1 Schmidt Gb 995 Gelangbuch zum Gottesdienstlichen Gebrauch für Evangelische Gemeinen. Mit Genehmigung Eines hohen Ministerii der geistlichen Angelegenheiten. Neunte Auflage nebst Anhang. Berlin 1874. R. v. Decker's Verlag Marquardt& Schenck. Gb 995 6.8.0. A BERLIN Univ. Bibl. Giessen Vorrede. Beit geraumer Zeit hat sich namentlich in der hiesigen Hauptstadt ein beharrliches Verlangen ausgesprochen, daß aus dem reichen Liederschaße, welcher ein eigenthümliches und ausgezeichnetes Besitz thum der deutschen evangelischen Kirche ist, eine dem gegenwärtigen Bedürfnisse angemessene Auswahl getroffen werden möchte, die das Vorzügliche der einzelnen vorhandenen Liedersammlungen möglichst in fich vereinigte. Dieses Verlangen wurde auf Veranlassung der obersten geistlichen Behörde von der im Jahre 1817 hier versammel ten Kreis, Synode ernstlich erwogen; demzufolge aus den Mitglie dern dieses Vereins unter höherer Genehmigung eine besondre Commission gebildet und beauftragt wurde, nach Maßgabe der allge meinen, von der Synode festgestellten Grundsäge den vorliegenden Liederstoff jenem Zweck gemäß zu bearbeiten, worauf die Commission thr Geschäft sofort mit Freudigkeit begann. Sie erlitt während ihrer Arbeit durch das Ausscheiden der in das Land der Vollendeten ab. gerufnen Pröpfte Hanstein und Ribbed einen tiefbetrauerten Verlust, suchte solchen jedoch durch die Wahl andrer Theilnehmer zu ersetzen, und ihr gegenwärtiger Bestand ist aus den Namen der Unterzeichneten zu ersehen. Votrebe. Unter die Aufgaben selbft, welche der Commiffion gestellt wa ren, und die sie zu lösen wenigstens mit anhaltendem Fleiße bemüht gewesen ist gehört zunächst eine sorgfältige Berücksichtigung der älteren Kirchengesänge aus dem Zeitraume von der Reformation an bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts, von denen in möglichst beträchtlicher Anzahl diejenigen ausgewählt werden sollten, welche sich durch Tiefe der Empfindung und kräftigen Ausdruck der from. men Gesinnung auszeichnen und besonders in der hiesigen Stadt und Provinz unter die bekannten und geschätzten Kernlieder gerechnet werden. Eine gleiche Rücksicht war ferner der Commission auf diejenigen neuern Kirchengesänge empfohlen worden, die wegen ihrer weiten Verbreitung bereits eine Art von Bürgerrecht haben, voraus. gefeßt, daß es ihnen nicht an allem dichterischen Werthe mangle, noch die darin enthaltene Moral zu abgeschlossen und unverbunden mit der christlichen Glaubenslehre erscheine, noch diese Lieder fich mehr für die häusliche Erbauung, als für den kirchlichen Gebrauch eignen, in welchen Fällen der Commission unbenommen blieb, den Ausfall derselben durch andere weniger bekannte Lieder neuerer Zeit zu ergänzen, denen eine günstige Aufnahme gewünscht werden mußte. IV Fürs Dritte lag den Unterzeichneten ob, von den verschiedenen Auffassungsweisen der christlichen Glaubenslehre feine ausschließlich zu begünftigen, aber auch keiner ihre Stelle zu verweigern, die als Neußerung des frommen Gefühls sich mit der evangelischen Wahrheit und mit dem Wesen eines kirchlichen Buches in Einklang bringen läßt. Was viertens die Melodieen betrifft, so sollte das neue Gesangbuch dazu beitragen, den vorhandenen großen Reichthum musterhafter Choräle in Gebrauch zu erhalten, und es sollte zugleich da, wo zu demselben Liede mehrere Melodieen gesungen werden kön. nen, jederzeit diejenige vorgezeichnet werden, welche für den Inhalt, die Zeit und den Ort die angemessenfte ift. Bulegt lag es feines. wegs in der Ueberzeugung der Synode, daß in Gesangbüchern dieser Vorrede. V Art, welche nicht den Bedürfnissen der wissenschaftlichen Forschung, fondern allein der öffentlichen Erbauung sowohl der jetzt lebenden, als der nächstfolgenden Geschlechter gewidmet sind, an den aufgenom. menen Liedern durchaus nichts geändert werden dürfe. Vielmehr follte zwar jedem Liede sein eigenthümliches Gepräge gelassen, aber die schonend beffernde Hand unbedenklich angelegt werden, wenn die natürliche Gedankenfolge in einem Liede zu auffallend vernachläffiget war und dennoch der Inhalt auf eine leichtere und einfachere Weise geordnet werden konnte, wenn die Melodie nothwendig einen Ruhes punkt gebot, wo im Texte die Periode oder der Sah noch keinen Schluß enthielt- auf welchen dem Gefühle so unangenehmen und für die Andacht beim Gesang so störenden Uebelstand auch die vor. züglichsten Liederdichter nicht sorgsam genug geachtet haben, und dessen Entfernung eben so nothwendig, als meiftens sehr schwierig ift; endlich wenn der Ausdruck sprachwidrig, oder für den guten Geschmack anstößig, oder nicht verständlich genug gefunden ward. Diese Grundsätze hat die Commission bei der Vollziehung ihres Auftrages zwar beständig vor Augen gehabt, aber auch die Ueberzeugung erlangt, daß jedes Unternehmen dieser Art noch weit von der beabsichtigten Vollkommenheit entfernt bleiben und nimmermehr den so sehr verschiedenen Anforderungen und Erwartungen aller einzelnen Beurtheiler entsprechen werde. Nach vollendeter Arbeit ist die Handschrift dem Königlichen Con fiftorium der Provinz Brandenburg übergeben, von demselben geprüft und mehrere Monate hindurch in dessen Geschäfts Locale zur Einsicht der Sachverständigen ausgelegt, hernach aber dem Königlichen Minifterium der geistlichen Angelegenheiten überreicht worden. Nachdem nun diese hohe Behörde zum kirchlichen Gebrauch dieses Gesangbuches die erbetene Genehmigung ertheilt hat, so erscheint es hiermit in Druck, und es bleilt uns daher nur noch die eifrige Bitte zu Gott übrig, daß er den vieljährigen auf dieses Gesangbuch verwendeten Fleiß nicht ungesegnet laffen, dieser in der Lauterkeit der Liebe dar VI Vorrede. gebotenen Gabe die Herzen der Glaubensgenossen juwenden und, wo fie Eingang und Annahme findet, unter christlichen Gemeinden dazu reiches Gedeihen geben wolle zur Beförderung des Reiches Chrifti und zum Preise seines hochgelobten Namens. Berlin, den 25. August 1829. Bresctus. Küster. Marot. Neander. Ritschl Schleiermacher. Spilleke. Theremin. Wilmsen. Vorrede zur achten Auflage. Bas zuerst im Jahre 1829 zu Berlin mit Genehmigung der Evan, gelischen kirchlichen Ober. Behörde erschienene, und dann in sechs nachfolgenden Auflagen verbreitete Gesangbuch zum gottes, dienstlichen Gebrauch für Evangelische Gemeinen hat durch die Aufnahme, welche es gefunden und in der es sich behaup tet, hinreichend bewiesen, daß es einem damals weithin und tief em. pfundenen Bedürfnisse entsprach, und für die vollkommnere Aneignung und Benutzung des evangelischen deutschen Liederschatzes in tirchlichen Versammlungen einen fühlbar gesegneten Uebergang und Fortschritt bezeichnet. Wenn indeffen schon die ersten Herausgeber das Geständniß öffentlich abgelegt haben, daß diese Lieder, Sammlung von der beabsichtigten Vollkommenheit noch fern sey, so hat sich auch wirklich seit mehreren Jahren bei einem ansehnlichen Theil unserer Kirchengenoffen ein weiter gehendes Verlangen fund gegeben, welchem feine Berechtigung, eben weil es auf dem heiligsten Lebensgebiete hervorgetreten, nicht abgesprochen werden darf. Unverkennbar hat sich neuerdings der kirchliche Sinn noch in höherem Grade und größerem Umfange, als es im Zeitpunkte der ersten Herausgabe des Buches der Fall war, sowohl überhaupt den Liedern von älterer Bewäh rung, als auch den älteren Lese. Arten der einzelnen, wieder zuges wandt. Demzufolge empfingen die unterzeichneten, ältere und ordnungs mäßig neu hinzugetretene, Mitglieder der für das Gesangbuch be VIII Vorrede zur achten Auflage. stehenden Commission amtliche Veranlassung, das jetztzeitige Erforder niß einer weiteren Vervollkommnung des fraglichen Bestandes in Erwägung zu nehmen. Im Hinblick auf die Geschichte und den heutigen Gebrauch des Gesangbuches haben wir, abgesehn von wenigen und leisen nach träglichen Berichtigungen, wie sie bereits bei der Ausgabe vom Jahre 1843 vorgenommen worden, Bedenken getragen, in demselben Text Veränderungen vorzunehmen; und vorgezogen, es mit einem An. hange zu versehen, in welchen theils die vielseitig verlangten älteren Texte und Lese Arten einiger der bekanntesten und beliebtesten Lieder, theils die am meisten noch vermißten neu aufgenommen werden könnten. Nach treulich erwogener und vereinbarter Auswahl, welche in Bezug auf ihren Umfang zugleich dahin festgestellt worden ist, daß in Gemäßheit der mit jetzigem Verleger getroffenen Verabredung eine Preiserhöhung der gangbarsten Exemplare fast nicht stattfindet, wer den mit dieser neuen Ausgabe, unter fortlaufender Zahl von Nr. 877. an, noch vier und siebenzig Lieder, und zwar ältere Texte vier und dreißig, neu aufgenommene vierzig den Gemeinden zum andächtigen Gebrauche dargeboten. Wir thun dieses in der glaubensvollen Zuvers ficht, der Herr, an dessen Wort und Ruhme sich die Kirche durch das geförderte Einstimmen in die frommen Gesänge seiner Zeugen erbauet, werde auch das in dieser Weise bereicherte Liederbuch mit bleibendem Segen begleiten. Berlin, den 13. October 1852. Bachmann. Büchsel. Dr. Couard. Dr. Ehrenberg. Dr. Marot. Dr. Neander. Dr. Nitsch. Dr. Pischon. Schulz. I. Allgemeine Bitten. Eigene Melodie. Oder: Christus, der ist mein Leben. 1. ch bleib' mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des Bösen Macht und Lift! 2. Ach bleib' mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth! daß uns in diesem Horte sey Troft und Heil beschert! Gott, du frommer Gott ze. Mel. 3. h Gott, verlaß mich nicht, reich' du mir dei schaft im Glauben wohl vollende. ne Hände, daß ich die Pilgermein helles Licht, mein Stecken Hier in dem finstern Thal sey du und mein Stab; ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach bleib' mit deinem Schußze bei uns, du starker Held, daß wir dem Feind' zum Trußze besiegen Sünd' und Welt! lehr' deinen Weg mich wallen, und 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, laß mich nimmermehr in Sünd' und Thorheit fallen. Verleih' mir 6. Ach bleib' mit deiner Treue versicht und deinen Geist, gieb Glaubenszu bei uns, Herr, unser Gott, Becheln will, dann, Gott, verlaß wenn ich straus ständigkeit verleihe, hilf uns aus mich nicht! aller Noth! 3. Ach bleib' mit deinem Glanze bei uns, du himmlisch Licht, den Glauben in uns pflanze, damit 2. Hilf, daß wir auch nach deinem Wort gottselig leben im merfort zu Ehren deinem Na men; daß uns dein guter Geift regier', auf ebner Bahn zum stum! Amen. Himmel führ' durch Jesum Chri wir irren nicht! 4. Ach bleib' mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, gieb Wollen und Vermögen zu deines Namens Ehr'! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefahren; wo niemand schützen kann, kannst du mich wohl bewahren. Wenn fich Versuchung naht und Stärke mir gebricht, so weiche nicht von mir, verlaß mich Schwachen nicht! Mel. Kommt her zu mir ze. 2. ch Gott, gieb du uns deine Gnad', all' unfre Sünd' und Missethat reumüthig zu erken nen, zu glauben fest an Jesum Chrift, der unser Herr und Meister 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, ist und uns will Brüder nennen! gieb Wollen und Vermögen; in Allgemeine Bitten. allem meinen Thun begleite mich| Herz, das dich für Alles preift; erdein Segen. Was mein Beruf verfülle selbst im größten Schmerz mit langt, was mir gebeut die Pflicht, Frieden meinen Geist. vollbringt nur deine Kraft; drum, Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, daß ich mich dir ergebe, voll Lieb' und Hoffnung fey, recht glaub' und chriftlich lebe. Bereite mich) schon hier, zu schaun dein Ange sicht, und auch im Tode noch, 5. Thron im Himmel Mel. Ich dank' dir schon te. der mein Gott, verlaß mich nicht! Mel. Nun sich der Tag ze. 4. gütiger, allein bei dir steht aller Menschen 2. Erleuchte du mir den Ver stand, was gut ist, einzusehn, und leite mich an deiner Hand, den Weg des Heils zu gehn. 2. Aus Staube schufst du mich, der Staub soll sich zu dir erheben; Heil. Nur du kannst fegnen; ich, der Verwesung sichrer Raub, gieb auch mir an deinem Segen soll ewig bei dir leben. Theil. 3. Beuch meine Seele ganz zu dir und deiner Liebe hin; und mehr seh deine Guade mir, als irdischer Gewinn. 8. Verleih' mir bei des Lebens Last den Trost der Ewigkeit, bis mich, wie du verheißen hast, voll. kommne Wonn' erfreut. 4. Lockt mich die schnöde Luft der Welt, dann steh' mir Schwa chen bei, daß ich in dem, was dir gefällt, fest und beharrlich sey. 5. Gieb mir zu jeder guten That| von oben her Gedeihn, und reize mich, mit Hülf und Rath den Nächsten zu erfreun. 6. Die Sorge für mein irdisch Glück werf ich allein auf dich; auf mir auch ruht dein Baterblick; ich weiß, du sorgft für mich. 7. Gieb mir ein immer fröhlich hoch erhöhet; erhöre mich, der Erde Sohn, der betend vor dir stehet! 3. Was ist der Mensch, wie arm, wie bloß, wie elend hier auf Erden! Was ist der Mensch, wie frei, wie groß, wie selig soll er werden! 4. Welch einen Vorzug gabst du mir, da du Vernunft mir schenk test, und einen Strahl des Lichts von dir in meine Seele senktest! 5. Ja, du haft mir das höchste Pfand von deiner Huld gegeben, da du auch mir den Sohn gesandt und in ihm Heil und Leben. 6. Darum, Herr, beug' ich mei ne Knie' vor dir, der mich erhoben; den Engeln gleich, soll ich, wie sie, anbeten dich und loben. 7. Verleih' mir nur die Wissenschaft, mein wahres Glück zu finden, und gieb mir Willen, Muth und Kraft, mich selbst zu über winden. Allgemeine 8. Was das Gewissen mir ver beut, lebr' mich voll Abscheu flie hen und sein Gebot mit Freudig feit und heilgem Ernst vollziehen. 9. Zum Mitgefühl erweck mein Herz, wenn meine Brüder lei den; und laß an meines Feindes Schmerz fich nie mein Auge wei den. Bitten. 2. Voll toayrer Lemar, sey und freundlich, was ich sage; und fällt mir etwas schwer, gieb, daß ichs ftill ertrage, und ich durch Un. muth nicht dem Nächsten sey zur Last, so daß du Freud' und Ruhm an deinem Kinde haft. no 3. Wie du auch, Herr, mich 10. Im Glück und Unglück from breiten, lehr' mich auf Jesum sehn, führst, laß mich dein Reich aus. men Muth, das ists, was ich er laß seinen Geist mich leiten, der flehe, was du, mein Vater, willst, dir getreu zu seyn mich allewege ist gut, und was du willst, gelehrt, und mehr und mehr in mir schehe! das Bild des Herrn verklärt. 11. Nichts hilft mir aller Men, fchen Gunft, den Himmel zu er werben; drum lehre du mich selbst Mel. Herr Jefu Chrift, dich zu uns e. die Kunst, einst froh in dir zu sterben. ür unsre Brüder beten wir mit frommer Inbrunst, Gott, zu dir; gieb, der du Aller Vater bist, gieb Jedem, was ihm heilsam ist. 2. Du fandtest deinen eingen Sohn für Alle von des Himmels Thron; verbreite, Herr, sein Licht und Recht im ganzen menschlichen Geschlecht. 8. Mel. Hun lob', mein' Seel' 16. 6. ein Name werd erhoben, Gott, herzigkeit! du, der mir stets von oben auf meine Bitte Kraft ver leiht! Mein Wollen und Voll bringen kommt, Höchster, nur von dir; o send' in allen Dingen auch ferner Hülfe mir, daß ich das 3. Bring alle Völker in dein Meine thue im Namen Jesu Reich; die Letzten mach' den Er. Christ, bis deines Volkes Ruhe sten gleich, und schaffe so zu deimein Theil auf ewig ist. nem Ruhm dir fiberall ein Hei ligthum. Mel. O Gott, du frommer Gott se. 4. Auch die Verirrten führe du ich, Bater, ruf ich an der Heerde Christi wieder zu, mach' um Gnade, Licht und sie im Glauben fest und treu, daß Stärke; dein Segen aus der Höh auch ihr Wandel lauter sey. begleite meine Werke! Gehorsam 7. 5. Ach, viele, viele tragen noch sey mir süß; und gieb mir dies des Sündendienstes schweres Joch! babei, daß ich in allem Zbun bei Gieb ihnen, Herr, zur Buße Zeit, ir im Geiste fev. zu schaffen ihre Seligkeit. 4 6. Schenk' allen Frommen freud gen Mutb, gern zu entbehren zeit Mel. Schmlichke didy te lich Gut, und lenke thres Geistes 10. ott, vor dem die Ene auf des ewgen Lebens gel nieen und in ho her Andacht glühen! du erlaubft auch mir, zu beten, kindlich vor dich hinzutreten. Und du blickst, wie Väter pflegen, liebreich dei nem Rind' entgegen; ja, du giebst, noch eh' ich flehe, mir schon mehr, als ich verstehe. Allgemeine Bitten. Glück. 7. Hör unser brünftiges Gebet, das allen Brüdern Heil erfleht; laß sie gesegnet seyn in dir, dann preisen wir dich für und für. Mel. Sep Lob und Ehr' dem te. 9. 2. Dennoch höre, Vater, höre, ott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wol was ich demuthsvoll begehre: eif fen gehen; du frönst uns mit riger möcht' ich entbrennen, dich Barmherzigkeit und eilst, uns bei zu suchen, dich zu kennen, daß zustehen. Herr, meine Burg, mein mich, wo ich immer lebe, deine Fels, mein Hort, vernimm mein Herrlichkeit umschwebe, und ich Flebn, hör' auf mein Wort, denn ich will vor dir beten. 2. Jch bitte nicht um Ueber, fluß, um Schäße dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du ge sandt, und mich selbst zu erken nen. dich bei Freud' und Schmerzen immer hab' in meinem Herzen. 3. Christus bleibe meine Freu de, daß ich nie von ihm mich scheide, der durch Leben und durch Sterben mich erlöste vom Verder. ben; daß auch, wenn der Frevler Rotten über seine Lehre spotten, niemand je den Ruhm mir raube, daß ich treulich lieb' und glaube. 3. Jch bitte nicht um Ehr' und 4. Deinen Geist, der Gläubgen Ruhm, so sehr fie Menschen rüh. Führer, gieb auch mir, Gott, zum cen; des guten Namens Eigen Regierer, daß ich stets den Pfad thum laß mich nur nicht verlieren. erwähle, der zum Heil führt meine Mein wahrer Ruhm sey meine Seele; daß ich ernst nach WahrPflicht, der Ruhm vor deinem beit ringe und der Sünde Macht Angesicht und frommer Freunde bezwinge, in des Geistes Kraft Liebe. und Freude fröhlich seh, auch wenn ich leide. 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben; im Glücke Demuth, Muth 5. Willst du, Herr, in dies sem Leben auch noch Irdisches in Noth, das wolleft du mir ge mir geben: so erhalt' mir Muth ben. In deiner Hand stebt meine Zeit, laß du mich nur Barmher aiafeit vor dir im Tode finden. und Kräfte, segne des Berufs Geschäfte, daß ich, Dürftige zu laben, ferner mög' ein Scherf Allgemeine Bitten. lein haben, und im Kreise deiner Treuen Friede mich und Lieb' er freuen. 5 wohl ein Uebet, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 4. Ich bin ein Werk von deiner Hand, von dir empfing ich den Verstand; erleucht' ihn durch dein göttlich Wort, führ' ihn zur Wahr. heit immer fort. Mel. Aus tiefer Roth schrei' tch se. 11. err, wie du willst, so schicks mit mir im Leben und im Sterben; mein Herz verlangt allein nach dir, Herr, laß mich nicht verderben! Erhalt mich nur in deiner Huld und gieb im Leiden mir Geduld; dein Will ist doch der beste. 5. Daß ich mich deiner mög' er freun, wollst du mir, Herr, stets nahe seyn; um meines Glaubens mich zu freun, laß ihn durch Liebe thätig ſeyn. 2. Zucht, Ehr' und Treu' ver leibe mir und Freud' an deinem Worte; hilf, daß ich wanke nie von dir, dem wahren Seelenhorte. Gieb, was mir dient zur Seligkeit, und laß mich meine Lebenszeit in deiner Furcht vollbringen. 6. Was du mich lehrst, das ist mein Heil, dir folgen, sey mein beftes. Theil; nach deines Reichs Gerechtigkeit, laß, Herr, mich trachten allezeit. Kraft zum Kampf mit meiner Leis 7. Jch bin zu schwach aus eigner denschaft, drum ziehe du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlan gen kann. 8. Gieb von den Gütern dieser 3. Wenn ich einmal nach deinem Rath von dieser Welt soll scheiden, verleihe dann mir deine Gnad', daß es gescheh' mit Freuden. Herr, Seel und Leib befehl ich dir; ein gefällt; gieb deinem Knecht selges Ende gieb du mir durch Je- mäßig Theil, in seinem Fleiße sum Christum. Amen. Welt mir, Herr, so viel, als dir ein Glück und Heil. 12. S Mel. Herr Jesu Chrift, meins ze. ch komme vor dein An gesicht, verwirf, o Gott, mein Flehen nicht: vergieb mir alle meine Schuld, du, Gott der Gnade und Geduld. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so mach' mich weise im Genuß, und laß, die Dürftgen zu erfreun, mich einen frohen Geber seyn. 10. Giebst du Gesundheit, so ver. leib', daß ich sie deinem Dienste weih', und daß aus Sorgsamkeit für sie ich niemals mich der Pflicht entzieh'. 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb' und Furcht zu dir, ein Herz voll Demuth, 11. Erwecke mir stets einen Preis und Dank, ein ruhig Herz Freund, ders treu mit meiner mein Lebelang. Wohlfahrt meint, mit mir in dei 3. Set mein Beschüßer in Gener Furcht sich übt, mir Rath und fahr; ich harre deiner immerdar. Ift Trot und Beispiel giebt. 6 Allgemeine Bitten. 12. Bestimmst du mir ein längden; beständig seyn verleihe mix res Ziel und werden meiner Tage im Glück und auch im Leiden. viel: so bleibe meine Zuversicht, Aus freier Gnade segnest du; es verlaß mich auch im Alter nicht! mag niemand ererben noch erwer. ben ohn' dich die wahre Nuh' und Seligkeit im Sterben. 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich meiner gnädig an und seh durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild, mein großer Lohn! 5. Jch lieg' im Streit und wi derstreb', bilf, o Herr Christ, mit Schwachen; in deiner Gnad' al. lein ich leb', du kannst mich stär fer machen. Laß in dem bösen Stündlein mich, will Muth und In eigener Melodie. ch zu dir, Herr mir Stärkung 13. Jefu Chrift; ich bitt, finden, und dann zuletzt durch erhör' mein Flehen; laß gnädig dich in Allem überwinden. doch zu dieser Frist mich deine Hülfe sehen: den rechten Glau. Mel. Herzlich thut mich ze. ben, Herr, ich mein', und daß 14. Paß mich dein sehn und ich möge streben, dir zu leben, bleiben, du treuer Gott dem Nächsten nüß' zu seyn, das und Herr! Von dir laß nichts wollest du mir geben. 2. Jch bitte mehr noch, Herr, mein Gott! du wirst mirs nicht versagen: daß ich nicht sey der Frevler Spott, die nicht nach aller Zeit. mich treiben, halt mich bei reiner Lehr'! Laß, Herr, mich ja nicht wanken, verleib' Beständigkeit. Da für will ich dir danken jetzt und zu Chrifto fragen. Und wenn ich scheiden soll, mich stärk', daß ich auf dich mög' bauen und nicht 15. M erhebe sich zu dei. Mel. Ich dank' dir schon te. und Herz trauen auf mein Verdienst und Werk, sonst werd' ich dich nicht nes Himmels Höhen! Hier, wo schauen. ich bete, siehst du mich und hö reft auf mein Flehen. 3. Verleih', daß ich aus Her zensgrund den Feinden mög' ver geben; verzeih' mir auch zu die fer Stund', schaff mir ein neues Leben. Dein Wort laß meine Speise sehn, die Seel' damit zu nähren, mich zu lehren, wie ich, 3. Doch du fannst nicht ein im Herzen rein, dich würdig foll sündlich Flehn, o Heiligster, er. berehren. hören; vor dir fann kein Betrug 2. Laß mich mit Herzensreinig feit, Herr, vor dein Antlitz tre ten, und zu dir, wie dein Wort gebeut, in Geist und Wahrheit beten! 4. Laß weder Luft noch Furcht bestehn, dib täufcben keine Zäh mich bier von deiner Liebe fcheiren. Allgemeine Bitten. 4. Das Herz muß ohne Heu. chelschein nach deinem Reiche streben, voll Demuth, Reu' und Ein falt seyn, sich findlich dir ergeben. 5. Ach, schaff' ein solches Herz in mir und mach' es rein von Sünden! Ich suche dich mit Heils begier; Gott, laß mich bald dich finden! 6. Ja, mach' durch deinen Sohn mich frei vom Joche dieser Erdei durch deinen Geift erschaff mich neu, auf daß ich heilig werde. 7. Dein Wort, Herr, bilf mir recht verstehn zu meinem Heil und Segen, daß ich nicht möge irre gehn von deiner Wahrheit Wegen. 8. Den Himmel und die Ewig, feit laß mich im Geist umfassen, und was mich einft im Tode reut, von ganzer Seele haffen. 9. Dies ist mein Flehn, erhöre mich um deines Sohnes willen! Mit wahrer Inbrunft bitt' ich dich; du wirst es, Herr, erfüllen! 7 3. Daß tay in Wahrheit könne sprechen: du bist mein Vater, bist mein Heil; voll Gnade heilst du mein Gebrechen und schenfest mir an Christo Theil; du bist mein allerbester Freund, ders allzeit herzlich mit mir meint. Mel. O daß ich tausend se. 16. Mint, du weißt am allerbesten, was mir nennen 4. Denn darf ich dich nur Vater herzigkeit, so wird mir nichts mehr 1 o Abgrund der Barmschaden können, so dient zum Heil auch Kreuz und Leid. Mir wird meinem Herzen bist. das Bitterste versüßt, wenn du in 5. Drum gieb, daß ich recht kindlich glaube, in dir getroft und unverzagt, und nichts den selgen Troft mir raube, den mir dein Wort hat zugesagt. Dein Geist erkläre meinem Geist, was Gnad und Vatertreue heißt. 6. Du, unerschaffnes, höchstes Wesen, haft vor der Welt an mich gedacht, mich schon, da ich noch nicht gewesen, zum Erben deines Heils gemacht; ich sollte dein in Christo seyn und frei von aller Schuld und Pein. 7. Dein Kind, mein Jesus, hat zu meinem Heil gereicht, deß müsse fich mein Herz getrösten, so oft vollendet, was du beschlossen vor dein Rath mich niederbeugt. Auf der Zeit, hat Schuld und Stradich allein, Herr, laß mich baun fen abgewendet, erworben mir die und die mit ganzem Herzen traun. Seligkeit. Dein Geift macht mir 2. Reiß' Alles weg aus meiner dies Heil bekannt, sein Zeugniß Seele, was dich nicht sucht und ist mein Unterpfand. deine Ehr'; wenn ich mir meine 8. Was soll ich von der Güte Schuld verheble, so prüfe mich je sagen, die ich auch sonst bisher mehr und mehr; zeig' mir, wie ich gespürt, mit der du mich in mei beschaffen bin, und gieb mir einen Tagen so wunderbar, so nes Heilands Sinn. treu geführt, und welche mir in 8 Allgemeine Bitten. Ewigkeit hält unvergänglich Gut und Neide mein Freund und Tröbereit! fter könnte seyn? Ich harre dein mit frohem Muth, auch wenn die Welt mir wehe thut. 9. Weil ich denn auf so viele Weise, mein Vater, bin dein Ei genthum: so gieb, daß ich dich würdig preise und freudig mehre deinen Ruhm, laß mich dir die nen allezeit in Unschuld und Ge rechtigkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott 16, 17. Mein lieber Gott, ge denfe meiner, sey mit mir jetzt und allezeit. Denn außer dir ist nirgend einer, der mich mit Rath und Trost erfreut. Dein Wort macht mich voll Zu versicht und sagt mir: du vergißt mein nicht. 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe und mich die ganze Welt vergißt; versehe mich in jenes Erbe, wo du mein Theil und Leben bist; denn bliebst du nicht im Himmel mein, so würd' er mit tein Himmel seyn. In eigener Melodie. 18. Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben, in dem wir Alle sind, von dem wir Alles haben; gieb mir gefunden Leib, und daß in solchem Leib ein' unverletzte Seel' und rein Gewiffen bleib'. 2. Gedenke meiner, wenn ich böre dein süßes Evangelium, und mach' durch diese Himmelslehre 2. Verleih' mir Lust und Kraft, mein Herz zu deinem Heiligthum: zu thun, was mir gebühret, wo so wird dein Wort in mir gedeihn zu mich dein Befehl in meinem und reich an guten Früchten seyn. Stande führet. Gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und was in dir gethan, das laß gelingen wohl. 3. Hilf, daß ich rede nur, womit ich kann bestehen; laß fein unnüßes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt 4. Gedenfe meiner, wenn ich ich reden soll und muß, so gieb falle, und gieb mich nicht der den Worten Kraft und Nachdruck Sünde hin. Weil ich, so lang' ohn' Verdruß. ich hier noch walle, zum Guten 4. Wenn Trübsal bricht herein, schwach und träge bin: so stärke so laß mich nicht verzagen; gieb mich in meinem Lauf, bilf gnä, einen Heldenmuth, das Kreuz hilf dig meiner Schwachheit auf. felber tragen. Bedarf ich Rath 5. Gedenke meiner, wenn ich und Troft, so schenk' mir einen leide wen hab' ich sonst, als dich Freund, der in Gefahr und Noth allein, der bei der Menschen Haß es treulich mit mir meint. 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und laß dein Ohr mir offen stehn, wenn ich in Chrifto vor dich trete, laß gnädig, was ich bat, geschehn; was sonst ich fleb', wollst du verleihn, wenn mirs tann gut und selig seyn. 9 Allgemeine Bitten. 5. Laß mich in Christi Sinn 3. Auch unter bangem Gebnen, mit Jedem freundlich leben, doch auch unter heißen Thränen hoff' auch mit festem Muth dem Bösen ich auf dich, mein Gott! Ich widerstreben. Um Reichthum bitt' will mein ganzes Leben dir kind. ich nicht; doch, fegneft du mein lich übergeben und treu dir seyn Thun, so laß auf meinem Gut bis in den Tod. nur nie ein Unrecht ruhn. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, mit manchem sauern Tritt hindurch ins Alter dringen, so gieb mir, Herr, Ge duld, vor Sünd' und Schand' be wahr', auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich auf Christi Tod einft frob von hinnen scheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden. Dem Leib' ein Räumlein gönn' bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Rub' an ihrer Seite hab'. 4. Du, Bater, follst mich füh. ren, mir Herz und Sinn regieren durch deines Geiftes Zug. Steh' ich bei dir in Gnaden, was könnte mir dann schaden? Du bist mir Schutz und Schirm genug. 5. Dein Wort voll Treu' und Wahrheit sey meiner Seele Klars heit und meines Pfades Licht. Es foll mein Sehnen stillen und meine Bruft erfüllen mit froher Glaubenszuversicht. 6. Zu dir führt mich vom Staube einst der, an den ich glaube, mein Heiland, Jesus, ein, da werd' ich, rein von Sünden, bei dir und ihm mich finden und ewig deiner Huld mich freun. 8. Wenn deine Stimm', o Herr, die Todten einst erwecket: so öffne auch die Gruft, die mein Gebein bedecktet. Durch deiner Allmacht Wort ruf meinen Leib hervor und führ' ihn schön verklärt zu deiner el. O wie selig find die Seelen ze. Engel Chor. 20. er auf seinen Heiland Mel. In allen meinen Chaten 16. B or dich, Herr, will ich trauet, hat auf einen Fels gebauet und besitzt den Him. 19. mel schon. Ob er gleich muß treten, um glaubens zeitlich leiden, einst genießt er voll zu beten; mein Heil kommt ewge Freuden dort vor seines nur von dir. Ich suche nichts Jesu Thron. bienieden, als, Vater, deinen Frieden; du giebst ihn gern, ver leih' ihn mir. 2. Herr, du wolleft mich bereiten zu des Himmels Seligkeiten, die mein sehnend Herz begehrt. Du 2. Ob ich begabt soll werden kannst kräftgen, stärken, gründen, mit Gütern dieser Erden, leg' ich daß den Gnadenlohn wir finden, in deine Hand. Laß mir nur das den dein Wort uns hoffen lehrt. gelingen, daß ich hindurch mag 3. Schreibe, Herr, auch all' bringen zu jenem ewgen Vaterland. I die Meinen in die selge Zahl der 10 Vom chriftlichen Gottesdienste. Deinen, laß fie in der Jrre nicht.| Heerden bald herzugeführet wer Biebe sie nach oben kräftig, sey den durch der Wahrheit hellen durch deinen Geist geschäftig, bringe Schein, daß fie Alle dich erken. sie zum wahren Licht. nen, dich den eingen Hirten nen. 4. Ja, laß auch die andern nen, gehn in deinen Himmel ein. II. Vom christlichen Gottesdienste. Mel. Wach' auf mein Herz ze. er vorgeschrieben und selbst den Ruhetag geweiht; auf, auf! des 21. Tuf, auf, ihr meine Lie Herrn Gebot zu üben, zu seinem Dienst seh gern und Geist und Glieder, dem Höchsten Lob zu singen und Opfer ihm zu bringen! 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne, dein irdisch Werk muß ferne stebn; du sollst zu höherem 2. Er hat die Nacht gewendet, Gewinne in deines Gottes Temdas Licht herabgesendet; ich schlief pel gebn, ihm zu bezahlen deine ohn' alle Sorgen, erwachte froh Pflichten, frob zu vermehren seiam Morgen. nen Ruhm, in tiefster Demuth zu verrichten dein geistlich Werk und Priesterthum. 3. Nun sey Leib, Seel' und Le ben ihm ferner auch ergeben! Laß gnädig dir vor allen dies Opfer, Herr, gefallen. 4. Vor Sünden mich behüte nach deiner großen Güte, so, daß ich ewig bleibe ein Glied an Chrifti Leibe. 3. So bin ich, Gott, vor dir erschienen und fleb' um deines Gei stes Kraft; wie kann ich dir wohl würdig dienen, wenn er nicht in mir wirkt und schafft? Wie soll ich freudig vor dich treten, wenn 5. Gieb Hoffnung und Ver er nicht stillt der Sünden Schmerz? trauen, getroft auf dich zu bauen. Wie kann ich gläubig zu dir beten, Dein Geist mich hülfreich stärke wenn er nicht stärkt mein blödes zur Fördrung guter Werke. Herz? 6. Erhör' die frommen Beter, 4. Kann meines Herzens Harfe befehr die Uebertreter, sey gnädig flingen, wenn sie dein Finger nicht mir und Allen nach deinem Wohlberührt? Kann ich zu dir empor gefallen. mich schwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, wenn Mel. Die Cugend wird durch's 1e. 22. Beschwertes Herz, leg' ab nicht dein Feuer auf mich fällt, die Sorgen, erhebe dich, in mir verzehrt die Luft der Erden gebeugtes Haupt! es kommt der an und mich belebt für jene Welt? genehme Morgen, da Gott zu ru 5. Erkauft hat Jesus mich so Hen uns erlaubt. Die Ruhe battheuer, zu seinem Tempel mich Vom chriftlichen geweiht. Hier sey dein Heerd, hier sey dein Feuer, die Fülle deiner Herrlichkeit! Vollführe, was du angefangen, neig' auch zu mir dein Angesicht, dann ist der Seele auf gegangen des Sabbaths rechtes Freudenlicht. Mel. Ach bleib' mit deiner Gnade ze, 23. er Herr, an dessen Güte fich Erd' und Himmel freun, der segne, der behüte dich, feines Volks Verein. 2. Der Herr, reich ohne Grenzen an Gnad' und an Geduld, laß hell und mild dir glänzen das Ant litz seiner Huld. 3. Der Herr, dein Gett, erhebe den Blic voll Freundlichkeit, daß er dir Frieden gebe, wie keine Welt ihn beut. 4. Gesegnet bleib' im Namen des dreimal heilgen Herrn! sein ganzes Volk sprech': Amen! uns fegnet Gott so gern. Gottesdienste. 11 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden, mein Geift soll sich auf Gottes Auen weiden, ich will an seines Wortes Gnadengaben die Seele laben. 5. O laß auch heute deinen Geist mich lehren, mich immer mehr vom Eitlen abzukehren; regiere mich, daß meine ganze Seele nur dich erwähle. 6. Dein Tag sey mir ein Denk. mal deiner Güte, er bringe Trost und Rub' in mein Gemüthe, den Troft, den Christus Allen hat er worben, da er gestorben. 7. Dich bet' ich an, du Todes. überwinder! der heut' erstanden ist zum Heil der Sünder, die in des Todes finstern Schatten saßen, von Troft verlassen. 8. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erde, gieb, daß er mir zum wahren Sabbath werde! Lob sey, Erlöser, deinem großen Namen auf ewig, Amen! Mel. Herzliebster Jesu, was haft ze. 25. 24. ies ist der Tag, zum Segen eingeweibet! ihn feiert gern, wer deiner, Gott, fich freuet. O laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten! Mel. Hun danket Alle Gott te. ir, unserm Gott, seh Lob für deines Wor tes Lehren! den Sündern riefft du zu, sich ernstlich zu bekehren; Betrübten gabst du Troft, den 2. Dich rühmt der Lobgefang der Schwachen Muth und Kraft und Himmelsheere! auch dieses Haus Luft zur Heiligung in ihrer Pila erschall' von deiner Ehre; auch ungerschaft. ser Dank und unsers Geiftes Fle hen soll dich erhöhen! 2. O fegne nun dein Wort, daß es uns ganz durchdringe und 3. Wie freu' ich mich, die Stätte durch des Geistes Kraft auch reiche zu begrüßen, wo Dürstenden des Früchte bringe; daß unser Glaube Lebens Bäche fließen, und wo dir bis in den Tod getreu, die Liebe dein Heil von der Erlösten Bununverfälscht und fest die Hoffnung gen frob wird befungen! | feh! 12 Vom christlichen Gottesdienste. 3. Gieb, daß wir immerdar dich Deinen. Heil uns, wenn wir oft findlich fürchten mögen, daheim vor dir andachtsvoll erscheinen. Du und in der Welt, auf allen uns erfreuft unsern Geist, wenn wir vor fern Wegen! Dein Segen sey mit dich treten, Herr, dich anzubeten. uns, den uns dein Wort verheißt, dein Fried' in Ewigkeit, o Vater, Sohn und Geist! 2. Deines großen Namens Ruhm ist nicht auszudenken; keines Tem pels Heiligthum, kann dich, Herr, umschränken; doch auch hier strömt von dir Gnad' und reicher Gegen Mel. Komm, heiliger Geist ze. 26. Erheb' uns zu dir, bu deinem Volk entgegen. ist und war und seyn wird, Ewiger! Du Uner. forschter und Bekannter! du aller Himmer Erstaunen! Vor dem sein Knie der Cherub beugt und nieder seine Krone wirft! Odu, vor ben, die uns wahrhaft laben. 3. Von dem Weltgeräusch ent fernt, das den Geist zerstreuet, was in dir erfreuet. Citles Glück sammelt er sich hier und lernt, weicht zurück vor den höhern Ga. dem bald Sünder weinen, bald Lobgefang zu stammeln Unendlicher, Unendlicher! 2. Entreiß' uns der Welt, weck' uns auf von unsrer Eitelkeiten Traum! Es rub' auf uns des Sabbaths Stille, damit im Him mel wir wandeln! O sey, wie du verheißen hast, Versöhner, mitten unter uns! Denn fieh, in deinem großen Namen sind wir bersam melt, anzubeten, Erhabener, Er habener! 3. Laß fern von uns seyn, heil ger Gott, was irdisch und nicht himmlisch ist! Bu klein sey hier im Heiligthume uns jeder Erden gedanke! Hier fühl' es unser Herze ganz, daß es im Staub' ein Fremds ling ist! Laß, Herr, zu unserm Vaterlande hinauf die gläubge Seele steigen, hinauf zu dir, bin auf zu dir! Mel. wagen, wenn wir Brüder sehen, die hier 4. Unser Herz erweitert sich, still und feierlich mit uns vor dir stehen. Jeder nennt und bekennt ihn, den du zum Leben haft der Welt gegeben. hier uns mit den Brüdern; Alle 5. Feft verknüpft der Liebe Band fühlen fich verwandt, Hohe mit den Niedern. Haß und Streit wird bereut, wir verzeihn dem Feinde, werden Alle Freunde. Licht und Troft verbreitet, Sünder 6. Hier wird Freudigkeit geweckt, werden aufgeschreckt und zu leitet; Noth und Schmerz lernt das dir ge Herz hier gestärkt ertragen, ohne zu verzagen. tönt, ist das Wort des Lebens; er, 7. Ja, dein Wort, das hier er der uns mit dir versöhnt, bracht es nicht vergebens. Selig ist je der Chrift, der es achtsam höret und durch Thaten ehret. Mache dich, mein Geist 16. roh versammelt find wir 8. wir wollen oft und 27. bier, Batert als bie gern hier vor dir erscheinen und Vom christlichen Gottesdienste. 13 dir verschwinden! mit Jesu, unserm Herrn, fefter laß nur dich uns finden, ganz in uns vereinen. Er allein soll es seyn, den sich unsre Seele stets zum Führer wähle. Mel: Wunderbarer König ie. 28. set uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten! Gott ist in der Mitten; Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm neige! Wer ihn kennt, wer ihn nennt: fallt in Demuth nieder, gebt das Herz ihm wieder! 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dienen; heilig, heilig, heilig fingen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, ver nimm unsre Stimm', wenn auch wir Geringen unser Opfer brin gen. 6. Du durchdringest Alles, laß dein Licht uns spüren, kräftig un ser Herz berühren, wie die zarten Blumen willig fich entfalten und der Sonne stille daß wir so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken lassen. 7. Mach' uns nur einfiltig, in nig abgeschieden, sanft und still in deinem Frieden! Mach' uns reines Herzens, daß wir deine Klarheit völlig schaun in Geist und Wahrheit; laß das Herz himmel, wärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben! 8. Komm, in uns zu wohnen! Schon auf dieser Erden möchten wir dein Tempel werden. Komm, du gütig Wesen, dich in uns ver. kläre, deine Lieb' in uns vermehre. Wo wir gehn, wo wir stehn, laß uns dich erblicken, ganz zu dir uns 3. Wir entsagen willig allen Ei telkeiten, die mit deinem Dienste streiten. Wir geloben heilig, Seele, schicken. Leib und Leben dir zum Eigenthum zu geben. Du allein sollst es seyn, Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ze. den wir liebend ehren, dem wir 29. Gott feh Dank, der mit angehören. uns war 4. Majestätisch Wesen! möchten wir dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! möchten wir, wie Engel, immer vor dir stehen und dich gegenwärtig seben! Laß uns dir für und für trachten zu gefal len, beilger Gott, in Allen. dacht heilgem Orte; reiche Nah, rung bot er dar unserm Geist aus seinem Worte; unser Beten, Hö. ren, Singen ließ er uns zum Heil gelingen. 2. Freudig gehn wir jetzt hin. aus, wandeln heim auf unfern 5. Geist, der Alles füllet, aller Wegen. Nun begleit' in unser Dinge Leben, du, in dem wir Haus uns der hier empfangne find und weben! Meer ohn' Grund Segen, daß wir bleiben in dem und Ende, dich erforscht kein Den Lichte von des Herren Angesichte. fen, in dich wollen wir uns sen. ken. Mur nach dir trachten wir 3. Unsern Ausgang fegne Gott, unsern Eingang gleichermaßen; 14 Vom christlichen Gottesdienste fegne unser täglich Brot, fegne| leer, hier stillt sich mein banges unser Thun und Lassen; segne uns Sehnen bei dem Zuruf: Weint mit felgem Sterben und mach' nicht mehr! Aus der Welt voll uns zu Himmelserben. Kampf und Streit zu des Him. mels Herrlichkeit, zur Gemeine felger Frommen hat der Herr fie Mel. Werde munter, mein te. 30. Bebe und beilig ist die aufgenommen. Stätte, wo die Chris 6. Bin auch ich dereinst ver sten zu dir flehn. Laß, so oft ich schwunden aus der frommen Hörer fie betret., mich, o Herr, dein Zahl, werd' ich einst nicht mehr ge Antlig sehn. In der Welt ist funden bei des Herrn geweihtem Sorg' und Streit, all' ihr Glück Mahl: dann ins höhre Heilig. ist Eitelkeit. Hier find' ich, von ihr geschieden, deine Rub' und deinen Frieden. thum ging mein Geist mit Preis und Ruhm, daß er ewig fich vereine mit der himmlischen Gemeine. 2. Heilges Wort der ewgen Wahrheit, das dem Jrrthum uns entriß, bu erhellst durch deine Klarheit unfres Geistes Finster. niß. Meine Schuld enthüllst du mir, jeder Trug entflieht vor dir; wo du, heilges Wort, erklungen, haft du Mark und Bein durch. drungen. 3. Weinend und mit bangem 2. Halte fern an diesem MorSagen trat ich oft ins Heilig gen von mir das Geräusch der thum. Doch bald stillte meine Welt, die mir nur zu leicht ges Klagen, Herr, dein Evangelium. fällt. Brich die Macht der eitlen Ich gab mich in Gottes Hand, Sorgen, daß ich heut, von Allem und zum Mittler hingewandt, frei, dir allein ergeben sey. hab' ich, ganz in ihn versunken, gern den Leidensfelch getrunken. 3. Schmücke mich mit deinen Ga ben, stärke mich mit deiner Kraft, 4. Knie' ich an des Altars Studie den neuen Menschen schafft. fen, ein gebeugter Sünder, hin, Welche Wonne werd' ich haben, hör' ich heilge Stimmen rufen: wenn in heiliger Begier ich mich Sey getroft, dir ist verziehn! Hoch freue, Herr, in dir! begnadigt steh' ich auf, fröhlich fördr' ich meinen Lauf, und mein Herz ist voll Vertrauen, was ich glaube, dort zu schauen. 5. Sieht mein Auge, naß von Thränen, der Geliebten Stellen Mel. Ach, was soll ich Sünder 20. err, es ist der Tag er 31. gedenken heißt und mich zu dem schienen, der mich dein Himmel weist; fieh', ich komune, die zu dienen an dem Tage deiner Rub'; gieb mir Schwachen Kraft dazu. 4. Gieb, daß mich dein Wort durchdringe, steb' mit deinem Geist mir bet, daß es in mir kräftig set. Wenn ich bete, wenn ich finge, fiehe du mich gnädig an, und laß mich dein Heil empfahn. Vom chriftlichen Gottesdienste. 15 5. Laß mich nicht in Sünde| ser Dank und dort ein ewger Lob. fallen, laß mich fest im Glauben gefang. stehn, voll Vertrauen auf dich fehn. Lieber Vater, hilf uns Al. len, daß der Ruhe heilger Tag uns ein Segen werden mag! Mel. Liebster Besu, wir sind hier se. 32. 3 Derr, vor deinem Ange, ficht hat die Andacht uns versammelt; o verwirf die Bitten nicht, die dein Volk in Demuth stammelt; siehe gnädig auf uns nieder und nimm an des Dankes Lieder. 2. Laß das Wort, das hier er schallt, tief in unsre Seele drin. gen und mit göttlicher Gewalt jeden Widerstand bezwingen, daß es unsern Sinn erneue und das Herz mit Trost erfreue. Mel. Liebster Jesu, wir se. 34. Desus, wir erscheinen hier, deine Süßigkeit zu schmecken! deine Gnad' erflehen wir, Herz und Ohren zu erwecken; daß wir deine Himmelslehren uns um Troft mit Freuden hören. 2. Deffne deines Dieners Mund, gieb ihm beines Geistes Gaben, daß er mög' aus Herzensgrund mit des Wortes Kraft uns laben, stärk auf unsrer Pilgerreiſe. und daß uns die Himmelsspeise 3. Dir, dem Vater und dem Geist, soll das Herz geheiligt wer den! bhilf nur, daß wir allermeist uns erheben von der Erden, um mit innigem Verlangen deine Gar ben zu empfangen. 3. Dein Gebot, das wir er. kannt, hilf du selbst uns treulich üben, dich und den du uns ge fandt, Jesum Chriftum, herzlich In eigener Melodie. lieben. daß weder Leid, noch 35. Piebster Jefu, wie find dich und Freude je von scheide. Wort anzuhören! Lenke Sinnen und Begier auf die süßen Him Mel. Herr Jesu Chrift, dich zu uns 2e. melslehren, daß die Herzen von 33. Dier sind wir, Gott, und der Erden ganz zu dir gezogen flehn um Licht, ver werden. fage deinen Geist uns nicht; lehr' uns dein heilig Wort verstehn und freudig deine Wege gehn. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhüllet, wo der Geist, den du gesandt, nicht mit Klarheit uns erfüllet. Gutes denken, thun und dichten, mußt du selbst in uns verrichten. 2. Mach' uns von allem Jrr, thum frei, erhalt im Glauben uns getreu, daß wir dir dienen allezeit in Wahrheit und Gerechtigkeit. 3. D du Glanz der Herrlichkeit, 3. Erhöre uns von deinem Thron Licht von Licht aus Gott geboren, durch Jesum Christum, deinen mach' uns allesammt bereit, öffne Sohn! Auf Erden vreift dich un- Herzen, Mund und Obren: unser 16 Vom chriftlichen Gottesdienste Beten, Flehn und Singen laß, dir, so sandtest du auch Hoffnung Herr Jesu, wohl gelingen! mir. 5. Doch höher ward mein Geist erhoben in meiner Miterlöften 36. zu loben, im Schaar, wenn sie, gemeinsam versammelt war, und in Begeistrung sich ihr Chor zu deinem Throne schwang empor. 6. Drum will ich mit den from men Schaaren zu deinem Tempel freudig gehn, wo einst auch die versammelt waren, die nun vor deinem Throne stehn; sie schauten auch im dunklen Wort, von An Mel. Ich danke dir, o Gott ze, imm jetzt hinweg, o Gott, was hindern kann den Einfluß dei ner Lehren, daß bei der Erde Sor gen nicht verweilen Gedanken, die gen Himmel sollen eilen; laß Herz und Sinne ganz zu dir sich fehren, so kann im Segen uns dein Die ner lehren. Mel. O das ich tausend Sungen ze. 37. Dunfeln Fernen, Herr Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns ze. och fing' ich hier aus gesicht schaun sie dich dort. 38. meines Lebens, dir mein Lied, bis einst, weit über allen Sternen, dich mein verklärtes Auge sieht; dann schallet dir im Jubelklang mit al. len Selgen mein Gefang. Vater, send' uns deinen Geift, den uns dein theures Wort verheißt, er dring' in unsre Herzen ein, daß 2. Wohl mir, du schaueft auf sie dein heilger Tempel feyn! mich nieder, steigt mein Gebet zu 2. Entzünd' in Andacht unser dir hinan; du hörft den Dank der Herz, lent' unfre Sinnen himmelschwachen Lieder und nimmst mein Fleben gnädig an. Wenn sich mein Herz zu dir erhebt, fühl' ich mich neu durch dich belebt. wärts, und mach' uns alleſammt bereit, zu hören, was dein Wort gebeut. 3. Erfüll' uns ganz mit deinem 3. Wie selig wart thr, stille Licht, gieb uns des Glaubens ZuStunden, da ich das Lob des versicht, daß wir in Jesu Namen Höchsten fang; Entzückung hab' ich flebn und würdiglich dein Lob er. da empfunden, die durch die frohe böhn. Seele drang; indem dir, Gott, mein Dank erscholl, ward ich der reinsten Wonne voll! 4. Dir, Gott, den Erd' und Himmel preift, dir, Bater, dei nem Sohn und Geist erschalle hier Mel. Wie schön leucht't uns te. 4. Hab' ich mir nicht die Last Lob, Preis und Ruhm, wie in der Leiden oft durch ein Trostlied des Himmels Heiligthum! leicht gemacht? nicht, statt des Kummers, Ruh' und Freuden in mein beklommnes Herz gebracht? Klagt' ich mein Leid, o Vater, Preise 39. ey uns gesegnet, Tag des Herrn! zu Gottes nab und fern erwacht der Vom chriftlichen Gottesdienste. 17 Christen Menge. Ihr Lobgefang voll Andacht sie betrete, wie reichtönt spät und früh; zum Heilig, thume wallen sie in festlichem Ge dränge. Froher schallen hier die Lieder, wo die Brüder, anzubeten, find vereint vor Gott getreten. lich werd' ich dann belohnt! ich fann mich deines Wortes freun und in dir froh und selig sehn! 2. Komin, Geist der Andacht und der Ruh'! auch unsern Tem pel weihe du zu feierlicher Stille. Mach unser Herz vom Irrthum los; uns werde Gottes Name groß, sein Wille unser Wille. Fromme Liebe, Brudertreue mög' aufs neue uns beleben, Jesu Vorbild nachzu streben. Mel. Lobe den Herren, den 2. 40. T Pater, erhöre das Flehn der vereinten Gemeine, daß uns das Licht der Erkenntniß 2. Wohl dem, der kommt zu deiner Hütte und dich mit ganzer Seele preift! Du hörst sein Lob und seine Bitte und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahrheit Bahn unsträflich vor dir wandeln kann. 2. Möge die Predigt die Herzen der Sünder gewinnen und nicht vergeblich die Thräne der Rührung ver rinnen! Wo nicht dein Licht mächtig das Dunkel durchbricht, kann nicht das Schauen beginnen. 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen dein, der es recht zu Herzen nimmt; es giebt den Trost auf Trübfalswegen, daß du fie uns zum Heil bestimmt; verleiht im Kampfe Muth und Kraft, und ist ein Schwert, das Sieg ver. schafft. in Klarheit erscheine, und nicht 4. Gott, laß auch mir dein zu spät, wer deine Wahrheit ver. Antlig scheinen; dein Sabbath schmäht, seine Verblendung be weine! bring' auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heilger Stätte bin; laß unser Lob, das wir dir weihn, ein dir gefällig Opfer seyn. 5. Ja, du bist Sonn' und Schild den Frommen, du bist ihr Segen und ihr Heil; wenn sie im Glau3. Laß uns, die wir nach dem ben vor dich kommen, wird Gnad' Namen des Heilands uns nennen, um Gnad' ihr selig Theil. Was ihn als die Quelle des Lichts und du verheißest, stehet fest; wohl des Lebens erkennen. Ihm, der dem, der sich auf dich verläßt. uns lehrt, wie dein Volk würdig dich ehrt, ihm laß die Herzen entbrennen! Mel. O daß ich tausend Sungen ze. Mel. Schmücke dich, o liebe Seele zc. 42. der Deige dich uns ohne Hülle, Gnaden Fülle, daß, o Herr, an 41. ie lieblich ist doch, Herr, deinem Lage unser Herz der Welt die Stätte, wo deines entsage; daß wir uns zu dir er Namens Ehre wohnt! Wenn ich heben durch die Macht, die dir 2 18 Bekenntniß des Glaubens gegeben, daß die glaubende Ge meine mit dem Vater sich vereine. 2. O daß wir entladen würden von der Erde schweren Bürden und des Sabbaths sanfte Stille auch die Seele ganz erfülle! daß von 4. Möge dein Verdienst bes fern aus deinen Höhen wir des becken meiner Seele Schuld und Lichtes Aufgang fäben, das uns Flecken, daß ich dort fann mit völlig einst verfläret, wenn der den Deinen würdig und geschmückt Sabbath ewig währet! erscheinen; dort, wo du voll Huld und Gnaden uns zu deinem Mahl 3. Was ich strahlen seb' am Throne, ist es nicht der Sieger geladen, wo die Streiter nicht Krone? Was von dort herab ich mehr ringen, wo sie Siegeslieder böre, find's nicht Ueberwinder- fingen. an Gott den Dreieinigen. Chöre? Feiernd tragen fie die Pal men, ihr Triumph erschallt von Psalmen! Herr! du selber wollft mich weihen diesem Sabbath dei ner Treuen. III. Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. In eigener Melodie. Nº Plein Gott in der Höh' ser Aller. sey Ehr und Dank von unsrer Noth, erbarm' dich un 43. 4. O heilger Geist, du höch für seine Gnade, darum, daß nun stes Gut, du all'rheilsamster Trö und nimmermehr uns rühren kann ster! vors Teufels G'walt fort fein Schade; ein Wohlgefalln an behüt', die Jesus Chrift ers Gott an uns hat. Nun ist groß' löfte durch große Mart'r und bits Fried' ohn' Unterlaß, all' Fehd' tern Tod. Abwend' all' unfern hat nun ein Ende. Jamm'r und Noth, dazu wir uns verlassen. 2. Wir leben, preis'n, anbeten dich, für deine Ehr' wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich re gierst ohn' alles Wanken. Ganz 44. unermess'n ist deine Macht, fort g'schieht, was dein Will' hat be dacht; wohl uns des feinen Her ren! Mel. Herzlich lieb hab' ich dich se. u riefft mich, Vater, aus dem Nichts zum frohen Anschaun deines Lichts, dich soll mein Herz erheben. Schon hier im Laufe dieser Zeit 3. O Jefu Chrift! Sohn ein hat deine Huld und Freundlichgeborn beines himmlischen Ba| feit viel Gutes mir gegeben. Doch ters, Versöhner der'r, die warn nicht allein für diese Welt, die verlorn, du Stiller unsers Ha tein vollkommnes Glück enthält, ders; Lamm Gottes, beilger Herr zur Wonne, die kein Ende nimmt, und Gott, nimm an die Bitt' hat mich dein Gnadenrath be Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. 19 stimmt. O Vater, Gott, wie liebst ger, in Ewigkeit, in Ewigkeit seg du mich, wie liebst du mich! Dein unsre Seele dir geweiht! freuet meine Seele fich. In eigener Melodie. 2. Sohn Gottes, uns zum Heil gefandt, Erlöser, der mit treuer Hand zu Gott die Seinen leitet! 45. ott, der Bater, wohn' uns bei und laß uns Für nicht verderben, mach' uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben! Vor dem Bösen uns be wahr', mit Glauben und Vertrauen laß fest auf dich uns bauen, bis wir dein Heil dort schauen. Versuchung und Gefahr rechte Christen mit deiner Straft fich rüsten und troßen Satans Liften. Amen, Amen, dies ſey wahr, so singen wir Hallelujah! 2. Jesus Christus wohn' uns mich auch gabst du dich da hin und haft, wenn ich dein Jün ger bin, mir ewges Heil bereitet. Zwar seb' ich jetzt des Himmels Glück von ferne nur mit schwa chem Blick; doch schon entzückt mich jene Welt, die Gott den Gläubgen vorbehält. Einft preif' ich dich, o Gottes Schn, e Got tes Sohn, im höhern Licht vor deinem Thron! In laß alle 3. Geist Gottes, unsre Zuver. ficht, verlaß, verlaß uns Schwa bei zc. che nicht und stärk' uns unsern 3. Heilger Geift, uns wohne Glauben! Seuch uns zu Gott und bei 2c. seinem Sohn, und laß durch nichts den Gnadenlohn der künftgen 46. ott in der Höh' sey Welt uns rauben. Lenk von dem Mel. Allein Gott in der Höh' fep te. Eitlen dieser Zeit uns auf das Heil der Ewigkeit; Sinn und Ge Ehr' und Ruhm und müth ergeben wir im Leben und Dank für seine Gnade. Wir find im Sterben dir. O Gottes Geist, sein Volk und Eigenthum, was das Heil des Herrn, das Heil des ists, das uns nun schade? Sein Herrn zeig' uns, so sterben wir Rath ist unsre Seligkeit, zu sega einst gern! nen ist er stets bereit, erhebet fei nen Namen! 4. Dreieiniger, find wir ganz bein, wie selig fönnen wir dann 2. Gott Vater, wir erheben dich seyn! Lehr' uns dies Glück recht mit freudigem Gemüthe, du herr. achten. Was diese Welt beut, scheft unveränderlich mit Weisheit sättigt nicht, stets trügt uns ihrer und mit Güte. Unendlich groß ist Weisheit Licht: nach dir nur laß deine Macht, und stets geschieht, uns trachten. Dir, Schöpfer und was du bedacht; wohl uns, daß Erlöser, dir, und dir, Geist Got du regiereft! tes, bringen wir gemeinsam in dem 3. O Jesu Christ, des Höchsten Heiligthum mit Freuden Preis Sohn, für uns ein Mensch gebo. und Druk und Ruhm. Dreieini.[ ren, du kamst von deines Vaters 2* 20 Bekenntniß des Glaubens an Gott den Dreieinigen. Thron, zu suchen, was verloren. Da Mittler zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Mel. Komm, heiliger Geift ze. Tod, erbarm' dich unser Aller! 48. Pob, Preis und Ehre bringen wir, Herr, 4. O heilger Geist, du Geist unser Gott und Vater, dir. Wie von Gott, erleuchte, beßre, tröste groß und viel find deine Werke, du uns, die der Herr durch seinen Gott der Macht und der Stärke! Tod vom Sündendienst erlöste! Dein ist der Erdkreis und in dir, Steh' du mit deiner Kraft uns o Höchster, sind und leben wir, bei, daß unser Herz dein Tempel du trägst uns alle voll Erbarmen fet, und wir einst selig sterben. auf deinen treuen Vaterarmen. Hallelujah! Hallelujah! Mel. Wie schön leucht't uns ie. 2. Lob, Preis und Ehre, Hei 47. allelujab, Lob, Preis land, dir! Verlorne Sünder wa und Ehr' ren du bist am Kreuz für Gott je mehr und mehr für alle uns gestorben, haft ewges Heil feine Werke! Sein ist das Reich, uns erworben. Wer zu dir kommt, die Herrlichkeit, weit über alle wer an dich gläubt und in Ver Himmel weit herrscht er mit Huld suchung treu dir bleibt, der soll, und Stärke. Singet, bringet befreit vom Fluch der Sünden, frohe Lieder, fallet nieder, zu er. Erbarmung, Gnad' und Leben heben ihn, durch den wir sind finden. Hallelujah! Hallelujah! und leben! 3. Lob, Ehr' und Preis dir, 2. Hallelujah, Dank, Preis und Geist des Herrn! Wir waren Rubm sey von uns, deinem Eigen einft von Chrifto fern, entfrem. thum, Sohn Gottes, dir gesundet von dem wahren Leben, mit gen! Du Mittler zwischen uns Finsterniß ganz umgeben. Du und Gott haft durch Gehorsam bis hast durch deines Wortes Macht zum Tod das Leben uns errun auch uns zum Licht aus Gott gegen. Heilig, selig ist die Freund bracht; du lehrst uns leben, lehrft schaft und Gemeinschaft aller From uns sterben und weiheft uns zu men, die durch dich zum Vater Himmelserben. Hallelujah! Halle. fommen. lujah! 3. Hallelujah, du Geist des 4. Lob, Preis und Ehre brin Herrn, sey nie von unserm Geiste gen wir, Dreieiniger, in Demuth fern, mit Kraft ihn auszurüsten; dir. Es müsse jedes Land der Er du machst uns gläubig, weis und den voll deiner Herrlichkeit wer rein, hilsst uns getroft und sieg den. Wie selig, wie begnadigt ift reich sehn im Kampf mit unfern ein Volk, deß Zuversicht du bist. Lüsten. Leit' uns, stärk uns, daß Anbetungswürdger, deinem Na in Freude wie im Leide Gott er men sey ewig Ruhm und Ehre. geben, wir zu seiner Ehre leben. Amen. Hallelujah! Hallelujah! Bekenntniß des Glaubens Mel. Es woll' uns Gott ze. 49. Gott, wir ehren deine Macht, wir preisen an Gott den Dreieinigen. 21 da wurden, Herr, auch wir; wir leben und wir sterben dir! Hallelujah! 2. Preis ihm! Er liebt von Ewigkeit! wird ein Mensch, stirbt in der Zeit. Erlöst, erlöst hast du uns dir; dir leben und dir sterben wir! Hallelujah! dein Erbarmen, daß gnädig du an uns gedacht und Heil gesandt uns Armen: Du bist voll Gnade, wir voll Schuld, wir todt, du bist das Leben; haft dich nach dei ner großen Huld zu eigen uns ge geben; o Abgrund aller Liebe! 2. Wir beten dich als Vater an, bu liebest uns als Kinder, das hat bein Wort uns fund gethan zum wir! Hallelujah! Heil und Trost der Sünder. Wie 3. Preis ihm! Er führt auf fteiler Bahn, führt zum Himmel uns hinan. Geheiliget hast du uns dir; dir leben und dir sterben 4. Sing', Pfalter! Freudenist doch voller Lieb' und Huld dein thränen, fließt! Heilig, heilig, väterlich Gemüthe! Du bist voll beilig ist Gott, unser Gott! JeLangmuth, übst Geduld, Erbar hovah, dir, dir leben und dir ster men, Treu' und Güte; o Vater ben wir! Hallelujah! Herz voll Gnade! 3. O Jefu, theurer Gottessohn! In eigener Melodie. bu Licht vom wahren Lichte! Vor 51. Mir glauben All' an Ei dem nen Schöpfer wird Sünd' und Tod zu nichte; Himmels und der Erden, der fich du bist der Grund der Seligkeit, zum Vater geben hat, daß wir das Heil, darauf wir hoffen; dein feine Kinder werden; er will uns Guadenbrunn steht allezeit für un allzeit ernähren, Leib und Seel' fre Seelen offen; du Urquell alles auch wohl bewahren, allem UnSegens! fall will er wehren, kein Leid soll 4. O heilger Geift, du Geist uns widerfahren; er forget für von Gott! wehr' in uns dem Ver- uns, büt't und wacht,:,: es steht derben, laß uns durch Chrifti Alles in seiner Macht. Kreuzestod der Sünd' und Welt absterben! zerstöre du des Bösen Reich, schlag' feine Macht darnie der, damit wir Jesu Christo gleich und seines Leibes Glieder in Wahr beit sehn und bleiben. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren; von Maria, der Jung frauen, ist ein wahrer Mensch ge boren, durch den heilgen Geist im Mel. Gelobet feyft du, Jesu Christ 1. Glauben, für uns, die wir warn 50. reis ihm! Er schuf verloren, ami Kreuz gestorben und und er erhält seine vom Tod:: wied'r auferstanden wundervolle Welt! Du sprachst, ist durch Gott 22 Preis der göttlichen Eigenschaften. 3. Wir glauben an den heilgen| sein mächtiges Gebot uns erschuf Geist, Gott mit Vater und dem und uns erhält, der voll Weisheit, Sohne, der aller Blöd'n ein Trö Güt' und Macht stets für Alles ster heißt, uns mit Gaben zieret sorgt und wacht. schöne, die ganze Christenheit auf 2. Wir glauben auch an Jesum Erden hält in einem Sinn gar Christ, Gottes eingebornen Sohn, eben. Hier all' Sünd' vergeben der Mensch für uns geworden ist werden; das Fleisch soll uns wie und nun herrscht auf Gottes Thron; der leben: nach diesem Elend ist der, indem er litt und starb, Heil bereit't:: uns ein Leben in Ewig und Leben uns erwarb. teit. 3. Wir glauben an den heilgen Geift, dessen gnadenvolle Kraft an unserm Herzen sich erweist, Rath In eigener Melobie. 52. Mir glauben All' an und Troft und Hülf' uns schafft. Einen Gott, Herrn Gott, für Zeit und Ewigkeit fegne und Vater aller Welt, der durch deine Christenheit! IV. Preis der göttlichen Eigenschaften. Mel. Komm, heiliger Geift 18. droht. Rein Andrer konnte je biz 53. eliger Gott, vor der Leben, du Lebensurquell, geben. Zeit war deine Macht Du bist durch dich; dein Daseyn und Herrlichkeit und wird in Ewig ist ein Strom, der unversieglich teit bestehen, wenn Welten unter fließt, die Fülle aller Geligkeiten gehen. Beseligt fühlet fich mein in deine Welten zu verbreiten. Geist, so oft er deinen Namen Hallelujah!: preift. Wie köftlich ist mirs, dir 4. Allwissender Gott, helles Licht Lobfingen, die danken, Herr, dir umstrahlt dein göttlich Angesicht! Ehre bringen. Hallelujab!:: Du bists, der Alles kennt und 2. Groß ist dein Name, wunfitebet; nichts ist, was dir ent derbar, du, der da ist und der da fliehet. In die Vergangenheit zu war! Wer kann sich bis zu dir rück schaust du mit sonnenhellem erheben, dein Untlig schaun und Blid, und was die Zukunft einst leben? Kein Bild ist, das dir, erfüllet, das liegt schon deinem Höchster, gleicht, so weit auch Aug' enthüllet. Hallelujah!:: deine Schöpfung reicht. Du bist 5. Herr, was dein Wille uns ein Geist; nur Geister können dich gebeut, ist Wahrheit und Gerech fühlen und dich Vater nennen. tigkeit. Nie fann dein weiser Hallelujah!:: Rathschluß fehlen, das Beste stets 3. Du bists allein, Herr, dem zu wählen. So oft ich dir auf fein Tod durch alle Ewigkeiten deiner Bahn von ferne nachseh's Preis der göttlichen Eigenschaften. 23 bet' ich an; und fromme Zuver Tage, so linderst du doch jede ficht im Leiden erfüllt mein Herz mit sanften Freuden. Hallelu. jah!:: Plage und Trost und Hoffnung fehlt mir nie. In Freude wie in Schmerz erfähret stets mein Herz deine Liebe. Ob Alles bricht: ich zage nicht, du bleibest meine Zuversicht. 6. O feliger Geift, führe du uns deinem Lichte wieder zu, die du nach deinem Bilde schufeft, in Christo uns berufest! D, welche 4. Bin ich gleich befleckt von Seligkeit, welch Heil wird unser Sünden, doch läsfest du mich Gnade Aller Erb' und Theil, wenn wir finden durch den, in welchem du im Sohn dich recht erkennen und uns liebst. Du willst aller Sün gläubig unsern Vater nennen! der Leben und hast uns deinen Hallelujah!:: Sohn gegeben, mit dem du uns nun Alles giebst. Gott, mein er ftaunter Geist freut deiner sich und preift deine Liebe. Dir soll allein mein Herz fich weihn und dir in Liebe eigen seyn. Mel. Wachet auf, ruft uns ze, 54. Ruf, erwacht, ihr heil. gen Triebe! Gelobt seh Gott, Gott ist die Liebe und wird es sehn in Ewigkeit. O wie soll ich Werte finden, den Ruhm der Liebe zu verkünden, die ewig 55. Mel. Sep Lob und Chr' bem 16. er Herr ist Gott und feiner mehr! Frohlockt fegnet und erfreut! Wer bin ich, Herr, vor dir? Nur fühlen kann ihm, alle Frommen! Wer ist ihm ich hier: du bist Liebe. Wie selig ist, wer nie vergißt, daß du, o Gott, die Liebe bist! gleich, wer ist, wie er, so herr lich, so vollkommen? Der Herr ift groß, sein Nam' ist groß, er ist unendlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen. 2. Wundervoll find deine Werke; ich sehe Weisheit, Macht und Stärke, und meine Seele beuget sich. Doch, wo Macht und Weis heit wohnen, da seh' ich auch die Liebe thronen, und voll Vertraun erheb' ich mich. Was ist, das mich noch schreckt? Mein Glau bensblick entdeckt nichts als Liebe. Des Tages Pracht, die dunkle Nacht preist deiner Liebe Wundermacht. 2. Jhn trifft kein Wechsel flücht. ger Zeit in seines Himmels Hö. hen, und seine Größ' und Herr lichkeit wird ewiglich bestehen. Wir Menschen sind von gestern her; eh' Erd' und Himmel ward, war er, und ewig wird er bleiben. 3. Des Ewgen Thron umgiebt ein Licht, das ihn vor uns ver hüllet. Jhn fasfen alle Himmel 3. Freude strömet mir und Se nicht, die seine Kraft erfüllet. Er gen mit jedem Morgen neu ent bleibt derselbe immerdar, verbor. gegen, du, Gott der Liebe, sengen und doch offenbar in seiner deft fie. Trüben sich auch meine Werke Wundern. 24 Preis der göttlichen Eigenschaften. 4. Wo wären wir, wenn seine| haft du und willst gern mirs ge Straft uns nicht gebildet hätte? Er ben. Ja, es fommt, was inir fennet Alles, was er schafft, der frommt, was ich bin und habe, Wesen große Kette. Bei ihm ist mir als deine Gabe. Weisheit und Verstand, und er umspannt mit seiner Hand die Erde sammt dem Himmel. 2. Wie von dir die Liebe stammt, womit Väter lieben, die in Mut terherzen flammt und die Brüder üben: so weckt auch nur dein Sauch all die edlen Triebe treuer 5. Jft er wohl Einem von uns fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dein Freundesliebe. Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht, Gedanken selbst entfliehn ihm nicht, er sieht sie schon von ferne. 3. Und in jede Seele, Gott, fenkst du milde Güte, daß fie bei der Brüder Noth Hülf und Ret. 6. Wer hält den Weltbau ohne Hand alle Millionen, die auf tung biete. So verband deine dich? Wer schützt ihn vor dem Erden wohnen. Allgegenwärtig breitet sich Falle? dein Fittig über Alle. Du bist voll nicht, Gott der Liebe, schenken, 4. Und was wirst du denen Freundlichkeit und Huld, barm Herzig, gnädig, voll Geduld, bist unser Gott und Vater. die sich voller Zuversicht ganz in dich versenken! Deine Huld tilgt die Schuld, und mit ew'gen Freu den wird fie Christus weiden. 7. Du, Höchster, du allein bist gut, gerecht in deinen Wegen. Wohl dem, der deinen Willen thut, ihm nur folgt Heil und Se gen! Du haft Unsterblichkeit al lein, bift felig, wirst es ewig seyn, du Urquell aller Freuden. und dich Vater nennet, was der 5. Wer in ihm dir wohlgefällt theure Nam' enthält, alles fühlt und kennet, den erhebt und belebt Glauben ohne Wanken stets zu Troftgedanken. 8. Dir nur gebühret Lob und 6. Ja, wie wird mein Herz er Dank, Anbetung, Preis und quickt, wenn ich dir nur flage, Ehre! Kommt, werdet Gottes was mir fehlet, was mich drückt, Lobgefang, ihr alle seine Heere! jede Sorg' und Plage. Auch die Der Herr ist Gott und keiner Noth, die noch droht, zeigt sich mehr! Wer ist ihm gleich? wer gleich mir kleiner, denk ich, Va. ist wie er, so herrlich, so fommen? ter, deiner. voll. Mel. Straf' mich nicht in se, 7. D, wer giebt, wie du, so viel, wer so überschwänglich Freu den ohne Maß und Ziel hier schon ir strebt meine Seele unvergänglich! Und enthält dieſe zu, Gott, mein Heil, Welt so viel für die Deinen, was mein Leben! Alles, was mir fehlt, wird dort erscheinen! 56. Preis der göttlichen Eigenschaften. 25 Mel. Ein Lämmlein geht ze. Petreuer Gott, wie viel 57. G 58. 6° Geduld erzeigeft du Mel. Liebster Jesu, wir te. Pott, Allweiser, wer bin ich, deine Weisheit zu uns Armen! Wir häufen täglich ergründen? Alle Himmel rühmen Schuld auf Schuld; du häufest dein Erbarmen. Was ist des Men schen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf, sein Sinn ist dir entgegen: und doch, o Vater, 2. Deiner Welten weites An suchst du ihn von seinen Sünden rühmt in ungemessnem Kreife, al. abzuziehn, zur Bessrung zu beler Himmel Wiederball jauchzt zu wegen. dich, jeder Wurm fann dich ver künden; doch welch Auge kann erspähen Gottes Tiefen, Gottes Höhen! rück: der Herr ist weise, und in seiner Weisheit Händen ruhn getrost der Himmel Enden. 2. Du willst die Menschen väter lich durch Wohlthun zu dir locken, der Menschen Elend jammert dich, 3. Und der Mensch, der Erden. felbst wenn sie sich verstocken; zur staub, will den Rathschluß Gottes Buße giebst du ihnen Raum und sichten? Er, des kleinsten Lüft. läßt den unfruchtbaren Baum nicht chens Raub, wagt des Ewgen ohne Pflege stehen, du wartest sein, Weg zu richten? So dürft' er fich du suchest Frucht, und auch, wenn je vergessen, Gott nach seinem du umsonst gesucht, läßt du ihn Maß zu messen? nicht vergehen. 4. Was dein Rath, o Herr, 3. Beweisest du so große Huld beschleußt, wohl mir, fann fein felbft an den frechen Sündern: Thor verhindern. Walte fort und um wie viel mehr trägst du Ge sey gepreist demuthsvoll von dei duld mit deinen schwachen Kinnen Kindern! Ob fles oft nicht dern; du warneft sie vor der Gefaffen mögen, dennoch all' dein fahr, reichft ihnen deine Hülfe dar, Thun ist Segen. vom Fall sich zu erheben, du lockeft fie voll Freundlichkeit und bist, als Vater, stets bereit, in Chrifto zu vergeben. 5. Du führst mich dem Him mel zu, deinem Arm darf ich ver. trauen. Ewge Weisheit, rede du! Auf dein Zeugniß kann ich bauen. Bleibst du heute mir verborgen, dich verklärt der nächste Mor 4. Laß diese Langmuth und Ge duld, Gott, unsre Herzen rühren; nie müsse deine Vaterhuld zur Si gen. cherheit uns führen! Trag' uns 6. Einst erscheint mir sonnen. erbarmend fernerhin, doch gieb hell, was hier Dunkel noch um uns auch dabei den Sinn, daß hüllet, und an deinem ewgen wir die Sünde bassen und uns Quell wird des Geistes Durst ge noch in der Gnadenzeit den Reich stillet. Jest verleihe mir, auf thum deiner Gütigkeit zur Buße Erden weise durch dein Wort zu leiten lassen werden. 26 Preis der göttlichen Eigenschaften. In eigener Melodie. merdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde seyn. ott ist mein Lied! er ift 11. Wer kann die Pracht von der Gott der Stärke; deinen Wundern fassen? Ein jeder groß ist sein Nam' und groß sind Staub, den du hast werden laf feine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 59. 6⁰ sen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der fleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Auen, Thal und Hü gel, ihr sehd sein Loblied und sein Pfalm. 13. Du tränfft das Land, führst uns auf grüne Weiden, und Nacht und Tag und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott und Gott in ewgen Zei ten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt' ich mein Herz nicht mit dem Trofte stil 5. Was ist und war im Himlen, daß deine Hand mein Leben mel, Erd' und Meere, das ken, hält? net Gott; und seiner Werke Heere find ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er wirkt und schafft, was früh und spät ich thue; vor ihm verbirget keiner sich. 7. Er ist mir nab', wohin ich 2. Er will und sprichts, so find und leben Welten. Und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. Mel. Auferstehn, ja auferstehn se, ott 60. gen neu ist seine ewge Treu. O daß ihm glühte mein Dank für seine Güte, tagtäglich neu wie seine Treu! 2. Gott ist treu; er hält, was er verspricht; er läßt die Seinen 9. Er wog mir dar, was er nicht. In banger Stunde, treu mir geben wollte, schrieb auf sein seinem Gegensbunde, eilt er her. Buch, wie lang' ich leben sollte, bei und macht uns frei. da ich noch unbereitet war. 3. Gott ist tren; und was er 10. Nichts, nichts ist mein, das will und thut, ist immer recht und Gott nicht angehöre. Herr, tm- gut. Nie droht die Stimme des ob ich gen Himmel flöhe, so ist er allenthalben da. 8. Er fennt mein Flehn und jeden Wunsch der Seele. Er weiß, wie oft ich Gutes thu' und feble, und eilt mir gnädig beizustehn. 15. 3 Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden, so frag' ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Truß! Univ.- Bibl. Giessen Preis der göttlichen Eigenschaften. 27 Herrn in Zorn und Grimme; nur Er tröstet nach dem Weinen und Liebe spricht, drum beb' ich nicht. läßt aus trüber Nacht die Freu 4. Gott ist treu, er forget vädensterne scheinen. Der Trübsal terlich für sein Geschöpf, für mich. beftger Sturm geht auf sein Wort Sum Heil der Seele lenkt er selbst vorbei. Sey, Seele, nur getrost, Schwäch' und Fehle, daß seine Gott ist und bleibt getreu. Treu' vollkommen sey. 5. Gott ist und bleibt getreu. 5. Gott ist treu; uns stärket feine Er stillet dein Begehren; er will Macht und nimmt uns wohl in dein Glaubensgold in Trübsals. Acht. Und sinkt der Glaube uns gluth bewähren. So nimm den leicht noch hier im Staube, er Kreuzesfelch von ihm ohn' alle richtet auf und stärkt zum Lauf. Scheu! der Lebensbecher folgt. Gott ist und bleibt getreu. 6. Gott ist treu. O füßes Gna denwort, sen du mein Fels und Hort! Ob Alles scheide, bleibst du doch meine Freude. Die Welt ver. geht, dies Wort besteht. Mel. Werde munter, mein se, 62. ott, vor beffen Anges fichte nur ein reiner Wandel gilt, ewges Licht, aus deffen Lichte stets die reinste Wahrheit quillt! Heilig und gerecht bist du, und dein Wort ruft Allen zu: heilig und gerecht zu werden, sey auch unser Swed auf Erden. Mel. O Gott, du frommer Gott 16. Pott ist und bleibt ge 3⁰ 61. treu. Er hört nicht auf zu lieben, pflegt er gleich oft und tief die Seinen zu betrüben. Er prüfet durch das Kreuz, wie rein der Glaube sey, wie stand. haft die Geduld. Gott ist und bleibt getreu. 2. Heilig ist dein ganzes Wesen und kein Böses ist an dir. Ewig bist du so gewesen und so bleibst 2. Gott ist und bleibt getreu. du für und für. Was dein Wille Er hilft ja selber tragen, was er wählt und thut, ist unsträflich, uns auferlegt, die Last der schwerecht und gut, und mit deines ren Plagen. Er übt oft ftrenge Armes Stärke wirkst du stets voll. Sucht und bleibet doch dabei ein fommne Werke. Vater, der uns liebt. Gott ist und bleibt getreu. 3. Herr, du willst, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich seyn. 3. Gott ist und bleibt getreu. Nie besteht vor dir der Sünder, Er weiß, was wir vermögen, und denn du bist vollkommen rein. nie wird er zu viel uns Schwa Nur der Fromme kann sich dein, chen auferlegen. Er macht sein Heiliger, in Demuth freun. Wer gläubig Volk von allen Banden beharrt in seinen Sünden, kann frei und rettet aus der Noth. Gott vor dir nicht Gnade finden. ist und bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu. 4. O so laß uns nicht verscher. zen, was dein Rath uns zuges 28 Preis der göttlichen Eigenschaften. bacht! Schaff in uns, Herr, 4. Und stürzen Felsen sich ins reine Herzen, töbt in uns der Thal, so daß von ihrem mächt. Sünde Macht; denn was find gen Fall die Erde weit erzittert: wir, Gott, vor dir? wie so leicht, bleibt deiner Liebe Bund mit mir ach! fallen wir? Wer kann mer doch ewig unerschüttert. ken, wer kann zählen, Heiligster, wie oft wir fehlen? 5. Was flag' ich denn voll Traurigkeit, daß alle Güter die. 5. Uns von Sünden zu erlöser Zeit schnell wie ein Hauch ver, sen, gabst du deinen Sohn dahin; gehen? da bu das Gut der Güter o so reinige vom Bösen durch ihn bist, das ewig wird bestehen. unsern ganzen Sinn. Gieb uns, 6. Was ists, daß meine Seele wie dein Wort berheißt, gieb uns zagt, wenn mein Gewissen mich deinen guten Geist, daß er unsern verklagt, daß ich an dir gesündigt? Geist regiere und zu allem Guten Bleibt ewig doch dein theures Wort, führe. das Gnade mir verfündigt. 6. Reiner fündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht. Un fers Wandels größte Zierde sey wahrhafte Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich; denn zu dei nem Himmelreich willst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. 7. Was flag' ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch und wirst mich ewig lieben; hast selber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben. 8. Ja, ich bin Gottes, Gott ist mein und ewig, ewig wird ers seyn, nichts fann mich von ihm scheiden! Die Welt vergeht mit ihrer Luft; Gott bleibt mit Mel. In dich hab' ich gehoffet se. 63. But, wie bu bift, so seinen Freuden! warst du schon, noch ehe du von deinem Thron sprachst dein allmächtig» Werdes, und riefeft aus dem Nichts hervor den Himmel und die Erde. In eigener Melodie. 64. Berr, du erforscheft mich, 2. Du wirst auch bleiben, wie du bist, wenn längst die Erde mein Ruhen und Be wegen ist besser dir als mir be wußt; du siehst es, wenn in meiner Brust fich, wie der Wel nicht mehr ist mit ihren Herrlich len Sturm, empörte Lüste regen. feiten, wenn längst die Kämpfer nicht mehr hier um jene Krone ftreiten. Schon eh' die Zunge spricht, ist dir mein Wort bekannt, und was ich denk und thu', das steht in deiner Hand. 3. Wie du, so bleibet auch bein Wert und wird in Kraft fich fort 2. O Allmacht, die kein Mensch und fort unwandelbar erhalten, auf Erden fann verstehen! Wo wenn alle Welten, die du schufft, ist der Ort, ber mich versteckt, den wie ein Gewand veralten. Inicht alsbald dein Aug' entdeckt? Preis der göttlichen Eigenschaften. 29 Führ' ich gen Himmel auf zu den] 7. Wie aber? fehlt es dir viel. gestirnten Höhen: mein Gott, so bist du da; läg' ich im tiefsten Grund: auch dort thust du dich mir als Gott und Herrscher kund. leicht an Donnerschlägen, dein Sünder, der sich widersetzt und frevelnd dein Gebot verletzt, zu zeigen, daß du ihn bald in den Staub kannst legen? Und würde fühner noch sein stolzer, frecher Sinn: bald wirft ihn deine Hand tief in den Abgrund hin. 3. Könnt' ich den Himmelskreis, der Sonne gleich, durchstreichen bis dahin, wo sich ihre Gluth löscht in der letzten Meeresfluth: so würde mich auch da dein star. ker Arm erreichen. Die Hülle finft. rer Nacht deckt meine Sünden nicht, vor deiner Klarheit Glanz wird Finsterniß zum Licht. 4. Und, Herr, wie sollte dir verborgen seyn mein Leben, der du, eh' ich das Licht geschaut, den Leib mir künstlich haft gebaut und den lebendgen Geist, der in ihm wirkt, gegeben, der du zuvor be stimmt, seit aller Ewigkeit, was mir begegnen soll im Laufe mei, ner Zeit? 8. Jch haff im rechten Ernst, die dich, den Höchsten, haffen und wenn ich seh', wie troziglich fie fich empören wider dich, so kann ich kaum den Zorn in seine Gren zen faffen. Schon lodert er em. por, doch um Erbarmen fleht für sie sogleich zu dir mein brünstiges Gebet. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meine; fieh, ob ich noch in Heuchelet, ob ich auf bösem Wege sey, und hilf mir, daß ich rein vor dir dereinst erscheine. Weil aber hier mein 5. So wunderbar bist du! dies Fuß gar leicht noch straucheln muß mich überzeugen, daß ich mit kann, so leite du mich selbst die unverfälschtem Sinn dir Dank und schmale Himmelsbahn. Ehrfurcht schuldig bin, da Erd' und Himmel nicht von deinen Kräften schweigen; so daß man Mel. Herzliebster Jesu ie. fann, als was du, großer Gott, für Wunder haft gethan? eh' den Sand der Wüsten zählen 65. auchzt unserm Gott mit freudigem Gemüthe! Er ist barmherzig und von großer Güte; er forgt, daß uns im Schuße seiner Gnade fein Unfall schade. 6. Mein Herz ist dessen voll; und das ist mein Vergnügen, daß 2. Er handelt nicht mit uns ich mit Ernft den ganzen Tag nach unsern Sünden, läßt nicht dein göttlich Thun betrachten mag die schweren Strafen uns empfin. und wie sich Alles muß nach dei den, die wir durch Mißbrauch der ner Ordnung fügen. Ja, wenn empfangnen Gaben verdienet ha die Sinne fich vom Schlafe losgeben. macht: so merk' ich, daß ich im Traum an dich gedacht. auch 3. So hoch und weit, wie seine Himmel reichen, so groß sind sei 30 Preis der göttlichen Eigenschaften. ner Macht und Gnade Zeichen bei nen Händen. Durch dich nur leb benen, die in heilger Furcht ihn und athme ich, und deine Rechte lieben und Gutes üben. schütet mich. 4. So ferne, wie der Abend steht vom Morgen, nimmt er hin weg der Seele Angst und Sor gen, und schenket nach der Sünde bittern Schmerzen Trost unserm Herzen. 5. Wie sich erbarmt ein Vater ziehn. feiner Kinder, so gern erbarint der Herr fich aller Sünder, wenn fie auf seine Gnadenstimme hören und sich bekehren. 6. Er schlägt und heilt, ver wundet, läßt genesen, er weiß, der Mensch ist ein gebrechlich We fen, und das Geschöpf, genom. men von der Erden, muß Erde 4. Du merkst es, wenn des Her zens Rath verkehrte Wege wählet; du fennest auch die böse That, werden. 7. Wie Gras verwellt, so müs, die sich der Welt verhehlet. Mit sen wir vergehen, wie Blumen, Ernst und Liebe strafst du mich wenn die Stürme drüber wehen; du meiner Bessrung väterlich. und unfre Stätte wird nach wenig 5. Du hörest meinen Seufzern Stunden nicht mehr gefunden. zu, daß Hülfe mir erscheine; mit 8. Von Ewigkeit zu Ewigkeit Baterliebe zählest du die Thränen, bewähret fich Gottes Huld an Je die ich weine. Du siehst und wä. dem, der ihn ehret. O leite du gest meinen Schmerz und stärkst auch mich auf ebnem Pfade, du mit deinem Trost mein Herz. Gott der Gnade! 6. O drück, Allgegenwärtiger, 9. So werd' ich deinen Frieden dies tief in meine Seele, daß sie hier genießen, mein Leben wird nur dich, mein Gott und Herr, in Hoffnung froh verfließen, und zu ihrer Zuflucht wähle und stets bort werd' ich mit deiner Engel dein heilig Ange scheu', dir treu Chören dich ewig ehren. und dir gehorsam sey. 2. Des Herzens Tiefen tennest du, du prüfest meine Seele. Du flebest, was ich Gutes thu', du fiebst auch, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Aug' entfliehn und nichts mich deiner Hand ent feit mein Herz zu dir erhebe und, 3. Wenn ich in stiller Einfam über deine Huld erfreut, mich und stehst mir bei, daß ich dir gänzlich dir ergebe, so hörst du es immer treuer sey. Mel. Machs mit mir te. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich mit Muth und Kraft, 66. uns fern, du wirkst an bu, Die bist du, Höchster, von getrost vor bir zu wandeln. Daß o Gott, stets um mich allen Enden. Wo ich nur bin, seyst, das tröft' und beffre met Herr aller Herrn, bin ich in deinen Geist. Preis der göttlichen Eigenschaften. In eigener Melodie. 67. ie groß ist des Au machtgen Güte! Jft der ein Mensch, den sie nicht rührt, der mit verhärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, feine Liebe zu ermessen, sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht! 31 Gebot erfülle, stell' ich sein Bild. niß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht, und ob ich schon aus Schwachheit feble, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 6. Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn. Sie stärk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; fie tröste mich in Noth und Schmerzen, fie leite mich zur Seit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des letz2. Wer hat mich wunderbar be reitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth ten Augenblicks. mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt 20 sind die Weisen, die dem Geiste neue Kraft? Wer läßt mich lehren, wie un mich so viel Heil genießen? Jsts ser Gott allwissend ift? Wer kann nicht sein Arm, der Alles schafft? mir den Verstand erklären, deß Mel. Die Tugend wird se. 68. 3. Blick, o mein Geift, in jenes Leben, zu welchem du geschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit um geben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du haft ein Recht zu die sen Freuden, durch Gottes Güte find fie dein. Sieh, darum mußte Chriftus leiden, damit bu könntest felig seyn. 2. Könnt ich das Heer der Sterne zählen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Ge 4. Und diesen Gott follt' ich danken aller Seelen von ihrem er. nicht ehren und seine Güte nicht sten Ursprung her: so wär' ich verstehn? Er sollte rufen, ich nicht weiser, als auf Erden ein Mensch hören, den Weg, den er mir zeigt, ist, als am Strom des Lichts nicht gehn? Sein Will' ist mir vielleicht selbft Engel jemals werins Herz geschrieben; sein Wort den, doch gegen Gott wüßt' ich bestärkt ihn ewiglich: Gott soll noch nichts. ich über Alles lieben und meinen Nächsten, so wie mich. 5. Dies ist mein Dank; dies ift sein Wille, ich soll vollkommen feon, wie er. So lang' ich dies 3. Nichts gegen ihn, der fie durchschauet die Tiefe der Unend. lichkeit und alle Welten, die er bauet, die Seiten und die Ewige keit! O du, der Alles weiß und Wissen keine Grenz' umschließt? Wer schauet ihn von Angesichte, wenn er auch noch so hoch fich schwingt? Der Höchste wohnt in einem Lichte, zu dem kein sterblich Auge dringt. 32 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. nennet, was ist und werden soll| Gott kann mich finden, wie tief und war, wie bist du Jedem, der verborgen ich auch sey. Kein Welt. dich kennet, unendlich groß und meer kann vor ihm mich decken; wunderbar! fein falscher Schein betrüget ihn; 4. Ja, dich bewundern, dir vermir folgten seines Zornes Schrecken, trauen, ist meinem Geiste Luft könnt' ich gleich aus der Welt ent und Pflicht! Mit Ehrfurcht darf fliehn. ich nach dir schauen, doch dich 6. Wer fennt der Seele dunkle begreifen kann ich nicht. Gott, Tiefen? Wer darf dem eignen nach dem Licht, in dem du wch. Herzen traun? Allwissender, du neft, forsch' ich mit heiliger Be wollst mich prüfen, du wolleft gier; du fiebst es gnädig und be ganz mein Herz durchschaun! Er. lohneft mit Weisheit meinen Durft blickst du mich auf bösen Wegen, nach dir. so führe mich auf deine Bahn 5. Die Weisheit warnet mich und laß mich einst am Biel den vor Sünden, vor Selbstbetrug Segen der Frömmigkeit von dir und Heuchelei. Jch denke stets, empfahn! V. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. Mel. Sep Lob und Ehr' se. 69. Spur, wie in der Welten Ferne. em Menschen glänzt, Das Leben schmückt ihr Unter. o Gott, dein Licht in richt, fie bringt ein hoffnungsreis himmlischen Gedanken; er naht ches Licht auch in die Nacht der fich dir, ihn hemmen nicht der Leiden. niedern Wesen Schranken. Hoch steht er über ihrem Heer; dein Ebenbild besitzt nur er, Vernunft, die höchste Gabe. 4. Durch sie erkennt der Mensch das Band der reinen Bruderliebe, liebt nun ein größres Vaterland und fühlet höhre Triebe. Auch 2. Mit ihr empfing er auch von Muth verleiht sie uns und Kraft dir die Herrschaft dieser Erde und im Kampfe mit der Leidenschaft, Sinn und Kraft, daß Alles hier lehrt uns nach Freiheit ringen. durch ihn geordnet werde. Ver 5. Allein dies Licht versant in nunft macht Müh' und Arbeit Nacht, getrübt ward seine Klar leicht, wohin das Auge nicht heit; des Jrrthums und der Sünde mehr reicht, das kann doch fie er Macht hielt auf die Macht der gründen. Wahrheit; da loct' uns falscher Weisheit Wahn hin auf der schnö den Lüfte Bahn, da herrschte das Verderben. 3. Sie führt vom Schauplatz der Natur zu dir uns über Ster ne, zeigt uns im Kleinsten deine Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 33 6. Doch nun, in Jesu- rühmt war allein, doch nicht verlaffen: es laut- stieg uns das Wort Gott half mir gnädig aus der hernieder; von ihm belehrt, auf Noth. ihn erbaut, schaun wir das Licht nun wieder. Wir haben Theil an seinem Geift, der dem Verder ben uns entreißt und uns zum Vater leitet. 3. Gott ist mit mir! Was tann mir schaden? Was kann die Welt mir Uebles thun? Wie gut ists, aller Sorg' entladen, Herr, un ter deinen Flügeln ruhn. preise dich, Fels meiner Stärke, Gott, meine Zuflucht, mein Pa nier! Wenn ich auf deine Füh. rung merke, wie weis und gut er scheint sie mir. Ich 4. Du führtest mich auf dun. feln Wegen, verbargst vor mir 8. Daß wir der Wahrheit Quell dein Angesicht und kamst mir doch uns rein in Christi Lehr' erhal mit Huld entgegen, warst in der ten, voll Wachsamkeit und Mu Finsterniß mein Licht. Jhr güld. thes seyn im Kampf mit Trug, nen Seile treuer Liebe, zieht mich gestalten! Nicht Unglaub' oder zu meinem Schöpfer hin! Wie Heuchelei, nicht Aberglaub' und schäm' ich mich der niedern Triebe, Schwärmeret soll je von dir uns fcheiden. der ich so hoch begnadigt bin! 5. Ich fliehe des Verächters Pfade, den eitle Weltluft ganz umstrickt; ich suche Gott und seine Mel. Die Tugend wird se. 70. er Herr ist gut! Ihr Gnade, die mich so oft der Noth Himmel höret und entrückt. Ich will bis zu der letz jauchzt mir nach: der Herr ist ten Stunde mich meines Gottes gut! Er hat mein Leid in Lust dankbar freun; sein Lob soll stets verkehret; Gott ists, der große in meinem Munde, sein Ruhm Wunder thut. Wer zu ihm naht in meinem Herzen seyn. 7. Dank dir, der uns so herr lich schuf, so gnädig uns erneuet! D folgten stets wir deinem Ruf und würden ganz befreiet! Gehor sam sev uns heilge Pflicht, daß wir durch Sinnentaumel nicht zu rüd ins Elend finken. mit gläubgem Beken, dem wen. det er sich freundlich zu; wer auf ihn baut in seinen Nöthen, der findet Rettung, Troft und Ruh. 71. er Himmel Ruf erzählt und ehret des Höchften 2. Ich sah den Himmel schwarz Weisheit, Lieb' und Kraft, die umzogen und bald umfing mich ausgespannte Veste lehret: groß finstre Nacht. Hoch thürmten sich ist der Herr, der Alles schafft, und des Meeres Wogen, empört von alle Welten weit und breit ver. wilder Stürme Macht. Wie konnt tünden seine Herrlichkeit. ich Armer Hoffnung faffen, da 2. Von einem Tag zum an feine Hand mir Hülfe bot? Ich dern flinget laut ihr gedankenvol Mel. O daß ich tausend se. 34 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. les Wort; von einer Nacht zur an. aufgestellt. Verkündigt Weisheit dern dringet ihr Zeugniß unauf- und Ordnung und Stärke dir nicht haltsam fort; das Ohr hört nicht den Herrn, den Herrn der Welt? der Stimme Schall, das Herz ver, steht fie überall. 3. Das Loblied aller Welten freise geht mächtig aus in jedes Land und macht, zu seines Na mens Preise, ihn auch der fern. sten Welt bekannt, und der Ge stirne hehrer Lauf hebt unser Herz zu Gott hinauf. 4. Kannst du der Wesen unzäh lige Heere, den kleinsten Staub fühlles beschaun? Durch wen ist Alles? O gieb ihm die Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du ver. traun. 5. Sein ist die Kraft, sein ist Himmel und Erde, mit seiner Rechten schüßt er dich. Der Al4. Sein Arm bereitete der Sonne les schuf durch sein mächtiges boch an dem Himmel ihr Gezelt; Werde, Gott bleibt dein Vater fie geht heraus mit Freud' und ewiglich. Wonne, läuft ihren Weg gleich wie ein Held; ihr Glanz zerstreut die finstre Nacht und strömt her nieder Licht und Pracht. 6. Er ist dein Schöpfer, ist Weisheit und Güte, dein Schirm und Schild, dein Hort und Heil. O lieb' und ehr' ihn von ganzem Gemüthe, und nimm an seiner Gnade Theil. 5. Wie deiner Sterne Heer dort oben verfündigt deines Namens Ruhm, so soll auch unser Herz dich loben, voll Ehrfurcht in dem Mel. Alle Menschen müffen se. Heiligthum. Mehr noch, als dich 73. ir, dem weiſeſten Reder preist, dich Christum unser Geist. In eigener Melodie. gierer, tönt der Wel ten Preisgesang! Dir, du mei nes Lebens Führer, singt auch meine Seele Dant! Unter allen ie Himmel rühmen des Millionen, die dein weites Reich Ewigen Ehre, ihr bewohnen, fiebst du huldreich auch Schall pflanzt seinen Namen fort. auf mich, sorgest für mich väter. Jbn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere; vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 72. lich. 2. Auf der Menschheit hohe Stufe stellte, Herr, mich deine 2. Wer trägt der Himmel un Sand, daß von deinem Gnaden. zählbare Sterne? Wer führt die rufe ich den tiefen Sinn verstand. Sonn' aus ihrem Belt? Sie fommt Aus unendlichem Erbarmen zogst und leuchtet und wärmt uns von du mich mit Vaterarmen in der ferne und läuft den Weg, gleich Kindheit schon zu dir, gabst in als ein Held. Chrifto Alles mir. 3. Vernimm's und siehe die Wun. ber der Werke, so die Natur dir 3. Täglich warest du mir nahe, deine Weisheit lehrte mich, was Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 35 ich hörte, was ich sahe, zeigte mir,| 2. Wie groß ist Gottes Herr o Bater, dich. Ja, du kamst mit lichkeit! Allmächtig sprach er: neuem Segen jeden Morgen mir» Himmel, seyd!« Zum Erdball entgegen, was der Seele heilsam sprach er:» Werde!« Und gleich war, bot dein Geist mir reichlich zum Preise seiner Macht, stand dar. Alles da voll Reiz und Pracht, der Himmel und die Erde. Schaf fend sprach ers; da begonnen tau. send Sonnen und erhellten ein un zählbar Heer von Welten. 4. Darum will ich dir mit Freuden dankbar und ergeben seyn, will auch unter Kreuz und Leiden dir ein Herz voll Demuth weihn. Dich, Herr, dich laß ich walten, du wirst mich stets aufrecht halten; fende Freude, sende Schmerz: im mer preiset dich mein Herz. 3. Wie sie so herrlich sind, so schön, einträchtig alle Gott erhöhn und seine Größe preisen. Wie sind fie alle Lob und Dank, Ein hoher 5. Herr, das höchste Gut im Lejubelnder Gesang dem Gütigen, ben ist und bleibt mir deine Huld; dem Weisen! Dabei sollt' ich fie nur fann mir Freude geben fühllos schweigen, solcher Zeugen und bedecken meine Schuld. Uneoblied hören, und nicht Gottes bers hab' ich kein Verlangen, als Ruhm vermehren? nur treu an dir zu hangen, feft mit dir vereint zu seyn, um mich deiner ganz zu freun. 6. D der seligen Verbindung, du in mir und ich in dir! Dei ner Vaterhuld Empfindung werde täglich neu in mir; bis ich rein und ganz vollkommen dich einst fchau' mit allen Frommen, dort, wo ich bin allezeit bei dir in der Herrlichkeit. Mel. Wie schön leucht't uns ze. Pleug auf, mein Pfalm, 4. Für uns auch schuf der Herr die Welt, für uns auch hat er breitet. Dem Herrn gebührt auch das Gezelt des Himmels ausge unser Preis; für uns hat er den Erdenkreis zum Wohnplaß zube. reitet. Felder, Gärten streuen Se gen uns entgegen, Wald und Flu. ren zeigen seiner Güte Spuren. 5. Und immer scheint der Sonne Licht, und die Natur ermüdet nicht, für uns sich schön zu schmücken; sie beut der Freuden viele dar, bleibt 74. betung unserm Gott und Dank Auge zu entzücken. Gott läßt nim. vor seinen Thron zu bringen! Er mer diese Werke seiner Stärke hier hört der Menschen Loblied gern, veralten, bis er kommt, Gericht wenn höhre Geister auch dem Herrn zu halten. erhabne Pfalmen singen. Darum find auch mit den Heeren, die ihn ehren, wir gerufen hin zu feines Thrones Stufen. 6. So hat mein Gott an mich gedacht, so hat mich seine Huld und Macht begnadigt und erho. ben! Des Höchsten Lob sey meine 3* 36 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. Luft; strömt hin aus meiner vollen 6. Von dir, der dies an mir Bruft, ihr Lieder, Gott zu loben! gethan, werd' ich auch Speis' und Seele, rühm' ihn, und es schalle on dem Halle deiner Lieder Got tes Erd' und Himmel wieder! Trank empfahn. Ist gleich mein Herz nicht frei von Schuld, doch trau' ich deiner Vaterhuld: der du des Segens Quelle bist, du giebst auch mir, was heilsam ist. Mel. Dater unser im Himmelreich ze. 75. ott, deine Güt' und 7. Verleih' mir nur Genügsam Macht erhält, was feit mit dem, was deine Hand lebt und webt in deiner Welt; und mir beut. Die kleinste Gabe wed Aller Augen harren dein, du moin mir ein findlich dankbar Herz geft fie mit Speif erfreun; und zu dir, und lenke mich, du treuer deine Hand, Herr, öffnet sich und Gott, hin zu dem ewgen Lebens fättigt Alles väterlich. brod! 2. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil, noch immer mein bescheiden Theil; du schenktest mir Mel. Aus meines Herzens se. voll Freundlichkeit mein täglich 76. ott, der an allen Ens den große Wuns Brod berg, an Liebe reich, ist dir an Huld und Gnade gleich. der thut, du bists, in dessen Häne den mein ganzes Schicksal ruht, 3. Jch weiß, Herr, deine Hand für diese Prüfungszeit haft du, gewährt auch fünftig mir, was Herr meiner Lage, mein Glüd mich ernährt. Ich glaube fest, du thuft mir wohl, so lang' ich hier noch leben soll, und giebst mir bis an meinen Tod ohn' Unterlaß mein täglich Brod. und meine Plage bestimmt von Ewigkeit. 2. Eh' ich das Licht erblickte und deine Huld verstand, da schon, o Gott, beglückte mich deine Var terhand. Mein Lob ist zu gering, das Gute zu erheben, was ich in meinem Leben, o Herr, von dir empfing. 3. Drückt mich auf meinen We gen gleich manche Last und Müh', so führt sie doch zum Segen und 5. Mich schufft du nicht für du erleichterft fie. Du bleibst er. diefe Beit, mein Ziel ift in der barmungsvoll, willst liebreich dei Ewigkeit. Mein Geift kann sich nen Kindern des Lebens Noth in dir erfreun und deinem Bilde vermindern und förderst gern ihr ähnlich sehn. Dein heilger Sohn Wohl. ward Mensch, wie wir, und einigt, Bater, uns mit dir. 4. Dies war in meinem Leben mir immer Troft und Licht, und 4. Der Vogel bauet nicht das Land, du nährst ihn doch mit mil der Hand. Du schmückst die Blume töniglich, die keine Sorge fennt für sich. Wie sollt ich sorgen spät und früh? Bin ich vor dir nicht mehr, als fie? Ven der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 37 hat mir Kraft gegeben und frohe Bau bleibt unversehret, und die Buversicht. Wenn ich bekümmert Stadt des Herrn besteht. war, so seufzt' ich und war stille, und dann entriß dein Wille mich immer der Gefahr. 8. Selbst der Feinde Troß und Mühe muß dir ebnen deinen Pfad; darum komm, o Herr, und ziehe ein in deine Gottesstadt. 5. Dein Name sey gepriesen, bu Retter aus Gefahr, der fich an mir erwiesen so herrlich im merdar. Mit Freuden will ich 78. dir des Dankes Opfer bringen und deiner Güte fingen von Her zen für und für! Mel. Jefu, meine Freude 16. Gott der wirds wohl machen, ich alle Sachen allzeit heimgestellt. Er hat mich erkoren, eh ich war ge boren an das Licht der Welt, hat mir auch nach seinem Brauch, was vonnöthen, stets gegeben hier in diesem Leben. 2. Gott der wirds wohl machen. Oftmals Freud' und Lachen hat er mir bescheert, hat mich nie ver. 2. Sterne glänzen und erblin gessen, stets mir zugemessen, was den, Berge webst du weg wie mich stärkt und nährt. Auch, wenn Spreu; Völker werden und ver fast bie Kreuzeslaft seine Kinder schwinden; alles Fleisch vergeht wie Heu. hart gedrücket, hat er mich er. quicket. 3. Gott der wirds wohl machen. Laß die Wetter frachen und die Stürme wehn. Wenn mit gro Bem Grausen alle Welten brausen, will er bei dir stehn. Gott ist da mit Hülfe nah'. Schlägt dich Un glück auch darnieder, Gott erhebt dich wieder. Mel. Ringe recht, wenn te. 77.6 Pott der Macht, in dei nem Ruhme Reinem, als dir selbst bekannt; aus ver. borgnem Heiligthume waltest du mit starker Hand. 3. Reiche schmetterst du zur Erde; Königsstühle stürzen ein; Hirten rufst du von der Heerde, Herrscher ihres Volks zu seyn. 4. Wenn du anfängst, auszu gleichen, Herr, was kann vor dir bestchn? Alle Berge müssen wetchen, alle Thale sich erhöhn. 4. Gott der wirds wohl machen. Mächtig in dem Schwachen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der zum Troft ihn wählet in dem 6. Aber wo auf Felsengründen größten Leid? Drum, mein Herz, beines Tempels Mauer ruht, droht vergiß den Schmerz; Alles steht in von Fluthen und von Winden seinen Händen, Gott kann Alles fruchtlos die vereinte Wuth. wenden. 7. Und ob Alles fich empöret, ringsum Alles untergeht: dieser 5. Was der Menschen Kunst er hoben, ist auf leichten Sand ge stellt: du gebeutst, es ist zerstoben, wie das Laub im Herbste fällt. 5. Gott der wirds wohl machen, gnädig bei dir wachen, will dein 38 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. Stündlein nahn. Wenn des Le. Wie sollt ich nicht voll Zuversicht bens Jahre enden an der Babre, mich stets auf dich verlassen? führt er himmelan. Festen Grund hat dieser Bund: Alle, die in Christo sterben, sind des Himmels Erben. 3. Du trägst mich Sünder mit Geduld, und tilgst aus Gnaden meine Schuld, weil ich an Chris ftum glaube. Du giebst mir Theil an seinem Heil, wer ist, der mir es raube? Mel, un banket Alle Gott te. 4. Du bist mein Leben, Troft 79. err, ewger Gott! wie und Licht, hab' ich nur dich, so du, ist ewig beine frag' ich nicht nach dieser Erde Gnade, die unermüdet wacht ob Schätzen. Doch ohne dich kann deiner Frommen Pfade. Wie in niemals mich ein zeitlich Gut er. der Mutter Urm das Kind ber gözen. trauend ruht, so sind wir, treuer Gott, in deiner sichern Hut. 2. Du, Herr, bist unser Schirm; wenn Angst uns will erschrecken, dann eilt dein starker Arm, uns gnädig zu bedecken. Zu rechter Sache Schuß führst selber du den Krieg, zerstreuft der Feinde Schaar und frönst dein Werk mit Sieg. 5. An dir hab' ich den besten Freund, ders immer treulich mit mir meint; wo find' ich deines Gleichen? Mit deiner Treu' stehst du mir bei, wenn Berg und Hü. gel weichen. 6. Jch fürchte nicht der Feinde Drohn, ich achte nicht der Spöt. ter Hohn, nicht alles Leid der 3. Du bist die feste Burg, der Erden. Von dir gelenkt, muß, Hort, dem wir vertrauen; der was mich kränkt, mir doch zum starke Felsengrund, auf den wir Segen werden. ficher bauen. Sey unsre Zuver ficht und Zuflucht für und für: ob Erd' und Himmel weicht, doch halten wir an dir. 7. Du willst mein ewges Wohl, ergehn; einst werd' ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden. An dir wird sich dann ewiglich dort meine Seele weiden. Mel. In dich hab' tch gehoffet it. freue mein Mel. In dich hab' ich gehoffet se, 80. Gott, in dir. Du bist 81. weiß, daß all' mein mein Trost, und was kann mir bei deiner Liebe fehlen? Du, Herr, bist mein und ich bin dein; was mangelt meiner Seelen? und Thun, o Gott, in deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen; was du regierst, das steht und geht auf rechten, guten Wegen. 2. Du hast in Chrifto mich er wählt und deinen Kindern zuge zählt, wer kann die Gnade fassen! 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß Alles, was sein Rath 39 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. bedacht, sich auch des Fortgangs| bestes Theil sey deine Lieb' und freue; des Höchsten Rath macht Ehre. es allein, daß Menschenrath ge deihe. 3. Oft denkt der Mensch in sei nem Muth, dies oder jentes sey ihm gut, und ist doch weit gefeh let; oft fiebt er auch für schädlich an, was Gott doch selbst gewäblet. 4. Es fängt sein Werk wohl Mancher an so wohlbedächtig als er fann, und bringts doch nicht zu Stande; erbaut ein Haus und festes Schloß, doch nur auf losem Sande. 5. Wie Mancher ist in seinem Sinn schen über Berg' und Klip pen hin, und eb' er sichs versie het, liegt er barnieder, und sein Fuß hat sich umsonst bemühet. 6. Drum, Vater, schenke mir das Licht, das stets von deinem Angesicht in fromme Seelen brin get, und sie durch deines Geistes Kraft zur rechten Weisheit bringet. 7. Gieb mir Verstand aus dei. nen Höhn und laß mich nicht mit Trop bestehn auf meinen eignen Willen; sey du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu er. füllen. 10. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmög. lich däucht, und brings zum gu ten Ende; was du selbst angefan. gen hast, vollbringen deine Hände 11. Ist gleich der Anfang noch so schwer und scheints, ich müsse durch ein Meer von bittern Sor gen geben; so lehr' in meiner Schwachbeit mich mit Inbrunst zu dir fleben. 12. Wer fleißig betet, dir ver. traut, wird alle Noth, vor der ihm graut, mit tapferm Muth bezwingen; im schwersten Kampfe hilfst du ihm zuletzt den Sieg er ringen. 13. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich in mir nicht selber find', hast du in voller G'nüge; wohl halt und herrlich slege. so bilf nun, daß ich meinen Stand 14. Dein soll sehn aller Ruhm und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreu. ter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang' ich leb', er. zählen. 8. Jsts Wert von dir, so gieb mir Glücd, ists Menschenthun, so Mel. Dom Himmel hoch se. treibs zurück und ändre du mein 82. Mein Auge flebt, o Gott, Sinnen; was du nicht wirkest, pflegt von selbst in Kurzem zu zer dir. deinem Throne bilf du mir. Mein Heil fommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. rinnen. 9. Gieb du mir ein, was recht und gut, damit ich nicht auf Fleisch und Blut bei meinem Wollen böre; mein höchster Zweck, mein nicht gleiten wird! Der dich be 2. Getroft, mein Herz, dein treuer Hirt schafft, daß dein Fuß 40 hütet, schlummert nicht; in Fin sterniß ist er dein Licht. 3. Kein Uebel sey dir fürchter lich, denn Gottes Rechte schüßet dich. Durch seine treue Vaterhand wird aller Schaden abgewandt. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. führt. Weil er ist bei Gott in Gnaden, kann ihm keine Trübfal schaden, denn der treue Gott re giert. 5. Was für Angst in ihrem Her gen über ihres Kindes Schmerzen 4. Sein Schuß gewährt dir Si- eine treue Mutter spürt: solches cherheit; fein Trost füllt dich mit Mitleid, folch Erbarmen ist bei Freudigkeit; er leitet dich auf ebner Gott; getrost, ihr Armen! denn Bahn, und nimmt dich einft mit der fromme Gott regiert. Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mich! Du bist mein Heil, ich hoff auf bich; dein Segen folg' aus dieser Beit mir bis in jene Ewigkeit. 6. Nun so tritt, um feft zu ste hen, auf des Glaubens Felsen. höhen: glaub' und lieb', wie fichs gebührt! so wird Alles wohl ge lingen und du wirst mit Freuden fingen, daß dein Herr und Gott regiert. Mel. Alles ist an Gottes te. 83. Meine Seele, laß Gott Mel. Sey Lob und Ehr' bem se. walten, der dich fann und will erhalten, der die Seinen gnädig führt. Was dich auch bis. 84. Menn ich, o Schöpfer, weilen plaget, trag' es gern, sey unverzaget, denn der große Gott regiert. deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für Alle wacht, anbetend über lege: so weiß ich, von Bewund rung voll, nicht, wie ich dich er heben soll, mein Gott, mein Herr 2. Jn des Himmels weiter Ferne schau das helle Heer der Sterne auf und ab von Gott geführt. und Vater! Schau das Meer, empört von 2. Mein Auge fieht, wohin es Winden, fieb' der Wogen Auf- blickt, die Wunder deiner Werte. ruhr schwinden, weil der höchste Der Himmel, prächtig ausge Gott regiert. schmückt, preift dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? wer kleidet sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Sollte denn in Menschen dingen etwas feinen Lauf voll bringen anders, als der Herr es führt? Nein! fürwahr, es muß geschehen, was er für uns aus. 3. Wer mißt dem Winde fei ersehen, denn der starke Gott renen Lauf? wer beißt die Himmel giert. regnen? wer schließt den Schooß 4. Sterben, leben, weinen, der Erde auf, mit Gütern uns freuen muß zum Besten dem ge zu segnen? Du bist es, Gott deihen, den die Liebe Gottes der Herrlichkeit, und deine Güte 41 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. reicht so weit, so weit die Wolken| zen ihre Lieder, daß ihre neuen geben. Brüder dem Untergange find ent flohn. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt met nem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 4. In solcher Geister Chören bich ewig zu verehren, Gott, welche Se ligkeit! Der wird sie einst empfin. den, der frei vom Dienst der Sünden, sich ihnen gleich zu wer den freut. 5. Drum laß mich schon auf 5. Der Mensch, ein Leib, den Erden den Engeln ähnlich wer. beine Hand so wunderbar bereiden, die selig vor dir stehn, da, tet; der Mensch, ein Geist, den mit ich ihnen gleiche in deinem fein Verstand dich zu erkennen lei. Himmelreiche und dort dein Ant tet; der Mensch, der Schöpfung| lig möge sehn. Ruhm und Preis, ist sich ein täg licher Beweis von deiner Güt' und Größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geift, erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sey gepreift, und alle Welt fag': Amen! und alle Welt fürcht ihren Herrn und hoff auf ihn und 6. Dann lehren sie mich droben, um würdger dich zu loben, des Himmels höhern Dank. In dei nem Heiligthume wird dann zu beinem Ruhme der ganze Himmel ein Gefang. Mel. Jehovah ist mein Licht 16. bien ihm gern! Wer wollte Gott 86. Tie führst du bach fo nicht felig, Herr, die Dei Mel. In allen meinen Thaten se, 85. nen! Ja, selig führst du sie, doch wunderbar. Du kannst es nie. mals böse mit uns meinen, du bist getreu, dein Wort bleibt ewig Heere, die du zu wahr. Verschlungen oft, doch rich deiner Ehre, Herr aller Welten, tig ist der Pfad, auf dem du deine schufft? Sie freun fich, deinen Willen gehorsam zu erfüllen, zum Dienst bereit, wenn du sie rufft. Per zählt der Engel Kinder heißest gehn; wo unsre Augen nur Verwirrung sehn, da triumphirt zuletzt dein weiser Rath. 2. Sie eilen, in Gefahren den Frommen zu bewahren in seiner Pilgerzeit; fie freun an deinem Throne sich einst auch seiner Krone, wie ihrer eignen Seligkeit. 3. Bekehren sich die Sünder und werden deine Kinder durch Chri ftum, deinen Sohn, dann jauch2. Du darfst dich nicht an solche Ordnung halten, wie uns Ver nunft aus guter Meinung stellt. Dein Schwert kann jeden Knoten rasch zerspalten, und sanft wird er gelöft, wenns dir gefällt. Die stärksten Bande trennt dein mäch tig Wort. Was dir entgegen strebt, 42 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. bas finfet bin; ein Wink von dir| der hin auf dich. So leitest du zu bricht auch den härtsten Sinn und erst den Kinderschritt; dann kommt ungehemmt geht stets dein Rath, schluß fort. die Zeit, wo du uns Größres schenkst, dich in das Herz als 3. Was Menschenklugheit will deine Wohnung fenfft und uns zusammenfügen, zerstreust du weit der Weisheit Gaben theilest mit. umber in Oft und West, was un 7. So gehst du mit uns nicht ters Joch die Starken wollen biegemeine Wege; oft scheint es uns, gen, das stellest du zum Zeichen als sey das Ziel verfehlt. Doch frei und fest. Du knüpfest, was weißt du wohl, was sich im Her. die Welt zerreißt, in Kraft; bricht zen rege, und was uns frommnt, fie, du baust; baut sie, du reißest wird stets von dir gewählt. Du in. Ihr hellster Glanz erbleicht hältst und trägst und greifest hülf. zum matten Schein und Leben reich zu, übst Vatertreu' und wird aus Todesgraun geschafft. brauchst dein Vaterrecht, und fo 4. Wen unsre Meinung fromm gelangt dein auserwählt Geschlecht und selig preiset, der ist oft längst zum Geist der Kindschaft und zur aus deinem Buch gethan; wem selgen Rub. Niemand Zeugniß giebt noch Ehr' 8. D Auge, das nicht Trugerweiset, den führst du in der noch Heucheln leidet, gieb mir die Stille himmelan. Der Pharisäer Klugheit, die mir noch gebricht, Tisch läßt Chriftus stehn und spei die recht Natur von Gnade unters set mit den Sündern ohne Scheu. scheidet, daß eigne Licht von dei Wer weiß, was immer deine Abnes Geistes Licht. Nie will ich ficht sey? Wer kann der Weisheit dich zu meistern mich getraun; tiefften Grund erspähn? drum brich den Willen, der sich selber liebt, weck auf den Sinn, der ganz sich dir ergiebt und sich genügen läßt, dir nachzuschaun. 5. O Vater, sey von uns gebenedeiet, der du uns aus dem Tod lebendig machst! Wenn uns dein Geist von oben Licht verlei 9. So ziehe mich hinein in dei het, dann sehn wir erst, wie wohl nen Willen und führ' und bege du für uns wachst. Von je war selbst dein armes Kind! Den unser Elend dir bekannt, der blöde Zweifel wird des Geistes Zeugniß Sinn, das zagend troßge Herz, stillen, sein Antrieb macht mich und flar geschrieben stand es aller Chrifto gleich gefinnt. Mein ist wärts, wie es mit schwachen Kinnun Alles, denn dein Sohn ist dern sey bewandt. mein! und mir zu dienen schämt 6. Drum scheinst du bald uns kein Engel fich; die Geister, mir härter anzugreifen, bald fährst du verwandt, erwarten mich, und in wieder mit uns säuberlich. Ge das ewge Leben geb' ich ein. lüftet uns, vom Wege abzuschwei fen, so weist die Zucht uns wie 10. Bis dahin stets von deinem Licht erquicket, bin ich schon selig, Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 43 weil dein Geist mich treibt, weil das schenkst du gnädig Allen, und jedes Herzens Anblick mich be fättigft, was da lebt, mit Freud' glücket, das in der Treu' und in und Wohlgefallen. Du giebst den der Liebe bleibt. Gott, du mein Schwachen Kraft und den Belad. Alles, fülle ganz mein Herz! Ists nen Rub', und deckest unsre Schuld möglich, daß noch etwas den be um Chrifti willen zu. trübt, der dich allein und in dir Alles liebt? Nein, Freudenquell! auf ewig weicht der Schmerz. 6. Was frag' ich außer dir nach allem Glück der Erde, wenn ich nur deiner Huld, o Gott, gewür, digt werde? Wie sanft ist dein Befehl:» Gieb mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg, ich bin dein Schild und Mel. Nun danket Alle Gott se 87. dein Nam' in allen Lohn! die herrlich ist, o Gott, Landen! Die Himmel und ihr Heer sind durch dein Wort ent standen. Du sprichst, und es ge schieht; gebeutst du, so stehts da. Auch mich riefst du ans Licht und bist mit Huld mir nah. Mel. Fren bich sehr,# meine st, 88. underbar ist Gottes Schicken, wunder. doch ist dies er. Die er barlich ist sein Rath, 2. Du bist der Gott der Kraft, herrlich sein Erquicken, dich preisen Erd' und Meere. Die weist zuletzt die That. Himmel ohne Zahl verkünden deine liebt, betrübt er auch; dieses ist Ehre. Auch ich erhebe dich, mein sein alter Brauch, laß dein Herz Heil kommt nur von dir; du hö, nur nimmer wanken, du wirst rest auf mein Flehn und sendest ihm dereinst noch danken. Hülfe mir. 2. Sieb' auf deine vorgen Tage, 3. Schau ich die Himmel an, fieb, was dich dein Leben lehrt: die du, Herr, ausgebreitet, der wie so manche Noth und Plage Sonne Glanz und Pracht, den hat dein Gott in Heil verkehrt. Mond, den du bereitet: was ist In der dunklen Kreuzesnacht hast der Mensch vor dir, daß du, Herr, du oft voll Angst gedacht: ich sein gedenfft und ohne Unterlaß muß hülflos untergehen; doch ließ uns Heil und Segen schenkst? Gott dich Rettung sehen. 4. Bald theilst du Glück mir zu, 3. Höre, was dir Gott verspro. bald Leiden, die mich üben, und chen, was dir zugesagt sein Mund; meiner Tage Zahl ist in dein nie hat er sein Wort gebrochen, Buch geschrieben. Du dachtest fest bleibt seiner Gnade Bund. gnädig mein, eb' ich in's Leben Erd' und Himmel wird vergebn: fam, sahst mich, eh' diese Welt Gottes Wort bleibt ewig stehn, noch ihren Ursprung nahm. darauf kannst du voll Vertrauen, als auf einen Felsen bauen. 5. Was Leib und Seel' erquickt, 44 Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung. 4. Hält es Gott dir gleich ver- deine Huld genießen. Vater! Vaborgen, wann und wie er helfen ter! ja, dein Wille reicht die Fülle will: mach' dir darum feine Sor guter Gaben hier schon reichlich, gen, sey in deinem Gott nur ftill. uns ju laben. Er will prüfen, ob auch fest fich dein Herz auf ihn verläßt, ob du feinen Sinn wohl kenneft und ihn findlich Vater nenneft. 5. Ja, mein Gott, dich laß ich walten, dich, der du mein Vater bift; deine Huld wird mich erhal ten, mir verleihn, was heilsam ist. Stärke meine Zuversicht, daß ich hoff und zweifle nicht: wunderbar wirst dus noch schicken, um mich herrlich zu erquicken. 4. 3war ist es deiner Weisheit Brauch, dem Kelch der Erden. freuden auch oft Bittres beizu mischen. Doch ist die Trauerstunde da, so ist uns auch dein Beistand nab', die Seele zu er. frischen. Vater! Vater! mein Ge müthe foll die Güte nie vergessen, die sich nimmer läßt ermessen. Mel. Wie schön leucht't uns is. 5. Auch wenn mich Trug der Welt verwirrt und sich mein Herz von dir verirrt: doch übst du Va tertreue. Denn deine grenzenlose Huld vergiebt den Reuigen die Schuld und stärkt sie dann aufs Neue. Vater! Vater! dein Er barmen mit uns Armen ist un. endlich; wären wir nur stets erfenntlich! 89. u bir schwingt fich mein Geift empor, o Schöpfer, den im Jubelchor die höhern Geifter loben! Auch mich haft du hervorgebracht, auch uns hat deine Huld und Macht gleich ihnen hoch erhoben. Vater! Vater! so dich nennen, so dich kennen und er heben, was fann höhre Würde geben? 6. Und geb' ich dir mein gan. zes Herz, so wird einft über jeden Schmerz mich deine Gnad' erheben. Bald ist das Erdenthal durchreift, verherrlicht schwingt sich dann mein 2. Mein Leben ist in dieser Zeit Geift empor jum höhern Leben. die Reise nur zur Ewigkeit auf Vater! Vater! welch Entzücken, prüfungsvollen Wegen; doch weißt zu erblicken, was den Deinen dort du wohl, wie schwach wir find, wird ohne Hüll' erscheinen! und führst auch mich, dein schwa- 7. Daß solches Lob mein Herz ches Kind, dem Biele mild entdir bringt und solche Hoffnung gegen. Vater! Vater! Alles lei- mich durchdringt, das dank' ich test und bereitest du mit Liebe, daß ich dir folgsam bliebe! 3. Bewundernd seb' ich überall des Segens Quellen ohne Zahl in deiner Welt mir fließen. Da strö men tausend Freuden hin für mei nen Geist, und jeder Sinn fann deinem Sohne. Dein holder Va ternam' ertönt, seitdem er uns mit dir versöhnt, bet uns wie dort am Throne. Dort ja wer den ewig schallen, nie verhallen unsre Chöre, dir und deinem Sohn zur Ehre. Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. VI. Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. In eigener Melodie. Und: Nun biten Wer leitet unser Streben, wenn wir den heilgen Geist ze. es das Ziel vergißt? Wer führt 90. h, mein Herr Jefu, durch Tod zum Leben? Der Weg bringt großen Frieden ins Herz binein, und dein Gnadenanblick macht uns so selig, daß Leib und Seele dar über fröhlich und dankbar wird. 2. Wir schaun dein freundliches Angeficht voll Huld und Gnade wohl leiblich nicht; aber unsre Seele kann dich gewahren, du fannst ihr fühlbar dich offenbaren, auch ungefehn. 2. Hier irren wir und fehlen, gehüllt in tiefe Nacht. Durch wen wird unsern Seelen ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, die Alles uns er hellt, denn Chriftus ist die Wahr. heit, er ist das Licht der Welt. 3. Wer giebt uns hier schon Freuden, die Niemand rauben fann? Wer zeiget uns im Leiden 3. O wer nur immer bei Tag den Himmel aufgethan? Wenn und Nacht dein fich zu freuen recht vor dem Tod wir beben, wer wär' bedacht, der hätt' ohne Ende giebt dem Herzen Rub' Heil! von Blück zu sagen und seine Christus ist das Leben, führt Seele müßt immer fragen: wer uns dem Vater zu. ift wie du? 45 4. Barmherzig, gnädig, gedul. dig uns stets voll Mel. Mir nach, fpricht ze. u aller die Schuld verzeihn, heilen, ſtillen, 92. feit, Herr, wer fann trösten, erfreun und segnen, und dich erreichen? Mit dir, der ganz unsern Seelen als Freund begeg fich Gott geweiht, ist Keiner zu nen, ist deine Luft. vergleichen. Auf deinem Wandel, frei von Schuld, ruht, Jesu, dei nes Vaters Huld. 2. Wer lebte treuer wohl, als du, für Gottes heilgen Willen? Das war dein Ruhm und deine Rub', ihn freudig zu erfüllen. Nicht Ehr und Herrschaft war dein Ziel, du suchtest nur, was Gott gefiel. 3. Wenn irgendwo sein Wort geschab, quoll Freud' aus deinem Herzen; wenn Jrrende dein Auge 5. Ach gieb an deinem köftlichen Heil uns alle Tage reichlichen Theil, und laß unsre Seele fich immer schicken, aus Noth und Liebe nach dir zu blicken ohn' Un terlaß. Mel. balet will ich dir geben 16. 91. Pus irdischem Getümmel, wo nichts das Herz er quidt, wer zeigt den Weg zum Him mel, wohin die Hoffnung blickt? 46 fab, empfandst bdu tiefe Schmer zen. Se bing an Gott dein gan jer Sinn und immer sahst du nur auf ihn. Bon Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenken! 8. Dort wird einst ewig bei dir fehn, wer bir ist nachgewandelt; zu deiner Freude gehen ein, die hier wie du gehandelt. O laßt uns Gottes Willen thun und ganz in seiner Fügung ruhn. 2. Gedanke voller Majestät, um. die Vernunft erhöht, stillst du doch ringt von Finsternissen, hoch über mein Gewissen. 4. Jhn prieseft bu durch Wort und That vor aller Welt mit Freu, ben; du warst bereit, nach seinem Rath zu unserm Heil zu leiden, so daß, wie Gott die Liebe ist, bu feines Wesens Abglanz bist. 5. Du zeigtest, daß des From men Noth ihn nie zum Bösen reize, du warst gehorsam bis zum tes Rath von Jesu Tod ergrün4. So kann ich auch nicht Got Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. den, allein das Göttliche der Stets blieb Gott beine Zuversicht That, das kann mein Herz em. und dein Vertrauen wanfte nicht. pfinden. 6. Auch als du riefft: mein Gott, mein Gott, wie haft du mich verlassen! auch da wußt' un Jesus Christ der Sünder Schuld 5. Mimin mir den Troft, daß ter bitterm Spott bein Herz fich getragen, daß er mein Gott und boch zu fassen, und was du hoff. Heiland ist, so werd' ich angstvoll teft, ist geschehn, Gott ließ dich sagen. feine Hülfe sehn. 6. Jft Chrifti Wort nicht Got 7. Nun hat dich Gott, dein tes Sinn, so werd' ich irren müj, Gott erhöht, ein Nam' ist dir sen und, wer Gott ist und was ich gegeben, der über alle Namen bin und werden soll, nicht wissen. geht, voll Kraft und Heil und 7. Nein, diesen Troft der Chris Leben. Durch alle Himmel tönt stenheit, soll mir kein Spötter rau, dein Ruhm, die Herrschaft ist dein ben, ich fühle seine Göttlichkeit Eigenthum. und halte fest am Glauben. der nicht, noch ihren Bau er 3. Ich kann der Sonne Wun gründen, und doch kann ich der pfinden. Sonne Licht und ihre Kraft em 8. Des Welterlöfers Eigenthum, durch ihn des Himmels Erbe, dies bin ich, und das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Er hat mir seinen Geist ge fandt, im Glauben mich zu stär. fen, und bildet mich durch seine Hand zu allen guten Werken. Mel. 3ch bank' dir schon se, 10. So lang' ich seinen Willen Pedante, ber uns Leben gern mit reinem Herzen thue, fo giebt, wer fann dich fühl ich eine Kraft des Herrn und ganz durchdenken: also hat Gott schmecke Fried' und Ruhe. 93. Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 47 11. Und wenn mich meine Sünde[ treibe nun, daß gern fie meinen kränkt und ich zum Kreuze trete, so weiß ich, daß er mein gedenkt und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt und ich ihn schauen werde, daß er mich einft zu sich erhebt vom Staube dieser Erde. 6. Des Sohnes Ruf ist: Men. schen, hört, was euch der Gott der Liebe lehrt, liebt den, der euch zuvor geliebt, und euch den Sohn zum Heiland giebt. 14. Soll ich dereinst noch wür. dig seyn, für dich hier Schmach zu leiden, so müsse mich nicht Schmach noch Pein von deiner Liebe scheiden. 7. Mit meiner Liebe liebet euch. Ihr schd durch mich einander gleich, und weiht die neuen Kräfte gern dem Reiche Gottes, eures Herrn. 8. Gott, der du selbst die Liebe 15. Hat Gott uns seinen Sohn bist, die keines Menschen Sinn geschenkt, will ich noch sterbend ermißt, gieß aus den Geist der denken, wie sollt uns der, der Liebe nun, daß Alle deinen Wil ihn geschenkt, mit ihm nicht Allen thun. les schenken! 13. Erfüll' mein Herz mit Dank barkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. Willen thun. 5. So sandte Gott von seinem Thron den eignen eingebornen Sohn; der Vater thut durch Christi Mund sein Wort und seine Liebe kund. Mel. Wachet auf, ruft uns 1e. Mel. Herr Gott, dich loben Alle ze. 94. Bott wollte nicht des Sün. 95. Beilger Jefu, Heilgungsders Tod, gab ihm sein Wort und sein Gebot, that ernst, lich seinen Willen kund, rief Israel in seinen Bund. quelle, wie strahlt dein Glanz so rein und helle, wie leuch. tet deine Heiligkeit! Aller Glang der Seraphinen, die Heiligkeit der Cherubinen ist gegen dich nur 2. Jm Donner bebte Sinai, als Dunkelheit. Ein Vorbild bist du sein Geseß der Herr verlieb; er mir, o bilde mich nach bir, du grubs in Felsentafeln ein, doch mein Alles! Jefu, bilf du auch auch des Volkes Herz blieb Etein. mir dazu, daß ich auch heilig set, 3. Da sprach voll Huld des Bawie bu! ters Mund: Gestiftet werd' ein 2. Frommer Jesu, dessen Leben neuer Bund, kein todter Buch, dem Willen Gottes ganz ergeben, stab' auf dem Stein, die Liebe der bis zum Tod gehorsam war: schreib' ins Herz ihn ein. lehr' auch mich des Vaters Willen still und ergeben zu erfüllen, ihm zu gehorchen immerdar. Mach' dir mich gleich gefinnt, wie ein gehor. 4. Dann herrscht mein Zepter väterlich, fie find mein Volk, ihr Gott bin ich, die Liebe lehr' und WXD 48 Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. sam Kind, fromm und stille. Jesu, Thron umgeben, nicht Arglift hilf du auch mir dazu, daß ich sey fromm und still, wie du! noch Gewalt, nicht Freud' und Leiden von Gott mich scheiden. 3. Bütger Jesu, o wie milde, wie ähnlich deines Vaters Bilde, wie freundlich warest du gefinnt! Deiner Güte Glanz scheint Allen; du richtest freundlich auf, die fal len, du sucheft, die verloren sind. O neig' auch meinen Sinn jur wahren Liebe hin, die nicht man tet! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich auch gütig set, wie du! 4. Sanfter Jesu, wie geduldig 4. So knieet denn, ihr theu'r trugst du die Schmach und littst erlösten Brüder, voll heißen Danks unschuldig, und sprachst kein Wort vor seinem Throne nieder, bereit der Drohung aus! Wer kann und freudig, ihm das ganze Le beine Sanftmuth messen, bei der ben zum Dienst zu geben! du dennoch nie vergessen den Ei fer für des Vaters Haus! Herr, mach' vom Zorn mich frei! Gieb Sanftmuth und verleih' frommen Eifer! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich fanftmüthig sey, wie du! 2. Der Ew'ge, der hoch über Sonnen thronet, hat, uns zum Heil, auch nicht des Sohns verschonet; er hat aus Huld, damit wir konnten leben, ihn hingegeben. 3. Wie sollt' er uns mit ihm nicht Alles schenken, wenn wir in seine Gnad' uns nur versenken? Ja, Alles schenkt aus ewigem Er. barmen der Herr uns Armen! 5. Wir preisen dich, o Gott, der uns Verlornen herabgesandt hat seinen Eingebornen, und brin gen dankbar dir aus reinem Triebe ein Herz voll Liebe. Mel. Jefus, meine Suversicht ze. 5. Jesu, du mein Heil und Le ben, du wolleft ſelbst die Straft 97. efus nimmt die Sün. geben, deinem der doch Vorbild gleich! Gieb, daß mich dies Trostwort Allen, die fern dein Geist durchdringe, daß ich von der rechten Bahn auf verkehr. viel Glaubensfrüchte bringe und ten Wegen wallen. Hier ist, der tüchtig sey zu deinem Reich. Ach fie retten kann: Jesus nimmt die jeuch mich ganz zu dir und lebe Sünder an. felbst in mir, treuer Heiland! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich bei dir einst finde Ruh'. 2. Keiner Gnade find wir werth, doch er beut in seinem Worte, was ein reuig Herz begehrt; offen steht die Gnadenpforte, Allen ist fie aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. Mel. Herzliebster Jesu te. Ich bin gewiß, we 3. Wenn ein verloren ist, 96. der Lob Buch Leben, führet es der treue Hirte, Jeſus, nicht Engel, die des Höchsten der uns nie vergißt, suchet treulich Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 49 das Verirrte, daß es nicht verbracht! Des ewgen Todes Kette derben tann. Jefus nimmt die brach, besiegt war seine Macht. Sünder an. 4. Die Stimme schallt; schon 4. Kommet Ulle, fommt her wird die Welt von ihrem Ruf er. zu, kommet, ihr betrübten Sünfüllt, und jeder Gößentempel fällt der! Er verheißt der Seele Rub', und jedes Gößenbild. macht aus Sündern Gottes Kinder. Un gesäumt laßt uns ihm nahn! Jesus nimmt die Sünder an. 5. Jch Betrübter tomme bier und betenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gna de und Vergebung finden! Eins ist, was mich trösten tann, Jesus nimmt die Sünder an. 6. Mein Gewissen zaget nicht wer will mich vor Gott verklagen? Der mir einst das Urtheil spricht, hat auch meine Schuld getragen, daß mich nichts verdammen kann. Jesus nimmt die Sünder an. 7. Jesus nimmt die Sünder an. Mich auch hat er angenommen, mir den Himmel aufgethan, selig werd' ich zu ihm kommen. Furcht. los end' ich meine Bahn: Jesus nimmt die an. McL Lobt Gott, ihr Christen ac. 98. S hr Völker, höret Christi Wert, daß laut zu euch erschallt; es gebt durch alle Seiten fort und wirkt mit Allge walt. 2. Die Stimme Jesu rufet euch, die ihr mühselig feyd, fie ladet ein zu seinem Reich, fie tröstet, stärft, erfreut. 5. Die Stimme des Erlösers tönt: der Sünder borcht und bebt; er hört, er sey mit Gott versöhnt, er staunt und glaubt und lebt. 6. Dereinst, wenn diese Stim. me ruft, geborchen Erd' und Meer und es erhebt sich aus der Gruft der Todten großes Heer. 7. Die Stimme Chrifti spricht alsdann: Jhr Frevler, weicht von mir! Jhr Frommen, euch sey auf. gethan des Paradieses Thür! 8. Die Stimme Jesu Chrifti schallt durch Erd' und Himmel fort. Sie wirkt mit Gottes Allgewalt: o, merket auf sein Wort! Mel. bater unser im Himmelreich ac 99. Dein Lehrer ist dir, Jefu, gleich, wie an Lieb' und Weisheit reich; du, ein Prophet in Wort und That, verkün, digst uns des Ewgen Nath! du bist gesalbt von Gottes Hand, der dich vom Himmel hat gesandt. 2. Du wiesest uns die wahre Spur zu Gott, dem Schöpfer der Natur; du haft den rechten Weg gezeigt, auf dem der Geist zum Himmel steigt. Was du vom Va ter selbst gehört, das hast du un verfälscht gelehrt. 3. Die Stimme Jesu Christi 3. Du bist das wahre Licht der sprach am Kreuz: Es ist voll, Welt. So hat Gott selbst dich dar, 50 Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. gestellt, so haben dich bekannt ge du magst dein Werk vollenden, und macht die Wunder, die du haft auf wunderbaren Wegen führst du vollbracht. Du haft befiegelt durch uns dem Ziel entgegen. den Tod, was du gelehret, sey von Gott. mo 3. Größre Wunder sieht man glänzen in des Gnadenreiches Gren4. Nachdem du eingegangen bist, zen. Wer vermag fie wohl zu zäh aller Weisheit Urquell ist, len die von dir erlöften Seclen, machst du durch deiner Boten die das Wort aus deinem Munde Mund noch jetzt dein Heil den heiligt in dem Gnadenbunde, die Menschen kund; du bist es, Herr, gern Alles für dich lassen und, von dem das Amt, das die Ver wie du, die Sünde haffen? söhnung predigt, stammt. 4. In dem Reiche deiner Ehre dienen dir des Himmels Heere; durch frohlockende Gesänge preiset dich der Selgen Menge, die dort 5. Noch immer hilfft du delnem Wort in seinen Siegen mächtig fort; du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen heil in des Himmels Auen dein ver. gen Geist, durch den du Kraft flärtes Untlig schauen und dich zum Glauben schenkst und unser unermüdet loben, der zum Him. Herz zum Guten lenkft. mel fie erhoben. 6. O sende deinen Geist auch mir, daß er mich zu der Wahr5. Herr, in allen diesen Rei chen! dir ist Niemand zu verglei beit führ', daß ich, von Eigenchen an dem Ueberfluß der Schäße, dünkel frei, nur deinem Wort ge horsam sey! Du, Sohn des Höch ften, sollst allein mein Lehrer und mein Meister seyn! an der Ordnung der Geseße, an der Dauer der Regierung, an der Weisheit in der Führung, an den Siegen über Feinde, an Beseligung der Freunde. Mel. Schmücke dich, a liebe Seele 16, 6. Herrsch' auch, Herr, in mei 100. Pönig, dem kein Kö. nem Herzen, überwinde Furcht nig gleichet, vor und Schmerzen, steh' mir bet, dem jeder Glanz erbleichet, du, wenn ich muß tampren, hilf mir des Vaters Eingeborner und zum alles Böse dämpfen, lehre mich Herrschen Auserforner, der zu dich recht zu lieben, freudig bein eigen uns erworben, da du bist Gebot zu üben, daß ich mit dir für uns gestorben, ber nun ewig muthig streite und einst herrsche triumphiret und des Reiches Zep. dir zur Seite. ter führet! Mel. Preis, Lob, Ehr, Ruhm se, 2. Himmel, Erde, Luft und Meere sind, o Herr, voll deiner Ehre; über Lebende und Tobte 101. Romin, beuge bich, herrschen deine Machtgebote, Al. Sinn, vor Christi Throne tief mein Herz und les steht in deinen Händen, daß barnieder. Bu seinen Füßen finte Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 51 hin, und bring' ihm deines Dan, hin uns selbst mit Allem, was tes Lieder. Erkenne, wie du selbst aus dir nichts bist, wie Gott al lein in dir nur Alles ist. wir haben; nimm Leib und Seel', nimm Herz und Sinn zum Eigen. thum, statt andrer Gaben. Be. reite selbst dir aus der Schwachen Mund ein würdig Lob; mach' 2. Wo wär' in dir ein Funke Kraft, wenn du sie nicht erlangt von oben? Wer hat dir Schuß deinen Namen fund. und Rub' geschafft vor deiner Feinde Lift und Toben? Wer bändigte des Bösen finstre Macht? Wer hat der Wahrheit Glanz ans Licht gebracht? 8. Hierzu gieb Einen Sinn und Muth; halt deine Gläubgen fest zusammen, daß unser Herz von heilger Gluth entbrenn' in dei ner Liebe Flammen. Zu deinem 3. Wer hat dich aus der Noth Thron steigt unser Dank empor, befreit, dein Leben der Gefahr ent- bis würdger er erschallt im hö riffen? Wer frönt dich mit Barmhern Chor. herzigkeit? Wer läßt dich seine Rechte wissen? Ist er es nicht, der unerschöpfte Quell, der täglich 102. Mel. Ein Lämmlein geht se. Dant fey dir, o Jeſu, Dob, Ehre, Preis und noch uns zuströmt rein und hell? 4. Ja, deine Hand hat uns ge- unser Leben! Preiswürdig bist du faßt und über all' Verdienst und für und für, wer fann dich g'nug Hoffen hinweggethan der Sünden erheben? Eh' noch die Welt war, Last, daß nun der Himmel uns warst du schon, groß, herrlich steht offen! Du machst das Herz und des Höchsten Sohn, ein Erbe von Furcht und Zweifel leer und seiner Ehre. Dein ist das Reich, felger Friede waltet um uns her. die Herrlichkeit, und du beherr. 5. Was zwischen uns fich dränscheft weit und breit der Kreaturen gen will, hat deine Kraft gar bald Heere. vernichtet; du hältst den Tempel 2. Dein find fie, denn durch rein und still, den du dir selbst in wessen Kraft ward Himmel, Meer uns errichtet. Ja, fest bestehet und Erde? Wer hat das Leben beine Herrlichkeit, die dir in uns uns verschafft? Wer sprach zum ber Vater hat geweiht. Engel: werde! Du bist das Wort, 6. Du überschüttest uns mit durch welches Gott der ganzen Lieb' und reinigst Herzen, Mund Welt zu seyn gebot, du bifts, der und Sinnen, daß wir aus deines Alles träget, was sichtbar und Geistes Trieb dich immer lieber unsichtbar ist, was Erd' und Him. noch gewinnen. Du drückst dem mel in sich schließt und was im Geift der Reinheit Siegel auf, Meer fich reget. daß unbefleckt wir enden unsern Lauf. 3. Und dennoch bist du uns zu Gut in diese Welt gekommen, und haft selbst unser Fleisch und 4* 7. So nimm dafür zum Opfer 52 Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. Blut freiwillig angenommen. Als| seße sich ermüdet hat, wenn es zu Opfer brachtest du dich dar; zu dir, dem wahren Leben, naht, retten, was verloren war, wardft und schmeckt in dir des ewgen du ein Fluch auf Erden. O Huld, Vaters Güte! Da wird der Sün. die sonst nichts Gleiches hat! Du dennoth nicht mehr gedacht; zur starbst für unsre Missethat, ein fichern Rub' ist dann das Herz ge Heiland uns zu werden. bracht. 4. Du wardst es uns und bist 3. Und nun, je mehr es sich es noch jetzt auf des Himmels zum Vater fehret, je felger wirds Throne; nimmst liebreich weg der und wächst an Heilgungskraft, Sünde Joch sammt ihrem schnö durch die das Eitle wird hinwegden Lohne. Von ihrem Dienst geschafft, was sonst den Geist ge uns zu befrein, betrübter Herzen dämpfet und beschweret. Je gläub. Troft zu seyn, ist deines Herzens ger es sich der Vergebung freut, Freude. Du giebst den müden um desto kräftiger wird es erneut. Seelen Ruh' und wer dich liebt, 4. Wenn so in mir sich deine den stärkest du, daß nichts ihn Klarheit spiegelt und mich um von dir scheide. glänzet deines Lichtes Schein: 5. Du hörst der Deinigen Gedann fann das neue Leben recht bet und endest ihre Plage. Du gedeihn; der Weisheit Tiefen wer bleibst, bis Zeit und Welt verden mir entfiegelt. Ich weiß, ich gebt, bei uns noch alle Tage. bin durch dich mit Gott verwandt, Heil uns, wir sind bein Eigen und einst erfenn' ich, wie ich bin thum! Herr, dir sey ewig Dant erfannt. und Ruhm für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin. Gieb mir, daß ich, so lang' ich bin, in deinem Dienst mich übe. Mel. Mein Salomo, dein te. 5. Was dem Gesetz unmöglich war zu geben, mit Lieb' und Lust, was Gott gebeut, zu thun, das wirket leicht in mir die Gnade nun: fie heiligt immer mehr das ganze Leben. Von Kraft werd' dein ich neuer Kraft geführt und 103. M freundliches Regie, mit Geduld und Langmuth stets regiert. ren stillt alles Weh, das sonst den Geift beschwert. Wenn sich zu dir 6. Das ist die Fülle von bes die Seel' in Sehnsucht kehrt, so Geistes Gaben, die niemals mir wird sie bald den wahren Frieden die Welt verleihen fann. Für spüren. Dein Guadenblick nimmt Tand nur seh' ich ihren Reich, Furcht und Unmuth hin, zer thum an; er fann nicht die befchmilzt in Freud' und Liebe mei dürftge Seele laben. nen Sinn. Nur Jesus fann es; ihm gebührt der Ruhm, 2. Mein Seelenfreund! wie wohl und Jeder werde gern sein Eigen wird dem Gemüthe, das am Gethum! Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. 53 7. Drum will ich ihm auch nur| kennst unser Unvermögen; schenk allein vertrauen. O such mich uns deines Heils Genuß, daß wir beim, du Aufgang aus der Höb'! deine Kraft verspüren, nie im daß ich mein Heil in deinem Kampf den Muth verlieren. Lichte feb' und immer mög' auf deine Gnade bauen; und wenn mich meine Schwachheit nieder schlägt, dann werde stets mir neuer Muth erregt. 5. Dann wird Lob und Dank, Herr Jesu, schallen aus des Her zens Grund. Dann wird Alles jubiliren und dir fingen Herz und Mund, und einst überall auf Er den Jesus hochgelobet werden. 8. So rub' ich denn, mein Heil, in deinen Armen, du selbst sollst mir mein ewger Friede seyn! In Mel. Preis, Lob, Chr', Ruhm 16. deine Huld, o Herr, hüll' ich mich 105. Sen hochgelobt, barm. ein: ich nur durch daß dein Erbarmen. Und da du mir du dich unser angenommen, und mein Ein und Alles bist, hab' ich daß in unsrer Seclennoth du uns genug, wenn dich mein Geist ge zur Hülfe bist gefommen; du nießt. fchenfest uns von deinem Him. melsthron das ewge Wort, den eingebornen Sohn. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt se. 104. hne dich, was find wir, Jesu? dürftig, arm und jämmerlich! Ja, wir find nur voller Elend; drum er barm', o Jefu, dich! Laß dich unsre Noth bewegen, die wir dir vor Augen legen. 2. Obne dich, du Helfer Jefu, fommen wir nicht durch die Welt, weil sie fast auf allen Wegen unfern Füßen Netze stellt. Hilf uns alle Stricke meiden, daß wir uns von dir nicht scheiden. 2. Du segnest uns in ihm, dem Herrn, mit überschwänglich rei chem Segen; und unsrer Armuth gehst du gern mit deiner theuern Gnad' entgegen. Was sind wir doch, du allerhöchstes Gut, daß deine Treu' so Großes an uns thut? 3. Was dringet dich? Wir find ja nur ein arm Geschlecht, ver. lorne Kinder; wir sind ja Alle von Natur verderbte Menschen, Alle Sünder; entfremdet alle 3. Laß den Geist der Kraft, sammt, o Gott, sind wir dem Herr Jesu, unserm Geiste Kraft wahren Leben, das da quillt aus verleihn, daß wir eifrig dir nach dir. wandeln bei des Wortes hellem 4. Allein du, Bater, reich an Schein. Mache du, Herr, selbst Huld, trägst Lieb' und Mitleid uns tüchtig, so wird unfer Wan del richtig. mit uns Armen, und offenbarft bei unsrer Schuld in deinem Sohne dein Erbarmen. In ihm find wir, wie du zuvor bedacht, 4. Gieb die Feinde, starker Jefu, unter unfern schwachen Fuß! Du 54 Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. mit dir verföhnt, dir angenehm Mel. Allein zu dir, Herr Jesu Christ is gemacht. m Zion, Jefu, flose Auge Zähren, wie du stets um 106. B sen einst von deinem die Sünder weinst, wenn sie ſich nicht bekehren. Wer reuevoll vor dir erscheint und über seine Sün Heiland, du Gewissensruh' aus den weint, dem ftrömest, treuer deiner Gnadenfülle zu. 5. Du haft uns deinen Gnaden rath durch Jefum Chriftum wissen laffen, erbaut durch ihn die Got tesstadt, die alle Völker soll um faffen. Er ist der Grund, auf welchem Alles steht, der Fels des Heils, der ewig nicht vergeht. 2. Herr, deine Thränen mache 6. Du läffeft uns in Jefu Blut Heil, Leben und Versöhnung fin. mir zu reichem Heil und Segen, den; sein bittrer Lod kommt uns daß fie, hab' ich gefehlt vor dir, zu gut und reinigt uns von unsern zur Buße mich bewegen. Du haft, Sünden. O tiefe Lieb', o Wun heilger Menschenfreund, für bergütigkeit, die unsre Seele von fremde Sünden einft geweint; wie der Schmach befreit! tönnt' ich meine eignen sehn, ohn' erflehn. hinzugehn zu dir und Gnade zu 7. Mit dir hat Frieden er ge schafft, da wir noch deine Feinde waren, und Frieden wird uns seine Kraft auch mitten in der Welt be wahren. O Herrlichkeit, daß wir im Frieden stehn! nun können wir getroft zum Vater gehn. Schmerz viel bittre Thränen wei 3. Hier muß ich oft in tiefstem nen; wie oft drückt eigne Noth mein Herz, wie oft die Noth der Deinen! Doch legt des Vaters Wille mir das Kreuz auf, dann schau' ich nach dir, der du in Noth gewesen bist, Herr Jesu Chrift! dies tröstet mich zu aller Frist 8. Durch Jesum Chriftum, un, sern Hort, erkennen wir den Weg der Wahrheit, und wachsen im mer fort und fort im Lichte zur 4. Herr, du siehst meine Theavollkommnen Klarheit. Du selber nen an und du haft fie gezäblet, bist das glänzend helle Licht, das in dem Sohn die Finsterniß durch bricht. wenn ich fie selbst nicht zählen kann, daß dir nicht eine fehlet; fie bleiben immerdar vor dir und neigen bald dein Herz zu mir, daß du erbarmend auf mich blickst und gnädig schickst, wodurch du wahr. 9. Lebt in uns Chrifti Sinn und Geist, dann find wir auch mit dir verbunden; was ist noch, haft mich erquickst. das uns dir entreißt? wir haben 5. Wer in Geduld hier Thránen volle G'nüge funden. In ihm find sät und seinem Gott hält stille, wir voll Ruh' und Sicherheit, und der erndtet, wenn er aufersteht, schmecken schon des Himmels Se ligkeit. der Freuden reichste Fülle. Was dort an ibm wird offenbar, ift Von Christo dem Erlöser im Allgemeinen. 55 hier noch keinem Auge flar; allein zestod und stirbt für abgefallne der Erde Kreuz und Leid wird Sünder. nach der Zeit den Frommen Him. melsfeligkeit. 6. Für deine Thränen dank' ich dir, fie find mir Troft im Leiden; auch noch im Tode sind sie mir die Bürgschaft selger Freuden. Mein Herr und Gott, wenn du dereinst in deiner Herrlichkeit er scheinst und führest zur Verklärung mich, dann preis ich dich für deine Thränen ewiglich. 4. Er stirbt! It der aus Gott geboren, der an dem Kreuze neigt sein Haupt? Was flügelt ihr, ungläubge Thoren? Weg Zweifel, der mit Jefum raubt! Jch bete, Here, vor dir im Staube. Du redest, und ein himmlisch Licht strahlt fiegend mir ins Angesicht. Du redest, und, o Gott, ich glaube! 5. Ja, Herr, du kannst dich nicht verhehlen, du bist der Sohn Mel. Mein Jesu, dem die ic. 107. Pon meinem Jefu will in Ewigkeit. So glaubten auch die großen Seelen, ich Liebe der alten Zeit, die sich nach dei fam er in die Welt, die ewge Wahrheit uns zu bringen, die nem Namen nannten und mit er alle Finsterniß erhellt. Er kam, habnem Heldenmuth auch auf der als noch des Irrthums Schatten Folter, in der Glut dich, ihren rings auf dem ganzen Erdkreis Herrn und Gott, bekannten. lag, und auch die Weisen keinen Tag, kaum eine schwache Dämmrung hatten. 2. Vom Himmel fommt er, uns zu lehren; seht, wie vor ihm die Erde schweigt! Die Heiden drän gen fich, zu hören, da sich der große Lehrer zeigt. Er lebret uns die Gottheit tennen, und ladet uns zum neuen Bund; durch ihn darf unser blöder Mund Gott wie der unsern Vater nennen. 6. Verehrt, verehrt ihn, alle Lande! der Jesus, der im Grabe liegt, zerbricht des Todes ehrne Bande, lebt ewig und der Glaube Der Glaube, dieſe zarte fiegt. Pflanze, grünt aus der Zeugen Blut hervor, und hebt im Sturm das Haupt empor mit immer ungeschwächtem Glanze. 7. Drum lehnt nicht mehr, ihr Nationen, euch gegen Christi Pre digt auf; ihr Völker und ihr auf 3. Dem schwer verschuldeten Ge den Thronen, am Kreuze sam schlechte, das ganz von Gott ge melt euch zu Hauf! Wo sind die Schon verschwunden! wichen war, stellt sich der einzige Feinde? Gerechte zum Opfer der Versöh. Ja, alle Völker müssen sehn, daß nung dar. Verloren waren Adams Menschen Gott nicht widerstehn, Kinder, versunken in die tiefste und Christi Reich hat überwun Noth, er giebt sich in den Kreuden. 56 Mel. Mir nach, spricht Chriftus te, Mel. Wie schön leucht't uns 14. Die groß, wie ange betet ist dein Nam', 108. el bobes Beiſpiel gabst du mir, mein 109. Heiland, durch dein Leben! Sollt' ich mit heiliger Begier nicht dir o Heiland Jefu Chrift! wie theuer zu folgen streben? Nicht gehn den deinem Volke! Du haft durch dei Weg, den du betratst, nicht freunes Vaters Macht des Vaters big thun, so wie du thatst? Rath ans Licht gebracht, zerstreut 2. Dein Herz, von Sünden nie des Irrthums Wolfe. Taube hör. entweiht, war rein, wie beine ten, Blinde saben, es geschahen Lehre, dein ganzer Wandel Heilig. Wunderwerke, Zeichen deiner Gnad' feit, dein Ziel war Gottes Ehre; und Stärke. du gabst mit ftillem, frommem Sinn dich in des Vaters Willen hin. Von Chrifto dem Erlöser im Allgemeinen. 3. Der Rummervollen Troft zu fehn, zu wehren jedem Leide, stets wohlzuthun und zu erfreun, war deine Sorg' und Freude, und ei nes jeden Menschen Schmerz durch drang dein liebevolles Herz. 4. Du trugst mit Sanftinuth und mit Huld die Schwachheit deiner Freunde; mit Sündern hat test du Geduld und batest für die Feinde; du warst gehorsam bis zum Tod und ehrtest felbft im Tode Gott. 5. Dies große Beispiel bast du mir, mein Heiland, hinterlassen, damit ich, voll Vertraun zu dir, eß in mein Herz foll faffen. Nimm, sprichst du, meine fast auf dich, fomm, folge mir und fieb' auf mich. 2. Verbreitet wurde, Herr, dein Licht durch Schwache nur, durch Weise nicht, dir folgten nicht die Hohen. Ist durch der Großen mächtge Hand des Gößendienstes Grául verbannt, sein eitler Wahn entsleben? Dein Werk war es, deine Gaben, Mittler, haben dich verfläret, uns den Weg zu Gott gelehret. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn, wir werden deinen Him. mel sebn, den Preis für deine Leis den, der du für uns am Kreuze starbst, du theilft uns zu, was du erwarbst, des ewgen Lebens Freu den. Welche Gnade, daß wir Sünder Gottes Kinder werden sol len, wenn wir an dich glauben wollen! 4. Vem Aufgang bis zum Nie dergang erschallet dir der Lobges 6. Jch komme, Herr! gieb Licht Unzählbar sind die Schaaren schon, fang der Treuen, der Erlösten. und Kraft, daß sich mein Glaube die deiner fich, o Gottes Sohn, mehre und durch die Früchte, die im Glauben froh getrösten. Alle er schafft, fich immerdar bewähre. Völker, Jefu, werden noch auf Hilf, daß ich deinem Vorbild Erden dir lobsingen, Preis und treu, auch Andern stets ein Ver. Dank und Ruhm dir bringen. hild sey. 5. Wie groß, wie angebetet ist Von Chrifto dem Erlöfer im Allgemeinen. 57 dein Name, Heiland, Jesu Christ, Freudenlicht, so oft ich kann sein wie herrlich bei den Deinen! Angesicht im Glauben recht er Führst du uns einst zu deiner blicken. O Jefu, du mein höch. Rub', o wie weit herrlicher wirst stes Gut, dein Wort, dein Geist, du den Frommen dann erscheinen! dein Leib und Blut kann meine Ewig müsse dir zur Ehre ihrer Seel' erquicken! Stärke du mich, Chöre Lob erfchallen, durch die mein Erbarmer, daß ich Armer Himmel wiederhallen. auf der Erde schon voll Himmels. freude werde. 5. Und wie, Gott Vater, preif ich dich, daß du von Ewigkeit auch mich in deinem Sobne lie best! Als Sünder war ich noch dein Feind, da hat er mich mit dir vereint, der du durch ihn ver. giebest. In ihm hab' ich schon bienieden deinen Frieden, meinem Glauben fanu Nichts seine Krone rauben. 6. Jbm, welcher Sünd' und Tod bezwang, ihm töne froher Lobgefang von feinen Gläubgen 2. Du, hier mein Troft und allen. Dem Lamme, daß erwürdort mein Lohn, du, Gottes einget ist, dem Lebensfürsten Jefu geborner Sohn, der du im Him. Chrift fell Rubin und Preis er mel throneft, aus vollem Herzen schallen. Schallet freudig, Jubel preis ich dich! Wenn ich dich babe, lieder, ballet wieder, daß die Erde füble ich, wie du den Deinen lob. voll von seinem Ruhme werde. neft. Zu dir tomm' ich; wahrlich Keiner tröftet deiner sich vergebens, wer dich sucht, du Brod des Le bens. Mel. Wie schön leucht't uns se 110. ie herrlich strahlt der Morgenstern! O welch ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht ach ten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht, du bringst in finstre Seelen Licht, die nach der Wabr heit schnachten. Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahr. heit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? Mel. Die Tugend wird durch's te 3. In dir nur kann ich felig 111. Mie follen wir dir, Bater, danken? feyn. O geuß tief in mein Herz Nein, deine Lieb' ist viel zu groß, binein die Flammen deiner Liebe! ist unaussprechlich, ohne Schran daß ich voll beilger Jnbrunst sey, fen, du giebst den Sohn aus det. dein Kreuz zu tragen mich nicht nem Schooß. Du sendest uns den scheu' und dein Gebot gern übe. Eingebornen von deinem Thron Treuer Heiland, den ich fasse und zum Staub berab, ju uns Gefall. nicht lasse, ach erwähle dir zu einen, uns Verlornen, und weiheft gen meine Seele! thn für uns dem Grab. 4. Ven Gott ftrahlt mir ein 2. Froblocket ihm! Er steigt her 58 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. nieder, ein Mensch, gleich uns fommt her von dir. Der Gott, ein Mensch zu sein, er nennet der seinen Sohn gegeben, giebt Sünder seine Brüder und macht mit dem Sohn auch alles mir. fie von der Sünde rein. Damit 5. Ach daß wir ganz in Liebe wir wieder Gott gefallen, vergie brennten zu dir, dem Herrn in Bet er sein theures Blut; er bringt Knechtsgestalt! Ach daß wir bes Unsterblichkeit uns Allen, und Lieb' ser danken könnten; die wärmsten ist Alles, was er thut. Herzen sind zu falt! O möcht 3. O Liebe, Liebe, deines Glei uns doch dein Geift entzünden, chen ist in der ganzen Schöpfung gäbst du uns göttliches Gefühl! nicht! Rein Lobgefang fann sie Kein Mensch kann würdig fie em erreichen, nicht, was der Engel pfinden die Liebe ohne Maaß und Bunge spricht. Des Himmels Herr Ziel. lichkeit verlassen, um hier verfolgt, erwürgt zu seyn, wer kann die Huld, die Deuth faffen? So lie. ben kann der Sohn allein. 6. O habe Dank deine Liebe! Jch lebe dir allein, mein Heil! Wer jetzt, auch jetzt noch Sünder bliebe, Gericht und Elend wär 4. Nun wissen wir, Gott voll sein Theil. Denn auf den Wol. Erbarmen, daß ewig du die Liebe ten wirst du kommen, Sohn Got bift. Zu deinen offnen Vater tes und des Menschen Sohn, die armen führt uns Erlöste Jesus Sünder richten und die From Christ. Nun fließt von dir nur men erhöhn zu dir an deinen Heil und Leben, nur Seligkeit Throu. VII. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. wie die Kinder, Fleisch und Blut, doch ohne Sünde an. 4. Ich freue mich, o Herr, in dir: du wirst ein Mensch, wie ich. Was fehlt mir nun? Ift Gott mit mir, wer ist dann wider mich? 5. Was mir zur Seligkeit ge bricht, das, Herr, erwarbst du mir: Versöhnung, Leben, Trost 3. Er, unser Heil und höchstes und Licht, das hab' ich nur in Gut, der Alle segnen kann, nimmt, dir. Mel. Cobt Gott, the Christen se. 112. obat Gott die Welt geliebt, die Welt voll Sündenschuld, daß er den eingen Sohn ihr giebt, wie groß ist Got tes Huld! 2. Was sein erbarmungsvoller Rath beschloß von Ewigkeit, die große wundervolle That, vollführt er in der Zeit. Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 59 6. Dein Mangel wird mein ist Mensch geboren. Uns Allen Ueberfluß, dein Leiden stillt mein kommt dies so zu gut, daß nun Leid, dein Niedrigseyn schafft mir Genuß der höchsten Herrlichkeit. auch unser Fleisch und Blut durch Chriftum wird erneuet. 7. Gelobt seh Gott, gelobt sein Sohn in dieser Freudenzeit! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron; er heb ihn, Christenheit! Mel. Herr Jesu Chrift, dein Krippletn 1e. 113. uf, Christenheit, fey hoch erfreut! denn Gottes Sohn ist für uns Mensch geboren. Nimm freudig Theil an feinem Heil; wer an ihn glaubt, wird nimmermehr verloren. 2. Er ist das Wort, das Alles schafft, das Alles hebt und träget, der reine Glanz, die ewge Kraft, durch die sich Alles reget: die sich in unsre Schwachheit hüllt, auf daß nun Gottes Ebenbild könn' in uns sichtbar werden. 3. Die Welt lag tief in finst rer Nacht, in Furcht und Todes. schrecken; sie konnte nicht aus eig ner Macht sich Heil und Licht er wecken; nun kommt das unum schränkte Licht und will mit bel lem Angesicht in alle Herzen leuch 2. O große That! Nach seinem Rath hat Gott uns seinen eingen ten. Sohn gegeben: als Gnadenpfand ward er gesandt, und bracht' uns Allen Trost und ewges Leben. 4. Drum irre, Mensch, nicht ferner blind auf des Verderbens Wegen. Umfaffe den, der treu 3. D Seligkeit! der Sünde Leid gesinnt dir gnädig tommt entges nimmt er von uns, die wir von gen. Ergieb dich ja der Trägheit Adam stammen. Mit uns ist nicht: Chrift will dir Leben, Kraft Gott in aller Noth! Wer will und Licht aus seiner Fülle schen. die, so in Chrifto find, verdam fen. men? 5. So nimm mein Herz, Herr 4. Auch mein Gefang, Herr, Jefu Chrift, mein Heiland, Licht bringt dir Dank, bu fieheft auch und Leben! gestalt es so, wie auf mich voll Huld hernieder. deines ift, dazu sey dirs gegeben. Auf, Christenheit, sey hoch er Treib' aus die alte Finsterniß und freut! des Höchsten Sehn bringt heil' der Sünden Schlangenbiß, das Verlorne wieder. dann bist du mir geboren. Mel. Allein Gott in der Höh' 14. Mel. Wir Chriftenleut' se. 114., freut euch von 115. Tuf, ſchicke dich, recht Herzens Grund, feierlich des die ihr wart verloren! Nun wird Fest mit Danken zu begehen! Lieb' das große Wunder fund: der Herr ist der Dant, der Lobgesang, durch 60 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. den wir ihn, den Gott der Lieb', geboren! Sein Licht erhellt die erhöhen. dunkle Welt, des Lichtes Kinder gehen nicht verloren. 2. Sprich dankbar froh: Gott hat also die Welt in seinem ein gen Schn geliebet! O wer bin ich, daß Gott für mich selbst sei nen Sohn aus Huld und Gnade giebet! 2. Welch eine Nacht! Der Sterne Pracht wich vor dem Glanz der fro. hen Himmelschöre. Die Erd' er flang vom Lobgefang, der jauch, zend rief: Gott in der Höh' fey Ehre! 3. Jm Fleisch erscheint er, unser Freund, zur Zeit, da wir noch 3. So tönt es laut: der Vater Gottes Feinde waren; er wird schaut verföhnt berab, auf Erden uns gleich, um Gottes Reich und herrscht sein Friede. Wem schlägt seiner Liebe Rath zu offenbaren. die Bruft nicht jetzt voll Lust, 4. Un ihm nimm Theil, er ist voll Seligkeit bei diesem Segens. das Heil; bekehre dich und glaub' liede? an feinen Namen. Jhn ehret nicht, wer zu ihm spricht: Herr, Herr! und doch nicht sucht ihm nachzu ahmen. 5. Aus Dant will ich in Brü dern dich, o Gottes Sohn! beklei den, speisen, tränken; der From men Herz in ihrem Schmerz mit Treft erfreun, und dein dabei ge denken. 4. So fingt auch ihr und danfet hier dem, dessen Rubin die Himmel wiederballen, und lebt hinfort nach seinem Wort; dann ruht auf euch sein gnädig Wohl gefallen. 5. Auch mein Gesang, Herr, bringt dir Dank, denn mir auch bringt dein Sohn des Himmels Segen. Tod und Gericht erschreckt mich nicht, der Zukunft Stacht get ich getroft entgegen. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und Alles ist im Him. mel und auf Erden! Die Christen. beit preift dich erfreut, und Aller Knie soll dir gebeuget werden. 117. ein Mittler fommt; auf, blöde Seele, 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Hallelu, die des Gesetzes Donner schreckt, jab! Hallelujah! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Er löften! die trauert, daß so schwere Fehle dich, die Gett rein erschuf, beflect. Der Fluch erlischt, die Bande sprin. gen, es lösen sich die feften Schlin. gen, die den befangnen Geift be flemmt. Nun fannst du Heil und Mel. Wir Christenlent s. 116. Bringt froben Dank Freibeit hoffen. Gott ist versöhnt, und Lobgefang dem sein Himmel offen, dein gnaden, Herrn, der uns zum Heile ward reicher Mittler kommt. Mel. Wie wohl ist mir te. Von der Erscheinung und Geburt Jesu Christi. 61 2. Dein Lehrer fommt; laß deine| Völkerschaaren; den Gößen dienen Dhren auf seinen Mund gerichtet sie nicht mehr, fie geben Gott al. seyn. Er zeigt den Weg, den du lein die Ehr', der sie im Licht verloren; er flößt dir Licht und läßt wandeln. Wahrheit ein. Was tief in Schat ten war gestellet, hat dein Pro phet dir aufgehellet und die Ge walt der Nacht gehemmt. Er macht dir fund des Baters Willen und giebt dir Kraft, ihn zu erfüllen; dein weisheitsreicher Lehrer kommt. 2. Kaum war erschienen Gottes Sohn, des Bundes Volk zu wei den, so sammelt er sich selber schon die Erstlinge der Heiden. Der Wahrheit Bild, ein heller Stern, führt sie ju Christo, ihrem Herrn; fie fommen, anzubeten. 3. Wär' unsern Vätern nicht, 3. Dein König kommt, doch ohne Prangen, an Armuth nur zeigt er o Gott, dein himmlisch Licht er. fich reich. Auf, deinen Fürsten zu schienen: wir würden, der Ver. empfangen, der dir an Schwach, nunft zum Spott, noch falschen beit wurde gleich! Komm, lege Göttern dienen. Nur deine Huld dich zu bessen Füßen, der so dich hat uns befreit von jenem Dienst wird zu schützen wissen, daß dich der Eitelkeit, gepriesen sey dein tein Angststrom überschwemmt. Name. Komm, schwöre hier zu seinen Fahnen, so ziemt es treuen Un terthanen, bein längst ersehnter König kommt. 4. O mache du uns selbst be reit, im Licht vor dir zu wallen, und lehr' uns thun zu jeder Zeit nach deinem Wohlgefallen; benn 4. Dein Alles kommt, dich zu wer in Chrifto dich erkennt und ergößen, dein höchstes Gut ist vor sich nach seinem Namen nennt, der Thür. Wer dieses Gut recht darf nicht im Finstern wandeln. weiß zu schäßen, vertauschet gern 5. Noch ist das Licht, das er die Welt dafür. Ergreif es denn gebracht, nicht allen aufgegan. mit Glaubenshänden, da dich, gen; viel Tausende find von der mein Geist, von allen Enden der Nacht des Irrthums noch umfan. Gnaden Fülle überströmt, eröffne gen, auch ihnen geh' im Sieges. deines Herzens Thüren, ihn in lauf das Sonnenlicht der Wahrheit sein Eigenthum zu führen, dein auf, daß sie zum Heil gelangen. unvergänglich Alles kommt. Mel. Der Eag, ber ift fo freubenreich ze. er Heiland, dessen fich im Geist die Schaar 119. Mel. Sep Lob und Ehr dem se, 118. S em Erdkreis ftrahlt der Väter freute, der Heiland, ein Licht vom Herrn, welcher Jesus heißt ist uns gebo. das ihn soll offenbaren. Es leuch ren heute. Wär' er uns Sündern tet nab', es leuchtet fern jahllosen nicht geborn, wir wären allzumal 62 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. berlorn, nun bringt er Heil uns lich, hilf uns Schwachen, daß Allen. Gottes Sohn, Herr Jesu wir wachen, beten, ringen, und Chrift, der du Mensch geworden zu deinem Reiche dringen. bift, dein Lob soll stets erschallen! Mel. Dom Himmel hoch, da se, Mel. Wie schön leucht't uns se, 120. 121. ies ist der Tag, den er Heiland kommt, Gott gemacht; fein lobsinget ihm, dem werd' in aller Welt gedacht. Ihn Herrn, dem alle Seraphim bas preise, was durch Jefum Chrift Heilig, Heilig fingen! Er kommt, im Himmel und auf Erden ist. der eingeborne Sehn, verläßt des 2. Die Väter haben sein ge Himmels hohen Thron, um Heil barrt, bis daß die Zeit erfüllet der Welt zu bringen. Preis dir, ward: da sandte Gott von seinem daß wir von den Sünden Rettung Thron das Heil der Welt, den finden, Gnad' empfangen und zum ewgen Sohn. Himmelreich gelangen. 3. Wenn ich dies Wunder fas 2. Willkommen, Friedensfürst sen will, so steht mein Geist vor und Held, Erlöser, Mittler, Heil Ehrfurcht still. Kein endlicher Ver der Welt, willkommen hier auf stand ermißt, wie groß die Liebe Erden! du kommft der fündgen Gottes ist. Welt zu gut, du fleidest dich in Fleisch und Blut, willst unser Bruder werden. Ja du, Jesu, tommst uns Armen boll Erbar men mild entgegen, wandelst un fern Fluch in Segen. 4. Damit der Sünder Gnad' er bält, erniedrigt fich der Herr der Welt; nimmt selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheint im Fleisch zu unserm Heil. 5. Dein König, Zion, kommt 3. Du bringst uns Troft, Zuzu dir. Er spricht: Jm Buche steht friedenheit, Heil, Leben, ewge von mir. Gott, deinen Willen Seligkeit; sey boch dafür geprie thu' ich gern, drum, Zion, preife fen! O Herr, zu arm und schwach deinen Herrn. find wir, die Treue zu vergelten bir, die du an uns erwiesen! Da 6. Herr, der du Mensch gebo, ren wirft, Jmmanuel und Friede wir allhier im Verderben müßten fürst, auf den die Väter hoffend sterben, bringst du Leben; o was kannst du Größres geben? sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an! 4. Wir bringen dir ein dank. 7. Du, unser Heil und höchstes bar Herz, und wollen fromm in Gut, vereineft dich mit Fleisch und Freud' und Schmerz nach deinem Blut; wirst unser Freund und Bru Vorbild wandeln. Verwirf dies der bier, und Gottes Kinder wer unser Opfer nicht, und gieb uns den wir. deines Geistes Licht, wie dirs ge fällt, zu handeln, zeig' dich freund 8. Gedanke voller Majestät, du bift es, der das Herz erhöht! Ge Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 63 danke voller Seligkeit, du bist es, großen Gottes Freundlichkeit. Das der das Herz erfreut! Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit; und dieses Welt- und Himmels licht weicht hunderttausend Son nen nicht. 2. Du darfst, o Seele, nicht verfäumen, zu suchen solchen Gnadenschein; der Glanz in diesen nie. dern Räumen dringt weit in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte fannst du sehen das Licht der flaren Selig feit; einft werden Sonn' und Mond vergehen, dies strahlt in alle Ewigkeit, und wird mit sei nem hellen Schein dein Himmel und dein Alles seyn. 4. Laß nur indessen heller schet. nen dein Glaubens und dein Liebes. Licht. Mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du ge nießen ihren Schein, so mußt du selbst nicht dunkel feyn. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler hat sie berge stellt. Nun schreckt uns nicht mehr das Gericht, da er bein Vater für uns spricht. 10. Jhr Himmel, fingt im Jubelton, daß uns erschien des Höch sten Sohn! Du, Erde, bet in Ehrfurcht an dies Wunderwert, das Gott gethan! 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd' in aller Welt gedacht. Ihn preise, was durch Jefum Chrift im Himmel und auf Erden ist! Mel. Mach's mit mir, Gott se. 122. ies ist der Tag der Fröhlichkeit, den Gott selbst hat erforen; dies ist die gnadenreiche Zeit, da Jefus ward geboren. Drum fingen wir jetzt hocherfreut: Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! 2. Heut hat der Herr den Sün denstand der ganzen Welt gewen 5. Drum, Jefu, schöne Weih det, und gnädig zum Erlösungs nachts Sonne, bestrahle mich mit pfand ihr seinen Sohn gesendet. deiner Gunft! Dein Licht sey Drum fingen wir jetzt hocherfreut: meine Weihnachts. Wonne und Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! lehre mich die Weihnachts- Kunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sey des Weihnachts, Glanzes voll. 3. Was vor der Zeit beschlossen war, ist in der Zeit erfüllet; in Chrifto beut das Heil sich dar, das alle Sehnsucht stillet. Drum fingen wir jetzt hocherfreut: Herr, dir sey Preis in Ewigkeit! ie Mel. Helft mir Golts Güte se. 124. ir, Jefu, tönt bom Staube mein Lied Mel. Wer nur den lieben Gott se. hinauf zum Thron; in dir er Ries ist die Nacht, da tennt der Glaube des ewgen Va mir erschienen des ters Sohn. Du Glanz der Herrs 123. 64 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. lichkeit! um unser Heil zu grün gebracht Nun leuchtet uns im den, zu retten uns von Sünden, tiefen Thal der ewgen Morgen. erschienst du in der Zeit. röthe Strahl. 2. Was läßt fich dir verglei chen, du unerschaffnes Wort? Wer fann dein Lob erreichen? Herr, Keiner hier und dort! Du, dem fich demuthsvoll der höchste Seraph beuget und tief verhüllt dir schwei get, wer preift dich, wie er soll? 3. Er tam, des Vaters Eben. bild, in menschliche Natur ge hüllt, damit auch wir ihm wür. den gleich auf Erden und im Him. melreich 4. Der jetzt im Himmel herr. lich thront, hat unter uns als 3. Du tamst, die Nacht muß Mensch gewohnt, und fübret uns schwinden, uns glänzt ein reines mit sichrer Hand, ein treuer Hirt, Licht, in welchem wir empfinden ins Vaterland. der Kinder Recht und Pflicht. Nun sehn wir hocherfreut, wie Gott uns zärtlich liebet, im Sohn, den er uns giebet, sich uns zum Vater beut. gesang, dem schon der Engel Lied 5. Empor zu ihm, mein Leb. erklang! Welch hoher Freudentag ist da! Ihr Christen, singt Hal. lelujah! 4. Uns Ruh' und Trost zu ge ben, zu tilgen unsre Schuld, zu Mel. Don Gott will ich nicht se. Gott uns zu erheben, littft bu, 126. Crbebt den Herrn, ihr Herr, mit starbst, er dech hielt dich nicht der Tod in was er verspricht. Der Heiland feinen Banden; jest, da du auf, ist gekommen, der Völker Troft erstanden, erschreckt uns kein Gericht. und Licht. Gott will nicht un. sern Tod; er hat den Sohn ge. geben, damit wir durch ihn leben, erlöst von Sünd' und Noth. 2. O sebet, welche Liebe hat uns der Herr erzeigt, mit welchem Va. tertriebe das Herz zu uns geneigt! Sein eingeborner Sohn kommt, Rettung aus Verderben uns Sün. dern zu erwerben, herab vom Him. mel3thron. 5. Dein ist das Reich der Wahr beit, wo sich die Deinen freun in immer höhrer Klarheit, von Sünd' und Mängeln rein. O seliger Ge winn! dich, Heiland, innig lie ben, treu deinen Willen üben, das führt zum Himmel hin. Mel. Dom Himmel hoch ze. 125. por zu ihm, mein Lobgefang, dem einst das Lied der Engel flang! Der hobe Freudentag ist da, lob finget, Gottes Heil ist nah'. 2. Geboren ward in dunkler Nacht, der uns des Lebens Licht Wert vollbracht. 3. Er tam zu uns auf Erden zu der bestimmten Zeit, trug Mühe und Beschwerden in tiefer Niedrig feit. Der ihm gegebnen Macht er durch Todesleiden sein großes enthielt er sich mit Freuden, bis Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 65 4. Er hats vollbracht! O brin. Angesicht; fie eilen, ihm zu die get Gott euren Lobgefang! Er nen und scheuen Bethlems Ar. löfte Menschen, finget dem Mitt muth nicht. Wie herrlich glänzt ler ewig Dant. Wo Niemand die Erde aus dunkler Nacht her. helfen kann, da hilft er gern aus vor! Jhr Hüter dieser Heerde, Gnaden, heilt unsrer Seele Scha hört ihr der Engel Chor? Mit den. O nehmt ihn gläubig an. euch zu jener Krippen naht sich mein Geist entzückt; begeistert singt, ihr Lippen, dem Herrn, den ich erblickt! 5. Du Freund der Menschen finder, verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder! ist unsre Zuversicht. Wir sind auf ewig dein. Hilf du die Macht der Sünden uns träftig überwinden und dir gehorsam seyn. 2. Mit euch, ihr Engelchöre, vereint sich unser Lobgefang, ja, Erd' und Himmel höre und theile der Erlösten Dank. Anbetung auf Erden dem Sohn, der ewig war, den, unser Heil zu werden, ein sterblich Weib gebar. Hier fließen Freudenzähren, ein Zoll der Lieb' und Treu'; wir huldigen und schwören und weihn uns ihm aufs Neu. 6. Ja, Heiland, wir ergeben uns dir zum Eigenthum! schon hier soll unser Leben verkünden deinen Ruhm; und wenn wir dort dich sehn, soll in der Engel Chö ren dich unser Loblied ehren und ewig dich erhöhn. Mel. Lobt Gott, ihr Christen se, 127. r kommt, er kommt, 3. O du, durch den ich lebe, du öffneteft den Himmel mir, nimm du mein Herz, ich gebe den letzten Hauch noch freudig dir! Wie se der starke Held voll lig fann ich sterben, mich hält das göttlich hoher Macht; sein Arm Grab ja nicht! den Himmel foll zerstreut, sein Blick erhellt des ich erben und fürchten fein Gericht. ward er euch nicht gleich. Ich Ihr sehd wohl heilig, Engel; doch kämpfe mich durch Mängel, doch dring' ich in sein Reich. Todes Mitternacht. 2. Wer kommt, wer kommt, wer ist der Held voll göttlich ho her Macht? Messias ists. Lob. fing' ihm, Welt, dir wird dein Heil gebracht. In bekannter Melodie. 3. Dir, Menschgewordner, brin gen wir Anbetung, Preis und Dant. An deiner Krippe schalle 129. muntre dich, mein bir der Erde Lobgefang. schwacher Geist, und trage groß Verlangen, den Hei land, den der Himmel preift, mit Freuden zu empfangen. Dies ist die Nacht, in der er kam und menschlich Wesen an sich nahm. 5 Mel. Nun lob', mein' Seel' se. kommt und Seraphinen verhüllen ihm ihr 128. 66 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. Er will durch sein Erscheinen uns| mich soll kein Glück, fein Leiden gang mit Gott vereinen. von deiner Liebe scheiden. 2. Willkommen, Held aus Da 7. Noch sieht dich zwar mein vids Stamm, du König aller Eh. Auge nicht, doch du wirst wieder ren! Willkommen, Jesu, Gottes fommen, dann schauen dich von Lamm, ich will dein Lob vermeh. Angesicht, Herr, alle beine From ren! Ich will dir all' mein Lebe- men; dann werd' auch ich, Herr lang von Herzen sagen Preis und Jesu Chrift, dich sehn, so herrlich, Dant, daß du, da wir verloren, wie du bist, und ewig dich dort für uns bist Mensch geboren. oben mit allen Selgen loben. 3. O wie ist deine Huld so groß, kann sie nimmer faffen! Du ich bast dich aus des Baters Schooß 130. zu uns herabgelassen. Hier war Mel. Nun ruhen alle Wälder 16. Prweitert und Thüren; laßt schön zieren; empfangt ihn teten dein nichts als Noth, Ver. die Straßen achtung, Rummer, Schmerz und in der Welt! Jauchzt eurem Herrn Tod; und doch famst du auf Er den, der Menschen Heil zu werden. entgegen, der jetzt zum Heil und Segen als König feinen Einzug hält! 4. O große That, o Wunder nacht, von Engeln felbft befungen! Du haft den Helfer uns gebracht, der Sünd' und Tod bezwungen, und jetzt, zur Herrlichkeit erhöht, herrscht auf dem Thron der Ma jestät, um Heil und ewges Leben den Gläubigen zu geben. 5. O du, des Vaters einges Kind, du Hoffnung aller From men! durch den nun Gottes Kin der sind, die dich, Herr, aufge. nommen. Komm, Jesu, in mein Herz hinein und laß es deine Wohnung sehn; dahin geht mein Verlangen, dich würdig zu em. pfangen. 2. Wer ists, wer läßt sich hören als König aller Ehren? Der Herr der Herrlichkeit. Der Herr kommt stark und mächtig, er zeigt sich groß und prächtig, der Herr, der kräftig ift im Streit. 3. Erhöhet Thor und Thüren, den Helden einzuführen! Wer ists, der Einzug bält? Der König aller Ehren, der Herr von allen Heeren, der Ehrenkönig aller Welt. Mel Caffet uns den Herren preifen, o ihr te. 131. 6. Du, deß fich meine Seele vor deinem Thron, daß du uns freut, mein höchstes Gut, mein das Heil errungen, Mensch ge Leben, was soll ich dir aus Dank wordner Gottessohn! Uns zu Gut barkeit für deine Treue geben? ins Fleisch gekommen bist du vol Herr, was ich hab' und was ich ler Freundlichkeit, ja du haft vor bin, das geb' ich dir zu eigen bin, aller Zeit dich schon unsrer ange wig sey dir Lob ge fungen hier und einft Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. 67 nemmen. Set gelobt, Herr Jesu| Lieb und Seligkeit, Christus, ift Christ, daß du unser Bruder bist! geboren heut. 2. Sen gelobt, Herr, dir ge 6. Du, o Gettes höchste Gabe, bühret unser Dank in Wert und du, des Vaters einger Sohn, du, That; herrlich haft du ausgefüh. der Seelen reichste Habe und des ret deines Vaters Gnadenrath. Glaubens größter Lohn! Laß mich Huldreich hast du dich vermählet neu geboren werden, bilde mich unfrer menschlichen Natur, und nach deinem Sinn, nimm mich vor aller Creatur fie allein dir ganz zu eigen hin, daß ich dein ausgewäblet. Du erhobst sie, Got schon sey auf Erden, dann lob. tes Sohn, mit dir auf der Gott fingt mein Leben dir, treuer Heiheit Thron. land, für und für. 3. Du erschieneft hier auf Er den, Mittler zwischen uns und Gott, unser Friedensfürst zu wer den, Retter aus der Sünden noth. Herr, du haft das Kreuz geduldet, haft mit Gott uns aus, geföhnt und mit feiner Huld ge frönt uns, die wir so viel ver schuldet. Dies ist unsre Zuver ficht einft im Tod und im Ge richt. In eigener Melodie. 132. ften alle, freue fich, Preuet euch, ihr Chri, wer immer fann, Gott hat viel an uns gethan; freuet euch mit Jubel. schalle, Gottes Sohn hat uns ger bracht, was die Sünder selig macht! Freude, Freude über Freude, Chri stus wehret allem Leide, Wonne, Wonne über Wonne, Jesus ist die Gnadenfenne! 4. Nein, Gott kann mich nim mer haffen, ob ich gleich ein Sünder bin. Nimmer fann mein Gott mich laffen, denn er heget Baterfinn. Gnade schenkt er sei nen Knechten in dem Sohne, der mich kennt und mich seinen Bru der nennt. Chriftus fist zu Got tes Rechten, durch ihn bin ich Gett vereint, Gott mein Vater, Gott mein Freund. 5. Wird das Leben doch mein Leben, leuchtet mir doch selbst das Licht. Alles Heil ist mir gegeben; was ist, das mir noch gebricht? Seht, es fleußt der Quell der Freu. den aus dem hohen Himmelsfaal 4. Jesu, nimm dich deiner Glies in das niedre Erdenthal und er der ferner auch in Gnaden an, quickt mich unter Leiden. Meine schenke, was uns trösten fann 5* 2. Sieh', o fiebe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für! Daß fein himmlisch Gut dir fehle, läßt er Hoheit und Gewalt und er, scheint in Kuechtsgestalt. Freude, Freude zc. 3. Jesu, wie soll ich dir dan, fen, daß du mich vom Ted bes freit, mir gebracht die Seligkeit? Ach, laß mich von dir nicht wan ken, nimm mich dir zu eigen hin, gieb mir deinen Geist und Sinn. Freude, Freude 2c. 68 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. Komm, erquide deine Brüder, gieb wir werden uns erheben zu der der ganzen Christenschaar Frieden göttlichen Natur, wenn wir fol. und ein selges Jahr. Freude, gen deiner Spur. Freude über Freude ic. In eigener Melodie. Mel. Ach, was soll ich Sünder te. Creuet euch, lieben Chrift, daß du Mensch 133. Brüder, denn vom geboren bist von einer Jungfrau, 134. elobet feyft du, Jeſu Himmel strahlt ein Licht, das ja fürwahr! deß freuet sich der En durch unser Dunkel bricht; nun gel Schaar. Hallelujah! bringt das Verlorne wieder, der 2. Des ewgen Vaters einger in unser Fleisch fich hüllt, Gottes Sohn kommt herab von seinem Sohn und Ebenbild. Thron; mit unserm armen Fleisch 2. Seine Zukunft wird befun- und Blut bekleidet fich das ewge gen von den Engeln, die entzückt Gut. Hallelujah! auf dies Wunder hingeblickt; und es preisen ihre Zungen, daß der Herr an uns gethan, was fein Engel faffen fann. 3. O wie mußtest du uns lieben, da du aus des Vaters Schoof famst, zu theilen unser Loos, und dich fühlteft angetrieben, uns, die wir im Staube gehn, gleich den Engeln zu erhöhn. 3. Den aller Weltkreis nie be schloß, liegt dort in Mariens Schooß; er ward ein Kindlein, der die Welt mit seinem Wort allein erhält. Hallelujah! 4. Das ewge Licht dringt nun herein, giebt der Welt ein'n neuen Schein; es leuchtet mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kins der macht. Hallelujah! 4. Werde auch in uns geboren 5. Der Sohn verläßt des Him. und durchleuchte du uns ganz, mels Zelt, wird ein Gaft in dies o du himmlisch reiner Glanz! ser Welt und führt uns aus dem Gottes Bild, das wir verloren, Jammerthal als Erben in den seh durch dich, du Heil der Welt, Freudensaal. Hallelujah! wieder in uns hergestellt. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm'; uns in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. 5. Ja, du wollest, Herr, uns führen durch der Liebe Wunder traft zu des Lichts Genossenschaft, und uns hier schon lassen spüren, Sallelujah! daß uns knüpft ein festes Band an das ewge Vaterland. 7. Das hat er Alles uns ge than, seine Lieb' zu zeigen an deß freut sich alle Christenheit und dankt es ihm in Ewigkeit. Halle 6. Nun, dein paradiesisch Leben bringt mit deinem Gnadenschein wieder mächtig in uns ein, und lujah! Von der Erscheinung und Geburt Jesu Chrifti. Mel. Gott fep Dank in aller te. 135. eiland, ben uns Gott zum Preis, auf Glaubensarmen trage, wie dort der fromme Greis. 3. Sey unser Glanz in Wonne, verhieß, den der Himseh Trost uns in der Pein, im mel jauchzend pries, als den Sün Dunkeln unsre Sonne, im Kreuz dern du zum Dienst huldreich auf ein Gnadenschein. Will uns der der Erd' erschienft. Muth entschwinden, seh unser 69 2. Wie dein Nam' ist auch dein Hoffnungsstrahl; ein Stern, der Ruhm hier in deinem Eigenthum. uns läßt finden den Weg durchs Du kamst, unser Heil zu seyn, uns Todesthal. von Sünden zu befrein. 3. Start in deines Vaters Kraft, baft du Leben uns verschafft. Wir, bon Rath und Hülf' entblößt, find nun, Herr, durch dich erlöst. 4. Auf, die ihr erlöset sehd, preiset ihn in Ewigkeit! rühmt ihn, der aus Liebe starb und den Himmel uns erwarb. jombe 5. Nimmer sey durch unsre Schuld fruchtlos deine Gnad' und Huld; das durch dich erworbne Heil bleibe ewig unser Theil. 6. Dein freu' unfre Seele fich; unser Leben preise dich. Und dein Geist, du Heil der Welt, lehr' uns thun, was dir gefällt. Mel. Balet will ich dir geben se. 136. Derr Jesu, Troft der 4. Herr, laß es uns gelingen, wenn unser Leben flieht, mit Simeon zu singen das frohe Ab. schiedslied: Nun werden mir in Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab' erblickt. 5. Ja, ja, ich hab' im Glau. ben, mein Jesu, dich geschaut; tein Feind kann dich mir rauben, dich, dem mein Herz vertraut. Du wohnft in meinem Herzen und in dem deinen ich; auch in des Todes Schmerzen bau' ich ge. troft auf dich. 6. Hier will es oft mir schei nen, du sähst mich strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich kaum erkennen kann; dort aber wirds geschehen, daß in des Himmels Licht ich ewig werde se Heiden, der Völker hen dein freundlich Angesicht. Heil und Licht, wir suchen dich mit Freuden und frommer Zuverficht; nach Simeons Exempel zieht Mel. Gottes Sohn ist hommen te. heilige Begier in diesen deinen 137. auchzet All', ihr From. men, Christus geo uns zu dir. 2. Du wirft noch jegt gefun, fommen! Er, dem Engel dienen, den, o Herr, an jedem Ort, wo ist im Fleisch erschienen, daß er Gläubge sind verbunden auf dein von der Sünde gnädig uns ent Verheißungswert; vergönnst noch binde. alle Tage, daß man dich, Gott 2. Er fommt auch noch beute, 70 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. steht uns treu zur Seite, stillet Bild liegt stets mir im Gemüthe. gern die Schmerzen der zerbroch. Und wie fönnt es auch anders nen Herzen; will uns von dem feyn. Wie könnt' ich deinen Böfen heilen und erlöfen. Gnadenschein aus meinem Herzen lassen? 3. Seines Wortes Weide füllet uns mit Freude, seine Gnaden. 3. Da ich noch nicht geboren zeichen will er dar uns reichen. war, bist du mir schon geboren, Sein Geist soll uns stärken zu des Glaubens Werfen. und hast mich dir zu eigen gar, eb' ich dich kannt', erforen. Noch war ich nicht ans Licht gebracht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 4. O wohl allen denen, die nach ihm sich sehnen, ihn im Glauben faffen, nimmer von ihm laffen; nie fich seiner schämen, sein Kreuz auf sich nehmen! 4. Jch lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne, die mir 5. Er, dem sie hier dienen, wohnt im Herzen angefacht Licht, Leben, und lebt in ihnen, läßt, was file Freud' und Wonne. O Sonne, erfleben, in Erfüllung gehen; führt die des Glaubens Licht in meinem nach allem Leiden sie zu ewgen Herzen aufgericht't, wie schön find Freuden. deine Strahlen! 6. Jauchzet All', ihr Frommen! 5. Mit Freuden blick ich auf Er wird wieder kommen in der Ho, dich hin und kann nicht satt mich heit Lichte zu dem Weltgerichte; sehen. Doch nimmer wird mein dann wird er die Seinen um sich her vereinen. blöder Sinn dein Wesen ganz ver stehen. O daß mein Geist ein Ab. grund wär' und meine Seel' ein tiefes Meer, daß ich dich möchte fassen! Mel. Es ist gewißlich an der Zeit ze.dein 6. Wenn bitterlich mein Herze weint und feinen Troft kann fins Freund, ich tilge deine Sün den, dann rufft du mir: Ich bin 138. o mein da ich dein Bruder wor. ch steb' an deiner Krippe den; was trauerst du in deinem Leben! zu dir komm' ich und schenke den bin, die Kindschaft dir zu ge dir, was du mir haft gegeben. ben? Nimm bin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel' und Muth, nimm Alles hin und laß dirs wohl gefallen. 7. So hoff' ich denn, du wer deft mir dies Eine nicht versagen, daß ich dich möge für und für in meinem Herzen tragen. In mir 2. Du hast mich ganz und gar foll deine Wohnung seyn, fomm, erfüllt mit deiner Lieb' und Güte, komm und fehre bei mir ein mit bein beber Glanz, dein göttlich allen deinen Freuden! 7. Jefu, unser Leben, du wollst gnädig geben, daß wir alle Stun den werden treu erfunden und nach felgem Sterben deinen Himmel erben. 71 Mel. Jefu, meine Freude 1c, Geiftes Kraft ihm ebnen soll die Bahn. 139. Pesus ist gekommen, dantet ihm, ibr 2. Seht, wie die Hand des Frommen, dankt ihm, daß er Herrn ihn in die Wüste leitet, wo tam; daß er hier auf Erden, uns er das Wort vernimmt, das ibn ser Heil zu werden, seine Woh zum Dienst bereitet. Begeistert nung nahm. Mensch, wie wir, als Prophet steht er am Jordan erschien er hier, um des Vaters da und ruft: bekebret euch, das gnädgen Willen an uns zu er. Himmelreich ist nah'! füllen. 3. Er predigt allem Volk, der 2. Laßt uns niederfallen, dan Buße strenger Lehrer, ein bren, fen, daß er Allen Freund und nend, scheinend Licht, ein mächti Bruder ift. Gott auf seinem ger Betebrer, des heilgen Eifers Throne liebt uns in dem Sohne, voll, der ohne Schonung straft; hilft durch Jesum Christ. Welch auf seiner Seele ruht Elias Geist ein Heil, an Christo Theil, und und Kraft. durch seiner Sendung Gaben an Gott selbst zu haben! Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 4. Im Jordan weihet er, die fich zum Herrn bekehren, auch Je3. Keine Macht der Sünden fus tritt zu ihm, die Taufe zu bewird uns überwinden; er bleibt gehren. Der Geist läßt sich herab, ewig treu. Dort wird er vom des Vaters Ruf ertönt und zeigt Bösen gänzlich uns erlösen; hier den Heiland an, der alle Welt steht er uns bei. Unser Freund, mit Gott vereint, wird uns im mer Hülfe senden, daß wir sieg reich enden. verföhnt. 5. Allein zu Jefu bin verweist er seine Jünger, allein auf Je fum jeigt sein ausgestreckter Fin 4. Auf dem Richterthrone werger, und laut verkündigt er, was den wir im Sohne unsern Retter ihm das Herz bewegt: seht, das schaun. Heil und ewig Leben ist Gottes Lamm, das unfre wird er Allen geben, die ihm fest Sünde trägt! vertraun. Er ward hier ver. fucht, wie wir, drum wird er der Schwachheit schonen und aus Gnaden lohnen. 6. Wohl dem, der dieses Lamm, auf das Johannes weiset, in festem Glauben faßt und auch im Leben preiset. Wer seinem Taufbund treu, sich Jesu gang ergiebt, der ist in ihm von Gott begnadigt und geliebt. 140. Mel. Nun danket Alle Gott te, m Dunkeln lag die Welt, mit Sünd' 7. Dazu erweckt auch uns Jound Fluch beladen, da offenbarte Hannes Amt und Lehre, zu un, Gott die Fülle feiner Gnaden; ferm wahren Seil und unsers des Höchsten Sohn erscheint, ibm Mittlers Ehre. Wer Buße thut gehet der voran, der in des und glaubt, hat Frieden allezeit; 72 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. wer Buße thut und glaubt, ererbt die Seligkeit. Mel. Ach, was soll ich Sünder ze. bu, Licht der Seir Dominst du, 141. mit grünem Laub der Palmen, 2. Statt ihm den Weg zu streun den? Ja, du säumeft länger nicht, empfang' ihn hocherfreut mit dei denn du weißt, was uns gebricht, nes Dankes Psalmen und sprich: odu starker Troft im Leiden! Gepriesen sey der Heiland Jesus Komm, o Jesu, auch zu mir, Chrift, der aus des Vaters Schooß offen ist des Herzens Thür. auf Erden kommen ist! ist und aller Welt Verlangen. Er hebe seinen Ruhm, stimm' Ho fianna an, bring', was zu seinem Dienst die Liebe bringen kann. 2. Ja du bist bereits zugegen, 3. Wir danken dir, o Herr, daß du, Weltheiland, Gottes Sohn! du zu uns gekommen, daß du haft Meine Seele labt fich schon an Fleisch und Blut wie Kinder an dem gnadenvollen Gegen, welchen genommen. deine Wunderkraft durch den Glaubu, arm, ein König ohne Pracht, Sanftmüthig famst ben in uns schafft. Herrlichkeit und Macht. und doch der ewge Sohn, voll 3. Heilge mich durch deine Liebe, die dem Eitlen mich entreißt, und gieb Gnade, daß mein Geist fich in deinem Lieben übe. Recht dich lieben, o mein Licht, kann aus eigner Kraft ich nicht! 4. Jesu, rege mein Gemüthe, Jefu, öffne mir den Mund, daß ich aus des Herzens Grund innig rühme deine Güte, die auch mir, Herr Jesu Christ, lebenslang ge 4. Erscheinst du, Gottes Sohn, als Mensch auf dieser Erden, muß dann nicht unser Herz voll Trost und Frieden werden? Drum haft du deinen Glanz in Niedrigkeit ge hüllt, daß unsre Angst und Furcht auf ewig sey gestillt. worden ist. großen Weltgerichte; o, laß uns 5. Erscheinen wirst du einst zum 5. Gieb mir deines Geistes Ga Lichte, daß wir dann auch getroft wandeln stets in deiner Wahrheit ben, Liebe, Glauben und Geduld, dir, unserm Richter, nahn und daß ich einst durch deine Huld, unsern Gnadenlohn aus deiner über Sünd' und Welt erhaben, mit den Selgen finge dir: Sofianna Hand empfahn. für und für. Mel. Nun danket Alle Gott se. 6. Das Hofianna wird alsdann von Neuem flingen, dann wer den wir vereint mit Engelfchaa ren fingen: Gelobt fet Gottes 142. Domm, Tochter Zion, Sohn, der ewig war und ist, ge fomm, den König lobet sey der Herr, der Heiland zu empfangen, der unser Heiland Jesus Chrift! Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 73 Mel. Nun preifet Alle Gottes 16. 4. Was 3 sind wir, daß das höchste Gut so große Dinge an uns thut? 143. Past in uns preisen, Was sind wir, daß uns Gott so den Friedefürst und liebt, uns seinen Sohn zum Hei Held, schon früh verheißen ward land giebt? er der fündgen Welt. Die Völker fahn ihm lang' entgegen, hoffend auf Heil und auf ewgen Segen. 2. Zerreiß den Himmel!« so flebten brünftig fie unterm Ge. tümmel irdischer Lebensmüh':» Erscheine endlich hier auf Erden, der du uns Rettung und Troft sollst werden!« In eigener Melodie. 3. Nun ist erfüllet die Zeit, die Gott ersebn; nun ift enthüllet das Heil aus seinen Höhn; gestillt das fehnliche Verlangen, ewiges Licht ist uns aufgegangen. 4. Nun wird gepredigt des Höch ften gnädges Jahr, Alles erledigt, 8. Dann trifft die Sünder ewge Pein; die Frommen gehn zum Leben ein und in des Vaters ewgem was noch gebunden war, belohnt Reich macht er fie seinen Engeln der Dulder treues Hoffen, Gläubi gen steht nun der Himmel offen. gleich. Dob sey dem allerhöch. ften Gott! Erbar5. So nimm ihn denn mit Freu. den an, mach' ihm zu deinem Herzen Bahn: gieb dich ihm ganz zu eigen hin und lebe stets in seinem Sinn. 144.& 6. Bei solcher Treu' giebt er dir Theil an dem von ihm erworbenen Heil; doch hörst du seine Stimme nicht, so wartet deiner das Gericht. 7. Wie er voll Huld und Freund lichkeit erscheint in dieser Gnadenzeit, so kommt er einst mit Maje stät, zum Richter aller Welt erhöht. 9. Gelobt sey von uns Jesus Chrift, der uns zum Heil erschie nen ist! Gelobt sey Gott, der ihn gesandt, sein Ruhin erfülle jedes Land! mend sah er unsre Noth und fandte Jefum, seinen Sohn, zu uns von seiner Himmel Thron. 2. Ihn fandt er, unser Treft 145. Dobt Gott, ihr Christen, allzugleich in seinem zu seyn, vom Sündendienst uns zu befrein, mit Licht und Kraft höchsten Thron! Er schleußt uns uns beizustehn und uns zum Him mel zu erhöhn. In eigener Melodie. auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn.:: 3. D welch ein liebevoller Rath; 2. Der Sohn kommt aus des welch unaussprechlich große That! Vaters Schooß, ein Heiland uns Welch Gnadenwerk, dem keines zu seyn, er wird ein Mensch, gleicht, das nie der Menschen Lob wird arm und bloß, uns ewig zu erreicht! erfreun. 74 Von der Erscheinung und 3. Der alle Dinge trägt und hält mit göttlicher Gewalt, kommt arm und niedrig in die Welt, er scheint in Knechtsgeftalt.:: 4. Er wechseit mit uns wunder bar, nimmt unsre Armuth an, uns aber beut er Güter dar, die Niemand schäßen kann.:;: Geburt Jefu Chrifti. 4. Macht hoch das Thor, ble Pforten weit, ihn zu empfangen feyd bereit und öffnet eure Her zen gern dem Ehrenkönig, eurem Herrn! So fomint er freundlich auch zu euch und mit ihm Glüd und Heil zugleich. 5. Ja, fomm, mein Heiland, 5. Er wird ein Kind, um uns auch zu mir, geöffnet ist des Her. das Recht der Kindschaft zu verzens Thür; ach zeuch mit deiner leihn. Preif' ibn, begnadigtes Ge Gnade ein; erfüll' uns ganz mit schlecht: das ewge Erb' ist dein.:: ihrem Schein; dein Geist regier' 6. Heut ist des Paradieses Thor uns allezeit und führ' uns einst uns wieder aufgethan, der Cherub zur Seligkeit! steht nicht mehr davor: kommt, femmt und betet an!:: Mel. Don Gott will ich se. 147. Mit Ernst, ihr Men. Mel. Dater unser im Himmelreich, 18. 146. Mbie Pforten weit: acht hoch das Thor, er kommt, der Herr der Herrlich feit! Der Himmel ist sein König reich und alle Welt bient ihm zuben, will bei uns kehren ein. gleich. Er ists, der Heil und Le ben bringt, dem laut die Schaar der Frommen fingt. schenfinder, bestellt Heil der Sünder, der Held, an das Herz in euch, es kommt das Gnad' allein, der Welt zum Licht Wundern reich; er, den aus und Leben, der Vater hat gege 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine 2. Er ist gerecht, wie Reiner Steige richtig, räumt fort, was mehr, Sanftmüthigkeit geht vor ihm verhaßt, die Thäler füllet aus, ihm ber; sein Scepter ist Barm. berzigkeit und seine Kron' ist Hei, ligkeit. Er wendet alle unsre Noth und macht uns frei von Sünd' und Tod. erniedriget die Höhen und laßt ihm offen stehen ein jedes Herz und Haus. 3. Ein Herz, das Demuth lie bet, das will der Herr erhöhn; 3. O wohl dem Land', o wohl ein Herz, das Hochmuth übet, das der Stadt, die diesen König bei wird zu Grunde gehn; ein Herz, fich bat! Wohl allen Herzen ins das lauter ist und folget Gottes genein, da dieser König ziehet Leiten, das kann sich recht berei. ein! Ein unvergänglich Freudenlicht strahlt aus von seinem An geficht. ten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit, aus Güte und Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 75 Erbarmen, Herr Jesu, selbst be reit! Seuch in mein Herz hinein, o komin mit deinem Segen! Ich 149. entflohn; die Hei Mel. Wie schön leucht't ms 16. ist die barre dir entgegen, dein ewig mich zu freun. den sehn den Morgen schon und finden den Erretter. Du, den Gott in die Welt gefandt, zer. störtest mit gewaltger Hand die 148. sprach Heerbe, Himmel, Tempel falscher Götter. Du selbst Mel. Wachet auf, ruft uns e. Pacht umbüllte rings die Erde sahn mit Freuden Gottes Sohn die Menschen weiden. noch einmal Gott: es werde! und Licht entströmte seinem Thron. Christus tam, das Licht der Hei den, der Hirt will selbst die Heerde weiden, als Mensch erscheinet Got tes Sohn. Er hat in unsre Nacht der Wahrheit Licht gebracht. Jauchzt ihm Alle! In seinem Schein sollt ihr euch freun und schon auf Erden selig seyn. 2. Der Gottheit Fülle wohnt in dir; Gott fommt durch dich mein Heil, zu mir und zeigt mix feine Liebe. Du nimmst mein sterblich Wesen an und brichst zum Leben mir die Bahn, daß ich nicht hülflos bliebe. Ewig, Herr, foll mein Gemüthe deine Güte hoch erheben, du, mein Heiland, bist mein Leben. 2. Dieses Licht erlischt nie wie der, sein Glanz strahlt herrlich zu uns nieder und Gottes Heil ist 3. Ein Herz, das deine Wahr. uns bekannt. Tragt es nun von heit liebt und die sich findlich über. Voll zu Volke, zerstreut des Jrr giebt, das fannst du nicht ver thums düstre Wolke, erleuchtet schmähen. Wer sich zu deinen werde jedes Land. Jhr Völker, Füßen setzt und sich an deinem nehmt ihn auf und richtet euern Wort ergößt, wird, wie du bist, Lauf froh gen Himmel. Er geht dich sehen. Bei dir bleib' ich trog voran und macht euch Bahn, ain dem Spötter. Sonst kein Retter Ziel die Krone zu empfahn. ist auf Erden, durch den Sünder felig werden. 3. Hört im Geist der Engel Chöre: Gott in der Höh' sey Preis 4. Ich will mich dir zum Opfer und Ehre! stimmt ein in ihren Lob. weihn und so dir ewig dankbar gefang. Kommet zu dem Mahl seyn, mein Licht, mein Heil, mein der Gnaden, zu dem auch ihr sehd Tröster! Ich bete dich in Demuth eingeladen, und bringt ihm ewig an. Wer ist, der mich verdam. Preis und Dant, entbrennt in men kann? ich bin ja dein Er Sinn und Muth von heilger Liebe löfter. Von dir nehm' ich Gnad Gluth. Glaub' und Hoffnung trägt in Fülle, Fried' und Stille; Freud' euch empor zum Himmelsthor, bin und Segen find' ich, Herr, auf auf zu dem, der euch erfor. deinen Wegen. 76 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag 26. ein Hirt noch wacht bei seinen Schafen. un kommt das neue Licht in Judas Grenzen. Da feht! ein neues Sy 150. Kirchenjahr; deß kann am Mittag nicht die Sonne freue sich der Christen Schaar. glänzen. Dein König kommt, drum freue dich und nimm ihn auf berzinnig lich. Hallelujah! 2. Von einem Jahr zum andern fort vernehmen wir sein Gnaden wort, das uns den Weg zum Le ben weist; Gott sey dafür von uns gepreist. Hallelujah! 3. Gott, was uns deine Wahr auf den fie barrten! Jhr dürft, 5. Triumph, der Herr ist da, ten. Hallelujah! nun nicht mehr war. Held euch mild entgegen; hier ift Vom Himmel kommt der das Heil der Welt, der Völker Segen. Mel. Mein Freund zerschmelzt se. heit lehrt und was den Glauben 152. on Gottes, der vom in uns mehrt, das laß zu unserm Heil gedeihn; bir sey Lob, Ehre, Preis allein. Hallelujah! mir herab ins Elend gesenket, Mel. Es traure, wer da will. der du zu famst, was für ein mächtger Trieb hat dich gelenket, daß niedre Knechtsgestalt du an dich nahmst? Die Liebe hats allein gethan, fie Welt, hör unser sah erbarmend mich in meinem Flehen; komm, Rath und Kraft Jammer an. und Held aus Gottes Höhen! Ge 2. Die Liebe ist so groß in det. falbter; komm herab, dein Volk nem Herzen, daß du für mich das zu führen; fomm, Friedensfürst, größte Wunder thuft. Die Liebe bein Stab soll uns regieren! bringt die Kämpf und bittre 151. komm, du Troft der 2. So fang der Väter Mund, Schmerzen, da, mir zu Gut, du die Gott fich weihten und sich im unter Dornen rubst. D unerhörte alten Bund des neuen freuten. Liebesgluth, da felbft das ewge Sie fahn manch hundert Jahr Wort nahm an fich Fleisch und dem Herrn entgegen, der längst Blut. verheißen war der Welt zum Se gen. 3. Der Sohn des Höchsten ist mir gleich geworden; ein Mensch, 3. Froh ward, wer seinen Tag wie wir, der Herr der Herrlich im Geist gesehen; des Glaubens feit. Die Gottheit selbst tritt in Auge mag, was fern, erspähen. der Menschen Orden, die Ewig Doch der Erwartung Schmerz stieg feit vermählt sich mit der Zeit. immer höher, da rief Gott Trost Das Leben fehret bei uns ein; es ins Herz der frommen Seher. wohnt das Licht der Welt bei uns mit seinem Schein. 4. Auf Erden herrscht die Nacht, die Völker schlafen, kaum, daß 4. So wird in ihm die Mensch Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. 77 heit ausgeföhnet, die Reinigkeit 9. Auf, auf, mein Geift, stimm' der Seelen wiederbracht. Wir sind an die Freudenlieder, erhebe dich in ihm mit Ehr und Ruhm ge- durch seiner Gnade Macht! Des krönet, da er uns von der Sünde Himmels heller Glanz bestrahlt frei gemacht. Die Erde wird durch dich wieder; was du verlorst, ist ihn erneut; sie wird zum reinen völlig wiederbracht. O welch ein Thron der Gottheit eingeweiht. überschwänglich Heil! Die Kind schaft Gottes wird durch Christum mir zu Theil. 5. Die Weisheit wohnt nun wie der auf der Erden, ein neues Pa radies hebt für uns an. Nun können wir aus Gott geboren werden, wenn wir dem Menschgebornen gläubig nahn. Die neugeschaffne Seele spürt, daß sie ein höhrer Geist aus Nacht und Tod geführt. Mel. Mein Salomo 16, 153. o ist denn nun die Hütte aufgebauet, die rein des Höchsten Ebenbild 6. Kein Elend kann nun mei uns zeigt; vor der das Heer des ner Seele schaden: Immanuel ist bei mir in der Noth. Ich darf zu ihm nur gehn, dem Quell der Gnaden, so hab' ich Troft für Elend, Schmerz und Tod. Der Jammer, der noch an mir flebt, kann nicht verderblich seyn, weil Christus in mir lebt. Himmels tief sich neigt und fie mit freudiger Bewundrung schauet, weil ihres Gleichen diese weite Welt an Pracht und Herrlichkeit nicht in fich hält. 2. Doch der weiß hier nichts Herrliches zu preisen, der das nur fieht, was fich von außen zeigt. 7. Die Sünde fann mich auch Der faffet nicht, was in den Staub nicht mehr verdammen, denn mei uns beugt, wer Alles richtet nach nes Heilands Tod kommt mir zu gewohnten Weifen; vor ihm bleibt Gut; und drohen mir verderblich diese Trefflichkeit versteckt, die nur ihre Flammen, so lösch' ich sie durch Gottes Licht wird aufge mit Chrifti theurem Blut. Mein deckt. Jefus dämpft den bösen Trieb; er 3. Vollendet ist die Hütte, die läßt die Seele nicht, er hat sie biel zu lieb. 8. Durch ihn hab' ich ein ewig Leben funden, das mir viel Reich thum, Luft und Ehre schafft. Er ich meine, in deiner Menschheit, ewger Gottes Sohn. Du famst herab von deines Vaters Thron, daß deine Herrlichkeit in ihr er. scheine; und so hat Gottes hohe ist mit mir, ich bin mit ihm ver- Majestät den Tempel unter uns, bunden und fühle täglich seiner der ewig steht. Liebe Kraft. Jch bin vergnügt 4. O großes Werk, Geheimniß und ganz geftillt, weil mich der sonder Gleichen! Wer hat wohl lautre Strom aus seiner Lieb' er füllt. je so Herrliches gehört, daß in die Menschheit Gott ist eingekehrt! 78 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. Anbetend schweigt, ihr werdets tes Schn, mit ihm erschien bas nicht erreichen; verehret still die Leben, mit ihm des Himmels unumschränkte Kraft, die euch zum Lohn! Heil dies große Wunder schafft. 2. Kommnt, laßt uns niederfal 5. Durch Christum wohnt der len vor unferm Mittler Jesus Gottheit ganze Fülle nun allezeit Christ, ihn preisen, daß er Allen im menschlichen Geschlecht, und Erretter, Freund und Bruder ist. nimmer weicht von uns sein Licht Er gleicht der Morgensonne in und Recht; das ist des Vaters gna ihrem ersten Strahl, verbreitet denvoller Wille. Schwand uns Licht und Wenne und Leben über. die Hütte gleich aus dem Gesicht, all. Ven ihmn strömt Heil und boch weicht die Gottheit aus der Gnade auf unsre Welt herab, er Menschheit nicht. führt auf lichtem Pfade uns über Tod und Grab. 6. Und Christus bleibt erhöht, ein Thron der Gnaden, den En gel auch gelüftet anzuschaun, ihm nahn die Gläubigen fich voll Ver traun und werden ihrer Schuld von ihm entladen; Versöhnung, fonst in Bilder eingehüllt, ist uns in ihm wahrhaftig nun erfüllt. 3. Frohlocht, ihr Mitgenossen der Sünde und der Sterblichkeit, nun ist nicht mehr verschlossen der Eingang zu der Herrlichkeit! unfrer Erde nieder kommt Gottes Zu ewger Sohn und hebet seine Brüs der empor zu Gottes Thron. Er ward das Heil der Sünder und der Verlornen Hort; hier sind wir Gottes Kinder, und Gottes Erben 7. Sohn Gottes, du, der vor mals angenommen zu unserm Trost die menschliche Natur, die nur in dir nicht zeigt der Sünde dort. Spur; du, aus der Höh' zu uns berab gekommen, nimm unser Herz zu deiner Hütte bin, bis du auch uns hinauf kannst zu dir ziehn. 4. Du, denn die frohe Menge der Engel und Verklärten fingt, vernimm die Lebgefänge, die dir dein Volk im Staube bringt. Auch du warst hier auf Erden, was deine Brüder find, erduldetest Be. schwerden, wie jeglich Menschen. find. Was du nun bist, das wer den einst deine Brüder seyn, wenn fie entrückt der Erden sich deines Anschauns freun. 154. Mel. Nun lob' mein' Stel' 26. on dieser Erden Staube steigt auf zu dir mein Lobgefang; dir, Here, an den ich glaube, bringt meine Seele Preis 5. Echmückt uns die Siegertrone, und Dant. In dir, dem Mensch wenn wir zum Himmel find er gebornen, soll alle Welt sich freun, böht, dann stehn wir nab' am und jeder der Verlornen sev froh, Throne und schauen deine Majes erlöft zu seyn. Uns Gündern stät. Nicht mehr aus dunkler Ferne ward gegeben zum Retter Got steigt dann das Lob zu dir, weit 79 Bon der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. Lebenshort! über Sonn' und Sterne erhaben tröstlich, du Fels des Heils, bu jauchzen wir, und mit des Him mels Heere schallt unfer Lobge. fang: bem Ewigen sey Ehre, dem Welt. Versöhner Dank! Mel. Lobt Gott, ihr Chriften ze. 155. as in der heilgen Nacht erklang aus felger Geister Heer, das sey auch unser Lobgefang, Gott in der Höh' fey Ehr'! 2. Von aller Welt erfchalle dir, o Jesu, Dant und Lob! dich, unsern Retter, preifen wir, der uns vom Staub' erhob. 3. Du sprachst zur Finsterniß: entweich! da floh des Jrrthums Nacht. Du hast das lichte Got tesreich in Herz und Welt ge bracht. 4. Nun bürgen Sorge selbst und Schmerz für unsrer Kindschaft Recht. Zum Vater hebt sich unfer Herz, wir find ja sein Ge schlecht. 5. Dank dir, daß du uns Brü der nennst: darauf ruht unser Heil; wen du als Bruder anerkennst, hat ewig an dir Theil. Mel. Nun ruhen alle 10. 156. ie lieblich tönt die Kunde, fie geht von Mund zu Munde, daß ein Erlöser ist! Ja lieblich und er quickend, beseligend, entzückend ist schon dein Name, Jesu Chrift! 3. Wie glorreich Banden des Todes von den auferstanden bast du den Tod besiegt! bift herrlich aufgefahren, thronft unter Himmelsschaaren, bis Alles dir zu Füßen liegt. 4. Wie groß find deine Werke! Wie preif ich deine Stärke! Wie herrscheft du allein! Wer wäre nicht, o König, dir treu und unterthänig, um stets in deiner Huld zu seyn? Mel. Dalet will ich bir geben se. ie soll ich dich em. 157. pfangen und wie begegn' ich dir, o aller Welt Ver. langen, o meiner Seelen Zier! O Jesu, Jesu, zünde dein Licht der Seele an, daß fie erkenn' und finde, was dir gefallen kann! 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, ich will in Freudenpfalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis und dei nem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meiner Seligkeit, da über alle Maßen mich drückte Schmerz und Leid? Als mir das Neich genommen, da Fried' und Freude lacht, da bist, mein Heil, bu kommen und hast mich froh gemacht. 4. Jch lag in schweren Banden; du kommst und machst mich los; 2. Wie füß ist deine Lehre, wie ich stand in Spott und Schanden; groß ist deine Ehre, wie heilig ist du kominft und machst mich groß. dein Wort! Wie ist dein Blut Du bebst mich hoch zu Ehren, so föstlich, wie ist dein Tod so schenkst große Güter mir, die nim. 80 Von der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti. mer fich verzehren und bleiben für und für. Mel, Dom Himmel hoch ze. wie 5. Nichts, nichts hat dich ge trieben zu vom als dein getreues Lieben, du Hei land aller Welt. Du litteft tau send Plagen, du trugft der Sünde Last und Keiner darf verzagen, den du erlöset haft. 158. Millkommen, gnaden. glänztest du in Himmels, Pracht! Wie freute sich der Engel Schaar, als Jesus Christ geboren war! 2. Bewundernd beteten fie ar da fie den Trost der Völker sahn. Voll Ehrfurcht hört der Hirten Ohr, was jauchzend sang des Himmels Chor. 6. Das schreib' dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei deinem Gram und Schmerze, der sich häuft mehr und mehr. Seyd unverzagt, 3. Allein Gott in der Höh' seh ihr habet die Hülfe vor der Thür; Ehr und Fried' auf Erden weit der eure Herzen labet und tröstet, umher! Sein Wohlgefallen habe steht allhier.. nun der Herr auch an der Men schen Thun! 7. Jhr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und Nacht, wie 4. Die Hirten beten an und ihr ihn wollet ziehen mit eures gehn, in Bethlehem ihr Heil zu Armes Macht. Er fommt, er sehn, und wer den Neugebornen kommt mit Willen, ist voller Lieb' fah, sprach hocherfreut: der Herr und Luft, all' Angst und Noth zu ist da. stillen, die ihm an euch bewußt. 5. Wer ist wohl diesem Kinde 8. Schreckt euch der Feinde Tücke gleich? Es bringt der Gnade sel. und ihr vermeßnes Dräun: in eiges Reich. Wie hoch sind wir nem Augenblicke wird sie der Herr von Gott geliebt, daß er den ein zerstreun. Er kommt, er fommt, gen Sohn uns giebt. ein König, dem alle Macht und List der Hölle viel zu wenig zum Widerstande ift. 6. Der Sohn, der Alles trägt und hält, kam uns zu Gut in un fre Welt; auf Erden hat, wie wir, gewohnt, der in dem höchsten Him mel thront. 9. Einst wird er wiederkommen, den Bösen zum Gericht, den Schaaren seiner Frommen mit 7. Ja, Gottes Lieb' ist unbe Gnad' und süßem Licht. Komm, schränkt. Der Gott, der seinen Jefu, unfre Sonne, und leit' uns Sohn uns schenkt, giebt Alles, allzumal zu ewger Freud' und was uns heilsam ist, auf ewig Wonne in deinen Himmelsfaal. nun durch Jesum Christ. Vom Leiden und Tode Jefu. Vom Leiden und Tode Jesu. VIII. Mel, Bir, dir, Jehovah, will se. blieb auch im schwersten Kampf 159. , fieh ibn dulden, dein Eigenthum. bluten, sterben, o 6. Herr, dies dein Beispiel foll meine Seele, fag' ihm frommen mich lehren, des Lebens Unschuld Dank! Sieh' Gottes eingen Sohn sey mein Ehrenkleid. Gern will und Erben, wie mächtig ihn die treuste Liebe drang! Wer hat wohl je fo heiß wie er geliebt, der auch fein Leben für die Feinde giebt. ich deine Stimme hören und freu. dig thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt in nigst mich dazu; wer hat es mehr um mich verdient, als du? 2. Wie dunkel waren jene Stun den, o Herr, und welche Lasten 7. Nie will ich mich am Feinde drückten dich! Wie quoll das Blut rächen: für deine Mörder flebte aus deinen Wunden; und, ach, es dein Gebet; nie Gottes Führung floß zum Heil und Troft für mich! widersprechen, wenn sie auch durch Noch heute ruft es mir ermunternd die Nacht der Trübsal geht. Auf zu, daß du mich liebst, du heilger Dornen gingst du selbst zum Biele Dulder du. hin: ich folge dir, weil ich dein Jünger bin. til 8. Was fürcht' ich noch des Grabes Schrecken? dein Tod nahm ja dem Tode seine Macht. Mag meinen Leib die Erde decken; zum Leben bist du, Lebensfürft, er. wacht: zum Leben geh' auch ich aus meiner Gruft verklärt hervor, wenn deine Stimme ruft. 3. So sollt es sehn: du mußteft leiden; dein Tod macht mir des Baters Liebe fund. Er wird für mich ein Quell der Freuden, ein Siegel auf den ewgen Friedens bund. So wahr dich Gott zum Opfer gab für mich, so feste stehts, er liebt mich väterlich. 4. Nun bin ich dein und Gottes Erbe, nun seh ich in sein Vater herz hinein. Wenn ich im Glau ben leb' und sterbe, dann ist die Seligkeit des Himmels mein. Ob Sonn' und Mond und Erde un tergehn: mir bleibt doch ewig Got tes Gnade stehn. 81 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, den dir, mein Retter, treue Liebe bringt. Noch heißern Dank will ich dir sagen, wenn dir mein Geist im Chor der Engel singt. Dann stimmen alle Selgen jauchzend ein; der 5. Ja, mir zum Troft und dir ganze Himmel wird dann Zeuge zur Ehre gereicht dein Leiden und seyn. bein Streuzestod; bestätigt hat er deine Lehre, die nie vergeht, wenn gleich die Hölle droht. Der Un schuld Frieden und ihr hoher Rubm Mel. 160. Traurigkeit, o fergeleid! se. Pm Kreuz erblaßt, der Marterlaft nach 82 Vom Leiden und Tode Jesu. schwerem Kampf entnommen, ift Mel, un laßt uns ben Leib se. en deine Leiden den fen wir, Herr Jesu im Grabe Jesus nun erst zur Ruh 161. gekommen. 2. Ein heilger Schmerz durch, Chrift, und danken dir, daß du dringt mein Herz; ach Herr, was so willig ihre Laft zu unserm Heil kann ich sagen? Nur an meine getragen hast. Bruft kann ich voller Wehmuth schlagen. 2. Wir folgen dir im Geiste nach zu jeder Stufe deiner Schmach; wir schaun zu deinem Kreuz hinan und beten dich bewundernd an.be 3. Du schirmeft mich und fiber dich gehn aller Trübfal Wetter. Sterben wolltest du für mich, göttlicher Erretter. 4. Du hafts gethan, dich bet ich an, du König der Erlöften. Dein will ich im Tode mich glau. bensvoll getrösten. 5. Es ist vollbracht, riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, gött lich fret, für uns hingegeben. 6. Hochheilge That! Des Höch ften Rath faff ich hier nicht im Staube. Dort schau' ich in hel lem Licht, was ich fromm hier glaube. 7. Als er gebot, gab selbst der Tod zurück, was er bezwungen. Leicht hat sich der Lebensfürft selbst dem Grab entschwungen. 8. Des Todes Thal will ich ein mal durchwandeln ohne Grauen denn es wird durch deinen Tod mir ein Weg zum Schauen. 9. Jch preise dich; erforsche mich und siehe, wie ichs meine; ja du siehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 3. Wir segnen, Herr, den Dors nenpfad, den, uns zu gut, dein Fuß betrat; uns strömet Kraft und Troft und Ruh' aus deinem bittern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Va ter liebt, den Reuigen die Schuld vergiebt, den starken Troft in al ler Noth erwarb, Erlöser, uns dein Tod. left mein in Ewigkeit gedenken. Ganz will ich aus Herzensgrund mich in dich versenken. und sich zur bessern Welt erhebt, 5. Daß ewig unfre Seele lebt die Lehre muß nun fest beftehn, dein heilges Reich kann nicht ver gebn. auf eigner Bahn, wer dich ver 6. Mit ungewissen Schritten geht, schmäht. Wir glauben dir und zweifeln nicht, du bist uns Leben, Troft und Licht. 7. Voll Dank und Freude fol. gen wir dir, unserm Herrn und Retter, hier; dort führst du, nach vollbrachter Zeit, uns zu des Him mels Herrlichkeit. Mel. Wie wohl ist mir, a Freund is. Pereite dich, o Chrift, 10. Herr, ich bin dein; bu wol- 162. Be wir gehen im Geift hinauf gen Golgatha, auf deffen blutgetränkten Höhen, was nie ein Engel faßt, geschah. Vernimm Vom Leiden und Tode Jesu. 83 an diesem heilgen Orte des ster- rief: warum, Gott, hast du mich benden Erlösers Worte, und eigne verlaffen? Wie beugt ihn unsre ihre Kraft dir an. Sie können Schuld so tef! Doch selbst in dies reichen Troft im Leben und einst fen dunklen Stunden, da er das im Tode Troft dir geben, wenn Schrecklichste empfunden, bleibt sonst dich nichts mehr trösten kann. Gott noch seine Zuversicht. Muß ich den Kelch des Leidens trinken, will meine Seele ganz versinken, dann, Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! 2. Er läßt mit liebevollem Her zen den Blick auf seinen Feinden ruhn; vergieb, ruft er in seinen Schmerzen, sie wissen, Herr, nicht, was sie thun. Der menschenfreund lichfte der Beter fleht noch am Kreuz für Missethäter, die auf ibn lem, was erquickt, der Göttliche, häufen Pein und Schmach. Oder Aller Herzen mit Troft und Mensch, den Rach' und Born ver. Hülfe Hülfe gern beglückt. Noch immer führen, laß dich durch dieses Beiruft er um Erbarmen aus tau. spiel rühren, und bete dem Erlösend hülfsbedürftgen Armen, die fer nach! 6. Mich dürftet! flagt erschöpft von Schmerzen, entblößt von AllBlöße, Durst und Hunger drückt. O selig, wer den Ruf erfüllet! denn wer der Armen Klagen stil. let, der hat den Heiland selbst er. quickt. 3. Welch Beispiel findlich from mer Triebe, als unter Leiden ohne Zahl der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend noch empfahl! Ach, seh' ich einst um 7. Nun enden sich die schweren mich die Meinen in meiner lesz Leiden, der Heiland spricht: e8 ten Stunde weinen, so soll dies ist vollbracht! O Wort des Sie Wort mir Troft verleihn: den tief ges, Wort der Freuden! du der Seinen Schmerz betrübte, der auch im Tode sie noch liebte, wird auch der Meinen Helfer seyn. nimmst dem Tode feine Macht. Heil uns! wer darf es nun wohl wagen, uns, die Erlösten, zu ver 4. Verzagt nicht, reuige Verktlagen? Er starb für uns und wir brecher: wer glaubet, kommt nicht sind sein. Gieb, daß am Ende ins Gericht. Hört, was zu dem meiner Tage auch ich, o Herr, gebeugten Schächer der Mund des mit Freuden sage: es ist vollbracht, Weltverföhners spricht. Er ruft ich bin nun dein. ihm tröstend zu: noch heute wirft wahrlich du an meiner Seite mit mir im Paradiese feyn! O Herr, laß an des Todes Pforte einst diese gnadenvollen Worte auch mich im legten Kampf erfreun! 5. Wer fann die hohen Leiden fassen, als Chriftus an dem Kreuze 8. Das letzte Wort aus deinem Munde, als schon dein Aug' im Tode brach, sprech' ich in meiner letzten Stunde dir, mein Erlöser, gläubig nach. Du riefeft: Vater, ich befehle in deine Hände meine Seele! und sterbend neigte sich dein Haupt. Auch ich befehl' an 6* 84 Vom Leiden und Tode Jesu. meinem Ende einst meinen Geist nicht Hohn? Nein, ich will ihn in Gottes Hände: dann schau' ich, einzig lieben, meinen Jesum nie was ich hier geglaubt. betrüben. In eigener Melodie. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe. O mein Herz, was zageft du? Sieh', aus heilgem Mittlers. 163. Chrifte, bu Lamm Got. tes, der du trägst die Ruh'. Wer verdammt mich? Gott Triebe schafft dir Jesus sterbend Sünde der Welt, erbarm' dich ist hier, Gott verzeibt durch Chri unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, ftum mir: drum, aus dankbar rei der du trägst die Sünde der Welt, der lieben. nen Trieben, will ich Jesum wie. erbarm' dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, 5. Der am Kreuz ist meine der du trägst die Sünde der Welt, Liebe. Prüft mich beide, Luft und gieb uns deinen Frieden. Amen! Schmerz, ob ich ihm wohl treu verbliebe. Von ihm scheidet nichts mein Herz, feine Macht, fein Gold, fein Ruhm, feine Schmach, fein Marterthum: dem bisher ich treu verblieben, Jesum will ich ewig lieben. Mel. Freu dich sehr, o meine se, 164. er am Kreuz ist mei ne Liebe, meine Lieb' ist Jesus Christ. Weichet all' ihr eitlen Triebe, fern seh, was nicht himmlisch ist. Lust der Welt ist Mel. Chriftus, der ist mein Leben ze. nicht von Gott, ihre Liebe bringt 165. ie Sonne stand ver den Tod. Meinen Jesum nur finstert, der Mittag zu lieben, dazu führ ich mich geward zur Nacht; nun hat er über trieben. wunden und spricht: es ist voll. bracht. 2. Des Tempels Gründe wank ten, der Vorhang riß entzwei; so wird der Welt verkündet, der Zu gang fey nun frei. 3. Denn er ist durchgedrungen für uns zu Gottes Thron, der ewge Hohepriester, des Allerhöch ften Sohn. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Spötter, was verlachst du mich, daß ich mich im Glauben übe? Starb mein Heiland nicht für mich? Jesus ist mein Frie densschild, Jesus ist mein Lebens, bild: meinen Jesum will ich lie ben und mich stets im Glauben üben. 3. Der am Kreuz ist meine 4. Kein Opfer mehr darf blu. Liebe. Sünde, du besiegst mich ten, der Fried' ist nun gemacht nicht. Weh mir, wenn ich den und aller Welt Erlösung durch ſei, betrübe, der für mich ging ins nen Tod vollbracht. Gericht! Kreuzigt' ich nicht Got. 5. O du, der mich versöhnte tes Sohn? Spräch' ich seinem Blut dem Richter aller Welt, du haft Vom Leiden und Tode Jesu. 85 bas Heil der Sünder auf ewig| Ehrenkron' erstritten; Preis, An hergestellt. betung, Dank sey dir lebenslang, mein Heil, dafür. 6. Nun wohnt in fichrer Ruhe bas menschliche Geschlecht: dein Boll regierst du herrlich nach dei nem heilgen Recht. 7. Einft führest du die Deinen in deines Vaters Reich und machst an Ehr und Würde sie seinen En geln gleich. 8. Den Tod darf ich nicht fürch, ten, der mich von binnen rafft: er ist schon überwunden durch deines Todes Kraft 9. Durch ihn komm' ich zum Biele, vollbracht ist dann mein Lauf; dann nimmt in seine Hände auch mich der Vater auf. 4. Herr, der tausendfache Schmer zen mir zu Liebe gern ertrug, deis nem mitleidsvollen Herzen war mein Friede Lohn genug. Troft in meinen letzten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden; Herr, ich dank', ich danke dir einst im Tode noch dafür. 5. Rub' im Leben, Troft am Grabe, welch ein feliger Gewinn, den ich dir zu danken babe, dir, deß ich auf ewig bin! Dir mein ganzes Herz zu geben, deinem Vor bild nachzustreben und dereinst zu sterben dir, Herr, dies sey mein Dank dafür. Mel. Jefu, meines Lebens 16. 166., der Menschen Heil und Leben, beß fich 167. meine Seele freut, der für mich sich bingegeben, Ursprung meiner Se, sahn, zur ligkeit; du, der lieber wollte ster ben, als mich laffen im Berderben; ach, wie dank, wie dank' ich dir, mein Erlöser, g'nug dafür! 2. Gottes Rathschluß zu erfül. 2. Welch ängstlich banges Kla len, gingst du deine Leidensbahn; gen hörst du, Gethsemane! Wer ja, du stiegst um unfertwillen gern ist der Mann der Plagen, der den Todesberg hinan. Du ver langsam Sterbende? Es ist das gaßeft eigne Schmerzen, trugst nur Heil der Sünder, der Mittler für unsre Noth im Herzen; preisen wir, ewig sey dafür. diese Liebe die Welt, der, statt der Men dir Dank schenkinder, hier ins Gericht fich stellt. 3. Frevler frönten dich zum 3. Seht, wie er tief im Staube, Hohne, o du König aller Welt, bedeckt mit Angstschweiß liegt und und im Schmuck der Dornenkrone doch sein starker Glaube im heißen wurdest du zur Schau gestellt. Das Kampfe fiegt! Schon naht die haft du für mich gelitten, mir die freche Rotte, die kein Erbarmen Mel. Haupt voll Blut se. Qu, dessen Augen flos. fen, sobald sie Zion Frevelthat entschlossen, sich seinem Falle nahn: wo ist das Thal, die Höhle, die, Jesu, dich verbirgt? Verfolger feiner Seele, habt ihr ihn schen erwürgt? onu, nedis? Dom Leiden und Lobe Jefu. 86 niza saidonsdags rührt, die unter Sohn und Spotte| Zagen und bift bis in den Tod ihn zu dem Nichtstuhl führt. betrübt; wie sollte mir das Herz 4. Sein Volt im wilden Grim nicht schlagen, der ich der Sün me erweicht sein Unblick nicht und den viel verübt? Mir ziemt es, nicht des Mitleids Stimme, die daß ein Herz voll Reu' stets mei aus dem Heiden spricht. Mit frenes Betens Anfang sey. chem Hohngelächter ruft ihre blin. 3. Du meidest selbst der Jünger de Wuth: auf unsre Söhn' und Blicke und sucheft fern die Ein Töchter komm', wie auf uns, sein famkeit; so zieb' auch ich mich still Blut! zurücke und fliehe, was mein Herz 5. Sie häufen seine Plagen noch zerstreut. Mit dir laß mich alleine auf der Todesbahn; er wird ans seyn, wenn betend ich vor Gott Kreuz geschlagen, o Seele, bet' erschein'. ihn an! Ihn höhnt in Wort 4. Du wirfft dich knieend hin und Mienen sein Voll bei seinem zur Erden, fällst nieder auf dein Schmerz; er ruft: vergieb es ih. Angesicht; so soll die Demuth sich nen! in Liebe bricht sein Herz. geberden, wenn sich das Herz mit Gott bespricht. Zief beug' ich vor ihm meinen Sinn, ich, der ich Staub und Asche bin. 6. Bald nahet sich sein Schei. den, des Todes stille Nacht; nun enden seine Leiden, er stirbt, es ist vollbracht. Es hat nun über. 5. Du rufest zu dem lieben Va wunden aus Judas Stamm der ter, greifft voll Vertrauen ihm Held; Versöhnung ist gefunden für ans Herz; dein Vater ist auch die gefallne Welt. mein Berather, drum ruf ich mit 7. Der du zum Heil der Sündir himmelwärts. Ach Glaub' und der dein Haupt am Kreuz ge Liebe sind mir noth, sonst ist mein neigt, du Freund der Menschen. Beten falt und todt! Kinder, hier liegen wir gebeugt, 6. Geduldger Jefu, du bleibft die danken wir im Staube, dir, stille, dreimal erneut die Bitte der uns Heil gewann. Dich preift sich; gewiß ist auch an mich dein der Deinen Glaube; nimm unser Opfer an. Wille, ich soll anhalten kräftige lich. Find' ich nicht Ruh' beim ersten Mal, so ruf und bet' ich ohne Zahl. Mel. O daß ich tausend ic. 168. u gebst zum Garten, dort zu beten; ich 7. Dein Wille senkt sich in den Willen des ewig weisen Vaters geb' im Geist, mein Jesu, mit. ein; so soll auch mein Gemüth Laß mich an deine Seite treten; fich stillen, dann wird mein Flehn ich weiche von dir keinen Schritt. Dein Beispiel zeige mir dabei, welch ein Gebet gesegnet sey. erhöret seyn. Auch ich bet' in Ge lassenheit: dein Will', o Gott, gescheh' allzeit. 2. Du gehest zitternd und mit 8. Du, Herr, erlangtest so im Vom Leiden und Tode Jesu. 87 Fleben Trost, Kraft, Sieg, Le zum Freudenopfer bringen. Mein ben, Herrlichkeit, und so soll es ganzes Leben weih' ich dir, es soll auch mir ergehen in dieser meiner nun dankbar für und für in dei Gnadenzeit; auf gleiches Beten nem Dienst verfließen; und was folgt auch mir der gleiche Segen, du mir zu gut gethan, das will Herr, wie dir. ich stets, so tief ich fann, in mein Gedächtniß schließen. In eigener Melodie, 169. Cit in Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer Kinder; es geht und büßet in Geduld die Sünden aller Sünder. Es gehet mit ge laßnem Sinn und schweigend sei 5. Wohl auf, mein Herz, und öffne dich, dir soll ein Kleinod werden! kein Schaß, wie dieser, findet sich im weiten Schooß der Erden. Weg Ehr' und Luft der eitlen Welt! was vor dem Allen mir gefällt, hat nun mein Herz nen Weg dahin, begiebt sich aller gefunden. Dies ist mein Schat Freuden; es fieht die Marter, die ihm droht, und will die Schmer, zen und den Tod doch gern aus Liebe leiden. und höchstes Gut: Versöhnung, Jefu, durch dein Blut und Heil aus deinen Wunden. 6. Dies theure Gut soll allezeit zum Segen mir gedeihen, mich kräftigen in jedem Streit, in Trübsal mich erfreuen, und naht die Todesstunde fich, so schau' ich glaubensvoll auf dich und werde selig enden. Ich trete dann zu deinem Thron und den verheißnen Gnadenlohn nehm' ich aus deinen Händen. 2. Dies Lamm ist Jesus, unser Freund, der Retter vom Verder ben, der nach des Vaters Rath erscheint, am Kreuz für uns zu sterben. Wunderlieb', o Lie besmacht, Gott hat, was nie ein Mensch gedacht, uns seinen Sohn geschenket. Dunerhörte Liebes that, daß, der in sich das Leben hat, sich in den Tod gesenket. 3. So lang' ich lebe, will ich dich aus meinem Sinn nicht las. 170. mein Herz und ſieb', Mel, Ein Cammlein geht ze. erforsche mich, erfahr' fen; mit starker Liebe hältst du mich, so will auch ich dich fassen. Herr, wie ichs meine; ich denk Nur dir gefallen sey mein Ruhm; an deines Leidens Schmerz, an Dein ich will mich dir zum Eigenthum deine Lieb', und weine. auf ewig übergeben. Nur du bist Kreuz sey mir gebenedeit. Welch meine Zuversicht, und wenn mein Wander der Barmherzigkeit haft Alug' im Tode bricht, bist du auch du der Welt erwiesen! Hab' ich dann mein Leben. dies wohl genug bedacht und dich aus aller meiner Macht genug da 4. Ich will von deiner Freund lichkeit, mein Jesu, täglich fingen für gepriefen? und mich dir selbst zu aller Zeit 2. Ratb, Kraft und Friedefürft 88 Vom Leiden und Tode Jesu. und Held, in Fleisch und Blut| Pein für den, der bich berachtet, gekleidet, wirst du das Opfer für nicht, folcher Gnade werth zu die Welt und deine Seele leidet. seyn, im wahren Glauben trach. Du zageft in Gethsemane, fühlst tet! der dein Verdienst zwar ein unfrer Sünden schrecklich Web, die gesteht, dich aber durch sein Leben Strafen sonder Ende; auf dich schmäht, durch seine Lafter höhnimmst du der Menschen Schuld net. Wer dich nicht liebt, fommt und giebst, mit göttlicher Geduld, ins Gericht; wer nicht dein Wort dich in der Sünder Hände. hält, liebt dich nicht, ihn hast du nicht versöhnet. 3. Erniedrigt bis zur Knects, gestalt, voll Krankheit und voll 7. Du haft gefagt, du wirft die Schmerzen, ertrugst du Spott, Kraft zur Heiligung mir schenken; Schmach und Gewalt mit gott dein Blut ists, das mir Trost ergebnem Herzen. Wir sahn dich, verschafft, wenn mich die Sünden der Verbeißung Ziel, doch da fränken. Laß mich im Eifer des war nichts, was uns gefiel, und Gebets, laß mich in Lieb' und nicht Gestalt und Schöne. Vor Demuth stets vor dir erfunden dir, Herr, unsre Zuversicht, ver werden. Dein Heil sey mir ein barg man selbst das Angesicht; dich Schirm in Noth, mein Stab im schmähn des Bundes Söhne. Glück, mein Schild im Tod, mein lezter Troft auf Erden. 4. Ein Opfer nach dem ewgen Rath, beschwert mit unsern Pla gen und deines Volkes Missethat, gemartert und zerschlagen, still und geduldig wie ein Lamin, gehst du den Weg zum Kreuzesstamm, um Seelen zu erretten. Dein Leben gabst du auch für mich, denn Gott warf Aller Sünd' auf dich, damit wir Friede hätten. Mel. Wie wohl ist mir, o Sreund se. 171. Grabner Dulder, deinLiebe vollbringt ihr Werk im Todesschmerz, du folgest der Erbarmung Triebe bringst Frieden in des Sünders Herz. Du bist die Wahrheit und das 5. Du neigst dein Hanpt, es Leben, um uns zur Kindschaft zu ist vollbracht, du stirbst, die Erd' erheben, betrittst du deine Leidens. erschüttert. Die Arbeit hab' ich bahn. Wer dich im Glauben andir gemacht; Herr, meine Seele genommen, darf als ein Kind gittert. Was ist der Mensch, den zum Vater kommen und soll der du befreit! o laß in heißer Dant. Gnade Trost empfahn. barkeit mich deine Gnad' empfin. 2. Verkläret haft du Gott auf den, und deine Liebe bringe mich Erden, verherrlicht seines Namens zur Gegenliebe, daß ich dich nie Ruhm, du haft durch Martern freuzige mit Sünden. und Beschwerden uns dir erkauft 6. Welch Warten einer eigen zum Eigentbum. Wir sollten frei Vom Leiden und Tode Jesu. 89 getragen, Gott ist ein Vater, der verzeiht. Nur laßt uns wandeln in der Liebe, daß wir aus dank. bar frommem Triebe auch unsern Brüdern gern verzeihn. Wenn 3. Verleih' uns Weisheit, Kraft Rach' und Zorn das Herz entund Stärke, uns deinem Dienste zünden, wer kann des Herren ganz zu weihn und durch Voll. Lieb' empfinden und seines Hei bringung guter Werke stets wirkles fich erfreun? sam für dein Reich zu seyn. Gieb, bem Dienst ber Sünden, geheiligt bereut. Der Herr hat unfre Laft deinen Tod verkünden und deinem Bilde ähnlich seyn. Welch hohes Ziel, wonach wir streben; o laß uns nie in unserm Leben dein heiliges Verdienst entweihn! 7. Der Herr hat mächtig über daß wir freudig von dir zeugen, wunden und giebt uns seinen gu damit sich Alle zu dir neigen, die ten Geist, der uns in der Ver. jetzt noch ferne von dir stehn. suchung Stunden den fichern Weg Bald sey auf dieser ganzen Erde zum Leben weist. Getroft ging er Ein Hirte nur und Eine Heerde: dem Tod entgegen, weil ihn sein dies ist, o Vater! unser Flehn. Gott, der Welt zum Segen, als Sühnungsopfer dargestellt. Stärk uns, Herr, in Versuchungszeiten, auf daß wir wachen, beten, strei. ten und siegen über Sünd' und Welt. 4. Oft geht der Weg durch nächte lich Grauen, auf dem uns Gott zum Ziele führt, doch wollen wir fest darauf bauen, daß er uns vä. terlich regiert. Mein Vater! es geschey' dein Wille«, sprachst du in demuthsvoller Stille, als du zum Tode warft betrübt. O Herr, den, was unserm wahren Leben der uns vorangegangen, laß uns droht, erlöf uns von der Macht den Kindessinn erlangen, der sich der Sünden, bewahr uns vor in deinen Rath ergiebt! 8. Ja, hilf uns Alles überwindem ewgen Tod. Laß wandeln uns in deinem Lichte, vor dei. nem beilgen Angesichte, fern von der Sünde finstrer Nacht. O bilf, daß in der letzten Stunde der Sie. gesruf aus deinem Munde der un fre seh: es ist vollbracht! 5. In deinem segensvollen Le ben war dir kein irdisch Glück ge währt; du haft, von Dürftigkeit umgeben, der Erde Güter gern entbehrt. Des Vaters gnaden reichen Willen durch Thun und Leiden zu erfüllen, war deine Speise, Gottes Sohn. Auch uns, wenn Noth und Mangel drücken, wird Gott mit reichem Troft er quicken, du selbst, Herr, bist der Deinen Lohn. 6. Und fein Erlöster darf ver jagen, der ernstlich seine Schuld 9. Dein ist das Reich, die Macht und Ehre, das Richteramt an Got tes Thron. Dich preisen aller En gel Chöre, du bist wahrhaftig Got, tes Sohn. Nimm auch von un. ferm schwachen Herzen den Dank für deine Todesschmerzen, bis un, ser sterbend Auge bricht, und wir 90 Vom Leiden und Tode Jefu. in jenen Himmelshöhen dich, un mit heißen Bähren thm heute Lieb sern Herrn und Heiland, sehen und Treue schwören? Es ist voll. von Angesicht zu Angesicht. bracht! 6. Es ist vollbracht! Herr, ewig feierlich seh mir dein Todestag, Mel. Es tft genug fo se. 172. ift vollbracht, das dich preis ich jetzt und einft noch preise dich mein letter Opfer für die Welt; Herzensdas Licht der Wahrheit fliegt. Nun schlag! Hinauf zu dir blick ich endlich wird des Irrthums Nacht Dankgefühle: Es ist vollbracht! am Ziele und ruf in freudgem erhellt, die auf der Menschheit liegt. Der Welterlöser hat voll. endet, wozu der Vater ihn gesen. det. Es ist vollbracht! Mel. Wer nur ben lieben Gott se. vollbracht! fo 2. Es ist vollbracht! Durch Let- 173.ruft am Streuze des ben ohne Zahl that er für uns gesterbenden Erlöfers Mund. Dies nug. Er ruhet nun von aller bit. Wort voll Troft und Leben reize tern Qual, die er aus Liebe trug. Sein Geist, entnommen dem Geur Freude mich aus Herzens. tümmel, steigt triumphirend auf grund. Was Gott auch mir zum zum Himmel. Es ist vollbracht! Seil bedacht, das große Opfer ist vollbracht. 3. Es ist vollbracht; des Vaters Rath erfüllt zu seinem Preis 2. Mein Jesus stirbt. Die Fel und Ruhm! Der Vorhang riß; sen beben, verdunkelt wird der auf ewig ward enthüllt der Liebe Sonne Schein; in Todte dringt Heiligthum. Der seinen Mördern auch vergeben, bringt Allen Heil und neues Leben. Es ist voll. bracht! ein neues Leben, sie sollen Wun. derzeugen seyn; der Vorhang reißt, die Erde kracht und die Versöhnung ift vollbracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du erduldet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinweggewendet, der auf der Welt voll Sünden lag; verschwunden ist des Todes Nacht, seitdem du riefft: 4. Es ist vollbracht! Wer sah nicht Gottes Spur, als er am Kreuz entschlief? Die Sonn' er losch, verhüllt war die Natur, die Erd' erbebte tief. Zerrissen war den Felsenwände bei des erhabnen Mittlers Ende. Es ist vollbracht! es ist vollbracht! 5. Es ist vollbracht! Wie blieb' 4. Ich sehe den am Kreuze han ein menschlich Herz wohl kalt und gen, der mich vom ewgen Tod ohne Dank an dessen Kreuz, der befreit. Nett, fromme Thränen, unterm tiefsten Schmerz für uns meine Wangen, send Zeugen meis zum Tode sant! Wer sollte nicht ner Dankbarkeit! Er, den mein Vom Leiden und Tode Jesu. 91 Gott zum Seil gemacht, rief auch gelungen, indem das Herz ihm für mich: es ist vollbracht! Grbrach. 5. O hilf mir nun auch, Herr, 3. Es ist vollbracht! Nun fer. bollbringen, was wahre Dankner nicht geweint! In dir voll. barkeit begehrt, laß nach der Hei- end' auch ich; bin ich mit dir, ligung mich ringen, zu der dein bist du mit mir vereint, so fieg' Tod mir Kraft gewährt. Mich ich, Herr, durch dich. Ich werde dir zu weihn, bin ich bedacht, bis meine Sünden, des bittern Toeinst mein Leben ist vollbracht. des Macht durch dich bald über. winden; dann ruf auch ich: voll. bracht! 6. Und hat mein Gott gehäufte Schmerzen zu meiner Prüfung aus erfehn, so will ich, mit ergebnem Herzen, durch alle Noth und Trüb. fal gebn. Dann ruf ich in der Mel. Die Seele Chrifti heilge 16. Derr Leidensnacht voll Hoffnung aus: 175. Here Jefu Chrift, dein es vollbracht! theures Blut mei 7. Fühlt einst mein Herz des Todes Schrecken, dann, Herr, er leichtre mir die Laft: auch ster bend laß den Trost mich schmecken, 2. Dein Blut, mein Schmuck daß du den Tod besieget haft. So und Ehrenkleid, dein' Unschuld tret' ich in des Todes Nacht mit und Gerechtigkeit macht, daß ich dem Triumph: es ist vollbracht! fann vor Gott bestehn und in des Himmels Freud' eingehn. 3. D, Jefu Chrifte, Gottes Sohn, mein Troft, mein Heil, mein Gnadenthron, dein Blut, Mel. Jerufalem, bu ac. ner Seelen höchstes Gut, das trö. stet, stärkt und macht allein vor Gott mich aller Sünden rein. 28 ist vollbracht! so 174. Mund, o triumphirend Wort! Es macht auch mir der Schuld Vergebung tund, es gilt noch fort und fort. Vollbracht ist nun sein Leben, das er auch mir geweiht, für mich auch hingegeben zu mei- mich von Sünden rein. ner Seligkeit. 2. Es ist vollbracht! Das Lei den ist vollbracht, nun finkt er Mel. Mir nach, spricht 1. 3 in den Tod; da hat er auch an 176. Derr Jefu Chrift, du meine Schuld gedacht, getilgt auch Gottes Lamm, der meine Noth. Wie hat der Held du viel Angst und Plagen für gerungen mit Schmerzen, Angst meine Schuld am Kreuzesstamm und Schmach! ihm ist der Sieg geduldig haft getragen, verleib' mich mit neuer Kraft. 4. Herr Jesu, in der letzten Noth, wenn mich erschrecket Sünd' und Tod, dann laß mich diesen Troft erfreun: dein Blut macht 92 Vom Leiden und Tode Jesu. auch mir in Leidenszeit Geduld vor bir gebückt im Staube, vers und wahre Tapferkeit. liere mich mit bankendem Gemü 2. Jch kann nicht ohne Kreuz the in deine Güte! und Leid zur Freude dort gelan, 7. Sie übersteigt die mensch gen; du selbst bift zu der Herrlichen Gedanken: allein sollt ich lichkeit nur durch das Kreuz ge- darum im Glauben wanken? Ich gangen: drum will auch ich in bin ein Mensch, darf der sich un Noth und Pein, wie du, mein terwinden, Gott zu ergründen? Herr, geduldig seyn. 8. Nichts Größres ist in Gott, als Lieb' erweisen, und uns ge bührt, fie demuthsvoll zu preisen und zu bewundern, wenn Gott Gnad' erzeiget, wie hoch fie frei get. Mel. Herzliebster Jefu se. 177. derr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu verfenten, die dich bewog von al fer Schuld des Bösen uns zu er, löfen. 2. Du, Gottes Sohn, wirft Mensch, gleich uns, auf Erden, willst bis zum Tod am Kreuz ge horsam werden, an unsrer Statt, gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen. 9. Mein Herz ergreift, Herr, dein Verdienst im Glauben, nichts soll den Troft, den du erwarbst, mir rauben. Du starbst für mich; nun bin ich, wenn ich sterbe, des Himmels Erbe. In eigener Melodie. 178. Derzliebster Jefu, was 3. O wunderbarftes aller Gna haft du verbrochen, denwerke! Es zu ergründen fehlt daß dir das Todesurtheil ward dem Geist die Stärke; mein Herz gesprochen? was ist die Schuld, erbebt, ich seh' und ich empfinde wofür so barte Strafen dich, Heil den Fluch der Sünde. ger, trafen? 4. Gott ist gerecht, ein Richter 2. Du wirst gegeißelt und zur alles Bösen; Gott ist die Lieb' Schmach gekrönet, ins Angesicht und läßt die Welt erlösen. Dies geschlagen und verhöhnet und, wie fann mein Geist mit Schrecken und es Missethätern nur gebühret, zum Entzücken am Kreuz erblicken. Kreuz geführet. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, es beugt mich tief und es erhebt mich wie der, entsündigt mich, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. D Herr, mein Heil, an def fen Blut ich glaube, ich liege bier 3. Was ist doch wohl die Ur sach' solcher Plagen? Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ich selbst, Herr Jefu, habe das ver schuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diefe Strafe! Der gute Hirte lei bet für die Schafe; die Schuld be Bom Leiden und Tode Jesu. 93 zahlt der Herr für seine Knechte, er da mit unsrer Schuld beladen, ex/ der Gerechte. dem Opfertode nah'. 5. O große Lieb', o Lieb' ohn' alle Maßen, daß du dich also für uns martern lassen! Was kann ich dir dafür, o Herr, mein Leben, zum Opfer geben? 6. Jch will stets dankvoll beine Huld betrachten, will dich nur lie ben und der Welt nicht achten; nur deinen Willen thun, mich selbst be tämpfen, die Lüfte dämpfen. 7. Zu deiner Ehre will ich Al les wagen, kein Kreuz mehr ach ten, keine Schmach und Plagen; nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herter, die ihr den Mittler schmäht, 5. Vernehmt es auch, ihr Spôt, 9. Wenn dort, Herr Jesu, einst vor deinem Throne auf meinem Haupte glängt die Ehrenfrone, dann soll mein Lob mit aller En gel Chören dich ewig ehren. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sün der, verhüllt das Angesicht: jetzt ist für Adams Kinder der Mitt ler im Gericht. Wer nun der Sünden Gräu'l nicht haßt, häuft auf den Tag des Zornes sich selbst des Bornes Last. zen. 8. Dies Alles wolleft du, Herr, fein Gebet:» Sie wissen nicht, er ist auch euer Retter, ach, höret nicht verschmähen, auf mein ge was sie begehn; vergieb, o Bater, ringes Opfer gnädig sehen, durch ihnen! war auch für euch ſein deinen Geist mich Schwachen täg. Flehn. lich stärfen zu guten Werfen. 4. Es präge eurem Herzen sich tief und träftig ein: der Preis so vieler Schmerzen soll eure Rettung seyn. O nehmt an seiner Gnade Theil, erkennet seine Liebe, ver. werft nicht euer Heil. 2. Des großen Dulders Seele ist bis zum Tod betrübt; so in nig, meine Seele, hat Jesus dich geliebt. In heißen lengsten schwebt 6. Jhr, eurer Brüder Feinde, schlagt an eure Brust und wer det Menschenfreunde, verdammnt der Rache Luft, vergeltet euren Haffern nie, felbft denen, die euch fluchen, vergebt und segnet fie. Mel. Wenn meine Sünd' mich 18. 7. Noch währen seine Qualen, 179. in an bein Kreuz zu noch trägt er unsre Schuld, er treten, Versöhner, stärke mich. Dich gläubig anzus beten, sehnt meine Seele sich. Laß mich mit Zittern und Vertraun, was du für uns erlitten, in beil. ger Andacht schaun. trinkt die vollen Schalen des Let dens mit Geduld. So hoch hat Gott die Welt geliebt, daß in den Tod am Kreuze er Jesum Chri ftum giebt. 8. Vor deines Todes Schref. ten erblaßt der Sonne Licht und Finsternisse decken des Himmels Angesicht. Nun sinft er in des Todes Nacht; erbarm', o Gott 94 Vom Leiden und Tode Jesu. dich unser! Er stirbt: Es ist voll. deiner letzten Noth gefühlt in bei bracht. dinem Herzen. Laß das Verdienst von solcher Pein ein Labsal meis ner Seele seyn, wann mir die Augen brechen. id dun Mel. Es ist genug! so se. ch bin erlöst burch meines Mittlers Blut, durch seines Kreuzes Tod; 180. 2. Jch danke dir für deine Huld, die du mir haft erzeiget, da du zur Tilgung meiner Schuld dein mit Gott verföhnt, fühl ich nun Haupt am Kreuz geneiget. Ach! Troft und Muth und fürchte feine neige dich, mein Herr und Gott, Noth. Die Weisheit hat mein Heil erfunden, der Tod ift fieg reich überwunden, ich bin erlöst! 2. Jch bin erlöft! Mich trifft 3. Erhalt in deinem Dienft mich Und des Donners Spruch vom Sinai treu, bis Leib und Seele scheiden, nun nicht; mein Heiland nahm daß nicht an mir verloren sey dein von mir den schweren Fluch, betheures, werthes Leiden. freit mich vom Gericht. Mich wenn mein Lauf vollendet ift, schrecken nicht mehr meine Sünnimm mich hinauf, Herr, wo du den, der Vater läßt mich Gnade bist, daß ich dort mit bir lebe. finden; ich bin erlöst! 1990 BOR 3. Ich bin erlöst! Was ist noch, In eigener Melodie. Ober: Freu' dich das mich schreckt? Licht wird die sehr, se Todesnacht, aus der mich bald der Herr des Lebens wedt zu ber Verklärung Pracht. Werd' ich ins stille Grab getragen, so rub' ich nur von Prüfungstagen, ich bin erlöft! 182.efu, beine tiefe Wun den, deine Qual und bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Trost in meiner Seelen noth; fällt mir etwas Arges ein, 4. Ich bin erlöft! In Friede denk ich bald an deine Pein, dieſe fabr' ich bin, ist meine Stunde wehret meinem Herzen mit der Sünde je zu scherzen. da. Der Tod wird mir zum selig ften Gewinn, mein Retter ist mir nah'; er wird zu einem bessern Leben dann den befreiten Geift er heben, ich bin erlöft! Mel. Aus tiefer Roth schret' ich 16. zu mir auch in der Todesnoth, auf daß ich Gnade finde. 2. Will fich an der Weltluft weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk' ich an dein Leis den, dieses dämpft die böse Glut; will sich der Versucher nahn, schau' ich deine Martern an, halt ihm vor die Gnadenzeichen, bald muß 181. dante dir für dei. er von dannen weichen. o Herr, 3. Auch für Alles, was mich und für die Schmerzen, die du intränket geben deine Wunden Kraft, nen Tod, Vom Leiden und Tode Jesu. 95 Kinder. wenn barein mein Herz fich fenfet,| Sünder, daß fie nun sind Gottes wirt mir Ruh' und Heil geschafft; deines Troftes Süßigkeit wendet jedes bittre Leid. Alles baft du mir erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Aber auch die Sünde weicht niemals ganz aus unsern Herzen, und bis wir das Ziel erreicht, fehlt es nicht an bittern Schmer 4. Auf dich seh' ich mein Verzen. Du mußt, Vater, uns Ge trauen, du bist meine Zuversicht! deihen durch des Geistes Kraft Mir erregt der Tod kein Grauen, verleihen. mich erschreckt nicht das Gericht; burch dich, Fürst der Seligkeit, Mel. O Traurigkeit, o Herzeleid! sc. fieg' ich auch im letzten Streit; wer da ruht in deinen Wunden, 184. rugen, want, ber hat ewges Leben Menschenfreund, Heilge, der Gerechte wird verach. tet, wird verschmäht, stirbt den Tod der Knechte. Mel. Liebster Besu, wir ze. 19009 183. Pesus Christus, Gottes Lamm, ist für unsre Schuld gestorben, hat gebüßt am Kreuzesstamm und die Freiheit uns erworben. Wer die Sünde nun bereuet, wird durch Christi Tod erfreuet. 2. Gott, der selbst die Liebe ist, zeigt, wie hoch er uns geliebet, da sich willig Jesus Christ in den Tod für Sünder giebet, uns, bis. her des Todes Knechte, zu ber wandeln in Gerechte. 2. Jhr Augen, weint! der Menschenfreund trägt unerhörte Plagen. Ach, für unsre Missethat wird er so geschlagen. 3. Ihr Augen, weint! der Men schenfreund beschließt sein theures Leben. Wer wird nun den Leiden. den Trost und Hülfe geben? 4. Jhr Augen, weint! der Men. schenfreund sinkt in des Grabes Höble; Finsterniß und Gram be. deckt seiner Jünger Seele. 5. D weint nicht mehr! Kann wohl der Herr je die Verwesung sehen? Nein, er wird nach kurzer 3. Sind wir nun versöhnt mit Gott, weil sein Sohn sich hinge geben, wie vielmehr bringt aus Rub' fiegreich auferstehen. dem Tod der Erstandne uns zum Leben, selig macht er seine Brüder, beilig feines Leibes Glieder. Mel. Mein Jesu, dem die se. 4. Sind mit Chrifto wir bet. 185. ommt, bie the Jefu Kreuz erbebet, heut eint, uns in dem Sobne; wer in ihm gerecht er scheint, darf sich nahn des Vaters Throne. Freudig rühmen sich die ist des Heilands Todestag. Schaut ihn, durch dessen Tod ihr lebet, auf dem auch eure Sünde lag. Ihr 96 Bom Leiden und Tode Jesu. Christen, laßt der Erde Freuden| 6. Wir sollten Stolz und Un, und ihre Kümmerniß zurück und richtet eures Geistes Blick auf eu res Heilands Todesleiden. recht üben; und du trägst Efend Kreuz und Schmach? Wir soll. ten die nicht herzlich lieben, für 2. Wir bringen Dank aus from die dein Herz in Liebe brach? men Herzen, in Lieb' entbrannt, Der Rachsucht sollten wir nicht erfüllt von Schaam, dir, der die wehren, nicht auch dem Feinde Laft von bittern Schmerzen als gern verzeihn? Versöhner, o der unser Mittler auf sich nahm. Heil ist nicht dein, den nicht dein Tod dir, der uns das Heil errungen kann Liebe lehren! im bangen, schweren Todesstreit! 7. Wir sollten je in Trübsal fla Lamm Gottes, bis in Ewigkeit gen, da wir dich schweigend dul sey auch von uns dein Ruhm ge fungen! den sehn? wenn uns Verfolgung droht, verzagen, da Leiden deinen Sieg erhöhn? Befiehlst, in dunk. ler Nächte Grauen, von Gott ver. lassen, du dich Gott, so wollen wir in Schmach und Spott, wie du, des Vaters Herz vertrauen. 3. Wenn uns die Schuldgefühle drücken, ifts Golgatha, wohin wir fliehn und dort des Blutes Ström' erblicken, die auch für uns um Gnade schrien. Wir wollen, wo für unsre Sünden du dich am Kreuz geopfert haft, die Freiheit von der Sünde Last und von der Sünde Herrschaft finden. 8. Auch in den bängern Todes stunden bleibst du, Herr, unsre Zuversicht; im Glaubensblick auf deine Wunden erschreckt des Gra 4. Dahin, wo uns dein Blut bes Nacht uns nicht. Wenn sich erftritten, gehn wir, dir unser das Auge schon verdunkelt, so sey Blut zu weihn. Wo du für uns des Geistes Aug' erfüllt von dei den Tod gelitten, werd' unser Lenes Heldentodes Bild, das wie ben gänzlich dein. Wie du, o Herr, der Morgenstern uns funfelt. um unfertwillen gehorsam wurdeft bis zum Tod, so wollen freudig dein Gebot auch wir treu bis zum Tod erfüllen. Mel. Herzliebster Jesu te. 186. Paß beinen Geift mich 5. Dein Leidenskampf, o Hei ftets, mein Heiland, land, stärke, dein Sieg befeure lehren, dein göttlich Kreuz im Glau Muth und Kraft zum Glaubens, ben zu verehren, daß ich getreu in kampf, zu jedem Werke, das Ehre dem Beruf der Liebe mich christ dir und Freude schafft. Wie uns lich übe. durch Luft die Sünd' auch reize, 2. Das Gute thun, das Böse fie hat an uns nicht weiter Theil; fliehn und meiden, Herr, dieſe wir fliehn zu dir, zu deinem Heil Pflicht lehrt mich dein heilig Lei und holen Kraft von deinem Kreuze. Iden. Könnt ich zugleich das Böse Vom Leiden und Tode Jesu. 97 mir erlauben und an dich glau-[ bete: so darf auch ich des Hei ben? les der Erlöften mich sicher trö 3. Da du dich selbst für mich sten. dahingegeben, wie dürft' ich noch nach meinem Willen leben und nicht vielmehr, weil ich dir an gehöre, zu deiner Ehre? 11. Lodt böse Luft mein Herz mit ihrem Reize, so schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze und werd' ich matt in Uebung gu ter Werke, so seys mir Stärke. 12. Seh' ich dein Krenz den Klugen dieser Erden ein Aerger. 4. Wie sollt' ich nicht des Lebens Kreuz und Plagen mit stiller Demuth und Geduld ertragen, da du so viel für uns, die wirs verschul- niß und eine Thorheit werden, det, liebreich erduldet? so seys doch mir, trotz alles fre 5. Wie sollt' ich meine Mitchen Spottes, die Weisheit Got erlöften haffen, für welche du dein tes. Leben selbst gelassen? Ich will für Alle, die mich untertreten, gleich) dir noch beten. 13. Wenn mich im Sterben mei. ne Sünden kränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz sey, wenn ich einst den Tod erleide, mir Fried' und Freude. 6. Jch will nicht Haß mit glei chem Haß vergelten; wenn man mich schilt, nicht rächend wieder schelten. Du, Heiliger, du Herr und Haupt der Glieder, schaltst auch nicht wieder. Mel. Die Tugend wird durchs 16. 7. Ein reines Herz, gleich dei nem reinen Herzen, dies ist der 187. Paß mir die Feier det ner Leiden, erhabner Dank für deine Todesschmerzen; Mittler, heilig sehn! Sie lehre und Gott giebt Kraft, flehn wir mich die Sünde meiden und dir in deinem Namen, dir nachzu mein ganzes Leben weihn. Ich ahmen. seh' auf dich, der so entschlossen, für mich die Last des Kreuzes trug, der mir zum Heil sein Blut vergoffen, deß Herz noch sterbend für mich schlug. 8. Welch großes Heil! du littest uns zu Gute, ich bin versöhnt in deinem theuren Blute. Du haft auch mir, da du für mich gestor ben, dies Heil erworben. 9. So bin ich denn schon selig hier im Glauben, so wird mir nichts, nichts meine Krone rau ben; so werd' ich dort, von Herr. lichkeit umgeben, einst ewig leben. 2. Mir sollen diese Feierzeiten nicht ohne reiche Frucht entfliehn, zum Kreuze will ich dich begleiten und eitlen Freuden mich entziehn. Ich will gerührt die Huld ermes fen, womit dein Herz die Welt umfaßt, wie könnt' ich undankbar vergessen, was du für mich erdul. det haft? 10. Ja, wenn ich stets der Tu gend Pfad betrete, im Glauben tämpf, im Glauben wach' und 7 98 Vom Letrde and Tode Jefu. 3. So will ich in der Andacht| trugest du, uns vom Fluch zu ret Stunden dich, Herr, im Geiste ten, daß wir im Gewissen Ruh', leiden sehn, für dein Verdienst mit Gott Friede hätten. und deine Wunden mit Dank Dein und Thränen dich erhöhn. Leiden sey mein höchster Segen, 4. Was ein neues Leben schafft und zur Bessrung leitet, hat uns deines Leidens Kraft und bein dein Tod mein seligster Gewinn; Kreuz bereitet. Stark im Glau mein glaubig Herz schlägt dir ent. gegen, weil ich durch dich gerettet ben kann ich nun nach der Tu. gend ringen, Gottes Willen freu dig thun, Sünd' und Welt be zwingen. bin. 5. Froh kann ich dem Todes. 4. Send jetzt, schd mir auf im mer theuer, Gethsemane und Gol gatha, ihr Stätten, wo die Welt die Feier der wundervollsten Liebe thal nun entgegensehen und zu fah! Dorthin will ich voll Aniener Welt einmal ohne Schreden dacht schauen, wo mein Erlöser geben; denn du haft aus aller litt und starb, und noch im Tode Noth Rettung mir errungen und dem vertrauen, der mir die durch deinen Kreuzes. Tod meinen Tod bezwungen. Seligkeit erwarb. 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein nun Mel. Chriftus, der uns felig ze. 188. Mein Erlöser, Gottes auf mich auch kommen. Gieb mir Sohn, du Weißheit, gieb mir Kraft, du haft mich littest und erhöht auf Gottes es in Händen, was du mir zum Thron jetzt noch für mich bittest! Heil verschafft, gläubig anzuwen. Welche Wehlthat, Herr, ist mir den. dein verföhnend Leiden! O wie 7. Gieb, daß mich das Wort dank ich würdig dir, Ursprung meiner Freuden! vom Kreuz stets mit Muth be lebe; daß ich jedem Sündenreiz standhaft widerstrebe. Treib' mich mächtig dadurch an, Gottes Ernst zu scheuen und, was unrecht ich gethan, innig zu bereuen. 2. Dir, dem Herrn der Herr lichkeit, war es ja gegeben, ohne Schmerzen, ohne Leid ewig froh zu leben. Aber, o der großen Huld! daß ich selig würde, über nahmst du in Geduld schwerer Let den Bürde. 8. Stärke mich durch deinen Tod in den lezten Stunden. Du haft deines Todes Noth fiegreich 3. Nun tann meine Missethat überwunden. D, so hilf dazu noch Vergebung finden: benn du auch mir, laß mich fröhlich schei starbst nach Gottes Rath für der den; Herr, dann dank ich ewig Menschen Sünden. Unfre Lasten dir für dein bittres Leiden. 99 Mel. Herzliebster Jefu, was haft e. ein Herr und Hei wirst nicht durch dies Gericht er schüttert, daß dein Herze bricht? 5. Dein ist die Schuld, nimm 189. Mland, laß mirs dies in Acht, du haft den Herrn gehn zu Herzen, wie hoch du ans Kreuz gebracht; ihn, der mich geliebt in deinen Schmerzen. für dich sein Leben gab, folg' in Gieb, daß ich mög' des Fleisches das Grab und stirb dem SündenLüfte dämpfen, hilf selbst mir leben ab. kämpfen! 6. Ach Vater! unter Pein und 2. Der du im Grabe Ruhe hast Sohn erblaßt am Kreuz dein ein. gefunden, nachdem für uns am ger Sohn: da dies geschieht für Kreuz du überwunden, gieb Rube, meine Schuld, trägst du Geduld wenn man mich nach meinen Taund schenkft in ihm mir deine gen ins Grab wird tragen. Vom Leiden und Tode Jefu. 3. Gieb füße Ruhe durch dein bittres Leiden, nimm auf die Seele zu des Himmels Freuden, die du, o Herr, auf ewig mir er worben, da du gestorben. Mel. Ich hab' mein' Sach' se. 190. un ift es alles wohl gemacht; mein 2. Der Herr der Herrlichkeit er bleicht, der Lebensfürst, dem Nie mand gleicht. Welch Wunder zeigt uns Gottes Macht: in dunkle Nacht verhüllet sich der Sonne Pracht! Huld. 7. Ertödte selbst in meiner Brust, mein Heiland, jede böse Luft: dein Tod, der mir das Leben schafft, verleih' mir Kraft, zu üben gute Ritterschaft. fus ruft: es ist vollbracht. Er 9. Ich danke dir, Herr Jesu neigt sein Haupt, o Mensch, und Chrift, daß du für mich gestorben stirbt, der dir erwirbt das Leben, welches nie verdirbt. bist; ich preise dich hier in der Zeit und nach dem Streit voll Freud' und Wonn' in Ewigkeit. 8. Ich will zu beinem Kreuze gehn und fest im Glauben auf dich sehn: dein Tod soll meine Zuflucht seyn, auf ihn allein schlaf einft ein. 4. Weil denn die Creatur fich regt, so werd' auch du, o Mensch, bewegt. Ein Fels zerreißt und du Mel. Herzlich thut mich se. Haupt voll Blut 191. und Wunden, voll 3. Die Erde bebet fürchterlich; Schmerz und voller Hohn! o Haupt der Heilgen Gräber öffnen sich zum Spett gebunden mit einer Dor der Vorhang reißt von oben an, nenkron'! o Haupt, das sonst ge daß Jedermann das Heiligthum tragen die höchste Ehr und Zier, doch schimpflich nun geschlagen, gegrüßet sebst du mir! nun schauen kann. 2. Du edles Angesichte, das fonft, der Sonne gleich, gestrahlt 7° 100 Vom Leiden und Tode Jesu. im hellsten Lichte, wie bist du nun| Todes. Schmerzen, da bus so gut so bleich; dein Blick mit Kraft ge füllet, der sonst die Welt geschredt, wie ist er jetzt verhüllet, mit Dun tel ganz bedeckt! gemeint. Ogieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu' und, wenn ich einft erfalte, in dir mein Ende sey. 3. Die Farbe deiner Wangen 9. Wenn ich einmal soll scheis und deiner Lippen Roth ist hin den, so scheide nicht von mir; und ganz vergangen in deiner To, wenn ich den Tod soll leiden, so desnoth. Was hat dem Tod ge tritt du dann berfür; wenn mir geben, o Jesu, diese Macht, daß am allerbängsten wird um das er dein heilig Leben versenkt in Herze seyn; so reiß mich aus den seine Nacht? Alengsten kraft deiner Angst und Pein. 4. O Herr, was du erduldet, ist Alles meine Laft: ich hab' es verschuldet, was du getragen haft. Schau her, hier steh' ich Armer, der Zorn verdienet hat; gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad'! 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnoth: da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll fest an mein Herz dich drücken: wer so stirbt, der stirbt wohl. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Du haft, Quell aller Güter, viel Gu. tes mir gethan. Oft hast du mich gelabet, mit Himmels Brod ge fpeift, mit Troft mich reich begabet dein bittres durch deinen freudgen Geist. 192. Mel. Chriftus, der uns selig ze. hilf, Chrifte, Gote Leiden! daß nicht tes Sohn, durch 6. Jch will hier bei dir stehen, Kreuz, nicht Spott und Hohn uns berachte mich doch nicht; von dir deines Kreuzes Schmach fruchtbar von dir mag scheiden, daß wir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Dich halt ich noch umschlungen, in meinen Ar men fest, wenn von dem Tod be. zwungen, das Leben dich verläßt. 193. 7. Es dient zu meinen Freuden und thut mir herzlich wohl, daß ich mich in dein Leiden, mein Heil, versenken soll. Ach könnt' ich, o das nie die Schuld getheilt, die mein Leben, an deinem Kreuze uns bedecket, und reiner ist, als hier mein Leben von mir geben, alle Seraphinen, die jetzt dir diewie wohl geschähe mir! nen. 8. Jch danke dir von Herzen, 2. Warum muß ich dich sehn Jesu, liebster Freund, für deine am Kreuze schweben, von Schmach lich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schen. ten. Mel. Herzliebster Jesu, was te. Lamm, das keine Sünde je beflecket, Vom Leiden und Tode Jesu. 101 und Hohn und bittrer Qual um bleibe dein, bis du mich dort wirst geben? Warum mußt du den Tod weiden, wo deine Liebe wird mit fogar empfinden, den Sold der Engelzungen von uns besungen. Sünden? In eigener Melodie. 3. Fürwahr, du trugest meine Noth und Schmerzen, die Strafe lag auf dir und deinem Herzen mich wolltest du durch deine Wun den heilen, mir Ruh' ertheilen. 194. Lamm Gottes un schuldig, für uns am Kreuze gestorben! den Tod 4. O habe Dant für dein un littft du geduldig und hast uns endlich Lieben, das dich für mich Leben erworben. Die Sünd' hast in Noth und Tod getrieben, daß du getragen, sonst müßten wir du den Zorn, der über mich sollt verzagen. Erbarm' dich unser, o kommen, auf dich genommen. 5. Jch nehm' es an, das Heil, so du erworben, da du für mich am Kreuze bist gestorben; der Tod kann mir, weil ich der Schuld entladen, nun nicht mehr scha Jesu! 2. D Lamm Gottes 2c. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! Mel. Auf meinen lieben se. den. 195. welch ein herber mein 6. Ach, stärke nur durch deine Schmerz, Kraft den Glauben, daß er sich Jesu, für dein Herz! ihn hast du diesen Schaß nicht lasse rauben, mehr empfunden, als Banden, der nimmer mag mit allem Gut Spott und Wunden: die kleine der Erden erworben werden. Bahl von Freunden fränkt dich gleich deinen Feinden. 7. Laß deines Leidens Frucht mich stets genießen, laß seinen 2. Kaum naht sich die Gefahr, Trost auf mein Gewissen fließen; dein Sterben set zu steter Luft und Freude des Geistes Weide. so zagt der Jünger Schaar: fie fliehn, die sich vermaßen, dich nim mer zu verlassen; die Schwüre find gebrochen, die kaum ihr Mund gesprochen. 8 Der Sünde, die dich hat ans Kreuz geschlagen, will ich von gan, zem Herzen nun entsagen; es foll forthin in mir sich nichts erküh. nen, ihr noch zu dienen. 9. Nur dir, nur dir, Lamm Got tes, fey mein Leben zum Eigen thum auf ewig hingegeben! wozu du mich durch deinen Tod und Wunden so hoch verbunden. 3. Dein Petrus selbst erschrickt, der fühn das Schwerdt gezückt. Er flieht, eh' Bande drohen, doch da er feig entflohen, geht er zu rück verwegen dem tiefern Fall entgegen. 4. Wo ist sein hoher Sinn? Sein Eifer ist dahin; er, der dich 10. Nichts kann und soll hin frei bekannte, dich Gottes Sohn fort von dir mich scheiden; ich einft nannte, läßt sich durch Furcht 102 Vom Leiden und Tode Jesu. bethören, dich treulos abzuschwö. ich hätte leiden müssen, den Tod hatt' ich verdient. Die Martern und die Banden haft du, Herr, ausgestanden, auf daß ich sey mit Gott verfühnt. 5. Du gingest mir zum Segen dem Todeskampf entgegen mit star. tem Heldenmuth; du starbst, daß ich nicht sterbe, noch ewiglich vers derbe; o unerhörte Liebesgluth! ren. 5. Wie schwach ist Fleisch und Blut! Traut niemals fühnem Muth! bald liegen wir im Staube, erloschen ist der Glaube und unser Muth gedämpfet: ach, Christen, wacht und fämpfet! 6. Doch, Herr, dein Liebesblid bringt Petrum bald zurück; er füb. let tief im Herzen der Reue bange Schmerzen und weinet bittre Thrä nen, die sich nach Gnade sehnen. 7. Er sucht und findet sie; drum, Sünder, jaget nie. Die Reue muß euch beugen, doch laßt die Zweifel schweigen: so groß sind keine Sün. den, sie können Gnade finden. 7. Ich kann zwar nicht viel ge ben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Seel' und Leib mei Mel. Nun ruhen alle Wälder te. 6. Hoch bin ich dir verbunden, mein Heil, für deine Wunden, für deine Angst und Pein, was Seel' und Leib vermögen, das will ich dankbar legen an deinen Dienft und Ruhm allein. Welt, fieh hier bein nem Herzen ur mir tief in Leben am Stamm 196. 8. An dich will ich stets denken des Kreuzes schweben, dein Heil und meine Augen lenken auf dei finkt in den Tod! der große Fürst nen Kreuzestod; er ist des Glau der Ehren läßt willig sich beschwebens Siegel, der Unschuld heller ren mit Banden, Schlägen, Hohn Spiegel, mein bester Troft in al. und Spott. ler Noth. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, wie ist mit blutgem Schweiße des Mittlers Leib bedeckt. Welch un erhörte Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des Leidens schmeckt! 9. Ich will darin erblicken, wie ich mein Herz foll schmücken mit stillem sanften Muth, und wie ich mich soll üben, aus Herzensgrund zu lieben, wenn mich verfolgt der Feinde Wuth. 3. Wer hat dich so geschlagen? 10. Wenn giftge 3ungen stechen, wer ifts, der diese Plagen dir wenn Spötter Hohn mir sprechen aufgebürdet hat? Du bist ja nicht und meines Falls fich freun: will ein Sünder, wie andre Menschen finder, und nicht befleckt von Misse that. ich das Unrecht dulden und alle ihre Schulden, wie du, mein Hei land, gern verzeihn. 4. Ich bins, ich sollte büßen, 11. Wofür du mußtest leiden, Bom Leiden und Tode Jefu. 103 bas will ich ernstlich meiden, will eint; seines Sterbens Wunderkraft, thun, was dir gefällt; ich will die in Todten Leben schafft, wird der Sünd' entfagen, ans Kreuz mir Schmerz und Freude geben, die Lüfte schlagen; gefreuzigt foll wird mich beugen und erheben. mir seyn die Welt. 5. Alle Hoffart drückt sie nieder, 12. Es ström' aus deinen Wun hebt in Kleinmuth mich empor, den in meinen letzten Stunden mir giebt in Schwachheit Stärke wie Trost und Frieden zu. Nimm mich der, zieht aus Zweifeln mich her. an meinem Ende, o Herr, in deine vor; hält mich zwischen Luft und Hände und führe mich zur ergen Leid in der rechten Mäßigkeit: ja, Ruh'. mir ist der höchste Frieden durch des Heilands Kreuz beschieden. Mel. Freu' dich sehr, o meine 16. 6. O geheimnißreiche Liebe, die 197. Lands Leiden die Richtet auf des Hei. fich mir im Glauben schenkt! wecke neue Lebenstriebe, wenn mein Blick Vernunft ihr Denken hin, so will zum Kreuz fich leukt. Alle Kraft fie allein fich weiden an des Dul, ders hohem Sinn; fie verdammt der Feinde Wuth, die vergoß des Heilgen Blut, und Alagt über stehen. Christi Schmerzen; doch es heiligt nicht die Herzen. und alles Heil deines Leidens sey mein Theil; alles Andre mag ver gehen, bleibet mir dein Kreuz nur 2. Aber meines Geiftes Sehnen fucht den höheren Gewinn: zum 198. Ersterben zu gewöhnen meinen tief verderbten Sinn. Mir soll Christi Schmach und Pein nicht ein rüh rend Bild nur seyn, nein, ins Herz will ich ihn schließen, seines Todes Kraft genießen. Mel Gott, du frommer Gott se. Debt, welch ein Mensch ist das! Kommt, Menschen, hier zusammen: ihr Ungerechten, seht die Unschuld hier verdammen; Unheilge, bet hier den Heiligsten verhöhnt, mit Dornen nur zum Spott des Him. mels Herrn gekrönt. 3. Dies Geheimniß seiner Schmer 2. Seht, welch ein Mensch ist zen, das verborgen ist der Welt, hat der Glaube meinem Herzen in das das in Schmach und Schmerz und bellste Licht gestellt. Alle sündliche Wunden! Hat eure Knechtschaft Begier tödtet Christi Tod in mir, nicht den Freiesten gebunden? Hat eure Luft nicht ihm der Schmerzen und durch ihn wird mir gegeben, Füll erregt? Jsts eure Bosheit aufzustehn zum neuen Leben. an das Kreuz ihn 4. Drum in meines Herzens nicht, die Grunde trag' ich ihn, den Seelen. schlägt? freund, der zum ewgen Gnaden. 3. Seht, welch ein Mensch ist Bunde mit den Gläubgen sich verdas! Ja, opfert Thränenfluthen; 104 Vom Leiden und Tode Jesu. denn eure Blutschuld macht bes 2. Du denkest ohne Schaudern Heilands Herz verbluten! Geht nie an diese Wuth der Sünder. nicht vorüber hier; doch seht durch Du sprichst: die Rache strafte fie allen Schmerz, seht durch die offne und straft noch ihre Kinder. D Brust in eures Jesu Herz. Seele, denkst du auch dabei an deine Sünden; bist du frei von Schuld am Tode Jesu?. 4. Seht, welch ein Mensch ist das! Kommt, Menschen, hier zu fammen, zergeht in Dankbarkeit, Schuld verschmähet und zerschla 3. Wird er nicht auch für deine erglüht in Liebesflammen! So lang' das Auge blickt, fey nie der gen? Muß Jesus nicht voll Lieb Wunsch gestillt, die Herrlichkeit gen? Ja, er versöhnt durch seinen und Huld auch deine Sünden tra zu schaun, die ihn am Kreuz er. Lod auch dich mit dem gerechten füllt. Gott und stirbt, damit du lebest. 5. Seht, welch ein Mensch ist das, wie reich an Trost und Gna ben! Seht, welche Segensfüll' aus ihm sich will entladen, seit fein vergoßnes Blut der Sünde Macht bezwingt, so oft sein Blick vom Kreuz in eure Seelen bringt. 4. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, du Tilger meiner Sünden! vertritt mich an des Vaters Thron und laß mich Gnade finden. Laß dei. nes Todes Schmach und Pein Ge rechtigkeit und Heil mir seyn um deiner Liebe willen. 6. Seht, welch ein Mensch ist dir, und ewig will ichs halten: 5. Ich schwöre, Weltversöhner, bas! Biebt er nicht von der Erden so wahr du lebest, soll in mir nie euch nach, fühlt ihr euch nicht zu deine Lieb' erkalten; ich will nicht Gott erhoben werden? Sterbt nicht scheuen deine Schmach, ich will der Sünd' ihr ab, indem das das Kreuz dir tragen nach, nur Haupt er neigt, lebt ihr nicht dir zur Ehre leben. himmlisch auf, wenn er zum Himmel steigt? Mel. Traurigkeit, o Herzeleid! ze. Mel. Aus tiefer Roth 16. 200. o ruhest du, o meine Ruh', in deiner Gra199. eht, welch ein Mensch! beshöhle, und erweckft durch dei. nen die erstorbne Seele. auf ihm die Laft der Sünder! Wie unaussprechlich duldet er für 2. Man senkt dich ein nach vie euch, ihr Menschenkinder! Des ler Pein, du meines Lebens Leben; ewgen Vaters heilgen Sohn trifft dich hat jetzt ein Felsen- Grab, Fels wilder Feinde Spott und Hohn des Heils, umgeben. und tausendfache Plagen. 3. Doch Preis sey dir, du konn Vom Leiden und Tode Jesu. 105 test hier nicht die Verwesung sehen!| Jhr, die ihr euern Heiland ehrt, bald hieß dich des Höchsten Macht fühlt seiner Liebe hohen Werth, aus dem Grab erstehen. 4. Lebensfürst! ich weiß, du wirft auch mich zum Leben wecken. Sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 5. Hier werd' ich einft, bis du erscheinst, in stillem Frieden lie gen: denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Nein, nichts verdirbt, der Leib nur stirbt, doch wird er auf. erstehen und in der Berklärung Glanz aus dem Grabe gehen. die selbst die Feinde segnet. Auch uns hat er durch sein Gebet des ewgen Richters Gnad' erfleht. Zu unsers Herzens Trost und Ruh fagt er auch uns Vergebung zu. Herr Jesu Chrift, gelobt seyst du für deinen Tod, der uns versöhnt mit unserm Gott! 3. Das ist der Segen deiner Huld, daß Gott auch bei gehäufter Schuld die Sünder gern ver. schonet; daß er so liebreich ihrer denkt und ihnen Frist zur Buße schenkt, nicht nach Verdienst be lohnet. Wohl mir, daß ich auch kann: auch mich, mich Sünder nimmt Gott an; dies Heil hat deines Todes Kraft, mein treuer Heiland, mir verschafft. O Jesu Chrift, mein Herr und Gott, durch deinen Tod vertrittst du mich bis an den Tod! 7. Indeß will ich, mein Jesu, rühmen dich in meine Seele senten und an deinen bittern Zod bis zum Tode denten. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich se. m die 201. 4. Wird je mein Herz von Sünderwelt ruft Trofte leer, weil meiner Sünden Gottes Sohn, am Kreuz gequält, großes Heer aufs Neue mich er. als er die Welt versöhnet. Wie schrecket: o dann versichre mich tief verwundet es sein Herz, daß aufs Neu', du steheft mir als ihn bei seinem herben Schmerz ihr Mittler bei, der meine Schuld Spott so frech verhöhnet! Er bedecket. Blick' ich dann glauschaut auf sie mit mildem Sinn bensvoll auf dich, so tröste deine und wendet sich zum Vater hin, Gnade mich und stärke mich mit der seine Bitten stets gewährt; deiner Kraft am Ziele meiner ruft, daß es Erd' und Himmel Pilgerschaft. Herr Jefu Chrift, hört: vergieb, o Gott, und führe der letzte Kampf wird mir versüßt, nicht sie ins Gericht; denn was weil du mein Trost im Tode fie thun, verstehn sie nicht. bift. 2. Bewundernd seh' ich diese 5. Den fanften, liebevollen Huld! Wie göttlich groß ist die Sinn, daß ich ein Freund der Geduld, die Mördern so begegnet. Feinde bin, flöß', Herr, in meine 106 Vom Leiden und Tode Jesu. Seele. Gieb, daß bei der Verderbar! Kein Sterblicher fann folgung Schmerz ich dir des Fein dich erreichen und feiner aus der des hartes Herz und meine Sach' Engelschaar. Des ewgen Vaters empfehle. Entflammet mich der Thron verlassen, um hier am Rache Gluth, o fo befänftge mei Kreuze zu erblaffen und uns vom nen Muth. Erinnre kräftig mich Tode zu befrein; des Himmels daran, was du zum Vorbild mir unnennbare Freuden vertauschen gethan, Herr Jefu Chrift, als mit der Erde Leiden: kann eine du am Kreuz durch dein Gebet Liebe größer seyn? felbst deinen Mördern Gnad' er. 3. Wer diese Liebe fennt, der bete fie mit der tiefsten Ehrfurcht fleht. 6. Mich beilge dein Versöh- an. Wir wollen deiner Todes. nungstod, daß ich befolge dein stätte, o Herr, uns gläubig dank Gebot und ganz dir ähnlich werde. bar nahn. Hier stehn wir unter Ja, ziehe mich, erhöhter Held, zu deinem Kreuze, daß uns dein ho dir hinauf von dieser Welt, zum hes Vorbild reize, zu thun, was Himmel von der Erde. Du bist Liebe uns gebeut; du lehrst uns, der Deinigen Panier; zeuch uns ohne Drohn und Klagen die Ladir nach, wir folgen dir und könsten unsrer Brüder tragen: wir nen dann ohn' Ende dein und dei sind zu folgen dir bereit. ner Fürsprach' uns erfreun. Herr Jefu Chrift, Herr Jefu Chrift, wie felig ist ein Mensch, dem du ein Heiland bist! Mel. Wie wohl ist mir, a Steund e. 4. Das Herz zur Liebe zu ent zünden, blick ich hinauf nach Gel. gatha; der Kränkung Schmerz zu überwinden, erwäg' ich fromm, was dort geschab. Auch meine Feinde will ich lieben, der Brü der keinen je betrüben, für wel 202. el Liebe war, che du gestorben bist; auch unter Herr, dein Leben, Opfern und Beschwerden will ich von Liebe zeugte jede That; zum des Nächsten Helfer werden: hilf Opfer dich für uns zu geben, war mir dazu, Herr Jesu Christ. beines Vaters heilger Rath. Ihn zu vollziehn mit willgem Herzen, betratest du den Weg der Schmer. zen und gingft in tausendfache Mel. Wenn meine Sünd' 16, Noth; warst voll Erbarmen gegen 203. Ton Furcht dahinge Feinde, du liebtest deine schwa chen Freunde und liebteft fie bis in den Tod. Petrus dich; bald straft ihn ſein rissen, verleugnet Gewissen, da weint er bitterlich. Dein Blick, o Jefu, rührt sein Herz, er fleht zu dir um Gnade und du stillst seinen Schmerz. 2. D Liebe, Liebe sonder Glei chen, wie göttlich groß, wie wun Bom Leiden und Tode Jesu. 2. Betrübt ist meine Seele, mit] Reu' und Schmerz erfüllt; wenn Mel. Herzlich thut mich verlangen ze, ich es auch verbeble, dir ist es boch enthüllt. Bekennen wil ich 204. Meg, Welt, mit dei es vor dir: oft hab' ich dich ver leugnet, vergieb, vergieb es mir! nen Freuden und dem, was dir gefällt: dich, Jesu, feb' ich leiden, du Opfer für die Welt! Du hast durch taufenb Schmerzen und deines Todes Kraft den Frieden meinem Herzen und ewges Heil verschafft. 3. Oft hat mich Furcht gebeu get; ich ward der Menschen Knecht, wenn ich nicht laut gezeuget von dir und deinem Recht. Ja, brach ich je die Christenpflicht, so sprach auch ich mit Petrus: ich kenne Jefum nicht. 107 2. Weil dich die Welt verachtet, werd' ich mit Ruhm geschmückt; weil du am Kreuz geschmachtet, 4. Ich seh' jest, ich empfinde darum werd' ich erquicht. Dein die Größe dieser Schuld; vergieb Gott, der dich verlassen, tritt nå. auch diese Sünde nach deiner gro her nun zu mir, ich darf ihn Ben Huld. Erbarmend sahst du gläubig fassen: dies, Heiland, Petrum an, auch mich laß diese dank' ich dir. Gnade, o Herr, mein Heil, em pfahn! 3. Die ausgestreckten Hände, sie fegnen ben, der glaubt, daß ich 5. Laß dieses Herz voll Reue einst selig ende, neigst du am von nun an stärker sehn und mit Kreuz dein Haupt. In deiner erneuter Treue sich deinem Dienste offnen Seite seh' ich dein liebend weihn, daß auch in Trübfal und Herz, das giebt mir Kraft zum in Noth ich, Herr, getreu dir Streite und Rub' in jedem Schmerz. bleibe, getreu bis in den Tod. 4. Mag denn die Welt dein Lei6. Bewahr' ich deine Gnade, den und seinen Trost verschmähn: folg' ich dir standhaft nach, wer ich bleibe voller Freuden an dei ist dann, der mir schade, was nem Kreuze stehn. O Jesu, deine fürcht' ich Hohn und Schmach? Liebe trieb dich in Tod und Grab: Die Spötter mögen mich ver ich sterb' aus gleichem Triebe der schmähn; sie werden mich mit Sünde gänzlich ab. Ehre von dir verherrlicht sehn. 7. Nichts soll von dir mich tren. nen; ich will es gern und frei bor aller Welt bekennen, daß ich dein Dann freu dig vor Gericht und du, o Herr, verleugneft mich vor dem Vater nicht. In eigener Melodie. 205. Menn mich die Sün fränken, o mein Herr Jesu Christ, so laß mich wohl bedenken, wie du gestorben bist, und alle meine Schuldenlast are 108 Vom Leiden und Tode Jesu. Stamm des heilgen Kreuzes auf Heuchelschein, und wie du mir erdich genominen hast. wiesen, aus reiner Lieb' allein. 2. Wunder ohne Maßen, be 8. Laß endlich deine Wunden tracht es, Seele, recht: es hat mich trösten kräftiglich, wenn in fich martern lassen der Herr für den letzten Stunden mein Auge seinen Knecht!" der, welcher ist blickt auf dich. Auf dein Ver. mein Herr und Gott, hat sich für dienft nur will ich traun, dann mich Verlornen gegeben in den wirst du mich annehmen, dich Tod. ewiglich zu schaun. 3. Was kann mir denn nun schaden die Schuld, die mich be trübt? Ich bin bei Gott in Gna den, der seinen Sohn mir giebt; 206. der mich erlöst durch Chrifti Blut, Herr, so daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Gluth. Mel. Nun ruhen alle Wälder se, Mer kann die Leiden faffen, die du, gelassen für mich erdul det haft! Daß ich gerettet würde, trugst du die schwerste Bürde und nahmst auf dich auch meine Last. 4. Drum fag' ich dir von Her zen, jetzt und mein Leben lang, 2. Laß deine letzten Stunden, für deine Pein und Schmerzen, die Qual, die du empfunden, mich o Jesu, Lob und Dant; für deine trösten und erfreun. E8 lebre Noth und Angstgeschrei, für dein mich dein Leiden den Dienst der unschuldig Sterben, für deine Lieb' Sünde meiden und ganz mich deiund Treu'. nem Dienste weihn. 3. Du starbft mit einem Herzen, 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit al. das selbst in Todesschmerzen für lem Ernst zu meiden die fündliche deine Feinde bat: so will ich mich Begier, daß mir nie komme aus nun üben, den, der mich fränkt, dem Sinn, wie viel es dich ge zu lieben; oft wußt auch er nicht, tostet, daß ich erlöset bin. was er that. 6. Mein Kreuz und meine Pla gen, der Menschen Spott und Hohn hilf mir geduldig tragen, 4. Du gabeft Trost dem Armen, der sich auf dein Erbarmen am Kreuze erst verließ: wenn ich im Glauben sterbe, bin ich des Him o Gottes emger Sohn! Laß mich mels Erbe und folge dir ins Pa verleugnen diese Welt und folgen radies. dem Exempel, das du mir vorges stellt. 5. Du sorgteft für die Deinen, die du um dich sahst weinen, gabft 7. Laß mich an Andern üben, ihrem Herzen Rub': so send' auch, was du an mir gethan, und mei wenn ich scheide, in ihrem bittern nen Nächsten lieben, gern dienen Leide den Meinen Trost und Fries Jedermann chn' Eigennuß und den zu. Vom Leiden und Tode Jesu. 109 6. Du mußtest, matt von Pla- duldig seyn, uns trösten deiner gen: mich dürftet! schmachtend Kreuzespein. flagen, und keiner labte dich: 4. Zu dir steht unfre Zuversicht, doch ich kann nie verschmachten, du werdest uns verlaffen nicht; denn du wirst meiner achten, du mit deiner Gnade bei uns stehn, labeft und erquickest mich. bis wir zu deinem Reich eingehn. 7. Du riefft mit Angst und Be ben, von Todesnoth umgeben: Verläßft du mich, mein Gott? Werd' ich dereinst erblaffen, du Mel. Freu' dich sehr se. wirst mich nicht verlasſen; du fühl. 208. Mit find Alle Jesu teft selbst des Todes Noth. Glieder und mit feinem Blut erkauft; darum komm auf uns hernieder, Geist, der uns mit Feuer tauft. Lenke du den ernsten Sinn auf des Heilands Leiden hin; hilf, daß wir es wür dig feiern, sein Gedächtniß fromm erneuern. 8. Du sprachst an deinem Ziele in freudigem Gefühle des Siegs: Es ist vollbracht! Lehr' mich mein Werk vollbringen und einst zum Biele dringen durch deines Sieges Kraft und Macht. 9. Du gabst am Leidensende in deines Vaters Hände getroft den Geist dahin: wenn ich auch meine Seele ihm einst, wie du, befehle, o dann ist Sterben mein Gewinn! Mel. Nun laßt uns den Leib 16. 2. Stell' den Mittler unfres Bundes uns in seiner Würde vor; bring die Reden seines Mundes uns nach Gethsemane, daß dort vor das aufgeschloßne Ohr. Führ' unser Aug' ihn seh', wie des Todes Nacht ihn schrecket und ihn blutger Schweiß bedecket. 207. ir danken dir, Herr Jefu Chrift, daß 3. Beig' uns ihn, den Sanf. M ten, Reinen, unter seiner Mör. du für uns gestorben bist und un. derschaar. Ach, es gab auf Er. frer Sünden schwere Laft am Kreuz auf dich genommen haft. den Keinen, welcher so verachtet war! Doch er hat der Frevler Hohn, Purpurmantel, Dornenfron', alle Qual, die er empfun. den, fiegreich duldend überwun. den. 2. Sohn Gottes und des Men schen Sohn, verherrlicht nun nach Schmach und Hohn, erlös' uns von dem ewgen Tod und tröft' uns in der letzten Noth. 4. Geb' mit uns dem Opferlamme auf dem blutgen Pfade 3. O reich' uns deine starke nach, jeig' uns an dem KreuHand in unserm Kreuz und Prüzesstamme seine Hoheit, seine fungsstand! damit auch wir ge- Schmach. Um sein festes Gotte 110 Von der Auferstehung Chrifti. vertraun und des Heilgen Tod bestimmt, bei dem zu leben, der zu schaun, trag' uns auf der An den Geist Gott übergeben. dacht Flügel zu bem nachtbeded. ten Hügel. 6. Du begnadigte Gemeinde, blid ju deinem Haupt emper, zu 5. Seine letzten Worte schreibe dem göttlich großen Freunde, den uns ins Herz mit Flammenschrift, zum Retter Gott erfor: schöpfe daß nun Keiner troftlos bleibe, Wonn' und Seligkeit dir aus fei den bas Loos bes Todes trifft: ner Leidenszeit; reiß dich los von feites ist vollbracht« ertönt, find dem Getümmel und bein Wandel wir nun mit Gett verföhnt, find sey im Himmel. IX. Von der Auferstehung Christi. Mel. Chrift lag in Cobesbanden 18. 209. Gott, mich brückt ein schwerer Stein, 4. Er ist nun auferstanden heut, baß du mögst auferstehen durch seine Kraft zur Seligkeit und fröh lich mit ihm geben durch viel Trüb. wer will ihn von mir nehinen? fal, Angst und Qual und durch Du kenneft meines Herzens Pein das finstre Todesthal, zur Freud' und mein geheimes Grämen: Je und Wonn' erhoben bort oben. fus lebt und ich bin todt; wer 5. Dein Jesus läßt dich nicht rettet mich aus dieser Noth, daß zurüd, weil er vorangegangen, fo ich ihn nicht fann finten vor du nur mit dem Glaubensblick Sünden? willft immer an ihm hangen. Er 2. Wer wälzet diesen Stein von wird dich dem Grab entziehn, ohn' mir, der mich so hart beschweret? all bein Sorgen und Bemühn, Wann öffnet sich die Grabesthür, und nehmen deine Schmerzen zu wann wird mir Troft gewähret? Herzen. Soll ich aus dem Tode nicht durchbrechen zu dem Himmelslicht? Wer will mich von den Ketten er retten? 6. Die Engel Gottes find bet dir, die dich zu Jesu leiten und auf dem Weg zur Lebensthür mit Flammen für dich streiten. Suchst 3. Betrübtes Herz, verzage nicht, du deinen Seelenfreund? Mit sei. dein Jesus ist erstanden, der Tod nen Jüngern geh' vereint, wo er und Höllenmacht zerbricht und löst von Todesbanden erstanden. der Sünde Banden: er wird auch 7. Such' thn nicht mehr in set. durch seinen Tod dich reißen aus nem Grab, nein, wer mit ihm der Sünden Noth und zu dem erstanden und folget feinem Hir Geistes Leben erheben. Itenstab, bei dem ist er vorhanden. Von der Auferstehung Chrifti. 111 Darum prüf, In eigener Melodie. Mensch, dein Herz, thu Buß' in wahrer Reu' und Schmerz, so ist der Stein ge. hoben von oben. 211. uf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm 8. Flieh' aus dem Grab ins wahr, was heut geschehn! Gott Himmelszelt, dein Leben dort zu läßt nach großem Leiden ein gro finden; geb' aus im Glauben von der Welt, laß alles Eitle schwin den: so wird Jesus dir zum Heil erscheinen, als dein bestes Theil, du wirst ihn nach Verlangen um. fangen. ßes Licht uns sehn. Mein Hei land war gelegt da, wo man uns hinträgt, wenn der befreite Geift der Erde sich entreißt. 9. O Jefu, laß mich auferstehn im Geist und mit dir leven, bis du mich felig wirst erhöhn und mir die Krone geben, die du mir nach dieser Zeit bereitet in der Herrlichkeit, wo deiner die Erlösten fich trösten. 2. Er war ins Grab gefentet, man hört ein Hohngeschrei; doch eb' der Feind es denket, ist Chri ftus wieder frei. Er tritt als Held berfür und schwingt sein Siegs. panier. Wer ihn am Kreuze sah, ruft jetzt: Hallelujah! 3. Nun dräun der Hölle Rotten vergebens mir Gefahr, fühn darf ich ihrer spotten, fie früm. Mel. Sollt' ich meinem Gott ze, 210. men, beines Grabes men mir kein Haar. Nun wird des Todes Macht getroft von mir verlacht. Wie er auch schreckt, er gilt mir als ein Schattenbild. Friede wird auch unser Grab durchwehn, wenn wir, von der Wallfahrt müde, ruhn, um froher zu erstehn. Amen, Fürst 4. Nun mag die Welt mich haf der Auferstehung, der des Grabes sen, mit ihrem Zorn mir drobn Siegel brach, zeuch durch Grab und, bin ich ganz verlassen, mich und Tod uns nach zu des Wonne schmähn mit bittrem Hohn. Die reiche Erhöhung, wo dem Tod, Trübfal trübt mir nicht mein Herz der uns versöhnt, aller Himmel und Angesicht, das Unglück ift mein Glück, die Nacht mein Son Loblied tönt. 2. Großer Erstling deiner Brünenblick. der, ja, du zieheft uns nach dir; 5. An Chrifto bleib' ich hangen, du, das Haupt, ziebst deine Glie als seines Leibes Glied, wohin der, und wie du, so leben wir. der Herr gegangen, er mich auch Ja, wir werden auferstehen, weil nach sich zieht. Er bricht durch du auferstanden bist! werden dich, Welt und Noth, besieget Sünd' Herr Jesu Christ, einst in voller und Tod, ich bin in seinem Schutz Klarheit sehen. Jetzt, o Herr, und und biete Allem Truß. ewiglich leben wir allein durch dich. 6. Er bringt mich an die Pfor ten, die in den Himmel führt, 112 Von der Auferstehung Chrifti. daran mit goldnen Worten der laßt uns ihm zur Ehre leben, dann Spruch gelesen wird: wer dort ist Sterben uns Gewinn. Haltet wird mit verhöhnt, wird hier auch unter Luft und Leiden im Ge mit gekrönt; wer dort mit ster, dächtniß Jesum Chrift, der vom ben geht, wird hier auch mit er Tod erstanden ist: unvergänglich höht. find die Freuden des, der nach dem Himmel strebt. Hallelujah! Jesus lebt. Mel. Sollt' ich meinem Gott 16. 5. Freut euch seiner, Gottes 212. Tuferstanden, aufer. Kinder, er sey euer Lobgesang! Bringt dem Held, der uns versöhnt! Seht, Ehre, Preis und Dank! Rühmt wie hat nach Schmach und Ban es in Versuchungsstunden, wenn den Gott mit Ehren ihn gekrönt! euch Sünd' und Elend droht; Dort auf seines Vaters Throne, rühmt es in der Todesnoth: uns über Schmerz und Tod erhöht, ser Herr hat überwunden, der uns herrscht er nun in Majestät. Fal einft zu fich erhebt, Hallelujah! let nieder vor dem Sohne, der Jesus lebt. uns einft zu fich erhebt. Hallelu. jah! Jesus lebt. Mel. Wachet auf, ruft uns 1e. 2. Singt dem Herrn, er ist er. standen, der da starb auf Gol. 213. Nuf, ihr Chriften, laßt uns fingen und ungatha. Rühmt es laut in allen ferm Heiland Ehre bringen, der Landen, was sein Mund verhieß, aus dem Grabe steigt empor! Jes geschah. Wer kann ihm noch fus Christus ist erstanden und hat widerstreben? Mächtig steigt der den Tod gemacht zu Schanden, Held empor; im Triumph bricht er geöffnet ist des Grabes Thor. O hervor. Seht des Abgrunds Pfor Glanz der Herrlichkeit, der ewig ten beben, da ihr Sieger fich er uns erfreut! Hallelujah! der starte hebt. Hallelujah! Jesus lebt. Held gewinnt das Feld und sieget über Tod und Welt. 3. Uns vom Tode zu befreien, fant er in des Grabes Nacht; uns 2. Ob wir endlich müssen fter. zum Leben zu erneuen, steht er ben, wir werden darum nicht ver auf durch Gottes Macht. Tod, derben, der Tod ist uns des Lebens du bist in Sieg verschlungen, det Thür: denn weil Christus aufer ne Schrecken sind gedämpft, deine standen, bleibt Reiner in des LoHerrschaft ist bekämpft und das des Banden, mit unserm Haupte Leben ist errungen; ob man un fern Leib begräbt, Hallelujah! Je fus lebt. leben wir. Den Leib zerstört der Tod; den Geist trifft feine Noth. Hallelujah. Von allem Leid find wir befreit und geben ein zur Se ligkeit. 4. Aus dem Grab uns zu er heben, ging er zu dem Vater hin; Von der Auferstehung Christi. Mel. Jefus, meine Suversicht ze. 214. uf mein Herz! des Herren Tag hat die Nacht der Furcht vertrieben: Chri ftus, der im Grabe lag, ist im Tode nicht geblieben! O wie hoch find wir getröst't! Jesus hat die Welt erlöst. Mel. Chrift lag in Codesbanden ze. ringt Preis und Ruhin 215. dem Heiland dar, frohleckt ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, ist dem Gericht entnommen. Sey gelobt, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und siegreich auf erstanden. Hallelujah! 2. Er, der ewge Gottes Sohn, 2. Dein Leben in der Majestät seh nun ewig auch gepriesen; sei. Wer ner Feinde Schaar zum Hohn hat befestigt unfern Glauben. er fiegreich sich erwiesen: hat er tann, da dich dein Gott erhöht, füllet durch die That, was sein uns nun den Troftgrund rauben: Mund geredet hat. daß du von der Sünde Macht Befreiung haft ans Licht gebracht, den Himmel aufgeschlossen? Hal lelujah! * 3. Unfre Schuld ist freilich groß, doch wir dürfen nicht verzagen, denn der Bürg' ist frei und los, der sie büßend hat getragen. Jefus ist mit Preis gekrönt und wir sind nun Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünde Seld; nun ist Christus unser Leben, der das Lösegeld gezollt und sich selber hingegeben; er hat aus des Grabes Nacht neues Leben mit gebracht. 113 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ket ten? Hier ist Gott, der Hülfe fchafft, hier ist Jefus, der kann retten; muß gleich unser Fleisch und Bein erst in Staub verwandelt fehn. entrückt, dich, seinen Sohn, zu 3. Gott selbst hat dich dem Grab ehren; der Wahrheit Siegel auf gedrückt hat er auf deine Lehren. Deines Lodes hohen Werth hat er aufs herrlichste erklärt, da er dich auferwecket. Hallelujah! 4. Erstandner, ich frohlocke dir; mein ist dein Sieg und Leben. Du lebst und herrscheft, um auch mir dein ewges Heil zu geben; meiner Seele Troft zu seyn, zum Guten Kraft mir zu verleihn und mich zu Gott zu führen. Hallelujah! 5. Mein Herr, mein Gott, hilf mir dazu, befreie mich von Sün 6. Herr, dies glaub' ich dir zum den. Im Frieden Gottes laß mich Ruhm und mein Trost ist nicht Rub' für meine Seele finden. vergebens. Ich bin nun dein Schaffe deinen Sinn in mir, da Eigenthum, du, mein Herr, du mit ich, Gott ergeben, hier als Fürst des Lebens. Hocherfreuet dein Erlöfter wandle. Hallelujah! fing' ich dir jetzt und ewig Dank dafür. 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, die Todten zu ers 8 114 Von der Auferstehung Christi. wecken. Du rufeft, und der Grä-| Macht des Grabes ift gedämpfty ber Nacht wird uns nicht länger seht Jesum hier sein Haupt erhes decken. Wie du auferstanden bift, ben, nun er den Sieg auch uns so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, erkämpft. Er läßt uns dies zur durch dich einft auferstehen. Hal Losung hier: ich leb' und ihr lebt lelujah! auch mit mir. 7. Dlaß mich, weil ich hier 2. Und wie der Tod zu seinen noch bin, im Glauben an dich Füßen, liegt auch die Sünde hin wandeln, und jederzeit nach dei gestreckt; er weiß die Gräber auf nem Sinn und beilgem Vorbild zuschließen, er stürzet Alles, was handeln; daß ich, wenn ich auf mich schredt. Drum steht auf sei ersteh' und dich, des Todes Sie nem Siegspanier: ich leb' und ihr ger, seb', vor dir dann nicht erlebt auch mit mir. schrecke. Hallelujah! 3. Mein Jesu, Wahrheit, Weg 8. Da, wo du bist, da soll und Leben, der Leben giebt und auch einst dein Jünger mit dir leben lehrt, wie soll ich jenen leben. Du wirft ihn, wenn du nun erscheinst, zu deiner Freud erheben. Laß dies auch mein Erb. theil sehn, so werd' ich ewig deß mich freun, daß du vom Tod er standen. Hallelujah! Sieg erheben, der ganz der Feinde Macht zerstört? Sie liegen dort, lebt auch mit mir. du rufest hier: ich leb' und ihr In eigener Melodie. 216. Christ ist erstanden von Deß der Marter alle. folln wir Alle froh seyn. stus will unser Trost seyn. Hal. lelujah! Chris 2. Wär' er nicht erstanden, so wär' die Welt vergangen. Seit er auferstanden ist, erhöhn wir den Herrn Jefum Chrift. Hallelujah! 3. Hallelujah! Hallelujah! Hal lelujah! Deß solln wir Alle froh feyn. Christus will unser Trost feyn. Hallelujah! Mel. O daß ich taufend te. 217. 4. Wohlan, belebe deine Glie der, erstorben bleibe keins zurück. Die Lebenssonne leuchte wieder, verklär' uns zu des Himmels Glüd. Dein Wort bestehe für und für: ich leb' und ihr lebt auch mit mir. Mel. Erschienen ist der herrlich' 16. 218. rinnre dich, mein in Geist, erfreut des hohen Tags der Herrlichkeit, halt im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. Hal lelujah! 2. Entbrenn' in Lieb' und Dank für ihn, als ob er heute dir ers schien, als spräch' er: Friede sey er Tod ist todt, nun mit dir! So freue dich, mein Geist, siegt das Leben, die in mir. Hallelujah! Von der Auferstehung Chrifti. 115 3. Schau über dich und bet'| schuldig bin: verleih mir Kraft, thn an: der Erdkreis ist ihm undir treu zu seyn, in dir mich täg terthan; er lebt und herrscht, mit lich zu erneun. Hallelujah! Gott vereint, und ist dein König und dein Freund. Hallelujah! 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist und der da war! sein Name sey gebene deit von nun an bis in Ewigkeit. Hallelujah! 12. Du bists, der Alles in uns schafft, dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Gelobet sehst du, Jesus Christ, der von dem Tod erstanden ist! Hallelujah! Mel. Erschienen ist der herrlich' ze. 219. r lebt, der Herr der er lebt, frohlocke, Christenheit! Das Grab ist leer, der Sieg ist sein und des Triumphes Segen dein. Halle. lujah! 5. O Glaube, der das Herz erhöht! Was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit dem ver gleicht, was ich durch Gottes Sohn erreicht? Hallelujah! 6. Vor seinem Thron, in sei. nem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich und ewig, ewig fe. lig seyn: Herr, welche Herrlichkeit hat ist mein! Hallelujah! 2. O feire diesen großen Tag! Er lebet, der im Grabe lag; er der Feinde Schaar bekriegt und in dem Kampfe obgesiegt. Hallelujah! 7. Du, der du in den Himmeln thronft, ich soll da wohnen, wo du wohnst, und du erfülleft mein Vertraun, dich in der Herrlichkeit zu schaun. Hallelujah! 8. Dereinst, wenn du, o Le bensfürst, die Welt zu richten kommen wirst, soll ich aus meinem Grabe gehn und rein zu deiner Bertraun: auf diesen Felfen will 4. Er lebt; dies stärket mein Rechten stehn. Hallelujah! 9. Mit deiner heilgen Engel ich baun. Der Herr hat aus des Grabes Nacht Unsterblichkeit ans Licht gebracht. Hallelujah! Schaar soll ich dich loben immer. dar; mit allen Frommen aller Beit soll ich mich freun in Ewig teit. Hallelujah! auch ihr sollt leben; welch ein 5. Verheißen hat er, unser Hort: Wort! Das Haupt läßt seine Glieder nicht; dies bleibet meine 10. O welch ein Ruhm, o welch 3. Gelobt, gelobt sey Jesus Christ, daß er vom Tod erstan den ist! Kann noch des Todes Pfeil uns drohn? Des Grabes Schrecken find entflohn. Hallelu. jah! ein Heil wird, Mittler, uns durch dich zu Theil! Wer mit dir stirbt, Zuversicht. Hallelujah! o Gottes Sohn, ist mit dir auf. erstanden schon. Hallelujah! 11. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich dir, Heiland, I Mel. Ein' feste Burg te. 220. lebt, o Freuden. wort, er lebt, der 8* 116 Heiland aller Sünder; der Feinde] Heer erschrickt und bebt vor seinem Ueberwinder. Er ftritt mit Hel. denmuth, vergoß für uns sein Blut; durch seinen Kreuzestod er warb er uns bei Gott Vergebung unfrer Sünden. Von der Auferstehung Chrifti. 221. Mel. Wachet auf, ruft uns te eiert, Chriften, diese Stunden, denn un ser Herr hat überwunden; Heil dem, der sich zu ihm bekennt! Christus hat den Tod bezwungen; nun sch 2. Er lebt, des Vaters ewger ibm Lob und Dank gefungen, Sohn, erhöht zu seiner Rechten. nun jauchze, wer nach ihm sich Er herrscht und hilft von seinem nennt! Er sant zur Gruft hinab, Thron auch seinen schwachen Knech, doch er verließ das Grab triumten. Er lebt nun ewiglich und phirend. Das Reich ist sein, ewig schützt er mich; er thut mit durch ihn allein gehn wir zu sei. Starker Hand den Feinden Wider ner Freude ein. stand; sie können mir nicht scha den. 2. Du, mein Glaube, lehrst mich fiegen; vor dir muß Furcht der Unsterblichkeit. Drücken mich und Gram erliegen, du Glaube der Erde Leiden, sie weichen vor des Himmels Freuden; ich kämpfe 3. Er lebt, Gott hat ihn auf erweckt, Gott wird auch mich er weden. Der Tod, der Aller Her zen schreckt, fann mich nicht mehr erschrecken. Sein Stachel, feine hier nur kurze Zeit. Geht vor Kraft, die Sünd', ist weggeschafft; ich neu vereint mit ihm leben. mir hin ein Freund: dort werd der treue Zeuge spricht: Wer glaubt, Bei jedem Schmerz erhebt mein der stirbet nicht; deß tröft' ich mich Herz fich, freudig hoffend, him. von Herzen. melwärts. 4. Er lebt, der unbezwungne 3. Daß ich nicht im Tode zage, Helb; befingt, ihr Engelchöre, be laß jeden meiner Lebenstage an fingt, ihr Völker aller Welt, des guten Werken fruchtbar seyn. MeiMittlers Ruhm und Ehre! Ernem Heiland schon auf Erden im hebt des Siegers Macht, der von Sinn und Wandel ähnlich werden, dem Tod erwacht, der unsern Tod dies führet mich zum Himmel ein. bezwingt, der uns das Leben bringt So leb' ich in der Zeit schon für und mächtig für uns streitet. die Ewigkeit und mein harret an Gottes Thron die Ehrenkron', die mir verheißt des Ewgen Sohn. 5. Er lebt, o Chriften, laßt uns heut frohlockend ihn erheben! Laßt uns von nun an jederzeit ihm wohlgefällig leben. Wir sind sein Eigenthum, erkauft zu seinem Ruhm; sein wollen wir allein todt und lebendig seyn und sein auch ewig bleiben. Mel. Laffet uns den Herren preifen, o ihr te. 222. eft des Lebens, fet heil Von der Auferstehung Chrifti. ges Fest, sey uns gegrüßt! Also jauchzt die Schaar der Frommen, die aus Gott geboren ist. der Gottheit erger Fülle ein tiefes Lebensmeer in dem zu lassen, Macht, Macht, wieder 117 mel. Sey Lob und Ehrl dem 16. Aus 223. Freiwillig haft bu dargebracht für uns, o wogt Herr, dein Leben; du hattest, es Weltkreis weit umher, auch in des Grabes Stille. Christen Preisgefang Gott des Lebens, Dank. bringt dirs zu geben. Und darum liebte Aller dich dein Gott, weil du es willig in den Tod für deine Feinde gabeft. tönt dir, 2. Du warft nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er frönte dich mit Herrlichkeit, die Engel selbst nicht faffen. Das Kreuz, daran man dich erhöht, wird das Panier der Majestät, denn du gingft aus dem Grabe. 2. Siegreich trat zurück ins Le ben Jefus aus des Grabes Nacht, und es ist ihm nun gegeben alle Herrlichkeit und macht. Ueber unsre Erde wehte wunderbare Himmelsluft aus der aufgespreng. 3. Nun irren mich nicht Schmach ten Gruft, als Gott seinen Sohn und Spott, noch deines Kreuzes erhöhte. Nun schafft er die Schanden. Du bist mein Herr, Menschheit um durch sein Evan, du bist mein Gott, denn du bist gelium. auferstanden. Du bist mein Heil, mein Fels, mein Hort, der Herr, durch dessen mächtig Wort auch ich einst ewig lebe. 3. Heil uns! wir auch werden leben, ob das Herz im Tode bricht, werden siegreich uns erhe ben zu des Himmels ewgem Licht. Des verklärten Lebens Sonne heilt dann jeden Erdenschmerz und des müden Pilgers Herz fühlet felger Geister Wonne. Dann erst wird uns offenbar, welch ein Gut dies Leben war. 4. Wir sind nun göttlichen Ge schlechts, durch dich des Himmels Erben. Süß ist die Hoffnung dei nes Knechts, in dieser will ich ster ben. Wie du vom Tod erstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einft auferstehen. Mel. Erschienen ist der herrlich ze 4. Auf! nach jenem höhern Le ben laßt uns in der Prüfungszeit duldend, kämpfend, wirkend stre. 224. rüh Morgens, da die Sonn' aufgeht, mein ben, stark durch Lieb' und Heilig, feit. Wer da hat, dem wird ge. Heiland Christus aufersteht; die geben: jedes Werk in Gott ge than treibt mit neuer Kraft uns an, fröhlicher in Gott zu leben. Wer so geistlich aufersteht, wird mit Cbrifto einft erhöht. Erde bebt, es bebt das Grab, den Stein wälzt Gottes Engel ab. Sallelujah! 2. Vertrieben ist der Sünden Nacht, des Todes und der Höllen 118 Von der Auferstehung Chrifti. Macht, o Wunder groß, o starker| sein Werk vollbracht. Hallelujaht Held! wo ist ein Feind, den er des Menschen Sohn trägt nun da nicht fällt? Hallelujah! von des herben Kampfes reichen Lohn. 2. Glorreich hat der Held ge rungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief gefallnen Sünder, find nun durch Christum Gottes Kinder und Erben seiner Seligkeit. Wir find durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt. Hallelujah! wir find nun sein und ihm allein foll unser ganzes Herz sich weihn. 3. Nun kann uns der Tod nicht schrecken, einst wird der Herr uns auferwecken durch seiner Stimme Wundermacht. Er wird unver gänglich Leben und Herrlichkeit in ihm vollbracht. Wir werden den Seinen geben, die ihren Lauf auferstehn, zu seiner Freud' ein gehn. Hallelujah! o Siegesheld, in jene Welt zeuch uns dir nach, wann dirs gefällt. 3. Herr, der du aus dem Grabe dringst, die Siegesfahne glorreich schwingst, auch mich weckst du zum Leben auf, mein Ostertag ist schon im Lauf. Hallelujah! 4. Lebt Chriftus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; und stürb' auch alle Welt mir ab, gnug, daß ich Chriftum bei mir hab'. Hallelu jah! 5. Er weidet, schüßt und tröftet mich; sterb' ich, nimmt er mich auf zu sich. Wo er jetzt lebt, da komm' ich bin, weil seines Leibes Glied ich bin. Hallelujah! 6. Durch seiner Auferstehung Kraft tomm' ich zur Himmels Bürgerschaft; durch ihn nimmt Gott mich gnädig an, wer ist, ber mich verdammen tann? Hal lelujah! 7. Für solchen Troft, Herr Jesu Chrift, lobsingt dir, was auf Er den ist; wir werden würdger dich erhöhn, wenn wir dereinst dein Antlig sehn. Hallelujah! Mel. Wachet auf, ruft uns se, 226. allelujah! Jesus lebet. 225. Christo Lob und Ehre! fein herr lich großer Tag ist da. Er zer riß des Todes Banden, der Held ist aus dem Grab erstanden, der nimmer die Verwesung sah. Sein 2. Jesu Jünger, wehrt dem ist Gewalt und Macht; er hat Leide! Lobfinget ihm und nehmt Auf, ihr Erlösten, und erhebet des großen Mittlers Majestät. Hörts, betrübte Sün. der, gebet der Freude Raum, denn dem Staub erhöht. jauchze Jesus lebet; Gott hat ihn aus Preis und Dank, o Seele, dein Gesang! Hallelujah! Dich, gro ßer Held, erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behält. Mel. Wachet auf, ruft uns se, allelujah! jauchzt, ihr Von der Auferstehung Chrifti. 119 boll Freude am Siege Theil, den lelujah! der Herr ift nah, bald ist er erftritt. Sebt, der Tod ist der Tag des Sieges da! überwunden, die ganze Hölle ist gebunden; er herrscht, der für euch starb und litt. Laßt seine Feinde dräun, ihr könnt getroft euch freun. Jesus lebet von Ewigkeit zu Ewig, feit, derselbe gestern und auch heut. 3. Jhr auch dürft nicht troftlos beben, ihr Sünder, Gott will euch vergeben, wenn ihr die Schuld mit Ernst bereut. Durch des To, des Ueberwinder ist er versöhnt und gegen Sünder ein Vater der Barmherzigkeit. Der Heiland steigt em por, nun ist des Himmels Thor Allen offen. Gott ist versöhnt! Vom Himmel tönt der Freuden ruf: Gott ist versöhnt! 4. Tod, wo find nun deine Schrecken? Nicht ewig wird das Grab uns decken, verweft der Leib gleich in der Gruft. Einst wird Mel. Lobt Gott, ihr Christen se. örts Alle, hörts, daß 227. S Jefus lebt, von To desbanden frei! daß er nun ewig um uns schwebt so nah, so mild und treu.:: 2. Er lebet, der im Grabe war, er lebt für uns fortan; nun geht das große Gnadenjahr für all die Seinen an.:: 3. Versiegelt ist der Friedens. bund, der uns mit Gott ber eint. Nun thut ein Tag dem an dern fund: Gott selbst ist unser Freund.:,: 4. Entsündigt dürfen Alle nun gen Himmel fröhlich schaun und an dem Vaterherzen ruhn mit Her zen voll Vertraun.:;; 5. Uns schreckt nicht mehr des er zum bessern Leben sich aus des Grabes Nacht. Wo ist des Todes Todes Staub erheben, wenn Je Sieg? Das Leben ist ans Licht fus den Entschlafnen ruft. Dann gebracht, seit er dem Grab ent wird des Todes Feld zu einer restieg.:: gen Welt; Alles lebet, so wie er neut zur Frühlingszeit fich Alles regt und Alles freut. 6. Das Himmelreich, neu auf. gethan, wird uns zum Vaterland, uns führt des Vaters Sohn heran mit treuer Bruderhand.:: 5. Wandeln wir auf deinen 7. Drum zagen wir um Reinen Wegen, o Auferstandner, welch ein Segen erwartet uns am Ziel mehr, dem hier das Auge bricht; der Bahn! Nach des Lebens bald wirft er neue Blick umber Kampf und Leiden erhebst du uns im ewgen Freudenlicht.:: zu ewgen Freuden, die uns dein 8. Verloren ist ihm keine Saat, Kampf und Sieg gewann. Bald mit Thränen hier gestreut; die find sie unser Theil; bald krönet Erndte jeder guten That reift dort uns das Heil deines Lebens. Hal in Herrlichkeit.:: 120 Bon der Auferstehung Christi. 9. Und wenn wir nach einander| dich erblicken, der mich vom Tode fort von hier nach Hause geln, wedt. Gott, welch ein Schaun empfängt uns dort und welch ein Wieder ſehn!:: 10. Für Jeden, der barnieder lag, von Gram und Schuld ge preßt, sey Christi Auferstehungs, tag ein Auferstehungsfest!:: und reichst mir deine Hand, daß 5. Du fährst zu Himmelshöhen ich dir nach fann gehen ins rechte Vaterland. Da ist es sicher wohnen im Glanz der Herrlichkeit, de warten mein die Kronen, die deine Hand mir beut. Mel. Herzlich thut mich verlangen se, ch geb' zu deinem 228. 6. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! dir will ich Noth. mich ergeben auch in der letzten Dann schlaf ich ohne Grabe, du Sieges. Kummer in deinem Frieden ein, fürst und Held; die Hoffnung, die und wach' ich auf vom Schlum. ich habe, ist nur auf dich gestellt. mer, wirst du mein Loblied seyn. Du lehrst mich fröhlich sterben und fröhlich auferstehn und mit den Himmelserben ins Land des Lebens gehn. Mel. Was Gott thut, das ist te. weiß, mein 229. Erlöser lebt, er ist 2. Du haft geweiht die Erde, in die man dich gelegt, daß mir schon hier mein Leben; wer gläu nicht bange werde, wenn meine big sich zu ihm erhebt, darf vor Stunde schlägt. Was an mir ist dem Tod nicht beben. Ich folg' vom Staube, geb' ich dem Staube ihm nach, der Bahn mir brach; gern, weil ich nun freudig glaube: auf Todesnacht und Grauen folgt die Erde ist des Herrn. selges Licht und Schauen. 3. Du schlummerst in dem Gra 2. Du lebst, du lebst, du star, be, daß ich auch meine Rub' im fer Held, du Todesüberwinder! Schooß der Erde habe, schließt du bist das Heil der ganzen Welt, fich das Aug' einst zu. Nun soll du bist der Trost der Sünder. mir gar nicht grauen, wenn mein Wer dich umfaßt, dem wird die Geficht vergeht; ich werde den Laft der Sünden abgenommen, der mohl schauen, der mir zur Seite darf zum Vater kommen. ficht. 3. Du lebst, mein Arzt, du 4. Dein Grab schließt Stein und heileft noch und täglich mein Ge Siegel und du bist dennoch frei; brechen; du stärkest mich, was zag auch meines Grabes Riegel bricht ich doch bei meiner Seele Schwä deine Macht entzwei. Du wirst chen? O leb' in mir, daß ich in den Stein schon rücken, der mich dir auch selig leben möge und wan im Tode deckt, dann werd' ich deln deine Wege. Von der Auferstehung Chrifti. 121 4. Du lebst, du bist in Nacht ein Herz, das nicht vor Freuden mein Licht, mein Trost in Noth bebt? Jesus lebt!:,: und Plagen; du weißt, was Al les mir gebricht, du wirst mirs nicht verfagen. In Zweifeln Rath und Kraft zur That, im Tode felges Leben wirst du den Dei nen geben. 5. Bereite dir nech mehr mein Herz für deine Seligkeiten, so lang' ich gegen Luft und Schmerz in dieser Welt muß streiten. Gieb, daß ich treu im Kampfe sey, dann Mel. Jefus, meine Suversicht ze. wird auch mir zum Lohne der Ueber. 232. fus lebt, mit ihm auch ich; Tod, wo find nun deine Schrecken? Jesus lebt und wird auch mich von den Todten auferwecken. Er verklärt mich in sein Licht, das ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt, thm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig berr. schen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, das ist meine Zuversicht! In eigener Melodie. 230. fus Chriftus, unfer Heiland, der reich überwand, ist auferstanden und frei von Todesbanden. Preis dem Auferstandnen! 2. Christus, aller Sündenschuld rein, litt für uns Straf und Pein, hat uns versöhnet, mit Gottes Huld gekrönet. Preis dem Auf erstandnen! 2. Jesus lebt!:: Fürchtet euch, ihr Christen, nicht! Christus will die Seinen schirmen. Aus der Nacht führt er zum Licht; Freude folgt den Leidensstürmen. Giebte ein Herz, das muthloß noch er bebt? Jesus lebt!:: 3. Chriftus fiegt durch Gottes Allmacht, ist aus dem Grab er erwacht; schenkt Allen Leben, die ihm sich ganz ergeben. Preis dem Auferstandnen! 3. Jesus lebt; wer nun ver. zagt, raubt dem Mittler seine Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Chrifto nicht, das ist meine Zuversicht. 4. Jefus lebt, fein Heil ist mein, fein sey auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn, al. lem Bösen widerstreben. Er ver läßt die Seinen nicht, das ift meine Zuversicht. Mel. Fahre fort,:,: Ston se. 231. Pesus lebt!:: Chriften, hört es, Jesus lebt! 5. Jefus lebt, ich bin gewiß, und auch ihr sollt mit ihm leben, nichts soll mich von Jesu scheiden, der zu Gott fich jetzt erhebt, wird keine Macht der Finsterniß, feine euch einft zu sich erheben. Giebts Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt 122 Kraft zu jeder Pflicht, das ist meine Zuversicht. 5. Gott, unserm Gott, sey Lob und Dank, der uns den Sieg ge 6. Jesus lebt, nun ist der Tod geben und, was in Sünd' und mir der Eingang in das Leben. Tod versant, hat wiederbracht Welchen Trost in Todesnoth wird zum Leben. Der Sieg ist unser: es meiner Seele geben, wenn sie Jesus lebt, der uns zur Herrlich gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, feit erhebt. Gebt unserm Gott die meine Zuversicht! Ehre! Von der Auferstehung Chrifti. Mel. Sollt ich meinem Gott ze. Und: In eigener Melodie. Chrifti Gruft, ihr 234. Paffet uns den Her ren preisen, o ihr tiefbetrübten Herzen; schöpft Christen überall! Kommet, laßt Muth und frische Lebensluft und ftillet eure Schmerzen, denn Je fus, der im Grabe lag, ist auf erstanden diesen Tag und hat den Tod befieget. uns Dank erweisen unserm Gott mit frohem Schall! Der da lag in Todesbanden, weil er fich für uns verbürgt, Gottes Lamm, am Kreuz erwürgt, Jesus Christus ift 2. Jhm, der den ewgen Gna, erstanden. Weicht nun, Gram denbund gegründet durch sein Lei- und Traurigkeit, freue dich, o den, ihm danket heut mit Herz Christenheit! und Mund für diesen Tag der Freuden. Er nahm dem Tode nun die Macht; das Leben ist uns wiederbracht und unvergäng lich Wesen. 3. Nun treten, die den Herrn erkannt, in Glaubenskraft zusam men; weil aus dem Grab er auf erstand, kann niemand sie ver dammen. Durch ihn gehn wir nun insgemein zum neuen Leben fröhlich ein; das hat er uns er worben. Mel. Es ist das heil uns 16, 233. Rommt, betet an bei 2. Mußte gleich der Held auch sterben, sank er in des Grabes Nacht; hatte doch, ihn zu verder. ben, die Verwesung keine Macht. Da der Erde Pfeiler beben, steigt er aus der Erd' empor, bricht ins Leben neu hervor, Leben uns und Seil zu geben. Obgefiegt hat er im Streit; freue dich, o Chriften. heit! 3. Wo find nun des Todes Waf fen? wo des Höllenrufs Triumph? Was kann nun der Feind noch 4. Seh hochgelobt in dieser Zeit schaffen? Seine Pfeile wurden von allen Gotteskindern und ewig stumpf. Christus ist der Angst in der Herrlichkeit von allen Ueber entnon men und mit Ehren an. windern. Gieb uns, Erstandner, gethan, daß er selig machen kann, Muth und Kraft, daß wir den die durch ihn zum Vater kommen. Kampf der Ritterschaft im Glau. Sein ist Macht und Herrlichkeits ben gut vollenden. freue dich, o Chriftenheit! Von der Auferstehung Christt. 123 4. Solches find die edlen Gauns schauen der Frommen Bater ben, die sein Auferstehn uns schafft, land. daß wir volle G'nüge haben in des neuen Lebens Kraft. Seines Sie ges Preis und Früchte theilet er den Seinen zu: Hoffnung, Trost, Gewissensrub, 2. Froh führte Gottes Sonne den festlich hohen Tag herauf, da stand er, meine Wonne, mein Gott und mein Versöhner, auf. Freudigkeit einst Gedanke, der zu Freuden des im Gerichte und des Himmels Seligkeit. Freue dich, o Christen heit! Himmels uns erhebt; Gedanke, der im Leiden mit reichem Trost belebt; des höhern Lebens Quelle, mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? wo ist dein Stachel, Tod? 5. Sehnsuchtsvoll laßt uns ver langen nach dem Herrn und sei nem Heil. Auch wir werden dann empfangen unser theur erworbnes 3. Der Felsen Grund erbebet; Theil. Er geht auf in unsern die Wächter fliehn, das Grab ist Herzen, laßt uns mit ihm aufer- leer. Der todt war, sieh, er le stehn, mit ihm ein zum Himmel bet! er lebt und stirbt hinfort gehn, wo er stillet alle Schmer nicht mehr. Der Jünger Herzen zen. Wonne wird dann alles Leid; wanken, schwach ist ihr Glaubens. freue dich, o Christenheit! licht; fie sehn ihn, freun fich, dan6. Meinen Leib wird man beten, sind nun voll Zuversicht. Sie graben, doch er schläft auf ewig sehn empor ihn steigen und gehn, nicht; neues Leben wird er haben, wie er gebot, mit Freuden hin schön verklärt in Glanz und Licht. und zeugen von ihm bis in den Das Verwesliche muß sterben, ir, Tod. disch wird es ausgesät, bis es 4. Herr, deine Boten fiegen, himmlisch einft ersteht, um das von dir und deinem Geist gelehrt. Reich des Herrn zu erben, ihn Die Gözentempel liegen; der Erd, zu schauen allezeit. Freue dich, freis wird zu Gott bekehrt. Ich o Christenheit! weiß, an wen ich glaube, bin freudenvoll ein Christ. Ihn bet ich an im Staube, ihn, der mein Retter ist. Ihn werd' ich ewig Mel. Hun lob', mein' Seel' se. 235. Dobfinge, meine Seele, dem Welterlöser, bet' schauen, wenn er auch mich er. ihn an! Lobfing' ihm und er hebt. Der Herr ist mein Ver zähle, was er zu deinem Heil ge than! Er hat für dich gerungen und hat durch seine Macht des Todes Macht bezwungen, das Les ben wiederbracht. Des Grabes furchtbar Grauen entweicht, der trauen; er starb für mich und lebt. Mel. O daß ich tausend Sungen ze. Rein Jesus lebt, mag 236. Mich doch sterben, hier Herr erstand; durch ihn läßt Gott steht mein Haupt und triumphirt. 124 Den der Auferstehung Chrifti. Nun muß auch ich das Leben erlen wir uns träften fammt unfern ben, weil Noth und Tod die Miteriösten. Macht verliert. Mich schreckt nun teine Zukunft mehr: mein Jesus lebt, sein Grab ist leer. 3. Erschein' uns nur mit deiner Huld, so oft wir vor dir flehen, daß Frucht wir bringen in Ger duld, bis wir dein Antlitz sehen. So werden wir, o Herr, mit dir die rechten Ostern feiern und uns 2. Mein Jesus lebt, er hat be zwungen, was mir das Leben rau ben fann, er hat mir Heil und Sieg errungen und Alles ist ihm im Geift erneuern. unterthan. Der Hölle tiefster Ab grund bebt, denn überall schallts: Jefus lebt! Mel. Allein Gott in der Höh' seg se. Tod, wo ist dein 3. Mein Jesus lebt, das Grab 238. Stachel nun, wo ift offen: so geb' ich freudig in ist dein Sieg, o Hölle? Was die Gruft. Nun kann ich auch kann forthin der Feind uns thun, im Tode hoffen, daß mich sein wie graufam er sich stelle? Ge. Wort ins Leben ruft. Wie lieb- endet ist der große Streit: Gott lich schallt die Stimme hier: ich seh gelobet, der uns heut durch leb' und ihr lebt auch mit mir! Christum Sieg gegeben! 4. Mein Jesus bleibe denn mein Leben, der Tod soll mir nicht schrecklich seyn. Ihm will ich mich getroft ergeben, mich seiner noch im Tode freun, weil er zum Him. mel mich erhebt, so wahr er Je fus ist und lebt. 2. Denn aus des dunkeln Gra bes Thor und aus des Todes Ban den geht Chriftus lebend nun her. vor; der Herr ist auferstanden. Nichts hält in seinem Siegeslauf des Lebens mächtgen Fürsten auf; der Held hat überwunden. 3. Der Arm des Herrn hat ob. geflegt; er ist mit Glanz erhöhet, und unter seinem Arm erliegt, Mel. Was Sott thut, das 10. 237. auferstandner Sie gesfürst, bich wol was ihm entgegen stebet. Der Tod hat ferner keine Macht, das len wir erheben, der du aufs Neu' Leben ist uns wiederbracht und gegeben wirst auch uns zum neuen unvergänglich Wesen. Leben. Durch unsre Noth ge bracht zum Tod, bist du nun auferstanden und frei von Todes banden. 4. Es war getödtet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, er stehen auch die Glieder. Wer Jesu 2. Daß wir nun geistlich aufer. Chrifti Worten gläubt, im Tod stehn aus unserin Sündengrabe, und Grabe der nicht bleibt; er baß wir das ewge Leben fehn, ist lebt, ob er gleich stirbet. deine theure Gabe; was beine 5. Das ist die große Seligkeit, Kraft für uns geschafft, deß wolder wir theilhaftig werden: Heil, Von der Auferstehung Chrifti. 125 Frieden und Gerechtigkeit im Him- daß mich deine Seele liebet und mel und auf Erden. Still warten daß ich der Deine bin. Laß in wir bis auf den Tag, wo wir, dir mich Ruhe finden, auf dein wie Christus uns versprach, auf Wort die Hoffnung gründen: Wer ewig bei ihm leben. die Thränenfaat gestreut, erndtet einst die Seligkeit. 239. Mel. Jesu, meiner Seele ic Drauernd und mit ban. gem Sehnen wandelt dort ein Jünger. Paar; Jefu flie Ben ihre Thränen, der ihr Freund und Lehrer war. Doch eh' fies zu hoffen wagen, nabet er, um den fie flagen, ihr Begleiter ist er schon, schnell ist nun ihr Gram entflohn. 7. Wenn es einst will Abend werden und der Lebenstag fich 2. Ach, es gehn noch manche neigt, wo dem blöden Aug' auf Herzen ihrem stillen Kummer nach; Erden nirgends sich ein Helfer fie bejammern, voll von Schmerzeigt: bleibe dann an meiner zen, ihre Noth, ihr Ungemach; Seite, gieb mir Sieg im letzten manches wandelt ganz alleine, daß Streite, daß ich bis ans Ende es in der. Stille weine: aber Jesu treu, jener Krone würdig sey. tröstend Wort scheuchet jeden Rum, mer fort. 240. Mel. Wie schön leucht't uns te. 3. Oft schon hab' auch ich em. pfunden: Jesus läßt mich nie al lein; in den trüben Unglücksstun riumph! Triumph! bringt Lob und den stellt er unverhofft sich ein. Dank dem, der des Todes Macht Wenn ich traurig mich beschwere, bezwang, den herrlich Gott erhöhte. als ob er zu ferne wäre, o so ist Der hohe Sieger überwand; Nacht er mir schon nah und mit seiner war um ihn und sie verschwand in Hülfe da. helle Morgenröthe. Bebet, gebet, stolze Spötter, unserm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und seine Lebre! 4. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner nah bei mir! Sucht die Welt mich anzu. feinden, o so wend' ich mich zu 2. Heil uns, Triumph! das dir. Wenn mich Trübsals Wetter Grab ist leer. Feft stehet, wie ein schrecken, wollst du mächtig mich Fels im Meer, das Wort, das bedecken, hab' ich zum Gefährten er gesprochen. O selig, wer fich dich, ist kein Feind mir fürchterlich. ihm vertraut! er hat den Tempel aufgebaut, den blinde Wuth ge brochen. Keine Macht hält diesen 5. Bin ich traurig und betrübet, dann ruf du mir in den Sinn, 6. Tröst auch Andre, die voll Jammer einsam durch die Fluren gebn, oder in der stillen Kammer tief bekümmert zu dir flehn. Wenn sie von der Welt sich trennen, daß fie fatt fich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Zagender, was trauerst du? Von der Auferstehung Chrifti. 6. An dich, an dich, mein Jesu, will ich glauben, in dir allein bin ich gerecht, und bin ich dein, wer 3. Leer ist die Gruft, die ihn fönnte bir mich rauben? Du umgab! Sey mir gegrüßt, mein schirmft dein auserwählt Geschlecht, fünftig Grab, du Wohnung ern ster Stille! Nach wenger Tage schnellen Lauf nimmst das Ver wesliche du auf, des Geistes mor sche Hülle. Herrlich werd' ich auf erstehen, einzugehen zu dem Leben, das mein Heiland mir wird geben. 126 Sieger; Gottes Krieger ist erstan. den, macht der Hölle Wuth zu Schanden. 7. Jch lebe nicht, weil Chriftus in mir lebet; der alte Mensch muß untergehn. Der Tag bricht an, die dunkle Nacht entschwebet; der neue Mensch muß auferstehn. Chrifti Kräfte, was ich gesehn, 8. So steh' ich auf und fühle das zeuge, ich. Ich schmeck' im Geift des Lebensbaumes Säfte und find' im Paradiese mich. Mel. Triumph, Triumph, bes 1e, 241. riumph, Triumph dem Herrn! Er lebt, er lebet! Wir sind und le ben auch in ihm. Triumph, er fiegt! der Feinde Schaar erbebet und ihm lobsingen Seraphim. in Christo bin. 9. Der erste Himmel ist nun mehr veraltet, die erste Erde fleucht dahin, für mich ist Erd' und Him mel neu gestaltet, seit ich erneut 2. Der Tod und seine Macht ist 10. Triumph, Triumph! Ich überwunden, des Todes Stachel sehe Siegespalmen, die Schaar ist entzwei; der Sünde Schrecken der Selgen zeigt sich schon; mein find für uns verschwunden und Ohr vernimmt die hohen Jubel. wir sind ihrer Banden frei. psalmen an meines ewgen Königs Thron. 3. Wir sind in ihm versöhnet und entfündigt, getilget ist nun unfre Schuld, in seinem Tod ist uns das Heil verkündigt, die Klage weichet Huld. Mel. Sollt' ich meinem Gott ze. nimm 4. Jhr Ehriften, freuet euch mit 242. die Palmen, die Reberwinder, Jubelschalle, lobt euern König, dir Zion heute bringt, das mit euern Hort! Erhebt den Retter, frohen Osterpsalmen deinen großen ihr Erlösten alle, jauchzt mit dem Himmel fort und fort. Sieg befingt. Du haft dich em. porgeschwungen aus der dunkeln 5. Mit unserm Herrscher herr Grabesnacht, haft dein hohes Werk schen wir nun fröhlich und find vollbracht und der Feinde Wuth von dem Gefeße los; geliebt in bezwungen. An dem Tag, wo dem Geliebten sind wir selig und dies geschah, fingen wir Hallelu ruhen in des Vaters Schooß. jah! Von der Auferstehung Christi. 127 2. Pflanze deine Siegspaniere| 6. Tilge bas verzagte Grauen, auf das Grab zu deinem Ruhm, wenn die letzte Stunde schlägt; großer König, komm, regiere nun laß den Geist die Krone schauen, die Welt, dein Eigenthum. Du, die uns schon ist beigelegt. Laß ben alle Himmel loben, unterwirf in unsern höchsten Nöthen, laß der Erde Kreiß; und es diene dir in unfrer Todespein felfenfest den zum Preis auch der Höllenmächte Glauben seyn, daß der Tod uns Toben. Uns sey stets als Hel nicht kann tödten; denn du, Herr, fer nah; dann ertönts: Hallelu bezwangst ihn ja; Gott sey Dank, jah! Hallelujah! 7. Neige deines Scepters Spitze 3. Theile, großer Fürst, die uns voll Gnad' und voller Huld Beute deiner armen Heerde mit, bie in froher Sehnsucht heute vor einst von deinem Richterfiße und den Thron der Gnade tritt. Gieb fieh nicht auf unfre Schuld. Gieb uns Allen deinen Frieden, gieb uns dann das ewge Leben, und uns Kraft und frohen Muth: dann die ganz befreite Brust wird in enist uns ein herrlich Gut und ein gelgleicher Luft ewig deinen Ruhm lieblich Loos beschieden; nichts er. erheben, denn wir fingen auch allschreckt dann fern und nah und da: Gott sey Dank, Hallelujah! man fingt: Hallelujah! Mel. Wenn mein Stündlein ir. 4. Laß, o Sonne der Gerech, ten, deinen Strahl ins Herze gebn; gieb Erleuchtung deinen 243. Penn der Gedanke M Knechten, daß sie geistig aufer stehn; hält der Schlaf uns noch gefangen, o so fördre unsern Lauf. Rufe fleißig: wachet auf! denn die Schatten sind vergangen und der helle Tag ist da! Gott sey Dant, Hallelujah! mich erschreckt, daß dieser Leib von Erde im Grabe einst, mit Staub bedeckt, selbst Erd' und Asche werde: dann stärkst du, mein Erlöser, mich, dann giebt mir Muth der Glaub' an bich, der du bist auferstanden. 2. Du fonntest durch der Gott, heit Macht aus deinem Grabe gehen und aus der kurzen Todes, nacht zum Trost mir auferstehen. Der dir das Leben wiedergab, wird einft auch mich aus meinem Grab zum Leben auferwecken. 5. Beige, wenn der blöde Kum mer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Deines geistgen Lei bes Glieder bleiben nicht des To des Raub; selbst des Erdenleibes 3. Der Tod zerstöre mein Ge Staub wird verklärt und grünet bein, du haft ihn ja bezwungen, wieder, denn dein Aug' bewacht da du nach bittrer Todespein zum ihn ja, Gott sey Dank, Hallelu Leben durchgedrungen. Nun hoff jabl lich, daß Gott aus der Gruft auch 128 Von der Auferstehung Chrifti. mich dereinst ins Leben ruft, wenn lichkeit bin ich von aller Todeso gleich mein Leib verweset. qual befreit. 4. Du sprichst ja: Friede seb 3. Hier ist noch Dunkel, dort mit euch, ich leb' und ihr sollt ist Helle, hier wein' ich manche leben; mir ist die Macht, mir ist bittre Thräne noch, dort aber das Reich vom Vater übergeben. strömt die Freudenquelle, denn Welch tröstend Wort! mein Herr dort bin ich erlöst vom Sünden. und Gott, nun fürcht ich nicht joch. Brich, morsche Hütte, brich mehr Grab und Tod, du wirst nur immer ein, mein Geist wird mich zu dir ziehen. dort verklärt und selig seyn. 5. Ich weiß, daß du verherrlicht 4. Dir dank' ich dieser Hoffnung lebst, so werd' auch ich dich sehen, Freude, Erstandner; weil du lebst, wenn du zum Schauen die er so leb' auch ich. Wenn ich in dir bebft, die hier im Glauben stehen. die Seele weide, Verklärter, dann Dich, den ich hier im Glauben verklärt sie sich durch dich, die sah, dich schau ich dort und bin Hoffnung seliger Unsterblichkeit dir nab in deinem ewgen Reiche. wirft hier schon himmlische Zus 6. Wie werd' ich da mich dei friedenheit. ner freun an deines Vaters Throne! dann wirst du mein Vollen. der sehn und reichen mir die Krone dann wird ein höhrer Lob, gefang von dir, der Tod und Grab bezwang, durch alle Him mel dringen. Mel. Chriftus, der ist mein Leben ze. illkommen nach dem 245. Streite, Held, aus der Grabeskluft! Wir triumphiren heute an deiner leeren Gruft. 2. Du hast nun überwunden der Feinde Macht und Spott: wir haben Treft gefunden; mit uns ist unser Gott. 3. Der Fried' ist uns erftritten und jeder Schrecken flieht. In der Gerechten Hütten erschallt das Sie geslied. 4. Theil uns des Sieges Beute, den Trost nun reichlich aus; wir Alle kommen heute voll Hoffnung in dein Haus. Mel. Wir, dir, Jehovah se. 244. fchen hier im Stau Die jauchzt mein Geift be, wenn er an dich, Erstandner, innig denkt! Wie triumphirt mein Christenglaube, wenn er sich in dein offnes Grab versenkt: ich schaue nun getroft ins eigne Grab, aus deiner Gruft erblüht der Hoff nung Stab. 2. Ich seh' den Frühling jetzt 5. In deines Grabes Staube erwachen, ein frohes Bild der liegt unsre Schuld bedeckt; dein Auferstehung mir. Ich darf des tröstet sich der Glaube, daß uns Todes Drohn verlachen, Erstand tein Tod mehr schreckt. ner, neues Leben strahlt von dir. In jenes ewgen Lebens Herr 6. Du haft das Heil erworben, wir preisen dich dafür. Sind wiz Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. 129 mit dir gestorben, so leben wir auch über unser Herz und zeig' mit dir. uns einst die Bahnen vom Grabe himmelwärts. 7. Wir wollen sonder Grauen mit dir zum Grabe gehn, da wir, um dich zu schauen, einst selig auferstehn. 9. Was fann uns wohl noch schaden? des Todes Pfeil ist stumpfi wir find bei Gott in Gnaden und 8. Schwing deine Siegesfahnen rufen schon: Triumph! X. Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. Mel. Nun freut euch, lieben se. 246. uf Christi Himmel 247. fahrt allein ich meine Nachfahrt gründe und al len Zweifel, Angst und Pein hie mit stets überwinde. Denn weil das Haupt im Himmel ist, wird feine Glieder Jesus Christ aus Gnaden nach sich ziehen. Mel. Serfließ, mein Geist, in se. ihr hohen Himmels. schaaren, dem Herrn, der fein Triumphfest hält! Mit großer Pracht ist er hinaufgefahren und unter ihm liegt nun die Welt. Er fährt dahin, wo er sonst war, und ist verherrlicht wunderbar vom Vater, der ihn zu der Erden ges fandt, ein Opfer uns zu werden. 2. Gen Himmel fuhr mein Hei land auf, um Gaben zu empfan 2. Dein Haupt hat nun der gen. Zu ihm blickt nun mein Herr, dein Gott, gefrönet mit Geist hinauf mit sehnendem Ver. Glanz und Ehre, Preis und Ruhm. langen. Denn wo mein Schatz, ist Sie stehen tief beschämt, die dich auch mein Herz. Es schwingt zu verhöhnet, als du kamst in dein ihm sich himmelwärts vom Staube Eigenthum. Es hat dich Gott, dein dieser Erde. Gott, erhöht; dein Name über Alles geht, was in den Himmeln und auf Erden nur Großes mag 3. Du, Herr, der Gutes in uns schafft, hilf uns den Lauf vollbringen und start in deines genennet werden. Geiftes Kraft dir nach zum Him 3. Haft du uns gleich dein Anmel dringen; dann scheiden wir, gesicht entzogen, so leuchtet doch wann dirs gefällt, mit Freuden auch uns dein Licht, so bleibst du einst von dieser Welt. Erhöre, was doch den Deinen stets gewogen, wir fleben. vergiffeft ihrer nimmer nicht. Du 9 130 Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. zieheft uns an deine Bruft voll liebt der Gott, der dich gesendet, Lieb' und es ist deine Luft, dich und seine Huld wird uns zu uns zu nahn zu allen Stunden; Theil. Verklärt erhebst du dich Heil Allen, welche dich gefunden! vom Staube; dir nach schwingt 4. Wie gut, daß du zum Bater fich der Deinen Glaube und drin bift gegangen, bein Hingang schaf get bis zu Gottes Thron. Dort, fet große Frucht. Wer durch des fieht er, frönt nach allen Leiden Glaubens Band an dir bleibt han dein Gott mit Sieg und ewgen gen, der findet bei dir, was er Freuden dich, Gottes und des fucht. Ins Heiligthum, wo man dich ehrt, ist ihm der Eingang nicht verwehrt; der Vorhang ist schon längst zerrissen, wer will, fann deiner ganz genießen. Menschen Sohn. 2. Du scheideft und die Jünger fallen anbetend auf ihr Angesicht. Sie sehn die Wolken dich umwal. len in Majestät voll Himmels. 5. Die Hoffnung bleibt auf fe licht. Noch segneft du die treu stem Grunde stehen, daß wir nach Geliebten, du senteft Troft auf wohl vollbrachtem Lauf in deiner die Betrübten, strömft frohe Hoff Majestät dich werden sehen, da nung in ihr Herz. Sie fehn, wie hin blickt unser Auge auf. Wir bu von Gott gekommen, wirst stehen dann an deinem Thron und du nun wieder aufgenommen, zu nehmen unsers Glaubens Lohn, die Seligkeit, die nie wird enden, Vollendeter, aus deinen Händen. hoher Wonne wird ihr Schmerz. In eigener Melodie. 248. brift fur gen Him. mel. er und Leben, zu uns hernieder? Den Tröster, den dir sich immer zu erheben, zu dir, heiligen Geift, zum Troft der der uns mit Gott vereint. Ja armen Christenheit. Gelobt sey du, des fünftgen Lebens Sonne, des Himmels und der Erde Wonne, du bist mein Bruder und mein Freund. Gott! 2. Hallelujah! Hallelujah! Hal. lelujah! Deß folln wir Alle froh feyn. Chriftus will unser Troft feyn. Gelobt fey Gott! 3. Auch ich seh' auf, du mein Vertreter, und bet' in Freudenthränen an. Ich weiß, daß auch ein schwacher Beter im Staube dir gefallen kann. Gieb meinem Mel. Wie wohl ist mir, o Sreund se. aspul ein Werk, Erlöfer, 4. Einft wirst du herrlich wieder fommen. Erlöfer, fomm! so ru fen wir. Im Thränenthal schaun deine Frommen voll heißer Sehn fucht auf zu dir. Mit Wonne von und Theil an sebn sie dir entgegen, erwarten Heil 249. endet ist auch unser Heil. Uns deiner Herrlichkeit; du wirst den Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. 131 Gläubgen, die hier weinen, vom grüßen und fallen ihm zu Füßen? Himmel als thr Freund erscheinen, Romm, stelle dich doch ein! in Freude wandeln alles Leid. Mel. Don Gott will ich nicht se 251. der Herr fährt auf gen 250. Mel. Nun lob' mein' Seel' se, u gingst zum höchsten Lohne ins Haus des Himmel mit frohem ewgen Vaters ein; nun ist des Jubelschall, mit prächtigem Ge- Stegers Krone und Ruhm und tümmel und mit Posaunenball. Herrlichkeit ist dein. Wir aber, boll Lobfingt, lobfinget Gott, lobfingt Verlangen, schaun bir, o Jefu, in frohen Chören dem Könige der nach und hoffen zu empfangen, Ehren, dem Herren Zebaoth! was uns dein Mund versprach. Die Stätt' uns zu bereiten, gingst du, o Herr, voran; auch uns zum Himmel leiten willst du auf 2. Der Herr wird aufgenommen in Himmelsglanz und Pracht. Um ihn stehn alle Frommen, die er hat sichrer Bahn. frei gemacht. Es holen Jesum ein die hohen Seraphinen; den hehren Cherubinen muß er willkommen feyn. 2. Die Qual, die du empfun. wie find fie jest entschwunden vor den, des Erdenlebens bittres Leid, Himmelsglanz und Herrlichkeit! 3. Auch wir gehn von der Er. So sind auch unsre Leiden bald den, der Heiland ging voran; wir wie ein Traum entflohn und sollen himmlisch werden, er bricht ewge Himmelsfreuden sind dann uns selbst die Bahn. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jefus hin gegangen, dahin kehrt das Ver langen, dahin nehmt euern Lauf. der Frommen Lohn. Was sollten wir denn zagen? Wir blicken himmelwärts und find bereit, zu tragen des Lebens kurzen Schmerz. 4. Fahr hin mit deinen Schäßen, 3. Einst wird die Wahrheit fiedu trügerische Welt. Sollt' uns gen; du, ewge Wahrheit, fiegtest dein Glanz ergößen? dort ist, was ja! Wenn Feinde fie befriegen, uns gefällt. Der Herr ist unser bist du mit deinem Schuße nah. Ruhm, der Herr ist unsre Freude Wird auch ein Ziel des Spottes, und köstliches Geschmeide, das wer dich im Glauben ehrt: er steht ewge Eigenthum. im Schutze Gottes, der sichern 5. Wann soll es doch geschehen, gestritten für Wahrheit, Recht und Sieg gewährt. Wer freudig hier wann kommt die frohe Zeit, daß eicht, schaut in den ewgen Hütten wir ihn werden sehen in seiner Herrlichkeit? Tag, wann wirft dich einst von Angesicht. du seyn, da wir den Herrn be 4. Vell beilger Rührung wal 9* 132 Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. len wir an der Frühentschlafnen| Du vertrittft, die an dich glaus Brab und minder brennend fallen ben, daß fie dir vereinigt bleiben; der Wehmuth Thränen drauf her in des Vaters Haus theilft du ab. Du willst ja, daß die Deinen Jedem seine Wohnung zu. dort ewig bei dir schn; uns mit dir zu vereinen, gingst du zum Himmel ein. Die hier von uns geschieden, sind dort im Vater land; einst winkt zum ewgen Frie den auch uns des Vaters Hand. 5. Doch vergißt du auch der Ar men, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir aus Er barmen über all' ihr Elend bricht. Daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er andre ihren Sinn, darauf geht dein Bitten hin. Mel. Alle Menschen müssen it. 252. Großer Mittler, der zur Rechten seines großen 6. Einst in deines Fleisches Ta gen haft du dich vor Gott gestellt, als auf dir, Versöhner, lagen Baters sigt und die Schaar von schwer die Sünden aller Welt. deinen Knechten in dem Reich der Wie haft du geweint, gerungen, Gnaden schüßt, dir auf dem er bis dein Flehn zu Gott gedrungen; habnen Throne in der königlichen wie batst du zu jener Zeit, Herr, Krone bringet aller Engel Heer in deiner Niedrigkeit. tief anbetend Preis und Ehr'. 7. Jeht ist kräftiger dein Fleben, 2. Was vollendet sollte werden, feit du Sieger wardst im Streit wie es Gottes Rath bedacht, dein und verklärt in jenen Höhen thronft Geschäft auf dieser Erden und dein in voller Herrlichkeit. Nun kannst Upfer ist vollbracht. Da du bist du des Feindes Klagen majestä am Kreuz gestorben, ist uns Gnad tisch niederschlagen und es redet und Heil erworben, und dein fieg, uns zu gut kräftig dein vergofsnes reich Auferstehn läßt auch unsern Blut. Sieg uns sehn. 8. Großer Mittler, sey geprie fen; dir sey Ehre, Dank und 3. Nun, o Herr, ist dein Ge Ruhm für die Treu', die du be schäfte in des Himmels Heilig wiesen, hier und dort im Heilig thum, zu verbreiten Lebenskräfte thum! Dein Verdienst wird uns durch dein Evangelium. Allen vertreten, wenn wir zu dem Ba willst du Gnad' ertheilen, die zu ter beten; wenn der Tod den bir im Glauben eilen, und dein Mund uns schließt, sprich für Geist macht Allen kund deinen ho uns, Herr Jesu Christ. hen Gnadenbund. 4. Deines Volkes theure Na men trägst du stets auf deiner Bruft, welche jemals zu dir ta men, sind und bleiben deine Lust. Mel. Freu dich sehr, a meine s. 253. Derr, du fährst in Glanz und Freuden auf zu Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. beiner Herrlichkeit und mich drücken noch die Leiden dieser unvollkomm Mel. Wie schön leucht't uns te nen Zeit. Gieb mir, Jefu, Muth und Kraft, hier in dieser Pilgrim schaft so zu wandeln meine Wege, daß ich dein stets bleiben möge. 133 2. Laß mir deinen Geift zurücke, giebe ganz mein Herz zu dir, daß ich nach dem Himmel blide mit der fehnlichsten Begier. Ja, laß beine Kraft allein in mir Schwa chen mächtig seyn; und du selber wollft im Beten bei dem Vater mich vertreten. 254. wundergroßer Sie gesheld! wie herr. lich, Heiland aller Welt, haft du dein Werk vollendet! Nun reicht der Vater dir den Lohn und du nimmst wieder ein den Thron, von dem er dich gesendet. Mäch tig, prächtig triumphireft und re giereft du, o König; Alles ist dir unterthänig. Ja 2. Dich soll die Schaar der Cherubim und aller heilgen Se 3. Lehre mich die Welt verach raphim mit lauter Stimme loten und was in ihr Eitles ist; ben; dich, der uns selig hat ge nach dem Reiche lehr' mich trach- macht und nun mit Majestät und ten, dessen Herr und Haupt du Pracht zum Himmel fich erho bist. Hier schon in der Prüfungsben. Singet, bringet, Engelchöre, zeit sey mein Ziel die Ewigkeit, Ruhm und Ehre! ihm vor Allen daß, wenn ich dorthin gelange, laffet Dank und Preis erschallen. ich des Glaubens Lohn empfange. 4. Ruft mein Gott früh oder fpäte mich zu meines Grabes 3. Du bist das Haupt, die Glie der wir; zu uns herab kommt nur Rub: so bereite mir die Stätte Leben. Des heilgen Geistes Wun von dir Licht, Freude, Trost und in des Vaters Hause zu und er leuchte mir die Nacht, die dem derkraft, die alles Gute wirkt und schafft, wird uns durch dich gege Herzen bange macht. Du haft ja ben. Dringe, zwinge mein Ge den Tod bezwungen und für uns müthe, deine Güte hoch zu preisen, den Sieg errungen. Ehr' und Dank dir zu erweisen. 5. Kommst du endlich glorreich wieder als der Richter aller Welt, 4. Zeuch uns, o Jefu, ganz zu dann belebe diese Glieder, die das dir, hilf, daß wir Alle für und Grab umschlossen hält. Ja, ver, für nach deinem Reiche trachten. fläre du mich ganz, schmücke mich Laß suchen uns, was dir gefällt, mit Himmelsglanz, stelle mit den und gieb, daß wir die ganze Welt treuen Knechten mich, o Herr, zu mit ihrer Luft verachten. Nähre, beiner Rechten. mehre deiner Liebe heilge Triebe, daß kein Leiden je uns könne von Idir scheiden. d d dap 134 Von der Himmelfahrt Jefu Chrifti. Mel. Was Gott that, das 16, 2. Nur mit liebevollem Herzen, nicht mit Strenge herrscheft dus 255. Priumph! ihr Himmel, linderst unsrer Seelen Schmerzen, freuet euch, lobfinget giebst dem müden Herzen Rub. Gottes Sobne! Er ziehet ein zu Selig, wer zu dir sich lehrt, wenn feinem Reich, empfängt des Sie er deine Stimme hört. gers Krone. Mit Majestät wird er erhöht und herrscht nach Kampf und Leiden, umstrahlt von Him. rütten, Friede schwebt um deinen melsfreuden. Thron. In Paläften und in Hüt, 3. Mag der Krieg die Welt zer 2. Doch schließet ihn kein Him. ten ist er deiner Frommen Cohn, mel ein, er wirft noch fort auf bist du Sonne, Schirm und Schild Erden; noch sollen, die ihr Herz dem, der dein Gesetz erfüllt. ihm weihn, durch ihn beseligt 4. Reiche dieser Welt verschwan werden. Mit Muth hinan die den, Kronen fanten in den Staub, fteile Bahn! Uns lohnt nach nur dein Reich, Herr, ist bestanKampf und Leiden der Herr mit den, nie wird es der Zeiten Raub, ewgen Freuden. nimmer wird es untergeben, ewig wirds durch dich bestehen. 3. So wahr, als Jesus Chri ftus spricht: ich leb' und ihr sollt Leben, erhebt fich einst zum ewgen Licht der Geift, von Gott geges ben. Still finit ins Grab der Leib hinab, da ruht er aus von Leiden, einst theilt er Himmelsfreuden. 4. Triumph! ihr Chriften, freuet euch! der Tod ist nun bezwungen; wir haben Theil an Jesu Reich, er hat es uns errungen. Auf, bringt ihm Dank und Lobgefang! Wir 257. gehn durch Kampf und Leiden mit ihm zu seinen Freuden. Frommen, Herr, erweitre bein 5. Mehre stets die Zahl der Gebiet; laß die Menge zu dir kommen, die noch deine Herrschaft flieht; führ uns Alle nach der Zeit ein zu deiner Herrlichkeit. Mel. O daß ich tausend Bungen te. um Himmel bist du eingegangen, mit Preis gekrönt, Herr Jesu Chrift! wie sollte mich nun nicht verlan gen, auch dort zu seyn, wo du nun bist? Ich bin ja nur ein Pilgrim hier; nimm in die Hei 256. Mel. Komm, a komm, du se, Du dem Vater hingegangen bist du glor- math mich zu dir. reich aus der Zeit; Herr, du haft 2. Vom Tode standst du auf die stron empfangen, herrscheft zum Leben, du gingft verklärt zum nun in Ewigkeit. Groß und herr Himmel ein: so muß sich auch lich ist dein Reich; nichts ist dei mein Geist erheben; ich darf nicht ner Herrschaft gleich. tobt in Sünden seyn. Ein neues Von dem heiligen Geift. 135 nue Leben wirk in mir, so komm ich| ich vollende, von dir gesegnet, einst gewiß zu dir. meinen Lauf! Wenn ich von dir 3. Am Delberg fingen beine gesegnet bin, dann fahr' in Frie Leiden mit bittern Lodesängsten den ich dahin. an; am Delberg gingft in hohen Freuden du fiegreich deine Sim melsbahn: so folgt auf Leiden Herrlichkeit, zu beiden mache mich bereit. 4. Du bist von uns zwar auf gefahren, doch ist bein Wort noch immer hier. Laß dieses Kleinod mich bewahren, im Worte redest du zu mir, dieß leitet meines Le bens Lauf und schließt mir beinen Himmel auf. 6. Ich sehe dir mit Glaubens blicken in deinen Freuden Him mel nach mein Herz soll sich an dir erquicken, der mir die Bahn zum Himmel brach. Sieht dich auch hier mein Auge nicht, bleibst du doch meine Zuversicht. 7. Einft wirst du herrlich wie derkommen, gleichwie du aufge fahren bist; dann werd ich völlig aufgenommen, wo mir bereit mein Erbtheil ift. So leb' ich nun im Glauben hier, im Schauen aber 5. Du hobeft fegnend deine Hände beim Scheiden von den Deinen auf: o hilf, daß einst auch dort bei dir. XI. Von dem heiligen Geist. 4. Dann steh' ich fest im Streit und überwinde weit, erneut zu Gottes Bilde, bededkt mit seinem Schilde; und wann dereinst ich fterbe, werd' ich des Himmels Erbe. Mel. Auf meinen lieben Gott se. 258. uf meinen Gott ver. läßt mein gläubig Herz fich fest. So oft ich im Ge bete hin vor sein Antlitz trete, will er sich zu mir wenden, mir Licht und Hülfe senden. 2. Der Geist, den er verheißt giebt Zeugniß meinem Geist, daß Gott mir, seinem Kinde, vergeben alle Sünde, und steht mir bei auf sie nicht want und fehle. Erden, gerecht vor ihm zu werden. 3. Schwächt nur nie frevelhaft 5. O bu, bes Vaters Geift, den Jefus uns verheißt, o sey auch mir gewähret, der betend dein bes gehret! regiere meine Seele, daß 6. Versiegelt bin auch ich, o mein Herz der Gnade Kraft; be Geift des Herrn, durch dich, du barr ich im Bestreben, wie er führst nach Kampf und Leide mich mich treibt, zu leben: so fann ich ein zu jener Freude, die Jesus fiberwinden den stärksten Reiz der Allen giebet, die ihn hier treu geSünden. liebet. 136 Von dem heiligen Geift. Mel. Ein Lämmlein geht 16. 259. ich, Bater, preift winden. mein Lobgefang, uns zu, im Tode schenk uns Seelenruh' und hilf uns über Mel. Ewigkeit, bu te. 260. daß du den Sohn gegeben, der uns bas ewge Heil errang und unvergänglich Leben. Ich danke ies ist der Tag, da Gottes Sohn dich bir, daß du den Geift, der uns fandte von des Vaters Thron, den Weg zur Wahrheit weist, den o Geist der Kraft und Stärke! Gläubigen gesendet. Auf Jesu Du goffest aus der Liebe Gluth, Wort kam er herab, der seinen gabst Jesu Jüngern Heldenmuth Boten Stärke gab, daß fie dein zu ihrem heilgen Werke. Wert vollendet. Groß war die Erndte, schwer die Müh', doch, Geist des Herrn, du stärk teft fie. 2. Erfüllt von seiner Wunder traft, gehn fie, die Welt zu leb. ren; durch ihn, der neue Herzen schafft, die Sünder zu bekehren. Die Völker hören hoch erfreut die Botschaft ihrer Seligkeit, Vernunft und Wahrheit fiegen; der Sünde finstre Nacht entfleucht, wo sich der Finger Gottes zeigt, und Sa tan muß erliegen. 2. Da machte seiner Zeugen Mund die großen Thaten Got tes fund, die Heiden zu bekehren, die Gößentempel wurden leer, es schwand der falschen Götter Heer sammt Opfern und Altären. fiegreich war der Zeugen Muth; und schwiegen fie, so sprach ihr Blut. Sp 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt und droht mit Blutgerüsten; 3. Wie Gottes Blizze ging thr dein Name, Jefus, wird gelobt, Wort bis an der Erde Grenzen es fiegt die Treu' der Christen. fort, die Nacht wich vor dem Dein Geist, o Vater, stärket fie Lichte. Den beteten die Heiden und die Bekenner wanken nie, an, von dem wir einst die Kron' felbft nicht in Todesleiden. Sie empfahn, wenn er kommt zum bleiben ihrem Herrn getreu und Gerichte. Das Kreuz des Mitt zeugen von ihm ohne Scheu, nichts lers überwand und ward des Heifann von ihm sie scheiden. les Unterpfand. 4. Noch jetzt bist du der Geift 4. Die Kirche, die ihm anges der Kraft, noch jezt der Men hört, und die du, Geift des schen Lehrer, der Wollen und Herrn, gemehrt, wird ewiglich be Vollbringen schafft, des Höllen, stehen. Aus ihrer Mitte weichft reichs Zerstörer. O wirk in Sündu nie; mit neuer Kraft belebst dern Reu' und Leid, in from du fie, fie fann nicht untergehen. men Seelen Fried' und Freud' O mach' uns nur in deinem und Muth im Kampf der Sün. Reich den ersten Boten Chrifti ben; in Trübfal sprich du Troft gleich! Von dem heiligen Geift. 137 Mel. Wie schön leucht't uns se. 261. hen wir: du wolleft bei uns bleis ben. Geb' ferner aus in alle ir jauchzet frob bdie Welt, damit, von deinem Licht Christenheit, du, erhellt, die Völker alle gläuben. Geift der Kraft und Herrlichkeit, Führe gnädig fie zur Wahrheit du, aller Geister Leben. Als un und zur Klarheit, daß die Erde, fers Erbes Unterpfand bist du vom Geift des Herrn, dein Tempel Vater ausgesandt, zum Tröster werde.. uns gegeben. Jesu Glieder wirst du führen und regieren; deine Gnade leit' auch uns auf unserm Pfade. Mel. Ach! alles, was himmel 16. 262. in heiliges Feuer durchdrang und bes 2. O welch ein großer Tag er. fchien, als man die Flammen sah feelte die Männer, die Jesus zu erglühn hell über jedem Haupte! Jüngern fich wählte, um auszu Jm Sturmwind thatest du dich gehn unter die Völker der Erden fund; dein Beugniß heiligte den und Boten des ewigen Heils uns Bund der Schaar, die freudig zu werden. glaubte. Mächtig kamst du, um die Schwachen stark zu machen; und erklungen ist das Heil in al len Zungen. 2. Ein heiliger Lichtstrahl um. floß fie mit Klarbeit, nun sahen fie heller die himmlische Wahr. heit; nun zeugten voll göttlichen 3. D Dank für so viel göttlich Muthes die Fremmen: der Herr Licht, das jede Finsterniß durch ist erschienen, sein Reich ist ge bricht, für himmlische Belebung! kommen. Den Menschenherzen, alt und 3. Nun lockten umsonst die ver jung, schaffst Kräfte du zur Heigänglichen Freuden, nun schreck ligung, zu stiller Gottergebung. ten vergebens die zeitlichen Leis Preis dir, Dank dir, daß du kräf den; nun scheuten sie nicht mehr tig und geschäftig uns belebrest, Verspottung und Schande, nicht Jefum Chriftum uns verkläreft! Todesgefahren, nicht Marter und Bande. 4. Auch wir, die Christus sich erkauft, wir sind mit deiner Kraft getauft, die Welt zu überwinden. 4. Die Kraft aus der Höhe er. füllte die Herzen. Sie predigten Wirk in uns Allen Lieb' und Jesum in Trübfal und Schmer. Zucht und laß in uns des Glau bens Frucht sich hundertfältig fin den. Gnädig hilf du Gottes Er ben einst im Sterben, daß fie droben ewig deine Wunder loben. zen, getreu bis zum Tode mit freudigem Muthe, versiegelnd thr theures Bekenntniß mit Blute. 5. Auch uns sey die Wahrheit so heilig und theuer; Geift Got 5. Wir beugen unsern Geist tes, befeel' uns mit himmlischem bor dir, Geist Gottes, Alle fle- Feuer. Gieb ftandhaften Muth uns 138 Von dem heiligen Geift. des Heilandes Lehren im Leben, 12. Lob, Ehr' und Preis fey im Leiden und Sterben zu ehren. dir, o Gott, gesungen, dem Va ter, Sohn und heilgen Geiste. Amen. Mel. Danket dem Herrn, denn 28. 263. Beift aller Geifter, un. erschaffnes Wesen, dein Name sey von Allen hoch. gelobet. Mel Liebster Jefu, wir sind hier se. Peift der Wahrheit, 264. aller 2. Du Geift vom Bater, ewger Weisheit Quelle tennen, Jefum Quell des Lebens, das flar und kann ich nur durch dich meinen unerschöpflich sich ergießet. Herrn und Heiland nennen. Du 3. Du gebeft aus vom Sohn, nur fannst ihn mir verklären und ein Geist des Mundes, und falbest mein Herz zu Gott bekehren. reichlich, die sich Gott erwählet. ift boll deiner Güte. 4. Was lebt und webet, hat von wiß und erleuchtest meine Seele, 2. Du nur machst das Herz ge bir das Leben, der ganze Erdkreis daß ich in der Finsterniß nicht 5. Der Sünder wird durchsführst mich auf Gottes Pfade, den Weg des Heils verfehle; du Wort von dir geschlagen, bein Hauchen tödtet plötzlich die Em, zeugft von Wahrheit und von pörer. Gnade. 6. Du rührst und schreckest Her zen und Gewissen, wer deinem Fin ger folget, ift geneſen. überschwenglich kannst du tröften, 3. Unser Tröfter heißeft du, du erfüllst mit Himmelsruh die 7. Das Licht, die Weisheit und Gemüther der Erlöften, daß fie die Kraft des Lebens schenkst du nach der Angst der Sünden Got dem, der an Christi Namen glau- tes Vaterhuld empfinden. bet. 4. Mächtig stärkst du zum Ge bet, wedst in uns inbrünftges Sehnen, das mit stillen Seufzern fleht und zur Wonne führt durch Thränen. Hoffnung und Geduld im Leiden ist dein Werk, du Geift 8. Du lehrst uns findlich rufen: Lieber Bater! Wir wissen es, daß wir find Gottes Kinder. 9. Du, Geist des Herrn, giebst Beugniß unserm Geiste, bertrittft uns auch burch unaussprechlich der Freuden. Seufzen. 5. Heiligung und Reinigkeit und 10. Das Fleisch ertödtest du und ein gottgefällig Leben, selige Zu stärkst die Seele; die Todten alle wirst du einst erwecken. friedenheit, wahre Weisheit kannst du geben. Selig, die an deinen Gaben Theil durch Lieb' und Glau 11. Herr, unser Herrscher, herr. lich ist dein Name in allen Lan ben haben. den; bir banft man im Himmel. I 6. Was mir fehlt, find' ich bei Bon dem heiligen Geift. 139 bir, nur durch dich kann ich ge- thum, erhöheft durch des Herrn nesen. Komm und wohne selbst Gemeinen des Kreuzes unbesiegten in mir, schaffe neu mein ganzes Ruhm. Und wo du sprichst mit Wesen, dann wird meine Schwach Feuerzungen, beugst du zu felgen heit Stärke und ich wirke Gottes Huldigungen der Heiden über Werke. wundne Kraft. Der Hölle Reic muß dir mit Beben die Schaar Gefangner wiedergeben, die es in Sünden hingerafft. 7. Sieh, ich öffne dir mein Herz, läutre bu es auch durch Lei den, mache mich durch Noth und Schmerz würdig deiner Himmels freuden. 4. Wer fann, wie du, mit Don Hilf mir, Bater, betennern reden, wenn du im Schlaf ringen und hindurch zum Ziele den Sünder schreckft? Wer tröstet bringen. fo, wie du, die Blöden, wenn dv die neue Sehnsucht wedst? Wenn fie in ihr Verderben schauen, fo Lehrft du fie dem Ruf vertrauen, der fie mit Gottes Frieden grüßt, wenn sich der zwar willig zeiget, boch thn des Fleisches Schwachheit benget, bist du es, der das Leid versüßt. Mel. Wie wohl tft mir, o se. Deift 265. Gone in des Ewgen Fülle un fern Geift herabgesenkt, der auch in unbemerkter Stille des Herzens Zrieb gen Himmel lenft; du, der einst Davids Psalm beflügelt, den Sehern Aug' und Mund entfie gelt, uns auch noch jetzt mit Gluth durchdringt, auch jetzt uns Gottes Weisheit lehret und Christi Wahr. beit uns verkläret: wer ifts, der würdig dich befingt? 5. Du drückest der Bewährung Siegel den wohlgeprüften Seelen auf; du giebst den Zeugen Glau bensflügel und führst fie im Triumph hinauf. In aller Trübfal lehrst du beten, du selbst willst 2. Du Quell der reinsten Him. unfre Noth vertreten, auch ohne melsliebe, die in das Herz leben. Wort, mit starkem Flehn. Die dig quillt und so des neuen Men. Liebe fübrest du zum Throne und fchen Triebe mit heilger Gottes. ihren Werken wird zum Lohne die fraft erfüllt, du bist es, der die Kraft, in Demuth fest zu stehn. Schwachheit stüßket, im Pilger. 6. Wenn Christus einst hernie lauf fie stärkt und schüßet, wenn derschwebet auf das geschloßne fich die Seel' in Schlummer neigt; Todtenfeld, mit mächtgem Wort der o geschäh' es nicht verge es neu belebet zum Erbtheil in bens! als Unterpfand des ew der bessern Welt: dann trägt in gen Lebens uns hier des Himmels deiner Kraft die eine bewährte hel Krone zeigt. lige Gemeinde zum Throne Herz 3. Du baueft aus lebendgen und Psalm empor, dann ströme Steinen der Kirche reines Heilig, du durch alle Glieder die höhre - 140 Von dem heiligen Geift. Gluth der Himmelslieder, jum Kraft und Klarheit durch Fähr Preise dem, der uns erfor. Mel. Wie wohl ist mir, o Sreund 16. 266. Beift Gottes, wer kann lichkeit und Finsterniß. Du bist der Beistand meines Lebens und niemals ruf ich dir vergebens, wenn je mein Fuß den Pfad verliert. Dein Wort kann jeden dich verstehen? Wer Wahn besiegen, dein Troft läßt wandelt schon in deinem Licht? niemals mich erliegen; du bist es, Wer klimmt zu deiner Weisheit der mich richtig führt. Höhen? Der selbst fich weise dün 5. Und will mich ja der Trüb. fet, nicht. Ein Licht bist du; doch sinn beugen, daß mehr und mehr nur den Blinden. Wer noch bei der Muth entsinft: wenn Seufzer fich weiß Rath zu finden, dem ist dann zum Himmel steigen, bist dein reicher Trost noch fern. Du dus gewiß, der Hülfe bringt. wirft nur dem des Lebens Quelle, Was auch in meiner Bruft will der, an des Unterganges Schwelle, wanken, du hältst lebendig den an sich verzagend ruft zum Herrn. Gedanken, daß ich ein Kind der 2. Dann wirkest du und schmel. Gnade sey. Will meine Schwach. zest Herzen, in Sünden todt und heit mich beschämen und mir der felfenhart, erregst in ihnen selge Kindschaft Zeugniß nehmen: du Schmerzen und Traurigkeit der rechten Art. Du stellst im gött. lichen Gerichte dem Sünder träftig vors Gefichte, was Gott, Geset und Sünde sey. Erneurung will das Herz begehren, da fließen einfam bittre Bähren: die Zeugen wehmuthsvoller Reu'. machst mich von mir selber frei. 6. Auch schlägt mir wohl die Prüfungsstunde, vor der ein Heil ger selbst erbebt, wenn aus des Ab. grunds dunklem Schlunde Angst und Verzweiflung fich erhebt. Doch du trittst mir voll Troft zur Sei ten; von dir gestärket kann ich streiten, du reichst mir Wehr und Rüstung dar. Dann kann ich den Versucher dämpfen, den Kampf des Glaubens fiegreich tämpfen; bald wird die Seele wieder klar. 7. So hältst du mich mit dem 3. Wenn Seelen so mit Noth beladen nur sehnlich um Errettung flehn, enthüllet sich der Thron der Gnaden; du läsfest fie den Mitt ler sehn. Dann wandelt sich das bange Sehnen in einen Guß von Freudenthränen, die Trauernacht verbunden, an welchen meine Seele in helles Licht. Der Schuldbrief glaubt; ich feire felge Freudenstun zeiget fich zerriffen, es schweigt das den, wenn nichts mich trennt von richtende Gewissen, da Jesu Blut meinem Haupt. In heiliger und Vergebung spricht. fichrer Stille schöpft dann mein 4. Nun machst du mir, o Geift Geist aus jener Fülle, wo Gnad der Wahrheit, den Pilgerschritt aus Gnade fich ergießt. In der fest und gewiß, du leitest mich in Begeistrung Augenblicken gewähreft Von dem heiligen Geift. 141 bu mir ein Entzücken, das mir| hilf mir gläubig auf ihn schaun des Himmels Verschmad ift. und auf sein Verdienst nur baun, daß ich mög' auf mein Verlan gen Gnad' um Gnad' von ihm Mel. Freu' dich sehr, s 16. 267. em Sohne, du, der unser Tröfter ist und von Got tes ewgem Throne auf die Gläub. gen fich ergießt, steb mit deiner Kraft mir bei, daß ich Gott ge weihet sey und mein Herz schon hier auf Erden mög' ein Tempel Gottes werden. Peist vom Vater und empfangen. 6. Jn des Lebens Müh' und Leiden steh mit deinem Troft mir bei, daß ich überall mit Freuden Gottes Führung folgsam sey. Gieb mir ein gelaffnes Herz, laß mich selbst im Todes Schmerz deines Trostes Kraft empfinden und einst fiegreich überwinden. 2. Laß auf jedem meiner Wege beine Weisheit mit mir seyn, wenn ich bange Zweifel bege, deine Wahrheit mich erfreun. tig meinen Sinn auf das Wohl Mel. Nun kommt der heiden se. Deift vom Vater und vom Sohn, weihe der Seele hin; lehrst du mich das dir mein Herz zum Thron, schenke Rechte wählen, werd' ich nie das Heil verfehlen. Lente träf. 268. 6 dich mir immerdar, so wie heut der frommen Schaar. 3. Heilige des Herzens Triebe, durch die Gnade schaff es neu, daß ich Gott vor allem liebe und ihm findlich dankbar sey. Voll Vertraun auf ihn zu sehn, feinen Namen zu erhöhn, seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich gelingen. 4. Warne mich, so oft zu Sün. den mein Gemüth versuchet wird; laß mich bald den Rückweg fin den, hab' ich mich von dir ver irrt. Nimm in deine Zucht mein Herz, wirk in mir der Reue Schmerz, daß ich mich in De muth beuge und den Sinn zur Beffrung neige. 5. Treib' mich träftig zum Ge bete, wenn mir Hülfe nöthig ist, daß ju Gottes Thron ich trete burch den Mittler, Jesus Chrift; 7. Geist der Lieb', erweck in miz 6. Geift des Glaubens, stärk in mir solchen Glauben für und für, der mich Christo einverleibt und zu guten Werken treibt. 2. Geist der Wahrheit, leite mich. Eigner Wille täuschet fich, daß er leicht des Ziels verfehlt und statt Heil fich Unglück wählt. 3. Geift des Trostes, tröste mich durch dein Zeugniß innerlich. Wenn mir mein Gewissen droht, hilf mir aus der Seelennoth. 4. Geift des Betens, steh' mir bei, wenn ich um Errettung schrei'; mach mein Bitten freudig, rein, so wirds auch erhörlich seyn. 5. Geist der Heiligung, verklär Jesum in mir mehr und mehr. Mindre stets, was mich befleckt, mehre, was du selbft erweckt. 142 Von dem heiligen Geift. guter Gaben Füll und gier, daß selig sterbe und das Himmelreich ich hülfreich, mild und treu, dei ererbe. ner Gnade Werkzeug sey. 8. Geist der Hoffnung, rufe du meiner Seel ermunternd zu, daß ich deiner stets mich freu' und in Hoffnung selig sey. Mel. Lisbfter Jefu, wir sind hier se. bu haft in dei 269. m Sohn mich von Ewigkeit erwählet, sende nun von deinem Thron, was zu meinem Seil noch fehlet; gieb mir deines Geiftes Gaben, durch sie werd' ich Alles haben. 2. Heilger Geift, mein Herz und Gott, mache du mich neu geboren, sonst bleib' ich in Sünden todt und bin ewiglich verloren; rette mich von dem Verderben, laß mich nicht in Sünden sterben. Mel. Warum sollt' ich mich se. 270. öchster Tröfter, komm hernieder, Geift des Herrn, sey nicht fern, stärke Chrifti Glieder. Er, der nie sein Wort gebrochen, Christus hat deinen Rath seinem Volk versprochen. 2. Geist der Wahrheit, gieb uns Allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Laß uns freudig zu ihm treten, set uns nah und sprich: ja! wenn wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens tämpfen und mit Muth Fleisch und Blut, Welt und Sünde dämpfen. Stärke uns in allen Leiden, daß uns Noth, Schmerz und Tod nicht von Jefu scheiden. 3. Treib' hinweg des Zweifels Nacht, halte die Vernunft in Schranken, wenn die Welt mich irre macht, laß mich nicht im Glauben wanken. Von dir will ich Weisheit lernen und mich nie von dir entfernen. 4. Hilf nach Gottes Reich uns ftreben und verleih, daß wir treu unserm Heiland leben. Laß uns niemals stille ftehen, treib' uns an, seine Bahn festen Muths zu gehen. 5. Sey in Schwachheit unfre Stüße, labe du uns mit Ruh in 4. Wecke auf mein fichres Herz, der Prüfungshite; und, wenn daß ich stets mein Heil bedenke Gott uns nach dem Leide sterben und mich oft mit Reu' und heißt, führ' den Geist in des Hims Schmerz über meine Sünden mels Freude. tränke, doch nach solchen Trauer ftunden tröste mich durch Jesu Wunden. Mel. Komm, heiliger Geißt se. 5. Glaube, Liebe und Hoffnung 271. Bör unfer Gebet, Geift Wir fety meiner des börft Seele; steb im Kampf mir mäch der Gläubgen Bitten gern. tig bei, daß der Sieg mir nie wollen unser Herz bir geben, o mals feble. Gieb, daß ich einft| lehre heilig uns leben! Der alles Von dem heiligen Geift. 143 Gute in uns schafft, rüft uns Seelen wieder aus der verworrnen mit Stärke, Muth und Kraft, Welt zu Hauf; schlingt um fie daß nicht die Lift und Macht der seiner Liebe Netze, mit ihm ein Sünde uns, Christi Jünger, über Geift und Leib zu seyn, und winde. Wir flehn zu dir, wir schreibt des Himmelreichs Gesetze flehn zu dir! mit Gottes Kraft in fie hinein. 2. Du, heiliges Licht, starker Hort, erleucht' uns durch der Wahr heit Wort. Du wolleft immerdar uns leiten, daß unsre Füße nicht gleiten: treib' fern von uns des Irrthums Nacht, laß fiegen dei ner Wahrheit Macht, daß Jesus auf der ganzen Erde bekannt und angebetet werde. O hilf dazu, o hilf dazu! 3. Auf, auf, ihr Herzen und ihr Zungen, verkündigt Gottes hohen Ruhm! sein Name werde stets besungen von seinem heilgen Eigenthum. O daß ein Geift des Lebens wehe und, was nur Äthem bat, erfüll', daß alle Welt die Wunder sehe, die Gott in Chrifto schaffen will! 4. Im Geifte laßt uns Pfing3. Laß, freudiger Geist, voll sten halten, geheiligt werde unser Vertraun in Noth auf deine Hülf Sinn. Denn ließt ihr noch die uns schaun. Lehr' uns, wenn wir Sünde walten, wo bliebe dann zum Vater treten, mit froher Zu des Heils Gewinn? Nur das heißt versicht beten. Mach' uns durch neu geboren werden, wenn Chrifti deine Kraft bereit zum Sterben Geist auch in uns lebt und unund zur Ewigkeit, daß wir mit fer Sinn, schon hier auf Erden, frohem Muthe ringen, durch Tod durch himmlisch Thun zum Himund Leben zu dir dringen. Er mel schwebt. höre uns, erhöre uns! 5. Laß, Jesu, nichts in uns vermindern des Glaubens hohe Su. versicht; o mach' uns ganz zu Got tes Kindern durch deines Geiftes Chriften, rühmt, und deine 272. erhebt and preiſet reine Liebe in unser Aller Herzen heilgem aus einem Herzen, einem Mund an und schaffe, daß mit die Gnade, die der Herr erweiset Triebe, was lebt, dich ewig lies in seinem neuen, ewgen Bund. ben tann! Er tranft mit Himmelskraft bie Seelen und gießt den Geist der will Mel. Kobe ben Herren, ben te. er sie erwählen und weihen ſie zum 273. Se heiligen Geiste br, aufe Gotteshaus. 2. Der Heiland strömt auf sei geweihet, preiset den Tröster, der ne Glieder das Salbungsöl, die fräftig die Herzen erfreuet, den Feuertauf, bringt die zerstreuten uns der Sohn sendet vom ewigen Mel. Die Tugend wird durch's. 144 Thron, Weisheit durch ihn uns berleihet. Von dem heiligen Geift. Mel. Ein' feste Burg ist unser te. 2. Wenn die Propheten das 274. mm, Seift des Herrn fehr' wenn fie gezeigt, was den Tie nach dir steht mein Verlangen, fen der Gottheit entquillet: wars ich kann aus deiner Füll' allein, nicht der Geist, den unser Lob. was mir gebricht, empfangen. gefang preift, der fie mit Weis. Schaff Herz und Sinn mir neu, heit erfüllet? wed' in mir wahre Reu', sey meis ner Seele Ruh, sprich mir Betrübten zu, schenk Weisheit, recht u wandeln. 3. Er hat geleitet die Schwa chen, von Jefu Erwählten, wenn fie die Thaten und Lehren des Meisters erzählten; hat sie gelehrt und ihnen Jesum verklärt, daß fie nicht irrten noch fehlten. 2. Laß mich mein Heil und Got tes Huld durch Sünden nicht ver scherzen; gieb Glauben, Liebe und 4. Ach! und auch uns noch beGeduld und Hoffnung meinem Her bedte die Blindheit der Heiden, mit Seufzen kräftiglich; regiere zen. Vertritt beim Beten mich unbekannt wären auch wir mit der Seligkeit Freuden: lernten wir meinen Sinn und richt ihn nur nicht durch sein untrügliches Licht dahin, wo mein Erlöser lebet. Irrthum und Wahrheit zu fchei. den. Mel. Wie schön leucht't uns se. 5. Pflegen doch Väter auf Er ben fich innig zu freuen, flebenden 275. mm, Gottes Geift, Kindern, was nügt und erquickt, du, den der Himmel nicht umfaßt, fomm, höchster Gaft, zu verleihen: Bater, vielmehr gieb noch dieser Kreis der Erde: komm, du der Bitte Gehör, uns durch offenbare dich auch mir, den Geift zu erneuen. ott, 6. Ja, uns erleucht er in Chri: Geist mit Christo werde. heilger Geist, daß ich in dir Ein fto, dich recht zu erkennen, treib' heute Geist und Sinnen, mein Leite uns, in Liebe für dich und den Beginnen und mein Leben, deiner Heiland zu brennen, dich und den Liebe nachzustreben. Sohn, trotz aller Lästerer Hohn, frei vor der Welt zu bekennen. 2. Erquicke mich, du FriedensGeift, du Brunn, braus Lebens. 7. Freudigkeit geb' er uns, dir, wasser fleußt, du süße Freuden was uns quälet, zu klagen, auch quelle, die allen Durft der Seele wenn die Hülfe verziehet, nicht stillt und aus der Gottheit Liefe mutblos zu zagen. Schenkst du quillt ganz rein und ewig helle. Gedeihn, lehr' er uns, fromm uns Fließe, gieße deine Gaben, zu er zu freun, würdigen Dank dir zu laben alle Müden, daß fie schmet fagen. ten Troft und Frieden. Von dem heiligen Geift. 145 Hallelujah! Hallelujah! 3. Sey meiner Ohnmacht Kraft ihm aus ganzer Macht vertrauen. und Macht, mein helles Licht in dunkler Nacht, das mich stets ficher 3. Du heilige Brunft, süßer führet; mein starker Hort zur bö Troft, nun hilf uns fröhlich und sen Zeit, mein träftger Beistand getroft in deinem Dienst beständig in dem Streit, bis mich die Krone bleiben, daß Trübfal' uns nicht zieret. Schütze, stütze, Herr, mich abtreiben. Durch deine Kraft, Schwachen, start zu machen mei- Herr, uns bereit und stärk des nen Glauben; laß mir nichts die Fleisches Blödigkeit, daß wir hier Krone rauben. ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah, Hallelujah! 4. Hilf mir in meiner letzten Noth, versüße mir den bittern Tod, wenn Herz und Auge brechen. Seh meines Lebens Heil und Licht, laß, wenn die Zunge nicht mehr spricht, dein Seufzen für mich sprechen. Laß mich end lich selig scheiden zu den Freuden aller Frommen, ach, wann werd' ich dahin kommen? Mel. Komm, heiliger Geift ze. Domm, Kraft des Höch277. Ⓡ ften, fomm herab Pfand, das uns Gottes Gnade gab, du Segensquell, Born aller Gaben, nichts kann, wie du, die Seele laben. Komm, Gottes Geift, in unsern Geist, wie Himmelsthau hernieder fleußt; komm mit der In bekannter Melodie. 276. auf uns, so lang' wir leben. Hal lelujah, Hallelujah! mm, beiliger Geist, Friedenstaube Schweben und ruh Herre Gott, erfüll' mit deiner Gnaden Gut deiner Gläubigen Herz, Muth und Sinn; dein' brünftige Lieb' entzünd' in ihn'n. O Herr, durch deines Lich tes Glanz zu dem Glauben ver sammelt haft das Volk aus aller Welt Zungen, daß sey dir, Herr, zu Lob gesungen. Hallelujah, Hallelujah! 2. Du, heiliges Licht, edler Hort, laß leuchten uns des Le bens Wort und lehr' uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt' vor fremder Lehr', daß wir nicht mei fter suchen mehr, denn Jefum Christ mit rechtem Glauben, und 2. Komm, Geist der Wahrheit, Gottes Licht; wo du fehlft, ist die Wahrheit nicht. Komm, uns mit Weisheit zu erfüllen und unsers Geistes Durst zu stillen. Komm, leuchte du mit hellem Schein bis in des Herzens Grund hinein. O warn' und ftrafe, wenn wir fehlen, und läutre aller Christen Seelen! Hallelujah, Hallelujah! 3. Komm, milder Tröster! Wer als du, bringt bangen Herzen Troft und Ruh' und Balsam für die innern Wunden und Himmels thau in heißen Stunden? Komm, gieb zu unsrer Ritterschaft uns 10 146 Von em heiligen Geift. Heldenmuth und Glaubenskraft, Flehn sey nicht vergebens, tomm, und rüste selbst zum Gotteswerke erfüll' uns jederzeit: so wird Licht Geift, Seel' und Leib mit dei und heller Schein in dem dunkeln ner Stärke. Hallelujah, Hallelu. Herzen seyn. jah! 2. Gieb in unser Herz und Sin. 4. Romm, Quell der Liebe, nen Weisheit, Rath, Verstand geuß fie aus ins Herz und über und Zucht, daß wir anders nichts Gottes Haus. Gieb, daß wir beginnen, als nur, was dein Gott mit reinen Trieben und Wille sucht; dein Erkenntniß wers Chriftum in den Brüdern lieben. de groß und mach' uns vom Jrr. Entflamm' in Leid' und Freude thum los. ftets die Gluth des Dankes und Gebets. Erhöh' uns vom Ge wühl der Erde, daß unser Wan del himmlisch werde. Hallelujah, Hallelujah! 3. Beig' uns an die rechten Stege, führ uns stets auf ebner Bahn, räume ferner aus dem Wege, was im Lauf uns hindern fann; und wer doch gestrauchelt hat, dem gieb Reue nach der That. 5. Weih' uns zu deinem Tem pel ein; was unrein ist, das mache rein. Was nah' am Stau be friecht, erhebe; was schon er ftorben ist, belebe. Erwärme je des falte Herz, lenk alle Seelen himmelwärts. Vereine die zerstreu ten Glieder und bringe das Ver lorne wieder. Hallelujah, Halle lujah! 4. Laß uns stets dein Zeugniß merfen, daß wir Gottes Kinder find, daß wir unsern Glauben stär, ten, wenn sich Noth und Drang. fal findt; lehr uns, daß des Vaters Zucht einzig unser Bestes sucht. 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm 6. Wenn du nicht Beistand ihm treten, frei mit aller Freudigkeit; verleibst, so strebt umsonst des seufz' auch in uns, wenn wir bes Menschen Geist. Laß auf uns ten, und vertritt uns allezeit: so deine Gnade regnen, komm, uns wird unser Flehn erhört und die mit deiner Kraft zu fegnen. Dann Zuversicht gemehrt. find der guten Saat wir gleich 6. Wird uns auch nach Trofte und bringen Frucht zum Himmel bange, daß das Herz oft rufen reich. Dann führt zum Leben muß: ach! mein Gott, mein Gott, uns das Sterben und ewig sind wie lange? mach' doch endlich den wir Gottes Erben. Hallelujab, Beschluß! Dann sprich du uns Hallelujah! tröstlich zu, und gieb Muth, Ge duld und Ruh'. In eigener Melodie. S13 7. D du Geist der Kraft und o du neuer Geist, 278. Seift des Lebens, fördre in uns deine Werke; leite, wahrer Gott in Ewigkeit! Unser wie der Herr verheißt, gieb uns Von dem heiligen Geift. 147 Waffen in dem Krieg und erhalt'| daß er uns behüte an unserm Ende, uns in dem Sieg. wenn wir heimfahrn aus diesem Elende. Erbarm' dich, Herr! 8. Wenn wir endlich sollen ster. ben, so versichr' uns mehr und mehr, daß wir dort das Reich er erben jener Herrlichkeit und Ehr', die Gott giebt durch Jefum Chrift und die unaussprechlich ist. 2. Du werthes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr' uns Christum erkennen allein, daß wir an ihn glauben, den treuen Heiland, der uns gebracht zum rechten Vater. land. Erbarm' dich, Herr! Mel. Nun fich der Tag 2e. 3. Du süße Liebe, du himmlisch Gluth, daß wir uns von Herzen Gut, laß uns empfinden der Liebe fleb' um deinen Geist, o Gott, Herrn Gebot ausüben. einander lieben, eines Sinns des Erbarm den mir zur Seligkeit dein theures Wort verheißt. Picht um ein flüchtig 279. Gut der Zeit, ich dich, Herr! 2. Die Weisheit, die vom Him mel stammt, o Bater, lehr' er mich, die Weisheit, die das Herz entflammt zur Liebe gegen dich. 3. Dich lieben, wie dein Wort gebeut, gern thun, was dir ge fällt, wirkt reinere Zufriedenheit, als alles Glück der Welt. 4. Du höchster Tröster in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürch. ten Schand' und Tod, daß uns Herz und Sinnen nicht gar verzagen, wenn unsre Sünden uns wolln verklagen. Erbarm' dich, Herr! 4. Alsdann hab' ich zu dir Ver traun durch deinen freudgen Geist, Atel. Wie schön leucht't uns te er lehret mich fest darauf baun, 281. bei uns ein und laß heilger Geift, fehr' daß du mir gnädig seyft. 5. Er leite mich zur Wahrheit uns deine Wohnung seyn, o komm, hin, zur Tugend stärk er mich du Herzens- Sonne! Du Himmels und zeige, wenn ich traurig bin, licht, laß deinen Schein in unsern auch mir als Tröster sich. Seelen träftig seyn zu steter Freud' 6. Er schaff in mir ein reines und Wonne. Klarheit, Wahrheit, Herz, befiegle deine Huld und himmlisch Leben willst du geben, waffne mich in jedem Schmerz wenn wir beten und in Demuth mit Muth und mit Geduld. zu dir treten. In eigener Melodie. 2. Du Quell, draus alle Weis heit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß uns dein Troste un bitten wir den wort hören; daß wir auch aller heiligen Geist um Christenheit in wahrer Glaubens. den rechten Glauben allermeift, Einigkeit dein Beugniß können leh 280. 10* 148 Von dem heiligen Geist ren. Hör uns, lehr uns, hilf müssen walten, Freude wolleft du uns Allen, die noch wallen hier erhalten. auf Erden, daß wir Zeugen Chrifti werden. 7. Gieb, daß in wahrer Heiligfeit wir führen unsre Lebenszeit 3. Steb' uns ftets bet mit dei sey unfers Geiftes Stärke; das nem Rath und führ uns selbst uns forthin sey unbewußt die den rechten Pfad, die wir den eitle Welt, der Sinnen Luft und Weg nicht wissen. Gieb Kraft alle todte Werke. Rühre, führe uns und Beständigkeit, dir treu unser Sinnen und Beginnen von zu bleiben allezeit, auch wenn wir der Erden, daß wir Himmelserben leiden müssen. Walte, halte über werden. denen, die sich sehnen, Theil zu haben an der Fülle deiner Ga ben. In eigener Melobte. heiliger Geift, oheis fter werth in aller Noth, dich hat liger Gott! du Trögesandt vom Himmelsthron der Ba ter und sein einger Sohn. Oheis liger Geist, o heiliger Gott! Gott! wirk in uns Allen fort und 2.O heiliger Geift, o heiliger fort; entzünd' in uns der Liebe Frieden schafft. O heiliger Geift, Kraft, die Eintracht, Heil und o heiliger Gott! Gott! mehr' unfern Glauben im 3. O heiliger Geift, heiliger merfort; wer fich will Jefu Chrifto nahn, der muß von dir die Hülf empfahn. O heiliger Geift, o hei liger Gott! 4. O heiliger Geift, o heiliger Gott! erleucht uns durch dein 4. Stärt uns mit deiner Got 282. teskraft, zu üben gute Ritterschaft in Drangsal und Beschwerden auf daß wir unter deinem Schuß begegnen aller Feinde Truß mit freudigen Geberden. Lindre, min bre Furcht und Grauen, daß wir schauen auf die Krone, die dem Sieger wird zum Lohne. 5. Weich nicht von uns, du Lebenshort, und schaffe, daß bei Jefu Wort ftets unsre Herzen brennen. So werden wir uns nimmermehr von seiner weisheit reichen Lehr und seiner Liebe trennen. Neue Treue gieb den Schwachen, daß fie machen und verlangen, nur dem Heiland an zuhangen. 6. Du Himmelsthau, ergieße göttlich Wort: mach' uns den dich in unsre Herzen kräftiglich Vater recht bekannt und Jesum, und mach' uns sanft und milde; den er uns gesandt. O heiliger daß unser Herz mit Lieb' und Geift, o heiliger Gott! Treu' dem Nächften stets verbun 5. D heiliger Geist, o heiliger den sey nach unsers Heilands Gott! du zeigest uns die Him Bilde. Rein Neid, tein Streit melspfort', auf daß wir tämpfen bich betrübe, Fried' und Liebelritterlich, zum Himmel bringen, Von dem heiligen Geift. start durch dich. O heiliger Geist, heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott! verlaß uns nicht in Noth und Tod; wir weihn uns dir zum Eigenthum und bringen dir Lob, Ehr und Ruhm. O heiliger Geift, o heiliger Gott! 149 ten; laß deines Wortes Kraft und Licht zur Leitung im Gewissen mich genießen, so werd' ich sicher nicht zum Falle fortgeriffen. 5. Und fühl ich, was mir noch gebricht, dringt mich mein Herz zu beten, so laß mit Kindeszuvers ficht mich zu dem Vater treten. Ach, laß, du werther Geist von Gott, mich deinen Troft erblicken und erquicken, so wird die größte Noth mich nie zu Boden drücken. Mel. 3ch ruf zu bir, Herr te. 283. hochgelobter Gottes geist, komm mir mit Gnad' entgegen; sey du, den Je- 6. Jch achte nicht den Troft der sus uns verheißt, mit mir auf al- Welt, der nur zu bald verschwin len Wegen. Mit meiner Kraft ist det; dein Trost ists, der mich aufe nichts gethan; du mußt mir Gnade recht hält, ber meine Hoffnung geben, fromm zu leben, und wenn gründet. Du bist mir Siegel, bift ich selbst nicht kann, mein Herz zu mir Pfand, daß ich als Kind und dir erheben. Erbe selig sterbe, hingeh' ins Va terland und nimmermehr verderbe. 3. Herr, meine Kraft kommt nur von dir; hilf mir im Kampfe ringen, zu allem Guten schenke mir das Wollen und Vollbringen. Wenn ich aus Schwachheit irre geb', gieb, daß ichs bald em. pfinde und der Sünde mit Eifer widersteh', das Böse überwinde. 2. Geift Gottes, ach, was wäre ich, der Gottes Bild verloren, 7. Nun die Verheißung ist ge wenn du nicht durch die Taufe schehn: wenn wir in Chrifti Na mich von Neuem hättst geboren! men um Gottes Geift zum Vater Du hast durch deine Gnad' in flehn, ift Alles Ja und Amen. mir den Glauben angezündet und wir flehen, Herr, um deinen gegründet, daß nun mein Herz Geift, du wirst um Chrifti willen in die Troft, Fried' und Freude das erfüllen, was uns dein Wort findet. verheißt, und unsre Sehnsucht ftillen. Mel. Momm, heiliger Beißt se. 284. Welterlöser, sey ges preift, du fandtest uns den heilgen Geist, der uns in alle Wahrheit leite und uns 4. Du weißt es ja, wie schwach zum Himmel zubereite. Er schens ich bin; du kannst, du wirst mich fet uns zum Guten Kraft, stärkt stärken; erneure täglich meinen uns auf unsrer Pilgerschaft, hilft Sinn zum Fleiß in guten Wer uns den Lauf zum Ziel vollbrine 150 gen und einft des Lebens Kron' erringen. Hallelujah, Hallelujah! Mel. Wir, dir, Jehovah, will te, 2. Die Schaar der Boten wagt 285. on bir, mein Gott, den deines tommt und Von dem heiligen Geift. Kraft erneut, fämpft gegen fal. Leben, der du das Licht und Le fcher Götter Heere, fiegt durch die ben selber bist; ich bin mit Dun Wahrheit deiner Lehre. Gewaltig tel noch umgeben und weiß nicht, geht des Lebens Wort bis an der was dir wohlgefällig ist. O sende Erde Grenzen fort, erleuchtet alle mir der Wahrheit hellen Schein, Nationen, dringt von den Hütten belebe mich, daß ich dir leb' alzu den Thronen. Hallelujah, Hallein. lelujah! 2. Du sprachst, und aus den 3. Bu uns auch send' ihn, dei Finsternissen ging auf dein Wort nen Geift, der uns den Weg der des Lichtes Strahl hervor, nun Wahrheit weist, find dunkel un ward die Welt der Nacht entriffen, fers Lebens Pfade, erleucht' er fie die Sonne stieg in vollem Glang em. durch deine Gnade. Er lehr' uns por: Gottes Heil verstehn; er leit' uns, wortes Macht der Wahrheit Licht sey durch deines Schöpfer. wenn wir irre gehn, und sind wir auch in mir angefacht. in Gefahr, zu fallen, lehr' er uns feften Schrittes wallen. Hallelu jah, Hallelujah! 4. Wo wir vereint find vor dem Herrn, Geift Gottes, sey von uns nicht fern! Auf uns, die wir sind Chrifti Glieder, komm deine Se gensfüll' hernieder. Gieb dem Ver ftande helles Licht, dem Herzen feste Zuversicht, daß uns von dem, 4. Dann werd' ich, Herr, dich den wir bekennen nie weder Glüd recht erkennen, dich, der in Christo noch Leiden trennen. Hallelujah, uns so hoch geliebt, und froh dich Hallelujah! meinen Vater nennen, weil mir 3. Dich hat noch niemand je gefehen, dein ewger Sohn nur kann ich sein Wort verstehen, wenn hat dich uns berflärt; doch wie mich lehrt? Drum gieb mir, Gott, nicht dein Geist den rechten Sinn aller Wahrheit unterweist. von oben deinen Geist, der mich in 5. Geöffnet ist dir unser Herz, dein Geist der Kindschaft Seugnis zeuch ein und lent es himmel giebt; dann wird mir erst das wärts. Wir wollen nimmer wi. Seil in Chrifto klar, das deiner derstreben, regiere unser ganzes Gnade ewger Rathschluß war. Leben; und endet sich einst unfre 5. Ergreife, Herr, mit deiner Bahn, dann nimm dich unsrer Wahrheit die, so noch wandeln Schwachheit an, daß wir in Christo in der Sünde Nacht, fie leuchte freudig sterben, mit ihm das Him, hier mit sanfter Klarheit, fie melreich ererben. Hallelujah, Hal, schrecke dort mit deines Donners lelujab! Macht, daß die verstockten Sün Von dem heiligen Geift. 151 der in fich gehn und wahrer Neue| 5. Du bist ein Geift der Freu boll um Gnade flehn. 6. Und merk ich selbst mit ban gem Herzen, daß ich bethört vom Weg des Heiles wich, dann stille meine bittern Schmerzen das theure Wort: der Mittler starb für dich; daß ich Vergebung find' in Jesu Blut; du aber gieb jur Bessrung Kraft und Muth. Mel. Don Gott will ich nicht ze. 286. Deuch ein zu deinen Thoren, mein Herz steht dir bereit, der du mich neu geboren und meinem Gott geweiht. Du hochgelobter Geist vom Bater und vom Sohne, o fomm und in mir wohne, wie Chrifti Wort verheißt! den, das Trauern liebst du nicht, erleuchtest uns in Leiden mit dei nes Trostes Licht; nimm ferner mein dich an, wie du im heilgen Worte mir oft schon haft die Pforte des Himmels aufgethan. 6. Du bist ein Geift der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Swie tracht, Haß und Neid: o mach mich sanft und mild, daß unges färbte Liebe ich an den Brüdern übe, verklärt in Chrifti Bild. 7. Du, Herr, haft selbst in Hän den die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: leit uns den Fries denspfad, verknüpf in allen Lan den durch sanfte Liebesbanden, was fich getrennet hat. 2. Beuch ein, laß mich empfin. 8. Erhebe dich und steure auf den und schmeden deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Erden allem Leid, bring' wieder Hülf und Errettung schafft. Ent. und erneure das Heil der Christen. fündge meinen Sinn, daß ich mit heit. Laß steigen neu empor, was reinem Geiste dir den Gehorsam blinder Wahn verheeret, was Zweileiste, den ich dir schuldig bin. felfucht zerstöret, es blühe, wie 3. Ich glich den dürren Reben, zuvor. war todt und ohne Kraft, du haft 9. Regier' in allen Reichen, das neue Leben in Chrifto mir bau' unsers Königs Thron und verschafft, du wirkeft mehr und laß nie von ihm weichen der Weis. mehr, daß ich stets an ihm bleibe heit Ruhm und Lohn. Dem Al. und edle Früchte treibe zu Gottes ter gieb Verstand, gieb Frömmig Ruhm und Ehr'. feit der Jugend; durch Gottes. furcht und Zugend befelge jeden Stand. 4. Du bist ein Geift, der leh ret, wie man recht beten soll; solch Beten wird erhöret, macht 10. Erfülle die Gemüther mit reicher Gaben voll; o lenke him reiner Glaubenszier, mach' uns melan mein Flehn voll Glaubens. der ewgen Güter theilhaftig für stärke, bis ich die Hülfe merke von und für; vertreib' den bösen Geist, dem, der helfen kann. der sich dir widersetzet und, was 152 Von der chriftlichen Kirche. bein Herz ergößet, Herzen reißt. aus unserm[ Gott gefandt, falbft uns zu fet nem Eigenthum, wirft unsers Er bes Unterpfand. 11. Nicht unser ganzes Leben allein nach deinem Sinn und laß 3. Erleucht' uns mit der Wahr. nach dem uns streben, was ewig heit Licht, entzünd' in uns der Liebe bringt Gewinn, und kommt einst Gluth; schenk uns in Schwachheit unsre Beit, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des Himmels Herrlichkeit. Zuversicht und stark im Kampfe unsern Muth. 4. Gieb uns des Glaubens Freu digkeit, den Frieden, den die Welt nicht fennt; verbanne von uns Haß und Streit und was uns Mel komm, Gott Schöpfer se, 287.3 fleben wir, der neue von den Brüdern trennt. u dir, Geift Herzen in uns schafft; des Segens Fülle kommt von dir, durchdring' uns ganz mit deiner Kraft. 2. Du bist, das ist dein Nam' und Ruhm, der Tröster, uns von 5. Ja, wohn' in uns: du Geift des Herrn, weih' uns zu deinem Tempel ein; wir folgen deinem Buge gern und wollen dir gebor sam seyn. XII. Von der christlichen Kirche. Mel. Kommt her ju mir se, Händen! Das Leiden währet kurze Beit, bis zum Triumph der Herr288. uf Leiden folgt nach lichkeit, dann soll es felig enden. 289. turzem und Triumph voll Herrlichkeit: Mel. Here Jesu Chrift, dich se. so fingt die kleine Heerde, die bald der allertreuste Hirt mit großer as Amt der Lehrer, Kraft erlösen wird von jeglicher dein soll auch Dank und Ehre Herr, ist dein; Beschwerde. feyn, daß du der Kirche, die du 2. Er ruft: Sehd, Kinder, liebst, noch immer treue Lehrer wohlgemuth, weil Gott, der große giebft. Wunder thut, für euch und mit euch streitet, ich bin der Herr, Stand! Sie find, o Herr, von 2. Gesegnet sey thr Amt und Immanuel, und gehe her vor dir gefandt und pflanzen, durch Jsrael, mein Auge wacht und leitet dein heilig Wort, auf Erden Licht und Wahrheit fort. 3. Schaut in der Einfalt nur 3. Wir wollen ihres Amts uns auf mich, die Meinen führ' ich freun, das Herz soll ihnen offen wunderlich, vertraut der Allmacht seyn; dann wird, was ihre Rede Von der christlichen Kirche. 153 lehrt, in uns durch deinen Geist wenn sie dein Wort verkünden; verklärt. gieb ihnen. Unerschrockenheit, zu 4. Ermahnen, warnen, ftrafen ftrafen unsre Sünden; tröft' uns fie, fo fehle der Gehorsam nie; durch fie in aller Noth, ihr Wort was uns bein Mund durch fie ge- lebr uns auf Chrifti Tod einst beut, das bringt uns Seil und fanft und selig sterben. Seligkeit. 5. Des treuen Lehrers schwere Pflicht erschwere Sohn und Undank nicht; denn das ist wahrlich uns nicht gut, wenn er sein Amt mit Seufzen thut. 6. Nein, fromme Lehrer zu erheit zu vertilgen. freun, foll unsers Herzens Freude seyn. O führe du, Herr, uns jugleich mit ihnen in dein Him. melreich! 5. Trifft fie Verfolgung oder Hohn, so hilf es ihnen tragen; bist du ihr Schild und großer Lohn, wie dürften sie verzagen? Du sand test fie, fie ehren dich. Umsonst empören Frevler fich, die Wahr 6. Vergilt du ihnen, Herr, schon hier mit deinem reichen Segen; fet ihre Zuflucht für und für, ihr Licht auf allen Wegen; und einft vor deinem Angesicht laß fie für treu erfüllte Pflicht des Himmels Kron' ererben. 290. Met. Sep Lob unb Chr' dem 18. ein ist das Licht, das uns erhellt, dein ist das Amt der Lehrer. Gott, welch Geschenk für deine Welt, für dei er du noch in der letz nes Worts Verehrer! Du spricht 291. ten Nacht, eh' du durch deiner Boten Mund, damit dein Reich uns werde tund, ber Weg zum ewgen Leben. für uns exblaßt, den Deinen von der Liebe Macht ins Herz geredet haft: Welch Amt, zu dämpfen jeden Wahn, das Laster zu bestreiten und Seelen auf der rechten Bahn zu Jefu hinzuleiten! Wie heilig, aber auch wie schwer! laß, die es führen, immer mehr des Amtes Würde fühlen. 2. Erinnre deine kleine Schaar, die sich so leicht entzweit, daß deine letzte Sorge war der Glieder Einig feit. Mel. Hun fich ber Tag te. Mel. Herzliebster Jesu te. 3. Gieb ihnen deiner Weisheit 292. es Herrn Geſetz verLicht und deines Gaben, den daß fie durch ihren Unterricht viel nen, sich hier in Lieb' und Fries fromine Seelen laben. Laß ihre den zu vereinen, daß unter Einem Lehre wahr und rein, feft ihren Hirten Eine Heerde aus Allen eignen Glauben seyn, ihr Leben werde. fromm und heilig. 2. Mit Einem Opfer find wir 4. Erfülle fie mit Freudigkeit, Gott erkaufet und dazu All' auf 154 Von der christlichen Kirche. Eines Tod getaufet, daß Jeder du fester Fels, auf dir, bu bift nun mit ernstem, heilgem Triebe uns Schuh und Retter. Von dir den Nächsten liebe. allein kommt unser Heil; du bist der Deinen fichres Theil, der Hort, auf den wir trauen. 3. Die ja zu Einem Meister fich bekennen, die darf kein Streit um die Erkenntniß trennen; die Her zen, die sich Eines Heilands freuen, fein Haß entzweien. Gott, mit Loben und mit Beten; 2. Dich preisen wir, du großer dadurch wird unser Feind zu Spott, 4. Laßt uns wie Brüder bei du wirst ihn niedertreten. Nimm einander wohnen und, irrt ein uns als wie dein Aug' in Acht; Bruder, seine Schwäche schonen; mit starken Flügeln deiner Macht denn uns gelingt nur durch verbeschirme die Verlaffnen. einte Kräfte des Herrn Geschäfte. 3. Wir danken, Gott, von Her 5. Wer Gaben hat, der hat sie, zen dir für deine Wunderwerke; Gott zu preifen, sie sollen sich zu was du gethan, berkünden wir Aller Wohl erweisen; wer selbst und rühmen deine Stärke. Wie gefällig ist, der ist nicht besser, du uns gnädig angeblickt, wie du wär' er auch größer. uns schon so oft erquickt, deß freun wir uns ohn' Ende. 6. Wer heller sieht, sey stärker auch in Liebe, auf daß sich gern der Schwache mit ihm übe, zur rechten Freiheit frei sich lasse leiten ohn' alles Streiten. 7. Wie wir zuerst die Sonn' im Morgen fehen, eb' fie hinauffteigt zu des Mittags Höhen: so soll der Glanz, den Kinder Gottes zeigen, stets höher steigen. 8. So wollen wir in Liebe wei, ter dringen und harren auf des Gotteswerts Gelingen, daß unter Einem Hirten Eine Heerde aus Allen werde. auf ihre Roff und Wagen uns 4. Dort jene trotzen ohne Schen aber stehst du, Höchster, bei, den Feind in Flucht zu schlagen. Im Namen deiner Majestät wird uns das Siegspanier erhöht: Ifraels Hüter wachet. Mel. Nun freut euch se. 293. ich, Herr, dich loben 5. Du decft uns vor der bösen Welt in deinen felgen Hütten, du nimmst uns auf in dein Ge zelt, wenn tapfer wir gestritten. Stets bleibst du unser Licht und Heil, und wo es Noth, wirst du in Eil in deiner Macht erschei nen. 6. So hältst du stets durch deine Kraft die feft, die nach dir fragen, und Troft und Ruhe herzlich wir, troß wird geschafft nach herber Noth wilder Trübfalswetter. Wir stehn, und Plagen. Die Rechte Gottes Von der christlichen Kirche. bricht hervor, die Rechte Gottes schwebt empor, die Rechte Gottes fieget. 155 2. Sey auch mit diesem deinem Knechte; mach' offenbar durch ihn dein theures Wort, dein Licht und deine heilgen Rechte, und wie du lohnst den Deinen hier und dort: so wird die Heerde, die er weiden foll, durch seinen Dienft des wahren Glaubens voll. Mel. Sep Lob und Ehr' te. 295. te Feinde deines Kreu zes drohn dein Reich, Herr, zu zerstören; du aber, Mitt. ler, Gottessohn, fannst ihrem Troße wehren. Dein Thron bes stehet ewiglich, vergebens wird sich wider dich die Macht der Hölle rüsten. Mel. Dir, dir, Jehovah se 294. ich, Jesu, preifen un sre Lieder, bich Herr, ber seine Kirche stets regiert: du gabft uns einen Hirten wieder, du haft ihn dieser Heerde zuge 2. Dein Reich ist nicht von dies führt. Heil uns, daß du so treu fer Welt, kein Werk von Men. die Deinen liebst und fromme Hirten deiner Heerde giebst! teine Macht der Welt, Herr, sei schenkindern, drum konnt' auch nen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar und wird selbst durch der Feinde Schaar zu dei nem Ruhm sich mehren. 3. Du wolleft deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum Niedergang bring' alle Welt dir Preis und Dant und glaub' an deinen Namen. 3. Verleib' ihm Muth und Gei stesstärke, erhalt' in ihm den from men Hirtenfinn, daß er in seinem 4. Auch deine Feinde, die dich Umt und Werke seh' unverwandt, schmähn, die frevelnd sich empöHerr, auf dein Vorbild hin. Ihn ren, laß deiner Gnade Wunder rühre weder Menschengunft noch sehn, daß sie sich noch bekehren. Dräun; sein Hoffen gehe stets auf Lehr' fie mit uns gen Himmel dich allein. schaun und unerschüttert im Vertraun auf deine Zukunft warten. 4. Verleih', daß tief ins Herz uns dringen des Lebens Worte, 5. Uns, deine Gläubgen, wol. die sein Mund uns lehrt, so wer left du fest in der Wahrheit grün. den wir viel Früchte bringen, so den, daß wir für unsre Seelen wird durch ihn dein göttlich Reich Ruh in deiner Gnade finden. gemehrt. Sey bier, o Herr, sein Mach' unsers Glaubens uns ge Schild und großer Lohn, dort wiß; vor Irrthum und vor Fin. preis er dich, fammt uns, vor sterniß bewahr' uns bis ans Ende. deinem Thron! 6. Dein Geist führ' uns auf eb. 156 Von der chriftlichen Kirche. ner Bahn und heilge unsern Wil ist gericht't, ein Wörtlein fann len; so wird dein Volk, dir un ihn fällen. terthan, gern dein Geset erfüllen, 4. Das Wort fie follen lassen bis du erscheineft zum Gericht, stahn und kein'n Dank dazu ha und bann vor deinem Angesicht die Menschenkinder sammelft. ben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geift und Gaben. 7. Boll Zuversicht erwarten dich, Ehre, Kind und Weib, laß fahren Nehmen fie uns den Leib, Gut, Herr, alle deine Frommen, und dahin, fie habens fein'n Gewinn, freun des großen Tages fich, da das Reich Gotts muß uns bleiben. du wirft wiederkommen. Dann werden wir, o Gottessohn, den uns verheißnen Gnadenlohn, bein Himmelreich, ererben. In eigener Melobie. 297. grhalt uns, Herr, bei deinem Wort, sey deinem Voll ein starter Hort, wenn deines Sohnes Feinde drohn, zu stürzen ihn von seinem Thron. 2. Beweif bein' Macht, Herr Jefu Chrift, der du Herr aller Herren bist, und schirme beine Christenheit, daß fie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gieb, beilger Geift, du Tröfter werth, uns Einen Sinn hier auf der Erd', und hilf uns in der letzten Noth, leit uns zum Leben Mel. Diz, bir, Jehovah, will e. das er behalten. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir find gar bald verlo, durch den Tod. ren; es ftreit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erfo ren. Fragst du, wer er ift? Er heißet Jesus Chrift, der Herre Ze baoth, und ist kein andrer Gott, 298. rbre gnädig unser Flehen für deinen Knecht, den du uns zugesandt. 3. Und wenn die Welt voll Stärt ihn mit Kraft aus deinen Teufel war und wollten uns ver Höhen und rüft' ihn aus zu sei schlingen, fo fürchten wir uns nem Amt und Stand. Durch dei nicht so sehr, es soll uns doch ge nen Geist nur wird er recht be lingen, der Fürste dieser Welt, lehrt und seines Glaubens Zuver wie fauer er fich stellt, thut er ficht gemehrt. uns doch nichts, das macht, er 2. Bu seinem Säen, Pflanzen, In eigener Meloble. 296.in fefte Burg ist un fer Gott, ein gute Wehr und Waffen, er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alte böse Feind mit Ernste ers jetzt meint: groß Macht und viele Lift sein' grau fam' Rüftung ist; auf Erdn ift nicht seins gleichen. Von der christlichen Kirche, Bauen gieb dein Gedeihn, o Herr, von oben her und laß ihn reiche Früchte schauen zu unserm Heil und deines Namens Ehr. Was 299. er verkündiget aus deinem Wort, das bleib' und wirke bei uns fort und fort. In eigener Melodie. 28 wolle Gott uns gnå dig seyn und seinen Segen geben, fein Antlig uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben: daß wir erkennen seine Werk und was er schafft auf Erden, und Jesu Christi Heil und Stärk be bie feiner Hirtentreu' du willst verfannt den Völkern werden und sie 3. Bewahre ihm die ganze Heerde, traun, daß keiner je verloren werde, zu Gott bekehren. daß Alle dort dein Antlig mögen schaun. Laß deine Weisheit reich lich auf ihm ruhn, so wird ein leuchtend Vorbild uns sein Thun. 157 4. Dein Wort in seinem Munde gleiche dem Strom, der jeden Wi derstand zerstört, vor seiner ernsten Rede weiche, was gegen Gottes Wahrheit sich empört. Sie sey ein Schwert, das in die Herzen bringt und die Verstockten auch zur Buße zwingt. 2. So danken dir und loben dich, Herr Gott, die Völker alle, der ganze Weltkreis freuet sich und fingt mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läsfest Sünd' nicht walten, dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es preise, Gott, und lobe dich dein Bolt in guten Thaten; das Land bring' Frucht und beffre 5. Verleih' ihm beines Geiftes fich, dein Wort laß wohl gerathen. Waffen, dem Spott und Drohn Uns fegne Bater, Sohn und Geist, der Welt zu widerstehn; und wenn daß Gottes Reich sich mehre, den er unser Heil soll schaffen, laß ihn alle Welt in Demuth preift und auf Lohn und Menschengunft nicht ihm allein thut Ehre. Nun sprecht fehn. Gieb, wenn er lehrt und von Herzen: Amen. warnt, ihm Kraft und Licht, und wenn er tröstet, fefte Zuversicht. Mel. Jefu, der du meine Seele 16. und ewig 6. Wohlan! wir baun auf beine 300. milde leitet Gott die Gnade, laß seinen Eingang hier gesegnet seyn. Leit ferner ihn auf Christenheit, deckt mit seiner An ebnem Pfade und laß sein Wert macht Schilde seine Kinder weit zu deinem Ruhm gedeihn. Sey und breit. Stehn sie mit entschloffmit uns, Herr, wir sind auf dich nem Muthe fest im Kampfe für getauft, mit deinem Blut hast du das Gute: o dann dürfen sie ver. uns u erkauft. traun und voll Hoffnung vorwärts I schaun. 158 Von der christlichen Kirche. 2. Alles Gute muß ja fiegen| den, bis euch in der beffern Welt. durch bes Ewgen starken Schuz. gang das ewge Licht erhellt. Scheint es oft auch zu erliegen: allen Feinden beut es Truß. Gott Mel, un lob' mein' Stel' 16. wird in den wildften Stürmen mächtig Licht und Recht beschir 301. men. Eine feste Burg ist Gott, aller Frevel wird zu Spott. 3. Menschen können den ver dammen, der die Wahrheit liebt und thut: doch fie selbst stirbt nicht in Flammen, finkt nicht un ter in der Fluth. Und kein fre cher Spott wird hindern, daß fich ihre Feinde mindern, wenn man wähnt, sie sey entehrt, wird fie herrlicher verklärt. eft fteht zu Gottes Ruhme die Kirche, die geweihte Stadt, die ihm zum gebauet hat. Er wohnt mit feis Heiligthume des Menschen Sohn gern; fie glänzt in hoher Klarheit ner Wahrheit in ihren Mauern und freut sich ihres Herrn. stürmten schon die Wogen des Krieges gegen fie: umsonst, bie Feinde zogen zurück und fiegten Oft nie. 4. Wie des Goldes ächte Wäh. 2. Auf Felsengrund erbauet, rung fich im Feuer erst ergiebt, ist sie zur Gottesstadt erhöht, die so tritt aus des Streites Gähihm allein vertrauet und ewig rung auch die Wahrheit ungetrübt. durch sein Wort besteht. Von Fruchtlos strebten oft Tyrannen, ihren Bergen funkelt der Wahr. durch Gewalt fie zu verbannen; beit Sonnenlicht, das, niemals fruchtlos nahm oft Menschenwahn mehr berdunkelt, durch alle Nefelbft den Schein der Wahrheit bel bricht. So bleibt dem Wahn entriffen die gläubge Schaar wissen, gehorcht und dient thm des Herrn, fie reinigt ihr Ges an. gern. 5. Gott hilft seinem Reiche fie gen, er, der selbst die Wahrheit ift, mag der Irrthum es befrie gen, oder Bosheit, Trug und 3. Die Krone der Belohnung List. Und nichts hat es mit den winkt jedem Bürger dieser Stadt, Waffen irdischer Gewalt zu schaf, der hier sich seine Wohnung er fen, weil es nur den Sieg er wählt und treu gestritten hat. ringt, wenn das Wort zum Herzen hier in fichrer Ruh' und eilet einst Er fürchtet kein Verderben, bleibt bringt. 6. Auf denn, weihet euch dem im Sterben froh seiner Heimath Wahren, bleibt dem Guten immer Vom Vater aufgenommen, treu! Drohten ferner auch Gefah, wird er ganz selig seyn mit den ren: der Befreier kommt herbei. verflärten Frommen, die ihres Suchet, Brüder, nur hierieden Lohns fich freun. Chrifti Wahrheit, Licht und Frie 4. Frohlode tenn und finge, Von der christlichen Kirche. 159 fich die Seinen All' um ihn ver einen. Stadt Gottes, beines Königs ihn unsern Herrn und Chrift vor Rubm! Breit aus sein Reich der Welt auch nennen. Wahr und bringe, die draußen find, und frei, stark und treu müssen ins Heiligthum, daß Alle selig werden, es seinem Wort be lehrt, und freudig thun auf Er ben, was seinen Namen ehrt; bis alles Volt erneuert und in fein Licht verklärt ein Fest des Friedens feiert, das ewig, ewig währt. Mel. Straf mich nicht in ze. 302. Geift des Herrn, bein 303. Licht allein muß der Mel. Es woll' uns Gott 16. Dott, bir sey ewig Preis und Rubin, Kirche leuchten, sonst wird eignen daß du uns haft erkoren zu dei Wahnes Schein uns wie Wahrnem Volk und Eigenthum und heit däuchten. Dann entzweit lee aus dem Geist geboren. Du haft rer Streit, die auf deine Lehren uns deines Wortes Licht durch einzig sollen hören. deinen Sohn gegeben; die, so ihm folgen, irren nicht; sie wer den ewges Leben und volle Gnüge finden. 2. Wie du durch treuer Knechte Mund geredet haft vor Zeiten, so mach' dein Wort auch ferner fund, laß es sich weit verbreiten. Gieb treue Hirten, die ihr Werk in dei ner Furcht vollbringen, durch reine Lehr' mit Geist und Stärk tief in die Herzen dringen und sie zu dir bekehren. 2. Lehr' uns treu, du Geist des Herrn, nach der Wahrheit ringen, alle Menschenmeinung gern dir zum Opfer bringen. Wer find wir? Drum nur dir bleibe Kraft und Ehre reiner Gotteslehre. 6. Jhn verklär' in deiner Kraft seiner Boten Lehre, daß als Chrifti Jüngerschaft sich sein Volt be währe. Aller Welt Bau zerfällt; Himmel selbst vergehen: Chrifti Kreuz muß stehen. 3. Lehr' uns auch bei deinem Schein unsre Schwäche prüfen; ohne dich dringt Niemand ein in des Herzens Tiefen. Nur die hier schon aus dir sind aufs Neu' ge boren, öffnen Aug' und Ohren. 4. Was den Frieden Gottes 3. Gieb, daß fie mit gottfelgem mehrt, das mach' Allen wichtig, Sinn ermahnen, strafen, trösten, was den Stolz des Wissens nährt, und führen treu zu Jesu hin die fet uns klein und nichtig. Eins von ihm theur Erlösten. Laß uns ist Noth! Himmelsbrod laß uns des Wortes Thäter seyn, und niemals fehlen, wohl dann unsern nicht nur träge Hörer. Mit dei Seelen! nem Geist fehr bei uns ein, daß 5. Der das Haupt der Kirche wir und unsre Lehrer des Glaus ift, ihn hilf uns bekennen und bens Siel erlangen. 160 Von der christlichen Kirche. Mel. Hun lob' mein' Seel' se, Glauben ein! Dann könnt ihe noch entrinnen dem Abgrund, der gewinnen in einem bessern Streit 304. in könnt Kronen noch Mel. Einer in Mönig 16. 305. Proßer Immanuel, Nöthen und seiner Kirche Zuversicht, wenn wir um Hülfe beten, versagt er seine Hülf ihr nicht. Wenn gleich an allen Orten Gefahren fle bedräun, wenn schaue von oben gleich der Hölle Pforten stets ib. deiner Gemeinde Bedrängniß und ren Kampf erneun, wenn macht Noth; fieh deiner Feinde vermes und List verbündet sich rüsten ge senes Toben und die Gefahr, die gen fie: der Herr, der sie gegründein Erbtheil bedroht; wie sie noch det, der Herr verläßt fie nie. immer bekämpfen den Glauben, 2. Sie ist ein Fels im Meere, wollen dein Wort und dich selber es stürme wilder Wogen Fluth: uns rauben. doch bricht sich, Gott zur Ehre, 2. Jst nicht die Macht des Ver an diesem Felsen ihre Wuth. Sie berbens gedrungen bis in der Dei ist das Licht der Erden, vom Himnen geheiligten Kreis? Seelen, die mel uns gebracht, das nicht verfrüher so eifrig gerungen, laffen löscht kann werden in finftrer Mit jetzt nach in gottseligem Fleiß. ternacht. Sie ist auf Bergeshö Statt des Verlangens nach ewi hen die feftgebaute Stadt, Gott gen Gütern herrschet die Welt in läßt sie nicht vergeben, der sie ge den schwachen Gemüthern. gründet hat. 3. Oft wird im Herzen der 3. Der Stadt geweihte Mauern Glaube geboren, aber er stirbt, find auf des Glaubens Grund er weil ihm Nahrung gebricht; lebt höht und darum wird fie dauern, er auch, hat er die Kraft doch ver ob Erd' und Himmel untergeht. loren, völlig zu dringen durchs Wenn Alles wankt und weichet, Finstre zum Licht, freudigen Mu der Erde Bau zerbricht, wenn thes dich, Herr, zu bekennen. schauervoll erbleichet der Sonne Menschenfurcht höret man Weisstrahlend Licht, dann endlich wird heit jetzt nennen. vollführet, was Gottes Rath er 4. Tief ist in Trauer die Kirche dacht, die Kirche triumphiret dann versenket, die uns als geistige ob der Hölle Macht. Mutter gebiert, tief durch die 4. Bis dahin wie viel Rin Trennung so Vieler gefränket; der, die für den Himmel fie ge Einheit im Geiste fich täglich ver biert, wie viel bekehrte Sünder, liert. Viele fich scheiden und Viele die fie zu ihrem Heiland führt! fich spalten, weil man die Liebe Jhr, die ihr sie bekrieget, ihr schaffo läffet erfalten. fet euch nur Pein; zu ihr, die 5. Du, der da fizet dem Vater doch einst fleget, geht bald im zur Rechten herrschend und wal - Von der christlichen Kirche. 161 tend aus himmlischer Höh', gieb,| Gericht der sichern Seelen war, daß im Kampf mit den feindlitet! chen Mächten Glauben und Liebe und Kirche besteh'. freudig die Wahrheit zu lehren, laß uns gelingen dem Vater zu Ehren. 4. Laß Alle, die noch draußen Kräftig und stehn, Herr, deine Stimme hö ren, und die noch in der Irre gebn, sich bald zu dir bekehren. Du, der das Gute schafft, gieb uns Lieb' und Kraft; verleih' uns tapfern Muth, zu wagen Gut und Blut zu deines Namens Ruhme. 6. Gieb, daß der Glaube mit himmlischer Klarbeit dring' in das Dunkel der Seelen hinein, daß sich die Liebe entzünd' an der Wahr heit, enger sich schließe der Chri sten Verein. Du bist der einzige dem Ort, erhalt uns Ruh' und 5. Die Zwietracht tilg' an je Hirte der Heerde: gieb, daß fie Frieden. Laß uns, gestärket durch felber auch Eine nur werde. dein Wort, im Guten nie ermu. den. Du, der uns ging voran, ebne selbst die Bahn; und nach Mel. Ein' feste Burg ze. 306. Berr, beine Kirche dan- der Prüfungszeit führ uns zur himmlischen meinde. fet noch wohnt dein Wort im Lande, von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Und kommt fie in Gefahr durch der Feinde Mel. Mach's mit mir te, Schaar, dann hilf, o Jefu Chrift! 307. ört, die ihr der Ge Besiege Macht und List durch dei des Herrn begehret: zu ihm, der rechtigkeit, die ihr ner Allmacht Walten! 2. Ja, deine Kirche streitet noch, Hülf und Rettung beut, sey euer. hilf du ihr mächtig fiegen. Nimm Herz gekehret! Schaut an den Hort fers säumet nicht. der Zuversicht, das Heil des Hel ganz von ihr der Knechtschaft Joch, laß sie nicht unterliegen. Auf ei nen Felsengrund, so verheißt dein Mund, soll sie gebauet seyn, trog selbst der Hölle Dräun; deß wol. len wir uns tröften. 3. Eins ist, was schmerzlich uns bewegt: die Menge falscher Chriften, die deinen heilgen Namen 3. Merkt auf, die ihr den Arm trägt und doch nur dient den Lü erkannt, der aller Enden schaltet: ften. Nur auf das Eitle hin steht die Völker find in dessen Hand, ihr Herz und Sinn; ach, fie beder hehr und heilig waltet. Sebt benfen nicht, was für ein schwer Land und Inseln nab' und fern, 11 2. Der Herr wird Zions Herz erfreun und seine Wüsten bauen; die Deden werden Fluren seyn, ein Paradies die Auen. Erschallen wird im Freudenklang ihr Dant, ihr heilger Lobgesang. 162 fie barren auf den Arm Heren. 4. Schaut aufwärts zu des Him 2. Wie nab' uns auch stehn die mels Höhn, blickt zu der Erde natürlich Verwandten: uns blei Gründen! Der Himmel wird wie ben die Brüder die nächsten Be Rauch vergebn, wie Dampf die tannten. Wer noch ist bethört von Erde schwinden; das Heil des der Liebe zur Welt, wenn er fich Herrn bleibt allezeit, nie wankt auch fälschlich als Bruder verstellt, des Herrn Gerechtigkeit. den können wir nicht zum Genos 5. O fürchtet nicht der Mensen uns nehmen: er muß sich zur schen Schmähn, laßt euch ihr Reu' erst und Buße bequemen und Drohn nicht schrecken! Der Bö darf des gefreuzigten Herrn fich fen Rath wird nicht beftehn, bald nicht schämen. wird das Grab fie decken. Des Herrn Gerechtigkeit steht fest; wohl dem, der sich auf ihn verläßt! Neu' ist geboren, der ist uns von 3. Wer aber für Chriftum aufs ihm auch zum Bruder erforen. 6. Ift ers nicht, der im Meere Ein Vater, Ein Glaub, Eine Bahn dem Bundesvoll bestellte, Taufe, Ein Geift, der Jesum ben Stolz zerschlug in seinem als einigen Heiland uns preift: Wahn, des Argen Troß zerschellte? das ist es, was Herzen kann selig Ist ers nicht, deffen Gnadenruf verbinden, daß Argwohn und Ei sein Gottesreich durch Christum fersucht müssen verschwinden, schuf? nur Friede ist in der Gemeinde ju fin. den. Von der christlichen Kirche. des nur nennen, wenn Alle in herz. licher Liebe entbrennen. 7. Auf, Arm des Herrn, und waffne dich mit deiner alten Stär. fe! des Feindes Rath und Wil 4. Wir sind ja desselbigen Rei len brich, zerstöre seine Werke! ches Genossen; daffelbige Blut ist Ja, Glaub und Hoffnung ruhn für Alle geflossen: drum Jeder auf dir; Herr, auf dein Heil ver trauen wir. mit Allen zum Vaterland bringt, für welches die Kirche ftets fäm. pfet und ringt. Und Jeder auch fühlet des Andern Verderben, hilft gerne den Brüdern die Krone er, werben, wie Jeder bereit ist, für Alle zu sterben. In eigener Melodie. 308. hr Kinder des Höch sten, wie stehts um die Liebe? Gehorchet ihr willig 5. So halte der Geist uns von dem heiligen Triebe? Jft keine oben zusammen, durch Alle verBertrennung der Geister geschehn? theil er die himmlischen Flame Bleibt fest ihr im Bunde der Eimen; wenn Demuth die Herzen nigkeit stehn? Der Vater im Him vereiniget hat, dann findet fein mel fann Herzen erkennen; wir Unterschied weiter bier Statt. dürfen vor ihm ja uns Brüder Sier tann nicht mehr Streitsucht Von der christlichen Kirche. 163 und Haffen regieren: der Trieb ist| Leiden ihren Muth barnieder, stärke gemeinsam in Allen zu spüren, sie wieder. uns näher zur Wahrheit in Liebe zu führen. 6. Drum laffet uns freudig uns lieben von Herzen, einander ber süßen der Pilgerschaft Schmerzen; uns träftig ermuntern auf schwie riger Bahn und muthiger flimmen zum Biele hinan. Ja betet, daß Beistand der Vater uns sende, vereiniget brüderlich Herzen und Hände: so mehret die Liebe sich bei uns ohn' Ende. 6. Und schüß' uns mächtig mit ten unter Bösen, bis du von ih. nen ganz uns wirft erlösen, bis wir zu dir und den verklärten Frommen frohlockend kommen. Mel. Jefu, hilf stegen ze. in und tobenden Wel. 310. len, Christen, vertraut der allmäch. tigen Hand! Die unter Christi Be fehle fich stellen, rettet er bald an das fichere Land. Wenn euch die dunkelsten Nächte bedecken, fann Mel. Gerzliebster Jefu, was 14. 309. Paß boch, Jefu, laß doch ihr Grauen euch wenig er. dein Reich schreden. den unter den Sündern ausgebrei tet werden. Auch ihnen schenke, deiner Leiden wegen, Leben und Segen. 2. Gieb ihnen Gnade, dich recht zu erkennen, daß sie dich gläubig ihren Heiland nennen; gieb ihnen Eifer, daß fie deinen Willen treu lich erfüllen. 4. Erbarmer, fteure deiner Feinde Grimme; die Deinen warne vor des Irrthums Stimme. Hilf ihnen prü fen und das Heil der Seelen weis lich erwählen. 2. Toben die Feinde zur Rech ten und Linken, wüthet verheerend das blinkende Schwert: laßt nur, o Christen, die Häupter nicht fin ken, da sich im Herzen euch Chris ftus verklärt. Stets kann die Seele den Frieden erhalten, wenn sie den Schöpfer in Allem läßt walten. 3. Darum verzehrt nicht im ängst 3. Wed ihre Herzen, auf die lichen Sorgen Kraft und GesundSchrift zu hören, die uns verkün heit und flüchtige Zeit, bleibt doch digt deines Mundes Lehren. Wer im Rathe des Höchften verborgen, fie nicht fennt, der suchet stets wann einem Jeden sein End' ift vergebens Worte des Lebens. bereit. Chriften, es find ja un nöthige Schmerzen, die sich bereiten die thörichten Herzen. 4. Gottes allmächtige Stärke be weiset auch in den Schwachen bie fiegende Kraft, dadurch wird herr5. Seh du ihr Licht in allen lich sein Name gepreifet, daß er Finsternissen; heile selbst ihr verden Sagenden Freudigkeit schafft. wundetes Gewissen. Beugen hier auf dann, erhebt euch zu muth11* 164 Von der christlichen Kirche. gem Vertrauen, wenn ihr die uns frommt zur Seligkeit. Doch Hülfe des Höchften wollt schauen. mit gläubigem Vertrauen hält der Geift fich an dir fest und will die Erlösung schauen, die uns nicht mehr fündgen läßt. Mel. O bu fiebe meiner Liebe 28, 311. Durchbrecher aller 6. Herrscher, herrsche, Sieger, Bande, der du flege, König, brauch dein Regi Welt und Tod bezwangst und ment! führe deines Reiches Kriege, aus der Erniedrung Stande dich mach' der Sclaverei ein End'. So empor zum Himmel schwangst! treibt uns der Geist, zu rufen: Um die Deinen zu erretten, willst nimm dich unsrer Schwachheit an, du immer bei uns seyn: so zer zeig' uns nur die ersten Stufen brich denn unsre Ketten, ende under gebrochnen Freiheitsbahn. frer Knechtschaft Pein. 2. Daß du nichts von dem ber liereft, was der Vater dir ge schentt; daß du uns zur Ruhe führeft aus dem Kampf, der uns bedrängt: dazu wohnt in die die Fille aller Weisheit, Lieb' und Macht. Deines Vaters Heilger Wille sey durch dich an uns voll. bracht. 7. Haft du uns dir doch erwor ben durch die bittre Kreuzespein; drum so wahr du bist gestorben, mußt du uns auch machen rein. Rein ist, frei und ganz vellkom. men, ähnlich deinem heilgen Bild, wer die Gnade hat genommen, die aus deiner Fülle quillt. 8. Zeuch uns mit dir in dein Sterben, laß uns mit dir aufer 3. Schau hernieder, wie wir ftehn; was dein Reich nicht fann ringen, wie wir seufzen immer ererben, das laß in uns unters dar. Laß zu dir die Bitte drin gehn. Herr, schon hebst du deine gen, uns zu schützen vor Gefahr, Rechte, doch wir müssen wacker uns allmächtig zu erlösen von dem seyn. Sebet, aus dem Schooß der Dienft der Eigenheit, von der Lift Nächte bricht der Freiheit Morgenund Macht des Bösen, welches schein. stets den Kampf erneut. 4. Herr, zermalme, Herr, zer störe diese Macht der Finsterniß, der preist nicht mehr deine Ehre, 312. den fie fort zum Tode riß. Heb' Mel. Herliebster Jefu, was haft z. chüße die Deinen, die nach dir fich nennen uns aus dem Staub der Sünden, und dich, o Jesu, vor der Welt treib' die Luft der Welt hinaus; laß uns wahre Freiheit finden in des ewgen Vaters Haus. bekennen; laß deinen Händen, wie du selbst verheißen, nichts fie entreißen. 5. Wir verlangen teine Ruhe für das Fleisch in dieser Zeit, soll es leiden: wohl, so thue, was herrlicher auf Erden; gieb Muth 2. Laß deine Wahrheit rein ver fündigt werden, mach' ihre Siege Von der christlichen Kirche. 165 und Weisheit denen, die sie leb| dein Reich zerstören und dein Erbe ren, dein Reich zu mehren. 3. So lange noch die Deinen müssen streiten, steb' ihnen, Herr, mit deiner Kraft zur Seiten, und führ' fie endlich aus dem Kampf bienieden zum ewgen Frieden. 4. Einst werden wir mit den verklärten Schaaren, die vor uns hier getreue Kämpfer waren, dich, der zur Rechten Gottes ift erho. ben, auf ewig loben. Mel. Ich bin ja, Herr se. 313. Debt, was der Herr der Kirche thut: er gie bet seinen Knechten Muth und reiche Kraft, von ihm zu zeugen. Sie gehen aus, die er gesandt, und machen uns den Herrn be kannt, vor dem fich Aller Kniee beugen; sein ewges Evangelium verkünden sie zu seinem Ruhm. 2. Der Sünde Reich wird un tergebn; dein Reich, o Jesu, wird bestehn und deine Herrschaft ewig währen. Du bist der Kirche star. fer Schuß und diesen Felfen wird fein Truß der Höllenpforten je zer stören. Erhalte fie dir stets getreu, daß fie dein Ruhm und Erbe sey! 314. Mel. Freu' dich sehr, o meine ze. reuer Hirte deiner Heerde, bleibe deiner Kirche Schuß, daß sie nicht erschüttert werde durch der Feinde Macht und Truß; wenn sie uns vermessen drohn, dann bilf du uns, Gottes Sohn, daß fie nicht frech verheeren. 2. Es gilt deines Namens Ehre, deiner Wahrheit Heiligthum, es gilt, Jesu, deiner Ehre, deines Leidens Kraft und Ruhm, deiner Auserwählten Schaar fieht ihr Kleinod in Gefahr: dazu kannst du, Herr, nicht schweigen, deine Macht wirst du bezeigen. 3. Wo die Kirche ward bestür met, warst du allezeit ihr Hort; du bists auch, der fie beschirmet heute noch und immerfort. Sey auch der Verfolgung viel, du be stimmteft ihr das Ziel, du zer. streuft der Frevler Rotten, die es wagen, dein zu spotten. 4. Herr, bekehre deine Feinde, daß fie folgen deinem Licht; stärk im Glauben die Gemeinde, mehre ihre Zuversicht; nimm dich der Ver irrten an, führ' fie auf die rechte Bahn, die sich um ihr Heil betrügen, führ' zur Wahrheit von den Lügen. 5. Laß uns recht und redlich handeln, fliehen auch den bösen Schein; fromm in Zaubeneinfalt wandeln und doch klug wie Schlan. gen seyn; mache du uns selbst be reit, uns zu schicken in die Zeit, gieb uns Weisheit, daß wir meiden, je durch eigne Schuld zu lei den. 6. Laß uns beten, laß uns wa chen, immer stehn auf unsrer Hut. Sey du mächtig in uns Schwa chen; hilf du, so wird Alles gut. Kämpfe du für uns im Streit und verleih' uns Tüchtigkeit, daß wir 166 Von der chriftlichen Kirche. deine Waffen führen, bis wir herr, 5. Die sich nach Einem Meifter lich triumphiren. nennen, stehn Alle auch für Einen Mann; vergebens will der Feind fie trennen; in Einem greift er Alle an. Sie fallen betend Gott Mel. Mein Jefu, dem se, 315. Dort zusammen, in lands Straft; denn er will von der Pns bindet, Herr, dein und fiegen in des Hei der Gemeinschaft fest zu stehn, so Brüderschaft der Heilgen auch nicht daß der Liebe beilge Flammen Einen missen. ftets in den Gläubgen find zu sehn. Wir werden durch dies Wort der 6. So wallen die verbundnen Herzen durchs Thränenthal ins Gnaden auch zur Gemeinschaft je Vaterland, versüßen sich der Erde ner Schaar, die längst vor uns bienieden war, gelodt und träftig eingeladen. Schmerzen, Eins reicht dem dern seine Hand. Und wollen fie einander dienen, so sehn sie mit des Glaubens Blick auf Jesum 2. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein und ihr wahres Glück: fie find in theures Blut; das einzge Biel, ihm, er ist in ihnen. worauf wir sehen, tst Christus, unser höchstes Gut. Die einzge Regel, die wir fennen, ist sein Mel. Dir, bir, Jehovah se. lebendig träftges Mort, nach tei- 316. Mach' auf, du Geift der nem nach feinem foll je sich die Gemeinde nennen. 3. Was für ein reich befeligt Leben, mit Gott und seinem heil gen Geist durch Chriftum in Ge meinschaft schweben und haben, was er uns verheißt! Was glü hen da für felge Triebe! hier schüttet in fein geistlich Haus Gott seine Gnadenfülle aus, hier wohnet er, die ewge Liebe. der Wächter, die auf Zions Mau ern stehn, die Tag' und Nächte nimmer schweigen und unverzagt dem Feind' entgegen gebn; ja, deren Ruf die ganze Welt durch dringt und, Herr, der Völker Schaaren zu dir bringt! 2. Wer sendet uns so treue Knechte, von deiner Liebe Feuer 4. Ja, uns liebt Gott als seine Licht und deine Rechte, noch ist ganz entbrannt? Noch find dein Kinder, schenkt uns den Geist, der dein Heil nicht überall bekannt: Vater! schreit; des Sohnes Treue das Feld ist weit, die Erndte groß schmückt uns Sünder mit ewiger und reich; Arbeiter sende du, den Gerechtigkeit. Und tritt der Geist ersten gleich! mit seinem Dele des Friedens und 3. Breit aus dein Wort durch der Freud' hinzu: o, dann erquickt große Schaaren, die in der Kraft uns Troft und Ruh' und neue Evangeliften seyn. Laß alles Volk Kraft stärkt Leib und Seele. dein Heil erfahren, füll' jedes Land Von der christlichen Kirche. 167 mit deiner Wahrheit Schein. Weck'| die Seelen, die dich wählen, läu. Ifrael aus seinem Schlaf mit tert, reinigt, bis in bir fich Alles Macht; die Heiden reiß aus ih einigt. rer Blindheit Nacht. 4. Herr, beßr auch deines Bions Stege und ebne deinem Worte Lauf und Bahn. Was hindern kann, räum' aus dem Wege, dämpf und zerstör' den fal schen Glaubenswahn. Von Mieth lingen mach deine Heerde frei, daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes sey. 3. Herr, du giebst Sieg, dich preisen wir: der falte Nordpol glüht von dir, o Licht, das Al len scheinet! Des Negers Sclaventette bricht, der Inseln Menge jauchzt dem Licht, das alle Völfer einet. Falscher Götter Tem pelhallen find zerfallen, auf den Trümmern siehet man das Kreuz nun schimmern. 5. Du selber haft in deinem 4. Des blutgen Halbmonds Worte uns diese Bitte in den Mund gelegt, du fiehst, wie sie Licht erbleicht, des Oftens fal. an jedem Orte die Herzen deiner scher Schimmer weicht vor deiner Gläubgen tief bewegt: drum neige Wahrheit Sonne. Schon blickt dich zu unserm heißen Flehn; er mit reuiger Begier ein Häuflein hör uns, Herr, und sprich: es Jakobs, Herr, nach dir, ahnt der Vergebung Wonne. Ist die Fülle soll geschehn! aller Heiden einst mit Freuden eingegangen, wird auch Jakob Seil erlangen. Mel. Wie schön leucht't uns se, 317. Mas rührt so mächtig Sinn und Herz 5. Dein Geift erfüll' die Boten all, laß ihres Wortes Freuden Was hebt die Blicke himmel schall durch alle Länder dringen. wärts? Wem schallen die Gesänge? Mit Kraft von oben angethan, laß 3u bir drängt fich aus fernem fie bekämpfen Sünd' und Wahn Land, vereinigt durch des Glau. und Heil den Völkern bringen. bens Band, der Völker frohe Dies nur wolle ihre Seele und Menge. Heiland! Retter! deine befehle voll Vertrauen dir das Wahrheit füllt mit Klarheit un Werk, an dem fie bauen. fre Erde, daß der Sünder selig werde. 6. Vertilge alle Eigensucht, Ge mächlichkeit und Leidensflucht, und 2. Ein himmlisch Feuer ist ent- heilge dir die Herzen. Verleih' flamunt durch dich, der aus dem zu jedem Opfer Muth, für dich Himmel stammt und uns zum zu wagen Gut und Blut, zu dulHimmel leitet. Es glüht gewal den Hohn und Schmerzen. Hilf tig fort und fort, wo sich dein uns, Heiland, und vermehre dir feligmachend Wort in Lauterkeit zur Ehre deine Heerde, bis bein verbreitet. Glaube, Liebe, füllt Reich vollendet werde. 168 Vom göttlichen Worte. Mel. Ein' feste Burg te. 3. Der Spötter mag die Wahr. 318. en Christus ſeine heit schmähn, uns fann er fie Kirche schützt, so nicht rauben. Der Frevler mag mag die Hölle wüthen; er, der zur ihr widerstehn, wir halten fest am Rechten Gottes sigt, bat Macht, Glauben. Gelobt seh Jesus Chrift! ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe wer hier sein Jünger ist, sein nab'; wenn er gebeut, stehts da. Wort von Herzen hält, dem kann Er schüßt zu seinem Ruhm sein die ganze Welt die Wahrheit nimVolk und Eigenthum, mag doch mer rauben. die Hölle wüthen! 2. Gott fiehts, wenn Fürsten auf vertraut, laßt euch fein Drohn 4. Auf, Christen, die ihr ihm dem Thron fich wider ihn empören erschrecken! Der Gott, der von und den Gesalbten, seinen Sohn, dem Himmel schaut, wird uns nicht wollen gläubig ehren. Dein gewiß bedecken. Der Herr, der theures Gotteswort, dein Kreuz, starke Gott, hält über sein Ge Herr, unser Hort, ist ihrem Wahn bot, giebt uns Geduld in Noth, ein Spott; doch richtet sie einst und Kraft und Muth im Tod; Gott, fie mögen fich empören. was will uns dann erschrecken? XIII. Vom göttlichen Worte. Mel. Es ist das heil uns te. ein Recht, o Gott, 319. und dein Gebot ist heilig, hehr und richtig, wir Men schen find im Geiste todt und es zu thun nicht tüchtig; wir wif sens und verstehens nicht, wenn uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott uns nicht vom Wort ab. wende, denn 2. Drum hast du vormals auß nimmt fürwahr mit Schrecken einst wer dich lästert, gefandt Propheten, deine Knechte; ein Ende. fie machten dein Gebot bekannt Wahrheit Kraft, daß fie, die Licht Gieb du selbst deiner und lehrten deine Rechte. Zuletzt und Leben schafft, die Seelen ganz tam felbft dein einger Sohn zu durchdringe. uns herab von deinem Thron, uns Gnade zu verkünden. 5. Herr, öffne du Verstand und Herz, daß wir dein Wort recht 3. Für solches Heil sey boch fassen, in Lieb' und Leid, in gepreißt, laß uns dabei verblei Freud und Schmerz es aus der ben und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte gläu ben und es annehmen jederzeit mit Sanftmuth, Ehrfurcht, Lieb und Freud', als Gottes, nicht der Menschen. 169 320. Mel. Wer nur den lieben Gott ze. ein Wort, o Höchster, ist vollkommen, unsre ganze Pflicht; es lehrt uns 6. Der Sam' am Wege wird es weckt den Sünder, stärkt den sofort vom Feinde weggenommen; Frommen, reicht Alles dar, was in Fels und Steinen kann das uns gebricht. O selig! wer es Wort die Wurzel nicht bekommen, achtsam hört, bewahrt und durch und wenn der Sam' in Dornen Gehorsam ehrt. fällt, hat Sorg' und Wollust die fer Welt bald seine Kraft ersticket. Vom göttlichen Worte. Acht nicht lassen, daß wir nicht Hörer nur allein, nein, auch des Wortes Thäter seyn, Frucht hun. dertfältig bringen. 7. Hilf, daß wir Alle werden gleich, o Herr, dem guten Lande, mach' uns an guten Werken reich in unserm Amt und Stande; laß Frucht uns bringen in Geduld, bewahren deine Lehr' und Huld in reinem, gutem Herzen. 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, zerstreut des Jrrthums Finsterniß; es führt uns unserm Ziel entgegen und macht uns un fers Heils gewiß; es lehrt uns, daß durch Jesum Chrift du unser Gott und Vater bist. 8. Hilf uns, so lang wir leben hier, den Weg der Sünder mei den, daß wir nur halten fest an dir in Anfechtung und Leiden; rott aus, Herr, was dir nicht gefällt, hilf uns die Sorge dieser Welt und ihre Lüfte dämpfen. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, dich, der so väterlich uns liebt, mit Freuden dein Ge bot zu üben, so wie dein Sohn es bat geübt; es zeiget uns den Gnadenlohn, der unser harrt an deinem Thron. 4. Ja, deine heiligen Gefeße find unfrer ganzen Liebe werth, find köft licher, als alle Schätze und was die schen Weisheit spricht, muß eitle Welt begehrt; was aller Menhen, Herr, vor deinem Licht. wei 9. Dein Wort, o Herr, fet im. merdar ein Licht auf unsern Wegen; erhalt es bei uns rein und 5. Drum soll das Wort, das flar und mach' es uns zum Se du gegeben, stets meines Fußes gen; es sey uns Troft in aller Leuchte seyn, zu dir soll es mein Noth, daß wir im Leben und im Herz erheben, mich stärken, trösten Tod beständig darauf trauen. und erfreun. Noch sterbend will ich darauf baun, was es verheißt, werd' ich einst schaun. 10. O Vater, laß zu deiner Ehr' dein Wort sich weit verbrei ten; bilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög' und leiten. Oheilger Geift, dein göttlich 321. u haft mir, Gott, dein Wort gegeben; Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub', Lieb', Geduld und von Herzen preif ich dich dafür. Es bringt mir Troft und Heil Hoffnung. Mel. O daß ich tausend se. 170 Worte. und Leben, durch Chriftum schenk 2. Wie stürzt des Wortes Stärke test du es mir. Wo strahlte mir das Reich des Bösen um! wie der Wahrheit Licht, hätt' ich des Heilands Lehre nicht? baut es neue Werke durchs Evan gelium! Wirft auch die Schrift das Herz erst faft zur Hölle nie. der, erhebt fie es doch wieder und lenkt es himmelwärts. 2. Auf ungewissem finstern Pfade würd' ich ein Raub des Jrrthums fehn; fern von der Hoffnung dei ner Gnade müßt ich in dir den Richter scheun; mir fehlte Muth in jeder Noth und stündlich schreckte mich der Tod. Vom göttlichen 3. Sie trägt der Weisheit Tiefen in schlichter Einfalt vor; fie weckt die, welche schliefen, führt 3. Von allen jenen Finsternissen Schwachen flehn, thut auf des fie zu Gott empor. Sie hilft dem hat, Herr, dein Wort mich frei Geiftes Augen, um Himmelslicht gemacht; der Sünde Herrschaft zu saugen und Gott ins Herz zu mich entriffen, zerstreut der Zweifeln. fel dunkle Nacht. Nun weiß ich, 4. So weiß fie zu bewähren, daß durch dich allein ich kann ge daß fie vom Himmel sey; wer auf recht und selig seyn. den Geift will hören, erfährt es 4. Ich weiß, wozu mich Gott täglich neu. erforen; mein Glaube giebt mir dort Blutzeugen fie gepriesen und So haben hier und Zuversicht: im Tode geh' ich nicht durch den Tod bewiesen, sie sey verloren und fomme nicht in das das Lebenswort. Gericht. Durch dein Verdienst werd' ich bestehn und mich zu dei ner Rechten sehn. 5. Laß mich gehorchen deiner Lehre mit wahrem Ernst und heil. ger Luft, und keines Spötters Trug zerstöre des Glaubens Trost in mei ner Brust. An deinem Worte halt' tch fest, das auch im Tod mich nicht verläßt. 5. Die Schrift fann uns nicht lügen, wie Gott uns niemals trügen, was sie von uns erheischt. täuscht; fie kann in dem nicht So nimm ihr Zeugniß an, o hülfs. bedürftges Herze, ergreif die Him. melskerze, die stets dir leuchten tann! Mel. Liebster Jefu, wir sind 18. Mel. Helft mir Gott's Güte se. 322. rfenne, mein Gemü 323. wig wesentliches Licht, the, den reichen Se Gott, der du im Lichte lebest, aber auch dein Angen wohl, den dir aus Gottes geficht leuchtend über uns erhebeft, Güte die Schrift gewähren soll. Dank dir, daß den Finsternissen Der wahre Unterricht kommt nur du so gnädig uns entriffen. durch Geistesgaben, wie Christi Jünger haben, durch die er zu uns spricht. 2. Deines Ebenbildes Licht ging durch unsre Schuld verloren, deine Stimme hörten nicht, die vom Vom göttlichen Worte. 171 Fleische find geboren, so daß fie O daß stets im finstern Thale mir dich nicht mehr tannten und die des Lichtes Fülle strable! Thorheit Weisheit nannten. 9. Herr, erhalt uns stets bein 3. Hüter, ist die Nacht dahin? Wort, daß dein Geist es uns verJa, der Tag soll sie vertreiben, fläre. Führ' in deinem Licht uns drum ermuntre dich, mein Sinn; fort, daß dein Heil sich bei uns wolltest du im Dunkeln bleiben? mehre, bis vor deinem Angesichte Gottes Gnad' ist nun erschienen wir uns freun im reinsten Lichte. und will dir zum Leitstern dienen. Mel. Ach Gott und Herr se. 4. Ja, erfüllet ward die Zeit, uns zur ewgen Freud' und Wonne; schaut den Glanz der Herrlichkeit, 324. Gott ist mein Hort, und Jefum, der Gerechten Sonne! Werde Licht! hat er gesprochen und der Tag ist angebrochen. auf sein foll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, bor dir im Glau ben, nicht im Schauen. 5. Er durchdrang mit seinem Schein die von ihm gesandten Leb rer, dieser strahlt noch hell und rein durch die Schrift ins Herz der Hörer. Wer zu diesem Licht fich wendet, wird vom Jrrthum nicht geblendet. 2. Dein Wort ist wahr; laß immerdar mich seine Kräfte schmeden. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, vom Glauben mich ab. schreden. 3. Wo hätt' ich Licht, wofern 6. So feb' ich in mir mein mich nicht dein Wort bie Wahr. Nichts und zugleich in Gott mein heit lehrte? Gott, ohne fie, ver. Alles; meinen Mangel alles Lichts, ständ' ich nie, wie ich dich würdig das Verderben meines Falles, und ehrte. wie Jesus mir auf Erden will ein Licht zuin Himmel werden. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben; daß diese Zeit zur Ewigkeit mir feb von dir gegeben. 7. Du, mein Licht, erleuchte mich, daß ich mich und dich er kenne und durch deinen Geist nur 5. Den ewgen Rath, die Misse dich meinen Herrn und Helland that der Sünder zu verfühnen, den nenne; tödte selbst des Fleisches fennt' ich nicht, wär' mir dies Licht Dichten, lehr mich Alles geistlich nicht durch dein Wort erschienen. richten. 6. Nun darf mein Herz in Reu' 8. Dann glänzt mir im Him- und Schmerz der Sünden nicht ver melslicht Gottes Gnad' und deine zagen: nein, du verzeibst, mich Liebe, bann merk' ich mit Zuver lehrt dein Geist im Glauben Vas ficht auf des guten Geistes Triebe. ter! sagen. 172 Vom göttlichen Worte. 7. Mich zu erneun, mich dir zu| kelheit in mir will den Glauben weihn, ist meines Heils Geschäfte; stören, daß ich gweifelsucht ent burch eigne Macht wirds nicht ferne und in Demuth glauben vollbracht, dein Wort allein giebt lerne. Kräfte. 8. Herr, unser Hort, bewahr' Geist jenes Himmels Erbe schauen, 6. Laß mich glaubensvoll im dies Wort, das du uns haft gege das dein heilig Wort verheißt Al ben. Es sey mein Heil, mein belen, die auf Chriftum bauen, daß stes Theil und führe mich zum Le ich eifrig darnach trachte und die ben. Luft der Welt verachte. Mel. Ciebster Jefu, wir sind se, 325. er, mein Licht, er. leuchte mich, daß ich mich und dich erkenne, daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne; durch dein Wort laß mich auf Erden weise zu dem Him mel werden. 7. D, verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir gewissenhaft stets auf richtger Bahn zu wandeln; so wird einft in jenem Leben mich ein hellres Licht umgeben. Mel. Ciebster 3efu, wir find 16. 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort, 326. lehre mich, es recht verstehen; in dem Forschen hilf mir fort und dein Wort laß mich nicht irre gehen, daß ich lern', was mir gebühret und was mich zum Heile führet. 3. Doch laß nicht nur den Ver. durch Werke. stand in den Sinn des Wortes bringen: ist dein Wille mir be fannt, so bilf mir ihn auch voll bringen; sonst würd' ich bei mei nem Wissen doppelt Strafe leiden müssen. öchster Gott, dir dans fen wir, daß du uns gegeben, innig bitten wir von dir: hilf uns heilig darnach leben. Gieb dem Glauben folche Stärke, daß er thätig sey 2. Uns, o Vater, lehreft du, was wir thun und glauben follen: schenk' uns deine Kraft dazu, gieb zum Wissen uns das Wollen, und zum Wollen das Vollbringen, so wird Alles wohlgelingen. Mel. Gott des Himmels und te. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre, daß ich, was es mir verspricht, reich lich an mir selbst erfahre. Ja, es feb in meinen Leiden mir ein Quell von Treft und Freuden. 327. heures Wort aus Got tes Munde, das mein ganzes Herz bewegt, dich allein hab' 5. Bei dem Licht, das es mir ich zum Grunde meiner Seligkeit beut, laß fich mein Erkenntniß gelegt. In dir treff ich Alles any mehren. Stärke mich, wo Dun was zu Gott mich führen kann. Vom göttlichen Worte. 173 2. Will ich einen Vorschmad| 4. Nicht nur der Geift der Wei haben von des Himmels Selig feit: du fannst mich mit Manna laben, das des Geistes Kraft er neut; du bist mir zum Quell ge schenkt, der die durftge Seele tränkt. 5. Was ich höre, laß mich mer fen, was du sagest, laß mich thun. Wird sich die Erkenntniß stärken, laß die Liebe auch nicht ruhn, daß ich fest im Glauben steh', bis ich einft zum Schauen geb'. fen, die Einfalt soll Gott preisen, den Blöden und den Schwachen will er fich kennbar machen. 6. Ein Grundstein ift geleget, 3. Geift des Herrn, der ohne Wanten durch das Wort mich heil. gen will, lenfe gnädig die Gedanfen, mache rubig mich und still, der das Gebäude träget; er ist der daß die Welt mich niemals stört, Weg, das Leben, der Weinstock, wenn mein Herz dich reden hört. wir die Reben. 4. Gieb dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht schuldig bleibt; mache mir die Augen wacker, wo dein Licht die Nacht vertreibt. ler Frucht zu prangen. Glauben präg' dem Herzen ein, fern laß jeden Zweifel seyn. 5. Der Demuth stilles Sehnen, der Andacht brünstge Thränen er öffnen uns die Pfade der Wahr. beit und der Gnade. 2. Aus Gottes Wort erfahret, wie Gott fich offenbaret dem, der thn sucht und gläubet und in der Liebe bleibet. 7. O laßt an ihm uns bleiben, auf daß wir Blüthen treiben, von ihm die Kraft empfangen, mit eb Mel. Jefu, meine Freude a 329. Mot aus Gottes Munde, Wort vom neuen Bunde, Evangelium, bald, da wir gefündigt, wurdeft du verkündigt zu der Gnade Ruhm. Welches Heil ward uns zu Theil durch die Botschaft, daß vom Bo Mel. Wach' auf mein Herz s. 328. Mer Obren hat, der fen Gott uns will erlöfen! höre die reine Got 2. Was sein höchster Wille in teslehre, in Geist und Kraft ver- der Gnaden Fülle hat zuvor berfündigt durch den, der uns entsehn, was der Opfer Schatten vorfündigt. gebildet hatten, das ist nun geschehn; Gottes Rath wird nun zur That, ist in Jesu Ja und Amen, Preis sey seinem Namen! 3. Alles ist vollendet, uns ist 3. Wir müssen Kinder werden! zugewendet reiche Gnad' und Huld. Die Weisheit dieser Erden kann Jesus ist gestorben, Jesus hat er nicht vor Gott bestehen auf ihren worben Tilgung unsrer Schuld. ftolzen Höhen. Jesus lebt, und er entschwebt, um 174 Vom Gebet. auf Gottes Thron zu figen und erregt. Er hat euch geladen, ber fein Reich zu schüßen. aus lauter Gnaden eure Schmer4. Uns, in Sünden Todten, en trägt. Jeſu Blut stärt euren machen Jesu Boten Heil und Le Muth; Gott ist hier, der euch ge ben tund. Hehr und lieblich tlin. liebet und die Schuld vergiebet. get, Geift und Herz durchdringet, was uns fagt thr Mund. Welt wird nun erhellt, daß man Alle die Welt vergehet, fällt er doch 6. Dieser Grund beftehet; wenn glaub und fich befehre, heißt die nicht ein. Darauf will ich bauen, Himmelslehre. so soll mein Vertrauen evangelisch seyn. Auch will ich nun würdiglich in der Kraft, die mir gegeben, 5. Kommt, zerknirschte Herzen, denen bittre Schmerzen das Geset evangelisch leben. XIV. Vom Gebet. Mel. Auf meinen lieben Gott se. Wanken im Glauben mich gestöret, dem Gnadenstrom gewehret. 5. Gieb du mir Zuversicht, daß 330. mich ewig bellger Gott, drückt des Zweifels Noth, ob nicht die viele Sünde, tch, wenn mirs gebricht, vor dir, die ich in mir noch finde, bir gänzlichen Berather, in frommen Kin dem treuen Vater, dem freund lich wird verwehren, mein Beten zu erhören. besbitten mein Herze mög' aus fchütten. 2. Doch warum bet' ich nicht mit beffrer Zuversicht? Du, Herr, willst ja das Flehen der Sünder In eigener Melobis. nicht verschmähen, du lockeft fle, 331. Sir, dir, Jehovah, will mit Beten vor deinen Thron zu treten. ist doch ein solcher Gott, wie du? ich fingen! denn wo Dir will ich meine Lieder bringen, 3. Wer nur eß muthig wagt ach! gieb mir deines Geistes Kraft und eilet unverzagt, die Hülfe zu dazu, daß ich es thu' im Namen begehren, die du nur tannst ge Jesu Christ, so wie es dir durch währen, der foll von beinen Gaihn gefällig ist. ben, so viel ihm nüzet, haben. 4. Darum fleb' ich zu dir: Vernem Sohne, damit dein Sohn 2. Beuch, Bater, mich zu deijelb, o Bater, mir, daß fündliche mich wieder zieh' zu bir. Gedanken und hin und wieder Geift in meinem Herzen wohne Dein Bom Gebet. 175 und Sinnen und Verstand allein deß Macht unendlich ist, daß du, regier', daß ich des Himmels Frie Gott, unser Vater bist. den schmeck und fühl und dank bar dir im Herzen fing' und spiel. 3. Erfüllt mich, Höchster, dieser Friede, so ist vor dir mein Sin gen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, ich bete dich in Geist und Wahrheit an. So hebt dein Geist mein Herz zu bir empor, daß ich dir Psalmen fing' im höhern Chor. 4. Denn er tann mich bei dir vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; er lehret mich recht gläubig beten, giebt Seug niß meinem Geist, ich sey dein Kind, Miterbe meines Herren Jefu Chrift, durch den bu mein berföhnter Vater bist. 5. Wohl mir, daß ich bies Zeug niß habe, drum bin ich voller Trost und Freudigkeit und weiß, du giebst mir jede Gabe, die jetzt und ewig mir zum Heil gedeiht. Ja, Vater, du thuft überschwäng lich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr'! 2. Weit über unser Denken, weit, geht deines Namens Herr lichkeit: ihn heilige, wer dich be fennt und dich durch Chriftum Bas ter nennt. 3. Breit aus dein Reich und seinen Ruhm durch Jesu Evan. gelium, mach' unser Herz ihm unterthan, so beten wir dich freu dig an. 4. Nur das ist Heil und Selig.. feit, was uns dein Wille, Herr, gebeut: gieb, daß auf Erden er gescheb', so wie in deiner Him melshöh'. 5. Du, Vater, weißt, was uns ist noth, gieb uns heut unser täg. lich Brod; doch gieb uns auch ein Herz dabei, das dankbar und genügsam sey. 6. Vergieb, vergieb uns unfre Schuld, trag' unsre Schwachheit mit Geduld: so wie, von Rach. begierde rein, auch wir dem Bru der gern verzeihn. 7. Bu schwer sey die Versuchung 6. Wohl mir! ich bitt' in Jesu Namen, der mich zu deiner Rech ten felbft vertritt. In ihm ist nicht, Herr, stärk uns, wenn Alles Ja und Amen, was ich uns Kraft gebricht, steh' uns zum bon dir im Geist und Glauben Siege mächtig bet, mach' uns im bitt. Wohl mir, den deine Huld Guten fest und treu. so hoch erfreut! Preis und An. betung dir in Ewigkeit! 8. Erlöf uns, du treuer Gott, nach deinem Rath aus aller Noth! nimm nach vollbrachtem Prüfungslauf uns zu dem höhern Leben auf. Mel. Here Jesu Christ, dich zu uns is. Qu, deß fich alle Sim 9. In beines Himmels Heilig. mel freun, auch un- thum, auf deiner Erd' erschallt fre Seele freut sich dein, daß du, dein Ruhm. Dein ist die Macht, 332. 176 Vom Gebet. die Herrlichkeit, von Ewigkeit zu den Theil und baß daran uns Ewigkeit. gnüge. 6. Vergieb uns gnädig alle Schuld, womit wir find beladen, trag' fernerhin mit uns Geduld hilf uns, daß wir dir ähnlich und nimm uns an zu Gnaden: seyn, von ganzem Herzen auch verzeihn dem Nächsten seine Feh ler. Mel. Aus tiefer oth se. Pott, der du unser Va 333. 7. Herr, in Versuchung führ Kinder. hoch erhoben, und schaueft, was auf Erden ist, von deinem Throne droben, Herr, unser Troft und Zuversicht! verwirf das Flehn der Deinen nicht, erhör uns, deine uns nicht, laß uns nicht unter. liegen; gieb uns die Kraft, die 2. Preis dir, deß Name heilig uns gebricht, das Böse zu befieist, laß uns ihm Ehre geben, wie uns gut, so gieb durch deinen gen. Doch ist die Prüfung für groß und wunderbar du bist, mit Freudigkeit erheben, erkennen deine Macht und Treu', dir dienen ohne Heuchelet im Geift und in der Wahrheit. Geift uns Muth, gieb Freudigkeit und Stärke. wollst du uns, Herr, erlöfen; hilf 8. Von allem Uebel, aller Noth 3. Gieb uns in deinem Gna frei uns von dem Bösen; und uns im Leben und im Tod, be denreich des heilgen Geistes Ga wenn uns Kreuz und Trübfal ben, daß wir mit deinem Wort plagt, gieb, daß wir froh und zugleich Glaub', Lieb' und Hoff unverzagt des Glaubens Ziel er nung haben. Der Sünde Reich reichen. und Macht zerstör', schüt' deine Kirch' und sie vermehr in Einig feit und Frieden. wahr, du wolleft es erfüllen; er 9. Dies Alles, Vater, werde 4. Wie in dem Htmmel für und Jesu Chrifti willen. Denn dein, hör' und hilf uns immerdar um für, gescheh' dein Will' auf Erden, o Herr, ist allezeit von Ewigkeit daß unser Wille und Begier dazu Ewigkeit das Reich, die Macht, burch gebrochen werden, verleih' die Ehre! uns, Herr, in Freud' und Leid ein ruhig Herz, daß jederzeit dein Ratb uns wohlgefalle. Mel. Straf mich nicht in 16, 5. Gieb unser täglich Brod uns 334. Mache bich, mein Geift, Hände heut und was hier wahrhaft uns er und bete, daß dir nicht die böse bereit, wache, fleh' freut, uns mildiglich zuwende. Seit plöglich nahe trete; unver Gieb fromme Obern, Fried' und hofft ist schon oft über viele From Heil, auch Jedem sein bescheimen die Versuchung kommen. Vom Gebet. Mel. Seuch meinen Geift 16. 2. Säume nicht und wache auf von dem Sündenschlafe, sonst er. eilt mit schnellem Lauf dich Ge 335. Mein Gott, ich klopf richt und Strafe. Sieh, es droht dir der Tod; laß dich nicht in Sünden unbereitet finden. an deine Pforte und halte mich an deine Worte: Klopft an, so wird euch aufge than! Ach, nimm mein Seufzen gnädig an! 2. Wer kann durch sich das Gute haben? Du bist der Geber aller Gaben, du bist der Brunn, der immer quillt, das Gut, das alles Sehnen stillt. 3. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, liftig an sich bringe wach' und sieh, daß dich nie falscher Brüder Lügen um dein Heil betrügen. 4. Wache, hab' auf dich wohl Acht, trau nicht deinem Herzen; leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. Ach es ist voller Lift, weiß sich selbst zu schmeicheln, frommen Schein zu Heucheln 5. Aber bet auch stets dabei, bete bei dem Wachen, denn der Herr nur fann dich frei von der Trägheit machen; seine Kraft wirkt und schafft, daß du wacker bleibest und sein Werk recht treibest. 6. Glaube nur, in seinem Sohn wird er dich erhören, und dir dei. nes Glaubens Lohn auf dein Flehn gewähren. Er verheißt seinen Geist, mit ihm Kraft und Leben auf dein Flehn zu geben. 177 7. Drum fo laß uns immerdar wachen, flehn und beten, und, ver mehrt sich die Gefahr, brünftger vor ihn treten, denn die Zeit ist nicht weit, da von allem Bösen Gott uns wird erlösen. 3. Drum nah ich dir mit meinem Beten, mein Jesus heißt mich zu dir treten; dein Geift, der in mir Abba spricht, ist ja ein Geift der Zuversicht. 4. Was ich bedarf in diesem Le ben, das wollst du deinem Kinde geben, doch sorge, Bater, aller, meist für das, was noth ist meinem Geist. 5. Stärk in mir Hoffnung, Liebe, Glauben, daß mir kein Feind fie fönne rauben, und rüste mich mit ftarkem Muth, zu fiegen über Fleisch und Blut! 6. O, laß mich allezeit genießen, Herr, deinen Frieden im Gewissen, hab ich gefehlt, so decke du bie Schuld um Chrifti willen zu. 7. Mach dankbar mich in guten Tagen, gieb mir Vertraun in Noth und Plagen, daß ich in deiner Furcht mich freu', und voll Ge. duld im Kummer sey. 8. Das Undre alles wirst du fügen und deine Huld soll mir ge nügen, fie macht mir Glück und Unglück gleich, durch sie ist auch die Armuth reich. 12 178 Vom 9. So lang' ich walle hier im Leben, laß mir den Tod vor Au gen schweben, damit mein Wan bel chriftlich sey und ich mich mei nes Endes freu! Mel. Auf- meinen lieben Gott se. welche Seligkeit, daß 8. Thu' auf, ich klopfe an! Hilf, daß ich finden kann, wonach ich sehnlich trachte, was ich 336. wir zu aller Zeit mit am höchsten achte, was ich vor unserm Flehn und Beten zum Ba- Allem wähle, die Wohlfahrt mei. ter dürfen treten, der hoch im ner Seele. Himmel thronet, im reinften Lichte wohnet. Gebet. 7. So fteig' ich denn die Bahn des Betens da hinan, wo Gnad' auf Gnade fließet und sich auf uns ergießet. Ach, höre, Gott des Bundes, die Rede meines Munbes! 9. D Gott, du hörst mein Flehn, es wird gewiß geschehn. 2. Und wer nur im Gebet in Du wirst mit Vaterhänden, was Jesu Namen fleht, wird nicht ver. ich hier bat, mir senden; du geblich bitten; Gott wird ihn über thuft auf unser Flehen ja mehr, schütten mit seinem reichen Segen, als wir verstehen. des frommen Betens wegen. 3. Ein stiller Seufzer schon dringt zu bes Höchsten Thron, entquoll er dem Gemüthe, das tief in Andacht glühte; nie ist er unerhöret von Gott zurückgekehret. Mel. Nun freut euch, lieben s6. Sollt' ich verzagt von ferne ftehn? mich fürchten, dir zu nahen? Nein! freudig darf ich zu dir flehn und 337. 4. Ja, Himmelstroft und Ruh werde Hülf empfahen. Du wa ftrömt jedem Beter zu. Er fiehet rest unser Vater schon, eh' noch Jacobs Leiter, wo Engel als Be. dein eingeborner Sohn uns Alle gleiter fein gläubig Flehn und Sin dir versöhnte. gen zum Stuhle Gottes bringen. 2. Du schufft uns, deine Kine der, dir, um unser dich zu freuen; 5. Er steigt in fühnem Lauf zum in deiner Liebe sollten wir erwach. Throne Gottes auf, und Gott steigt sen und gedeihen. Du wolltest uns liebreich wieder zu seinem Knechte schon in der Zeit und mehr noch nieder und lindert die Beschwerde in der Ewigkeit mit selgem Frie und Sorge dieser Erde. den segnen. 6. Gott bat ja zugesagt: wer ihm sein Leiden klagt, den will er auch erhören, ihm Hülf und Trost gewähren; an seines Thrones Stufen er umsonst nicht rufen. 3. Web uns, wir brachen bein Gebot und wurden alle Günder! Nun traf Verdammniß, Qual und Tod die abgefallnen Kinder. Und doch, wie groß war deine Huld! Vom Gebet. 179 du wollteft felbft für unsre Schuld beten schämet, ber schämt sich, Erlösung uns bereiten. 4. Dein Sohn, von aller Sünde rein, versöhnte dir uns wieder; nahm auf sich unsre Straf und Pein und nannt uns seine Brüder. Dem ganzen menschlichen Geschlecht ließ er, zu dir erhöht, fein Recht an deiner Vaterliebe. 5. Nicht zittern darf ich nun vor dir, bin ich gleich schuldbe. laden, in Chrifto bist du Vater mir und nimmst mich an zu Gna ben. Ich darf mit freudger Zu bersicht dir findlich nahn, und zweifle nicht, daß du mich, Gott, erhöreft. Gottes Kind zu seyn. Wer, was zu seinem Frieden dienet, im Glau. ben sucht, der ehret Gott; doch wer zu bitten fich erkühnet, was eitel ift, der treibt nur Spott. 3. Nahst du zu Gott in deinen Freuden, so schmeckst du, wie er freundlich ist; rufft du ihn an in Schmerz und Leiden, so fühlst du, wie er Leid versüßt. Flebst du, wenn innrer Trost dir fehlet, bald findst du neue Stärk' und Kraft; betst du, wenn dich Versuchung quälet, Gott ists, der hört und Hülfe schafft. 4. Betst du mit heiterem Ge 6. Kommt, Chriften, unser müthe, voll Dank für seiner Füh Bater ruft uns Ar zu seinem rung Rath, so freust du dich aufs Throne! vernichtet ist die weite Neu' der Güte, womit er dich ge Kluft, Gott liebt uns in dem leitet hat. Schaust du mit gläub. Sohne. Obetet, betet zu dem ger Andacht Blicken bin in des Herrn; er hört auf uns und ist Ewigen Gezelt, so schmeckst du hier nicht fern von denen, die ihn bit schon mit Entzücken die Kräfte ber ten! zukünftgen Welt. Mel. Die Tugend wird durchs 38. 338. Melch Glüd, so hoch geehrt zu werden und im Gebet vor Gott zu stehn! 5. So steb vor Gottes Ange fichte in Chrifti Namen oft und gern, und prüfe dich in seinem Lichte und klage deine Noth dem Herrn. Er höret dich an jeder Stätte, wohnt nirgend minder der Herr des Himmels und der oder mehr. Wo dich dein Herz Erben vergönnet uns, zu ihm zu flehn. Drum, willst du nicht dies Heil verscherzen, o Christ, sey wach sam zum Gebet! des Christen Flehn aus reinem Herzen hat Gott, dein Bater, nie verschmäht. nur drängt, da bete! du findeft stets bei ihm Gehör. 6. Doch säum' auch nicht, in den Gemeinen und öffentlich Gott anzuflehn, denn felig ift es, mit den Seinen, mit deinen Brüdern 2. Spricht er nicht: bittet, daß ihn erhöhn. Wo fromme Herzen ihr nehmnet? ift des Gebetes Frucht sich entdecken, da reget eins das nicht dein? Wer sich zu Gott zu andre auf, und betend Beter zu 12* 180 erweden, das fördert A' in ihrem Lauf. Vom Gebet. gefchrei bei dir in Chrifto träftig fet, dein Herz zu mir zu wenden; sonst würdest du mir nimmermehr fo reichen Troft und süße Lehr, mein Gott, ins Herze senden. Mel. An Wafferfläffen Babylon 14. Denn ich mein Herz vor dir, mein Hort, in meiner Noth ausschütte und 339. 5. So spür' ich, daß dein tröst. lich Ja die Seele schon vergnü get, und ist auch nicht gleich voll Vertrauen auf dein Wort um Hülfe da, mein Glaube dennoch beine Hülfe bitte; wenn meine fieget. Wie in Geduld ein Ackers. Seele zu dir schreit und dir, o mann mit Zuversicht erwarten Gott, das schwere Leid mit Flehn kann die schöne Frucht der Erden: und Seufzen flaget, wenn fich so harr' ich, bis dein Troft, mein mein Geist zum Himmel schwingt Gott, nach überstandner Angst und gläubig burch die Wolken und Noth, mir offenbar wird bringt: dann bin ich unverzaget. werden. 2. Ja, ich werd' aller Freuden 6. D Bater! hilf nach deiner boll und selig im Gemüthe, und macht, schaff Rettung, Troft weiß nicht, wie ich preifen soll und Frieden und gieb, daß ich die Wunder deiner Güte, die sich nicht Tag und Nacht im Beten tief in mein Herze drückt und mich mög' ermüden. So will ich, bis gleich einem Thau erquickt, der dein Morgenlicht hervor aus dun. von dem Himmel quillet, ja, mie feln Schatten bricht, vor dir mit bu in der Kreuzeslast des Segens Beten ringen; ich halte fest an viel verborgen haft, das wird mir deinem Wort, bis ich einft freubann enthüllet. dig werde dort dir Dank und Ehre bringen. 3. Da wird mein Herz ein Got teshaus und deines Geiftes Kam mer, mein Jammer bricht in Thränen aus, und ist mir doch fein Jammer; die Wehmuth stär. Mel. Dir, dir, Jehovah te let meinen Geist, so daß fie faum 340. Mer ist wohl würdig, sich zu nahen zu noch Wehmuth beißt, weil alle Gottes hocherhabner Majestät? Pein verschwindet, und ich auch Wie darf der Mensch fich unter in dem größten Weh wie unter fahen, den Eigen anzurufen im lauter Rosen geb, wo nichts als Gebet? Die Finsterniß erbebet vor Luft fich findet. dem Licht; das Herz will beten und vermag es nicht. 4. So mert ich denn und bin gewiß, daß du, mein Gott, mich liebeft, weil du selbst in der Finsterniß mir Licht und Freude gie best. Ich merte, daß mein Angst 2. Doch Christus hat uns aus. gefühnet, als er für uns vergoß sein theures Blut. Er hat uns Gottes Huld verdienet und uns Bon der Taufe und Confirmation. 181 gebahnt ben Weg zum höchsten gefällig ist. Laß mich nie anders Gut. Das Heiligthum ist uns vor dich treten, als daß ich hab' jest aufgethan; in Chrifti Namen im Herzen Jesum Chrift. Ach dürfen wir uns nabn. mache mich nur von mir selber frei, daß Chriftus Alles mir in Allem sey. 3. Er selbst ist uns vorangegan gen, vertritt beim Vater seine Gläubgen nun. Seht, wie er 6. Sein Nam' sey mir ins brennet bor Verlangen, was sie Herz geschrieben; mein Werk sey in seinem Namen flehn, zu thun. In reicher Fülle beut er ewig dar des Beiles Güter groß und wun nichts, das seine nur sey groß. In Chrifti Schmud mußt du mich lieben; ohn' ihn steh ich vor dir beschämt und bloß. Mit ihm steht offen deines Hauses Thür; ohn' ihn verschließt sie sich auf ewig mir. derbar. 4. Nun fann und darf ich nimmer zagen, mein Sündenelend machet mich nicht scheu. Im Glauben will ichs fröhlich wa- 7. Nun, Vater, fülle meine gen; Gott selber steht durch sei Hände, zu dir heb' ich fie gläu nen Geist mir bet. Und ruf ich: big betend auf. Aus deines Soh Ebba! gläubig in dem Herrn, nes Fülle sende, was mächtig ist, so höret und erhöret Gott mich zu fördern meinen Lauf. Hier ist gern. mein Geift dir im Gebete nah, 5. Stets lehre du mich also einst schaut mein Auge dich. Hal beten, wie es, o Gott, dir wohllelujah! XV. Von der Laufe und Confirmation. ein. Nimm du dich seiner Seele an und führ' es stets auf ebner Bahn. Mel. Wer nur den lieben Gott se. 341. ir sey dies Rind, Herr, übergeben, dir, dessen Treu unwandelbar. Wir bringen es zum ewgen Le ben bir in der heilgen Taufe 342. Mel. Komm, heiliges Geist is, rhör, Bater, du das Flehn der Kin bar. O segn' es, Heiland Jesu der, die hier vor dir stehn. Er. Chrift, der du ein Freund der barmend blick auf fie hernieder, Kinder bist. denn sie find Christi Glieder. Gieb ihnen, Vater, Sohn und Geist, den Gegen, den bein Wort ver beißt; erfülle fie mit deinen Ga ben, daß sie mit dir Gemeinschaft 2. Laß durch dies Siegel deiner Gnade sein Chriftenrecht bestätigt fehn und weih' es in dem Wasser babe jum Erben deines Himmels 182 Von der Taufe und Confirmation. haben. Erhör uns, Gott! Erhör| Fromm und heilig will ich seyn; uns, Gott! Jesus und sein Geift ift mein. 2. Sie wollen den Bund heut 4. Deine Hülfe ruf ich an, erneun, ihr Herz und Leben dir lebre, Herr, mich deine Wege. zu weihn, sie wollen treu am Leite mich auf ebner Bahn, daß Glauben halten, nicht in der Lieb' ich richtig wandeln möge. Ja, erfalten, auf Christi hohes Vor du wirst mir Kraft verleihn, treu bild fehn und fest in ihrer Hoff bis in den Tod zu sehn. nung stehn. Dreieiniger, sprich du das Amen zu dem Gelübd' auf Mel. Dom Himmel hoch se deinen Namen. Erhör uns, Gott! Erhör uns, Gott! 3. O mache zum Kampf fie be- 344. Für diefe Kinder beten wir mit heißer Inbrunst, Gott, zu die, nimm du dich ihrer gnädig an und leite fie auf ebner Bahn. reit, fchent ihnen Kraft und Freu digkeit, daß sie des Bösen Macht bezwingen, des Glaubens Ziel er ringen. Auch wir erneun mit 2. Erhalte fie vom Jrrthum Herz und Mund des Glaubens frei und mache fie im Glauben und der Treue Bund. Laß Alle, treu, und, wenn Versuchung ihnen die vereint hier fleben, auch dort naht, sey du thr Helfer, Schuß vereint dein Antlitz sehen! Erhör und Rath. uns, Gott! Erhör uns, Gott! 3. In Schmerz und Kummer tröfte fie und in der Noth verlaß fie nie. Gieb ihnen hier Zufries denheit und dort des Himmels Mel. Meinen Jefum las te gewig bin ich Seligkeit. dein, theuer bdir, 343. mein Gott, erkaufet; denn ich ward, um dein zu seyn, einst auf Mel. Die Tugend wird durchs se. Chrifti Tod getaufet. Deſſen foll 345. Getauft fehn auf des mein bin ich dein. ewig, ewig auf den Sohn und heilgen Geist, 2. Daß ich Gottes Kind schon welch hohes Gut, zu dem wir ta bin, ist der Taufe selge Gabe. men, noch eh' wir wußten, was Welch ein herrlicher Gewinn, daß es heißt! Nun in der Wahrheit ich Gott zum Vater habe! einst unterwiesen, empfinden dankbar werd ich von Sünden rein, doch wir dies Heil, wir rufen aus: schon jezo bin ich sein. Gott sey gepriesen! auch uns, auch uns ward es zu Theil. 3. Das ist Gottes Bund mit mir, das hat Jesus mix verhei. 2. Du nahmst schon in der Ben. Darum tracht' ich eifrig hier, Kindheit Tagen zu deinen Kin mich der Sünde zu entreißen. dern, Herr, uns auf, und, daß Von der Taufe und Confirmation. 183 uns dein heilger Geist regiert. wir nicht in Zweifel zagen, gabst| Beugniß gebe unser Handeln, daß du uns Wort und Siegel drauf. In dieser Welt, noch voll des Bösen, versprichst du Vater uns zu seyn, dein Sohn will uns vom Tod erlösen, dein Geift zum Gu ten Kraft verleihn. 7. O reinige durch deine Kräfte schon hier die fündige Natur! denn dieses heilige Geschäfte gelingt mit deiner Hülfe nur. Du haft in uns gewirkt das Wollen; erhalt uns diesem Willen treu! Vollende, was wir werden sollen, dein Werk 3. Versöhnt sind wir und neu geboren durch deinen Geift von oben her. Ging uns in Adam in uns set täglich neu! viel verloren, in Chrifto giebst du uns weit mehr: hier schon im Glauben ewges Leben und Vor schmack fünftger Seligkeit; wirst du uns die Fülle zum Erbtheil ewge Freudenzeit. Mel. Kun lob' mein' Seel' 24. dort geben, 346. Geweiht zum Chriften. thume, find wir, o Vater, dir geweiht, daß wir zu 4. Und ist gleich hier noch nicht deinem Rubme hier führen un erschienen, was Gott den Seinen fre Lebenszeit. Wir sollen deiner zugedacht, scheints eft, als fragt Liebe in Chrifto uns erfreun und er nicht nach ihnen, indem der deines Geistes Triebe allein gehor. Frevel fie verlacht: boch steht des sam sehn, damit wir hier auf Er ewgen Vaters Kindern stets alles den und dort vor deinem Thron Gute zu Gebot. Der uns den des Heils theilhaftig werden, das Sohn schon gab als Sündern, uns erwarb dein Sohn. läßt die Erlösten nicht in Noth. 2. Auf dieses Lebens Pfade fing 5. Einft gleichen fie dem Erstge, laum sich unsre Wallfahrt an, da bornen, der gern die Jünger Brü hat schon deine Gnade unendlich der nennt, der fich zu seinen Aus. viel an uns gethan; da zeigtest du erfornen in Huld und Liebe stets uns Armen den Pfad zum ewgen bekennt. Und mit ihm werden sie Seil und gabst uns aus Erbareinst prangen, weit über aller Engel Glanz; wer denkt es aus, was fie erlangen, wer faßt die Kind schaft Gottes ganz! men am Reiche Christi Theil. Du führtest unsre Seelen schon früh zur Wahrheit hin und lehrtest uns erwählen, was ewig bringt Ge winn. 6. Sie ist auch uns, auch uns erworben! Wir sagen laut vor 3. Für diese große Güte gebührt aller Welt, daß unser Herz, der dir unser Lobgefang; aus freudi. Sünd' erstorben, Gott liebt und gem Gemüthe erschallt dir unser fich an Chriftum hält. Wir wol Preis und Dant. Das Wasser. len, Vater, vor dir wandeln, wie bad im Worte bat Chrifto uns deinen Kindern es gebührt, und geweiht und offen steht die Pforte 184 Von der Taufe und Confirmation. jur ewgen Seligkeit. Gieb, daß stehn, wenn aber ich ihn über, wir stets ermessen, was uns dein schreite, so laß mich nicht verloren Wort verspricht, und nimmermehr gehn, wo ich verließ die rechte vergessen bte dir gelobte Pflicht. Bahn, nimm wieder mich zu Gnaden an. 4. Ja, Vater, hilf uns Allen in deinem heilgen Willen ruhn 5. Ich gebe bir, mein Gott, und bir zum Wohlgefallen nach aufs Neue Leib, Seel' und Geist deines Sohnes Lehre thun. Nimm zum Opfer hin; erwecke mich zu dich, so lang wir leben, Herr, steter Treue, dein Geift regiere unfrer Seelen an; du nur ver meinen Sinn. Weich', eitle Welt, magst zu geben, was wahrhaft du Sünde, weich'; Gott hört es, gnügen kann. Und wenn dereinst jetzt entsag' ich euch. wir sterben, so laß durch Jesum Christ das Kleinod uns ererben, bas unvergänglich ist. chen, mein Vater, und bewahre 6. Befestige dies mein Verspre mich, daß ich es niemals möge brechen. Mein ganzes Leben preise dich! Gott meines Heils, sey ewig mein und laß mich stets den Dei Mal. Wer nur ben lieben te. 347. ch bin getauft auf deinen sehn! nen Namen, Gott Bater, Sohn und heilger Geist, und so ist alles Ja und Amen, was mir bein theures Wort ver heißt, ich bin in Christum einge, fenft, der mich mit seinem Geist beschenkt. 2. Du haft zu deinem Kind und ben dir: Herr, dein Eigenthum Erben, mein lieber Vater, mich find wir. erklärt; du haft die Frucht von Sohn, du, Heiland aller Welt, Du, Gottes erger deinem Sterben, mein treuer Hei land, mir gewährt. Du willst in Noth und Seelenpein, o guter Geift, mein Tröster seyn. 3. Jch aber hab' mich dir ver, schrieben und angelobt, mich dir an dir zu halten: aber treulos lie 2. Viele schon gelobten auch, fest zu weihn, dich als mein höchstes sen sie ihre Lieb' erkalten. Verder. Gut zu lieben, treu und gehorsam ben ward ihr Ende. Die heut ihr dir zu seyn. Dem Dienft der Leben dir geweiht, schüßze sie vor Günde sagt' ich ab, da ich mich Sicherheit! Du, Gottes ewger bir zu eigen gab. 4. Mein treuer Gott, auf deiner du, ber Deinen Haupt und Be Sohn, du, Heiland aller Welt, Seite bleibt dieser Bund wohl feste schüßer, du, Herr, treuer Hirt! Mel. Mitten wir im Leben ze. 348. tärke, Jesu, stärke fie, daß sie sich mit Zuversicht deiner deine theur Erlöster, Huld getrösten. Wach' über ihre Seelen. Hier stehn sie und gelo. du, der Deinen Haupt und Be schüßer, bu, Herr, treuer Hirt! laß fie nicht vergessen, ihrem Bun de treu zu seyn bis an ihren Tod! Von der Taufe und Confirmation. 185 leite diese Kinder, daß fie niemals| Durch ihn allein will er verzeihn irre gehn von dem Weg des Heils. und allen Sündern gnädig seyn. 3. Lodkt fie nun die arge Welt 2. Preis sey Jefu, Gottes Sob. hin zu ihren Lüften, Herr, dann ne, der uns am Kreuz des Lebens wollst du sie mit Kraft aus der Krone und unvergänglich Heil er, Höhe rüsten. Sey mächtig in den rang. Alle Völker müssen komSchwachen; zum Kampf mit ihmen, ihn anzubeten mit den Fromrem Fleisch und Blut schenk auch men vom Aufgang bis zum Nie ihnen freudgen Muth! Du, Got dergang. Wohl dem, der ihn be tes ewger Sohn, du, Heiland kennt, ihn seinen Heiland nennt aller Welt, du, der Deinen Haupt voller Glauben! dem drohen nicht und Beschüßer, du, Herr, treuer Tod und Gericht; er dringt aus Hirt! hilf du ihnen streiten und Finsterniß zum Licht. des Bösen Macht und List fiegreich widerstehn. 3. Gottes Geist werd' hoch er. hoben, der unsre Herzen zeucht 4. Laß auch in der letzten Noth nach oben und reiche Gaben uns fie dein Antlig schauen und auf verleiht. Licht und Kraft strömt beines Tobes Kraft ihre Hoffnung er hernieder auf Jesu Christi heilge bauen. Laß fie in Frieden fah. Glieder, die er zum Tempel fich ren und nimm fie auf mit uns zu geweiht. Er pflanzt des Lebens gleich in dein himmlisch Freuden. Wort in Christi Kirche fort bis reich! Du, Gottes ewger Sohn, ans Ende. Und sie besteht, von du, Heiland aller Welt, du, der Gott erhöht, ob Erd' und Him Deinen Haupt und Beschüßer, du, mel untergeht. Herr, treuer Hirt! fieh voll Huld hernieder, hör' auf unser heißes Flehn, und erhöre uns! ( Bet der Taufe eines Erwachsenen.) Mel. Seelenbräutigam 10. on des Himmels 350. V Thron sende, Got. tes Sohn, deinen Geist, den Geist der Stärke; gieb uns Kraft zum heilgen Werke, dir uns ganz zu Mel. Wachet auf, ruft uns se.! 349. nferm Gott laßt uns weihn, ewig bein zu seyn. lobsingen, Jehovah 2. Mach uns selbst bereit, gieb unser Opfer bringen, nur ihm ge- uns Freudigkeit, unsern Glauben bühret Ruhm und Ehr'. Wie im zu bekennen und dich unsern Herrn Himmel, so auf Erden müss er zu nennen, dessen theures Blut floß von uns verherrlicht werden, der auch uns zu Gut. Herr ist Gott und Reiner mehr. 3. Richte Herz und Sinn zu Er ifts, deß emger Rath uns dem Himmel hin, wenn wir un All erwählet hat in dem Sohne.| sern Bund erneuern und gerührt 186 vor dir betheuern, deine Bahn zu gehn, Weltluft zu verschmähn. Von der Taufe und Confirmation. 4. Wenn wir betend nahn, Se gen zu empfahn, wollest du auf unsre Bitten uns mit Gnade über schütten; Licht und Kraft und Rub ftröme dann uns ju. 5. Gieb auch, daß dein Geist, wie dein Wort verheißt, unauf löslich uns vereine mit der gläubigen Gemeine, bis wir dort dich fehn und dein Lob erhöhn. Mel. Sefu, der bu meine Seele se, 351. Mandelt glaubend eure Wege, Gott fet eure Zuversicht! Seyd befohlen feiner Pflege, scheut auch seine Prüfung nicht! Treffen Schmer zen euch und Leiden, trübt euch schwerer Kampf die Freuden: seyd boll Glaubens! Kampf und Leid führen euch zur Seligkeit. Mel. Seuch meinen Geift, triff ze. 352. Mie heilig ist mir diese Stunde! Sie führt mich, Gott, zu deinem Bunde, mein ganzes Leben dir zu weihn. und dir gelob' ich treu zu seyn, 2. Dich will ich über Alles lie ben, mit Eifer deinen Willen üben, doch ach! du weißt, wie schwach ich bin, drum stärk in mir den frommen Sinn. 3. Und dir, mein Heiland, der fein Leben für mich am Kreuz da. hin gegeben, verpflicht ich mich, mein Herr und Gott, getreu zu sehn bis in den Tod. 4. Doch wenn ich jemals mich verirrte, so suche mich, mein gu ter Hirte, mit deinem treuen Lie besblick und bring zur Heerde mich zurück. 5. Geift Gottes, Geist der Kraft und Liebe, dir weih' ich alle meine Triebe; erleuchte mich in Finster. niß und mach im Glauben mich gewiß. 2. Wandelt llebend eure Wege! Lieb' ift Chrifti neu Gebot. Daß fie stets in euch sich rege, schaut feble, und stärk im Kampfe meine 6. Erinnre du mich, wenn ich auf seinen heilgen Tod! Schaut Seele; damit, von allem Bösen der Liebe Sieg im Sohne; denft frei, mein Herz dein heilger Tem der euch verheißnen Krone, die aus Itchter Ferne schon beut der treuen Liebe Lohn. pel sey. 7. So seh denn Treue dir ge schworen, Dreieiniger, der mich erforen; und bis zum letzten Her zensschlag sey heilig mir mein 3. Wandelt hoffend eure Wege in des Geistes Freudigkeit! und daß Niemand Zweifel hege, ob Bundestag! fein Wirken wohl gedeiht! Treu nur müßt ihr fehn und beten, und der Geift wird euch vertreten. Glaubend, liebend, hoffend lebt, bis euch Gott zu fich erhebt! Mel. Es ist das Hell uns 1e. 353. M Rillkommen sey uns insgesammt, ge liebtes Kind, willkommen! mit Vom heiligen Abendmahl. 187 Liebe, die von Chrifto stammt, auf unsern Armen, fleben voll fey von uns aufgenommen! Ins Vertraun zu dir, du wollst seiner Leben tratst du ein, wie wir, das dich erbarmen. Es ist dein und Recht an Christo ward auch dir, lebt durch dich, schüß' und segn' du bist wie wir berufen. es väterlich. 2. Empfange von der Christenbeit des Glaubens hohen Segen; geweibt sey nun zur Seligkeit und wand auf Jesu Wegen! Dazu geleit auf deinem Pfad dich treuer Liebe Troft und Rath bis an des Lebens Ende. 2. Schwach und hülflos liegt es da; fet du seine Kraft und Stärke. Bleib ihm huldreich immer nah, daß es deine Hülfe merke, wenn auf seiner Lebensbahn es sich selbst nicht leiten kann. 3. Gott! es ward zu seinem 3. Es gehet dir, wie Gott es fügt, was dir auch sey beschieden, Seil in der Christenheit geboren; brum set mit deinem Loos ver zu der Christen Erb und Theil gnügt, im Mangel auch zufrieden. hast du selbst es außerkoren; zu Und trifft dich Leiden, Gott ist der Christen Seligkeit weihet es die Taufe heut. gut, er giebt dir zum Ertragen Muth durch seines Sohnes Fries den. 4. In thm freu deines Lebens bich, es sey ein Christenleben; em por zum Himmel müsse sich dein Geist und Herz erheben! Dann stirbt du gern, wenn Gott dich ruft, und ruhst so sanft in deiner Gruft, wie jetzt in Mutterarmen. Mel. Jefus, meine Suversicht 2. 354. 4. Segne, Vater, dieses Kind, daß es dich von Herzen ehre, daß es, Jesu gleich gefinnt, nur auf feine Stimme höre und, der Taufe Bund getreu, folgsam deinem Geiste sey. 5. Stärt es unter Luft und Schmerz, unter Arbeit und Be schwerde, gieb, daß rein und fromm sein Herz und sein Leben fruchtbar werdej führ es einst Du dir, Vater, beten zum Himmel ein, laß es ewig fes wir für dies Kind lig seyn. XVI. Vom heiligen Abendmahl. In eigener Melodie. zu seinem Mahl. Ich habe nun 355. Tuf, auf, ein Gelft, vom Himmelsbrod gegessen, bin erhebe dich zum Him an des guten Hirten Tisch ges mel, entreiße dich dem eiteln Welt feffen und schmede selge Freuden getümmel, mein Jesus ladet mich ohne Zahl. 188 Vom heiligen Abendmahl. 2. Ich werde nun in Ewigkeit des Lebens nicht mir zum Gericht nicht dürften, mir gnügt die empfahn! Nein, dies Mahl ers Gnade meines Himmelsfürsten; wecke mich, inniger zu lieben dich, er tränfet mich, der selbst das und mit heilgem Ernst zu meiden, Leben ist. Kein Hunger wird die was mich je von dir fann schei Seele jemals drücken, des Him den. mels Manna wird mich stets er. quiden, und das bist du allein, Herr Jefu Chrift. präge tief dem Herzen ein, daß 4. Diesen Vorsatz, den ich faffe, ich nimmer von dir lasse, Keinem 3 Ich lebe nun und will mich folg', als dir allein. Siehe selbst Gott ergeben, doch ich nicht selbst, mich ganz zu dir; deine Gnade nein, Christus ist mein Leben; so sey mit mir, daß ich alle Macht lebe denn in mir, o Gottes Sohn! der Sünde als dein Jünger über. Ich bin gewiß, daß Segen hier winde. auf Erden und ewges Heil auch dort mir folgen werden, als ein bom Lamme mir erworbner Lohn. 5. Sollt' ich dennoch wieder feh. len, wollst du mir zur Seite stehn; sollt' ich falsche Wege wählen, eile dann, mir nachzugehn. Suche den Verirrten auf, lenk' zur Buße mei, nen Lauf, daß ich in des Vaters Mel. Freu' bich sehr se. 356. Bang und doch voll sel. Urmen Gnade finde und Erbar, ger Freuden, komm men. ich, Herr, auf dein Gebot und 6. Ewig, Herr, will ich dir gedent an deine Leiden und an danken, daß dein Tod mein Le deinen Kreuzestod. Mittler, der ben ist; daß auch, wenn wir du für uns starbst, und ein ewig Schwache wanken, du der Deinen Heil erwarbst, fomm mit deines Stärke bift. Dir, der keinen je Todes Segen meiner Seele jetzt verläßt, bir vertrau ich froh und entgegen. feft, du wirst mich stets freundlich leiten und zum Himmel zubereiten. 2. Nimmer könnt ich Gnade finden vor des Heilgen Angesicht, du nur tilgest meine Sünden und befreift mich vom Gericht. Und dies Mahl aus deiner Hand ist mir stets ein neues Pfand, daß mein Herz darf mit Vertrauen feft auf Gottes Gnade bauen. Mel. Wer nur den lieben Gott se. 357. ant, Dank sey dir für dein Erbarmen, o mein Erlöser, Jesu Chrift! Du, der du einft auch für mich Armen den Tod am Kreuz gestorben bist! 3. Mocht ich, Jesu, nicht ver. Was wär' ich, Heiland, ohne gebens mich zu deinem Tische dich? Nur deine Leiden trösten nahn! Mocht ich dieses Brod mich. Vom heiligen Abendmahl. 189 2. Du haft mir Lebensbrod ge Sünden Gottes Frieden. Mehr schenket; nun weiß ich, ich bin noch ist uns dort beschieden. ewig bein. Ich ward mit deinem Blut getränfet; dies Blut macht meine Seele rein, befreiet mich von Sünd' und Schuld, erwirbt mir Gottes Gnad' und Huld. 3. Nun laß mich sterben oder in deiner letzten Trauernacht uns leben, Herr, wie du willst, ich haft die Früchte deiner Leiden zu folge gern. Von Schmerz gequält, feligem Genuß vermacht! Dich mit Angst umgeben, freut sich preisen gläubige Gemüther, den mein Geist nur seines Herrn. Stifter solcher hohen Güter. Durch dich versöhnt, erschreckt mich nicht des Grabes Graun, nicht das Gericht. 2. So oft uns dieses Mahl er. quicket, wird dein Gedächtniß bei uns neu, und jede Seele fühlt 4. Im Glauben will ich dich entzücket, wie brünstig deine Liebe umfassen, gewiß, daß du mein sey. Dein blutger Tod mit seiRetter bist. Du wirst mich Schwanen Schmerzen erneuert sich in chen nicht verlassen, mir geben, unsern Herzen. was mir heilsam ist. Wenn du gebeutst, so endet sich mein Jam mer und ich preife dich. 5. Und kommt sie dann, die ernste Stunde, die mich dem Ir. dischen entreißt, da hör' ich auch aus deinem Munde das Urtheil, bas dein Wort verheißt: du treuer Knecht, fomm, nimm nun Theil an meiner Auserwählten Heil! Mel. Ach, schönster Jesu, mein 16. 359. ant, Jesu, dir, daß Mel. Wie schön leucht't uns se, ank, Jefu, dir! Uch, sind wirs werth, daß 3. Hier wird dem zagenden Gewissen versiegelt deiner Gnade Bund; daß unser Schuldbrief feb im heilgen zerrissen, thuft du Mahle fund, machst uns gewiß, daß unsre Sünden durch deinen Tod Vergebung finden. 4. Das Band wird fefter hier gefchlungen, das uns mit dir zu fammenfügt, und inniger das Herz durchdrungen von Himmelsluft, die ganz genügt. Wir werden neu in folchen Stunden zu Einem Geift mit dir verbunden. 358. 5. Dies Brod fann wahre Nah. so viel Heil uns widerfährt, du rung geben, und dieser Kelch er unser so gedenkest; daß bis zum frischt den Geist; es mehret fich Tode du uns liebst, nun solch ein das innre Leben, wenn unser Gnadenpfand uns giebst und dich Glaube dich geneußt. Wir fühlen so ganz uns schenkeft? Heil uns neue Kraft und Stärke zu jedem Allen! Wir empfinden rein von Kampf im Glaubenswerte. 190 Vom heiligen Abendmahl. 6 Wir werden fester hier ver Herr, mich nicht vergebens em einet mit deinen Gliedern insge pfangen am Altar das wahre fammt; so weit der Glang des Brod des Lebens, das du mir Kreuzes scheinet, find wir von Ei reichest dar; laß mir die heilge ner Lieb' entflammt. Dies Bünd Schaale mit deines Bundes Wein niß muß fich fester schließen, wenn bei diesem Glaubensmahle Troft wir von Einem Brod genießen. und Erquickung feyn. 7. Dein Leib soll uns zum 3. Wie kann ich wohl ergründen Pfande dienen, daß unser Leib die Wunder deiner Lieb' und Huld! auch aufersteht; er wird einst aus Du selbst willst dich verbinden mit dem Staub ergrünen, zur Unvermir, der ich bin voller Schuld. weslichkeit erhöht. Du, Herr, Du, der da ewig lebet, du kommst, willst uns ein ewig Leben in an Gnade reich, zu mir, der bald himmlischer Verklärung geben. verschwebet, dem flüchtgen Schat 8. D Gottes Sohn, wie edle ten gleich. Du läsfest dich hernieGaben hast du in dieses Mahl geder, ziehst mich zu dir binan, legt! Nun wir dich selbst zur was geb' tch, Herr, dir wieder, Speise haben, wie wohl ist unser das bir gefallen kann. Geift gepflegt! Wir finden hier bei allem Leiden den rechten Vorgen, das sich an deiner Gnade 4. Ein Herz, von Reu zerschla schmad selger Freuden. hält, das freudig will entsagen der Sünd' und aller Luft der Welt: das wirst du nicht verach ten, das bring' und geb' ich dir. em Worte deines Nach deinem Reiche trachten hilf Mundes will ich, du nun selber mir; dann darf ich 360. 5. Hierauf will ich empfangen das Himmelsbrod, den Himmels D Herr, gehorsam seyn, zum feft vertrauen, daß ich nach dieser Mahle deines Bundes stell ich seit dein Antlig werde schauen auf dein Gebot mich ein. Die dort in der Ewigkeit. bängste deiner Nächte schwebt meinem Geiste vor, das Brod brach deine Rechte, den Kelch hielt fie empor. Deß will ich jetzt trank; laß, Herr, zu dir gelangen gedenken, o du mein höchftes Gut; des demuthvollen Herzens Dant. du willst mich speisen, tränken mit Hinweg das Weltgetümmel mit deinem Leib und Blut. feinem eitlen Tand! ich wandle schon im Himmel, der Frommen 2. Heil mir, ich soll genießen Vaterland. Vereint mit dir zu wer die Speise, die der Heiland beut, den, dies ist mein heißes Flehn und Labung soll mir fließen aus o Herr, laß hier auf Erden mich jenem Kelch, den er geweiht. Laß, schon dein Antlik sehn. Mel. un lob' mein' Seel' 26. 191 lieben und ernstlich jede Sünde scheun. Mel. Nun ruhen alle Wälder 1e. ir schwör' ich erge 361. 8. Zu welchen Seligkeiten wirst Treue, ich gebe, du, o Herr, mich leiten, bleib' ich Herr, aufs Neue mich dir zum mit dir vereint! Ich werde zu dir Dienfte hin; laß nie mich treulos tommen mit allen deinen From brechen dies heilige Versprechen, men, wenn einst dein großer Tag es fomme nie aus meinem Sinn. erscheint. 2. Damit ich treu dir bliebe nahmst du mit reiner Liebe dich meiner Seele an. Weit mehr, Vom heiligen Abendmahl. Mel. Herzliebfler Jesu se. als ich verstehe, mehr, als ich 362. Crlöfer, ber bu felbft weiß du, o uns haft gerufen, für mich gethan. hier stehen wir an deines Altars 3. Für mich haft du gerungen, Stufen. Mühselig und voll Reu', für mich den Tod bezwungen, voll tiefer Schmerzen sind unsre verscheucht des Grabes Nacht; du Herzen. haft durch deine Leiden die Hoff nung ewger Freuden in meinem Herzen angefacht. 2. Du haft verheißen, Müde zu erquicken und uns zu laben, wenn uns Lasten drücken. Du willst, wenn wir jetzt würdig dein gedenken, dich selbst uns schenken. 4. D Leben aller Leben! was hab' ich dir zu geben, was for derst du von mir? Du willst, daß meine Seele nur dich zum Führer wähle; o Herr, mit Freuden folg' ich dir! 3. Wir kommen, Herr, und nehmen deine Speise und deinen Trant zu deines Todes Preise. Nun find wir dein und bleiben dir ergeben in Zod und Leben. 5. In manchen stillen Stunden hat schon mein Herz empfunden, wie viel es dir verdankt. Nun stärke seine Triebe, so daß in ihm Mel. Nun laßt uns den Leib 16. die Liebe zu dir, Erlöser, niemals 363. err, der du als ein wanft. stilles Lamm gelit. 6. Nach deinem Wohlgefallen ten an des Kreuzes Stamm, und will ich hienieden wallen, du bist auch für meine Sündenlaft aus mein treuer Hirt. Zu dir will ich Liebe dich geopfert hast. mich halten, bis einst mein Leib erfalten und in dem Grabe ruhen wird. 2. Jch feire jetzt auf dein Ge bot voll Reue deinen Mittler tod, und preise deine Gnad' und Huld, durch die getilgt ist meine 7. So oft ich deiner Treue bet beinem Mahl mich freue, foll dies Schuld. mein Vorsatz seyn: Ich will dich 3. Hier schenkst du mir ein nie betrüben, wie du, die Brüder theures Gut, labst mich mit dete 192 Vom heiligen Abendmahl. nem Leib und Blut. D Liebe, zum Labfal für ihr schwaches Herz! welcher feine gleicht! O Wunder, Der ganzen Welt zu gut vergos das kein Geift erreicht! fest du dein Blut, Mittler Gots 4. Jch soll mich deinem Mahle tes! Auch die hier stehn und zu nahn, das Pfand der Seligkeit dir flehn, laß dein Erbarmen reich empfahn, Erhabner, bu willst nicht lich sehn. verschmähn, zu meinem Herzen eine zugehn. apling 5. Bin ich, ein sündger Mensch, wohl werth, daß so viel Heil mir widerfährt? Mach selbst mein Herz von Flecken rein und richt es dir zur Wohnung ein. 6. Du kommst gesegnet feyst du mir! du bleibst in mir und ich in bir. Ich schmecke deine Freund lichkeit und weiß nichts mehr von Kampf und Streit. 7. Nichts scheidet ferner dich und mich mich liebeft du, ich liebe dich. Die Stärkung, die du mir gereicht, macht mir dein Joch gar sanft und leicht. Gemeinde. D Mel. Jefus, meine Buversicht se. 2. Die thr theuer seyd erkauft, gläubge, miterlöste Brüder, All' auf Chrifti Tod getauft, Alle seis nes Leibes Glieder: kommt, Ver föhnte, fomint, erneut hier den Bund der Seligkeit! 3. Nehmt und efft in diesem Brod Chrifti Leib, für uns ge geben! Nehmt und trinkt auf sein Gebot diesen Kelch zum ewgen Leben! Rein durch ihn von al ler Schuld, preiset dankbar seine Huld. 8 Jch lebe dir nur, meinem 4. Gieb, daß fie voll Zuversicht Herrn und folge deinem Vorbild deines Heils, o Herr, fich freuen gern, mich locket nicht die ganze und, erleuchtet durch dein Licht, Welt; mein Will' ist nur, was deinem Dienste ganz sich weiben; bir gefällt. laß ihr Herz von Stolze rein, voll von deiner Demuth seyn. 9. Und wenn du mich, o Le bensfürft, zur Seligkeit vollenden wirst, dann labt mit Freuden ohne Zahl mich dort dein ewges Abend, mahl. 5. Lebre fie, in böser Zeit über ihre Seelen wachen, bei des Le bens Kampf und Streit sey du mächtig in den Schwachen. Die gebeugt von ferne stehn, laß fie unerhört nicht flehn! Chor. Mel. Wachet auf, ruft uns 16. 364. u wollst fie vollbereiten zu bei 6. Nehmt und efft in diesem Brod Chrifti Leib, für uns ge geben! Nehmt und trinkt auf sein nes Mahles Seligkeiten, zeuch Gebot diesen Kelch zum ewgen ibre Seelen himmelwärts! Gieb, Leben! Rein durch ihn von al daß fie fich würdig naben, das ler Schuld, preiset dankbar seine Brod des Lebens zu empfahen, Huld. Bom heiligen Abendmahl 193 7. Soberpriester, der du bist in| reichen Pflicht gemacht. Du willst, das Heiligthum gegangen, sprich daß deiner ich gedenke, drum gieb fie los, Herr Jesu Christ, wenn aur Uebung dieser Pflicht mir deis fie jetzt dein Mahl empfangen. nes Geiftes Kraft und Licht, daß Stark du ihre Zuversicht, daß fie ich mich ganz in dich versenke. rei find vom Gericht. 2. Bewundernd denk ich an die 8. Augenblick voll heilgen Liebe, womit du unser Heil bes Grauns, voller Wonn' und fü. dacht, an bes Erbarmens starke Ben Lebens, theures Pfand des Triebe, die dich bis an das Kreuz tünftgen Schauns, Vorschmack gebracht. O du, der starb, damit jenes höhern Lebens! Selig, wer, ich lebe, gieb felbft von deinem vom Geift bewegt, solchon Troft Todesschmerz heut solchen Eindruck im Herzen trägt! in mein Herz, daß er mir stets vor Augen schwebe. 9. Nehmt und eßt in diesem Brod Chrifti Leib, für uns ge geben! Nehmt und trinkt auf sein Gebot diesen Kelch zum ewgen Leben! Rein durch ihn von al ler Schuld, preiset dankbar seine Huld. 3. Jch übergebe mich aufs Neue, o du mein Herr und Heiland, dir, gelobe dir beständge Treue bei deinen Tod bin ich getaufet, du deinem heilgen Mahle hier. Auf starbft für mich, drum bin ich dein; dein eigen will ich ewig seyn, weil du mich durch dein Blut erkaufet. Chor. 4. Nie will ich vor der Welt mich schämen, zu preifen deinen Mel. Wachet auf, ruft uns 1. 10. Efst das Brod, bas euch ge. geben, und trinkt den Kelch zum ewgen Leben; der Friede Chrifti feb mit euch! Einigt euch mit Kreuzestod, und will mit Freuden ihm im Glauben und laßt fein auf mich nehmen um deinetwillen Heil euch nimmer rauben, dann jede Noth, dich will ich immer führt er euch zu seinem Reich. frei bekennen und bis zum Tode Wacht! eure Seele sey bis in den mich nicht scheun, ein Herold deines Ruhms zu seyn; nichts Tod getreu! Amen, Amen! Der Weg ist schmal; bleibt in der Zahl, foll mich, Heiland, von dir trens die dort empfängt sein Abendmahl. nen. Mel. Mein Jesu, dem die 16. 5. Ich will mit Ernst den Näch ften lieben, wie du, mein Jesus, mich geliebt; Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben, wie du an Fein365. ier bin ich, Jesu, zu erfüllen, was du in den fie geübt. Un deine Milde deiner Leidensnacht, nach deinem will ich denken und an die schwere gnadenvollen Willen, zur segens Schuldenlaft, die du mir, Herr, 13 194 Vom heiligen Abendmahl. erlaffen haft, das soll zur Liebe| mich dein theures Blut, daß mich Kraft mir schenken. fein falsches Erdengut von deiner 6. Heut ftärke fich in mir der Liebe scheide. Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einst aus des Gra bes Staube dein Ruf, Erlöser, mich erhebt. Ich seh dich auf des Vaters Throne, ich glaube, daß du, Lebensfürst, von dort einst wiederkommen wirst, zu reichen mir des Lebens Krone. 6. Vor Allem aber wirk in mir den Ernst wahrhafter Reue, auf daß mein Herz fich für und für Mel, un freut euch, lieben se. 366. tomme als ein ar vor aller Sünde scheue. Fach' in mer Gaft, o Herr, mir, Herr, den Glauben an, der zu deinem Tische, den du für mich dein Verdienst ergreifen kann, da bereitet hast, daß er mein Herz mit mein Geift fich freue. erfrische, und wenn mein Sehnen ist gestillt, daß auch der Dank, der mich erfüllt, in Aller Dant fich mische. 2. Du selber sprichst in deinem Wort: ich bin das Brod zum Leben; dies Brod treibt auch den Hunger fort, den sonst nichts mochte heben, ich bin der Trant, wer glaubt an mich, dem will ich jetzt und ewiglich der Labung Fülle geben. 5. Wie sich des matten Wandrers Herz der frischen Quelle freuet, fo werd' ich von der Seele Schmerz linderst meiner Sünden Pein, du in deinem Mahl befreiet. Du flößeft deinen Trost mir ein, so bin ich ganz erneuet. 3. Ach, führe mich, du treuer Hirt, auf deine Himmelsauen; ich gehe troftlos und verirrt, wenn ich dich nicht kann schauen. Laß strömen deine Gütigkeit, die du für Alle hältst bereit, so deiner Hut vertrauen. 7. Entzünd' in Andacht mein Gemüth, daß von der Welt ich laffe, und deine Bruderlieb' und Güt' in dieser Speise fasse; daß durch dein Lieben Lieb' in mir zu meinem Nächsten wachs' herfür, ich auch den Feind nicht haffe. 8. So fomm nun, treuer See lenfreund, laß in mein Herz dich schließen! Mit dir bin ich nun ganz vereint; ich will von Keinem wissen, als nur von dir, o Got teslamm! ber du auch mich am Kreuzesstamm aus Noth und Tod geriffen. 9. O liebster Heiland, habe Dank für deine Gnadengaben, für deine Speise, deinen Trant, die mich 4. Herr, mit Verlangen such' erquicket haben, mit Himmels ich dich auf deiner grünen Weide, gütern wirst du mich, o Lebens. dein Lebensmanna speise mich zum fürft, einst ewiglich in deinem Troft in allem Leide. Es tränke Reiche laben. Bom heiligen Abendmahl. 195 hier, Du bleib ich vereint als Rebe um gute Frucht zu bringen. 367. Liebe gegen bich wird träftigeft und stärkest mich und mir der Sieg gelingen. Mel. An Wafferflüffen Babylon se. ch komme, Herr, und und beladen. Gott, mein Erbar mer, würdge mich des Siegels 5. Ja, Herr, ich kenne dein Ge deiner Gnaden. Ich liege bier bot und will es treu erfüllen. Ver vor deinem Thron, Sohn Gottes leib mir Kraft durch deinen Tod und des Menschen Sohn, ach, und heilge meinen Willen. Hilf, laß mich Tröftung finden. Ich daß ich möge eifrig seyn, mit fühle meiner Sünden Pein, ich Freuden dir mein Herz zu weihn suche Rub, bu, Herr, allein und deinen Tod zu preisen. Laß fannst mich der Schuld entbinden. mich den Ernst der Heiligung 2. Jch bete dich im Glauben durch eine wahre Besserung zu an, du bist das Heil der Sündeinem Ruhm beweisen. der, weil du für uns genug ge than, sind wir nun Gottes Kin der. Ich denk an deine Leidens. Mel. Es ist gewißlich an der Belt se. nacht und an bein Wort:» Es ist 368. h preife dich,& Hert, vollbracht, das uns mit Gott verfühnet. Du warst gehorsam bis zum Tod und trugst unschul. dig Schmach und Noth, die wir allein verdienet. mein Heil, für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früchten Theil, so schmeck ich selge Freuden. Du wardst ein Opfer auch für mich; o gieb, daß meine Seele fich deß ewig freuen möge. 3. Nun darf mein Herz nach Troft und Ruh vergebens nicht verlangen; in deinem Mahle läf 2. Du läffeft mich in deinem fest du mich Gnad' um Gnad' Tod das wahre Leben finden. Er empfangen. Ich rufe, du erhörst lösung aus der größten Noth, Ver mich schon, sprichst liebreich:» Sey gebung aller Sünden, Gewissensgetroft, mein Sohn, die Schuld rub, zur Bessrung Kraft, das ist dir vergeben! Wie sollt ich haft du, Herr, auch mir verschafft, dir, der für mich starb und mir da du am Kreuz gestorben. so großes Heil erwarb, nicht ganz zur Ehre leben? 3. Ein Pfand ist mir dein Abendmahl von deiner großen Liebe. Du trugest willig Angst und Qual, daß ich nicht elend bliebe. O, stärke mein Vertraun zu dir, daß ich, so lang' ich lebe bist der Weinstod und mit dir bier, auf deine Gnade baue. 4. Mein ist das Glück der Se ligkeit, ich halt es fest im Glau ben, und nimmer müsse Sicherheit mir dieses Kleinod rauben. Du 13* 196 Vom heiligen Abendmahl. 4. Jch fühle, Herr, voll Reu zu Theil und Licht ward mir ge und Schmerz die Bürde meiner fendet: wie weit gefördert wär' Sünden; laß mein bor bir gemein Heil, hätt' ich sie angewen. beugtes Herz nur deinen Trost det! Herr, ich hab' es nicht empfinden, den Trost, daß du gethan, steh' noch am Anfang je. aus freier Huld auch mir Verge ner Bahn, die zu dem Leben burg meiner Schuld beim Vater führet. haft erworben. 4. Dich, der mich je und je ge 5. Die Stärkung, die dein Mahl liebt, sollt' ich von Herzen lieben; berschafft, werd' ewig mir zum Se die Vorschrift, die dein Wort gen; es rüfte mich mit neuer Kraft, mir giebt, sollt ich mit Eifer zu gehn auf beinen Wegen, zu üben; doch nicht von Herzen liebt wirken, was bir wohlgefällt, und ich dich und nicht verherrlicht ward alle Furcht und Lust der Welt durch mich dein Ruhm und heil boll Muth zu überwinden. ger Name. 6. Laß deiner Leiden 2wed und Frucht mir stets vor Augen schwe ben, nimm weg, was mich zu hin dern sucht, für deinen Ruhm zu leben, nur auf dein Vorbild laß mich sehn und immer fest im Glau. ben stehn, der mich zum Himmel führet. ab 906 Mel. Aus tiefer Roth 1. 369. Ich will, Herr, meine Suversicht, bei dei nem Mahl erscheinen, bei dir zu finden Troft und Licht, mit dir mich zu vereinen. Ich seb' in die fem Augenblick auf meinen Lebens weg zurück, seh' in mein Herz und weine. 5. D Herr, ich schäme mich vor dir, ich sehe meine Sünden. Ach! möchte ich mein Herz in mir zur Buße recht entzünden; möcht' ich mit solcher Traurigkeit, die feinen Sünder je gereut, der Sünden Schuld bereuen! 6. D du, der Bund und Treue hält, laß, Jesu, mirs gelingen; das Opfer, das bir wohlgefällt, laß mich zum Altar bringen! Mein Opfer sey ein solches Herz, das ganz zerknirscht von Reu' und Schmerz nach deinem Troft fich sebnet. 7. Wer gläubig, Jesu, dich um faßt und wünscht, in dir zu leben, der ist dir ein willkommner Gast, dem willst du Gnade geben. Mein Glaube hält fich fest an dich, ich bin gewiß, es habe mich dein Tod 2. Jch fühle, daß verbotne Luft mit Macht in mir regieret, bin manches Fehltritts mir bewußt, mit Gott versöhnet. Or wozu fie mich verführet. Mein Innres ließ ich unbewacht; die mel. Gott, du frommer Gott ut. Sünde war, wo nicht vollbracht, im Innern doch begangen. 3. Von oben ward mir Kraft 370.3 will, Jefu, dich und deinen Tod be 197 Vom heiligen Abendmahl fennen. O möchte doch mein Herz tel. Schmücke bich, sitebe Seele 16. Liebe brennen! Ich tomme glaubensvoll mich beinem 371. fentinder, Heiland Mahl zu nahn, ich will jetzt deinen Leib, ich will bein Blut en pfahn. 2. Herr, diese Güter find mein inniges Verlangen. Bereite bu mein Herz, sie würdig zu empfangen; mir foll dein Abendmahl ein rührend Denkmal sehn von deiner Lieb' und Treu', von deiner Angst und Pein. der verlornen Sünder, der zur Sühnung unsrer Schulden Kreusesschmach hat wollen dulden: wer kann fassen das Erbarmen, das du trägeft mit uns Armen? In der Schaar erlöfter Brüder fall' ich dankend vor dir nieber. 2. Ja, auch mir strömt Heil und Segen, Herr, aus deiner meiner Sünden soll bei dir ich Füll' entgegen, in dem Elend 3. Aus Liebe tamft du, Herr, und haft dein theures Leben für meine Seligkeit zum Opfer binge Sülfe finden, meine Schulden geben. Du starbst und schenktest willst du decken, mich befrein mir dies unschäßbare Gut, du haft von Furcht und Schrecken, willst es mir erkauft mit deinem theuren ein ewig selges Leben als des Glaubens Frucht mir geben. Blut. 3. Mich, den Zweifelnden, den Schwachen, willst du fest im Glauben machen, ladeft mich zu deinem Tische, daß mein Herz sich dort erfrische. So gewiß ich Wein genossen, ist dein Blut für mich geflossen, so gewiß ich Brod empfangen, werd' ich seil ta bir erlangen. 4. Dir, Heiland, will ich mich mit Seele, Leib und Leben, mit Allem, was ich bin, zum Opfer wiedergeben. D nimm, mein Herr, mich ganz zum Eigen thume hin, der ich so theuer dir zum Dienft erkaufet bin. 5. Laß wahre Liebe mich an meinem Nächsten üben und, wie 4. Ja, du kommst, dich mit du mich geliebt, felbft meine Feinde lieben; wir sind ja insge den Deinen in dem Nachtmahl sammt auf deinen Ted getauft zu vereinen. Du, der Weinstock, und Alle durch dein Blut zum giebst den Reben Muth und Kraft ewgen Heil erkauft. zum neuen Leben. Durch dich 6. Hilf, daß ich als ein Chrift muß es mir gelingen, reiche, gute nur dir zu Ehren lebe, dir gleich Frucht zu bringen und durch Fröm. gefinnet sey und nach dem Himmigkeit zu zeigen, daß ich gänzlich mel ftrebe. Gieb durch dein Abend sey dein eigen. mahl mir bazu Luft und Kraft; 5. Nun so sey der Bund er gieb mir den Himmel einst am neuet und mein Herz dir ganz ge Biel der Pilgerschaft. weihet! Auf dein Vorbild will ich 198 Bom heiligen Abendmahl sehen und dir nach, mein Hei- mit welcher Freude wollt ich land, gehen. Was du haffeft, nahn, das Brod des Lebens ju will ich haffen, stets von dir mich empfahn! leiten laffen, was du liebest, will ich lieben, nie durch Untreu' dich betrüben. 6. Doch ich kenne meine Schwä che; schwer ist, was ich dir ber spreche. Werd' ich dir auch Glau ben halten und im Guten nie er. falten? D, steb du mir bei und stärke mich zu jedem guten Werke. Hilf, daß ich die Luft zur Sünde durch dich kräftig überwinde. 2. Ach, hier auf meinem Kran fenbette feir' ich dein Abendmahl allein! Doch, Herr, ich weiß, an jeder Stätte willst du den Deinen nahe seyn. Wo je ein Frommer feufzt und weint, erquickst du ihn, o Menschenfreund. 3. Um Troft ift meinem Herzen bange; ich suche, Herr, dein Angesicht; o du, an dem ich gläu 7. Gieb, daß ich und alle Chri- big bange, entzeuch mir deine sten sich auf deine Zukunft rüsten, Hülfe nicht! Ach, stärke bei des daß, wenn heut der Tag schon Leibes Schmerz mein banges und täine, Reinen, Herr, dein Blick verzagtes Herz! beschäme. Schaff ein neues Herz den Sündern, mache fie zu Got tes Kindern, die dir leben, lei den, sterben, deine Herrlichkeit zu erben. Leiden mir Schwachen Troft und 4. Laß das Gedächtniß deiner felger Freuden und jenes Lebens Kraft verleihn, mir eine Quelle Vorschmack seyn; dein Leiden, dein Versöhnungstod erquide mich in meiner Noth. 5. Ich sehe schon den Himmel 8. Großes Abendmahl der From men, Tag des Heils, wann wirst du kommen, daß wir mit der En gel Chören, Herr, dich schaun und ewig ehren! Hallelujah, welche offen und fühle Himmelsfeligkeit. Freuden sind die Früchte deiner Nun darf ich Alles, Alles hoffen Leiden! Danket, banket, fromme von dem, der mir die Schuld verHerzen, ewig ihm für seine Schmerzeiht. Umringt mich auch der Leis zen! den Heer, mein Herz erbebt davor nicht mehr. Mel. Wer nur den lieben Gott 10, 372. Jönnt' ich doch, Herr, 6. Und naht der Tod mit sei nen Schrecken, ich bin getroft und zage nicht. Vom Tode wirst du mit meinen Brüdern mich erwecken; ich komme nicht in deinem Tempel dich erhöhn und in das Gericht. Wohl mir, daß andachtsvoll mit deinen Gliedern ich bein eigen bin, nun ist auch das heilge Bundesmahl begehn, Sterben mein Gewinn! Bom heiligen Abendmahl 199 fein guter Geist, den sein theures Wort verheißt, wird zu allen guten Mel. Freu dich sehr, e meine 16. 373. tuneßt das Brod des Bundes, femmt und trinkt von diesem Wein! Dem Gebote deines Mun des, Herr, will ich gehorsam seyn. Du gabst in den Tod dich hin, mir zum ewigen Gewinn, willst mir Gnad' um Gnade schenken Sohn Gottes, heilger Mittler, und ich sollte dein nicht denken? 2. Nein, dich soll mein Mund bekennen vor der Welt bis in den Tod; nichts soll je von dir mich trennen, weder Glück, noch Angst und Noth. Meiner Seele Ruhm bist du, meines Herzens Troft und 2. Heil mir, mir ward bein Rub; denn ich kann für meine Brod gebrochen, mir werd geSünden nur durch dich Vergebung finden. Jesu Chrift! Versöhnt mit Gott hast du mich Armen, da du für mich am Kreuz gestorben bist. Laß deines bittern Leidens Angst und Pein bis an mein Ende mir vor Augen seyn. 3. Unter meinen Miterlöften komm' ich, Herr, zu deinem Mahl, hier mich deiner zu getrösten mit der treuen Jünger Bahl. Alle, die fich dir geweiht, bist zu segnen du bereit, freundlich willst du mit den Deinen dich im Abendmahl Werken bich bei deiner Schwachbeit Mel. Dir, dir, Jehovah, will te. 374. un habe Dant für dein Erbarmen, reicht, Herr, deines Bundes Wein! Aus Herzensgrund hab' ich versprochen, dir, treufter Heiland, ewig treu zu seyn. Gerühret schwör' ich nun noch einmal dir, schenk zur Erfüllung deine Gnade mir. vereinen. 3. Jm Streite hilf mir über. winden und gieb mir Kraft auch zu der schwersten Pflicht. Ber wahre mich vor neuen Sünden; 4. Ja, dem Wort, das du ge naht sich Versuchung, so verlaß sprochen, glaub' ich fest und preise mich nicht. Und dein für mich dich: für mich ward dein Leib ge am Kreuz vergoßnes Blut schenk brochen und dein Blut floß auch mir im Todeskampfe Troft und für mich. Sollt ich Gott noch ängstlich scheun? Nein, ich darf mich seiner freun: der den Sohn für mich gegeben, giebt mit ihm mir Heil und Leben. Muth. 4. Und euch, ihr seines Leibes Glieder, die des Erlösers Heil, wie mich, erfreut, euch lieb' ich stets als meine Brüder, als Mit genoffen seiner Herrlichkeit. Wir Alle haben Einen Herrn und Gott; uns Alle speift und tränkt Ein 5. Nie vergiß es, meine Seele, was der Herr an dir gethan, dank ihm innig und erwähle seines Le bens heilge Bahn. Glaube fest, Wein, Ein Brod. 200 Vom heiligen Abendmahl 5. Wie jego wir versammelt dein theures Leiden, du Ursprung waren, um seine Gnade dankbar meiner Freuden. zu erhöhn, so werden mit der 5. Dir dank ich für dein Lie Engel Schaaren wir einst vor set. ben, das dich ans Kreuz getries nem Thron anbetend stehn und ben du wollteft für mich fter. preifen, als sein Erb' und Eigen ben, daß ich dein Reich sollt er. thum, ohn' Ende seines Namens ben. hoben Rubm. 6. Mit euch vor ihm einst zu den Reichthum deiner Güte; bas 6. Jeht schmedet mein Gemüthe erfcheinen zum felgen Anschaun beilge Pfand der Gnaden tilgt feiner Herrlichkeit, will ich mich meiner Seele Schaden. hier mit euch vereinen, treu zu vollbringen, was sein Wort ge beut; bann geb' tch freudig im Triumph mit euch, the Auser. wählten, in sein Himmelreich. die ich noch in mir finde, aus 7. Du wolleft nun die Sünde, meinem Herzen treiben und träftig in mir bleiben. 8. Laß stets mich mit Verlan7. So soll denn weder Spott noch Leiden, nicht Ehr' und Freude, gen an deiner Liebe hangen, gieb nicht die Luft der Welt mich, Herr, mir Geduld im Leiden, laß mich von deiner Liebe scheiden, die felbft von dir nichts scheiden. im Tode noch mich schützt und hält! 9. So fürcht' ich kein Verder Du, Herr, du bist und bleibest ben; in dir werd' ich einft fterben ewig mein! o laß auch ewig mich dein eigen seyn! und fröhlich auferstehen, um ewig bich zu sehen. Mel. Wach' auf, mein Herz ze. In eigener Melobie. 375. du meiner Seelen Sonne, du Freundlichster Allen, laß bir mein Lob gefal Schmücke dich, o meine Seele, laß die dunkle von Trauerhöhle, komm aus helle Licht gegangen, fange herrlich an zu prangen! benn der Herr, voll 2.Wie kann ich würdig schätzen Heil und Gnaden, will zu seinem das himmlische Ergößen, womit die Tisch dich laden, der den Himmel theuern Gaben in deinem Mahl tann verwalten, will jetzt Woh mich laben? un siar noilual len! nung in dir halten. 3. Du haft dich mir geschenket, gespeist mich und getränfet; ge heilt haft du mich Kranken, wie soll ichs dir verdanken? Jefu, meine Wonne, 376. 2. Froh, wie treue Freunde pflegen, eile beinem Freund ent gegen, der mit seinen Gnaden. gaben jetzt dein armes Herz will 4. Ich preise dich von Herzen laben. Deffa' ihm schnell die Gei für alle deine Schmerzen und für ftespforten, sprich zu ihm mit con 5. Ja, auf wunderbare Weise wird dies Mahl mir Seelenspeise. Chriftus felbft will, mir zum Le ben, sich darin als Nahrung ge ben! Wo ist wohl ein Mensch zu finden, der dies Wunder fann er. gründen? O der großen Heimlich feiten, die nur Gettes Geift kann deuten! 201 Vom heiligen Abendmahl. füßen Worten: Komm, ich will gekommen. Laß bies beilge Mahl dich mit Verlangen als ben lieb mich stärken zu bes Glaubens gu sten Gaft empfangen! ten Werken, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög' ein Gaf im Himmel werden. Mer 3. Wer ein Kleinod will errin gen, pflegt sonst Gold dafür zu bringen, doch für diese theuern Gaben will er irdisch Gold nicht haben. In der Berge tiefsten Gründen ist kein solcher Schatz zu finden, den man fönnt als Zah Ansmnált banjat dnd ndo mués Mel. Selobet sepf bu se. tund Chor. lung reichen für dies Kleinod fon 377. Berkündigt Alle feinen un folioon 4. Ach, wie hungert mein Ge müthe nach des Menschenfreundes Tod! Jesu Leib ist dieses Brod, des Mittlers Blut ist dieser Wein; empfangt es und Güte! Ach, wie pfleget mich zu gedenket sein, der für euch starb. dürften nach dem Quell des Le bensfürsten! Nimmer bör' ich auf mit Thränen mich nach seinem Mahl zu sehnen, daß in diesem Brod und Weine Christus sich mit mir vereine. Gemeinde. und Dank diese Speif und diesen 2. Herr, wir empfahn mit Preis Trank und glauben, daß du, Jesu Christ, für unsre Schuld geopfert bift am Kreuzesstamm. Chor. 3. Verkündigt Alle seinen Tod! Er ift unser Herr und Gott. Sagts euern Brüdern, daß er lam und alle Sünden auf fich nahm aus Gnad' und Huld. Gemeinde 6. Jefu, meines Lebens Sonne! Jefu, meine Freud' und Wonne, den allein ich mir erwähle, Hort 4. Die ganze Welt haft du be des Heils und Licht der Seele! freit von der Ungerechtigkeit. Dein Sieh mich hier zu deinen Füßen, Blut macht uns von Sünden rein, laß mich würdiglich genießen diese deß wollen wir auch Zeugen seyn deine Himmelsspeise, mir zum vor aller Welt. Heil und dir zum Preise. 7. Jesu, wahres Brod des Le minbox. bens, deine Huld sey nicht ver. 5. Verkündigt Alle feinen Tod! gebens, daß ich, mir zum Heil haltet willig sein Gebot; sein gött. und Frommen, sey zu deinem Tisch lich Vorbild schauet an und folgt 202 Vom heiligen Abendmahl. ihm standhaft auf der Bahn, dielo Manna, das mit Gott ge er betrat. währt, dich will ich jetzt genie Ben. Gemeinde. 3. Wie heilig ist doch dieser 6. Herr, wir find ganz dein Trank, der mein Verlangen stil Eigenthum; unser Wandel sey let, der mein Gemüth mit Lob dein Ruhm. Durch gute Werke und Dank und heilger Freud' er banken wir, Vollender unsers füllet! O Lebenstrant, o heil Glaubens, die für deinen Tod. ges Blut, das einst geflossen mir zu gut, dich will ich jetzt empfan gen. Alle. 7. Vom Aufgang bis zum Nie bergang bringet dem Versöhner Dant und machet in der Gnaden zeit euch würdig jener Seligkeit, die er erwarb. Ruhm ist mein, welch Heil hab 4. Welch Glück und welch ein ich gefunden! mein Jefus bei mir ein, mit ihm verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll und er in mir will leben! febret werd ich Mel. Wer nur den Iteben 16. 378. ollendet ist die Bun desfeier, verkündigt 5. O wär' doch auch mein Herz wurde, Herr, dein Tod! Stets geweiht zu einer heilgen Stätte, bleib' uns dein Gedächtniß theuer damit der Herr der Herrlichkeit an und unvergeßlich dein Gebot, dann mir Gefallen hätte! O wäre doch freuen wir, o Gottes Sohn, uns mein Herz der Ort, an welchem deiner einst vor deinem Thron. Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! Mel. Allein Gott in der Höh' 19. 6. Mein Jesu! komm und heilge 379. ie beilig ist die mich! was sündlich ist, vertreibe, Stätte hier, wo damit ich nun und ewiglich dein ich voll Andacht stehe! fie ist des Tempel sey und bleibe. Von dir Himmels Pforte mir, den ich jetzt feh ganz mein Herz erfüllt, und offen sebe. O Lebensthor, o Tisch laß dein heilig Ebenbild beständig des Herrn, vom Himmel bin ich an mir leuchten. nicht mehr fern und fühle Gottes Nähe. 7. Nun, du haft himmlisch mich erquickt, du haft dich mir gegeben, 2. Wie heilig ist dies Lebens. In dir, der mich so hoch beglückt, brod, dieß reiche Gnadenzeichen, will ich nun immer leben. Laß vor dem des Herzens Angst und mich, mein Heiland, allezeit, von Noth und alle Qualen weichen! nun an bis in Ewigkeit mit dir O Brod, das meine Seele nährt, vereinigt bleiben. and Von der Buße. XVII. Von der Buße. In eigener Meloble. Mel. Auf meinen lieben Gott 16. 380. Th, Gott und Herr, 381. Tch, Herr, dir ist bes wie groß schwer find meine vielen Sünden! wie drückt mich doch ihr hartes Joch, wo kann ich Rettung finden? wußt die innre böse Luft, die Quelle meiner Sünden, die Niemand kann ergründen, der Same, der stets bleibet und alles Unfraut treibet. 2. Wohin ich flieh', verfolgen fie mit ihrer Pein mich Armen. In dieser Noth kenn' ich, o Gott, kein Heil, als dein Erbarmen. 3. Jch flieb' zu dir, sey gnädig mir, ob ichs gleich nicht verdienet. Geh mit mir nicht, Gott, ins Gericht, dein Sohn hat mich ver fühnet. 4. Solls ja so seyn, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müs. fen, o so verleih' mir doch dabei den Frieden im Gewissen. 5. Verfahr' mit mir, wies dün. fet dir, ich will demüthig leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich von den Erlöften scheiden. 6. Das thust du nicht, mit Zu bersicht darf es mein Glaube hof fen. Mir steht, o Gott, durch Chrifti Tod ja auch dein Himmel offen. 203 8. Dir, Gott, fey Ruhm! dein Eigenthum bleib' ich in Jesu Na men. Ich zweifle nicht, denn Je sus spricht: Wer glaubt, wird se lig. Amen. 2. Des Herzens böser Grund wird oft durch Thaten fund, der Funfe wird zu Flammen, fie schlagen hell zusammen, eb' ich erwach' und merke des alten Menschen Werke. 3. So hab' ich wider dich, den Nächsten und auch mich vielfältig, Herr, mißhandelt, bin oft den Weg gewandelt, der ab vom Biel sich wendet und in Verdammniß endet. 4. Doch du, mein Jesu, haft der Schulden schwere Laft auf dich allein genommen. Wie du für mich gekommen, komm' ich nun schuldbeladen zur Fülle deiner Gnaden. 7. Nur daß ich treu dem Heiland fey, gieb mir bis an mein Ende, und daß den Lauf zu dir tannft erlösen. hinauf im Glauben ich vollende. 5. Vergieb, Erlöser, mir, verwirf mich nicht von dir! Kann ich die Schuld nicht zählen, will ich doch nichts verhehlen, weil du allein vom Bösen mich träftig 6. Hart drückt der Sünde Joch, doch mächtger wirken noch die Kräfte deiner Gnade; es weichet jeder Schade, willst du aus deinem Leben die rechte Kraft mir geben. 204 Von der Buße. Mel. Herr, ich habe se. 7. Wenn ich aber unterliege, uso bilf du mir wieder auf, daß mein Jesu, welch durch deine Kraft ich fiege und Verderben wohnet vollbringe meinen Lauf, mich be nicht in meiner Brust! wie regt feblend deinen Händen, mög' ich boch in Adams Erben immer sich ritterlich einst enden. 382. bie böse Luft! Ja ich muß es wohl bekennen, ich bin Fleisch von Fleisch zu nennen. Mel. Bu, o schönes ze. 2. Wie verkehrt find meine Wege! 383. verderbt ist doch mein Sinn, Th wann werd' ich wie von der Sünde, der ich zu dem Guten träge, aber Gott, mein Vater, völlig frei, schnell zum Bösen bin. Du nur daß ich ganz fie überwinde, ganz fannst mich von den Ketten und dir wohlgefällig sey? Noch nicht, vom Tod der Sünde retten. ich gestehs mit Bähren, kann ich 3. Hilf mir durch den Geist der ihrer mich erwehren; fie versucht Gnaden von der angestammten mich wider dich, und noch oft be Noth, und den tiefen Seelenschaflegt fie mich. ben heile, Herr, durch deinen 2. In der Andacht selgen Stun Tod! Was dein Reich nicht den, wenn ich, Herr, bein Wort fann ererben, laß in deinem Tod gehört, hab' ich oft das Glüc ersterben. empfunden, das die Frömmigkeit 4. Denn hier unten von der gewährt. Nichts wünscht' ich als Erden kam mir keine Hülfe mehr; dann hienieden mir so sehr, als follt' ich frei und lebend werden, innern Frieden, als ein Leben, mußts geschehn von oben her; bir geweiht in des Glaubens Se nur dein Geist kann mich erneuen, ligkeit. und mir Lebenskraft verleihen. 3. Mit beruhigtem Gewissen ber 5. Schaffe, Herr, ein reines Erlöfung mich zu freun, treu ben Herze, einen neuen Geift in mir, heiligsten Entschlüssen, folgsam daß ich nun nicht länger scherze deinem Wort zu seyn, meines mit der fündlichen Begier. Hilf Glaubens Frucht zu zeigen, in mir selber muthig tämpfen und der Heiligung zu steigen, ach bu die Macht des Feindes bämpfen. weißt, wie immerdar dieser Wunsch 6. Laß durch Wachen, Beten, im Herzen war. Ringen start mich werden, Fleisch 4. Doch die Sehnsucht wird zer und Blut in des Geistes Joch zu störet und der heiße Eifer talt, zwingen, bis der Feind doch end, wenn sich Leidenschaft empöret und lich ruht, reize mich durch jene die Luft im Herzen wallt. Leicht Krone, daß ich meiner niemals lich bin ich zu verleiten durch den fchoneladato Reiz der Eitelkeiten, der mich Von der Buße. 205 überall umringt und mein schwa- traft deiner Angst und Schmerzen, ches Herz bezwingt. nimm meiner dich beim Vater an, 5. Weh mir, daß ich deinen der du für mich genug gethan: Willen, den ich doch so lieb ge werd' ich los der Sündenlast. wann, nicht mit Freudigkeit er. Mein Glaube faßt, was du mir füllen, nicht beständig halten kann! jugefaget baft. Ach, wer wird mich von dem Bö. fen, von der Sünde gang erlösen? Dich Armer, wer befreit mich vom Dienst der Sinnlichkeit? 3. Verleih mir aus Barmherzig feit des Glaubens Kraft und Stärke, auf daß ich deine Freundlichkeit im Geiste fühl und merke, vor allen 6. Doch du läsfest Heil verspre Dingen liebe dich und meinen Näch, chen unsrer fündigen Natur, tilgst sten gleich als mich. Hilf mir in durch Christum ihr Gebrechen, zeigt meiner letzten Noth, mein Herr fich wahre Reue nur. Ohne diese und Gott! der du für mich besiegt Hoffnung würde allzuschwer mir den Tod. meine Bürde und ich könnte niemals dein, o du höchstes Gut, sten Thron, dem Vater, reich an 4. Preis sey Gott auf dem Höchmich freun. 7. Laß mich merken, wo ich Güte, und Jesu Christo, seinem wante, daß ich strebe, fest zu Sohn, der gnädig uns behüte, und seinem werthen heilgen Geift, stehn, und mich stärke der Ger der uns den Weg zum Himmel bante, meinem Heiland nachzu. gehn. Führe, Gott, mich täglich weist! So finget alle Christenheit weiter und dein Geift seb mein bier, in der Zeit, und dort in fel. Begleiter, bis ich in der Ewigkeit ger Ewigkeit. bringe zur Vollkommenheit. In eigener Melodie. en dir allein, an dir 385. hab ich gefündigt In eigener Melodie. 384. in die Herr und übel oft vor dir gethan. Du Jefu Chrift, steht fiehst die Schuld, die mir den freudig mein Vertrauen. Ich weiß, Fluch verkündigt, fieb, Gott, auch daß du mein Heiland bift; auf meinen Jammer an. wen follt ich sonst bauen? Von Anbeginn ist nichts erforn, auf Erden ist kein Mensch geborn, der aus der Noth mir helfen kann; dich ruf ich an, von dir nur kann ich Hülf empfahn. 2. Herr, meine Schuld ist über groß und reuet mich von Herzen; 3. Herr, handle nicht mit mir erbarme dich und sprich mich los, nach meinen Sünden, vergilt mir 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen und meine Thränen sind vor dir. Ach Gott, mein Gott, wie lange soll ich sor gen? Wie lang' verbirgst du dich vor mir? 206 Von der Buße. nicht nach meiner Schuld. Jch ob du nicht wolleft streben nach fuche dich, laß mich dein Antlit reiner Seelen Bier. Entsage nun finden, du Gott der Langmuth der Welt! Er will dir Heilung und Geduld. fchenten, bein Herz und Sinnen lenken auf das, was ihm gefällt. 4. Früh wollst du mich mit dei ner Gnade trösten, Gott, Vater der Barmherzigkeit. O schenke mir den Frieden der Erlösten, du bist ein Gott, der gern erfreut. den drückt mich mit herber Pein. 4. Ja, Herr, die Laft der Sün Wie soll ich Ruhe finden, als 5. Laß deinen Weg mich wieder was ich verdient! Verklagt von nur durch dich allein! Mir droht, freudig wallen und lehre mich dein meinen Thaten, kann bas allein heilig Recht, laß ftets mich thun mir rathen, daß mich dein Sohn nach deinem Wohlgefallen; du bist verfühnt. mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du, mein Schub, ben tret' ich vor deinen Thronj 5. Mit diesem starken Glau. mir beizustehen, und leite mich auf ebner Bahn. Er hört mein Schrein, der Herr erhört mein Flehen und nimmt fich meiner du wirst mich nicht berauben des Heils in deinem Sohn. Ein fle gebrochen, das bir sich neu ver bend Angesicht, ein Herz, in Reu sprochen, verachtest du ja nicht. Seele an. 6. So sey in beinem Namen gesegnet dieser Tag! Sprich auf mein Bitten Amen, daß ich mich tröften mag! Laß deinen gu ten Geist das Herz mit Glauben schmücken, mit Freuden es ers dich, mein Herz, empor! Um für dein Heil zu sorgen, tritt an das Licht hervor! Wohl ist es quicken, bas jetzt in Thränen endlich Zeit, den Abgrund zu ver fleußt. lassen, die Finsterniß zu haffen, die dir Verderben dräut. Mel. Aus meines Gerjens se. 386. uf, auf, an dieſem Morgen schwing' Mel. Herzliebster Jefu, was se. 2. Dies ist ein Tag der Reue, bekenne deine Schuld mit Thra: 387. Tus einem tief vor dir nen, tomm und schreie zu Gott gebeugten Herzen um Gnad' und Huld. Wie lange ruf ich zu dir in meinen Sünden schliefst du doch! Wach' auf und schmerzen. O mache mich, Gott, treib' von binnen die Nacht aus meines Rummers ledig und sey deinen Sinnen, jegt heißt es mir gnädig. heute noch. 2. Beschämt erkenn' und fühl 3. Noch läßt der Herr dich le ich meine Sünden. Laß, Vater, ben und trägt Geduld mit dir,/ wich Exbarmung vor die finden. Von der Buße. 207 Willst du auf Schuld und Ueber. 3. Darum auf Gott will hof. tretung sehen, wer wird bestehen? fen ich, auf mein Verdienst nicht 3. Bei dir allein, Herr, steht bauen. Auf dich verlassen will es, zu vergeben. Du willst nicht, ich mich, auf dich mein Herz soll daß wir sterben, sondern leben; trauen. Was mir verheißt dein uns soll die Größe deiner Liebe werthes Wort, das ist mein Trost lehren, dich treu zu ehren. und treuer Hort, deß will ich all zeit barren. 4. Und ob es währt bis an die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. So ist des rechten Christen Art, der aus dem Geist geboren ward und seines Glaubens lebet. 4. Verzeihe mir in Chrifto meine Fehle; dein harrt im Glauben meine müde Seele! Laß Trost und Ruh, um des Versöhners willen, mein Herz erfüllen. 5. Vom Abend an bis zu dem frühen Morgen hoff ich auf dich, o stille meine Sorgen! Du schen test ja Beladenen und Müden gern deinen Frieden. 6. Ja, hoffe nur, mein Herz auf Gottes Gnade! sie ist viel größer, als dein Seelenschade, und endlich wird sie dich von allem Bösen gewiß erlösen. In eigener Melodie. 388. us tiefer Noth ruf Mel. Die Eugend wird se. prüfe ich zu bir, Herr 389. Gori prif sich an 5. Ob bei uns ist der Sünde Sein' Macht zu helfen hat kein viel, bei Gott ist viel mehr Gnade. Ziel, wie groß auch sey der Schade. einst sein Volk erlösen wird von Er ist allein der gute Hirt, der allen Sünden. Amen. Gott! erhör' mein Flehen! nicht ins Gericht wirst du mit mir, der Gnade fuchet, gehen. Denn wolltest du das sehen an, was Sünd' und Unrecht ist gethan, wer könnte vor dir bleiben! Ernst vor Gottes Angesicht! Hör', was der innre Richter fage, vers achte seine Warnung nicht! Prüfst du dich streng, so wirst du finden, wie viel noch deiner Tugend fehlt, daß du noch oft den Weg der Günden und nicht den Weg des 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad' und Gunst, die Sünde zu Heils erwählt. bergeben. Es ist all' unser Thun 2. So lernest du dein Herz ber umsonst auch in dem besten Lewahren, dies Herz, das dich so ben; vor dir fich Niemand rüh oft betrügt. Nun schaut dein men tann, es muß dich fürch. Auge die Gefahren, die nur ein ten Jedermann und deiner Gnade barter Rampf befiegt. Für jeden leben. Tag, der dir verlieben, ruft Gott 208 Von der Buße. dich einft zur Rechenschaft. Laß noch fieht mein Blick auf die breite nicht die Gnadenzeit entfliehen und Bahn zurück. bere dich durch Gottes Kraft. 3. Als juerft ich voll Entzücken, 3. Un jedem Abend, jedem Vater, dich im Sohne fand und Morgen bedenke, was dir Gott mit andachtsvollen Blicken deinem gebeut, vergiß nicht über eitlen Throne nahe stand, wie war da Sorgen das Trachten nach der der Reiz der Sünden mir so leicht Seligkeit! Einft würdest du zu zu überwinden, wenn ich dachte, spät beklagen, wenn du die War wie du liebst, der du so die Schuld nung nicht gehört, daß dir von vergiebft. allen Erdentagen fein einziger zu rückekehrt. 4. Welche Ruhe, welcher Friede wohnte da in meiner Brust! Alles 4. Drum prüfe heute noch dein Eitlen war ich müde und ver Leben, denn noch ist diese Stunde schmähte niedre Luft. Um our dein; wird dich des Todes Nacht deine Huld zu haben, mißt' ich umgeben, dann ist nist Zeit mehr, gern des Glüces Gaben, und ein zu bereun. Jhn, dessen Augen Herz, das dich verehrt, war mir Alles prüfen, ihn täuscht der Trug mehr, als Alles werth. des Heuchlers nicht; er schauet in des Herzens Tiefen und bringt einst Alles an das Licht. 5. Doch der Undacht heilge Stunden, reich an himmlischem Gewinn, ach wohin find sie ges schwunden, wo die felge Ruhe hin? Wenn ich jetzt auch im Ge bete hin vor Gottes Untlig trete, wird des Herzens Innigkeit durch der Welt Geräusch zerstreut. Mel. Alle Menschen müffen ze. 390., der Herz und Wan del tennet, Ewiger, erforsche mich! Ach ich war von 6. Wenn die spöttisch auf mich dir getrennet, aber du erbarmtest sehen, denen Beten Thorheit däucht, bich. Du bernahmft mein Flebn wenn sie mein Vertrauen schmäs und Sehnen, sahst auf meiner hen, wird es bald aus mir ver Reue Thränen, da bergabft duscheucht. Macht die Menge des mir die Schuld, nahmft mich auf Verächter meinen Glauben zum mit Baterhuld. Gelächter: so vergeß ich leicht 2. Forsche selbst in meinem der Pflicht und betenne Christum Herzen, fieb, es fehlt und wan nicht. fet noch, fühlt noch unter Sorg' 7. Und doch bebten Chrifti Seu und Schmerzen oft der Sünde gen vor der Wahrheit Feinden schweres Joch. Strauchelnd, un nie, feine Lehre zu verschwei gewiß und träge wandl ich auf gen, zwangen feine Schreden fie. dem schmalen Wege und ju oft Auf des Martertodes Wegen gin Von der Buße. 209 widerstrebt, so hilf mir redlich fämpfen und stärke meinen schwa chen Muth, daß ich der Leiden schaften Glut durch dich, Herr, möge dämpfen. gen fie dem Lohn entgegen, durf ten frob im Geifte sehn Chriftum Gott zur Rechten stehn. 8. Der du sie mit Kraft von oben so zum Kampfe stark ge macht und in jene Welt erhoben, wo ihr Lauf nun ist vollbracht, bilf auch mir den Spott bezwin gen, um zum Siege durchzudrin gen! Vater, bis ans Ende sey dir mein ganzes Herz getreu. 4. Jch bin ein Mensch, du tenneft mich, wie schwach find meine Kräfte! doch meine Seele befft auf dich beim Heiligungsgeschäfte. Du wirst mir gnädig Kraft ver. leihn, mein Herz je mehr und mehr erneun, vor dir gerecht zu leben. Dafür will ich, dein Eigen thum, o Vater, deines Namens Ruhm in Ewigkeit erheben. Mel. An Wafferflüffen Babylon ze. 391. schwach ist mein grbarm' dich, Herr! Herz, geneigt zu Eitelkeiten, läßt bald bald durch Schmerz fich auf den Irrweg let. 392. fucht bist! Serr, unMel. Herzlich lieb hab' ich se. der du unsre Zu s ten. Gleich einem Rohr, vom Wind bewegt, wankt, durch der ser Mittler, Jefu Chrift! Geift Lüfte Reiz erregt, auch oftmals Gottes, Geist der Gnaden! o Heis meine Seele. Wann fomm' ich liger! wir flehn zu dir, dein Gnazu der wahren Ruh', daß ich stets denantlig suchen wir, mühselig Nimm von uns fichre Tritte thu' und nur das und beladen. Gute wähle? unfre Sündenschuld, du Gott der Langmuth und Geduld! erhöre gnädig unser Flehn, daß der Verföhnung Heil wir sehn. Herr, unser Gott! verbirg uns nicht deines guten Geistes Kraft den dein Angesicht und geb' mit uns neuen Menschen in mir schafft, nicht ins Gericht. 2. O laß mein Herz nicht fer nerhin in seiner Neigung wanten. Erhebe den verirrten Sinn zu himmlischen Gedanken. Wenn so wird es mir gelingen. Ich 2. Wir haben unfern Bund ent will mich deinem Dienste weihn, weiht, gebrochen unsern theuren gieb du von oben mir Gedeihn, Eid und deinen Weg verlaffen. von dir kommt das Vollbringen. Doch reuig kehren wir zurück; o 3. Und wenn ich auf der Tu richt auf uns der Gnade Blick, gend Bahn auch oft noch glei zu der wir Hoffnung fassen. Sie tend walle, so nimm dich meiner leit' uns auf den ebnen Pfad, Schwachheit an und hilf, daß ich den uns dein Wort bezeichnet hat, nicht falle. Wenn sich die Lust daß nie Versuchung oder Wahn in mir erhebt, die deinem Willen der Sünd' uns nache unterthan. 14 210 Von der Buße Herr, unser Gott, groß von Ge der Pilgerzeit führ' uns zu deiner duld! ver aller Schuld behüt uns Herrlichkeit des deine Baterhuld.bim- fo 3. Schiz' uns vor Jrrthum und Gefahr, erhalte deiner from men Schaar der Glaubenseintracht Segen. Uns leite, Gott, bein guter Geift, wie uns bein theu res Wort verheißt, auf allen un fern Wegen. Laß auch in Lehr' und Wandel rein die Diener dei nes Wortes fehn und gieb an dei ner Wahrheit Heil auch Jrrenden und Zweiflern Theil. Herr, un fer Gott! breit aus dein Wort an jedem Ort und laß es wachsen fort und fort. ( diu sense Mel. Bion klagt mit Angst te. 393. ott, ich will mich ernstlich ob ich lauter bin vor dir. Du kennst meines Herzens Tiefen, ach, ent dece fie auch mir. Laß durch deinen Geift mich sehn, ob ich tann vor bir bestehn, ob ich auch aus reiner Liebe deinen Willen treulich übe. 2. Vor der schwachen Men. schen Augen gnüget äußrer Werke Schein. Was vor dir, o Herr, 4. Dein Segen tomm' auf un fell taugen, muß aus dir gebo fer Land, daß wir, beschirmt von ren seyn. Nicht nur das, was deiner Hand, des Friedens Glück wir gethan, auch die Absicht fiebst genießen. Wend' ab von uns du un. Deine Liebe muß uns burch deine Hut der Fluthen und bringen, gute Werke zu vollbrin der Flammen Wuth, des Kriegen. ges Blutvergießen. Noch lange 3. Ach! dem Nebel gleich ver fey der Vaterblick des Königs sei schwinden meine guten Thaten ner Völker Glitc; o schütt' auf mir! benn forsch' ich nach ihren ihn und auf sein Haus die Fülle Gründen, so steh' ich beschämt deines Segens aus! Herr, unser vor dir. Deine Liebe trieb mich Gott! schüß' unser Land mit star nicht zur Erfüllung meiner Pflicht; ter Hand, beglüd und segne jeden nichtig ist, was ich vollbrachte, Stand. 102 ohne daß ich dein gedachte. 4. Oft nahm schnöde Eigenliebe meine ganze Seele ein; folgend meiner Ehrsucht Triebe strebt' ich nur nach eitlem Schein. Und was ist nun mein Gewinn? Mei nen Lohn hab' ich dahin, auf die Krone jenes Lebens harren Mieth linge vergebens. and and bi 5. Vernimm der Leidenden Ge bet, und wer zu dir im Glauben flebt, dem hilf aus feinen Nö then! Gieb Kranten Linderung und Ruh; die Sterbenden erlöfe du, erbör' ihr letztes Beten. Mach' alle Unterdrückten frei; steb' Witt wen, Herr, und Waisen bei; ver nichte der Verfolger Rath und 5. Herr, ver beinem heilgen wehre jeder böfen That. Herr, Throne gilt nur lautre Frömmig unser Gott, durch Freud' und Leid teit. Ach, vergiel in deinem Sohne, Von der Buße. 2113 nen folgen nach. and died was mein Herz fo tief bereut! Jch Gewalt der Sünde, ju späte Thrä. bekenne meine Schuld, decke fie mit deiner Huld; alles Eigne, Herr, zerstöre, daß ich ganz dir ange höre. 4. Wer löft mich von den Skla ventetten, wer schafft in meinem Junern Ruh? Nur du, Erlöser, 6. Ja, laß alle meine Werke fannst mich retten, ich eile deiner Früchte deiner Liebe sehn! Sie Gnade zu. Mit dir du Gottes verleih' mir Kraft und Stärke, Sohn, verbunden, ist nichts verSeel' und Leben dir zu weihn; dammlich mehr an mir! Ich daß ich als dein Eigenthum treu wandt im Geist und kann gefun lich fördre deinen Ruhm und, von den, lebst du in mir und ich in beiner Huld getrieben, bich auf dir. daig dun must ca ar ewig möge lieben. daimi as the tindran n Jacke anginar des Mel. Schmücke dich te. dis Mel. Die Tugend wird durchs ie, 394. ott, welcher Kampf in 395. Herr, du wolleft meinicht meiner Seele, welch' nach meinen Werken lohnen! Wer fteter Widerspruch in mir! Der vermag wohl zu bestehen, wenn Geift will, daß ich Gutes wähle, du ins Gericht willst gehen? Kei er fehnt sich heiß, o Gott, nach ner, feiner ist zu finden, rein vor dir. Das Fleisch strebt gegen die dir und frei von Sünden; Alle fen Willen, es ringt nach Sinnen müssen flehend sprechen: Herr, du luft allein; und werd ich sein Ge wollst die Schuld nicht rächen! fet erfüllen, so wird nicht fern bie Sünde seyn. 2. Gündlich bin ich ja geboren, habe, Herr, dein Bild verloren; 2. Von doppeltem Gefeß regte wo ist Rettung nun zu finden ret, wie ist mein Wesen räthsel aus dem schnöden Joch der Sün haft! Wenn mich der Wahrheit den? Sieh mich hier zu deinen Strahl berühret, so schmed ich Füßen Zähren bittrer Reu' vergie Frieden, fühle Kraft; doch wenn ßen; Heil und Hülfe kommt mir des Irrthums dunkle Schatten mir Armen nur aus göttlichem Erbar, rauben dieses reine Licht, gleich men. fühl ich mich im Lauf ermatten, ich will, doch ich vollbringe nicht. 3. Mit Maria Magdalenen dank ich dir, o Herr, in Thränen; will, 3. Der beste Vorsatz, den ich wie Petrus, heilsam weinen, mich faffe, verfliegt oft wie ein Traum aufs Neu' mit dir vereinen. Ja, geficht. Icy thu das Böse, das die Sünd' ist mir vergeben, Chri ich haffe, das Gute, das ich liebe, stus hat geschenkt das Leben! ja, nicht. Getrieben wie ein Schiff es schwinden Angst und Leiden, bom Winde, wenn Mast und Chriftus schenkt mir Himmels. Steuerruder brach, fall ich in die freuben. 14* 212 Litanei. Chor. 396. Berr, Herr Gott! Gemeinde. Erbarme dich. Jesu Chrift! Chor Gemeinde. Erbarme dich. Chor. Herr, Herr Gott! Erhör uns. Gemeinde Chor. Herr Gott, Vater im Himmel! Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Chor. Herr Gott, heiliger Geift! Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Chor. Von der Buße. Seh uns gnädig. Chor. Chor. Vor Satans Trug und Lift, Herr Gott, Sohn, der Welt Hei- Bor bösem, schnellen Tod, land! Vor ewger Höllenpein: Gemeinde. Behüt uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Gemeinde. Hilf uns, Herr, Herr unser Gott! Sey uns gnädig. Chor. Vor allen Sünden, Vor allem Jrrthum, Vor allem Uebel: Gemeinde. Bebüt uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Vor Peft und theurer Zeit, Vor Feur und Wassersnoth, Vor Aufruhr und Zwietracht, Vor Krieg und Feindes Wuth: Gemeinde. Bebut uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Durch Chrifti heilge Butunft in das Fleisch, Durch seinen letzten Kampf und Kreuzestod, Gemeinde. Verschon' uns, Herr, Herr unser Durch sein Erstehn und seine Him. Gott. melfahrt! Durch sein unschuldig Leben und Verdienst, Gemeinde. Silf uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Wir arme Sünder bitten: Von der Buße. Chor. Christi heilige Kirche schützen und regieren, Treue Knechte stets in deine Ernte fenden, Chrifti Reich in aller Welt ver. breiten, Deines Geiftes Kraft zum Worte geben, Alle Diener deiner Kirch' in Lehr' und Leben rein erhalten, Aller Aergerniß und Spaltung wehren, Gemeinde. Chor. Du wolleft uns erhören, Herr, Wachsthum und Gedeihen wolleft Herr unser Gott! du der Frucht des Feldes geben, Alles ehrliche Gewerbe fördern, Allen in der Noth mit Hülf ers scheinen, Alle Abgefallne und Verführte wiederbringen, Alle Schwache und Verzagte stärken. Gemeinde. Erhör' uns, Herr, Herr unser Gott! Gemeinde. Erhör uns, Herr, Herr unser Gott! Unsern König leiten und fammt feinem Hause schirmen, Allen Obrigkeiten Kraft und Weiß beit schenken, Unsere Gemeinden segnen und be hüten, In den Ehen Fried' und Treu' verleihen, In den Schulen fromme Lehr' und Zucht erhalten. 213 Alle Schwangre und Gebährende bewahren, Alle Kranke pflegen und erquicken, Alle Wittwen und Verwaiste schützen und versorgen, Die ohn' ihre Schuld Gefangnen bald erlösen, Unsern Feinden gnädiglich verzeihn und sie bekehren, Allen Sterbenden ein selig Ende geben, Aller Menschen dich erbarmen. Gemeinde. Erhör' uns, Herr, Herr unser Gott! Chor. Allen christlichen Regenten Erbarm' dich über uns. wollst du Fried' und Eintracht geben, Chor. Chor. O Jesu Christe, Gottes Sohn! Gemeinde. du Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt! Gemeinde. Erbarm' dich über uns. Chor. bdu Gotteslamm, das der Welt Sünde trägt! Gemeinde. Erbarm' dich über uns. 214 Von der Buje. a nolla Chot. 10 mil D du Gotteslamm, das der Welt nennen. Sünde trägt! Gemeinde. Gieb deinen Frieden uns. is 25100 Chor. Jefu Chrift! Gemeinde. Erhöre uns. Herr, Herr Gott! Erbarme dich. Chrifte! Chor. Gemeinde Chot. 0 Gemeinde. Erbarme dich. darf mich nicht bein Rind mehr Ach, nimm mich ju Gnaden an, richte nicht der Sün den Menge, Herr, nach des Ge fetes Strenge. 4. Siehe, wie mein Auge thradidnet über meine Sündenschuld, fiebe, mie mein Herz fich sehnet, Gott, nach deiner Vaterhuld. Willst du nicht mein Flehn er hören und mir Gnad' und Troft gewähren? mad dan spatias Chor und Gemeinde. Herr, Herr Gott! Erbarme dich. Amen. ban In eigener Melodie. sist 5. Ja, ich hoffe; hingegeben hat fich Christus in den Tod, mir zur Rettung und zum Leben, hat mich dir versöhnt, o Gott! seines Heils darf ich mich trösten mit den Schaaren der Erlösten. 6. Laß nun deinen Geist mich leiten, ftets zu thun, was dir ges fällt; laß mich unermüdet streiten mit der Sünde, mit der Welt; nimmer laß mich wieder wanten, so will ich dir ewig banken. In eigener Melodie. 397. er, ich habe mic, 398. hoftes Gut, bu Derr Jesu Chrift, du bandelt und drückt der Sünden Laft; ich bin Brunnquell aller Gnaden! ich nicht den Weg gewandelt, den du komme mit gebeugtem Muth, mir gezeiget haft; jest möcht' ich mühselig und beladen; denn mei vor deinem Schrecken gern die ner Sünden großes Heer belastet bange Seele decken. mein Gewissen schwer und beugt mich tief barnieder. 2. Aber wohin jollt' ich fliehen? Du wirst allenthalben seyn. Wollt' ich über Meere jiehen, stieg' ich in die Gruft hinein, hätt' ich Flügel, gleich den Winden: dennoch wür dest du mich finden. 2. Erbarm' dich mein in solcher Noth, nimm fie von meinem Her zen, du haft fle ja durch deinen Tod gebüßt mit bittern Schmerzen. Hilf, daß ich nicht vor Angst und 3. Drum muß ich es nur beken. Weh in meinen Sünden untergeh', nen: Herr, ich habe mißgethan, noch ewiglich verzage. 215 Wen der Buje ein Sieger im Kampf mit dem Fleisch und der Welt! 3. Fürwahr, gleich einem schwer im Glauben ein männlicher Held, ren Stein drückt mich die Laft der Sünden; wer rettet mich aus die ser Pein, wo soll ich Ruhe finden? Bei dir, mein Heiland, nur bei dir! Verloren wär' ich dort und hier, wenn ich dein Wort nicht hätte! 2. Noch will Feind mit Feind verbunden meiner Seele Sieger seyn, ist ein Anfall überwunden, bald stellt sich ein andrer ein. Stets wissen sie dahin die Waffen 4. Doch durch dies theure Wort zu kehren, wo ich noch am schwäch, erwacht mein Herz zu neuem Leften bin, ihnen zu wehren; und ben, Erquicung hat es mir gewähnt' ich, ich wäre dem Einen bracht, ich darf nicht troftlos be entflohn, so war ich verwundet ben, denn Gnad' und Seligkeit vom Anderen schon. berheißt dein Wort, wenn mit zer. fnirschtem Geift ich, Herr, zu dir mich wende. 3. Muß fich denn mein Herz nicht scheuen, fo zum Gnadenstuhl 5. So fleb' ich denn zu deiner zu gehn, da des innern Richters Huld: laß mich Vergebung finden; Drauen mich nicht mehr läßt find. du wollest von der Sündenschuld lich flehn? Ich beb', ich erröthe; aus Gnaden mich entbinden, auf daß ich, aller Unruh frei, mit Gott versöhnt und selig sey und dir zu Ehren lebe. doch, weil ich nicht fiege, its anders denn möglich, als daß ich erliege? Jch fürchte den Ausgang, der Kampf ist zu schwer; ich Armer, ich hoffe auf Rettung nicht mehr. 6. Herr, der du mir dies Heil verleibst, durch den ich Troft gefunden, stärt mich mit deinem 4. Doch zur Welt kann ich nicht Freudengeist auch in den letzten treten, fie gewährt mir keine Rub. Stunden und nimm mich dann, Drum, o Gott, mit bangem Be wenn dirs gefällt, im Glauben ten fag' ich neuen Ernst dir zu. felig, von der Welt zu deinen Ich spüre ja deine verborgenen Auserwählten. Triebe; mich ziehet erbarmend die ewige Liebe; ich wag' es von Neuem, zum Vater zu gebn, aufs Neue um Gnad' und um Hülfe zu flebn. 399. Mel. Eins ist Noth; ech herr te. Derr, wie mancherlei Gebrechen mußt du 5. Herr, wie tief muß ich mich ftets an mir nech sehn! Täglich beugen, daß du mich noch immer hörst du mein Versprechen, täg. liebst! ich fann vor Schaam lich fiehst du mein Vergebn! Ach nur schweigen, daß du mir so daß ich doch erst unerschütterlich viel vergiebst! Ich fann aus den stände, nicht mehr das ermattende Augen dies nimmermehr sehen, Wanken empfände! Ach würd ich ich will dich durch Sünde nicht 216 Von der Buße. wieder verleßen. O göttliche Liebe, 6. Dein Ruf hat mich zu dir befize mein Herz! Dich je zu begebracht; wie felig haft du mich trüben, nur dies sey mein Schmerz. gemacht! Und nun erhalte beine 6. Dein, o Vater, stets zu blei Hand mich auch in meinem Gnaben, darauf ist mein Sinn geftellt. denstand. Möge nur dein Geist mich trei ben, daß ich thu', was dir ge fällt. Ach gründe, befestige, stärke, vollende mich unter dem Kampfe zum feligen Ende! Gieb du mir 401. aus öchster, benk ich an die Treue, bie du göttlicher Fülle die Kraft, die mir bisher erzeigt, o dann fühlt endlich die Krone des Sieges mir von Schaam und Reue fich mein schafft. Mel. Sion klagt mit Ang se. Herz bor dir gebeugt. Dich, der du mich stets geliebt, hab' ich oft und schwer betrübt; oft folgt' ich dem eignen Willen, statt den dei nen zu erfüllen. Mel. Serr Gott, dich loben Alle 16. 400. Bier bin ich, Herr, bu rufeft mir; du zieheft mich, ich folge dir, betrete freudig ift, o Herr, dein Eigenthum, 2. Alle Kraft, die ich befize, deine Bahn; ach Heiland, nimm und du willst, daß ich sie nüße mich gnädig an! mir zum Heil und dir zum Ruhm. 2. Jch fühl es tief: ich komme Doch bethört von Eitelkeit hab spät, lang' hab' ich deinen Ruf ich oftmals sie entweiht und zum verschmäht und doch trugft du mich schnöden Dienft der Sünden ließ mit Geduld und gingst mir nach ich leicht mich willig finden. mit Gnad' und Huld. 4. Noch bin ich wie auf wildem Meer, zu oft nur brauft ein Sturm daher; leicht stürzt mich schnöder Lüfte Macht tief in des Abgrunds finstre Nacht. 3. Nun aber säum' ich länger nicht, zu suchen, Herr, dein Angen geficht. Ich komm', erfüllt von von wahrer Reu, bilf, daß ich auch gen beständig sey. 3. Deine Huld war jeden Mor. über mir, o Vater, neu; wie manchen schweren Sor machtest du das Herz mir frei! Was mir fehlte, gabft du mir, aber ach, wie dankt ich dir? Deiner hab' ich oft vergessen, deine Liebe nicht ermessen. 4. Meine mir verborgnen Feh ler og dein göttlich Wort ans 5. Dreiche deine Hand mir Licht; warnend mahnt es meine bar, daß ich entrinne der Gefahr! Seele an das End' und das Ge Du weißt, o Herr, wie schwach richt. Doch umsonst war bein ich bin; hältst du mich nicht, so Bemühn, mich durch Ernst zu dir fint ich bin. zu ziehn; ja fselbst deiner Güte 217 Von der Buße. Beichen fonnten nicht mein Herz erscheinen, dem du Licht und Recht erweichen. gebracht. 3. Kann ich wohl durch eigne 5. Jetzt erfenn' ich meine Sün. den, beuge mich, o Gott, vor Stärke Lichteswerte in der Findir Laß mich bei dir Gnade fin. sterniß vollziehn? Kann ich Liebe den, neige, Herr, dein Ohr zu selber üben, Demuth lieben und mir! Ach vergieb, was ich ge die dunkeln Wege fliehn? than, nimm mich aus Erbarmen an, führe mich vom Sünden pfade auf den felgen Weg der Gnade! 4. Möcht' ich wie das Rund der Erden lichte werden! Seelensonne, geb' mir auf, mir, der falt fich fühlt und trübe! Jesu Liebe 6. Ja, du fiehest meine Reue, tomm, beschleunige den Lauf! fiebst mein gläubiges Vertraun, 5. Daß fich länger nicht die o so laß mich denn aufs Neue, Seele in mir quäle, zünde du dein Herr, dein freundlich Antlitz schaun! Feuer an! Laß mich finstern Sohn Was dein Sohn am Kreuz erwarb, der Erden helle werden, daß ich als er für die Sünder starb: Frie Gutes wirken kann. den, Heil und ewges Leben, wollft du mir aus Gnaden geben. 6. Eignes Licht kann wahres Leben mir nicht geben; Jesus muß 7. Stärke selbst in meiner Seele die Sonne sehn! Auf mein Herz den Entschluß, mich dir zu weihn! muß Jesus blicken, es erquiden Gieb, daß mirs an Kraft nicht mit dem wahren Himmelsschein. feble, folgsam deinem Wort zu seyn Rüste mich zum ernsten Streit schenke mir Beharrlich keit, daß ich mög' ans Ziel ge langen und das Kleinod dort em pfangen. 7. Nur daß Reiner möge säu men, wegzuräumen, was sein An gesicht verhüllt. Und soll Jesu Licht den Seinen heller scheinen, sey das Auge rein und mild. In eigener Melodie. 8. Drum weil hierzu blöde Augen doch nicht taugen, rühre Denn das du fle, Heiland, an. 402. üter, wird die Nacht ist die größte Plage, daß am der Sünden nicht Tage ich das Licht nicht sehen verschwinden? Ist nicht diese Nacht tann. bald hin? Wird das Dunkel vor den Sinnen nicht zerrinnen, womit ich umhüllet bin? Mel. Erbarm' bich mein' s. Staub vom Staube, 2. Wir der ent nommen, feit du kommen! Doch 403. Swer bin ich, ich weile noch in Nacht! Darum daß du mein erbarmeft dich, daß wollst du mir, dem Deinen, auch du mich Sünder noch verschonft 218 Von der Buße. und mir nicht nach Verdienste dich zu fich rief. Sint in den lohnft. Zum Glauben und zum Staub vor ihm hinab, der in dem Thun zu schwach, geb' ich gar Sohn dir Alles gab.ud ind im leicht ber Sünde nach und oft 6. Ja, du erbarmft, Versöhn. entfinft mir Kraft und Muth in ter, dich in dem Versöhner über fchweren Kampf mit Fleisch und mich! Bom Leibe dieses Tods Blut. befreit, schau ich einst deine Herr 2. Wie schnell ist von der rech- lichkeit. Ob Angst des Todes in ten Bahn zum Irrweg oft der mir bebt, sterb' ich doch dem, der Schritt gethan! Mein ganzes ewig lebt. Verdammt mich auch Gott, erschrikt, wenn noch oft mein Herz, ist größer Herz, es in diesen Abgrund blickt; wie Gott doch, als mein Herz. 1150 Mons bald folgt neue Missethat der Schuld, die Gott verziehen hat. Herr! Herr! mein ganzes Herz Mel. Es ist gewißlich as. erschricht vor dieſer Lief, in die 404. S ch will von meiner es blidt. Misfethat mich zu 3. Vertreib, o Gott, des Jrr. dem Herrn bekehren, du wolleft thums Nacht, entreiße mich ber felbft mir Hülf und Rath, Sünde Macht! Wie glänzet det treuer Gott, bescheren, und deines ner Streiter Schaar, die einst im guten Geistes Kraft, der neue Her Kampfe standhaft war und die zen in uns schafft, aus Gnaden nun, weil fie überwand, den mir gewähren. Lohn empfing aus deiner Hand. 2. Der Mensch kann von Na Sie ist getrönt, ich bin im Streit, finden; entbehrt er deines Gei tur ja nicht sein Elend selbst em gieb auch mir Beständigkeit! 4. Schmal ist der Weg zu dei Sünden; verkehrt ist Wille und ftes Licht, so bleibt er tedt in nen Höhn und Wenige find, die Verstand, er tann, wie viel er ihn gehn. Die Pfort ist eng, sonst erkannt, sich doch nicht selbst und der nur dringt burch fie zu ergründen. Gott, der muthig ringt. Ich fomme vor bein Angesicht und fleb' um deiner Gnade Licht. laß, mein Vater, laß mich dein im Leben und im Tode seyn! an und führe mir ju Sinnen, 3. Aus Gnaden llopfe bei mir was Böses ich vor dir gethan, so kann mein Heil beginnen, so wird erweicht mein hartes Hery 5. Der mir in Christo Alles ich bin zerknirscht in Reu' und gab, mit Gnade blick auf mich Schmerz, und heiße Thränen rin herab, auf mich, der Sünde schnelnen. len Raub, den Himmelserben und 4. Wie hast du doch auf mich den Staub. Sint tief, o Seele, gewandt den Reichthum deiner nieder, tief, vor dem, der stets Gnaden, ben rechten Arzt haft Von der Buße. 219 mug bu gefandt für meiner Seele Scha- Reu und Schmerz erkennen ihren den; du haft in dieser Gnadenzeit Schaden. mich bald durch Freude, bald durch Leid zu seinem Heil geladen. 5. Bisher, wenn deine Stimme rief, hab ich fie überhöret, ich lag in Sicherheit und schlief, von Er. denlust bethöret. So hätt' ich durch gehäufte Schuld beinah, ermüdet deine Huld, mein ewges Heil zer föret. 8. So will ich denn mein Leben lang mit Ernst die Sünde meiden; dies, mein Erlöser, sey der Dant für deine Lieb' und Leiden. Steh du mit deinem Geist mir bei, er halte deinem Dienst mich treu, laß mich einft selig scheiden. 2. Es heißt: Er nimmt die Sünder an! Drum tomm' zu dem, der helfen kann, such' Ruh' in seinen Armen! Komm' weis nend, komm' in wahrer Buß' und fall im Glauben ihm zu Fuß, er wird sich dein erbarmen! 6. Doch endlich aus dem Schlaf erwacht, will mir das Herz zer springen, ich sehe des Gesetzes Macht und Schrecken auf mich bringen; des Todes und der Hölle Reich regt fich, fie wollen mich zu gleich schier zum Verzagen bringen. 7. Nimm du, Herr Jesu, mich in Schuß, ich flieb zu deinen Wunden, so biet' ich Tod und Hölle Truß, ich hab' Erlösung funden. Damit ich möchte felig 5. O Jefu, deine Lieb' ist groß! fehn, baft du der Sünde Kraft Mühselig komm' ich, arm und und Pein am Kreuzesstamm em bloß, ach, laß mich Gnade fin. pfunden. den! Verloren war ich und berirrt; Herr, nimm mich auf, du treuer Hirt, und tilge meine Sün den. Mel. Kommt her zu mir 16. 3. Verläfset wohl ein treuer Hirt sein Schäflein, wenn es fich verirrt? Er sucht es mit Verlan gen; er läßt die Andern alle stehn, dem Einen sorglich nachzugebn, das Eine zu umfangen. 4. So sucht der Heiland, Jesus Chrift, die Seele, die verloren ist, bis daß er sie gefunden. Uch, laß dich finden, wenn er lodt, o Sün der, bleibe nicht verstodt, noch sind die Gnadenstunden. st 6. Dem Bösen will ich sterben ab und aus der Sünde finsterm Grab erstehn zum neuen Leben. Ich will in wahrer Heiligkeit dir dienen nech die furze Zeit, die mir jum Seil gegeben. 405. br armen Sünder, m tommt zu Hauf, zu Jefu lentet euern Lauf, müb. 406. die Sünder an ein Heiland nimmt selig und beladen! Er öffnet sein erbarmend Herz für Alle, die in die unter ihrer Laft der Sünden In eigener Melodie. ang 220 Von der Buße. tein Mensch, fein Engel trösten than! Mein Heiland nimmt die kann, die nirgend Rub' und Ret. Sünder an! 5. O solltest du sein Herze sehn, tung finden. In ihrer tiefen See lennoth, wenn das Gesetz Ver. dammniß droht, wenn sie verkla. wie fichs nach allen Sündern seh get das Gewissen und fie der net, wenn sie noch in der Irre Gnade Kraft vermissen, sehn sie bie Freistatt aufgethan: mein Het land nimmt die Sünder an. gehn, wenn schon ihr Auge vor ihm thränet! Er streckt die Hand nach Zöllnern aus, er scheut nicht ihr verachtet Haus, den reuevollen Magdalenen stillt er so mild die heißen Thränen, gedenkt nicht, 2. Sein überschwänglich Itebend Herz trieb ihn von seinem Thron zur Erden. Ihn drang der Sün, was sie sonst gethan. Mein Hei der Weh und Schmerz, ein Tilger land nimmt die Sünder an! ihrer Schuld zu werden; er sentt sich ganz in ihre Noth und schmeckt trum an, obgleich sein Fall ihn 6. Wie freundlich blickt er Pe für sie den bittern Lod. Nun, da tief betrübet. Seht, wie er Feinde er hat sein eigen Leben, sie zu lieben kann, da seinen Mördern verföhnen, hingegeben und für die Welt genug gethan, so heißts: er er vergiebet! Wie huldvoll macht nimmt die Sünder an! am Kreuz sein Mund dem Schä cher Gnad' und Leben tund! Ob. 3. Nun nimmt er auf in seinen gleich die Jünger ihn verlaffen, Schooß bie bangen und verzagten eilt er, fie liebend zu umfassen; Seelen; er spricht fie von dem Ur. fie dürfen dem Erstandnen nahn! theil los und endet bald ihr ängst. Mein Heiland nimmt die Sün lich Quälen; es wird ihr ganzes der an! Sündenbeer wie in ein unergründ lich Meer durch sein Verdienst hin abgefentet, sein Geist wird ihnen dann geschenket zum Führer auf der Gnadenbahn: mein Heiland nimmt die Sünder an! 7. Und dies hat er nicht nur gethan, ba man ihn sab auf Er. den wallen: noch jetzt nimmt er die Sünder an und läßt sein Gnadenwort erschallen, denn ewig blei bet er fich gleich, an Lieb' und 4. So bringt er fie dem Vater an Erbarmen reich! Wie er war bin, trägt fie in seinen treuen Ar. unter Schmach und Leiden, so ist men, das neiget bann den Vater er auf dem Thron der Freuden finn zu lauter herzlichem Erbar. den Sündern liebreich zugethan! men. Er nimmt sie an an Kin Mein Heiland nimmt die Sün des Statt und Alles, was er ift und hat, wird ihnen eigen über 8. So fomme mit gebeugtem geben; die Pforte zu dem ewgen Geist, wen seine Sünde tief be Leben wird ihnen fröhlich aufgetrübet, zu ihm, der keinen von der an! Von der Buße. 221 fich weift, der reuevolle Sünder auch das Heute nur verträumet, liebet! Wie? willst du nicht dein Heil verstehn, muthwillig noch verloren gehn, nachdem der Ret ter dir erschienen? willst du noch jetzt der Sünde dienen? D nein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an! hat leicht die Gnadenzeit versäu. met. Jhm wird hernach nicht aufgethan! Heut komm! heut nimmt dich Jesus an. dir, holdfelger Heiland aller Sün 12. Dzeuch uns Alle recht zu der, erfüll' mit himmlischer Be 9. Komm nur mühselig und gier uns, die von Gott gewich gebückt, komm nur, wie er dich nen Kinder! Zeig' uns bei un heißet kommen, wenn auch die serm Seelenschmerz dein unaus. Last dich niederdrückt, du wirst sprechlich liebend Herz, und wenn doch gnädig angenommen. Sieb, wir unser Elend sehen, so laß wie sein Herz dir offen steht und uns ja nicht stille stehen, bis daß wie er dir entgegen geht! Wie ein Jeder sagen kann: Gottlob! hat er dich gelockt mit Flehen, auch mich nimmt Jesus an! wie lang' fich nach dir umgesehen! So komm denn, Sünder! komm heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an! Mel. Jesu, der du meine Seele ze. 407. bu majeftätisch Me 10. Sprich nicht: ich fündigte die Himmel füllt, der du mich fen, dessen Glanz zu schwer, ich bin zu sehr mit Schuld beladen! Für mich ist Ebenbild! Wenn ich dich, des haft auserlesen, daß ich seh dein feine Rettung mehr! Mich nimmt der Herr nicht an zu Gnaden! Lichtes Quelle, mir im Geist vor Wenn du es jetzt nur redlich und klein schein' ich dann mir Augen stelle: ach wie finster, arm meinst, nur ernstlich deinen Fall selbst zu sehn! beweinst, so laß die bangen Zweifel schwinden, du wirst vor ihm 2. Meinem fündigen Gemüthe noch Gnade finden! Er hilft, fehlt der ersten Schönheit Spur; wenn Niemand helfen fann! lautre Wahrheit, reine Güte find Mein Heiland nimmt die Sün der an! 11. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit, jetzt muß ich noch der Welt genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut die offne Gnadenpforte schließen! Nein, in mir nicht von Natur; was ich in mir selber finde, ist nur Elend, Tod und Sünde, mein von dir entfernter Sinn neigt sich zum Verderben hin. 3. Was ich Gutes an mir habe, ist ein Werk von deiner Hand, weil er ruft, so höre du und tritt eine freie Gnadengabe, mir durch zum Gnadenstuhl hinzu! Wer Chriftum zugewandt. Zu dem Hei Von der Buße. ligungsgeschäfte giebt dein Geift Kräfte, das Fleisch verhindert für allein mir Sträfte; nähmest du zu und für der Heiligung Geschäfte, rück, was bein, ach, was würde das Gute, das ich lieben soll, übrig seyn! da wird von mir unterlaffen, mein Herz ist ganz des Bösen voll, das ich soll fliehn und haffen. 222 4. Selbst die Menge deiner Ga ben macht nur meinen Undant kund; denn wie oft hab' ich ver 4. O treuer Hort, was fang' graben das mir anvertraute Pfund; ich an bei so verderbtem Wesen? oftmals hab' ich es verschwendet, Wo find' ich, was mir helfen felten treulich angewendet: o wie kann? Wie soll ich doch genesen? häuft sich meine Schuld durch Ver. Ach in mir selbst ist feine Kraft, achtung deiner Huld! zur Buße mich zu führen, wo nicht dein Geist, der Alles schafft, mein schwaches Herz will rühren. 5. Sieh, ich liege hier im Staube tief vor bir, mein Gott, gebeugt; mich erhebet nur mein Glaube, der mir den Erlöser zeigt, durch bei, du Urquell aller Gnaden! 5. Steb' du in dieser Noth mir ihn hoffet mein Gemüthe fest auf und mach' durch deine Kraft mich deine Batergüte; stärke meine Zufrei, heil' meiner Seele Schaden/ bersicht, Gott, mein Gott, vergieb mir dein Licht, daß ich durch wirf mich nicht! dich mich selber kann verstehen, durch deine Wahrheit lehre mich erkennen mein Vergehen. Mel. Durch Adams Fall ist se. 408. Jefu, meine Zuver ficht, mein Heiland und mein Leben, verstoße du mich Sünder nicht, für den du dich ge geben; du starbst für mich den bit tern Lod, mir Gnade zu erwerben, drum hilf mir aus der Sünde Noth und laß mich nicht verderben. 6. Erweiche du mein hartes Herz, daß es vor dir sich beuge, daß es, erfüllt von Neu und Schmerz, zu deinem Recht sich neige; ach mach' es durch den Glauben rein und gieb gerechte Werke, ja febre du selbst bei mir ein, meiner See len Stärke. 2. Es fehlet meinem Geiste Licht, 7. Berstör in mir die Eitelkeit, mein Elend einzusehen, und aus brich meinen böfen Willen und mir selber weiß ich nicht den rechlaß mich, was dein Wort gebeut, ten Weg zu gehen; im Herzen durch deinen Geift erfüllen; laß in regt sich Eitelkeit, Stolz, Welt mir Demuth, Mäßigteit, bes Geis luft, Eigenliebe, das Glück, das ftes Früchte prangen, erfülle du d mir die Erde beut, entzündet meine mich jederzeit mit heiligem Ver Triebe. Hul 17 00 langen. mistent. Als 3. Die Macht der Sünde herrscht 8. Du, Vater, bifts, der in in mir und schwächt der Seele uns schafft das Wollen und Voll Von der Buße. 223 bringen, verleib qur Heiligung[ mein schwaches Her den Strom mir Kraft und laß es mir gelin der Gnade fließen. Ich fleb, ich gen; laß beinen Frieden auf mir laß dich nicht, bis deine Gegens rubn, gieb Troft, gieb Muth, kraft in mir den Tod beflegt und gieb Stärke, dann kann ich dei neues Leben schafft.. quse nen Willen thun, dann wirk' ich 6. deine Werke. Fassu Mel. Gott, du frommer Gott ze. Sustanon Du hast es zugesagt, du willst mich gern erquiden, wenn mein verkehrter Sinn fich nur zu dir will schicken; wenn er dir opfert auf, was ihm füir Freude Jefu, fieb darein, und hilf mir Ar. galt, daß deine Liebe nur gewinn' in mir Gewalt. 102 409. men flegen! Mein Herz fühlt nichts, als Tod, mein Geist muß 7. So nimm denn Alles hin, unterliegen. Das Wollen hab' ich ich will mir nicht mehr leben, wohl, doch das Vollbringen nicht, weil es dem matten Geist an aller Kraft gebricht. ich will mich ganz und gar in deine Führung geben. Ach, faffe mich nur fest, mach mich von Sünden frei, damit forthin mein Herz dein reiner Tempel sep. 2. Die Sünd' hat mich bestrickt, der Tod hat mich gefangen. Wo hin ich wende mich, nichts ftillet mein Verlangen. Vermein' ich boch zu stehn, so lieg' ich tief im Staub' und mein gehoffter Ruhm 410. wird nun des Spottes Raub. Mel. Aus tiefer oth see Mensch, ermuntre deinen Sinn! wie 3. war lauf ich immerdar, lange willst du schlafen? Auf, doch kann ich Ruh' nicht finden. auf, die Stunden gehn dahin, Nichts kann des Armen Herz von schon nahen Gottes Strafen! Vor feiner Laft entbinden. Es deckt ihm besteht der Sünder nicht, und mir das Gesetz nur meine Sün, geht er mit die ins Gericht, wo den auf und reicht mir doch nicht willst du Rettung finden? dar die Kraft zum Himmelslauf. 2. Das eitle Wesen dieser Zeit 4. Du, Jesu, bu allein, kannst bat dich mit Nacht bedecket, daß meinen Jammer wenden; mein aus dem Schlaf der Sicherheit Können stehet nur in deinen star dich keine Warnung wecket. Du ken Händen. Geuß'st du mir nicht freieft dich der trägen Ruh' und die Kraft zu weuem Leben ein, so drückest gern die Augen zu, dem wird mein Sehnen selbst zu nichts, Lichte zu entweichen.d als lauter Pein. 1 3. Gott rufet laut: du schlum. 5. Drum, Herr, erbarme dich, merst fort; er droht dir: doch ver ich liege dir zu Füßen. Laß in gebens. Er zeiget dir in seinem 224 Von der Buße. Wort die Strafe jenes Lebens: du| Augen klar und helle, ja, heller aber merkest wenig drauf, fährst als die Sonne find; dir ist mein fort in deinem Sündenlauf, willst Herz ganz aufgedecket mit Allem, keinen Führer leiden. was es in fich trägt, mit jedem 4. Dein Heiland weinet über Trieb, der es bewegt, mit jeder dich: du lachst in deinen Sün. Luft, die es beflecket. den; er sucht und locket dich zu 2. Nur reine Herzen sollen fich: du läßt dich nimmer finden. schauen, o Heiliger, dein AnEr fleht: du nimmst fein Bit gesicht; drum überfällt mich Angst ten an, er thut mehr, als ein und Grauen, seh' ich mich in der Bruder fann: du spotteft seiner Wahrheit Licht. Mit Wehmuth Liebe. fühl ich mein Verderben, doch 5. Du fiebst, wie mancher Sün- ruf ich voll Vertraun zu dir: der fällt, wenn Gott die Strafe schaff, Gott, ein reines Herz in fendet: boch bleibest du ein Kind mir, das Böse laß in mir er. der Welt, von ihrem Tand ver- sterben. blendet. Des Nächsten Sturz er schreckt dich nicht; du glaubst, daß Gottes Borngericht dich niemals treffen werde. 3. Jft es der Sünde gleich ge lungen, von dir, mein Gott, mich abzuziehn, so laß von nun an unbezwungen mich ihrer Macht und Lift entfliehn. Dwaffne 6. Gott, laß in mir nach deiner Huld der Gnade Licht entbrennen, mich mit Kraft und Stärke durch damit ich meiner Sünden Schuld den gewiffen neuen Geift, den recht gründlich mög' erkennen. uns dein Wort erbitten heißt, Jesu, Glanz der Herrlichkeit, durch in dir zu thun des Glaubens leuchte meine Sicherheit, daß ich Werke. mein Elend schaue. 4. Durch meine Schuld und 7. O beilger Geift, laß deinen Uebertreten bin ich ganz unwerth Strahl durch meine Seele drin. deiner Huld, doch nab' ich, Herr, gen; hilf, daß ich endlich mög' mich dir mit Beten und seufz': einmal den Sündenschlaf bezwin. ach, habe du Geduld! Vergieb, gen. Gott, thu mir Herz und was ich gesündigt habe, verwirf, Augen auf, daß mich der fichre verwirf mich Sünder nicht, o Sündenlauf nicht zur Verdamin. Herr, von deinem Angesicht ein niß führe. Gnadenblick mich wieder labe. 5. Dein Geift, den du mir haft Mel. Mein Jesu, dem die te.. geschenfet als deiner Liebe Unter pfand, der jedes Herz mit Wonne reines Wesen, lautre tränket, in dem er seine Wohnung Quelle, o Licht, das fand: er werde nie von mir ge 411 nie in Nacht zerrinnt, du, dessen nommen; laß mich mit ihm ver Von der Buße. 225 fiegelt seyn, bis meiner Hütte Bau| starb aus Liebe zu uns Armen, fällt ein und ich zu dir, Herr, und uns ein erges Heil erwarb, werde fommen. du wollst dich mein erbarmen! auch mich haft du versöhnt mit Gott, hilf mir aus meiner See lennoth und gieb mir deinen Fries den. 6. Weil aber sich in mir noch findet das Sagen, das die Sünde bringt, wenn sie im Kampf uns überwindet und unter ihre Herr schaft zwingt: so wolleft du mit füßer Freude, die aus dem Born der Liebe fleußt, erquicken meinen matten Geift und ihn befrein von feinem Leide. 4. Feft trau ich auf dein theu res Blut, auf dein unschuldig Sterben; dies kommt mir kräftiglich zu gut und läßt mich nicht verderben. Vertritt du bet dem 7. Jch bleib' an deiner Gnade Bater mich, damit ich jetzt und hangen und falle nicht aus ihrem ewiglich mich deiner Gnade freue. Bund; des Herzens innerstes Ver langen ist dir, dem Herzenskündres Licht, Regierer der Gedan 5. O heilger Geist, du wahger, fund. So fende mir nun fen, wenn die Versuchung mich zum Vollbringen den Geist der ansicht, so laß mein Herz nicht Freud' und Willigkeit; dann werd' ich jetzt und allezeit dir meines Dankes Lieder fingen. wanken. Wandel sey, steh' du mit deiner Daß unbefleckt mein Kraft mir bei und wohn' in mei nem Herzen. 412. Bater ber Barm herzigkeit, ich falle 6. Und wenn mein lettes Stünd. tämpfen, daß ich die Furcht, die lein schlägt, so hilf mir treulich dir zu Fuße, der du mich in der möge dämpfen; so wird mir Krank dann sich regt, durch Chriftum Gnadenzeit noch immer rufft zur heit, Angst und Noth, ja felbft Buße. Was ich begangen wider dich, vergieb mir Alles gnädig Thür zum ewgen Leben. der letzte Feind, der Tod, die lich, durch deine große Güte. Mel. Aus tiefer lioth schrei ze. Mel. Aus tiefer Roth 1c, 2. Durch deiner Allmacht Wun derthat nimm von mir, was mich quälet; durch deiner Weisheit beilgen Rath zeig' an, was mir 413. Schaff in mir, Gott, noch fehlet; lent meinen Willen, noch ists nicht rein von Sünden, ein reines Herz gieb mir craft! du bists allein, noch muß ich oft mit bitterm der in uns schafft das Wollen und Vollbringen. Schmerz des Bösen Macht empfinden. Viel Unrecht hab' ich 3. D Jesu, der am Kreuze schon gethan; ach nimm dich mei15 226 ner gnädig an, entreiß mich dem Verderben. beur 2. Gieb mir auch einen neuen 414. meine Seele, aus o Geift, der dich in Wahrheit liebe dem Staube, steig' empor! Auf und deinen Willen allermeist mit verlaß die dunkle Höhle; glänzend Luft und Freuden übe. Hilf mir bricht dein Licht hervor. Hier ist verleugnen Fleisch und Blut und dein Heil, welches lauter Freude gieb, daß ich mit Kraft und Muth bringet, daß dein Lobgefang er die Luft der Welt bekämpfe. flinget: Gott ist mein Theil. itu moddin de soum 3. Verwirf von deinem An 2. Fühlst du dich beschwert von gesicht mich nicht, wie ichs ver Sünden, nagt dich des Gewissens dienet; entzeuch mir deine Gnade Schmerz: Gnade, Gnade ist zu nicht, dein Sohn hat mich ver finden für ein reuerfülltes Herz. fühnet. In Christo darf ich mich Hier ist der Held, der die Sünde dir nahn, in ihm nimm du mich überwunden und Erlösung hat er wieder an und zähl mich zu den funden für alle Welt. Deinen. slo 19 Von der Buße 4. Den heilgen Geist nimin nicht von mir, den bösen Geist auf daß ich, nie ent. fernt von bir, dein eigen sey und bleibe. Dein Geist regiere mei nen Sinn, dann hab' ich seligen Gewinn im Leben und im Ster. ben. tarisi Mel. Auf, hinauf zu deiner te. 3. Alles, Alles ist befieget, was Verdammniß dir gedroht; Chrifti Leiden überwieget aller Sünde Angst und Noth. Nun schreckt kein Tod. Darum wehre deinem Bagen, denn du kannst frohlockend sagen: versöhnt ist Gott! 4. Siehst du nur auf deine Sün den, so glänzt bir kein Gnaden. 5. Mit deiner Hülfe tröfte mich, schein, willst du fröhlich überwinvergieb mir meine Sünden, und den, so muß Christus in dir seyn. fuchet meine Seele dich, so laß Er ist das Licht, von ihm strahlt dich von ihr finden und dein Ver. der Glanz der Freuden, an ihm dienst, Herr Jesu Christ, barinnen muß das Herz fich weiden, drum Trost und Leben ist, das komm laß ihn nicht. auch mir zu Gute! Basong Mel. Freu' dich sehr, meine se 6. Dein Freudengeift erhalte mich und stärke meine Seele, da mit sie nicht ohn' Ende fich mit 415. ich, mein Seiland, wie ich 200 fieb wante, Furcht und Zweifeln quäle. Set wie mir die Kraft gebricht! Man. du mein Hort, Herr, allein! cher zweifelnde Gedanke trübet miz Ach laß mich beine Freude seyn der Hoffnung Licht; träge schleich und führe mich zur Freude! ich auf dem Pfad, den ich muthig Von der Buße. 227 erft betrat, und ich wende fast ner Sünd', hier findst du Troft die Blicke jur verlaßnen Welt zu rücke. und Heil und Gnad', die Gott dir zugefaget hat durch einen heil. gen, theuren Eid, o felig, dem die Sünd' ist leid! bid nimbe 2. Was willst du dich frucht los quälen, spricht in mir der Zweifel oft wirst du dennoch nicht verfehlen, was du übereilt gehofft? Wird wohl Gottes Gnad und Huld tilgen deine Sünden schuld? Wird wohl seine Kraft bich Schwachen jemals frei von Sünden machen? hemst 3. Doch bute dich vor Sicher. heit, denk nicht: noch hab' ich lange Zeit, ich will mich erst des Lebens freun, und werd ich dessen müde seyn, alsdann will ich be fehren mich, Gott wird wohl mein dpan id erbarmen sich. 3. Gieb mir andere Gedanken, gieb, Herr, meiner Seele Ruh, 4. Wahr ist es, aus Barmher laß mich wallen ohne Wanken zigkeit ist zur Vergebung Gott be meinem Ziel im Himmel zu. Laß reit; doch wer auf Gnade fündigt mich baun auf deine Kraft, die bin und bleibt bei seinem bösen ein festes Herz uns schafft, laß Sinn, wer seiner Seele selbst nicht mich deine Lieb' empfinden, die schont, dem wird einst nach Ver versöhnet alle Sünden. dienst gelohnt. 4. Herr, bu hast, da bu gelit ten, uns bis in den Tod geliebt; 5. Gnad' hat bir zugefaget Gott baft den Deinen Sieg erstritten, durch Jesu Chrifti Blut und Tod, da Gehorsam bu geübt. Der du doch sagen hat er nicht gewollt, baft die Welt besiegt, gieb mir ob bu bis morgen leben sollt Straft, die nicht erliegt, wie du daß du mußt sterben, ist dir fund, Alles überwunden, fieg auch ich, verborgen ist die Todesstund'. mit dir verbunden. 6. Heut lebst du, heut befehre dich, eh' morgen kommt, fanns ändern sich; wer heut ist frisch, o wahr ich lebe, vielleicht auch todt. Stirbst du gesund und roth, ist morgen frant, spricht dein Gott, 416. du in Ewigkeit. mir ist nicht lieb des Sünders nun ohne Reu' und Leid, so büßeft Tob, vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß in der Sünd er stehe still, von seiner mir, daß ich noch heute toimm' zu 7. Hilf, o Herr Jefu, hilf du Bosheit wende fich und lebe mit dir und mich bekehre unverweilt, mir ewiglich. meh mich mein Ende übereilt, auf 2. Dies Wort bedenk, o Men, daß ich heut und jederzeit au meis schenkind, verzweifle nicht in deiner Seimfahrt sey bereit. 15Mel. Dater unser im Himmelreich ze. 228 Von der Buße. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich se. D 4. Verscherzen konnt ich wohl mein Heil durch meine Sünden, Por dir, Herr Jesu, doch Gnade konnt' ich nicht aus 417. steh ich hie und eignen Kräften finden. Selbst beug' in Demuth meine Knie, fallen konnt' ich wohl und ins vernimm mein ängstlich Klagen: Verderben gehn, doch nur durch für meine Sünd' und Missethat deine Kraft fonnt' ich vom Fall find' ich auf Erden keinen Rath, erstehn. boch will ich nicht verzagen. Herr 5. Du richtetest mich auf, du Jefu Chrift, dein Blut allein stärktest meine Seele, du zeigteft macht mich von allen Sünden rein, dies Wort, Herr, glaub ich zweifelsfrei und trag im Her zen wahre Reu'. Herr Jesu Chrift, Herr Jefu Chrift, ich flieh' zu dir und will mich bes fern, hilf du mir! mir den Weg, daß ich des Ziels nicht fehle. Gott sey gelobt, daß ich der Sünde nun entsagt und todter Werke Dienst mich nicht bei dir verklagt. 6. Nun fleh' ich, Herr, zu dir: laß mich nie wieder fallen, so lang ich hier noch soll nach dei nem Rathe wallen. Verleih' mir deinen Geist, der in mir mächtig sey und täglich mein Gemüth zu deinem Dienst erneu. Mel. O Gott, du frommer Gott 16. 418. Mas kann ich doch für Dank, o Herr, mein Gott, dir sagen, daß du mich mit Geduld so lange haft getragen, da ich, von Sünden luft und Eitelkeit bethört, auf dei nen Gnadenruf, Vater, nicht gehört! 7. Ach leit und führe mich, du treuer Gott! auf Erden, ich kann durch dich allein hier recht gefüh ret werden. Will ich mein Füh rer seyn, so werd' ich bald ver führt, ich finde nur mein Heil, wenn mich dein Geift regiert. 2. Unendlich große Gnad' er wieseft du mir Armen; ich häufte meine Schuld, du mehrtest dein Erbarmen; ich widerstrebte dir, 8. Mein Vater und mein Gott, erhör' mein brünstig Flehen, mein die Buße wollt ich nicht, du Seiland, Gottes Sohn, laß deine schontest meiner noch und gingst Kraft mich sehen; o werther heil nicht ins Gericht. ger Geift, regier' mich allezeit, so 3. Durch dich bin ich bekehrt bin ich selig hier und dort in und deinem Dienft ergeben; dir Ewigkeit. dank ich nun gerührt, Herr, für das neue Leben. So weit die Mel. Ihr Seelen, finkt te. Wolfen gehn, reicht deine Güt und Macht, fle hat mein Herz 419. er bin ich, Get mich zu dir deinem Licht? Von der Buße. 229 Erkennst du mich, wie ich mich| starkem Arme faffen, bis feft mein fenne? Und wenn ich mich den Gang und ficher ist. Deinen nenne, ist nichts in mir, das widerspricht? 2. Jft mir bein Joch ein sanf tes Joch? Ist dein Gefeß mir heilges Sollen? Wie, oder gnügt für festes Wollen ein leerer Wunsch dem Schwachen noch? 3. Schein' ich das immer, was 10. Dir sey zum vollen Eigen. thum, Herr, Leib und Seel und Geist gegeben! Nicht ich, ich bin, und bin ich immer, was du müsseft in mir leben, zum ich scheine? Weiß ich stets selbst, Seile mir und dir zum Ruhm. wie ich es meine, und ist einfältig ftets mein Sinn? 4. O Herr, beschäme mich vor dir, wenn mich dein Geist nicht treu erfindet! Du, der des Her zens Tief ergründet, nimm alle Falschheit weg von mir. 9. Ja, laß mich, stark in deiner Kraft, der Welt geheimstem Zug entfliehen, des Geistes Odem in mich ziehen, der mich zum neuen Menschen schafft. 11. Komm, sey du meines Geis ftes Geift, sey meines Lebens inn res Leben! Kein Wunsch soll dem mehr widerstreben, daß du im Herzen König seyft. Mel. Was mein Gott will 10. Mer in der Schwach heit ficher ist und bleibt in Sünden liegen und meint, er sey ein guter Chrift, 6. Dies Ziel ist, ach! noch fern den wird sein Wahn betrügen. Den Himmelsweg, den schmalen von mir! Zu wankelmüthig zu träge ist noch mein Herz auf Steg hat nie sein Fuß betreten, beinem Wege! Nein, noch be auch sieht er nicht in Gottes Licht und steh' ich nicht vor dir. was Rämpfen sey und Beten. 7. Erhalte mir die Augen wach und meinen Fußtritt unverdroffen. Der Geist ist willig und entschlos fen, doch bleibt das Fleisch noch immer schwach. 5. Daß ich auf deinem Prü fungsbeerd dereinst besteh' der Lautrung Feuer und braus her. 420. vorgeb' als ein Treuer, an Sinn und Zweck vor dir bewährt. 2. Was gern die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bos, heit Stärke, dadurch vermehrt der böse Geift gar mächtig seine Werke. Lent deinen Lauf, mein Herz, hinauf, zu Gott fteh dein Verlangen! Des Heilands Hand zerreißt das Band, womit du bift 8. Der du im Helfen Meister bist, du wirst den Schwachen nicht verlassen, wirft mich mit gefangen. 230 Von der Buße. 3. Der erste Schritt im Christen Tiefen bald lässig, bald mit Vor hum ist: von der Sünde scheiden, grebst du nach wahrem Glaubens euhm, so mußt du Weltlust mei den. Wenn Christi Geist die Seele reißt aus ihren Todesbanden, so spürt fie Kraft, die Jesus schafft, mit dem fie auferstanden. sah hin! Mich warnt im Stillen mein Gewissen: betrüg', o Mensch, dich selber nicht! Geneigt, mein Unrecht nicht zu wissen, vergeß ich, was mein Jnnres spricht. 4. Mein Jesu, steh mir mächtig bel, laß mich gekräftigt werden, Gerechtigkeit und Stärke sey in dir mein Theil auf Erden. Uns, bein Geschlecht, machst du gerecht und willst die Schwachen stärken, daß fie in dir, Herr, für und für die Macht der Gnade merken. 5. Brich durch, o starker Gottes. sohn, und laß auch uns durch. brechen, uns freudig nahn dem Gnadenthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen. Denn deine Hand hat ja das Pfand des Gei ftes uns gegeben, dadurch wir frei von Furcht und Scheu im Streite flegreich leben. 2. Jch wandle rubig auf dem Pfade des Leichtsinns und der Eitelkeit; ein falsches Baun auf Gottes Gnade vermehret meine Sicherheit. Ich denke nach voll. brachten Sünden doch ohne Buß' an Jesum Chrift; Vergebung hoff ich leicht zu finden, weil er für mich gestorben ist. 3. So bleiben unrein meine Triebe und unerleuchtet mein Ver. stand; leer ist mein Herz von Got tes Liebe und nur dem Eitlen zugewandt. Mein Glaub' ist todt und ohne Früchte, mein Wandel ohne Besserung, und dennoch hoff ich im Gerichte, o Gott, von bir Begnadigung. 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft 4. Weh mir Verblendetem! wie mehr ist, daß wir das Fleisch be. lange werd' ich mich selber hinter kämpfen und hilf uns Satans gebn! Ich nahe mich dem UnterMacht und List und alle Feinde gange und will doch die Gefahr dämpfen, daß, wenn die Welt nicht fehn. Erwecke, Gott, mich uns Neße stellt, fie uns doch aus dem Schlafe, zeig' mir die nicht berücke, vielmehr in Noth, Größe meiner Schuld! Ach, eile ja selbst im Tod uns deine Kraft nicht mit mir zur Strafe und hab', erquidke. o Vater, noch Geduldi Mel. Die Eugend wird durchs 14, 5. Sieh', in der Tiefe meiner Seele ist Alles deinen Augen Licht. Was ich auch vor mir 421. ie fürche ich mich, selbst verhehle, verbirgt sich bei mein Herz zu prünen Blicken nicht. Reiß mich fen, mich zu erforschen, wer ich aus meinen Finsterniffen, entfalte Fin! Wie blid ich über seine du mein Herz vor mir, und mach Von der Buße. 231 tig treibe mein Gewissen zur Buße Sort, nicht weichen, dich nicht mich und, Gott, zu dir! lassen. Wie viel auch meiner Fehle 6. Der du die Herzen prüfft, find: bin ich durch Christum doch befehre, erleuchte, beßre, leite dein Kind, du mein versöhnter mich, daß ich auf deine Stimme Vater. 5. Wohl mir! so fürcht' ich kei. höre und traue gläubig dann auf dich! Laß fest in deiner Furcht nen Streit; du fannst mich sieg. mich stehen, vor dir sey Herz und haft machen, du giebst den Ban Wandel rein, so werd' ich der Gegen Freudigkeit und Kraft und fahr entgehen, betrogen von mir Muth den Schwachen. Du, Gott, felbst zu seyal adon tubist meiner Seele Licht, hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erde. hau thot DE Mel. Aus tiefer oth te. SARB Had gunung 422. ie ist mein Herz so fern von dir, du Urquell alles Lebens! Dein Friede wohnt noch nicht in mir 423. und Rub' such' ich vergebens; ver laß mich, Gott, mein Vater, nicht, verbirg mir nicht dein Angesicht, um deiner Gnade willen. Mel. Mein Jesu, dem se. Mie oft hab' ich ben Bund gebrochen, den ich, o Gott, mit dir ge macht! Wie oft dir treu zu sehn versprochen und des Versprechens nicht gedacht! Jetzt nab' ich bange 2. Umhüllt von Dunkelheit bin mich aufs Neue dir, Herr, vor ich mich faffet Angst und Beben, dem ich strafbar bin, ich wein' mein Herz sucht Licht und ängstet und finke vor dir hin, durchdrun. fich, doch fruchtlos ist sein Stregen ganz von Schaam und Reue. ben. Der Kampf, der täglich sich 2. Die Angst ist groß, die ich erneut, die Bürde meiner Sterb empfinde, denn dein Gesetz ver. lichkeit bengt in den Staub mich dammet mich, wie ein Gebirge liegt die Sünde auf mir und drückt nieder. 3. Ich bin zu schwach, aus mich fürchterlich. Die ganze Reihe eigner Macht zu dir mich auf von Vergeben, die mich beflecken, Buschwingen und durch der Anzeigt sich mir, wohin entflieh' ich, fechtungen Nacht zum Licht hin Gott, vor dir? Wie soll ich Schul durch zu dringen. Du, Herr, diger bestehen? mußt meine Stärke sehn, nur du kannst Troft und Kraft verleihn, auf dich steht mein Vertrauen. 4. Mit festem Glauben an dein Wort will ich dich kräftig fassen; ich will von dir, mein Fels und 3. Groß ist die Schuld, doch dein Verschonen ist größer noch, als meine Schuld. Nicht nach Verdienst, nach Gnade lohnen willst du dem Sünder, Gott der Huld! Sieb in mir Urmen und 232 Von der Buße. Verlornen nicht meine Schuld und ich hab' oft gebrochen, was ich Missethat! In dem, der mich ver- mit Mund und Herzen dir ver föhnet hat, fieh mich, in deinem sprochen. Vergieb! du weißt ja, Eingebornen! wie ich es bereut. 4. Heil mir! burch ihn wird 4. In so viel Zeit, als du mir mir vergeben, fein Blut tilgt al hier verleibst, wie weit müßt' ich len meinen Schmerz, und Wonne im Heil schon seyn gekommen! Gottes, neues Leben durchströmt Und doch, wie wenig hat noch nun mein beklommnes Herz. Jhr abgenommen des Fleisches Macht, Kummerzähren, werdet Thränen, wie schwach ist noch der Geift! wie sie die Freude weinen lehrt; mein banges Seufzen ist erhört, 5. Oft denk' ich: könnt' ich die statt Klagen soll nun Jubel töbergangne Seit, die mir so ohne Nußen ist verlaufen, ach könnt ich die noch einmal wieder faus fen; nun würde sie weit beffer dir geweiht! nen. 5. Du, beffen mächtiges Durch dringen in Sündern neue Herzen schafft und, deine Werke zu voll bringen, fie bimmlisch stärkt, o 6. Doch, kann ich deiner Hülfe Geist der Straft! So lang' ich mich nicht freun, so hoff ich Schwacher wall' auf Erden, stärt meine Heiligung vergebens und mich, daß deine Gnade nicht mir auch der Ueberrest des kurzen Le einst zum schrecklichen Gericht durch bens wird besser nicht als das neues Sündgen möge werden! vergangne seyn. In eigener Melodie. 424. ie fchnell verstrich, o Herr voll Mild' und Huld, ein großer Theil mir schon von diesem Leben! Sollt ich von deinem Gut dir Rechnung geben, mit Seel' und Leib blieb ich in deiner Schuld. 7. Willst du noch Frucht vom dürren Baume sehn, so mußt du Kräfte mir von oben senden. Mein ganzes Heil ist, Herr, in deinen Händen, nach Seel' und Leib, mein Leben und Bestehn. rung gnug belehrt, daß, auch 8. Doch bin ich durch Erfah. beim längsten Leben hier auf Er den, das niemals fann von mir errungen werden, was dir genügt, mir wahre Rub' gewährt. 2. Herr, mein Gott und Vater, deine Treu hat reichlich mir und unverdient geschenket, und hat ein Leid zuweilen mich nur immer fort! führt mich zum 9. So fliebt, thr Tage, denn gefränket, bu wolltest nur, daß giel, verdoppelt euer Eilen! Mich ich nicht sicher sey. lüftet nicht, auf Erden länger wei 3. Ja, du haft belne Vater len; nur bald von hier und defte zärtlichkeit noch nie verlegt; nurleher dort! 233 Von der Buße. 10. Dort ist der Hafen der ge 3. Nach seinem Ebenbild schuf wünschten Ruh', bort wird der Gott der Menschen Seele, daß fie müde Streiter einst bekränzet! zu ihrem Ziel die Heiligung er Dort, wo der Preis für seine wähle, in unsre Herzen schrieb er Pilger glänzet, reicht Jefus mir das Gesetz des Rechts; der Geift, die offnen Arme zu! der in uns denkt, ist göttlichen Geschlechts. 11. Doch, wenn ich länger hier noch wallen soll, so gieb, o Herr, daß ich mich wach erhalte, daß nie in Sicherheit mein Muth er falte, und mache mich des rechten Eifers voll! 4. Hat er nicht seinen Sohn für dich dahin gegeben, auf daß du ewiglich durch ihn sollst felig Leben? Belastet hatte dich der Sünde schwerer Fluch, da tam dein Seelenfreund und that für dich genug. 12. O möcht' ich als dein theu res Eigenthum Geist, Seel' und Leib von Flecken rein bewahren! 5. Jft, wie von Anbeginn, Doch soll ich strauchelnd neue Schuld erfahren: laß mich nicht nicht Gottes Geist noch kräftig, finfen, stärk' mich wiederum! 13. Je länger ich auf deinem Wege geb', je voller gieb dein Licht mir zu erkennen und auch mein Licht laß immer heller bren nen, bis ich verklärt vor deinem Throne steb'! ist er nicht immerdar zu unserm Heil geschäftig? Nimmt er fich, wenn wir flehn, nicht unsrer Schwachheit an und weiset durch das Wort uns auf die rechte Bahn? 6. Ach ja, mein treuer Gott, du willst mich zu dir ziehen, ich aber suchte nur dein Gnadenwerk zu fliehen; es lieget nicht an dir, Sm oran liegts boch, der es gar treulich meint, ich bin mein Herz, daß mir heimlich selbst der allerärgste Feind. Mel. Gott, du frommer Gott 16. 425. dich der Unmath quälet und daß dir immer noch die Kraft zum 7. Nun, Herr, erforsche mich Guten fehlet? Auf, prüfe dich vor und prüfe meine Wege, bewahre Gott, geh in den innern Grund, meinen Fuß vor jedem falschen burch ernstes Forschen nur wird Stege, erleuchte meinen Sinn dir die Urfach' fund. und stehe du mir bei, daß deine 2. An Gott liegts wahrlich Gnade nicht an mir vergeblich nicht, denn er ist ja die Liebe, sey. fein Herz ist immerdar voll süßer 8. Der Seelen Auge laß in Liebestriebe; er ist getreu und mir einfältig werden, es blicke fremm, sein Bund steht ewig fest, nicht zugleich gen Himmel und er theilt sich selber mit dem, der zur Erden; vollbringe selbst bein ihn wirken läßt. Wert, du fingst es an in mir, 234 fo freuet fich mein Geift auf ewig, Herr, in dir. Bom Glauben. Mel. Auf meinen lieben Gott 28. du: dir ist vergeben! so führ ich neues Leben. 426. 20 soll ich fliehen hin, dir kommt jede Gabe, die ich noch ba ich beschweret nöthig habe; der Sünde Neiz zu bin und tief gebeugt von Sünden? dämpfen, hilfft du mir fiegreich Wo soll ich Rettung finden? Ach, aller Welt Erbarmen giebt feinen Trost mir Armen. 2. Du, Jesu, rufeft mir, drum flieh ich, Herr, zu dir. Zu dei ner großen Güte kommt mein be trübt Gemüthe, laß du auf mein Gewissen den Troft der Gnade flies Ben.. sim sorg 4. 3war viel noch mangelt mit, doch bin ich reich in dir, von tämpfen. 5. Darum allein auf dich, Herr Chrift, verlaß ich mich, nun fann ich nicht verderben, dein Neich muß ich ererben, denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 6. O führe Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, das 3. Wie groß die Schuld auch Alles zu vermeiden, was mich sey, bu machst mich von ihr frei, von dir kann scheiden, daß ich wenn ich dein Kreuz umfasse und an deinem Leibe ein Glied auf mich auf dich verlaffe. Sprichst ewig bleibe. 185 ASBIST XVIII. Vom Glauben. rettet dich und nimmt deine Schulb auf fich. Mel. Bu, o schönes Weltgebäube 24. 3. Ja, mein Heiland, du mein 427. u, u zagendes Ge wissen! sey getroft Leben, du, der Seele bestes Theil und fasse Muth, deiner Noth bist du haft Ruhe mir gegeben und in bu entriffen durch des Mittlers dir find' ich mein Heil. O wie heures Blut. Laß dein Trauern, groß ist dein Erbarmen, das du laß dein Weinen, denn Gott läßt zugewandt mir Armen! Wie ver dir Gnad' erscheinen, du bist frei gelt' ich deine Huld, die vertilget und sollst allein deines Jesu ewig meine Schuld? feyn. 4. Herr! mein Heil ist deine 2. Drücket dich die Laft der Gabe gilf, daß ich dir dankbar Sünden, zitterst du, beladnes sey; nimm mein Alles, was ich Herz, fannst du nirgends Ruhe habe, nimm es hin für deine Treu! finden, stillet Niemand deinen Richte Sinne und Gemüthe auf Schmerz, fann gleich aus den den Reichthum deiner Güte; du Sündenketten dich kein Mensch, sollst ewig und allein meines Her kein Engel retten: Heil dir! Jesus zens Freude seyn. Bom Glauben. 235 loben, mehr, als ich sie hier preis sen fann; dort bin ich ganz ges recht und rein und ewig selig, SA Mel. Wer nur den lieben Gott se. 428. u Gben foll ich ſe. lig werden und ewig durch meiner Werke Werth. Welch Heil, daß Gott mich schon auf Er den gerecht und für sein Kind er, flärt! Durch meinen Esiland foll 429. ich rein, aus Gnaden ewig selig feyn. Mel. Es ist das heil se. er Glaube ist die Qu bersicht zu Gottes Gnad' und Treue, daß ihn der Tod des Sünders nicht, vielmehr fein Leben freue; er ist der Kinde schaft sichrer Grund, auf Gottes Wort und seinen Bund, auf Jefum selbst gegründet. 2. Und dieser Glaub' ist der Be weis, daß Gott nicht gern betrübe; 3. Aus Gnaden that ers; freut vielmehr, zu seiner Güte Preis, in euch, Sünder! ihr werdet rein in seinem Sohn uns liebe. Denn feinem Blut, ihr werdet durch durch ihn ist mein Herz gewiß, ihn Gottes Kinder, wenn ihr nur daß Jesus mich dem Fluch ent glaubt und Buße thut. Welch riß, dem ich entgegen eilte. Heil, daß er nur geben kann! aus Gnaden nimmt er Sünder an. 3. Er richtet auf und giebt mir Muth, zum Vater mich ju nas 4. Wohlan, mit freudigem Gehen, Vergebung durch des Soh. müthe erkenn' und preise Gottes nes Blut und Gnade zu empfa Huld, doch troße nicht auf seine hen. Und was Gott weiter noch Güte, daß du nicht häufest Schuld verheißt, das sieht mit Zuversicht mein Geist, als wär' es gegen. auf Schuld; denn wer auf sie zu freveln wagt, dem ist ihr reicher wärtig. Trost versagt. 4. Er fräftiget mir Herz und Sinn, daß ich zum Ewgen bringe, 5. Hilf du aus Gnaden, Herr, schon hier in Hoffnung felig bin mir streiten, und werd' ich matt, und nach dem Himmel ringe. fo fteh mir bei, damit, wenn Gott ist mein Hort, sein Sohn meine Füße gleiten, ich vor dem mein Seil, fein Geist das Pfand, Fall behütet sey. Durch deine ich habe Theil an Gottes VaterKraft nur tann ich stehn und der liebe. Versuchung Macht entgehn. 2. Aus Gnaden! denn wer kann verdienen, was Sündern Gottes Sohn erwarb, als er, zu ihrem Heil erschienen, den Opfertod am Kreuze starb? Der keine Sünde je gethan, betrat freiwillig diese Bahn. 6. Aus Gnaben einst zu dir er boben, bet ich mit allen Selgen an und will, Herr, deine Gnade 5. Jch fürchte nicht der Hölle Seer, die Pein von ihren Flam men; ich bin kein Kind des Zor. nes mehr, Gott kann mich nicht 236 Vom Glauben. berdammen. Mein Theil ist an hangen; doch ist er flegreich seiner dem Friedensort, ich höre meines Schaar zu Gott vorangegangen. Heilands Wort: die Sünd' ist dir Jhm gehn die Glaubenshelden bergeben. nach, die seine Zeugen waren, fie stehen muthig in der Schmach, in Trübsal und Gefahren. 6. Und stürmen Sorgen auf mich zu, verwirrende Gedanken: der Geist des Herrn gewährt mir Rub' und läßt mein Herz nicht wanken. Der Glaube fürchtet lei nen Schmerz, ich weiß, daß Get 3. Ja kühn und sicher wandelt der, der Christo sich ergeben, voll Zuversicht im wilden Meer, im Lod noch voller Leben. Froh tes Vaterherz das Beste stets nur schauen wir die Tapferkeit der meinet. Streiter für den Glauben und 7. Er übt durch solche Kämpfe spotten der Verwegenheit, die mich, um mein Vertraun zu stär. droht, ihn uns zu rauben. ken, und durch die Trübfal meh. ret fich der Fleiß in guten Wer fen. Verehr' ich Christum, mei- Schuß der Feinde Heer vertreiben und, nen Herrn, folg' ich ihm nach allem Hohngeschrei zum und dien' ihm gern, so werd' ich Wer unsern Herrn zum Beistand Truß, mit unsern Vätern gläuben. 4. So laßt auch uns in Christi überwinden hat, das Herz voll seiner Freu8. Ich weiß, auf wen ich bauen den, der wird auch gern durch tann, ich weiß, an wen ich glaube, seine Gnad' um seinetwillen lei der Vater nimmt als Kind mich den. an und hebt mich aus dem Staube. Die Welt mag um mich her ver gehn: ich falle nicht, ich bleibe stehn, ich glaube seinem Worte. Mel. Preis, Lob, Chr' se, 431. Mel. Was mein Gott will ze. 430. er Glaube ifts, der Wunder schafft, fanns gleich die Welt nicht fas fen. Der Grund, auf dem mein Glaube rubt, ist feft, mag auch die Welt ver gehen. Sein Siegel ift des Mittlers Blut und dessen glorreich Auf erstehen. Glaube, du, des Chri Was Gott gefällt, wirkt ften schönster Rubm! Wie felig, seine Kraft, wenn wir ihn walten wer dich hat zum Eigenthum. laffen: wer nur recht freudig glau2. Ich fannte nicht den Weg ben kann, der wird sein Ziel er zum Heil, mein Auge deckten reichen; denn ihm ist Alles unter dichte Hüllen, nur Wahn und than, ihm müssen Berge weichen. Irrthum war mein Theil, nichts 2. Der, deß die Welt nicht wür fonnte meine Sehnsucht stillen, big war, hat selbft am Kreuz' ge-[ bis ich das Wort des ewgen Le Vom Glauben. bens fand, das Himmelslicht, vor dem die Nacht entschwand. 237 das Gericht will geben. Das Beste felbft, was ich je unternommen, bleibt unvollkommen. 3. Daß mich bei meiner Sün den Schuld nicht Furcht und 4. Und wenn gleich Gott der Sweifel ganz verzehren, daß ich vertrau des Vaters Huld, dies guten Werke denket und reichlich dank ich Jefu heilgen Lehren. Ich weiß, ich bin versöhnet durch sein Blut, und fühl im Herzen Zuversicht und Muth. uns dafür Belohnung schenket, so thut ers doch allein aus freiem Triebe, aus Gnad' und Liebe. 4. Jch war betrübt bis in den Tod, von Leid und Sorgen rings umgeben, mich konnte nicht aus tiefer Noth der Freunde Rath ganz vertrauen. und Troft erheben. Der Glaube Mel. Herzlieber Jefu, was 16. 5. Nur du, o Jesu, tilgest meine Sünden; bei dir nur tann die Seele Frieden finden. Auf dein Verdienst, mein Heiland, will ich bauen, dir nur hat stets mit seiner Macht 6. Doch wehe mir, wollt ich ein neues Leben in mir angefacht. zum Dienst des Bösen die Gnade 5. Erhalte mir, o Gott, dein brauchen, die mich soll erlösen, Wort als meines Lebens höchste und dich, den Liebe in den Tod Freude, es sey mein Troft, mein getrieben, nicht wieder lieben! Licht, mein Hort, mein letztes Labfal, wenn ich scheide. Dort oben noch will ich dich, Herr, er höhn, daß mir so großes Heil durch dich geschehn. 3. Nie kann ich vor dem Heili gen bestehen, wenn er mit mir in 7. Nein, falscher Troft soll nimmer mich verführen, Gottfeligkeit sell meinen Glauben zieren; dir, Jesu, will ich ganz mein Herz er geben, in dir nur leben. Mel. Alle Menschen müffen ze. er Werke Ruhm muß 432. u sollst glauben, und vor der Gnade schwin. den, Verdienst kann nicht den Weg zum Himmel finden, dem Gläub gen nur will Gott das ewge Les ben durch Christum geben. 433. du Armer giebst dich bangen Zweifeln hin? Du sollst beten zum Erbarmer, und dir fehlt der Kindessinn? Kindlich mußt du hier vertrauen, dort wirst du den Ausgang schauen. Jesu Aus 2. Wer zählet fie, die Fleden unfrer Seele? Wer merket wohl, wie oft er täglich fehle? Wer gang ward erst klar, als er auferstanden war. darf, als Lohn den Himmel zu verdienen, sich wohl erkühnen? 2. Glaube giebt der Andacht Flügel, Glaube hebt zu Gott em por, Glaube bricht des Grabes 238 Bom Glauben. TUOT Riegel, felbft der Ewigkeiten Thor;| Treu fann ihr Versprechen nicht Glaube geht durch Flamm' und vergessen oder brechen. Fluthen, ließ die Zeugen freudig bluten, und fie überwanden weit, ficher ihrer Seligkeit. 2. Mögen auch die Berge wei chen und die Felsen untergebn, unser Fels ist sonder Gleichen, 3. Glaube hilft die Welt befle Gottes Bund bleibt ewig stehn. gen, macht die schwerste Prüfung Fallt, ihr Hügel, immer hin! leicht, ibm muß Alles unterliegen, Unsers Gottes Baterfinn fann selbst die Macht der Sünde weicht. tein Fall, kein Schlag erschüttern, Ob du schon im Kampf erlagest wenn auch alle Welten zittern. und nun an dir selbst verzageft, 3. Er hat sich mit uns verbun. tämpfe stärker, tämpfe fort, denn den durch den Bund, der ewig der Herr ist Schuß und Hert. gilt dieser Bund wird feft erfun Schild. Nichts vermag der Feinde ben, ist uns ewig Schirm und Pfeil, Gott bleibt ewig unfer Theil, dies hat uns sein Mund geschworen, als sein Geist uns neu geboren. 4. Darfst du im Vertraun er ou müden, wenn die Hülfe noch vere zieht? Stehe fest in Gottes Frie ben, der die rechte Zeit ersicht Den bat Täuschung nie betroffen, der gehorsam blieb im Hoffen. Glaube feft: der Alles schafft, giebt dir auch zum Glauben Kraft. 5. Baft du nicht schon oft er fahren, wie er dir zur Seite stand? Hast du nicht des Wun, berbaren Wunderausgang oft er kannt? Mußt du denn ihn immer feben, ganz des Ewgen Rath ver steben? Selig, felig, die nicht fehn und doch fest im Glauben stehn. Mel. Werde munter, mein is. 4. Drum fey rubig, meine Seele!( Trau auf Gott, der für dich wacht, daß kein Zweifelmuth dich quale in des Kummers finst rer Nacht. Wer fich ganz auf Gott verläßt, der steht unbewegt und feft, dein Erbarmer wird dich stützen, seine Treue dich beschüßen. JE SUNET 435. er, du bist unsre Zuversicht, die starte Feste deiner Frommen! Wer auf dich traut, der wanket nicht, tein 434. ottes Mund hat uns Uebel darf ihm nahe kommen. verbeißen, und sein Denn start bist du und weif Wort ist uns ein Pfand, daß und gnadenreich und lauter Lieb', uns feine Macht fell reißen aus o Gott, wer ist dir gleich? des treuen Vaters Hand. Darum 2. Wer sagte denn in Zweifel fürchten wir uns nicht, ob auch muth, ungläubig und mit trägem Erb und Himmel bricht, seine Serzen? Nein! was du thuft, ist se Mel. Prets, Lob, Chr' is. Vom Glauben. 239 Alles gut; Kraft sprießt aus über- zur Erden und nahm darnach den wundnen Schmerzen, und Jünger Himmel ein. Von dannen fandt traft zu Jüngerkraft gefügt wird er nun den Geift, der uns den eine Macht, die Höll und Tod Weg zum Leben weist. dan bis 35 befiegt.dnal 4. D Abgrund, welcher alle Sünden in Christi Tod verschlun gen hat! Nun wir durch ihn Ver gebung finden, nun findet kein Verdammen statt, denn Christi Blut hat uns befreit und rufet laut: Barmherzigkeit! 5. Wird nun auch Alles mir entrissen, was Leib und Seel er. quicken fann; muß ich auch jeden Troft vermissen und nimmt fein Freund sich meiner an, scheint die Errettung noch so weit: mir bleibt des Herrn Barmherzigkeit! 6. Es gebe mir nach dessen Wil len, bei dem fo viel Erbarmen ist; er wird mein Herz gewißlich stillen, wenn es nur seiner nicht vergißt. So steb' ich fest in Freud und Leid, mich hält des Herrn Barmherzigkeit. 3. D welch ein ewig fester Grund, auf den dein Volk den Glauben gründet! Und welch ein freudger Liebesbund, der Seel und Seel auf dich verbindet! Wo Liebe wohnt, da fliehen Sorg und Pein; fie flößet Trost den wun den Herzen ein. du d 4. Drum feft, o Gott, auf dich gebaut, steb unser Glauben, Lie ben, Hoffen! Wer heldenmüthig dir vertraut, dem stehn des Him mels Schäße offen. So weiche denn auch Furcht und Rümmer niß! Dem Glaubenskampf sind Sieg und Preis gewiß. dimmbyseng Mel. O baß ich tausend Bungen 16. too 200 436. Grund gefunden, ch habe nun den 7. An diesem Grunde will ich der meinen Anker ewig hält; wo balten, wie mich auch Sturm und anders, als in Jefu Wunden? Da lag er vor Beginn der Welt. Ob Erd und Himmel unter gehn, der Grund bleibt unbeweg lich stehn. G Meer bewegt, ich laffe feine Gnade walten, so lang' in mir das Herz noch schlägt. So ruf ich immer Gocherfreut: O Abgrund der Barm herzigkeit! 2. Es ist das ewige Erbarmen, bas alles Denten übersteigt, berel. als Herr ifts, der mit Vaterarmen fich gnädig zu uns Sündern neigt/ 437. er will den Tod des Sünders nicht, weil ihm sein Herz vor Mitleid bricht. 3. Wir sollen nicht verloren wer den; Gott will, uns soll geholfen seyn; drum fam sein Sohn herab ghett, bu Donnerwert ze. S$% Schäme mich bes Heilands nicht, vor dem voll froher Zuversicht mein Knie fich dankbar beuget. Gott! welch ein theures, werthes Wort: ich, hier dein Kind, bein Erbe dort, wie mir bein Geift bezeu. 240 Vom Glauben. get, ich soll durch Jesum Chri| bete, ftärkt meine Seele fich, hab' stum rein, durch ihn gerecht und felig feyn. ich das Haupt zum Freunde, bin ich geliebt von Gott, was schaden 2. Frob fühlt mein Herz die Got mir die Feinde, was acht ich ih testraft, die in der selgen Wissenren Spott? dira schaft von dem Erlöser lieget, die alle Stenntniß dieser Welt und was ich rühm' es ohne Scheu, daß 2. Ich weiß und glaub' es feste, fie Reizendes enthält, unendlich Gott, der Höchst und Beste, mein überwieget. Mein größtes Glück, Freund und Vater sey. Weil er mein höchster Ruhm ist Jesu Evan in schweren Fällen mir will zur gelium. und Wellen ich niemal Rechten stehn, so werd' in Sturm unter 3. Auf ewig ifte mein bestes Theil, in keinem Andern hab' ich gehn. Seil und Kraft zum ewgen Leben; Vergebung meiner Sündenschuld, 3. Der Grund, drauf ich mich der Beifall Gottes, seine Huld ist gründe, ift Chriftus und sein Blut, mir durch ihn gegeben. Ich steh im Glauben, bin ein Christ, an dem nun nichts verdammlich ist. 4. Mir widerfuhr Barmherzig feit, mit himmlischer Zufriedenheit ist der Liebe werth. lohnt Gott mich schon hienieden. bei ihm allein ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd', was Christus mir gegeben, das 4. Er ist mein Ruhm und Ehre, Ich bete, voll von Zuversicht, mich mein Glanz und helles Licht; schrect tein Tod und kein Gericht, wenn er in mir nicht wäre, hätt' mein Geift fühlt Gottes Frieden. ich den Frieden nicht, in ihm Gott, ewig ist mein Herz nun dein kann ich mich freuen, hab' einen und ewig deine Gnade mein. Heldenmuth, darf das Gericht nicht scheuen, wie sonst ein Sün der thut. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; nichts raubt mir meinen Trost und Muth, nicht Leiden, 5. Sein Geist wohnt mir im nicht Gefahren. Durch den ich Herzen, regieret meinen Sinn, Alles hier vermag, bu, Gott, vertreibt mir Sorg' und Schmer wirft bis auf jenen Tag mein zen, nimmt allen Kummer hin; Erbtheil mir bewahren. Ja du, und wenn sich hier und dorten Ge der mich berief, bift treu: hilf, fabr und Schrecken findt, vertritt daß ichs auch im Glauben sey. er mich mich Worten, die unaus, sprechlich find. Mel. Dalet will ich dir geben ze. 6. Sein Geift spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, 438. ft Gott für mich, so wie Gott dem Hülfe leiste, der trete gleich Alles bei ihm suchet Ruh', und wie er wider mich; so oft ich fing' und hat erbauet dort eine neue Stadt, Vom Glauben. 241 3. Laß von dem großen Gnadentheil den rechten Sinn mich fassen, daß der nur an dir habe Theil, dem du die Schuld erlaffen. Hilf, daß ich geh auf richtgem Steg; du selbst, Herr Jesu, bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. o Aug' und Herze schauet, was es geglaubet hat. 7. Da ist mein Theil und Erbe mir prächtig zugericht't, wenn ich einst fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Verseufz' ich auch hienieden mit Thränen manche Seit, mein Jesus und sein Frie den durchfüßet alles Leid. 4. Ist auch mein Glaube noch 8. Mag denn die Welt ver so tlein, ein Senfkorn, kaum zu gehen mit ihrer Pein und Lust; merken, wollst du doch wirksam in ich werde Christum sehen, deß bin mir seyn und seinen Wachsthum ich mir bewußt, nichts kann von stärken. Das schwache Rohr zerihm mich scheiden, nicht Leben brichst du nicht, verlöscheft tein und nicht Tod, mich ruft zu sei noch glimmend Licht, bist mäch. nen Freuden dereinst mein Herr tig in den Schwachen. und Gott. 9. Mein Herz ist voller Freude 5. Herr, durch den Glauben und kann nicht traurig sehn, ich wobn' in mir, daß er, zu deinen weiß von keinem Leide, feb lau Preise, in guten Werken für unt ter Sonnenschein. Die Sonne, für fich fruchtbar hier erweise; daß die mir lachet, bist du, Herr Jesu die Liebe thätig sey, dem Nächsten ohne Trug und Heuchelei er durch Chrift, und was mich fröhlich ma chet, ist, was im Himmel ist. treu zu dienen. 6. Insonderheit gieb mir die Mel. Herr Jesu Christ, ich sich übe gute Ritterschaft, in dir Kraft, daß einst an meinem Ende 439. Gottes Sohn, den Lauf vollende. Was du be Herr Jesu Chrift, gonnen hast, vollführ', daß sich Su meiner Seele Leben! Was mir mein Glaube dort bei dir verzum Glauben nöthig ist, kann ich mandle, Herr, in Schauen. mir selbst nicht geben; drum hilf du mir von oben her, den wah ren Glauben mir gewähr' und laß mich drin beharren. 2. Lehr' du und unterweise mich, daß ich den Vater tenne, daß ich mit Freuden, Jesu, dich den Sohn des Höchsten nenne, und den, der uns zum Himmel weist, des Ba ters und des Sohnes Geift, mit gleicher Ehrfurcht preise. Mel. Bu, s schönes 16. 440. Schweiget, bange Zweis fel, schweiget, mein Erbarmer ist getreu, und sein Geist in mir bezeuget, daß ich Gott versöhnet sey. Mir drohr nicht der Hölle Flammen unt will mich mein Herz verdam men, täuschen soll mich nicht seir 16 242 Vom Glauben. Schmerz; Gott ift größer, als j auf mich fieht, mich mächtig mein Herz! schüßet, mich vertritt, mich nie verstößt, mich aus aller Noth er. löst. 2. Er, der das Verborgne fen net, schaut auch in mein Herz hinein, weiß, wie es vor Sehn fucht brennet, ganz sich seinem Dienft zu weihn; sieht den Kum mer meiner Seele, der mich beugt, so oft ich fehle; und nicht meiner Zweifel Wahn, meinen Glauben sieht er an. 3. Und wie nie fein Urtheil wantet, wankt auch nie sein ewger Rath. Rühmet, Christen, dan Mel. Fren' dich sehr, s meine ie, tet, danket! groß ist, was er an uns that. Und den Sündern, den Verlornen, gab er seinen Einge Beyd gesegnet, heilge Stunden, wo mich bornen; wahrlich, wahrlich, Alles meine Schuld betrübt, wo ich giebt Gott, der in dem Sohn' uns liebt. 441. blick auf Jefu Wunden, fühle, wie er mich geliebt! Dann ent weicht der Zweifel Heer, Furcht bedränget mich nicht mehr und 4. Mir auch ift sein Sohn ge geben, durch den Glauben ist er mein. Ja, ich weiß, ich werde der Geist der Kraft und Wahr. leben und in ihm einst felig seyn. heit naht sich mir in Himmels. Mich sah Gott von seinem Throne, klarheit. mich erwählt er in dem Sohne, eh' noch seiner Allmacht Ruf mich und alle Wesen schuf. 2. Dann entwind' ich mich dem Staube, schaue fehnend himmelwärts; auf zu Gott schwingt sich 5. Wer will ferner den verkla mein Glaube, betend öffnet fich gen, den Gott selber auserwählt? mein Herz; Chrifti Geift durchdrin Wer darf zu verdammen wagen, get mich und vertritt mich kräftig, den ez zu den Seinen zählt? lich. Bald strömt Friede, Heil Hier ist Gott, nichts fann mich und Segen mir von Gottes Thron schrecken, seine Gnade will mich entgegen. decken; war ich gleich der Sünde Knecht, er, mein Gott, spricht mich gerecht. 3. Aber der verlornen Tage find noch immer gar zu viel, wo ich müd' am Abend klage: Heute 6. Theuer bin ich ihm erwor feinen Schritt zum Ziel! Das ift ben, Heil mir, hier ist Jesus noch der Geist der Welt, der mich Chrift, er, der auch für mich ge so gefangen hält. Diese Knecht ftorben, auch für mich erstanden schaft, Herr, zerstöre, daß ich ganz ist, der zur Rechten Gottes figet, bir angehöre. 7. Feft am Glauben will ich halten, wird auch Alles mir ges raubt; Gottes Gnade laß ich wal ten und erhebe froh mein Haupt. Mich soll keine Schmach, kein Lei ben je von seiner Liebe scheiden. Darauf fteb' ich felfenfest, daß Gott nimmer mich verläßt. Vom Glauben. 243 [ thum deiner Güte, wie wird mein lechzendes Gemüthe mit Kräften jener Welt erfüllt! D Herr, ich bin viel zu geringe, zu unwerth solcher hohen Dinge! Ich habe nichts, was ver dir gilt! Mel. Wie mohl ist mir, o 16. 442. o hab' ich nun den Fels erreichet, wo rauf mein Glaube ficher ruht; den Fels, der keinen Stürmen weichet und keiner wilderregten Fluth. Er 5. Nun laß die Tiefen immer kann vor der Gewalt der Wellen, brausen; es wüthe ungestüm das felbft vor der ganzen Macht der Meer! Ich sehe ohne Furcht und Höllen mir Schuß und Sicherheit Graufen auf aller finstern Mächte verleihn. Mein Herz, verbanne Heer. Der Tod selbst kann mich Furcht und Grauen! Hier fannst nicht erschrecken, mein Fels, mein du dir nun Hütten bauen, nur Heiland wird mich becken, auch hier muß deine Wohnung seyn. in der allerbängsten Zeit. Ihr 2. Mich warf die Menge meiner Berge möget untergeben, mein Sünden wie ein empörtes Meer Fels bleibt ewig, ewig stehen, herum, ich ward ein traurig Spiel auf ihm ruht meine Seligkeit. den Winden, ward des Verderbers Eigenthum. Mir drohte furchtbar Mel. Kommnt her zu mir se mein Gewissen mit grauenvollen Finsternissen, mit ewger Qual 443. o hoff ich denn mit und Seelennoth. Ich fah mich festem Muth auf schon mit Angst und Beben der Gottes Gnad' und Chrifti Blut; offnen Hölle hingegeben, und rang mit Leben und mit Lod. ich hoff ein ewig Leben. Gott ist ein Vater, der verzeiht, hat mir das Recht zur Seligkeit in seinem Sohn gegeben. 3. Doch mitten in des Todes Nöthen erblickte Jefus meinen Schmerz, es drang mein thränen. 2. Herr, welch ein unaussprech volles Beten in sein erbarmend lich Heil, an dir und deiner Gnade Mittlerherz. Er hielt mir vor sein Theil, Theil an dem Himmel ha Kreuz und Sterben und sprach: ben; im Herzen durch den Glauich laß dich nicht verderben, tritt ben rein, dich lieben, und erfüllet nur im Glauben kühn herzu. Ge. seyn von deines Geistes Gaben. heilt bin ich durch seine Wunden, ich habe Troft bei ihm gefunden, und für mein Herz die wahre Nuh'. 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt himmlische Zu friedenheit, wenn wir es treu be 4. Und wie so wohl ist meiner wahren. Es spricht uns Troft im Seelen nun, treuer Seelenfreund, Elend zu, es giebt dem müden bet dir! Was könnte mich noch Herzen Ruh', und stärkt uns in länger quälen? Der größte Schmerz Gefahren. liegt hinter mir. Bei solchem Reich- 4. Erhalte mir, o Herr, mein 16* 244 Vom Glauben. Hort, den Glauben an dein gött treten, wenn er mich zu fichten lich Wort, um deines Namens wagt, Christus hat für mich gebe willen; laß ihn mein Licht auf ten. Daß mein Mittler für mich Erden seyn, ihn täglich mehr mein spricht, das ist meine Zuversicht. Herz erneun und mich mit Trost erfüllen. nebo geted gautida? te Mel. O daß ich tausend 10. 4. Würd' es Nacht vor meinem Schritt, daß ich keinen Ausgang wütte, und mit ungewissem Tritt ohne Licht verzagen müßte: Chris ftus ist mein Stab und Licht, das 444. oer was sagen ist meine Zuversicht. und nicht halten? 5. Mag die Welt im Mißge Sollt er was reden und nicht schick beben oder ängstlich flagen; thun? Kann je der Wahrheit ohne Halt ist all' ihr Glück, wahr. Kraft veralten? Sein liebewallend lich, sie hat Grund, zu zagen. Herz je rubn? O nein, sein Wort Daß mein Anker nie zerbricht, steht felfenfeft; wohl dem, der sich das ist meine Zuversicht. auf ihn verläßt! 6. Will der Herr durch strenge 2. Drum fucht bei dir die Seele Bucht mich nach seinem Bild ges Frieden, verleih' ihn du, o Jesu, stalten, dennoch will ich ohne mir! Und trifft mich Prüfung noch bienieden, behalte du mich feft an dir, daß ich mit Glau bensfreudigkeit in die vollende meine Zeit. Flucht seiner Hand nur stiller hal. ten. Er übt Gnad' auch im Ge richt, das ist meine Zuversicht. 7. Seiner Hand entreißt mich nichts; wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst versprichts; sollt ich seinem Wort nicht glauben? Jefus läßt mich Mel. Jefus, meine Suversicht 16, 445. tark ist meines Jesu ewig nicht, das ist meine Zuver Hand, und er wird sicht. mich ewig fassen, hat zu viel an mich gewandt, um mich wieder loszulassen. Mein Erbarmer läßt Mel. O Gott, du frommer 16, mich nicht, das ist meine Suver 446. Perfuchet euch doch ficht. felbst, ob im 2. Sieht mein Kleinmuth auch Glauben stehet, ob ihr auf Chris Gefahr, fürcht' ich auch zu unterstum nur und auf sein Vorbild liegen: Christus beut die Hand mir sehet. Versuchet euch doch recht, dar, Christus hilft dem Schwachen ob Christus in euch lebt, denn flegen. Daß mich Gottes Held ver Christi Leben ists, wonach der ficht, das ist meine Zuversicht. Glaube strebt. 3. Wenn der Kläger mich ver Flagt, Christus hat mich schon ver2. Der Glaube ist ein Licht, im Herzen tief verborgen, bricht als Vom Glauben. souple mod 245 ein Glanz hervor, scheint als der| Mel. Wer mur den lieben 18, Helle Morgen, erweifet feine Kraft, macht Chrifto gleich gefinnt, und 447. enn heiße Thränen wer ein Sünder war, wird durch ihn Gottes Kind. mir entfließen, mein Herz mit Angst und Schmerzen ringt, dann sink ich, Herr! zu 3. Er schöpft aus Christo Heil, deinen Füßen, und finde, was Berechtigkeit und Leben, und will, mir Tröstung bringt, dann wird was er empfing, gern Andern wiedergeben. Dieweil er über reich in Christo worden ist, preist der Glaube mir ein Licht, das meines Kummers Nacht durch bricht.end er die Gnade hoch, bekennet Je 2. Du Heiland bieteft jedem fum Christ. Müden Erquicklung, Muth und 4. Er nimmt mit Freuden an, Hoffnung an, und schenkest ihm was Gott im Wort verkündet; den innern Frieden, den ihm die der Zweifel muß entfliehn, die Welt nicht geben kann. Durch Hoffnung wird begründet, die dieses Friedens Kraft erfreut, wird hält in jeder Noth sich an dem ihm der Glaube Seligkeit. Worte fest, daß Gott uns alle Ding' zum Besten dienen läßt. 3. Auch wenn wir gweifelnd oft uns grämen, wenn Kleinmuth 5. Im Glauben wissen wir, unsern Geift verstimmt, willst du daß Gott den Sohn gegeben, der uns Schwache nicht beschämen, so uns dem Tod' entreißt, und führt lang' ein Funke Glaubens glimmt; zum ewgen Leben. Und weil wir du fachst ihn an, du nähreft ihn, Gettes Lieb' in seinem Sohn' er und bald wird er von Neuem fannt, so ist von Gegenlieb' auch glühn. unser Herz entbrannt. 4. Du stärkst die schon gefunt. 6. Die Liebe dringt empor, mit nen Hände, du stärkst des matten Gott sich zu verbinden, fie kann Kämpfers Fuß, giebst der Ver. in ihm allein, was sie verlanget, suchung solch ein Ende, daß un. finden. Den Nächsten liebet fie, fer Dank dich preisen muß, und wie Gott uns hat geliebt, und führest durch die Prüfungszeit uns fluchet uns der Feind, fie segnet bin zu deiner Herrlichkeit. und bergiebt. 5. Des Glaubens Kraft ist un 7. Gieb diesen Glauben mir, fre Stärke, er überwindet eine Herr, verleib' ihm Stärke, er Welt, und wirket in uns Gottes bringe stets in mir die Frucht der Werke und Tugend, die tým guten Werke! Da, wo ein Feuer wohlgefällt, und jeder Sieg, den brennt, strahlt auch des Lichtes er uns schafft, belebt das Herz Schein, wo wahrer Glaube ist, mit neuer Kraft. da müssen Werke feyn. 6. Verleih', o Herr, mir diesen 246 Vom christlichen Leben x. Glauben, laß ihn in Liebe thätig gen; o Lebensfürst, erbarme dich, seyn; nichts müffe dieses Heil mir rauben, fern bleibe jeder Heuchel schein; dann werd' auch ich in jener Welt den Auserfornen zu gefellt. nimm weg der Seele Plagen. Du weißt gar wohl, was mir gebricht, ich bin entfernt von deinem Licht: hilf, Jesu, dem Beladnen. Mel. Aus tiefer oth schrei se. 3. Du bist der Arzt, der Kranke heilt, und treulich ihrer pfleget; der Hirt, der zu den Schäflein eilt, und sie zur Heerde träget. Krank und ermattet fühl ich mich, e heile, stärk' und weide mich: hilf, Jesu, hilf dem Schwachen. 448. e foll ich hin? Wer nimmt mich an? Wer führet mich zum Leben? Wo Niemand, Herr, mir helfen kann, kannst du mir Frieden geben. Die fich verirrten, sucheft du; den Mü, den schenkst du wahre Rub': hilf, Jefu, dem Verlaßnen. 4. Du rufft uns zu: ich bin das Licht! du sprichst: ich bin das Le ben! die an dich glauben, dürfen nicht in Noth und Tod erbeben. O Herzog meiner Seligkeit, fteh 2. Des Todes Leib beschweret auch mir bei im letzten Streit, mich, die Sünde macht mich za hilf, Jesu, mir im Sterben. XIX. Vom christlichen Leben und Wandel im Allgemeinen. ner Kraft! Strauchelt nicht hier in den Schranken! Ungläubge Mel. Wachet auf, ruft ze. 449. Christen! zum Streit Muth ist des Glaubens Eigens müßt ihr euch mächtig rüsten; schaft. Und wer ermüden will, denn euer hat der Feind begehrt. schau' unverwandt aufs Ziel. Da Waffnet euch mit Gottes Worte, ist Freude! Wohlan, so seyd zum und Jeder kämpf an seinem Orte, Kampf bereit, dann krönet euch damit ihr bleibet unversehrt. die Ewigkeit. Drängt euch die Uebermacht, 3. Dorthin führt die Todes. nehmt Christi Fahn' in Acht!| bahre: drum ftreitet recht die Jhin die Ehre! Mit diesem wengen Jahre; wie furz ist die Held, troß aller Welt, behaltet ses Lebens Lauf! Wenn die ihr gewiß das Feld. Todten einft erstehen, die Sünder 2. Laßt euch nicht die Lust be ihren Richter sehen, steht ihr zu thören, die ihr dem Herrn wollt ewgen Freuden auf. Ja, thr angehören, und stehet fest in sei- feyd Gott versöhnt, daß euch bie Vom christlichen Leben zc. 247 Welt noch höhnt, währt nicht fröhlich durch des Lammes Blut. lange, und Gottes Sohn hat läng. ftens schon euch beigelegt die Eh renfron'. 4. Jesu, mächtger Ueberwin, der! dir nach zeuch die verlornen Kinder, die du erkauft mit deinem Blut! Stärk in uns das neue Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Geuß auf uns deinen Geift, durch den die Liebe fleußt in die Herzen! So halten wir ge treu an dir in Zod und Leben für und für. Sollten wir nun allhier nicht auch ftreiten für und für? 5. Wer der Sünde Knechtschaft liebet, der hat wenig Luft zum Streit, wer sich ihrem Dienst er giebet, der versäumt die Gnadenzeit; Sündennacht, Höllenmacht hat ihn in den Schlaf gebracht. 3. Nur auf Christi Wort ge waget, mit Gebet und Wach samkeit, dies allein macht un verzaget, und recht tapfre Krie gesleut'; Chrifti Wort ist der Hort, der uns schirmet fort und fort. 6. Aber wen die Weisheit leh ret, Freiheit sey des Christen Theil, weffen Herz zu Gott fich febret, feinem allerhöchsten Heil, sucht allein ohne Schein Chrifti freter Knecht zu seyn. Mel. Meine Hoffnung stehet 16. 7. Gott giebt seinen frommen Knechten dort der Treue Gnaden. 450. uf, ihr Christen, lohn. In den Hütten der Gerech Chrifti Glieder, ten schallet dann ihr Siegeston, banget fest an euerm Haupt. Auf! wo fürwahr Gottes Schaar Chri wacht auf! ermannt euch wieder, stum lobet immerdar. eh' der Feind die Seele raubt; denn er beut Kampf und Streit Mel. Ach, was soll ich 14. Christo und der Christenheit. 2. Folgt des Heilands Kreuzes, 451. Tuf, ihr Streiter, durchgedrungen, auf, und fabne, trauet feinem starken Arm! folgt dem Heiland nach, felbft Tobt auch auf des Kampfes Plane durch Marter, Tod und Schmach. feiner Feinde wilder Schwarm, wie er sich hat aufgeschwungen, Christi Heer kann viel mehr, wenn ringt ihm nach in seiner Kraft, es stehet um ihn her. er ists, der den Sieg verschafft. 2. Kein Erlöster müsse sagen, ihm gebreche Kraft und Muth zu dem Kampf mit Fleisch und Blut. Alles soll der Jünger wagen, weil der Herr die Wunden heilt, und den Schwachen Kraft ertheilt. 3. Sind wir schwach: bei ihm 4. Seine Kraft hat schon em ist Stärke; sind wir arm: ber pfunden vieler Heilgen starker Herr ist reich; wer ist unserm Muth, da sie haben überwunden Fürsten gleich? Seine Macht thut 248 Wunderwerke; fagt, ob der nicht helfen kann, dem der Himmel un terthanas 4. Der Weg ift oftmals enge, ist einsam, raub und steil, ihn deckt der Dornen Menge, doch 4. Ja, er kann und will uns führet er zum Heil; er bringt uns schirmen, böret auf, verzagt zu ja ans Ziel! So wandeln wir feyn, auf den Feind dringt mu denn weiter und folgen unserm thig ein, mag er drohen, mag er Leiter, mit ihm gelingt uns viel. stürmen; wißt, der Weg zur Se ligkeit fordert Muth, Geduld und Streit. pod 5. Ja, laßt getrost uns geben, der Heiland gehet mit; er selbst will bei uns stehen bei jedem sauern Vom christlichen Leben x. 5. Nun so wachet, tämpft und Tritt. D, habt nur Glaubens ringet, bleibet wacker im Gebet, muth, dann wird mit Gnaden bis ihr auf der Höhe steht. Wenn blicken er euer Herz erquicken, thr ihr Siegesfahnen schwinget, wenn sehd in treuer Hut. der Erde Werk gethan, hebt bes Himmels Wonne an. UC BRU 6. Auf! laßt uns fröhlich wal len, eins durch der Liebe Band, dem Herrn zum Wohlgefallen, in diefem Pilgerland. Wir wollen friedsam seyn, nicht auf dem Wege Mel. Don Gott will ich nicht te 452. u Dilger! last uns ſtreiten und uns in böfen Zeiten eilen, Gefahr im gern erfreun. Verzug', wozu das träge Weilen? 7. Und sollt' ein Schwacher fal die Zeit enteilt im Flug'! Auf! len, so tritt der Stärkre zu. Die stärket euren Muth, zur Ewigkeit Liebe dient gern Allen und schaf zu wandern, von einer Kraft zur fet Troft und Nuh'. Schließt euch andern, und denft: das End' ist nur fester an, so wird es euch ge gut. lingen, das Schwerfte zu vollbrin gen auf eurer Lebensbahn. 2. Es kann uns nie gereuen, seh noch so raub der Pfad, wir 8. Es wird nicht lange währen, fennen ja den Treuen, der uns drum haltet muthig aus, bald gerufen hat. Betroft sey Herz und gehn wir in Sinn, und jeder Pilger richte mit beiterm Angesichte den Lauf zur Heimath hin. mit Ehren in unsers Vaters Haus. Dort sollt ihr Müden ruhn, Gott schaun, mit allen Frommen zu eurem Seiland kom men; wie wohl, wie wohl wirds 3. Daß wir der Welt nicht die nen, deß wollen wir uns freun; thun! hier ist noch nicht erschienen, was wir einst werden seyn. Ihr Lie ben, seyb nicht bang'! verachtet taufend Welten, ihr Toben und ihr Schelten, und geht nur euren Gang. Mel. Es wolle Gott uns 10. 453. Bewahr, o Gott, mich, daß der Wahn nie mein Gemüth betböre, als habe Bom christlichen Leben x. 249 ber schon gnug gethan, ber dir 3. Wobin, wohin von dir, o giebt äußre Ebre. Du, Ewger, Jesu, gingen wir? Nein, Geber bist ein reiner Geist, in dir ist ewgen Lebens, die Welt lockt uns lauter Klarheit! Drum gieb, daß, vergebens, fie tann mit allen wie dein Wort uns heißt, im Geist Schäßen, was du giebst, nicht er. und in der Wahrheit wir gläubig fegen. dich anbeten. Ang2 time 4. Wie Manche zwar sind schon von dir hinweggeflohn! Erst schwus ren fie mit Freuden, sich nie von dir zu scheiden: doch in der Trüb. fal Zagen fahn wir sie dir ente 2. Die kommen nicht ins Him, melreich, die Herr! zu Jefu sagen und nicht mit rechtem Ernst zu gleich der Heiligung nachjagen. Nur die nach deinem Willen thun, sagen. find wahrhaft deine Kinder, sie 5. Wißt, daß ihr selbst euch Läsfest du in Frieden ruhn, wenn heuchlerische Sünder von bir ver. worfen werden. baßt, wenn ihr von Christo laßt. Sier wird es euren Seelen an wahrer Ruhe fehlen; dort werdet ihr mit Grauen den ernsten Richter schauen. 3. Darum laß mich vom Glau. ben nicht ein heilges Leben tren. nen, durch treue Uebung meiner Pflicht laß Jesum mich bekennen. Gieb, daß mein Glaube thätig sen und reiche Früchte bringe, daß ich, vom Joch der Sünde fret, mit Eifer darnach ringe, das Kleinod zu erlangen. 6. Herr, stärle meine Treu', keine Last noch Mühe mich dei und mach' fie täglich neu, daß nem Dienst entziehe; dann leb' ich geschieden von dir in ewgem Frieden. Mel. Wer nur den lieben Gott se. Mel. Auf meinen lieben Gott se. gangnen Seiten, o 455. Blid bin in die ver454. Bist du ein Freund Chrift, mit ernstem, frommen des Herrn, so Sinn! in der Erinurung noch be folg' ihm treu und gern. Einft reiten fie dir den föstlichsten Ge schinückt er dich zum Lohne mit winn; wenn sie dich lehren, daß jener Ehrenkrone, die in dem allein die Heilgung foll dein Stre ewgen Leben er wird den Seinen ben seyn. geben. 2. Gedenke dankbar aller Freu 2. Doch weichen darfst du nicht, den, womit dich Gottes Huld er dies fordert deine Pflicht; dich quickt, doch dank ihm auch für hat er sich erworben, als er für jedes Leiden, das er dir weislich dich gestorben. Die Liebe muß zugeschickt, denn Alles, was er dich treiben, auf ewig sein zu an dir thut, ist ewig weise, ewig bleiben. gut. 250 Dom chriftlichen Leben x. 3. Vergiß nicht, wie er bich be- der ewig liebt, und ewges Heil fchüßte, wenn sich Gefahren dir den Seinen giebt. genabt, dir schenkte, was dir wahr. haft nüßte, oft eh es noch dein Flehn erbat, und wie er oft dir mehr gewährt, als je dein Wunsch von ihm begehrt. Mel. daß ich tausend se. 456. den mit Eifer nach dem Guten 4. Denk an die große Zahl der Stunden, die Gott zu deinem Heilstrebt, und, daß er möge felig dir gab; find fie in seinem Dienft werden, hienieden schon dem Him verschwunden, dann schrecken dich mel lebt, stets vorwärts bringt nicht Tod und Grab, dann ist die und nie vergißt, wozu er aus. hingeschwundne Zeit gewonnen für erforen ist. die Ewigkeit. 6. Doch fieh' dabei auch voller Meue zurück auf deiner Sünden Schuld, such für die oft verlegte Trene Vergebung in des Mittlers Huld, und laß die Fehler, die dich reun, nun Mittel dir zur Weisheit seyn. em Heiland folgt, 2. Wie Jesus seines Vaters Wil 5. Denk an die gottgefällgen than, so wirkt bald sichtbar, bald len mit Luft und Freude hat ge Werke, die du im Glauben haft im Stillen der Fromme Gutes, wo gethan, dank ihm für die ver er tann, er nußet jeden Augen. liehne Stärke und wandle fort blick zu Gottes Ruhm und Anauf seiner Bahn, dann giebt dir drer Glück. Beugniß Gottes Geift, daß du ein Rind des Höchften seyft. 3. Jhn schrecken feine Hinder nisse, durch Glaub' und Hoffnung stärkt er sich und seine heiligen Entschlüsse stehn fest und unerschüt terlich; auf Jefum fieht er unver wandt und thut, was er für recht erfannt. 4. Er tämpft entschloffen für das Gute, gleich ihm, der für 7. D fäume nicht, dies kurze das Gute starb und uns am Kreuz Leben dem weiseften Gebrauch zu mit seinem Blute zum Kampfe weihn, es ward vom Schöpfer Muth und Kraft erwarb. Die bir gegeben, hier guten Samen Liebe Chrifti, die ihn bringt, außzuftreun. Dort reift die Frucht stärkt ihn, daß er den Sieg er. von deiner Saat, Vergeltung folgt ringt. der guten That. 5. Und steht er einst am großen 8. Dann blickst du an bes Le Biele, wo herrlich fein Erlöser bens Ziele mit Rub' auf das Ver thront, dann zählet er der Siege gangne bin, bift felig schon im viele und alle werden ihm belohnt. Vorgefühle, und Sterben wird dir Herr, unser Heikind, führe du zum Gewinn. Du gebft zu dem, luns Alle diesem Ziele ju! Vom christlichen Leben ac. 251 daß ich nicht falle, hab' immer auf mich Acht! Wenn ich im Straucheln bin, halt mich in deinen Schranfen, wenn meine Schritte wanken, gieb bu mich nicht dahin! Mel. Don Gott will ich 18. 457. ie Fülle guter Gaben wohnt, Gott, bei dir allein, und was wir sind und haben, ist, Vater, Alles dein. Du Ursprung alles Lichts! du wolleft Licht und Leben auch mir von den in Frieden, Herr, geschehn 7. Laß du mein letztes Schet oben geben. Giebst du, so fehlt und zu des Himmels Freuden der mir nichts. einst mich auferstehn. Auf ewig einst mit dir! o schenk' mir, Lebenssonne, aus Gnaden diese Wonnel Ja, du gewährst fie mir! 2. Seit ich, durch deine Gnade, mein Elend tief erkannt, hat sich vom Sündenpfade mein Herz zu dir gewandt. O daß mich deine Kraft befestge nun und gründe, bis ich das Leben finde, bas Je sus mir verschafft! Mel. Nun ruhen alle te. 3. Laß niemals mich vergesſen 458. u follft in allen Sa die Größe meiner Schuld, auf daß chen Gott den ich mög' ermessen die Tiefe deiner Anfang machen aus treuer Schuld Huld. Entflamme Herz und Sinn, und Pflicht. Wem hast du Dank nach dir nur zu verlangen, dir zu geben für alles Heil und Le einzig anzuhangen, durch den ich ben? Nur ihm, von dir entfelig bin. springt es nicht. 4. Gieb mir den Geift der Liebe, 2. Der Mensch mit seinem der Sanftmuth und der Treu', daß Tichten weiß wenig auszurichten, ich aus reinem Triebe dem Näch was gut zu heißen sey. Was sten bülfreich sey. Vor Allem gieb will dein eitles Sinnen, du are Gedeihn, die, so dich jetzt noch mer Staub, beginnen, steht die fliehen, zu dir, Herr, zu ziehen, nicht seine Hülfe bet! daß fie sich gang dir weihn. 3. Drum sey nicht zu verwegen 5 Versucht zu neuen Sünden auf deines Amtes Stegen, und mich Satans Macht und List, so fleuch den eignen Ruhm. Dir hilf du überwinden, der in mir sollst du nicht vertrauen, auf mächtig ist. Mit die kann ich deine Kraft nicht bauen, fie ift boll Muth um jene Krone rin ja nicht dein Eigenthum. gen; mit dir muß mirs gelingen, der große Wunder thut. 4. Schlag' an die Himmelspfor ten mit starken Glaubensworten, 6. Ich Erdenpilger walle hier da bitte Kraft dir aus, daher oft in finftrer Nacht, ach bilf, wird Segen fließen. und reichlich 252 fich ergießen auf dich und auf dein| ganzes Haus. Vem chriftlichen Leben x. 6. Leb' ich in steter Traurigkeit, find wenig gute Stunden in mei ner turzen Lebenszeit: ich habe Gott gefunden! der tröstet mich gar füßiglich, will mich vom Mel. Was Gott thut, das se. 459. Cin Chrift, ein tapf Schmera entbinden, brum fann rer Striegesheld, voll überwinden. Geist, boll Kraft und Stärke, ver 7. Und 7. Und wie ich immer führte Teugnet sich, bezwingt die Welt, Krieg mit meinen Glaubenswaffen, zerstört des Satans Werke, kämpft so werden sie den letzten Sieg im innerlich und äußerlich; wo sich Sterben mir verschaffen. Ob Grab auch Feinde finden: er tann fie und Tod auch furchtbar droht, bie überwinden. Schreden bald verschwinden, und ich werd' überwinden. 2. Ich habe fruchtlos mich ge quält, und gab mich fast verloren, bis ich den Helfer mir erwählt, des Geist mich neu geboren. Wer will die Kraft, die Alles schafft wer Christi Macht ergründen, durch die wir überwinden? 8. Das Kleined ist mir vorge steckt, ich soll nur tapfer kämpfen. Drum bleibt mein Arm stets ausgestreckt, mit Gott den Feind zu bämpfen. Nur unverzagt und frisch gewagt, ich seh' die Krone binden, drum will ich überwin3. Auf Eitles war mein Sinn gestellt, auf falsche Luft und Ehre, den. ich lebte nach dem Lauf der Welt und nicht nach Christi Lehre. So ists nicht mehr; Gott sey die Ehr'! Mel. Hun ruhen alle 16. Ich streite mit den Sünden und 460. Gint felig bett und will den, das ist 4. Die Menschen flößten Furcht bleibt auf Erden mein heiliger mir ein, gefallen wollt ich Allen; Beruf. Gott, dem ich freudig jetzt aber fürcht' ich Gott allein, glaube, wedt mich einst aus dem und will nur ihm gefallen. Der Staube, er, der aus Staube mich Menschen Gunst ist eitler Dunft. erschuf. Mag fich ihr Haß entzünden, doch werd' ich überwinden. 2. Die Erde, da wir wallen, oft straucheln, stehn und fallen, 5. Die Welt mit ihrem Spott ist nur ein Pilgerland, zum Him und Hohn erhebet mich zu Ehren, mel foll uns keiten, zur Ewig fie muß an meiner Himmels Stron' feit bereiten der Frommen kurzer die Edelsteine mehren. Der Herr Uebungsstand. extrug, daß man ihn schlug, er ließ fich schmähn und binden; auch ich will überwinden. 3. So soll nicht Lust noch Lei den von meinem Gott mich schei Iben, der ich unsterblich bin. Was Vom christlichen Leben x. 253 ist mein irdisch Leben? Wozu ist Theil, Gott ewig Lob zu singen: mirs gegeben? Wie lange währts, so ists dahin! 4. Einst selig dort zu werden, 8. Dort wird das große Biel er. das ist und bleibt auf Erden mein reicht, vor unserm Herrn zu ste heiliger Beruf. So sey all' mein ben; wer hier ihm als sein Jün. Bestreben, nur ihm allein zu leger gleicht, soll, wie er ist, ihn ben, ihm, der zur Ewigkeit mich sehen. IDRISENG schuf. Mel. Ich dank' dir schon se. 461. rbebet, Chriften, eu, ren Sinn, was hangt ihr an der Erden? Schaut feft nach so seb auch hier schon unser Heil, für Alles Dank zu bringen. 2. Was beut die Welt euch lockend an? Nur Tand und nichtge Din. ge! Wer einen Himmel hoffen kann, schätzt irdisch Gut geringe. 9. Drum bilf, Erlöser, uns schon hier das Herz zu dir erhe ben, daß wir entschlafen einst in dir und ewig mit dir leben. eurem Ziele hin: ein Christ muß 462. glänzet der Christen werden. but sdn b2 S In eigener Melodie. lous hier auch von außen kein Schim, mer fie schmückt, was ihnen der König des Himmels gegeben, das wird nur vom Auge des Geiftes 3. Wer Gott erkennt, der suchet irdischem Trachten, hat ihre er erblickt; was Viele verachten bei ihn, kann nicht an Eitles denken, lernt sich dem Joch ber Sorg' ent leuchteten Sinnen gezieret und fie ziehn und sich zum Ewgen zu der himmlischen Würde ge. 6. Dort haben wir ein ewges Haus, die Stätt' ist uns bereitet; lenten führet. 44. Auch wenn die Laft der Erd' ihn drückt, wird er nicht muchlos Kindern der Erde, und tragen 2. Sie gleichen im Neußern den zagen, er kennt ja den, der ihn erquidt und weiß sein Leid zu tragen. auch an sich des Irdischen Bild, fie fühlen wie Andre der Mensch heit Beschwerde, oft fehn sie die 5. Wo uns kein Schmerz mehr Sonne der Freude verhüllt, fie treffen kann, wo Lebensströme flies stehen und wandeln, sie reden ßen, dort schaut er bin, schaut und handeln, wie Jeder es treihimmelan, den Schmerz sich zu bet in zeitlichen Dingen, doch verfüßen. fann fie die weltliche Luft nicht bezwingen. 3. Denn innerlich sind sie von bort theilt Gott seine Kronen aus: göttlichem Stamme, geboren aus wohl dem, der tapfer streitet! Gott durch sein mächtiges Wort, 7. Dort ist der Engel schönes les lodert in ihnen die himmlische 254 Vom chriftlichen Leben ic. Flamme, entzündet von oben, ge- und nach des reinen Geistes Sinn nähret von dort, die Engel, als zu leben; zwar der Natur geht es Brüder, erfreun sich der Lieder, gar bitter ein, sich immerdar in bie hier von den Lippen der From Christi Tod zu geben, doch führt men erklingen, und bis in das die Gnade selbst zu aller Zeit den himmlische Heiligthum dringen. schweren Streit. 4. Sie wandeln auf Erden und 2. Du darfst nur werden wie leben im Himmel, fie bleiben ohn, ein Kind, du darfst ja nur die mächtig und schützen die Welt, fie Liebe findlich üben. D blöder schmecken den Frieden bei allem Geift, wie gut ist Gott gefinnt! Getümmel, find arm, doch sie ha das tleinste Kind kann ja die ben, was ihnen gefällt; sie stehen Mutter lieben, drum zage nicht, im Leiden und bleiben in Freu und fürchte nicht so sehr, es ist den, fie scheinen ertödtet den äu- nicht schwer. Beren Sinnen und führen das Le ben des Glaubens von innen. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit seiner 5. Wenn Christus, ihr Leben, Gnade fülle; der fromme Gott fich wird offenbaren, wenn er sich will ja nicht deinen Schmerz, die einst allen in Herrlichkeit zeigt, Unlust schafft in dir der Eigendann wird auch den frommen und wille; drum übergieb ihn willig gläubigen Schaaren bie Krone des in den Tod, so hats nicht Noth. ewigen Lebens gereicht; sie werden 4. Wirf nur getroft den Kum regieren, mit ihm triumphiren, mer hin, der ja das Herz vergeb wie leuchtende Sterne des Him lich schwächt und plaget; erwecke mels dort prangen, wenn aller Welt Schimmer in Nacht ist ver gangen. nur zum Glauben deinen Sinn, wenn Furcht und Weh an deinem Herzen naget, sprich: Vater, schau mein Elend gnädig an, so ists 6. O Jesu, verborgenes Leben der Seelen, bu ewige Sonne der gethan. inneren Welt, laß deinen verbor. 5. Faß nur die Seele in Ger genen Weg uns erwählen, wie duld, wenn du nicht gleich des oft auch die Menge für thöricht Vaters Hülfe merkeft, und fehleft ihn hält. Hier wenig geschäßet du noch oft aus eigner Schuld, und oftmals verletzet, hier stille so fieb, daß du dich durch die mit Chrifto im Vater gelebet, das Gnade stärkest, dann ist vor Gott ist es, was einst uns zum Himmel dein kindliches Versehn als nicht erhebet. gefchebn. 6. Laß nur dein Herz im Glau ben ruhn, wenn Nacht und Fin sterniß dich wird umgeben; dein ist nicht schwer, Bater wird dir nichts zu Leide ein Chrift zu seyn thun, du brauchst niemals vor Mel. Es koftet viel 1. 463. Vom christlichen Leben x. 255 einem Sturm zu beben; ja, fiebst reinen Himmelsfinn im Herzen du auch von Hülfe keine Spur, D glaube nur! träget. Seh hoch das Ziel, die Gnade macht es leicht, daß mans erreicht. 7. So wirst du bald den Mor gen sehn, du wirst dein Heil in 4. Schon hier wirft du den Ba voller Klarheit schauen, wie du ter sebn, in seinem Anschaun selge geglaubt, wird dir alsdann ge Luft empfinden, wirft über Zeit schehn, und Gott erfüllt dein kind- und Welt erhaben stehn, und dich liches Vertrauen. D Seele, fieh, mit Gott zu Einem Geist verbin wie doch ein wahrer Christ so seden; schon hier erglänzet dann dein lig ist! Angesicht im Himmelslicht. 8. Auf, auf, mein Geist, was 5. Dort schaust du einft die säumeft du, dich beinem Gott ganz Weisheit ganz, die dich mit Mutfindlich zu ergeben? Geneuß, o terliebe stets geführet; dich krönet Herz, der süßen Himmelsrub', im Gott mit jenem Perlenkranz, der Frieden sollst du bei dem Vater Christi Streiter nach dem Kampfe leben. Drum sey dies deine Sorg' zieret. Was nie ein menschlich und Müh' allein, ein Chrift zu feyn Auge hier gesehn, wird dort ges schehn. 6. Auf, auf, mein Geist, er müde nicht, dich aus der Nacht der Finsterniß zu reißen. Was In eigener Melodie. 464. 8toftet viel, ein ſorgest du, daß dirs an Kraft geChrift zu seyn und bricht? Bedenke, was für Kraft nach des reinen Geistes Sinn zu dir Gott verheißen. Wie gut wird leben; denn der Natur geht es fichs doch nach der Arbeit ruhn, gar bitter ein, sich immerdar in wie gut wirds thun! Chrifti Tod zu geben; auch ists mit Einem Kampf, den wir voll. bracht, nicht ausgemacht. Mel. Herr, nicht schicke deine 2c. 2. Auf Schlangen müſſen Chrt. 465. olget mix, ruft uns Fuß das Leben, was ihr bienteden sehen; da kostets Müh', bittet, will ich geben. Gehet nur auf seiner Hut zu stehn, soll tödt lich nicht der giftge Stich ver legen. Wer hier nicht wacht und betet immerdar, kommt um für wahr. den rechten Steg, folget, ich bin selbst der Weg. Mich müßt the zum Führer wählen, sucht ihr Ruh für eure Seelen; lernt von mir, im Herzen rein, sauft und reich an Demuth seyn. 3. Doch ist es wohl der Mühe werth, wenn man mit Ernst die 2. Ja, Herr Jesu, beinen Wil Herrlichkeit erwäget, die hier und len sollt ich freudiglich erfüllen, ewiglich ein Mensch erfährt, der denn der Weg zur Seelenruh' und 256 Vom christlichen Leben ic. die Wahrheit selbst bist du, sollte pfahn. Hier laß uns dir gläubig nimmermehr mich schämen deine trauen, bort dein Antlig felig Laft auf mich zu nehmen, folgen schauen, jenes gieb uns in der follt ich, doch wer schafft dazu Beit, dieses in der Ewigkeit. mir, dem Schwachen, Kraft? 3. Herr, du selbst giebst Kraft und Stärke zur Vollbringung gu Mel. Machs mit mir, Gott 14. ter Werke, drum kann ich dir fol. 466. rüh oder ſpät des Tv. gen nach, bin ich von Natur gleich des Raub wird die schwach Will mich auch die Welt ser Leib verderben: doch er allein umstriden und die, Heiland, mich sinkt in den Staub, mein Geist entrücken: täuscht mich ihre List wird nimmer sterben. Dort war. doch nicht, denn du leuchtest mir, tet mein nach dieser Zeit Ver mein Licht. dammniß oder Seligkeit. 4. Niemals will ich, Herr, dich 2. Mit Furcht und Zittern soll laffen, fest im Glauben dich um der Christ nach seinem Heile rin faffen, deine Gnade stärket mich gen, nicht suchen, was auf Erden in der Treue gegen dich. Gern ist, hinauf zu Gott sich schwin laß ich die Weltluft schwinden, gen, getrost den Pfad der Trüb. um in die mein Heil zu finden; fal gehn und der Versuchung wi was die Welt giebt, ist Betrug, derstehn. wer dich hat, der hat genug. 5. Du bist vor uns hergegan gen ohne Stolz und eitles Prans gen, reich an Freundlichkeit und Huld, unter Sündern voll Geduld; ja, dich hat dein treues Lieben gar bis in den Tod getrieben, als der fündgen Welt zu gut floß am Kreuz dein theures Blut. 6. Laß auch uns in solchen Schranken freudig laufen sonder Wanken, daß uns Lieb und Freundlichkeit fest verbind in die fer Zeit, laß uns selbst in Kreuz und Leiden nicht von deiner Liebe scheiden, daß wir, Herr, auf dein Gebot treu dir folgen in den Tod. 7. Laß, o Herr, es uns gelin gen, unfern Lauf so zu vollbrin gen, daß wir froh dem Ziel uns nahn, um das Kleined zu em mein fen muß, noch bin ich in den 3. Ich weiß, daß ich noch lau Schranken, das Ziel ist fern, schwacher Fuß beginnet oft zu wan fen. Herr, stärke mich durch deine Kraft auf meiner schweren Pilger. fchaft! 4. So lang' ich noch ein Fremd. ling hier in diesem Leibe walle, so schaff' ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und lenke meines Lebens Bahn durch deinen Geist zu dir hinan! 5. sey mein Ruhm, dein Kind zu sehn und dein Gebot zu üben, mein höchstes Gut, mich bein zu freun, von Herzen dich zu lieben; mein Troft, auf deinen Schuh zu baun, mein Hoffen, dich dereinst zu schaun. Vom chriftlichen Leben xe. 257 6. Und dieser Hoffnung helles 4. Nur frisch an allen Enden Licht soll mir kein Zweifler rau, die Arbeit angefaßt! Mit unver ben; was meines Heilands Wort droßnen Händen sey wirksam ohne verspricht, das halt ich fest im Raft! Das ist der rechte Muth. Glauben; die er als Jünger hier Streu aus den edlen Samen, ar erkannt, die reißet nichts aus sei beit' in Gottes Namen, so teimt ner Hand. und wächst es gut. 5. So wird von Stund' zu 7. Heil mir, daß ich bein eigen bin, nichts fann von dir mich Stunde das Feld des Herrn ge scheiden, der Tod auch ist für deihn, und bald auf seinem Grunde mich Gewinn, er führt zu ewgen tein Unkraut sichtbar seyn. Schlag' Freuden. Gieb, daß ich dir im Alles aus dem Sinn, was sonst Leben treu, durch dich im Tode dich hielt gefangen, dein Wün felig sey. schen und Verlangen, und gieb dich gänzlich hin. Mel. Aus meines Herzens te. 467. Behin nach Gottes willen in Demuth Mel. Nun ruhen alle se, Pieb, Gott, wenn 468. bir biene, daß ich und Vertraun, lern' das Gebot erfüllen, fein großes Feld zu baun! mich nie erkühne, darüber stolz zu Frag nach der Erndte nicht! Du sehn! Wer kann bei seinen Wer darfst den Lohn nicht messen, mußt Wer ist von Mängeln völlig rein? fen, wie oft er fehlet, merken? Freud' und Lust vergessen, nur sehn auf deine Pflicht. 2. Such' ich stets deinen Wil dein Wert gebeut? Fühl ich der len fo eifrig zu erfüllen, als es Tugend Würde, und trag' ich ihre Bürde auch immer mit Zufrieden heit? 2. Willst du nur feyn gebor gen, und vor der Welt geehrt, so fannst du nicht besorgen, was deinem Herrn gehört. Sieht Je mand auf Gewinn, und trachtet hier auf Erden nur glücklicher zu den auch stets aus rechten Grün3. Entzieh' ich mich den Sün werden, der hat den Lohn da den, aus wahrer Frömmigkeit? hin. Oft find die guten Triebe nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. ISNI 3. Doch haft du deine Gaben dem Dienst des Herrn geweiht, so wirst du Augen haben, zu sehn, 4. Der Sünden meiner Jugend, was er gebeut. Das thue ftill der Mängel meiner Tugend, und gern! Du darfst nicht gau Herr, gedenke nicht! Willst du mit dernd wählen, nicht rechnen und deinen Knechten, wie sies verdie nicht zählen; er ruft, du folgst nen, rechten, so trifft fie alle dein dem Herrn. Gericht. 17 258 Vom chriftlichen Leben zc. 5. Doch wenn auch, dir zur[ lich anrufe, Hocherhabner, dich, Ehre, rein meine Tugend wäre: durch den ich bin und lebe: bann weß ist dies Eigenthum? Wer ließ fey von Trug und Heuchelet mein mich unterrichten? Wer ließ in Herz und meine Bunge frei. meinen Pflichten mein Glück mich sehn und meinen Ruhm? 3. Wenn Frevler auch noch da dich schmähn, und frech mit Lü6. Wer gab mir, dich zu liegen vor dir stehn, dann laß mein ben, und dein Gebot zu üben, Herz erschrecken! Web' dem, der die Luft und Freudigkeit? Wer wähnt, durch falschen Eid die stärkte meine Kräfte im Heili Schmach der Ungerechtigkeit hier gungsgeschäfte? Wer gab mir vor der Welt zu decken! Weh' Muth und Sieg im Streit? ihm, er stürzet freventlich in ewi ges Verderben sich. 7. Du schaffft, daß ich dich wähle, du lebrest, wenn ich fehle, 4. D Seele, wenn du noch dich mich meine Schuld bereun; du liebst, bedenk', was du zum Pfande ziehst mich ab von Sünden und giebst: dein Glück, dein emges läßt mich Gnade finden, und giebst Leben! Verwirf nicht mit Ver zur Behrung das Gedeihn. wegenheit dein Theil an Gott und Seligkeit; wer kann dirs wieder. geben? Was hilft dir dann die ganze Welt? Nichts hat sie, das dich schadlos hält. 8. Sollt' ich mich deß erheben, was du mir, Herr, gegeben? Hab' ich zum Lohn ein Recht? Könnt' ich auch Alles üben, was du mir vorgeschrieben: wer bin ich ein unnüßer Knecht. 5. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Him mel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Troft mein die Wahrheit bist, dein Trost nicht, wenn ich sterbe: vor dir, der rein und heilig ist, wer wird mich dann von Qual foll ich nur Wahrheit sprechen. befrein? Dann besser, nie geboren Dich täuschet nie ein falscher seyn. 469. Mund, des Lügners Frevel ist 6. Drum soll nicht Ehre, Gut bir fund, und einst wirst du ihn und Geld, und nicht die Macht rächen, laß darum stets mein Ja der ganzen Welt mich blenden und und Nein aufrichtig und voll verführen, und drohte mir auch Wahrheit feyn. Schmerz und Leid, ich will doch meine Seligkeit muthwillig nicht verlieren. Es gilt kein Leid, kein Glück der Zeit, nein, es gilt Gott Mel. Ewigkeit, bu 10. 2. Gott, wenn ich schwörend vor dir steb', hinauf zu deinem Himmel seb' und meine Hand er hebe; wenn ich zum Zeugen feier- und Ewigkeit. Vom chriftlichen Leben. Mel. Nun freut euch, lieben 18. 470.6 Pott ifts, der das Ver. mögen schafft, das 471. Mel. Sollt' ich meinem Gott se, Deilig, heilig ist dein Wille; heilig, Va. Gute zu vollbringen; er giebt zur ter, dein Gebot! Dir gehorcht in Arbeit Luft und Kraft, und läßt tiefer Stille deine Schöpfung, gro fie wohl gelingen. Was mit des ßer Gott! Die im Himmel dir Höchsten Willen stimmt, wird, lobsingen, stehn um deinen Thron wenn mans freudig unternimmt, bereit, freuen sich der Seligkeit, nicht ohne Fortgang bleiben. deinen Willen zu vollbringen. Nur der Mensch erkennt es nicht für sein Heil und seine Pflicht. 259 2. Gott fegnet den, der eifrig ftrebt, vor ihm gerecht zu werden, und treu nach seinem Willen lebt, schon gnädig hier auf Erden; er reicht ihm dar mit milder Hand in seinem Amt, Beruf und Stand, was ihm wahrhaftig nützet. 2. Dir gehorchet nah und ferne aller deiner Welten Heer, deine Sonnen, deine Sterne, Sturm und Donner, Erd' und Meer! Alles dienet deinem Willen! AL. drängt sich, wenn du rufft, les, Schöpfer, was du schufft, eilt Gebot, Herr, zu erfüllen. 3. Gott ist der Frommen Schild und und Lohn, er frönet fie mit Gnadein den; was sollte ihrer Feinde Hohn Nur des Menschen Herz allein und Mißgunst ihnen schaden? Mit will dir nicht gehorfain seyn. feinem Schuß bedeckt er fie und stärket bei des Lebens Müh' thr Herz mit Trost und Hoffnung. 3. Oft emport fich seine Seele ftolzen Muthes wider dich; deine 4. Drum gieb, o Gott, daß ich göttlichen Befehle wirft er frevelnd auf dich bei meiner Arbeit sebe. hinter sich. Du sollst ihn nicht Mit Licht und Weisheit fegne mehr regieren! Klug genug nach mich, daß deinen Weg ich gehe. seinem Wahn, wählt er selbft fich Laß mich, wie mirs dein Wort eine Bahn, die ihn soll zum Heile gebeut, nach deines Reichs Geführen, und geht mit bethörtem rechtigkeit vor allen Dingen trach- Sinn auf verkehrten Wegen hin. ten. 4. Bater, lehr' uns All em5. Mein Vater, ich befehle dir pfinden, wobin eigner Wille führt! die Werte meiner Hände! Sey Lent' uns ab vom Pfad der Sün überall, mein Gott, mit mir, daß den, deren Luft nur Tod gebiert! ich fie wohl vollende! O hilf, zu Mach' uns deinen Willen wichtig! deines Namens Preis, daß mir Jeden Irrweg hilf uns fliehn, der die Frucht von meinem Fleiß in uns könnte dir entziehn, denn jenes Leben folge. dein Weg allein ist richtig! Mach' 17* 260 Vom chriftlichen Leben x. im Geist uns täglich neu, und in in Gnaden meinen Gang gewiß guten Werken treu! und fest mein Lebenlang, daß un 5. So wird hoch verherrlicht verführt vom Weltverkehr ich wall' werden beine Weisheit, Huld und auf deiner Spur einher. Macht, und dein Wille hier auf 2. Denn ohne dich und deinen Erden wie im Himmel frob voll Geift bin im Gedräng' ich hier bracht! Alle Werke deiner Hände verwaist. Wohl mir, wenn ich werden unterthan dir seyn, alle nach deinem Sinn mit Gottes deinem Dienft fich weihn bis an Freunden felig bin, und fern mich deiner Schöpfung Ende, bis die halte von der Schaar, die meiner Fülle dieser Zeit eingeht in die Seele droht Gefahr. Ewigleit. 3. Ein Umgang, welcher schuld los schien, zog Manchen zum Ver derben hin. Ein Augenblick Er Mel. Seelenbräutigam se. 472. Berz, bu gingst voran gößlichkeit stürzt oft in grenzen. auf der Lebensbahn, lofes Leid. Herr, hilf mir, daß und wir wollen nicht verweilen, ich wachsam fey, und schüße mich dir getreulich nachzueilen; hin zum vor später Reu. Baterland leit' uns deine Hand. 2. Soll es hart ergebn, hilf uns 4. 3u leicht erstirbt im Weltges wühl des Herzens befferes Gefühl. fefte ftehn, daß wir nie in schwe. Des Geistes Ruf wird überhört, ren Tagen unterm Kreuze muth. los flagen, denn durch Trübsal hier geht der Weg zu dir. Und des Wortes Saat im Reim ger ftört. wer verbürgt bdie fünftge Zeit, die uns Ersatz des Schadens beut? 3. Rührt ein eigner Schmerz irgend unser Herz, fümmert uns ein fremdes Leiden: Herr, gieb du Geduld zu beiden! Richte du 5. Wie Mancher strauchelt, wankt und fällt, durch Beispiel, Wit und Spott der Welt! Durch den Sinn auf das Ende hin! fie gewinnt das Böse Muth, und 4. Ordne lebenslang also unsern leichter fiegen Fleisch und Blut. Bang! Salt uns auch auf rau Der Afterweisheit frecher Scherz Hem Wege stets in deiner treuen verführt durch Hohn manch züch Pflege! Und nach solchem Lauf thu dein Reich uns auf. tig Herz. 6. Entwöhne mich dem Weltges wühl, richt Aug' und Herz aufs ewge Siel, das nur der reine Sinn erreicht, der nicht zum brei ten Weg entweicht, und der vom guter Bahn zu dei Geift der argen Welt durch deinen Geift sich rein erhält. Mel. Dater unfer im se. 473. er, fübre mich auf nem Himmelreich hinan! Erhalt Vom chriftlichen Leben c. 261 7. O wer, von dir als dein er. 6. Laß mich meine Besserung fannt, in dir sein Heil und Leben fand, dem fehlt nie Licht in Dun felheit, der Freund nicht in der Einsamkeit. Verließ ihn gleich die ganze Welt, du, du bists, der richt der Ewigkeit. ihn schadlos hält. über alles wichtig achten, und nach meiner Heiligung mit dem regsten Eifer trachten; denn mein harrt vielleicht noch heut das Ge 7. Deine Gnade fteh' mir bei, so zu wandeln auf der Erde, daß ich reich an Früchten sey, und einft reif zum Himmel werde Mel. Meinen Jefum laß ich se. 474. Berr, ich hab' aus dei. und ist einst mein Ende da, so ner Treu, mir zum seh mit Troft mir nah! Heil, noch Zeit in Händen. Gieb, daß ich befliffen sey, fie auch weißlich anzuwenden, denn wer weiß, In eigener Melodie. wie bald zur Gruft deiner Vorsicht 475. Herr Jeſu, Guaden. sonne, wahrhaftes Lebenslicht, gieb Leben, Licht und Wonne dem blöden Angesicht. Nur du kannst mich erfreuen und meinen Geift erneuen, o Herr, versag' mirs nicht. 2. Vergieb mir meine Sünden, demüthig bitt' ich dich; laß Trost 3. Laß mich dieser Flüchtigkeit bei dir mich finden, und hilf mir meiner Tage nie vergessen! O wie gnädiglich. Laß deine Friedenswichtig ist die Zeit, die du mir gaben die bange Seele laben; haft zugemessen, da, was hier von mein Jesu, höre mich. uns geschieht, ewge Folgen nach fich zieht! 2. Unaussprechlich schnell ent, fliehn die mir zugezählten Stun. den! Wie ein Traum find fie dahin, und auf ewig dann ber schwunden, nur der Augenblick ift mein, deß ich mich noch jetzt kann freun. 3. Vertreib' aus meiner Seele den alten bösen Sinn, daß ich 4. Reize mich dadurch zum nur dich erwähle zum seligen Ge Fleiß, jede Stunde auszukaufen, winn. Dir will ich mich ergeben, und zu wirken dir zum Preis, eb' die Zeit des Heils verlaufen, die Ju meiner Seligkeit deine Gnade mir verleiht. und dir zu Ehren leben, weil ich erlöfet bin. 4. Befördre bein Erkenntniß in mir, mein Seelenhort, und öffne 5. Deine schonende Geduld trage mein Verständniß durch dein heil mich hier nicht vergebens; nein, sames Wort, damit ich an dich mich weise deine Huld auf den gläube, in deiner Wahrheit bleibe, ernsten Zwed des Lebens, daß für und wachse fort und fort. meiner Seele Wohl ich stets forge, wie ich foll. 5. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus 1 262 Vom chriftlichen Leben x. innerm Triebe bich ewig lieben Ehr allein mein Endzwedk sey, ob, kann, und dir zum Wohlgefallen was ich thu', auch niemals mich beständig möge wallen auf rechter gereu', und ob ich stets an mei Lebensbahn. nen Taufbund denke, ob ich auch 6. Nun, Herr, verleib mir beilger werd', und reich an from Stärke, verleih mir Kraft und mer That, und völlig sey bereit, Muth, das sind die Gnaden, wenn sich mein Ende naht. werke, die dein Geift in mir thut, mein eigenes Beginnen, mein Denken und mein Ginnen ist nimmer recht und gut. 4. Du bist, mein Gott, nicht ferne von uns Allen, erfüllft mit deiner Gegenwart die Welt; dies reize mich, zu thun, was dir ges 7. Du Geber aller Gnaden, du fällt, dies warne mich, in Sün. Brunnquell aller Treu, wend' al- den nicht zu fallen; dein beilges len Seelenschaden, und mach mich Recht fey stets vor meinem Ange täglich neu, gieb, daß ich deinen ficht, und deine Gnade sey mein Willen beständig mög' erfüllen, Troft, mein Heil, mein Licht. und steh mir träftig bei. 5. Mein Seligseyn laß mich mit Bittern schaffen, was eitel ist, mit allem Ernste fliehn; und kann ich mich dem Kampfe nicht entziehn, Mel. Mein Saloms, bein se. 476. Berr, lehr mich thun so reiche du mir deines Geistes nach deinem Wohl. Waffen, und in Versuchung fteh gefallen, dein guter Geift führ' mit deiner Kraft mir bei, daß ich mich auf ebner Bahn, daß ich nicht zaghaft bald, und bald ver. dich mehr und mehr erkennen messen fey. kann, und mit dem Sinn schon 6. Was du berhängft, davor soll hier im Himmel wallen. Hilf, mir nicht grauen, ich scheue nichts, daß ich fort und fort im Glauben fein Leiden, keine Notb; ich will start und treu, und rein von Eigetreu dir seyn bis in den Tod; genlieb und schnöder Weltluft sey. ich darf ja dir und deiner Kraft 2. Kein Heuchelschein, fein falt vertrauen: die Sorge, die uns noch laulich Wefen beflecke mich, drückt, den Kummer, der uns dir sey mein Herz geweiht, und plagt, fennst du, und hilfft ge rechter Ernst sey meine Frömmig wiß, wie du uns zugesagt. teit. Zu deinem Dienste haft du 7. Laß mich schon hier von deimich erlefen, drum leuchte mir, nen Gütern schmecken, schon hier o Herr, dein Licht auf meinem empfinden deine Hülf und Macht, Gang, daß ich durch Sinn und bis du hindurch zum Himmel mich That dich preise Lebenslang! gebracht, dann wird ein Lob das 3. Gieb, daß ich stets mein andere erwecken; und selig schauet Sorgen darauf lente, ob deinel dann in deines Himmels Licht Vom chriftlichen Leben x. 263 auch mein verklärtes Aug' dein noch lebe. Er ist zum Vorbild herrlich Angesicht. mir gestellt, ich sterbe mit ihm dieser Welt, weil ich mich ihm ergebe. Mel. Aommt her zu mir se. 7. Durch ihn kann ich mich dein 477. err, meiner Seele großen Werth, den erfreun, und ewig dir vereint zu seyn zum höchsten Gut mir wäh mir dein heilges Wort erklärt, laß len. Mich stärket deines Geistes mich mit Ernst bedenken, daß ich Kraft, im Kampfe meiner Ritterfie ehre, wie ich soll, und auf die schaft kann mir der Preis nicht Sorge für the Wohl mög' allen fehlen. Eifer lenken. 2. Welch Heil haft du ihr zu gedacht; wie viel hat deine Gnad und Macht schon hier an sie ge wendet! Du schufft fie, dein Bild zu seyn, und haft uns, um es zu erneun, den Sohn her abgesendet. Herr, 3. Drum aufwärts richte sich mein Sinn, weil ich ja nur ein Pilger bin für kurze Zeit auf Er den. Durch Glauben und Gott feligkeit soll größerer Vollkommen. heit ich einst theilhaftig werden. Mel. Eins ist toth, o Herr 26. 478. erzog unfrer Seligkei dein Heiligthum, bilf, daß wir ten, führ' uns in uns recht bereiten, zu verkünden deinen Ruhm. Laß unsere Bitte dein Herze jetzt rühren, du hast uns erfaufet, du wirst uns auch führen; wir wollen dem Vater durch Leiden zur Herrlichkeit gehn. zum Opfer dastehn, und mit dir 2. Er hat uns zu dir gezogen, und du zogst zu ihm uns hin; so hat Liebe überwogen unsers Her zens starren Sinn. Drum wol len wir freudig in dir auch ab. sterben der Welt und des eigenen Herzens Verderben; in deinen Tod, Herr, laß gepflanzet uns sehn, sonst 5. Wer böse ist, bleibt nicht dringen wir nimmer zum Leben vor dir; drum schaff, o Gott, binein. ein Herz in mir, das alle Sünde haffet, die Schuld vor dir mit Ernst bereut, und dann mit vol ler Freudigkeit auf Christum Hoff nung faffet. 3. Denn noch immer sucht die Sünde so viel Ausflucht überall, wie fie unsern Willen binde, und bereite uns den Fall. Es bleibet das Herz an dem Kleinsten noch 6. So leb' ich denn im Glaufleben, und will fich nicht völlig ben schon an meinen Heiland, zum Sterben ergeben, es wendet beinen Sohn, was ich im Fleisch Entschuldigung überall vor, wir 4. Su solchem Ziele willst du mich durch dieses Leben väterlich nach kurzer Mühe führen. O laß mich nicht durch eigne Schuld die Frucht von deiner Lieb' und Huld, das ewge Heil verlieren. 264 Bom chriftlichen Leben zc. leihen der Täuschung ein williges feiner Pein mein ganzes Selbft Dhr. ertödtet seyn. 4. Drum, du Todesüberwin3. Ich fühle wohl, daß ich dich der, nimm dich unser mächtig an, liebe, und mich in deinem Willen greife du ins Herz der Sünder, übe, jedoch ist von Unlauterfeit reiß heraus den falschen Wahn. die Liebe noch nicht ganz befreit. Dlaß fich dein neues erstandenes Leben in unsern erstorbenen Herzen 4. Jch muß noch mehr auf die fer Erden durch deinen Geist ge erheben, laß deine vollkommene heiligt werden, der Sinn muß ties Klarheit uns sehn, auf daß wir als neue Geschöpfe erstehn. fer in dich gehn, und unbeweglich muß ich stehn. 5. Rehre die zerstreuten Sinnen aus der Vielheit in das Ein', daß selbst zu rathen, hier helfen nichts 5. Ich weiß mir zwar nicht wieder Raum gewinnen, nur der Menschen Thaten, wer macht von dir erfüllt zu seyn. Ach wirf sein Herz wohl selber rein? És du die Mächte der Finsterniß nie ber, erneue die Kräfte des Gei- muß durch dich gewirket seyn. ftes uns wieder, daß er aus der treues Lieben, du bist noch immer 6. Doch fenn' ich wohl dein Fülle der Gnaden fich nähr', und muthig sich gegen die Anfechtung wehr'. stehst mir bei und machst mich von treu geblieben, ich bin gewiß, du mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich tämpfen, und stets die falsche Re gung dämpfen, bis du erfichest deine Zeit, und giebst mir Fries 6. Lebensfürft, so lieb' und labe die begnadigte Natur; wirke fort mit deiner Gabe in der neuen Creatur! Dein Eden erblüb' in den Seelen der Deinen, und bald laß die selige Stunde erscheinen, wo ach dem Streit. du dich in allen Erlösten verklärft, 8. Drum will die Sorge mei und Allen auch hier schon das Lener Seelen ich dir, mein Vater, ben gewährst. ganz befehlen; ach drück es feft in meinen Sinn, daß ich in dir nur felig bin. den Mel. Bruch meinen Geift ze. 479. ier legt mein Sinn fich vor dir nieder mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; Herr, dein erfreuend An gesicht verbirg vor meiner Armuth nicht. 9. Wenn ich mit Ernft hieran gedenke, und mich in deine Tiefe senke, so werd' ich von dir anges blickt, und in des Herzens Grund erquict. 10. So wächst der Eifer mir im Streite, ich habe schon des Sie 2. Schau her, ich fühle mein ges Beute, und fühle, daß es Verderben, laß mich in Christi Wahrheit ist, daß du die Liebe Tode sterben, möchte doch in felber bist. Vom christlichen Leben 2c. 265 des Wortes hellem Licht! Was der Mund des Herrn gebeut, das ift eure Seligkeit. Mel. Meinen Jefum las ich se. 480. Dimmelan geht unfre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort zum Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgrims ftand, droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing' dich, mein Geift, denn du bist ein himmlisch Wesen, und du kannst, was ir disch heißt, nicht zu deinem Ziel erlesen. Wer da weiß, woher er ftammt, ist fürs Emge nur ent flamint. 2. Nicht aus Sinais Gewittern donnert hier des Herrn Gebot, daß die Herzen bang erzittern, weil es Born und Strafe droht. euch den Sinn des Vaters fund. Selig preisend thut sein Mund 3. Selig find die geistlich Ar men/ denn das Himmelreich ist ihr; ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ewgen Gnade Thür. Da wird ohne Maaß gewährt, was ihr sehnend Herz begehrt. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu in des heilgen Wortes Leh4. Selig find, die Leid empfin ren; das weist mir den Ort der den auf des Lebens schmaler Bahn. Ruh, dem ich einst soll angehö. Ihre Traurigkeit wird schwinden, ren. Wähl ich dies zur Leuchte reicher Troft wird fie umfahn; mir, wandr ich schon im Him- denn sie wirkt zur Seligkeit Reue, mel hier. welche nie gereut. 4. Himmelan! Mein Glaube 5. Selig find, die sanften Mu zeigt mir das schöne Loos von thes und in Demuth milde find; ferne, daß mein Herz schon auf fie erfreuen sich des Gutes, das wärts steigt, über Sonnen, über kein Troß und Streit gewinnt. Sterne; denn ihr Licht ist viel Durch der Sanftmuth stille Macht ju flein gegen jenen Glanz und wird das Schwerste leicht voll. Schein. bracht. 5. Himmelan wird mich der 6. Selig find, die hier mit Tod in die rechte Heimath füh. Schmachten dürsten nach Gerechren, da ich über alle Noth ewig tigkeit; die nach Gottes Reiche werde triumphiren. Jesus geht trachten, nicht nach Gütern die mir selbst voran, daß ich freudig ser Zeit. Wo der Born des Le folgen tann. bens quillt, wird ihr Seelendurft geftillt. Bird Mel. Liebe, die du mich se. 7. Selig find, die voll Erbar men auf der Brüder Leiden sehn, Dört das Wort voll und den Schwachen, Kranken/ Ernst und Liebe, das armen freudig eilen beizustehn. zu euch der Heiland spricht, hörts Noch vor Gottes Thron erfreut und prüft des Herzens Triebe bet| einst auch fie Barmherzigkeit. 481. 266 Vom christlichen Leben zc. 8. Gelig find die reinen Herzen, nem Blut erkauft, nicht daß ich die nicht Sünd' und Welt um nur der Hölle möcht' entgehen: ftridt, die mit schnöder Lust nicht dein Ebenbild soll neu in mir ent scherzen, weil nur Heilges fie entstehen, dazu bin ich mit deinem züdt. Einft im reinen Himmels Geift getauft. licht schaun fie Gottes Angesicht. 9. Gelig find, die Frieden brin gen, Schuld und Kränkung über fehn, Feindeshaß mit Huld be zwingen, für Verfolger segnend flehn. Trifft sie auch der Men schen Spott: seine Kinder nennt fie Gott. 4. Mein Leib und Seel foll als dein Eigenthum von dir, o Gott, und deiner Gnade zeugen; der Mund soll nimmer meinen Dank verschweigen, der Thaten Stimm' erhebe deinen Ruhin. 5. Möcht' ich zu meinem Troft des Glaubens Kraft an seinen 10. Selig find, die als Ge Früchten doch beständig merken, rechte dulden Kreuz, Verfolgung, so reizt' ich Andre auch zu guten Schmach, als des Herrn getreue Werken, erbaute fie durch das, Knechte bis zum Tod ihm folgen was ich geschafft. nach. Groß ist dort, vor Gottes Thron, seiner Ueberwinder Lohn. 6. So leb' ich ganz in deines Sohnes Reich, wenn ich nicht 11. Seyd ein Salz, ein Licht der Herr zu meinem Herrn nur sage, Erde, laßt der Wahrheit Früchte nein auch sein Joch und seine sehn, daß durch euch verherrlicht Lasten trage, ihm an Geduld und werde euer Vater in den Höhn. auch an Treue gleich. Ob der Erdball untergebt, sein Gebot, fein Wort besteht. Mel. Wie schnell verstrich ze. 7. Nimm Alles weg, was dir, o Gott, mißfällt, was mich noch fann aus deinem Himmel schlie Ben, und laß mich reichlich alles Heil genießen, was der erfährt, füble wohl, ich der an bein Wort fich hält. 482. verdient nicht, daß du, Gott, dem Ver derben entrisfeft; denn wenn bu miz nach meinen Thaten mif. 483. I bringen, das ist hier Mel. Dalet will ich bir geben 16. Leben feft, spricht mich des Todes schul dig dein Gericht. mein Beruf, soll nach dem Him. 2. Die Gnade nur in Chrifto mel ringen, für welchen Gott mich macht mich frei, nun kann ich dich schuf. In dieser Welt voll Sün. in guten Werken preisen, und durch den soll ich nur ihm mich weihn, den Fleiß der Heiligung beweisen, im Glauben überwinden, und dann wie hoch ich dir, o Gott, berbun erft felig seyn. den sey. 3. Dein Sohn hat mich mit sei2. Das hat in frühen Jahren mich Gottes Wort gelehrt, und Vom chriftlichen Leben xe. 267 3. Jch sah die Streiter Gottes, bald hab ich erfahren, nur das mein Ringen vergebens, furchtbar fey meiner werth. Ich sah im die Macht, die mich täglich be herbsten Leide bewährt der Gläub, droht. Stehst du mir, Jesu, nicht gen Muth, fab, welche reine schützend zur Seite, wie könnt' ich Freude auf dem Gehorsam ruht. tämpfen und fliegen im Streite? 2. Jefu, bilf fiegen; ein fünd die fich der Luft entsagt, troß al lich Verlangen kämpfet in mir les frechen Spottes in Rämpfen mit des Höchsten Gebot. Nimm unverzagt, ich sab, wie jener du den Willen des Fleisches geKrone schon hier ihr Herz fich fangen, bring' durch dein Sterben freut, vertrauend reichem Lohne der Sünde den Tod. Und daß nach treu ollbrachter Zeit. mir möge, was gut ift, gelingen, gieb du das Wollen und gieb das 4. D Gott, auch mich verlanget in deinem Reich zu seyn; doch Vollbringen! meine Seele banget noch nicht an dir allein. Den Himmel möcht' ich verzagen, wenn mein Gewissen 3. Jesu, bilf fiegen, sonst muß ich erben, doch lieb' ich noch die das Urtheil mir spricht, wenn mich Welt. D Herr, welch ein Verdie Sünden der Jugend verfklagen, derben, das mich gefangen hält! und ich erbebe vor Gottes Gericht. Wenn solche Schrecken die Seele bestürmen, wolleft du mich, o Verföhner, beschirmen. 5. Jch wandt' auf deinem Wege, doch unftät ist mein Sinn; bald werd' ich matt und träge, bald schleich' ich muthles hin. Sum Biele möcht' ich bringen, schlummr' ich oftmals ein; ich laffe nach zu ringen, und will doch Sieger seyn. doch sonst bestehen wider den trüglich 4. Jesu, hilf flegen, wer mag verschlagenen Feind? Wer mag dem Vater der Lügen entgehen, wenn er als Engel des Lichtes er 6. Möcht ich an dir nur han scheint? Du bist die Wahrheit, gen, Gott, allein an dir! du mein göttlicher Meister, lebr' mich baft e angefangen, das gute fie finden, und prüfen die Geister! Werk in mir; o möchtst du mir nun senden zur Hülfe deinen Geist, und gnädig so vollenden, was mir bein Wort verheißt. 5. Jefu, hilf fiegen, hilf wachen und beten! Herr, durch dein Fle hen, das Alles vermag, wolleft du mich bei dem Vater vertreten! Hüter, dein Auge bleibt immerdar wach; wenn mich der Schlummer In eigener Melodie. 484. Sefu, bilf flegen, du der Trägheit befallen, laß, mich Fürste au fieb, wie ich schweb' in Gefahren 6. Jefu, bilf fiegen, wenn Al und Noth; schwach ist mein Wollen, les verschwunden, was ich auf 268 Vom chriftlichen Leben zc. Erden mein eigen genannt; wenn ihn an, so könnt ihr muthvoll auch die Freunde, sonst treu mir stehen. verbunden, falt und entfremdet 4. Mit seiner Hölle Graun um fich von mir gewandt. Dennoch hüllt, schießt Satan Flammensoll nimmer mein Herz fich betrü pfeile. Ergreift, ergreift des Glau ben, bist du, o Jesu, mein Theil bens Schild, schüßt euch mit nur geblieben. Chrifti Heile. Mit diesem Helm deckt euer Haupt, tämpft mit des Geiftes Schwerte; das ist es, was kein Tod euch raubt, das mach tige, bewährte. 7. Jefu, bilf fiegen, wenn einst ich soll sterben, mache von Furcht vor dem Tode mich frei, zeige das Reich mir, das der soll ererben, der bis ans Ende geblieben dir treu. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen, reiche die Hand mir, o Jefu, hilf fiegen! 5. Wer überwindet, soll den Tod, den ewgen Tod nicht sehen, verging' er auch in seiner Noth, dort wird er nicht vergehen. Nach diefes Lebens turzem Streit, nach feinen kurzen Leiden, wird euch der Unschuld weißes Kleid, Ge rechtigkeit, bekleiden. Mel. Was mein Gott will 26. 485. hr Mitgenossen, auf zum Streit, damit 6. Ach Hüter, ist die Nacht uns Gott belohne! Es gilt das bald hin, die dunkle Nacht der Reich der Herrlichkeit, der Ueber Erden? Wenn ich einft Ueberwinwinder Krone. Der Weichende der bin, wird Licht das Dunkle wird nicht gefrönt, wie hat der werden. Dann seh' ich in dem Herr gestritten! Die Sieger nur Lebensbuch, Dank sey dir! meinen hat er versöhnt, als er für uns Namen. Des Kampfs, des Leis gelitten. dens ist genug, erlöset bin ich, 2. Miterben, haltet an und Amen! sehr empor zum großen Lohne; denn nur durch unsre Feinde geht der Weg zu jener Krone. Ob tau. Mel. Herzliebster Jefu 10, fens auch zur Rechten euch, tur 486. In deiner Liebe, Gott, tausend ihr tämpft für Gottes Reich; er wird die Kraft euch schenken. nicht zu erkalten, will ich mich stets zu deinen Freunden halten; gestärkt, ermun 3. 3war groß ist unsers Kampfs tert wird mein Herz mit ihnen dir Gefahr, doch laßt uns nicht erfroher dienen. schrecken. Mit und ist Gott und 2. Ein reger Trieb zur Heili wunderbar wird uns sein Schild gung verbinde uns in dem Kampfe bedecken. Er stärkt, der mächtig wider Welt und Sünde, daß der ftärken fann, wenn wir um Hülfe Versuchung Reiner unterliege, daß flehen; er reicht den Harnisch: legt Jeder fiege. mampir Bom chriftlichen Leben ze. 269 3. Laß ihren Eifer in der Tu- Gott werd' allein gepreift: Heil gend Werken auch meinen Fleiß folgt ihnen für und für, denn das und meinen Eifer stärken, um Himmelreich ist ihr; die sich selbst nicht, wenn sie dein Wert mit gering hier schätzen, wird Gott, Freuden treiben, zurüd zu bleiben. einst zu Ehren setzen. 4. Laß mich mit Luft den Rath 3. Selig find, die Leide tragen, der Weisen hören; gieb, daß fie daß fie täglich sich vergehn, die gern und freundlich mich belehren, voll Wehmuth es beklagen, wenn und brauch' ich Troft, mich, ihfie Andre ftraucheln sehn: Gott, ren Miterlösten, voll Mitleid trö voll Langmuth und Geduld, decket ften. ihre Sündenschuld, und sie sollen hier auf Erden, mehr noch dort getröstet werden. 5. Gieb, daß fie warnend mir jur Seite gehen, und, fall' ich, bald mir helfen aufzustehen, daß deine Bahn mit neuem Muth ich walle, und dir gefalle. 6. Sind wir nicht darum Eines Leibes Glieder, nicht Alle deine Kinder, Alle Brüder, daß wir einander fördern in dem Streben, dir, Herr, zu leben? 7. O darum laß, die du gefügt zusammen, einander stets zur Hei ligung entflammen, und so einst Alle durch vereintes Ringen zum Himmel dringen. zen, die, mit Sanftmuth ange 4. Selig find die frommen Her than, willig Hohn und Troß ver schmerzen, auch dem Feind' in Liebe nahn: Gott, der mächtig helfen kann, nimmt fich ihrer Sache an; Allen, die zum Schutz ihn wählen, wirds an keinem Gute fehlen. nach des Herrn Gerechtigkeit, daß 5. Selig find, die eifrig streben ihr ganzes Thun und Leben nie von Unrecht sey entweiht; deren Herz nichts mehr begehrt, als was Gottes Ruhm vermehrt: Gott wird ihr Verlangen stillen, fie mit Mel. Freu' bich sehr te. 487. Herrn euch lehren, Dommt und laßt den seiner Gnad' erfüllen. 6. Selig find, die voll Erbar. fommt und lernt aus seinem Wort, men mitempfinden fremde Noth; welche Chrifto angehören, als die gern fich wenden zu dem Armen, Seinen hier und dort: die im brechen freundlich ihm ihr Brod, Glauben fest beftehn, freudig Got und, wo Rath und That gebricht, tes Wege gebn, in des Heilands im Gebet ermüden nicht. Solche Liebe brennen, und ihn shne werden Hülf empfangen, und Scheu bekennen. Barmherzigkeit erlangen. 2. Selig find, die Demuth ha 7. Selig find, die funden wer ben, und fich fühlen arm im Geift, den reines Herzens jederzeit, die sich nicht rühmen ihrer Gaben, daßlin Werken und Gebehrden lieben 270 Vom chriftlichen Leben*. Bucht und Heiligkeit: solche, denen erweisen. Treuer Jesu, bleib' bei nicht gefällt die unreine Luft der mir, ges' voran, ich folge dtc. Welt, sondern die fie ernstlich mei den, werden schauen Gott mit Freuden. 2. Laffet uns mit Jefu leiden, fei nem Vorbild werden gleich! Nach dem Leide folgen Freuden, Armuth 8. Selig find, bie friedlich leben, hier macht borten reich; Thränenund in frommer Einigkeit, die, saat bringt Heil und Wonne, Hoff wo Streit fich will erheben, ihn nung tröstet mit Geduld, denn es zu schlichten find bereit: wer den scheint durch Gottes Huld nach dem Brüdern Liebe lehrt, ist dem Gott Regen bald die Sonne. Jesu, hier des Friedens werth, brum, die leid' ich mit dir, dort gieb deine Friedens fich befleißen, werden Freude mir! Gottes Kinder heißen. 3. Laffet uns mit Jefu sterben, 9. Selig find, die ftill erbulden fein Tod wehrt dem ewgen Tod, Schmach, Verfolgung, Angst und rettet uns von dem Verderben, Pein, die hier leiden ohn' Berdas dem sichern Sünder droht. schulden, und das Kreuz des Laßt uns sterben, weil wir leben, Heren nicht scheun: sey der Trüb- sterben unsern Lüften ab: so wird fal noch so viel, feget Gott doch er uns aus dem Grab in des Him Maaß und Stel, herrlich wird er mels Leben heben. Jesu, sterb' ich, fie belohnen, mit des emgen Lefterb' ich dir, daß ich lebe für und bens Kronen. 10. Leite mich zu allen Seiten, Herr, und steh mir träftig bei, daß so hoher Seligkeiten ich aus Gnaden fähig sey. Bater, bilf von deinem Thron, daß ich glaub' an beinen Sohn, und durch deines Geiftes Stärke mich befleiße guter Werte. el. Sollt' tch meinem se. 488. mit Jefu ziehen, seinem Vor 4. Laffet uns mit Jefu leben, weil er auferstanden ist, muß das Grab un wi geben. Jesu, unser Haupt du bist, wir find deis nes Leibes Glieder! Wo du lebst, da leben wir, ach, erkenn' uns für und für, Seelenfreund, für deine Brüder. Jesu, die ich lebe hier, borten ewig auch bei diz. Mel. O wie feltg fegd thr doch se. hier auf daß bild folgen nach, in der Welt der 489. Pebet, Chriften, so all Welt entfliehen, auf der Bahn, the Chrifto möget ähnlich werden, die er uns brach! Laffet uns zum ber aus dem Leiden ging zum Va Himmel reisen, irdisch noch schon himmlisch seyn, glauben recht und ter in das Reich der Freuden. leben sein, Glauben in der Lieb' 2. Seht auf die mit eifrigem Vom chriftlichen Leben x. Mel. Beuch meinen Geißt se, Verlangen, die ihm nach und euch| find vorgegangen; schaut an ihr Leben und das Beiſpiel, das fie 490. Mein Gott, ach lehre euch gegeben. mich erkennen, wirk in mir zu deinem Ruhm das Jesu Jünger sey zu nennen; und ächte, wahre Christenthum. 3. Uebet willig eures Meisters Lehren, folgt ihm nach, wollt ihr ihm angehören, entsagt dem allen, was der eitlen Welt nur tann gefallen. 4. Opfert ihm euch auf und eure Glieder, fallet unterm Kreuze vor ihm nieder, im Kreuzesorden seyd ihr seine Knecht und Ritter wor den. 5. Haltet euch an ihn, da ihr müßt streiten, bleibt beständig, er fteht euch zur Seiten, er hilft euch ringen, giebt euch Kraft, den Sieg davon zu bringen. 6. Er giebt auch, wenn ihr der. einst sollt scheiden, seinen Frieden in den letzten Leiden, und läßt euch hoffen, was auf Erden Niemand angetroffen. 8. Wer nun glücklich diesen Kampf geendet, und den schwe ren Lauf zum Ziel vollendet, dem wird die Krone der Gerechtigkeit zum Gnadenlohne. 271 9. Also lohnt der Richter allen benen, die ihn lieben, und fich nach ihm sehnen; er kennt die Sei nen, die drauf warten, daß er wird erscheinen. ergebe, daß ich mir sterb' und dir 2. Hilf, daß ich dir mich ganz nur lebe; vom Eigenwillen mach' mich frei, und mach' in mir, Herr, Alles neu. 3. Entreiße du mein Herz der Erden, laß Einen Geist mit dir mich werden; nimm mich zu dei nein Opfer hin, und gieb mir met. nes Jesu Sinn. 4. Regiere, Vater, meine Seele, daß ich den schmalen Weg erwähle, dem Heiland folge treulich nach, und Ehre such' in Chrifti Schmach. 7. Nur daß ihr im Glauben muthig tämpfet, und in seiner 6. Stärk in mir Glauben, Hoff nung, Liebe, und gieb, daß ich Kraft die Sünde dämpfet, die fich fie thätig übe, daß ich entfernt ftets reget, und der Seele heim lich Schlingen leget. von Heuchelei, ein wahrer Jünger Jefu sey. Kräfte, daß ich an Christi Kreuz 5. Verleih mir zur Entsagung mich hefte, daß mir die Welt ge freuzigt feb, und ich dir immer bleibe treu. 7. Gieb, daß ich so auf dieser Erde des Christennamens würdig werde; und wirk' in mir zu dei nem Ruhm das ächte, wahre Christenthum. Mel, un fich der Tag ze, 491. Mein Gott, das Herz ich bringe dir zur Gab' und zum Geschenk; du for 272 Vom chriftlichen Leben zc. derst dieses ja von mir, deß bin dem Nächsten dien' ohn' Heuchelet, ich eingedent. zu Gottes Preis und Ehr. 2. Gieb mir, mein Sohn, bein Herz, sprichst du. O welch ein heilsam Wort! Es zeigt den Weg zur wahren Rub', zum Frieden hier und dort. 5. O beuge meinen starren Sinn, erweich' dies harte Herz, daß es vor dir fich werfe hin in Thränen und in Schmerz. 3. So nimm mein Herz, o Va ter, an, verschmäh' die Gabe nicht, obgleich dem, was ich geben kann, der Werth vor dir gebricht. 4. Noch ist dies Herz voll Eitel, leit, und nicht vom Bösen frei; Mel. Wer nur den lieben Gott se. noch ist es mit sich ſelbst im Streit, 492. Mein Gott, bu prüfft fühlt wahre des Herzens Triebe, dringst in der Seele Tiefen ein; du weißt, ob ich dich wahrhaft liebe, und haffeft allen falschen Schein. Du bringest Alles an den Tag, was noch so tief ver borgen lag. 2. Bet' ich in deinem Heilig thume, so darf nicht bloß die Lippe flehn; und fing' ich, Herr, von deinem Ruhme, muß es aus, Her zensgrund geschehn. Wenn sich mein Blick zum Himmel lenkt, sey auch der Geist in dich versenkt. 6. Dann reinge du, Herr Jesu Christ, mich durch dein theures Blut, weil du am Kreuz geftor ben bift, mir und der Welt zu gut. 12. So nimm mein Herz zum Tempel ein, o Gott, schon in der Zeit, und laß es deine Wohnung seyn auch in der Ewigkeit. 7. Gieb mir nach deiner Mitt lerhuld an deiner Gnade Theil; es ist zur Tilgung meiner Schuld doch außer dir kein Heil. 13. Dir geb' ich mich zu eigen hin, zu thun, was dir gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, der Deine, nicht der Welt. 8. Mit dir, o heilger Geist, laß mich auch in Gemeinschaft seyn; ergieß um Chrifti willen dich tief in mein Herz hinein. 3. Die Frömmigkeit flieht jeden Schimmer, und sie bedarf des Scheines nicht. Der Fromme täuscht und heuchelt nimmer, und scheuet nie der Wahrheit Licht. Wer Gottesfurcht im Herzen hat, beweist es auch in Wort und That. 4. Nicht ungestraft wird deiner 10. Hilf, daß ich sey im Hof spotten, wer heuchelnd spricht, er fen fest, voll Demuth und Gesey ein Chrift. Du haft gedrohet, duld; daß ich, wenn Alles mich auszurotten, was von dem Geift verläßt, vertraue Gottes Huld. der Lügen ist, die sich durch from 9. Hilf, daß ich sey im Glau ben treu an Chriftum, Gottes Sohn, und ihn bekenne sonder Scheu, trok seiner Feinde Hohn. 11. Hilf, daß mein Lieben laumen Schein erhöhn, die werden ter sey, und wachse immer mehr, dort mit Schmach beftehn. Vom chriftlichen Leben ze. 273 5. Was hilft es, bor den Men 5. Dir bleib' ich dann getreu fchen prangen, wenn mir dein im Thun und Leiden, und werde Wohlgefallen fehlt? Drum gieb, Sünd' und Unrecht ernstlich meis o Herr, daß mein Verlangen die den. Mich fesselt nicht die schnöde lautre Wahrheit nur erwählt. Wer Luft der Welt, ich suche nur, was, böfe ift, bleibt nicht vor dir, Heilger, dir gefällt. schaff ein reines Herz in mir. 6. Wie felig dann, wenn ich 6. Giebt mir doch nur ein gut nichts mehr begehre, als einzig Gewissen in Trübfal Troft und nur, Herr, deines Namens Ehre. Freudigkeit, läßt mich getroft die Des Nächsten Glück und mein zu Augen schließen, hinübergehn ohn' fünftges Heil ist dann die Frucht Angst und Leid. Schlaf ich mit der Arbeit und mein Theil. reinem Herzen ein, so werd' ich bei dir selig seyn. 7. Laß Alles wohl zu seiner Zeit geschehen, und bin aufs Biel, das vor mir steht, mich sehen, daß gute Saat zur frohen Ewigkeit durch all mein Thun von mir werd' ausgestreut. 8. Wie fröhlich wird mein Herz, wenn jenes Leben den Glauben trönt, mein Vater, dich erheben! Wie sanft werd' ich dort nach der Arbeit rubn, wie wohl wird mir die Freudenerndte thun! Mel. Der Tag if hin, mein se, 493. deine Gnade mer. Rein Vater, laß mich ken, und steh mir bei in allen meinen Werken. Gieb immerdar, daß ich auf dich nur seh', damit durch mich dein Wille ftets ge scheb. 2. Du wirkeft selbst das Wol len und Vollbringen, durch dich allein fann mir mein Werk gelin gen. Fang' ichs nur recht in dei nem Namen an, so ist zum Ziel der größte Schritt gethan. 3. Laß mir den Strom der Gnade reichlich fließen, und det nen Geift fich in mein Herz er gießen. O laß dies Herz nicht mehr auf sich beruhn; in dir allein nach. fann ich das Gute thun. Mel. Machs mit mir. 494. ir nach, spricht Christus, unser Held, folgt meinem Vorbild, Christen; verleugnet euch, verlaßt die Welt mit ihren eitlen Lüften; nehmt auf euch Kreuz und Unge mach und folget meinem Wandel 2. Ja, Herr, dein Vorbild 4. Wenn so mich nur dein heilleuchtet mir zu einem heilgen Le ger Geift regieret, und meinen ben. Wem anders sollt' ich wohl Geift in alle Wahrheit führet; als dir, zu folgen mich bestreben? dann schreit ich fort auf der ge Du jeigst den Weg zum wahren wissen Bahn aus Kraft in Kraft Wohl, und wie ich richtig wan und täglich himmelan. deln foll. 18 274 Vom chriftlichen Leben x. 3. Dein Herz ist ganz von sich ihn zum Herrn erforen, daß fie Lieb' erfüllt, von Sanftmuth und seinem Dienft fich weihn. Dazu von Güte, das Wort, das dei- wed in unsern Herzen, Gott, der nem Mund entquillt, erquicket das Buße selge Schmerzen; mach' uns Gemüthe; und dein erbarmend Herz durch den Glauben neu, feine entbrennt felbft für den Feind, der Frucht sey Lieb' und Treu. dich nicht fennt. 2. Immer sey die Hoffnung 4. Du zeigst, was wahrhaft sehnlich, das Gebet an Andacht schädlich ist, lehrft uns die Sünde reich, unsre Sanftmuth Jesu ähnmeiden, und von des Herzens Trug lich, ihm das Herz an Demuth und List uns reinigen und schei gleich; die Geduld unüberwindlich, den. Du bist der Seelen Fels und das Vertraun zum Vater findlich. Hort, und führst uns zu der Him So bild' uns zu Christi Ruhm, melspfort'. als sein theures Eigenthum. 5. Fällts uns zu schwer, du 3. Unser Herz sei stets im Him gehst voran, stehst helfend uns mel, denn auch unser Schat ift zur Seite, du kämpfest selbst und da. Wir entziehn uns dem Ge brichft die Bahn, bist Alles in dem Streite. Ein Kriegsmann darf nicht stille stehn, fieht er boran ben Feldherrn gehn. tümmel, sey in heilger Still' uns nah'! Laß fich unsern Sinn ge wöhnen, fich nach jener Welt zu fehnen, denn dein auserwählt Ger 6. Wer mehr, als dich, sein schlecht hat des Himmels BürgerLeben liebt, wirds ohne dich verrecht. lieren; wers ganz in deinen Dienst ergiebt, wirds hier schon himm lisch führen; wer dir nicht folgt Mel. Aus tisfer Moth se. in Kreuz und Leid, ist unwerth 496. Rach meiner Seelen beiner Seligteit 7. So laßt uns denn mit un mich eifrig ringen. Sollt ich die serm Herrn, wohin er führet, furze Gnadenzeit in Sicherheit ver geben, und wohlgemuth, getroft bringen? Wie würd' ich einst vor und gern bei ihm im Leiden stehen. dir bestehn? Wer in bein Reich Denn wer nicht kämpft, trägt auch wünscht einzugehn, muß reines zum Lohn des Lebens Krone nicht Herzens werden. davon. Mel. Jesu, der du meine Seele 26. 2. Wer erst am Schluß der Le bensbahn auf seine Sünden fiehet, und wenn er nicht mehr fündgen fann, zu deiner Gnade fliehet, der 495. Möchten wir, aus geht den Weg zum Leben nicht, Gott geboren, den uns, o Gott, dein Unterricht wahre Jünger Chrifti seyn, dieli deinem Wort bezeichnet. Vom chriftlichen Leben 275 3. Du rufft uns hier zur Seifich der Erde Fürsten neigen. Die ligung, drum laß auch hier auf Welt verlangt, mich ihrem Dienst Erden des Herzens wahre Beffe zu weihn; ich bin ein Chrift, darf rung mein Hauptgeschäfte werden. ich mich sclavisch beugen? Daß ich auf deinen Wegen geb', und im Gericht dereinst besteh', fey meine größte Sorge. 4. Was eitler Sinnenluft ge fällt, fann nie uns wahrhaft nügen. Was hülfe mirs, tönnt ich die Welt und all' ihr Gut be figen, wenn ich dafür an meinem Heil, an meines Wesens befferm Theil auf ewig Schaden litte? 4. Mir naht die Schaar, die fich von Gott verlor, ich soll mit ihr zu wandeln mich entschließen. Sie lockt und droht, ich schenk ihr nicht mein Ohr. Ich bin ein Chrift, ich bleib' zu Jesu Füßen. 5. Dort naht fich mir des Kreu Freudigkeit auch selbst im Tode gezes Chrifti Feind, hier locken mich ben? Nicht Menschengunft, nicht der Spötter freche Rotten. Sie irdisch Glück, nur Gottes Gnade, rufen laut, doch mir, mir winkt nur der Blick auf jenes Lebens mein Freund. Ich bin ein Chrift, Freuden. follt ich mit ihnen spotten? 5. Was führt uns zur Zufrie denheit schon hier in diesem Le ben? Was kann mir Troft und Tag der Roth erscheint, und Tau 3. Es brauft der Sturm, der send seh' ich schreckenvoll erzittern. Ich bebe nicht, im Himmel ift mein Freund; ich bin ein Chrift, mich kann kein Leid erschüttern. 6. laß mich, Herr, der Erde 6. 3war thränenvoll ist meiner Land und ihre Lüfte fliehen, und Wallfahrt Bahn, und reich an jenem Biel fen zugewandt mein Pein, und arm an Glück und eifrigsftes Bemühen. O stärke mich, Freuden; doch tröft' ich mich: mein Gott, dazu, so find' ich hier mein Herzog geht voran. Ich bin schen wahre Ruh', und dort das ein Chrift, ich will mit Chrifto ewge Leben. leiden. In eigener Melodie. 7. Und wird mich einft, wenn es der Herr gebeut, mein letzter Tag zur Ruh' des Grabes brin ich dann mit Muth Jch bin ein Chrift, ich kann den Tod bezwingen. und Heiterkeit. 497. die in ihr Nichts ver geht, nicht Güter, die vor ihr als föftlich gelten, nicht eitles Glüd hat fich mein Wunsch erflebt. Ich großen Weltgericht der Sünde 8. Dann, wenn dereinst beim bin ein Chrift, ich suche beßre Knecht und Christi Feinde beben, Welten! so tröstet mich des Glaubens 3n2. Jch bin bestimmt, des Röversicht: Ich bin ein Chrift, ich nigs Knecht zu seyn, vor welchem werde ewig leben! 18* 276 Vom chriftlichen Leben 2c. Mel. Alle Menschen müffen ic. 498. A winden muß, wer Picht nur ftreiten, über nach der Krone ringt! Mühvoll ist der Kampf der Sünden! Se Mel. daß ich tausend ze. lig, wem der Sieg gelingt! Jbn 499. daß von meinen Le empfangen benstagen doch kei ner ganz verloren geh'! Die un benutzten Stunden nagen das Herz noch spät durch Gram und Weh; und den entflohnen Augenblick bringt dann kein leerer Wunsch zurück. schaut am Ziel er nieder auf des heißen Streits Gefahr, der sein Loos hienieden war. 2. Glorreich, Herr, hat über wunden deiner Zeugen glänzend Heer; und fie saben dunkle Stun den, und ihr Kampf war heiß und schwer, schwerer, als im Lauf der Beiten ich ihn jemals werde strei ten: denn das Schwert der Feinde ruht, trieft nicht mehr von Chriftenblut. Hilf mir dringen in dein Leben, du, der mir zum Heile starb, und mir Kraft zum Kampf erwarb! 3. Ueberwunden, überwunden haft du, Herr der Herrlichkeit! Todesschweiß und Blut und Wun. den zeugen von dem ernsten Streit. Tausendfache Angst und Schmer zen lafteten auf deinem Herzen: dennoch unterlagst du nicht selbst dem härtesten Gericht. 4. Wer kann das Geheimniß faffen? Wer? Wie hoch er sich auch schwingt! Gott hat seinen Sohn verlassen, welcher mit dem Lode ringt! Dennoch ist Triumph sein Ende; er giebt fich in Gottes Hände; schon umhüllt von Todes, nacht, ruft er aus: Es ist voll bracht! 2. Laß jeden Theil des kurzen Lebens, o Gott, mir werth und theuer seyn! Die Zeit verschwinde nicht vergebens, die meinem Heil ich sollte weihn! Die kurze Luft der Eitelkeit wird sonst zu spät von mir bereut. 3. Vom schnöden Dienst der Nichtigkeiten, die Schaden brin gen, nicht Gewinn, die gegen dei nen Willen streiten, befreie gnädig Herz und Sinn! Ja, Herr, dein Diener will ich sehn; der Erde Tand ist mir zu klein. 4. Wenn mich die Laft der Arbeit drücket, und Undant meiner Mühe lohnt, das Auge matt nach Ruhe blicket, und Sorg' und Kum mer bei mir wohnt: so ist, zu thun, was Gott gebeut, doch ein Gedanke, der erfreut. 5. Noch ist es Tag; du wollft mich stärken in rechter gläubger 5. Was find meine turzen Lei Chriftentreu', auf daß ich zeig' in den gegen die, so Chriftus litt! meinen Werken, wie heilig dein und was gegen jene Freuden, die Gebot mir sey. Viel ist für mich mir Chrifti Tod erftritt! Und noch zu thun; ich darf nicht, doch folg' ich dir mit Beben! eb' es Nacht wird, rubn. Vom chriftlichen Leben sc. 277 6. Jch faffe Muth, es eilt die 5. Für dich hat er die SchmerStunde: fie soll nicht ungenugt zen und die Banden und alle entfliehn! Es sey gelobt mit Herz Angst des Todes überstanden, so und Munde, fein Leichtsinn störe mein Bemühn! Dem Herrn der Beit und Ewigkeit sey jeder Augen blick geweiht! ist gewiß, daß, wer nicht mit ihm stirbt, auch nicht die Frucht des Lebens mit erwirbt. 6. Wie er empor zur himmli 7. Dann seh' ich von der Laufschen Erhöhung als Sieger drang bahn Ende einft froh auf meine nach seiner Auferstehung: so dringst Tage hin, und sage: Herr, durch auch du einst in sein himmlisch deine Hände empfing ich, was ich Reich, bhängst du nur treu an hab' und bin; auch was ich that, ihm, und wirft ihm gleich. ist ja nicht mein, dein sey der Ruhm, die Ehre dein! 7. Was ist es denn, daß wir uns seiner schämen, nicht seine Schmach mit Freuden auf uns nehmen? Er sendet uns, wie Gott ihn hat gesandt; was er em pfing, wird uns auch zugewandt. Mel. Der Eag ist hin se. 500. Menschentind! was trägst du in Gedan, ten? Nichts Sterbliches füllt ja der Seele Schranken! Nur dem, der recht an Jesum Chriftum denkt, bleibt mit Recht auch seiner wird, was sein Herz ersehnt, von Gott geschenkt. 8. Wie unser Herr und Heiland hat gewandelt, nach welcher Art die Welt mit ihm gehandelt, das Knechte Zier, ihr höchfter Ruhm, ihr Heil und ihr Gebühr. 2. Er müffe ftets dir im Ge dächtniß schweben, der Spiegel fehn, darin du schauft dein Leben! Dein Herz und Sinn sey ganz zu ihm gewandt; durch ihn erst wird dir dein Beruf bekannt. 3. Da Chriftus ift zu deinem Heil geboren, so bleibe nicht im Irdischen verloren; so mußt auch du, durch ihn von Sünden rein, ein neuer Mensch, vom Geist ge Jeuget seyn. 9. Was er gethan in dem Er lösungswerke, das that der Held aus eigner Gottesstärke: Wir wir fen auch, von seinem Geift be seelt; wir leiden mit, durch seine Kraft gestählt. 10. Durch seinen Sieg find wir nun Gottes Kinder, der Sünde feind, des Fleisches Ueberwinder; durch seinen Geist verkünden wir sein Wort, und fahren hin zum felgen Friedensport. 4. Wie dir zu gut sein Leben er geführet, so folge du mit Geift und Kraft gezieret, in stillem Sinn, wie er in Demuth ging, 501. und liebevoll, wie umfing. Welt In eigener Melodie. Ringe recht, wenn Got tes Gnade fich erbar. mend zu dir kehrt, daß dein Geift 278 Vom chriftlichen Leben ic. fich ganz entlade von der Laft, die winde, tämpft, bis fie erlangt den ihn beschwert. Sieg. 2. Ringe, denn die Pfort' ift enge, und der Lebensweg ift schmal, immer ftehn hier im Ge bränge Chrifti Streiter allzumal. 3. Rämpfe bis aufs Blut und Leben, bring' hinein in Gottes Reich will der Satan widerstre den, bis euch der Erlöser winkt, 12. Eilet, zählet Tag' und Stunben, werde weder matt noch weich. und wenn ihr nun überwunden, 11. Drum wohlauf, ihr tapfern Streiter! tämpfet recht, und macht euch Bahn, geht auf Chrifti We gen weiter, denn so geht ihr himmelan. 4. Ringe, deine Lieb' erglübe, euch zum Schauen Gottes bringt. halbe Liebe hält nicht Stand, daß bein Herz der Welt entfliehe, sen eß ganz für Gott entbrannt." 5. Hast du nun die Perl' er rungen, denke nicht, nun ists ge than, noch ist alles nicht bes zwungen, was der Seele schaden fann. 7. Deine Krone halte feste, halte männlich, was du haft, recht be harren ist das Beste, Rückfall bringt dir neue Laft. feh euch Ruf zur Seligkeit, eilet 13. Einft bie Hütte abzulegen, Herr, wir sind bereit! freudig ihm entgegen, sprechet: 502. Mel. Fren dich sehr, s metne zc, 6. Schaffe ja mit Furcht und Schaffet, o thr Menschenkinder, schaffet Bittern deiner Seelen Seligkeit, eure Seligkeit! Bauet nicht, wie laß dein Herz durch nichts erschüt. fichre Sünder, auf die ungewisse tern, wenn der Feinde Macht dir Zeit; unverweilt bekehret euch, rin get nach dem Himmelreich, und bemüht euch hier auf Erden, wie thr möget selig werden. draut. 2. Soll nun dies an euch ge schehen, so bekämpfet Fleisch und 8. Wahre Treu' liebt Chrifti Blut; und der Welt zu widerste Wege, steht beherzt auf ihrer Hut, hen, rüstet euch mit Kraft und fuchet Ruhe nicht und Pflege, Muth; Gottes Wille muß allein hält sich selber nichts zu gut. eures Lebens Richtschnur sehn, mag es eurem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 9. Wahre Treu' fommt dem Getümmel eitler Weltluft niemals nab', ist ihr Schaß doch in dem Himmel, darum ist ihr Herz auch da. pfet; selig, wer im Kampf besteht, 3. Selig, wer im Glauben käm wer in sich die Sünde dämpfet, 10. Wahre Treu' führt mit der und den Reiz der Welt verschmäht! Sünde bis ins Grab beständig Unter Chrifti Kreuzesschmach jaget Krieg, sorgt nur, wie sie über man dem Frieden nach. Wer den Vom chriftlichen Leben x. Himmel will ererben, muß zuvor mit Chrifto sterben. 4. Werdet ihr nicht treulich rin. gen, sondern träg' und lässig seyn, fo tann es euch nicht gelingen, nie fann euch der Sieg erfreun. Ohne tapfern Streit und Krieg folget nimmer Ruhm und Sieg; nur dem Sieger reicht zum Lohne dort der Herr die Ehrenkrone. 279 2. Sollt' ich des Höchsten Wort verschweigen, nicht meinen Glau ben offen zeigen, nicht vor der Welt bekennen frei, daß ich ein Jünger Chrifti sey? 3. Die sollt' ich Gottes Kinder nennen, die weder Gott noch Chri ftum tennen? Nicht strafen sollt ich unverstellt, was ihm, dem Hei ligen, mißfällt? 5. An der Welt Gefallen tra gen, findet nicht bei Chriften statt, nach der Luft der Sinne jagen, macht des Geistes Kräfte matt. Wer sich nicht verleugnen kann, der gehört nicht Chrifto an, Chri ften müssen sich bequemen, Chrifti Joch auf sich zu nehmen. 6. Wollt ihr werden Chrifti Glie der, die sein reiner Geift bewegt, so schlagt Alles in euch nieder, was fich noch von Sünde regt; bringet, fie ists, die mich im Geiste 6. Die Liebe Chrifti, die mich was euch ärgert, senkt ins Grab, was euch hindert, werfet ab; den- winget; mit Rufen, Locken, Bit fet stets an Chrifti Worte: Gehet ten, Flehn der Menschen Seelen durch die enge Pforte. nachzugehn. Mel. Beuch meinen Geist se, 503. Dollt ich aus Furcht vor Menschenkindern bes Geiftes Trieb in mir verhindern; nicht, fern von allem Heuchelschein, ein treuer Beuge Jefu seyn? schmähn und haffen, mich bart 4. Ja, mag die Welt mich verfolgen, mich verlassen: ich achte ihrer Bosheit nicht, weil Gottes Stimme in mir spricht. verwalte; er treibt mich, daß ich 5. Sein ist das Amt, das ich wirken heißt, und Kraft giebt mir nicht erkalte; er ist es, der mich fein Freudengeist. 7. Amen, es geschehe, Amen! 7. Für dich, o Herr, will ich Gott, verfiegle dies in mir, auf mit Freuden die tieffte Schmach daß ich in Jesu Namen so den der Welt erleiden; mir bleibet bei Kampf des Glaubens führ'. Er der Bösen Hohn doch deiner Gnade verleihe Kraft und Stärk, und reicher Lohn. regiere felbft das Werk, daß ich wache, bete, ringe, und empor jum Himmel dringe. 8. Hier ist mein Blut, hier ist mein Leben, es sey dir Alles hin. gegeben! Dein Wille soll an mir geschehn, laß mich nur deinen Ruhm erhöhn! Mel. Meinen Jefum laß 16. 504. teil und dornig ist der Pfad, welcher jur Vollendung leitet; selig ist, 280 Vom chriftlichen Leben c. wer ihn betrat, und mit frohem wahre Chrift gehorcht dir ohne Muthe streitet! Selig, wer den 3wang, er hält dein Wort aus Lauf vollbringt, und das hohe reiner Liebe Drang. Biel erringt. 3. Wie treu vollbrachte deinen 2. Den am Kreuz wir bluten Willen dein Sohn, der mir zum fehn, Jesus hat dies Ziel errun Muster vorgestellt! D möcht auch gen, und sich zu des Himmels ich ihn so erfüllen, und gern mich Höhn triumphirend aufgeschwun felbft verleugnen sammt der Welt! gen; als er rief: es ist vollbracht! Wie Jesus bis zum Tod' gehor. war befiegt des Todes Macht. fam war, bringt, wer dich liebt, 3. Preis, du hober Sieger, fich selbst zum Opfer dar. dir! Sieh dir nach die Schaar 4. Doch, soll ich dein Gebot ber Streiter! Wandeln fie durch vollbringen, darf ich mit Fleisch Stürme hier jenseit ist es still und Blut zu Rath' nicht gehn; und heiter. Unsrer Hoffnung winkt der Lohn, Heiland, dort an dei nem Thron. dies hat nur Lust an irdschen Dingen, und will dem Trieb' des Geistes widerstehn. Denn, ach! 4. Auf dann, Streitgenoffen, in unsern Gliedern findet sich nur geht muthig durch des Lebens ein Gesetz, das streitet wider dich. Wüste! Seht auf euren Führer, 5. Drum grabe du, Herr, dein fleht, daß er selbst zum Kampf Gefeße dem innern Menschen tief euch rüfte! Seine Gotteskraft al und kräftig ein, daß ich nie dei lein tann in Schwachen mächtig nen Bund verleße, und mich von seyn. Untreu' immer halte rein. Laß mich an deinem Joch mit Freu den ziehn, den Reiz der Welt mit weiser Vorsicht fliehn. Mel. Dir, bir, Jehovah se. 505. as bring' ich bir, 6. Sobald ich deine Stimme Gott, für Ga- höre, sey auch mein Herz auf ben, wenn mich dein Wohlgefal ihren Ruf bereit, daß ich dein len soll erfreun? Gehorsam willst Wort in Demuth ehre, und flügle du von mir haben, tein Opfer nicht, wo es mir klar gebeut. Du fonft foll angenehm dir seyn. Du willst, ich soll ein Hörer nicht al bift der Herr; o wär' ich ganz lein, nein, auch des Worts ge bein Knecht! Was du gebeutst, ist treuer Thäter seyn. Alles gut und recht. 7. Und endlich gieb mir auch 2. Ja, Gott, dein Recht ist, zu im Kreuze ein Herz, das deine befehlen, und mir gebührt, gebor Lasten willig trägt, daß ich dich sam bir zu seyn. Laß mich das nicht zum Zorne reize durch Mur befte Theil erwählen, mein Wille ren, wenn du Leiden auferlegt. stimme mit dem deinen ein. Der Und züchtigst du: ich fink' an deine Vom christlichen Leben sc. 281 2. Viele find hervorgezogen aus der Drangfal wilden Wogen durch der Allmacht treue Hand. Nie zu turz ist Gottes Rechte; wo ist einer seiner Knechte, der bei ihm nicht Rettung fand? laffen, doch wird seine Hand dich 3. Scheinst du gleich von ihm faffen; glaube nur, und zweifle nicht! Rämpfe standhaft ohne Wanken, bald wirst du thm freuKraft und Licht. dig danken, bald durchströmt dich Bruft, und alle Laft wird mir| jur Himmelsluft. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt se. 506. g mit dem, was Klugheit scheinet der bethörten, eitlen Welt, wenns mich nicht mit ihm vereinet, dem ein findlich Herz gefällt, und der nur fich offenbaret, wo die Ein falt wird ewahret. 4. Wende von der Welt die 2. Was mich nicht zu Gott fann führen, was nicht ihn in mir verklärt, soll nicht meine Seele rühren, wie es auch die Blide, schau' nicht seitwärts, nicht Welt berehrt mit der wahren zurücke, nur auf Gott und EwigWeisheit Schäßen kann nur Je Herz und Augen, Sinn und feit. Nur zu deinem Helfer wende fus mich ergößen. Hände, bis er himmlisch dich erfreut. 3. Böses meiden, Gutes lieben, trachten nach Gerechtigkeit, Selbft verleugnung redlich üben, Christo folgen allezeit, das heißt wahre Weisheit haben, welche Seel' und Geift tann laben. 5. Schließ dich in die stille Rammer, schütte deines Herzens Jammer in das treue Baterherz. Weißt du Worte nicht zu finden; Darum sollst du niemals fannst du nur dein Leid empfintrauen jener falsch berühmten den, flag' auch schweigend ihm Kunst, nie auf eitle Weisheit den Schmerz! bauen, die vergehet wie ein 6. Kräftig ist ein solches Schwei Dunft; ach wie bald, wie bald gen; Gott wird sich als Vater zeiverschwindet, was sich nicht auf gen, glaube, daß er dich erhört, Jesum gründet. weil dein Heiland dich verstehet, und zum Vater für dich flehet, währt. der dem Sohn' sein Flehn ge el. wie selig find die Seelen 16. 507. Meiter mußt du käm pfen, ringen, willst 7. Nun, so will ich nie ver zagen, will vor Gottes Thron bu durch zum Lichte dringen; also, mich wagen, findlich und voll ZuSeele, muß es seyn! Doch durch verficht! Kämpfen will ich ohne alle Dunkelheiten wird dein Hei- Wanken, bald wird frob mein land dich begleiten, Muth flößt Herz ihm danken, bald durchströmt dem Schwachen ein. mich Kraft und Licht. 282 Bom chriftlichen Leben x. Mel. Machs mit mir, Gott 26. 508. Mer Gottes Wort Angst und Noth, von Verfolgung oft umgeben, weil die Welt auf allen Wegen seinem Lauf fich setzt entgegen. nicht hält, und spricht: ich kenne Gott! der lüget; 2. Unser Heiland, Jesus Chrift, in folchem ist die Wahrheit nicht, hat des Kreuzes Laft getragen. die durch den Glauben fieget. Wer Wer sein wahrer Jünger ist, darf aber sein Wort glaubt und hält, nicht vor dem Kreuze zagen: denn der ist von Gott, nicht von der der höchste Rubm auf Erden ist, Welt. dem Heiland ähnlich werden. 3. Die Propheten allesammt, die nunmehr den Himmel zieren, wurden von der Welt verdammt, eb' fie konnten triumphiren. War nicht der Apostel Leben aller Mar ter hingegeben? 4. Wandelt auf dem engen 3. Durch Jefum rein von Misse Steg, der euch zu dem Leben fühe that, find wir nun Gottes Kinret! Weichet von dem breiten der. Wer solche Hoffnung zu ihm Weg, der ins Elend fich verlies hat, der flieht ben Rath der Sün. ret! Wer sich trennt von Gottes der, folgt Jesu Vorbild gern und Sohne, hat Verdammniß einft treu, und ringt, daß er ihm ähn zum Lohne. lich sey. 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeu gen. Je höher dein' Erkenntniß fteigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein, er stärkt das Herz, und macht es rein. 5. Ueberschwänglich ist das Heil, 4. Nur dann thu' ich, was Gott das nach dieses Lebens Schmerzen gefällt, wenn ich Gehorsam übe; dort bei Christo wird zu Theil den wer die Gebote treulich hält, in bewährt erfundnen Herzen. Sol dem ist Gottes Liebe. Ein täglich chem Heile kann auf Erden nie thätges Christenthum, das ist des ein Kreuz verglichen werden. Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott, und Gott in ihm, wer in der Liebe Mel. Seelenweide, meine se. bleibet. Die Lieb' tfts, die die 510. er fich dünken läßt Cherubim Gott zu gehorchen treibet. Gott ist die Lieb'; an sei nem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. zu stehen, wohl sich vor dem Fall; es umschleicht uns, wo wir gehen, die Versuchung überall. Mel. Ciebster Jefu, wir sind se. 2. Falsche Freiheit bringt Ver derben, Knechtschaft ist ihr sichrer 509. Mer nach seines Herrn Lohn; wahre Freiheit zu erwer Gebot und gettselig ben, sprich nie dem Gewissen hier will leben, ist von mancher Sohn. Vom chriftlichen Leben ac. 283 3. Sicherheit wird dich betrügen,| fiehet, daß er in Wahrheit werde Läffigkeit thut nimmer gut, läßt frei; der start in Chrifto muthig du in den Schlaf dich wiegen, so mehrt sich des Feindes Muth. kämpft, und Welt und eignen Willen dämpft. 4. Petrus, welcher fich vermessen, bis zum Tode treu zu seyn, hat der Warnung faum vergeffen, so muß er den Fall bereun. 5. Jft der Geist auch noch so willig, bleibt das Fleisch doch im mer schwach; giebst du nach, so trifft dich billig deiner Feigheit bittre Schmach. 6. Unser Feind ist stets in Waf fen, nie ficht ihn der Schlummer an; willst im Eifer du erschlaffen, o dann ists um dich gethan. 3. Was hilfts, daß Chriftus ift geboren, und uns die Kindschaft wieder bringt? Dem bleibt das Himmelreich verloren, der nicht hinein durch Buße dringt, daß Gottes Geift ihn neu gebiert, und er ein göttlich Leben führt. 7. Wohl dem, der stets wacht und flehet, der sein Heil mit Zit tern schafft! Wenn er unbeweg lich stehet, wird der Sichre weg gerafft. 4. Was helfen dem des Hei lands Lehren, der die Vernunft zum Meister nimmt, auf eigne 8. Wohl dem, der mit Glaus Weisheit nur will hören, und bensöle feine Lampe früh versieht! nur nach ihr sein Thun bestimmt? das errettet seine Seele, wenn Wem Chrifti Wort nicht Alles auch lang' der Herr verzieht. gilt, deß Sehnsucht wird auch nicht gestillt. 9. Hüter deiner Menschenheer den, der du schläfft und schlum merft nicht, laß mich täglich wack rer werden, wandeln stets in deinem Licht. 2. Wohl dem, der ihn erwählt zum Wege, zum Lichte, dem er folget nach, der wandelt auf dem fchmalen Stege, und auf fich nimmt des Heilands Schmach! Wer nicht mit ihm zum Delberg steigt, dem wird nicht Tabors Glanz gezeigt. 5. Was hilft uns Chrifti heil ges Leben, an Demuth, Lieb' und Milde reich, wenn wir, der Selbstsucht hingegeben, nicht wan 10. Stärke du die trägen Sindeln seinem Vorbild gleich? Der nen, halte fertig mich zum Streit, bloße Glaub' ist leerer Schein, er daß ich, rufft du mich von hinnen, muß durch Liebe thätig seyn. wachend sey und wohl bereit. 6. Was hilft dem Chrifti Angst und Leiden, der nicht mit ihm ins Leiden geht? Nur der hat Theil an seinen Freuden, der l dem, der sich auch am Kreuze bei ihm steht. mit Ernst bemü Wer hier noch scheuet Spott und Hohn, empfängt dort nicht die Ehrenfron'. Mel. Wer nur den lieben Gott se. 511. het, daß er ein Jünger Chrifti sey, der unverwandt auf Christum 284 Liebe zu Gott und zu Chrifto. 7. Was hilft uns Chrifti Tod verbinden, noch ist die Gnadenzeit. und Sterben, wenn wir uns selbst Wollt ihr die Kron' empfangen, nicht sterben ab? Du liebst dein dringt eifrig hin zum Ziel, wer Leben zum Verderben, legst du Großes will erlangen, der mühet die Luft nicht in sein Grab. Um gern fich viel. sonst gab Chriftus fich dahin, stirbt nicht in die der alte Sinn. 8. Was hilft dir Chrifti Aufer stehen, bleibst du noch in den Sünden todt? Was hilft dir sein gen Himmel geben, macht dir die Welt noch Sorg' und Noth? Was hilft dir sein Triumph und Sieg, führst du nicht mit dir selber Krieg 9. Wohlan, so lebe, thu' und leide, wie Chriftus dir ein Bor bild war. Nimm seine Unschuld bir zum Kleide, so bleibst du in der Seinen Schaar. Wer Chriftum liebt, der strebt allein, in Allem Chrifto gleich zu seyn. 2. Soll er sich zu euch neigen, fo fucht ihn in Geduld, gelassen seyn und schweigen erwirbt euch seine Huld. Soll er fich euch ver. einen, sucht ihn in Niedrigkeit; die hoch zu stehen meinen, verfeh len seiner weit. Mel. Ich dank' dir, lieber se, nieden, sucht ihn in eurer Pein, 3. Drückt euch das Kreuz hie leicht find von ihm geschieden, die mit der Welt fich freun. Und kommts mit euch zum Sterben, sucht ihn mit gläubgem Sinn, er läßt euch nicht verderben, der Tod ift euch Gewinn. 4. Sucht ihn im Himmel dro ben, im Chor der Seraphim; die ihn hier liebend loben, find dort auch nab' bei ihm. Sucht ihn im 512. tiefsten Herzen, dies ist sein Het ligthum, so preift thr, frei von thn noch heut; eilt, ihm euch zu Schmerzen, auf ewig seinen Ruhm. Rollt ihr den Heiland finden, so suchet XX. Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. O baş ich tausend Bungen se, Rühmt fich die Welt mit ihrer Luft: mir ist ohn' dich kein Heil 513.! wenn ich dich, bewußt. mein Gott, nur 2. Soll Leib und Seele mir habe, nach Erd und Himmel verschmachten, ich hoffe doch ge frag' ich nicht. Nichts ist, das troft auf dich. Nichts will ich meine Seele labe, als du, mein Schmerz und Plagen achten; dein Gott, mein Troft, mein Licht. tröstet meine Seele fich. Und Liebe zu Gott und zu Chrifto. 285 stünd' auch Alles wider mich, hab'| Mag drum Seel' und Leib ver. ich, Allmächtiger! doch dich. schmachten, dich will ich stets hö her achten; was auf Erden ich verlier, find' ich besser doch in 3. Dich haben, Gott, heißt Al. les haben, was nur die Seele wünschen kann. An dir will ich dir. mich ewig laben, nimm dich nur meiner gnädig an. Dann sprech' ich: du bist, Herr, mein Theil und meines Herzens Troft und Heil. Mel. Helft mir Gotts se, 515. bich, mein Gott, gedenken, ist Freud' und Trost für mich, wenn Gram und Angst mich fränken, so blickt mein Aug' auf dich, dann min. Mel. Du, o schönes se 514. le Christen hören dert sich der Schmerz, dann fliehn von dem bangen wie Reich der Herrlichkeit, und wie vor dem Morgen, und leichter Allen nah' und ferne Chriftus wird mein Herz. feine Gnade beut. Aber wenn fie 2. Denk ich an deine Liebe, hören fagen: du mußt Chrifti mie werd' ich dann entzückt! ich Kreuz auch tragen, wenn du willst fein Jünger seyn, stimmen We nige mit ein. fühl' in heilgem Triebe mich ganz zu dir entrückt; dir, Herr, mein Herz zu weihn, dich findlich zu ers heben, zur Ehre dir zu leben, soll meine Wonne seyn. 2. Lieblich ist es wohl, ju hö ren: ihr Beladnen, tommt zu mir! Aber das sind barte Lehren: 3. Mit hoffendem Gemüthe ge gebet ein zur engen Thür! Fröh, dent ich deiner Treu', und harre lich jauchzend folgen Alle, bei des beiner Güte, fie ist mir täglich Hofianna Schalle, doch will bis neu. Werf ich die Laft auf dich, in Tod und Pein Reiner sein Be- so wird die Arbeit füße, in der gleiter feyn. ich Schweiß vergieße, du unters 3. Jefum treu und einzig lieben, stützest mich. darum, weil er Jesus ist, Alles, 4. Du gabft mir aus Erbarmen was er fordert, üben, das kann den Sohn, der für mich starb, nur der wahre Chrift. Sollt auch und gnadenvoll mir Armen auf Alles von ihm fliehen, jeder Troft ewig Troft erwarb. Du bist in fich ihm entziehen, wird er sagen Chrifto mein, nun kann ich Hoff für und für: dennoch bleib' ich nung faffen, du fannst dein Kind stets an dir. nicht laffen, wirst stets mein Hel fer seyn. 4. Ja, Herr, nur um deinet willen bist du werth, geliebt zu fehn, mein Verlangen fannst du stillen, du bist gütig, heilig, rein. Herz aufs Eitle lenken, bringt 5. Wie gut ifts, dein gedenken mit frommem Chriftensinn! Das 286 Liebe zu Gott und zu Chrifto. nimmermehr Gewinn. Ich halte 5. Friedefürft, laß mich im Glau mich an dich! dies giebt, auch ben dir treulich anhangen, eile, zu wenn ich leide, dem Herzen Trost stillen mein Wünschen, mein höch und Freude, dies stärkt im Tode ftes Verlangen! Tilge in mir, mich. was mich fann scheiden von dir, nimm mich dir selber gefangen. 6. Drum will ich an dich den ten, so lang' ich denken fann; 6. Alles, was irdisch ist, trach. mag man ins Grab mich senken, tet, die Chriften zu plagen; cent der Geist geht himmelan. Vergißt nerschwer werden die Bürden, wenn auch mein die Welt, gedenkst du, du nicht hilfft tragen. Stehe miz Herr, doch meiner, wenn auch bei, mache von Schwachheit mich auf Erden Reiner mich im Ge frei, mit dir darf nimmer ich za dächtniß hält. gen. Mel. Lobe ben Herren, den 16. 7. Was dir entgegen, das will ich auf immer nun haffen, will dich mit Liebe, mein Heiland, auf hrifte, mein Du mir seyn 516. mein offen, mein Reichthum und Alles allein; wer Glauben, mein Wallen, der du wollte je, Herr, dich laffen? uns giebeft, was Christen tann einzig gefallen, Heiland, dahin lente der Gläubigen Sinn, Ruhm bir zu bringen vor Allen. 2. Dich, meine Wonne, dich will ich mit Freuden erheben, will mich auf ewig zum Eigen thum gänzlich dir geben. Bin ich nur dein, das ist Gewinn mir al lein, dann ist gesegnet mein Leben. Mel. Wie wohl ist mir. 517. ich will ich immer Heiland, gieb mir Kraft dazu! will treuer lieben, mein mich in deinen Wegen üben, denn nur bei dir ist wahre Rub'; die Rub', mit der nichts zu vergleichen, der alle Herrlichkeiten weichen, die 3. Laß nur das Eine, was Noth uns schon hier den Himmel giebt! ift, stets in mir bestehen, mag Ach nimm für alle deine Treue dann auch immer das Eitle und mein Herz, das dir allein ich Nichtge vergehen. Himmlische weihe, und ewig bleibs von dir Luft senteft du mir in die Bruft, geliebt! fie nur hab' ich mir ersehen. Mel. Dalet will ich se. 4. Herzog des Lebens, du wol. left mich selber regieren, so daß ich heilig und selig mein Leben fann führen. Laß auch den Geist, 518. Qu, der sein Blut und Leben für mich so den du den Deinen verleihft, reich, williglich am Kreuz dahin gegeben, lich im Herzen mich spüren! wie lieb' ich, Jesu, dich! Dir Liebe zu Gott und zu Chrifto. ewig anzuhangen, das ist mein Wunsch allein. O möchte dies Ver langen doch ganz geftillet sehn! Mel. Fren' dich sehr, s meine te. 519. Qurch des Mittlers 2. Des Reichthums Glanz und Blut und Leiden Schäße, der Ehre Schmeichelei, sind wir aller Sünden frei, kön. und was mich sonst ergöße, wird nen unsre Herzen weiden an des leicht mir ungetreu. Die Großen, Vaters Lieb' und Treu'. Gottes die mich schüßen, fie finken bald in Staub, und will ein Freund mich stüßen, er wird des Todes Friede strömt uns zu, füllt das Herz mit selger Ruh', alle Angst, die wir empfunden, ist getilgt durch Jesu Wunden. Raub. 287 3. Nur beine Lieb' und Güte 2. Wenn ich meinen Heiland läßt feinen Wechsel zu, drum fin. sebe, geb' ich alles Andre hin, det mein Gemüthe bei bir nur denn ich find' in seiner Nähe unwahre Ruh'! Gern theilt die aussprechlichen Gewinn. Was mich Himmelsfreuden mit mir dein wahrhaft kann erfreun, hab' ich treues Herz; und wie bei Freun nur bei ihm allein; wenn ich mich des Leiden, weinst du bei meinem mit ihm vereine, bleibt er ewig Schmerz. auch der Meine. 4. Und bei so viel Gebrechen, 3. Jhn, ihn selber will ich ha wie übeft du Geduld! du heileft ben, nur in ihm erfunden seyn. unfre Schwächen, und tilgest unsre Sagt mir nichts von hohen Gaben, Schuld. Ich preise dein Erbar noch von guter Werke Schein! Zu men, das meine Mängel fiebt, des Himmels Heiligthum führt und liebevoll mich Armen für jene mich nicht der eigne Rubm; nichts Welt erzieht. giebt mir ein Recht zum Leben, er muß mirs aus Gnaden geben. 5. Verlockt mich falscher Schim. mer noch von der rechten Bahn; du läsfest mich doch nimmer, und nimmst dich meiner an. Wo du mich weißt zu finden, sucht deine 520. Treue mich, und lodt vom Weg' Mel. O daß ich tausend se. u, Vater deiner Men schenkinder, der du der Sünden mich wieder hin zu die Liebe selber bist, und deffen fich. Herz auch gegen Sünder voll Lang 6. So werf ich denn mit Freu- muth und Erbarmen ift: laß mich den die Luft der Erde hin, und von ganzem Herzen bein in wah. such im Thal der Leiden den rer Gegenliebe seyn. rechten Himmelsfinn. Wohl dem, der deinem Walten sich gänzlich übergiebt! die Krone wird erhal ten, wer bis ans Ende liebt. 2. Verleih', daß ich als Kind dich liebe, da du als Vater mich geliebt, und mich in jeder Tugend übe, die hier mein Heiland hat 288 Liebe zu Gott und zu Chrifto. geübt. Was dir gefällt, gefall' lang' ich dies Eine, das alles er auch mir, nichts scheide mich, mein Gott, von dir. setzt, so werd' ich mit allem in Einem ergößt. 3. Durch deine Liebe, Herr, be frete mich von der Liebe dieser Welt, und mach' mich fest in met ner Treue, wenn Fleisch und Blut mir Nege stellt. Jn mir wohn' deine Liebe nur, nicht Liebe zu der Creatur. 2. Seele, willst du dieses finben, fuchs bei feiner Creatur, laß nichts Jrdisches bich binden, schwing' dich über die Natur, wo Gott und die Menschheit in Ei nem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das 4. Laß mich um deiner Liebe befte, nothwendige Theil, dein willen gern üben, was dein Wort Ein und dein Alles, dein ewiges gebeut; fann ichs nicht, wie ich Heil foll, erfüllen, so sich auf meine Willigkeit. O rechne mir nach dei ner Huld die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 3. Dir ist auch das Glück be schieden, das Maria fich erlas, als, erfüllt von selgem Frieden, fie zu Jesu Füßen saß. Ihr brannte 5. Hilf, baß aus Lieb' ich Al. das Herz, um die heiligen Lehren les leide, was mir dein weiser von Jesu, dem himmlischen MeiRath bestimmt. Du führst durch ster, zu hören; ihr Geist war Trübfal den zur Freude, der allein nur in Jesum versenkt, Christi Kreuz gern auf sich nimmt. so wurde ihr Alles in Einem ge Jhm trägt bas Leiden dieser Zeit schenkt. einst Früchte der Gerechtigkeit. 6. In deiner Liebe laß mich sterben, dann ist auch Sterben mein Gewinn; dann werd' ich dei nen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Dort lieb' ich rei ner noch, als hier, dich, Gott der Liebe, für und für. In eigener Melodie. 4. Also richt auch mein Ver langen, treuer Heiland, nur nach dir; laß mich innig an dir han. gen, schenke dich zu eigen mir. Wie viele dem Eiteln begierig an bangen, ich richte auf dich nur mein sehnlich Verlangen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geift; was ist, das in dir nicht bie Seele geneußt? 521. 5. Aller Weisheit höchfte Fülle in bir gieb dies Eine lebre mich nur, daß sich auch mein Wille erkennen doch, alles Andre, wies gern in solche Schranken fügt, daß auch scheine, ist ja nur ein schwe immer die Demuth und Einfalt res Joch; darunter die Seele mit regieret, die mich zu der Weis Sorgen plaget, und dennoch heit, die himmlisch ist, führet. Ach tein volles Genügen erjaget: er wenn ich dich, Jesu, recht kenne Liebe zu Gott und zu Chrifto. 289 und weiß, so hab' ich der Weis. Sie leuchtet aus dem Sohne, den heit vollkommenen Preis. er uns zugesandt von seines Himmels Throne, als seiner Gnade Pfand. 6. Jft denn auch mein Herz oft trübe, zagend über seine Schuld, so gedent' ich deiner Liebe, dente, Herr, an deine Huld. Durch dich find die Deinen von Sünde ent bunden, als du hast die ewge Er lösung gefunden; du bift zur Ge rechtigkeit Allen gemacht, als du dich am Kreuze zum Opfer ge bracht. 7. Und so gieb, daß meine Seele auch zu deinem Bild' erwacht; du bist, Herr, den ich erwähle, mir fein Bund verheißt. zur Heiligung gemacht. Was die. net zum göttlichen Wandel und Leben, das ist, mein Erlöser, in dir mir gegeben; entreiße mich al ler vergänglichen Luft, dein Leben fey, Jesu, mir einzig bewußt. 3. Der lebt nach Gottes Wil len, der gegen ihn in Lieb' entbrannt; er kann die Glut nicht stillen, bis sie zum Nächsten fich gewandt. Die Armen muß er spei 8. Ja, mein Jesu, du alleine sen, Verlaßnen Helfer seyn, Ver. follft mein Ein und Alles seyn, irrte unterweisen, selbst Feinde prüf, erforsche, wie ichs meine, gern erfreun. Es ist ein findlich tilge allen Heuchelschein; sieh, ob Zeichen, wenn man die Brüder der alles Gute giebt. liebt; Vater thut desgleichen, b auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich selber auf richtigem Wege; laß Schmach mich nicht 4. O laßt auf ihn uns sehen, achten, nicht Leiden, nicht Tod, und folget ihm mit Eifer nach! um dich zu gewinnen, dies Eine ist Noth. bedentet, was geschehen, zu tilgen unsre Sünd' und Schmach. Wir trugen kein Verlangen, doch hat er uns befreit; er ist uns nach gegangen aus lauter Gütigkeit. Pott ist die wahre Wir gingen wüste Pfade, verirr. 522. Liebe, weil Liebe ten Schafen gleich, da rief uns nur ohn' End' ihn treibt; was seine Gnade zum felgen Himmel ist, das den betrübe, der fie um reich. faßt und in ihr bleibt? Dazu ist 5. Nun hat er uns gefunden, fie erschienen, uns Kindern fund wir haben ihn im Sohn erkannt, gemacht, daß wir dem freudig die er hat sich uns verbunden, wir nen, der uns so wohl bedacht. fühlen uns mit ihm verwandt. 19 Mel. Nun lob' den Herrn se. boren des ewgen Vaters einges 2. Uns ward als Mensch ge Rind, sonst gingen wir verloren, die allzumal gefallen find. Wir sollen durch ihn leben, mit Gott verföhnet seyn, und ihm uns wie dergeben, das ganze Herz ihm ten, er schenkt auch seinen Geist, weihn. Er will uns nicht nur ret damit wir Alles hätten, was uns 290 Liebe zu Gott und zu Christo. Olaffet uns ihn lieben, der uns des Himmels tommen ist, bein zuerst geliebt, und stets ist treu Bruder hier zu werden; vergiß fein geblieben, wie sehr wir ihn be nicht, denn dir zu gut verband er trübt. Wollt ihr ihn Alle kennen, sich mit Fleisch und Blut, dank so thut, was ihm gefällt. Ach! ihm für diese Liebe. laßt in Liebe brennen das Herz vor aller Welt. 2. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift, der für dich hat gelitten; da er am Kreuz gestorben ist, hat er dir Heil erstritten, besteget hat er Sünd' und Tod, und dich er Mel. Alles ist an Gottes 16. 523. Grer, der urdh fet löft aus aller Noth, dank ihm sei. nes Geiftes Lehre mir sein Licht für dieſe Liebe. hat angezündt, der ißt und zu allen Zeiten durch viel tausend Gütigkeiten alle Herzen sich ge winnt. 2. Sieh, auch meins will ich dir geben, dir soll es aufs Neue leben, lebe du dann auch in mir! Dir soll es fich ganz verbinden, und zugleich den alten Sünden ewiglich entsagen hier. 3. Möge mich dein Geift er neuen, und mich dir zum Tem pel weiben, der dir ewig beilig sey; laß die Herrschaft mich ge winnen über Luft und Furcht der Sinnen, reinge mich und mach' mich fret. Mel. Es ist das heil te. 3. Salt' im Gedächtniß Jesum Christ, der aus des Todes Banden als Held hervorgegangen ist, mit ihm bist du erstanden; das Leben hat er wiederbracht, und uns gerecht vor Gott gemacht, dank ihm für diese Liebe. alt" im Gedächtniß 4. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätte zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit, und schauen seine Herrlichkeit, dank ihm für diese Liebe. 4. Laß in meines Herzens Garmen, zu richten, was auf Erden ten aller Tugend schönste Arten ist, die Bösen und die Frommen; blühn in Kraft und Lieblichkeit! o sorge, daß du dann bestehst, Deffne drin die Lebensquelle, die und mit ihm in sein Reich ein ohn' Ende rein und helle strömet gehst, ihm ewiglich zu danken. in die Ewigkeit. 5. Halt im Gedächtniß Jefum Chrift, der einst wird wiederkom. 6. Gieb, Jesu, daß ich dich fortan mit wahrem Glauben faffe, und nie, was du an mir gethan, aus meinem Herzen lasse, daß des fen ich in aller Noth mich trösten 524. Heiland, der auf Erden vom Thron ins Leben dringe. Liebe zu Gott und zu Christo. 291 nicht bist, ist nichts, das mir ers freulich ist. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich ze. 525. 3 Derr Jesu Christ, mein höchstes Gut, in dem allein mein Glaube ruht, du, mei4. Und ob mir unter Kreuz und Noth und unter Marter, Angst und Tod auch Seel' und Leib nes Herzens Freude! ich bleibe fest verschmachten, ja, gäb' es auch und treu an dir, so ist auch nichts, der Qual noch mehr, die schreck was dich von mir, was unsre lich, gleich der Hölle wär', mein Liebe scheide. Du machst mir dei Glaube wird nichts achten. Du nen Weg bekannt, bältst mich bei bist und bleibest doch mein Heil meiner rechten Hand, regiereft mei und meines Herzens Trost und nes Lebens Lauf, hilsst gnädig Theil; so wird und muß durch meiner Schwachbeit auf. Herr dich allein auch Leib und Seele Jesu Chrift! Herr Jesu Christ, du felig senn. Herr Jefu Chrift! bist mein Licht; ich folge dir, so Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, irr' ich nicht. daß deine Kraft mich nicht verläßt. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. dir, du aber hältst dich auch zu 5. Nun Herr, ich halte mich zu Gebts gleich zu Zeiten wunderlich, mir, und das ist meine Freude. so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach schwerem Gang auf rauber Bahn nimmst du mich dort mit Ehren an, wo mich vor deinem Thron erfreut die Krone der Ge rechtigkeit. Herr Jesu Chrift! Herr Jefu Chrift, bei dir allein wünsch' ich mir ewiglich zu seyn. Ich sehe meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, in noch so großem Leide. Dein Thun foll Alles und allein in meinem Mund und Herzen seyn, bis ich dich werd' im Himmel sehn, wo alle Selgen um dich stehn. Herr Jefu Chrift! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, du kommst, und 3. Mein Sinn ist ganz zu dir nimmst mich zu dir auf. gericht't, hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär' der Him. mel ohne dich, so könnte feine In eigener Melodie. werd für mich in tauſend Himmeln 526. Berzlich lieb bab ich dich, o Herr, verwerden. Wärst du nicht schon auf leihe du mir immer mehr die Fülle Erden mein, möcht' ich auch nicht deiner Gaben. Die ganze Welt auf Erden seyn, denn auch die erfreut mich nicht, nach Erd' und ganze weite Welt hat nichts, was Simmel frag' ich nicht, wenn ich mir wie du gefällt. Herr Jesu nur dich kann haben. Auch wenn Chrift! Herr Jesu Christ, wo du mein Herz im Tode bricht, bist 19* 292 aan de Hogada19 Liebe zu Gott und zu Chrifto. him do 10 dnym tyje And wh nolained bu doch meine Zuversicht, bu, Bestand, deß bin ich worden in meines Herzens höchstes Gut, der nen, drum schwingt aus dir fich mich erlöft hat durch sein Blut. mit Begier mein freier Geift von Herr Jesu Chrift! Herr Jesu hinnen.dea tim das m Chrift, mein Gott und Herr, bet laß, verlaß mich nimmermehr! 2. Du, Gott, du bist das höchfte Gut, nach dir steht mein Verlan. 2. Es ist ja dein Geschenk und gen. Ach, möcht' ich doch mit fe Gab', Leib Seel und Alles, was stem Muth dir immerfort anhan ich hab' in diefem armen Leben. gen! 0 wäre boch das Sünden. Daß ich es brauch' jum Lobe dein, joch von mir hinweggenommen, zum Nuß und Frommen der Ge damit einmal ich zu der Bahl der mein', wollst du mir Gnade ge Selgen möchte tommen.jost and ben. Behût mich, Herr, vor falemanism scher Lehr', in mir den rechten 3. Jch seh', es fann die ganze dalam www. in stärke mich, daß ich es trage wil liglich. Herr Jesu Chrift! Herr Jefu Chrift, mein Herr und Gott! hilf mir auch in der letzten Noth! und was den Sinnen wohlgefällt, die Seele nicht ergößen; thr Glanz verschwindt wie Rauch im Wind, und Alles muß zerstieben, nur Gott allein wird ewig seyn: wohl Allen, die ihn lieben. ind 190² ms 3. Laß deinen Engel bei mir fehn, der mich nach überstandner yosunla Pein jur Rub' des Himmels trage. 4. Wie fonnt es doch zuvor ges Den Leib laß sanft im Grabe ruhn, schehn, daß ich gefolgt den Lüften? bis du erscheinst, es aufzuthun, an Wie fonnt ich so weit irre gehn, jenem großen Tage, alsdann er o Welt, in deiner iner Wüſt wed' vom Tode mich, daß meine seh ich ein, es war nur Schein, Augen schauen dich, in selger was ich mir Glück ließ dünken; ich Rub', o Gottes Sohn, mein lief fürwahr dabei Gefahr, in ewMittler und mein Gnadenthron. gen Tod zu finden. Nun 8602 Herr Jefu Chrift! Herr Jefu Chrift, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. -Orne tudi 5. Gieb, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge, mit Lieb' und herzlicher Begier nach beiner Gnade ringe, und mich al selein in dir mag freun, Gott, mei. ner Seele Leben! Du allermeist nimm es geben. Herz, fannst meinem Geift die beste Fülle E 3TTE agul de gong adod PC Met. Was mein Gott will 350$ 900 sun Sed 527. ert, Dier ift mein bin, dir hab ich mich ergeben! Hinweg, Welt aus meinem 6. Drum schwinde hin, was Sinn mit deinem schnöden Leben. nichtig ist, ich will es laffen fab Dein Thun und Zand hat nicht ren. Du, Gott, der du mein 293 Liebe zu Gott und zu Chrifto. ahdet inn Alles bist, du wirst mein Herz be fühlt' ich mich verwiesen, und wahren, daß es nicht acht auf meiner Heimath fern. Weg, was Luft und Pracht nur dich allein sonst Freuden schafft, die er nicht verlange, und bis zum Tod' dir, mit mir theilet! Weg, was sonst Herr und Gott, mit wahrer Treu' Wunden heilet, als seiner Liebe anhange. Kraft dau tio mism ind 6. Mein 3 Serr mein Licht, mein Leben läßt mich nicht un tergehn und ich bleib' ihm er. geben, schon felig ohnein Sehn. babe den gefunden, der aber bin fann, ihm bleib ich fest verbun- ich, er der Meine, jums ewigen den, troß Hohn und Druck und Vereine wird er mich an fich Bann. Welch Heil ist meinem ziehn.bhd gleich? Ich bin der Welt entsches and sime at 01 kommen; er hat mich aufgenom uit men in Gottes Bund und Reich. li apor In eigener Melodie. and dan, oduslo 1980s 310 2. D, kommt zu ihm gegangen, 529. Sherr ist Jefus Chrift, habe gnug, mein der Reinen von sich stößt! Ich war mit Noth umfangen, und er mein Herr ist er allein; wer nur hat mich erlöst. Mein Loos war sein Knecht und treuer Jünger ist, Sclaverei, gebunden Herz und Ledarf ohne Sorgen seyn. Ich will ben; er hat mich frei gegeben, nun ganz meinem Gott anhangen, und bin ich wahrlich frei. nicht mehr nach der Welt verlan 3. Nun sey mein Loos auf Ergen, fo bab' ich gnug. ad id den, von Welt und Weltglüd fern, fein treuer Knecht zu wer ben, werth dieses treuen Herrn. Das ist mein Ehrenstand, daß ich ihm angehöre. D, daß ich nie berlöre, was ich in Chrifto fand! id( to#Q& plss nism tas) sid than du Mel. Aus meines Herzens Andre 170mmi id chui 528. 16, sp 2. Ich habe gnug, ich bin der Sorgendlos, und tränte nicht mein Herz, ich bin vergnügt, und fig' in Gottes Schooß, der lindert allen Schmerzpich sorge nicht mehr für mein Leben, der Höchste tann mir Alles geben: ich habe gnug. 4. Mir fließe feine Stunde von meiner Zeit vorbei, daß ich in fei nem Bunde nicht ftill glückselig fey. So nab' mit ihm vereint als Reb' und Stamm das für den Geift, das Andre fällt 3. Ich habe gnug und sorge mir zu nur Gottes Reich, das Jefus fuchen das mir ift bas Glück auf Erden, was wahre Mugsne Sch trachte nur, meine Sehnsucht meint. des Vaters Willen in Kraft des Geiftes zu erfüllen: brum hab' ich tch am meinen Herrn. Gonft gnug.nsdonol minisd lim anis aton od dna? 6mm aud3 ab@ 5. In lauter Paradiesen leb d # 00 Don 294 Liebe zu Gott und zu Christo. 4. Jch babe gnug; ich lieg' anmelswonne, daß du mich froh und Jesu Brust, da schwindet aller frei gemacht, ich danke dir, du Schmerz. Was will ich mehr? Gotteskraft, die neues Leben schafft. Dort find' ich Himmelslust, dort 6. Erhalte mich auf deinen Ste stillt sich ganz mein Herz; im gen, und laß mich nicht mehr irre Vorschmack weiß ich schon auf gehn; laß meinen Fuß in deinen Erden, was mir im Himmel einst Wegen nicht straucheln oder stille soll werden: ich habe gnug. stehn; erleuchte meine Seele ganz, du reiner Himmelsglanz! In eigener Melodie. 7. Gieb meinen Augen süße Thränen, gieb meinem Herzen 530. S ch will dich lieben, fromme Glut; vermehre stets nach meine Stärke, dich, dir mein Sehnen, du einzig Heil meiner Seele Ruhm und Zier; ich und höchstes Gut; laß meinen will dich lieben durch die Werke Sinn, Geist und Verstand stets und mit der heiligsten Begier; ich seyn zu dir gewandt. will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herze bricht. 2. Jch will dich lieben, o mein Leben, dich, meiner Seele besten Freund, ich will dich lieben und erheben, so lang' dein Gnaden glanz mir scheint, ich will dich lieben, Gottes Lamm, das litt am Kreuzesstamm. 8. Ich will dich lieben, meine meinen Gott, dich lieben auch bei Krone, dich, meinen Herrn und Schmach und Hohne und in der allergrößten Noth; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis einst das Herz mir bricht. 3. Ach daß ich dich so spät erfannte, bu! daß ich nicht früher mein 531. Siebe Läfſfeft durch Mel. Trau auf Gott in allen ze. Cesu, der du deine dich nannte, du höchstes Gut und wahre Rub'! O wie ist tief mein des Geistes Triebe in die Herzen Herz betrübt, daß es dich spät ge- fich ergießen, und im Glauben dich genießen: liebt! 4. Jch ging verirrt und war 2. Wer kann jagen und bes verblendet, ich suchte, doch ich schreiben, was es sey, in dir fand dich nicht, ich hatte mich stets bleiben, stets im Glauben von dir gewendet, und liebte das dir anhangen, und in Liebe dich geschaffne Licht; doch nun ist es umfangen? durch dich geschehn, daß ich mein Heil gefehn. 3. Gieb uns Kraft, die Seligfeiten deiner Lieb' uns zu bes 5. Ich danke dir, du wahre reiten, und zu stillen Schmerz Sonne, daß du dem Geiste Licht Thränen derer, die nach dir gebracht; ich danke dir, du Sim- sich sehnen. Liebe zu Gott und zu Christo. 295 4. O unendlich hohes Wesen, 5. Du vergänglich Wesen, das in dem wir allein genesen, mach' die Welt erlesen, ich entsage dir. uns würdig, dich zu sehen, in den Jn mir sollt ihr Sünden keine Himmel einzugehen. Stätte finden, bleibet fern von mir. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; ganz sey dir, ungöttlich Leben, gute Nacht gegeben! 5. Daß, wenn wir dich freudig schauen in den schönen Himmels auen, wir dir Hallelujab fingen: bilf, Herr, laß es wohl gelingen. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Herr und Meister feh, ret bei mir ein. Was mich auch betrübe, wenn ich ihn nur liebe, muß mir Freude sevn. Duld' ich meines Herzens schon bier Spott und Hohn, den. In eigener Melodie. 532. S Desu, meine Freude, Weide, Jesu, meine Zier! ach noch bleibst du, auch im Leide, wie lang', wie lange ist dem Her Jesu, meine Freude. zen bange, wie verlangts nach dir! Ich bin dein, und du bist mein; Gottes Lamm, mir foll auf Erden nichts sonst lieber wer den. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde fret. Laß die Felsen splittern, laß den Erdkreis zittern, mir steht Jes fus bei. Ob die Welt in Trüm mer fällt, ob auch Tod und Hölle schrecken: Jesus will mich decken. 3. Donnert auch im Grimme Mel. Alle Menschen müssen se, 533. Resus schwebt mir in Gedanken, Jesus liegt mir stets im Sinn; von ihm Alles um mich hin. Er ist meine will ich nimmer wanken, sänk auch Seelenweide, meines Herzens höchste Freude, meines Lebens schönste Sier, Jesum lieb' ich für und für. 2. Jesu hab' ich mich ergeben, des Gesetzes Stimme; Jesus stil. denn ich bin auf ihn getauft. Ihm let fie. Mag der Tod sich nahen, zu Ehren will ich leben, der mich mich das Grab umfahen; Jefus durch sein Blut erkauft. An ihm läßt mich nie. Mich schreckt nicht will ich treulich halten, nur sein das Weltgericht, freudig, daß ich Geift soll in mir walten; seinem Jefum sebe, blic' ich auf zur Höhe. Vorbild folg' ich gern, Jesus steht mir nimmer fern. 4. Weg mit allen Schäßen, du bist mein Ergötzen, Jefu, meine 3. Jefus soll in allen Leiden Luft! Weg, ihr eiteln Ehren, die mein getreuster Beistand seyn. gar leicht bethören, bleibt mir un. Nichts, nichts soll mich von ihm bewußt! Elend, Neth und Schmach scheiden, feine Qual noch See. und Tod soll, wie viel ich auch lenpein. Keine Trübsal, keine muß leiden, mich von dir nicht Schmerzen reißen ihn aus mei. scheiden. nem Herzen; wenn mich alle Welt 296 Liebe zu Gott und zu Chrifto. verläßt, Jesum balt ich immer meinem Herzen vor Allem tief fich feft. mind mad daian idmomsprid ein das Bild von deinen Schmer ms4.3 Jefusiofoll auch einft im sen und deiner Kreuzespein.i Sterben meiner Seele Labfal seyn. Jenes selge Reich zu erben, dazu hilft nur er allein. Durch ihn sollen alle Frommen zu des Him mels Klarbeit kommen. Jesus hält, was er verspricht, Jesum laß ich ewig nicht.ds 5. Dies Bild, o Herr, zerstreuet die Nacht, die mich bedeckt, wenn das Gewissen dräuet und das Ge richt mich schreckt. Dies Bild laß vor mir schweben in meiner letzten Noth; wie in die war mein Leben, mani mad id fey auch in dir mein Todand list trud( at madsp tin is- sid 6. In diesemn theuren Bilde laß Mel. Herzlich thut mich verlangen se, dann dich von mir schaun, auf nedsichblan i sin ti nog deine Gnad' und Milde im Glau 534. Grunde, Herr, Todesstunde kann ich noch fröh. meines ben feft mich traun. Auch in der wobne du allein, zu jeder Zeit lich seyn, wenn in des Herzens und Stunde kann ich dann fröh. Grunde du wohnest, Herr, allein. lich feyn. Men Wenn Alles um um mich fairsd trübe, umwölft und finster ist, so ftrahlt doch deine Liebe in mir, o Jefu Chrift. mis puti. ned me Mel. Mein Jesu, dem die se. 2. Du bist die Himmelswonne, 535. Thorheit ift ein die mein Verlangen ftillt, du bist außer Gott die Ruhe fucht; gejagt Herz befangen, das mir Licht und Sonne, du bist von irdischem Verlangen irrt es mir Hort und Schild. Wen die umber, als auf der Flucht! Wer fer Schild beschirmet, wem diefe für das Eitle nur entbrennet, bald Sonne scheint, der ruht, auch dies, bald jenes fich erwählt, hat wenn es stürmet, ist froh, auch seines wahren Ziels verfehlt, weil wenn er weint. er nicht seinen Ursprung fennet. 3. Mit Kraft und Muth besee 2. Du, der du bist von Gott let dein Gnadenschimmer mich; gekommen, ein Hauch und Strahl doch Muth und Stärfe feblet, von seinem Geist, haft nicht der wenn dieser Schein erblich. O Wahrheit Ruf vernommen, wenn menn mirs an Vertrauen, an du dich mit der Welt noch freuft. Licht und Kraft gebricht, dann Hier auf der Erde willst du fined laß aufs Neu' mich schauen dein den, was dir allein der Himmel gnädig Angesicht, üldör i giebt; ach glaube, wer die Welt 4. So oft vor meinen Blicen nur liebt, deß Thorheit ist nicht erscheint dein theures Bild, stets zu ergründen. werd' ich mit Entzücken und rei 3. Wie kann das Sterbliche ver chem Troft erfüllt; boch prägte gnügen die Seele, die unsterblich Liebe zu Gott und zu Chrifto. 297 ift? Soll benn das Ewge unter fich verloren, und in die Ferne liegen dem, was besteht so furze hingewandt, wird von dem Vater Frift? Wie kann, was irdisch ist, froh erkannt, und wie von Neuem ergößen den, der dem Himmel an ihm geboren. nism and gehört? Du bist von Gott so hoch 8. gu Gott, o Seele, mußt du geebrt, und weißt nicht deinen dringen, ach, gel zu deiner Rube Werth zu schätzenhch] him this ein. Dein heißer Wunsch wird D dir gelingen, ergiebst du dich dem Herrn allein. Du schmeckst schon hier den innern Frieden, den dir die Welt nicht geben kann; dort fängt die Seligkeit erst an, da du Tempel dich erforen; bist du es von Gott nie wirst geschieden. nicht, welch große Schuld! Ver scherzest du des Schöpfers Huld, m FCG sonus dann besser, du wärst nie geboel. Wie wohl ta mir, o Freund 10. ren.londondoor and outs 536. res Leben, so sterb in sopel dry du in mir, o mir, was du nicht bist. Ein Blick von dir kann Beßres geben, als der Welt das Beste ift. 4. D Schmach, so giebst du deine Würde und deine Herrlich teit dahin, erliegst der selbst er wählten Bürde, und bleibeft fern von Gottes Sinn! Gott hat jum 5. Dring' ein zu Gott, verlaß die Sünden, sag' ab der Thorheit dieser Welt! Dein Herz kann dann erst Ruhe finden, wenn nur der was Himmel dir gefällt. Dein Weg 6 Jefu, bu follst mein verblet. ift schlüpfrig, du wirst gleiten, ben; nichts soll mich von der wenn du recht fest zu stehen meinst, Liebe treiben, die du mir zuge doch wenn du dich mit Gott verfaget haft. einft, dann stehst du fest zu allen mich tränket, wenn sich mein Herz felge Fülle, bie Seiten. Bam dind bin dich versentet, und deine Gnade 6. Das Kindlein ruht in fichrem mich umfaßt. Frieden gar sanft auf seiner Mut 2. Aus Liebe, Herr, bist du ter Schooß; der Wandrer wird gestorben, damit wir nicht ver nach dem Ermüden des Tages Last loren gehn. laß mein Herz, und Hitze los; die Fesseln werden das du erworben, nun auch für abgenommen, die den Gefangnen dich in Flammen stehn. Laß mich sonst gedrückt; das Schifflein ist im Kampf nicht unterliegen, laß dem Sturm entrückt, und in dem mich in deiner Liebe fiegen, ja, du nur mir: so 7. Es finden unter dem Gefte. werd' ich fröhlich triumphiren, fo der der Mutter ihre Küchlein wird dein Todessieg mich zieren, Ruh'; das Schäflein fennt den so leb' und leid' und sterb' ich dir. Hirten wieder, er führet es der 3. Zünd auch in mir der Liebe Seerde zu; der Sohn, der thöricht Flammen zum Dienste deiner Glies 298 Liebe zu Gott und zu Christo. der an. Halt uns in einem Leib 2. Liebe, die mich hat erforen, jusammen, daß feine Macht uns eh' ich noch ins Leben kam; trennen kann. Wenn ich nur bin Liebe, welche Mensch geboren wie du gefinnet, dein Bild in mir meine Schwachheit an sich nahm; Gestalt gewinnet, und dein Gebot Liebe, dir ergeb' ich mich, dein mir heilig ist; so werd' ich Freund' zu bleiben ewiglich). und Feinde lieben, so wird ihr 3. Liebe, die durch Tod und Kummer mich betrüben, wie du Leiden für mich hat genug ge mir vorgegangen bist. than; Liebe, die mir ewge Freu den, Heil und Seligkeit gewann; und Kräfte, daß er die rechten Liebe, dir ergeb' ich mich, dein Früchte treibt. Mach mich zur zu bleiben ewiglich. 4. Gieb mir des Glaubens Licht Rebe voller Säfte, die feft an 4. Liebe, die mit Kraft und Le ihrem Weinsted bleibt. Du bist ben mich erfüllet durch das Wort; der Fels, auf den ich baue; du bist mein Heiland, dem ich traue, du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden fin den, so laß dein Licht mir nicht verschwinden, und mach' den fran fen Geist gesund. Liebe, die den Geist gegeben mir zum Troft und Seelenbort; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu blei ben ewiglich. 5. Liebe, die hat überwunden meinen harten stolzen Sinn; Liebe, die mich hat gebunden, daß ich ganz ihr eigen bin; Liebe, dir er geb' ich mich, dein zu bleiben 5. Laß meine Hoffnung nicht erliegen, hilf, daß dein Kreuz ihr Anker sey; mit dir kann ich die ewiglich. Furcht besiegen, dein Tod macht 6. Liebe, die, zu Gott erhöhet, mich von Schrecken frei. Die mir erhält, was sie erstritt; Liebe, Welt mag auf das Eitle bauen, die stets für mich flehet und mich ich aber will auf dich nur schauen, träftiglich vertritt; Liebe, dir er o Jesu, wahrer Hoffnung Licht; geb' ich mich, dein zu bleiben ich will in Trübfal dich umfassen, ewiglich. du wirst den Schwachen nicht ver laffen, denn deine Liebe wanfet nicht. 7. Liebe, die mich schützend decket, wenn des Todes Macht mir dräut; Liebe, die mich auf erwecket und mich führt zur Herr, lichkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Mel. Komm, o komm, du Geift ze. 537. Piebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit haft gemacht; Liebe, die du mich so milde nach dem Fall mit Heil 538. W nicht! Was könnt Mel. Meinen Jefum laß ich nicht 16. einen Jefum laß ich bedacht; Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. ich wohl Beßres haben? Niemand Liebe zu Gott und zu Christo. 299 kann mit Troft und Licht, so wie ans Dank und Pflicht an ihm er, die Seele laben. Alles, was hangen, in ihm leben? Er ist mir Freude giebt, hab' ich, weil meines Lebens Licht, meinen Jes mich Jesus liebt. fum laß ich nicht. 2. Er ist mein, und ich bin 2. Jefum laß ich nimmer nicht, sein! Liebe bat uns fest verbun. bis an meines Lebens Ende, und den, gegen alle Seelenpein find' voll Glaubenszuversicht geb' ich ich Trost in seinen Wunden. Auf mich in seine Hände; Herz und ihn bau' ich felfenfest, voller Hoff Mund mit Freuden spricht: Meinung, die nicht läßt. nen Jesum laß ich nicht. 3. Ohne Jesum würde mir schon 3. Laß vergehen mein Geficht, die Welt zur Hölle werden; mit aller Sinnen Kraft entweichen, ihm aber hab' ich hier schon den laß das letzte Tageslicht dem ge Himmel auf der Erden. Mangel brochnen Aug' erbleichen, wenn fenn' ich nicht und Noth; er speift des Leibes Hütte bricht, meinen mich mit Himmelsbrod. Jefum laß ich nicht. 4. Eine Stunde, wo ich ihn fuche recht ins Herz zu schließen, giebt den seligsten Gewinn, läßt mich wahre Luft genießen; ein zu ihm gewandter Blick bringt mir tausend Heil zurück. 5. Schickt der Vater Kreuz und Schmerz, Jesus foll fie selbst be fiegen, spricht:» O du zerschlag nes Herz, meine Gunft laß dir genügen! Also stärkt er die Ge duld durch Versichrung seiner Huld. 4. Ich werd' ihn auch laffen nicht, wenn ich bin dahin gelan get, wo vor seinem Angesicht aller Frommen Glaube pranget; ewig glänzt mir dort sein Licht, meinen Jefum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Him. mel nicht, nur nach ihm mein Herz fich sehnet; Jefum such' ich und sein Licht, ihn, der mich mit Gott versöhnet; er befreit mich vom Gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 6. Niemals zeigt sich Unbestand, Jefu, mir in deiner Gnade; du an deiner Hand, daß Mel. Ach Gott und Herr 18, ein Freund nichts meiner Seele schade; und 540. Mund ich bin fein, so geht die Prüfungsbahn iminer ficher himmelan. ihm hab' ich mich ergeben. Ich bin bereit, in Freud und Leid, o Jesu, dir zu leben. In eigener Melodie. 2. Du riefeft mich, ich glaubt 539. Meinen Jesum laß ich an dich, nun will ich nie dich laſ nicht, weil er sich sen. Und immer wirst du, Lebens. für mich gegeben; sollt ich nicht fürst, mich gnadenreich umfassen. 300 Liebe zu Gott und zu Chrifto. 3. Mir zum Gewinn gabst du ter Sort, bei dem ich Zuflucht bich bin, ju leiden und zu sterben. finde, denn der ist sicher nur, den Durch dich versöhnt, werd ich gebeine Hand beschirmt. krönt zum rechten Himmelserben. 5. Mein Hirte, weide mich auf 4. Einst werd' ich gleich in dei- beinen grünen Auen, und führe nem Reich den frohen Engeln mich zum Quell lebendgen Was werden, wo ich forthin gesichert fers hin; verirr' ich mich von dir bin vor dieser Welt Beschwerden. in Wüsten voller Grauen, dann 5. Drum, o Herr Christ, du bringe mich zurück, weil ich bein einzig bist mein höchster Schatz auf eigen bin. Erden! Mein Lebenslicht, laß mich nicht von dir geschieden wer. gidiän so spo nschil linist Mel. Mein Dater, jeuge mich 16. dr ( 314 200 6. Mein Ein und Alles du, mit den muun dir laß Eins mich werden; so wird mir Alles nichts, du wirst mir Alles fein, und ist die Stunde da, zu scheiden von der Erden, dann geb' in Frieden ich zu deinen lad ein Heiland, bilde Freuden ein. 541. ganz na si zim hist deinem Bilde, und schaffe selbstbruddig Toil In eigener Melodie. in mir die neue Creatur, auf daß d ich heilig sey, demüthig, weis und 542. M Seraphinen, wenn dem ble milde, und in mir ausgetilgt des alten Menschen Spur. d dein Befehl an fie ergeht, nur mit deiner Majestät: wie sollten meine verdecktem Antlik dienen im Glanje blöden Augen, die der verhaften hat gemacht, bein helles Licht zu Sünde Nacht noch so viel trüber schauen taugen? solu 2. Doch gönne meines Glau 3. Mein Leben, leb' in mir und Heiligthum, daß deine Gnade mich bibens Blicke den Eingang in dein laß in bir mich leben; ich bin ja erquicke zu meinem Heil und dei ohne dich zum Guten gänzlich nem Ruhm! Von fern steht die todt. Du bist das Lebensbrod, beschämte Seele; doch wenn fe du fannst mir Nahrung geben, reuevoll sich beugt, bist du es, der und laben meinen Geist in aller fich gnädig neigt, und spricht: seiner Noth. du bists, die ich erwähle.< ple at napis pied nislle 4. Mein König, schüße mich, 3. Ja jeige, Jesu, dich voll so oft noch Welt und Sünde mit Güte dem Herzen, das nach Gnade ihrer Lift und Macht auf meine lech3t! Sör auf das sehnende Ge. Seele stürmt. Seb du mein star müthe, wie es, Gott sey mir 2. Mein Licht, erleuchte mich führ mich in alle Wahrheit, und bringe meinen Sinn zur rechten Lauterkeit; vertreib' ben Lügen geift durch deines Wortes Klar, heit, damit ich wacker sey in je dem Kampf und Streit. u Gott und zu Chrifto. 301 gnädig! achzt. Dein Blut ist mir das Herz noch schlägt, und schon für mich geflossen, um weg. wenn es einst fich nicht mehr zunehmen Schuld und Pein; wie regt, soll immer doch die Liebe folltst du mir nicht gnädig seyn? währen. mug read Nein, Herr, du fannst mich nicht mi pisig chi da fai, berstoßen. nison nadert sd his man Mel. Die lieblichen Blicke 19 schi 11709 Liebe zu 4. Jch bin geheilt durch deine Wunden, mit Gott versöhnt ge Laß hör ich dir, und bleib' ich fest mit dir verbunden, so ist ver dammlich nichts an mir. nun in deinem Licht mich wan beln, daß ich in Herzensfreudig teit, Herr, als dein Jünger alle jeit nach deinem Worte möge han deln. ais ieduer 5. Reich' mir die Waffen aus 2. In ihm ist die Fülle von der Höhe, und stärke mich durch Allem, was gut; was fleischlich deine Macht, daß ich den guz vergnüget, das schadet und trüget, zein thörichtes Herz, 543. W warum ſchwankeft du noch? Was hilfts dir zu ringen nach irdischen Dingen, und immer zu ziehen am sünd. lichen Joch? Das nöthigste Theil ist Jesus, dein Heil. lenke den Sinn auf Jesum nur hin. Drum Feinde Haß erwacht; dann wird tet den Muth. Wer Alles verläßt, bein Gnadenreich auf Erden, worin und hanget nur fest an Jesu al. bein heilges Recht regiert, und lein, tann wahrhaft fich freun. uns zu Fried und Freude führt, auch durch mich ausgebreitet wer den. thof sótti 6. So will mein Herz dich, Herr, umfassen, bereit es dir zu beinem Thron! Duh haft aus Liebe ja verlaffen den Himmel einft, o Gottes Sohn! So laß denn jetzt die gläubge Seele dir Freudenthron und Himmel seyn, daß fie, gebeiliget und rein, vor deinem Vater dir nicht fehle.17 3. Er ist uns der treuste und innigste Freund. Schon hier will er laben mit himmlischen Gaben das Herz, das in Liebe mit ihm fich vereint. Wie einft er beglückt, wenn er uns entrückt zum himm lischen Licht, das fassen wir nicht! So ziehe, mein Jefu, mich gänzlich zu dir, laß in mir zerrin nen die Täuschung der Sinnen, ertödte des sündlichen Fleisches Begier. Dein himmlischer Glanz durchleuchte mich ganz, hinführo allein dein eigen zu seyn. 7. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben, steig' du in Lieb' herab ju mir! Laß nichts mir diese 5. Mein Wille ſey gänzlich in Freude rauben, erfülle ganz mich deinen versenkt! Mein Wirken, nur mit dir! Ich will dich lie mein Leiden, die Schmerzen, bie ben, dich verehren, so lang' in Freuden, nach deinem Gefallen 302 fey Alles gelenft! Dir geb' ich mich hin mit liebendem Sinn; Mel. Schmücke dich, o liebe Seele sc. ach lebe in mir, fo leb' ich in diz. nichts Höbres 545. tennt mein Glaube, Liebe zu Gott und zu Christo. nichts erhebt mich mehr vom Mel. Mein Salomo, dein sc. Staube, als daß mir zum Heil und Leben Gottes Sohn fich hin544. Mir wallt das er gegeben. Daß ich einen Heiland so oft es fein gedeufet, den Lieb' und Huld von babe, mich an seinen Gütern labe, ſeinem Throne drang, und unfre und in sein Verdienst mich kleide: Niedrigkeit zu theilen zwang. dies ist meiner Seelen Freude. Ge danke, der mich ganz auf Jefum lenfet! Jft mirs im Ernst um Seligkeit zu thun, fann ich ge treft in seiner Liebe rubn. 2. Ich mag kein Heil, als nur in Jefu haben; ich mag fein Licht, das nicht aus Jesu strahlt; der Friede, den sein theures Blut be, zahlt, ist nirgends sonst; er muß damit begaben, mein Jesus, der für mich am Kreuze starb und mir dadurch die Seligkeit erwarb. 2. Sein will ich mich gläubig freuen, meinen Bund mit ihm er neuen; denn auf meiner Pilger reise nährt er mich mit Himmels. fpeife. Daß ich einen Heiland babe, der mit treuem Hirtenstabe mich zu grünen Auen leitet: dies bat Liebe mir bereitet. 3. Ewge Liebe, sey gepriesen, die sich bülfreich mir erwiesen, die den Mittler hat getrieben, mich bis in den Tod zu lieben. Daß 3. Wie hoch der Geist der Jün. ich einen Heiland habe, der mich ger auch gestiegen, ihr höchstes liebte bis zum Grabe, der nun Wissen blieb das Kreuz des Herrn: lebt als Ueberwinder: dies gewäh so finden auch die Gläubgen nab ret Troft dem Sünder. und fern in seinem Kreuz das fe ligste Genügen; wer in ihm einzig fucht der Seele Heil, dem wird die höchste Weisheit auch zu Theil. 4. Troßge und verzagte Herzen achten nicht des Heilands Schmer zen, können, ach, so leicht vers geffen, was sie ernstlich nie er 4. Wir sehen ja die Schaaren messen. Daß ich einen Heiland feiner Zeugen, wir kennen den, babe, an dem ich mich weid' und labe: ginge mir dies Heil verloren, der uns erfauft fich hat; er that, er litt, er büßt an unsrer Statt, wär' ich beffer nie geboren. wir müssen uns vor seinem Scep 5. Fehlt er mir, so weicht mein ter beugen; er ist so groß und ist Friede; obn' ihn ist die Seele zugleich so gut, wir opfern ihm müde, Licht und Troft bleibt mir von Herzen Gut und Blut. verschwunden, bis ich wieder ihn Igefunden. Daß ich einen Heiland Liebe zu Gott und zu Christo. 303 habe, reich an jeder Himmels uns Zeuge feyn von seiner Kraft, gabe: dies allein erweckt aufs vor der das Dunkel muß entflies Neue meinen Muth und meine Treue. ben, die Alles aus dem Nichts erschafft. 4. Durch Lieb' allein ward er bewegen, daß sich zum Bild' er Menschen schuf, und, als die uns 6. Sollte jemals meiner Seelen Kraft und Rub' und Freude feb. len, will ich flebend zu ihm und er wird mein erquicken. Daß ich einen Hei land habe, deß ich bleibe bis zum Grabe, der mich macht zum Him melserben: darauf will ich freudig sterben. wieder rief mit heilgem Ruf. So, Seele, sucht er auch noch heute, wie er mit Liebe dich ume fab'; schenft gern dich seinem Sohn zur Beute, und bleibt dir dann in Gnaden nah. 546. Mel. Die Tugend wird durchs 10. 5. Er überschüttet dich mit Se gen, er speiset dich mit Himmels. daß ich Gott erfen brod, er ist dein Licht auf deinen nen lernte und wan. Wegen, und führt dich mächtig delte den Weg des Rechts, daß aus dem Tod, er tranft bich aus ich vom Eitlen mich entfernte, den Lebensbächen, in Nöthen ste denn ich bin göttlichen Geschlechts! bet er dir bei, im Kreuz wird er Der Herr ist über alle Schätze, er dir Heil versprechen und stets ist und bleibt das höchste Gut; bleibt seine Liebe neu. und wenn ich mich an ihm er göte, so fühl ich, wo man sicher rubt. 6. O Seele, die dies Gut darf schmecken, und seine Kraft erfah ren hat, laß immer stärker dich erwecken, und such' es eifrig früh und spat! O ringe drum mit beißen Thränen, nichts halte dein Verlangen auf! beginne stets mit neuem Sehnen, nichts locke dich vom rechten Lauf. 2. Denn was hier herrlich scheint auf Erden, ist wie ein Rauch, der schnell vergebt; ein Reichtbum, der geraubt fann werden, ist Lust, die nur im Traum besteht. Ein sol cher Schaß wird nicht besessen, und solcher Trost schwächt nur den 7. Kein Kreuz und keine Lust Muth, die irdsche Freud' ist leicht soll stören die Liebe zu dem ew. bergessen, Gott aber ist ein ewges gen Gut: nein, Alles muß die Gut. Glut vermehren, und stärken un 3. Und dieses Gut ist lauter sern Glaubensmuth, und Alles Liebe, das rufet alle Creatur. muß zu ihm uns treiben, der An. Gott schuf in heißem Liebestriebe dacht Feuer fachen an, uns Christo die ganze herrliche Natur. Sie innger einverleiben, der unfre Seesoll zu ihm hinauf uns ziehen, len sich gewann. 304 Mel. Wie wohl ist mir, o Freund 1. ich nach deinem Wohlgefallen in mir Geift und Leben seyn, daß 547. böchtes Gut, Ehrfurcht möge vor dir wallen, Licht und Leben, zeuch mein Herz völlig zu dir hin; o treuer Hirt, o Vaterherz! nur laß mich in Worten und in Wer dir hab' ich mich übergeben, mein fen auf deinen Wink und Wil Geift und Sinn strebt himmel. len merken, und tödt' in mir den wärts. Ich will mich nicht mehr eignen Sinn. felber führen, der Vater soll sein Kind regieren, so geb' ich mit ihm aus und ein. Ach, Herr, er höre meine Bitte, und lenke gnä big meine Tritte, ich gehe feinen Schritt allein. 5. Dich lob' und lieb' ich fromm und stille, und rub' als Kind in deinem Schooß. Ich schöpfe Trost aus deiner Fülle, mein Herz ist aller Sorgen los. Ich sorge nur vor allen Dingen, daß ich zum 2. Wenn du mich führst, fann Himmel möge dringen, zu deinem ich nicht gleiten, dein Wort muß Dienft bin ich bereit. Ach zeuch ewig fefte ftehn; du hast ver mich, zeuch mich weit von binnen; sprochen, mich zu leiten, zu mei was du nicht bist, laß ganz zer ner Seite stets zu gehn. Du wirst rinnen, und dein mich seyn in nicht mein Vertraun beschämen; Ewigkeit. will ich dich nur zu Allem neh men, so willst du mir auch Alles feyn. Ach laß mich niemals von dir irren, dann wird mein Sinn fich nie verwirren, dann blendet mich fein falscher Schein. Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. Ich ruf a dir, Herr se 548.Jefu Chrift, mein höchstes Gut, du treuster Freund der Seelen, deß 3. Herr, mache mich recht treu Liebe so viel an mir thut, daß und stille, daß ich dir immer fol ich es nicht kann zählen: gieb, gen kann. Nur dein, nur dein daß mein Herz dich wiederum mit vollkommner Wille sey für mich Lieben und Verlangen mög' um Schranke, Ziel und Bahn. Mich fangen, und als dein Eigenthum foll nichts ohne dich vergnügen; an dir nur einzig hangen. laß mir nichts mehr am Herzen 2. Hilf, daß sonst nichts in liegen, als deines großen Namens meiner Seel', als deine Liebe Ruhm, der sey allein mein Ziel wohne; gieb, daß ich deine Lieb auf Erden; ach laß mirs nie ver rücket werden, denn ich bin ja bein Eigenthum. erwähl' als meine Bierd' und Krone. Rott' Alles aus, nimm Alles hin, was mich und dich will trennen, und nicht gönnen, daß Herz, Gemüth und Sinn in 4. Laß beinen Geift mich täg lich treiben, Gebet und Flehen bir zu weihn. Dein Wort laß deiner Liebe brennen. mir im Herzen bleiben und in 3. Wie freundlich, selig, süß Liebe zu Gott und zu Chrifto. und schön ist, Jesu, deine Liebe! Wo diese wohnt, fann nichts ent.. 305 Mel. Dalet will ich dir geben ze. stehn, was meinen Geist betrübe. 549. Jefu, Freund ber Drum laß nichts denken Seelen, wie herzlich mich, nichts sehen, fühlen, hören, lieb' ich dich! Wenn mich die Sor nichts berehren, als deine Güt' gen quälen, stärkst und erquicft und dich, der du fie noch kannst du mich; dann schwinden alle Lei mehren. den der kurzen Pilgerzeit vor den vollkommnen Freuden der nahen Ewigkeit. 4539ipar di 4. Du bist allein die wahre Ruh', in dir ist Fried' und Freude, drum wendet sich mein Herz dir zu, daß es an dir fich weide. Herzen so theuer seyn, als du; 2. Nichts, nichts soll meinem Du bist das rechte Himmelsbrod, denn deinen Todesschmerzen ber durch das ich Stärkung finde, dank ich Trost und Ruh'. Dir und die Sünde, sammt aller will ich angehören mit Allem, was Angst und Noth, im Glauben ich bin, dich über Alles ehren mit dankerfülltem Sinn. überwinde. 5. Du hast mich je und je ge 3. Was kann mein Herz be liebt und zu gezogen. Eh ich noch etwas Guts geübt, warst du mir schon gewogen. Ach, laß doch ferner, edler Hort mich diese Liebe leiten und beglei ten, so daß sie immerfort mir kräftig steb zur Seiten. glücken, als deine Huld allein? Wer da mein Tröfter seyn? Nur Wer mich im Tod erquiden? du kannst Alles geben, was wahr. haft mich erfreut, bei dir ist ewges Leben, ist Heil und Seligkeit. 4. Was soll ich troftlos klagen? 6. Sie müsse, wo ich irre geh', alsbald zurecht mich führen, und Du bist ja, Herr, bei mir; muß in dem Amt, worin ich steh', ich das Kreuz auch tragen, ich mein ganzes Thun regieren; daß folge freudig dir. Geduldig will ich auch Andre deinen Rath und ich leiden Verfolgung, Schmerz gute Werke lebre, Sünden wehre, und Hohn, nichts soll von dir und den, der Böses that, mit mich scheiden, von dir, o Gottes Ernst zu bir befebre. 3012 Sohn. 7. So sey denn meine Freud' 5. Du Herrlichkeit der Erden, im Leid, in Schwachheit mein vergebens locft du mich; kann ich Vermögen, bis ich dereinst nach einst felig werden, wie gern ent Kampf und Streit mich kann zur behr ich dich! Wo Jefus Hütten Ruhe legen. Alsdann laß deine bauet, da, da ist gut zu seyn, Liebestreu Erquicung mir zu wenn ihn mein Aug' einst schauet, weben, mir beistehen, daß ich ge- wie will ich dann mich freun! frost und frei mög' in dein Reich eingehen. asitas 6. Seh denn in jedem Leide, im Tode sey mit mir, und führ 20 Collonusst 306 Liebe zu Gott und zu Chrifto. to meine Freude, mich näher dann sich erquidt, weil er tann dein ges ju dir. Wenn mich kein Leid mehr nießen. Endlich zeigt sich nach rühren, fein Tod mezhr tödten kann, dem Leide volle Freude, und die wie werd' ich triumphiren, wie selig Stunden alles Trauerne find ver bin ich dann! schwunden. ardo bl. 1pc Mel. Wie schön lencht't uns 0, 5. Rein Auge hat jemals ge fehn, noch fann ein Mensch es hier verstehn, und würdig gnug 550. Jesu, Jefu, Gottes beschreiben, was denen dort für Sohn, mein Hei Herrlichkeit bei dir und von dir land und mein Gnadenthron, du ist bereit, die in der Liebe blei weißt, daß ich dich liebe; vor dir ben, freudig werd' ich dort erfah ist Alles sonnenklar, dir ist mein ren mit den Schaaren der Gerech Herz auch offenbar mit jedem ſei- ten, wie du lohnft den frommen ner Triebe; herzlich such' ich dir Knechten. vor Allen zu gefallen, nichts auf Erden kann und soll mir lieber et ibin th allein, o Jesu, meine Freude 6. Drum laß ich billig dies werden. 2. Das ist mein Schmerz und seyn, daß ich dich herzlich liebe, tränket mich, daß ich nicht so kann daß ich in dem, was dir gefällt, lieben dich, wie ich dich lieben was mir dein Wort vor Augen wollte. Je mehr die Lieb' in mir fellt, aus Liebe mich stets übe; entbrennt, um so viel mehr mein bis ich endlich werde scheiden und Herz erkennt, wie es dich lieben voll Freuden zu dir kommen, aller follte! Laß mich innig deine Güte Trübsal ganz entnommen. D im Gemüthe oft empfinden, ganz für dich mich zu entzünden. 7. Da wird in der Verklärung Licht dein gnadenvolles Angesicht 3. Durch deine Kraft gelingt es mir keine Hülle decken; da werd' mir, daß, wie mein Herz fich sehnt ich deine Süßigkeit, die mich bie nach dir, ich auch an dir kann nieden schon erfreut, in reiner hangen. Nichts auf der ganzen Liebe schmecken. Ewig bin ich weiten Welt nichts, was den dann erquidet und geschmücket mit Sinnen wohlgefällt, stillt jemals der Krone, die dem Glauben wird mein Verlangen. Nur du, Jesu, zum Lohnebud bilpinni sönü misd un mas fannst mich laben, ich muß haben bob tods bor qu für die Triebe meiner Sehnsucht sic Mel. Alle Menscher. müffen se. reine Liebe.di bnn( ds? Smeds di solisty 300 with and Quelle der Vollkom 4. Denn wer dich liebt, den 551. liebeft dus fchaffft seinem Herzen om bi menheiten, Gott, Fried und Rub und trösteft sein mein Gott, wie lieb' ich dich, und Gewissen, ob er auch wird vom mit welchen Seligkeiten fegnet deine Kreuz gedrüdt, fo fühlt er dennoch Liebe mich! Seel und Leib mag Liebe zu Gott und zu Christo. 307 mir verschmachten hab ich dich, wie ich soll. Ganz werd' ich dort darf ichs nicht achten, mir wird deinen Willen kennen, ebren und deine Lieb allein mehr als Erd' erfüllen und du reichst an dei und Himmel feyn. nanu nem Tyron mir der treuen Liebe mumbl Lohn. Imgaddr 2. Denk ich deiner, wie erhebet meine ganze Seele fich, wie ge tröftet, wie belebet fühl ich mich, & Gott, durch dich! Jeber Blid auf deine Werke, beine Weisheit, 552. Huld und Stärke, wie befreiet er dieser Welt, man mein Herz von Bekümmerniß und sey nur Freund von seines Glei Schmerz! Gott chen, und leugnet, daß gefellt mit denen, die ihn nicht erreichen. Jft Gott schon Alles, und ich nichts, ich Schatten, er der Quell des Lichts, er noch fo stark, ich noch so blöde, er noch so rein, ich noch noch so groß, ich noch so klein: schnöde, er Mein Freund ist mein, und ich bin sein! stor Ast DIGESTI 193 015 nad tim mox 3. Floß aus deiner Gnadenfülle mir nicht tausend Gutes zu? Daß ich ward, gebot dein Wille, daß ich noch bin, wirkest du. Daß ich denke, daß ich wähle, dafür dankt dir meine Seele, dankt dir, daß fie dich erkennt und in Christo Vater nennt. EX Mel. Mein Helland nimmt ze. 4. Du entrisfest dem Verderben 2. Gott, welcher seinen Sohn mich durch deinen Sohn, o Gott, mir gab, gewährt mir Alles mit ließeft den Gerechten sterben, und dem Sohne, nicht nur sein Lei zum Heil ward mir sein Tod. den, Kreuz und Grab, auch sei Ewig dort mit ihm zu leben, haft nen Thron und seine Krone. Ja, du mir durch ihn gegeben, ewig was er redet, hat und thut, sein foll ich dein mich freun, soll dein Wort und Geift, sein Fleisch und Kind und Erbe seyn. Blut, was er gewonnen und er 5. Seil mir, wenn ich es em. ftritten, was er geleistet und gepfinde, welcher Liebe werth du litten, dies Alles will er mir ver bist, und mein Herz vom Haß der leihn: Mein Freund ist mein, und Sünde inniglich durchdrungen ist. ich bin sein. dan Wenn auf dein Gebot ich achte, 3. Mein Freund ist meiner See nur nach deinem Beifall trachte; len Geift, mein Freund ist meines dann strahlt mir der Freude Licht, Lebens Leben; nach ihm, der mich und ich bin voll Zuversicht. den Seinen heißt, und sonst nach 6. Noch lieb' ich dich unvoll. Keinem will ich streben. Owohl fommen, meine Seel' erkennt dies der Wahl, die uns gefügt! Sie wohl, dort im Vaterland der reut mich nie, ich bin vergnügt Frommen lieb ich dich, Herr, in ihm, der auch mit mir zufrie. 20* 308 den. Drum bleibt bei Leiden un geschieden Ein Herz und Mund, Ein Ja und Nein! Mein Freund 553. ist mein, und ich bin sein! Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. Jefus, meine Suversicht 16. Seele, was ermüd'st du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzeh Eden werden. 4. Der Himmel ist ohn' ihn ge- ren sich und zu Staub und Asche trübt, die Hölle nur fand ich auf werden? Suche Jesum und sein Erden; nun aber muß, seit er Licht, alles Andre hilft dir nicht. mich liebe Obn' ihn ist in laß ihn sich zu Gott aufschwingen/ mir ein 2. Sammle den zerstreuten Sinn, der frohsten Meng' die weite richt ihn stets zum Himmel hin, Welt mir doch zu eng, ich bin, laß die Gnade dich durchdringen. wenn alle Freunde fliehen, wenn Suche Jesum und sein Licht, alles felbst die Brüder fich entziehen, Andre hilft dir nicht. war einsam, aber nicht allein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 3. Du verlangst oft süße Rub', dein verschmachtet Herz zu laben; eil' der Lebensquelle zu, da fannst 5. Sein ist mein Werk, sein du fie reichlich haben. Suche Je ist mein Rubm, seitdem ich mich sum und sein Licht, alles Undre von ihm ließ finden; ich batte bilft dir nicht. sonst zum Eigenthum nur Sünd' und Tod, den Sold der Sünden. Doch hat mein Freund auch diese Last zusammt dem Kreuz auf sich gefaßt, er nimmt die aufgebäuf ten Strafen, die nach des Rich ters Spruch mich trafen, und fenft sie in sein Grab hinein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 4. Fliehe die unfelge Pein, fo das finstre Reich gebieret, laß nur den dein Labfal seyn, der zur Glaubensfreude führet. Suche Jes sum und sein Licht, alles Undre hilft dir nicht. 5. Weißt du nicht, daß diese Welt ein ganz ander Wesen deget als dem Höchften wohlgefällt und dein Ursprung in fich träget? 6. Vergeblich zürnt und stürmt Suche Jesum und sein Licht, alles der Feind, wenn die Pofaunen Andre hilft dir nicht. Alles wecken, dann ist der Richter 6. Du bist ja ein Hauch aus felbft mein Freund, wie sollte sein Gott und aus seinem Geist gebo. Gericht mich schrecken? Ob Erd' ren, bist erlöst durch Jesu Tod und Himmel bricht und fracht, ob und zu seinem Reich erforen. Leib und Seele mir verschmacht't, Suche Jesum und sein Licht, al muß mein Gebein dann auch ver les Andre hilft dir nicht. wesen, bin ich doch ewig dann genesen, man les auf meinem Leichenstein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein. 7. 3u dem Strome mußt du nahn, der vom Thron des Lam mes fließet, Gnad' um Gnade zu empfahn, die sich reichlich dort er 309 Liebe zu Gott und zu Chrifto. Suche und fein Dieser Seiten Licht, alles Undre bilft dir nicht. Reichthum, Weltlust, Ebr und 8. Laß dir seine Majestät in merdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet fich dein Herz zu ibm erheben. Suche Je fum und sein Licht, alles Andre hilft dir nicht. Freud' find nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit. dun sun shod sid as giebst du denn, 555. 9. Geb' einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; bir nichts Gott wird aus dem Liebesmeer ewig deinen Geist erquicken. Suche Jefum und sein Licht, alles wat hilft dir nicht. dure sant famolio ice& Asthant p mein Gemüthe, omit vergilist du ſeine Güte, alles Andre Gott, der dir täglich Alles giebt? mit der er dich von je geliebt? Es muß das Allerbeste seyn, dem Herrn genügt das Herz allein. sd In eigener Melodie. 1080 ALTER Mel. Wer nur den lieben Gott te, tieb, bler bin ich 554. 2. Du mußt, was Gottes ift, Ehrenkönig, lege ihm geben; der Welt gebübret mich vor deinen Thron: schwache nicht dein Herz. Bet Gott allein Thränen, findlich Sebnen, bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden, bin ich auch nur Erd' und Thon. ist wahres Leben und bei der Welt nur Angst und Schmerz. Ja, dir, o Gott, dir fell allein mein ganzes Herz gewidmet seyn. 2. Sieb' doch auf mich, Herr, bas bitt' ich, leite mich nach dei 3. So nimm nun hin, was nem Sinn, dich alleine ich nur dir gehöret, das Herz, das sich meine, dein erkaufter Erb' ich bin. dir ganz geweiht; und dieser Laß dich finden, slaß dich finden, Bund bleib' ungestöret von nun gieb dich mir, und nimm mich bin. an bis in Ewigkeit. Dir geb' ich 3. Herr, erhöre, ich begehre Alles, es ist dein, nie will ich nichts als deine freie Gnad', die eines Undern seyn. du giebest, den du liebest, und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, der hat Alles, der dich hat. shunteck STO is Mel. Die Tugend wird durchs ze. 556. as wär' ich ohne 4. Hör, wie fläglich und be dich gewesen, und weglich dir die treue Seele fingt! ohne dich, was würd' ich seyn? wie demüthig und webmüthig dei. Ich könnte nie von Angst gene. nes Kindes Stimme tlingt! Laß sen, in weiter Welt ständ' ich aldich finden, laß dich finden, denn lein. Nichts wüßt' ich sicher, was mein Herze zu dir dringt. ich liebte, die Zukunft wär' ein 310 bunkles Grab und wenn mein Herz fich tief betrübte, wer senkte Troft auf mich herab. i 8 fund 2. Oft möcht' ich bitter weinen, daß Mancher dich vergißt, der du doch für die Deinen am Kreuz ge 2. Haft aber du ben, ist ein Gemüth erſt bein ge- brungen haft bu fiebe nur durch wiß: wie is schnell verzehrt dein haft Heil der Welt errungen, und Licht und Leben dann jede öde ach! wer denkt daran? GG Finsterniß Mit dir bin ich aufs ns3.3 Du stehst voll treuer Liebe Neu' geboren, die Welt wird mir noch immer Jedem bei und wenn verklärt durch dich, das Paradies, dir Keiner bliebe, du bleibst doch das mir verloren blüht herrlich stets getreu. O diese Liebe fieget, wieder auf für mich. muid und sie ergreifet mich, das Herz 3. Ja, du mein Heiland, mein voll Rührung schmieget fich inni. Befreier, du Menschensohn voll ger an dich. Lieb' und Macht, du haft ein all 4. Ich habe dich gefunden! Laß belebend Feuer in meinem Innern du auch nicht von mir! Laß ewig angefacht. Durch dich seh' ich den mich verbunden, eins ewig seyn Himmel offen, als meiner Seele mit dir! Einft schauen Alle wie Vaterland; ich kann nun glauben, der voll Glaubens himmelwärts, freudig hoffen, und fühle mich mit und finken liebend nieder, und fal Gott verwandt. len dir ans Herz. 90 DING Liebe ju Gott und zu Christo. 1002 A 4. D gebet aus auf allen We gen und ruft die Irrenden herein, streckt Allen eure Hand entgegen D mel. Herr, ich habe mißgehandelt se. Penn nur den Hei und ladet froh sie zu uns ein! 558. W land habe, wenn er Der Himmel ift bei uns auf Er den, das kündigt ihnen freudig nur mein eigen ist, wenn mein an, und wenn sie unsers Glau- Herz nur bis zum Grabe seiner bens werden, ist er auch ihnen Treue nicht vergißt; o dann weiß aufgethan. ich nichts von Leide, fühle nichts, als Lieb' und Freude. Mel. Bestehl du deine Wege ze. babe, laß ich alles Andre gern, 2. Wenn ich nur den Heiland 557. Menn Alle untren folg' an meinem Pilgerstabe treu werden, erhalte gesinnt nur meinem Herrn, mögen mich bir treu, daß Dankbarkeit immerhin die Andern auf dem auf Erden nicht ausgestorben sey. breiten Wege wandern. Für mich umfing dich Leiden, du 3. Wenn ich nur den Heiland starbft für mich in Schmerz, brum habe, schlaf ich sanft und selig geb' ich dir mit Freuden auf ewig ein; ewig wird die höchste Gabe hin mein Herz. mir sein treues Lieben seyn. Mir Liebe zu Gott und zu Chrifto. 311 fann vor dem Tod nicht grauen, sonst nichts gilt, als bein eigen jenseit werd ich Jesum schauen! Bild. sudited JoH OR m op jun ma nonis sid zit hod 8. Sucht mein eitler Sinn in bond sun adoig ngée fid nsdraft der Welt Gewinn, dann lente Andis Mel. Seelenbräutigam paund die Gedanken, daß fie nimmer von 559. Mer ist wohl, wie bu, dir wanken, sey du mein Gewinn, Jefu, füße Rub? gieb mir deinen Sinn. da Von dem Vater auserforen, Leben derer, die verloren; von dir strömt uns zu Licht und süße Ruh Glanz 2. Glanz der Herrlichkeit! Du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket und in unser Fleisch versentet, in der Füll der Zeit, Blanz der Herrlichkeit! 89. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf möge fichern Schritts vollbringen, und die Sünd' in ih. ren Schlingen mich nicht halte auff fördre meinen Lauft i jus d 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlif Sünde, Seele gieb. id brunn Getreten ungefärbte Lieb' in bil 11. Wenn der Wellen Macht 3. Großer Siegesheld! Tod und Welt haft du mächtig überwunden und ein ewges Heil erfunden für die fündge Welt, in der trüben Nacht will bes durch dein Blut, o Held! siddu deine Hand ausstrecken, hab Herzens Schifflein decken, wollst 4. Höchste Majestät, König und auf mich dann Acht, Hüter in Prophet! ich will demuthsvoll dich der Nacht. id flux dom mog ehren und auf deine Stimme hö ren, denn dein Reich besteht, höchste Majestät! sand duol Gut und Blut gern um beinet 12. Einen Heldenmuth, der da jam su willen Laffe und des Fleisches 5. Laß mich deinen Ruhm, als Lüfte haffe, gieb mir, höchstes dein Eigenthum, durch des Geistes Gut, durch dein theures Blut. Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigenthum, du mein höchster Ruhm. 13. Solls zum Sterben gehn, willst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten, und 6. Zeuch zu dir mein Herz, daß zur Herrlichkeit bereiten; laß mich in jedem Schmerz deine Kraft mich dann dich ſehn, d dir zur Rechten ganz erfülle und mein banges Seh stehn. nen stille! jeuch mein gläubig Herz zu dir himmelwärts. natis. and and ut id im Mel. Mein Jesu, dem die 16. 7. Deiner Sanftmuth Schild, dadis onu bin 100 beiner Demuth Bild mix anleger 560. Mit bank ic mich kein land, deiner Liebe, noch Stolz sich rege; vor dir daß du, des Höchsten einger Sohn, 312 Liebe zu Gott und zu Christo. für mich aus gnadenvollem Triebe sich weist, und nur die lautre Liebe verließeft deinen Himmelsthron? taugen. Wie dank' ichs deinem treuen Her zen, daß du vom Tode mich be freit, und mir die ewge Selig feit erworben haft durch Todes schmerzen? 2. Du hast dich meiner ange nommen, durch dich allein ist es geschehn, daß ich der Finsterniß Hände, aufs Neue sey dirs zu 6. Jch heb' empor zu dir die gesagt: Ich will dich lieben son der Ende, für dich sey Alles dran deinen Namen und das Verdienst gewagt. Ach, laß, o Herr, mir von deiner Pein im Herzen ein. gegraben seyn, so lang' ich hier entfommen, um in dein helles noch walle. Amen. Licht zu sehn. Du haft mir köft liches Geschmeide, das Kleid des Heiles zugewandt, mir mitgetheilt Mel. O daß ich tausend se. der Kinschaft Pfand, des Geistes felge Ruh' und Freude. 4. Hier ist mein Herz und meine Seele, ach, nimm sie dir zu eigen hin, daß fie dein Geist zum Tem pel wähle und walte fort und fort Aus Liebe famst du einst hernieder, die Liebe, die dich zu und zog und Mensch zu werden dich beweg, die zieh' auch jetzt zu mir dich wieder. darin. 561. 3. Doch wär' es, daß mein Geist mit Inbrunst über Alles liebt? noch hinge durch manche Fäden Gott, den ich mir zum Ziel er an der Welt, und sein Verlangen wähle, deß Lieb' allein mir Freude worauf ginge, das dir, o Heilger, giebt? Wann kommt die Zeit, da nicht gefällt: ach, wäre dies, oer als Freund noch innger fich du mein Leben, so komm mit lie mit mir vereint? bender Gewalt, zerreiße diese Fäden bald; dir sey mein Wille ganz er geben. find' ich Gott, den meine Seele 2. Wie hocherfreut wollt ich dich preifen, lernt' ich dich kennen, wie beweisen, wie hoch und hehr dein du bist! Zwar deine Werke schon Wesen ist; doch selbst ihr wunders barster Glanz zeigt deine Herrlichfeit nicht ganz. 3. Ich schaue hier dich nur im Spiegel, und nur in Schwach beit bet' ich an! O hätte meine Seele Flügel, fich dir, Erhabner, mehr zu nahn! wie würde sie sich deiner freun! wie selig, wie ver herrlicht seyn! 5. Zerbrich, vernichte und zer. malme, was deinem Willen nicht gefällt! Ob mich die Welt an einem Halme, ob sie an Ketten 4. Dürft' ich am Fuße deines fest mich bält; das gilt ja gleich in Thrones mit deinen Engeln, Herr, deinen Augen, da nur ein ganz dich sehn! Könnt' ich Erlöfter dei befreiter Geist, der alles Eitle von nes Sohnes mit seinen Selgen Liebe zu Gott und zu Chrifto. Mel. Wir Christenleut' ze. dich erhöhn: welch' hobes Loblied flimmt ich an, ich, der ich hier 562. Mobin, wohin, mein nur stammeln tann! 5. Doch hör ich Herz und andachtsvoll wo quillt der Born, der matte auf 313 Natur, und richtet findlich sich wahre Rub'? Den Schatz ergräbt mein Wille auf deines Wortes tein Fleiß, wie tief er grabe! Stimme nur, dann geht mir bier das Licht schon auf, das sicher leitet meinen Lauf. 2. Die Welt verspricht, und hält doch nicht; die Weisheit lehrt, und kanns doch nimmer lehren. 6. Wie eifrig werd' ich dann Vom Himmel kommt, was Seemich üben, daß ich dir wohlgefällen frommt; nur Gottes Herz kann lig fey! Wie immer inniger dich Herzen Heil gewähren. lieben, und lauter preifen deine Treu'! Und wie entweicht die eitle Lust dann immer mehr aus meis ner Bruft! 3. Vom Himmelstbron tam Gottes Sohn, von Gott gefandt, mit Gott uns zu verbinden. Du Jesu, du rufft Allen zu: Kommt her zu mir! so sollt ihr Ruhe 7. Noch hab' ich nicht dies Ziel erreichet, noch dien' ich oft der finden. Eitelkeit; wenn auch nicht ganz 4. Und Liebe spricht dein An die Liebe weichet, von Laubeit bin geficht: Heil Gottes spricht aus ich oft nicht weit. O mache mehr jedem Wort und Werke. Und und mehr mich frei, daß ich nur dir gehorsam sey. eine Schaar, die elend war, kemmt her von dir, verneut mit Gottes Stärke. 8. Ja, beilge mich in deiner Wahrheit und mehr' in mir der 5. Hier komm' auch ich; ich Liebe Glut, bis ich dich schau in glaub' an dich; ich komm', ich boller Klarheit, dich, meiner Seele komm', o Jesu, Trost der Müden! höchstes Gut! Dann lieb' ich dich, Was alle Welt mir vorenthält, o Gott, allein, wie selig werd' ich gieb du mir, Gottes Sohn, den dann nicht sehn! Gottesfrieden! XXI. Vertrauen auf Gott. Mel. Nun ruhet in den se. 563., Bater, Vater, pfahn! höre, was ich von 2. Wie viele tausend Herzen dir begehre, und sieb mich gnädig haft du von bittern Schmerzen an! Du bist die Kraft der Schwa und großer Noth befreit! Stets chen, kannst Todte lebend machen; balfst du den Betrübten, die dich laß deinen Troft auch mich em. 314 Vertrauen auf Gott. häuft fich voll Inbrunft liebtenju bir halt wie gefleht am Gnadenthron! Bift ich mich allezeit. d d d buy Seele, burchgedrungen durch 3. O Allmacht, Weisheit, Güte, die Angst, und fiegeft schon? oder exquide mein Gemüthe, du bist ja säumt des Helfers Rechte? werden ftets dir gleich. An Mitteln und dunkler noch die Nächte, noch der an Wegen zu meinem Heil und bittern Thränen mehr Segen bist du, Herr, unaussprech stets der Leiden Heer? ndio lich reich.scbns ad id scou prakandeg Macht ban 4. Oft läßt du mich empfangen 2. Nah ist meines Helfers Rechte, weit über mein Verlangen, weit lebt fie gleich mein Auge nicht; mehr, als ich versteh'; und jetzt weiterhin im Thal der Nächte wär' es vergebens, wenn ich zum strahlt mir meines Retters Licht. Herrn des Lebens, zu meinem Gott, mein Gott wird mir bes Gott und Helfer flet' duol alan gegnen, und sein Antlig wird 5. Nein, ich will dich nicht laf. mich fegnen, jetzt noch ist die fen, im Glauben bich umfassen, Prüfungszeit, jest sey, Seele, als ständest du vor mir. Ich weiß, stark zum Streit. 6. Du sprichst in deinem Worte: flopf an die Gnadenpforte, so wird fie aufgethan! Du hältst, was du versprochen, haft nie dein Wort gebrochen, und hilfft, wo Niemand helfen fanns samph st du hörst mein Sehnen, ich weiß 3. Was hat Abraham empfun eß, meine Thränen find alle, Herr, den, als das Opfer Gott befahl, gezählt von dir. und er in den Prüfungsstunden stieg zum Berg in Todesqual? Drum, wenn eben so erschüttert meine Seele schmachtend zittert, barr' ich, Vater, gleichfalls dein; mir auch wirst du gnädig ſeyn. 2001341 7. Sollt' ich denn dir nicht trauen, in bes Ueberwinders Ohr; Herry 4. Abraham! so scholl die Stimme nicht findlich zu dir schauen, nicht mit solcher Gnadenstimme ruf auch frei von Zweifeln feyn? Ja, Ret ter aller Frommen, von dir wird meine Seel' empor! fieh', wie ich und vor Traus Rettung kommen, du wirst mich hier lieg' und flehe u Armen bald befrein! puno ren faft vergehe! in der trüben 8. An bir halt ich mich fefte/ Simmel schaun. Stunde Graun lehre mich gen ich weiß, du willst das Beste o Gott, erbarme dich! nimm von 5. In der Kirche ersten Tagen, mir, was mich brüdet, gieb mir, welch ein hehrer Lobgefang, der was mich erquicket, erhér um auch unter Todesplagen aus der Chrifti willen mich and Beugen Mund erklang! Und nicht Jeder ward erquicket, und wie Ste phanus entzücket, der den Herrn wie hat mein in jenen Höhn ſah zu Gottes Rech Herz gerungen! ding dadi Mel. Du, o schönes Weltgebäude 564.2 Vertrauen auf Gott. 315 6. Dennoch ftritten sie mit| ach! die Kräfte fehlen, und wie Muthe, wenn die trübe Stunde treu du bist und gut, bas vergißt tam, priefen den in ihrem Blute, oft Fleisch und Blut. der sie so der Erd' entnahm. 5. Plößlich fiberfällt mich wie Bracht auch nicht ein schnelles der Sorge der Vergänglichkeit, ir Ende sie in ihres Vaters Hände, disch Hoffenrirdisch Leid und starben sie auch Tage lang: den dann find ich muthlosnieder, noch scholl ihr Lobgefang. fuche bei den Menschen Ruh', dose e 7. Schaue solcher Helden Glau und mein Helfer bist doch du. ben, meine Seele, glaubend an! Laß nichts dir die Strone rauben! leid' und Elimme stets hinan! Laß kein Trübsal und kein Leiden dich von Gottes Liebe scheiden! nichts, was jetzt und fünftig ist, scheide dich von Jesu Christ. 13 6. Ach, bergieb mir, wenn dem Staube fich mein leicht gebeugter Geist immer noch so schwer ent reißt! Ach, vergieb mir, wenn mein Glaube oft noch wanket und nicht fest sich auf deine Treu ver läßt! bid nsdale mi utams modundf Ja Met. Ach was foll tch se. Badmutterit 7. Täglich laß mein Herz em pfinden, wenn es sich auf Men schen stüßt, daß nicht Menschen. Men. mir 565. schen Liebe so ver verschwinden, bis ich wieder flieh änderlich, so kalt! wie erstirbt fie zu dir, und dann, Vater, hilf doch so bald! Seze nie auf diesemas nisd sin ndichosdint du mir! Insologite Liebe, die nicht hält, was sie ver dnemist out filio dun nobardig spricht, Seele, deine Zuversicht! In eigener Melobie, of noth 2. Aber deiner Liebe trauen, tidinsid anst Segen und an seis denn ein 566. in an Gottes ftarter Fels ist fie; die auf diesen Felsen bauen, wohnen unverlegt ner Huld gelegen. Gott ist unser und fehn ruhig selbst die Welt höchftes Gut; wer auf ihn die bergehn. Hoffnung setzet, der bleibt ewig ad unverleget, und hat immer frohen Muth. and ist d 2. Du, der mich bisher ernäh ret, so viel Wohlthat mir gewäh ret, bist und bleibest ewig mein. Du, der meinen Lauf regieret und mich wunderbar geführet, wirft 3. Soll ich ängstlich seyn um ich mein Vertrauen weihn; aber Sachen, die nur Sorg und Un 4. Ja, ich will nur dich erwäh, mein Schuß auch ferner seyn. len, treuer Vater, bir allein will 3. Täglich sag' ich meiner Seele: Gottes Lieb' und Vatertreu wird mit jedem Morgen neu, ihn, den Ewigen, erwähle dir zum Freund und jauchze dann, daß kein Feind bir schaden kann! 316 Bertrauen auf Gott. rub' machen und vergebliches Be Unglücks Quelle find. Vom fal. mühn? Nein, ich will nach Güschen Schein geblendet, dem Eitlen tern streben, die dem Herzen Frie zugewendet, find wir für wahre den geben und im Tode nicht ent Güter blind. fliehn. i$ 10- nism Brer to 4 Hoffnung kann das Herz er quiden, was mir gut ist, wirst du fchiden, wenn es deinem Nath ge fällt. Dir will ich mich ganz er geben, Leid und Freude, Tod und Leben, Alles sey dir heimgestellt. 5. Dein ewiges Erbarmen, dein 5. 3ft mein Wunsch nach dei Beistand wird mir Armen in nem Willen, o so wirst du ihn Trübfal Muth verleihn. Dein erfüllen ganz gewiß zu seiner Zeit. Rathschluß sei mein Wille; laß Dir hab' ich nichts vorzuschreiben, mich in frommer Stille, Herr, wie du willst, so muß es bleiben, deiner Führung mich erfreun. wann du willst, ich bin bereit. ved 4. Auf deinen Willen achten, nach deinem Reiche trachten, ge währt mir wahre Rub'. Theil will ich erwählen, könnte dann mir fehlen? höchstes Gut, o Gott, bist du. Dies 6. Laß mich nicht zagend wan 6. Soll ich hier noch länger le ten, wenn zweifelnde Gedanken ben, wollst du Kraft und Troft mir deinen Troft entziehn. Auch mir geben und zum Himmel mich dann, Herr meines Lebens, laß erzieln! Nur, was himmlisch ist, niemals mich vergebens zu dir, bestebet; alles Jrdische vergehet, dem treuen Helfer, fliehn. fährt gleich wie ein Strom dahin! 2. Dir, Herr, ist nichts verbor, gen, du fennst auch meine Sorgen, da du mein Vater bift. Du schent teft mir das Leben, du wirst mir Alles geben, was mir zum Heile nöthig ift. was Mein 7. Verfüße meine Leiden durch deines Geiftes Freuden, dein Friede wohn' in mir; drückt mich die Laft der Schmerzen, dann Mel. un ruhet in den Wäldern ze. 567. uf deine Weisheit sprich zu meinem Herzen: ich, schauen und det dein Erretter, bin bei dir. ner Güte trauen, Gott, welche Seligkeit! Dies mildert alle Leiben? Muß denen, die dich lie 8. Was sollt' ich mich betrü den, schafft mir die reinsten Freu den und führt mich zur Zufrieden heit. ben, boch Alles Segen seyn. Ich bin ja dein Erlöster; sonst weiß ich feinen Tröfter, sonst feinen Schutz als dich allein. 3. Wir streben die, wenn wir fie Mel. Singen wir aus 1e. 15 15.6 321 568. uf den Nebel folgt die Sonn', auf das nach Dingen, Trauern Freud' und Wonn'; auf erringen, des die schwere, bittre Pein stellt sich Vertrauen auf Gott. 317 Troft und Labsal ein. Meine] Seele, die zuvor sich in finstre Mel. Was Gott thut, das ist e. Nacht verlor, dringt zum Lichte 569. Nuf Gott und nicht empor. 2. Gott läßt Reinen traurig stehn, noch im Elend ganz ber. gehn, der fich ihm zu eigen schenkt und in ihn sich ganz versenkt. Wer auf Gott sein Hoffen setzt, der ge winnet doch zuletzt, was in Ewigfeit ergötzt. will stets mein Glück ich bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Bater tragen. 2. Er fab von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, be 3. Ach! wie oft gedacht' ich stimmte meine Lebenszeit, mein doch, als das schwere Trübfals Glück und meine Bürde. Was Joch hart auf meinen Schultern zagt mein Herz? Jft auch ein lag, manche Nacht und manchen Tag: Nun ist alle Hoffnung hin, nichts erfreut mehr meinen Sinn, nur der Tod ist mein Gewinn! Glaubens Schmerz, der zu des Ehre nicht zu befiegen wäre? Er 4. Aber Gott erbarmte sich, heilt und hielt mich väterlich, daß ich, was sein Urm gethan, 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, er merkt auf meine Bitte, und hätte gnädig fie gewährt, wenns seine Weisheit litte. sorgt für mich recht väterlich. nie genugsam preifen kann. Da Nicht, was ich mir ersehe, sein ich weder hier noch da einen Weg Wille nur geschehe. zur Rettung sab, war mir seine Hülfe nah. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glüd weit schwerer oft zu tragen als selbst das widrige Geschid, 5. Nun, so lang' es Gott ge bei deffen Laft wir flagen? Die fällt, daß ich leb' in dieser Welt, größte Noth hebt einst der Tod, foll mir seiner Wunder Schein und Ehre, Glück und Habe ver stets vor meinen Augen seyn. Ich läßt uns doch im Grabe. will all' mein Lebelang meinem 5. An dem, was Seelen glüc Gott mit Lobgefang dafür brinlich macht, läßt Gott es keinem gen Preis und Dank. feblen. Gesundheit, Reichthum, 6. Jch will gehn in Angst und Ebr' und Pracht sind nicht das Noth, ich will gebn bis in den Glück der Seelen. Wer Gottes Tod, ich will gehn ins Grab Ratb vor Augen hat, dem wird hinein, und doch allzeit fröhlich ein gut Gewissen die Trübfal auch seyn. Wem der Stärkste bei will verfüßen. stehn, wen ber Höchste will er. böhn, der kann nicht zu Grunde gehn! 6. Was ist des Lebens Herrlich. feit? wie bald ist sie verschwun den! Was ist das Leiden dieser € 318 Bertrauen auf Gott. Beit? wie bald ifts überwunden! wirf dich Gottes Willen; welcher Hofft auf den Herrn! er hilft uns Kummer dich auch plagt, Gott gern, feyd fröhlich, ihr Gerechten! wird deine Unruh stillen, traue der Herr hilft seinen Knechten. feiner Vaterhuld, er giebt Trö ftung und Geduld. 199 25b snied 3pm In eigener Melodie. 2. Must bu gleich auf rauher Bahn durch viel Kreuz und Trüb. 570. uf meinen lieben Gottfal wallen; nimm es nur gedul. trau' ich in Angst und dig an, also hat es Gott gefallen. Noth. Er kann mich allzeit retten Glaube, das ist recht aus Trübfal, Angst und Nöthen. was bein treuer Vater thut. Mein Unglück fann er wenden, es fteht in seinen Händen. und gut, 2. Wenn mich die Sünd' an verzagt mein Herz doch 3. Bleibe deinem Gott getreu, sucht er dich auch heim mit Schmer ficht, zen, halte dich von Unmuth frei, nicht. Auf Chriftum will ich dulde mit gelaßnem Herzen über bauen und ihm allein vertrauen; jede Noth der Welt fieget, wer an in ihm ist Kraft und Leben, ihm Gott fich hält. will ich 4. Füge dich in Gottes Brauch: 3. Nimmt auch der Tod mich Christen müssen dulden, hin, ift Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben, er wird sein Reich mir geben. Ich fterb heut' oder morgen, dafür laß ich Gott sorgen. hoffen. Sat nicht deinen Heiland auch hier viel Leid und Kreuz getroffen? Folg' in Demuth deinem Herrn; was Gott auflegt, trage gern. 5. Kronen folgen auf den Streit, 4. Du, mein Herr Jesu Chrift, tämpfe nur mit festem Glauben; der du aus Liebe bift am Kreuz feine Leiden dieser Zeit können für mich geftorben, du haft das Gottes Heil dir rauben. Leide, Heil erworben und schafft nach bet und lebe rein, selig wird dein turzem Leiden ben Deinen ewge Ende seyn. Freuden. pildil ny one SUITED Mel. Meinen Jefum laß ich se. 571. Puf, mein Herz, feb unverzagt, unter od slabamatult ass 12lspidom in Cathe Mel. Wer nur ben lieben Gott te. am 5. Amen aus Herzens Grund fprech' ich zu aller Stund'. Du wollft, Herr Chrift, uns leiten, 572. uns stärken, vollbereiten, auf daß wir beinen Namen ohn Ende preifen. Amen! Befieht dem Höchsten Wege und mache dich von Sorgen los, ver. traue seiner Vaterpflege, für ihn ist nichts zu schwer und groß, das er zu seines Namens Preis nicht herrlich auszuführen weiß. 2. Wo du ihn nur haft wal ten lassen, da hat er alles wohl Vertrauen auf Gott. 2319 gemacht, und was dein Denken sey und Lob nicht tann faſſen, bas hat er längſt gegeben, daß bu oft unvermuthet zuvor bedacht. Wie es sein Rath bat außerfehn, so und nicht an ders muß es gehn. dau nu haft für mich gesorgt in meinem Leben, und mich befreit von man. cher Laft. Ach! Alles ist ja nüß und gut, was deine Fügung mit mir thut. 1901 3. Wie werden deine Lebenstage bon Angst und Kummer seyn be freit, wie leicht wird alle Noth. Dort werd' ich deiner Liebe und Plage dir werden in der Prü. Thaten erst preifen in Vollkom. fungszeit, wenn du nichts wün, menheit. Dort läßt du mir den scheft auf der Welt, als was Gott Wunsch gerathen, daß ich im Licht will, und ihm gefällt. der Ewigkeit erkenne, wie mich hier dein Rath aufs Seligste geISTI 4. Un wahrem Glüd wird dirs nicht fehlen, wenn du dein Herz führet hat. dim am gewöhnst und lehrst, nur das, was bod 20 wiam igngra Gott will, zu erwählen, und dei nem eignen Willen wehrst. Gottta dhe rend du ist voll Sand. irrest leicht, und baust auf fränkt der allertreusten Pflege deß, Weisheit und Berstand; 573. Befiehl du deine Wege und was dein Herze der den Himmel lenkt; der Wol. ten, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen fann. TRA 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein Jesu! daß ich sey vergnügt mit Allem, was des Va ters Wille mit mir und meinem Leben fügt. Nimm dich nur mei ner Seele an, so hab' ich, was ich wünschen kann. 7. Indeß feh ftets, mein Gott, gepriesen für alle Sorgfalt, die du mir noch eh ich war schon haft er In eigener Melodie. du weiß du die beine, und toftet biz/ fie ist ſchauen, wenn dein Werk foll ber dir dein theu stehn. Mit Sorgen und mit Grä res Blut; o mache fie von Sünden men und mit selbsteigner Pein läßt reine, Gott und gut abgefällig, fromm Gott sich gar nichts nehmen, es muß seyn. mich dir em pfohlen seyn, so trifft mein gan jes Wünschen ein. 3. Dein' ewge Treu und Gnade, o Vater, weiß und sieht, was gut sey oder schade dem sterblichen Ge blüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und Stand und Wefen was beinem Rath gefällt. bir zum Eigenthum auch mich er wählt und mich ben Deinen zu gezählt. 1930 od odal 2. Dem Herrn mußt du ver trauen, wenn dirs soll wohler. 4. Weg' hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht, dein 320 Vertrauen auf Gott. Thun ist lauter Segen, dein Gang und Nöthen schweben, frag' er doch ift lauter Licht, dein Werf kann nicht nach dir. Niemand hindern, dein' Arbeit 10. Wirds aber sich befinden, fann nicht ruhn, wenn du, was daß du ihm treu verbleibst, fo deinen Kindern ersprießlich ist, wird er dich entbinden, da du es willft thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zu rücke gehn; was er sich vorgenom men, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem 3weck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele! hoff, und sey unverzagt; Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kum mer plagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur der Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf, gieb deinen Schner zen und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was die Herzen betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der Alles führen soll, Gott sitzt im Regimente, und führet Alles wohl. nimmer gläubft; er wird dein Herz erlöfen von der so schweren Laft, die du zu keinem Bösen bisher ge. tragen haft. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg, die Ehrenfron'; Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du fingst Freu denpfalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End', o Herr, mach' Ende mit aller unsrer Noth, stärk unsre Füß' und Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. Mein Salomo, brin 14. gen, 8. Jhn, ihn laß thun und wal. 574. Beflominnes Herz! was willst du bange for. ten, er ist ein weiser Fürst, und und willst dich ängstigen bei wird sich so verhalten, daß du dich Tag und Nacht um das, was wundern wirst, wenn er, wie ihm doch nicht steht in deiner Macht? gebühret, mit wunderbarem Rath Oft fommt aus Sturmes Nacht das bat hinausgeführet, was dich ein schöner Morgen, daß, wer geängstet hat. am Abend kläglich trauernd singt, 9. Er wird zwar eine Weile mit des Morgens schon Gott Jubel. feinem Troft verziehn, und thun lieder bringt. an seinem Theile, als hätt' in fei 2. Ermüdet Herz! du mußt dich nem Sinn er deiner fich begeben, nicht verlieren. Gedenke nur des und solltft du für und für in Angst ewgen Vaters Treu'. Der deinen 0321 Vertrauen auf Gott. Kummer fennt, der macht dich höret deine Klagen, und liebt dich frei; fich durchs Gewölk im Him. väterlich. mel ihn regieren! Der Alles ihm zum Wohlgefallen schafft, deß An. blick giebt dir neue Lebenskraft! 2. Wenn dich die Sünden schmer zen, so fühle deine Schuld, doch trau mit ganzem Herzen auf dei nes Mittlers Huld. Zu wahrer 3. Erniedrigt Herz! erhebe nur die Schwingen des Glaubens und Ruhe führet die Reu, die Gott der Hoffnung da hinauf, wohin gefällt; allein den Tod gebieret der Fromme richtet seinen Lauf! die Traurigkeit der Welt. Mit Gottes Hülfe wird es dir ge lingen! Bald ziehst du aus das traurige Gewand, und trittst in den erhöhten Freudenstand. 4. Verstummend Herz, laß durch das Kreuz dich trösten! dein Jesus auch verstummte wie ein Lamm; doch siegt' er sterbend an des Kreuzes Stamm, und zieht empor zu fich einst die Erlöften. Drum weiche nicht von seinem Kreuz zu rück; du wirst erquickt durch man chen Gnadenblick. 3. Wenn deine Feinde wüthen, wie groß ihr Zorn auch sey, dein Gott wird dich behüten, bleib du nur ihm getreu. Gehorchen sei nen Winken nicht immer Erd' und Meer? Laß deinen Muth nicht sinken; dein Schirm und Schild ist er. seh start in seiner Kraft! Ergieb 4. Auch in den bängsten Leiden der Hülfe schafft. Er weiß ja, dich ihm mit Freuden, er ists, was dir fehlet in jedem Augenblick; und was dein Vater wäh5. O selig Herz, so bist du wohl let, führt dich zum wahren Glück. beglücket; denn hast du hier an 5. Der Gott, auf deffen Segen Jesu Leiden Theil, so strömt dir dein ganzes Wohl beruht, ist stets dort aus seiner Fülle Heil, wenn in seinen Wegen gerecht und weis du gen Himmel wirst zu ihm ent- und gut. Will auch dein Herz rücket. Das ist der Glaube, der oft wanken, als dächt er deiner besieget weit die Angst, die uns nicht, wirst du ihm doch einst dan auf Erden ist bereit. fen; er hält, was er verspricht. Mel. Befiehl du deine Wege 18, was 6. Denk jenes Worts, und weine voll Freud' und Dank, o Christ: Ist auch der Mütter eine, die ihres Sohns vergißt? Und fönnt' fie fein vergessen, vergeß fiehl getroft dem Herrn; er, der ich doch nicht dein. Wer könnte die Himmel lenket, ist auch von dir nicht fern. Warum willst du berzagen? zu Gott erhebe dich. Er 575. träntet, be dies ermessen, und dennoch troftlos feyn! 7. Ergreif in feftem Glauben 21 322 Bertrauen auf Gott. den Troft der Ewigkelt; wer fann 5. Dabei folls denn bleiben! das Heil dir rauben, das Gott ich will nie mich sträuben, folge den Frommen beut? Auf furze sam Gott zu seyn. Stets, in Tob Prüfungstage folgt ewger Preis und Leben, bleib' ich ihm ergeben; und Dank; dann schweiget jede ich bin sein, er mein. Ihm, dem Klage und wird ein Lobgesang. Herrn, vertrau ich gern; wunder bar mag Gott es machen, wohl wird ers doch machen. Mel. Jefu, meine Freude st. 576. Chrift, aus deinem Her. jen banne und Schmerzen, schöpfe neuen Muth! Wenn dich Leiden drücken, wird dich Gott erquicken, was er schickt, ist gut. Wenn dich Noth ringsum bedroht, Sorgen stets mit dir er wachen, wohl wirds Gott doch machen. Mel. Don Gott will ich nicht se. und 577. in stille, getroft, o Gott! in dir; dein väterlicher Wille geschehe stets an mir! Du bist mein bestes Theil; was tönnte mich betrüben? bringt denen, die dich lieben, nicht selbst ihr Leiden Heil? 2. Bricht mit jedem Tage eine neue Plage über dich herein, drän 2. Dein heilig weises Wal gen dich die Feinde, treten fern die ten bleibt meine Zuversicht; du Freunde, und vergeffen dein: ja wirst mich aufrecht halten, wenn gend Herz, zähm deinen Schmerz, jede Stüße bricht. Mein Fleben und befiehl Gott beine Sachen, böreft du, wenn in der stillen denn er wirds wohl machen. Rammer mein Herz in feinein 3. Du führst Chrifti Namen, Jammer bei dir sucht Troft und Chriftum nachzuahmen, das ist Rub. deine Pflicht. 3. Du wirst mich nicht versäu stille, deines Vaters Wille führt men, ob auch dein Arm verzeucht, durch Nacht zum Licht. Der steht und, wie in schweren Träumen, feft, der Gott nicht läßt; Gott ist mir Kraft und Hülf entweicht. mächtig in den Schwachen, und Du prüfft mich nur, mein Gott, er wirds wohl machen. daß fich die Treu' bewähre, und zu des Heilands Ehre besiege jede Dulde und feh 4. Herrlich ist die Krone, die der Chrift zum Lohne seiner Treu' Noth. empfängt. Nur nichts selbst ber. 4. Du giebst mir Kraft zum schuldet, und dann frob erduldet, Siege und stehst mir mächtig was dein Gott verhängt. Rämpf bei, daß ich nicht unterliege, als Held! mag doch die Welt wie schwach ich imme fey. Du deiner Hoffnung spöttisch lachen, nimmst mein tranfes Herz in wohl wirds Gott doch machen. deine Hut und Pflege und bah Bertrauen auf Gott. 323 triefen. Doch selbst im Sturm bist du, Herr, meine Sonn' und 5. Du, du bist meine Freude, Ruh, die mich recht mildiglich er. mein Helfer in der Noth! Von gött, wenn mich des Kreuzes deiner Liebe scheide nicht Leben Drudk verlegt. mich, noch Tod! Dein Untlig leuchte mir in meiner bängsten Stunde! Ich bin mit dir im Bunde, ich leb' und sterbe dir! neft mir die Wege zur Freude durch den Schmerz. Mel. Der lieben Sonne Licht 10. 578. em Heiland nach, mein Geift und Herz, auf seinen Dornenwegen! Bekämpfe muthig Leid und Schmerz, dem Siege folget Se gen. Nur fröhlich aufgefaßt leichte Liebeslaft! Sind doch die Jesu dort gekrönt; mit Jefu hier Leiden dieser Zeit nicht werth der fünftgen Herrlichkeit. 6. Mein Herz kann diese Lei densehr', o Jesu, kaum recht faf sen; doch reiche mir die Bürde her, wer fann sein Heil wohl has die fen? Mit Jesu hier geböhnt, mit vom Kreuz gedrückt, mit Jesu ewig dort erquict. 2. Du, Herr, fiebst meine Schwachheit an, du kenneft mein Vermögen, und mehr, als ich er tragen kann, wirst du nicht auf erlegen. Leg auf, ich halte still, denn was dein Rathschluß will, das ist mein allerbestes Theil, du willst der Deinen wahres Heil. 5. Ja, Heiland, du bist Sonn' und Schild den Gläubigen auf Er den, die deinem frommen Leidensbild hier sollen ähnlich werden, eh' fie die Herrlichkeit der fünftgen Welt erfreut, die dem die Sieges palme reicht, der dir im Kampf des Leidens gleicht. 4. Wie stünd' es um der Går ten Pracht, wenn alle Lüfte schlie fen? Nur Sturm und fanftes We den macht, daß sie von Balsam duld nach deinem Willen leiden, 7. Wohlan, so will ich in Ge den bittern Kelch füllt deine Huld zuletzt mit süßen Freuden. Im Kreuz' erblic ich schon die mir verheißne Kron', du leuchteft in Geduld mir vor, ich folge dir zum Sternenthor. 3. Du felber gingst zu Ehren ein durch Schmerz und bittres Leiden, wie Sönnt' ich wohl dein Jünger sevn, wollt' ich in Rosen weiden? Der Himmelslilien Glanz wächst aus dem Dornenkranz; dem, ret. Man findet Gott, wenn man der die Schmach des Kreuzes trägt, sich selbst verlieret. wird Herrlichkeit dort beigelegt. 579. Gefahr und Noth treibt die beherzten Streiter beständig weiter. Mel. Herzliebster Jefu, was se er Weg ist gut, der durch das Leiden füh. 2. Gott, welcher stets nach Lieb' und Weisheit bandelt, macht, daß der Mensch durch raube Wege wan 21* 324 Vertrauen auf Gott. delt, wenn sein Gemüth das Glück| felt. Solch felge Hoffnung, fol. in guten Tagen nicht weiß zu trachen festen Glauben fann Nie mand rauben. gen. 3. Der Herr will nicht die schon 10. Ja, solltest du auch ohne geplagten Seelen durch neue La dein Verschulden um Jesu willen ften nur noch härter quälen, er Schmach und Tod erdulden: ber will auch nicht gewaltsam zu fichage nicht, Gott läßt die Kraft ziehen, die vor ihm fliehen. dich finden, zu überwinden. 4. Jft aber wo ein Herz, das 11. Der Herr ist selbst den To ihm gehöret, und das sich noch desweg gegangen; wer mit ihm mit halbem Willen wehret, das duldet, wird die Kron' empfan rettet er, denn Seelen find ihm gen, der Herr wird, die ihm Ala theuer, als aus dem Feuer. les hingegeben, zu fich erheben. 5. Er zieht von dieser Erde 12. Blick auf die Wolke dez nichtgen Freuden den schwachen verklärten Zeugen, die jetzt vor Geift zurück durch harte Leiden; seinem Thron die Palmen nei er selbst erweckt bei Seufzen, gen. Wie tamen fie zur Fülle je Schmerz und Thränen ein himm ner Freuden? Wars nicht durch lisch Sehnen. Leiden? 6. D sehd gesegnet mir, ihr felge Schmerzen! Dies Sehnen wecktet ihr in meinem Herzen; kein Leid kann nun den freien 580. Geift ermüden, er lebt im Frie den. Mel. Was Gott thut, bass. Die Bahn ist rauh, meiner Heimath walle. Wie viel auf der ich hier zu Gefahren drohen mir! Oft bin 7. Nichts wird mir schwer, ich nah dem Falle. Gott, wärft bleib' ich mit Gott verbunden, ich du nicht mein Troft und Licht, füble feinen Schmerz in Leidens mein Heil in finstern Tagen, wie stunden, und wandle, dankbar für ängstlich würd' ich zagen! des Höchsten Gnade, durch rauhe Pfade. 2. Wie oft muß das beklommne Herz vor Menschen fich verschlie 8. So wird das Gold von ßen! Vor dir darf der geheimste Schlacken mehr gereinigt, das Schmerz sich im Gebet ergießen Herz mit Gott noch inniger ver dann schaffest du mir Troft und einigt, die ihm ergebne stille Ruh aus deiner Gottesfülle, und Glaubenstreue stärkt sich aufs meine Seel' ift stille. Neue. 3. Ich glaube, was bein Wort 9. Durch Finsterniß, die un verspricht: du forgst für meine fern Weg umdunkelt, sehn wir Tage; dein Auge schläft und bas Kleinod, das von oben fun- schlummert nicht, dein Ohr hört Vertrauen auf Gott. 325 meine Klage. Du frönft mich 3. Was helfen meine Sorgen? einst, wenn du erscheinst, in deiJft mir mein Glück verborgen, nem Heiligthume mit Wonne, dir, Herr, verbirgt fichs nicht. Preis und Ruhme. Dir, dir will ich vertrauen, auf deine Liebe bauen, du, Vater, weißt, was mir gebricht. 4. O dann wird alle Traurig teit aus meinem Herzen schwin den; vergessen werd' ich alles Leid, und nur dein Heil empfin den, mein Lobgesang, voll Preis und Dank, wird dir zum Wohl. gefallen durch deinen Himmel fchallen! 4. Warum ich heute flehe, bas möchte, wenns geschähe, schon morgen mich gereun. Nur einen Wunsch vor allen laß dir, o Herr, gefallen, den Wunsch: zufrieden 5. Mich kann, bin ich der Erd stets zu seyn.id entrückt, nicht mehr die Sünd' 5. Wenn ich verlassen scheine, entweihen, mit Unschuld steh ich im Leiden zag und weine; was bann geschmückt in deiner Selgen wünscht mein schwaches Herz? Reihen. Ich schau im Licht dein Es will dir nicht vertrauen, den Ungeficht, und ewger Himmels. Ausgang will es schauen, und frieden ist mir durch dich beschieden. trägt mit Ungeduld den Schmerz. 6. Drum will ich dieses Lebens 6. Drum will ich findlich Schmerz, mein Gott, geduldig schweigen, mich deinem Willen tragen; beruhigt foll mein glau beugen bei Allem, was du schickst; big Herz nicht mehr voll Unmuth dich will ich glaubend faffen; du flagen. Du bist bereit, zur rech- fannst mich nicht verlassen, der du ten Zeit, o Gott, von allem Bödie Deinen gern beglücft. sen mich herrlich zu erlösen. Mel. Nun ruhen alle Wälder 16, affa ir hab ich mich er geben, mein Gott, im ganzen Leben, im Unglück wie im Glück; dir dank' ich meine Freuden, dich preif' ich auch im Leiden bis an den letzten Augenblid. 581. 7. Nicht das, warum ich flehe, dein Wille nur geschehe, und was mir felig ist; drum will ich, dir ergeben, getroft und ruhig leben, bis einst der Tod mein Auge schließt. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich se. ir trau ich, Gott, und wanfe nicht, 582. 2. Du bists, der für mich wachte, noch eb' ich war und wenn mir gleich von der Freude dachte, mich führte deine Hand; Licht der letzte Schimmer schwindu hast mich treu geleitet, auch det. Mein Helfer und mein Gott da mein Glück bereitet, wo ich bist du, durch den mein Herz doch aur Schmerz und Leiden fand. endlich Ruh und wahre Freude 326 Vertrauen auf Gott. findet. Von jeber hast du mich| feft deine Sinnen? Willst du auch geführt, und meines Lebens Lauf sorgen ohne Ruh, du wirst doch regiert; du haft mit treuer Vater nichts gewinnen. Wird nicht ger hand mir alle Noth zum Heil gewährt, was du begehrt, souft du wandt. Mein Herr und Gott, darum dich grämen? Gott lebet ich trau auf dich! ich trau auf noch, dem traue doch, er wird es dich! Ich tämpf und siege, Gott, auf fich nehmen. durch dich! 2. Dort oben herrscht der Herr 2. Wird mir der Leiden Laft der Welt, der immer wohl regies. zu schwer, und fühl ich keine ret, der Alles schüßet, trägt, er Stärke mehr, fie länger noch zu bält, und voller Weisheit führet. tragen, dann blidt mein Auge Der Herr bewacht mit Vorbedacht himmelwärts, und neu gestärkt der Menschen ganzes Leben. Gott fühlt sich mein Herz, im Leid herrschet noch, das glaube boch, er nicht zu verzagen. Bald ist der wird das Beste geben. Thränen Maaß erfüllt, und mei ner Seele Schmerz gestillt; bald haft du, Gott, mein Flehn er. vertheilt er nach Gefallen; sein hört, mein Herz geprüft und mich Rathschluß will Verschiedenheit, bewährt. Du treuer Gott, ich er giebt nicht Alles Allen. Hier danke dir! ich danke dir! dich giebt er viel, dort sett er Ziel preist mein Loblied für und für. der Fülle seiner Gaben. O, glaube doch, Gott schenket noch, was du wirft nöthig haben. 3. Die Gaben seiner Gütigleit 4. Nur fordert er den rechten 3. Was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen jene Herrlich feit, die du willst offenbaren! Auch mir reichst du an deinem Brauch der anvertrauten Gaben, Zbron mit Allen einft der Dul, und will des Menschen Arbeit der Lohn, die treu im Leiden wa auch in seinem Dienste haben. ren; zum böhern Lichte dort ver. Auf treuen Fleiß zu seinem Preis flärt, erfenn ich ganz der Prü- läßt er Gedeihen tommen; Gott fung Werth, genieße frob der Lei. fegnet noch, das glaube doch, das den Frucht, womit du hier mich Wirken seiner Frommen. beimgesucht. O Herr, mein Gott! dir will ich traun! dir will ich traun! denn einst werd' ich dein Antlig schaun. Mel 583. Was mein Gott will te. u bist ein Christ, was flageft du, und trän5. Gebts gleich den Frommen oftmals schlecht, und freuen sich die Bösen; gilt Unrecht gleich oft mehr, als Recht: laß mich dies chriftlich lösen. Gott ordnet schon den Gnadenlohn, die Frommen einst zu zieren. Drum glaub' ich doch, Er liebt mich noch, und fünftig werd' ichs spüren. Vertrauen auf Gott. 327 6. So leg' ich denn mein gan. Jihr Helfer und ihr Schild; fieh in zes Thun, o Herr, in deine ihr deiner Mutter Bild. Hände; ich laffe Angst und Sor. 5. Jft von dem Freund der gen ruhn, mein Kummer hat Freund geschieden, und weint der ein Ende. Jch bleibe still, nur Sinterlajne laut: dann, Herr, wie Gott will, mag tünftig Alles gieb feiner Seele Frieden, mach' geben. Gott hilft mir doch, das mit dem Himmel ihn vertraut; er glaub' ich noch, sein Wille muß lern', er lern' es, daß Gott wie geschehen. der giebt, was wir in dir und thm geliebt. Mel. Wer weiß, wie nahe mir 16. u, 584. 6. Nimm auf die Waffe, die im Sterben der Vater glaubend der einst unfre zu dir wies; laß fie den letzten Trauer theilte, der Segen erben, den er ihr scheidend weinte an des Freundes Grab, hinterließ. Ja laß, ja laß fie der einer Mutter Schmerzen heilte, thun, was sie versprach, als ihm und ihren Sohn ihr wieder gab, das Aug' im Tode brach. erschein', erschein' als Tröfter und als Freund, auch jetzt noch, wo ein Auge weint. 2. Wenn troftlos in der stillen Rammer ein Armer, ein Verlaß ner bebt, und jedes Bild von sei nem Jammer mit tausend Schret ten vor ihm schwebt; dann komm, dann komm mit mildem Angesicht, und ruf ins Herz ihm: Weine nicht! 7. Du haft geweint, wir müs. sen weinen, und Schmerzen dul. den bis ans Grab, doch einst versammelst du die Deinen, und trockneft ihre Thränen ab. Dort wird, dort wird kein Jammer, feine Pein, fein Weinen und fein Schmerz mehr seyn. 4. Die Mutter, welche dich ge boren, empfahlst du deines Freun bes Treu. Der Wittwe, die den Sohn verloren, steh auch mit gleicher Liebe bei. Sep du, sep du Mel. Wie groß ses a u flageft über die Be schwerden des Lop3. Wenn Unterdrückte zu dir 585. flehen, die Feindes Haß darnie. ses, daß dir Gott verliehn; ganz berbeugt, wenn sie bekümmert um glücklich wünscheft du zu werden, fich sehen, und fich fein Retter und siehst dies Ziel dir ftets ent ihnen zeigt, dann, ja dann er. fliehn. O wehre mißvergnügten barm dich ihrer Pein, dann wolle Bähren, befinne dich, und sich zu du ihr Retter sehn! rück! Jft denn das Glück, das wir begebren, für uns auch stets ein wahres Glück? 2. Nicht hoher Stand, nicht äußre Güter sind Quellen der Zufriedenheit: die wahre Ruhe der 328 Vertrauen auf Gott. Gemüther gedeibt nur bei Genüg, und Zugend nie getrachtet, unb famkeit. Genieße, was dir Gott die nun büßen für der Weltluft beschieden, entbehre gern, was du Freuden, ein christlich Leiden? nicht hast! Denk', jeder Stand hat 4. Doch selbst, wenn du uns feinen Frieden und jeder Stand strafft, will deine Gnade zurüc auch seine Laft. uns führen zu des Heiles Pfade; 3. Gott, unser Herr, vertheilt du willst uns wecken aus dem den Segen uns väterlich mit mil. Sündenschlafe durch Schmerz und der Hand, nicht stets, wie wir zu Strafe. wünschen pflegen, doch stets, wie 5. Jag' ich nur nach dem Frie er es heilfam fand. Willst du den im Gewissen, wird Alles mir vermessen ihn verklagen, daß seine zum Besten dienen müssen. Du, Liebe dich vergißt? Er ist auch Herr, regierft, und ewig wirkt liebreich im Bersagen, er weigert dein Wille Gutes die Fülle. nur, was schädlich ist. 6. Jch bin ein Gaft und Pil 4. Verzehre nicht des Lebens ger auf der Erden, nicht hier, Kräfte in träger Unzufriedenheit. erst dort soll ich ganz glücklich Besorgst du des Berufs Geschäfte, werden; und was sind gegen euch, so nüßest du die Lebenszeit. Bei ihr ewgen Freuden, des Lebens regem Fleiß fich Gott ergeben, das Leiden! ewge Heil in Hoffnung sehn, das 7. Und wenn ich nicht mein ist der Weg zu Rub' und Leben; Elend selbst verschulde, wenn ich Herr, lebre diesen Weg uns gehn! als Chrifti Jünger leid' und dulde, so fann auch ich des Heiles der Erlöften mich ficher trösten. Mel. Herzliebster Jefu, was it. 586. in Herz, o Gott, in Leid und Kreuz ge duldig, das bin ich dir und mei nem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, zen. täglich ermeffen. 8. Ich bin ein schwacher Mensch, den Leiden fränken; doch in der Noth an Gott, den Helfer, den fen, dies wirkt Vertraun, und stär fet unsre Herzen in allen Schmer 9. Schau über dich! wer trägt 2. Wie oft, o Gott, wenn wir der Himmel Heere? Mert auf! das Böse dulden, erdulden wir wer spricht: bis hieher! zu dem nur unsrer Thorbeit Schulden, Meere? Jst er nicht auch dein und Chriftenkreuz dünkt uns der Helfer und Berather, ewig dein Fluch der Sünden, den wir em Vater? pfinden. 10. Willst du so viel, als der 3. Jft deren Qual, die deinen Allweise, wissen? Jetzt weißt du Ratb verachtet, nach Gottesfurcht nicht, warum du leiden müssen, Vertrauen auf Gott. 329 allein du wirst, was seine Wege] starben, bringen fauchzend ihre waren, nachmals erfahren. Garben. 11. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geiftes zu empfahen, und mit dem Mel. Die Tugend wird durchs ze. Trost der Hülfe, die wir merken, 588. Entebre nicht mit ban den Gott, Andre zu 12. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfah rung giebt dem Glauben Muth dulde standhaft die Beschwerden und Nahrung. Ein starkes Herz der dich aus Liebe schuf. Des Lebens Mühe zu ertragen und froh zu seyn, ist dein Beruf. Er steht in der Noth noch feste. Hoffe auf deiner kurzen Lebensbahn, sieh das Beste! nur, daß fie dir heilsam werden, und bete Gottes Rathschluß an. Mel. Werde munter, mein ze 587. inft ist alles Leid verfeiner Hand, gangen, wie ein tur 2. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden; nimms dankbar an aus erfülle jede Pflicht zufrieden, die er mit diesem Loos zer Traum der Nacht, wenn der verband. Gott schenket gnädig dir Herr, die hier gefangen, ihrer die Kräfte, erhält und stärkt fie Bande ledig macht. Dann wird väterlich; sie brauchen, das ist dein unser Herz fich freun, unser Mund Geschäfte, und ihr Gebrauch ist voll Dankes seyn, jauchzend wer- Heil für dich. den wir erheben ihn, der Freiheit uns gegeben. 3. Sind Andern durch des Him. mels Segen mehr Güter anver. 2. Herr, erhebe deine Rechte, traut, als dir, soll doch kein Neid richt auf uns den Vaterblick, aus in die sich regen; denk', wer ist der Fremde ruf die Knechte in die Gott? und wer sind wir? Was Heimath bald zurück. Unser Loos dir, was deinem Nächsten nüßet, ist Kampf und Leid, kürz' uns ab weiß er dies besser nicht, als du? die Prüfungszeit, führ' uns, wenn wenn er dich nährt, regiert und wir treu gestritten, in des selgen schüßet, was fehlt dann noch zu Friedens Hütten. deiner Rub? 3. Erndten sollen wir mit Freu 4. Du prangest nicht mit hohen ben, was wir weinend ausgesät; Würden; beneide nicht der Großen jenseits reift die Frucht der Lei Glück! Sie seufzen unter schweren den, und des Sieges Palme weht; Bürden, und oft stürzt fie ein Gott reicht uns des Glaubens Augenblick. Dir ward fein UeberLohn gnädig dar durch seinen fluß gewähret; ihn wünschen, Sohn, die ihm lebten, die ihm das ist Selbstbetrug! Wer gern, 1 330 Vertrauen auf Gott. was Gott versagt, entbehret, der dig er dich stets geführt; wie ift beglückt und reich genug. oft, wenn Dunkel um dich lag, 5. Herr, der du mir zum fro- aus Nacht hervor das Licht dir hen Leben, was ich bedarf und brach. mehr verliehn, du wollft Zufrie 5. Gott, gnädig, wenn du uns benheit mir geben, und eitlen erhöreft, und giebst, was unser Sorgen mich entziehn! In De Wunsch erbat; oft gnädiger, wenn muth laß mein Herz fich üben, du zerstöreft der eigenwillgen Thor und stets fich deiner Güte freun; heit Rath: Ich harr' auf dich mit dich fürchten, die vertraun, dich festem Muth, denn was du sen. lieben, soll ewig meine Freude deft, ist mir gut. feyn. 6. Die Lieb' hat mir den Pfad bestimmet, den ich auf Erden wandeln soll. Ob er sich auch durch Dornen frimmet, ich geb' ihn hoher Ahnung voll. Einst Geift, den Nächten, werd' ich in des Himmels Höhn in welche dich die Schwermuth ganz deiner Führung Weisheit hüllt! Willst du mit deinem sehn. fel. Wer nur den lieben 28, 589. Entschwinge dich, mein Schöpfer rechten, daß er nicht je den Wunsch erfüllt? Du tennest, Mel. Es kostet viel, ein Chrift ze. was dir gut ist, nicht, fleug auf zu seinem höhern Licht! er 590. wird es thun, der 2. In Finsternissen irrt hienie. treue Gott, dich über ben des schwachen Sterblichen Ver. dein Vermögen nicht versuchen; stand, er faßt nicht, daß zu seinem er bleibt dir noch ein Vater in Frieden auch Trübsal ihm ward der Noth, sein Segensmund wird zugefandt, erst an dem Ziel von seinem Kind nicht fluchen; ver. seinem Lauf flärt sich ihm Gottes nimm es nur, wie er so freund. Rathschluß auf. lich spricht: verzage nicht, verzage nicht! 3. Dort findest du, von Licht umfloffen, auch deiner Erdentbrä in Gottes Reich durch Trübfal 2. Bedent, daß du berufen bist, nen Lohn. Schau! ihre Saat ist einzugehen. Du glaubest ja, du aufgeschoffen, und blüht in reicher seyft ein wahrer Christ, so laß Fülle schon. Im Kummer ward fie ausgestreut, bald reift fie für dein Christenthum wird erst in der nun auch die Probe davon sehen; die Ewigkeit. Gefahr recht offenbar, recht offen, bar. 4. Drum heb empor die trü ben Blicke, wenn sich dein Weg 3. Du haft genug vom Kreuz in Nacht verliert. Dich leitet gehört, genug gerühmt des Kreu Gott! o denk zurüce, wie gnä- jes reichen Segen, doch haftet 331 lehrt;| 2. Drum auf, mein Herz, ver deine zage nicht, wenn Sorg' und Leid mehr, was die Erfahrung drum laß es gern auf Schultern legen; trags in Gedich drücket! Auf, fliebe zu dem duld, so wird dir Kraft und Heil, ewgen Licht, das fräftiglich er ja Kraft und Heil zuletzt zu Theil. die rechte Zeit, quicket! Halt in Geduld dem 4. Dein Herr geht dir als Bei- Bater still, wenn er durch Zucht Geduld bringt spiel vor, wie vieles mußt auf dich läutern will. Erden Christus leiden, eh' er fich Muth und Kräfte. bob zur Herrlichkeit empor, wo er 3. Erwarte nur nun hat und giebt die ewgen so wirst du wohl empfinden, wie Freuden. Wer treulich fämpft, Gott in Lieb' und Freundlichkeit empfängt an Gottes Thron, des fich wird mit dir verbinden. Er Sieges Lohn, den ewgen Lohn. wird, nach ausgestandner Pein, duld wird nicht zu Schanden. dein Labfal unaufhörlich seyn. Ge Vertrauen auf Gott. 5. Drum boff auf den, ber Vater heißt, er meint es gut in allen deinen Leiden; was dich be trübet, was dein Herz zerreißt, foll gekämpft, bis sich die Stürme le 4. Nur frisch im Glauben fort niemals dich von seiner Liebe scheiden, sen wohlgemuth, der Hülfe Stund' ist da, dein Gott ist nab', dein Gott ist nah'. gen, durch Kreuz wird alle Luft gedämpft, die sich im Fleisch will der Geift vom Eitlen regen, abgelenkt, daß er fich ganz in Gott versenkt. Geduld erringt die Gnade. 6. Es bricht sein Herz ihm ge gen dich, er spricht: ich will mich 5. Vom Herrn wird keiner dort über dich erbarmen; du, liebes gekrönt, der nicht für ihn gestrit Kind, haft Niemand sonst als ten, der, wenn die Spötter ihn mich, brum halt ich dich in verhöhnt, nicht gern mit ihm ge meinen Vaterarmen. Vernimm, litten; wer aber Jesu Kreuz hier o Chrift, was er so freundlich trägt, dem wird sein Schmuck spricht, und zage nicht, nein, dort angelegt. Geduld erlangt die zage nicht. Krone. Mel. Es ist das Heil uns 16, Mel. Jefu, meine Freude 14. 592. 591. 23 ist gewiß ein töft, lich Ding, recht in Geduld fich fassen, und Gottes heilgem Rath und Wink sich wil lig überlassen, wie in dem heitern Sonnenschein, so auch bei trüber s ist Gottes Wille! Banges Herz, feg stille in der Traurigkeit. Was dir Gott beschieden, dient zu deinem Frieden, beides, Luft und Leid. Er verhängt, was uns be Notb und Pein: Geduld erhält drängt, schlägt er uns auch ganz das Leben. darnieber, doch erhebt er wieder! 332 Vertrauen auf Gott. 2. Es ist Gottes Wille! leide hinab, und harrt getroft bem nur und hülle in Geduld dich ein. Herrn Erhöhung ab. Sein Rath ist verborgen, aber laß ihn sorgen, bis es Zeit wird. feyn. Endlich scheint, wie ers gemeint, nach dem Regen hell die Sonne; auf die Angst folgt Wonne. 3. Geduld, mein Herz, bis Er dir winft, zu ihm ins Freuden. Und wenn auch reich zu treten. Alles bricht und sinkt, Geduld im Leiden, Wachen, Beten! Nicht aus; mit jedem Schritt nahft du lange mehr, dann ist das Dulden dem Vaterhaus. 3. Es ift Gottes Wille! liegt boch Luft die Fülle in des Kreu jes Laft. Schau' nur unbeweget auf die Hand, die schläget, bis du ffe gefaßt. O fie beilt, ob fie auch weilt, reicht nicht stets den Mel. Ermuntre dich, mein se. Stelch der Leiden, tränket auch mit 594. hat ein Biel; ich Petroft! Freuden. Wer 4. Es if Gottes Wille! brum, auch der Trübsal noch so viel, fie darf nicht muthlos trauern; ist o Herz, sey stille auch in Kreuzes wird nicht ewig dauern. Pein. Mag es bitter scheinen, glaubensvoll mit Thränen fät, muß es doch den Seinen lauter der wird, wenn reif die Erndte Labsal feyn. Folgte Noth mir stebt, auch seine Garben bringen, bis zum Tod, tröst ich mich doch und Freudenlieder fingen. in der Stille: es ist Gottes Wille! 2. Den Abend lang weint oft mein Herz am Morgen kommt die Freude, die Stunde bringt Mel. Preis, Lob, Ehr' se 593. eduld! wie sehr der Sturm auch weht; und nimmt den Schmerz, bie Ruhe folgt dem Leide. Ich weiß, Geduld! wenn Trost und Hoff daß Leiden dieser Zeit nicht werth nung schwindet, wenn Alles find jener Herrlichkeit, die nach scheinbar rückwärts geht, und dem Kampf auf Erden mir offen Gottes Hand fich nirgend findet! bar soll werden. Er schützt dich doch mit unsichtba. rer Hand, und führt dich treu bis in das Baterland. 3. Der Himmel droht nicht im merdar mit Sturm und Unge wittern; so läßt auch Gott nicht 2. Geduld! nach manchem sau. in Gefahr die Seinen immer zit ern Schritt wird deine Bahn von tern. Wer heute noch in Thra Segen triefen. Der Glaube wagt nen schwimmt, das Brod des auch fühnen Tritt, durchwandelt Elends seufzend nimmt, fann muthig Höhn und Tiefen; er morgen sich schon laben an Got steigt ins Thal der Niedrigkeittes Gnadengaben. Vertrauen auf Gott. 333 4. Drum fürcht' ich nicht, du all dein Sehnen, gieb dich zu töunest mein, o Bater, ganz verfrieden. geffen, und habeft mir nur Angst 4. Laß dich dein Elend nicht und Pein auf Erden zugemessen. bezwingen, halt an Gott, fo Du bist getreu, dein Angesicht wirst du siegen, ob alle Fluthen verbirgst du deinem Kinde nicht, dich umringen, du wirft doch nicht mit gnadenvollen Blicken kommst unterliegen. Gott ist nicht fern, du, mich zu erquicken. steht in der Mitten, und höret gern der Armen Bitten. Bieb dich zufrieden. 5. Getroft! mein Glaube fieget schon, das Joch seb' ich zerbrochen; wie eine Mutter ihrem Sohn, haft du mir zugesprochen. Ich eile wie dein Kind zu dir, und du, Erbarmer, reichest mir zur Hülfe deine Hände; so hat die Noth ein Ende. 5. Verzieht die Hülfe gleich sehr lange, endlich wird sie dennoch kommen; macht dir das Harren oftmals bange, glaub', es dient zu deinem Frommen. Kein Heil gedeiht in kurzen Stunden, nur mit der Zeit wird es gefunden. Gieb dich zufrieden. In eigener Melodie. 595. Gieb bich zufrieden und 6. Es kann und mag nicht an sey stille in dem ders werden, alle Menschen müſ Gotte deines Lebens; in ihm ruht sen leiden; was lebt und webet aller Freuden Fülle, ohn' ihn auf der Erden, kann die Trübfal mühst du dich vergebens. Er ist nicht vermeiden. Wo ist ein Haus, der Quell der reinsten Wonne, das könnte sagen: ich weiß durch macht Alles hell, ist deine Sonne; aus von teinen Plagen? Gieb gieb dich zufrieden. dich zufrieden. 2. Der Gott des Trostes und 7. Ein Ruhetag ist noch vor. der Gnade liebt mit treuem Vater handen, unser Gott wird uns er herzen; steht er bei dir, wird dir lösen, er wird zerbrechen unsre nichts schaden, auch die Pein der Banden, uns befrein von allem größten Schmerzen. Kreuz, Angst Bösen. Einst kömmt der Tod, und Noth fann er bald wenden, ja selbst den Tod hat er in Hän den. Gieb dich zufrieden. von Gott gesendet, und alle Noth ist dann geendet. Gieb dich zu frieden. 3. Wie dirs und Andern oft 8. Der Herr führt dich zu jenen ergehe, ist ihm wahrlich nicht ver Schaaren der Erwählten und Ge borgen; er sieht und fennet aus treuen, die hin mit Frieden find der Höhe des betrübten Herzens gefahren, und sich nun in Frie Sorgen, er faffet auf die heißen den freuen. Wer mit Geduld das Thränen, zu ihm hinauf dringt Kreuz getragen, hört einst die 334 Vertrauen anf Gott. Huld des Höchften sagen: Gieb| Wüften reisen, doch würde Gott dich zufrieden. mich speisen. 6. Gott jage nicht! ich flagen. Mel. Was Gott that n lebt! Wohlan, ich Gott bört, ihm will Gott fiebt, ich such' Gott führt, er 596. olebt! Wie kann fein Angeficht. ich traurig seyn, als wird mich tragen. Gott liebt und wär' tein Gott zu finden? Er giebt; nur unbetrubt! er wird mir weiß gar wohl von meiner Pein, endlich geben, auch dort mit ihm die ich hier muß empfinden. Er zu leben. fennt nein Herz, und meinen Schmerz: ich kann ihm Alles fla gen, und darf nun nicht verza gen. 2. Gott hört, wenn Niemand hören will! Wie sollte mir denn bangen, als könnt' an der Erhö rung Biel mein Seufzen nicht ge langen! Ruf ich empor, so hört sein Ohr, sein Amen schallet wie der, und Hülfe steigt hernieder. 3. Gott fieht! Wie flaget denn mein Herz, als fäh' er nicht mein Weinen! Vor ihm muß der ge heimfte Schmer ganz offenbar er scheinen. Zur Erde fällt nicht uns gezählt die kleinste meiner Zähren, er wird mir Troft gewähren. In eigener Melobte. Pott will machen, daß 597. 6 die Sachen gehen, wie es heilsam ist. Laß die Wel len um dich schwellen, wenn du nur bei Jefu bift. 2. Wolltst du denfen, Men. schen lenten, und dein Helfer schliefe fest: würdft mit Klagen du dich plagen, wenn der Wind dir widrig bläst. 3. Doch wer Leiden gern will meiden, häufet leicht sich Schuld auf Schuld. Darum trage deine Plage fein getroft und mit Geduld. 4. Um ju ftillen eignen Willen, leidet wohl noch Mancher gern. Du sollst tragen Noth und Pla gen, weißt du auch, dein Wunsch bleibt fern. 4. Gott führt! So geh' ich im mer fort auf allen meinen We gen. Mag mir die Welt bald hier, bald dort argliftig Schlin gen legen, so wird er mich zwar wunderlich, doch selig immer lei ten, daß nie mein Fuß fann gleiten. 5. Glaube feste, daß das Beste über dich beschlossen sey. Ift dein Wille nur fein stille, wirst du ganz von Rummer fret. 5. Gott glebt! Er wird mein 6. Drum wohl denen, die fich täglich Brod für heut und mor- sebnen nach des Willens Still gen geben, ich werd' auch in der und Ruh'. Wirst du wollen, was größten Roth durch seine Gnade wir follen, kommt auch bald die leben. Wär' ich auch arm, fern Kraft dir zu. sey der Harm; müßt ich durch 7. Rühm' und preise die als 225 Vertrauen auf Gott. weife, die in folcher Uebung stehn,| heitrer Sonnenschimmer, der Kreuz. und auf Freuden wie auf Leiden nur mit Hiobs Augen sehn. weg führt ins Paradies. Zu Gott feb deine Seele still, es gebe bir, 8. Mag Gott eilen, mag er wie Gott es will. weilen, fühle ftets sein Vaterherz! Den laß sorgen, der auch mor. gen Herr ist über Freud' und Schmerz. Mel. Wer nur ben lieben 16. 599. er, mache meine Seele stille bei 9. Es gerathen Menschenthaten jedem Leiden, das mich tránft; immer nur wie ers verhängt. denn es geschieht ja nur dein Solche Wunder sind der Zunder, Wille, der Alles mir zum Besten bran der Glaube Funken fängt. lenft. Du bists, der Alles än dern fann, und was bu thuft, ist wohlgethan. 10. Wenn die Stunden sich ge funden, daun bricht mächtig Hülf herein, und dein Grämen zu bea schämen, wird es unversehens seyn. 2. Du führst uns auch auf rau. 11. So feys Amen! In dem hen Wegen zu deiner Kinder SeNamen unsers Jesu halte still. ligkeit; von jeder Trübsal erndr Es geschehe und ergehe, was und wie dein Gott es will. ich Segen, ist dir nur, Gott, mein Herz geweiht. Der Ausgang wird ftets herrlich seyn, fichts gleich der blöde Geift nicht ein. Mel. Wer nur ben lieben 16, 3. Drum laß mich stille seyn 598. altan, mein Herz, in deinem und hoffen, wenn du mir Prü. Glauben, fung haft bestimmt; dein Vater Beständigkeit ist Kronen werth; herz steht Jedem offen, der seine wer diesen Anker fich läßt rauben, Zuflucht zu dir nimmt. Wer still der bleibt im Sturm nicht unver- in deiner Fügung ruht, mit dem fehrt, wer aber fest an Jesu hält, machst du es immer gut. der steht, wenn Erd' und Htminel fällt. 4. Uns bleibt oft, was uns frommt, verborgen; genug für 2. Salt ein mit deines Un uns, daß dus erfannt. Wie oft muths Klagen, ein föstlich Ding find unsre Wünsch' und Sorgen ist die Geduld, wenn wir das voll Thorheit und voll Under. Leid gelaffen tragen, gewinnen stand. Du leitest uns auf ebner wir des Vaters Huld; wer Gott Bahn, und läsfest uns tein Un. fich murrend widersett, hat seine heil nahn. Kindespflicht verlegt. 5. Nur bu erkennst, Gott, 3. Halt aus, die Prüfung währt das Beste, und dies erwählt dein nicht immer, die Hoffnung fieget Vaterherz. Mach' mich in diesem ganz gewiß. Auf Sturm folgt Glauben fefte, dann überwältigt 336 Vertrauen auf Gott. US ASBRITIS mich fein Schmerz. Ich dulde mit ten thun und kämpfen, die Feinde Gelassenheit; was Gott will, das dämpfen. gefcheb allzeit. 5. Du bist der Held, du fannst 6. Die Stunde wird doch end die Mächtgen zwingen, du fannst lich kommen, die mich von aller den Schwachen Hülf und Rettung Noth befreit; denn einmal führst bringen, wir traun auf dich, und du deine Frommen zur völligen flehn in Jesu Namen: hilf, Hel Bufriedenheit, und dann wird ih fer! Amen. nen offenbar, daß nur dein Raths legit du pro der beste war. mel. Herzlich thut mich verlangen 18. 20 7. Dort erndt auch ich von meinen Plagen auf ewig felge 601. ier lieg' ich, Herr, Ble im Staube vor Früchte ein, dort wird mein Herz deinem Angesicht! Wo ist mein statt aller Klagen, nur voll bes frohen Lobes seyn: der Herr, der für mein Heil gewacht, hat Alles mit mir wohlgemacht. froher Glaube, wo meiner Hoff nung Licht? Wo find bie heitern Stunden, da dich mein Auge sah? Ach, Alles ist verschwunden, und nur mein Schmerz ist da. Mel. Herzliebster Jesu te. 600. Berr, unser Gott, laß nicht zu Schanden werden die Frommen, die in Nö. then und Beschwerden, bei Tag und Nacht, auf deine Hülfe bauen, und dir vertrauen. 2. Ich fühle Furcht und Schrek fen, wenn mich Gefahr bedroht, als könnte mich nicht decken dein Arm in jeder Noth, als wäre diz verborgen, was meine Seele quält; als wolltest du nicht sorgen, wo mirs an Hülfe feblt. nedopasd 2. O wehre, Herr, den Stolzen, die dich haffen, und fich allein den, auf ihre Macht verlassen; ach, wende doch mit gnädigem Erbar. men dich zu uns Armen. 3. Set unser Beistand wider un fre Feinde; sprichst du ein Wort, so werden sie bald Freunde, fie müssen Wehr und Waffen, uns zum Segen, schnell niederlegen. 3. Kann deine Macht nicht wen was unabwendbar scheint, der im Dunkeln weint? Bist du und Licht und Hülfe senden dem, nicht, der du warest? Ifts nicht dein heilig Wort, wo du dich of fenbareft, als unser Schild und Hort? 4. Sieh, Bater, auf mich Armen herab voll Gnad' und Huld; vergieb mir aus Erbarmen des 4. Wir haben Niemand, dem Zweifelmuthes Schuld. Geängstet wir uns vertrauen, es ist um und zerrissen fiebst du, o Gott, sonst, auf Menschen hülfe bauen, mein Herz, gieb Frieden dem Ge mit dir nur wolln wir Tha- wissen, und stille meinen Schmerz. Vertrauen auf Gott. 5. Du haft ja nur Gedanken bes Friedens über mich; bein Rath wird niemals wanken, ban ich nur 603. feft auf dich. Du wirft mir Alles geben, was mir dein Wort ver spricht; dein Wort führt mich zum Leben, brum wank' und weich' ich nicht. Mel. daß ich tausend ze. 337 wohl zufrieden, und bleibe ruhig und vergnügt, weil Gottes Huld mir ist beschieden, weil Jesus mir im Herzen liegt, weil Gottes Geift, dem ich geweiht, mit seinem Wort mein Herz erfreut. 6. Laß Berg und Hügel wei chen, dein Friedensbund steht feft. 2. Wird mir für Freude Leid Der wird das Ziel erreichen, der gesendet, und für das Leben einst ftill fich führen läßt. Wie sich der Tod: ich bin zufrieden, Alles bie Bahn auch wende, die ich wendet zu meinem Heil der treue hier wandeln soll, getroft ruf ich Gott. Was Gott gebeut, das ist am Ende: der Herr macht Alles mein Will', und wie ers fügt, so wohl! fchweig' ich still. 3. Um mich hab' ich mich aus7. Drum faffe dich, o Seele, und traure nicht so sehr, was dich auch immer quäle, bald tla gekümmert, die Sorg' ist ganz auf gest du nicht mehr. Er kommt, mel gleich zertrümmert, so weiß Gott gelegt! Ob Erd' und Himer tommt, bein Retter, er kommt ich doch, daß Er mich trägt. und zögert nicht durch Wolken, und halt ich fest an meinem Gott, Sturm und Wetter dringt seiner so frag' ich nichts nach Noth und Gnade Licht. Tod. bringt das Jahr, wonach fie sich sehnen; denn es kommt die Erndte jeit, da fie Garben binden, da wird all ihr Kreuz und Leid Ziel und Ende finden. Mel. Christus, der uns felig 16. 4. Mit deinen Leid- und Freudengaben, wie du fie giebst, zus 602. haben, führt er bin Gottes, Gottfrieden seyn: Gett, möcht' ich sol. uns wohl scheiden? Dringet auch mich bis ins Grab hinein! Das das Kreuz herein und das bittre schafft die rechte Heiterkeit, in LeLeiden; laß es dringen, kommt es bens. und in Sterbenszeit. doch von geliebten Händen, und eh' ichs geahnet noch, wird Gott Mel. Was mein Gott will se, Alles wenden. 2. Gottes zwar habe Gottes Weg zig und in Ehränen, aber endlich 604. Then, is he ift froh und stille, und gern, wie er mich führt, zu gehn, ist nun mein fester Wille. Er stand ja doch mir immer bei, merkt' ich nur auf sein Winken: ihm will 22 338 Vertrauen auf Gott. ich folgfam sehn und treu, bis meine Tage finten. der Tod felbft ist mein Leben. Denn Gott ist mein, und ich bin 2. Oft schien mir wohl die Last sein, was ist wohl, das mir schade; zu schwer, die mich darnieder ob er gleich schlägt und Kreuz auf drückte; dann ging ein Engel vor legt, bleibt doch sein Thun voll mir her, der tröstend nach mir Gnade. bu snied blickte. So fommt in schwache Seelen Muth! Ich folge, statt zu fliehen; mir ahnte, Leiden fey mir gut, ich sah den Lohn er blühen. 3. Nun seb ich ein, wie gut es war, daß Gott mich oft betrübte; ich weiß, wie Sorgen und Gefahr des Geiftes Kraft mir übte. Ging ich in steter Luft nur hin, was wäre mir geblieben? Am Schmer jenstag hat Chrifti Sinn fich mir ins Herz geschrieben. 3. Jft, was ich bin und habe, ben? Sein Wert bin ich, er hat mein? gab ich mir selbst das Le allein mir Seel' und Leib gegeben. 4. So lern' ich in das beßre Licht, er läßt es in mir schei Ich gab mir nicht des Geistes Land des Herzens Hoffnung lei 3050 Org ten, geschieden von der Erde Tand nen: wer so viel thut, deß Herz und Muth fanns nimmer böse und ihren Nichtigkeiten. Ich lerne meinen. so mit richtgem Blick der Erde Güter schätzen, und über alles äußre Glüd die Ruh' der Seele fegen. 4. Wer schützt mich in Gefahr und Noth? Es ist sein gnädges Walten, ich wäre längst schon falt und todt, hätt' er mich nicht er balten. Sein Arm allein läßt Groß und Klein in reger Kraft 5. So wirt ich bei des Tages Schein, freu mich an Gottes Se gen, und bricht des Todes Nacht herein, geh ich ihr froh entgegen. bestehen, was er nicht hält, das Beruhigt kann ich rückwärts sehn bricht und fällt, und muß in auf dieses Lebens Mühen, und Nichts vergehen. voll Vertraun hinübergebn, wo ewoge Freuden blühen. 2. Das kann mir fehlen nim mermehr, mein Vater muß mich lieben; schickt er auch Trübsal groß und schwer, so will er mich nur üben, will mein Gemüth in sei ner Güt' gewöhnen fest zu stehen, halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 5. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und löblich sein Regies ren; die Zeit und Stund ist ihm bekannt, sein Werk hinaus zu füh ren. Er weiß, wann Freud', er Mel. Was mein Gott will 26. # sda330 lugs and this 605. 1 Herz und Sinn dern, diene, und was thut, ift mein Herz und Sinn ergeben; Alles gut, obs noch so traurig was böse scheint, ist mir Gewinn, schiene. qui mains th Vertrauen auf Gott. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als set mit einer großen 339 Mel. Nun ruhet in ben ze. Last dein Lebensgang beschweret; 606.h hab' in guten haft spät und früh viel Sorg' und Stunden Müh', zu deinem Wunsch zu kombens Glück empfunden und Freu men, und denkeft nicht, daß, was den ohne Zahl: so will ich denn geschicht, gescheh' zu deinem From gelaffen mich auch in Leiden fas. men. Ins fen; welch Leben hat nicht seine Qual? hids 7. Es fann bei lauter Sonnen licht das Feld nicht Früchte tragen: so reift auch Menschenwohl fahrt nicht bei lauter guten Ta gen. Wie bitter sey die Arzenei, schafft fie doch neues Leben: so muß das Herz fich oft durch Schmerz zu seinem Heil erheben. 2. Jch bin ja, Herr, ein Sün. der, und du strafft viel gelinder, als ich es wohl verdient. Sollt ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, 8. Ei nun, mein Gott, so fall' und mehr als Ruh und Leben ich dir getroft in deine Hände; dich lieben, meinen Herrn. Dir nimm du mich auf, und machs nur will ich vertrauen und nicht mit mir, wie du willst, bis ans auf Menschen bauen, du hilfft, Ende. Nur du, Herr, weißt, wo und du errettest gern. durch dem Geist sein wahres Heil entstehe, und deine Ehr' fich mehr und mehr vor aller Welt erhöhe. 4. Du willst uns alle Sünden, wenn wir nur Reu' empfinden, in Chrifto gern verzeihn. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte zum Hei ligungsgeschäfte, und du, Gott, willst mein Beistand seyn! 9. Willst du mir geben Son nenschein, so nehm' ichs an mit Freuden; folls aber Kreuz und Trübfal seyn, will ichs geduldig leiden. Willst du allhier das Le5. Wenn ich in Chrifto fterbe, ben mir zum späten Ziel erhalten: bin ich des Himmels Erbe; was wie du mich führst und führen schreckt mich Grab und Tod? wirft, so laß ich gern dich walten. Auch auf des Todes Pfade ver. 10. Und soll ich einst des To. trau ich deiner Gnade; du, Herr, des Weg und finstre Straße ge. bist mit mir in der Noth. hen, so zeige du mir Bahn und 6. Ich will dem Kummer weh. Steg und laß dein Licht mich seren, dich durch Geduld verehren, hen. Mein Hirt bist du, der zu im Glauben zu dir flehn. Ich der Rub des Himmels mich wird will den Tod bedenken, du, Herr, führen, wo nach dem Leid in wirst Alles lenken, und was mir Ewigkeit die Deinen triumphiren. gut ist, wird geschehn. 22* 340 Ho no asunt Vertrauen auf Gott. tasztis Sdn 18 ed i foddyof disi lo Mel. O daß ich tausend 18, Taust no 607. laffent in tem fest, und sicher fegrundig squines sein Wille bleibt der beste Rath; und gern will ich ihm stille halten, wie ers Indoqus ag 980TR 091 Mel Machet auf, ruft uns i. hombrad Mpool madag von al für mich beschlossen hat. Nicht 608. Tem Böfen uns, feine ich, der trene Gott allein, foll The meines Glückes Meister seyn. Gläubgen, zu erlösen; er kommt 2. Sollt ich des Nächsten Glück beneiden? Gott hat es so für ihn gefügt. Wer Andrer Wohl nicht fieht mit Freuden, ist in sich sel. ber mißvergnügt. Ein reines Herz, ein froher Muth ist mehr als alles Geld und Gut. den werden läßt. Ihr Antergrund ift Gott allein; brum muß fie 3. Wir müssen uns in Alles schicken; denn Alles kommt von lieber Hand, auch wenn mich Centnersorgen drücken, bleibt die fer Troft mir zugewandt. Ich weiß, daß Alles, was mich tränft, Gott endlich doch zum Besten lenkt. hord mit Macht und Herrlichkeit. Einft, an seinem großen Tage, verwan delt sich der Frommen Klage in ewige Zufriedenheit. Sey fröhlich, Volt des Herrn! Er tommt, er ist nicht fern, dein Erretter. Dein Schmerz ist faum ein Morgen traum, bald macht er ewgen Freuden Raum. 3103 2. Augenblicke dieser Leiden, was sehd ihr gegen jene Freuden der unbegrenzten Ewigkeit! Seht die Kron' am Ziele prangen, und kämpft und ringt, fie zu erlangen, die ihr dazu berufen seyd! Euch 4. Wenn länger auch der Herr halt in eurem Lauf fein Schmerz verziehet die Hülfe kommt zu des Lebens auf, Ueberwinder! rechter Zeit der Blume Schmuck, die später blühet, prangt oft in schönfter Lieblichkeit. Das Ueber eilen bringt nur Pein, das Gute will erwartet seyn. Das Ziel ist nah, bald send ihr da, dann singt ihr froh Hallelujah. 3. Der fich euch zum Volk er wählet, der eure Thränen alle zablet, ftritt auch mit unerschöpf 5. Gott fennt die rechten tem Muth. Jeſus benstunden, er prüft vorher nur gerungen, wie tief war er von die Geduld; und hat er sie be. Angst durchdrungen, wie seufzt er währt gefunden, so frönt uns laut, wie floß sein Blut! Doch feine Baterhuld. Was wir nicht sahn die Feinde nicht auf seinem hofften mehr, geschieht, und tau. Angefichte bange Schrecken. Ge sendfache Freude blüht dag ssdls stärkt von Gott in seiner Noth, 6. So laß ich Gott in Allem drang er zum Leben durch den walten, das steht in meiner Seele Tod. fest. Ich will mich an die Hoff nung halten, die nicht zu Schan mummol bnd 4. Wir, Genossen seiner Leiden, wir erndten einst auch seine Freu 341 ben, gebn standhaft wir des Kreu-| Blöße Qual, des Wetters Drangjes Bahn. Laßt uns tämpfen, fal leidet. laßt uns ringen, mit unserm 5. Er, der den Raben Futter Haupt hindurch zu bringen, und giebt, erhält auch euer Leben: bat jene Krone zu empfahn! Sein er euch doch so hoch geliebt, euch ift Gewalt und Kraft, die neues feinen Sohn zu geben! 1073 in den Schwachen. Die 6. 0 follten wir vertraun, baun, die werden seine Hülfe dich nicht durch Glauben preisen, schaun.( 910139 napdral und frei von irdischer Begier, im Wirken Treu erweisen? Leben ibn Bertrauen auf Gott. 200 un nuort dun thail 5. Ja du kommst, von allem Böfen uns, deine Gläubgen, zu erlöfen, deß sind wir froh und bemüht, der Alles gnädig lentet, 7.Wie treu bist du für uns uns hier fürs Himmelreich erzieht, dort ewges Leben schenket. in 294 danken dir. Auch in bangen Prü fungstagen soll unser Herz doch nie verzagen, auf deine Zukunft hoffen wir. Wir wissen, wer du bist, wir traun bir, Jefu Chrift, und sind stille. Wenn gleich die Welt in Trümmer fällt, feft fte het, wer zu dir fich bält! dnu square sisig mo Mel. Ich bank' dir schon 16, dan kajus 9. Herr, gieb uns deinen guten Geift, und nie entzeuch ihn wie der! Bu Allem, was dich ehrt preist, wed' er uns Seel Ond und 3702 609. deren Herzen noch und Glieder! bethört nach Glüd 8. Dein Reich, welch unnennbares Heil, welch hoher Schat der Seele! Dies, dies werd' un fer Erb' und Theil, ob, was vergeht, auch fehle. sadail p der Erde schmachten, laßt uns zu 10. Ja, Bater, darin sey vererst und ungestört nach Gottes ehrt, daß wir als Christt Reben, Reiche trachten. nach deiner Pflege vollem Werth, dir gute Früchte geben. me and nisl un ipmind malis finib nast wa Diaf Mel. un ruhen alle Wälder 16. ST 11930097 2. Der Vater weiß, was ihr bedürft, und fennet eure Sorgen, wohl dem, der auf den Herrn fie wirft, der ist stets wohl geborgen. roon allen meinen Tha 610. ten laß ich den Höch 3. Gorgt, wie es Gläubigen gebührt, daß rein sey Leib und sten rathen, der Alles kann und Seele, und daß ihr einen Wanhat; er muß zu allen Dingen, bel führt, der seinen Ruhm er folls anders wohl gelingen, uns zähle! senis) ni to nao zi felber geben Rath und Thatons 1330 4. Er, der die Blumen schmückt 2. Nichts ist es spat und frühe im Thal, das Lamm der Seerde um meine Sorg und Mühe, fleidet, schafft, daß ihr nicht der nichts hilft die Ungebulb, er pe in his and all youn 342 Bertrauen auf Gott. mags mit meinen Sachen nach geschaffen hat, es gehe, wie es seinem Willen machen, ich stell' es gang in seine Huld. gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath.m 3. Es fann mir nichts ge fchehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist; ich nehm' Mel. Aus tiefer Roth schrei ze. es, wie ers giebet, was ihm mit 611. Machs, lieber Gott, mir beliebet, daß will auch ich zu jeder Frist. wie dirs gefällt, 4. Jch traue feiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor al lem Uebel schützt; folg' ich des Herrn Gesehen, so wird mich nichts verlegen, nichts fehlt mir dann, was wahrhaft nüßt. 2. Scheints auch bedenklich oft 5. Er wolle mich entbinden von Was du willst, das muß doch zu stehn, ich bleibe unverzaget. aller Laft der Sünden, durchftrei geschehn, wohl dem, ders auf chen meine Schuld; er wird auf dich waget! Du, Höchster, fannst mein Verbrechen nicht ftracks das in kurzer Zeit all meine Noth und Urtheil sprechen, und haben noch Traurigkeit in Freud' und Heil verkehren. mit mir Geduld. 6. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, erwach' ich Morgens wie der, seh ich hier oder dort: in Schwachheit und in Banden, nirgend Noth vorhanden, mich trö ftet überall sein Wort. ist 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will ihn freudig über ftehn. in allen meinen Sachen! Mein Soffen ist auf dich gestellt, du wirfts am besten machen. Dein Wort ist mir ein fichres Pfand, ich schau' auf deine starke Hand, die tann bald Alles ändern. 8. Jhm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut, es sey heut oder mor gen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 3. 3war tritt wohl oft ein Zweifel vor, der dies und das will sprechen: doch du wirst das gebeugte Rohr nicht ganz und gar zerbrechen. Den Docht des Glau bens, der nur glimmt, und bloß von dir noch Kräfte nimmt, den läßt du nicht erlöschen. 4. Schenk mir Geduld, und stärke mich, wenn ich in Schwach heit leide: ich halte mich allein an dich, und dies ist meine Freude. Die Welt sey Welt und bleibe Welt, du bist der Schatz, der mir gefällt, nach dir steht mein Ver langen. 5. Wenn du mich schlägst, so 9. So sey nun, Seele, seine, preif ich dich, und will die Ruthe und traue dem alleine, der dich tüffen; denn auch im Kreuze läßt Vertrauen auf Gott. 343 du mich dein Vaterherz recht wif Sorgen fommt dem Schöpfer zu, fen. Das wallt vor Freude gegen in ihr hat die Seele Ruh. mich; du sprichft: mein Kind, ich 4. Meine Seele grämt sich nicht, werde dich nicht lassen noch verliebt Gott mitten in dem Leiden; fäumen! Kummer, der das Herze bricht, 6. Dies tröftet meinen blöden trifft und ängstet nur die Heiden. Muth, daß mich kein Unfall trän. Wer in Gottes Armen liegt, bleibt fet; du machst doch endlich Alles in aller Noth vergnügt. 5. Meine Seel ist still zu gut, und besser, als man denket. Wer weiß, wie nab' die Freuden- Gott; alle Klagen sind verschwun. zeit, da Alles mir nach Wunsch den, und so hab ich jede Noth, gedeiht, und mir die Sonne schei- jeden Kleinmuth überwunden, frob miss un unb) overkünd' ich allezeit Gottes Huld Ath. und Freundlichkeit. weiche, Sorg' und und im 110s Sibin net. some 7. Drum Traurigkeit, ich bin in Gott zu frieden. Gott hat mir schon zur Mel. Herr, ich habe mißgehandelt ze. rechten Zeit mein Theil und Heil Reine Seele, laß es beschieden. Jft mirs auch jetzt 613. M geben, wie in dies noch unbekannt, so kanns doch ser Welt es geht, laß auch gerne bald des Höchsten Hand ans Licht das geschehen, was dein Herz bier des Tages führen. nicht versteht: bleib', o Seele, fromm und stille, dent, es waltet Gottes Wille. Mel. Jefus, meine Buversicht se, 612. W bin in des Baters eine Seele giebt fich 2. Jft dir gleich die Welt zu Spott, brücken Feinde dich dar. wider, bist du selbst der Freunde Herz und Hände; ich erwart' im nieder, so vertraue deinem Gott: ftillen Sinn seiner Wege Ziel und bleib', o Seele, fromm und Ende; mein Vertraun ist fest und stille, groß, denn ich ruh in Gottes dent, es waltet Gottes Wille. Schooß. 3. Jft auch in dem bangen Her zen nichts, als Kummer, Sorg' 2. Meine Seele murret nicht, und Leid, zagst du unter herben ist in Gottes Rath ergeben; für Schmerzen hier in dieser Sterb der soll mein Wille nicht, nur der lichkeit; bleib', o Seele, fromm feine in mir leben, was sich un und stille, dent, es waltet Gottes geduldig regt, sey in Chrifti Grab Wille. gelegt. 4. Gott erbarmt fich seiner From 3. Meine Seele forget nicht, men, wenn das Kreuz fie bat be will nicht lang' an morgen den währt, läßt sie zu dem Frieden fen, ob mir Jrdisches gebricht, kommen, den schon lange sie bes will ich mich darum nicht fränken.gehrt: bleib', o Seele, fromm 344 Vertrauen auf Gott. und stille, dent, es waltet Got Schooß, in fein Untlig schauen tes Wille. 319 und ihm findlich trauen, welch 5. Nach dem Regen scheint die ein felig Loos! Ruhe fleußt aus Sonne, Freude folgt auf Traue ftillem Geift! Wer sich weiß in rigteit; Angst verwandelt fich in Gott zu schiden, den wird er er Wonne, und in Himmelsluft das quiden. du 100 smdomagao Leid: bleib' o Seele, fromm und dusid dnu nagrast sed iglot Stille, dent, es waltet Gottes Wille. 2010 ad hon Mel. Freu' dich sehr, a meine 16, 6. Sollst du von der Erde schei den, ſcheide nur getroft zu Gott, 615. Meine Sorgen, Ungft und Plagen neh, Gott giebt des Himmels Freu den, warst du treu bis in den men mit der Zeit ein End'; nicht Lob: bleib', o Seele, fromm und auf ewig währt das Klagen, wel ftrille, dent', es waltet Gottes Wille. ches Gott am besten fennt; drum ditug old dig murn@ 18 will ich gelassen seyn, nach dem Mel. Jefu, meine Freude 10, Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnenblicken meinen mat dind di 614. Meine Seel it fille, ten Geift erquicken. 43. H100T weil ja Gottes 2. Was mit Thränen wird ge mir zu helfen steht. Mit dem, säet, wächst zur Freudenerndte aufi was Gott füget, ist mein Herz wenn die Dornen abgemähet, trägt bergnüget, nimmt es, wie es geht. man edle Frucht zu Hauf, nur Geht die Bahn nur himmelan, im Kampfe wird erreicht jenes und von Jesu ungeschieden, so Biel, das Gott uns zeigt, will bin ich zufrieden. man dieses Kleinod finden, so muß 2. Dir will ich anhangen, bas man erst überwinden. Sofe feb mein Verlangen, Gott, bei 3. Auf dem Wege zu den Ster bir zu seyn! Keinen will ich hönen ist des Kreuzes Last gar biel ren, ber mich will bethören mit fie zu tragen mußt du lernen, sonft dem falschen Schein! Was der gelangst du nicht zum Ziel, zu der Welt allein gefällt, Luft und Ehr' ewgen Gottesstadt tommt nut, und irdisch Trachten will ich gar wer geduldet hat, die in Salems Gall in Mauern wohnen, zeigen ihre Dor nicht achten.d 3. Nein, ach nein, nur Einer, nentronen. fag' ich und sonst Reiner wird 4. Wahrlich! es find alle From von mir geliebt; Jesus, der Gemen, die des Himmels Klarheit treue, beß ich mich erfreue, der sehn, aus viel Trübfal hergekom fich ganz mir giebt. Er allein, er men, vor des Lammes Stuhl zu foll es seyn, dem ich wieder mich stehn, prangend in der Ehrenfron' ergebe, einzig ihm nur Lebe. nnftehen sie vor Gottes Thron, weil 4. Gottes Güt' erwägen und sie glücklich triumphiret, find mit fich gläubig legen in des Vaters Palmen fie gezicret. Vertrauen auf Gott. 345 5. Darum trage deine Banden, schwächen, und an dem Wefen die meine Seel', und dulde dich; Gott ser Welt. hilft, du wirst nicht zu Schanden, 6. Er will uns dadurch lehren, alle Stürme legen fich. Nach dem wie wir ihn sollen ehren mit Glau Blitz und Donnerschlag folgt der ben und Geduld, und schien les angenehme Tag, auf den Abend auch in Nöthen, als wolle Gott folgt der Morgen und die Freude uns töbten, uns doch getrösten nach dem Sorgen. feiner Huld. 1stlour Inso bid at J 7. Was will uns auch wohl Mel. Nun ruhen alle Wälder ze.scheiden von Gott und seinen Freu den, die er bort offenbart? Jch $ 697 0902 616. in Herz, gieb dich lebe oder sterbe, so ist des Him zufrieden, und bleibe mels Erbe mir als mein ewges ganz geschieden von Sorge, Furcht Theil bewahrt. und Gram; die Noth, die jetzt dich drücket, hat Gott dir juge fchicket, thm halte still, von dem fie tam. 8. Darum gieb dich zufrieden, mein Herz, und seh geschieden von Sorge, Furcht und Leid; bald wird Gott Engel senden, die sanft auf ihren Händen dich tragen zu 2. Mit Sorgen und mit Pla. gen, mit unmuthsvollen Klagen der Herrlichkeit. häufst du nur deine Pein. Durch Stilleseyn und Hoffen wird, was dich jetzt betroffen, erträglich dir Mel. Su dich hab' ich gehoffet se. BST 200 d und heilsam fehn, nista asioid and 617. ur frift unfre Prü fungszeit, 3. Kanns doch nicht ewig wäh des Lebens Kampf und Streitį ren, oft hat Gott unsre Zähren bald folgen ewge Freuden! getrocknet, eh' mans meint; wenn Was es noch heißt: wie lange wird jene Welt uns vorbehält, lohnt meiner Seele bange? ift Gott schon nab', und Hülf erscheint. S reichlich alle Leiden. SIEN 2. Die Wege, die des Vaters Rath den Kindern vorgezeichnet 4. Und wenn ichs recht erwäge, hat, find nicht der Menschen so finds nur Liebesschläge, womit Wege. Doch faffet Muth, sein er uns belegt, nicht Schwerter Weg ist gut; sey, ihn zu gehn, finds, nur Ruthen, mit denen er nicht träge. Ang zum Guten zu züchtigen die Sei nen pflegt. 3. Die Frommen tragen still ihr Kreuz, und murren nicht, denn Gott gebeuts; fie gehen hin und weinen. Doch täuscht sie nicht die Zuversicht, bald wird die Sonne giduale tomma? 5. Er will uns so erziehen, daß wir vor Allem fliehen, was ihm nicht wohl gefällt, will unsern Willen brechen, die Luft am Eitlen scheinen. 1346 ger. 4. Ja, Gott ist liebreich und getreu; glaubst du, daß Gott die Liebe bemme deine Das Leiden brückt; boch was Gott schickt, hilft er auch gnädig tragen. Vertrauen auf Gott. 5. Er wog bor Anbeginn der Beit nach deiner Kraft mit Freund lichkeit die Bürde beiner Schmer. zen; er wog auch schon den Gna denlohn dir zu mit treuem Her gen. ashupladarsga tin Mel. Gott des Himmels und 26. aids and 618. auch unerforschlich immer meines Got tes Weg und Rath, seh die Nacht auch ohne Schimmer, die mich hier umschattet hat: doch ist Al les, was er thut, wies auch scheine, weif und gut. 5. Hier in meinem Pilgerstande sey mein Theil Zufriedenbeit! Dort wahre Seligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel seyn! D 6. Darum, auch auf rauben Wegen, meine Seele, flage nicht! Was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ist, wird dort Licht, und ich faff erst Got tes Sinn, wenn ich ganz voll endet bin. ud id di Band Mel. In dich hab' tch gehoffet ze. eh unverzagt, o from mer Christ, wenn du 619. in Kreuz und Gott deine Sachen; trau' ihm ab lein in Noth und Pein, er weiß es wohl zu machen. 2. Sollt' ich Gottes Rath nur 2. Kein Leiden kommt von un loben, wo ich seine Weisheit seh'? gefähr, Gott sendet es von oben Ifts nicht Gnade nur von oben, her, er hat dirs außersehen; darum wenn ich seinen Weg versteh? sey still, und was Gott will, das Jeder fündigt, welcher flagt, daß laß du nur geschehen. ihm Gott mehr Licht versagt. 3. Und bräche schier der Gram 3. Soll ein Vater unterlassen, dein Herz, so blicke gläubig him was dem Rinde Thorheit ist? melwärts, Gott kann sein Kind Kühner Tadler! Engel fassen, nicht haffen, wenn du ihn liebst, was dein Geift hier nicht ermißt. dich ihm ergiebst, wird er dich Hier sollst du dem Herrn ver nicht verlassen. mdf traun, und nur glauben, noch 4. Nicht immer währt der From nicht schaun. stan men Leid, der Herr verändert 4. Soll er deine Wünsche fra Stund' und Zeit, er fann noch gen bei der Leitung seiner Welt? Freude geben. Durch Freud' und Soll der Heilge nicht versagen, Schmerz macht er das Herz ge was nur deiner Luft gefällt? Wohl schickt zum ewgen Leben. Soc uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrtlar 5. Von Alters her hat ja die Schaar der Heiligen durch viel 0347 Vertrauen auf Gott. 2237 Gefahr und Leiden wandeln müs- eigner Will und Rath wählt oft fen; warum wolltst du allein von einen falschen Pfad. Rub, und nichts von Trübsal wissen. 6. Drum bet und hoffe stets auf Gott in aller deiner Angst er es geben. Sein Will ist gut, be halte Muth, du wirst noch Wun der sehen. Opd 7. Gott, der du unser Tröfter bist, laß Jeden, der hier traurig des den; burch Leiden übst du, den du liebst, hilf uns überwinden! 1037 dan Mel. Herr, nicht schiche deine 20. 4. Bleib' ich stehn auf niedern Stufen, will ich in das Herz mir rufen, daß ich, vieler Sorgen frei, vor dem Sturz gesichert sey. Doch, wenn will ich ihm nicht widerstreben; er wird mir die Kraft verleihn, im Beruf getreu zu seyn. 5. Will die Armuth meiner Hüt ten er mit Segen überschütten, so er nur Seele werde reich. Doch ist Armuth mir beschieden, bin ich auch damit zufrieden; denn auf diese arme Zeit folgt die reiche Ewig teit. 620. soll ich denn mich täg. 6. Wird mir Gott Gesundheit ängst lich tränten, lich an das Künftge denken? Soll geben, will ich eifrig danach stre ich Abends nie mit Rub' meine ben, daß ich fördre mehr und Augen schließen zu? Soll es im- mehr meines Gottes Ruhm und mer vor mir stehen: wie wirds Ebr'. Aber auch in Krankheitseinst noch mir ergehen? da die tagen möge Gottes Geist mir sa Sorge mich nur quält, und doch gen, daß solch' herbe Arzenei mir thres Ziels verfehlt? zu d zum Heile nöthig feh. 2. Gott, der mich bisher erhal 7. Soll ich noch viel Jahre ten, böret nimmer auf zu walten; zählen, mit des Lebens Noth mich oder sollt er jetzt allein seines quälen, kommt doch auch wohl Waltens müde seyn? Wohl, ich mancher Tag, daß mein Herz fich will das Sorgen und zu mag. bald ihm Vertrauen fassen, wie er mich hinüber, wär' mir solches desto auch führen will, meine Seele lieber, weil ich täm' aus aller bleibe ftill. dis@ 3.T Noth hin zu meinem Herrn und 3. Wies auch in der Welt mir Gott. gebet, er ists, der allein verstehet, 8. Alles sey Gott heimgegeben, was mir heilsam ist und gut oder Freud und Trübfal, Tod und was mir Schaden thut. Laß ich Leben, es geschehe, was sein ihn für mich nur wählen, wird Rath über mich beschlossen hat. tein wahres Gut mir fehlen; aber Ich will mich nicht länger trän 348 Bertrauen auf Gott. ten, sondern dies allein bedenken, Gett, nur habe, bann hab' ich daß nach Gottes Gnadenschluß das beste Theil, und bei dir einst Chriften Alles frommen muß. etoges Heil. Gorm d Mel. Ach, was soll ich Sünder 18. sid, tous Dollt ich meinem Gott 621. ollt es gleich biswei. 622. len fcheinen, als nicht trauen, der berließe Gott die Seinen, ofo mich liebt so väterlich; ber so glaub und weiß ich dies: Gott treulich sorgt für mich? Sollt hilft endlich doch gewiß. si ich auf den Fels nicht bauen, him my hud& DIS. AC In eigener Melodie. 39910 048 2. Hülfe, bie Gott aufgeschoben, hat er brum nicht aufgehoben, hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er boch, manns heilsam ist. welcher ewig feste steht, wenn die Welt vergeht? ganze 6. Mögen mich die Menschen tränten, und auf mein Verderben denten; find fie mir ohn' Ursach feind, Gott im Himmel ist mein Freund. sis nas 2. Gott weiß Alles, was mich brücket, meine Leiden, meine Noth, steht mir bet bis in den Tod. Er weiß, was mein Herz erquicket, feine Lieb' und Vatertreu' ist mir jeden Morgen neu. 1150 3. Wie nicht gleich die Bäter geben, wonach ihre Kinder stre. ben, so giebt Gott auch, wann er will. Harre seiner, und sey still. 4. Seiner tann ich mich getro ber bie Blumen schmücket schön, 3. Der die Vögel all ernähret, ften, wann die Noth am aller. größten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gefinnt. die am Abend noch vergehn, defe fen Gnade ewig währet: sollte der verlassen mich? Nein, ich trau ihm sicherlich! 5. Trog der Welt und ihrer Rotten; ich fann ihre Macht berfpotten, drückt auch schwer bes Kreuzes Joch, Gott, mein Vater, lebet noch. Chu fisered th 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte, und nach der Gerechtig feit, die der Glaube mir verleiht wenn ich eitles Gut nicht achte, fegnet Gott mich früh und fpat, segnet Denken, Wort und That. 5. Darum sorg' ich nicht für morgen, denn was noch zukünftig ift, irrt mich nicht, ich bin ein Chrift. Meinen Gott nur laß ich forgen: denn es gnügt, daß jeder Tag seine Plage haben mag. 7. Darf ich von der Welt nichts hoffen, steht mir doch der Himmel offen, und ist da mein Play be ftellt, was frag' ich dann nach der Welt? in mibe aten 6. Wohl mir, ich bin hoch er freuet, denn ich glaube feftiglich: 8. Wenn ich bis zu meinem Gott, mein Vater, sorgt für mich. Grabe, dich, mein Herr und Herz und Sinn ist mir erneuet, dod and ben Gott versorgt mich ewiglich. agen Vertrauen auf Gott. ber und schaffeft, daß mir jedes Leid zum Segen wird in Ewigkeit. Mel Gott des Himmels 16. 0 200 3. Jft Alles dunkel um mich her, und meine Seele freudenleer, ief zwar beugt die so bleibst du meine Zuversicht, Noth des Lebens, und in der Nacht strahlt mir in ber 623. boch erliegt fein gläubig Herz! dein Lichtmise de sall Christen trifft kein Leid vergebens, RAS 349 4. Wie oft, Hert, weint ich, Was find Leiden dieser Zeit? Nur ach wie oft, doch bald halfft du hin zu Gott hebt sie der Schmerz. der Weg zur Herrlichkeit. mir unverhofft. Am Abend war sich schwer bedrückt, am Morgen 2. Unser Leiden ist verschuldet, schon durch dich erquict.» wie es uns auch hart bedrängt; darum standhaft nur geduldet, 5. Sagt Alle, die der Herr ge was der Vorsicht Rath verhängt, prüft, die ihr zu ihm um Hülfe bis dir einst der Tag erscheint, rieft: hat er wohl jemals das to dein Auge nicht mehr weint. Gebet der Demuth und Geduld 3. Führt der Herr dich gleich verschmäht? auf Erden manchen tief verhüllten 06. Nein, nie ist seine Hülfe Pfad, niemals darfst du irre werfern, nie ist zu turz der Arm des den an der ewgen Liebe Rath. Herrn, er bleibt der Helfer im merdar Droben wird vollkommen klar, wie ers zu allen Zeiten was hienieden dunkel war. war. da 1920 396 892 3 4. Seele, bleibe Gott ergeben, 7. Die Stunde kommt früh oder want in beinem Glauben nicht spät, wo Dank und Freud' aus die in seiner Gnade leben, haben Leid entsteht, wo er als Bater fefte Zuversicht. Mag der Welt sich beweist, und beiner Trübfal Freis untergebno g wird doch bestehn., asim& tugs Gottes Rind dich entreißt. TADES 2. Du wählst nur, was mir heilsam ist, weil du die Liebe fel 8. Wenn niemand dich erquicken tann, so schaue deinen Heiland an, schütt' aus dein Herz in sei nen Schooß, denn seine Macht und Huld ist groß. sill thin pro muzn 8 pin Mel. Wo Gott zum Haus srom on dir, o Vater, nimmt mein Herz 624. todo 9. Er selbft, der Menschen treuwas du mir sendest, Freud und ster Freund, hat hier im ThräSchmerz, mit Dank und mit Ver- nenthal geweint; er weiß, was trauen an, weil deine Hand nur Schmerz und Kummer ist, er weiß fegnen tann. augleich, wie schwach du bift. ( 2810 150937 10. 1.& t hilft gewiß, ET mur zweifle nicht; er hält gewiß, was er vers 350 Vertrauen auf Gott. spricht. Die kurze Trauer dieser hier auf Erden, noch mehr in Beit verwandelt sich in Seligkeit. Ewigkeit. go 900# In eigener Melodie. doord 3rd G of 625. ST 6. Darum, ob ich hier dulde viel Sorg' und bittern Schmerz, wie ichs auch oft verschulde, doch on Gott will ich nicht tröstet fich mein Herz. Ich bleibe laffen, denn er verfreudenvoll, und geb' an meinem Läßt mich nicht, ich will im Glau Ende die Seel' in Gottes Hände, ben faffen, was mir sein Wort er machet Alles wohl! verspricht. Er reicht mir seine Hand, er weiß mich zu versorgen, am Abend, wie am Morgen, das hab' ich oft erkannt! 10 In eigener Melodie. 626. Marum betrübst bu 2. Wenn Menschenhuld und dich, mein Herz, Lieben in Ungunft fich verkehrt, und kränkeft dich in bangem ist er doch treu geblieben dem, Schmerz um eitles Erdengut? der ihn liebt und ehrt. Er hilft Vertraue deinem Gott allein, aus aller Noth, erlöst aus allen denn Erd' und Himmel find ja Banden, macht frei von Sünd' sein. Jony Ismelt and und Schanden, und rettet felbft 2. Dich laffen kann und will er vom Tod! nicht; er weiß gar wohl, was dir 3. Auf ihn will ich vertrauen, gebricht, und welche Taft dich auch in der schwersten Zeit, er drückt. Er ist bein Vater und läßt sein Heil mich schauen, und dein Gott, und steht dir bei in wendet alles Leid. Ihm sey es aller Noth. de heimgestellt! Leib, Seele, Gut 3. Weil du mein Gott und Vas und Leben hab' ich ihm übergeben; er machs, wies ihm gefällt. ter bist, weiß ich, daß du mich nicht vergißt, du väterliches Herz! sonst keinen Trost, als nur von Jch, Staub und Asche, habe hier bir. 4. Es kann ihm nichts gefallen, als was mir nüßlich ist, er meints gut mit uns Allen, er schenkt uns Jefum Chrift. Von seinem Him disch Gut, ich trau' auf Gott mit 4. Ein Thor trott auf sein ir melsthron hat reichlich er bescheret, stillem Muth, bei Wenigem ver was ewges Heil gewähret, in sei- gnügt. Mir bleibt die frohe Zu nem lieben Sohn. bersicht: wer Gott vertraut, dem 5. Lobt ihn mit Herz und fehlt es nicht. Munde, ihn, der uns Alles 5. D Gott, du bist so reich noch schenkt! Gesegnet ist die Stunde, heut', wie du gewesen allezeit; zu darin man sein gedenkt! So bir steht mein Vertraun. Machst braucht man recht der Zeit! Wir du mich an der Seele reich, fo follen selig werden in ihm schon gilt mir audrer Reichthum gleich. Vertrauen auf Gott. 351 6. Des Beitlichen entbehr' ich ist Gott und straft gelinde, feine gern, hab' ich das Ewge nur vom Herrn; die Luft der Welt vergeht; fie währt nur eine furze Zeit, und hilft mir nichts zur Seligkeit. Treu' steht mir bei, daß ich Lin drung finde. 6. Satans Macht und seiner Rotten ist zu schwach, und ver7. O Herr, mein Gott, wie mag nichts, als mein zu spotten; dank' ich dir, daß du durch dei laß fie spotten, laß fie lachen! nen Sohn auch mir dein Heil haft Gott mein Heil wird in Eil' fie offenbart. Verleih' mir nun auch zu Schanden machen. feste Treu', daß einft bei dir mein Erbtheil sey. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Chrift, wo er ist, stets sich lassen schauen, muß er auch dem Tod erliegen, still und gut foll sein Muth auch den Tod bes fiegen. In eigener Melodies 627. denn grämen, hab Parum sollt' ich mich 8. Kann mich doch der Tod ich doch Christum noch, wer will nicht tödten, sondern reißt meinen ihn mir nehmen? wer will mir Geist aus viel tausend Nötheny den Himmel rauben, ben mir schleußt das Thor der bittern Lei schon Gottes Sohn beigelegt im den, und macht Bahn, daß ich fann gehn zu Himmelsfreuden. Glauben? 2. Jch bin an das Licht getre. ten arm und bloß, hülfelos, un ter Angst und Nöthen; nichts nehm' ich auch von der Erde dann mit mir, wann von hier einst ich scheiden werde.blish 9. Dann wird an vollkommnern Schäßen fich mein Herz nach dem Schmerz ewiglich ergößen. Wer was die Welt in sich hält, muß mag bleibend Gut hier finden? im Nu verschwinden. 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben ist nicht mein, Gott 10. Was sind dieses Lebens allein hat es mir gegeben; will Güter? Unbestand, eitler Tand, ers mir nicht mehr gewähren, Rummer der Gemüther. Dort, nehm' ers hin, Herz und Sinn dort sind die edlen Gaben, da soll ihn dennoch ehren. mein Hirt Christus wird mich ohn' Ende laben. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und 11. Herr, mein Hirt, Brunn Pein, sollt ich drum verzagen? aller Freuden! du bist mein, ich Der es schickt, der wird es wen bin dein, Niemand kann uns den, er weiß wohl, wie er soll scheiden. Ich bin dein, weil du all' mein Unglück enden. dein Leben und dein Blut, mir zu gut, in den Tod gegeben. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt, sollt' ich jetzt 12. Du bist mein, weil ich dich nicht auch etwas tragen? Fromm faffe, und dich nicht, o mein 332 Vertrauen auf Gott. Licht, aus dem Herzen laffe. Laß und bleibt ein etges Gut; Erden. mich, laß mich bingelangen, da glück gerfällt und bricht, Himmels. bu mich, und ich dich ewig werd' güter schwinden nicht. port umfangen. gis dh Mel. Nicht fo traurig, nicht so 10. 628. und bist betrübt, daß dir Gott Glüd, Gut und Ehr' nicht so viel, Rarum trauerst du so febr, meine Seel, Unterlaß? adise 37. Sieb' auf deine Lebensbahn, frage bie vergangne Beit, was der Herr an dir gethan, wie so oft er dich erfreut. Du empfingst in reichem Maaß, und begehrst ohn' 8. Gott ist gnadenreich und treu, was er thut, ist wohl gethan, er als Undern, giebt? Sey vergnügt nur weiß, ob beilsam sey, was in deinem Gott; hast du Gott, so hats nicht Noth. du wünscheft zu empfahn. Ift birs gut, fo gebt ers ein, ifts 2. Meineft du, daß du ein dein Schade, spricht er: Nein. Recht auf des Lebens Güter haft? 9. Darum richte dich empor, Nein, das menschliche Geschlecht meine Seel', und traure nicht; ist auf Erden nur ein Gaft. Gott laß die Sorgen! tritt hervor an ift Herr in seinem Hauß, wie er des Glaubens Freudenlicht. Wanwill, so theilt er aus. delft du in seinem Schein, wirft du allzeit fröhlich seyn. 3. Bist du doch darum nicht hier, daß du habeft Erdenglück; schau' den Himmel über dir, da bin richte deinen Blid, da ist Ebre, da ist Frend' ohne End und ohne Neid. 4. Der ift thöricht, der sich kränkt um die Güter dieser Zeit, wenn ihm Gott dagegen schenkt, was besteht in Ewigkeit! Bleibt der Himmel dein Gewinn, fahr' die Erde immer hin. 10. Führe deinen Lebenslauf, deines Gottes eingedent; wie ers giebt, so nimm es auf, als ein wohlbedacht Geschenk; gehts durch Trübfal, laß es gehn. Gottes Gnade bleibt dir stehn. Mel. Warum follt' ich mich ze, Stin 629. Marum willst du doch für morgen, armes 5. Schaue doch die Güter an, Herz, dir zum Schmerz, voller die bein Herz für Güter hält, ob Kleinmuth sorgen? Wozu dient wohl eins dir folgen kann, wenn dein täglich Grämen? Hoff auf du gebeft aus der Welt. Alles Gott, deine Noth will er von dir bleibet hinter dir, trittst du in des nehmen. Grabes Thür. 2. Gott hat dir geschenkt das 6. Aber was die Seele nährt, Leben, Seel' und Leib, barum Gottes Wort und Christi Blut, bleib' ihm allein ergeben. Er wird von keiner Zeit verzehrt, ist wird ferner Alles schenken, trau Vertrauen auf Gott. 353 thm feftuer verläßt nicht, die an dort nie im Glauben wanken. ihn denken. hind on the big Lob und Preis sey deinem Na men; denn mein Theil, Hülf und Heil bleibst du ewig. Amen. 3. Frage nicht: was wird mich nähren? Gott wird dir Alles hier, was bir fehlt, gewähren. Frage nicht: wie wird mirs gehen? Sol ches hat Gottes Rath längst zu vor versehen. 80010 bis 4. Nährt den Vogel in den Lüf ten nicht der Herr? Weidet er nicht das Thier auf Triften? Klei det er des Grafes Blume nicht mit Pracht, seiner Macht, seiner Huld zum Ruhme? 5. Und auf mich sollt er nicht achten? In der Noth ließe Gott hilflos mich verschmachten? Jch bin sein, mir soll nicht grauen; väterlich liebt Gott mich, thm will ich vertrauen. of in eigener Melobie. S Pas Gott thut, bas ich bleibt gerecht sein Wille; wie er 630. 23 ist wohl gethan, es fängt meine Sachen an, harr' sein und bin stille; er ist mein Gott, und weiß in Noth mich mächtig zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. sahil 9. Ich will dir mit Freuden danken fort und fort, hier und 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan, fein Wort kann niemals trügen, er führet mich auf rechter Bahn, drum laß ich mir genügen an seiner Huld, und hab' Geduld. es steht in seinen Händen. Er wird mein Unglück wenden, 6. Nur der Glaube fehlt auf Erden. Wär' er da, müßt uns ja, was uns noth ist, werden. 3. Was Gott thut, das ist wohl Wer Gott kann im Glauben faf gethan, er wird mich wohl beden. fen, dem fehlt nicht Trost und ken; er als mein Arzt, der heilen Licht; Gott wird ihn nicht laffen. kann, wird mich mit Gift nicht 7. Wer nach Gottes Reiche tränken. Gott ist getren, und steht trachtet, immerfort auf sein Wort uns bei, auf ihn nur will ich mit Gehorsam achtet, dem wird bauen und seiner Güte trauen. freut in bobienteben, was er. in der Zeit, gnädiglich be schieden. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan, er ist mein Licht und Le ben, der mir nichts Böses gön 8. Drum sey dir, Gott, über, nen kann, ihm will ich mich er geben, was mir fehlt, und mich geben. Nach allem Leid' kommt quält hier in diesem Leben. Da einst die Zeit, da öffentlich erschei du forgst, so will ich schweigen net, wie treulich er es meinet. und es soll demuthsvoll dir mein Knie fich beugen. 5. Was Gott thut, das ist wohl gethan, muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach mei nem Wahn, laß ich mich doch 23 3548 Vertrauen auf Gott, nicht schreden, weil ich zulegt doch trauet und gläubig auf ihn bauet, werd' ergößt mit süßem Troft im wird doch zuletzt erquidt pics sim Herzen, da weichen alle Schmer 5. So fall ich denn mit Freu zen. den in Gottes Arme hin, von 6. Was Gott thut, das ist wohl ihm fann mich nichts scheiden, gethan, babei will ich verbleiben, weil ich sein eigen bin; er bleibt es mag mich auf die rauhe Bahn auch ewig mein, und wird mir Kreuz Noth und Elend treiben. Alles geben, was meinem Stand Auch noch im Tod' wird mich und Leben wird gut und selig mein Gott in seinen Armen hal seyn. ten, drum laß ich ihn nur wal ten. Arm Botas sin anjols Mel. Don Gott will ich nicht se. Mel. Uun ruhet in den se, 632. as ifts, daß ich mich quale? Harr 631. Mas hilfts, daß ich auf den Herrn, o Seele, harr mich quäle und und sey unverzagt! Du weißt nicht, fürchte manches Leid? Entreiß' was dir nüßet; Gott weiß es und sich, meine Seele, doch aller beschüßet allmächtig den, der nach Traurigkeit! Gott machet Alles ihm fragt. wohl! Wover soll ich mich scheuen, da Alles feinen Treuen zum Besten dienen soll? 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eb' ich die Welt noch sah, eh' ich mich 2. Was hülfe dir dein Sinnen, selbst noch kannte, eh' ich ihn Va wie dirs noch geyen mag? Was ter nannte, war er mir schon würdest du gewinnen durch Sor mit Hülfe nah'. gen Nacht und Tag? Bestehl es Gott allein; laß seine Hand dich führen, die wird dich so regieren, wie dirs wird heilsam sehn. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der Alles fieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meis nem Frieden, wärs auch die größte 3. Was dich will niederschlagen, und was dich schmerzt und kränkt, Laft der Welt. das magst du dem nur flagen, 4. Ich lebe nicht auf Erden, der Alles weislich lenkt. Wirf alle ganz glücklich hier zu werden; die Sorg' auf ihn, erhebe dein Ge Luft der Welt vergeht. Ich soll müthe zu seiner Vatergüte, so durch Gottes Segen den Grund wird dein Kummer fliehn. zum Glücke legen, das ewig wie 4. Er wird dich wohl versorgen, mein Geift besteht. har end th09m der deiner liebreich denkt; vielleicht 5. Was dieses Glüd vermehret, ist nab' der Morgen, wo Gott dir sey mir von dir gewähret! Gott, Freude schenkt! Wer hoffend auf du gewährst es gern. Was dieses thu blicht, wer fest auf in ver. Glüc verleget, wenns alle Welt Vertrauen auf Gott 3558 auch schätzet, sey, Herr mein Gott, Chrifti Tod ist alle Noth des To mir ewig fernupzs slug ad dzirdes überwunden.] de Da Mel. Es ist gewißlich se. 6. Sind auch der Krankheit Pla gen, ist Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott, fo harr ich und bin stille zu Gott; 634. denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheb', o Gott! Penn gleich aus tiefer Mitternacht Gewit ter um mich blitzen, so zag' ich 7. Du bist der Schwachen Stärke, mich zu beschüßen. Die Güte, die nicht, mein Vater wacht, er wacht, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir wider mich werden hieß, die den Be fahren, wenn du mich willst bedrängten nie verließ, wird nim wahren? Und du, mein Gott, mer mich verlaffen. bewahreft mich. 2. Sein Auge schauet in mein Herz und zählet meine Sorgen, fein Seufzer bleibet und fein Schmerz dem Vaterblick verborgen. Er sendet mir das Leiden zu, daß seiner nicht in stolzer Ruh' mein schwaches Herz vergesse. bin In eigener Melodie. 633. Mas mein Gott will, gefcheb' allzeit, sein Wir ist stets der beste; zu belfen dem ift er bereit, der an ihn glau bet fefte. Er hilft aus Noth, der die mich der Welt entziehen. Sie 3. Gesegnet sind die Leiden mir, fromme Gott, und züchtiget mit lehren mich, mein Gott, zu dir Maßen. Wer Gott vertraut, fest und deiner Gnade fliehen, und auf ihn baut, den wird er nicht einst, wenn ich vollbracht den verlaffen. Lauf, geht mir die ewge Sonne auf, der alles Dunkel weichet. befreit, werd' ich, Herr, bei dir 4. Von jedem Schmerz dereinst leben, und selig dann selbst für 2. Mein Gott ist meine guver ficht; er ist mein Licht und Leben; faßt seinen Rath mein Herz auch nicht, doch solls nicht widerstre ben. Sein Wort ist wahr, er hat das Leid dir Preis und Ehre ges das Haar auf meinem Haupt geben. Wohl denen, die dem Herrn zählet; er sorgt und wacht, nimmt vertraun, und ihre Hoffnung auf mich in Acht, giebt Alles, was ihn baun, nie werden sie zu mir fehlet. Schanden. 3. Ruft einst mich ab von die fer Welt des Höchsten weiser Wille: auch dann gescheh, was ihm ge fällt, ich will ihm halten stille. Dir, Gott, befehl ich meine Seel 635. er nur den lieben Gott läßt walten, in meinen letzten Stunden; durch und hoffet auf ihn alle Zeit, den 23. musi In eigener Melodie. dibiellet 10 356 Vertrauen auf Gott. wird er wunderbar erhalten in al| nur getreu, und trau' des Him ler Noth und Traurigkeit, wer mels reichem Segen, so wird er Gott, dem Allerhöchsten, traut, bei dir werden neu; denn wer nur der hat auf keinen Sand gebaut. seine Zuversicht auf Gott sett, den verläßt er nicht. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen, was hilft uns unser Webh und Ach? Was hilft es, daß wir Mel. un preifet Alle Gottes ic. alle Morgen befeufzen unser Une gemach? Wir machen unfer Kreuz 636. und Leid nur größer durch die Traurigkeit. bhy Die bist du, Seele, in mir so sehr be trübt? Dein Heiland lebet, der dich ja treulich liebt. Ergieb dich 3. Sey nur geduldig und bleib' gänzlich seinem Willen, er kann stille, sey stets in deinem Gott alleine dein Trauern stillen, er vergnügt, und harre wie fein fann alleine dein Trauern stillen. beilger Wille und seiner Weisheit Rath es fügt. Gott, der in Chrifto uns erwählt, weiß auch am besten, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten Freuden stunden, weiß, ob das Glück uns heilsam sey; hat er uns nur ge treu erfunden, fo ftehet er uns bülfreich bei; Gott kommt, eh' wir es uns verfehn, und läsfet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drang. fals Hige, daß du von Gott ver, lassen seyst, und daß der wahres Glück besige, den alle Welt als glücklich preist. Die Zeit verän dert oft sehr viel und setzet jeg lichem ein Ziel. als ob 2. Bist du in Nöthen, ach, barre nur auf Gott, trau' feiner Gnade in Seel', und Leibes gewendet, ist es auch noch, der Noth! Der vormals deine Angst der dir Hülfe sendet. dir Hülfe sendet, ist es auch noch, 3. Bist du bei Menschen nicht nach Verdienst geschätzt, mußt du viel dulden, was dein Herz tief verletzt, bedenke, wen der Höchste ehret, dem ist der herrlichste Ruhm gewähret, dem ist der herrlichste Ruhm gewähret. 4. Bist du in Jesu, in deinem Seiland reich, kein Gold, fein Silber ist diesem Reichthum gleich. Saft du nicht, was dich hier er göket, gnug, wenn der Himmel dirs dort ersetzet, gnug, wenn der Himmel dirs dort ersetzet. 56. Es find ja Gott geringe Sa chen, und seiner Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich, er ist der Herr, der Jedermann erhöhen und auch stür zen kann, pagase 5. Sey doch zufrieden, o du be trübtes Herz, wirf auf den Bater, was dir bringt Serg' und Schmerz. 7. Sing', bet und geb' auf Wer ist wohl je zu Schanden wor Gottes Wegen, verricht das Deine den, der sich bewährt in dem Kreus Vertrauen auf Gott. 357 gesorden, der sich bewährt in dem Huld umfaffen! Drum, Seele, Kreuzesorden, asps dring getroft zu deinem Herrn, er fegnet gern, er fegnet gern. tshier Slam 6. Drum, liebe Seele, wirf al les Trauren bin, geduldig leide, stille nur deinen Sinn. Ergiebst du hier dich Gottes Willen, dort wird mit Freuden er dich erfüllen, bort wird mit Freuden er dich er füllen. of sim at. 5. Der Himmel und die Erd' ift dein, er schenkt fie dir in Chrifto, meine Seele so nimm in heilger Glaubenskraft fie ein, und denke nicht, daß dir noch etwas fehle. Bleib' nur bei Gott, so bleibeft bu zugleich auch ewig reich, auch ewig reich. distrum aksid dnir gidiudag me the 990 isdal dualis is fold Mel. Es koftet viel ein Chrift 637. Mirf alle Sorgen hin Mel. Machs mit mir, Gott se. ter dich, mein Herz pung und sey in deinem Gott zufrieden! 638. Mohl dem, der fich Gott Seh ftill; denn er gewährt dir ficherlich, was nöthig ist zu bei nem Heil hienieden, warum willft bu in eitler Müh' und Pein, in Müh und Pein unruhig seyn? recht findlich kann verlassen; mag ihn auch treffen Sorg' und Noth, mag auch die Welt ihn haffen, so bleibt er doch in sich vergnügt, fein Freund ist Gott, der Alles fügt. 2. Wohlan! sey gutes Muths im Herrn, vertrau' dich gänzlich 2. Die böse Welt mag immer. feinen Baterhänden. Er ist mit hin obn' Ursach mich befeinden, feiner Hülfe ja nicht fern, und fann sich nur immer mehr mein bald wird sich sein Segen zu dir Sinn mit meinem Gott befreun wenden. Such ihn allein, wenn den. Ich troße muthig jedem etwas dir gebricht, und sorge Feind! Wer schadet mir, ist Gott nicht, nein, sorge nicht. mein Freund? 3. trachte nur mit Ernst da 3. Jch murre nicht, daß ich hier nach, daß du mit ihm dich innig oft viel habe dulden müssen; mich mögst verbinden, und werde nur hat ja Gott ganz unverhofft aus im Glauben nimmer schwach, so mancher Angst geriffen: da lernt' läßt er dich auch alles Andre fin- ich recht, daß Gott allein der den: er ist und bleibt dein Vater Menschen vester Freund muß sehn. und dein Gott, dein treuer Gott 4. Und will, ob meiner Sün in aller Noth. denschuld, mein Herz mich hart 4. Nah' dich zu ihm, er rufet verklagen; spricht es mir ab bes dich, er spricht: wie könnt ich Baters Huld: doch darf ich nicht bich, mein Kind, verlassen? Mein verzagen. Wer ist, der mich ver Herz bewegt von Liebe sich in mir, dammen kann? Gott ist mein taß ich dich muß mit Gnad' und Freund und nimmt mich an! 350 358 Vertrauen a auf Gott. h 5. Ja felbst des Grabes finstre und aller Hoheit Glanz versinkt in Nacht kann mich nicht mehr er. Todesnacht. schrecken; ich weiß, mich wird 3. Viel fichrer ist mein Troft, durch seine Macht der Herr einst ich weiß, an wen ich glaube. Wo werd ist mir ich dann vereint, durch ihn ist dies Kleinod raube? Ich stehe festewig Gott mein Freund. in Gott, ihm hang' ich einzig an, der 6. So geh' ich freudig durch die dem keine Noth zu groß, der hel Welt, getroft und stark im Glau- fen will und fann. ben! Wer fest an seinen Gott 4. Bu ihm, dem treuen Gott, fich hält, dem kann die Welt ist meine Seele stille; sein Arm nichts rauben! Gott ist mein ist ewig start, und gnadenvoll Freund, mein Schuh, mein Rath! fein Wille. Sein Gang ist wun wohl dem, der Gott zum Freunde derbar, unendlich seine Kraft; fie hat! noe bepe hat von Alters her stets Hülf und Rath geschafft. 5. Drum halt' ich mich zu Gott, und das ist meine Freude, wenn 639. ol dem, der unsern ich ihm danken kann, nach über Gott zum Helfer sich standnem Leide, wenn mein ers erwählet, der kindlich ihm vertraut, quicktes Herz ihn rühmt mit allem was seinem Herzen fehlet. Wohl Fleiß, und ihm ein Loblied fingt dem, der auf den Herrn allein sein zu seines Namens Preis. Hoffen stellt, auf ihn, der Troft verspricht, und ewig Glauben hält. Gott, an dir fest hangen bleibe, 6. Gieb, daß ich stets, mein 2. Wer hier auf Menschenkraft daß weder Glück noch Noth mich und Menschengunft vertrauet, der jemals von dir treibe. Verleih' hat fürwahr sein Glück auf bloßen mir deinen Geist, und schenk mir Sand gebauet; betrüglich und ge neue Kraft, zu üben immerdar die ring ist aller Menschen Macht, gute Ritterschaft. 2013 Mel. Nun banket Alle Gott 26. 4931EN b and that XXII. Lob- und u nu tur un moto issonist fifte Dan tnd of this ons in Jungent 100 Danklieder. #Qonu und säume nicht! sey still und Mel. Schovah ist mein Licht e. fanft, und himmelwärts erhoben 640. Tu auf mein Geift! zu Gott, des Herzens Troft und den Welt Er ist allein Lob, zu loben, erhebe dankbar dich, Ehre, Preis und Ruhm zu neh Lob und Danklieder. men würdig stets und überall, ihnserwählt. Jest zwar schan' ich dich preif auch du! mit frohem Jubel- nur in dunklem Licht; doch kommt, fchall geb' ein in sein erhabnes ich weiß es, fünftig noch der Tag, Heiligthum! da ich dich ohne Decke schauen mag von Angesicht zu froßem Angeficht. 2. Der Herr ist zwar ein un begreiflich Wesen, drein fich ver geblich der Verstand verliert; doch fannst in seiner Welt du deutlich lefen, wie wunderbar sein weiser 359 3. Ja er, der Lebensgrund von allen Dingen, er ist fürwahr ein unzugänglich Licht: doch wird im an uns Menschen thut. Licht u wandeln mir gelingen, fo dedket fich mir auf sein Ange ficht. Denn wie er ist und lebt im Licht allein, so birgt er sich dem, der das Dunkle liebt, und liebet den, der sich dem Recht er giebt; der wohnet ftets in seiner Strahlen Schein. 880 Mel. Ich finge dir ze. Rath regiert. Er hat und fennet 641. Ruf, Chriften, bringet nicht; es weichet Alles seiner Majestät, vor der die Creatur mit Zittern steht, die weil er wohnt in unnahbarem Licht. und dem Herrscher aller Welt, dem Mäch tigen, der Erd' und Meer und alle Himmel hält. nort 2. Froblockt mit jubelreichem Schall Gott unserm höchften Gut, der große Wunder überall auch 3. Von unsrer zarten Kindheit an war seine Hülf uns nab'; auch wo kein Mensch mehr retter kann, steht Gott als Retter da. 4. Aus seiner Fülle nehmen wir, was uns erfreut und nährt, und Alles, was der Seele bier Zufries denheit gewährt.gase 4. O felig, wer also den Herrn 5. Ist dornenvoll auch unser erkennet, und findlich zu ihm Ba- Pfad, und beugt uns oft der ter sagen fann; o selig, wen auch Schmerz, Gott prüfet nur nach si Er den Seinen nennet, wen er seinem Rath, und stärkt durch ONDO als Kind des Hauses fiehet an! Noth das Herz. mit Kindern geht fein Vater ins 6. Nach Väter Weise traget er Gericht, so hat auch Er Geduld, uns Schwache mit Geduld, er übt Langmuth aus, und hat mit züchtigt wohl, doch nie zu schwer, Seligkeit geschmückt sein Haus, Gein Wert weckt das Ges und tilget wo Liebe herrscht, wo Gnade nie gebricht. wiffen auf, ruft uns zur Besse. dm 5. Drum auf! ich will, o Herr, rung, sein Geift stärkt uns im dich froh erheben, weil du auch Tugendlauf, schafft unsre Heili mich zu denen haft gezählt, die du gung. dasin Christo haft gebracht zum Leben, 8. Gott ist getreu, und läßt und in dein Haus zu Kindern dir uns nicht; wobl Allen, die ihm 189000# 360 Lob und Danklieder. traun, fie werden einft sein An- feiten, brennt des Altars Flamme geficht in selgem Lichte schaun. nicht, wie doch Licht von seinem Licht sollte lautern Schein ver breiten. D, wann strahlt sein sel. Sollt' ich meinem se. Humor Seiligthum gang in fleckenlosem monit 642. Tuf, the Chriften, Gott Rubm? slech said cons zu loben, Suld 5. Demuth schlägt die Blicke und seinen Rath, ihn, deß Macht nieder, doch giebt Glaube Zubers burch tausend Proben sich an uns sicht, hebt die feuchten Augen wies verherrlicht hat. Zwar, tein Mensch der, und die Herzen werden Licht. kann ihn ermessen; Gottes Gnade, Nein, du kannst uns nicht verlas welch ein Meer! Wer sind wir, sen, schoneft, trägeft und vergiebst, und was ist Er? Doch wer fann wie du unaussprechlich liebst, das des Dants vergessen? und er nimmt fann faum die Seele faffen. Groß, das Scherflein an, das ein Armer ja groß ist Menschenschuld, götte opfern kann. lich groß ist Gottes Huld. dd 0 2. Preis dem Bischof unsrer 6. Laß vom Jüngsten bis zum Seelen! Dank dem Hirten seiner Greise Zeugen deiner Kraft uns Schaar! nie ließ er ein Gut uns seyn, daß fie reich sich stets er. fehlen; treu nahm er der Heerde weise in der Gläubigen Verein! Seines Wortes träftge Wenn wir Großes schon erfuhren, wahr. Nahrung, seines Geistes Unter Größres ist uns aufgespart, das richt, dieses reine Himmelslicht, Himmels selgen Fluren, wo uns uns dort wird offenbart in des feines Hirtenftabs Bewahrung, Alle welcher Segensström' Erguß! welch ein Himmels Borgenuß! unverrückt Herrlichkeit in Fülle schmückt. 2305197 3. Daß sein geiftger Tempel ftehet auch in Stürmen unversehrt, daß sein Friede drinnen Me on topo Mel. Lobe ben Herren, den 1. mit Freuben, bas ift ewgen Danfes werth. 643. Dan tante bem Bater Beben seines Zions Gründe, wenn der Gnade, ihr, die er segnet und der Geift der Sünd' und Welt es führet auf ebenem Pfade; die ihr belagert und umstellt: wer zerstört ihn fennt, Vater in Chrifto ihn die Macht der Sünde? Nicht der nennt, preiset den Vater der Streiter Arm und Fleiß, ihm, Gnade! nur ihm gebührt der Preis. timine the 8 2. Oft ist sein Thun vor den 4. Doch mit Herzenskümmer Augen der Menschen verborgen, nissen tämpft der Seinen Dank eh es erscheinet, jagt Alles, berun gefühl, weil wir, ach, bekennen funken in Sorgen, ist es geschehn müssen, wir find ferne noch vom haben wirs heute gefehn, ach! so ad Biel. Oft gedämpft durch Nichtig.[ vergessen wirs morgen. lastrin Lob und Danklieder. 361 and Mel. Gott bes Himmels and c. Rankt dem Herrn, 644. ihr Gottesknechte, 3. Kinder des Vaters im Him mel, erkennet die Gaben, die wir, gesegnet von ihm, dem Erbarmen den, haben. Sind wir es werth, daß er uns leiblich ernährt und auch die Seele will labenim FIL 4. Habt ihr nicht täglich die Gnade des Höchften erfahren? Dentet, wie oft euch kein Sterb licher tonnte bewahren, doch er Hände eures Gottes euch zum 2. Segnend walten nun bie erschien, ihr wart gerettet durch Seil, seine Liebe sonder Ende rei. ihn, nicht mehr bedrängt von chet Jeglichem fein Theil, er bleibt Gefahren. Allen zugewandt, die durch Jesum ihn. erkannt. d 3. Saltet nur in allen Dingen euch nach unsers Gottes Treu'. Caßt euch nichts zur Freude brine gen, eh euch unser Gott erfreu'; und betrifft euch Schmerz und Gott. Noth, Jesus fleht für euch au 5. Die ihr die Hülfe des Ewi gen habet gesehen, mehr noch em pfinget, als bitten ihr könnt und verstehen, preifet und liebt den, der die Sünden bergiebt, fegnet, eh' wir zu ihm fleben. 6. Wer ihm nun banket, wird immer mehr Gaben empfangen, Wachsthum im Glauben, im Hof fen und Lieben erlangen. Gott reichet dar gern feiner Gläubigen Schaar mehr, als sie von ihm berlangen. kommt, erhebet seinen Ruhm! das erlöfete Geschlechte ist und bleibt in Ewigkeit, wie er geftern bleibt sein Eigenthum. Chriftus war und heut. 4. Alle, die auf Menschen bauen, gehn zu Grund in ihrem Wahn, nur die unserm Gott vertrauen, wandeln auf der fichern Bahn. Jefu Jüngern wird befannt Got tes Hülf und starke Hand.c 7. Wer zu ihm rufet in Nöthen, 5. Danket Gott, ihr Gottes. den will er erhören; sind wir er. tnechte! fommt, erhebet feinen rettet, so sollen wir dankbar ibn Rubm! du erlöfetes Geschlechte& ehren. Folgt seinem Wort', fahret weih' dich ihm zum Eigenthum! d im Danken nur sort, er wird euch Christus bleibt in Ewigkeit, wie Alles gewähren. er gestern war und heut'. sling tard dar ma stari Mel. Ich finge dir mit Herz s. 8. Hilf mir, mein Vater, dir danken mit heiligen Werken, folgu bifts, dem Ehr fam in Allem, auf deine Gebote 645. nur merken, muthig dir traun, und Ruhm gebührt, still in der Noth auf dich schaun, und dies Herr, bring' ich dirja du nur kannst wahrhaft mich mein Schicksal bast du stets regiert, stärken! und stets warst du mit mir 88362 Lob und Danflieder. 2. Wenn Angft und Noth sich und der zu deinem Gnadenthron mir genabt, so hörteft du mein den Zugang mir erwarb. Flehn, und ließeft mich, nach dei nem Rath, Hülf und Errettung fehn. OR 11. Lobt Gott in seinem Hei ligthum', erheb' ihn, Voll des tral als Herrn! die Erd' ist voll von fei $ 190 3. Wenn ich in Schmerz und nem Ruhm'; er hilft und rettet Krankheit sant, und rief: Herr, gern. rette mich! so halfft du: dich erhebt mein Dant, denn ich genas burch dich. 4. Betrübte mich des Feindes Haß, so flagt' ich dir den 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Schmerz: Du halfft mir, daß ich Gott, und was er dir gethan; ihn vergaß, und gabst Geduld ins verehr' und halte sein Herz. ber ihn ewig an, ein Gebot, und 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor, mich schuldbeladen sah', rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Gnade war mir nah'. 12. Er hilft, und läßt die Traurigkeit uns bald vorüber. gebn, will uns, nach kurzer Prü fungszeit, zum ewgen Glück er Mel. Dalet will ich bir geben 16, 646. Qui meine Seele, 6. Seufzt ich im Leiden: Herr, finge, woblauf, wie lang'? haft du dich weg, ihn zu erhöhn, dem Herrn, dem gewandt? War mir um Troft alle Dinge zu Dienft und Willen und Hülfe bang', so half mir stehn. Ich will den Bater droben deine Hand. bier preifen auf der Erd', ich will ihn herzlich loben, so lang' mein Leben währt. 7. Er half, noch hilft er stets, der Herr, denn er ift fromm und gut. Aus der Versuchung 2. Wohl dem, der einzig schauet rettet er, und giebt zur Tugend auf Jacobs Gott und Heil! wer Muth. ihm sich anvertrauet, der hat das beste Theil, der hat den Schatz erlesen; unangefochten ruht sein Herz und ganzes Wesen in Gott, dem höchsten Gut. Priem 991 3. Bei ihm ist alle Stärke und unerschöpfte Macht, das predigen die Werte, die er hervorgebracht. Der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer', und was 10. Ich danke dir für deinen durch Gottes Werde sich regt im Sohn, der für mich Sünder starb, weiten Meer. an ir 8. Herr, für die Leiden dank ich dir, dadurch du mich geübt, und für die Freuden, welche mir dein milder Segen giebt. 9. Dir dank ich, Herr, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich schau' in jeder Creatur, Gott, deine Freundlichkeit. Snu £ 0363 Lob und Dantlieder. 4. Sein ist der treuste Wille, Kleinmuth hin, ahnete mein trüber er giebt mit milder Hand dem Sinn nichts, als bange Trauer, feine Segensfülle, den er getreu stunden: Herr, dann sprachst du erfand. Gott hält sein Wort mit nur ein Wort, und die Sorgen Freuden, geschehn muß, was er eilten fort. spricht, und wer Gewalt muß lei den, den schützt er im Gericht. 5. 3. Ja, was du mir, Herr, bes Er ist das Licht der Blin Glück; daß du wunderbar mich reitest, das ist Freude, Heil und den, thut auf der Zauben Ohr, leiteft, fagt mir jeder Augenblick. und die sich schwach befinden, wärest du nicht mein Erbarmer, gebn start durch ihn hervor, er ist der Fremden Hütte, die Watschirmtest du mein Leben nicht, sen nimmt er an, erfüllt der wie verlassen wär ich Armer! ach, wo fänd' ich Troft und Licht, Wittwen Bitte, schafft Hülfe Je Wohl mir, Herr, daß du regierft, und nach deinem Rath mich führst! dermann. 0 365250 6. Ach, ich bin viel zu wenig, ju preisen seine Ehr'; er ist der 4. Immer will ich dir vertrauen, ewge König, ich bin von gestern dir, der Alles weislich fügt, gläu her, jedoch weil ich gehöre gen big zu dir aufwärts schauen, wenn Sion in sein Belt, geziemt mirs, daß ich mehre sein Lob vor aller Welt. der Muth mir fast erliegt. Preis sey dir, deß ich mich freue, der so Großes an mir thut, und im Gegnen niemals ruht, Preis sey deiner Vatertreue; da ich sonst nichts geben tann, nimm mein Loblied gnädig an! 3156 di Mel. Sollt' ich meinem Gott se, reude wallt in mei 647. nem Herzen! O wie 5. O bewahr' am guten Tage freundlich, Gott, bist du! du ent mich vor Stoly und Sicherheit, fernest Sorg' und Schmerzen, halte fern von mir die Klage in übrst mir Heil und Segen zu. der schwersten Prüfungszeit! Laß Was ich bin, vermag und habe, mich im Genuß der Freuden stets ftrömt aus deiner Fülle her, auf deinen Willen sehn, und auch nichts kommt mir von Ungefähr, dann noch aufrecht stehn, wenn Alles, Herr, ist deine Gabe, Asie wieder von mir scheiden. les wird durch deine Hand abge nur wechseln Freud' und Leid, wehrt und zugewandt. rt ist ewge Seligkeit. Hier dort 2. Du gebeutft, und schnell entfliehet, was mit Sorgen mich erfüllt, und mein frohes Auge fie. bet, wie dein Rathschluß fich ent. büllt. War die Hoffnung schon treten vor unsern verschwunden, fant ich schon in Gott mit Preis und Ruhm! Mit last ne dans Sady bine stie sld Mel. Kun lob' mein' Stel' it. 8. 648. 364 Lob und Danklieder. freudigen Gebeten lobt thn in sei. Angesicht, bis wir dich würdger nem Heiligthum't Jhn, der an loben dort in dem ewgen Licht! allen Enden beglücket und erfreut, und der mit Vaterhänden uns führt zur Seligkeit. Er träget Mel. Ich dank bir, lieber Herre 1. felbst die Sünder, und hilft dem Schwachen gern. Lobt ihn, ihr 649. Bott, meine ganze Seele macht deinen Ruhm feine Kinder! Jhr Chriften, dankt bekannt. Dir dank ich, und er ihm gern. 791 qoigt sua En misd pwdi trimd dan den zähle die Wunder deiner Hand. 2. Jhr, Eines Hauptes Glie Mein Herz ist froh, ich finge aus ber, vereinigt liebreich Herz und tief bewegter Bruft: du, dem ich Mund! Durch Christum alle Brü Lieder bringe, du, Herr, bift der, macht eures Vaters Gnade meine Luft!" fund! Zu Einem Hell berufen, 2. Du fizest auf dem Throne, habt Alle Einen Sinn, so tretet als Richter aller Welt, der, Jeg zu den Stufen des Gnadenthrones lichem zum Lohne, gerecht sein hin! Der Zwietracht Geift ver- Urtheil fällt. Wenn Menschen fchwinde, verbannt sey Haß und frevelnd schmähen dein heiliges Ge Meid, und jedes Herz empfinde bot, dann schiltst du, sie vergehen der Liebe Seligkeit. vor deinem Zorn, o Gott. 3. Sieh, König aller Ehren, 3. Gott wägt die Welt und auch uns erfüllt von Einem Geist, übet ein heiliges Gericht, wer hier, wo in vollen Chören dich Trug und Bosheit liebet, bleibt unser dankbar Loblied preift. In vor dem Höchsten nicht. Die Einem lauten Tone fingt durch Wage finkt und steiget, wie fein dein ganzes Reich dir, Vater und Geset gebeut, und jedes Volt be dem Sohne die Christenheit zu zeuget des Richters Heiligkeit. gleich. Die Eintracht ihrer Lieder fteigt auf mit hohem Klang', schallt durch die Himmel wieder; welch englischer Gefang! 4. Du bist ein Fels der From men, ein Fels in jeder Noth. Sie traun auf dich, und kommen zu dir, dem treuen Gott. Die 4. Und wenn an heilger Stätte Thränen, die sie weinen, sind dir einmüthig wir dich so erhöhn, bekannt und werth, versäumen dann willst du die Gebete ber willst du Reinen, der deinen gläubgen Seelen nicht verschmähn. Schuß begehrt. Du hörft, wenn wir von Herzen 5. Freut euch des Herrn und dir danken, treuer Gott, für preiset ihn laut vor aller Welt, Lindrung unfrer Schmerzen, für der herrlich sich beweiset, und, Rettung aus der Noth. Dneig was er zusagt, hält. Nach über, auch jetzt von oben zu uns dein wundnen Leiden erschallt im Hei Lob und Danflieder. 365 ligthum, dir, Geber hoher Freu- vernommen! Jft nicht zu mir den, Anbetung, Preis und Ruhm. ein Wort gekommen, das ewge Gnade mir verspricht? Fallen tönnen Berg und Hügel, doch feft steht seines Bundes Siegel, Mel. Wachet auf, ruft uns 16, AR 650. ott, ex ift dir zu von uns weicht seine Gnade nicht. vergleichen, und wer So treu von jeher schon liebt er ermißt in deinen Reichen, wie nun in dem Sohn' uns als Va viel fich Geifter bein erfreun? ter. Obetet an! Jhr dürft euch Ungezählte Sonnen geben zahl nahn, und danket ihm am Gnalosen Welten Licht und Leben; denthron'une ent du schufft, du hältft fie auch al props coisadi lein. Doch ist der Welten Raum. Chiada nur deines Kleides Saum, Herron In eigenes Melodie. und Schöpfer! Dich aber felbft, 651. er Gott, bich loben wir! Herr Gott, der Gedanken taum. ms wir danken dir! Du ewoger Va2. Und in diesem Heiligthume, breit auf Erden lebt. Die Him ter, dich erhebt, was weit und dem Tempel, voll von deinem Ruhme, ist auch die Stätte mir mel und der Engel Schaar lob. erbaut. Ich darf vor dein Unt singen, Herr, dir immerdar. Die litz treten, zu dir mit allen WeCherubim und Seraphim verkün. sen beten, auf die dein Auge seg. den stets mit hoher Stimm': Heis nend schaut. Wer deine Lieb er lig ist unser Gott, heilig ist unser fennt, dich gläubig Bater nennt, Gott, heilig ist unser Gott, ber der vergeht nicht. Ich Erdenstaub, Herr, Herr Zebaoth. ich fallend Laub, mir ist die Ewig teit gegönnt. Kreis find voll von deines Na Die Himmel und der Erden mens Preis. Der heiligen zwölf 3. Schwing' dich denn empor Boten Bahl, und die Propheten und finge! Bis über alle Him allzumal, der Märtyrer hellglänmel bringe zu Gott, o Seele, zend Heer verherrlicht ewig deine dein Gefang! Höher als die Ehr'. Die ganze werthe Christen Himmel gehen, und höher als heit rühmt dich auf Erden allezeit. die Sternenhöhen geht Gottes Dich, Vater auf des Himmels Gnade, geht mein Dank. Barm Thron, und Christum, deinen herzig schauet er auf alle Men einzgen Sohn, den heilgen Geist, fcben her, die ihn fürchten. Er den Tröfter werth, im Glauben forgt und wacht, hat auf uns fie bekennt und ehrt. nsmod id Acht; drum forg' und fürchte König der Ehren, Jefu Chrift, Keiner mehr. Ald plug andes Vaters ewger Sohn du bift. 4. Hab ichs nicht von ihm Du nahmest an, der Welt zu gut, 3668 Lob und Dantlieder.. gleich Menschenkindern, Fleisch unwandelbar Rath, Kraft und und Blut, des Todes Stachel Heil und Friede war.is) ni usp brachest du, und führt uns a 2. Welches Heil, aus freien dem Himmel u. Sur Rechten Gnaden zum Bunde feines Volks Gottes nun erhöht, theilft du des geladen, zur Kindschaft auserwählt Vaters Majestät, und wenn der zu feyn! fich des Heilands freun Bau der Erde bricht, erscheineft zu können, vor Tausenden ihn du und hältst Gericht. So flehn sein zu nennen, und froh zu rüh wir, nimm in deine Hut, bie du men: er ist mein! Welch uns erkauft mit deinem Blut. Laß uns im Himmel haben Theil an aller Frommen engem Seil; bilf deinem Volt, Herr Jefu Chrift, und segne, was bein Erbtheil ist. Regier' die Deinen allezeit, und heb' sie hoch in Ewigkeit! schätzbarer Bund, auf ewgem Felsengrund fest erbauct! Wer ihm sich weiht, reift in der Zeit schon für des Himmels Seligkeit. 3. Voll, dem er den Gottes. frieden, des Himmels Bürgerrecht beschieden, verkünde laut sein Recht und Licht. Rönnt auch Dich loben täglich wir, o Herr, eine Mutter deffen, den fie im verfünden ewig deine Ehr'. Be. Schooße trug, vergessen: der Herr but uns bis auf jenen Tag, daß vergißt doch unser nicht! Sein Jeder rein erscheinen mag. Er Troft nur und sein Rath bält barm' dich unser, treuer Gott, er uns auf rechtem Pfad'. Halle barm' dich unser Aller Noth; lujah! sein Angesicht bleibt unser Barmherzigkeit laß uns geschein, Licht, sein Wort der Stab, der so wie wir hoffend zu dir flehn. nie zerbricht. Auf dich steht meine Zuversicht, zu Schanden werd' ich emig nicht. Amen. zl. Wachet anf, ruft uns, ENGI 652. hen Schlägen boll Lob und Dank dem Herrn entgegen, der uns bis hieher bat ge bracht! Singet in erhabnen Wei fen, den Gegensrath des Herrn zu preifen, die reiche Huld, die starke 5. Selig, wer aus diesen Schäßen Macht! Doch blöden Auges nur schon hier weiß Herz und Geist zu folgt unser Geift der Spur des letzen, und wer im Glauben treu Barmherzgen, der seiner Schaar beharrt. Doppelt selig, wer den 4. Trifft nun auch die Seinen Schweres; es ist kein Spiel des Ungefäbres, der Herz ists, der es uns beschied. Glaub' und Zuver ficht gereuen nie Einen von des Herrn Getreuen, auch wo er tei nen Saare zählt, der weiß auch, was uns fehlt, und erbarmt fich. Er lenkt hinauf der Seinen Lauf, und schließt des Himmels Schäße auf.idre 1-30 Lob und Dantlieder 3678 Segen auf reichen Wucher auszu| lujah! Er will und spricht, und legen in seinem Dienst gewürdigt strahlend bricht aus Finsterniß her. ward! Wie weiht dem guten vor das Licht. dud Herrn der Treuen Schaar so gern Leib und Seele! Und was er fagt, wird unverzagt auf seinen Beistand hin gewagt. 3. Unser Gott herrscht ohne Schranken, er wendet Völkern die Gedanken, er macht zu Nichts der Bösen Rath. Nur fein Rath bleibt ewig stehen, was er bedacht, das muß gescheben, er ist gleich groß an Rath und That. Wohl uns, daß er regiert, der Alles herrlich 6. Sieb! in Lieb' und Dank ergoffen sehn Chrifti Jünger und Genossen schon manches hohe Biel erreicht. Seit auf alle ihre Pfade, o Herr, ein Bächlein deiner Gnade, führt! Hallelujah! Die auf ihn das bis ins ewge Leben reicht. schaun, und ihm vertraun, die Set mit uns fort und fort in wandeln ohne Furcht und Graun. allem Thun und Wort', und mit Allen, die deine Hand in jedem Land zum Bund' auf deinen Sohn verband. 4. Send' uns ja in voller Klar heit, o Gott, dein Licht und deine Wahrheit, daß fie uns leiten übers all. Laß uns auf des Glaubens Schwingen zu jenen lichten Höhen bringen, zu der Verklärten Jubel schall. In deinem Himmelreich 653. Wir dir sind wir dann Engeln gleich. Hale und preift den Herrn, erlöfte zu seyn, und dein auf ewig uns Sünder, die seine Gnade hoch zu freun. erfreut! Laßt die Stimme laut 5. Bis dahin laffet uns mit erflingen, ein wohlgefällig Lied Beten oft vor des Höchsten Altar zu fingen, voll Demuth und voll treten, vor Gott, der unfre Schuld Dankbarkeit. Und schaut mit vergißt, der der Gläubgen Schild frohem Muth, was er noch an und Sonne und unsre Freud' und euch thut. Hallelujah! Sein höchste Wonne durch Chrifti gro Wort ist füß, was er verhieß, ßes Opfer ift. Was wir in ihm ift Wahrheit, und er hälts ge- erflehn, das wird Gott nicht ver wis.on schmähn. Hallelujah! Gott, führe 2. Der im reinsten Lichte woh du uns Alle zu dem ewgen Reich net, bei dem Gerechtigkeit stets und seiner Ruh'. thronet, der glebt an Licht und Mel. Wachet auf, ruft uns 4. Rauchzt, the außer Mel. Nun freut euch, lieben se, Recht uns Theil. Alles predigt feine Ehre er ordnete der Sterne Heere, er ordnet auch der Men fes Leid und große fchen Heil. Jhn bete an die Welt, 654., ber ich oft in tieden Herrn, der fie erhält. Salle Noth muß gehen, will dennoch 368 Lob und Danflieder. Gott mit großer Freud' und Herner herrlich schönen Pracht bis an zensluft erhöhen! Mein Gott und mein Ende reden. König, böre mich, ich will ohn' Ende preisen dich und deinen Namir manch' frommes Herze lernen; 7. Und was ich rede, wird von men loben. 2. Jch will dir mit der Mor genröth' ein täglich Opfer bringen. So oft, Herr, deine Sonn' auf geht, will ich mein Loblied fin gen. So soll auch bis zur späten Nacht das Rühmen deiner hohen Macht mein Wert fehn und Geschäfte. dein Ruhm wird glänzen für und für, hoch über allen Sternen. Durch alle Welten weit und breit wird man von deiner Herrlichkeit und starken Hand erzählen. 8. Wer ist so freundlich, Herr, wie du? so gnädig im Erdulden? Wer dedt mit solcher Langmuth aus der ganzen weiten Welt bis zu so viele schwere Schulden, die zu dem hohen Himmelszelt ohn Ende fich erheben? 9. Es muß ein treues Herze 3. Die Welt bünkt uns gar schön und groß und reich an Gut und Gaben, und was fie trägt in ihrem Schooß, will gern ein Jeder haben: und ist doch Alles lauter Nichts; eh' man es recht genießt, sein, das uns so hoch kann lie zerbrichts, und gehet schnell zu ben, da wir doch Alle, Groß und Klein, des Guten wenig üben. Gott muß nicht anders seyn, als gut, daher fleußt seiner Güte Flut Grunde. 4. Der Herr allein ist groß und schön, unmöglich auszuloben, den Engeln felbst, die ewig stehn vor auf alle seine Werke. feinem Throne droben. Ob Aller Stimme fich erhebt, so wird doch Reiner, der da lebt, des Höchsten Größ' aussprechen. 10. Drum sollen, Herr, diz immerdar all deine Werke ban ken, voraus die Heilgen, deren Schaar dir dient ohn' alles Wan 5. Die Alten, bie nun nicht fen, fie sollen deines Reichs Ge mehr find, die haben dich geprie. walt und unvergängliche Gestalt fen; so hat ein Jeder auch sein mit taufend Bungen rühmen. Kind zu gleichem Dienft gewiesen; 11. Sie sollen rühmen, daß die Kinder werden auch nicht ruhn, dein Ruhm durch alle Welt er und werden doch dein Werk und Elinge, daß Jedermann im Hei Thun, Gott, nicht vollkommen ligthum' dir Dienst und Opfer preifen. bringe. Dein Reich, das ist ein 6. Wie Mancher hat zu seinem ewges Reich, und deine Herr Heil dein Lob mit Fleiß getrieben, schaft ist dir gleich, der du fein und siehe! mir ist doch mein Theil End' erreichest. ju loben übrig blieben. Ich will 12. Der Herr ist bis an unsern von deiner Wundermacht und dei| Tod beständig bei uns Allen, er Lob und Danklieder. leichtert unsre Kreuzesnoth und Laft; dem hält uns, wenn wir fallen. Er und haßt, steuert manchem Unglückslauf und sprechen. hilft uns freundlich wieder auf, 18. So will ich denn zu aller wenn wir darnieder liegen. Stund' das Lob des Höchften fin 13. Herr, Aller Augen sehn gen, es soll aus tiefstem Herzens. auf dich, zu deinem Stuhl ge grund hinauf zum Himmel drin febret. Du bists allein, der vägen. Und also thu' auch immerterlich, was lebt und webt ernäh. fort, was lebt und webt an jeret. Du öffnest deine milde Hand, dem Ort; das wird Gott wohl. machst fatt und froh, was auf gefallen. dem Land, im Meer' und Lüften fchwebet. In eigener Melodic. 14. Du meinst es gut und thuft uns wohl, auch da wirs 655. ch finge dir mit Herz oft nicht denken, und doch ift und Mund, Herr, Mancher kummervoll, verzehrt sein Herz mit Kränken; er sorgt und fürchtet Tag und Nacht, Gott laff ihn gänzlich aus der Acht und habe sein vergessen. meines Lebens Luft, ich fing' und mach' auf Erden fund, was mir von dir bewußt. 15. Nein! Gott vergißt der Seinen nicht, er hält uns Bund und Treue, sein Herz bleibt stets auf une gericht't, daß er zulegt er. freue. Gehts auch zuweilen wun. berbar, ist er doch heilig immer dar, gerecht in seinen Wegen. 369 aber, der fie fränkt wird er das Urtheil 17. Den Frommen wird kein Gut versagt, Gott thut, was fie begebren; er mißt das Unglück, das fie plagt, und zählt all ihre Bähren. Er löset endlich ihre 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad' und ewge Quelle bift, daraus uns Allen früh und spat viel Heil und Segen fließt. 3. Was sind wir doch und has ben wir, was kann uns hier er freun, das uns nicht käme, Herr, von dir und deiner Huld allein? 4. Wer hat das schöne Him 16. Gott ist zu helfen stets bemelszelt hoch über uns gesetzt? reit dem, der ihn findlich ehret; Wer ist es, der uns unser Feld und wer in Demuth zu ihm schreit, mit Thau und Regen nett? der wird gewiß erhöret. Gott weiß wohl, wer ihm hold und treu, und dem steht er allmächtig bei in allen seinen Nöthen. 5. Wer wärmt uns bei bes Winters Frost, wer bricht der Stürme Macht, wer hat mit Korn und Del und Moft uns väterlich bedacht? 6. Wer giebt uns Leben, Kraft und Muth, wer schützt mit starker Hand des güldnen Friedens edles Gut in unserm Vaterland? 24 370 Lob und Danklieder. 17. Ach, Herr, mein Gott, das glüds Lauf zum Segen bir ger tommt von dir, du, du mußt fehrt? Insninge Sum bide Alles thun, in deiner Obhut stehen 16. Er hat noch niemals was wir und können sicher ruhn. verfehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End'. chid 17. Et nun, so laß ihn ferner thun und red' ihm nicht darein, so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig fröhlich seyn. bun 8. Du nähreft uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, beschirmst uns gnädig in Gefahr und stehst uns treu lich bet. 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld und strafft nicht allzusehr, ja tilgeft liebreich unsre Schuld und wirfst fie in das Meer. 10. Oft, wenn der Ehrift ver. 656. Preis, Dant mei. will bem laffen scheint, haft du ihn schon gestärkt, und keine Thräne, die nem Bater bringen; mein ihm ge er weint, bleibt von dir unbeweihtes Herzfoll fich der Welt mertt. entschwingen. Ich überschau' die 11. Des Lebens Mangel füllest Babn, die ich zurückgelegt, und du mit ewgen Gütern aus und innig wird mein Herz von seiner führeft uns zur wahren Rub' einst Huld bewegt. bim in des Himmels Haus. Mel. Uan banket Alle Gott se. 113090 2. Du hast mich wunderbar 12. Drum auf, mein Herz, sey geschaffen und bereitet und mich, frob und fing, und habe guten treuer Gott, an deiner Hand Muth, dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt geleitet; in drohender Gefahr standfst du mir mächtig bei, und deine Güte ward mit jedem Mor bein Gut. gen neu. indy 13. Er ist dein Schat, dein Erb' und Theil, dein Glanz und 3. Oft, wenn ich unruhvoll an Freudenlicht, dein Schirm und ferne Tage dachte, und manche Schild, dein Trost und Heil, er läßt dich ewig nicht. d trübe Nacht durchweinte und durch wachte; wars nicht mein eitler Wahn, der meinen Geift geplagt? Mein wahres Glück, o Herr, haft du mir nie versagt! s and misgül 4. Preis sey dir dargebracht für dug du trüb und frohe Stunden! Wer nie ein Kreuz gekannt, bat nie 15. Sater dich nicht von Jugend auf versorget und er sein Glüd empfunden. Oft führte nährt? Wie oft hat er des Un schneller mich jum Heil der Lei 14: Was frankst du dich in dei. nem Sinn und grämst dich Tag und Nacht Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. Lob und Danklieder. 371 benspfad, oft reifte später mir das Gesundheit verliehen, dich freund. Glüd aus Thränenfaat. 5. Mich lehrt bein theures Wort bich, wie du bist, erkennen, dich Firds lich geleitet. In wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? n de tie nicht bloß meinen Herrn, nein, 4. Lobe den Herren, der deinen dich auch Vater nennen. Ich sehe Stand sichtbar gesegnet, der aus mein Geschid als Himmelsbürger dem Himmel mit Strömen der ein, und weiß: ich bin nicht hier, Liebe geregnet, denke daran, was um ewig hier zu seyn. der Allmächtige tann, der bir mit Liebe begegnet! 6. So hoch haft du die Welt, so hoch auch mich geliebet, daß des Ewigen Namen! Alles, was 5. Lobe den Herren und preise deine Grabe mir in Chrifto Alles Odem bat, preise des Heiligen Na giebet. Sein Kreuz bringt Segen men! Er ist dein Licht! Seele, mir, sein ganz Verdienst ist mein; vergiß es ja nicht, lob' ihn in ich bin im Leben jetzt und einst Ewigkeit. Amen. Inspuisd to non im Tode dein. Mel. Nun lob' mein' Seel' 10. 7. Bald ist die kurze Bahn der Pilgerschaft zu Ende; alsdann be fehl ich dir den Geist in deine Hände. Laß mit verklärtem Blick 658. Man lobt dich in der Stille, du großer, dein Angesicht mich sehn, und hocherhabner Gott; des Rühmens durch ein beßres Lob dich ewig ist die Fülle vor deinem Thron, bort erhöhn. 400 Herr Zebaoth! Du bist doch Herr auf Erden, der Frommen Zuver ahficht, in Trübfal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht, drum 657 Dobe ben Herren, den ſoll dich stündlich ehren mein um mächtigen der vor Jedermann, und Ehren! lob' ihn, o Seele, ver nen Ruhm vermehren, so lang' eint mit den himmlischen Chören! ich lallen kann. Kommet zu Hauf! Pfalter und Harfe wach' auf! Laffet den Lobgefang bören! bin 870 2. Es müsse dein fich freuen, wer beine Macht und Gnade fennt, und stets dein Lob er. neuen, wer dich in Christo Vater nennt. Dein Name sey gepriesen, der große Wunder thut; du haft auch mir erwiesen, was mir ist nüß und gut. Nun, das ist meine Freude, ju hangen fest an 3. Lobe den Herren, der fünft, dir, daß mich und dich nichts lich und fein dich bereitet, der dir scheide, so lang' ich walle hier.n 24* 60397290 ND 1100 dos In eigener Melodis. 12. Lobe den Herren, der Alles fo berrlich regieret, der, wie auf Flügeln des Adlers, dich sicher ge führet, der dir gewährt, was dich erfreuet und nährt, dank es ihm, innigst gerühret. 372 Lob und Danflieder. 3. Herr, du haft deinen Namen| Ruhm der Engel Heer im Him sehr herrlich in der Welt gemacht, mel stets erhebt. und eb wir flehend kamen, haft 2. Ermuntert euer Herz und du schon längst an uns gedacht. fingt Gott, unserm höchsten Gut, Du haft mir Gnad' erzeiget; Herr, der Wunder überall vollbringt wie bergelt' ich dir? Ach bleibe und große Dinge thut.big 3. Der uns von Mutterleibe mir geneiget, dein Segen rub' auf mir; den Kelch des Heils er. heben will ich dann allezeit, dich preifen hier im Leben, und dort in Ewigkeit. an frisch und gesund erhält, und g fein Mensch uns helfen tann, fich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich oft betrübt, boch gnädig unser denkt, die Straf erläßt, die Schuld vers In eigener Melodie. 659. A mit Herzen, Mund un danket Alle Gott giebt und uns viel Gutes schenkt. 5. Er geb' uns auch ein fröh und Händen, der große Dinge lich Herz, erfrische Geist und thut an uns und aller Enden; Sinn, und werfe Sorge, Furcht der uns von Mutterleib' und und Schmerz ins Meeres Tiefe Rindesbeinen an bis diesen Auhin. genblick unzählig Guts gethan. 6. Er laffe seinen Frieden ruhn 2. Der ewigreiche Gott woll auf unserm Vaterland; er gebe uns bei unserm Leben ein immer Glüd ju unserm Thun und Heil fröhlich Herz und edlen Frieden in jedem Stand. geben, und uns in seiner Grad' erhalten fort und fort und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. 7. So lang' er uns allhier er hält, sey er stets unser Heil, und wenn wir scheiden aus der Welt, so bleib' er unser Theil. 3. Lob, Ehr' und Preis seh 8. Er drück uns, wenn das Gott, dem Vater und dem Sohne Herze bricht, die Augen gnädig und auch dem heilgen Geist im zu, und zeig' uns dann sein Anhohen Himmelsthrone, dem drei geficht dort in der ewgen Rub. einigen Gott, als der im Anfang war und ist und bleiben wird jegund und immerdar. MAPE Mel. Lobt Gott, ihr Chriften te. In eigener Melodie. 661. un lob' den Herrn, 660. o Scele! was in dir ist, den Namen sein! vergiß un danfet All' und nicht und erzähle, was er ge bringet Ehr', die than, dich zu erfreun! Er hat T ihr auf Erden lebt, dem, deffen die Schuld vergeben, denn seine Lob und Danflieder. Gnab' ist groß, er schüßt dein ar. In eigener Melodie. mes Leben, nimmt dich in seinen Schook, er tröftet und erquidet, daß ich tausend Jun. verjünget deine Kraft, und was tausendfachen Mund, mit allen gen hätte und einen sein Rath dir schicket, hat immer Heil geschafft. Wesen um die Wette lobt ich dann Gott aus Herzensgrund. Denn was der Herr an mir ge than, ift mehr, als ich erzählen fann. omp 662. 373 2. Er hat uns wissen lassen sein heilig Recht und sein Gericht; Er barmung ohne Maßen folgt dem, der nicht sein Bündniß bricht. 2. D, daß doch meine Stimm' Den Born läßt er bald schwinden, erschallte bis dahin, wo die Sonne straft nicht nach unsrer Schuld, steht! o daß mein Blut mit Freu.. er läßt uns Gnade finden und den wallte, so lang' es durch die trägt und mit Geduld. Nun Adern geht! O wäre jeder Puls dürfen wir nicht sorgen, fern ein Dank und jeder Odem ein Ge läßt er von uns seyn, wie Abend sang! von dem Morgen, die Sünd' und ihre Pein. 3. Wie Väter sich erbarmen, wenn ihre Kinder hülflos schrein 3. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o rei her Gott? Wer schüzet mich auf meinen Wegen? Du, mächtiger so bilft der Herr uns Armen, Herr Zebaoth! Du leitest mich nach wenn wir ihn fürchten findlich deinem Rath, der nur mein Heil rein. Er fennet unsre Schwäche, beschloffen hat. er weiß, wir sind nur Staub, 4. Drum schweiget nicht, thr wie Gras auf dürrer Fläche, und meine Kräfte; auf, auf, braucht wie ein fallend Laub; sobald der allen euren Fleiß! und euer freu Wind nur wehet, find sie nicht digftes Geschäfte fey meines Got länger da: also der Mensch ver- tes Ruhm und Preis. Auf, gehet, ihm ist sein Ende nah'. meine Seel', ermuntre dich, und lobe Gott herzinniglich. 5. Jhr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Jhr zarten Blumen auf den Feldern, verherrlicht Gott durch eure Zier! Für ihn auf müßt ihr belebet seyn; auf, ftim. Kind und Kindestind: drum laßt met lieblich mit mir ein! Ja uns ihn verehrenden heilgen 6. Ach, Alles, Alles, was nur Engeln gleich, die seinen Ruhm Leben und Lebens. Odem in sich vermehren in seinem Himmelreich. bat, foll: fich mir zum Gehülfen 4. Nur Gottes Gnad' alleine steht fest und währt in Ewigkeit; fie bleibt in der Gemeine, die sei nem Dienst fich gläubig weiht. Wenn seinen Bund wir halten, bleibt er uns treu gefinnt, es reicht fein gnädig Balten 374 geben, den Herrn zu preifen früb| und spat. Nie kann ich würdig gnug erhöhn die Wunder, welche um mich stehn. Lob und Danflieber. and din Mel Triumph, Triumph! es sa biureis dir, du aller 663. Himmel Gott, dich 7. Lob sey dir, Herr, mein Gott schaaren fingen deinen Ruhm in loben wir, Herr Sebaoth. Heer und Vater, für Leib und Seel', deines Himmels Heiligthum. für Hab' und Gut. Lob sey dir, nimm voll Huld das Opfer an, das mildester Berather, daß du mich unser Stammeln bringen kann. nimmst in deine Hut. Auch in der größesten Gefahr ward ich dein Aufsehn stets gewahr. 8. Mein treufter Heiland, sey gepriesen, daß du durch deinen Todesschmerz mir dein Erbarmen haft bewiesen, gebeilet mein ver wundet Herz. Von Sünden haft du mich befreit, mich die zum Eigenthum geweiht. 2. Du thronst im Glang des emgen Lichts, wir sehn und füh. len unser Nichts. Und doch in Chrifto, deinem Sohn, nahn wir uns findlich deinem Thron. Die nahn wir uns und zittern nicht, denn Liebe strahlt dein Angesicht. 1 9. Auch dir sey ewig Ruhm und Ehre, o heilig werther Got tes Geift, für deine süße Him. melslehre, die mir den Weg zum Leben weist. Was Gutes foll durch mich gedeihn, das wirkt dein göttlich Licht allein. preift nie würdig ein erschaffner 3. Nein, deine Huld, o Vater, Geift; die Huld, der unser lallend Flehn gefällt, wie himmlisch Lob. getön, die uns durch Glück und Trübfal übt, und immer Heil und Segen giebt. 4. Ja, Gutes und Barmherzig feit umfing all' unsre Lebenszeit, felbft in dem tief empfundnen 10. Jch will von Gottes Güte fer Herz. Und nie wird deine Schmerz lag Segenskraft für un fingen, so lange fich die Zunge Liebe tuhn, uns, deinen Kindern, regt. Ich will ihm Freudenopfer bringen, so lange fich mein Herz wohlzuthun. bewegt. Ja, wenn der Mund wir, denn wird traftios seyn, so stimm' ich aus dir. noch mit Seufzern ein. lauter Gnade quillt 5. Auf dich allein vertrauen alle Sorg' Wir werfen 11. Uch nimm das arme ob auf bich, bu ſorgeſt für uns va terlich; dein macht froh auf Erden, mein Gott, in allen und leicht, wenn Leid das Herz Gnaden hin. Im Himmel folls darniederbeugt. oined 39 vollkommner werden, wenn ich 6. Du führest uns an treuer. den Engeln ähnlich bin. Dann Hand durchs dunkle Thal jum fing' ich dir im höhern Chor viel Vaterland. Und dort, o dort be tausend Hallelujah vor. adreitest du uns schon die Friedens Lob und Danklieder. 375 ftätte zu. Bald stehn auch wir die Alles, Ulles wohl bedacht, bort schön geschmückt und ganz gebt unserm Gott die Ehre! Onu durch Himmelsluft erquict. 3. Was unser Gott erschaffen 7. Mach uns des Lebens Pil hat, das will er auch erhalten, des Lebens pil gerzeit zum Rüfttag jener Selig darüber will er früh und spat mit feit. Laß uns, bis wir dein seiner Gnade walten. In seinem Antlik schaun, mit festem Muth ganzen Königreich herrscht Weisauf dich vertraun, und wird die beit, Lieb' und Macht zugleich; Leibeshütte schwach, der Geist sey gebt unserm Gott die Ehre! willig, flar und wach. snisdent untirs 4. Jch rief jum Herrn in mei 8. Stets brünftger sey die Dankner Noth: ach Herr! vernimm barkeit, die unser Herz dir, Vas mein Schreien! da half mein Retter, weiht, feft sey der Schritt ter mir vom Tod', ließ Troft mir auf rechtem Pfad; ein Hallelujah angedeihen. Drum dank ich, jede That, ein jeder Seufzer ein Gott, drum dank' ich dir, ach Gebet, bis dort dich unser Lob danket, danket Gott mit mir, erhöht. gebt unferm Gott die Ehre! 9. Vermehre deines Namens 5. Sein Volk verläßt der Höchfte Ruhm, die Welt fey ganz dein nicht, ist nie von ihm geschieden; Heiligthum; mit uns gieb allen er ist der Frommen Zuversicht, Menschen Theil an deines Reiches ihr Segen, Heil und Frieden; ewogem Heil. Dein Herz thut die mit Mutterbänden leitet er die sem Flehn fich auf, ja Bater, du Seinen liebreich hin und her, gebt [ pridyft 2linen brauf. unserm Gott die Ehre! madai dist Mel. Es ist das Heil uns 16. drill 664. 6. Wenn Menschenbülfe nichts mehr fann, wenn Rath und Troft verschwinden, nimmt Gott sich ey Lob und Ehr' dem unser gnädig an, läßt feine Hülf höchsten Gut, aus uns finden; er neigt fich väterlich freudigem Gemüthe, dem Gott, dem zu, der nirgend anders fin der alle Wunder thut, dem Vater det Ruh; gebt unserm Gott die aller Güte. Er ists, der allen Ehre! must Colfjest Jammer stillt, und uns mit rei7. Ich will dich all' mein chem Troft erfüllt; gebt unserm gebelang, o Gott, mit Freuden Gott die Ehre! dng 2. Es danken dir des Himmels Heer', o Herrscher aller Thronen, die Heere, die in Luft und Meer und auf dem Erdkreis wohnen, fie preisen deine Schöpfersmacht, Ehre! 200 gojesec dnsturot ehren; man soll, Herr, meinen Lobgefang an allen Orten bö ren. Mein Geist und Leib er muntre fich, mein ganzes Herz erhebe dich; gebt unserm Gott die 376 Lob und Dantlieder. 8. Jhr, die ihr Christi Namen währt seine Zeit, Gottes Lieb' in nennt, gebt unserm Gott die Ewigkeit. Ehre; ihr, die ihr Gott als Ba 4. Seinen Geift, den edlen ter fennt, gebt unserm Gott die Führer, giebt er mir in seinem Ehre. Verstumme nun der Frebler Wort, daß er werde mein Re Spott, der Herr ist Gott, der gierer, meiner Seele Troft und Herr ist Gott; gebt unserm Gott Hort; daß er mein Gemüth er die Ehre. fülle mit dem hellen Glaubens licht, das des Todes Nacht durch bricht und mein banges Herz macht stille. Alles Ding währt feine Zeit, Gottes Lieb' in Ewig In eigener Melodie, 665.oll ich meinem Gott feit. nicht fingen, sollt ich ihm nicht dankbar seyn? Seb' Seere hat er mir zum Dienft be 5. Himmel, Erd' und ihre ich doch in allen Dingen seiner stellt; wohin ich mein Auge febre Liebe Gnadenschein. Ifts doch beut er dar, was mich erhält. nichts, als lauter Lieben, was Thier' und Kräuter und Getreide fein treues Herz bewegt, das ohn' in den Gründen, auf der Höh', Ende liebt und trägt, die in sei in den Wäldern, in der See, ge nem Dienst fich üben. Alles Ding währt feine Zeit, Gottes Alles Ding währt seine Zeit, Got ben Nahrung mir und Freude. Lieb' in Ewigkeit. tes Lieb' in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder 6. Wenn ich schlafe, wacht sein über seine Jungen ftredt, so bat Gorgen und ermuntert mein Ge alle Tage wieder mich des Höch- müth, daß ich jeden lieben Mor sten Arm bedeckt. Aus dem Nichts gen schaue neue Lieb' und Güt. trat ich ins Leben auf des Va. Wäre nicht mein Gott gewesen, ters mächtgen Ruf, und das Leer, der Seinen Zuversicht, o für ben, das er schuf, hat auch stets wahr, ich wäre nicht aus so man fein Schuß umgeben. Alles Ding cher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. sons Ewigkeit. 3. Seinen Sohn, den Einges bornen, giebt er aus Erbarmen 7. Wie ein Vater feinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, hin für mich Urmen und Verlor wenn es gleich, verführt zur nen ju des ewgen Seils Ge Sünde, aus dem rechten Pfade winn. O du Gnade sonder Schran, weicht, also trägt Gott mein Ver fen, unergründlich tiefes Meer, geben, straft gelinde meine Schuld, dich umfaffen nimmermebr unfre und läßt dann voll Gnad und menschlichen Gedanken! Alles Ding Huld mich sein Untlig wieder Lob und Danklieder. 377 fehen. Alles Ding währt seine| dacht Opfer bringen, mischt er Beit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. feiner Stimme Klang in der En 8. Sind gleich bitter mir die gel Lobgefang. Schläge von des Höchsten mächt ger Hand, dennoch, wenn ichs recht erwäge, find fie nur ein Liebespfand, Zeichen, daß er mein gedenke und mich von der schnö den Welt, die uns hart gefangen hält, durch die Trübsal zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 2. Alle Millionen Werke, die dein Allmachtswort erschuf, preisen deine Huld und Stärke jauch. zend mit vereintem Ruf. Und wir sollten fühllos schweigen? Uns schufft du dir ja zu eigen, hauch. test uns, dein Bild zu seyn, deines Geistes Odem ein. 3. Ja, wir wollen stets dich 9. Dies will ich zu Herzen fas loben. Herr, was ist des Men. sen, dieser Troft bleibt feft mir schen Kind! Du haft uns so hoch stebn; Gott schickt alles Kreuz mit erhoben, daß uns Engel Brüder Maßen, Christen Trübsal muß sind. Dich fann Jeder fühlen, vergehn. Wenn der Winter aus sehen, aus den Werken dich ver. geschneiet, tritt der schöne Som stehen, deiner Größe sich erfreun, mer ein: also wird auch nach der und dir Lieb' um Liebe weihn. Pein, wers erwarten fann, er freuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 4. Durch dich herrscht der Mensch auf Erden über alle Creatur, folg. sam dienen ihm die Heerden, zins bar ist ihm Wald und Flur, auch des wilden Meeres Schlünde, auch 10. Weil denn ohne Ziel und Ende deiner Liebe Gaben sind, fo heb' ich meine Hände zu dir, des Berges tiefe Gründe öffnen Bater, als dein Kind, bitte, fich vor seiner Hand, machen ihm wollft mir Gnade geben, dir aus dein Løb bekannt. aller meiner Macht anzuhangen 5. Gott der Huld, aus deiner Tag und Nacht, hier in mei Fülle sammeln wir von Jahr nem ganzen Leben, bis ich dich zu Jahr; du versorgft mit Brod nach dieser Zeit lieb' und lcb' in und Hülle deiner Menschenkinder Ewigkeit. Schaar; spendest tausend gute Gaben, Leib und Seel' und Geist uns nicht: du bleibst unsre Zu zu laben. Deine Hand verläßt ist Mel. Alle Menschen müssen 666.im Staube beten ief gebeugt vor dir versicht. 6. Und mit welchem Schaß von wir, o Herr, dich an, aber find. Gnaden thatst du dich den Menlich wagt der Glaube dir, o Vaschen kund, da du riefft, fie ein. ter, sich zu nahn. Wo des Him zuladen an dein Herz in deinen mels Chöre fingen und der An- Bund: laß die Meere wüthend 378 Lob und Danflieder. wallen, Berge weichen, Hügel fal- Schuld, so vermag ich kaum ja len; deine Gnade weicht uns nicht, faffen deine Langmuth und Ge du bleibst unsre Zuversicht. duld; unermüdet hat mich Armen stets getragen dein Erbarmen. Tausend x. Best 7. 3war, so wie die Blüth' am Strauche, weltt das Fleisch, und finkt ins Grab, doch der Geift 4. Du, Herr, bist mir nachge aus Gottes Hauche sinkt nicht mit gangen, als, verführt von Fleisch zur Gruft hinab. Eilt, ihr Jahre, und Blut, ich mein einiges Ver eilt, ihr Zeiten, fließt ins Meer langen richtete auf irdisch Gut; der Ewigkeiten, lebend steigt der durch dich lernt' ich darauf achten, Geift empor in der ewgen Geister wonach Chriften sollen trachten. Chor. Tausend xc. 8. Uns soll dieses Erdenleben Schule für den Himmel seyn. finden Rettung aus der Seelen 5. Du, Herr, haft mich laffen Preis dir, der den Sohn gegeben, noth, denn Vergebung meiner uns dem Himmelreich zu weihn! Sünden schafft mir Christi Kreu Täglich wollen wir aufs Neue zestod; Kraft zur Behrung, Heil ihm beweisen Lieb und Treue, und Leben hast du mir durch ihn und hinauf an seiner Hand wal gegeben. Tausend zc. len in das Vaterland. 6. Ja, Herr, lauter Gnad' und Wahrheit ist vor deinem Ange ficht; täglich tritt in neuer Klar Mel. Jefn, meines Lebens se, 667. und in allen deinen Werken fann omit soll ich dich heit deine Batertreu' ans Licht, tein Engel würdig preift? Sende man thre Spuren merken. Tau mir, o Herr, von oben Kraft dazu send x. FO durch deinen Geist, sonst kann nie mein Lob erreichen deiner Huld Leiden, kommst du, Herr, mein 7. Bald mit Lieben, bald mit und Liebe Zeichen. Tausend, tau Gott, zu mir, daß in Schmerzen fend Mal sey dir, Gott der Gna und in Freuden sich mein Herz den, Dank dafür. @ergebe dir, und daß gänzlich mein 2. Herr, entzünde mein Ge Verlangen möcht' an deinem Wil müthe, daß ich deine Wunder, len hangen. Zaufend 2c. macht und den Reichthum deiner 8. Wie ein Vater nimmt und Güte froh erhebe Tag und Nacht, giebet, je nachdem es Kindern weil dein väterliches Sorgen fich frommt, so hast du auch mich ge erneut mit jedem Morgen. Tau liebet, Segen ist, was von dir fend ac. at#G das fommt. Selbst die Noth, die du 3. Denk ich, wie ich dich ber gesendet, haft du stets zum Heil laffen, und gehäufet Schulb aufgewendet. Eaufend ac. Lob und Danflieder. 379 9. Tausendmal will ich dich lo- Loblied hörent Preife deinen ben, will dir fingen Preis und Schöpfer, Sonne, deren Strahlen Dank für die Gnade, die von dieses große Rund bemalen. Mond oben hat geleitet meinen Gang. und Stern', ehrt den Herrn, thr, Du, Herr, wollst mich ferner leider Allmacht Werte, rühmet seine ten, und zum Himmel mich be Stärke. and that reiten. Ewig, ewig bring' ich dir Preis und Lob und Dank dafür. In eigener Melodie. daud 668. underbarer König, Herrscher von uns Allen! Laß dir unser Lob gefal len. Deine Gnadenströme läßt du auf uns fließen, ob wir schon dich oft verließen. Demuthsvoll, freu dig soll unfre Stimm' exflingen, unser Herz dir fingen. 3. D bu, meine Seele, finge fröhlich, finge ihm, dem Schöpfer aller Dinge! Was da Odem holet, falle vor ihm nieder, bringe Dank und Freudenlieder! Er ist Gott Zebaoth, Alles soll in lo ben, hier und ewig droben. 4. Sallelujah finge, wer den Herrn erfennet, und in Christo Vater nennet! Hallelujah Ringe, welcher Christum liebet, ihm von Herzen fich ergiebet! Welches Heil ist dein Theil! Einst wirft du dort oben ohne Sünd' ihn lo 2. Jauchzet laut, ihr Himmel, unserm Gott zu Ehren, lasset euer ben. #Hot XXIII. Liebe zu dem Nächsten. 08 stud 201 ads Mel. An Wafferflüssen Babylon 18. Fijiy gidsiat Ispor ish gen; dir folgten Lieb und Freund. lichkeit auf allen deinen Wegen. Dein warnend Wort, dein weiser er du die Liebe felber 669. bist, und gern die Rath, dein milder Troft und jede Menschen fegnest, ja dem auch, That war göttliches Erbarmen. der dein Feind noch ist, mit Gnad' und Huld begegnet: o bilde mei nen Sinn nach dir, und laß mich doch, mein Heiland, hier in deinen Wegen wandeln, die können teine Christen seyn, die sich nicht Andrer Wohlfabrt freun, nicht menschen freundlich handeln. Jonat Du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verderben zu befrein, und starbst zum Heil uns Armen. 3. Auch jetzt noch auf der Him mel Thron, bist du das Heil der Sünder; auch da bleibst du, o Got. tes Sohn, ein Freund der Men schenkinder. Du schaffft den Dei. 12. Dein ganzes Leben in der nen wahre Ruh', und die Verirr. Seit war für die Menschen Seten suchest du auf rechten Weg zu 380 Liebe zu dem Nächsten. leiten, du hörft der Seufzenden 3. Vergebung lehrst du mich Gebet, und braucheft beine Ma- durch dein Vergeben. Herr, dir jestät nur Gegen auszubreiten.100 zum Ruhm will ich der Sanft, akanser 4. O laß in meiner Pilgrim- muth leben. Gieb, daß nie saß schaft mich auf dein Vorbild se und Groll mein Herz beschwere hen. Erfülle mich mit Luft und und daß ich liebevoll bein Vorbild Kraft, dem Nächsten beizustehen, ebre. betrübter Herzen Troft zu seyn, 4. So darf ich deiner Huld mich mich mit den Fröblichen zu freun, furchtlos nahen und auch für meine mit Weinenden zu klagen, und Schuld Erlaß empfahen. Um Un bem, ber mir sein Herz vertraut, recht will ich mir das Herz nicht die Lieb', auf die er freundlich quälen, und meine Sache dir ge baut, nicht treulos zu verfagen.troft empfehlen. 5. Laß mich mit brüderlicher 5. Hilf mir im Glauben stehn, Huld des Nächsten Fehler decken; bilf, daß ich wache, der Sünde mit Sanftmuth, Mitleid und Ge zu entgehn, der eignen Rache. bulb zur Behrung ihn erweden, Schleuß mich mit Freund und und fündigt er auch oft an mir, Feind in dein Erbarmen, daß so laß mich, gleich gefinnet dir, einft vor bir vereint sich All' um von Herzen ihm vergeben, dann armen. wirst du mich, Herr Jesu Christ, der du die Liebe selber bist, zu deinem Reich erheben. 09350 103 671. und Berather, Mel. un ruhet in den Wäldern 26. u aller Menschen Vater, du, Helfer in Allem, was uns drückt! Die Güter, die wir baben, find deiner Milde Gaben gelten; brum will ich stille seyn, von die kommt, was das Herz nicht schmähn noch schelten. Ach, erquidt. 670. ie Rach, Herr, ist dein, du willst ver Schmach und Unrecht drückt; doch 2. Du fegneft deine Kinder und wohl den Herzen, die, mit Geträgefst auch die Sünder mit Lang duld geschmückt, den Druck vermuth und Geduld. Bu ewgen schmerzen.dis ad spill Seligkeiten willst du uns Alle lei 2. Mein Seiland, ach wie viel ten; wie groß, o Herr, ist deine haft bu ertragen! mit Sanftmuth Suld! ndol ohne Ziel, mit Schmach und Pla gen, haft bit zum Sühnaltar dein Streug erhöhet, ja deiner Mörder schaar noch Guad' erflehet. int asdsdall Mel. Es traure, wex da will 20. 3. Boll Freundlichkeit und Milde sey auch nach deinem Bilde mein dir geweihtes Herz, daß ich der Noth der Armen mich liebreich Biebe zu dem Nächsten. 381 mög' erbarmen und willig lindern| bemerkt von ihnen. Mich treibe ihren Schmerz. bd nicht erft Dank zu milder Wohl 14. Silf, baß ich freudig gebe, that an, nein, was ich Brüdern mich wohlzuthun bestrebe, so wie thu', das sey dir, Gott, gethan. mein Heiland that, der Leid und Kummer stillte und jedes Flehn Dienst dem Durftigen begegnet 4. Ein Trunt, mit dem saein erfüllte, wenn ihn ein Armer ein Troft, mit dem mein Blid gläubig bat. den Schwerbedrängten fegnet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre stärkt; nichts Wohlthun dir gefällt. Wer seine bleibt, so klein es ist, von dir, Brüder liebet und ihnen freudig Herr, unbemerkt. giebet, der fäet für die tünftge Welt. 5. 3um Fleiß in guten Werken foll mich der Glaube stärken, daß 5. Sucht wo ein beshaft Herz 6. O möcht ich reichlich fäen! sorgsam seyn, der Brüder Zwift Unfrieden anzurichten, so laß mich Nie wird die Saat vergeben, bie ich hier ausgestreut; denn einst fränke nie mein Mund des Näch zu schlichten. Aus Schmähsucht vor Gottes Throne find' ich zum sten Ruh, er rühme sein Verdienst, Gnadenlohne die Freuden einer deck seine Fehler zu. Ewigkeit. Mel. Nun banket 2.lle Gott is. 672.6 ieb mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menschen liebet, bei seinem Wohl fich freut, bei seiner Noth betrü bet, ein Herz, das Eigennut und Neid und Härte fliebt, und sich um Andrer Ciud, wie um sein eignes, müht. 6. Die Rach ist dein, Gett, du sprichst: ich will vergelten! drum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich schelten. Bieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich baßt, den segne, der mir flucht. 7. Den, der im Glauben wankt, im Glauben zu bestärken; zu war nen, die auf dich und dein Gebot nicht merken; die Sünder von der Bahn des Lasters abzuziehn, dazu verleib' mir Kraft und segne mein Bemühn. thimmlig diad 2. Seh ich den Dürftigen, so laß mich willig eilen, von dem, was du mir gabft, ihm liebreich mitzutheilen, nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu seyn und mich verehrt zu sebn; nein, Menschen zu erfreun. 8. O heilige du selbst, Herr, meiner Seelen Triebe, durch deine Lieb' und Furcht zu wahrer Men schenliebe. Wer nicht den Näch 3. Das sey mein Gottesdienst, sten liebt, geht nicht zum Himmel mit Hülf und Rath zu dienen, ein! Laß diese Wahrheit, Gott, den Brüdern beizustehn auch un- mir stets vor Augen seyn. 3825 Liebe zu dem Nächsten. mithi and i and 19/310 48. Ermede bann, o Herr, t Mel. Herzliebfler 3efu, was se. sds meinem Herzen aufs Neue das Gedächtniß deiner Schmerzen; was hast du nicht in deinen Leidens. ftunden für mich empfunden! d Busds 853 btn chun 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, den, der mir flucht, wie bu, boll Groß muth fegnen. Herr, mache gegen Alle, die mich haffen, mein Herz gelaffen. abs 673. er, mein Versöhner, der du für mich lit teft, und noch zur Rechten Gottes für mich bitteft, erweck in mir, du Vorbild wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe. 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? Wann schaltst du wieder, da man dich gescholten? Du fegnetest mit Wohlthun nicht bloß Freunde, auch deine Feinde. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von wilder Rachbegierde brennen? Ich sollte jemals Haß mit Haß vergelten, und wieder schelten? 10. Will je jur Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd' ich sonst mein zeitlich Glück verlie ren, o Herr, so laß mich, ihr zu widerstehen, aufs Ewge sehen. 11. Du liebst den, der die Hand zum Frieden reichet, der nie von 4. Wie kann ich» Batera zuo laß durch Sanftmuth mich schon deinem heilgen Pfade weichet: dem Höchsten sagen und Groll imbier auf Erden die ähnlich werden. Herzen gegen Brüder tragen? Wie fann ich zu ihm flehn, mir zu ver zeihen, und Rache schreien? ing Melbu Liebe meiner 16. 5. Wer nicht bergiebt, der wird für ſeine Sünden auch nicht bei 674. erz und Herz, vereint zusammen, suchet bir, o Herr, Vergebung finden. Rub' in Gottes Herz, lohnt mit Dein Jünger ift nur, wer wie du reiner Liebe Flammen eures Het vergiebet und Feinde liebet. lands Lieb und Schmerz! Er D 6. So heilige denn meiner das Haupt, wir seine Glieder; Seele Triebe, mein Heiland, durch er das Licht, wir dessen Schein den Geist der wahren Liebe, daß er der Meister, wir die Brüder, niemals die unfelge Luft der er ist unser, wir sind sein. Rache mich strafbar mache. 30 m Mipe ad 2. Kommt, des Gottesreiches 7. Wenn meine Brüder fich an Kinder, und befestigt euern Bund; mir vergeben, so lebre mich, ihr schwöret Treu dem Ueberwinder Unrecht übersehen; laß mich, wenn allesammt aus Herzensgrund! Und fie mich auch empfindlich tränten, wenn noch dem Streis der Liebe an dich gedenken. dsil ud Festigkeit und Stärke fehlt, flebt, Liebe zu dem Nächsten. 383 bis durch des Geiftes Triebe er und will, daß ich den Nächsten des Bundes Kette stählt. mise liebe, so wie mich. 3. Solche Liebe nur genüget, 2. Wer dieser Erde Güter hat, wie in seinem Herzen wohnt, die und macht, wenn Brüder leiden, dem Kreuz fich willig füget, die die Hungrigen nicht liebreich satt, auch nicht des Lebens schont. So läßt Nackende nicht kleiden; der wollt er für Sünder sterben, und übertritt die erste Pflicht, er hat für Feinde floß sein Blut. Allen die Liebe Gottes nicht. 2012 foll sein Tod erwerben ewgen Le bens höchstes Gut. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den Nächsten 4. Darum, treuster Freund, ver unterstützet, doch nur aus Stolz, eine deine dir geweihte Schaar, aus Eigennuß, aus Weichlichkeit daß fies so von Herzen meine, ihm nüzet, nicht aus Gehorsam, wies dein letzter Wille war. Jeder nicht aus Pflicht, der liebt auch reize stets den Andern, helfe gern feinen Nächsten nicht. mit Rath und That, dir, o Het 4. Wer kräftig zwar die Niedern land, nachzuwandern auf der Liebe schirmt, doch sie mit Härte quä felgem Pfad. let, wer ohne Nachficht straft und 5. Du, der seiner Schaar gestürmt, sobald sein Nächster fehlet; boten, daß fie Liebe üben soll, wie bleibt bei solchem Ungestüm mehre sie, wed auf die Todten, die Liebe Gottes wohl in ihm? mach' die Trägen geiftesvoll! Laß uns so vereinigt werden, wie du mit dem Vater bist, so daß auf der ganzen Erden fein getrenntes Glied mehr ift. Smist 6. So wird dein Gebet erhöret, durch den Sohn find Alle frei, und die Welt wird recht belehret, 6. Ein Heil ist unser Aller wie dein Reich so felig sey. Preis Gut, wie sollt' ich Brüder hassen, dem Vater aller Geister, der in die Gott durch seines Sohnes dir erschienen ist, und dir, un Blut, wie mich, erkaufen lassen? ferm Herrn und Meister, ber du Daß er mich hat mit sich ver. Ale zu dir ziehst. fühnt, hab' ich dies mehr, als fie verdient? ist doit slot Mel. Machs mit mir, Gott se. Ispistsho Imreast 5. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind Alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 7. Du schenkft mir täglich fo viel Schuld, du, Herr von mei nen Tagen ich aber sollte nicht Do Jemand spricht: ich 675. liebe Gott, und haßt Geduld mit meinen Brüdern tra doch seine Brüder, der treibt mit gen? dem nicht verzeihn, dem du Jefu Lehre Spott und tritt fie bergiebst, und den nicht lieben, frech darnieder. Gott ist die Lieb'den du liebst? astusdag id p 384 Liebe zu bem Nächsten. 8. Was ich den Frommen hier die Berge zu verfeßen durch des gethan, ben Kleinsten auch von Glaubens starke Kraft, die der biefen, das fiebet mein Erlöser Wunder Fülle schafft: Alles ist an, als hätt' ichs ihm erwiesen. für nichts zu schätzen, wenn darin Wie könnt ich Jesu Jünger seyn der Liebe Geist sich nicht träftig und ihn in Brüdern nicht er auch beweist. freun? 4. Gäb' ich alle meine Habe 9. Ein unerbittliches Gericht auch den Armen freudig hin; wird über den ergeben, der, un opfert' ich mich selbst dem Grabe, treu seiner Christenpflicht, nicht meinem Nächsten zum Gewinn; rettet, die ihn flehen. Drum ließ ich meinen Leib gleich bren gieb mir, Gott, burch deinen nen und ertrüge jeden Schmerz: Geift ein Herz, das dich durch ist von Liebe leer mein Herz, Liebe preift. würd' es mir nichts nüßen kön nen. Nur der Liebe reine That ist der wahren Freuden Saat. Mel. Sollt' ich meinem Gott se. 676. Pnter allen großen Gütern, die uns 5. Glaube, Hoffnung, Liebe lei ten uns nicht nur im Pilgerstand; ihre Kraft wird uns begleiten in Chriftus jugetheilt, ist die Lieb' das wahre Vaterland. Ja, es in den Gemüthern Himmelsbal strecken ihre Grenzen fich bis in fam, der fie heilt; ist ein Stern, ber herrlich strahlet, und ein Klei nod, dessen Preis Niemand aus zusprechen weiß, weil tein Gold es je bezablet, ist die Macht, die Jedermann zwingen und erfreuen fann. die Ewigfeit, und doch wird die Liebe weit über Glaub' und Hoff nung glänzen. Sie schafft Heil und Segen hier, fie beseligt für und für. 6. O du Geift der reinen Liebe, Segensquell in Freud' und Schmerz! 2. Liebe kann uns alles geben, laß mich spüren deine Triebe, komm' was auf ewig nüßt und ziert; fie und senf dich in mein Herz; laß fann unfre Seel' erheben, fie ists, mich kräftig widerstreben Allem, die uns aufwärts führt. Menschen was nicht gut, es meint mit dem oder Engelzungen, welche Kraft Freunde, mit dem Feind, und fie auch beseelt, wenn dabei die mich reizt, nur mir zu leben. Geift Liebe fehlt, find noch nie ins der Liebe, lente hin zu der Liebe Herz gedrungen: nur ein Erz- und meinen Sinn. Schellenklang ist ihr flüchtiger Ge fang. Mel. Aus tiefer Moth fchret 16. 3. Was ich von der Weisheit höre, die in alle Liefen bringt, 677. Berleih' mir, Jefu, von deinen Sinn, dem auf zum Höchsten schwingt; felbft Feinde zu vergeben; laß mich, der Seligkeit der Christen in diesem Leben. 385 ich dein Jünger bin, nach Fried' reit, in wahrer Lieb und Einig. und Eintracht streben. Wie tönnt feit den Nächsten zu umfaffen. ich begen bittern Zorn, da aus der Gnade süßem Born nur Heil mir quillt und Leben. 2. Ein Vater hat uns außer wählt zu seines Hauses Kindern; Ein Heiland brachte, was uns fehlt, Versöhnung allen Sündern; Ein Geist uns allesammt regiert, und zu des Himmels Erbe führt, wenn wir ihn nur nicht hindern. tes Rath uns Heil und Gnade 4. In Einem Herrn ließ Got finden; Ein gnadenreiches Waffer bad macht rein uns von den Sün den; Ein Abendmahl uns Alle speift: wie sollte nicht Ein Herz und Geist uns allesammt verbin den? Hand, reich deine mir zum Frie 5. Nimm hin, o Bruder, meine 3. Wie dürft' ich wegen kleiner den. Aus unserm Herzen sey ver Schuld den schwachen Bruder has bannt, was uns bisher geschieden. fen, da Gottes Langmuth und Ge- Den Seligen im Himmelreich find duld mir große Schuld erlassen? wir durch wahre Liebe gleich und Nein, immer sey mein Herz be selig schon hienieden. 1018 XXIV. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des Christen! Wallt er gleich dürftig und einsam in traurigen Wüsten, findet er gleich Tho ren, geachtet und reich, nie tann nach Eitlem ibn lüften. Güter der Thoren im Sturme bere weben. Wohl ihm, er faßt statt der vergänglichen Laft Güter, die Mel. Lobe ben Herren, den 18. 678. Olles ist Euer, o Worte des ewigen Lebens! nimmer vergeben! Füble fie, gläubige Seele, voll beiligen Bebens! Alles ist Dein! im irdischen Leben, Alles, wovor 4. Alles, was Freude gewähret Indischen Menschen allein tönen noch die Kinder der Welt hier er die Worte vergebens. beben, Leben und Tod ist euch auf Gottes Gebot unter die Füße gegeben. Vom Himmel hernieder schauet 5. Alles ist Euer, ihr Chriften! der Mittler auf seine ihm ähnlichen Glieder. Höret, er spricht: Fürch 3. Immer das Auge gerichtet te, du Häuflein, dich nicht, Alles nach heiligen Höhen, sieht er diel ist Euer, ihr Brüder! 25 386 Seligkeit telt der Christen in in diesem Leben. 6. Seyd ihr auch elend, verlas- Flebn, selbst mein Verstammen fen, verfolgt und gefangen, flie. borte. Sunon Ben euch Zähren des Grams von 4. Wohl mir, wenn meine erbleichenden Wangen: droben im Seele fleht, erhoben aus dem Licht, freut euch, da fließen fie Staube, und wenn durch brün nicht! Dort ist das Alte vergan, stiges Gebet fich stärkt mein schwa gen! bliste ald cher Glaube: wie steig' ich dann 7. Die ihr mit Chrifto einst empor zu der Sieger Chor! Ich berrschet, fingt Lieder der Feier! rube ganz in dir, mein Geift ift Freut euch der Hoheit, die Chri- nicht mehr hier, ich bin in Hoff ftus errungen so theuer, die er nung selig! erwarb, als er auf Golgatha starb. Amen, ja Alles ift euer! 5. Von deiner Gotteskraft bin ich, Unendlicher, umgeben. Du fiebst mich, ich empfinde dich; schaun werd' ich dich und leben. Ja, hier und dort und da ist mein Gott mir nah! Gedanke meiner mein Theil, mein Ruh, wie reich an Heil bist du! Führer und mein Tröster! Er Wie reich an wahrem Troste! Mel. Ein' feste Burg 14. 679. uf ewig ist der Herr ist mein Gott, mein Licht, mein Seil, und ich bin fein Erlöster! Ja, du verwirfst mich nicht, selbst dort im Gericht; mit jenes Lebens Rub erquicft, beschattest du mich schon in diesem Leben! nur doch nicht durch mein Vermögen. 6. Jch lebe dir, ich sterbe dir Daß ich des Herrn bin, ist in Mein Gott ich lebe dir und ich mir sein gnadenreicher Segen. fterbe dir! Ja, Vater, Vater, dein will ich auf ewig seyn und ewig dein mich freuen! 2. Wie oft ist schon von seiner Pein mein Herz durch dich gene fen, fern von der Welt, mit dir allein, du Wesen aller Wesen! Er, der die Welt der Allmacht Ruf, war mein ge nelt erschuf durch trener Gott, half mir in meiner Suraue Mel. Chriftus, der uns felig te, eines Gottes freue 680. dich, dank ihm Noth, und gab mir seinen Frie- meine Seele! Sorget er nicht vä den! on sechilgan terlich, daß kein Gut dir fehle? 3. Den Glauben hielt ich im. Schüßt er dich nicht jederzeit, wenn mer fest, den Gottes Wort mich Gefahren dräuen? Ift es dir nicht lehret: daß er die Seinen nicht Seligkeit, seiner dich zu freuen? verläßt, ihr Leid in Freude feh- 2. Ja, mein Gott, ich hab' an ret. Die Trübsal dieser Zeit, allen dir, was mein Herz begehret: Kampf und Streit fonnt ich durch einen Bater, welcher mir jedes ihn bestehn, der meiner Seele Heil gewähret; der mich durch sein madert die Busic toer * as wilay 4. tiibe Seligkeit der Christen in diesem Leben. 387 ( 1), dese göttlich Wort hier zum Guten len- zerreißt? Du must nur an Chri fet und mit Himmelswonne bort stum den Friedefürst glauben, das meine Seele träntet. Jou giebt dir den Frieden, den Nie mand fann rauben. 3. Jesus ist nach deinem Rath in die Welt gekommen, alle meine Missethat hat er weggenommen. Gläubig gründ' ich mein Vertraun auf fein heilig Leiden, nichts fann, die auf Christum baun, jemals von dir scheiden. 4. Nun darf ich mit Zuversicht auf zum Himmel blicken, selbst der Leiden acht' ich nicht, wie sie mich auch drücken. Hoffnung und Zu friedenheit wohnen mir im Herzen, und ihr Troft erhebt mich weit über alle Schmerzen. 2. Hat er nicht bittere Leiden ertragen, die Menschen zu retten von ewiger Pein? Darum, o Seele, sollst nimmer du zagen, du sollst dich des liebenden Baters erfreun. Denn Alles bergiebt er, durch Christum verfühnet, und macht, daß auch Leiden zum Besten dir dienet. 3. Nahm er dich aber zum fro. ben Genosfen des Bundes, der stillet den inneren Streit: halte dein Herz denn der Sünde ver. 5. Nun kann ich, mein Herr schlossen, dem Herren zum Eigenund Gott, dich in Chrifto lieben, thum fey es geweiht! Mit ihm treu und redlich dein Gebot und sich recht innig in Liebe verbinmit Freuden üben; feliger Emden, beißt fester und fefter den pfindung voll ist mein ganz Ge. Frieden fich gründen. müthe, und ich preise, wie ich soll, deine Huld und Güte. 4. Liebe und übe, was Jesus dich lehret, und was er gethan 6. Gieb mir nur, so lang' ich hat, daffelbige thu'. Haffe und bier noch als Pilger walle, das lasse, was Jesus dir wehret, und Bewußtseyn, daß ich dir, Herr was er gemieden, das meide auch mein Gott, gefalle. Wenn mein du. Der Friede beglückt, die sich Lauf vollendet ist, und vollbracht Christo ergeben, die mit ihm in mein Leiden, ruft mein Mittler, Unschuld und Heiligkeit leben! Jesus Christ, mich zu seinen Freuden sin 3015 5. Viele verfübret ein irdisch Verlangen, sich Luft zu erjagen and auf trüglicher Bahn, doch sie gewinnen nur Sorgen und Bangen und treffen den Frieden des Her. 681. an und statt In eigenes Melodie. dibin# 11 den göttlichen Frieden ewigen Frieden zu finden, er. den, vorn Vater durch Christum wartet nur Qual fie, die Strafe im heiligen Geift, ach wie erlan der Sünden. get das Herz ihn hienieden, wenn 6. Christus ruft immer: o Zion, oft es die Neu und die Sorge bedente, was dienet zum Frieden 25* 388 Seligkeit der Chriften in diesem Leben. und wahrhaft bir nütt. Gleichwie] die noch im Staube wallen, bis die Küchlein, daß Niemand sie Hoffnung, daß dereinst die ewge tränke, der Flügel der sorgenden Krone dem Sieger lobne. Mutter beschützt, so will ich, wenn Leiden und Tod dich bestürmen, mit göttlicher Kraft dich erretten und schirmen. 6. Und wenn zuletzt wir mit dem Tode ringen, deck uns dein Engel, Herr, mit sanften Schwin gen, und trag' uns hin, von al 7. Chriftus, o Herr, der mit lem Kampf geschieden, zum ewgen mächtigem Walten beruhigt den Frieden. äußern und inneren Streit, hilf du uns selber das Bündniß zu balten, das Frieden und selige 683. unser Leben, fie schafft uns Heil und Seelenruh, du fannst allein die Schuld verge ben, und willig ist dein Herz dazu. Also hast du die Welt geliebet, die durch die Sünde dich betrübet, daß du für fie giebst deinen Sohn. Du 682. der fandtest uns zu erretten, er ieb deinen Frieden litt, damit wir Friede hätten, für uns den Tod, der Sünde Lohn. 2. Jch preise dankvoll deine Treue, die Niemand gnug erhe ben fann! Nun nimmst du, Gott, des Sünders Reue in Chrifto voll Erbarmen an, nun darf er angst voll nicht verzagen, er kann ge troft und freudig sagen: was scha det mir? Gott ist für mich! Der an dem Kreuz für mich gelitten, wird auch für mich beim Bater bitten, und mein erbarmt der Va ter fich. 10 #adid Ziel uns auf Erden beschieden, so führest du einst uns zum ewigen Frieden. Mel. Herzliebster Jesu. Stärke! im Frieden nur gedeihen deine Werke; und daß wir auch im Kampfe nicht ermüden, stärk' uns dein Frieden. 2. Gieb Frieden, daß fich stets die Seel' erneue, auch schwer ver sucht nicht want in ihrer Treue, noch je im Taumel hingerissen werde vom Geift der Erde. Mel. Wie wohl if mir, a se, 3. Ist unser Leben nicht in dir berborgen, so ifts ein eitler Streit mit Noth und Sorgen, drum birg uns, Herr, in deines Friedens Schatten, wenn wir ermatten. 4. Schwül ist des Lebens Tag 3. D Herr, wie selig ift bie und ohn' Erquicung, sein Abend Seele, die sich in deiner Gnade oft noch stürmisch, voll Bedrückung, freut. Ob auch der Erde Glück und stets bedürfen wir auf rauhen ihr fehle, schmedt fie doch Him Wegen des Friedens Segen. melsseligkeit. Wer deinen Frie 5. Was du genährt in deinen den, Gott, genießet, bat, was Heilgen allen, das gieb auch uns, das Leben ihm verfüßet, und Seligkeit der Chriften in diesem Leben. 389 reichen Troft in allem Leid. Dein| nung haben; aber ich erwarte ewge Friede stärkt zu frohem Muthe, Gaben; ich hoff im Sterben das, giebt Hoffnung zu dem ewgen was Jesus mir erwarb, zu erben. Gute, und einft zum Sterben Freudigkeit. 6. O, so kann mich selbst der Tod nicht schrecken; Gott, du wirst ja meinen Leib erwecken. Mir darf nicht grauen, in die offne Gruft binab zu schauen. 4. Bater, laß auch mich empfinden, wie köftlich dieser Friede seh! Auch mich sprachst du von meinen Sünden und ihren Stra 7. Freundlich sprichst du: geb' fen völlig frei. Dies will ich fest in deine Kammer! ruhe nun von im Glauben faffen, und mich auf allem deinem Jammer! mich sollft beine Treu verlassen, die bleibt, du sehen; auch dein Staub soll wenn Alles wanft und bricht. herrlich auferstehen. Ich weihe deinem Dienft mein 8. Hör' ich einst des Richters Leben, lobfingend will ich dich Nuf erschallen: kommt! wie sollte erheben, Gott, ewig meine Sumir der Muth entfallen? Zu sei. verficht! ner Rechten steh' ich dann mit sei. nen treuen Knechten. ind 9. Preis und Ehre will ich dir dann bringen und des Mittlers hohen Ruhm befingen. Durch mit allen From seine und Seligkeit gefunden. Mel. wie felig send ihr sc. 684. ott, ich preife dich men! gnädig haft du mich auch angenommen, haft mir vergeben, fröhlich fann ich meines Glaubens leben. 2. und fichre Sünder schrecken; mich wird mei Dottlob! ein Schritt zur Ewigkeit ist abermals Wie vollendet; zu dir im Fortgang die ser Zeit mein Herz fich sehnlich wendet; o Quell, daraus mein Le ben fleußt, daraus sich alle Gnad' ergeußt zu meiner Seele Leben. 3. Kinder dieser Welt, die Gott nicht lieben, müßten trostlos fich im Leid' betrüben. Mir werden Leiden durch des Glaubens Kraft su felgen Freuden. 2. Jch zähle Stunden, Tag' und Jahr', und wird mir fast zu lange, bis ich verkläret, immerdar, o Le 4. Noth und Trübfal können ben, dich umfange, damit, was mir nicht schaden; du, mein Gott, sterblich ist an mir, verschlungen gedenfft an mich in Gnaden, du werde ganz in dir, und ich unwillst mich üben, dich, wie Jesus sterblich werde. liebte, treu zu lieben. 5. Elend find, die keine Hoff Mel. Nun freut euch, lieben ze. 15 685. nes Jesu Huld bedecken. dürft' ich zagen? er erlöst mich von der Sünde Plagen. 3. Doch sey dir ganz anheim gestellt die Zeit, da ich soll schei 390 Seligkeit der Chriften in diesem Leben. den ich kämpfe hier, wenn dirslen Weide, der Troft, der allen gefällt, den guten Kampf mit Kummer stillt. Gedenk ich sein, Freuden, geduldig schreit ich weiso hab' ich Muth, auch wenn das ter fort, bis ich gelange an die Kreuz mir wehe thut. nd Pfort der Gottesstadt dort oben. 3. Doch suchen Undre ihr Er 4. Wenn auch die Hände lässig götzen im leeren Land der Eitel sind und meine Kniee beben, so feit, und freuen sich bei solchen beut mir deine Hand geschwind, Schäßen, die bald vergehn im mich Schwachen zu erheben, er Lauf der Zeit. Mit diesen Thofüll mit deiner Kraft mein Herz, ren mich zu freun, dies, Herr, damit ich freudig himmelwärts ohn' laß ferne von mir seyn. Unterlaß mich schwinge. 4. Die eitle Luft kann nur bes trügen, auf Lachen stellt sich 5. Geh', Seele, frisch im Glau Trauern ein; nur das wird im ben dran, und sey nur unermer mich vergnügen, wobei ich schrocken, laß dich nicht von der deiner mich fann freun. Jft dein rechten Bahn die Lust der Welt Wort meine höchste Luft, so dringt ablocken. So dir der Lauf zu kein Schmerz in meine Brust. langsam däucht: der Geist kann, 5. An Jefum will ich stets ge wie der Abler fleugt, voraus zum denken, dann werd' ich alles Kum Himmel eilen. is immers frei; in ihn will ich mich 6. Mein Geist und Sinn, Herr ganz versenken, damit in mir sein Jesu Christ, ist schon bei dir dort Friede set. Erschein' ich auch voll oben; du selbst, weil du voll Liebe Traurigkeit, bin ich doch fröhlich bist, haft mich zu dir erhoben. allezeit. ist si med Fabr' bin, was heißet Stund' 6. So kann ich hier den Vor schmack haben von dem, was uns bereitet ist dort, wo der Reich thum deiner Gaben sich auf die Deinigen ergießt, zum Himmel führeft du fie ein, da wird der Mel. O daß ich tausend se. 686. Gott fieht auf uns mit Freuden Fülle seyn. wenn und Zeit, ich bin schon Ewigkeit, weil ich in Jefu lebe! in der unsre Seele fröhlich ist, und Freu denlieder ihm erschallen, wodurch das Leid uns wird versüßt. Ift ab ich ein gut Ge doch sein Geist ein Freudengeist, 687. wissen nur wohl der uns im Herrn uns freuen mir, was fürcht ich dann? Nichts ist für mich in der Natur, was 2. Erwede, Gott, in mir die mich erschreden kann.720 39 8nd Freude, die nur aus deiner Gnade 2. Dy welch ein föftlicher Ge quillt, dein Sohn sey meiner Seewinn, wenn meine Sünde schweigt, heißt. .800 din jud toiserins Mel. Nun fich der Tag geendet, se Seligkeit der Chriften in diesem Leben. 391 und mir, daß ich begnadigt bin, zid11. Der Chrift spricht freudig: der Geist des Herrn begengt. ob die Welt, ob Erd' und Him 3. Laß es der Pflichten schwerste mel bricht, Gott ist es, deffent seyn, da du dich selbst bekriegst! Hand mich hält, ich weich und wante nicht! welch Gefühl wird dich er freun, wenn nach dem Kampf dusdubet sid und ans flegt! Ont Mel. Kun ruhen alle tälder 16. 4. Welch Glüd, bin ich mir nionghiep droge smisd sim ſelbst bewußt, die Welt versuchte 688. ert, Alles, was ich mich, ich bösen Luft, und die Versuchung wich! 5. Ein ruhige Herz wird jedes Glück des Lebens mir erhöhn, läßt mich in jedem Augenblick froh in die Zukunft sehn. babe, ist einzig deine Gabe, die du aus Gnaden giebst; du haft mir neues Leben in dei nem Sohn gegeben, wer bin ich, daß du so mich liebst?# 730 2. Herr, daß ich Glauben habe, 6. Was ist, das in dem tief- ist einzig deine Gabe, durch Glanften Schmerz mit reichem Troft ben bin ich dein, der Glaube erfüllt? Nur ein im Herrn zu macht mich fröhlich, macht heilig friednes Herz, das jeden Kummer ftillt. te mich und selig, durch ihn geb' ich zum Himmel ein.inila minco 7. Was hält den Sinn vom Citlen fern, giebt zur Entsagung Muth? Ein ruhig Herz, das in dem Herrn erkennt sein höchstes Gut. 3. Herr, daß ich Liebe habe, ist einzig deine Gabe, der bu bie Liebe bist. Von deiner Lieb' ent zündet, durch sie mit dir verbün det, fühl ich, was tein Verstand ermißt. 8. Kann ich getroft gen Him mel fehn, hab' ich nur Ruhm 4. Herr, daß ich Hoffnung babe, bei Gott, fo fann ich Menschen ist einzig deine Gabe, die Hoff gunst verschmähn, und achte keinung, dich zu schaun. Zwar ists nen Spott. noch nicht erschienen, doch will 9. Sieh, Alles um dich her ich treu dir dienen, und fest auf entweicht, bald naht die letzte die Verheißung baun. Nacht, ein ruhig Herz macht Aloudoor les leicht, bricht felbft des Todes Macht. 8us Mel. Wachet auf, ruft uns e. Un 689. 10. Wohl dem, der diese Rub' 680 ert, aus deiner Gnagenießt, dem sein Gewissen sagt, denfülle fließt meidaß er versöhnt durch Chriftum nem Geift die sanfte Stille, in ist, und nichts ihn mehr verder ich deinen Willen thu; feit tlagt. dan sisa masa( antich dir mein Herz ergeben, er 392 Seliglett der Chriften in diesem Leben. wacht' ich erst jum wahren Leben, gläubges Herz getroft und freudig fenn ich erst ächte Seelenruh. himmelwärts. Den Frieden, Gott, mit dir er tämpfte Christus mir, ihm fe offen, mein Geift froblockt in 5. Ja, ich feh' den Himmel Ehre! So ward ich frei durch sicherm Hoffen; ich habe dort beine Treu, der Geist von oben mein Bürgerrecht. Ich darf nicht schuf mich neu. im Kampf ermüden, da solches 2. Muß ich noch mich selbst bebeil der Herr beschieden dem aus. swingen, so werd' ich Sieg auf erforenen Geschlecht. Dort fühl Sieg erringen, und jeder giebt ich ganz erneut die volle Selig. mir neue Kraft. Wenn ich gern feit meines Glaubens. Ich freu das Beste wähle, so fühlt sich mich bein, das Wort ist mein: felig meine Seele in deines Rei. Bei Chrifto foll sein Diener seyn. ches Bürgerschaft. Ja, welche Seligkeit, vom Sündendienst be. freit dir zu leben, was recht ist thun, und freudig nun in deinen Vaterarmen ruhn. Mel, Wachet auf, ruft uns 1. 690. Derr! welch Heil tann ich erringen! Zu welchen Höhn darf ich mich schwin. 3. Beugt mich auch die Schwach gen! Mein Wandel soll im heit nieder, so richteft du mein Himmel seyn! O du Wort voll Herz doch wieder mit deinem heilgen Bebens, und doch voll Trofte huldreich auf, und zum Wonn' und ewgen Lebens! Jm Heiligungsgeschäfte erhöht dein Himmel soll mein Wandel seyn! Geift mir Muth und Kräfte und Erstaunend fint ich hin, ich abne, fördert mich in meinem Lauf. wer ich bin, wer ich seyn tann. Die du in Chrifto liebst, die trägst Jch trage noch des Todes Joch; du und vergiebst ihre Schwächen. im Himmel soll ich wandeln Und Lebenslang ist Lieb' ihr doch! Dant, und immer fefter wird ihr Gang. 2. Schwing' dich denn zu diesen Höhen, und lern' im Lichte Got 4. Drum will ich nicht ängst tes sehen, wer du, versöhnte lich zagen, wenn mir in meinen Seele, bist! Mit dem seligsten Pilgertagen Gefahren auch und Entzücken wirst du in diesem Leiden drohn. Auch auf dornen Licht erblicken, wer, Seele, dein vollem Pfade bleibt mir Gewiß Versöhner ist. Du, durch sein beit deiner Gnade; du bist der Opfer rein, und stark, dich thm Deinen Schild und Lohn. Zum zu weihn ohne Wanken. Er, Heil muß auch die Pein des Le Gottes Sohn, der reichen Lohn bens dem gedeihn, der dich liebet. den Gläubgen giebt an seinem Drum blickt im Schmerz mein Tbron. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 393 3. Wort vom Anfang, Einge. Dort strahlt dein Angesicht im borner! eb' du berabkamst, Aus ertorner! lag auf dem Erdkreis reinsten Himmelslicht allen From men. Dort werden wir, Barin Dunkelbeit. Du erschienft, du herzger, dir ein Lob bereiten für Licht vom Lichte, wir schaun in und für. beinem Angesichte nun deines Va ters Herrlichkeit. Ja, Wahrheit, Troft und Ruh strömt, Herr, von bir uns zu, wenn wir glauben. 691. Inommen, Gott blickt Mel. Ich dank' bir, lieber 18. bin der ent Du hafts vollbracht! Des Jrr. thums Nacht, die Sünde selbst mich gnädig an. Ich darf mit weicht deiner Macht. feinen Frommen mich wieder zu 4. Wenn die Seel' in tiefe ihm nahn. Dahin find meine Stille versunken ist, wenn ganz Schmerzen, mein Mittler stillte ihr Wille der Wille deß ist, der sie; ach, solche Rub' im Herzen fie liebt; wenn ihr inniges Ver fühlt' ich als Sünder nie. trauen fich fast erhebt zum selgen 2. Der Lüfte wild Getümmel Schauen, und Liebe sie für Liebe schweigt nun in meiner Brust; giebt; wenn sie versichert ist, dein getroft blick ich zum Himmel, mir Tod, Herr Jesu Christ, sey ihr meines Heils bewußt. Ich bin Leben: wie hoch entzückt, wie von Seelenleiden befreit und ohne rei erquickt ist fie, schon ganz Pein; nun kehren reine Freuden der Erd' entrückt! auch wieder bei mir ein. wog. 5. Ja, dann ist thr schon ge geben ihr neuer Nam' und ewges Leben, im Himmel ist ihr Wan del dann! Start, den Streit des Herrn zu streiten, sieht sie die Krone schon von weiten, die Kron am Biel, und betet an. Preis, Chr' und Stärk und Kraft fen dem, der uns erschafft, ihm zu leben! Und ihm seh Dank und 4. So sey denn nun mein Le Lobgefang, der für uns ging des ben, Erbarmer! ewig dein, mich Todes Gang. ganz dir hinzugeben, soll meine 6. Preis auf seinem Him. Freude seyn. Der Sünde Macht melsthrone dem Vater und dem zu dämpfen, die Luft der Welt ewgen Sobne, ihm, der da ist zu fliehn, den guten Kampf zu und der da war! Lauter Weis- kämpfen, das nur sey mein Beheit, Gnad' und Stärke und mühn. Wunder sind, Herr, deine Werke; 5. Und wankt auf diesem Pfade bort find fie ganz uns offenbar! mein ungewisser Tritt, so lenke, 3. Was ists, o Gott der Treue, daß du so hoch mich liebst, und auf das Flehn der Reue mir meine Schuld vergiebst? Ich fühls, daß aus dem Staube mich nur die Gnade zog, und daß dich nur mein Glaube zu solcher Huld be 394 Seligkeit der Christen in diesem Leben. Geift der Gnade, allmächtig met 8. Wie leicht ist nun des Hei nen Schritt! Dir folg' ich freu lands Joch! wie sanft ist feine dig immer, dir folg' ich bis ins Bürde! wo wäre da ein Lei Grab; berlaffen wirst du niminer den noch, das nicht zum Gegen den, der fich dir ergab. würde? ni bin bod as ards? Mel. Ich dank' dir schon durch se. 1235 692. R Domm, Geist 9. Du, Geist der Gnaden, steh' mir bet, und laß mich ja nicht fallen. Mach meinen Gang ges des wiß und frei, lehr' deinen Weg Herrn, du Her mich wallen. 10. Nimm du mein Herz zur zensgast, du Labsal meiner See len! Wenn du nur Wohnung in mir haft, was kann mir dann Wohnung ein, und stärk es aus noch fehlen? s) alt stell der Höhe, dann werd' ich völlig A febe. 2. Rott aus, du unsers Erbes felig seyn, wenn ich Gott ewig Pfand, was nicht dein eigen hei Bet. Ach, beut dem Willen felbft die Hand, der sich der Welt ent reißet. 11. Mein Gott, wann zeuchst du mich zu dir? Wann werd' ich dahin kommen, daß ich dein Ant litz für und für anschaue mit den Frommen? 3. Jch öffne dir Herz, Seel und Sinn mit innigem Verlan gen, dich, meine Ruh' und mein Gewinn, recht freudig zu empfan. gen. 4. Du schenfft uns reine Him- 693. greude ist der Mel. Gott des Himmels und ze. du spars and mil eines Lebens befte melsluft, von dir kommt Kraft und Leben, du giebst den Frieden Himmel, Gottes Thron; meiner in die Brust, den nie die Welt tann geben. ndalod as di Seelen Troft und Weide ist mein Jesus, Gottes Sohn. Was mein ganzes Herz erfreut, ist in jener Herrlichkeit. 5. So kehrt Gott zu den Seelen ein mit allen seinen Gütern, und herrlich strahlt sein Gnaden schein aus gläubigen Gemüthern. 2. Andre mögen fich erquicken an den Gütern dieser Welt; ich will nach dem Himmel blicken, diesem ewgen Ruhezelt; denn der Erde Gut vergeht, Jesus und sein Reich besteht. 6. So wird des Feindes Macht zerstreut, die Welt wird überwun den, des Geistes Leben ist erneut, die Freiheit ist gefunden. ba7. Das Herz Sünde wich, erfüllen Himmels aus dem die 3. Reicher kann ich nirgends werden, als ich schon in Jesu triebe und Gott und Seele ein bin. Alle Schäße dieser Erden find gen fich in rechts vertrauter Liebe. ein schnöder Angstgewinn. Jesus Seligkeit der Christen in diesem Leben. 1395 ist das rechte Gut, welches sanft Verleih' mir, Herr, Beständigkeit, der Seele thut.star 10 Boral daß diesen Trost in allem Leid 24. Glänzet gleich das Weltge nichts meiner Seele raube. Lief pränge, ist es lieblich anzusehn, präg es meinem Herzen drein: währt es doch nicht in die Länge, welch Heil es ist, ein Chrift zu geschehn; plöt seyn. lich pflegt es aus zu sehn mit des Lebens Glanz und Schein. 2. Du haft dem sterblichen Ge schlecht zur felgen Ewigkeit ein 5. Aber dort des Himmels Ga Necht durch deinen Tod erwor ben, deren Fülle Jesus hat, tönben. Zum Staube fehrt zurück der nen Herz und Seele laben, machen Staub, mein Geist wird nicht des ewig reich und satt; es vergeht zu Todes Raub, du bist für mich feiner Zeit jenes Lebens Herrlich gestorben. Mit, der ich dein Er teit. löster bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn. 6. Dieser Welt in Luft genie ßen möge nur die eitle Schaar, 3. Jch bin erlöft, ich bin ein ein Tag zu des Heilands Füßen ist mehr, als sonst tausend Jahr; zu des Herren rechter Hand ist mein außerwählter Stand! Christ, und mein beruhigt Herz vergißt die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden foll, und bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Theil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Rub'. 7. Müht euch ab in nichtgen Dingen, meine Seele sucht fie nicht. Ich will nach dem Him mel ringen; dort glänzt mir das ewge Licht, da find' ich des Glau bens Lohn, die verheißne Ehrentron. 8. Ach, verleib' mir einst die Wonne, Herr, zur Rechten dir 4. Was sehd ihr Leiden dieser geit, wenn ich auf jene Herrlich feit mit frober Hoffnung schaue? Bald ruft mein Herr und Heiland mich, und er belohnt mich ewig. zu stehn, seb dort meine ewge lich, weil ich ihm hier vertraue; Sonne, die mir nie fann unter bald bald verschwindet is aller gehn. Ja, nimm, nach vollbrach. Schmerz, und Himmelsfreuden tem Lauf, mich, o Herr, zu dir schmeckt mein Herz. Sun wisch hinauf. laman so chan 5. Bin ich gleich schwach, so d nad lapsduft me old not dry aut tad and Mel. Ewigkeit, bu se. bisit trag ich doch nicht mehr der Sünde schmachvoll Joch in mei nem Lauf auf Erden. Mit Freu 694. meis nes Lebens Rub, und führt mich deinem Himmel fühl ich wohl, ich bin noch nicht, was ich dereinst foll werden, mich au, o bujang den ich glaube! beuget täglich meine Schuld doch 396 Seligkeit der Christen in diejem Leben. weiß ich auch: Gott trägt Ge- nicht verzagen; dein Wort, bas buld. meinen Geist erquickt, hilft jedes Elend tragen; es lehrt mich wohl, daß ich einst soll mit dir, Herr Jesu, leben; wie sollt ich nicht, du mein Licht, mich hier schon dir ergeben? 6. Der du den Tod für mich bezwangst, du haft mich, Mittler, aus der Angst, in der ich lag, ge riffen. Nur dir verdank ich meine Rub; denn meine Wunden heiltest du und stilltest mein Gewiffen, und fall' ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. 3. Die Welt soll nun mit ihrer Luft nicht länger in mir walten; ein Beßres ist mir ja bewußt, daran will ich mich halten; es soll mein Sinn sich schwingen hin zu dir mit Freud' und Wonne; du bist mein Theil, mein ewig Heil und meiner Seelen Sonne. 7. Gelobt sey Gott! ich bin ein Chrift, und seine Gnad' und Wahr heit ist an mir auch nicht verge bens. Ich wachse in der Heili gung, und spüre täglich Besse. rung des Herzens und des Lebens. 4. Heil mir! durch dich bin ich Ich fühle, daß des Geistes Kraft befreit von Sorge, Angst und den neuen Menschen in mir schafft. Schrecken; du läffeft deine Herrlich 8. Dank sey dir, Vater, Dant feit mich schon hienieden schmecken und Ruhm, daß mich dein Evan. ich kann die Welt nun als ein gelium lehrt glauben, hoffen, lie. Held im Glauben überwinden! ben. Was mir schon jetzt in die Komm, Ewigkeit, ich bin bereit, fer Zeit den Vorschmack giebt der das Eitle mag verschwinden! Seligkeit; wie sollt' ich das nicht üben? Erhalte stets mein Herz babei, so preif ich ewig beine Tren'. Mel. Wo ist der Schönfle te. Pennt immer, eitele 696. Gemüther, die Erde Mel. Was mein Gott will se. euer Vaterland; ich habe Höheres erkannt, den Herrn und feine Himmelsgüter. Drum seh' ich 695. M ein Gott, erschaffen mich erlöst zu werden von dieser rauhen Pilgerbahn. hast du mich zu mich auf dieser Erden für einen deinem Freudenleben, das weiß Gaft und Fremdling an und sehne und glaub' ich feftiglich, das soll mein Herz erheben! Erweckt von dir, will ich schon hier nach sol chem Leben trachten, und in der Zeit die Ewigkeit hoch über Alles achten. wonnen, die Seele bliebe dennoch 2. Hätt' ich die ganze Welt ge leer! Der Erde Sorgen drücken schwer, und ihre Luft ist bald zers 2. Wenn Kreuz und Trübfal ronnen. O, daß mich Gottes En mich hier drückt, will ich doch gel trügen dahin, wo du, mein Seligkeit der Christen in diesem Leben. 397 Heiland bist, wo Fried und 2. Jn dir nur ist die Seele Freud' und volles Gnügen der still; wer dich, o Gott, nicht fu Deinen ewges Erbtheil ist! chen will, kommt nie zum wah. 3. Dies Heimweh Gott verren Frieden. Hat er der Freuden bundner Herzen wächst mächtig noch so viel, und du, o Gott, unter Kreuzes Laft; hier find ich bist nicht sein Ziel, bleibt er vom nirgends Ruh' und Raft; es drän. Heil geschieden. gen fich Gefahr und Schmerzen. Wenn sich die Trübfalsfluth er gießet, wird der beengten Brust fo bang'; bis daß des Lebens Zeit berfließet, ruf ich gar oft: ach, Herr, wie lang'! 4. Doch sehn' ich mich nach det nem Himmel, mein Vater, mit Gelassenheit; ich harre still der rechten Zeit, die mich erlöst vom Weltgetümmel. Die Prüfung, die du mir erwählet, ist meinem Her zen nie zu viel; du bists, der meine Tage zählet; ich sehe dir nicht Maaß noch Ziel. 3. Ein unaussprechlich Gut ift da geheimnißvoll dem Fromment nah, dem es die Seele füllet. Er hat es nun im Geist gefehn, bleibt voller Lieb' und Ehrfurcht stehu, beschämt und doch gestillet. 4. Was in des Frommen Her zen lebt, was ihn zu selger Wonn' erhebt, wer kann es deutlich nennen? Was ihm von oben kommt berab, wie Gott fich ihm zu eigen gab, das kann der Stolz nicht fennen. 5. In reinerm Licht geht er einher, und fennet faum sich sel ber mehr, er ist wie neu geboren. Er übet Gutes, eh' ers denkt, der Trieb, der sonst ihn abgelenkt, hat seine Kraft verloren. 5. Du, Herr, der über Tod und Leben die unumschränkte Herr schaft übt, wirst Jedem, der dich treulich liebt, die lang' ersehnte Freiheit geben. Fest, doch ge laffen, will ich hoffen, bis endlich deine Stund' erscheint; sie kommt, ich feb den Himmel offen, dort bang', er übet Alles ohne Zwang, bin ich ganz mit dir vereint. Verläugnen, Leiden, Beten. Wie Bleicht und lieblich ist ihm nun! Er fann aus Liebe Alles thun, 6. Vor nichts ist seinem Herzen Mel. Kommt her zu mir se. was Andre niemals thäten. 697, 7. Der Sturm der Leidenschaf Bett, bich kennt die Welt nicht recht; ten schweigt, der harte Sinn ist ihr stolzer Sinn wähnt sich ge- ganz erweicht, und so das Herz recht, fie täuscht sich bis ans genesen, und nirgend in der Seele Ende, will heilig leben ohne dich, Swift, kein Widerspruch und keine vergöttert selbstgefällig fich, daß List, wahr ist sein ganzes We fie dich doch fände! fent. 398 Seligkeit der Christen in diesem Leben. 8. Dies hatt' ich außer Gott 5. Sie gehn, mit allen Kräften gesucht: nun hab ichs, als des in des Berufs Geschäften fich Glaubens Frucht, und laß es nie Gottes Ruhm zu weihn, und das mals wieder. O Gott, von dem bei unverrücklich und ohne Stö ich mich gewandt, den leider ich rung glücklich im Umgang mit erst spät erkannt, komm', sent dem Herrn zu seyn. dich in mich nieder. 6. D wär' es ganz das meine, 9. Dann ruht, o Gott, in dir dies außerforne reine, dies frie mein Geift, der nicht mehr in der densvolle Loos! Weg, Welt, mit Irre treift, wie in verlornen Jah. deiner Fülle! Mein Thun seh Got ren. Du Gott, genügeft mir tes Wille, mein Ruheplag fein allein, bei dir will ich auf ewig Baterschooß. fehn und deine Lieb' erfahren. ng dis die dit Inisbles as Mel. un ruhen ake Wäider 16, les at dood 698. felig Loos bienteden, 90. wenn still in Got; tes Frieden die Seele ficher rubt! Dem Glaubenskampf zum Lobne, schmückt diese Siegerkrone schon hier der Jünger festen Muth. 2. Dann fühlt an Gottes Her zen, befreit von Sorg' und Schmer zen das Herz ein reines Glück ihm ist das ewge ze Leben in dieser Ruh gegeben, es fehrt nicht mehr zur Welt zurück. In eigener Melodie. dim 699. schis Ursprung des Le Licht, wo bens, o ewiges sucht, was ihm gebricht! Leben. Niemand vergebens dige Quelle, die lauter und helle in reichlicher Fülle vom Himmel her fließt, und sich in die gläubi gen Seelen ergießt. se schmecken schon hier, was ewiglich 2. Du sprichst: wer begebret zu nähret, ber fomme zu mir. Seht, himmlische Gaben, die kräftiglich laben: o tretet im Glauben zur Quelle heran, hier ist, was euch ewig beseligen kann. 3. Was andre Seelen naget, mit Furcht und Heffnung plaget, fört 3. Mein Hirt und mein Hüter, nicht des Jüngers Ruh. Was ich komme zu dir, gewähre die Christi Zeichen träget, was für Güter des Heiles auch mir. Du fein Reich fich reget, dem lenkt tannst dein Versprechen mir Ar. fich feine Steigung zu. men nicht brechen; du siehest, wie 4. So wirft der lautre Wille, elend und dürftig ich bin, brum und brennt in heitrer Stille; nie gieb deine Gaben aus Gnaden flammt er stürmisch auf! Sich mir hin, da gern in allen Dingen dem Herrn 4. O Brunnquell, du labeft zum Opfer bringen, das ist der Geist, Seele und Muth, und wen Christen Lebenslauf. du begabest, hat himmlisches Gut. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 3998 Dies recht zu genießen, fann Altes eingeborner Sohn ist ihr Schild les versüßen; es finget, es jauch und großer Lohnd nun bulsa get das fröhliche Herz, es weiß 4. Bricht Gefahr und Noth her. nichts von Rummer und nagen ein, wird sie dennoch fröhlich seyn; dem Schmerz ibilbilg gmer, den sie im Herzen hat, weiß 5. Drum wolleft du geben dem in allen Dingen Rath. sehnenden Geist, was dienet zum 5. Wandert sie im finstern Thal, Leben und du nur verleibst. Gieb nah' ist Jesus überall, er läßt fie heilige Triebe, ins Meer deiner im Dunkel nicht, er ist stets ihr Liebe zu senken den frommen und belles Licht ist nista gläubigen Sinn, und ziehe mich gänzlich zum Himmlischen hin. 6. Und trifft mich auch Leiden, Verfolgung und Pein, so laß und Troft erscheint. mich mit Freuden gehorsam dir seyn; denn alle die, welche mit 7. Würde auch ihr Glaube trinken vom Kelche, den du haft schwach, läßt fie doch im Flehn getrunken im Leiden allhier, die nicht nach; Jesus sendet seinen werden dort ewig sich freuen mit Geift, der dem Kleinmuth sie ent. reißt. bi sisse sid dir. dris 6. Wenn sie alle Welt verläßt, ihr allerbester Freund ihr zu Hülf hält fie doch am Glauben fest, bis 7. O gieb, daß ich werde einst 8. D der großen Seligkeit! Je droben erquickt, wo keine Befus ftillet alles Leid, er erquicket schwerde die Deinen mehr drückt, bis ans Grab, trocknet alle Thräwo Freude die Fülle, wo liebliche nen ab! Stille, wo feliger Friede, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. ne Shot C zoe and tissid, m and sdnl mit Mel. Hun komm' der Helden ze. Mel. Ach wie wichtig, ach wie se. 701. wie wichtig und wie richtig ist der Christen Leben! Frei von Unruh' und 700. wer nennt die Se bon Sorgen bleibt es heute, so ligkeit, deren sich wie morgen, denn es ist in Gott die Seele freut, die treu liebet verborgen. Jefum Chrift und in ihm vergnü 2. O wie wichtig, wenn gleich get it? did thin a flüchtig, find der Chriften Lage! 2. Alles, was der Welt gefällt, Wer sich durch die Zeit gerungen, Ehre, Wollust, Gut und Geld, und zum Ewgen aufgeschwungen, giebet fie mit Freuden hin, Jesus dem ist jeder Tag gelungen. bleibet ihr Gewinn. 10h 3. Sie besitzt das beste Theil, unaussprechlich ist ihr Heil: Got 3. Unvergänglich, überschwäng, lich ist der Christen Freude! Freude, die in Gott gegründet, die den 400 Seligkeit der Christen in diesem Leben. Geift mit ihm verbindet, Freude, deiner Lehrer Füßen so viel Jun. die fein Ende findet. ger thôricht macht! Mir soll Jeſu 4. Nie erliegend, immer fiegend Kreuz und Bein meine höchste ist der Christen Stärfe! Weil Gott Weißbeit jebn; und der Ort, da felbft in ihnen streitet, fie zum ich mich übe, ist die Schule feiner Liebe. Kämpfen recht bereitet, herrlich fie zum Siege leitet. 2. Brüftet euch, ihr stolzen 5. Unverderblich, nimmer sterb. Geifter, mit dem Beifall dieser lich ist der Christen Ehre! Drückt Welt, mit der Schaar, die um die Schmach der Welt fie nieder, euch Meister voll Bewundrung Gottes Huld erhöht sie wieder: fich gestellt! Denk ich meines fie find Chrifti Freund' und Brüs Heilands Schmach, seinem Tod' am Kreuze nach: was ist dann der Ruhm der Weisen, die der Erde Kinder preisen? ber. 6. Ohne Wanken, sonder Schwan fen ist der Chriften Wissen! Weil ihr Wissen und ihr Denken fie allein auf Chriftum lenken, um in Gott sich zu versenken. 3. Mögt ihr, Thoren, immer trachten nach dem Troft der Eitel feit, und nur nach den Gütern 7. O wie gnügend, nimmer schmachten, die euch diese Erde trügend find der Christen Schätze! beut: ich hab' ein viel beßres Was die wahren Chriften haben, Theil in des Kreuzes reichem find die unsichtbaren Gaben, wor- Heil; wenn ich dies erlangen nach keine Diebe graben. werde, rühret mich kein Glück der Erde. 8. Dwie wichtig und wie rich. tig ist der Christen Herrschen! Hier ift Demuth ihre Krone, bort er langen sie zum Lobne ewge Herr schaft mit dem Sohne. 4. Romm', o tomm', aus Gott geboren, Lehrer, unterrichte mich! Komm', ich öffne Herz und Ohren, weise werd' ich nur durch dich! Deines Kreuzes Wissenschaft, dei ner Lehren hohe Kraft bilden mich zu jenem Leben, das du willst den 9. Mach mich tüchtig, daß ich richtig, Herr, den Lauf vollende. Laß mich machen, beten, ringen, muthig hin zum Ziele bringen; Deinen geben. gieb zum Wollen das Vollbrin gen. 5. Präge, Jefu, meiner Seele diese höchste Weisheit ein, mich zu ftrafen, wenn ich fehle, mich zu tröften in der Pein. Bei des nahen Todes Schmerz stärke fie das bange Herz, flöße in den leg eitles Wiffen, dei ten Stunden Balfam mir in meine Mel. Fren' dich sehr, e meine 16, 702. Welt, bein ner hohen Worte Pracht, die zu Wunden! 401 MeL Seele, was ist Schöners 14, bringt Rub. Gieb im Glauben Herz und Sinn Gottes Geift zu eigen bin. Gott iſt die Rub'! 703. Rube ist das beste Gut, das uns laben 7. Ruhe zeigt sich allermeist, Stille und ein guter Muth stei wo Gehorsam blüht. Ein in gen himmelan. Die suche du! bier Gott ergebner Geift macht ein ist keine wahre Rub', wende dich still Gemüth, wirkt Seelenrup. dem Himmel ju. Gott ist die Selig ist, der also liebt, daß er Ruh'! Gottes Willen übt. Gott ist die Rub'! Seligkeit der Christen in diesem Leben. 2. Rube fuchet Jedermann, al lermeist ein Christ. Denk auch du, mein Herz, daran, wo du immer bist. D suche Ruh'! in dir selber wohnt fie nicht, such mit Fleiß, was dir gebricht. Gott ist die Rub'! 8. Ruhe hat, wer willig trägt Chrifti fanftes Joch, alle Laft, die er auflegt, ist ja lieblich doch die Laft des Herrn, Gottes Hülf und schaffet Ruh'. Trage still ist dir nicht fern. Gott ist die Rub'. 3. Ruhe giebet nicht die Welt, thre Freud' und Pracht. Nicht Herz, Rub' sey dein Gewinn; 9. Nun, so suche Rub', mein giebt Ruhe Gut und Geld, Luft auf und steige himmelwärts, auf und Gunst und Macht. Drum fiebe zu! Wer aus Gott geboren ist, fieht auf das, was droben ist; Gott ist die Ruh'! In der Zeit ist keine Ruh', wende zu Jefu hin. Er ist die Ruh'. dich dem Ewgen zu. Gott ist die Nuh'! 4. Ruhe geben kann allein Jefus, Gottes Sohn, der uns Alle ladet ein vor des Himmels Mel. Lobe ten Herren, den 16. Thron, zur wahren Ruh'. Wer Deele, woblauf! des den Ruf vernommen hat, gehe 704. Unendlichen Gnade ein zur Gottesstadt. Gott ist die zu loben, die dich zur Würde des Ruh'! ewigen Lebens erhoben! Herrlich und groß ist schon hienieden dein Loos, größer und herrlicher droben. 5. Ruhe beut er williglich den Mübfelgen an, und erquicken wird er dich, wie es Niemand kann. Drum fomm' herzu. Trägst du 2. Preis der erbarmenden Huld, gleich der Leider viel, Gott setzt die mit heiligem Munde dich, die allem Leid ein Ziel. Gott ist die Verlorne, berief zu dem göttlichen Rub'! Bunde! Alles vergeht, diese Ge meinschaft besteht ewig auf ewigem Grunde. 6. Ruhe kommt aus Glauben her, der nur Jefum hält. Jesus machet leicht, was schwer, rich 3. Kannst du hienieden der tet auf, was fällt. Sein Geift Hoffnungen Ende nicht sehen, 26 402 Seligkeit der Christen in diesem Leben. bennoch umleuchten dich Strahlen| Orden, zum Eigenthum des Her aus himmlischen Höhen, daß du getauft. Der Geist, der mir zum mit Muth wählest für flüchtiges Pfand geschentet, macht meinen Gut Schätze, die nimmer ver Geist gewiß und fest, daß auch bei Allem, was mich fränket, gehen. 4. Freue dich, Scele! um die mein Glaube mich nicht zweifeln ses gebrechliche Leben darfst du läßt. 3rd ford 99511 the auch wandelnd im finsteren Thale 4. Nur Eins bekümmert meine nicht beben! Ewiges Sehn will Seele und macht das Herz mir in der Selgen Verein dir der Versorgenvoll, ob mir das Ehrenkleid herrlicher geben. po mnicht fehle, wenn ich sein Mahl snism 5. Freut euch, ihr Erben des bort schmecken soll. Ich weiß, vor Himmels, in heiliger Feier! diese meines Königs Augen gilt nur Verbeißung, fie hebt den verhül- ein reiner, freier Geist; vor ihm lenden Schleier. Welch Paradies, tann nur das Herze taugen, das das er den Treuen verhieß! Schauet, fich der Erde ganz entreißt. dies Alles ist euer! 65. Ein Glaube, der nur ihn erwäblet und still in seiner Liebe ruht, zu heißer Liebe uns beseelet, die feinen Willen treulich thutz 705. o bin ich nun tein sind der Erden, der ihn bis an das Kreuz beglei kein Bürger dieser Eitelkeit; hier foll mir keine Wohnstatt werden, tet und achtet nicht die Schmach der Welt, für Gottes Ehre mu in Eile wall' ich durch die Zeit. thig streitet: das ist der Schmuck, der ihm gefällt. Die Heimath such' ich in der Höhe, wo mein geliebter Vater wohnt, und wo ich meinen Bruder sebe, der zu der Rechten Gottes thront. tel. Wie groß ist des ie imot 6. Nur du, mein Heiland, fannst es wissen, wie viel mir noch hieran gebricht. Mein Auge 2. Bald find die wengen Trauer schwebt in Finsterniffen, mich fel ftunden bei Hoffnung und Geduld ber fenn' ich Armer nicht. Doch entflohn; bald hab' ich völlig über ist ein inniges Verlangen in mir wunden, die frobfte Stunde nahet durch deinen Geift erregt, dir ganz schon, aus dieses Lebens engen und einzig anzuhangen mit Allem, Grenzen schwingt dann mein Geist was mein Herz bewegt. tch17 fich himmelan, und dort, wo Lust 7. Was ich nicht habe, fannst und Wonne glänzen, wird ihm du geben, was ich nicht bin, das die Pforte aufgethan bist du mie. Nimm hin mein 3. Ich bin dazu geschaffen wor. Herz, es zu beleben, ich überlaff Gieb mir den den, dazu durch Chrifti Blut er es gänzlich dir. auft und zu der Himmelsbürger Blauben und die Liebe und bilde Seligkeit der Christen in diesem Leben. 403 flise mich nach deinem Bild; erfülle das Grab zur Ruhe leget. Mag mich mit heilgem Triebe, zu leida der Leib vergehn im Schooß den, wo dus haben willt. der Erden, uns bleibt die Hoff 8. Hier reich' ich schwörend beide nung stehn, ihm gleich zu wer. Hände und fage dir aufs Neue den. zu: Ich liebe dich bis an mein 4. Drum ist der Herr mein Ende, du, meiner Seelen wahre Theil, spricht meine Seele, dem Ruh. Ich liebe dich nicht nur in ich mein ganzes Heil allein em Freuden, wenn du erquickest met pfehle. Kann er mein Trost und nen Geift, ich liebe dich auch un- Licht auf ewig werden, nach Him. ter Leiden, und wenn dein Ruf mel frag' ich nicht, nicht nach der nich sterben heißt. abschad Erden. di 9. So komm' ich dir geschmückt sidste spilind entgegen, du nahft erbarmend dich zu mir, du kröneft mich mit ewgen Segen und öffneft mir 707. des Himmels Thür. Wann werd' Ror seinen Augen le ben, ist wahre Seich dich, mein Heil, umfangen? ligkeit; fich ihm zu eigen geben und wann, ach wann verklärst du ist, was allein erfreut. Nichts mich? O laß mich bald dahin ge wollen und nichts thun, als Jesu können und nichts wissen, nichts langen, dann lob' und lieb' ich folgen müssen: das heißt in Frie. ewig dich! den ruhn. sajsid aga mist Mel. Herzlich thut mich se. lo and 706. Mel. Es traure, wer da will se, ald o lang' es Gott ge fällt, daß seine Kin 2. Der Chrift fteht aus bem Schlafe in Chrifti Freundschaft auf und fürchtet feine Strafe im ganzen Tageslauf. Und ist der Tag legt er Ruh', von Chrifto unverwendet thun sich die Sinnen zu. find fie auch Sünder. Allein ihr Mittler ist voll Heil und Gnaden und forget, daß fein Chrift je nehme Schaden. 3. So geht er fest und stille dahin bei Tag und Nacht, auf 2. Er will barmherzig seyn, ist Jesum ist sein Wille, nicht auf fehr geduldig, fiebst du dein Un- die Welt bedacht. Er hört und recht ein und giebst dich schuldig. fieht und fühlet, hört, fiebt und Der Troft bleibt dir nicht fern, fühlt doch nicht, und weiß, vom daß deine Sünden durch das Ver Schmerz durchwüblet, kaum, daß dienft des Herrn Vergebung fin- thm Web' geschicht. den.d 4. Gewiß, iver erst die Sünde 3. Er trocknet Thränen ab, er getilgt durch Chrifti Blut und hebt und träget, bis man uns in gleich dem frommen Kinde auf 26. 404 Seligkeit der Christen in diesem Leben. thn lenkt Sinn und Muth, kann| 4. Meinen Jesum werd' ich se auch gottselig handeln und kann hen, und froh zu seiner Rechten bald anders nicht. Herr Jesu, stehen, in vollem Glanz und hellem lehr' uns wandeln in deiner Au Licht. Mir wird nicht mehr knech gen Licht.nd in tisch grauen, Gott, meinen Heiz land, werd' ich schauen von Ans gesicht zu Angesicht. Bei aller Traurigkeit führt zur Zufrieden. beit diese Hoffnung, die er, mein Hort, mir fort und fort verheißt in seinem wahren Wort.d 5. Nun kann mich kein Tod Mel. Wachet auf, ruft uns te. 708.20 Das bewegt mich wohl, zu trauern? mein Leiden wird nicht ewig dauern, es währt nur einen Augenblick. Schwing' dich auf zu jener Freude, mehr schrecken; im Glauben kann D Seele, die du trägest Leide, ich hier schon schmecken die Kräfte laß hinter dir die Welt zurück. der zukünftgen Welt. Ich bin Wer keine Hoffnung hat, der schon in Hoffnung selig, mein wird vom Seufzen matt und er lieget, nur wer ein Christ von Herzen ist, hat Freudigkeit zu je der Frist. Glaube macht mich allzeit fröh lich, weil er das Unsichtbare hält. Getroft ist stets mein Muth, zu letzt wird Alles gut, wenn wir glauben, wer glaubt, behält durch dich das Feld, o Jesu, und be fiegt die Welt. 2. 3war bekümmert mich die Sünde, die ich an mir und An dern finde, so lang' ich leb' in dieser Welt, diese will ich stets beklagen, doch nicht in meinem Schmerz verzagen, da mein Ver trauen Jesum hält, durch seinen 709. Kreuzestod bin ich versöhnt mit aid dnit Mel. Herzliebster Jefu, was ie. Pas murren über Elend Adams Erben? die Gott. Jesu! Jesu! wie wohl ist eigne Sünde nur ist ihr Verder, mir, wenn ich allhier in diesem Glauben traue dir! ben; sie jagen nach der Thorheit eitlen Freuden, und finden Leiden. 3. Meine Schuld ist mir verge ben, ich habe Theil an jenem Le 2. Ach, wären wir vom Jüng ben, das weiß und glaub' ich ling bis zum Greife gehorsam Got festiglich! Lob sey Gott, der tes Willen, fromm und weise, wie nicht gedenket der Sünden, die glücklich würden wir schon hier auf mein Herz gefränket, und sich er. Erden, wie selig werden! barmet über mich. Was kann der Feind mir thun? Ich bin und heiße nun Kind und Erbe; durch Gottes Sohn besitz' ich schon in Soffnung jene Ehrenfron'. 3. Unzählbar sind der egen Liebe Gaben, die gern mit reinen Freuden uns will laben; von al len Seiten strömt uns Heil und Segen reichlich entgegen. Seligkeit der Christen in diesem Leben. 405 4. Die Sünde konnt allein dies| beschieden, und schmeckt auch in Glück zerrütten, fie stürzet Thro- der Noth den höhern Frieden. nen und verwüftet Hütten, trübt 3. Wer Jesum bei sich hat und jeden Gegensquell, droht jedem feine Gaben, der mag mit ihrer Tage mit neuer Plage.org Luft die Welt nicht haben. Wer reich in Christo ist, hat gnug auf gen Himmel schauen, an Gott Erden, und kann in Ewigkeit nicht denken ohne Furcht und nicht reicher werden. Grauen, vor Tod und Grab und vor dem fünftgen Leben muß er 5. Nie kann der Sünder froh erbeben. 4. Wer Jesum bei sich hat, tann ruhig wallen, er zeigt den Himmelsweg den Seinen allen. 6. Sey uns von Allen, treuer Wer ihm getreulich folgt, wird Gott, gepriesen, daß du uns haft niemals gleiten, denn ihm steht den Weg zum Heil gewiesen und immerdar der Herr zur Seiten. Kraft verleihen willst, die Macht der Sünden zu überwinden. de 5. Wer Jefum bet fich hat, darf nicht erschrecken, wenn ihm 7. Heil uns, dein Sohn er der Sünden Schuld will Angst fchien, uns zu erlösen, und zu erwecken. Wer Jesum bei fich befrein vom schweren Joch des hat, wird nicht verderben, wer Bösen; sein Geift macht uns aus Jefum bet fich hat, wird selig schuldbeladnen Sündern zu Got sterben. tes Kindern. 315259 970 8. Laß uns dir immer mehr gesi Mel Wie schön leucht't uns se heiligt werden, dann sind die Dei, nen wir schon auf der Erden und 711. scheiden einst im gläubigen Ver trauen, dich dort zu schauen. dzs83 Tallin Mel. Es traure, wer da will se 710. er Jefum bei sich hat, kann sicher stehen, und wird im Unglücksmeer nicht untergehen. Wenn ihn der Herr beschüßt, was kann ihm schaden? Er wandelt überall auf eb nen Pfaden. Die groß ist deine Herrlichkeit, schon hier, o Chrift, in dieser Zeit und noch vielmehr dort oben. Von ist nichts, was dieser Würde Allem, was die Welt dir zeigt, gleicht, zu der du bist erhoben! Christus Jesus salbt die Seelen, die ihn wählen, und sie haben in ihm seines Geistes Gaben. schlechts erfreust du dich des ho 2. Theilhaftig göttlichen Ge hen Rechts, dich Gottes Kind zu 2. Wer Jefuin bei sich hat, der nennen. Sieh', welche Ehre, wel hat den Himmel, und ihn vergnüchen Ruhm giebt dir der Herr get nicht das Weltgetümmel; er zum Eigenthum; mag es die Welt nimmt geduldig an, was Gott verkennen! Mag sie auch hie stola 406 Seligkeit der Christen in diesem Leben. fich blähen, dich verschmähen, ja zu sehen, wenn er dich läßt auf dich haffen, deinen Ruhm muß ersteben.s ma Frodusal fie dir laffen, dan ud is da7. O Chrift, in welchen hohen 3. Ein König, Priester und Stand setzt dich des Höchften Gna Prophet, der vor des Höchsten denhand! Bedenke deine Würde! Throne steht, wirst du bon Gott Fühl' deine Hobeit jederzeit, in gelehret! Du wirst begabt mit aller deiner Niedrigkeit, und trag' hober Macht, daß herrlich werde auch ihre Bürde! Lebe, strebe, hier vollbracht, was Gottes Ruhm daß dein Adel ohne Tadel immer vermehret. Klarheit, Wahrheit bleibe; darum liebe, hoff und wird gegeben deinem Leben durch gläube.mnts of dan adlim ben Glauben, und ihn kann kein* d la jour Feind dir rauben. din noff 4. Du bist mit Jefu feft ver Mel. Allein Gott in der Höh' sey sc. aking deuren 712. ie groß, wie herr eint; der Herr ist auch bein mein Glück treuster Freund, deß Liebe dich erquicket. Er hat dir seines Gei schon hier im Prüfungsleben! Ich ftes Pfand von seinem Thron darf den frohen Kindesblick, mein berabgesandt, und dir ins Herz Gott, zu dir erheben. Bin ich gebrücket. Eilst du ihm zu, so gleich Staub, o Herr, vor dir, wird Frieden dir beschieden; dein doch schenkst du deinen Frieden Verlangen bleibe stets, ihm anzu mir. Himmel auf der Erde! hangen. i chin qot 2. Wer bin ich Nermster, daß sin_ith 5. Durch ihn stehst du mit Gott du mein auf deinem Thron ge im Bund, er wählet deines Herdenkest, und mir die Macht, dein zens Grund, darin er Wohnung Kind zu seyn, durch Jesum Chri machet. Er hat, zu feines Nastum schenkeft? Wie fühlt mein mens Ruhm, dich auserwählt zum Wesen sich gestärkt! dir blieb auch Eigenthum, darüber er stets wa ich nicht unbemerkt, und ward chet. Gott pflegt, Gott trägt in dein Kind, dein Erbe. den Armen boll Erbarmen dich Geringen, daß kein Leid dich kann bezwingen. St 3. Du haft aus tiefer Seelen noth mich gnädig aufgenommen, nun darf ich frei, auf dein Ge 6. Nie machet eines Menschen bot, zu dir, mein Bater, kom Mund die hohe Ehr' und Würde men. Ich fleb' in Kindeszuver fund, die dich schon ziert auf Er ficht, und du verschmähst das den; weit weniger ist offenbar, Flehen nicht, und thust noch über was einst die Zukunft machet Fleben. flar, daß du ihm gleich wirst 4. Was ist der Erde Laft und werden. Ewig selig mit den Gram? Was sind nun alle Leis Frommen wirst du kommen, Gott den, seit fie mein Bruder auf sich Seligkeit der Christen in diesem Leben. 407 nahm, und gab mir Himmels schon auf Erden; dem muß ja freuden? Das Herz verschmachtet volle Gnüge werden, der in dir mir nicht mehr, denn überall und findet Ruh' und Luft. rund umber fließt Thau des Frien 2. Die Welt mag fich mir dens Gottes.stusda Idnadmed feindlich zeigen, es sey also, ich einer. 5. Ich steh' im Glanz des Gna- acht es nicht. Will sie sich freunddenthrons, froh wie der Engel lich zu mir neigen, ich flieh ihr Vergäß ein Mutterherz trügend Angesicht. In dir ver des Sohns, sein Herz vergißt gnügt sich meine Seele; du bist nicht meiner. Er leitet mich mit mein Freund, den ich erwähle, milder Hand so zart am unsicht du bleibst mein Freund, wenn baren Band, als führt' er nur Freundschaft weicht. Auch in den mich Einen. H. J stärksten Trübfalswellen kann deine Treu' mich ficher stellen, die mir Den festen Anker reicht.d 6. Ja, Gutes und Barmherzig. feit läßt er mich bier empfangen. Mein Herz darf schon in dieser Zeit am Baterberzen hangen. Mit dem begnadigten Geschlecht genieß' ich hier schon Kindesrecht, bis ichs dort boll genieße. 3. Will mich die Laft der Sünden drücken, bligt auf mich des Gesetzes Web: nur du kannst mich dem Fluch entrücken, drum schau' ich gläubig in die Höh. Ich 7. Dort in der Auserwählten fliehe, Herr, zu deinen Wunden, Kreis, die Gottes Thron umrin. da hab' ich schon den Ort gefun gen, will ich mit höhern Kräften den, wo mich kein Fluchstrahl Preis dem Gott der Liebe fin treffen kann. Tritt Alles wider gen, der solch ein Heil an mir mich zusammen: du bist mein vollbracht, und ihn für seine Heil, wer will verdammen? Die Lieb' und Macht anbetend ewig Liebe nimmt sich meiner an. rühmen. Hromadnu lin als. In eigener Melodie. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reife, ich folg und lehne mich auf dich, du giebst mir aus den Wolken Speise, und tränkeft aus den Felsen mich. Ich traue deio Freund der nen Wunderwegen, fie enden fich Seele, wenn ich in deiner Liebe in Lieb' und Segen; genug, wenn ruh'! Ich steig aus dunkler ich dich bei mir hab'! Ich weiß, Schwermuthshöhle, und eile deiwen du willst herrlich zieren, und nen Armen zu. Dann muß die über Sonn' und Sterne führen, Nacht des Trauerns scheiden, den führeft du zuvor hinab. 713. ie wohl ist mir, wenn mit der Fülle hoher Freu- 5. Der Tod mag Andern düster den die Liebe strahlt aus deiner scheinen, ich seh' ihn an mit fro Brust. Hier ist mein Himmell hem Muth, denn du, mein Leben, 408 Geligkeit der Christen in diesem Leben. baffest Keinen, deß Herz und Seele 5. Wie fest und stark ist im in bir ruht. Wie kann des Weges Gebete, wie findlich seine Zuver Biel mich schrecken, da aus der sicht! Er weiß, Gott hört an je Nacht, die mich wird decken, ich der Stätte und giebt ihm gern, einges in die Sicherheit? Mein was ihm gebricht, ja immer mehr, Licht, so will ich denn mit Freu, als er begehrt, wird ihm von oben den aus dieser finstern Wild, her gewährt. niß scheiden zur selgen Nuh' der Ewigkeit. Mel. O das ich tausend te. 714. Mohl dem, der aus dem Geist geboren ein neues Herz von Gott empfängt, und ihm zum Eigenthum erforen, fich ganz zu seinen Wegen lenkt! Wer Chrifto folgt, ihm gleich ge finnt, ist selig auch als Gottes Kind. 6. Und immer lenkt zu seinem Seile, was auch geschieht, des Baters Huld; auch wenn er fällt, wird ihm zu Theile mehr als Verzeihung und Geduld. Der Geist hilft seiner Schwachheit auf, und fördert weiter seinen Lauf. 7. So wandelt er auf Gottes Wegen, und freuet seiner Gnade fich, was er beginnt, geräth zum Segen, er liebt den Nächsten brü derlich. Mag dann die Welt ihn immer schmähn, vor Gott wird dereinst bestehn. 2. Der Sünde Finsterniß enter riffen, und frei von ihrer Sklave 8. Versichert, daß er selig werde, ret, ist er beruhigt im Gewissen, ist er vergnügt bei jedem Loos, bem Fluche des Gesetzes frei. Mit entbehret gern die Luft der Erde, Gott aufs Jnnigste vereint, fiebt und fühlt im Herrn sich reich und er im Vater auch den Freund. groß. Was eitlen Herzen wohl gefällt, darauf ist nie sein Wunsch gestellt. 3. Er kann mit Zuversicht ver langen, was Gottes Sohn uns schon erwarb; er wird, was er 9. Sieht er den Tod von ferne bedarf, empfangen, weil Jesus fommen, er freut sich, daß die ihm zum Heile starb: Licht aus Stund' erscheint, ihm wird die der Höh und Muth und Kraft Bürde abgenommen, und der sie zum Kampf in seiner Pilger löset, ist sein Freund. Wenn fchaft. st Gott ihn nicht zurück mehr hält, schwingt er sich gern zur bessern Welt. 4. Gott schenkt zu jedem guten Werke ihm seinen Geist der Hei ligung, zu jedem Siege neue 10. Wie felig, wer aus Gott Stärke, im Leiden Trost und Lin derung; ja schon in dieser Prü fungszeit den Vorschmack jener Herrlichkeit. geboren ein neues Herz von ihm empfängt, und ihm zum Eigen thum erforen, sich ganz zu seinen Wegen lenkt. Wie ruhig, ja wie Seligkeit der Christen in diesem Leben. 409 felig ist im Leben und im Tod gleich, der an edlen Früchten ein Chrift! imit sit sidsreich, beffen Zweige fich verbreis ten an des flaren Baches Seiten. 3. Also wird gedeihn und grü nen, wer in Gottes Wort sich übt; Luft und Sonne muß ihm dienen, bis er reife Früchte giebt. in der Sottvergeßnen Rath! Wohl Werden seine Blätter alt, bleiben dem, der nicht unrecht handelt, fie doch wohlgestalt't; Gott giebt noch tritt auf der Sünder Pfad; Glück zu seinen Thaten, Alles der der Spötter Freundschaft fleucht muß ihm wohl gerathen. und aus ihrer Mitte weicht; der von Herzen liebt und ehret, was uns Gott vom Himmel lehret. 4. Aber wen die Sünd' erfreuet, deffen Glück kann nicht bestehn, wie die Spreu vom Wind zerbie Spr 2. Wohl dem, der mit Luft und streuet, wird er plötzlich untergehn. Freude das Gesetz des Höchsten Kommt der Herr und hält Gericht, treibt, welcher, wie auf süßer so entrinnt der Sünder nicht, und Weide, stets in Gottes Worte es werden nur die Frommen in bleibt. Er ist einem Baume sein Reich dort aufgenommen. and gois Met. Werde munter, mein se. plan ammini sdsp midi endi 715. ob dem Menschen, der nicht wandelt did 1100 one pilt s tad pXXV. Vom Tode. 3 50 8 muß. Menschen, als der Sünde Erben, bleibt der Sünden Sold: Stel. Bion hlagt mit se. 716. Herr! lebre mich fie sterben. bedenken, daß ich 3. Wenn wir faum geboren endlich sterben muß: oft laß met werden, ist vom ersten Lebenstritt nen Sinn sich lenken auf des Le bis ins tühle Grab der Erden nur bens ernsten Schluß. Stell' ihn ein furz gemeßner Schritt; ach meinen Augen für und erwecke mit jedem Stundenschlag nähert die Begier, mich nach deinem sich der letzte Tag, und in jedem Wort in Zeiten auf den Abschied Lebensjahre sind wir Alle reif zur zu bereiten. Bahre. 2. Endlich muß ein Licht ver 4. Predigen nicht meine Glie brennen; endlich läuft die Sand, der täglich von der Sterblichkeit? uhr ab. Also muß auch ich be Leg' ich mich zur Ruhe nieder, lennen: Staub vom Staube sinkt seh' ich mich im Leichenkleid. Ja, ins Grab! Feft besteht der enge der Schlaf stellt treu und wahr Schluß, daß, was lebet, fterben mir des Todes Abbild dar, und 410 Vom Tode. bas Bette will mir sagen: so wirst trauern und find stille, gut ift bu ins Grab getragen. dein Willelis lis dan oon@ 5. Ach wer weiß, in welcher 5. Ach wet 5. Er gab den Geist in feines Stunde uns die letzte Stimme Mittlers Hände, im Glauben felig weckt; denn Gott hat die dunkle sey auch unser Ende du wolleft, Kunde feinem Menschen noch ent. Herr! mit ihm und mit den Dei bedt. Wer sein Haus hat wohl nen uns dort vereinen. did bestellt, geht getroft aus dieser 000 Welt. Aber Sicherheit im Leben ons is an mite tann nur Furcht im Tode geben. un Mel. Mun laßt uns den Leib 16. med 6. Drum auch in gesunden Jahren will ich niemals sicher 718. Gden Leib in seine seyn, will die Behrung nicht ver Gruft, bis ihn des Richters sparen, bis die Schwachheit bricht Stimme ruft! Wir fäen ihn, einft herein. Täglich will ich Buße blüht er auf und steigt verklärt zu thun und dann froh im Glauben Gott hinauf. bilgsnis ruhn, daß der Tod mich frei von 2. Eine Stimme. Sentt Sünde und mit dir versöhnet finde. mein verwesliches Gebein, o ihr noch Sterblichen, nur ein! Es bleibt im dunkeln Grabe nicht, mein Jesus kommt und hält Ge richt. 1989 mading 3. Die Gemeine. Der Leib, nur ein belebter Staub, muß wer den der Verwesung Raub. Er ruht und schläft, bis er erwacht an je nem Tag aus Todesnacht. 4. Cine Stimme. Mag die Verwesung dich zerstreun, du bald zerfallendes Gebein; gezählt ist, wie des Hauptes Haar, mein Staub! Gott weckt mich wunder. 3. Mit ihm ist uns ein Freund ins Grab getragen; sein treues bar. i did pix du fistpilse Herz wird nicht mehr für uns schlagen, nun kann sein Rath, deß wir uns sonst erfreuten, uns nicht mehr leiten.d 5. Die Gemeine. Des From men Seele lebt bei Gott, der fie befreit von aller Noth, und sie dop von ihrer Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. Since stin 4. Nimm Preis und Dant, daß du in diesem Leben zum 6. Eine Stimme. Der All. Segen den Entschlafnen uns ge barmherzge gehet nicht mit den geben, du nahift ihn uns, wir Erlöften ins Gericht, für die der bi Mel. Herzliebster Jefu ze. Ind sestrom 717. Grabe stehen wir und opfern Thränen, wir schauen in die Gruft mit ban gem Sehnen, da du, o Vater, einen deiner Frommen von uns genommen. mjolb] bim 2. Er liebte bich und strebte, deinen Willen als Jesu Jünger treulich zu erfüllen, gottselig war und deinem Rath ergeben sein ganzes Leben. 0411 Vom Tode. Mittler litt und starb, und ihnenia of: In eigener Melobte. E and Gnad' und Heil erwarb. 719. Chriftus, ber ist mein Leben und Sterben mein Gewinn. Ihm will ich mich ergeben, in Frieden fahr' ich hin. 2. Ich eile gern von hinnen zu ihm, dem Bruder mein, den Him mel zu gewinnen und dort bei ihm zu seyn. Thru un nudi 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angſt und Noth, doch führte Gottes Rechte mich. durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. Boni: 7. Die Gemeine. Du wan. delteft im finstern Thal und litteft hier viel Schmerz und Qual, du trugest deines Heilands Joch, nun bist du todt und lebest doch. SEST 8. Eine Stimme. Bei euch hat Trübsal mich gedrückt, nun bat Gottes erquict. Im finstern Thale wandelt ich, 9. Die Gemeine. Er litt viel mehr, der uns verföhnt und feine Sieger herrlich frönt. O ew ger Lohn für furze Pein, dann wie 4. Wenn mir die Augen brechen, der Athem stockt im Lauf, der Mund nicht mehr kann sprechen: Herr, nimm mein Seufzen auff 5. Wenn mir Sinn und Ge 10. Eine Stimme. Ich trug danken vergehen wie ein Licht, sein Joch bis an mein Grab, nun trocknet er die Thränen ab. Was find die Leiden jener Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit! das hin und her muß wanken, weil Nahrung ihm gebricht; 11. Die Gemeine. Nun, bu Erlöster! schlaf in Rub'! wir ge hen unsern Hütten zu und machen 6. Alsdann fein sanft und stille, wenn fommt mein Stündelein Herr, mich schlafen ein. und es gebeut dein Wille, laß, zu der Ewigkeit mit Freud' und 7. Dann wollst du bei mir blets Bittern uns bereit. ben, wenns Abend worden ist, bid parimat und alle Furcht vertreiben, bis 12. Eine Stimme. Ja, las fich mein Auge schließt. misd fet mich in meiner Ruh' und gehet euern Hütten zu! Schafft eurendag Seligkeit und ringt, bis ihr euch auch der Erd' entschwingt! mada bagnng AKIR& Mel, Gott hab' ich Alles 20. unte Spr 720. ein sind wir, Botty in Ewigkeit; in deis 13. Die Gemeine. D Got teslamm, dein bittrer Tod stärkner Hand steht unsre Zeit. Der uns in unsrer letzten Noth! Laß du gezählt des Hauptes Haar, unfre ganze Seele dein und selig haft, ch' ich war, mir auch be unser Ende seynli stimmt mein Todesjahr. dvd in till 2. Jft nun vollendet unfre Bahn, so nimm dich unser gnä 412 Vom Tode. big an. Hilf uns in unsrer lezten| die öde, dunkle Bahn, zu der ver Noth, Herr unser Gott, ein fanf stockte Sünder mit bangem Herzen ter Schlaf werd' uns der Tod. nahn, wo selbst der freche Spöt. ter nicht mehr zu spotten wagt und vor der Gläubgen Retter er 3. Und macht ihn schwer der Krankheit Schmerz, so stärke das beflommne Herz halt uns in zittert und verzagt. beiner Vaterhut, gieb uns den Muth, der ganz in deiner Fü. gung ruht. 3. Wenn, diese Bahn zu gehen, dein Will' einst mir gebeut, wenn nahe vor mir stehen Gericht und 4. Seift Gottes, in uns wirke Ewigkeit, wenn meine Kräfte be ben und nun das Herz mir bricht: Herr über Tod und Leben, o dann verlaß mich nicht! ewger damit in gläubigem Ver und ohne Graun wir in die Nacht des Todes schaur. 5. Beig' uns die Herrlichkeit des Herrn und unfres Glaubens Lohn von fern; laß uns, wenn wir zum Vater flebn, in Christo sehn, wie er uns liebt, zu dem wir gehn. Rub', traun 6. Ach, Gnab' ergehe dann für Recht, denn von dem sterblichen Geschlecht ist auch der Heiligste nicht rein. Wer kann je bein, Gott, ohne deine Gnade seyn? 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf mir in solcher Angst, der du zum Heil der Sünder selbst mit dem Tode rangst. Wenn bei des Kampfes Ende mich Todesschrecken faßt, dann nimm in deine Hände, den du erlöset haft. ermißt kein sterblich Herz, o Troft 5. Des Himmels felge Freuden für kurze Leiden, für kurzen Lo desschmerz. Dem Sündenüberwin 7. O sey mit deiner Gnad' uns der sey ewig Preis und Dank nab', ist unsre letzte Stunde da. Preis ihm, der für uns Sünder Wenn unser Auge sterbend bricht, den Kelch des Todes trank. leit' uns dein Licht, so fehlt uns Troft im Tode nicht. ndich om schon dem Himmel weihn, 6. Heil denen, die auf Erden und aufgelöst zu werden, mit heilger Furcht fich freun. Bereit, es ihm zu geben, sobald ihr Gott gebeut, gehn fie getroft durchs Leben hin zur Unsterblichkeit. Mel. Herzlich thut mich se. 721. te auf der Erde wal len, die Sterblichen find Staub, fie blühen auf und fallen, des Todes fichrer Raub. Die Stund' ist uns verbergen, da Gottes Stimme ruft; doch jeder neue Morgen bringt näher uns 722. Mel. Der lieben Sonnen Licht 16. ie Christen gehn in dieser Welt durch Jammer, bis auf zur Gruft.ro 2. Getroft gehn Gottes Kinder den Weg zum Himmelszelt, fie dsmannigfachen Bom Tode. 413 ruhn in stiller Kammer. Nach 4. Es hilft nicht Kunst noch wohl vollbrachtem Lauf nimmt Wissen, wir werden hingerissen, Gott die Seele auf das Weizen der morgen, diefer heut. Was forn streut Gottes Hand auf Hoff hilft der Schlösser Menge? Wem nung in sein heilges Land. hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 2. Die ihr schon aufgebrochen sehd aus eurer Brüder Mitten, 5. Was sind der Erde Thro wir freun uns eurer Seligkeit nen? es können alle Kronen vom und folgen euern Schritten! Der Tode nicht befrein. Kann vor nun befreite Geift ist himmelwärts des Grabes Schrecken der Purpur gereift, die Hülle findet ihre Rub' auch bedecken, das Scepter Sicher im Grab, und Liebe deckt sie zu. beit verleihn? 3. Sie bleibt, bis ihre Stunde 6. Wir rechnen Jahr auf Jahre, fchlägt, in heiliger Verwahrung, indeffen wird die Bahre vor unser bis sich das neue Leben regt am Haus gebracht; dann müssen wir Tag der Offenbarung. Und dann, von hinnen, eh' wir uns noch be welch felig Loos in Jesu Arm sinnen, und uns umfängt des und Schooß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn so tief hinab, so hoch hinan! HA fnd blaiss Grabes Nacht. 7. Dies laßt uns wohl bedenfen, das Herz zum Himmel len fen, wo Alles ewig steht. Wer dorthin will gelangen, darf an der Welt nicht hangen, weil sie snda( 0) Mel. Nun ruhen alle se. 723. Die Herrlichkeit der Ermit ihrer Luft vergeht. den muß Staub und Asche werden, kein Fels, fein Erz Mel. Der Tag ta hin, mein Befu se. bleibt stehn. Das, was uns hier ergößet, was man als ewig fchätzet, 724. muß wie ein leichter Traum vergehn. 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so trotzig machen? Sie währen kurze Zeit. Was ist der Menschen Leben? mit Pracht und Glanz umgeben, ists doch nur Land und Eitelkeit. ir sterb' ich einst, wenn ich dir, Jesu, lebte; o daß dein Bild im Sterben vor mir schwebte! dann geh' ich still, in Gott getroft, wie du, durch dich gerecht in meines Grabes Nuh'. 2. Wer also stirbt, der weihet durch sein Sterben die Seinen auch zu frohen Himmelserben; verherr. 3. Der Ruhm, nach dem wir licht wird durch ihn die Gottestrachten, den wir unsterblich ach kraft, die aus dem Schmerz am ten, ist nur ein falscher Wahn; Grabe Wonne schafft. sobald der Geist gewichen und unfer Leib verblichen, ists um der Ehre Dunft gethan.m 3. Bin ich zu schwach, dich ster. bend noch zu preisen, so wollst du doch die Gnade mir erweisen, 414 Vom Tode daß nicht mein Tod dem Schwa- wollteft, Herr, wo du bist, sey chen Anstoß sey, mein letztes Wort auch ich, fam noch zeige mei meine Treu'. 5. Drum finn' ich schon auf 4. Getroft und sanft aus from. Dank und Freudenlieder zu Got mer Christen Mitte zu dir zu gehn, tes Preis, für mich und meine bas, Herr, ist meine Bitte! so Brüder, weil du mit uns durch wird mein Tod Erhöhung deines Todesschatten dringst und uns bei Ruhms und ein Beweis der Kraft dir zum ewgen Leben bringft. des Christenthums. daun Mel. Wenn einst mein Stündlein 26. 5. Zum Lobgefang für mein er fülltes Hoffen stehn mir ja dort die Ewigkeiten offen, hier gieb 726. u wirst, o Bater, für mein Wohl auch einft im Tode sorgen, bleibt mir gleich, meinem Geist nicht schweigt. ld Rath verborgen. Mein Ende steht wie ich sterben soll, nach deinem mir nur, daß, wenn mein Haupt fich neigt, das Flehn zu dir in allein bei bir; erhalte nur den Glauben mir, daß du es weislich ordneft. Mel. Der Tag if hin, mein Jefu ze. 725. u Lebensfürst, dein Sieg giebt mir Ver. 2. Gieb, daß ich meine höchste trauen, du zähmst den Tod, nun Luft an meinem Heiland habe, darf mir nicht mehr grauen, du und, seiner Liebe mir bewußt, führest selbst mich durch das finstre ihm folge bis zum Grabe, daß Thal und machst zur Ruh', was ich auf den, der für mich starb, Andern wird zur Qual. und Troft und Hoffnung mir er warb, stets unverzagt vertraue. 2. Jetzt ist der Tod ein Ausgang aus dem Jammer, ein Eingang hin zur stillen Friedenskam mer, ein Uebergang, bis mein getreuer Hirt den Leib verklärt jur Seele bringen wird. 3. D möchte des Bewußtseyns Straft mir bleiben bis ans Ende, daß auch am Ziel der Pilger schaft das Herz zu dir fich wende, und eingedent der Lieb' und 3. Das ist der Tod! soll er noch Treu', die täglich an mir wurde Menschen schrecken? Vielmehr erneu, mein Geift von hinnen foll ermuntern uns und wecken, scheide. 2nd 1000 er, der die Saat zur 4. Doch soll ich durch Gewalt, bringt, daß jenseits dann ber o Gott, schnell oder angstvoll Erndte Jubel klingt, dall sterben, so fübre nur auch so der vollen Reife 4. Was du so oft und theuer Tod mich zu des Himmels Er uns verheißen, es solle nichts aus ben! Drum hilf mir, daß ich deiner Hand uns reißen, das stehet allezeit zur Rechenschaft vor dir feft: fein Zweifel störe mich! Du bereit die Welt verlassen könne. Voin Tode. 415 15. Fehlt es mir einst an Freugen Heer frohlockend vor dir bigkeit im Kampf mit großen stehen.talm Schmerzen, will weichen die Ge 4. Wie manche Nacht hab ich laffenheit aus meinem bangen Her in Schmerz der Krankheit durch. zen: dann, treuer Vater, rechne geweinet, wie seufzet oft das bange du des Glaubens Schwächen mir Herz, wenn nirgend Hülf erschei nicht zu, nein, hilf mir fie be- net, doch meine Thränen stillen fiegen. gnize ads spes muid fich, denn jenes Leben tröstet mich, 6. Wenn ich einst nicht mehr das mich mit dir vereinet. denken kann, im Tode nicht mehr 5. Wenn mich der Zukunft beten; dann nimm die stillen Seuf- Dunkel schreckt, die Noth der spå. zer an, laß Christum mich ver ten Tage, wenn jene Laft mir treten. Ist er, den du erhörst, Sorg' erweckt, die einst als Greis nur mein, so bin auch ich, mein ich trage, so schöpf ich aus der Vater, dein im Leben und im Ewigkeit mir reichen Troft für Tode. asproda da diese Zeit, daß nicht mein Herz and un sindrs tid hnd nisl verzage. modundo and man 6. Wenn einft, der jetzt noch Mel. Aus thefer oth 16. ouds ferne broht, der Tod mir näher 727. Gin Pilger bin ich in mytet, und nach der Erdentage Welt, Noth mein zum find meine Tage, so manche Noth, ich bereit und tröste mich der mer finket, so bin zum Sterben die mich befällt, reizt noch mein Herz zur Klagej doch, Herr, der Herrlichkeit, die mir entgegen Trost der Ewigkeit verfüßt mir meiner Tage Leid, daß ichs ge duldig trage. winket. Mel. Christus, der ist mein se. SUROTUS 2008 Beben zu meinem 2. Der Sünde Joch, das auf mir liegt, brückt nieder meine 728. inft geb' ich ohne Seele. Wie leicht ist doch mein Tode hin, denn Chriftus ift mein Herz befiegt, wer weiß, wie oft Leben und Sterben mein Ge er fehle? Doch einst werd' ich winn. Baida? vollkommen rein, ganz heilig und 2. Jch fürchte nicht die Schrecken ganz felig seyn; dies tröftet meine der finstern Erdengruft: der wird Seele. mich auch erwecken, der mich zum Grabe ruft.& tistasj brud i at do@ 3. Hier wandeln Viele vor mir hin, die, Jesu, dich verschmähen; 3. Und riefe mich, zu scheiden, tief fränket mich ihr stolzer Sinn, auch heute schon mein Gott, so daß fie dein Heil nicht sehen, folg' ich ihm mit Freuden und dort sieht mein Auge sie nicht sterb auf sein Gebot. dan hing mehr, ich sebe nur der Gläub. 4. Des Lebens Kraft und Fülle 416 Bom Tode. welk' immer bin, wie Laub, und und sein ewges Heil erwerben, dieses Leibes Hülle sey der Ver wesung Raub! ach! möcht es doch bald geschehn! Nahet euch, Erlösungsstunden, da 5. Ich hoff ein beßres Leben, ich, aller Angst entbunden, son das ewiglich besteht. Ein Leib der rauhen Lebensbahn mich kann wird mich umgeben, der nimmer schwingen himmelan. mehr vergeht. 5. Jesus Christus ist mein 6. Dann eil ich dir entgegen, Leben und das Sterben mein mein triumphirend Haupt; ich Gewinn. Engel, fommt, mich erndte ewgen Segen und schau', zu umschweben, tragt zu Gott was ich geglaubt. die Seele hin! Schon hab ich von jenem Frieden selges Vors gefühl hienieden, darum wünsch ich dort zu sehn, wo mich Schauen wird erfreun. plod datat Mel Alle Menschen müffen 18. Pitle Welt, dein bin 729. ich müde; wann, ach 6. Euch, die ihr mich hier ge wann erquicket mich Himmelsruh liebet, die mit mir Ein Sinn vers und ewger Friede, wann ruft band, die mein Scheiden jetzt bes mich mein Gott zu fich? Rufe, trübet, euch befehl ich Gottes Herr, ich will mit Freuden aus des Lebens Trübfal scheiden, denn ich weiß, durch Chrifti Blut ma cheft du mein Ende gut. Sand. Gott versorget, Gott bes schüzet, er wird geben, was Euch nüget: also ist mein Haus bestellt, gute Nacht, du eitle Welt. 2. Dem ist vor dem Tod nicht bange, ber des armen Lebens fatt, und dies Jammerthal schon lange mühevoll durchwandelt hat. Mel. Ich habe gnug se, Er wird alle Stunden zählen, bis 730. s ist genug! so nimm, Befreiung seiner Seelen und das Ende aller Noth ihm erscheinet zu Bions Geistern hin; löf auf mit dem Tod. das Band, das schon allmählig 3. 3war ich bin nicht ungedul. reißt, befreie meinen Sinn. dig, daß mich Kreuz und Elend stille doch dies heiße Sehnen und drückt mehr zu leiden wär ich mach' ein Ende meinen Thränen: schuldig, als mein Gott mir zu es ist genug! geschickt. Weiß ich doch, daß 2. Es ist genug des Jammers, mich kein Leiden kann von seiner der mich drückt, durch unsrer Liebe scheiden; auch das Kreuz, Sünde Schuld; fie hatt' in mir von ihm gesandt, soll mir seyn des Guten Lieb' erstickt, geraubt ein Gnadenpfand. mir beine Huld. Sie hatte mich 4. Darum nur wünsch' ich zu von Gott geschieden, gestöret meis sterben, daß ich Jesum möge sehnlner Seele Frieden: es ist genug! Vom Tode. 417 3. Es ist genug des Kreuzes, 3. Es ist vollbracht! Hinweg das mich fast herab zur Erde find Angst und Pein, find Sor beugt. Wie schwer, o Gott, wie gen, Gram und Schmerz; fein hart ist diese Laft, die nimmer Golgatha soll mir ein Tabor feyn; von mir weicht! Ich muß wohl wie freuet fich mein Herz! Bald unter heißen Thränen mich herz werd' ich zu des Friedens Höhen lich nach Erlösung sehnen: drum aus allen meinen Kämpfen gehen. ists genug! and den Es ist vollbracht! 4. Es ist genug, wenn Gott, 4. Es ist vollbracht! Ich dringe mein Heiland, will, er fennet ja froh hindurch, nichts fesselt mich mein Herz, ich harre sein und noch hier. Ich freig' empor zu balte ruhig still, er heilet jeden jener Himmelsburg, schon zeiget Schmerz, was meine fleche Brust fie fich mir. Ich seh' durch ihre getragen, nimmt er hinweg und goldne Pforten, was Niemand wird dann sagen: Es ist genug! sagen kann in Worten. Es ist 5. Es ist genug! Herr, wenn vollbracht! es dir gefällt, so ende meinen 5. Es ist vollbracht! Mein Leib Lauf; entrücke mich dem Jammag immerhin bald Staub und merthal der Welt, nimm mich Asche seyn; der Heiland, deß ich zu dir hinauf. Heil mir! Ich ewig, ewig bin, verklärt einst fahre hin in Frieden, mein Kreuz mein Gebein. Ich fürchte nicht und Elend bleibt hienieden: Es des Grabes Schrecken, denn Gotist genug! tes Sohn wird mich erwecken. Es ift vollbracht! 6. Es ist vollbracht, Gottlob, es ist vollbracht! Mein Jesus nimmt mich auf. Fahr' hin, o Welt! ihr Freunde, gute Nacht! Ich ende meinen Lauf. Das beste Fahr' hin, o Welt! ihr Freunde, Theil hab' ich getroffen; Heil mir! gute Nacht! ich ende meinen Lauf. Mel. Es ist genug, so nimm te. 731. 23 ist vollbracht, Gott lob, es ist vollbracht! Mein Jesus nimmt mich auf. Ich seh' den Himmel offen. Es Verschwunden sind all' meine Lei ist vollbracht! den; in Jesu fcheid' ich voller Freuden. Es ist vollbracht. 2. Es ist vollbracht! Mel. Mit Fried' und freud' is Mein Jefus nahm auf fich, als Mitt 732. Betroft und freudig ler, meine geh' ich nach Gottes Willen; bald wird sich mir sein Vaterfinn ganz enthüllen, gnädig wird er mir verleihn, was Christus mir erworben. 2. Erbarmend sprach der Herz 27 stamm litt er und starb für mich; o welche große Huld! Ich hab' in meines Heilands Wunden auf ewig volle Rub' gefunden. Es ist voll bracht! 418 Vom Tode. 300 tall zu mir: dir ist vergeben; ich gebe und dem Sinn. Und ob du hoch meinen Frieden bir, du sollst le. gepriesen bist, die Welt vergißt ben; fürchte nichts, denn du bist dein, wenn dich Grabesnacht um. mein, ich habe dich erlöset. schließt. 3. Dies ist mein Trost: ich bin 6. Gieb, Herr, daß ich beden. erlöft und Gottes Erbe; ich weiß, fen lern': nie sey mein Ende von daß er mich nicht verstößt, wenn mir fern, daß ich nie sey der ich sterbe. Tod, wo ist nun deine Stimme taub: auch du bist Staub Macht, wo ist dein Sieg, o Hölle? und wirst dereinst des Todes Raub! 4. Gott ist mein Fels, auf ihn allein will ich vertrauen. Ichy 7. Jch fürcht' ihn nicht, denn fehne mich, bei ihm zu ſeyn, ihn er entrückt uns nur dem Leiden, zu schauen. Lange dürftet schon das uns drückt. Schließt er mein mein Herz, ihn droben anzubeten. irdisch Auge zu, dann fübreft du, o Herr, mich zu der ewgen Ruh'. danlaginé Mel. Ich hab' mein' Sach' 26. Pott hab' ich Alles heim. 733. 8. Der Leib, ins stille Grab gestellt, er machs mit Schmerz bedrängt. versenkt, ruht dann, von keinem Und froh mir, wies ihm gefällt. Mit Freu. schwingt sich der Geift binan die den bin ich stets bereit, wenn ers Himmelsbahn, mit neuem Leibe gebeut, zu scheiden aus der Zeit angethan. lichkeit.us asd 2. Es ist ja dieses Jammerthal voll Angst und Trübfal überall und unser Leben schnell verstreicht, dem Pfeil es gleicht, der eilend hin zum Ziele fleucht. richt, o Gott, doch ich verzage 9. Zwar harret meiner dein Ge nicht. Ich weiß, dein Sohn ver. goß sein Blut auch mir zu gut, das hebt und stärket meinen Muth. 3. Nichts hilft dem Menschen 10. Mich hält dein Sohn an Gut und Geld, denn nackt und seiner Hand, mit dem der Glaube bloß kam er zur Welt; und unser mich verband. Bin ich auch nicht Aller barrt das Loos, auch nackt von Sünden rein, ich bin ja und bloß zu finken in der Erde sein! Mir können feine Strafen dräun. 01507 Schooß.nasom nestly 4. Wer weiß wann Gottes 11. Dich schau' ich dann, du Stimme ruft? Den Jüngling auch ewges Licht, von Ungeficht zu empfängt die Gruft. Und wer am Angeficht. Und fern von jedem Morgen froh erwacht, hat oft vor Erdenleid, in Herrlichkeit, lob' ich Nacht schon seinen Lebenslauf voll dich, Herr, in Ewigkeit. bracht. Bod un spins 12. Amen, mein frommer, treuer 5. Man trägt eins nach dem Gott! bescheer' uns einen felgen andern hin, wohl aus den Augen Tod! Gieb, daß wir mögen freu mis piist! * TS sdo mode Vom Tode. dal nie med dr sdop di de denreich, den Engeln gleich, ver. einigt seyn in deinem Reich! 3M E 6. Weblan! so will ich täglich sterben und leben so, als lebt' ich nicht, dann kann die Seele nicht verderben, wenn gleich mein Aug' im Tode bricht; mein Tod ift Mel. Wer nur den lieben Gott se. 734. Ber Gott, du fenneft füß, ich ſterbe dir, benn bu, meine Tage, mein in mir. weißt, daß ich, dein schwaches 7. So fommt, ihr feierlichen Kind, des Todes Keim in Glie Stunden, fomm', eile, mein Er dern trage, die irdisch und zerlöfungstag, da ich, von aller brechlich find, drum mache du Noth entbunden, zum Leben ster mich allezeit zum Sterben fertig bend dringen mag. Da find' ich und bereit. in des Höchsten Hand mein Eden und mein Vaterland. 2. Du haft mir meine Zeit ge geben und ihr zugleich das Ziel bestimmt. Wer weiß, wie bald mein furzes Leben für diese Welt BIS 419 4. Früh will ich nach der Hei math trachten, in der ich ewig bleiben kann, vor allem auf den Himmel achten, den Christus mir bat aufgethan; so wird mein Haus hier auf der Welt und auch im Himmel wohl bestellt. Mel. Herr Jefu Chrift, wahr'r 16. med alle tin Ende nimmt; drum flöße mir 735. Herr Jefu Chrift, mein und Gott, der die Weisheit ein, Ende stets bedacht zu seyn. 3. Hier hab' ich lebenslang zu lernen, mich ganz der Sünde zu entziehn, mich von der Weltluft zu entfernen und um den Himmel zu bemühn. Ein selges Ende erst beweist, was Christenthum und Glaube heißt. du erlittest Angst und Spott, für mich den Tod am Kreuze starbst und mir des Vaters Huld erwarbst. 2. Jch bitte dich fraft deiner Pein, du wollft mir Sünder gnä dig seyn, wenn ich nun komm' in Sterbensnoth und ringe mit dem bittern Tod. BU 3. Wenn mir vergehet das Ge ficht, dann sende mir des Glau bens Licht; und wenn ich nicht mehr sprechen kann, dann nimm mein stilles Seufzen an. ald 4. Wenn mein Verstand sich nicht besinnt und Menschenhülfe ganz zerrinnt, dann steh' nach deiner Lieb und Treu' in meinem sproste 5. Führ' mich aus diesem Jam merthal, verfürze mir des Todes d Qual! laß deinen Geist dann bei mir seyn, daß ich schlaf sanft und Iselig ein." 27* 5. Mein Herz ist nur im Him. mel broben, dort ist der Seele legten Kampf mir bei. da Erb' und Theil; bei Christo ist mir aufgeboben der Freuden Fülle, ewges Heil, mir ist das Eitle viel zu schlecht, im Himmel ist mein Bürgerrecht. TOL 420 Vom Tode. Gam freudig ihren Lauf. 6. Den Leib laß ruhn in seiner| deinem Thron hinauf lentt fle Gruft, bis ihn dein großer Tag einst ruft; zerreiße dann mit star ter Hand des Todes und des GraAbo bes Band. 4. Wenn die matten Augen brechen, sen der Geist doch hoch erfreut, mög' an meinem Staub sich rächen dieser Welt Vergäng lichkeit. Auch der Leib, der in der Erden erst als Staub zu Staub muß werden, wird dereinst verklärt und schön durch die Allmacht auf. erstehn. 5. Treuer Vater! ich befehle mich meinen Geist in deine Hand: das führe die verklärte Seele in das Mel. Jesu, der du meine Seele sc. rechte Vaterland. Nach der Trübgfal, nach dem Leiden überschütte fie mit Freuden, daß kein Leid und kein Geschrei, daß kein Schmerz und Tod mehr sey. ad 736. e, laß mich in Frie den fahren, und 6. Und in meinen letzten 3ü. Jesu Christo seyn, wo sich die ver gen bleib', to Jesu, du bei mir: klärten Schaaren in dir, ihrem hilf mir kämpfen, hilf mir fiegen! Gott, erfreun. Christus ist und Ewig hängt mein Heil an bir. bleibt mein Leben; er der Wein. Mit dem innigsten Entzücken will ftod, ich der Reben. Drum ist ich an mein Herz dich drücken! Sterben mein Gewinn; Gott, Kämeft bu, o Herr, schon heut'! nimm meine Seele hin! Komm', die Seel' ist ganz be 7. Dann denk, o Herr, nach deiner Huld nicht meiner großen Sünden Schuld, und lasse dort mit dir zugleich mich ewig seyn in deinem Reich. 8. Ich halte fest und zweifle nicht bei dem, was mir dein Wort verspricht: wer an glaubt, obschon er stirbt, eige Leben doch erwirbt. 2. Von der Erde schon befreiet, reit. fehnet sich mein Geist nach dir; Chriftus hat mein Herz erneuet, öffne nun die Himmelsthür! Dort, Here, du mir ch Herr, in jum Gnadenlohne geben! Haller 737. eine prat, bu ujah in der Zeit, Lob und Preis haft mich an das Licht gebracht, in Ewigkeit! and und du erhältst mir auch das Le3. Ist dein Kommen gleich ver- ben; du kennest meiner Monden borgen, kommst du doch zur rech- Sahl, weißt, wann ich diesem ten Zeit und bringst den verklär- Erdenthal auch wieder gute Nacht ten Morgen ungetrübter Seligkeit. muß geben, wo, wie und wann Aus der dunklen Erdenhöhle eilt ich sterben soll, das weißt du, dann die erlöfte Seals, und zu Herr des Lebens, wohl. Aholma bing In eigener Melodie. Vom Tode. 3003 MO 421 willst du nicht, drum schreckt mich nicht dein streng Gericht, weil da auch mich in Chrifto liebeft; drum fahre Furcht und Zweifel hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. 2. Wen hab' ich doch, als dich allein, der mir in meiner legten Pein fann Troft und Rath und Hülfe bringen? Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann und 7. Herr Jesu Christ, dein theu, ich muß mit dem Tode ringen, res Blut vergoffest du auch mir wenn allen Sinnen Straft gebricht, zu gut, ich weiß, daß ich dir an thust du es, Gott, mein Seiland, gehöre. Fällt ja in meiner To nicht? nista data d quidespein mir noch ein banger Zweis 3. Mich dünft, schon lieg' ich fel ein, fo rette deines Leidens fraftlos da, dem letzten Augen Ehre; du haft so viel an mich ge blicke nab', von Todesangst schon wandt, o laß mich nicht aus dei überfallen, Gehör und Rede nehner Hand! men ab, die Augen sehen nur 8. Nein! nein! ich glaube feft, das Grab; doch kränkt die Sünde mein Heil, ich hab' an dir auf mich vor Allen, die Stimme des ewig Theil, du bist im Tode noch Gewissens spricht: Gerecht ist Gott! mein Leben! So fieg' ich über er hält Gericht! Angst und Noth, ob auch die 4. Ich höre der Pofaune Ton, Hölle und der Tod mit ihren ich sehe meinen Richter schon und Schrecken mich umgeben: dieweil um ihn alle Völker stehen; geöff. ich lebe, bin ich dein; dein werd' net liegt vor ihm sein Buch, schon ich auch im Tode seyn. hör' ich des Gesetzes Spruch, ihn wendet nicht mein ängstlich Fle hen; Verdammniß ist des Sün, ders Theil, er hat kein Recht an Gottes Heil. Mel. Wer weiß, wie nahe mir 16, once 738. ch sterbe täglich und 5. Kein Geld noch Gut errettet mich, umsonst erbeut ein Bruder mein Leben eilt im mir fichre Bürgschaft geben, daß mer zu dem Grabe hin; wer kann ich noch morgen lebend bin? Der fich, den fündgen Bruder zu er. Eod, der Tod kommt her, hin lösen. Ein Jeder wird alsdann empfahn den Lohn für das, was er gethan, in dem Gericht schützt nichts den Bösen. Wer hilft mir sonst in dieser Noth, thust du es nicht, mein Herr und Gott? gebt die Zeit, ach, wär ich tägich doch bereit! mer Boten, eb' er die Sichern 2. Es schickt der Tod nicht im überfällt. Drum mußt du schnell ins Land der Todten; wohl dir, ist Herz und Haus bestellt. Oft 6. In meiner Seele großem Schmerz erheb ich zu dir aug' hängt, oft hängt an einem Au und Herz, der du die Missethat genblick dein ewges Unglück oder vergiebest; den Tod des Sünders Glüd. 422 13. Herr aller Herren, Tod und Mel. Wer nur den lieben Gott te. Leben hast du allein in deiner 739.ch weiß, es wird mein Ende Hand, wie lange du mir gegeben, das ist und bleibt mir weiß ich nicht, wo, wie und unbekannt; drum gieb, drum wann? Vielleicht werd' ich der gieb, Herr, daß ich jeden Tag an Welt entnommen, bevor ein neuer meinen Abschied denfen mag. Tag bricht an, vielleicht ist schon Stund ein Ende nimmt. mein Ziel bestimmt, eb diefe Bom Tode. DO BACA 4. Es fann vor Abend anders werden, als es den Morgen mit 2. Dies Alles kann mich nicht mir war, wo ich auch wandle hier auf Erden, steht neben mir die betrüben: in Gottes Hand steht Todtenbahr'. Ein Schritt, ein meine Zeit. Der Menschen Tage Schritt nur ift es bis dahin, wo find geschrieben in seinem Buch ich des Grabes Beute bin. von Ewigkeit; ist das, was sterbe lich, abgethan, dann fängt un sterblichs Leben an. 5. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn sich am Ziel mein Auge schleußt; drum bet' ich in gefunden Tagen: Herr! bir befehl' ich meinen Geift. Und wenn, und wenn ich kaum noch feufzen kann, dann nimm des Hei lands Fürsprach' an. 3. Ich weiß aus Gottes theurem orte, der Tod sey Gläubigen kein Tod; er ist mir eine Himmels Pforte, das Ende aller meiner Noth, ein sanfter Abend, der mich fühlt, wenn ich ch des Tages Laft gefühlt. 4. Drum harrt mein sehnendes 6. Kann ich nicht segnen dann Verlangen, bis mich der Tod der die Meinen, so fegne du sie, Erd' entrückt. Mit Freuden will Herr, für mich, wenn um mich ich ihn empfangen, weil Jesus her fie zagend weinen, o Va diesen Boten schickt, der nach des ter! so erbarme dich; dann laß, Lebens Angst und Pein mich füh dann laß auch der Verwaisten ret in den Himmel ein. forged Schrei'n durch deinen Sohn er. hörlich seyn. 001 5. Laß nur, Herr Jesu, meine agung( dbo him fas Seele im wahren Glauben fertig 7. Dringt endlich mir der Tod stehn, daß ich nicht meines Ziels zum Herzen, so schließ mir, Herr, verfehle, wenn ich einst muß von den Himmel auf; verkürz' des hinnen gebn. O mache du mein letzten Kampfes Schmerzen und Herz bereit zur Reise nach der führe mich zu dir hinauf. Dann Ewigkeit.spis fterb', dann sterb' ich ohne Angst 6. Gieb, daß ich stets in Buße und Pein und selig wird mein lebe, verleih' mir ein geheiligt Ende seyn. dar din and Herz, wenn ich den Geist dir mua tim i sis) dal übergebe, dann tröfte mich dein Vom Tode. Todesschmerz so scheid' ich freu dig von der Welt, wo, wie und wann es dir gefällt. thin thi is 423 bists, dem ich vertraue, bis einft mein Auge bricht; mit allen Selgen schaue ich dann dein An gesicht.reld du indspeg usd dig murd tannisduu Mel. Wer nur den lieben Gott 16. DDM# 939 deibid.# 190 Rein Gott, ich weiß ad 211 Mel. Befiehl du deine Wege 32037 203 30usd irsiminantis On Gottes 740. geben, verlaff ich gern die Welt, ich geb' zum bef- 41. wohl, daß ich s fern Leben, sobald es Gott gefällt. fterbe, ich weiß, wie bald der Was wärs, das mich betrübte? Mensch vergeht, und finde hier Dort schau' ich ewig den, der kein fichres Erbe, kein Gut, bas meine Seele liebte, noch eb' ich ewiglich besteht: drum zeige mir ihn gesebn. in Gnaden an, wie ich recht selig sterben tann. GDY mod MI 2. Er ruft zur Zeit der Schmer zen uns voll Erbarmen zu: kommt2. Mein Gott, ich weiß nicht, her, beladne Herzen, ihr findet wann ich sterbe, ob es nicht heute bei mir Ruh'. Dies Wort aus noch geschieht, daß mich des Todeinem Munde laß, Herr, auch des Hauch entfärbe, der Blume mich erfreun, und in der letzten gleich, die schnell verblüht: drum Stunde mir Geift und Leben mache täglich mich bereit zum feyn. Hingang in die Ewigkeit.1 ust 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, wie mich des To dem 3. Mit dir muß es mir glücken, daß ich den Kampf besteh', wenn dich, mein Heiland, seb'; auf wird das Scheiden herbe, sanft dich, der du für Sünder selbst mit wird der Andre heimgeführt: doch dem Tode rangst, als mächtger wie du willst, nur das verleih', Ueberwinder ihn auch für mich daß ich getroft im Scheiden sey. bezwangst. nis Tommi na ni 11 4. Mein Gott, ich weiß nicht, 40 Der frohe Siegsgedanke: wo wo ich sterbe, und welcher Hügel tft dein Stachel, Tod? stärkt mich, einst mich deckt; gnug, wenn ich daß ich nicht wante in meiner dieses nur erwerbe, daß ich zum Todesnoth. Durch dich wird, Leben werd erweckt: wo dann wenn ich sterbe, das Sterben mir mein Grab auch möge feyn, bie Gewinn, ich bin des Himmels Erd' ist allenthalben dein. Erbe, weil ich dein eigen bin. ostjal 5. Nun, treuer Bater, wenn 5. Dein Blut kann nicht ber ich sterbe, so nimm du meinen gebens für mich gefloffen seyn; Geift zu dir; ich weiß, daß ich bu schreibst ins Buch des Lebens dann nicht verderbe, lebt Christus auch meinen Namen ein. Du und sein Geist in mir: darum 424 Vom Tode erwart' ich glaubensvoll, wo, wie| flärten Leibe. Er, der rief: es und wann ich sterben soll. onion sim ist vollbracht! nahm bem Tode seine Macht dispice Mel. Jefus, meine Suversicht 16. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin; siehe dein Gebein versen somer) eine Lebenszeit Sprich: daß ich Erde 742. 2 streicht, stündlich bin, lehre du mich selbst bedenken. eil ich zu dem Grabe; und wie Lebre du michs jeden Tag, daß wenig ists vielleicht, das ich noch ich weiser werden mag. ju leben habe? Dent, o Mensch, an deinen Tod, säume nicht, denn Eins ist Noth. In eigener Melodie. Die d Gottes Wille. 2. Lebe, wie du, wenn du 743. Mit Fried' und Freud' ftirbst, wünschen wirst, gelebt zu fahr' ich dahin, ifts haben. Güter, die du hier er. Getroft ist mir wirbst, Würden, die dir Men mein Herz und Sinn, sanft und fchen gaben, nichts wird dich im stille, wie Gott mir verheißen Tod erfreun; diese Güter find bat, der Tod ist mir ein Schlum nicht dein. mer. alba 3. Nur ein Herz, das Gutes tes Sohn, dem Troft der From 2. Das dank ich Christo, Got liebt, nur ein ruhiges Gewissen, men, der zu uns von des Vaters das vor Gott dir Zeugniß giebt, Thron ist gekommen, daß er Heil wird dir deinen Tod versüßen; und Leben sey in Noth und auch dieses Herz, von Gott erneut, im Sterben. giebt im Tode Freudigkeit. 3. Den hast du Allen vorgestellt 4. Wenn in deiner lehten Noth mit großen Gnaden, zu seinem Freunee troftlos um dich beben, Reich die ganze Welt eingeladen dann wird über Welt und Tod durch dein theuer heilsam Wort, dich dies reine Herz erheben; bann das überall erschollen. erschreckt dich kein Gericht, Gott ist deine Zuversicht. 4. Er ist das Heil und felge Licht den Völkern allen, daß einst, 5. Daß du dieses Herz erwirbst, die es noch sehen nicht, in ihm fürchte Gott und bet und wache. wallen; er giebt Heil der ganzen Sorge nicht, wie früh du stirbst; Welt, ihm sey Preis, Dant und deine Zeit ist Gottes Sache. Lerne Ehre. nur den Tod nicht scheun, lerne feiner dich erfreun.id 6. Ueberwind ihn durch Ver. an wen itten in dem Leben ich gläube, und ich weiß, ich 744. 26 find wir vom Leb werd' ihn schaun einft in dem berlumfangen; wer ist, der uns Hülfe 31 6 320dsilpn In eigener Melobie. Vom Tode 425 schafft, daß wir Gnad' erlangen? jeder Laft der Erde, Gott schauen Das bist du, Herr, alleine. Uns werde. Das reuet unsre Mifsethat, die den Zorn verdienet hat. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starter Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht berfinken in der bittern Todesnoth. Erbarm' dich unser! 400 2. Seh mir willkommen, heiß ersehnte Stunde, wenn scheidend ich mit schon erblastem Munde den preis im Tode, der auf höhre Stufen mich nun gerufen. 3. Wie bin ich doch des langen Weges müde! Mein einger 2. Mitten in dem Tode wird Wunsch ist jenes Lebens Friede, das Gericht uns dräuen; wer will wo jedes Herz, wie schwer es uns aus solcher Noth gnadenvoll sey verwundet, in Gott gefun befreien? Das thuft du, Herr, det. alleine. Dich jammert unsre Sünd' und Leid, du thuft uns Barmher gigkeit. Heiliger Herr und Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen, wenn wir vor Gerichte ftehn. Er. barm' dich unser! Mel. Herzliebster Jesu se, 4. O ging ich bald, sehs auch auf dunklen Wegen, dem Morgen meines höhern Sehns ent gegen! Owandelt ich schon, wo am hellern Tage verstummt die Klage! 5. Doch, dürfen wir in Un. geduld und Thränen uns nach dem Ziel der Laufbahn schmerzlich sehnen? Jsts frömmer nicht, vor Gott fich findlich beugen und ru big schweigen? 3. Mitten in dem Weltgericht, wo die Schuld uns schrecket, ach, zu wem fliehn wir dann hin, der uns gnädig decket? Zu dir, Herr Chrift, alleine. Vergossen ist dein 6. Der Vater nur weiß, was theures Blut dieser fündgen Welt dem Kinde nüket; er ist es, ber zu gut. Heiliger Herr und Gott! mit Lieb' uns unterstüzet. Wer Heiliger starter Gott! Heiliger ist wohl je an seiner Hand erlegen barmherziger Seiland! Du ewiger auf rauhen Wegen? Gott! Laß uns nimmer fallen 7. Auch mir find heilsam dieser aus des rechten Glaubens Troft. Erde Leiden, durch die sich einst Erbarm' dich unser! vom Gold die Schlacken scheiden, daß ich gereift für himmlische Ge nüffe die Heimath grüße. 8. Drum, bis auf dein Geheiß 745. der Tod erscheinct, und ich die legten Thränen ausgeweinet, ge schlüge, und bald die müde Seel beut bein heiliger, dein weiser hinübertrüge, wo ich befreit von Wille mir tiefe Stille. ngi baß mir der Er. lofung Stunde 426 Vom Tode. 9. Ganz bir ergeben will ich Mel. Wachet auf, ruft uns e. ruhig warten, bu lobnft auch d has Der Chor mix, wie Allen, die dein vollten, wirft mich, wenn ich bot bracht dies Prüfungsleben, zu dir erheben. tuns im Bpil slhe anim sun vibrulle Belig find des Him. 747. mels Erben, die Todten, die in Chrifto sterben, jur Auferstehung eingeweiht! Nach Jonasdont thíchl du den letzten Augenblicken des Todes. Mel. Jefu, meine Freude e schlummers folgt Entzücken, folgt Wonne der Unsterblichkeit! In 746. Rube, fromin beftattet, Frieden ruhen fie, los von der du Schmerz er Sohn mattet, unter Christen hier. Wir Gottes Thron zu seinem Erde Müh'! Hosianna! Vor bie Blicke senkend, dein in Weh, muth denkend, weihen Thränen folgt ihnen ihrer Werke Lohn! bir. Als ein Christ hast du gelebt, m wandelteft auf Gottes Wegen hö herm Licht entgegen. Die Gemeine. Mel, Jesus, meine Suversicht e. P 2. Droben einst belohnen dich 2. Staub bei Staube rubt ihr bes Richters Kronen, der die Thaten wägt; hier sind unserm Kreise deiner Treu' Beweise blei bend eingeprägt. Ruh' in Frieden dann dein Geist ist zu Christo aufgenommen in das Chor der Frommen. Abin dol mund nun in dem friedevollen Grabe! Möchten wir, wie ihr, auch ruhn in dem friedevollen Grabe! Ach, der Welt entrannt ihr schon, fan det eurer Arbeit Lohn. mee us 3. Du bist wohl geborgen, wir 3. Jesu wills! Wir leben noch, leben noch in Pilgerhütten. Alle trugen einft dies Joch, Alle, die die Kron' erstritten. Endlich, end voll Leid und Sorgen, daß der lich kommt der Tod, führt, wie Tod uns schied. Die verlaßnen sie auch uns zu Gott. Deinen stehn am Grab und wei 4. Jesus lebte felber hier, lebte nen, daß ihr Glück verblüht, brin. selbst in Pilgerhütten, ach, viel gen dir, verklärter Geist, Dank mehr, viel mehr, als wir, hat der für alle Lieb' und Treue, für des Göttliche gelitten. Standhaft laß Beispiels Weiben 1110000 im Kampf uns stehn, stets auf dich, Bollender, sehn! ist pa 4. Nun ruht Staub bei Staube, doch dein selger Glaube lebet in 5. Was ist dieses Lebens Zeit? uns fort. Wo der Weltverfühner, Eine schwüle Mittagsstunde; den find auch seine Diener, welch ein noch hängt die Seligkeit an der tröstlich Wort! Traurig scheiden turzen Lebensstunde ewges Leben wir von hier doch erhört wird oder Tod wägt uns zu der heilge unser Flehen durch solch Wieder Gott. fehen nimmt( 6. Jesu, unsre Zuversicht, un Vom Tode. 427 fer Theil ist einst das Leben; wenn Verstorbene Kinder an thre auch unser Auge bricht, wirst du dol Eltern. es aus Gnaden geben; deinen Frieden gabst du schon uns zum Pfande, Gottes Sohn. and misd Indo Der Chot. 8. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sey dir, Jefu Chrift! Mel. Ich dank' dir, lieber te. 748. bab ich obgefieget, mein Lauf ist nun 7. Wer an dir im Glauben hält, den wirst du einst aufer. vollbracht; nur meine Hülle lieget weden. Diefe Kraft der bessern und schläft in Todesnacht. Des Welt laß bei unserm Tod uns Baters treue Liebe sieht sehnend schmecken. Gieb uns mehr noch, in mein Grab; die Mutter wendet als wir flehn, mehr noch, als trübe die nassen Augen ab. wir jetzt verstehn. 2. Jbr neget eure Wangen, ihr Eltern, über mich, euch bat das Leid umfangen, daß euch das Herz fast bricht. tröstet euch, ihr Lieben, thut nicht so angstig Versöhner, lich! Was wollt ihr euch betrů. Jhr, der Ueberben? stehts doch gar wohl um winder Chöre, bringt Dant, Un mich. betung, Preis und Ehre dem 3. Denk', Vater, wie viel Sor Lamme, das geopfert ist! Er gen, wie manche bange Nacht, sant, wie wir ins Grab, laßt wie manchen düstern Morgen ein nun vom Weinen ab, ihr Er liebes Kind oft macht. Was ihm löften! Nicht Schmerz, nicht kann widerfahren, das fürchtet, der Pein, nur Wonn' allein wird an es liebt; den Kummer fannst du des Lammes Throne seyn! sparen, drum seh nicht so betrübt. NOI si 4. Ach, Mutter, laß die Säbren Die Gemeine. und stell' dein Klagen ein. Muß 9. Nicht der Mond, nicht mehr nicht des Herrn Begehren an uns die Sonne scheint uns alsdann! erfüllet seyn? Das, was du jetzt Er ist uns Sonne, der Sohn, beweinest, was dir so wehe thut, die Herrlichkeit des Herrn! Heil, ist besser, als du meinest; denn nach dem wir weinend rangen, Gott macht Alles gut. nun bist du, Heil, uns aufge 5. Wohl ist nun euerm Kinde, gangen, nicht mehr im Dunkeln, das jeßt dem Schiffer gleicht, der nicht von fern. Nun weinen wir schnell bei günstgem Winde den nicht mehr! Das Alt ist nun Hafen bat erreicht; dem Pilger, nicht mehr! Hallelujah! Er ging der die Mühe des Weges nicht ge boran des Todes Bahn, wir fol spürt, weil ihn ein Richtsteig frühe gen ihm einst himmelan! dem Ziel bat zugeführt. od rim 300 6. Dabin find Ungst und Schmer jen, auf immer, immer hin, ich ng sal Dom Tode 428 freue mich von Herzen, daß ich dein Beispiel und dein Wort. erlöset bin; ich leb' in tausend Uns, die deinen Werth gefehn, Freuden in meines Gottes Hand, kann dein Bild nie untergehn, mich trifft forthin kein Leiden, und dir folget noch im Grabe das dieser Welt bekannt. Lieb' und Dank als fromme Gabe. 7. Die noch auf Erden wallen in irrthumsvoller Zeit, vermögen kaum zu lallen von froher Ewig teit. Viel besser, wohl gestorben, als mit der Welt gelebt! Ich hab' das Erb' erworben, nach dem der Fromme strebt. 8. Jhr weiht mir Blumenkränge, wie man den Sieger ehrt; im ew. gen Himmelslenge wird Schönres mir gewährt. Das ist die grüne Krone, die ewge Giegespracyt, womit von seinem Throne mich Gottes Sohn bedacht. 4. Gott, der du ihn uns ge schenket, die sey Preis und Dank dafür! Der du ihn zum Heil ge lentet, Dant, o Jesu, Dank ſey sir! Lenfe stets auch unsern Sinn auf das ewge Erbtheil hin! Gieb uns Allen, was wir flehen, dort ein selges Wiedersehen! 193 Fürbitte für Sterbende. Mel. Mitten wir im Leben te, 750.t Stärke, die zu dieser Zeit, da wir, Herr, dir fingen, müde, sprachlos und voll Schmerz mit dem Tode rin gen! Du nur fannst sie erquicken. enden in Verwesung Sie liegen da und fehn hinab in und in Staub? Läßt der Tod aus das schauervolle Grab. O Vater, seinen Händen nimmermehr den el. Ston klagt mit Angst se. Boll denn Alles, Alles 749. theuren Raub? Blicket hoffnungs. unser Gott! Mittler, Jesu los binab unser Aug ins öde Chrift! Heilger Geift, barmhers Grab? Jft auf ewig nun berlo, iger Tröster! Ewger Gott und ren, was sich unser Herz erkoren? Herr! Laß sie nicht verfinken in des Todes lehter Angft! Sey ihr starter Schuß! 2. Nein, du bist uns nicht ver loren, ob dein Leib auch bald zer. fällt, denn dein Geift weilt neu 2. Wer mit einem Trunfe labt geboren schon in einer bessern deiner Jünger Einen, der soll dort Welt. Was du Wabres hier ge mit frohem Muth im Gericht er dacht, was du Gutes treu voll scheinen. ir labten gern die bracht, reift zu ewgem Seil und Matten. Doch da sie nichts mehr Segen bort vergeltend dir entge laben fann, flehen wir für fie gen. dich an. O Vater, unser Gott! 3. Auch bei uns, die dich be- O Mittler, Jesu Chrift! Heil weinen, wirkest du in Segen fort; ger Geist, barmherziger Tröster! unvergessen von den Deinen bleibt Ewger Gott und Herr: Laß fie Tom Tode. 429 freudig stehen in der Stunde des Gerichts! Sey ihr starker Schutz! 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd' ich im Grab nicht blei 3. Ach, weil Jesus Christus ben: mein höchster Troft dein' Auf felbst diesen Kelch getrunken, und fahrt ist, fie kann die Furcht ver. von größrer Qual umringt ift treiben: denn wo du bist, da ins Grab gefunfen: um seines komm' ich hin, daß ich stets bei Todes willen hör' unser thränen dir leb' und bin, drum fahr' ich voll Gebet, das für sie um Gnade hin mit Freuden. fleht! O Vater, unser Gott! O Mittler, Jesu Chrift! Heilger Geift, barmherziger Tröster! Ew ger Gott und Herr! Laß fie sanft entſchlummern und einst fröhlich auferstehn! Seh ihr starker Schuh! Mel. Wenn mein Stündlein 26, 751. 2 einst mein Stündlein kom. men ist, daß ich nun soll erblaf, fen, so steh' mir bei, Herr Jesu Chrift, du wollst mich nicht ver Laffen. befehl in deine Händ' ich meine Seel', du wirst sie wohl bewah pe o ren. 2. Die Sünde wird mich frän ten sehr, mein Herz mich hart berklagen; der Schuld ist viel wie Sand am Meer, so daß ich möcht' verzagen. Doch denk ich in der letzten Noth an deinen bittern Kreuzestod; so hab' ich Troft und Frieden. enn Mel. Jefu, meines Lebens se. Ing is ontmart 752. er mit gläubigem Sohne Gottes hing, wer für seine Gemüthe an dem Ehre glühte und auf seinen We gen ging, deffen Angedenken ehre, wenn er stirbt, die fromme Säbre, und mit seinem theuren Bild bleibe jedes Herz erfüllt. 2. Er hat jenen Ruhm erwor ben, welcher immerdar besteht, An meinem letzten End' und mit ihm ist nicht gestorben, was er Gutes ausgesät; dieses bleibt, wie in den Stunden, wo die Sonne schon verschwunden, noch der Abendröthe Schein blei bet, um uns zu erfreun. ten vollen Segen uns zurück, und 3. So auch ließ er seiner Tha ihm reift aus diesen Saaten jetzt des Himmels ewges Glück. Gott, der Richter aller Welten, wird fie offenbar vergelten; alle bringt er an das Licht, nur der Fehler denkt er nicht. magen og hist 3. Ich bin ein Glied an dei nem Leib, deß tröft ich mich von Herzen, von dir ich ungeschieden bleib in Todesnoth und Schmer. 4. Preift den Herrn, daß seine zen. Und wenn ich sterbe, sterb Gnade Kraft dem nun Verklärten tch dir, ein ewges Leben haft gab, um der Wahrheit heilge du mir durch deinen Tod erwor Pfade fest zu wandeln bis ans ben. Grab; preift den Herrn, der ihn 430 Vom Tode. geliebet, thn durch weise Zucht wohn', erwecke mich, o Gottes geübet, und ibn der verderbten Sohn, daß ich mich stets erhalte Welt hat zum Beiſpiel aufgestellt. wach, und jeden Tag, eh ich noch sterbe, sterben mag. 5. Dieses bleib', als sein Ver. mächtniß, ewig unserm Herzen 5. Was hilft die Welt in letzter werth, und es werde sein Ge. Noth? Lust, Ehr' und Reich dächtniß, wie er es verdient, ge thum in dem Tod? Was kehrst ebrt! Gleich ihm laßt uns eifrig du dich dem Eitlen zu, es flieht streben, Christo, unserm Herrn, im Nu und führt dich nicht zur zu leben, freudig, wie auch er wahren Rub'. gethan, wandeln auf des Heiles Bahn. 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Luft! mir ist das höchste Gut be 6. Ehren also wir die Brüder, wußt, das such' ich eifrig für und die man zu dem Grabe trug, o, für, das bleibet mir; Herr Jesu, dann ehrt man so uns wieder, zeuch mein Herz zu dir! wenn auch unsre Stunde schlug. Dann wird mancher Fromme sa gen: würdig ist er unsrer Klagen, würdig, daß man ihn beweint, denn er war des Heilands Freund. Mel. Ich hab mein' Sach' se. 753. Mie fleucht dahin der Menschen Zeit! wie eilen wir zur Ewigkeit! wie Man. cher finkt in Todesnacht, eh' ers gedacht und sich dazu bereit ge macht. 7. Wie wird mir seyn, wenn ich dich seh' und dort vor deinem Throne steh'! dann ist verschwun den diese Zeit mit ihrem Leid und ich geb' ein zur Herrlichkeit. Das Ende der Frommen. Mel. Nun ruhen alle Wälder 16. 754. ie fanft sehn wir den Frommen nun bald der Erd' entnommen, sich feinem Biele nahn: wo von den 2. Das Leben ist gleich einem eitlen Freuden die Sünder trost Traum, ist nur ein Land und los scheiden, gehn seine höchsten nichtger Schaum; der Blume Freuden an. gleichts, die heute steht und schnell vergeht, sobald der Wind darüber geht. 2. Er freut sich auf sein Ende und hebt voll Dank die Hände zu feinem Vater auf: gefichert vor 3. Nur du, mein Gott, du Verderben, kann er nun fröhlich bleibeft mir das, was du bist, ich sterben, nach einem wohlvollbrach traue dir; laß Berg' und Hügel ten Lauf. fallen bin, mir ists Gewinn, wenn ich bei meinem Jefu bin. 3. Sein ruhiges Gewissen bebt nicht vor Finsternissen der Bahn, 4. So lang' ich in der Hütten die er nicht fennt: des Todes Vom Tode. dunkle Pfade erhellt ihm Gottes Gnade, den er in Christo Vater nennt. 4. Mit dankendem Gemüthe preift er des Mittlers Güte, der mit Ernst an ihn gedacht. ihn dem Tod entreißt: sein Herz, 4. Wir leben für die Ewigkeit, zu Gott erhoben, empfängt den zu thun, was uns der Herr ge Trost von oben, und Fried' und beut, und unsers Lebens kleinFreud' im heilgen Geift. fter Theil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Er tröstet noch die Seinen, die um sein Lager weinen, er mahnt und segnet fie; und seiner Treue wegen erfüllet Gott den Segen, verlässet und versäumt fie nie. 431 3. Sprich nicht: ich denk' in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Zod nicht weiser macht, hat nie 7. Herr, lebre mich im Leben dem Glauben nachzufstreben, der folches Heil erwirbt: mein ist des Himmels Erbe, wenn ich so selig fterbe, wie der gerechte Fromme ftirbt. gen war. 6. Die Engel steigen nieder, 6. Da nun der Tod dir täg boll beilger Jubellieder die Seele lich bräut, so set ftets wacker und zu empfahn: er stimmt in ihre bereit, prüf deinen Glauben als Chöre, bringt seinem Mittler Ehre, ein Christ, ob er durch Liebe thäder Großes auch an ihm gethan. tig ist. 5. Dem Tode folget das Ge richt; da bringt Gott Alles an das Licht; des Herzens Rath wird offenbar und was uns hier verbor. 2. Der Jüngling hofft des Grei fes Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und Reiner nimmt den Irrthum wahr. 7. Ein Seufzer in der letzten Roth, ein Wunsch, durch des Er. recht zu seyn, dies macht noch lösers Tod vor Gottes Thron ges nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folget, sich vom Bösen febrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, dies ist es, was in Chrifto gilt. Mel. Nun laßt uns den Leib 16. 755. ie ficher lebt ber 9. Die Heiligung erfordert Müh'. Mensch, der Du wirkft sie nicht, Gott wirfet Staub! Sein Leben ist ein fallend fie; du aber ringe stets nach ihr, Laub; und dennoch schmeichelt er fich gern, der Tag des Todes sey noch fern. als wäre sie ein Werk von dir. 10. Das, was dem Höchsten wohlgefällt, das Ziel, das er dir vorgestellt, und was dir ewig Heil verschafft, ist Tugend in des Glaubens Kraft. 11. Die Liebe in des Glaubens Kraft ist, was dir ewges Heil 432 Bom Tode TER verschafft, fie, zum Beruf dir ver- Fried und Treu' die Frucht des gestellt, fie ifts allein, was Gott Geiftes in mir sey. gefällt. 13. Daß ich zu dir um Gnade 12. Gieb, Herr, daß ich an fleb', dem Bösen rüstig widersteh', jedem Tag mein Herz vor dir er und endlich in des Glaubens Macht forschen mag, ob Liebe, Demuth, mit Freuden ruf: es ist vollbracht! g Ddd and dante 500 3st.20 XXVI. Vom ewigen Leben. tun In eigener Melodie. bi Himmelsglang umgeben, stehen lle Menschen müssen vor des Ewgen Thron; wo der 756. fterben, ihre Herr Seraphinen Chöre dem Anbetung lichkeit verblüht, Niemand kannweihn und Ehre, den ihr ewges den Himmel erben, der zuvor den Loblied preist, Gott, den Vater, Tod nicht fieht! Erde bin ich und Sohn und Geift. zur Erden muß mein Leib einft wieder werden, soll er herrlich auferstehn und zum höhern Leben gehn. 5. Wo die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen fizet der Apo ftel Babl, wo von Anfang alle 2. Darum will ich dieses Leben, Frommen sind zur ewgen Ruh' wenn es meinem Gott gefällt, gekommen, wo auch die, so ich gern in seine Hände geben und beweint, mit dem Heiland find verlassen diese Welt; denn ich bin vereint. durch Christi Leiden dort ein Erbe seiner Freuden, und in meiner letzten Noth ist mein Trost des Mittlers Zod. 6. Alle, die sein Kreuz getragen und gekämpft des Glaubens Streit, fehn verwandelt ihre Plagen dort in Fried' und Seligkeit; weihn 3. Jesus ift für mich gestorben ihm ihre Jubellieder, werfen ihre und sein Tod ist mein Gewinn, Kronen nieder vor dem Herrn, er hat mir das Heil erworben, der sie erwählt und den Seinen drum geh' ich mit Freuden hin; beigezählt. aus dem eitlen Weltgetümmel 7. Gottes Stadt, voll ewger schwing' ich mich empor zum Him Schöne! o wie herrlich glänzest mel, wo ich in dem reinsten Licht du! o, welch lieblich Lobgetöne schaue Gott von Angesicht. esilehört man dort in selger Rub'! 4. Dort in jenem Freudenleben der großen Freud' und Wonne, fud' ich Millionen schon, die, mit dort geht auf die wahre Sonne, und der helle Tag bricht an, der kein Ende nehmen kann. Vom ewigen Leben. 8. Jch entbrenne vor Verlangen, was ich glaub im Licht zu sehn, meine Krone zu empfangen und verklärt vor Gott zu stehn. Sinke hin, mein Leib, zum Staube; denn ich weiß, an wen ich glaube, mir ist Sterben ein Gewinn; denn ich geh' zu Chrifto hings In eigener Melodie. 757. Puferstehn, ten wirst du, mein Staub, nach kurzer Rub! Unsterb. lich Leben wird, der dich schuf, dir geben! Hallelujah! 433 Heil und ewig Leben! dies willst du auch aus Gnaden mir mit den Erlösten geben: dort werd' ich, was mein Sehnen stillt, und mich mit reiner Luft erfüllt, in voller Gnüge finden. Mel. Es ist das heil uns 16. 758. versicht schon Vater durfte nennen, 2. Dich, den ich hier voll gu dich lern' im hellern iner Liebe Fennenj 2. Wieder aufzublühn werd' ich gefät! Der Herr der Erndte geht und sammelt Garben; er sammelt höbern Glanz entgegen. uns, die starben, ins Himmelreich! Licht, in mit hoher Freude bet' ich dann auf ewig dein Erbarmen an, das mich zum Himmel führte. 4. Da werd' ich deinen gnäd3. Tag des Dants, der Freugen Rath noch mehr, als bier, dentbränen Tag! Du meines Got verstehen, dir danken, daß den tes Tag! Wenn ich im Grabe gerichtgen Pfad dein Geist mich nug geschlummert habe, erweckst du lehrte geben; und daß auch, wo du mich betrübt, mich deine Weiß 4. Wie den Träumenden wirds heit nur geübt und mich zu dir dann uns sehn; mit Jefu gehn gezogen. wir ein zu seinen Freuden! Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr! mich! er Freuden Quell ift, Gott, bei dir und 3. Dort find fie alle mit ent hüllt, die Wunder deiner Stärke, und mit Entzücken ganz erfüllt, erheb' ich deine Werke; vollkomm ner, als hier in der Zeit, strahlt mir dann deine Herrlichkeit im 5. 3um Biele reiner Heiligkeit werd' ich, o Gott, dann dringen, und was dein Wille mir gebeut, mich mein Mittler, ihn schau' ich! fühle dann die reinste Luft, bin mit Freudigkeit vollbringen; ich Im Heiligthume leb' ich zu seinem Ruhme! Hallelujah! 5. Ach! ins Allerheiligste führt feiner Sünde mir bewußt und schmecke deinen Frieden. 6. Den Heiland, den ich hier geliebt, seb' ich dort mir zur Wonne, die Herrlichkeit, die ihn umgiebt, wird mir zur ewgen 28 30 434 Vom ewigen Leben. Sonnedo Auch da ist er mein ben, dein Feind mit Furcht, dein Herr und Freund, durch ihn bin Freund mit Preis sich aus dem ich mit dir vereint und allen Aus- Grab' erheben. Dann zeigt die erwählten.ti That, Herr Jefu Chrift, daß da der Fürst des Lebens bist, zum 7. Der Freuden Fülle ist bei dir, mein Gott, in jenem Leben; Schrecken aller Sünder. da wirst du überschwänglich mir, 5. Dann sammeln sich um dei was mich erfreuet geben, da währt mein Glüd in Ewigkeit, nichts fehlt ihm an Bollkommen heit. Dhilf es mir erreichen! nen Thron die Deinen, Herr, mit Freuden; du giebst der Treue ew gen Lohn, vergilist der Erde Leis den. Sie erndten dann nach Got tes Rath der Freuden Füll' aus Thränenfaat im Reiche deiner Gnade. Mel. Es ist gewißlich an der Seit se 759. den Erd und er Seiland kommt 6. O möcht' auch ich dem Welt. zum Weltgericht, Himmel ehren gericht getreft entgegensehen und weigert euch, Erlöfte, nicht, dort vor deinem Angesicht mit den jest auf sein Wort zu hören. Erwählten stehen! Durch dich von Wer hier ihn bloß den Herrn ge Angst und Furcht befreit, im nannt und ihn nicht durch die Schauen deiner Herrlichkeit jauchzt dir dann meine Seele. That bekannt, der wird dort nicht bestehen. 2. Herr, ich will deiner Maje stät init frommer Treue dienen, ist gleich, wie Gott dich hat er höht, uns noch nicht ganz erschie nen. Was uns hier noch verbor gen war, wird einst vollkommen offenbar, wenn du wirst wieder fommen. mel. Aus meines Herzens Grunde it. er letzte meiner Tage 760. ist mir vielleicht nicht fern; o dann wird alle Klage ein Lobgesang dem Herrn. Vollbracht ist dann mein Lauf; geendet ist mein Leiden, mich nimmt zu sei, nen Freuden der Herr, mein Mitt lex, auf. 3. Wenn dann der Weltkreis vor dir bebt, in seinem Grund erschüttert, und Alles, was auf 2. Er hat mir durch sein Ster Erben lebt, vor bangem Warten ben den Himmel aufgethan, ich zittert, wenn alle Engel um dich fell fein Reich ererben und ewges stehn, dann werden Erd und Heil empfahn. Von ihm bin ich Himmel feln, wie hoch bich Gott ein Glied, hat sich mein Haupt erhöhet. 4. Dann werden, Herr, auf dein Geheiß die Todten wieder le erhoben, so weiß ich, daß nach oben der Herr mich zu sich zieht. 3. Nur meines Leibes Bürde Vom ewigen Leben. 435 verschließt die finstre Gruft. Mich wird alle Klage ein Lobgefang hebt zu höhrer Würde mein Jesus, dem Herrn. der mich ruft. Er gehet mir voran, und durch des Todes Grauen folg' ich ihm mit Vertrauen auf neuer Lebensbahn.d Grunt den dan trist sid Mel. Ewigkeit, du se. an dem mein Heiland 4. Schon strablet meinen Blik ten des höhern Lichtes Glanz; spricht: kommt, Menschen, komint mit feligem Entzüden erfüllet es vor mein Gericht! erfüllt mich Der mich u mich ganz. Da nenn' ich hoch nicht mit Beben. erfreut die Engel meine Brüder seiner Schaar berief, auf deffen und finke staunend nieder vor Got. Tod ich hier entschlief, wird mich tes Herrlichkeit. zu sich erheben. Ich kann auf die Verheißung baun, daß ich sein Antlig werde schaun. dontmonlad 2. Wie freu' ich mich der gro Ben Zeit, da ich zu seiner Herr. lichkeit verklärt hinüber gebe! Heil mir, wenn ich, von Sünden rein, mich seiner ewiglich zu freun, vor seinem Throne stehe; wo ich mit den Erlösten dann ein höhres Lied ihm fingen kann. 6. Dort steht die ewge Hütte, die Gott hat auferbaut, wo in der Selgen Mitte sein Antlig 3. Da, wo mein Heiland, Je wird geschaut. Dort wird nicht fus, ist, wohnt Freude, die fein mehr geweint, dort herrschet lau. Geift ermißt, und seliges Entzücken. ter Wonne, weil Gottes Gnaden. Der Herr, mein Heil auf Erden fonne in alle Herzen scheint. schon, wie wird er dort vor seinem Thron mich wunderbar erquicken! von ihm strömt Seligkeit und Ruh' tig, im Lieben treu und rein, mir dann in ewger Fülle zu. im Werk des Heils geschäftig 7. Laß mich im Glauben kräf ESTHET? 5. Mit unverwelkter Krone ziert mich des Vaters Huld zum rei chen Gnadenlohne, drum barr' ich in Geduld. Der Dulder wird geehrt und mit dem Schmuck be fränzet, worin der Sieger glän get, der sich im Kampf bewährt. 761. Tag, auch unter Trübfal seyn. Erhalte, is Lebensfürst, mich treu in deinem 8. Nie beuge finstre Trauer zur Erde meinen Sinn, des Lebens langste Dauer, fie ist doch bald dahin. Heil mir! er ist nicht fern, der lette meiner Lage, und dann Mel. Wenn wir in höchsten 18. Bunde, bis daß einst fommt des Todes Graun, die Stunde, wo du mich rufen 762. des Grabes Nacht wirft. dmg neh CB flieht, Herr, vor deiner Wahrheit Macht; mein Geist, erleuchtet durch dein Licht, erbebt vor der Verwesung nicht. 2. Nur diese Hütte fällt ja hin, mit der ich hier umgeben bin; ich 28. And piang, 10683 Vom ewigen Leben. QUO 11. Der Tod darf mir nicht schreckend seyn; er führt zum wah ren Leben ein. Durch Gottes Kraft besiegt mein Herz der Krank heit Laft, der Trennung Schmerz. 436 felber, lebend wie zuvor, schwing'| aus den Trümmern mich empor. 3. Ein inpres mächtiges Gefühl verkündigt mir mein höhres Biel; das Streben nach Vollkom. menheit erhebt mich über Erd' und Zeit. 12. Wann hier von uns, bie Gott vereint, der Lette auch bat ausgeweint, dann wird ein frobes Wiedersehn auf ewig unser Glüd erhöhn. 4. Dich, Höchfter, hab' ich hier erkannt, voll Liebe Vater dich ge nannt, in dieser Seelenwürde liegt ein Hoffnungsgrund, der nimmer trügt. 13. Herr unsrer Tage, führe du uns Alle diesem Ziele zu, daß 5. Dein Wort zeigt mir die uns bei standhaft frommer Treu' beffre Welt, so ist mein Glaube des Lebens End erfreulich sey. festgestellt. Wie herrlich wird der d Menschheit Werth durch Jesu Buch d fag' aufgeflärt! OTSUSTAS Mel. Kommt her za mir 1e. 6. felge Aussicht auch für mich! entzückt hebt meine Seele 763. u fiebft, o Mensch, wie fort und fort, fich. Ich seb' im Geift des Chri- der Eine hier, der Andre bort, ften Lohn, ich sehe meinen Him mel schon. der Welt muß Abschied geben. Der Tod hemmt endlich unsern Lauf, des Grabes Pforte thut fich auf uns Allen, die wir leben. 7. Da find' ich, was bein erger Rath zu meinem Seil ge prdnet bat, genieße deinen Gnadenblick und ganz vollendet ist mein Glück. 2. Bedent es weislich in der Zeit und fleuch den Schlaf der 8. Biel Freude gabst du mir ter; bas wird noch nicht das Sicherheit, erhalte dich stets wat schon bier, o Gütiger, wie dank Ende seyn, wenn man hinaus ich dir! ftets folgte fleinerm Un trägt bein Gebein zum stillen gemach die größere Versüßung Qub Gottesacker. nach 9. So bat schon dieser Kind 3. Wir werden aus den Gra beits Stand der böbern Hoffnung bern gehn und dann vor dem Unterpfand; die Liebe, die mich Gerichte stehn, das Christus sel bier beglückt, ifts auch, die ewig ber beget, wann er in Herrlich feit fich zeigt und alle Welt, in Staub gebeugt, fich ihm zu Füßen mich erquict. 10. Des freudigsten Vertrauens voll erwart ich, was mir werden leget. foll, wenn ich, von Sünd' und 4. Vernehmen wird dann alle Noth befreit, nun reife zur Boll. Welt das Urtheil, der Richter lommenheit. fällt, die Sünder sollen büßen/ 437 da hilft tein Trug noch Heuchel. leitet. Wir blicken in das tiefe schein, sich selbst der Missethat zu Meer, den Grund zu schauen ist zeihn zwingt Alle das Gewissen. zu schwer, es find die Tiefen 5. Ach Gott, fällt mir dies Gottes! Mehr, viel mehr, als Urtheil ein, so dringt es mir wir verstehn, mehr, als unfre burch Mark und Bein, mein Herz Thränen flehn, giebt uns, der fühlt Angst und Schrecken. De ewig liebte. bir dads, sirds müthig ruf ich Jesum an: du, der für mich genug getban, laß dein mich 3. Sey start, o Seel', und zage nicht, durchs finstre Thal zu wal. an Thales Nacht Vom ewigen Leben. heds? neplan mad 6. Ja, Herr, du meine Zuver. ficht, bist mir nicht schrecklich im Gericht, der Furcht bin ich ent laden, zu deiner Rechten rufft bu mich, aus deinem Munde höre ich den süßen Spruch der Gna den. 7. Verleih', daß ich mit ernstem Sinn mich, weil ich noch bei Kräften bin, zum Sterben fertig halte und nicht in schnöder Sün. denluft, Herr, deines Heiles un bewußt, zum ewgen Tod erkalte. Mel. O daß ich tausend 16. 765. bebe mit der Unmein Geist, dich über Welt und Zeit; laß deines Glaubens Blicke dringen ins Lichtreich der Un. fterblichkeit, erwäge frob, was Christi Geift den standhaft Gläu. bigen verheißt. um neuen, ewgen Leben. Er, Chrifti Ehre, an seiner Herrlich 2. Wer glaubt, hat Theil an der da kommt voll Majestät, wird keit, wer liebt; einst schöpft aus mirs aus Gnaden geben. Im ewgem Freudenmeere, wer bier Schooße Gottes ruht mein Geist im Dulden sich geübt, und kei von allen Mühen aus und fleußt nes Menschen Mund beschreibt von Wonn' anbetend über. Ach! des Christen Seil, der standhaft mein Auge schaute nie, meinem bleibt. Ohr ertönte nie solch Heil auf die 3. Bollbracht! rief einst nach fer Erde! beißen Stunden am Kreuze Je 2. Das kommt in feines Men- fus Christus laut; gequält von schen Herz, was Gott uns dort Schmerz und bereitet, uns Pilgern, die oft trü er zu Gott, Todeswunden rief dem er vertraut. ber Schmerz zum ewgen Leben Er ward erhört, die Stunde tam, Mel. Der Tag, der ist so se. nd Inte Dem letzten Seufzer, der entflieht, ist Licht und laute Jubel schallen. mischt sich der Engel heilig Lied u des Erlösers Preise. Er erfüllt Barm des Bundes Eid; er ist ganz berzigkeit; Dank sey ihm, Ruhm und Ehrend 764. Cinst reift die Saat! mein Staub ersteht OCK 438 Bom ewigen Leben. die allen Schmerzen ihn ent Engel Luft! Gott, welch ein Troft nahm. im Erdenleide, der Himmel schon 4. Bollbracht! wie lang es in meiner Brust! Ja, reines Her auch noch währe, ruf einst im zens will ich sehn, und der Vers Todeskampf auch ich; getrocknet heißung Füll ist mein! wird dann jede Zähre und ferner drückt fein Leiden mich. Ein Herz, von Lieb und Glauben d voll, weiß, was es hoffen darf 766. und soll. Ewigkeit, du se, Sohn, der du schon 5. Drum will ich ohne Mur längst der Himmel Thron als ren tragen, so lang' du willst, Herrscher eingenemmen; du wirst der Prüfung Laft; die Deinen dereinst zur rechten Zeit, in gro dürfen nicht verzagen, seit du, Ber Kraft und Herrlichkeit, vom Gieb, Herr, überwunden haft. Sie drin Himmel wieder kommen. gen, wie dein Wort verspricht, daß mit freudigem Vertraun dich aus dunkler Nacht zum selgen dann auch meine Augen schaun. Licht. 6. Werd' ich vor Freude mich noch kennen, wenn ich dem Staub entflohen bin? Wie anders werd' ich Alles nennen, wenn nun ver flaret ist mein Sinn. Von Jrr. thum und von Sünden rein, bei dir, wie selig werd' ich sehn! Mel. buit mad Prhöhter 2. Jft hier ein Geist, der fassen mag die Hoheit, die an jenem Tag du wirst dem Blick entfalten? wann auf des Himmels Wollen einst du mit der Engel Heer er scheinst, um das Gericht zu hal, ten? Dann sieht die Welt die Ma jestät, wozu dich Gott, dein Gott, erhöht. 7. Darf ich schon hier von Jesu ftammeln, wie wird mir dort als 3. Dann tönt dein Ruf in je Sieger segn! wenn Engel fich um des Grab mit göttlicher Gewalt mich versammeln, sich meiner Freu hinab und schafft ein neues Leben; den mitzufreun. Umringt von der auf deinen Wink muß Erd' und berflärten Schaar, wie anders bin Meer der Todten unzähbares ich, als ich war! Heer dem Lichte wieder geben; 8. Jch wandle dann in jenen was die Verwesung hier gefehn, Söhen, wo ewge Paradiese blühn, muß aus den Grüften auferstehn. von Angesicht werd' ich dich sehen, 4. Du fammelft fie vor deinem vor dem der Selgen Schaaren Thron, daß Alle den gerechten tnien. Dort trifft auch mich dein Lohn nach ihrer That empfangen. Gnadenblic; o welch ein unaus. Dann trifft den Bösen Schmach Sprechlich Glück! und Pein, die Frommen gebn 9. Heil mir! mein barret ewge zum Leben ein, das sie durch dich Freude, mein Herz füblt einst der erlangen. So zeigeft du, Ferr Bom ewigen Leben. 439 Jefu Chrift, daß du der Menschen sonder leid. Hier lebet und regie. Richter bist. ret der ewge Gottessohn, und ewig triumphiret ihr vor des Mitt lers Thron. 5. Gieb, wenn dein großer Tag erscheint, daß ich im Richter auch den Freund, den Heiland wieder. 4. Hier find die Siegespalmen, finde; daß ich mit Freuden vor bier ist das weiße Kleid; hier to dir steh' und ein zu deinem Himnen Freudenpsalmen, vollbracht mel geb', befreit vom Fluch der ist Kampf und Streit; hier stehn Sünde. Hilf, daß ich nuße diese die reichen Garben, hier büllet Beit, zu schaffen meine Seligkeit. das Gebein der Frommen, die da starben, sich in Verklärung ein. 6. Dein Name sey mir ewig 5. Hier ist das Land der Wonne; werth, und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treu hier find die Friedens, Aun; hier lich üben. Dich, den der ganze finket nie die Sonne, der Glaube Himmel preift, dich muß im Glau. wird zum Schaun. Mach', Herr, ben auch mein Geift aus allen ein fröhlich Ende, und führ uns Kräften lieben; dann fann mit aus dem Streit! wir beben Haupt freudigem Vertraun ich dich an und Hände nach der Erlösungsjenem Tage schaun. zeit. Mel. Wie wohl ist mir, o freund te. Mel. Dalet will ich dir geben 20 28 767. muntert euch, thr 768. it noch eine Nub vorhanden; auf, mü Frommen, zeigt eurer Lampen Schein! der Abend des Herz, und werde Licht! Hier ift gekommen, bald bricht die seufzest du in schweren Banden Nacht herein. Macht eure See- und deine Sonne scheinet nicht. len fertig, der, deß ihr harrt, ist Sieh' auf den Heiland, der mit nah', seyd eures Heils gewärtig Stuhl wird welden; Freuden dich dort vor seinem und fingt Hallelujah. wirf hin die Last und eil' hinzu. Bald ist der 2. Nicht lange wird er weilen, heiße Kampf geendet, bald ist der hebt eure Häupter auf, entgegen schwere Lauf vollendet und du ihm zu eilen, beflügelt euren Lauf. gebst ein zur ewgen Ruh'. Es nahn Erquickungszeiten, die 2. Gott selber hat sie uns er Abendröthe zeigt den schönen Tag koren, die Ruhe, die fein Ende von weiten, vor dem das Dunkel nimmt; eh noch ein Mensch zur weicht. Welt geboren, hat uns die Liebe sie bestimmt. Der Mittler wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben, er ruft, er lodi uns 3. Die ihr Geduld getragen und treu erfunden seyd, geht ein nach Kreuz und Plagen zur Freude 440 allzumal: fommt ber zu mir, ibr| müden Seelen, bei mir soll euch Bom emigen Leben. Mel. Wer nur den lieben Gott 26. die Ruh' nicht fehlen, ich mach' 769. 8 ist noch eine Ruh' euch frei von für jeden 3. Was kann der Kranke höher dieses Körpers Banden nach Got Gott ergebnen Geist, wenn er sich schäßen, als wenn in süßen Schlaf tes Willen einft entreißt, zur hö hern Welt empor sich schwingt und dort zur vollen Freiheit dringt. er finft? Was kann den Wandrer mehr ergößen, als wenn ihm eine Ruhstatt winkt? Doch was sie Beide bier gefunden, es sind nur flüchtge Ruhestunden, sie währen eine furze Zeit, die wahre Ruh wohnt nur dort oben, dort ist sie Allen aufgehoben und bleibet uns in Ewigkeit. 2. Zu dieser Ruhe werd' ich kom men, und, Gott, wie selig bin ich dann! In deinen Himmel aufge nommen, fang' ich das neue Le ben an, wo feine Bürde mich mehr drückt und ewger Friede mich erquickt. 44. Dort wird man Freudengar, ben bringen, denn unsre Thränen3. Wie Mütter ihre Kinder tri saat ist aus. D welch ein Jubel sten, so tröstet deine Gnade mich, wird erklingen in unsers Vaters ich freue dann mit den Erlösten ewogem Haus! Schmerz, Leid mich der Vollendung ewiglich; und Tod muß von uns weichen, dort machst du selbst mir offenbar, wir werden unser Ziel erreichen wie felig deine Führung war. und Jesum, unfern Heiland, sebn. 24. Da schweigen alle meine Kla Da wird er trodnen unsre Thrägen und werden froher Lobgefang/ nen und stillen seiner Gläubgen da bringt auch für der Erde Pla Sehnen, was wir hier hofften, gen dit meine Seele Preis und wird geschehn. Dant; ich jauchze dann: es ist 5. Da ruhen wir und find in vollbracht, der Herr hat Alles Frieden, von Arbeit, Müb' und wohl gemacht! Sorgen los. D, fasset dieses 5. Auf ewig trifft mich dann Wort, ihr Müden, legt euch in tein Leiden, kein Schmerz und eures Jesu Schooß! Drum feine Schwachheit mehr; du führst schwingt euch auf, wir müssen mich zu vollkommnen Freuden und eilen, wir dürfen hier nicht län- fröneft mich mit Preis und Ebr. ger weilen, dort wartet schon der O unaussprechlich süße Rub'! wie Selgen Schaar! Fort, fort, herrlich, Höchfter, segneft du! mein Geift, zum Jubiliren, um. 6. Gott, laß mir stets vor Au gürte dich zum Triumpbiren; auf, gen stehen das Heil des Frommen, auf, es fommt das Ruhejahr! sim der dich liebt; daß er der Unrul aleguate mod foll entgeben, die dieses Leben dan m Vom ewigen Leben. 441 noch umgiebt, das flöße Muth wacht zum Leben aus des Todes und Kraft mir ein, Leiden treu zu seyn. bir auch im Nacht. sim 190 3. Welcher Glanz hat dich um 7. Mein Heiland, der du felbft fangen, seit dir der Tag ist auf. auf Erden der Leiden: Joch getragegangen, das Leben nach des To. gen hast, will ich des Lebens müde des Nacht! Seh gesegnet, Amen, werden, so bilf mir tragen meine Amen, du fiegst in Jesu Chrifti Last und stärke mächtig meinen Namen, der sterbend auch für dich Geift, daß er dem Unmuth sich vollbracht. Nicht du, der Herr entreißt. allein macht dich von Sünden 8. Gieb, daß in Hoffnung jener rein aus Erbarmen. Du fällft Rube, die einst der Frommen Erb. nicht mehr, der Selgen Heer theil ist, ich gern des Vaters Wil fennt keine Sünd und Schwach len thue, wie du darin mein Vorheit mehr. bild bist; dann folgt auf meine 4. Mag den Leib die Erde Prüfungszeit gewiß vollkommne decken, er ruhe! der Verwesung Seligkeit. Schrecken ergreifen deine Seele nicht. Weinend gehn wir, ihn zu fäen, der unverweßlich soll erstehen zur Herrlichkeit, nicht zum Ge richt. Wir fenkten ihn hinab, der Amen! du starbft Herr bewahrt das Grab, wo er auf Chrifti heilgen Namen, vor schlummert. Nach kurzer Ruh' er dem sich Erd' und Himmel beugt. Gläubig gabst in seine Hände du ihm an deiner Laufbahn Ende die Seele, die der Erd' entfleucht. Heil dir, erlöster Geist, der nun am Thron ihn preift, deinen Hei stehst auch du und eilst dann der Verklärung zu. mipanido 62 mist Mel. Herzliebster Jefu 16. der dich den Gott gekrönt, der ists, dem nun dein Lob ertönt. 9711 sitte Mel. Wachet auf, ruft uns ze. 770. Ballelujah! Amen, 771. Bier bin ich fremd, wie meine waren. Wie sollt' ich freudig nicht zur Heimath fahren? Mir ist mein Bürgerrecht schon aufgehoben beim Herrn dort oben. 2. Wenn dich hier die Sünd erschreckte und dir der Gnade Trost berdeckte, verdammte dich doch nur 2. Dort, wo mein Fuß nicht dein Herz. Nun fann sie dich irret mehr noch gleitet, ist mir nicht mehr schrecken, nicht mehr die enge Wohnung schon berei bie Gnade dir verdeden; der Herr tet; dort ist die Ruh' in Gottes ist größer als dein Herz. Mehr reinem Frieden auch mir beschieden. als du je geflebt, mehr als der 3. Hier wall' ich, noch umhüllt Mensch versteht, ist die worden. mit Staub und Erde, umringt Weil ers vollbracht, bist du er von Mängeln, Siechthum und 442 Vom ewigen Leben. Beschwerde; dort werd' ich leicht leitet, er, mein Heiland, hat in und froh mit Legionen von Endir eine Stätte mir bereitet, und geln wohnen. nu baj an deiner Bürger Heil hat auch 4. Was hier die schwachen Hände meine Seele Theil.m fparfam nehmen, davon wird dort die Fülle mich umströmen; den Geist wird reine Freud an Gottes Werken entzückend stärken.nl 4. Oft bet' ich zu meinem Herrn: ach, wann stillst du mein Berlan gen? bin ich noch vom Ziele fern? werd' ich bald die Kron' empfan 5. Die kleine Kraft wird dort gen? Auf die Stunde harrt mein fich wuchernd mehren, das dunkle Geist, die mich aller Noth ent Wort sich heller stets verklären; in reißt. heilger Glut wird fich der Bund der Seelen, die Liebe, stählen. 6. Zwar Gottes Kinder sind wir schon auf Erden, doch wer spricht aus, was wir bort oben werden! Herrlichkeit, dort in des Lichtes Reichen ihm selbst zu gleichen! 5. O wie wohl wird dann mir feyn, wenn ich kann von hinnen scheiden, hinter mir der Erde Pein, vor mir selge Himmels freuden! Nach des schwülen Tages Last sucht der Wandrer Ruh' und Raft. 6. Nur die Kinder dieser Welt 7. Gott Lob, daß ich hier fremd muß der Ruf zum Tod erschüt bin, wie die Väter! fie gingen tern. Wer an Gott fich gläubig früher heim, ich folge später. Gott hält, darf nicht bange feyn und Lob, ich werde zu der Heimath zittern. Eins mit Chrifto fürcht Freuden von hinnen scheiden. ich nichts an dem Tage des Ge richts. 7. Daß ich diese Freudigkeit bis an meinen Tod empfinde, mache fiegreich mich im Streit, Jefu, gegen Welt und Sünde! Stärke mich in meinem Lauf und am Biele nimm mich auf! Mel, Meinen Jesum laß ich 1. 772. ier ist nur mein Prü fungsstand, hier ist nicht mein bleibend Erbe. Dort, dort ist mein Vaterland, das er reich' ich, wenn ich sterbe. Dann bring' ich dir, Herr, mein Gott, Preis und Dank für meinen Tod. Mel. Aus tiefer Moth schret. 2. Gottes Stadt, die droben ist, 773. heißt alt, th wo wohnet, wo Herz sich hält, ich mein Mittler, Jesus Christ, die weiß, an wen ich glaube, ich bin Vollendeten belohnet! Gottesstadt, ein Bürger jener Welt, leb' ich nie denk ich dein, ohn' in Hoff gleich noch im Staube. Was ich nung mich zu freun! hier glaubte, schau' ich dort; der 3. Er, dein König, der mich Herr ist treu; er wird sein Wort hier auf der Bahn des Friedens einst herrlich mit erfüllen. fatum Bom ewigen Leben. 443 2. Sier feb' ich dunkel nur 2. O schöner Tag, o felger Au mein Heil, dort werd' ichs ganz genblick, wann bricht dein Glanz empfinden; hier ist die Schwach. hervor, da frei und leicht zu reis heit noch mein Theil, dort bin nem Himmelsglück sich schwingt ich frei von Sünden. Dort wird die Seel' empor, da ich sie über. an mir des Höchsten Bild, von gebe in Gottes treue Hand, auf feinem Schatten mehr umhüllt, daß fie ewig lebe in jenem Vater. in vollem Glanze strahlen. land? na dasbligns 3. Das Leben hier ist nur ein Streit, dort winket mir die Krone das volle Glück der Ewigkeit wird mir zum Gnadenlohne. Du hier auf Erden schon mein Ruhm, o Herr, wirst dort mein Eigen thum: was kann mir Größres werden? 3. Himmelsburg, gegrüßet fehst du mir, thu' auf die Gnadenpfort'; wie lange schon bat mich verlangt nach dir! Jch eile freudig fort, fort aus dem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, der ich war hingegeben in meiner Prü fungszeit. 4. Dies Heil hast du mir selbst 4. Was für ein Volk, welch eine erkauft durch deine bittre Leiden edle Schaar kommt dert gezogen auf deinen Tod bin ich getauft, schon! Was in der Welt von was fann mich von dir scheiden? Auserwählten war, bringt mir du zeichnest mich in deine Hand: die Ehrenkron'; sie wird mir zu du bist mir, ich bin dir bekannt gesendet aus meines Jefu Hand, und nie wirst du mich lassen. nun ich den Kampf vollendet in jenem Thränenland. 5. Drum lente meines Geiftes Blid von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur furze Zeit; im Himmel sey mein Wandel. s 5. Propheten groß, Apostel hehr und hoch, Blutzeugen ohne abl, und wer dort trug bes schweren Kreuzes Joch und der ruhmvoll schweben in selger Freis Tyrannen Qual! Ich seh' fie heit Glanz, das edle Haupt um. geben von lichtem Sternenglang. In eigener Melodie. 774. Perufalem, bu hochge. 6. Und lang' ich an im schönen baute Stadt, ach Paradies, im Heiligthum des wär ich schon in dir! mein hof Herrn, dann schaut mein Geist, fend Herz ist dieser Erden fatt und was er einst glaubend pries, was sehnt sich fert von hier; weit über er gefehn von fern. D, welche Berg und Thale, weit über Flur Jubelklänge bbet mein entzücktes und Feld fleugts auf zum Him Ohr, welch hohe Lobgesänge von melsfaale, vergißt die nichtge Welt. aller Selgen Chor! mi u sid 444 Vom ewigen Leben. a) day983 775. werde ich In eigener Melobis. non ficht und mein Hei himmlisch werd' ich auferstehen, land ist im Leben! dieses weiß hier verweset mein Gebein, dort ich, sollte nicht fich mein Herz werd' ich unsterblich seyn. zufrieden geben? was die lange 8. Sehd getroft und hoch er Todesnacht mir auch für Gedan freut, thr seyd Alle Chrifti Glies nang ber; gebt nicht Statt der Traurig teit, sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaune Elingt, die durch alle Gräber dringt. ten macht. 2. Jefus, er mein Heiland, lebt, ich werd' auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erlöser schwebt, war um sollte mir denn grauen? Läffet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 7. Was hier seufzet, was hier fleht, wird er herrlich dort erhö 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, halt ihn mit des Glaubens Hand feft in meinen letzten Stun den, daß mich auch kein Todes. bann ewig von ihm trennen fann. 4. Jch bin Staub und muß daher auch einmal zu Staube wer den; das erkenn' ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn seyn mög' allezeit. 9. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, euch dem Heiland zugesellen, dann fiegreich sollt ihr aus der Gruft wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist er hebt von den Lüften dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr dort vereint sollt werden/ schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu seyn. Buss 302 mp spilaid Mel. Wer nur den lieben se.it furzer Tage erwar ach einer Prüfung tet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Slage in selige Zufriedenheit. Hier kämpft der 6. Dann werd ich im hellern Christ mit Ernst und Fleiß und Licht Jesum meinen Heiland, jene Welt reicht ihm den Preis. fennen; ich, ich selbst, tein 2. Wahr ists, der Fromme Fremder nicht, werd in seiner schmeckt auf Erden schon manchen Liebe brennen, und die Schwach felgen Augenblick, doch alle Freu heit um und an wird von mir ben, die ihm werden, find nur feyn abgethan. doelein unvollkommnes Glück. Er irodersm 5. Einen Leib, von Gott er. baut, wird die neue Welt mir 776. geben, dann wird der von mir geschaut, der mich will zu sich er. heben; im verklärten Leib werd ich Jefum seben ewiglich. Vom ewigen Leben, 445 bleibt ein Mensch und seine Rub' erwürget warb, und Cherubim nimmt in der Seele ab und zu. und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusch der 9. Da werd' ich in der Engel eitlen Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter fiegt als fällt; bald finkt er durch des Nächsten Schuld in Rummer und in Ungeduld. Schaaren mich ihnen gleich und beilig sebn; bas nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd' ich dem den Dant 4. Hier, wo so oft die Tugend leidet, das Laster oft so glücklich ist, wo man den Glücklichen be bezahlen, der Gottes Weg mich neidet und des Bekümmerten vergeben hieß, und ihn zu Millionengißt: hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit seyn. malen noch segnen, daß er mir Gottes Hand den Freund, den ich ihn wies; da giebt mir wieder auf Erden fand. Sel. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein ger zu: Seil sey dir! denn bu haft mein Leben, die Seele mir gerettet, du! Gott, wie muß das Glück erfreun, der Retter einer Seele seyn! 5. Hier such' ich nur, dort werd ichs finden; dort bin ich heilig und berklärt; dann werd' ich ihn erst ganz empfinden, der wahren Tugend hohen Werth; den Gott der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 11130 6. Da wird des Vaters heil 12. Was sehd ihr Leiden dieser ger Wille mein Will' und meine Erden doch gegen jene Herrlichkeit, Freude seyn, und lieblich Wesen, die offenbart an uns foll werden Heil die Fülle am Throne Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie mich erfreun. Dann läßt ein nichts, wie gar nichts gegen fie ewiger Gewinn mich fühlen, daß ist doch der Augenblick voll Müh'! ich selig bin. diw and Mel. Kommt her zu mir 16, disabilid 7. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dun. tel fab; das wunderbar und wir im nennen, was Unerforschtes hier 777. Thränenthal, ge geschab, da schau' ich im Zusam drückt von Kummer, Müh' und menhang des Höchsten Rath mit Qual, doch nur noch wenig Tage/ Preis und Dank. dann ruft uns Gott aus dieser 8. Da werd' ich zu dem Throne Zeit hinüber in die Ewigkeit und bringen, wo Gott, mein Seil, endet jede Plage. fich offenbart; ein Heilig, Heilig, 2. Den Leib legt man ins stille Heilig fingen dem Lamme, das Grab, zum Staube finkt der Staub 446 Vom ewigen Leben. binab, einst wird ihn Gott beleben.| du für uns bereitet; wo deine Mit freiem Flug und frohem Blick milde Vaterhand an neuen Wuns fehrt der entbundne Geift zurück dern wird erkannt, die du dort zu dem, der ihn gegeben. d ausgebreitet. Mächtig fühl ich 3. O welch ein Glück, vor Gott mich getrieben dich zu lieben, der zu stehn, o Freude, Jesu, dich zu zum Leben jener Welt mich will fehn und beines Reiches Glieder! erheben. zu sehen dich in deinem Licht von Angesicht zu Angesicht, dich Ersten aller Brüder! sid 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlich feit, die dort bei dir zu finden? 4. Wie werd' ich dann mich dei. Zwar schenkst du hier der Freu ner freun, wenn zahllos der Er den viel, die zu gerührtem Dank. wachten Reihn vor dir versammelt gefühl ein frommes Herz entzün stehen, wenn du dann meinen Na. den; doch hier sind wir bei den men nennst und vor den Engeln Freuden noch mit Leiden stets um mich bekennst, die dich mit mir geben: dort nur ist vollkommnes erhöhen. Leben. 3. Kein Tod ist da mehr und Thränen ab von deiner Kinder fein Grab; dort trocknest du die Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o Herr, machst Alles neu; das Erste ift vergangen. Hinfort sind dort für Gerechte, deine Knechte, feine Plagen mehr zur Prüfung zu er, tragen. thum schallt seines Namens ho 4. In unsers Gottes Heilig Her Ruhm ver lauter frohen Zun mehr von fern; dort wird der gen. Dort schaut man ihn nicht Herrlichkeit des Herrn ein würdig Lied gesungen. Böllig giebt sich den Erlöften, sie zu trösten, der espai au fennen, den sie hier schon Bater nennen. 5. Jch, der hier forget noch und weint, ich werde, wenn dein Tag erscheint, verklärt und felig leben; ich Sündiger von Sünden rein, ich Sterblicher unsterblich seyn, an betend dich erheben. 6. Und aller hohen Geister Schaar, und was auf Erden bei lig war, find alle meine Brüder, fie alle find vereint mit mir und fingen, trener Heiland, die des Dentes Jubellieder. 7. Wie ist der Seligkeit so viel! o Freuden ohne Maaß und Ziel weit über alles Hoffen. Ewig feit, o Ewigkeit, was ist das Lei ben dieser Zeit? ich seh' den Him mel offen. Mei. Wie schön leucht't uns se, 70 5. Vor seinem Antlik wandeln and test midnalo od mifie, auf ewig frei von aller Müh', 778. Gott, wie wird mein und schmecken seine Güte. Die Geist entzückt, wenn Liebe waltet bort allein, und er empor zum Himmel blickt, den nimmer störet Furcht und Pein 447 Vom ewigen Leben. den Frieden im Gemüthe. Keinheit nicht. Mich soll ihr Wahn Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die nun ewig nicht mehr fehlen. nicht stören, weil mich dein gött. lich) Wort und mein Gewissen leh ren, bu seyft mein Richter dort. 6. Gott, welche Schaar ist dort 2. Jch höre die Posaunen, o vereint! die Frommen, die ich Herr, im Geiste schon; mit fehnhier beweint, die find' ich dro fuchtsvollem Staunen seh' ich den ben wieder. Dort sammelt deine Richterthron. Ich sehe, wie die Vaterhand die, welche Liebe hier Menge der Engel um dich steht! verband, als Jefu Chrifti Glie Wie zeuget dies Gepränge von der. Ewig werd ich frei von deiner Majestät! Mängeln, selbft mit Engeln mir egen dort die reinste Freund zum fchaft pflegen. 3. Umsonst flieht dann der Sün. der vor deines Armes Kraft. Herr, alle Menschenkinder ziehst du zur 7. Wo ist mein Freund, des Rechenschaft. Du rufft und fie ers Höchsten Sohn? Zur Rechten auf scheinen! Laut tönt der Richter. des Vaters Thron in jenen Himspruch den Sündern und den Deimelshöhen. Dort werd auch ich, nen zum Segen oder Fluch. Herr Jesu Chrift, der du der Dei4. Frohlockend sehn die From Mein Hirt! dann men dein göttlich Angesicht, schon hier dem Fluch entnommen zagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen; erlöft von aller Pein, gehn zum Leben ein. fehn fie den Himmel offen und nen Wonne bift, dich mit Ent zücken sehen. wird von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! kein Mensch fann fie 5. Wie angstvoll aber beben, erwerben. O Jesu, Herr der die hier dein Wort verschmäht, Herrlichkeit! du haft die Stätt und schnöder Luft ergeben, nur auch mir bereit't; hilf mir sie auf das Fleisch gesät. Sie erndten auch ererben! Laß mich eifrig nun Verderben von ihrer bösen darnach streben und so leben auf Saat; des ewgen Todes sterben, der Erde, daß ich dort dein Erbe ist Seld der Missethat. werde. Mel. Dalet will ich se. 6. O laß mich oft erwägen dein fünftiges Gericht, damit ich, mir zum Segen, empfinde sein Ge wicht. Laß immer mich hienieden Richter aller Wel im wahren Glauben stehn, dann ten, ich denk an scheid' ich einst in Frieden, um dein Gericht! du kommst, um zu in dein Reich zu gehu. bergelten, glaubts auch die Thor.1 Ismamice mug 20 779. 448 non ergener Melodie. 12 Hist 780. Vom ewigen Leben. ich komme bald! ich und mit mir wie felig febb ihr mein Lohn; schau', dich erwartet doch, ihr Frommen, schon deine Krone! Halt aus im die ihr durch den Tod zu Gott Streit! kurz ist die Seit! wer gekommen, ihr seydentgangen glaubt, der überwindet weit! aller Noth, die uns noch hält ge fangen. 2. Suruf, der mich neu beseelet! mein Heiland lebt! weg, was mich 2. Wie im Kerker müssen wir quälet! auch ich soll da, wo er hier leben, wo nur Furcht und ist, seyn. Mir die Stätte zu be Grauen uns umschweben; selbst reiten, schmeckt er des Todes Bit Freudenstunden sind mit Leid und terfeiten, nahm er das Reich als Sieger ein. Von seinem Throne Sorgen oft verbunden. 3. Jhr hingegen ruht in eurer ber fleußt welch ein Gnadenmeer! Kammer sicher und befreit von auf mich nieder. Er ist mein Hort allem Jammer, kein Kreuz noch und hier und dort mein Selig Leiden störet eure Ruh' und eure macher fort und fort. Freuden. 3. Und ich sollte troftlos beben, zu schwach, vom Staube mich zu heben, zu dem mich Kummer nie derreißt? Nein! das Haupt liebt seine Glieder, der Bruder schämt sich nicht der Brüder; groß ist, die 5. Ach, wer wollte denn nicht was Jesus uns verheißt! gerne sterben, um des Himmels Frieden zu ererben, wer hier noch weilen und nicht freudig zur Voll endung eilen? Thräne, die noch quillt, der Schmerz, der uns erfüllt, eilt borüber: doch ewig neu ist seine Treu', daß Alles durch ihn selig sey. 33354 6. Komm', o Jesu, bald, uns 4. Christus hat getrocknet eure Thränen, ihr habt schon, wornach wir uns noch sehnen, ihr hört und fehet was hier feines Menschen Geift verstehet. zu erlösen von der Erde Laft und 4. So fahr' fort und streu' mit allem Bösen, bei dir, o Sonne, Weinen die edle Saat, Gott fennt ist der Frommen Herrlichkeit und die Seinen, für Ewigkeiten fäest Wonne.fondu. Nach des rauhen Winters Mel. Wachet auf, ruft uns se. 781. i bich los, mein Wüthen erscheinen holde Früh lingsblüthen, eilt bald die Erndte zeit herzu. Dann geht der Chrift hervor, singt mit der Selgen Chor Geift, von Sorgen! Sofianna, preift Gottes Sohn, auf finstre Nacht folgt heller Morder reichen Lohn den Gläubgen gen und strahlt in behrer Licht giebt vor seinem Thron. gestalt. Hör' es, du, den Elend 5. Tag, dein harr' ich voll Ente beuget, so spricht der Herr, der zücken, mit nassen, sehnsuchtsvol wahrhaft zeuget: ich komme bald! len Blicken zög' ich dich gern schon Vom ewigen Leben. 449 heut herbei! doch ich soll noch die hier den Neid erweckt, wenn Fesseln tragen, noch oft vielleicht dort des Lasters Blöße fein fal im Stillen flagen, wie schwer der scher Schein mehr deckt? Was Leib des Todes sey. Getroft! zu hilft des Nachruhms Lüge, die meinem Glüd bringt jeder Augen auf dem Grabmal glänzt? was blick mich ihm näher. Bald heißt sind des Helden Siege, den Lor es ja: die Stund' ist da! der Hei beer hier bekränzt? land kommt! Hallelujah! 6. Wer wird an jenem Tage dir, Herr, zur Rechten stehn und fret von aller Klage in deinen Most Himmel gehn? Wer gern der Jün ger Zähren mitleidig abgewischt und, ihrer Noth zu wehren, den Labetrunk gemischt. Mel. Befiehl du deine Wege ze, bibish 782. Dieh, Herr, ich bin verdrossen, zu thun, was dir gefällt, mein Herz wanft unentschlossen und neigt sich hin 7. Wer immer in den Deinen zur Welt. Mich drückt gleich dich selbst gefehn, geliebt, und schweren Ketten der Sünde Skla auch der Kleinsten feinen aus verei; verzeuch nicht, mich zu ret, Eigensucht betrübt, der wird von ten, und mache selbst mich frei. dir geladen zu ewger Freud' und Rub', du, Richter voller Gnaden, sprichst ihm das Erbe zu. 2. Geb' auf in meiner Seele, geb' auf mit deinem Glanz! da mit ich dich erwähle, so zeige dich mir ganz! Ein Schrecken allen Sündern bist du, o reinster Geift, doch Bater deinen Kindern, wenn gnädig du verzeihst. 783. Sie felig find die Todten nun, die 3. Sollt einft dein Tag mich in dem Herren sterben; fie wer finden mit unbekehrtem Sinn, den von der Arbeit ruhn und stürb' ich in meinen Sünden, o ewges Heil ererben. Ostärke, Gott! we flöb' ich bin, wenn, Herr, durch deinen Geift dies der die Welt gegründet, fich ihr gläubige Vertrauen, daß wir im als Richter naht, und graunvoll Sterben allermeift auf jenes Leben fich entzündet der Sitz der Misse that. schauen. Mel. Was mein Gott will ac. nur 4. Die Himmel alle schweigen, der Sünder wird verklagt und muß nun laut bezeugen, was sein Ge wissen plagt. Er bebt und weicht 784. ie unaufhaltfam zurücke, und die Verdammniß glüht in dem erstarrten Blicke, der sei nen Richter flieht. 5. Was hilft dann alle Größe, Mel. Wo Gott zum Haus 16. 401 schnell verfließt die Zeit, die mir gelieben ist; fie rauschet wie ein Strom dahin. Wer weiß, wie bald am Siel ich bin.d ammat gust Stndydwae 29 450 Vom ewigen Lebeng 2. Der Richterspruch der Ewig- dir zu sterben, beines Vaters feit erwartet mich nach dieser Zeit Reich zu erben. und offenbar wird, was ich sey: 3. Verachte denn des Todes ein Sünder, oder Gott getreu. er ist ein 3. Jum Anschaun Gottes geb' Weg zum Schaun, der Weg im ich ein, ach! oder zu der ewgen finstern Thale. Er sey dir nicht Peinas Gott, mein Heil und mehr fürchterlich, er führt zum mein Vertraun, laß felig mich Heiligthume dich, zum ewgen dein Antlig schaun. Freudenmahle. Gottes Rub' ist die Erlöften wird sie unaussprech unvergänglich, überschwänglich, lich trösten! 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen 5. Verleih', o Gott, die Weis Todten sammelt. Vielleicht um heit mit, daß ich mich halte treu giebt mich ihre Nacht, eh' ich ju bir! dann leb' und sterb' ich dies Flehen noch vollbracht, mein bir allein, im Leben und im Tode Lob die ausgestammelt. Vater, dein, n Bater! ich befehle meine Seele deinen Händen; laß mich nur in Frieden enden! 4. Berwirf, o Herr, nicht dei nen Knecht, und Gnade, Gnad ergeh' für Recht; Versöhner, Got tes Sohn, mein Heil, sey meine Zuflucht, sey mein Theil! Mel. Wie schön leucht't uns sc. 5. Vielleicht find meiner Tage 785. Mie wird mir dann, o dann mir seyn, viel, ich bin vielleicht noch fern vom Biel, an dem die Krone wenn ich mich ganz des Herrn pranget: dann sey ein jeder Tag zu freun, in ihm entschlafen werde! Von feiner Sünde mehr entweiht, erhoben über Sterblich feit, nicht mehr der Mensch von Erde! Freu' dich, Seele! stärke, tröfte dich, Erlöfte, mit dem Le ben, das bein Gott dir dann wird geben. geweiht dem Ringen um die Se ligkeit, nach der mein Herz ver langet. Laß mich, Bater, reiche Saaten, gute Thaten einft be gleiten vor den Thron der Ewig feiten! 6. Wie wird mir dann, ach dann mir seyn, wenn ich, mich 2. Jch freue mich und bebe ganz des Herrn zu freun, tha boch; so beugt mich meines Elends bort anbeten werde! Von feiner Joch, der Fluch der Sünde nie. Günde mehr entweiht, ein Mit der. Der Herr erleichtert, was genoß der Ewigkeit, nicht mehr mich drückt; mein banges Herz, der Mensch von Erde. Heilig! durch ihn erquickt, glaubt und er heilig! heilig! fingen wir und brin hebt sich wieder. Jesus Chriftus! gen deinem Namen Ehr' und Preis laß mich streben, dir zu leben, auf ewig. Amen! sin Vom ewigen Leben. anledd In eigener Melodie. nis 451 Lieben, will euch mein Tod be trüben, denkt: dort wird Freude sadasijo dar dalent 786. ud das nicht Freude feyn. 3:00 fehn, wenn dort jum felgen Schauen nach gläubi. Mel. Was Gott thut, das ist 16. gem Vertrauen die Frommen gespons 350 ( DD hen ein, wenn wir den Herrn er blicken, der ewig fann erquicken? Wird das nicht Freude seyn? 15 00 3. Wird das nicht Freude seyn, wenn wir, befreit von Mängeln, mit Seligen und Engeln Gott dienen fromm und rein, wenn wir von Kümmernissen und Sor gen nichts mehr wissen? Wird das nicht Freude sehn? 787. Mir warten bein, o und lieben dein Erscheinen. Bald ist du zu den Deinen. Wer an dich die Wartezeit entflohn, bald kommst glaubt, erhebt sein Haupt und 2. Wird das nicht Freude sehn, wenn, die uns Gott genommen, dort uns entgegen kommen zum ewigen Verein; wenn liebend uns sieht dir froh entgegen, du bringst umschließen, die weinend wir ver ja Himmelssegen. ließen? Wird das nicht Freude ſeyn? 2. Wir warten bein, doch mit Geduld, in unsern Prüfungstagen. Du haft dein Kreuz für unsre Schuld so demuthsvoll getragen: wie sollten wir uns nicht mit dir dus hinweg wirst nehmen? zum Kreuze gern bequemen, bis 3. Wir warten dein, du haft uns ja das Herz schon hingenom. men. Stets bist du uns im Geifte 4. Wird das nicht Freude sehn, nah', doch willst du sichtbar kom wenn in des Himmels Chören wir men, und dann wirst du bei dir Gottes Lob vermehren und ewig uns Ruh', bei dir uns Freude Dank ihm weihn; wenn wir zum geben und ewges Himmelsleben. Throne dringen und heilig! hei lig! singen? Wird das nicht Freude schn? 4. Wiz warten dein, du kommst gewiß, dir flopfen schon die Her zen, vergessen aller Kümmerniß, 5. Ja, das wird Freude seyn; bergessen aller Schmerzen. Der die Güter dieser Erden, die Ehren einst, dereinst, wann du erscheinst, voll Beschwerden, sie sind nur soll unser Mund lobsingen und eitler Schein. Darum ihr, meine ewig Dank dir bringen. ste van Toilld pilladan ima giou jubled up rid 400 29* 452 ( sinum ti Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. sd sim ni hof 8 buttog nied no XXVII. Lieder für besondere Zeiten und igal bus atnums Verhältnisse. Ind der söm ad dnu this phos- min80 29) modol- Bo0 in ippon mousst ned 10 minis ( 3 str. 35dis) Beruf mich heißt. Laß mich in guten Tagen nicht übermüthig fehn und nicht kleingläubig zagen, bringt gleich ein Kreuz herein. 6. Hilf, daß in meinem Stande zu loben, erwache, ich thu', was dir gefällt, auch mein Gemüth! dem großen Vater laß mich nicht in Schande geras droben erschall ein frommes Lied! then vor der Welt. Richt', Herr, denn wer erhielt mein Leben in mein ganzes Leben nach deinem der vergangnen Nacht? Der Herr, Willen ein und laß mein Haus der mirs gegeben, der hat es auch daneben von dir gesegnet seyn. bewacht. 788. Tuf, auf, den Herrn 7. Vor Allem hilf mir sorgen, 2. Beschüßer aller Welten, wie wie ich fo leben mag, daß ich an dank' ich würdig dir, wie soll ich jedem Morgen denk an den leg bir vergelten, was du gethan an ten Tag, und wird er einft an mir? Mein Opfer ist geringe, brechen, so gieb, daß ich erfreut ein bir ergebner Sinn ist Alles, von Herzen könne sprechen: Komm, was ich bringe; nimm dues Herr, ich bin bereit. Julmd gnädig hin.cdradmagt dapps sto niste 3 3. Verzeihe mir die Sünde, die doim ich bisher verübt, weil ich mit In eigener Melodie, Reu' empfinde, daß ich dich ſo 789. Brich an, du fchönes mir erschein' die fündliche Begier, mit der ich in deinem Purpurkleide! mit dir täglich tämpfe, ja, bilf du selber heb ich mein Angesicht zum Quell des Lichtes und der Freude. Ja, 4. Send' auch auf meinen We Herr, zeuch meinen Geist und gen mir deinen Engel zu und Sinn zu deinem Himmelslichte sprich du selbft den Segen zu Albin! mir. lem, was ich thu'. Berleihe du 2. Dus haft mit deiner Liebes mir Kräfte aus deines Himmels hand mich treu beschützt in Noth Höhn, daß des Berufs Geschäfte und Plagen, Gefahren gnädig erwünscht von flatten gebn.ops abgewandt mich unverdient mit 5. Gieb mir vor allen Dingen Huld getragen. Auch für den getroften Muth und Geist, das Schug ind dieser Nacht fehidir freudig ju vollbringen, was mein mein frommer Dant gebracht. dnu dub da A. Morgenlieder. # 1902 Mel. Dalet will ich dir geben 20. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 453 3. Fach' in mir heut von Neuem| lag, das reget fich, ist munter, an dein göttlich, geistig, himmlisch frisch und wach. Leben, daß ich auf deines Geistes Bahn nach Licht und Wahrheit möge streben, daß ich nicht lebe selber mir, nein, Chriftus in mir für und für. 698 4. Gieb du, der Alles in uns schafft, daß ich im Glauben mich erneue und durch des Glaubens Trieb und Kraft mich deinem Dienft mit Freuden weihe; in Lieb' entbrennet dann mein Herz auch bei des Nächsten Glück und Schmerz. 5. Ich tracht', o Gott, nach feiner Ehr', nur deine Kindschaft möcht' ich haben; auch keinen Reichthum wünsch' ich mehr, nur Chriftus kann die Seele laben; und wohnt dein Geist in meiner Bruft, dann acht' ich feiner Er denluft. 6. Mein Vater, dir ergeb' ich mich aufs Neu' zu deinem Wohl gefallen. Hilf mir auch heute gnädiglich, in wahrer Furcht vor dir zu wallen! Laß all' mein Thun in dir geschehn, dann wird mein Leben dich erhöhn. sabit 2. Auch du, mein Geift, thr, meine Kräfte, ermuntert euch, legt alle Trägheit ab! Gott loben sey mein erst Geschäfte, den treuen Gott, der Seinen Schutz und Stab. Sein Auge schläft und schlummert ewig nicht, weil es der Gottheit nie an Kraft ge bricht. 3. Gott ist mein Schöpfer und mein Vater, deß Huld mir Leib und Seel und Alles gab, er ist mein Freund und mein Berather; was an mir gut ist, kommt von ihm herab. Er nährt und pflegt, er hält und träget mich, und seine Treu' erneuert täglich fich. 4. Oft ging ich irr' auf finstern Wegen, da zeigt er mir sein freundlich Angesicht. Ich spürte seines Geistes Regen und kam zu seinem wunderbaren Licht. Mir war, als sey ich aus dem Schlaf erwacht und hinter mir läg' eine tiefe Nacht. 5. Jn Chrifto hat er mich ge liebet, durch Christi Tod bin ich mit ihm versöhnt. D große Huld, die mir vergiebet, o größre Huld, die mich mit Chrifto frönt! Ja, durch den Sohn bin ich des Ba ters Kind und erbe Güter einst, die ewig sind. Mel. Dir, bir, Jehovah te. 790. PS4 er frohe Morgen fommt gegangen, das Dunkel weicht, der neue Tag 6. Gott hat mir seinen Geift bricht an! Bald wird die Sonn' gegeben, ein himmlisch Licht dem am Himmel prangen; sebt, schon irrenden Verstand, der leitet mich beginnt fie ihre Segensbahn. Was zum wahren Leben, ist mir der in der Nacht erstarrt und schlafend Gnade sichres Unterpfand. Und Bak 454 Lieder für besondere Seiten und Verhältniffe. wenn ich schwach, gebeugt und haft in Allem handeln und weis, elend bin, labt er mit Fried' und lich fliehn die eitle Luft der Welt. Troft den blöden Sinn.po O stärke selbst durch deine Gnade mich, denn was vermag ich Schwacher ohne dich? nema 1891 7. Drum will ich, Gott, mich bir ergeben und deiner Treu mich ewig anvertraun. Geheiliget sey 4. Laß diesen Tag mich so vollbir mein Leben, mein Auge soll bringen, daß ich ihn ohne Reu' beständig auf dich schaun, daß dieser Lag, zu dem ich bin er wacht, dir wohlgefällig werde zu gebracht. beschließen kann. Soll guter Vorsaß mir mißlingen, so nimm als That den Vorsat gnädig an. Auch dieser Theil von meiner Uebungseit seh mir Gewinn noch für die Ewigkeit. 8. Ja, segne, Vater, und be hüte an Leib und Seele mich, 5. Gieb mir auch heute, was denn ich bin dein. Das Antlit mir nüget; vor Allem aber gieb deiner Lieb und Güte erleuchte ein ruhig Herz, das sich auf deine mich mit seiner Klarheit Schein. Weisheit stüzet und dir vertraut Dricht auf mich dein gnädig auch in dem größten Schmerz. Angesicht und gönne mir dein Du weißt, was mir zum wahren himmlisch Friedenslicht. Wohl gebricht und dies verfagst du meinen Bitten nicht. mel. Dir, dir, Jehovah, will te. 6. In diesem findlichen Ver trauen will ich an des Berufs 791. ich, dich, mein Gott, Geschäfte gehn, auf deinen fichern will ich erheben: du Beistand bauen und deiner Fü warst mein Schirm in der ver gung still entgegen sehn. Ich floßnen Nacht, erquicktest mich, weiß, du führst mich stets auf erhieltst mein Leben und schafftest, baß ich fröhlich bin erwacht. Wer bin ich, daß du meiner so ges denkst und wieder einen Tag zum Seil mir schenkst.m rechter Bahn und nimmst mich einst gewiß zu Ehren an. ( DUB $ 14710 Mel. Wie schön leucht't uns 26. 2. Auch über mir ist deine Güte noch immerfort an jedem Morgen 792. ich ſeh' ich wieder, Morgenlicht, und neu. Mit dankbar freudigem Ge freue mich der süßen Pflicht, dem müthe fühl ich die Größe deiner Höchsten Lob zu singen. Ich will Batertren. Auch diesen Tag will voll frommer Dankbegier in dieser ich mich deiner freun; auch er soll deinem Dienft geheiligt seyn. rd Morgenstunde dir Preis und An. betung bringen. Schöpfer! Bater! 3. Vor deinen Augen will ich Deine Treue rührt aufs Neue mein wandeln und redlich thun, was Gemüthe. Frob empfind' ich deine dir, mein gefällt; gewiffen Güte. 455 Lieder für besondere Seiten und Verhältnisse. 2. Du warst um mich in dieser| du mirs gegeben, ich danke dir Nacht, dein Auge hat mich treu dafür. Du hast, von Huld bebewacht, dein Schild hat mich bewegen, mich aus dem Nichts gebedet. Bu meinem Leben fügeft zogen, durch deine Güte bin ich du jegt einen neuen Tag binzu, hier. da mich dein Licht erwecket. Kräf 2. Du, Herr, haft mich berei tig strömet jest mir wieder durch tet, mich väterlich geleitet bis die bie Glieder neues Leben: dafür sen Augenblick. Du gabft mir will ich dich erheben. frohe Tage und wandteft auch die Plage zu meiner Seelen wahrem Glüd. 3. Die Nacht entfloh auf dein Gebot! so gieb, daß auch von mir, mein Gott, die finstre Sorge fliehe, daß ich die kurze Lebens jeit in chriftlicher Zufriedenheit zu nußen mich bemühe. Dir ist Al les, was mir fehlet, was mich quälet, nicht verborgen, auf bich werf ich meine Sorgen. 4. Du fanntest schon mein Seh 4. Jch bin ein Chrift! o Herr, nen und zähltest meine Thränen, verleib', daß ich des Namens wür eb' ich bereitet war. Noch konnt big seb; mein Ruhm seh deine ich dich nicht denken, zu dir das Gnade! Erleuchte mich mit dei Herz nicht lenken, da wogft du nem Licht, dann geh ich recht schon mein Theil mir dar. und irre nicht von deiner Wahrheit Pfade. Gnädig bilf mir stand. haft ringen, zu bezwingen Welt und Sünden, um in dir mein Heil zu finden. 6. Daß du mich liebreich füh. regiereft, 5. Bu dir, an dem mein Glaube hält, soll auch in dem Geräusch der Welt fich still mein Herz er. heben. Bin ich vereinigt nur mit reft, mit deinem Geist dir, wirst du in aller Unruh hier dies, Bater, dank ich dir. Daß mir wahre Ruhe geben. Einft, Herr, hoff ich dich zu loben, wo bort oben für die Frommen wird der ewge Morgen kommen. sal dun sist rid sinuiinsprost Mel. Uun ruhen alle Wälder te. alam sua ajup, Irdin du mein Leben fristest, mit deiner Kraft mich rüsteft, dies Alles, Vater, bank ich dir. 1007 3610m For 7. Was noch in diesem Leben mir frommt, wirst du mir geben; du giebsts, ich hoff auf dich. Ja, Bater, ich befehle dir tind 793. ir ant ich für mein lich Leib und Seele; Herr, segne nismid Leben, Gott, der lund behüte mich 3. Ich bin nicht werth der Treue, der ich mich täglich freue, der Huld, die mich bewacht. Da mit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 5. Für alle meine Sünden, Herr, ließeft du mich finden in Chrifto Gnad' und Huld. Höchster, welch Erbarmen! du nahmest an mich Armen und tilgteft alle meine Schuld. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Liebe ruhn und hilf, daß Jeder Mel. Ich will dich lieben, meine se. diesen Tag mit bir beschließen 794.8 din neuer Tag, ein neues Leben geht mag. mit der neuen Woche an; du wol 456 left, Gott, aufs Neu' mir geben, a was tann, hab' ich deine nicht, woher dann Troft und Licht? 2. Jch grüße diefen lieben Mor gen, mich schüßte deine Bater. hand, ich bin getroft, denn tau. fend Sorgen hast du schon gnädig abgewandt. Ach, Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst, drum leb' ich noch. mir sonst Niemand geben 795. heb meine Seele dich, die Finsterniß bergehet, schon zeigt der Glanz des Tages fich, die Sonn' am Himmel stebet. 3u Gott erhebe deinen Sinn, daß er dein Wert in die beginn', indem sein bir leuchtet. bem fein Licht 3. Nun das erkenn ich, Herr, und gebe mich freudig dir zum Opfer hin, boch weil ich hier, so lang' ich lebe, mit Noth und Tod umfangen bin, so weich' auch heute nicht von mir, die Hülfe fteht bet dir. Mel. Es ist gewißlich an der ze. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Namen 2. Laßt, Brüder, an das Werk uns gebn, den Herrn froh zu er erstehn und zeigen, daß wir leben/ heben; in Chrifto laßt uns auf laßt uns in seinem Gnadenschein nicht eine Stunde müßig feyn: Gott ists, der uns erleuchtet. dern fort, doch Gottes Werk bleibt 3. Ein Tag geht nach dem an ßem Wort, so viele sich betrügen! liegen, weil ohne That, mit blo Gieb, daß wir freudig gebn ans vom Sünden Wert, verleib' uns Gnade, Straft joche und laß mich jedes Unrecht und Stärk" im Licht, das uns er fliehn. Gieb deinen Geift, der leuchtet. mich regier', auf ebner Bahn mich führ'. 4. Du jeigft, was zu vollbrin gen feb auf unsern Glaubens 5. Soll ich mein Brob mit wegen; so bilf nun auch und steh Rummer effen, so laß es doch uns bei, und gieb uns deinen gesegnet seyn, und was du sonst Segen: dann geht, o Herr, dein mir zugemessen, das richte mir Will und Wort von Land zu zum Besten ein, ich bitte nicht vand, von Ort zu Ort, so weit um Ueberfluß, gieb, was ich ha dein Licht nur leuchtet. ben muß. 5. Das Licht des Glaubens sey 6. Du thuft gewiß, mein Gott, in mir ein Licht der Kraft und das Deine, ich will mit dir das Stärke; die Demuth werde meine Meine thun. Behüte Beide, Groß Zier und leucht aus jedem Werkej und Kleine, laß fie in deiner der Geist der Weisheit steh' mix Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 457 bet und mache mich des Jrrthums| Hort; nirgends als bei dir allein frei, so bin ich ganz erleuchtet. fann ich recht bewahret seyn. 6. Erheb' auf mich dein Angel 6. Meinen Leib und meine ficht, o Bater, aus der Höhe, er Seele sammt den Sinnen und halte mir das rechte Licht, daß Verstand, großer Gott, ich dir beine Weg' ich gehe, bis ich einst befehle unter deine starke Hand; in jene mein mein Hand gegründet hat und ewiglich und Ruhm, schütze mich, dein erleuchtet. trad Eigenthum. und dow dis In eigener Melodie. 796. 6 7. Deinen Engel zu mir sende, wenn Gewalt und List mir droht, Alles mir zum Besten wende, es lott des Himmels und sey Leben oder Tod sterb' ich der Erden, Vater, einft, dann führe du mich zu dei Sohn und heilger Geist, der es ner ewgen Rub'. ipod Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, deffen starke Hand die Welt und was drinnen ift erhält. Mel, Gott des Himmels und 26. 797. Großer Gott, den Al 2. Gott, ich danke dir von Her les preiset, der uns zen, daß du mich in dieser Nacht ie und je geliebt, sich als Vater bor Gefahr, Angst, Noth und uns erweifet, uns den Sohn zum Schmerzen haft behütet und be. Heiland giebt; heute weckt des wacht, daß des bösen Feindes Lift Tages Lauf mich zur lauten Anmein nicht mächtig worden ist. dacht auf. 2. O wie lieb' ich diese Stun den, wo die Welt mich ruhen läßt, wo wir, treu in ihm verbunden, feiern unsers Heilands Fest, und er uns durch seinen Geist selbst den Weg zum Himmel weist. 3. Habe Dank für diesen Mor. 4. Silf, daß ich auch diesen gen, der mir Kraft zum Guten Morgen geistlich auferstehen mag schenkt! Das sind doch die besten und für meine Seele sorgen, eb Sorgen, wenn sein Heil der erscheint dein großer Tag, dann Mensch bedenkt, wenn er betet, beb' ich als Sünder nicht, wenn wenn er fingt, daß es durch die du kommst und bältst Gericht. Wolken bringt. 8 1190 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden so wie diese Nacht ver gehn, laß bei dir mich Gnade finben, glaubensvoll auf Jesum sebn, der für meine Missethat fich am Kreuz geopfert hat. 5. Führe mich, o Herr, und 4. Was ist selger, als Gott leiter meinen Gang nach deinem dienen! Was ist süßer, als sein Wort, fep und bleibe du auch Wort! Laßt uns sammeln gleich Heute mein Beschüßer und mein den Bienen, Jeder trage Segen 458 Lieder für besondere Beiten und Verhältnisse. fort! Selig ist, wer Nacht und Tag gern darin fich üben mag. O 799. Amen, denn wir find dein Eigen Morgen uns sendet Alles preise deinen Namen, nach der Nacht! Wir schliefen ohne villes mehre beinen Ruhm, bis Sorgen, weil du für uns gewacht. es fünftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel sehn. Du, der die Erde schmücket und was da lebt erfreut, haft uns im Schlaf erquicket und unsre Kraft and prot erneut. 2. Von dir ist mir gegeben, er was und bin; 798. leuchte mich bei dem doch dies mein irdiſch Leben eitt Bald ist neuen Tageslichte! Gnadensonne, schnell zum Tode hin. zeige dich meinem frohen Ange fie ganz verschwunden der Wall fichte! Deiner Weisheit Himmelsfahrt kurze Zeit; doch hängt an glanz schmücke meinen Sabbath ihren Stunden das Heil der Ewig gang. feit. urale 508 Mel, Meinen Jefum laß ich 14. 2. Dieser Tag sey bir geweiht; weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit mich zum Tempel zubereiten, nichts begeh. ren und nichts thun, als in dei ner Liebe ruhn! Mel. Dalet will ich dir geben se, Dob ich werd' einst auferstehn, mein 3. D theurer hoher Glaube: Leib nur wird zu Staube, mein Geift wird nicht vergehn! mich dies nie vergessen, der heil Laß 3. Brunnquell aller Seligkeit, gen Hoffnung voll, laß täglich laß mir deine Ströme fließen! mich ermessen, was ich einst wer den soll. d Mache Mund und Herz bereit, ihre Fülle zu genießen. Streu' das Wort in Segen ein, laß es bun. dertfrüchtig sehn! 4. Sollt ich nach Reichthum trachten? Er täuschet nur das Herz. Nach Ehr' und Weltluft 4. Bünde felbft mein Opfer an, schmachten? Jhr Lohn ift Reu' bas schon auf den Lippen lieget, und Schmerz. Hienieden schon und erhelle mir die Bahn, wo auf Erden soll meine Seele rein, tein Jrrthum mich betrüget, wo ein Tempel Gottes werden, ganz fein falsches Feuer brennt, welches ihm geheiligt seyn.mse dein Altar nicht fennt. 5. Getroft, mein Geift, ermüde 5. Mache Wohnung, Herr, bei in deinem Kampfe nicht! Dich mir, bau' ein Paradies im Her stärket Gottes Friede mit Kraft jen rub' in mir und ich in dir, und Zubersicht! Ermuntre dich fo quillt Freude selbst aus Schmer und streite, bes Sieges Lohn sift gen, und ich schmecke dann schon nah'! Getroft, vielleicht ist heute hier, wies im Himmel ist bei dir. des Rampfes Ende dainu untu Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 8459 Mel. Ich dank' bir schon se. 10. Daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe, 800. Min erft Gefühl feb gottſelig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe. Preis und Dant; erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgefang, lobsing' ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schüßen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicher heit der Nacht und Ruhe für die Müden? 650 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schüßt mich bor Gefahren? zustehn, nie Fleiß noch Arbeit 11. Daß ich, dem Nächsten bei fcheue, mich gern an Andrer Wohl ergehn und ihrer Tugend freue. 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Le ben. Du bift es, der es uns er, hält und mits jetzt neu gegeben. 6. Gelobet feyst du, Gott der Macht, gelobt seh deine Treue, daß ich, nach einer sanften Nacht, mich dieses Tags erfreue. benszeit in deiner Furcht genieße 12. Daß ich das Glück der Le und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. S Mel. Ich will dich lieben 18. 801. Mein Gott, nun ift 4. Wer lehrt das Auge feine die Nacht vollendet ihren Lauf. es wieder Morgen, Pflicht, fich ficher zu bedecken, Run wachen alle meine Sorgen wer ruft dem Tag und seinem auf einmal wieder mit mir auf: Licht, die Seele zu erwecken? die Rub' ist aus, der Schlaf da hin; ich sehe, wo ich bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo jeder Lag sein Elend hat, wo ich nur immer älter werde lebt ich doch stets nach deinem und niemals rein von Missethat: Sinn, o Gott, durch den ich bin! 7. Laß deinen Segen auf mir 3. Bergieb mir alle meine Sünruhn, mich deine Wege wallen, den; 9, siehe meinen Mittler an und lehre du mich selber thun und laß mich durch ihn Gnade nach deinem Wohlgefallen. is finden, der für mich hat genug 8. Nimm meines Lebens gnädig gethan! Ist deine Gnade nur wahr, auf dich hofft meine Seele; mein Theil, so fehlt mir nichts fet mir ein Retter in Gefahr, ein zum Heil. Vater, wenn ich fehle. schafte 4. Hilf du in allen Sachen ra 9. Gieb mir ein Herz voll u then, denn wo wär ich mir selbſt bersicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe, genug? Bewahre mich vor Miffe ein weises Herz, das seine Pflicht thaten, vor böser Menschen Lift erkenn' und willig thuens und Trug, laß mich den Tag 460 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. wohl wenden an zum Guten, wie 5. Ach, du Aufgang aus der ich fann. dnu sis and Söb', gieb, daß auch an jenem 5. Bewahre mir Leib, Seel' und Tage deine gläubge Schaar er Leben, Verwandte, Freunde, Hab' fteh und, erlöst von aller Plage, und Gut! Willst du mir Kreuz zu auf der ewgen Freudenbahn wal tragen geben, so gieb dabei mir len kann. dudü frohen Muth; die Freuden, die 6. Leucht uns selbst in jene du willft verleiba, laß mir zum Welt, du verklärte Gnadensonne, Segen feyn.ger führ' uns durch das Thränenfeld 6. Du gabft mir Kraft, jegzt auf in das Land der füßen Wonne, zustehen, dein Aufsehn ists, was wo, was selig uns erhöht, nie mich erhält! Ich weiß nicht, wie vergeht. mirs heut' wird gehen, mach' ALles so, wie dirs gefällt: dein will ich tobt und lebend seyn! Ja dein, * Gott, allein. In eigener Melodie, 802. orgenglanz der Ewig feit, Licht vom un erschaffnen Lichte, hilf in dieser Morgenzeit, daß dein Schein sich zu uns richte, und vertreib' durch deine Macht unsre Nacht. 2. Deiner Gnade Morgenthau fent, o Herr, auf uns fich nieber, daß, gleich Blumen auf der Au, fich die Seel' erhebe wieder, Se gen ftröm' auf deine Schaar im. merdar. Mel. Christus, der ist mein se. 803. oh läst der Herr mich leben, er schall' ihm, o mein Lied, ich will ihn froh erheben, der gnädig auf mich sieht. bint Morgensonne Pracht, und falle 2. Jch schaue freudig wieder der betend nieder vor ihm, der fie ge macht. nimmst dich auch meiner an, wie 3. Du Herrscher aller Welten foll ich dir vergelten, was bu an 4. Dir will ich freudig fingen, mich deines Namens freun, nach 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut deiner Gnade ringen, mein gan unsers Herzens Rätt ertödte, und zes Herz dir weihn. erwede Sinn und Muth bei der 5. Dir hab' ich mich ergeben, neuen Morgenröthe, daß wir, deine ich freue mich in dir; erfreuender, Bahn zu gebn, recht aufstehn. als führe mich auch heute ist Gnade mir. 4. Schmück uns mit Gerechtig, teit, als mit einem weißen Kleide, auf meines Heilands Pfad, du das von uns nie werd' entweiht ewig Weifer, leite mich selbst nach und an seinem Glang nie leide; deinem Rath. laß uns hell und fündenrein vor dir seyn. 7. O höre, was ich flebe: gieb mir ein weises Herz, daß ich auf Lieder für besondere Betten und Verhältnisse. 461 bich stets sebe, in Freude wie in leb' in mir, beweg' und rege mich, Schmerz. ſo bat Geift, Seel' und Leib mit dir vereinigt sich. in ind dat 5. Auch heute schmücke mich mit Glauben und mit Liebe, mit Hoff nung und Geduld durch deines tigkeit zum Kleide nur empfabny Geiftes Triebe. Kann ich Gerech dann bin ich wohlgeschmückt und föftlich angethan. 8. Lehr mich am ersten trachten nach dem, was dir gefällt, mehr beinen Beifall achten, als allen Ruhm der Welt. 9. Bereit, ben Lauf zu schließen, bewährt durch Glück und Noth, und ruhig im Gewissen, so finde mich der Tod. 25 Mel. O Gott, du frommer Gott 1. 6. Du, Herr, in dem wir find, in dem wir alle leben, laß dein' Allgegenwart mir stets vor Augen schweben, damit mein ganzes Thun durch Herz und Sinn und Mund dich lebe inniglich, mein Gott, zu aller Stund'. 804. Jesu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnaden glanz aufs Neue mich umfangen. Gestärkt an Leib und Seel' bin 7. O segne, Herr, mein Werk, ich vom Schlaf erwacht und wende mein Reden und mein Denken, mich zu dir, der ftets mein Heil durch deines Geistes Kraft wollst bedacht. du es weislich lenken; laß Alles nur geschehn zu deines Namens Ruhm, auf daß ich für und für verbleib' dein Eigenthum. 2. Was soll ich dir, mein Gott, als Dankesopfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad' versenken. Mein Leib und Seel' und Geist sey dein auf die sen Tag; das soll mein Opfer seyn, weil ich sonst nichts ver 805. mag. dinsprost dan Mel. Meinen Jesum laß ich nicht se chließet euch, ihr Au. gen, auf! Schaut uz insini Coid him das große Licht der Erden! Es 3. Ja, die zum Eigenthum, erneuert seinen Lauf, um ein LeitHerr, weib' ich meine Seele; stern euch zu werden. Seht, die nimm fie in deine Hut, daß ihr Sonne geht hervor, sie weift euch fein Gutes feble; dir geb' ich mei zu Gott empor. nen Geift, verschmäh' die Gabe nicht, verkläre dich in ihm durch rück: glücklich ließ mich Gott fie 2. Seb' ich auf die Nacht zu deines Geistes Licht. mam wenden und ich kann den frohen 4. Ich will auch meinen Leib Blick zu des Himmels Höhen wen zum Tempel dir ergeben, darin den. Möge dortmein Wandel du wohnen magst, o Herr, mein seyn mit den Frommen fromm Heil und Leben! Ja, wohn' und und rein. 2017 316 462 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 3. Here, zu deines Namens schreden, bein Vater wird dich Ruhm forge du für mich auch decken.ne sim noo no 39 heute baß mich als bein Eigen 4. Dein Wort, Herr, ist ges thum Gnad' und Segen ftets geschehen; ich fann das Licht noch leite was ich thun und reden sehen; dein ist es, daß aufs Neue foll, das gerathe Alles wohl ich mich des Lebens freue. 4. Wenn mir Noth vor Augen 5. Du willst ein Opfer haben: schwebt, soll mein Seufzen zu dir was bring' ich dir für Gaben? bringen, wenn das Herz vor Furcht Jch fall' in Demuth nieder und erbebt, foll es fich zum Himmel bring' Gebet und Lieder.islan fchwingen, und die Antwort werde mir: fürchte nichts, ich bin bet hen, wirft diese nicht verschmähen, 6. Du, der ins Herz fannst se adhin du weißt, daß ich zur Gabe nichts 5. Halte mein Gewissen frei, daß als dies Opfer habe. ich heut' es nicht beflecke; fommt 7. Du wollft dein Wert vollenVersuchung auch herbei, gieb, daß den, mir deinen Engel senden, der es mich bald erwecke, daß ich beil- mich an diesem Tage auf seinen sam bleib' und fleb' und der Sieg Händen trage. mir nicht entsteh'! dir. 6. Alles werf ich dann auf dich, und so darf ich nimmer zagen, und dein Geift erleuchte mich, wohl zu nußen Freud' und Plagen, so werd' ich gebeffert fenn, stellt sich heut der Abend ein. 8. Sprich Ja zu meinen Tha ten und laß sie wohl gerathen, den Anfang und das Ende, o Herr, zum Besten wende. Herz sey deine Hütte, dein Wort 9. Erhöre meine Bitte, mein sep meine Speise auf meiner Him melsreise. In eigener Melodie. Mel. Werbe munter, mein se 806. ach auf, mein Herz, und finge dem Schöpfer aller Dinge, dem 807. Menn ich einst von je Geber aller Güter, der Menschen welcher Zod heißt, aufersteh', und nem Schlummer, treuem Hüter. befreit von allem Kummer jenen 2. Nur er fonnt' in Gefahren schönern Morgen seh': o dann mich väterlich bewahren, als mich wach' ich anders auf! Schon am die dunkeln Schatten der Nacht Biel ist dann mein Lauf! Träume umgeben hatten. find des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 3. Du, höchster Schutz der Mü. den, sprachst zu mir: schlaf in 2. Gieb, daß keiner von den Frieden! tein Unfall soll dich Eagen dieser ernsten Prüfungs Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 463 geit jenem Tag einst dürfe sagen, 4. Doch ich komme mit Ver er sey ganz von mir entweiht. langen, o mein Herzensfreund, Auch noch heute wacht' ich auf; zu dir! Neige du dein Licht zu Dank sey dir! Zu dir hinauf führe mir, da der Tag nunmehr ver jeder meiner Tage mich durch gangen! Sey du selbst mein Son Freude wie durch Plage: nenlicht, das durch alles Dunkel bricht. 3. Daß ich gern fie bor mir sebe, wenn ihr letter nun erscheint, wenn zum dunklen Thal ich gehe und mein Freund nun um mich füllt, so wird nichts mich weint. Lindre dann des Todes zählen, die du mir noch gönnen 5. Laß mich wohl die Tage willt. Ist mein Herz von dir er können Pein und laß mich den Stärksten quälen, denn wo du bist Tag seyn, daß ich ihn zum Himmel und Licht, schaden uns die Nächte weise und dich, Herr des Todes, nicht. preise. Mel. Nun ruhen alle Wälder 10, B. Abendlieber. 809. Ruch biefes Tages Stunden sind mir, Gottlob! verschwunden in unges störter Rub'! Bald finkt die Sonne Mel. Ach, was soll ich Sünder ze. 808. mein Jefu, fieb nieder, die stille Nacht kommt wieder und schließt uns fauft die Augen zu. ich trete, da der Tag nunmehr fich neigt und die Finsterniß fich zeigt, hin zu dei nem Thron und bete: neige bu zu deinem Sinn ganz mein Herz und Sinnen hin. 2. Laßt uns vor Gott erwägen, welch unverdienten Segen uns die fer Tag gebracht! Laßt uns von Dant entbrennen und tief gerührt bekennen: der Herr hat Alles wohl 2. Meine Tage gehn geschwinde wie ein Pfeil zur Ewigkeit; felbft gemacht! die längste Lebenszeit rauscht vor über wie die Winde; strömt dahin schnell, wie ein Fluß stürzet seinen Wafferguß. 3. Du, Gott der Treu' und uns bis hieher geführt. Nicht uns, Gnade, haft fegensvolle Pfade bir sey die Ehre! Ein jeder Tag vermehre in uns den Dant, der dir gebührt! 3. Und, mein Jesu, fieh, ich Armer nehme dich nicht recht in 4. Der Schlaf, den du ben Acht, daß ich dich bei Tag und Müden nach Tageslaft beschieden, Nacht herzlich suchte, mein Er auch er sey dir geweiht. Wir barmer! Ach, wie mancher Tag schlummern ohne Sorgen; bu wecft geht hin, da ich falt und träge uns wieder morgen, hier oder in bin. der Ewigkeit. 464 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse alsiumno mi unisd In eigener Melodie. TOTOO dipis 810. er Tag ist hin, mein Jefu bei mir bleibe, Ja Mel. Der Tag in hin se. 811. Die Sonn' hat fich mit ihrem Glanz o Seelenlicht, der Sünden Nacht gewendet und, was sie soll, auf vertreibe; geb' auf in mir, Glanz diesen Tag vollendet; die Nacht der Gerechtigkeit, erleuchte mich in bricht ein mit ihrer stillen Ruh' diefer Dunkelheit. und schließet fanft die müden Alugen zu. 2. Lob, Preis und Dank sey dir, mein Gott, gesungen! Die 2. Jch preise dich, du Herr der Ehr' ist dein, wenn mir ein Werk Tag' und Nächte, daß deine Hand gelungen. Versteh' ich auch nicht immer deinen Rath, du führeft ftets mich auf den besten Pfad. und hochgerühmte Rechte mich hat bewahrt vor aller Plag' und Noth, die überall dem schwachen Men fchen droht. 3. Nur Eines ist, das mich empfindlich quälet, daß Festigkeit 3. Vergieb, wo ich bei Tage im Guten mir noch fehlet. Du so gelebet, daß ich nach dem weißt, o Gott, wie sehr mein was finster ist, gestrebet. Laß Herz dich liebt, und doch wird alle Schuld durch deinen Gnaden noch dein Geift von mir betrübt. schein in Ewigkeit bei dir erloschen feyn. 4. Bergieb mir, Herr, es fagt mir mein Gewissen, daß Sünd' 4. Schaff daß mein Geist dich und Welt mich oft von dir ge ungehindert schaue, indem ich mich riffen. Es thut mir leid, ich der dunkeln Nacht vertraue, daß stell mich wieder ein; da ist für den Leib, auf diesen schweren die Hand: du mein und ich bin Tag, des sanften Schlafs Er dein. quicung folgen mag. 5. Du starker Schuß der Her 5. Herr, wenn mich wird die gen, die dir trauen; o laß auch lange Nacht bedecken und in die mich stets deine Hülfe schauen. Rub' des tiefen Grabes ftreden, Wenn über mich stets deine Gnade so blicke mich mit deinen Augen wacht, so fürcht' ich nicht des Bö an, daraus ich Licht im Tode neb fen List und Macht. men fann. 6. Du schlummerst nicht, wenn 6. Und laß darauf, zugleich mit meine Kräft' erschlaffen, o laß die allen Frommen, mich zu dem Seel' im Schlaf auch Gutes schaf. Glanz des andern Lebens kommen. fen! Lebenssonn', erquide mei. Laß mich das Licht des ewgen nen Sinn, dich laß ich nie, mein Tages sehn, das nimmermehr in Licht, der Tag ist hin. Nacht wird untergehn. 08 Lizder für besondere Zeiten und Verhältnisse 465 im Sonnenschein, im Sturme, am Menschen und am Wurme, groß zeigst du, Schöpfer, deine Mel. Nun ruhen alle Wälder 14. 812. Die Sonne fentt fich nieder, die stille Macht. Nacht kommt wieder und mit ihr Schlaf und Ruh'. Erschöpft sind unfre Kräfte voin schweren Tags gefchäfte, bald schließen sich die Augen zu. da 2. Noch wach' ich und erhebe dich, Gott, durch den ich lebe, 9. Soll mir der Schlaf zum daß du mein Vater bist. Mit Leben erneute Kräfte geben, fo Dant will ich erwägen, daß dei ner Liebe Segen noch nie von mir gewichen ist. will ich deß mich freun; soll er mein Leben enden, so wirst du 3. Von dir kommt jede Gabe, im Tode seyn. mich vollenden und auch mein Gott das Leben, das ich habe, die Sicherheit der Nacht. Du bist der Quell der Güter, mein Schuh und treuer Hüter, der, wenn ich schlummre, für mich wacht. 4 Du läßt es finster werden und hüllst den Kreis der Erden in tiefe Dunkelheit; doch auch in buntler Stille wohnst du mit dei ner Fülle und zeigt uns deine Herrlichkeit. 8. Drum schwinde alles Grauen; dir will ich froh vertrauen, denn du sorgst auch für mich. Ja, Va ter, ich befehle getroft dir Leib und Seele, du bist mein Gott, ich hoff auf dich. daff amy In eigener Melodie. 813. o, Bater, Sohn und heilger Geift, der Güte, die mein Loblied preift, bin ich viel zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgefang, den ich dir findlich finge. 2. Du nahmft dich meiner Herz5. Du führst aus weiter Ferne lich an, haft Großes heut an mir den Mond und tausend Sterne gethan, mir, was ich bat, gewäh mit Majestät herauf. Sie leuch- ret, haft väterlich mein Haus und ten dir zur Ehre hoch über Erd mich beschüßet und genähret. und Meere und deine Hand lenkt ihren Lauf. 3. Du haft mir, was ich bin, geschenkt, den Geift, der deiner 6. Als Zeugen deiner Stärke froh gedenkt, ein ruhiges Gemüthe. stehn lauter Wunderwerke in dei Was meine Kraft je Gutes schafft, ner Schöpfung da; und du, der ift Alles deine Güte. fie bereitet und Mond und Sterne 4. Sey auch, nach deiner Lieb leitet, du bist auch mir im Staube und Macht, mein Schutz und nab'. Schirm in dieser Nacht, vergieb 7. Groß, wenn der Morgen mir meine Sünden. Und kommt grauet, groß, wenn der Abend mein Lod, o Herr mein Gott, fo thauet, groß in der stillen Nacht; laß mich Gnade finden. 30 en 466 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 49 santard and bad dull Mel. Nun ruhen alle Wälder se 814., ber du mir das dol 2. Von Angst und Schrecken bildern laß meine Seele frei, nichts möge fie fich schildern, was ihrer Leben bis diesen Tag unwerth fey! Laß fern von eitlen gegeben, dich bet' ich findlich an! Sorgen mich jeßt zur Ruhe gebn Ich bin viel zu geringe der Treue, und auf dem Kampfplak morgen die ich finge und die du heut' an mit neuen Kräften stehn. mir gethan. d im dala 3. Doch sinkt des Todes Schlum. 2. Mit dankendem Gemüthe mer auf mich in dieser Nacht, der freu' ich mich deiner Güte; ich jedem Erdenkummer und Glüd freue mich in dir. Du giebst mir ein Ende macht: so will ich nicht Kraft und Stärke, Gedeihn zu mei erschrecken, mich ruft des Herrn nem Werke und schaffst ein reines Gebot; mein Gott wird mich er Herz in mir. dira, day,' duatweden, ein Schlaf nur ist der 3. Gott, welche Rub' der See Tod. len, nach deines Worts Befehlen einber im Leben gebn; auf deine Güte hoffen, im Geift den Him. mel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! gal Mel. Jefu, meine Freude 16. 816.irte deiner Heerde! 14. Ich weiß, an wen ich glaube die Erde, doch du schlummerst Macht deckt jest und nahe mich im Staube zu dir, nicht. Deine Batermilde diente D Gott, mein Heil. Ich bin der mir zum Schilde bei des Tages Schuld entladen, ich bin bei dir Licht. Auch bei Nacht nimm in Gnaden und in dem Himmel mich in Acht, laß durch deiner ist mein Theil, Engel Schaaren mächtig mich be wahren. entgegen dein Mein Leben 5. Bedeckt mit deinem Segen eil ich der Ruh Name sey gepreist! 2. Vor der Feinde Toben schüße, und mein Ende ist dein, in deine Herr, von oben mich mit deiner Hände befehl' ich, Bater, meinen Huld. Ein versöhnt Gewiffen sey Geift. ahamu adal mein Ruhelissen, drum vergieb die Schuld; Jesus Christ mein Mittler ist; er hat das, was ich verschuldet, williglich statel. Bestehl bu deine Wege de. 815. res gefcheb bein Wille! mein Körper 3. Laß auch meine Lieben teine eilt zur Rub' mir fallen in der Noth betrüben, fie find mein und Stille die müden Augen zu. Er dein Hältst du mit Erbarmen laß mir Schuld und Strafe, daß mich in deinen Armen, schlaf ich ich von Sünden rein, zum Tode, fröhlich ein. Du bei mir und ich wie zum Schlafe, bereitet möge bei dir, also find wir ungeschieden seyn. und ich rub in Friedemad sind 2.08 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 4. Wie, wenn ich mein Bette] 4. Und doch hab' ich, du treuer bald im Grabe bätte? Jeho roth, Gott, unsträflich nicht gewandelt, bald todt! wider Gebot und schloſsen, scheib' ich unverdrossen, wider dich gehandelt. Ja, nur zu Herr, auf dein Gebot. Nie setz' oft vergaß ich dein und suchte ich mich wider dich. Jesus wird nicht dir ganz allein, mein Va nie von mir scheiden, brum sterb'ter, zu gefallen. ich mit Freuden. GRUND 467 agnit bl Hail die 5. Gieb mir durch deines Gei 5. Nun wohlan, ich thue in stes Licht Erkenntniß meiner Sün vergnügter Rube meine Augen zu. den. Laß mich vor deinem Ange Seele, Leib und Leben hab' ich sicht in Chrifto Gnade finden. bir ergeben, treuer Hüter du! In Verleih', daß ich in dieser Nacht, der Nacht nimm mich in Acht von deiner Güte, Gott, bewacht, und erleb' ich ja den Morgen, in Ruh' und Frieden schlafe. wirst du weiter sorgen. soblay Mel.: un freut euch, lieben se. 817. 6. Auch bitt' ich, treuer Vater, dich, behüte du die Meinen! Die Schwachen schütze väterlich und tröfte, die da weinen! Gönn' alit frohem Dante len Kranken sanfte Rub', die Ster nab' ich mich dir, benden erquide du mit Hoffnung Gott, und falle nieder; denn du jenes Lebens! erwieseft heute dich als treuen Ba ni biz son dars ter wieder. Viel mehr, als ich 7. Nun, Vater, übergeb' ich erzählen kann, haft du mir Gutes dir mich ganz mit Leib und Seele. heut gethan, wie soll ich, Gott, Wacht nur dein Auge über mir, bir was ist dann, das mir feble? Währt morgen noch die Gnaden. 2. Du, der erbält, was er erzeit, so laß mich heiliger, als fuf, erhielteft mir mein Leben. heut, nach deinem Willen leben! Gesundheit, Kraft zu dem Beruf so mismn Optie Mel. Werde munter, mein ze.is bast du mir heut' gegeben. Michasini de sonid führte deine Baterhand und man ches Leid ward abgewandt durch bein allmächtig Walten. 002 30* 818. Racht und Stille schlie ßen wieder unfre 3. Auch geistlich haft du mich müden Augen zu und des Leibes genährt zu meiner Seele Frieden, matte Glieder sehnen sich nach mir deines Wortes Licht gewährt Schlaf und Rub': meine Seele und reichen Troft beschieden. Du säume nicht und gedente deiner halfft in der Versuchung mir, dein Pflicht, dich zu Gott noch zu er beilger Geift zog mich zu dir un beben, seinem Schutz dich zu er warnte vor der Sünde bin geben. 468 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 2. Prüfe dich mit Ernst und 2. Wo bist du, Licht, geblies fage: nüßtest du auch deine Zeit? ben? Die Nacht hat dich vertrie Wärst du schon an diesem Tage ben, die Nacht, des Lichtes Feind, Gott zur Rechenschaft bereit? Ach, Doch eine andre Sonne, mein erwäg' es! Eins ist noth! denk Jesus, meine Wonne, ists, die an Gott und an den Tod! Willst mir hell im Herzen scheint. du ewig selig werden, mußt du heilig seyn auf es dir gefte 3. Der Tag ist nun vergangen, die goldnen Sterne prangen in jes 3. Herr, ich muß nen Himmelshöhn. So werden, hen: oft vergaß ich meine Pflicht! Herr, die Deinen einst Sternen Du, du kennest mein Vergeben gleich erscheinen, auch ich werd' geh mit mir nicht ins Gericht! unter ihnen stehn. Mein Vertrauen gründet sich nur auf deinen Sohn und dich, der du seinetwegen schonest und nicht nach Verdiensten Lohnest. 058 4. Herrscher über Tod und Le ben, ach, nimmm mich zu Gnaden an. Du bists, der die Schuld vergeben und die Strafe tilgen fann. Sieh', ich komm' und suche Jasn't 5. Das Haupt, die Füß' und Hände find froh, daß nun zu dich und mein Mittler spricht für Ende des Tages Arbeit sey; Herz, mich: darum laß mich Gnade fin- freu' dich, du sollst werden vom den und vergieb mir meine Sünden. Elend dieser Erden und von der Sündenarbeit frei. day tud 5. Leb' ich morgen, Gott, so Leite meinen Gang auf deiner Bahn; balte mich, daß ich nicht gleite, nimm dich meiner Schwach beit an! Gieb zu meiner Pilgrim fchaft deines guten Geistes Kraft fröhlich geb' ich dann am Ende meine Seel' in deine Hände. 4. Ich will, der Ruh' zu pfle gen, die Kleider von mir legen, das Bild der Sterblichkeit; einst finkt auch diese Hülle und aus der Gnadenfülle schenkt Christus mir das Ehrenkleid. der, geht hin und legt euch nieder, 6. Nun geht, ihr matten Glie der Ruhstätt ihr begehrt; es kom men andre Zeiten, da wird man euch bereiten zur Ruh' ein Bett lein in der Erd'. and In eigener Melodie, 7. Bald schließen sich in Frie den die Augen, die ermüden, wer schützt dann Leib und Seel'? wer un ruhet wendet allen Schaden? Du bist 819. bern, in Städten es, reich an Gnaden, du Wächter über Ifrael. und auf Feldern sanft schlum mernd, was da lebt; ihr aber, 8. Bedecke, vor Gefahren mich meine Sinnen, sollt Gottes Lob mächtig zu bewahren, mit deinen beginnen, eb ihr dem Schlaf euch Flügeln mich. Mag dann der übergebt. Feind auch stürmen, willst du 469 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. mich nur beschirmen, so ift er 8. Soll diese Nacht die letzte mir nicht fürchterlich. afegn, faßt mich des Todes Hand, führ' mich, Herr, zum Himmel 9. Euch aber, meine Lieben, euch möge nicht betrüben ein Un ein, ins ewge Vaterland. fall diese Nacht. Schlaft ruhig bis zum Morgen, durch Gottes Mel. Werde munter, mein te. Schuß geborgen und seiner gutendus Engel Wacht. 821. mandag Cardede lamaier In eigener Melodie. 820. endet hat, die Sonne un fich der Tag genicht mehr scheint, schläft, was von Arbeit müd' und matt und was zuvor geweint. ink ich einft in jenen Schlummer, aus dem Keiner mehr erwacht; geh' ich aus der Welt voll Kummer, schlaf ich anders ein; weg aus Todesrub', in deine Nacht: o dann dieses Lebens Pein wall' ich zu den ewgen Hütten derer, die schon ausgelitten. 2. Nur du, mein Gott, wirkst 2. Jezzo schlaf ich, aufzuwachen ohne Rast, du schläfft noch schlum- noch für Tage dieser Zeit. Möcht merst nicht, ob uns die Finster ich stets mich fertig machen, Va niß umfaßt, bleibst du doch unser ter, zu der Ewigkeit; daß ich wie Licht. da ednoein Pilger sey, leicht, bereit, von 3. Gedenke, Herr, nun auch an Bürden feet, froh zu scheiden von mich in dieser dunklen Nacht, und der Erde, wenn ich nun unsterb halte du mich gnädiglich in deiner lich werde. Hut und Wacht. 3. Gerne laß den Tag mich se 4. Ich fühle zwar der Sünden hen, der als Retter mir erscheint, Schuld, die mich bei dir verklagt, wenn mit nichterhörtem Fieben, doch hat mir deines Sohnes Huld wer mich liebet, um mich weint. Vergebung zugesagt. nn nam Stärker, als mein Freund im 5. Er hat für mich genug ge Schmerz, sey mein Gott verlan than, als er am Kreuze starb; ich gend Herz, daß ich, voll von deis nehm' den Trost im Glauben an, nem Preise, thn zu dir gen Him den mir sein Tod erwarb. mmel weife. 6. Drauf thu' ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein; mein Gott wacht über meine Rub', wie fann mir bange feyn? 12 Mel. O daß ich tausend se. 365 Weicht, nichtige Gedanken, 822. o ist die Woche nun verflossen, doch emig hin! hemmt nicht der Andacht Herr, bleibt deine Treu'; wie sich Lauf, ich baue jest in meinem dein Segensquell ergossen, so flie Sinn Gott einen Tempel auf. Bet er mir täglich neu. Ich bin ITA 470 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. dnu mere noe flod to der festen Zuversicht, Huld mir nie gebricht. 2. Jch preife dich mit frobem Munde und lobe dich, so hoch ich kann, ich rübm' aus meinesiol hit Herzens Grunde, was deine Lieb' 823. an mir gethan, und weiß, daß isnt th dir durch Jefum Chrift mein Dant ein werthes Opfer ift. Renn Licht und Sonne scheiden, so sende meinem Geist des höhern Lichtes Freuden, das ihn zum Himmel 3. Hast du mich gleich in die weist. Hilf mir mein Heil befor fen Tagen mit manchen Leiden gen, verändre meinen Sinn und heimgesucht, so gabst du immer schaffe, daß ich morgen in dir er 1dba bin. Kraft zu tragen und auch die neuer Trübsal brachte Frucht; auch in 2. Ich seh' das Licht verschwin dem Kreuz, das du gesandt, hab den, die trübe Nacht bricht ein; ich dein Vaterherz erkannt. ach, Herr, laß meine Sünden auch mit verschwunden seyn. Streich' fie aus deinem Buche, daß mich zum Schuldner macht, und rette mich vom Fluche, den ich mir selbft ge bracht 3. So lang' ich hier soll leben, so laß den festen Schluß mir stets 5. Jch bin dem Grabe näher vor Augen schweben, daß ich einst fommen, dem Biele meiner Prü. scheiden muß. Doch kommt noch fungszeit wie meine Tage zuge heut' mein Ende, ist schon voll nommen, so nab' ich mich der bracht mein Lauf, so nimm in Ewigkeit, soll dies die letzte Woche deine Hände den Geist, o Bater, feyn, so führe mich zum Himmel auf." au mồng ảnh THỜI ĐI shism, mig gnida ein. trid.no ands sd Cos Neujahrslieder. Mel. Ich dank dir, lieber 28. da 136 a ni daß deine mich nach deinem Rath, bis Leid und Zeit ein Ende hat. dagas na nism Mel. Befiehl du deine Wege ze, dny 4. Nur Eines bitt' ich, Herr, vor allen, o du verfagst mir fol. ches nicht: bin ich in Sünd und Schuld gefallen, so geh mit mir nicht ins Gericht, weil Jefus meine Missethat durch seinen Lod verföhnet hat. Bis anar chun chin 6. Wenn aber morgen ich aufs Neue den heilgen Sonntag feiern tann, so blick' die Sonne deiner Treue mich auch mit neuen Gna ben an, dann geh' ich freudig in 824. d0 190 0 is hieher ifts gelun. gen; vorüber ist das dein Haus, da theilst du reichen Jahr. Ich bin hindurchgedrungen Gegen aus.s1 durch Sorgen und Gefahr. Nun manis. So will ich jetzt und immer schweige jede Klage, mein ganz preisen, was du mir gab immer giebst du wirst es durch die That beweisen, daß du mich und Gefühl sep Dant. Dir, Hüter meiner Tage, erschalle Lobgefang! 2. Der du mich haft erhalten, je und immer liebst. Du führest mein Schöpfer und mein Hort, dich Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 2017 09: 2 laß ich ferner walten und traue| mein Herz oft voll von Gram und deinem Wort. Dir ist mein Will Sorgen und an dem neuen Morergeben, er ist nicht weiter mein. gen verschwand mein Gram und Mein Herz, mein ganzes Leben Schmerz. soll dir geheiligt seyn. 4. Gott, groß ist deine Stärke, 3. In deinen Rath sich schicken, groß deine Freundlichkeit! dich ist Weisheit und giebt Rub'. Soll preifen deine Werke, du Herr der mich die Armuth drücken: mein Welt und Zeit! Auch ich will böchftes Gut bist du. Soll mich lebenslang dich preisen, dich er Verfolgung plagen: so schüßest du höhen, und auch mein letztes Fles mich doch. Soll ich Verachtung hen seh dir ein Lobgefang. tragen: ich trage, Herr, dein Joch! 471 OVA mi ad dog of Mel, Lobt Gott, ihr Christen te 4. Soll ich verlaffen leben: ver laß nur du mich nicht! Soll ich in lengsten schweben: feb meine 826. rhebt, Bewohner bie fer Welt, erhebt den Zuversicht! Und soll ich Krankheit Herrn der Zeit! Ein Opfer, bas Leiden: du wirst Geduld verleihn. ihm wohlgefällt, ist Lieb und Soll ich von hinnen scheiden: du Dankbarkeit. führst zum Leben ein. 119) 111 Lo dsel. Helft mir Gott's Gate 16. Sist) sim que relli es Jahres erster Mor. 2. Der Engel hoher Lobgesang preift seine Majestät; und so werd auch durch unsern Dant dein Name, Gott, erhöht. 1970 don ammol 825. 3. Mit Gütern fröntest du bas gen soll, Gott, dir beilig seyn, ich will mich, fern Jahr, versorgtest Groß und Klein, bon Sorgen, nur deiner Güte nahmst unsers Lebens gnädig wahr, freun. Bis bieber halfft du mir! gabft Segen und Gedeihn. Lobfing' ihm, meine Seele! Lob.4. Dein Wort erquicte Geift fing' ihm und erzähle, was er ge than an dir! muran $ 75 und Sinn, gab in Versuchung Muth, auch was uns fränfte, ward Gewinn, du macheft Alles gut, potana naplied med susit 2. Jch überschau' die Pfade der turzen Pilgerschaft. Nab' war mir deine Gnade, o Gott, und deine SRE Kraft. Du führtest voller Treu' 5. Dir, Gott und Vater, danten wir für dieses Jahres Heil in mich meinem Biel entgegen, du und flehn vertrauensvoll zu dir: gabst mir deinen Segen und standft sey ferner unser Theill mir mächtig bet. misd 33107 6. Der Obrigkeit gieb beinen 3. Erwäg' ich alle Freuden, die Geist und Kraft von deinem mir mein Gott verlich, was sind Thron; beweis, o treuer Gott, bann alle Leiden? was ist des du seyft ihr Schild und großer Lebens Müh'? Am Abend war Lohu. nd hand ind std id a day to remmi dnu st 472 Lieber für besondere Zeiten und Verhältnisse. 7. Dein Segen komm' auf un- men Sitt' und Recht; daß Friede, fer Land, erhalt ihm Fried' und Lieb' und Treue fich stets bei uns Rub'; ihm ström' aus deiner erneue, bis auf das späteste Ge Gnadenband stets neue Wohlfahrt schlecht. zu. anda monis 8 Wie Thau des Morgens rem Wohl und Wehe rechtschaffne 5. Erhalt in jeder Ehe bei ih breite fich dein göttlich Wohlthun Frömmigkeit. In Unschuld und aus und für dein Aufsehn rühme in Tugend erwachse unsre Jugend bich frohlockend jedes Haus. n. und seh zu deinem Dienst bereit. 9. Laß dein An geficht, wenn Trübsal uns be 6. Vater, wend' in Gnaden drängt, verlaß uns, o Erbar. Krieg, Feuer, Wasserschaden von mer, nicht, bis uns das Grab deinen Kindern ab. umfängt. Kein Un glücksfall vernichte des Landes reiche Früchte, die deine milde Sand uns gab. 10. Und endet in des Jahres Lauf fich unsre Lebenszeit, so nimm den Seift zu dir hinauf in deine Ewigkeit. Tune in Thi Mel. Nun ruhen alle Wälder 16. 827. runs, Gott, er und Beistand seyn. böre; breit deines 7. Gedente voll Erbarmen der Leidenden und Armen, daß fie fich deiner freun. Den Waisen sey ein Vater, den Wittwen ein Berather; du wollft ihr Schuß Namens Ehre an allen Orten aus. 8. Sey du ein Arzt der Kran Mit deinem reichen Segen kommten und die im Glauben wanken, gnädig uns entgegen und schüße, Alten hilf die Plagen, die Laft zieh', Herr, zu dir hinauf. Den Herr, dein Erb' und Haus. 2. laß dein Wort uns Allen noch ferner rein erschallen und seiner Kraft uns freun. Gieb du getreue Lehrer, gieb unverdroßne Hörer und laß uns fromme Thä ter feyn. Bem 3. Du wollft das Land be glücken und stets mit Gnaden blicken auf unsern König sehn. Schüß' ibn auf seinem Throne und laß, Herr, seine Krone in segensvollem Glanze stehn. ihren Lauf. der Jahre tragen, bis sie vollenden 9. Seh der Bedrängten Stüße und die Verfolgten schüßej gieb Trost in Todesnoth. Die hier die Deinen waren, laß einst in Fries ben fahren, send' ihnen einen sanf ten Tod. 10. Nun, Gott, du wirft erfül len, was wir nach deinem Willen in Demuth jetzt begehrt. Wir sprechen froh bas Amen in unsers 4. Laß alle, die regieren, ihr Jesu Namen, so ist gewiß der Umt mit Segen führen und schir. Wunsch gewährt. posis Lieder für besondere Beiten und Verhältniffe. 473 daß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohne, daß Treu und Liebe bei uns fey: dies, lie ber Vater, dies verleih' in Chrifto, Mel. Es ist das heil te. 828.6 ott ruft der Sonne, ruft dem Mond, das Jahr darnach zu theilen; er, der deinem Sohne. im Himmel ewig thront, er heißt die Seiten eilen, er ordnet Jahre, Tag und Nacht, laßt uns erhöhn g Mel. Helft mir Gott's Güte 26. man den Gott der Macht und dankbar bor ihm weilen! 829. elft Gottes Huld mix preisen, auf, Chris 2. Herr, der da ist und der da sten, stimmet ein! laßt uns ihm war, dich rühmen alle Zungen! Dank erweisen, und seiner uns Dir sey für das entflohne Jahr erfreun! Er ist der Herr der Zeit, ein heilig Lied gesungen; für Lehat ihren Lauf regieret, bisher uns ben, Wohlfahrt, Troft und Rath, treu geführet und jetzt das Jahr für Fried' und Rub', für jede erneut. That, die uns durch dich gelun. gen. 2. Mit fröhlichem Gemüthe laßt heut zu ihm uns nahn; denn er 3. Laß auch dies Jahr gesegnet ist reich an Güte, hat viel an uns feyn, das du uns neu gegeben; gethan; er hat mit milder Hand verleih uns Kraft, die Kraft ist viel Segen uns gesendet, viel Un bein, in deiner Furcht zu leben. heil abgewendet von unserm Va Bu fegnen bist du stets bereit, terland. wenn wir nach der Gerechtigkeit und deinem Reiche streben! 4. Gieb mir, wcfern es dir ge fällt, des Lebens Ruby und Freu. 3. Er hat sein Wort erhalten, Jugend und die Alten mit Him der Kirche Schuß gewährt, die melsbrod genährt. Aus unverdien ben; doch schadet mir das Glückter Huld hat unser er verschonet ber Welt, so gieb mir Kreuz und und Keinem noch Leiden. Nur stärke mit Geduld gelohnet nach mein Herz, auf daß mich nimmer seiner Sündenschuld. Noth und Schmerz von deiner Liebe scheiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich 4. Mit väterlicher Treue nimmt er uns Sünder an, wenn wir uns ihm voll Reue in Jesu gläubig in diesem Jahre wieder. Erbarme nahn; durch ihn will er verzeihn der Verlaßnen dich und der be und uns zum neuen Leben des drängten Brüder. Gieb Glück zu Geistes Beistand geben; thm wol jeder guten That und laß dich, len wir uns weihn. Gott, mit Hell und Rath auf un fern König nieder. 5. Sey, Vater, hochgepriesen do für alle Gütigkeit, bie du uns 6. Daß Weisheit und Gerech haft erwiesen in der vergangnen tigkeit auf seinem Stuhle throne Seit. Sey ferner unser Gott, 474 Lieder für besondere Beiten und Verhältnisse. versorg' uns und bewahre auch innen Höhen mit Huld auf unser bem neuen Jahre und hilf aus Volk und Land; gieb uns, was aller Noth. llam wir in Chrifto flehen, aus deiner milden Vaterhand! Gott, sättige mit langem Leben den Herrscher, den du uns gegeben! Durch Fröm migkeit besteb' sein Thron! Lehr und die Erden durch du ihn selbst das Land beglücken, ihren Bau voll Pracht erhöhn, daß wir in ihm dein Bild er. durch dessen Machtwort Welten blicken, und sey sein Schild und werden und Welten wieder unter großer Lohn.s gebn! Herr, den durch laute Lob. 5. Tritt den Gewaltigen zur gefänge der Creaturen ganze Menge Seite, die um den Thron des in aller Zeiten Lauf erhob! der Königs stehn, daß ihren Rath Engel Chöre nachzuahmen, preist die Weisheit Leite und fie des unfre Seele beinen Namen und Volkes Wohl erhöhn. Sey mit unsern Mund erfüllt dein Lob! Batrait dsp med Mel. Wie wohl ist mir, s te, SITS TIM 910330 3790 dn 830. er, ben die Sonnen m den Obern unsers Landes, auf 2. Wie, Gott, dein Arm die daß zur Wohlfahrt jedes Standes Welt bewahre, verkündigt jeder ihr Amt und Wirken wohl gedeih'. Tag der Nacht, ein Jahr erzählt Du wolleft deiner Güte Segen auf bem nächsten Jahre die großen alle treuen Bürger legen, daß je Wunder deiner Macht. Dein der dir gehorsam sey. ing adi Stubl, o Gott, bleibt ewig stehen, 6. Des Heiligthumes Diener bu bist und bleibeft, wir vergeben; stärke der Geist des Lichtes und wie schnell verströmet unsre Zeit! der Kraft, er, der zu ihrem Se Schon wieder ist ein Jahr vom genswerte das Wollen und Voll Leben, das uns dein Gnabenrath bringen schafft! Der Lehrer Ar gegeben, im Abgrund der Verbeit laß gerathen, wenn sie mit gänglichkeit. 668 treuer Hand die Saaten der Weis 3. Kommt! beut' sey uns ein beit und der Wohlfahrt ftreun! Tag des Bundes! Dem frommen Bild' auch das zarte Herz der Ju Bunde bleibet treu, und den Gegend, laß wahre Weisheit, fromme Lübden unsers Mundes stimm' Tugend die Zierde unsrer Schulen ohne Falsch das Herz auch bei! seyn. maisd ne lifth bab noldsjed Land gelobe, Gott zu dienen, 7. Dies Flebn sey vor dir Ja und du wirst wie ein Garten grü. und Amen! Du fannst mehr thun, nen, den er sich selbst gepflanzet als wir verstehn; erhör' uns, Gott, bat. Laßt wandeln uns auf sei in Jesus und nen Wegen, dann macht mit ih. Sülfe fepnitasin laß uns beine trauen rein bollen Segen uns seine Bater Macht und Gnade erhalt uns güte fatt.nu stins s auf dem ebnen Pfade, den unser 4. Gott, schau berab aus bei- Herr uns wandeln lehrt. O segne, Lieder für besondere Seiten und Verhältnisse. 475 Bater, dir zum Preise, auch die Kräfte bringen, daß erneut ich fes Jahr, und so beweise: du wandeln kann. Neues Heil und feyst es, der Gebet erhört. neues Leben wollest du aus GnaSpitful den geben. landasto modlim objas und made? Mel. Nun freut euch se, HOT mad 2. Laß dies seyn ein Jahr der Gnaden; Herr, vergieb mir meine Schuld! Was der Seele möchte 831. eur öffnet sich die neue Bahn auf mei nes Lebens Reise. Froh tret ich meine Wallfahrt an, nach from mer Pilger Weise. Herr, mit Gebet und mit Gefang beginn' 3. Deine Kraft kann mich wohl schaden, wende ab nach deiner Huld! Laß mich wachen, beten, ringen und durch dich die Welt bezwingen. mail stärken, daß mein Wandel richtig fey. Mach mich reich an guten Werken und in deinem treu! Hab' ich dich, du Freund ich muthig meinen Gang, du wirst mich sicher leiten. ad nicht der kunft Nacht, die meinen Pfad 4. Jesu, laß mich fröhlich en den dieses angefangne Jabr, trage mich auf deinen Händen, sey mein Beistand in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. Did no 394 umbüllet, ich weiß, daß einst der Seelen, was kann mir zum burch deine Macht mir Licht aus Heile fehlen? Nächten quillet. Jest faß ich dei nen Rathschluß nicht: doch einst, berflärt in deinem Licht, werd' ich ihn ganz verstehen. dio 293. Raub oder eben sey mein Pfad, ich will ihn freudig geben, denn deiner Liebe weiser Rath hat ihn für mich ersehen. Giebst du mir Freude, giebst du Noth, giebst du mir Leben oder Tod, es wird zum Heil mir dienen. und treten mit Sin14. Mein Biel seh nahe oder gen und mit Beten zum Herrn, fern, das soll mein Herz nicht der unserm Leben bis hieher Kraft aqualen, die meinem Gott und gegeben. ter 15disid sömnek 833. Run laßt uns gebn meinem Herrn, dir will ich mich befehlen. In deiner Hand steht meine Beit; laß mich den Weg zur Ewigkeit nur selig einst vollenden. Hoodies vadoffre si Sin smisd ar ant draw moms af ni Mel. Unser Herrscher, unfer 1911539UAL * omorse Dond, shed fit, adstal modo Mel. Wach' auf, mein Herz is. 2. Wir gehn dahin und wan dern von einem Jahr zum andern; im neuen wie im alten läßt er sein Wohlthun walten. On 3. Er führt durch Angst und Plagen, durch Zittern und durch Bagen, durch Furcht und große Schrecken, die alle Welt bebecken. 4. Wie Mütter unter Stürmen Br 832. et Jefu laß gelingen, bilf, das neue Jahr geht auf Lag es neue die lieben Kindlein schirmen, so 476 Lieder für besondere Seiten und Verhältniffe. eilt Gott, in Gefahren die Seinen gen! Schon ist ein neues anges zu bewahren. 5. Uch, Süter unfres Lebens, wir forgen nur bergebens, wo nicht in allen Sachen für uns dein' Augen machen. fangen. Auf dich, o Gott, foll ganz allein mein Herz und Sinn gerichtet seyn. 2. Du haft das Dasehn mir ge geben, nur dir allein gehört mein 6. Gelobt seh deine Treue, die Leben. Dein ist die Kraft, dein alle Morgen neue, Lob sey den ist die Zeit, nur deinem Ruhm ftarken Händen, die alles Herzleid fey fie geweiht. wenden. 3.D stärke, Vater, mein Ver. 7. Sör' ferner unser Flehen und langen, an deinem Willen festzu ell', uns beizustehen in allem Kreuz hangen. Vollführe du, was ich und Leiden, du Brunnquell aller nicht kann, und leite mich auf Freuden. ebner Bahnl 8. Gieb mir, gieb allen denen, die sich nach Hülfe sehnen, ein Herz, das dich nicht lasse und in Geduld fich faffe. 9. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Gro Ben und auch Kleinen die Gnaden Sonne scheinen. 4. Und want ich oder sink ich nieder, oso erhebe du mich wie der! Hilf gnädig meiner Schwach heit auf und fördre träftig meinen Lauf. O 5. Laß, Herr, bein himmlisch Reich auf Erden auch unter uns verbreitet werden. Bedeck mit dei 10. Set der Verlaßnen Vater, ner treuen Hand den König und der Irrenden Berather, der Undas Vaterland. versorgten Gabe, der Armen Gut 6. Laß Alle, die die Welt re gieren, mit Weisheit ihre Scepter 11. Silf gnädig allen Kranken, führen. Ihr Thun sey nur Ge gieb fröhliche Gedanken den tief rechtigkeit, nur Friede, was ihr betrübten Seelen, die sich in Schwermuth quälen. und Habe. on Mund gebeut. ne old STODE 12. Und was das allermeiste, füll' uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel fübre, sid 7. Laß treue Hirten, fromme Heerden ein Herz und eine Seele werden, daß wahrer Glaub und Liebestreu' die Zierde deiner Kirche fetin old aun si 13. Das Alles wollst du geben, 8. Die Eltern, die heut' zu dir o meines Lebens Leben, mir und flehen, laß Freud' an ihren Kin der Christen Schaare zum felgen dern sehen, und mach' durch dei neuen Jahre! mso nes Geiftes Kraft fie Alle weif Mel. Beuch meinen Geift er mund tugendhaft. 9. Erfreue, Gott, durch deinen 834. ie fchnell ist doch Segen, die standhaft gehn auf bei dies Jahr vergan- Inen Wegen! Beig' deinen Arm, dau das Lieder für besondere Seiten und Verhältniffe. 477 der Schwache trägt und freche Sonne nieder, in Kurzem sehn Sünder niederschlägt! wir wieder, wie fie empor am Himmel steigt. 10. Erhöre das Gebet der Det nen! Laß nicht umsonst das Elend weinen! Send eilend Je dem Half und Rath, der keinen Freund und Retter hat! 4. So, ob auch wir veralten, ob Händ' und Herz erkalten: ein Neues stellt sich ein! Wie viel wir abgenommen, so näher find 11. Auf dich soll stets mein wir kommen der ewgen Freude Auge schauen; auf dich, Herr, oder Pein. soll mein Herz vertrauen. Bift du mein Freund und höchstes Gut, so wird mein Glaube Heldenmuth. 12. Zu meinem Heil und dir zum Preise setz' ich dann fort die Pilgerreise, bis mix am Ziele meiner Bahn dein Vaterhaus wird aufgethan. 5. Unendlich selig Wesen, durch dessen Tod genesen, was Zeit und Jahre zählt; laß Alle mit dir ben, für die du dich gegeben, die deinem Reiche du erwählt. D. Jahreszeiten. Mel. Lobt Gott, ihr Christen te. 13. Die Sonne gehet auf und nieder; ein Jahr vergeht, ein Jahr 836. ie Erndt, ist da, ſchon der winkt dem genugsam ist, nur du bleibst ewig, Schnitter in das Feld; so schalle der du bist! d denn ein Freudenpsalın dem gro Ben Herrn der Welt. 2. Wie nun dies Jahr entfal len und für das Erdenwallen die Bahn sich abgekürzt, so geht mit ihm verloren, was nur die Zeit geboren, die Alles niederfällt und stürzt! Mel. Mun ruhen alle Wälder 2e. 2310930 fars 2. Er ists, der uns die Erndte giebt, er öffnet seine Hand. Heil uns, daß er beständig liebt und unser Land. 835. 5.ie viel wir Jahre zählen, so viel der fegnet Jahre fehlen von unsrer Lebens 3. Er senket in das Korn hinzeit! Auch unsre Kraft verschwin- ein den Keim voll Lebenskraft, det, wenn sich das Alter findet, giebt ihm von oben Sonnenschein dem feltner Werk und That ge- und milden Nahrungssaft. deiht. 4. Oft zogen schwarze Wolken her, die mit Verderben drohn: Er fprach wir saben sie nicht mehr, schnell waren sie entflohn. 5. Erhebet ihn, den Gott der macht, der in Gewittern wohnt! Ihm werde Lob und Dank ges bracht, er donnert und verschont. 6. Er will und Segen strömt 3. Weil jenes Jahr vergangen, hat dieses angefangen, daß End' auf Anfang zeigt. Vor ging die daher, daß Mensch und Thier 478 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. fich nährt; bas Kornfeld, wallend fres Lebens, du gabft mit reicher wie ein Meer, ift frohen Dankes Hand. werth. 3. Das glänzende Gefilde, das 7. So führet er die Erndtezeit unser Aug' entzückt, ist Zeichen aufs Neue nun heran, und Jeder deiner Milde, die Alles gern er. quict. In reichen Wogen wallet rühmt es hoch erfreut, wie wobber fegensvolle Halm, von Jung er uns gethan. 8. Des Schnitters Tag ist lang und Alt erschallet dir, Herr, ein und schwül, doch freudig ist sein Freudenpfalm. Muth: sein Auge fiebt der Gar ben viel, er denket: Gott ist gut. 4. Die Pracht der reichen Auen strömt Wonn' in unsre Bruft, 9. Ja, groß ist deine Wunder doch mischt auch Furcht und macht, o Gott, im Wohlthun groß fie wirkt am Tag und in der Nacht und wirket grenzenlos. Grauen sich oft in diese Luft. Du rufft vom Wolkensitze den Boten deiner Macht, dem Wet tersturm, dem Blizze, der Mittag wird zur Nacht. and dust 10. Sie führet uns auf ebner Bahn, giebt Freud' und heilt den Schmerz. Nimm, Herr, auch un fer Opfer an! Wir geben dir das Herz.d 5. Der Donner rollt, es bebet die schwache Creatur; doch neu, o Herr, belebet dein Regen die Natur. Du schaffft zuin Para 11. Ja, dir nur sey es ganz diese verwelkte Fluren um, und geweiht in freudigem Vertraun! Hügel, Thal und Wiese verkünden Wie schön ist dann die Erndtezeit, deinen Ruhm. jus namnit mos wenn wir dein Untlig schaun. 930 and agitried 6. Der du die Erde schmückeft dormit wunderbarer Pracht, und was ir, Gott der Huld 837. und Stärke, er schalle Preis und Dank; dich lo ben deine Werke, dich rühmt auch mein Gefang. Es zeigt an allen Enden fich deiner Güte Spur da lebt, beglückeft durch deine Lieb und Macht, dich müsse Jeder le ben, dir schalle froher Dank, dich preist der Engel droben, dich preift auch unser Dant. tod sidad fust 30 mada del. daß ich tausend ses music parbluepel sedall aus deinen Vaterhänden strömt 838. 3. ir, milder Geber al Segen He ler Gaben, Herrla 2. Wie prangt das Gold der dir gebühret Dank und Rubm; Früchte, des Sommers Feierkleid! denn Alles, was wir sind und Wir sehn im schönsten Lichte, haben, ist ja dein Wert und Eigene Herr, deine Herrlichkeit. Wir thum. Mein Lobgesang steigt auf fleben nicht vergebens um Segen zu dir, o neige, Herr, dein Obri für das Land, bu, Bater un ju mielaidas and q pl dire Mel. Ich dank' bir, lieber se, Lieder für besondere Beiten und Verhältnisse. 479 2. Die kleinste deiner Creaturen| Kommt, laßt uns seinen Ruhm macht deine Weisheit offenbar, erhöhn! 399166 mis sing bu zeigeft beiner Güte Spuren und deine Macht von Jahr zu Jahr; Mel. Helft mir Gott's Güte 16. od nun 951950 Qu der kleinste Halm ruft laut uns zu, daß Niemand mächtig fey, 839. als du. u reicher Trost der Armen, o Herr 3. Du forgst für uns nach Vã- der ganzen Welt, du Vater voll ter Weise, erhältst die Werke dei Erbarmen, ner Hand, giebst Allem, was da lebt, die Speise, beschirmst und fegneft jedes Land; du liebeft un. beränderlich, der Bösen selbst er. barmst du dich. der Alles trägt und bält! Du, Gott, erhörst Gebet erhöre, was im Staube vertrauens. voll der Glaube von dir in Noth erfleht. 2. Sonst zeigte jeden Morgen dein Segen sich uns neu; o mach' auch jetzt von Sorgen die bangen Herzen frei. Bu helfen ist dir leicht; du kannst dem Mangel wehren, in Ueberfluß ihn kehren, wenns uns unmöglich däucht. majd abl 3. Den Reichen gieb Erbarmen 5. Das Saatkorn wird in bei bei der Bedrängten Schmerz, und nem Namen auf Hoffnung in das zu erfreun die Armen, fei Freude Land gestreut, du schirmft, All. für ihr Herz, damit sie mild the mächtiger, den Samen, dein ist Brod den dürftgen Brüdern bre der Erde Fruchtbarkeit; bu giebstchen und dankbar sprechen: allein zur Arbeit Kraft, bu bifts, euch lohn' und segne Gott. der das Gebeihen schafft. bol olsd 4. Voll ist der Erdkreis deiner Güte und deiner Weisheit ist er boll! Herr, unterweise mein Ge müthe, wie ich dich würdig loben soll. Die dankt nur wahrhaft, wer dich liebt, dich, der uns so viel Gutes giebt. 4. Die Früchte laß gerathen, 6. Mild öffnest du den Schooß uns wieder zu erfreun, und allen ber Erde, du tränfft die Flur von unsern Saaten gieb Wachsthum oben her, giebst, daß die Saat und Gedeihn. Mit milder Vater erquidet werde und machst die band gieb Wärme, Thau und Relebre segenschwer; du träufelst mit gen, dann tehret reicher Segen zu dem tühlen Thau die Fruchtbarkeit rück in unser Land. auf Feld und Au'. misd 80x 5. Allgütiger, wir hoffen auf 7. Kommt, preift des Schöpfers dich und deine Treu'. Oft hat Hulb und Stärke, bringt seinem uns Noth betroffen, doch standest Namen Ehre dar! Groß ist der du uns bet. Du hilfft und retteft Herr und seine Werte find herr gern: so sey denn unser Leben ver lich, groß und wunderbar! Wie trauensvoll ergeben dir, unferm köftlich ist dein Lob, wie schön! Gott und Herrn.( dond 480 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Es ist das Heil se, Land und stillst den Durft dez Erde, daß mit den Gaben deiner 840. Belobt feb, der den Hand der Mensch gesegnet werde. Frühling schafft, Du sendest Hagel, Thau und Gott, der den Erdkreis schmücket! Wind, die deiner Allmacht Die Preis sey ihm, Ehre, Stärk' und ner find, als deiner Liebe Boten. Kraft, der, was er schuf, be. 7. Selbst wenn dein Donner glücket! Der Herr erschafft, der furchtbar dräut, wenn Berg und Herr erhält, er liebt und segnet Thal erzittern, strömt Stärkung, feine Welt, lobfinget seinem Na Segen, Fruchtbarkeit aus Nacht und Ungewittern. Bald bricht 2. Das Erdreich, das erstorben die Sonne neu hervor und Alles lag, erwacht und lebt nun wieder. jauchzt zu bir empor, vor dem die Von Gott strömt jeden neuen Tag Wetter schweigen. der Segen neu hernieder. Der 8. Von dir kommt, was uns Wurm, der in dem Staube webt, hier erfreut, du Brunnquell' aller der Vogel, der in Lüften schwebt, Gaben, dort wirst du uns mit erfreut sich seines Lebens. Seligkeit in reichen Strömen la men. 3. Der Erde Untlik ist ver- ben; wo wir die Majestät und jüngt, erheitert glänzt der Sim Pracht der Wunder deiner Lieb mel, Gebirg' und Thal und und Macht vollkommen werden Wald erklingt von freudigem Ges schauen. tümmel: der Allen Sinn und Le ben gab, schaut voller Gnad' und Huld herab auf seiner Schöpfung Werte. Mel. Ich finge dir mit se. 841. Gott forgt für uns, 4. Doch fühllos nur und un fingt ihm Dank! nie beseelt find Auen und Gefilde; den ist er von uns fern; vom Aufgang Menschen nur hat Gott erwählt bis zum Niedergang strahlt uns zu seinem Ebenbilde; der Mensch die Huld des Herrn. nur tann fich Gottes freun, ihn 2. Den Menschen, wie den lieben, in ihm selig seyn, ein fleinsten Wurm trägt seine Güt ewges Leben hoffen. und Macht; er ist im Sonnens 5. Gott ist uns nah' und Retschein und Sturm auf Aller Hell nem fern, lobfingt ihm, feine bedacht. Werke! Die Welten find erfüllt 3. Was wir auf Hoffnung aus vom Herrn, sind Zeugen seiner geftreut, hat reichlich er gemehrt, Stärke. Auch ich lobfinge freuer hat das Flehn um Fruchtbar dig dir; denn überall bist du keit auch dieses Jahr erhört. bei mir, mit Allmacht, Lieb' und Gnade. 4. Die Nehren sind von Segen schwer, mit Gut frönt Gott das 6. Du rufft die Wolken in das Jahr. O Christen, bringt ihm Lieder für besondere Seiten und Verhältniffe. 481 Rühm und Ehru mit frommer dir Ehre bringe und freudig unser Rührung dar. d and dr Mund die Pfalmen finge. Gieb 5. Ja, Höchster, wir berehren Kraft, daß wir in alle Ewigkeiten dich mit tindlich frohem Dant; dein Lob verbreiten. du nährst uns treu, giebst bäteris arrio19 lich uns mehr, als Speif und Mel. Sollt ich meinem Gott 16. Trant. how dhe 6. Du giebst Geſundheit, schentft 843. uns Kraft, Gedeihn zu unserm Fleiß, du bist es, der den Frie den schafft, und bir gebühret Preis. 7. Laß deiner Gaben Ueberfluß uns nun auch beilsam sehn, und gieb uns Weisheit beim Genuß, daß wir sie nie entweihn. 8. Auf dich steht unsre Zuver ficht; dir wollen wir vertraun bis wir dereinst im höhern Licht bes Glaubens Erndte schaun. hebt fich Got tes Sonne, länger strahlt ihr segnend Licht; Alles athmet neue Wonne, wenn sie durch die Wolken bricht. Seht, die Wälder, auf die Flur, die ers der Frühling senkt sich nieder in storbene Natur lebet auf und wir tet wieder. Opfert unserm Schöpfer Dank, preist ihn fröhlich mit Ge fang! Mel. Gott, der du für uns ze. nun der Landmann auf das Feld, 2. Fröhlich zu der Arbeit wallet und fein frommes Lied erschallet laut empor zum Herrn der Welt. Er vertraut die Saat der Erde, ehret Gott durch Zuversicht, ist ges 842. geprie gerathen werde. Opfert un Derr, unser Herrscher, troft und zweifelt nicht, daß fie fen! Groß ist die Hülfe, die du uns erwiesen; wir baten dich, Vater, reich an Segen, um mil. den Regen. ferm Schöpfer Dank, preift ihn fröhlich mit Gesang! 3. Glänzend, wie im Feierkleide, 2. Er fällt herab, damit auf Blume duftet Freude, neu gestärkt prangt die blüthenreiche Au, jede deiner Erde, was wellt und lechzt, vom Morgenthau. Horcht auf der durch ihn erquidet werde. Du Geschöpfe Chöre! Alles, was auf willst, daß unsre bhoffnungsvollen Erden lebt, Alles, was in Lüften Saaten uns wohlgerathen. schwebt, bringet feinem Schöpfer 3. So weit nur, Höchster, deine Ehre. Bringt auch ihr dem Himmel reichen, sehn wir ver. Schöpfer Dank, preift ihn fröhlich breitet deiner Liebe Zeichen. Laß mit Gesang! jetzt dein Wohlthun, das wir deut lich spüren, uns träftig rühren. 4. Daß auch das Herz erweicht 4. Dieser Frühling, wie ge schwinde wird er, kaum begrüßt, verblübn, wie die Spreu verweht 31 482 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. vom Winde, so wird seine Pracht| droht; ich fürchte nichts, denn ich entfliehn. Aber, Gott, vor deinem bin bein und liebe dich, o Gott! Throne wird ein ewger Frühling 6. Ja, dein bin ich, und deine feyn, ewig wird er uns erfreun, Macht lenkt des Gewitters Lauf; wenn uns schmückt des Himmels bald steigt in feierlicher Pracht Krone. Opfert unserm Schöpfer der Friedensbogen auf. Dant, preift thn fröhlich mit Ge fang! Mel. Machs mit mir, Gott se, 5. Alle Herrlichkeit der Erde ist nur Schatten vor dem Licht, das ich ewig schauen werde, dort bor 845. Robing', a frobes Erndtefeft, Gottes Angesicht. Auch das freu ihn mit Freudenpsalmen, der Saat denreichste Leben hier auf Erden in Halmen sprießen läßt, mit ist nur Tod, wahres Leben wird Aehren krönt die Halmen und mir Gott einst in seinem Reiche giebt, daß sie voll Frucht gedeihn, geben. Opfert unserm Schöpfer Thau, Regenguß und SonnenDant, preift ihn ewig mit Ge schein. fang! 2. Im Wetterdunkel wandelt er, fät Heil aus milden Händen und fährt auf Blitz und Sturm einher, um Segen auszuspenden. der Und wenn fie gleich mit Donnern Himmel fich, ein spricht, doch spricht die Liebe: zit Mel. un fich der Tag 14. 844. S n Dunkel hüllt schweres Wetter dräut; ich bebe tert nicht! nicht, ich freue mich, Gott, det. ner Herrlichkeit. 3. Lobfingt! uns füllte Gottes Hand die leeren Scheuren wie 2. Auch wenn dein Blit fich der. O du vom Herrn begabtes Bahnen bricht und flammend uns Land, tön ihm des Dankes Lie erscheint, auch wenn du donnerst, der. Er dachte unsrer Schulden zürnst du nicht, bift Vater uns nicht, voll Gnade schien sein Un und Freund. geficht. 4. Noch strahlet seiner Sonne Huld auf Sünder und Gerechte; noch schont, noch nährt er voll Geduld auch schuldbeladne Knechte. 3. Dem Sünder nur, der dich nicht fennt, finft in Gefahr der Muth, wer dich in Christo Vater nennt, steht fest in deiner Hut. 4. Dein Blitz kann tödten! doch fallt mit neu entglühtem Sinn tein Chrift scheut, Vater, dein am Thron des guten Vaters hin. Gericht; wer deiner Gnade ficher ift, bebt vor dem Tode nicht. 5. Des Erdensegens reichen Theil, wer mißt ihn, kann ihn 5. Drum will ich still und ruhig wägen? Doch welch unendlich seyn, auch wenn dein Donner größres Seil beut Gott im Him 483 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. melsfegen! Vergeßt, wenn euch der so viel an uns gethan, wirst fein Gut erlabt, nicht deß, der euch so hoch begabt. fünftig mehr noch thun. 8. Läßt du uns deine Freund 6. laßt uns guten Samen lichkeit schon hier so herrlich sehn; ftreun in Gott geweihten Thaten! was wird in der Vollkommen beit Gern giebt er Thau und Sonnen, der künftgen Welt geschehn! schein zum Wuchs der edlen Saa 9. Dann dringt noch tiefer un ten. Dann ziehn wir einst im ser Blick in deine Wunder ein. Jubelchor zum Erndtefest durch Herr, laß dies erhabne Glück Salems Thor. uns stets bor Augen seyn. Mel. Was Gott thut, das 1a, 846. ordentlich des Jah. och immer wechseln 847. Mas Gott thut, das ist wohlgethan, so res Beiten ab; noch stets ergießt denken Gottes Kinder. Wer auch dein Segen fich auf uns, o Gott, herab. nicht reichlich erndten kann, den liebet Gott nicht minder. Er zieht das Herz doch himmelwärts, ob gleich wir oft auf Erden beim Mangel traurig werden. Mel. Lobt Gott, the Christen ze. 2. Du winfft, so wärmt der Sonne Strahl, belebet neu das Land und schmücket Hügel, Berg und Thal mit lieblichem Gewand. 2. Was Gott thut, das ift wohlgethan im Nehmen und im Geben; was wir aus seiner Hand empfahn, genüget uns zum Leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt; laßt uns in Demuth schwei gen und vor dem Herrn uns beugen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; wer darf sein Wal 5. Des Herbstes Stürme sendest ten richten, wenn er, eh man bu, auch sie uns zum Gedeihn; noch erndten kann, den Segen du büllest für des Winters Rub in Schnee die Fluren ein. will vernichten? Weil er allein der Schatz will seyn, nimmt er uns andre Güter zum Heile der Gemüther. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, es geb' nach ſeinem Willen. Läßt er uns auch den 7. Wir beten dich in Demuth Mangel nahn, er weiß das Herz an, Gott, und hoffen nun, du, zu stillen. Wer wie ein Chrift 31* 3. Und aus des Himmels Wol fen träuft Gedeihn und Fruchtbar feit; die Saat gebt auf, sie wächst und reift, fie nähret und erfreut. 4. Von dir gesegnet blüht der Baum und trägt uns milde Frucht, beut schattigen und stillen Raum dem, der Erfrischung sucht. 6. So waltest du in der Natur, fiets unerschöpflich reich; du sorgst für jede Creatur. Wer ist an Huld bir gleich? 484 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. genügsam ift, fann auch an we nig Gaben mit Dankbarkeit fich laben. 4. Wer kann die Güte ganz er messen, die weiter als die Wolken reicht; wer dürfte undankbar bers 5. Was Gott thut, das ist geffen die Treue, die nie von uns wohlgethan; laßt in Geduld uns weicht. Wir wollen deiner stets faffen! Er nimmt sich unsrer gedenken, deß Wohlthun uns be gnädig an und wird uns nicht gnadigt hat, das Herz nach deis verlaffen. Er, unser Gott, weiß, nem Reiche lenken, dich preisen was uns noth, und wird es gern stets durch fromme That. uns geben. Kommt, laßt uns ihn erheben! 5. Was du uns gabst, wohl an. zuwenden, verleih' uns Weisheit und Verstand; bewahr' uns, daß wir nicht verschwenden die reichen Gaben deiner Hand. Du willst, Mel. Wie groß ist des se. 848. Mir Alle, Gott und wir sollen frob genießen und dank Vater! bringen dir bar im Genusse sehn; gieb, daß Preis und Dank im Heiligthum, mit ruhigem Gewissen wir deiner und unsre frohen Herzen fingen Güte stets uns freun. von deines Namens hohem Ruhm. 6. Auch für den Armen kam Gekrönt haft du mit deiner Milde dein Segen in solcher Füll' auf rings um uns her das ganze uns herab, wir wollen liebreich Land; dein Segen strömt auf die feiner pflegen von dem, was deine Gefilde aus deiner reichen Vater- Milde gab. Er danke heute mit hand. uns Allen, frohlocke laut und bete 2. Du schenkteft Sonnenschein an, daß du nach deinem Wohlges und Regen für jede Frucht zu fallen so Großes haft an uns ge rechter Zeit, und gabst Gedeihen, than. Kraft und Segen dem Samen, den wir ausgestreut. Für Millio nen deiner Kinder reicht deiner Gaben Fülle hin, du nährst den Frommen und den Sünder mit ewig treuem Vaterfinn. Mel. Nun freut euch, lieben 16. M ir bauen, Gott, auf 849. dein Geheiß mit unfrer Hand die Erde, und traun 3. Du giebst, uns liebreich zu auf dich, daß unser Fleiß von dir versorgen, mehr, als wir bitten gesegnet werde. Du selbst verhei und verstehn; du machst am Abend best gnadenvoll, daß Saat und und am Morgen und höreft unser Erndte währen soll, so lang' die gläubig Flebn. Selbst unsern Un Erde stehet. dant, unsre Sünden vergiebst du, 2. Was du verheißeft, traf stets der die Liebe ist; wir schmecken ein; gieb ferner deinen Segen, täglich und empfinden, wie gütig, laß unsre Aussaat wohl gedeihn, Herr, du Allen bift. Igieb Sonnenschein und Regen! Lieder für besondere Seiten und Verhältnisse. 485 Bergebens bauen wir das Land, für deine Treu' ein dir geweihtes wenn, Vater, deiner Allmacht Leben sey. Hand nicht unsre Arbeit segnet. 3. O, fröne aus Barmherzig feit mit Segen unsre Fluren, zeig' in des Landes Fruchtbarkeit uns deiner Gnade Spuren. Was un fres Fleißes Frucht zerstört, was Feld und Auen uns verheert, ver. hüte, Gott, aus Gnaden. 3. Und wie du selber nur aus Liebe uns schenfest unser täglich Brod, so wedk in uns des Mit leids Triebe, laß fühlen uns der Brüder Noth. Und weil du Reich' und Arme liebst, so dien' auch Beiden, was du giebst. 4. Erhalt uns, was nach dei ner Huld uns jetzt in Hoffnung grünet; vergilt uns nicht nach un. frer Schuld; straf' nicht, wie wirs verdienet. Dann schallet unser Lobgesang, dir, Vater, der mit Speis und Trank uns Alle reich. lich nähret. 4. Durch dich ift Alles wohlge rathen auf dem Gefild', das wir bestellt: doch reifen auch des Glau. bens Saaten auf deines Sohnes Erndtefeld? Sind wir auch, wenn er auf uns sieht, ein Acker, der ihm grünt und blüht? 5. Der Lift des Feindes wollft du wehren, wenn er geschäftig 5. Wir traun auf dich, du treuer Unkraut streut, die Frucht des Gott, der stets wohl hausgehalten! Wortes laß fich mehren zu deinem du kennst am besten unsre Noth, Ruhme weit und breit, damit am gern lassen wir dich walten. Wir großen Erndtetag ein Jeder Gar find ja, Herr, dein Eigenthum; ben bringen mag. du wirst für uns zu deinem Ruhm auch ferner gnädig sorgen. Mel. O daß ich tausend te, 850. ir kommen, deine E, Allgemeine Landes. angelegenheiten. Mel. Ich finge dir mit Her 16, Huld zu feiern, 851. Bringt Gott, the Chris vor deinem Antlit uns zu freun; sten, Preis und bei reichlich angefüllten Scheuern Dank, ihm, der den Frieden dir, Herr der Erndte, Dank zu schafft; erhebt mit frohem Lobges weihn, der du mit milder Vater fang die Wunder seiner Kraft. hand aufs Neu' gesegnet unser Land. 2. Wer ist ihm gleich? Wer tann, wie er, was er beschließt, 2. Dein Lob, das wir gerührt auch thun? Den Streitenden und berkünden, nimm es, o Bater, ihrem Heer gebeut er, und sie gnädig an, und tiefer stets lag rubn. uns empfinden, wie viel du Gu. 3. Er, aller Welten Herr und tes uns gethan, auf daß der Dank Gott, vernahm der Völker Flehn 486 des blutgen Krieges Angst und Noth ließ er vorübergehn. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Mel. Wenn wir in höchsten ze, 4. Kein feindlich Schwert und 852. ott, der des Feuers schnelle Kraft zum kein Geschoß droht uns mehr Segen und Verderben schafft, mit fürchterlich; wo Menschenblut in welcher schrecklichen Gewalt ver Strömen floß, ergießet Segen wüstet es! wie leicht, wie bald! fich. 2. Ach, wie viel Häuser hats 5. Die Saat wird nun mit verheert, wie plötzlich Menschen. Sicherheit dem Boden anvertraut; glück zerstört! Auch dies hat das Feld giebt Frucht zu seiner deine Hand gethan; wir weinen, Beit dem Landmann, der es baut. Herr, und beten an! 6. In jedem Stand ist nun der Muth zur Arbeit neu er wacht, und sicher vor des Fein des Wuth wird jedes Werk voll bracht. 7. Allgütiger, allein von dir fließt dieses Heil uns zu dein waren, sind und bleiben wir, und unser Gött bist du. 3. Wir flagen; doch verehren wir auch deine Huld, fie half auch hier und hielt der Flammen schnellen Lauf, des Ulebrigen zu schonen, auf. 4. Mit unsern Brüdern seufzen wir in ihrem Jammer, Gott, zu dir: laß sie nicht hülflos, tröste die, die du gebeugt haft, fegne fie! 8. Erwed uns selbst durch dei nen Geift zum Dank, der dir ge fällt, dich durch ein frommes Le ben preift, das deine Rechte hält. 9. Lehr' uns des Friedens ho hen Werth mit weisem Ernft ber. 6. Du kannst uns wieder segnen, stehn, und was das eitle Herz Gott, in Heil verwandeln jede begehrt, in deiner Furcht ver. Noth. Ja weise, liebevoll und gut schmähn. ist Alles, was dein Wille thut. 5. Und der Verschonte säume nicht, zu üben seine schönste Pflicht, die Pflicht, Betrübte zu erfreun, Verlassnen Rath und Schutz zu feyn. 10. Verleihe, daß Gerechtigkeit, 7. Gieb Unterwerfung und Ge daß wahre Lieb' und Treu', Verduld, und laß uns deiner Bater trauen und Zufriedenheit im Lande huld mit frommer Zuversicht vers Herrschend sey. traun und stets auf deine Hülfe schaun. 11. Wir sehen, Gott, auf deine Hand mit freudigem Gemüth und hoffen auf das Vaterland, wo ewger Friede blüht. Mel. Hun lob' mein' Seel" 16. 853. Gottlebt es ist erschol. len das edle Fried und Freudenwort, daß nunmehr Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 487 ruhen sollen die Waffen und des 5. Ach, laß dich doch erwecken, Krieges Mord. Nimm, Vater land, nun wieder dein Saiten spiel hervor und finge Freuden lieder im hohen bollen Chor! Er hebe dein Gemüthe zu deinem Gott und sprich: Herr, deine Huld und Güte bleibt jetzt und ewiglich. wach auf, wach' auf, berstockte Welt, bevor dich neues Schrecken gleich einem Wetter überfällt. Wer aber Chriftum liebet, hab' unerschrocknen Muth, der Friede, den er giebet, ist doch das höchste Gut. Nach diesem laßt uns ringen, nicht achten Kampf und Streit, durch Tod und Leben bringen wir einft 2. Was hätten wir verdienet, o Herr, nach unsrer Missethat, zur Herrlichkeit. dieweil noch immer grünet bei uns der Sünden arge Saat! Fürwahr, wir sind geschlagen mit einer scharfen Ruth', und dennoch muß inan fragen: wer ist, der Buße thut? Wir find und bleiben böse, du danken wir. Allmächtiger, du bist und bleibest treu, machst, daß schufft die Welt, dein Wille ists, fich bei uns löfe der Krieg und der sie erhält. Der Völker Schick sein Geschrei. fal wägst du ab, giebst Fürsten 854. Derr aller Herrscher, dir, dir, Vater, Mel. Herr Gott, dich loben 26. 3. Sen tausendmal willkommen, ihren Herrscherstab; du segneft bu theures, werthes Friedensgut! und du strafft das Land, und Nun seben alle Frommen, wie Alles kommt aus deiner Hand, reicher Segen in dir ruht. In Gott Schöpfer, unser Gott! Er dich hat Gott versenket des Le halter, unser Gott! Des Volks, bens höchstes Heil, wer dich ver des Königs Gott! Jehovah Zelett und fränket, den trifft sein bauth! eigner Pfeil, er drückt ihn fich 2. Wenn ein Thrann das Zep. ins Herze und löscht aus Unverter führt und, dir zum Hohn, stand die goldne Freudenkerze mit sein Volk regiert, das ist, o Herr, frevelhafter Hand. dein Strafgericht, das schreckend zu den Menschen spricht. Doch wenn ein Fürst, mild und gerecht, regiert als dein getreuer Knecht, wenn er, auf frommer Tugend Bahn als leuchtend Vorbild geht voran; wenn mit des Volkes Glück zugleich er fördern will dein göttlich Reich; ein solcher Gegen kommt von dir, und dir sey Lob und Preis dafür! 3. Dies Glück haft du uns 4. Dies drückt uns Niemand beffer in unsre Seel' und Herz hinein, als ihr, zerstörte Schlös fer, ihr Städte voller Schutt und Stein, ihr vormals grünen Felder, noch mit Gebein bestreut, ihr sonst so dichten Wälder, die ihr verheeret feyd; ihr Gräber voller Leichen, getränft mit Blut und Schweiß der Helden, deren Gleichen auf Erden man kaum weiß. 488 Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. Gott, gewährt durch einen König, 2. Soll nun bein ernftes der dich ehrt und der des Landes Strafgericht, o Herr, ohn' Ende Vater ist, weil du sein Gott und währen? Willst du dein freundlich Vater bist. Erhalt ihn seinem Angesicht nicht wieder zu uns kehVolk, o Gott, erst spät entreiß' ren? Gott, unser Heiland, o ers ihn uns der Tod; gieb bis zu freu' mit deinem Gnadenschein biesem fernen Ziel uns noch durch aufs Neu' uns, die dein Zorn er. ihn des Segens viel. Gieb ftets schredet! zu feinem hohen Amt ihm Weis beit, die von oben stammt; und start durch dich trag' er die Last, 3. O würde mit Posaunenschall des Ewgen Wort gehöret: daß Friede seyn soll überall, wo Chri womit du ihn begnadigt haft. stus wird verehret; daß Alle, denen 4. Jm Himmel einst lohn' du er bekannt, die Waffen legten aus ihm ganz durch einer höhern Krone der Hand und bauten Friedens Glanz. Wie schwer sein Weg da hütten! hin auch sey, dir, Herr der 4. Jhr zagt nicht, Heilige bes Herrn; der Muth, der euch befees let, hält die Verzweiflung von euch fern, so Gottvergeßne quälet. 5. Wir lassen, unser Gott, dich Gott, der da waltet weit und nicht, füll' uns das Herz mit Su breit, ist auch zu helfen stets be berficht; erhöre gnädig das Gebet, reit all' benen, die ihn fürchten. das Segen ihm und uns erfleht. 5. Su ihm sey unser Herz ge Dein Segen, Gott, sey ihm verwandt! Er wird zu uns fich wen. lieba, behüte, schüße, segne ihn, den. Der Herr mit seiner star bein gnadenvolles Angesicht um- fen Hand wird alle Drangfal en leuchte mit deinem Licht; den, auf daß, zu seines Namens gieb deinen Frieden immerdar Ruhm, des ganzen Volkes Eigen ihm jetzt und in der Selgen thum sey Wohlfahrt, Zucht und Schaar. Ebre. Herrscher, bleib' er treu. War Sorg' und Mühe hier sein Theil, so werd' ihm dort vollkommnes Heil. Mel. Aus tiefer Noth 1. 6. Wo Chriften jetzt in blut gem Streit einander treffen müs fen, da wird dann die Gerechtig feit sich mit dem Frieden tüs haft dein Land mit sen; es werden da, wo jezzt das Gnaden angeblicket, und wenn Schwert in Feindes Hand die Flur bu Strafen ihm gefandt, es wie verheert, fich Güt' und Treu' be berum erquidet; der bu mit vägegnen. 855. er, der bu vormals terlicher Huld verzichen deinem 7. Dann wird mit Regen und Belt die Schuld, gelöset seine mit Thau Gott unfern Boden Bande. negen, daß uns der werthen Hei Lieder für besondere Seiten und Verhältnisse. 489 math Au erfreu' mit ihren Schäßen.| haft Großes uns gethan, nimm Doch bleibt, so viel er uns auch unfres Dankes Opfer an. Wir giebt, ein Herz, das ihn vor flehn in gläubigem Vertraun, laß Allem liebt, die höchste seiner fernerhin dein Heil uns schaun. Gaben. Allmächtiger, der Alles kann, vollende was dein Rath begann! Den du zum Herrscher uns ver liehn, erhalte, stärke, segne ihn, und gieb uns, zu der Völker Glück, durch ihn den Frieden bald zurück. Mel. Herr Gott, dich loben ze. 856. er Gott, dich loben wir! Herr Gott, wir danken dir! Von Ewigkeit zu Ewigkeit ist dein das Reich, die 3. Täglich, Herr Gott, wir Herrlichkeit. Die Welt, dein Wert loben dich; dein freuen unsre Hers und Eigenthum, verkündigt dei zen fich. Vor aller Ungerechtig nes Namens Rubm. Der Engel feit behüt' uns jetzt und allezeit! Heer, die Seraphim, lobfingen Sey gnädig uns, du treuer Gott, dir mit hoher Stimm': heilig ist sey gnädig uns in aller Noth! unser Gott heilig ist unser Gott! O laß uns deine Hülfe fehn, so heilig ist unser Gott! der Herr, oft wir findlich zu dir flehn! Auf Herr Zebaoth. Weit, über alle dich hofft unser Herz, o Herri Himmel weit geht deine Macht verlaß die Deinen nimmermehr! und Herrlichkeit: dein Wille schuf, Amen. dein Arm erhält, dein Wink be herrscht auch unsre Welt. Der Erde Völkern wägest du nach dei nem Rath ihr Schicksal zu. Wer schüßet mächtig Thron und Land err Gott, dich loben wir für deine großen gerechter Fürsten? Deine Hand! Gnaden! du haft das Vaterland Du hast auch unser Flehn erhört, der Krieges Laft entladen, haft des Glaubens hohen Muth be gnädig uns verliehn des Friedens währt; du Herrscher über Kampf güldne Zier; drum jauchzet alles und Krieg, gabft unsern Heeren Volt: Herr Gett, dich loben wir! Sieg auf Sieg. Mel. Nun banket Alle Gott 26. 857. 2. Herr Gott, wir danken dir! 2. Allwissender, dein Auge sieht du sendest uns zwar Strafe; dein den Dank, der unser Herz durch, Ernft hat uns geweckt aus unserm glüht. Frohlockend machet unser Sündenschlafe, doch wieder auf Mund des Innern fromme Re- gethan ward uns die Gnadenthür; gung fund. Von beines hohen deß freut sich unser Herz: Herr Namens Ruhm erschallet beut Gott, wir danken dir! bein Heiligthum: der Herr ist 3. Herr Gott, dich loben wir! gnädig, ift getreu, die Huld des Könnt' unser Mund wohl schweiHerrn ist täglich neu. Herr, dulgen? du haft den Königsstamm 490 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. bewahrt mit seinen Zweigen, baft| 7. Beglückter Völker Liebe sey Kirch und Land geschügt; gieb sein ebelfter Gewinn; und fein ges Gnade für und für die Nachwelt rechter Seufzer schrei' um Rache finge noch: Herr Gott, dich loben wider ihn! wir! 8. Um seinen Thron sey immer, 4. Herr Gott, wir danken dir dar Recht und Gerechtigkeit! be und preisen deinen Namen! Herr schüß' ihn mächtig in Gefahr, wenn Gott, dich loben wir, und alle Feindes Macht ihm dräut! Welt fag' Amen! Was lebt und Odem hat, preift dich voll Dank begier! Herr Gott, wir loben dich! Herr Gott, wir danken dir! Mel. Ich finge die mit Hery te, 858. 3 fich der König alle. deiner Stärke freue ieden segensvoll! 11. Gein werd' in jedem Flehn geit! fein Auge sebe, Gott, auf zu dir mit Lieb' und Dank ge dich! sein Herz sey dir geweiht! dacht. Erhör' uns, Gott! bann 2. Begnadiget mit deiner Kraft jauchzen wir und preisen deine Macht. und deines Geiftes boll, gedenk' er stets der Rechenschaft, die er bir geben soll. 9. Er suche nie des Helden Ruhm; doch zeucht er in den Krieg, zu schützen Recht und Eigenthum, so gieb ihm Muth und Sieg! 10. Auch ihm hast du bestimmt das Ziel, das er erreichen soll; Herr! mache seiner Tage viel, und Mel. Lobt Golt, the Christen tc. 3. Der über Christen, Gott, von bir zum Herrn verordnet ist, fey 859. Pommt, bringt dem beiner Kirche Schuß und Zier, er Dank, der unser Flehn erfüllt, Ewgen Preis und sey ein wahrer Christ! dem Herrn ertöne Lobgesang, der mächtig ist und mild. 2. Der Friede tehrt durch ihn zurück, der Freude Ruf voranj ihm folgt der Völker Hell und Glück; das hat der Herr gethan! 5. Sch du sein Licht, fein Hort, 3. Hinauf zu seinem ewgen fein Schild! laß ihn dir ähnlich Thren drang unser Angstgefchrei; feyn! laß menschenfreundlich ihn er sprach, des Krieges Wetter und mild sein Volf, wie du, er flohn; er sprach und wir find freun. fret. 4. Groß und voll Müh' ist seine Pflicht, und er ein Mensch wie wir. Ach! er bedarf vor Andern Licht und Rath und Kraft von dir! 6. Er zeig' auf seinem Throne fich als deinen treusten Sohn! den Lastern sey er fürchterlich, der Tu gend Schuß und Lohn! 4. Frei ist das Volk, das Land ist frei, vorüber ist der Krieg, der Ueberwundnen Sclaverei, der Jam Imer selbst im Sieg. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 491 5. Der Donner schweigt, der uns geschreckt, zur Sichel wird Wittwenstand. das Schwert; bald steht mit Korn Mel. Kun ruhen alle Wälder 26. das Feld bedeckt, das sonst der Feind verheert. 861. uf Gott nur will ich sehen, er hört der 6. Dankt, dankt dem Vater, Wittwen Flehen und nimmt sich der uns liebt, der Freude schenkt nach Schmerz, der friedliche Ge danken giebt den Fürsten in das Herz. meiner an. In meinen tiefsten Schmerzen bleibt er doch meinem Herzen der Fels, auf den ich bauen fann. 7. Die Völker, sonst in Haß 2. Mich tröstet feine Gnade, er entbrannt, find freundlich nun ist auf jedem Pfade bei mir bis vereint. Auch uns umschlingt ein an das Grab; er wird mich nicht Friedensband, verziehn sey jedem verlaffen! Dies Trostwort will Feind. ich fassen, es sey mein Stecken und mein Stab. 8. Dem Herrn, der uns in set. ner Huld von aller Noth befreit, und gute Werke üben in stiller 3. Gott will ich gläubig lieben laßt uns bezahlen unsre Schuld, Einsamkeit. Er fieht es, wie ichs und thun, was er gebeut. meine, er fieht auch, wenn ich 9. Daß fünftig auch sein Anweine, und giebt mir, was mein gesicht uns bleibe zugewandt, und Herz erfreut. leuchte mit der Gnade Licht dem theuren Vaterland. F. Allgemeine Lebens. berhältnisse. 4. Auch wenn ich mehr noch litte, bis zu dem letzten Schritte will ich ihm folgsam seyn. ET prüft mich nur durch Leiden und führt zu höhern Freuden mich einft mit frommen Dulbern ein. Trauung. 5. So eilen meine Tage, auch unter Laft und Plage, wie Träume schnell dahin, und ohne Widerstre. Mel. Ich finge dir mit Herz ie. 860. uf euch wird Gottes Segen ruhn, er hat ben verlaß ich einst das Leben mit stillem, ihm ergebnen Sinn. ihn euch gewährt. Geht hin und 6. Wenn ich dann einft dich macht durch frommes Thun euch schaue, auf den ich hier vertraue, dieses Segens werth. mein Vater und mein Freund, 2. Bis ihr den Lauf der Pilger. wie will ich dann dich ehren, wie zeit nach Gottes Willen schließt, danten für die Zähren, die ich, und in des Himmels Herrlichkeit als Wittwe, hier geweint. der Treue Lohn genießt. 7. Den Gatten, den ich liebte, des Abschied mich betrübte, find' 492 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. ich in Gottes Hand. Wie wollen| sagen: wie du, Gott, willst, nicht wir uns freuen, und unsre Lieb' wie ich will! Stärk mich, stärk erneuen im thränenfreien Vater mich, auch in der Krankheit Pein land. gelaffen, so wie er, zu seyn. Für Krante. 6. Einft kommen doch der Ruhe Stunden, des Lebens Ende rüdt herbei; dann ist das Leiden über. Mel. Wer weiß, wie nahe mir e. wunden, ich bin von aller Trüb. 862. er Morgen kommt, fal frei; du selbst, du selbst giebft noch währt die mir, o Gottes Sohn, nach diesem Plage! fie wird mit jedem Mor Kampf den Gnadenlohn. gen neu! Wie traurig fließen mir die Tage der bangen Prü fungszeit vorbei! Das Licht, das Vom Ehestande. Mel. Wie schön leucht't uns 1e. Licht, der neuen Sonne Licht er heitert meine Seele nicht! 2. Noch immer bin ich auf der 863. Die Ehe foll uns beilig feyn! Gott fegzt Erde, wo mich Gefahr und Noth und weihte selbst sie ein mit Se umringt, wo mich die drückende gen seines Mundes; und Christi Beschwerde zum Kleinmuth und Lieb' hat sie erneut, verföhnt, ent zur Klage bringt. Ich hoff, ich fündigt und geweiht mit Heil des hoff auf Lindrung meiner Pein neuen Bundes. Preis ihm! Preis doch meine Hoffnung trifft nicht ihm! Treue Gatten gehn im ein. Schatten ſeiner Gnade felige Ge meinschaftspfade. 3. Herr, eile doch mir beizufte. hen, verlaß mich in der Schwach beit nicht; o, neige auf mein brün. 2. D wobl, ja zwiefach wohl ftig Flehen zu mir dein freundlich dem Paar, das sich in frommer Angesicht, verleih', verleib' mir Christen Schaar tann seines Hei nur in meinem Schmerz Geduld und ein zufriednes Herz. 4. Noch ist das Schicksal mir berborgen, das diesen Tag mich treffen soll, doch dich, o Vater, lands freuen, andächtig Herz und Muth erhöhn, zum Dankaltar des Bundes gehn und Geist und Kraft erneuen. Dank ihm, Dank ihm, der aus Gnaden uns geladen, hier laß ich sorgen: du kennst und auf Erden solchen Erbtheils frob willst mein wahres Wohl! dein zu werden. Rath, dein Rath, was er be 3. Gesegnete des Herrn find schließt und thut, ist heilig, ist wir! Wohnt er nicht selbst und gerecht und gut. 5. Soll ich die Laft noch länger tragen, so halt' ich deiner Fügung waltet hier, mit ihm sein holder Friede? Ja, brückt uns auch des Tages Laft: in muntrer Eintracht still; mich lehret ja mein Heiland aufgefaßt, drückt sie das Herz nicht Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 493 müde. Preis ihm! Preis ihm!| tyrannisch zu gebieten, soll die Freundlich hört er, gern gewährt hart zu behandeln, die ihm die er, was zwei Seelen treu vereinigt nen, sich nie erfühnen. ihm empfehlen. 4. Daß Herren ihren Herrn im Himmel haben, soll Jeder beim Gebrauche seiner Gaben, um nicht durch Willkür Dienende zu krän. ten, mit Ernst bedenken. 4. O Freude, wenn der Ehe Frucht in frischer Kraft und from mer Bucht gedeiht zu Gottes Ehre! Und wenn, mit Segen füß be lohnt, Fleiß, Lieb' und Treu' im Hause wohnt und wehrt der Kum 5. Wohlthätig sehn und mild bei ihren Fehlern, nicht gleich be merzähre. Dank dir, Dank dir für die Spende deiner Hände! reit, den kargen Lohn zu schmäSolcher Gaben laß uns, Herr, lern, das lernt, wer sich, wie leicht er selbft kann fehlen, nicht nie Mangel haben. will verhehlen. 5. O knüpfe feft der Seelen Band! Du wollft aus milder 6. Wer sucht, wie er beim RichVaterhand uns, was uns noth ter Gnade finde, wird liebreich ift, geben. Herr, führ uns mit seyn, geduldig und gelinde, wird der Liebe Stab bis in den Tod, gern die Treu' ermuthgen und bes ja übers Grab, hin in das ewge lohnen, des Irrthums schonen. Leben. Heil uns, Heil uns, wenn 7. Doch Gott, wie leicht, wie von Allen dort erschallen Lob. leicht wird, wer regieret, jum gefänge und inbrünstger Opfer Mißbrauch seines Ansehns nicht Menge. verführet von Eitelkeit, von Liebe zum Gewinne, vom Eigenfinne. Für Herrschaften. Mel. Gott, der du für uns ze. 864. ie Menschen mögen herrschen oder die nen, du, Gott, bist Herr, und du verfündigst ihnen, wie sies be dürfen als getreue Knechte, Geseh und Rechte. 8. Laß Jeden dann auf deine Rechte sehen, um seinem Hause flüglich vorzustehen. Gieb Jedem auch zu diesem edlen Werke Licht, Muth und Stärke. Für Greise. Mel. Dater unfer im Himmelreich.10. 2. Gefeße, die fie heilig halten follen, wenn sie im Herzen Friede haben wollen, und fest vereint 865., der das Lallen nicht verschmäht, fehn durch der Liebe Bande in wodurch der Säugling dich erhöht, jedem Stande. du hörft den Greis noch gnädig 3. Wer seinem Hause vorsteht, an, obgleich auch er nur stammeln soll sich hüten, was er befiehlt, fann. O Brunnquell aller Selige 494 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. feit, dtr sey mein Dant, mein befte Theil. Ich warte bein ge Lob geweiht. troft und still, bis mich dein Ruf D Herr! dein vollenden will. Stecken und dein Stab sey meine Stärke bis ans Grab. 2. Herr, deine Huld war stets mit mir, aus ganzer Seele dank ich dir, daß deine Gnad' auch mich erwählt und deinem Erbe zugezählt. Welch Heil, das daraus auf mich fließt und mir das Erdenleid ver füßt! 8. Bis hieher haft du mich ge bracht und Alles, Alles wohlge macht. Owohl mir! auch beim letten Schritt geht deines Trostes 3. Wie langmuthsvoll ertrugft Engel mit und führt mich durch du mich, wenn ich von deinem bas dunkle Thor zum Lobgefang Wege wich, und lockte mich ein im höhern Chor. falsches Glück, dein guter Geift hielt mich zurück, dein Arm ents riß mich der Gefahr, wenn mir um Rettung bange war. Trauung. Mel. Wie schön leucht't uns se 4. Durch Wolken brach dein Sonnenschein, durch Nächte brach 866. baft, bet Einigkeit, den Stand und dort mehrtest du, gabst Heil der Ehe selbst geweiht; wie hoch zur Arbeit und zur Rub', und ist er zu ehren! Vernimm jetzt fommt die Zeit, wo Kraft ge- unser innig Flehn, fieh gnädig bricht, o deinen Schutz verlier' ich an, die vor dir stehn, ihr Bünd nicht. niß zu beschwören. Laß fie, Va ter, dir ergeben, einig leben, treu Christen üben. fich lieben, treu die Pflicht der 5. Freun Andre sich an Erden, gut, worauf die bange Sorge ruht, ist mein der Schatz, der ewig währt, den weder Zeit noch Roft verzehrt, mein der auch, der von oben kam, und der die Macht dem Tode nahm. 2. Nimm fle, o Gott, in deine Hut, daß ihnen nie ein wahres Gut zu ihrem Wohlseyn feble; im Glüd laß fie fich deiner freun, im Leid einander bülfreich seyn, Ein 6. Wie darf voll Angst und Herz und Eine Seele. Immer voll Vertraun ein Simeon gen laß fie voll Vertrauen auf dich Himmel schaun! Den Heiland schauen, freudig sterben und ver hat sein Aug' erblickt, ihn hat er eint den Himmel erben. an sein Herz gebrückt; nun steht er fertig und bereit zur Heimfahrt in die Ewigkeit. 7. Auch mir ward deines Frie dens Heil, auch meiner barrt das u Mel. Herr Chrift, ber einig' 16. u Stifter frommet Ehe, vereine dieses 867. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 495 Paar! In dir, o Gott, bestehe Gebot gegeben, sich Schwächern sein Bündniß immerdar. Beherr auch zum Dienft zu weihn. Wie fchet ihre Triebe der Geist der reiheilig, Gott, ist das Bemühn, die nen Liebe, so wird ihr Hoffen Kinder weise zu erziehn. wahr. 2. Begleite du die Lehren von ihrer neuen Pflicht, zu deines Namens Ehren, mit Salbung, Kraft und Licht; auf allen ihren Wegen bekräftige den Segen, den heut dein Diener spricht. 3. Drum wohl den Eltern, die den Pflichten, wozu du sie bes rufft, getreu, nur darauf ihre Sorgfalt richten, daß ihre Kin derzucht gedeihy'! Wohl ihnen hier schon in der Zeit und einst in je ner Ewigkeit. 3. Und soll von Leid und 4. Sie baun die Wohlfahrt zarSchmerzen ihr Stand begleitet ter Jugend zu deines großen Naseyn, so sprich in ihre Herzen den mens Preis durch frommes BeiTroft von oben ein; verleih' Gespiel eigner Tugend und weiser duld und Stärke in ihrem Stand Lehrer treuen Fleiß, und um Ge und Werke, bei aller Müh' und deihn fleht früh und spät zu dir, Pein. o Vater, ihr Gebet. 4. Sey stets in ihrer Mitte 5. Mit weiser Liebe fie ju len. und heilge ihren Bund; es sprech' ken, mit Freundlichkeit in ihr Ge auf unsre Bitte ein gnädig Ja müth die edlern Triebe früh zu dein Mund, und wie mit der Gesenken, ist ihre Sorgfalt stets be meine der Heiland fich vereine, müht. Doch, widerstrebt das Kind mach' auch an ihnen fund. der Pflicht, scheut auch den Ernst die Liebe nicht. Für Eltern. Mel. O daß ich tausend 1. 6. Für jedes Haus, für ganze Staaten ists um so größerer Ge winn, je mehr die Kinder wohl gerathen, erzogen, Herr, nach 868. Bieb zu bem wichtigen deinem Sinn; Fleiß, Ordnung, Geschäfte, die Kin Wohlstand, Fried' und Ruh' der weise zu erziehn, o Gott, nimmt um so mehr auf Erden Verstand und Muth und Kräfte, zu. und Segen fröne dies Bemühn: daß dir geweiht in Lieb' und Treu' ein jedes Haus dein Tem pel sey. 7. O Gott, lehr Eltern dies Bemühn, daß unter deinem mil. erwägen! Erwed und fördre ihr den Segen fie ihre Kinder wohl erziebn. O laß sie, Herr, so glück lich seyn, sich dessen hier und dort 2. Du rufft den Menschen in das Leben, nicht für sein eignes Glück allein; du haft ihm das zu freun. 496 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. Für Greife. Mel. Nun ruhen alle Wälder 18. 869. ott hat in meinen Seligkeit. Tagen mich väter. lich getragen, von meiner Jugend auf; auch auf den rauhsten Wegen fab ich des Höchsten Segen; er lenfte meinen Lebenslauf. 2. Erquicung folgt auf Sorgen, 870. wie oft ein heitrer Morgen aus bunklen Nächten bricht; ja stets bab' ich erfahren, der Herr weiß zu bewahren und führt durch Finfterniß zum Licht. 3. War Menschenrath vergebens, so kam der Herr des Lebens und half und machte Bahn. Ihn ließ ich thun und rathen; denn er thut große Thaten und nimmt sich sei. ner Kinder an. bis Gottes Gnadenwille mich trös net nach dem Streit. An meiner Laufbahn Ende fint' ich in Jesu Hände, und er führt mich zur 4. Bis zu des Alters Tagen will ich dich heben, tragen und bein Erretter seyn! dies hat mein Gott versprochen, der nie sein Wort gebrochen; deß will auch ich, als Greis, mich freun. 5. Er wird auch schwachen Al ten, was er versprochen, halten; denn er ift fromm und treu. Bin ich gleich schwach und müde, bei ihm ist Troft und Friede; er steht in aller Noth mir bei. Für Eltern. Mel. Liebster Jesu, wir sind se. die Pflicht, Kinder wür Proß und heilig dig zu erziehen; Eltern, o ver säumt sie nicht! Alles Böse lehrt fie fliehen, fliehn, was Wahn und Sünde nähret und der Seele Wohle fahrt störet. 2. Meidet blinde Zärtlichkeit, liebet nur mit dieser Treue, stres bet, daß zu jeder Zeit euer Herz fich ihrer freue! Heil euch, wenn fie durch ihr Leben euren Ruhm vor Gott erheben. 3. Stärket ihres Körpers Kraft, daß fich auch die Seele stärke, und was wahre Freuden schafft, dar auf offnen Sinnes merke. Lehrt fie Weichlichkeit verachten und durch Fleiß nach Ruhe trachten. 4. Bringt der Wahrheit helles Licht in das Dunkel ihrer Seele! Sorgt, daß weiser Unterricht ihnen Recht und Pflicht empfehle, daß fein blinder Aberglaube ihnen Lieb' und Wahrheit raube. 6. Nach wengen bangen Stunden hab' ich ganz überwunden; 5. Deffnet eurer Jugend Sinn ich bin dem Ziele nab', dem dem beseligendsten Triebe, weift Biele meiner Leiden; o welche die jungen Herzen hin zu des Kin hohe Freuden erwarten meine derfreundes Liebe, daß, von ihm Seele da! schon aufgenommen, fie durch ihn 7. Ich harre froh und stille, zum Vater kommen. Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. 497 6. Wandelt stets auf richtger zu beinem Preis vereinen! Über Bahn, daß fie euer Vorbild sehen, doch froher noch müss ihr findlich führt fie sorgsam, lodt fie an, Leben deine Lieb' erheben. gleichen Wegs mit euch zu gehen! Laßt fie fehn, wie schon auf Er den wir im Glauben selig werden. 3. Odem deiner Liebe laß ihr Herz durchwalten, es zu deinem Subm entfalten! Reich an Jugend7. Strebt ihr, so für Gottes blüthe müss es dich erfreuen und Reich eure Kinder zu erziehen: ozu dler Frucht gedeihen. Hilf dann, Eltern, freuet euch! hoher mit Stath, hilf mit That vor der Lohn ist euch verliehen, ja schon Schuld Gefahren Herz und Sinn hier strömt Gottes Segen euch in bewahren. ihrem Dank entgegen. 4. Stärk', o Freund der Kin 8. Seht, fie thun, was Gott der, fie mit deinem Gegen zu des gefällt, streuen aus den edlen Sa. Lebens heißern Wegen. Vater men und erhalten in der Welt undeiner Kinder, seh bis in ihr All beschädigt euren Namen; ihnen ter ihr Beschirmer und Erhalter! winkt auf ihren Wegen euret Liebe Geift des Herrn, seh nicht fern, Lohn entgegen. fie durch alle Zeiten himmlisch zu geleiten. 9. Welche Himmelsseligkeit wird durch eure Seelen bringen, wenn auch sie einst hocherfreut sich mit euch zum Throne schwingen! Dann, dann jauchzen neue Lie der: Herr, wir bringen dir fie wieder. Für Greife. Mel. Alle Menschen müssen 1. nicht ferne, mein Hilf Beschirmer, steh' mir bei. mir, daß ich eifrig lerne, was dein heilger Wille sey. Leite mich nach deiner Güte und er871. Gott der mein mir Deinen! aus der deine Batertreu alle Morgen wer Kinder Munde hat schon manche den neu. frohe Stunde dir ein Lob bereitet. 2. Halte mich, o mein Erbal Laß dein Herz sich neigen auch zu ter! o mein Führer, weiche nicht! unsern Kinderreigen; Lobgesang, Führ' mich auch im höhern Alter, schwach von Klang, ja des Säug, wenn mir Lebenskraft gebricht. lings Lallen läßt du dir gefallen! Gieb, daß ich die bösen Tage mit 2. Hoflanna Töne, die dich Geduld und Hoffnung trage, und findlich preisen, reizen dich wie laß mich in Sorg' und Schmerz Engelweisen. Möchten doch die finden ein befreundet Herz. Lippen unfrer lieben Kleinen sich 3. Weiche nicht von meiner Sei 32 Fürbitte für die Kinder. Mel. Wunderbarer König 16. 498 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. ten, wenn sich Angst und Ohn- Tage. Du ziehst durch Leiden macht häuft, wenn die schwachen mich zu dir und bleibst, mein Tritte gleiten und die Hand zum Vater, ewig mir ein Fels, auf Stabe greift. Wenn die Augen den ich baue. faft erblinden und die Lebensgei 3. Du bist es, der mich nicht fter schwinden: o so sey du selbft verläßt, auch wenn der Tod er mein Licht, daß ich seh' dein An- scheinet. Dich bält mein Glaube geficht. dennoch fest, wenn Alles um Du bist es, der mich weinet. mir Rube giebt, wenn Alle, die 4. Wenn ich soll von hinnen scheiden, neige meinem Flehn dein Ohr; tritt auch in dem letzten Lei- mich hier geliebt, an meinem La den mir als Helfer dann hervor. ger trauern. O mein Heiland, hab' Erbarmen! 4. Auch fie versäumst du, Va. schenke deinen Trost mir Armen! ter, nicht, du stärkest ihre Herzen, hilf mir aus der bängsten Noth bald durch einen selgen Tod. giebst ihnen Troft und Zuversicht und linderst ihre Schmerzen. Ja laß fie auch in der Treue nie des dir, mein Gott, empfehl ich fie, Glaubens Troft verlieren. 5. Meine Seele soll erheben dich, o Herr der Herrlichkeit, dort in jenem Freudenleben, wenn ich 5. Doch, bin ich von dem Stel bier vollbracht den Streit. Ewgen noch weit, bas du mir außersehen, Dank werd' ich dir bringen und soll länger ich in dieser Zeit durch vor deinem Throne fingen, daß Angst und Trübsal geben: so gieb du mich so wohl bedacht und jum mir, Vater, deine Kraft, die Himmel haft gebracht. Muth in jedem Leiden schafft, Geduld und Hoffnung wirket. Für Krante. Mel. Wenn einst mein Stündlein se. Rach einer bangen, 873. schweren Nacht feh ich den Morgen wieder. Dein 874. Auge, Gott, hat mich bewacht, gehorchen, wenn sie nüglich wers du sahst auf mich hernieder. In den wollen, und willig, so vers meiner Angst fleht' ich zu dir, und langst dus, Gott, von ihnen, den du gewährtest gnädig mir des Glau, Brüdern dienen. bens Trost und Hoffnung. Für Haußgefinde. Mel, Gott, der du für uns 6. icht Alle können berr fchen; Viele follen 2. O hielten Alle nur auf deine 2. So trag' ich willig jeden Rechte! Sie wären mehr dann, Schmerz und meiner Krankheit als der Menschen Knechte; drum Plage, und dein erfreuet fich gieb den regen Trieb, dir zu ge mein Herz auch an dem bösen fallen, doch ihnen Allen. Lieder für besondere Zeiten und Verhältniffe. 499 3. Gieb ihnen ein gehorsam Noch schreckt mich feines Spotters Herz und Treue, daß Jeder seines Spott, noch ist er mir ein Quell Rufs von dir fich freue, daß fie mit Eifer stets der Herren Willen genau erfüllen. 4. O müßten wir doch nichts von falschen Händen, die Herren Gut beruntreun und entwenden! Und wäre nie, wer Lohn empfängt und Pflege, zur Arbeit träge! 5. Und würde wahre Demuth nie vergessen, daß Keiner selbst flug, troßig und vermessen sich billigen Befehlen widersetze, die Pflicht verlege. 2. Er leitet mich nach weisem Rath und offenbart sich meinem Herzen, ist ewig treu in Rath und That, bleibt bei mir, auch in Noth und Schmerzen. Und ziehn auch Wolken um mich her, doch fürchtet sich mein Herz nicht mehr; er ist mein Schuß in schwülen Tagen. Was sollt' ich über Unglück klagen? Was Gott, mein Vater, mit mir thut, ift Alles heilig, recht und gut. 3. Er giebt und nimmt, wies ihm gefällt, denn er ist Herr, es ist das Seine. Ich bin ein Gaft auf dieser Welt, mein wahres Gut ist er, der Eine. Wer dies zum Geisteserbe hat, ist immer selig, reich und satt. In Armuth, Elend, Schmach und Leiden ist Gott sein Gott, wer will sie scheiden? Darf ich mich seiner selbst erfreun, so 9. Verherrlicht werden sie emift mit ihm auch Alles mein. pfahn vom Sohne des Himmels Seligkeit zu ihrem Lohne, und, treu erfunden, in dein Reich er hoben dich ewig loben! 6. Auch was sie nicht versteht, vollbringt mit Freuden die Treu' und weiß gelassen auch zu leiden. Nie wird, wer weiß, auch er hat zu bereuen, nach Rache schreien. 7. Wenn Jeder freudig dir zum Wohlgefallen sein Werk verrichtet, wohl dann ihnen Allen! Wie wer den fie im Himmel und auf Erden gesegnet werden! der Freuden. Er ist mein Troft, mein Rath, mein Licht, der Fel fen meiner Zuversicht, der Freund, dem ich mich ganz ergebe, in des sen Huld allein ich lebe, in dem mein ganzes Wesen ruht, der nichts mir je zu Leide thut. 8. Und müßten sie auch harten Derren dienen; mit Wonn' und Ebre, Gott, vergiltst du ihnen. Des Lebens Abend kommt, dann ruhn die Müden in deinem Frie den. 4. Die Thränen, die der Herr mir macht, find alle von ihm selbst gezählet. Gott, der mein wahres Heil bewacht, weiß, was mich drückt, weiß, was mir fehlet. Wird meine Kraft in Trübfal weich, mit seiner Kraft hilft er 875. Soll betrüben, will er met. sogleich, und scheint sein Rath mich von ihm die Trübsal scheiden? nen Glauben üben, so prüft er Bei Unglücksfällen. Mel. Beschränkt, ihr Weifen ze. Roch heut ift Gott mein 32* 500 Lieder für besondere Zeiten und Verhältnisse. mich, ob ich ihm tren, ob er mein] dir doch Theil. Sie find in dez Heil, mein Alles sey. Taufe schon dir geweiht und dei 5. Ja töftlich, Herr, mein Fels, nem Sohn, darum leite deine mein Hort, ist mir dein Denken, Gnade fie auf ihrem Lebenspfade. Thun und Lassen; recht ist dein 2. Der du fie bisher erhalten bei Weg und füß dein Wort, die so manchem Unglücksfall, wolleft Welt fann deinen Rath nicht fas über fie nun walten immerdar und sen, ihr ist dein Weg und Gang überall. Bricht Gefahr für sie her verkehrt. Dein Volk, das dich im ein, wollft du ihr Beschützer seyn; Glauben ehrt, lernt hier schon wenn in Noth sie zu dir flehen, dreimal heilig fingen, dort wird laß fie deine Hülfe sehen. dein volles Lob erklingen, wenn 3. Dringt auf fie von allen Sei nun dein Prüfungsplan sich ganz ten der Verführer Schaar heran; berklärt im Himmels- Sonnenglanz. laß doch ihren Fuß nicht gleiten, 6. Noch heut ift Gott mein halte sie auf rechter Bahn. Regt treuer Gott, und wehe mir, wenn in ihrer eignen Bruft fich mit ers nicht bliebe! Lach' immerhin Macht die böse Luft; gieb dann, bes Spötters Spott! nichts scheide daß fie muthig kämpfen und den mich von Gottes Liebe, nicht Trüb. Reiz der Sünde dämpfen. fal, Angst, Verfolgungsnoth, nicht Hunger, Blöße, Schmach und Tod, nicht Feuer, Schwert noch Folter leiden, nicht Gold, noch Herrlich feit und Freuden, nicht Engel, Macht und Fürstenthum; Gott ist mein Heil, Gott bleibt mein Ruhm! 4. Herr, erhalte deinem Reiche unsre Kinder stets getreu. O daß feines von dir weiche und dereinst verloren sey! Jmmer geh' ihr from mer Sinn und ihr Streben darauf bin, Christo ganz sich zu ergeben und zur Ehre dir zu leben. 5. Haben sie den Kampf ge endet, obgesteget in dem Streit; haben sie den Lauf vollendet in des Glaubens Freudigkeit: dann, o Bater, führe du sie der ewgen Heimath zu, und laß sie nach sanf tem Sterben deines Himmels Fries Fürbitte für die Kinder. Mel. Werde munter, mein ze, 876. Borge, Herr, für unsre Kinder, forge für ihr wahres Heil; find sie gleich, wie wir, nur Sünder, haben sie an den erben. Verzeichniß der Lieder. Nr. Nr. 52. 113 Auf, Christenheit, feb 1 Auf Christi Himmelfahrt 246 330 567 2 757 54 90 860 808 679 Ach bleib' mit deiner Gnade Ach ewig heilger Gott Ach, Gott, gieb du uns deine Ach, Gott, mich drückt ein Ach, Gott und Herr, wie Ach, Gott, verlaß mich nicht Ach, Herr, dir ist bewußt Ach, Herr, lehre mich Ach, mein Herr Jeſu, dein Ach, mein Jesu, fieb, ich trete Ach, mein Jesu, welch Ach, sieb ihn dulden, bluten Uch, Bater, Bater, höre Ach, wenn ich dich, mein Ach, wann werd' ich von der Ach, wie hat mein Herz Ach, wie ist der Menschen Alle Chriften hören gerne Alle Menschen müssen sterben Ullein Gott in der Höb sey Auf meinen lieben Gott trau' 570 Allein zu dir, Herr Jesu Christ 384 Auf, mein Herz, des Herren 214 Alles ist an Gottes Segen 566 Auf, mein Herz, sey unverzagt 571 Alles ist euer, o Worte 678 Auf, Pilger, laßt uns eilen 452 Algütiger, allein bei dir 4 Auf, schicke dich, recht feierlich 115 Allmächtiger, der seinen Thron 5 Auf, fingt mit uns, ihr hohen 247 Alfeliger Gott, vor der Zeit 53 Aus einem tief vor dir 387 Also hat Gott die Welt geliebt 112 Aus Gnaden soll ich selig Umen, deines Grabes Friede 210 Aus irdischem Getümmel Am Grabe stehen wir und Am Kreuz erblaßt Auf deine Weisheit schauen Auf den Nebel folgt die Sonn' 568 209 Auf, du zagendes Gewissen 427 380 Auf, erbebet euch, ihr Christen 449 3 Auferstanden, auferstanden 212 Auferstehn, ja auferstehn Auf, erwacht, ibr heilgen Auf euch wird Gottes Segen Auf ewig ist der Herr mein 382 Auf, freuet euch von 159 Auf Gott nur will ich sehen 563 Auf Gott und nicht auf 513 Auf, ihr Christen, Chrifti 383 Auf, ihr Christen, Gott zu 564 Auf, ihr Christen, laßt uns 565 Auf, ihr Streiter 514 Auf Leiden folgt die 756 Auf meinen Gott verläßt 642 213 451 288 258 43 428 91 717 Aus tiefer Noth ruf ich zu dir 388 160 381 716 114 861 569 450 An deine Leiden denken wir 161 B. 573 718 An dich, mein Gott, gedenken 515 Bang' und doch voll felger An dir allein, an dir hab' ich 385 Befiehl dem Höchsten deine Auch dieses Tages Stunden 809 Befiehl du deine Wege Auf, auf, an diesem Morgen 386 Begrabt den Leib in seine Auf, auf, den Herrn zu loben 788 Beklommnes Herz, was willst 574 Auf, auf, ihr meine Lieder 21 Bereite dich, o Christ, wir 162 Auf, auf, mein Geift, den 640 Beschwertes Herz, leg ab die 22 Auf, auf, mein Geist, erhebe 355 Bewahr', o Gott, mich, daß 453 Auf, auf, mein Herz, mit 211 Bis bieber ists gelungen Auf, Christen, bringet 641 Bist du ein Freund des Herrn 454 824 356 572 502 Verzeichniß der Lieber. Nr. Ny 758 23 70 71 455 Der Heiland kommt zum 789 Der Herr, an deffen Güte 116 Der Herr fährt auf zum Himmel 250 851 Der Herr ist Gott, und keiner 55 Der Herr ist gut, ihr Himmel Der Himmel Ruf erzählet Der letzte meiner Tage Der Morgen kommt, noch 576 Der Tag, an dem mein Heiland 761 163 Der Tag ist hin, mein Jefu 810 516 Der Tod ist todt, es fiegt 217 248 Der Weg ist gut, der durch das 579 216 Der Werte Ruhm muß vor 432 389 Des Herrn Gesetz verkündet 292 719 Des Jahres erster Morgen 760 862 825 259 7 Dank, Dank sey dir für dein Dank, Jesu, dir, ach find Dant, Jesu, dir, daß du beim Dantet mit Freuden, o danket Dankt dem Herrn, ihr Das Amt der Lehrer, Herr Deines Gottes freue dich Dein harr' ich und bin stille Dein ist das Licht, das uns Dein Mittler fömmt, auf Dein Name werd' erhoben Dein Recht, o Gott, und dein Dein find wir, Gott, in Dein Werk, Erlöser, ist Des Todes Graun, des Grabes 762 Dich, dich, mein Gott, will ich 791 357 Dich, Herr, dich loben herzlich 293 358 Dich, Jesu, preiſsen unsre 294 359 Dich seh' ich wieder, Morgenl. 792 643 Dich, Vater, preist mein 644 Dich, Vater, ruf ich an 289 Dich will ich immer treuer 680 Die auf der Erde wallen 577 Die Bahn ist raub, auf der 290 Die Christen gehn in dieser 117 Die Ehe foll uns heilig seyn 863 6 Die Erndt' ist da, schon winkt 836 319 Die Feinde deines Kreuzes 720 Die Fülle guter Gaben 249 Die Herrlichkeit der Erden 320 Die Himmel rühmen des 295 457 Dein Wort, o Höchster 670 Dem Erdkreis strahlt ein Licht 118 Die Menschen mögen herrschen 864 Dem Heiland folgt, wer bier 456 Die Rach', o Herr, ist dein Dem Heiland nach, mein Geift 578 Dies ist der Tag, da Gottes 260 Dem Menschen glänzt, o Gott 69 Dies ist der Tag, den Gott 121 Dem Worte deines Mundes 360 Dies ist der Tag der Fröhlichkeit 122 Der am Kreuz ist meine Liebe 164 Dies ist der Lag zum Segen 24 Der du die Liebe selber bist 669 Dies ist die Nacht, da mir Der du noch in der letzten 291 Die Sonne senkt sich nieder Der Freuden Quell ist 758 Die Sonne stand verfinstert 165 Der frohe Morgen kommt 790 Die Sonn' bat fich mit ihrem 811 Der Glaube ist die Zuversicht 429 Dir dank' ich für mein Leben 793 Der Glaube ists, der Wunder 430 Dir, dem weiseften Regierer Der Grund, auf dem mein Der Heiland, deffen sich im Der Heiland kommt, lobfinget 123 812 73 431 Dir, dir, Jehovah, will ich 119 Dir, Gott der Huld und 120 Dir hab' ich mich ergeben Blid bin in die vergangnen Brich an, du schönes Bringt frohen Dank und Bringt Gott, ihr Christen, Bringt Preis und Ruhm dem 215 C. Chrift, Alles, was dich fränket 575 Chrift, aus deinem Herzen Christe, du Lamm Gottes Chrifte, mein Leben, mein Chrift fuhr gen Himmel Christ ist erstanden Christ, prüfe dich an jedem Christus, der ist mein Leben 517 721 580 722 723 72 331 837 581 Verzeichniß der Lieber. Dir jauchzet froh die Nr. 261 Dir, Jefu, tönt vom Staube 124 Dir, milder Geber aller Gaben 838 Dir schwör' ich ewge Treue Dir sey dies Kind 503 Nr. 587 764 460 341 724 56 582 Einft ist alles Leid vergangen Einst reift die Saat! mein Einft felig dort zu werden 361 Eitle Welt, ich bin dein müde 729 Empor zu ihm, mein Lobgefang 125 Entbehre nicht mit bangen 588 Entschwinge dich, mein Geift 589 Erbarm' dich, Herr! schwach 391 21 Erforsche mich, erfahr' mein 170 Erhabner Dulder, deine Liebe 171 583 Erhalt uns, Herr, bei deinem 297 645 Erheb', o meine Seele, dich 795 865 Erheb' uns zu dir, du, der 584 Erhebe mit der Andacht 390 Erhebet, Chriften, euern Sinn 461 Erhebt, Bewohner dieser Welt 826 Erhebt den Herrn, ihr 675 26 765 166 518 Dir sterb' ich einft, wenn ich Dir strebt meine Seele zu Dir trau' ich, Gott, und Dir, unserm Gott, sey Lob Du, aller Menschen Vater Du bist ein Chrift, was flageft Du bists, dem Ehr' und Ruhm Du, der das Lallen nicht Du, der einst unsre Trauer Du, der Herz und Wandel Du, der Menschen Heil und Du, der sein Blut und Leben Du, dessen Augen floffen Du, deß fich alle Himmel freun 332 Du gebst zum Garten 167 168 Du gingst zum höchsten Lobne 251 Du haft mir, Gott, dein Wort 321 Du haft, o Gott, der Einigkeit 866 Du flageft über die Du Lebensfürst, dein Sieg Du, meine Seele, finge Durch des Mittlers Blut und Du reicher Troft der Armen Du riefft mich, Vater, aus dem Du siehst, o Mensch, wie fort Du sollst glauben, und du Du sollst in allen Sachen Du Stifter frommer Ehe Du, Urbild aller Frömmigkeit Du, Vater deiner 126 766 298 342 827 218 322 Erhöhter Jesu, Gottes Sohn Erhöre gnädig unser Fleben Erhör', o Vater, du das Flehn Erhör' uns, Gott, erhöre Erinnre dich, mein Geift, Erkenne, mein Gemüthe 585 Er fommt, er fommt 725 Er fommt und Seraphinen 646 Er lebt, der Herr der 127 128 219 519 220 839 44 Er lebt, o Freudenwort, er Erlöser, der du selbst uns haft 362 Ermuntert euch, ihr Frommen 767 Ermuntre dich, mein schwacher 129 433 Erweitert Thor und Thüren 130 458 Er wird es thun, der treue 590 867 Es glänzet der Christen 462 763 520 92 Es ist genug! so nimm, Herr 730 Es ist gewiß ein töftlich Ding 591 Es ist Gottes Wille Du wirst, o Vater, für mein 726 592 Es ist nicht schwer, ein Chrift 463 Es ist noch eine Rub' vorhan 768 459 den, auf Es ist noch eine Rub' vorhan den für 769 Ein Chrift, ein tapfrer Ein' fefte Burg ist unser Gott 296 Ein beiliges Feuer durchdrang 262 Ein Herz, Gott, in Kreuz 586 Es ist vollbracht, das Opfer 172 Ein Lämmlein gebt und trägt 169 Es ist vollbracht, Gottlob, es 731 Ein neuer Tag, ein neues 794 Es ist vollbracht! so ruft am 173. Ein Pilger bin ich in der Welt 727 Es ist vollbracht! so ruft des 174 Eins ist noth, ach Herr, dies 521 Es foftet viel, ein Chrift zu 464 Einst geb' ich ohne Beben 728 Es wolle Gott uns gnädig 299 504 Verzeichniß der Lieder. Ewig, ewig bin ich dein Ewig sey dir Lob gefungen Ewig weis und ewig milde Ewig wesentliches Licht Nr. 343 Gott, Allweiser, wer bin ich 131 Gott, beine Gnad' ist unser 300 Gott, deine Güte reicht so weit 323 Gott, deine Güt' und Macht Gott, der an allen Enden Gott, der des Feuers Gott, der du felbst die 45 Gott, der du unser Vater bift 301 Gott, der du unsre Zuflucht 74 Gott der Macht, in deinem 465 Gott der Vater wohn' uns bei Gott, der wirds wohl machen 78 Gott des Himmels und der 796 Gott, dir sey ewig Preis und 303 133 Gott, du haft in deinem Sohn 269 681 Gottes Mund hat uns 648 Gott hab' ich Alles beimgestellt 733 27 Gott hat in meinen Tagen 869 224 Gott, ich preise dich mit allen 684 466 Gott, ich will mich ernstlich 393 344 Gott in der Höh' sey Ehr 8 Gott ist die wahre Liebe Gott ist ein Schutz in Nöthen Gott ist gegenwärtig 434 46 522 304 28 Gott ist mein Hort und auf Gott ist mein Lied, er ist Feiert, Christen, diese Stunde Feft des Lebens, feh Feft steht zu Gottes Rubme Fleug auf, mein Pfalm Folget mir, ruft uns das Freiwillig bast du dargebracht 223 Freude wallt in meinem 647 Freuet euch, ihr Chriften, alle 132 Freuet euch, ihr lieben Brüber Frieden, ach Frieden, den Frohlockend laßt uns treten Froh versammelt sind wir hier Früh Morgens eb' die Sonn' früh oder spät des Todes Für diese Kinder beten wir Für unsre Brüder beten wir 221 222 Mr. 58 683 9 75 76 852 469 333 392 77 G. 61 Gedanke, der uns Leben giebt 93 Geduld, wie sehr der Sturm 593 Geb' hin nach Gottes Willen 467 Gott ifts, der das Vermögen 470 Geift aller Geister 263 Gott ist treu und alle Morgen 60 Geift der Wahrheit, lehre 264 Gott ist und bleibt getreu Geist des Herrn, dein Licht 302 Gott lebt, wie kann ich traurig 596 Geift Gottes, aus des Engen Gottlob, ein Schritt zur Geift Gottes, wer fann dich Gottlob, es ist erschollen Geift vom Vater und vom Gott, meine ganze Seele Sohne, der Gott ruft der Sonne, ruft Gott sey Dank, der mit uns Gott fieht auf uns 265 685 266 267 Geist vom Vater und vom Sohn 268 Gelobet fehst du, Jefu Chrift 134 Gelobt sey, der den Frühling 840 Gott forgt für uns, o fingt Getauft seyn auf des Vaters 345 Gott, Vater, Sohn und Getreuer Gott, wie viel Geduld 57 Gott, bor dem die Engel Getrost, mein Leiden hat ein 594 Gott, vor dessen Angesichte Getroft und freudig geb' ich 732 Gott, welcher Kampf in meiner 394 Geweiht zum Christenthume 346 Gott, wer ist dir zu vergleichen 650 Gieb deinen Frieden uns, o 682 Gott, wie du bist, so warst du Gieb dich zufrieden und sen 595 Gott wills machen, daß 63 597 Gieb, Gott, wenn ich dir diene 468 Gott wollte nicht des Sünders 94 Gieb mir, o Gott, ein Herz Gieb zu dem wichtigen 672 Großer Gott, den Alles preiset 797 868 Großer Immanuel, schaue 305 324 59 853 649 828 29 686 841 813 10 62 Verzeichniß der Lieder. 505 Nr. Nr. 475 523 Herr Jefu, Gnadensonne 252 Herr Jesu, Troft der Heiben 870 Herr, laß mich in Frieden 136 736 Herr, lehr' mich thun nach 476 Herr, mache meine Seele ftille 599 687 Herr, meiner Seele großen 477 770 Herr, mein Licht, erleuchte mich 325 Herr, mein Versöhner, der 673 Herr, stärke mich, dein Leiden 177 Herr und Gott der Deinen 871 598 Herr, unfer Gott, laß nicht 600 524 Herr, unser Herrscher, dankbar 842 30 Herr, vor deinem Angesicht Herr, welch Heil kann ich Herr, wie du willst, so Herr, wie mancherlei Herzen, wallt in frohen 32 690 11 399 652 Herzlich lieb hab' ich dich 526 178 Großer König, den ich ehre Großer Mittler, der zur Groß und heilig ist die Pflicht Hab' ich ein gut Gewiffen Hallelujah, Amen, Amen Hallelujah, jauchzt, ihr Chöre 225 Hallelujah, Jefus lebet! 226 Hallelujah, Lob, Preis und Ehr' 47 Halt an, mein Herz Halt im Gedächtniß Jefum Hehr und heilig ist die Stätte Heiland, den uns Gott verhieß 135 Heilger Jefu, Heilgungsquelle Heilig, heilig ist dein Wille Helft Gottes Huld mir preifen Herr aller Herrscher, dir Herr, Alles, was ich habe 95 471 829 854 688 Herzliebfter Jefu, was hast Herr, aus deiner Gnadenfülle 689 Herzog unfrer Seligkeiten 478 Herz und Herz vereint 674 306 830 eut öffnet sich die neue Bahn 831 363 Sier bin ich fremd, wie meine 771 814 Hier bin ich, Herr, du rufeft 400 855 Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen 365 435 Hier ist mein Herz, Herr 64 Hier ist nur mein 527 772 Here, deine Kirche danfet dir Herr, den die Sonnen Herr, der du als ein stilles Herr, der du mir das Leben Herr, der du vormals haft Herr, du bist unsre Zuversicht Herr, du erforschest mich, mein Herr, du fährst in Glanz Herr, du gingst voran Herr, du wolleft meiner Herr, du wollst fie vollbereiten 364 Herr, es gescheb dein Wille 815 Herr, es ist der Tag erschienen 31 Herr, ewger Gott, wie du Herr, führe mich auf guter 473 Herr Gott, dich loben wir für 857 Herr Gott, dich loben wir, Herr 651 Herr Gott, dich( Siegesdanklied) 856 Herr Gott, du fennest meine 734 253 Sier legt mein Sinn sich vor 479 472 Sier lieg' ich, Herr, im Staube 601 395 Hier find wir, Gott, und flehn 33 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen 832 Himmelan gebt unsre Bahn 480 Hin an dein Kreuz zu treten 179 79 Hirte deiner Heerde 816 5öchster, denk ich an die Treue 401 Höchster Gott, dir danken wir 326 Höchster Helfer, sey nicht ferne 872 Höchster Tröster, komm 270 481 Söher hebt sich Gottes Sonne 843 Herr, Herr Gott( Litanei) 396 Hört das Wort voll Ernst Herr, ich hab' aus deiner Treu 474 Hört, die ihr der Gerechtigkeit 307 Herr, ich habe mißgehandelt 397 Hörts Alle, hörts, daß Jesus 227 Herr Jesu Chrift, dein theures 175 Hör' unser Gebet, Geist des 271 Herr JesuChrift, duGotteslamm 176 Hüter, wird die Nacht der Herr Jesu Christ, du böchstes 398 I. Herr Jesu Christ, mein Herr 735 Jauchzet all, ihr Frommen! 137 Herr Jesu Christ, mein höchstes 525 Jauchzt, ihr auserwählten 402 653 506 Verzeichniß der Lieder. Nr. Jauchst unserm Gott mit Nr. 65 Jesus Chriftus, unser Seiland 230 Ich bin der Angst entnommen 691 Jesus ist gekommen 139 Ich bin erlöft durch meines Ich bin getauft auf deinen Ich bin gewiß, daß weder Ich bin Gottes, Gott ist mein 180 Jesus fommt, von allem Bösen 608 347 Jefus lebt! Christen hört es 231 96 Jesus lebt, mit ihm auch ich 602 Jesus, meine Zuversicht 97 273 308 Ich bin ja, Herr, in deiner 737 Jesus nimmt die Sünder an Ich bin in Allem wohl 603 Jesus schwebt mir in Gedanken 533 Ich danke dir für deinen Zod 181 Jesus, wir erscheinen hier Ich, der ich oft in tiefes Leid 654 Jhr armen Sünder, fommt Ich freue mich, mein Gott, in 80 Jhr Augen, weint, der Ich fühle wohl, ich selbst 482 Jhr Christen, rühmt, erhebt 272 Ich geh' zu deinem Grabe 228 Jhr, deren Herzen noch bethört 609 Ich habe den gefunden 528 3hr, durch die Taufe dem Ich habe gnug, mein Herr ist 529 Ihr Kinder des Höchsten Ich habe Gottes Weg gefehn 604 Jhr Mitgenossen, auf zum 485 Ich habe nun den Grund 436 Jhr Völker, höret Chrifti Wort 98 Ich hab' in Gottes Herz und 605 Jm Dunteln lag die Welt Ich hab' in guten Stunden 606 In allen meinen Thaten Ich tomme als ein armer Gaft 366 In deiner Liebe, Gott, nicht Ich tomme, Herr, und suche 367 In deiner Stärke freue fich Ich komme bor dein Angesicht 12 In Dunkel hüllt der Himmel 844 Ich lasse Gott in Allem walten 607 In Gottes Rath ergeben Ich preife dich, o Herr, mein 368 In meines Herzens Grunde Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ In Thorheit ist ein Herz 140 610 486 858 740 655 13 Ich schäme mich des Heilands 437 Ift Gott für mich, so trete Ich finge dir mit Herz und K. Ich soll zum Leben bringen 483 Rein Lehrer ist dir, Jesu, gleich 99 Ich Staub vom Staube, wer 403 König, dem tein König gleichet 100 Ich steh' an deiner Krippe hier 138 Rönnt' ich doch, Herr, mit 372 Ich sterbe täglich und mein 738 Komm, beuge dich, mein Herz 101 Ich weiß, daß all' mein Wert 81 Komm, Geist des Herrn, du 692 Ich weiß, daß mein Erlöser 229 Romm, Geist des Herrn, tehr' 274 Ich weiß, es wird mein Ende 739 Komm, Gottes Geist, komm 275 Ich weiß, woran mein Herz 773 Romm, heiliger Geist, Herre 276 Ich will dem Schöpfer Preis 656 Komm, Kraft des Höchsten 277 Ich will dich lieben, meine 530 Komm, o komm, du Geift 278 Ich will, Herr, meine 369 Kommst du, kommst du, Licht 141 Ich will, o Jesu, dich 370 Rommt, betet an Ich will von meiner Miffethat Jerusalem, du hochgebaute Jesu, deine tiefe Wunden Jefu, der du deine Liebe Jesu, Freund der Jefu, bilf fiegen, du Fürfte Jefu, meine Freude Jesus Chriftus, Gottes Lamm 233 404 Rommt, bringt dem Ewgen 859 774 Rommt, die ihr Jesu Kreuz 185 182 Komm, Tochter Zion, fomm 142 531 Kommt und eßt das Brod 371 Rommt und laßt den Herrn 484 L. 532 Laß deinen Geist mich stets 183 Laß doch, o Jesu, laß dein 373 487 232 775 34 405 184 534 535 438 186 309 Verzeichniß der Lieber. 507 Nr. Nr. 541 488 406 542 236 Laffet uns den Herren preifen 234 Mein Heiland, bilde bu Laffet uns mit Jefu ziehen Mein Heiland nimmt die Mein Herr und Heiland, laß 189 Mein Herz, gieb dich zufrieden 616 Mein Jefu, dem die Mein Jefus lebt, mag ich Mein Lebensfürst, dein Mein lieber Gott, gedenke Mein thörichtes Herz, warum 543 Mein Vater, laß mich deine 493 Mir nach, spricht Christus, 494 Mir wallt das Herz, so oft 544 103 17 Laß mich dein seyn und bleiben 14 Laß mir die Feier deiner Leiden 187 Laßt ihn uns preisen 143 Lebet, Christen, so allhier auf 489 Lebst du in mir, o wahres 536 Licht vom Licht, erleuchte mich 798 Liebe, die du mich zum Bilde 537 Liebster Jesu, wir sind hier 35 Lobe den Herren, den mächtigen 657 Lob, Ehre, Preis und Dank 102 Lob, Preis und Ehre bringen 48 Lob sey dem allerhöchsten Gott 144 Lob sey dir, der den Morgen 799 Lobfinge, meine Seele Lobfing, o frohes Erndtefeft Lobt Gott, ihr Christen M. Mit Ernst, ihr Menschenkinder 147 Mit Fried' und Freud' ich fahr' 743 Mit frohem Danke nah' ich 817 235 Mitten in dem Leben find 744 845 Mitten in Stürmen und 145 Möchten wir aus Gott geboren Morgenglanz der Ewigkeit N. 873 776 818 545 Mache dich, mein Geift, bereit 334 Machs, lieber Gott, wie dirs 611 Macht hoch das Thor, die Man lobt dich in der Stille Mein Auge fieht, o Gott, zu Mein Aug' und Herz erhebe Meine Lebenszeit verstreicht 741 Meinen Jesum laß ich nicht, was 538 Meinen Jesum laß ich nicht, weil 539 Mein Erlöser, Gottes Sohn Mein erst Gefühl seh Preis Meine Seele giebt fich hin Meine Seele, laß es gehen Meine Seele, laß Gott walten Meine Seel' ift ftille Meines Lebens beste Freude Meine Sorgen, Angst und Nach einer bangen schweren 146 Nach einer Prüfung furzer 658 Nach meiner Seelen Seligkeit 496 82 Nacht umhüllte rings die Erde 148 15 Nacht und Stille schließen Nein, nichts Höhres fennt Nennt immer, eitele Gemüther 696 Nicht Alle können herrschen 874 Nicht diese Welt, die in ihr 497 800 Nicht nur ftreiten, überwinden 498 612 Nicht um ein flüchtig Gut der 279 613 Nie bist du, Höchfter, von uns 66 83 Nimm jetzt hinweg, o Gott, 614 Noch heut ist Gott mein 188 36 875 693 Noch immer wechseln 846 615 Noch läßt der Herr mich leben 803 Mein Freund ist mein, und ich 540 Noch fing' ich hier aus dunkeln 37 694 Noch wallen wir im 777 280 659 Mein Glaub' ist meines Lebens Mein Gott, ach lehre mich Mein Gott, das Herz ich Mein Gott, du prüfft des 492 Nun banket All' und bringet 660 Mein Gott, du weißt am 16 Nun habe Dank für dein 374 Mein Gott, erschaffen hast du 695 Nun ist die Finsterniß entflohn 149 Mein Gott, ich flopf an deine 335 Nun ist es Alles wohlgemacht 190 Mein Gott, ich weiß wohl, daß 742 Nun kommt das neue 150 Mein Gott, nun ist es wieder 801 Nun laßt uns gehn und treten 833 490 Nun bitten wir den heilgen 491 Nun danfet Alle Gott 310 495 802 508 Verzeichniß der Lieber. Nr. Nun lob' ben Herrn, o Seele 661 Nun rubet in den Wäldern Nun fich der Tag geendet hat Nur furz ist unfre Nr. O Welt, fieb hier dein Leben 196 819 D wer nennt die Seligkeit 700 wie selig fehd ihr doch, ihr 780 wie wichtig und wie richtig 701 O wundergroßer Siegesheld 254 820 617 237 2. 546 Preis dir, du aller Himmel 662 Preis ihm, er schuf und er 745 D auferstandner Sieges fürft O daß ich Gott erkennen O daß ich tausend Zungen O daß mir der Erlösung O daß von meinen Lebenstagen 499 O du majestätisch Wesen 407 Quelle der Vollkommenheiten 551 311 D Durchbrecher aller Bande O Gott, dich fennt 697 N. D Gott, du frommer Gott D Gottes Sohn, Herr Jesu D Gott, wie wird mein Geift 197 778 501 702 191 281 282 552 18 Reiß dich los, mein Geift, von 781 439 Richtet auf des Heilands Ringe recht, wenn Gottes D Gott, wir ehren deine Macht 49 Rühme, Welt, dein eitles O Haupt voll Blut und Rube, fromm beftattet Oheilger Geift, febr' bei uns Ruhe ist das beste Gut Oheiliger Geift, o beiliger Dhilf, Christe, Gottes Sohn 192 Ohne dich, was sind wir, Jesu Obochgelobter Gottesgeist O höchftes Gut, o Licht O Jefu Chrift, mein böchftes Jesu, Freund der Seelen Jesu, Jesu, Gottes Sohn Jefu, meine Wonne Jefu, meine Zuversicht Jefu, fieb darein DJesu, süßes Licht O fomm, du Troft der Welt O Lamm, das teine Sünde je 193 547 548 549 104 Sagt immer, Weife dieser 283 Schaffet, o ihr Menschenkinder 502 Schaff in mir, Gott, ein 413 Schließet euch, ihr Augen, auf 805 Schmücke dich, o meine Seele 376 Schüße die Deinen, die nach 312 375 Schweiget, bange Sweifel 408 Schwing' dich auf, o meine 409 Seele, was ermüdst du dich 804 Seele, woblauf des 151 550 440 Geht, was der Herr der Kirche 313 Seht, welch ein Mensch ist das 198 Seht, welch ein Mensch wie 199 Selig find des Himmels Erben 747 Sey auch unerforschlich immer 612 Seyd gefegnet, beilge Stunden 441 779 Gen hochgelobt, barmherzger 105 698 Sey Lob und Ehr' dem 238 Seb uns gesegnet, Tag des 699 Sey unverzagt, o frommer 412 Sieh, Herr, ich bin berdroffen 782 38 Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 554 195 Sieb, mein Heiland, wie ich 415 336 Sint ich einft in jenen 821 284 So bin ich nun kein Kind der 705 Lamm Gottes, unschuldig 194 O Menschenkind, was trägt 500 O Mensch, ermuntre deinen 410 O reines Wesen, lautre Quelle 411 O Richter aller Welten O selig Loos hienieden D Tod, wo ist dein Stachel D Ursprung des Lebens O Vater der Barmherzigkeit D Bater, send' uns beinen Dwelch ein berber Schmerz Dwelche Seligkeit O Welterlöser, seb gepreift 664 39 619 663 50 746 703 414 553 704 Verzeichniß der Lieder. 509 Nr. Nr. 677 748 446 442 Verleih mir, Jefu, deinen Versuchet euch doch selbst Vollendet ist die Bundesfeier 378 Boll Liebe war, o Herr, dein 202 Bon des Himmels Thron Von dieser Erden Staube 350 So hab' ich nun den Fels So bab' ich obgefteget Sohn Gottes, der vom Himmel So hoff' ich denn mit festem So Jemand spricht: ich liebe So ist denn nun die Hütte So ist die Woche nun verflossen So lang' es Gott gefällt Soll denn Alles, alles enden Goll ich denn mich täglich 152 443 675 153 822 706 749 620 Von dir, mein Gott, fommt Von dir, Vater, nimmt Von Furcht dahin gerissen Bon Gott will ich nicht lassen Von meinem Jefu will ich Vor dich, Herr, will ich treten 19 Vor dir, Herr Jesu, steb' ich 417 Vor seinen Augen leben 707 Sollt er was fagen und nicht 444 Sollt' es gleich bisweilen Sollt' ich aus Furcht 621 503 Gollt' ich meinem Gott nicht fingen? 665 M. Soilt' ich meinem Gott nicht trauen? 316 622 Wach' auf, du Geist 337 Wach' auf, mein Herz, und 806 Wandelt glaubend eure Wege 351 Warum betrübst du dich 626 627 Sollt' ich verzagt von ferne Sorge, Herr, für unsre Kinder 876 So rubeft du, o meine Rub' 200 So wahr ich lebe, spricht 416 Warum sollt' ich mich denn Start ist meines Jefu Hand 445 Warum trauerst du so sehr Stärke, die zu dieser Zeit 750 Warum willst du doch für Stärke, Jesu, stärke fie 348 Was bewegt mich wohl Steil und dornig ift der Pfad 504 628 629 708 Was bring ich dir, o Gott, 505 Was giebst du denn, o mein 555 Was Gott thut, das ist wohl. 630 11. 242 Ueberwinder, nimm die Um Gnade für die Sünderwelt 201 Um Zion, Jesu, flossen einst 106 Uns bindet, Herr, dein Wort 315 Unserm Gott laßt uns Unter allen großen Gütern V. 154 285 623 205 624 107 327 623 847 Theures Wort aus Gottes Lief gebeugt vor dir im Staube 666 Tief zwar beugt die Noth Trauernd und mit bangem 239 Was hilfts, daß ich mich quäle 631 Treuer Hirte deiner Heerde 314 Was in der heilgen Nacht 155 Triumph, ihr Himmel, freuet 255 Was ists, daß ich mich quäle 632 Triumph, Triumph, bringt 240 Was kann ich doch für Dant 418 Triumph, Triumph dem Herrn 241 709 Was mein Gott will, gescheh' 633 Was murren über Elend Was rührt so mächtig Herz Was wär' ich ohne dich Weg mit dem, was Klugheit 506 Weg, Welt, mit deinen Weiter mußt du kämpfen 349 Welch Glück, so hoch geehrt 676 Welch bobes Beispiel gabst Wenn Alle untreu werden Wenn Christus seine Kirche 40 Wenn der Gedanke mich 204 gethan, es Was Gott thut, das ist wohl. gethan, fo Bater, erböre das Flehn der Berfündigt Alle seinen Tod 377 Wenn einst mein Stündlein 317 556 507 338 108 557 318 243 752 510 Verzeichniß der Lieder. Nr. 111 835 785 Nr. Wenn gleich aus tiefer 634 Wie ficher lebt der Mensch, der 755 Wenn heiße Thränen 447 Wie sollen wir dir, Vater Wenn ich einst von jenem 807 Wie soll ich dich empfangen Wenn ich mein Herz vor bir 339 Wie unaufhaltsam schnell Wenn ich nur den Heiland 558 Wie viel wir Jahre zählen Wenn ich, o Schöpfer, beine 84 Wie wird mir dann, o dann Wenn mich die Sünden tränken 205 Wie wohl ist mir, o Freund 713 Wenn Licht und Sonne scheiden 823 Willkommen, gnadenvolle 158 Wer auf seinen Heiland trauet 20 Willkommen nach dem Streite 245 Wer bin ich, Herr, in deinem 419 Willkommen sey uns Wer Gottes Wort nicht hält 508 Wir Alle, Gott und Bater! Wer Jefum bei fich hat 710 Wir bauen, Gott, auf dein Wer in der Schwachheit ficher 420 Wir danken dir, Herr Jesu Wer ist wohl, wie du 559 Wird das nicht Freude seyn Wer ist wohl würdig, fich 340 Wirf alle Sorgen hinter dich 637 Wer kann die Leiden faffen 206 Wir gl. All an EinenGott, Sch. 51 Wer mit gläubigem Gemüthe 751 Wir gl. All' an Einen Gott, 5. 52 Wer nach seines Herrn Gebot 509 Wir kommen, deine Huld zu 353 207 786 850 208 635 Wir find Alle Jesu Glieder 328 Wir warten dein, o Gottes 510 Wo find' ich, Gott, den 787 561 562 Wer nur den lieben Gott Wer Ohren hat, der höre Wer sich dünten läßt, zu stehen Wer zählt der Engel Heere 85 Wohin, wohin, mein Herz Wie bist du, Seele, in mir 636 Wohl dem, der aus dem Geift 714 Wie dank ichs, Heiland, 560 Wohl dem, der sich auf seinen 638 Wie fleucht dahin der 753 Wohl dem, der sich mit Fleiß 511 Wie führst du doch so felig 86 Wohl dem, der unsern Gott 639 Wie fürcht' ich mich, mein Herz 421 Wohl dem Menschen, der 715 Wie groß ist deine Herrlichkeit 711 Wollt ihr den Heiland finden 512 Wie groß ist des Almächtgen 67 Womit soll ich dich wohl loben 667 Wie groß, wie angebetet ift 109 Woran liegts doch, mein Herz 425 Wie groß, wie herrlich ist mein 712 Wort aus Gottes Munde Wie heilig ist die Stätte hier 379 Wo find die Weisen Wie heilig ist mir diese Stunde 352 Wo soll ich fliehen hin Wie herrlich ist, o Gott, dein 87 Mo soll ich hin? Wer Wie herrlich strahlt der 110 Wunderbarer König Wie jauchzt mein Geift schon 244 Wunderbar ist Gottes Schiden 88 Wie ist mein Herz fo fern von 422 3. Wie lieblich ist doch, Herr, die 41 Beige dich uns ohne Hülle Wie lieblich tont die Runde 156 euch ein zu deinen horen 286 Wie oft hab' ich den Bund 423 Bu dem Vater hingegangen 256 Wie fanft sehn wir den 754 Bu dir, Geist Schöpfer, fleben 287 Wie schnell ist doch dies Jahr 834 Zu dir, o Bater, beten wir 354 Wie schnell verstrich, o Herr 424 Bu dir schwingt sich mein Geift 89 Wie felig find die Todten nun 783 3um Himmel bist du 329 257 157 784 848 849 68 426 448 668 Anhang 877. Mel. Chriftus, ber ift mein Leben 16. 2. In dieser legt'n betrübten Seit uns, bein Wort bleib mit deiner verleih uns, Herr, Beständigkeit, Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List. ment rein behalt'n bis an unser End. 2. Ach, bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, daß uns beid' hier und dorte sey Güt' und Heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht! dein' Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, dein' Gnad' und all's Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach, bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht truge noch fäll' die böse Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott! Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. Mel. Herr Jefu Chrift, sich in uns wend' 26. 3. Herr Jefu, bilf, dein' Kirch erhalt: wir sind gar sicher, faul und falt; gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall' an allem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord. Gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einig keit, Muth und Geduld. 5. Ach Gott! es geht gar übel zu, auf dieser Erd ist keine Ruh, oiel Secten und viel Schwärmerei auf einen Haufen komm'n herbei. 6. Den ftolzen Geiftern wehre doch, die sich mit G'walt erhöhen hoch, und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 7. Die Sach und Ehr, Herr Jefu Chrift, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so fteh du de nen bei, die fich auf dich verlaffen fret. 878. bleib bei uns, 8. Dein Wort ist unsers Her. Herr Jefu Chrift, zens Truß und deiner Kirche wah. weil es nun Abend worden ist, rer Schuß, dabei erhalt uns, lie dein göttlich Wort, das helle Licht, ber Herr, daß wir nichts anders laß ja bei uns auslöschen nicht. Isuchen mehr. Anhang. 512 9. Gieb, daß wir leb'n nach dei- j nem Wort und darauf ferner fab ren fort von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelsfaal. 8. Also, Herr Chrift! mein' Bu flucht ist die Höhle deiner Wunden, wenn Sünd' und Tod mich bracht in Noth, hab' ich mich drein gefunden. In eigener Melodie. 9. Darin ich bleib, ob schon der Leib und Seel vonander scheiden: so werd ich dort bei dir, o Gott, seyn in der ewgen Freuden. 879. Tech Gott und Herr: wie groß und schwer 10. Ehre seh nun Gott Vater, find mein' begangne Sünden! Da Sohn und heilgem Geift zusam ist niemand, der helfen kann, in men! gweifle auch nicht, weil dieser Welt zu finden. Chriftus spricht: wer glaubt, wird selig. Amen. 2. Lief ich gleich weit zu dieser Seit bis an der Welt ihr Ende, und wollt los sehn des Kreuzes Pein, würd' es sich doch nicht enden. 3. Bu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl bab' verdienet; ac Gott! Jürn' nicht, geh nicht ins G'richt, dein Sohn hat mich verfühnet. 4. Solls ja so seyn, daß Straf und Pein auf Sünden folgen müs sen: so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb, Herr, Geduld, vergieb die Schuld, verleih ein g'horsam Herze; laß mich nur nicht, wies oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen. Mel. Ston klagt mit Angst se. 880.! wie will es end. lich werden! Ach! wie will es laufen ab, daß ich stets hang' an der Erden und so wenig Andacht hab'? Ja, daß ich mit hartem Sinn ohne Buß geh' immer hin? Jesu! mir mein Herze rühre, mich zur wahren Buße führe. 2. Ach! ich fühle keine Reue, und mein Sündenherz ist kalt. Ich erkenne ohne Scheue meine Fehler mannigfalt, und doch sonder Trau rigkeit lebe ich in Sicherheit. Jesu! mich doch so regiere, daß ich wahre Buße spüre. 6. Handle mit mir, wies dün 3. Ach! ich kann an Gott nicht fet dir, nach deiner Gnad' wills denken, wie ich sollt und gerne leiden, laß nur nicht mich dort wollt'; denn mein Geift, der läßt ewiglich von dir seyn abgeschei- fich lenken dahin, wo ich fliehen den. follt, und klebt dem so fefte an, 7. Gleich wie fich fein ein Vö was zum Abgrund ziehen kann. gelein im hohlen Baum verstecket, Jefu! hilf mein Herz aus Gnaden wenns trüb bergeht, die Luft un dieser schweren Laft entladen. tät Menschen und Vieh erschrecket: 4. Ach! weil denn mein Geift 513 erstorben und mein Fleisch nimmt| überhand, seh' ich kaum, was ich mel. Von Gott will ich nicht laffen ze. erworben, da ich mich von Gott gewandt. Mein Verderben mert 881. Ruf, auf! ihr Reichsich kaum, weil ich geb' dem kommt heran, empfahet unverdros genossen, der König Fleische Naum. Jeſu! mir die fen den großen Wundermann. Gnade gönne, daß ich die Gefahr Jhr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Ho. fianna fingen mit heiliger Bes gier. erfenne. Anhang. 5. Ach! so wache doch von Sünden auf, o du mein sichyrer Geist. Suche Gott, weil er zu finden, weil er noch dein Vater heißt; komme, weil die Gnaden thür nun noch stehet offen dir. Jesu! zu so gutem Werke mich mit Herzensandacht stärke. der 2. Auf, ihr betrübten Herzen, all' Angst und Schmerzen, der König ist sehr nah; hinweg Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist können im Nachtmahl, Tauf und zu nennen, da wir ihn finden 6. Ach! mein Herz, bedenk die Schulde, schau, wie weit du bist Wort. von Gott, wie du feine Gnad' und Hulde haft verworfen und 3. Auf, auf! ihr Vielgeplagten, verspott't, und wie du aus seiner der König ist nicht fern; seyd fröhRub selbst der Hölle eileft zu. lich, ihr Verzagten, dort kommt Jefu! mir mein Herze lente, daß der Morgenstern; der Herr will in der Noth mit reichem Troft ich diese Noth bedenke. noch Zeit erweisen, ja dämpfen gar den euch speisen, er will euch Hülf ich diesen Tod. 7. Ach! weil dann zu lehren, so verlaß Stand. Du, mein Jesu, wollft mich hören und mir bieten deine 4. Nun hört, ihr frechen Gün. Hand, hilf mir Schwachen, hilf der! der König merket brauf, mir auf, steure meinem Sünden, wenn ihr verlorne Kinder im vol lauf, Herr, um deiner Marter len Lafter Lauf auf Arges seyd willen, wirst du meinen Wunsch bedacht, ja thut es ohne Sorgen; erfüllen. gar nichts ist ihm verborgen, er giebt auf Alles Acht. 8. Ach! ich kann schon tröftlich finden, Jesu, hier in deinem Blut 5. Seyd fromm, ihr Unterthadie Abwaschung meiner Sünden. nen, der König ist gerecht. Laßt Dieses stärket meinen Muth, dies uns die Weg' ihm bahnen und erfrischet meinen Sinn, ob ich machen Alles schlecht. Fürwahr, gleich ein Sünder bin. Jesu! er meint es gut; drum laffet uns mich forthin regiere, daß ich ein die Plagen, die er uns schickt, ers fromm Leben führe. tragen, mit unerschrocknem Muth. 33 514 Anhang. 6. Und wenn gleich Krieg und uns giebt durch seine Gnad' und Flammen uns Alle rauben hin, Wort. DKönig, hoch erhoben, Geduld! weil ihm zusammen ge- wir Alle wollen loben dich freudig hört doch der Gewinn. Wenn hier und dort. gleich ein früher Tod uns, die 12. Nun, Herr, du giebst uns uns lieb, genommen, woblan, so reichlich, ob wir gleicherm und find fie tommen ins Leben aus schwach, du liebest unvergleichlich, der Noth. du jagst den Sündern nach: drum 7. Frisch auf in Gott! ihr Arwoln wir All' in ein die Stim men, der König sorgt für euch, men hoch erschwingen, bir Ho er will burch sein Erbarmen euch flanna fingen und ewig dankbar machen groß und reich; der an seyn. ein Thier gedacht, der wird auch euch ernähren, was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. Mel. Meine Hoffnung stehet feste se. Puf, 8. Hat endlich uns betroffen 882. Chriftit Glieder, bie biel Kreuz, läßt er doch nicht die, welch auf ihn stets hoffen ihr noch hangt an dem Haupt; mit rechter Zuversicht. Von Gott auf! wacht auf! ermannt euch kommt Alles her, der läffet auch Satan beut an den Streit Chrifto wieder, eb' ihr werdet hingeraubt. im Sterben die Seinen nicht ver derben, sein' Hand ist nicht zu und der Chriftenheit. schwer. 2. Auf! folgt Chrifto, eurem 9. Frisch auf! thr Hochbetrüb. Helde, trauet feinem starken Arm, ten, der König fommt mit Macht, liegt der Satan gleich zu Felbe an uns, sein Herzgeliebten, hat mit dem ganzen Höllenschwarm; er schon längst gedacht. Uns wird find doch der noch viel mehr, die fein' Angst und Pein noch Zorn da stets find um uns her. hinführo schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder feyn. 3. Nur auf Chrifti Blut ge waget, mit Gebet und Wachsam feit: dieses machet unverzaget und recht tapfre Kriegesleut. Chrifti Blut giebt uns Muth wider alle 10. So lauft mit schnellen Schrit ten, den König zu befehn, dieweil er fomint geritten stark, berrlich, Teufelsbrut. fanft und schön. Nun tretet Al 4. Christi Heeres Kreuzesfahne, heran, den Heiland zu begrüßen, so da weiß und roth gesprengt, der alles Kreuz versüßen und uns ist schon auf dem Siegesplane uns erlöfen kann. zum Trofte ausgehängt. Wer hier 11. Der König will bedenken friegt, nie erliegt, sondern un die, die er herzlich liebt, mit köft- term Kreuze fiegt. Itchen Geschenken, als der fich selbst! 5. Diesen Sieg hat auch em Anhang. 515 pfunden vieler Heilgen starter da fürwahr! Gottes Schaar ihn Muth, da sie haben überwunden wird loben immerdar. fröhlich durch des Lammes Blut. Sollten wir denn allhier nicht auch streiten mit Begier? Mel. Wer nur den lieben Gott se. 6. Wer die Sclaveret nur liebet 883. Tus Gnaden soll ich in der Zeit und Ewigkeit, und den Sünden sich ergiebet, der hat glaubft dus oder glaubst dus wenig Luft zum Streit. Denn die nicht? Was willst du dich so bös Nacht, Satans Macht, hat ihn geberden? Ifts Wahrheit, was in den Schlaf gebracht. die Schrift verspricht, so muß auch dieses Wahrheit seyn: aus Gna7. Aber wen die Weisheit lehden ist der Himmel dein. tet, was die Freiheit für ein Theil, dessen Herz zu Gott sich kebret, 2. Aus Gnaden! Hier gilt fein feinem allerhöchsten Heil, sucht Verdienen: die eignen Werke fal. allein ohne Schein Chrifti freier necht zu seyn. len bin. Der Mittler, der im Fleisch erschienen, hat diese Ehre zum Gewinn: baß uns sein Lod das Heil gebracht und uns aus Gnaden felig macht. 8. Denn vergnügt auch wohl das Leben, so der Freiheit man geln muß? Wer sich Gott nicht ganz ergeben, hat nur Müh', Angst und Verdruß. triegt recht vergnügt, wer sein Leben selbst befiegt. 3. Aus Gnaden! Mert dies Der, der Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so schwer dein Herz dich auch verklagt: was die Vernunft nicht faffen kann, das beut dir Gott aus Gnaden 9. Drum auf! laßt uns über winden in dem Blute Jesu Chrift, und an unfre Stirne binden sein Wort, so ein Zeugniß ist, bas an. uns deckt und erwedt und nach Gottes Liebe schmeckt. 4. Aus Gnaden fam fein Sohn auf Erden und übernahm die Sün. 10. Unser Leben sey verborgen denlaft. Was nöthigt ihn, dein mit Chrifto in Gott allein, auf Freund zu werden? Sprich, weß daß wir an jenem Morgen mit du dich zu rühmen haft? Gab er ihm offenbar auch seyn, da das sich nicht zum Opfer dar und nahm Leid dieser Zeit werden wird zu dein Heil in Gnaden wahr? lauter Freud'. 11. Da Gott seinen treuen Knechten geben wird den Gnaden lohn, und die Hütten der Gerech ten stimmen an den Siegeston; 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahr. haftig heißt. Was alle Knechte Jesu schreiben, was Gott in set. nem Worte preift, worauf all' 33* 516 unser Glaube ruht, ist: durch des Sohnes Blut. Un Ộ an g. Gnade| und Unrecht ist gethan: wer fann, Herr, vor dir bleiben? 6. Aus Gnaden! Doch du, 2. Bei dir gilt nichts denn fichrer Sünder, dent nicht: wohl. Gnad' und Gunft, die Sünde zu an, ich greife zu! Wahr ists: vergeben. Es ist doch unser Thun Gott ruft verlorne Kinder aus umsonst auch in dem besten Leben. Gnaden zur verheißnen Ruh; doch Vor dir niemand fich rühmen kann, nimmt er nicht zu Gnaden an, deß muß dich fürchten jedermann wer noch auf Gnade sündgen und deiner Gnaden leben. fann. 3. Darum auf Gott will hoffen 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort ich, auf mein Verdienst nicht gehöret, tret ab von aller Hen- bauen. Auf ihn will ich verlassen chelei. Nur wenn der Sünder sich mich und seiner Güte trauen, die belehret, dann lernt er erft, was mir zusagt sein werthes Wort: das Gnade fey; beim Sünde thun ist mein Troft und treuer Hort; scheint fie gering: bem Glauben deß will ich allzeit harren. ifts ein Wunderding! 4. Und ob es währt bis in die 8. Aus Gnaden bleibt dem blö- Nacht und wieder an den Mor den Herzen das Herz des Vaters gen: doch soll mein Herz an Got aufgethan, wenns unter Angst tes Macht verzweifeln nicht noch und heißen Schmerzen nichts fieht sorgen. So thu' Ifrael rechter und nichts mehr hoffen kann. We Art, der aus dem Geist erzeuget nähm' ich oftmals Stärkung her, ward, und seines Gotts erharre. wenn Gnade nicht mein Anker wär'? 5. Ob bei uns ist der Sünden viel: bei Gott ist viel mehr Gna 9. Aus Gnaden! Dies hör' den; sein' Hand zu helfen hat kein Sünd' und Teufel! Ich schwinge Biel, wie groß auch sey der Scha meine Glaubensfahn' und geh' ge den. Er ist allein der gute Hirt, troft, trotz allem Zweifel, durchs der Ifrael erlösen wird aus seinen rothe Meer nach Kanaan: ich Sünden allen. glaub', was Jesu Wort verspricht, ich fühl es oder fühl' es nicht. Mel. Es ist das Heil uns kommen ze. er Glaub' ist eine Zu In eigener Melodie. 884. Tu tiefer Roth schrei 885. versicht zu Gottes Gnad' und Güte; der bloße Beiich zu dir, Herr fall thut es nicht; es muß Herz Gott, erhör mein Rufen! Dein' und Gemüthe durchaus zu Gott gnädig' Ohren fehr zu mir und gerichtet sehn und gründen sich meiner Bitt' fie öffne. Denn so auf ihn allein, ohn' Wanken und bu willt das sehen an, was Sünd'| ohn' Zweifel. Anhang. 517 2. Wer sein Herz also stärkt Reichthum seiner Fülle giebt mir und steift im völligen Vertrauen die Füll' und Hülle. und Jefum Chriftum recht ergreift, auf sein Verdienst kann bauen: der hat des Glaubens rechte Art und kann zur seligen Hinfahrt sich Rath in schweren Fällen. schiden ohne Grauen. 3. Er läffet mich mit Freuden auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft 4. Wenn meine Seele zaget 3. Das aber ist kein Menschenwert: Gott muß es uns gewäh- und sich mit Sorgen plaget, weiß ren; drum bitt', daß er den Glauer fie zu erquicken, aus aller Noth ben stark und in dir woll' veru rücken. mehren. Laß aber auch des Glau 5. Er lehrt mich thun und las bens Schein in guten Werken an sen, führt mich auf rechter Strabir seyn, sonst ist dein Glaube ßen, läßt Furcht und Angst fich eitel. ftillen um seines Namens willen. 4. Es ist ein schändlich böser 6. Und ob ich gleich vor AnWahn, des Glaubens fich nur dern im finstern Thal muß wan rühmen, und gehen auf der Sündern, fürcht' ich doch keine Tücke, den Bahn, das Christen nicht bin frei vorm Ungelücke. fann ziemen. Wer das thut, ber soll wissen frei, baß sein Glaubten, schüß'st mich vor bösen Leu 7. Denn du stehst mir zur Sei nur sey Heuchelei und werd' zur ten; bein Stab, Herr, und dein Höll ihn bringen. Steden benimmt mir all' mein Schrecken. 5. Drum laffe fich ein from mer Christ mit Ernst seyn an 8. Du setzest mich zu Tische, gelegen, daß er aufrichtig jeder machst, daß ich mich erfrische, Frift fich halt in Gottes Wegen, wenn mir mein Feind viel Schmer. daß sein Glaub' ohne Heuchelei fen sey und vor dem Nächsten Dele und füllest meine Seele, die vor Gott dem Herrn rechtschaf- en erwedt in meinem Herzen. 9. Du falbft mein Haupt mit leer und durstig saße, mit voll geschenktem Maaße. leuchte. Mei. Wach auf, mein Herz, und 16. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Muthes, er aller 886. Enden regiert mit voll Luft, voll Freud und Lachen, seinen Händen, der Brunn der so lang' ich lebe, machen. egen Güter, der ist mein Hirt und Hüter. 11. Jch will dein Diener bleiben und dein Lob herrlich treiben 2. Se lang' ich diesen habe, im Hause, da du wohneft, und fehlts mir an feiner Gabe: der fromm fehn wohl belohnest. 518 Anhang. 12. Jch will dich hier auf Er- mein Gott, daß ich mit deinen den und dort, da wir dich werden Heilgen all'n mög' ewiglich dein felbst schaun im Himmel droben, Lob erschalln. boch preisen, fingn und loben. In eigener Melodie. Qie wir uns allhier 889. 887. glänzet der Chris sten inwendiges Lebeisammen finden, ben, obgleich fie von außen die schlagen unsre Hände ein, uns Sonne verbrannt; was ihnen der auf deine Marter zu verbinden, König des Himmels gegeben, ift bir auf ewig treu zu seyn. Und feinem, als ihnen nur selber, bes zum Zeichen, daß dies Lobgetöne fannt. Was niemand verspüret, deinem Herzen angenehm und was niemand berühret, hat ihre fchöne, fage: Amen! und zugleich: erleuchtete Sinnen gezieret und Friede, Friede sey mit euch! fie zu der göttlichen Würde ge führet. Mel. Nun last uns den Leib 26. 2. Sie scheinen von außen die schlechtesten Leute, ein Schauspiel 888. ie Seele Chrifti heilge der Engel, ein Efel der Welt; mich, sein Geist ver und innerlich find fie die lieblich senke mich in fich, sein Leichnam, ften Bräute, der Zierrath, die der für mich verwundt, der mach' Krone, die Jesu gefällt, das Wun mir Leib und Seel' gefund. der der Zeiten: die hier fich berei 2. Das Wasser, welches auf ten, den König, der unter den ben Stoß des Speers aus seiner Lilien weidet, zu küssen, in gül Seite floß, das sey mein Bad, denen Stücken gekleidet. und all' sein Blut erquicke mir Herz, Sinn und Muth. 3. So find fie des Adams na türliche Kinder und tragen das 3. Der Schweiß von seinem Bilde des Jrdischen auch: fie leis den am Fleische, wie andere Sün Ungeficht laß mich nicht kommen ins Gericht, sein ganzes Leiden, der, fie effen und trinken nach Kreuz und Pein, das wolle meine nöthigem Brauch. In leiblichen Stärke seyn. Sachen, im Schlafen und Wachen fieht man fie vor Andern nichts 4. O Jesu Chrift, erhöre mich, Sonderlichs machen; nur daß fie nimm und verbirg mich ganz in die Thorheit der Weltluft ver bich, laß mich in deine Wunden lachen. ein, daß ich vorm Feind fann ficher seyn. In eigener Melodie. 4. Doch innerlich find fie aus göttlichem Stamme, die Gott durch 5. Ruf mir in meiner letzten sein mächtig Wort selber gezeugt, Stoth und setz' mich neben dich, lein Funke und Flämmlein aus Anhang. 519 die Larbe des Hier übel ge göttlicher Flamme, die oben Je wenn gleich uns rufalem freundlich gesäugt. Die Kreuzes verstellt. Engel find Brüder, die ihre Lob. nennet und wenig erkennet, hier lieder mit ihnen gar freundlich heimlich mit Christo im Vater ge und lieblich absingen; das muß lebet, dort öffentlich mit ihm im dann ganz herrlich und prächtig Himmel geschwebet. erflingen. 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, fie bleiben ohn. mächtig, und schützen die Welt; 890. fie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, fie triegen, die Alerm ften, was ihnen gefällt. Sie stehen im Leiden, fie bleiben in Freuden, fie scheinen ertödtet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. In eigener Melodie. 98 wollt uns Gott genädig seyn, und seinen Gegen geben: fein Untlig uns mit hellem Schein erleucht't zum ewgen Leben; daß wir er kennen seine Werk und was ihm liebt*) auf Erden, und Jesus Chriftus Heil und Stärk bekannt den Heiden werden und sie zu Gott belehren. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wenn er fich einft, wie er ift, öffentlich 2. So danken, Gott, und lostellt, so werden sie mit ihm, als ben dich die Heiden überalle; und Götter der Erden, auch herrlich alle Welt die freue fich und fing' erscheinen zum Wunder der Welt. Sie werden regieren und ewig flo. riren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren, da wird man die Freude gar offenbar spüren. mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßft die Sünd' nicht walten: dein Wort die Hut und Weide ift, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 7. Frohlocke, du Erde, und jauchzet ihr Hügel, dieweil du den 3. Es danke, Gott, und lobe göttlichen Saamen geneuß'st; denn dich das Volk in guten Thateng das ist Jehovah sein göttliches das Land bringt Frucht und bes Siegel, zum Zeugniß, daß er dir sert sich: dein Wort ist wohl genoch Segen verheißt. Du sollst rathen. Uns segne Vater und noch mit ihnen aufs prächtigste der Sohn, uns fegne Gott der grünen, wenn erst ihr verborge heilge Geift, dem alle Welt die nes Leben erscheinet, wonach sich Ehre thu, vor ihm fich fürchte dein Seufzen mit ihnen vereinet. allermeist. Nun sprecht von Her 8. Jesu, verborgenes Leben zen: Amen. der Seelen, du himmlische Zierde der inneren Welt, gieb, daß wir*) beliebt. die heimlichen Wege erwählen, I 520 Anhang. 7. Halte aus:: Bion, halte deine Treu, laß dich ja nicht lau 891. fabre fort im Licht, lig bas Kleinod rückt herbei, auf! verlaffe was mache deinen Leuchter helle, laß dahinten, Zion, in dem letzten Die erste Liebe nicht, suche stets Kampf und Strauß, halte aus:: bie Lebensquelle, Zion, bringe durch die enge Pfort: fabre fort:: In eigener Melobie. In eigener Melodie. 2. Leide dich:: gion, leide Pelobet sehst du, Jesu ohne Scheu Trübfal, Angst und 892. Christ, daß du Mensch Spott und Hohne, sen bis in den geboren bist von einer Jungfrau, Lod getreu, siehe auf die Lebens- das ist wahr, deß freuet fich der trone, Sion, fühlest du den Schlan Engelschaar. Kyrieleis. genstich, leide dich:,: 2. Des ewgen Vaters einig 3. Folge nicht:: Bion, folge Kind jest man in der Krippen nicht der Welt, die dich suchet find't, in unser armes Fleisch und groß zu machen, achte nicht ihr Blut verkleidet sich das ewge Gut. Gut und Geld, nimm nicht an Kyrieleis. den Stuhl des Drachen, Zion, wenn sie dir viel Luft verspricht, folge nicht:: 3. Den aller Weltkreis nie be schloß, der liegt in Marien Schooß, er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding' erhält allein. Ky rieleis. 4. Prüfe recht:: Bion, prüfe recht den Geist, der dich ruft zu beiden Seiten, thue nicht, was 4. Das ewge Licht gehet da er dich heißt, laß nur deinen herein, giebt der Welt ein'n neuen Stern dich leiten. Zion, beide Schein, es leucht't wohl mitten das, was frumm und schlecht, in der Nacht, und uns des Lich prüfe recht:: tes Kinder macht. Kyrieleis. 5. Dringe ein:: Zion, dringe 5. Der Sohn des Vaters, Gott ein in Gott, stärke dich mit Geift von Art, ein Gast in der Welt und Leben, seh nicht wie die An- hier ward, und führt uns aus dern todt, sey du gleich den grü- dem Jammerthal, er macht uns nen Reben. Zion, in die Kraft, Erben in seinem Saal. Kyrieleis. für Heuchelschein, bringe ein:: 6. Er ist auf Erden fommen 6. Brich herfür:: Zion, brich arm, daß er unser fich erbarm, herfür in Kraft, weil die Bruder- und in dem Himmel machet reich liebe brennet, zeige, was der in und seinen lieben Engeln gleich. dir schafft, der als seine Braut Kyrieleis. dich fennet; Zion, durch die dir gegebne Thür, brich berfür:: 7. Das hat er Alles uns ge than, fein groß' Lieb' zu zeigen Anhang. 521 an, deß freu' fich alle Christenheit| darfst erzählen, magft bu Gott und dank ihm deß in Ewigkeit. gar fühnlich sagen; er ist nicht Ryrieleis. fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gieb dich zufrieden! In eigener Melodie. 6. Laß dich dein Elend nicht 893. Bieb bich zufrieden und bezwingen, halt an Gott, so wirft fet stille in dem du fiegen; ob alle Fluthen einher Gotte deines Lebens! In ihm gingen, dennoch mußt du oben ruht aller Freuden Fälle, ohn' liegen; denn wenn du wirst zu ihn mühst du dich vergebens. Er hoch beschweret, hat Gott, dein ist dein Quell und deine Sonne, Fürst, dich schon erhöret. Gieb scheint täglich hell zu deiner Wonne. dich zufrieden! Sieb dich zufrieden! 2. Er ist voll Lichtes, Troft und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens, wo er steht, thut dir und nähren? mes Leben, wie dus halten wollft 7. Was sorgst du für dein ar Der dir das Leben feinen Schaden auch die Pein bescheren. Er hat sein' Hand voll hat gegeben, wird auch Unterhalt des größten Schmerzens; Kreuz, Angst und Noth fann er bald aller Gaben, da See und Land wenden, ja auch den Tod hat sich muß von laben. Gieb dich er in Händen. Gieb dich zufrie- zufrieden! ben! 8. Sprich nicht: ich sehe keine 3. Wie dirs und Undern oft Mittel, wo ich such', ist nichts ergebe, ist ihm wahrlich nicht ver. zum besten; denn das ist Gottes borgen, er sieht und fennet aus Ehrentitel: Helfer, wenn die Noth der Höhe der betrübten Herzen am größten. Wenn ich und du Sorgen. Er zählt den Lauf der thn nicht mehr spüren, da schickt heißen Thränen und faßt zu Haufer zu, uns wohl zu führen. Gieb all' unser Sehnen. Gieb dich zu dich zufrieden! frieden! 9. Bleibt gleich die Hülf in 4. Wenn gar kein Einger mehr etwas lange, wird sie dennoch auf Erden, dessen Treue du darfst endlich kommen! Macht dich das trauen, alsdann will er dein Treu Harren angst und bange; glaube ster werden und zu deinem Besten nur, es ist dein Frommen. Was schauen. Er weiß dein Leid und langsam schleicht, faßt man ge heimlichs Grämen, auch weiß er wisser und was verzeucht, ist desto Zeit, dirs zu benehmen. Gieb füßer. Gieb dich zufrieden! bich zufrieden! 10. Nimm nicht zu Herzen, 5. Er hört die Seufzer deiner was die Rotten deiner Feinde Seelen und des Herzens stilles von dir tichten, laß sie nur im Klagen, und was du Keinem mer weiblich spotten, Gott wirds 522 Anhang. hören und recht richten. Jft Gott nicht verderben, mach' uns aller dein Freund und deiner Sachen, Sünden frei, und hilf uns selig was kann dein Feind, der Mensch, sterben. Vor dem Teufel uns be groß machen? Gieb dich zufrie wahr', halt uns bei festem Glau ben, und auf dich laß uns bauen, aus Herzens Grund vertrauen; dir uns laffen ganz und gar, mit al len rechten Christen, entfliehn des den! 11. Hat er doch selbft auch wohl daß Seine, wenn ers sehen tönnt und wollte. Wo ist ein Glück so flar und reine, dem nicht etwas Teufels Listen, mit Waffen Gotts fehlen sollte? Wo ist ein Haus, uns fristen. Amen, Amen, das das könnte sagen: ich weiß durch sey wahr, so fingen wir Hallelu aus von teinen Plagen! Gieb dich jah! zufrieden! 2. Jesus Christus, wohn' uns 12. Es fann und mag nicht bei, und laß uns nicht verder anders werden, alle Menschen ben, 2c. müssen leiden: was lebt und we. 3. Heiliger Geist, uns wohne bet auf der Erden, kann das Un- bei, und laß uns nicht verder. glüd nicht vermeiden. Des Kreu ben, x. jes Stab schlägt unsre Lenden bis in das Grab, da wird sichs en. den. Gieb dich zufrieden! 13. Es ist ein Ruhetag vorhan den, da uns unser Gott wird( ö. 895. ott des Himmels und der Erden, Vater, fen. Er wird uns reißen aus den Sohn und beilger Geist, der Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod berspringen und aus der Qual uns fämmtlich bringen. Gieb dich zu frieden! Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt, deffen starke Hand die Welt und, was drinnen ist, erhält. 3n eigener Melodie. 2. Gott, ich danke dir von Her 14. Er wird uns bringen zu zen, daß du mich in dieser Nacht den Schaaren der Erwählten und vor Gefahr, Angst, Noth und Getreuen, die hier mit Frieden Schmerzen haft behütet und be abgefahren, sich auch nun in Fries wacht, daß des bösen Feindes den freuen, da sie den Grund, List mein nicht mächtig wor der nicht kann brechen, den ewgen den ist. Mund selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden! 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht ver gehn, o Herr Jesu, laß mich fin den deine Wunden offen stehn, da allein Troft, Hülf und Rath 3n eigener Melodie. 894. is bei, und laß uns ott, der Vater, wohn' ist für meine Missethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Anhang. 523 Morgen geistlich auferstehen mag dringend an. Deiner Liebe Glanz und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich da vor erschrecke nicht. erscheine, du alleine bifts, der wahrhaft lieben kann. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sey und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort. Nirgends als bei dir allein, fann ich recht bewahret seyn. 5. Flöße du mir Himmelsfäfte, reine Kräfte deines Gnadenlebens ein. So werd' ich, nur dich zu 6. Meinen Leib und meine lieben, recht mich üben, treu in Seele sammt den Sinnen und deinem Dienste seyn. Verstand, großer Gott, ich dir 6. Denke nicht mehr meiner befehle unter deine starke Hand. Sünde, ach, entwinde ganz viel Herr, mein Schild, mein' Ehr mehr mich ihrer Schuld. Halte und Ruhm, nimm mich auf, dein mich in deinen Armen, voll Er. Eigenthum. barmen leuchte deine Baterhuld. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, Lift und Anschläg' von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. 4. Stelle selbst in meinem Her zen belle Kerzen himmlischer Ger danken auf. Wenn zu dir das Herz fie ziehen, muß es glühen für den heilgen Glaubenslauf. Mel. Thu, Herr, mein Geschrei erhören ze. 7. Laß mich, Herr, aus deinen Schranken nimmer wanken, leb und wirke selbst in mir. Laß mich nirgends je auf Erden fröh lich werden als, mein einzig Gut, in dir. Mel. Nun hommn der Heiden s. 896. ott, nur bu bist 897. ott sey Dank durch alle Welt, der sein meine Sonne, Heil Wort beständig hält, und der Sün und Wonne, du bist meiner Seele der Trost und Rath zu uns her Licht. Nichts als Dunkelheit und gesendet hat. Schmerzen bleibt im Herzen, wenn dein Gnadenglanz gebricht. 2. Was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnen war, 2. O vertreib die Finsternisse, und was sie geprophezeit, ist er weichen müsse deinem Lichte meine füllt nach Herrlichkeit. Nacht. Nacht und Dunkel mögen 3. Bions Hülf und Abrams schwinden, laß mich finden, was Lohn, Jakobs Heil, der Jung mein Auge helle macht. 3. O du Licht der Ewigkeiten und der Zeiten, blicke mich durch gestellt. fraun Sehn, der wohl zweige stammte Held hat sich treulich ein 524 4. Seh willkommen, Heil! dir Hosianna, o mein Zheil! richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. Anhang. mein 2. Der heilge Leichnam ist für uns gegeben zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größre Güte fonnt er uns geschenken; dabei wir sein solln gedenken. Kyrie eleison. 5. Bieb, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein, mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sünden Wuft. Herr, dein' Lieb' so groß dich zwungen hat, daß bein Blut an uns groß Wunder that, und be 6. Und gleichwie dein' Zukunft zahlt unsre Schuld, daß uns Gott war voller Sanftmuth, ohn' Geift worden hold. fabr, also seb auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. Kyrie eleison. 3. Gott geb uns Allen seiner 7. Tröfte, tröfte meinen Sinn, Gnade Segen, daß wir gehn auf weil ich schwach und blöde bin, feinen Wegen in rechter Lieb' und und des Satans schlaue Lift fich brüderlicher Treue, daß uns die so hoch an mir vermißt. Speif' nicht gereue. Kyrie eleison. 8. Tritt den Schlangenkopf ent awei, daß ich aller Alengsten frei, bir im Glauben um und an selig bleibe zugethan. 9. Daß, wenn du, Lebens, Fürft! prächtig wieder kommen wirft, ich dir mög' entgegen gehn, und vor dir gerecht bestehn. Herr, dein heilger Geist uns nimmer laß, der geb uns zu hab ten rechte Maaß, daß dein' arm' Christenheit leb' in Fried und Einigkeit. Kyrie eleison. In eigener Melodie. In eigener Melodie. 899. 898. ott fey gelobet und gebenedeiet, der Derr Gott, dich loben wir; Herr Gott, wir danken dir! Dich, Vater in uns selber hat gespeiset mit sei- Ewigkeit, ehrt die Welt weit und nem Fleische und mit seinem breit. All Engel und Himmels Blute; bas gieb uns, Herr Gott, Heer, und was dienet deiner Ehr', auch Cherubim und Seraphim fin gen immer mit hoher Stimm': heilig ist unser Gott: heilig ist unser Gott: heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! zu gute. Kyrie eleison. Herr, durch deinen heiligen Leichnam, der von deiner Mut ter Maria kam, und das heilige Blut, hilf uns, Herr, aus aller Noth. Kyrie eleison. 2. Dein' göttlich Macht und Herrlichkeit, geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen Anhang. 525 zwölf Boten Zahl und die lieben| lieber Herr: in Schanden laß uns Propheten all', die theuren Mär- nimmermehr. Amen. trer allzumal loben dich, Herr, mit großem Schall. Die ganze werthe Christenheit rühmt dich auf Erden Bater im rechten heiligen Geift und Tröfter werth, mit rechtem Dienft fie lobt und ehrt. 3n eigener Melodie. alle Zeit. Dich, Gott 900. ert Jefu Chrift, dich höchsten Thron, deinen zu uns wend', dein'n und einigen Sohn, ben beilgen Geist du zu uns send', und uns den Weg zur Wahrheit mit Hülf und Gnaden uns regier führ'. 3. Du König der Ehren, Jesu Lobe bein, bereit' das Herz zur 2. Thu auf den Mund zum Chrift, Gott Vaters ewiger Sohn Andacht fein, den Glauben mehr', du bist; der Jungfrau Leib nicht stärk den Verstand, daß uns dein haft verschmäht, zu erlösen das menschlich Geschlecht. Nam' werd' wohl bekannt. Du haft dem Tod zerstört sein' Macht, 3. Bis wir fingen mit Gottes und all Christen zum Himmel Seer: heilig, heilig ist Gott der bracht. Du fiz'st zur Rechten Serr! und schauen dich von UnGottes gleich mit aller Ehr ins gesicht in ewger Freud' und selVaters Reich. gem Licht. Ein Richter du zukünftig bist Alles, das todt und 4. Ehr sey dem Vater und lebend ist. dem Sohn, dem heilgen Geift 4. Nun hilf uns, Herr, den in einem Thron; der heiligen Dienern dein, die mit dein'm Dreieinigkeit sey Lob und Preis theurn Blut erlöset seyn. Laß in Ewigkeit. uns im Himmel haben Theil mit den Heiligen in ewigem Heil. Hilf deinem Voll, Herr Jesu Chrift, und segne, daß dein Erb. theil ist, wart und pfleg' ihr'r zu Zuversicht, dir hab ich mich er aller Zeit, und heb' fie hoch in geben, verlaß, verlaß mich nicht! Ewigkeit. Mel. Herr Christ, der einge te. 901. Derr Jefu Chrift, mein Ⓡ Leben und einge Ach! laß mich deinen Willen be 5. Täglich, Herr Gott, wir ständiglich erfüllen, du meiner loben dich und ehrn dein'n Na men ftetiglich. Behüt uns heut, treuer Gott, vor aller Sünd' und Missethat. Sey uns gnädig, Seelen Sier! 2. Ach! schenk mir deine Liebe, mein Hort und Bräutigam, gieb, daß ich nicht betrübe dich, wer Herre Gott: sey uns gnädig in thes Gotteslamm. Ach! laß mich aller Noth. Zeig' uns deine Barm an dir hangen, im Herzen dich herzigkeit, wie unsre Hoffnung zu umfangen, denn du bist liebens, dir fteht. Auf dich hoffen wir, werth. 526 Mel. Nun banket Alle Gott 16. 3. In Liebe laß mich brennen und an dir halten feft, von dir laß mich nichts trennen, du bist wir danken deiner der Allerbest. Ach! laß mich 902. Berzliebster Jesu Christ, mit bir sterben und nachmals Güte, daß du so willig bift, in auch ererben das Reich der Herr unsrer ersten Blüthe zu schenken lichkeit. solchen Sinn, der sich nach deinem beugt; ach, nimm doch Alles hin, was uns von dir abzeucht. Anhang. 4. Ach! laß mich allzeit blei ben ein grüner Reb' an dir, dir will ich mich verschreiben, ach! 2. Hab' Dank für deine Lehr' weiche nicht von mir; ich bleib' und allzu große Treue, erleucht dir ganz ergeben im Tod und uns mehr und mehr und unser auch im Leben, ach! hilf mir Ar. Herz erfreue durch deinen Gnaden. men bald. schein. Hilf, daß wir nehmen zu im Guten, führ uns ein juletzt in deine Ruh. 3. Wir wollen nun hinfort ju deinem Dienste leben, gehorchen deinem Wort, das du uns haft ge geben. Verleih' Beständigkeit, be 6. Gieb, daß ich mein Verhüt uns vor Rückfall, regier uns trauen nur seg' auf dich allein! iederzeit, bekehr' uns allzumal. Herr, laß mich auf dich schauen In eigener Melodie. 5. Nun Jesu! sey mein Leben, mein Alles ganz allein, nach dir laß mich stets streben, so werd' ich felig seyn. Ach! laß mich dich stets suchen und alles das verflu chen, was mich von dir hält ab. und warten allzeit bein, ja laß mich dich stets loben hier und Davide hernach bort oben in alle Ewig- 903. Sohn! ber in sei nes Vaters Namen fich erhebet auf den Thron über Jakobs Haus und Samen. 7. Mein Heiland, du wollft kommen, ja komm', ach komme doch! erlöse deine Frommen bon Welchem Gott ein Reich be allem Band und Joch. Ach! stimmt, dem die Reiche dieser Er Jefu, komm' und dämpfe das ben endlich müssen dienstbar wer Fleisch, gieb, daß ich tämpfe al den, das tein Ende jemals nimmt. lein durch deine Kraft. 2. Sey gesegnet, theures Reich, 8. Nun, Vater, hör mein das ein solcher Herr befizet, dem Lallen, mein Jesu, meine Bitt' tein Herr auf Erden gleich, ber laß dir doch nicht mißfallen und das Recht mit Nachdruck schüket. selber mich vertritt. Gott, heil. ger Geift, erfülle mein Herz, daß es sey stille und allzeit lebe Sid). Schwinge dich mit stetem Flor, und in unverrücktem Frieden un ter Heiden, unter Jüden mit ver mehrtem Glanz empor. 527 Anhang. 3. Deines Königs Majestät| keinen Schaden thun. Drum seh' müsse jedes Volk verehren, und so ich auch in meiner Noth zuvörderst weit die Sonne geht, müsse sich auf den lieben Gott. sein Ruhm vermehren. Selbft der kleinen Kinder Mund mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude seiner Freunde sei nen großen Namen fund. 4. Schreibe mich, Herr, auch mit an unter deine Unterthanen; ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geift zu derselben großen Reihen, die das Hofianna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte, freuet euch, feyd ermuntert, meine Sin nen! Jesus und sein Gnaden reich wird bei euch nun Raum gewinnen! Kommt und schwört den Huld. gungseid, fommt und füßt den Sohn der Liebe! Ach, daß Nie mand außen bliebe! Hier, ach hier ift Seligkeit. 3. Er hat mirs ja so oft vez. sprochen, daß er mein Helfer wollte seyn, ich weiß, er hält mirs un. gebrochen, sein Wort trifft sonsten richtig ein. Drum seh' ich auch in meiner Noth zuvörderst auf den lieben Gott. 4. Läßt Gott die Vöglein nicht verderben, ei nun, so glaub' ich steif und fest, daß er mich auch nicht Hungers sterben, noch sonst in Noth verderben läßt. Drum feb' ich auch in meiner Noth zu vörderst auf den lieben Gott. 5. Wohlan, ich will beständig bleiben bei Gott, in Noth und Todesqual, von Gott soll mich fein Unglück treiben, brum fag' ich ein für allemal: ich seh' in aller meiner Noth juvörderst auf den lieben Gott. Mel. Alle Menschen müssen se. 905. frommer Men. schenheerden guter Mel. Wer nur den lieben Gott te. 904. in und allen Sachen, denn dein Schäflein werden, das wer wollt' sonst mein Helfer seyn? Stab und Stimme führt. Ach! Ach, niemand hilft dem armen du haft aus Lieb' dein Leben für Schwachen, denn nur mein Gott, die Schaafe hingegeben, und du der thuts allein: drum seb' ich gabst es auch für mich, laß mich auch in meiner Noth juvörderst wieder lieben dich. auf den lieben Gott. auch bein 2. Und muß ich gleich zu trü ben Zeiten was dulden, ei, was ists denn nun? Ich will es herz 2. Heerden ihre Hirten lieben und ein Hirt liebt seine Heerd', las uns auch so Liebe üben, du im Himmel, ich auf Erd'. Schal. fich gerne leiden, Gott wird mir let deine Lieb' hernieder, soll dir 528 2[ n 5 ang. meine schallen wieder, wenn du das bitter Leiden fein half er uns rufft: ich liebe dich; ruft mein aus der Höllen Pein. Herz: dich liebe ich! 2. Daß wir nimmer deß ver 3. Schaafe ihren Hirten kennen, geffen, gab er uns sein'n Leib dem sie auch find wohl bekannt. zu essen, verborgen im Brod so Laß mich auch nach dir nur ren flein, und zu trinken sein Blut nen, wie du famft zu mir ge rannt; als des Höllen Wolfes Rachen eine Beut' aus mir wollt machen, riefeft du: ich kenne dich; ich auch rief: dich kenne ich! im Wein. 3. Wer sich zu dem Tisch will machen, der hab' wohl Acht auf sein' Sachen: wer unwürdig hin zugeht, für das Leben den Lod empfäht. 4. Heerden ihren Hirten hören, 4. Du sollt Gott den Vater folgen seiner Stimm' allein. Hir preisen, daß er dich so wohl wollt ten auch zur Heerd' fich fehren, speisen und für deine Mifsethat wenn sie blöken groß und klein, in den Tod sein'n Sohn geben laß mich hören, wenn du schreieft, laß mich laufen, wenn du dräueft, laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. hat. 5. Du sollt glauben und nicht wanken, daß er ein' Speif fen ber Kranken, den'n ihr Herz von Sün. den schwer und vor Angst ist be trübet sehr. 5. Höre, Jefu, und erhöre meine, deines Schäfleins Stimm'; mich auch zu dir schreien lehre, 6. Solch groß' Gnad' und wenn sich naht des Wolfes Grimm; Barmherzigkeit sucht ein Herz in laß mein Schreien dir gefallen, großer Arbeit: ist dir wohl, so deinen Troft bernieder schallen, bleib davon, daß du nicht friegest wenn ich bete, höre mich! Jesu, bösen Lohn. sprich: ich höre dich! 7. Er spricht selber: Kommt ihr 6. Höre, Jesu, und erhöre, Armen, laßt mich über euch er wenn ich ruf, anklopf und schrei', barmen; fein Arzt ist dem Star Jefu, dich von mir nicht fehre, fen noth, sein' Kunft wird an ihm fteh mir bald in Gnaden bei. Ja, gar ein Spott. bu hörft; in deinem Namen ist ja Alles Ja und Amen. glaub' und fühle schon, deinen Troft, o Gottes Sohn! 8. Hättft du dir was fonnt er Nun ich werben: was dürft' ich denn für dich sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, so du selber dir hel fen willt. In eigener Melodie. 9. Glaubst du das von Her zensgrunde, und bekenneft mit 906. Pesus Christus, unser dem Munde, so bist du recht wohl Heiland, der von uns geschickt und die Speise dein' Seel den Gottes Zorn wandt': durch erquickt. Anhang. 529 10. Die Frucht soll auch nicht Handen, so tröftet mich sein süßes ausbleiben; deinen Nächsten sollt Wort. du lieben, daß er bein genießen tann, wie dein Gott an dir hat gethan. 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein Verhängniß gehn; fein Unfall un ter allen wird mir zu harte fal len, ich will ihn freudig über. stehn. Mel. Nun ruhen alle Wälder ze, 907. n allen meinen Thaten laß ich den Höchften rathen, der Alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, folls anders wohl gelingen, uns felber geben Rath und That. 8. Jhm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut, es sey beut oder mor gen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. So sey nun, Seele, seine 2. Nichts ist es spät und frühe und traue dem alleine, der dich um alle meine Mühe, mein Sor erschaffen hat; es gehe, wie es gen ist umsonst; er mags mit gehe, mein Vater in der Höhe, meinen Sachen nach seinem Wilweiß allen Sachen Rath und That. len machen, ich ftell' es blos in feine Gunft. 3. Es fann mir nichts ge Mel. Herr Jesu Chrift, wahr'r 26. Wunden schehen, als was er hat versehen, 908. 3 schlaf ich ein, die machen mich von Sünden rein; das ist mein Schmuck und Ehren ja, Chrifti Blut und G'rechtigkeit, kleid; damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd' eingebn. und was mir selig ist: ich nehm' 28, wie ers giebet, was ihm von mir beliebet, das hab' ich willig auch ertieft. 4. Jch traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor al lem Uebel schüßt; ich leb' nach feinen Sägen: so wird mich nichts verlegen, auch nichtes fehlen, was mir nüßt. fahr dabin, ein Gotteskind ich 2. Mit Fried' und Freud' ich allzeit bin. Dank hab', mein 5. Er wolle meiner Sünden in Tod, du führeft mich, ins ewge Gnaden mich entbinden, durch Blut gereinigt fein: Herr Jefu, Leben wandre ich, mit Christi ftreichen meine Schuld; er wird auf mein Verbrechen nicht stracks stärk den Glauben mein! das Urtheil sprechen und haben noch mit mir Geduld. Mel. Herzlich thut mich verlangen ze, 909. ft Gott für mich, se It trete gleich Alles 6. Leg' ich mich späte nieder, erwach' ich frühe wieder, lieg' oder zieh' ich fort: in Schwachheit und wider mich, so oft ich fing' und in Banden und was mir stößt zu bete, weicht Alles hinter fich; 34 530 Anhang. hab' ich das Haupt zum Freundedecket mein Heiland, der mich und bin geliebt bei Gott, was liebt. tann mir thun der Feinde und Widerfacher Rott'? 7. Sein Geift wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, 2. Nun weiß und glaub' ich vertreibt mir Sorg' und Schmer fefte, ich rühme auch ohne Scheu, zen, nimmt allen Rummer hin, daß Gott, der Höchft und Beste, giebt Segen und Gedeiben dem, mein Freund und Vater sey, und was er in mir schafft, hilft mir daß in allen Fällen er mir zur das Abba schreien aus aller meiStechten steh, und dämpfe Sturm ner Kraft. und Wellen und was mir bringet Weh. 8. Und wenn an meinem Orte fich Furcht und Schreden findt, fo seufzt und spricht er Worte, 3. Der Grund, da ich mich bie unaussprechlich sind mir zwar gründe, ift Chriftus und sein Blut; und meinem Munde, Gott aber bas machet, daß ich finde das wohl bewußt, der an des Herzens An mir und ewge wahre Gut. Grunde erfiehet seine Luft. meinem Leben ist nichts auf die fer Erd', was Chriftus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 9. Sein Geift spricht meinem Geifte manch' süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der 4. Mein Jesus ist mein' Ehre, bei ihm suchet Ruh', und wie er mein Glanz und helles Licht, hab' erbauet ein edle neue Stadt, wenn der nicht in mir wäre, so bürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen stehen und vor dem großen Git, ich müßte ftracks ver geben, wie Wachs in Feuerbis'. 10. Da ist mein Theil, mein Erbe mir prächtig jugericht't; wenn ich gleich fall und sterbe, fällt 5. Mein Jesus hat gelöschet, doch mein Himmel nicht. Muß was mit sich bringt den Tob, ich auch gleich hier feuchten mit der ists, der mich rein wäschet, Thränen meine Zeit, mein Jesus macht schneeweiß, was ist roth. und sein Leuchten durchfüßet alles In thm tann ich mich freuen, Leid. hab' einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. da tug' und Herze schauet, was es geglaubet hat. 11. Wer sich mit dem verbin. bet, den Satan fleucht und haft; der wird verfolgt und findet ein' 6. Nichts, nichts fann mich harte, schwere Last zu leiden und verdammen, nichts nimmet mir zu tragen, geräth in Hohn und mein Herz die Höll und ihre Spott, das Kreuz und alle Pla Flammen, die find mir nur ein gen, bie find sein täglich Brob. Scherz. Rein Urtheil mich er 12. Das ist mir unverborgen, schredet, tein Unbell mich be doch bin ich unverzagt. Gott will trübt, weil mich mit Flügeln ich lassen sorgen, dem ich mich 531 2. Was kann uns Wollust nüßen, o werthe Seel', in dieser Welt? Was kann uns Reichthum schüßen, wenn uns der Würger 13. Die Welt, die mag zer überfällt? Die rechte Luft ift oben, brechen, du stehst mir ewiglich; wo mein Herr Jesus wohnt, den tein Brennen, Hauen, Stechen alle Zungen Loben, der uns so soll trennen mich und dich, kein reich belohnt, daß wir gefrönet Hunger und kein Dürften, fein' werden im hohen Himmelssaal. Armuth, feine Pein, tein Born der großen Fürften soll mir ein' Hindrung seyn. Ach! eilt doch von der Erden zu feinem Hochzeitsmahl. Leben, was Reichthum, Ehr' und 3. Was Pracht, was fröhlichs 14. Rein Engel, feine Freuben, kein Thron, tein' Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein' Herrlichkeit? Der Himmel Pann Angst, tein Herzeleid, was man nur fann erdenken, es sey flein oder groß, ber'r feines fell mich lenten aus deinem Arm und School. 4. In Jesu hab' ich Güter, in 15. Mein Herze geht in Sprin gen und kann nicht traurig seyn, ist voller Freud' und Singen, fieht lauter Sonnenschein. Die Sonne, die mir lachet, ist mein Jesu hab' ich Lieb' und Luft, wie Herr Jesus Chrift, das, was mich dir, du Menschenbüter, ist mehr fingend machet, ist, was im Sim- denn allzuwohl bewußt. Laß mich mel ift. die Welt verachten, das tranft mich nicht ein Haar, ich will nach Ehren trachten, die frei find von Gefahr, laß mich die Welt 910. be haffen, will mit Lieb' und Mel. Nun lob' mein' Seel' ben te, gebren, o liebste Seel', Treu' nur meinen Jesum fassen, in dieser Zeit das, was dich fann so bleib' ich sorgenfrei. befchweren, ja hindern an der Se 5. Die Welt mag mich verflu ligteit. Was will man Ehre suchen, ist doch mein Segen Jesus then, die doch vergänglich ist, auch Chrift; in Jesu kann ich suchen gar wohl zu verfluchen, als welch' und finden, was mir nüßlich ist, in kurzer Frist uns grausamlich laß mich die Welt nur seben in läßt fallen in Trübfal, Angst und Angst und Traurigkeit, mein Je Pein. Drum suchen wir vor allen sus fann ergößen mein Herz zu bei Gott geehrt zu ſeyn. aller Zeit, und sollt' ich schon 34* Anhang. gugefagt. Es fofte Leib und Le ben und Alles, was ich hab', an dir will ich fest kleben und nim mer laffen ab. Seel' erfreut. In Jesu fich er uns geben, was uns an Leib und gößen, bleibt ewig süß und gut, fein Reich für Alles schätzen, er. quicket Geift und Muth. In Jesu geehrt, fann uns ohn' Ende laben, Reichthum haben, in Jefu feyn als er uns selbst gelehrt. 532 Anhang. 3. Lobe den Herren, der fünft. bier sterben noch mehr als tau. sendmal, fann ich doch nicht verlich und fein dich bereitet, der dir derben, dort rührt uns feine Gesundheit verliehen, dich freundQual. lich geleitet; in wie viel Noth hat 6. Daß aber fann ich zeugen, nicht der gnädige Gott über dir das kann ich rühmen Tag und Flügel gebreitet? Nacht, daß mir mein Gott für 4. Lobe den Herren, der deinen eigen sein Königreich hat zuge Stand sichtbar gesegnet, der aus dacht. Ihr Sterblichen auf Erdem Himmel mit Strömen der ben, lebt wohl in dieser Welt. Liebe geregnet; denke daran, was Ich soll gekrönet werden, mir ist der Allmächtige kann, der dir mit ein Reich bestellt, ich soll mit Liebe begegnet. Gott regieren, den Erd' und Him mel preist, ich soll ein Leben füh ren, das unvergänglich heißt. 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abra7. O Jesu, meine Freude, wann fömmt die liebe Zeit heran, daß hams Samen. Er ist dein Licht, ich von hinnen scheide, daß ich Seele, vergiß es ja nicht! Lobende, bich herzlich loben tann? Wann schließe mit Amen. werd' ich doch gezieret mit Klei dern weiß und hell? Wann werd' ich aufgeführet zu dir? Ach! laß mich schnell, Herr, güldne tro. nen tragen, find, dann werd' ich dir behagen, als dein herzliebstes Kind. In bekannter Melodie. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe, denn es folget lange Strafe, und die Noth sammt dem Tod möchte dich in Sünden un vermuthet finden. obe den Herren, den In eigener Melobie. 912. Mache dich, mein Geift, bereit, wache, und bete! daß dich nicht die böſe Beit unverhofft betrete; denn es ift Satans Lift über viele From men zur Versuchung kommen. 911. Rom der Ehren, meine geliebete Seele! das ist mein Begehren. met zu Hauf, Pfalter und Harfe, macht auf, laffet die Mufilam hören! 3. Wache auf! sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache! 2. Lobe den Herren, der Alles sonsten wird sein Licht dir noch fo herrlich regieret, der dich auf ferne deuchten; denn Gott will Ubelers Fittigen ficher geführet, für die Füll seiner Gnadengaben bez dich erhält, wie es dir selber offne Augen haben. 4. Wache, daß dich Satans Lift nicht im Schlaf antreffe, weil er gefällt; haft du nicht dieses ver spüret? Anhang. 533 fonft behende ift, daß er dich be- ist nicht weit, da uns Gott wird äffe; und Gott giebt, die er liebt, richten und die Welt vernichten. oft in seine Strafen, wenn fie ficher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die Mel. Liebster Jefu, wir sind hier 16. Reine ermuntre Welt durch Gewalt bezwinge oder, 913. Mbich, beines Jefu wenn sie sich verstellt, wieder an fich bringe. Wach' und sieb', da. Lieb' bedenke, wie er für dich gie. mit nie viel von falschen Brüdern bet fich, darauf deine Andacht lenke. unter deinen Gliedern. Ach, erwäg' die große Treue und dich deines Jesu freue. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht liederlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller Lift und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem Allen machen, was dich drückt und be ftrickt, daß du schläfrig bleibeft und fein Wert nicht treibeft. 2. Sieb, der wahre Gottes. Sohn ist für dich ans Holz ges hänget, sein Haupt trägt die Dor nenfron', sein Leib ist mit Blut vermenget, er läßt sich für dich verwunden; wo ist größre Lieb gefunden? 9. Doch wohl gut! es muß uns schon Alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunft be schütten, wenn wir glaubend bit ten. 3. Du, du solltest große Pein ewig leiden in der Hölle und von Gott verstoßen seyn wegen vieler Sündenfälle; aber Jesus trägt die Sünden und läßt dich Genade finden. 8. Ja, er will gebeten seyn, wenn er was soll geben; er ver. 4. Durch sein Leiden ist gestillt langet unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn un. deines Gottes Zorn und Rache, fern Sinn, Feind, Welt, Fleisch er hat das Geseß erfüllt, gut ge und Sünden kräftig überwinden. macht die böse Sache, Sünde, Teufel, Tod umfchränket und den Himmel bir geschenket. 5. Was zu thun, o liebes Herz, wie sollst du dich recht anstellen? Jesu Leiden ist kein Scherz, seine Liebe fein Ver. ftellen. Denke drauf, was dir oblieget gegen den, der für dich fieget. 10. Drum so laßt uns immer bar wachen, flehen, beten, weil 6. Jch fann nimmer nimmer. die Angst, Noth und Gefahr im- mehr das Geringste nur vergel. mer näher treten; denn die Zeit ten, er verbindt mich allzusehr. 534 Anhang. Meine Trägheit muß ich schelten, soll mich von Jefu treiben. Du daß ich ihn so schlecht geliebet wirst, Jesu! mich nicht laffen, und wohl gar mit Sünd' betrü ewig will ich dich umfassen. bet. 13. Jft bereits schon jezo hier 7. Was geschehen, soll nun solche Freud' und Ruh zu finden, nicht hinfort mehr von mir ge wenn im Glauben wir mit dir, schehen; mein Schluß sey nun uns, mein Jesu, recht verbinden, feft gericht't, einen andern Weg schentft du schon soviel auf Er den: ei, was will im Himmel werden. zu gehen, darauf ich nur Jesum suche und, was ihn betrübt, ber fluche. 14. Was für Luft und Süßig 8. Weg, ihr Sünden, weg teit, was für Freud' und Jubili von mir, euch kann ich an mir ren, was für Ruhe nach dem nicht leiden, euretwegen muß ich Streit, was für Ehre wird uns hier und dort von dem seyn gezieren! Ewig, ewig werd' ich lo. scheiden, ohne welchen ist kein ben, wenn ich ganz in Gott er Leben, keine Gnade, kein Verhoben. geben. 15. Ach! ich freu' mich alle 9. Du, mein Jesu, du mein Stund' auf dies freudenvolle Leben, Heil, dir will ich mich ganz verdanke dir mit Herz und Mund, schreiben, daß ich dir, als mei du, o Jesu! hafts gegeben; nur nem Theil, ewig will getreu ver im Glauben laß michs halten bleiben, dir zu leben, dir zu lei- und dein'n Geist in mir stets den, dir zu sterben, dir zu mei- walten. den. 10. Du, mein Jefu, sollft es Mel. Freu' dich sehr, o meine 16. seyn, den ich mir zum 3wed ge seget; wie du mein, so will ich 914. W und Plagen laufen Reine Sorgen, Angst dein bleiben stets und unverleget; ben. was du liebest, will ich lieben mit der Zeit zu End'; alles Seufund was dich, soll mich betrü zen, alles Klagen, das der Herr alleine fennt, wird, Gott Lob! 11. Was du willst, das seh nicht ewig seyn, nach dem Regen mein Will', dein Wort meines wird ein Schein vieler tausend Herzens Spiegel, wenn du schlä. Sonnenblicken meinen matten Geift geft, balt ich still; dein Geift bleibt erquiden. mein Pfand und Siegel, daß ich foll den Himmel erben, darauf kann ich fröhlich sterben. 2. Meine Saat, die ich gefäct, wird zur Freude wachsen aus, wenn die Dornen abgemähet, so 12. Nun so bleibt es feft dabei: trägt man die Frucht zu Haus; Jesus foll es feyn und bleiben, wenn ein Wetter ist vorbei, wird dem ich lebe, deß ich seh; nichts der Himmel wieder frei. Nach 535 Anhang. bem Kämpfen, nach dem Streiten angenehmer Tag, auf den Abend tommen die Erquidungszeiten. folgt der Morgen und die Freude nach den Sorgen. 3. Wenn man Rosen will ab. brechen, muß man leiden in der Still, saß uns auch die Dornen ftechen; es geht Alles, wie Gott Mel. Don Gott will ich nicht se. will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, 915. Mit Ernst, o Menschens das man nur im Kampf erreicht; finder, das in will man hier das Kleinod finden, euch bestellt, damit das Heil der so muß man erft überwinden. Sünder, der große Wunderheld, den Gott aus Gnad' allein der Welt zum Licht und Leben gefen det und gegeben, bei allen febre ein. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist be fest, hier muß man fich nicht entfernen, ob er gleich mit Blut be nett. Bu dem Schloß der Ewig feit fommt kein Mensch hin sonder Streit, die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornentro nen. 2. Bereitet doch fein tüchtig den eg dem großen Gast, macht feine Steige richtig, laßt Alles, was er haft. Macht alle Bahnen recht, die Thal laßt seyn erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was frumm ist, gleich und schlecht. men, 5. Es find wahrlich alle From die des Himmels Klarheit 3. Ein Herz, das Demuth liebet, fehn, aus viel Trübsal hergekom bei Gott am höchsten steht; ein men: darum fiehet man sie stehn Herz, das Hochmuth übet, mit vor des Lammes Stuhl und Thron, Angst zu Grunde geht; ein Herz prangend in der Ehrenkron' und das richtig ist und folget Gottes mit Palmen ausgezieret, weil fie Leiten, das kann sich recht berei glücklich triumphiret. ten, zu dem kommnt Jesus Chrift. 6. Gottes Ordnung stehet fefte 4. Ach, mache du mich Armen, und bleibt ewig unverrückt: seine zu dieser heilgen Zeit, aus Güte Freund' und Hochzeitgäste wer und Erbarmen, Herr Jesu, felbft den nach dem Streit beglückt; bereit! Beuch in mein Herz hin Israel erhält den Sieg nach ge ein vom Stall und von der Krip führtem Kampf und Krieg, Kapen; so werden Herz und Lippen naan wird nicht gefunden, wo dir ewig dankbar seyn. man nicht hat überwunden. 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel' und dulde dich, Gott wird dich gewiß erretten. Daß Gewitter leget fich; nach dem 916. ich fahr dahin in it Fried' und Freud' Blitz und Donnerschlag folgt ein Gottes Wille; getroft ist mir mein In eigener Melodie. 536 Anhang. Herz und Sinn, sanft und stille.[ liger starker Gott! Heiliger, barm. Wie Gott mir verheißen hat: der herziger Heiland! du ewiger Gott! Tod ist mein Schlaf worden. laß uns nicht verzagen vor der 2. Das macht Christus, wahr'r tiefen Höllen- Gluth. Kyrie, eleis Gottes Sohn, der treue Heiland, fon! den du mich, Herr, hast sehen 3. Mitten in der Höllen Angst lan, und macht bekannt, daß er unsre Sünd' uns treiben: wo sey das Leben und Heil in Nöth folln wir denn fliehen hin, da und Sterben. Chrift, alleine. Vergoffen ist dein wir mögen bleiben? Zu dir, Herr theures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger, Gott! laß uns nicht entfallen von barmherziger Heiland! bu ewiger des rechten Glaubens Troft. Ky rie, eleison! 3. Den du haft Allen fürgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein theuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden, zu' rleuch ten, die dich fennen nicht, und zu weiden. Er ist deins Volks Ifrael der Preis, Ehr', Freud' und Wonne. Mel. Auf! Christenmensch se. ir nach, spricht 918. In eigener Melodie. unser Chriftus, ihr Christen alle, sind mit dem Tod verleugnet euch, verlaßt die Welt, umfangen: wen suchen wir, der nehmt euer Kreuz und Ungemach folgt meinem Ruf und Schalle! Hilfe thu', daß wir Gnad' erlan917. Mitten wir im Leben Held, mir nach, gen? Das bist bu, Herr, alleine. auf euch, folgt meinem Wandel Uns reuet unsre Missethat, die nach. dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger 2. Jch bin das Licht, ich leucht' Herre Gott! Heiliger starker Gott! euch für mit heilgem TugendHeiliger, barmherziger Heiland! du leben; wer zu mir kommt und ewiger Gott! laß uns nicht ver, folget mir, darf nicht im Finstern finten in deß bittern Todes Noth. schweben; ich bin der Weg, ich Kyrie, eleison. weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln ſoll. 2. Mitten in dem Tod ansicht uns der Hölle Rachen: wer will 3. Mein Herz ist voll Demüthig, uns aus solcher Noth frei und teit, voll Liebe meine Seele, mein ledig machen? Das thust du, Herr, Mund der fließt zu jeder Zeit alleine. Es jammert dein' Barm herzigkeit unsre Günd' und großes von süßem Sanftmuthsöle; mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Leid. Heiliger Herre Gott! Hei ist Gott ergeben, schaut auf ihn. Anhang. 537 4. Ich zeig' euch das, was 3. Du süße Lieb', schenk uns schädlich ist, zu fliehen und zu deine Gunst, laß uns empfinden meiden, und euer Herz von arger der Liebe Brunft, daß wir uns Lift zu reingen und zu scheiden; von Herzen einander lieben und ich bin der Seelen Fels und Hort im Friede auf einem Sinn blei und führ euch zu der Himmels ben. Kyrieleis. pfort. 4. Du höchster Tröster in aller 5. Fällts euch zu schwer, ich Noth, hilf, daß wir nicht fürch. geh' voran, ich steh' euch an der ten Schand' noch Tod: daß in Seite; ich fämpfe selbst, ich brech' uns die Sinne nicht gar verzagen, die Bahn, bin Alles in dem wenn der Feind wird das Leben Streite. Ein böser Knecht, der verklagen. Kyrieleis. still darf stehn, wenn er den Feld her fieht angehn. Wer seine Seel' zu finden mei-/ wird sie ohn' mich verlie 920. vollbracht, Singen, ren; wer sie in mir verlieren scheint, Qun Gott Lob! es ift wird sie in Gott einführen. Wer Beten, Lehren, Hören; Gott hat nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht werth und mei ner Zier. Alles wohl gemacht, drum laßt uns sein Lob vermehren: unser Gott sey hoch gepreiset, daß er uns so herrlich speiſet. 7. So laßt uns denn dem lie ben Herrn mit Leib und Seel' nachgehen, und wohlgemuth, ge troft und gern bei ihm im Leiden stehen; denn wer nicht tämpft, trägt auch die Kron' des ewgen Lebens nicht davon. Mel. Liebster Jefu, mir sind 14. In eigener Melodie, 2. Weil der Gottesdienst ist aus, uns auch mitgetheilt der Segen; so gehn wir mit Freud' nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen. Gottes Geist uns ferner leite und uns Alle wohl bereite. 3. Unsern Ausgang fegne Gott, un bitten wir den unsern Eingang gleichermaaßen, 919. N heiligen Geift um ſegne unser täglich Brod, segne den rechten Glauben allermeist, unser Thun und Lassen, segne daß er uns behüte an unserm uns mit selgem Sterben und Ende, wenn wir beimfahrn aus mach' uns zu Himmelserben. diesem Elende. Kyrieleis. 2. Du werthes Licht, gieb uns mel. Von Gott will ich nicht laffen 20. beinen Schein, lehr' uns Jefum un jauchzet all', ihr Ehrift fennen allein, daß wir an 921. Frommen, in dieſer ihm bleiben, dem treuen Heiland, ber uns bracht hat zum rechten Gnadenzeit, weil unser Heil ist Vaterland. Kyrieleis. kommen, der Herr der Herrlichkeit, 538 zwar ohne stolze Pracht, toch mächtig zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und Macht. an bang. In eigener Melodie. 922. un ruhen alle Wäb der, Bieb, Mens 2. Er fommt zu uns geritten schen, Städt und Felder, es schläft auf einem Efelein, und stellt sich die ganze Welt; ihr aber, meine in die Mitten für uns zum Opfer Sinnen, auf, auf! ihr sollt bes ein: er bringt fein zeitlich Gut ginnen, was eurem Schöpfer wohl er will allein erwerben durch sei gefällt. nen Tod und Sterben, was ewig währen thut. 2. Wo bist du Sonne blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die 3. Rein Zepter, teine Krone Nacht, des Tages Feind. Fahr sucht er auf dieser Welt; im hohin, ein' andre Sonne, mein hen Himmelsthrone ist ihm sein Jesus, meine Wonne, gar hell Reich bestellt; er will hier seine in meinem Herzen scheint. Macht und Majestät verhüllen, 3. Der Tag ist nun vergangen, bis er des Vaters Willen im Lei die güldnen Sternlein peangen den hat vollbracht. am blauen Himmelsfaal; also werd' ich auch stehen, wenn mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammerthal. 4. Ibr großen Potentaten, nehmt diesen König an, wenn ihr euch wollet rathen und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt, sonst, wo ihr ihn berachtet und nur nach Hoheit trachtet, euch Gottes Zorn dann rührt. 4. Der Leib eilt nun zur Ruhe, legt ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit, die sieh' ich aus, dagegen wird Chri stus mir anlegen den Rock der Ehr' und Herrlichkeit. 5. Jhr Armen und Elenden in 5. Das Haupt, die Füß' und dieser bösen Zeit, die ihr an als Hände find froh, daß nun zu len Enden müßt baben Angst und Ende die Arbeit kommen sey. Leid, feyd dennoch wohlgemuth, Herz, freu' dich, du sollst werden laßt eure Lieder klingen und thut vom Elend dieser Erden und von bem. König fingen, der ist eu'r der Sünden Arbeit frei. höchstes Gut. 6. Nun geht, ihr matten Glie 6. Er wird nun bald erscheinen der, geht hin und legt euch niein seiner Herrlichkeit und all' eu'r der, der Betten ihr begehrt. Es Klag' und Weinen verwandelen fommen Stund' und Zeiten, da in Freud. Er ists, der helfen man euch wird bereiten zur Ruh' kann, halt't eure Lampen fertig ein Bettlein in der Erd'. und sehd stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. 7. Mein' Augen stehn verdrof fen, im Hut find sie geschlossen, Anhang. wo bleibt dann Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden, sey gut für allen Schaden, du Aug' und Wächter Israel! 8. Breit' aus die Flügel beide, o Jesu! meine Freude, und nimm bein Küchlein ein, will Satan mich verschlingen, so laß die Eng, lein fingen: dies Kind soll unverLeget seyn! 539 weil des Kreuzes Niedrigkeiten uns veracht't und schnöd' gemacht. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, foll heute nicht betrüben ein Un fall noch Gefahr; Gott laß euch felig schlafen, stell' euch die güld nen Waffen ums Bett und seiner Engel Schaar. 4. Schau doch aber unsre Ket ten, da wir mit der Kreatur seuf. zen, ringen, schreien, beten um Erlösung von Natur, von dem Dienft der Eitelkeiten, der uns noch so harte drückt, ungeacht't der Geist in Zeiten sich auf etwas Bessers schickt. 5. Ach! erheb' die matten Kräfte, fich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte durchgebrochen stehen bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen; weich', BernunftBedenklichkeit; fort mit Scheu vor Schmach und Plagen, weg des Fleisches Zärtlichkeit! Mel. O bu Liebe meiner Liebe te. 923. 6. Herr! zermalme, brich und Durchbrecher aller Bande! der du im reiße die verboßte Macht entzwei! mer bei uns bist, bei dem Scha Denke, daß ein armer Mensche den, Spott und Schande lauter dir im Tod nichts nüße sey. Heb' Luft und Himmel ist, übe ferner ihn aus dem Staub der Sünden, dein Gerichte wider unsern Adams. wirf die Schlangenbrut hinaus, finn, bis uns dein so treu Gelaß uns wahre Freiheit finden in fichte führet aus dem Kerker hin. des Vaters Hochzeithaus. 2. Jfts doch deines Vaters 7. Wir verlangen keine Ruhe Wille, daß du endest dieses Werk: für das Fleisch in Ewigkeit: wie biezu wohnt in dir die Fülle aller dus nöthig findst, so thue noch Weisheit, Lieb' und Stärt, daß vor unsrer Abschiedszeit. Aber du nichts von dem verliereft, was unser Geist der bindet dich im er dir geschenket hat, und es von Glauben, läßt dich nicht, bis er dem Treiben führeft zu der süßen die Erlösung findet, da ihm Zeit Ruhestatt. und Maaß gebricht. 3. Ach! so mußt du uns vollen. 8. Herrscher, herrsche! Steger, bea, willst und kannst ja anders fiege! König, brauch' dein Regi nicht, denn wir find in deinen ment: führe deines Reiches Kriege, Händen, dein Herz ist auf uns mach' der Sclaverei ein End'; laß gericht't; ob wir wohl vor allen doch aus der Grub' die Seelen Leuten als gefangen find geacht't, durch des neuen Bundes Blut; 540 Anhang. laß uns länger nicht so quälen, fromm, ich armer Sünder zu dir denn du meinsts mit uns ja gut. fomm und bitt' dich durch den 9. Haben wir uns selbst gefan. bittern Tod und heilige fünf Wun gen in Luft und Gefälligkeit, ach! den roth. so laß uns nicht stets hangen an 4. Deins lieben Sohnes Jesu dem Tod der Eigenheit; denn die Christ, der mir zu gut Mensch Laft treibt uns zu rufen, Alle worden ist: laß deine Gnad' und fchreien wir dich an: jeig' doch Gütigkeit mehr gelten denn Ge nur die ersten Stufen der gebroch rechtigkeit. nen Freiheitsbahn! 5. Verschon', o Herr, laß deine 10. Ach! wie theu'r find wir er. Huld zudecken alle meine Schuld: worben, nicht der Menschen Knecht so werd' ich arm verlornes Kind zu seyn. Drum, so wahr du bist ledig und los all' meiner Sünd'. geftorben, mußt du uns auch ma 6. Ich will, o Herr, nach dei chen rein, rein und frei und ganz nem Wort mich beffern, leben vollkommen, nach dem besten Bild fromm hinfort, damit ich mög' gebildt; der hat Gnad' um Gnad' nach dieser Zeit gelangen zu der genommen, wer aus deiner Füll' Seligkeit. fich füllt. 925. 11. Liebe, zieh' uns in dein Sterben, laß mit dir gefreuzigt seyn, was dein Reich nicht kann ererben, führ' ins Paradies uns ein. Doch wohlan, du wirft nicht quell aller Gaben, ohn' den nichts säumen, wo wir nur nicht läffig ist, was ist, von dem wir Alles fehn; werden wir doch als wie haben, gesunden Leib gieb mir und träumen, wenn die Freiheit bricht daß in solchem Leib' ein' unver herein. lehte Seel' und rein Gewissen bleib'. 2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gieb, daß ichs treuer Gott, ich thue bald, zu der Zeit, da ich 924. frommer und gehab' gebrochen dein Gebot und soll, und wenn ichs thu, so gieb, fehr gefündigt wider dich, das ist daß es gerathe wohl. mir leid und reuet mich. Mel. Mun laßt uns den Leib 16. In eigener Melodie. Gott, du fremmer Gott! du Brunns 3. Hilf, daß ich rede stets, wo 2. Weil aber du, o gnädger mit ich kann bestehen, laß tein Sott, nicht hast Gefalln an mei unnützes Wort aus meinem Munde nem Tod, und ist dein herzliches gehen; und wenn in meinem Amt Begehrn, daß ich mich soll zu dir ich reden soll und muß, so gieb bekehrn: den Worten Kraft und Nachdruck 3. Auf dies Wort, lieber Vater ohn' Verdruß. Anhang. 541 4. Findt sich Gefährlichkeit, so Haupt, zum Spott gebunden mit laß mich nicht verzagen, gieb ei einer Dornenfron'! O Haupt, nen Heldenmuth, das Kreuz hilf sonst schön gezieret mit höchster felber tragen. Gieb, daß ich Ehr und Zier, jetzt aber höchft meine Feind' mit Sanftmuth schimpfiret, gegrüßet sehst du mir! überwind', und, wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind'. 2. Du edles Angefichte, bavor sonst schrickt und scheut das große 5. Laß mich mit jedermann in Weltgewichte, wie bist du so be Fried' und Freundschaft leben, so speit; wie bist du so erbleichet, weit als christlich ist. Willst du wer hat dein Augenlicht, dem mir etwas geben an Reichthum, sonst tein Licht nicht gleichet, so Gut und Geld, so gieb auch dies schändlich zugericht't? dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget feb. 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, durch man chen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen; so gieb Geduld, vor Sünd' und Schanden mich bewahr', auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 3. Die Farbe deiner Wangen, der rothen Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen: des blaffen Todes Macht hat Alles binge nommen, hat Alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erdul. 7 Laß mich an meinem End det, ist Alles meine Laft, ich auf Chrifti Tod abscheiden; die bab es selbft verschuldet, was du Seele nimm zu dir hinauf zu dei- getragen haft. Schau her, hier nen Freuden; dem Leib ein Räum- steh' ich Armer, der Zorn verdie net hat: gieb mir, o mein Erbarlein gönn' bei frommer Christen mer, den Anblick deiner Gnad'! Grab, auf daß er seine Ruh' an ihrer Seite hab'. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan: dein Mund hat mich gelabet mit Milch und füßer Koft, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelsluft. Mel. Herlich thut mich verlangen ze. 6. Jch will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht. Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht, wenn dein Haupt voll Blut Haupt wird erblaffen im letzten und Wunden, voll Todesstoß, alsdann will ich dich Schmerz und voller Hohn! Olfaffen in meinen Arm und Schoof. 926. 8. Wenn du die Todten wirft an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand nach meinem Grab ausstrecken; lak hören deine Stimm' und meinen Leib wed auf und führ ihn schön verklärt jum außerwählten Hauf. 542 Anhang. 7. Es bient zu meinen Freuden| nicht verleg', noch mich in Schand' und kommt mir herzlich wohl, und Schaden seg'. wenn ich in deinem Leiden, mein 3. Des Vaters Macht mich Heil, mich finden soll. Ach! heut anblick, des Sohnes Weis möcht' ich, o mein Leben, an heit mich erquic, des heilgen deinem Kreuze hier mein Leben Geistes Glanz und Schein erleucht von mir geben, wie wohl geschäbe meins finstern Herzens Schrein. mir! 8. Ich danke bir von Herzen, Jefu, liebster Freund, für dei nes Todes Schmerzen, da dus so gut gemeint. Ach! gieb, daß ich mich balte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erfalte, in dir mein Ende sey. 4. Mein Schöpfer, steh mir träftig bei, o mein Erlöser, bilf mir frei! O Tröfter werth, weich nicht von mir, mein Herz mit werthen Gaben zier. 5. Herr, fegne und behüte mich; erleuchte mich, Herr, gnädiglich; Herr, heb' auf mich dein Ange den, so scheide nicht von mir, ficht und deinen Frieden auf mich wenn ich den Tod soll leiden, so richt'! 9. Wenn ich einmal soll schei. tritt du dann berfür. Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze seyn, so reiß mich aus den lengsten traft deiner Angst und 928. Pein. In eigener Melodte. hilf! Chrifte, Gottes Sohn, durch dein bit 10. Erscheine mir zum Schilde, ter Leiden, daß wir dir stets unter zum Troft in meinem Tod, und than, all' Untugend meiden, dels laß mich sehn dein Bilde in deinen Tod und sein Ursach fruchte ner Kreuzesnoth. Da will ich barlich bedenken, dafür, wiewohl nach dir blicken, da will ich glau arm und schwach, bir Dankopfer bensvoll bich fest an mein Herz schenken. brüden. Wer so ftirbt, der stirbt wohl In eigener Melodie. 929. Lamm Gottes! un schuldig am Stamm Mel. Herr Jefu Chriß, dich zu uns je, 927. beilige Dreifaltigkeit, des Kreuzes geschlachtet, allzeit er. obochgelobte Einig funden geduldig, wiewohl bu mur teit, Gott Bater, Sohn, heiliger deft verachtet: all Sünd' haft du Geift, heut diesen Tag mir Beigetragen, sonst müßten wir berza stand leift. gen. Erbarm' bich unser, o Jesu! 2. Mein' Seel, Leib, Ehr' und 2. D Lamm Gottes! unschul Gut bewahr', daß mir kein Böses big sc. Erbarm' dich unser,# widerfahr' und mich der Satan Jeful 543 Anhang. 3. D Lamm Gottes! unschul- Schein, will brüften, fühlt jene big c. Gieb uns deinen Frieden, Kampf und harten Streit. • Jesu! 5. Die Einfalt weiß von feiner Bierde, als die im Blute Chrifti liegt, die reine himmlische Begierde hat folche Thorheit schon Mel. Dis Eugend wird durchs 16. 930. füßer Stand, besiegt; an einem reinen Gottes. tinde glänzt Gottes Name schön und rein; wie könnt' es denn vom eitlen Winde der Welt noch eingenommen seyn? felig Leben, bas aus der wahren Einfalt quillt, wenn sich ein Herz Gott fo er geben, daß Chrifti Sinn es ganz erfüllt, wenn sich der Geift nach Chrifti Bilde in Licht und Recht hat aufgericht't, und unter folchem Haren Schilde durch alle falschen Höhen bricht. 6. Von Sorgen, Noth und allen Plagen, damit die Welt fich selbst ansicht, vom Neid, damit fich Andre tragen, weiß Chrifti Sinn und Einfalt nicht; den Schat, den sie im Herzen heget, behält sie wider allen Neid; ift Jemand, der Luft baju traget, das macht ihr lauter Herzens 2. Was Andern schön und lieb lich scheinet, ift folchem Herzen Kinderspiel; was Mancher für un schuldig meinet, ift solchem Her zen schon zu viel. Warum? Ee freud'. gilt der Welt abfagen, hier heißts: rührt kein Unreines an; das Kleis nod läßt fich nicht erjagen, es sey denn Alles abgethan. 7. D schönes Bild, ein Herz zu schauen, das sich mit Chrifti Einfalt schmüct. Geht hin, ihr thörichten Jungfrauen, harrt nur bis euch die Nacht berückt. Was sind die Lampen ohne Dele? Schein ohn' Einfalt und Chrifti Sinn. Sucht doch was Beffers für die Seele und gebt der Welt das Ihre hin. 3. Die Himmelsfoft schmeckt biel zu süße dem Herzen, das in Jefu lebt; die Braut bewahrt Haupt, Herz und Füße, und wo ihr Etwas noch anklebt, das zu dem Glang der Welt gehöret, das ist ihr lauter Höllenpein, und wo 8. Ach Jesu! drücke meinem fie recht in Gott einkehret, da Herzen den Sinn der lautern Einmacht sie sich von Allem rein. falt ein, reiß aus, obschon mit 4. Die Einfalt Chrifti schließt tausend Schmerzen, der Welt ihr bie Seele vor allem Weltgetüm Wesen, Land und Schein; des mel zu, da sucht fie in der dun alten Drachen Bild und Zeichen feln Höhle, in Horeb, Gott und trag' ich nicht mehr, drum laß ihre Rub; wenn sich das Heuchel mich nur der Einfalt Bier und bolf in Lüften der Welt und ihrer Schmuck erreichen, das ist die neue Eitelkeit, auch wohl bei gutem Kreatur. 544 Anhang. Mel. un ruhen alle Wälder 16. Welt! fieh hier dein 931. Leben am Stamm 8. Du springft ins Todes Rades Kreuzes schweben, dein Heilchen, mich frei und los zu machen finkt in den Tod. Der große von folchem Ungeheur; mein Ster Fürst der Ehren läßt willig fich ben nimmst du abe, vergräbst es beschweren mit Schlägen, Sohn in dem Grabe. D unerhörtes Lie und großem Spott. besfeur! 2. Tritt her und schau mit 9. Jch bin, mein Heil, verbun Fleiße, sein Leib ist ganz mit den all' Augenblick' und Stunden Schweiße des Blutes überfüllt. dir überhoch und sehr. Was Leib Alus seinem edlen Herzen, bor un- und Seel' vermögen, das soll ich erschöpften Schmerzen, ein Seufzer billig legen allzeit an deinen Dienft nach dem andern quillt. und Ehr'. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen 10. Nun ich fann nicht viel geben in diesem armen Leben; fo übel zugericht't? Du bist ja eins aber will ich thun: es soll nicht ein Sünder, wie wir und dein Tod und Leiden, bis Leib unsre Kinder, von Missethaten und Seele scheiden, mir ftets in weißt du nicht. meinem Herzen ruhn. 11. Jch wills vor Augen setzen, mich stets daran ergößen, ich seb auch, wo ich sey; es soll mir seyn ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb' und unverfälsch ten Treu'. 4. Jch, ich und meine Sünden, die fich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget und das betrübte Marter beer. die dich höhnen, und leideft Alles mit Geduld. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen ge bunden in der Höll'; die Geißeln 12. Wie heftig unfre Sünden den frommen Gott entzünden, wie Rach' und Eifer gehn, wie grau, und die Banden und was du aus. sam seine Ruthen, wie zornig gestanden, das hat verdienet meine feine Fluthen, will ich aus dei Seel'. nem Leiden sehn. 13. Jch will daraus ftudiren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem fanften Muth, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bos beit thut. 6. Du nimmft auf deinen Rüf. fen die Laften, die mich drücken, viel schwerer als ein Stein; du wirft ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen, dein Schmer, zen muß mein Labsal seyn. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja läßst dich gar erwürgen, für mich und meine Schuld. Mir Läsfest du dich tcönen mit Dornen, 14. Wenn böfe Bungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten Tt b a I go seine Schulden verzeihen gern und williglich. 15. Ich will mich mit dir schlagen ans reuz und dem abfagen, 6. Held aus Davids Stamm, was meinem Fleisch gelüft't, was deine Liebesflamm' mich ernähre deine Augen haffen, das will ich und verwehre, daß die Welt mich fliehn und lassen, so viel mir im- nicht versebre, ob sie mir gleich mer möglich ist. gram, Held aus Davids Stamm! 545 ehren und in bir bein Lob bermehren, weil ich für und für blei ben werd' in dir. 16. Dein Seufzen und dein 7. Großer Friedefürft, wie baft Stöhnen und die viel tausend du gedürft't nach der Menschen Thränen, die dir gefloffen zu, die Heil und Leben und dich in den follen mich am Ende in deinen Tod gegeben, wie du riefft: mich Schooß und Hände begleiten zu dürft't! großer Friedefürft! der emgen Ruh'. In eigener Melobie. 932. Deelen Bräutigam, Jefu, Gottes Lamm, habe Dank für deine Liebe, die mich zieht aus reinem Triebe von der Sünden Schlamm, Jesu, Gottes lamm! 2. Deine Liebesglut stärket Mutb und Blut; wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohl gemuth deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Troft in Noth und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu er sehen, was verloren, durch dein Blut so roth, wahrer Mensch und Gott! 8. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb' uns den Deinen, die dich tennen und nach dir fich Chriften nennen, denen du bist lieb, beinen Frieden gieb. 9. Wer der Welt abftirbt, emts fig fich bewirbt um den lebendigen Glauben, der wird bald empfindlich schauen, daß niemand verdirbt, der der Welt abftirbt. 10. Nun ergreif ich dich, du mein ganzes Jch! Ich will nimmermehr dich laffen, sondern gläubig dich umfassen, weil im Glauben ich nun ergreife dich. 11. Wenn ich weinen muß, wird bein Thränenfluß nun die meinen auch begleiten und zu dei nen Wunden leiten, daß mein Thränenfluß sich bald stillen muß. 4. Meines Glaubens Licht laß 12. Wenn ich mich aufs neu verlöschen nicht; salbe mich mit wiederum erfreu', freuest du dich Freudenöle, daß hinfort in mei auch zugleiche, bis ich dort in dei ner Seele ja verlösche nicht meinem Reiche ewiglich erfreu mich nes Glaubens Licht. mit dir aufs neu. 5. So werd' ich in dir bleiben 13. Hier durch Spott und Hohn, für und für; deine Liebe will ich dort die Ehrenkron'; hier im Hof 35 546 Anhang. fen und im Glauben, dort im dahin und keinen Schaden brin Haben und im Schauen; denn get dem, der fich stets mit Herz die Ehrentzon' folgt auf Spott und Sinn zu diesem Fürsten schwin und Hohn. get, der fröhlich spricht: ich leb 14. Jefu, bilf, baß ich allhier und ihr sollt mit mir leben für ritterlich Alles durch dich über und für, weil ich es euch erwor winde und in deinem Sieg em ben. pfinde, wie so ritterlich du gekämpft für mich. 5. Der Tod hat keine Straft nicht mehr, ihr dürfet ihn nicht 15. Du mein Preis und Ruhm, scheuen; ich bin sein Siegsfürft werthe Sarons Blum', in mir und sein Herr, deß sollt ihr euch soll nun nichts erschallen, als erfreuen; daju so bin ich euer was dir nur tann gefallen, wer Haupt, brum werdet ihr, wenn the Sarons. Blum', bu mein Preis ihr mir glaubt, als Glieder mit und Ruhm! mir leben. Mel. Nun freut euch, lieben 26. 6. Der Höllen Sieg, der ist auch mein, ich habe sie zerstöret; 933. e fröhlich alles weit es barf nicht fürchten ihre Pein, und breit, was bor. wer mich und mein Wort höret. mals war verloren, weil heut der Und weil des Teufels Macht und Herr der Herrlichkeit, den Gott Lift gedämpft, fein Kopf zertre felbft außerforen zum Sünden- ten ist, mag er ihm auch nicht büßer, der sein Blut am Kreuz| schaden. vergoffen uns zu gut, vom Tod ist auferstanden. 7. Nun, Gott sey Dant, ber uns den Sieg burch Jesum hat 2. Wie schön haft bu burch gegeben und uns den Frieden für deine Macht, du wilder Feind den Krieg und für den Tod das bes Lebens, den Lebensfürsten Leben erworben, ber die Sünd' umgebracht! Dein Stachel ist ber und Ted, Welt, Teufel, Höll gebens durch ihn geschossen, schnd- und was in Roth uns färget, der Feind, du hättest wahrlich überwunden! wohl gemeint, er würd' im Staube bleiben. Mel. Was mein Gott will bas ic. 934. 3. Nein, nein! er trägt fein Gott getreu, Saupt empor, ist mächtig durch halt seinen Bund, gedrungen durch deine Bande, o Mensch, in deinem Leben! Leg' durch dein Thor, ja hat im Sieg diesen Stein zum ersten Grund: verschlungen dich felbft, daß, wer bleib' ihm allein ergeben, denk an thn nur gläubt, von dir jett an den Kauf in deiner Tauf, da ein Gespötte treibt und spricht: er sich dir verschrieben bei seinem wo ist dein Stachel? Eid, in Ewigkeit als Bater dich 4. Denn deine Macht, die ift zu lieben. 547 Anhang. 2. Set Gott getreu, laß nicht reit, durch Buß' bei Seit nur ben Wind des Kreuzes dich ab wieder aufzustehen. febren. Ist er dein Vater, du sein Kind, was willst du mehr begehren? Dies höchste Gut macht rechten Muth; fann seine Huld dir werden: nichts Bessers ist, mein lieber Chrift, im Himmel und auf Erden. 3. Sey Gott getreu von Ju gend auf, laß dich kein' Lust noch Leiden in deinem ganzen Lebens lauf von seiner Liebe scheiden, fein' alte Treu' wird täglich neu, fein Wort steht nicht auf Schrau ben; was er verspricht, das bricht er nicht, das sollst du tühnlich glauben. 7. Sey Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden: er wird und kann in aller Noth dir treuen Beistand senden, und käm' auch gleich das höllsche Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibeft unbezwungen. 8. Wirft du Gott also bleiben treu, wird er fich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sey, wie er dir hat verheißen, und eine Kron' jum Gnadenlohn im Him. mel die auffeßen, da wirst du dich fort ewiglich in seiner Treu er gögen. 4. Seh Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesetzet; wenn er dich hält mit seiner Hand, wer ist, der dich verleget? 935. et mir tausendmal gegrüßet, der mich Wer seine Gnad zur Brustwehr je und je geliebt, Jefu, ber du hat, tein Teufel kann ihm schafelbst gebüßet das, womit ich dich den. Wo dies Stacket um einen betrübt. Ach! wie ist mir doch steht, dem bleibet wohl gerathen. so wohl, wenn ich knien und lie 5. Sey Gott getren, sein liebes gen foll an dem Streuze, da du Wort standhaftig zu bekennen, stirbeft, und um meine Seele wir fteb' fest darauf an allem Ort, beft. Mel. Bion klagt mit Ang se. laß dich davon nicht trennen. 2. Jch umfange, hers' und tüsse Was diese Welt in Armen hält, der gefränkten Wunden Zahl und muß Alles doch vergeben; fein die purpurrothen Flüsse deiner Füß liebes Wort bleibt ewig fort ohn' und Nägelmal'. O wer fann doch, alles Wanken stehen. schönfter Fürft, den so hoch nach 6. Sey Gott getreu, als welcher uns gedürft't, deinen Durst und fich läßt treu und gnädig finden; Liebsverlangen völlig fassen und streit unter ihm nur ritterlich, laß über dich den Sünden ja wi der Pflicht den Zügel nicht, wär umfangen. 3. Heile mich, o Heil der See. len, wo ich frank und traurig bin, ja der Fall geschehen, so set be- nimm die Schmerzen, die mich 35* 548 Anhang. quälen, und den ganzen Schaden 2. Glaube, Weisheit, Rath und hin, den mir Adams Fall gebracht Stärke, Furcht, Erkenntniß und und ich selber mir gemacht. Wird, Verstand, das find deiner Gott o Urzt, dein Blut mich nezen, heit Werke, dadurch wirst du uns wird sich all' mein Jammer feßen. bekannt, dadurch weißt du recht 4. Schreibe deine blutgen Wun- zu lehren, wie wir sollen Jesum den, mir, o Herr, ins Herz hin ehren. ein, daß fie mögen alle Stunden bei mir unvergessen seyn. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze rubt; laß mich stets zu deinen Füßen deiner Lieb' Gunst genießen. 5. Diese Füße will ich halten auf das Best' ich immer fann. Schaue meiner Hände Falten und mich selbsten freundlich an von dem hoben Kreuzesbaum, und gieb meiner Bitte Raum, sprich: laß all' dein Trauren schwinden, ich, ich tilg' all' deine Sünden! Mel. Schmücke dich, o liebe ze. 936. peif uns, o Gott, deine Kinder; tröste die be trübten Sünder; sprich den Segen zu den Gaben, die wir iho vor uns haben, daß fie uns zu diesem Le ben, Stärke, Kraft und Nahrung geben: bis wir endlich zu den Frommen an die Himmelstafel tommen. 3. Theurer Lehrer, Gottes Fin ger, lebr' und schreibe deinen Sinn auch ins Herz mir, deinem Jün, ger, setze dich auf mich auch hin, daß ich stets von deiner Fülle reich lich lern', was feh dein Wille. 4. Laß das Feuer deiner Liebe rühren meine Zung' und Mund, daß ich noch mit heißem Triebe Gottes Thaten mache fund, laß es Seel' und Herz entzünden, aus. zubrennen alle Sünden. 5. Leg' hingegen meiner Seele deine beilge Salbung bei, daß mein Leib auch von dem Dele dein geweihter Tempel sey; bleib auch bei mir, wenn ich sterbe, daß ich Christi Reich ererbe. 6. Strahl der Gottheit, Kraft der Höhe, Geift der Gnaden, wahrer Gott, böre, wie ich Armer flehe, das zu geben, was mir Noth, laß den Ausfluß deiner Gaben auch mein dürres Herze laben. Mel. Herr, ich habe miß gehandelt ze. 937. trahl der Gottheit, 938. der Höhe, Mel. O Jefu Chrift, meins Lebens ze. Pater unser im Him. melreich, der du uns Geift der Gnaden, wahrer Gott, Alle heißest gleich Brüder sehn und höre, wie ich Armer flebe, daß dich rufen an und willt das Beten zu geben, was mir Noth: laß von uns han: gieb, daß nicht bet den Ausfluß deiner Gaben auch allein der Mund; hilf, daß es mein dürres Serge laben. geb' aus Herzens Grund. Anhang. 549 8. Von allem Uebel uns erlöf'} es find die Zeit und Tage bös. Erlöse uns vom ewgen Tod und tröft' uns in der letzten Noth. Bescher' uns auch ein selig End'; nimm unsre Seel in deine Händ'. 2. Geheiligt werd' der Name] dein: dein Wort bei uns bilf hal ten rein, daß wir auch leben bei liglich, nach deinem Namen würdiglich. Herr, behüt' uns vor fal scher Lehr', das arm verführet Volt befelr'. 3. Es fomm' dein Reich zu die 9. Amen! das ist: es werde ser Zeit und dort hernach in Ewig. wahr! stärf unsern Glauben imteit. Der heilig Geist uns wohne merdar, auf daß wir ja nicht bei mit seinen Gaben mancherlei; zweifeln dran, was wir hiermit des Satans Zorn und groß Gegebeten han auf dein Wort, in walt zerbrich, vor ihm dein' Kirch dem Namen dein: so sprechen wir das Umen fein. erhalt. 4. Dein Will' gescheb, Herr Gott, zugleich auf Erden, wie im Himmelreich: gieb uns Geduld in Leidenszeit, Gehorsamseyn in Lieb und Leid; wehr' und steur' allem Fleisch und Blut, das wider dei nen Willen thut. In eigener Melodie. 939. erleib' uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist ja doch kein Ander nicht, der für 5. Gieb uns heut unser täglich uns könnte ftreiten, denn du un Brod und was man darf zur Leiser Gott alleine. Gieb unserm besnoth; behüt' uns, Herr, vor König und aller Obrigkeit Fried Unfried, Streit, vor Seuchen und und gut Regiment, daß wir un vor theurer Zeit, daß wir in guter ihnen ein geruhig und stilles tem Frieden stehn, der Sorg' und Leben führen mögen in aller Gott Geizes müßig gehn. seligkeit und Ehrbarkeit. Amen. In eigener Melodie. 6. All' unsre Schuld vergieb uns, Herr, daß fie uns nicht bes trüben mehr, wie wir auch un fern Schuldigern ihr' Schuld und Fehl vergeben gern. Rom Himmel hoch da Su dienen 940. tomm' ich her, ich mach' uns All bereit in rechter bring' euch gute neue Mähr, der Lieb und Einigkeit. guten Mähr bring' ich so viel, davon ich fingen und sagen will. 7. Führ' uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geift anficht. Zur linken und zur 2. Euch ist ein Kindlein heut rechten Hand hilf uns thun ftar geborn von einer Jungfrau aus ken Widerstand, im Glauben fest erkorn, ein Kindelein so zart und und wohl gerüst't und durch des fein, das soll eur Freud' und heilgen Geistes Troft. Wonne seyn. 550 Anhang. 3. Es ist der Herr Christ unser| Windelein, darauf bu, König fo Gott, der will euch führn aus aller groß und reich, herprangst, als Noth, er will eur Heiland selber wärs dein Himmelreich). seyn, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, bie Gott der Vater hat bereit, baß ihr mit uns im Himmelreich folt leben nun und ewiglich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrbeit anzuzeigen mir: wie aller Welt Macht, Ehr und Gut vor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut. 13. Ach, mein herzliebes Jesu5. Se merket nun das Zeichen lein, mach dir ein rein sanft Betrecht, die Krippen, Windelein so telein, zu ruhn in meines Herzens schlecht, da findet ihr das Kind Schrein, daß ich nimmer vergesſe gelegt, das alle Welt erhält und dein. trägt. 14. Davon ich allzeit fröhlich 6. Deß laßt uns Alle fröhlich sey, zu springen, fingen immer fehn und mit den Hirten gehn frei das rechte Susaninne schon, hinein, zu sehn, was Gott uns mit Herzensluft den süßen Lon. Hat beschert, mit seinem lieben Sohn becehrt. 15. Lob, Ehr feh Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn! deß freuen sich der Engel Schaar und fingen uns 7. Merk auf, mein Herz, und fieh dort hin: was liegt dort in bem Krippelein? Weß ist das solch neues Jahr. schöne Rindelein? Es ist das liebe Jefulein. 9. Ach Herr, bu Schöpfer aller Ding', wie bist du worden so ge. ring, daß du da liegft auf dürrem Graß, davon ein Rind und Esel aß? Mel. Dom Himmel hoch, da komm' ze." 8. Bis willkommen, du edler Gaft, den Sünder nicht verschmä. 941. Pom Himmel kam der ins Elend her ju mit; wie soll ich immer banken dir? Engel Schaar, er schien ben Hirten offenbar; fie fag. ten thn'n: ein Kindlein zart das liegt dort in der Krippen hart, 2. Zu Bethlehem in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat. Es ist der Herre Jesus Christ, der euer Aller Heiland ist. 10. Und wär' die Welt bielmal 3. Deß sollt thr billig fröhlich so weit, von Edelstein und Gold seyn, daß Gott mit euch ist wor bereit, so wär' fie dir doch viel zu den ein. Er ist geborn eur Fleisch flein, ju feyn ein enges Wiege- und Blut, eur Bruder ist das lein. ewig Gut. 11. Der Sammet und die Sei. 4. Was kann euch thun die ben bein das ist grob Heu und Sünd und Tod? Jhr habt mit Anhang. 551 euch den wahren Gott. Laßt zür- gen, mit Harfen und mit Chmnen Teufel und die Höll; Gotts beln schön. Von zwölf Perlen Sohn ist worden eur Gefell. find die Thore an deiner Stadt, 5. Er will und kann euch las wir stehn im Chore der Engel, sen nicht, seht ihr auf ihn eur' hoch um deinen Thron. Kein Suversicht. Es mögen euch Viel' Aug' bat je gefehn, fein Ohr hat fechten an: dem sey Trotz, ders nicht lassen kann. je gehört solche Freude; drum jauchzen wir und fingen dir das Hallelujah für und für. 6. Zuleht müßt ihr doch haben Recht, ihr sehd nun worden Gotts Geschlecht. Deß danket Gott in Ewigkeit, geduldig, fröhlich alle. zeit. In eigener Melodie. 943. In eigener Melodie. Das Gott thut, das ist wohlgethan, es bleibt gerecht sein Wille, wie er fängt meine Sachen an, will ich 942. achet auf! ruft uns ihm halten stille. Er ist mein die Stimme der Gott, der in der Noth mich wohl Wächter sehr hoch auf der Sinne: weiß zu erhalten, drum laß ich wach' auf, du Stadt Jerusalem! ihn nur walten. Mitternacht heißt diese Stunde; 2. Was Gott that, das ist fie rufen uns mit frohem Munde: wohlgethan, er wird mich nicht wo send ihr flugen Jungfrauen? Wohl aufl der Bräutgam femmt, fteht auf, die Lampen nehmt! Hallelujah! Macht euch bereit zu der Hochzeit, ihr müsset ihm ent gegen gehn! betrügen; er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnü. gen an seiner Huld und hab' Geduld, er wird mein Unglück wen den, es steht in seinen Händen. 2. Zion hört die Wächter fin gen, das Herz thut ihr vor Freude springen, fie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gna 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wehl bedenken; er, als ein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei; Gott ift getreu, drum will ich auf ihn ben start, von Wahrheit mächtig, bauen und seiner Gnade trauen. ihr Licht wird hell, ihr Stern 4. Was Gott thut, das ist geht auf. Nun komm, du werthe wohlgethan, er ist mein Licht und Kron', Herr Jesu, Gottes Sohn! Leben, der mir nichts Böses gön Hoflanna! Wir folgen All' zum nen kann, ich will mich ihm er Freudensaal und halten mit das geben in Freud und Leid, es Abendmahl. fommt die Zeit, da öffentlich er 3. Gloria fey bir gesungen mit scheinet, wie treulich er es mei. Menschen und mit Engel- Jun- net. 552 Anhang. 5. Was Gott thut, bas ist 4. Jch lag in schweren Banwohlgethan, muß ich den Kelch den, du kommst und machst mich gleich schmecken, der bitter ift nach los; ich stand in Spott und meinem Wahn, laß ich mich doch Schanden, du kommst und machft nicht schreden, weil doch zuletzt ich mich groß, und hebst mich hoch werd' ergößt mit süßem Troft im zu Ehren, und schenfft mir gros Herzen, da weichen alle Schmer- ßes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichthum thut. zen. 6. Was Gott thut, das ift wohlgethan, dabei will ich verblei ben; es mag mich auf die raube Bahn Noth, Tod und Elend trei ben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten, brum laß ich ihn nur walten. 5. Nichts, nichts hat dich ge trieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Pla gen und großen Jammerlaft, die fein Mund aus tann sagen, so fest umfangen haft. Mel. balet will ich dir geben 16. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei 944. Mie soll ich dich em- denen Gram und Schmerze fich pfangen und wie häuft je mehr und mehr; send unbegegn' ich dir? o aller Welt Ver. verzagt, ihr habet die Hülfe vor langen, o meiner Seelen Bier! der Thür: der eure Herzen labet Jesu, Jesu, fete mir selbst und tröstet, steht allhier! die Fadel bei, damit, was dich ergöge, mir fund und wissend fey. er mühen, noch sorgen Tag und 7. Jhr dürft euch nicht be Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen 2. Dein Zion ftreut dir Pal mit eures Armes Macht: men und grüne Zweige hin, und fommt, er kommt mit Willen; ich will dir in Psalmen ermunist voller Lieb und Luft, all' Angst tern meinen Sinn. Mein Herze und Noth zu ftillen, die ihm an foll dir grünen in ftetem Lob und euch bewußt. Preis, und deinem Namen bienen, so gut es tann und weiß 8. Auch dürft ihr nicht er. fchreden vor eurer Sündenschuld. 3. Was hast du unterlassen zu Nein! Jesus will fie decken mit meinem Troft und Freud? als seiner Lieb und Huld! Er kommt, Leib und Seele saßen in ihrem er fommt, den Sündern zum größten Leid, als mir das Reich Troft und wahren Heil, schafft, genommen, da Fried' und Freude daß bei Gottes Kindern verbleib lacht, da bist du, mein Seil, ihr Erb' und Theil. tommen, und haft mich frob ge macht. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind' und ihrer Anhang. 553 Zück? Jhr Herr wird sie zer groß, sprich uns berfelb aus Gnastreuen in einem Augenblick. Er den los, steb uns in unferm Elend fommt, er kommt, ein König, bei, mach uns von allen Plagen dem wahrlich alle Feind' auf Erfrei. den viel zu wenig zum Widerftande feynd. 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad' und füßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach! komm, ach! tomm, v Sonne! und hol' uns allzumal zum ew gen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. In eigener Melodie. 945. Menn wir in höchsten Nöthen seyn und wissen nicht, wo aus noch ein und finden weder Hülf noch Rath, ob wir gleich sorgen früh und spat: 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam seyn nach deinem Wert, dich allzeit preifen hier und bort. 946. erbe munter, mein Gemüthe, und ihr Sinnen, geht berfür, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat gethan an mir; da er mich den ganzen Tag vor so mancher Sorg' und Plag' hat erhalten und be schüßet, daß mich Satan nicht be schmiket. 2. Lob und Dank sey dir ge fungen, Vater der Barmherzigkeit, 2. So ist dies unser Troft al. daß mir ist mein Werk gelungen, lein, daß wir zusammen insge. daß du mich vor allem Leid und mein dich anrufen, o treuer Gott! vor Sünden mancher Art so ge um Rettung aus der Angst und treulich haft bewahrt, auch die Noth. 3. Und heben unser Aug' und Herz zu dir in wahrer Reu' und Schmerz, und suchen der Sünd' Vergebung und aller Strafen Linderung, 3n eigener Melodie. Feind' hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Keine Klugheit fann auß. rechnen beine Güt und Wunderthat, ja fein Redner fann ausfprechen, was dein' Huld erwiesen 4. Die du verbeißeft gnädiglich hat. Deiner Wohlthat ift zu viel, Allen, die darum bitten dich, im fie hat weder Maaß noch Ziel, ja Namen deins Sobns Jesu Chrift, du haft mich so geführet, daß kein der unser Heil und Fürsprech ist. Unfall mich berühret. 5. Drum fommen wir, o Herre 4. Dieser Tag ist nun bergan. Bott! und klagen dir all' unfre gen, die betrübte Nacht bricht an, Noth, weil wir jetzt stehn verlassen es ist hin der Sonne Prangen, so gar in großer Trübfal und Gefahr. uns All' erfreuen fann. Stehe 6. Sieh nicht an unsre Sündel mir, o Bater, bei, daß bein 554 Anhang. Slang stets vor mir sey und mein| dir bekleibe und auch schlafend faltes Herz erhize, ob ich gleich dein verbleibe. im Finstern fize. 5. Herr, verzeihe mir aus Gna den alle Sünd' und Missethat, die mein armes Herz beladen und mich mit Segen zu. 10. Laß mich diese Nacht em pfinden eine fanft und süße Ruh, alles Uebel laß verschwinden, decke Leib und fo gar vergiftet hat, daß auch Seele, Muth und Blut, Weib Satan durch sein Spiel mich zur und Kinder,( all' die Meingen) Hölle stürzen will; da kannst du Sab' und Gut, Freunde, Feind' allein erretten: strafe nicht mein und Hausgenossen seyn in deinen Uebertreten. Schuß geschlossen. 6. Bin ich gleich von dir ge 11. Ach! bewahre mich vor michen, stell' ich mich doch wieder Schrecken, schüte mich voz Ueber. ein, hat uns doch dein Sohn ver fall, laß mich Krankheit nicht auf glichen durch sein' Angst und Toweden, treibe weg des Krieges despein. Ich verleugne nicht die Schall, wende Feur und Was Schuld, aber deine Gnad' und sers. Roth, Peftilenz und schnellen Huld ist viel größer als die Sünde, Tod, laß mich nicht in Sünden die ich stets in mir befinde. fterben, noch an Leib und Seel verderben. 7. O du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Herrlich feit, dir will ich mich ganz befeh len diese Nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, da es nunmehr dunkel schier, da ich mich so sehr betrübe, tröfte mich mit deiner Liebe. 12. O du großez Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat, Jesu, den ich stets berehre, bleibe ja mein Schuh und Rath, und mein Hort, du werther Geift, der du Freund und Tröster heißft: höre boch mein sehnlichs Flehen: Amen, ja, es soll geschehen! 8. Schüße mich vors Teufels Netzen, vor der Macht der Fin fterniß, die mir manche Nacht zu fehen und erzeigen viel Verdrieß. Mel. Wer nur ben lieben Gott se. Laß mich dich, o wahres Licht, 947. Mer weiß, wie nabe wenn ich dich nur hab' im Herzen, führ ich nicht der Seele Schmerzen. Sin geht die Zeit, her fommt der Tod. Ach, wie geschwinde und 9. Wenn mein' Augen schon sich behende tann tommen meine Toschließen und ermüdet schlafen ein, desnoth! Mein Gott, ich bitt foll mein Herz dennoch beslissen durch Chrifti Blut, machs nur und auf dich gerichtet seyn. Mei- mit meinem Ende gut. ner Seele mit Begier träume stets, 2. Es kann vor Nacht leicht * Gott, von dir, daß ich fest an anders werden, als es am früs $_n 5@ It&. 555 hen Morgen war; denn weil ich gewogen, haft mich zum Kind geleb' auf dieser Erden, leb' ich in fteter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt 2c. nommen auf. Mein Gott, ich bitt' 2c. 10. Ich habe Jesu Fleisch ge geffen, ich hab' fein Blut getrun fen hier: nun fannst du meiner nicht vergessen, ich bleib' in thm und er in mir. Mein Gott, ich bitt' x. 3. Herr! lehr' mich stets mein End' bedenken, und wenn ich einftens sterben muß, die Seel' in Jesu Bunden senfen und ja nicht [ paren meine Buß'. Mein Gott, ich bitt 2c. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit fey für und für, und sage stets in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, tá bitt' 2c. 5. Mach mir stets zuckersüß den Simmel und gallenbitter diese Welt; gieb, daß mir in dem Welt. getümmel die Ewigkeit sey vurge stellt. 11. So komm mein End' heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt, ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt' c. 12. Jch leb' indeß mit ihm ver. gnüget und sterb', ohn' alle Küm merniß; mir gnüget, wie mein Gott es füget, ich glaub' und bin es ganz gewiß, durch deine Gnad' und Christi Blut, machst dus mit meinem Ende gut. Mein Gott, ich bitt' ic. 6. Ach! Vater, deck all' meine Sünde mit dem Verdienste Chrifti zu, darein ich mich fest gläubigel. Aomm Herr Jesu, sey unfer se. winde, das giebt mir recht ge wünschte Ruh'! Mein Gott, ich 948. Mir danken Gott für bitt seine Gab'n, die 7. Ich weiß, in Jesu Blut und wir von ihm empfangen hab'n. Wunden hab' ich mir recht und Wir bitten unsern lieben Herrn: wohl gebett't; da find' ich Troft er woll' hinfort uns mehr beschern, in Todesstunden und Alles, was und speisen uns mit seinem Wort: ich gerne hätt'. Mein Gott, ich daß wir satt werden hier und dort. bitt' 2. Ach lieber Gott, du wollft uns geb'n: nach dieser Welt das ewge 8. Nichts ist, das mich von Jefu scheide, nichts, es sey Leben Leb'n. Amen. oder Tod; ich leg' die Hand in feine Seite und sage: mein Herr und mein Gott. Mein Gott, ich bitt' ic. 3n eigener Aelobie. 949. Munderbarer König, 9. Ich habe Jefum angezogen Herrscher von uns schon längst in meiner beilgen Allen, laß dir unser Leb gefallen. Tauf, du bist mir auch dağer Deines Baters Gute haft du laf 556 anhang. sen triefen, ob wir schen von dir reinem Geifte dir Ehr' und Dienste wegliefen. Hilf uns noch, stärf leifte, die ich dir schuldig bin. uns doch, laß die Zunge fingen, laß die Stimme flingen. 3. Jch war ein wilder Reben, bu haft mich gut gemacht; der 2. Himmel, lobe prächtig deines Tod durchdrang mein Leben, du Schöpfers Thaten, mehr als aller haft ihn umgebracht und in der Menschen Staaten. Großes Licht Tauf erstickt, als wie in einer der Sonnen, schieße deine Strah. Fluthe, mit dessen Tod und Blute, len, die das große Rund bema der uns im Tod erquickt. len; lobet gern, Mond und Stern, feyd bereit zu ehren einen solchen Herren. 4. Du bist das heilge Dele, das durch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jefu 3. D du meine Seele, finge Chrift zum wahren Eigenthum, fröblich, finge! finge deine Blau zum Priester und Propheten, zum benslieder, was den Odem holet, König, den in Nöthen, Gott jauchze, preise, tlinge; wirf dich schüßt im Heiligthum. in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth; er ist nur zu loben hier und ewig droben. 5. Du bist ein Geist der lehret, wie man recht beten soll, bein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl; es steigt zum Him mel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der Allen helfen kann. 6. Du bist ein Geift der Freu den, von Trauren hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit dei nes Troftes Licht. Ach ja, wie manchesmal haft du mit süßen Worten mir aufgethan die Pfor ten zum güldnen Freudensaal. Mel. Don Gott will ich nicht laffen e. 950. Deuch ein zu meinen Thoren, sey meines Herzens Gast, der du, da ich ge boren, mich neu geboren baft, hochgeliebter Geift des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleiches Thrones, mit beiden gleich ge preift. 7. Du bist ein Geift der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Born, Bant, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen fich wieder thun zusam men, die voller 3wietracht seynd. 2. Beuch ein, laß mich empfin. den und schmeden beine Kraft, 8. Du Herr! haft selbst in Hän. die Kraft, die uns von Sünden den die ganze weite Welt, kannst Hilf und Errettung schafft. Ent Menschenherzen wenden, wie dir fündge meinen Sinn, daß ich mitles wohl gefällt: so gieb doch deine 4. Hallelajab bringe, wer den Herren fennet, wer den Herren Jefum liebet; Hallelujab finge, welcher Christum nennet, fich von Herzen ihm ergiebet. O wohl dir, glaube mir, endlich wirst du dro, ben ohne Sünd' ihn loben. Anhang. 557 Gnad' zum Fried' und Liebesban- und die Güter mit Segen für und den, verknüpf in allen Landen, für. Vertreib den bösen Geist, der was fich getrennet hat. fich dir widersehet und, was dein Herz exgößet, aus unserm Herzen 9. Erhebe dich und steure bem Herzleid auf der Erd', bring' wie reißt. der und erneure die Wohlfahrt 12. Gieb Freudigkeit und Stärke beiner Heerd'. Laß blühen, wie zu stehen in dem Streit, den Sa, zuborn, die Länder, so verheeret, tans Reich und Werke uns tägdie Kirchen, so zerstöret durch lich anerbeut; hilf tämpfen ritter Krieg und Feuerszorn. lich, damit wir überwinden und ja zum Dienft der Sünden kein Christ ergebe fich). 10. Beschirm die Polizeien, bau unsers Königs Thron, daß er und wir gedeihen, schmüd, als mit 13. Richt unser ganzes Leben einer Kron', die Alten mit Ver. allzeit nach deinem Sinn, und stand, mit Frömmigkeit die Ju- wenn wirs sollen geben ins To. gend, mit Gottesfurcht und Tu des Hände hin, wenns mit uns gend das Volk im ganzen Land. hier wird aus: so hilf uns fröh 11. Erfülle die Gemüther mit lich sterben und nach dem Tod reiner Glaubenszier, die Häufer ererben des eigen Lebens Haus. Verzeichniß der Lieder des Anhangs. 2. Nr. Nt. 913 914 Ach, bleib mit deiner Snade 877 Meine Seel', ermuntre bich 2ch, bleib bei uns, Herr Jesu 878 Meine Sorgen, Angst und Ach Gott und Herr: wie groß 879 Mit Ernst, e Menschenkinder 915 Ach! wie will es endlich 880 Mit Fried' und Freud' ich fahr' 916 Auf, auf! ihr Reichsgenoffen 881 Mitten wir im Leben find 917 918 Auf, ibr Chriften, Christi Aus Gnaden soll ich felig Uus tiefer Noth schrei ich zu D. 920 882 Mir nach, spricht Chriftus 883 N. 884 Nun bitten wir den heiligen 919 Nun Gott Lob! es ift Der Glaub ift eine Zuversicht 885 Nun jauchzet all', ibr Der Herr, der aller Enden 886 Nun ruhen alle Wälder Die wir uns allhier beisammen 887 D. Die Seele Chrifti heilge mich 888 D Durchbrecher aller Bande 923 921 922 925 O frommer und getreuer Gott 924 889 D Gott, du frommer Gott 890 Haupt voll Blut und O beilige Dreifaltigkeit 926 927 hilf! Christe, Gottes Sohn 928 D Lamm Gottes, unschuldig 929 O füßer Stand, o felig Leben 930 893 Welt! fteh hier dein Leben 931 894 898 Herr Gott, dich loben wir 899 Herr Jefu Chrift, dich zu uns 900 Herr Jesu Christ, mein Leben 901 Herzliebster Jefu Chrift Hofianna, Davids Sohn 895 Seelen Bräutigam, Jesu, 932 896 Seb fröhlich alles weit und 933 897 Gey Gott getreu, balt seinen 934 Seb mir tausendmal gegrüßet 935 Speif uns, o Gott, deine 936 Strahl der Gottheit, Kraft 937 B. Vater unser im Himmelreich 938 902 Berleib uns Frieden gnädiglich 939 903 Bom Himmel hoch da komm 940 Bom Himmel kam der Engel 941 Jch trau auf Gott in allen 904 W. Jefu, frommer Menschenheerden 905 Wachet auf! ruft uns die 942 Jefus Chriftus, unser Heiland 906 Was Gott thut, das ist 943 In allen meinen Thaten 907 Wie soll ich dich empfangen 944 In Christi Wunden schlaf ich 908 Wenn wir in höchsten Nöthen 945 Ift Gott für mich 909 Werde munter, mein Gemüthe 946 Wer weiß, wie nabe mir mein 947 Laß uns doch nicht begehren 910 Wir danken Gott für seine 948 Lobe den Herren, ben mächtigen 911 Wunderbarer König, Herrscher 949 Mache dich, mein Geift, bereit 912 Beuch ein zu meinen Thoren 950 2. Es glänzet ber Christen Es wollt uns Gott genädig Fabre fort:: Zion, fahre fort 891 Gelobet fehst du, Jefu Chrift 892 Gieb dich zufrieden und set Gott, der Vater, wohn' uns Gott des Himmels und der Gott, nur du bist meine Gott sep Dank durch alle Gott sey gelobet und gebenedeiet Inhalt. I. Allgemeine Bitten, II. Bom chriftlichen Gottesdienste III. Bekenntniß des Glaubens an Gott den Drei einigen. IV. Preis der göttlichen Eigenschaften V. Von der Schöpfung, Erhaltung und Regierung VI. Von Christe dem Erlöser im Allgemeinen. VII. Bon der Erscheinung und Geburt Jefu Chrifti VIII. Vom Leiden und Tode Jesu IX. Von der Auferstehung Chrifti X. Von der Himmelfahrt Jesu Chrifti XI. Von dem heiligen Geist XII. Von ber christlichen Kirche. XIII. Vom göttlichen Worte. XIV. Vom Gebet XV. Von der Taufe und Confirmation XVI. Bom heiligen Abendmahl XVII. Von der Buße XVIII. Bom Glauben XIX. Vom christlichen Leben und Wandel im Allge meinen XX. Liebe zu Gott und zu Chrifts XXI. Bertrauen auf Gott XXII. Lob und Danklieder. XXIII. Liebe zu dem Nächsten XXIV. Seligkeit der Christen in diesem Leben XXV. Bom Tode A. Morgenlieder B. Abendlieder ... Verzeichniß der Lieder Unbang Verzeichniß der Lieder des Anbangs. .. XXVI. Bom ewigen Leben. XXVIL Lieder für besondere Seiten und Verhältnisse: 100 .. .... C. Neujahrslieder. D. Jahreszeiten. E. Allgemeine Landes Angelegenheiten F. Besondere Lebensverhältnisse ...... Seite 1- 10 10- 18 18 22 22- 32 32- 44 45- 58 58-80 81-110 110-129 129-135 135-152 152-168 174 - 168 174-181 181-187 187-202 203-234 234-246 246-284 284-313 313-358 379 358 879-385 385-409 409-432 432-451 452-463 463 470 -477 470477-485 485-491 491-500 501-510 511-557 558 Von der Neunten Auflage dieses Gesangbuches sind drei Ausgaben in drei verschiedenen Schriftgrößen, die jedoch unter sich Seite auf Seite übereine ftimmen, beranstaltet, und jede Ausgabe auf dret verschiedenen Papierſorten gedruckt worden. Die Preise find für ein ungebundenes Exemplar, mit Einschluß des Anhanges: Bezeichnung der Ausgabe. auf gewöhn auf lichem weißem Druck Druck Schreib papier. papier. papier. me. pf. Mt. pf. ME. pf. me 88 75 85 121 Oktav- Ausg. mit gewöhnlicher Schrift Oktav Ausg. mit grober Schrift. Miniatur- Ausg. mit kleiner Schrift.. 1 40 Hieraus besonders für die Besißer der ersten 7 Auflagen des Gefangbuchs: Anhang zum Gesangbuch für Evangelische Gemeinen. Zwei Ausgaben, mit den früheren beiden Formaten übereinstimmend. 1853. Preis für das ungebundene Exemplar: 1 75 auf Velin 50 2 50 50 75 Oktav- Ausg. mit grober Schrift... Als Anhang zum Gesangbuch, in format und Ausstattung zu den teun verschiedenen Ausgaben desselben passend: Gebetbuch für Evangelische Christen. 1853. Mit Genehmigung des Hochwürdigen Consistorii der Provinz Brandenburg. 15 131 20 15 232 Ferner: Kirchenbuch für Evangelische Christen. 1854. --Daffelbe enthält: Ordnung( Liturgie) des Gottesdienstes an Sonn und Festtagen und bei der Feier des heiligen Abendmahles Die brei allgemeinen Glaubensbekenntnisse der christlichen Kirche Dr. Mar tin Luther's Kleiner Katechismus, als Gemeinde Bekenntniß der deutfchen evangelischen Kirche Die Augsburgische Confeffion, wie fie am 25. Juni 1530 von den protestirenden deutschen Fürsten und Ständen uiserlicher Majestät zu Augsburg überantwortet ist, als kirchliches Bekenntniß der deutschen evangelischen Kirche. Berlin, Stereotypdruck von H. Blanke. Preis für das ungebundene Exemplar vom Gebetbuch oder Kirchenbuch: Oktav- Ausg. mit gewöhnlicher Schrift. Oktav- Ausg. mit grober Schrift. Miniatur- Ausg. mit kleiner Schrift 20 40 20 30 60 30 2 HEADE Inches Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 15 44 6 7 Farbkarte# 13 Green 3 8 Yellow 9 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White | 16| 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 80