Trübsale über sie verhängst, heilig und gerecht in allen beinen Wegen, gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue, ein Trost der Traurigen, und eine Hülfe der Schwachen, unsere Zuversicht und Stärke, ein Herr, Herr, der auch vom Tode errettet. Zu dir flehen wir, so wie alle unsere Mit menschen, über welche du nach deinem unerforschlichen Rathe den Jammer des Krieges verbreitet hast. Dich beten wir in unserer Noth als einen Vater an, der seine Kinder mit Maaßen züchtiget, dessen Treue groß ist am Tage der Leiden, wie an den Tagen der Freude, in den Stürmen des Krieges, wie im Sonnenschein des Friedens, dessen Weisheit alles zum Besten lenket, und auch aus der Traurigkeit Freude, aus dem Verluste Gewinn, aus dem Tode Leben zu schaffen vermag. Wir demüthigen uns unter deine gewaltige, aber weise und liebevolle Hand. Wir unterwerfen uns deiner väterlichen Züchtigung. Ach erbarme dich unser nach deiner großen Güte! Siehe in Gnaden herab auf dieses dein Land, dem du bisher so gnädig gewesen bist. Erleichtere und mildere nach deiner großen Barmherzigkeit die schweren Drangsale des Krieges. Laß die Seufzer der Gedrückten und Leidenden, der Armen und Elenden Erhörung bei dir finden. Schenke denen, die für unser Vaterland tämpfen, Muth in ihrem Beruf, Schuß in Gefahren, Sieg im Streite, und vor allem Vertrauen auf dich und deine Hülfe. Steure dem Geist der Zwietracht unter den Völkern, und laß bald wieder Frieden, Ruhe, Sicherheit und Ordnung zurückkehren. Nimm uns, unsern Ort und unser ganzes Land in deinen mächtigen Schuß. Erhalte unser Herz nur bei dem einen, daß wir deinen Namen fürchten, dir kindlich vertrauen, dich in unserer Noth suchen, und durch deine Züchtigung uns zu ernster Buße erwecken lassen. Dein Gebet auf der Reise. Gebet eines Kranken. 509 Rath ist wunderbar, aber du führest alles herrlich. Stärke unsern Glauben; Herr, unsere Seele harret auf dich; du bist unsere Hülfe und unser Schild. Amen. 33. Gebet auf der Reise. Allgegenwärtiger Gott, du bist allen deinen Geschöpfen nahe; du umgiebst auch mich an allen Orten; ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege. Herr, du bist meine Zuversicht und meine Zuflucht. Schüße mich vor allen Unfällen, die mich auf meiner Reise treffen könnten. Laß mich überall vor dir wandeln und fromm sein. Bewahre mich vor allen sündlichen Zerstreuungen und Genüssen, daß ich ein gutes und unverletztes Gewissen bewahren möge. Regiere mein Herz und Leben, daß ich nicht muthwillig wider dich sündige. Laß mich jede frohe Stunde, die du mir schenkest, im Aufsehen auf dich, den Geber aller guten Gaben, und in dankbaren Empfindungen deiner Liebe verleben. Leite alle meine Schritte und Tritte; segne all' mein Thun und Lassen. Erinnre mich auf dieser Reise recht oft und lebhaft daran, daß mein ganzer irdischer Lauf eine Wallfahrt und Pilgerschaft sei, auf welcher mich jeder Tag dem Ziele der Ewigkeit näher bringe. Leite mich auf allen meinen Pfaden nach deinem Rath, nnd führe mich, wenn meine ganze irdische Pilgerreise sich endet, in das himmlische Vaterland. Amen. 34. Gebet eines Kranken. Herr, mein Gott, du siehest meine Schwachheit. Meine Leiden sind dir nicht verborgen. Dies tröstet mich auf meinein Krantenlager. Du hast dies Leiden über mich verhängt, so hilf es mir nun mit Gelassenheit und Geduld tragen. Wie du willst, mein Gott; du weißest am besten, was mir heilsam ist. Aber um deinen Beistand, um deine Stärkung flehe ich armes und unmächtiges Geschöpf. Herr, sei nicht ferne von mir! Meine Stärke, eile du, mir zu helfen. Erquicke mich mit dem Troste deiner Gnade und der Vergebung aller meiner Sünden. Herr Jesu, mein Heiland, du Arzt der Kranken, du rufest allen Mühseligen und Beladenen zu: Kommet her zu mir, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Auch ich fomme auf deinen Zuruf mühselig und beladen zu dir. Du bist ſelbst durch alle irdische Schwachheit geprüft worden, um deinen Brüdern in den Stunden der Prüfung zu helfen. Sei mächtig mit deiner Kraft in meiner Schwachheit. Gieb mir durch deinen Geist den Frieden in's Herz, den du auch mir durch deinen Tod der Versühnung am Kreuz erworben hast. Laß mich standhaft aufsehen auf dich, den Anfänger und Vollender des Glaubens, und von dir Geduld und Ergebung lernen. Lehre es mich erkennen, Gott, daß auch mein gegenwärtiges Leiden eine Züchtigung deiner Baterhand ist, die mir eine heilsame 510 Fürbitte für einen Kranken. Gebet in Kreuz und Leiden. Frucht der Gerechtigkeit zu meinem ewigen Heil gewähren soll. Mache mir auf diesem Krankenlager die Nichtigkeit und Hinfälligkeit alles Irdischen recht fühlbar, und erwecke in mir ein ernstes und eifriges Berlangen nach dem Ewigen und Unvergänglichen. Versüße mir die bittern Leidensstunden durch den Blick freudiger Hoffnung in die Welt, in welcher kein Leid, kein Schmerz und keine Plage mehr sein wird, und wo du abwischen wirst alle Thränen von unsrem Auge. Ja, erlöse mich einst von allem Uebel, und nimm mich auf in dein himmlisches Reich. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen. 35. Fürbitte für einen geliebten Kranken. Gott, du bist der erbarmende Vater, vor dem wir allen Kummer, der unser Herz drücket, ausschütten dürfen. Du bist der allmächtige Freund im Himmel, der alle unsere Wünsche erfüllen, alle unsere Klagen und Seufzer stillen kann. Dein Wort ruft uns zu: Betet für einander. Das Gebet der Liebe ist dir wohlgefällig; du selbst haft die Liebe gegen diejenigen, mit denen wir durch Bande des Blutes und der Freundschaft verbunden sind, in unser Herz ge= pflanzt. Der Schmerz der Liebe treibt mich zu dir. Ach, die Liebe fühlt ihre Unmacht, zu retten und zu helfen, so schmerzlich. Aber was unsere Schwachheit nicht vermag, das vermag deine allmächtige Gnade. Bei dir ist kein Ding unmöglich; du kannst überschwänglich thun über alles, was wir bitten und verstehen. Erbarme dich des leidenden Geschöpfes, dessen Anblick mein Innerstes bewegt. Erhöre die Seufzer, die aus der Tiefe eines gepreßten Herzens zu dir emporsteigen. Du bist ein getreuer Gott, du läsfest deine Kinder nicht geprüft werden über ihr Vermögen. Ach laß auch die schwere Prüfung dieses Kranken, für welchen ich deine Hülfe mit heißen Thränen anflehe, ein solches Ende gewinnen, daß er sie zu ertragen vermöge. Es ist mir bange um Trost; tröste du mich durch deine Hülfe. Es ist dunkel in meiner Seele; laß leuchten dein Angesicht. Eine schwere Last von Sorgen drückt mein Herz; nimm du sie von mir. Gedenke des schmachtenden Kranken nach deiner großen Barmherzigkeit, gedenke meiner Liebe, mein Gott, am besten; siehe an meine Angst und errette mich aus meiner Noth. Herr von unendlichem Erbarmen, erbarme dich unser! Amen. 36. Gebet in mancherlei Kreuz und Leiden. Gott, dessen Barmherzigkeit kein Ende hat, dessen Güte alle Morgen neu wird: siehe, ich trete vor dein Angesicht und schütte meinen großen Kummer vor dir aus. Mein Elend ist dir bekannt, meine Seele ist betrübt, mein Geist ist geängstet, und schweres Leiden drückt mich. Ich sehe mich um nach Helfern, und finde keinen; Ein anderes Gebet in Kreuz und Noth. 511 dir aber, o Gott, klage ich mein Leiden, denn du bist barmherzig, und läsfest dich unser Elend jammern. Darum komme ich zu dir und spreche: Ach erbarme dich über mich; ich bin dein Geschöpf, darum wirst du das Werk deiner Hände nicht lassen. Ja, Vater, erbarme dich deines verlassenen Kindes. Mein Jesu, ich bin erkaufet mit deinem Blut, erbarme dich deines Eigenthums. Laß deinen Geist das Zeugniß in mein Herz geben, daß ich als ein begnadigtes Kind Gottes leide, und wenn ich im Gebet ermatte, so laß ihn mich vertreten mit unaussprechlichen Seufzern. Herr, hilf mir! Herr, stehe mir bei! Rufe in meine Seele: Ich bin bei dir in der Noth, ich will dich herausreißen. Ach Herr, gieb, daß mein Glaube nicht aufhöre, und meine Hoffnung nicht sinke; du hast mich ja noch nie verlassen, ach, so verlaß mich auch jetzt nicht; hilf deinem Kinde, komm zu mir, nach dir schmachtet mein Herz und Auge. Amen. 37. Ein anderes Gebet in Kreuz und Noth. Mein Gott, du führest mich durch das dunkle Thal der Leiden; aber ich will mich nicht fürchten, denn du bist bei mir. Meine Seele sei ftille zu dir, und deine Liebe sei mein Trost. Nach deinem weisen Rathe geschiehet es, daß wir auch durch Trübsale in dein Reich geführt werden; und du läsfest uns nicht umkommen noch verderben, wenn wir dir treu bleiben. Oso erhalte mich dir getreu! Wenn mich nichts mehr trösten kann, so sei du bei mir und erquicke die müde Seele. Sei du meine Zuflucht, daß ich auch im Leiden deinen Namen preise. Will ich muthlos und verzagt werden, und dünkt mir die Last zu groß, die du mir auflegst, so ermuthige mich durch den Ausblick zu Jesu, der dir gehorsam worden ist bis zum Tod am Kreuze, der auch meine Last getragen hat. Laß mich mit ihm überwinden, und geduldig auf die Stunde der Erlösung harren. Läutere mich durch das Feuer der Prüfung, daß ich vor bir bestehe in Treue und Wahrheit. Du wirst mich reichlich trösten, wenn ich mit Christo leide. on meinest du es doch gut mit mir, wenn du mich demüthigest, und deine Hülfe zu verziehen scheinest. Du willst mich losreißen von der Liebe der Welt, von aller sündigen Lust, und meine Seele zu dir ziehen und heiligen. O so laß meine Trübsal dazu gesegnet sein; führe Alles hinaus zum Preise deines väterlichen und weisen Rathes. Sind doch die Leiden dieser Zeit nichts gegen die Herrlichkeit, die du einst an uns offenbaren willst. Laß mich geduldig ausharren in der Anfechtung und darin bewährt werden, damit ich die Krone des Lebens empfange, die du verheißen haft denen, die dich über alles lieben, und mit Freuden ernte, was ich mit Thränen gesäet habe. Amen. 512 Gebet eines Sterbenden. Seufzer für einen Sterbenden. STINGS T JUDI 38. Gebet eines Sterbenden. 19do aid id felol O Gott, du einziges Labsal meines Herzens, meine Seele schmachtet, und mein Geist verlanget nach dir. Komm, Herr, und laß deine Hülfe nicht ferne von mir sein. O du wahres, unsichtbares Licht, das nimmermehr verlöschet: mein Lebenslicht erlöschet; öffne mir das Auge meines Geistes, daß ich dich sehe. Herr Jesu, sei gnädig mir armen Sünder, laß dein Leiden und Sterben nicht an mir verloren sein. Hilf mir zur ewigen Seligkeit. Ich bin krank und schwach, und es ist keine Kraft mehr in meinem Fleische; Herr, mein Arzt, hilf mir. Meine Seele dürftet; tränke und labe mich mit deinem himmlischen Troste. Hier liege ich und schlafe ein, erwecke mich zu dem wahren Leben, daß ich deinen Namen ewiglich lobe. Erlöse mich von diesen Banden, Herr, mein Schuß, mein Erretter, mein Trost, meine Zuflucht und meine Stärke. Geist des Herrn, vertritt mich in meinen lebten Augenblicken durch unaussprechliche Seufzer, wann mein Mund nicht mehr um Gnade flehen kann, und verleihe mir Freudigkeit im Sterben! Bater, in deine Hände befehle ich meinen Geist; dein Sohn, mein Heiland Jesus Christus, hat mich am Stamme des Kreuzes erlöset, und mir Barmherzigkeit und ewiges Leben erworben. Siehe mich an und erbarme dich meines Elendes. Hilf mir überwinden in der letzten Noth durch deine allmächtige Kraft und Gnade. Laß mich sanft und selig entschlafen, führe mich an deiner Hand durch das dunkle Thal des Todes, und leite mich zu deinem Himmel, daß ich mich da, erlöst von aller Erdennoth, ewig freuen möge. 1190 ASONIC Amen. 39. Seufzer für einen Sterbenden. Heiliger, barmherziger Vater, siehe in Gnaden an unsern Miterlöften, der mit dem Tode ringet. Erbarme dich seiner in der letzten Angst. Erbarme dich seiner im Gerichte. Wir befehlen dir seine Seele, die du zum ewigen Leben erschaffen hast; erlöse sie von allem Uebel und nimm sie auf in deine Hände! Göttlicher Erlöser, Jesu Christe, auch für diesen Sterbenden hast du dein Blut vergossen, auch für ihn die heißen Todeskämpfe gekämpft. Stehe ihm bei in seinen lezten Kämpfen! Du hast seine unsterbliche Seele erlöset zum ewigen Leben. Rufe den scheidenden Geist in die Heimath zu dir, daß er deine Herrlichkeit schaue! Heiliger Geist, göttlicher Tröster, sei Licht, Trost und Kraft diesem Sterbenden, dessen Auge bricht. Stärke ihn in seiner letzten Schwachheit! Hilf ihm hindurch dringen durch die enge Pforte zum Leben. Bringe seine Seele zum ewigen Frieden. Amen. Boot Simms coln godft pid adad boljse meninge atsina@ giul shahaung mie 19 mo mie Antiphonien. An den hohen Fest- Tagen. Idol Prediger: Der Herr sei mit euch; Chor: Und mit deinem Geist. Pred.: Erhebet eure Herzen! md n Chor: Wir haben sie zum Herrn erhoben! todo dele Pred.: Lasset uns dem Herrn, unserm Gott, Dank sagen. Chor: Das ist recht und billig. Pred.:( Ein kurzes Gebet, der Bedeutung des Festtages entsprechend). Bling, 119pm smis Chor: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll. Am Neujahrsfeste. FRONT 9412 Pred.: Es segne uns Gott, unser Gott! Hallelujah! Chor: Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! Hallelujah! Am Tefte der Gr Am Feste der Erscheinung und am Reformationsfeste. Pred.: Mache dich auf, werde Licht! Hallelujah! Chor: Denn dein Licht kommt vom Herrn! Hallelujah! SR Am Brandbettage und am Bußtage. Pred.: Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden! Chor: Und vergilt uns nicht nach unserer Missethat! Am Gründonnerstage und bei der Feier des Abendmahls. Pred.: So oft ihr von diesem Brode esset und aus diesem Kelche trinket, Chor: Sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. Am Charfreitage, Pred.: Herr, durch deinen Tod hast du uns das Leben wiedergegeben. Chor: Dir gebühret die Ehre, der Ruhm, die Macht und die Herrlichkeit. hindo msh. Am Osterfeste. Pred.: Christus ist die Auferstehung und das Leben. Hallelujah! Chor: Wer an ihn glaubt, wird den Tod nicht sehen ewiglich. Hallelujah! Am Himmelfahrtsfeste. Pred.: Christus ift aufgenommen in das Reich seines himmlischen Vaters! Hallelujah! Chor: Lobsinget Gott! Zobsinget unserm Könige! Hallelujah! 33 Antiphonien. Am Pfingstfeste. Pred.: Lobet und preiset mit mir den Herrn! Hallelujah! Chor: Und lasset uns seinen herrlichen Namen erhöhen! Hallelujah! 514 Am Trinitatisfeste. Pred.: Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr Zebaoth! Hallelujah! Chor: Alle Lande sind seiner Ehre voll! Hallelujah! An den Erntebettagen. Pred.: Aller Augen warten auf dich, o Herr! Hallelujah! Chor: Und du giebst ihnen Speise zu seiner Zeit. Hallelujah! Am Michaelisfeste. Pred.: Lobet den Herrn, ihr seine Engel! Hallelujah! Chor: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir- ist, seinen heiligen Namen! Hallelujah! Am Erntedankfeste. Pred.: Danket dem Herrn; denn er ist freundlich! Chor: Und seine Güte währet ewiglich. Am Schluß des Kirchenjahres und am letzten Sonntage des bürgerlichen Jahres. Pred.: Lobe den Herrn, meine Seele! Chor: Und vergiß nicht, was er dir Guts gethan! oder: Pred.: Selig sind die Todten, die in dem Herrn sterben! Chor: Sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach! Am Weihnachtsfeste. Pred.: Ehre sei Gott in der Höhe! Hallelujah! Chor: Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen! Hallelujah! Collecte nach Austheilung des heiligen Abendmahles: Lasset uns Gott danken: Wir danken dir, barmherziger Gott und Vater, daß du uns bei diesem heiligen Mahle mit dem Troste deiner Gnade hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, du wollest uns solches gedeihen lassen zu starkem Glauben gegen dich und zu feuriger Liebe unter uns Allen, durch Jesum Christum, deinen Sohn, unsern Herrn. Segen: Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr erleuchte sein Angesicht über dich und sei dir gnädig; der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. On ELUK Register der Gesänge, nach der Nummer. Jak am Mch, abermal bin ich gefallen Ach, bleib mit deiner Gnade Ach, ewig wird die Strafe sein Ach, Gott und Herr! Wie groß Ach Gott, verlaß mich nicht Ad Gott, wie ein Geschwätz Ach Gott, wie manches Herzeleid Ach, höchster Gott, verleihe mir Ach, Jesu, dessen Treu' Ach, sagt mir nichts von Gold Ach, sieh' ihn dulden, bluten Ach, wann werd' ich von der Ach, wie viel Böses wohnt in Ach, wird denn dein Erlöster Allein Gott in der Höh' sei Ehr' Allein zu dir, Herr Jesu Christ, Alle Menschen müssen sterben Allen Christen und auch mir Allen, welche nicht vergeben Allgegenwärtiger, ich bin Allmächtiger, des Majestät Allmächtig großer Goft, Wer fann Also hat Gott die Welt geliebt Amen! Lob und Preis und Am Kreuz erblaßt, Am Tage, da mein Heiland Anbetung, Preis und Dank sei Anbetungewürd'ger Gott Auch diesen Tag hab' ich Auf, auf, ihr Reichegenossen. Auf, Christen, auf und freuet Auf, Christen, bringet Preis Auf, Christen, laßt uns unsern Auf Christi Himmelfahrt allein Auf deine Weisheit schauen Auf dich, o Gott, horcht die Auferstehn, ja auferstehn Auf felfenfestem Grunde Auf Gott und nicht auf meinen Auf meinen Gott verläßt Auf meinen lieben Gott Auf, schicke dich Aus einem tief vor dir gebeugten Aus Gnaden soll ich selig Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir No. 205 341 230 400 258 534 Bis hieher hat mich Gott gebracht 578 337 Bringt Preis und Ruhm dem 130 257 61 582 117 299 270 462 477 291 Das Amt der Lehrer, Herr, ist 245 Das Grab ist leer; des Höchsten 418 Das Heil ist da! Auf Golgatha 432 Das Jahr, das nun bergangen No. 298 Bald oder spät des Todes Raub 568 Befiehl du deine Wege 254 Begrabt den Leib in seine Gruft 289 Besitz' ich nur Ein ruhiges 580 Bewahre mich, Herr, daß der 11 369 48 449 132 108 485 Das war ein fürchterlicher Tag 513 Dein, Gott, ist unser Leben 426 Dein Heil, o Christ, nicht zu 366 206 167 115 Dem Lande, dem du gnädig bist, 446 239 Den Höchsten öffentlich verehren 472 89 342 544 419 169 154 119 Der am Kreuz ist meine Liebe Der du das Loos von meinen Der du die Liebe selber bist, 563 Der du selbst die Wahrheit bist 144 Der du uns als Vater liebest 380 Der du uns mit deinem Blute 55 Der du Verstand und Tugend 145 Der Eh'stand soll uns heilig sein 338 Der Herr ist Gott; der Herr ist 505 Der Herr ist Gott und keiner 233 Der Herr ist meine Zuversicht 301 Der Herr liebt unser Leben 339 Der letzte meiner Tage 153 Der Mensch, vom Fleisch 340 Der Morgen kommt, und meine Der Spötter Strom reißt Viele 66 Christe, du Lamm Gottes Christen, singt dem Herrn der Christ lag in Todesbanden Christus, der ist mein Leben Christus ist erstanden 65 Dein sind wir, Gott, von 129 Dein Wort, o Höchster, ist 62 5 271 307 118 481 140 214 131 579 Des Morgens erste Stunde 33* 409 450 63 6 343 177 246 155 533 168 Der Wollust Reiz zu widerstreben 407 Des Leibes warten und ihn 405 514 516 Register. No. 247 Ein Lämmlein geht und trägt die 133 Ein milder Regen sinket 515 Ein Pilger bin ich in der Welt Dich, Herr und Basi ti 324 Eins ist Noth: ach Herr, dies 382 Ein ruhiges Gewissen Höchſter, ehrerbietigo Des Todes Graun, des Grabes Dich bet' ich an, erstandner Dich, dich, mein Gott, will ich aller 187 452 332 Einst dort zu werden 461 Ein Tag ist wieder hin 516 Endlich muß ich mich entschließen 344 Entfernet euch, unsel'ge Spötter! 207 Entreiße dich, mein ganzer Sinn Erbarm' dich, Herr, mein Erfülle, Herr, doch selbst mein 458 Erhab'ner Gott, nichts reicht an 473 Erhalt uns, Herr, bei deinem 67 Erhalt' uns, Herr, die Obrigkeit Erheb', o Seele, deinen Sinn Erhebt den Herrn, ihr Frommen 109 Erhebt euch, Feinde Gottes, nicht 435 Erheb' uns zu dir, du, der ist 565 536 Dich, Jesu, laß ich ewig nicht Dich ruf ich an, Gott; laß mich Dich seh' ich wieder, Morgenlicht Die Bahn ist rauh, auf der ich Die Herrlichkeit der Erden Die ihr Christi Jünger seid, Die Kinder, deren wir uns freun, Die Menschen mögen herrschen Dies, Christen, ist der Tag des Dies ist der Tag, den Gott Dies ist die Nacht, da mir erschienen Die Sonne senkt sich nieder Die Sonne stand verfinstert Die Zunge, die vernehmlich Dir dank' ich heute für mein Dir, der das Licht entstehen Dir, dir, du Höchster, will ich Dir, Gott, dir will ich fröhlich Dir, Gott, sei Preis und Dank Dir, milder Geber aller Gaben Dir, Vater, der du deinen Sohn Dir will ich herzlich dankbar Du, aller Menschen Vater i Du bist ein Mensch, das weißt du Du bist's, dem Ehr' und Ruhm Du, der kein Böses thut Du, der Menschen Heil und Leben Du, des sich alle Himmel freun Du führst, o großer Gott, die Du Geist des Herrn, der du von Du Gott, der unsre Zuflucht ist Du hast es mir gegeben und Du hast, o gnadenreicher Gott Du hast uns nur kurze Zeit Du Herr der Seraphinen 517 Erhöhter Jesu, Gottes Sohn, 1152 518 Erhör', o Gott, das heiße Flehn 370 Erinn're dich, mein Geist, erfreut 383 Er ist erstanden, Jesus Christ, 33 Er kömmt, er kömmt, der 506 Erfühnt sich schon der Gleißner 156 Erlöser, der im Staube 295 429 Du, Herr, hast aus Barmherzigkeit Du Herr und Vater meiner atendig, ur Ein' feste Burg ist unser Gott, Ein Herz, o Gott, in Leid und 86 No. 92 548 215 Ermuntre dich, mein Geist, du Ermuntre, Seele, dich und sei Erniedrigt hatte sich bereits 208 345 313 397 248 537 283 319 93 300 94 1 170 447 398 68 491 476 34 384 E8 baut, Herr, deiner Menschen 52 Es donnert; Gott, wie schrecklich 90 Es eilt der letzte von den Tagen 371 Es ist das Heil uns kommen her 585 Es ist noch eine Ruh vorhanden 157 Es ist vollbracht! Natur und 500 Es ist vollbracht! so ruft am 413 8 fam die gnadenvolle Nacht 552 Es werde Gott von dir erhoben 463 Es wolle Gott uns gnädig sein 43 E8 zieht, o Gott, ein Kriegeswetter E8 züchtigt deine Hand 188 Ewig, o Jesu, wird dein Wort 498 134 135 69 495 is 95 519 260 110 507 549 402 308 249 538 111 414 136 427 209 158 Du flagst, o Christ, in schweren' Du flagst, und fühlest die Du liebst, o Gott, Gerechtigkeit Durch Adams Fall ist ganz verderbt 56 Du sagst: ich bin ein Chrift" Du Unsichtbarer, dessen Thron Du Vater deiner Menschenkinder Du wesentliches Ebenbild Du willst es, Herr, mein Gott Du wollst erhören, Gott, sein 259 71 379 Freiwillig hast du dargebracht Freu' dich sehr, o meine Seele Freut euch, ihr Christen alle Frohlocke, menschliches Geschlecht Frohlockend, Gott, erheb' ich dich Frohlockt dem Herrn! bringt 86 Frühmorgens, da die Sonn' aufgeht 138 393 Früh preis' ich dich, du Gott der 561 Für alle Güte sei gepreist 330 329 137 520 539 445 Für unsern Nächsten beten wir 562 Fürwahr, du bist, o Gott 346 347 70 385 171 555 551 202 Gedanke, der uns Leben giebt Heist vom Vater und vom Gelobet sei der Herr Gelobet seist du, Jesu Christ Gelobt, gelobt feist du mit Gelobt sei Gott! ich bin ein Gelobt seist du, Herr, unser Gerechter Gott, vor dein Gericht Getreuer Gott! wie viel Geduld Geweiht zum Christenthume Gieb, Gott voll Lieb' und Güte Gieb mir, o Gott, ein Herz, Gott, deine Gnade sei gepreist Gott, deine Gnad' ist unser Gott, deine Güte reicht so weit Gott, deine weise Macht erhält Gott, dein ist Majestät und Gott, dein unsichtbares Wesen Gott, der du die Menschen liebest Gott, der Gewitter schafft und Gott der Vater, wohn' uns bei Gott des Himmels und der Gott, dessen Hand die Welt Gott, dessen starke Hand die Gott, dir gefällt kein gottlos Gott, du bleibst ewig unsrer Gott, durch welchen alle Dinge Gott, hilf, du König deiner Gott ist mein Hort Gott ist mein Lied Gott lebet noch! ich sorge nicht Gott Lob! mein Lauf eilt früh Gott ruft der Sonn' und schafft Gott sei Dank in aller Welt Gott, vor dessen Angesichte Grabt mein verwesliches Gebein Großer Mittler, der zur Rechten Groß ist, ihr Eltern, eure Pflicht Gut und heilig ist dein Wille Register. No. No. 460 57 Herr, höre mein Gebet 159 Herr, ich bin dein Eigenthum 240 Herr Jesu Christ, dich zu uns 480 23 72 517 Herr Jesu Christ, du höchstes 556 Herr Jesu Christe, deine Pein 179 Herr Jesu Christ, ich weiß es 189 Herr Jesu, Gnadensonne 15 Herr Jesu, wahrer Mensch und 19 Herr, laß mich doch gewissenhaft 181 Herr, laß nach eitler Ehre 439 Herr, mein Erlöser, nur von dir Herr, mein Licht, erleuchte mich 420 73 Herr, mein Versöhner, der du 309 Herr, ohne Glauben kann h 372 Herr, stärke mich, dein Leiden zu 96 35 Herr und Gott und Vater 331 504 26 213 Herr, unser Gott, wer ist dir 492 Herr, wie du willst, so schid's 442 Herzlich lieb hab' ich dich, h 550 333 Herzliebster Jesu, was hast du alle 103 24 Heut' hat sich Jesu Gnadenreichid493 521 Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen 415 Hier ist noch unsre Prüfungszeit 36 Hier lieg' ich nun, mein Gott, zu 272 Hier sind wir, dich zu ehren 348 Hier sind wir, Gott, und flehn 386 Hin an dein Kreuz zu treten 203 Höchster, denk' ich an die Güte, 172 Höchster Tröster, komm hernieder! 37 Hosianna, Davids Sohn Kommt 349 451 44 angid mu 88 75 Halt im Gedächtniß Jesum Christ 190 Heiland, deine Menschenliebe Heiland, den uns Gott verhieß Herr, allerhöchster Gott, Im Herr, allerhöchster Gott, Von Herr, an dir hab' ich gesündigt Herr, deine Almacht reicht so Herr, deine Rechte und Gebot' Herr, deine Treue ist so groß Herr, der du Gnad' und Huld Herr, der du selbst dein Leben Herr Gott, den man dreieinig Herr Gott, dich loben wir Herr Gott, du bist die Zuflucht Herr Gott, wir danken dir! Herr 292 101 211 od 261 212 410 232 ch armer Mensch, ich armer 486 Ich bin ein Christ; Gott ist mein 174 Ich bin getauft auf deinen Namen 16 Ich bin getauft, nach Jesu 231 3ch bin getauft; und in dein 146 Ich bin, o Gott, dein Eigenthum Ich bin, o Herr, in deiner Ich denk' an dein Gerichte Ich erhebe mein Gemüthe Ich freue mich der frohen Zeit Ich freue mich, mein Gott, in Ich fühle, daß ich sterblich bin 417 374 173 8.433 8303 501 3ch fomme, Friedensfürst, zu dir 502 3ch komme, Herr, und suche dich 191 Ich komme vor dein Angesicht 25 Ich lobe dich und preise. 387 3ch preise dich, o Herr, mein 8 Ich preise dich, und singe 509 Ich suche dich in wahrer Reu' 192 464 286 512 478 97 275 467 572 182 183 49 241 242 Chire 276 274 160 564 234 315 0216 547 Ich glaub' an Einen Gott allein 27 302 Ich habe, Gott, mir ernstlich bis 325 273 Ich habe nun den Grund gefunden 58 13 Ich hab' in Gottes Herz und 178 Ich hab' mein' Sach' Gott 350 210. 293 193 454 14 194 558 287 518 Ich wache zu dem Leben auf Ich weiß, an wen mein Herz Ich weiß, daß Gott ist. Gott Ich will den Bund mit meinem Ich will dich noch im Tod Ich will in stiller Einsamkeit Ich will, o Vater, allezeit Ich will von meiner Missethat Jesu Christe, dessen Wunden Jesu, deine tiefen Wunden Jesu, geh' boran Auf der Jesu, meine Freude Jesus Christus hat sein Leben Jesus ist gekommen Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht e Jesus nimmt die Sünder an Jetzt komm' ich, großer Gott, zu Jeßt leb' ich; ob ich morgen In allen meinen Thaten Register. No. 522 Mache dich, mein Geist, bereit 320 Mach's, Herr, mit mir nach 2 Mach's mit mir, Gott, wie dir's 195 Mag doch der Spötter Heer 559 Meine Hoffnung stehet feste 455 Meine Lebenszeit verstreicht 474 Meinen Jesum laß ich nicht. 284 Mein Erlöser, der du mich 104 Mein Erlöser, Gottes Sohn 120 Mein erster Wunsch, mein 584 Mein erst Gefühl fei Preis und 316 Meine Seel', ermuntre dich 196 Meines Lebens beste Freude de In dieser Morgenstunde will ich In Gottes Namen fang' ich and In unsern Nöthen fallen wir Ist Gott für mich, so trete Kein Stündlein geht dahin Komm betend oft und mit Komm, heiliger Geist, Herre Komm, fomm, du Licht Komm, laß uns Jesum sterben Komm, o fomm, du Geist des Gottes 546 174 222 527 236 304 64 i Mein Herz, ach denk' an deine Buße 280 Mein Herz und Seel' den Herren 219 Mein Jesu, der voll Schmerzen 391 557 367 161 569 112 162 98 Mir nach, spricht Christus, unser Kommt her, ihr Christen, kommt Mir, ruft der Herr, mir sei " Kommt her zu mir," spricht Gottes 470 Mit Dank; den ich dir früh Kommt, ihr Menschen, laßt euch 263 Laß deinen Geist mich stets, Lasset uns einander lieben Lasset uns mit Jesu ziehen Laß mich dein sein und bleiben Laß mich, Höchster, darnach Laß mich, o Herr, in allen Laß, o Jesu, mich empfinden Laßt uns mit ehrfurchtsvollem Liebreicher Gott, dein Segenswort Liebster Jesu, wir sind hier Liebster Vater, ich dein Kind, Lobe den Herren, den mächtigen Lob, Preis und Ehre bringen Lob sei dem allerhöchsten Gott Lobsinge, meine Seele, dem Lobsinget Gott! er schuf die Lobsingt, denn Gottes Huld und Lobt Gott am frohen Morgen Lobt Gott, ihr Christen, freuet 76 Mein ganzer Geist, Gott, wird 139 Mein Glück im kurzen Raum der 235 Mein Gott, ach, lehre mich 581 Mein Gott, das Herz ich bringe 288 Mein Gott, dir ist bewußt Mein Gott, du bist gerecht Mein Gott, du wohnst in einem Mein Gott, ich weiß wohl, daß Mein Gott, nun ist es wieder Mein Heiland lebt, er hat die Mein Heiland, sieh', im Staube 217 351 523 577 553 Mein Jesu, für dein Herz Mein lieber Gott, gedenke Mein Schöpfer, steh' mir bei Mein Vater und mein Gott No. 465 1411 220 3 483 221 321 184 Mit Ernst, o Menschenkinder Mit lautem Schall frohlocken 122 525 526 99 471 250 29 265 266 53 28 Nimm hin den Dank für deine 78 Noch immer wechseln ordentlich 141 Noch läßt der Herr mich leben 105 375 574 267 334 468 1540 80 147 121 421 Nach deinem Rath, o Gott, 416 251 583 Nach dir verlanget mich, nach 278 586 Nach einer Prüfung kurzer 436 Nach meiner Seele Seligkeit 264 Nicht Alle können herrschen 425 Nicht, daß ich's schon ergriffen 77 Nicht mürrisch, finster, ungesellig 508 Nicht so traurig, nicht so sehr 479 Nicht um ein flüchtig Gut der 277 Nie bist du, Höchster, von uns 575 Nie will ich wieder fluchen 399 459 466 440 39 163 12 434 186 42 528 38 Noch nie hast du dein Wort 120 496 Noch schauen wir im dunkeln Wort 352 524 Nun bitten wir den heiligen Geist 164 79 Nun danfet Alle Gott 1160) 389 Register. No. Nun freut euch, lieben Christen g'mein 59 Nun ist es Alles wohlgemacht Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott, dem Herren Nun lob', mein Seel', den Herren 113 487 Gott des Himmels und der Gott, du frommer Gott Gott, du fannst den Himmel Gott, erbarme väterlich Gottes Sohn, Herr Jesu großer Gott, du reines großer Gott, wir danken dir. Haupt voll Blut und Wunden heil'ger Geist, kehr' bei uns Herr, mein Gott, durch den D Herr, mein Vater, dein Gebot O Jesu Christe, Gottes Lamm O Jesu, Jesu, Gottes Sohn O fomm, du Geist der Wahrheit OKönig, dessen Majestät ann an blinde Wuth! O Durst nach Christ, in diesen Pilgrimstagen O daß ich tausend Zungen hätte O du, mein Mittler und mein Ewigkeit, du Donnerwort Oft flagt dein Herz, wie schwer e8 262 O Gott, bei dir ist Heil und 255 185 40 Lamm Gottes, unschuldig Lehrer, dem kein Lehrer gleich O, meine Seel', erhebe dich O schrecklichs Leid der Ewigkeit O Vater, groß von Gnade, Lieb' O Bater, unser Gott, es ist Dwelch ein Segen ist ein O, welch ein unschäßbares Gut Welt, sieh' hier dein Leben O wie unaussprechlich selig O wundergroßer Siegesheld Preis ihm, er schuf und er Preist, Christen, mit Zufriedenheit 482 381 Schak über alle Schätze Schmücke dich, liebe Seele, Schon ist der Tag von Gott Schön ist die Tugend, mein Seht Jesum, den Gerechten Sei, Christenheit, Sei hocherfreut Sei hoch gepriesen, Herr, für deine Sei, Höchster, ewiglich gepreist Sei Lob und Ehr' dem höchsten Sei mir tausendmal gegrüßet Seinem eignen Herzen heucheln Sei nicht stolz, Geschöpf von 106 353 576 123 376 545 Stärke, Mittler, stärke sie 457 Straf' in deinem 3orn mich nicht 305 165 488 91 166 30 510 Soll dich die Wollust nicht Soll sich mein Geist zu dir Sollten Menschen, meine Brüder, Sollt' ich meinem Gott nicht So wahr ich lebe, spricht dein So wie du bist, so warst du DRA 354 Ueber aller Himmel Heere 453 Umsonst, umsonst verhülst du 197 Unendlicher, den keine Zeit Unerforslich sei mir immer 566 Unsern Ausgang segne Gott, 279 Unwiederbringlich schnell entfliehn 335 124 223 456 Selbst Engel find gefallen, Herr Selig sind die, welche nun Sieh, Seele, hinter dich zurück So fliehen unsre Tage hin So gehst du, Jesu, williglich Sohn Gottes und des Menschen So hoff' ich denn mit festem 541 102 317 311 So jemand spricht: ich liebe Gott" 422 Soll dein verderbtes Herz 175 408 87 Valet will ich dir geben 7 Vater unser im Himmelreich 256 Verzage nicht, du Häuflein klein 503 Voller Ehrfurcht, Dank und 368 Voll Freud' und frommer 444 Vom Himmel ward der Engel 314 Bon dir auf diese Welt gerufen 125 Von ganzer Seele preif' ich dich 252 Von Gott will ich nicht lassen 149 107 82 8 Tag, den mir der Herr gemacht Tag, der den Ueberwinder Tausend Jahre sind vor dir 126 310 519 " 1 469 Warum betrübst du dich, mein 198 Warum erbebst du, meine Seele 243 Warum häufst du jeden Morgen 21 Warum sollt' ich mich denn grämen Was alle Weisheit dieser Welt Was Gott thut, das ist Was hilft es mir, ein Chrift zu Was ich nur Gutes habe No. 54 388 Was ist mein Leben auf der Erde 100 Was ist mein zeitlich Beben 285 Was ist's, daß ich mich quäle 394 Was ist vor deinem Angesichte 323 423 390 281 9 497 290 199 114 489 571 Wach' auf, du Geist der ersten Wach' auf, mein Herz, und singe 529 Wachet auf," ruft uns die Stimme 244 Wann einst mein sterbend Auge 237 356 224 357 322 31 148 401 10 365 587 490 218 373 570 200 484 81 438 377 355 358 268 395 359 403 360 50 520 226 Was kann ich doch für Dank Was soll ich ängstlich flagen Was sorgst du ängstlich für dein Welch ein segensvoll Geschäfte Welch hohes Beispiel gabst du Wenn Christus seine Kirche Wenn der Gedanke mich erschreckt 142 Wenn du des Nächsten Ehr' maj 428 Wenn gleich aus tiefer Mitternacht 362 Wenn ich die Gottesäcker seh' Wenn ich mit mehr als Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn mein Stündlein vorhanden Wenn Menschen streben, dir an Wenn mich die Sünden kränken Wenn sich in stiller Majestät Wenn wir unsern Lauf vollenden Wen wird, o Gott, die Wonne Wer bei dem Namen Gottes Wer bin ich? welche wicht'ge d Werde munter, mein Gemüthe Wer dieser Erde Güter hat Wer gehorcht, der thu' es gern Wer Gottes Wort nicht hält Wer nur den lieben Gott läßt Wer, o mein Gott, aus dir1312 Wer Sünde thut, liebt nicht das Wer weiß, wie nahe mir mein Wer zählt der Engel Heere Wie feierlich Bist du für mich Wie fleucht dahin der Menschen Wie groß ist des Allmächt'gen Wie groß, wie angebetet ist Wie hältst du uns, o Gott, so Wie herrlich ist die neue Welt 560 3u deinem Throne nah' ich mich Wie lieblich ist dein Siegesgruß 143 3u dir, mein Gott, der du mich Wie liebt uns Gott so väterlich 83 3ur Grabesruh' Entschliefest du, Wie mannigfaltig sind die Gaben, 406 3u so viel Tagen, die mir schon 543 494 3euch ein zu deinen Thoren 567 47 3euch uns nach dir 151 532 378 116 028 APS ai M TER aze Tos Bes Register. No. No. 542 22 573 441 229 296 Wie schnell ist mir der Tag 361 Wie selig bin ich, wenn mein 225 Wie selig ist der Ort zu nennen 475 Wie selig lebt ein Mensch 336 Wie sicher lebt der Mensch, der Wie soll ich dich empfangen Wie viele Freuden dank' ich dir Wie wichtig ist doch der Beruf Wie wird mir dann, o dann mir 253 Will mich, o Gott, hienieden 204 84 18 51 364 326 282 128 60 150 Willst du der Weisheit Quelle Willst du die Buße noch, die Wir danken dir, o Jesu Christ, 443 Wirf, blöder Sinn, den Kummer 127 Wir freuen uns, Herr Jesu 530 Wir glauben all' an einen Gott 45 Wir kommen, Helfer, dir 269 Wir Menschen sind zu dem 328 Wir singen dir, Immanuel 396 Wir singen, Herr, von deinen 535 Wo eilt ihr hin, ihr Lebensstunden 404 32 554 176 85 511 430 Wo find' ich Gott, den meine 4 448 0 306 363 Wo flieh' ich Sünder hin Wohl dem, der bess're Schäße Wohl dem, der richtig wandelt Wohl, wohl dem Menschen, der Wohlzuthun und mitzutheilen Wo ist die Stätte des Verstandes 46 Womit soll ich dich wohl loben 499 Wort des höchsten Mundes, 180 228 Wo seid ihr, Harf und Psalter? 531 17 200 424 41 238 297 227 82119 int IS 70 294 412 437 318 431 327 392 and i nodi ho S ਪਿਆਰ ਕਰਨ ਵਾਲ 3 Vertrau auf mahlergehen. YOY B Inches 1 Centimetres Blue 2 3 144 ¹6 17 Farbkarte# 13 Green Cyan 4 2 15 3 CURIOYO 3 8 Yellow 19 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8