Gb 369 Hausbuchbinderei d. Univ.Bibliothek Giessen 30.4.82 Nur zur Benutzung im Lesesaal 61363450 Gesangbuch z u m ottesdienstlichen Gebrauche Reformirten Gemeinden der in Kurpfa! 3. D 36935 Mit Romish Kaiserlichen auch Kurfürftlich Pfälzischen allergnädigsten Privilegien. Verlegts Heinrich Valentin Bender, Buchhandler in Mannheim. Heidelberg, gebruckt bey Johann Baptist Biesen, Universitätsbuchoruder, 173, Gb 369 Univ.- Bibli Giessen PRIVILEGIUM CAESAREUM ir Joseph der Andere, von Gottes Mi Gnaden Erwählter Römischer Kaiser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, König in Germanien, zu Jerusalem, Hune garn, Böheim, Dalmatien Croatten, Sclavonien, Gallizien und Lodomerien, Erzherzog za Destreich, Herzog zu Burgund and Lotharingen, Großherzog zu. Toskana, Großfürst zu Siebens burgen, Herzog zu. Mayland, Mantua, Parma, gefürsteter Graf zu Habsburg, zu Flandern, zu Tyrol zc. Bekennen offente lich mit diesem Brief, und thien kund allermänniglich, daß Uns Heinrich Valentin Bender Bachhändler in Mannheim in Unterthäs nigkeit zu vernehmen gegeben, was Gestalten er ein neues Gesangbuch, zum Gebrauch der reforimirten Gemeinden in Oct 30 zum offe nen Druck zu beförderen entschlossen sey, hierbei aber von gewinnsich tigen Leuten einen ihme schädlichen Nachdruck beforge, zu dessen Verhütung Uns derselbe um Ertheilung Unsers Kaiserlichen Drucks Privilegii allerunterthänigst bitte: Wenn Wir nun gnädiglich ans gesehen solche des Supplikanten demüthig ziemliche Bitte, so haben Wir ihme die Gnade gethan, und Freiheit gegeben, thun auch solches hiermit wiffentlich, in Kraft dieses Briefs, also und vergestalten, daß derselbe, seine Erben, und Nachkoms men gedachtes Gesangbuch in offenem Druck auflegen, ausgehen, hin und wieder ausgeben, feilhaben, und verkaufen lassen, auch thnen solches niemand, ohne ihren Consens, Wissen, oder. Wil len; innerhalb zehn Jahren, von dato dieses Briefs an zu rech nen, im heiligen Römischen Reich, weder unter diesem, noch anderm Titul, oder Format nachdrucken, und verkaufen felle Und gebieten darauf allen und jeden Unsern und des helligen Reichs Unterthanen, und Getreuen, insonderheit aber allen Buchdruckern, Buchführern und Buchhändlern, bei Vermeidung einer Poen von fünf Mark lothigen Goldes, die ein jeder, so oft er freventlich hierwider thate, Uns halb in Unsere Kaiserliche Kammer, und den andern halben Theil besagtem Bender oder feinen seinen Erven, und Nachkommen, unnachläßlich zu bezahien verz fallen seyn solle; hiermit ernstlich, und wollen, daß ihr, noch einiger aus euch selbst, oder jemand von euertwegen obangeregtes Gesangbuch innerhalb den bestimmten zehen Jahren nicht nachdrucket, noch auch also Nachgedruckter distrahiret, feilhabet, um traget, oder verkaufet, noch auch solches andern zu thun gestattet, in feine Weise noch Wege, alles bei Vermeidung Unserer Kaiserlichen Ungnade, obbestimmter Poen, und Verliehrung des selben neuern Druck's, den vielgenannter Bender, dessen Erben und Nachkommen, oder deren Befehlshabern, mit Hilf und Zuthun eines jeden Orts Obrigkeit, wo sie dergleichen bei euch, und einen jeden finden werden, also gleich aus eigner Gewalt, ohne Verhinderung männiglichs, zu sich nehmen und damit nach ihrem Gefallen handlen und thun mögen. Jedoch solle er Bender schuldig, und gehalten seyn, die gewöhnliche fünf Exemplaria von diesen Buch bei Verlust dieses Privilegii zu Unserm Kaiserlichen Reichshofrath einzuliefern, und dasselbe andern zur Warnung dem Buch vordrucken zu lassen. Mit Urkund dieses Briefs bes siegelt mit Unserm Kaiserlichen aufgedruckten Sekret- Insiegel. Der geben ist zu Wien den zehnten Augusti, Anno siebenzehnhundert vier und achtzig. Unserm Reiche des Romischen im eins und zwanzigsten, des Hungarischen und Böhmischen im vierten, Phot hreschonnen JOSEPH. Vt. R. Sürst Colloredo mppria. T Gr Pi ( L.S.) Offrff Ad Mandatum Sacræ Cæfareæ Majeftatis proprium. Ign. v, Hofmann. Abschrift. Mir Karl Theodor von Gottes Gnaden Pfalzgraf bey Rhein, Herzog in Ober- und Nieders bayern, des heiligen Römischen Reichs Erztruchses und Kurfürst, zu Gülch, Eleve und Berg, Herzog, Landgraf zu Leuchtenberg, Fürst zu Mirs, Marquis zu Bergen op Zoom, Graf zu Beldenz, Sponheim, der Mark und Ravensberg, Herr zu Navenstein 2c. 2c. Bekennen öffentlich mit diesem Briefe, und thuen fund jedermanniglich; Nachdem bey uns der Buchhändler zu MannheimHeinrich Valentin Bender seines bessern Aufkommens willen, um ein Privilegium exclufivum zum Verlage des in unserer Kurpfalz eingeführt werdenden neuen allgemeinen reformirten Gesangbuchs unterthänigst angesuchet, daß Wir dessen Bitte, nach darüber von unserm kurpfälzischen Kirchenrathe eingezogenem Bericht in Gnaden statt gethan, fortgedachtem Bender das nachgesuchte Privilegium dergestalt ertheilet haben, daß selbiger, unter denen zwis fchen erwehntem Kirchenrathe und Ihme vereinbarten Bedingnis fen, jenes Gesangbuch seinem unterthänigsten Begehren gemås, in offenem Druck ausgehen, hin und wieder feil haben, und verz kaufen lassen, auch dieses Gesangbuch niemand in unsern Kurund Fürstlichen sämtlichen Landen nachdrucken, noch ohne Wissen und Willen ersagten Benders, verkaufen, einführen und debitiren moge. Wie wir dann gegenwärtiges Privilegium hiermit, und Kraft dieses, gnädigst ertheilen, annebenst allen in unsern samt: lichen Landen ansässigen Buchhändlern, Buchdruckern, und sonst jedermänniglich hiermit ernstlich gebieten, daß sie, oder jemand von ihrentwegen, befragtes Gesangbuch, weder in dem heraus gegeben werdenden Format nachzudrucken, noch einzuführen, zu distrahiren, oder zu verkaufen sich unterfangen sollen, bey Vermeidung meidung Unserer kurfürstlichen Ungnade, und hundert Ducaten Geldstrafe,( wovon die eine Hälfte Unserm Aerario, die andere Halbscheid aber ihme Bender zufallen solle) auch Verlust des Nachdrucks, welchen er Bender, oder dessen Bevollmächtigte, mit Hülfe und Zuthun eines jeden Orts Obrigkeit, wo dergleichen wird gefunden werden, alsogleich aus eignem Gewalt, ohne männiglichen Verhinderung zu sich zu nehmen, fort, damit nach Gefallen zu handlen, und zu thuen, befugt zu seyn, wir hierz durch erklären, weß Endes auch, andern zur Nachricht und Wars nung, dieses Unser kurfürstliches Privilegium in oft angeregtem Gesangbuch wird vorangedrucket werden. Urkund Unserer eigens håndigen Unterschrift, und beygesetzten geheimen Kanzles Secrets Insiegels, München am 30. Jenner 1783. Karl Theodor, Kurfürst. vt. Freyherr von Oberndorff. ( L.S.) Ad Mandatum Sereniffimi Domini Elect. proprium. Reibeld. Vor Priteucd 35 Borred c. & s würde überflüssig seyn, ein Wort zur Vertheis digung der Herausgabe dieses neuen Gesangbuchs zu sagen. Alle aufrichtige Freunde eines vernünftigen Gottesdienstes in unsern Gemeinden, und besonders alle einsichtsvolle Prediger unserer vaterländischen Reformirten Kirche haben die Fehler und Mångel des bisher unter uns gebräuchlich gewesenen Gesangbuchs schon lange eingesehen, und deswegen eine zweckmäffie gere, der Würde unserer allerheiligsten Religion und dem Geiste unseres Zeitalters angemeßnere Einrichtung deffelben, oder vielmehr ein neues, nach dem Bedürfs niß und Geschmacke unserer Zeiten eingerichtetes Ges sangbuch sehnlichst gewünschet; Unverständige und eis gensinnige Leute aber, welche mit einem blinden Vors urtheile für das Alte, was sie von Jugend auf aus wendig gelernet, gesungen und gebetet haben, einges nommen sind, und jede, noch so gute und zweckmäffiz ge, Veränderung in dergleichen Dingen für gefährliche Neuerung halten, würden durch die stärksten und triftigsten Gründe, welche man ihnen vorlegen könnte, doch nicht überzeuget werden, sondern müssen nach und nach durch den Gebrauch des Buches selbst von ihrem irrigen Wahne befreyet werden. Um indessen Jedermann in den Stand zu setzen, diefes neue Gesangbuch aus dem gehörigen Gesichts21 4 punkte 8 Vorrede. punkte zu beurtheilen, hat man für nöthig erachtet, dem Publikum diejenigen Grundsätze, welche man sich bey der Wahl der in daffelbige aufzunehmenden Lieder zur Regel gemacht hat, hier kürzlich vorzulegen. Da das Gesangbuch bey den meisten Christen nebst der Bibel die einzige Quelle ihrer Belehrung und Ers bauung ist, so hat man es für unumgängliche Pflicht gehalten, daben auf diese Klasse von Menschen, wels che ben weitem den grösfesten Theil der christlichen Ges meinden ausmacht, vorzügliche Rücksicht zu nehmen, und deswegen 1.) Bey der Wahl der Gesänge nicht so wohl auf dichterische Schönheiten und Stärke der Gedans ken und des Ausdrucks, als vielmehr auf edle Einfalt, Richtigkeit und Faßlichkeit derselben gesehen. Aus eben dem Grunde hat man 2.) diejenige alte, allgemein bekannte und beliebte Lieder unseres bisherigen Gesangbuchs, welche entwes der schon glücklich verbessert waren, oder durch Vers änderung einzelner Wörter und Redensarten leicht so verbessert werden konnten, daß sie nichts anstöffiges mehr enthielten, beybehalten, wenn sie gleich übrigens keine vorzügliche dichterische Schönheiten hatten. Das hingegen aber 3.) alle diejenige Lieder, welche unrichtige, der Hoheit und Würde der Religion nicht angemessene Vorstellungen von Gott und göttlichen Dingen, oder niedrige, tåndelnde, dunkle, übertriebene und mystis sche Bilder und Redensarten enthielten, welche den gemeinen Mann leicht zu Irrthümern verleiten, den einsichts- und geschmackvollen Christen aber Anstoß und den Leichtsinnigen Veranlassung zu zerstreuenden Nes bene Vorrede. 9 benvorstellungen, oder wohl gar zum Gespötte über die Wahrheiten der göttlichen Religion Jefu geben konnten, gänzlich ausgelassen und verbannet. Ja, man hat die Sorgfalt in diesem Stücke so weit getrieben, daß man hin und wieder in ganz guten Liedern einzelne Ausdrücke und Redensarten, die an sich ganz unschul dig waren, blos wegen einer möglichen Mißdeutung abgeändert, und mit anderen bestimmteren vertauschet hat. Endlich 4.) hat man sich auf das sorgfältigste bemühet, alle zu kühne, dem gemeinen Ohre ungewöhnliche Wendungen in den Wortfügungen und Wortversekuns gen zu vermeiden, und alle merkliche Fehler gegen die Gesetze der Sprachrichtigkeit, des Sylbenmaaßes und des Wohlklanges hinweg zu räumen. Die meisten Lieder dieses Gesangbuches sind, jes doch manchmal mit einigen kleinen Abänderungen, wozu man besondere gute Gründe zu haben glaubte, theils aus einzelnen Sammlungen geistlicher Lieder und Gedichte, theils aus den besten neuen Gesangbüchern, dem Berlinischen, Anspachischen, Hessenkaffelischen, Leipziger und Göttingischen zusammengetragen wors den, und nur wenige bisher noch nicht gedruckte, hins zugekommen. Was den Plan und die innere Einrichtung deffels ben betrifft, so hat man es, wie aus dem, dieser Vors rede nachstehenden, Inhalte zu ersehen ist, in vier Hauptabtheilungen eingetheilet. Die erste enthält allgemeine Lob- und Danklieder, als die älteste und feyerlichste Art gottesdienstli cher Gefänge. Die zweyte: Lob- und Gebetlieder nach Anleitung der vornehmsten Lehren des christlichen Glaue A 5 Vorrede. Glaubens. Die dritte: Lob- und Gebetlieder nach Anleitung der christlichen Sittenlehre, und endlich die vierte: Lieder für die verschiedenen Stånde, Gesellschaften und Lebensarten, für besondere Zeiten, Uma stånde und Schickungen Gottes im menschlichen Leben, und bey besondern persönlichen Begebenheiten. IO Aus diesem Verzeichnisse des Inhalts, und den jeder Hauptabtheilung untergeordneten allgemeinen und besonderen Rubriken sieht Jedermann von selbst ein, was für einen Vorzug dieses neue Gesangbuch vor dem alten sowohl in Ansehung der Ordnung, in welcher die Lieder auf einander folgen, als auch in Ansehung der Vollständigkeit habe. Diese gröffere Vollständig keit hat man bey einem Buche, das nicht allein zum Gebrauch bey dem öffentlichen Gottesdienste, sondern auch für die Privatandacht eines jeden Christen ins besondere bestimmet ist, für wesentlich gehalten, und Deswegen nicht allein die Anzahl der besonderen Rubriken sehr vermehret, sondern auch über einerley Materie mehrere Lieder eingerückt, weil die Erfahrung lehret, daß verschiedene Vorstellungsarten einer und eben derselben Sache bey der grossen Verschiedenheit der Fassungskraft und Denkungsart der Menschen ihren groffen Nußen haben, und der eine durch diese, der andere durch jene mehr erwecket und gerühret werde. Dadurch ist nun freylich die Anzahl der Lieder um ein Beträchtliches gröffer geworden, als blos zum Behufe des öffentlichen Gottesdienstes nöthig gewesen wåre; Indessen hofft man, daß, wo nicht alle, doch wenigstens die meisten Glieder unserer Gemeinden, für welche dieses Gesangbuch vorzüglich bestimmet ist, die dadurch verursachte geringe Erhöhung des Preises durch die gröffere Nutzbarkeit desselben zum allgemei nen Gebrauche für reichlich ersetzt halten werden. Die ganz II Vorrede. ganz Armen werden ohnehin aller Orten in unserm Vaterlande zu Anschaffung der Gefang und anderen Erbauungsbücher aus den Allmosen unterstüket. Da viele Lieder in dieses Gesangbuch haben aufs genommen werden müssen, wozu keine schickliche Mes lodien in unserm bisherigen Choralbuch zu finden was ren, so hat man zu diefen neue verfertigen lassen; Und da überhaupt eine schöne Melodie, wenn sie mit dem Inhalte des Gesanges übereinstimmt, ungemein viel Kraft hat, das Herz zu warmen und lebhaften Empfins dungen der Andacht zu erheben, so hat man ausserdem die alten, beybehaltenen Melodien überall, wo es nd thig war, verbessern, und noch verschiedene neue hins zufügen lassen, damit man fernerhin nicht genöthiget wåre, Lieder von ganz verschiedenem, und manchmal gerade entgegengesettem Inhalte nach einerley MeloDie zu singen. Alle diese, theils neu verfertigte, theils nur vers ånderte Melodien aber hat man zum Nußen der Jus gend in den Schulen, und zur Erleichterung des Ges fanges in den öffentlichen Versammlungen, dem ers sten Verse derjenigen Lieder, nach welchen sie eigents lich eingerichtet sind, in Noten beydrucken lassen, bey dem allen aber doch dafür gesorgt, daß, wie sehr auch Druck und Papier seit einiger Zeit in ihren Preisen ges stiegen sind, dieses neue Gesangbuch, welches beyna he eben so viele Lieder enthält, und einen weit schönes ren Druck und besseres Papier hat, als das alte, una gefähr um eben denselben Preis zu haben ist, als jenes. Die mit diesem Gesangbuche zugleich aus der Presse kommende, und eigentlich zu einem Anhange deffelben bestimmte kleine Sammlung von Gebeten hat man, nach dem Beyspiele der Herausgeber des Vers Vorrede. Berlinischen Gesangbuchs, mit einem besonderen Tie tel und mit eignen Seitenzahlen abdrucken lassen, theils, damit Niemand genöthiget wäre, sie wider seinen Willen mit dem Gesangbuche zu kaufen, theils aber auch, damit ein jeder, wer wollte, sich dieselbe zu einem besonderen Gebrauche besonders anschaffen Fönnte. 12 Der Herr verleihe allen denjenigen, welche sich dieses Buches zu ihrer Erbauung, sowohl bey dem öf fentlichen, als häuslichen Gottesdienste bedienen wer den, die Gnade, daß sie durch den frommen Gebrauch desselben in seiner Erkenntniß und Verehrung immer mehr aufgeklåret und bevestiget, und zu einer vernünftigen, ihm wohlgefälligen, Andacht erwecket werden mögen! Heidelberg den 27sten des Christmonaths 1784. Inhalt. Inhalt. Erste Hauptabtheilung. Allgemeine Lob- und Danklieder. Num. 1-26 Zweyte Hauptabtheilung. Lob- und Gebetlieder nach Anleitung der vors nehmsten Lehren des christlichen Glaubens. I. Von Gott und seinen Eigenschaften überhaupt. II. Von Gottes Eigenschaften insbesondere. 1. Unermeßlichkeit und Ewigkeit Gottes, 2. Unveranderlichkeit Gottes. 3. Von der Allwissenheit Gottes. 4. Von der Allgegenwart Gottes. 5. Von der Allmacht Gottes. 6. Von der Weisheit Gottes. 7. Von der Güte Gottes. 8. Von der Seiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. 9. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. 10. Von der Geduld und Langmuth Gottes. III. Von der Schöpfung. IV. Von der göttlichen Vorfehung in Erhaltung und Regierung der Welt. V. Von der Natur, ursprünglichen Würde und Bestimmung des Menschen. VI. Von dem Falle und daher rührenden Elende der Menschen. VII. Von der Erlösung der Menschen durch Christum. VIII. Von der Person des Erlösers. IX. Von der Menschwerdung und Geburt Jefu. 27 31 32-34 35-37 38-41 42. 43 44-46 47= 49 50= 55 56-58 59.60 61. 62 63-68 69-85 86-92 93 97 98-102 103- 106 I: Ud 14 Inhalt. 1. Adventslieder. 2. Weihnachtslieder. X. Von dem Lehramte und Wandel Jefü auf Erden. XI. Von dem Leiden, Tode und Begråbniß Jesu. 1. Das Leiden Jefu am Oehlberge. 2. Die Gefangennehmung Jesu. 3. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüns Regierung Jesu. XIV. Von dem heiligen Geiste und seinen Gnadenwirkungen. XV. Vom Worte Gottes. XVI. Von den Sakramenten. I. Von der heiligen Taufe. II. Von dem heiligen Abendmahle. 107= III 112= 123 gern. 140 4. Ueber Petri Verläugnung. 141 5. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte. 142. 143 6. Ueber die Verurtheilung Jesu. 144 7. Das Leiden Jesu am Kreuße. 8. Tod Jesu. 9. Begräbniß Jefu. XII. Von der Auferstehung Jesu. XIII. Von der Himmelfahrt und seeligen 1. Vorbereitungslieder. 2. Lieder bey dem Gebrauche des heiligen Abendmahls. 3. Danksagungslieder nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. XVII. Von dem Glauben an Gott und Jes fum. XVIII. Von der Vergebung der Sünden, oder von der Rechtfertigung. XIX. Von der Glückseeligkeit wahrer Christen in diesem Leben. 124 129 130 137 138 139 145= 151 152= 154 155-157 158-169 170177 178-189 190/200 201 203 204 207 208 212 213= 216 217, 218 219: 224 225 231 232 240 XX. Von Inhalt. XX. Von der christlichen Kirche. XXI. Vom Tode. XXII. Von der Auferstehung der Todten. XXIII. Von dem allgemeinen Weltgerichte. XXIV. Von der Ewigkeit überhaupt. XXV. Von den verschiedenen Schicksalen der Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 15 241 249 250-261 262-267 268-274 275-279 280 290 Dritte Hauptabtheilung. Lob- und Gebetlieder nach Anleitung der christlichen Sittenlehre. I. Von der Gottesfurcht, der Tugend, und der Rechtschaffenheit überhaupt. 1. Von der Richtschnur der Sandlungen, oder dem Gesetze. 2. Dom innern Richter der Sandlungen, oder dem Gewissen. 3. Dom christlichen Bestreben nach der Gewis fenhaftigkeit. II. Von unseren Pflichten gegen Gott und den Erlöser Jefum Christum. 1. Von der Erkenntniß Gottes. 2, Von der Surcht Gottes und dem ehrerbie: tigen Gebrauche seines Llamens. 318-321 3. Von dem Eide und wider den Meineid. 322 324 4. Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 325-328 329 330 5. Von der Freude in Gott. 6. Vom Gehorsam gegen Gott und Ergebung in seinen Willen. 7. Vom Vertrauen auf Gott, und von der Ge duld im Leiden. 8. Von dem Lobe Gottes. 9. Von der rechten Art des Lobes Gottes, 10. Vom Gebete zu Gott. 291 300 301 304 305-307 308-312 313-317 331 338 339 349 350= 354 355 356-361 II. Don 16 Inhalt. II. Von der rechten Art des Gebets. 12. Christliche Gesinnungen gegen Jesum, den Seiland der Welt. 13. Von der Nachfolge Christi. 14. Von der Treue gegen den Seiland. III. Von den Pflichten gegen uns selbst. 1. Von der Selbstliebe. 2. Von der Selbsterkenntniß u. Selbstprüfung. 3. Von der Sorge für die Seele überhaupt. 4. Von der Busse und Bekehrung. 5. Aufmunterung zur Bekehrung. 6. Wider den Aufschub der Bekehrung. 7. Entschluß zur Bekehrung. 8. Von der Seiligung und Uebung in guten Werken. a. Von der Nothwendigkeit der guten Werke. b. Von der Quelle der guten Werke. c. Um Besserung des Lebens. 9. Bitte um das wahre Christenthum. 10. Von der Beharrlichkeit und Wachsthum im Guten. II. Erweckung zur Beharrlichkeit im Guten. 12. Die Vortheile der Standhaftigkeit im Guten. 13. Von der Sorge für den Leib und dessen guten Gebrauche. a. Sorge für den Leib. b. Måffigkeit. c. Keuschheit. 14. Von dem rechten Verhalten gegen die zeitlichen Güter, oder wider den Geitz und die Verschwendung. 15. Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeit: lichen Bertife. 16. Von der Genügsamkeit und Zufriedenheit. 17. Von der Ablegung des irrdischen und lebung des himmlischen Sinns. 362 363 364 365-367 368-370 371, 372 373. 374 375-376 377 382 383 385 386. 387 388-390 391-393 394.395 396.397 398 399 400. 401 402 403 404. 405 406.407 408.409 410-412 413 415 416-418 419-422 423 424 IS. Von Inhalt. 18. Von der wahren Ehre und Sorge für den guten Namen. 19. Von dem rechten Gebrauche des Lebens, 20. Von dem rechten Gebrauche der Zeit. 21. Von der Vorbereitung zum Tode, und des sen christlicher Erwartung. a. Kürze des Lebens. b. Die bestandige Erinnerung des Todes. c. Wider die Surcht des Todes. d. Freudiges Verlangen nach dem Tode. e. Sterbelied eines frommen Christen. IV. Von den Pflichten gegen den Nächsten. 1. Menschenliebe überhaupt. 2. Von der Sorge für des Nächsten Seele. 3. Von der Sorge für des lächsten Leib, Ligenthum und Ehre. 4. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. 5. Von der Theilnehmung an dem Glück des Nächsten und der Dienstfertigkeit. 6. Von der Barmherzigkeit und Wohlthätigkeit. 7. Von der Bescheidenheit, und Demuth gegen andere. 8. Von der Leutseeligkeit und Gefälligkeit. 9. Von der Sanftmuth und Friedfertigkeit. 10. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. II. Von der Dankbarkeit gegen Wohlthäter. 12. Von den Pflichten und dem Glück der Freundschaft. 13, Von der Liebe und Versöhnlichkeit gegen Seinde. 14. Sürbitte für Zweifler und Unglaubige. 15. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod der Frommen. 16. Von den Gefinnungen des Christen über den Tod derer, die in Sünden und Unglauben gelebt haben. 17 425.426 427-429 430, 43 432-434 435-436 437-439 440 441 44² 443-448 449.450 451 453 454 455 456.457 458.459 460 461 462.463 464-466 467 468-470 471 472 473 474 475-476 Viers 18 Inhalt. Vierte Hauptabtheilung. Von den Pflichten der Christen in allen Stånden, besonderen Zeiten, Lebensarten und Umständen. Lieder für die christlichen Stände, Gesellschaften und Lebensarten. I. Vom obrigkeitlichen Stande. I. Sürbitte für die Obrigkeit. 2. Von den Pflichten der Obrigkeit. II. Von den Pflichten und Gesinnungen der Unterthanen. III. Vom Lehrstande. IV. Pflichten der Lehrer und Fürbitten für sie. V. Bey der Einführung eines Predigers. VI. Vom Hausstand. 1. Lieder für Eltern. 2. Lieder für Kinder. 3. Gesinnungen frommer Eltern. 4. Gesinnungen frommer Kinder. 5. Gesinnungen guter Serrschaften. 6. Gesinnungen guter Dienstboten. 7. Lied für Wittwen und Waysen. 8. Für junge Leute, die in Fümmerlichen Ümständen sind. 9. Sur Arme. 10. Surs hohe Alter. II. Sür den Landmann. 12. für alle Arbeiter. 13. Sür die Handlungs- und Gewerbleute. 14. Sür die Künstler. 15. Sür die Gelehrten. 16. Sür die Kriegsleute. 17. Sürbitte für Kranke. 18. Sürbitte für Sterbende. VII. Lieder für besondere Zeiten, Umstände und Schickungen Gottes. 1. Neujahrslieder. 2, Sonntagslieder. 477-478 479.480 481. 482 483.484 485. 486 487 488.489 490.491 492, 493 494 495 496 497 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509-514 515= 524 VIII. Inhalt. VIII. Morgen- und Abendlieder. 1. Morgenlieder. 2. Morgenlied im Leiden. 3. Abendlieder. 4. Abendlied am Ende der Woche. 5. Abendlied im Leiden. IX. Tischlieder. 1. Vor dem Effen. 2. Nach dem Essen. X. Von den vier Jahrszeiten. 1. Srühlingslied. 2. Sommerlied. 3. Serbstlied. 4. Winterlied. XI. Witterungslieder. 1. Um Regen bey grosser Dürre. 2. Danklicd für verliehenen Regen. I. Bey sparsamer Erndte. 2. Danklieder für die Erndte. XIV. Bey Donnerwettern. Beym Gewitter. Nach dem Gewitter. XV. Ben ansteckenden Seuchen. XVI. Danklied nach ansteckenden Seuchen. XVII. Ben und nach einem gewaltigen Erdbeben. XVIII. Jn theurer Zeit. XIX. Nach geendigter Theurung. XX. Buß und Bettagslieder. 19 525-530 531 532= 536 XXV. In Wassersnöthen. XXVI. Nach geendigter Wassersnoth. 2 537 538 3. Um Sonnenſchein. 4. Nach erlangtem Sonnenschein. XII. Um Seegen der Feld- und Landfrüchte. 551.552 XIII. Erndtelieder. 539- 540 541 542 543 544 545 546 547 548 549 550 553 554-555 556= 558 559 560.561 562 563 564 555 566.567 XXI. In allgemeiner Noth. 568.569 XXII. Nach Abwendung gemeiner Noth. 570.571. XXIII. Bey Feuersnöthen. 572 XXIV. Nach der Feuersgefahr. 573 574-576 577 XXVII. 20 Inhalt. XXVII. In Kriegszeiten. XXVIII. Nach erlangtem Frieden. XXIX. In Krankheiten. XXX. Nach wiedererlangter Gesundheit. XXXI. In Todesndthen. XXXII. Bey Begräbnissen. XXXIII. Danklieder für allgemeinen und besonderen Landesseegen. 1. Sür allgemeinen Seegen. 2. lleber einer reichen Erndte. 3. Uleber einer guten Weinlese. 4. Am Friedensfeste. 5. Sür Gewissensfreyheit und Religionsoul: Sung. 6. Für den Flor der Wissenschaften, der handlung und Gewerbe. 7. Sür allgemeine Aufklärung und christliche Gesinnungen. XXXIV. Lieder bey besonderen persönlichen Begebenheiten. 1. Um Geburtstage. 2. Bey der Taufe eines Kindes. 3. Nach der Taufe eines Kindes. 4. Um Tage der heiligen Confirmation. 5. Lied eines Jünglings. 6. Lied eines jungen Frauenzimmers. 7. Vor und auf der Reise. 8. Nach der Reise. 9. Um Tage des anzutretenden Amtes und zeitlichen Berufs. 10. Dom Ehestande und für Eheleute. 11. Vor der Linseegnung neuer Eheleute. 12. Nach der Trauung derselben. 13. Beym frühen Absterben der Eltern. 14. Um Sterbetage eines lieben Kindes. 15. Bey Beerdigung der Kinder. 16. Beym Tode eines Landesfürsten. XXXV. Beschluß. Dom heilsamen Gebrauche heiliger Lieder, 578-579 580.581 582.583 584.585 586 588 589 591 592 593 594595 596.597 598 599.600 601, 602 603. 604 605.606 607-609 610 611. 612 613 614 615 616 617 618 619, 620 621 622 623. 624 625 626 627 Erste HIE Erste Hauptabtheilung. Allgemeine ob- und Danklieder. ## El Ma ein Herz, er mun tre dich zum Preiſe Be denk es, auf wie vie le Weise # des Got tes, der dein Vater ist! du ihm zum Dank ver pflichtet bist. Bring ihm, der stets dein Helfer war ## mit Freuden Ruhm und Ehre dar! 2. Herr, deine Hand schwach im Hoffen auf ist immer offen, zu ge- dich, der du die Liebe ben, was mir nützlich bist. Mein Gott! wie ist. Und doch bin ich oft wenig bin ichs werth 33 daß Allgemeine Lob und Danklieder. 22 daß mir noch Hülfe wiederfährt. förderst stets mein wahres Wohl. 6. Du bist mein Heil; mein ganz Gemüthe ist deines Ruhms, mein wird Retter, voll. O könnt 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen, nur wohlzuthun bist du gewohnt. Drum auch mir, mein Gott, ich deine groffe Güte mir Armen, von dir doch so erheben, wie ich nicht nach Berdienst soll! Doch meine Kraft gelohnt. Noch immer reicht nicht dahin, du steht mir deine Treu weißt es, Gott, wie mit Seegen, Trost und schwach ich bin. Hülfe bey. 7. Jedoch du siehst 4. Du bist es, der in mit Wohlgefallen auf meinen Sorgen mit wahre HerzensredlichRettung mir entgegen keit, und höreft selbst eilt; Lind wenn sie, noch das schwache Lallen der vormir verborgen, nach Deinen mit Zufriedenmeinem Bahn zu lang heit. Du hörst es, wie verweilt, so kommst du, ein Bater pflegt, der eh ichs mich verfehn, seiner Kinder Schwachund hilft mir, und er heit trågt. Hörst mein Flehn. 8. Drum soll mir 5. Du wählst und deine Huld und Güte wirkest stets das Beste, beständig, Gott, vor und wenn auch meine Augen seyn. Ich will Noth sich häuft, so steht mit redlichem Gemüdurch dich mein Wohl the mein Leben deinem doch veste. Wenn mich Lobe weyhn, bis ich das Elend ganz er- vollkommner deinen greift, so bleibst du doch Ruhm erheb im höerbarmungsvoll, und hern Heiligthum. 2. Mit 2. MICH TOO! Allgemeine Lob und Danklieder. Singen dich zu loben Gieb selbst da zu von oben 23 ift, mir Gott! mein Herz bereit. Auf, Seel, Kraft und Freudigkeit. und opfre Dank! O wäre doch mein 81 Leben dem Gott, der mirs gegeben, HE ein steter Lobgesang. 2. Es freun sich dei-| wären meine Triebe so ne Kinder des Reich- heiß, als deine Liebe! thums deiner Huld; Oliebt' ich würdig dich! Auch deinen Feind, den 4. Duthust, mich zu Sünder, erträgst du beglücken, das, was du mit Geduld. Treu mit mir thust; Aus willst du, daß der Christ deinen Baterblicken beglückt schon auf der strömt in die Seele Erde, und einst noch Lust. Du bist in Noth seelger werde, wann er mein Schutz, im Fingeprüfet ist. stern meine Sonne, int Kummer meine Wonne, du thust mir immer Guts. 3. Mein Gott! wie groffe Dinge haft du an mir gethan! Mein Lob ist zu geringe; im 5. Drum frohes Staube bet ich an. Du Herz, bekenne, daß liebst mich väterlich; Gott die Liebe sey. 3 4 Sey B 24 Allgemeine Lob- und Danklieder. Sey dankbar und ent- Trost laß dir nicht raubrenne in Gegenlieb ben: Beglückt ist, wer und Treu. Vertrau im Glauben ihn Bater ihm, hang ihm an! Den nennen kann. 3.1 # Lob/ Ehr und Preis dem höchsten Dem Gott, der grof se Wunder Gut! Dem Va ter al ler Güte! thut, dem Gott der mein Ge müthe # mit seinem reichen Trost erfüllt! Dem Gott, der allen Jammer stillt! 11 # Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Der Himmel Hee-/ über wird er früh und re danken dir, Beherr- spat mit seiner Gnade scher aller Thronen! walten. In seinem ganAuch wir, die wir, o Ba| zen Königreich ist alles ter, hier auf deiner Er- recht, ist alles gleich. de wohnen. Wir prei- Gebt unserm Gott die sen alle deine Macht, Ehre! die uns erschuf, die uns 4. Ich riefzum Herrn bewacht. Gebt unserm in meiner Noth: Ach, Gott die Ehre! Gott, vernimm mein 3. Was unser Gott Weinen! Da half mein geschaffen hat, das wird Helfer mir vom Tod, er auch erhalten, dar- und ließ mir Trost erscheinen, Allgemeine Lob und Danklieder. 25 scheinen. Ich danke, Mein Geist, o Gott, erGott, ich danke dir! hebedich! Mein ganzes Ach! danket, danket Herz erfreue sich! Gebt Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! unserm Gott die Ehre! 8. Ihr, die ihr Chri5. Gott ist uns nah, sti Namen nennt, gebt Gott ist noch nicht von unserm Gott die Ehre! seinem Volk geschieden. Ihr, die ihr Gottes Ist ewig seine Zuver- Macht erkennt, gebt sicht, und giebt ihm Heil ihm, dem Ew'gen, Ehund Frieden. Mit Ba- re! Allmächtig bist du, terhånden führt er die unser Gott, und unser die ihm vertraun, und Schutz in jeder Noth. seegnet sie. Gebt un- Gebt unserm Gott die serin Gott die Ehre! Ehre! 6. Wann alle Welt 9. Wer Gottes weinicht helfen kann, und ser Führung traut, darf sich kein Retter zeiget, vor dem Tod nicht beso nimmt Gott unsrer ben; Der Herr, der Noth sich an, er selbst, Nacht undGrab durchder Schöpfer, neiget schaut, weckt ihn zu sein huldreich Angesicht neuem Leben, wann uns zu, und schafft uns einst sein Donner aus Hülfe, schafft uns Ruh. der Gruft, zum WeltGebt unserm Gott die gericht die Todten ruft. Ehre. Gebt unserm Gott die Ehre! 7. Drum will ich dich mein Lebenlang, o 10. Kommt, laßt uns Gott, mit Freuden eh- vor sein Angesicht, mit ren! Man soll, Herr, froher Ehrfürcht drinmeinen Lobgesang an gen. Bezahlet die geallen Orten hören.llobte Pflicht, und läßt 35 ims 26 Allgemeine Lob und Danklieder. uns fröhlich fingen: recht und gut gemacht. Der Herr hat alles Gebt unserm Gott die wohl bedacht, und alles Ehre! 4. #E ollt ich meinem Gott nicht sin gen? Hab ich doch in al len Dingen ||| S Sollt ich ihm nicht dankbar seyn? O, es so viel an laß, mich zu freun; die sein I ist ja nichts, als Liebe, $ 羊 die mich mit Baterherz bewegt, Erbarmen trägt, wenn ich seinen Wil# 1 H len übe. Alles währet seine Zeit, # Gottes Lieb in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler Baterhuld mich an, eh bey Gefahren treulich ich lebte, eh ich dachte. feine Jungen deckt, so Alles währet seine Zeit, halt Gott, mich zu be- Gottes Lieb in Ewigwahren, seine Schutz- skeit. Hand ausgestreckt, er, 3. Für mich Armen, der über mir schon mich Berlohrnen, mich, wachte, als ich kaum der ich gefallen bin, gab zu seyn begann, sah mit er seinen Eingebohrnell, Univ.- Bibl. Giessen Allgemeine Lob und Danklieder. 27 nen, Jesum Christum kann, tritt mit Hülfe selber hin. Mir zum Heil kam er auf Erden, lehrte, litt, vergoß sein Blut, starb am Kreuhe mirzugut, daß ich mögte seelig werden. Alles 6. Himmel, Erd und währet seine Zeit, Got- lihre Heere sind zu meites Lieb in Ewigkeit. nem Dienste da! WoGott heran, und so muß der Sturm sich legen. Alles währet seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den hin ich mein Auge kehsichern Führer durch re, ist mir Gottes Seedes Lebens Dunkelheit, gennah, Thiere, Kraugiebt er mir auch zumster und Getreide, in Regierer auf dem Weg den Gründen, auf der zur Seeligkeit, daß er Höh, in den Büschen meine Seele fülle mit in der See, sind mir des Glaubens hellem Nahrung, sind mir Licht, und wann aller Freude. Alles währet Trost gebricht, tröstend seine Zeit, Gottes Lieb meinen Kummer stille. in Ewigkeit. Alles währet seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wannich schlafe, wacht sein Sorgen über mir mit Batertreu, 5. Meinem bessern und mit jedem neuen Theil, der Seele, giebt Morgen wird auch er Croft und Kraft und seine Güte neu; WäRuh. Wenn ich, was re nicht mein Gott geer will, erwähle, strd- wesen, hätte mich sein met mir sein Friede zu. Angesicht nicht erWenn mein Können, quickt, so war ich nicht mein Vermögen nichts von so mancher Quaal vermag, nichts helfen/ genesen. Alles währet feine 28 Allgemeine Lob und Danklieder. seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. und Trübsal oft mein Theil, Gott, dem ich 8. Wie ein Vater geglaubet habe, Gott seinem Kinde niemals giebt einst mir ewig's ganz sein Herz ent- Heil. Die, so hier mit zeucht, wenn es schon Thränen säen, erndzur Bahn der Sünde ten dort mit Freuden von dem Weg der Tu- sein. Nach des kurzen gend weicht; Also hält Lebens Pein, werd ich auch mein Verbrechen mein Geschick verstemir mein lieber Gott zu hen, jauchzen, daß mich gut, will mein Fehlen Gottes Rath diesen mit der Ruth, und nicht Weg geleitet hat. mit dem Schwerdteràchen. Alles währet setne Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. II. Gott, deß Liebe ohne Schranken, deß Erbarmen endlos ist, nimm mein schwach, 9. Wenn gleich über doch kindlich Danken, seine Schläge bitterlich gnädig auf durch Jes mein Auge weint, den- fum Christ. Seegne noch, wenn ichs recht Willen und Bestreben, erwäge, sind sie Zei- ganz mich deinem chen, daß mein Freund, Dienst zu weyhn, dein der mich liebet, mein Verehrer hier zu seyn, gedenke, und mich von bis ich dich im künftgen dem Dienst der Welt, Leben, nach vollbrachdie mich hart gefesselt ter Prüfungszeit, lob hält, durch die Trüb- und lieb in Ewigkeit. fal zu ihm lenke. Alles währet seine Zeit, Got Mel. Nro. 1. Mein Herz, ermuntre dich. tes Lieb in Ewigkeit. 5. Dir Gott, dir will ich fröhlich sin10. hier auf dem Weg zumGrabe, Angst gen, Allgemeine Lob und Danklieder. 29 gen, dir, dessen Freude gab erfreut. Ogieb mir Wohlthun ist; Dir will auch nach deiner Güte, ich Dank und Ehre den Trieb der reinen bringen, dir, der du gut Dankbarkeit, Laß alund freundlich bist. Ja, les, Herr, was in mir Gott, du bist ganz ist, froh rühmen, daß Gnad und Treu, gieb, du gnädig bist. daß mein Herz ganz Freude sey. 5. Werschuf den Geist und seine Kräfte, Ge2. Dich preisen aller dächtniß, Willen, und Engel Heere, dir singt Verstand? Wer seegder ganze Himmel net des BerufsGeschäfDank; Dir, Herrscher, te? Wer stärkt die arbrausen Wind und beitsame Hand? Wer Meere, ihr Brausen ist schützte mich vor der dein Lobgesang. Die Gefahr, die unsichtbar ganze Schöpfung ruft mir nahe war? mir zu: Es ist kein solcher Gott, wie du. 6. Wer fristet meine Lebenstage? Wer 3. Dir, Höchster, ist schmückt und krönet sie nichts zu vergleichen, mit Heil? Du, Vater, denn deine Gnade thusts, du wehrst der reicht so weit, als über Plage. Du Gott, uns die Wolken rei- bleibst ewiglich mein chen, von Ewigkeit zu Theil. Mit ewg'er Ewigkeit. Kein Wurin Treue liebst du mich, kriecht unbemerkt davon ganzem Herzen hin, du siehst, du nährst, preis ich dich. du schützest ihn. 7. Dir will ich ferner4. Auch, Bater, hast hin vertrauen; Denn du mein Gemüthe, du hast mir stets wohldurch manche Gnaden- gethan. Ich will mit Hofs Allgemeine Lob- und Danklieder. Hofnung auf dich geh ich durch die Pilschauen, schau mich mit grimszeit mit Freuden Vaterblicken an; So hin zur Ewigkeit. 6.1 30 INNE Titl ** Pob finget Gott, und be tet an Ihmdanke, wer nurdanken kann, 4 mit fröhlichem Ge müthe! Gott ist dem Schöpfer vol ler Gü te! # 1 die Liebe! rühmt és laut, ihr Frommen, $ die ihr ihm vertraut, die ihr ihn kennt EN und chret! Rühmt es, daß seine Gütigkeit mit jedem Morgen sich erneut, und 11 ewig, ewig, währet. 2. Daß ausser dir Glücke werden. Du nicht alles leer von aber sättigest dich nun Freud und Leben blies mit Wonne, allen be, schufst du der Him- wohlzuthun, im Himmel ganzes Heer, und mel und auf Erden. unsre Erd aus Liebe. 3. Kein Mensch, kein Du selbst bedurftest ih- Engel selbst ermißt die rer nie, Linendlicher, Grösse deiner Seegen; du lieffest sie zu ihrem Wie gütig deine Weisheit Allgemeine Lob- und Danklieder. 31 heit ist, in allen ihrensich, wie du liebst, liebe, Wegen. Gott, deine und diesen Sinn mit Güte reicht so weit, als wahrer Freud, durch deines Reichs Unend- Wohlthun und Barmlichkeit, so weit, Herr, herzigkeit an meinen als das Leben. Ach! Brüdern übe. was sind wir, die deine Macht aus todtem Staub hervorgebracht, uns ewig Heil zu geben? 5. Du bist die Liebe! Dank sey dir, daß ich dich so erkenne, und dir zum Ruhm, zum Troste mir, dich, Gott, die 4. O Bater, welchem Liebe nenne. Auch ich keiner gleicht an Liebe, will ganz die Liebe seyn, wie an Stärke! Kein will glücklich machen, Dank, kein Lobgesang will erfreun, will seegerreicht die Wunder nen, und dir gleichen. deiner Werke; Doch Von diesem Sinn, von ist dirs angenehmer dieser Pflicht, o Gott Dank, dir ist es mehr, derLiebe, laß mich nicht, als Lobgesang, wenn so lang ich lebe, weichen! 7.E Dommt her, verkündigt Gottes Ruhm, # ihr Menschen, preist den Herrn: Denn ihr, $ ihr send sein Eigenthum; Lobsingt und $ dankt ihm gern. 2. Vom 32 Algemeine Lob und Danklieder. 2. Vom Engel bis der Mitternacht: Groß zum Erdenwurm zeigt ist Jehova, Gott! Der alles seine Pracht. Des Tag verkündigt seine Frühlings Lüftgen, wie Macht dem Holden der Sturm, verkündigt Abendroth. seine Macht. 8. Groß, wann er 3. Er hat der Son- in dem Donner schilt, ne Lauf gestellt, dem durchs Soñenlicht entMond gab er sein Licht. zückt, Groß, wann des Erists, der unsern Erd- Meeres Woge brüllt kreis hält in seinem und wann der Bach Gleichgewicht. erquickt. 4. Das Feld weiß sei- 9. Allmächtiger, fieh, ne Zeit genau, nichts weit und breit schallt dringt zu früh hervor. deines Nahmens Der Halm, erquickt Ruhm; Ein dankbar durch seinen Thau, Herz sey dir geweyht, schießt täglich mehr em- dir ganz zum Eigenpor. thum. 5. Er giebt der jun- Mel. Die vorhergehende. g Saat Gedeihn, Gesundheit zum Ge- 8.Ich finge dir mit Herz und Mund, nuß, und um die Her- Herr, meines Herzens zen zu erfreun, uns Lust! Ich mache deine Wein im Leberfluß. Güte kund, aus dank6. Er hält den Blitz erfüllter Brust. in seiner Hand, ihm 2. Du, aller Gnadient der Sterne Heer. de Quelle, bist voll Mit Seegen füllet er Lieb und Freundlichdas Land bis zu demskeit; Giebst allen, was fernsten Meer. uns heilsam ist, und 7. Der Morgen sagts/ unser Herz erfreut. 3. Was Allgemeine Lob und Danklieder. 33 3.Was sind wir doch?| immer fromm und treu, Was haben wir, das du und stehst uns immer nicht alles giebst? Ach, in Gefahr mit deiner alles Gute kömmt von Gnade bey. dir, der du so hoch uns liebſt. 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld, 4. Wer hat des Him- und strafft uns nicht zu mels schönen B ausschwer, und wirfst aus so prachtig ausge- Gnaden unsre Schuld schmückt? Wer ists, auf ewig in das Meer. der unser Feld mit 10.Das Unglück, das Thau und Regen stets von ferne droht, kehrst erquickt? du oft schnell zurück, 5. Wer wärmet uns und die schon gegenin Kält und Frost? Wer wärt ge Noth verwanschützt vor Sturm und delst du in Glück. Wind? Wer macht, daß jährlich Korn und Most für uns vorhanden sind? 11. Die Thränen, die der Fromme weint, bemerkst und zählest du; Und sprichst ihm tröstend, als ein Freund, Wer ist es, dessen Hand in seinem Kummer zu. 6. Wer giebt dem Leibe Stark und Kraft? den edlen Frieden hält und schafft in unserm Vaterland? 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit Gütern, die bestehn, wann dieses Leibes irrdisch Haus einst wird zu Trümmern gehn. 7. Allgütiger! Allein von dir fließt alles Heil uns zu. Geschöpfe deiner Hand sind wir, und unser Schutz bist du. 8.Dunährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst 13. Wohlauf, mein Herz, frohlock und sing, und habe guten Muth! Dein Gott, der UlrC spiung 34 Allgemeine Lob- und Danklieder. sprung aller Ding, ist bührt, und das, Herr, selbst und bleibt dein Gut. bring ich dir. Mein Schicksal hast du stets regiert, und stets warst du mit mir. 14. Was kränkst du dich in deinem Sinn, und gråmst dich Tag 2. Wann Angst und und Nacht? Nimm dei- Noth sich mir genaht, so ne Sorg, und wirf sie, hörtest du mein Flehn, hin, auf den, der dich und liefsest mich nach gemacht. deinem Rath Hülf und Errettung sehn. 15. Hat er dich nicht von Jugend auf versor- 3. Wann ich in ger und ernährt? Und Schmerz und Krankheit wunderbar der Dinge sank, und rief: Herr, Lauf zu deinem Glück rette mich! So halfft gekehrt? du mir; Mit welchem Dank, mein Gott, erheb ich dich! 16. Er führt den Scepter weis und gut, recht ist sein Regiment, und was die Bosheit Arges thut, lenkt er zu gutem End. 4. Betrübte mich des Feindes Haß, so klagt ich dir den Schmerz; Da halfft du, daß ich ihn vergaß, und gabst Geduld ins Herz. 17. Sotrau denn ferner seinem Thun, schick gläubig dich darein, so 5.2ann ich den richtwirst du hier im Frie- gen Pfad verlohr, und den ruhn, und ewig frö- mich verschuldet sah, lich seyn. rief ich zu dir, mein Gott, empor, undGnade war mir nah. Mel. Die vorige. Ehr 6. wann nach 9.D und Ruhm ge- Trost die Seele rang, und Allgemeine Lob- und Danklieder. 35 und Trost mich Armen Ruhn, er hilft und floh, rief ich voll Sehn- rettet gern. sucht: Herr, wie lang? 12. Er hilft und läßt Und wurde wieder froh. die Traurigkeit bald vor 7.Du halfft und hilfft uns übergehn; Will noch immerzu; Denn uns, nach kurzer Prüdu bist fromm und gut. fungszeit, zu ew'gem Aus der Versuchung Glück erhöhn. rettest du, und giebst zur Tugend Muth. 13.Bergiß nicht, Seele, deinen Gott, was er 8. Herr, für die Lei- an dir gethan. Verehr den dank ich dir, da- und halte sein Gebot, durch du mich geübt, und bet ihn ewig an. und für die Freuden, welche mir dein milder Seegen giebt. Mel. Die vorige. 9. Dir dank ich, IO. Auf, Christen, Herr, daß die Natur und Ehr dem Herrscher mich nährt, und mich erfreut. Ich schmeck in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. aller Welt; dem Mächtigen, derErd und Meer, und alle Himmel hält. 2.Frohlockt mit jubel10. Ich danke dir für reichem Schall Gott, deinen Sohn, der für unserm höchsten Gut, mich Sünder starb, und der groffe Wunder überder zu deinem Gna- jall, auch an uns Mendenthron den Zugang schen thut. mir erwarb. 3. Von unsrer zarten Kindheit an hat er uns unterstützt, er der allein uns helfen kan, und gern uns hilft und schützt. € 2 4. Aus 11.LobtGott in seinem Heiligthum! Erheb ihn, Volk des Herrn! Die Erd ist voll von seinem 36 Allgemeine Lob und Danklieder. 4. Aus seiner Fülle 7. Er weckt uns das nehmen wir noch im- Gewiffen auf, ruft uns mer, was uns nährt, zur Besserung, und und was der bangen stärkt uns, achten wir Seele hier Zufrieden darauf, mit Kraft zur heit gewährt. Heiligung. 5.Er streut auf dieses 8. Er bleibt uns treu, Lebens Pfad viel Freu- sein Wort sicht vest. den um uns her. Die Wer sich hier zu ihm Noth, womit sein wei- hält, kommt, wann er ser Rath uns prüft, er- diese Welt verläßt, zum leichtert er. Glück der bessern Welt. 6. Er trågt nach 9. Singt, Christen, gütger Våter Art uns singt ihm Preis und Schwache mit Geduld; Dank für seine FreundEr züchtigt wohl, doch lichkeit. Einst wird sie nie zu hart, und schenkt euer Lobgesang noch uns gern die Schuld.[ mehr in Ewigkeit. II. 7 könnt ich dich, mein Gott, recht Könnt ich ge nug den Dank beD preisen, wie du des Preises würdig bist! weisen, den dieß mein Herz dir schuldig ist; 75 Dieß Herz, das deiner Gütigkeit sich tåglich mit Entzücken freut. 2. Wer Allgemeine Lob und Danklieder. 37 2. Wer überströmet Freud und Dank es mich mit Seegen? Wer schon verspührt, wie du theilt mir mit, was mir mich unter allen Plagebricht? Wer schützet gen, zwar wunderbar, mich auf meinen We- doch gut geführt; Bey gen? Wer schenkt dem jeder drohenden Gefahr Geiste Trost und Licht? ward ich stets deiner Wer giebt zu meinem Hülf gewahr. Thun Gedeihn? Allgu- 6. Wie sollt ich denn tiger, du bists allein. nicht voller Freuden be3. Zu zählen sind sie ständig deinen Ruhm nicht, mein Vater, die erhöhn? Wie sollt ich, Werke deiner Seegens- auch im tiefsten Leiden, hand. Du warst schon nicht freudig trauend lange mein Berather, auf dich sehn? Und fiele eh mein Bedürfuiß ich selbst der Himmel ein, empfand; Selbst ch ich so wirst du mein Bewar, da masfest du mir thirmer seyn. schon mein Schicksal 7. Drum reiß ich aus liebreich zu. des Kummers Höhle 4. Du stärkst mir das mein sorgendes Gemügeschenkte Leben, und the los, und rufe mit lásfest es nie freuden- erfreuter Seele: Wie leer; Zum höhernGlück gut bist du, mein Gott, mich zu erheben, schickst wie groß! Du leiteſt du auch manche Trüb- mich nach deinem Rath, sal her: Doch stehst du der nur mein Heil beauch mitKraft mir bey, schloffen hat. daß ich nicht zag' und muthlos sen. 5. So oft hab ich in meinen Tagen mit 8. Von deiner Güte will ich singen, so lange sich die Zunge regt, dir will ich Dank und Ehre C 3 brins 38 Allgemeine Lob und Danklieder. bringen, so lange sich Macht von Jahr zu mein Herz bewegt, und Jahr. Ein jedes Gräswenn mein Mund nicht| chen lehret mich: Wie ſprechen kann, so halt ich groß ist Gott! Wie klein noch mit Seufzen an. bin ich! 9.Spier kann ich schwa- 3. Du sorgft nach ches Lob nur geben, treuer Båter Weise für nimm es, mein Gott, alle Werke deiner Hand; in Gnaden an, bis ich Du, Herr, giebst allem in einem bessern Leben Fleische Speise, be dich würdiger erheben schirmst und seegneft jekann; Da steiget mit der Engel Chor mein Lobgesang zu dir empor. desLand; Du liebest unveränderlich, der Bösen selbst erbarmst du dich. Mel. Nro. 1. 4. Der Erdkreis ist von deiner Güte, von Mein Herz, ermuntre zc. deiner Weisheit ist er 12. Dir, milder Ge- voll. Herr, unterweiſe ber aller Gamein Gemüthe, wie ich ben, Herr, dir gebühret dich würdig loben soll. Ruhm und Dank. Du Gieb, daß mein Herz hörst das Schreyn der dich freudig liebt, dich, jungen Raben, so wie der mir so viel Gutes der Lerche Lobgefang. giebt. O neige jetzt dein Ohr 5. Das Saamkorn zu mir. Du forderst wird in deinem Namen Dank, ich danke dir. auf Hoffnung in das 2. Die kleinste deiner Feld gestreut. AllgutiKreaturen macht deine ger, du gabst dem SaaWeisheit offenbar. men, da du ihn schufft, Man siehet deiner Gü- die Fruchtbarkeit. Zur te Spuren, und deine Aussaat giebst du auch allein Allgemeine Lob und Danklieder. 39 allein dem Landmann] Macht erhöhn! Der Kraft, Zeit und Ge- Herr ist gut! sein Lob deihn. ist schön. 6. Du machst den Schoos der Erde Mel. Nro. 3. schwanger, du machst Lob, Ehr und Preis dem zc. des Ackers Furche naß, 13. Lobt Gott, der du uns erschaffen Flur und Anger mit hat, der Seele, Leib und Blumen, Sträuchen, Leben aus väterlicher Laub und Gras, du Huld und Gnad uns träufelst mit dem füh- allen hat gegeben, der len Thau die Fruchtbar- uns durch seine Gnade keit auf Feld und Au. schützt der täglich schenket, was uns nützt; Drum danket seinem Namen! 7. Was dürr ist, feuchtest du mit Regen, was kalt ist, wärmt dein Sonnenschein, du theilst 2. Lobt Gott, er giebt dieZeiten, wie den See- juns seinen Sohn, der gen, zu unserm Besten selbst für uns gestorben, weislich ein. Bey War- der uns des Himmels me, Hitze, Kält und Gnadenlohn durch seiFrost grünt, wächst und nen Tod erworben; Der reifet unsre Kost. Gottes heil'gen Rath vollbracht, und uns ihm angenehm gemacht; Stärke, bringt seinem Drum danket seinem NamenEhre dar! Groß Namen! ist der Herr, und seine 3. Lobt Gott, der in Werke sind herrlich, uns durch den Geist den groß und wunderbar. Glauben angezündet, Kommt, laßt uns seine und seinen Beystand C 4 uns 8. Kommt, preift des Schöpfers Huld und 40 Allgemeine Lob und Danklieder. uns verheißt, wenn er stät und Stärke. Dient uns treu erfindet, der ihm so, wie's ihm ge uns stets durch sein fällt, ihr, ihr Zeugen Wort regiert, und auf seiner Werke! Froh den Weg des Lebens kommt vor sein Angeführt; Drum danket sicht, und bezahlt ihm seinem Namen! eure Pflicht. 4. Lobt Gott, er hat 2. Er ist Gott. Gebt dieß gute Werk selbst in ihm die Ehr! Er gab uns angefangen, voll- uns nicht nur das Lebringt es auch, giebt ben; Seine Gnade thut Kraft und Stärk, am vielmehr, und erhält, Ende zu erlangen, was was er gegeben. Unwir zum Zweck uns fre Fluren, Glück und vorgestellt, und was Stand blühen unter der Himmel in sich hält; seiner Hand. Drum danket seinem Namen! Mel. Nro. 368. 3.Laßt uns seinerGüte freun, die Jahr ein Jahr aus uns nähret. Nicht für diese Zeit allein, auch Meinen Jesum laß ich zc. in Ewigkeit gewähret auchzt dem seine Huld dem, der ihn Höchsten alle ehrt, Freude, die kein Welt! Sein ist Maje- Wechsel stört. 14. Jauch 15. BEE 1 All lein Gott in der Höh sey Ehr, Er for get, daß uns nimmermehr # 1311||| G= E und Dank sey seiner Gnade! Uns wohls Ge fahr und Unfall schade. zuthun Allgemeine Lob und Danklieder. 41 zuthun ist er bereit, sein Rath ist unsre Seeligkeit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Vater, wir des Herrn erlöste. Auf erheben dich mit freu- deinen Beystand hoffen Digem Gemüthe, du wir, verlaß uns nicht, so herrschest unveränder sind wir hier und auch lich mit Weisheit und einst ewig seelig. mit Güte. Unendlich groß ist deine Macht, Mel. Nro. 291. und stets geschicht, was Gott, du frommer Gott! du bedacht. Wohl uns, 16. Ach, könnt ich daß du regierest! meinem Gott, 3. Jesu Christ, des wie ers verdient, lobHöchsten Sohn! Dich, singen, und heilger seinen Eingebohrnen, Andachtvoll ihm Dank dich sandte Gott vom und Ehre bringen! O Himmelsthron zur gäbe sich mein Leib und Rettung der Verlohr- mein erweckter Sinn nen. Du Mittler zwi- ihm ganz zu seinem schen uns und Gott, hilf Dienst, ihm ganz zum uns im Leben und im Lobe hin! Tod, erbarm dich unser aller! 2. O möchte doch der Herr die Weisheit 4. O heil'ger Geist, mir verleihen, mein du Geist von Gott! ganzes Leben ihm zum erleuchte, beßre, tröste, die Jesus Christ durch seinen Tod zum Dienst Preis und Ruhm zu weihen! Denn er ists ja wohl werth, daß man ( 5 ihn 42 Allgemeine Lob und Danklieder. ihn lobt und liebt, und du mich, mein Gott und sich ihm ganz und gar Herr, so unverdient bezum Eigenthum er- schenkt. giebt! 2. Dann ist mein 3. O Bater, der du Herz so hoch erfreut, mir das Wollen hast ganz deiner Güte voll, gegeben, hinfort dir und weiß vor heisser ganz allein zum Dienst Dankbarkeit nicht, wie und Lob zu leben, gieb es danken soll. das Vollbringen auch, 3. Als ich noch in und deinen guten Geist, der Mutter Schooß, in der mich in deinem Dienst und Lobe unter weist. Nachtverborgen schlief, bestimmtest du für mich das Loos, das mich zum Leben rief. 4. Preis, Lob, Ehr, Ruhm und Dank, 4. Du wählst des Kraft, Weisheit, Sterblichen Geschick, eh Macht und Stärke sey er gebohren ist; und so Bater, Sohn und ward ich, o welch ein Geist! Jhn rühmen sei- Glück! schon als ein ne Werke; Was Odem Kind ein Christ. hat und lebt, und was nur fallen kann, das stimm ihm jederzeit ein frohes Danklied an! 5. Mir Schwachen nah, vernahmst du schon, was noch kein Flehen war, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr erbarMel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc.| mend dar. ein Geist erstaunt, Allmächtiger! wann er die Gnaden denkt, womit verirrt; Wie liebreich, Herr, 17. Mein 6. Wann ich, als Jungling, von dem Pfad der Tugend mich Allgemeine Lob- und Danklieder. 43 Herr, hat mich dein spricht, was du an mir Rath darauf zurückge- gethan! führt! 7. Du warst mein Schutz und meine Wehr 11. Kein Tag soll anders mir vergehn, als unter deinem Preis; vor Linglück und Ge- Ich will dich loben und fahr, und vor dem Laster, das noch mehr, als fie, zu fürchten war. erhöhn, als Jüngling, Mann und Greis. 8.Ich sah, vonKrankheit bleich, durch dich mein Leben mir ge schenkt; Und deine Gnad 12. In Schrecken, Angst, Gefahr und Noth trau ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der erquickte mich, wann Tod mir nicht mehr Sünden mich gekränkt.| fürchterlich. 9. Von Freuden- 13. Wann krachend strahlen glänzt mein einst der Bau der Welt Blick, da du so hoch sich aus den Angeln mich liebst, und in der reißt, will ich den preiwahren Freundschaft sen, der mich hält, dich, Glück des Lebens Trost der mich leben heißt. mir giebst! 14. Dich, der mich 10. Und welche Wohl bey der Welten Sturz that, Herr, ist nicht mit starkem Arm erdieß Herz, das füh- hob! Selbst Ewigkeilen kann! Dieß Herz, ten sind zu kurz, o Höchganz dein, das dankbar ster, für dein Lob! 18. Wi ie soll ich dich würdig loben, mächtiSende mir da zu von oben dei nes ger 44 Allgemeine Lob und Danklieder. ger Herr Ze ba oth? Groß sind deiner Geistes Kraft, mein Gott! 22: 52s Liebe Zeichen; Wer kann ihre Größ erEl S reichen? Tausend, tausendmal sey dir, groffer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde ich dich gnug erheben? mein Gemüthe, daß ich Tausend, tausendmal deine Wundermacht, sey dir, grosser König, deine Gnade, Treu und Dank dafür! Güte froh erhebe Tag 4. Sinn ich nach, und und Nacht; Denn was überlege, wie du gnädig ich nur bin und habe, mich regiert, mich viel kömmt von dir, ist deine wunderbare Wege, und Gabe. Tausend, tau- doch immer wohl gesendmal sey dir, groffer führt; Gott! bestürzt König, Dank dafür! wird mein Gemüthe 3.Herr, mit Schaam sendmal sey dir, groffer König, Dank dafür! bey dem Anblick solcher muß ich gestehen, tåg- Güte. Tausend, taulich häuftich Schuld auf Schuld; Doch statt ins Gericht zu gehen, trägst 5. Herr, du bist mir du mich noch mit Ge- nachgeeilet, haft zur duld, willst in Christo Busse mich erweckt, ob mir vergeben. Wie kann ich lange schon verweilet, 45 Allgemeine Lob- und Danklieder. let, doch die Hand mir 8. Wie ein Vater dargestreckt; Und so nimmt und giebet, so bald ich nur gekom- wie's Kindern nützlich men, väterlich mich ist, so hast du mich auch aufgenommen. Tau- geliebet, Gott, der du send, tausendmal sey mein Bater bist! mich dir, groffer König, Dank erfreut mit mildem dafür! Seegen, mich geprüft 6.Dwie hast du mei- mit Baterschlägen. ne Seele stets gesucht Tausend, tauſendmal zu dir zu ziehn! Dein sey dir, groffer König, ists, wann ich Gutes Dank dafür! wähle, du auch nur 9. Bitter sind zwar hilfft es vollziehn, hilfft, Züchtigungen, aber süß daß ich mein Fleisch ist ihre Frucht, und bestreite, und erhältst durch sie ist dir gelunmich, wann ich gleite. gen, was oft Huld umTausend, tausendmal sonst versucht. Denn sey dir, groffer König, Dank dafür! ich lernte dich verlangen, Weltlust fliehn, an dir nur hangen. Tau7. Volle Majestät und Klarheit strahlt von send, tausendmal sey deinem Angesicht, all dir grofferkönig, Dank deinThun ist Gnad und dafür! Wahrheit, recht und 10.Trugst du nicht in heilig deinGericht: Wer deinen Armen mich oft muß nicht aus deinen treu und våterlich? Riß Werken deine Macht mich nicht oft dein Erund Weisheit merken? barmen aus Gefahr, Tausend, tausendmal und schützte mich? sey dir, groffer König, Mußt ich einsam, hülfDank dafür! los weinen, lieffeſt du mir 4: 0 Allgemeine Lob und Danklieder. mir Trost erscheinen. Inem Munde soll stets Tausend, tausendmal ein Loblied zu dir drinsey dir, groffer König, gen; Denn mein Herz Dank dafür! ist Liedervoll. Deiner 11.Bater, du hast mir freut sich mein Gemüerzeiget lauter Gnad the, rühmt, mein Gott, und Gütigkeit; Und du sich deiner Güte; Alle haft zu mir geneiget, Frommen freuen sich Jesu, deine Freundlich- deiner, Herr, und lokeit; Und dein Wort, ben dich! o Geist der Gnaden, heilet meinen Seelenschaden. Tausend, tausendmal sey dir, groffer König, Dank dafür! 2. Preiset ihn, ihr frommen Seelen, stimt ein Danklied mit mir an! Laffet frölich uns erzählen, was der Herr 12. Preis und Dank uns Guts gethan! Laßt sey dir gesungen, daß uns dankbar uns veres mir bisher, mein einen, und mit Lob vor Gott, dein zu seyn, ihm erscheinen! Ein durch dich gelungen. vereintes Lob gefällt Ach! laß mich bis in unserm Gott, der uns den Tod vest in deiner erhält. Gnade stehen, und der- 3. Herr, du hast mein einst dein Antliş sehen: Leid vernommen, Herr, So werd ich, dein Ei- du sahest meine Noth, genthum, ewig preisen mein Geschrey ist vor deinen Ruhm. dich kommen, da halfft du mir, o mein Gott! Lind du eiltest, auf mein ir, mein Gott, Beten, mich aus meiwill ich lob- ner Noth zu retten, singen, und von mei- strecktest, ach wie dank ich Mel. Die vorhergehende. 19., Allgemeine Lob- und Danklieder. 47 ich dir! deine Bater- willst die, die deinen hand zu mir. Willen freudig thun, 4. Zittert nicht in mit Freud erfüllen, ihden Gefahren! Linsers nen fehlts an Seegen Gottes Angesicht schaut nie! Du ernährst und auf uns, uns zu bewah- seegnest sie. ren, Fromme! Gott 7.Kommt denn, fromverläßt uns nicht. Wer me Seelen, höret, wie will uns unglücklich der Herr euch seegnen machen? Gottes starke kann! Nehmet, KinEngel wachen immer der, was er lehret, mit um uns! Gottes Creu folgsamen Herzen an; steht beym nahen Tod Ihr müßt, wollt ihr uns bey. seelig leben, eureHerzen 5. Schmecket, Freun- Gott ergeben; Euer de Gottes, schmecket, Herz und Mund muß fühlet seine Freundlich rein, ganz das Leben keit, seine Gnad und heilig seyn. Huld bedecket jeden, der 8. Fliehet eurer Zunsich seiner freut. Gott ge Sünden, laßt zu keikann uns in allenStür- ner Heucheley, keiner men, wenn wir ihm! Sünd euch überwinvertraun, beschirmen: den, bleibt Gott und der Ja, der Herr ist unser Tugend treu, sucht und Gott, unser Fels in jeder jaget nach dem FrieNoth! den, laßt den Feind euch 6. O, wer wollte dich nicht ermüden, thut nicht ehren? Wer ver- ihm Gutes, thut es dient Bertraun, als du? gern, Neid und Zorn Wer kann in der Noth sey von euch fern. erhören? Wer kannhel9. Gott schaut alle fen, Gott, wie du? Du seine Knechte stets mit Wohl Allgemeine Lob und Danklieder. Wohlgefallen an, er werden sie die Rettung ists, der, wann der Ge- sehn. rechte zu ihm schreyt, 12. Züchtigt Gott ihm helfen kann! In gleich unsre Seelen, er sein Buch find alle Kla- meynts immer mit uns gen seiner Frommen gut! Läßt, wann uns eingetragen; Ihre die Leiden quälen, doch Thränen und ihr nicht sinken unsern Schmerz rühren sein Muth. Gott beschützt, erbarmend Herz. erhält die Seinen, die 10. Aber Gottes Zorn es redlich mit ihm meyverzehret weg von sei- nen; Er bleibt in der nem Angesicht jeden, größten Noth, wie im der ihn frech entehret: Glück, ein treuer Gott. Spottet, Sünder, 13. Ohne seinen Rath Gottes nicht; Fleht ihn und Willen wird uns an, daß seine Rache nie ein Haar gebeugt, nicht schnell wider euch er kann jedes Wetter erwache. Gott ist gut, stillen, das schnell auf doch immer schont der uns niedersteigt. Er, er nicht, der im Himmel macht uns alle Leiden, wohnt. auch die bittersten, zu 11. Weh dem, der Freuden. Dient denn, den Frommen drücket! Fromme, Gott, ihr seyd Gott siehts! und der sein in alle Ewigkeit. Fromme schreyt, und Mel. Nro. 291. Gott hörts, und Gott erquicket ihn, zur Hülfe O Gott, du frommer zc. stets bereit. Er ist allen denen, die ſich nach 20. Nun anfet al der Hülfe sehnen; So frölichem Gemüthe, gewiß sie zu ihm flehn, dem Gott, der groß von That, 48 Allgemeine Lob und Danklieder. That, voll Weisheit ist dein Wort entstanden. und Güte! Der mächtig Denn, wenn du sprichst, uns erhält; Und von der geschichts, wenn du geKindheit an uns so viel beutst, stehts da. Mit Guts gethan, mehr, als Almacht bist du mir, man zählen kann. und auch mit Güte nah. 2. Der gnadenreiche 2. Du bist der Gott Gott woll uns in die- der Kraft, dich preisen sem Leben ein immer Erd und Meere, und frölich Herz und edlen Himmel predigen die Frieden geben! Und Wunder deiner Ehre. wann der Feinde Wuth Dich betich dankend an. Tod und Verderben Mein Heil kommt von 49 droht, mit seinem starken Arm uns schützen in der Noth. dem Herrn. Du hörst der Menschen Flehn, und du errettest gern. 3. Dir, Bater, Sohn 3. Und wenn ich deiner und Geist, sey Ehr und Huld, o Gott, gewürPreis gegeben. Was in digt werde, was frag ich uns ist, soll stets, Herr, ausser dir nach Himmel deineHuld erheben und und nach Erde? Im stehn wir einst verklärt Himmel donnerst du, in deinem Heiligthum, und Schrecken füllt das so sey dein Name Gott, Land, doch fürcht ich auf ewig unser Ruhm! nichts, denn du deckst mich mit deiner Hand. Mel. Die vorhergehende. 4. Wann ich die Him21. Durch dich, o mei ſeh, die du, Herr, groffer Gott, fausgebreitet, der Sonne durch dich bin ich vor- Majestät, den Mond, handen, die Himmel den du bereitet, so sprech und ihr Heer sind durchlich: was ist doch der D Mensch, 50 Allgemeine Lob und Danklieder. Mensch, daß du sein wandle meinen Weg, denkst? Und daß du tag- ich bin dein Schild und lich uns unzählig Gu- Lohn. tes schenkst. 5. Voll Güte läßt du uns auf grünen Auen weiden, nährst uns mit Speis und Trank, und widerstreben? Der Lafüllst das Herz mit Freuden. Du dachtest mein, ch mich die Mutter noch gebahr, ja, faßst mich, eh der Grund der Welt geleget war. sterhafte mag in stolzem Glücke blühn, mich soll er dennoch nicht in seine Netze zichn. 9. Auch, wann kein Mensch mich sieht, will 6. Du wogst mein ich die Sünde fliehen; Glück mir ab, und Lei- Denn du willst aller den, die mich üben, und Werk vor dein Gericht meiner Tage Zahl war einst ziehen. Ich will, in dein Buch geschrie- wenn meinem Fleisch ben. Du bist der From- was Böses noch gelüft't, men Schutz, du bist der bedenken, daß meinLeib, Müden Ruh! EinGott, o Gott, dein Tempel ist. der gern verzeiht. Wie 10.Sollt ich der Mengnädig, Gott, bist du! schen Ruhm stolz zu erringen trachten? Nein, Herr, wenn du mich ehrst, mag mich die Welt verachten. Du bist es, dem zum Dienst ichLeib und Seele weih. Gieb, daß mein Wandel stets Herz, mein Sohn! Lind( voll deines Ruhmes sey! 7. Wem soll ich sonst vertraun, als dir, du Gott der Götter! Wen ehren, als nur dich, mein Schutz und mein Erretter? Wie sanft ist dein Befehl: Gieb mir dein Mel. 8.Herr, dein Gebot ist Heil, dein Weg ist Fried und Leben. Wie könnt ich einem Gott der Liebe Allgemeine Lob- und Danklieder. Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt der tc. o lang ich ath22. me, Gott, 23. Lobfinger Gott! will ich deinkobverbreiDank, Preis und Ehr sey unserm ten. Das Leben gabit Gott je mehr und mehr, du mir mit seinen Süf figkeiten: Du gabst mir für alle seine Werke! VonEwigkeit zuEwigden Verstand, der dich feit lebt er, und herrerkennen kann, und botest ew'ges Heil in deinem Sohn mir an. schet weit und breit, mit Weisheit, Güt und Starte. Singet, brinz get frohe Lieder! Fallet nieder! Gott ist herrlich, unaussprechlich groß und seelig. Mel. Die vorige. gf 2. Was bin ich, Gott der Huld, daß du mir so viel schenkest? Was ist der Erden Sohn, Herr, daß du sein gedenkeſt? 2. Lobsinget Gott! Ja, du gedachtest, Herr, Dank, Preis und schon vor der Welt an mich, und denkst noch meiner stets, regierst mich väterlich. Ruhm sey von uns, deinem Eigenthum, Herr Jeft, dir gesungen. Du Mittler zwischen uns undGott hast durchGehorfant bis zum Tod, das Leben uns errungen. Heilig, seelig ist die Freundschaft und Gemeinschaft aller Frommen, die durch dich zunt Bater kommen. 3. Lobsinget Gott! Du Geist des Herrn, seyy D 2 nie 3. Ich freue mich in dir, und traue deinem Seegen. Mein ganz Bestreben sey, zu gehn auf deinen Wegen. Bis an des Grabes Nacht sey dir mein Dank geweiht, und einst vor deinem Thron, Gott der Barmherzigkeit! 52 Allgemeine Lob- und Danklieder. nie von unserm Geiste Streit mit unsern Lifern, mitKraft ihn aus- sten. Leit uns, stärk zurüsten! Du machst uns, in der Freude, wie uns glaubig, weis und im Leide, Gott ergeben rein, hilfft uns getrost und der Tugend treu und siegreich seyn im zu leben. 24. unser Gott, wer ist dir gleich? Und doch hast du, an Gnade reich, Herr bbb 11 Du bist das höchste Wesen; Gemeinschaft uns dirzum Dienst er le sen. bbq sollen wir mit dir, du Allerhöchster, haD ben: Mit deinem Heil willst du uns hier, 1 und ewig einst begaben, du Quelle alles Seegens! 2. Wir beten dich, olgeben. Dein Herz, voll Bater, an; Sind wir Güte und Geduld, vergleich vor der Sünder; leih uns Trost und LeSo nimmst du dich doch ben, daß wir dich kindunser an, wie Båter ih- lich fürchten. rer Kinder. Du haft für 3. Jesu, ew'gerGotuns aus groffer Huld tes Sohn! Du Heil, felbst deinen Sohn ge- ldarauf wir hoffen! Durch Allgemeine Lob- und Danklieder. 53 Durch dich steht zu des uns erfahren, stårk uns Vaters Thron der Weg auf unsrer Pilgrimuns wieder offen. Uns schaft, bewahr uns vor zu befreyn von Sünd Gefahren, gieb, daß wir und Lod, kamst du zu dir gehorchen. uns auf Erden. O laß 5.Laß, Gott, uns dein uns, unser Herr und auf Erden schon, als Gott, froh deines See- unsers Gottes freuen. gens werden, und dir Herr, seegne uns von im Glauben dienen. deinem Thron, daß wir vor dir gedeihen! Dein ist das Reich, die Herrin uns dem Verderben! lichkeit, dir wollen wir Im Glauben an des hier leben, und du wirst Mittlers Tod hilf uns nach vollbrachter Zeit der Sünde sterben! Du uns einst dahin erhegiebst zum Guten Lust ben, wo wir dich ewig und Kraft, laß das auch schauen. 25. 4. O heil ger Geist, du Geist von Gott! Wehr Dank und Anbetung bringen wir, Herr, E unser Gott und Vater, dir. Du bist es, der die ganze Welt erschaffen hat, und noch # erhält; Halleluja! 2.Dank und Anbetung| Gott und Heiland, dir. bringen wir, Herr, unser Du littst für uns des Codes 54 Allgemeine Lob und Danklieder. Todes Pein, uns vom dessen Martertod mein Verderben zu befreyn. ganzes Hoffen ruht! Halleluja! 3.Gelobetsey der Herr, 3. Gelobet feyft du, mein Gott, mein Licht, Geist des Herrn! Wir mein Leben, des Vaters waren einst von Christo werther Geist, den mir fern. Du hast durch dei- der Sohn gegeben: Der nes Wortes Macht auch mir in jeder Noth mein uns zum Licht und Heil traurig Herz erquickt, gebracht. Halleluja! und neue Kraft mir giebt, wann mich ein Jammer drückt. 4.Gelobetsey derHerr, Mel. Nro. 291. O Gott, du frommer Gott! 26. Gelobet fey der mein Gott, der ewig leHerr, mein bet, den alles lobt und Gott, mein Licht und preist, was ist, und lebt Leben: MeinSchöpfer, und webet! Gelobet sey deffen Hand mir, was der Herr, deß Name ich hab, gegeben; Mein heilig heißt, der ein ge Bater, der mich schützt wahre Gott, Gott Vavon Mutterleibe an, der ter, Sohn und Geist! jeden Augenblick an mir viel Guts gethan! 2.Gelobetsey der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben des Vaters ew'ger Sohn, der sich für mich gegeben, und mich erlöset hat mit seinem theuren Blut, auf alle Ewigkeit! 5.Dem wir, mit Dank erfüllt, Gebet undOpfer bringen, und mit der EngelSchaar das dreymal Heilig fingen! Ihn preise ehrfürchtsvoll die ganzeChristenheit! Gelobt sey unser Gott in Zweyte Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. 55 Zweyte Hauptabtheilung. Lob- und Gebetlieder, nach Anleitung der vornehmsten Lehren des christlichen Glaubens. I. Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. Mel. Nro. 2. 27. 2. Kein Sinn kann MitSingen dich zu loben: c. ihn erreichen, kein endchwingt, hei- licher Verstand. Wer lige Gedan- darf sich ihm vergleiken, euch von der Erde chen? Wer hat ihn ganz los! Gott, frey von erkannt? Macht euch allen Schranken, ist von ihm kein Bild! unaussprechlich groß. 2er kann den HöchKommt, Menschen, und sten sehen? ob er gleich lobfingt vor seinem An- alle Höhen, und jede gesichte! Gott wohnt Tief erfüllt. in einem Lichte, zu dem kein Auge dringt. 3. Laß, Sonn', in hoher Ferne dein Antlits schöner 56 Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. Mel. Nro. 24. schöner glühn! Glänzt, Sonnen gleich, ihr Herr, unser Gott, wer zc. Sterne! Was send ihr gegen ihn? Mit at 28. ott, mache du mich selbst beler eurer Pracht send reit, vor deinen Chron ihr im schönsten Lichte zu treten, und deine vor seinem Angesichte groffe Herrlichkeit voll noch dunkler, als die Ehrfurcht anzubeten. Nacht. Laß, Herr, vor deinem 4. Du bist des Welt- Angesicht mein Herz baus Meister, der dei- fich deiner freuen, und einen Strahl von deinen Ruhm erhöht, der Bater aller Geifter, niß zerstreuen, die mich nem Licht die Finstervoll Macht und Majeståt. Du schufest, Gott, hier noch umgiebet. auch mich, ganz feelig einst zu leben. Mein Herz sey dir erge ben, mein Leben preise dich! und keiner mehr, nichts 2. Du bist der Herr, ter; Nur dir gebühret sind der Heiden GötPrets und Ehr, kein Helfer, noch Erretter 5. Im Geiste bet ist auffer dir; Laß mich ihn, Seele, und in der allein auf dich, o Herr, Wahrheit an! Liebst vertrauen, mein ganzes du des Herrn Befeh- Leben dir nur weihn, le, wie seelig bist du mein Glück blos auf dann! Er hat Linsterb-| dich banen, und dich nies lichkeit, und Seelig- mals verläugnen. keit und Leben; Das alles wird er geben dem, der sich ihm ganz weiht. 3. Du bist der höchst vollkommne Geist, der Bater aller Geister; Dich preiset, was vernünftig Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. 57 nünftig heißt, als sei- falls mich zu freun, nen Herrn und Mei- auch dann rechtschaffen ster: Laß meiner See- handeln, wann Finsterle hohen Werth mich niß mich decket. reine Tugend lehren und so, wie es dein Wort begehrt, dich un6. Unendlich, Herr, ist deine Macht, zu retten, die dich lieben, und geheuchelt ehren, im wenn der Frevler dich Geist und in der Wahr- verlacht, auch Rach an heit. ihm zu üben: Gieb, 4. Du bist, o Gott, daß mich deiner Allvon Ewigkeit, und wirst macht Schutz stets, als allzeit bestehen; Es ein Schild, bedecke, mich bleibet deine Herrlich auch nicht Menschen keit, wann Himmel Grimm und Truß, nur selbst vergehen; Laß von deine Strafe schrecke; der Erde eitlem Tand Du tödteft Leib und mein Herz sich stets er- Seele. heben zu meinem wah- 7. Voll höchster ren Baterland, und Weisheit bist du, Gott, nur nach dem mich strekeiz Mensch kann sie ben, was ewig mich er- ergründen; Umringt freuet. uns allenthalben Noth, 5. O Gott, was seyn du, Herr, weißt Rath wird, ist und war, und zu finden. Gieb, daß was wir thun und dich sich dir fiets traue zu, ten, das ist dir alles of du werdest für mich fenbar, du wirst einst sorgen, auch Liebels wealles richten; Laß mich der denk, noch thu, denn dein helles Auge scheun, dir ist nichts verborgen. aufrichtig vor dir wan Du prüfest Herz und deln, und, deines Bey- Nieren. DS 8. Gott, 58 Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. 8..Gott, du bist hei- alle Schätze, bis ich lig und gerecht, du dort, o mein Heil und kannst nicht Sünde lei- Licht, dich ohne Lalden; Wer sich bekennt len nenne, verkläret Für deinen Knecht, der dann von Angesicht muß das Böse meiden. dich schaue, dich erGieb, daß ich mich zu kenne, und unaufhörjeder Zeit der Heilig- lich lobe. keit besleiffe, nachjage der Gerechtigkeit, und Mel. Nro. 527. deine Wege preise, so Wach auf, mein Herz, zc. wunderbar sie schei29. Gott, aus nen. deinen Wer9. Du bist sehr gnä- ken kann ich dein Dadig, fromm und gut, feyn merken; In allen vergiebst die Schuld Kreaturen find ich der dem Sünder; Er- Gottheit Spuren. barmst dich, wie ein 2. Das groffe WeltBater thut, von Her- gebäude, dein Ruhin zen deine Kinder. Laß und meine Freude, ruft reichen Trost von dei- in viel tausend Chören: ner Gnad auf meine Gott ist, Gott mußt Seele kommen. Von du chren! mir sey meine Missethat so fern hinweg ge nommen, als Morgen ist vom Abend. 10. Gott, wenn ich dich so kenn und ehr, dein Wort zum Grunde setze, erfreu ich mich darüber mehr, als über 3. Wer sprach es, daß die Erde, und daß der Himmel werde? Wer sprach es, daß im Meere des Wassers Samme lung wäre? 4. Wer ließ in jenen Höhen das Sternenheer entstehen? Wer hieß des Von Gott, und feinen Eigenschaften überhaupt. 59 des Donners Brüllen ihm alle Frommen! die Welt mit Furcht Wer ist ihm gleich? wer erfüllen? ist, wie er, so herrlich, 5. Du bists, Gott, so vollkommen? Der deine Werke erzählen Herr ist groß, sein Nam deine Stärke, und dei- ist groß! er ist unendne weise Gütte dem acht- lich, gränzenlos in seisamen Gemüthe. nem ganzen Wesen. 6. Das Würmchen 2. Er ist und bleibet, in dem Staube, die bunte Raup' im Laube, das Bras, die schlanken Halmen sind deines Ruhmes Psalmen. wie er ist; Wer strebet nicht vergebens ihn auszusprechen? wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; Eh noch die Erde war, war er, noch cher, als die Himmel. 7. Herr, du bist hoch erhoben, und ewig hoch zu loben, wenn auch der Thoren Rotten dich läugnen und verspotten. 3. Des Höchften Thron uniftrahlt ein 8. Laß alle, die dich Licht, das ihn vor uns kennen, und dich mit verhüllet. Ihn fassen Ehrfurcht nennen, und alle Himmel nicht, die die dir vest vertrauen, seine Kraft erfüllet. Er dein gnädig Äntlig bleibetewig, wie er war, schauen. verborgen und auch of fenbar in seiner Werke Wundern. Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis dem sc. er Herr ist Gott, und keiner mehr, frohlockt 30. Der 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was 60 Von Gott, und feinen Eigenschaften überhaupt. er schafft, der Wesen dem, der deinen Willen ganze Kette: Bey ihm thut, denn du vergiltst ist Weisheit und Ver- mit Wonne. Du hast stand, und Kraft, und Linsterblichkeit allein, Stärke, seine Hand bist seelig, wirst es ewig umspannet Erd und seyn; haft Freuden, Himmel. Gott, die Fülle. 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbeer nicht Aller Wege? tung, Preis und EhWo ist die Nacht, da re. Kommt, werdet sich dem Herrn ein Gottes Lobgesang, ihr, Mensch verbergen mö- alle seine Heere! Der ge? Umsonst hüllt ihr Herr ist Gott, und keiin Finsterniß, was ihr ner mehr! Wer ist ihm beginnt, er sichts ge- gleich? Wer ist, wie wiß, er sieht es schon er, so herrlich, so vollvon ferne. kommen? 5. Ift er nicht nah? ist er nicht fern? weiß 6. Wer schützt den Weltbau ohne dich, o Mel. Nro. 291. Herr, vor seinem Fal- O Gott, du frommer Gott! le? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig 34. Anbetungsüber alle. Du bist voll Gott, mit Ehrfürcht Freundlichkeit, voll stets zu nennen. Du Huld, barmherzig, gna- bist unendlich mehr, als dig, voll Geduld, ein wir begreifen können. Bater, ein Verscho- O flöffe meinem Geist die tieffte Demuth ein, ner! 7. Linsträflich bist du, und laß mich stets vor heilig, gut, und reiner, dir voll Ehrerbietung als die Sonne. Wohl| seyn. 2. Du Von Gott, und feinen Eigenschaften überhaupt. 61 2. Du bist das höch- ren Herr. Der Erde ste Gut, du weißt von Majestäten sind, Höchkeinem Leide, stets ru- ster, vor dir Staub; hig in dir selbst, schmeckst Auch, Geister kannst du du vollkommne Freude. tödten. Wen du erDein ist die Herrlich niedrigest, Gott, wer keit. Auch ohne Krea- kann den erhöhn? Wen tur bist du dir selbst ge- du erhöhen willst, deß nug, du Schöpfer der Hoheit muß bestehn. Natur! 6. Du bist es, der ak 3. Du riefft dem, das lein Unsterblichkeit benicht war, um Luftssitzet, der Leben giebt und Seeligkeiten aufs und nimmt, der unsern mannigfaltigste um Odem schützet. Den dich her auszubreiten. Geist, der in uns lebt, Die Liebe bist du selbst, den haben wir von dir, Verstand und Rath willst du, so wird er sind dein, und du ge- Nichts. Du bleibest brauchst sie gern, zu seegnen, zu erfreun. für und für. 7. Wer hat dich je 4. Du sprichst, und es gesehn? Wer kann im geschieht. Auf dein all- Fleisch dich sehen? Kein mächtig: Werde! ent- fterblich Auge reicht bis stand dein groffes zu des Lichtes Höhen, Werk, der Himmel und von welchen du mit die Erde. Mit deinem Huld auf deine Schökräft'gen Wort trägst pfung blickst, und alles, du die ganze Welt, was da lebt, erfreuest und deine Macht voll- und beglückft. führt, was uns un8. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unmöglich fällt. 5. Du bist der Her- vollkommen, wird aber der= Von Gottes Eigenschaften insbesondre. dermaleinst der Vor- von uns besungen! hang weggenommen, Verschmähe nicht ein der dich, Unendlicher, Lob von lallend schwanoch unserm Blick ver- chen Zungen! Dort schließt, dann sehn wir soll, wann wir dereinst heller ein, wie herrlich im hellen Licht dich du, Gott, bist. sehn, auch stärker unser 9. Indeß sey auch Lied dich, groffer Gott, schon jetzt dein Ruhmlerhöhn. II. 62 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 1. Unermeßlichkeit und Ewigkeit Gottes. # 32. Er habnerGott! nichts reicht an deine Denkich an dich, so fühl ich meine 4 Gröffe. Ich fühle, Herr, daß du unendlich Blöffe; X € bist, und daß umschränkt mein forschend Denken ist. 2. Du wohnst im ists, das wir von deiLicht, dazu kein Mensch nem Ruhm vernomkann kommen. Was men? Ach! nur ein Theil Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 63 Theil von jener Maje-| Dinge: Gieb, daß ich dir stat, die über alles dich, mich selbst zum Opfer o Gott, erhöht. bringe. Begreif ichs nicht, wie du die Welt regierst, so sey mirs guug, daß du mich seelig führst. 7. Einst wirst du dich mir näher offenbaren, einst werd ich mehr von deinem Rath erfahren; Wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt, und treu dich hier verehrt. 3.Dein ew gesSeyn, dein ganz vollkommnes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Verstand. Von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. 4. Wie sollt ich denn, ich Staub, mich unter winden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O mache mich von solchem Dunkel frey! daß mir dein Wort des wandle, in allem Thun Glaubens Richtschnur sey. mit Ehrfurcht vor dir 8. Drum hilf, daß ich nach deinem Willen handle, zufrieden sey, wie du mich hier regierst, bis du mich einst in deinen Himmel führst. 5. Mein eigner Geist kann sich leicht hinter gehen. Dein Wort ist wahr; es bleibet ewig 9. Dann werd ich stehen. Erforsch ich dich in hellerm Lichte gleich dein göttlich We- sehen, und froh in dir, sen nicht, so gnüge mir dein ewig Lob erhödavon dein Unterricht. Hen; Herr, du bist 6. Von dir, durch groß, und zeigst es mit dich, zu dir sind alle der That, unendlich groß 64 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. großan Huld, an Macht zum 20 ur m herab und Rath. wogst jedem du sein Schicksal ab, und nannMel. Nro. 3. Lob, Ehr- und Preis dem zc. test ihn mit Namen. 4. Die Zeit ist, Herr, 33. Unendlicher, den keine Zeit wie nichts, vor dir, vom umschließt mit ihren Anfang bis zum Ende; Schranken! Beym Kaum Augenblicke leDenken deiner Ewig- ben wir, die Werke deikeit vergehn mir die Ge- ner Hände. Nie nehdanken. Ich sinne nach men deine Jahre zu bewundrungsvoll, und in alle Ewigkeit wirst weiß nicht, wie ichs du derselbe seyn und faffen soll: Du bist und bleiben. bleibest ewig! 5. Ja, du bist ewig, 2. Noch ward von kei- stirbest nie, bleibst ewig ner Sonne Licht durch meiner Seele der Fels, unsre Welt verbreitet, den sterbend ich für sie die Himmel jauchzten zur sichern Zuflucht dir noch nicht, durch wähle. Denn deine deine Macht bereitet: Gnad und Wahrheit ist Noch war kein Land, so ewig, als du selber noch strömt kein Meer bist. Heil mir, daß ich an hoher Berge Grün- dir traue! den her: Du aber warst schon ewig! 6. Mein Leib ist sterblich, nicht mein Geist, 3. Von Ewigkeit her den will ich dir versahest du die künft'ge trauen, er soll, wie mir Welt entstehen, du dein Wort verheißt, masfest ihre Zeit ihr zu, er soll dein Antlit und sahst sie unterge- schauen. MeinLeib ruht hen. Vom Engel bis auch nur kurze Zeit, am Ernd Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 65 Erndtetag der Ewig-| te mich mit Kraft und keit wirst du ihn aufer- Muth, gerecht vor dir wecken. zu leben! 7.Ob alles um mich her vergeht, soll ich nicht mit vergehen, vor deinem Thron, der ewig 34. Her Gott! du steht, soll ich bist die stehen. Du giebst an flucht aller Zeiten, denn allem deinem Heil, du bist Gott in allen Gott, deinen Auser Ewigkeiten. Du warst wählten Theil, auch es schon, eh Erd und mir, auch mir mit ih- Himmel ward, eh noch nen! dein Arm sich uns geMel. Nro. 32. Erhabner Gott! nichts zc. 8. Einst fallen Erd offenbart. und Himmel hin an 2. Was bin ich, Herr, deinem Weltgerichte und alle Menschentindann dank ichs dir, daß der? Staub sind vor ich noch bin, und wohn dir der Heilige, der in deinem Lichte. Dann Sünder. Wie schnell werd ich ewig, ewig entflicht das Leben doch seyn, mich ewig deiner von mir! Du, HöchGnade freun, und dich ster, du nur bleibest ohn Ende preisen. für und für. 9. Der seeligen Unsterblichkeit, die du mir 3. Du hast vorhin die Erde zubereitet, dort willst schenken, dein Arm, Gott, hat lehr mich in dieser kur die Himmel ausgebreizen Zeit, o Gott, mit tet. Doch sie vergehn, Ernst gedenken! Sie veralten, wie ein Kleid; sey mein Trost, mein du aber bleibst in alle höchſtes Gut, fie ftär- Ewigkeit. 4. Es 66 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 4. Es werden noch die Herz sich ewig deiner Himmel und die Erden, freun, und bleibst ihr wie einGewand, von dir Gott; denn sie sind verwandelt werden: Du ewig dein. bleibest, wie du bist; 6.Das sey mein Trost Denn welche Zeit um- in allen trüben Stungränzet wohl, Herr, die Linendlichkeit? den, vom Tode selbst werd ich nicht überwun5. Das ist der Trost, den. KeinTod, keinGrab die Hoffnung deiner trennt mich, o Gott, Knechte, du schützeft von dir. Mein Fels, sie mit deiner starken mein Heil verbleibst du Rechte, du läßt ihr ewig mir. 35. 2. Die Unveränderlichkeit Gottes. $ H ott! wie du bist, so warst du schon, Gott! T noch che du von deinem Thron Geschöpfe, b die nicht waren, beriefst zu seyn, um deine Ell Macht und Güte zu erfahren. 2. Du wirst auch das Ewigkeiten, wo du uns seyn, was du bist, wann krönst, uns, die wir dieser Erdkreis nicht hier um deinen Himmehr ist, in jenen/ mel streiten. 3. Du Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 67 3. Du nur bist unver- 6. Was flag ich, der änderlich, auch wird, dein Wort noch hat, den Gott, deine Wahrheit Trost, daß meine Mis sich unwandelbarerhal sethat mich einst gewiß ten, wann Welten einst, nicht richte, und daß die du erschufft, wie ein mein Erbtheil ewig sey Gewand veralten. vor deinem Angesichte? 4. Ob Felsen wei- 7.Was klag ich? Liechen, Berg ins Thal best du mich doch mit sich stürzen, daß durch aller deiner Liebe noch, ihren Fall die Erde weit und willst mich ewig erzittert, bleibt doch, lieben! Mein Name o Gott, dein Bund ward ja, Gott, von mit mir auf ewig un- dir in deine Hand ges erschüttert. schrieben. 8. Ja, ich bin Gottes, Gott ist mein, und Was flag ich angst- ewig, ewig wird ers lich, daß ich hier kein seyn, von ihm kann dauernd Gut geniesse, mich nichts scheiden. und daß in Linbestän- Die Welt vergeht mit digkeit das Leben mir ihrer Lust, nicht Gott verfliesse? und seine Freuden. 36. 5. Was zagt denn meine Seel in mir? # $ du bist von Ewigkeit! mehrt und mindert keine Zeit. Gott Dei ne Ma je stät und Grösse Gieb, daß ich das nie ver ges se, nie auf Krea 68 * Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Kreaturen baue, sondern dir allein -** vertraue. 2. Ewig und unwan-| deinen Willen treu volldelbar ist dein gränzen bringen! loses Wissen. Was dir 5. Immer ist dirs eine einmal Wahrheit war, Luft, Menschenkinder Wohl wirds auch ewig blei- zu beglücken. ben müssen. Niemals dem, der sich auch mit kann dein Ausspruch fehlen. Laß mich ihn zur Richtschnur wählen! Lust lernt in deine Ordnung schicken. Der, der geht auf sichern Wegen deinen Seegnungen entgegen. 3. Du bist nicht, wie Menschen sind, daß dich 6. Deine Worte trůetwas reuen sollte; gen nicht; Du bist ewig Bleibest immer gleich der Getreue, der da gesinnt, und was je hält, was er verspricht. dein Rathschluß wollte, D, daß dieß mich stets willst du noch. O hilf erfreue! Laß nur deiuns allen thun nach deinen Geist mich treiben, nem Wohlgefallen dir, Herr, auch getreu zu bleiben. 4. Sünden bist du ewig feind; Wehe de- 7. Diese Erde wird nen, die sie lieben! vergehn, alle Welt wird Ewig bleibst du derer mich verlaffen. Du nur, Freund, die, was recht Gott, bleibst ewig stehn. und gut ist, üben. Leh- Deine Hand wird mich re mich in allen Dingen/ unifassen, wann ich einst Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 69 einst von hinnen scheide. 4. Herrlich ausgeEwig bist du meine breitet stehn deine HimFreude. mel; Doch vergehn deiWelt sinkt, wenn sie dein Arm nicht hält. 8. Laß mir doch zu je- ne Himmel, und die der Zeit, Herr des Himmels und der Erden, diese deine Ewigkeit einen starken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und mein Glück auf dich zu bauen. 5. Du nur bleibest, wie du bist; Was dein weiser Rath beschließt, ist unwandelbar, wie du, gut und heilig stets, wie du. Mel. Nro. 122. Gott sey Dank in aller zc. 6. Sollt ich denn auf 37.Unermeßlich, Menſchen baun, nicht blos dir verewig ist Gott, der Höchste; Herr, du traun? ohne Weisheit bist, wie du dich uns und Verstand Brunoffenbarst, nun und nen graben in den Sand? ewig, der du warst. 2. Ewig bleibst du 7. Nein, Unwanselbst dir gleich, weis delbarer, dein soll sich allein und gnadenreich, meine Seele freun. ewig machtig, und voll Sey mein Fels, Gott, Kraft, heilig und un- sey mein Licht, ewig tadelhaft. meine Zuversicht. 3. Alle Werke deiner Hand waren dir, o Gott, bekannt, eh die Welt auf dein Geheiß da stand, deiner Weisheit Preis. 8. Lind in allgemeine Nacht sinke dann mit seiner Pracht jeder Himmel, und die Welt stürze hin, wenn Gott mich Thålt. & 3 3. Von Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 38. Allwissender, 3. Von der Allwissenheit Gottes. Mel. Nro. 24. weißt du, eh sie beten. Herr, unfer Gott! wer zc. Ihr Seufzen wird von Uwissender, dir erhört, eh sie noch vollkommner vor dich treten; Lind Geist! deß Auge alles was der Bösen Rath siehet, was Nacht und beschließt, ist dir auch Abgrund in sich unverborgen; dir, der schleußt, und dem sich du ihren Anschlag fichst, nichts entziehet. als wie den lichten kann vor deinem hellen Morgen, den keine Licht sich kein Geschöpf Schatten decken. verstecken. Auch Finsterniß verbirgt es nicht. Du weißt es aufzude cken, und vor Gericht zu bringen. Es 4. Was nach Verfliessung vieler Zeit noch künftig wird geschehen, siehst du schon mit Allwissenheit als gegen2. Selbst die Gedan- wärtig stehen. Dir stellt ken kennest du, eh sie in sich alles deutlich dar, mir entstehen, und was das, was noch erst soll ich wünsche, rede, thu, werden, und was nun das kannst du alles se- ist, und was einst war hen. Bor dir ist alles im Himmel und auf offenbar, du prüfest Erden. Wer sollte dich Herz und Nieren, und nicht füchten? alle Gründe fichst du 5. Bleibt gleich vor klar, die unser Thun Menschen manches regieren; nichts bleibt vor dir verborgen. noch in dieser Welt verschwiegen, so wird das 3.Was deiner Freun- selbe künftig doch der de Herz begehrt, das Welt vor Augen liegen. Herr, 70 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 71 Herr, dein Gericht, dem reits bekannt, ch der Genichts entflicht, wird danke noch in meiner alles einst entdecken, Seel entstand. was im Verborgnen 2. Nie spricht mein jetzt geschieht, und Mund ein Wort, das Schande, Furcht und du, o Herr, nicht wisSchrecken wird dann fest. Du schaffest, was die Heuchler treffen. ich thu: Du ordnest, 6. Laß mich, o höch- du beschliesseft, was mir ste Majestät, dein hel- begegnen soll. Erstaunt les Auge scheuen; Wo seh ich auf dich; Wie ist der, der dich hinter- groß ist dein Verstand! geht mit seinen Heuche- Wie wunderbar für leyen? Laß mich auch in mich! der Einsamkeit dich ge- 3. Wohin, wohin soll genwärtig denken! Laß ich vor deinem Geiste Wahrheit und Recht fliehen? Wo könnt ich schaffenheit mein Thun jemals wohl mich deiund Lassen lenken, und nem Aug entziehen? stets mein Herz behü- Führ ich gen Himmel ten! auf, so bist du, Hochster, da; Führ ich zur Tief hincs, auch hier bist du mir nah. Der 139te Pfalm. Mel. Nro. 291. O Gott, du frommer Gott. 4. Nahm ich auch, 39. Herr, du erfor- schnell zu fliehn, die Fitschest mich, tige vom Morgen; dir bin ich unverborgen; Selbst an dem fernsten Du kennst mein ganzes Meer blieb ich dir nicht Thun, und alle meine verborgen; Auch da Sorgen: Was meine umschlöffe mich doch Seele denkt, war dir be- deine Allmachtshand; 4 Denn 72 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Denn du bist überall, 8. Was für Erkenntund dein ist jedes Land. nisse! Für köstliche Ge5.Sprach ich zur Fin- danken! Linzählbar sind sterniß: sey um mich, sie mir; Denn sie sind mich zu decken! So sucht ohne Schranken. Mit ich doch umsonst vor Ehrfurcht will ich stets dir mich zu verstecken; auf dich, mein SchöDenn auch die Finster- pfer, sehn, dir folgen, niß ist vor dir helles und dein Lob, so gut ich Licht: Die Nacht glänzt, kann, erhöhn. wie der Tag, vor deinem Angesicht. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, 6. Du warst schon wie ichs meyne; Ob ich über mir in meiner der wirklich bin, der Mutter Leibe, du bil- ich zu seyn mir scheidetest mein Herz, Gott, ne. Sich, ob mein Fuß deß ich bin und bleibe! vielleicht auf falschem Ich danke dir, daß du Wege geht, und leite mich wunderbar ge- mich den Weg, der mich macht, und meiner, eh zu dir erhöht. ich war, schon väterlich gedacht. 7. Du kanntest mein Gebein, eh ich Licht gekommen, da ich 40. Usonst verhüllst Mel. Nro. 269. GerechterGott! vor dein 2c. im Dunklen erst die Bil- du dich, mein Herz, in dung angenommen: Finsternisse: Was kann Dein Auge sah mich ich Gott verbergen? schon, eh ich bereitet Ich? daß er nicht alles war, und meiner Ta- wisse? Sey, kannst du, ge Lauf war dir schon dunkler, als das Grab, offenbar. das Auge Gottes schaut hinab, Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 73 hinab, und kennet deine kömmt, daß er im GeTiefen. richt der Herzen Rath enthülle. 2. Wo ist die Nacht der Einsamkeit, die mich 5. Seyd heilig, seyd vor ihm verhehle? Er von Gott nur voll, Ge= sicht euch schon, eh ihr danken meiner Seele, noch seyd, Gedanken/ daß, wann gerichtet meiner Seele! Eh ich werden soll, kein einzieuch selbst empfinden ger mich quäle. Seyd kann, von eurer ersten heilig, und dann fürchBildung an, bis ihr tet nichts, Gott wird euch ganz entfaltet! am Tage des Gerichts, 3. Er kennet und gleich Chaten, euch bedurchschauet euch, lohnen. wenn ihr euch gleich entziehet, bemerkt euch, Mel. Nro. 51. wenn ihr, Strahlen Wie groß ist des Allm. 2c. gleich, schnell werdet, o sind die ſchnell entfliehet. Ber 41. W Weisen, die gebens wünsch ich mich lehren, wie unSterbt! Vergeht! Ich ser Gott allwiffend ist? baß euch! Aufgezeichnet Wer kann mir Forsteht ihr all in seinem schendem erklären, was Buche! sein Verstand faßt und 4. Der Herr geden- ermißt? Wohnt nicht ket ihrer noch, Jahr- der Herr in einem Lichhunderte verschwinden; te, in welchem MenSie bleiben, und ich schen ihn nicht sehn? traume doch: Gedan- Wer kennet ihn von ken seyn nicht Sünden? Angesichte? Wer kann Nein, alle müssen an nur, wie er heißt, verstehn? das Licht, wann Gott & 5 2. Könnt Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 2.Könnt ich die Ster- das reicht an dein Erne Gottes zählen, der kenntniß nicht! Ich seh, Erde Staub, den ich fühle meine Schran* Sand am Meer, und ken, doch du vergiltst die Gedanken aller See- mein Forschen mir mit len von ihrem ersten immer würdigern GeUrsprung her: So wår danken, o Unerforschliich weiser, als auf Er- cher, von dir. den ein Mensch ist, als 5. Du schaust umam Strom des Lichts, her, du kannst ergrünvielleicht selbst Engel den, was noch so tief jemals werden; Doch verborgen ist: Dieß wüßt ich gegen Gott warne mich für allen noch nichts. Sünden, für Heuche3. Nichts gegen ihn, ley, Betrug und List! der sich durchschauet, Vor seinem Blick kann die Tiefe der Linend- nichts mich decken, kein lichkeit, und alle Wel- falscher Schein verblenten, die er bauet, die det ihn; Mir folgten Welten und die Ewig- seines Zornes Schrekeit. O du, der alles cken, könnt ich auch aus weiß und nennet, was der Welt entfliehn. ist, was werden soll, 6. Wer kennet seiund war, wie bist du nes Herzens Tiefen? jedem, der dich kennet, Wer darf, o Gott, sich unendlich groß und selber traun? Allwis wunderbar! sender, du wollst mich 4. Wer, o mein Gott, prüfen, du wollest ganz kann dich hier sehen mein Herz durchvon Angesicht zu An- schaun! Erblickst du gesicht? Was wir, was mich auf bösen Wegen, Engel selbst verstehen, so führe mich auf deine Bahn, 74. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 75 Bahn, und laß mich gen der Frömmigkeit einst am Ziel den See-/ von dir empfahn! 4. Von der Algegenwart Gottes. Mel. Nro. 44. mir bey, daß ich dir Herr! deine Allmacht zc. immer treuer sey. 42. Nic Die bist du, 4. Du merkst es, Höchfter, von wenn des Herzens Rath uns fern, du wirkst an verkehrte Wege wahallen Enden. Wo ich let, und bleibt auch eine nur bin, Herr aller böseThat vor aller Welt Herrn, bin ich in dei- verhehlet, so weißt du nen Händen. Durch sie, und strafest mich, dich nur leb und athme zu meiner Beßrung, ich; Denn deine Rechte väterlich. schützet mich. 5. Du hörest meinen 2. Was ich nur denk, Seufzern zu, daß Hülerkennest du, du prü-| fe mir erscheine, voll fest meine Seele; Du Mitleid, Vater, zähsiehst es, wann ich Gu- lest du die Thränen, die tes thu, du siehst es, ich weine. Du siehst wann ich fehle. Nichts, und wägest meinen nichts kann deinem Schmerz, und stärkst Blick entfliehn, und mit deinem Trost mein nichts mich deiner Herz. Macht entziehn. 6. O drück, Allge 3. Wenn ich in steter/ genwärtiger, dieß tief Einsamkeit mein Herz in meine Seele, daß, an dich ergebe, und, über wo ich bin, nur dich, deine Huld erfreut, lob- o Herr, mein Herz zur fingend dich erhebe, so Zuflucht wähle; Daß hörst du es, und stehstlich dein heilig Ange scheu, 76 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. scheu, und dir zu dienen mangelt dir nie Licht, eifrig sey. noch Kraft; Denn er, 7. Laß überall gewiß der das Vollbringen senhaft nach deinem schafft, Gott, ist allgeWort mich handeln, genwärtig! und stärke mich dann Mel. Nro. 46. 3. Wenn er dir heiauch mit Kraft, vor tre Tage giebt, und die dir getroft zu wandeln. ses Lebens Freuden, Daß du, o Gott, stets und wenn er deine Tuum mich seyst, dieß gend übt durch Průtröst und beßre meinen fungen und Leiden; Geist. So hoff auf ihn, und zage nicht; Denn er schafft Finsterniß und Allmächtiger! wir fingen zc. Licht; Er ist allgegenDu Gott, o See- wårtig! 43. le, schwing 4. Wenn Erd und mm dich auf, und werde Himmel um dich her Dank und Wonne! Er mit ihrer Pracht verlenkt vollHuld der Wel- schwinden, die Sinn' ten Lauf, den Lauf der erstarren, und nicht holden Sonne! Was mehr dir dienen, nichts dich erfreuet, schenkt er empfinden; Wenn dir, durch ihn nur sind und leben wir. allgegenwärtig! auch kein Freund mehr Er ist helfen kann, so schau aufihn, denn er ist dann, 2. Wenn du zu thun, auch dann dir gegenwas ihm gefällt, den wärtig! frommen Vorsat faf 5.Dannschwingst du sest, wenn du die Eitel- dich zu ihm hinauf, zu keit der Welt, und je- seines Himmels Wondes Lafter haffest: Solne, beginnest einen neuen Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 77 neuen Lauf, siehst eine lenkt, im Tod und Leben beßre Sonne; Siehst Freude schenkt; Er ist ihn, der alle Welten allgegenwärtig! 5. Von der Allmacht Gottes. 44. deine Allmacht reicht so weit, Nichts ist, das deiner Herr lichkeit als selbst dein Wesen reichet; Es ist kein und dei nen Thaten gleichet! Ding so groß und schwer, das dir zu thun H unmöglich war. 2. Du sprichst, und Augenmerk, und wird auf dein mächtigs Wort durch dich regieret. fällt alles dir zu Füssen. Noch immerfort beDu führest deinen An- steht die Welt, weil schlag fort ben allen deine Allmacht sie erHindernissen. Du hält. winkst, so stehet plötzlich da, was kurz zuvor kein Auge sah. 3. Du hast dein grof Schöpfungswerk ses 4. Die Menge deiner Wunder zeigt, daß, Schöpfer, dein Bermdgen weit über die Gesetze steigt, die die Natur beallmächtig ausgefüh- wegen. Du bleibst ihr ret; Es bleibet stets dein Herr, und ihren Lauf hebst 78 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. hebst du nach weiser wie du selber weißt, umWillkühr auf. giebt noch meine Glie5.Was für ein Wun- der. Mach mich zum der deiner Macht wird Zeugen deiner Kraft, unser Aug einst sehen, die aus dem Tode Lewann, nach der langen ben schafft. Grabesnacht, die Tod 7. Ozund in mir den ten auferstehen: Wann Glauben an, der sich du von unserm Staub auf dich verlasse!- Fft den Rest zu neuen Kör- etwas, das mich schrepern werden läß'st! cken kann, wenn ich 6. Allmacht'ger! dich, Herr, umfaffe? Mein erstaunter Geist Nun, Gott, ich traue wirft sich vor dir dar deiner Kraft, die alles nieder, die Ohnmacht, kann, und alles schafft. 45. 李 Kommt, kommt, den Herrn zu preifen, der Den ti gen, der groß von Rath ist, groß von That! Der Herr kei nen sei nes glei chen hat. H 11 thut groffe Werke; Wer hindert seine Kraft? D. Wer seines Armes Stärke, die alles Gute bo b schafft? Er dehnet, gleich Gezelten, die weiten Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 79 幸 ten Himmel aus; Er spricht, so gehen 15 Welten aus ihrem Nichts heraus. 2. Er will, und Son- Wundern an, heißt nen flammen; Auch Thiere da sich freuen, drängt das Wasser, wo kein Mensch wohwann er spricht, in nen kann. Wer kann Wolken sich zusam- die Sterne führen? men, und ihre Schläu- Wer kann, als er allein, che reissen nicht. Er der Dinge Lauf regieruft den Lingewittern, ren? Verderben und das Meer wird unge- erneun? stumm, des Himmels 4. Herr! dein ist alle Säulen zittern, die Er- Stärke, und alle Hülde bebt vor ihm. Er fe, Gott, ist dein! Das will, und Blitze zun- preisen deine Werke, den Gebirg an, sie die deiner Kraft allein vergehn. Er spricht, sich freun. Wir auch und ruft den Winden, erfreun uns ihrer: Ihr schnell wird sein Him- Lob sey unsre Pflicht! mel schön. O Bater, o Regierer, wen hält, wen schützt sie nicht? Du lebst, du wirkst in allen; Dir, dir vertrauen wir! Erhalter, wer kann falversiegen nie. Er füllet len, getragen, Herr, Wüsteneyen mit seinen von dir? 46 All3. Wer, wer gebeut den Wellen: Hicher! Nicht weiter! Legt euch hie! Er legt in Felfen Quellen, sie rieseln und 80 46. Bon Gottes Eigenschaften insbesondre.. INILL Amath ( llmäch ti ger! wir singen dir, und preiz Unendlich ist sie für und für, und groß 23 sen deine Stärke; Was nie ein Mensch bein jedem Werke. 1 greifen kann, hast du durch deine Macht gethan, und herrlich ausgeführet. 2. Vollkommen gut] sten, singt dem Herrn! frand fern und nah auf Er herrschet über alles! dein Gebot: Es werde! 4. Wir singen dir, in seinem Pracht der Herr aller Welt, wir Himmel da, in ihrem singen dir mit Freuden, Pracht die Erde. Du dein Arm ists, der sie sprichst- und siche, es trägt und hält vom Angeschicht, und ohneZahl beginn der Zeiten. Erfind inGebiet derSchö- halter deiner Welt zu pfung deine Wunder. seyn, kann niemand 3. Fallt nieder, Chri- sonst- kannst du allein! sten! singt dem Gott, Sie hangt an deinem durch den auch ihr ge- Willen. worden. Noch folget 5. Nicht durch ein seinem Machtgebot der blindes Lingefähr ist sie Weltbau aller Orten, im Stand geblieben, von unser keinem ift er du haft ihr, Allgefern: Fallt nieder, Chri- waltiger, Gesetzevorgeschrie- Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 81 schrieben. Und sie bleibt Herrlichkeit die Menihnen unterthan, und schen alle trösten. Erweder Staub, noch hör uns, Gott, AllSonne kann sich gegen mächtiger, und laß auf dich empören. Erden immer mehr, 6. Nach deiner Ord- was du gebeutst, genung drehen sich des schehen. Himmels Sternenhee9. Vor deinem Aug re. Nach deinem Wil- geloben wir Gehorsam len heben sich und le- deinem Willen, wir gen sich die Meere. Du können doch nichts bef leitest des Gewitters fers hier als dein Gebot erfüllen, auch uns Gang, und dir geschließt deine Allmacht horcht mit Lobgesang ein, mit Leib und Seeder Donner in le sind wir dein, dein fen. Volk und deine Knechte. 7. Wohl denen, die am Herzen rein, auf 10. Llnd thun wir deine Wunder schauen! stets nach deinem Wohl denen, die auf Wort, so bist du uns dich allein, und nicht zur Seiten, bist unsre auf Menschen bauen. Burg und unser Hort Sie stützen sich auf dei- in allen Fährlichkeiten; ne Macht, sie wandeln Denn du verläßt die froh und unverzagt, Deinen nie, du schützest thun recht, und scheuen sie, und rettest sie mit Niemand. starker Hand vom Ulebel. 8.D du, der aller Welt gebeut, vom Klein- 11.Drum singen wir sten bis zum Größten. mit Mund und Herz, Bieb, daß sich deiner und preisen deine StärF fe, 82 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. ke, und mit uns preist mand gleich; Dein ist dich allerwärts die die Macht! Dein ist Menge deiner Werke. das Reich in alle EwigDir, Herrlicher, istNie- teiten! 6. Von der Weisheit Gottes. Mel. Nro. 11., gemacht, regierst du O könnt ich dich, mein zc. auch an allen Enden, " u weiser was dein Verstand 47. Schöpfer hervorgebracht. Du aller Dinge, der alles brauchst, o unerschaffweiß, erkennt, versteht: nes Licht, der MenNichts ist so groß, nichts schen Rath und Beyso geringe, das nicht stand nicht. nach deiner Ordnung 4. Was du zu thun geht! Denn der Gedir vorgenommen, das schöpfe ganzem Chor kömmt unfehlbar auch schreibst du Maas, Ziel zur That. Wenn tauund Regeln vor. send Hindernisse kom2. Die vielen wun- men, so triumphirt dein dervollen Werke, die hoher Rath. Den beunsern Augen fern und sten Zweck wählt dein nah, stehn alle, wie Verstand, die Mittel durch deine Stärke, so stehn in deiner Hand. auch durch deine Weisheit da. Unendlich, 5. Die Menge so verschiedner Willen, wo Herr, ist dein Verstand; jeder seinen Weg sich Der ganze Weltbau wählt, muß doch den - machts bekannt. deinen blos erfüllen, 3. Mit eben diesen der seines Zieles nie verMeisterhänden, mit fehlt. Der aller Feinwelchen du die Welt de stolzen Wahn als Unvers Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 83 Unvernunft beschämen die Weisheit zu bemerkann. ken, die auch der Ene gel preist. 6. Weisheit! decke meiner Seele des Eigen- 2. Wohin mein Aus dunkels Thorheit auf, ge blicket, seh ich, wie damit sie dich zum Leit- deine Hand verbindet, stern wähle in ihrem ordnet, schmücket, was sonst verwirrten Lauf. erst durch sie entstand. Ich weiß den Weg zur Sie schaffet, fie erhält, Wohlfahrt nicht, ach zu segnen, zu ergößen, gönne mir dein sichres nach herrlichen GeseLicht! tzen, den weiten Bau der Welt. 7.Du hast mich durch mein ganzes Leben bisher aufs weiseste geführt. Ja, dir muß ich die Ehre geben, daß du aufs Beste mich regiert, Leit ferner mich durch Welt und Zeit bis zu der frohen Ewigkeit! 3. Du hiengst in lichten Fernen, hoch über uns hinauf, die Sonne mit den Sternen, uns zu erleuchten, auf. Da hänget sie an Nichts, in unermeßne Weiten ihr Wohlthun zu verbreiten, ein Schatten deis nes Lichts. Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu 2c. ch lobe dich, 4. Wer hålt im Gleichgewichte so groß 48. J und preise ser Körper Last? Wie dich, o mein Gott, al- schwimmt die Welt im lein. Wer ist, wie du, Lichte, das du geschafso weise? Verstand fen haft? Wer weist. und Rath ist dein. Er- die rechte Bahn den wecke meinen Geist, in mächtigen Himmelsallen deinen Werken heeren, zum Wohl, nicht 32 zum 84 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. zum Zerstören, in sich zu des Meeres Welrer Ordnung an? len: Hicher und weiter nicht! 5. Wer rief, uns zu umgeben, der Luft, die 8. Wer hat den Wald alles tràgt? Durch sie gepflanzet? Wer ruft hat alles Leben, und das Gras heraus? alles wird bewegt. Da Giebt Korn und Most? sammeln Dünste sich, Wer schanzet Gebirg und werden Thau und an Thälern auf? Wer Regen, und Fruchtbar- schmückt sie überall? keit, und Seegen für Wer gråbt dem Feuer Pflanzen, Thier, und Schlunde, legt in der mich. Tiefe Gründen den Marmor, das Metall. 6. Wer hat sie so bereitet. daß sie den Blitz 9. Herr, deine Weisgebiert, daß sie den heit schmücket, bereis Wind verbreitet, den chert und erhält, nährt, Schall zumOhre führt; seegnet, schützt, beglü Den leichten Vogel ctet die lebenvolle Welt. hebt, den schnellen Fisch Sie rühme mein Gezum schwimmen, und fang! Ich finge dir und unsers Mundes Stim- preise dich, Gott, denn * men zu deinem Ruhm du bist weise: O bringt belebt? ihm alle Dank! 7. Wer hob, o Gott, die Erde aus deinem Meer heraus, theilt, daß fie fruchtbar werde, so gleich die Waffer aus? 49. Unerforschlich sey mir imWer sammelt sie? Wer mer meines Gottes bricht die Flüffe, wann Weg und Rath, und fie schwellen? Spricht die Nacht sey ohne Schims Mel. Nro. 179. Komm, o komm, du Geist. Von Gottes Eigenschaften insbefondre. 85 Schimmer, die mich ke, seiner Welt, meine hier umschattet hat: Lüste setzen? Sinnen, Doch ist alles, was er ordnen, thun, was thut, wie's auch scheine, mir gefällt? Wohluns, weis und gut. wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrt. 2. Sollt ich das von Gott nur loben, wo ich Rath und Weisheit 5. Hier in meinem feh? Ifts nicht ein Ge- Pilgerstande sey mein schenk von oben, wann Theil Zufriedenheit! ich seinen Weg ver- Dort in meinem Vaterstch? Frevelt der nicht, lande wohnt die wahwelcher klagt, daß ihm re Seeligkeit. Führt Gott mehr Licht ver- mein Gang zum Himfagt? mel ein, mag er immer dunkel seyn! 3. Sollt ein Vater unterlassen, was dem 6. Wenn du auch auf Kinde Thorheit ist? rauhen Wegen wanKühner Tadler! En delst, ach so klage nicht; gel fassen das, wo du Was hier schmerzet, im Dunklen bist. Hier wird dort Seegen, was sollst du dem Herrn ver- hier Nacht ist, wird traun, glauben, noch dort Licht, und ich faß nicht völlig schaun. erst Gottes Sinn, 4. Sollt er zu Regie- wann ich ganz vollens rerinnen seiner Wer- det bin. 7. Von der Güte Gottes. Mel. Nro. 105. die Welt erschaffen hat, Mie herrkch strahlt der zc. und noch erhält, ich se50. Gott deffen be deine Güte; ich sestarke Hand he fie, und werd ent33 zückt, 86 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. zückt, wohin auch nur Gemüthe will ich tågmein Auge blickt. So lich darauf achten, und bald ich mein Gemü- betrachten deine Werke, the auf dich, Schöpfer, rühmen deine Huld und achtsam lenke, und dich Stärke. denke, find ich Armer, 4. Dein Erdreich dich als Vater und Er- Gott, das jedermann barmer. giebt Brod und Freu2. Seh ich, so weit den, seh ich an, und mein Auge reicht, gen schmecke deine Güte. Himmel, so entdeck ich Ich rieche, fühl und höleicht die Spuren dei re sie in Feld und Wald, ner Güte. Der Him- ich sehe sie in aller Flumels Körper Lauf und ren Blüthe. Von dir Pracht, das Sternen- zeugen alle Dinge, so heer, das du gemacht, geringe sie mir scheinen, erwecket mein Gemü- Wie im Grossen, so im the, groffer Schöpfer, Kleinen. dich zu singen, dir zu 5.Dzeuch mich über bringen Ehr und Stär- Welt und Zeit zu dir, ke. Groß sind deiner so Herr der Herrlichkeit, Hände Werke! durch deine grosse Liebe. 3. In Ungewittern, Auf dich laß mich in alSturm und Wind, die lem sehn, für jedes Gudeiner Allmacht Die- te dich erhöhn. Belebe ner sind, entdeck ich dei- meine Triebe, o mein ne Güte. Das Feuer, Vater! Dir in allem wie der Wasser Grund, zu gefallen, dir zu lemacht deine grosse Lie- ben sey mein einziges be kund. Mit frölichem Bestreben. ST. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 87 51. FEZESSEENE Wie Die groß ist des Allmächt'gen Güte! Iff Der mit verhär te tem Gemüthe den der ein Mensch, den sie nicht rührt? Nein! Dank er stickt, der ihr ge bührt! # Seine Liebe zu ermessen, sey ewig meine NISELE2REZE größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wun- 3. Blick, o meinGeift, derbar bereitet? Der in jenes Leben, für welGott, der meiner nicht| ches du erschaffen bist, bedarf. Wer hat mit wo du, mit Herrlichkeit Langmuth mich gelei- umgeben, Gott ewig tet? Er, dessen Rath sehn wirst, wie er ist. ich oft verwarf. Wer Du hast ein Recht zu stärkt den Frieden im diesen Freuden, durch Gewissen, wer giebt Gottes Güte sind sie dem Geiste neue Kraft? dein. Sieh, darum mußWer läßt mich so viel te Christus leiden, daGlück genieffen? Its mit du könntest seelig nicht der Herr, der al- seyn. les schafft? 4. Und diesen Gott follt ti 4 88 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. follt ich nicht ehren? Und und Schmerzen, regier seine Güte nicht ver- mich auf dem Pfad des stehn? Er sollte rufen, Glücks, und sie besieg ich nicht hören? Den in meinem Herzen die Weg, den er mir zeigt, Furcht des letzten Aunicht gehn? Sein Will genblicks. ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort beståektihnewiglich Gott soll ich über alles lieben, und meinen Nächsten so, wie mich. Aus dem 36. Psalm. Mel. Nro. 11. Okönnt ich dich, mein zc. 5. Dieß ist mein Dant, 52. So weit, Herr, deine Himdieß ist sein Wille: ich mel reichen, reicht deine soll ganzLiebe seyn, wie Huld, die uns erhält. Er. So lang ich dieß Es werden Berg und Gebot erfülle, stell ich Hügel weichen, eh deisein Bildniß in mir her: ne Gnade wankt und Lebt seine Lieb in mei- fällt. Gleich mächtiner Seele, so treibt sie gen Gebirgen steht die mich zu jeder Pflicht; Heiligkeit, die dich erund ob ich schon aus höht. Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. 2. Gott, dir ist kein Geschöpf verborgen, keins ist vor dir gering 6. O Gott, laß deine geacht. Du würdigst Gut und Liebe mir im- jedes deiner Sorgen, merdar vor Augen seyn! und bist auf aller Wohl Sie stark in mir die gu- bedacht. Vom Menten Triebe, mein gan- schen bis auf jedes zes Leben dirzu weihn; Thier, dankt alles seiSie tröste mich in Noth ne Wohlfahrt dir. 3. Mit 89 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 3. Mit heilig freudi-| zum Vergnügen reichgem Gemüthe erheblich aus. Herr, unsers ich, Gott der Gnade, Lebens Quelle fließt dich. Wie theuer ist doch aus dir, der du das Leben bist. deine Güte! Wie liebst du uns so väterlich? 5. O ewig weiser Daß Menschen ohne Gott, wir schauen in Furcht und Graun im deinem Lichte nur das Schatten deiner Flügel Licht. Entzeuch doch denen, die dir trauen, 4. Mit welchem rei- dein gnadenvolles Antchen Lieberfluffe erfüllst litz nicht! Gott, deine du deine Welt durch- Huld sey über die, die aus! Du theilft ihn al- dich verehren! Schütze len zum Genusse, und sie! traun. 53. Wie viele Freuden dank ich dir, und wie viel Sünden hast du mir PESTER die du mir, Herr, verliehen! O Gott aus Gnaden schon verziehen! voll Langmuth und Geduld! noch täglich häuf ich meine Schuld, und deine Liebe währet! 35 2. Bes 90 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 2. Bedenk ich, Schö- ke mir, um deiner Güpfer, deine Macht, blickte Willen! ich in jene Ferne, und überschau des Himmels Pracht, die Sonne, Mond und SterMel. Nro. 45. Kommt, kommt, den zc. Gott, du bist ne; So bet ich dich voll 54. Ehrfurcht an. ist der Mensch, rufich alsdann, daß du dich sein erbarmest! die Liebe! alWas lein zum Wohlthun hast du Lust. Drum preist mit frohem Triebe dich unsre danker3. Dein Auge schant füllte Brust. Ganz ohne alle Gränzen ist deiauf ihn herab, so geht er nicht verlohren. die Himmel glänzen ne Gütigkeit, so weit Nicht für die Welt übst du Barmherzignicht für das Grab ist keit. Du siehst mit er allein gebohren. Die Wohlgefallen auf das, Welt vergeht mit th was du gemacht, und rer Lust: wenn du den haft auch uns, uns alWillen Gottes thust len viel Gutes zugesoll dein Glück ewig dacht. dauren. 1 2. Uns ewig zu be4. Wenn ich erwa- glücken erfchufst du uns che, denk ich dein, und und deine Welt, die wenn ich schlafen gehe, hier schon zum Entzüdenn du, mein Vater, cken so viele Wunder kannst verleihn, um in sich hält. Noch größwas ich findlich flehe, rer Güte Proben hat Drum seufz ich glau- für uns deine Hand im bensvoll zu dir: Herr, Himmet aufgehoben, was mir nützet, schen- der Wonne Vaterland. Dahin Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 91 Dahin uns zu erheben, unsre Tage von deinem sandtst du den Sohn Wohlthun voll! Selbst herab, der huldreich ihre Last und Plage. ſelbst sein Leben für uns lenkst du zu unserm Verlohrne gab. Wohl. 3. Wie groß ist deine Guade! Wer ist so reich an Huld, als du? Auch auf dem Sün5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu gedenpfade siehst du uns blieben, was wir auch voller Langmuth zu. gegen dich verübt. Mit Du lockest uns zurBus Gnade uns zu seegnen se, und fallen wir ge ist ewig deine Lust; beugt voll Reue dir zu Mit Dank dir zu begegFusse, voll Reu, die nen, sey stets auch unBeßrung zeugt, so fre Lust! Zu ehren deischenkest du uns Ar- nen Willen, uns selbst men auch Theil an dei- zum Glück und Heil, ner Huld, und tilgest ihn freudig zu erfüllen, aus Erbarmen die gan- sey unser bestes Theil! ze Sündenschuld. 6. Wer hier auf sei 4. Mit jedem neuen nen Wegen dein Wort Morgen ist immer dei- vor Augen hat und hält, ne Gute neu, du kom- den setzest du zum Seemest unsern Sorgen gen schon hier, noch zuvor mit deiner Ba- mehr in jener Welt. tertreu. Du Ursprung Du schaffst ihm selbst aller Gaben, du weißt, aus Leiden den herrwas uns gebricht, und lichsten Gewinn, und was wir nöthig haben, führest ihn zu Freuden, verfagst du, Gott, uns die ewig währen, hin. nicht. Wie sind doch Wie groß ist deine Güte! 92 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. te! Mich ihrer stets zu auch bange finstre Quafreun, laß, Gott, auch len, wie leichte Wolme in Gemüthe vollLie- ken hin. Wer zählt be zu dir seyn. die Millionen, die sie erwärmt und nährt? So weit nur Wesen wohnen, hat sie auch sich verklärt. Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den zc. pit frölichem 55. Mit Gemüthe 3. Süß ist das Licht dankt, die ihr Christo der Sonne, das tägangehört, dankt Gott, lich jedes Aug entzückt; daß seine Güte, so wie Weit füffer ist die sein Leben, ewig währt. Wonne, womit uns Mach so viel tausend Gottes Gut erquickt. Jahren, die durch sie Erfreulich ist das Lealle reich an frohen ben, und schauervoll Seegen waren, bleibt der Tod; Doch besser sie sich immer gleich. noch als Leben, ist deiNie hört sie auf zu sor- ne Güte, Gott. Wie gen, und sorget im- ist sie uns so theuer! mer treu; Sie wird mit Sie, fie verläßt uns jedem Morgen an den nie. Was ist wohl milGeschöpfen neu. der, treuer und tröstender, als sie? 2. Sie reicht durch Erd und Himmel, um, 4. Wer wollte sie was da kebet, zu er- snicht loben? Sie, die freun. Welch fröli- doch Allen alles gab, ches Gewimmel in ih- vom hohen Seraph rem milden Sonnen- droben bis zu des schein! Vor ihren heit- Staubs Gewürin hinren Strahlen, wo sie ab. Von so viel Kreahervorbricht, flichn turen läßt sie nicht eine leer, Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 93 leer, und ihre Seegens- für uns wacht, ein Tag spuren verbreitet sie dem andern Tage, die umher. Lind, wie sie Nacht der nächsten von Entzücken stets für Nacht. den Himmel quoll, ist 6. Wir sind viel zu auch, wohin wir bli- geringe der Treu, die cken, von ihr der Erd- du an uns gethan! kreis voll Wir schaun die grof 5. Zu ihrem Lob er- sen Dinge, Erbarmer, wecke vor allen du dein mit Bewundrung an. Herz, o Chrift! Komm Du schenkst den Sohn her, und sieh, und uns Sündern, erlöschmecke, wie freund- sest uns durch ihn, erlich Gott, dein Va- wählest uns zu Kinter, ist! Auf! Seinen dern, willst selbst uns Ruhm erzähle dein zu dir ziehn. Auf! Da frommes Saitenspiel, in Jesu Namen ihm und deine ganze Seele unser Lob gefällt; Lobsey Inbrunst und Ge- singt ihm! Amen! fühl! Von seiner Gü- Amen! Sein Lob füll te sage, wie treu sie alle Welt. 8. Von der Zeiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. quillt! Höchster! Deine Heiligkeit werde stets 56. ott, vor des von uns gescheut! Laß sen Angesich- fie uns doch kräftig te nur ein reiner Wan- dringen, nach der Heidel gilt! Ew'ges Licht, ligung zu ringen. aus dessen Lichte stets die reinste Klarheit 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, und kein Böses Mel. Nro. 438. Freue dich, o meine 2c. 94 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Böses ist an dir. Ewig Gebrechen unsrer Seebist du so gewesen, und len? so bleibst du für und 5. Uns von Sünden für. Was dein Wille zu erlösen, gabst du wählt und thut, ist deinen Sohn dahin. unsträflich, recht und D, so reinige vom Bögut, und mit deines sen durch ihn unsern Armes Stärke wirkst ganzen Sinn. Gieb du stets vollkommne uns, wie du selbst verWerke. heißt, gieb uns deinen 3. Herr, du willst, guten Geist, daß er daß deine Kinder dei- unsern Geist regiere, nemBilde ähnlich seyn. und zu allem Guten Nie besteht vor dir der führe. Sünder, denn du bist 6. Keiner fündlichen vollkommen rein. Du Begierde bleibe unser bist nur der Frommen Herz geweiht! Linsers Freund, Llebelthätern Wandels größte Zierbist du feind. Wer be- jde sey bewährte Heiharrt in seinen Sün- ligkeit. Mach uns deiden, kann vor dir nicht nem Bilde gleich! Denn Gnade finden. zu deinem Himmel4.D so laß uns nicht reich wirst du, Herr, verscherzen, was dein nur die erheben, die Rath uns zugedacht. im Glauben heilig leSchaff in uns, Gott, ben. reine Herzen! Todt in uns der Sünden Macht! Mel. Nro. 291. Unsre Schwachheit ist O Gott, du frommer ze. vor dir; Wie so leichte fallen wir! Und wer 57. Was bos ist, haffest du, du kann sie alle zählen, die findest nur Gefallen an dem, Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 95 dem, was gut ist, Gott; treiben, arbeitet er umAuch schenkest du uns sonst, sein Herz zu überallen Erkenntniß dei tàuben. Ach, überall nes Rechts, Gefühl verfolgt, wo kein Verund Lust dazu; Verfolger ist, ihn selbst sein abscheu'n sollten wir, eignes Herz, weil du was schändlich ist, wie sein Richter bist. du. 5. Wer fromm ist, 2. Denn du bist hei- fühlt durch dich Zufrielig, Herr! Das lehrt denheit und Ruhe, mich das Gewissen. wenn ihm sein Herz beDen Sünder schreckt zeugt, daß er, was recht es selbst in seinen Fin- ist, thue. Mit innrer sternissen. Wenn ihn Lust belohnts ihm jede kein Richter straft, so gute That; Selbst leiklagts, so kündigts dend freut er sich, daß dann Gericht und Un- er gehorchet hat. tergang dem Uebertreter an. 6. Wer schützte so das Glück des menschlichen 3. Auch, wenns noch Geschlechtes durch unFried ist, bebt sein Herz ser eignes Herz, durch doch, was er höret, er- sein Gefühl des Rechschreckt ihn, weil er dich tes? Wer schreckt des und dein Gesetz enteh- Sünders Trotz? Wer ret. Er fürchtet überall giebt der Tugend Ruh, der Missethäter Lohn, auch wenn sie leiden und meynt, der Rächer muß? Du thusts, Versey erwacht, und straf gelter, du! ihn schon. 7. Preis dir, dem 4. Bedrängt von Heiligen! Preis dir, Furcht und Angst, die, denn dir gefallen nur wie ein Sturm, ihnldie, die heilig sind. Drum 96 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Drum schenktest du uns nie verwunden, dir geallen Erkenntniß deines treu; Damit ich ruhig, Rechts, Gefühl und Gott, und dir gefäls Lust dazu: Denn haffen lig sey. sollten wir, was strafbar ist, wie du. Mel. Nro. 269. 8. Doch wir vergef CerechterGott! vor dein zc. sens oft; Denn schon ott, vom ersten Falle durch 58.& heilig und ge einen Menschen kam recht in allen deinen die Lust zur Sünd auf Wegen, vor dir bleibt alle. Von ihr gelocket, nicht ein böser Knecht, fühl auch ich in mei den Frommen krönt ner Brust zu ihr mehr dein Seegen. Auf ihm Hang und Trieb, als an ruht deine Vaterhuld, der Lugend Lust. der Böse tråget seine Schuld, ihn treffen deine Strafen. 9. Ach, ich elender Mensch! Wer kann mich nun befreyen? Wer dei- 2. Du bist der Richnes Rechts Gefühl in ter aller Welt; Nach meiner Seel erneuen? heiligen Gesetzen, die Wer, o mein Gott, als deine Weisheit festgedu? So mache mich stellt, mußt du die Mendann rein! LaßLeib und schen- schätzen; Seele dir, nur dir ge- Lebertretern heiligt seyn! draun, und wenn sie sich vor dir nicht scheun, die Strafen auch vollzieMußt Strafe 10.Laß mich das Bdse stets verabscheun und verachten! Laß auf der hen. Tugend Ruf und dein 3. D Herr, dein heiGeseh, mich achten! liges Gericht entdeckt Mich mein Gewissen sich schon auf Erden. Qu Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 97 Du läsfest, fürchten wir noch hier die Sünder, dich nicht, uns hier und züchtigst auch zur schon inne werden, daß Heiligung oft deine du auf unsre Thaten schwachen Kinder! siehst, und ein gerech- Wohl dem, der deinen ter Richter bist, das Willen lernt, und sich Böse heimzusuchen. vom Sündenpfad ent4. Es flagt uns das fernt, und deiner Zucht Gewissen an, wann wir gehorchet! dir widerstreben, und 7. Den aber trift dein sagt uns, daß wir mis- Zorngericht, das ohn gethan durch unser bd- Aufhören währet, der ses Leben. Es raubet in der Zeit der Gnade uns die innre Ruh, und nicht sich recht zu dir spricht uns, Herr, die bekehret. Er hat verStrafe zu, die wir ver- saumt sein ewig Heil, dienet haben. drum wird er dort, Herr, keinen Theil an deinem Himmel haben. 8. Herr, dieß bezeugt dein klares Wort, 5. Oft strafft du hier den Sünder schon für seine böse Thaten, und läsfest ihn in Schmach und Hohn, und andre wahrhaftig ist dein Noth gerathen. Hat Drauen; so gieb denn, ihn der Sünden Lust daß wir immerfort den erfreut, so muß er auch Weg der Sünde scheudas Herzenleid, das en. Erbarm dich unser fie gebiert, empfinden. allesamt, daß niemand 6. Jedoch o Herr, zur unter uns verdammt, Besserung strafft dulund jeder seelig werde. 9. Bon 98 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 9. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Nro. 11. gewiß vollbracht. Wer O könnt ich dich, mein zc. dich, o Gott, beharr59. Noch nie haft du lich haßt, fühlt deiner Last. 4. O drücke dieß tief gebrochen, nie deinen Bund, o Gott, ver- in mein Herze, daß es letzt: Du håltst getreu, vor deinem Wort sich was du versprochen, scheut. Gieb, daß ich vollführst, was du dir nie leichtsinnig scherze vorgesetzt. Wenn Erd mit deiner Strafgeund Himmel auch verrechtigkeit! Nie werde gehn, bleibt ewig doch das von mir gewagt, dein Wort bestehn. was dein Befehl mir untersagt. 2.Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was 5. Doch laß mich auch uns dein Wort verheiß mit vestem Glauben sen hat. Nach deiner dem Worte deiner Macht, nach deiner Gnade traun. Wer Treue bringst du, was kann den Trost uns jedu versprichst, zur/ mals rauben, den wir That. Scheint die Er- auf dein Versprechen füllung gleich nochweit, baun? Du bist ein Fels, so kömmt sie doch zu dein Bund steht vest. rechter Zeit. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! 3. Und wie du das unfehlbar giebest, was 6. Gieb, Herr, daß deine Huld uns zuge- ich die Wahrheit liebe, dacht; So wird, wann und allen meinen du Vergeltung übest, Pflichten treu nie jes dein Drohwort auch mand durch Betrug betri Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 99 betrübe, entfernt von Gottes Kind, dem Treu List und Heucheley! und Wahrheit heilig Dann bin ich auch des sind. 60. Weicht ihr Berge! fallt ihr Hügel! Gottes Treu hat die ses Siegel: I|| Berg und Felsen stürzet ein! Laßt den Sie soll vest und ewig seyn. 1 Weltkreis untergehn! Gottes Gnade muß 4 bestehn. 2. Gott hat mir ein sie ewig sich gestellt. Ift Wort gesprochen, sei- die Welt voll Heuchenen Bund mit mir ge- ley, Gott ist fromm, macht, der wird nim- gut und getreu. mermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. 4. Draut die Welt Erd und Himmel mag/ mir, mich zu hassen, vergehn, was er zu- und verfolgt mich, will sagt, muß geschehn. ich mich immer auf den 3. Seine Gnade soll Herrn verlassen, er ernicht weichen, wenn barmt doch meiner sich; gleich alles bricht und Denn er bleibet imfällt: Sie soll thren merdar, was er ist, Zweck erreichen, denlund was er war. 2 5. Scheint 100 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 5. Scheint auch er 7. Er, der Herr ist mich nicht zu achten, mein Erbarmer, so hat und verstellt sein An- er sich selbst genennt. gesicht, läßt mich ru- Welch ein Trost! Nun fen, läßt mich schmach- werd ich Armer nimten, so vergißt er mich mermehr von ihm gedoch nicht; Denn er trennt. Er will meibleibet immerdar, was ne Zuflucht seyn. Kann er ist und was er war. Gott sich verläugnen? Nein! 6. Er will Friede mit mir halten, wenn sich schon die Welt emport; Ihre Liebe mag erkalten, bleib ich meinem Gott nur werth. Er, der meinen Kummer stillt, bleibt mir immer Sonn und Schild. 8. Nun so soll mein ganz Bertrauen unbes weglich auf ihm ruhn, Felsen will ich auf ihn bauen; Was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, doch sein Bund bleibt ewig stehn. 10. Von der Geduld und Langmuth Gottes. ¡ gend auf, sein Sinn ist dir entgegen; Und gleichwohl, Vater, suchst du ihn von seinen Sünden abzuziehn, zur Beß'rung zu bewegen. 61. Mel. Nro. 6. Lobsinget Gott, und zc. etreuer Gott! Wie viel Geduld erzeigest du uns Armen! Wir häufen täglich unsre Schuld, 2. Der Menschen du häufest dein Erbar- Elend jammert dich; men. Was ist des Men Selbst, wann sie sich schen Lebenslauf? Er verstocken, willst du sie ist verderbt von Ju- Idennoch väterlich durch Güte Von Gottes Eigenschaften insbefondre. JOI Gute zu dir locken. Welt hier ihnen häufig Wie lange sahst und Netze stellt, oft sicher, riefest du nicht ehmals matt, und träge. Sie deinem Volke zu, daß straucheln und vergesich ihr Herz bekchrte! hen sich, und fehlen oftWie trugst du nicht so mals wider dich auf lange Zeit die erste Welt falsch gewähltem mit Gütigkeit, eh sie die Wege. Fluth verheerte! 5. Du lockest sie aus 3. So giebst du Sün- der Gefahr, so oft fie dern Zeit und Raum, irre gehen, reichst ihder Strafe zu entge- nen Hand und Stärke hen, du läßt den un- dar, von Sünden auffruchtbaren Baum zustehen. Du trågest nicht ohne Pflege ste- sie mit Baterhuld, bist hen, du wartest sein, willig ihre Sündendu suchest Frucht, und schuld durch Christum wenn du gleich umsonst zu vergeben; Giebst ihgesucht, hörst du nicht nen neue Glaubensaufzu bauen. Duscho- kraft, und nach vollneft sein von Jahr zu brachter Pilgrimschaft Jahr, dein Vaterherz Sieg, Ruhe, Freud hofft immerdar noch und Leben. Frucht von ihm zu schauen. 6. Laß diese Langmuth und Geduld, Herzen 4. Allgütiger! So Gott, unsre groffe Huld bezeugst du rühren, nie müsse deifrechen Sündern, und ne Baterhuld zur Siwie viel Nachsicht und cherheit uns führen. Geduld hast du mit dei- Trag uns erbarmend nen Kindern! Sie wer- fernerhin; Doch gicb den ja, weil Fleisch und uns auch daben den Sinn, 102 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Sinn, daß wir die denzeit den Reichthum Sünde haffen, und deiner Gütigkeit zur uns noch in der Gna- Buße leiten lasſen. 62. Jauchzt unserm Gott! Er ist von groffer Güte, barmherzig und von duldendem GeSEEB #E müthe. Er zörnt nicht ewig, will mit sei# f nen Knechten, nicht ewig rechten. 2. Er handelt nicht 4. Sozärtlich sich ein mit uns nach unsern Bater seiner Kinder Sünden, und läßt ver- erbarmet, so erbarmnt schonend uns das nicht sich Gott der Sünder, empfinden, was wir, wenn sie von Herzen weil wir ihm unser sich zu ihm bekehren, Herz nicht gaben, ver- ihm Treue schwören. schuldet haben. 5. Er schlägt und 3. Hoch ist der Him- heilt, verwundet, läßt mel über seiner Erde; genesen, er weiß, der So groß ist auch, daß Mensch ist ein zerbrecher geliebet werde, die lich Wesen. Er denkt Huld des Herrn bey daran, daß das Gedenen, die ihn lieben, und Gutes üben. schöpf aus Erde doch Asche werde. 6. Von Von der Schöpfung. 103 6. Von Ewigkeit zu 7. So werd ich ewig Ewigkeiten wahret die deiner Huld geniessen, Güte Gottes jedem, so wird mein Leben der ihn ehret. Ach! sanft vor dir verfliessen, Leite denn auch mich so werd ich dort mit nach deinem Pfade, du allen Engelchören dich Gott der Gnade! fröhlich ehren. III. Von der Schöpfung. Mel. Nro. 46. Allmächtiger, wir singen. Majestät? Wer ruft dem Heer der Sterne? enn o 3. dem 63. Wschöpfer, Winde seinen Lauf? deine Macht, die Weis- Wer heißt die Himmel heit deiner Wege, die regnen? Wer schließt Liebe, die für alle den Schooß der Erden wacht, anbetend über- auf, mit Vorrath uns lege, so weiß ich, von zu seegnen? O Gott Bewundrung voll, der Macht und Herrnicht, wie ich dich erhe- lichkeit! Gott deine Gütben soll, mein Gott, te reicht so weit, als mein Herr und Bater! nur die Wolken gehen. 2. Mein Auge sieht, 4.Dich predigt Sonwohin es blickt, die nenschein und Sturm, Wunder deiner Werke. dich preist der Sand am Der Himmel, prách Meere. Bringt, ruft tig ausgeschmückt, auch der geringste preist dich, du Gott der Wurm: Bringt meiStärke! Wer hat die nem Schöpfer Ehre! Sonn an ihm erhöht? Mich, ruft der Baum Wer kleidet sie mit in seiner Pracht, mich, ruft 104 Von der Schöpfung. ruft die Saat, hat Gott Was wir nur Schönes gemacht; Bringt un- sehn und hören, hat serm Schöpfer Ehre! deine Hand allein ge5. Des Menschen macht. An deine WeisLeib, den deine Hand heit, au dein Licht reicht so wunderbar bereitet; aller Menschen Denken Des Menschen Geist, nicht. den sein Verstand, dich 2. Du bists, der alle. zu erkennen, leitet; Thiere weidet, InsecDer Mensch, der sicht- ten ihre Zierde schenkt; barnSchöpfung Preis, Du bists, der Berg ist sich der kläreste Be- undThäler kleidet, und weis von deiner Güt sie mit ihrem Schmuck und Gröffe. behängt. Du bist es, 6. Erheb ihn ewig, oder durch seine Kraft mein Geist, erhebe sei- im Frühling alles neu nen Namen! Gott, erschafft. unser Bater, sey ge- 3. Daß Kraut und preist, und alle Welt Pflanzen sich verjunfag: Amen! Und alle gen, und alles neues Welt ehr Gott den Leben fühlt, daß alle Herrn, und hoff auf Baume Blüthen brinihn, und dien ihm gern! gen, das Feld mit tauWer wollte Gott nicht send Farben spielt, das dienen? fließt allein aus deiner Gnad, die unsre, Welt gezieret hat. 4. So viel vermag Werde! Gott, den 64. alle Himmel Erhabenster Herr Zeehren, von dir kömmt| baoth! Dein Lob veraller Himmel Pracht. kündigt zwar die Erde, doch Mel. Nro. 1. Mein Herz, ermuntre zc. dein Von der Schöpfung. 105 doch herrlicher noch, macht? Von ihnen soll reicher Gott! verkün- ich hier schon lernen, diget der Himmel wie groß, o Schöpfer, Pracht, die Gröffe dei deine Pracht. Gott, du ner Schöpfersmacht. bist nichts als Heiterkeit, nur Licht und Strahlen sind dein Kleid. 5. Aus dir, du Quelle alles Lichtes, fließt auch der Sonne feurig Meer. Ja, groffer 7.AchSchöpfer, heilSchöpfer des Gesich- ge mein Gesichte, wann tes, von dir kömmt ich so voll Berwunauch das Wunder her, drung steh, daß ich in daß mir die Schönheit deines Geistes Lichte aldieser Welt so strahlend lein auf dich, den Urin die Augen fällt. sprung, seh. Ach, rei6. Was lehrt das nige selbst meine Brust Heer von tausend von jeder bösen SünSternen, das selbst die denluft! Nacht so reizend 65. Himmel, Erde, Luft und Meer, zeugen von des Schöpfers Ehr, jauchzen Gott, P dem Schöpfer, zu. Meine Seele, fing auch du! Von der Schöpfung. Mel. Nro. 46. 2. Ihn erhebt das Sonnenlicht, wann es Allmächtiger! wir singen. durch die Wolken diese ganze 3. Seht, wie er das bricht; auch der Ster 66. Wer machte ne Lauf und Pracht Welt, das Nahe und lobt ihn in der stillen das Ferne? Wer hat Nacht. am Himmel hingestellt die Sonne, Mond und Land beglückt, und Sterne? Woher der mit reichem Seegen Thiere groffe Zahl? schmückt! Jedes Kraut, Wer machte Felder, und jedes Chier ist ein Berg und Thal, und Zeuge, Gott, von dir. Baume, Frucht und 4. Seht, der Vögel Blumen? muntres Chor singt 2.Wergoß das Was und jauchzt zu ihmem- ser reichlich aus in por! Ihn verkündigt Brunnen, Bache, überall seines Donners Seen? Wer streut im lauter Schall. Winter Flocken aus? 5. Seine starke Schö- Wer heißt die Winde pferhand macht das wehen? Wer gießt den weite Meer bekannt. Regen auf die Au? Auf sein Drohen Werführt die Wolken, schweigt vor ihm selbst tröpfelt Thau auf Wieder Wellen Unge- sen, Felder, Reben? stůmm. 3. Das alles, alles, 6. Ach, mein Gott, groß und klein, ist dein wie sichtbarlich zeigst Werk, Unsichtbarer! du meiner Seele dich. Du bist der erste, bift Drück es tief in mei- allein der Schöpfer und nen Sinn, was du bist, Bewahrer! Durch deiund was ich bin. Ine Macht, auf dein Gebot 106 Von der Schöpfunp. 107 Gebot bin ich, ist alles, lift, und dient zu meibester Gott! Durch dich nem Glücke. Luft, ist alles worden. Sonne, Feld und 4. Von Gott ist al- Wald, und Thier, les, was ich hab, ohn Milch, Korn, und Was ihn kann nichts gesche- ser nützen mir, und hen; Der Gott, der nutzen allen Menschen. Allen Augen gab, muß 7. Für sich nicht, für alles, alles sehen. Sein Geschöpfe nur, daß jeist die Welt, auch ich des glücklich werde, bin sein, nichts ist zu schuf Gott die prächtigroß, nichts ist zu klein, daß er nicht dafür sorge. ge Natur, den Himmel und die Erde. Ihm, 5. Du, Gott, weißt der uns wie ein Vater alles, was ich thu, sichst liebt, und allen alles mich an jedem Orte; Gute giebt, ihm kann selbst was ich denke, fie- der Mensch nichts gehest du, hörst alle mei- ben. ne Worte. Dein un- 8. Drum bin ich fröhsichtbares Angesicht lich, daß ich bin ein sieht mich im Dunklen, Zeuge seiner Güte. Ich wie beym Licht, bey danke Gott, und denk Nacht, als wie bey an ihn mit freudigem Tage. Gemüthe. Ich seh dich 6. Wiegut, wie lie- nicht, doch lieb ich dich, bevoll du bist, seh ich, du schufft und du bewohin ich blicke, weil wahrest mich zu immer alles gut und nützlich größren Freuden. 67. E Die ie Himmel rühmen Gottes Ehre, ibr 108 Von der Schöpfung. HE ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn die Meere; Vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt die un- Mir ruft der Herr, zählbaren Sterne? sollst du vertraun. Wer führt die Sonn 5. Mein ist der Himaus ihrem Zelt? Sie mel, mein die Erde, kömmt, und leuchtet an meinen Werken uns von ferne, und kennst du mich. Ich läuft den Weg, gleich werde seyn, der ich seyn als ein Held. werde, dein Gott und Bater ewiglich. Weisheit, und voll Gü6. Ich bins, voll te, ein Gott der Ords 3. Vernimms, und sich die groffen Werke, die die Natur dir aufgestellt. Verkündigt Weisheit, Ordnung, nung, und dein Heil. Starke dir nicht den Mich liebt mit kindlis Herrn, den Herrn der chem Gemüthe, und nehmt an meiner Gnas de Theil. Welt. der 4. Kannst du die unzählbaren Heere Wefen fühllos wohl be schaun? Durch wen ist alles? Gieb ihm Ehre! 68. Gott des Himmels und Mel. Nro. 11. könnt ich dich, mein ze. D Von der göttlichen Vorsehung zc. 109 und der Erden, der du soll! Nimm, wasich allgegenwärtig bist, kann, und hab, und von Niemand kannst bin, zu deinem Dienbegriffen werden, da ste ewig hin! Niemand dir verbor4. Hilf, daß die Gits gen ist! Ach, ziehe mich, ter dieser Erden mich mein Gott, zu dir! zu dir locken, höchstes Und offenbare dich in Gut! Daß sie mir nie mir! zum Fallstrick werden, 2. Wohin ich Herz erhalte mich auf steter und Augen lenke, da Hut! Laß allen Mißfind ich deiner Gottheit brauch ferne seyn! Spur. Wann ich voll Mein höchstes Gut sey Andacht überdenke du allein! dein Werk, die prach5. Hier ist mein Letige Natur, so ruft mir ben eine Reise, hier alles, alles zu: Wie geht mein Weg zur angroß ist Gott, wie klein dern Welt. D, mache bist du! du mich fromm und weise, daß ich hier thu, was dir gefällt. Nimm endlich nach vollbrach3. Herr Gott, wie groß ist deine Liebe! Die Erd ist deiner Güte voll. Ogieb mir dei- tem Lauf mich, Gott, nes Geistes Triebe, daß in deinen Himmel auf. ich dich preise, wie ich IV. Von der göttlichen Vorsehung in Erhaltung und Regierung der Welt. 69. FEE E Gott, deine weise Macht erhält die ganze 110 Von der göttlichen Vorsehung F ganze lebenvolle Welt, und aller Augen * SEB freuen sich, und warten sehnsuchtsvoll auf H dich, auf dich, der du sie alle liebst, und || allen ihre Speise giebst. 2. Du öffnest deine 4. Ich bins gewiß, Hand, so fließt herab, du kannst mich nicht was jedem nöthig ist, verlassen, meine Zuvermit Wohlgefallen sät- sicht! Ich bins gewiß, tigt sie dein Aufsehn, du thufi mir wohl, so und versäumt sie nie. lang ich hier noch leben Nie sind Geschöpfe dei- soll. Nicht Ueberfluß ner Hand dir unwerth bitt ich von dir, was oder unbekannt. ich bedarf, das giebst du mir. 3. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil, noch täglich mein bescheiden Theil, gabst mirs mit Huld und Freundlichkeit, so lang 5. Der Vogel bauet nicht das Land, du nährst ihn doch mit milder Hand. Du schmückst ich bin, zu rechter Zeit. die Blume königlich, Kein Vater sorgt so die nicht zur Arbeit väterlich für seinen eilt, wie ich. Vergiß Sohn, als du für mich.[ es, meine Seele, nie! Weit in Erhaltung und Regierung der Welt. 111 Weit mehr bin ich vor rum zu dir, gewährtest Gott, als fie. du sie dennoch mir. 8. Laß du mich nur deiner Gaben mich ergenügsam seyn, und freun, mehr aber deiner, der du dich so freundlich zeigest gegen mich, der du des Lebens Quelle bist, aus welcher alle Wohlthat fließt. 9. Bey deiner Gaben Leberfluß erhalt vor 7. Von dir, der das mich mässig im Genuß; an mir gethan, werd Bewahr mich in der ich auch Speis und Dürftigkeit Trankempfahn.Selbst Schmach und Unzudem, der dich mit Sün- friedenheit. Du nährst den schmäht, giebst du mich immer; Preis sie ohne sein Gebåt; und Dank bring ich dir, Und fleht ich nicht da- Gott, mein Lebenlang. 70. 6. Mich schufft du nicht für diese Zeit, mein Ziel ist in der Ewigkeit.Du gabst mir Weisheit und Verstand, und machtest selbst dich mir bekannt: Nichts, was die Erde zeugt und nährt, gleicht mir an Hoheit und an Werth. Erhabner Gott, der alles schafft! # ** Wie groß bist du von Rath und Kraft! Der hohe Himmel samt der Erden steht nur durch deine 112 Von der göttlichen Vorsehung. 1 deine Hand erbaut; auch hat dein Rath långst Ë he $ überschaut, was erst in ferner Zeit soll werden. 2. Wie groß ist det- vest in ihrer Ordnung ner Werke Zahl! Und hält, auch mich dein Güte zeigt sich überall; göttlich Auge leiten! Du ordnest Sonnen- Gieb, daß mein Herz schein und Regen, du geduldig trägt, was du ſuchst uns heim durch mir, Herr, haft auf dürre Zeit, und auch gelegt. Hilf dankbar des Jahres Fruchtbar- seyn in Seegenszeiten. keit beruht, o Gott, 5. Auch stärke meine auf deinem Seegen. Zuversicht, so qualet 3. Die Erde starrt auf mich die Sorge nicht, dein Geheiß vor Frost, wie mirs noch künftig und, Herr, zu deinem möchte gehen. Du bist, Preis belebt der Früh- du bleibst mein höchling unsre Fluren. stes Gut. Was frag Wenn uns ein Glücke ich nach der Feinde wird gewährt, wenn Wuth? Nichts kann uns ein Unglück wider- ja ohne dich geschehen. fährt; So sehn wir dei- Mel. Nro. 7. ner Allmacht Spuren. Kommt her, verkündigt zc. 4. Laß denn, o Schöpfer! der die Welt so 71. Noch immer wechseln orDents 113 in Erhaltung und Regierung der Welt. dentlich des Jahreszei-| 6.Wem strömet nicht ten ab: Dein Regen, aus ihrem Schooß Lust Gott, ergieffet sich aufs und Bergnügen zu? dürre Land herab. Wer ist so gut, so treu, so groß, so väterlich wie du? 2. Noch öffnest du die milde Hand, Herr, wie du stets gethan. Du seegnest, und du füllst das Land mit deinen Gütern an. 7. Herr, ohne dich vergiengen wir, und wir verdientens auch, und dennoch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 3. Von deinem Himmel, Höchster, treuft 8. Gott, wer erfährt Gedeihn und Frucht- nicht deine Huld? barkeit: Die Saat geht Wem strahlet nicht auf, und blüht, und dein Licht? Mit welreift, und sättigt, und cherLangmuth und Geerfreut. duld verschonst du unser nicht? 4. Von dir geseegnet 9. Ach betet, Mengiebt der Baum den Schatten, denn man schen, betet an! Ersucht, und unter seiner Zweige Raum Erfri schung und auch Frucht. wägts und denket nun: Was hat Gott schon an uns gethan? Was will er nicht noch thun? 10. Denn nicht für diese kurze Zeit hieß uns der Herr hier seyn. Er der Freude Quell, und schufuns für die Ewigdie Natur ist uner- keit, uns seiner zu erschöpflich reich. 5. Wie fröhlich låchelt jede Flur! Es fließt, sich immer gleich, freun. 5 Mel. Von der göttlichen Vorsehung Mel. Nro. 3. füllt, ihm seiner AusLob, Chr und Preis zc. saat Fleiß vergielt, sie 72. Lob fey Gott, der fechzigfältig mehret. den Frühling 4. Wer läßt uns von schafft, ihm, der, was den Hügeln her die lebt, erfreuet; Wann Stimm des Jubels er mit nie erschöpfter hören? Wer macht den Kraft Gefild und Wald Baum von Früchten verneuet. Er heisset schwer? Wer füllt die unsre Bäume blühn; Purpurbeeren der Er trånkt der Furchen Trauben, unserm junges Grün. Auf ihn Mund so süß, mit edsteht unser Hoffen. lem Weine? und wer biest ihn laben Herz und Sinnen? 2. Gewiß, wir hoffen auf den Herrn wohl nimmermehr verge5. Wer decket dann bens. Er hilft, erfreut die starre Flur, beym und segnet gern; Ift Frost, mit Schnee Vater jeden Lebens. Die Winde, wer ruft Wie er den schönen hervor sie?-Die NaFrühling schafft, so tur, wer wiegt sie so krönet er durch seine gelinde im Schlummer Kraft das ganze Jahr ein? Weß Vaterhand mit Güte. giebt Armen Decke und Gewand, und Holz, sich zu erwärmen? 114 3. Wie reifet in der Sonne Strahl so herrlich das Getreide! Wie 6. Gott ist's, der uns tont im Lande überall dieß alles giebt- Wir die Stimme hoher sollten ihm nicht trauFreude, wenn er des en? Gott ist's, der unLandmanns Scheune verändertliebt die, welche in Erhaltung und Regierung der Welt. IIS che auf ihn trauen. Es 3. Der Körper jedes seegnet uns Gott, un- Wurms, der Bau der ser Gott, es seegnet kleinsten Blume sind uns Gott, unser Gott! tiefer Weisheit voll, Ihn preise unser Le- und prangen dir zum ben! Ruhme. Dich predigt Sonn und Mond, und der Gestirne Heer, und O Gott, du frommer zc. jede Kreatur im Trocks. Mel. Nro. 291. 73. Unendlich grofnen, in dem Meer. Gott! Dich 4. Auch ich, ich bin predigt Chal und Hü- dein Werk: Mein Herz gel: Die Erde zeigt ist dein Geschenke. Du dein Bild, der Him- schufft in mir den Geist, mel ist dein Spiegel. durch den ich menschDer Sturm verkün- lich denke. Du wiesst digt dich, dich thut des die Erde mir zu meiner Donners Mund, der Wohnung an, und Bogen in der Luft, der machtest mir die Welt Schnee und Regen der Thiere unterthan. Fund. 5. Für mich füllt dei2. Dich preist der grü- ne Hand die Ebnen mit ne Klee, das Feld mit Getreide, mit Thieren Korn bedecket, der mir zur Kost, und meiBerg, der stolz sein nem Leib zum Kleide. Haupt bis zu den Wol- Du, meiner Kindheit ken strecket, der Baum Schutz, du, meines von Früchten schwer, Alters Stab, du warst der Schmuck der bun- es, der mir Brod, Geten Flur, der vollen sundheit, Freude gab. Rosen Pracht trägt 6. Womit hab ich Deiner Finger Spur. verdient, daß in der $ 22 Thäler 116 Von der göttlichen Vorsehung Thäler Gründen, imsich mich scheuen? Mir Felde, Luft und Meer macht dein weiser Rath sich Tische für mich fin auch Gift zu Arzeneyden? Wie gnädig mußten. Du weißt es, was du seyn, daß du auch mir nüßt, du willst mein gedenkst, und mich glücklich sehn, und, mir mit vollem Maaß was du willst, geschieht. des Lebens Freuden Daraufwill ich bestehn. schenkst! 10. Es müssen Ber7. Aus stürmender ge sich zu meiner RetGefahr, aus bangen tung spalten, die WasHindernissen, oft aus ser Brücken seyn, und des Todes Arm hast Raben mich erhalten, du mich, Herr, gerif eh du mich, Herr, versen. O Güte, gegen läßt. Auf dich steht die des Himmels mein Vertraun: Mit Raum zu klein, das dir will ich beherzt dem Meer ein Tropfen ist! Tod entgegen schaun. Dir soll mein Herz sich Mel. Nro. 32. weihn. 8. Dich, der mir sein Erhabner Gott, nichts zc. Gesetz selbst in das Herz geschrieben, der mir 74. Mein erster Wunsch nur Gutes gönnt, dich, mein innigstes BestreVater, will ich lieben. ben ist, Herr, mein Kein irischer Ge- Gott! dich würdig zu winn, kein Leiden die erheben. Unendlich ser Zeit soll mir im We- groß ist deine Baterge stehn zu thun, mas treu, mit jedem Tag Gott gebeut. ist deine Güte neu. 9. Du selber sorgst 2. Die Sonn entfür mich, wovor sollt hüllt den Schauplatz Deiner in Erhaltung und Regierung der Welt. 117 deiner Werke, und al- men kennst du mich, les zeugt von deiner und zählst mein Haar. Huld und Stärke; 6. So will ich denn Sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, mit kindlichem Vereilt raſtlos hin, und trauen auf dich allein, stralt zu deinem Preis. so lang ich lebe, schau3. Die Erd ist dein, en; Du bist mein Gott, und du regierst dieß mein Retter in Gefahr, Ganze; Vom Men- mein starker Fels, mein schen an bis auf die Helfer immerdar. kleinste Pflanze seh ich, Mel. Nro. 32. wie groß sich deine Erhabner Gott! nichts zc. Vorsicht zeigt; Sie reicht so weit, so weit 75. O Herr, mein D Gott! 4. Lind sie umfaßt den ich bin und lebe, auch mich! Du, Hoch- gieb, daß ich mich in deinen Rath ergebe; ster, denkest an mich, den Staub. Der du Laß ewig deinen heildie Himmel lenkest, du gen Willen mein, und, forgst für mich! Gott, was du schickst, mir allwie vergelt ichs dir? Zeit theuer seyn! Ein dankvoll Herz, das bring ich dir dafür. 2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb und Stärke! Du, Herr, erbarmst dich aller deiWas zag 5. Du weißt, wie lang ich hier noch wallen werde; Fällt ohne dich ner Werke. kein Sperling auf die ich denn noch einen AuErde, so nimmst du, genblick? Du bist mein Herr, auch meines Le- Gott, und willst nichts, bens wahr, mit na- lals mein Glück, $ 3 3. Von 118 Von der göttlichen Vorsehung 3. Von Ewigkeit du, denn du hörst mein hast du mein Loos ent- kindlich Flehn, mir auch schieden. Was du be- alsdann noch eine Hülf stimmst, das dient zu ersehn. meinem Frieden. Du wogst mein Wohl, du wogst mir auch mein 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! Leid, und was du Soll ich den Himmel schickst, ist für mich erben, und dieser ist Seeligkeit. im wahren Glauben mein, wie sollte denn der Tod mir schrecklich 4. Gefällt es dir, so müsse keine Plage sich zu mir nahn; Gieb mir seyn. zufriedne Tage. Allein Mel. Nro. 2. verwehret es mein ew ges Heil, so bleibe mit Singen dich zu zc. du nur selbst mein ott, an Trost, mein Theil. 76. Gallen Enden 5. Du giebst aus Huld viel groffe Wunder uns dieser Erde Freu- thut, du bist's, in des den: Aus gleicher Huld sen Händen mein ganverhängst du unsre Lei- zes Schicksal ruht, haft den. Lud ich sie nicht in der Prüfungszeit auf mich durch meine mir jeden meiner LaSchuld, so zag ich nicht, ge, mein Glück und du giebst dabey Ge- meine Plage bestimmt duld. von Ewigkeit. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verliehren, und willst du, Gott, mich rauhe Wege führen: So wirst 2. Da ich noch tief verborgen im Mutterleibe lag, wacht über mich dein Sorgen. Ach, Bater! wie vermag mein in Erhaltung und Regierung der Welt. 119 mein dürftiger Ver- mein schuldig Opfer stand das Gute zu erbringen, von deiner heben, daß du in mei- Güte singen, jetzund nem Leben mir huld- und immerdar. reich zugewand? 6. Du haft mir wohl 3. Drückt mich auf gerathen, und lauter meinen Wegen gleich Guts gethan, daß deimanche Last und Müh, ner Liebe Thaten ich so führt auch sie zum nicht aussprechen kann. Seegen, und du ver- Hilf, Vater, daß ich süsfest sie. Du bleibest dort, verklärt und ganz mitleidsvoll, hilfft lieb- vollkommen, mit allen reich deinen Kindern deinen Frommen dir sie tragen und vermin- danke immerfort. dern; Beförderst stets ihr Wohl. Mel. Nro. 11. 4. Stets hat in meinem Leben mir dieses könnt ich dich, mein 2c. ürwahr, du Troftes Licht von neu 77. Fürwat bist, o Gott, em Kraft gegeben, und frohe Zuversicht. verborgen! Dein Rath bleibt für uns wunderWann ich bekümmert bar. Umsonst sind alwar, so seufzt ich, und le unsre Sorgen; Du war stille, und dein sorgtest, ch die Welt stets guter Wille ent- noch war, für unser riß mich der Gefahr. Wohl schon väterlich, dieß sey genug zum Troft für mich. 5. Dein Name sey gepriesen, der jederzeit an mir so herrlich sich 2. Dein Weg ist zwar erwiesen! Mein Herz in Finsternissen vor unund Mund soll dir, du sern Augen oft verRetter aus Gefahr, steckt; Doch, wann wir 4 erst 120 Von der göttlichen Vorsehung erst den Ausgang wif sich nicht kann fassen, sen, wird uns die Lir auf dich, du Gott der fach auch entdeckt, wa- Liebe hin; Der Ausrum dein Rath, der gang zeigt doch immerniemals fehlt, den uns dar, daß stets dein so dunklen Weg ge- Rath voll Gute war. wählt. 6. Gieb, daß dieß 3. Nie sind die Tie- mein Vertrauen mchfen zu ergründen von re in Glück und Undeiner Weisheit, Macht glück, Freud und Leid. und Gut; Du kannst Schick alles, Herr, zu viel tausend Wege fin- deiner Ehre, und meiden, wo die Vernunft| ner Seelen Seeligkeit; nicht einen sicht. Aus So preis ich einst vollFinsterniß bringst du kommen dich, so freu das Licht; Du sprichst, ich deiner ewig mich. o Gott, und es geschicht. Mel. Nro. 1. 4. So weicht denn, Mein Herz, ermuntre zc. ångstliche Gedanken! Gott kann weit mehr, mich, was als ihr versteht. Bleib, 78. Gott forgt für Seele, in der Demuth will ich sorgen? Er ist Schranken, die De- mein Vater, ich sein muth wird von Gott Kind. Er sorgt für erhöht. Ja, Herr, dus heut, er sorgt für morliebst den, der dich liebt, gen, so, daß ich täglich und deiner Führung Spuren find, wie Gott sich ergiebt. die Seinen väterlich 5. Drum will ich mich versorgt und schützt. dir überlassen, mit al Gott sorgt für mich. lem, was ich hab und 2. Gott sorgt für bin. Ich werfe, was mich; Ihm will ich frau in Erhaltung und Regierung der Welt. 121 trauen. Ich weiß ge- in meinem Leiden, das wiß, was mir gebricht, Kreutz, das er mir aufwerd ich in meinen erlegt, verwechselt sich Händen schauen, so gar bald in Freuden. bald er nur sein Macht Und wenn Gott gleich wort spricht. Drum die Seinen schlägt, so bin ich jetzt und ewig- schlägt er doch nur vålich gar wohl versorgt. terlich, zu unserm Gott sorgt für mich. Wohl, und sorgt für mich. 3. Gott sorgt für mich an Seel und Leibe. 6. Gott sorgt für mich Sein Wort ists, das in meinem Alter, da die Seele nährt, und hebt und trägt mich, wenn ich mein Berufs- der mich liebt; Denn werk treibe, wird für immer bleibt er mein den Leib mir Brod ge- Erhalter, der mir in währt. Wohl dem, Schwachheit Stärke der ihm nur veſtiglich giebt. Wie er noch vertraut, und glaubt: niemals von mir wich, Gott forgt für mich. weiß ich auch dann: 4. Gott forgt für Gott forgt für mich. mich bey theuren Zeiten, auch in der größ- 7. Gott sorgt für mich ten Hungersnoth ver- auch in dem Sterben, schafft der Herr den der Tod ist mir ein süßfrommen Leuten zum ser Schlaf. In Christo Unterhalt ihr täglich setzt er mich zum Erben, Brod. Ifts gleich nicht da mich sonst Fluch und viel, doch glaube ich, Rache traf. er giebt genug, und nimmt er meinen Geist sorgt für mich. Drumt 5.Gott forgt für mich zu sich in seine Ruh; Gott sorgt für mich. H5 79. Mein 122 79.# Von der göttlichen Vorsehung ** # 1 Mein Auge ficht, o Gott! nach dir; FREE Von deinem Throne hilfst du mir! Mein #+ = Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervor gebracht. 2. Getrost mein Herz! 4. Sein Schutz geDein treuer Hirt währt dir Sicherheit, schafft, daß dein Fuß sein Trost füllt dich mit nicht gleiten wird. Der Freudigkeit. Er leitet dich behütet, schlum- dich auf ebner Bahn, mert nicht, in Finster- und nimmt dich einst niß ist er dein Licht. zu Ehren an. 3. Kein Uebel sey dir 5. Herr! Seegne fürchterlich, denn Got- und behüte mich. Du tes Rechte schützet dich. bist mein Heil, ich hoff Durch seine treue Ba- auf dich. Dein Seegen terhand wird, was dir folg aus dieser Zeit mir schadet, abgewandt. bis in jene Ewigkeit. 80. efiehl du deine Wege, und was dein der treuen Vaterpflege des, der den Herze Bof in Erhaltung und Regierung der Welt. 123 Her ze kränkt, Der Wolken, Fluth und WinWeltkreis lenkt. den bestimmte Ziel und Bahn, der wird auch A Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt] 4. An wunderbaren du vertrauen, wenn Wegen fehlts dir, Alldire soll wohl ergehn; weiser! nicht; Dein Auf ihn nur mußt du Thun ist Gnad und schauen, wenn dein Seegen, dein Gang ist Werk soll bestehn. Gott Recht und Licht; Und läßt durch Sorg und wenn du deinen KinGramen, und selbst dern ein Glück haft zugemachte Pein sich kei- gedacht, so kann dein ne Wohlthat nehmen; Werk nichts hindern: Sie muß erbeten seyn. Du willst! Es ist voll3. D Vater voller bracht. Gnade! dir ist allein bekannt, was gut sey oder 5. Drum, Seele, laß schade Geschöpfen dei- ihn walten! Er will ner Hand. Und was dein Wohlergehn, und du dann erlesen, dein wird dich aufrecht halRath fürs Beste hält, ten; bewundernd wirst bringst du zum Stand du sehn, wie gut er dich und Wesen, wie es dir regieret, wie wunderwohlgefällt. bar sein Rath das Werk hinaus Von der göttlichen Vorsehung hinausgeführet, das denk ihren groffen dich bekümmert hat. Lohn! Nach noch so 6. Verzicht der Trost vielem Leide, das dir auch lange, den du von begegnen kann, bricht ihm begehrt, und wird einst der Tag der Freudir oftmals bange, daß de und ew'gen Ruhe an. er dich nicht gehört; Er 8. Mach, Herr, ein wird dir Hülfe senden, fröhlich Ende mit aller wenn du's am mind- unsrer Noth. Stärk sten glaubst, und alles unser Herz und sende Unglück wenden, sodu uns Trost bis in den ihm treu verbleibst. Tod. Laß uns stets 7. Wohl dir, wohl dei- deiner Pflege und Treu ner Treue! Sie trägt empfohlen seyn; So den Sieg davon. Daß gehen unsre Wege gesie dich niemals reue, wiß zum Himmel ein. 124 81FFEN HOME X ( en zufrieden, mein Gemüthe! Gott # ist gut, was er thut, ist voll Lieb und Güte. * Schaue seine groffe Thaten: Was die Welt in sich hålt, ist ihm wohl gerathen. 2. Beydes Erd und| Macht, Tag und Nacht Himmel preisen seinelmüffen sie beweisen. Sonn 125 in Erhaltung und Regierung der Welt. Sonn und Mond, das und Nacht nimmt in Heer der Sterne, was Acht, das zeigt jeder sich regt, und bewegt, Morgen. Fa kein Aulobt ihn nah und ferne. genblick verschwindet, 3. Schau die Werke der mich nicht, Gott, seiner Hände; Mensch mein Licht! dir zum und Thier melden dir Dank verbindet. seinen Ruhm ohn Ende. Was wir noch so kleines nennen, Gras und Laub, selbst der Staub, giebt ihn zu erkennen. 7. Setzten mir des Kreutzes Plagen heftig zu, so halfft du, o mein Gott! fie tragen; War nicht mehr Geduld vorhanden, deine Kraft hat geschafft, daß ichs überstanden. 4. Was auf Bergen, und in Gründen, in der Höh, in der See, 8. Nun, mein Herz, oder sonst zu finden, das hat schon lange rühmt die Weisheit Gott gethan, denke seiner Werke. Jeder dran, wird dir jemals Wurm, Wind, und bange, als wollt er dich Sturm preisen seine ganz verlaffen. Es geStärke. schicht warlich nicht, er kann dich nicht haffen. 9. Drum ergieb dich seinem Willen, heiffe gut, was er thut, er wirds auch erfüllen; Denn er ist in allen Sachen groß von Rath, wie von That, er, er wirds wohl machen. 82. In 5.Sollt ich denn nicht ihn erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir mein Leben! was ich hab, ist sein Geschenke; Auch der Geist, der ihn preist, mit dem ich ihn denke. 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag Von der göttlichen Vorsehung 126 82. 11 In allen meinen Thaten laß ich den # * E Höchsten rathen, der alles kann und hat. Er muß in allen Dingen, solls anders wohl gelingen, mein Helfer seyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein 4. Ich trau dem Gott banges Sorgen vom der Gnaden, der mich Abend bis zum Mor- vor allem Schaden, vor gen, nichts meine Un- allem Uebel schützt; geduld. Er mage mit Such ich nur seinen meinen Sachen nach Willen gehorsam zu erseinem Willen machen; füllen, so wird er geIch traue seiner Ba- ben, was mir nützt. terhuld. 5. Er laffe meine 3.Es kann mir nichts Sünden vor ihm Vergeschehen, als was sein gebung finden, durchRath ersehen, und was streiche meine Schuld. mir dient zum Heil. Und wenn ich zu ihm Er thu, was ihm be-/ schreye, soschenk er mir liebet: Was er, mein aufs neue in Chrifto Gott, mir giebet, das seine Baterhuld. ist gewiß mein bestes 6. Legich zum Schlaf Theil. mich nieder, weckt mich der in Erhaltung und Regierung der Welt. 127 der Morgen wieder zu Mel. Nro. 1, meines Lebens Pflicht: Mein Herz, ermuntre zc. Irr ich auf finstern WeMein Hort ift gen, geh ich dem Leid 83. M Gott, ihn entgegen, so sey sein Wort mir Trost und Licht. laß ich walten: Ich hoff auf ihn, er kennet mich. 7.Schein ich von ihm Ihm fehlts, die Seiverlassen, so will ich nen zu erhalten, an mich doch faffen, und Mitteln nie, und sein seiner Hülfe traun; bin ich. Ich gründe Und wenn ich auf der meine Zuversicht auf Erde nicht groß und diesen Fels, und wanglücklich werde, voll ke nicht. Glauben in die Zukunft schaun. 2.Was quäl ich mich? Bin ich ein Heyde, der 8. Ihm hab ich mich ohne Gott und Hoffergeben, zu sterben und nung ist? Nein! Das zu leben, wie und wann ist meines Herzens er gebeut. Es sey heut Freude, daß du mein oder morgen, dafür Gott und Helfer bist. laß ich ihn sorgen, er Hilf, mein Erbarmer! weiß doch wohl die rech- Stärke mich; Denn te Zeit. nichts vermag ich ohne dich. 9. So sey nun, Seele, stille, vertrau ihm, 3. Der Herr erzicht dessen Wille die Welt hier seine Kinder zur geschaffen hat: Es ge- Ewigkeit mit weiser he, wie es gehe, dein Huld; Er schont, er Vater in der Höhe züchtigt viel gelinder, weiß doch zu allen Sa- fals wir verdient, und chen Rath. That Geduld. Er hat nicht 128 Von der göttlichen Vorsehung nicht Luft an unserm kreis ein, Gott wird Schmerz: Wir flehn, mein Schutz und Retihm bricht sein Vater- ster seyn. Gott lebet herz. noch! 4. Gott ist die Lieb, 2. Gott lebet noch! wie kann ich zagen? Er Was gråm ich mich? gab mir dich, o Jesu Sorgt nicht mein SchöChrist! Was könnte pfer väterlich? Ist ers mir ein Gott versagen, nicht, der die ganze der so unendlich gütig Welt durch seine weise ist? Erhabner Trost, Macht erhält? Gott der niemals trügt, und lebet noch! über jeden Unmuth fiegt! 3. Fehlt mirs an Einsicht, Macht und Rath, 5. Ich harre seiner, wenn mich Gefahr umund bin stille. Wie geben hat, so denk ich bald verstreicht die voll Vertraun daran, Prüfungszeit? Dann daß Gott regiert, und nehm ich dort aus sei- bet ihn an. Gott lebet ner Fülle unendliche noch! Zufriedenheit. Er leite 4. Gott lebet noch, mich nach seinem Rath, und weiß gar wohl, wie wie er mir zugesaget hat! er mein Schicksal lenken soll. Mein Vater meynt und macht es Dank und Anbetung 2c. prüft, drum hab ich wann er mich Mel. Nro. 25. 84. Gott lebet noch! Muth. Gott lebet noch! 5. LegtGott auf mich nicht; Denn er ist mei- ein schweres Joch; Wie ne Zuversicht. Stürzt schwer's auch sey, so auch der ganze Welt- hoff ich doch; Denn er hilft in Erhaltung und Regierung der Welt. 129 hilft tragen, was uns hilft er mir auf. Gott plagt, und stärket den, lebet noch! der nicht verzagt. Gott lebet noch! 7. Mein Vater forge du für mich, denn ich vertraue nur auf dich. Sich mich mit lieb und Mitleid an, und fröhlich, fröhlich sing ich mir Kraft zum Kampf dann: Gott lebet noch. und Lauf und fall ich, so 85. 6. Ich weiß es, daß er mich erquickt, wie schwer mich auch mein Leiden drückt. Er giebt INIC *** bist ein Mensch und Gotherrscht er, wie er imD'Roch H # # tes Rath ist Sterblichen verborgen; mer that, und lachet unsrer Sorgen. Doch irreft du mit bangemSinn durch tau-* send eitle Sorgen hin, und denkst: Wie T wills auf Erden noch endlich mit mir werden? 2. Was quälst du dich, und Kummer dich verund willst in Schmerz liehren? Ift Gott nicht 3 wei 128 Von der göttlichen Vorsehung nicht Lust an unserm kreis ein, Gott wird Schmerz: Wir flehn, mein Schutz und Retihm bricht sein Vater- ster seyn. Gott lebet herz. noch! 4. Gott ist die Lieb, 2. Gott lebet noch! wie kann ich zagen? Er Was gråm ich mich? gab mir dich, o Jesu Sorgt nicht mein SchöChrift! Was könnte pfer väterlich? Ist ers mir ein Gott versagen, nicht, der die ganze der so unendlich gütig Welt durch seine weise ist? Erhabner Trost, Macht erhält? Gott der niemals trügt, und lebet noch!! über jeden Unmuth fiegt! 3. Fehlt mirs an Einsicht, Macht und Rath, 5. Ich harre seiner, wenn mich Gefahr umund bin stille. Wie geben hat, so denk ich bald verstreicht die voll Vertraun daran, Prüfungszeit? Dann daß Gott regiert, und nehm ich dort aus sei- bet ihn an. Gott lebet ner Fülle unendliche noch! Zufriedenheit. Er leite 4. Gott lebet noch, mich nach seinem Rath, und weiß gar wohl, wie wie er mir zugesaget hat! Mel. Nro. 25. Dank und Anbetung 2c. 84. Gott lebet nech! er mein Schicksal lenken soll. Mein Vater meynt und macht es gut, wann er mich prüft, drum hab ich Muth. Gott lebet noch! 5. LegtGott auf mich nicht; Denn er ist mei- ein schweres Joch; Wie ne Zuversicht. Stürzt schwer's auch sey, so auch der ganze Welt- hoff ich doch; Denn er hilft in Erhaltung und Regierung der Welt. 129 hilft tragen, was uns hilft er mir auf. Gott plagt, und stärket den, lebet noch! der nicht verzagt. Gott lebet noch! 7. Mein Vater sorge du für mich, denn ich vertraue nur auf dich. Sich mich mit lieb und Mitleid an, und fröhlich, fröhlich sing ich mir Kraft zum Kampf dann: Gott lebet noch. und Lauf, und fall ich, sol 85. 6. Ich weiß es, daß er mich erquickt, wie schwer mich auch mein Leiden drückt. Er giebt INIC STATE ** ein und GotDoch herrscht er, wie er imall * ** tes Rath ist Sterblichen verborgen; mer that, und lachet unsrer Sorgen. Doch irrest du mit bangem Sinn durch tausend eitle Sorgen hin, und denkst: Wie 351 自 ✰ wills auf Erden noch endlich mit mir werden? 2. Was quälst du dich, und Kummer dich verund willst in Schmerzlichren? Ist Gott nicht Ĵ weis 130 Von der göttlichen Vorsehung zc. weiser, als dein Herz?| daß nichts gebrach, als Laß ihn allein regieren. du die Welt betrateft, Befiehl dein Leben, dei noch ehe deine Zunge nen Stand, und was du sprach, und du durch thust, in seine Hand; Thränen batest? Wer Er wird, was gut ist, hat an deiner Mutter schicken, wird dich ge- Brust gefunde Nahwiß beglücken. rung, stille Lust dir 3.Wirfdeine Sorgen schon voraus bereitet, doch aufihn, der schon so und dich bisher geleitet? lang regieret, und vielmals, was unmöglich 6. Erheb einmal dein schien, mit Weisheit Angesicht, hier unten ausgeführet. Ergieb und dort oben, wo siehst dich seiner Vaterhuld, du Gottes Güte nicht, und trag dein Leiden nicht seiner Weisheit mit Geduld: Er wird Proben? Oft hat er noch fernerwachen, und auch an dir gethan, was alles sehr wohl machen. du dich selbst bey allem Wahn, zu hoffen nicht erkühntest, stets mehr, als du verdienteſt. 4. Eh deine Mutter dich gebahr, als, noch in ihr verborgen, dein schwaches Leben 7. Doch willst du nieschlummernd war, wo mals ruhig seyn, und waren deine Sorgen? Gott nicht walten las Wer hat schon da deinssen, als sähst du seine Wohl bedacht? Wer Weisheit ein, die Menhat dich an das Licht ge- schen doch nicht fassen. bracht, und Seele, Leib Wenn du nicht siehst, und Leben aus Gnaden wie er regiert, wenn dir gegeben? er nicht deinen Weg dich führt, so fängst du an 5. Wer hat gesorgt, zu Von der Natur, ursprünglichen Würde, und ic. 131 zu zagen, zu murrensren sehen, ch wir um und zu klagen. Hülfe fliehen. 8. Bedenke doch, wie 10. Und diesem Vamanchesmal du nicht ter wolltest du dein Heil zum Ziel gekommen, nicht anvertrauen? wenn ohne Gott auf Nicht deines Lebens eigne Wahl du etwas ganze Ruh auf diesen unternommen. Felsen bauen? Vertrau ihm, und verzage nicht! sehn, das mußte seyn, Ein Herz volivester Zuund ist geschehn, und versicht darf auch in niemand konnt es hin- Ungewittern nicht ohdern von allen Men- ne Hoffnung zittern. schenkindern. Wirfals ein Kind, Was aber dir dein Gott erII. 9. Gott sorgt für un- voll Glaubens dich in ser wahres Glück, macht deines Gottes Arme, gut, was wir verwir- und fleh ihn, daß er våren, und lenket unsern terlich auch deiner sich Gang zurück zum Gu- erbarme: So wird er, ten, wann wir irren: wie sein Wortverheißt, Giebt immer das nur, auf Wegen, die du jetzt was uns nützt, errettet nicht weißt, einst wirst uns und hilft und bewundern müssen, schützt, eh wir Gefah- dich zu erretten wissen. V. Von der Natur, ursprünglichen Würde, und Bestimmung des Menschen. n Mel. Nro. 46. 1 Preis gebracht! Dich Allmächtiger, wir singen. rühme Harfund Psalir, Gott, sen ter! Ich bin ein WunDank und der deiner Macht, mein 3² Schös 86. agind 132 Von der Natur, ursprünglichen Würde, Schöpfer, mein Erhal- breitet? Dann säh ich ter! Mein ganzer Leib, nicht, mit welcher erbaut von dir, samt ei- Pracht, du Herr, durch nen jeden Sinn an mir, deine weise Macht, was beweisen deine Grösse. du erschaffen, schmü2. Haupt, Aug und ckest. Ohr, Herz, Mund und Hand, die ich zu dir erhebe; die Haut so und empfinden. künstlich ausgeſpannt, bet ich meinen Schöder Nerven fein Gewebe, und alle Glieder sagen mir, ich sey, o Gott, ein Werk von dir, ein Werk von deiner Weisheit 5. Ichjauchze, daß ich sehen kann, und hören Froh pfer an: Jhn überall zu finden, in allen Werken, die er schuf, das ist mein seeligster Beruf, mein würdigstes Geschäfte. 3. Wie biegsam, wie gelenkvoll schließt( den 6. Wer leitet meines Blutes Lauf? Wer lenkt des Herzens Thoren zu verdammen, Schläge? Wer regt die der's leugnet, daß ein Lung und schwellt sie Schöpfer ist) sich Glied auf, damit ich leben måan Glied zusammen! ge? Gott ist es, der dieß Wie willig, Herr, ge- alles thut.SchlagHerz! horchen sie, wann mei- entflamme mich, o ne Seele spät und früh Blut! Daß ich den des Leibes Dienst ver- Höchsten preise. langet! 7. Ja, dir sey Dank 4. Ach hättest du mein und Preis gebracht! Auge nicht so künstlich Dich rühme Harf und zubereitet, was nützte Psalter! Ich bin ein mir der Sonne Licht, Wunder deiner Macht, der Glanz, den sie ver- Imein Schöpfer und Erhalter! und Bestimmung des Menschen. halter! Gieb, daß mein Herz fich deiner freu, und daß mein Leib ein Tempel sey, worinn dein Geist stets wohne! Mel. Nro. 291. Gott, du frommer zc. 133 lich ist das Glück, wozu du mich berufest! Dir Höchster, ähnlich seyn! wohlthätig seyn, wie du! Owohl mir, wenn ichs bin! Hilf du mir ſelbst dazu. 4.Laß mir dieß groffe ser Gott, wer gen schweben. Mein alkann dich gnug erhe- lerstärkster Wunsch, ben? Dugabst der gan- mein eifrigstes Vestrezen Welt Bewegung, ben in allem meinem Kraft und Leben. Was Thun sey dieß, o Gott, Geist und Körper allein, daß ich auch so, heißt, was Erd und wie du, gesinnet möge Himmel hegt, hat dei seyn. ne Hand gebaut, die jetzt noch alles trägt. 5. Du bist der Wahrheit Freund; laß mich 2.Duschusst, ich dank auch Wahrheit lieben, es dir, auch mich zu dei- und mit stets munterm ner Ehre, und wolltest, Fleiß in allem dem mich Gütigster, daß ich dein üben, was mich zur Bildniß wäre. Darum Weisheit führt! Zur hast du den Geist, der Weisheit, die dich ehrt, in mir lebt und denkt, und allem Beyfall mir zur Unsterblichkeit giebt, was du uns selbst aus freyer Huld ge- gelehrt. schenkt. 6. Laß deine Heilig3. Dwelch ein groffer keit mich stets zum MuZweck, dazu du, Gott, fter nehmen. Hilf mir mich schufest! Wie herr- die Sünde fliehn, des I 3 Flei 134 Von der Natur, ursprünglichen Würde, Fleisches Lust bezäh-| seyn, und mich ohn Unmen, nur das, was recht terlaß, Gott, deiner ist, thun, des Guten Güte freun. Mel. Nro. 3. mich erfreun, und dem, ders üben will, auch gern behilflich seyn. 7.Gieb, daß ich, so wie Lob, Ehr und Preis 2c. du, ein Freund der 88. Der du durch deiner AllMenschen werde, dem macht Hand mein WeWohlthun Freude sen mir bereitet, und da macht, der Kummer schon, eh ich dich geund Beschwerde dem kannt, mit Güte mich Nächsten gern erspart, geleitet. Der du ersein Leiden ihm versüßt, hältst, was du gemacht, und, wo er helfen kann, mein Schöpfer, Dank zum helfen willig ist.sey dir gebracht für dei8. Noch bin ich weit ne Macht und Güte! entfernt, o Gott, von 2. ZumeinemGlücke diesem Ziele. Du weißt, leb ich hier, dein Wort was mir noch fehlt, und gab mir das Leben, und ich, ich selber fühle, wie was ich hab, hab ich von wenig ich dir noch im dir; Von dir ward mir Guten ähnlich bin. O gegeben Verstand, Gebilde du mich ganz nach schmack, Gehör, Gedir und deinem Sinn! sicht, Geruch, Gefühl. 9.Beglückt ist nur als- Mir fehlt es nicht an dann mein Lebenslauf Proben deiner Liebe. auf Erden, wann ich dir 3. Du leitest mich nach immer mehr schon hier deinem Rath bey drokann ähnlich werden. hendenGefahren. Dein Dann werd ich ewig Engel muß auf meiauch mit dir vereinigt nem Pfad vor Unfall mich und Bestimmung des Menschen. 135 mich bewahren. Zussprung mir! Du hast meinem Dienst war al- den Odem mir gege= les da, schon eh ich diese ben, mein ganzes WeWelt noch sah. Wie senkömmt von dir. Du, groß ist deine Güte! Bater, riefft mich aus 4.Nie ist der Mensch, dem Nichts zum froder Staub, es werth, hen Anschaun deines daß du, Herr, sein ge- Lichts. denkest, daß du, da er 2.Wie viel hab ich dir dich oft entehrt, ihm so zuverdanken, Herr, der viel Gutes schenkest. Odu mich bereitet haft! sähe doch der Mensch Als mich die engenfindieß ein! Mögt er dafür sternSchranken des erdir dankbar seyn, und sten Daseyns noch umdeinem Dienst sich wei- faßt, da war dein Auhen! ge über mir, da lebt ich, Höchster, nur in dir. 5. Herr, lehre du mich, wie ich soll für deine 3. Du gabst mir die Huld dich preisen, und vernünftge Seele, die ewig, deiner Liebe voll, nur so lang im Fleische gehorsam mich bewei- lebt, bis sie, daß ihr kein fen. Dir treu zu seyn bis Wohlseyn fehle, dein in den Tod, dieß bleibe Ruf zum höhern Geist meine Lust, oGott, und erhebt. Du haft mir mein Beruf auf Erden. Sinnen und Verstand, Begierd und Willen zugewandt. 4. Wenn ich auf meiden du 89. Gott, beinfo kunstvoll ausgebildt, ist mein Leben. Wie so wird, o Vater in der tröstlich ist mein Ur- yöhe! mein Herz mit 34 EhrMel. Nro. 11. könnt ich dich, mein zc. ein bin ich, 21 136 Von der Natur, ursprünglichen Würde, Ehrfürcht ganz erfüllt.[ dir! Schaff selbst ein reiEin jedes Glied, ein je- nes Herz in mir. der Sinn reißt mich zu deinem Lobe hin. 5. Durch deiner Vor8.Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich thu, was dich erfreut, ficht gnådges Walten, und Geist und Leib und die mich von Kindheit Glieder gebe zu Waffen an umfieng, bin ich bis der Gerechtigkeit; Daß hieher noch erhalten, so ich bis in den Tod dir daß der Tod vorüber treu, und stets ein gieng. Ich stehe noch und preise dich, Herr, deine Rechte schützet mich. Freund der Tugend sey. 6.Ich bin nicht werth der groffen Güte, die du, mein Gott, an mir gethan. Beschämt empfindet mein Gemüthe die Schuld, die ich nicht läugnen kann. 9. Fällt dieses Leibes Hütte nieder, vollend ich dieses Lebens Lauf: O Gott, so richte du mich wieder verherrlicht aus dem Staube auf. Dein ew'ges Leben sey mein Theil, so preis ich ewig dich, mein Heil! Ich Mel. Nro. 1. habe, was mich sehr mein Herz, ermuntre zc. erschreckt, vielfältig von dir erLeib und Seel befleckt. 90. Es werde Gott 7. Ja, Herr, ich habe hoben, du deines Schömeine Glieder zu Sün- pfers Bild, mein Geist! dengliedern oft ge- Sollt ich nicht meinen macht. Vor dir fall ich Bater loben, den jedes in Demuth nieder! seiner Werke preist? Vergieb, was ich nicht Ihn, der mich schuf sein recht bedacht. Verwirf Bild zu seyn, und ſeiner mich, Bater, nicht von mich stets zu erfreun. 2. Schön und Bestimmung des Menschen. 137 2. Schön ist der son- sich zu einem Geiste nenreiche Himmel, den ward, durch die Emer zu seinem Stuhle pfindung meiner Sinwählt: Doch ist derson- ne Gedanken tausendnenreiche Himmel ge- facher Art. Groß, mandankenlos und unbe- nigfaltig ist ihr Heer, seelt; Und mir, dem und doch wird ihrer tågThone seiner Hand, lich mehr. giebt er Empfindung und Verstand. 6.Ich kann sie sammlen und verbinden, und 3. Anmüthig, präch trennen, wie es mir ge= tig zum Entzücken ist fällt; Die Welt empfinGottes ganze Körper- den, mich empfinden, welt. Wer zählt die mich unterscheiden von Reißze, die sie schmü- der Welt. Zu tausend cken? Was ich nur se- Thaten hab ich Kraft; hen kann, gefällt. Und Wer giebt sie? Gott, dennoch kann sie nicht, der alles schafft. wie schön, wie wunder- 7. Wie feurig dürftet voll sie sey, verstehn. meine Seele nach Won4.FürEngel nur, und ne, Glück und Seelignur für Seelen, die zu keit! Nur, daß ich oft den Geistern Gott er- betrogen wähle, was hob, sind sie so herrlich. mich nach dem Genusse Sie erzählen nur Jh- reut. Doch das ist, Vanen meines Schöpfers ter meine Schuld, die Lob. O Seele, jauchze, Kraft an sich zeugt nur daß der Ruf der All- von Huld. macht dich zum Geiste schuf! 8.Wiewundervoll ist das Vermögen, Gott, 5. Gott, ich kann den- das du meinem Willen ken: Ich gewinne, weill giebst! O möcht ich es Iš doch 138 Von der Natur, ursprünglichen Würde, doch stets erwägen, mit bar erschuf; Und mit welcher Güte du mich frohlockendem Gemůliebst! Mocht ich mit the folg ich, o Bater, allen Kräften dein, deinem Ruf, ein Zeuge dein mit Verstand und deines Ruhms zu seyn, Willen seyn! und deiner Wunder 9. Gott, meine Lust mich zu freun. sey, dich zu kennen, dich, 2.Dugabst zum DenUrquell der Vollkom- ken und Empfinden, menheit! Von deiner Allgütiger, mir diesen Liebe ganz zu brennen, Geist, der zwar zu das sey mir Ruhm und schwach ist, zu ergrünSeeligkeit! Bin ich ver- den, wie herrlich du, einigt, Herr, mit dir, mein Schöpfer, seyst; was brauch ich noch? jedoch, was du an mir Was fehlet mir? gethan, erkennen und bewundern kann. 10. Es werde Gott von dir erhoben, du sei3. Und diesen Geist, nes Odems Hauch, der in mir denket, mein Geist! Sollt ich schufft du nicht blos fur nicht meinen Vater lo- diese Zeit. Du hast mir, ben, den jedes seiner Bater, ihn geschenket Werke preist? Jhn, der zumLeben in der Ewigmich schuf, sein Bild zu keit, um dort vollseyn, zu lieben ihn, mich| kommner zu verstehn, ihm zu weihn. Sterbliche hier was dunkel sehn. 4. Zu eng sind dieses Lebens Schranken Gott, ich prei- für seinen forschenden 91.06 se deine Gü- Verstand. Der Keim zu te, die mich so wunder- höheren Gedanken, als je Mel. Nro. 11. O könnt ich dich, mein 2c. und Bestimmung des Menschen. 139 je ein Sterblicher er- Richter hier schon im fand, entwickelt sich erst Gericht. nach der Zeit, im hellen Licht der Ewigkeit. 5. Ihn sättiget kein Gut der Erden, kein zeitlichs Glück, so groß es sey. Um ruhig in sich selbst zu werden, bedarf 8. Den Tugendhaften ist hienieden oft ein sehr widriges Geschick zum Loos für diese Zeit beschieden; Dem Lasterhaften oft viel Glück. Gewiß! Erst eine aner mehr, daß ihn erfreu. dre Welt ist zum VerE: fühlt, daß diese gan- geltungsort bestellt. ze Welt sein Wünschen nicht zufrieden stellt. 9. Gott, wenn mein Geist dieß überleget, so hofft er schon Unsterblichkeit; Noch stärker Herrlich fühlt er sich beweget beym Licht, das ihm dein Wort verleiht; Da sieht er mit Gewißheit ein, auch er werd einst unsterblich seyn. 6.Zwar tiefist er herabgesunken von seines Ursprungs keit, sucht oft, von Lust der Erde trunken, sein Glück in Dingen dieser Zeit, jedoch er sucht, und findet nicht, was ihm der äußfre Schein verspricht. 10. Herr, laß zu jenem bessern Leben die 7. Du prägtest ihm Aussaat mich hier tågdurch sein Gewissen Ge- lich streun. Laß deinen fühl von Recht undUn Geist das Wollen gerecht ein. Das Böse ben, und das VollbrinBöses leiden müssen, gen auch verleihn. O und Tugendhafte Wonne der Linsterbglücklich seyn, erkennet lichkeit, verfüffe mir all er, doch sieht er nicht den irrdisch Leid! Mel. 140 Von der Natur, ursprünglichen Würde zc. Mel. Nro. 53. Wie viele Freuden dank. ben. deinHimmelreich zu er92. Wroch der Be- ich ja ſchon hier, laß wichtig ist bin ruf, den uns der Herr mich dieß nie vergessen! gegeben! Gott, als uns Nur wenig Tage haft deine Liebe schuf, da du mir zur Wallfahrt schuf sie uns zumLeben; zugemessen. Schnell, Zum Leben, welches wie ein Traum, sind sie ewig währt, das weder vollbracht, und dann Leid, noch Angst be schwert, willst du uns hier erziehen. wird dieser Erde Pracht auf ewig mir vergehen. 2. Nicht hier ist unser 5.Drum laß des HimVaterland, allein bey mels Herrlichkeit mich dir, Gott, droben, da ist stets vor Augen haben, der Ort, wo deine Hand und mich in meiner das Glück uns aufge- Prüfungszeit um jene hoben, das nie ein trau- beffre Gaben, die mir rig Ende nimmt. Hier im Tode nicht entfliehn, sind wir nur von dir be- am ersten und mit ſtimmt, uns dazu an- Ernst bemühn, damit ich nicht einst darbe. zuschicken. 3.O, laß mir doch dieß 6. Ein Herz das dich, groffe Ziel durch nichts o Bater, liebt, und deiverrücket werden! nes Sohns sich freuet; Was hilfts, wenn ich Das durch den Glauauch noch so viel von ben Tugend übt, und Gütern dieser Erden, sich vor Sünden scheuvon Ehre, Geld und et: Ein solches Herz Lust gewinn, wenn ich wird hier allein und dabey nicht tüchtig bin, dort sich ewiz deiner freun Von dem Falle und daher rührenden Elende zc. 141 freun, und deine Gröf| auch schon hier nach den se schauen. Gesetzen leben, die selbst 7. Und solch ein Herz im Himmel gültig sind, das wollst du mir, bis ich als dein bewährGott, aus Erbarmen tes Kind, zu deiner geben, damit ich möge Freude gehe. VI. Von dem Falle und daher rührenden Elende der Menschen. 93. bbby # Wer zählts, wie oft ich fehle? Ich fühl bb bb. Ach, wie viel Böses wohnt in mir! Dh es, Herr, und klag es dir! O, beffre bbz bh meine Seele! 2. Ich wandle auf der meine Seele hin zur Sünder Bahn, und bin Freude wahrer Chrizum Guten tråge; sten! Herr, nimm dich meines Elends an, und lehr mich deine Wege! 4. Mich reizt der EitelkeitenTand mehr, als das Heil der Seelen, 3. Verkehrt und eitel Herr, gieb mir Weisist mein Sinn, geneigt heit und Verstand, das zu bösen Lüsten, oneige beste Theil zu wählen! 5. Mein 144 Von dem Falle und daher rührenden 2. Der Weisheit erster zens Ruhe; Er klagt Schritt ist, seine Thor- mich an, ich steh erschroheit kennen, und diesen cken still, und billige Schritt, wie oft ver- nicht mehr das Böse, wehrt mirs ihn? Boll das ich thue, und thue Eigenlieb und Stolz nicht das Gute, das ich will sichs nicht strafbar will. nennen, der Reu entgehn, doch nicht den Fehler fliehn. 6.Verstellung, die ich doch an meinem Nachsten haffe, erlaub ich 3. Wahr ists, ich find mir, und halt es für Gein mir noch redendes winn, wenn ich im falGewissen, in der Ber- schen Licht mich andern nunft noch Kenntniß sehen lasse, und andern meiner Pflicht. Ich scheinen kann, was ich kann mein Auge nie der mir selbst nicht bin. Tugend ganz verschlief sen, und oft scheint mir ein Strahl von ihrem Licht. 7. Ich weiß, daß der Besitz der Güter dieser Erden mich nie vollkommen sättigt und erfreut, doch bleiben sie mein Wunsch; Und um beglückt zu werden, erring ich mir die Laft der 4. Doch schwaches Licht, das mir den Reitz der Tugend zeiget, und vom Verstand nicht bis zum Herzen dringt! Eitelkeit. Vergebens lehret er, 8. Ich weiß, wie groß das Herz bleibt unge- es ist, aus Lleberlegung beuget, beherrscht von handeln, und handle Lüften, die es nie be- doch aus sinnlichemGezwingt. fühl; durch falschen 5.Ein Richter in mir Schein getäuscht, eil ich, felbst stöhrt oft des Her ihm nachzuwandeln, und min Elende der Menschen. 145 und Leidenschaft und mein Ruf. Wenn ich Frrthum steckt mein den Rufbetrachte, was Biel. find ich da für Mängel 9. Ein gegenwärtig meiner Pflicht! Die Gut versäum ich zu ge Wunder der Natur, niessen, flich, was mich die Gott zu Lehrern sucht und suche, was machte, stehn vor mir mich flicht. Im Glückelda, und diese hör ich bin ich stolz, verzagt in nicht. Kümmernissen, und 13. Und heißt ihrAnohne Ruh um Ruhe blick mich auf seine stets bemüht. Weisheit schliessen, auf 10. Mein Nächster Güt' und Macht, so hat ein Recht auf viele schließt nur mein Vermeiner Pflichten, doch stand. Das Herz bleibt wird dieß Recht so oft ungerührt, betäubt von mir entweiht. Ver- bleibt das Gewissen, sagt er mir die Pflicht, und Gott, mein Herr so eil ich ihn zu richten, und Vater, unerkannt. sein bloß Bersehn heißt Ungerechtigkeit. 14.Oft sagt mir mein Verstand, daß des All11.Nicht Liebe gegen mächtgen Gnade das Gott heißt mich dem größte Gut, der Trost Nächsten dienen, mehr des Lebens ist, und welEigenlieb und niedrer che Schulden ich auf Eigennutz. Aus ihnen mein Gewissen lade, fließt Betrug, Verstel- wenn sie mein Herz für lung, und in ihnen findt Menschengunst bers Neid und Haß und gißt! Stolz und Härte Schutz. 15.Und doch, o Gott, wie oft geb ich dies 12. Gott ehren ist Glück der Seelen, dir K werth 345 Von dem Falle und daher rührenden werth zu sey, für kin- Besinne dich, noch steht dischen Gewinn, für ei dein Heil bey dir! ne Schmeicheley, für Lüste, die mich quälen, Mel. Nro. 94. für Eitelkeit, für Tand, Du, der kein Böses thut! zc. für nichts 16.Dieß ist des Men 96. Met be ist bewußt schen Herz. Wer hat die innre böse Lust, die dieß Herz verheeret? Quelle meiner SünSo kam es nicht, oden, die Menschen nicht Gott, aus deiner Hand. ergründen; O, heile du Der Mensch durch eig- aus Gnaden der Seele ne Schuld hat seine tiefen Schaden! Würd' entehret, und beydes fiel, sein Herz und sein Verstand. 2.Des bösen Herzens Grund wird oft durch Thaten kund, die mich 17. Doch, so verderbt vor dir verklagen, und wir sind, so schwach, uns mein Gewissen nagen. selbst zu heilen, so steu Herr, willst du sie beert Gott doch der Ver- strafen, wer wird mir dorbenheit, läßt durch Rettung schaffen. sein heilig Wort uns 3. Ich habe wider dich, neue Kraft ertheilen, den Nächsten und auch Licht der Vernunft, mich vielfältig, Herr, dem Herzen Reinigkeit gehandelt, ich bin den 18. Und du willst die Weg gewandelt, der serKraft, o Mensch, dich Menschen von dir wenwidersetzen? Sie beut det, und sich in Elend sich an, du aber wehrest endet. ihr? Und willst des größten Glücks dich sel ber unwerth schätzen? 4. Hilf, mein Erbar mer, mir, verwirfmich nicht von dir, erneure meine my Elende der Menschen. meine Seele, daß sie nur sich durch Leidenschaft Gutes wähle; Wer und Sinnlichkeit, zu kann mich sonst vom thun, was dein Gesetz Bösen, als du allein, er- verbeut. lösen? d 2. Ich sehs, die Tu5. Drückt gleich der gend ist sehr schön, ich Sünden Foch mich will auch ihre Bahn sehr, so bleibt ja doch nur gehn betrete fie voll weit macht ger deine Lust und Muth, gewiß, Gnade; Wie groß auch daß wer nicht Sünde sey mein Schade, so thut, und seine Pflichkannst du ihn doch hei- ten nie vergißt, hier rus len, und Leben mir er- hig und dort seelig iſt. theilen. 147 3. Doch bald erwacht in meiner Brust die unterdrückte böse Lust, 6.Hat sonst der Sünde Macht in mir ihr Werkvollbracht, so gieb mir Lust und Stärke, und locket mich zur Sis daß ich nur gute Werke cherheit, zu eitler beschliesse und vollbrin- Selbstgefälligkeit. Ges ge, und ewig dir lob- lingt es ihr, so glaub ich dann auch leicht, daß ich finge. nicht fallen kann. ORGANI Mel. Nro. 383. 4. Dann bin ich bald Sowahr ich lebe, spricht zc. verführt; Denn ach! er Hang zum wer stolz und sicher 97. D Bösenwohnt wird, ist schwach, vers in mir; Auch wenn ich grössert seine Kräfte schon, mein Gott, von sich, verläßt sich mehr dir geheiligt bin, ver- auf sich, als dich, vers sucht er mich zu Sün- schmäht die Feinde, die den doch, und stärket ihm draun, wird tråg 2 und 148 Von der Erlösung der Menschen und laß, und schlum- wie leicht verderben die mert ein. das Herz! 5. Und ach! wie nahm7.2er kann mir beyist dann sein Fall, wann stehn? Du allein sollst er, versucher überall, meine Hülf und Stärvon aussen durch sein ke seyn! Laß meine eignes Herz, durch Lust, Schwachheit immer Gewinn, und Furcht mir vor Augen seyn, und Schmerz, nun daß ich von dir nie weitämpfen soll! Wie che, daß ich standhaft leicht, wie leicht ver- fey, dir bis zum Tode liehrt er alle Kraft, und selbst getreu. weicht! 8. Dann kommt die 6. Ich fühle meine Zeit, wo, Herr, von dir Schwachheit, Gott! der Hang zum Bösen Mich schrecken leicht ganz in mir vertilgt Gefahr und Spott! und ausgerottet wird, Berstreuung und Ver- wo nie Verstand, noch messenheit, des Bey- Herz mehr irrt. Wie spiels Reitz, die Weich- heilig werd ich dann, lichkeit, ein starkGefühl wie rein, wie herrlich, für Lust und Schmerz, Gott, wie seelig seyn! VII. Von der Erlösung der Menschen durch Christum. Tod, will, daß wir ewig leben. Was uns zum 98. Auf, Chriften, Heile nöthig ist, das hat laßt uns un er uns durch Jesum sern Gott mit frohem Christ erbarmungsvoll Dank erheben! Er hat bereitet. nicht Lust an unserm] Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis zc. 2. Nach nd durch Christum. na 149 2. Nach seinem gna- 5. Was er zu unserm denvollen Rath kamer, Glück verschafft, das ist sein Sohn, auf Erden. in seinen Händen. Sein Von unsrer Schuld ist das Reich, sein ist die und Missethat ein Ret Kraft, das Heil uns zu ter uns zu werden. Er zuwenden, das er so liebe wards, und hat sein reich uns erwarb, als er Werk vollbracht, und für uns am Kreutze sich nach kurzer Gra- starb. Wohl allen, die besnacht gen Himmel ihm trauen! aufgeschwungen. 6. D, laßt uns ihm 3. Wo ist des Todes uns anvertraun, und Herrschaft nun? Hier seine Stimme hören. ist sein Leberwinder. Auf seine MittlershülDie Furcht dafür hin- Ife baun, ihn mit Gehors weg zu thun, starb Er, sam ehren! Das ist der das Heil der Sünder. Weg zum ew'gen Gebrochen ist uns nun Wohl, der Weg, auf die Bahn, die von der dem man friedevoll Erd uns himmelan zur auch schon auf Erden wandelt. ew'gen Wonne leitet. 4. Wie hat uns doch uns zu deinem Sohne! DaßGlaub an ihn auch mit der That in unsern 7. Herr, leite selbst der Herr so lieb! Wie uns diesen Pfad! Zeuch sucht er unser Bestes! Er giebt für uns aus freyem Trieb sein Liebstes und sein Größtes. Herzen wohne. So haPreis ihm! der so viel ben wir an seinem Heil, an uns thut! Preis sei- zur Freude für uns, nem Sohn! der uns zu ewig Theil: So preisen gut sich bis zum Toder- wir dich ewig. niedrigt. K 3 Mel. Von der Erlösung der Menschen Mel. Nro. 3. uns Kräfte schafft, dein Lob, Ehr und Preis dem zc. Joch von uns zu wer99. Heil uns! Aus fen. Der unsrer Sundennoth ist Rettung uns erworben. Herr will nicht des Sünders Tod. Was Adams Fall verdorben, ersetzt. Wie werth sind wir vor ihm geschätzt Wie groß ist sein Erbarmen! hat er aus Gnaden uns Cluck nicht fehlen, ge= trost und froh in Gott zu seyn, wenn wir uns nur dem Heiland weihn, den Gott für uns verordnet. 150 tobt sein Sohn, der Ret4. Gelobt sey Gott, geter unsrer Seelen! Nun kann uns auch auf Erden schon das wahre 2. Selbst seinen eingebohrnen Sohn sandt 5. Herr, laß uns dieer zu uns auf Erden von se Seeligkeit hoch über dem verdienten Sun- alles schätzen! Nieköndenlohn ein Retter uns nen Güter dieser Zeit zu werden. Er kam, den Mangel uns erseund mit ihm unser Heil, ten, wenn uns das Er kam, damit wir wie größte Gut gebricht, ein der Theil am ew'gen reines Herz voll Zuvers Leben hätten. ficht zu dir, Gott, unser Vater! 3. Wo ist, o Tod, dein Stachel nun? Hier ist 6. D, lenk auf dieß dein Lieberwinder. Für erhabne Glück, Herr! unsre Schuld genug zu unsre stärksten Triebe, thun, starb er, das Heil Zeuch mächtig unser der Sünder. Wo ist Herz zurück von schndnun Sünde, deine der Sündenliebe. An Kraft? Hier ist der, der dem so theur erworbnen durch Christum. 151 nen Heil laß uns in stets suchen und gewinwahrem GlaubenTheil nen! 100. E Gedanke, der uns Leben giebt! pers Wer kann dich ganz durchdenken? Also hat Gott die Welt geliebt, uns seinenSohnzu schenken. 2. Hoch über die Ver- That, das kann mein munft erhöht, umringt Herz emvfinden. mit Finsternissen, er5. Nimm mir den hebst du Gottes Maje- Trost, daß Jesus Christ ståt, und stillest mein nicht meine Schuld geGewissen. tragen, nicht Gott und 3. Ich kann der Son- mein Erlöser ist, so werd ne Wunder nicht, noch ich angstvoll zagen! ihren Bau ergründen, 6. Ist Christi Wort und doch kann ich der nicht Gottes Sinn, so Sonne Licht und ihre werd ich irren müssen, Wärm empfinden. und wer Gott ist, und was ich bin, und wers den soll, nicht wissen. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Jesu Tod ergründen, 7. Nein, diesen Trost allein das Göttliche der der Christenheit foll K4 mir 152 Von der Erlösung der Menschen mir kein Zweifel rau- Erde erweckest, und daben, ich fühle seine Gött- hin erhebst, wo ich dich lichkeit, und halte vest schauen werde. am Glauben. 13. Kann unsre Lieb 8. Ich bin nun ganz im Glauben hier für dein Eigenthum, durch dich jemals erkalten? dich des Himmels Er- Dieß ist die Lieb, oHerr, be; Dieß, Sohn des zu dir, dein Wort von Höchsten, ist mein Herzen halten. Ruhm, auf den ich leb und sterbe. 9. Du giebst mir deines Geistes Kraft, im Glauben mich zu stärken, der Wollen und Vollbringen schafft zu allen guten Werken. 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 10. So lang ich deinen Willen gern mit reinem Herzen thue, so fühl ich Freude in dem Herrn, und im Gewis 16. Und soll ich, Gott, sen Ruhe. 15. Soll ich dereinst noch würdig seyn, Herr, um dichSchmachzuleiden, so laß mich keine Schmachund Peinvon deiner Liebe scheiden. nicht für und für des 11. Lind, wenn mich Glaubens Freud emmeine Sünde kränkt, pfinden, so wirk er doch und ich zu dir, Herr, tre- sein Werk in mir, und te, weiß ich, daß dein rein ge mich von SünHerz mein gedenkt, und den. thut, um was ich bete. 12. Ich weiß, daß du, mein Heiland, lebst und mich einst aus der 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt( laß mich noch sterbend denken!) Wie sollt uns der, der durch Christum.* 153 der ihn geschenkt, mit hält sich seiner Macht, ihm nicht alles schenken! Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu zc. IOI. Erhebt den Herrn, ihr verleugnet Himmelsfreuden, bis er durch Todesleiden, sein groß ses Werk vollbracht. 4. Er hats vollbracht! bringet Gott euren Frommen! Er hält, Lobgesang. Erlöste was er verspricht, der Menschen, finget dem Heiland ist gekommen, Mittler ewig Dank. der Völker Trost und Wo niemand helfen Licht; Gott, der uns kann, da hilft er gern nicht verstößt, hat uns aus Gnaden, heilt unzum Heil und Leben frer SeelenSchaden. O selbst seinen Sohn ge- nehmt ihn glaubig an! geben; Durch ihn sind 5. Du Freund der wir erlöst. Menschenkinder! ver2. Erlöst! O welche wirfuns, Jesu, nicht; Liebe hat uns der Herr Dein Name, Heil der erzeigt! mit welchem Sünder, ist unsre ZuVatertriebe sein Herz versicht. Gieb unsern zu uns geneigt! Von Seelen Ruh; Hilfjeseiner Himmel Thron den Reitz zu Sünden kommt, Rettung vom uns glücklich überwinVerderben uns Sün- den! Gieb Muth und dern zu erwerben, sein Kraft dazu. eingebohrner Sohn. 6. Dich wollen wir er3. Er kommt zu uns heben hier und in Ewigauf Erden in tiefer Nie- teit, wo uns ein beßres drigkeit, nimmt auffich, Leben vor deinem die Beschwerden von Thron erfreut. Dann unsrer Pilgerzeit, ent- Isind wir eivig dein, und nichte K5 Von der Erlösung der Menschen ze. 154 nichts wird uns mehr voll Erbarmen! Welfehlen, dann werden che Huld und Freunds unsre Seelen sich deiner lichkeit eines Gottes, ewig freun. der uns Armen våterlich die Hände beut; Und uns seinen Sohn selbst schenkt, der mit 102. Ew'ge Liebe, Jhm die Welten lenkt, 4. Doch bestimmte Gott, ihr Sünder, auch eures mein Ge- um uns Sündern ew's müthe wagt mit kindli- ges Leben durch des chem Bertraun, in den Sohnes Tod zu geben! Abgrund deiner Güte ehrfurchtsvoll hinab zu schaun, allen Kummer die Ordnung zu zerstreun, ihrer Heils; Die nur werden Grösse mich zu freun; Gottes Kinder, die ihr durch ihr Anschaun folgen ihres Theils. schon auf Erden herr- Nur, wer an den Heilich und entzückt zu land glaubt, und ihm werden. treu ergeben bleibt, der 2. Dank sey dir, o soll nicht verlohren ges Gott der Liebe, daß dushen, sondern Heil und dich erbarmet haft, und Leben sehen. Mel. Nro. 438 Freue dich, o meine 2. zc. aus väterlichem Triebe 5. Da du keinen zum den allweisen Rath ge- Verderben, gut ger faßt, der verdammens- Gott, bestimmet haſt, würd'gen Welt durch tragen die, die ewig sters ein theures Lösegeld, ben, ihrer eignen Bosdurch des eignen Soh- heit Last. Wer nicht nes Sterben Heil und glaubt an deinen Sohn, Freyheit zu erwerben. Der hat Fluch und Tod 3. D ein Rathschluß zum Lohn; Sein muths willig Von der Person des Erlösers. 155 willig Widerstreben nem Willen ein, daß schließt ihn aus vom Heil und Leben. 8. Laß mich meinen Namen schauen in dem Buch des Lebens stehn, alsdann werd ich ohne Grauen meinem Tod entgegen gehn. mein Vater, mich, keine Kreatur 7. Laß mich, Bater, wird mich deiner Hand ernstlich streben, mei- entreiffen können, noch nes Heils gewiß zu seyn. von deiner Liebe trenRichte selbst mein gannen. zes Leben so nach dei. des Glaubens Frucht und Kraft, den dein 6.Ewig werde, Herr, Geist in mir geschafft, besungen, was dein mir zum Zeugniß dieRath beschlossen hat! nen möge: Ich sey auf Mit uns preisen Engel- dem rechten Wege. zungen diesen weisen heil'gen Rath, den der Glaub in Demuth chrt, die Vernunft erstaunend hört; Wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. ADIS Du, liebest VIII. Von der Person des Erlösers. Mel. Nro. 6. Welt ward, warst dit Lobsinget Gott, und zc. schon groß, herrlich, und 103. Anbetung, des Höchsten Sohn, ein Preis und Dank sey dir, o Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für, wer kann dich gnug er- Kreaturen Heere. heben? Eh noch diel 2. Dein sind sie; Erbe seiner Ehre. Dein ist das Reich), die Herrs lichkeit, und du beherrschest weit und breit der Denn 156 Von der Person des Erlöfers. Denn durch deineKraft| fuchst liebreich von der ward Himmel, Meer Sünde Joch und ihrem und Erde. Du hast das schnöden Lohne, die ihr Leben uns verschafft, du noch dienen, zu befreyn. sprachst zum Engel: Beschwerter Herzen Werde! Du bist es, des Croft zu seyn, ist deines sen Allmachtsruf die Herzens Freude. Du ganze Welt aus Nichts giebst den müden Seeerschuf: Du bists, der ten Ruh; und wer dich alles tråget, was sicht- liebt, den stärkest du, bar und unsichtbar ist, was Erd und Himmel in sich schließt, und was im Meer sich reget. daß nichts ihn von dir scheide. 5. Du hörst der Deis nigen Gebet, und endest 3. Und dennoch bist ihre Plage, du bleibst, du uns zu gut in diese bis Zeit und Welt verWelt gekommen, und geht, o Herr, noch alle haft selbst unser Fleisch Tage bey uns, bey deiund Blut freywillig nem Eigenthum. Dir, angenommen. DeinLe- dir sey ewig Dank und ben gabst du willig dar, Ruhm für alle deine zu retten, was verloh- Liebe! Dir geb ich mich ren war, und wardst zu eigen hin, gieb, daß ein Knecht auf Erden. ich mich, so lang ich bin, O Huld, die sonst nichts in deinem Lobe übe. gleiches hat! Mel. Nro. 45.5 Du starbst, von unsrer Mis fethat ein Heiland uns Kommt, kommt den 2c. zu werden. land, sich, 4. Du wardst es uns, 104. Mein Hei und bist es noch jetzt auf im Staube bet ich, o des Himmels Throne: Ewiger, dich an. Ich weiß, Von der Person des Erldsers. IS? Willen fort. weiß, an wen ich glau-| Geringe geht blos durch be; Du hast als Gott deinen dich kund gethan. Du Sohn Gottes! Durebist der Erstgebohrne gierest den ganzen vor aller Kreatur, kamst Kreis der Welt: Weil zwar für uns Verlohr- du das Zepter führest, ne in menschlicher Na- geschicht, was dir getur; ein Volk dir zu er- fällt. Bey dir steht Tod lesen, erschienst du in der und Leben; Drum wird Zeit; Doch, eh die Weit einst jede Gruft die gewesen, warst du von Todten wieder geben, Ewigkeit. wann deine Stimme ruft. 2. Der Himmel und die Erde sind durch dein 4. Dir Ehre zu erzeikräftig Wort gemacht, gen( dieß ist des Vaters auf dein allmächtig: Wille!) soll vor dir sich Werde! entstand die alles beugen; Die Welt Welt in ihrer Pracht. sey deines Lobes voll! O unser Herr und Mei- Du bist das Heil derErster! Du schufft uns, den, wer auf dein Wort wie das Heer der jetzt nicht hört, kann nimschon seelgen Geister; mer seelig werden. Wer Doch liebtest du uns aber dich verehrt, dem mehr. Die Strafen un- hilfst du vom Verderfers Falles nahmst du ben, schafft ihmZufries am Kreutz auf dich), re- denheit, und machst ihn gierst nun über alles, einst zum Erben vollund herrschest ewiglich. kommner Seeligkeit. 3. Du trågest alle 5. Wie herrlich ist dein Dinge, Allmächt'ger, Name schon itzt, oHerr, durch dein kräftig in unsrer Welt, wo der Wort, das Grosse und Gerechten Saame vor dir, IS8 Von der Person des Erlöfers. dir, dich preisend, nie- meine Sünde trug! derfällt! Dort preisen Beschäme und bekehre Seraphinen dich, grof durch deiner Gnade ser Menschensohn! Mit sanften Zug, die deinem Freuden dir zu dienen, Wort nicht glauben, stehn sie vor deinem und dir, der für sie litt, Thron. Wer sollte dein die Schuldge Ehrerausich schämen? Du bist ben. Theil ihnen Kräfja unser Ruhm, und te mit, dich glaubig zu würdig, Preis zu neh- erkennen, und welche men von deinem Ei- dich erkannt, die laß von genthum. dir nichts trennen! Er6. Mein Heiland, ich leuchte jedes Land! verehre dich, der auch 105.FEFE2880 ie herrlich strahlt der MorgenGlanzGottes, der die Nacht durchs Wic KEEPER stern! O welch ein Glanz geht auf vom bricht! Du bringst in fin stre See len Herrn! Wer sollte sein nicht ach ten? Licht, die nach der Wahrheit schmachten. E H Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug Von der Person des Erlösers. F E nug er he ben? er he ben? 159 R 2.Du hier mein Trost mir ein Freudenlicht, und dort mein Lohn! die Hoffnung, daß dein Sohn Gottes und des Angesicht ich einstens Menschen Sohn! Des soll erblicken. Du kannst Himmels groffer Kö- indeß durch deineKraft, nig! Von ganzem Her- die Ruh in müden Seezen preis ich dich! Habllen schafft, mich stärken, ich dein Heil, so rühret| mich erquicken. Tröste mich das Glück der Er- du mich, Seeligmacher, de wenig. Zu dir komm daß ich Schwacher auf ich; Wahrlich keiner der Erde Himmelströstet deiner sich verge- freuden inne werde. bens, wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 5.Und wie, GottVater, preis ich dich! Von 3. Durch dich nur kann Ewigkeit her haft du ich seelig seyn. Odrücke mich in deinem Sohn tief ins Herz mir ein geliebet; Dein Sohn Empfindung deiner hat mich mit dir verLiebe, damit ich ganz eint, er ist mein Brudein eigen sey, aus der und mein Freund, Weltsinn deinen was ists, das mich beDienst nicht scheu, und trübet? Seele! Wähle dein Gebot gern übe. ihn, den Besten, ihn den Nach dir, nach dir, den Größten, die zum ich fasse und nicht laffe, Freunde! Und dann ewig wähle, dürstet fürchte keine Feinde. meine ganze Seele! 4. Von Gott strahlt 6. Jhm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm 160 Von der Person des Erldfers. ihm müsse froher Lob-| Reichen? Wo die gefang mit jedem Tag Macht, vor der des Göerschallen; Dem Lam- ßendienstes Nacht und me, das erwürget ist, seine Schatten flohen? dem Freunde, der uns Macht nicht, List nicht, nie vergißt, zum Ruhm deine Gaben, Mittler, und Wohlgefallen. To- haben dich verkläret, net, tönet Jubellieder! uns den Weg zu Gott Schallet wieder! Daß gelehret. die Erde voll von seinem Lobe werde. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn, wir werden deine Himmel sehn, den Preis von deinen Mel. Die vorige. 106. Wie groß, wie Leiden geniessen, was angebetet du uns erwarbst, als du ist dein Nam, o Hei für uns am Kreutze land Jesu Christ! Wie starbst, der Engel hohe theuer deinem Volke! Freuden. Welche GnaWelch Licht gieng inder de! Daß wir Sünder Finsterniß mit dir der Gottes Kinder werden Welt auf, wie zerriß, follen, wenn wir an dich wie floh des Irrthums glauben wollen. Wolke! Als du kamest, hörten Taube, und der Glaube half den Kranken, Stumme sangen, dir zu danken. 2. NurSchwache warens, die dein Licht verbreiteten, die Weisen nicht. Wo sind sie? Wo die Hohen? Und wo die 4. Du hast dich deiner Herrlichkeit entäussert eine kurze Zeit, für uns von Gott verlassen. Und nun mitEhr und Ruhm gekrönt, nun machst du seelig, die versöhnt, der Sünden Gräuel haffen. Ihnen willst du Heil und Von der Menschwerdung und ze. 161 und Leben gerne ge-| Preis und Dank und ben, und uns allen Ruhm dir bringen. helfen, daß wir Gott gefallen. 6. Wie groß, wie ans gebetet ist dein Name, 5. VomAufgang bis Heiland Jefu Chrifti zum Untergangerschal- Wie herrlich bey den let dir der Lobgesanger- Deinen! Führst du uns retteter Gerechten. Lin- einst zu deiner Ruh, o zählbar sind die Scha- wieweit herrlicher wirst ren schon, die gerne dir du den Frommen dann vor deinem Thron ein erscheinen! Ewig müs würdig Loblied brach- se, dir zur Ehre, ihrer ten. Ihrer mehr noch, Chöre Lob erschallen, Jesu, werden, schon auf durch die Himmel wies Erden, dir lobsingen, derhallen. XI. Von der Menschwerdung und Geburt Jesu. 1. Adventslieder. Mel. Nro. 2. 2. Kommt, reinigt eus Mit Singen dich zu loben. re Seelen, seyd heilig, 107. Mit Ernst, o fend bereit, was ihm geMenschen fällt, zu wählen, zu kinder, macht euer Herz fliehn, was er verbeut! bereit! Er kömmt, das Eilt willig in sein Reich, Heil der Sünder, der verabscheut und verlass Herr der Herrlichkeit. set, was euer König haf Er kömmt von seinem fet, vertraut ihm, bessert Thron ins Elend gern euch! hernieder, wird einer 3. Das hat der Herr unsrer Brüder; Er, geboten, sein Herold Gottes eigner Sohn. hats gelehrt! Es lehs rens 162 Von der Menschwerdung rens seine Boten, und pfangen, Heil alles seelig ist, wer hört! Ach! Sterblichen? Du Freus leben wird, wer glaubt, de, du Verlangen der und wer nicht glaubt, Trostbedürftigen! Gieb wird sterben, und jeder selbst mir zu erkennen, wird verderben, wer wie, deiner Güte voll, noch ein Sünder bleibt. dich meine Seele nen4. Wer wahre De- nen, dich würdigpreisen muth liebet, den will er soll. nicht verschmähn, wer 2. Einst streute man aber Hochmuth übet, dir Palmen; Itzt soll derwird auch Gott nicht die Dankbegier, mein sehn. Wer ihm seinHerz Heil! in Freudenpsalergiebt, der wird sein men ergiessen sich vor Tempel werden, nicht dir. Dich, dich will ich dort nur, schon auf Er- erheben, so gut ich den erfahren, wie Er Schwacherkann; Mein liebt. Herz will ich dir ges ben. Ach, nimm es gnädig an! 5. Ach, mache du mich Armen, in meinerGnadenzeit, aus gnädigem 3. Damit du mich bes Erbarmen, Herr Jefu freytest, gabst du dich selbst bereit. Schon selbst für mich; mich zu seufzt mein Herz nach erretten, freutest du, dir! Schonjauchz ich dir Seeligmacher! dich. Du entgegen! Komm, komm sahst, es wäre keiner vermit deinem Seegen, und indgend gnug dazu, da wohne stets in mr! jammerte dich meiner, da kamst und halfest du. 4. O du, an den ich Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege. 108. Wie ſoll ich glaube, was wars, das dich em- dich bewog? Was wars, und Geburt Jefu. 163 wars, das dich zum sie in ihremleide zu tröStaube, zu mir hernie- sten stets gewußt? Erderzog? Dein göttliches freun ist seine Freude, Erbarmen. Ja, du, o und Wohlthun seine Jefu haft mit mitleids- Lust. vollen Armen die ganze Welt umfaßt. 8. Er macht uns von den Banden des Tods 5. Das schreibt in eure auf ewig los, entreiffet Herzen, Betrübte! uns den Schanden der Klagt nicht mehr! Zagt Sünd, und macht uns nicht in euren Schmer- groß; Giebt Weisheit, zen, als ob kein Helfer Muth im Leiden, und war. O sehet auf! Ihr Kraft zu jeder That: habet den besten Helfer Versichert uns die Freunah, der eure Seele la den, die Gott bereitet bet, der treue Freund ist hat. da. 9. Er kommt zum 6. Die ihr mit wahrer Weltgerichte, und Reue still eure Schuld bringt, wann er ers beweint, wißt, daß er scheint, Fluch jedem Böeuch verzeihe. Er selbst, sewichte, und Heil dem der Menschenfreund, Tugendfreund. Wohl ruftheilbegier genSün- ewig allen denen, die seidern der Gnade Trost- ne Wege gehn, und einst wort zu, macht sie zu mit Freudenthránen an Gottes Kindern, schafft seiner Rechten ſtehn! ihren Seelen Ruh. Mel. Nro. 1. 7. Er übersiehet keinen, und weiß, wasje dem nützt. Hat er nicht Mein Herz, ermuntre zc. 109. kömmt! geht 109. Erkömmt, er fets die Seinen von Anbeginn geschützt? Nicht ihm entgegen, der Heis land 164 Von der Menschwerdung land aller Welt er scheint! Er bringt euch Leben, Heil und Seegen: Ehrt ihn, den größten Menschenfreund, der schenkt das Gefeß für uns er- und göttliche Zufriefüllt, und sterbend un- denheit. fern Jammer stillt. ein: Was auffer dir die Menschen hoffen, ist Eitelkeit, Betrug und Pein. Dein Reich nur Gerechtigkeit, 5. Laß deine Liebe mich 2. Er kömmt, der empfinden, mit det du Schöpfer aller Dinge, diese Welt geliebt; mit sanftmuthvoller Komm, meine HoffMajestät! Kein Sün- nung vest zu gründen, der ist ihm zu geringe, die dein Verdienst im der ihn um Gnad und Glauben giebt. Mein Hülfe fleht. Gerechtig- größtes Glück, mein keit und Frieden giebt letztes Wort sey: Jesus sein Reich dem, der ihn ist mein Fels und Hort. glaubig liebt. Mel. Nro. 105. 3. Eröfnet und schenkt eure Herzen dem König Wie herrlich strahlt der zc. aller Könge gern. Die 110. hier die Gnadenzeit verscherzen, sehn ihn der- Lobsinget ihm, dem einst als ihren Herrn, als Gott, dem alle SeraRichter, wann er zornig phim das Heilig! Heiſpricht: Weicht, weicht lig! singen. Er kömmt, von mir! Euch kenn ich der ew'ge Gottessohn, nicht. und steigt von seinem 4. Mein Heiland, Himmelsthron, der komm! Mein Herz steht Welt den Sieg zu brinoffen, zeuch, sanft- gen. Heil dir! Da wir muthsvoller König von den Sünden Rettung er Heiland kömmt; und Geburt Jefu. 165 tung finden, Höchstes sersGut kannst du nicht Wesen! Durch dich wer- geben. den wir genesen. 4. Wir bringen dir ein 2.Willkommen Frie- dankbar Herz, gebeugt defürst und Held, Rath, durch Busse, Reuund Bater, Kraft und Heil Schmerz, bereit vor dir der Welt! Willkom- zu wandeln, und dir und men auf der Erden! Du unserm Nächsten treu, eleidest dich in Fleisch aufrichtig, ohneHeucheund Blut, wirst Mensch, ley, zu leben und zu hanund willst, der Welt zu deln. Dieß ist, Herr gut, selbst unser Bruder Christ, dein Begehren. werden. Ja du, Jesu! Laßuns hören, und den streckst die Armen, voll Schaden, den du draust, Erbarmen, aus zu nicht aufuns laden i Sündern und verlohrnen Menschenkindern. 5. Laß uns zu unsfrem ew'gen Heil an dir in 3. Du bringst uns wahremGlauben Theil Trost, Zufriedenheit, durch deinen Geist erHeil, Leben, ew'ge See- langen; Auch, wann ligkeit. Sey hoch dafür wir leiden, auf dich sehn, gepriesen! OlieberHerr, stets auf dem Weg der was bringen wir, die Tugend gehn, nicht an Treue zu vergelten, dir, der Erde hangen, bis die du an uns bewiesen? wirzudirmitden FromUns die wir hie im Ver- men werden kommen, derben mußten sterben, dich erheben, und in deischenkst du Leben.Gröf nem Reiche leben. III. EEEEEE Dommst du, kommst du, Licht der HetL3 den? Von der Menschwerdung EEEEEBEN den? Ja, du kommst, und säumest nicht; EEEEEE denn du weißt, was uns gebricht, o du Quelle wahrer Freuden! Jesu, offen stehet dir auch mein Herz, ach komm zu mir. 2.Ja! Du bist bereits 4. Herr, erwecke mein zugegen, du Welt- Hei- Gemüthe, öffne selber land, Gottes Sohn, meinen Mund, daß ich meine Seele spüret ißt aus Herzensgrund schondeinen gnadenvol- dankbar preise deine lenSeegen, deine wun- Güte, weil du auch, dervolle Kraft, die uns Herr Jesu Christ, mir wahre Ruhe schafft. zu gut gekommen bist. 3. Adle mich durch deine Liebe, die dem Eitlen 5. Schenkmir deines Geistes Gaben, Liebe, mich entreißt, und gieb| Glauben und Geduld, Kräfte, daß mein Geist bis ich einst durch deine sich, dir zu gefallen, übe. Huld, über Sünd und Dich recht lieben, omein Welt erhaben, mit den Licht, kann aus eigner Engelndir alsdann HoKraft ich nicht. fianna! fingen kann. 2. 166 *-* Weihnachtslieder. 112, PERBE Herr! laß doch mich recht feverlich des Hei und Geburt Jefu. 167 717 Heilands Fest mit Lob und Dank begehen! Lieb 1 !! 1 ist der Dank, derLobgesang, durch den wir dich, Ell du Gott der Lieb! erhöhen. 2. Wie bin ich froh, Brüdern dich, dich, daß du also, o Gott, die Gottes Sohn! bekleis Welt in deinem Sohn den, speisen, tränken. geliebet! O! Wer bin Der Frommen Herz in ich, daß du auch mich so ihrem Schmerz mit herrlich hoch, noch eh ich Trost erfreun, und dein war, geliebet? dabey gedenken. 3. Er, unser Freund, 6. Rath, Kraft und mit uns vereint, zur Held, durch den die Welt Zeit, da wir noch seine und alles ist im HimFeinde waren, er wird mel und aufErden! Die uns gleich, um, Gott, Christenheit preist dich dein Reich und deine erfreut, und aller Knie Lieb im Fleisch zu offen- folldir gebeugetwerden. baren. 7. Erhebt den Herrn! 4. An seinemHeil gieb Er hilft uns gern, und mir auch Theil! Hilf, daß wer ihn sucht, den wird ich redlich glaub an sei- sein Name trösten. nen Namen! Der ehrt Freut euch des Herrn, ihn nicht, der Herr! Herr! und dient ihm gern! spricht, und doch nicht Freut euch des Herrn sucht, sein Beyspiel und jauchzt ihm, ihr Ers nachzuahmen. löften. 5.Aus Dank will ich in 4 113. 168 Von der Menschwerdung 113. PEREELL Dies ist der Tag, den Gott gemacht, ſein Ē werd in aller Welt gedacht! Ihn preise, wer durch JefumChriftFreund und Verehrer Gottes ist. 2. Die Völker haben 5.Undzuerfüllen Gotsein geharrt. Doch, als tes Rath, sprachst du sodie Zeit erfüllet ward, wohl durch Wort, als da sandte Gott von sei- That: Gott, deinen nemThron das Heil der Willen thu ich gern. Lob Welt, dich, seinen Sohn sey dir, der da kam vom 3.Wennich dießWun- Herrn. der fassen will, so steht 6.Dich, derdu Mensch mein Geist vor Ehr- gebohren bist, mit uns furcht still, er bethet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. vereint, dich, Jesum Christ, anfden die Bölker hoffend sahn, dich, Gott, mein Heiland, bet 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst ich an. du dich, Herr der Welt! nimmst ſelbst an unsrer höchstes Gut, vereinigst 7.Du, unserHeil, und dich mit Fleisch und scheinst im Fleischzuun- Blut, wirst unser Menschheit Theil erfrem Heil. Freund und Bruder hier, 169 und Geburt Jesu. hier, und Gottes Kinder werden wir. nach des Vaters Rath, mitHeil uns zu erfreun, und auf des ew'gen Lebens Pfad der Welt ein Licht zu seyn. 8. Gedanke voller Majestät! Dubist es, der das Herz erhöht; Gedanke voller Seeligkeit! Du 3. Bey seinem Eintritt bist es, der das Herz er- in die Welt umgiebt ihn freut. keine Pracht, die glàn9. DurchEinesSünzend in die Augen fällt, de fiel die Welt; Ein und groß vor Menschen Mittler ists, der sie er- macht. hålt. Was zagt der 4. Er wird dem ärmMensch, wenn der ihn sten Knechte gleich, beschüßt, der aufdemhöch- gehrt kein Erdenglück, sten Throne sitzt? verlangtallhier kein Ko nigreich von einem Augenblick. 10. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht, fein werd in aller Welt ge- 5. Er kommt, durch dacht! Ihnpreise, wer seiner Wahrheit Macht durch Jesum Chrift zuGott uns hinzuziehn; Freund und Verehrer vor seinem Lichte muß Gottes ist. die Nachtdes Aberglaubens fliehn. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. 6. Er lehret uns die Sünde scheun, er giebt 114. Lobt Gott, ihr auch Kraft dazu, und Christen, freu- schafft uns, wenn wir sie et euch! BonseinerHim- bereun, Begnadigung melThron beruft er uns und Ruh. zu seinem Reich, und 7. Er bringt den Trost der bessern Welt vom sendet seinen Sohn. 2. DerSohnkommt, Himmel uns herab; 25 Num 170 Von der Menschwerdung Nun schreckt, wann un-| Himmelreich. IhrChrifreHütte fällt den from- sten, wie beglückt find men Geist kein Grab. wir! Lobt Gott und 8. Eröffnet uns der- freuet euch! einst die Thür zu seinem II5. Gelobet feyſt du, Jeſu Chriſt, der du uns gebohren bist, und uns zu Gute wardst wie wir; Preis sey, o Welterlöser, dir, auf $ ewig Preis 2. Dich, unsern Hei-| 4. Er, durch den uns land, unsernHerrn, sahn geholfen ist, der einst die Baterschonvonfern; richtet, Jesus Christ, Du, aller Völker Trost undLicht, du warst auch ihre Zuversicht. Gelobt sey Gott! der Schöpfung Herr, kommt in sein Reich, erniedrigt sich und wird uns gleich. Gelobt sey Gott! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über 5. Jauchzt Himmel! die, so nie ihn sahn, auf Erde freue dich! Gott die, so Finsterniß um- versöhnt die Welt mit gab, glänzt Gottes fich. Uns, Adams sünWahrheit nun herab. diges Geschlecht, entGelobt sey Gott! fündigt er, macht uns gerecht. 171 und Geburt Jesu. gerecht. Gelobt sey Gott! 3. In Dürft'gen laßt. uns ihn erfreun, beklei6. Gelobet seyst du, den, speisen, tränken! Jesu Christ, daß du Ja, laßt uns frohe GeMensch geworden bist. ber seyn, und sein dabey Deß freue sich die Chri- gedenken. Was ihr den stenheit, und danktesdir Meinen habt gethan, in Ewigkeit. Gelobt sey das, spricht er, habt ihr Gott! mir gethan. Linder, er wille vergelten. Mel. Nro. 46. Allmächtiger, wir singen. 4. Wer ihn mit treu116. Laßt uns mit em Herzen chrt, den wird chrfurchts- sein Name trösten. Vervollem Dank den Gott traut aufihn, der Flehn der Lieb erhöhen, mit erhört, lobsingt ihm, ihr feverlichem Lobgesang Erlösten! Es freut sich des Heilands Fest bege- deine Christenheit, Herr, hen! Preis sey dem Ba- deiner Menschenfreundter, der ihn gab! Preis lichkeit. Dir, dir sey sey dem Sohn! Er kam ewig Ehre! herab, und ward das Mel. Nro. 81, Heil der Menschen. uns un2. Ist der ein Christ, Sen zufrieden, mein zc. der dieses ſchätzt und liebgewinnt? 117. fermGott lobs Laft Nimm froh an seiner singen! hoch erfreut, Liebe Theil, und werd laßt uns heut ihm Verihm gleich gesinnt! Wer ehrung bringen! In des nicht, wie er gefinner ist, Himmels hohe Chöre der chrt ihn nicht, iststimmet ein: Gott alnicht ein Christ. Der lein, unserm Gott sey Herrerkennt die Seinen. Ehre! 2. Its 172 Von der Menschwerdung 2. Jeder, der sich fühlt| Feinden selbst zumSeeverlohren, freue sich in- gen. niglich! Christus ist gebohren. Er, der König aller Wesen, steigt herab bis ins Grab, Sünder zu erlösen. 6. Er, er will für eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod göttlich großerdulden. Lernt den Men3. Wer kann Gottes schenfreund erkennen! Rathschluß faffen? gnadenreich will er euch Aber dieß ist gewiß, seine Brüder nennen. Gott kann uns nicht 7. Dankt ihm, der eu'r innres Sehnen sehen haffen! Kömmt der Sohn aus freyen Trie- kann! Betet an! Opfert ben zu uns her, wie ſolle Freudenthränen! Liebt er nicht die Menschen ihn, der von Liebe brennet. Traut dem Herrn, lieben? der euch gern seine Brüder nennet! 4. Wenn er uns verworfen hätte, nähmer 8. Wenn euch eure dann Menschheit an, Sünden kränken, eilt daß er uns errette? Deß herzu, suchet Ruh! Er soll sich der Erdkreis will sie euch schenken. freuen! Zum Gericht Schaut auf ihn mit kommt er nicht, sondern Glaubensblicken! Zitzum Verzeihen. tert nicht: Denn er spricht: ich will euch erquicken. 5. Eilt im Geist nach Bethlems Hütten, seht, was dort euer Hort 9. Drückt euch hier so schon für euch erlitten. manche Plage; Euren Er wird niedrig euert- Schmerz fühlt sein wegen! Welch ein Herz: Kein ErlösterzaFreund! Er erscheint, ge. Bringet ihm an seinem und Geburt Jefu. 173 nem Feste Preis und die Sünder beben, so Ehr! Wisset, erwählt werd ich deiner mich für euch das Beste. freun und ewig leben. 10. Er verläßt euch Mel. Nro. 113. nicht, ihr Schwachen! Dieß ist der Tag, den ic. Mehr, als ihr, litt er 118. Lob sey den alz beglückt zu machen. Diese kurze Zeit der Leiden und der Müh, was ist sie gegen ew'ge Freuden? lerhöchsten Gott! Erbarmend fab er unsreNoth, und sandte Jesum, seinen Sohn, zu uns von seiner Himmel Thron. 2. Ihn fandt er, unser Trost zu seyn, vom Sündendienst uns zu befreyn, mit Licht und Kraft uns beyzustehn, und uns zum Himmel zu erhöhn. 3. O welch ein liebesvoller Rath! O unaussprechlich groffe That! Gott thutein Werk, dem keines gleicht, das keines Menschen Lob erreicht. 11. Jesu, du nahmst meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frey und seelig würde. Wer kann deine Lieb ergründen? Ewig soll freudenvoll sie mein Herz empfinden? 12. Dir, mein göttlicher Befreyer, folg ich nach, ob schon schwach doch um so viel treuer. Keine Kreatur, kein Leiden, keine Noth, und kein Tod soll von dir mich scheiden. 4. Sein Sohn, durch den er alles schuf, nimmt 13. Du kommst einst willig auf sich den Bezum Weltgerichte! ruf, uns vom VerderDann werd ich, Rich- ben zu befreyn, und ter, dich schaun von An- schämt sich nicht, uns gesichte. Wennda, Gott, gleich zu seyn. 5. Er Von der Menschwerdung 174 5. Er kommt zu uns in willig selbst des HimKnechtsgestalt, verleug- mels Thür. net Hoheit und Gewalt, 10. Sein erste Zuund läßt selbst bis zum kunft in der Zeit war Tod und grab, zu un- vollerHuld und Freundfrer Rettung sich herab. lichkeit, die andre wird, 6.Was sind wir, daß zu groffer Pein der uns Gott so liebt? Und Sünder, majestätisch seinen Sohn selbst für seyn. uns giebt? Was nützen wir dem höchsten Gut, daß es so Grosses an uns thut? 7.Nimm, Seele, nun dein Bestes wahr, verschmähe den nicht undankbar, den Gott zum Heiland dir beſtimmt, und der sich liebreich dein annimmt. 11. Zu Ehren aber nimmt er dann mit Freuden seine Frommen an. Und wird sie in des Baters Reich verklärt erhöhen, Engeln gleich. 12. Gelobt sey Gott, der ihn gesandt! Sein Ruhm erfülle jedes Land! Gelobt sey von uns Jesus Christ, der uns zumHeil erschienen 8. Bet ihn als deinen ist. Retter an, und sey ihm willig unterthan, durch Mel. Nro. 291. seine Lehre zeigt er dir O Gott, du frommer zc. den Weg zum Leben! Folge ihr! 119. Er ist gekom -men! auf 9. Bey dieser Treue den die Båter harrten, hast du Theil an dem und länger dürfen wir von ihm erworbnen nun keines andern warHeil. Wo nicht, ach! so ten. Er, der Propheten verschließtdu dir muth- Wunsch, den Könige so gern und Geburt Jesu. gern sehn wollten, Er ist da! Wir haben ihn zum Herrn. 5. Er ist gekommen, uns dem Vater zu vers söhnen, und mit Barm2. Uns ist der Sohn herzigkeit die Gläubigeschenkt. Er, welcher gen zu krönen. Gott ist kommen sollte, derBöl- mit uns! Er will die kerLicht zu seyn, der uns Traurigen erfreun. Er erlösen wollte. Er ist will der Schwachen erschienen! Dankt! Kraft, der Müden Bringt Ruhm undEh- Stärke seyn. re her! Wer ist ein Helfer? Wer Immanuel, als Er? 6. Gott ist mit uns! Erists, auf den die Văter harrten. Lobsingt! 3. Gott ist mit uns! Wir dürfen nun nicht Wir sehn denSohn, den eines andern warten. Er Eingebohrnen, dés Ba- schließt den Himmel ters Herrlichkeit, den auf! Er nimmt die Retter der Verlohrnen, Sünder an! Frohlockt, der Reuevollen Trost.( und betet ihn und seinen IhrSünder, nehmt ihn Vater an! an! Er ist allein der Mel. Nro. 85. Herr, der seelig machen Du bist ein Mensch, und ic. kann. 4. Gott ist mit uns! Nun hört der Arme sei17% ott, deine 120, ott Gnade sey Heil und Leben. Ers muntre dich, mein trågerGeist, ihr Wohlthun zu erheben. Denk an die Nacht, da auf der Welt gehn, die Todten stehen des Höchsten Sohn sich auf. ne Lehren, und was er gepreist! Sie schuf uns lehrt, ist Heil. Er ists! Die Tauben hören; Der Blinde sieht und schaut voll Dank zu Gott hin auf. DerLahmen Füsse eins 176 Von der Menschwerdung 2.D groffe That! Ereingestellt, um sein so dein Nichts, als Noth, theures Leben für Sün- Verachtung, Kummer, der hinzugeben. Schmerz und Tod; Und doch kamst du auf wünschte Nacht! Von Erden, ein MenschenEngeln selbst besungen! sohn zu werden. Du hast den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erschien der starke Held, der alles schuf und alles hält, der Feund der Menschenkinder, des Todes Leberwinder. 3. Der duzu uns, gefandt vom Herrn, aus deinem Himmel kamest, und unser Fleisch und Blut so gern in Demuth an dich nahmest! Sohn Gottes! Owie hast du dich so tief erniedrigt auch für mich! Wie arm bist du erschienen, um mir zum Heil zu die nen! 5. Noch stärker, Herr als Schmerz und Tod' war deine Menschenliebe. Du sahest unsre Sündennoth mit mitleidsvollem Triebe. Du stimmtest, unser Heil zu seyn, in deines Vaters Rathschlußein; Wardst Mensch, und kamst mit Freuden, für uns den Lod zu leiden. 6. Dein, Sohn des Höchsten! freu ich mich, du bist auch meinErretter. Auch mir zum Troste fandte dich der Herr, der Gott der Götter. Was mir ein wahres 4. O Lehre mich den Wohl verschafft, Ergroffen Werth von dei- leuchtung, Friede, Beßner Huld recht faffen! rungskraft, und FreuWasreißtedich, aufdie- den, die stets währen, ser Erd dich so herab zu willst du auch mir gelaffen? Hier warteten währen. 7. Was 177 und Geburt Jesu. 7. Was soll ich dir, mein größter Freund! 8. Ich sehe dich zwar hier noch nicht, doch du für deine Treue geben? wirst wiederkommen, Du bists, der mich mit und dann schaun dich Gottvereint, du bringst von Angesicht, Herr, alle mir Heil und Leben. deine Frommen. Dann Herr, was ich hab, und werd auch ich, Herr Jewas ich bin, das geb ich fu Christ, dich schaun, dir zum Dienste hin.Ich so herrlich, als du bist will dich ohn Aufhören Dann wirst du mich mit Leib und Geist ver- zum Leben, das bey dir ehren. ist, erheben. FESTIVER kommen! Dankt ihm Idaßer, hier auf Erden, un ſer BENZER # sei ne Frommen! Dankt ihm, daß er kam, Heilzu werden, sei ne Wohnung nahm! DE FARg31992 Mensch, wie wir, erschien er hier, seines Va121. FE PE ters gnad gen Willen an uns zu erfüllen. sum Christ. Welch ein Heil! An Christo Theil, Theil an seiner Sendung Gaben, an Gott selbst zu haben. 2. Laßt uns niederfallen, danken, daß er allen Freund und Bruder ist! Gott, auf seinem Throne, liebt uns in dem Sohne, hilft durch Je- l m 3. Ket 178 Von der Menschwerdung 3. Keine Macht der 5. Auf dem RichterLeiden kann uns von throne werden wir im ihm scheiden, er bleibt Sohne unsern Netter ewig treu. Einst wird schaun. Heil und ewig er vom Bösen gänzlich Leben wird er allen geuns erlösen, hier steht er ben, die ihm hier veruns bey. Linser Freund, traun. Erwardhiervermit Gott vereint, kann sucht, wie wir, übernicht seine Brüder haß schwenglich wird er lohsen, noch sie hulflos la nen, und der Schwachsen. heit schonen. 4.Wann wir einst er- 6.Eilet, tilt, ihr Sünmüden, führt er uns im der! Werdet Gottes Frieden in des Grabes Kinder! Werdet seiner Nacht. Unsee todten werth! Eilet, eilt, ihr Glieder giebt die Erde Frommen! Seyd, wie wieder ihm, der sie be- Er, vollkommen! Bleiwacht. Jesus ruft uns bet seiner werth! Pretaus der Gruft, er, der set ihn, daß er erschien, selbst den Tod einst und sich für euch hingeschmeckte, den das Grab geben, durch ein göttlich auch deckte. Leben. 122. Expre: Gott fey Dank in aller Welt, der ſein SE3333 Wort beständig hält, und der Sünder Trost und Rath zu uns hergesendet hat. 2. Was und Geburt Jesu, 179 meiner 2. Was der alten Vä-| Beförderung ter Schaar sehnsuchts- Ruh, denke, wünsche, volles Wünschen war, wähl und thu! und noch mehr, als sie erbat, ward erfüllt nach Gottes Rath. 3.Hier ist mehr als Da8. Tröste kräftig meinen Sinn, wann ich voller Kummer bin! Hilf zum treuenTugendlauf vids Sohn, keines irrd- meiner Schwachheit schen Reiches Thron. mächtig auf. Licht der Seelen, ew'ges Heil ward durch Jesüm uns zu Theil. 4. Menschenfreund, 9. Daß ich, wann du, Lebensfürst, herrlich wieder kommen wirst, froh dir mög entgegen wie dank ichs dir! sehn und gerecht vor dir Schenkedieses Heilauch bestehn. mir, das du unter vieler Laft für die Welt bereitet haft. Mel. Nro. 291. O Gott, du frommer Gott. 5. Deiner Hülfe mich zu freun, laß mein Herz 123. sen Huld im Jesu! des dein eigen seyn. Mach Himmel und auf Erden es, wie du gern es thust, durch keine Zunge kann rein von schnöder Sün- genug gepriesenwerden, denlust. ich danke dir, daß du der 6. Wie du huldreich, Sünden schwere Last, als du kamst, unsreRet- als du im Fleisch ertung übernahmst, also schienst, von mirgenomsey auch deine Freu mir men hast. mit jedem Morgen neu! 2. Wie leicht, wie kräf7. Deine Wahrheit tig wird mein banges leuchte mir bey dem al- Herz gestillet, wann len, was ich hier, zur mich mit seinem Troft M 2 dein 180 Von den Lehramte und Wandel dein süsser Nam erfül- viel, den besten Heiland let! So wirksam ist kein an, der seelig machen Trost, als den dein Na- will. me giebt, der Name des, der uns bis in den Tod geliebt. 3. Will des Gesetzes mich verläßt, will ich in Fluch, und Tod und dir ererben das ew'ge Grab mich schrecken, so Himmelreich; Denn soll dein Name, Herr, das erwarbst du mir. mich schützen und bede- Dir danken will ich cken! Er fündigt mir in einst, o Herr, verklärt dir, hab ich des Leidens von dir! 4. Dir leb ich, und in dir will ich dereinst auch sterben; Wann alles X. Von dem Lehramte und Wandel Jesu auf Erden. Mel. Nro. 69. Gott! Deine weise 2c. freyt von 124. Mein Lehrer ist schuld, theilhaftig werdir, Jesu, den seiner Huld. Auf gleich. An Weisheit und ewig sey dir Dank und anLiebereich bist du, so- Ruhm, Herr, für dein wohl durch Wort, als Evangelium! That, der schwachen Menschen sichrer Rath. Es freut mein Geist im geklärtem Glauben sich, Herr Je- was, nach des Höchsten su, dein, und lobet dich. weisem Rath, die Welt 3. Du sahest in der Gottheit Licht mit aufAngesicht, 2. Du kamst zu uns, noch zu erwarten hat; von Gott gefandt, und Auch machtest du durch machtest uns den Weg deinen Mund die Zukunft bekannt, wie wir, be Sünden 181 Jefu auf Erden. kunft selbst den Men-/ machst durch treuerlehschon kund. rer Mund noch itzt dein 4. Dieß, und die Wun- Heil den Menschenkund. der deiner Hand find Begleite stets mit deiuns ein göttlich Unter- ner Kraft ihr Amt, dapfand, was man aus mit es Nutzen schafft! dinem Mund gehört, 7. Noch immer hilfft ser Wahrheit, die uns du deinem Wort in seiCott gelehrt. Nie nen Siegen mächtig schwäche mir der Frev- fort. Du sendest, wie ler Spott den Glauben dein Mund verheißt, an dieß Wort vonGott. noch immer deinen guder 5. Du lehrtest uns ten Geist, der dem, durch Wort und That Wahrheit sucht und den Weg zu Gott, der liebt, zum Glauben Tugend Pfad, du bist Licht und Kräfte giebt. das Haupt, du giengst 8.Mein Heiland, send voran; Gieb Herr, daß ihn auch zu mir, daß er ich auf dieser Bahn, ge- mich zu der Wahrheit stärkt von dir, mit steter führ, von Eigendünkel Treu dir nachzufolgen mich befren, damit ich eifrig sey. dir gehorsam sey; Bis 6. Du bist es, Herr, mich dereinst in Ewigvon dem das Amt, das keit ein hellres Licht bey die Versöhnung pre- dir erfreut. digt, stammunt. Du 125. 136223) Wie göttlich sind doch Jeſu Lehren! Sobald wir von den Thaten hören, M 3 Wie Von dem Lehramte und Wandel SENEBEE23|| Wie û ber zeugend seine Macht! So die er auf Erden hat vollbracht; 182 THESE stimmt ihm unser Glaube bey, daß er der 1 Welt Er lo ser sey. 2. Die Herrlichkeit brach; und kaum gebot war voller Gnaden, die er Wind und Meere, so man an seinen Zeichen ließ ihr Sturm gehorsah. Er wirkte niezuje sam nach. So sahe man mande Schaden, wie in allem Thun aufihm von Propheten oft ge- derGottheit Fülle ruhn! schah, und raffete in ihrem Sinn die Sünder nicht im Zorne hin. 5.Wir danken, Höchster, deiner Stärke, die Jesum vor der Welt 3. Er schenkte das Ge- verklärt, der durch so sicht den Blinden, den grosse Wunderwerke Tauben gab er das Ge- als dein Gesandter sich hör: Der Aussat muß-[ bewährt! Wir nehmen te vor ihm schwinden, solchen gläubig an, und der Stumme sang ihm sind ihm willig unterDank und Ehr. Sein than. Machtwort hieß die 6.Erfüll, o Herr, nur Lahmengehn, und selbst unsre Herzen mit ſeiner die Todten auferstehn. Lehre Göttlichkeit! Da4. Sein Seegen spei- mit wir nicht das Heil ste ganze Heere, da, wo verscherzen, das uns es doch an Brod ge- dein Sohn allein verleiht; Jefu auf Erden. 183 leiht; und schaffe, daß nicht, wann dein Feind ihm unsre Kreu bis in den Tod ergeben sey! dich schalt, und Liebe dir mit Haß vergalt. Mel. Nro. 44. 126. 4. Der Kummervollen Trost zu seyn, zu Herr, deine Allmacht zc. wehren jedem Leide, elch hohes stetswohlzuthunund zu Beyspiel erfreun, war deine Sorg gabst du mir, mein Hei- und Freude, und ei land, durch dein Leben! nes jeden Menschen Sollt ich nicht gern und Schmerz durchdrang mit Begier dir nachzu- und jammerte dein ahmen streben? Nicht Herz. gehn den Weg, den du 5. Du trugst mit betratst, nicht freudig Sanftmuth und mit thun, was du selbst Huld die Schwachheit thatſt? deiner Freunde; Auch 2. Dein Herz, von Sünder trugst du mit Sünden nie entweiht, Geduld, und batst für war rein, wie deineLeh- deine Feinde, du warst re; Dein ganzer Wan- gehorsam bis zum To del, Heiligkeit, dein und ehrtest selbst im ToEndzweck, Gottes Eh- de Gott. re; Du littst und starbst, uns zu befreyn, und unfre Seeligkeit zu seyn. 3. Du führtest uns zur Tugend an giengst, daß wir folgen möchten, der Heiligkeit so schwere Bahn voran vor deinen Knechten; Du schaltst 6. Ein solches Benz spiel hast du mir zum Vorbild hinterlaffen, wie du zu leben, ähnlich dirinmeinem Thunund Laffen. Nimm, sprichst du, meine Laft auf dich; Komm, folge mir, und thu, wie ich! 4 7. Ich 184 Von dem Lehramte und Wandel 7. Ich komme, Herr voll edler Schmerzen, gieb Kraft und Licht, doch, wenn des Vaters daß ich mein Heil erken- Wort geschah, quoll ne, dein wahrer Jünger Freud aus deinem Hersey, und nicht mich dei- zen. An ihm nur hieng nen Knecht nur nenne; dein ganzer Sinn, auf Damitich, deinem Vor- ihn sah stets dein Auge bild treu, auch andern hin. selbst ein Beyspiel sey! Mel. Nro. 44. Herr, deine Allmacht zc. 4. Ihn ehrtest du mit Wort und That vor aller Welt mit Freuden. Du warst bereit, yach 127. Seful wah- feinem Rath, zum Heil Wie er die Liebe selber ist, so warst du's auch, Herr Jesu Christ. rer Fröm- für uns zu leiden. migkeit vollkommenstes Exempel! Dein Herz, dem Vater ganz geweiht, war jeder Tu gend Tempel. Dein Wandel, rein von aller Schuld, Gott werth und würdig seinerHuld. 2. Wer war wohl eifriger, als du, zu thun da war deine Zuversicht des Vaters Willen? Dir auf ihn allein und vest war es Ruhm undSee- gericht. 5.Du zeigtest, daß die größte Noth dich nicht zum Murren reißze, wardst Gott gehorsam bis zumTod, ja bis zum Tod am Kreutze. Auch lenruh.ihn treulichzuer- 6. Von ihm verlassen, füllen. Dirkeines Eigen- blieb dein Herz an ihm, ruhms bewußt, war, trotz alles Spottes. ihn zupreisen, deine ust. Dein Hoffen war im 3.Wenn wo dein Auge größten Schmerz die Frevler sah, warst du sichreHülfeGottes.Und was Jefu auf Erden. 185 Gröffe deiner Lieb und Huld ermesse? was du hofftest, ist ge- 280 ist jemand, der die schehn: Gott hörte dei ner Stimme flehn. 7.9 itEhr und Preis 2. Ohne Vortheil zu von ihm gekrönt lebst du begehren, sich in andrer zu seiner Rechten voll Dienst verzehren, jedem Majestät, und dir ertönt gerne Guts erzeigen, zu von allen GottesKnech- Beleidigungen schweiten das Lob, deß du so gen, auch an Feinden würdig bist. O seelig Wohlthun üben: das wer dir ähnlich ist! heißt Menschen göttlich lieben. Und wie voll von solcher Gute war, Erldser, dein Gemüthe! 8. Hilf nur, daß ich dein Beyspiel mir, o Herr, zum Muster setze, und meinen Gott, ge- 3. Odu Zuflucht der finntgleich dir, weitüber Elenden! Wer hat nicht alles schätze, mit Freu- von deinen Händen, auf den seinen Willen thu, sein redliches Verlanund ganz in seiner Fü- gen, Hülfe, Ruh und gung ruh. Trost empfangen! D wiepflegtest du zu eilen, Mel. Nro. 208. das Erbetne zu ertheiSchicke dich, erlöste zc. len. Freude war dirs, 128. Vorbild wah- Seeligkeiten schon auf rer Men- Erden auszubreiten. schenliebe, Jesu, deines 4. Menschenseelen zu Mitleide Triebe zogen beglücken, Neuerfüllte dich herab auf Erden, zu erquicken, Unverder Verlohrnen Heil zu ständge zu belehren, Abwerden, und für sie so- gewichne zu bekehren, gar dein Leben in den Sünder, die sich selbst Tod dahin zu geben. verstocken, liebreich zu M 5 dir 186 Von dem Lehramte und Wandel zc. dir hin zu locken, war noch auf Menschenlob dein tägliches Geschäf- geachtet, deines Vaters te, selbst mit Aufwand heil gen Willen mit GeDeiner Kräfte. borsam zu erfüllen, uns 5. Und wie hoch stieg zum Himmel zu erhedein Erbarmen, da du, ben, war der Zweck von Mittler, von uns Ar- deinem Leben. men Gottes Strafen 8. Laß mich, Herr, zu abzuwenden, unter fre- meinem Seegen deinen cher Mörder Händen Wandel oft erwägen! Angst und unerhörte Laß mich in der Angst Schmerzen littest mit der Sünden Trost und gelaßnem Herzen! Als Hülfe bey dir finden! ein Missethäter ſtarbest, Heilige auch meine und uns ew'ges Heil er- Triebe zu rechtschaffner warbest! Menschenliebe! Laß 6. Deine Huld hat dich mich immer mehr auf getrieben, Sanftmuth Erden deinem Bilde und Geduld zu üben, ähnlich werden! Haß mit Haß nicht zu vergelten, deine SchmàMel. Nro. 44. her nicht zu schelten, al- Herr, deine Allmacht zc. len freundlich zu begegnen, die dich lästerten, zu 129. D u wesentliches Ebenseegnen, deine Mörder bild der allerhöchsten zu vertreten, und für sie Liebe! Du warst, o Jezu Gott zu beten. 7. Demuth war bey Spott und Hohne dei ner Tugend Schmuck und Krone; nie hast du nach Ruhm getrachtet, muth. sü, ganz erfüllt mit Gott geweihtemTriebe. Gott war dein Zweck, dein höchstes Gut, ihm folgtest du mit Helden2. Du 187 Von dem Leiden, Tode: c. 2. Du warst mit ihm 4. Du giengst ganz ein Sinn, ein Herz, sein still zumKreutze hin, die Wille war dein Wille. Marterauszustehen, be Du chrtest ihn, gedrückt reit, mit göttlich grof von Schmerz, mit sem Sinn, für Mörder höchst zufriednerStille. selbst zu flehen! Wie Selbst auf der aller- trugst du nicht, in Gott rauhsten Bahn ſahst du gefaßt, der Schande und ihn doch als Voter an. der Marter Last! 3. Du suchtest nichts, als sein Gebot vollkommen zu erfüllen, und un terwarfst dich bis zum Tod ganz deines Va ters Willen. Dein Hauptgeschäft war dieß allein, Bollführer 5. Herr, lehre mich, dein Eigenthum, nach deiner Tugend streben, dir gleichgesinnt seyn, sey mein Ruhm, und Wonne, so zu leben. D hilf, daß ich so gern, wie du, den Willen deines seines Plans zu seyn. Baters thu! XI. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. 130. Mel. Nro. 144. 2. Vereint mit Gott, Unschuld'ger Jesu, was zc. ein Mensch gleich uns err stärke auf Erden, und bis zum mich, dein Tod am Kreutz gehorLeiden zu bedenken, sam werden; An unsrer mich in das Meer der Statt gemartert und Liebe zu versenken, die zerschlagen, die Sünde dich bewog, von aller tragen! Schuld des Bösen uns zu erlösen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinn 188 Von dem Leiden, Tode Sinn ich ihm nach, so Ich bin ein Mensch; finken meine Kräfte, Darf der sich unterwinmein Herz erbebt; Ich den, Gott zu ergründen? sehe und empfinde den 8. DesHöchstenThun Fluch der Sünde. ist, Gnad und Lieb er4. Gott ist gerecht, ein weisen; Uns kommt es Rächer alles Bösen. zu, sie demuthsvoll zu Gott ist die Lieb, und preisen, zu sehn, wie läßt die Welt erlösen. hoch, wann Gott uns Dieß kann mein Geist Gnad erzeiget, dieGnamitSchrecken undEnt- de steiget. zücken am Kreutz erblicken. 9. So sey denn ewig auch von mir gepriesen 5.Es schlägt den Stolz für das Erbarmen, das und mein Verdienst du mir erwiesen! Da darnieder. Es stürzt du, mein Heiland, auch mich tief, und es erhebt für mich dein Leben damich wieder; Lehrt mich hin gegeben. mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu seinem Freunde. 10. Du liebtest mich; Ich will dich wieder lieben, und stets mit Freu6.0 Herr, meinHeil, den deinen Willen üben; an den ich herzlich glau- Ogieb, zu dieſem ſeelibe, ich liege hier vor dir gen Geschäfte, stets neue gebückt im Staube; Kräfte! Berlichre mich mit dankendem Gemüthe in deiner Güte. 7. Sie überſteigt die 131. Gott, der du menschlichen Gedanken. für uns deiAllein sollt ich darum nen Sohn gegeben! im Glauben wanken? Wer kann doch gnugfam Mel. Nro. 144. Unschuld'ger Jefu, was zc. und Begräbniß Jesu. 189 sam deine Huld erhe- schuldung so viele Dulben? Wie herrlich zeigst dung. du im Erlösungswerke der Gnade Stärke! 2. Dein ew'gerSohn stirbt für die Menschen kinder; Der Heiligste 6. Dwelche Tiefe deiner Menschenliebe! Wer faßt, o Gott, die Gröffe ihrer Triebe? Duthust weit mehr zu unserm tritt an die Statt der Wohlergehen, als wir Sünder; Der Seelig- verstehen. fte begiebt sich seiner den! Freuden, für uns zu lei- 7. Ach lehre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuversicht dichmei3. Er wird daslamm, das Aller Sünden tra- nen Vater nennen, und get, drauf du die Strafe zumGehorsam dir mein weislich selbst geleget; ganzes Leben willig er daß du die Schuld an geben. den verlohrnenSchafen 8. Was mir dein nicht dürftest strafen. Sohn, da er für mich ge4. Was ist der Mensch, storben, von deinerHuld daß du sein so gedenkest, durch seinen Tod erworund deinen Sohn ihm ben, das werde mir zu zum Versöhner schen- meinem ew'gen Heile, test! Was findest du an auch nun zu Theile. mir und an uns allen] für Wohlgefallen. 9.DeinFriede wohne stets in meinem Herzen, 5. Verdient Verach- und tröste mich bey des tung gütiger Gesetze, Gewissens Schmerzen; verdient Verschwen- Dein Geist sey mit mir, dung unschätzbarer deinen guten Willen. Schätze, verdient ge- treu zu erfüllen! häufte gröbliche VerMel. Von dem Leiden, Tode Mel. Nro. 62. 5. Für welche du dein Jauchzt unserm Gott! 2c. Leben selbst gelassen, wie Qaß deinen 132. Geist mich stets, mein Heiland, lehkönnt ich sie, sie meine Brüder, haffen; Lind nicht, wie du, wann sie ren, das Wort von dei- mich untertreten, für sie nemKreutze so zu ehren, noch beten? daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 190 6.Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten, wann man mich 2. Das Gute thun, das schilt, nichtrachvollwieBöse fliehn und meiden, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Könnt ich zugleich das Bose mir erlauben, und an dich glauben? 7. Ein reines Herz gleich deinem edlen Her3. Da du dich selbst für zen, dieß ist der Dank mich dahin gegeben, wie für deine Todesschmerkönnt ich noch nach mei- zen. Gott gebe uns die nemWillen leben? Und Kraft in deinem Nanicht vielmehr, weil ich men, dir nachzu hmen! dir angehöre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wann Leiden dieser Erden, wann Kreutz mich trift, gelaßnes Herzens werden? Da du so viel für uns, die wirs verschuldet, liebreich er8. Linendlich Glück! Du littest uns zu Gute; Ich bin versöhnt mit deinem theuren Blute. Du hast mirHeil, da du für mich gestorben, am Kreutz erworben. 9. So bin ich dann schon seelig hier im Glauben! so wird mir nichts, duldet! der schelt.n. Du, Heiliger! DuHerr und Haupt derGlieder! schaltst auch nicht wieder. und Begräbniß Jeſu. 191 nichts, nichts meine zu sterben, willig deine Kronerauben! So werd Leidensbahn, stiegst, ich dort, von Herrlich- uns Leben zu erwerben, keit umgeben, einst ewig gern den Todesberg hinleben! an: trugst, vergessend eigner Schmerzen, deine Menschen nur im Alle Menschen müssen zc. Herzen. Diese Liebe Mel. Nro. 440. 133. Du, der Men- preiſen wir. Unvergeßschen lich mir! und Leben, deß sich mei- 4.Meinetwegen trugst ne Seele freut, der für du Bande, littest frecher mich sich hingegeben, LåstrerSpott, achtetest Stifter meiner Seelig- nicht Schmach und keit! Du, der lieber wollt Schande, mein Versöherblassen, als mich im ner und mein Gott. Verderben lassen; Ach, Mich hast du der Noth wie dank, wie dank ich entrissen, die mich hätdir, mein Erlöser, gnug te treffen müssen. Wie dafür! verpflichtet bin ich dir lebenslang, mein Heil, dafür! 2. Menschenfreund, vonGott gefendet, zu erfüllen seinen Rath, 5.Frevler krönten dich längst hast du dein zumHohne, deine StirWerk vollendet, wegzu- jne blutete unter einer thun die Miffethat: Dornenkrone, König Doch, in den Gedächt- aller Könige! Das haft nistagen deiner Leiden, du für mich erlitten, mir Jesu, sagen deine die Ehrenkronerstritten, Theurerlösten dir billig Preis Anbetung, Dank, neuen Dank dafür. sey dir, Liebenswürdigs 3. Du betratst, für uns ster dafür! 6. Du 192 Von dem Leiden, Tode 6. Du, der tausendfa- der selbst dein Leben dache Schmerzen mir zu hin zu geben. Liebe gern ertrug, dei2. Fürwahr, du trunem großmuthvollen gest unsrer Sünden Herzen war mein Heil Schmerzen. O welches Belohnung gnug.Trost Herz gleicht deinem edin meinen lehten Stun- len Herzen! Du liefsest den floß auch mir aus unsre Schuld an dir bedeinen Wunden. Herr, strafen, uns Heil zu ich dank, ich danke dir schaffen. einst im Tode noch dafür! 7. Ruh imLeben, Trost am Grabe, uncussprechlicher Gewinn, den ich dir zu danken ha be! Dir, deß ich nun ewig bin, Jesu, dir mein Herz zu geben, deiner Tugend nachzustreben, dir zu trau'n, zu sterben dir, dieß, dieß sey mein Dank dafür! 3. Dlaß dieß Heil doch auch meinErbe werden! Was hab ich sonst für fichern Trost aufErden? Was giebt mir sonst wohl sichern Grund zur Freude, wann ich einst scheide? 4. Du bist ja auch für mich, o Herr, gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, das hast du ja, von groß ser Treu geleitet, auch mir bereitet. mein 134. Spriesen, Herz bey dieſem GlauMel. Nro. 62. Jauchzt unserm Gott! zc. hoch geHerr, für deine Liebe! ben! Kein banger ZweiSie drang dich zu dem fel müsse ihn mir raumitleidsvollen Triebe, ben! Er müsse mich für eine Welt vollSün- zum Fieiß in guten Were und Begräbniß Jefu. 193 Werken beständig står- deinem Dienst verbunfen. den; Nur dir, mein 6. Sollt ich mich nun Heiland, sey mein gannoch frevelhaft erküh zes Leben zum Dienst nen, der Sünde, die dich ergeben. tödtete, zu dienen, so könnt ich mich mit den von dir Erlösten nicht deiuer trösten. 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden, ich bleibe dein, bis du mich dort wirst wei7. Nein, dir allein, der den, wo deine Liebe mit du durch deine Wun- verklärten Zungen stets den auf ewig mich zulwird besungen. 135. # I'v si, mei ner Seele Licht! UrWie viel Trost und Zuversicht fließt EE sprung meiner Freuden! Nimm den Dank in aus deinem Leiden! F Gnaden an, den ich dir jetzt finge; Deß, was FILTELE du an mir gethan, bin ich zu geringe. 2. Ich erwag es hin den, Geiffeln, Schmach und her, was dich ange- und Todespein willig trieben, eine Sünder- ausgestanden. welt so sehr, wie du 3. Wares unsreWürthatst, zu lieben, uns digkeit? Nein! Des VaVerlorne zu befreyn, ters Güte, deines Herhast du Angst undBan- zens Freundlichkeit, und N dein 194 Von dem Leiden, Tode dein treu Gemüthe; sen! Trost ergießt in jez Dieß hat dich ans des Herz sich aus deinem Kreutz gebracht, daß Herzen, auch den bangs kein Mensch verzagte, steu Seelenschmerz heiwennderSünden Meng len deine Schmerzen. und Macht das Gewis sen nagte. 7. Laß, sobald mein Herz erschrickt über seis ne Sünden, wenn auf dich meinGlaube blickt, mich, Herr, Gnade finden! Sich, ich fall zers knirscht von Reu, mit wahrhafter Buffe, und 4. Dduwunderbarer Rath, den man nie ergründet! Odu wunderbare That, die man nirgend findet! Sünden, deren, Gott zum Hohn, Menschen sich erfrechen, dem Vorsatz beßrer die läßt Gottes eigner Sohn an sich strenge rächen. Treu, Jesu, dir zuFusse. 8.Nun, ich weiß, worauf ich bau, und bey 5. Meine groffeSun- wem ich bleibe, wessen denschuld traf den treu- Fürsprach ich vertrau, en Bürgen; Er ließ sich und an wen ich glaube. aus groffer Huld, mir zu Jesu, du, du bists allein, Gut, erwürgen. So hat welcher mich beschirer uns Heil gebracht: met, wenn gleich des Sollt uns nicht gezie- Gewissens Pein auf die men, seiner Liebe starke Seele stürmet. Macht ewiglich zu rüh- 9. Hier bin ich dein Eimen? genthum, soll dort mit 6. Herr, dein Friede dir erben. Drum will sey mit mir! Lind auflich zu deinem Ruhm mein Gewissen, wann leben, und auch sterben; es zaget, laß von dir Daß auch ich einst rühTrost und Freude flies[ men mag, aus dem Grab und Begräbniß Jefu. 195 Grab erstanden: Mei-| Fluch zu retten, daß wir nes Jefu groffer Tag, im Gewissen Ruh, mit Heil mir! ist vorhanden. Gott Friede hätten. Mel. die vorhergehende 136. Mein 4. Froh kann ich ins Todesthal schon im ein Erld- voraus sehen, und zu jefer, Gottes ner Welt einmal ohne Sohn, der du für mich Schrecken gehen; Denn littest, und erhöht auf du hast aus aller Noth Gottes Thron, jetzt noch Rettung mir errungen, für mich bittest! Welche und durch deinen KreuWohlthat ist für mich bestod meinen Tod bedein versöhnend Leiden! zwungen. Owie preis ich würdig 5. Herr, was bin ich, dich, Stifter meiner daß du mein dich so anFreuden! genommen? Laß die 2. Dir, demHerrn der Frucht von deiner Pein Herrlichkeit, war es ja mir zu statten kommen! gegeben, ohne Schmer- Gieb mirWeisheit, gieb zen, ohne Leid, ewig froh mir Kraft( denn du zuleben. Aber, o der hasts in Händen) was groffen Huld! Daß ich du mir zum Heil verseelig würde, über schafft, glaubig anzunahmst du in Geduld wenden. schwerer Leiden Bürde. 6. Strafet mein Ges 3. Nun kann mei- wissen mich, reun mich ne Missethat noch Ver- meine Sünden; O, dann gebung finden; Denn laß, gestärkt durch dich, du starbst, nach Gottes mich den Trost empfinRath für der Menschen den, daß du auch für Sünden. Unsere Stra- meine Schuld bist am fen trugest du, une vom Kreuß gestorben, und zu N 2 Gottes 496 Von dem Leiden, Tode Mel. Nro. 269. Gottes Baterhuld Zutritt mir erworben. Gerechter Gott, vor dein 2c. 7. Laß das Wort von 137. Herr Jesu, deis neAngst und Pein, und dein versöhdeinem Kreuß mich mit Muth beleben, standhaft jeder Sünde Reiß nend Leiden, laß allzeit hier zu widerstreben. uns vor Augen seyn, die Treib mich machtig da- Sünde zu vermeiden. zu an, mich vor Gott zu Laß uns an deine groffe scheuen, was ich un- Noth, au deinen marrechtje gethan, innig zustervollen Tod, so lang bereuen. wir leben, denken. 8. Stårke mich durch 2. Jetzt wollen wir deinen Tod auf die letz- voll Dankbarkeit, von ten Stunden. Wie du Herzen dir lobsingen, deine Todesnoth sieg- und wann du zu der reich überwunden, o so Seeligkeit une wirst hilfdazu auch mir! Laß dereinstens bringen, so mich frölich scheiden! wollen wir dort noch Herr, so dank ich ewig vielmehr, mit deinem dir für dein bittres Lei- ganzen Himmelsheer, den. dich, Jesu, ewig loben. 1. Das Leiden Jesu am Oehlberge. 138. ELE o gehst du, Je su, willig hin, für mich, der ich ver lohren bin, FLFFLE Du, der du 6 dein Leiden an zu treten, zu kämpfen und zu beten. nichts und Begräbniß Jefu. 7557 b 9+ mchts verbrochen hast, gehst hin, um alL 44 51 ler Sünden Laft allein auf dich zu laden. 七十 #EE 197 E Ich nur verdiente Strafen, ich. Du aber nimmst sie all auf dich, damit sie mir nicht bb5 schaden. 2. Kann den, der allen! Knecht, ein Engel muß Stärke giebt, kann den sogar den Herrn vom auch Furcht erschüt- Himmel stårken. Er tern? Selbst Christi ringt, von seinem AngeSecle wird betrübt, und sicht träuft Schweiß seine Glieder zittern. sach, wer entsetzt sich Ach, hingesunken auf nicht? Wer litt, wie die Knie, arbeitet er in er, auf Erden? Der schwerer Müh, und be- du in reiner Unschuld tet, kämpft und zaget! prangst! Wie konntest Er wünscht den schwe- du von solcher Angst, o ren Kampf verkürzt. Herr, bestürmet werWer sichts, und höret den? nicht bestürzt, wie bitterlich er klaget? 3. Gott, du bist heilig, wunderbar in allen deinen Werken! Ein 4.Duzagst mein Heis land! Ach, nur ich, ich hätte zagen sollen; Doch selbst durch Leiden haft du mich vom Tode retN 3 ten 198 Von dem Leiden, Tode ten wollen. Ach, hát- der du glaubst, werschatest du nicht sein Gericht det dir? Wer will verauf dich genommen, dammen? Gott ist hier! war ich nicht in Jam- Du wirst den Tod nicht mer ganz versunken? sehen. Nun läßt der Richter, 5. Heil mir! Der Sohn 6.Doch denk, umwelauf dein Flehn, vor mir chen theuren Preis dein den Kelch vorübergehn; Heiland dich erworben! Denn du hast ihn ge- Für dich rang er im trunken. blutgen Schweiß, für dich ist er gestorben! des Höchsten hat für Ach, wache, daß die mich sich richten lassen. Sünde sich nie dein beGott, wer kann deinen mächtige, noch dich in weisen Rath, wer dein deiner Treu erschüttre! Erbarmen faffen! Nun Lockt ihre Stimme, höjauchze, wen die Sünde re nicht, schau hin zum reut, wer Jesu Chrifti Dehlberg, ins Gericht, sich erfreut: Er wird das Jesum traf, und vor Gott bestehen. Du, zittre! 2. Die Gefangennehmung Jesu. Mel. Nro. 440. und weichst nicht zurüAlle Menschen müssen ze cke, giebst mit edlem esu Christe, Heldensinn dich in ihre Bande hin. 139. Jo dessen WundenHeil und Leben uns 2. Treuer Burg, um gebracht! Ach, wie hart unsertwillen streckst du wirst du gebunden! Du deine Hände dar, GotVerbrechern gleich ge- tesRathschluß zu erfülmacht! Deiner Feinde len, schonest duder freganze Tücke kennst du, chen Schaar; Wehrst dem und Begräbniß Jefu. 199 dem Schwerdte deines des Versuchers Arglist Freundes, heilst die nie in sein Netz mich Wunde deines Feindes; wieder zich. Und dein Arm nimmt 4. Lind soll ich den Fesseln an, die er doch Ruhm erlangen, daß vermeiden kann. ich, deines Geistes voll, Dank dir für solin Bekenerfeffeln prangroffe Güte! Zeige nun gen, deinetwegen leiden auch deine Treu, und soll; Ach, so laß mich in befreye mein Gemüthe den Banden, inGefängvon der Sünden Skla- niß, Schmach und verey; daß mein Fleisch Schanden, ja in aller sich nie verstricke, Welt- Codespein dir, mein verführung nie berücke, Heiland, ähnlich seyn! 3. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüngern. Mel. Nro. 94. 140. Mein [ hoch vermessen, eh sie der Du, der kein Böses thut zc. Treu vergessen, den Tod ein Jesu, auch vorzuziehen, verfür dein laffen dich und fliehen. Herz welch ein so herber 3. Der kühn sein Schmerz! Den du weit Schwerdt gezückt, dein mehr empfunden, als Petrus selbst erschrickt. Bande, Schläg und Er flicht, eh Bande droWunden! Die kleine hen, schämt sich, daß er Zahl von Freunden geflohen, kehrt um, und kränkt dich, gleich dei- eilt verwegen dem ties nen Feinden. fern Fall entgegen. 4. Wie ist der Mensch so schwach! Soviel sein Muth versprach, liegt er N 4 doch 2. Kaum naht sich die Gefahr, so bebtder JüngerSchaar. Die erst sich 200 Von dem Leiden, Tode doch da imStaube. Er-| sprechen, und weint nur loschen ist sein Glaube, bittre Thränen, die sich sein kühner Muth ge- nach Gnade sehnen. dämpfer. Ach, Christen, wacht und kämpfet! 7. Er sucht, und fine det sie; Verzagt drum, Sünder, nie! Gott ist 5. Wo ist nun Petri unendlich gütig, send alTreu? Der Jefum vor- so nicht kleinmüthig; mals frey für Gottes So groß sind keine Sohn bekannte, für ihn( Günden, sie können von Eifer brannte, läßt] Gnade finden. sich durch Furcht bethö- 8. Ach, trennt mich ren, ihn treulos abzu- auch die Welt, die stets schwören. mir Netze stellt, einst, 6. Doch, Herr, dein Lie- Jesu, von den Deinen; besblick bringt ihn als- Laß mich mit Petro bald zurück. Er fühlet weinen, um Gnad in sein Verbrechen, kann Demuth beten, nie Junun vor Schmerz nicht das Weg betreten. 4. Ueber Petri Verläugnung. Mel. Nro. 145. 2.Wie wuchs nun deis Hin an dein Kreuß zu zc. nes Zeugen Beständig141. Von Furcht keit und Muth! Furcht dahin gerif konnt ihn nicht mehr sen, verläugnet Perrus beugen, für dich, Herr, dich. Bald straft ihn floß sein Blut. Dich, seisein Gewissen, da weint nen Herrn, und seinen er bitterlich. Tief drin Gott, verherrlichte sein get ihm dein Blick ins Leben, verherrlichte sein Herz, er fleht zu dir um Gnade, und du stillst seinen Schmerz. Tod. 3. Betrübt ist meine Seele, 201 und Begräbniß Jesu. Seele, erfüllt mit Ren 6. Ich seh jetzt, ich und Schmerz! Was empfinde die Grösse diehilfts, daßichsverhehle? ser Schuld, vergieb mir Schaust du mir nicht diese Sünde, nach deiner ins Herz? Bekennen groffen Huld! Erbarwill ichs, Jesu, dir: oft mend sahst du Petrum hab ich dich verläug an: Laß eine gleiche net. Vergieb, vergiebes Gnade mich, o mein mir! Heil, empfahn! 4. Wann deines Na- 7. Laß mich bey meimens Spotter dich ner Reue den Bund mit schmähten, wann ihr dir erneun, Standhafs Spott dich höhnte, tigkeit und Treue dir, Welterretter dich ihren( mein Versöhner, weihn! Herrn und Gott; Dann Dich zu verläugnen, schwieg ich zaghaft, Herr, mein Gott, das schämte mich, einChrift fürchte meine Seele zu seyn, und scheute weit mehr, als Quaal mehr ihren Spott, als und Tod. dich. 5. Du hast, o Herr, dein Leben für meine Seeligkeit so willig hingegeben, zum Seegnen so bereit. Wie undantbar, wie schwach war ich, daß ich den Spott derSünder mehr fürchtete, als dich! 8. Laß mich nichts von dir trennen, laß mich dich frey und gern vor aller Welt bekennen, dich, meinen Gott und Herrn! Denn vor dem Vater im Gericht ver= läugnest du, o Richter, mich, wenn ich treu bin, nicht. N5 5. Das Von dem Leiden, Tode 5. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte. 202 Mel. Nro. 291. uns verfühnet! Wohl O Gott, du frommer Gott. euch, daß seine Schmach 142. Seht, welch euch ſchmerzet und be ein Mensch! trübt! Erfreuet euch Ach seht! Mit Schand des Heils, das dieſe ist er bedecket, der Schmach euch giebt! Glanz der Herrlichkeit! Schaut, Menschen, und erschrecket! Des Hochsten Sohn habt ihr so tief herabgebracht! So viele Noth hat ihm nur eure Schuld gemacht. 2. Seht, welch ein Mensch! 4. Geht, welch ein Mensch! hier steht, Verbrechern gleich gebunden, an dem sein Richter selbst ganz keine Schuld gefunden. Dieß Zeugniß ist mir werth; Denn wär er nicht ganz rein, Weh euch, wie könnt er da für uns wann noch vor euren ein gültigs Opfer seyn? Sünden nicht euer Herz 5. Seht, welch ein erschrickt! Sein Zorn Mensch! Ach seht! Wie wird sich entzünden; ist sein Leib zerriffen! Dann fordert er die Seht, was für Ströme Schmach, die er für Blutsaus seinen Wuneuch empfand, so ihr den fliessen! Heilsame, euch nicht bekehrt, mit theure Fluth! Aus dieRecht von curer Hand. senWunden quillt, was unsre Schäden heilt, und das Gewissen stillt. 3. Seht, welch ein Mensch! Die ihr in Heiligkeit ihm dienet, schaut, wie er Sünden 6. Geht, welch ein Mensch! Ach sehr! büßt! Schaut, wie er Schmerzhafte Dornen krönen und Begräbniß Jesu. 203 krönen sein majestätisch diese Leiden mir schon Haupt! Doch mag die ewige Freuden schenken, Welt dich höhnen, mein so laß, Herr, ihrer nie Jesu, mir bleibst du ein mich ohne Wehmuth König auch noch hier, freun, und laß mich ja voll Ehrerbietigkeit für dich nie Spott und beug ich die Knie vordir. Schande scheun! 7. Seht, welch ein Mensch! Ach scht! Er Mel. Nro. 269. 143. S ein Mensch! muß, vom Rohr zer- Gerechter Gott, vor deinec. schlagen, noch in der eigcht, welch nen Hand des Frevlers Werkzeug tragen! Ach wißt, daß diese Hand ein eisern Zepter trägt! Sorgt, Frevler, daß sie euch nicht einst im Zorn zerschlägt. 8. Seht, welch ein Mensch! Schaut hin! Erblickt ihr nicht mit Schrecke, wie Schmach und Speichel ihm sein Antlitz überdecken! Helfer, ein Gerechter, Gott, wie viel schnöde ward frecher MissethäSchmach trifft deinen ter Spott, und seines Sohn um mich! Mein Volks Gelächter. Wie Dank ergießt vor dir in ein Verbrecher stand er heissen Thränen sich. 9. Seht, welch ein Mensch! Mein Herz soll ſeiner stets gedenken.Db da verklagt, verläumdet! Wer ihn sah, der sah ihn mit Verachtung. 3.Geschäftig war der Frevler Wie lag so schwer auf ihm die Last derSünde! Wie unaussprechlich duldet er für euch, ihr Menschenkinder! So leiden sahvon Anbeginn die Erde keinen je, als ihn, so wird auch keiner leiden. 2. DerSohn desHöchsten, und selbst Gott, ein 204 Von dem Leiden, Tode Frevler Wuth, erfin- 6. Du denkest ohne drisch, ihn zu plagen. Schaudern nie an diese Sein Leib war ganz be- Wuth der Sünder; Du deckt mit Blut, voll sprichst: Die Rache Striemen und zerschla- strafte sie, und straft gen. Mit einem Dor- noch ihre Kinder. O uenkranz gekrönt, in Seele, denkst du auch Königstleidern ausge- daben an deine Sünhöhnt, stand er vor sei- den? Bist du frey von nen Feinden. Schuld am Tode Jesu? 4.DenHeiden, der sein Richter war, ergriff ein 7. Sich, welch ein Mensch! Er wird für menschlich Schrecken; dich verschmähet und Er stellt ihn seinen Brüdern dar, ihr Mitleid zu erwecken. Seht, welch ein Mensch! Ich kann ihn nicht verdammen; Denn die Unschuld spricht zu mächtig für sein Leben. zerschlagen! Hör ihn, er spricht: ich selber, ich muß deine Sünden tragen. DieSchuld ist dein, durch meinen Tod versöhnich, Sünder, dich mit Gott, und sterb um deinetwillen. 5. Vergeblich, ach! 8. DhochgelebterGots vergeblich war die tessohn, du Tilger meiMenschlichkeit des Hei- ner Sünden, erhöht auf den; Die aufgebrachte deines Vaters Thron, wilde Schaar sah Jefu ach, laß michGnade finSchmach mit Freuden. den! Laß deines Todes Sein Tod befriedigt fie Schmach und PeinGeallein; Sie stürmten rechtigkeit und Heil mir auf den Richter ein, seyn, um deiner Liebe und schri'n: Er sterb willen! am Kreutze! 9.Ich schwöre, Welte erlöser, und Begräbniß Jefu. 205 erlöser, dir, und ewig Welt, lockt Fleisch und will ichs halten: So Blut mich auf den Weg wahr du lebest, soll in der Sünde, so rüste mich mir nie deine Lieberkal mit Kraft und Muth, ten; Dein Leiden und dein Tod soll mich, so lang ich lebe, Herr, an daß ich sie überwinde. Dann rufe du mir liebs reich zu: Denk, welch dich und deine Lieb erin- ein Mensch ich war! Lind du, du wolltest nern. 10. Lockt mich die mich nicht lieben? 6. Ueber die Verurtheilung Jesu. 144. EE Unschuld ger Jesu! Was haſt du # FELH verbrochen, daß man das Todes- urtheil dir 1111111 gesprochen? Du, Heiligster, bist ja in Missethaten niemals gerathen. 2. Und doch wirst du 3. Was ist die Ursach verworfen und verhöh- aller solcher Plagen? net, mit einem Dornen- Ach, unsre Sünden hakranz zur Schmach ge- ben dich geschlagen. Zu krönet, gegeisfelt, und, ihrer Tilgung hast du, von Schmerzen schon Herr, erdüldet, was wir entkräftet, aus Kreutz verschuldet. geheftet, 4. Wie wunderbarlich ift 206 Von dem Leiden, Tode ist doch diese Strafe!| und regiere, zum Guten Du, guter Hirte, leideft führe. für die Schafe; Die 9. Dann werd ich Schuld bezahlst du, dankvoll deine Huld beHerr, für böse Knechte, trachten, die Luft der du, der Gerechte. Welt, aus Lieb zu dir, 5. O groffe Lieb! Overachten: Mit allem Liebe, kaum zu fassen! Eifer suchen deinen auch mir zum Heil haft Willen treu zu erfüllen. du dich martern laffen. 10. Zu deiner Ehre Damit ich lerne Sun- will ich alles wagen, den ernstlich meiden, kein Drohen achten, keiwillst du, Herr, leiden. ne Schmach, noch Pla6. Ach groffer Mittler, gen: Mich follen auch groß zu allen Zeiten, wie des bängfien TodesLeikann ich gnugsam deine den nicht von dir scheiTreu ausbreiten? Kann den. ich sie dir, Beherrscher aller Welten, wohl je vergelten? 11. Dieß alles, obs geeing ist gleich zu achten, wirst du doch, mein 7. Doch dir gefällts, Erbarmer, nicht verwenn ich mich selbst beachten: Du wirst dieß kämpfe, dir folge, und Opfer gnädig von mir des Fleisches Lüfte dam- nehmen, dich mein nicht pfe; So sen denn auch schämen. forthin mein ganzesLe- 12. Empfang ich dann ben nur dir ergeben!( dereinst vor deinent 8. Gieb selbst zu die- Trone aus deiner sem seeligen Geschäfte Hand der Leberwinder mir Schwachen deines Krone, so soll dich ewig guten Geistes Kräfte, unterEngelchören mein daß er mich zu dir zichel Loblied ehren. 7. Das 145. und Begräbniß Jesu. 7. Das Leiden Jefu am Kreutze. 207 in an dein Kreuß zu treten, in voll Glauben an zu beten, VerHin *-*** deinem Leiden dich Laß mich mit Zittern föhner, stärke mich! TABERN und Vertraun, wie du dich für die Sünder FEI Ell hin in den Tod gabst, schaun! 2. Wie ist des Besten) 4. Hörts, die ihr eure Seele bis in den Tod Herzen den Sünde noch betrübt! So brünstig, ergebt.Der Preis so vies meine Seele, hat Jesus ler Schmerzen ist, daß dich geliebt! In heiffen ihr ewig lebt. Onchmt Aengsten schwebt er da, an seiner Gnade Theil, mit unsrer Schuld bela- erkennet feine Liebe, verden, demOpfertode nah. werft nicht euer Heil. 3.Fallt nieder! Bebt, 5.Vernehmts auch ihr, ihr Sünder! Verhüllt o Spotter, die ihr den das Angesicht! Jetzt ist Mittler schmäht! Er ist für Adams Kinder der auch euer Retter, hört Mittler im Gericht! Er für euch seinGebet: Sie leidet unsers Todes wissens nicht, was sie Pein, fühlt unnennbare begehn, vergieb, o Vas Quaalen, uns Menschen ter, ihnen, wenn sie zu zu befreyn. dir einst flehn! 6. Shr, 208 Von dem Leiden, Tode 6. Jhr, curer Brüder Leben am Stamm des Feinde, o schlagt an eu- Kreußes schweben! re Brust! Seyd aller Dein Heil sinkt in den Menschen Freunde, ver Tod. Der Fürst der Ehre dammt der Rache Luft! leidet, in Schmach und VergelteteurenHaffern Hohn gekleidet, was nie! Den Feinden, die das Gesetz den Sündern euch fluchen, vergebt, droht. und seegnet sie! 2. Tritt her zu seinem 7. Noch währen seine Kreutze; Hier fließt sein Quaalen, noch trinkt er Blut, das reiße zur ohne Rast, der Leiden Busse mich und dich. volle Schaalen, tragt Er fühlt in feinem Herunsrer Sünden Last, zen unnennbar groffe und fühlt für uns des Schmerzen, aus Liebe Todes Noth: Und nun gegen dich und mich. ergreift den Müden der fürchterlichste Tod. 3. Wer hat dich so zerschlagen? Mein Hei8. Vor seines Todes land, was für Plagen Schrecken verlischt der erträgstdu, welche Pein! SonneLicht; DieEngel Du bist ja nicht ein Gottes decken ihr be- Sünder, wie andre bend Angesicht. Nun Menschenkinder: Wer sinkt er in des Todes kann dich einer Sünde Nacht! Erbarm, oGott, zeihn? dich unser! Er stirbt, es ist vollbracht. 4. Wir, wir und unfre Sünden, der sich so viele finden, als Sandes an dem Meer, diehaben dich geschlagen, die brachten Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten zc. 146. Welt, fieh biese Plagen, auf dich, hier dein und dieses Marterheer. 5. Auch und Begräbniß Jefu. 209 5. Auch ich, ich sollte zu erwerben, und alles büffen, die Strafe leiden thust du mir zu gut. müssen, entbehren Got- 9. Hoch bin ich dir vertes Huld; Die Geiffeln bunden, mein Heil! Zu und die Banden, und allen Stunden bin ich was du ausgestanden, dein Eigenthum. Es verdient ich wegen mei- thätig zu beweisen, soll ner Schuld. Seel und Leib dich prei-6. Du nimmst auf dei- sen. Mein ganzer Wannen Rücken die Lasten, del sey dein Ruhm! die mich drücken, und Gott will mir verzeihn. Du giengst der Straf entgegen, und littst sie, mir zum Seegen, mich von derselben zube freyn. 10. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mich trösten und erfreun. Es soll von meinen Pflichten mich täglich unterrichten, und Kraft zur Tugend mir verleihn. 7. Du setzest dich zum Burgen, ja läsfest dich erwürgen für mich und meine Schuld: Für mich läßt du dich krönen mit Dornen, und verhöh nen, und leidest alles mit Geduld. 11. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wirdrächen, die seine Huld verschmähn. Wie schwer sie ihrer Sünden Bestrafung werden finden, will ich an deinem Leiden sehn. 8. Dugehst, auch mei- 12. Dein Beyspiel soll netwegen, der Todes- mich lehren, des Höchnacht entgegen mit sten Rath zu ehren, auch göttlich grossem Muth; wann er Trübfalschickt. Du stirbst, mir vom Ich will des Lebens Verderben Errettung Plagen getroft undwilD lig 210 Von dem Leiden, Tode lig tragen, bis Gottes müthe und bete Gottes Hülfe mich erquickt. Güte in deinem Hei13. Nie will ich wieder land an. Was selbst der schelten, nie Spott mit Engel Schaaren zu Spott vergelten, nie, thun nicht fähig waren, wann ich leide, draun. das hat des Menschen Das Linrecht will ich Sohn gethan. dulden, dem Nächsten seine Schulden, wie du, 2. Schau hin, wie der Gerechte für uns, der von Herzensgrund ver- Sünden Knechte, den zeihn. 14. Gerührt von deinen Plagen, will ich mit Ernst entsagen dem, was dir nicht gefällt; Was deine Augen haf sen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. bittern Zornkelch trinkt; Wie er ans Kreutz erhöhet für seine Mörder flehet, und siegreich in den Tod hinsinkt. 3. Wir Sünder sollten sterben, Fluch lag auf Adams Erben; Fluch auf der argen 15. Soll ich dann end- Welt; Doch er kam uns lich sterben, so laß dein zu Gute, und gab mit Reich mich erben, und seinem Blute für uns so getrost, wie du, den ein ew'ges Lösegeld. Geist an meinem Ende 4.KeinFreundmeynt in deines Baters Händeses mit Freunden so treu, befehlen zu der ew'gen als es mit Feinden, er, Ruh. unser Mittler, meynt. Preis ihm! dem Leberwinder! Nun sind wir In allen meinen Thaten ze. Gottes Kinder, mit Mel. Nro. 82. 147. Froblocke, Gottverſöhutdurch unmein Freund. 148. und Begräbniß Jesu. 148.EE 211 enn mich die Sünden kränken, so mich glaubensvoll be denken, wie laß, Herr Jesu Christ, und Rettung von du ge storben bist, 11 III der Schuldenlast den reuerfüllten Sündern BATE am Kreutz erworben haft. 2.Dwundervolle Liebe! fürchten Gericht und Bedents, o Seele recht! Ewigkeit. Es starb aus freyem 4. Drum sag ich dir Triebe der Herr für sei- von Herzen jetzt und nen Knecht. Selbst sei- mein Lebenlang für deinen eignen Sohn gab ne Todesschmerzen. ErGott für mich verlohr- löser, Lob und Dank. nen Menschen in Mar- Hilf, daß ich dir für deiter, Schmach und Tod. ne Treu auf ewig ganz 3.Was kann mir denn ergeben, und thätig nun schaden der Fluch, dankbar sey! der Sündern droht? Gott sieht auf mich in Gnaden; Durch Jesu Mittlerstod bin ich von diesem Fluch befreyt, und darf nicht ängstlich 5. Herr, laß dein bitters Leiden mich reißzen, als ein Christ mit allem Ernst zu meiden, was vor dir sündlich ist; Nie komm es mir aus meiD 2 nem 212 Von dem Leiden, Tode nem Sinn, wie viel es sten lieben, gern dienen dich gekostet, daß ich er- jedermann, ohn Eigens löset bin. nutz und Heucheley, 6. Mein Kreutz und und, wie du mirs erwiemeine Plagen, und sen, aus wahrer Lieb wårs auch Schmach und Treu. und Spott, hilf mir geduldig tragen. Laß nur, 8. In meinen letzten Stunden erquicke mich mein Herr und Gott, dein Tod; Daß ich, mit mich fliehen jede Lust der Welt, und dem Erempel folgen, das du mir vorgestellt. dir verbunden, besieg auch diese Noth. Du bist es, Herr, auf den ich trau! Start meineSeel im Tode, daß ich dich ewig schau! 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan; und meinen Näch149. 11 Gnade für die Du fühlest zwar der Sünder welt Feinde Wuth, flehst du, meinHeil! am Kreutz gequält von die, nicht ge sät ti get von Blut, am TULEEE fre cher Sünder Rotten. Doch siehst du Kreutz noch deiner spotten; 3 FAT32 mit erhabnem Blick von ihnen weg, auf den zurück, und Begräbniß Jefu. 213 zurück, den diese Schaar in dir entehrt, rufft, HERE daß es Erd und Himmelhört: Vergieb, o STIEFELEENI Gott! Und führe nicht sie ins Gericht: Denn was sie thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh ich| muth und Geduld, auch diese Huld. Wie mit- selbst bey sehr gehäufter leidsvoll ist die Geduld, Schuld, der Sünder die Mördern so begeg- dennoch schonet; Daß net! Jhr, die ihr euren erfoliebreich ihrer denkt, Heiland ehrt, fühlt sei- undihnen Frist zur Bus ner Großmuth hohen se schenkt, eh nach VerWerth, die selbst die dienst er lohnet; Daß Feinde seegnet. Er hat ich noch frölich sagen durch seegnendes Gebet kann: Auch mich, mich auch uns ein ewig Heil Sünder, nimmt Gott erfleht. Er sagt auch an! Hast du durch deinns, zu unsrer Ruh, Er- nes Todes Kraft, mein barmen und Verge- treuer Heiland, mir verbung zu. Herr Jesu schafft. O Jesu Christ, Christ, gelobt seyst du mein Herr und Gott! für deinen Tod! Gott Mein Herr und Gott! ist durch dich auch unser Vertritt du mich bis an Gott. den Tod. 3.DaßGott mitLang93 4. Wird 214 Von dem Leiden, Tode 4. Wird je mein Herz mich daran, Herr Jesu von Troste leer, weil Christwie du am Kreutz meiner Sünden furcht durch dein Gebet selbst bar Heer aufs neue mich deinen Mördern Gnad erschrecket; O dann ver- erfleht. fichre mich aufs neu daß 6 Mich tröstedein Vermeines Gottes Vater- söhnungstod! Es bilde treu auch meine Schuld mich dein Geist, mein bedecket. Mein Geist Gott daß ich dir ähnlich blickt glaubensvoll auf werde! Ozeuch mich, du dich, und freuet deiner erhöhter Held, zu dir Hülfe sich Beschließ ich hinauf vom Dienst der meine Pilgrimschaft, so Welt zum Himmel von starte mich mit neuer der Erde! Du bist das Kraft.HerrJesuChrist! Haupt, wir folgen dir, Der letzte Kampf wird zeuch uns dir nach, so mir versüßt, wenn du mein Trostim Tode bist. laufen wir; So wollen wir uns deiner Pein, und deines Todes ewig freun. Herr JesuChrist! Wie seelig ist, wie seelig ist der Mensch, dem du 5. Den sanften liebevollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, floß, Herr, in meine Seele! Gieb, daß mein ein Heiland bist! christlich sanftes Herz, Mel. Nro. 138 bey unverdientem Haß und Schmerz dir meine So gehst du, Jesu, zc. Sach empfehle. Be fanftige mein reges 150. Entreiffe dich, mein ganzer Blut und flammt des Sinn, der Welt und ihZornes wilde Glut ren Freuden, eil zu dem mein Herz zur Rachbe Codeshügel hin, und gierde an; O so erinnrel siehe Jesum leiden! Ihr Him und Begräbniß Jefu. 215 Himmel, welch ein O meine Seele, freue Mensch ist das! Ge- dich! Dir gab, der hier quält aus unverdien- am Kreuß erblich, das tem Haß, büßt er für Recht zum Himmel fremde Schulden. Er, wieder. der die Todten aufer3. Der Herr hat deine weckt, muß nun, mit Misfethat, denFluch für Wunden überdeckt, den Tod der Mörder dul den. dich getragen. O Seele, deine Sünde hat den Frommen so zerschla2. Geduldig fiehet er gen. Durch ihn nimmt sein Blut in vollen dich der Vater an. Die Strömen fliessen, fleht| Wunder seiner Güte für die Frevler, die voll kann kein irrdisch Lied Wuth es im Triumph erheben. Doch hört er vergiessen. Schau! jetzt unsre Lieder gern. Anumhülltihntiefe Nacht, betung, Preis und und hör! er ruft: es ist Dank dem Herrn, der vollbracht! Und senkt uns sein Heil gegeben! sein Haupt nun nieder.| 151. ## # Komm, laß Domm, laß uns Jefum sterben sehen, auf des sen fürchter lichen Höhen 二十 七年 by t I mein Herz! sich hin nach Gol ga tha, einst Got tes größtes Werk geschah. bbb FE Erwag an diesem heil'gen Orte des ster4 bene 216 Von dem Leiden, Tode benden Erlösers Worte, und rufe Gott LEHE Belges im Glauben an! Sie können dir viel Trost im Leben, und einst noch Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr trösten kann. 2. Geduldig bey dem] 3. Welch Beyspiel größten Schmerzen, kindlich frommer Trienimmt er sich seiner be, als, unter Leiden ohFeinde an, und ruft mit ne Zahl, der Herr dem fanftmuthvollem Her- Jünger seiner Liebe die zen; sie wissen nicht, Mutter sterbend noch was sie gethan. Der empfahl! Ach! Wird Göttliche, der größte mein Aug einst um die Beter fleht liebreich Meinen in meinen letznoch für Misfethäter, ten Stunden weinen, so Werkzeuge seiner Pein soll dießWort mir Trost und Schmach Mensch, verleihn! Der, als der wann dich Rach und Tod schon um ihn Zorn verführen.laßdich schwebte, die Seinen durch dieses Beyspiel noch zu schützen strebte, rühren, und bete deinem wird auch der Meinen Heiland nach. Pfleger seyn. 4. Froh und Begräbniß Jefu. 217 4. Frohlockt, bußferti- 6. DerHerr des Himge Verbrecher! Wer mels und der Erde, von glaubet, kommt nicht allem Labsal jetzt entins Gericht, hört, was blößt, wünscht, daß sein zu dem gebeugten Durst gestillet werde. D Schächer der Mund der Mensch, der dich so theur Liebe sterbend spricht: erlöst, der Heiland rudu wirst, so ruft er ihm fet dir noch heute im Arentgegen, noch heute, men, den an deiner Seis deines Glaubens we- te auch Hunger, Durst gen, mit mir im Para- und Mangel drückt. O diese seyn. Herr, laß seelig, wer den Ruf eran des Todes Pforte füllet! Denn, werdes einst diese trostesvolle Armen Mangel stillet, Worte mich auch im der hat den Heiland letzten Kampf erfreun! selbst erquickt. 5. Wer kann die hohen Leiden fassen, als Chri- 7. Nun enden sich die stus an demKreutze rief: schweren Leiden; Der mein Gott, wie hast du Heiland spricht: es ist mich verlaffen! Wie vollbracht! O Wort des beuget ihn die Last so Sieges! Wort der Freutief, die unsre Sünden den! Du nimmst dem auf ihn brachten! Vor Tode seine Macht. Heil Angst und Pein mußt uns! Wer darf es nun er verschmachten, war wohl wagen, uns, die Gott nicht seine Zuver- Erlösten, zu verklagen? sicht. Herr, der für mich Der Friede ist mit Gott zum Tod gegangen, für gemacht. Gieb, daß am mich verlassen da ge- Ende meiner Tage auch hangen, mein Herr und ich, o Herr! mit FreuGott, verlaß mich nicht den sage: Es ist voll95 bracht! 218 Von dem Leiden, Tode bracht! Es ist voll- 9. Mensch, kannst du bracht! ohne fromme Zähren 8.Das letzte Wort aus den Heiland Gottes deinem Munde, Herr sterben sehn? Mußt du Jesu, soll auch meines ihn nicht mit Freuden seyn! Laß es in meiner ehren, und willig seinen Todesstunde mir Muth Ruhm erhöhn? Oweiund Zuversicht verleihn!| ne fromm bey seinen Durufest: Bater! ich Plagen, und frölich sich befehle in deine Hände ihn nach drey Tagen meine Seele, die allen aus seinem Grabe aufMenschen Heil erwarb. erstehn! Lind, wenn ihn Nun war das groffe Spötter hier entehren, Werk vollendet, wozu dochwirst du ihn, als den der Vater ihn gesendet, Verklärten, zur Rechda neigt er sanft sein ten seines Vaters sehn! Haupt, und starb. 8. Tod Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben Gott: c. 152. bracht! Se ruft am Kreuße des sterbenden Erlösers Mund. O Wort, voll Trost und Leben, reitze zur Freude meines Herzens Grund. Das grosse Opfer ist geschehn, das Gott auch mir zum Heil ersehn. 2. Mein Jesus stirbt! Jesu. Die Felfen beben; der Sonne Schein verlichIn Todte bringt ein neues Leben, der Heil genGråber offnen sich. Der Vorhang reißt, die Erde kracht. Der Welt Versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, meinHeil, hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Dn hast den Fluch und Begräbniß Jefu. 219 Fluch hinweg gewen- fer seyn, mich deinem det, der auf der Welt Dienste zu ergeben? voll Sünder lag, und Sollt ich dabey für uns die Bahn durchs Schmach mich scheun? Todes Nacht zur Dein, Jefu, seyn, dein frohen Ewigkeit ge- Eigenthum, sey meines macht. Herzens Freud und Ruhm! 4.Dankvolle Thränen, netzt die Wangen! Mein 7. Soll ich, bey dir Glaube sieht nun offen ergebnem Herzen, auch bar die Schuldschriftan hier durch manche dem Kreußze hangen, Trübsal gehn, und hat die wider meine Seele mein Gott gehäufte war. Er, den mir Gott Schmerzen zu meiner zum Trost gemacht, Prüfung ausersehn; rief auch für mich: es So laß die Hoffnung ist vollbracht! mich erfreun: auch das wird einst geendigt seyn. 8. Fühl ich zuletzt des Todes Schmerzen, so stärke mich in solcher Laft und mach es lébe haft meinem Herzen, daß du den Tod besieget So geh ich froh zur Grabesnacht mit 5. O hilf mir, Herr, nun auch vollbringen, was wahre Dantbar keit begehrt: Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gewährt. O står ke mich dazumit Macht, bis meine Beßrung ist hast. vollbracht. 6. Du littst so viel zu Siegsgefang: Es ist meinem Leben. Wie? vollbracht! Sollt ich nicht voll EiWenn Von dem Leiden, Tode 153.HEEEZE enn meine Seelden Tag bedenket, Wenn meine Pund, achanSeel und Leib gekrånket, 220 E an welchem mein Er ld ser starb, und was mir durch sein Blut das Heil erwarb, er noch zuletzt gesprochen, eh ihm sein liebend Herz gebrochen; So bet ich ihn bewundernd an. O möcht ich thun, wie er gethan. 2. O Jesu, der du un- Laß mich nur leben, dich ter Schmerzen am zu lieben, so liebst du Kreutz für deine Mörder mich im Tode auch, und batst, gieb, daß mit leicht nimmst mich von des versöhntem Herzen ich Kreutzes Leiden zu dir auch verzeihe, wie du ins Paradies der Freuthatst! Die Rache sey den, damit ich, wie im dir überlassen! Hilf, daß Leben treu, auch nach ich liebe, die mich haffen; dem Tode seelig sey. Vergieb denFeinden ihre Schuld; Gieb ihnen Reue, mir Geduld. 4. Wie sollt ich nicht die Sünde haffen, da um der Sünde willen dich, Laß mich die Buffe dich, unsern Bürgen, nicht verschieben bis auf Gott verlaffen? Mir ist denletzten Lebenshauch. Gott nun nicht fürchPL terlich. und Begräbniß Jesu. 221 terlich. Wann ihn ein nach Gottes Willen, zornig Dunkel decket, gute Nacht, auch rühwann mich des Todes men kann: es ist vollSchatten schrecket; Er- bracht! hört der mich, der glaubig spricht: mein Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! 6. Mein Geist sey deiner Hand empfohlen, wann sich mein Haupt im Tode neigt! Dann 5. Es ist vollbracht! kömmst du, mich dahin Gott ist versöhnet! So zuholen, wo ewig aller rufft du laut vom Kreutz Jammer schweigt. Ich herab; und gehst, mit weiß, du läsfest meinem Ehr und Preis gekrö- Glauben nicht die vernet, bald triumphirend heißne Krone rauben, aus dem Grab. Du und führst aus irrdisch hilfft, daß ich auch sie kurzer Pein mich zu des gen werde, und geb ich Himmels Freuden ein. einst der schnöden Erde, 154. EZÉR un ist es alles wohl gemacht. Mein Nun Jesus ruft: Es ist vollbracht! Der neigt se in A98229EF Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir er wirbt Das Erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, 222 Von dem Leiden, Tode 2. Der, dem an Hoheit bleicht am Kreuß dein keiner gleicht, der Herr eigner Sohn; Nun ist der Herrlichkeit er- kein Zweifel deine Huld bleicht. Was Wunder, tilgt meine Schuld, und daß die Erde kracht und trägt forthin mit mir dicke Nacht verhüllt der Geduld. Sonne Glanz und Pracht? 7. Hin aufsein Kreutz will ich stets sehn, und 3. Das Heiligthum dankvoll seine Treu ersteht aufgedeckt; Die höhn; Trost soll er mir Felsen bersten: Alles im Sterben seyn, mich schreckt: Der Todten dann erfreun. So schlaf Gräber öffnen sich. Wie ich sanft und seelig ein. sichtbarlich zeigt hier 8.Er tödteselbstinmeider Gottheit Finger sich! ner Brust, mein Hei4. Weil denn die land, jede böse Luft; Kreatur sich regt, so Dein Tod, der mir das werd auch du, mein Leben schafft, verleih Herz, bewegt! Em mir Kraft im Kampf pfinde reuvoll deine mit meiner LeidenSchuld; Aus Gottes schaft. Huld starb Jesus auch für deine Schuld. 9. Gestärkt von dir, 5.Sein Tod( o, nimm besieg ich sie, und scheue es wohl in Acht!) hat dabey keine Müh. Ich Trost und Heil auch dir setze, freudig auf dein gebracht. Berehre den. Wort, den Kampfhier der bis zum Grab sich fort, und volle Ruh erfür dich gab, und ſtirb wart ich dort. dem Sündenleben ab. 6. Ja, Vater, unter Pein und Hohn, er 10. Wie dank ich dir, Herr Jesu Christ, daß du für mich gestorben bist! und Begräbniß Jefu. 223 bist! Dich preis ich hier nach der Zeit, noch froschon hocherfreut, doch her in der Ewigkeit. 155. 9. Begräbniß Jesu. E X So schlummerst du schlummerst du in stiller Ruh, E der du für uns gestorben, und amKreutzuns 1 schmerzenvoll ew'ges Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, o 5.Hier werd ich einst, Herr, und hast doch in bis du erscheinst, in sanfdir selbst das Leben, tem Frieden liegen; gleich den Sterblichen Denn durch deinen Tod hält dich nun das Grab kann ich Tod und Grab umgeben. besiegen. 3. Doch Heilsey mir! 6. Ihr, die die Welt err, du willst hier nicht gefesselt hält, zagt nur die Verwesung sehen, vor der Verwesung! sondern bald aus eigner Jch, ich hoff in ChriKraft aus dem Grabe gehen. sto einst meines Leibs Erlösung 4. Ich weiß, du wirst, mein Lebensfürst, einst 7. Nicht ganz verdirbt mein Leib, der meinen Staub erwe- stirbt, er wird einst cken. Sollte denn mein gläubig Herz vor dem Grab erschrecken? auferstehen, und mit Himmelsglanzverklärt ans dem Grabe gehen. 8. Go 224 Von dem Leiden, Tode 8. So sink ins Grab, 5. Du starbst für mich! mein Leib, hinab! Ich Für uns hat dich des • will mich drum nicht Frommen Grab bedekränken, sondern, Jesu, cket. Sünder, kehrt bemir zum Trost, an dein schämt zurück, zittert Grab gedenken. und erschrecket! Mel. Die vorige. 6.Für meine Schuld, o Herz voll Huld! hast 156. Hier ruht der du dein Blut vergesſen. Held, Augen, Herr, dich, o Welt, durch sei- mein Heil! mir zum nen Tod erworben. Er, Trost geschlossen. des Vaters ew'ger Sohn, ist, als Mensch, gestorben. 7. Es ist vollbracht; Aus eigner Macht ließ Christus hier sein Leben. Von Verwesung frey wird ers sich auch wieder geben. 2. O Sünder! Dir zum Trost liegt hier des Lebens Herr begraben; Deine Sünden sind es, 8. Bald, bald erwacht die ihn getödtet haben. der Herr! Die Nacht 3. Ach! sollte nicht des Grabes geht zu Endein Angesicht von de. Tod und Stein entThränen überflieffen! kräften nicht seiner AllDa den Fels, der dich macht Hände. gezeugt, Fels und Gruft verschliessen? 9. Geheiligt ist dein Grab, o Christ; Dich 4. Der sterbend siegt, kanns nicht ewig decken. dein Heiland liegt er- Des Erlösers Grab beblaßt hier in der Erde, freyt deine Gruft von daß der Mensch durch Schrecken. seinen Tod einst unsterb- 10. Sint ich hinab ins lich werde. finstre Grab, und werDe und Begräbniß Jefu. 225 de Staub, ich Armer, König der Erlösten! dann gedenke gnädig Dein will ich im Tode mein siegender Erbar- mich glaubensvoll ges trösten. mer! Mel. Nro. 155. 5. Es ist vollbracht! Riefst du mit Macht; So schlummerst du zc. Und zeigst, daß du u er dein Leben 157. Dblast, mein zwang für mich in den Heil, und haft nun Tod gegeben. ausgekämpft, und mi6. Welch eine That! de findet, Jesu, nun Des Höchsten Rath dein Leib in dem Grabe will ich voll Demuth Friede. ehren. Der Erwerber 2. Ein heilger meines Heils wird mirs Schmerz durchdringt einst erklären. mein Herz, und, Herr, was soll ich sagen? Ach! An meine Bruster, der entschlief, den muß ich tief gerühret Todten; Sie erstanden. Leicht entreißt der Les schlagen. 7. Allmächtig rief 3. Du schützest mich, bensfürst sich des Todes und über dich gehn al- Banden. ler Trübsal Wetter; Sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 8. Des Todes Thal werd ich einmal durchs wandeln ohne Grauen; Denn durch dich, Erld4. Du hasts gethan. ser, ists mir der Weg Dich bet ich an, du zum Schauen. P XU. Von 226 Von der Auferstehung Jefu. XII. Von der Auferstehung Jesu. Mel. Nro. 46. hat er aufs herrlichfie Allmächtiger! wir singen zc. bewährt, da er dich auf158. Bringt Preis erwecket. und 4. Erstandner! Ich dem Heiland dar! Froh- frohlocke dir, daß du lockt ihm, alle From- nun ewig lebest. Du men! Er, der für uns ge- lebst und siegst, daß du tödtet war, ist aus dem auch mir das ew'ge LeGrab gekommen. Sey ben gåbest; daß du auch hochgelobt, Herr Jesu mein Erretter seyst, und Christ! daß du für uns neue Kräfte mir vers gestorben bist, und sieg- leihst, mit FreudenGott reich auferstanden. zu dienen. 2. Dein Leben in der 5. Mein Herr, mein Majestät bevestigt un Gott! hilf mir dazu; sern Glauben. Wer Hilf, daß ich, frey von kann, da dich dein Gott Sünden, im Frieden erhöht, den groffenTrost Gottes möge Nuh für uns rauben? daß du meine Seele finden, und das Heil ans Licht ge- pflanze deinen Sinn in bracht, und von des cwmnir, damit ich, Gott ergen Todes Macht uns, geben, hier als dein Ers Sünder, haft erlöset. löster wandle. 3. Gott selbst, der dich 6. Dein ist das Reich, dem Grab entrückt, hat dein ist die Macht, Verdeinen theuren Lehren storbne zu erwecken. Du der Wahrheit Siegel rufft einst, und der Grås aufgedrückt, dich, seinen ber Nacht wird uns Sohn zu ehren, und dei- nicht ewig decken. Wie mesCodes hohen Werth du, Herr, auferstanden bist, Von der Auferstehung Jefn. 227 bist, so werd auch ich, olift im Tode nicht geblieJesu Christ, durch dich ben.O wie hoch sind wir einst auferstehen. getröst! Jesus hat die Welt erlöst. 7.D laß mich, weil ich hier noch bin, im Glau- 2. Er ist Gottes ew'ger ben an dich wandeln, Sohn, ewig sey er auch und jederzeit nach dei gepriesen! Seiner Feinnem Sinn, und stets de Schaar zum Hohn, rechtschaffen handeln: hat er sichtbar es bewieDaß ich, wann ich einst sen. Er erfüllte durch die aufersteh, und dich, des That, was sein Mund Todes Sieger, seh, vor geredet hat. dir dann nicht er- 3. UnfreSchulden sind schrecke. zwar groß; Doch wir 8. Da, wo du bist, da dürfen nicht verzagen: soll auch einst deinJun- Gott läßt unsern Bürger mit dir leben. Du gen los, der sie büffend wirst ihn, wann du nun hat getragen. Jesus ist erscheinst, zu deiner mit Preis gekrönt, und Freud erheben. Laß die wir sind mit Gott verses auch mein Erbtheil söhnt. seyn, so werd ich ewig mich deß freun, daß du vom Tod erstanden. 4. Sterben war der Sünden Sold. Nun ist Christus unser Leben, der für unsre Schuld nicht Gold, nein, sich selMeinen Jesum laß ich zc. ber hingegeben. Er hat Mel. Nro. 368. aus des Grabes Nacht neues Leben mitges bracht. 5. Tod, wo ist dein Stachel nun? Grab, wo P 2 find 159.Auf mein Herz Ein froher Tag hat die Nacht der Furchtvertrieben. Christus, der im Grabe lag, 228 Von der Auferstehung Jesu. sind nun deine Schrek- flebend sehn. Er hats erken? O, wie sanft iste, füllt! dazu ruhn. Jesus will 3. Ich lebe, sprach er, uns auferwecken, wenn und auch ihr sollt leben, gleich unser schwach Gläubige, mit mir! Ich Gebein wird in Staub komme, meine Stimme verwandelt seyn. ruft: Verlaßt, thr Tod6. Herr, dieß glaub| ten, eure Gruft, und ich dir zum Ruhm, und folgt mir nach! mein Trost ist nicht vergebens; Denn ich bin dein Eigenthum, du die Quelle meines Lebens. Hocherfreuet sing ich dir jetzt und ewig Dank dafür. 4. Er wirds erfüllen, Jesus Christ, der selbst vom Tod erstanden ist; Durch ihn ist unvergånglich Heil und neues Leben unser Theil in Ewigkeit. Mel. Nro. 25. Mel. Nro. 13. Dank und Anbetung 2c. Wie viele Freuden dank zc. den, Jefus 161. Freywillig haft du darges Christ, der unser Trost bracht für uns, o Herr, und Heiland ist! Er ist dein Leben. Du hattest, nicht mehr des Todes es zu lassen, Macht; Raub; Als Siegertritt Macht, wieder dirs zu er auf den Staub. Ge- geben. Und darum lieblobt sey Gott. te dich dein Gott, weil du es willig in den Tod für deine Feinde gabest. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er krönte 160. Er ist erstan2. Er hat erfüllt, was er verhieß, eher für uns, das Leben ließ: Drey Tage sollen nicht vergehn, so werdet ihr mich Von der Auferstehung Jefu. 229 te dich mit Herrlichkeit, Schanden. Du bist die Sterbliche nicht faf mein Herr, du bist mein sen. Das Kreutz, daran Gott; Denn du bist aufs man dich erhöht, ver- erstanden. Du bist mein wandelt sich in Maje- Heil, mein Fels, mein ståt; Denn du giengst Hort, der Herr, durch aus dem Grabe. deffen mächtiges Wort auch ich einst ewig lebe. 6.Wir sind nun göttlichen Geschlechts, durch 3. Gehaßt in deiner Niedrigkeit, warst du ein Ziel des Spottes, und zeigtest doch zu dich des Himmels Ergleicher Zeit an dir die ben. Dieß ist die HoffHoheit Gottes. Dein nung deines Knechts; Kreutz schien zwar der In dieser will ich sterWelt ein Graul; Doch ben. Wie du vom Tod sterben für der Feinde Heil, dieß ist die höchste Eugend. erstanden bist, so werd anch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. 4. Dein Reich war nicht von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschenehre. An Demuth Dank und Anbetung ze. Mel. Nro. 25. groß, an Lieb ein Held, 162. Gelobt, gelobt und in Lehsey re; Geduldig und von Christ, der heut vom Sünden rein, gehor- Tod erstanden ist! Ja, fam, bis zum Kreutze, heut verließ der Herr seyn, dieß, Herr, war sein Grab, der erst für deine Gröffe. uns sein Leben gab.Ge5.Nun irren mich nicht lobt sey Gott! Schmach und Spott, noch deines Kreutzes 2. Er hat sein groffes Werk vollbracht, und P 3 Speil 230 Von der Auferstehung Jesu. Heil und Leben uns ge- sich! Gott und die Enbracht. Er hat gesiegt gel lieben mich. Gelobt im schwerenStreit, und sey Gott! lebet nun in Ewigkeit. Gelobt sey Gott! 7. Durch seiner Auferstehung Kraft vollend 3. Denn, daß der Herr ich meine Pilgerschaft; erstanden sey, das ist Ich freu mich einst in von allem Zweifel frey. seinem Reich, und bin Das leereGrab machts dort seinen Engeln offenbar, in welchem er gleich. Gelobt sey Gott! verschlossen war. Gelobt sey Gott! 4.Lebt Christus, was 8. Für solchen Trost derSeeligkeit dankt dir, Herr, deineChristenheit. bin ich betrübt? Ich Wann wirdereinst dein weiß, wie herzlich er mich liebt. Und stürb auch alle Welt mir ab, gnug, daß ich ihn zum Freunde hab! Gelobt sey Gott! Antlitz sehn, soll dich ein würd ger Lob erhöhn. Gelobt sey Gott! Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt der zc. Prohlockt dem Herrnbringt ich, so nimmt er mich zu Lob und Dank ihm, der sich. Wo er jetzt lebt, des Todes Macht bekomm ich auch hin, weil zwang, und uns, den seines Leibes Glied ich Staub, erhöhte. Der bin. Gelobt sey Gott! hohe Sieger überwand; 6. Durch ihn bin ich Nacht warum ihn, und mit Gott versöhnt, sie verschwand in helle durch ihn mit Gnadund Morgenröthe. Bebet! Heil getrönt. Mein gebet, stolze Spotter, banges Herz ermuntrelunserm Retter Preis und 5.Ernährt, er schützt, er tröſtet mich: Sterb 163. Von der Auferstehung Jefu. 231 und Ehre! Glaubt an ner Held, Erretter einer ihn und seine Lehre! Sünderwelt; Du, unsre 2. Preis ihm! Heil Zuflucht für und für, uns! Sein Grab ift leer. frob finget meine SeeBest stehet, wie ein Fels le dir! im Meer, das Wort, das 2. Um deinen Thron, er gesprochen. O seelig, der ewig steht, glänzt wer sich ihm vertraut! Wahrheit, Heil und Er hat den Tempel Majestát. Ich mache neu gebaut, den blinde mich voll Zuversicht zu Buth gebrochen. See- dir; Denn du verwirfst le, wahle ihn zum Füh- mich nicht. rer und Regierer deines Lebens. Auf ihn hoffst du nicht vergebens. 3. Herr, meine Seele preiset dich. Erlöst auf ewig hast du mich; So wahr du selbst vom Himmel kamst, deinleben gabst, und wieder nahmst. 3. Zum höhern Leben führterdich, und nimmt gewiß dich einst zu sich, fällt deine Hütte nieder. Das Grab empfängt 4. Wer ists, der mich zwar dein Gebein, doch verdammen kann? Ich nicht auf ewig wird es glaub an dich, und sage seyn: Verklärt giebt er dann: Der Gott, durch dirs wieder. Herrlich den die Himmel sind, der wird sich dann aufs ist mein Vater, ich sein neue seine Treue offen Kind. baren. Volles Heil wirst du erfahren. 5. Nun ist dieß erste Leben mir ein feegensMel. Nro. 79. reicher Weg zu dir. So Mein Auge sieht, o Gott! zc. lang ich hier bin, Gott, ich bet ich mein Heil, hab ich an an, erstand- deinem Frieden Theil. 164. 4 6. Zwar 232 Von der Auferstehung Jesu. 6. Zwar trifft noch des Todes Banden! mancher Schmerz uns nun schallete der Juz hier; Noch, 0 Erbarmer, belton: Der Herr ist aufs sterben wir. Doch du re- erstanden. Du, dender gierst, und wir sind dein, Engel Loblied preist, und ewig werden wir es entreiffe, Heiland, meiseyn. nen Geist den Lüften dieser Erde, daß er dir heilig werde. 2. Jch, Sterblicher, unerschrocknem Aug hinab. 8. Welch neue Welt vollSeeligkeit erwartet mich nach dieser Zeit; Da findet der verklärte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 9. Der du für unsre Seelen wachst, sie zu dir ziehst und seelig machst, 3. Doch soll ich einst, laß mich mit freudigem o Gottes Sohn, in deiVertraun im Tod auf dich, Erlöser, schaun. 7.Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. O Trost, der meinen Geist erhebt. Ich seh, durch dich gestärkt, aufs Grab mit vermag noch nicht mit bis diese schwache Hütte dir empor zu steigen, bricht. Wird sich mein Haupt einst neigen, als dann nimm, nach volls brachtem Lauf, auch mich in deinen Himmel auf: Nimm, Herr, an meinem Ende den Geist in deine Hände. nem Reich dich sehen, so muß ich auf der Erde schon vom Sündentod aufstehen. Der lebt Du bist ein Mensch, und zc. nicht, den die Lust der Mel. Nro. 85. as Grab ist Welt und ihre Pracht leer, des gefesselt hält; Nach Höchsten Sohn verließ Gott und Tugend streben, Von der Auferstehung Jesu. 233 ben, nur das heißt wirk- er, meine Wonne, mein lich leben. Gott und mein Erlöser, 4. Du auferstandner auf. Gedanke, der zu Menschenfreund! Er- Freuden des Himmels weck in mir die Triebe, mich erhebt! Gedanke, durch die man sich mit der im Leiden mit stardir vereint, den Glauben kem Trost belebt! Des und die Liebe! Ich will, höhern Lebens Quelle! o Herr, dein eigen seyn; Mein Schild in jeder Laß mich mit Ernst die Noth! Woist dein Sieg, Sünde scheun; Giebjo Hölle? Wo ist dein nur selbst Muth und Stachel, Tod? Kräfte zum Heiligungsgeschäfte. 2. Des Felsen Grund erbebet; Die Wäch5.So kann ich, als ein ter fliehn; Das Grab wahrer Christ, jetzt le- ist leer. Der todt war, ben und einst sterben, sich, der lebet! Er lebt, und endlich da, wo du und stirbt hinfort nicht nun bist, vollkommne mehr. Die schwachen Freude erben. Dahin, Jünger wanken, er mein Heiland, hilf du stärkt die Wankenden. mir, so bring ich, ewig Sie sehn ihn, freun fich, froh in dir, mit deiner danken dem AuferstanFrommen Menge, dir denen. Sie sehn empor Lob- und Dankgesange. ihn steigen, und gehn, wie er gebot, mit Freuden hin, und zeugen von ihm bis in den Tod. Groh führte 3. Herr, deine Boten 166. Gottes Son- fiegen, von dir und deine den festlich frohen nem Geist gelehrt. Die Tag herauf: Da stand Götzentempel liegen; P5 Der Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den zc. 234 Von der Auferstehung Jesu. Der Erdkreis wird zu nunverzagt, der verkleis Gottbekehrt. Ich weiß, nertGottes Ehre. Gnaan wen ich glaube, bin de hat er zugesagt, daß freudenvoll ein Christ, derSünder sich bekehre. ihn bet ich an im Stau- Den, der folgt, verstößt be, ihn, der mein Retter er nicht. Dieß ist meine ist. Ich werd ihn ewig Zuversicht. schauen, wann er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen, der für mich starb, und lebt. Mel. Nro. 368. Meinen Jefum laß ich zc. esus lebt, mit 167. Jihm auch ich. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein! Sein sey auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn, und den Lüften widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; Dieß ist meine Zuversicht. Tod, wo sind nun deine 5. Jesus lebt! Ich bin Schrecken? Er, erlebt, und wird auch mich von den Todten auferwekken. Er verklärt mich in fein Licht: Dieß ist meine Zuversicht. gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden; Keinemacht der Finsterniß, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; Dieß ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle 6. Jesus lebt! Mun Welt gegeben; Und ich ist der Tod mir der Einwerd mit ihm zugleich gang indasLeben. Wels ewig herrschen, ewig le- chenTrost in Todesnoth ben. Gott erfüllt, was wird es meiner Seele er verspricht: Dieß ist geben, wenn sie gläubig meine Zuversicht. zu ihm spricht: Herr, 3. Jesus lebt! Wer Herr, meineZuversicht! Mel. Von der Auferstehung Jefu. Mel. Nro. 3. 235 Himmel nur, was dir gefällt, wo Jesus lebt und herrschet. Noth bleib unverzagt: Auf ihn wirf deine Sorgen! Der still ste Kummer, der dich trågenSinn! Die Sonn ist aufgegangen. Eil zu dem Auferstandnen hin, ihn freudig zu empfan- nagt, ist ihm doch nicht gen; Denn aus des To- verborgen: Der Auferdes finsterm Thor bricht standne hilft auch dir. der Gekreutzigte hervor, Er, der versucht ist, der ganzen Welt zur Mitleid mit dir haben. gleich als wir, wird Wonne. Er5. Klag unverholen 2. Steh von dem Tod ihm dein Leid, du klagst der Sünden auf. es nicht vergebens. wach zum neuenLeben! Durch ihn hast du GeVollEifers, einen neuen rechtigkeit, und HoffLauf im Glauben an- nung ew'gen Lebens. zuheben. DennwieGott Der so viel Quaal für Jesum auferweckt, sollst dich empfand, nnd für du auch, mit ihm aufer dich starb und auferweckt, im neuen Leben stand, wird deiner nicht wandeln. vergessen. 3. Vergiß denn, was 6. Dich schrecke nicht auf Erden ist! Denn die Wuth und List, und sich, dein Schatz ist dro- Menge deiner Feinde. ben. So sey denn auch Ihn, der ihr Leberwindein Herz, o Christ, der ist, hast du zum zu Jesu fiets erhoben. treuen Freunde. Er hilft Forthin sey, statt der dir siegen: Ihm verschnöden Welt, der trau! Denn öffentlich trug Lob, Ehr und Preis demec. 168.& rmuntre, 236 Vou der Auferstehung Jesu. trug er sie Schau in ho- sterblichkeit errungen? hem Siegsgepränge. Verzweiflen müßt ich, 7. Schreckt dich der wann die Gruft den letzte Feind, der Tod, Leib hin in den Abgrund auch den wirst du be- ruft, wo er zu Staub zwingen: Durch ihn verweset. aus aller deiner Noth hindurch ins Leben dringen. Er ist ver 3. Hab ich oft auf der Erde nichts, als Arbeit, Müh und Leiden; Geschlungen in den Sieg. troft! Ein Schimmer Der fiegreich aus dem Grabe sticg, hat ihm die Macht genommen. deines Lichts entdeckt mir ew'ge Freuden. Dein Auferstehn macht mich gewiß, zerstreut des Grabes Finsterniß, verheißt mir Auferstehung. Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir ſingen zc. annder Ge169.dante mich 4. Du konntest, durch erschreckt: daß dieser derGottheit Macht, aus Leib aus Erde, entseelt, deinem Grabe gehen, mit Erd und Staub be- und aus der kurzen Todeckt, selbst Erd und desnacht zumTrost mir Asche werde; Dann, auferstehen. Zum Siemein Erlöser, tröste gel der Gerechtigkeit, mich nur dieses, daß ich liegt nun der Stein vom vest an dich, den Aufer- Grabe weit: Der Tod standnen, glaube. zu deinen Züffen. 2. Was würd ich nach 5.Ich lebe! Friede sey dem Tode seyn, den dei- mit euch! Ich leb, und ne Macht bezwungen; ihr sollt leben! Mir ist wenn du mir nicht die Macht, mir ist das durch Todespein Lin- Reich des Vaters übergeben. 237 Von der Himmelfahrt zc. geben. Welch herrlich| Erlöser, schauen. Dann, Wort; Mein Herr und dann wird deine Hand Gott! Nun fürcht ich für mich ein Haus des nicht mehr Grab und Friedens bauen. Zu Tod. Ich sehe dich le- meiner Freude schau ich bendig! dann dich, den ich hier 6. Ich weiß gewiß, nicht sehen kann, und meinHeiland lebt; Auch doch von Herzen liebe. mich wird er erwecken. 8. Dann werd ich deiMein Leib, den er solner Huld mich freun, in hoch erhebt, verlacht deinem Lichte glänzen; des Todes Schrecken; Dann wirst du mein Erwacht, wann seine Vollender seyn, mein Stimme ruft, geht Haupt mit Wonn umherrlicher aus seiner kränzen. O Christen, Gruft, dem Leibe Chri- heiligt euch: Bedenkt, sti ähnlich. was Jesu Auferstehung 7. Mit diesen Augen schenkt. Lobsing ihm, werdichdich, Gott, mein meine Seele! XIII. Von der Himmelfahrt und seeligen Regierung Jesu. Mel. Nro. 113. 2.Sein Werk auferDieß ist der Tag, den 2c. den ist vollbracht; ZerJesu er des Todes 170. AJünger Macht; Er hat die Welt Auf Freuet euch! Der Herr fährt auf zu seinem Reich. Er triumphirt; Lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit lauter Stimm! mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit, über alle Himmelweit, geht seine Macht 238 Von der Himmelfahrt Macht und Herrlichkeit; Junser Heil. Wer an dich Ihm dienen selbst die glaubt, dem giebst du Seraphim. Lobsinget Theil am Seegen, den ihm mit lauterStimin! du uns erwarbst, als 4. Sein sind die du für uns am Kreuße Völker aller Welt. Er starbst. herrscht mit Macht und Gnad, als Held; Er Herrscht, bis unter sei nen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. 9. Wir freuen uns, nach dieser Zeit bey dir zu seyn in Ewigkeit. Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. 5. Beschirmer seiner Christenheit ist er in alle Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm! Lobsinget ihm mit froher Stimm! 6. Ja, Heiland, wir erheben dich, und unsre Herzen freuen sich der bist. Herrlichkeit und Maje7. Wohl nun auch uns! Denn, Herr, bey dir steht Kraft und Macht, und dein sind wir. Nimmst du dich unsrer hülfreich an, was ist, das uns gebrechen kain? 8. In deiner Hand ist 10. O zeuch uns immer mehr zu dir! Hilf uns, mit eifrigster Begier nach dem nur trachten, was da ist, wo du, verklärter Heiland, 11.Dein Eingang in ståt, dazu dich Gott, die Herrlichkeit stärk dein Gott, erhöht. uns in unsrer Prifungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun. 12. Dann werden wir uns ewig dein, du größter Menschenfreund, erfreun; Dann singen wir von deinem Ruhm ein neues und feeligen Regierung Jesu. 239 neues Lied im Heilig- 3. Du, du bist unser thum. Haupt, und wir sind deine Glieder. Nur von Mel. Nro. 105. dir kommt auf uns Heil Wie herrlich strahlt der zc. und Leben.Was unsern 171. Wie herrlich, Seelen Nutzen schafft, Friede, Freude, kerHeld, du Retter einer Tugendkraft wird uns Sünderwelt, hat sich von dir gegeben. Laß dein Kreutz geendet! doch dein Joch gern uns Nach überstandnem tragen, und entsagen Leidenslauf fährst du allen Sünden, daß wir verklärt zum Vater hier schon Ruhe finden. auf, der dich zu uns ge- 4.Zeuch unsre Herzen sendet. Ewig trifft dich ganz zudir! Hilf, daß nun kein Leiden: Voller vor allen Dingen wir Freuden lebst du dro- nach deinem Reiche ben, über alles hoch er- trachten. Mach uns von hoben. allen Sünden rein, und 2.Dir dienen alle Se- flöß uns Muth und Eiraphim; Und wir verei- fer ein, das Eitle zu vernen Herz und Stimm achten. Jede Unart hilf mit ihnen, dich zu lo- uns meiden, und mit ben; Weildu dein grof Freuden unser Leben ses- Werk vollbracht, deinem Dienste ganz nach überstandner Lei ergeben. densnacht gen Himmel dich erhoben. Preis dir! Daß wir auf der Erden können werden Gottes Kinder, und des Todes Lleberwinder. 5. Sey unser Schutz und unser Hort, und tröst uns durch dein heilsam Wort, wann hier uns Trübsal drånget. Nur da ist Wonne, wo # 240 Von der Himmelfahrt wo du bist: Die Freude,[ hin: Durch Jesum wis die man hier genießt, ist sen wir, wohin uns uns noch mit Leid vermen- fre Wallfahrt führe. get. Von dir kommt 2. Das Leben ist ans Hier Trost im Herzen; Lichtgebracht, derHimLaß in Schmerzen uns mel steht uns offen; Ihn schon offen deinen Him- schloß uns auf mit melsehu, und hoffen. grosfer PrachtderHerr, auf den wir hoffen. Er hebt uns einst zu sich empor; doch will er, daß wir hier zuvor auf seiz nem Pfade wandeln. 6.Du bist, uns Sterblichen zu Gut, nach theuer hier vergoßnem Blut, zur Freude eingegangen. Zeuch, Jesu, zeuch auch uns dir nach, 3.Wer den nicht geht, daß wir, nach kurzem wird nimmermehr dort Ungemach, zur Freude seines Heils geniessen. auch gelangen. Dafür Wer ihm nicht folgt, soll dir von uns aen dem wird auch er den Dank erschallen. Ohn Himmel einst verschlies Aufhören wollen wir sen. Wer wünscht, in dich, Heiland, ehren. Himmel einzugehn, der laß in seinen Thaten sehn, sein Wandel sey im Himmel. Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis demzc. lautem 4. es 172. Mit Schau daß wir der Welt uns frohlocken wir: der Herr immer mehr entwöhist aufgefahren. Wir nen: Stets lieben, was find zwar nochim Elend dem Herrn gefällt, zu hier, und unter viel ihm hinauf uns sehnen. Gefahren; Doch sinkt Vollbringen wir so undrum unser Muth nicht fern Lauf, so nimmt der Herr und feeligen Regierung Jefu. 24t Herr uns gnädig auf 3. Dein ist die Macht, ins Reich der ew'gen dein ist das Reich. Wer Freuden. ist an Majestät dir gleich? Mensch. Engel, jede Kreatur ist dein, Beherrscher der Natur! Gelobt seyst du! 5. OTag, an grossen Freuden reich, wann wirst du einst erscheinen? Du machest uns den Engeln gleich, und stillest Leid und Weinen. O wohl uns, wann in Ewigkeit uns nun das höchste Gut erfreut! O Gott schenk uns solch Leben! 4. Umsonst, umsonst empören sich, Herr, deine Haffer wider dich; Dein Chron steht vest, und wanket nicht, wenn gleich der Frevler widerſpricht. Gelobt feyst du! Mel. Nro. 25. Dank und Anbetung 2. 5. Du, unser triumphirend Haupt, wie seelig ist, wer an dich 173. Wir freuen glaubt! Du biſt sein uns, Herr Licht, sein Trost und Jesu Christ, daß du er- Theil, sein starker höht gen Himmel bist. Schutz, seinew gesHeil. Odu, den unser Loblied Gelobt seyst du! preist, stark auch im Glauben unsern Geist, der auf dich hofft. 6. Herr, unsre Herzen trau'n auf dich; Dein freuet unsre Seele sich. 2. Du sitzest auf der Du, der du huldreich an Himmel Thron, als un- juns denkst, und gern ser Freund, als Men- uns deinen Seegen schensohn; Du schämst schenkst, bist unser Trost. auch da dich unser nicht, 7.Was uns beglückt, drum bist du unsre Zu- ist dir bekannt, und alles versicht in Ewigkeit. ist in deiner Hand. Von D keinem 242 Von der Himmelfahrt keinem deiner Freunde die Hoffnung gründen, fern, bemerkst du ihn, daß einst in meinem Tound hilfft ihm gern, de ich werd siegreich Herr, unser Schutz! überwinden. Mein 8. Sich auf unsgnå- Haupt lebt in der Herrdig allezeit vom Throne lichkeit, und wird nach deiner Herrlichkeit! Hilf einer kurzen Zeit mich, unserm schwachen sein Glied, zu sich nehGlauben auf, und krönemen. unsern Lebenslauf mit deinem Heil! 9.Gen Himmel fährst du auf, als Held. Als Herrn und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. Hilf, daß wir dann vor dir bestehn, und dein uns freun. 2. Gen Himmel fuhr Gaben zu empfangen. mein Heiland auf, um Zu ihm blickt nun mein Geist hinauf mit freuwo mein Schatz ist, ist digem Verlangen. Da, mein Herz, zu ihm schwingt es sich himmelwärts von dieser eitlen Erde. 10.Dann triumphirt derGlaub an dich, dann jauchzen wir dir ewig- 3. Ach, Herr! verleihe lich. Hilf uns dazu, du mir Kraft, nach deiHerr Jesu Christ! Dir, nem Reich zu ringen. der du unser Heiland Dein Geist, der Gutes bist, sey ewig Preis! in uns schafft, helf mir den Kampf vollbringen. Und dann, am Ende dieser Zeit, führ Chrifti mich zum Licht der Himmel Ewigkeit, zu deinen Mel. Mel. Nro. 46. Allmächtiger, wir singen. 174. Auf fahrt darf sich getroft Himmelsfreuden. und feeligen Regierung Jesu. 243 Mel. Nro. 18. vollendest du dein groß Wie soll ich dich würdig zc. ses Werk, und sendest 175. Groffer Witt- deinenGeiſt auf die herler, der zur ab, die zum Erbe Gott Rechten Gottes, seines dir gab. Vaters, sitzt, und die 4. Herrlich wirket detSchaar von seinen ne Lehre; Denn du Knechten überall be giebst ihr Licht und glückt und schützt. Dir Kraft. Sünder macht frohlocken, dir zur Eh sie, Gott zur Ehre, glaure, aller deiner Engel big und gewissenhaft. Heere, und in ihrem Alle lebret sie, den SünLobgesang iauchzet al- der widerstehn, und ler Frommen Dank. überwinden. Strauch2. Dein Geschäft auf len sie in ihrem Lauf, dieser Erden ist aufs hilfft du ihnen mächtig herrlichste vollbracht! auf. Der Verlohrnen Heil 5. Du vertrittst bey zu werden, giengst du Gott die Deinen; Du in die Todesnacht. Aus versäumst sie, Heiland, dem Tod tratst du ins nie. Alle Thränen, die Leben. Welch ein Trost sie weinen, zählst du, ist uns gegeben! Ewig und belohneft sie. Du unser Haupt zu seyn, verschaffst, daß ihren giengst du in den Him Glauben keine Feinde mel ein. ihnen rauben, und wirkst in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 6. Du entzeuchst dich auch den Armen, die noch nicht bekehrt sind, 2 2 wicht 3. Alles sollen wir empfangen, was uns noth ist; Denn du bist in den Himmel eingegangen, der nur unsre Heimath ist. Da regierst du, da Von der Himmelfahrt 244 nicht, weil dein Herz dir Mel. Nro. 438. aus Erbarmen über ih- Freue dich, o meine zc. rem Elend Biterr! Du test, daß Gott ihrer ſcho- 176. Herst mit fährst ne, daßernach Verdienst Glanz und Freuden auf nicht lohne, daß er die, zu deiner Herrlichkeit; die dich noch fliehn, kräf- Doch mich drückennoch tig wolle zu dir ziehn. dieLeiden dieses Lebens, 7. Keiner, keiner wird dieser Zeit. Gieb mir, zuSchanden, der, ohei- Jesu, Muth und Kraft, land, dein begehrt. Ret- daß ich meine Pilgertung aus der Sünde schaft, hier also zurücke Banden wird dem stets lege, daß ich stets dein bleiben möge. von dir gewährt, der um Rettung zu dir flehet, und den Sünden widerstehet! Seiner Seele schenkest du Leben und Gewissensruh. 2. Laß mir deinen Geist zurücke, dir mein ganzes Herz zu weihn. Wann ich nach dem Himmelblicke, laß mich seinen Trost erfreun. 8.Grosfer Mittler! sey Steigt mein Flehn zu erhoben! Weil wir le- dir hinauf, helf er meiben, wollen wir deiner ner Schwachheit auf Herrschaft Würde lo- und du selber wollst im ben, opfern Dank und Beten bey dem Vater Ehre dir. Dein Ver- mich vertreten. dienst laß uns vertreten, 3.Lehre mich die Welt wann wir zu dem Ba- verachten, und was in ter beten. Wann der ihr Eitles ist, und nach Tod die Lippen schließt, dem, was dortist, trachdann hilfuns, Herr Je- ten, wo du, mein Erldsu Christ. ser bist. Wollust, Ehre sucht 20 Von der seeligen Regierung Jesu. 245 sucht und Gewinn soll Herrlichkeit. Heilge mich nicht zur Erde und verklär sie ganz, daß zichn, da ich jenseit der Leib in HimmeisübermGrabe eine größ- glanz, frey von diesem re Hoffnung habe. Staub und Erde, ähns lich deinemLeibe werde. Mel. Nro. 2. 4. Diesemüsse nichts mir rauben: Du erwarbst sie theuer mir. Jetzo schich sie im Glau- Mit Singen dich zu loben. ben dort find ich sie selbst triumphi bey dir. Dort belohnft 177. Mein Jefus du das Vertraun dei- ret, und nimmt den ner Glaubigen durch Himmel ein. Er hat sein Schaun; Und verwan- Werk vollführet, vom delst ihre Leiden in un- Tod uns zu befreyn. endlich groffe Freuden. Die hohen Seraphim 5. Dort bereite mir empfangen ihn mit die Stätte in des Va Freuden nach überters Hause zu; Rufft standnem Leiden. Lobdu frühe oderspåte mich singt, lobsinget ihm! zu meines Grabes Ruh; 2. Wohluns, die auf So erleuchte du die ihn hoffen! Nun Jesus Nacht, die des Todes triumphirt, steht uns That mir macht; Dulder Weg auch offen, der hast ja den Tod bezwun-[ zu dem Himmel führt. gen, und den Sieg für Er selbst, er macht uns uns errungen. Bahn. Wer hier nur an ihn gläubet, ihm folgt, und freu ihm bleibet, der wandelt Himmel an. 3.Nurdort, nicht hier aus dem Staub zurlauf Erden, ist unser beQ. 3 ftcs 6.Kömmst du endlich glorreich wieder an dem Ende dieser Zeit. O! so fammle meine Glieder 246 Von dem heiligen Geiste ftes Theil. Um seelig| Freuden? Wie bald find einst zu werden, erwarb sie dahin! Dhilfuns alder Herr uns Heil. Er- les meiden, was hier löfte, macht euch auf! noch unsern Sinn verWo Jesus hingegan- eitelt und uns stört, auf gen, dahin blickt mit deinen Ruf zu achten Berlangen! Dahin geh und nur nach dem zu cuer Lauf! trachten, was ewigheil gewährt. 6. Sey du selbst unser Leiter in unsrer Prüfungszeit, und bring uns immer weiter zu deiner Herrlichkeit! Bis dieseZeit vorbey, bis wir dich, Heiland, sehen, und freudig vor dir stehen, von allem Kummer 4. Herr! Hilf uns tifrig ringen nach jener Herrlichkeit Laß unsern Fleiß gelingen, und stark uns in dem Streit. Laß uns in dieser Welt im Glauben an dich mandeln, so denken und so handeln, wie es dir wohlgefällt. 5. Was sind der Erde frey! XIV. Von dem heiligen Geiste und seinen Gnadenwirkungen. Mel. Nro. 105. fern Herzen kräftig Wie herrlich strahlt der. seyn, zu steter Freud und Geift, fehr bier, Gott ergeben, ruheilger wir schon 178. ben uns ein und laß uns hig leben, und im Sterben einst vollkommnes Glück ererben. deine Wohnung seyn, du, unsrer Seelen Sonne! Laß deiner Wahrheit hellen Schein in un2. Du Quell, woraus die Weisheit fließt, die uns und seinen Gnadenwirkungen. 247 uns zum Heil so nöthig Hülfe da, erheb uns von ist, o schenk aus deiner der Erden. Neue Treue FülleunssovielEinsicht gieb uns Schwachen; und Verstand, daß heil- Du kannst machen, daß sam von uns werd er- wir siegen, und im kannt des Höchsten Kampf nicht unterliegen. gnådger Wille. Ja, gieb den Trieb unsern Seelen, nur zu wählen und zu üben, was er uns hat vorgeschrieben. 3. Steh uns stets bey mit deinem Rath, und führ uns auf den rechten Pfad des Heils, den wir nicht wissen. Verleih uns Willigkeit, daß wir dir treulich folgen, wenn wir hier auch darum leiden müssen. Drückt Last uns fast muthlos nieder, laß uns 6. Nimm alle Härte wieder Trost empfin- von uns hin; Erfülle den, und die Trubsal uns, nach deinem Sinn, überwinden. mit wahrer Menschen5.Erhalte bey uns immerfort den Glauben an dein göttlich Wort. Nichts müß uns von ihm trennen. Gieb, daß wir ihn von Herzensgrund mit Thaten so, wie mit dem Mund, vor aller Welt bekennen.Jes sumChristum ohn Aufhören recht zu ehren, mach uns tüchtig, und sein Heil uns werth und wichtig. 4. Stårk uns durch liebe, daß unser Herz deines Trostes Kraft mitHuld und Treu stets zum Kampf mit jeder zugethan dem Nächsten Leidenschaft, darüber sey, und sich darinnen Herr zu werden. Und übe. Kein Neid, kein sind wir wo dem Falle Streit dich betrübe! nah, so sey mit deiner Fried und Liebe wollst Q4 du 248 Von dem heiligen Geiste du geben, daß wir froh unbewust die Eitelkeit und ruhig leben. der Sinnen Lust, und 7. Gib, daß in wah- thre schnöden Werke. rer Heiligkeit wir füh- Rühre, führe unfre ren unfreiebenszeit, sey Sinnen und Beginnen unsers Geistes Stärke! von der Erden, daß wir Laß uns stets bleiben Himmelserben werden! 179. 1 Domm 3 Domm, o komm, du Geist des Lebens! wir bemühn uns sonst ver gebens # hilf uns Schwachen mächtig nuf! um das hier in unserm Pilger lauf Heil, das Gottes Rath für uns ausersehen hat. 2. Gieb in unser aller rechten Stege zu der Seelen Weisheit und wahren Wohlfahrt an, Entschlossenheit, daß räume alles aus dem wir anders nichts er- Wege, was daran uns wählen, als was uns hindern kann; Wirke dein Wort gebeut. Steh Reue nach der That, mit deinem Licht uns wann der Fuß gestraubey, und mach uns von chelt hat. Irrthum frey. 3. Zeig uns selbst die 4. Laß uns stets dein Zeugniß haben, daß wir Got und seinen Gnadenwirkungen. 249 Gottes Kinder sind; das Gute schafft, fördre Stärke uns mit deinen in uns deine Werke, und Gaben, wann sichNoth im Kampfe gieb uns und Trübsal findt. Lehr Kraft. Wann Versuuns, daß des Vaters chung auf uns dringt, Zucht einzig unser Be- daß uns dann der Sieg stes sucht. gelingt. 5.Treib uns, daß wir 8.Ja, bewahruns unzu ihm treten kindlich fern Glauben, daß Verund mit Freudigkeit, folgung, Schmach und mach uns tüchtig recht zu beten, und vertritt Spott niemals ihn uns uns allezeit! So hört möge rauben. Du bist uns der Vater gern; So unser Schutz, o Gott. ist Hülfe uns nicht fern. Sagt das Herz gleich 6. Wird uns dann um zweifelnd nein! Laß dein Wort gewisser Hülfe bange, seufzt das seyn. Herz voll Traurigkeit; Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? D, so 9. Wann wir endlich sollen sterben, o so steh wende unser Leid! mit Trost uns bey; Sprich der Seele tröst- Gieb, daß uns, als Gotlich zu; Gieb ihr Muth, tesErben, jene HerrlichGeduld und Ruh! keit erfreu, die uns unser 7.OduGeist derKraft Gott bestimmt, und die undStärke! Der in uns nie ein Ende nimmt. 180. Geift vom BEST eist vom Vater und vom Sohne! und von unsers Gottes Throne 05 der 250 Von dem Heiligen Geiste der du unser Tröster bist, Stehe du hulfreich auf uns Schwache siehst; FEBELFEFNILE mir kräftig bey, daß ich Gott ergeben sey, und FELE mein ganzes Herz auf Erden mög ein Tempel Gottes werden. 2. Laß aufjedem mei- men zu erhöhn, ſeinen ner Wege deine Weis Willen zu vollbringen, heit mit mir seyn; müsse mir durch dich geWann ich bange Zwei- lingen! fel hege, deine Wahr- 4. Stärke mich, so oft heit mich erfreun. Len- zur Sünde mein Geke kraftig meinen Sinn müth versuchet wird, aufmeinwahres Wohl- daß sie mich nicht überseyn hin Lehrst du mich, winde. Hab ich irgend was recht ist, wählen, mich verirrt, o so rühwerd ich nie mein Heil re du mein Herz, daß verfehlen. ich unter Rcu und 3. Heilige des Herzens Schmerz, mich vor Triebe, daß ich meinem Gott darüber beuge, Gott getreu ihn stets und mein Herz zur Beßüber alles liebe: Daß rung neige. mir nichts so wichtig 5. Reißze mich, mit jen, als in seiner Huld Flehn und Beten, wann zu stehn. Seinen Na- mir Hülfe nöthig ist, zu dem und seinen Gnadenwirkungen. 251 dem Gnadenstul zu tre- meinen Geist erneue, ten: Gib, daß ich auf und ihn dir zum TemJesum Christ, als auf pel weihe. meinen Mittler, schau, 2. Ohne ihn fehlt meiund auf ihn die Hoff- nem Wissen Leben, nung bau, Gnad um Kraft und FruchtbarGnad, auf mein Ver- keit; Und mein Herz langen, von dem Vater bleibt dir entriffen, und zu einpfangen. dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seineKraft dieGesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bey: Daß ich auch alsdann mit Freuden unter Gottes Führungsey. Gieb mir ein gelaßnes Herz: Laß 3. Auch dich kann ich mich selbst im Todes- nicht erkennen, Jesu! schmerz, bis zum frohen noch mit achter Treu, Ueberwinden, deines meinen Gott und Herrn Trostes Kraft empfin- dich nennen, stehet mir den. dein Geist nicht bey. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensMel. Die vorige. er du uns 181.D als Vater voll als Mittler ehre, liebest, treuer Gott, und und auf deine Stimme deinen Geist denen, die höre. dich bitten, giebest; Ja 4. Ew'geQuelle wahuns um ihn bitten hei- rer Güter, hochgelobter B'st: Demuthsvoll fleh Gottesgeist, der du ich zu dir: Bater, send menschliche Gemüther ihn auch zu mir, daß er besserst und mit Trost et= 252 Von dem heiligen Geiste erfreust! Nachdir, Herr, 7. Lehre mich, mich selverlangt auch mich, ich ber kennen, die verborgergebe mich an dich. nen Fehler sehn, sie voll Mache mich, zu Gottes Demuth Gott bekenPreise, heilig und zum nen, und ihn um VerHimmel weije. gebung flehn; Mache 5. Fülle mich mit heil- täglich Ernst und Treu, gen Trieben, daß ich sie zu bessern in mir neu. Gott, mein höchstes schäfte gieb mur imminer Zu dem HeiligungsgeGut, über alles möge neue Kräfte. lieben, daß ich mit getrostem Muth seiner Baterhuld mich freu, und mit wahrer Kindestreu ſtets vor seinen Augen wandle, und rechtschaffen denk und handle. 8. Bann der Anblick meiner Sünden mein Gewissenniederschlägt, wann sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern hegt; Wann mein Aug in Nöthen weint, und Gott nicht 6. Geist des Friedens zu hören scheint; D und der Liebe! Bilde dann laß es meiner Seemich nach deinemSinn, jlen nicht an Trost und daß ich Lieb undSanft Stärkung fehlen. muth übe, und mirs 9. Was sich Gutes in rechne zum Gewinn, mir findet, ist dein Gnawenn ich je ein Friedens- denwerk in mir; Selbst band knüpfen kann, den Trieb hast du entwenn meine Hand, zur zündet, daß mich, Herr, Erleichtrung der Be- verlangt nach dir. O so schwerden, kann dem setze durch dein Wort Nächsten nützlich wer- deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein seeden. lig und seinen Gnadenwirkungen. 253 4. Hilf uns nach dem Besten streben: schene uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Sen zufrieden, mein 2c. Gieb, daß wir nie stille Mel. Nro. 81. 182. Höchfier Tröz hehen, treib uns an, froh die deines zugehen. ster, komm hernieder. Geist des Herrn, sen nicht fern, 5.SeyinSchwachheit stärke Jesu Glieder. unsre Stütze, steh uns Der, der nie sein Wort bey, machunstreuin der gebrochen, Jesus hat Prüfungsbißze. Führ, deinen Rath seinem wann Gott uns nach Volk versprochen. dem Leide sterben heißt, unsernGeist in desHims mels Freude. 2.Geist der Weisheit! gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, Mel. Nro. 269. wie wir Gott gefallen. Lehr vor Gott uns freu- Gerechter Gott! vor zc. dig treten, sen uns nah, und ſprich ja, wann wir 183. Laß, Bater deiglaubig beten. 3. Hilfden Kampf des Glaubens kämpfen; nen guten Geist michailezeitregies ren, daß ich zu dem, was unrecht heißt, mich laffe Gieb uns Muth, Fleisch nichts verführen, der und Blut, Sund und Sünden Neitzung wiWelt zu dämpfen. Laß dersteh, und stets auf uns Trubsal, Kreutz deinen Willen seh, darund Leiden, Angst und nach allein zu handeln. Noth, Schmerz und Tod, nicht von Jesu scheiden. lig Ende herrlich sich an mir vollende. 2. Ob böse Lust mich hier und dort auch ans ficht, weil ich lebe, ſo hilf 254 Von dem heiligen Geiste hilf mir, daß ich ihr so im Tode selbst erfreut, fort im Anfang wider- Geist des Höchsten! strebe; und daß ich ja Komm zu mir, und invergesse nicht die Todes- dem ich glaubig dir Lob stunde, das Gericht, den und Ruhm zum Opfer Himmel und die Hölle. bringe, o so höre, was ich 3. Gieb, daß ich denke singe! jederzeit an diese letzten 2. Du kannst alle HerDinge, und dadurch al zen prüfen, du durchle Sündenfreud aus schaust sie ganz und gar; meinem Herzen bringe; Selbst der GottheitinnDamit ich dich meinge- re Tiefen sind vor dir, benlang verehre ohne Herr, offenbar. Nun, Furcht und Zwang mit so kennst du auch gewiß willigem Gehorsam. meiner Seele Finsterniß. Drum gieb Weisheit, und vor allen, daß ich möge Gott gefallen. 3.Böseshasfest du und bleibest, reinster Geist! beyNeinen nur, schaffft, die du erfüllst und treibest, um zur neuenKreaHeilige du selbst mich dir! Schaff ein reines Herz in mir, daß Geist vom Vater und zc. lich, was du liebest, liebe, rommer Her- nie mit Borsatz dich be184. zen beste trübe. 4. O starke mich dazu mit Kraft, so wird es mir gelingen; Hilf jede böse Leidenschaft des Herzens mir bezwin gen. Steh mir in diesem Kampfe bey daß ich dazu stets wachsam sey, und immer überwinde! tur. Mel. Nro. 180. Freude und ihr Trost in 4. Du, Herr, machst Traurigkeit, der ihr mein Herz zufrieden, Herz in allem Leide, und wann mir Menschentrost und seinen Gnadenwirkungen. Mel. Nro. 79. trost gebricht. Bleib ich von dir ungeschieden, o Mein Auge sieht, o Gott. mir nicht. Bleib ich nur dein 185. Kotes qu zu uns, guEigenthum, so will ich, ter Geist, schaff deiner zu deinem Ruhm, stets mein Herz der Tugend weihen, und mich deiner Triebe freuen. 5. Nur bitt ich, daß du mich stärkest; Stehe mir im Kampfe bey. Hilf, mein Helfer, wann du merkest, daß mir Hülfe nöthig sey. Den verkehrten eitlen Sinn nimm aus meiner Seele hin, daß sie sich nun ganz verneue, und mein Gott sich meiner freue. 6. stand, wann ich sterbe! 3. Lins strahle deiner Wahrheit Licht! Gieb uns der Liebe reine Zuversicht, zur Tugend Glut, zum Vater frohe Kraft und vesten Muth! Zeige dem gebrochnen 4. Des Lebens Wort, Blick, mir zum Trost, das Jesus Christ vom mein herrlich Erbe, ewig Himmel uns herab geunverwelklich Glück bracht, und das für jeden heilsam ist, zeig auch bey jedem seine Macht. Stärke du das matte Herz, daß ich, unter al255 Menschen Herzen neus Du kennest dein Geschöpf, und weißt, wie jeglichem zu helfen sey. 2. Du Geist der Weisheit, leite du uns zu der Wahl des besten Theils. Dem Himmel führ uns alle zu, du Führer auf der Bahn des Heils. lem Schinerz, noch im 5. Vereine deine Chriletzten Todesschweisse stenheit durch deines Gott in Jesu Bater feelgen FriedensBand; heiffe. Lenk ihr Gemüth schon in 256 Von dem heiligen Geiste in der Zeit stets auf das daß sie dein Werk volew'ge Baterland. lendet. 6. Gott, unsern Gott, 2. Erfüllt von seiner und Jesum Christ recht Wunderkraft gehn sic, kennen, dieses ist der die Welt zu lehren. Der Quell, aus welchem Geist, der neue Herzen ew'ge Wonne fließt: schafft, hilft ihnen, sie Mach diese Kenntniß in bekehren. Die Völker uns hell! hören, hocherfreut, die Die 7. Lob sey dem Vater, Botschaft ihrer SeeligLob dem Sohn! Lob keit, Vernunft und dir, o Tröster, Gottes Wahrheitsiegen. Geist! Einst fingen wir Blindheit und das Lavor deinem Thron ein ster flicht. Woman den Lied, das würdiger dich Finger Gottes sieht, preist. muß beydes unterliegen. Mel. Nro. 6. Lobsinget Gott, und zc. 186, Dit 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt, Verfolir, Vater, gung zu erregen. Dein der du dei- Name, Jesu, wird ge= nenSohn, zum Heiluns lobt, dein Wort ist Kraft haft gegeben, dir dank und Seegen. Die Junich hier mit Freuden ger schreckt nicht Pein, schon, noch mehr im hd- noch Müh, dein Geist, hern Leben. Ich danke o Bater, stårkte ſie in dir, daß du denGeist, der Martern und im Lode: uns der Finsterniß ent- Siebliebenihrem Herrn reißt, zur Erde haft ge- getreu, bekennen ſeinen sendet. Er kam auf Fe- Namen frey, und preisu Wort herab, der sei- sen ihn im Tode. nen Boten Stärke gab, 4. Noch itzt bist du der Geist und feinen Gnadenwirkungen. 257 Geist der Kraft, noch der Zeit, ich fleh um deijetzt der Menschen Leh- nen Geist, Gott, den, zu rer. Du machst sie weis meiner Seeligkeit, dein und tugendhaft, des theures Wort verheißt. Sündenreichs Zerstö- 2. Die Weisheit, die rer. InSündern wirkst vom Himmel stammt, du Reu und Leid, in o Vater, lehr er mich; frommen Seelen Trost Die Weisheit, die das und Freud, und Muth Herz entflammt zur imKampfder Sünden, Liebe gegen dich. in bangen Stunden 3.Dich lieben, Gott, ist schenkest du, so wie im Seeligkeit; gern thun, Tode, Seelenruh, und was dir gefällt, wirkt lehrst ihn überwinden. edlere Zufriedenheit, als alles Glück der Welt. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der Liebe, den Jesus Betenden verheißt, ach, heil ge meine Triebe! Gieb über meine Sünden Schmerz, und Muth zum Glau 5. Er leite mich zur ben in mein Herz: Hilf Wahrheit hin, zur Tumir mit Andacht beten. gend stärk er mich, beIn bangen Stunden weise, wann ich traurig tröste mich, und deine bin, auch mir, als TroHülfe zeige sich mir ster, sich. einst in Todesnöthen. 4. Alsdann hab ich Vertraun zu dir, dann schenket selbst dein Geist das freudige Bewußtseyn mir, daß du mir gnädig seyst. 6. Er schaff in mir ein reines Herz versiegledetneHuld, und erbewaffne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld. R mil. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. sicht um ein flüchtigGut 187. Nicht Von dem heiligen Geiste 2c. 188. manche Netze stellt, so Vater und zc. kann ich mein Heil der öchster Gott! Seelen, Jesum, finden in deinem und erwählen. Lichte seh ich erst das 4.Herr, ich seh, anstatt rechte Licht: Wenn ich der Klarheit, noch viel mich nach solchem rich- Finsterniß bey mir. Ach! te, fehlen meine Tritte dein Geist, der Geist der nicht. Nun, mein Licht, Wahrheit, leite ferner erleuchte mich, ich bin mich zu dir! Deines finster ohne dich. Laß Wortes Unterricht gebe dein Licht zu deinen Eh- meinerSeelelicht: Bis ren sich in mir beständig ich in des Himmels Hos mehren. hen lauterKlarheit werde sehen. 258 Mel. Nro. 180. Geist vom 2. Gieb mir Weisheit, zu verstehen, was mir gut und nüßlich ist. Gieb Verstand, dem Mel. Nro. 2. nachzugehen, was ich, 189. Wheit fehlt, MitSingen dich zu lobenzc. em als ein rechter Christ, durch den Wandel zei der bitte von Gott, der gen soll, daß ich, deines Weisheit hat; Er leitet Lichtes voll, allezeit das unsreSchritte durch seiBeste wähle, und des nes Geistes Nath. Wer Himels nicht verfehle. ruft mit Ernst zum 3.Lehre mich, dich recht Herrn, dem das nicht zu kennen, und den wird gewähret, was er Weltdunst einzusehn: von ihm begehret? Er so kann ich dich Bater höret und giebt gern. nennen, und die Eitelkeit verschmähn. So entsag 2. Gieb, Vater meiner Båter, mir einen weisen ich dieser Welt, die mir Sinn; Dugiebst diellebertreter Vom Worte Gottes. 219 bertreter in ihren Sinn auf Erden mir gut und dahin. Ich aber wün- heilsam ist; Wie kann sche mir ein Herz, das ich seelig werden, wenn dich nur liebet, gern, du meinlicht nicht bist? was du forderst, übet; Regierst du nicht dein Das wünsch ich mir Kind, so wirds ein Ulevon dir. bertreter, da meines Heils Verräther selbst meine Shnen sind. 3.Der Zeib beschwert die Seele; Wie leicht verirr ich mich, wenn ich mein Glück mir wähle, 5.So lent denn, Herr, mein Leben! Dir sey es nicht unterstüßt durch ganz geweiht! Mein dich! Durch jeden einziges Bestreben sey, Schein verführt, wahl was dein Rath gebeut! ich mir falsche Güter, Dann bin ich weis und wenn, meines Lebens klug; Dann thuich recht Hüter, mich nicht dein auf Erden; Dann werd Geist regiert. ich seelig werden; Dann, 4. Kaum treffich, was Gott, hab ich genug. XV. Vom Worte Gottes. Mel. Nro. 125. | achtsam hört, bewahrt Wie göttlich sind doch zc. und mit Gehorsam 190. Dein Wort, ehrt! o Höchster, 2.Es leuchtet und auf ist vollkommen, es lehrt unsern Wegen.vertreibt uns unsre ganze Pflicht; des Irrthums FinsterEs giebt dem Sünder niß; Verkündigt Gnaund dem Frommenzum de, Heil und Seegen, Leben sichern Unter und macher unser Herz richt. O seelig, wer es gewiß. Es lehrt uns, R 2 Höchster, 260 Vom Worte Gottes. Mel. Nro. 291. Höchster, was du bist, und was dir wohlge- O Gott, du frommer zc. fällig ift. seyst du, Gott, 3.Dein Wort erweckt 191. Gelobet fenft uns, dich zu lieben, lehrt, für deines Sohnes Lehwie viel Guts du denen re. Gieb, daß ich sie auch giebst, die dein Gebot gern mit Fleiß und Anmit Freuden üben, und dacht höre. Ja, mache wie du väterlich uns selbst mein Herz von liebst. Was uns darin Vorurtheilen rein, und dein Mund verspricht, laß dein Wort mein bleibt ewig wahr, und Licht auf meinen Wetrüget nicht. gen seyn. 4. Gott, deine Zeug- 2. Laß mich im Forniffe find besser, als alles schen doch die Wahrheit Silber, Gold und Geld; nie verfehlen, und nie, Ein Schatz, weit köstli- was schädlich ist, für cher und grösser, als alle wahres Heil erwählen! Schätze dieser Welt. Lett, Allerhöchster, selbst Wer das thut, was dein den forschenden VerWort gebeut, dem ist stand, so wird, was du deinSeegen stets bereit. mich lehrst, auch recht 5. So laß mich denn von mir erkannt. mit Lust betrachten die 3. Dein Wort bleibt Wahrheit, die dein ewig wahr. Laß michs Wort mich lehrt, und von Herzen glauben, mit Gehorsam auf das und mir nicht seinen achten, was es von mir Trost durch Ungehorzu thun begehrt; so flies fam rauben. Wer hier sen Trost und Seelen- nach deinem Wort geruh auch mir aus dei- wissenhaft sich hält, der nem Worte zu. Ikömmt zum wahren Glück Vom Worte Gottes. 261 Glück hier und in jener ner Wahrheit hellen Welt. Schein laß Aug und Herz stets offen seyn. 4. Hilf kraftig mir, mein Gott, daß ich auf 3. Hilf, daß ich deiguteLehre begierig acht, nem Worte glaube, das und auch sie mit Gehor- mich zur wahren Weissam chre. Verleih mir heit führt, damit kein deinen Geist, der Luft falscher Wahn mir rauund Kräfte giebt, daß be, was mir ein ew ges man die Wahrheit Heil gebiert. Kein fucht, findt, glaubt, be- Spottergeist verführe wahrt und übt. mich, kein Zweifel sey mir hinderlich. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. 192. Mein Gott, du 4. Das ist der Weg zum ew'gen Leben, daß wir, o Bater, dich und wohnst in den, den du zum Heil einem Lichte, dahin kein uns haft gegeben, erkensterblich Auge dringt, nen, lieben und erhöhn. doch giebst du uns zum O führe du auf dieser Unterrichte dein Wort, Bahn mich selbst durch das uns Erkenntniß deine Wahrheit an! bringt, was du, o Aller= 5.Vor allem gieb, daß höchster, bist, was mit stets lebendig ben mir, uns deine Absicht ist. Gott, dein Erkenntniß 2. So gieb denn, daß sey, und daß ich dir darich darauf achte, als auf nach beständig Lieb, ein Licht im dunkeln Ehrfurcht und GehorOrt; Und, wenn ich sam weih: Gieb, daß ich ernstlich es betrachte, so thu mit allem Fleiß, hilf selbst meinem For- was ich von deinem schen fort. Für dei- Willen weiß. R.3 6. Was Vom Worte Gottes. 6.Was hilft das rich 2. Nur bey deiner tigste Erkentniß, wenns Wahrheit Licht lernen nicht zu deiner Liebe wir Gott recht erkentreibt? Was nützt ein nen, ihn mit froher Zuaufgeklärt Verständversicht unsern Gott niß, wenn doch das Herz und Vater nennen und, noch böse bleibt? Drum nach seinem heil gen hilf, daß ich der Wahr- Willen, unsre Pflichten heit tren, und daß mein treu erfüllen. Glaube thatig sey. 3. Was die Weisen 7. Laß dein Erkennt- dieser Welt von dir nicht niß mir im Leiden die erforschet haben, das Quelle wahres Trostes hast du insLicht gestellt; seyn, um mich, wann und durch deines GeiLeib und Seele scheiden, fres Gabenbringst du es des bessern Lebens zu in unsreSeelen, daß wir erfreun. Da irr und HeilundLeben wählen. wank ich weiter nicht, und sehe dich in hellerm Licht. 4. Du entdeckst uns unsre Schuld, und der Sünde groffen Schaden, aber auch desHöchsten Huld, und den Gott, du bist von 2c. Reichthum seiner GuaMel. Nro. 36. den; Lehrst uns, aller unsrer Sünden gnädige Vergebung finden. 262 193.Theuer sey mir allezeit, Herr, mein Heiland, dei ne Lehre. Gieb, daß ich mit Folgsamkeit treu lich ihre Vorschrift ehre: dem, was sie verheiffet, soll euch, zu eurer Ruh, traue, meine Hoffnung nicht an Troste bey mir darauf baue. fehlen; Wollt ihr anders 5.Huldreich rufest du uns zu: Kommt zu mir, beschwerte Seelen! Es Vom Worte Gottes. 263 ders von mir lernen, Sinn nur nach deinem euch von Sünden zu entfernen. Willen handeln. So nimmst du mich einst im Scheiden aufzu deis nen höhern Freuden. 6. Herr, dein Evangelium hat viel tausend, tausend Zeugen, die zu deines Namens Ruhm dankbar ihre Knie beugen, daß du noch dein Mel. Nro. 36. Gott, du bist von 2c. Bort erfülleft, und der 194. Seelig find die, Gott, Seele Kummer stillest. dein Wort hören und 7. Onimm gnädig an zugleich bewahren. O den Dank, den ich dir so laß auch immerfort voll Ehrfürcht bringe. dieses Glück mir wies Höre meinen Lobge- derfahren; daß es mich sang, den ich hocherfreut zum Guten stärke, und dir singe; Du, du heilst ich seinen Trost vers auch mich aus Gnaden merke. von der Sünde groffem Schaden. 8.Köstlicher, als Gold, sey mir, was dein gött lich Wort mich lehret! Dank, ja ewigDank sey dir für den Troft, denes gewähret! 2. Drück es vest dem Herzen ein, so wird es nichts daraus rauben. Seelig werd ich hier schon seyn, auch bey einem dunklen Glauben; Bis dereinst nach dieWerd ich sem Leben hellres Licht einst zu dir erhoben, will mich wird umgeben. ich würdiger dich loben. Mel. Nro. 125. 9. Stets, so lang ich hier noch bin, will ich Wie göttlich sind doch zc. dir zu Ehren wandeln, Wort mir täglich mit verneutem 195. Der du dein R 4 haft 264 Vom Worte Gottes. haft gegeben, wie preis Ich kenne meine ganze ich dich, o Gott, da Pflicht; Mein Geist für! Nie kann mein wird nicht im Tod entDank dich gnug erhes schlafen: Wer an dich ben. Durch Christum glaubt, wird im Gericht schenkst du Weisheit durch dich, o Heiland, mir. Kennt ich die Lehre wohl bestehn, verklärt Jefu nicht, wie wenig an deiner Seite gehn. hättich Trost und Licht! 5. Gott laß mic) die2. Auf ungewissen fin- ser guten Lehre gehorstern Pfaden würd ich chen mit stets größrer ein Raub des Irrthums Lust, und keines Spotseyn; Mit Sünden- ters Wahn zerstöre ihr schuld und Fluch bela- Troftgefühl in meiner den, müßt ich des Rich Brust! Mein ganzesLeters Strafe scheun. Ich ben preise dich! Dein hätte keinen Trost in Heil erfreu im Tode Noth; Mich schreckte mich! stündlich Grab und Tod. Mel. Nro. 13. 3. Doch allen diesen Wie viele Freuden dank 2c. Finsternissen des Irrthums, und der Sunde 196. Wir Menschen sind Macht hat Jesu Lehre zu dem, o Gott, was michentriffen: Ihr Licht geistlich ist, untüchtig. zerstreut des Zweifels| Dein Wesen, Wille und Nacht. Sie zeiget mir Gebot ist viel zu hoch des Höchsten Rath, und und wichtig. Wir wis führt mich auf der sen's und verstehen's Wahrheit Pfad. nicht, wo uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget. 2. Drumm 4. Ich weiß, wozu mich Gott geschaffen: 265 Vom Worte Gottes. 2. Drum hast du ch- 5. Herr, öffne du Vermals ausgesandt Pro- stand und Herz, daß wir pheten, deine Knechte; dein Wort recht fassen, Sie machten deinem in Lieb und Leid, in Volk bekannt dein Heil Freud und Schmerz es und deine Rechte. Zu- aus der Acht nicht las letzt kam selbst dein lie- sen; Daß wir nicht Höber Sohn, o Vater, von rer nur allein, nein, auch des Himmels Thron, desselben Thäter seyn, um alle Welt zu lehren. Frucht hundertfältig 3.Für solches Heil sey, bringen. Herr, gepreißt! Laß uns 6. Geist Gottes! madabey verbleiben, und che selbst uns gleich dem gieb uns deinen guten fruchtbar'n guten LanGeist, daß wir dem de, daß wir, an guten Worte glauben, daß Werken reich, in unserm wirs annehmen jeder- Amt und Stande das zeit mit Ehrfurcht, thun, was uns dein Treu und Willigkeit, Wort gebeut, und frey als Gottes, nicht der vom Dienst der EitelMenschen. keit, des Glaubens Kraft beweisen. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott uns nie davon abwende; Denn du bist ein gerech ter Gott, und strafft gewiß am Ende. Erweck uns durch der Wahrheit Kraft, und was sie Gutes in uns schafft, das laß uns treu bewahren. 7.Laß uns, dieweil wir leben hier, der Sünder Weg vermeiden. Gieb, daß wir halten vest an dir, im Wohlstand, wie im Leiden. Rott aus, was dir, Herr, nicht gefällt, hilf uns die Sorgen dieser Welt und böse Lüste dämpfen. R5 8. Erz 266 Vom Worte Gottes. 8. Erhalt dein Wort 2. Zuverläßig ist dein nne klar und rein, und Wort. Lehre michs nur laß es unsern Füssen ein recht verstehen! Wann Licht auf unsernWegen ichs forsche, hilf mir seyn; Hilf, daß wir fort, richtig daraus eindraus geniessen Kraft, zusehen, was zumeinem Rath und Trost in aller Heil mich führet, was Noth, daß wir imLeben zu meiden mir gebühund im Tod beständig ret. auf dich trauen. 3. Aber laß mich nicht 9. Es müsse sich zu dei- allein richtig seinen ner Ehr, Gott Bater, Sinn verstehen; Laß weit ausbreiten! Hilf, mich auch befliffen ſeyn, Jesu, daß unsdeineLehr den erkannten Weg zu erleuchten mög und lei- gehen. Denn sonst würd ten! O heil ger Geist, ich, bey dem Wissen, dein göttlich Wort laß doppelt Streiche leiden in uns wirken immer- müssen. fort Lieb, Hoffnung, Trost und Glauben. 4.Folg ich seinemlinterricht, o so werd ichs auch erfahren, was es denen Guts verspricht, die es hören und bewahMel. Nro. 36. Gott, du bist von zc. err, mein Licht, er- ren! Dann wird es auch leuchte mich, daß ich mir imLeiden eine Quelmich und dich erkenne, le wahrer Freuden. daß ich voll Vertrauen 197. Har 5. Hilf auch, daß von dich meinen Gott und Zeit zu Zeit meine Vater nenne. Höchster, Kenntnisse sich mehren. laß mich doch auf Erden weise für den Himmel werden. Find ich dann noch Dunkelheit bey des Glaubens hohen Lehren; Vom Worte Gottes. 267 Schall, verren; Laß mich Zweifel- Stimme sucht entfernen, und in ständlich ist auch überDemuth glauben ler- all die Sprache, die sie nen. reden. 6. Gieb, daß ich in dei- 2. Auch durchsGewis nem Licht immer mehr sen rufet er, daß Sünder gerührt erkenne jener sich bekehren, läßt oft Herrlichkeit Gewicht, durch diesen Prediger und mich dann nur laut seine Stimme höglücklich nenne, wann ren, daßaus dem Schlaf ich weislich darnach der Sicherheit, und aus trachte, und die Sün- dem Traum der Eiteldenlust verachte. keit ihr Herz zu ihm erwache. 7. Gieb mir immer neue Kraft, deinem 3. Durch Wohlthun Wort gemäß zu han-[ zeugt er auch von sich deln, und vor dir gewis- am menschlichen Gesenhaft auf der Tugend müthe, und predigt oft Pfad zu wandeln; So recht väterlich durch wird einst in jenem Le- Proben seiner Güte. ben mich ein hellres Und merkt der Sünder Licht umgeben. hiere fnicht, sucht Gott durch Strafen und Gericht ihn aus dem Schlaf zu wecken. Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir singen 2c. 198.6ottredet und 4. So rufft du denn, ruft aller Herr, laut genug, daß Welt, daß man doch auf man dich such und höre, ihn merte. Er hat zu und daß der Eitelkeit Predigern bestellt die Betrug die Herzen nicht Wunder seiner Werke. bethore. Doch riefest du Laut hört man ihrer nicht auch durchs Wort, 10 Vom Worte Gottes. 268 so irreten wir immerfort auf unsern eitlen Wegen. 5. Für diese Gabe sey 199. Der Spotter Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott! zc. gepreißt, die du uns, reißt viele fort. Erhalt Herr, geschenket. Es uns, Herr, bey deinem weiset uns dein guter Wort; So können wir Geist, der unsre Herzen uns, Bater, dein im Lelenket, bey dieses Lichtes ben und im Tode freun. Glanz zu dir, daß wir 2.Ein Haufen Låstrer dich suchen, und allhier wagts, o Gott, mit wildich recht verehren ler- dem ausgelaßnem Spott denHeiland, deinen Sohn, zu schmähn, verachtend aufsein Heil zu sehn. nen. 6. Erläßt uns, was dein Mund gebeut, in deinem Worte hören, und ruft uns von der Eitelkeit zu dir uns zu bekehren.Erüberzeugtzur jetzo nicht im Finstern Gnadenzeit uns von der mehr; Sie bricht am Sünde Häßlichkeit, und Mittag selbst hervor, lehret sie uns flichen. und hebt ihr tödtend Haupt empor. 3. Ach, ihrer Lehre Pest, o Herr, schleicht 7. Erweck uns, Herr, durch deine Kraft, dem Ruf Gehör zu geben! Dein Geist, der alles Gute schafft, führ uns 4. Sie herrscht durch Groffe dieser Welt. Herr, Herr! wenn uns dein Arm nicht hält, so den Wegzum Leben, wo- reißt sie uns zum Tod zu du chmals uns er schufft, und nun so gnadig uns berufft durch deines Wortes Lehre. 5. Beschütze uns, Herr auch fort. Gieb Sieg und Leben durch dein Wort! Jesu Vom Worte Gottes. 269 Jesu Christ, der duzur| Laß keinen Spott, o Rechten Gottes bist. Herr, mein Gott, mich Sen unser Schild und von dem Glauben schrestarke Wehr. Nichts ist cken. vor dir der Spotter Heer. 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein 6. Du hast von Ewig- Wort die Wahrheit keit gesehn, wie lange lehrte? Gott, ohne sie noch ihr Trotz bestehn, verstund ich nie, wie ich und wider dich hier to- dich würdig ehrte. ben soll; Vielleicht ist nun ihr Maaß bald voll. 7. Auch sie, o Herr, hast du versöhnt, sie, de ren Spott dich jetzt verhönt. Gieb, daß noch vor der Todesnacht zur ernsten Reu ihr Herz erwacht! 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben; Daß diese Zeit zur Ewigkeit mir sey von dir gegeben. 5. Den ew'gen Rath, die Miffethat der Sünder zu verfühnen, den kennt ich nicht, war mir dieß Licht nicht durch dein Wort erschienen. Mel. Nro. 377. Ach Gott und Herr, c. 200. Gott ott ist mein 6. Nun darfmein Herz Hort! Und in Reu und Schmerzder auf sein Wort soll mei- Sünden nicht verzane Seele trauen. Ich gen; Nein, du verzeihst, wandle hier, mein Gott, lehrst meinen Geist im vor dir im Glauben, Glauben Bater! sagen. nicht im Schauen. 7. Mich zu erneun, 2.Dein Wort ist wahr: mich dir zu weihn, ist Laß immerdar mich meines HeilsGeschäfte. seine Kräfte schmecken. Durch meine Müh vermag 270 Von der heiligen Taufe. mag ichs nie; Dein Licht und Freude geWort giebt uns die ben. Es sey mein Theil, Kräfte. es sey mein Heil und 8. Herr, unser Hort, Kraft zum ew'gen Lelaß dieses Wort mir ben. XVI. Von den Sakramenten. I. Von der H. Taufe. Mel. Nro. 36. 201.Min der du mich Jein wahres ChristenGott, du bist von zc. thum folgt uns nach ein Erlöser, zum ew'gen Glücke. Davon ist auch nach demSterben ewig Seegen zu ererben. dir zum Eigenthum erkaufet; als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. Gieb nur, daß ich mich befleisfe, das zu werden, was ich heiffe. 4. Laß mich denn, wie dire gefällt, deinem Dienst, Herr, ganz ergeben, und entfernt vour Sinn der Welt, als dein 2. Gieb, daß ich mit treuer Jünger leben; Achtsamkeit meinen Daß ich einst auch, Taufbund oft betrach- wann ich sterbe, das verte, und nur das zu jeder heißne Leben erbe. Zeit für Gewinn und Freude achte, daß ich deines Vaters Willen treulich suche zu erfülllen. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. 202. Ju ch bin getauft, nach Jesu Lehren, dich, Vater, deinen Sohn und Tode doch zurücke; Nur Geist so zu bekennen und 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bleibt im Von der heiligen Taufe. 271 und zu ehren, daß Herz| huldreich hast du mein und Mund und That gedacht, und für mein dich preist; Und dann wahres Wohlgewacht! des Glücks, einChrift zu 5. Wie sollt ich dich seyn, mich hier und ewig denn nicht verehren, und zu erfreun. dir ein Herz voll Liebe 2. Du öffnetest mir weihn? Nicht gern auf das Verständniß durch deine Stimme hören, deines SohnesLehr und und kindlich dir gehorGeist: Durch sie gelangt sam seyn? Was dich ich zur Erkenntniß, wie entehrt, sey fern von man dich würdig ehrt mir! Geheiligt sey mein und preist, und wel- Leben dir! ches Heil dein gnåd ger. Rath dem, der dich ehrt, bereitet hat. 6. O stehe nur mit deinem Geiste, wie du verheiffen hast, mir bey; 3. Daß nicht, von Daß ich, was ich verLeichtsinn hingeriffen, sprech, auch leiste, und undankbar dich mein treulich dir ergeben sey; Herz vergaß, erinnertest und fehl ich, so verwirf du mein Gewissen an mich nicht, mein Gott, seine Pflicht ohn Unter- von deinem Angesicht. laß, und wecktest mich 7. Erwecke mich durch zum Tugendlauf durch deine Gnade zum stedeine Wahrheit machten Ernst der Beffetig auf. rung, und leite mich 4. Gelobt, mein Gott, auf sicherm Pfade des sey deine Liebe, die mir, Glaubens und der Heinoch eh ich dich gekannt, ligung. Gott meines aus freyem väterlichem Heils, sen ewig mein, Triebe schon so viel Gu- und laß mich stets dein tes zugewandt. Wieleigen seyn! Mel. 272 Von der heiligen Taufe. Mel. Nro. 45. den Weg der Seeligs Kommt, kommt, den zc. feit. 203. Geweiht zum 3.Herr, auch für diese Christen- Güte gebührt dir unser thume, sind wir auch Lobgesang. Mit freudidir, o Gott, geweiht, gem Gemüthe bringt nur dir zum Preis und unser Herz dir Preis Ruhme zu führen unsre und Dank; Daß du uns Lebenszeit; uns deiner durch die Taufe zuChriBaterliebe in Christo sten haft geweiht, und zu erfreun, und deines uns zum Tugendlaufe Geistes Triebe gehor- mit deinem Licht ersam stets zu seyn; Da- freut. Gieb, daß wir oft mit wir schon auf Er- ermessen, was uns dein den, noch mehr in jener Wort verspricht, und Welt, des Glücks theil- strafbar nie vergessen haftig werden, das nur die dir gelobte Pflicht. der Christ erhält. 4. Ja, hilf du selbst uns, allen, in deinem Willen beruhn, und dir Wohlgefallen 2. Wie viel hat deine Gnade an uns von je- stets her, Gott, gethan! Auf zum diesem Pilgerpfade nach deines Sohnes fieng kaum sich unsre Lehre thun. Du wirst in Wallfahrt an, sogabst diesem Leben, wie du du schon uns Armen am bisher gethan, uns, was Reiche Christi Theil; wir brauchen, geben. Und brachst uns, aus Verleih uns auch nur Erbarmen, die Bahnzu dann die beste deiner seinem Heil. Du schaff Gaben, daß wir durch test unsern Seelen früh Jesum Christ Theil an schon Gelegenheit, zu dem Erbe haben, das kennen und zu wählen unvergänglich ist. II. Bon Von dem heiligen Abendmahler II. Von dem heiligen Abendmahle. Mel. Nro. 3. daß ich, so lang ich lebe, Lob, Ehr und Preis zc. mich an deine Gnade halte! 204. Joich, ever, 4. Ich fühle, Herr, 273 mein Heil, für deine To- voll Neu und Schmerz, desleiden. Hab ich an die Last von meinen ihren Früchten Theil, Sünden. Laß mein vor was fehlt dann meinen dir gebeugtes Herz den Freuden? Aus Liebe groffen Trost empfinstarbst du auch für den, daß du, aus Gottes mich: Ogib, daß meine Baterhuld, auch mir Seele sich deß ewig Vergebung meiner freuen moge! Schuld auf Bussfe haft erworben. 2. Du läsfest mich in deinem Tod das wahre 5. Der Troft, den init mir Leben finden. Erlösung dein Tod verschafft, aus der Todesnoth, werd ewig mir zum Vergebung aller Sün- Seegen. Erstärke mich den, Gewissensruh, zur mit neuer Kraft auf alBeßrung Kraft, das len meinen Wegen, nur hast du, Herr, auch mir das zu thun, was die geverschafft, da du am fällt, und alle Furcht Kreußze starbest. undLuftder Weltstandhaft zu überwinden. 3.Dein Abendmahl ist mir ein Pfand von die 6. Die Liebe, die dit ser grossen Güte. Wie mir erzeigt, ist gar nicht viel hast du an mich ge- zu ermessen. S mache wandt! O stårke mein selbst mein Herz geGemüthe zum glaubi- neigt sie nimmer zu vergen Vertraun auf dich, geffen. Daß ich aus achter 274 Von dem heiligen Abendmahle. ter Gegentreu dir bis nicht! Denn dir zu gut zum Tod ergeben sey, verband er sich mit und dir zur Ehre lebe. Fleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! 2.yaltimGedächtniß stehen! Jesum Christ! Er hat 7. Laß deines Leidens groffen Zweck mir stets vor Augen Ráum alle Hindernisse für dich gelitten, und weg, die ebne Bahn zu dir, da er gestorben ist, gehen, die mir dein heilig am Kreutz das Heil erVorbild weist, und die stritten. Errettung von einst den erlöften Geist der Sündennoth erzu deiner Freudeführet. warb er dir durch seinen 8. Zu meinem Heile Tod. Dank ihm für dies hast du dich für mich da- se Liebe! hin gegeben; Dein 3.HaltimGedächtniß Abendmahl erwecke Jesum Christ! Der von mich, mit Ernst darnach dem Tod erstanden und zu streben. Herr, mache nun zur Rechten Gots mich dazu geschickt, und tes ift. Er hat von Towerd ich einst der Welt desbanden und aus der entrückt, so sey dein Tod dunklen Grabesnacht mein Leben. Befreyung an das Licht gebracht. Dank ihm für diese Liebe! Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis dem zc. 4. Halt im Gedächtim Ge- niß Jefum Chrift! Er 205. dachtnis wird einst wieder komJefum Chrift! ÖSee- men, zu richten, was auf le, der auf Erden vom Erden ist, die Sünder Himmelsthron gekom- und die Frommen! men ist, ein Heiland dir Drum sorge, daß du zu werden. Bergiß sein dann bestehst, und mit ihm Von dem heiligen Abendmahle. 275 ihm in den Himmel tet; Licht, den Weg des gehst, ihm ewiglich zu Heils zu finden: Trost danken. bey dem Gefühl der 5. Ja, Herr, mein Hei- Sünden, Kraft, der land, dich will ich nicht Besrung nachzujagen; aus dem Herzen lassen; Muth, des Lebens Last Mit Gegenliebe will ich zu tragen, und die Hoffdich, so lang ich leb, um-[ nung beßrer Zeiten, in faffen. Dein Abend- dem Reich der Ewigmahl vermehrt in mir keiten. des Glaubens Kraft, auf daß ich dir mit steter Treue diene. 3. Ja, du willst mit deinerGnade selbst mich auf des Lebens Pfade, zum Genuß der Seeligkeiten, die du mir erworSchicke dich, erlöste zc. ben, leiten.Du du willst Mel. Nro. 208. mich bessern, trösten, und zum Erbtheil der Erlösten, zu des Himzum Heil der Sünder mels Herrlichkeiten, von des Himmels hohen folg ich dir nur, vorbes Freuden zu den schwer- reiten. sten Todesleiden willig 4. Nun, so sen der haft herabgelaffen, wer Bund erneuet! Ganz kann dein Erbarmen sey dir mein Herz gewei faffen? Tief gerührt het! Täglich will ich von solcher Gute, preist mich bestreben, nur nach dich dankvoll mein Ge- deinem Wort zu leben; müthe. Was du liebst, will ich 2. Herr, du hast auch auch lieben, ernstlich mir bereitet, was zum mich im Guten üben; wahren Wohl mich lei- Was du haffeft, will ich haf 2 esu, Freund 206. der Men schenkinder, der du dich 276 Von dem heiligen Abendmahle. haffen, stets von dir stören, dich aufs innigmich leiten lassen. ste zu ehren; Da, da 5.Doch, ich fühle mei- werd ich, frey vonSünneSchwäche. Jesu, was den, deinen Frieden ich dir verspreche, ach, ganz empfinden. wie leicht ist das gebrochen! schneller oft, als Mel. Nro. 62. ichs versprochen. Da- Jauchzt unferm Gott! zc. rum stark in mir die Triebe dankbeflißner 207. Das follt ihr, Jefu JunGegenliebe, daß ich, bis ger, nie vergessen! Wir ich einst erkalte, treu dir sey und Glauben halte. 6. Hilf mir wider alles streiten, was von dir mich will verleiten. sind, wie wir von einem Brode effen, von einem Kelche trinken, alle Brüder, und Jesu Glieder. Auch den stärksten Reitz 2. Wir sind mit einem zu Sünden hilf mir Lösgeld ihm erkaufet, glücklich überwinden, wir alle sind auf Jesu daß ich hier stets im Ge- Tod getaufet! Nichts wissen deinen Frieden soll uns, die wir eines mag geniessen, und der- Heils uns freuen, zum einst auch überm Grabe Haß entzweyen! Theil an deinem Seegen habe. 3. Wenn wir, wie Brüder, bey einander 7. D, wie will ich dich wohnten, und, irrt ein erheben, wann du mich Bruder, seiner Schwäim höhern Leben zu den cheschonten; Wie ähnFreuden deiner From- lich Engeln würden wir men( Herr, ich hoffes,) auf Erden, wie seelig läffest kommen. Da, da werden! wird mich nichts mehr 4.Auch dazu müsſe Jefit Von dem heiligen Abendmahle. 277 su Lieb uns dringen!| gen! Daß unter einem Duwollest, Herr, dieß Hirten eine Heerde aus groffe Werk vollbrin- allen werde! 1. Vorbereitungslieder. 208. chicke dich, er lo ste Seele, glauseinen Mittlers Tod zu feiern, dei1 big, nach des Herrn Be feh le, Auch für nen Dank ihm zu erneuern! BEER HEEF dich hat er sein Leben in den schwersten Tod gegeben, dir auf Zeit und Ewigkeiten Heil und Wohlfahrt zu bereiten. 2. Zum Genuffe seiner und neue Triebe zur Gnaden wirst du von Verehrung seiner Liebe. ihm eingeladen. Eil ihm 3.Herr, ich komme mit demuthsvoll entgegen, Verlangen, Glaubensund nimm Theil an sei- stärkung zuempfangen; nem Seegen. Komm Der du huldreich deinen getrost, es ist sein Wille; Frieden sterbend auch Komm und schöpf aus mir haft beschieden. seiner Fülle neuen Muth Hier fall ich zu deinen 53 Fuf 278 Von dem heiligen Abendmahle. Füssen; Laß mich wür-| len leben, und dich dankdigdoch geniessendeines bar froh erheben. Deine Mahls, der Seelenspei- Huld ist unermeßlich. se! Mir zum Heil und Herr, sie sey mir unverdir zum Preise! geßlich! Daß ich dich auf alle Weise herzlich lieb und thätig preise. 4. O wie sehnt sich mein Gemüthe, Men schenfreund, nach deiner 7. Du, dem die verGüte! Ewig währet dei klärten Schaaren, die ne Treue, und du siehst wie ich, auch Schwache mein Herz voll Reue. waren, ewig Dank und Ach, so wollst du meinen Jubel singen, daß sie Zahren deine Tröftung hier dein Heil empfinauch gewähren; Meiner gen; Laß auch mich Sünden nicht gedenken, einst dahin kommen und mir deinen Frieden daß ich mich mit allen schenken. Frommen ewig deiner Huld erfreue, und dir meine Jubel weihe. 5.Ja, ich hoff auf deine Gnade, daß sie mich der Schuld entfade und mit! neuer Kraft zum Werke meiner Heiligung mich stärke! Was du, da du für mich starbest, jedem, der Gott sucht, erwar- nemMahlerneuen; Ich best, Seelenruh und ew'ges Leben, wirst du mir gewiß auch geben. 6. Deiner will ich stets mich freuen, ganz mich meinem Herrn bey seiwill, von Weltgeschäften fern, mich seinesTodes freuen. OTag, wie heilig bist du mir! Wie soll sich meine Seel an deinem Dienste weihen, dir zu meinem Gott ernur nach deinem Wil- heben! 2. Nicht Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir fingen zc. 209. Ich will den Bund mit Von dem heiligen Abendmahle. 279 2. Nicht die Gewohn-| ser deiner Gnade, daß heit treibt mich hin, nicht meine Sündenschuld der Betrug der Sünde, durch dich mir nun gedaß auch ein lasterhafwiß nichts schade; Daß ter Sinn blos dadurch ich durch deinen KreuGnade finde. Gelobt bestod, entfündigt und sey Gott! Bon Heuche-( versöhnt mit Gott, ein ley bin ich entfernt, auch Erbe sey des Lebens. bin ich frey selbst von der Luft zur Sünde. 3. Bekennen will ichs öffentlich, dein Sterben sey mein Leben. Dir, mein Erlöser! hab ich 6. Wie werd ich dann, der Sünde Feind, dich, mein Erretter, lieben! Wie ernstlich mich, mit dir vereint, in frommen Thaten üben! Wie werd mich zum Eigenthum ich dir mein Lebenlang ergeben. So lang ich lebe, will ich dein, und deiner Liebe mich erfreun, noch sterbend ihrer trösten. für deine Liebe Preis und Dank, o mein Berföhner, bringen! 7. Wohl dem, der deinen Geiste nicht, sich 4. Demüthig will ich zum Gerichte, lüget, meine Schuld vor mei- noch sich mit eitler ZunemGott gestehen, und, versicht, mit Vorsat überzeugt von seiner selbst betrüget! Wohl Huld, zu ihm um Gna- ihm! Er stärkt, durch de flehen. Laß mich mit Gott erneut, die Hoffglaubigem Vertraun nung seiner Seeligkeit nach deinem Kreuß, obey diesem BundesJefu, schaun, Berge- mable. bung frölich hoffen. 8. O meine Seele, den5. Dein Abendmahl ke nach! Wie fündlich versichre mich, von die- war dein Leben, und Je54 fus 280 Von dem heiligen Abendmahle. sus hat in Kreußes- bist meine Zuversicht. schmach, für dich sich Berlaß mit deinem hingegeben. Was bist Trost mich nicht; Du du dem, der dich so liebt, siehest meine Reue. Erdaß er für dich sein Le barmer, nimm sie gnåben giebt, für seine Lie- dig an; Du bist, der helbe schuldig? fen will und kann, daß sich mein Herz erfreue. Mel. Nro. 6. 3. Nach deinem Troste sehn ich mich, gebückt vor dir im Staube! haft aus Dein tröst ich mich, und Barmherzigkeit, zum nur auf dich, Erlöser, Denkmal deiner Gna- hofft mein Glaube. Geden, das ganze Volk der beugte willst du nicht Christenheit wohlthå- verschmähn, versprichst, tig eingeladen. Du den Schwachen bevzurufft: Mühfeelge, stehn, die nach der Beßkomt zu mir! Ich kom- rung trachten. Stets me, Heiland; Ja, zu bleibst du deinen Wordir erheb ich meine See- ten treu, und wirst ein le. Entzeuch mir deine gläubig Herz voll Reu, Gnade nicht. Sey auch auch meines nicht vermein Trost, mein Heil, achten. mein Licht. Du siehst, wie oft ich fehle. 4. Regiere nur auch künftig mich, daß ich 2. Ja, meiner Schul- vorsichtig handle, und den sind weit mehr, als heilig, voll Vertrau'n ich vermag zu zählen. auf dich, nach deinem Ich fühl es wohl, und Willen wandle. Gieb, leide sehr vor Unruh daß aus Dank für deine meiner Seelen. Doch du Huld, in Liebe, Glauben Lobsinget Gott, und bet. zc. 210. Du, Herr, Von dem heiligen Abendmahle. 281 ben und Geduld ich dir und an das Wort: Es auf Erden lebe; bis ich dereinst in deinemReich verklärt, unsterblich, Engeln gleich, dich ewig froh erhebe. ist vollbracht! Du hast mir Heil erworben. Für mich hast du dich dargestellt. Mit sich verjöhnte Gott die Welt, da du für sie gestorben. Mel. Nro. 6. Lobsinget Gott, und bet. zc. ch komme, 211.J Herr, und bey seinem Mahle hier suche dich, mühseelig mich Gnad um Gnade und beladen. O, mein finden. Er hört der Erbarmer, würd ge Reue sehnlich Flehn, mich des Siegels dei- will gern mich frey und ner Gnaden. Ich liege glücklich sehn, will mir hier vor deinem Thron, die Schuld vergeben. Sohn Gottes und des Nur soll ich dem, der für Menschen Sohn, mich mich starb, und mir so deiner zu getrösten. Ich grossesHeil erwarb, von fühle meiner Sünden ganzem Herzen leben. Müh: Ich suche Ruh, 4. Ja, Herr, mein und finde sie im Glau- Glück ist dein Gebot: ben der Erlösten. Ich will es treu erfül2. Dich bet ich zuver- len. Verleihe mir durch sichtlich an, du bist das deinen Tod die Kraft Heil der Sünder; Haft zu diesem Willen. Laß ihre Schulden abge- mich von nun an eifrig than, und wir sind Got- seyn, mein ganzes Leben tes Kinder. Ich denk an dir zu weihn, und deine deines Leidens Macht, Huld zu preisen. Laß mich 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget meineSünden, undläßt 282 Von dem heiligen Abendmahle. mich den Ernst der Hei-| Besserung mir und der ligung durcheine wahre Welt beweisen. 212. F 4 Die ie ihr Chrifti Jünger seyd, Dat le al seinem Dienst geweiht, theuer miter löste Brüder! Kommt, al le seines Leibes Glieder. E Versöhnte! Kommt, erneut euren Bund # der Seeligkeit. 2. Die, so jetzt mit Zu- Glauben; Hilf den versicht, Jesu, deines Schwachen, die gebeugt Heils sich freuen, die laß von ferne ftehn, können stets in diesem Licht unerhört nicht flehn. wandeln, und sich ganz 4. Hoherpriester! ja dir weihen; Laß ihr du bist in den Himmel Herz vom Stolze rein, eingegangen. Seegne voll von wahrer De- uns Herr Jesu Christ! muth seyn. Da wir nun dein Mahl 3. Tröste, die in Trau- empfangen. Hilf, o rigkeit über ihre Seelen Herr, daß wir es nicht wachen. Stårke, Herrjjemals nehmen zum der Herrlichkeit, ihren Gericht. 2. Lie Von dem heiligen Abendmahle. 2. Lieder bey dem Gebrauche des heiligen Abendmahls. 283 Mel. Nro. II. bracht! O, gieb von deiO könnt ich dich, mein zc. nem Todesschmerz jetzt ier bin ich, neuen Eindruck in mein 213. Hesit, zu er- Herz! füllen, was du in deiwelche du, dich opfernd, starbft; Mit schnödem 4.Laß mich mitErnst ner Leidensnacht, nach die Sünde scheuen, für deinem gnadenvollen Willen, zur Pflicht und Wohlthat mir ge- Misbrauch nie entweimacht. Berleih, zurüle- hen, was du so theuer bung dieser Pflicht, mir mir erwarbóft. Nic fühdeines Geistes Kraft re mich zur Sicherheit und Licht. der Trost, den mir dein Tod verleiht. 2. Es werde mir für mein Gewissen dein 5. Ich übergebe mich Mahl ein tröstlich Lin- aufs neue, o du, mein terpfand, daß ich, der Herr und Gott, an dich; Sündenschuld entrif- Ich schwöre dir bestansen, durch dich bey Gott d'ge Treue, bey deinem Vergebung fand; So Mahle feyerlich! Dein freuet meine Seele sich eigen will ich ewig seyn. in deinem Heil, und lo- Du starbst für mich, bet dich. drum bin ich dein. 3. Bewundernd denk 6. Nie will ich mich ich an die Liebe, womit vor Spottern schämen du unser Heil bedacht. des Dienstes, den man Wie stark sind deine dir erweist; Nie mich Mitleidstriebe, die dich zu einem Schritt bequebis an das Kreutz ge- linen, den mein Gewiss fen 284 Von dem heiligen Abendmahle. sen sündlich heißt. Ozur Stärkung meiner flösse mir den Eifer ein, Treu, dein Abendmahl wie du, o Herr, gesinnt gesegnet sey. zu seyn. Mel. Nro. 180. 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, und, wann er strauGeist vom Vater, und zc. chelnd was versieht, 214. Roller Chr furcht, Versöhnlichkeit und Dank und Freuden kom Sanftmuth üben. Nie ich Herr, auf dein Gekomm es mir aus dem bot, zu dem Denkmahl Gemüth, welch eine deiner Leiden, und geschwere Schuldenlast denk an deinen Tod. du mir aus Huld erlas Mittler, der du für sen haft. mich starbst, mir ein ewig Heil erwarbst, dir zur Ehre stets zu leben, Seele ewig lebt, und sey mein eifrigstes Bedaß einst aus des Gra- streben. bes Staube mich dein 2.Ich empfind es jetzt allmächtger Ruf er- aufs neue, was ich dir, hebt: Wann du dich, Herr, schuldig bin. Du, groffer Lebensfürst, den du gabst mit groffer Völkern sichtbar zeigen Treue ganz dich mir wirst. zum Dienste hin; Zeig9. Gebeugt lieg ich zustest mir den Weg zu deinen Füssen, mit Dank Gott, und ertrugft den und Lob, Gebet und schwersten Tod, mir im Flehn. Laß auf mich Leben und im Sterben neue Gnade fliessen: fichre Tröftung zu erMein Heiland, laß es werben. doch geschehn, daß inir, 3. Durch dich ist zu Got8. Es stärke sich in mir der Glaube, daß meine Von dem heiligen Abendmahle. 28 1 Gottes Gnade freyer schwächen, was mich Zutritt, und die Kraft, reißt, ihn garzubrechen. auf der Tugend feel- 6. Laß mich über alles gem Pfade vest einher schätzen dein mir theur zu gehn, verschafft. Und erworbnes Heil, und du rufft aufs neue mir nie aus den Augen sedurch dein Nachtmahl, ten, daß nur der daran daß ich hier Theil an dei- hat Theil, der auf deine nem Seegen nehme, Stimme hört, mit Geund mich deiner nie- horsam dich verehrt, mals schame. 4. Sollt ich, Jesu, denn vergebens diese und in deinem Dienst auf Erden immer besser sucht zu werden. deine Huld empfahn? 7. Geh mir, wo ich bin Nicht zur Beßrung und wandle, immerfort meines Lebens mich zu mit Hülfe nach, daß ich deinem Tische nahn? als ein Christ stets Ja, mit neuem Ernst handle; Und wird ja will ich mich vor Sün- mein Glaube schwach, den scheun, und dich o so hilf mir liebreich durch ein dir geheiligt auf, daß ich in dem TuLeben mit vermehrtem gendlauf nimmer wanFleiß erheben. ke, nie ermüde. So er5. Diesen Vorsatz, den quicke mich dein Friede. ich habe, thàtig dankbar 8. Ewig will ich dir es dir zu seyn, prag ihn, danken, daß du so barmJesu, bis zum Grabe herzig bist; Daß auch, tief in meine Seele ein! wenn wir Schwache Gieb mir Kraft, ihn zu wanken, deine Treu bevollziehn. Lehre mich ständig ist. Herr, ich mit Vorsicht flichn, hoffes froh und vest, daß was ihn könnte bey mir sie mich auch nicht verläßt. 286 Von dem heiligen Abendmahle. läßt. Zudes Himmels- Imich ganz dein eigen Seeligkeiten wird sie seyn.. mich gewiß auch leiten. 5.Erleuchte durch dein Wort mein Herz, und richt es zu dir himmelMein Auge sieht, o Gott!. wärts, daß glaubensMel. Nro. 79. Lamm, der du aus Lieb am Kreußzesstamm zur Tilgung meiner Sun denlast den schwersten Tod erduldet haft! Jesu Chri- voll und dankbarlich ich ste, Gottes- deiner Lieberinnremichy. 6. Gieb, daß ichs mir zum Heile chu, zur Fördrung meiner Seelenruh zur Stärkung in derHeiligung und wah2. Ich komm zu dei- rer Lebensbesserung. nem Abendmahl, ge- 7. Tilgalle Laster aus beugt durch manchen in mir, Mein Herz mit Sündenfall; Doch mei- Glaub und Liebe zier, nes Herzens Zuversicht und was sonst ist von steht, Herr, zu dir. Ber- Tugend mehr, das wirfmich nicht! pflanz in mir zu deiner Ehr. 3. Du bist der Arzt, der Seelen heilt, der Reu- 8. Gieb mir, was meierfüllten Trost ertheilt, ner Seele nützt, und und zur rechtschaffnen mich vor dem VerderHeiligkeit den Schwa- ben schützt. Du bist mein chen Muth und Kraft Heil; Laß mich mit dir verleiht. vereinigt bleiben für und für. 4. Darum, Herr Jesu, bitt ich dich: Von mei nen Sünden heile mich. Mach in mir das Gewissen rein, und laß damitich glücklich Welt 9. Du bists, der in uns Gutes schafft. Ach, stårke mich dazu mit Kraft, und Von dem heiligen Abendmahle. 287 und Sünd im Glauben mich im Leide. Heil und an dich überwind. Leben schenkst du mir. Gott, wie dank ich dir dafür! 10. Dein freue meine Seele sich; Mein ganzes Leben preife dich! Den guten Vorsatz, den ich hier erneure, mache vest in mir. 2. Widerspenstig feinem Ruf, hab ich meinen Gott betrübet, ihn, der mich zum Glück er11. Gieb, daß ich tren schuf, und mich stets so sey meiner Pflicht, und treu geliebet. Ich vermich nach deinem Wil- diene Straf und Tod, len richt; So bring ich den er frechen Sündern christlich und in Ruh droht. auf Erden meine Tage 3. Dennoch nimmt der zu. Gut ge mich wieder auf 12. Bis du mich, o du zu seinem Kinde, und Lebensfürst, in deinen vergiffet väterlich meiHimmel nehmen wirst, daß ich da bey dir ewiglich an deiner Güte freue mich. nes Lindanks, meiner Sünde; Giebt durch seiner Diener Hand mir der Gnade Linterpfand. Mel. Nro. 212. 4. Tag der Wonne, Die ihr Christi Jünger c. heiligs Mahl, ewig will 216. Sag, den mir ich dein gedenken. Meider Herr ge- nes Jesu Todesquaal macht! Sen geseegnet, soll mir Trostim Leiden Tag der Freude! Du er- schenken, und mein Lehellst des Kummers ben soll allein ihm von Nacht, und erquickest nun an heilig seyn. 3. Dank: 288 Von dem heiligen Abendmahle. 3. Danksagungslieder nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. Mel. Nro. 1. Mein Herz, ermuntre zc. ank, ewig Dank sey mal dir: Schenk du nur deine Gnade mir! 217. Dant deiner Liebe, erhöhter die mir zu gut getragne Mittler, Jesu Christ! Last, und deiner Liebe Gieb, daß ich deinen nie vergeffen, die du an Willen übe, der du für mir bewiesen haft. Laß mich gestorben bist meinen Glauben thätig Und laß die Grösfe dei- feyn, und mir zum Guner Pein mir immer in ten Kraft verleihn. Gedanken seyn. 4. Laß, Herr, mich dankbar stets ermessen 5. Hilf mir das Böse 2. Wie kann ich dich überwinden, und stärke genug erheben? Ich, der mich zu jeder Pflicht. ich Zorn und Tod ver- Bewahremich vor neudient, ich soll nicht ster- en Sünden, verlaß mich ben, sondern leben, weil in Versuchung nicht, du mich selbst mit Gott und dein für mich ververfühnt. Du, der Ge- goßnes Blut schenk mir rechte, starbst für mich. imTodeskampfe Muth. Wie preis ich, Herr, wie 6. So soll dann weder preis ich dich! SpottnochLeiden, noch 3. Heil mir! Mir ward Ehre, Gut und Lust der das Brod gebrochen, ich Welt, mich, Herr, von trank, Herr, deines deiner Liebe scheiden, die Bundes Wein. Voll selbst im Todé mich erFreude hab ich dir ver- hält. Du bist und bleisprochen, dir, treuster best ewig mein: O laß Jesu, treu zu seyn. Ich mich deiner würdig schwör es nun noch ein- seyn. Mel. Von dem heiligen Abendmahle. 289 Mel. Nro. 208. gelobe dir mit Freuden, Schicke dich, erlöste zc. auch das Unrecht still 218. err, ich falle zu leiden; Lingeduldig vor dir nie- nie zu klagen, an dir nieder, danke dir, und singe mals zu verzagen. Lieder, dir, oTilger mei- 4.Was du hassest, will nerSünden! Wer kann ich haffen, ganz von dir deine Lieb ergründen? mich leiten lassen, nie Meine Schulden willst mit Vorsatz dich betrůdn decken, willst zur ben, alles, was du lies Tugend mich erwecken, best, lieben. Doch, ich willst ein ewig feeligle kenne meine Schwäche, ben mir, wenn ich dir Jesu, da ich dieß verglaube, geben. spreche. Morgen ist wohl schon gebrochen, was ich heute dir vers sprochen. 2. Nun so sey der Bund erneuet; ganz sey dir mein Herz geweihet! Wie du hier gelebt, zu 5. Darum hilf du mir, leben, will ich täglich und stärke mich zu jes mich bestreben. Dir ge- dem guten Werke; Will lobich: Deine Glieder, mich Welt und Fleisch alle Menschen, meine Brüder, immer mit den reinsten Trieben, immer, wie mich selbst, zu Iteben. verleiten, gieb mir Kraft, sie zu bestreiten. Hilfden ersten Reitz der Sünden, der erwacht, mir überwinden! Lieber 3. Ich gelobe dir von laß mich, Jesu, sterHerzen, meiner Brüder ben, als durch böse Lust Noth und Schmerzen verderben. täglich brüderlich zu 6. Laß mich ihre Fols lindern, Elend, wo ich gen schrecken, des Gekann, zumindern. Jchwissens Freuden schmés I cken, 290 Von dem Glauben an Gott und Jesum. cken, die mein Herz so Liebe nie vergessen; oft empfunden, wann Laß mich, wankt mein ich Sünde überwun Herz im Guten, Herr, den. Laß mich deine dich sehn am Kreutze Treu ermessen, deiner bluten! XVII. Von dem Glauben an Gott und Jesum. 219. Herr Mel. Nro. 291. Wort; Gieb, daß ich O Gott, du frommer Gott. Darauftraue, und meine ohne Hoffnung vest auf deine Glauben Treue baue; Gieb, daß kann kein Mensch vor dir ich dir im Glück und bestehen; Drum wend Unglück stets getreu, ich mich zu dir mit de- und dem, was du gemuthsvollem Flehen; Obeutst, von Herzen folg zünde selbst in mir den sam sey. wahren Glauben an, in welchem ich allein dir wohlgefallen kann. 4. Auch hilf mir, daß ich den, den du gesandt, erkenne, ihn meinen 2.Laß mich, Gott, daß Herrn undGott in Geist du seyst, mit Lieberzeu- und Wahrheit nenne; gung glauben. Nichts und treu und redlich müsse mir das Wort thu, wasmich sein Wort aus meinem Herzen gelehrt, daß ihn Herz, rauben, daß du dem, der Mund und That als dich sucht, stets ein Ver- meinen Heiland ehrt. gelter seyst, und hier und ewig ihn mit deinem Heil erfreist. 3. Wahrhaftig ist dein 5.Seingöttliches Verdienst sey mir beständig theuer, es fülle mich mit Trost; Es mache mich stets Von dem Glauben an Gott und Jefum. 291 stets freyer vom schnö- jaufErden! Noch herrliden Lasterdienst; Es cher wird einst mein stärke mich mit Kraft, Theil im Himmel werzu deines Namens den. Da werd ich, was Ruhm, in meiner Pil- ich hier geglaubt, im gerschaft. Lichte schaun, und du erfüllst dann ganz mein kindliches Vertraun. 6. Wie feelig leb ich denn im Glauben schon 220, XIN 1 # Aut ( uf dich allein, Herr Je su Christ! aufdich, der du mein Heiland bist; soll mein Vertraun sich gründen, Es ist Sonst ist kein Heil zu finden. ES kein Retter ausser dir, kein Mensch, kein EnE gel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen THEEB kann; Dich ruf ich an, du bists, der helfen KELE will und kann 2. Erlöser! Meine| Todesschmerzen. Weil Schuld ist groß, sie reuet du für mich genug gemich von Herzen. Er than, nimmt Gott auch barme dich, und sprich mich zuGnaden an. So mich los, durch deine bin ich los der SündenT 2 laft; 292 Von dem Glauben an Gott und Jefum. last; Mein Glaub um- furcht dich den Sohn faßt dich, der du sie ge- des Höchsten nennen; tragen hast. Gieb, daß ich deinem guten Geist, der uns den Weg zum Himmel weist, von ganzem Her3. Hilf, daß ich meines Glaubens Kraft durch wahre Lieb erweise. Ja, mache du mich tugend- zen folge. 221, O haft zu deines Namens 3. Laß mich dein grof Preise. Sen mir in mei- fes Gnadenheil im rechner Prüfungszeit ein ten Licht erblicken, und Helfer voll Barmher- mich dazu an meinem zigkeit; Und naht die Theil mit allem Eifer letzte Stunde sich, dann schicken. In dir nur find zeige dich mit deiner ich Trost und Ruh, und Gnad, und rette mich! ew'ges Heil; Der Weg Mel. Nro. 53. bist du, die Wahrheit Wie viele Freuden dank zc. und das Leben. Gottes 4. Oft ist mein Glaube Sohn, Herr schwach und klein, noch Jesu Christ! Deinistes öfter leer an Werken. mir zu geben, was mir Wer hilfet mir? Nur du zum Glauben nütze ist, allein; Du kannst mich was ihm giebt Kraft mächtig stärken. Das und Leben. Drum hilf schwache Rohr zers du mir von obenher, daß brichst du nicht, verlde ich gestärkt je mehr und schest kein noch glimmehr, recht und beharr- mend Licht; Erbarm lich glaube. dich denn auch meiner! 2. Durch deine Wahr- 5.Ogieb, daß ich dein heit lehre mich, Gott theures Wort recht tief meinen Vater kennen, zuHerzen faffe; Daß ich mit freudenvoller Ehr- mich nun und immers fort Von dem Glauben an Gott und Jesum. 293 fort auf dein Verdienst| Deinen Stärke, daß ich, verlasse: Lind wenn mich als dein Erlöster, froh gleich mein Herz ver- auch auf dein Beyspiel klagt, ich dennoch auf merke; Dir nachfolg auf dich unverzagt, als mei der rechten Bahn, und nen Heiland, hoffe. eifrig, gleich als du ge6. Gieb, daß ich than, Gott und dem Schwacher lediglich Nächsten diene. auf deinen Beystand se- 8. Insonderheit gieb he, unddann, mit Macht mir die Kraft, daß ich gestärkt durch dich, vest an meinem Ende, des in dem Glauben stehe; Glaubens voll, die PilWit Früchten der Gegerschaft mit Freudigrechtigkeit erfüllet, laß keit vollende. Herr, mamich allezeit des Glau- che mich dazu bereit, bens Kraft bewiesen. daß ich der SeelenSee7. Wohn in mir durchligkeit, des Glaubens den Glauben so, o du, der End, erlange. 222. EE err, mein Er lò ser! nur von Herr Vernimm mein Seufzen, ei le dir kann ich mir Hülferflehen. Des wahmir, mein Helfer, bey zustehen! ren Glaubens Kraft und Licht, das see lige Fil Bestreben, dir zu leben, und Muth zu dieser QUELES Pflicht, das wollest du mir geben. T 3 2. Du 294 Von dem Glauben an Gott und Jefum. 2. Du hast dein gött-| bauen, dir vertrauen, liches Gebot mir tiefins und dann dort freudenHerz geschrieben. Von voll dein Antlitz ewig ganzer Seele soll ich schauen. Gott, wie auch den 5.Ich kämpf, ermatt Nächstenlieben. Wenn und strauchle oft. Erich nach deinem Worte barme dich des Schwathu, so hab ich schonhie- chen, der nur auf dich nieden groffen Frieden; in Demuth hofft; Du Lind welches Heil haft kannst mich machtig du den Frommen dort machen. In jederKümbeschieden! merniß laß mich bey dir, Herr, Zuflucht finden, Trost empfinden, und dann zuletzt durch Denn duhafideine See- dich in allem überwinligkeit den Treuen nur den. 3.Las mich kein Leiden dieser Zeit, kein Welt glück dir entreiffen. verheissen. Doch könnten wohl durch ihre Mel. Nro. 291. Müh fie, solche zu ver- Gott, du frommer Gott! dienen, sich crkühnen? AusGuadenschenkst du 223. Versucht und es sie, und du erwarbst sie selbst, ob ihr im Glauihnen. ben stehet, ob, weil ihr 4. Freund meiner See- glaubt, ihr auch auf le! Du bist ihr ein Wein- Christi Wegen gehet. frock, sie dein Rebe. Ob ihr demüthig, mild, Zeuch sie dir nach, daß voll sanfter Freundlichsie zu dir sich von der keit, und eurem NachWelt erhebe! Ja, laß sten stets zu dienen seyd bereit. mich, wann ich sterben soll, auf deine Gnade 2. Der Glaub ist nicht ein Von dem Glauben an Gott und Jesum. 295 ein Licht, im Herzentiefster, und täglich wirds verborgen; Sein Glanz ihm mehr zum Abscheu, bricht aus, und strahlt, stets verhaßter; Er ist der Sonne gleich am aufrichtig, ist ein Feind Morgen; Macht Christo der Heucheley, von gleich gefinnt, beweiset Stolz, von Eitelkeit, seine Kraft durch unsre von Neid und Geitze Heiligung, und macht frey. uns tugendhaft. 6. Prüft, züchtigt ihn 3. Wer also glaubt, sein Gott, giebt ihm ein der schöpft aus Christo Kreutz zu tragen; So Heil und Leben. Wie trägt ers mit Geduld, ihm sein Gott vergiebt, und ohne zu verzagens so will auch er vergeben; Ift wachsam in Ges Liebt nicht mit Worten, fahr, und nüchtern zum blos, er liebt auch mit Gebet, halt in der Prüder That, beständig, wie fung aus, und wankt sein Gott auch ihn gelie- nicht, und besteht. bet hat. 7.Ob solch einGlaub, 4. Wenn er geschol- o Christ, in deinem Hers ten wird, schilt er nicht zen lebe, das prüf, und feindlich wieder; spricht sich, ob er dir Lust zur zu den Armen nicht: Tugend gebe. Er macht Geht, wärmt, erquickt nicht nur gerecht, er euch, Brüder, und läßt macht auch tugendhaft, doch, ungerührt, die nnd giebt zur Heiligung Brüder in der Noth. Er Trieb, Willigkeit, und Kraft. fühlt sie, geht und bricht dem Hungrigen sein 8. So wünsch ich, Brod. Gott, an dich und dei5.Er jagt der Tugend nen Sohn zu glauben. nach, er meidet jedesta- Gieb diesen Glauben £ 4 mir, 296 Von dem Glauben an Gott und Jesum. mir, und laß mir nichts aus der Zeit mir noch im folgen dann, und folgen Ewigkeit. in 224. err, al lér höchster Gott, von dem und was uns nützlich ist, in reiHet F F wir al le Gaben, sich erbarmend mich chem Maasse haben; in meiner Schwachheit an, weil ich nicht, wie ich will, dir recht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar| Senfkorn gleich, mein an dich, doch nur mit Glaube noch sehrklein, schwachem Glauben; so laß ihn doch bey mir Oft will die Zweifel- in stetem Wachsthum sucht mir alle Hoffnung seyn. rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch von mir nicht ferne feyn! 4. Gieb, daß die Zuversicht in meinem Geist sich mehre, daß du mein Vaterfeyst, und ich dir angehöre, daß alle mets ne Schuld von dir vergeben sey; Damit mein ne Hände! Hilf meiner Herz sich dein, als seines Schwachheit auf, daß Gottes, freu. 3. O, reiche du mir selbst aus Gnaden deimich nichts von dir 5. Mach diese Zuverwende. Ist schon, dem sicht in mir, o Gott, so kräftig, Von der Vergebung der Sünden, zc. 297 kraftig, daß ich mein sehnliches Gebet, und Lebenlang in deinem schenke Glaubenskraft Dienst geschäftig, und dem, der dich darum stets beflissen sey, zu fleht. thun, was dir gefällt, so hab ich schon in dir den Himmel auf der Welt. 7.In deiner Mittlershand ist Heil und aller Seegen. Herr, unterstü6. Mein Heiland, der te mich auf allen meis du einst für deine Jün- nen Wegen; So geh ich ger bateft, und, wann sie freudig fort, in dieser wanketen, beym Bater Pilgerzeit, zu meines sie vertratest; Ach, un- Glaubens Ziel, der terstüß auch jetzt mein Seelen Seeligkeit. XVIII. Von der Vergebung der Sünden, oder von der Recht= fertigung. Mel. Nro. 125. uns selbst deinen Sohn. Wie göttlich sind doch zc. Er litt, damit wir Friede ott, deine hätten, für uns denTod, 225. 2 Gott unser Leben; Sie schafft Gott, wie hast du uns uns Heil und Seelen geliebt! Welch ein Erruh. Dein ists, die Sün- barmen ausgeübt! den zu vergeben, und willig ist dein Herz dazu. Du nimmst die Sünder gnädig an, die sich voll Reue zu dir nahn! 2. Uns, uns Verlohrne 3. Dank, ewig Dank sey deiner Treue, die Niemand gnug erheben kann! Nun nimmst du jede wahre Reue, um Chrifti willen, gnädig zu erretten, gabst du für an. Wohl dem, der sich Ts zu 298 Von der Vergebung der Sünden, zu dir bekehrt, und glau- auch mich empfinden, big seinen Mittler chrt! wie köstlich dieser Friede 4. Den, Herr, befreyft sey. Auch mich sprachst du von den Plagen, die du von meinen Sünden dem Gewissen furcht- und ihren Strafen völbar find: Der kann ge- lig frey. Denn der, der trost und freudig sagen: aler Sünden trug, Gott ist für mich, ich ward sterbend auch für bin sein Kind; Hier ist mich ein Fluch. der, welcher für mich litt, und mich noch jetzt bey Gott vertritt. 8.D laß mich dieß im Glauben faffen, und, Bater, mich voll zuversicht auf deine Treue stets verlassen! Wann alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich verläßt! Sein Heil steht unbeweglich vest. 5. D Herr, wie seelig ist die Seele, die so sich deinerGnade freut! Gesetzt, daß irrdisch Glück ihr fehle, fehlt ihr doch nicht. Zufriedenheit. Dein Friede überwieget weit die Welt und ihre Herrlichkeit. 9.Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig 6. Dein Friede stärkt deiner Gnade freun, und mit frohem Muthe das deinem Dienst mein Herz, auch in der größ- ganzes Leben in kindliten Noth; Giebt Hoff chem Gehorsam weihn. nung zu dem ew'gen Herr, du vergabst mir Gute, und macht getroft meine Schuld; Nie, nie selbst in dem Tod. Er ist vergeß ich diese Huld! schon in der Pilgerzeit Mel. Nro. 11. ein Borschmack künft- O könnt ich dich, mein zc. theuer 7. Laß, Bater, denn 226. Wie het deine oder von der Rechtfertigung. 299 deine Güte, die alle Mis| Berdienst sich steift, sethat vergiebt, sobald doch in der Sünde noch ein reuendes Gemüthe beharrt, dafür er selbst die Sünden, die es sonst ein Opfer ward. geliebt, erkennt, verdammt, und ernstlich 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füssen, haßt, und Zuversicht vergieb_mir gnådig zum Mittler fast! [ meine Schuld, und heile 2. Doch laß mich ja mein verwundt Gewiß nicht sicher werden, weil sen mit Trost an deiner du so reich an Gnade Vaterhuld. Ich will bist! Wie kurz ist meine mit Ernst die Sünden Zeit auf Erden, die mir scheun, und willig dir zum Heil gegeben ist! gehorsam seyn. Gieb, daß sie mir recht 6. Daß mit Gerechtig wichtig sey, daß ich sie keit auch Stärke durch meiner Beßrung weih. Christum mir geschen3. Zwar deine Gnade ket sey, will ich durch zu verdienen, sind Reu Llebung guter Werke und Beßrung viel zu beweisen. Mache selbst klein. Doch, darf sich mich treu, Herr, in der auch ein Mensch erküh- Liebe gegen dich! Sie nen, zu glauben, dir ver- dringe stets, und leite söhnt zu seyn, wenn er mich! noch liebt, was dir mißfällt, und nicht dein Wort von Herzen hålt? 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Misfethat vergiebst! Das haffen, was du mir vergeben, das lieben, was duselber liebst.Laß, Schulden häuft. Der Vater, mein Gewissen kann kein Herz zu Jeſu faffen, der zwar auf sein 4. Nie kannst du dem die Schuld erlassen, der frevelnd Schuld auf rein, und heilig meinen Wandel seyn! 227. 300 227. Von der Vergebung der Sünden, G E o hoff ich dann mit vestem Muth DEFESA auf Gottes Gnad undChristiBlut; ich hoff ein ewigs Leben. Gott ist ein Vater, der E verzeiht, und mir das Recht zur Seeligkeit in seinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein un- des Lebens Ruh, und aussprechlich Heil, an stärkt uns in Gefahren. dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben! Im Herzen durch denGlauben rein, dich lieben und versichert seyn von deines Geistes Gaben. 4. Erhalte mir, oHerr, mein Hort, denGlauben andein göttlich Wort, um deines Namens Willen! Laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneun, und mich mit Troft erfüllen. 3. Dein Wort, das Wort der Seeligkrit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es bewahren. Es Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis dem zc. fericht uns Troft im 228. Sewiglich ge Elend zu, verfüffet uns preist für deine groffe Guade, oder von der Rechtfertigung. 301 Gnade, wovon dein lebt er dann in Gott erWort uns unterweist! freut; ImSchmuckeder Geheilt ist unser Scha- Gerechtigkeit dient er de. Dein Sohn hat uns nun Gott mit Freuden. von unsrer Noth erlöset, und selbst in den Tod für uns sich dargegeben. 5. Erkennet Gottes gnad'gen Rath, geht in euch, sichre Sunder! 2. Er nahm sich unser Frohlockt, die er begnagnädig an, trug unser digt hat, ihr, seine fromaller Sünden, ward men Kinder! Dientihm dem Gesetze unterthan, mit Freuden, dient ihm vom Fluch uns zu entgern; Bleibt von den binden, den es den Ue- Sündenwegen fern, bertretern dråut; Er- bleibt auf dem Weg warb uns die Gerech- zum Himinel. tigkeit durch sein versöhnend Leiden. Mel. Nro. 62. Jauchzt unserm Gott! zc. Wer in Seelennoth auf dieſen 229. Dummuß Heiland schauet, und vor der Gnade schwinwenn ihm sein Gewissen den; Verdienst kann droht, aufJesu Tod ver- nicht den Weg zum trauet, der ists, den Gott Himmel finden; Weil gerecht erklärt, und der Gott mur dem, der das groffe Glück er- glaubt, das ew'ge Leben fährt, Bergebung zu er- umsonst will geben. langen. 2. Gott kann, was 4. Gott sagt ihm Heil nicht den göttlichen Ges und Leben zu, er stillet setzen ganz Gnüge thut, sein Gewissen, und läßt, auch nicht für gültig zu seiner Seelenruh, thn schätzen; Wer darf, als seine Huld geniessen.Da Lohn, den Himmel zu vers 302 Von der Vergebung der Sünden, Mel. Nro. 11. verdienen, sich wohl erkühnen? könnt ich dich, mein zc. 3. Wie würd ich doch 230. Aus den Gnaden soll ich seelig mit meinem bestehen wenn ins Gericht werden, und nicht durch mit mir Gott wollte gemeiner Werke Werth. hen? Bleibt alles doch, Welch Heil, daß Gott was ich je unternomen, mich schon auf Erden ganz unvollkommen. für seiner Gnade Kind 4. Und wenn gleich erklärt! Durch meinen Gott der guten Werke Heiland soll ich rein, denket, und reichlich uns aus Gnaden ewig seedafür Belohnung schen- lig seyn. Geschichts doch ket; 2. Aus Gnaden! Denn nicht aus Schuld, wer kann verdienen, nein! nur ausLiebe, und freyem Triebe. 5. Du, Jesu, nur befriedigst das Gewissen, ich flich zu dir, will von Verdienst nichts wissen. Mein Thun ist nichts; um Gnade will ich schreyen, nur dein mich freuen. was Sündern Gottes Sohn erwarb, als er zu Gottes Ruhm, und ihnen zum Besten, zur Versöhnung, starb? Nahm er nicht aller Sünden Schuld auf sich allein, und blos aus Huld? 3. Aus Gnaden trug 6. Doch falschen Trost er ja auf Erden der laß mich auch nicht ver: Strafen Gottes ganze führen; Gottseeligkeit Last. Was trieb ihn, laß meinen Glauben Mensch, dein Freund zu zieren, und laß mich werden? Sprich, weß du stets mit Eifer darnach dich zu rühmen haft? streben, heilig zu leben. Bracht er sich nicht zum Opfer oder von der Rechtfertigung. 303 Opfer dar, als jeder] 7. Aus Gnaden hilf Gottes Feind noch war? mir ringen, streiten und 4. Aus Gnaden that überwinden; Tritt herers; Freut euch, Sünder! zu, wann meine matten Wenn ihr nur wahre Füsse gleiten, und decke Busse thut, und glaubt, meine Mängel zu. Denn so send ihr Gottes Kin- du belohnst dem Glauder, ihm wohlgefällig ben auch der Gnade reddurch sein Blut. Welch lichen Gebrauch. Heil, das Gott nur geben kann! Aus Gnaden nimmt er Sünder an. 8. Aus Gnaden einst von dir erhoben in deinen Himmel, will ich 5. Aus Gnaden! Aber, dann mit allen Heiligen Sünder, hüte dich vor dich loben, mehr, als ich dem Mißbrauch seiner dich hier preisen kann. Huld, und häufe nicht, Dann bin ich ganz geweil seine Güte so wun- recht und rein, und ewig dervoll ist, Schuld auf seelig, ewig dein. Schuld; Denn, wer auf Mel. Nro. 18. sie zu frebeln wagt, dem Wie soll ich dich würdig zc. ist ihr Troſt und Heil versagt. mein 231. Ich erhebe mein 6. Ergreif mich denn sehnsuchtsvoll, mit Baterarmen. Gott, Gott, zn dir. Ich verehrette mich; Gieb Glau- re deine Güte; O wie ben, gieb auch Heilig- theuer ist sie mir! Gott keit, durch dein Erbar- derLiebe und desLebens, men, zu allen Pflichten keiner barrt auf dich Kraft und Trieb; Daß vergebens; Nur Vermeine Seele dir getren ächter deiner Huld stürim Glauben bis zum zet ihre eigne Schuld. Tode sey. 2. Lehre mich, Herr, deine 304 Von der Vergebung der Sünden, 2c. deine Wege: Zeige dei-| Elenden, deren Herz sich nen Willen mir! Leite dir ergiebt, die sich fle= mich die rechten Stege, hend zu dirwenden, über daß kein Abweg mich ihre Schuld betrübt. verführ. Gott, du fichest Freude schenket deine mein Vertrauen! Sicher Güte dem geängsteten kann ich auf dich bauen; Gemüthe, welchem du Deine Vatertreue ist die Sündenlast liebreich ewig, wie du selber bist. abgenommen haft. 3. Ach, gedenke an die 6. Herr, zu was für Sünden meiner Ju- Seeligkeiten du in jegendjahre nicht! Laß ner bessern Welt jeden mich vor dir Gnade fin- Frommen noch willst den, geh nicht mit mir leiten, der dir Treu und ins Gericht. Alle Sin Glauben hält, offenden, die uns reuen, willst barst du allen Seelen, du väterlich verzeihen; die zu ihrem Theil dich 2 so höre denn auch wählen. Deinen ganzen mich! Meine Seele hofft Gnadenbund machst du auf dich. deinen Kindern kund. 4. Gott, du willst des 7. Dir will ich mich Sünders Leben, seine den ergeben. Gott, mein Seele ist dir werth; Gott, verlaß mich nicht! Gnädig willst du ihn Laß mich heilig vor dir vergeben, wenn er sich zu leben, treu feyn meiner dir bekehrt. Mitten auf ganzen Pflicht. Keine dem Sündenwege schnöde Lust der Suumachst du sein Gewissen den soll mich ferner rege. Wohl dem, der zu überwinden; Denn du seiner Pflicht umkehrt! nimmst dich meiner an, Den verwirfst du nicht. daß ich standhaft blei5. Du erquickest die ben kann. XIX. Von Von der Glückfeeligkeit wahrer zc. 305. XIX. Von der Glückseeligkeit wahrer Christen in diesem Leben. Mel. Nro. 7. ligkeit, o Gott, schon in Kommt her, verkündigt zc. der Prüfungszeit, selbst hier unter viel Beschwerden, 232. Schon lebt wenn dir und vergnügt, wer Got- ergiebt, und treu in deites Wege geht, die schnö- nem Dienst sich übt! deLust der Welt besiegt, Wie groß wird sie einst vest in Versuchung werden! Wenn sich steht. herrlich jenes Leben wird anheben, wo man Freuden erndtet von der Saat der Leiden. 2. Sein Theil ist hier Zufriedenheit, die im Gewiffen wohnt, wenn fiche des hohen Bey 2.Schon sind wir göttfalls freut, womit esslichen Geschlechts, und Gott belohnt. freuen uns des hohen 3. Noch größrer Lohn Rechts, als Vater dich erwartet ihn in jener zu preisen. Bey dir ist Ewigkeit, wenn er mit unser Vaterland; Und Gott ergebnem Sinn wer will deiner starken gethan, was Gott ge- Hand, Allmächt ger, beut. uns entreiffen? Wenn wir gleich hier müssen streiten, und zu Zeiten Schmach empfinden, hilfft du uns doch überwinden. 4. Herr, laß mit allem Eifer mich den Weg der Wahrheit gehn, so werd ich einst im Himel dich, zu meiner Wonne, sehn. Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt der zc. 3. Du deckest unfre Schulden zu, schenkst ie groß ist unsern Seelen wahre unsre See- Ruh, und stärkest uns 11 233. Wie 306 Von der Glückseeligkeit wahrer Christen mit Freude. DeinSohn in die Seelen, dich zu ist unser Haupt und wählen, und im Leben Ruhm, wir sind sein uns dir herzlich zu ergeBolk und Eigenthum, ben! und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind Mel. Nro. 123. aufErden in Beschwer- Wie göttlich sind doch zc. den unsre Seelen. Herr, was kann bey dir uns fehlen? 234. Mit it dir, o Höchster, Friede haben, und deis 4. Es bleibet zwar der nerHuld versichert seyn, hohe Werth der Gnade, das ist die größte aller die uns widerfährt, ver- Gaben, die jedes Menbergen hier auf Erden; schen Herz erfreun; Das Doch wann der Herr bleibt auch in der Ewigvor aller Welt in Majesteit die Quelle der Zuståt Gericht einst hält, friedenheit. dann wird er sichtbar 2. Wofür darf meiner werden. Alsdann sieht Seele grauen, wenn du man ihn mit Kronen mir, Gott, nicht schreckuns belohnen, und die lich bist? Kann ich geSeinen ewiglich mit trost auf dich nur schausich vereinen. en, dem alles unterwor fen ist, so seh ich auch mit heiterm Sinn auf alles andre ruhig hin. 5.Wie glücklich, Gott, sind wir alsdann! Wie viel hast du an uns gethan! O laß uns un- 3.Beschäint mich meisre Würde vor Augen ner Fehler Menge, du, haben jederzeit, so tra- Bater, du verzeihst sie gen wir mit Willigkeit mir: Treibt eine Noth der kurzen Leiden Bür- mich in die Enge, so hab de. Herr, gieb den Trieblich doch den Trost an dir, 307 in diesem Leben. dir, daß du die Leiden dieser Zeit stets lenkst zu meiner Seeligkeit. den scheun, nur dich zu ihrem Trost erwählen, und vor dir recht zu thun sich freun. Wer dich mit solchem Sinn verehrt, der ist dein Freund, der ist dir werth. 4. Froh seh ich deinem höhern Seegen, den dei ne Hand in jener Welt den Deinen aufbewahrt, entgegen; Und 7. Der hat dich auch in wenn mein Leib in allen Fällengewiß zum Staub zerfällt, so zagt Trost, und kann ſein mein Herz doch darum Herz indir, o Gott, zunicht; Denn du bist mei- frieden stellen bey jene Zuversicht. der Sorg, in jedem 5. Mein Heil steht blos Schmerz; Den wird in deinen Händen, und zum ew'gen Wohlerdein ist, Bater, alle gehn unfehlbar deine Huld erhöhn. Macht, mir jedes Gute zuzuwenden, das deine Huld mir zugedacht. 8. So hilfdenn, daß ich, weil ich lebe, um deiner Gnade mich zu Nur du vollführst stets freun, nach einem reideinen Rath. Wohl nen Herzen strebe, und dem, der dich zum präg es mir aufs tiefste Freunde hat. ein: Kein größres Glück 6. Dieß ist das Glück sey auf der Welt, als der reinen Seelen, die wenn man, Gott, dir sich mit Ernst vor Sün- wohlgefällt. 235. ENESE eines Gottes freue dich, dank ihm, Sorget er nicht väterlich, daß kein U 2 mei 308 Von der Glückseeligkeit wahrer Christen Persaha meine Seele! Schüßt dich seine Vorsicht nicht, Gut dir fehle? wann Gefahren dràduen? Jsts nicht Seeligkeit und Pflicht, seiner sich zu freuen. 2. Ja, mein Gott, ich| Himmel blicken; Meine hab an dir, was mein Leiden acht ich nicht, Herz begehret; Einen wie sie mich auch drüBater, welcher mir, cken. Hoffnung und Zuwas mir nützt, gewäh- friedenheit wohnen mir ret; Der mich durch sein im Herzen, trösten und göttlich Wort hier zum erhöhn mich weit über Guten lenket, und mit alle Schmerzen. Himmelswonne dort meine Seele trånket. 5. Du bist mein! So jauchz ich dann, wer ist, 3.Wenn ich dich, mein der mir schade? Heil Herr und Gott, kindlich mir, daß ichs rühmen ehr und liebe, wenn ich kann: Mein ist deine redlich dein Gebot und Gnade! Dir ist meine mit Freuden übe; Wohlfahrt werth! Der wie ist mir dann sol du mir das Leben wohl! Wie ist mein Ge- schenktest, wirst auch, müthe seeliger Empfin- was mich nährt und erdung voll, voll von dei- freut, mir geben. ner Güte; 6. Jesus ist nach dei4. Dann darf ich mit nem Rath in die Welt Zuversicht nach dem gekommen; Alle meine Mif in diesem Leben. 309 Missethat hat er wegge- se fanfte Freudigkeit, die nommen. Ihmvertraulich zu dir habe, sey mein ich, bet ihn an, glaub an Heil in dieser Zeit, und seine Leiden, folg ihm mein Trost am Grabe! treulich, und so kann nichts von dir mich scheiden! 10. Laß die Luft zur Sünde nie dieses Heil mir rauben! Rüfie selbst 7. Dich, du Troft der mich wider sie mit entSterblichkeit, Heil des schloßnem Glauben. bessern Lebens, himm- Gieb mir deinen Geist, lische Vollkommenheit, der mich und mein such ich nicht vergebens! Thun regiere, daß ich Wann mein Lauf vol- mein Vertraun auf dich lendet ist, und vollbracht ewig nicht verliehre. mein Leiden, ruft mein Heiland Jesus Christ, Mel. Nro. 3. mich zu seinen Freuden. Lob, Ehr und Preis dem zc. 8. men Meine Luft an dir, 236. Ich weiß, an Gott, wird dann mein ewig währen. Noch so Glaub sich hålt, kein furchtbar sey der Tod; Feind soll mir ihn rauEr wird sie nicht stören. ben. Als Bürger einer Willig werd ich mein bessern Welt leb ich hier Gebein der Verwesung nur im Glauben. Dort geben; Denn sie macht schau ich, was ich hier mich frey von Pein, geglaubt; Wer ist, der führt zum neuen Leben. mir mein Erbtheil 9.Gieb mir nur, so fang raubt? Es ruht in Jeich hier in der Fremde su Händen. walle, das Bewußt seyn, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle! Die2. Mein Leben ist ein kurzer Streit, und herrlich ist die Krone. Das L1 3 Glück 310 Von der Glückseligkeit wahrer Christen Glück der ganzenEwig- nen, was jene beßre keit wird mir zum fro- Welt gewährt, wo wir hen Lohne. Der du Gott heilig dienen. für mich den Tod ge- Dann, wann mein Auschmeckt, durch deinen ge nicht mehr weint, und Schild werd ich bedeckt; mein Erlösungstag erWas kann mir denn scheint, dann werd ichs nun schaden? froh empfinden. 3. O Herr, du bist 6. Jm Dunkeln seh ich mein ganzer Ruhm, hier mein Heil, dort seh mein bester Trost auf ichs klar und heiter. Erden: In jener Welt Hier ist dieSchwachheit mein Eigenthum, was noch mein Theil, dort kann mir größers wer- hebt meinGeist sich weiden? Von fern glänzt ter. Hier ist mein Werth mir mein Kleinod zu; mir noch verhüllt, dort Du schaffst mir nach wird er sichtbar, wann dem Streite Nuh, und dein Bild mich einst reichst mir meineKrone. vollkommen schmücket. 4. Herr, lenke meines 7. Zu diesemGlück bin Geistes Blick von die- jich erkäuft, oHerr, durch sem Weltgetümmel auf deine Leiden; Auf deidich, auf meiner Seele nen Tod bin ich getauft, Glück, auf Ewigkeit wer will mich von dir und Himmel. Die Welt scheiden? Du zeichnest mit ihrer Herrlichkeit mich in deine Hand; vergeht, und währt nur Ich bin dir, Herr, du kurze Zeit. Im Him- mir bekannt. Mein sind mel sey mein Wandel! des Himmels Freuden. 5. Jetzt, da mich die- 8. Wie groß ist meine fer Leib beschwert, ist Herrlichkeit! Empfinde mir noch nicht erschie- fie, o Seele! BomTand der in diesem Leben. 311 der Erde unentweiht, vor ihm, und stillt der erhebe Gott, o Seele! Sünden Schmerzen Der Erde glänzend durch seines Mittlers Nichts vergeht, nur des Huld, durch redliches Gerechten Glück besteht Bemühn, der Tugend. durch alle Ewigkeiten. treu zu seyn, und durch Vertraun auf ihn. Mel. Nro. 224. Herr, allerhöchster Gott! zc. er 237. Wer 4. Getreu in seinem Stand, genießt er GotGottes tes Gaben, vergnügt, Wege geht, wenn andre gleich mehr nur der hat groffen Frie- Glück und Änsehn haden. Wie herrlich ist sein ben. Mit dem, was Lohn, ihm selbst von Gott ihm giebt, zufrieGott beschieden! Voll den, frey von Neid, von Glaubens widersteht er Habsucht undvon Geitz, jeder bösen Luft, ist sei- vonStolz und Eitelkeit. nerTugend sich froh vor dem Herrn bewußt. 5. Schenkt Gottes Hand ihm viel, so wird 2. Er merkt auf seinen er vielen nützen, des Gang, geht ihn mit ve- Freundes Glück erhöhn, stem Muthe: Wird in verlaßne Tugend schüder Schwachheit stark, ßen. Auch seine Feinde liebt immer mehr das selbst wird er in Noth Gute. Ihn machetGot- erfreun; Gut, wie sein tesGeist gerecht und tu- Gott, gefinnt, und milgendhaft, und er nimmt de wird er seyn. immer zu an Kenntniß und an Kraft. 6. Er kränkt den Nächsten nie, schützt seinen Ruhm, sein Leben; Er trägt ihn mit Geduld, ist willig zu vergeben. 11 4 Und Gott hat er allezeit vor Augen und im Herzen, prüft täglich sich 312 Von der Glückseeligkeit wahrer Christen Und übereilt ihn auch und handelt, der in der der Zorn, so faßt er sich, Still und vor der Welt und denket gleich: Wie von Herzen Gottes oftverschonetGott auch Rechte hält! mich! 2. Wohl dem, der 7.Er suchet jedes Herz Christo sich ergiebt, gern im Guten zu bestårken, lebt, wie er gelehret, ihn und jeden reißzet erzu al- liebt, weil er ihn erst gelen guten Werken. Mit liebt, als seinen Herrn allen suchet er ein Herz ihnehret! Und dreist zu und Sinn zu seyn; Mit jedem Spötter spricht: ihnen eines Herrn und Er ist mein Gott: Ihn Heils sich einft zu freun. laß ich nicht. 8. Das Heil derEwigEs keit, das hier der From- 3.Wohl dem, der Gotme schmecket, erhält ihn tes heilgem Geist sein so getrost, daß ihn kein Herz zur Wohnung gieUnfall schrecket; bet, und ihn durch seinen schafft ihm frohen Wandel preist, mit Muth, und stillet jeden Sünden nicht betrübet! Schmerz. Im Tode Wohl dem, der als ein felbft frohlockt sein Gott frommer Christ stets ergebnes Herz. seiner Zucht gehorsam ist! Mel. Nro. 44. 4. Wohl dem, der sich Herr, deine Allmacht zc. nicht läßt von Gott, durch Ruhm, durch eitle Freuden, durchNoth, Verführungoder Spott von seiner Liebe scheiden; Der, weil die Lust strebt, aufrichtig denkt der Welt vergeht, sucht, 238. Wohl dem, der gottesfürchtig lebt, den Weg der Tugend wandelt, nicht denGeseßen wider was in diesem Leben. 313 was in Ewigkeit be- fein Heiland spricht: steht. 5. Den kann kein traukomm her, ben mir zu leben; Du sollst, wo ich riges Geschick, kein bin, ewig seyn, mit mir Schmerz zu heftig drü- dich unaufhörlich cken. Im Unglück selbst freun. wird ihn das Glück, 7. Gieb, Herr, daß daß Gott ihn liebt, ent- nichts in aller Welt zucken. Er weiß, im Le- von dir mich jemals ben und im Tod verläßt scheide! Nur das zu ihn nicht der Herr, sein thun, was dir gefällt, Gott. sey meine Lust und 6. Auch, wann der Freude! Dir, was ich Weltbaueinstzerbricht, hab und bin, zu weihn, darf er doch nicht erbe- laß meine größte Sorgben. Das hört er, daßlfalt seyn! 239. Bater, den KEBER EI den mein Herz verehret, * dem mein Leben angehöret, heilig sey EPOKEMELLE mir dein Gebot: Uteber alles dich zu lieS ben, deinen Willen gern zu üben, und € 4* dir treu zu seyn, o Gott! U15 2. Oha 314 Von der Glückseeligkeit wahrer Christen 2. Ohne dich ist doch| Menschen haffen, mich kein Friede; Und die auf dich nur, Gott, verSecle quält sich müde laffen, und verdammt um das Blendwerk die- mein Herz mich nicht; ser Zeit. Ihren Durst Oso bin ich voller Freukannst du nur stillen, de, und verliehr, auch und du willst ihn gerne wann ich leide, nicht stillen hier und auch in den Muth zu meiner Ewigkeit. Pflicht. 3. Gieb, Herr, daß das 6. Laß den Reitz der Glück der Erde nie für Eitelkeiten nie von dir mich verführend werde; mein Herz ableiten: Deine Huld sey mehr Bleib du mir mein mir werth. Sie nur ist höchstes Gut! Hilf mir das Glück der Seelen, den Betrug der Sünden und das werd ich nicht sehn, und standhaft verfehlen, wann mein überwinden; Gieb mir Herz dich findlich ehrt. dazu Kraft und Muth. 4. Friede werd ich im 7.Lenke, Vater, mein Gewiffen, hier denHim- Bestreben hin zu einem mel schon geniessen, lieb bessern Leben; Lehre ich herzlich dich allein; mich schon in der Zeit, Such ich, Bater, mehr mich am Ewigen ergoals allen, such ich dir ten; hier den Werth der nur zu gefallen, so sind Dinge schätzen, wie ew'ge Freuden mein. einst in der Ewigkeit. 5.Kannich, wann mich 240. Et Much gieb mein Glaub ist mei nes LebensAch gieb mir, Herr, Be från digNuh, in diesem Leben. b= 22CER! 315 Ruh, und führt mich deinem Himmel zu, keit, daß die sen Trost der Sterblichkeit o du, an den ich glaube! Tief prág es nichts meiner Seele raube. bb b meinem Herzen ein, welch Glück es sey, ein Chrift zu seyn. 2. Du haft dem sterbli-[ und bin des hohen Trolichen Geschlecht zu dei- stes voll: ich leide nichts ner Ewigkeit ein Recht vergebens! Gott selber durch deinen Tod er mist mein Theil mir worben. Nun wird zu, hier kurzen Schmerz, mein Leib zwar Asch dort ew'ge Ruh. und Staub, doch nicht des Todes ew'ger 4. Was send ihr, LeiRaub: Du bist für mich den dieser Zeit, mir, der gestorben. Mir, der ich ich jener Herrlichkeit dein Erlöster bin, ist die- mit Ruh entgegen sesLeibes TodGewinn. schaue? Bald ruft mich 3. Ich bin erlöst und Gott, und ewiglich bebin ein Chrift; Mein lohnet und erquickt er Herz ist ruhig und ver- mich, weil ich ihm hier gißt die Schmerzen die vertraue; Bald, bald ses Lebens. Ich dul- verschwindet aller de, was ich dulden soll, Schmerz, und Himmels Von der christlichen Kirche. melsfreuden schmeckt so richtest du mich wiemein Herz. der auf. 7. Gelobt sey Gott! 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch Ich bin ein Christ, und nicht mehr der Sünde feine Gnad und Wahrschändlich Joch in mei- heit ist an mir auch nicht nem Lauf auf Erden. vergebens. Ich wachs in meiner Heiligung, ich Die Tugend ist mir füfsePflicht, und wenn ich ſpüre täglich Besserung gleich hienieden nicht des Herzens und des Leganz frey von Fehlern bens. Ich fühle durch des Geistes Kraft mich, werde, so ist mein Trost: Gott hat Geduld, und Herr, getrost und tugendhaft. straft mich nicht nach meiner Schuld. 8.Dank sey dir, Vater, Dank und Ruhm! Mich 6. Der du den Tod für lehrt dein Evangelium mich bezwangst, duhast vest glauben, Liebe mich, Mittler, aus der üben. Es macht mich Angst, die ich verdient, ruhig und erfreut, führt gerissen. Dir, dir ver- mich zur wahren Seedank ich meine Ruh; ligkeit; Wie sollt ich es Du heilest meine Wun- nicht lieben? Erhalte den zu, und stillest mein stets mein Herz dabey, Gewissen; Und fall ich so preis ich ewig deine noch in meinem Lauf, Treu. XX. Von der christlichen Kirche. Mel. Nro. 46. der Welt, der du in dieAllmächtiger, wir singen. sem Leben dein Wort, 241. Jeft, Licht das Gottes Rath entund Heil zur uns haft gege= 316 Von der christlichen Kirche. 317 gegeben. Du bist der hältst und du beschützest Herr der Christenheit, die du in dieser Pilgerzeit dir aus den Men schen sammleft. sie durch deines Geistes Gaben. 5. Dein ist das Reich; Dein ist die Kraft. Wer 2. Sie willst du, als sollte dir nicht trauen, dein Eigenthum, zur und auf dein Wort gewahren Weisheit lei- wissenhaft vest seine ten, und durch dein Hoffnung bauen? Dein Evangelium zur See- Heil ist unser höchstes ligkeit bereiten. Du bist, Gut; Hilf, daß wir Herr, groß von Rath stets mit frohem Muth undThat, und, was dein dich vor der Welt beMund versprochen hat, kennen. wirst du gewiß erfüllen. 6. Zwar kämpfen wir 3. Du bist der Deinen Trost und Heil. So viel nur an dich glauben, die haben an dir alle Theil; Die wird kein Feind dir rauben. Von dir fließt Weisheit, Trost und Ruh dem, der dir folgt, unfehlbar zu. Dein ist des Guten Fülle. noch manchen Streit auch mit uns selbst auf Erden; Doch werden zur Vollkommenheit auch wir erhoben werden. Dann endet sich der Deinen Müh; Danu krönest und belohnst du sie, ohn End mit Preis und Ehre. 4. Mag doch die Menge immerhin auf deinen Ruf nicht hören, und mancher im verkehrten Sinn sich wider dich empören; so fällt doch 7. Wir sehn dich dann in Majestät, und uns, gleich deinen Engeln, zu nie empfundnem Glück erhöht, befrent von allen Mängeln; Frohlocken Deine Kirche mie, du dir, und preisen dich, daß Deine 318 Von der christlichen Kirche. deine Macht undGnade dich, den nie ein sterbsich so hoch an uns ver- lich's Auge sieht, in ein herrlicht. vergänglich's Bild, vor dem es betend kniet. Mel. Nro. 291. O Gott, du frommer Gott. Die klein, Er4. Das Volk des Eis genthums, das Gott, den Herrn, erkannte, das isser ist hier sein Gesetz empfieng, 242. deiner Frommen Heer- dem er Propheten fandde! Obgleich du gerne te; Aus welchem Chriwillst, daß jeder seelig stus selbst, als Mensch, werde! Denn du er den Ursprung nahm, warbst der Welt, so groß verwirft des Menschen fie ist, das Heil; und Sohn, der als Messias Freude wäre dirs nahm kam. jeder daran Theil. 5. Auch da, wo Vil2. Von deinem Reiche ker sich nach ChriftiNafern, bedeckt mitFinster- men nennen, Gott, und nissen, will die verkehrte den er gesandt, aus seiWelt den Weg des nem Wort erkennen, Heils nicht wissen: Ver- bleibt noch der größte achtet frech dein Wort, Theil vom Gnadenreiund scheut sein helles che fern; Verehrt den Licht, das, gleich der Heiland nicht als seinen Sonnen Glanz, durch Gott und Herrn. finstre Wolken bricht. 6. Der Spotter sucht 3. Dort bringt ein dein Wort, verstrickt in blindes Bolk den Götzen Eitelkeiten, durch WafGottes Ehre; Kennt fen der Vernunft und seinen Schöpfer nicht, Bosheit zu bestreiten. fragt nicht nach seiner Das theure Wort vom Lehre; Verwandelt Kreuß ist ihm ein Aergers Von der christlichen Kirche. 319 gerniß, wird ihm nicht hinzuleiten. Ach, suche, Licht, nichtTrost, macht treuer Hirt! durch deisein Gericht gewiß. nen heilgen Geist die, welche Satans Lift noch deiner Heerd ent-* reißt. 7. Des Aberglaubens Macht verblendet andre Seelen, daß sie den Weg zu Gott, den Christus 9.Wir sind dein Eigenzeigt, verfehlen. Stolz| thum, dein Volk schon auf den schwachen hier auf Erden. Laß deiSchein der eignen ne Frommen nicht ein Frömmigkeit, verleug- Raub der Feinde wernen sie den Herrn, durch den! Dein Wort, dein den uns Gott verzeiht. Allmachtsstab sey un8.Erhebe dich, o Herr! sre Zuversicht, dann dein Wort weit auszu trennt uns auch der breiten; Verirrte auf Tod von dir, Erlöser, den Weg des Friedens nicht. 243. enn Christus seine Kirche schützt, ſo Wa Er, der zur RechtenGottes sitzt, hat mag die Hölle wüthen; Er ist mit Hülfe Macht, ihr zu ge bie ten. nah: Wenn er gebeut, stehts da. Er schützt, 14 zu seinem Ruhm, mit Macht sein Christenthum. Mag doch die Hölle wüthen! 2. Gott 320 Von der christlichen Kirche. 2. Gott sieht die Für- starte Gott, hält über sten auf dem Thron sich sein Gebot, giebt uns wider ihn empören; Geduld in Noth, und Denn den Gefalbten, Kraft und Muth im seinen Sohn, den wol- Tod; Was will uns len sie nicht ehren. Sie denn erschrecken? schämen sich des Worts Mel. Nro. 62. des Heilands, unsers Horts; Sein Kreutz Jauchzt unserm Gott! 2c. felbst ist ihrSpott; Doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empören! 244. Ewig, o Jefu, wird dein Wort bestehen, und Erd und Himmel werden eh schmahn: vergehen, eh eine Macht das Reich, das du errichtet, jemals vernichtet. 3.Der Frevler mag die Wahrheit Uns kann er sie nicht rauben; Der Unchrist mag ihr widerstehn; Wir halten vest am 2. Noch immer samGlauben. Gelobt sey melst du dir auf der ErJesus Christ! Wer hier den Menschen, die wilsein Junger ist, sein lig dir gehorsam werWort von Herzen hält, den, und deinen Frieden dem kann die ganze hier schon im Gewissen Welt die Seeligkeit fröhlich genieffen. nicht rauben. 3. Reißzt blendende 4. Auf, Christen, die Versuchung sie zuSünihr ihm vertraut, laßt den, bist du ihr Beyeuch kein Drohn erschre- stand, und hilfft übercken! Der Gott, der von winden. Nichts wird sie dem Himmel schaut, jemals deiner Hut ents wird uns gewiß bede- reissen. Du hafts vercken; Der Herr, der heiffen. 4.Wohl 321 Von der christlichen Kirche. 4. Wohl allendenen, 3. Du hast noch niedie dir, Jesu, trauen! mals, Herr, dein Wort Was sie dir glauben, gebrochen: Führe die wird ihr Aug einst Deinen, wie du selbst schauen, dich und die versprochen, führe fies Freuden, womit du be- endlich aus dem Kampf lohnest da, wo du thro- hienieden zum ew'gen nest. Frieden. 5.Dann schallen frölich 4. Ewig, o Heiland, von der Deinen Menge sey dein Nam erhoben! dir, unserm Haupte, Ewig frohlockend müs höhreLobgesänge, wann se dich einst loben, o einst dein Bolk, das hier du Beschirmer deiner dein Geist regieret, dort schwachen Heerde, Him triumphiret. mel und Erde. Mel. Nro. 62. Jauchzt unserm Gott! zc. Mel. Nro. 13. 245. Schüße die Wie viele Freuden dank 2c. Deinen, die 246. Die Feindedei nach dir sich nennen, und dich, o Jesu, vorder Welt hes drohn, dein Reich, bekennen. Laß deinen Herr, zu verwüsten; Du Händen, wie du selbst aber, Mittler, Gottes verheissen, nichts sie ent- Sohn, beschützest deine reiffen. Christen. Dein Thron 2. Laß deine Wahrheit bestehet ewiglich. Verrein verkündigt werden. geblich wird sich wider Mach ihre Siege herr- dich die ganze Hölle licher auf Erden. Gieb waffnen. 2.Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Menschen* findern Muth und Weisheit denen, die sie lehren, dein Reich zu mehren. 322 Von der christlichen Kirche. kindern, drum konnte| Ruh in deiner Gnade keine Macht der Welt, finden. Mach unsers Herr, seinen Fortgang Glaubens uns gewiß: Hindern! Dir können Vor Irrthum und vor deineHaffer nie dein Er Finsterniß bewahr uns, be rauben; Selbst durch weil wir leben! sie wird es vergrössert werden. 6. Ein reines Herz schaff in uns, Herr, ein 3. Weit wollst du deine Herz nach deinem Wils Herrschaftnoch in dieser len, und lehre täglich Welt verbreiten, und williger uns dein Gebot unter dein so sanftes erfüllen! Gehorsam deiJoch die Völker alle leiner Vorschrift seyn, und ten! Vom Aufgang bis dann uns deiner Gnade zum Niedergang bring freun, sey unser Heil auf alle Welt dir Preis und Erden! Dank, und glaub an Deinen Namen. 7. So wird dein Volk dir unterthan, und lernt 4. Auch deine Feinde, die Sünde meiden, und die dich schmähn, die du führst es auf ebner frevelnd sich empören, Bahnzu deines Reiches laß deiner GnadeWun der sehn, daß fie sich noch bekehren! Lehr sie mit uns gen Himel schaun, und unerschüttert im den! Vertraun, auf deine Zukunft warten! Freuden: Und herrlich wird in dieser Zeit, noch herrlicher in Ewigkeit, dein groffer Name werMel. Nro. 15. Allein Gott in der Höh zc. 5. Uns Christen aber! ch Gott, vom wollest du vest in der Himmel sieh Wahrheit gründen, daß darein, und laß es dich wir für unsre Seelen erbarmen! Wie wenig 247. Herzen Von der christlichen Kirche. Herzen sind noch dein!| und warmer MenschenEntzieh dich nicht uns liebe, und zählt auf Armen! Dein theures Gnad und Huld bey Wort hält man für Gott, auch ohne seines Spott, empört sich wi- Sohnes Tod und seines der dich, o Gott! Will Geistes Gnade. deinen Sohn nicht kennen. 5. D Herr, beschütz uns, daß uns nie das 2. Sie lehren eitel frevelnde Geschlechte in Traumercy, was eigner seine schlaue Netze zich, Witz erfindet. In keiner nie unter uns sich flechWahrheit ist dabey ihr te; Denn alle Bosheit unstet Herz gegründet. wächst geschwind, wo Der wählet dieß, der frecher Spott erstKraft andre das; Estrennen gewinnt; Sein Gift ers sich ohn Unterlaß, die tödtet Seelen. mit Vernunft sich brüsten. 6. Ja, dämpfe selbst, du starker Gott, die dir 3. Die Anstalt, so die die Ehre rauben. DJesu Gnade traf, von aller Christ, bey ihremSpott Macht des Bösen, und stärk kräftig unfern aller wohlverdienten Glauben. O heil'ger Straf die Menschen zu Geist verleihunsGnad, erlösen, betrachtet man daß wir stets auf dem als ein Gedicht, und schmalen Pfad, von dir scheut und schämt sich geleitet, wandeln! endlich nicht, es öffentlich zu sagen. 4. Man rühmt sich groß Herr, unser Gott, wer zc. fer Ehrlichkeit, die edles 248. Eswolle Gott uns gnädig Rechtschaffenheit seyn, und seinen Seegen Mel. Nro. 24. der 2 geben. 328 324 Von der christlichen Kirche. geben. Mit seines Wor- der Sohn, und der, so tes hellem Schein er- herrscht mit beyden! Es leucht er uns zum Le- seegn'uns Gott von seiben. Laß uns erkennen, nem Thron, tröst uns in unser Gott, dein groffes allem Leiden, und helf Werk auf Erden; Laß uns seelig sterben. Jesu Christi Heil und Mel. Nro. 224. Tod erkannt von allen werden, und alle sich be- Herr, allerhöchster Gott, zc. kehren. 2. So danken dir, und 249. Sehr groß, Herr, ist loben dich, o Gott, die dieHuld, die du uns hast Völker alle, und al- serwiesen. Sey dafür inle Welt erfreuet sich, niglich gelobet und geund singt mit grossem priesen! O pflanz dein Schalle; Daß du auf Wort in uns, daß es je Erden Richter bist, die mehr und mehr recht Sund nicht läsfest wal reiche Früchte bring zu ten, und daß dein Wort deines Namens Ehr! das Mittel ist, uns alle zu erhalten, und uns zu dir zu führen. 2. Im Glanze deines Lichts laß uns hienieden wallen, zu unserm 3. So danke Gott, wahren Heil, und dir und lobe dich dein Volk zum Wohlgefallen! durch gute Thaten. Es Breit deine Lehre aus, bringe Frucht, und beß schütz deine Christens re sich; Dein Wort laß heit, und führ uns alles wohl gerathen. Der samt zum Licht der Vater seegn' uns und Ewigkeit! XXI. Vom Vom Tode. XXI. Vom Tode. 250. Mel. Nro. 79. len vors Gericht; Da Mein Auge sieht, o Gott! zc. bringt Gott alles an Die sicher lebt das Licht, und macht, der Mensch, was hier verborgen der Staub! Sein Leben war, den Nath der Herist ein fallendLaub, und zen, offenbar. dennoch schmeichelt er 6.Drum, da dein Tod sich gern, der Tag des dir täglich draut, so sey Todes sey noch fern. doch wacker und bereit; 2. Der Jüngling hofft Prüf deinen Glauben des Greises Ziel, der als ein Christ, ob er Mann noch seiner Jah- durch Liebe thätig ist. re viel, der Greis zu vie- 7. Ein Seuffer in len noch ein Jahr, und der letzten Noth, ein keiner nimmt den Irr- Wunsch, durch des Erthum wahr. lösers Tod vor Gottes Thron gerecht zu seyn, dieß macht dich nicht von Sünden rein. 328 3.Sprich nicht, ich denk in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Lod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut, und unsers Lebens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rücktSee- fie; Doch aber ringe 3 stets 8.Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folget, sich vom Bösen kehrt, ein gläubig Herz von eb erfüllt, dieß ists, was vor dem Höch sten gilt. 9. Die Heiligung ers fodert Müh. Du wirkst sie nicht, Gott wirket Tode. len, dieSterblichen, sind Staub; Sie blühen auf 10.Der Zweck desLe- und fallen, des Todes bens, daß du lebst, dein fichrer Raub. Verborhöchstes Ziel, nach dem gen ist die Stunde, da du strebst, und was dir Gottes Stimme ruft; ewig Glück verschafft, doch jede, jede Stunde ist Tugend in des Glau- bringt näher uns zur bens Kraft. Gruft. 11. Jhr alle seine Ta- 2. Getroft gehn Gottes ge weihn, heißt einge- Kinder die schreckenvoldenk des Todes seyn; le Bahn, zu der verstockUnd wachsen in der te Sünder verzweifHeiligung, ist wahre lungsvoll sich nahn; Todserinnerung. 12. Wie oft vergeßich diese Pflicht! Herr, geh Wo selbst der freche Spötter nicht mehr zu spotten wagt, und vor mit mir nicht ins Ge- dir, seinem Retter, erzitricht; Drück selbst des tert und verzagt. Todes Bild in mich, 3.Wann, diese Bahn daß ich dir wandle wür- zu gehen, dein Will mir diglich. einst gebeut: Wann vor 13.Gieb mir, o Gott, mir offen stehen Gericht dieß weise Herz, das und Ewigkeit; Wann täglich zu dir himmel- meine Kräfte beben, und wärts weit über Erd wann mein Herz schon und Welt sich hebt, und bricht: Herr über Tod nach dem Ew'gen ernst- und Leben! O dann verlich strebt. laß mich nicht. 326 Vom stets nach ihr, als wäre fie ein Werk vondir. Mel. Nro. 80. 4. Hilf, TodesüberBefiehl du deine Wege zc. winder! hilf dem in sol 251. Erde wal D te auf der cher Angst, für den du, Heil Vom Tode. 32% Heil der Sünder, selbst weiß ich nicht. Wohl mit dem Tode rangst. mir, wann ich mich Gott Und wann des Kam- ergebe! Dann tenn und pfes Ende gewaltiger thu ich meine Pflicht; ihn fast, nimm den in Dann bin ich durch des deine Hände, den du er- Geistes Kraft bereit zu löset haſt. meiner Rechenschaft. 5. Des Himmels ho- 2. Am Morgen blüht he Freuden ermißt kein und glänzt die Blume, sterblich Herz: OTrost und fällt oft schon am für kurzeleiden, für kur Abend ab. So finkt mit zenTodesschmerz! Dem seinem Glück und RuhSündenüberwinder sey me der Mensch, eh ers ewig Preis und Dank! besorgt, insGrab. Und, Preis ihm, der für uns! Seele, du mißbrauchst Sünder den Kelch des so leicht ein Leben, das Todes tranf. so schnell entfleucht! 6. Heildenen, die auf 3. Entziche dich dem Erden sich schon dem Weltgetümmel; Hier Himmel weihn, die auf ist der Kampf, dort ist gelöst zu werden, mit die Ruh. Ach, streb und heilgerFurchtsich freun! ringe nach dem HimBereit, es ihm zu geben, mel; Eil einer bessern wann Gott, ihr Gott, Heimath zu. Wiebald gebeut, fließt dieß ihr verfließt der Prüfung sterblich Leben hin zur Zeit! Und dann, ach! Unsterblichkeit. kommt die Ewigkeit. 4. Verschiebe niemals Wer nur den lieben Gott ze. deine Pflichten. Was ezt leb du zu thun Mel. Nro. 342. 252. Jeich morgen bist, das eile, heute zu lebe, ob diesen Abend, verrichten; Wer weiß, S1812 € 4 obe 328 Vom Tode. obe morgen möglich ist.| geordnet, dann die richNur dieser Augenblick terlicheStunderscheint; ist dein, der nächste So nimm dich meiner wird's vielleicht nicht Seele an, du, mein Erldseyn. ser und mein Freund. 5. Es sey, o Vater mei- 4. VerleiheSterbensnes Lebens, die War- flugheit mir! Von Eis nung: wachet! seyd be: telkeiten abgewandt, sey reit! an meiner Seele meine Seele ganz bey nicht vergebens, verloh: dir, der für mich starb ren nicht der Gnade und auferstand. Zeit. Dann führt mich selbst ein schneller Tod zu deiner Seeligkeit, offelsenfeste Gott! 5.Mich stärk, ob auch mein Herz erbebt, das Glaubenswort: Ich weiß, daß Mel. Nro. 79. mein Erlöser lebt; Sein Mein Auge sicht, oGott! zc. bin ich ewig hier und 253. Ich weiß, mein bort. Ende nahet fich, mit jedem Puls schlag rückt die Zeit, die oft so ungenützt verstrich, mich näher hin zur Ewigkeit. 2. Herr, lehre mich der Stunden Werth, 6. Es sey mein herzlicherEntschluß, mein Les ben meiner Pflicht zu weihn, und bey zufriedenem Genuß mich dankbar Gottes zu ers freun. 7. Mein Ende komm die du mir zugezählt, früh oder spät, wie verstehn. Laß keine, die es mein weiser Bater mir noch gehört, aus schickt, iu deffen Hand Leichtsinn ungenützt mein Leben steht: Ich vergehn. weiß, daß mire mit Je3. Und wann, von dir su glückt. Mel. Vom Tode. 329 Mel. Nro. 2. 254.D 4. Jch, der Gefahr ents MitSingen dich zu lobenzc.ronnen, geh aus dem er letzte mei- Kampf hervor, hoch ner Tage ist über alle Sonnen hebt mir vielleicht nicht fern. mich mein Glaub emO dann wird meine por. Da tret ich in die Klage ein Lobgefang Reihe derEngel, meiner dem Herrn! Vollbracht Brüder; in ihre hohen ist dann mein Lauf: Ich Lieder stimm ich mit tretezudemThrone, und Jauchzen ein. Gott setzt mir die Krone der Leberwinder auf. 5. Die Leiber seiner Frommen sind Saat, von ihm gefä't; Die froda reif die Erndte steht. he Zeit wird kommen, 2. Für seines Reiches Erben hat Jesus mich erklärt: Was fürcht ich mich zu sterben, wie er mich sterben lehrt? Mir Dann wird der Erndteist der Tod Gewinn! Daß ich ganz werde, entschwing ich mich der Erde, und geh zum Himmel hin. 6. Drum geh ich, frey. 3. Nicht mich, nur mei- von Kummer, des Tone Bürde, verschließt die des dunkle Bahn; Mir finstre Gruft: Mich hebt bricht nach kurzem zu höhrer Würde mein Schlummer ein ew'ger Bater, der mich ruft. Morgen an. Heil mir! Er ruft mich durch den Er ist nicht fern, der Tod: der reißt die Sün- letzte meiner Tage; Er denglieder, den trågen kömmt, und meine Klas Leib, darnieder, mich ge wird Lobgesang dem felbft führt er zu Gott. Herrn. * 5 Mel. tag ein neues ew'ges Leben auch meinem Staube geben, der tief im Tode lag. Vom Tode. Mel. Nro. 212. Dann wird über Welt Die ihr Christi Jünger zc. und Tod dich dieß reine 255. Meine Lebens- Herz erheben. Dann er= zeit 330 streicht, stündlich cil ich zu dem Grabe; Lindwas ists, daß ich vielleicht 5. Lleberlaß des Todes noch allhier zu leben ha- ZeitGott allein, und bet be? Denk, o Mensch, an und wache, daß er dich deinenTod, faumenichts zurEwigkeit fertiger im Denn eins ist Noth. Guten mache. Üebe dich, recht fromm zu seyn; Lerne dich des Todes freun. 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, werden dich dann nicht erfreun; Diese Güter sind nicht dein. 6. Ueberwind ihn durch Vertraun, sprich: ich weiß, an wenich glaube; Und ich weiß, ich werd ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. vor Gott dir Zeugniß 7. Tritt im Geist zum giebt, wird dir deinen Grab oft hin, siehe dein Tod versüffen; Dieses Gebein versenken; Herz, von Gott erneut, Sprich: Herr, daß ich giebt im Tode Freudig- Erde bin, lehre du mich feit. selbst bedenken; Daß 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt; Nur ein ruhiges Gewissen, das richt; Gott ist deine Zus versicht. 4. Wann in deiner ich täglich weiser sey, letzten Noth Freunde bis zum Tode dir gehülflos um dich beben: treu. Mel. Vom Tode. 331 Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben Gott zc. ein Gott, 256. Mein ich weiß wohl, daß ich sterbe; Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein solches Erbe, das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ichrecht feelig sterben kann. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe, und Jesus mich zum Leben weckt; So kann mir dieß gleichgültig seyn. Die Erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebſter Bater, wann ich sterbe, so 2. MeinGott, ich weiß nimm du meinen Geist nicht, wann ich sterbe, zu dir; Denn bin ich nur kein Augenblick geht si- dein Kind und Erbe, und cher hin. Wie bald zer- hab ich Jesum nur bey bricht doch eine Scher- mir, so gilt mirs gleich, be? Wie bald kann eine und geht mir wohl, Blum verblühn.Drum wann, wo und wie ich mache du mich stets be- sterben soll. reit hier in der Zeit zur Ewigkeit. Mel. Nro. 85. 3. Mein Gott, ich weiß Du bist ein Mensch, und zc. nicht, wie ich sterbe, diete weil der Tod viel Wege 257. Wie ungewiß, Herr, hålt; Dem Einen wird das Ziel der Wallfahrt das Scheiden herbe, auf der Erde! Ob ich sanft geht ein Andrer noch wenig oder viel an aus der Welt. Doch, wie Tagen zählen werde, du willst, gieb nur da- das weiß ich nicht; Du bey, daß ich wohl zube weißts allein. Ich kann reitet ſey. vielleicht der nächste seyn Vom Tode. 332 seyn, vom abgekürzten Leben ein Beyspiel abzugeben. 2. Bin ich erbaut aus besserm Zeug, als an- 5. Gieb, daß ich dich dre, die an Jahren und mit frohem Muth als Munterfeit mir völlig meinen Gott betrachgleich, des Todes Beute te, hingegen Freunde, waren? Wie manchem Glück und Gut nicht als starrte schnell das Herz, mein eigen achte; So eh weder Krankheit, oder wird mein Tod mir anSchmerz ihm, als des genehm, ein Schlaf mir Todes Boten, sein na- seyn, und nichts von Hes Ende drohten. dem, was du mir hier verlichen, mein Herz zur Erde ziehen. 3. Befrey mich, Gott, von Wahn und Dunft, von irrdischen Be- 6. Laß des Erlösers schwerden, und lehre Herrlichkeit mit Hoffmich die groffe Kunst, nung mich erquicken, bey Gräbern klug zu und mitten in der Dunwerden. Nur der ist kelheit mich diesen Trost weise, der bedenkt, wie erblicken. Dann nimni, viel von seinem Tod ab- Herr, nach vollbrachhängt, und der dazu in tem Lauf den Geist aus Zeiten sein Herz sucht dieser Hütte auf, die zu bereiten. einst im Reich der Deinen wird neugebaut ers 4. Hilf, daß aufe vorgesteckte Ziel mein Auge scheinen. ftets sich kehre, daß nicht Mel. Nro. 440. der Wollust eitlesSpiel Alle Menschen müssen 2c. noch nicht den rechten Weg betritt, so wollst du, Herr, in Zeiten auf solchen Weg michleiten. mein schwaches Herz 258. Noch bin ich bethöre. Lind sieht dein ein Gast der Auge, daß meinSchritt Erde, Vom Tode. 339 nam nimmt das Grab. Erde, Gott mehrt mei- men ab, und den Leichmer Tage Zahl. Daß ich reif zum Himmel werde, prüft er mich, läßt mir die Wahl, Böses oder Guts zu wählen. Doch werd ich vielJahre zählen? Oder ruft ein naher Tod mich zu banger Sterbensnoth? 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab! Verwandle ihn in Erd; Dennoch triumphirt mein Glaube; Denn mein Leib wird einst verklärt. Des verwesten Körpers Trummer 2. Herr, du weißts! bleiben wahrlich nicht Du hast die Tage mei- auf immer der Vermones Lebenslaufs ge- drung schnöder Raub; zählt; Ihre Freuden, ih- Neu beseelt wird einst re Plage sah dein Auge, mein Staub. das nie fehlt, früher noch, als du auf Erden mich ließst einen Pilgrim werden; Daschon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, allweiser Gott. 5. Durch dein Allmachtswort: Es werde! rufft du, Herr, in mein Gebein neues Leben, nicht mehr Erde werd ich, dein Verklärter, seyn. Zu den himm3.Einst, wann es dein lischen Geschäften Wille fodert, wird mein schmückst du mich mit äußrer Mensch zu neuenKräften; Lind von Staub, und das Feur, Schmerz und Sterbdas in mir lodert, wird lichkeit werd ich ewig des kalten Todes Raub. dann befreyt. So wie Frühlingsblu- 6. Hor, o Seele, einst men welken, wird mein mit Freuden jenen Ruf: Leben auch verwelken; das Grab ist da! Denn Kraft und Odem neh- das Ende deiner Leiden prie 334 Vom Tode. ist mit ihm zugleich dir stre Grab mich senkt, nah; Der, der deinen und meiner bald nicht Tod bezwungen, hat mehr gedenkt; so bleibt, das Leben dir errungen: was irrdisch ist, zurück, Durch den Weg der und hätte gleich der ErSterblichkeit führt er de Glück mich hier bedich zur Ewigkeit. ſtändig angelacht, und 7.Stärke mich auf die- glänzend vor der Welt se Stunden, Jesu, der du gemacht. für mich starbst, und an 3.D Thorheit! Hätt ich Gottes Gnadenbunde mich verkannt, und nach ewig Antheil mir er- der Erden Güter Tand, warbst. Laß mich Tod nach groffem Ueberfluß und Grab nicht scheuen, gegeitzt, und von dem laß vielmehr mich dar- niedern Stolz gereitzt, auffreuen; Denn nach dem schnöden Prunk treu vollbrachtem Lauf der Eitelkeit mein Herz nimmst du mich zum und mein Bemühn ges Himmel auf. weiht! Mel. Nro. 383. So wahr ich lebe, sprichtzc. fühle, daß 4. Wie viele nimmt dieß Blendwerk ein! laß es ferne von 259. Jich sterblich mir feyn. Ich übergebe bin; Mein Leben welkt, ganz mich dir; Hier bin wie Gras, dahin. Wer sich, es geschehe mir nach weiß, wie unerwartet deiner Weisheit befferm bald des Höchsten Ruf Rath, die nur mein Heil an mich ersch allt: zur Absicht hat. Mensch, kehre wieder in 5.Der Mensch, der aufden Staub! Wie leicht geblasne Thor, schreibt bin ich des Codes Raub! kindisch dir oft Weis2. Wann man ins fin- heit vor. Du liebst ihn mehr, Vom Tode. 335 mehr, als er sich liebt; den, die der Himmel Doch, wenn ihm deine nährt, sind meiner ganHand nicht giebt, was zen Sorge werth. feinem Wahne glücklich scheint, so denkt sein Herz, du feyst sein Feind. Mel. Nro. 269. Gerechter Gott, vor dein ze. 260. Wann einst mein hat, sorgt für dich: Nicht bend Auge bricht, mein auf die Erde schränket letzter Hauch verschwinsich des Höchsten groffe det, mein Leib erstarrt, Absicht ein. Du sollst, o und selbst es nicht, daß Mensch, unsterblich er entschläft, empfindet, seyn, dieß Leben ist ein wan um mich, den EntAugenblick; Ein Früh- schlummernden, dann lingstraum sein läng- alle meine Lieben stehn, stes Glück. und angstvoll mich bea weinen. 2.Dann, Vater, nimm 7. Gedanke der Unsterblichkeit! Du hebst uns über Welt undZeit. ihn auf den Geist, der Erfülle meine ganze freudig zu dir fliehet, Brust, wann mich die der dankbar deine Güte Lockung falscher Lust preist, daß er den Tod vom Guten abzuführen nicht siehet! Dann trôstrebt. Wohl dem, der fte, die, betrübtum mich, hier der Tugend lebt! mit Chrånen klagen; Laßsie sich mehr meiner Wonne freuen. 8. Die Rosen um der Lafter Haupt verblühen, eh ihr Sklav es 3. Mein hingefallner glaubt. Ihr schändli Leib bleibt hier; Ihn cher Genuß entweiht; wird das Grab verUnd dauert doch nur schliessen.Heil mir! Das turze Zeit. Nur Freu: Grab wird dennoch dir ihn 336 Vom Tode. ihn wiedergeben müsben, verlaß ich gern die fen. Du kommst, Erwe- Welt; Ich geh zum bes cker! Deine Macht, die sern Leben, so bald es ihn aus Nichts hervor- ihm gefällt. Was wäre, gebracht, kann auch aus das mich betrübte? Staub ihn bauen. Dort schau ich ewig 4. Wie könnt ich trau- den, den meine Seele ren, daß im Tod mein liebte, noch eh ich ihn geLeib zu Staub vermo- sehn. dert! Wie könnt ich kla- 2. Er ruft zurzeit der gen, da ihn Gott vom Schmerzen, uns voll Tode wiederfodert? OjErbarmen zu: Kommt Hoffnung, daß nach her, beladne Herzen, zu kurzer Ruh mein Leib mir, und findet Ruh! erwacht, wie groß bist Dieß Wort aus deinem du! Und welch ein Trost Munde laß, Herr, mich im Tode! stets erfreun, in meiner letzten Stunde mir Geist und Leben seyn. 5. DesTodesSchmerzen, Gott will ich, wann er nun fommt, verachten, und, mit getrostem Blick auf dich, nach meinem Ziele trachten, und mich dem Tode freudig nahn, mein Gericht der Sünder, du himmlisch Kleinod zu empfahn, das Jesus mir erworben. 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampfzu überstehn. In gläubigem Entzücken laß meis ne Seele sehn, wie, int mit dem Tode rangst, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn be zwangst. Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege, zc. 4. Der frohe SiegsGottes gedanken: Wo ist dein 261. Rath erge- Stachel, Lod? stärk mich, Von der Auferstehung der Todten 33Z mich, daß ich nicht wan- Buch des Lebens auch ke in meiner Todesnoth! meinen Namen ein; So ist, ob ich gleich ster- Dein Blut kann nicht be, doch Sterben mein vergebens für mich verGewinn. Ich bin des gossen seyn. Dirtrauet Himmels Erbe; Dein meine Seele; Dich lobt, Wort sagt, daß ichs was in mir ist, Erlöser bin. meiner Seele, der du die 5. Du schriebst ins Liebe bist. XX. Von der Auferstehung der Todten. 3. Ich bin durch des Glaubens Band zu genau mit ihm verbun262. Juversicht, den; Er, er ſtärkt mit seiner Hand mich auch in den letzten Stunden. Selbst im Tode bleib ich sein, ewig seiner mich zu freun. 4. Staub bin ich, und muß daher wiederumzu 2.Jefus, mein( Erlöser, Staube werden. Das lebt, und ich kann ihm erkenn ich; Aber er weckt sicher trauen, daß er mich wieder aus der Ermich zu sich erhebt; den, daß ich in der HerrWarum sollte mir denn lichkeit um ihn seyn grauen? Làffet auch ein mög allezeit. Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zicht? 5. Da wird mich, statt dieser Haut, ein verklärter Leib umgeben, für Y Die Mel. Nro. 212. Die ihr Christi Jünger zc. meine lebt, und ich soll mit ihm leben. Dieses weiß ich Sollte nicht sich mein Herz zufrieden geben? Was die lange Codesnacht mir auch für Gedanken macht. 338 Von der Auferstehung der Todten. die neue Welt gebaut,| Sieg, o Tod? Nimm und geschickt zum bes sern Leben; Und in die sem Leib seh ich meinen Jesum ewiglich. den Staub hin! Ohne Grauen folg ich dir, ich werde Gott, meinen Fesum werd ich schauen. Siegreich schau ich dann umher, weiß von keinem Feinde mehr. 6. Dann werd ich in hellem Licht seine groß se Lieb erkennen, und wie freudig werd ich 10. Seclig, seelig werd nicht ihn dann meinen ich seyn, Aber vorher Retter nennen! Wann muß ich streben, Jesu, er von der Sterblichkeit ähnlich dir zu seyn, um mich auf ewig nun be- zu dir mich zu erheben. freyt. Will ich einst dein Antlitz sehn, muß ich deine Wege gehn. 7. Was verweslich ist, vergeht; Fleisch und Blut kann Gott nicht sehen. Irrdisch wird mein Leib gesät, himmlisch wird er aufersie hen; Zum Verwesen fällt er ein, dort wird er unsterblich seyn. Mell. Nro. 334. Was Gott thut, das ist ze. 263.h freue mich der frohen Zeit, da ich werd auferstehen. Dann werd ich in der Herrlichkeit, dich, 8. Freudig seh ich hin Gott, mein Heiland, sezur Gruft. Erde werde hen. Dann werd auch wieder Erde! Denn ich ich, o Herr, durch dich, weiß, wann Jesus ruft, vereint mit allen Fromdaß ich auferstehen wer- men, zur ew'gen Ruhe de, wann das: Stehet kommen. auf! nun schallt, und 2. Ja, Herr, du führst durch alle Gräber hallt.[ fie einst heran.dieStun9. Wo ist nun dein de der Erlösung: Die Stun Von der Auferstehung der Todten. 339 Stunde, da ich hoffensversicht! Du lebst, ich kann Trost, Freyheit werd auch leben. Du und Genesung; Da, wirst mir, was dein Engeln gleich, im Him Wort verspricht, Linmelreich mich Ruhe, sterblichkeit einst geben. Lust und Leben in Dein Jünger kommt Ewigkeit umgeben. nicht ins Gericht! Dieß 3. Der du die Aufer- stärketmeine Zuversicht. stehung bist, du bists, 2. Hier geh ich oftmals auf den ich traue. Ich weinend hin, den Saaweiß, daß ich durch dich, men auszustreutn; HerrChrift, einst aufer- Dort wird der herrlichweckt, dich schaue. Lindste Gewinn der Erndte dein Gericht wird mich mich erfreuen. Ich leidann nicht mit Trübsal, de, und verzage nicht; Angst und Schrecken, Denn du bist meine Zuso wie die Sünder, de- versicht. cken. 3. Sink immerhin, 4. Ich hoffe dann mit mein Leib, in Staub! Freudigkeit vor dir, Gott wird dich neu belemein Haupt zu stehen, ben. Nur hier werd ich und mit dir in die Herr- des Todes Raub, dort lichkeit frohlockend ein- werd ich ewig leben. zugehen. O, hilf mir Wie groß ist dieses doch aus Gnaden noch, Trosts Gewicht! Wie zum Glück der Ewig- sicher meine Zuversicht! keiten mich würdig zu 4. MeinHeiland! mich bereiten. zu dir empor aus meiner Gruft zu heben, giengst du aus deiner Gruft hervor. Du lebst, und ich soll leben. Ich Y 2 glaub Mel. Nro. 44. Herr, deine Allmacht zc. err, du bist 264. Herr, meine Zu 340 Von der Auferstehung der Todten. glaub es dir und zweifle den grossen Trost, daß nicht. Dein Wort ist ich durch dich den Tod meine Zuversicht. kann überwinden. Grab 5. In diesem Glauben und Verwesung schreckt stärke mich! Laß mich mich nicht; Denn du den Trost empfinden, bist meine Zuversicht. 265. TESTE ch geh einst ohne Beben zu Ich # meinem Tode hin; denn Christus ist mein b Leben, und Sterben mein Gewinn. 2. Ich scheue nicht die 5. Dann eil ich dir entSchrecken der freuden- gegen, mein triumphileeren Gruft; Der wird rend Haupt! und seh mich auferwecken, der entzückt den Seegen des mich zum Grabe ruft. Heils, das ich geglaubt. Mel. Nro. 80. 3. Und rief mich, abzuscheiden, auch heute schon mein Gott, so geh ich bin mit Freuden, und sterb auf sein Gebot. Befiehl du deine Wege. 266. Nann einft in meinem 4. Ich hoffein beßres Grabe des Todes stille Leben, das nimmer- Nacht ich durchgemehr verfließt. EinLeib schlummert habe, so wird mich umgeben, der weckt mich Jesu Macht, ewig herrlich ist. giebt diesem Leib aus Stau Von der Auferstehung der Todten. 341 Staube des Himmels ihm zu geben durch seis Herrlichkeit. O Trost, ner Allmacht Ruf. den mir der Glaube an 5. Aus Saamen, den Gottes Wort verleiht! wir säen, läßt Gott ja 2. Es soll mir diesen alle Jahrdieneue Frucht Glauben, der vest, als entstehen, die in dem Felsen ruht, kein Spit- Keime war. Es wächter jemals rauben, kein set jede Blume aus ihFeind, kein Zweifel- rer Saat hervor; Zu muth. Es mag der Lin- seiner Allmacht Ruhme chrift beben, sinkt er in steht sie in neuem Flor. Tod und Gruft: Ich 6. Kann Gott denn kenn ein neues Leben, nicht auch machen, daß wozu mich Jesus ruft. einst aus Tod und 3. Den Weisen dieser Gruft die Glieder neu Erden war dieser Trost erwachen, wann seine verdeckt, daß wir derein- Stimme ruft? Es werstens werden aus Tod den diese Glieder, wie und Grab erweckt. Sie, Saamen, ausgesät. die das Licht nicht hat- Gott will: fie leben wieten, das uns den Tag ge- der, der neue Leib ents bracht, umgaben To- steht. desschatten, und Furcht der Grabesnacht. 7. So trotz ich jedem Spotte verwegner und weiß 4. Des Spotters küh- Zweifeler, nes Lachen beschimpft von meinem Gotte: Er ihn selbernur. Es sind ist des Todes Herr. Daß gar leichte Sachen dem Todte leben sollen, ruht Schöpfer der Natur, ganz in seiner Macht, den Leib neu zu beleben, und sollt er nicht auch den er aus Staub er- wollen, daß einst mein schuf; Auch Klarheit Leib erwacht? Y 3 8. Die 342 Von der Auferstehung der Todten. 8. Die aus des Gra-| Jch bin getroft und unbes Banden Gott eh- verzagt, weil du den mals schon erweckt, und Deinen zugesagt: Ich Jesum, der erstanden, leb, und ihr sollt leben. da er den Tod ge- 3. Wird gleich mein schmeckt, betrachtet un- Leib des Todes Raub, ser Glaube, und sieger wird doch wieder lereich rühmet er: Auch ben, und einst aus der uns weckt aus dem Verwesung Staub sich Staubezumleben einst neugebildt erheben, der Herr. wann du, o groffer Lebensfürst, nun deinen Todten rufen wirst, Lob, Ehr und Preis dem zc. zum Leben aufzuwaMel. Nro. 3. 267. Mlebt! Et. Wie froh und herrMeineiland Er 4. hat die Macht des To- lich werd ich dann vor des ganz bezwungen, dir, mein Heiland, steund siegreich aus des hen! Dann nimmst du Grabes Nacht zu Gott mich mit Ehren an, läßt sich aufgeschwungen. in dein Reich mich geEr ist mein Haupt; hen. Forthin von keiner Sein Sieg ist mein. Last beschwert, an Leib Sein soll mein ganzes und Seele ganz verLeben seyn, und ihm klärt, leb ich bey dir will ich auch sterben. dann ewig. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jesu, schauen. Das ists, was mich zu frieden stellt, selbst bey 5. O welch ein seelig Theil ist mir in jener Welt bereitet! Der Freuden Fülle ist bey dir; Von dir, o Herr, der Gråber Grauen. geleitet, werd ich in deinem Von dem allgemeinen Weltgerichte. 343 nem Himmelreich, un- fungszeit mein Herz dasterblich, deinen Engeln hin erheben, wo keine gleich, vollkommneLust Schwachheit uns mehr genieffen. drückt, wo wir, der Sterblichkeit entrückt, frohlockend vor dir 6. Denn, wo du bist, da sollen die, die dir hie folgen, leben, und ewig wandeln. frey von Schmerz und 8. Erwecke mich daMüh, vonSeeligenum-[ durch zum Fleiß, der geben, geniessen deine Tugend nachzustreben, Herrlichkeit. O, was und als dein Jünger, sind Leiden dieser Zeit, dir zum Preis, nach Herr, gegen jene Freu- deinem Wort zu leben. Und fühl ich hier noch 7. Laß diese künft'ge Noth und Schmerz, so Herrlichkeit mir stets tröste selbst damit mein vor Augen schweben, Herz: Es kommt ein und oft in dieser Prü- beßres Leben. den! XXIII. Von dem allgemeinen Weltgerichte. Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege zc Ich denk an 268.J dein Gerich dein göttlich Licht, und mein Gewissen lehren, du haltest einst Gericht. 2.Ich höre die Posaute, du Richter aller nen, o Herr, im Geiste Welt! Der Thor nenn's schon: Ich sehe mit Erein Gedichte, das Schwachen nur gefällt; Mich soll sein Wahn staunen dich auf dem Richterthron, um den die heilge Menge erhabnicht stören, weil mich ner Engel steht. Welch 4 herr 344 Von dem allgemeinen Weltgerichte. herrliches Gepränge! das eitle Herz verWelch hohe Majestät! wöhnt. Du giebst den 3. Umsonst flicht dann Sündenknechten ihr der Sünder vor deines Theil injener Pein, und Armes Kraft. Herr, al- führeft die Gerechten zu le Menschenkinder ziehst deinen Freuden ein. du zur Rechenschaft. 6. Drum laß, Herr, Durufft, und sie erschei- dein Gerichte mir stets nen vor deinem Rich- vor Augen seyn, und terthron; Den Sun- drücke sein Gewichte dern und den Deinen tief ins Gewissen ein! giebst du gerechten Bor dir laß recht mich Lohn. handeln, und hier zu aller Zeit so, wie ein Weifer, wandeln, der seinen Richter scheut. 4. Frohlockend sehn die Fromnien dein göttlich Angesicht; Schon hier dem Fluch entnommen, zagt ihre Seele nicht Nun triumphirt ihr Hoffen: Erlöst von aller Müh, sehn sie den Himmel offen, und du, Herr, seegneft sie. 7. Ist denn dein Tag vorhanden, wird diese Welt vergehn; So hoff ich nicht mit Schanden vor deinem Thron zu stehn. Du stellst mich dann zur Rechten von 5. Wie angstvoll aber aller Schuld befreyt, beben, die hier deinsführst mich mit deinen Wort verhöhnt, und Knechten in deine Herrdurch ein sinnlich Leben lichkeit. 269. FEFE Se rechter Gott! vor dein Gein An gericht Von dem allgemeinen Weltgerichte. 345 richt muß al le Welt sich stellen; O laß sicht auch mir mein Urtheil fällen. mich jede Sünde scheun, und hier mit Ernst beR 19 fliffen seyn, vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von dei-( was recht und gut, du nem hohen Thron auf bist ein Freund der alle Menschenkinder, be- Frommen. Werdeinen stimmest jedem seinen Willen gerne thut, wird Lohn, dem Frommen von dir aufgenommen; und dem Sünder. Nie Sein Werk und Dienst siehst du die Personen gefällt dir wohl, ist er an: Auf das allein, was gleich nicht, so wie er wir gethan, siehst du, soll, ganz heilig, ganz gerechter Richter! vollkommen. 3. Viel Gutes und Doch dem, der dich, Barmherzigkeit giebst o Gott, nicht scheut, dem du schon hier den From- frevelnden Verbrecher, men; Du schützest sie der dein Gesetz und vormanchem Leid, dar- Recht entweiht, bist du ein die Sünder kom- lein strenger Racher. men. So zeigest du vor Berachtung, Elend, aller Welt, daß dir der Schmerz und Hohn, Eifer wohlgefällt, den Gewissensmarter find man der Tugend wid- sein Lohn oft schon in diesem Leben. met. 4. Ja, Herr, du liebst, 6. und bleibt auch hier Y s biel 346 Von dem allgemeinen Weltgerichte. viel ungestraft, viel Gott bestimmt, da, Gutes unbelohnet, so wer aufErden wandelt, kommt ein Tag der Re- sein Loos aus Gottes chenschaft, der keines Händen nimmt, nachSünders schonet. Da dem er hier gehandelt. stellest du ins hellste Er kommt, er kommt, Licht, wie recht und bil- des Menschen Sohn, er lig dein Gericht; dann kommt, und Wolken triumphirt der From sind sein Thron, den Erdenkreis zu richten. me. 7. Gerechter Gott, laß 2. Hier an dem Rand mich, wie du, das Gute der Ewigkeit, hier stehn eifrig lieben; Gieb sel- die Millionen, die seit ber mir die Kraft dazu, dem ersten Tag der Zeit es willig auszuüben. auf dieser Erde wohnen, Regt sich die Sünde nur dem Allwissenden noch in mir, so stärke bekannt, unzählbar, wie mich die Furcht vor dir, am Meer der Sand; daß ich sie überwinde. Hier stehn sie vor dem Richter. 8. Und weil vor dir, gerechter Gott, nur die 3. Hier muß der falsche allein bestehen die glau- Wahn der Welt der big auf des Mittlers- Wahrheit unterliegen: Tod bey ihrer Reue se- Hier, wo das Recht die hen; So laß mich die Wage hält, wird keine Gerechtigkeit, die mich Bosheit siegen. Hier ist von Schuld und Straf zur Busse nicht mehr Frist, hier gilt nicht mehr Betrug und List; Hier gilt kein falscher befreyt, im Glauben eifrig suchen. Mel. Die vorige. 270. Schon ist der Beuge. Tag von 4.0 Herr, mit welcher Von dem allgemeinen Weltgerichte. 347 cher Majeftat wirst du mich dein Gericht oft das Urtheil fällen! Die und mitErnst bedenken! Sünder, die dich hier Es stärke meine Zuververschmäht, gehn dann sicht, wann hier mich gewiß zur Höllen. Da Leiden kränken: Es reitrifft sie unerforschte ge mich, gewissenhaft Pein; Wer wird dann und eingedenk der Renoch ihr Retter seyu? chenschaft nach deinem Ihr Warten ist verloh Wort zu wandeln. ren. Mel. Nro. 3. sob, Ehr und Preis dem zc. 271. Com um Weltgericht, der Heiland, den wir ehren. O weigert euch, Erlöfte, nicht, itzt aufsein Wort zu hören. Wer hier nicht seine Stimme hört, und sie nicht mit Gehorsam ehrt, wird nicht vor ihm bestehen. 6. Sie gehn nun in das seelge Reich, das 2. Herr laß mich deiGott für sie bereitet, und ne Majestät mit wahsehn auf ewig, Engeln rer Freude dienen! Wie gleich, ihr Wohlfeyn herrlich dich dein Gott ausgebreitet. Das erhöht, ist zwar noch Stückwerk wird Voll- nicht erschienen; Doch, kommenheit, keinkum was uns hier verborgen mer, keine Traurigkeit war, macht jener Tag störtforthin thre Freude.( uns offenbar, an wel 7. Mein Heiland, laßlchem du erscheinest. 3. Da, 5. Wie herrlich aber wird alsdann Frommen Werther scheinen! Du, Herr, nimmst sie zu Ehren an, erklärst sie für die Dei nen: Und sie sehn mit erstauntem Blick, daß Glaub und Lieb das höchste Glück aus Gottes Huld ererben. 348 Von dem allgemeinen Weltgerichte. 3. Da, wann vor dir 6. Und wann du dann die Erde bebt, und un- die Deinen nun mit ter deinen Füssen sich al- Preis und Ehre zierest, les, was dir widerstrebt, sie, ewig ihnen wohlzuwird völlig beugen müß thun, zu deinem Himsen; Wann alle Engel mel führest; Wie völvor dir stehn, da wird lig wirds dann offenauch jedes Auge sehn bar, daß es in deinen wie hoch dich Gott er- Händen war, die Deihoben. nen zu beglücken! 7. Gieb, daß ich dann, 4. Da werden, Gott, auf dein Geheiß, die Todten wieder leben; Herr Jesu Christ, mit Dein Feind mit Furcht, Freuden vor dir stehe, dein Freund mit Preis und dir, der du so herrlich bist, getroft entgegen sich aus dem Graberheben: Und wer wird da, sehe. Wann deiner FeinHerr Jesu Christ, daß de Rotte zagt, von Neu du der Herr des Lebens und Angst und Furcht bist, noch ferner leugnen geplagt, dann jauchze meine Seele! können? 5. Wer spottet dann 8. Daß ich dieß Glück noch deiner Kraft, wann erlangen mag, so laß in du, die hier dich fliehen, diesem Leben, o Heifür ihre Schuld zur Re-[ land, deinen groffen Tag chenschaft mit Maje- mir stets vor Augen stät wirst ziehen? Wie schweben. Er reißze wird, wann dich ihr mich, dir mich zu weihn, Aug erblickt, und sie in deinem Dienste treu dein Strafgerichte zu seyn, und so mein drückt, der Spotter Heil zu hoffen. Heer verstummen! Mel. Von dem allgemeinen Weltgerichte. 349 les Leben. Auf deinen Mein Glaub ist meines zc. Wink muß Erd und Mel. Nro. 240. 272. Erhöhter Je Meer das unzählbare su, Gottes groffe Heer der Todten Sohn! der du schon wiedergeben; Durch längst der Himmel deine Stimme neu beThron als Herrscher seelt, gehn sie hervor, eingenommen: Du und keiner fehlt. wirst dereinst zu rechter 4. Da stehen sie vor Zeit in groffer Kraft deinem Thron, erwars und Herrlichkeit vom ten den bestimmten Himmel men. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun dich, Herr, auch meine Augen schaun. wiederkom- Lohn mit Freuden und mit Beben. Die Sünder trifft nun Schmach und Pein; Die Frommen aber führst du ein in das verheißne Leben. Nun zeigt die That, Herr Jesu Christ, daß du der Erde Richter bist. 2.Hier faßt keinSterblicher die Pracht, die deinen Tag einst herrlich macht; Wie groß wirst du dich zeigen! Wann 5. DHerr, wann diedu auf lichten Wolken ser Tag erscheint, ereinst mit deiner Engels scheine mir dann, als Heer erscheinst, die sich mein Frennd, mit deinen vor dir, Herr, beugen. Gnadenblicken, daßunDann sieht die Welk die beschämt ich vor dir Majestät, dazu dich, steh, verklärt in deinen Gott, dein Gott erhöht. Himmel geh, zum ewi3. Lauttönet dann in genEntzücken; Und dajedes Grab dein all- zu mache mich bereit machtsvoller Ruf hin- durch Glauben und ab, und schafft ein neu- durch Frömmigkeit. 6. Dein 350 Von dem allgemeinen Weltgerichte. 6. Dein Name seymir Sünder, hörts mit Beewig werth, und was ben! Euch, die ihr frech dein Wort von mir be- ihm widerstrebt, und in gehrt, das laß mich treu der Bosheit sicher lebt, lich üben. Dich, den der zur Beßrung Frist zu ganze Himmel preist, geben. Doch bald ist eudich müsse auch schon er Maaß erfüllt, bald hier mein Geist aus al- kommt der Richter, und len Kräften lieben; So vergilt. schreckt mich deine Zu- 3.Dann öffnetum euch kunft nicht, so hab ich her sich weit der AbMuth auch im Gericht. grund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; Dann wird euch, Mein Glaub ist meines.[ wann der Richter droht, Mel. Nro. 240. 273. D D er unsre nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vorseinem Zorne decken. Denn nun nicht mehr erbarmt er sich, und sein Gericht ist fürchterlich. Menschheit an sich nahm, als er uns zu versöhnen, kam, koint zum Gerichte wieder. Gewiß ist seiner Zukunft Zeit: In aller sei- 4. Wann furchtbar ner Herrlichkeit steigt seiner Donner Schall Jesus dann hernieder. und tönender Posaunen Vernimms, o Welt, Hall der Erde Grund und beßre dich! Der erschüttern, und plötzTag des Schreckensslich nun der Bau der nahet sich. Welt wankt, krachend 2. Warum verzeucht stürzt, in Trümmer er? fragt der Spott, fällt, wann alle Sünder Wo bleibt der Sünden- zittern, und vor den racher, Gott? Hört, Richter hingerückt der Spite Von dem allgemeinen Weltgerichte. 351 Spotter glaubet und Schuld den Gott der erschrickt. LangmuthundGeduld, 5. Dann ist nicht mehr daß er nicht schnell erzur Buffe Zeit! Wo grimme. Denn schreckwerdet ihr Barmher- lich wird der Sünder zigkeit, und Gnad und Pein, und groß der Rettung finden? Die Frommen Wonne seyn. ihr der Sünde Maaß noch häuft, fühlt, eh euch dieser Tag ergreift, die Lasten eurer Mel. Nro. 309. 274. daß ihr euch einst nicht selbstverflucht, wenn ihr vergebens Hülfe sucht. Mache dich, mein Geist. err, ich bin in Ge dein Eigenthum, dein ist auch mein Leben. Mir zum Heil und dirzum Ruhm haft du mirs gegeben. Vàterlich führst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen. 6. Mein Herz erschrickt! Es bebt in mir mein Innerstes, oGott! vor dir. Ich bin ein Mis sethåter. Begnadige, wann dein Gericht auch 2. Einst kommst du mir mein ewig Urtheil mit groffer Kraft zum spricht, Herr, mich, den Gericht auf Erden; Uebertreter. Du, der Dann soll ich zur Redie Sünder nicht ver- chenschaft dargestellet stößt, du, Jesu, hast auch werden. Dein Gericht mich erlöst. schonet nicht, Richter 7.TagGottes! Tag der aller Welten! Denn du Ewigkeit! Du predigst willst vergelten. uns den Werth der Zeit 3. Weh dann mir in laut mit des Donners Ewigkeit, wenn ich deiStimme. Reitzt, Men ne Gabe, meine Kräfte, schen, nicht durch eure meine Zeit hier gemißbraucht 352 Von der Ewigkeit überhaupt. braucht habe! Weh| der Nähe, o! dann ist es dann mir, hab ich hier selten Zeit, daß ich in dein Geschenk ver- mich gehe. Wann der schwendet, und nicht Eod mir schon droht, angewendet! kann ich deinen Willen, Herr, nicht mehr erfüllen. 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben! Möcht ich 7.MeinGewissen stramich stets, meiner fe mich gleich für jede Pflicht treu zu seyn, be streben, daß ich me thoricht sie aus den Augen setzte, noch mit Fleiß verletzte! Sünde, Mittler, daß ich bald durch dich Gnade such und finde. Rufe du dann mir zu: Alles ist vergeben, Sünder, du sollst leben! 5. Lehre mich gewiß senhaft meine Tagezäh- 8. Dann werd ich auch len, jeden Schritt zur im Gericht, vor dir, Rechenschaft mich mit Herr, bestehen, und vor Vorsicht wählen! Gieb, deinemAngesicht Freud daß ich ernstlich mich und Wonne sehen. Ewig täglich und auch heute dein werd ich seyn, und zum Gericht bereite. mich, dich zu lieben, 6. Zeigt sich erst die ewig, ewig üben. Ewigkeit furchtbar in XXIV. Von der Ewigkeit überhaupt. Mel. Nro. 1, alles ist für mich zu Mein Herz, ermuntre zc. klein; Es wird mir 275. Mein höchstes nichts, und bald schon, Gut ist nicht auf Erden. Dieß werden, nicht ewig, wie ich selber, seyn. Ein Glück Bon der Ewigkeit überhaupt. 353 Glück, das Augenblicke] 5. Was ist die Ehre, währt, ist das nicht, was was sind Würden, und mein Herz begehrt. die damit verbundne 2.Was sind denn die Pracht? Ein glänzend ser Erde Güter? Oft Elend, schwere Bürden, Mühe nur, und nicht wodurch man sich zum Genuß. Sehr oft ein Sklaven macht. Bey Fallstrick ihrer Hüter, allerEhre kann ich klein, und Knechtschaft selbst und ohne sie erhaben im Leberfluß. Nur in seyn. der Ferne schmeicheln 6. Entreiffe dich der fie, und sind das, was sie Erde Lüften; Erhebe scheinen, nie. dich zur Ewigkeit. Hier 3.Wieeingeschränktist wandelst du noch oft unser Wissen! Wie un- durch Wüsten: Harr erforschlich die Natur!| aus in deiner Pilgerzeit. Umhüllt mit dicken Fin- Bald führet dich des sternissen, verliehr ich Todes Hand den Weg oft der WahrheitSpur. ins wahre Vaterland. Lind oft treibt mich die Wißbegier, o Seelenruhe, weit von dir. 4. ihr, unMel. Nro. 180. Geist vom Vater und zc. Dein, ihr bedachte Freuden? Ein 276. Nei Spotter, blendend Nichts, ein meinen Glauben, daß Raub der Zeit; Dieret- mein Geist unsterblich che Quelle bittrer Lei- fey, soll mir kein Verden nicht ruhiger Zu- nunfteln rauben, nicht friedenheit, die still und der Witz derSpötteren! fanftdurchsLebenfließt, Meine Seel ist nicht ein und niemals rauschend Rauch, nein, ein ew'ger sich ergießt. Lebenshauch, den ich bon 08 354 Von der Ewigkeit überhaupt. von dem Schöpfer ha- jeder bösen Luft gefällt, be; Diesen trägt man was würd ich, Gott, genicht zu Grabe. winnen? Was hülfe je2. Geist! das ist mein der Reichthum mir? hoher Namen! Dieser Was aller Ruhm? wen Leib ist mein, nicht Sch. ich bey dir mein ewig Er ist nur des bessern Heil verlöhre? Saamen, der einst wird 2. Was schaffet mir umgeben mich. Wie ein Zufriedenheit und Ruh Saatkorn erst verdirbt, in diesem Leben? Was Frucht zu tragen, also kann im Tode Freudigs stirbt auch mein Leib, keit, wann mir die Welt dem höhern Leben seinen sinkt, geben? Nicht Keim enthülft zu geben. Menschengunst, kein ho3. Nein, Gott schuf| hes Glück; Dein Heil nicht unsre Seelen blos nur, ein gewisser Blick für einen Augenblick; ins Glück der AuserNicht den Weisen, daß wählten. ihm fehle sein gehofftes 3. Nach diesem Kleiew'ges Glück. Ew'ger nod, Herr, will ich vor Zukunft schuf er sie; allen Dingen trachten; Seelen, Seelen sterben Und ist die Welt mir nie! Seelig machen, und hinderlich, die Welt mit doch richten wird sie Muth verachten. Daß Gott, und nicht zernich- ich die schmale Straffe ten. geh, bald an der engen Pforte steh, die mich zu dir führt, Jeſu! Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir singen: c. 277. Gewonn ich Mel. Nro. 11. auch die O könnt ich dich, mein zc. 278. hr Menschen, wie send ihr bethöret, ganze Welt mit allem, was den Sinnen, was Von der Ewigkeit überhaupt. ۶۲۴ bethöret, daß ihr die ges Wch erschrecklich schnöde Lust der Welt jey. Noch ruft euch und ihren Schaumweit Gott, noch ist es Zeit: höher ehret, als was der Ach, denkt doch an die Himmel in sich hålt? Ewigkeit! Was ist denn, das euch so erfreut? Ach, denkt doch an die Ewigkeit! Welt in Ansehn lebt? 5. Erhebt ihr euch, die ihrinEhren, undvorder 2. Gesetzt, ihr lebtet Laßt euch den Hochhundert Jahre, ein Ziel, muth nicht bethören. wozu Gott selten ruft, so Was bleibt euch, wann trägt euch doch zuletzt man euch begräbt, von die Bahre zu der Ver- eurer Pracht? einSterwesung hin, zur Gruft. bekleid. Ach, denkt doch Erwägt, wie kurz ist an die Ewigkeit! diese Zeit! Und denkt 6.Ja ihrunglaubensdoch an die Ewigkeit! volle Sünder, die nur 3. Erfreut ihr euch, ihr ein leererScheinergößt, Mammonsknechte, an und die ihrGottesfromeuremReichthum, Geld me Kinder für Thoren und Gut? Odenkt, ihr und Betrogne schätzt, seyd von dem Geschlech- und eures eitlen Thuns te, das mit dem Neichen euch freut; Ach, denkt kläglich thut, der um doch an die Ewigkeit! ein Tröpflein Waffers! schreyt. Ach, denkt doch an die Ewigkeit! 7. Ihr aber, ihr bedrängteFromen! Könnt ihr in dieser Jammer4. Vergnügen euch der welt zum Frieden, den Wolluft Freuden, und ihr wünscht, nicht komUeppigkeit und Völle- men; Wann Linglück rey; Sodentet, daß ein auf euch häufig fällt, ja ew'ges Leiden und ew- groffe Trübsal euch bes 3² draut, Von der Ewigkeit überhaupt. 356 draut, so denkt nur an die Ewigkeit! Mel. Nro. 11. O könnt ich dich, mein zc. gabst mir, 8. Die der Ew'ger, muß bald vergehen, ſie 279.Demet, dic habe noch so guten ses Leben nicht für den Schein; Hingegen eure Augenblick der Zeit: wird bestehen, so lange! Nein, was du mir daGott noch Gott wird von gegeben, gabst du seyn. Dort ist der Sieg, mir für die Ewigkeit. hierKampfund Streit, Hier ist allein der Prühier Schmerz, dort fungsort; Bestrafung Freud in Ewigkeit. und Belohnung dort. 9. So gebt euch denn 2. Du schenktest mir allhier zufrieden, und Verstand und Willen; haltet es für einen Die Wahrheit zu erkenRuhm, wenn euch hier nen, Licht; Kraft, deine Angst und Nothbeschie- Borschrift zu erfüllen, den. Wenn jetzt bey eu- und eine Richtschnur rem Christenthum die meiner Pflicht; DerTuWelt euch mit Verspot- gend inneres Gefühl, tung draut; So tröstet und Freyheit, wie ich euch der Ewigkeit. wählen will. 10. Mußt du, mein 3.Duschmückteft durch kummervolles Herze, dein mächtigs: Werde! gleich oft in Kreutz und Mit Reitz und Pracht Trubsal seyn: Auf, mein irrdischHaus, und faffe dich im größten goffest über diese Erde Schmerze, und lerne die Wunder groffer dich der Zukunft freun. Schönheit aus; Du Gedenk in deinem schufftmirfeineSinnen Kreutz und Leid anGott an, wodurch ich sie emund an die Ewigkeit! pfinden kann. 4. Und Von der Ewigkeit überhaupt. 4.Und dennoch läsfest groffen Hoffnungwerth du mich wissen, daß dieß zu seyn, und diese kurmein irrdisch Haus zer zen PrüfungstageGott bricht. Ich soll zwar und der Lugend ganz zu dieser Welt geniessen, weihn; Wenn nie mein doch als genöß ich ihrer Fuß den Pfad verliehrt, nicht; Ich soll der Sin- der mich zum bessern LenenLüste fliehn, wenn sie ben führt. mich zu der Erde ziehn. 8. Wohlmir! wenn ich 317 5. Der Frende soll den Hang zur Sünde, ich oft nicht achten, die die Luft des Fleisches meinen Sinnen reißend und der Welt, und jede dünkt; nach Wollust, Lockung überwinde, die Ehr und Gold nicht noch mein Herz gefesselt trachten, wornach so hält: Und wenn ich, o mancher Weltmensch welch ein Gewinn! hier ringt: Nicht fliehen, Sieger, dort gekrönet was das Herz oft scheut, bin! ja wählen, trotz der 9. O Gott, gieb deines Bitterkeit. Geistes Starke, die in 6.Die Prüfung.Gott, den Schwachen machwar nicht vergebens; tig ist, dem, der zu diesem Du wolltest sehn, ob ich groffen Werke zu klein, dir treu, in der Gemein- zu schwach, zu finnlich schaft jenes Lebens mitjist: Lehr mich die Eiteldir zu wohnen würdigkeit verschmähn, und sey: Ob ich vom Tand stets nach meinem Ziele des Eitlen leer, einst sehn. höhrer Freuden fähig wår. 7.Wohlmir! wenn ich es muthig wage, der 10. Laß mich oft in gefunden Tagen mein Grab mir in Gedanken baun, und bey des Le33 bens 358 Von den verschiedenen Schicksalen der bens Freud und Plagen mit ich meiner Pflicht auf dich und auf das getreu, des höhern LeKünft ge schaun; Da- lbens fähig sey. XXV. Von den verschiedenen Schicksalen der Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. Mel. Nro. 18. Wie soll ich dich würdig zc. traun, mehr noch, als sie hoffen, schaun. 3. Neue Wunder deis 280, wie unaussprechlich ner Güte werden da ihr seelig werden wir im Glück erhöhn: Mit erHimmel seyn! Da, da staunendem Gemüthe erndten wir unzählig wird dann unser Auge unsersGlaubens Früch sehn, deine Huld sey te ein. Da wird ohne überschwenglich, und Leid und Zähren unser das Gute unvergångLeben ewig währen. lich, das dem, der dich Gott, zu welcher See- redlich liebt, deine Bas ligkeit führst du uns terhand dort giebt. durch diese Zeit! 4.Dann wirst du dich 2. Hier ist zwar, was unsern Seelen offenbadu den Frommen dort ren, wie du bist. Keine für Glück bereitet hast, 28onne wird uns fehnoch in Keines Herz len, da, wo alles Wonne gekommen. Welcher ist. Zu den reinstenSeeMensch auf Erden faßt ligkeiten wird uns dort deines Himmels grosse der Mittler leiten, der Freuden? Doch nach uns dieses Glück erdieses Lebens Leiden warb, als er an dem werden alle, die dir Kreuße starb. S. Da Frommen und Gottlofen in der Ewigkeit. 359 5. Da wird deiner erscheinen, wo kein Frommen Menge ein Wechsel mehr uns Herz, eine Seele seyn, beugt, wo das Glück bez Liebe, Dank und Lobe ständig steigt. gesänge dir, erhabner 8. Sey, o Seele, hoch Gott, zu weihn; Dir erfreuet über das erhabund dem, der selbst sein ne Glück, das dir einst Leben willig für uns dein Gott verleihet! hingegeben. Mit ihm, Richte deines Glauunfermgrößten Freund, bens Blick oft nach jes sind wir ewig dann ver- ner Stadt der Fromeint. men, mit dem Ernst, das hin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, zu seyn, wo, nach ausge- ner nach dem, was droweintenThränen, ew geben ist. Güter uns erfreun; Wo 6. Ower sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da 9. Ohne Heiligung sich unser Kampf in wird keiner, Herr, in deiPalmen, unser Klage- nen Himmel gehn. O so lied in Psalmen, unsre mache immerreiner hier Angst in Lust verkehrt, mein Herz, dich einst zu die forthin kein Kum- sehn! Hilf du selber mer stört. meiner Seele, daß sie 7.Was ist unser Loos nicht den Weg verfehle, auf Erden? Obs auch der mich sicher dahin noch so tröstlich sev, ists bringt, wo man ewig doch nie ganz von Be- dir lobsingt. schwerden, Sorgen, Furcht und Kummer Mel. Nro. 11. O frey. Schnell folgt hier könnt ich dich, mein: c. auf Luft oft Weinen: 281. Nach einer nur Zeit 34 furzer 360 Von den verschiedenen Schicksalen der kurzer Tage erwartet neidet, und des Bekümuns dicEwigkeit: Dort, merten vergißt; Hier dort verwandelt sich die kann der Menschnie frey Klage in göttliche Zu- von Pein, nie frey von friedenheit. Hier übt die eigner Schwachheit Tugend ihren Fleiß, seyn. und jene Welt reicht ihr 5. Hier such ichs nur; den Preis. Dort werd ichs finden. Dortwerdich, heiligund verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unanssprechlich groffen Werth; Den Gott der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 2.Wahr ists/ derFrom me schmeckt auf Erden schon manchen seel gen Augenblick: Doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 6. Da wird der Vora sicht heil ger Wille mein 3. Bald stören ihn des Will und meine WohlKörpers Schmerzen; fahrt seyn; Lind lieblich Bald das Geräusche Wesen, Heil die Füldieser Welt: Bald le am Throne Gottes kämpft in seinem eignen mich erfreun. Dann Herzen ein Feind, der öfläßt mein Gott geweihterfiegt, als fällt, bald ter Sinn mich fühlen, finkt er durch des Nach- daß ich ewig bin. sten Schuld in Kummer 7. Da werd ich das im und in Lingeduld. Licht erkennen, was ich 4. Hier, wo die Tugend auf Erden dunkel sah; öfters leidet, das Laster Das wunderbar und öfters glücklich ist, wo heilig nennen, was unmandenGlücklichenbe- erforschlich hiergeschah. Da Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 361 Da denkt mein Geist, Freund, den ich auf Ermit Preis und Dank, den fand. die Schickung im Zusammenhang. 8.Da werd ich zudem 11.Daruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Seel'ger Throne dringen, wo zu: Heilsey dir! Denn Gott, mein Heil, sich offenbart; Ein Heilig, Heilig, Heilig singen dem Lamme, das erwürget ward; Und aller Himmel feel'ges Heer jauchzt ihm einstiminig Preis und Ehr. du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß dieß Glück erfreun, der Retter einer Seel zu seyn! 12. Was seyd ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, 9. Da werd ich in der die offenbart an uns foll Engel Schaaren mich werden vonEwigkeit zu ihnen gleich und heilig Ewigkeit? Wie nichts, sehr; Das nie gestör- wie gar nichts gegen sie te Glück erfahren, mitsist doch ein Augenblick Frommen stets fromm voll Müh! umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, ihr Glück mein Glück. 10. Da werd ich dankvoll dem begegnen, der GottesWeg mich gehen hieß, ihn mit entzückter Rührung seegnen, daß er mir ihn so treulich wieß; Da find ich in des Höchsten Hand den Mel. Nro. 125. Wie göttlich find doch zc. 282. Geist noch eine Ruh vorhanden für jeden Gott ergebnen Geist, wann er sich dieses Körpers Banden nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier 35 auf 362 Von den verschiedenen Schicksalen der auf Erden, lebt und kein Schmerz und keine denkt. Schwachheit mehr: Ich 2.Zu dieser Ruhe werd denk und fühle nichts, ich kommen, und, Gott, als Freuden, gekröntvon wie seelig bin ich dann! dir mit Preis und Ehr! In deinen Himmel auf- Mein Glück wird vest, genommen fang ich das und volles Heil bleibt beßre Leben an, wo dann in Ewigkeit mein nach der Laft, die hier Theil. mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, so tröstet deine Gütigkeit mich mit der Bonne der Erlöften, mit völliger Jufriedenheit; Und dann wird mir rechtoffenbar wie gut hier deine Führung war. 6. Gott, laß mich dieß zu Herzen faffen! Daß du den, der dich redlich liebt nicht stets willst in derLinruh laffen, die dies ses Leben noch umgiebt. Das flöffe Muth und Kraft mir ein, dir auch im Leiden treu zu seyn. 7. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der 4. Da schweigen alle Leiden Joch getragen meine Klagen; Da baft! Will ich des Lebens bringt mein frommer müde werden, und fühl Lobgesang dir selbst für ich dieser Tage Last; So dieses Lebens Plagen stärke mächtig meinen mit nie gefühlter Re Geist, daß er dem Ungung Dank Frohjauchz| much sich entreißt. ich dann: Sie sind voll- 8. Gieb, daß in Hoffbracht! Der Herr hat nung jener Ruhe, die alles wohl gemacht. einst der Frommen Erb5. Auf ewig trifft theil ist, ich gern des Vamich dann kein Leiden, ters Willen thue, wie du darinn Frommen und Gottlofen in der Ewigkeit. 363 darinn mein Vorbild schauet; Gott, welche bift: So folgt auf meine Wonne ist dann mein! Prüfungszeit gewiß Wie werd ich deiner da vollkommneSeeligkeit. mich freun! Wie seelig da mich finden! Mel. Nro. 46. 4. Noch größre Werke Allmächtiger! wir fingen: c.seh ich dann von deiner 283. Der Freuden Schöpfersgüte, als ich Füll ist, auf Erden sehen kann, Gott, bey dir, und in und mein entzückt Gedem höhern Leben wird müthe verliehrt voll deine Huld daraus auch Dank und Freude sich in mir zu voller Gnüge ge- deiner Herrlichkeit, die ben, was mich mit rei- lich in vollem Glanz erner Lust erfüllt, was blicke. meiner SeeleSehnsucht stillt, und sich ohn Ende mehret. 5. Da werd ich deinen gnäd'genRathnoch mehr, als hier verstehen, 2. Dich lern ich dann dir danken, daß du mich inhellermLichtindeiner den Pfad der Tugend Gröffe kennen, und mit hiesseft gehen, und selbst vollkommer Zuversicht durch Leiden dieser Zeit dich meinen Bater nen- mich zu dem Glück der nen. Mit hoher Freude Ewigkeit so väterlich bet ich dann auf ewig bereitet. dein Erbarmen an, das 6.In unbefleckter Heimich zum Himel führte. ligkeit werd ich dann 3. Wann mein erhöhter Gott, dich lieben, und Geist da sicht, was ich was dein Wille mir ge= dir zugetrauet; Wann beut, mit frohem Herzen er dein unumschränkt üben. O welche Quelle Gebiet noch heller über-/ reiner Luft, sich keiner Sünde# 364 Von den verschiedenen Schicksalen der Sünde mehr bewußt, in 10. Ja, ewig ist, mein allem richtig handeln! Gott, bey dir der Freu7. Mein Leib, aufs den reichste Quelle. Ich herrlichsie verklärt, mit schöpfe draus, doch Himmelsglanz umge- bleibt sie mir stets voll ben, von allemfrev was auf alle Fälle. Mein ihn beschwert, geschickt Glück währt da in zumhöhern Leben, auch Ewigkeit, nichts fehlt der nimmt dann an al- Jihm an Bollkommenlem Heil und an der ho- heit. Sperr, hilf es mir hen Wonne Theil, die erreichen. meinen Geist entzücket. Mel. No. 105. 8. Den Heiland, den ich hier geliebt, seh ich dort mir zur Wonne. Wie herrlich strahit der zc. Die Herrlichkeit, die ihn 284. Mein ganzer umgiebt, ist mir auch Licht und Sonne. Auch da ist er mein Herr, mein Freund, durch den ich, Gott, mit dir vereint, stets neue Freuden schmecke. Gott, wird entzückt, wenn er hinauf gen Himmel blickt, dahin dein Wort unsleitet, wo deine milde Baterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du da 9.Mit allen Bürgern haft verbreitet. Mächtig jener Welt, die deinen fühl ich mich getrieben ,. Thron umgeben, werd ich dort, ihnen zugesellt, in reinster Freundschaft leben. Wie klopfet dann 2. Was sind die Freuin meiner Brust mein den dieser Zeit, Herr, geganzes Herz voll Lieb genjeneHerrlichkeit, die und Luft, die ich mit ih- dort bey dir zu finden? en theile. dich zu lieben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. Du Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 365 nen, den sie hier schon Bater nennen. Du stellst uns hier auf sie zu trösten, der zu kenErden zwar viel Wunder deinerGüte dar, daß wir sie froh empfinden; Doch hier sind wir bey den Freuden noch mit Leiden stets umgeben, dort nur ist vollkomm nes Leben. 5. Mit neuer Inbrunst lieben wir dich, Bater, dann, und dienen dirmit frölichem Gemüthe. Nichts stört den Frieden unsrer Brust und unsre 3. Kein Tod ist da tausendfacheLustandeimehr, und kein Grab. ner grossen Güte. Kein Dort wischest du die Neid, ktein Streit heit Thränen ab von deiner die Triebe reiner Liebe Kinder Wangen. Da ist unter Seelen, die hinfort kein Leid mehr, kein Ge- nun nicht mehr fehlen. schrey: Denn du, oHerr, 6. Gott! Welche machst alles neu, das Schaar ist dort vereint! Alte ist vergangen.Hin- Die Frommen, die ich fort sind dort für Ge- hier beweint, die find ich rechte, deine Knechte, droben wieder. Dort keine Plagen mehr zur sammlet deine VaterPrüfung zu ertragen. hand sie, die ein Sinn 4. In deinem höhern schon hier verband, Heiligthum erschallet Herr, alle deine Glieder. deines Namens Ruhm Ewig werd ich, frey von von lauter frohen Zun- Mängeln, selbstmitEngen. Da strahlt die geln, mir zum Seegen, Herrlichkeit des Herrn, da die reinste Freundda schaut man sie nicht schaft pflegen. mehr von fern, da wird 7. Dakomm ich zu des fie nen befungen. Völlig MenschenSohn, der für giebt sich den Erlösten, mich starb, um deffen Thron 366 Von den verschiedenen Schicksalen der Thron viel tausend reißt mich hier noch zur Seelge stehen. Der du Klage. Doch, Vater, jeder Deinen Wonne bist! ne Seeligkeit versüßt Dich werd ich da, Herr mir meine PilgrimsJesu Christ, mir zum zeit, und stärkt mich Entzücken, sehen. Dann selbst im Leiden. wird, mein Hirt, nichts mich können von dir 2. Jetzt, da die Sünde mich noch drückt, seufzt trennen; OhnAufhören meine bange Seele Wie werd ich bey dir seyn, dich ehren. bald ist nicht mein Herz berückt. Ber merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz feelig seyn; Dieß tröstet meine Seele. 3. In stiller Nacht wein ich oft, Herr, hinauf zu deiner Höhe; Mein schwaches Herz seufzt freudenleer, wenn ich den Morgen sehe. Ein Blick gen Himmel tröstet mich, und meine Thränen stillen sich einst ganz in jenem Leben. 4. Wann mich der Zu285. Ein Fremdling Funft Schicksal ſchreckt, bin ich in der die Noth der fernen TaWelt, und kurz sind mei- ge; Wann sie in mir die ne Tage; So manche Sorg erweckt, ob ich fie Noth, die mich befällt, l auch ertrage; So mils dert. 8. Wie seelig werd ich dann erst seyn! Wie si cher werd ich mich dann freun! Dir ewiglich lobsingen! O Jesu, Herr der Herrlichkeit, du hast dieß Glück auch mir be reit't: Hilf mir es auch erringen. Laß mich eifrig darnach streben, und mein Leben hier so führen, daß ich dort kann triumphiren. Mel. Nro. 53. Wie viele Freuden dank 2c. Frommen und Gottlofen in der Ewigkeit. 367 dert mir die Ewigkeit Himmels Herrlichkeit, das kurze Elend dieser die alles überwieget. Zeit, daß nicht mein 6.Herr, diesen Trost, der Herz verzage. mich erfreut, vermehr in 5. Wann einst, der jetzt meinem Herzen. Mich von ferne draut, derTod stärke jene Herrlichkeit mir näherwinket, wann bey meiner Wallfahrt nach der Arbeit dieser Schmerzen: Sie sey in Zeit mein Haupt zum meinem Tod mein Heil, Schlummern sinket; und einst mein längst So sterb ich froh; Die gewünschtesTheil, wan Ewigkeit zeigt mir deslich vom Tod erwache. 286. 322323 ein Gott! er schaffen hast du mich O möch te doch mit Zubrunst sich F E zum ew'gen Freudenleben. wo volles Heil mein Herz dahin erheben, 11 dem wird zu Theil, der hier dich treu ver10 ehret; wo alles Leid der Prüfungszeit in # 7 Wonne sich verkehret. 2. Wenn dieses Lebens die mich erquickt, einst Last mich drückt, weß auch mit den Erlösten soll ich dann mich trö- bey dir zu seyn, und, sten? Die Hoffnung ists, frey von Pein, in Ewigteit 368 Von den verschiedenen Schicksalen der keit zu leben. Sollt ich von Pein, bewährte denn hier nicht mit Be- Fromme weiden! Sich gier nach solcher Hoff dieser Zeit, mein Geift, nung streben? erfreut, doch mit Gez duld, entgegen? Herr, steh mir bey, im Guten Kraft, in deiner Furcht treu, den Lauf zurück zu wandeln, und auch zu legen! alsdann gewissenhaft, wann Weltluft reitt, 3. Was stärkt mein Herz mit Muth, und Mel. Nro. 149. zu handeln? Ein öftrer Um Gnade für die zc. Blick auf jenes Glück 287. Mland, wenn ein des wonnevollen Lebens; Richt ich dahin mein Geist erfreut, int nur meinen Sinn, so Glauben auf die Herrkämpf ich nicht verge- lichkeit des ew'gen Erbbens. theils blicket, das du 4. So gieb denn, daß für mich bereitet haft: ich allezeit vorzüglich Wie leicht dünkt mich darauf achte, und nach dann jede Laft, die mich dem Glück der Ewigkeit hiernieden drücket! vor allen Dingen trach- Dann wird der Eitelte; Damit ich treu im keiten Tand in seinem Glauben sey, der Tu- Unwerth mir bekannt; gendfrüchte bringet. Der Erde Pracht ist Denn ew'ges Heil wird mir, wie Nichts, beym nur zu Theil dem, der Anblick jenes ew'gen nach Tugend ringet. Lichts. Herr Jesu 5. O wäre dieses Heil Christ, mein Herr und schon mein! O schmeckt Gott! Mein Herr und ich schon die Freuden, Gott! Dieß Heil verdaran sich droben, frey dank ich deinem Tod. 2. Wenn Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 369 2. Wenn einst auf und mein verklärt Gedeinen Wink meinGeist bein wird sich des Herrn, des Körpers Banden des Mittlers freun. Herr sich entreißt, dann stark Jesu Christ, mein Herr ihn aus der Höhe, daß und Gott! Mein Herr mir nicht schrecklich sey und Gott! Du schaffst das Grab, daß ich ins das Leben aus dem Tod. Todesthal hinab ge- 4. Du bleibest meine trost und freudig gehe. Zuversicht, mein Trost, Die Klarheit jener bef wann einst das Weltgesern Welt schafft, wann richt die Engel auspomich Dunkelheit be- saunen. Vor deinem fällt, in meinem finstern Thron werd ich dann Herzen Licht und Hei- stehn, dich, Richter aller terkeit im Angesicht. Volker, sehn, dich sehn, Dann, Jesu Christ, und froh erstaunen. mein Herr und Gott! Auch mir schenkst du Mein Herr und Gott! dann jenes Heil, der DannwirdeinSchlum Auserwählten seel ges mer mir der Tod. Theil: Ich soll( dein 3. Auf kurze Zeit Mund schwur es mir schließt sich zur Ruh zu;) Ich soll verherrmein thränenvolles Au licht seyn, wie du. Herr ge zu, und schlummert Jesu Christ, mein Herr in dem Staube; Doch und Gott! Mein Herr der, der mich zumStau- und Gott! Stark diebe ruft, der ruft mich sen Glauben einst im einstauchausder Gruft; Tod! Ich weiß, an wen ich ich werd durch ihn der 288. W thust du, Mel. Nro. 125. glaube. Er lebet, und Wie göttlich sind doch zc. wohl Grabesnacht gewiß entfliehn, mein Geift! A a mein 370 Von den verschiedenen Schicksalen der mein Gott, den Deinen!| klärt, sich Gottes FühDu führst sie einst zum rungen erzählen, der sie Himmel ein. Da wer durch Prüfungen beden Leid, Geschrey und währt, und wundervoll, Weinen mir nur ein nach seinem Nath, zumi dunkles Traumbild ew'gen Glück erhoben seyn. Da wird, aufleicht hat. verschmerzte Pein, vollkommne Wonne mich erfreun. 5. Nie geht ein Frevler, ein Empörer, ins Reich der feel'gen Gei2. Wie frölich wird ster ein; Kein schadenmein ganzer Wille, froher Friedensstörer, Herr, da in deinem Wil- kein Menschenfeind len ruhn! Da find ich wird da mehr seyn, wo aller Wünsche Fülle: der, der in dem Himmel Was ich gehofft, das wohnt, der Frommen schau ich nun; ja, über Treu dereinst belohnt. alle Hoffnung weit em- 6. Wie wohl wird uns pfind ich da Glückseelig- da seyn, wo Klarheit keit. durch alle Wege Gottes 3. Wie überwiegend scheint: Wo lauter Lieist die Wonne, die den be, lauter Wahrheit des erlösten Geist entzückt, Himmels Bürgerschaft wenn er nun dich, der vereint; Und wo du Deinen Sonne, in dei dich, Herr Jesu Christ, nerHerrlichkeit erblickt! verklärt uns zeigest, wie Und so, mein Heiland, du bist. seh ich dich, und freue 7. Zur Hoffnung foldein auf ewig mich. cher Seeligkeiten, in der 4.Da kommich zu den Bereinigung mit dir, edien Seelen, die nun wollst du, o Herr, mich durch höh'res Licht ver- vorbereiten; Drum schaff Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 371 schaff ein reines Herz in nichts enthält für sie an mir! Du, den ich schau- guten Gaben, auch ein en soll, bist rein; So Tropflein Wassers laß auch meine Seele nicht, sie im Durst zu laben. seyn. Mel. Nro. 155. 6.Lindwo forthin ihr böser Sinn umsonst So schlummerst du, 2. Zerstreuung sucher; da, 289. schrecklichs da fühlen ſie ſich nun Leid der von dem Herrn verfluchet. Ewigkeit, das Sünder dort erfahren, die durch 7. Ihr Wurm, der keine Zucht von Gott nagt, und sie zerplagt, hier zu bessern waren!| stirbt nimmer im Ge2. Durch ihreSchuld, wissen; Nie verlischt von Gottes Huld und des Feuers Brand, den Angesicht geschieden, fie leiden müssen. ſehn sie nimmermehr das Licht, haben nimmer Frieden. 8. O Gott des Heils! Wir unsres Theils, verehren dich im Glauben. 3. In dieser Welt, Laß den Trost der bes zum Ort bestellt, wo sern Welt keinen Feind wir geprüfet werden, uns rauben! haben auch die Bösen noch Theil am Glück der Erden. 9. O rette doch auch Sünder noch, die jetzt dir widerstreben! Laß fie, recht zu dir bekehrt, ewig mit uns leben! 4. Hier können sie in ihrer Müh sich noch des Eitlenfreuen, und, wenn Mel. Nro. 269. das Gewissen plagt, ihr Gerechter Gott! vor zc. Gemüth zerstreuen. sch! 5. In jener Welt, die 290. Ah! schrecklich wird Aa 2 Die 372 Von den verschiedenen Schicksalen der die Strafe seyn, die volle Lehre, als wenn Sünder leiden sollen, nicht auch ihr Glaube wenn sie nicht hier ge- Pflicht, nicht Gottes recht und rein durch würdig wåre; Die ihr Christum werden wol- so leicht euch täuschen len! Ja, ewig ist der laßt, könnt ihr durchzweyte Tod, den Got- schaun, was er umfaßt, tes Recht den Frevlern der Zukunft Tief erdroht, die seine Huld gründen? verachten! 5. Vermeßt ihr euch, 2. Der Gott, der uns barmherziger, als Gott so schont und liebt, wenn ist, und gerechter zu richwir die Laster haffen, ten? weiser, als der der gnädig jede Schuld Herr, den frevelnden vergiebt, wenn wir uns Verachter? Hat er euch bessern lassen, der hats seiner Strafen Art mit verkündigt; Er, der gut, ihren Folgen offenbart, gerecht in allem, was er daß ihr ihn meistern thut, wahrhaftig ist und wollet? heilig. 6.Gerecht ist gut, was 3. Auch der, der unser er gebeut, und werth, Heil erwarb, der, von daß ers gebiete; und der Sünde Bürden uns zu erretten, litt und starb, damit wir seelig würden, der lehrt es, Je fus, unser Herr; Wer ist so gut, wer gnädiger, als Gott, als Jesus Christus? werth auch alles, was er draut, der Heiligkeit und Güte. Laßt ihm die Waag; Er, der nicht irrt, wird keines Menschen Recht, und wird sein eignes Recht nicht beugen. 4. Erzittert! Nur ver- 7. Nicht jedes Volk werfet nicht die schauer- lempfängt das Licht, das Frommen und Gottlofen in der Ewigkeit. 373 Das seine Christen ha- der Sünde Joch, entreiß ben; Verschieden wird dich ihren Ketten. Dann auch sein Gericht und such auch deine Brüder Lohn seyn, wie die Ga- noch vom Tode zu erretben. Da, wo er nicht ten. Thu's nicht aus gesået hat, wird er, wie Sklavenfurcht allein; er schon hier nie that, Du müssest dich der Tuauch dort nicht erndten gend freun; Denn sie wollen. giebt Ehr und Freude. 8. Du zitterst vor der 10. D wann du einst Ewigkeit? Ach zittre dir vollendet bist, dann zum Heile, daß, eh du's wirst du ganz verstehen, glaubst, nicht, was er wie der Gerechte gnådraut, dich Sichern dig ist; Frohlockend übereile. Zu deinem wirst du's sehen. Dann Heil enthüllt er dir die ist, was dich hier zittern Flamme des Gerichts, macht, enthüllt von jeum hier und dort dich des Schattens Nacht, zu beglücken. ganz Herrlichkeit und 9. Zerbrich nur selbst Wonne! Aa 3 un Dritte 374 Von der Gottesfurcht, der Tugend, Dritte Hauptabtheilung. Lob- und Gebetlieder nach Anleitung der christlichen Sittenlehre. I. Von der Gottesfurcht, der Tugend und der Rechtschaffenheit überhaupt. 291,1 Gott, du frommer Gott! Du Geohn den nichts ist, was ist, von dem ber aller Gaben, Gesunden Leib gieb mir, wir alles haben; DRY 1 DI und daß in solchem Leib ein unverletzte Seel und rein Gewiffen bleib. 2. Gieb, daß ich thu gieb, daß ichs jedesmal thu, wann und wie ich mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu soll, und so gerathe mich dein Befehl in mirs durch deinen Seemeinem Stande führet, gen wohl. 3. Hilf, und der Rechtschaffenheit überhaupt. 375 3. Hilf, daß ich rede 6. Soll ich in dieser stets, womit ich kann be- Welt mein Leben höstehen. Laß kein unnu- her bringen, und unter bes Wort aus meinem mancher Last hindurch Munde gehen; Wenn ins Alter dringen; So aber Amt und Pflicht gieb, daß ich auch stets zu reden mir gebeut, so ein frommes Herz begieb den Worten Kraft, wahr, damit ich tragen doch ohne Bitterkeit. mag mit Ehren graues Haar. 4. Gerath ich in Ge fahr, so laß mich nicht verzagen, gieb wahren Christenmuth, das Kreut hilf selber tragen: Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanft muth überwind, und sende Hülf und Rath, wenn sie mir nöthig sind. 7.Zuletzt laß mich als Christ einst froh von hinnen scheiden, dieSeele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden, es ruhe sanft der Leib in seiner stillen Gruft, bis ins neue Leben ruft. ihndein Allmachtswort 5. Laß mich mit jeder- 8. Wann alle Todten mann in Fried undEin- einst auf dein Gebot ertracht leben, so weit es wachen, so wird auch christlich ist. Willst du meinen Staubdein Ruf mir etwas geben an lebendig machen: Dann Reichthum, Ehr und führe mich verklart in Glück, so gieb auch dieß deinen Himmel ein, und dabey, daß ich nicht un- laß mich seelig dort mit gerecht, nicht stolz, noch allen Frommen seyn. sicher sey. bb Aa4 292. Von der Gottesfurcht, der Tugend, 61 EF Klag nicht, mein Herz, wie ſchwer und tes t 11 es sey, hier als ein Christ zu wandeln, len treu, zu den ken und zu handeln; 4 7 Wahr ists, die Tugend kostet Müh, sie ist 車 # der Sieg der Lüfte; Doch richte selbst, be was wà re sie, wenn sie nicht kämpfen 376 292. müßte. 2. Die, die sich ihrer] 3. Des Lasters Bahn Laster freun, trift die ift anfangs zwar ein kein Schmerz hienie breiter Weg durch Auden? Sie sind die Sela- en; Allein sein Fortven eigner Pein, und ha- gang wird Gefahr, sein ben keinen Frieden. Der Ende Nacht undGrauFromme, der die Lüste en. Der Tugend Pfad dampft, hat oft auch sei- lift anfangs steil, läßt ne Leiden, allein der nichts als Müheblicken, Schmerz, womit er doch weiter fort führt er kämpft, verwandelt sich zum Heil, und endlich • in Freuden. zum Entzücken. 4. Was und der Rechtschaffenheit überhaupt. 377 4. Was wäres, hätt Was sein Beruf auf uns Gott vergönnt, Erden? Die Tugend. nach unsers Fleisches Was ihr Lohn, ihr Willen, wann Wol- Ruhm? Gott ewig lust, Neid und Zorn ähnlich werden? entbrennt, die Lüfte frey 7. Lern nur Geschmack zu stillen; Ließ er den am Wort des Herrn Raub, den Lindankzu, und seiner Gnade finden Frevel, dich zu kràn- den; Und übe dich geken, den Menschenhaß, treu und gern, dein Herz was würdest du von zu überwinden. Wer diesem Gotte denken? Kräfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen, wer sie nicht brauchet, dem wird auch das, was er hat, genommen. Er 5. Gott will, wir sollen glücklich seyn: Drum gab er uns Gesetze. Sie sind es, die das Herz erfreun, sie sind des Lebens Schätze. 8. Du streitest nicht spricht zu uns durch den durch eigne Kraft; Verstand, er spricht Drum muß es dir gedurch das Gewissen, lingen: Gott ist es, welwas wir, Geschöpfe sei cher beydes schafft, das ner Hand, fliehn oder Wollen und Bollbrinwählen müssen. gen. Wann gab ein 6. Ihm folgen, das Bater einen Stein dem ist Weisheit nur, und Sohn, derBrod begehrFreyheit ists, dieß wäh- te? Bet oft! Gott müßlen: Ein Thier folgt te Gott nicht seyn, wenn Trieben der Natur, ein er dich nicht erhörte. Mensch dem Licht der 9. Dich stärket auf der Seelen. Was ist des Tugend Pfad das BeyGeistes Eigenthum? lspiel seel'ger Geisters Aas Ihn 378 Von der Gottesfurcht, der Tugend, Mel. Nro. 224. Ihn zeigte dir, und ihn betrat ja selbst dein Herr Herr, allerhöchsterGott! zc. und Meister. Laß dich nur nie des Frechen 293. Herr, aller Weisheit Spott auf diesem Pfa- Quell, gieb mir recht zu de hindern; Der wahre erkennen, daß nur die Ruhm ist Ruhm bey Frömmigkeit auch Gott, und nicht bey Weisheitsey zu nennen; Menschenkindern. Doch gieb mir auch dabey ein Herz, das so dich ehrt, wie dir es wohl gefällt, und uns dein Sohn gelehrt. 10. Sey stark, o Seele, allezeit, denk oft an deine Bahre, vergleiche mit der Ewigkeit den Kampfso kurzer Jahre. 2.Ich nenne mich nach Das Kleinod, das dein ihm. Befördre mein Glaube hält, wird neu- Bestreben, auch stets en Muth dir geben; nach seinem Sinn zu Und Kräfte der zukünf- denken und zu leben. Ich t'gen Welt, die werden bin getauft auf ihn. ihn beleben. Dießsey zur Heiligung, 11. Denk endlich zur der ich gewidmet ward, Beruhigung, daß Gott| mirsieteErmunterung. den Schwachen duldet, 3. Auch mir gabst du der bey dem Ernst der dein Wort, dieß leite Heiligung doch man- meine Seele, daß sie den ches noch verschuldet. sichern Weg der wahren Gottliebet Herzensred- Tugend wähle. Was lichkeit, und sieht auf nützt der Glaube mir dein Bestreben; Er ist mit seiner Wissenschaft? ein Bater, der verzeiht, Wenn doch mir immer und er hat Lust zum Le- fehlt zum Guten Lust ben. ng tin und Kraft. 2019, 4.Laß und der Rechtschaffenheit überhaupt. 379 4.Laß mich gewissen- he mir, daß ich nur dich haft in allen Stücken begehre, mein ganzes wandeln, und überall Glück nur such in dir, vor dir so denken, reden, und dich allein verehre! handeln, daß ich, im Daß ich in Noth dich Herzen rein, dir, Gott, meinen Gott und Vavertrauen kann, und ter gläubig nenne: Daß froh versichert sey, du weder Leid, noch Glück nimmst dich meiner an. und Freud mich jemals von dir trenne. 5. Doch, wenn ich, Schwacher, noch aus 2. Erfülle mich mit Uebereilung fehle, Herr, wahrer Reu, wenn ich so verwirf mich nicht. dich, Gott, betrübe! Erwecke meine Seele, Gieb, daß ich alles Bddaß sie den Fehltritt bald se scheu, und stets das erkenne und beren, und, Gute liebe. Laß mich ihn aufs künftige zu doch nicht, Herr, meine meiden, wachsamsey. Pflicht mit Vorsatz je verletzen, der Seeleheil, mein bestes Theil, laß mich nach Würden schätzen. 6. Jch übergebe mich bis an mein Lebensende, mit allem, was ich bin, in deine Vaterhånde. O mache du, mein 3. Mein Gott, ich bitGott, den Vorsatz vest te dich, verleih mir einen in mir, ein wahrer vesten Glauben, der Christ zu seyn, so leb standhaft, treu und thåund sterb ich dir.tig sen, und laß mir den nichts rauben. Gieb, daß ich mich allzeit auf dich, und auf dein Wort und in der Mel. Nro. 286. Mein Gott! erschaffen zc. ch, höchster verlasse, A 294. Gott, verlei Noth), ja ſelbſt im Tod, in dein emotibo ating 380 Von der Gottesfurcht, der Tugend, dein Heil getroft um-| Und nie auf Pracht und faffe. 4. Hilf mir, der ich erlöset bin, daß ich den Ruhm bedacht nach beyden ängstlich streben; Laß mich vielmehr Heiland liebe, und bil- zu deiner Ehr, in wahde mich nach seinem rer Demuth leben. Sinn; Gieb, daß ich 7. Gieb, daß ich Trug mich stets übe, auf ihn und Heucheley mit alzu schn, ihm nachzu- ler Sorgfalt fliche, und gehn, mich seiner nicht nimmer mich durch zu schämen, und gern, Gleißnerey um Menwie er, seys noch so schengunst bemühe. Laß schwer, mein Kreutz auf Ja und Nein mir heilig mich zu nehmen. seyn, laß mich nicht lieblos richten, und Zank undStreit, mit Freundlichkeit, mit Lieb und Sanftmuth, schlichten. 5. Laß niemals Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren; Nie Haß undZorn und Bitterkeit zur Ra- 8. Zur unbefleckten che mich verführen. Reinigkeit, Herr, lenke Dein Wort gebeut mein Gemüthe, daß ich Versöhnlichkeit, ver- in dieser Prüfungszeit dammt der Rachsucht vor böser Lust mich hüTriebe; Gieb, daß den te. Der Lügen Feind, Feind, so wie den der Wahrheit Freund, Freund, mein Herz auf laß mich aufrichtig richtig liebe. wandeln, und jeder6. Nach vielem Reich- zeit nach Billigkeit mit thum, Gut und Geld, meinem Nächsten hanHerr, laß mich ja nicht deln. trachten: Laß mich die 9. Gieb, daß ich stets Ehren dieser Welt für den Müffiggang samt citle Schatten achten; aller und der Rechtschaffenheit überhaupt. 381 aller Trägheit fliehe; Unterthan, erweist. ErDaß ich die Welt mein innre mein Gewissen, Lebenlang zu nutzen wie lauter, rein und tumich bemühe. Laß gendhaft die dich verehmeinen Fleiß zu deinem ren müssen, die dir gePreis, o Gott, mir fallen wollen. wohl gelingen, und seegnest du das, was ich thu, so laß mich dir lobsin gen. 10. Ach gieb mir deinen guten Geist, daß er mich stets regiere, und mich, wie es dein Wort verheißit, auf deinen 2. Die kommen nicht in Jesu Reich, die ihren Herrn ihn heiffen, sich aber nicht mit Ernst zugleich der Heiligung befleissen. Nur die, die deinen Willen thun, läßt du, als deine Kinder, o Gott, in ew'gem Wegen führe; So Frieden ruhn, wenn wird mein Herz in heuchlerische Sünder Freud und Schmerz, von dir verstossen werdir zu gefallen streben, den. und du wirst mir, Gott, 3.Drum laß mich doch einst bey dir den Lohn vom Glauben nie ein der Treue geben. heilig Leben trennen; Mich nicht für Jeſu Jünger hie bloß äusserHerr, unser Gott, wer zeich bekennen. Gieb, daß Mel. Nro. 24. 295. Bewahre meinGlaube thätig sen, mich, Herr, Tugendfrüchte daß der Wahn nie mein bringe; Daß ich vom Gemüth bethöre, als Sündendienste frey, war es schon genug ge- mit Eifer darnach rinthan, wenn dir nur auß- ge, im Guten zuzunehre Ehre der Mensch, dein men. 4. Du 382 Von der Gottesfurcht, der Tugend, 4. Du kennst, o Gott, Daß ich dich suche mit der Menschen Herz, und Begier; und standhaft liebst, die redlich han- dir anhange. Verleih, deln. O laß in Freude, daß ich mit Freuden wie in Schmerz, mich dich in deiner Hülfe richtig vor dir wandeln! schaue, im Herzen rein, Dein Wille sey mein auf dich allein mein Augenmerk! Hilf selbst ganzes Glück hier baue. mir ihn vollbringen! 2. Gieb, daß ich in Durch dich muß jedes Gerechtigkeit nach deigute Werk dem glücklich noch gelingen, der deine Hülfe suchet. ner Gnade strebe, gottseelig, züchtig allezeit in deinem Reiche lebe; 5. Doch wenn ich aus Und falle ich, so stärke Unwissenheit und Ue- mich, bald wieder auf bereilung fehle; so thu zustehen, mit wahrer an mir Barmherzig- Reu, dem Guten treu, keit, sey gnädig meiner den schmalen Weg zu Seele, und hilf ihr auf gehen. von ihrem Fall. Erhalt 3. Laß Glauben, Lieb mich bey dem Einen, und Hoffnung sich in daß ich dich fürchte meinem Herzen mehüberall, bis ich einst, mit ren, so ist mir wohl, und den Deinen, dir ohne so kann ich als wahrer Fehltritt diene. Christ dich ehren. Nimm dich auch dann des Leibes an, so lang Mein Gott! erschaffen zc. ich hier noch walle; nur ilf mir, daß dabey, von Sunmein Gott, den frey, die Seele dir hilf, daß nach dir von gefalle. Herzen mich verlange; 4. Gieb, daß ich treu Mel. Nro. 286. 296. und und der Rechtschaffenheit überhaupt. 383 und fleissig sey in dem, Ort, nach deinem Wort, was mir gebühret, daß bis ich von hinnen scheiich auch nicht durch de. Heucheley und Ehrgeitz werd verführet; ja daß Mel. Nro. 138. ich nicht je meine Pflicht So gehst, du, Jefu, willig.c. durch Eigennutz entehre, und nie durch Neid, Haß, Falschheit, Streit des Nächsten Ruhe störe... 297. Was hilft es mir, ein Christ zu seyn, wenn ich nicht christlich lebe, und heilig, fromm, ge5. Steh du mir ben, recht, und rein zu wandaß mein Gemüth kein deln mich bestrebe? wilder Grimm regiere, Wenn ich dem seeligen daß ich vielmehr durch Beruf, zu welchem sanfte Güt auch selbst mich mein Gott erschuf, den Haffer rühre. Ver- nicht würdig mich begeß ich mich, daß Hof- weise, und den, der mich fart sich will in der See- erlöset hat, in Worten leregen, so hilf du mir, blos, nicht durch die gebeugt vor dir, der De- That und gute Werke muth Schmuck anle- preise? gen. 2.Was hilft, derGlaub 6. Hilf, daß ich folge an Jesum Chrift, den treuem Nath, von fal- jich im Munde führe, scher Meynung trete; wenn nicht mein Herz Den Armen helfe mit rechtschaffen ist, und ich der That, für Freund die Frucht verliehre? und Feind stets bete, Wenn mich die Eiteldien jedermann, so viel keit der Welt mit ihrer ich kann, und alles Un- Lust gefangen hält, ich recht meide, an allem ihreFeffeln liebe? Wenn ich 384 Von der Gottesfurcht, der Tugend, ich verführt vom Sün mit Furcht der Hölle denreiß, Zorn, Hoffart, schrecket? Fleisches Lüfte, Geitz in Werk und Thatendbe. 5. Weh mir! Was hilft es mir einst dort, 3. Weit strafens- erweckt aus meinem würdger bin ich dann, Grabe, daß ich an Chriich, der ich Christumsstum und sein Wort kenne, weiß, was er einst zum Schein geglaubet für mich gethan, ihn habe: Wenn nicht mein Herrn und Heiland nen- Glaube durch die That, ne; Als der, der in der nach Gottes Sinn und Finsterniß des Irr weisem Rath, sich in der thums tappt, noch un- Kraft läßt merken? gewiß, ob er auch richtig Nur Glaube wirket wandle! Ließ nicht Seeligkeit: Doch zeugt mein Herr und Heiland er auch Rechtschaffenhier ein Vorbild seines heit; Und Fleiß in guWandels mir, auf daß ten Werken. ich darnach handle? 6. Gott! deiner ewig werth zu seyn, hilf, daß ich christlich lebe, und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich bestrebe. Gieb mir Erkenntniß, Kraft und Muth, damit ich Sünde, Fleisch und Blut im überwinde; 4. Und ach, wo find ich Trost und Ruh, wenn mich das Leiden drů cket, und mein Gewis sen noch dazu die Sünden mir vorrücket? Wo find ich Trost in meiner Noth, wenn mir der schauervolle Tod das Glauben finstre Grab aufdecket. daß ich nach wohl Und wenn das Heerder durchlebter Zeit, den Sünden sich auf einmal Lohn in jener Ewigkeit, blicken läßt, und mich den du verheiffen, finde. Mel. und der Rechtschaffenheit überhaupt. 385 recht vor seinem AngeMel. Nro. 224. Herr, allerhöchsterGott, z. sicht? 298.ch bitte dich, 4. Ach, führemich, mein mein Gott, mir diesen Sinn zu geben, daß ich beslissen sey, zu deinem Preis zu leben. Du weißt, Gott, wie viel Kraft deinkind nur in den Tod; Wenn noch nöthig hat: Verleihe du sie mir: Bey dir ist Rath und That. Gott! Wie kann ich sonst bestehen! Und laß mich ohne dich nie einen Schritt nur gehen! Mir überlassen, stürzich mich 2. In allem meinem Thun laß mich auf dich nur sehen; Nie untreu du mich aber führst, so fürcht ich keine Noth. 5.Lehr mich die groffe Pflicht, mich selber zu verläugnen undwasich hab und bin, Gott, dir meiner Pflicht, mich nur zuzueignen. Wer eigne Wege gehen. Laß diese Wahrheit mir allzeit vor Augen stehn: sucht, wasGottesist, der findet erst sein Heil; Wer blos das Seine fucht, Gott siehts, Gott hörts, verliehrt sein beßtes Gottstrafts, ihm kannst Theil. du nicht entgehn. 6. Gott, deine Gnade 3. Bedenken lehre mich, sey in mir doch nicht o Herr, in allen Fällen: vergebens! Erfülle du Isis denn auch recht, mich selbst mit Kräften wenn ich der Welt mich deines Lebens; Daß ich gleich will stellen? Und, in dir allein mich hier siehetjetzt schon mich der schon glücklich seh, und Menschen Auge nicht, meine Seele dich in ists recht vor Gott? ists Ewigkeit erhöh. 3 bis 299.Tu 386 299. Von der Gottesfurcht, der Tugend, EE Tugend, o wie schon bist du! Heil, EE wer dich begehrt! Nur aus dir fließt wahre Ruh: Du bist Gottes werth! 2. Oft sehnt sich mein der dem Rath der Freve Herz nach dir, haßt den ler sich entzieht! Dem Krug der Welt; Aber Menschen, der den dann wählich, was mir krummen Pfad der Ues und der Luft gefällt. bertreter flicht! 3. Gott, ich bin des Wechsels satt; Dir möcht ich allein eigen ganz in Rath und That, und geheiligt seyn! 2. Der, wo der freche Spotter lacht, die from me Seel entfernt, sich Gottes Wort zur Freude macht, und Tag und 4. Bater, gieb du mir Nacht es lernt. Bestand, meinem Her- 3. Der grünet, wie am zen Licht: Führe mich an deiner Hand treu in meiner Pflicht. Bach ein Baum, von seinem Seegen schwillt, sich hebt, und einen weiten Raum mit seinen Zweigen füllt. 5. Gieb, daß eher mich der Tod von der Erde reißt; Als mein Herz von dir, o Gott, los sich wieder reißt! 4. Er trägt, wenn ſeiz ne Zeit kommt, Frucht, stets unentlaubt, und grün: Er tröstet den, der Schatten sucht: Der 300. Owohl dem Wandrer ſeegnet ihn. Menschen, 5. So Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. und der Rechtschaffenheit überhaupt. 387 5. So ist der From-| Gemeine, die Gott ehrt, me, was er macht, ge- bleibt der Verbrecher råth ihm, und gedeiht. nicht. Staub ist der Sünder, 7. Dir, Höchster, dir der sein lacht, Staub, gefällt die Bahn, die den der Wind zerstreut. der Gerechte geht. Du 6. Der, der sich gegen schaust im Zorn den Gott emport, besteht Sünder an: Des Sunnicht im Gericht, in der ders Weg vergeht. 1. Von der Richtschnur der Handlungen, oder dem Gesetze. Mel. Nro. 180.| seyn. Denn, wer deinen Geist vom Vater, und zc. Willen weiß, und ihn gott, durch doch nicht thut mit 301. den wir sind Fleiß, der ist ärger, als und leben! Deine Güte die Heiden, und wird sen gepreist, daß du uns doppelt Streiche leiden. dein Wort gegeben, das 3.Darum präge deine zum Heil uns unter Lehrentief in unfreSeeweist, das uns unsre len ein. Laß sie uns mit Pflichten lehrt, warnt, Nutzen hören, und derermahnet, straft, be selben häter seyn. kehrt, und, wenn uns Treib uns dadurch kräfein Leiden drücket, uns tig an, daß wir dich vor mit reichem Trost er- jedermann froh bekenquicket. nen, kindlich lieben, und mit Sünden nicht bes trüben. 2. Gieb, daß wir es innig lieben; Ernstlich, ohne Heuchelschein, das darinn Befohlne üben, und nicht blosse Hörer 4.InderSeeleFinsters nissen sey dein Wortuns stets ein Licht. Laß uns Bb 2 Trost 388 Von der Gottesfurcht, der Tugend, Trost daraus geniessen, Welt mich unbefleckt wenn es uns an Trost erhalte, und daß in mir gebricht. Es versüß uns der Trieb zumGuten nie jede Noth: Es erquick erkalte. Hilf, daß ich imuns auch im Tod durch mer noch, im Kampfdes die Hoffnung, ganz zu Glaubens treu, und in schauen, was wir deiner der Hoffnung stark und Wahrheit trauen. vest gegründet sey. Mel. Nro. 224. Herr, allerhöchster Gott, zc. pein 302. Mein 4. Gieb, daß ich, als ein Chrift, mich Christo Vater, ähnlich zeige, und achtund meinsam mein Gemüth zu Gott, du Herr von mei- seiner Lehre neige. Sein nem Leben! Der du dein Geist regiere mich, und heilsamWortzurRicht nicht der Geist der Welt, schnur mir gegeben, re- so wandl' ich, Herr, vor giere doch mein Herz dir den Weg, der dir durch deinen guten gefällt. Geist, daß ich dem folgsam sey, was dieß dein Wort mich heißt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele liebe, undLieb und 2. Verleih, daß ich zu- Gütigkeit auch an dem erst nach wahrer Weis- Nächsten übe. Laß fern heit trachte, und kein von Ülebermuth mich vergänglich Gut mehr, bey des GlückesSchein, als es werth ist, achte. und frey von Lingeduld Wer nach dem Ewigen in trüben Tagen seyn. mit weisemEifer strebt, erfährt, daß er zum Lohn auch hier schon glücklich lebt. 6. Nie müsse sich mein Herz der Fleischesluft ergeben, und nie dem schnödenGeit! Mein dir 3. Gieb, daß ich vor der geweihtes Leben sey von Betrug und der Rechtschaffenheit überhaupt. 389 Betrug und Neid, von wenn sie verzeucht, dir Unbarmherzigkeit, von doch getroft vertraun. ungerechtem Gut, und 8. Erlös auch endlich stolzem Sinn befreyt.mich von allen meinen 7. Will deine Hand Leiden; Und ist die mich hier auf rauhe Stunde da, aus dieser Wege leiten: So unter- Welt zu scheiden, o Vastütze mich, wann meine ter, so entzeuch, wann Tritte gleiten. Laß mich meine Hütte bricht, und in aller Noth auf deine alles mich verläßt, mir Hülfe baun, und auch, deinen Beystand nicht. 303. er Herr liebt unser Leben! Zu ununs sein Ge setz ge geben, als be# Denn, was er uns befiehDEBE serm Heil hat er ster O berherr. + let, ist ew'ges Recht, und zielet auf unsre Wohlfahrt ab. 2. Nichts hat er vor- 3.Ich soll ihn fürchten, geschrieben, als was ge- lieben, ihn ehren, ihm recht und gut. Der wird vertraun, mich im Gesich selber lieben, der horsam üben, auf ihn Gottes Willen thut. allein nur schaun, nicht Dieß sag ich Gott zum fremden Götzen leben, Preise: Gerecht, gut, nach Eitelkeit nicht streheilig, weise ist immer ben: Welch heiliges Gesein Gebot. bot! B63 4.Ich 390 Von der Gottesfurcht, der Tugend, 4.Ich soll den nächsten| Die Liebe wird mich lieben, und, brüderlich dringen, das Gute zu gefinnt, ihn seegnen, vollbringen, dein Geist nicht betrüben; Dann mein Beystand seyn. bin ich Gottes Kind. Mel. Nro. 13. Wie herrlich sind die Rechte, die du für deine Wie viele Freuden dank ic. Knechte, Herr, offenbaret hast. 304. Herr, dein Ges setz, das du 5. Mein ganzes Herz der Welt, voll Weisheit, soll heilig, auch in Ge- haft gegeben, ist uns zur danken rein, durch Lüfte Regel vorgestellt, wors nicht abscheulich vor nach wir sollen leben. deinen Augen seyn. Ich Mach unsern Herzen es find auf diesen Wegen bekannt, und lehre uns, für mich den größten recht mit Verstand den Seegen, wenn ich sie Sinn desselben fassen. willig geh. 2. Du, Gott, willst 6. Doch weil, aus eig- mehr, als daß ich mir nemTriebe, kein Mensch nicht List, noch Trugerdie Vorschrift hält: So laube; Daß ich aus hilf nach deiner Liebe, Sklavenfurcht vor dir mir thun, was dir ge- kein Mörder sey, noch fällt. Du schenkst ja raube. Was hilfts, daß gerndie KräftezumHei weder Hand, noch Fuß, ligungsgeschäfte dem, noch Auge fündigt? der dir folgsam ist. Gott, ich muß mit jeder 7.Vergieb, durch Chri- Kraft gehorchen. sti Leiden, mir meine 3. Es låstre, Gott, dein Misfethat! So wandle Mensch dich nicht, sey ich mit Freuden nach keiner Ehe Schänder, deinem heilgen Rath.lkeinFrevler, welcher Eide und der Rechtschaffenheit überhaupt. 391 de bricht, kein Schlem- den mit seinem Thun mer, kein Verschwender, vor dir bestehn, durch kein Freund von üppi- Werke seelig werden? gem Geschwätz! Das Duforderst viel, undwir willst du, Gott; Doch sind schwach; Dasherz dein Gesetz gebeut noch giebt leicht der Lauhöhre Pflichten. schung nach, und du, o Wir sollen uns ge- Gott, wirst richten! wissenhaft in allemGu- 7. Drum eil ich, Herr, ten üben, und dich mit vor deinen Thron, in aller unsrer Kraft von Reu und Schaam verganzem Herzen lieben, hüllet, zu deinem Sohnicht jede Handlung ne: Herr! dein Sohn hat nur soll rein, selbst jede dein Gesetz erfüllet; Er Neigung soll es seyn, thats, und hats für mich der stillsie Wunsch un- gethan! Nimm deines sträflich. Sohns Gehorsam an; Laß mich sein Blut versöhnen. 5. Das forderst du, doch, Gott, wer hat die Kräfte, deinen Willen so 8. Laß deines guten durch Gedanken, Wort Geistes Trieb mein und That, so heilig zu Herz zum Guten treivollbringen? Wie kraft ben, dir gern gehorlos unser Wille sen, wie schen, und vergieb die groß der Sünden Ty- Mängel, die noch bleiranney, das ist dir nicht ben! Ich will( und das verborgen. gewähre mir!) allein durch deinen Sohn vor Fluch entgehn? Ach, dir gerecht und seelig Gott, wer kann auf Er-/ werden. 6. Wie können wirdem 364 2.Vom 392 Von der Gottesfurcht, der Tugend, 2. Vom innern Richter der Handlungen, oder dem Gewissen. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. 305. Wenn ich ein gutGewif sen habe, so hab ich groß fe Seeligkeit: Es ist des Himmels beste Gabe, das höchste Glück in dieser Zeit. In Freud und Leiden giebt sie hier die wahre Ruh der Seele mir. Grund des Herzens liebt. 2. Ich bebe nicht, wann Sünder beben, 4. Mit Muth trag ich des Lebens Leiden, sie dauern einen Augenblick: Und des Gewissens innre Freuden sind fuffer, als der Sünder Glück: Und was kann höhern Trost verleihn, als leiden, und unschuldig seyn? 5. Ich eile mit gesetztem Schritte desLebens daß Gott gerecht und letzter Stunde zu. Es heilig ist. Mein Herz falle diesesLeibesHütter giebt Zeugniß meinem so geh ich ein zur wahLeben, daß ich gewan- ren Ruh; Indem mein delt, als ein Christ, des Geist, der Gott gelebt, göttlichen Berufes zu seinem Ursprung sich werth, der hier mich erhebt. himlisch wandeln lehrt. 3.Getrostwagiche, vor befliffen, daß unverrückGott zu treten, und ihn te fromme Treu dir imvoll Glaubensfreudig- merdar ein gut Gewiskeit, als meinen Baterssen und Glaubenszuanzubeten, der, was ich versicht verleih; Und habe, mir verleiht, und du, mein Gott, regiere jedem Heil und See- mich! Denn was vergen giebt, der ihn von mag ich ohne dich? 6.DSeele, darum sey Mel. und der Rechtschaffenheit überhaupt. 393 Mel. Nro. 82. siegen, welch himlisches In allen meinen Thaten zc. Vergnügengewährt die 306. Sinubiges Leberwindung nicht! Gewissen laß, Herr, mich stets geniessen. Denn hab ich dieses nur, so ist für mich in Tagen, wo andre angstlich zagen, nichts schreckliches in der Natur. 5. Nichts kann im Wohlergehen so unser Glück erhöhen, als ein geruhig Herz. Das schafft uns inare Freuden, und mildert auch im Leiden, durch seinen Trost, den größten 2. Wenn meine Schuld Schmerz. mich beuget, und dann 6.DieGüter zu verachdein Geist bezeuget, daß ten, wornach die Thoren ich begnadigt bin, wenn schmachten, was giebt mich dein Trost erqui- uns dazu Muth? Was cket, so oft mich Trubsal tröstet Gottes Kinder drücket: wie unschätzbar beym Spotte frecher ist mein Gewinn! Sünder? Ein ruhig 3. Sollt ich solch ruhig Herz, das beste Gut. Leben fürLuft der Sün- 7. Zu dir gen Himmel de geben, und dann die schauen, oGott, und mit innre Pein, mich selber Bertrauensich rühmen: zu verklagen, in meinem ich bin dein! Jm Glaus Busen tragen? Gott, ben der Erlösten sich laß dieß ferne von mir deiner Huld getrösten: seyn! welch Glück, mein Gott, kann gröffer seyn. 4.Sein eignes Herz bekämpfen, und seine ei8.Laßt du mich im Gegung dämpfen, ist frey- wissen einst diesen Trost lich schwere Pflicht: geniessen, wann alles Doch wenn wir uns be- lvon mir weicht; Kann Bbs ich Von der Gottesfurcht, der Tugend, ichdannvoll Vertrauen| kunft ihn bedroht: Ihn auf dich noch, Vater, tröstet deine Liebe. 394 3. Trift ihn auch hier zuweilen noch das Gift schauen, so wird mir felbst das Sterbenleicht. 9. Dlaß zu allen Zei- derLästerzungen; Wird ten mich deine Weisheit seines Herzens Ruhe leiten, und mache selbst doch dadurch nicht ganz mich treu! ZumFleiß in bezwungen. Er hütet guten Werken laß mich sich vor Liebelthat, und die Hoffnung stärken, denkt: der Lügen wird daß groß der Lohn im wohl Rath; Gott wird Himmel sey. die Linschuld retten. Mel. Nro. 46. 4. SeinGeist sieht mit Allmächtiger! wir singen 2c. Zufriedenheitder künftwelch ein gen Welt entgegen. unschätz- Dieß giebt ihm Muth bares Gut ist doch ein und Freudigkeit, auch gutGewissen! Wer die auf den rauhsten Weses hat, der hat auch gen. Denn dort macht Muth, wann andre za selbst, oHerr, dein Mund gen müssen. Sein ruhig den wahren Werth der Herzerzittert nicht; Jhn Menschen tund; Da schreckt kein Tod, und wird derFrommesiegen. kein Gericht: Denn er 5.Bewahredenn, mein hat Gott zum Freunde. Bater, mir ein unvers 307.0 2. Gott, deines Bey-| letzt Gewissen, und meifalls sich bewußt, ver- neSeele werde dir durch traut er deiner Gnade. Sünden nicht entriffen. Dein Friede wohnt in Mit dir, Gott, ausge= feiner Brust: und wer söhnt zu seyn, dein heilig ist, der ihm schade? Er Rechtnichtzuentweihn, ficht auf dich in aller sen meine größteSorge! Noth, womit die Zu- l 6.Laß und der Rechtschaffenheit überhaupt. 395 6. Laß mich, was mein] 7. Durch deineGnade Gewissen spricht, als stärke mich, daß künfStimme Gottes ehren, tig meine Seele die und ohne frommen Sünde flieh, und wider Vorsatz nicht auf seine dich und dein Gebot Warnung hören. Erin- nicht fehle. Denn wer nert's mich an meine nur reines Herzens ist, Schuld, so laß mich, hat immer dich, durch Bater, deine Huld in Jesum Christ, Allgutiwahrer Reue suchen.( ger, zum Troste. 3. Vom christlichen Bestreben nach der Gewissenhaftigkeit. Mel. Nro. 51. nach dem Namen eines Wie groß ist des Allm. zc. Frommen, nie einen 308. Herr, dessen gröffern Ruhm begehrt. Augen al- Die Tugenden sind sein les prüfen! Des Heuch- Vergnügen; Er ist der lers Liftbetriegt dichnie. Wahrheit edler Freund, Du schauest in der Her- und unversöhnlich gezen Tiefen, und kennst, gen Lügen, der Bosheit und offenbareft fic. Wer und der Tücke Feind. darf vor dir mit Freu- 3. Ein Abscheu ist's den wohnen? In deiner ihm, neidisch trauern, Liebe sicher seyn? Wen ungern den Nächsten wirst du, unserGott, be- glücklich sehn, um ihm lohnen? Wer darf sich zu schaden, auf ihn deinesSeegens freun? lauern, und seine Tha2. Nur der, o Herr, ten tückischschmähn.Er darf zu dir kommen, hasset die Beleidigunund macht sich deiner gen, wird groß durch seiFreundschaft werth, der ne Redlichkeit. Durch unvers Von der Gottesfurcht, der Tugend, unverschämteLästerun- der voll Vertrauen zu gen wird nie von ihm ihm flicht. Gern theilt ein Nam entweiht. er mit ihm sein Verindgen, das nicht das Gut des Waisen ist, und hält es nicht für einen Set396 4. Er ehrt, oHerr, die, die dich scheuen, verachtet den, der dich nicht liebt, und frech es wagt, gen, wenn es der Arme sich noch zu freuen, nicht genießt. wenn er durch Laster 6.Der Fromme nimt, dich betrübt. Erhält, das Recht zu beugen, was er dem Nächsten nicht Gaben von Berschwöret, wenn der Be- brechern an. Er kann zu trug die Treue bricht: keinem Frevel schweiEin ungerechter Wu- gen, und weicht nicht cher mehret gerecht er- von der Tugendbahn. worbne Güter nicht. Du, unser Gott, wirst ihn belohnen! Du wirst sein frommes Herz erfreun! Er wird in deinen Hüttenwohnen, aufdeinem Berge sicher seyn. 5. Er eilt, erweicht durch das Erbarmen, wenn er der Menschen Elend sieht, mit seiner Hülfe nach dem Armen, 309. # che dich, mein Geist, benicht in Si cherwann die Noth MSchlummre reit! Wache, fleh und båte! heit! Du erwachst zu späte, und der Tod dich vielleicht in Sünden unH bereitet finden. 2. WA= und der Rechtschaffenheit überhaupt. 397 2.Wache, dir ist unbe- zu heucheln, und sich kannt, ob nicht noch auf selbst zu schmeicheln. Erden Prüfungen von 6. Aber bet auch stets Gottes Hand dich be- daben, bete bey dem treffen werden. Drum Wachen. Gottmuß dich sey wach! Bist du schwach, o so giebt Gott Stärke zu dem grossen Werke. von Trägheit frey, und behutsam machen. Er verleiht Munterteit auf dem rechten Pfade, durch erbetne Gnade. 3. Wache! Denn hier hat der Christ noch von allen Seiten, was der Seele schädlich ist, muthig zu bestreiten. Gott läßt zu, daß auch du, wendu sorglos wallest, in Versuchung fallest. 7. Nahe dich denn mit Gebet oft zu seinem Throne. Wenn dein Herz nur gläubig fleht, hört er in dem Sohne. Er verheißt seinen Geist, mit ihm Kraft und Le ben, auf dein Flehn, zu geben. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durchGewalt bezwinge; Oder, 8. Drum, je näher die wenn sie sich verstellt, Gefahr und Versulistig an sich bringe. chung treten, desto mehr Wach und sich, daß dich mußt du fürwahr wanie falsche Brüder fäl- chen, flehn und beten. len, die dir Netze stellen. Halt nur an! Denn 5. Wach, und hab auf Gott kann, und Gott dich stets Acht; Trau will vom Bösen dich genicht deinem Herzen, wiß erlösen. leicht kann, wer es nicht Mel. Nro. 46. bewacht, Gottes Huld Allmächtiger! wir singen 2c. verscherzen. Desisivoller Lift, und weiß wohl 310, Nach meiner ligkeit 398 Von der Gottesfurcht, der Tugend, ligkeit laß, Herr, mich jeder bösen Lust gefällt, eifrig ringen; Und in der was würd ich, Gott, ges Gnade kurzen Zeit, was winnen? Was hälfejedu befiehlst, vollbrin- der Reichthum mir? gen! Wie würd ich sonst Was aller Ruhm, wenn vor dir bestehn? Werin ich mit dir mein ewig dein Reich wünscht ein- Heil verlöhre? zugehn, muß hier dein Erbe werden. 5. Was leitet zur Zufriedenheit? Berklärt 2. Erst, wann die letz- schon dieses Leben? Was ten Stunden nahn, erst, kann mir Troft und wann wir sterben sol- Freudigkeit auch selbst len, zu dir sich wenden, im Tode geben? Nicht deine Bahn erst dann Menschengunst, kein betreten wollen: Das irrdisch Glück; Dein ist der Weg zum Leben Heil nur, ein getrofter nicht, den uns, o Gott, Blick in jenes Lebens deinUnterricht, den Je- Freuden. sus Christus lehret. 3. Du rufft uns hier zur Heiligung. So laß denn auch auf Erden des Herzens wahre Befferung mein erst Geschäf te werden! Gieb dazu Weisheit, Lust und Trieb! KeinRuhm und Preissey mir so lieb.ale Deine Lieb und Gnade. 7. Doch, was vermag 4. Gewönn ich auch die ich, wenn du nicht für ganze Welt mit allem, Trägheit mich beschüwas den Sinnen, was test, mich nicht zur Treu 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten; Lind ist die Welt mit hinderlich, die Welt mit Muth verachten! Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht dereinst besteh. sey meine größte Sorge. in und der Rechtschaffenheit überhaupt. 399 in dieser Pflicht selbst 3. Die um deiner Liebe kräftig unterstützest? O willen wandeln, wie stärke mich, mein Gott, dein Wort gebeut, diese, dazu; So find ich hier diese nur erfüllen das schon wahre Ruh, und Gesetzder Frömmigkeit. dort ein ewig Leben. Nicht nur das, was wir gethan, auch die Quelle ſiehst du an.Deine Liebe Geist vom Vater und 2c.soll uns dringen, gute 311. Gott, ich will Werke zu vollbringen. Mel. Nro. 180. 4. Wie ein Nebel, so lich prüfen, ob ich redlich verschwindenmeineTubin vor dir. Du kennst genden vor dir. Strafft meines HerzensTiefen, du sie gleich nicht als ach, entdecke sie auch Sünden, stammen sie mir! Laß mich sehen, ob doch nicht von dir. Deis ich treu dir in meinem ne Liebe trieb mich nicht Wandel sey; Ob ich, zur Erfüllung meiner recht zu thun, mich übe, Pflicht. Ohne, Gott, an weil ich dich von Herzen dich zu denken, ließ ich liebe! mich zum Guten lenken. 2. Eitelkeit und Eigen- 5. Ich gehorchte deiliebe sind die Götter die- nem Rechte, daß mir ser Welt; Aber nie sind diese Folgsamkeit Huld fie die Triebe, deren undGunstbey Menschen Wirkung dir gefällt. brachte, und den Ruhm Wer das Gute, das er der Frömigkeit. Wenn übt, nicht mit reiner ihr Beyfall mich erhob, Seele liebt, Richter, owie füß war mir dieß dem giebst du die Krone Lob! Dieß allein ließ ich der Gerechten nicht zum mich treiben, meiner Lohne. Tugend treu zu bleiben. 6. Ach 400 Von der Gottesfurcht, der Tugend, 6. Ach, wie könnt' ich| Frömmigkeit! Ich bedich vergessen! Dir, mein kenne meine Schuld. Gott, nicht dankbar Ach, bedecke sie mit seyn! Deine Liebe nicht Huld! Laß mich deine ermessen! Mich nicht Lieberühren, und mein deines Beyfalls freun! ganzes Herz regieren. Meinen Lohn hab ich 8.Gieb, daß alle meine dahin; eitler Ruhm Werke Früchte deiner ward mein Gewinn! Liebe seyn! Sie erfülle Und zu dir konnt ich mich schwingen, und ein ewig Lob erringen! mich mit Stärke, ganz mein Leben dir zu weihn! Ich bin Gottes 7. Gott, der du in dei- Eigenthum; Dieß sey nemSohne reich bist an mir der höchste Ruhm! Barmherzigkeit; Gott, Was ist mir das Lob mein Vater, ach, ver- der Erde, wenn ich seiner fehone der nicht lautern würdig werde? ch 312. Gieb, o Gott, mir Kraft und Willen, TEH dein Gesetz treu zu erfüllen; Gieb mir, daß ich immerhin fromm, und gut, und $ heilig bin. EX 2. Gieb mir Weisheit,[ deln, nur zu thun, was recht zu handeln, heilig meine Pflicht, und mein stets vor dir zu wan- Lehrer Jesus spricht. 3. Gieb Von unsern Pflichten gegen Gott, und zc. 40r 5. Laß mich dich von Herzen lieben, nie durch eine Sünd betrüben. Zich mein Herz ganz zu dir hin, daß ich ganz dir heilig bin. 3. Gieb mir einen vesten Glauben, den mir keine Spotter rauben, einen Sinn, der dich ergreift, und für beß're Welten reift. 4.Laß mich lebhaft dir vertrauen, meine Hoffnung auf dich bauen, gerufen werde, zeige mir und in deinem Schutz in Ewigkeit, Vater, deis allein sicher und zufrie- ne Herrlichkeit. den seyn! 6.Wann ich dann von dieser Erde einst von dir II. Von unsern Pflichten gegen Gott, und den Erlöser Jeſum Christum. 1. Von der Erkenntniß Gottes. Mel. Nro. 62. Erleuchte mich, daß Jauchzt unserm Gott! zc. mich, zu deiner Ehre, oll sich mein dein Glanz verkläre! Geist, o 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, das, so wie du, verdient, erkant zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so stille, als deine Fülle? 313. Gott, zu dir erheben, und dich zu kennen glücklich sich bestreben, so mußt du selbst, um groß von dir zu denken, dieKraft mir schenken. 2. Laß doch, o Herr, 4. Dich suchen, ist die dein Licht mich stets er- edelste der Sorgen; freuen, und meiner See- Zwar bist du unerleFinsterniß zerfireuen: forschlich und verborgen, 402 Von unsern Pflichten gegen Gott, gen, doch w Ust du, wenn zu dir gezogen werde wir nur dein Licht nicht zurück zur Erde. haffen, dich finden laf- 9. Auch täuscht mein sen! Herz ihn, machet ihn 5. Mit lauter Stim- vermessen, verführt ihn, me lehren deine Werke seine Grànzen zu veruns deine Weisheit, dei geffen, will mehr, als ne Güt und Stärke, seineKräfte mirvergönauch hast du selbst, sey nen, von dir erkennen. hoch dafür gepriesen! 10. Ergreife mich, und uns unterwiesen! leite meine Seele, daß sie den Weg zum Lichte nicht verfehle, gewähre mir, damit sie nicht ermüde, Ernst, Lust, und Friede! 6. Lind immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir getreu, was du uns lehrst, bewahren, wenn wir, was deine Lehren würken sollen, uns bessern wollen. 11.Dann werd ich im- s mer heller dich erkennen, und täglich mehr von 7. Ach möcht ich, Gott, deiner Lieb entbrennen, aus allen meinen Kräf- dir gerngehorchen, fröhten dich suchen, ruhn| lich dich erheben, dir, von Sorgen und Ge- Gott, nur leben! Mel. Nro. 24. schäfften, und mein Gemüth, um mich zu dir zu schwingen, zur Stille bringen. Herr, unser Gott, wer 2c. Gott, mein 8. Dochmein Verstand 314. Der du, o ist unståt, tråg, er Schöpfer bist, du, den scheuet der Leberlegung ich kindlich ehre, dich Müh, und, schnell zer- richtig zu erkennen ist ftreuet, sinkt er, wenn ich des Christen Lust und Ehre. 403 und den Erlöfer Jefum Chriftum. Ehre. Stets seeliger] 4. Wer fromm und gut durch dich zu seyn, dich ist, sichts erfreut, sieht immer mehr zu lieben, täglich mehr Beweise sich deiner immer mehr von deiner Größ und zu freun, muß er sich Herrlichkeit zu deinem täglich üben, von dir Ruhm und Preise. stets mehr zu lernen. Zum Lichte wird die 2. Wir können uns zul Finsterniß, die dich und dir auch hier schon im deine Pfade ihm oftvers mer näher schwingen. birgt, er wird gewiß, Wie schwach wir sind, daß Herrlichkeit und mit dir, mit dir soll uns Gnade stets deine Wers dieß Werk gelingen. te krönen. Nur laß uns auf den 5. Was er nicht faßt, Unterricht von dir in verschmäht er nicht emdeinen Werken und auf pört sich nicht dawider; der Offenbarung Licht und wo er zweifelt, getreu und forschend sucht er Licht, fragt seimerken, damit wir wei- ne weisern Brüder, ser werden. fragt seine Lehrer, harrt und schweigt, daß er nicht frevelnd richte, was er nicht einsicht; überzeugt, im Dunkel und im Lichte feyst du gleich groß und herrlich. 3. Nur Sünder geben, Herr, nicht Acht, wie du dich uns verklärest: Mit welcher Weisheit, Huld und Macht du uns erhältst und nährest: Wie alles schön geordnet sich 6. 2ie liebt er nicht zum allgemeinen See- dein Wort, Herr, das gen vereinigt; wie so doch die Spotter haffen! båterlich du uns auf Er ehrte und täglich tausend WegenmitLuft strebet er ganz seinen und Heil begegnest. Sinn zu fassen. Wenne Ct 2 ihm 404 Von unsern Pflichten gegen Gott, ihm nun zeiget deinen Freuden, selbst in der Sohn, und deiner Liebe Angst des Todes. Thaten, der Seele Werth, der Tugend Lohn, die Erndten ihrer Saaten: Was fühlt er dann für Freuden. 9. Laß denn von heiliger Begier und Sehnsucht mich entbrennen, dich, Gott, und deinen Sohn schon hier stets besſer zu erkennen; Daß ich, von jedem Wahne frey, dich immer treu7. Ist dieß blos Morgenröthe( spricht der Heilige voll Wonne) was wird der Tag einst lich liebe, dir immer seyn; welch Licht der mehr gehorsam sey, und Zukunft volle Sonne! täglich mehr mich übe, Wie theuer sind ihm dich würdig zu erheben. dann, o Herr, nicht deines Worts Gesetze! Viel theurer, Gott, viel Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. herrlicher, als aller Rei- 315. Wie feelig bin ich, wenn chen Schätze, als jedes mein Geist hinauf zu Glück der Erde. 8. So wird er stets erGott sich schwingt, und, wenn er seinen Schöleuchteter, von Vorur- pfer preist, der Engel theilen freyer, zum Gu- Werk vollbringt. ten immer williger, 2. Wer gleicht Gott? standhafter und getreu- wer ist so geschmückt er. Mehr Weisheit, mit Herrlichkeit und mehr Erkenntniß, giebt Licht? Ihr Seraphim! mehr Freudigkeit im ihr seht entzückt sein Leiden: Giebt, weil er göttlich Angesicht. brünstiger dich liebt, 3. Ein voller Strom mehr Trost, giebt hohe von Wollust quillt aus und den Erlöser Jefum Christum. 405 aus seiner Wissenschaft.| dert sich mein Schmerz, Denn er ist seelig und Dann fliehn die bangen erfüllt mit Freuden, Sorgen, wie Nebel vor was er schafft. dem Morgen, und Ruh erfüllt mein Herz. 4.Er spricht ein Wort, und schnell umringt den Seeligen ein Heer, das seelig ist, und ihm lobsingt, das Niemand zählt, als er. 2. Denk ich an deine Liebe, wie werd ich dann erfreut! Wenn alles um mich trübe, und mir ein Better draut, ist sie 5. Auch ich entstand, mein Sonnenschein. weil er mich schuf, um mich können keine Leiewig froh zu seyn. Heil, den von deiner Liebe Seele, dir! denn dein scheiden, so groß sie imBeruf ist, Gottes dich mer seyn. zu freun. 3. Mit fröhlichem Gemüthe denk ich an deine Treu; Denn, Vater, deine Güte ist alle Morgen neu. Seh ich nur stets auf dich, wird mir die Arbeit füffe, in der ich Schweiß vergieffe; Du unterstützeft mich. 4. Du gabst mir aus Erbarmen den Sohn, 316. für ſtarb, denken, ist Pflicht und großmuthsvoll mir ArTrost für mich; Wenn men dein KindschaftsSorg und Gram mich recht erwarb. In ihm, kranken, so sieht mein Gott! bist du mein. Augaufdich, dann min- Drum kann ich HoffC ¢ 3 nung 6. Schon siehst du durch ein dämmernd Licht den Unaussprechlichen! Dort wirst du ihn von Angesicht in größrer Klarheit sehn. Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu loben. [ n dich, mein 406 Von unfern Pflichten gegen Gott, nung faffen, du wirst den ich, mir zum Trost mich nie verlaffen, nein, erwähle, schweig, Herr, stets mein Helfer seyn. zu meinem Wunsch 5. Wie gut ists, dein nicht still! Wann werd gedenken! Die Welt ich mit dir, ew'ger mag immerhin ihrHerz Freund, noch völliger, aufs Eitle lenken. Wie als hier, vereint! schlecht ist ihr Gewinn! Zu dir halt ich mich, Gott! Dieß bringt, auch wenn ich leide, dem Herzen Trost und Freude: Dieß starkt mich einst im Tod. 2. Wie wollt ich dich, mein Gott, nicht preisen, wenn ich dich sähe, wie du bist! Zwar deine Wunder, Herr, beweisen, wie unaussprechlich gut du bist: Wie schimmern sie! doch zeigt der Glanz mir deine Herrlichkeit nicht ganz. 6. Drum will ich an dich denken, so lang ich denken kann: Wird man ins Grab michsenken, so geh ich zwar die Bahn, da mich die Welt vergißt: Doch du, Herr, bekannt; Es zeigt mir denkst noch meiner, deiner Allmacht Stärwenn auch auf Erden Keiner mein eingedenk mehr ist. 3. Mir macht zwar jedes deiner Werke mehr, als ich rühmen kann, ke, und deinen weifesten Verstand, und deine Huld, die selbst das Lob des Davids noch zu schwach erhob. Mel. Nro. 11. D könnt ich dich, mein ze. 4. Du sprichst auch, 317. We find ich wie mit einem Kinde, Gott, den in deinem Wert, oGott, meine Seele vor allem mit mir, wie gut, wie ewig lieben will? Qu, zärtlich! doch die SünDe und den Erldser Jefum Chriftum. 407 de verdunkelt mir das ner Herrlichkeit zu Licht von dir. Was freun. kann ich wissen, wenn 7. Wie brünstig würd dein Geist nicht selbst ich dann dich lieben! von dir mich unter Mit welchem Eifer weist? würd ich mich, dir, Bater, zu gefallen üben! Wie seelig war ich blos durch dich! Nun aber täuschet meinen Geist, 5. Doch wenn in mei nen Finsternissen er auch mein blödes Aug er hellt; Was lern ich, wenn er nur gleißt. Gott, von dir? mein gleich Kindern, Land, Wissen bleibt immer Stückwerk in der Welt. Ich suche dich, und for sche nach, und bleibe, dich zu sehn, zu schwach. 8. Gieb, daß, der Strahl von. deiner Wahrheit mein Leben leite, bis ich dort, dich 6. Und hört ich nur näher seh, und mit mehr auf deine Stimme in Klarheit, als hier an deinem Worte, hört ich diesem Prüfungsort! nur, wie du verdienest, Fch, der ich hier kaum auf die Stimme der dir stammlen kann, lobsinlobsingenden Natur! so ge dir dann, wie ein lernt ich hier schon, Mann. mich allein, Gott, dei2. Von der Furcht Gottes, und dem ehrerbies tigen Gebrauche seines Namens. 318. Wie groß bist du, o Gott! Wie groß Wer ist auf Er den dir, wer dir Cc 4 ist, 408 Von unsern Pflichten gegen Gott, E ist, Herr, dein Reich! Die Erde bebt von deiim Himmel gleich?) nem Fuß, und auch der ganzeHimmel muß sich, BE unter tiefem Schweigen, vor deinem Throne beugen. 2. Du hast durch deine dein Recht; willst, daß Kraft die Himmel aus- wir Thun und Denken gestreckt, der Erde nach deiner Vorschrift Grund gelegt, dem lenken. Meer sein Ziel gesteckt. Dein Wort bewegt der Berge Grund und stürzt sie in des Meeres Schlund. Willst du zur Strafe ziehen, so kann kein Mensch entfliehen. 4. Erleuchte meinen Geist, o Gott, mit deinem Licht. Dich fürchten sey mir stets fo Seeligkeit als Pflicht. Hilf, daß ich als dein Unterthan, der niemals dich entbehren kann, bemüht sey, deinen Willen gehorsam zu erfüllen. 3. Wir alle sind durch dich, find Werke deiner Hand Leib, Seele, Gut, und Blut hast du uns 5. Laß deine Gegenzugewandt. Du lehrst wart mir stets vor Audas menschliche Ge- gen seyn: laß auch im schlecht, Herr, durch Dunklen mich dein helVernunft, und Schrift les Auge scheun. Erinnre und den Erlöser Jefum Christum. 409 re mich an meine die wahre Weisheit, Pflicht, an deine Macht, Gott! Sie führe meiund ans Gericht, wenn nen Gang und lenke zur ich es wollte wagen, Ge Tugend mich in Glück horsam zu versagen. und Noth. Wer sie nicht6.Dreinige mein Herz schätzt noch liebgewint, von schnöderHeucheley, der ist nicht dein, ist nicht und gieb, daß meine dein Kind. Furcht vor dir nicht 3. Gieb, daß ichs stets knechtisch sey; nur zu Herzen nehme, daß kindlich laß sie, Bater, du allgegenwärtig bist, seyn, und Kraft zum und das vor dir zu thun Guten mir verleihn, da- mich schäme, was dir, mit ich Welt und Sün- mein Gott, ein Gräuel de durch sie hier über- ist! Was hilft das Lob winde. der ganzen Welt, wenn dir mein Leben nicht ges fällt? Mel. Nro. 1. Mein Herz! ermuntre zc. 1 4. Nie laß mich dein 319. Dich fürchten, Gericht vergesſen, da deinem Gott, kindlich scheun, sey mei- treu, in meinem Glücke ne Lust und Seeligkeit; nie vermessen, in Noth Denn niemand kann nicht wankelmüthig sich deiner freuen, der sey: Daß ich nicht frevnicht dein heilig Auge le, weil du schonst, nicht scheut. Drum wirke, uns nach unserm Thun Herr, dein Geist in mir gleich lohust! Furcht, wie ein Kind sie 5. Ja, Vater, laß mit hat, vor dir. Furchtund Zittern mich schaffen meine Seeligkeit; Laß meinen Glau€ ¢ 5 ben 2. Sie leite, was ich thu, und denke; Sie ist 410 Von unsern Pflichten gegen Gott, ben nichts erschüttern, Quelle kennen? Es ist und schüße mich vor dieFurcht vorGott, dem Sicherheit! Nie werde Herrn. Nur der ist weis meine Zuversicht der und klug zu nennen, der Täuschung Wahn, alle seine Pflichten Gott sieht mich nicht! gern, weil Gott sie ihm 6. Laß stets in deiner gebeut, vollbringt, wen Furcht mich wandeln, gleich dazu kein Mensch und mich, ich sey auch, ihn zwingt. wo ich sey, allein nach 2. Lern Gottes Gröffe deinem Willen han- recht empfinden, und deln; Denn du ver- fühle deine Nichtigkeit: dammst die Heucheley. so wirst du nie dich unWer dich von Herzen terwinden, mit thörichscheut und ehrt, nur der ter Verwegenheit zu taist dir, o Vater, werth.[ deln, was sein Rath beschließt, der wunderbar, doch heilig ist. 7. Laß einst in deiner Furcht mich sterben, so schreckt mich weder 3. Wirst du den HöchTod, noch Gruft. Ich sten kindlich scheuen, so werde deinen Himmel wird dir keine Pflicht erben, wohin mich mein zur Laft: nur das wirst Versöhner ruft. Wie du vor ihm bereuen, daß werd ich seiner dann du fie oft versäumet mich freun! Wie groß haft. Wer Gott, als wird meine Wonne Zeugen, vor sich hat, der seyn! freut sich jeder guten That. Mel. Nro. 125. 4. Wenn Nacht und Wie göttlich sind doch z. Dunkelheit dich decken, 320. Willst du der die dem Verbrecher Weisheit Muth verleihn, wird dich und den Erlöfer Jefum Christum. 411 dich die Furcht des Drauen, was Gott Herrn erwecken, auch mißfällt, zu thun gedann, was unrecht ist, beut. Ist Gott mein zu scheun. Denk nur, Schutz, mein Heil und vor seinem Angesicht ist Licht: so fürcht ich mich Finsterniß, wie Mit- vor Menschen nicht. tagslicht. 8. Laß deine Furcht, 5.Den Höchstendöffent Gott, mich regieren, lich verehren, sowohl als mich stets auf dich, den in der Einsamkeit; Die Höchsten, schn, laß sie Stimmedes Gewissens mich zu der Weisheit hören, und willig thun, führen, so werd ich niewas sie gebeut, auch das mals irre gehn. Wohl lehrt dich die Furcht des dem, der dich stets kindHerrn; Auch das thut,[ lich scheut! Dich fürchwer ihn fürchtet, gern. ten, Gott, istSeeligkeit. 6. Läßt dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich, fromm von ihr entfernst, Mel. Nro. 269. Gerechter Gott, vor dein 2c. die Furcht des Höchsten 321. Laß doch in meines Herwird dich stärken, daß zeus Grund, Gott, deidu die Welt verachten ne Furcht stets wohnen! lernst. Wer Gott, dem So werd ich auch mit Höchsten, wohlgefällt, meinem Mund, Herr! ist glücklich, selbst beym deines Namens schoSpott der Welt. nen, und nicht durch 7. Sich stets vor dem Fluchen ihn entehren, Allmächtgen fcheuen, nicht aus gewohntem giebt Heldenmuth und Leichtsinn schwören, nie Tapferkeit, wenn uns deinen Namen lästern. der Menschen stolzes 2. Groß, majeſtätisch 412 Von unsern Pflichten gegen Gott, ist der Herr. Im Him- Wer oft so schwöret, mel und auf Erden soll fündigt oft, und wird seines groffen Namens nicht selten unverhoft Ehr tief angebetet wer- zur Strafe hingeraffet. den. Wer seines Na- 4. Herr, laß vollEhrermens Heiligkeit durch bietigkeit uns deiner Lästrung, Fluch und stets gedenken. Wer deis Schwur entweiht, den nen Namen kindlich treffen seine Strafen. scheut, wird seine Zun3. O wehe dem ver- ge lenken, daß sie sich wegnen Mund, der ger- nicht zum Fluch und ne flucht und schwöret! Schwur, zu deinerEhr, Der macht den größten zum Guten nur, nach Leichtsinn kund, der so deinem Willen rege. den Herrn entehret. 3. Von dem Eide, und wider den Meineid. Mel. Nro. 24. erhören; Dein Eifer Herr, unser Gott, zc. wird ihn strafen. err, du bist heilig im 2. Drum laß mich, Gott, der Wahrheit nur Gericht, dein Zorn ver- ein lautres Zeugniß getilgt die Bösen; Bor ben, und nie die Hand dir besteht der Heuchler empor zum Schwur, nicht, kein Trug, kein voll Trugs und Falschgottlos Wesen. Du lie- heit heben. Du blickft best Wahrheit, Recht, ins Innre, wirst gar und Treu, were wagt, bald die Wahrheit hell bey dir zu schwören, und entdecken, wenn wir sie begt im Herzen Heuche- gleich im Hinterhalt der ley, den wirst du nicht Lüge schlau verstecken, und 322. Her und den Erldser Jefum Christum. 413 und blöde Menschen und überzeugt, dein täuſchen. Kind zu seyn, getrost, 3. Auch des Gewissens Herr, vor dich treten. Unruh quält den, der die Des Frommen Hülf Lügen liebet, was wahr und Gott bist du, wirst und redlich ist, verheelt, sein Gebet gewähren, und falsches Zeugniß und des Gewissens heigiebet. Boll Argwohnstre Ruh wird ihm den geht er, und beschämt, Lohn bewähren, der aus Furcht, entdeckt zu ewig seiner wartet. werden: wer aber seine 6. Denneinst wirst du Zunge zähmt, der finder der Herzen Rath allRuh auf Erden, und wissend offenbaren, Lohn beyGott im Him- und jedem wird, nachmel. dem er that, Vergeltung widerfahren. Dann 4. Wenn mich des Vortheils Stimme wird, o Herr, vor deilockt, so laß mich sie nicht nem Thron beschämt hören, und nicht, durch der Heuchler stehen: niedern Geitz verstockt, den Frommen aber mit Unrecht Gut er wird der Lohn, dich, wie schwören. Was Arg- du bist, zu sehen, du list und Betrug ge- Gott der Treu und winnt, wird nimmer- Wahrheit! mehr gedeihen; Es fällt dahin, Herr, und zerrinnt: nur ewig kann erfreuen die Redlichkeit 323. D 323. und Unschuld. Mel. Nro. 24. Herr, unser Gott, 2c. Gott, mein Schöpfer, 5. Bin ich von Trug Herr der Welt, deß Auund Falschheit rein, so ge alles siehet, vor dent kann ich freudig beten, der Engel niederfällt, Der 414 Von unsern Pflichten gegen Gott, der höchste Seraph kni- weihen, ins Angesicht et! Laß deines Namens dir lügen. Majestät mein Herz 4. Osteure, Herr! hinmit Ehrfurcht füllen, fort allzeit dem Gräuel wenn ich hin vor dein solcher Sünden! Laß Antlitz tret, nach mei- deines Namens Heiligner Obern Willen, dich keit ein jedes Herz emeidlich anzurufen. pfinden, das je zum Ei2. Laß deine Gegen- de fich entschließt. Du, wart mich scheun, o allerFalschheit Rächer, allerhöchstes Wesen! du, dessen Drauen Nichts kann vor dir Wahrheit ist, strafft verborgen seyn: Gedan- zwiefach die Verbreken kannst du lesen. Dir, cher, die fälschlich bey dir, o Herr, bin ich ja dir schwören. kund an all und jedem 5. Laß Niemand auch Orte. Du kennest mei- Gelegenheit zu falschen nes Herzens Grund, Eiden geben; Lind will weißt alle meine Wor- sich oft um Kleinigkeit te, und was ich dabey ein böser Zwist erheben, denke. so lenke du durch deinen 3. Du bist auch, o All- Geist zum Frieden die wissender! der Men- Gemüther, daß Nieschen böchster Richter, mand jemals sich ers und strafft, als ein ge- dreift, um Ehre oder rechter Herr, die frechen Güter, mit Unbedacht Bösewichter, die sich in zu schwören. ihrer Tollkühnheit vor 6. Jedoch läßt sonst deiner Macht nicht ein Hader nicht sich von scheuen, und deines Na- den Obern schlichten, mens Heiligkeit durch als wenn, nach ihres falschen Schwur ent- Amtes Pflicht, sie nach dent 415 und den Erlöser Jefum Chriftum. dem Eide richten: solfen, ihn zu sehen, wenn, laß zu deines Namens er durch Eide, die Gott Ehr getroft bezeuget hört, will seine Brüder werden, du, du, seyst, o hintergehen, und falsch Allwissender! im Him- bey seinem Namen mel und auf Erden der schwört? Vor Gottes Zeuge, und der Richter. heiligem Gericht besteht ein solcher Frevler nicht. 4. Und flöh erzu dem Wie göttlich sind doch zc.fernsten Meere: Gott Mel. Nro. 125. 324. Wer bey dem findet allenthalben ihn. Namen Wenn er auch noch so Gottes schwöret, und mächtig wäre, kann er was er zugesagt hat, sich Gottes Macht entbricht, der ist ein Frev- ziehn? Ihm hilft nicht ler; Denn er ehret den, Ehre, Macht, noch der die Wahrheit selbst Geld, selbst nicht die ist, nicht. Nie kann er Gunst derganzen Welt. frey zum Vater gehn, nie Glück und Heil von ihm erflehn. 5. Drum will ich, soll ich was betheuren, mit Ernst bedenken, was ich 2. Wir sollen ja nach thu, und den Gedanken Gottes Willen die oft erneuern: des Eides Wahrheit lieben, so wie Richter, Gott, bist du; er, und was sie fordert, gern erfüllen, und fiel es uns auch noch so schwer. Wer sie verletzt, verwirft sein Heil: Meineidige sind Gott ein Grdul. Schaust meines Herzens Innerstes; Prüfft alles, Herr, und richtest es. 6. So hilf mir denn, daß ich, voll Treue, das, was ich schwöre, denk 3. Wer darf denn hof- lund halt, und deinen grof 416 Von unsern Pflichten gegen Gott, groffen Namen scheue, schwört, kommt ins und deine heilige Ge- Gericht: Der Redliche, walt! Wer fälschlich der Fromme nicht. 4. Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. Mel. Nro. 180. 3. Nie gedenket mein Geist vom Vater, und zc. Gemüthe ohne brünstott, mein ge Dankbegier, jener 325. Bater, deine unverdienten Güte, da Liebe reicht, so weit der du durch die Taufe mir Himmel ist. Deines das erhabne Recht geWohlthuns starkeTrie- währt, daß ich, für dein be find so ewig, als du Kind erklärt, mich des bist. Deiner Huld Lin- Seegens der Erlösten endlichkeit, Gott! ervoller Zuversicht darf schöpfet keine Zeit: Und trösten. wer kann die vielen Proben deiner Güte würdig loben? 4. In den zarten Jugendjahren warst du meines Lebens Stab, 2. Als ich noch, der mein Beschirmer inGeWelt verborgen, in dem fahren. An dir hab ich Schooß der Mutter lag, bis ins Grab einen Bawachtest du, für mich ter, der mich liebt; Eizu forgen, über mich nen Vater, der mir schon jeden Tag. Durch giebt, was zum wahden Beystand deiner ren Wohl mir nützet; Macht bin ich an das Einen Vater, der mich Licht gebracht, und was schützet. hat mein ganzes Leben 5. Gott! du leitest uns Gutes, das du nicht ge- ftets besser, als wir geben? wünschen und verstehn. Deis und den Erlöfer, Jefum Christum. 417 Deine Güte ist viel größ Mel. Nro. 1. er, als die Kraft, dich zu mein Herz, ermuntre zc. Schallte gleich so hoch mein Dant, wie 326. Döeiner Men u, der Seraphim Gesang. Dennoch würde durch schenkinder! Der du die mein Loben deine Huld Liebe selber bist; Und deffen Herz auch gegen nicht gnug erhoben. 6. O! so zich durch Sünder noch gütig und Deine Liebe, Herr, mein voll Mitleid ist! Laß ganzes Herz zu dir. mich von ganzem Herz Stark und mehre selbst zen dein, laß michs mit die Triebe wahrer allen Kräften seyn. Dankbarkeit in mir. 2.Gieb, daß ich als dein Laß mich ganz dein ei- Kind dich liebe, da du gen seyn; So mich dei- mich als ein Vater nes Wohlthuns freun, liebst, und so gesinnt zu daß auch mir auf dieser seyn, mich übe, wie du Erde Wohlthun wahre mir dazu Vorschrift Freude werde. giebst. Was dir gefällt, 7. Laß mich jede gefall auch mir. Nichts deiner Gaben recht zu scheide mich, mein Gott, brauchen mich be- von dir. mühn; Stets den 3. Vertilg in mir durch Zweck vor Augen ha- deineLiebe den Hangzur ben, dazu du sie mir Liebe dieser Welt; Lind verliehn. Deine Güte gieb, daß ich Verläugreitze mich, daß ich imnung übe, wenn mir mer brünft ger dich lieb, was Eitles noch gefällt. Sollte ich die Kreatur dir vorzichn, Schöpfer der Natur? D d 4. Laß und deinen heilgen Wie? Willen freudig suche zu erfüllen. 418 Von unfern Pflichten gegen Gott, 4. Laß mich um deines wird der Tod selbst mein Namens willen gern Gewinn; Dann werd thun, was mir dein ich deinen Himmel erWortgebent. Kannichs ben, wo ich dir ewig nanicht, wie ich soll, erfül- hebin. Da lieb ich in len, so sieh auf meine Vollkommenheit dich, Willigkeit, und rechne Bater der Barmherz mir, nach deiner Huld, zigkeit! die Schwachheit, Vater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden Mel. Nro. 149. Um Gnade für die zc. er du mich das thut, was dir, o Der 327. als ein BaGott, mißfällt; Drum/ ter liebst, und mich mit laß es mich mit Ernst| Wohlthun ganz umvermeiden, gefieles auch giebst, Gott, meiner der ganzen Welt. Die Seelen Freude! Ich kleinste Sünde selbst zu bleib und hang allein scheun, laß, Bater, mich an dir. Was ist, o Gott, behutsam seyn. das je mich hier von deis 6. Aus Liebe laß mich ner Liebe scheide? Du alles leiden, was mir machst mir deinen Weg dein weiser Rath be bekannt, hältst mich bey stimmt. Auch Trübsal meiner rechtenHand, re führt zu ew'gen Freu- gierest meinen Lebensden. Wer ihre Last gern lauf, und hilfft auch übernimmt, geduldig meiner Schwachheit trägt, und weislich auf, O Herr, mein nützt, wird mächtig von Gott! Du bist mein dir unterstützt. Licht, du bist meinLicht, ich folge dir, so irr ich 7.In deiner Liebe laß mich sterben; Dana nicht. 2. Dit und den Erldser, Jefum Christum. 419 2. Du leitest mich nach ganzen Welt, das mir deinem Rath, der an- so sehr, wie du, gefällt. ders nichts beschlossen Mein Herr und Gott, hat, als was mir Seege wo du nicht bist, wo du bringet. Gehts gleich zu nicht bist, ist nichts, das Zeiten wunderlich, so mir erfreulich ist. weiß ich dennoch, daß! 4. Und sollte mir durch durch dich der Ausgang Kreutz und Noth, durch wohl gelinget. Geh ich Trübsal, Marter, Augst getroft die rauhe Bahn, und Tod, auch Seelund so nimmst du mich mit Leib verschmachten: Ehren an, wo mich vor dieß alles wird, sollt deinem Thron erfreut auch die Pein, o Höchdie Krone der Gerechtig- ster, noch so schrecklich keit. Mein Herr, mein seyn, mein Glaube doch Gott! Ach voll Begier, nichtachten. Dubistund ach voll Begier, wünsch bleibest doch mein Heil, ich zu seyn, mein Heil, und meines Herzens bey dir! Trost und Theil. Denn wahrlich nur durch dich allein kann Leib und Seele seelig seyn. Herr, meine Burg! Ich hoffe vest, ich hoffe vest, daß Himmel ohne dich, so deine Kraft mich nicht könnte keine Lust für verläßt. mich auch selbst im Himel werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, so möcht ich nicht auf Erden seyn. 5.Wer von dir weicht, und in der Welt dir nicht baharrlich Glauben hält, der stürzt sich ins Verderben. Weil er der Denn nichts ist in der Erde Lust und Pracht DD 2 zu 3. Dunur bist meine Zuversicht. Hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn war der 420 Von unsern Pflichten gegen Gott, Mel. Nro. 527. zu seinem Himmelreiche macht, kann er dein Wach auf, mein Herz, zc. Reich nicht erben. Denn 328. wer dich hier nicht lieun laßt uns Gott erheben lernt, und nicht sein ben, ihmDank und Ehre Herz von dem entfernt, geben für alle seine Gawas dir, du Heiligster, ben, die wir empfangen mißfällt, kommt nicht haben. in jene beßre Welt. Nur den, der hier sein Herz dir weiht, sein Herz dir weiht, nur den führst du zur Herrlichkeit. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er uns ja gegeben; und sie auch zu bewahren, will er an uns nichts sparen. 3.Er sorgt für Leib und Seele, daß uns keinGus tes fehle. Sogar für unfreSünden ist Rath bey ihm zu finden. 4.Ein Arzt ist uns ges geben, der selber ist das Leben. Der hat, da er gestorben, uns alles Heil 6. Drum halt ich mich getroft zu dir: Du aber hältst dich auch zu mir; und das ist meine Freude. Ich setze meine Zuversicht auf dich, mein Fels, der nicht zerbricht, auch selbst im tiefsten Leide. Dein Wort, o Höchster, soll allein erworben. mein Trost und meine 5. Die Mittel seiner Richtschnur seyn, bis Gnaden sind gut für alsich einst in der Ewigkeit len Schaden, wenn wir mein Herz vollkommen nur seinen Willen bey deiner freut. Gott mei- dem Gebrauch erfüllen. nes Heils! ich warte drauf, ich warte drauf. Nimm mich in deinen Himmel auf. 6. Dann wird die Schuld vergeben, geschenkt wird uns daskeben: Wir sollen dort einst und den Erlöser, Jefum Christum. 421 einst haben, o Gott, wie 8. Erhalt uns in der groffe Gaben! Wahrheit, bis wir in 7. Wir bitten deine Himmelsklarheit einst Güte, daß sie uns stets preisen deinen Namen, behüte. Auch wollst du Erhör uns, Bater! deinen Seegen auf unsre Amen. Nachwelt legen. 5. Von der Freude in Gott. 329. E Ich freue mich, mein Gott, in dir. # Du bist mein Trost, und was kann mir in 44% deiner Liebe fehlen? Du, Herr, bist mein, und ich bin dein. Was mangelt meiner Seelen? 2. Du hast mich von| giebst in Chrifto mir die der Welt erwählt, und Schuld, wenn ich aus deinen Kindern zuge- Schwachheitfehle. Du zählt. Mag mich die giebst mir Theil an seiWelt doch haffen. Du nem Heil. Dieß tröstet liebst mein Wohl; Wirst meine Seele. gnadenvoll mich nimi- 4. Du bist mir der bemermehr verlaffen. währte Freund, der es 3. Du trägst mich lieb- aufs befte mit mir reich mit Geduld, ver- meynt. Wo find ich deiDD 3 nes 422 Von unsern Pflichten gegen Gott, nes gleichen? Du stehst sich dann ewiglich mein mir bey, und bleibst mir ganzes Herz, Herr, weitreu, wenn Berg und den. Hügel weichen. 9. Noch hats kein menschlich Ohr gehört, was uns dein Himmel einst gewährt: Doch seh ichs schon im Glauben. mel und nach Erde. Vollkomnes Heil ist da Herr, ohne dich ist nichte für mich, das mir erfreulich werde. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; Drum frag ich nicht nach Himmein Theil; Das wird mir niemand rauben. Mel. Nro. 212. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, darauf Die ihr Christi Junger zc. inein wahres Wohl beruht. In dir leb ich zu- 330. Habe deine frieden. Lust am So dort, als Herrn, bey dem Herrn ist Freud und Leben; und er wird, denn er giebt 7. Duseegnest mich! gern, dir auch, was dir wenn man mir flucht, dienet, geben. Seine und wer hier mein Ber- Liebe beut dir an, was derben sucht, dem wirds dein Herz nur wünschen doch nicht gelingen. Mit kann. deiner Treu stehst du mir bey, das ich kann frölich singen. 2. Laß der Welt die eitle Luft, die in Weinen fich verkehret: wisse, wer 8. Du läßt mirs ewig in seiner Brust Gottes wohlergehn. Einst werd Liebe fühlt und nähret, ich dich noch näher sehn, findet stets auf seiner du Ursprung wahrer Bahn, was das Herz Freuden! An dir wird nur wünschen kann. 3. Luft hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. und den Erlöser, Jesum Christum. 423 3. Lust an Gott erfüllt und That unverdroffen mit Licht, wenn man zu erfüllen: Lind so trifft Gott im Wort erkennet. er alles an, was das Lust an Gott stärkt uns Herz nur wünschen kann. zur Pflicht, wenn man 5.Bleibst du auch nicht in der Liebe brennet. ohne Laft; TraggedulSolche Lust beut alles dig die Beschwerden: an, was das Herz nur Wenn du wohl gelitwünschen kann. ten hast, wird dir ew'ge 4. Wer die Lust am Freude werden: Und Höchften hat, hat auch im Himmel triffſt du Lust an seinem Willen, an, was dein Herz nur suchet ihn durch Wort wünschen kann. 6. Vom Gehorsam gegen Gott, und Ergebung in seinen Willen. Mel. Nro. 113. 3.Wohin mein Auge, Dieß ist der Tag, den zc. Gott, nurblickt, ist Ord331. Gott! dein ist nung, Eintracht, HarMajestät mit deis und Macht, und alles ist nem Bild geschmückt, dir unterthan. Dir wer- emporte mich, und stör de Dank und Ruhm ge- te fie? bracht! Fallt nieder, Menschen, betet an! 4. Du schufft das menschliche Geschlecht; 2. Dich preiset jede Durch dich, Gott, find Kreatur, der höchste En wir, was wir sind. Du gel und der Wurm. Dich bist mein Herr, ich bin ehrt gehorsam die Na- dein Knecht; Du bist tur: Dein Wink erregt mein Vater, ich dein und stillt den Sturm. Kind. D04 Mel. Von unsern Pflichten gegen Gott, Mel. Nro. 4. Schöpfer, wider dich. Sollt ich meinem Gott zc. Deine göttlichen Befeheilig, heilig te wirft er thöricht hinist dein Wil- ter sich. Du sollst ihn le! Heilig bist du, uuser nicht mehr regieren, Gott! Du gebeutft, in flüglicher nach seinem tiefer Stille hört die Wahn wählt er eine Schöpfung dein Gebot! beßre Bahn; Diese soll Die im Himmel dir lob- zum Heil ihn führen! fingen, stehn um deinen Und die Bahn ist sünThron bereit, freuen sich denvoll, die zum Heil der Seeligkeit, deinen ihn führen soll. Willen zu vollbringen: Nur der Mensch erkennt es nicht für sein Heil und seine Pflicht. 424 4. Herscher! laß ihn früh empfinden, daß er selber sich verführt, daß die eitleLust der Sünden ihm zuletzt den Tod gebichrt. Mach ihm deiner Welten Heer, deine nen Willen wichtig! Beste, deine Sonne, Lehr ihn deine Bahn! Sturm und Donner, Laß ihn eilend seinen Erd und Meer! Alles Irrweg fliehn, denn dienet deinem Willen! dein Weg allein ist richAlles, Schöpfer, wasdu tig. Mach ihn seinen schufft, eilt und drängt Pflichten treu, daß sein fich, wann du rufft, dein Wandel heilig sey. Gebot, Herr, zuerfüllen: 5. So wird auch bey Nur der Mensch erkennt uns auf Erden, wie im es nicht für sein Heil Himmel, dein Gebot und seine Pflicht! freudig ausgerichtet 3. Stolz empört sich werden, heiliger und feine Seele, groffer grofferGott! Alle Werke deiner 2. Dir gehorcht mit fanfter Wonne aller dei und den Erlöser, Jesum Christum. 425 deiner Hände werdendir| Geist nur treu erweißt, gehorsam seyn, dir zur wird er mich schon erEhre ganz sich weihn, höhen. bis an deiner Schö3. Gebildet hat mich pfung Ende, bis zum seineKraft, mirLeib und Wechsel dieser Zeit mit Seel gegeben. Er ists, der künft'gen Ewigkeit. der Unterhaltverschafft, er fristet mir das Leben, erbarmet sich, und zählet mich aus Gnaden zu den Seinen. Wer so viel thut, machts immer gut, und kanns nie böse meynen. 4. Er ist voll Weisheit und Verstand, voll Kraft in seinen Thaten, Zeit, Drt und Stund ist ihm bekannt, zu helfen und zu rathen. Er weiß, wenn Freud, er weiß, wenn Leid uns, seinen Kindern, diene; Und was er thut, ist alles gut, obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret: Gott habe dich mit groffer Laft, und gar im Zorn beschweret; Haft DD S ſpät 333. Jth Mel. Nro. 286. Mein Gott! erschaffen zc. ch hab in Got tes Herz und Sinn mein Herz und Sinn ergeben. Was bose scheint, ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben. Ich bin deß Kind, der von der Sünd mich selbst zu sich gezogen: Ober gleich schlägt, und Kreuß auflegt, bleibt doch sein Herz gewogen. 2. Ich glaube vest, es fehlt mir nicht, mein Vater muß mich lieben. Verbirgt er gleich sein Angesicht; So will er mich nur üben: Mich durch Geduld in seiner Huld gewöhnen, vest zu stehen. Wenn sich mein 426 Von unsern Pflichten gegen Gott, spåt und früh vielSorg| Angst, Noth undQuaal und Müh auf selbster- wird auf einmal, gleichwählten Wegen, und wie ein Dampf, verdenkest nicht, das, was schwinden. geschicht, geschehe dir zum Seegen. S.GiebtGott mir Ruh und Sonnenschein, so 6. Fürwahr, der dich nehm ich es mit Freugeschaffen hat, zu seiner den. Solls aber Kreutz Ehr erbauet, hat längst und Unglück seyn, will in seinem weisen Rath ichs geduldig leiden. auch auf dein Heil ge- Soll ich allhie noch fort schauet. Er sieht voll voll Müh, in manchem Treu, was dienlich sey Kummer leben; Ich folfür dich und für die Dei ge dir doch für und für nen: Drum laßihn nun, gelassen und ergeben. was er will, thun; Er kanns nicht böse meynen. 9. Soll ich denn auch des Todes Weg, und finstre Straffe reisen: 7.WillsGott, so kanns Wohlan! ich gehe Bahn nicht anders seyn, es und Steg, die du mir, muß zuletzt erfreuen: Herr, wirst weisen: Du Und Leiden, Kummer, bist meinGott, der Noth Noth und Pein muß und Tod zu solchem dir zum Heil gedeihen. Zwecke kehret, daß dich Wart in Geduld, die mein Geist dort ewig Vaterhuld wird sich preist, und mit den Endoch endlich finden. geln ehret. 334. 11 Was Gott thut, das ist wohl gethan! der Gut und den Erlöser, Jefum Christum. 427 二路 Gut ist und bleibt sein Wille. Er ist mein Drum halt auch ich ihm stille. Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er ist ist wohlgethan! Sein meinLichtundLeben, der Wort kann ja nicht trü- mir nichts Böses göngen: Er führet uns auf nen kann: Ihm will ich rechter Bahn zum see- mich ergeben, in Freud ligsten Vergnügen. und Leid.Es kommt die Trost und Geduld giebt Zeit, da öffentlich erseine Huld: Er wird scheinet, wie treulich er mein Unglück wenden, es meynet. es steht in seinen Hån den. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Muß 3.WasGott thut das ich den Kelch gleich ist wohlgethan! Nur er schmecken, der bitter ist, weiß, was uns nützet; nach meinem Wahn, Derirrt auf ungewisser laß ich mich doch nicht Bahn, der sich auf ihn schrecken, weil doch zunicht stützet! Ja, seine letzt mich Gott ergötzt Treu ist immer neu: mit süffem Trost im Drum will ich auf ihn Herzen. Da weichen albauen, und seiner Gütejle Schmerzen. trauen. 6. Was Gott thut, das 4.Was Gott thut, das list wohlgethan! Dabey will 428 Von unsern Pflichten gegen Gott, will ich verbleiben. Es Dem Hüter meiner mag mich auf die rauhe Bahn, Noth, Tod und Elend treiben: So wird Gott mich doch våterSeelen, dem will ich mich befehlen. Er weiß allein, wasmirgebricht. 4.Warum ich heute flelich in seinen Armen he, wird, wenn es gleich halten. Drum laß ich geschähe, schon morgen ihn nur walten. mich gereun. Nur einen Wunsch von allen laß; Herr, dir wohlgefallen, den Wunsch: bald, bald bey dir zu seyn. Mel. Nro. 82. 335. Gott In allen meinen Thaten zc. ott hab ich mich ergeben in diesem Pilgerleben, im Unglück und im Glück, in Schmerzen und in Freuden, und bis ans Ziel der Leiden in meinem letzten Augen blick. 5.Sich groß und kindlich zeigen, heißt tiefim Staube schweigen, und nehmen, wasGottgiebt. Er kann uns nicht verlassen, dieihmvertraun, nicht haffen, er schläget uns, wenn er uns liebt. 2. Gott wars, der für 6.Wenn ich verlaffen mich wachte, noch eh ich, scheine, und troftlos bin, war und dachte. Des und weine, was will Ew'gen treue Hand hat mein banges Herz? gnädig mich geleitet, Herr! hilf es mir besiemir jedes Glück berei- gen, es meynt, es wünsch tet, das ich sehr oft Vergnügen: Doch was durchs Unglück fand. es wünscht, wird oftmals Schmerz. 3. Was helfen meine Sorgen? Mein Glück 7.Nicht das, warum ist mir verborgen, mein ich flehe, dein Wille nur Unglück kenn ich nicht. geschehe, und was mir feelig und den Erlöfer, Jefum Chriftum. 43¹ de auf der Wahrheit| cret gleich die Last mich Freunde der Verfol- SchwachenGott wirds gung Schwerdt; Will doch wohl machen. man deinen Glauben 5. Du führst Chridir vom Herzen rauben; sti Namen, Christum Fleh zu Gott! Er hört. nachzuahmen, das ist Haucht auf dich schon deine Pflicht. Werde fürchterlich tödtend nicht erschüttert, wenn Gift der Hölle Rachen. die Erde zittert, und Gott wirds doch wohl der Himmel bricht. Der machen. steht vest, den Gott nicht 3. Ist der Himmel tri läßt. Laßrings um dich be, wankt der Freunde Wetter krachen. Gott Liebe; Stehstduals ver- wirds doch wohl mawayst: Schreckt mit je- chen. dem Tage eine neue 6.Kronen soll der traPlage den bestürzten gen, der des Kreutzes Geist; Weicht das Plagen in Geduld beGluck siets mehr zu fiegt. Frölich ausgehalrück, scheints dich nicht ten, und Gott laffen mehr anzulachen. Gott walten, das, das macht wirds doch wohl ma- vergnügt. In Geduld chen. trauGottes Huld. Mag dich auch die Welt verlachen, Gott wirds doch wohl machen. 4. Bürden abzunehmen, hilft nicht angstlich Grämen, hilft nicht Ungeduld Angsimacht, 7. Nun, so soll es daß man zittert, Linge bleiben, ich will nie duld erbittert, bendes mich sträuben, Gott häuftdicSchuld.Drum stets folgsam seyn. mein Herz, wehr déi Stets im Tod und Les nem Schmerz! Drůben bleib ich ihm ergeben; 432 Von unsern Pflichten gegen Gott, ben; Er ist mein, ich er will, so mag ers masein. Was er will, sey chen: Wohl wird ers stets mein Ziel. Wieldoch machen. 7. Vom Vertrauen auf Gott, und von der Geduld, im Leiden. Mel. Nro. 334. Ignädig, eh ichs bat, Was Gott thut, das ist zc. gewährt, wenns seine 339. Auf Gott, und Weisheit litte. Er ſorgt nicht auf für mich stets väterlich, meinen Rath will ich nicht, was ich mir ermein Glück stets bauen, sehe, sein Wille nur geund dem, der mich er- schehe. schaffen hat, mit ganzer 4. Ist nicht ein unSeele trauen. Er, der gestörtes Glück weit die Welt allmächtig schwerer oft zu tragen, hält, wird mich in meinen Tagen, als Gott und Vater, tragen. als selbst das widrige Geschick, bey dessen Last wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod; Und Ehre, Glück, und Habe verläßt mich doch im Grabe. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück, und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wäre? 5. An dem, was wirklich glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Reichthum, Prachtfind nicht das Glück der See3. Gott kennet, was len. Wer Gottes Rath mein Herz begehrt, und vor Augen hat, dem hätte, was ich bitte, mir wird ein gut Gewissen die und den Erldser, Jefum Chriftum. 433 die Trübsal auch ver- ke. Herr, groß von Rath, füffen. und stark vonThat! Mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists überwunden! Hofft auf 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlass fen sehen müssen: Du den Herrn! Er hilft uns läßt ihn, wenn ihn gern; Seyd frölich, ihr Gerechten! Der Herr hilft seinen Knechten. Noth umgiebt doch deis nen Troft geniessen. Des Frommen Herz wird frey von Schmerz. Der Sünder eitles Dichten Was Gott thut, das ist zc. pflegst du, Herr! zu zers 340. Der Herr ist nichten. meine ZuMel. Nro. 334. 4.Drum hoff, o Seele! versicht, mein einz ger hoff aufGott. DerThoTrostim Leben. Demsren Trost verschwindet, fehlt es nie an Trost und wenn der Gerechte in Licht der sich dem Herrn der Noth das Herz des ergeben. Gott ist sein Schöpfers findet. Wen Gott. Auf sein Gebot jener fällt, ist er ein wird seine Seele stille, Held; Er steht, wenn ihm gnügt des Vaters jene zittern, als Fels in Wille. Lingewittern. 2. Wer wollte dir, 5.Wirf nicht die groffe Herr! nicht vertraun? Hoffnung hin, die dir Du bist des Schwachen dein Glaube reichet. Stärke. Die Augen, Verflucht sind, die zu welche auf dich schaun, Menschen fliehn; Versehn deine Wunderwer- flucht, wer von Gott wei& c 434 Von unsern Pflichten gegen Gott, weichet! SchrecktSün-| Gott; und einst im Tod de schon; Sein eigner mein Fels, auf den ich Sohn, der sich für dich traue, bis ich dein Antließ tödten, erwarb dir litz schaue. Hülf in Nöthen. Mel. Nro. 2. 6. Sey unbewegt, wenn um dich her sich Mit Singen dich zu lob. zc. Ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Chri 341, Ron Gott will ich nicht lafsten freudenleer zu ihm sen: Denn er verläßt um Gnade stammeln. mich nicht. Den BorDie Zeit der Quaal, der sat will ich fajfen! Gott, Thränen Zahl zählt er; imeine Zuversicht, reicht er wiegt die Schmerzen, selbst mir seine Hand, und wälzt sie von dem und wird mit jedem Herzen. Morgen für meine 7. Herr, du bist meine Noth schon sorgen. Zuversicht. Auf dich Ihm ist sie wohl behofft meine Seele. Du kannt. weißt, was meinem 2.Der MenschenGunst Glück gebricht, wenn und Liebe erstirbt, und ich in Norh mich quale ändert sich. Doch GotWer wollte sich nicht tes Vatertriebe find ganz auf dich, Allmäch tiger, verlaffen, und sich im Kummerfaffen? unveränderlich. Erweiß aus jeder Noth, eh wirs vermuthét hätten, uns 8. In deine Hand be- wunderbar zu retten, fehle ich mein Wohlseyn und wenns auch wär und mein Leben. Mein der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner Kumergeben. Sey du mein merniß, auffeine Hülfe bauhoffend Auge blickt auf dich; Dir will ich mich und den Erldser, Jefum Chriftum. 435 bauen. Er hilft: ich bins| Bollend ich meinen gewiß. Jbm hab ichs Lauf; Er weckt mich, heimgestellt. Leib, Sees wann im Grabe ich le, Glück und Leben sey ausgeruhet habe, zum Gott, dem Herrn, er- neuen Leben auf. geben; Er machs, wie's ihm gefällt! 1. 7.Die Seel ist unverlohren in Gottes Ba4. Es kann ihm nichts terhand. Der Leib wird gefallen, als was uns neu gebohren zum bes nüglich ist. Er meyntes sern Baterland. Wie gut mit allen, gab uns seelig werd ich seyn! selbst Jesum Christ. D! Mit Gott, und ſeinen der so viel gethan, wird Frommen soll ich mich uns auch das gewäh- da vollkommen, soll ich ren, was unsern Leiber- mich ewig freun. nähren, den Geist erfreuen kann. 5. Lobt ihn mit Herz 8. Ob ich schon Trübsal dulde, und Leiden und Munde, lobt ihn, oft verschulde: Kömmt dieser Zeit, wie ichs auch der alles schenkt. Wie doch die Ewigkeit, fo feelig ist die Stunde, da groffer Freuden voll! rin man Verlohr'n ist sonst die Zeit in diesem eitlen Le ben. Mein Geist soll sich erheben zu Gott, zur Ewigkeit. Die, da ich, Trotz dem Grabe, sein Wort darüber habe, mir Niemand rauben soll. 6. Mag doch die Welt vergehen mit ihrer Luft und Pracht; Das Glück bleibt ewig stehen, was Gott mir zugedacht. 9. Daß ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat. Aus seines Sohnes Jülle empfahn wir Gnad um Gnad; Und seinen Geist hat er El 2 auf 436 Von unsern Pflichten gegen Gott, auf unsrer Bahn zum gegeben. Gelobet sey Leben zum Führer uns der Herr! 342. E W er nur den lieben Gott läßt walten, den wird er wunderbar er halten, und hoffet auf ihn al le zeit, Wer in aller Noth und Traurigkeit; Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat AMA auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die le, und sein allweiser schweren Sorgen? Rath es fügt; Gott, der Was hilft uns unser uns ihm hat auser= Weh und Ach? Was wählt, der weiß am bes hilft es, daß wir alle sten, was uns fehlt. Morgen beseufzen unser Lingemach? Wir maten 4. Er kennt die rechFreudenstunden chen unser Kreuß und und weiß wohl, was Leid nur gröffer durch die Traurigkeit. uns nützlich sey. Wenn er uns nur hat treu ers 3. Man halte ihm in funden, aufrichtig ohne Chrfurcht stille, und Heucheley; Sokömmt warte ben sich selbstver- Gott, eh wirs uns vergnigt, wie Gottes chn, und läsfet uns viel Grad und heil ger Wil- Guts geschehn. s. Denk und den Erlöser, Jesum Christum. 437 5. Denk nicht in deiner schauen, auf deine Güte Drangsalshihe, daß du trauen, Gött! ist Zuvon Gott verlaffen bist, friedenheit. Wer kann und daß der ihm im meinWohl entscheiden? Schooße sitze, der reich, Wer schenkt mir beßre und groß und machtig Freuden, als du, Brunn ist: Die Zukunft åndert aller Seeligkeit. oft sehr viel, und setzet 2. Vor dir ist nichts jeglichem sein Ziel. verborgen: Wie soll ich 6. Es sind ja Gott sehr ängstlich sorgen, da du leichte Sachen, und ist mein Vater bist? Du, dem Höchsten alles Herr! gabst mir mein gleich, den Reichen klein Leben; Und wirst mir und arm zu machen, den alles geben, was mir Armen aber groß und zur Wohlfahrt nöthig reich: Wie leicht ists ist. 7. Sing, bet, und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu. Und trau des Höchsten reichem Seegen: So wird er täglich bey dir neu. Denn wer keiten raubt nur seine Zuversicht auf Seeligkeiten des wahGott setzt, den verläßt ren Christenthums. er nicht. dem Allmächtigen, zu 3. Wir streben oft nach stürzen, und auch zu er- Dingen, die, wenn sie höhn. uns gelingen, des Linglücks Quellen sind. Ein Schein, der uns bethöret, und unsern Stolz vermehret, macht uns für wahre Güter blind. 4. Der Hang zu Eiteluns die Wenn wir dir unser Les ben, oVater! übergeben: Dann wird das Herz voll deince Nuhme. Ee; 5.Dein Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten 2c. 343. Auf deine Weisheit Von unfern Pflichten gegen Gott, 5.DeinRathschhluß sey| nen Tröster; Sonst keimein Wille. Ich will nenHort, als dich allein. in heil'ger Stille mich Mel. Nro. 3. deiner Vorsicht freun. Lob, Ehr und Preis dem zc. Dein ewiges Erbarmeines Lemen, dein Beystand soll 344. Der Herr ist mir Armen Zufrieden- bens Kraft. Soll mir heit und Reichthum vor Unglück granen? ſeyn. Er ists, der Rath und 6.Laß mich nicht zwei Hülfe schafft. Ihm foll felnd wanten, wenn mein Herz vertrauen. traurige Gedanken mir Er schützt mich; Meideinen Trost entziehn. ner Feinde Heer, ihr stolIch werde nie verge- zer Trotz, nichts schreckt bens, zu dir, o Freund mich mehr, hab ich nur des Lebens! in kindli- ihn zum Freunde. chem Vertrauen fliehn. 438 2. Empöre dich, ohn7. Erleichtre meine mächtige Welt! Mein Leiden durch deines Geist wird nicht erschreGeistes Freuden, durch cken. Gott wird, in seie Muth und Hoffnung nem heil gen Zelt zur mir. Drückt mich die bösen Zeit mich decken. Last der Schmerzen: Sein Rath für mich ist Dann sprich zu mei- Wohlergehn. Er wird nem Herzen: Ich, dein mit Seegen mich erErretter, helfe dir. Höhn zum Heile der Erlösten. 8. Was sollt ich mich betrüben? Den Men- 3. Ji, Bater! neige schen, die dich lieben, mir dein Ohr.wennHöll muß alles Seegen seyn. und Welt mir fluchen. Ich bin ja dein Erld- Mein Herz hält dein fter: Sonst weiß ich kei- Gebot mir vor: Ihr follt den. und den Erlöfer, Jesum Christum. 439 follt mein Antlitz suchen.Treue unfre Hoffnung Ich eile, Herr! getroft stützt und hält; Ich erzu dir. Berbirg dein kenn es voller Reue, daß Antlitz nicht vor mir, mich Kleinmuth oft beund laß dich gnädig fin- fällt. Ach! mein Herz hängt noch an Dingen, 4. Verlaß mich nicht, die doch keinen Trost o Gott, mein Heil! mir bringen. Q! wie oft Wenn Menschen mich vergeh ich mich, angstverlaffen. Nimm du lich zweifelnd, wider mich auf, und sey mein dich. Theil, und beßre, die mich hassen. Herr! nimm du mich zu Gnaden an, und lehre mich auf richt'ger Bahn in deiner Furcht zu wandeln. 2. Gott! vergieb mir diese Sünde, nimm die Strafe von mir hin. Schenke, Bater! deinem Kinde einen dir ergebnern Sinn, der von dir nur Hülfe heischet, 5. Den Feinden über sich nicht selbst mit gieb mich nicht, die mich Träumen täuschet, die voll Frevel schmähen: das Herz aufs Eitle So werd ich einst dein ziehn, und wie leichter Angesicht im Land des Rauch entfliehn. Lebens sehen. Sen froh, 3.Laß mich Gram und harr unverzagt des Sorgen meiden, weil Herrn, mein Herz! denn du selber für mich er, der Herr, hilft gern. wachst, und beym AnEr ist der Arm des lauf schwerer Leiden, Schwachen. dich um mich zur Maus Mel. Nro. 440. er machst. Wehr den Alle Menschen müssen ze angstlichen Beschwer345. Gottder Wahr: den, lehr mich dir traun: heit! deffen heit! dessen! 4 denn 440 Von unsern Pflichten gegen Gott, denn es werden Erd und den Engeln gleich geHimmel einst vergehn, schätzt. Ich besitz ein dein Wort aber wird be ew'ges Leben, das mir stehn. Jesus selbst gegeben. Jch bin in der Hoffnung schon mit erhöht zu sei4. Laß mich vest im Glauben werden, daß dein Wort wahrhaftig nem Thron. 7. Muß ich gleich noch ne sey. O! so werd ich hier auf Erden von so mancher Unruh frey. Dann hier auf Erden, Gott! werd ich, mein Gott! ver dir ein Pilger seyn; mit Fiegen stets auf dei- Wirst du doch von den Beschwerden dieser Zeit mich einst befreyn. D Stunden! Ewig aller feel ge Noth entbunden, werd ich dich, mein Heiland! sehn, und zu deiner 5. Bater! meine Hoff nung gründet sich auf deines Sohnes Tod Meine Seele sucht und Freude gehn. findet darinn groffen 8. Laß mich frölich Trost in Noth. Durch darauf hoffen, Herr, sin siegreich Auferste- Herr, meine Zuversicht! hen kann ich neu geboh Bis das alles eingeven gehen zu den Bür- troffen, was auch mir gern jener Welt, wenn dein Wort verspricht. der Erdenbau zerfällt. Auf dich, Quelle alles wächst meine Zuver ficht, und die Hoffnung trügt mich nicht. 6. Da mein Haupt sich Lebens! harrt derGlauaufgeschwungen, und be nic vergebens. Was zu Gottes Chron ge- wir glauben, schauen setzt, bin ich auch mit wir einst gewiß, o Herr, durchgedrungen und bey dir. t Mel. und den Erlöfer, Mel. Nro. 334. Was Gott thut, das ist zc. Jefum Christum. 441 hältst du ihn im Glauben; Den kann keinTod ihm rauben. 346. Gott, du bist meine Zuversicht, und meines 4. Du selbst lehrst ihn in deinem Wort: Ihm, Geistes Stärke. Wenn ihm sey Heil erworben. Menschenhülf in Noth gebricht, hilfft du mir, deinem Werke. Wenn selbst die Welt zerbricht und fällt, will ich doch nicht erschrecken. Du, Gott, wirst mich bede cken. Ist nicht der Mittler, unser Hort, dein Sohn für uns gestorben? Vertritt er nicht uns im Gericht, wenn wir mit heil'gem Leben ihm nachzufolgen streben? 5. Gieb mir, mein 2. Wo ist ein solcher Sohnd dein Herz, Gott, wie du, der Stra- sprichst du.Hier, Bater! fen gern verschiebet, und ist mein Herze. Erfüll selbst beymStrafen unes, Gote, mit Troft und sre Ruh und Glück Rub, stack es im Krents wohlthätig lieber? Voll und Schmerze.ErleuchGnad und Huld hast du te mich auf daß ich dich, Geduld, und läsfest für mein Schöpfer, recht die Schwachen dein Au- erkenne, und würdig gehülfreich wachen. Vater nenne. 3. Dem Sünder, der 6. Laß täglich meine zu dir sich naht, kömmst Seele fichin wahrerTudu mit Güt entgegen. gend üben, mich alle Du führest ihn nach dei- Menschen brüderlich, ja nem Rath, und krönest wie mich selber lieben. ihn mit Seegen. Wenn Laßzum Verzeihn mich Holl und Cod mit willig seyn, mich denen, Schrecken droht, er die mich schelten, nie Ets Daß 442 Von unsern Pflichten gegen Gott, Haß mit Haß vergel- 3. Dir will ich mich erten. geben, nicht meine Ruh, 7. Die Hoffnung seel- meinLeben mehrlieben, ger Ewigkeit wollst du als den Herrn. Dir, in mir vermehren, und Gott, will ich vertraumeinen Geist, schon in en, und nicht auf Mender Zeit, die Kunst zu schen bauen; Du hilfst, sterben lehren; Damit und du errettest gern. fich dir mein Herz schon 4. Laß du mich Gnahier voll wahrer In- de finden, mich alle meibrunst weihe, und ster- ne Sünden erkennen bend selbst sich freue. und bereun: Jetzt hat mein Geist noch Kräfte, sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben seyn. Mel. nro. 82. In allen meinen Thaten 2c. ch hab in gu347.J ten Stun den des Lebens Glück empfunden, und Freu- 5. Wenn ich in Chriden, ohne Zahl; So sto sterbe, bin ich des will ich denn gelassen Himmels Erbe: Was mich auch im Leiden schreckt mich Grab und faffen; Welch Leben hat nicht seine Quaal? Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade, du, Herr, bist bey mir in der Noth. 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als 6. Ich will dem Kumes der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weherdulden, das doch zu meinem Besten dient? mer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod be denken. Der Herr wird alles lenten; Und was mir und den Erlöser, Jefum Chriftum. 443 mir gut ist, wird ge- zuletzt doch alles gut. schehn Auf Kummer folgt zufriedner Dank; Auf Klagen froher Lobge= SiMel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. sang. mein 348. W Leben auf cherheiten schickt ſich geder Erde? Ein Wechsel wiß kein Prüfungsifts von Lust und Leid. stand. Wie würde, Hier stort oft Unruh drückt uns nicht zu Zeiund Beschwerde die ten ein Leiden, unsre fanfteste Zufriedenheit. Treu erkannt? VollHier wohn ich noch in kommne Ruh und Sieiner Welt, die kein voll- cherheit ist nur ein Glück kommnes Glück ent- der Ewigkeit. hält. 2. Weß soll ich mich, 5. Bas bist du denn, o meine Seele! in deiner o Herr! denn trösten? Noth sommervoll? Nür deiner Huld. Du Vertraue Bott! Nur bist mein Heil, und ihn erwähle zu deinem bleibst, wenn auch die Trost; Er schützt dein Noth am grösten, doch Wohl. Einst dankst du meines Herzens Trost ihm nach der Gefahr und Theil, und stehst, daß er dein Gott, dein nach deiner Vatertreu Retter was. mir stets mit Rath und Hülfe bey. 6. Er wird es seyn; RufinGefahrenihnals 3. Du stärkst mir, un- den einz'gen Helfer an. ter aller Plage, o Gott! Er weiß dich mächtig zu auf mein Gebet, den bewahren, und da, wo Muth, daß ich gelaffen Niemand helfen kann, fie ertrage, und machst fehlt ihm die Kraft zu hel 444 Von unsern Pflichten gegen Gott, helfen nicht; Dieß stårte deine Zuversicht! 7. Befiehl ihm alle deiauf dem allerrauhsten Stege fich frölich hin zur Ewigkeit. Da sammelft du von aller Pein den Seegen mit Bergnügen ein. stark und ne Wege, auf ihn, auf 349. Se, Seele thn hoff allezeit. Auch unverzagt, wennirgend dich ein Kummer plagt. Befiehl Gott deine Sas then. In aller Pein vers trou allein auf ihn, er wirds wohl machen. 2. Kein Leiden kommnt Hand des Höchsten von Ohngefähr; Die schickt es her; Sein Drum sey nur still: was Rath hats so ersehen. dein Gott will, laß ims mer gern geschehen! das Leiden Pein, so solls 3. Erweckt dir gleich dir doch nicht schädlich seyn: Gott kann sein 9. So laß mich, Gott! Kind nicht haffen. Wer stets dahin schauen und ihn nur liebt, sich ihm dann mit starkemMuth ergiebt, den wird er auf dich, auch in der nicht verlaffen. größten Noth, vertrau- 4. Wie lange währt en. Du bist es mir; das der Frommen Leid? ftarke mich! Wer des Nicht ewig, Herr, nur fen stets versichert ist, kurze Zeit. Nach überder lebt und stirbt ge- standnem Leide erquitrost, als Christ. crest du ihr Herz mit Ruh, 8. D! Sieh dahin zu allen Zeiten, in eigner und gemeiner Noth, im Glück, und auch, wenn noch vom weiten ein finstres Wetter dich bedroht. Nichts giebt uns Trost zu solcher Zeit, als Gott, und jene Herrlichkeit. Mel. Nro. 329. Ich freue mich, mein zc. und den Erlöfer, Jefum Chriftum. 445 ew'-| Traurigkeit hier ofts mals wandeln müsſen. Warum willst du hier nur von Ruh, und nichts von Trübfal wissen? 8. O bet, und sich auf deinen Gott, in aller deis ner Angst und Noth! Laß, wie er will, es gee hen. Sein Will ist gut, behalte Muth! Gott wird dich einst erhöhen. 9. Der du ein Gott des Trostes bist, laß jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du liebst, 7. Es haben ja zu aller und prüfend übst, den Beit die Heiligen in Linmuth überwinden. Ruh, und einst mit ger Freude. 5. Drum hab, o Seele, guten Muth! Vertraue Gott! es wird noch gut, nach aller Trübsal, werden. Er ziehet dich durchs Kreuß zu sich, zum Himmel von der Erden. 6. Gott ist dein Gott, er ist getreu, und stehet dir, als Vater bey, in allem Kreutz auf Erden. Der Leiden Heer wird nie zu schwer durch ihn dem Christen werden. 8. Von dem Lobe Gottes. Mel. Nro. 113. zer Nam ist Ruhm; Dieß ist der Tag, den zc. Linendlichkeit sein Et350. Auf, Christen! genthum. Dieß granPreist mit zenlose Meer von Licht mir den Herrn! Wer durchschauet selbst der preist, was herrlich ist, Engel nicht. nicht gern? Und welch ein Glanz, der Gott verklärt! Wer ist, wie er, des Lobes werth? 3. Ja, cure Lust sey, ihn erhöhn! Solch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Vers stand, erhebt das Herz, und 2.Lobt ihn; Sein gan 446 Von unsern Pflichten gegen Gott, und stillt im Leiden al-| Die Sprache dankt ihr len Schmerz. ihm allein; Und woll4. Wie wird der Geist tet nicht voll Rühmens dadurch entzückt; Hin- seyn? auf gen Himmel hinge- 9.Wer ist gutthätiger, rückt: Mit seinem hoch als er? Denn welche erhabnen Freund, mit Gott, stets inniger vereint! Gabe follt uns der nicht schenken, der so sehr ans liebt, daß er auch ſeinen Sohn uns giebt! 5. Welch ein so herrlicher Beruf, zu dem 10.Was gebet ihr mun Gott selbst die Engel ihm dafür? If nicht schuf! Welch eine theure ein Herz voll Dankbefüsse Pflicht, die uns so gier, das ganz in seiner reichen Lohn verspricht! Liebe brenut, das einzge, was ihr geben könnt? 11. Auf, Christen, nen er Verstand ge- jpreist mit mir den schenkt! Die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wißt. Herrn! Wer preist nicht milde Geber gern? Gedenkt, wie viel er uns gewahrt, wer ist, wie er, des Dankes werth? 6. Ja Pflicht ists, daß ihr fein gedenkt, ihr, de Mel. Nro. 3. 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn besingt, die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich zu Gott Lob, Ehr und Preis zc. mit Inbrunft nahn, und seine Gröffe fühlen 351. Stimmt un kann. ferm Gott ein Loblied an mit freu8. Auch euer Mund, digem Gemüthe, es so oft er spricht, erinnert rühm' und preise, wer euch an diese Pflicht. da kann, den Geber voller und den Erldser, Jefum Chriftum. 447 ler Güte. Er macht uns gemacht, und seinen frey von aller Noth; ganzen Rath vollDrum lobet ihn, drum bracht: Drum danket lobet Gott, und danket seinem Namen. seinem Namen. 5. Lobt Gott! der in 2. Lobt Gott, und rüh- uns durch den Geist den met allezeit die grossen Glauben angezündet, Wunderwerke, die Ma- und seinen Beystand jestät, und Herrlichkeit, uns verheißt, wenn er die Weisheit, Kraft, uns treu crfindet; Der und Stärke, die et be- uns stets durch sein weist in aller Welt; in- Wort regiert, und auf dem er alle Ding erhält: den Weg des Lebens Drum danket seinem führt: Drum dantet Namen. seinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns 6. Lobt Gott! er hat erschaffen hat, der See- dieß gute Werk selbst in le, Leib und Leben, aus uns angefangen, vollväterlicher Huld und bringt es auch, giebt Gnad, uns allen hat ge Kraft und Stärk, das geben; Der uns durch Kleinod zu erlangen, seinen Engel schützt; das er am Ziel uns vorDer täglich schenket, gestellt, und das den was uns nützt: Drum Himmel in sich hålt: danket seinem Namen. Drum danket seinem 4. Lobt Gott! er giebt Namen. uns seinen Sohn, der 7. LobtGott! ihr starselbst für uns gestorben, ken Seraphim, ihr Ender uns die ew'ge Le- gel und ihr Thronen! benstron durch seinen Es loben Gott mit helTod erworben; Dersler Stimm, die hier auf Frieden hat mit Gott Erden wohnen! Lobt Gott, 448 Von unsern Pflichten gegen Gott, Gott, und preist ihn wegt und regt, was in früh und spat; Ja, als den Lüften schwebet, tes, was nur Athem hat, und was der Himmel das danke seinem Na- trägt, fey überall bemüht den höchsten Gott zu loben, der aus den Wolken oben auf sein Geschöpfe sieht. men. Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu lob.zc. den 4. Der Herr ist groß 352. Gott der und machtig, voll HeiStärke, der, was er will, ligkeit und Ruhm. Es erschafft, ihr, alle seine stehet alles prachtig in Werke, aus aller eurer seinem Heiligthum. Es Kraft. Ihr seyd sein Ei ist gerecht, und gut; genthum, so weit der Von seinen VatersorHimmel reichet! Was gen zeugt jeder neue Luft und Meer durch- Morgen und alles, was streichet, verbreite seinen er thut. Ruhm! 5. Drum lobt, erlöfte 2. Erhabnehimmels- Seelen! lobt stets den geister! Erwecket euern Herrn der Welt, helft Fleiß: Gebt eurem dessen Ruhm erzählen, Herrn und Meister der euch schuf und erDank, Ehre, Lob und hält; Der euch in ChriPreis, stimmt drey- sto liebt, euch durch sein mal: Heilig! an. Lobt Blut erkaufet, auf seiihn, ihr Seraphinen! nen Tod euch taufet, Lobt ihn, ihr Cherubi- euch einst den Himmel nen! Lobt ihn, was lo- giebt. ben kann! 6. Lobt Gott, der euch 3. Was Athem hatsregieret, der, als der und lebet, was sich be- treuste Freund, selbst dann und den Erlöser, Jesum Christum. 449 dann euch weislich füh-| Ach, laß vor deinem ret, wenn ihr das Kreut Thron uns ewig mit dir beweint, das er euch leben, und ewig dich ers auferlegt: Laßt uns in heben, dich, Vater und solchen Proben ihn den- den Sohn! noch findlich loben, weil er aus Liebe schlägt. 17. Er ist getreu Mel. Nro. 100. Gedanke, der uns Leben zc. den Gott Seinen, entreißtfiealler 353. Singtunferin Noth. Wann seineKin- neues Lied! Er ist der der weinen, so bleibt er doch ihr Gott. Wann der Verfolger Macht, wann ihre Wuth sie schrecken, so wird sie Gott bedecken, er, der stets für sie wacht. Gott der Starte; Die ganze Welt ist sein Gebiet, und groß sind seine Werke. 2. Der Herr ist groß! Licht ist sein Kleid, und was er wählt, das Be8. Lob, Ehre, Preis ste; Und Wahrheit und und Stärke sey dir, o Gerechtigkeit sind seiGott, bereit; Denn deines Thrones Veste. ne Weg und Werke sind 3.Er herrscht als Gott, voll von Herrlichkeit. er will und sprichts, so Dein Zion lobet dich, sind und leben Welten, merk auf sein schwa- jund fallen wieder in ihr chesLallen, und laß dire Nichts auf seines Munwohlgefallen: Erhör des Schelten. uns gnädiglich.. 9. Mocht es uns bald gelingen, von aller 4. Wer ist dir gleich, Herr aller Welt? Dich, Gütigen und Weisen, Schwachheit frey, ein der alles wunderbar erOpfer dir zu bringen, hält, dich sollten wir das deiner würdig sey nicht preisen? UZA S f 5. Du 450 Von unsern Pflichten gegen Gott, 5.Du kennest ja, was Mein Mund soll stets ist und war, im Himmel voll Lobes seyn, zu deiund auf Erden; Bordir nes Namens Ehre. ist alles offenbar, du Hiesfest alles werden. 6. Gott ist nicht fern, ist auch um mich, bey allem, was ich thue, schützt mich bey Tag, und schafft, daß ich auch schlafend sicher ruhe. 11. Ower kann aller Wunder Pracht in deiner Schöpfung fassen! Der Wurm verkündigt dessen Macht, der ihn hat werden lassen. 12. Der kleinste Halm auf unsrer Flur ist dei7. Er ist mir allent- ner Weisheit Spiegel. halben nah: Wenn ich DeinLoblied, Vater der ans Meer entflöhe, und Natur, find Auen, Thal, selbst gen Himmel, ist und Hügel. er da, und folgt mir, wo ich gehe. 8.Er hört meinSeufzen, kennt mein Flehn und allen Rath der Seele: Er hat mein Thun vorausgeschn, und auch wie oft ich fehle. 13. Du tränkst mit Regen unser Land, und giebst uns grüne Weiden. Empfangen wir von deiner Hand nicht Korn, und Wein, und Freuden? 14. Herr, ohne deinen 9. Erwogvon Ewig- Willen fällt kein Sperkeit mir dar, was er mirjling auf die Erden: Wie geben wollte; Schrieb sollte, da dein Arm mich in sein Buch, noch eh ich hält, mein Herz nicht war, wie lang ich leben ruhig werden? follte. 10.0 Herr, mein Gott, nichts, nichts ist mein, das dir nicht angehöre. 15. Ist der Allmächtige mein Schutz, so lach ich in denStürmen. Ich biete selbst der Hölle Truß, und den Erldser, Jesum Christum. 451 Truß, denn Gott wird| Spott! Sein Thron mich beschirmen. wird nie erschüttert, der Herr bleibt ewig Gott. 354. Gott, Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege zc. ott, meine ganzeSeele macht deinen Rühm be kannt, dir dank ich, und erzähle die Wunder deiner Hand. Mein Herz ist froh; ich finge: Herr, meine Luft bist du! Dir, dem ich Lieder bringe, dir jauchz ich, Höchster, zu! 4. Der Herr regiert, und liebet, was ungerecht ist, nicht. Erwägt die Welt, und übet partheilos seinGericht. Die Wage sinkt und steiget, wie sein Gesetz gebeut. Undjedes Landbezeuget des Richters Heiligkeit. 5. Gott ist ein Fels der Armen, ein Fels in jeder Noth. Sie traun auf 2. Du bist auf deinem sein Erbarmen, wann Throne der Richter al- ihnen Unfall droht. Die ler Welt, der jeglichem Chränen, die sie weinen, zum Lohne sein heilig sind dir bekannt und Urtheilfällt. Wenndich werth; Du, Gott, verdie Menschen schmä- säumest keinen, der deihen, dann rächst du ihnen Schutz begehrt. ren Spott, du schiltst, 6. Ihr Kinder Gottes, und sie vergehen durch preiset, verkündigt in dein Gericht, o Gott! der Welt, wie groß sich 3. Der Herr hat zum Gott beweiset, der, was Gerichte sich seinen er zusagt, hält. Er denkt Thron erhöht. Vor sei- daran, und fraget nach nem Angesichte bleibt des Gerechten Blut. Er nicht, wer widersteht. Hört ihn. wenn er klaIhr kühnen Sünderzit- get, und stillt der Wettert, bereut noch euren ter Wuth. Ff2 7. Herr, 452 Von unsern Pflichten gegen Gott, 7. Herr, sey mir gnà- vom Tod. Nach überdig; schaue voll Huld wundnen Leiden geh ich auf meine Noth! Du ins Heiligthum; Und biste, dem ich vertraue; über dich voll Freuden, Du hilfft auch selbst erheb ich deinen Ruhm. 9. Von der rechten Art des Lobes Gottes. Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den zc. det euch selbst, und Haß und Neid; Versöhnt 355. Laßt ung mit euch), und empfindet der Danken eiten vor unsern Gott, mit nem Heil berufen habt Preis und Ruhm! Mit alle gleichen Sinn; So freudigen Gebeten lobt tretet zu den Stufen des ihn in seinem Heilig- Thrones betend hin! thum! Jhn, der mit ew'= ger Treue, was er erschuf, erhält. Daß alle Welt sich freue, begnadigt er die Welt; frågt mit Geduld die Sünder; Hilft seinem Volke gern: Lobt ihn, ihr seine Kinder! Ihr Christen, dankt dem Herrn! 3. Ihn, der die Lieb euch lehret, durch die ihr seine Kinder seyd, Gott, eurenGott, entehret das Lob, das ihm die Zwietrachtweiht. Die Sünder, die sich haffen, stehn hoffnungslos von fern, von seiner Huld verlas sen, ein Gräuel vor dem 2.Ihr unsers Hauptes Herrn. Sie hört in ihGlieder, vereinigt lieb- ren Nöthen Gott, der reich Herz und Mund: die Lieb ist, nicht; VerAlsErben und als Brü- birget, wann sie beten, der macht eures Vaters im Zorn sein Angesicht. Gnade kund! Durch 4. Wir aber, deine Sanftmuth überwin- Frommen, wir wollen, Gott, und den Erlöser, Jefum Chriftum. 453 Gott, in einem Geist zu erscheinen mit Lob, Gedeinem Throne kom- bet und Dank! Dann men, wenn unser dank- steigt aus unsern Chobar Lied dich preift. ren der Eintracht Lied Dein Lob, im Jubel- empor; Der Eintracht tone, schallt durch dein Lied zu hören, neig, ganzes Reich, dir, Va- Herr, zu uns dein Ohr! ter, und dem Sohne, und 6.Wenn wir dann vor deinem Geist zugleich. dir flehen, erhöre gnåDie Eintracht unsrer dig dießGebet! Laß uns Lieder gefällt dir, Höch- zum Heilgeschehen, was fier, wohl. Die Himmel unsre Seele glaubig schallen wieder, sind dei- fleht! Wenn wir von ner Ehre voll. ganzem Herzen für Ret5. O! pflanze selbst tung aus der Noth, für die Liebe mit aller ihrer Linderung der SchmerHimmelslust, pflanz je- zen, dir danken, unser den ihrer Triebe, o Gott, Gott! für so viel Huld, in unser aller Brust. uns alle dir weihen leHilf, daß wir, als die benslang; O Vater, so Deinen, uns lieben le- gefalle dir deiner Kinbenslang, und so vordir der Dank! 10. Vom Gebete zu Gott. Mel. Nro. 1. Gott, dein Vater, nie Mein Herz, ermuntre zc. verschmäht. Erschein in 356. Dein Heil, o Demuth oft und gern, Christ, nicht mit Dank und Flehen zu verscherzen, sey wach vor dem Herrn. und nüchtern zum Gebet! Ein findlich Flehn aus reinem Herzen hat 2.Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu Ff3 stehn! 454 Von unsern Pflichten gegen Gott, stehn! Der Herr des dich sehn? O Bater, unHimmels und der Erden, fre Seelenruh nimmt bedarf der eines Men- durchs Gebet beständig schen Flehn? Erwill blos zu. deine Seeligkeit, wenn er zu beten dir gebeut. 6. Dein Wortist immerJa und Amen. Wer 3. Sagt Gott nicht: gläubig bittet, der embittet, daß ihr nehmet?| pfäht. Drum laß auch Ift des Gebetes Frucht mich in Jesu Namen oft nicht dein? Wer sich der vor dich kommen mit Pflicht zu beten schà- Gebet. Niesey mir diese met, der schämt sich Pflicht zur Laft, die du Gottes Freund zu seyn: zum Heil geboten hast. Lind stößt das angebot- Mel. Nro. 11. ne Glück muthwillig O könnt ich dich, mein zc. selbst von sich zurück. oft und mit 4. Sein Heil von dir, 357. Komm betend o Gott, begehren, ist Bergnügen, o Christ, wahrlich keine schwere vor Gottes Angesicht! Pflicht: Des Herzens Nie müsse Trägheitdich Wünsche dir erklären, besiegen in der Erfülerhebt das unsre Seele lung dieser Pflicht. O nicht? D welch einTrost, übe sie, zuGottes Preis daß du uns liebst, und und deinem Heil, mit was uns nützet, gerne treuem Fleiß. giebst! 2. Bet oft in Einfalt 5. Was kan zum Fleiß deiner Seelen; Gott in guten Werken die sieht aufsHerz; Gott ist Seele kräftiger erhöhn? ein Geist. Wie können Was mehr den Muth dir die Worte fehlen, im Leiden stärken, als wofern dein Herz dich wenn wir flehend auf beten heißt? Der Glaub an und den Erlöfer, Jefum Chriftum. 455 6.Bet oft, durchschau mit frohem Muthe die herzliche Barmherzig3. Wer das, was ihm keit deß, der mit seinem zum Frieden dienet, theuern Blute dieSundurch Beten ſucht, der derwelt vom Fluch beehret Gott. Wer das zu freyt; Und eigne dir, zu bitten sich erkühnet, was deiner Ruh und Heilier nicht wünscht, enteh gung, fein Opfer zu. ret Gott. Wer schnell 7.Bet oft, Gott wohnt vergißt, was er ihm anjederStätte; In keischwur, der spottet seiner minder oder mehr. nes Schöpfers nur. Denk nicht, wenn ich 4. Bet oft zuGott, und mit vielen bete, so find schmeck in Freuden, wie ich eh bey Gott Gehör. freundlich er, dein Ba- Ist, was du wünschest, ter, ist. Bet oft zu Gott, recht und gut, so sey geund fühl im Leiden, wie wiß, daß Gott es thut. göttlich er das Leid ver- 8. Doch säume nicht in füßt: Gott hörts, Gott den Gemeinen auch öfists, der Hülfe schafft. fentlich Gott anzuflehn, Er giebt den Müden und seinen Namen mit Troft und Kraft. den Seinen, mit deinen Brüdern zu erhöhn. Wie eifrig war dein HetlandnichtinLlebung dieser seel'gen Pflicht! 5. Bet oft, und heiter im Gemüthe, schau dich anseinen Wundern satt. Schau auf den Ernst, schau auf die Güte, wo- 9. Bet oft zu Gott mit er dich geleitet hat. für deine Brüder, für Oft irrtest du, er trug alle Menschen, als ihr Geduld; Erkenn und Freund; Denn wir sind preise seine Huld. leines Leibes Glieder; Sf 4 Ein an Gott und seinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 456 Von unsern Pflichten gegen Gott, Ein Glied davon ist auch Dieß kann mir Kraft dein Feind. Solch Bit- in Schwachheit geben; ten, das aus Liebe fließt, Geduld und Muth in ehrt Gott, der selbst die jeder Noth; Bey jeLiebe ist. dem Gram, bey jedem Schmerz, ein ruhiges, 10. Bet oft, so wirst duGlauben halten, dich zufriednes Herz. prüfen, und das Böse 2. Wie kann ich Trost scheun, an Lieb und Et- und Ruhe finden, wenn fer nicht erkalten, und mein Gewissen mich reich an guten Werken verklagt, wenn, bey der seyn. Denn Muth und MengemeinerSünden, Kraft, und Seelenruh mein Herz vor seinem sagst du, Gott, dem, der Richter zagt? Nichts bittet, zu. tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bey dir 11. Dießreitze mich vor dich zu treten mit Lob um Schonung fleht. und Dank, mit Wunsch 3. Muß ich um des und Flehn. Doch meine Gewissens willen ein Fehler bey dem Beten| Spott der Lasterhaften wollst du, mein Vater, seyn, so bet ich demuthsübersehn; Weil mich, voll, im Stillen zu meider dir zur Rechten sitzt, nemGott. Er hört mein durch seine Fürsprach Schreyn, nimmtväterunterstützt. lich sich meiner an, und stärkt mich auf der Tugend Bahn. 358. Met Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. ein bester Trost in diesem Leben ist ein Gebet zu meinem Gott. 4. Ich will mich nie zu rächen suchen, wenn mich ein Feind zu krånken sucht, und dem will ich nicht wieder fluchen, der und den Erlöfer, Jefum Chriftum. der mir aus Linverstand geflucht. Nein, meine Nach ist ein Gebet, das Gott umGnade für ihn fleht. 457 meines Gottes Kraft, bezwing ich jede Leidenschaft. 8.Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bey 5.Und wenn ein Kum- Niemand Hülfe finden mer mich verzehret, den kann; So ruf ich Gott ich der Weltnichtklagen doch nicht vergebens kann, dann rufich Gott, um seinen Trost und der mich erhöret, um Beystand an, der, wann Trost in diesem Kumer die Sprache mir veran. Wer ihm sein Leid geht, doch meine Seufin Zuversicht entdecket, zer noch versteht. den verwirft er nicht. Mel. Nro. 224. 6.Nuf ich ihn an bey dem Geschäfte des Herr, allerhöchster Gott, z. Standes, den er mir verlich: So fleh ich nie 359. Ah Bater, unferGott! Du umsonst um Kräfte; der zeigst durch deine Güte Gott der Stärke giebt uns, deinen Kindern, mir sie. Ergiebt, aus stets dein väterlich Gevåterlicher Huld, mir müthe: 9 thàten wir Seegen, Klugheit und nur auch, als Kinder, Geduld. unfre Pflicht, in Furcht, 7. Wenn, eine böse Gehorsam, Lieb und veLust zu dámpfen, mir ster Zuversicht! Schwachen Muth und Kraft gebricht; Dann bitt ich Gott; Er hilft mir kämpfen, und giebt mir Muth zu jeder Pflicht. Und stark durch 2.Du, der im Himmel thront, bist allerOrt und Enden, und willst, daß mit Gebet wir oft uns zu dir wenden; Versprichst, der Retter selbst 3f5 in 458 Von unsern Pflichten gegen Gott, in unsrer Noth zu seyn, 6. Dein Wille, Herr, drum ſo verwirf uns geschicht, auch ohne unnicht, erhör uns, wir fern Willen; Doch gieb find dein. auch uns die Kraft, ihn 3. Laß deinen guten freudig zu erfüllen. Die Geist die grosse Pflicht Richtschnur unsers uns lehren, dir glaubig Thuns sey stets dein zu vertraun, und dich heilig Necht. Dubist ja recht zu verehren. Zeig unser Herr, und jeder uns, wie machtig, groß Mensch dein Knecht. und weise du, Gott, bist; Wie klein der Mensch, der Staub, wie schwach und arm er ist. 4. Das sey das höchste Glück für uns hier auf der Erde, daß deines Namens Ruhm von uns gepriesen werde; Daß er in Wort und That, und ohne Heucheley, geheiliger von uns, und nie entheiligt sey. 7. Regier auch unser Herz, daß wir in guten Tagen nicht stolz und sicher seyn, in bösen nicht verzagen; Daß wir bey andrer Glück uns brüderlich erfreun, und wenn der Arme seufzt, gern milde Geber seyn. 8. Ach, Vater, du bist reich an allen guten Gas ben! Laß unser täglich Brod uns heut und im5. Dein väterliches[ mer haben: Im LeberReich ist auch zu uns flusse gieb uns kluge gekommen, da in der Sparsamkeit, und auch Laufe du in Bund uns bey wenigem Nuh und aufgenommen. Olaß in Zufriedenheit. deinem Reich uns from9. Herr, handle nicht me Bürger seyn, und mit uns nach unsern brechen wir den Bund, groffen Sünden, und ihn unverweilt erneun. Ilaß, wenn wir gefehlt, uns C und den Erlöser, Jesum Christum. 459 uns wider Gnade fin- frein, und jeder Pflicht den; Gedenke, was dein getreu, dir ganz geheiSohn für unsre Schul- ligt seyn. den that, er, der zu unferm Heil den Tod er duldet hat. 13. Zuletzt erlös uns auch, o Gott, von allem Bösen, denn du hast Macht und Kraft allein, uns zu erlösen: Laß uns im letzten Kampf, o Vater, wohl bestehn, und dann in jener Welt dein Antlitz ewig sehn. 10.Hilf, daß wir denen auch gern ihre Schuld erlaffen, die uns beleidigen: Sienie feindseelig haffen; Nicht schmähen, wenn sie schmähn, nicht drauen, wenn sie draun, nnd, was sie uns gethan, vergessen und verzeihn. 11. Herr, laß uns Fleisch und Blut nie in Versuchung führen, laß deinen guten Geist uns interfort regieren; Und wann wir uns die Welt Ewigkeit zu aller zum Abfall reitzen sehn, Ewigkeit. fo gieb uns Kraft und 15. Hierauf so spreMuth, ihr vest zu wider- chen wir, in Jesu Christi stehn. Namen, auf sein un14. Du, Höchster kannst allein dein Werk in uns vollenden, und unser ganzes Heil steht blos in deinen Händen: Dein, Herr, dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit von aller 12. Erhebe unsern trüglich Wort ein glauGeist zu himmlischen big Sa und Amen: O Gedanken, in unserm Jesu Christ, durch dich Glauben laß uns nun und dein Verdienst alund nimmer wanken; lein wird alles, was Laß uns, durch deine wir flehn, auch Ja und Kraft, von jeder Sünde Amen seyn. Mel. Von unsern Pflichten gegen Gott, 360. Gott, Mel. Nro. 383. 4. Dein Wille, Herr, Sowahr ich lebe, spricht zc. gescheh zugleich auf Erott, der du den, wie im Himelreich! unser Va- Gieb uns Geduld, Ge= ter bist, der alles, alles laffenheitimLeiden, und sicht, was ist, und alles Beständigkeit, dir zu hört! Wir Kinder nahn gehorchen; Muth und zu deinem Thron, und Kraft zum Kampf in flehn dich an. Es muß unsrer Pilgrimschaft. uns, Herr, von Herzen 5.Auch gieb uns unser gehn, was wir mit un- täglich Brod, Arbeitserm Munde flehn. samkeit und Fleiß; O Gott! vor Krieg behüt uns und vor Streit, vor Seuchen, Pest, und theurer Zeit: GiebFriede, Trost in Leid und Schmerz, und immer ein zufriednes Herz. 460 2. Geheiligt werd in deiner Welt dein Name; Wendein Licht erhellt, wer deine Wahrheit kennt und ehrt, der leb auch, wie er glaubt und lehrt! Nimm aller Irrenden dich an, und hindre, was verführen kann. 6. All unfre Schuld vergieb uns, Herr, erlaß fie, o Barmherziger; 3. Dein Reich laß kom- Wie wir auch unsern men: Laß dein Wort Schuldenern erlaffen stets unverfälscht an je- ihre Schulden gern, dem Ort uns leuchten; dienstfertig laß uns Gieb uns deinen Geist, seyn; bereit zur Sanftden uns dein Sohn, o muth, Lieb und EinigGott, verheißt; Erhalte keit! deine Kirch, und laß fie fürchten weder Spott, noch Haß! 7.Ach führ uns in Versuchung nie; Und ach! gerathen wir in fie; So stärke und den Erlöfer, Jefum Chriftum. 461 stärke du zum Wider-|( wir sind, wir sind ja stand uns, Herr, mit dei- dein;) einst seelig unser ner starken Hand! Gieb Ende seyn! deines Geistes Trost, daß treu und standhaft unser Glaube sey! 8.Erlds uns denn zur rechten Zeit von allem Llebel, allem Leid, und allem, was die Zukunft droht, und tröst uns in der letzten Noth, und laß 361.¹ 9.Dieß, Gott, geschehe! Vater, wir erwarten allesHeil vondir.Dein ist das Reich, dein ist die Macht; Dir werd auch Preis und Ruhm gebracht, von allen Menschen aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit. FFF ir versöhnt in deinem Sohne, liegen wir vor deinem Throne: 11 Keiner kehrt mit trübem Blick, un erhört # 10 ㅋ von dir zurück. Alles Fleisch von allen Enden kommt mit aufgehabnen Händen, 8 kommt mit Hoffnung und Begier, Gott, der # 1 gern erhört, zu dir. 2. Du bist alles Guten schmähst, o Vater, nicht Fülle. Daß wir beten, deiner Kinder Zuverist dein Wille. Du ver- sicht. Und du haft so vies len 462 Von unsern Pflichten gegen Gott, len Seegen, weit mehr, der du unser Vater bist, als wir bitten mögen. dem kein Ding unmögReich, und Kraft, und lich ist? Allen haft du, Herrlichkeit, Gott, ist Herr, ihr Leben, und dein in Ewigkeit. was sie erfreut, gege3. Was im Himmel ben; Lind versprichst, und auf Erden gut ist, Unendlicher, allen noch ließ dein Wille werden; unendlich mehr. Eh esward, da dachtest 5. Ja, wir wollen zu du es schon deinen Kin-[ dir nahen, beten, glaudern zu. Alle sollten dei- ben und empfahen! Linner Gaben unerschöpf- frer Thaten Lobgefang ten Reichthum haben. sey in Ewigkeit dein Ewig sollten alle dein, Dank! Heil uns Chriguter Bater, sich ersten! Du beschüßest deifreun. ne Kinder. Du befißest 4. Sollten denn nicht Herrlichkeit und Kraft deine Frommen alle be- und Reich! Wo ist dir tend vor dich kommen, ein Vater gleich. 11. Von der rechten Art des Gebets. Mel. Nro. 380. Wahrheit mit Begier Aus tiefer Noth ruf ich zc. die Opfer meiner Lipit Seufzen/ pen: 362. M flag ich Mit 2. Allein mein Herz, dir, mein Gott! Gern ach Gott und Herr, kann wollt ich eifrig beten, sich nicht recht erheben. und, drückt mich mei- Zum Guten oft zu kalt ner Sünde Noth, voll und schwer, bleibt es am Glauben zu dir treten: Eiteln kleben. Tråg ist Gern bracht ich, liebersoft, leider! Sinn und Vater, dir im Geist und Muth, und oft muß ich mein und den Erlöser, Jesum Chriftum. 363 mein Fleisch und Blut deinem Worte mich ers zur Andacht mühsam weckt, gerührt, gelehret. zwingen. Wehmüthig fleh ich, Gott, zu dir vergieb und handle nicht mit mir wie ich verdienet habe. 3. Umsonst faß ich oft den Entschluß. Die Welt samt ihren Kindern sucht, meinem Herzen 6. Ich will hinfort zum Verdruß, am Be- Nachlässigkeit und alle ten mich zu hindern. Trägheit meiden. O Und fleht mein seufzend mache du mein Herz beHerz zu dir, bringt sie zu reit, vom Eiteln mich zu meiner Kränkung mir scheiden. Laß es dich vielEitlesinsGemüthe. hören, und allein aufs 4. Dieß, Herr, mein Himmlische Gott, dieß kränkt mich seyn. sehr, und ich denk oft mit Schmerzen, als wär 7. Gott, laß den Eifer dein guter Geist nicht des Gebets ja nie in mehr in meinem trågen mir erkalten! Der AnHerzen, das dich so oft dacht Feuer wollst du beleidigt hat: Weil Lust stets durch deine Kraft zur Andacht keine Statt erhalten. Den Hinderin meiner Seele findet.| nissen wehre du, und segerichtet du mir Gieb Kraft und Stärke. 5. Ach, leider! Vater, te meine Seel in Ruh, hab ich dich nicht alle- sich frey empor zu zeit gehöret, wenn du in schwingen. 12. Christliche Gesinnungen gegen Jesum, den Seiland der Welt. Von der Liebe und Dankbarkeit gegen ihn. Mel. Nro. 125. IneStärke! Ich will dich Wie göttlich sind doch zc. lieben, meineZier! Dich 363. Ich will dich lieb ich, Herr, durch S lieben, meiWort 464 Von unsern Pflichten gegen Gott, Wort und Werke, Ge- Trost, mein Licht. Nun danken, Sinnen und aber zeigst und schenkest Begier; Dich lieb ich, o du mir Fried und wahre vollkommnes Licht! Seelenruh. Bis einst der Tod das Herz mir bricht. 5.DrumDank ich dir, du wahreSonne! Weil 2. Dich lieb ich, o mein du mir Glanz und Licht wahres Leben! Dich lieb gebracht; Ich danke dir, ich, meinen besten du Himmelswonne! daß Freund! Dich will ich du mich froh und frey lieben und erheben, so gemacht. Ich danke deilange mich dein Glanz ner Gütigkeit, die mich bescheint. Dich, dich um- anSeelund Leiberfreut. faß ich, Gottes Sohn! 6. Erhalte mich auf Du bist mein Schild deinen Stegen, und laß und groffer Lohn. mich nicht mehr irre gehu; Laßmeinen Fuß auf deinen Wegen nicht straucheln, oder stille stehn. Du reines Licht, du Gnadenglanz! Erleuchte meine Seele ganz. 3. Ach! daß ich dich so spåt erkennet, und dich, mein Trost und höchstes Gut, so spåt umfaßt, und mein ge nennet, da doch mein Heil in dir beruht. Ach! meine Secle ist betrübt, daß ich dich eher nicht geliebt. 7. Gieb meinen Augen fromme Thränen, gieb meinem Herzen Lieb u. 4.Ich lief verirrt, und Treu. Laß meine Seele war verblendet; Ich sich gewöhnen, daß sie suchte Ruh, und fand dir ganz ergeben sey. fie nicht. Von Gott hatt Flöß meinem Herzen ich mich abgewendet, er Liebe ein, aufewig, Jewar nicht mehr mein su, dein zu seyn. 8. Dich und den Erlöser, Jesum Christum. 465 8. Dich lieb ich ewig, de, dich lieb ich auch in meine Freude! Dich Noth und Tod. Dich lieb ich, meinen Herrn lieb ich hier in dieser und Gott! Dich lieb Zeit, und völlig in der ich stets in Lust und Lei- Ewigkeit. 364, HI Jsich su, meine Freude! Selbst auch, Dich mit reinen Trieben ü ber 5111 車 wann ich leide, meines Herzens Theil! Hab al les lieben, ist mir Trost und Heil. ich dich, wiereich bin ich! Ohne dich kann ich auf Erden doch nicht glücklich werden. 2.UnterdeinemSchir-| Seele; nicht das Weltme können keine Stür- gericht. Nichts kann me mir erschrecklich meinen Glauben, kann seyn. Laß die Felsen mir Jesum rauben. Er splittern, laß den Erd- verläßt mich nicht. Und kreis zittern, und den bewacht durch seine Einsturz draun! Was macht, kann ich bey der ists mehr? Nings um Feinde Toben Gott mit mich her mag es don- Freuden loben. nern, krachen, blitzen! Jesus will mich schügen. 4. Nicht an Gold und Schätzen kann ich mich ergötzen, Jesu, meine Lust. Wollust lockt vergebens; Dunur, Fürst 6 g des br 3. Nicht des Grabes Höhle schrecket meine 466 Von unsern Pflichten gegen Gott, des Lebens, lebst in mei- lihr beschweret das Ge ner Brust. Kreutz und wissen, ich mag euch Noth, und Schmach nicht wissen! und Tod soll mich, ob ich 6. Schweiget, bange viel muß leiden, nicht Klagen! Sollt ich je vers von Jesu scheiden. zagen? Ist nicht Jesus 5. Weicht, ihr Eitel- mein? Den, der Jesum keiten, die zum Bösen liebet, muß, was erst bes leiten! Choren täuschet trübet, doch zuletzt erihr. Sünden, eure Freu- freun. Hab ich hie viel den will ich ewig mei- Angst und Müh: Jesu! den: fliehet fern von selbst auch, wann ich mir! Leppigkeit, Stolz, leide, bleibst du meine Schmähsucht, Neid, Freude! 13. Von der Nachfolge Christi. Mel. Nro. 44. Kommt! meine DeHerr, deine Allmacht zc. muth reißt euch, mich 365. Mir pir nach! mit Zutraun anzuhöspricht ren. Wißt, wenn ihr Christus, unser Held: Busse thut und glaubt, Mir nach, ihr Christen daß euren Trost kein alle! Entfesselt euch von Tod cuch raubt. Sünd und Welt, forgt nur, was mir gefalle. Ich bitt für euch! und ihr send mein; Drum follt ihr mir auch ähnlich seyn. 3.Ich binja das wahrs hafte Licht; Bey mir ist Heil und Leben. Wer mir nur folget, der darf nicht, wo er auch wandelt, beben. Er wandelt 2. Kommt! meine nicht in Finsterniß, Sanftmuth zeiget sich schaut seinen Weg, und in allen meinen Lehren. geht gewiß. 4. Der und den Erlöser, Jesum Christum. 467 4. Der Glaub ist euch Leben angstlich schützt, ein sichrer Pfad zu hii wird ewig es verliehren. lischen Gefielden. Doch Wer Glück der Erde wer wahrhaftig Glaus mehr begehrt, als mich, ben hat, wird auch nach ist meiner auch nicht mir sich bilden, in Liebe werth. wandeln, gern verzeihn, mitleidig, mild und friedsam seyn. 8.Auf Christen, auf! Ihm, unserm Herrn, mit Eifer nachzueilen! 5. Von Eigennut, Laßt uns mit ihm geund Ehrgeitz fern, ent- trost und gern auch fagt ich allen Freuden, Schmach und Leiden begab mich meiner Ho- theilen. Laßt seyn, daß heit gern, und scheute uns die Welt verhöhnt! teine Leiden. Nie setzt wer treulich kämpft, ich, bey der herbsten wird einst gekrönt. Schmach, des Vaters Ehre meiner nach. 6.Gleich mir, verläugne jeder sich, und folge 366. Kom Mel. Nro. 227. So hoff ich dann mit 2c. Dommt her, Mühseel'ge, meinen Schritten. Sollt ihr auch leiden; kommt zu mir, spricht Schaut auf mich, der Gottes Sohn.o kommt! ich für euch gelitten. Seyd ihr mit Sünden Nehmt willig euer gleich beladen. Kommt Kreutz auf euch, und her, ich bin der guteHirt, werdet an Geduld mir der euer Herz erquicken gleich. wird. Ich Arzt, heil euren Schaden. 2. Wie lange saumet ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt 6 g 2 mein 7. Ob der Verfolgung Schwerdt schon blitzt, so laßt euch das nicht rühren; Denn, wersein 468 Von unsern Pflichten gegen Gott, mein Joch, und folget 6. Ach bilde mich nach meinen Lehren. Seht, deinem Sinn, mich, der wie ich, ganz nach Got- ich ohne dich nichts bin, tes Sinn, so sanft, und daß ich dein Joch recht so demüthig bin; Mich trage. Sprich meiner müßt ihr billig hören. Seele tröstlich zu, und 3. Sanftist mein Joch, bringe mich zur wahren leicht meine Last. O! Ruh am Ende meiner Wer sein wahres Glück Tage. Mel. Nro. 6. nicht haßt, wird sich dazu bequemen. Ich schenk ihmRuh, und wie er sich nicht meiner schämet, Lobsinget Gott, und bet. sc. werd auchich einst seiner 367. Der du die mich nicht schämen. Liebe ber bist, und gern und Menschen seegnest: Ja, selbfidem.der dein Feind noch ist, mit Wohlthun doch begegnest! Obilde meinen Sinn nach dir, nnd laß mich doch, mein Heiland, hier, wie du gewandelt, wandeln! Die können keine Christen 5. Laß mich nun, so seyn, die sich nicht Anwie dugethan, auswah- drer Wohlfahrt freun, rer Demuth jedermann die menschenfeindlich zu dienen fertig stehen. Handeln. Laß mich, wie du, sanft- 2. Dein Leben in der müthig seyn, Beleidi- Sterblichkeit war für gungen gern verzeihn, die Menschen Seegen; und Fehler übersehen. Dir folgten Lieb und Freund4. Nun, Jesu! mich verlangt nach dir.Zeuch mich dir nach, so laufen wir; Dir will ich mich ergeben. Ich weiß es, oHerr JesuChrift! Daß auffer dir kein Retter ist: bey dir ist Heil und Leben. 469 und den Erlöser, Jefum Chriftum. Freundlichkeit auf allen Vorbild sehen! Erfülle deinen Wegen. Wohin mich mit Lust und du giengst, gieng Wohl- Kraft, dem Nächsten thun mit; Dein Wort, beyzustehen, betrübter dein Werk, und jeden Herzen Trost zu seyn, Schritt begleitete Er- mich mit den Frölichen barmen. Du über- zu freun, mit Weinennahmst die schwere den zu klagen. Laß mich Pein, uns vom Verder dem, der sein Herz mir ben zu befreyn, und weiht, ein Herz voll starbst zum Heil uns frommer Redlichkeit Armen. und Treue nicht versagen. 3. Auch jetzt noch, auf derHimmel Thron, bist du das Heil der Sünder; Auch da bleibst du, o Gottes Sohn! ein Freund der Menschenkinder. Du schaffft den Deinen wahre Ruh, und die Verirrten sitchest du auf rechten Weg zu leiten.Du hörst der Seufzenden Gebät, und brauchest deine und brauchest deine Majestät, nur Seegen auszubreiten. 5. Laß mich mit brůderlicher Huld den Strauchelnden erwecken; Durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld des Nächsten Fehſer decken. Mein Antlitz sey nicht fürchterlich; und meine Seele neige sich zu des Bez drängten Flehen: so wird mich in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hält, der Liebe 4.O laß in meiner Pil Lohn erhöhen. gerschaft mich auf dein 6g3 14. Von Von unsern Pflichten gegen Gott, 14. Von der Treue gegen den Zeiland. 368. E 470 Meinen peinen Jesum laß ich nicht! weil er so er fordern Dank und Pflicht, ihn zu sich für mich gegeben, Er ist meines Lebens lie ben, ihm zu leben. El #H Licht; Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum, Jesum laß ich nicht, hier in meinem ganzen Leben. Ihm hab ich, voll Zuversicht, mich zu eigen übergeben. Weil mir nichts bey ihm gebricht, laß ich meinen Jesum nicht. 5. Weder Welt, noch Weltluft ists, was des 3. Wann mein Auge Herzens Wünsche stilschon verlischt, und die let; Du allein, mein Lippen sich entfärben, Jesu, bists, der mein mich kein Labsal mehr ganzes Herz erfüllet. erfrischt, alle Sinnen Du vertrittst mich im mir ersterben, und das Gericht. Dich, o Jesu, matte Herz num bricht, laß ich nicht. laß ich meinen Jesum nicht. Trost und Freude: Dort belohnt er, was ich hier willig ihm zuEhren leide. Dort seh ich sein Angesicht; Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Dich, o Jesu, halt ich vest, und von dir soll 4. Auch im Himmel nichts mich scheiden. ist er mirSeeligkeit, und Wehe dem, der dich verläßt! und den Erlöser, Jefum Christum. 47I läßt! Er beraubt sich Noth, und war es auch ew'ger Freuden. Seelig, der Tod, bist du's, der wer von Herzen spricht: für mich ringet, und Meinen Jesum laß ich Noth und Tod bezwins nicht! get; Ja vor der Hölle Schrecken kann mich dein Schutz bedecken. 5. Wenn Sündens Mel. Nro. 94. Du, der kein Böses thut! zc. 369. Mein Jesus schuld mich plagt, und ist getreu, mein Gewissen nagt: alsbald eilt deine Guade, daß sie mich ihr entlade, dein Leiden und dein Sterben, das läßt mich nicht verderben. in Noth steht er mir bey: auf ihn ist gut vertrauen; Drum will ich auf ihn banen. Ihm bleibt mein Herz ergeben, im Tod und auch im Leben. 2. Der Welt armseeIger Lohn ist Schaden, Schimpf, und Hohn: Werden nicht will ererben, der muß der Welt absterben, muß ihrer nicht begehren, und sich zu Jesu kehren. 6. Sey, Jesu, auch hinfort mein Beystand, Schutz und Hort. Laß meinen Fuß nicht gleiten, und hilf mir mus thig streiten: so will ich deinen Namen von Hers zen preisen. Amen. Mel. Nro. 334. 3. Umringet mit Gefahr nehm ich viel Feinde wahr, die wider mich Was Gott thut, das ist zc. fich legen. Du, Jefu! bift 370.Dich, Jefum, zugegen! Du lenkst das Herz, auch Feinde verwandelst du in Freunde. 4. In aller meiner laß ich ewig nicht; Dir bleibt mein Herz ergeben. Du kennst dieß Herz, das redlich spricht: Nur einem will 6 g 4 ich 472 Von unsern Pflichten gegen Gott, ze. ich leben; Du, du allein, Du bist bey mir. Wenn du follst es seyn; Du mich die Feinde haffen, sollst mein Trost auf wirst du mich nicht verErden, mein Glück im laffen. Himmel werden. 5.Dich, Jesum, laß ich 2. Dich, Jesum, laß ewig nicht, dich, Gottes ich ewig nicht: Ich hal- größte Gabe! Ich weiß, te dich im Glauben. daß mir kein Gut geNichts kann mir meine bricht, Herr, wenn ich Zuversicht und meinen dich nur habe. Sucht Glauben rauben. Der mich die Welt durch Glaubensbund hat ve- Gut und Geld dir unsten Grund: Du läsfest getreu zu machen; So dir nicht nehmen, die will ich ihrer lächen. deiner sich nicht schämen. 3. Dich, Jefum, laß ich wig nicht: Aus göttlichem Erbarmen giengst du für Sünder ins Gericht, und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich allzeit um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 6. Dich, Jesum.laß ich ewig nicht, nichts foll mich von dir scheiden. Es bleibet jedes Chris sten Pflicht, mit ſeinem Herrn zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit: bald ist es überstanden, und Ruh ist dann vorhanden. 7.Dich, Jesum, laß ich 4.Dich, Jesum, laß ich ewig nicht. Nie soll ewig nicht; Du stärkest mein Glaube wanken; mich von oben. Aufdich und wann des Leibes steht meine Zuversicht, Hütte bricht, sterb ich wenn meine Feinde to- mit dem Gedanken: ben. Ich halt an dir; mein Freund ist mein, und Von den Pflichten gegen uns selbst. 473 und ich bin sein; Er ist ster, und ich bin sein Ers meinSchutz, mein Trd- löster. III. Von den Pflichten gegen uns selbst. 1. Von der Selbstliebe. Mel. Nro. 224. ne Seele! Und wenn Herr, allerhöchsterGott! zc. zu meinem Glück ich ein Will 371. Difts, groffer so laß mich stets dabey Gott! Ich soll mich sel- auf Recht und Wahrber lieben. O laß mich heit schaun; Auch nie diese Pflicht nach deiner mein Wohlergehn auf Vorschrift üben, und Andrer Elend baun. schränke ſelbst den Trieb 4. Dein Fluch trifft froh und beglückt zu jedes Glück, dabey die jeyn, den du mir einge- Tugend leidet, dabey pflanzt, in heil'geGran- der, der es sucht, Gott, zen ein. deine Wege meidet. 2. Gieb, daß mein Wer Unrecht liebt und ganzes Herz sich deiner thut, erbt deinen HimLiebe weihe, und daß in mel nicht. Nie treffe allem ich dein Auge mich, o Gott, dieß kindlich scheue. Wer als schreckliche Gericht. ein Christ sich liebt, der 5. Nie blende mein flicht auch als ein Gemüth der EitelketChrist, was wider deine ten Schimmer. Die Furcht und Menschen- Welt mit ihrer Lust liebe ift. vergeht doch einft auf 3. Kein schnöder Ei- immer. Was hilft uns gennutz beherrsche mei- kurze Lust? Was hilft Ggs uns 474 Von den Pflichten gegen uns selbft. uns citle Pracht? Nicht Gieb, daß ich mich so ein vergänglich Gut lieb, als es dir wohlge ists, was uns glücklich fällt. macht. 6. Ein Gott ergebnes Mel. Nro. 438. Herz, ein unverletzt Ge- Freue dich, o meine ze. wissen, nur das kann uns allein des Lebens 372. Daß ich mich, mein Gott, Last verfüssen; Das selbst liebe, kann dir bleibt uns auch im Tod, nicht mißfällig seyn: und folgt uns aus der Du, du pflanztest ja die Zeit zum grossen See- Triebe tief hiezu den gen nach, bis in die Menschen ein. Lenke du Ewigkeit. nur meinen Sinn auf die wahre Weisheit hin, daß ich nicht mein Glück verfehle, und selbst das Verderben wähle. 2. Hilf mir, die mir schuld gePflichten recht verstehn, und mit Bedacht auf das mein Bestreben richten, was wahrhaftig glücklich 8.Das sey mein Zweck, macht. Wer dir, o du mein Fleiß. O seegne Höchster, lebt, und dir mein Bemühen! So zu gefallen strebt, der wird das wahre Wohl nur kennt der Seele nicht meinem Wunsch Adel, der nur ltcbt sich entfliehen. Bewahre ohne Tadel. 7.O seelig! Wer darnach mit heil gem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deine Gnade achtet. Der liebt allein sich recht, der findt schon in der Zeit die wahre Nuh, und einst vollkommne Seeligkeit. mich dabey, Herr, vor 3. Doch wie oft und dem Lauf der Welt. leicht verführet Eigen20 liebe Von den Pflichten gegen uns selbst. 479 liebe unser Herz! Durch in Gnaden mich von den äussern Schein ge- solcher Unart frey, daß rühret, wünscht er ich nicht zu meinem Freud, und wählt den Schaden gegen mich Schmerz, sucht und verblendet sey. Pflanze findet niemals Ruh, selbst den Trieb mir ein, hofft sie, und kommt nie mich vor allem dein zu dazu, weil es sich ver- freun, auch nach Andliehrt in Dingen, diesrer Wohl zu trachten, kein wahres Glück uns und sie, als mich selbst, bringen. zu achten. 4. Wir versäumen un- 6. Gieb mir dann auch fre Pflichten, von Be- das Vollbringen, mich quemlichkeit regiert; zu lieben, wie ich soll; werden, wenn wir Guts Laß mich eifrig darverrichten, oft von Ei- nach ringen, was mir gennutz verführt. Nur dient zum wahren gar felten trachten wir, Wohl; Auch dem Nachnach dem wahren sten beyzustehn, auf ihn, Ruhm bey dir: Und als mich selbst, zu sehn: wie oft fehlts uns am Lleber alles dich zu lieWollen, wenn wir An- ben. Das, das hilf mir dern dienen sollen! treulich üben! 5. Mache, o mein Gott, 2. Von der Selbsterkånntniß und Selbstprüfung. Mel. Nro. 82. du Vater alles Lichts! In allen meinen Thaten zc. MeinDaseyn und mein 373. W as ich nur Leben ward mir von dir Gutes ha- gegeben, und ohne dich be, ist deine milde Gabe, vermag ich nichts. 2. SA Von den Pflichten gegen uns selbst. 2.Sowohl Verstand, 6.Das nützlich anzuals Kräfte, zu nützli- wenden, was du mit chem Geschäfte, hab ich Baterhånden mir güaus deiner Huld. Dein tig zugewandt, gehorists, wenn gute Thaten samt dir zu werden: Das dem Vorsatz wohl ge- fey mein Fleiß auf Errathen, ich bin allein an den; Dazu gieb DeFehlern Schuld. muth und Verstand. 476 3. Das Glück, deß ich mich freue, schaffst du nach deiner Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordnest unsre Tage, 374. Wer bin ich? welche ihrGlück, und ihre Pla- wicht ge Frage! Gott, ge, nur so, wie dir es lehre sie mich recht verwohlgefällt. stehn! Gieb, daß ich mir 4. Sollt ich mich denn die Wahrheit fage, um erheben, wenn mir in mich, so wie ich bin, zu diesem Leben viel Gu- sehn. Wer sich nicht tes wiederfährt? Was selbst recht kennen lernt, hat dich, Herr, bewogen, bleibt von der Weisdaß du mich vorgezo- heit weit entfernt. gen? Bin ich auch jemals deffen werth? 2. Ich bin ein Werk von deinen Händen, du 5. Ich bin viel zu ge- schufft mich, Gott, zu ringe derHuld, Herr al- deinem Preis: Dazu ler Dinge, die du mir mein Leben anzuwenhast erzeigt. O laß den, das ist dein våtermichs nie vergessen, lich Geheiß. Doch leb wenn sich mein Herz ich als dein Eigenthum, vermessen zum Stolz auch, wie ich soll, zu und Eigendünkel neigt. deinem Ruhm? 3. Ich Mel. Nro. 11, könnt ich dich, mein 2c. gegen uns selbst. 472 Von den Pflichten 3. Ich bin ein Christ 6. Was mir zu meinach dem Bekenntniß; nem Seil noch fehlet, Doch bin ich das auch mein Vater, das entin der That? Herr, öff- decke mir! Hab ich der ne selbst mir das Ver- Wahrheit Weg erwähständniß, recht einzu- let, so gieb, daß ich ihn sehn, ob ich den Pfad, nicht verliehr. Erleuchden Jesus mir gewiesen, geh, und ob ich auch im Glauben steh? 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, die te mich mit deinem Licht, so täuſchen mich Verführer nicht. 7.Binich jetzt von dem sichern Pfade, der mich uns selbst unergründ- zum Leben führt, noch lich find; Drum laß fern, so wecke mich durch mich oft und ernstlich deine Gnade, daß ich prüfen, ob ich sey Chri- ihn ernstlich suchen lern. sto gleich gesinnt. Be- Gieb mir zur Beßrung freye mich vom falschen Lust und Kraft; Du Wahn, der auch den bists, der beydes in uns Klügstentäuschen kann. schafft. 5. Wie kann der, der 8.Ich muß es einmal ben allem Wissen des doch erfahren, was ich Herzens Zustand sich hier war und hier ges verhehlt, auf wahre than. Olaß michs nicht Beßrung seyn beflissen, bis dahin sparen, wo er, der nicht weiß, wie Reue nichts mehr helviel ihm fehlt? Sich fen kann. Hier mache selbst recht kennen ist mich zumHimmel klug, Verstand; Drum ma- und frey vom schnöden che mich mit mir be- Selbstbetrug. kannt. 3108029 3. Von Von den Pflichten gegen uns selbst. Von der Sorge für die Seele überhaupt. Mel. Nro. 3. verliehst du mir, VerLob, Chrund Preis dem zc.nunft und Freyheit, und 375. Laß Laß mich des mit ihr Gefühl von 478 3. wahren Werth, mein 4. Du schufft mich zur Gott, zu Herzen neh- Geselligkeit, und für men, und dessen, was der Freundschaft Freumich selbst entehrt, mich den; Gabst mir ein allzeit innigst schämen. Herz voll Fühlbarkeit Nic komm es mir aus für Andrer Glück und meinem Sinn, was al- Leiden; Noch mehr, les ich vermag und bin, ein Herz, das fähig ist, durch deine weise Güte. sich dein, der du mein Vater bist, zu freun, und dich zu lieben. 2. Du schufft mich nicht blos Fleisch und Bein, du hauchtest mit 5. In stiller Andacht dem Leben mir auch zu- kann mein Geist sich bis gleich die Seele ein, und zu dir erheben, und dir, hast es ihr gegeben, noch den jeder Himmel preist, mehr, als was die Sin- auch Preis und Ehre ne rührt, und durch sie geben. Auch ich kann Schmerz und Lust ge- deinen Willen thun, in biehrt, zu fassen, zu er- deiner Vorsicht Nath beruhn, und frölich auf wegen. dich hoffen. 3. Gott, diesen Vorzug gabst du mir vorso 6. Nicht blos für diese viel Millionen, die auch kurze Zeit riefst du mich beseelt, genährt von dir, in das Leben; Zu Freuauf deiner Erde woh- den einer Ewigkeit soll nen. Was jenen fehlt, sich mein Geist erheben. Und Von den Pflichten gegen uns selbst. 479 te, dich liebe, und mich deiner freu, und so des Vorzugs würdig sey, den du mir hast verlies hen. Und wird auch gleich der Leib zu Staub, so bleibt er nicht des Grabes Raub; Du wirst ihn auferwecken. 7.Vom Himmel kam, gesandt von dir, dein Mel. Nro. 227. Sohn zu uns auf Er- So hoff ich dann mit zc. Er ward err, meiner ein Mensch, wie wir, der 376. H Seele gros Menschen Heil zu wer- sen Werth, den mir dein den. Wie hoch sind wir theures Wort erklärt, durch ihn geehrt! Wie laß mich mit Ernst be ernstlich durch ihn selbst denken; und auf die belehrt, der Menschheit Sorge für ihr Wohl so Werth zu schätzen! unermüdet, als ich soll, 8. Undich, ich sollte ihn den größten Eifer lenentweihn, und gleich den ken. Thieren handeln? Der 2. Wie hast du nicht Fleischesluft ergeben an sie gedacht! Wie viel seyn, und nicht vor dir, hat deiner Gnade Gott, wandeln? Fern Macht nicht an ihr sey ein solcher Sinn von Glück gewendet! Du mir! Bewahre mich, schufft sie, Gott, dein mein Gott, dafür, daß Bild zu seyn; Und hast, ich mich so nicht schån-[ vom Fluch sie zu befreyn, selbst deinen 9. Gieb vielmehr, daß Sohn gesendet. ich allezeit auf mein Ge- 3. Zu groß für diese wissenachte, nach Weis- kurze Zeit, bestimmt heit und Gerechtigkeit zum Glück der Ewigs mit allem Eifer trach- lkeit, lebt sie im Fleisch De! ( 1 auf 480 Von den Pflichten gegen uns selbst. auf Erden, durch Glau- drum schaffe selbst, o ben und Gottseeligkeit, Gott, in mir ein Herz, zu grösserer Vollkom- das Sünden haffet; menheit im Himmel Das seine Schuld vor reif zu werden. dir bereut, und das zu deiner Gütigkeit durch Christum Hoffnung faffet. 4. Mit groffer Treue willst du sie, durch die ses Lebens kurze Müh, zu jenem Ziele führen: 7. In meiner ganzen Dlaß mich nicht, durch Pilgrimschaft laß eigne Schuld, das Heil, mich, gestärkt durch deidas deine Baterhuld ne Kraft, nach jenem ihr zugedacht, verlich- Kleinod trachten, das mir dein Nuf vor Augen stellt, und alle Leiden dieser Welt wie nichts dagegen achten. ren. 5. Mit dir, o Gott, vereint zu seyn, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zum 8. Wie seelig werd ich Trost zu wählen; Das dann nicht seyn! Schon sey mein Zweck, und hier werd ich mich dei= mein Bemühn! Laß ner freun, in dir, Gott, mich den rechten Weg ruhig leben; Und du dahin aus Leichtsinn wirst, nach vollbrachter nicht verfehlen. Zeit, auch mich gewiß 6. Wer Sünde liebt, zur Herrlichkeit in deis bleibt nicht vor dir, nem Reich erheben. 4. Von der Busse und Bekehrung. 377. $ E Ich Gott und Herr! Wie groß und schwer Von den Pflichten gegen uns felbst. TELEBERESHE schwer sind meine viele Sünden! Wie E drückt mich doch des Elends Joch! Wo 48r kann ich Hülfe finden? 2. Flöh ich gleich weit nicht ewiglich dort voll Bangigkeit, bis an scheiden von den Deides Erdreichs Enden, nen. der Angst und Pein be- 6. Das thust du nicht; frent zu seyn, würd ich Mit Zuversicht kann es sie doch nicht wenden. mein Glaube hoffen. 3. Zu dir flich ich. Er- Durch barme dich, ob ichs stehtja, mein Gott, auch gleich nicht verdienet. mir der Himmel offen. Gch mit mir nicht, Gott, ineGericht! Dein Sohn hat mich verfühnet. Christi Tod 7. Herr Jesu, du schaffst Troft und Ruh, der du für mich auch starbest; Auch mir zu 4. Solle ja so seyn, gut mit deinem Blut daß Straf und Pein der Guade Trost erwarauf Sünden folgen best. müssen; O so verleih 8. Dieß stärket mich; mir doch dabey denFrieden im Gewissen! Und ob auch sich einst Leib und Seele scheiden, 5. Sonst machs, wie's so schenkst du mir alsdir gefällt, mit mir: Du dann bey dir des Hims kannste nicht böse mey-( mels ew'ge Freuden. nen. Nur wollst du mich 9.Gott, dir sey Ruhm! $ b Dein 482 Von den Pflichten gegen uns selbst. Dein Eigenthum bleib deiner Hülfe; Gieb den ich dort, wie auf Erden Geist der Freuden, daIch zweifle nicht, mein mit er, weil ich keine Heiland spricht: Wer Kraft besitze, mich unglaubt, soll seelig wer- terstütze. den. 5. Mit neuer Treue will ich dich verehren; Ich will die Sünder dir, Wege lehren, mein 378. A mein Gott, Beyspiel ſoll ſie reißen, hab ich gesündigt! Odeinen Willen gern zu laß die Gnade, die dein erfüllen. Wort verfündigt, wenn Sünden uns von ganzem Herzen reuen, auch mich erfreuen. 6. O höre, Gott, erbarmend auf mein Flehen! Wie solltest du ein reuend Herz verschmähen? Ein Herz, das dich im Glauben ernstlich suchet, der Sünde fluchet. 7.Ein reuevolles Herz, das willst du haben: Ein solches Herz willst du mit Troste laben. Dn willst die Seelen, die nach Gnade schmachten Gott, nicht verachten. Mel. Nro. 144. Unschuld'ger Jesu! was ic. 2.Schaffin mir, Höchster, eine reine Seele; Ein neues Herz, das deine Wege wähle. Befördere und stärke mein Bestreben, nur dir zu leben. 3. Verwirfmich nicht von deinem Angesichte! Giebdeinen Geist, daßer mich unterrichte. Gieb ihn, daß er auf deiner Wahrheit Wege mich leiten möge. Mel. Nro. 11, könnt ich dich, mein zc. 379. Gott! dir ge fällt kein 4. Erquicke mich in meiner SeeleLeiden mit gottlosWesen; Werbös ist, Von den Pflichten gegen uns selbst. 483 ist, bleibet nicht vor dir. stets Hülfe leiste, und Drum laß von Sünden Muth und Kräfte mir mich genesen, und schaff verleih, daß ich mit kindein reines Herz in mir; lich treuem Geiste dir Ein Herz, das sich vom bis zum Tod ergeben Sinn der Welt entfernt sey: So sieg ich über und unbefleckt erhält. Sünd und Welt, und 2. Laß mich auf die thue, was dir wohlgebegangnenSünden mit fällt. inniger Beschämung 5. Wenn ich indeß aus sehn: Durch Christum Schwachheitfehlemein vor dir Gnade finden, Bater, so verwirf mich und auf dem Weg der nicht. Verbirg nicht der Tugend gehn. Ich will betrübten Seele, wann forthin das Unrecht sie dich sucht, dein Angescheun, mein Leben dei- ficht; Herr, mach in nem Dienste weihn. Bekümerniß mein Herz von deiner Huld gewiß! 3.D stärke mich in dem Gedanken! Gieb mei- 6. Erquicke mich mit nem Vorsatz Vestigkeit; deinen Freuden, schaff Und will mein schwa- ein getrostes Herz in ches Herz je wanken, so mir, und stärke mich in hilf der Linentschlossen- allenLeiden: So halt ich heit. Wie viel vermag mich, mein Gott, zu dir, ich, Gott, mit dir bis nach vollbrachter Nimm deinenGeist nur Prüfungszeit, der Deinicht von mir. nen Erbtheil mich er4. Gieb, daßer mir freut. # 380. Aus tie us tie fer Noth ruf ich zu dir, Entzeuch nicht dein Erbarmen mir! Hh ₂ der 484 Von den Pflichten gegen uns selbst. der du ins Herz kannst sehen. Ach! siehest Gott, laß michGnad er flehen! du als Richter an, was wir nicht recht vor dir gethan, wer kann vor dir bestehen? 2. Vor dir gilt nichts,| te trauen. Sie sagt mir denn Gnad allein, dem zu dein theures Wort; Sünder zu vergeben: Sie ist mein Trost, und Nie ist der Mensch von immerfort will ich mich Fehlern rein, auch in ihrer rühmen. dem besten Leben. Und, Herr, was ist er ohne dich? Wie darf der Staub, der Sünder, sich des Ruhms vor dir er kühnen! 4. Sind gleich bey uns der ben der Sünden viel, bey Gott ist dochmehrGnade; Sein Arm zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sey der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der wiederbringt, was 3. Drum will ich nur allein auf dich, auf mein Verdienst nicht, bauen; Auf dich verlassen will sich verirrt, er hilft aus ich mich, und deiner Gü- allen Nöthen. 381. №t dir allein, an dir hab ich 1 gefündigt, und übel oft vor dir gethan. Du fiehst Von den Pflichten gegen uns selbst. 485 fichst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt; HE E Sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, heilig Recht, nich tågmeinSeufzen nicht ver- lich thun nach deinem borgen, und meine Wohlgefallen; Dubist Thränen sind vor dir. mein Gott, ich bin dein Ach Gott! mein Gott! Knecht. wie lange soll ich forgen? Wie lang entfernst du dich von mir? 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich, laß mich dein Antlitz Mel. Nro. 318. finden, du Gott der Wie groß bist du, oGott, 2c. Langmuth undGeduld! 4. Früh wollst du mich 382. Du bist viel gnädiger mit deiner Gnade fül- jals es der Mensch erlen, Gott, Vater der kennt; Doch auch viel Barmherzigkeit. Er- heiliger, wann nun dein freue mich um deines Zorn entbrennt! Dein Namens Willen; Du Heil und deines Fluches bist ein Gott, der gern Tod sehn wir nie ganz, erfreut. denn du bist Gott, und wir sind Menschenkinder, ja schwache, blinde 5.Laß deinen Weg, o Herr, mich freudig wallen, und lehre mich dein Sünder. 59 3 2. D 6. Herr, eile du, mein Schutz, mir beyzustehen, und leite mich auf ebner Bahn. Er hört mein Schrevn, der Herr erhört mein Flehen, und nimmt sich meiner Seelen an. 486 Von den Pflichten gegen uns selbst. 2. O schreckensvoller] 4. Wir wichen nicht Gott, gefündigt haben allein vom heiligen Gewir, vor dir, der einst bot; Ach! wir vergaffen Gericht wird halten, auch des groffen MittGott, vor dir! Lind unser lers Tod! Verschmähte Wandel sollte rein, er Gnad ist fürchterlich! follte dir geheiligt seyn! Sie mehrt die Schuld. Ach laß, wir flehn's mit Erbarme dich, Gott, laß Beben, laß, Herr, uns uns nicht verderben, wieder leben! nicht ewig ewig sterben! 3. Verflucht ist, wer den 5. Wir hielten uns Bund des Allerhöchsten nicht mehr des ew'gen bricht, mit solchenSün- Lebens werth. Odu, der dern geht Jehovah ins ben sich selbst BußfertGericht. Ach, dein Ge- gen Gnade schwört, erricht ist fürchterlich! Er- barme dich, erbarm dich barme, Gott, erbarme noch; Befrey uns von dich, laß uns nicht ganz der Sünde Joch! Ach, verderben, nicht ewig, Bater, Bater, schone in ewig sterben! Jesu, deinem Sohne! 5. Aufmunterung zur Bekehrung. 383. wahr ich lebe! spricht dein 766 Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; 1PEEE Mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß Der Von den Pflichten gegen uns selbst. 487 er rechtschaffen sich bekehr, sich beß're in Hull derGnadenzeit, und mit mir leb inEwigkeit. 2. Dieß Wort bedenk,| selbst nicht schont, dem oSünder, wohl! Verza- wird, wie er verdient, ge nicht verzweiflungs- gelohnt. voll! Dunimmst an der Erlösung Theil: Hier findest du Trost, Gnad und Heil: Und Gott besiegelt's mit dem Eid; O seelig, wem die Sünd ist leid! 5. In seinem Sohne will dir Gott das Leben schenkenfürdenTod: Allein entdeckt sein Wort dir wohl, wer von uns morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir kunp: Berborgen ist die Todesstund. 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk nicht: zur Buß ist's imter Zeit, 6. Heut lebst du, heut ich will mich meines Le- bekehredich; EhMorgen bens freun, und werd ich kömmt, kanns ändern dessen müde seyn, als sich, wer heut ist stark, dann will ich bekehren gesund und schön, kann mich, Gott wird wohl morgen an dem Grabe mein erbarmen sich. stehn; Stirbst du nun 4.Wahr ist es, Gott ist ohne Beß'rung hin, wie stets bereit zum Wohl- willst du dem Gericht thun, zur Barmherzig- entflichn? keit; Doch weraufGna- 7. Hilf, o Herr Jesu, de Böses thut, und der hilf du mir, daß ich mich Versöhnung theures glaubig nahe dir, und Blut verachtet, seiner fmich bekchre unverweilt Hb4 eh Von den Pflichten gegen uns selbst. 488 ch mich mein Ende über-| eilt, damit ich heut und jederzeit zum letzten Auftritt sey bereit. 3.Eifrig beten, allzeit wachen die Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, unabläffig fich be mühnselbstbeymSpott und Hohn der Welt, das chaffet, zu thun, was Gott ge384. schaffet, fallt: Dieses wollen und Menschenkinder, schaf vollbringen, heiffet nach fet eure Seeligkeit dem Himmel ringen. Bauet nicht, wie sichre 4.Drum entreißfet euch Sünder, aufdie unge- den Lüften, die ihr noch wife Zeit. Unverweilt gefesselt seyd, und bebekehret euch, ringet weiset cuch, als Chrinach dem Himmelreich, sten, muthig, standhaft und bestrebt euch, hier in dem Streit. Schont auf Erden heilig, seelig der liebsten Neigung dort zu werden. nicht, war es auch die 2. Seelig, wer im schwerste Pflicht, und Glauben kämpfet! See- denkt oft an Chrifti lig, wer im Kampf be- Worte: Dringet durch steht, werdes Fleisches die enge Pforte. Lüste dämpfet, und 5. Zittern will ich vor den Reitz der Welt ver- der Sünde, und dabey schmäht! Ohne tapfern auf Jesum sehn, daß ich Streit und Krieg fol seinen Beystand finde, get nie Triumph und in der Gnade zu bestehn. Sieg; Nurden Sieger Ja, mein Heiland, ach! schmückt zum Lohne geh nicht mit mir Arunverwelkt die Himmen ins Gericht. Gieb melskrone. mir deines Geiftes Waffen, Mel. Nro. 438. Freue dich, o meine 2c. Von den Pflichten gegen uns selbst. Waffen, meine Seelig- verleih Beständigkeit. teit zu schaffen. Zeige mir von deinem 6. Gieb zum Wollen Thron den verheißnen das Vollbringen, Muth Gnadenlohn, daß ich und Kräfte zu dem wache, bete, ringe, und Streit Lehremich, mich also zum Himmel drins selbst bezwingen, und/ ge. 385. 489 SABE Gott ist ott ist die Liebe selbst, und seine Men= FESZERELE schenhuld ist voll verschonender Geduld; Doch THE NEE wenn die Erde sich empdret, und zügellosen ** TEEEEE Lastern fröhnt, entbrennt sein Eifer, und verzehret den Sünder, der ihn höhnt. 2. Die furchtbar'n 3.Eszittert die Natur, Plagen stehn aufseinen wenn sich der Höchste Wink bereit zumDien- regt; Die Erde bebt und steder Gerechtigkeit. Der wird bewegt, wenn auf Krieg im blutigen Ge- den Fittigen der Winde wande geht würgend Gott unter schwarzen aus aufseinGebot: Die Wolken geht, und eines Pest fliegt über ganzesganzen Volkes Sünde Lande, begleitet von vor seinem Antlitz ſteht. dem Tod. Hb5 4. Welch 490 Von den Pflichten gegen uns selbst. 4. Welch Lingewitter] 7.Der Allerheiligste.den braust hierüber unserm ganze Rotten schmähn, Haupt! höret, wie sein soll eure Gräuel schweiDonner schnaubt! Gott gend sehn: wenn ihr das Zebaoth will uns ver- Recht um Geld verhannichten! Doch laßt uns delt, euch mit der Wittihm entgegen gehn, und wen Erndte speist, wenn seinen drohenden Ge- jeder Frevel nackend richten durch Busse wi- wandelt, und nichtmehr derstehn. Frevel heißt. 5. O schone, schone noch! Bertilguns nicht als Feind, Gott, unser Schöpfer, unser Freund! Du dürstest nicht nach unserm Blute: nimmt aber Bosheit überhand, so beſserst du mit schärfrer Ruthe ein ungehorsam Land. 8. Erwartet ihr von Gott in ganz verderbter Zeit nur Güte, nichtGerechtigkeit? Die Erde. foll sein Lob verkünden: Er offenbart sich durch die Welt: ihr aber habt mit schwarzen Sünden der Schöpfung Reitz verstellt! 6. So ruchlos ist die Welt, als herrschteGott 9. Entwaffnet feinen nicht hier! JhrSünder, Grim! Der Bogen liegt soll er seyn, wie ihr, und gespannt, in seiner aufschweigen, da die Un- gehobnen Hand: Bald schuld schreyet, und ihr holt er mit entflammden Armen unterdrückt, ten Pfeilen euch auf der Unzucht euch zu dem Wege Sodoms Sklaven weihet, und ein: Dann werdet ihr euch mit Schande um Hülfe heulen, und schmückt? wird kein Helfer seyn. 6. Wider Von den Pflichten gegen uns selbst. 491 6. Wider den Aufschub der Bekehrung. langt, als ich ihm leis sten kann? 4. Sprich selbst: ge 386.Busfenoch, winnet Gott, wenn du Mel. Nro. 291. O Gott, du frommer zc. dieGottgebeut, verschie- ihn eindlich scheuest; ben; so schändest du sein wenn du dich seines Wort, und mußt dich Rechts und seines Beyselbst nicht lieben. Ist falls freuest? Wenn du deine Besserung nicht die Eugend übst, die deiner Seele Glück? Gott, dein Herr, gebeut: Lind wer verschiebt sein wem dienst du? Ringst Heil gern einen Augen- du nicht nach deiner blick? Seeligkeit? 2. Allein, wie schwer ifts nicht sein eigen Herz 5. Was weigerst du dich denn, das Lafter zu bekämpfen; Begierden verlassen? Weil es dein widerstehn, und böseLüsie dampfen? Ja. Sunder, es ist schwer; Allein zu deiner Ruh ist auch kein andrer Weg. Und dem entsagest du? 3.3ft deine Pflicht von Gott: wie kannst du sie vergessen? Nach deinen Kraften selbst hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich noch? Ist Gott denn ein Tyrann, 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbringen; Soll er durch Allmacht dich, ihm zu gehorchen, zwingen? Er gab dir die Vernunft, der mehr von mir ver- und du verläugneft sie? Er Unglück ist, will Gott, du sollst es haffen. Was weigerst du dich doch der Tugend Freundzu seyn? Weil sie dich glücklich macht, befiehlt sie Gott allein. 492 Von den Pflichten gegen uns selbst. Er sendet dir sein Wort,[ vor Strafen wohl geund du gehorchst ihm nug zur Heiligung? nie? 10.Ifts gnug zur See7.Sprich nicht: Gott ligkeit: des Glückes der kennt mein Herz: Ich Erlösten, wenn uns der hab es ihm verheissen, Tod ergreift, fich sicher mich noch dereinst, mich zu getrösten? Ist das bald vom Lafter loszu- Bekenntniß gnug, daß reiffen; Jetzt ist dieß uns dieSündereut: soist Werk zu schwer. Doch tein leichter Werk, als diese Schwierigkeit, die deine Seeligkeit. heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Zeit? 11. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der Seelen. Ist keine 8. Je öfter du voll- Seele rein, der Glaub bringst, was Fleisch und und Liebe fehlen: Ift Blut befohlen je stärker dieses dein Beruf, Gott wird der Hang, dieThat dienen, den du liebst: zu wiederholen. Scheuft so zittre vor dir selbst, du dich heute nicht, des wenn du dieß Werk Hochsten Feind zu seyn: verschiebst. ach wie viel weniger wirst du dich morgen scheun! 12. Der Glaube heiligt dich. Ist dieser dein Geschäfte? Ift ers, 9. Die Buß ist nicht warum verschmähst du ein Werk von wenig Au- deines Gottes Krafgenblicken. Kann dich te? Erschreckt dich nicht kein schneller Tod der sein Wort? Giebt in Welt noch heut entrů- verkehrten Sinn den cken? Ist einGeschrey zu Sünder, der beharrt, Gott, ein Wunsch nach nicht Gott zuletzt das Besserung, und Angst hin? 13. Hat Von den Pflichten gegen uns selbst. 493 13.Hat Christus uns muthan; Er tilget deieklöst, damit wir Sünne Sünden. Und läßt der bleiben, und, sicher dich sein Gesetz auch durch sein Blut, das erst den Fluch empfinLaster höher treiben? den: so widerstreb ihm Gebeut uns Christi nicht; Denn Gottes Wort nicht Tugend, Traurigkeit wirkt eine Recht und Pflicht: So Neu indir, die memals ist es nicht von Gott; dich gereut. Gott widerspricht sich nicht. 17. So füß ein Lafter ist, so giebt's doch keinen 14. Noch heute, weil Frieden. Der Tugend du lebst, und Gottes nur allein hat Gott dieß Stimme hörest, noch Glück beschieden. Ein heute schicke dich, daß du Mensch, der Gott gevom Bösen kehrest. Be- horcht, erwählt das bes gegne deinem Gott, ste Theil: Ein Mensch, willst du, zu deiner der Gott verläßt, verPein, dein hier ver- läßt sein eignes Heil. säumtes Glück nicht ewig dort bereun. 18. Die Buffe führt dich nicht in eine Welt 15. Entschlieffe dich voll Leiden. Gott kennt beherzt, dich selber zu und liebt dein Glück: besiegen. Der Sieg, so Sie führt zu sichern schwer er ist, bringt Freuden, macht deine göttliches Vergnügen. Seele rein, füllt dich mit Was zagst du? Geht er Zuversicht, giebt Weisgleich im Anfang lang- heit und Verstand, und sam fort: sey wacker: Muth zu deiner Pflicht. Gott ist nah, und stärkt dich durch sein Wort. 19.Sprich selbst: ist dieß kein Glück, mit ru16. Ruf ihn in DelhigemGewissen die Güter 494 Von den Pflichten gegen uns selbst. ter dieser Welt, des Le- dem Sünder Scherz: bens Glück geniessen, Verschub der Buß und mässig und gerecht macht schlimmer. in dem Genuffe seyn, 3. Ich will mit und sich der Seeligkeit Schmerzen Buffethun, schon hier im Glauben reumüthig vor dir stefreun? hen: Und dich, o Gott, von Herzen nun um Gnad und Güte flehen! Mel. Nro. 93. Ach wie viel Böses zc. 387. Viel elleicht, mein Gott, 4. O Jesus, unterstüte mich dazu mit deiner Gnade; Und halte, ist dieser Tag der letzte Gott recht väterlich meines Lebens: Drum will ich thun, was ich vermag: der Tag sey nicht vergebens! mich vest auf deinem Pfade: 2. Vielleicht hört morgen selbst mein Herz den Ruf zur Busse nimmer Gott treibt nicht mit umfaffe! 5. Damit ich stets der Tugend treu, die Sünd und Laster haffe; Stets christlich, rein und heilig sey, und dich mitLieb Entschluß zur Bekehrung. Mel. Nro. 342. Gericht! Bin ich es Wer nur den lieben Gott ze. gleich von dir nicht armer werth, mir noch 388. I Mensch, Guadé widerfährt. Herr, ich Sünder steh 2.Um Trost ist meiner hier vor deinem Ange- Seele bange; Die Last ficht. Erbarmer aller gehäufter Missethat Menschenkinder, Gott, liegt schwer auf mir, die geh mit mir nicht ins mich so lange von dir, mein Von den Pflichten gegen uns selbst. 491 mein Gott, entfernet der gern vergiebt, und hat. Weß troftich mich, lieber seegnet, als bes ichSchuldiger? als det- trübt. mer nur, mein Gott und Herr! 6.Sprich denn zu mir: dir ist vergeben! Und 3. Soll ich an deiner stille des Gewissens Huld verzagen? Ich Schmerz; Und will dein Geschöpf? das mein zaghaft erz noch willst du nicht. Du, der beben, sosprichstdukräfdu mich bis jetzt ertra- t'ger, als mein Herz. gen, bleibst ewig meine Dein Gnadenwort Zuversicht. Du, Gott, mach alles gut, und durch den ich leb und schenke selbst zur Beßbin, giebst mich nicht rung Muth! dem Berderben hin. 7.Ich zweifle nicht: ich 4. Du siehst die Folgen bin erhöret; Mein meiner Sünden; Und Glaube sagt mir, daß denk ich: wer vertilget ichs bin. Der Trost, der die? So läsfest du mich sich im Herzen mehret, Ruhe finden, und der neue dir geweihte sprichst: ich, ich vertilge Sinn, mein kindliches fie! Du schenkest mir Vertraun auf dich bezeugen's: du begnadigst mich. Jeju Heil, zur Stil lung meiner Linruh, Theil. Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott! 2c. 5. Auch mir hat er das Glück erworben, getrost zu dir empor zu ſchn: Auch ich foll, da 389. Hier bin ich, Herr! Du er ist gestorben, durch rufest mir: Du ziehest ihn Begnadigung er- mich, ich folge dir. Du flehn, bey dir, demGott, forderst von mir Herz und 06 Von den Pflichten gegen uns selbst. und Sinn, mein Hei- Müden ein, so werd ich land, nimm, ach! nimm fünftig stärkerseyn; So es hin. folg ich dir, mein Herr 2. Ich hab oft deinen und Gott, durch Flut Wink verschmäht, es ist und Glut, durch Noth mir leid, ich komme und Tod. spåt. Wie dank ich dir, Mel. Nro. 312. o Gott der Huld, für Gieb, o Gott, mir Kraft zc. deine Langmuth und Geduld! 3. Nun aber säum ich länger nicht. Mich dringt und treibet meine Pflicht. Ich komm, ich komm voll Reu und Buß; Ach aber, ach! wie wankt mein Fuß! 390. uf will ich von Sunden stehen, und zu meis nem Vater gehen; Seele, Seele, es ist Zeit, Tod ist nah, und Ewigkeit! 2. Sich mich wieder zu dir kehren, Gott: ich will dein Rufen hören, will in Zukunft dir allein eigen und geheiligt seyn! 4. Herr! ich bin deinem Petro gleich: Dort kommt ein Sturm! ich sink! ach reich, reich 3. Bater, ich will nimschnell mir deine starke Hand, so wird meinFall noch abgewandt. 5. Du rufest mich: mun ruf ich dir, mein Heiland, komm, und hilfdu mir! Mein Fuß ist müd und weigert sich. Herr, unterstütz und frage mich. 6.Floß deine Kraft mir mer fehlen, ich will jene Straffe wählen, die du mit des Kreutzes Last und mit Blut bezeichnet hast. 4. Ich will jene Frens den meiden, die von deis ner Liebe scheiden, dir mich ganz von Herzen weihn, und in dir, mein Gott, erfreun. s. Ich Von den Pflichten gegen uns selbst. 497 5. Ich will Sünde de, daß ich dir beständig fliehn und haffen, nie treu, und im Guten dich, meinen Gott, ver standhaft sey. laffen, nie mich richten. 7. Auf will ich von nach der Welt, und nie Sünden stehen, und zu thun, was dir mißfällt. meinem Vater gehen; 6. Halt mich vest in Seele, Seele, es ist Zeit, deiner Gnade, führe Tod ist nah, und Ewigmich auf rechtem Pfa- lteit! 8. Von der Zeiligung und Uebung in guten Werken. a. Von der Nothwendigkeit der guten Werke. Mel. Nro. 44. Glaub erleuchtet nicht Herr! deine Allmacht zc. allein; Er stärkt das Herz, und macht es rein. 3. Durch Jefum rein hält, und spricht: Ich von Missethat, sind wir kenne Gott! der trüget; nun Gottes Kinder. In solchem ist die Wer solche Hoffnung Wahrheit nicht, die zu ihm hat, der flieht durch den Glauben sie den Rath der Sünder; get. Wer aber sein Wort Folgt Chrifti Beyspiel glaubt und hält, der ist als ein Christ, und reivon Gott, nicht von der nigt sich, wie er rein ist. Welt. 4. Alsdann bin ich Gott angenehm, wann ich Gehorsam übe. Wer die Gebote hält, in dem ist wahrlich Gottes Liebe. Ein täglich thätig Christenthum, das ist Ji des 391. Wer Gottes Wort nicht 2. Der Glaube, den sein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß ſteigt, je mehr wird Diese steigen. Der 498 Von den Pflichten gegen uns selbst. des Glaubens Frucht seine Pflicht vergißt! und Ruhm. Er stürzet sich in Schand und Tod. 5. Der bleibt inGott, und Gottin ihm, wer in 4. Gott ist, wenn er der Liebe bleibet. Die Gesetze giebt, kein menLieb ists, die die Sera- schenfeindlicher Ty= phim, Gott zu gehor- rann: Blos, weil er chen, treibet. Gott ist unsre Wohlfahrt liebt, die Lieb; an seinem Heil treibt er uns zum Ges hat ohne Liebe Nie- horsam an. mand Theil. 5. Leicht ist die Laft, und sanft sein Joch. Ber's willig trägt, setzt feinen Lauf fiets freudig fort, und fällt er noch, so hilft ihm Gott stets wieder auf. 6. Bald heißt uns seis ne Lieb und Huld gehorsam seyn aus Dankbarkeit: Bald warnt er uns vor neuer Schuld, und übet uns durch 392. W Mel. Nro. 79. Mein Auge ficht, o Gott. ie darf, wer, Bater! dich nicht ehrt, sich rühmen, noch dein Kind zu seyn? Nur die sind dieser Ehre werth, die ganz sich deinem Dienste weihu. 2. Wie billig, wie gerecht und gut ist alles, was uns Gott gebeut! Kreutz und Leid. Wohl dem, der seinen Willen thut! Jhnthun, ist Freud und Seeligkeit. 7. Sein Wort ermahnt, droht und verbeißt, und hält uns Tod und Leben vor; Uns 3. Nur das, was bds rühret und erweckt sein und schädlich ist, und Geist: Und ich verz unsentehrt, verbeut uns schlöffe Herz und Ohr! Gott. Weh dem, der 8. Nein, Gott! dir sey mein Von den Pflichten gegen uns selbst. 499 mein Herz geweiht! Ge- 4. Der, der die Ehre horsam sey mein größ- seiner Freunde nie mit terRuhm. Verleihe mir Verläumdungen verBeständigkeit, und hei- letzt; Der Gottes frel'ge mich, dein Eigen- velvolle Feinde nie seis thum! ner Achtung würdig ſchätzt. Mel. Nro. 67. Die Himmel rühmen 2c. 393. Wer wird in deiner 5. Der die Verehrer Gottes ehret: Mit ihnen thut, was Gott gefällt; Der, was er jetz nen Nächsten schwöret, und schwür er sich zum Schaden, hält. macht Schirme, oGott, sich deiner Gnade freun? Wer wird, wann auch die rauhsten Stürme rings um ihn toben, 6. Der nie, zum Trotze sicher seyn? 2. Der, der vor dir un- der Gesetze, auf ungesträflich wandelt, nie rechten Wucher leiht, ungehorsam seiner und durch gerecht erworbne Schätze die, die Pflicht: Der heilig denkt, und heilig han- Gott darben läßt, erdelt, und gerndie Wahr- freut. heit sucht und spricht. 7. Der nie, Unschul3. Der nie mit seiner digen entgegen, Ges Zunge schmähet, und schenke von Berbrechern groß durch seine Red- nimmt; Dem, dem ist lichkeit, nie seinenNach- freither Lohn und Seesten hintergehet, und gen, ein unvergänglich Arges ihm zu thun sich Heil bestimmt! scheur. J12 b. Von 500 Von den Pflichten gegen uns selbst. b. Von der Quelle der guten Werke. E H Wenn enn zur Vollführung deiner Pflicht so rüh me dich der Tugend nicht, 394. dich Gottes Liebe nicht be seelet, Wenn und wisse, daß dir al les fehlet. 57 Vortheil, Wollust, Eigensinn und Stolz dir nur das Gute rathen, so thue noch so gute GE Thaten; Duhast vor Gott den Lohn dahin. 2. Sey, durch die Ga-! 3. Bau Häuser auf, ben der Natur, das und brich dein Brod, Wunder und das Glück das Volk der Armen zu der Erden! Beglückest verpflegen; Entreiß du den Menschen nur, die Wittwen ihrer um von der Welt geehrt Noth, und sey der Waizu werden; Erfüllt die sen Schutz und Seegen; Liebe nicht dein Herz: Gieb alle deine Haabe So bist du bey den hin, noch hast du nichts größten Gaben, bey vor Gott gegeben: dem Verstand, den En- Wenn Lieb und Pflicht gel haben, vor Gott dich nicht beleben: So doch nur ein tonendErz. list dir alles kein Gewin. 4.20 Von den Pflichten gegen uns felbft. 501 4. Thu Thaten, die der neut durch Glauben zu Heldenmuth noch jeder Liebe; Dieß ists, mals hat verrichten was Gott von uns verkönnen; Vergieß vors langt. Und wenn wir Baterland dein Blut, nicht dicß Herz besitzen: laß deinen Leib für an- So wird ein Leben uns dre brennen! Beseelet nichts nützen, das mit dich nicht Lieb und den größten Thaten Pflicht, bist du die Ab- prangt. sicht deiner Thaten: So 7. Drum täusche dich schutz und rette ganze nicht durch den Schein, Staaten: Gott achtet nicht durch der Tugend deiner Werke nicht. blosen Namen. Sieh 5. Låg ihm an unfern nicht auf deine Werk alWerken nur, so könnt er lein: SiehaufdenQuell, uns, sie zu vollbringen, aus dem sie kamen. sehr leicht durch Fessel Prüf dich vor Gottes der Natur, durch Kräf- Angesicht, ob seine Liete seiner Allmacht zwin- be dich beseelet. Ein gen. Vor ihm, der al- Herz, dem nicht der les schafft und giebt, Glaubefehlet, dem fehgilt Weisheit nichts, let auch die Liebe nicht. nichts MachtundStär- 8. Wohnt Liebe gegen te. Er will die Absicht Gott in dir; So wird deiner Werke, ein Herz, fie dich zum Guten stårdas ihn verehrt, und ken. Du wirst die Ges liebt. genwart von ihr an Lie6.Ein Herz von Eigen- be zu dem Nächsten liebe fern, fern von des merken. Die Liebe, die Stolzes eitlem Triebe, dich schmücken soll, ist geheiligt durch die gütig; Ohne Lift und Furcht des Herrn, er- Tücke; Beneidet nicht Jis 502. Von den Pflichten gegen uns selbst. des Nächsten Glücke; Natur. Dufühlst, wie Sie bläht sich nicht, ist Stolz und Ruhmsucht langmuthsvoll. quälen, und dämpfft 9. Sie deckt des Nach- sie; Doch du wechselst sten Fehler zu, und freut nur: Dein Herz fühlt sich niemals seines Fal- einen andern Reitz, dein les. Sie sucher nicht Stolz wird Wollust, blos ihre Ruh. Sie hofft oder Geitz. und glaubt und duldet 3. Oft ist es Kunst und alles. Sie ists, die dir Eigenliebe, was andern den Muth verleiht, des strenge Tugend scheint, Höchsten Wort gern zu der Trieb des Neids, der erfüllen, macht seinen Schmähsucht Triebe Sinn zu deinem Wil- erweckten dir so manlen, und folgt dir in die chen Feind; Du wirst Ewigkeit. behutsam, schränkst dich ein, flichst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. 395. Nicht jede Bek 4. Du denkſt, weil Reis ferung ist te dich nicht rühren, Tugend; Oft ist sie nur durch die der andern das Werk der Zeit. Die Tugend fällt: so werde wilde Hitze roher Ju- nichts dein Herz verfühgend wird mit den Jah- ren; doch jedes Herz hat ren Sittsamkeit; Und seine Welt. Den, welwas Natur und Zeit ge- chen Stand und Gold than, sicht unser Stolz nicht rührt, hat oft ein für Tugend an. Blick, ein Wort verführt. 2. Oft ist die Aendrung deiner Seelen ein 5. Oftschläft der Trieb Tausch der Triebe der in deinem Herzen. Du scheinst Mel. Nro. 11. O könnt ich dich, mein zc. Von den Pflichten gegen uns felbft. 503 scheinst von Rachsucht| samkeit; doch wärst du, dir befreyt; Jetzt sollst wollt es Gottes Wille, du eine Schmach ver- nicht dieser zu entfliehn schmerzen, und sich, dein bereit: Dein Herz hast Herz wallt auf, und Haabsucht, Neid, und draut, und schilt so lieb- Zank; Doch Unmuth los und so hart, als es nicht, nicht Müffigs zuerst gescholten ward. gang. 6. Dft denkt, wenn 9.Du bist gerecht; doch wir der Stille pflegen, nicht bescheiden, liebst das Herz im Stillen Mässigkeit, dech nicht tugendhaft. Kaum la- Geduld; Du dienest chet uns die Welt entge gern, wenn andre leigen: so regt sich unsre den; Doch Feinden Leidenschaft. Wir wer- schenkst du schwer die den im Geräusche Schuld. Von allen Laschwach, und geben end- stern sollst du rein, zu lich strafbar nach. aller Tugend willig 7. Du opferst Gott die seyn. leichtern Triebe durch 10. Sey nicht vermeseinen firengen Lebens- fen! wach und streite; lauf; Doch opfertest du Denk nicht, daß duschon seiner Liebe nicht gern gnug gethan. Dein die liebste Neigung auf. Herz hat seine schwache Dieß ist das Auge, dieß Seite, die greift der der Fuß, die sich der Feind der Wohlfahrt Christ entreissen muß. an. Die Sicherheit 8. Du flichft, geneigt droht dir den Fail, drum zur Ruh und Stille, die wache stets, wach Welt, und liebst dieEin- lüberall 314 c. Liv Von den Pflichten gegen uns selbst. c. Um Besserung des Lebens. Mel. Nro. 138. Gieb selber das VollSo gehst du, Jefu, willig zc. bringen! 396. Erbarm dich, 3. Umſonst ſuch ich der Herr! mein Tugend Bahn, wann 504 schwaches Herz, geneigt du mich nicht begleitest, zu Eitelfeiten, laßt bald und mich, befreyt von durch Freude, baid durch Menschenwahn, zu deiSchmerz sich auf den ner Wahrheit leitest. Frrweg leiten. So Du haffest jeden falwanft ein Rohr, vom schen Schein: Mit Wind regiert. So irrt, Ernst willfi duverehret von Leidenschaft ver seyn. Herr, hilf, um Jes führt, auch oftmals u willen: Erhebe den meine Seele. Herr, hilf gebeugten Muth; Hilf mir! daß ich, als ein mir der Leidenschaften Christ, das flich, was Wuth durch deineGnavor dir strafbar ist, und de stillen. nur das Gute wähle. 4. Mein Gott! Mein 2. Laß doch mein Herz Gott! Gedenke nicht der nicht fernerhin in seiner Sünden meiner JuNeigung wgnken. Er- gend! Wie hart schien hebe den verirrten Sinn mir oft meine Pflicht! zu himmlischen Gedan- Wie rauh die Bahn der ken. Wenn von dem Tugend! Lind doch Dienst der Eitelkeit trugst du mich mit Gemich deines Geistes duld. Laß, Bater, laß Kraft befreyt, so wird mich diese Huld nicht es mir gelingen. Ich undankbar verachten. halte deinem Geiste Dir folgen ist mein still: Ich will mich an wahres Heil. O laß dern! Herr, ich will! miche, als mein bestes Theil, Von den Pflichten gegen uns selbst. SOS Theil, auch immer fort big Herz mein Lebenbetrachten. lang. 5. Ich bin ein Mensch; 3. Sey mein Beschüs Du tennest mich. Wie her in Gefahr; wo nicht, schwach sind meine meinTrost doch immerKräfte! Doch, meine dar. Zum Besten lenkst Seele hofft auf dich. Du du alle Noth, o lieber wirst zu dem Geschäfte Bater, auch den Tod. derHeiligung mirKraft 4. Ich bin ja, Herr, in verleihn; Und mich mit deiner Hand, von dir deiner Hülferfreun, vor empfing ich den Vers dir gerecht zu leben. Ich, stand; Stárk ihn, daß dein erkauftes Eigen- ich recht kenne dich, und thum, will dafür deines diese Kenntniß beffre Samens Ruhm in mich! Ewigkeit erheben. 5. Oft fehlet mirs an Licht und Kraft, zu fiegen über Leidenschaft; Ach hilf mir, dem Bech komme siegten, dann, daß ich 397.J vor dein von neuem kämpfen Angesicht! Dir miß- kann. fällt, Herr, mein FleMel. Nro. 79. Mein Auge fieht, o Gott zc. 6. Gieb von den Güz hen nicht! Nimm von tern dieser Welt, mir, mir alle meine Schuld, du Gott, voll Gnaden und Geduld. Herr, so viel als dir gefällt, gicb deinem Knecht ein mäsſig Eheil, zu seinem Fleisfe Glück und Heil! 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Kindesfurcht vor 7.Schenkt deine Hand dir, ein Herz voll Liebe, mir Ueberfluß, so muß Demuth, Dank, ein ru- lich mässig im Genuß, Jis und, 506 Von den Pflichten gegen uns felbft. und, dürft'ge Brüder Rath und Trost und zu erfreun, ein Helfer Beyspiel giebt! und ein Geber seyn. 10. Bestimmst du mir 8. Gieb mir Gesund- ein fernes Ziel, und wer heit; Und verleih, daß den meiner Tage viel, im Gebrauch ich dank- verlaß, Gott, meine Zubar sey, und nicht aus versicht, verlaß mich Liebe gegen sie mich dann im Alter nicht! zaghaft einer Pflicht 11. Llnd wird sich einst entzich! mein Ende nahn, so seys 9. Erwecke mir stets mir Trost und Freude einen Freund, ders treu dann: daß mich geheis mit meiner Wohlfahrt ligt hat dein Sohn, und meint, mit mir in Hei- du bist auf der Welten ligkeit fich übt, mir Thron! 9. Bitte um das wahre Christenthum. Mel. Nro. 1I. O könnt ich dich, mein 2c. ein Gott! Ach, lehre mich erkennen den wirkin mir 2c. 398. Mein Jabgestorben sey: Laß mich mir sterben, dir zu leben, und mach in mir, Herr, alles neu. Ach, Selbstbetrug und Heu- 3.Reiß du mein Herz chelschein, daß tausend, los von der Erden, und die sich Christen nennen, nimm mich von mir selmitnichtenChristiGlie- ber hin: laß einen Geist der seyn. Ach! wirk in mit dir mich werden, mir, zu deinem Ruhm, und gieb mir meines mein Gott, das wahre Hellands Sinn. Ach, Christenthum! wirk in mir 2c. 2. Hilf, daß ich dir al- 4. Regiere du selbst lein ergeben, der Sündelmeine Seele, damit ich Chris Von den Pflichten gegen uns selbst. 507 Chrifto folge nach, daß Mel. Nro. 44. ich den schmalen Weg Herr, deine Allmacht zc. crwähle, und Ehre such in Christi Schmach. 399. Dein Beyſpiel, Jefu, leuchtet mir zu einem Ach, wirk in mir 2c. 5. Gieb mir zum heilgen Leben. Wem Streite Muth und soll ich auch wohl sonst Kräfte; Hilf, daß ich dir als dir, zu folgen mich verbleibe treu, daß ich an bestreben? Du zeigst den Christi Kreut mich hef- Weg zum währen te, und mir die Welt ge- Wohl, und wie ich richkreußigt sey. Ach, wirk tig wandeln soll. in mir zc. 2. Dein Herz, zum 6.Laß in mir Glauben, Wohlthun stets bereit, war voller MenschenlieHoffnung, Liebe, lebenbe, voll Demuth, dig vest und thätig seyn, Sanftmuth, Freunddaß ich bis an mein daß ich bis an meinlichkeit, und voller MitSterben übe das Chri stenthum ohn Heuchelschein. Ach, wire in leidstriebe: selbst deinen mir 2c. Feinden wandtest du großmüthig Hülf und Wohlthat zu. 7.So hab ich schon auf 3.Dein Benspiel lehrt, dieser Erde, was mich was schädlich ist, mit beruhigt, mich erfreut: weiser Vorsicht fliehen; wann ich mit Gott ver- Es lehret mich mein einigt werde, schmeck ich Herz der List und Heudes Himmels Seelig- cheley entziehen. D keit. Ach, wirk in mir, wohl mir, wenn ich deizu deinem Ruhm, mein nem Sinn stets und in Gott, das wahre Chri Wahrheit ähnlich bin. stenthuut! 4. Du giengst, afs Füh 508 Von den Pflichten gegen uns selbst. 6.So will ich denn dir, meinemHerrn, froh und getreu nachwandeln, und in dem Kampf der Tugend gern so stand5. Wer hier sein Glück haft, wie du, handeln: zu finden meint, wirds Den, wer nicht kämpft, ohne dich verliehren; trägt auch die Kron des Wers bey dir zu verlieh ew gen Lebens nicht daren scheint, den wirst du von. Führer, einst voran, dazuführen. Werdich, stehst mir auch noch zur als seinen Herrn, verSeite: Du kämpftest ehrt, und dir nicht folgt, selbst und brachst die ist dein nicht werth. Bahn, stärkst nun auch mich im Streite. Wie könnt ich denn noch zaghaft seyn, und mich, dir nachzufolgen, scheun. 10. Von der Beharrlichkeit und dem Wachs thume im Guten. Um Beharrlichkeit im Guten. 400., Mel. Nro. 18. 2. Ach! erforsche selbst Wie soll ich dich würdig zc. mein Herze! Sich, es u, der Herz irrt und fehlet noch, und und Nie mit unruhvollem ren kennet, Ewiger, er Schmerze fühlt es oft forsche mich! Ach! ich der Sünde Joch; Wanwar von dir getrennet, kend, ungewiß und tråaber du erbarmtest dich, ge geht mein Fuß der hörtest mein Gebet, Tugend Wege, und zu mein Sehnen, sahst die oft noch sieht mein Blick Inbrunst meiner Thra- jauf der Laster Bahn nen, schenktest mir selbst zurück. deine Huld, und ver- 3. Als zuerst vor meigabst mir alle Schuld. nen Blicken der Verblen Von den Pflichten gegen uns selbst. 509 blendung Nacht ver- als Erd und Himmel schwand, und mein Au- werth. ge, vollEntzücken, Gott, 6. Jhr dem Beten heildein Antlitz wieder ge Stunden, voller Rufand, wie war da der he, voll Gewinn, ach Reitz der Sünden mir wohin feyd ihr verso leicht zu überwinden! schwunden? Glut der Ihre Schrecken sah ich Andacht, ach! wohin? nur, aber keiner An- Oft noch such ich Gott muth Spur. durch Zahren, durch Gebet und Flehn zu chren; Doch der Welt Geräusch zerstreut des Gebetes Brünftigkeit. 7. Wenn die Menge der Berachter meines frommen Wandels lacht, aus der Andacht ein Gelächter, aus dem Beten Thorheit macht, wenn sie spottisch auf mich sehen, mich und meinen Glauben 5. Welche Ruhe, welcher Frieden wohnte da schmähen; Dann verin meiner Brust! Eitel- geß ich meine Pflicht, keit, dein war ich müde; und bekenne Jesum Welt, ich fluchte deiner nicht. Lust: Ich verschmäh8. Unter der Verfolte deine Gaben, mir gerSteinenbebtenGotwar, Gottes Huld zustes Mårtrer nie, seine haben, und ein Herz, Wahrheit zu verneidas ihn verehrt, mehrinen, zwang nicht Drohn 4. Wann von Andacht hingeriffen, ich den Himmel offen sah: Lag die Welt zu meinen Füßsen, und, Gott, deinem Throne nah, mischt ich in der Engel Chöre den Gesang von deiner Ehre, von der Huld, die ewig liebt, Sünden de cket und vergiebt. SIO Von den Pflichten gegen uns selbst. Drohn, nicht Folter fie. ter, bis ans Ende sey dir Auf des hårtsten Todes mein ganzes Herz geWegen giengen sie dem treu. Lohn entgegen, fahn 10. Wer getreu bleibt den Himmel offen stehn, bis ans Ende, und nicht konnten so den Tod ver- achtetSpott undHohn, schmähn. dem bereiten Gottes 9. Der du sie mitKraft Hände eine ew'ge Sievon oben zu dem Kam- geskron. Kampf und pfe stark gemacht, und Muth war nicht verges zu deinem Thron erho- bens, Gott giebt ihm ben, wo kein Feind mehr vom Baum des Lebens, ihrer lacht, hilf auch und er kommt nicht ins mir den Spott bezwin- Gericht, stirbt den Tod gen, hilf auch mir den der Seele nicht. Lauf vollbringen. Va 401. Laß mich, o Herr! in al len Dingieb selbst das Wollen und Vollbringen, auf deinen Wil len sehn, und dir mich gen, und laß mein Herz dir ganz ge hei ligt TES weihn; Nimmn meinen Leib und Geist zum Opfer seyn. hin; Dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin. 2. Gieb Von den Pflichten gegen uns felbst. 511 2. Gieb meinemGlau- les weislich fügt; gieb ben Muth und Stärke, Furcht und Demüth, und laß ihn in der Liebe wann du mich bes thätig seyn, daß man an glückft, Geduld und seinen Früchten merke, Trost, wann du mir er sey kein eitler Traum Trübsal schickst. und falscher Schein. 4. Ach, hilf mir beten, Er stärke mich in mei- wachen, ringen, so will ner Pilgrimschaft, und ich dir, wenn ich den gebe mir zum Kampf Lauf vollbracht, stets und Siege Kraft. Dank und Ruhm und 3. Laß mich, so lang ich Ehre bringen, dir, der hier soll leben, in gut du alles haft so wohl geund bösen Tagen seyn macht. Dannwerdich vergnügt, und deinem heilig, rein und unentWillen mich ergeben, weiht, dein Lob verküns der mir zum Besten al- digen in Ewigkeit. 11. Erweckung zur Beharrlichkeit im Guten. muth sey, ergeben die allein! Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt 2c. Herz 402. und Seel stets nach dir gehn, in 3.Laß meinen Wunsch erhebet sich voll Ehr: allem, was ich thu, auf furcht auf zu dir; Ich dich nur, und dein Beybete: Gott, erhöre mich, ſpiel sehn: Mein Vora und neig dein Ohr zu bild, Gott, bist du! mir! 2. Gieb, daß mein Herz 4. Laß im Gebete meis von Sünden fren dir nen Geist versammlet ausgeföhnt, und rein, in dir sich weihn, und nur Demuth fern vonHoch in dem, was Tugend heißt, 512 Von den Pflichten gegen uns selbst. heißt, sich üben und er- werth. Mit aller Kraft freun! ihr anzuhangen, hat 5. Ogieb, daß ich mit meine Seel auch oft beBrudersinn dem Nach- gehrt. Ach könnt ichs! sten Gutes thu, und wie würd ich mich Bruder gegen Brüder freun! Wie seelig würd bin, und liebe, so wie du! ich dann nicht seyn? 6.Daß ihn mein Blick 2. Gott ist der Seeligvom Lafter schreckt, keiten Fülle von Ewigwenn er sich trennt von keit zu Ewigkeit. Denn dir, daß ihn mein Schutz sein Verstand ist Licht, vor Linheil deckt, ver- sein Wille ist Ordnung leih, Erlöser, mir! und Vollkommenheit. 7. Gieb meiner See- Von Ewigkeit her war le Munterkeit nach ergut, und recht ist imKräften Guts zu thun, mer, was er thut. und standhaft nie von meinem Streit im Leben auszuruhn. 3. Wie schnell umhüllen Finsternisse mich, wenn ich auch erleuch8. Und schwingt von tet bin: Dann fliehn die dieser Erde sich mein heiligsten Entschlüsse, Geist vor dein Gericht; den Morgennebeln Jesus, so erbarme gleich, dahin. dich. Verstoß mich wähl ich, was dem Sünder nicht! Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt. Bald Mel. Nro. 1. Mein Herz ermuntre zc. 403. Schon ist die Tugend, 4. Ich Armer! darum kommt kein Friede in mein verschmachtetes mein Verlangen, und Gebein! Wie bin ich meiner ganzen Liebe dieses Wechsels müde! Wann Von den Pflichten gegen uns selbst. 513 Wann werd ich vest im nie der Sünde TäuscheGuten seyn? Wann rey gefährlich deinem nicht mehr straucheln, Kinde sey)! allezeit nur deinem 6.0 bilde, Vater, meiDienste, Gott, ge- ne Seele; In deinerLies weiht? be mache mich, daß ich 5.Unwandelbar ist dei- kein andres Gut mir ne Wahrheit, Herr, aller wähle, gewiß und unguten GabenQuell. Sie veranderlich; Denn bin leuchte mir in voller ich erst deinEigenthum, Klarheit beständig un- so bin ich ewig auch dein befleckt und hell, daß Ruhm. 12. Die Vortheile der Standhaftigkeit im Guten. Mel. Nro. 46. sicht auf Jefum Chrift, Allmachtiger! wir singen zc. und findet bey ihm allch bin ein zeit Trost, Heil und Ruh; Er eignet sein Verdienst sich zu, und trotzet Welt und Hölle. 404. Schrift: Gott ist mein Freund! In die ser hohen Würde steh ich, und fürchte keinen 3. Sollt ich um HofFeind, und lache jeder fart, Eitelkeit, und GüBürde. Der Rang er- ter dieser Erden, aus füllt mit Muth und Wollust oder SicherKraft mein Herz in die- heit der Tugend untreu ser Pilgrimschaft des werden? Nein, auf die Lebens und der Leiden. Sünde folgt der Tod: Allein die Tugend seegnet Gott mit Leben und 2. Mein Glaube steht und wanket nicht; Er ist zu vest gegründet. Er mit Friede. stützet sich voll Zuver- 1 4.Was sind die Leiden KE Dieser $ 14 Von den Pflichten gegen uns selbst. dieser Zeit mir gegen je- seinem Heile ringen, verue Kronen, womit Gott achten, was auf Erden in der Herrlichkeit die ist: Hinauf zu Gott sich Frommen will beloh- schwingen: Getrost den nen? Was dieses Lebens Pfad der Trübsal gehn, kurze Frist, Gott, gegen und standhaft in Verdas, was ewig ist? Sollt suchung stehn. ich nicht muthig kampfen? 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß: Noch bin ich in den Schranken; Noch nicht am Ziele, doch mein Fuß beginnet oft zu wanken, Herr, stärke mich durch deine Tag erwecken: Ich Kraft auf dieser kurzen fürchte nicht der Hölle Pilgerschaft. Glut, erkauft durch des Erlösers Blut zum Eigenthum und Erbe. 5.Ich fürchte nicht des Todes Macht mit allen seinen Schrecken. Gott will mich aus des Grabes Nacht zum grossen 4.So lang ich noch ein Fremdling hier, in diesemLeibe walle: so schaff ein reines Herz in mir, Herr! deine Allmacht zc. ein Herz, das dir gefalle. Mel. Nro. 44: 405. Bald, oder Und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geist zu dir hinan. spät des Todes Raub, wall ich noch hier auf Erden, ich 5.Es sey mein Ruhm, Sterblicher: doch dieser dir werth zu seyn, was Staub folleinstunsterb- du gebeutst, zu üben; lich werden. Lind dann, Mein höchstes Gut, dann ist mein ew'ges mich dein zu freun, von Theil, o Gott, Verwer- Herzen dich zu lieben; fung, oder Heil. Mein Trost, auf deinen Schutz zu traun, und 2. Mit Furcht und Zittern soll der Christ nach meine Von den Pflichten gegen uns selbst. SIS meine Hoffnung, dich zu oder Ruhm; Nicht schaun. Schmach, nicht Tod, 6.Die frecheThorheit noch Leiden. Ich bin dieser Zeit soll nie mir durch Jesu Blut ermeinen Glauben, den kauft; Ich bin auf seifüffen Trost der Ewig nen Tod getauft. keit, des Himmels Hoff- 10. Der uns in Christo nung rauben. Was lin- alles giebt, Gott, wird dert sonst des Lebens mich nicht vernichten! Noth? Und was ver- Der uns bis in den Tod füßt mir einst den Tod? geliebt, der wird mich 7.Verzagtund schwach einst nicht richten! Wan find Fleisch und Blut, ErdundHimmel unterund eitel unsre Werke, gehn, werd ich zum Les der Glaub allein giebt ben auferstehn. Kraft und Muth; Lind nur durch Christi Stärke sind wir in Angst und Traurigkeit getrost, und überwinden weit. 11. Nicht Trübsal mehr, nicht Leid, noch Schmerz betrübet dort die Seinen, nicht klagen mehr wird unser Herz, 8. Was ist die Trübfal nur Freudenthränen dieser Zeit, und allesLeid weinen. Er, der für uns der Erden, Gott, gegen sein Leben gab, er trockdeine Herrlichkeit, die net unsre Thränen ab. kund an uns sollwerden? Wie schnell flicht dieß mein Leben hin! hin, wo ich ewig ſeelig bin. 12. Dort schauen wir und beten an vor seinem Angesichte, und die wir hier im Dunklen sahn, 9.Heil mir! ich bin sein wir werden dortimlichEigenthum! Nichts sollte die Wunder seiner von ihm mich scheiden! Liebe sehn, des Weisen Nicht Wollust, Güter, Wege ganz verstehn. Kt 2 13. Jhr, Von den Pflichten gegen uns selbst. 13.Jhr, die ihr ihn er-| 14.Du, der uns dieses habner preist, ihr Engel, Heil erwarb, laß, Jesu, meine Brüder, dann michs ererben! Du, der finget mein verklärter für seine Menschenstarb, Geist in eure Jubellie- laß, Jesu, dir mich sterder; Und eurer hohen ben! Gieb, daß ich dir im Harpfen Klang ertönt Leben treu getreu bis in in meinen Lobgesang. den Tod dir sey! 516 13. Von der Sorge für den Leib und dessen guten Gebrauche. a. Sorge für den Leib. 406. J Leib nicht Mel. Nro. 82. zu guten Werken mir, In allen meinen Thaten zc. Gott, gegeben haft. Die Ich soll den Tugend hat Geschäfte, und braucht gesunde haffen, soll weise Tro- Kräfte, ein Kranter ftung faffen, wennNoth mehrt der Brüder Last. und Schmerz mir 4.DerLeib sey Knecht draut. Ich bin gesät, auf der Seele, daß, wenn ich Erden zum Himmel reif ihm befehle, er nicht emzu werden, und kenne pore sich. Jedoch für nicht die Erndtezeit. Brüder geben Vergnügen, Leib und Leben, das lehrt die Christen2.Wer sich sein Leben türzet, ins Grab den Körper stürzet, der kennt tugend mich! nicht Christenpflicht; Mel. Nro. 11, Das Leid wird sich nicht enden, er bleibt in Got- O könnt ich dich, mein 2c. tes Händen, ihm steht warten, bevor das Strafgericht. 407. Des Leibes 3. Ich soll das Werk- und ihn nähren, das zeug stärken, das dulist, oSchöpfer, meine Pflicht. Von den Pflichten gegen uns selbst. 517 Pflicht. Muthwillig| der Erde größtes Gut seinen Bau versehren, Gesundheit, und ein verbietet mir deintlnter- heitrer Muth. richt. D! stehe mir mit 5. So laß mich denn Weisheit bey, daß diese mit Sorgfalt meiden, Pflicht mir heilig sey. was meines Körpers 2.Sollt ich mit Borsatz Wolseyn stört, daß das verletzen, was deine nicht, wenn meineKräfHand mir anvertraut? ten leiden, meinGeist den Sollt ich gering ein innern Vorwurf hört: Kunststück schätzen, das du selbst bist Störer du, o Schöpfer, selbst deiner Ruh; Du zogst erbaut? Weß ist mein dir selbst dein Lebel zu. Leib? er ist ja dein. 6.Laß jeden Sinn und Sollt ich dann sein Zer- alle Glieder mich, zu bestörer seyn? wahren achtsam seyn. 3. Ihn zu erhalten, zu Drückt mich dieLast der beschützen, giebst du mit Krankheit nieder, so flös milder Vaterhand die se selbst Geduld mir ein. Mittel die dazu uns nů- Gieb frohen Muth, und hen, und zum Gebrauch dann verleih, daß auch giebst du Berstand. Dir des ArztesRath gedeih. ist die Sorge nicht zu klein. Wie? sollte sie dann mir es seyn? 7. Doch gieb, daß ich nicht übertreibe, was auf des Leibes Pflege 4. Gesunde Glieder, zielt: Nein, stets in jenen meine Kräfte, o Gott, Schranken bleibe, die wie viel sind die nicht dein Gesetz mir anbewerth. Wer taugt zu fiehlt. Des Körpers des Berufs Geschäfte, Wohl laß nie allein den wann Krankheit seinen Entzweck meiner SorLeib beschwert Ist nicht ge seyn. Scot KP 3 8. Mein Von den Pflichten gegen uns selbst. 8.Mein größter Fleiß dieses Leibes Hütte auf dieser Erde sey stets bricht; Dazu, Herr, auf meinen Geist ge- seegne meinen Fleiß, so richt't, daß er zumHim- leb ich hier zu deinem mel tüchtig werde, eh Preis. b. Måffigkeit. Mel. Nro. 1. sind die Gaben, womit Mein Herz, ermuntre zc. Herr, deine Huld uns 408. Mit Speis nährt, und die so Geist, sein Herz beschweren, wie steht das Himmels bürgern an? Genug sey undTrank als Leib zu laben, uns tåglich deine Hand gewährt! Auch das, was unser Mund genießt, dir, was dich ernähren, zeigt uns, wie freundund nach Geschäften laben kann. Der Leib wird, matt, der Geist zerstreut durch Mißbrauch unsrer Sinnlichkeit. lich, Gott, du bist. 518 2. Doch laß die Kraft, uns zu vergnügen, die du in Speis und Trank gelegt, mich nie, oHöchster, so besiegen, daß sie zum Schwelgen mich 2.So oft ich Speis und Trank geniesſe, will ich ben mich zu freun, mich måsfig im Genusse seyn. der Sinnlichkeit nicht bewegt. Laß, deiner Gatraun, und daß ich den Genuß versüsse, will ich auf Gott, den Geber, schaun. Der ſpricht: vermeide Lust, o Christ, die mit dem Heilestreitig ist. 3. Mit Speis und Trank sein Herz beschweren, ſteht niemals wahren Christen an. Mel. Nro. 125. Dadurch wird das, was Wie göttlich sind doch zc. uns ernähren, und unman- sern Geist erquicken 409. Whichfaltig kann, 519 Von den Pflichten gegen uns selbst. kann, ein Gift, das in braucht, der ist fürs die Adern schleicht, und Himmelreichverlohren, Krankheit, Schmerz für das kein Knecht der und Tod erzeugt. Lüfte taugt. Gott, laß mich ja dieß Laster scheun, enthaltsam, mässig, nüchtern ſeyn. 6. 4. Die Schwelgeren raubt uns die Kräfte zu dem, was uns die Pflicht gebeut; Macht träge zum Berufsge- und Trank geniesse, so schäfte, untüchtig zur laß es mit Vernunft geGottseeligkeit; Erweckt schehn, und, daß ich beyUnordnung, Streitund des mir versüsse, mit Zank, erstickt den dir, Dank auf dich, den GeGott, schuld'gen Dank. ber, sehn; Aufdich, der 5. Wer sich den Bauch du uns zärtlich liebst, zum Gott erkehren, un- und Nahrung und Ers maffig Gottes Gaben quickung giebst! c. Keuschheit. Mel. Nro. 1. unsre Tage; Sie raubt Mein Herz, ermuntre zc. dem Körper seine Kraft: er Wollust Und Armuth, Seuchen, Plage derstreben, laß Höchster, sind Früchte dieser Leimeine Weisheit seyn. denschaft. Der haßt sich Sie ist ein Gift für un- selber, der sie liebt. und ser Leben, und ihre Freu- sich in ihre Feffeln giebt. den werden Pein.Drum 3. Sie raubt dem Herfleh ich demuthsvöll zu dir: O schaff ein reines Herz in mir! zen Muth und Stärke: Schwächt den Verstand, der Seele Licht: Sie raubt den Eifer edKt 4 ler 2.Die Wollust kürzet 520 Von den Pflichten gegen uns selbst. ler Werke, und Ernst ihrerLockung flichn, und undLuftzujeder Pflicht; keusch zu seyn, mich führt Reue, führt Ge- stets bemühn. wissensschmerz in das 7. Gieb, daß ich allen ihr preisgegebne Herz. bösen Lüften mit Muth 4. Der Mensch sinkt und Nachdruck widerunter ihrer Bürde zur steh, und stets, dawider Niedrigkeit des Thiers| mich zu rüsten, aufdich, herab: Er schändet und Allgegenwärt ger, seh. entehrt die Würde, die Wer dich, o Gott, vor ihm sein weiser Schö- Augen hat, flicht auch pfer gab! Vergißt den berborgne Miſsethat. Zweck dazu erlebt, weil er nach niedern Lüften strebt. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. 5. So schimpflich find der Wollust Bande! 411. S, aller Wollust Schon vor der Welt Reitz zu wehren, o sind sie ein Spott. Sie Mensch, ein Freund der sind vor dem Gewissen Nüchternheit. Laß Schande, und noch weit Speis und Frank dich mehr vor dir, o Gott; nie beschweren, und steuWer sich in ihre Knecht- re deiner Sinnlichkeit, schaft giebt, wird nie Sey deiner Schwachvon dir, o Gott, geliebt. jheit dir bewußt, und 6.Den wird Gott wie- meid oft selbst erlaubte derum verderben, der Lust. seinen Tempel hier verderbt. Die Keuschheit wird den Himmel erben, da Wollust das Verder ben erbt. Las mich vor 2. Sey, um die Wollust zu verhüten, stets schamhaft gegen deinen Leib: Laß nicht dein Auge dir gebieten, flich eitlen Von den Pflichten gegen uns selbst. 521 len Scherz und Zeitver-| langer Umgang macht treib. Des frechen Witz- dich dreist, und du verlings freyer Scherz er- gist, wasUnschuldheißt. niedrigt und verdirbt 6. Dein fühlend Herz dein Herz. wird sichs verzeihen, daß 3. Entzich der Wollust es des Lasters Trieb erihre Kräfte im Schweiß nährt; Es wird nur seise deines Angesichts.| nen Ausbruch scheuen, Der Unschuld Schutz- weil dieser vor der Welt wehr sind Geschäfte: entehrt, die kleinen FehNichtsthun das Netz ler übersehn, und so zu des Bösewichts. Bey groffen übergehn. Trägheit und bey Müß figgang besiegt uns jeder böse Hang. 7.3ftsSünde nur, die That vollbringen? Jft, ders nicht thut, schon tugendhaft? Sollst du nicht auch den Trieb bezwingen, nicht auch den Wunsch der Leidenschaft? Soll blos dein äußrer Wandel rein, solls auch nicht deine 4. Willst du der WollustTrieb bekämpfen, eh er die Freyheit dir verwehrt, so such ihn früh in dir zudämpfen. Hat ihn dein Herz zuvor genährt, und hast du ihn nicht gleich erstickt: So Seele seyn? wird er schwerlich un-| 8.Begierden sind es, die terdrückt. uns schänden, und die 5.Oft täuschen dich des verletzen unsre Pflicht, Lasters Triebe, und du auch ohne daß wir sie erblickst nicht die Ge- vollenden. Drumrühme fahr: Oft wird das un- dichderKeuschheitnicht, erlaubte Liebe, was es sey denn, daß du durch anfangs nichts, als denGeist der Lüste Herrs Freundschaft war; Einschaft dich entreißst. KES Mel. Von den Pflichten gegen uns selbst. Mel. Nro. 79. 5. Da stürzt die HoffMein Auge sieht, o Gott! zc. nung sich herab, die Gott 412. Ach Gott vom noch keuschen Batern 2 Himmel, bilf gab. Da reißt die Juuns bald! Das Laster gend zum Betrug und wächset mit Gewalt, Diebstahl ihrer Lüste zerreißt der Tugend Zug. fanftes Band; Stört 6.Da wird die Nachwahres Glück in jedem welt blaß und schwach, Stand. voll Schmerzen und 2.Der achten Keusch- voll ungemach! Sie heit hoher Ruhm fehlt trägt einmal mit UnTausenden im Chri- geduld der Våter unbekannte Schuld. stenthum. Der freche Jüngling rühmet frey, wie machtig sein Verführen ſey. $ 22 7. Ach, da zerfließt des Landes Kraft, die Quelle der Gesundheit schafft, die Stärke zur Geschäftigkeit, der Muth, der nicht Gefahren scheut. 8.WennLusttrieb, solcher Sünden voll, nicht weiß, wie er sich weiden foll; So läßt er die gewohnte Spur, wird viehisch, wider die Natur. 9.Ach wüßtens Machtige der Welt, wie hier des Landes Heil zerfällt! Kein äußrer Feind ist je so stark, als Unzucht in der Bürger Mark. 10. Der 3. Wie manche schändet ihr Geschlecht, erträgt der Unzucht wil den Knecht: Winkt seinen Lüsten Beyfall zu, und opfert selbst ihm Ehr und Ruh? 4.AufSchutt dertinschuld aufgeführt, durch Lohn der Laster ausgeziert, steht manche Wohnung offenbar, und bietet Sünd und Seuche dar. Von den Pflichten gegen uns selbst.$ 23 10.DerEhe Treu wird Für dich und für ihr kühn verlacht, weil sel- Baterland, wie selten ist ten Lieb ihr Bündniß ihr Herz entbrannt? macht, mit Vorsatz, La 12.Doch noch einHäufstern zu entfliehn, und lein, Herr, ist dein. Laß Gottes Kinder zu er- ihren Bund geseegnet ziehn. seyn! Daß sie das Glück 11. Dem Ehestifter, der Nachwelt baun, der dir, dem Herrn, zu die- frommen Kinder viele nen, ist von ihnen fern. schaun! zeits 14. Von dem rechten Verhalten gegen die zeite lichen Güter, oder wider den Beitz und die Verschwendung. Mel. Nro. 224. noch nicht, der ångfilich Herr, allerhöchster Gott, zc. darnach rang, und bald 413. Laß mich doch verlohrs oft der, dem sein Bemühn gelang. nicht, o Gott, den Schätzen dieser Er- 3.EinGut, das unsern den so meine Neigung Geist wahrhaftig soll weihn, daß sie mein Ab- beglücken, muß nicht gott werden! Oft fehlt vergänglich seyn, und beym Ueberfluß doch für den Geist sich schidie Zufriedenheit. Und cken. DerThorhat Geld was ist ohne sie des Le- und Gut; Er hats, und bens Herrlichkeit? wünscht noch mehr; Noch immer bleibt sein Gut auch unsre Herz von wahrer Ruhe 2. Kann ein vergånglich Wünsche stillen? Es leer. steht ja sein Besitz nicht blos in unserm Willen. 4. O Gott! So wehre doch den ungerechten Dem wards oft den Trieben, und heilige mein 524 Von den Pflichten gegen uns selbst. mein Herz, die Güter Schätze liebt, alsSchånicht zu lieben, die man te dieser Erden! Wohl mit Müh gewinnt, bald dem, der sich mit Eifer prassend sie verzehrt, übt, an Tugend reich zu bald geitzig fie bewacht, werden; Und in dem und bald mit Fluch ver- Glauben, deß er lebt, sich mehrt. über diese Welt erhebt! 5. Ein weises, from 2. Wahr ist es, Gott mes Herz, das sey mein verwehrt uns nicht, hier Schatz auf Erden! Güter zu besitzen. Er Sonst alles, nur nicht gab sie uns, und auch die dieß, kann mir entrissen Pflicht, mit Weisheit werden. Dieß bleibt im sie zu nutzen. Sie dürTod auch mein, dieß fen unser Herz erfreun, folgt mir aus der Zeit und unsers Fleisses Anzum seeligsten Gewinn, trieb seyn. bis in die Ewigkeit. 3. Doch nach denGüt6. Was sind, wennstern dieser Zeit mit ganz dieses fehlt, die herrlich- zer Seele schmachten, sten Bergnügen? Nur nicht erst nach der Gefüsse Träume sinds, die rechtigkeit und Gottes unsern Geist betrügen. Reiche trachten; Ift Drum lenke, Gott, den dieses eines Menschen Wunsch vom irrdischen Ruf, den Gott zur EGewinn, durch deines swigkeit erschuf? Geistes Kraft, zu ew= gen Gütern hin. 4.DerGeißz erniedrigt unser Herz, erstickt die edlern Triebe. DieLiebe für ein schimmernd Erz Herr, deine Allmacht zc. verdrängt der Tugend Mel. Nro. 44. 414. Wohl dem, Liebe, und machet, der der beßrel Vernunft zum Spott, ein Von den Pflichten gegen uns selbst. 525 du dich von Kindern, und läsfest dich des Gol5.Der Geitz, so viel er des Reitz, ihr Herzzu an sich reißt, läßt dich bilden, hindern; Und kein Gut geniessen; Er glaubst, du habst sie quält durch Habsucht wohl bedacht, wenn du deinen Geist, und töd- sie reich, wie dich, getet dein Gewissen, und macht. reißt, durch schmeicheln- 9.Duhaft ein richterliden Gewinn, dich blind ches Amt: Und du wirst zu jedem Frevel hin. dich erfrechen, die Sache, 6. Um wenig Vortheil die das Recht verdamt, wird er schon aus dir aus Habsucht recht zu mit Meineid sprechen; sprechen; Und selbst der Dich zwingen, der Ar- Tugend größter Feind beiter Lohn unmensch- erkäuft an dir sich einen lich abzubrechen; Er Freund. wird in dir der Wittwen Flehn, der Waisen Thränen widerstehn. 10. Gewinsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frey zu 7.Wie könnt ein Herz, lehren: Du schweigst, vom Geitze hart, des wenn sie dich reden Wohlthuns Freuden heißt, ehrst, wo du nicht schmecken, und in des sollst ehren, und wirst Unglücks Gegenwart um ein verächtlich Geld den Ruf zur Hülf ent- ein Schmeichler und die decken? Und wo ist ei- Pest der Welt. nes Standes Pflicht, die nicht der Seitz entehrt und bricht? ein elend Gold zu deinem Gott. 8.Du bist ein Vater; Und aus Geitz entziehst 11. Erhalte mich, o Gott, dabey, daß ich mir gnügen laffe; Geitz ewig, als Abgötterey, von mir entfern und haffe 526 Von den Pflichten gegen uns selbst. haffe. Ein weises Herz Hilf, daß ich nicht aus und guter Muth sey hier Uebermuth dadurch je mein Theil, mein bestes eitel werd! nie reiß ein Gut! irrdischer Gewinn mein Herz so weit zumEiteln hin, daß ich mein Heil vergeffe. Mel. Nro. 53. Wie viele Freuden dank zc. 4. Was hülfe mir die 415. doch gewiß ganze Welt mit allen ih senhaft mein zeitlich renSchätzen? Verführt Gut verwalten. Gieb mich zeitlich Gut und selbst mir Weisheit, gieb Geld, sorgles hintan zu mir Kraft, damit so setzen, was meiner Seehauszuhalten, wie es len Heil begehrt, und mir nüht, und dir ge- mir ein ewig Glück gefällt; Damit ich nicht währt: wie strafbar in jener Welt an ew'gen würd ich handeln! Gütern darbe. 5.Mein größtes Trachten sey allhier nach deinesGeistesGaben. Wie 2. Mein Hab und Gut kömmt ja von dir und deinem milden Seegen reich bin ich, o Gott, in Nicht nur zum Fall- dir! Wenn ich nur die strick gabst du mir mein kann haben? Hab ich zeitliches Vermögen. nur, Höchster, deine Du gabst es mir zum Huld; Bin ich voll wahren Wohl. Drum Glaubens und Geduld; gieb, Herr, daß ichs, wie Was fehlt dann meiner ich soll nach deiner Vor- Seele? schrift brauche. 6. DenGeitz laß ferne 3. Was ist das mir von mir seyn, die Wurgeschenkte Gut? Ver- zel alles Bösen. Von gänglich und von Erde. Unruh und Gewissenspein Von den Pflichten gegen uns selbst. 527 pein kann Reichthum und nichts am Tagedes nicht erlösen. Er hilft in Gerichts. Da schützt er Todesstunden nichts, keinen Sünder. 15. Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Berufe. Mel. Nro. 291. | forgst für heut und morO Gott. du frommer Gott! gen. Laß mich an mei416. Die Pflicht nem Theil das Meine fleissig thun, und dann mit Zuversicht in deiner Fügung ruhn. Herr, hast du uns auferleget, und Fleiß in dem Berufuns ernstlich ein 4.In dir, mein Gott, gepräget. Der träge schreit ich zur Arbeit Müssiggang ist dir, o meiner Hände. Gieb Gott, verhaßt! Für uns Kraft, daß ich sie auch der Laster Netz, und zudeinem Preis vollenunserm Nächsten Last. de. Hier ist die Arbeit 2. In deine Ordnung noch verknüpft mit laß mich willig mich Müh und Last; Dort bequemen, die Bürden finde ich die Ruh, die du des Berufs getrost auf verheissen hast. mich zu nehmen. Wird Mel. Nro. 46. gleich mein Angesicht Allmächtiger! wir singen zc. mit saurem Schweiß Our Arbeit, beneit: genug, daß du 417. 3 nicht zum zur Arbeit, mich selbst in den Beruf gesetzt. Müffiggang sind wir, o Herr, aufErden. Drum 3. Bewahre nur mein laß mich doch mein LeHerz vor eitlen Nah- benlang kein Knecht der rungssorgen. Gieb mir Trägheit werden. Gieb mein täglich Brod. Dulmir Verstand, und Lust und 128 Von den Pflichten gegen uns selbst. und Kraft, geschickt, ge- weihn, die du mir auf treu, gewissenhaft mein erleget. Amt hier zu verwalten 5. Ein heil'ger Trieb 2. Hast du ein Amt; belebe mich, o Höchster, So warte sein: So, meine Pflichten in deiGott, gebeut dein Wil- ner Furcht, gestärkt le. D! flösse du den Trieb durch dich, mit Freuden mir ein, daß ich ihn treu zu verrichten. EinHerz, erfülle. Hilf, daß ich das sich desGuten freut, stets an Billigkeit, an giebt zu der Arbeit Einsicht und an Fertig- Munterkeit, versüßt keit zu meinem Amte uns ihre Lasten. wachse. 3. Herr, vor tråger Weichlichkeit wollst du 6. Laß mich vor dir, Herr, unverrückt mit einem Herzen wandeln, mein Herz bewahren. Das Geitz und Ehrsucht So werd ich aus Ge- nic befleckt. Gewissenmächlichkeit nie meine haft zu handeln, mein Kräfte sparen. Erholen werd ich mich nur dann, wann ich, von Krafter schöpt, mich kann zu neuer Arbeit stärken. Leben deinem Dienst zu weihn, so nützlich, als ich kann, zu seyn, das sey mir Ehr und Freude. 7. Mir sey bey allem, 4. Weck mich zum was ich thu, mein Ziel Fleiß undlaßmich nicht dein Wohlgefallen; So die Zeit mit Nebendin- werd ich zurGewissensgen, die weit entfernt ruh auf rechtem Wege von meiner Pflicht, ver- wallen. Denn, wer dir, schwenderisch verbrin- Heiligster, mißfällt, gen. Das müsse mein was nützet dem die ganVergnügen seyn, mich ze Welt mit allen ihren den Geschäften ganz zu Schätzen? S. Laß Von den Pflichten gegen uns selbst.$ 29 18. Laß mich im zeit- milder Hand, so viel lichen Beruf, dazu beym Fleiß in seinem mich, Herr! auf Erden Stand, als ihm wahrdein weises Allmachts- haftig nützet. wort erschuf, getreuerfunden werden: So 3. Gott ist der Froms men Schild und Lohn. werd ich einst in jener Und krönt er sie mit Welt, die höheren Beruf enthält, zu höhern Würden steigen. Gnaden, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunft ihnen schas den? Mit seinem Schut bedeckt er sie; Und seegWie viele Freuden dank 2c. net bey des Lebens Mel. Nro. 13. Müh ihr Herz mit Trosk und 418. Gott ists, der das mögen schafft, das Gu- 4. Drum gieb, o Gott! te zu vollbringen. Er daß ich auf dich bey mei, giebt zur Arbeit Muth ner Arbeit jehe. Mit und Kraft, und läßt sie Licht und Weisheit uns gelingen. Was seegne mich, daß ich nie man mit ihm nur un- Wege gehe, die mir dein ternimmt, wird, wenns heilig Wort verbeut. mit seinem Willen Nach deines Reichs Gestimmt, nicht ohne rechtigkeit laß mich vor Fortgang bleiben. allem trachten. 2. Wer das zu seinem Hauptzweckmacht vor ihm gerecht zu werden, und erst nach seinem Reiche tracht't, dem giebt er auch auf Erden, vom irrd'schen Gut mit 5. Laß Müffiggang und Trägheit mich, als dir miffällig, meiden, und hilf, daß ich, gestärkt durch dich, voll Muth, mit Lust und Freuden in meinem 21 Stand $ 30 Von den Pflichten gegen uns selbst. Stand geschäftig sey! befehl ich, Allerhöchster! Dein Seegen krone dir: Hilf, daß ich sie vol meine Treu, daß sie lende zu deines groffen auch andern nütze. Namens Preis, daß 6. Sey überall, mein mir die Frucht von meiGott! mit mir. Die nem Fleiß in jenes LeWerke meiner Hände ben folge. 16. Von der Genügsamkeit und Zufriedenheit. Mel. Nro. 62. früh mit ängstlichen Jauchzt unserm Gott! zc. Geschäften den Leib 419.Gott, dubleibt entkräften. ewig unsrer 4. Mein Glück beruht, Wohlfahrt Meister. o Gott, auf deinem SeeWie thöricht handeln gen. Vertrau ich dir, unzufriedne Geister! und geh auf deinen WeSie quälen sich, und gen, so wirst du mir, machen ihrem Herzen auch ohne Sorg und vergeblich Schmerzen. Kränken, was nützlich, 2. Was helfen uns die schenken. ångstlich bangen Sor- 5. Bin ich getreu mit gen für den noch unge- dem verlichnen Pfunwissen andern Morgen? de, und harr ich nur der Und müssen wir uns rechten Seegensstunde, über unser Grämen so kommt sie, und dann nicht nachmals schä- werden meine Thaten men? zum Glück gerathen. 3. Es ist umsonst, wir 6. Drum fördre selbst werdens nicht erzwin- die Werke meiner Hängen, wenn wir auch de. Geseegnet sey der Nächte durchmitkum Anfang und das Ende! mer ringen, und noch so Gieb guten Rath, damit, Von den Pflichten gegen uns selbst. 53⁰ best glücklicher zu werden, und siehst, daß du vergebens strebst. mit, was ich vollbringe, dürftig lebst; Du stremir wohl gelinge. 7.Hilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen, und dann mein Herz 2. Ja, kluge! Gott mit froher Hoffnung erlaubt die Zähren; stillen. Erlang ich nur, Doch denk im Klagen was du, Herr, mir be-/ auch zurück. Ist denn schieden, bin ich zufrie- das Glück, das wir beden. gehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 8. Kann ich den Leib auch nicht, wie Reiche, laben; Versorge nur den Geist mit jenen Gaben, 3. Nie schenkt der Stand, nieschenkenGüter dem Menschen die die mehr, als alles Jrr- Zufriedenheit. Die dische, erquicken, und wahre Ruhe der Gemüstets beglücken. ther ist Tugend und Ges nügsamkeit. 9. Hier hab ich gnug. Laß mich nur mit den 4. Geniesse, was dir Frommen zu dem Ge Gott beschieden, entbehnuß der Himmelsgüter re gern, was du nicht kommen, so wird mein hast. Ein jeder Stand Wunsch, den irrdisch hat seinen Frieden, ein Gut nie stillet, völlig jeder Stand auch seine erfüllet. Last. 5. Gott ist der Herr, und seinen Seegen verDie Himmel rühmen zc. theilt er stets mit weiser Mel. Nro. 67. 420. Du klagst Hand; Nicht so, wie und fühleft die Beschwerden des wirs zu wünschen pflegen, doch so, wie ers uns Stands, in dem du heilsam fand. L[ 2 6.Willst 532 Von den Pflichten gegen uns selbst. 6. Willst du zu denken ich, durch mein Verderdich erkühnen, daß seine ben blind, nach dem, Liebe dich vergißt? Er was schnell verschwingiebt uns mehr, als wir det. Wohl dem, der verdienen, und niemals, durch den Geist des was uns schädlich ist. Herrn, die rechte Weiss heit findet! 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in trå- 3. Ich werfe meine ger Unzufriedenheit: Sorg auf dich! Nach Besorge deines Stands deiner Wahrheit leite Geschäfte, und nüße mich auf allen meinen deine Lebenszeit. Wegen. In deiner Furcht daher zu gehn, das ist der größte Seegen. 8. Bey Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoff nung sehn, dieß ist der 4. Was du mir giebst, Weg zu Ruh und Le- nehm ich mit Dank. Erben. Herr, lehre diesen freue mich nur lebensWeg mich gehn! w lang mit deiner Lieb und Gnade. Dann fürcht ich nicht, daß mir Gott! wie du bist, so zc. die Welt an meiner Mel. Nro. 35421. Die Bege, die Seele schade. du mit uns 5. Bon Jugend auf gehst, der du erniedrigst hast du gewacht, haft und erhöhst, sind Wahr- Herzen mir geneigt geheit, Gnad und Seegen. macht, und Brunnen Ein Herz, von deiner aufgeschlossen, aus welFurcht erfüllt, lernt die- chen mir, ganz unverses überlegen. dient, viel Gutes zugeflossen. 2. So, wie ein unverständigs Kind, tracht 6. Wie könnt ich je vers 533 Von den Pflichten gegen uns selbst. verlassen seyn? Der Jch bau auf dich. Beganze Weltkreis ist ja schütze, leit, und seegne dein, mein Schöpfer mich, nach deinem heilund Regierer! An dir, gen Willen. Wahrhafund dem, den du ge- tiger! Du wirst an mir fandt, hab ich den treu- dein Wort gewiß erften Führer. füllen. 7. Von dir ist mein II. Du, Herr! wirst Beruf und Stand. mein Erretter seyn. Du Mein Leben steht in dei- bist mein Vater, ich bin ner Hand, was sollt ich dein. Dieß ist mein mich denn kränken? Du Trost auf Erden. Mein wirst das, was mir Heiland! laß mich ewig Kummer macht, zu nicht von dir getrennet meinem Besten lenken. werden. 8. Hab ich nur meinen Unterhalt; Nur Gott Mel. Nro. 82. bey Unrecht und Ge- In allen meinen Thaten zc. walt, und böser Menich frölich und getroft, und lasse Sünder spotten. ängstlich schen Rotten: So leb 422. Was soll ich klagen, und in der Noth verzagen? Der Höchste sorgt für mich. Er 9. Dir trau ich, Herr! sorgt, daß meiner Seele Und will allein durch kein wahres Wohlseyn deinen Beystand mu- fehle. Genug zumTrost, thig seyn, und deinen mein Herz, für dich! Namen preisen. Als 2. Was nüßt es, heidVater wirst du dich an nisch sorgen, und jeden mir, so lang ich leb, erweisen. neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? Du, Vater meiner Tage! L1 3 weißt 10. Herr, meine Burg! 534 Von den Pflichten gegen uns selbst. weißt, eh ich dirs noch Herrn; Dir, Vater! dir fage, mein Leidund auch befehle ich jeden Wunsch mein Wohlergehn. der Seele. Du hörst, du hilfft, du seegnest gern. 3. Auf deine Hand zu schauen, dir kindlich zu 7. Der du mir hier im vertrauen, das, Herr! Leben schon größres ist meine Pflicht: Ich Heil gegeben, mir deiwill sie treulich üben, nen Sohn geschenkt! und dich, mein Vater! Du wirst mir alles lieben; Denn du ver- schenken, und mir zum läßt die Deinen nicht. Besten lenken so manches Leiden, das mich kränkt. 4. Der du die Blumen kleidest, und alle Thiere weidest, du 8. Duführest, Herr! Schöpfer der Natur! die Deinen, nicht so, wie Giebst mir auch, was sie es meynen; Nein, mir fehlet. Drum, nur nach deinem Rath. Seele, was dich quàlet, Ob ich mich auch betrůbefiehl dem Herrn, und be, bleibt doch dein Rath glaube nur! voll Liebe. Das zeigt der Ausgang mit der That. 5. Herr! alle meine Sorgen, die Noth, die mich verborgen in mei- 9. Wenn ich hier Tienem Geiste nagt, werf fen sehe, und es nicht ich auf dich, den Treuen, ganz verstehe, was du du weißt den zu erfreu- mit mir gethan; Kann en, der fromm nach dei- ich doch deß mich troner Hülfe fragt. sten: du nimmst mich, 6. Wenn meine Au- mich Erlösten, gewiß gen thrånen, und sich dereinst zu Ehren an. nach Hülfe sehnen, so 10. Dort in der Fromklag ich dirs, dem/ men Schaaren, dort: werd Von den Pflichten gegen uns selbst. 535 werd ich es erfahren, wie standnem Leiden, den gut du mich geführt. Dank, der deiner Huld Da sing ich dir mit gebührt. Freuden, nach über17. Von der Ablegung des irrdischen, und Uebung des himmlischen Sinns. Mel. Nro. 100. Sinn aufs Niedre lenGedanke, der uns Leben zc. fen? Nur wer an Gott 423. Chrift, er denkt, denket hoch: So hebe Herz müssen Christen denken. und Sinn! Was hängst 5. Wenn dich die Last du an der Erden? Hin- der Leiden drückt, schau auf! Hinauf! Sum drum nicht muthlos Himmel hin! Ein nieder. Schaufrey emChrist muß himmlisch por! Sprich: micherquickt der Herr doch endlich wieder. Welt? Ein Gast, ein 6. Der Christen hohes Fremdling, und ein Bürgerrecht ist dort, Wandrer; Wenn du im Baterlande. Der kurz hausgehalten hast, Christ, der irrdisch so erbt dein Gut ein an denkt, denkt schlecht, und drer. unter seinem Stande. werden. 2. Was bist du in der 3. Was hat die Welt? Was beut sie an? Nur Land und eitle Dinge. Wer einen Himmel hof fen kann, der schätzt die Welt geringe. 4. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch den ( Bod 7. Dort ist das rechte Kanaan, wo Lebensströme fliessen. Blick oft hinauf! Der Anblick kann den Leidenskelch verfüssen. 8. Dort oben ist des Vaters Haus. Gott L14 theilt 536 Von den Pflichten gegen uns felbft. Mel. Nro. 1. theilt zum Gnadenlohne den Lieberwindern Mein Herz, ermuntre zc. Kronen aus: Kámpf auch um Ruhm und 424. Ich frage 3th nichts nach Gold und Schätzen; 9. Dort ists den En- Dieß alles ist für mich geln füffe Pflicht, der zu klein. Soll etwas Gottheit Ruhm zu fin- meinen Geist ergötzen, gen. Freund Gottes! mußes, gleich ihm, unsehnest du dich nicht sterblich seyn. Ein mit ihnen Gott zu fin- Glück, das Augenblicke gen? währt, istdas nicht, was mein Herz begehrt. 10. Dort wohnt Gott, Bater, Sohn und Geist, mit Licht und Glanz umgeben: O Glück, das dir dein Gott verheißt: Wo Gott lebt, sollst du leben! 2. Was sind die Güter dieser Erden? Ein Dampf, ein Rauch, Berdruß und Müh. Sie zeugen Sorgen und Beschwerden, und thr 11. Dort herrscht dein Genuß befriedigt nie. Heiland, Jesus Christ: Sie ändern oft, sie tàuUnd du, los von Be- schen sehr, entfliehen schwerden, sollst dem, schnell, und sind nicht durch den du seelig bist, mehr. an Klarheit ähnlich werden! 3. Ich habe meine beste Tage bey stillem 12. Hilf stets, mein Fleisfe zugebracht, und Heiland! Hilf du mir, mit Erduldung mandaß ich den Geift erhe- cher Plage der Wahrbe: Und daß ich jetzt, beit einsam nachges und ewig, dir zu Ehren dacht: Ich zweifelte, ich denk und lebe! suchte Licht, und fand doch, doch, was ich suchte, nicht. Von den Pflichten gegen uns selbst. 537 Elend, schwere Bürden, wodurch man sich zum Sklaven macht. Bey eitler Ehre kann ich klein, und ohne sie erhaben seyn. 4. Ich sprach: ich will mein ganzes Leben der Lust und dem Vergnügen weihn, und meinem Herzen allesgeben, was 7. Dein Gold, elender fähig ist, es zu erfreun; Mammonshüter! was Ich thats; Doch folgte ist es, und was wird es Uleberdruß, und Eckel seyn? Es ist die Sorge bald auf den Genuß. der Gemüther, und eine 5. Was seyd ihr doch, theur erkaufte Pein. scheinbare Freuden? Frißt nicht die Motte Ein blendend Nichts, und der Rost dein Gold ein Raub der Zeit: Die und deines Herzens reiche Quelle bittrerLei- Trost? den; DesGeistesGrab, 8. Entreiffe dich, mein nur Eitelkeit: Ein Geist! der Erde, erhebe Glück, das man aus dich zur Ewigkeit: Hier Irrthum wählt, und unter dieser Welt Bedas mit spåter Reue schwerde, hier hast du quält. deine Prüfungszeit. 6. Was ist die Ehre, Bald führt dich Gottes was sind Würden, und treue Hand dort in dein die damit verbundne rechtes Vaterland. Pracht? Ein glänzend 18. Von der wahren Ehre, und der Sorge für den guten Clamen. Mel. Nro. 148. ren mich niemals gettig Wenn mich die Sünden 2c. seyn. Laß deinen Geist 425. Herr! laß nach mich lehren, der Ehre eitlen zu die 215 lich $ 38 Von den Pflichten gegen uns selbst. lich vor dir besteht, und 5. Dich kennen, meimit mir von der Erde ne Pflichten mit Treu zum Himmel übergeht. und Redlichkeit gewis 2. Die blende mich senhaft verrichten, wie der Schimmer des An mir dein Wort gebeut, sehns vor der Welt: und überall mein Chridenn der ist doch nicht stenthum nach Jesu immer ein Mensch, der Vorbild üben, das sey dir gefällt, der Titel, mein wahrer Ruhm! Rangund Würden hat: 6. Dein Beyfall ist der Und wer sich damit beste, den ich mir wünbrüstet, weicht fern vomsschen kann: Wenn ich Tugendpfad. mich deß getröste, hab 3. Nicht im Besitz von ich genug daran, und Schätzen, und Gütern wenn mirs auch am dieser Zeit laß meinen Ruhm der Welt bey alRuhm mich setzen: Sie len guten Thaten, die find doch Eitelkeit; ich verrichte, fehlt. Sind oftmals auch des ThorenGlück verlaffen uns im Sterben, und bleiben hier zurück. 7. Nie laß mich Ruhm erschmeicheln, der mir doch nie gehört, nie als ein Gleißner heucheln, 4. In Demuth laß den Menschengunft bemich leben, bin ich all- thört. DerTugend meihier geehrt: Durch nen Fleiß zu weihn, und Stolz mich nie erheben, andrer Glück zu förwenn sich mein Ansehn dern, laß mein Bestremehrt: Und schenkst ben seyn. du mir der Erde Gut, 8. Auf dieser Bahn so wollst du mich be- der Ehre erhalte meinen wahren vor allem Ue- Gang, im Lichte deiner bermuth. Lehre, mein ganzes Le-. ben Von den Pflichten gegen uns selbst.$ 39 beulang: So werd ich Weisheit nicht, die ihr ben Verständigen das euch weise meynt! Glück des guten Na Wißt, daß euch eurer mens genug gesichert Weisheit Licht einst sehn. nicht im Tode scheint. 2.Drühmt euch eurer Stärke nicht, die euch jetzt trotzig macht! Wohlergehen Wißt, daß es euch an 9. In diesem Glück zu stehen, ist meines Wunsches werth. Mein eignes wird sehr dadurch ge- Muth gebricht, sinkt ihr mehrt; Und wenn man in Todesnacht. ehrenwerth mich hält, dien ich in größrem Reichthums nicht, deß 3. Orühmteucheures Seegen auch andern in ihr euch jetzo freut! der Welt. Wißt, daß er euch nicht Zuversicht in Codesnoth verleiht. 10. Nun, Herr! gieb mir die Gnade, mich dieses Glücks zu freun. Leit mich auf rechtem Pfade, 4. Sucht darinn euren wahren Ruhm, daß ihr allhier ein Gott wißt und kennt; Mensch zu seyn, den Daß ihr, sein Volk und einst die Ehrenkrone schmückt, die deine Eigenthum, ihn glaubig Vater nennt. frommen Diener in jener Welt beglückt. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. 5. Dieß ist es, was dem Herrn gefällt. Bes denke dieß, o Christ! Er, er regiert in aller Welt. 426. rühmt euch Wohl dem, deß Ruhm eurerler ist. 19. Von Von den Pflichten gegen uns selbst. In allen meinen Thaten zc. 427.Was Von dem rechten Gebrauche des Lebens. Mel. Nro. 82. meine Pflicht; Ift Undank deiner Güte. Ein as ist mein redliches Gemüthe verzeitlich Le- läßt ja seinen Standben, das du mir, Gott, ort nicht. gegeben? Ein unschätzbares Gut. mirs, hier auf Erden leichter Mühe mir gar mein Leben nimmt. Doch laß mich auch nicht zagen, es muthig dran zu wagen, weni zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. 2. Hier wird die Saat gestreuet; dort erndtet mich die Pflicht dazu man erfreuet der Tu- bestimmt. gend Früchte ein. Je 6.IndeineVaterhånlanger ich hier wandle, de befehl ich, Herr, mein vor dir rechtschaffen Ende, und meiner Tahandle, je gröffer wirdige Lauf. Es sey mein mein Glück dort seyn. ganzes Leben dir, Herr, 3. Sollt ich dieß Glück zum Dienst ergeben. mir rauben? O Herr! Hilf du selbst meiner laß mir, im Glauben Schwachheit auf. der künft gen Erndte- 7. Was nützt ein lanzeit, mein Leben hier ges Leben dem, der nicht auf Erden so werth und Gott ergeben, nach wichtig werden, als es wahrer Tugend strebt? mir selbst dein Wort ge- Wer Gott und Menbeut. schen liebet, und sich im 4. Mir selbst es zuver- Glauben übet; Nur der kürzen, mich in den Tod hat lang und wohl gezu stürzen, ist wider lebt. 428. $ 40 19. 5. Gieb, daß ich klingDu gabstlich fliehe, was oft mit 428. Von den Pflichten gegen uns selbst. E Mein Leben ist ein Prüfungsſtand; 541 Der Himmel ist mein Vaterland; Ich E finde keine Ruh auf Erden: Ich suche E die zukünftige Stadt, die Gott sibst vest gegründet hat, da werd ich erst recht glücklich werden. Mein Leben ist ein Prüfungsstand; Der Himmel ist mein Vaterland. 2. Wie Schatten vor verachte, als ein wahder Sonne fliehn, so rer Christ. flicht meinLeben schnell 3. Man trifft auch auf dahin; Dieß ist der Ort der Lebensbahn sehr nicht, den ich wähle, ich viele Hindernisse an; eile nach der Ewigkeit: Es ist nicht leicht, sie zu Herr, mache mich dazu bestreiten: Der Weg ist bereit, erleuchte du selbst schmal, der Feinde viel, meine Seele, daß ich, und weit entfernt ist was zeitlich, irrdisch ist, noch das Ziel, stets sucht die 542 Von den Pflichten gegen uns selbst. die Welt mich zu verlei- 6. Verleihe mir Beten: Ich muß durch ständigkeit, und laß durre Wüsten gehn, mich stets mit Freudigund kann oft keinen keit und Muth auf deiAusweg schn. nen Wegen gehen. Fall 4. Wie oft seh ich die ich noch oft, so hilf mir Sonne nicht, die Son- auf, daß ich vollende ne, die mit Heil und meinen Lauf. Laß in Licht und Trost des der Noth mich veste steFromen Herz erfüllet; hen, getrost auf deine Der Trübsal Sturm Hülfe traun; So werd dringt auf mich zu, ich einst das Leben mein müder Geist findt schaun. nirgends Ruh; Doch weicht die Nacht, Mel. Nro. 82. die mich umhüllet, wenn In allen meinen Thaten ic. ich der Ueberwinder Kron betrachte, und der Treue Lohn. 429. Die Herrlich keit der Erden muß Staub und Asche werden, und nichts bleibt ewig stehn: Das, was uns hier ergötzet, was man für ewig schåget, wird als ein leichter Traum vergehn. 5. Hilf du mir selbst, Herr Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch haft angenommen, laß mich auf der Verläugnung Pfad, den mir dein Fuß gezeichnet hat, 2. Was sind doch alle dem Ziele täglich näher Sachen, die uns so trokommen. Gieb, daß ich ßig machen, als Tand standhaft streite hier, und Eitelkeit? Was ist und ewig herrsche dann der Menschen Leben? mit dir. Stets mit Gefahr umge= Von den Pflichten gegen uns selbst 543 geben, währt es nur ei-| Leiden, und Reu auf ne kurze Zeit. den Genuß? Was ist's, 3. Was hilft uns un- womit wir prangen? ser Wissen? Wirds, Wo wirst duhr erianwenn wir sterben müf gen, die nicht zuletzt versen, ein groffer Vorzug schwinden muß? seyn? Was hilft uns 7. Was sind selbst alle Macht und Ehre, so glänzend sie auch wäre? Kann sie uns wohl alsdann erfreun? Thronen? Giebt es wohl irrd'sche Kronen, die unverwelklich blühn? Kann vor des Grabes Schrecken der Purpur dich bedecken? Die Krone dich dem Tod entziehn? 8. Wie, wenn die Sonn aufgehet, die Rose blühend stehet in ihrer schönsten Zier, und doch verwelkt sich beuget, eh sich der Abend zeiget: So blühen und verwels ten wir. 4. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; So bald der Geist gewichen, und unser Leib verblichen, fragt keiner, was wir hier gethan. 5.Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit Müh gewinnen, was unser Fleiß erwirbt? 9. Froh wachsen wir Kann wohl, was wir auf Erden, und hoffen besitzen, uns vor dem groß zu werden, von Tode schützen, und stirbt Schmerz und Sorgen nicht alles, wann man frey: Doch in den schön. stirbt. sten Tagen, noch eh wir 6. Was sind des Le- Früchte tragen, bricht bens Freuden? Wie uns des Todes Sturm bald folgt Angst und entzwey. 10. Wir 544 Von den Pflichten gegen uns felbft. 10. Wirrechnen Jahr 11. Dieß laßt uns auf Jahre, inzwischen wohl bedenken, und uns wird die Bahre vor un- zum Himmel_lenken, serHaus gebracht. Man weil er uns offen steht. scheidet von den Seinen, Wer dahin will gelandie hülflos uns beweigen, darf an der Welt nen, und uns bedeckt des nicht hangen, da sie mit Grabes Nacht. ihrer Lust vergeht. Von dem rechten Gebrauche der Zeit. manche meiner Zeiten, Die ihr Christi Jünger zc. welche nun schon sind Mel. Nro. 212. 430. Groffer Schö- entflohn, angelegt zu pfer, Herr Eitelkeiten, und in solchem Thun verbracht, das mir jetzo Kummer der Zeit! Gieb, daß ich bis an mein Ende, so wie mir dein Wort gemacht. beut, flüglich meine Zeit 4. Dir sey Preis! Du anwende, die mir noch schenkest mir nun noch dein weiser Rath in der Zeit und Naum zur Welt beschieden hat. Buffe. Herr! Ich komm 2. Ach, wie flügel- und falle dir mit Gebet schnell entfliehn Jahre, und Flehn zu Fusse; Tage, Zeit und Stun- Und mein ganzes Herz den! Eh man's meynt, bereut meine schon verfind sie dahin, als ein lohrne Zeit. Blitz, der schnell ver- 5. Wiederbringen schwunden. Der istklug, kann ich nicht, was von der seine Zeit nützlichen meiner Zeit verschwunGeschäften weiht. den. Doch, wenn ich 3.Herr! Vergieb durch nach meiner Pflicht deinen Sohn, daß ich treulich nütze meine Stune Von den Pflichten gegen uns selbst. 545 Stunden, die du mir eilt. Ohne Rast und unnoch ferner schenkst: verweilt eilt sie hin, die weiß ich, daß du mein kurzeZeit eilt zummeer gedenkst. der Ewigkeit. 6.D so lehr mich, daß 2. Wellenreich, und die Frist, die du mir haft ohne Ruh stürzt ein zugemessen, als ein Strom dem Meere zu. schneller Strom ver- Schau, wie keine Welle fließt! Lind laß nimmer bleibt, eine stets die anmich vergessen, hier sey dre treibt; meine Prüfungszeit zu demGlück der Ewigkeit. 7. Säen muß ich hier mit Fleiß zu der Erndte jenes Lebens. O wie glücklich, daß ich weiß, dieß geschehe nicht vergebens! Ewig freut sich seiner Saat, wer hier wohl gefäet hat. 4. Auch auf Stunden habet Acht! WirketGutes; Denn die Nacht kömmt, und rücket schon heran, wo man nichts mehr wirken kann. 5. Die ihr eure Zeit verträumt, sie in träger Ruh versäumt, sie in fo regieren, daß ich täg- eitlem Tand verderbt; lich Saamen ſtreu, des Weh alsdann euch, sen ich mich ewig freu. wann ihr sterbt! 6. Der Versäumniß eurer Pflicht folgt im göttlichen Gericht, wan der Tod euch hingerafft, M m eine 8.Ach, laß deinen guten Geist mich zu dieser Weisheit führen. Laß ihn, wie dein Wort verheißt, meinen Wandel 3. So vertreibet immerdar dieses Jahr das nächste Jahr, und das letzte rauscht herbey, ch man merkt, wie nab es sey. Mel. Nro. 65. Himmel, Erde, Luft und zc. penschen! Un431.Menschen Unser Leben 546 Von den Pflichten gegen uns selbst. eine strenge Rechenschaft. 7. Aber so ist nicht der 10.Wohl dem, der an Jefum glaubt, mannlich kämpft, sein Fleisch Christ, der es in der betäubt, seine Zeit zu Wahrheit ist. Eingedenk der Ewigkeit nüßt er forgsam seine Zeit. nützen strebt, Gott und seinem Nächsten lebt. 11. Wenn nun seine Stunde kömmt, wird er nicht von Angst beklemt, daßer nicht sein Heilbedacht; Denn sein Lauf ist wohlvollbracht. 12. Wohl ihm! Erentschläft im Herrn, stirbt getrost, gelassen gern, und schaut, Gott, in stets in ihrem Lohne deinem Licht ewig dort fort. dein Angesicht. 8. JedeStunde, da sein Geist sich der Erde mehr entreißt, bringt ihm, flicht sie gleich dahin, einen ewigen Gewinn. 9.JedeStunde, wo er nützt: Waisen forthilft, Wittwen schützt, Arme speist, die dauert dort 21. Von der Vorbereitung zum Tode, und dessen christlicher Erwartung. a. Kürze des Lebens. Mel. Nro. 368. weiß, wie bald zur Meinen Jefum laß ich zc. Gruft deiner Vorsicht 432. Herr! ich hab Wink mich ruft? von deiner 2. Unaussprechlich Treu mir zum Heil noch schnell entfliehn die uns Zeit in Händen: Gieb zugezählten Stunden: doch, daß ich sorgsam Eh mans denkt, sind sie sey, sie auch weislich an- dahin, und auf ewig zuwenden. Denn wer luns verschwunden. Niemale Von den Pflichten gegen uns felbft, $ 47 mahls kehrt ein Augen- mit so treuem Eifer blick, uns zum Heil, da- trachten, als erwartete von zurück. noch heut mich Gericht 3.Laß bey ihrer Flüch- und Ewigkeit. tigkeit mich, mein Gott, 7. Deine Gnade steh doch nie vergessen, wie mir bey, daß mein Leben unschätzbar sey die Zeit, auf der Erde reich an die du hier uns zugemes guten Früchten sey, und sen; Wie, was hier von dem Nächsten nützlich uns geschicht, ew'geFok werde. Und ist einst gen nach sich zicht. mein Ende da, o so sey mit Trost mir nah! 4. Reiße mich dadurch zum Fleiß, eh die Zeit Mel. Nro. 11. des Heils verlaufen, mir O könnt ich dich, mein ze. zur Wohlfahrt, dir zum Vater moiPreis, noch die Stun- 433. Duerr und den auszukaufen, die zusner Tage! Du weißt, meiner Seeligkeit deine daß ich, dein schwaches Gnade mir verleiht. Kind, des Todes Keim 5.Deine schonende Ge- in Gliedern trage, die duld trage mich, Gott, irrdisch und zerbrechlich nicht vergebens. Ach! sind; Drum gieb, daß vergieb mir meine ich zu jeder Zeit zu meis Schuld, daß so man- nem Tode sey bereit. chenTheildesLebensich 2. Daß du hier meizu meiner Seele Wohl nem Ersten Leben ein nicht gebraucht, so wie mir verbergnes Ziel bes ich foll. stimmt, und daß die Zeit, die mir gegeben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das flöffe nach meiner Heiligung mir die Weisheit ein, M m 2 frets 6.Laß mich meine Bef ferung für mein Hauptgeschäfte achten, und $ 48 Von den Pflichten gegen uns selbst. stets auf mein Heil be- mir zum Heil geschehn! dacht zu seyn. Doch soll ich heute noch 3. Hier hab ich lebens- erblaffen, so höre, Valang zu lernen, mein ter, auf mein Flehnt Herz von Sünden ab- Sey, wen mein Herz im zuziehn, mich von der Tode bricht, mein Trost Weltluft zu entfernen, und meine Zuversicht. und um den Himmel zu 7. Dir will ich gänzlich bemühn; O mache mich mich ergeben, dir, dessen dazu geschickt, eh mich Eigenthum ich bin, Bist der Tod der Welt ent- du, mein Heiland, nur rückt. mein Leben, so bleibt selbst Sterben meinGewinn. Ich lebe dir. ich sterbe dir; Sey nur mein Trost, so gnüget mir. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben bey dir, Gott, meiner Seele Theil, ist mir das Beste aufgehoben, dort ist für mich vollkomnes Heil. Da, wo meinSchatz ist, Wer nur den lieben Gott zc. sey mein Herz! Herr, lenMel. Nro. 342. te felbft es bunelwärts. 434. seilt der letzte 5. Hier allen Sünden abzusterben, zu leben der Gerechtigkeit, um einst des Himinels Glück zu erben, dazu laß meine Sterblichkeit mir immerdar vor Augen seyn, so wird mich selbst der Tod erfreun. von den Lagen, die du hier lebeft, Mensch, herbey. Erkauf die Zeit, und, statt zu klagen: sie sey zu kurz, gebrauch sie treu! Nimm mit erkenntlichem Gemüth der nahen Stunde wahr: Sie flicht! 6.Willst du mich länger leben lassen, so laß es 2. Drum eil! Errette deine Seele, und denke nicht: ein andermal. Sey Von den Pflichten gegen uns selbst.$ 49 Sey wacker, bet und setzt, dein Ende war auch überzähle der Menschen fern, fey fromm, und Tage kleine Zahl! Ge- wandle vor dem Herrn! b. Die beständige Erinnerung des Todes. 435. ho Was sorgst du ängſtlich für dein Leben? E Es Gott gelaffen übergeben, ist wahre Ruh 955 IEE und deine Pflicht; Du sollst es lieben, weisINTE fte # lich nützen, es dankbar als ein Glück besitzen, verliehren, als verlörst du's nicht. 2. Der Tod soll dich wie wenig deiner Tage nicht traurig schrecken: find. Sprich: soll ich Doch dich zur Weisheit Gutes wohl verschiezu erweckten, soll er dir ben? Nein, meine Zeit, stets vor Augen seyn. Er es auszuüben, ist kurz, soll den Wunsch zu leben und sie verfliegt gemindern, doch dich in schwind. deiner Pflicht nicht hin- 4. Denk an den Tod, dern, vielmehr dir Kraft wenn böse Triebe, wenn dazu verleihn. Lust der Welt und ihre Liebe dich reißzen; und ersticke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute sterMm 3 ben? 3. Ermattest du in dei nen Pflichten: so laß den Tod dich unterrichten, Von den Pflichten gegen uns selbst. ben? Und könnt ich auch dann ist der Himmel die Welt erwerben, be- Reichthum mein. gieng ich doch solch Ulebel nie. 8. Denk an den Tod, wann Leiden kommen; 5. Denk an den Tod, Sprich: alleTrübsal eiwann Ruhm und Ehnes Frommen ist zeitren, wann deine Schätze lich, und im Glauben sich vermehren, daß du leicht. Ich leide; doch sie nicht so heftig liebst.[ von allem Bösen wird Denk an die Eitelkeit der mich der Tod bald, bald Erden, daß, wann sie erlösen; Erists, der mir dir entrissen werden, du die Krone reicht. dann dich nicht so sehr betrübst. 9. Denk an den Tod, wann freche Rotten des 6. Denk an den Tod Glaubens und der Tubey frohen Tagen; Kan gend spotten, und Laster deineLust sein Bild ver- stolz ihr Haupt erhöhn. tragen, so ist sie gut und Sprich bey dir selbst: unschuldsvoll. Sprich, Gott trägt die Frechen; dein Vergnügen zu ver- Doch endlich kömmt er, füssen: Welch Glück sich zurächen und plötzwerd ich erst dort ge- lich werden sie vergehn. niessen, wo ich unendlich leben soll. 10. Denk an den Tod zur Zeit der Schrecken, 7. Denk an den Tod, wann Pfeile Gottes in wann deinem Leben das dir stecken; Du rufft, fehlt, wornach die Rei- und er antwortet nicht. chen streben. Sprich: Sprich: sollteGott mich bin ich hier, umreich zu ewig hassen? Er wird seyn? Heil mir, wenn ich mich sterbend nicht ver= inChristosterbe, dannist laffen, dann zeigt er mir ein unbeflecktes Erbe, sein Angesicht. II. So Von den Pflichten gegen uns selbst. 55B 11. So suche dir in 3.Giebt er in meinem allen Fällen den Tod oft Kummer mir täglich lebhaft vorzustellen, fo Freudigkeit; Schenkt er wirst du ihn nicht zit mir sanften Schlummer ternd scheun, so wird er in harter Prüfungszeit; dir ein Trost in Klagen, Versüßt er mir auf Era ein weiser Freund in gu- den so manches Herzens ten Tagen, ein Schild in leid: Wie glücklich muß der Versuchung seyn. ich werden in seiner Herrlichkeit. Mel. Nro. 80. Befiehl! du deine Wege, 2c. 436. Gern will ich 4.3Ich weiß. an wen ich mich erge ben, wann's meinem Gott gefällt, zu gehn aus diesem Leben in eine beßre Welt. Mich fåtglaube, und fürchte nicht den Tod. Er giebt nur Staub dem Staube, mein Geist lebt ewig mein Geist lebt ewig Kreutz gegeben, den Tod Gott. Der einst ans tigt doch hienieden, litt und bezwang, ruft beym ſchick, nie reiner vester auch den Staub zum Frieden, nie dauerhaf- Leben, zum ew gen Lobgesang. tes Glück. 2. Nur dort strahlt 5.Solang ich hier noch eineSonne, die keineLei- walle, will ich stets eifdensnacht umwölkt, die rig seyn zu thun, was Müden Wonne und ihm gefalle, mich guter Heil entgegen lacht. Thaten freun. Dann Dort ist Gott Freuden- tröstet mich im Scheiquelle, der nie Erqui- den, ob ich gleich Sünckung fehlt, wenn ihn der bin, das Opfer seinur meine Seele schon ner Leiden. Ich fahr im hier zum Theil erwählt. Frieden hin. Mm 4 c. Wider Von den Pflichten gegen uns selbst. c. Wider die Furcht des Todes. Mel. Nro. 11, kommen einzusehen, des O könnt ich dich, mein 2c. Wissens Trieb umsonst 437. Warum er begehrt. Dann täuscht bebst du, dich Wahn und Frrmeine Seele, bey dem thum nicht, und selbst Gedanken an das die Finsterniß wird Grab? Nicht dich um- Licht. schließt einst feine Höh- 4. Dann wirst du den, le, nur deine Hütte sinkt ach! den erblicken, den hinab. Sie schuf der hier allein der Glaube Allmacht Wink aus sicht, den, der, dich ewig Staub, drum wird sie zu beglücken, ein Fluch der Verwesung Raub. gemacht, amKreuß ver2.Du zur Unsterblich schied. Dann jauchze, keit erlesen, schwingst daß kein Wahn, kein dich empor zu Gottes Spott dich hier getrent Licht, und schaust den von deinem Gott. Ursprung aller Wesen 5.Wenn nun der Tag von Angesicht zu Ange des Herrn erscheint, sicht: Bewunderst dei- verläßt dein Leib der nes Gottes Macht in je Gråber Ruh. Zum ner Welten Bau und zweytenmal mit dir Pracht. vereint, wird er unsterblich, so wie du. See552 3.Dann, Seele, wirst du das verstehen, was le, zittre länger nicht, hier kein weiser Mund daß deiner Hütte Bau. erklärt, was hier voll- zerbricht. 438. Freue Von den Pflichten gegen uns selbst.$ 53 438. Sveu Greu e dich, o meine Seele! see lig, Gottes, dem ich dich be feh le, sollst du PREREAE22352 seelig sollst du seyn; Aus der Trübsal dieewig dich erfreun. BETE38339621 ser Zeit führt er dich zur Seeligkeit, zu dem 1 EENTEERBE Throne seines Sohnes, zum Genusfe seines Lohnes. 2. Dank ihm für dein| Dennoch sind sie auch Pilgerleben! Wie viel im Leiden ruhig und Gutes hat er schon dir voll Zuversicht. Ihres in dieser Welt gegeben: Glaubens Läuterung Und wie groß ist dort ist die Frucht der Züchsein Lohn; O wie herr- tigung. Alle Dinge müslich, wenn du Gott auch sen ihnen endlich doch im Kummer, auch in zum Besten dienen. Noth vest vertraust, 4.Sey bey allen deinen und freudig gläubest, Sorgen Gottes Willen und sein Werk nie läffig unterthan; Bricht doch treibest. auch ein heitrer Morgen auf die längste Nacht einst an. Endlich ruht Gottes Pilger nicht: der Wandrer aus, und 3. Reine, ganz voll kommne Freuden kenen mm 5 seiu 554 Von den Pflichten gegen uns selbst. sein väterliches Haus himmlisch Vaterland tröstet nach den Pilger wird mich deine treue leiden ihn mit tausend Hand hin zu deinem füffen Freuden. Bater führen, um bey 5.Ringe, dich von allen dir zu triumphiren. Sünden loszureiffen 8.Sie, zu deiner Wonn und die Welt und dich erhoben, wird mit neuen selbst zu überwinden; Kräften sich ewig üben, Liebe nur, was Gott ge- dich zu loben, ewig, fällt. Schmücke dich Gott, mein Vater, dich; mit Tugend; Sey Gott Sicher, daß ihrLeib derbis in den Tod getreu, einst, wann du zum Geum, erscheint die Zeit zu richt erscheinst, aufersterben, seines Sohnes wecket aus der Erde, Reich zu erben. auch, wie sie, verherrlicht werde. 6. Jesu, den ich hier bekenne, gieb, daß we- 9. Darum freue dich, der Lust, noch Schmerz o Seele! feelig, feelig mich von deiner Liebe sollst du seyn; Gottes, trenne; Wo meinSchatz dem ich dich befehle, ist, sey mein Herz! Ma- sollst du ewig dich erche du mich selbst bereit freun. Aus der Trübfal für das Heil der Ewig- dieser Zeit führt er dich keit! Ich, von dir erlöst zur Seeligkeit, hin zum zum Leben, will mich Throne seines Sohnes, ewig dir ergeben. zumGenusse seinesLohnes. 7. In des Todes bittern Stunden will ich Mel. Nro. 82. deiner Huld mich freun; In allen meinen Thaten zc. Dann auch sollen deine wir den Bunden meiner Seele 439.icfanft fehn Zuflucht seyn. In mein Frommen, uun bald der Erd Von den Pflichten gegen uns selbst. 555 Erd entnommen, sich Seinen, die um sein La= seinem Ziele nahn! Wo ger weinen, ermahnt sich des Lebens Freuden und tröstet sie: Und, vom frechen Sünder seiner Treue wegen, erscheiden, da gehn des füllt Gott seine Seegen, Christen Freuden an. und weicher auch von diesen nie. 2. Er freut sich auf sein Ende, und hebt voll 5. Die Engel steigen Dank die Hände zu sei- nieder, voll froher Junem Vater auf; Gesi- bellieder, die Seele zu chert vor Verderben, empfahn: Er stimmt kann er nun frölich ster- in ihreChöre Anbetung, ben, nach einem wohl Preis und Ehre, dem vollbrachten Lauf. Mittler, seinem Heiland, an. 3. Sein ruhiges Gewissen bebt nicht vor 6. Laß, Höchster, mich Finsternissen der Bahn, bestreben, so in der Welt die er nicht kennt; Die zu leben, wie man dies schreckensvolle Pfade Glück erwirbt: Damit erleuchtet ihm die Gna- ich, als ein Erbe der de des Gottes, den er Seeligkeit, auch sterbe, Bater nennt. so freudig, wie ein 4. Er seegnet froh die Frommer stirbt. d. Freudiges Verlangen nach dem Tode. 440. And le Menschen müssen sterben, wer kann den Himmel erben, ihre Herrlichkeit verblüht; Staub wird der zu vor den Tod nicht sicht? dieser 556 Von den Pflichten gegen uns selbst. FGEERGEE dieser Leib von Erde; Doch, damit er himmlisch werde, wird er einst von Gott erneut, und zieht an Linsterblichkeit. 2. Wollt ich länger wahres Leben. Milliohier verweilen, als es nen stehen schon, ihren meinem Gott gefällt? Retter zu erheben, seelig Seinem Reiche zuzuei- da vor seinem Thron; len, laß ich gern die Prü- Hohe Himmelsgeister füngswelt. Jesus tilget ringen mitanbetend meine Sünden, stärkt ihm zu singen, der des mich, hilft mir über Ruhms so würdig ist, winden: Auch in meiner dem Erbarmer, Jesu letzten Noth rettet mich Christ. sein Blut und Tod. 3.Und wer kann mich ihm entreiffen? Mein ist er, und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheif sen; Sein soll ich mich ewig freun. Ja, mir solls durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu stehn, sei ne Herrlichkeit zu ſehn. 5.Alle, die ihm nachgewandelt, sehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schau'n verwandelt, und in Wonne jedesLeid; Weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Kronen nieder vor dem Herrn, und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. 6. Baterland verklår4. Dort bey ihm ist terFrommen! Heil, Unsterb Von den Pflichten gegen uns selbst. 357 sterblichkeit und Ruh, Mel. Nro. 312. was tein Sterblicher Gieb, o Gott, mir Kraft zc. vernommen, Gottes und du, o Hell gewähreft du: 441.Dumeingeib, Freudenerndten schenkt Erde, die ich bald verer denen, die erst hier laffen werde, und wo ich gesät mit Thränen: Al- nur Fremdling bin; Lele Thränen trocknet er; bet wohl, und fahret Sünd und Elend sind hin! nicht mehr. 2. Dich seh mit fro7. Ich entbrenne von hen Blicken näher mich Verlangen, was ich zumGrabe rücken: Und glaub, im Licht zu sehn, ich fürchte dich nicht, jene Krone zu empfan- Tod! Du bist gut, und gen; Bald erhöret Gott führst zu Gott. mein Flehn. Diese Hütte, die zerstäube! Ich, ich weiß, an wen ich gläube; Mirist Sterben ein Gewinn, denn ich geh zum Vater hin. 8. Welche Tröstung, 4.Mein Verlangen ist, das zu wissen! Dieser erlöset, von dem Körper groffen Hoffnung voll, aufgelöset, Jesus Gott, zag ich nicht in Kümer- bey dir zu seyn, und in nissen, die ich hier noch dir mich zu erfreun! dulden soll. Leicht und 5. Wann wirst du, kurz sind diese Leiden, Gott, von den Ketten fie verwandeln sich in meines Körpers mich Freuden, wen ich chrift- erretten? Jesus, führe lich sie ertrug, bis Gott mich dahin, wo ich ewig spricht: es ist genug! ben dir bin! e. Sterbe3. Freudig will ich von den Freuden dieser eckeln Welt mich scheiden: Freudig flieg ich auf zu dir: Rufe, Gott, ach, rufe mir! Von den Pflichten gegen uns selbst. Mel, Nro. 1. e. Sterbelied eines frommen Christen. hier stets schwach, oft Mein Herz, ermuntre zc. fündenvoll vor dir. ch will dich 4. Wie zag ich, wenn 442. noch im Tod der Krankheit Plage erheben, Gott, meines mir raubet Kraft und Lebens Zuversicht, dir Heiterkeit! Wie trüben Dank und Ruhm und meine schönsten Tage re geben, wenn mei- die bangen Sorgen dies ne Erdenhülle bricht. ser Zeit! Der Feinde Erlöset zur Unsterblich Drohn, Geschrey und keit, freu' ich mich mei- Schmerz quält, Herr, ner Sterbezeit. mein dir ergebnes Herz. 2. Umhüllt von vielen 5.Wann einst die groß Dunkelheiten seh ich hie se Stunde schläget, die kaum der Wahrheit meinen Geist zur FreyLicht. Ich muß mit heit weckt; den müden Wahn und Zweifel| Leib zur Ruhe leget, wo streiten, und kenne, ihn kein Feind, kein Herrlichster, dich nicht. Dränger schreckt: Dan Selbst vieles, was dein wird mein Elend SetWort mich lehrt, ist mir ligkeit, mein Stückwerk noch jetzt nicht aufge- wird Vollkommenheit. klärt. 6. Dann seh ich in dem 3. So lang ich in dem hellsten Lichte, AllLeibe walle, wein' ich macht'ger, deiner Werke sehr oft zum Himel auf. Pracht. Ich schau dich Ich fühles, daß ich tåg- selbst im Angesichte deß, lich falle in meiner Tu- den du mir zum Heil gend bestem Lauf. Mein gemacht, und bin, von ganzes Wirken bleibet Sünd und Tod befreyt, ein 558 Von den Pflichten gegen den nächsten. 559 ein Miterb seiner Herr- Ich will gern im Lichte lichkeit. schauen, was ich, als Christ, geglaubet hab. Erlöset zur UnsterblichSollt schrecken mich keit, freu ich mich meidas offne Grab? Nein!! ner Sterbezeit. 7. Sollt mir noch vor dem Tode grauen? IV. Von den Pflichten gegen den Nächsten. 1 Menschenliebe überhaupt. Mel. Nro. 44. Mein Nachster ist sein Herr! Deine Allmacht zc. Kind, wie ich. jemand Sein Heil ist unser 443. Spricht: ich aller Gut. Ich ſollte liebe Gott, und haßt Brüderhaffen, die Gott doch seine Brüder, der durch seines Sohnes treibt mit Gottes Blut so hoch erkaufen Wahrheit Spott, und laffen? Das Gott mich reißt sie ganz darnieder. schuf, und mich verGott ist die Lieb, und fühnt, habich dieß mehr, will, daß ich den Nach- als sie, verdient? sten liebe, gleich als mich. 4.Duschenkst mir tåglich so viel Schuld, du 2. Wir haben einen Herr von meinen TaGott und Herrn, sind gen! Ich aber sollte eines Leibes Glieder; nicht Geduld mit meiDrum diene deinem nen Brüdern tragen? Nachsten gern; Denn Dem nicht verzeihn, wir sind alle Brüder. dem du vergiebst? Nicht Gott schuf die Welt lieben, die doch du, Herr, nicht blos für mich; liebst? 5. Was $ 60 Von den Pflichten gegen den nächsten. 5.Was ich den From- sten Ehre schmäht, und men hier gethan, den gern sie schmähen höKleinsten auch von die- ret, sich freut, wenn sich sen, das siehst du, mein sein Feind vergeht, und Erlöser, an, als hätt nichts zum Besten kehichs dir erwiesen. Lind ret: nichtdem Verläumich, ich sollt ein Mensch der widerspricht, der noch seyn, und dich in liebet seinen Nächsten Brüdern nicht erfreun? nicht. 6. Ein unbarmherzi 3.Werzwar mit Rath, ges Gericht wird über mit Trost, und Schutz den ergehen, der nicht den Nächsten unterſtütbarmherzig ist, und zet, doch nur aus Stolz, nicht eilt, Armen beyzu- aus Eigennut, aus stehen. Drum gieb mir, Weichlichkeit ihm nuGott, durch deinen Geist, ein Herz, das dich durch Liebe preist. Mel. Nro. 44. 444.Werdieferer het, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, auch der liebt seinen Nächsten nicht. 4.Wer harret, bis ihn Herr! Deine Allmacht 2c. anzuflehn ein Dürft ger er dieser Er erst erscheinet, nicht eilt, den Güter dem Frommen beyzuhat, und sieht den Nächstehn, der im Verborgsten leiden, und macht nen weinet, nicht gütig den Hungrigen nicht forscht, obs ihm ges fatt, läßt Nackende nicht bricht; der liebt auch kleiden: Der ist ein Feind seinen Nächsten nicht. der ersten Pflicht, und 5.Wer andre, wenn er liebt dich, Gott derLie sie beschirmt, mit Hårt be, nicht. und Vorwurf qualet, und ohne Nachsicht 2. Wer seines Nachstraft Von den Pflichten gegen den nächsten. 561 straft und stürmt, so- sollt ich, wie du, nicht bald sein Nächster feh- gütig seyn? let: Wie bleibt bey seiMel. Nro. 224. Herr, allerhöchster Gott! zc. 6. Wer für der Armen 44). Gott, ein 445. Gib mir, o Herz, das jeden Menschen liebet, bey seinem Wohl sich freut, bey seiz ner Noth betrübet; Ein Herz, das Eigennut und Neid, und Härte flicht, und sich um Andrer Glück, als um sein Glück bemüht. nem Ungestůmm, Gott! deine Liebe wohl bey ihm? Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Ulebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet; nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. 7.3war du meinGeift! vermagst es nicht stets durch die That zu lieben. Doch bist du nur ge2. Seh ich den Dürftigen, so laß mich liebreich eilen, von dem, was du mir giebst, ihm neigt, die Pflicht getreu willig mitzutheilen. lich auszuüben, und wünscheft dir die Kraft dazu, und sorgst dafür: so liebest du. 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so such ihn zu beleben! Denk oft: Gott ist die Lieb, und mir hat er sein Bild ge geben. Ja, Höchster! was ich hab, ist dein; Laß mich nicht Gutes thun, groß vor der Welt zu ſeyn, und mich verehrt zu sehn; Nein, Menschen zu erfreun. 3. Dieß fey mir wahre Lust, auch unbemerkt von ihnen, den Siebenmenschengern mitRath und That zu dienen. Mich treibe nicht erst Nn Dank 562 Von den Pflichten gegen den Nächsten. Dank zu milder Wohl- mir zu schaden sucht; that an: Nein, was ich den liebe, der mich haßt, Brüdern thu, das sey den seegne, der mir dir, Gott, gethan! flucht. 4. Ein Trunk, mit dem 7. Doch laß mich nicht mein Dienst dem Dürf allein auf zeitlich tigen begegnet; Ein Wohlergehen, mit einBlick voll Trost, mit geschränktem Blick, dem mein Herz Be- bey meinem Nächsten drängte seegnet: Ein sehen. Noch stärker Rath, mit dem mein müsse mich sein ewig Mund im Kummer an Glück erfreun; Noch dre stärkt: Nichts mehr sein Seelenheil bleibt, so klein es ist, von mir angelegen seyn. dir, Herr, unbemerkt. 8. Den, der im Glau5. Eilt wo ein bos- ben wankt, imGlauben haft Herz, Llnfrieden zu bestärken; Den, der anzurichten, so laß mich noch sicher ist bey seinen sorgsam seyn, der Brü- bösen Werken, von der der Zwist zu schlichten. verkehrten Bahn des Aus Schmahsucht Lasters abzuziehn, dakranke nie mein Mund zu verleih mir Kraft, des Nächsten Ruh; Er und seegne mein Berühme sein Verdienst, mühn. deck seine Fehler zu. 9.O heilige du selbst, 6. Die Rach ist dein, Herr, meiner Seelen o Gott! Du sprichst: Triebe, durch deine Lieb ich will vergelten. und Furcht, zu wahrer Drum laß mich stille Menschenliebe. Wer seyn, wenn Menschen nicht den Nächstenliebt, auf mich shelten; Bieb, geht nicht zum Himdaß ich dem verzeih, derlmel ein. Laß diese Wahrs Mel. Nro. 212. Von den Pflichten gegen den nächsten. 563 Wahrheit, Gott, mir] 4. Nein, der Gaben stets vor Augen seyn! Unterschied knüpft das groffeBand auf Erden; Jeder, wenn er sich bemübt, kann dem andern nüßlich werden: den, der dir hier dienen muß, mir hat der Herr dieß nahrt mit Recht dein vorgeschrieben: Euren Ueberfluß. Nächsten sollet ihr, als euch selbst, von Herzen lieben. Wer ihn haffet, sag ich euch, ist vorGott dem Mörder gleich. Die ihr Christi Jünger zc. llen Christen und auch 446.21¹ 2. Wir sind Bürger einer Welt, Kinder eines Vaters, Brüder; Wer sie schmäht und unwerth hält, wütet gegen seine Glieder. Denn wir sind ein Leib: Gott schuf uns zu einerley Beruf. 5. Nach dem dir vers trauten Pfand messen sich auch deine Pflichten: Gab Gott viel in deine Hand, so hast du viel zu entrichten. Wer nur thut, so viel er kann, hat vor Gott genug gethan! 6. Dein Erlöser sagt es dir: wer hier der Geringsteneinen pflegt, der thut es selber mir: Denn ihr alle send die Meinen: 3. Ehre, Reichthum, Mancher, den die Welt Würde, Stand, Leibes-/ verschmäht, ist in Gotträfte, Geistesgaben, tes Aug' erhöht. und was wir aus Got tesHand sonst für einen Vorzug haben: alles dieß befreyt uns nicht 7. Drum, oGott! gieb mir ein Herz, das von Menschenliebe brennet, und in Niedrigkeit und von der Menschenliebe Schmerz seinen NächPflicht. Isten nicht verkennet. Nn 2 Denn 564 Von den Pflichten gegen den Nächsten. Denn warum erheb ich nicht falsches Maaß mich? Ist er doch ein und falsch Gewicht! Mensch, wie ich. 3. Laßt uns nie, was 8. Ja, gieb, groffer wir versprechen, wiederMenschenfreund, Jesu, rufen, weils uns reut: daß ich auf der Erde al len Stolz und Neide feind, dir an Demuth ähnlich werde, daß ich tie, was zugesagt ist, brechen, oder schänden unsern Eid; Von Bes trug und Tücken rein, einst, an jenem Tag, lieber arm, als treulos dir zur Rechten stehen seyn. mag. Mel. Nro. 60. 4. Haffen laßt uns alle Lügen, alle Schmähsucht, jeder sey offenhers zig und verschwiegen, Weicht, ihr Berge! fallt zc. 447, Laffet uns ein- in der Freundſchaft veſt ander lieben, und gern einander glücklich wo er kann, der Verschn, keinen kränken und läumdeten sich an. betrüben, feinen drùcken, keinen schmahn: 5. Last das Gut und gern belohnen, wie suns Aller Zwietracht, allee unser Gott belohnt; Streits Feinde seyn; Denn Gott gebeute. Und der Brüder Fehler schonen, wie der Herr 2. Laßt uns halten auch unser schont. Ach, Treu und Glauben: er schont, mit welcher Flichn, was andern Huld, welcher Langschädlich ist! Arm und much und Geduld! Schwache nicht berauben durch Gewalt. Be trug and List. Welch ein Grául vor Gott ist 6. So laßt uns, von Gott getrieben, uns einander gern und treu und als seine Kinder lieben, ohne Von den Pflichten gegen den nächsten. 565 ohne Zwang und Heu- Hilft willig, wo sie helcheley! O wie seelig werfen soll; Sie hart, noch den wir dann nicht wer- ungesellig: Sie haffet den dort und hier. Streit und Bitterkeit; Kennt weder Eifersucht noch Neid; Thut gern, was Andre freuet. 4. die nie Mel. Nro. 46. Almächtiger! wir singen 2c. 448.2 mehr als geblasen ist, ehrt alle, Wenn ich mit Menschenkraft, wenn strebet ihnen, entfernt ich wieEngel redte: Der von Eigennutz und Lift, Jünger Jesu Wissen- wo sie nur kann, zu dies schaft, und Wunder- nen; Nie schnell zum macht selbst hätte; Und Zorne, hört sie nicht, hätte doch kein liebreich was Bosheit und VerHerz: Was war ich? läumdung spricht, kehrt Nur ein tönend Erz, alles gern zum Besten. nicht Jesu wahrer Schüler. 5. Sie freut sich nie des Unrechts, freut sich 2. Gåb ich mein gan- blos des Rechts, und zes Eigenthum den liebet, was wahr und Dürftigen und Armen, gut ist, und verzeiht, und that es aus Begier wenn jemand sie betrůnach Ruhm, nicht aber bet; Sie, zum Erbaraus Erbarmen; Ließ men bald erweicht, ich, doch ohneLiebe, mich glaubt gern das Beste, für sie auch brennen, hoffet leicht; Kann als was könnt ich dadurch les Unrecht dulden. für mich gewinnen? 3. Die wahre Lieb ist langmuthvoll, wehl6.Wenn andre Gaben kurze Zeit, und nur dieß Leben währen; Se thätig und gefällig: bleibt die Lieb in EwigNu 3 feit, 566 Von den Pflichten gegen den nächsten. keit, und wird sich noch wahrer Liebe. Dir will vermehren. Wenn wir ich folgen; Gieb, daß ich uns einst vor Gott er die Lieb am Nächsten freun, wird jeder durch übe, daß ich in allem, die Lieb allein vollkom- wo ich kann, Barmhermen seelig werden. zigkeit an jedermann, 7. Dumachtest, Jesu, wie ich mirs wünsch, selber dich zum Vorbild erweise! 2. Von der Sorge für des Nächsten Seele. Mel. Nro. 440. Alle Menschen müssen zc. ihm ein Granelist, weil du meine Hülfe bist! 3. Ach wie könnt ich 449. Laß Jefu dieß empfinden, und o empfin den, welche Seeligkeit es ist, daß du mir, um mich von Sünden zu befreyn, erschienen bist; Daß ich Gottes Wege walle, daß du liebreich, eh ich falle, die Gefahr mir offenbarst, mich er greifest, mich bewahrit. fehn in der Sklaverey doch fühllos Menschen Berderbens gehn; Lind von Sünden Wege des nicht rufen, daß sie's hdren: Eilt, ihr Brüder, umzukehren, wenn ihr ihr werden könnt und feelig werden wollt, das follt? 2. Daß, durch deinen 4. Auch für meiner Geist getrieben, deiner Brüder Seelen soll ich retteter sich freut, über sorgen, nicht allein für allesGott zu lieben, dich mein Heil, soll, wenn sie und deine Seeligkeit: fehlen, wo ich kann, ihr Daß ich willig unter- Führer seyn. Wenn sie laffe, was er mir ver- fündigen und sterben, beut sund haffe, was vor und ich rief nicht vom Ver Von den Pflichten gegen den nächsten. 567 Verderben, wo ich könn- Erde sich entreiß, und te, sie zu dir, foderst du heilig werde, feelig auch, ihr Blut von mir. wie ich, zu seyn, ewig deiner sich zu freun. 5. Von des Irrthums Finsterniffen selbst errettet, soll auch ich unterweisendeß Gewissen, der von deinem Wege wich: Soll ihm zeigen 450. Bist du selbst was ihn blende, und, daß er zu dir sich wende, vor dem Fall ihn war nen, ihn bitten, weil er kann, zu fliehn. der Sünd entriffen, gehst du selbst die rechte Bahn, dann so nimm dich der Ge= wissen deiner Brüder herzlich an! Zeige, was 6. Nicht erbittern, nur den Geist verblende! erweichen; Ihm, wenn Lind vom rechten Wege meine Bitten nicht bis wende, lehr ihn mit heilzu seinem Herzen rei- samen Graun seines chen, durch mein Bey spiel doch ein Licht: Daß an mir er sehen möge, wie so lieblich Gottes Wege jedem, der sie lieb gewinnt, und sie geht, wie gut sie sind. WegsGefahrenschaun. 7. Sehn an allen meinen Freuden, wie beglückt der Fromm ist, sehn, wie so froh sind, selbst im Leiden, die, die Gottes Wege gehn; Daß er doch der Luft der Mel. Nro. 440. Alle Menschen müssen 2c. 2. Dein Erempel sey ihm Lehre, wie so glücklich sey der Chrift: Daß er sich vom Bösen kehre, und bald werde, was du bist. Such ihn, nüttes, zu erschüttern, aber niemals zu erbittern; Zelg ihm, daß nicht Heuchelev, und nicht Stolz dein Antrieb sey. 3. Ben muß nicht die Absicht rühren, aus des # 4 568 Von den Pflichten gegen den nächsten. zweyten Todes Quaal| Plagen, leid es, um dereines Bruders Geist zu einst zu sagen: Hier bin führen zu der Auser- ich, und die mit mir, die wählten Zahl? Macht ich brachte, Herr, zu dir. es dir auch Müh und 3. Von der Sorge für des Nächsten Leib, Eigenthum und Ehre. Mel. Nro. 82. nicht helfen, oder tödIn allen meinen Thaten zc. ten, der Zukunft strengein, Gott, fte Strafen droht. 451.ft ist unser Leben! Denn du hasts uns gegeben: Du minnst dich seiner an. Und die se groffe Gabe, die soll ich bis zum Grabe so treu beschützen, als ich kann. 4. Sind wir nicht alle Brüder, nicht alle Christi Glieder, nicht all, o Bater, dein? Wie kann ich sie verachten, sie darben sehn und schmachten, und fühllos, hart, und grausam seyn? 2. Nicht meiner Lü- 5. Ich soll den Nächste Willen, nur deinen sten lieben: und haffen zu erfüllen, soll ich mich und betrüben und quaseiner freun; Solls kei- len könnt ich ihn? Und, nem, Herr, verkürzen, nur für meine Freuden es in Gefahr nie stürzen, besorgt, von seinen Leiund aus Gefahren es den, um nur nicht mit befrenn. zu leiden, fliehn? 3. Beglückt durch dei- 6. Nein, Gott, ich nen Seegen, soll ich der will die Armen erquiKrankenpflegen; Das cken; Voll Erbarmen fordert dein Gebot, das des BlindenAuge seyn: denen, die in Nöthen DenSchwachen unterstüßen: Von den Pflichten gegen den nächsten. 569 stützen; Die in Gefahr 3. Immer will ich, sind, schützen, und, kann frey vom Neide, und ich), fie daraus befreyn. vom Eigennutze rein, 7. Ich will, sie zu er- eures Seegens, eurer freuen, felbst Müh und Freude, cures Glücks Schmerz nicht scheuen; und Ruhms mich freun, Auch das ist dein Gebot. froh, daß unser Gott Hat doch dein Sohn euch liebt, cuch so mild sein Leben für mich da- und reichlich giebt. hin gegeben, für meine Rettung, in den Tod. 4. Allen helfen, eifrig ihnen wohlthun, wie mein Heiland that, Schaden wehren, allen dienen, den mit Hülfe, Mel. Nro. 179. Komm, o komm, du Geist. 452. Theuer, wie dem mit Rath, willig, mein Leben, wie mein Namsaller Menschen wahrer und Eigenthum, sey| Freund. mir, Menschen, euer LeMel. Nro. 224. ben, euer Eigenthum Herr, allerhöchster Gott, zc. und Ruhm; Alles, was euch Gottes Rath gab, 453. Wenn du des und nochbestimmethat. Ehr und Achtung füchst 2.Strebt schon in der zu schmälern, und von Zeit der Jugend nach nichts lieber sprichst als Verdiensten, werbt, ge- von des Bruders Fehwinnt durch Geschäf- lern; AusEhrsucht oder tigkeit und Zugend, die Stolz verkleinerst ſetdie besten Schätze sind; nen Ruhm, und seine werdet angesehn und Schwachheit schmähst: reich: Alles, alles goun Wo bleibt dein Chris ich euch. stenthum? Nn5 2. Wenn 570 Von den Pflichten gegen den nächsten. 2. Wenn du aus Arg- men lachst, wenn du die wohn blos von ihm nur Tugendschandest; Dem Böses denkest, und würdigen das Lob, das durch ein falsch Gerücht er verdient, entwendest. ihm schadest, und ihn Verläumder! siehts krånkest; Benn Leicht- nicht Gott, wie zügellos sinn, Neid und Haß ihn dann du ihn in den Seivor der Welt entehrt: nen schmähst? dein Bist du denn ferner Richter hört dir zu. noch des Christennamens werth? 6. Die Thränen zählt der Herr, die von ge3. Wer, wenn er Låst- tränkten Frommen, die rer hört, und unter du entehret hast, wehSpöttern fitzet, aus klagend vor ihn komscheuer Menschenfurcht meu. Es kommt, es nicht Andrer Unschuld kommt ein Tag, wo schützet: Wer aus Ge- Gott einst vor Gericht fälligkeit selbst ein Ver- im Angesicht der Welt laumder ist, und nichts auch dir dein Urtheil zum Besten kehrt: Ift spricht! dieser auch ein Chrift? 7. Du müssest ferner 4. O Mensch, beden- nie des NächstenRuhm ke doch: Gott hört an verletzen! Du müsfest, jedem Orte, wo du zu- was du ihm entzogst, gegen bist, ein jedes dei- ihm bald ersetzen! Des ner Worte. Ach, er, der nächsten Ehre sey dir alles sicht, wie sollt er theuer, wie dein Ruhm! dich nicht sehn, wenn du beschütz und rette sie dich frech erkühnst, die stets als ein HeiligUnschuld selbst zu thum! schmähn! 8. Wie hoch verbeutſt 5. Wenn du der From-/ du uns den Misbrauch unsrer Von den Pflichten gegen den nächsten. 571 unsrer Zungen! Ent- und deine Gaben ehrt, halte sie, o Herr, von al den ehrst auch du, und len Lästerungen! Wer der ist deiner Ehre in den Menschen dich werth. 4. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. Mel. Nro. 440. ich haffen; Will gerecht Alle Menschen müssen zc. seyn; kein Tyrann! Je 454. Aller meiner dem geben, jedem laſſen, was er Rechte sollen, Gott, mir heilig seyn! Wenn ich fiezu kränken dächte, thres Kummers mich zu freun, über sie mich zu erheben, oder üppiger auch mehr Seegen mir als andern, mehr Gewinn, ihnen ungerecht kann. Lieber will ich Unrecht leiden, als begehn und will mit Freu den lieber niedrig seyn und blos, als durch Linrecht reich und groß. zu leben: Welchen Haß 4. Sollt ich, giebst du verdient ich nicht! Welch ein schreckliches Gericht! 2. Könntich, taub bey ihren Klagen, ihnen, begegnen, weil ich reich Gott, aus Eigenfinu, und machtig bin? Daoder Neidund Geit ver- rum, weil so oft Versagen, was ich ihnensbrecher, ohne Furcht schuldig bin; Könnt ich vor dir, o Sacher, obohne Ereu und Glan gleich alle Welt sie haßt, ben andern ihren See- vest doch stehn, wie ein gen rauben: Welchen Ballast? Haß verdient ich nicht! Welch ein schreckliches Gericht! 5. Würden der Bes drängten Zähren, würden ihre Seufzer nicht 3. Jedes Unrecht willl Rettung, Gott, von dir begeh 572 Von den Pflichten gegen den nächsten. begehren, und beflüglen und mit Geduld. Wir dein Gericht: Würd ich sind alle deine Knechte; nicht stets zittern müß und wie groß ist deine sen? Würde nicht selbst Huld! Du vergiebst so mein Gewissen über viele Schulden: Sollt mich um Rache sthreyn ich denn kein Unrecht und ihr erster Rächer dulden; Nicht gelind seyn? seyn, mich nicht freun, 6. Eines Unterdrück- wie mein Vater, zu vers ten Thränen: O wie zeihn? furchtbar sind nicht die! 9. Ungerecht will ich Eh es ungerechte wäh nicht handlen, immer nen, treffen deine Pfeile billig will auch gern fic. Und wenn du nicht eilen solltest, wenn du, Richter, säumen wolltest: Harrt denn mein amGrabe nicht ein noch schrecklicher Gericht? schonen, dulden, und doch wandlen froh die Wege meines Herrn. Er, der Richter aller Welten, wird mich schonen; und vergelten, wenn er mich vollendet hat, was ich meinen Brüdern that. Mel. Nro. 269. 7. Nein, ich will gerecht und billig gegen meine Feinde seyn; Kei nen drücken, lieber willig jedem, der mich kränkt, verzeihn. Hab ich Macht: ich will fie nutzen, die Bedrängten 455. Mensch! fu zu beschützen; Eilen, wo durch Wort und That Verlaßne flehn, ihnen Gerechtigkeit zu üben, liebreich benzustehn. und wandle fort auf GerechterGott! vor dein 2c. che stets 8. Sichern will ich gradem Pfad, wie Gott meine Rechte, aber sanft les vorgeschrieben. Ihm ift Von den Pflichten gegen den nächsten. 573 ist ein Gränl, wer Ga- das Verdienst steht hinben nimmt, und dann ten an; Wer schmeichelt das Recht des Bruders und bezahlen kann, der krümmt, und ihn durch schwingt sich in die Sünden quälet. Höhe. 2. Gott sichts in dunk- s. Weh denen, die um ler Mitternacht, wenn Sündenfold Recht und er auf Ränke dichtet; Gesetz verdrchen, und Es schließt ihn ein mit gieriger nach todtem seiner Macht Gott, der Gold, als nach der den Erdkreis richtet. Wahrheit sehen! Sie DerSünder wähnt von sprechen feilen Richters teiner Noth, und stirbt spruch, sie faen Fluch, dahin, und sieht im Tod und erndten Fluch; ganz feine Höllenfrevel. Denn Gott rächt einft 3.Denn, wer den Weg die Wahrheit! des Rechts nicht geht, 6.Ja herr! Du tilgst zerstört das Glück der des Rechtes Schmach: Erde; Unmenschlich Deß thut dein Wort häuft er früh und spät und Meldung. Es komt, nur Jammer und Be- es kommt dein groffer schwerde. Die Einfalt Tag des Lohns und der wird mit List bestrickt, Bergeltung! Vergeldie Unschuld liegt in tung bleibt der Sünder Staub gedrückt, der Ar- Loos; Hingegen un me ist verlaffen. aussprechlich groß ist dann der Gerechten Lohn. 7. Denn du läßt oft durch ihreHand den Leis denden erlösen. Sie leis sten starten Widerstand dem 4. Die Wittwen und die Waisen sind verkürzt um ihre Sache; Der Unterdrückung Thràne rinnt, sie rinnt und schreytum Rache! Und 574 Von den Pflichten gegen den nächsten. dem Geitz und allen treu verwalte, und sein Bösen, undgeben nichts Gewissen unbefleckt bis und nehmen nichts, wo an den Tod erhalte. Erdurch die Stätte des barme dich, schütz jeden Gerichts entheiligt Stand in unserm ganwerden könnte. zen Vaterland für Fre8.Sie stehn, wo man- vel und Bestechung. cher Sünder fällt, ge 11.Werdich, der Mentrost dem Necht zur schen Richter, kennt, Seite: Ihr Leben trauft muß sich zum Guten für Gottes Welt von stärken! Es laffe ab wer Seegen und von Freude. Jesum nennt, von unHoch ist das Ziel, zu gerechten Werken! Gieb dem sie gehn, und nichts deinen Knechten Kraft so treflich, nichts so dazu! Wer kann es anschön, als solch ein Le- ders, Gott, als du? Du benswandel. bist der Tugend Quelle. 9. Drum, Vater! laß 12. Du bist ihr Lohn! uns jederzeit vor fre- So lohne, die sich nicht velm Unrecht fliehen! zum Unrecht wenden; Laß Wahrheit und Ge- Gieb ihnen Ruh nach rechtigkeit in unsern Kampf und Müh, Gränzen blühen! Laß wann sie den Lauf volunsre Obern weis, und lenden! Zudeinen Freurein, und tren, und un- den nimm sie auf! Herr! bestechlich seyn, und fel- fie vollbrachten ja den senvest im Guten! Lauf, und hatten un10. Damit sein Amt, fern Seegen. von dir bedeckt, ein jeder 5. Von Von den Pflichten gegen den nächsten. 575 5. Von der Theilnehmung an dem Glück des Nächsten und der Dienstfertigkeit. Mel. Nro. 180. ruchte können dieß. Uns Beist vom Vater, und zc. vereine immerhin beste wür- Treu und Brudersinn, den nie die daß nurSeegen auf uns Augen bey des Bruders walte, und ein Arm den Leiden naß, der sein Le- andern halte. ben läßt verrauchen un456. Adem Vater Groll und Menter! höre, wenn wir dich schenhaß. Steinern istum Beystand flehn, sein kaltes Herz, niemals sah er himmel- nach der liebevollen Lehre deines Sohns einhers wärts, nie hat er in frohen Stunden guter zugehn. Sie ist machMenschen Glück empfunden. tig und gebeut Sanftmuth, Duldung, Ei3. Liebe soll uns alle nigkeit! Ruft uns auf binden; Denn ein Ba- zu edeln Thaten, heißt ter schuf uns ja! Und uns retten, trösten, rathen. in jedem Menschen finden wir uns selber fern 5. Und was dein Geund nah. Alle haben un- fandter lehrte, that er ser Blut, allen ist der auch zu aller Glück. Schöpfer gut, allen Keiner seiner Brüder giebt er seine Gaben, al- tehrte ohne Trost von le will er seelig haben. ihm zurück. Niemand 3. Sollen wir solch liebte brünstiger, half so Band zertrennen, das gern, so schnell, wie er! der Herr uns halten Liebe drang ihn selbst hieß? Wehe denen, die das Leben ohne Mures können! Nur Ber- lren herzugeben. 6. Sti 576 Von den Pflichten gegen den Nächsten. 6. Seinem Beyspiel Brüder Glück erhöhen, nachzukommen, Chri- und nicht falt vorüber sten, das sey unsre gehen. Pflicht! Wer es nie in 9. Aller Wohlfahrt Acht genommen, tennt laß uns wollen, froh den der Menschen Vater Fremdlingsättigen, und nicht. Lauter, thätig, mit einem liebevollen allgemein, stark muß Herzen ihm entgegen unsre Liebe seyn! So schn! Auch dem Brunur können wir auf Er der, welcher hier anderst den Gottes ächte Kin- denkt und glaubt, als der werden. wir, freundlich unfre Hande reichen, und dir, Gott der Liebe, gleichen. 10. Einst, wann diese Welt uns schwindet, Bater, bleibt die Liebe doch. Sie beseeligt, fie verbindet uns in deinem Himmel noch! Wer in ihrem Dienst besteht, erndtet dort, was er gefåt, ist von aller Noth entleden, und ihm fol7. Ddu Gott, derLiebe, leite uns, zu thun, was dir gefällt! Wohlthun sey des Menschen Freude, Liebe sey das Band der Welt! Jeder wende, wo er kann, wil lig feine Gaben an, daß nicht jemand Mangel habe, oder wer sein Pfund vergrabe. 8. Send uns Kraft und Muth und Willen, gen seine Thaten. Seegen um uns auszu-| Mel. Nro. 224. streun, Armen ihre Noth zu stillen, und Herr, allerhöchster Gott zc. Verfolgter Schutz zu seyn! Laß uns gern zu 457. Dienftfertig soll ich jeder Zeit. ohne Stolz seyn! Wohl dem, der und Eitelkeit, unsrer dieß erkennet, der diese Pflicht Von den Pflichten gegen den nächsten. 177 Pflicht zu thun aus Noth, und kann die Noth Menschenliebe brennet, nicht sehen, ohn ihnen und, zwingt ihn gleich gleich mit Rath und kein Amt zu dem, was Hülfe beyzustehen; er sie gebeut doch ihr mit trägt die Bürde mit, die Lust gehorcht auch ohne feine Brüder drückt; voll Ruf und Eid! Freude, wenn sein Trost 2. Der Brüder Welt, die Traurigen erquickt. denkt er, braucht mei- 5.Was ihre Nothdurft nen Dienst und Kräfte; heischt, reitzt jeden ſeiner Ihr Nutzen ist für mich Triebe, auch ohne Ruhnt das beste der Geschäfte! und Lohn, zu Werken Denn nichts ist, was wahrer Liebe. Nicht dem Herrn an Men- Stolz, nicht Eigennutz schen mehr gefällt, und würkt seine Gütigkeit; darum schuf er uns Er übt sie, weil ihm zu Bürgern einer Gott, was Andern Welt. nützt, gebeut. 3. So denkt der Menschenfreund, und das ist sein Bestreben. Ersu chet, weil er lebt, für Andrer Wohl zu leben. Er, seines hohen Rufs zum Wohlthun sich bewußt, verbreitet überall Zufriedenheit und Lust. 4.Er sicht der Brüder 6.Solch einesSinnes laß mich, Gott, durch Christum werden: Den das war Christi Sinn; Das war sein Thun auf Erden! Was that er nicht für uns! Ihm will ich ähnlich seyn, um seiner ewig mich und seines Heils zu freun! 6. Von 578 Von den Pflichten gegen den nächsten. 6. Von der Barmherzigkeit und Wohlthàtigkeit. 458. INT ohl zu thun und mitzutheilen, ChriMitleidvoll und willig eilen, ArWh sten, das verges fet nicht! Pflicht, die Jesus men bey zustehn, inPflicht; 11 EE selbst uns lehret, und die Gott, den Höchsten, ehret. 2.Speiset die, die Hun-| leiden, führt zu unverger leiden, und die dur- hofften Freuden. ftig sind, die trånkt: Eilt, 4. Und dieß sey dir keidie Nackenden zu kleine Bürde, keine Last, bes den; tröstet die, dieKum- glückter Chrift! Hoheit mer kränkt; Schwache ist es, Ruhm und Würsucht zu unterstützen; de, wenn du mild und Unterdrückte zu beschü- bülfreich bist. Welch ein ßen. Ruhm für dich Erldsten, arme Brüder Jesu trösten! 3. Nicht nur denen, die euch lieben, oder euch um Hülfe flehn, allen eilt, 5.Und was schaffte für vonGott getrieben, nach sanfte Freuden, der VerVermögen beyzustehn: laßnen Helfer seyn! Die auch, die im Stillen Sehn, wie sie in ihrem Leiden Von den Pflichten gegen den Nächsten. 579 Leiden sich, durch uns lich bey der Noth der gestärkt, erfreun! Ein verlaßnen Armen, der betrübtes Herz erqui- erwarte nicht von Gott cken, bringet himmli- Nachsicht und Erbarsches Entzücken. men. 6. Heil und Glück auf 2. Von dem Himmel unsern Wegen, innige schaut der Herr auf der Zufriedenheit, Huld bey Armen Plagen; Ihre Menschen, Gottes See Thränen zählet er, höret gen folgen auf Barm- ihre Klagen; sieht auch, herzigkeit und dereinst daß das harte Herz zum Gnadenlohne kummerfreyer Reichen schenkt ihr Gott des feine Thränen und kein Himmels Krone. Schmerz mildern und erweichen. 7.Laßt uns eilen, unsre Gaben, weil es Zeit ist, 3. Ach, das Urtheil ist auszustreun! Was wir gefällt: Jammer und hier gefäet haben, ernd- Verderben sollen sie in ten wir einst reichlich jener Welt, nicht den ein. Seyd barmherzig, Himmel erben; Sollen liebt die Armen; Gott nicht, wo Gott ist, seyn, will euer sich erbarmen. nicht bey den Erlösten, weil sie Arme nicht erfreun, nicht Verlaßne trösten. Mel. Nro. 135. Jesu, meiner Seele Licht zc. er des Le459. bensGüter 4. Reiche hörts! erbarmet euch, fleht zu cuch hat, wenn sein Nächster der Arme: daß sein Gott schmachtet, und nicht auch über euch sich derhilft mit Rath und einst erbarme: weil ihr, That, seines Grams da er zu euch schrie, auf nicht achtet, unempfind- sein Schreyen hörtet, Do 2 den 580 Von den Pflichten gegen den Nächsten. den Bedrängten halft, jeilt er Armen mild entund sie trånktet und er- gegen. nährtet. 7.Christen, wenn ihr in 5. Mitleidvoll und der Zeit mild, wie Gott hülfreich seyn, seiner gefinnet, Schäße für die Miterlösten Retterwer- Ewigkeit sammelt und den, und sich freun, gewinnet; o wie groß Traurige zu trösten; wird euer Lohn, euer Dank in ihrem Ange- Glück auf Erden, und ficht, und in ihren Bli- wie groß, durch Gottes cken Wonne sehn: wen Sohn, einst im Himmel rührt das nicht! Rei werden! che! welch entzücken! 8. Jesus sagt alsdann 6. Aber werden Armen zu euch: Komt, getreue liebt, geb aus freyerLie- Knechte! Erbet meines be; Sen nicht mürrisch, Vaters Reich, komt an wenn er giebt, daß er meine Rechte! Was ihr nicht betrübe. Lieblich meinen Brüdern gabt, sey, das will der Herr, in dem ersten Leben, fie wie der Thau, sein See- zu trösten, alles habt ihr gen: eher seufzen hört, auch mir gegeben! 7. Von der Bescheidenheit und Demuth gegen andre. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. on dir auf diese Welt 460. Von gerufen, stehn, Schödie du gabst, vor dir; Nie gleich einander an Geftalt, an Neigung, Ständen und Gewalt. 2.Nichsieder bat, was pfer, alle Menschen hier andre haben, und das ist auf vielerley verschied- Güte; Denn du giebst nen Stufen der Kräfte, dem diese, jenem andre Gaben, Von den Pflichten gegen den nächsten. 581 Gaben, weil du uns all', bin alles, was ich bin, oVater, liebst; Denn al- durch dich. le sollen glücklich seyn, und einer sich des andern freun. 6. Lind ich, ich sollte nicht bescheiden, ich stolz und übermüthig seyn? 3. Beglücken, Herr, Ich den nicht achten? und glücklich werden, ist Den beneiden? Mich, Aller Nuf, ifi AllerLoos. weil er mehr empfing, Nur darum, Gott, ist nicht freun, als wär ich der auf Erden gering( hätt ich mehr, als er) und arm, der reich und auch besser dann, auch groß. Der hat mehr seeliger! Kraft, der mehr Ver- 7. Laß, Gott, in meistand; Denn jener nem ganzenLeben, mich braucht, was der erfand. meines Glücks und 4. Verschieden sind Vorzugs nicht zu Anauch unsre Freuden; ver- drer Kränkung überheschieden Aller Last und ben; verkennen nie der Müh, und aller deiner DemuthPflicht! Nicht Kinder Leiden; Der dul- blos aufmeinen Vorzug det jene, dieser die. Ver- sehn; nicht Andrer Gaschieden ist des Vaters ben stolz verschmähn! Zucht, verschieden auch 8. Ja, meine Brüder Gewinn und Frucht. will ich ehren, wie arm, 5. Wer hat mich an- wie niedrig sie auch dern vorgezogen? Wersseyn. Sie können meiwieder andre Menschen ner nicht entbehren: Ich mir? Du thufte, durch kann mich ohne sie nicht freye Huld hewogen, freun. Nimmt keiner denn alles Gute kommt meines Glücks sich an: von dir. Ich gab dir wie arm, wie niedrig nichts zuvor, und ich bin ich dann! Do 3 9. Wer 582 Von den Pflichten gegen den nächsten. 9.Wer eitlerEhre gern Tugend, die eitlen entbehret, und Tugend Schimer gern entbehrt; an Geringen gern er- Denn Demuth und Bekennt, und schätzt, und scheidenheit ist unfre ehrt, der ehret der Nie wahre Herrlichkeit. drigkeit und Hoheit 11.Gieb, Herr, zu allen Herrn. Wohl, wohl deinen Gaben auch dieihm! Denn Bescheiden- se; Laß, vom Stolze heit ist aller Stände rein, uns alles brauHerrlichkeit. chen, was wir haben, 10. Sie schmückt das uns durch einander zu Alter, giebt der Jugend erfreun! Dann werden Reiß, Liebenswürdig- all in deinem Reich keit und Werth, und an Seeligkeit einander Glanz und Hoheit jeder gleich. 8. Von der Leutseeligkeit und Gefälligkeit. Mel. Nro. 1. laurend schadenfrohe Mein Herz, ermuntre zc. Tücke, und Haß in làmür- chelnder Sein 461. Nrifch finster, Blick, kein Blick der ungesellig, ist, wer ein Heucheley, ist liebreich, Christ zu seyn sich freut; offen, gut und frey. ist ohne Schmeicheley 3.Sein Antlitz heiter, gefällig; vereinigtErnst wie der Morgen, wird und Freundlichkeit; ist trüb, und seine Freud traurig mit den Trau- entflieht, wenn er Berigen, und frölich mit kümmerniß und Sorden Frölichen. gen in seines Bruders Auge sieht; und stralt in neuerHeiterkeit, wen ein Getrösteter fich freut. 4.Be= 2. Es liegt in keinem seiner Blicke, als wie in einem Hinterhalt, auf Von den Pflichten gegen den nächsten. 583 4. Bescheiden, sittsam,| 7. Er muß gefallen; er ehrerbietig ist, wer ein gebiete, erwarn, er straf Jünger Jesu ist; Nie auch; er gebeut, er sklavisch, auch nicht warnt, er straft voll Lieb übermüthig, wenn er und Güte, mit Ernst, vor andern glücklich ist. und doch mit FreundEr ist, weil er wie Je- lichkeit; Lind tröstet sus liebt, in allem, was er: wie leicht vergißt sein Bruder, was sein erfreut, geübt. 5. Er schleicht, für Kummer ift. from erklärt zu werden, 8. Nicht rauh, noch nicht traurig, Heuch- hart, noch menschenlern gleich, einher; Doch feindlich, nein, eifrig jeSünde reißzende Geber- den zu erfreun, und den haßt, wie sein Gott sanft, und anmuthvoll, fie haßt, auch er; In sei- und freundlich soll jeder nem Blick auch keusch Jünger Jesu seyn. Ach, und rein, stets frölich, wären mirs! Ach, gliohne frech zu seyn. chen wir, o Vorbild aller Liebe, dir! 6. Durch liebliche Gespräch erheitert er auch 9. In allen Worten des Blöden Angesicht; und Geberden, in allen Und jedes Herz fühlt Thaten laß, o Herr, uns sich erweitert und freu- aller Menschen Freude denvoller, wenn er werden, dir, Heiland, spricht; Denn, was er immer ähnlicher; So sagt, und was er thut, werden wir uns ewig ist anmuthvoll, ist wahr freun, und Gottes wahund gut. re Kinder seyn. Do 4 9. Von 584 Von den Pflichten gegen den Nächsten. 9. Von der Sanftmuth und Friedfertigkeit. Mel. Nro. 458. Wohlzuthun und zc. mit Freuden: Willig wollen wir verzeihn; 462. Allen, welche Nie uns rächen, wenn nicht verge- wir leiden, nie zu dir um ben, wirst du, Richter, Rache schreyn; Täglich nicht verzeihn: Trostlos vor dein Antlitz treten, werden sie im Leben, und für unsre Feinde trostlos einst im Tode beten. seyn; Linendladen ihrer 5. Bater, mach uns, Sünden, nimmer vor deine Frommen, stark zu dir Gnade finden. dieser schweren Pflicht! 2. Wie dein Herz mit Wenn wir in Versujedem Sünder väterli- chung kommen, so besieches Mitleid hat; Wielge sie uns nicht! Laß fie der Freund der Men- uns gewaffnet finden, schentinder selbst für sei- laß uns schnell sie überne Mörder bat: So soll winden. auch der Christ verzei- 6. Mach in unserm hen, und sich nicht der Rache freuen. ganzen Leben deinem Sohn uns gleich gefint. Sind wir willig zum Bergeben allen, die uns 3. Ach, wir alle sind Verbrecher, häuften alle Schuld auf Schuld: schuldig find; So laß Du, der Sünden ernster auch für unsre Sünden Racher, habe noch mit uns bey dir Vergebung uns Geduld! Sey uns finden. gnädig, daß wir leben, 7. Wohl uns! Gott und vergieb, wie wir verzeiht uns Sündern, vergeben. geht nicht mit uns ins 4. Wir gelobens dir Gericht; Nimmt uns auf Von den Pflichten gegen den nächsten. 585 auf zu seinen Kindern, laßt uns kämpfen, alle zürnet mit uns ewig Rach in uns zu dâmnicht. Laßt uns beten, lpfen. 463. der mir zu schaden sucht. Mit Güte will wenner aus Haß mir flucht. 177th 티 die will ich dem zu schaden suchen, Nie will ich meinem Feinde fluchen, 車 ich ihm begegnen, nicht drohen, wenn er droht. Wenn er mich schilt, will ich ihn 每 seegnen: Dieß ist des Herrn Gebot. 2. Er, der von keiner 3. Wahr ists, VerSünde wußte, vergalt läumdung dulden müsdie Schmach mit Hüld, fen, ist eine schwere und litt, so viel er leiden Pflicht. Doch seelig, mußte, mit Sanftmuth wenn ein gut Gewissen und Geduld. Will ich zu unsrer Ehre spricht. sein Jünger, wieder Dieß will ich desto mehr schelten, da er nicht wie- bewahren; So bessert der schalt? Mit Liebe mich mein Feind, und nicht den Haßvergelten, lehrt mich weiser nur wie er den Haß ver- verfahren, indem ers galt? böse meynt. 00 5 4. Ich 586 Von den Pflichten gegen den nächsten. 4. Ich will mich vor| 5. In seinem Haß den Fehlern hüten, die ihn zu ermüden, will ich er von mir ersann; Lind ihm gern verzeihn, und, auch die Fehler mir ver- als ein Christ, bereit bieten, die er nicht wie zum Frieden, bereit sen kann. So will ich zu Diensten seyn. Lind mich durch Sanftmuth wird er, mich zu unterrächen, an ihm das treten, durch Güte Gute sehn, und dieses mehr erhitzt: Will ich Gute von ihm sprechen: im Stillen für ihn beWie könnt er langer ten, und Gott vertraun: schmähn? Gott schützt. IO. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Mel. Nro. 18. 464. ein unglückseeligsLeben Wie soll ich dich würdig zc. bleibt gewiß ihr künfCaßmich, Höchtigs Theil. Hier schon fter, darnach trifft verdiente Schande streben, stets der Wahr- sie bey Redlichen im heit Freund zu seyn: Je- Lande. Denn ein jeder nes freudenvolle Leben Menschenfreund ist der nimmt nicht frecheLüg- Falschheit Nänken nerein. Wahrheit leit feind. an allen Orten mich in 3. Schmäht mich, ohWerken und in Worten. ne mein Verschulden, Redlich sey des Herzens der Verläumder LästerGrund, redlich sprech/ mund; Herr. so laß auch stets der Mund. michs still etdulden: 2. Die der Falschheit Einst wird doch die sich ergeben, sind vor dir, Wahrheit kund. Darf o Gott, ein Graul; Lindlich ja nicht länger schweigen, Von den Pflichten gegen den nächsten. 187 schweigen, meine Lin-| 2. Wohl ihm, wenn schuld zu bezeugen, o so sein Gemüthe, Herr, so gieb, daß stets dabey die Wahrheit übt! Ihn Herz und Mund voll leitet deine Güte, er wird Sanftmuth sey. von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 4. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist: Daß kein einz'ges meiner Worte deinem Ohr verborgen ist; Dieß sey stets 3. Herr, laß mich deine mir im Gemüthe, daß RachemirganzemErnich mich vor Lügen hü- ste scheun, daß ichs zur te: Denn du liebst den Pflicht mir mache, der Wahrheitsfreund, und Lügen Feind zu seyn. bist falschen Zungen ErinnremeinGewissen, feind. du haffest Heucheley; Damit ich stets befliffen der Treu und Wahrheit Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege zc. fey. 465. Wohl dem, 4. Laß niemals mich derrichtig versprechen, was ich wandelt, der als ein nichthalten kann; Auch Wahrheitsfreund, stets nieZusagen brechen, die denket, spricht und han- jich einmal gethan; Nie delt, und das ist, was er mich den Stolz verleischeint; Der Recht und ten, und nie des BeyTreue liebet, und von spielsmacht, als Wahrdem Sinn der Welt, die heit auszubreiten, was Trug und Falschheit ich doch selbst erdacht. übet, sich unbefleckt erhålt! 5. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Wahr 588 Von den Pflichten gegen den Nächsten. Wahrheit Licht, Herr, der kühlste Muth bis meine Seele leiten, da- zur Glut erhitzet. mit ich meine Pflicht mit Klugheit üb, und wiffe, wann ich für Andrer Wohl, und für mich reden müsse, und wann ich schweigen soll. 3.Den größten Wald kann doch gar bald ein kleines Feur entzünden; Und die Zung, ein kleines Glied, zündet Glut durch Sünden. 4. Mit welcher Wuth zerstört die Glut das Glück so vieler Leute! eut erfährts schon mancher Mensch, der fich gestern freute. 6.Ein Herz voll Treu und Glauben, das, Gott, zu dir sich hält, das soll mir Niemand rauben: So kann ich aus der Welt einst mit der Hoffnung gehen, auch ich 5. Verläumdungswerd als deinkind, dich sucht, die böse Frucht mit den Fromen sehen, von teufelischem Sans die reines Herzens sind. men, zündt auch zwischen Freunden oft Feur zu hellen Flammen. Mel. Nro. 155. So schlummerst du zc. err, unser 6. Und das verheert mehr, als das Schwerdt, 466. Gott, wie der Erdbewohner Freumanche Noth entstehet den, die am meisten von doch auf Erden durch den Gift böser Zungen der Lügner falschen leiden. Mund! O wieviel Beschwerden! 7.Wen Mein und Dein uns nicht entzweyn, so 2. Wenn Zungengift, thuns dochLästerungen, den Nächsten trifft, die aus Tadelsucht und Verläumdung ihn be- Neid und aus Stolz schmitzet: so wird oftlentsprungen. 8. D Von den Pflichten gegen den nächsten. 589 8.D Gott, gieb mir die sker, sind im Reich der Gnade hier, vom Zanke Finsterniß ihre eignen fern zu leben! Dort in Henker. deinem ew'gen Reich wirds nicht Zanker geben. 10. Sie sehn dich nicht in deinemLicht, du Gott der Lieb' und Freude! 9. Von dir, dem Aber ich werd einst dich Herrn, find ewig fern sehn, frey von allem die Lügner und die Zán- Leide. 11. Von der Dankbarkeit gegen Wohlthäter. Mel. Nro. 125. 3.Ich will mich aller Wie göttlich sind doch zc. ihrer Freuden, und ihvon Herzen 467. W fchen fire- freun; Voll Kummer ben, dir an Güte und über ihre Leiden, gern, Wohlthun, Bater, wie ich kann, ihrTrößter gleich zu seyn, und mich seyn: Lind, kann ich tramit willigem Gemüthe gen ihre Noth: Mit durch ihren Rath und Freuden will ichs thun, Trost erfreun: Mitrei- o Gott! chem Seegen seegne dann, die ich nicht wieder seegnen kann. 2. Es zeuge meiner Freude Zähre von meines Herzens Dankbarkeit; mit was für Eifer ich begehre, was ihre Herzen, Gott, erfreut, mit welcher Inbrunst 5. Kann ich, was ihnen mein Gebet für sie zu schadet, hindern, befördir, mein Vater, fleht. 4. Ich will sie lieben, will sie chren, will über mein Bedürfniß sie mit meinen Klagen nie bes schweren, frets sittsam, überlästig nie; Wenn ihre Hand auch Andern giebt, nie mürriſch), neiz disch und betrübt. 190 Von den Pflichten gegen den Nächsten. dern, was ihr Wunsch| 7.Umfahe sie mit deibegehrt, erleichtern, was ner Güte, und deine fie drückt, und lindern, Huld verlaß sie nie! Sey was sie bekümmert und stets ihr Helfer, und bebeschwert: Frohlocken hüte vor Widerwärtigwill ich, Bater, dann, teiten fie; Und trifft wann ichs durch deinen sie doch Gefahr und Beystand kann. Schmerz: So tröst und 6. Lind kann ichs heile selbst ihr Herz! nicht, o Gott, so dringe 8. Jm Tode nimm ſie mein brünstiges Gebet mit Erbarmen zu deizu dir; Und, was sie nes Reiches Erben an! wünschen, das gelinge; Sie haben, weil sie lebDenn, Herr, sie thaten ten, Armen mit deinen wohl an mir! Aufjeden Gaben wohlgethan; komme Freud herab, Lind diese flehn an deidie Freude giebt, und nemThron: Groß, herrFreude gab! lich, ewig sey ihr Lohn! 12. Von den Pflichten und dem Glück der Freundschaft. Mel. Nro. 7. fist er auch nicht ein Kommt her, verkündigt zc. Christ. Das weiß ich, 468. Das Glück ist daß ein Jonathan, als ist. groß, das Gott mir schenkt in ei- 3.Der Wahrheit und nem wahren Freund, der Tugend hold, beder als ein Christ recht- fizzet er mein Herz. Ich schaffen denkt, und treu geb ihn nicht für viees mit mir meynt. les Gold, theil mit ihm 2. Man rühmt den Freud und Schmerz. Freund- in jedermann, 4. Ich schmeck des Lebens Von den Pflichten gegen den nächsten. 591 bens Süßigkeit in dop- sjener Welt, verklärt pelt starker Kraft, wenn zum Glück der Ewigmich das edle Glück er- keit, nichts mehr am freut, das so ein Freund Wohlseyn fehlt. verschafft. 5. Manch Leid um10. Dawir, vor Gottes Thron vereint, von wolket mein Gemüth: allen Mängeln rein, ihn Ich klag es meinem Freund, fühl, daß schon halb der Kummer flicht, wenn er nur mit mir weint. sehn, den allerhöchsten Freund, mit ihm uns ewig freun. II. O Gott! mein Gott! wie dank ich dir. wen so ein Freund mich schätzt! Ich bitte dich, Herben Schmerz; oft erhalte mir dieß Glück hilft er mir auch mit der stets unverletzt. That; Und froh dankt ihm mein Herz. 6. Oft lindert mir sein guter Rath des Leidens 12. Laß andre auch so glücklich seyn. Mehr 7. Freymüthig, ohne wahrer Freunde Zahl, Bitterkeit straft er die hier im Tugendmich, wenn ich fehl. schmuck sich freun, und Und eigne Linvollkom- dort am Himmelsmenheit hält er vor mir mahl. nicht hehl. Mel. Nro. 18. 8. Manch Wort zu unsers GottesRuhm theil Wie soll ich dich würdig. ich mit ihm, vertraut; und werd in meinem 469. Pater mei ne Seele Christenthum oft sehr schätzet einen Freund, durch ihn erbaut. der Tugend liebt, den 9. Ich freue mich mit mein gleicher Sinn erihm der Zeit, da uns, in götzet, der sein Herz für meis 592 Von den Pflichten gegen den Nächsten. meines giebt, der mich gegeben solche Freunde; auch in Noth erkennet, Dank sey dir! Laß sie den kein Unfall von mir lange glücklich leben, trennet, dessen Bund und erhalte du sie mir. nach langer Zeit ohne Schenk auch Ruh und Reu, wie jetzt, erfreut. Tröstung allen, denen 2. Wähle, Herr! mir du nach Wohlgefallen, und erhalte einen sol- solche Freunde nie bechen treuen Freund. stimmst, oder bald sie Daß die Liebe nicht er- ihnen nimmſt. kalte, sey der Sun in dir vereint! Laß den Argwohn nie uns quaMel. Nro. 113. Dieß ist der Tag, den zc. len, unsers Neiders 470. weld ein S ihm fehlen, unSeegen ist sre Lieb an Absicht rein, ein Freund, der, Gott, fanft und treu die War- durch dich mit mir vernung seyn. eint, mich zärtlich und 3. Hab ich Schwach- vertraulich liebt, mit heit und Gebrechen, mir sich freuet und beHerr! fo lenke meinen trübt! Freund sich durch Kalt- 2. Der, vest vereinigt sinn nicht zu rächen, erst mit dir, in einem nicht durch Härte, wie Geiste, dann mit mir, ein Feind. Laß den wei-( der Tugend hohes Lefern freundlich schlagensben lebt, mit mir nach und des Schwächern einem Ziele strebt! Fehler tragen! Beß- 3. Gedanke, Neigung, rung folge stets auf Will und That sind Schuld, Hochmuth nie- Eins in beyden, nur den mals auf Geduld. Pfad, den wir in dei4. Vater! hast du mirnem Lichte sehn, getreu, und Von den Pflichten gegen den nächsten. 593 und Hand in Hand zu die Täuscherey der gehn. Schmeichler, redlich, 4. Der Herzen Heil offen, frey. und Besserung, nicht 9. Kein Streit, kein eitler Lüfte Sättigung. der wahren Liebe voll Gefühl ist unsre Sehnfucht, unser Ziel. 5. Wir theilen brüder-| Mißtraun, kein Verdacht, nichts, was uns froh und traurigmacht, auch nicht des Glückes Unbestand trennt unlich dein Licht, das uns srer Liebe vestes Band. erleuchtet, jede Pflicht 10. Wir theilen alles, uns zu erleichtern; je- Lust und Leid, in innide Kraft, gleich fromm ger Bertraulichkeit; zu seyn, gleich tugend- und jede Zärtlichkeit haft. versüßt dem andern, 6. Er, in Gefahr zu ir- was ihm schmerzlich ist. ren, hört auf meiner Lie- 11.Trennst du auch selbeRuf, und kehrt, durch berFreund und Freund: meine Wachsamkeit ge- DieHerzen bleiben doch rührt zurück vom We- vereint durch Liebe, ge, der verführt. durch Gebet, durch 7. Und wenn ich Rath, und, wo wir könstrauchle:( denn wie nen, durch die That. leicht fällt nicht der 12. Vollenden wir den schwache Mensch!) so Pilgerlauf: So nimmt reicht er seine Bruderhand auch mir, undführet mich zurück zu dir. uns, Gott, dein Himmel auf. Unendlich ist die Seeligkeit, die uns zugleich vor dir erfreut. 8. Stets durch einander weiser, Herr, stets edler und vollkommener, verabscheun wir 13. Da hab ich ewig jeden Freund, der sich mit mir durch dich verP P eint, 594 Von den Pflichten gegen den nächsten. eint, mir Herz umHerz, zärtlich, treu, und ewig o Vater, giebt, mich liebt. 13. Von der Liebe und Versöhnlichkeit gegen Seinde. Mel. Nro. 227. Hohn und Spott: Im So hoff ich dann mit zc. Himmel mein Erbarört, die ihr mer, Gott, in mir ein mich ver- gut Gewiffen! die 471. folgt und schmäht, hört 4. Trug nicht mein mein aufrichtiges Ge- Heiland meine Schuld bet: Herr, seegne, die mit unaussprechlicher mir fluchen! Esschmerzt Geduld, um Gott mir mich, daß ihr Herz mich zu versöhnen? Für seihaft: Doch schone sie, ne Mörder bat der Herr; laß diese Last mich froh Am Kreuß, am Kreußze zu tragen suchen! selbst bat er: Vergieb, o Bater ihnen! 2. Du rettest gern aus jeder Noth; Errett auch 5. Sein hohes Beymeinen Feind, o Gott! spiel lehre mich gedulVergieb ihm sein Ver- dig seyn, und brüderlich brechen! Lind, wenn mit mit Feinden umzugeüberlegter List ein Ju- hen! Erwachen Stolz das mich verräth und und Rachbegier, so lenküßt, so wollest du's ke mich, o Herr, zu dir nicht rächen! und auf dein Kreutz zu sehen! 3. Die Unschuld schmücke nur mein 6.Nie, Gott, entzünHerz: Und jeden nicht de meine Brust des verdienten Schmerzsöll Haffes und der Rachmir ihr Trost verfüffen. gier Lust! Laß willig Es sey mein Trost ben mich vergeben! Wer Unrecht Von den Pflichten gegen den nächsten. 595 Unrecht gern und leicht Willigkeit meinem vergißt, wer hier dir Haffer zu verzeihn, wie ähnlich wird, der ist dein dein Vater mir verErbe; der wird leben. zeiht: Lind auch Lust, ihn zu erfreun! Solch ein Beyspiel gabst du Die ihr Christi Jünger zc. mir: Herr, ich sehs, und Mel. Nro. 212. 472. Gieb mir, Je- folge dir? su, deinen 4.Laß zugleich, oGotSinn, daß ich meinen tes Sohn, gern für meiFeind auch liebe, und, nen Feind mich beten! wenn ich beleidigt bin, Du hastunterSchmach mich nicht räch und ihn und Hohn bey dem Vabetrübe; Unmuthvoll, ter uns vertreten, der weil er mich kränkt, und auf mein Verderben denkt! du immerGutes thatst; Und für deine Mörder batst! 2. Du, der Liebe höch- 5. Dann, wann ich, stes Bild, lehre, Jesu, wie du, verzeih, in Gemich ihn seegnen, und, duld, wie du, mich übe, wie zornig er michschilt, und, von aller Rachsanft und freundlich sucht frey herzlich meiihm begegnen, wenn er ne Haffer liebe, dann gleich mein Elend sucht,( verfolgt mich auch ein mich verläumdet und Feind) ist und bleibt mir flucht! doch Gott mein Freund. 3.Gieb mir Muth und 14. Sürbitte für Zweifler und Unglaubige. 473. શક Is Gott dich deinen Menschen Der fai schen Götter Dienst verP p 2 gab, 596 Von den Pflichten gegen den nächsten. gab, welch Licht kam, Jesu, da herab! schwand; Da ward dein Vater, Herr! erkannt. ELE Die Welt sah, wer ihr Schöpfer ist; und sah, daß du ihr Heiland bist; die Völker eilten voll Begier nach Licht, o Menschenfreund! zu dir. 2. Nun hat die Welt| Von deiner Wahrheit dein göttlich Licht: Lind ungewiß, verweilt er in achtet seines Seegens der Finsterniß. Er spotnicht. Verhaßt ist, Je- tet deiner Lehre nicht, fu, ihr dein Wort; Weit und glaubt, und fürchpflanzt sich diese Feind- tet dein Gericht; Liebt, schaft fort. Mit Bitter- wie er kann, das Gut', keit, mit Hohn und und ist dir nahe, Herr, Spott empöret sie sich und doch kein Christ. wider Gott, und stürzet sich mit frechem Sinn in aller Laster Abgrund hin. 3. Auch manchen Bef fern fesselt doch gepriesner Vorurtheile Joch. 4. Herr, nicht mit Fleiß bethört er sich; Erbarm, erbarme seiner dich! Nicht Stolz, noch Bosheit, bloser Wahn entfernt ihn noch von deiner Bahn. SeinHerz will Von den Pflichten gegen den nächsten.$ 97 will gut seyn: Sein irrt. Er wird zum KreuVerstand hat nur noch te Jesu fliehn, gerecht nicht dein Heil erkannt. zu seyn vor Gott durch Das laß ihn suchen; ihn. Bekennen wird ers Leit ihn nur, Geist Got- öffentlich: Er glaub, o tes, auf des Glaubens Jesu, nur an dich; Auch Spur. wird ihn nichts so sehr erfreun, als, Herr, das Heil, ein Christ zu seyn. 5. Zeig ihm, daß seine Tugend nicht gerecht ihn mach im Weltge- 7. Für jede Seele, die richt; Daß er vonSünd von dir aus Irrthum und Schuld nicht frey weichet, beten wir! vor Gott, und im Ge- Auch die mit Fleiß dir wissen sey! Laß ihn des widerstehn, laß, Herr, Mittlers Wunder sehn, auch die nicht unterund seine Lehre recht gehn! Entreiß des Laverstehn! Er prüfe sie sters Tyranney ihr thögewissenhaft; Dann richt Herz und mach es siegt in ihm der Wahr- frey! Dann glauben heit Kraft. sie, dir, Herr, zum 6. Wohl ihm dann! Ruhm, auch an dein seine Seele wird sichs Evangelium! nicht verhehlen, daß siel 15. Von den Besinnungen des Christen über den Tod der Frommen. Mel. Nro. 440. Inicht blos für sich nur Alle Menschen müssen zc. lebte; Menschensuchtezu er mit Luft erfreun: Deß Gedächt474.29 und Eifer niß bleib, und daure; strebte, nützlich seiner Seine Nachwelt klag Welt zu seyn: Werlund traure; Wo sein Pp 3 Grab $ 98 Von den Pflichten gegen den nächsten. Grab ist, weine dann, ganz reinen Triebe seiwer, was gut ist, schå ten kann! ner Tugend schont mit Liebe, wer sich nur des Guten freut; Hüllt sie in Vergessenheit. 2. Unvergeßlich fey sein Name! Nur die Sunder treffeSchmach! Je- 5. Preist den Herrn, der folg ihm; jeder ab- und seine Liebe, daß sein me seiner Tugend Tha- Tod, der euch betrübt, ten nach! Sanft und Reitz zum Guten, Luft heiter stral er immer, und Triebe, ähnlich ihm wie der Abendröthe zu werden, giebt! Preist Schimmer, sanft und den Herrn, daß seine lieblich Gottes Welt, Gnade ihn der Tugend eh es Nacht wird, noch sichre Pfade wandeln erhellt! ließ, und bis ans Grab dazu Licht und Kraft ihm gab. 3. Dann so kehren seine Thaten seegnend in die Welt zurück; Blei- 6.Also ehret edle Brüben immer reiche Saa- der, wenn sie nun im ten für der Nachwelt Frieden ruhn; Denn so Heil und Glück. Gott, wird man euch einst der Richter aller Wel wieder, wenn ihr ihnen ten, wird sie öffentlich folget, thun. Fortzuvergelten; Jede bringt pflanzen eure Namen, er einst ans Licht; Blos eure Tugend nachzuahder Fehler denkt er nicht. men, euer Beyspiel zu 4. Darum schaue die- erneun, wird sich eure se keiner, um sie zu ent- Nachwelt freun. hüllen, an; Denn wo 7. Wenn ihr sterbet, bleibt auf Erden einer, wird sie klagen: wieder der nicht irre gehen starb ein edler Mann! kann? Der nicht stets Gott, belohn ihn! wird fie Von den Pflichten gegen den nächsten. 199 sie sagen, nimm auch des sterben! Preis und ihn zu Ehren an! Laß Unvergänglichkeitdem, ihn deinen Himmel er- der gut zu seyn, sich ben! Laß uns seinesTo- freut! 16. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod derer, die in Sünden und Unglauben gelebt haben. 475. ief in Todes schmerzen liegt der oh ne Trostim Her zen, schon dem LEE Spotter da, nahe dem Verderben, das Richter nah, dein Gesetz ihm droht! ach laß ihn nicht sterTEL ben, nicht den furchtbaren Tod! Bater, sey ihm gnädig! Jesu, rett ihn noch! Bater, sey ihm gnädig! 2. Er, der Sünd er- sethat? Drohung nicht; geben, ihrer Luft nic nicht Gnade, nichts fatt, kürzte selbst sein hielt den Frevler auf. Leben, und durch Mis Auf des Lasters Pfade PP 4 blieb 600 Von den Pflichten gegen den nächsten. Mel. Nro. 458. blieb sein sündlicher Lauf. Bater, sey ihm Wohlzuthun und mitzuth. gnädig! Jesu, rett ihn noch! Bater, fey ihm 476.Richtet nicht, gnådig! wenn Sunder sterben; Rufet nach dem Tode nicht über sie 3. Aus dem langen Schlummer weckt ihn herab Verderben, GotAngst und Schmerz; Nie empfundner Kum tes Donner und Gericht! Welch ein Jammer nagt sein bebend mer, blos zu wissen, wie Herz! Ibn, der Bos- sie dann erzittern müsheit Rächer, den Richsen! ter, der ihn ruft, hört 2. Fluchet ihnen nicht; nun der Verbrechertes seyn, wie wir; konnSie Gotzittert, daß er ihn ruft: tens werden, wenn ſie Bater, sey ihm gnädig! wollten; jeder war ein Jesu, rett ihn noch! Va- mensch, wie ihr. Daß ter, sen ihm gnädig! sie nach dem Tod auch leben: wer kanns denken, und nicht beben? 4. Ihm entflieht die Stimme, nur die Seele fleht! Hör auf ihre 3. Wer darfrichten? Stimme: Sprich nicht: Wer verdammen? nun zu spàt; Laß ihn wißt: es ist ein Einiger, nicht verderben, nimm welcher richten und vervon ihm seine Schuld! dammen und vergeben Zeig ihm noch im Ster- kann, der Herr! werda ben, Gott, die göttliche steht,( vernehmt es alle!) Huld! Bater, sey ihm sehe zu, daß er nicht falle! gnädig! Jesu, rett ihn 4.Richtet nicht; Denn noch! Bater, sey ihm wer kann wissen, wer gnädig! S von ihnen, wie ein Brand Von den Pflichten gegen den nächsten. 601 Brand noch des Zor- jihn mit Blut erkauft. nes Flamm entriffen, Er, der Gott ist, kann bey dem Herrn Erbar- erretten, kann im Tode men fand? Ueberschaut noch erretten. ihr alle Pfade seiner 8. Aber heilig Dunwunderbaren Gnade?| kel decket, was Gott 5. Hättet ihr durch sie thun kann oder will. gelitten, was ein Durch der Sünder Tod Mensch nur leiden erschrecket, stehe, wer kann, und ihr hörtet noch irret, still. Kehrt lange bitten: Brü- zurück zu seiner Gnade, der: klaget uns nicht auf der Tugend sichre an! Würd euch euer Pfade. Herz nicht brechen? 9. Laßt nicht erst des Wolltet, könntet ihr Grabe's Schrecken, euch rächen? ( ach, wie furchtbar sind nicht die!) euch zur Heiligung erwecken; Eilet und beschleunigt sie? Die nur, welche heilig leben, dörfen nicht im Tode beben. 6.Seufzt ein Sünder: habt Erbarmen, seht, wie jammervoll ich bin! Kämt ihr nicht mit off nen Armen zu dem Jammervollen hin? Würd euch euer Herz 10. Erist nur für die nicht brechen? Könn- ein Schlummer, die ,. tet, wolltet ihr euch rå- was Gott gebietet, chen. thun, um befreyt von 7. Lind ihr habt ihn allem Kummer, bis die nicht erschaffen, habt Erndte kömmt, zuruhn. ihn nicht mit Blut er Seelig sind sie, Gottes kauft; aber Gott hat Erben, die des Herrn ihn erschaffen, Gott hat sind, eh sie sterben! Pp s Vierte 602 201 Vom obrigkeitlichen Stande. Vierte Hauptabtheilung. Von den Pflichten der Christen in allen Ständen, besondern Zeiten, Lebensarten und Umständen. Lieder für die christlichen Stände, Gesellschaften und Lebensarten. 20 I. Vom Obrigkeitlichen Stande. 1. Sürbitte für die Obrigkeit. Mel. Nro. 46. 2. Unendlicher, regieAllmächtiger, wir singen. re sie, daß sie dir willig 477. Du gründeſt, dienen! Verlaß mit deiAllgewal- ner Huld fie nie: Nicht tiger, der Weltbeherr- ihr Geschlecht nach ihscher Thronen, daß wir, nen; Huld, welche wohlo aller Fürsten Herr, in zuthun sich freut, und fichern Hütten wohnen. Weisheit und GerechPreis deiner Huld, die tigkeit sey ihre schönste fie erhält! Dein ist ihr Krone! Reich, und dein die 3. Gieb, Vater, daß Welt: Du bist auch ihr sie, dir getreu, dir ähnBeherrscher. [ lich, uns regieren! Nie müsse Vom obrigkeitlichen Stande. müffe Stolz, nie Heu-| Mel. Nro. 7. cheley zu Lastern sie ver- Kommt her, verkündigt zc. führen! Laß sie ihr eignes Herz durchschaun; 478. Es freu der Fürst des Voll Furcht vor dir, sich Landes fich, Gott, deiselbst nicht traun, und ner allezeit! Sein Auge dich um Weisheit bit- sehe stets auf dich: Sein ten! Herz sey dir geweiht. 2. Begnadiget mit 4. Gieb Friede; hal- deiner Kraft und deines te sie zurück von unge- Geistes voll, gedenk er rechten Kriegen! Ihr stets der Rechenschaft, Ruhm sey ihres Landes die er dir geben soll. Glück, sein Seegen ihr 3. Sehr groß und Vergnügen! Wenn schwer ist seine Pflicht; aber Völker sie zum Lind er ein Mensch, wie Streit durch Unrecht wir, wie sehr braucht er zwingen, dann gebeut vor andern Licht und dem Siege, sie zu schü- Rath und Kraft von tzen! dir! 603 4. Verleih ihm das, 5. Es müsse, Gott, wenn er begehrt, dir auf jedem Thron dein ähnlich, Gott, zu seyn; Wort Verehrer finden! Und laß ihn, in dein Auch Fürsten laß auf Bild verklärt, sein Volk, deinen Sohn der Zu wie du, erfreun. kunft Hoffnung gründen! Sie sind auch Sünder, Gott, wie wir! Laß Gnade denn auch fie vor dir in ihrem Tode finden! 5. Er zeig in seinen Thaten sich als deinen treusten Sohn; Den Lastern sey er fürchterlich, der Tugend Schutz und Lohn. 6. Bez Vom obrigkeitlichen Stande. 6.Beglückter Völker zu schützen Recht und Liebe sey sein edelster Eigenthum, so folg ihm Gewinn; und kein ge- Muth und Sieg. rechter Seufzer schrey 9. Auch ihm hast du um Rache wider ihn. bestimmt das Ziel, das 7. Um seinen Stuhl er erreichen soll; Laß sey immerdar Recht werden seiner Tage viel, und Gerechtigkeit; Und und jeden seegensvoll! dann beschütz ihn in Gefahr, wenn ihm und uns fie draut. 10. Sein werd in jedem Flehn zu dir mit Lieb und Dank gedacht. 8. Er wünsche nie der Erhör uns, Gott! So Helden Ruhm; Doch jauchzen wir und preizeucht er in den Krieg, sen deine Macht. 604 2. Von den Pflichten der Obrigkeit. Mel. Nro. 113. 3. Nie brauch er seiDieß ist der Tag, den 2c. ne Größ und Macht zur 479. Wer herrscht, Leppigkeit und eitlen wer Fürst, wer König ist, der wisse, Pracht; Niezu des Armen Druck und Last, daß du Richter bist; den du, wie ihn, geschafWer Macht hat, wisse, fen hast. sein Beruf sey von der 4. Nie flamm und Macht, die all'erschuf. stral in seiner Hand sein 2. Er, wie der Linter- Schwerdtdurch ein verthan, dein Knecht, sey ödet Land! Sey stets Gott, dein Bild, und die Lieb und Luft der fey gerecht; Sen men- Welt: Für Ehrenbogen schenfreundlich, herrsch nie ein Held. allein, ein Seegen seines Volks zu seyn! 5. Nie stürz er fremde Thronen um; DesFriedens Vom obrigkeitlichen Stande. 605 dens Dehlzweig sey sein als blos ein Heuchler Ruhm! Doch, heischt wird. der Schutz der Seinen Krieg: So folg ihm Muth zur Schlacht und Sieg. 10. Verdienste heb er gern empor; Sey überall seibst Aug und Ohr und sehe, nie getauſcht durch List und Wahn, was allen nützlich ist. 6. Für Andrer Jammer voll Gefühl, sey schnelle Hülfe, Herr, sein Ziel; Nie frecher Lüste Sättigung, nie sklavische Vergötterung! 11.Sein cignes Beyspiel wirke mehr, als sein Gesetz; Weit um sich her verbreit es Lust 7. Der Unschuld Rech- zu dem, was gut und te beug er nicht! Als recht ist, und zur Tugieng er selbst in dein gend Muth. 12. Er, seinem grof Gericht, so müß er richten, und allein dessen Rufe treu, sey der Verlaßnen Zuflucht, sey der Armen Reichthum und in Noth ein fichrer Schirm, wie du, o Gott. Trugs und Frevels Schrecken seyn. 8. Er zeige, daß nur der, der frey die Wahrheit spricht, sein Lieb13. Berlohren rechn' ling sey; Den, hört, wer er jene Zeit, wo er nicht Macht hat, Schmeich- wohlthüt und erfreut, ler an, wie leicht, wie doch werd auch Wonne leicht wird der Tyrann. jeder Schmerz, den er 9. Er ehre dich, doch geheilt hat für ſein Herz. zwing er nie Gewissen, 14. So herrsch er, und schon und schütze sie; ihm opfre dann mit Gewiß, daß durch Ge- Freuden Gut und Blut, walt, wer irrt, nie mehr, wer Mann; wer gut und боб Vom obrigkeitlichen Stande. 5.Er hasse Grausamund muthvoll, wie ein Christ, solch eines Herr- keit und Zwang; Verschers würdig ist! praffe nicht durch MüsMel. Nro. 113. figgang, was Gott ihm Dieß ist der Tag, den 2c. giebt, beglückt zu seyn er höher mit andern, aber nie al 480. W durch Ge tein! burt schon ist, als seine 6. Froh neben ihm, Brüder, ken, als Christ, mit ihm vergnügt, sep, des bessern Adels Werth wer ihm seine Felder und Pflicht; Den fühl pflügt! Wohlthätig er, den entehr er nicht. soll er seyn, denn er ward darum nur des Armen Herr. 2. Er, sind ihm Brüder unterthan, er sey ihr Vater, kein Tyrann; So mild und liebreich, als gerecht; Er ist, wie fie, auch Gottes Knecht. 3. Nicht wähn er, weil er groß und fren vor den Geringern ist, er sey erhaben über Recht, und Pflicht und Rechenschaft; Das wähn er nicht! 4. Er sehe, mehr beglückt von Gott, nicht mit Berachtung oder Spott auf den, von des sen Schweiß er lebt, der ihm erwirbt, was ihn erhebt! 7. Er,( denn er hat mehr Macht und Zeit zu höhern Thaten;) sey bereit auch mehr zu thun für Volk und Staat, von dem er seinen Vorzug hat! 8. Verächtlicher, als Sklaven, ist im Tod einst jeder, der vergißt, daß er des Vaterlandes Wohl auch mehr, als andre fördern soll. 9. Doch, wenn ers nicht vergißt, so freut der Niedrigesich ohne Neid, weil der der Welt zum Seegen lebt, den Gott mehr Von den Pflichten und Gesinnungen der zc. 607 mehr seegnet, mehr er- Mann! Er, durch der hebt; TugendGlanzverklärt, 10. Lind spricht in sei- war seines Glücks und nem Tode dann: Das Vorzugs werth. war ein edler groffer! II. Von den Pflichten und Gesinnungen der Unterthanen. Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu lob. zc. 3. Ach, groffer Herrs lehre mich doch scher! 481, Jehova, Herr durch deinen Geiſt, daß und König ich die Obern ehre, wie der Könige und Herrn! es dein Wort verheißt. Dir ist man unterthà- Sie tragenjadein Bild: nig: Du herrschest nah Und wenn wir ihren und fern, du Gott, Herr Willen in Furcht und Zebaoth! An Ehren Lieb erfüllen, wird dein groß und prächtig, zum Will auch erfüllt. Schutzestark und mach- 4. Laß deines Geistes tig, ein Helfer in der Gaben auf ihnen reichNoth! lich ruhn. Laß fie, ob2. Nach deines Wor- schon erhaben, gern deites Lehre ist keineObrig- nen Willen thun. Du keit, die, Herr, von dir herrschest selbst im nicht wäre: Ihr Land. Das Herz der Schwerdt, das Frevlern Obrigkeiten kannst du, draut, empfing sie nur wie Bäche, leiten, es von dir: Wer ihr zu- steht in deiner Hand. wider lebet, der wagts, 5.DGott von groffer und widerstrebet dir Güte! Gieb ihrem Geiselbst sowohl als ihr. Iste Licht. Gerechtigkeit behü 608 Von den Pflichten und Gesinnungen 2c. behüte sie allzeit im Ge- 3.Zurgemeinen Wohlricht. Laß stets, durch fahrt sey dem Gesetze ihr Bemühn, die From- stets getreu; Gott will men sicher wohnen, nie das von jedermann, laß fie Frevler schonen, Gott, der dirs vergelten selbst stets das Linrecht kann. flichn. 4.Schaue Jesum Christum an; Er war auch ein Unterthan. Thu, wie er, ohn Zwang und Leben führen, in wah Noth, deiner Obrigkeit rer Frömmigkeit. Herr Gebot. 6.Gieb, daß durch ihr Regieren wir mit Zu friedenheit ein ruhigs Gott, du seegnest gern: Wir bitten ohn Ermüdem Ruhm gebührt; 5. Gieb dem Ruhm, den: Gieb Seegen, Heil Schoß und Zoll dem, und Frieden, durch Je- der regiert. Gieb, als sum, unsern Herrn! gåbst du's Gott, dem Herrn, was du schuldig bist, stets gern. und Gerechtigkeit, Schutz und Fried und Sicherheit, ist ein Glück, das man nur bat durch der Obern Rath und That. Mel. Nro. 65. Himmel, Erde, Luft und zc. thu's 482. Wer gehorcht mit Lust; Jeder, der sich wohl bewußt, daß er nicht regieren kann, sey ein guter Unterthan. 2. Bist du niedrig, bist 7. Leben wir gewissenhaft, eingedenk der Remit deinem Loos, schăm chenschaft; So wird du groß, sey vergnügt dich deines Standes nicht; Nütlich ist doch Jedes Pflicht. Gott, der höchste Herr, uns dieß geben mehr und mehr. 8. Obrig Vom Lehrstande. 609 8. Obrigkeit und Un- jihn: denn sein Gericht terthan, betet drum den wird gerecht seyn; SünHöchsten an; Fürchtet digt nicht! III. Vom Lehrstande. Mel. Nro. 53. nen ohne Heucheley zu Wie viele Freuden dank zc. folgen, treulich üben. 483. Wie liebst du Sie wachen auf des doch, o Herrn Befehl, und müs treuer Gott, die Mensen wegen unsrer Seel schen auf der Erden. Du einst schwere Rechnung läsfest ihnen dein Gebot geben. und Willen kundbar 4. Regier uns auch, werden; Du pflanzest daß wir sie nun versors dein so theures Wort gen, lieben, ehren; Daß durchs Predigtamt be- fie ihr Amt mit Freuden ständig fort, daß uns thun, und nicht mit zum Guten locket. Seufzen lehren: Denn 2. Nun, Herr, du solches ist uns ja nicht wollst une gnädig seyn; gut, wenn jemand ihnen Und immer Lehrer ge- Uebels thut; Davor ben, die heilig, unver- behüt uns gnädig! fälscht und rein im Lehren und im Leben. VerMel. Nro. 224. leih uns deinen Geist, Herr, allerhöchster Gott, zc. daß wir sie willig hören, und allhier auf dei- 484 Beriöhner, Je nen Wegen wandeln. 3. Laß ihrem Worte uns mit Treu gehorsam feyu, sie lieben: Uns, ihfu Chrift, und Lehrer und Regierer! Sey gnädig unserm Flehn, und send uns treue Führer, mit deis Qq em 610 Pflichten der Lehrer, nem Geist gesalbt, ge- frer Tugend sehn, und so sinnt nach deinem an ihrer Hand den Weg Sinn, und gieb, daß un- des Lebens gehn! fer Heil ihr Ruhm sey, ihr Gewinn! 4. Du selbst bewaffne sie zu deinen heil'gen 2. Laß deiner Weis- Kriegen; Gieb ihrem heit Licht in ihren Leh- WorteKraft, dasLaster ren brennen, und deine zu besiegen! Ihr SeeWahrheit, Herr, vom gen, Herr, ihr Glück und finstern Irrthum tren- ihreBeute sey gerührter nen. Ihr dir geweihter Sünder Schmerz, und Mund sey deiner Ehre glaubensvolle Neu! voll, und zeige deinem Volk, wie es dich ehren foll! 5. Dir zugeführt durch sie, laß uns von dir nicht weichen, auf daß wir 3. Gieb deinen guten dermaleinst das groffe Geist in ihrer aller See- Ziel erreichen, das du len! Ein Herz, von ihm uns vorgesteckt! Indeß, belebt, wird gute Wege Herr, sey ihr Lohn allwählen. Laß uns des hier in dieser Zeit, und Glaubens Kraft an ih- einst vor deinemThron! IV. Pflichten der Lehrer, und Fürbitten für sie. Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott!: c. die du liebst, noch immer treue Lehrer giebst. 2. sey thr 485. Dehrer, Amt und Stand! Sie Das Amt pflanzen, Herr, von dir gesandt, von Zeit auf Herr, ist dein; Dein soll auch Dank und Ehre seyn, daß du der Kirche, Zeit dein heilig Wort, und 611 3. Wie freut ein guter Lehrer sich, wenn er, er leuchtet, Gott, durch dich, den Jüngern Jesu gleich gefint, vielSeelen für dein Reich gewinnt! und Fürbitte für sie. und Licht mit ihm und nevoll die schaun, die ich Tugend fort. hier leiten soll! 8.Ermahnen, warnen, strafen sie, so weigre, wer sie hört, sich nie zu haffen, was du uns verbeurst, zu thun, was du durch sie gebeutst! 4. Wohl uns, wenn du 9. Laß darum ihren auch uns so liebst, daß Unterricht, weil sie und du une treue Führer wir auch straucheln, giebst, die weise sind und nicht verachtet werden; tugendhaft, inLehrund nimm dich dann auch That voll Geist und ihrer Schwachheit gnäs Kraft. dig an! 5. Laß ihres Unters 10. Fern sey von uns richts uns freun; Ge- der Frevel, Gott, durch wissenhafte Hörer seyn; Lindane fie, durch Haß Selbst forschen, ob dein jund Spott zu kranken, Wort auch lehrt, was daß sie, was sie thun, uns ihr Unterricht er mit seufzervollem Herklärt! zen thun. 6. Und, ist ihr Wort 11. Ach, wenn sie seufdein Wort, o Herr, so zten, würde nicht dein laß uns weiser, heiliger Zorn uns treffen, dein und besser werden, dir Gericht? Hast du nicht allein zum Preis, und selbst gedroht: wer sich auch, sie zu erfreun! zu schmähn sie wagt, 7.Daß jeder, so belohnt verachtet mich? von dir, frohlocke: Ja, 12. Nein, Gott, wit Gott ist mit mir! Am wollen sie erfreun; Throne werd ich won- Dankbare fromme HöQq@ rer 612 Pflichten der Lehrer, und Fürbitten für sie. rer seyn! So führst du von dir empfangen haeinst auch uns zugleich ben! Laß ihre Lehren mit ihnen in dein ewig wahr und rein, vest ihReich. ren eignen Glauben seyn, ihr Leben fromin und heilig! Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis dem zc. ein 486. Dicht, das uns erhellt; Dein, Gott, das Amt der Lehrer. Welch ein Geschenk für deine Welt, für deines Worts Verehrer! Dieß lehr' uns deiner Boten Mund; So wird dein Recht uns allen kund, uns kund der Weg zum Leben. 4.Gieb, daß mit ter Nachsicht sie der Schwachen Einfalt tragen: Sie( keimt nicht gleich der Saame,) nie an seiner Frucht verzagen! Laß sie nicht müde werden; laß sie ohne Bitterkeit und Haß des Lasters Schand entblöffen. 5.Gieb, daß mit Selbst2. Dwelch ein Amt, gefühl und Lust, wenn sie Betrug und Wahn und uns unterweisen, fie, thLaster zu bestreiten, und resSeegens sich bewußt Seelen auf der Wahr- der Tugend Werth uns heit Bahn, zu dir, o preisen; Daß nicht als Gott, zu leiten! Wieedel! lein ihr Unterricht, daß aber auch wie schwer! selbst uns ihres BeyDieß laß sie sehn, und spiels Licht auf deine täglich mehr den hohen Wege leite! Ruf empfinden! 6.Laß sie den Irrenden 3. Gieb ihnen deiner zurück zu deinem Lichte Weisheit Licht; Mehr führen: Ihn, eifrig für ihnen alle Gaben, die sie sein wahres Glick, bes für unsern Unterricht schämen und auch rüchren! Bey der Einführung eines Predigers. 613 ren! Laß sie geduldig sonst emport die Hölle seyn, gelind, nicht stolz, sich, die Wahrheit zu moch hart, und nie ge- vertilgen! sinnt, wie Miethlinge von Hirten! 9. Belohne sie, und auch schon hier; Dein 7.Auch laß, was ärgern Seegen sey mit ihnen! kann, sie fliehn; Laß fie Dochlaß fie, ohne Lohndie Kinder lieben; Wielsucht, dir und deinen Pflanzen sie für dich er- Brüdern dienen! Laß ziehn, sie früh im Guten sie von keinem, Gott, üben; Geübtre weiter betrübt, von allen Hetführen, sie zum Fleiß ligen geliebt, geehrt von und Kampf entflam- allen werden! men, nie von dir zurück 10. Wenn sie mitEifer zu weichen. und getreu, durch deines 8.Trifft sie Verfolgung: Geistes Gaben, einst von oder Spott, so laß sie der Sünde Tyranney dann mit Freuden, mit befreyt viel Seelen haunerschrocknem Muth, ben: So laß am Tage oGott, für deine Wahr- des Gerichts im Glans heit leiden! Du sendest ze deines Angesichts sie fie; Sie ehren dich; Um- lleuchten, wie die Sterne! V. Bey der Einführung eines Predigers. Mel. Nro. 11. Predigtamtsgeschäfte O könnt ich dich, mein zc. du uns haft gnädigzuGieb ihm, o gesandt; Hilf du ihm selbst, so wird allein sein Amt an uns geseegnet seyn. Qq 3 2.Laß 487. Bater, Glück und Kräfte zu seinem Amt, Beruf und Stand, ihm, den zum 614 Bey der Einführung eines Predigers. 2.Laß auffein Pflan-( teit. Was ihm gebührt zen und Begiessen des in seinem Stande, sey Geistes Kraft von oben jeder ihm zu thun beher zum steten Seegen reit! Wer Gott und sein auf uns fliessen, und dei- Wort liebt und ehrt, nes Wortes Kraft ver- der hält auch seine Diemehr, daß es für jenen ner werth. Erntetag Frucht hundertfältig bringen mag. 6.0 Gott! wir trauen deiner Liebe, die uns bis3. Gieb, daß von dieser her mit Rath und That ganzen Heerde, die du aus göttlichem Erbarihm jetzt hast anver mungetriebe zur Seetraut, kein einziger ver- ligkeit geleitet hat. Du lohren werde, und daß wirst doch ferner mit sein Wandel uns er- uns seyn; Wir alle, Heibaut; Daß uns sein cand, sind ja dein. Vortrag überzeugt, 7.Wir sind mit deinem und auch die größten Bluterkaufet, dein BaSünder beugt. ter hat uns sich er4. Laß ihn mit deines wählt, wir sind, als Geistes Waffen der Christen, långst getauWahrheit Feinden wi- fet, und deinen Kindern derstehn; Und muß er zugezählt. So werdejeLaster hart bestrafen, des Gotteskind, Herr, laß ihn auf Menschen- dem sie sauer worden gunst nicht sehn. Gieb, sind. wenn er tröstet, Kraft 8. Laß auch dereinst und Licht; Uns felsen- ihn, unsern Lehrer, o veste Zuversicht! Gott, zu deiner Nechten 5.Knüpfzwischen ihm stehn; Lind laß uns alund uns die Bande der le, seine Hörer, mit ihm Liebe und Verträglich- zum Himmelreich eingehn. Vom Hausstande. 615 gehn. Da werden wir ewig mit ihm glücklich uns ewig freun, und seyn. VI. Vom Hausstande. 1. Lieder für Eltern. Mel. Nro.$ 27. Wach auf, mein Herz, 2c. 488.Hilf, Herr, daß terrichten; Denn lehrendes Erzählen wirkt fehr auf junge Seelen. unsre 6. Von ihnen zu entgend in Gottesfurcht fernen, wodurch sie Bound Tugend, zumHimses lernen, laß beym Ermel, auf der Erde, von ziehungswesen uns ja uns erzogen werde. niemals vergessen. 2. Laß uns, Herr, unfre Pflichten getreu an thr verrichten, und sie, zu deinem Ruhme, erziehn zum Christenthume. 3.Die Welt mag ihre Kinder verziehn, und 8.Lind daß, uns zu erkünft'ge Sünder der lösen, dein Sohn einst da Nachwelt zubereiten: gewesen, um uns Heil Uns, Herr, soll dein zu erwerben, durch sein Wort leiten. 7. Auch laß uns ihnen sagen schon in den Kindheitstagen, daß alle Menschenkinder durch Adams Sünde Sünder. versöhnend Sterben. 4. Wir wollen dir zu Ehren sie aufziehn, und sie lehren, daß sie gern deinen Willen, von Kindheit an, erfüllen. 5. Durch rührende Ge- 10. Laßt, Eltern, diese schichten laß uns fie un- Lehren früh eure Kinder 29 4 9.Lind daß du uns das Leben zur Ewigkeit gegeben: Und wir, nach unserm Sterben, die Seeligkeit ererben. hören; 616 Vom Hausstande. hören; Lehrt Weisheit, aller Weisheit Anfang Pflicht und Tugend sie ist: Die Furcht vor schon in früher Jugend. Gott, der alles sieht und 11. Lehrt sie das Böse straft, was Böses hier haffen, aus Pflicht es geschieht. unterlassen, der Gottesfurcht sich weihen, und sich des Guten freuen. 12. Doch sollen sie so handeln, so müßt ihr selbst so wandeln, und müßt zugleich mit ihnen Gott lieben, und ihm dienen. 3. Lehrt sie, wann ihr Verstanderwacht, Gott kennen, feine Lieb und Macht; Lehrt sie auf ſeine Werke sehn, und was sie lernen, auch verstehn. 4.Sorgt zwar für ihs ren Leib, doch mehr für ihre Seel, und schaut umher, was ihrer Unschuld schaden kann, und führt sie früh zur Tugend an. 5. Erstickt durch Unterricht und Zucht der ersten Sünden Keim Mein Auge sieht, o Gott zc. Gottes Ebenbild früh und Frucht, damit sie Mel. Nro. 79. 489. Groß ift, ihr werden, liebreich, sanft Eltern, eure 13. Dann wird sich Gottes Seegen auf eure Kinder legen: Lind einsi könnt ihr mit Freuden von frommen Kindern scheiden. 6. Vor Kindern seyd auf eurer Hut; Sie sehn begierig, was ihr thut, und thun, vom Sinnlis chen gerührt, wozu sie 2. Wohl euch, wann cuer Beyspiel führt. teines je vergißt, was 7. Ihr junges Herz ift Pflicht! Verzärtelt eure Kinder nicht! Gewöhnet sie in früher Zeit zu nützlicher Geschäftigteit. Vom Hausstande. 617 ist schwach und weich: 10. Gewöhnt sie an der drum rühmt vor ihren Tugend Müh, an Ernst, Ohren euch der Lieber- an Fleiß, und lehret sie, tretung eurer Pflicht daß Arbeit keine Sklain curer frühen Jugend verev, das sie das Glück nicht! des Menschen sey. 8. Muthwillen nennt nie Witz: Nie preist des Knaben schadenfroben Geist, als Munterkeit; Ein falsches Herz und Lügen nic, als Spiel und Scherz. 9.Erweckt des Guten schnell Gefühl in ihren Herzen; Euer Ziel sey nicht blos Anstand vor der Welt, sey Liebe deß, was Gott gefällt. 11. Go nehmt euch ihrer Seelen an! Gott richtet cinst, und fordert dann, wenn ihr nicht, was ihr thun sollt, thut, von eurer Hand der Kinder Blut. 12. Erwägts, und fürchtet seinGericht, um auch vor seinem Angesicht euch ewig ihrer zu erfreun: Denn sie sind sein Geschenk und sein. 2. Lieder für Kinder. Mel. Nro. 44. 2. Von meiner ersten Herr! deine Allmacht zc. Kindheit an erzeigten 490. Bater, dein als ich je vergelten kann, Gebot sey mir ins Herz erzeigten sie mir Gutes. geschrieben: den Eltern Noch immer sind sie für sollst du bis zum Tod ihrKind so zärtlich, noch gehorchen, und sie lie- so gut gefinnt. ben! dieser lieben theuren Pflicht vergesse meine Seele nicht! 3. Nun, weil ich lebe, will ich sie auch wieder zärtlich lieben; Gern ih095 Hin 618 Vom Hausstande. nen folgen, und sie nie scheut, nicht thut, was erzürnen und betrüben. ihn erreget; Auch nimSo werd ich ihre Freude mermehr sich ihrer Lehr seyn, und einst, o Gott, und Zucht zuwider les auch ewig dein! get. 4. Ach präg mir ein, wie faur und schwer fie mich vom ersten Ursprung her ernähret und Belohne sie für solche Müh in ihren alten Tagen. Mel. Nro. 329. 491. Ich freue mich, mein 2c. frommer Gott, ich getragen. danke dir, daß du so gute Eltern mir aus Gnad und Huld gegeben, und mir zur Freud, bis diese Zeit bewahrt ihr theures Leben. 5.Gieb meinen Eltern Fried und Ruh, es decke fie dein Seegen zu, ihr Leid hilf ihnen tragen; Behüte sie doch spät und früh vor Trübsal, Angst und Plagen. 6.Und endet sich einst ihre Zeit, so führ sie aus derSterblichkeit hinauf insReich der Ehren. So 3. Gieb mir ein Herz preis ich dich, Herr, voll Dankbarkeit, das ewiglich, wenn du mich meiner Eltern Eifer wirft erhören. 2. Verzeihe mir die Misfethat, die dich und fie beleidigt hat, und die ich oft verübet: mich strafe nicht dein Zorngericht um das, was sie betrübet. 3. Gesinnungen frommer Eltern. Mel. Nro. 1. Geschäfte für Eltern, Mein Herz! ermuntre zc. Kinder zu erziehn! Gieb 492. Herr, welch ein dazu Weisheit, Luft wichtiges und Kräfte, und seegne redliches Vom Hausstande. 619 redliches Bemühn, wo-| 5. Sie prägen früh den durch man unter weiser jungen Seelen vor dir Zucht der Kinder Herz die tiefste Ehrfurcht ein. zu bilden sucht. Viel Gutes ihnen zu erzählen, und sich mit ihnen fromm zu freun, rührt edle That die zarte Brust: das, das ist elterliche Luft. 2. Du rufft die Menschen in das Leben, und willst, sie sollen glücklich seyn; Haft ihnen auch den Ruf gegeben, sich gern zu Andrer Dienst 6.Mit weiser Liebe sie zu weihn. Zu allen bey- zu lenken, mit Freundden führet man durch lichkeit in ihr Gemüth weise Zucht sie frühe an. die edlernTriebe früh zu 3.WohlEltern! welche senken, ist ihre Sorgfält deinen Willen hierin stets bemüht. Doch wimit Redlichkeit voll- derstrebt das Kind der ziehn, und diese Zwecke Pflicht, schont weise zu erfüllen, sich nach Zucht desErnstes nicht. Vermogen treu bemühn; Wohl ihnen hier in dieser Zeit und einst in jener Ewigkeit. 7.Dwelch ein wonnereicher Seegen für Eltern, Kinder und die Welt! Wenn fromme 4.Sie baun das Wohl- Zucht auf deinen Weseyn ihrer Jugend, zu gen, oHerr, des Zwedeines groffen Namens ckes nicht verfehlt. Lust Preis; Führn sie zur strömt den Eltern; Weisheit und zur Zu- Glück und Heil ist hier gend durch eignen und und dort der Kinder durch andernFleiß; Und Theil. um Gedeihn fleht ihr Gebet zu dir, in dessen Hand es steht. 8.Und für die Welt, für ganzeStaaten, entsteht um desto mehr Gewinn, je 620 Vom Hausstande. je mehr die Kinder wohl/ Kinder Mund dein Lob gerathen, erzogen, Herr, auf Erden werde kund. nach deinemSin. Fleiß, 2. Laß sie den Eltern Ordnung, Wohlstand, folgsam seyn, und durch Fried und Ruh nimmt Gehorsam sie erfreun. desto mehr aufErdenzu. Entfern von ihnen le9. Ach! aber welche benslang denEigensinn Pest auf Erden ist nicht und Müssiggang. die böse Kinderzucht! 3.Heilsame Lehr und Sie häuft den Eltern Unterricht Herr, mangselbst Beschwerden, die oft hernach ihr Herz verflucht. Die Opfer ihrer Grausamkeit vermehren vollends dort ihr 4. Darin mach du ihr Leid. Herz gewiß. Bewahre 10.0 Gott.lehrEltern sie vor Aergerniß; Vor dieß erwägen. Erweck deines theuren Wortes und stärke ihr Bemühn, Spott behüte gnådig daß, unter deinem mil- fie, o Gott! leunsern Kindern nicht! Ihr Glaube habe vesten Grund, und den bekenne auch ihr Mund. denSeegen, sie ihre Kin- 5. Durch deine weise der wohlerzichn! Olaß Macht und Hand besie einst so glücklich seyn, wahre sie für Sünd und und dessen sich im Him- Schand. Führ du sie mel freun! selbst auf rechter Bahn mit sichern Schritten himmel an. Mel. Nro. 113. Dieß ist der Tag, denic. 6.Vor Augen seyft du dein Wort den KinHerr, 493. daß diekin- dern ſiets an allem Ort. derzucht geschche stets Ihr ganzes Leben sey mit Nuß und Frucht, allzeit ein Bild der Tuund daß durch zarter gendhaftigkeit. 7. Lind Vom Hausstande. 621 7. Lind endet sich der-| 8.Gott, Vater, Sohn einst ihr Lauf, so nimm fie, Herr, zu dir hinauf, auf daß sie dich, samt uns zugleich, einst preiund heil ger Geist, der alles Gute uns erweist! Wir loben dich, wir danken dir mit unsern sen dort in deinemReich. Kindern für und für. 4. Gesinnungen frommer Kinder. Mel. Nro. 212. selbst ihren Wünschen Die ihr Christi Jünger 2c. mich noch zuvor zu 494. ott, ott, dir sey komen trachten; Gern, mein Dank was sie vergnügt, vollgeweiht; Heilig dir zichn; Stets, was ihnen mein ganzes Leben. mißfällt, fliehn. Denn aus freyer Mildigkeit hast du selbst es mir gegeben; Es durch Eltern mir verliehn, die zur Tugend mich erziehn. 4.Jesus stelle mir sich dar, er, das Beyspiel frommer Kinder. Der, der Herr vom Himmel war, Gottes Sohn und Heil der Sünder; Er war doch von Kindheit an seinen Eltern unters than. 2. Hilf, daß gegen sie mein Herz kindlich sey, und nicht blos scheine; Und daß ich, trifft sie ein 5. Freude sey es denn Schmerz, zu dir from- auch mir, folgsam seyn. me Thränen weine, für denn das ist billig und ihr Glück dir dankbar gefällig, Gett, vor dir. sey, und mich ihrer Freu- Mach du selbst dazu den freu. mich willig. Wohl mir 3.Las auf ihre Winke danu! es wird auch mich kindlich und mit mein dein verheißner Sorgfalt achten: Jal Seegen seyn. 5. Gea Vom Hausstande. 5. Gesinnungen guter Zerrschaften. Mel. Nro. 44* 495. D Christ sich in den Tod Herr, deine Allmacht zc. gegeben. Vor deinem urch dich, Richtstuhl hat mein Gott, bin Knecht mit mir dereinst ich, was ich bin, und es ein gleiches Recht. ist deine Gabe; Daß ich, 4.Gott, prag dieß meis als Herr, so viel Gewinn nem Herzen ein. Als von meinen Brüdern Bruder ihn zu lieben, habe. Sie leihen ihre laß immer mich beflisKräfte mir: Dieß, hoch- sen seyn. Wie sollt ich sterHerr, verdank ich dir. den betrüben, der über 622 2. Mich zu beglücken, meine Grausamkeit um dienen sie, verzehren ihre Rache still zum HimKräfte, und dulden gern mel schreyt? desLebens Müh, in meinemHausgeschäfte Laß dieses Vorrechts fromm mich freun, nie hart, nie stolz, nie lieblos seyn. 3. Auch der geringste Diener ist bestimmt zum ew'gen Leben. Für ihn und mich hat Jesus Pfleger seyn. 5. Laß mich ihm seine saure Pflicht durch Lindigkeit verfüffen.Er soll, wenn Hülfe ihm gebricht, sie stets von mir geniessen. Ihn tragen will ich, ihm verzeihn, und wird er krank, sein Gesinnungen guter Dienstboten. 6. Mel. Nro. 435. Schöpfer, Geist der Was forgst du ängstlich zc. Geister, mein Schöpfer, 496., aller Wes Bater, ich bin dein! Du sen Herr Hiesfest mich, o Allund Meister, des Leibes macht, werden; Du setzteft Vom Hausstande. 623 test mich, dein Kind, auf mein Trost in jedem Erden, und deiner soll Schmerz. mein Herz sich freun. 2. Duheisfest mich den Menschen dienen; Und dir nur folg ich, folg ich ihnen, dir, unser aller Herr und Gott! Drum Hilf mir meiner Herrschaft Willen gewissenhaft und froh erfüllen, als deinen Willen, dein Gebot. 5.D! gieb mir Weis heit, mich zu schmiegen, Gehorsam, Herr, sey mein Vergnügen, und Freude sey mir jede Pflicht. Ich binja, wo ich geh und wandle, bey allem, was ich thu und handle, o Herr, vor deinem Angesicht. 6. Du bist der Treue, 3. Bewahre mich vor der Gerechte, der Herr bittern Klagen, lehr der Herren und der mich mein Joch gelaffen Knechte, der Armen und tragen, und stets auf der Reichen Heil. Der deinen Willen sehn: Allerniedrigste auf Ers Herr, lehr mich reden, den kann groß in deilehr mich schweigen, nem Reiche werden, hat mich unbeweglich treu dort an ew'gen Ehren erzeigen, und nur gera- Theil. de Wege gehn. 7. Ja, du wirst ewig 4.Der HerrschaftGlück mich belohnen, in deisoll mich erfreuen. Laß nem Himmel werd ich jeden Fehler mich be- wohnen, und mich mit reuen, und frömmer deinen Engeln freun. werde stets mein Herz. Ach, Herr, laß mich dieß Bewahre mich vor recht ermessen, nie dein Stolz und Neide, vor und deines Reichs verUngeduld, Herr, wenn geffen: So werd ich ich leide; Sen dulewig glücklich seyn! 7. Lied Vom Hausstande. 7 Lied für Wittwen uno Waisen. Mel. Nro. 79. mild und liebreich an! Mein Auge sieht, o Gott! zc. Wohl dem, der sie beGott, er und Denn barmé vä- er ist dir und Menſchen 497. terlich der Wittwen und werth! der Waisen dich! Sey 5. Hilfihnen! Sey der ihr Versorger; Laß sie Waisen Gott! Früh nie verzagen; Schüßz lehre diese dein Gebot, und seegne sie. Fleiß, Demuth, Dienst024 2. Sey selbst ihr Va- beflissenheit, zur Tuter, Trost und Rath! gend Luft und WilligDie Wittwe, welche keit! Kinder hat, soll, dir fie zu erziehn, sich freun, keusch, sittsam, still, untadlich seyn. 3. Fromm, lehrreich, nur geschwätzig nicht, sey jede, sey ein scheinend Licht für ihr Geschlecht, sanft, voll Ge duld und Hoffnung, Herr, auf deine Huld! 6. Bewahre sie vor Aergerniß, und mach auch ihren Gang gewiß auf deinen Wegen! Leite sie; Verlaß sie in Versuchung nie! 7. Daß, wer sie sieht, sich ihrer freu, und gern ihrRath und Beystand fey: Daß fie, hier glücklich, sich auch dein, o 4. Es nehme, wer fiel Gott, in deinem Himkeegnen kann, sich ihrer mel freun! 8. Sür junge Leute, die in kümmerlichen Umständen sind. Mel. Nro. 79. in einen kummervollen Mein Auge sieht, o Gott! zc. Stand; Und, ach! auf einer dunklen tret 498. S bringt, ich den Lauf des Lebens Gott, mich deine Hand an. 2. Ich Vom Hausstande. 625 2. Ich fasse deinen einst; Vielleicht noch in Rathschluß nicht: Doch der Prüfungszeit: Ge sey es, Bater, meine wiß in deiner Ewigkeit. Pflicht, im Dunkeln, 4. Gieb Starke, daß auch auf dich zu sehn, ich dir getreu in meiund willig deinen Pfad nem frühen Leiden sey! zu gehn.ndom Laß nur der Tugend Weg mich gehn, und mir es mennst, dieß, o stets auf deine Hülfe mein Gott, erfahr ich sehn! 3. Wie treulich du mit Het Mel. Nro. 79. von Mitternacht, selbst Mein Auge sieht, o Gott. bey des FrühlingsmorDie elend gens Pracht. 499. ist, wer 4. Verzage nicht zu arm und schwach um- kummervoll, ou Armer! her irrt, ohne Hüll und Auch des Armen Wohl Dach, oft kaum hat sei- hat Gott von Anfang nen Bissen Brod; Wie ausersehn, und Hülfe groß ist, Vater, diese wird dir bald geschehn. Noth? 9. Sür Arme. 5. Bald oder spät, 2. Oft flehn ihn seine Gott will dein Glück. Kinder an, um Brod, Das Leben ist ein Audas er nicht geben kann, genblick. Im Tode gilt er, der sonst keine Hülfe es alles gleich, sey weiß, darbt selber, und Knecht, sey König, arm bey schwerem Fleiß. und reich. 3. Ihn heitert keines Tages Licht, die Saat, die Erndte freut ihn nicht; Sein Herz ist voll 6.Sen du ein Beyspiel derGeduld! Der Reiche trage seine Schuld, der, wenn er deinen Mangel Rr kennt, 6260 Vom Hausstande. kennt, die nicht des Ti- bricht. Zehrst du der sches Brocken gönnt. Woche Borrath heut, 7. Gott hat ein Chri- so bist du Schuld an stenhaus bestimmt, das Dürftigkeit. Theil an deinen Leiden 9. O seegne, Bater, nimmt. Du wirst es seegne, Gott, dem Arfinden, und es dich; men das gegebne Brod. Gott sorgt für beyde Laß nicht verarmen väterlich. den, der giebt, und in 8. Dann danke Gott; den Brüdern Christum verschwende nicht das liebt. Brod, das dir der Edle 10. Sürs hohe Alter. Mel. Nro. 82. 3. War Menschen In allen meinen Thaten zc. Rathvergebens, so kam ott hat in der Herr desLebens, und meinen Ta- halfund machte Bahn. 500.650 gen mich väterlich ge Ihn ließ ich thun und fragen, von meiner Ju- rathen; Denn er thut gend auf: Hat mich auf groffe Thaten, und meinen Wegen geleitet, nimmt sich aller mächund zum Stegen gelen- tig an. ket meinen Lebenslauf. 4. Bis zu des Alters 2. Ich hatt oft grosse Tagen will ich dich heSorgen: Doch, wie ein/ ben, tragen, und dein heitrer Morgen durch Erretter seyn! Dieß hat dunkle Nächte bricht, so mir Gott versprochen; hab ich fiets erfahren: Hat nie sein Wort geDer Herr weiß zu be brochen; Deß will ich wahren, und führtdurch auch als Greis mich Finsterniß zum Licht. freun. 5. Et Vom Hausstande. 627 5. Er wird in meinem bin dem Ziele nah; Dem Alter mich tragen, mein Ziele meiner Leiden. O Erhalter ist gütig und welche hohe Freuden ergerreu. Bin ich gleich warten meine Seele da! schwach und müde: Bey ihm ist Troft und Friede; Er steht auch tes Wille mich nach meiner Schwachheit bey. 7. Ich harre froh und stille, bis meines Gotdem Kampfekrönt. An meiner Laufbahn Ende sink ich in Jesu Hände; gen Stunden hab ich Denn er hat mich mit ganz überwunden: Ich Gott versöhnt. 6. Nach wenig banit. Sür den Landmann. Mel. Nro. 25. 3. Im Schweiffe deis Dank und Anbetung zc. nes Angesichts arbeitest 501. ohl dir, o du; Doch, wann ges Landman! brichts dir, wo du thust, denn dein Stand ist was Gott gebeut, an auch von Gott; Er Seegen, an Zufriedenschuf das Land für dei heit? Was brauchst du nen Fleiß, und väterlich mehr? beglückt und seegnet er auch dich. Lobsinge Gott! 4. Dir lächeln freudig Au und Flur. In deiner Hütte wohne nur die 2. Lobsinge Gott; Unschuld, die nie Arges Denn herrlicher und thut; Und Gottes schöner und geseegneter Wohlgefallen ruht und wird jede Flur und jedes wohnt bey dir! Feld durch deinen Fleiß für Gottes Welt, und auch für dich! 5. Was hat der Reiche mehr? Mehr Pracht, mehr Ansehn, und mehr Rr 2 Glanz, R 628 Vom Hausstande. Glanz, mehr Macht, gelagert hin in Schatund auch mehr Sorg und Lleberdruß, ben al lem seinem Ueberfluß des Tages Last. mehrFurcht und Gram. ten, ist dein Brod mit Freuden, und vergißt 10. Iste auch nicht 6. Nicht mehr Ge- köstlich, dein Gewand, sundheit, Ruh und gewirktvondeines WeiKraft, und eine größre bes Hand: Beneide du Rechenschaft; Und, kein Feyerkleid, das oft wenn du fromm und ein Herz voll Sorg und gut bist, wirst du seelig, Neid und Gram verwie der Reich und hüllt. Fürst, wenn sie gut sind. 11. In seiner Werke 7. Mühseeligkeit ist Herrlichkeit siehst du aller Loos, der Mensch Gott täglich; Dich ersev niedrig oder groß: freut der Sonne Glanz; Doch kommen wahre Der sanfte Mond, RuhundLuftauchgern, Wald, Thal, und Berg und nur in dessen Brust, und Flur belohnt dir der Gott gefällt. deinen Fleiß. 8. Thu gern, was dir 12. Sich, Gottes befohlen ist, so bist du Erndten freuen sich auf frey, wie Fürsten, bist deine Sichel; Freue vorSchmeichlern sicher, dich! Du bist ein Mann bist ein Mann, ders fürs Vaterland; Du Schmeicheln haßt, und nährst es, und von deibetest an nur deinen ner Hand lebt Herr und Gott. Fürst. 9. Dein Brod hat 13. Dich rufts vom Kraft und stärkt den Pfluge, der es nährt, zu Leib zur Arbeit, und seinem Schutz auch, dein Kind, dein Weib, und das Schwerdt hat Kraft 629 Vom Hausstande. Kraft und Sieg in dei- Herrn! Geh hin, sey ner Hand: Du bist ein glücklich; Baue gern Mann fürs Vaterland. das Feld; Denn er, er Deß freue dich! schufs für dich, er seeg14. Wohl dir! Dein net und beglückt auch Stand ist auch vom dich. Lobsinge Gott! 12. Sür alle Arbeiter Mel. Nro. 113. Dieß ist der Tag, den 2c. schlaft und werdet fatt, wie er. 502. Thr, die ihr 4. Was haben Fürs ften mehr? VielPracht: Für euch zu sorgen senhaft, durch wohl gehren und Macht; übte Leibeskraft, durch viel Glanz um sich, Arbeit eurer Hånd ernährt, auch ihr seyd und auch dafür mehr Pflichten und Geschäft, Gott, o Menschen, als ihr. werth. 2. Auf keine Höhen hingestellt nützt ihr docheurer Brüder Welt, send froh, habt Hülle, Dach und Brod, und minder, als der Reiche, Noth. 5. So dankt denn Gott für euren Stand! Genießt die Gaben seiz ner Hand durch nützliche Geschäftigkeit, in heiliger Zufriedenheit! 6. Klagt nie, daß Gott 3. Habt Weib und nicht mehr euch gab; Kind; Seyd zwar nicht Auf alle warter Tod reich, und nährt mit und Grab. Dann sollt Gott doch sie und euch. auch ihr ganz seelig Was hat vor euch der seyn, und ewig bort des Reiche mehr? Ihr Herrn euch freun. R* 3 13. Sür 630 Vom Hausstande. 13. Für die Handlungs- und Gewerbleute. Mel. Nro. 46. überall und allezeit zur Allmächtiger! wir singen zc. Nothdurft, zur Beo ist ein quemlichkeit, dem Fleis wole 503. Wolt, inte fichre Wege. ist ein Land, wo, Geber 4. Du giebst auch aller Gaben, wir nicht Weisheit und Veraus deiner milden stand, daß, wer nur Hand, was all' erfreun will, sie finde; Daß Alkann, haben? Wieweis- ler Arbeit Land mit lich, Gott, vertheilst du Land, und Volk mit nicht, was dieser hat, Bolk verbinde; Hier und dem gebricht, um durch des Landmanns alle zu beglücken! Müh und Schweiß; Dort durch der weisen Künstler Fleiß, durch Umtausch, durch Gewerbe. 2. Wie mild beweiseft du nicht dich den Völ tern aller Lande! Wie vest verknüpfen sie nicht sich durch deiner Güte 5. Wer, Herr, durch Bande! Bom Oft er- fie gewinnen kann, der gießt sich durch den seegne seine Brüder, Nord stets unerschöpft wenn er durch ihren dein Seegen fort zum Fleiß gewann, durch seiWesten und zum Sü- nen Fleiß sie wieder! Er den. sey zu seinem Nutzen klug, doch nie durch Arglift und Betrug; Durch Treu und guten Glauben! 3. Du führst der Hand lung fühnen Lauf auf Strömen und in Meeren: Thust täglich neue Quellen auf. Geschäfti6. Verleih, daß jeder ge zu nähren, zeigst redlich sey in allem Thun 631 Vom Hausstande. Thun und Handel; Luft, o Bater, wendest Gerecht und mild, auch du dem Lande deinen dir getreu in seinem Seegen zu, das solch ein ganzen Wandel! Mit Volk bewohnet. 14. Sür die Künstler. Mel. Nro. 79. 4. Ift Förderung der Mein Auge sieht, o Gott! zc. Tugend nicht für einen 504. Die ihr geübt jeden Bürger Pflicht? in Künsten seyd, die Nothdurft und Dürft ihr allein VerBequemlichkeit und derber guter Sitten Freud uns geben. Gott seyn? mit euch! Send glück5. Gebt nie aus Loblich, und, wenn Gottfucht, nie aus Geiß dem will, reich! Laster Schönheit, Schmuck und Reit! Nur das ist eures Fleif fes werth, was auch der Tugend Freude mehrt. 2. Seyd nie dem Lafter feil: Nie sinnt auf Wer: ke, die nur schädlich sind; Lind wendet eure Kunst nie an zu dem, was euch einst reuen kann. 6. So dürft ihr eurer 3.Was blos der Frech- Kunst euch freun, und heit Phantasey begehrt, ihres Seegens: Fromm und ihre Schwelgerey, und rein und heilig, das ist nicht cures Fleiß schämt ihr im Gericht ses werth, nicht, was der vor Gott euch eurer Wollust Flammen Werke nicht. nährt. 15. für die Gelehrten. Mel. Nro. 113 、 le Zeit der Wahrheit Dieß ist der Tag, den 2c. und der Weisheit weiht! 505. Die ihr des Wohl euch! wenn, was Lebens ed- ihr lernt und wißt, nicht Rr4 Tan Vom Hausstande. Täuschung, wenn es und schmückt; Was jeWahrheit ist. des Volk und jeden 632 2. Wenn ihr von Staat erhoben und ers Wahn und Irrthum niedrigt hat. frey zu werden, aus der 7. Lernt, was uns Sklaverey der Vorur- schändet, uns entehrt; theile kühn den Geist Durchschaut der Tuvoll Lehrbegier und gend ganzen Werth, Muth entreist; 3. Wenn ein vielfaf sender Verstand, was schon der Weisen Vorwelt fand, mehr Wahrund was für Zeit und Ewigkeit une Freude giebt, die nie gerent! 8. Macht für die Laster keinen Bund mit Wahn heit durchzuschauen und Irrthum; Euren braucht, und tiefer in Mund entweihe kein ihr Meer fich taucht. vermeßner Spott der 4. Nicht um des Wahrheit; Denn sie Selbstruhms willen, ist von Gott! nicht, um von Gesetz, 9. Theilt, was ihr lervon Recht, und Pflicht net, willig mit: Zeigt, euch loszureissen: Nein! wo vor euch der ForAlleinvollkommer durch scher glitt; Zeigt auf mehr Licht zu seyn! der Untersuchung 5. Wer Gottes Wun- Bahn des Wahnes der in der Welt für An- Täuschung redlich an! drer Augen mehr er- 10.Vergeßt nicht, daß hellt, und ihre Grösse ihr ewig seyd: Und lernt weit umher sichtbarer für Zeit und Ewigkeit. macht, wie groß ist der! Gedenkt an eure Re6. Lernt immer heller, chenschaft; Send weis was beglückt; Was und send auch tugendMenschen adelt, hebt haft! 11. Von Vom Hausstande. 633 11. Von Gott kömmt| chen weisen Mann! Ihn alle Wahrheit her, die ehre Fürst und Unterihr durchschaut; Die than! Die ferne Nachlehrt euch er. So leit ein welt ehr ihn gern; Denn mehr erhellter Sinn zu er, er ist ein Licht vom ihm uns alle näher hin! Herrn! 12. Wohl einem sol-| Apipmd ve 16. Sür Kriegsleute. das Mel. Nro. 113. Dieß ist der Tag, den 2c. fürs Vaterland nicht scheut! 506, Die ihr, weils Pflicht und Recht gebeut, zur Schlacht für uns gerüstet seyd, von unsern 4. Umgieb sie, Herr, du Gott der Macht! Dein ist der Sieg, du Herr der Schlacht! Führ des Frieuns durch sie des Friedens Glück, und sie gefront mit Sieg zurück! zum Kampfe für das Baterland. 5. Daß ihnen Jungling, Mann und Greis 2. Der Herr mit euch! entgegen jauchze; Daß Der Herr mit euch! der Preis für überDenn ihr vertheidigt wundne Tyranney der Volk und Reich! Wir Dank des ganzen Bolknien hier und flehen kes sey! ihn, euch Muth zu geben, nie zu fliehn! 6. Und sicher, wie das Vaterland, sey auch ihr 3. Inbrünstig bitten Haus, und Heerd, ihr wir: bewahr in jeder Stand, den jeder Bürdrohenden Gefahr das ger preisen soll, dem Heer der Brüder, das Fürsten werth und ehs den Streit, den Tod renvoll! Rr5 7. Lind 634 Vom Hausstande. 7. Und das Gefühl, und Kind, und Saugwelch Glück es sey, ab- ling und den Mann, der wenden Tod und Skla euch nicht widerstehen verey, vom Vaterlande, kann.. von dem Thron, und Gottes Beyfall sey ihr Lohn! 11. Wervor euch niederfällt, den hebt mit Bruderarmen auf; 8. So seegnen, Heer Wer bebt, den tröstet, der Brüder, wir zur Brüder; Nie vergießt Schlacht dich ein: Der Blut, wenn der Feind Herr mit dir; Kämpft, entwaffnctist! Me fürchtet Gott: Der 12. Dann seyd ihr wahgiebt euch Muth, zure Helden, feyd Verfürchten keiner Feinde theidiger der MenschWuth. lichkeit: Der Völker 9. Send Christen, Heil; dem Fürsten wahre Christen, seyd werth; Vom Vaternie grausam in der land und Gott geehrt! Schlacht; Verzeiht! 13. Mit euch ist Gott, Raubt Keines Scherf der euch bewacht, und, und Keines Gold; Ber- fallet ihr auch in der gnügt mit Linterhalt Schlacht, die Kron euch und Sold! giebt, die der erwarb, 10. Daßja nicht einer der für uns all am Frevel treib', und jeder Kreußze starb. schone Greis und Weib, 17. Sürbitte für Kranke. Mel. Nro. 380. Aus tiefer Noth ruf zc. dich mit brüderlichem Herzen. Erbarmt dein alle Kran- Herz nicht ihrer sich, wer 507. ten bitt ich lindert ihre Schmerzen? Erleich Vom Hausstaude. 635 Erleichtre, was sie sich inHoffnung zur Gedrückt, o Gott! Sey ihr duld ermuntern, und Erretter in der Noth; sich faffen! O möchte Laß ihre Seelen leben! doch dein Will allein ihr 2. Sind sie noch krank: Will und ihre Freude so heile sie, und laß sie seyn, was du für sie benicht verderben! Ach! schlieffest! trante Sünder laß doch nie in ihren Sünden sterben! Gieb! daß sie durch den Tod erschreckt, und schnell aus ihrem Schlaf erweckt, erst ihre Seelen retten! 5. Den Kranken, der nun sterben soll, laß, Bater, seelig sterben! Er eile frey und wonnevoll zu deines Himmels Erben! Sein Geist von Sünde ganz befreyt, und zu des Sohnes Bild erneut, geh ein in deine Freude! und dann auch deines 6. Den Kranken, der Freundlichkeit und ih durch dich genest, den ren Trost empfinden lehre heilig leben! Der Gewiß, daß,( stürben müsse dir, von dir ersie auch,) doch ihr bester löft, sein Herz zum Theil, die Seele, noch Opfergeben! Er wandl erhalten werden ſolle! in steter Wachsamkeit, nie mehr verführt zur daß fie deiner Huld sich Sicherheit, der Ewigfreudig überlassen, und keit entgegen! 4. Dann hilf auch, 18. Sürbitte für Sterbende, Mel. Nro. 154. Gott, ihr Flehn, nicht Nun ist es alles wohl ge. c. ins Gericht mit ihnen wollst deiner u 508. Derhören, Ewigkeit ſich nahn, befreyt 3. Daß sie den Werth verlohrner Zeit, den Gräuel ihrer Sünden, 636 Vom Hausstande. freyt nun bald von die-| zen bete du, Geist Gotfer Eitelkeit. tes, daß sie glaubend 2. Des Lebens und traun, auf Jesum des Todes Herr! Nun schaun, auf Jeſum in ist für sie die Zeit nicht des Todes Graun. mehr! Du haft gezählet 7. Bet unaussprechall ihr Haar, ihr Lodes- lich, Geist des Herrn! jahr beſtimmt, als keine Zeig ihnen ihren Lohn Zeit noch war. von fern! Laß sie des 3. Erfüllt ist ihrer let- Vaters Herz erflehn, den Zahl! Sie weinen getröstet sehn, wie der heut das letztemal! Ach! sie lieb, zu dem sie gehn! sey in ihrer Todesnoth ihr Gott! ihr Gott! Ein Schlummer sey für sie der Tod! 8. Ach, Gnade, Gnade geh für Recht! Denn von dem menschlichen Geschlecht ist selbst der Heiligste nicht rein, kann keiner dein, Gott, ohne deine Gnade seyn! 4. Vollende, Vater, ihren Lauf! Nimm sie zu deinem Frieden auf! Verwirf sie, wann ihr 9. Sey ihnen, Gott, Herz nun bricht, ver- nicht fürchterlich! Erz wirf sie nicht, Herr, barme, Richter, ihrer Herr, von deinem An- dich! Ach, aus der Tiegesicht! fe rufen sie! Erhöre sie! 5. End' ihrer Krank- Erlöse, Gott, erlöse sie! heit bangen Schmerz! 10. Zu sterben, Herr, Von ihm entladen ruh gieb ihnen Muth durch ihr Herz, daß ihre müde Jesu Todesschweiß Seele frey von Tausche- und Blut vergoffen in rey des heißentflamm- Gethsemane, und auf ten Leibes sey! der Höh, der Schädel6. In ihr erschaffe dei-| ståtte dunklen Höh! ne Ruh! In ihren Her11, Ent Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 2c. 637 11. Entschlummert! sterbend Auge bricht, geht voran zu Gott! leit euch sein Licht, tröst euch seegne, seegne, seeg- euch des Vaters Angene, Gott! wann euer sicht! VII. Lieder für besondere Zeiten, Umstände, und Schickungen Gottes. 1. Neujahrslieder. 12 Mel. Nro. 527. henden Gefahren, die Wach auf, mein Herz! zc. Kinder zu bewahren: So eilet, voll Er509. M laßt uns barmen, auch Gott mit treten vor Gott, ihn anzubeten! Vor Gott, der unserm Leben bisher hat Kraft gegeben. Baterarmen, wann Trübfalswetter blitzen, die Seinen zu beschützen. 2. Wir Erdenpilger 6. Erhalter unsers Lewandern von einem Jahr zum andern. Die schnelle Flucht der Stunden wird kaum von uns empfunden. bens, fürwahr es ist vergebens mit unserm Thun und Wachen. Du weißt es wohl zu machen. 3. Und diese Wander7. Lob dir, du tågtage sind nie ganz frey von Plage. Auf Dor- lich neue und groffe Banenvollen Wegen gehn tertreue! Lob sey den wir dem Grab ent- starken Hånden, die alles Herzleid wenden! gegen. 4. Doch eilen treue 8. Hör ferner unser Mütter bey schwerem Flehen, und eil uns beyLingewitter und dro- zustehen. Sey du in unsern 038 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, unsern Leiden die Quel- verleiheunsdeinen Geist le wahrer Freuden! aufs neue, der uns mit 9. Gieb mir, gieb Tugend ziere, und uns allen denen, die sich nach zum Himmel führe. Trofte sehnen, zu dir, in 15. Das wolleft du Noth und Schmerzen, uns geben, du Herr von vertrauensvolle Her- unserm Leben! Sowers den wir im Seegen dieß zen. 10. Herr! wehre du Jahr zurücke legen. den Kriegen, laß MenMel. Nro. 3. schenliebe siegen. Laß nach dem Blutvergief Lob, Ehruud Preis dem zc. der Freuden Stro- 10. Du bist der sen Gott, me fliessen! 11.Sprich deinen mil- Herr der Zeit, und auch den Seegen zu allen un- der Ewigkeiten! Laß sern Wegen. Laß Groß mich auch jetzt voll sen, Herr! und Kleinen Dankbarkeit, dein hodie Gnadensonne schei- shes Lob verbreiten. Ein Jahr ist abermal das hin. Wem dank ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad und Güte. nen. 2. Dich, Ewiger, dich 13. Hilf gnädig al- bet ich an, dir will ich len Kranken. Gieb fröh- mich ergeben; Dir, den liche Gedanken den tief kein Wechsel treffen betrübten Seelen, die kann, vertrau ich froh sich mit Schwermuth mein Leben: Wir blitquälen. hen, und vergehn durch 14. Vor allem, Herr! dich; Nur du bist unbers 12. Sey der Verlaß nen Vater, der Irren den Berather, der Un versorgten Gabe, der ArmenGut und Haabe. und Schickungen Gottes. 629 6. Ja, gieb mir Lust und neue Kraft, vor dir 3. Herr, ewig wahret gerecht zu wandeln. deine Treu, mit Huld Laß mich, Herr, stets uns zu begegnen; Lind gewissenhaft mit mir jeden Morgen wird sie und andern handeln. nen, mit Wohlthun uns Dein Geist belebe Herz zu seegnen. Ich kennelund Muth, dich, o du keinen Augenblick, da allerhöchfies Gut, und nicht von ihr stets neues nicht die Welt zu lieGlück mir zugefloffen ben. wäre. 7. Die Welt vergeht; 4. Du haft auch im Dießreißze mich, dielust verfloßnen Jahr mich der Welt zu fliehen. Um väterlich geleitet: Und wann mein Herz voll beßre Freuden müsſe sich meinGeist schonjetzt Sorgen war, mir Hülf bemühen! Den Engeln und Troft bereitet. Bon ganzer Seele preis ich dich. Aufs neue, Gott, ergeb ich mich ganz deiner weisen Führung. bin ich ja verwandt; im terland! Dahin, Herr, Himmel ist mein Valaß mich trachten! veränderlich, du warst, und bist, und bleibest. 5. Vergieb mir die 8. Ermuntre mich, die gehäufte Schuld von Lebenszeit recht weisden verfloßnen Tagen, lich anzuwenden, und und laß, Herr, deine Bu- laß die Bahn zur Ewigterhuld mich Schwa feit mit Vorsicht mich chen ferner tragen. Laß vollenden. Der Tage mich in deiner Gnade Last erleichtre mir, bis ruhn, und lehre lebens- meine Ruhe dort bey lang mich thun nach dir kein Wechsel weiter deinem Wohlgefallen. Istoret. Mel, 640 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, Mel. Nro. 180. den Feinden gern verGeist vom Vater und zc. zeihn; Daß wir glück511. Hilf, Herr, laßlich hier auf Erden, und es wohl lingen! Hilf, ein neues 4. Laß es uns auch Jahr geht an! Laß es fröhlich enden, dieses neue Kräfte bringen, angefangne Jahr. Leit neuen Seegen jeder- uné, Herr, mit Vatermann. Uns, und unser hånden, halte bey uns Haab und Gut nimm in Gefahr. Steh uns in deine Baterhut. bey in aller Noth, und Neues Gluck und verlaß uns nicht im neues Leben wollest du Cod. O so können wir aus Gnaden geben. mit Freuden sterbend einst von hinnen scheiden. 2. Ja, es sey ein Jahr der Gnaden! Habe ferner noch Geduld. Herr, wir sind mit Schuld beMel. Nro. 2. laden, ach! erlaß uns Mit Singen dich zu loben. unsre Wirke Gottes ſelber Reu und Leid, 512. He pres Helft Gute und laß uns Barmher- sen! Stimmt, Christen, zigkeit und Verzeihung mit mir ein! Uns danks aller Sünden in dem bar zu erweisen, soll unBlute Jesu finden. sre Freude seyn. Ein 3. Der du uns dieß neues Jahr fängt an! Jahr gegeben, gieb, daß Doch, daß wirs angedirs geheiligt sey! Hilf fangen, daß wir dem uns, fromm und christ- Tod entgangen, hat lich leben, redlich, ohne Gott es nicht gethan? Heucheley, und voll 2. Mit fröhlichem GeBruderliebe seyn, auch müthe dankt ihm, dem Herrn und Schickungen Gottes. 641 Herrn der Zeit! Denn glaubig nahn. Er will, Gott ist reich an Güte, was wir bereun, aus reich an Barmherzig- Gnaden gern vergeben, keit. Er wars, der unser und auch zum bessern Land, der unser Leben Leben und Hülf und schützte; Er gab uns, Kraft verleihn. was uns nützte, mitvå terlicher Hand. 6.Sey, Vater, hochges priesen für alle Gütig3. Er hat sein Wort keit, die du an uns bewie. erhalten; Der Kirche sen in der vergangnen Schutz gewährt: Die Zeit! Sey ferner uns Jungen und die Alten ser Gott, und auch im gepfleget und ernährt, neuen Jahre versorg und mit stets milder uns, und bewahre die Hand viel Gutes aus- Deinen in der Noth. gespendet, viel Unglück abgewendet von unferm ganzen Land. Mel. Nro. 18. Wie soll ich dich würdig zc. 4.Er hat uns noch verschonet aus unverdien- 513. Wie der Blitz die Wolken ter Huld, und hat uns theilet, so vergehet unsre nicht gelöhnet nach un- Zeit. Hat das Alter uns frerSündenschuld. Es ereilet, stehn wir nah der ist Erbarmen bloß, daß Ewigkeit! Ach, mit wohlverdiente Strafen Ernst im Angesichte uns nicht vorlängst be- ruft der Tod uns zum trafen; Denn unsre Gerichte, und VerwerSchuld ist groß. fung oder Heil wird dort ewig unser Theil. 5. Mit väterlicher Treue nimmt Gott viel 2. Seele! wiß es nicht Sünder an, die sich mit vergebens: klein ist meiwahrer Reue zu Jesu ner Tage Zahl. Thatst 06 Dit 642 Lieder für befoudere Zeiten, Umstände, du jeden Schritt des Le-| 5. Wag'ich selbst von jebens mit Bedachtsam- dem Tage meine Sünd keit und Wahl? Säume und Tugend ab: Owie nicht, dich selbst zu rich- steiget hier die Waage! ten, forsche nach des O wie sinkt sie dort hinGlaubens Früchten! ab! Kann ich so vor GotFrage, bin ich auch be- tes Throne freudig stereit, wenn Gott ruft zur hen? Ist die Krone, die Ewigkeit? uns Gottes Huld verhieß, mir, so wie ich bin, gewiß. 3. Nah bin ich viel leicht dem Ziele meiner turz gemeßnen Bahn: willst auch du dich, wie so viele, diesem Ziel mit Leichtsinn nahn? Sieh, es ist von meinen Jahren wieder eins dahin gefahren! Sind noch viele Jahre mein? Oder folls das letzte seyn? 4. Wie ein Schiff von starken Winden fortgeriffen, ists entflohn! Mit ihm stehn nun meine Sünden alle vor des Wach auf, mein Herz, zc. Richters Thron! Auch, Mel. Nro. 127. was ich gethan, den 514. Erschallt, erfreuteLieder! Willen meines Gottes Ein neues Jahr ist wies zu erfüllen: Selbst, was der. Ein Jahr, vom ich dieß Jahr gedacht, Herrn gegeben, erscheint alles ist vor Gott ge- für unser Leben. bracht. 2.Der, welcher unfre Jahre, 6.D beginn ein neues Leben! Fang es diesen Tag noch an; Ernsilicher sey dein Bestreben, richtiger sey deine Bahn! Laß dieß Jahr nicht auch mit Sünden schwer belastet dir verschwinden! Nütze redlich deine Zeit, Seele, für die Ewigkeit. 643 und Schickungen Gottes. Jahre, vonKindheit bis hen, die wirst du nicht zur Bahre, gezählt und verschmähen. abgemessen, hat uns noch nie vergessen. 8.Laß unsre künft gen Zeiten dein Wohlthun, 3. Herr, wenn dein Gott, begleiten. Gieb Geist uns führte, und Frieden unserm Lanunser Herz regierte, dalde, dein Heil in jedem kamst du auch mit See- Stande. gen uns väterlich entge gen. 4. Mit eines Hirten Freude führst du uns 9.Schüz uns mit deiner Rechten, und hilf uns, deinen Knechten. Wir kennen keinen Retauf die Beide, beschü- ter, als dich, du Gott Best vor Gefahren; Du der Götter! kannst und willst be wahren. 5.Du hörst uns, wenn wir beten, dein Sohn will uns vertreten. Vergebung aller Sünden soll, wer an ihn glaubt, finden. 10.DieTraurigen und Armen erquicke dein Erbarmen, daß sie nicht unterliegen, daß sie durch Christum siegen. 11. Dein Wort laß uns erfreuen, wenn wir in Aengsten schreyen. Es 6. Zu diesem Brunn schenk auf unsern Wedes Lebens fliehn Süngen uns immer neuen der nie vergebens. Der Seegen. Zweifler nur verfaget 12. Nun, Herr, wir sich diesen Trost, und fallen nieder. Ach! kehzaget. re dich doch wieder zu 7. O Herr von un- uns und unsern Fluserm Leben, was sollen ren mit seegensreichen wir dir geben? Dank, Spuren. Ruhm, Gebet und Fle13. Laß alle, die dir dieSg 2 nen, 644 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, nen, durch deinen See- chen Sünder Heere, gegen grünen. Den wilden treuer Gott, bekchre. Kriegen steure, desLandes Wohl erneure. 15. Rechtschaffenheit und Treue bevest'ge du 14.Sey eine Burg den aufs neue. Du wirst um Frommen, die anzube- Christi Willen, Herr, ten kommen. Der fre-/ unsern Wunsch erfüllen. 2. Sontagslieder. Mel. Nro. 113. 515. D Bau vollbracht, hat er Dies ist der Tag, den 2c. den Menschen auch geieß, Christen macht, und ihn nach ist der Tag feinem Ebenbild, mit des Herrn! Versammelt Unschuld und Verstand euch im Tempel gern, erfüllt. kommt vordes Höchsten Angesicht, und freuet euch in seinem Licht. 2. Kommt, betet euren Schöpfer an, und rühmt, was er an euch gethan! Ihn preisen, ist der Christen Pflicht: 6. Rühmt auch, daß Drum, Christen, auf! versäumt sie nicht. 5. Erkennt, um dankbar ihm zu seyn, daß seine Baterhuld allein euch auch erhält, und, was euch nützt, euch liebreich giebt, euch nährt und schützt. heute Jesus Christ vom Tode auferstanden ist, 3. Rühmt seine schö- der durch die Gröffe seipferische Macht, die al ner Macht das Leben an les einst hervorgebracht, das Licht gebracht. den Himmel, und die 7. DuSieger über Tod ganze Welt, und alles, was sie in sich hält. und Grab, der sich für uns zumOpfer gab, laß uns der Wohlthat wür4. Und als er ihren dig und Schickungen Gsttes. 645 dig seyn, und mach uns wozu der Chrift, so lang von den Sünden rein. er lebt, verbunden ist. 2.Wenn du nur in der Still ihn ehrest, zwar Jefum deinen Heiland nenust; Doch ihn nicht öffentlich verehrest, ihn nicht auch vor der Welt 9.Dheil gerGeist, dein bekennst: Bist du dann Linterricht sey immer sein? bist du ein Christ, unsersLebensLicht, und der seinem Heiland leit uns auf der Tugend- dankbar ist? bahn durch alle Trubsal himmel an. 8. Laß deiner Auferstehung Kraft, die neues Leben in uns schafft, uns mit dem hohen Trost crfreun, einst ewig, Herr, bey dir zu seyn. 10. Erleucht uns stets, 3. Wer sich dem Gottesdienst entziehet, an seines Gottes Ruhetag; du wahres Licht! Ent: Aus Trägheit die Verzeuch uns deine Gnade sammlung fliehet, und nicht! Sen unser Trost nicht mit andern beten in aller Noth! Stårk mag, entzieht sich einer uns im Leben und im heilgen Pflicht, und Tod! giebt, was Gottes ist, ihm nicht. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. en Höchsten 516. Den öffentlich verehren, und in sein Haus mit Freuden gehn, um andachtsvoll sein Wort zu hören, und ihn lobpreisend zu erhöhn, ist eine Pflicht, 4.Auch deinen Nachsten zu erbauen, mußt du zum Hause Gottes gehn. Wie manche sind, die auf dich schauen. die blos auf Andrer Beyspiel sehn! O denke dran, daß du, als Christ, ein gutes Beyspiel schuldig bist! $ 3 5. Doch 646 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 5. Doch selber dich von Herz belebt, wenn es in deinen Pflichten und feelgen Augenblicken von der Bahn zur See- sich im Gebet zu Gott ligkeit noch immer mehr erhebt, und voll des zu unterrichten, in dieser Glücks, das es genießt, deiner Prüfungszeit, von Dank und Freuden wie nöthig ist dieß nicht, überfließt. o Chrift, der du geneigt zu Fehlern bist! 9.Wie nichtig sind der Erden Freuden dem, der 6. Bie schwach find des Himmels Freuden unfreeigneKrafte: Wie schmeckt! Wie süß der schwach) Erkenntnißund Trost, wenn man im Verstand! Der Gottes- Leiden seinHerz dem bedienst ist ein Geschäfte, sten Freund entdeckt! wozu Gott gütig uns Wie nichts ist alles verband; Ein Mittel, Glück der Welt dem, der das uns neueKraft zum mit Gott sich unterGlauben und zur Tu- hält! gend schafft. 10.Kommt, fromme 7. Wie manchenTrost Christen, theure Brühab ich empfunden, wender, vereint im Geist, vor ich das Wort des Herrn Gott zu stehn: Kommt, gehört! Wie lieb ich wir sind eines Leibes euch, thr frohen Stun Glieder, kommt, unfern den, da man anbetend Schöpfer zu erhöhn! Gott verehrt, und, um Frohlockend preiset Jedas Ewige bemüht, sich fum Chrift, der unser aller Erdensorg ent- Haupt und Mittler ift. zicht! 11. O laß uns schme8. Nichts gleicht dem cken und empfinden, wie. himmlischen Entzücken, freundlich Gott den das hier ein frommes/ Seinen ist! Er, der so guddig und Schickungen Gottes. 647 gnädig unsrer Sünden, Vertreib aus uns des so bald wir Busse thun, Irrthums Nacht: Laß vergißt, von neuem uns, uns die Wahrheit nicht als Kinder, liebt, und verfehlen, die du uns selliebreich Gnad um ber kund gemacht, daGnade giebt. mit dein groffer Ruhe12. Erleuchte, Herr, tag uns ewig dort beselbst unsre Seelen; glücken mag. 517. ENE! 甘 街 Liebster Je su, wir sind hier, dich Lenke Sinnen und Be gier auf und dein Wort an zu hören; daß die die füs se Himmelslehren, # Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und 3. O du Glanz der Verstand ist mit Fin- Herrlichkeit! Licht vom sterniß umhüllet, wenn Licht, aus Gott gebohs nicht deine Gnaden- ren! Mach uns allesamt hand uns mit hellem bereit; Defne Herzen, Licht erfüllet. Gutes Mund und Ohren! Undenken, Gutes dichten, ser Bitten.Flehen, Sinmußt du selbst in uns gen laß, HerrJefu, wohl verrichten. gelingen. 518. Herr, 564 648 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 518. F err, Huch, verwirf die Bitte nicht, die die Andacht uns versammelt. Hör auf dein Volk dir, Höchster, stammelt! 1 unsre schwache Lieder, und sich gnädig auf uns nieder! 2. Laß dein Wort] 3. Daß, vom Eifer das hier erschallt, unser ganz entbrannt, wir, Herz, o Gott bezwin- was du befohlen, üben, gen, und mit göttlicher dich und den, den du geGewalt tief in unsre sandt, Jesum Christum, Seelen dringen. Laß es herzlich lieben; Daß unsern Sinn erneuen, kein Schmerz und keine und des Irrthums Freude uns von deiner Nacht zerstreuen. Liebe scheide. 519. EI Hier sind wir, Gott, und flehn um Licht, verfage deinen Geist uns nicht, lehr uns dein 649 und Schickungen Gottes. 11 ## E 11 dein heilig Wort verstehn, und freudig deine Wege gehn. 2. Erleuchte deine Leh- jauch darnach rechtrernun, und ihre Hörer; schaffen leben. Gieb dem Lehruns thun nach dei- Glauben solche Stärke, nem Wohlgefallen, daß er thätig sey durch Gott; Denn du, oGott, Werke. bist unser Gott! 2. Uns, oater, lehrest 3. Daß wir im Glau- du, was wir thun und ben start, und frey von glauben sollen. Schenk aller Sund und Heuche- uns deine Kraft dazu; ley, dir dienen unsre Le- Gieb zum Wissen auch benszeit in Wahrheit das Wollen, und zum und Gerechtigkeit. Wollen das Vollbringen, so wird alles wohl gelingen. 4. Erhör uns, unser Lobgefang gefalle dir, und unser Dant, bis wir vor deinem Throne stehn, und dann vollkommner dich erhöhn. 521. Gott sey Preis und Mel. Nro. 518. gebracht! Denn nun haben wir vernommen, was die Sünder seelig Herr, vor deinem Angef. zc. 520. Unser Gott, macht, Gottes Wort, wir danken dir, daß du uns dein Wort gegeben. Gieb unsGuade, daß wir hier den Trost der Fromen; Lehren, die zu guten Werken unsern schwachen Glauben stärken. 565 2. Linser Mel. Nro.$ 18. Herr, vor deinem Anaef. zc. 650 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 2. Unser Gotterhört Gott hat alles wohl geGebet, giebt uns seinen macht: Dankbar laßt Baterseegen; Wer nur uns ihn verehren. Unser seine Wege geht, findet Gott sey hoch gepreiset, Heil auf seinen Wegen. der die Seele wohl geLaßt uns denn, ihm zu speiset. gefallen, freudig seine Wege wallen. 2.Linser Bottesdienst ist aus, und auf uns 3. Seine Liebe müsse ruht Gottes Seegen. sich immermehr uns of Frölich gehen wir nach fenbaren, und die Sei Haus, wandeln fort auf nen väterlich vor der Gottes Wegen. Gottes Sünden Lust bewah- Gnad wird selbst uns ren, daß wir uns von leiten, und zum Himmel ihm nie trennen, ihn bis zubereiten. in den Tod bekennen. 3. Unsern Ausgang 4. Unsern Ausgang feegneGott, unsern EinseegneGott, unfernEin- gang gleichermaffen; gang, unsre Werke: Seegne unser täglich Seegne jeden in der Brod, seegne unser Noth mit Geduld, mit Thun undLaffen; SeegTroft und Stärke, daß ne uns mit seel'gem wir, seines Sohnes Er- Sterben, und mach uns ben, ihm nur leben, ihm zu Himmelserben. auch sterben. Mel. Nro. 82. Mel. Nro. 17. Liebster Jesu, wir sind zc. In allen meinen Thaten zc. Dommt, KinGott 523. Koer, anzube522. Ngob! es ist ten! Laßt uns zum BaNun vollbracht, Singen, ter treten, der aller VaBeten, Lehren, Hören.Iter heißt; Er ists, der uns und Schickungen Gottes. 651 uns das Leben, und sei- und zur Liebe, zum nen Sohn gegeben; Er Fleiß, zur Folgfamkeit. schenk uns auch den Mach Unvernunft und heil'gen Geist! 2. Es mangelt unsrer Jugend an Weisheit und an Tugend: Wir beut. kennen Jesum nicht; Er6. Wir sind schon leucht uns, dir zum jetzt, alsKinder, vor dir, Preise, Herr! mach uns klug und weise, durch deines guten Geistes Licht! Gott, groffe Sünder, ach! geh nicht ins Gericht; Gott, sey uns gnädig, schenke uns unfre Schuld, gedenke der vielen Jugendsünden nicht! 3. Lehr uns den Heiland kennen, gieb, daß, wenn wir ihn nennen, sich unser Herz erfreu! Hilf, daß wir an ihn gläuben, und ihm ge horsam bleiben; Mach unser Herz ihm recht getreu! 4. Prág alle heilge Lehren, die wir vom Lehrer hören, tief in die Herzen ein. Gieb, daß wir sie zum Seegen be halten und erwägen, laß uns des Wortes Thater seyn! 5. Vermehr in uns die Triebe zum Beten Lafter uns täglich mehr verhaßter, mach uns lieb, was dein Wort ge7. Wir sind noch unerfahren: Lins reißt in jungen Jahren das Laster oft dahin. Laß uns die Lust der Sünde, daß sie uns nicht entzünde, als tödtend Gift der Schlange fliehn! 8. Herr, laß zu allen Zeiten uns deine Gnade leiten, auf guter, ebner Bahn. Führ uns in früher Jugend durch Gottesfurcht und Tugend zum Glück des ew'gen Lebens an! Mcl. Morgen und Abendlieder. Mel. Nro. 125. Jugend weihet, legt Wie göttlich sind doch zc. Grund zu seinem wahu Wohl. Aus jugend524. Derr, une licher Frömmigkeit quillt unterweisen bey deines Seegen unsrer künftWortes hellem Licht.Ogen Zeit. gieb, daß wir dich dafür 3.So gieb denn jetzt zu preisen! Lind seegne jetzt deinen Lehren auch an den Unterricht an uns, uns allen das Gedeihn. aus unsers Lehrers Laß uns mit LehrbeMund: Mach dich recht gierde hören, und auch unserm Herzen kund! des Wortes Thater 652 2.Hier wird deinSaa- seyn. O pflanz, zu deime ausgestreuet, der nes Namens Ruhm, in künftig Früchte tragen uns das wahre Chrtsoll. Wer sich dir in der] stenthum! VIII. Morgen- und Abendlieder. 1. Morgenlieder. Mel. Nro. 100. Wer schafft die SicherGedanke, der uns Leben zc. heit der Nacht, undRu525. Mein erft Ge- he für die Müden? 3. Wer wacht, wann Preis und Dank; Erheb ich von mir nichts weiß, ihn, meine Seele! Der mein Leben zu bewahHerr hört deinen Lobge- ren? Wer stärkt mein fang Lobsing ihm, mei- Blut in seinem Kreis, ne Seele! und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht. fich sicher zu 2. Mich selbst zu schüten ohne Macht, lagich, und schlief im Frieden. Morgen und Abendlieder. 653 zu bedecken? Werruft] 10. Daß ich, als ein dem Tag und seinem getreuer Knecht, nach Licht, die Seele zu er- deinem Reiche strebe, wecken? gottfeelig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe. 5.Du bist es, Herrund Gott der Welt, und dein ist unser Leben; Du bist 11.Daß ich, dem Näch es, der es uns erhält, unisten beyzustehn, nie mir's jetzt neu gegeben. Fleiß und Arbeit scheue, mich gern bey Andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue. 6. Gelobet seyst du, Gott der Macht. gelobt sey deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich diesesTags erfreue! 12.Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht geniesse, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wann du ges 7, Laß deinen Seegen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen und lehre beutst, beschlieffe. du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; Auf 526. dich hofft meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. Mel. Nro. 227. So hoff ich dann mit ze. roffrr O Schöpfer dieser Welt, der alles, was er schuf, erhält, und alles auch regieret: Gott, dessen wunderreicheHand einst jeneHimmel ausgespannt, die deine Sonne zieret! 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine 2. Noch willst du, daß, Pflicht erkenn und willig thue. nach dunkler Nacht, in ihrer ganzen Morgenpracht 654 Morgen- und Abendlieder. pracht mich die Natur telkeit zu niederm Neid entzücke: Noch heut seh gereißzet! ich dieß Sonnenlicht, 6.Verlangt mein leiser vielleicht nur heut, schon Wunsch zu viel? Vermorgen nicht, vielleicht folg ich ein zu weites nur Augenblicke. Biel auf ungewiffent 3. Ich fühle, daß ich Pfade? O Gott, ich beusterblich bin; Mein Le ze mich vor dir! Hier ben welkt, wie Gras, da- bin ich: es geschehe mir hin, hinfällig, gleich nach deiner weisen dem Laube. Wer weiß, Gnade! wie unerwartet bald 7.Der Mensch, der auf des Höchsten Wort an geblasne Thor, schreibt mich erschallt: Komm seinem Schöpfer Weiswieder, Staub, zum heit vor, murrt immer, Staube! klagt und weinet! Gott licbt ihn mehr, als er sich liebt, da seine Huld nicht alles giebt, was jedem nützlich scheinet! 4.Wann mich das finstre Grab verschlingt, ein tiefes Schweigen mich umringt, mich die Verwesung naget; Als- 8. Er wird auch mein dann bleibt alles doch Bersorger seyn; Und zurück, und hatte gleich nicht ein irrdisch Glück ein günstig Glück mir allein will mir mein keinen Wunschverfaget. Vater geben. Dieß Le5. Thorheit, wenn ich ben ist ein Augenblick, mich verkannt, und nach ein Frühlingstraum der ErdeLieblingstand, das längste Glück, ich nach groffemGut gegei- soll unsterblich leben! tet! Wenn mich der 9.Gedanke dertlnsterbEhre schimmernd Kleid lichkeit, der über Erd und und aller Prunk der Ei- Welt und Zeit ein edles Herz Morgen- und Abendlieder. 655 Herz erhebet! Empörejeiner Ewigkeit verdie dich in meiner Brust, nen mein Bemühen. wann manche Lockung 11.Drum lenk, o Ewifalscher Lust mich zu ger, meinHerz schon hier verführen strebet! auf Erden himmelwärts, 10. Verderblich im entreiß es niedern LhGenusse sind desLasters sten! Mach Andre reich, Freuden, die geschwind mich mache du nur weiund stets bereuet flichen. se, nur voll Seelenruh, Ich bin ein Pilgrim in nur, Gott, zum wahren der Zeit: Nur Freuden Christen! 527. Wach auf, mein Herz, und ſinge dem FEME Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, der Menschen treuem Hüter. 2.Mit göttlichemEr-| 4.Du willst kein Opfer barmen bedecktest du haben; Doch Dank für mich Armen: Schlaf, deine Gaben, und Lob sprachst du, ohne und kindlich Flehen Grauen, die Sonne wirst du, Herr, nicht sollst du schauen. verschmähen. 3. Dein Wort, Herr, 5. Dein Werkwollst ist geschehen: Ich kann du vollenden, und deidas Licht noch sehen. nen Engel senden, der Du machst, daß ich mich an diesem Tage aufs neue mich meines auf seinen Händen traLebens freue. Ige. 6. Du 656 Morgen- und Abendlieder. 6. Du wollest selbst da seiner Güte Proben mir rathen in allen sich jeden Tag erneun? meinen Thaten; Mich stets zum Besten leiten, zum Himmel mich bereifen! 3. Auch mir hast du gegeben, Herr, was ich hab und bin; Doch dieß mein irrdisch Leben eilt 7. Begleite mich mit unaufhaltsam hin. Seegen auf allen mei- Bald ist sie ganz vernenWegen! Dein Wort schwunden, die Vorsey meine Speise auf bereitungszeit: Doch meiner Pilgerreiſe. hängt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit. Mel. Nro. 80. 528. Pobt Befiehl du deine Wege zc. 4.O süsser hoher GlauGott am be: Nicht ganz werd ich frohen Mor- vergehn, nein, ich der gen! Lobt ihn, der in der Mensch vom Staube, Nacht, indem wir ohne soll wieder auferstehn! Sorgen sanft schlum- Laß mich dieß nie vermern, für uns wacht; gessen: Nein, dieser HoffDer uns im Schlaf er- nung voll, vielmehr quicket, und unsreKraft mich stets ermessen, was erneut, für uns die Erde ich einst werden soll. schmücket, und, was er schuf, erfreut! 5.Getroft, meinGeist! ermüde im Tugendeifer 2. Der Engel heilge nicht: Dich stärketGotHeere erhöhn ihn mit tesFriede mitKraft und Gesang: Auf! singt in Zuversicht. Ermuntre ihre Chöre, in ihren Ju- dich, und fireite! Des belklang! Wer sollte SiegesLohnist nah! GeGott nicht loben, und troff! vielleicht ist heute ihm nicht dankbar seyn, des Kampfes Ende da. Mel. 657 Morgen- und Abendlieder. Mel. Nro. LOS. diese Nacht, auf ewig Wie herrlich strahlt der zc. von mir fliehe: Daß ich 529. Dich feh ich die kurze Lebenszeit in Morgenlicht, und freue heit zu nutzen mich bes mich der edlen Pflicht, mühe. Prüfe, siche, wie dem Höchsten löbzusin- ichs meine. Dir ist keigen. Ich will, voll from ne meiner Sorgen, auch mer Dankbegier, o mil die kleinste nicht, vers dester Erbarmer, dir borgen. Preis und Anbetung bringen! 4. Ich bin ein Chrift! Schöpfer! o Herr, verleih, daß ich Bater! Deine Treue des Namens würdig rührt aufs neue mein sey! Mein Ruhm sey Gemüthe. Froh em- deineGnade. Denn ach, pfind ich deine Güte. was bin ich ohne dich? 2. Du warst auch diese Ein irrend Schaaf; ErNacht um mich. Was halte mich, mein Hirt, war ich, hattest du dich auf deinem Pfade. nicht so hülfreich mir Stark mich, daß ich bewiesen? Zu meinem stets mich übe, deineLies Leben setzest du jetzt ei- be zu betrachten, über nen neuen Tag hinzu: alles dich zu achten. Sey hoch dafür geprie- 5. Auch im Geräusch sen! Durch dich bin ich, der Welt soll mich der und ich merke neue heilige Gedank an dich Stärke. Dich erhebeloft still zu dir erheben. Herz und Mund, so Im dunklen Thale wall lang ich lebe. ich hier; Einst nimmſt 3. Verleih, o Gott der du mich hinauf zu dir, Lieb und Macht, daß zum Licht und höhern Sünd und Gram, wie Leben. Auf dich hoffich, Et Herr, 658 Morgens und Abendlieder. Herr, ich werde mich fällt! Hier ist doch alles der Erdegernentschwin- nichtig, und lauter Eigen, dir dort ewig Lob telkeit, vergänglich, zu singen. dürftig, flüchtig, wie meine Pilgerzeit. Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege, 2c. 4. Zuerst, o Vater, schenke mir ein gehorsam 530. Mit Danken fain Herz, das ſtets au und mit dich gedenke, und nicht Beten vor deinen hohen an eitlen Scherz. Es Thron, o Bater, hinzu- liebe dich, und flamme treten, befahl dein lie- zu dir, Gott, himmel an, ber Sohn. Er hat mit sey heilig und verdamtheurem Amen Erhö- me der Laster breite rung zugesagt, wenn dir Bahn. in Jesü Namen der Christ sein Leiden klagt. 5. Hernach laß mich gewinnen durch deines 2. Drum komm ich Geiftes Kraft, Kunst, diesen Morgen auf dein Weisheit, fluge SinGebot zu dir: Du ken- nen, undRath und Wis nest meine Sorgen; senschaft, damit ich denk Nimm, Vater, sie von und handle, wie dirs gemir. Gieb mir, was fällig ist, und vor der ich entbehre; Und du, Welt auch wandle o Jesu Christ, vertritt rechtschaffen, wie ein mich, und gewähre, was Christ. noth und seelig ist. 6. So wird von jenem 3. Ich bitte nicht um allen, von Leben, Ehr Leben, um Ansehn, und Geld, auf meinen Ruhm und Geld; Was Antheil fallen, so viel gut ist, wirst du geben; dir, Gott, gefällt. Last Gieb mir, was dir geluns die Seele schmücken; Morgen und Abendlieder. 659 cken; Gott, wie sein| cken. Glück folgt der Wort versprach, wird Tugend nach. schon den Leib beglü2. Morgenlied im Leiden. Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben Gott zc. er Morgen kömmt, und 531. D meine Klage wird jetzt 4. Herr, eile doch mir mit diesem Morgen neu. beyzustehen, verlaß den Wie traurig schleichen müden Wandrer nicht. mir die Tage der ban- O neige, Vater, auf gen Wanderschaft vor- mein Flehen, zu mir bey! Der Sonne neu- dein freundlich Angegeschenktes Licht erhei- ficht! Gieb mir Geduld, tert meine Seele nicht. und bey dem Schmerz ein hoffend und gelaßnes Herz. zwingt; Noch immer fleh ich unerhörtum Labung, die mein Herz begehrt. 2.So traurig, als die Abendstunden, ist dieser neue Tag für mich; die Quaal, die ich bisher empfunden erneuet mit demselben sich. Ich hoffteTrost in meiner Pein; Doch meine Hoffnung traf nicht ein. 5.Mir ist mein Schicksal noch verborgen, das diesen Tag mich treffen soll: Auf dich, Herr, werf ich meine Sorgen; Du kennst und suchst mein wahres Wohl. Und 3. Noch immer bin ich was dein Rath beauf der Erde, wo mich schließt und thut, ist heiGefahr und Noth um- lig und gerecht und gut. ringt, und täglich härte- j 6.Soll ich die Last noch re Beschwerde zu Kla- långer tragen, so halt ich gen und zu Thränen deiner Führung still. In Et 2 Dir 660 Morgen- und Abendlieder. dir zufrieden, will ich sa- auf die Leidenszeit dort gen: Herr, wie du willst, ewige Zufriedenheit. nicht wie ich will! So laß mich, Vater, in der Pein geduldig, wie mein Heiland, seyn! 8. Gestärkt durch dies sen hohen Glauben tret ich auf meinen Leidenspfad. Herr, stårke, stårs 7. Nach diesen schmer- te meinen Glauben, zenvollen Stunden auch dann, wann sich rückt einst mein Ende der Tod mir naht. Viela doch herbey: dann hab leicht erscheint er heute ich ewig überwunden, mir; Wohi mir! Ich und bin von aller Trüb: leb und sterbe dir. sal frey. Dann folget Abendlieder. 3. Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten zc. err, der du 532. Huir das Le der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn; Auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel of fen, und dort den Preis des Glaubens sehn! 2. Mit dankendem Ge- 4.Ich weiß, an wen ich müthe freu ich mich dei- glaube, und nahe mich ner Güte; Ich freue im Staube zu dir, o mich in dir. Du giebst Gott, mein Heil. Ich mir Kraft und Stärke, bin der Schuld entlaGedeihn zu meinem den, ich bin bey dir in Gnaben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich finge, und die du heut an mir gethan. Werke, und schaffft ein reines Herz in mir. Morgen- und Abendlieder. 661 Gnaden, und in dem Sünden mancher Art mich an diesem Tag bewahrt, und viellinglück abgetrieben, daß ich unverletzt geblieben. 3. Gott, da ich voll Danks erzähle, wie so groß dein Wohlthun war, stellen sich auch meiner Seele die be gangnen Sünden dar. Wie ist ihre Zahl so groß! Denn, Herr, nicht 533. Auf, o Seele, nach Thaten blos, auch werde mun- nach ihres Herzens ter, und gedenk an deine Dichten wirst du einst Pflicht; denn die Son- die Menschen richten. ne geht zwar unter, aber 4. Doch mit reuevola Gottes Güte nicht. lem Herzen wag ich es, Heut auch hat sie mich mich dir zu nahn. Wenn genährt; Heut auch uns unsre Sünden Freud und Troft ge schmerzen, nimmst du währt, vor Gefahren uns in Jesu an. Ich vermich geschüßzet, meine läugne nicht die Schulds Schwachheit unter- Doch, ich weiß, daß deistützet. ne Huld gröffer sey, als 2. Sey denn auch von unsre Sünden, auch wo mir gepriesen, Bater ihrer viel fich finden. der Barmherzigkeit! 5. Gieb nun bis zum Der viel Gutes mir er- frohen Morgen meinem wiesen, mich geseegnet Leibe sanfte Ruh. und erfreut; Auch von Durch dich schlaf ich oh. It z ne Himmel ist mein Theil. 5. Bedeckt mit deinem Seegen, eil ich der Ruh entgegen; Dein Name sen gepreist! Mein Leben und mein Ende ist dein! In deine Hände befehl ich, Bater, mei nen Geist! Mel. Nro. 180. Geist vom Vater und zc. Morgen- und Abendlieder. Mel. Nro. 438. 662 ne Sorgen; wenn ich schlafe, wachest du. Geel und Leib befehl ich dir; Walt allmächtig über 534. Nacht und Stilleschließ mir. Sen auch du der sen wieder unsre müden Gott der Meinen, zähle Augen zu; die von Arsie auch zu den Deinen! beit matten Glieder 6. Ach, laß uns kein sehnen sich nach Schlaf banges Schrecken, we- und Ruh: Aberduverder Raub, noch Feuers- säume nicht meineSeeglut, aus dem füffen le, deine Pflicht, dich zu Schlummer wecken; Gott noch zu erheben, Halt uns, Herr, in dei- seinem Schutz dich zu ner Hut. Hilf, wenn ergeben. Krankheit oder Tod uns im sichern Schlafe droht, oder laß uns, wenn wir sterben, doch des Himmels Freuden erben. Freue dich, o meine zc. 2. Prüfe dich vor ihm, o Seele, nüßtest du auch deine Zeit? Wärst du, wenn erdirbefähle, vors Gericht zu gehn, bereit? Ach, erwag es! Eins 7. Höre, Bater, ach! ist noth! Denk an ihn erhöre, was dein Kind und an den Tod! Denn von dir begehrt. Dallein in diesem Leben Sohn Gottes, dir zur kann und will dein Gott Ehre werd es mir durch vergeben. dich gewährt! Heil ger] 3. Herr, ich muß es dir Geist verlaß mich nichts gestehen: Oft vergaß ich Gieb mir Muth und meine Pflicht! Ach, du Zuversicht! Hör, ach basts, du hafts gesehen; höre, Gott, mein Fle- Aber schon' und richte hen. Amen! Ja, es nicht! Mein Vertrauen wird geschehen. gründet sich nur auf dei Morgen- und Abendlieder. 663 deinen Sohn und dich, entflohn, den ich durchder du auch die Sünder liebest, lieber wohl thust, als betrübest. 4. Richter über Tod lebet habe! Vollendet ist nun wieder schon ein neuer Schritt zum Grabe. und Leben! Du willst 2. Herr, lehre mich die nicht des SündersTod; willst die größte Schuld vergeben denen, die dich suchen, Gott! Ach, ich komm und suche dich, undmein Mittlerspricht für mich: darum laß mich Gnade finden und vergieb mirmeineSünden! Flucht der Zeit mit ſtillem Ernst bedenken, wann in des Lebens Eitelkeit mein Herz sich will versenken. 3. Damit ich jeden Abend mich in Zukunft frömmer finde, so tödte selbst, dieß bitt ich dich, in mir die Macht der Sünde. 5.Leb ich morgen, ach! so leite meinen Gang 4. Mit Glauben, der auf deiner Bahn; Nimsich thätig weist, dich dann, daß ich nicht schmück, Höchster, meigleite, mächtig meiner ne Seele; Und warne Schwachheit an! Gieb mich durch deinen Geist, zu meiner Pilgrim- so oft ich strauchelnd schaft deinen Schutz fehle. und deine Kraft: Fröh 5. Dir dank ich, Valich geb ich dann amster, für die Huld, die du Ende meinen Geist in mir heut erwiesen. Du deine Hände. trågst mich Sünder mit Geduld; Sey hoch von mir gepriesen! Mel. Nro. 93. Ach wie viel Böses zc. ist 6. 535. W mirder Lag in Gnaden an; Vergieb Tt 4 mir 664 Morgen- und Abendlieder. mir meine Sünden, 4. Auch in der Noth, und laß mich auf der und wann ich litt, Tugendbahn der Seele nahmst du dich meiner Frieden finden. an: Lind so ist nun ein Schritt zur 7. Wenn meine mat- neuer ten Glieder nun vom Ewigkeit gethan. Schlaf gefeffelt liegen, 5. Gott! wie ist deiso laß mich sanft und ner Huld so viel! Du sicher ruhn, bis Nacht machst die Prüfung und Schlaf verfliegen. leicht. Die Tage fliehn; bald ist mein Ziel der Pilgrimschaft erreicht. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt 2c. 536. Wer u er unter dei nemSchirmeruht, o Gott, von dir bewacht, der trotzt mit unerschrocknem Muth dem Grauen dunkler Nacht. 2. Aus öder stiller Finsterniß sing ich dir, Herr, ein Lied: Mein Herz frohlockt, und ist gewiß, 6. Doch dir befehl ich meine Zeit: So lang es dir gefällt, du Bater der Barmherzigkeit, leb ich auf dieser Welt. 7. Ich trau auf dich, und zittre nicht: Kein Unfall wird sich nahn: Denn du bist meine Zus versicht von meiner Jugend an. daß mich dein Auge 8. Mit Finsterniß umsieht. ringt schließ ich die Augen betend zu; Doch du, mein Vater, bist um Baterhand hat mir viel mich, und seegnest meiGutes zugetheilt, viel ne Ruh. Boses abgewandt. 3. Der Tag ist schnell dahin geeilt, und deine 4. Abends Morgen- und Abendlieder. 4. Abendlied am Ende der Woche. 665 Mel. Nro. 11. werth bin ich deiner Huld! O könnt ich dich, mein 2c. ie ge4. Wie bin 537. Der zwar zu ich deiner Treue! Ich het Ende, doch Gottes Ba- fühl es, tief gebeugt tertreue nicht: Wohin vor dir! Verwirf, verich meine Blicke wende, wirf nicht meine Reue! schwebt sie vor meinem Bergieb um Jesu wilAngesicht. Ich leb, o len mir! Gott, der so Gott, allein durch dich; viel an mir gethan, Du schüßtest und er nimm mich zum Kinde hieltest mich. wieder an! 2. Mein Dank foll 5. Soll ich noch lånauf zum Himmel stei- ger auf der Erde dein gen, für deine grosse Pilgrim seyn, so steh Gütigkeit! Von ihr mir bey, daß meine kann diese Woche zeu- Seele frömmer werde, gen, wie meine ganze mein Leben dir geheiligt Lebenszeit: Die Hand, sey: Laß unverführt die mir viel Gutes gab, vom Reitz der Welt, wandt auch viel Böses mich willig thun, was von mir ab. dir gefällt. 3. Doch, Vater, meine 6.Nun leg ich mich zur Seele bebet, wenn sie Ruhe nieder, und fürchmit Scham zurücke te nichts: du bist bey denkt, wie übel ich vor mir! Weckt mich der dir gelebet, und dich neue Morgen wieder, durch Undank oft ge- dann dank ich und lobkränkt. Ich sehe teine sing ich dir, daß du, in groffe Schuld; Wie un- grauenvoller Nacht, Et s für Tischlieder. 666 für mich, dein schwaches widerstreben, und mich Kind, gewacht. aufjene Ruhe freun, die 7. Doch soll, in mei- mein Erlöser, als er nem Pilgerleben, dieß starb, in seinem Reiche meine letzte Woche seyn: mir erwarb. So will ich auch nicht 5. Abendlied im Leiden. Mel. Nro. 7. Dubist und bleibst mein Kommt her, verkündigt zc. Gott; Dein Wort verund lindert jede Noth. füßt mirjedenSchmerz, 538.2 Tag hab ich Auch diesen vollbracht, mit aller sei- 4. Froh kann ich mich ner Noth. Nur deiner dem Schlaf vertraun: Vaterlieb und Macht Auch schlafend bin ich verdank ich es, o Gott! 2. Wärst du nicht meines Lebens Kraft, mein Retter, und mein Heil; So würd' in meiner Pilgrimschaft kein Trost mir je zu Theil. dein; Vor keinem Unfall soll mir graun; Du wirst mein Helfer seyn. 5. Und sollt, o Vater, diese Nacht des Leidens letzte seyn: Wohl mir! dann ist mein Laufvoll3. Doch welchen Trost bracht, vorbey des Lefühlt nun mein Herz! bens Pein! IX. Zischlieder. 1. Vor dem Effen. Mel. Nro. 79. Brod zu dir: Giebs detMein Auge sieht, o Gott! 2c. nen Kindern, die du 539. Bater, kind- liebst, und seegne, was wir um unser täglich 2.Thu auf, Herr, deine milde Tischlieder. 667 milde Hand! Auf dichtenährt, wird uns durch ist aller Blick gewandt, Fruchtbarkeit, durch der du von allem, was Kraft zumFleiß von dir da ist, der Schöpfer und beschert; Wir dankens Versorger bist. dir erfreut. 3. Du haft auch uns 2.Gieb von den Früchbisher genährt, was ten dieser Welt uns, wir bedürften, uns ge- Herr, ein nöthig Theils währt, und wirst es Und wann der Fleiß dir künftig nicht entziehn, wohlgefällt, so schenk wenn wir voll Glau- ihm Glück und Heil. bens zu dir fliehn. 4. Laß uns zwar satt, doch mässig seyn, uns deiner Güte dankbar freun, und nie vergessen im Genuß, daß auch der Arme leben muß. 3. Durch deinenSeegen haben wir für heute unser Brod. Wir nehmens hin, und danken dir, o du liebreicher Gott! 4. Vernünftig froh laß im Genuß, und stets uns maffig seyn, Kommt her, verkündigt ze. und, schenkest du uns Mel. Nro. 7. 540, Gott! was des Leberfluß, den Dürftigen 2. Nach dem Effen. 541. PA ## Was as den Leib erhält und nährt, DEYESE hat uns unser Gott gewährt, der die ganze ** 668 Tischlieder. ganze weite Welt durch sein Allmachtswort erhält: und was lebet auf dem Land, Er E in der Fluth, im dürrsten Sand, sättigt sich # aus seiner Hand. 2. Herr, auch mich, mein Theil, dir zu Ehauch mich erfreut deine ren, mir zum Heil; So groffe Mildigkeit; Und wird deine Gütigkeit mit Freuden bring ich nicht durch Uebermuth dir Lob und Preis und entweiht; Dankbar will Dank dafür; Dir, der ich mich erfreun; Du noch an mich gedenkt, sollst künftig mir allein mir noch immer lieb-| Vater und Versorger reich schenkt, was mich seyn. speiset, was mich trànkt! Mel. Nro. 1. 3. Aber gieb, daß auch dabey ich im Guten Mein Herz, ermuntre zc. standhaft sey; Lind mein dem wir D Herz vergeffe nicht seine 542, Gott! von grosse Christenpflicht, alles haben, die Welt ist daß von meinem Uteber- wie ein groffes Haus; fluß ich, nach mässigem Du aber theilest deine Genuß, auch die Armen Gaben, recht als ein speisen muß. Bater, drinnen aus; Dein Seegen macht 4. So genieß ich dieß uns Von den vier Jahrszeiten. 669 uns alle reich. Herr, Brod. JnGärten grünt unser Gott! wer ist dir auf gleiche Weise sein gleich? Unterhalt auf dein Ge2. Wer kann die Men- bot: Ihm reichst du, schen alle zählen, die sich was vonnöthen war, in von dir ernähret schn? Fischen, Bich und VdDoch muß die Noth- geln dar. durft Keinem fehlen; 5. Woran soll ich denn du weißtallenvor- zuerst gedenken? Der zustehn: Du sorgst für Wunder sind hier gar uns, und jedes Land be- zu viel. So viel, als du, kömmt sein Brod aus kann Niemand schendeiner Hand. ken, und dein Erbarmen hat kein Ziel: Denn immer wird une mehr beschert, als wir, wir Sünder, jemals werth. 3. Du machst, daß man aufhoffnung saet, und endlich auch die Frucht genießt: Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, die das Land begießt, des Himmels Thau, der SonneStrahl, find dei ne Diener allzumal. 6. Wir wollen dein denn nie vergessen, da deine Gaben uns erfreat. Für unser Brod, das wir gegessen, sey dir, Herr! unser Dank ge4. Und also wächst des weiht! Und unser gans Menschen Speise, der zes Lebenlang erheb dich Acker schaffet ihm sein unser Lobgesang. X. Von den vier Jahrszeiten. 1. Frühlingslied. Mel. Nro. 3. ling schafft, Gott, der Lob, Ehr und Preis dem 2c. den Erdkreis schmücket, Gott, der der mit allmächtig rei543. uns den Früh- Icher Kraft das, was er ſchuf, 670 Von den vier Jahrszeiten. schuf, erquicket. Der fühlet und empfindet Herr erschafft, der Herr dich, und hofft ein ew'erhält; Er liebt und seegges Leben. net seine Welt: lobsin- 5. Lobsinget ihm! Er get ihm, Geschöpfe! ist uns nah: singt alle 2. Das Land, das erst seine Heere, der Herr ist erstorben lag, erwacht allenthalben da, im und lebt nun wieder. Es Himmel, Erd, und Mee strömt mit jedem neuen re. Ich lobe, Gott! Ich Tag der Seegen neu preise dich, wo ich nur hernieder. Der Wurm, bin, bist du um mich mit der in dem Staube deiner Lieb und Gnade. webt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 6. Du rufft die Wolken übers Land, und 3. Der Erde Antlitz ist tränkest diese Erde, daß verjungt, und heiter mit den Gaben deiner glänzt der Himmel; Hand der Mensch gesätGebirg und Thal und tigt werde. Thau, ReWald erklingt von freu- gen, Sonnenschein und digem Getümmel und Wind, die deiner Allgnädig schauet Gott macht Diener sind, erherab, der allem Seyn zählen deine Güte. und Leben gab, auf seiner Hände Werke. 7. Es strömen, wenn dein Donner dràut, wen 4. Doch fühllos nur Berg und Thal erzitund unbeseelt sind Auen tern, Gesundheit, Stärund Gefilde; Auch haft tung, Fruchtbarkeit du nicht das Thier er selbst aus den Lingewitwählt zu deinem Eben- tern. Dann bricht die bilde. Der Mensch nur Sonne neu hervor, und freuet deiner sich, kennt, laller Kreaturen Chor jauchzt Von den vier Jahrszeiten. 671 jauchzt und erfreut sich mit Seeligkeit in reichen wieder. Strömen laben. Dein freuen deine Engelsich: auch wir, o Gott! wir loben dich, find cinst, wie sie, unsterblich. 8. Von dir kömmt, was uns hier erfreut, du Brunnquell aller Gaben; Dort wirst du uns 2. Sommerlied. Mel. Nro. 46. 3. Du krönft mit unAllmachtiger! wir singen zc. erschöpfter Hand das 544. Gott! So Jahr in Sommerzeibald der ten: du träufelst auf Tag erwacht, erfreust das ganze Land des du, was da webet, und Seegens Fettigkeiten. Abends danket deiner Estrieft von ihrem milMacht, was auf der denGuß nun über Berg Erde lebet. Voll See- und Thal dein Fuß. gens machst du unser Wir freun uns seiner Land, und schenkest uns Spuren. mit milder Hand die Frucht, die uns ernähret. 4. Das Korn, von deinem Seegen schwer, vergoldet nun die Fel2. Du giebst uns Re- der; Die Freude hüpfet gen früh und spät; Lind weit umher, auf Wiejeder Grashalm zeuget sen und durch Wälder, von dir, vor desfen Ma- jin jedem Thice, das du jestät die volle Achr sich ernährst, und dem du neiget. Daß Furch und Leberfluß gewährst zur Fluren sich verneun, da- Stillung seiner Triebe. zu giebt deine Huld Gedeihn durch Sonnenschein und Regen. 5.Der fromme Landmann bringt dir Dank für deinen milden Seegen, 672 Von den vier Jahrszeiten. gen. Dir schallt ein fro- jein, und wollen dir, her Lobgesang aus vol- Herr! dankbar seyn für ler Brustentgegen. Wir so viel reiche Gaben. ftimmen in sein Lied mit 3. Serbstlied. Mel. Nro. 6. ziehn weit über Land Lobsinget Gott, und bet. zc. und Meere.Gottnimmt rüh mit um der Wandernden 545.wölktem An- an, bezeichnet ihnen ihgesicht geht schon die re Bahn und sättigt ihSonne nieder, und spät re Heere. sich erscheint ihr schwächer! 3. Uns, seine Mens Licht am trüben Him- schen, will er hier im melwieder. Das schöne Winter selbst versorJahr ist nun entflohn. gen, und seiner Huld DierauheStürmerau- vertraun auch wir, die schen schon durch die neu wird jeden Morgen. entfärbten Felder: Die Er schafft, daß wir in letzte Blume neigt ihr Sicherheit der ungeHaupt, des Herbstes stümmen Monden Zeit kalter Hauch entlaubt beginnen und vollendie schattenreichen den. Nichts trägt die Wälder. Erde: Doch gewährt 2. Verlaffen steht die er uns, was unser Leben öde Flur, entblöst von nährt, mit väterlichen ihrem Seegen: Ent- Händen. kräftet fichet die Natur 4. Wie sind schon under Winterruh entge- fre Kammern voll, von gen: In Schaaren ab- seiner Güte Gaben, getheilt, entfliehn die vom Seegen, der uns Vögel von der Kält und nähren soll, vom Vors rath, 673 Gebeugt vom Alter werden wir von ganzem Herzen dennoch dir, Gott uns srer Jugend, danken. 6. Wohl allen, die dein Angesicht in frühen Jahren suchen: Die werden ihrer Jugend nicht im Herbst des Alters fluchen! Wohl dem, der redlich sich bemüht, weil seiner Jahre Kraft noch blüht, der Tugend Frucht zu tragen! Ihm wird das Alter Jugend seyn, und göttlich wird er sich noch freun in seiVon den vier Jahrszeiten. rath, uns zu laben! Grabe wanken! Vorsehend ließ uns un ser Gott das Land schon für den Winter Brod, dem Bich sein Futter geben, und Wein, der unser Herz erfreut, undunsere Lebens Kraft erneut, trieft aus der Frucht der Reben. 5. Ach, unser Leben auch verblüht, wie jetzt das Feld, im Alter! Getroft! Gott ist ob es verblüht, ein mächtiger Er halter! Er trägt die Müden, er beschüßt die Schwachen seine Rechte stüßt, die nah am nen letzten Tagen. 4. Winterlied. Mel. Nro. 44. 546. D 2. Wohl mir bey dieHerr, deine Allmacht zc. ser rauhen Zeit! Ich es Jahres darf vor Frost nicht be ben. Mich schützt mein Dach, mich wärmt DeSchönheit Schönheit ist nun fort! Wie trau rig stehn die Triften! Es mein Kleid, und Brod stürmt ein ungestümer erhält mein Leben. Auf Nord aus schwer belad- weichen Betten schlaf nen Lüften. Die Erde ich ein, und kann mich starrt vom Froste nun, sanfter Ruhe freun. und ihre Nahrungssäfte ruhn. 3. So hats der arme yu Bruder Brudernicht, demBrod da Von den vier Jahrszeiten. 5.VorTausenden bist und Kleidung fehlet, du beglückt, die in der den, wenn es sehr daran Stille klagen, gebricht, Frost oder Wärm und Nahrung Hunger qualet. Und dich erquickt in diesen dreyfach fühlt er sei- rauhen Tagen.Ojauchne Pein, wenn Krank- ze, frohes Herz, in mir, heif plagt, und Kinder und bringe Gott den schreyn. Dank dafür. 4. O zaudre, zaudre 6. Sich nicht auf das, nicht, mein Herz, ihm was dir noch fehlt, und liebreich zuzueilen! Fühl Mancher mehr besitzet. seinen Jammer, seinen Nein, auf die Noth, die Schmerz, dein Brod Andre quàlt, auf Gott, mit ihm zutheilen. Wer der dich beschützet. Ach, seiner Brüder Nothver- Vater, lindre jeden gißt, verdient nicht, daß Schmerz, und gieb mir er glücklich ist. ein zufriednes Herz. 674 XI. Witterungslieder. 1. Um Regen bey grosser Dürre. Mel. Nro. 224. durch dich, Allmächti Herr, allerhöchsterGott!: c. ger, jetzt in Erfüllung err, aller- gehn! 547.höchſter Gott 2. Wir bitten kindlich im Himmel und aufEr- dich um deinen Vaterden, dem Wolken, Luft seegen: Gieb uns, oVaund Wind allzeit gehor- ter, gieb uns einen milsam werden! Was du den Regen! Staub ist befiehlst, geschieht: Ojetzt unser Land, erlaß auch unser Flehn storben jede Flur; Es schmach Witterungslieder. 675 schmachtet Feld und träufle sanft auf Anger, Thier: Es trauret die Natur. Gärten, Wälder! Das, was bisher gelechzt, cr3. Wir haben es ver- quicke, Herr, aufs neu, dient; Ach groß sind un- daß jede Kreatur dir fre Sünden, und billig freudig dankbar sey. strafft du uns: Doch laß 5.Ergieß zugleich dein unsGnade finden! Ver- Wort, gleich einem milgieb uns unsre Schuld! den Regen, auf unser Thu auf die milde trages Herz mit tauHand, wirf einen Ba- sendfachem Seegen. terblick auf uns und un- Der Fromme nur kann ser Land! sich, Gott, deines Seegens freun; Olaß uns alle reich an wahrer 4. Befeuchte Berg und Thal, erfrisch jetzt unsre Felder! Dein Regen Tugend seyn. 2. Danklied für verliehenen Regen. Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den ic. schweiget, und Hitz und Dürre fliehn! Der 548. Ein milder Re- Frommen Danklied gen sinket er freiget hinauf und preis set ihn. quickend auf die dürre Flur. Wie labt sie sich, 2. Mit Muth im Ans wie trinket ihn die ver- gesichte, beschaut des schmachtende Natur! Ackers Herr sein Feld. Die sanften Ströme Erquickt hat Gott die kühlen der Lüfte weites Früchte: Er der Meer, und die Geschöpfe ger seiner Welt. fühlen sich nicht mehr steht die Saat, die Achtrag und schwer. Gott ren vom Mark der Erde spricht: das Seufzen voll, das seine Menschen uu 2 nähren erforDick 676 Witterungslieber. nähren, und sie erfreuen empfahn! Du sendest soll. Auf, preifet Gottes Thau und Regen, giebst Milde! Erists, der Re- milden Sonnenschein; gen schickt, und lechzen- Du eilst, mit deinem des Gefilde voll Vater Seegen uns alle zu erhuld erquickt. freun. Ach, laß und nicht 3.Erhalter unsere Le- vergebens so manche bens, Gott, dem wir uns Gab empfahn, und jetzt dankbar nahn; Onimm, o Quell des Les laß uns nicht vergebens bens, dich unser ferner Die Gaben deiner Handlan! 3. Um Sonnenschein. Mel. Nro. 380. Aus tiefer Noth ruf ich zc. Gott, du 549. kannst den S 3. Herr, unsre Sünd Himmel ganz mit Wol und Missethat hat dieß ken überziehen: Doch sehr wohlverdienet: Jemüssen vor der Son- doch erzeig uns Huld ne Glanz sie, wenn du und Gnad: Dein Sohn willst, entflichen. Halt hat uns verfühnet. Wir deinen Regen jetzt zu- nahen dir voll Reu, uns rück, und laß der Sonne nun; Wir wollen ernstfrohen Blick uns wielich Busse thun, und derum erfreuen. unser Leben bessern. uns gezeigt, der sich betrübt zur Erde neigt, ist nahe dem Verderben. 2. Die Felder trauren 4. Gieb uns, o du liebüberall, die Saat und reicherGott, den heitern Früchte leiden; DesRe- Schein der Sonne, und gens überhäufter Fall überschütt uns nach der erstickt derFluren Freu- Noth mit Freude, Lust den. Der Seegen, den dulund Wonne, und zeig uns Witterungslieder. 677 uns jetzt nach deiner Seegen sey im Himmel Treu, daß auffer dir kein und auf Erden. 4. Nach erlangtem Sonnenschein. Mel. Nro. 224. sers Landes Frucht war Herr, allerhöchster Gott, zc. dem Verderben nah. 550. MeinGott, du bist gerecht, 3. Nun hast du Sons nenscheinunswiederum und gleichwohl lauter gegeben: DieFelder find Liebe, selbst, wann es erquickt: wir fühlen dir gefällt, daß Leiden neues Leben. Wir preiuns betrübe: Scheints sen deine Huld, daß du gleich, als dächtest du, auf unser Flehn, bey unbey unsrer Sünden- frerKümmerniß, erbarschuld, nicht ferner mehr mungsvoll gesehn. an uns mit Batertreu und Huld. 4. Ja, Herr, wir preisen dich mit freudigem 2. Durch Wolken lief Gemüthe. Osorg auch fest du das Sonnenlicht künftig noch für uns bedecken; Wind, Regen mit Batergüte! Gieb wetter, Sturm erfüll- uns zu rechter Zeit ten uns mit Schrecken, Thau, Regen, Sonnenweil man den Himmel schein! Wir wollen dir nicht, nur schwarzes dafür von Herzen dankz Dunkel sah; Und un- bar seyn! XII. Um Seegen der Feld- und Landfrüchte. Mel. Nro. 13. fchenschaar, auf dein Wie viele Freuden dank zc. Geheiß, die Erde, und 6 551.& s baut, Herr, hofft dabey von Jahr zu deine Ulus werde: 678 Um Seegen der Feld- und Landfrüchte. werde: Denn du ver-| Güte! Erhalt uns unsprichst, du treuer Gott, frer Felder Korn; Ach! daß sie, bey Fleiß und Bater, ach verhüte, daß Müh, ihr Brod von dir Frost und Sturm, und erhalten solle. Hagelschlag sie nicht 2. Bis hicher trifft zerstörend treffen mag, die Zusagein. Gieb fer- und wir dann trauren ner deinenSeegen; Laß müßten. unfre Früchte wohl ge- 5. Gieb gnädig, was deihn; Gieb Sonnen- uns deine Hand jetzt in schein und Regen! Den, der Hoffnung weiset; ohne deine Seegens- Und krönt dein Seegen hand, bringt selbst ein unser Land: odann sey, gutes fettes Land uns Herr, gepreiset! Dann nimmer, was es könnte. bringen wir dirEhr und Dank, o Vater, der mit Speis und Trank die Kreatur erfreuet. Vergebens ist all unsre Kunst und Müh im Zubereiten, wann nicht, Gott, deine Gnad und Gunst hier unsern Fleiß begleiten. Durch dich nur keimt der Saa men auf, wächst, treibt, 6. Dir trauen wir, wohithat'ger Gott! Dich laffen wir nur walten. Du kennst am besten unsre Noth, haft setzt Frucht, und reift lange hausgehalten. darauf; Du bists, der Du wirst in deinem alles nähret. Eigenthum, zu un4. Straf uns, Herr, serm Wohl, zu deinem nicht in deinem Zorn: Ruhm, dich ferner gnåSey uns ein Gott der dig zeigen. 552. E Unfre Aussaat seegne, Gott! Daß fie ruh Um Seegen der Feld- und Landfrüchte. 679 TOK ruh im Schoos der Erde, keim', und unser PREESEERBIE täglich Brod unter deiner Aufsicht werde. 2. Einfach wird sie aus- leinst den Dank dafür gestreut, vielfach giebst dir im Himmel ewig du sie uns wieder; Und geben. dann singt die Dankbarkeit dir voll Freuden ihre Lieder. 5. Dann sehn wir im hellern Licht noch mehr Wunder deiner Güte, und kein Leid stört weiter nicht das lobsingen3. Ja, dieß hoffen wir zu dir! Du, du hörft Gebet und Flehen, giebst de Gemüthe. uns, was wir brauchen hier, und auch mehr, als wir verstehen. 6. Ja, im Himmel werden wir, Herr, vor deinem Angesichte freu4. Gnädig gicb es, bit dig erndten für und für ten wir, unserm armen deines höhern Seegens Erdenleben! Bis wir Früchte. 131 XIII. Erndtelieder. 1. Bey sparsamer Erndte. 553. Was Mel. Nro. 334. lich erndten kann, liebt Was Gott thut, vas ist zc. er uns doch nicht minas Gott der. Er zieht das Herz thut, das doch himmelwärts, ob ist wohlgethan; So wir gleich hier auf Erdenken Gottes Kinder. den beyMangel traurig Wann man nicht reich werden. Ulu 4 2. Was 680 Erndtelieder. 2.Was Gott thut, das gleich das Feld nicht viel ist wohlgethan: Im enthält; Man kann bey Nehmen und im Geben wenigSpeisensatt wersind wir bey ihm stets den, und Gott preisen. wohl daran, und können 5. WasGott thut, das ruhig leben. Er nimmt ist wohlgethan; Das und giebt, weil er uns Feld mag traurig ste liebt, und seine Hände hen; Wir gehn getrost müssen wir stets in De- auf seiner Bahn, und muth küssen. wollen ihn erhöhen. 3. WasGott thut, das Sein Wort verschafft ist wohlgethan: Er zeigt uns Lebenskraft: Es uns oft denSeegen, und nennt uns Gottes Erche man ihn erndten ben; Wie können wir kann, muß sich die Hoff verderben? nung legen: Weil er 6. Was Gott thut, allein der Schatz will das ist wohlgethan; seyn, so nimmt er andre Güter, und bessert die Gemüther. So wollen wir stets schliessen. Jft gleich bey uns kein Kanaan, wo 4. WasGott thut, das Milch und Honig fliess ist wohlgethan; Es geht sen; Doch haben wir nach seinem Willen. genug allhier, wenn Und läßt sichs auch Gott das Wen'ge seegzum Hunger an, so weiß net, und uns mit Huld er ihn zu stillen. Ob- begegnet. 2. Danklieder für die Erndte. Mel. Nro. 125. deinenSeegen, wiewohl Wie göttlich sind doch zc. sie nicht zu zählen sind. 554. Wir fingen, Du giebst uns Sonnenschein und Regen, Frost, Pizze, Erndtelieder. 681 Hitze, Donner, Thau Frucht der Erde reichund Wind: So blüht lich nährt. und reifet unfre Saat 5.Bewahre ferner unnach deinem wunder- fre Saaten, und unfre vollen Rath. Häuser, Hab und Gut. 2. Der Himmel tråu- Bewahr uns, Herr, vor fet lauter Güte, die Erd Mifferhaten, vor Wolist deiner Schätze voll; lust, Geitz und UeberDamit ein achtsames muth, weil sonst im Gemüthe dich finden reichsten Ueberfluß die und bewundern soll, Seele doch verderben dich, der durch seine wei- muß. se Macht das alles einst hervorgebracht. 3. So sen die Liebe dann gepriesen, geprie6. Ja, Vater, wann wir dein vergessen, der du so liebreich an uns denkst; So muß der sen sey die Wunderkraft, Fluch den Seegen fres die auf den Feldern, auf sen, mit dem duFeld und den Wiesen den Erd- Haus beschenkst. Wird bewohnern Nahrung auch der Vorrath nicht schafft. Du nåhreft uns, zerstreut, so mangelt wir werden satt; Du doch Zufriedenheit. giebst, daß man noch 7.Sowollen wir dann übrig hat. hier auf Erden des Gu4. Du schüttest deines ten Saamen auszus SeegensFülleherab, die ftreun, nie müde, nie wir doch nicht verdient. verdroffen werden, und Es ist allein dein guter uns vielmehr der ErndWille, daß Feld und te freun, die einst, nach Au und Garten grünt, dieser Zeit der Saat, und uns, sind wir es dein Rath für uns ersegleich nicht werth, die hen hat. Uus Met. 682 Erndtelieder. Mel. Nro. 334. Was Gott thut, das ist zc. verehret werde. ( reist, Chrigleich 555. Pren, mit zu nicht so ſichtbar ſich der Zufriedenheit, preist Gott, Reichthum seiner Gaden Herrn der Erndte, ben: So giebt er uns daß sich nicht ganz die doch sicherlich, so viel Fruchtbarkeit von Au wir nöthig haben; Ift und Feld entfernte. stets bedacht voll Guad Noch stets erhält er sei- und Macht, die Seinen ne Welt; Was nöthig zu erhalten, die ihn nur laffen walten. ist zum Leben, will er uns alles geben. Herr der Erde, von uns 5.Und, o was ists für einGewinn, an dem sich 2. Er ist der Herr: In gnügen lassen, was da seiner Hand ist, was die ist, und mit heiterm Erde bringet. So sehr Sinndasveste Zutraun auch Menschenfleiß das fassen, daß der die Welt Land baut, pfleget und regiert und hält, auch bedünget, kömmt doch uns, so lang wir leben, allein von ihm Gedeihn. was nöthig ist, wird geben. Nur er, er läßt die Saaten blühn, reifen und gerathen. 6. Ja, Höchster, wir verehren dich in allen 3. Oft sehn wir froh deinen Wegen, und in Hoffnung schon der trauen unveränderlich reichsten Erndt entge- auf deinen milden Seegen, und plötzlich ist er gen. Auch unser Brod uns entflohn, der uns wirst du uns, Gott, von gezeigte Seegen. Gott Zeit zu Zeit gewähren, nimmt und giebt, was wenn wir dich kindlich ihm beliebt, daß er, als chren. 7. Wit Ben Donnerwettern. 683 7. Wir beten de- niemals trüget. Froh muthsvoll dich an, der danken wir, Erhalter, alles weislich füget, deß dir, und preisen deine Vorsicht niemals irren Güte mit gnügsamem kann, deß Wohlthun Gemüthe. XIV. Bey Donnerwettern. Bey Gewittern. Mel. Nro. 7. Thun, er, der die MenKommt her, verkündigt zc. schen wägt; Was bist donnert, du, wenn sein Donner 556. Es Gott! wie nun dich schnell zu Boden schlägt. schrecklich ist des Himmels Wetternacht! Es 5. Verschone, Herr, blitzt, es donnert; Gott, verschone noch der Sündu bist! Und groß ist deine Macht! der diesesmal! Barmherzig bist du, Vater, doch! Zu groß ist ihre 2. Gott donnert in des Sünders Ohr; Der Zahl. Sünder hörts, und 6.Bekehre noch ihr bözagt; Hebt zitternd ses Herznachdeiner Ba= kaum sein Aug empor, wen das Gewissen sagt: 3. Den, der dich schuf, ernährt und schützt, dich väterlich umfieng, den Gott, der nun am Him mel blitzt, den hieltest Du gering. terhuld! Erfülle sie mit Reu und Schmerz, und trage noch Geduld! 7. Vor deines Gottes Majestät erzittre nicht, oChrist, wan er in Donnerwolken geht, und um sich Bliße schießt. 4. Gott kennt dein 8.Und wenn sein donHerz, und weiß deinlnerudes Geschütz den Frevler Ben Donnerwettern. 684 Frevler tief erschreckt, Mel. Nro. 7. so wisse, daß er vor dem Kommt her, verkündigt zc. Blitz und Donner dich bedeckt! 557. Der hohe Spimmel trübet 9. Der Pfeil des Herrn fich, ein Wetter Gottes fährt wunderbar von draut: Ich bebe nicht: seinem Wolkenthron, Ich freue mich, Herr, trifft, wen er will, und deiner Herrlichkeit. krimt kein Haar, wenn 2.Duzurnest, wann du Gott ihm ruft: ver- donnerst, nicht: Du bist schon! der Menschen Freund. Nicht blaffer sey mein Angesicht, wenn uns der Blitz erscheint. 3. Dem Sünder nur, der dich nicht kennt, bist du, Herr, fürchterlich: Dem aber, der dich Bater nennt, zeigst du als Bater dich. 4. Uns Seegen ist der Sonne Licht, uns Secs 10. Sprich, wenn dein Gott dich tödten will: Gerecht ist sein Gericht! Er ist der Herr! ihm halt ich still, und laß im Tod ihn nicht. 11. Des DonnersKdnig ist mein Freund; Wenn er mich schnell entrückt, so weiß ich, daß ers gnädig mennt, gen Tag und Nacht: und ewig mich be- Auch Seegen ist uns glückt! dein Gericht, und deines Blitzes Pracht. 12. Wer Gott bey stillem Himmel ehrt, 5. Du reinigst durch fingt ihm auch froh den Blitz die Luft, dein ein Lied, wenn er auf Regen stärkt die Saat: Donnerwolken fährt; Und donnerst du, dein Steht, wenn der Sün- Donner ruft: Seyd rein der flicht. von Missethat! 6. Doch Ben Donnerwettern. 685 6.Doch Menschen sind wir nur erbeben sollen, wir, blöd und schwach; wo Donner unter setGedenk, wie schwach nem Throne rollen; wir sind. Sprich nicht: Nicht, daß, wo Blitze zerstöre, Hagel! Ach, flammen, dann zur Ras fprich nicht zum Blitz: che sein Zorn erwache. entzünd! 4. Sie zeugen, Gott, wie alle deine Werke, von deiner Weisheit, deiner Huld und Står= Im Donner laß uns te. Gleich herrlich ist im deiner freun: Du bist Sturm und in derStils die Liebe, Gott! le dein Rath und Wille. 7. Laß frey das Herz von Aengsten seyn, wen uns dein Wetter droht. Mel. Nro. 62. 558. Rommt, 5. Von tiefer Ehrfurcht, Herr, vor dir Jauchzt unserm Gott! zc. durchdrungen, sehn wir Dommt, laßt in der Natur Erschütteuns Gott rungen auch Güte, die und seine Größ' erheben; sie schmücket und beles Vor ihm, und nicht vor bet, selbst wann sie bebet. seinem Donner beben, 6.Fruchtbarer wird sie und nicht( denn er kann dann, wie deine Fromschrecken, und auch schü- men geprüft zu werden, ten) vor seinen Blitzen. oft in Trübsal kommen. 2. Sie können tödten; Wir leiden, durch GeEuch und eure Heerden;( duld zu edlen Werken Zerstörer seyn, und auch uns mehr zu stärken. Wohlthäter werden; 7. Dann reifen fröltIhr aber sollt, wann sie cher der Tugend Saadie Welt erschüttern, ten zu mannigfaltigern nicht heidnisch zittern. und schönern Thaten. 3. Nicht wähnen, daß Sie werden, wenn die Trübfal 686 Ben Donnerwettern. Trübsal sie bewähret, Tage für Fromme nicht nur mehr verkläret. mehrseynwirdLeid und 8. So strahlt, wann Klage, empor aus deiDonner die Natur er nes Weltgerichts Geschüttern, in größrer tümel ein neuer Himel. Schönheit sie nach Un- II. Wir werden dann gewittern: Als schmück zu einem neuen Leben te sie nun eine neue hervorgehn, werden dir Sonne mit neuer entgegen schweben, in Wonne. diesen neuen Himmel 9.Verderbenschwang- aufgenommen, mit alre Dünft' entfliehn, und len Frommen. Seuchen, die uns und 12.Weil wir noch hier unsern Heerden drohn, sind, sey von uns erhoentweichen. Auch ath- ben! Dann werden wir men wir, von leichtrer mit neuer Kraft dich loLuft umgeben, mehr ben: Dir bringen, Herr, Kraft, mehr Leben. für alle deine Werke 10. So steigt, wann Preis, Dank und einst am größten aller/ Stärke. Nach dem Gewitter. Mel. Nro. II. O könnt ich dich, mein 2c. Wie gnädig ist des Höchmeine Seel, und opfre Dank. 559. 2. Ja, preiſe dankbar den Erretter, der seine sten Wille! Der Don- groffeKraft bewies: den ner schweigt, die Blitze starken Gott, der sich im flichn! Bald schmückt, Wetter so majestätisch bey angenehmer Stille, hören ließ; Der selbst der Sonne Glanz das des Blitzes Strahlen feuchte Grün. Erhebe lenkt, im Donner selbst deinen Lobgesang, olan Guade denk 3. D Bey ansteckenden Seuchen. 687 3. D nim bewundernd das Getraide, getränket Gottes Güte im Blitz durch den Negenguß und Lingewitter wahr! Und wie vergnügt beDem frohen forschen- tritt die Weide der neuden Gemüthe stellt sich belebten Thiere Fuß! ein groffer Schauplatz Der muntern Vögel dar, voll ungezählter frohes Heer verkündigt Seegensspur, z um des Erhalters Ehr. Labsal aller Kreatur. 6. Jetzt sprichst du, 4. Wenn bey erhitzter Gott, nicht mehr aus Dünste Glühen, sowohl Wettern, doch schreckdie Menschen, als das lich bleibt dein Zorn Vich, den Athem matt ſnoch mir. Droht gleich und keichend ziehen, wie kein Blitz mich zu zerfroh, wie munter wer- schmettern, so fürcht ich den sie, wenn in die mich doch, Herr, vor ångfilich schwühle Luft dir! Sey du nur meine der Donner kühle Win- Zuversicht: so schreckt de ruft! mich nichts, so zag ich nicht. 5.Wie lieblich hebt sich XV. Bey ansteckenden Seuchen. Mel. nro. 561. 2. Der Senchen Gift In unsern Nöthen fallen zc. verbreitet sich weit um 560. Du Gott, bist uns her; Erbarme dich, unsre Hülf laß uns nicht und Macht! Wenn uns sterben! Entzeuch dem dein Auge nicht be- Tod uns, der uns droht; wacht: wer wacht, wer Entreiß uns dem Vers hilft uns Armen? Er- derben. retter, dich, dich bitten 3. Du bist ein Gott, der wir, du wollest dich er- gern verzeiht; Laß uns barmen! dennnoch Barmherzigfeit 688 Ben ansteckenden Seuchen. keit vor deinem Throne an deinen Sohn. Um finden; Lind dein Ge- Jesu willen duld' und richt vertilguns nicht in schon, und laß uns unbeweinten Sünden! Trost erscheinen! Streck 4. Kein Reichthum aus die Hand, und laß schützt, keinStand, tein das Land nicht länger Ort: Hier weinen Witt- hülflos weinen. wen, Eltern dort, und 7. Sey mit den Sterda verwaiste Kinder, benden, daß sie dein DieSeuch erreicht auch Antlitz schaun, und alle, den, der fleucht; Den die noch leben, die beFrommen, wie den wahre. Still ihren Sünder. Schmerz, daß bald ihr 5. Deß alles sind wir Herz, wie gern du hilfst, werth: doch wir bewei- erfahre. nens, Gott, und flehn 8. Das ganze Volk zu dir, du wolleft uns froblockt dir dann, und vergeben! Dein Volk betet dich, Erretter an, will gern dir, unserm und preiset deine GnaHerrn, gehorchen, dir de. Dann wandeln wir, nur leben. oGott, vor dir mit Freu6. Auch glauben wir den deine Pfade. 561, unsern Nöthen fallen wir, voll Reu Ini und demuthsvoll, zu dir in unserm Jammer *** HE nieder; Denn Seuch und Tod umgiebt uns, Gott! Und würget unsre Brüder. 2.50 689 Dankiied nach ansteckenden Seuchen. 2.So viele sanken schon jede Plage Erquickuns, ins Grab, wie schnell, Herr, Allmächtiger, wie ungewarnt, hinab! gieb wieder heitre Tage. Wie ist um Hilf uns 6. Doch, willst du uns bange! O schone noch! noch nicht befreyn. so Befrey uns doch von laß uns, Gott, geduldig unserm Untergange! seyn, und dir uns ganz 3. Arzt, Kunst und ergeben! Laß, sterben Vorsicht retten nicht: wir, uns dort vor dir in Wir haben keine Zuver deiner Wonne leben! sicht, als nur zu deiner 7. Gieb allen SterbenGüte; DemTod, oHerr, den dein Heil, und laß gebeut, daß er nicht sie Gott, ihr bestes Theil mehr, nicht weiter wüte! im Himmel nicht verliehren! Laß sie den Tod aus jeder Noth zu deinem Throne führen! 4. Wir glauben an den Sohn und dich, und darum schaue väterlich auf tiefgebeugte Sün- 8. Laß unser gläubiges der! Denn du allein Gebet, das, Herr, zu dir kannst uns befreyn; Er- um Gnade fleht, dir, rett uns, deine Kinder. Bater, wohlgefallen; 5.Wir übergeben Volk und froher Dank und und Land in deine treue Lobgesang soll einst bey Baterhand; Entferne uns erschallen. XVI. Danklied nach ansteckenden Seuchen. Mel. Nro. 6. Preis zu bringen. Des Lobsinget Gott, und zc. ganzen Volkes lauter 562. Wir kommen, Dank ſoll, Retter, dir Helfer, dir Gesang und Ruhm und lobsingen. mit uns! In welcher ** Noth! 690 Bey und nach einem gewaltigen Erdbeben. Noth! Wir sahen über- hörtest uns; Die Seuall den Tod, den Unter- chen fliehn; Du heilest gang uns drohen. Nun unsre Schmerzen. Odu wütet seiner Seuchen Erbarmer voll Geduld, Heer durch unser Ba- nach unsrer Lebertretterland nicht mehr, sie tung Schuld haft du sind von dir entflohen. uns nicht gelohnet! Ges 2. Wir sahen dort, und züchtigt, o wir preiſen saben hier so viele Brü- dich! gezüchtigt haft du der sterben, und allent- väterlich, und väterlich geschonet. halben waren wir unt fangen vom Verderben. Da war kein Schonen: uns befreyst, oGott, dich Stindlich war, furcht- ewig loben. Sey ewig, Vater, SohnundGeist, barer, näher die Gefahr, und alle Kunst vergeben! Es bete dich, Errets von deinem Volk erho4. Wir wollen, der du bens. Nichts trieb des Würgers Macht zurück, und uns schien je der Augenblick der letzte dieses Lebens. ter, an, und jauchze, wer diene deinem Namen; nur jauchzen kann, und und rühme: Gott ist unserGott! Frohlocktier hilft uns in der Noth! Frohlockt ihm! Amen! 3.Zu dir, du Menschen retter, schrien der Deinen bange Herzen. Du Ämen! XVII. Bey und nach einem gewaltigen Erdbeben. Mel. Nro. 7. Macht bestehn? Herr, Kommt her, verkündigt zc. du bist groß, und Staub 563. Du Schreckli- find wir; Du winkst, wir vergehn. kann vor dir und deiner! 2. Du In theurer Zeit. 691 2. Du lagerst dich in nen Armerkennt die zitschwarzer Nacht: die ternde Natur, daß weit Völker zittern schon, umher der Himmel geflügeltes Verderben brennt, und weit umher wacht um deinen furcht die Flur. bar'n Thron. 3. Allmächtigschleudert 6. Wer schützt mich Sterblichen, mich deine Hand den Blitz Staub, wenn, der im aus finfirer Höh: und Fluthen stürzen auf das Land in einer Feuersee. Himmel wohnt, und Welten pflückt, wie dürresLaub, nicht huldreich mich verschont? 4. Seht, wie der Erde vester Grund von setner Stimme bebt, und was um ihr erschüttert Rund, was in der Tiefe lebt. 5. Den Herrn und sei7. Wir haben einen Gott voll Huld, auch wann er zornig scheint: Er herrscht mit schos nender Geduld, der groffeMenschenfreund! XVIII. In theurer Zeit. Mel. Nro. 2. 2. Ach unser fündlich Mit Singen dich zu lob.zc. Leben verklagt vor dir u bester uns hart! Doch Scho564.D Trost der nen und Vergeben ist Armen, du Herr der treuer Våter Art. ganzen Welt, o Vater Drum laß uns nicht vollErbarmen, der alles vergehn! Du bester aller trägt und hält! Schau Bater, verschonst auch her auf unsre Noth; Er- Liebertreter, wenn sie barme dich der Deinen! um Gnade flehn. Die Armen gehn und weinen, und schmachten, Herr, nach Brod. 3. Wenn sie mit ernster Reue zu dir um Hülfe Xx 2 schreyn; 692 In theurer Zeit. schreyn; So willst du Erbarmen, Gefühl von bald aufs neue ihr Gott Andrer Schmerz, und, in Christo seyn. Herr, zu erfrenn die Armen, unsre Zuversicht, zu dem ein mitleidvolles Herz, wir alle flehen, auf den damit sie mild ihr Brod wir alle sehen, hilf uns! troftlosen Brüdern breverlaß uns nicht! chen, nicht unempfinds 4.Gott, unserHeil, ach, lich sprechen: Es nähr', wende der Zeiten schwe- es seegn' euch Gott! ren Lauf! Thu deine 7. Laß alle Frucht gemilden Hände, den rathen, und bald uns Schatz der Allmacht, Hülfe sehn: Erquicke du auf. Was nur ein Le- die Saaten, die jetzt so ben hat, nährst du mit traurig stehn. Herr, Wohlgefallen. Nähr baue selbst das Land; uns auch, schaffuns al- Trank es mit Thau und len bey unserm Mangel Regen, und füll es an Rath. mit Seegen aus deiner milden Hand. 5.Herr, der du uns auch schufest hör unser Angst 8. Die frohen Armen geschrey! Allmächtiger, sollen, errettet aus der du rufest dem Nichts Noth, dirjauchzen; Alauch, daß es sey. Uns le wollen wir dir frohhelfen ist dir leicht, du locken, Gott! Denn kannst dem Mangel du errettest gern, und wehren, in Leberfluß haft nur Lust am Leben. ihn kehren, wenns uns Dich wollen wir erheunmöglich deucht. ben, dich frölich, unsern 6. Den Reichen gieb Herrn! XIX. Nach 693 Nach geendigter Theurung. XIX. Nach geendigter Theurung. Mel. Nro. 13. So lang die SchöWie viele Freuden dank 2c. pfung steht, soll nicht. 565.Dubaft, ogna bier Saat und Erndte denreicher fehlen. Gott, in Theurung uns 4. Gott, unfreSünde ernähret; JmElend und wars, die dich zur Züchin Hungersnoth Erret- tigung bewogen: Durch tung uns gewähret, und Trübsal hast du våternun hat deine Seegens- lich uns jetzt zu dir gezohand von uns und un- gen. Laß uns die Süns serm Vaterland den den ernstlich fliehn, und Mangel abgewendet. dir, der gnädig uns verziehn, ganz unser Leben widmen. 2. Dich jaierte, Herr, unserLeid, das Angstgeschrey der Armen: Du, 5. Wie fürchterlich Bater der Barmher- lernt Hungersnoth uns zigkeit, sahst auf sie voll unser Nichts erkennen: Erbarmen; Groß war O laß uns dich allein, o die Noth, groß unsre Gott, stets unsern RetSchuld, noch gröffer ter nennen! Lehruns in war, Gott, deine Huld, allem auf dich schaun, und deiner Allmacht dich kindlich fürchten, Stärke. dir vertraun, und deine Gaben schätzen. 3.Auf laßt uns unserm Helfer Dank und Preis 6. Laß uns, oHerr, im und Ehre bringen, und durch vereinten Lobge sang ihn dankbar froh befingen! Der Höchste hält, was er verspricht: Leberfluß uns nie durch Stolz erheben; Stets mässig bleiben im Genuß, der Wollust widerstreben, von dem, was Xx 3 deine 694 Buß- und Bettagslieder. deinr Batergnad uns dir ist uns nichts fürchmildreich gab, durch terlich: Du deckst uns Liebesthat den Armen in Gefahren. Mit Lust, gern erfreuen. o Bater, wendest du 7. Und künftig wollst dem Lande deinen Seedu gnädiglich vor Man- gen zu, in welchem gel uns bewahren. Mit Fromme wohnen. XX. Buß- und Bettagslieder. Mel. Nro. 380. Aus tiefer Noth ruf ich zc. err, deine 3. Wir flehn Allmächtiger, zu dir, du wollst dem 566. Hangmuth Noch Mancher kann, das hoffen wir, zu dir sein Herz bekehren. Nur Beyspiel, Schein und los, und seiner Pflicht Lust der Welt ist, was vergessen: Doch schonst ihn in Verblendung folget. du seiner lange Zeit, und hält, daß er dem Bösen trägst ihn mit Barmherzigkeit, und willst nicht sein Verderben. 4. Erbarme dich, getreuer Gott, der tief ge2. Der Leichtsinn herr- fallnen Seelen, die jetzt schet immerfort in der verführt, in Sünden Verkehrten Herzen, die, todt, ihr wahres Wohl Heiligster, mit deinem verfehlen. Der WahrWort, wie mit derSünheit Licht erleuchte sie, de, scherzen; Lind wilde und Furcht der Strafe Sittenlosigkeit, gestärkt schrecke die, die nicht die durch falsche Sicher- Liebe bessert. heit, kennt oftmals keine Grenzen. ist sehr groß: Wer kann sie gnug ermessen? Lebt gleich so mancher zügel5.Die aber thun, was Idir gefällt, erhalt in deinem Buß- und Bettagslieder. 695 nem Seegen; Gieb ih-| Güte, die du mir bisher nen Kraft, trotz aller erzeigt: Oso wird mein Welt, zugehn aufrech ganz Gemüthe zu der ten Wegen. Laß deine tiefsten Schaam ges treue Baterhand seyn beugt, daß ich dich gedeinen Kindern wohl ring geschätzt, häufig bekannt, daß sie dir dein Gebot verletzt, und treu verbleiben. dich, der du mich geliebet, doch so oft und 6. Ein Vater und ein Hirte meynt es treulich schwer betrübet. mit den Seinen; Mehr 2. Alle meine Seelens bist du, größter Men- kräfte, meine Glieder schenfreund, du kannsts sind ja dein, und sie solnicht böse meynen. len zum Geschäfte deiDrum trau'n wir dir, nes Dienstes fertig und bitten dich: Erhalt seyn. D wie hab ich sie uns ferner väterlich in entweiht! Ach! zur Undeiner Furcht und Liebe gerechtigkeit, und zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war jes den Morgen über mir, o Bater, neu. Von wie 7. Dir treu zu seynist freylich schon Gewinn für dieses Leben: Doch wirst du einstens gröf sern Lohn den Treugebliebnen geben. Dann wandeln wir in deinem manchen schweren SorLicht, dann wird uns gen machtest du mein Seel' ge ferner nicht des Herze frey! was mir Lasters Anblickkränken. nützte, gabst du mir. Aber ach! wie dankt ich dir; O wie hab ich so deines Mel. Nro. 180. Geist vom Vater, und zc. öchster, 567. ich an die thuns Zweck vergesſen! ** 4 4. Bey 696 In allgemeiner Noth. 4. Bey dem hellenLicht| 6. Dir ergeb ich mich der Gnaden, sollt ich ja aufs ncue! Gieb, daß die Sünde flichn, und mein beschwerter Geist um Rettung von dem deiner Baterhuld sich Schaden meiner Seele freue, die dein tröstend mich bemühn. Deine Wort verheißt. Was Güte lockte mich oft zur dein Sohn auch mir ers Busse, aber ich floh vor warb, da erfür die Sümihrem sanften Locken, der starb, Fried und. suchte mich selbst zu Freude im Gewissen, verstocken. ach! das laß auch mich geniessen! 5. Ach! an dir hab ich gefündigt, Gott, mein 7.Stärke selbst in meiVater! Zürne nicht! Dir hab ich oft aufges kündigt meine schuld ge Kindespflicht. Ach, vergieb, was ich gethan! Nimm mich noch erbarmend an! nerSeeleden Entschluß, mich dir zu weihn. Gieb, daß keine Kraft mir fehle, folgsam deinem Wort zu seyn. Stehe mir stets mächtig bey! Mache du mich selbst mich vom Sündenpfa- recht treu, dich zu liede schnell zurück zu deiben, dir zu leben. Ewig ner Gnade! will ich dich erheben. Führe XXI. In allgemeiner Noth. 568. Get [ schlagen schon hoch über unszusainen.Du trugst erechter une lange mit Geduld; Gott, wie Zu groß, zu schwerward schrecklich drohn, uns unsre Schuld: Du bist deines Zornes Flamen! des Schonens måde! Siedrohunicht mehr, sie Nun lagert deiner Strafen Mel. Nro. 138. So gehst du, Jesu, zc. 697 In allgemeiner Noth. Strafen Heer, o Gott, sich fürchtbar um uns her, und in uns ist kein Friede! 4. Du aber sprichst: nun ist es Zeit zu strafen, die mich haffen: Der Sunde Schmach und 2. Die freche Thorheit, Schädlichkeit will ich deinen Sohn, den Mitt- fie fühlen lassen. Du ler, nicht zu ehren, erhebt gehst mit ihnen ins Gesich stolz, und spricht dir richt, du schlägst sie, und Hohn, und ruft: wer sie fühlens nicht, und willmirs wehren? Vom wollen es nicht fühlen. Throne bis zur Hütte Sie tragen ihrer Lafter zieht sie alles hin in ihr Schmach, und geben Gebiet, läßt sich nicht darum doch nicht nach, widersprechen. DieZahl und wollen es nicht der Heiligen wird klein; fühlen! Dir glauben, das muß 5.Wie lang, Allmächt Thorheit seyn; Dich ger, werden sie selbst deifürchten, ein Verbre- nen Zorn nicht achten? chen. Wird der gestrafte 3. WieFluthen, diedein Sünder nie nach deiner Zorn gesandt, die Saa- Gnade schmachten? ten zu zernichten; So Kannst du, vor dem die strömen Laster hin ins Hölle bebt, vor welchem Land, mit allen ihren zittert, was da lebt, und Früchten. Nicht schüch Sturm und Abgrund tern, mit verhülltem schweigen: Kannst du, Haupt; Nein, frey, ge- du Allgewaltiger, du bietrisch und erlaubt, Gnädigster, duSchreck tritt sie einher, die Sün- lichster, nicht Menschende, und zweifelt nicht, herzen beugen? und ist gewiß, daß jedes WerkderFinsternißLob und Belohnung finde. 6. Du bist die Liebe! wende dich zu diesen ar** 5 gen 698 In allgemeiner Noth. gen Kindern. Vielleicht Dienst derSünde flohn, beweist dein Wohlthun dir ftandhaft folgten, sich noch mächtig anden Gottes Sohn, sie rett Sündern. Vielleicht aus dem Verderben! läßt sich ihr stolzesHerz, Errette sie zur bösen unbiegsamgegenQuaal Zeit, und laß fie einst und Schmerz, durch mit Freudigkeit in deidein Erbarmen rühren, nem Namen sterben. bereuet seine Misfethat, läßt dich, der es begnadigt hat, sich und sein Thun regieren. 7. Doch, mußt du fira Mel. Nro. 383. Sowahr ich lebe, ſpricht zc. Mensch, 569. Der Fürst fen, so gescheh, o groffer Gott, dein Wille! Du Erdkreis, Völker, Kö- Hand? Du winkst, so nige, erzittert, werdet sind wir nichts, als stille! Gott zürnet, der Staub, desitnfalls und das Meer erregt, und des Todes Raub! Du Felsen in den Abgrund winkst, so strömt uns schlägt, und aus den Freud undRuh aus deiWolken blitzet! Er, er ner Fülle mächtig zu. verzehrt durch seinen 2. Unhaltbar gehst du Hauch den stolzenSün- deine Bahn! Mit Mender, wenn er auch auf seinem Throne fitet! schen Macht ist nichts gethan, die niemals dei8. Ddu gerechte Ba- nen Rathschluß bricht, terhand, du wollst der er bring uns Freuden, Frommen schonen, die oder nicht! Wer ist, der dann das sündenvolle deine Tiefen seh? O Land, das du so strafft, höchste Huld, du schaffst bewohnen! Sie, die den das Weh! 3.Zwar ein mächtig Land, was find sie, Herr, in deiner In allgemeiner Noth.. 699 3. Zwar schuldlos ist schweren Tod; DieSeukein Mensch vor dir, die che, die von Freunden Sunder strafft du oft schleicht, und von der schon hier; Doch an der Angst den Trost verLander Noth und Heil scheucht; Die Noth und nimmt Kind und Frev- die Beangstigung erler seinen Theil, nach folgt mit Erderschütteunerforschter weisen rung. Wahl, nicht nach der 7.Derschweren Stürm Werke Maaß und Zahl. und Schlossen Wuth; 4. Laut ruft uns jedes Der starken Wasser hoSchicksal zu, wir seyn he Fluth; Des Ungezifnur Staub, allmächtig fers zahllos Reich; Am du! Doch hast du ewig nutzbarn Vieh die schon gesehn der Men schnelle Seuch: Der schen dir gefällig Flehn, Thiere Gift und Raseund vorbestimmt, wo, rey; Der mächtgen wie und wan die Weis- Brüder Tyranney. heit sie erhören kann. 8. Den nur mit Blut 5. Herr, unser unter- genährten Krieg; Des worfnes Herz erzittert Aufruhrs Niederlag doch vor Noth und und Sieg; Des JrrSchmerz. Und dieß Ge- thums und der Wahrbet, das unfern Geist heit Zwang; Zahlreizum Himmel von der cher Armuth harten Erde reißt, und das dein Drang; Die nur auf Wort uns selbst ge- Noth gebaute Pracht; beut, das hörtest du von Der Unzucht und der Ewigkeit. Laster Macht. 6. Wend ab von uns 9. Wir beugen dir so der Völkrr Noth, des Herz, als Knie, ach, retz. Hungers langsam te, Bater, tröste die, die dein 700 Nach Abwendung gemeiner Noth. dein unforschbar weiser unser Land auch leiden Nath erschreckt, geübt, muß: So schrecke deiner gestrafethat.Erschüttre Allmacht Schwerdt jed liebloses Herz, gieb den, der der Sünden Mitleid mit der Brüder Lust begehrt; So tröste Schmerz. den, der Tugend liebt 10. Lind will dein un- mit Troft, den deine erforschter Schluß, daß Huld ihm giebt! XXII. Nach Abwendung gemeiner Noth. Mel. Nro. 7. 4. Du lenkst so HerKommt her, verkündigt 2c. zen, als Natur, und u liebest dein ist ihre Kraft, du nicht der selbst eist auf verborgnerSpur mit dem, was Hülfe schafft. hilfft uns mit Barm- 5. Herr, was dein herzigkeit, so bald die Weisheit kann. Schutz erhalten hat, sey, dir zum Ruhm, mir Heil, den Brüdern sey durch Liebesthat von meinem Glückein Theil! 570.0 Menschen Leid! Dich, Vater, bet ich an, du 2. Du richtest nicht nach unsrer Schuld, du übst des Chriften Herz, zur Unterwerfung und 6.Vorm Mißbrauch, Geduld, durch Furcht, Herr, bewahre mich Gefahr und Schmerz. durch deines Wortes 3. Lob, Preis und Licht; Es sey dein Arm Dank, du endigst fie, mir fürchterlich, wenn und oftmals wunder- Sünde mich anficht. bar! Herr, deiner Hülf 7. Aufdich, Herr, hilf vergeß ich nie, Gelübde mir trostvoll schaun, bring ich dar! kommt noch Gefahrund Noth, Nach Abwendung gemeiner Noth. 701 Noth, und dir durch Wahrheitinden Mund! deinen Sohn vertraun, wann endlich ruft der Lod. DenHeilsweg mach ihr Unterricht, noch mehr ihr Beyspiel kund! 6. Erhalt uns frey von Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt ze. Kirchenzwang und von 571. Die lieb ist, Gewissenssport! Gieb deiner Wahrheit freyen Gang zu finstern Völkern, Gott! Bater, dein Gebot, und Fürbitt hòrest du! Erbarm dich in der Völker Noth, schaff 7. Die Zweifelsucht, ihnen Glück und Ruh. die zügelfrey und ängſt2. Gieb Weisheit je- lich macht, verscheuch! der Obrigkeit, und Lust Stehjel em weisen Foran Menschenglück. Den scher bey, der sucht der Bürgern gieb Zufrie- Wahrheit Reich! denheit und kein zu schwer Geschick. 8. Den Wohnsitz der Gelehrsamkeit verderbe 3. Die Länder halt in Frechheit nicht! Wer Liebesband zu aller sich den Wissenschaften Wohl vereint! In Lieb weiht, erfüll der Weisund Treu fürs Vater- heit Pflicht! land sey Bürger Bürgers Freund. 9.GeseegneHandlung, Schiffahrt, Kunst, des 4. Gieb Ruhe jeder Landmanns Emsigkeit! Nation ohn ihrer Gieb Reisenden bey Schwerdter Streit! Fremden Gunst, LinDer Kriegsmann habe schuld und Sicherheit. Ehr und Lohn für Treu 10.Giebjedem Gnügund Tapferkeit! samkeit und Brod: Der Arme zage nie; Behüt uns, Herr, vor Landesnoth, 5. Gieb Lehrern deines Geistes Licht und gemeiner Noth. 16.DerLaster Wachsthum stör, oHerr, in dei11.Der Bund derChen| ner Christenheit! Durch sey beglückt durch veste Keuschheit werde glückLieb und Treu! Steh| licher der bessern Nachdenen, die dieß Bund- welt Zeit! niß drückt, mit Rath und Troste bey! 702 Nach Abwendung noth, wo nicht, so beßr' uns fie! 17. Zerstör ein irriges Vertraun in dem, 12. Gestegne jede der lieblos glaubt, dich Schwangerschaft, gieb ohne Heiligung zu threr Frücht Gedeihn; schaun, und ferner liebGebährerinnen Muth los bleibt. und Kraft, und Freude bald für Pein. 13. Des Schulmanns Geist sey aufgeklärt, fein Herz von Liebevoll! Die Jugend wachs an Stårk und Werth zu spåter Zeiten Wohl! 18.Den Kranken gieb Gelaffenheit und Hülf, und Trost und Ruh! Des Todes Angst und Bitterkeit, o Bater, lindre du! 19.Wen der Geliebten 14. Den Wittwen fehl Tod betrübt, dem lindre es nie an Rath, den Ar- seinen Schmerz durch men nicht an Brod! Die Trost, den jener Tag Lust an jeder Liebesthat uns giebt; Den präg ist, Vater, dein Gebot! ihm tief ins Herz! 15. Zu Gottesdienst und aller Wohl geb jeder Reicheviel, und bald und willig, wie ers soll; Nicht Hochmuth sey sein Ziel! 20.DurchJefum Christum, deinen Sohn, als Christen, flehen wir: erhör uns auf der Welten Thron, o Vater! Preis sey dir! XXIII. Bey Bey Feuersnöthen. XXIII. Bey Feuersnithen. Mel. Nro. 82. ben. Denn Christi Blut In allen meinen Thaten zc. und Sterben erwarb * 703 572.jammervol- uns deine. Gnad und Tage, da so viel Angst und Plage 5. Wir flehn durch seiuns hart betroffen hat: ne Wunden, wo wir Ein groffes Maaß voll fietsHeil gefunden: Ach! Thränen ist bey dem gieb uns Trost undHeil. bangen Sehnenjetzt un- Laß sich um deren wilfreSpeise früh undspat. len doch unserElend stillen, gieb uns an deiner Gnade Theil. 2. Drum fallen wir in Busse, dir, höchster Gott, zu Fusse, exten- 6. Es soll dir Leib und nen unsre Schuld. Er- Leben zu deinem Dienst barme dich der Sün- ergeben undaufgeopfert der, verstoß nicht deine seyn. Dein Geist, Herr, Kinder, erzeig uns wie- soll uns führen, und jeder Gnad und Huld. derzeit regieren: Dein 3. Gedenk an deine Wort, o Herr, soll uns Treue, wir flehen voller erfreun. Reue, ach, merk aufun- 7. Indeffen gönn uns serFlehn! Du bist ja unser Vater, Erhalter und Berather, laß uns nicht gånzlich untergehn. Armen, o Bater, dein Erbarmen, und steh uns mächtig ben, daß künftig neuer Seegen auf allen unsern Wes gen, nach deiner Huld, stets bey uns sey. 4. So groß der Sünden Schade, so ist doch deine Gnade noch gröfser, als die Schuld. Du kannst uns nicht verder 8. Ersetze, was zusammen wir durch die Wuth 704 Nach der Feuersgefahr. Wuth der Flammen sofret, und was die Glut schleunigeingebüßt. Er verzehret; Steur fünffulle dieß Begehren; tig allem Brand: so Du wirst uns, Gott, wollen wir von neuen gewähren, was unsrer uns deiner Gute freuen, Wohlfahrt dienlich ist. und ehren dankbar det9. Erbaue, was zerstö- Ine Hand. XXIV. Nach der Feuersgefahr. Mel. Nro. 79. 4. Mit unsern Brüs Mein Auge sieht, o Gott! zc. derm seufzen wir, in ih573. Gott, deffen rem Jammer, Gott, zu Macht des dirLaß sie nicht hilflos; Feuers Kraft zum See- Tröste die, die du gegen und Verderben beugt hast, seegne fie! schafft, mit welcher 5. O gieb, daß, wer schrecklichen Gewalt verschont ward, nicht verwüstet's! Und wie leicht, wie bald! vergesse seiner schönsten Pflicht, der Pflicht, 2. So manche Häuser Betrübte zu erfreun, hats verzehrt; Soman- barmherzig und auch cher Menschen Glück mild zu sein. zerstört! Auch dieß hat! 6. Was du uns nimist, deineHandgethan: Wir das kannst du, Gott, weinen, Herr, und be- auch wiedergeben, jede Noth in Heil verwanten an. 3. Wir weinen; Doch deln; Weis und gut ist verehren wir auch deine alles, was dein Wille Huld; Sie half auch thut. hier, und hielt der Flammen schnellen Lauf, der 7. Gieblinterwerfung und Geduld, daß wir nie Llebrigen zu schonen, deiner Baterhuld verluauf. stig 70$ In Wassersndthen. stig werden; Voll Vertraun, dich, wo kein Leid ist, einst zu schaun. gel, Seuchen, Krieg und Brand! Gieb, weil du unser Vater bist, uns 8. Schüß unser ganzes allen, was uns heils Vaterland vor Man- sam ist. XXV. Jn Wassersnithen. bi 574. € Wir find in Noth! Laß uns, o nimm uns in Acht, wehr ih rer 1: 5 alle Gott, die Fluth nicht überschwemmen, VerMacht! Du kannst die Wogen hemmen. birg jetzt nicht dein Angesicht, gedenk an uns inGuaden! Gott, wenn uns itzt dein Arm beschützt, was kann die Fluth uns schaden? 2. Ach, hilf uns, Herr, len wir dir, Gott, dafür Allmächtiger! UmJesu Dank, Preis und Ehre Christi willen! Ach, du geben. allein kannst uns beMel. Nro. 94. freyn, kannst Sturmn Du, der kein Böses chut 2c. und Welle stillen! Ernoth ist groß, barme dich: Hilfvater- 575. Die Baffers lich! Beschüß uns Gut uns trifft ein traurig und Leben! Dann wol- Loos; Man sieht in hoY y) hen 706 In Wassersnsthen. hen Wellen deu Strom Gott! Viel ringen mit sich wüthend schwellen, dem Tod: ach, laß es sich Eis mit wilden nicht geschehen, daß sie Stürmen, Gebirgen zu Grunde gehen, und ähnlich, thürmen. raubtfiedas Verderben, so laß fie seelig sterben. Mel. Nro. 94. 2. Das Wasser, gleich dem Meer, rauscht schreckensvoll daher, nichts Du, der kein Böses thut zc. kann sein Lieberschwemch men, nichts feine Flu- 576. unfrenoth ist groß! then hemmen: Wir se- Gott, wir flehen blos zu. hen es mit Zittern schon dir und deiner Güte, Damm und Mau'r er- daß sie uns jetzt bebüte! schüttern. Eil, in der Fluth Gefahren uns mächtig zu 3. Es bricht die wilde Fluth auch des Stand- bewahren! haften Muth, er sicht, 2. Sich an, sich an voll Angst und Schre- die Noth, das Elend cken, den Strom das und den Tod, den wir Land bedecken; Der vor Augen sehen; Hilf, Häuser Niederfallen daß wir nicht vergehen! verkündigt dumpfes Laß uns, o Gott, nicht Schallen. sterben! Hilf, che wir verderben. 4. Ach Herr, sich unsre Noth! Erbarm dich un- 3. Vergieb uns unsre ser, Gott! Erhöre unser Schuld, und habe noch Flehen! Laß deine Hülf Geduld! Ach, laß um uns sehen! Ein Wort Jesu willen sich Sturm nur darfst du sprechen, und Wellen stillen! Wir und Sturm und Flu- wollen, weil wir lethen brechen. ben, dir Preis und Ehre 5. Ach, unsre Brüder, geben. XXVI. Nach Nach geendigter Wassersnoth. XXVI.Nach geendigter Wassersnoth. Mel. Nro. 224. 4. So sey denn nun Herr, allerhöchster Gott, zc. gepreist, o Vater aller Ehr und Gute! Nimm an, was wir dir jetzt aus dank577. Dank sey dir, o groffer Gott, gesun- barem Gemüthe für gen, daß du durch deine Macht die wilde Fluth bezwungen. Es tobete der Wind, das Wasser schreckte sehr, die Wellen rauschten schon fast über uns daher. deine grosse Treu zum Opfer bringen dar: selbst unser Herzfoll seyn derLob und Dankaltar. 707 5. Wir rühmen deine Macht; Denn die gebot den Wellen, daß sie sich legeten, und uns nicht konnten fällen; Du sprachest nur ein Wort: Bis hicher sollt ihr uns Armen, daß du von gehn! Da konnten wir Herzen doch die Men-/ uns gleich frey und erschen nie betrübst, und rettet sehn. im Betrüben auch fie, als ein Bater, liebst. 6.Wir wollen dir hinfort allein zur Ehré le3. Nun ist der Sturm ben, und nicht mehr, wie vorbey, die Fluth hört bisher, mit ünden wiauf zu toben. Gott, du derstreben; So halt den haft sie bedroht mit ferner auch mit deinen starker Hand von oben. Strafen ein, und laß in Die Waffer laufen ab, deiner Hand uns einges der Mensch wird wieder zeichnet seyn. froh, der voll von Furcht und Angst, nach hohen Orten floh. 7. Erfreue nun das Land, das du bisher betrubet; Erquicke, Herr, Y y 2 dein 2. Doch mitten in der Fluth bewiesest du Er barmen, und halfft uns väterlich. Duzeigtest an 708 In Kriegszeiten. dein Volk, das sich dir, neue Fruchtbarkeit, und Herr, ergiebet zu ewig schenk auf diese Fluth treuem Dienst; Giebluns seegensvolle Zeit. XXVII. In Kriegszeiten. Mel. Nro. 342. Hand das Ruder führt. Wer nur den lieben Gottzc. Seyd böse, Völker, ru578.& zieht, oGott, stet euch! Ift Gott für ein Krieges uns, so fehlt der Streich. wetter jetzt über unser 4.Drum fallen wir dir Haupt einher: Bist du in die Armie, du Vater. Herr, unser Schutz und der Barmherzigkeit, Retter, so fürchten wir und flehen demüthsuns nicht so sehr, wie voll: Erbarme dich über heftig auch Gefahr und uns zur schweren Zeit. Noth den Völkern und Laß Gnade doch für den Ländern droht. Recht ergehn, so bleiben wir noch aufrecht stehn. 5. Und findet, Herr, dein weiser Wille noch 2. Gieb, Vater, in so trüben Tagen uns nur den Sinn, auf dich zu sehn, und da, wo andre ferner Züchtigungen troftlos zagen, mit Zu- gut, so faffen wir in versicht zu dir zu flehn, frommerStille dennoch weil nie doch Menschen zu dir den frohen Muth, hülfe nützt, wenn uns daß du gewiß zur rechdein starker Arm nicht ten Zeit uns zu erretten schützt. seyft bereit. 3.Keinblinder Zufall 6. Du züchtigest doch herrscht auf Erden: Du stets mit Maassen, und bist es, der die Welt re- meynst es immer vågiert: Laß jetzt auch alles terlich; Auch uns wirst inne werden, daß deine du nicht ganz verlaffen: Auch 709 In Kriegszeiten. Auch unsrer Noth er-[ Gaben oft schändeten, barmst du dich. Wir und lange Zeit zur sollen nur durch Angst Wollust, Pracht und und Pein geläutert und Sicherheit undankbargereinigt seyn. lich misbrauchten. 7. Zuletzt wird jeder 3. Oftward, der imfer fagen müssen: Das hat Nächster ist, gedrücket Gott, unser Gott, ge- und betrogen; Durch than! Gerecht ist er in seinen Schlüssen; Ihn bete dankbar alles an! ihm entzogen. Er hilft und er crrettet gern; Lobsinget ihm, und preist den Herrn! Schein des Rechts, Gewalt undLift das Seine Drum drückt unsdeine schwere Hand; Die Sünde, die wir nicht erkannt, wird öffentlich vergolten. 579. Mel. Nro. 380. Aus tiefer Noth ruf ich zc. 4. Verzeih uns alle Gott, wir Missethat um Jesu treten hier Christiwillen. Daer für vor dich mit traurigem uns gelitten hat, kannst Gemüthe. Wir bitten du dieß Linglück stillen. dich demüthiglich: Rett Dein Sohn, der unfre uns durch deine Güte. Sünden trågt, die du Schau, wie die groffe ihm selber aufgelegt, ist Kriegsgefahr sich zu ja auch unser Mittler. uns naht, und auch so- 5. Um seinetwillen gar uns zu verderben schone du, und stille undrohet. ser Klagen. Berleib uns 2. Gedenke, Vater,( wieder Fried und Ruh, doch nicht mehr, daß und wehre allen Plawirs verschuldet haben. gen. Erbarm, o Herr, Gedenke nicht, daß wir erbarme dich, und rette so sehr die uns verlichneluns doch gnädiglich Yv3 von 710 Nach erlangtem Frieden. von Krieg und Kriegs- ren Buß, und Eifer zur beschwerden. Bekehrung: Damit wir 6.DGott, du kannst nicht an unserm Theil der Fürsten Herz, wie durch neue Sünden unWasserbäche, lenken. ser Heil, den Frieden, Ach, laß sie doch der selbst verhindern. Völker Schmerz recht! 8. Breit wieder über väterlich bedenken.( unser Land die Flügel Prag ihnen und den deiner Gnaden. BeRathen ein, was heißt, schütz und seegne jeden der Länder Båter seyn, Stand. Laß nichts uns damit sie Frieden lieben. weiter schaden. Wir 7.0 Herr, wir fallen wollen solche Gütigkeit dir zu Fuß, und bitten und Vatertreu zu jeder um Erhörung. Gieb Zeit mit Dankbarkeit wahren Ernst zur wah-, erheben. XXVIII. Nach erlangtem Frieden. Mel. Nro. 1. Was du behütest, dem Mein Herz! ermuntre zc. darf sich kein Zerstörer 580.Gelebt, gelobt nahn. Wenn du, Allseyst du mit mächtiger, gebietest, ist Freuden, Gott, der du alle Zwietracht abgeliebreich an uns denkst, than. Auch über uns und nun uns nach des hast du gewacht; Auch Kriegesleiden, desFrie uns die Ruh zurückgedens Wonne wieder bracht. schenkst! Du heiffest die 3.DChriften, fühlt das Verwüstung fliehn, und ganz, und preiset frohSicherheit und Seegen lockend ihn, der uns erblühn. freut, der seines Armes Macht beweiset, und bey 2. Herr, das thuft du: der Nach erlangtem Frieden. 711 der MachtBarmherzig- Wandel rein, und ihm keit: Der uns auf Gna- ein würdig Opfer seyn! denflügeln trägt, und 7.Nimm, Vater, unWunden heilet, die er sers DankesLieder, auch schlägt. jetzt mit Wohlgefallen 4. Preist ihn durch freu- an! Froh schallen unsre diges Vertrauen; Jhr Tempelwieder von dir, seht, was seine Hülfe der uns so wohl gethan. kann. Er läßt sie uns Herr, unserGott dich loauch ferner schauen, und ben wir! HerrGott, wir nimmt sich unser mäch- danken, danken dir! tig an. Wo wir nichts Mel. Nro. 3. können, nichts verstehn, Lob, Ehr und Preis dem zc. wird, was uns nützt, 581. G durch ihn geschehn. 581. Gott, unfer froher Lob5. Preist ihn durch gesang erschallet dir Wohlthun und Erbar- zum Preise! Vernimm men, wo ihr der Brüder gerührter Herzen Dank, Noth erblickt, daß ihr daß du nach Vatersdie Leidenden und Ar- weise uns wieder haft so men speist, tránket, klei- wohl gethan, und alle det und erquickt; Damit Zwietracht abgethan, sich alles, alles freu, und der Völker dich erbardurch den Frieden glück- met. lich sey. 2.Wie sehr ward nicht 6. Preist, preist ihn so manches Land von durch ein frommes Le- Kriegeslafst beschweret, ben; Dieß ist der beste von der zum Streit erLobgefang. So viel ist hobnen Hand geanguns von ihm gegeben, so stigt und verheeret! Nur sehr verdient er diesen du hast gröfferm Leid Dank! OlaffetHerz und gewehrt, du hast Gebet Y 14 und Nach erlangtem Frieden. 712 und Flehn erhört, auch diese Noth geendet. 6. Wehr ferner nun, nach deiner Treu, wehr 3. Wo Furcht und mächtig allen Kriegen, Angst die Herzen brach, daß uns der Friede lang wo Mordgewehre erfreu; Laß Menschenschreckten, wo Zucht und liebe fiegen! Beschütze Ordnungniederlag.das du mit starker Hand des Feld Erschlagne deck- Fürsten Stuhl, das ten, da kehrt zurück die ganze Land, und jedes goldne Zeit, Erholung, Staates Wohlfahrt. Ruhe, Sicherheit, und deines Seegens Fülle. 4.DerLandmann sam7.Wir trau'n auf dich, nur wollst du auch uns melt ungestört in aus- wahre Weisheit lehren, geleerteScheuren, was, Gott, ihm deine Hand beschehrt, froh deine Huld zu feyren. Gerech tigkeit und Gut und Treu begegnen wieder fich aufs neu, der Länder Glück zu bauen. daß wir des Friedens rechten Brauch in Mißbrauch nicht verkehren, und nicht durch Stolz, durch Leppigkeit, durch Leichtsinn, Ungerechtigkeit, uns eigne Noth bereiten. 5. Gott, unser Vater, sey gepreist, daß du die Herzen lenkest, und in der Herrscher Sinn und Geist die Friedensliebe schenkest! Herr, dir ge bühret unser Dank, und dich preist unser Lebge fang, der du so gern erfreuest. 8.Erhebt, erhebtGott immerdar, den Geber aller Güter! Er ist und bleibet, wie er war. der Menschenfreund und Hüter. Gleich herrlich so von Rath und That, hilft er, wie er geholfen hat. Ihm sey allein die Ehre! XXIX. Jn In Krankheiten. XXIX. In Krankheiten. Mel. Nro. 380. Aus tiefer Noth ruf zc. deiner Hand steht meine Zeit, mach du mich nur 582. Dein Wille, zur Ewigkeit durch deibester Vane Gnade tüchtig. ter, ist, daß ich jetzt 4. Laß nicht zu, daß Schmerzen leide: Doch der Krankheit Pein zu weiß ich, daß du Vater schwer mir Schwachen bist, und dieß ist meine werde. Laß deineGnade Freude. Dir ist mein mich erfreun, und milganzes Leid bekannt; dre die Beschwerde. Du Mein Leben steht in dei Bater weißt, was jener Hand: Du zählest den Tag dein schwaches meine Tage. Kind ertragen mag. Hilf mir, erbarm dich meiner! 2. Mein Gott, mein Bater, gicb nicht zu, daß Ungeduld mich kranke. Gieb deinen Geist mir, der mir Ruh Mel. Nro. 269. GerechterGott! vor dein 2c. und Kraft und Hoff 583. Ah, lieber Gott! ich nung schenke, den Geist, bitte dich, hilf mir und der stark in Schwachen andern Kranken, und ist, damit ich als ein seegne jeden doch, wie wahrer Christ, mein mich, mit heiligen GeKreutz geduldig trage. danken; Gieb uns Gelaffenheit und Ruh, und unser bester Arzt sey du, in Schmerzen unserTröster. 3. Boll Hoffnung wend ich mich zu dir, und bleibe dir ergeben. Gott, wie du willst, so schicks mit mir, zum Sterben odergeben! Jn 713 2. Belohne, treuer Bater, die, die liebreich Yy5 mei= 714 Nach wiedererlangter Gesundheit. meiner pflegen; Für bester Vater, mir Geihre Treue seegne sie mit sundheit wieder schendeinem reichen Seegen. ken; So fleht mein Herz Gieb gegen sie mir dankbar zu dir, es allzeit Freundlichkeit, laß mich so zu lenken, daß ich in aus Linzufriedenheit sie meiner Pilgrimszeit, nie durch Murren kràn- mit neuer Treu und ken. Redlichkeit auf deinen 3. Soll diese Krank- Wegen wandle. heittödtlich seyn, soll ich 5. Du weißt, wie wedie Welt verlassen, so nig ich vermag, du wollaß von Sündenlieb lest selbst mich leiten; mich rein im Glauben und recht auf meinen dich umfaffen. Gieb Sterbetagdurch FrömLuft und Kraft zu jeder migkeit bereiten: Daß Pflicht, lehr mich, im über alles, alles ich dich Glauben ans Gericht, lieb, und dankvoll gegen die liebste Sünde haß dich, dir lebe, Gott, dir sen. sterbe. 4. Doch, willst du, XXX. Nach wiedererlangter Geſundheit. Mel. Nro. 2. 584. Ich preife dich, und hab ich nicht. und Ineues Leben dir ganz zu Mit Singen dich zu lob. 2c. eigen geben: Mehr kann 2. Wie schmerzvoll Herr, deiner Liebenath, war ich Armer! Du die mir so groffe Dinge hörtest mein Geschrey; bisher erwiesen hat. Und warest mein ErDich preisen ist mir barmer, und stundst mit Pflicht. Ich will mein Trost mir bey. An mir auch Nach wiedererlangter Gesundheit. 715 auch thatst du kund, du fast versank, und nun könnest uns das Leben aus vollem Herzen mein leicht nehmen, und auch Flehn zum Himmel geben; Und machtest drang, da hörte Gott mich gesund. mein Flehn, der Treue, 3. Dein Zorn hat der Erhalter! Nun soll bald ein Ende, dein Herz auch den Erhalter mein ist voller Huld. Du Dank und Lob erhöhn! reichst uns Baterhånde, Herr überTod und und züchtigst mit Ge- Leben, du nieiner Vàduld. Dich jämmert unter Gott! Wie soll ich fer Schmerz. Vergeht dich erheben? Mein Heil, die Nacht mit Weinen; mein Herr, mein Gott! Früh muß die Sonne zu wenig ist mein scheinen, und Freud er- Dank! Wer hat dich quickt das Herz. 2. Zu 4. Mein Kreutz hat schwach ist, dich zu lomich belehret: Ich sah ben, der Engel Lobgedes Todes Bild. hast du mich erhöret, und mich mit Freud erNun sang. 3. Und doch von dir füllt. Herr, nie vergeß zu schweigen, war eine ich dein! Ich will in Grevelthat. Ich will, Angst und Plagen vor ich wills bezeugen, wie Gott errettet hat. dir nicht trostlos zagen, im Glück mich deiner Hörts, Menschen! Gott nur kann vergeben und freun! erretten. Ach, wenn wir Gott nicht hätten, wer Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu lob. zc. 585. ls in der bülf uns Armen dann? Krankheit 4. O laßt uns ganz Schmerzen die Seelelihm leben, ganz Gottes Eigens In Todesnöthen. Eigenthum, und jedes seinen Augen wallen, Tags Bestreben sey sei- ihm dienen und gefalnerGnade Ruhm! Ihm len, ist Ehr und Seeligopfern seine Zeit, vorlkeit. 716 XXXI. In Todesnöthen. Mel. Nro. 79. liegt ein HoffnungsMein Auge sieht, o Gott! 2c. grund, der nimmer es Todes 586. D'Graun, des trügt. 5. Dein Sohn zeigt Grabes Nacht flieht mir die beßre Welt; Herr, vor deiner Wahr- Nun ist mein Glauben heit Macht: MeinGeist, vestgestellt. Wie herrerhelltvon deinemLicht, lich wird der Menschheit bebt vor des Leibs Zer- Werth durch Jesu Zustörung nicht. fag aufgeklärt. 2. Es falle nur die Hütte hin, mit der ich hier umgeben bin, ich selber lebend, wie zuvor, 6. Glückseelge Aussicht auch für mich! Ents zückt hebt meine Seele sich: Ich seh im Geist schwing aus den Trum- des Christen Lohn, ich mern mich empor. sehe meinen Himmel 3. Ein innres måch- schon. tiges Gefühl verkündigt 7. Dafind ich, was mir mein böhres Ziel: dein guter Rath zu meiDieß Streben nach der nem Wohl geordnet Ewigkeit erhebt mich hat; Genieffe deines über Erd und Zeit. Gnadenblicks, und der Bollendung meines Glücks. 4. Dich Höchster, hab ich hier erkannt vollLie be Bater dich genannt; In dieser Seelenwürde 8. Viel Freude gabst du mir schon hier, o Gütiger, In Todesnöthen. 717 tiger, wie dank ichs dir?| ewig unser Glück erStets folgte kleinerm höhn. Ungemach die grössere 13. Herr unsrer Tage! Versüffung nach. führe du uns alle diesem 9. So hat schon die- Ziele zu, daß uns, bey ser Kindheitsstand der standhaft frommer höhern Hoffnung Lin- Treu, des Lebens End terpfand; Die Liebe, erfreulich sey. die mich hier beglückt, Mel. Nro. 342. die bleibt und seegnet Wer nur den lieben Gott zc. unverrückt. 587. Sch faffe, Ba= ter, deine 10. Des freudigsten Vertrauens voll, er- Hände und halte sie im wart ich, was mir werden soll, wann ich, von Sünd und Noth befrent, nun reife zur Vollkommenheit. Glauben vest, verlaß den nicht an seinem Ende, der ewig sich auf dich verläßt: Du bist mein Gott von Jugend auf, hilf glücklich enden 11. Der Tod darf meinen Lauf. mir nicht schreckend 2. Du hast nach deiseyn; Er führt zum ner Batergüte bestánwahren Leben Durch Gottes Kraft beein. dig wohl an mir gethan; Erhör auch meine siegt mein Herz der letzte Bitte: Nimm, Krankheit Laft, der Gott, mich dort zu EhTrennung Schmerz. 12. Wann hier von uns, die Gott vereint, der letzte auch hat ausgeweint, dann wird ein frohes Wiedersehn auf ren an! Ach! Vater, ach! noch eins ist noth: Ein gutes End, ein seel'ger Tod. 3. Du hast mich je und je geliebet, versorgt, ge= 718 In Todesnöthen. gestärkt, geschützt, re- werd ich seelig werden; giert, mich oft erquickt, Drum brauch ich euer durch Leid geübet, oft nun nicht mehr. Du, wunderbar, stets wohl Gott, bists, wann das geführt. Wohin ich Eitle weicht, der mir gieng, wohin ich sah, des LebensKrone reicht. war mir stets deine Güte nah. 7. Ich übergebe dir die Meinen, du Vater 4. Auch jetzt auf mei- der Barmherzigkeit; nem Sterbebette, sieh Laß ihnen stets dein meine Noth mit Mit- Trostlicht scheinen, und leid an! Erquicke, lin- bleib ihr Gott zu aller dere, errette! Denn du Zeit. Behüte sie für bists, der mir helfen Ungemach, und bringe kann. Stark mich im sie mir seelig nach. Guten bis ans End, Mel. Nro. 11. damit ich treu den Lauf O könnt ich dich, mein zc. vollend. 5. Mein Heiland, treib 588. Ich will dich, die Furcht zurücke, besiege meinen letzten Feind; Lenk auch im Sterben meine Blicke Gott, im Tod erheben, selbst nah am Grabe dank ich dir. Zum Seegen gabst du mir mein Leben, und auf deinen Tod, o See- auch zum Seegen nimst lenfreund! Sprich mir dus mir. Mein Leben Trost, Muth und Freu- sucht ich dir zu weihn; dezu, vollend' und bringe mich zur Ruh! Drum bleib ich auch im Tode dein. 6. Ihr, meine Güter 2. Gott, welche feyerdieser Erden, ihr machet licheStunden, wenn du mir den Tod nicht mich nun der Erd entschwer! Denn jetzund ziehst, auf mich, den du getreu Ben Begräbnissen. 719 getreu befunden, voll in seiner Nähe mir noch schonender Erbarmung die letzten Schrecken siehst! Allmächtiger, in draun: Du, Herr, auf dein Gericht gehst du den ich hoffend sehe, mit mir Erlösten nicht. wirst auch noch dann 3. Der Leib wird mein Beystand seyn. schwach, die morsche Sonah dem Lohn, den Hütte, in der meinGeift Gott verspricht, so nah hier wohnt, zerfällt, am Ziele zag ich nicht. schon gehen meine mü- 6. Du wachest über den Schritte den Weg meine Seele, wann sie zuGott aus dieser Welt. ihr Haus, den Leib verIch bin getrost und zage liert; Giebst deinem Bonicht; Denn Gott ist ten dann Befehle, der selbst mein Heil und sie zu deinen Freuden Licht. führt, zudenenderrecht4. Wie sollt ich vor schaffne Christ durch dem Tode beben, da Jesu Tod berechtigt ist. du, Erlöser, für mich 7. Ich will dich noch starbst? Er ist durch im Tod erheben, selbst dich der Weg zum Le- nah am Grabe preis ich ben, das du am Kreuze dich; Denn ewig werd mir erwarbst. Wie du ich bey dir leben, und ihn giengst, will ich ihn da erfreu ich ewig mich; gehn, wie du, werd ich Für mich ist selbst der auch auferstehn. Cod Gewinn. Wohl mir, daß ich erlöset bin! 5.Laß auch das Grab XXXII. Bey Begräbnissen. 589. Begrabt den Leib in seine Gruft, bis 720 Bey Begräbnissen. # bis ihm des Richters Stimme ruft. Wir säen ihn, einst blüht er auf, und steigt verklärt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf Leiden dieser Zeit, Gott, ihn einst der Herr. Er gegen deine Herrlichwar schon Staub, und keit? wirds nur mehr. Er 6. Nun, du Erlöster, liegt, er schläft, verwest, schlaf in Ruh! Wir erwacht dereinst aus gehn nach unsern Hütdieser Todesnacht. ten zu, und machen zu 3. DesFrommenSee- der Ewigkeit durch le lebt bey Gott, der sie Glaub und Tugend uns aus aller ihrer Noth, bereit! aus aller ihrer Missethat, durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Hier hat ihn Trübsal oft gedrückt; Nun wird er, Gott, von dir erquickt. Hier trug er Jefu sanftes Joch; Entschlief im Tod und lebt doch noch. 7. Ach Jesu Christ! dein bittrer Tod stärk uns in unsrer letzten Noth! Laß unsre ganze Seele dein, und seelig unser Ende seyn. Mel. Die vorige. 590. DemStaube geben wir 5. Gott blieb er treu den Staub; Was bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thrà Fleisch ist, wird des Todes Raub, und eilend nen ab. Was sind die fliegt des Menschen Zeit Ben Begräbnissen. 721 6. Und Jesus, der vom Tod erstand, und 2. Vom Weibe auf seine Schrecken überdie Welt gebracht, be- wand, versammelt ſie deckt ihn bald des Gra- von Zeit zu Zeit zu Erbes Nacht, und da ist ben seiner Herrlichkeit. keiner groß und reich, der Bettler wird dem König gleich. 7. So zittre dann, wer Laster übt, wann ihn des Todes Macht umgiebt; Dem Frommen ist er nur Gewinn, und ohne Schrecken Zeit, gleich einem Pfeil, zur Ewigkeit. 3. So ist des Leibes Hütte bald zerstört, und leblos, starr und kalt. fühlt er ihn! Allein der Geist, den Gott uns gab, ist frey vom Tod, ist frey vom Grab 4. Seys, daß der Frommen Leib zerfällt, fie harren einer bessern Welt, und geben an des Lebens Rand die Seelen gern in Gottes Hand. 8. Herr, lehr uns, ch die Zeit zerrinut, bedens ken, daß wir sterblich find, damit wir klug und tugendhaft vollended unsre Wanderschaft. 9. Einst bricht für uns, und Jedermann, der groffe lezte Tag heran, da jeden, den ein Grab bedeckt, der Welterretter auferweckt. 5. Dort rührt sie keine Noth mehr an, die uns 10. O Mittler, deine aufErden schrecken kan; Knechte freun sich dieses Dort erndten sie ver- Tags, und bharren dein! klärt und rein den groß- Laß all' imSeegen aufsen Lohn der Tugend jerstehn, und ein zu deis tin. ner Freude gehn! 38 Mel. 722 Bey Begräbnissen. Mel. Nro. 189. Begrabt den Leib in 2c. genblick; wie wir selbst, einen AuSo währt 591. Nun bringen auch Kreutz und Traurigkeit, wie unser Leben, kurze Zeit. wir denkeib zur Ruh, und decken ihn mit Erde zu, den Leib, der, nach des Schöpfers Schluß, zu Staub und Erde werden muß. 6. O sichrer Mensch, besinne dich; Tod, Grab und Richter nahen sich; In allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 2. Er bleibt nicht immer Asch' und Staub, nicht immer der Verwe- 7. Hier, wo wir bey sung Raub: Er wird, den Gräbern stehn, soll wann Christus einst jeder zu dem Vater erscheint, mit seiner flehn: Ich bitt, o Gott, Seele neu vereint. durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut! 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; Lern hier, was unser Leben ift. Nach Sorge, 8. Laß alle Sünden uns bereun, vor unserm Furcht und mancher Gott uns kindlich Noth kömmt endlich scheun; Wir sind hier noch zuletzt der Tod. immer in Gefahr; Nehm jeder seiner Seele wahr! 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit, aufs Sterben folgt die Ewig- 9. Wenn unser Lauf keit; Wie wir die Zeit vollendet ist, so sey uns hier angewandt, so folgt nah, Herr Jesu Christ! der Lohn aus Gottes Mach uns das Sterben Hand. zum Gewinn; Zeuch 5.So währen Reich- unfre Seelen zu dir hin. thum, Ehr und Glück, 10. Und wann du cinst, Danklieder für allgemeinen 2c. 723 einst, du Lebensfürst, frölich auferstehn, und die Gråber mächtig off dann dein Antlitz ewig nen wirst, dann laß uns sehn. XXXIII. Danklieder für allgemeinen und besondern Landesseegen. 1. Sür allgemeinen Seegen. Mel. Nro. 7. verehren dich mit kindKommt her, verkündigt zc. lich frohem Dank; Du 592. Gott forgt für nährst uns, und giebst auch mehr, uns! o singt mildiglich ihm Dank ihrChristen, als Speis und Trank. singt ihm gern. Vom 5. Fried und GesundAufgang bis zum Nie- heit, Kraft, Gedeihn zu dergang trágt uns die unsrer Hände Fleiß, Huld des Herrn. auch das giebst du, und dir allein gebührt dafür der Preis. bis zum Wurm 2. Bom Menschen kleinsten reicht seine 6. Laß deines Sees Gnad und macht; In gensLieberfluß uns nun Sonnenschein, so wie auch nützlich seyn, und im Sturm, ist er auf hilf uns, daß wir beym Heil bedacht. Genuß uns deffen måssig freun. 3. Mit froh gerührter Seele bringt ein Herz 7. Vermehr in uns voll Dank ihm dar! Die die Zuversicht, dir ewig Aehre, die vom Seegen zu vertraun, bis wir finkt, ist sein. Er front dereinst in deinem Licht des Glaubens Ende schaun. das Jahr. 33 2 4. Ja, Höchster, wir Mel. 724 Danklieder für allgemeinen Mel. Nro. 7. Kommt her, verkünd. zc. 5. Ach, nimm den Geist der Freudigkeit 593. Nimm deine nicht aus des Chriſten Nur Volk des Herrn! Und sich recht erfreut, hat am finge deinem Gott! Ihn Gesetz auch Lust. loben Sonn und Morgenstern, und Element und Tod! 6. Gott, unser Schild und groffer Lohn, dein Friede krön das Land! 2.Sein Namist mach- Stüß unsers frommen tig, wenn er spricht, und Fürsten Thron, und schrecklich, wenn er seegne jeden Stand! draut; Er winkt, und eine Welt zerbricht, und steht, wenn er gebeut. 3. Ihm leben wir, ihm sind wir todt, ihm, der uns Leben gab! Er wog uns Freuden, wog uns Noth mit Baterhånden ab. 7. Erhöruns, Herr! dein Antlitz seh dein Volk, das Amen! spricht. Und sey uns gnädig, Herr, und geh mit uns nicht ins Gericht. 8. Nimm deine Psal4.Er seegnet uns, und ter, Volk des Herrn! krönt das Jahr mit Lle- jund finge deinem Gott! berfluß allein, und will, Jhn loben Sonn und was er den Vätern war, Morgenstern, und Eles auch uns, auch uns noch ment und Tod. seyn! 2. Ueber einer Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. 594. O bey der rei- lernte, wie reich du, uns ZU reichen Erndte. chen Erndte, womit du, Höchster, uns erfreust, und besondern Landesfeegen. 725 Daß zu feegnen, seyft: Wie Folgsamkeit: gern du unsern Mangel Preis für deine Baterstillst, und uns mit treu auch unser ganzes Speis und Freud er- Leben sey. füllst. 5. Du nåhrest uns 2. Du siehst es gern, blos aus Erbarmen. wenn deiner Güte, o Dieß treib auch uns Bater, unser Herz sich zum Wohlthun an. freut, und ein erkennt- Nun sey auch gern ein liches Gemüthe auch Trost der Armen, wer das, was du für diese ihren Mangel stillen Zeit uns zur Erqui- kann. Herr, der du Alckung haft bestimt, mit ler Vater bist, gieb jeDank aus deinen Hån- dem, was ihm nüßlich den nimmt. ist! 3. So kommt denn, 6. Thu deine milden Gottes Huld zu feyren, Seegenshände, uns zu kommt Christen, laßt erquicken, ferner auf. uns seiner freun! Und Versorguns sis an unbey den angefüllten ser Ende, und mach in Scheuren dem Herrn unserm Lebenslauf uns der Erndte dankbar dir im Kleinsten auch seyn. Ihm der uns stets getreu, daß einst uns Versorger war, bringt größres Glück erfreu. neuen Dank zum Opfer dar! 7. Bewahr uns den geschenkten Seegen; Gieb, daß uns sein Genuß gedeih, und unser Herz auch seinetwegen dir dankbar und ergeben sey. Du, der uns täglich náhrt und speiſt, 313 erquick 4. Nimm gnädig an das Lob der Liebe, das unser Herz dir, Vater, weiht. Dein Seegen mehr in uns die Triebe zum that genDank, zur 726 Danklieder für allgemeinen erquick auch ewig un- Zeit: Lind sich, seinSeesern Geist. gen flieht! Mel. Nro. 7. 6. So wollt er dieß Kommt her, verkündigt ze. Jahr, unser Heil, durch 595. Singt, Chri- Wohlthun uns erfreun, singt Seegen unein frohes Lied, ein Lied ser Theil auf allen Auen voll Dank dem Herrn! seyn. Er wars, durch den die Frucht gerieth; Denn er, er seegnet gern. 7. Fett stand das Thal, fert jede Flur vom Seegen Gottes schwer, und 2. Er gab der Erde jeder Halm; Die KreaFruchtbarkeit, gab Re- tur rief: freundlich ist gen, Sonnenschein, und der Herr! ließ, zur Früchte Sicherheit, Gefahren ferne seyn. 8. Dankt ihm, der euch so freundlich war, und 3. 30g fürchterlich euch gefeegnet hat; So Zog Gewölke uf, und dro- seegnet er das künft ge hete Ruin, so leitete er Jahr aufs neue eure dessen Lauf, und ruhig zog es hin. Saat. 9. Ja, seegne uns, du 4. Denn ihm gehor- kannst es nur, du, jedes chet Blitz und Sturm, SeegensGott! Auf dich der Himmel und das hofft jede Kreatur, auf Meer, ihm dienen Son- dich, Herr Zebaoth! nen und der Wurm, und 10. Schütz uns auch, was sie thun, will er. was wir eingeerndt; 5. Er will der Erde Dennnoch ist alles dein; Fruchtbarkeit, und, was Du, unser Schutzgott, er will, geschicht! Er laß entfernt davon Verwill den Mangel, theure wüstung seyn. II. und besondern Landesfeegen. 727 11. Dafür, Herr, wol- weihn. Ja, bis zum len wir uns dir aus Grabe wollen wir dir Dankbarkeit ganz nur ergeben seyn. 3. Ueber einer guten Weinleſe. Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten zc. ir, dir, du 4. In allem dich nur sehen, durch alles dich erhöhen, soll meine 596. Wo bist ber, Erhalter und Bele- du nicht zu finden? Wo ber, sey Ehre, Dank und du nicht zu empfinden? Preis! Die Trauben- Wer wollte deiner sich berge blühen, die vollen nicht freun? Beeren glühen, AllMel. Nro. 113. mächtiger, auf dein Ge- Dieß ist der Tag, den 2c. heiß. er seegenreime/ 597.D che Garten 2. Du heiffest warme Strahlen die Trauben prangt mitvollen Zweilieblich mahlen, und gen, und verlangt von giebst der Erde Kraft. seiner Frucht befreyt zu Du schaffest Reb und seyn, und Gettes MenSchoffe, das kleine, wie schen zu erfreun. das groffe: Du bists allein, der alles schafft. 2. Auf traubenvollen Hügeln schallt des 3. Du deckst mit brei- WintzersLob; und wietemLaube die braunge- derhallt von Berg auf brannte Traube, hältst Berg: Denn Most und Frost und Wetter ab. Wein giebt uns der Du giebst den Beeren Herr, uns zu erfreun. Säfte; Lind Süffigkeit und Kräfte flößt du in ihren Saft herab. 3. Vom Seegen, der unsrähren soll, sind unIhre Vorrathskammern 334 voll: 728 Danklieder für allgemeinen voll: Borsehend giebt der so viel Wunder thut! uns unser Gott schon mit seiner Schöpfung für den Winter Frücht Lobgesang bring, und Brod. Mensch, auch du ihm 4. Wie liebevoll, wie deinen Dank! mild und gut ist Gott, 4. Am Friedensfeste. Mel. Nro. 127. Wach auf, mein Herz! zc. 598. Erhebt den Herrn, ihr gab Frieden unsrer Erde! 5. Kein Feind darf uns mehr schaden: GeChristen! Er machet fichert stehn dieSaaten, dem Verwüsten durch und überall auf Auen seine Allmachtshände, kann man den Frieden als Gott des Friedens, schauen. Ende. 6. Befreyt von Krie2. Zum Troste aller Armen, sprach er, reich gesschaaren, scheun wir an Erbarmen; Der nicht mehr Gefahren, Friede ist mein Wille! und Niemand wird am Und Krieger wurden Morgenerschreckt durch neue Sorgen. stille. 3. Fort floh des Krie7. BonGottesSchutz ges Wetter. Und unsre umgeben lebt man ein Erdengötter, des fer- neues Leben, und opfert nern Streitens mide, seine Kräfte mit Freuvereinten sich in Friede. den dem Geschäfte. 4. NichtZufall, blind 8. Des Christen heil ge Geschicke gab neu uns Pflichten kann jeder dieses Glücke. Sein froh verrichten; Auch mächtiges: Es werde! kann man ohne Stöh ren und besondern Landesfeegen. ren Gott nun im Tem- machte dem Verwüsten pel chren. durch seine Allmachts9. Drum dankt dem hände, als Gott des Herrn, ihr Christen! Er Friedens, Ende. 5. Sür Gewissensfreyheit und Religionsduldung. Mel. Nro. 1. hem Wohlgefallen sein Mein Herz, ermuntre zc. Aug und Ohr und Herz 599. Bater aller erfreut? Wie ſchwach immer 729 Ehre sey dir von deiner sey, er lohnet es mit BaKinder Schaar! Dir, tertreu. Herr der hohen Ster- 4. Kein Erdensohn hat nenheere, bring jeder andre Pflichten, als ſeiMund Anbetung dar! nem Lichte treu zu seyn! O Vater, Aller Bater! Wie könntest du den gieb, zu preisen dich, uns strenge richten, dem du einen Trieb! dein Licht versagteſt? 2. Demrufst du lau- nein! Begnadigst du ter, jenem leiſe: Ein nicht selber den, ders Gott ist, welcher dich wagte, dir zu widererschuf! Nur der ist froh, ftehn? und gut und weise, der 5. Begnadiger selbst schweigend horcht auf der Verbrecher! So deinen Ruf! Und jeder, wahr du bist, du bist der dich findlich ehrt, nicht scharf dem Lichtdeß Flehen wird von dir entfernten, welcher erhört. schwächer, nur deiner 3. Wo ist ein Vater ,, Gnade mehrbedarf! Geder dem Lallen des un- recht und mild ist dein schuldvollen Kindes Gericht! Wo du nicht draut, der nicht mit fro- fäest, schneidst du nicht. 38 5 6. UND 730 Danklieder für allgemeinen 6. Und wir, wir foll-| Auf tausendmal zehnten strenge richten? Wir tausend Weisen freu'n lieblos seyn, wo du ver- alle Seelen deiner sich; schonft? Die Einfalt Dein, o du aller Seelen und die Tugend richten, Freund, der alle Seelen die du vielleicht mit Eh- einst vereint! re lohnst! Den richten, der dich anders chrt, als uns der Väter Glaube lehrt? 10. Erwecke Fürsten, bilde Lehrer voll weiser Menschenfreundlichkeit! Entwaffne scho7.Boll Schaam und nend den Zerstörer, der Demuth vor dir stehen, lieblos frommer Liebe o Menschenvater, wol- dråut! Gieb jedem fen wir! Erbarmen wol- Menschenangesicht der len wir erflehen für uns, Strahlen mehr vondeifür alle Welt von dir! nem Licht! Du gabst uns, unser Herr und Gott, dieß weise, zärtliche Gebot! 11. Wer deinen Namen nennt, der bitte dich heiser jeden Tag: es 8. Wer heilig deinen weich Unglaube, Haß! Namen nennet, voll mit schnellem Schritte Ehrfurcht dich zu ehren verbreite sich der Liebe meynt, so gut dich chrt, Reich! Und jeder Chrials er dich kennet, sey ftuschrer sey von jedem Bruder uns, mit uns Joch und Laster frey! vereint! O wehe den, der sie verdammt, die Andacht, die zum Himmel flammt! 12.Daß ein Hirt nur, und eineHeerde, geführt an deiner Liebe Band, aus allen Gottesehrern 9. O möchten alle werde, steht, Jesus Zungen preifen, und Christ, in deiner Hand! alle Herzen fühlen dich! Du nur machst alle Nächte und besondern Landesfeegen. 734 Nächte hell, vollend, Beßrung schließt man o Allvollender, schnell! jede Thür. Ach Gott! Mel. Nro. 46. Ach Gott, wir klagens Allmächtiger! wir singen 2c. dir! Wann wird dein 600. Wenn Gott Reich erweitert? 4. Es fehlet vielen und Muth erhält, somo- nicht an Licht, des Irrgen Feinde toben. Sie thums Macht zu sehen, Herrschen nicht in aller jedoch sie scheun die Welt, sie donnern nicht schwere Pflicht, ihm von oben. Sie stehn mit frey zu widerstehen. So uns einst vorm Gericht; bleibet mit Vernunft O dann verfolgen sie im Streit die Kirchenuns nicht! Gott sey uns lehr in Ewigkeit. Deß Sündern gnädig! lacht der Spotter Jesu. 2. Sie haben Macht, 5. Herr, seegne Thronicht Recht, zu drohn, nen sichtbarlich, die und Gut und Schuß zu Menschenrecht nicht rauben, wenn wir das krànken, und dem, der WortvonGottes Sohn nicht von Tugend wich, bekennen, wie wirs die Freyheit nicht umglauben! Du willst, schränken, das, was er Herr, daß dein Chrift für erweislich hält, auch getreu ein Zeuge seiner für die brüdervolle Welt Einsicht sey, und Fr- zu zeigen, zu beweisen! rende bekehre. 6. Der Geist der Wahr3. Das Licht, das heit beßre bald die irrendu hervorgebracht, ver- den Gemeinen! Gieb, dunkeln Menschenleh- daß sie gern, nicht durch ren; So scheint es vielen Gewalt, zur Wahrheit finstre Nacht: So kön- sich vereinen! Dein nen sie's nicht ehren. Zur Reich, o Jesu, soll bestehn. 732 Danklieder für allgemeinen stehn. Laß seinenGlanz der Schuld, Verfolger die Volker sehn.frey von selbst zu werden. Nur so des Irrthums Nebel. wird deine Christen7.Gieb den Bedräng- schaar das, was sie ten Gnad und Huld bey durch Apostel war, das Mächtigen der Erden, Beyspiel aller Völker. und steten Abscheu vor 6. Für den Flor der Wissenschaften, der Handlung und Gewerbe. Mel. nro. 3. 601.2 Rath ihn tüchtig fand, Lob, Ehr und Preis zc. zum Besten mitzuwirten. ( us deiner mil3. Du zeigst als mildenSeegens- der Geber dich den Völhand, du Geber aller kern aller Lande, und du Gaben! muß jedes Volk verknüpfft sie unter sich und jedes Land desSee durch deines Seegens gens Zufluß haben. Mit Bande. Bom fernen groffer Weisheit hältst Oft, vom kalten Nord, du Haus, und breitest strömt deines Seegens deine Güter aus zum Quelle fort zum Westen Flor des Glücks der und zum Süden. Völker. 4. Du giebst den 2.Von dir stamtkunst Schiffen ihrenLauf auf und Wissenschaft, wo- Strömen und aufmeedurch die Länder blu- ren, und hilfft dem Flor hen. Du schenkest jegli- der Handlung auf, viel chem die Kraft, sich Tausende zu nähren. nützlich zu bemühen in ZurNothdurft zur Beseinem Amt, Beruf und quemlichkeit vertheilst Stand, darinn dein du deine Gaben weit durch und besondern Landesseegen. durch manche Hand733 Mel. Nro. 46. lungszweige. 3. Du feegneft auch 602. Hott! All5. des Künstlers Fleiß zum Allmächtiger! wir singen. err, unser 6. Herr, unser Gott! Wir preisen dich mit Nußen seiner Brüder. mächtigerErhalter dei Was er nurGutes kann ner Werke! Du herrund weiß, das kommt scheft über Wind und von dir hernieder. Es Meer mit ungemeßner flieffet stets aus Hand in Stärke! Vom tiefsten Hand, was uns die dei- Abgrund bis zur Höh, ne zugewandt, durch da wimmelts in der nützliche Gewerbe. weiten See von Wuns dern deiner Weisheit. 2. Das Ungeheur der dankbarem Gemüthe: Wasserwelt scherzt in Du seegnest uns sehr den wilden Meeren; mildiglich mit Proben Wird doch durch Mendeiner Güte. Geuß dei- schenhand gefällt; Muß nen Seegen ferner aus viele Tauſend nähren. auf unsre Stadt, auf Ihn deckte unbefahrnes jedes Haus, zu deines Eis, ein klein Gewürm Namens Ehre. ist seine Speis. Du sät7. Hilf auch, daß je- tigst, Herr! was lebet. der redlich sey in seinem 3. Manch unermeßThun und Handel, lich Wasferheer dringt rechtschaffen, brüder- aus dem grauen Eise, lich, getreu in seinem durchstreicht zu seiner ganzen Wandel. Mit Zeit das Meer, und Lust, o Bater, wendest wird der Menschen du dem Lande deinen Speise. Gott! Aller Seegen zu, das solch ein Augen sehn auf dich; Volk bewohnet.m Bis in die Tiefen strecket 734 Danklieder für allgemeinen cket sich dein Reich-| 6. In dir nur leben, thum, deine Güte. weben wir; Du hältst 4. Du schaffft, daß die Fluth in Riegeln. menschlicher Verstand Der WindeLaufhängt zur See die Wege fin- ab von dir, du führst det, daßFleißundHand- den Sturm in Zügeln. lung Land anLand, und Nie schläfft du, wenn Volkan Volkverbindet. wir zu dir flehn, wenns Der Länder Frucht, des Zeit ist, läsfest du uns Landmanns Schweiß, sehn, wie Wind und des Künstlers Werk, Meer gehorchen. der Bürger Fleiß, wird hin und her verführet. 7. Lobt ihn, so Sonnenschein, als Sturm! 5. O Gott! darüber Lobt ihn, ihr fernsten wachest du, daß Hand- Meere! Vom WalllungLänder nähret. Nie fisch bis zum kleinsten sieht dein Auge müssig Wurm lobt ihn, ihr zu, du bists, der Unfall Waffer heere! Lobt wehret. Du kennst der ihn, ihr Menschen, die Deinen kleinstes Haar, ihr wißt, wie groß auch vor nicht sichtli- er in den Wassern ist! cher Gefahr bewahrest Lobt ihn, ihr seine Kindu uns stündlich. der! 7. Sür allgemeine Aufklärung und christliche Gesinnungen. Mel. Nro. 25. und manches Irrthums Dank und Anbetung 2c. Finsterniß, der einst die 603. Lobfingt! denn Wahrheit uns entriß! Gottes Huld dem und Machtvertreibt des 2.Verdunkelt sehr war Aberglaubens Nacht, uns das Licht, viel Christen und besondern Landesfeegen.d 735 stenlehrer sahens nicht. Lichts genießt, wenn er Aus Unterricht ward ein Kind desLichts auch Glaubenszwang, dalift! Das laßt uns seyn! ward in der Verfol- 7. Lobsingt, lobsingt gung Drang stumm, dem Herrn, und freut, der es sah. ihr Christen, euch der Ewigkeit! Da wird kein Zwiespalt, da allein ein 3. Lobsingt, lobsingt demHerrn! Denn er hat Lobsingt dem Herrn! uns befreyt. Es ist nun- Hirt und eine Heerde mehrvon des Gewissens seyn. Tyranney doch hie und da ein Wohnplatz frey. Lobsingt dem Herrn! 4.Ruft laut die Wahrheit aus, und seyd, zu 604. dulden, was ihr müßt, begann, ruft dich in jebereit; Die Tugend sey der Wahrheit Zier, so fieget fie; Gott ist mit ihr, Gott ist ihr Schutz! 5.Bagt nicht, weil je der Wahrheitlicht nicht dein tiefstes Licht erreich gleich durch alle Nebel ich Erdbewohner nicht. bricht, und Spotter Mehr weiß hier nicht Gottes Wahrheit dein schwaches Kind, als: du bist gut, und ich bin blind. dem Erdstrich an ein Weiser, Wilder, Heiliger, wie er dich auch benamt, o Herr! 2.DerGründeGrund, schmähn! Gott hat sich seine Zeit ersehn! Er ist der Herr! Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott 2c. Uvater! seit die Welt 6. SehtGottesSonn an sie erhellt nicht gleich auf einmal alle Welt. Wohl dem, der reines 3.Was du mir unverdient verleihst an Seegen, deß sey froh mein Geist! Du willst nicht andern Dank von mir, als 736 Danklieder für allgem. und befond. Landesseeg. als daß ichs nehm er- cken Mängel, die ich seh. freut von dir. O Gott, erbarme mei4.Doch unsers Sand- ner dich, erbarm ich korns Grenz umschließt meines Nächsten mich! nicht deine Huld, die grenzlosift. Du bist kein Gott der Menschen nur, von Welten voll ist die Natur. 9. Klein bin ich, doch erhaben auch! Mein Geist bleibt ewig, Herr, dein Hauch! Hilf mir, wo ich auch wallen 5.Fern sey's, daß mei- mag, durch Tod und ne schwache Hand den Leben, diesen Tag. Fluchstrahl schieß auf 10. Gieb heute Brod Haus und Land mit und Seelenruh! Ob stolzem Wahne, dem es mehr mir diene, siehst scheint, es woll, Allva- nur du. Du siehst, ob ter, seyn dein Feind! mehr mir schädlich sey. Herr, deinem Willen stimm ich bey! 6.Jst recht mein Weg, so gieb, daß ich ihn fort setz unveränderlich. Ist er ein Frrweg, laß mich sehn, und bald, bald beßre Wege gehn. 11.Dich, dessen Tempel ist die Welt, deß Altar Himmel, Meer und Feld, preis aller Wesen einzigs Chor, ihr Weihrauch steig zu dir empor. 12.So bet ich, Bater, als dein Christ, weiß, 7.Leihst du mir Wohlseyn, Ehr und Gut; So schütze mich vor Lebermuth, und, wenns dein weiser Rath versagt, sey daß dein Kind unsterbich nicht neidisch, nicht lich ist, und daß mit verzagt! Weisheit auch für mich dein Reich regiert wird ewiglich! 8. Gieb Mitleid mir mit Andrer Weh, zu deXXXIV. Lieder bey besondern persönlichen Begebenh. 737 XXXIV. ieder bey besondern pers sönlichen Begebenheiten. 1. Am Geburtstage. Mel. Nro. 3. les, was ich brauchte. Lob, Ehr und Preis dem zc. Ich war so hülflos, war 605. Gott, meine to schwach, und doch, o so Vater, doch gebrach mir niemalsHülf und Pflege! Seele danket dir, daß sie begann zu leben. Den Leib haft du zur Wohnung ihr, 4.Du zogst des Vaters zum Werkzeug auch ge- Herz zu mir durch sanfgeben! Wie wunderbar, te milde Triebe; Der mir unbewußt, ward Mutter Brust empfieng unter meiner Mutter von dir den Eifer ihrer Brust ich selbst mitLeib Liebe: Lind beyden und Seele? ward, mir unbewußt, 2. Froh denk ich jetzt die Müh, mich zu erden ersten Tag, ihn, mei- ziehn, auch Luft: Ihr nes Lebens Morgen, da Sorgen ward mir ich an ihrem Herzen lag, Freude! ein Liebling ihrer Sor- 5. Ich lernte fühlen, gen! Wie freuten beyde hören, sehn; Versüchte Eltern sich, daß ich ge- bald zu stammeln, der bildet war durch dich, Mutter Winke zu verein Mensch mit Leib stehn, Gedanken einund Seele! zusammeln. Ich lern3. Du reichtest deine te Recht, Gesetz und Kraft mir dar; Den Pflicht, aus Beyſpiel Odem, den ich hauchte; und aus Linterricht, und Den Schlaf, der mir so aus der Fehler Strafen. heilsam war: Gabst al6. O wie viel Freuden Aga schenktest 738 Lieder ben besondern schenktest du der Kind- geleitet, bis diesen Auheit und der Jugend! genblick. Du gabst mir Du riefft mir, wenn ich frohe Tage, und selbst irrte, zu: Du führtest der Leiden Plage vermich zur Tugend; Du wandelst du in wahres hemmtest meinerThor- Glück. heit Lauf. Ich fiel, du halfft mir wieder auf, durch Lehrer und durch Freunde. 3. Du hörtest schon meinSehnen, und zähltest meine Thränen, eh ich bereitet war; Eh ich zu seyn begonnte, und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar. 7. So weislich hast du jederzeit, mein Vater, mich geleitet; Durch je de Widerwärtigkeit viel Seegen mir bereitet! Ich bete dich bewundernd an! Ach, daß ich so nicht danken kann, wie ich dir danken sollte! 4. Du läßt mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher vor Ewigkeit. O Höchstet, welch Erbarmen! Du sorgest für mich In allen meinen Thaten zc. Armen, und bist ein VaMel. Nro. 82. ter, der verzeiht! 5.Für alle deine Treue, der ich mich glaubend freue, lobsinget dir mein Geist. Mir ist das größt durch Huld bewogen, Geschenke, daß ich durch mich aus dem Nichts gezogen; Durch deine Gute bin ich hier. ihn dich denke, und er, dein Kind, dich, Bater, preist! 6. Daß du mein Leben fristest, mit deiner Kraft 606. Dirdank ich für mein Leben, Gott, der du mirs gegeben, ich weih es kindlich dir! Du hast, 2.Du, Herr, hast mich bereitet; mich väterlich persönlichen Begebenheiten. 739 Kraft mich rüstest, dieß,| Leben bedarf, wirst du Bater, dank ich dir! mir geben. Du liebst Daß mich dein Wort mich väterlich. Dir, belehret, zum Bessern Vater, dir befehle ich täglich kehret, dieß al- ruhig Leib und Seele. les, Vater, dank ich dir. Mein Gott, mein Bas 7. Was ich in diesem ter, seegne mich! 2. Bey der Taufe eines Kindes. Mel. Nro. 518.[ dem Ort ehren solleft, Herr, vor deinem Angef. 2c. Amen!. Amen! Jesu, laß dir wohlgefallen, die Verehrung von uns allen. 607. teses Kind lein brin gen wir, Jesu, deinen Liebesarmen; Ach, du 4. Sen getauft nach wollest, flehen wir, seiner Jefu Wort auf des heil' Seele dich erbarmen![ gen GeistesNamen, daß daß sie christlich auf der du ihn an jedem Ort ehErde, auserwählt im rensollest, Amen! Amen! Himmel, werde. Gottheit, laß dir wohlgefallen, die Verehrung von uns allen! 2. Sey getauft nach Jefu Wort, Täufling, auf des Vaters Namen, 5. Jesu, nimm dieß daß du ihn an jedem Ort Schäflein an, Haupt, chren sollest, Amen mach es zu deinemGlieAmen! Vater, laß dir de. Lehrer, zeig ihm deiwohlgefallen, die Ver- ne Bahn! Friedensehrung von uns allen. stifter, sey sein Friede! 3. Sey getauft nach Wenns zurEhre dir ges Jesu Wort, Täufling, deihet, seys zum Bluz auf des Sohnes Na- ten auch geweihet! men, daß du ihn an jeAga_2 Mel. 740 Lieder bey befondern Mel. Nro. 518. Herr, vor deinem Angef.c. hier verstiesfest, der sich im Glauben dir genaht, nie unerfreut den von dir 608. Her siehst du liesseft, der dich um deine uns vor dir, siehst dieß Gnade bat; Gelobt sey Kind auf unsern Ar- deine Freundlichkeit, die men. Dich, oVater, bit- gern erhört und gern erten wir, dich auch seiner freut! zu erbarmen, daß es Gottes Kind auf Erden, und einst seelig môge werden. 2. Du wiesest ehmals nicht die Kleinen, die dir die Eltern brachten, ab; Erkanntest, Herr, sie für die Deinen, und liessest huldvoll dich herab. Laßt, sprachst du, laffet sie zu mir, und wißt, das Himmelreich ist ihr! 2. Heiland Jesu! es ist dein; Laß es durch dichGnade finden. Heilger Geist, kehr bey ihm ein, laß es deine Kraft empfinden, die in ihm 3. Du bist, erhabner den Sünden steuert, es Freund der Kinder, die zuGottes Bilderneuert. auch durch dich Erlöste 3. Mach uns alle in der find, zur Rechten Gottes Welt dir von Herzens- jetzt nicht minder holdgrund ergeben, daß wir, seelig gegen sie gesinnt. wie es dir gefällt, einge- Du bleibst der Deinen denk des Taufbunds le Zuversicht, vergiffest ihben, und daß wir einst rer ewig nicht. nach dem Sterben unfrer TaufeSeegenerben. 4. Dir sey auch dieses Kind empfohlen, dir, dessen Treu unwandelbar! Wir bringens, wie err, der du du selbst befohlen, dir in keinen jelder heil'gen Taufe dar. D Mel. Nro. 11. O könnt ich dich, mein zc. 609. Her persönlichen Begebenheiten. 741 O seegne es, Herr Jesu seyn, und weih es nun in Christ, der du der Taufe diesem Bade zu Gottes Stifter bist! Kind und Erben ein. Das Glück, daß es dir gel deiner Gnade sein angehört, Herr, sey ihnt Christenrecht beståttigt lewig theur und werth! 5.Laß durch dieß Sie3. Nach der Taufe eines Kindes. 610. 2. Auch wir sind Gott Geweihte, durch unfre Taufe Gott geweiht; Dieß Glück entflamm thume, ist dieses Kind uns heute zu Lob und nun Gott geweiht; Er- Preis und Dankbarzich es dir zum Ruhme, keit; Erweck uns zum o Vater der Barmher- Vertrauen, mit kindlich sigkeit! Verlängert dei- frohemSinn zumHimne Liebe sein Leben, so mel aufzuschauen, zu verleih durch deines unserm Vater hin; ErGeistes Triebe, daß es, weck uns, zu ermessen, dir immer treu, den hohen was uns dein Wort verWerthder Tugendschon spricht, und nimmer zu früh empfinden lern. Es vergessen der dir gelobziere seine Jugend die ten Pflicht! feelge Lust am Herrn! 4. Am Tage der heiligen Confirmation. Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir singen zc. sti Glieder. Blick, wenn vereint wir für sic flehn, ie hier vor erbarmend auf sie nie611.Die deinem Ant- der. Gieb ihnen, Vater, litz stehn, find JefuChri- Sohn und Geist, das Aaa Gute, Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den zc. eweiht zum Christen Lieder bey befondern 74² Gute, was dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben. 5.Zeig, Herr, denLohn der Ewigkeit von fern den theuren Seelen, die 2. Sie kennen, Vater, jetzt mit dir auf alle Zeit deinen Sohn und seine im Glauben sich verheilgen Lehren. Ist mählen, und sich dir Freude, Gott, vor dei- ganz zum Dienste nemThron, wennSün- weihn. D, laß sie ewig der sich bekehren: Wie Deine seyn! Erhalt sie groß ist unsre Freude in der Wahrheit! nun! Da diese ihr Gelübde thun, dir treulich anzuhangen. 3. laß fie nimmer 612. Herbichnete D Mel. Nro. II. O könnt ich dich, mein zc. zum Gericht dein heilig Mahl empfahen! Laß sie Treue, und neuen Fleiß im Christenthum. Dir, neue zu deinem ew'gen Eigenthum. Von deinem guten Geist allein will ich hinfort geleitet seyn. in Glaubenszuversicht Jesu, geb ich mich aufs stets deinem Tisch sich nahen. Dieß stärke sie in aller Noth! Dieß reitz fie, Jefu Chrifti Tod zu preisen durch ihr Leben. 4.Lacht ihnen bey dem 2. Nimm, Bundes edlen Lauf die falsche gott, von deinem Kinde Welt entgegen: Hilfih- den theuren Eid der rem schwachenGlauben Treue hin. Versuchet auf, und wenn sichLüfte mich hinfort die Sünde, regen, laß sie hinauf so will ich ihre Netze auf Jesum sehn, die flichn, will jung mich Welt mit ihrerLust ver- schonderTugend weihn. schmähn, beharren bis Sich, dieser Tag soll ans Ende. Zeuge seyn. 3. Hab persönlichen Begebenheiten. 743 3. Hab ich schon oft würde mein Gewissen das Wort gebrochen, shreyn; Und kürzte das ich dir in der Taufe Gor mir dann mein gab: Hab ich zwar Beß Ziel: so geschäh mir rung oft versprochen, nicht zu viel und ließ doch nicht vom 6. Regiere du, o Gott, Bösen ab: Herr, reu- mein Leben, und mache voll denk ich nun daran: selbst mein Herz dirtreu, Nimm gnädig dieß daß dir mein Wandel Versprechen an. ganz ergeben, und dei4. Nie will ich wieder nem Willen folgsam treulos werden, nie dei sey: Denn ohne dich ist ne guten Wege fliehn. immerdar mein Herz Kein Scheingut, keine verkehrt und wandelLust der Erden, kein bar. Unglück soll mich dir 7.Einst werd ich, Herr, entziehn. Weich, eitle vor deinemThrone mich Welt! Weich, Sünde, dieses Tags des Bundes weich! Gott hört es, freun: geschmückt mit jetzt entfag ich euch. jener Siegeskrone werd 5. Ja, ja, Gott höret ich dann ewig seelig mein Versprechen. Tief seyn. O welch ein Heil! sicht er in mein Herz Wie freu ich mich! Herr, hinein. Würd ich, was nimm mich hin, dein, ich gelobe, brechen, soldein bin ich! 5. Lied eines Jünglings. Mel. Nro. 269. Iner Jugend! Verwirf Gerechter Gott! vor dein zc. mein kindlich Flehen ch trete vor nicht um Weisheit und 613.J dein Ange- um Tugend! Mein Leficht, du Schöpfer mei- ben hab ich ja von dir: Aaa 4 Drum, 744 Lieder bey befvern Drum, Vater, weiche reicht, doch nicht vor nicht von mir, daß 40 deinen Augen. unsträflich wandt. 5.Wenn sich auf mei2. Mein Herz somLaner Jugend Bahn, mich sterdienst no rein, ist in ihr Netz zu ziehen, stwach und unerfah-| Verführer meiner Seeren, und stürzt, geblen- lenahn, so laß mich flugdet durch den Schein, lich fliehen. Ihr Beysich leichtlich in Gefah- spiel, Herr, entferne nicht ren. Ach, mache mich mein Herz von dir und mir selbst bekannt, und meiner Pflicht, nicht ihr gieb mir Weisheit und Gespött und Lachen. Verstand, nicht stolz 6.DerGlaub an Jesum mir selbst zu trauen. bleibe mir, o Gott, un3.Dupflanztest, Herr, endlich wichtig: ermacht in meine Brust Verlan- allein gerecht vor dir, gen nach Bergnügen; macht unsre Steige Laß ich den Hang zu richtig. LaßZweifel, die jeder Luft, die du ver- ein Herz erzeugt, das sich beutst, besiegen. Dein zur Sündenliebe neigt, unausbleibliches Ge- nicht meinen Glauben richt entfalle meiner schwächen. • Seele nicht, beym Locten schnöder Lüfte. 7. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schö4.Du siehst mich, und pfer und Erhalter! Sie haft auf mich Acht, ich werde meiner Jugend bin mit dir umgeben: Glanz, und einst mein vor dir bedeckt nicht Trost im Alter! Erhalte Mitternacht, nicht Ein- meinGewissen rein! Laß samkeit mein Leben. keinen meiner Tage Die Sünde, die im Fin- seyn, der mich vor dir stern schleicht, verbirgt verklage. vor Menschen sich viel-/ 8. Ach, persönlichen Begebenheiten. 745 8. Ach, lehre mich den wende. Gott, meiner Werth der Zeit, daß ich Jugend Fleiß und Müh sie nie verschwende, daß sey nicht vergebens, ich mit weiser Thätig- seegne sie, zu deinesNakeit zum Guten sie ver- Imens Ehre! Mel. Nro. 85. 614.Jth meiner Einsamkeit zu dir mein Herz erheben; Du selber wollst mir Freudigkeit, dich anzurufen, geben. Vernim, o Bater, mein Gebet, das nicht aus falschem Munde geht: 6. Lied eines jungen Frauenzimmers. gefälligkeit bewahre Du bist ein Mensch, und zc. meine Jugend. Ihr ch will in Vorzugsey Bescheidenheit, und ihre Schönheit Tugend; Gieb mir den sanften, stillen Geist, der dich durch seine Demuth preist, den nächsten nie verachtet, sich selbst zu bessern trachtet. 4.DieLust der Eitelkeit Um deiner Liebe willen laß nicht mein junges eil, Herr, es zu erfüllen. Herz entzünden; Šie 2. Du bist mein Ba- macht mich untreu meiter, ich deinkind: Mein ner Pflicht, und bahnt Heil ist, dich zu lieben. den Weg zu Sünden. Ach, mache mich dir Gesuchte Zier und gleich gefinnt in allen Pracht der Welt ist meinen Trieben. Laß nicht der Schmuck, der meine Seele keusch und dir gefällt: Du willst, rein, und treu in deiner ich soll bescheiden, mit Liebe seyn, und suchen, Zucht und Schaam dir vor allen, o Bater, mich kleiden. zu gefallen. 3. Vor stolzerSelbst5. Preis dir und Dank, mein Schöpfer, Gott, Ana s dit 746 Lieder bey besondern du gabst mir eine Seele! 8. Bewaffnet sey mit Preis dir und Dank, Ernst mein Blick, mit mein Mittler, Gott, du Ernst der keuschen Tustarbst für meine Seele! gend. Seht ihn, und beMein Leib ist doch nur bet scheu zurück, VersuAsch und Staub, nie cher frommer Jugend! wird meinGeist desTo- Denilmgang, der Verz des Raub. Mein erstGe- führung droht, Herr, schaft auf Erden sey lehr mich flichen, als schön am Geist zu werden Tod, und willig alle den. Freuden der wilden Wollust meiden. 6. Gott, lehre du mich eilen, ihn mit Weisheit 9.DieFrevler, die mit auszuschmücken: Denn threm Spott sogar dein meine Tage fliehn das Wort beflecken, vertreihin, gleich schnellen Au- be fern von mir, o Gott, genblicken. Gieb, daß zu daß sie mich nicht erfråger Tåndeley mir schrecken. Dich lästern meine Zeit zu kostbar sie, und deinen Sohn, sey, und laß es mir ge- und sprechen deiner lingen, sie nützlich zuzu- WahrheitHohn.Unsees bringen. lige Verführer! Erz barm, erbarm dich ihrer! 7. Bewahrmein Auge, daß es nie unreine Glut ernähre: Und meine Re10.Laß fronte Freunde, Gott, daß sie kein dinnen in mir ein Herz, Spotter falsch erkläre.( wie ihres, finden. VerDie Unschuld sey mein knüpf durch Unschuld liebster Ruhm, ein guter uns, daß wir de: FreundRuf mein Eigenthum, schaft Glück empfinden. den jeder gern mir gön- Laß unsre Liebe sanft ne, und Niemand là- und rein, wie deiner Enfiern könne. gel persönlichen Begebenheiten. 747 gel Limgang seyn, daß ner Gaben für dieß sein nimmer unsre Seelen Leben haben. Neid oder Argwohn quälen. 12. Der du mich selbst durch dein Gebot den 11. Schickst du einst Weg zum Heile lehrest, einen Freund für mich, ich will dich preiſen, meiso gieb, daß ich ihn wähnen Gott, daß du mein le. Er sey ein Chrift, und Flehnerhörest. Ichopfre fürchte dich, und lieb dir mein Lebenlang der auch meine Seele. Laß Unschuld und der Tuseines Hauses edle Zier gend Dank: Dort will mich werden; Gott, laß ich in den Chören der ihn in mir, die beste dei- Engel dich verehren. 7. Vor und auf der Reise. Mel. Nro. 7. Dem Reiß der Laster Kommt her, verkündigt zc. gab ich nach, und fand 615. Auch auffer in Freuden Schmerz. 4. Bergeß ich dieser Wahrheit nicht, so bleibt die Seele rein; Mein Geist schaut dir ins Angesicht; Ich kann dir ähnlich seyn. meinem terland wirst dit, Gott, mit mir seyn. Wo immer, Bater, deine Hand mich hinführt, bin ich dein. 2. Du schufft, erhältst, 5.Was immer für Gebeseelest mich, du, du giebst alles mir. Limge ben überall bin ich, Allgütigfter, von dir. fahr mir droh, mein Muth ist immer gleich; Linsträflich werd ich ficher, froh, und alles Seegens reich. 3. Vergäß ich dieser Wahrheit, ach, verlohren war mein Herz: 6. Ja, Vater Jefu Christi, sey stets fühlbar nahe 748 Lieder bey besondern nahe mir, daß ich der 10. Mir folg dein SeeTugend immer treu, gen Jahre lang, bis einst und frölich sey in dir. mein Auge bricht; Dann 7. Mein Herz sehimer macht kein Tod, kein steif empor auf deine Grab mir bang, dann milde Hand; Geöffnet schreckt mich kein Gesey mein Aug und Ohr, richt. und heiter mein Verstand. 11.Der Fehler Menge deckt die Huld, die einst 8.Mit Bruderlieb um- am Kreußze starb, und faffe stets mein Herz, mir Versöhnung meiwen ich erblick, und Ziel ner Schuld, und Leben des täglichenGebets sey mir erwarb. meines NächstenGlück. 9. Vollkomner, weiser, und als Christ betret ich einst das Land, das mir von dir bezeichnet ist, wo ich mein Leben fand.[ ling reist. 12. Ja, Leben und Linsterblichkeit erhebe dich, mein Geist! Die Ewigkeit ists, Ewigkeit, wohin der Jung8. Nach der Reise. und Schirm war über mir. Mel. Nro. 1. Mein Herz, ermuntre zc. 2. Nun kann ich wies Batermei616. mit den Meinen mich deiner reichen Güte nesLebens, daß du mich freun, mit ihnen Freufroh zurückgebracht. denthranen weinen, und Ich flehte nicht zu dir dir des Dankes Opfer vergebens: Du hast weihn, daß du die Wohlmich väterlich bewacht. that uns gewährt, und Durch deine Gnade bin ihr und mein Gebet erich hier. Dein Schutz hört. 3. Du persönlichen Begebenheiten. 749 3. Du haft Gesund- Herr, zu deiner Ehre: heit mir verliehen, und Mein Gott ist allentSchaden von mir abge- halben nah, ich finde wandt. Du seegnetest überall die Spur von auch mein Bemühen ihm, dem Schöpfer der mit deiner milden Va- Natur. terhand. Auch meiner Seele wandtest du Gemuß von vielem Guten zu. 5.Nun sey gelobt, sen hochgepriesen, für alles Gute, das du mir auf meiner Reise hast erwie4. Wenn ich dich auf sen; Mein armes Lob dem weiten Meere in gefalle dir! Einst lande manchen deiner Wun- ich nach dieser Zeit im der sah, gedacht ich, Hafen froher Ewigkeit. 9. Am Tage des anzutretenden Amts und zeitlichen Berufs. Mel. Nro. 35. Gott, wie du bist, so warstzc erfreue; Wenn du nicht willst, daß es gescheh, 617. Ich weiß, mein und wie mans wünscht, Gott, des MenschenThatvermag 3.Oft denkt der Mensch nichts wider deinen in seinem Muth, dieß Rath durch Kunst, oder jenes sey ihm gut, durch Müh und Sor- und ist doch weit gefehgen. Dein Werk den zu- let. Oft klagt er, wenn fall, treibst du stets an dein Rath für ihn den jedem Ort verborgen. Weg des Seegenswählet. 2.Es steht nicht in des Menschen Macht, daß, 4.Oft fängt ein wohlwas er wünschend aus- erfahrner Mann ein gedacht, gescheh, und ihn groffes Werk mit FreuDen 750 Lieder bey besondern den an, und bringts doch Vorsicht meine That nicht zu Stande. Eh vollführt, so thuich was noch der Bau geendigt ich sollte, nicht wissend, ist, so steht sein Schloß was dein ew'ger Rath im Brande. befördern, stören woll te. 5. Wie mancher ist in seinem Sinn schon über 8.Die Pflicht, die noch alle Höhen hin, der, eh so schwer uns deucht, ers glaubt, erfähret, daß wird endlich angenehm eine tiefe weite Kluft und leicht, wenn wir sie den fernern Weg ihm treulich üben, und wenn wehret. des HerzensHauptwerk 6. Dir, Vater, unter- ist, dich und den Nächwerf ich mich! Beyje- sten lieben. dem Thun denk ich an 9.Du bist mein Vater, dich! Willst du's gelin- ich deinkind, und Mengen lassen, so freu ich schen, welcherley sie mich; und willst du find, find Brüder mir, nicht, auch dann will ich sie alle! Ich weiß, wenn mich faffen. dieß zum Thun mich treibt, daß die mein Thun gefalle. 7.WennTugend stets mein Herz regiert, wenn 10. Vom Ehestand 618. und für Eheleute. Mel. Nro. 105. fließt in diesem Stand, Wie herrlich strahlt der zc. aus deiner milden Baer Ehstand terhand, den Frommen soll uns hei Heil entgegen. Stifter! lig seyn; Du, Schöpfer, Stifter! dich erhöhen, setztest ſelbst ihn ein, der die in Ehen dein sich Welt zum Glück und freuen, durch dich bluSeegen. Noch immer hen und gedeihen. 2. Wie persönlichen Begebenheiten. 751 2. Wie glücklich lebt 4. Gott, der du uns ein frommer Mann, verbunden hast, erleichwenn die sein Herz ihm tre uns desLebens Lasi; abgewann, die Gott Gieb, daß kein Seegen ihm ausersehen! Wie fehle. Laß nie uns unglücklich lebt an seiner sern Bund entweihn; Hand die Fromme, die Keusch laß uns, friedGott ihm verband, ihm sam, zärtlich seyn, ein Hülfreich beyzustehen! Herz und eine Seele. Wohleuch! wohl euch! Heilge, heilge, Gott fromme Gatten! In der Liebe, unsre Liebe! dem Schatten seiner deine Gnade führ uns Güte jauchzt mit fröh- stets auf deine Pfade. lichem Gemüthe! 5. Lenk ab das Herz 3. So strecket sich weit von Uleppigkeit auf um ein Haus ein reben Freuden, die man nie reicher Weinstock aus; bereut, aufFreuden ächSo blühn auch Ehge- ter Tugend. Selbst unnoffen. Rings um um- fer hohes Alter sey von ringen ihren Tisch die drückenden BeschwerKinder, frölich, munter, den frey, noch munter, frisch, wie junge Früh- gleich der Jugend. lingssproffen. Sorgt Seegne, seegne, unser nicht! sorgt nicht! Wie Bater, Nährer, Raviel Beter zählt ihr Vå- ther, Schutz der Ehen! ter, zählt ihr Mütter! Uns, die wir auf dich Sorg und Müh ist min- nur sehen! der bitter. 11. Vor 752 Bieder bey besondern 11. Vor der Linseegnung neuer Eheleute. Mel. Nro. 113. Banddurchdeiner VorDieß ist der Tag, den 2c. ficht sanfte Hand! Das 619.ott ott, dessen Laster, das ihr Netze liebevoller stellt, das werd ein Abscheu aller Welt! Rath den Ehstand selbst gestiftet hat, dieß Paar 6. Gieb, daß fie Frieverspricht der Gatten densfeinde fliehn, die Treu! Ach, daß ihr thöricht, neidisch, bose Bund geseegnet sey! haft, kühn, durch Läfte2.GiebSeegen, wenn rung und bösen Scherz, der treue Fleiß in ihres fa'n Argwohn in der Angesichtes Schweiß Freunde Herz! des Hauses Broed und wahres Wohl so suchet, als der Christ es soll! 7. Laß Eltern ihrer Liebe Frucht durchwahre Lehr und weise Zucht 3. Wenn Sorg und und Beyspiel dir, du Noth die Deinen drückt; Bater, weihn, und froh So haft du, Vater, sie durch ihre Tugend seyn! geschickt! Ein jeder trage 8. Sefind und Herr gern sein Theil! Hilfschaft sey vereint, als bald und schenke Freud gute Kinder und ihr und Heil! Freund. Gott, dein ist 4. Wenn du nicht Herr, Gott, dein ist Baust der Wohlfahrt Knecht! Du, Richter, Haus, so richtet Men- schaffest beyden Recht schenmüh nichts aus! 9. Wer diese Treu der Wenn uns dein Auge Tugend schwört, und nicht bewacht, so hilft dich, der Stände Stifnicht Klugheit, oder ter, ehrt, deß dir geweihMacht! ten Ehestand beglückte, Bater, deine Hand! 5. Bevestige der Liebe Mek persönlichen Begebenheiten. 753 Mel. Nro. 113. Gieb ihnen Brod und Dieß ist der Tag, den zc. Freud und Ruh; Zum 620. Der Ehe Wohlthun Vorrath dazu! Stifter, Richter, Freund! Schau 6. Lind, wenn des Leaufdieß Paar, das nun bens Last und Müh sie vereint vor dir der Liebe drücket, Gott, so starke vesten Bund bedacht- fie, daß jeder trage gern sam schwört mit Herz sein Theil, und hilfreich und Mund. sey zu beyder Heil! 2. Mit Gnade schau auf sie herab, daß sie zu sammen bis ins Grab, verträglich, freundlich, gleichgesinnt, und eine in deiner Liebe sind. 3. Daß sie einander inniglich zwar lieben: mehr doch, Höchster, 8. Wenn du durch dich! Herz, Mund und hartes Kreutz sie übst; Blick sey rein und treu, Sowiß ihr Herz, daß du daß nie ein Keim des sie liebst! Gieb heitrer Argwohns sey! Tage viel nach Leid, und seegn' es für die Ewigkeit. 7. Willst du durch Kinder sie erfreun, so gieb zu deren Zucht Gedeihn, daß sie sich chriftlich treu bemühn, dem Himmel Erben zu erziehn! 4. Ach gieb, daß bende dirvertraun: Die Wohl fahrt ihrer Seele baun; 9. Sie trennt, wer Zusammen deine Hülffweiß, wie bald, der Tod! erflehn, zusammen dei- Dann tröste sie der nen Rahın erhöhn. Glaube, Gott, daß, die 5. Was ihnen ihr Be- voran zum Himmel ruf gebeut, hilf ihnen gehn, verlaßne Freunde thun mit Heiligkeit wieder sehn! Bbb 12. Nach 754 Lieder ben besondern 12. Nach der Trauung derselben. Mel. Nro. 7. Gelübde nach, daß ihr Kommt her verkünd. 2c. dem Herrn gethan. 3. Ihm heiligt nun 621. Auf euch wird Beruf und Stand, ihm Gottes heiligt euer Herz, und folgt der Leitung seiner Hand durch Freuden und durch Schmerz. gen ruhn; Er hat ihn euch gewährt! Geht hin, und macht durch from mes Thun euch dieses Seegens werth. 4. Bis ihr den Lauf der Pilgerzeitnach Got 2. Der Herr erfüllt, tes Willen schließt, und was er versprach; Sein thn in seiner HerrlichHeil sollt ihr empfahn: keit einst schauet, wis er Kommt ihr nur dem ist. 13. Beym frühen Absterben der Eltern. Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten zc. hinweg genommen, sie werden nicht mehr kom622. Der Mensch men! Wohl dem, der fie behalten hat. weint viele Thränen, hat manchen 3. Gott läßt durch ihr Kampf, manch Seh- Bemühen die Kinder nen nach einer bessern groß erziehen, daß sie der Welt; Doch jedeThrän Welt sich freun. Sie schmerzt minder, als die schützen schwache Juvom Aug der Kinder auf gend, fie pflanzen Recht guter Eltern Leichefällt und Tugend in ihre zarte Herzen ein. 2. Der Wayse sucht vergebens die Führer feines Lebens, vergebens 4. Sie haben wenig Freuden, und oft gar ihren Rath: Sie sind viele Leiden, bis sie erzogen persönlichen Begebenheiten. 755 zogen sind; Sie wachen, sen drücken kann! Was flehn und sinnen, und will der Sünder maalles ihr Beginnen geht| chen? Er tastet nicht die auf das Wohl von ih- Schwachen, er taftet ihrem Kind. ren Schöpfer an. 5. Sie würden für 9. Der wird sich einst sein Leben sehr gern das beweisen als Racher alihre geben, wenn es sein ler Waysen an dem, der Heil erwirbt. Wie vie- Frevel übt, nach ihrem les ist verlohren, wenn Schaden ringet, ums die, die uns gebohren, Ihre Kinder bringet, wenn Mutter oder Va- und übervortheilt und ter stirbt! betrübt. 6. Doch ist ein Vater 10. Laß keinen von droben, der allen viele uns allen in dieseSünde Proben von seiner fallen, Gott, der die Treue giebt. Er bleibt, Waysen hört! Die du wann alles weichet; So willst unterstützen, und weit der Himmel rei- leiten und beschützen, chet, reicht seine Macht, sind auch der Menschen die uns umgiebt! Hülfe werth. 7. Der Waysen bange 11. Ja, Herr! wir Klage steigt nicht am wollenihnendurch Rath Trauertage umsonst zu und Warnung dienen, ihm empor: Er weiß, und thun, was sie erwas sie befallen; Er quickt; Wir wollen sie hört den Säugling lal- vertreten, sie schützen, len, und jeden Seufzer für sie reden, wenn irhört sein Ohr! gend wer sie unters drückt. 8. Weh dem, der Bdses denket, der Eltern 12. So gieb uns denn, lose kränket, und Way- auf Erden Verlaßner Bbb 2 Troft 756 Lieder bey besondern Trost zu werden, und ists doch die größte Waysen zu erfreun. Wonne, dir, Gott! im Denn unterdeiner Sonel Wohlthun ähnlich seyn. 14. Am Sterbetage eines lieben Kindes. 623.11 Erblaßtes Kind, wie beugst du 56-95 mich! Du liebtest mich, ich liebte dich, ME bh und nun bin ich verlassen. Dein früher EE 自 Tod erdrückt mich fast: Mein Herz fühlt bh bh bbbb # nie gefühlte Last, und weiß sich nicht 66 6 zu fassen. 2. Zu früh, zu früh deinem Herrn; Bist seeeilst du von mir! Gern, lig, und das gonn ich gern behielt ich dich noch gern dir, dem geliebten hier, mein Herz an dir Kinde. Weit glücklicher zu weiden. Mit dir stirbt bist du, als ich! Du siehst manche Lust mir ab; den Herrn, und freuest Die Welt ist nun für dich mit Engeln, frey mich ein Grab; Leer an von Sünde. den vorgen Freuden! 3. Jedoch, du bist bey 4. Mein Trost ist; bald folg ich dir nach, bald persönlichen Begebenheiten. 757 bald kömmt auch mein nen preisen dich! Sie Erlösungstag, und dan sind die Zeugen, Gott, sehn wir uns wieder! daß ich die liebte, die du Im Geiste freue ich liebest, und nun durch mich schon, wann ich andern Unterricht, dich vor des Lammes durch Engeldienst und Thron, auf ewig finde Himmelslicht, in dort'wieder! ger Tugend übest! Herr, meine Seufzer danken dir: Bisher vertrautest Mein Glaub ist meines zc. du sie mir! Mel. Nro. 240. 624. Herr, ich ver- 3. Mit Thränen preis ehre dein ich dich auch einst, wann Gebot! Doch darf ich du als Richter uns ermeiner Kinder Tod, o scheinst! Ach, dann mit Gnädigster, beweinen! Freudenthränen! Dann Du, der du aller Vater werd ich meine Kinder bist, weißt, was ein sehn, mit ihnen weit Mensch und Vater ist! vom Staube stehn, mich Ich will nicht, muß doch nicht mehr troftlos sehweinen! Verzeih den nen. Ich werd ihr VaTrieben der Natur: ter wieder seyn, und Nicht murren, seufzen ewig mich mit ihnen will ich nur! freun. 2. Auch meine Thra15. Bey Beerdigung der Kinder. Mel. Nro. 342. [ menschlich, sie sind christ Wer nur den lieben G. 2c. lich schön. Wer kann eint," El- dem Thränenflusse 625.W tern, weint! wehren, und kalt und denn eure Zähren sind' ohn Empfindung stehn, Bbb 3 wann 718 Lieder bey besondern wann Gott uns ein ge-[ nahm sie Gott in die liebtes Kind von unsrer Seeligkeit. Seite zeitig nimmt? 5. Dort stehn sie nun 2. Sind Kinder ihrer vorGottesThrone, find Eltern Freuden, und seelig, und von Liebeln wahre Wonne für ihr fern; Jhr Schmuck ist Herz! So fühlen sie eine Himelskrone; Ihr bey ihrem Scheiden ge- größtes Glück: fie schn wiß den tiefsten Seelen- den Herrn! Sie sehen schmerz. Denn wer ver- Christi Herrlichkeit liert sein Liebstes gern, nach einer kurzen Pilund wünschtnicht deffen grimszeit. Cod noch fern? 6. S gönnet ihnen dieses Glücke, und tadelt Gottes Wege nicht. Wünscht sie nicht mehr freyen Lauf! Doch fehet zu euch zurücke, denkt, auch bey eurem Stöb- wie der Chrifte denkt nen auf Gott, der ſie euch und spricht: Gelobt sey nahm, hinauf! Und Gott! Denn was er glaubt, ob es schon wehe thut, ist weise, überlegt und gut. thut: Ihr früher Tod it ihnen gut! 7. Bald werdet ihr sie wieder sehen! Bald 4. Ihr habt durch kömmt auch euer Sterihren Tod verlohren; betag! Dann sollt ihr Doch ihnen warihr Tod sie auf ewig sehen; Folgt Gewinn: Zum Him- ihnen nur, als Seelge, mel waren sie gebohren; nach! O Gott! wie wird Zum Himmel nahm sie das Glück erfreun: Mit Gott dahin. Noch frey seinen Kindern seelig von Ungerechtigkeit, seyn! 16. Beym 3. Drumweint, und laffet euren Thränen, laßt eurem Kummer persönlichen Begebenheiten. 16. Beym Tode eines Landesfürsten. Mel. Nro. 269. Laub, verdürrt zerstreut Gerechter Gott, vor zc. sich unser Staub, wird 626. Wer hat dem Saamen, einst zu rei759 4. Davon erlöft kein Fürstenreich, nicht Kraft, die Sieg' erstritten. Es gilt dem Tode alles gleich, Pallaste oder Hütten. Den Armen zieht aus Schmach und Hohn, den Fürsten führt von seinem Thron 2. Der Himmel Licht die letzte, letzte Stunde. 5. Auch unsern Fürwird mit der Zeit erldschen und erkalten, und sten riefst du ab, und aller WesenHerrlichkeit nahmst ihm seine Bürwird ausblühn und ver- de. Den Leib verbirgt alten; Du aber bleibst ein düst'res Grab, der und wandelst sie, und Geistreift höhrer Würdeine Jahre nehmen nie, de. Er ist von uns nun Unendlicher! ein Ende. weggerückt, wie es dein 3. Herr, Herr! was weiser Rath geschickt, sind wir gegen dich? und wird von dir gewoWir Staub, vom gen. Staub gebohren! Der Mensch, dem heut noch alles wich, hat morgen fich verlohren. Wirwelken hin, wie Gras und und dem Knecht den Athem eingegeben? Wer ruft die Menschen all mit Recht aus diesem Pilgerleben? Du bist es, Gott! und keiner mehr! Du warst von allen Zeiten her der Erste und der Größte. 6: Denn du, o Herr! wirstjedermann einmal zur Rechnung ziehen; Und selbst kein Herr der Erde kann vor deinem Bbb 4 An 760 Lieder ben besondern persönlichen Begebenheiten. Anblick flichen. Vor| heit zu regieren; Drum dir sind alle schwach und flehen wir mit Hand in klein; Es hilft nicht Hand: Hilf ihm sein reich, nicht machtig Werkvollführen! Denn seyn, wann wir dein er, auch er wird einst Lirtheil hören. von dir gerichtet werden, gleich wie wir und alle Menschenkinder. 10. Auch urtheilt über unsern Gang die Nach7. Du setztest ihn zum Schirm und Licht, um deffen Schein wir baten. Nun aber fragt auch dein Gericht nach seinem Werk und Tha- welt hin und wieder; ten. Laß ihn der Krone Und o! der Gute lebt würdig seyn, und jedes noch lang im Herzen guten Werks sich freun, seiner Brüder. Doch das seinen Geist vere- mehr ists, daß er dein Gericht, o Gott! mit delt. 8. Und gieb uns wie- heiterm Angesicht und der Einen, der sich dei- frohem Much erwartet. ner Wege freuet, und 11. Herr, Herr! Dein Glück und Seegen Tag der Rechenschaft rings umher auf seine lehr uns als Christen Völker streuet; Ach Ei- wandeln! Er geb uns nen, der dir wohlgefällt, Eifer, Muth und Kraft, der sich für deinen Die- gerecht und gut zu hans ner hält, und uns für deln! So triumphiren seine Kinder. wir im Tod mit Freuden 9. Es ist so schwer ein über jede Noth, und geganzesLand mit Weis- hen ein zum Leben. XXXV. Beschluß. XXX V. eschluß. Vom heilsamen Gebrauch heiliger Lieder. Mel. Nro. 11. Dankes Stimm zu deiO könnt ich dich, mein 2c. nem Ruhm; Und dann 627. Noch fing ich durchwandelt meine hier aus Brust ein fromm Gedunkler Ferne, Gott fühl von heil ger Lust. meines Lebens! Dir mein Lied. Wann einst, weit über alle Sterne, dich mein verklårtes Auge sieht, dan schallet dir, im Jubelklang der Lieberwinder, mein Gesang. 4. Die Kraft von deinen Himmelslehren ergieffet sich durch meinen Geist, wann er, vereint mit heil gen Chören, Gott! deinen grossen Namen preist, Anbe2. Wohl mir indeß! tung dir und Ehre du schaust hernieder auf bringt, und Fülle der mich, dein Kind, und Empfindung singt. hörst mein Lall'n, das Flehn, den Dank der schwachen Lieder, mit väterlichem Wohlgefalln. Und meine Be und durch ein frommes Lied oft zu. 3. Froh wall ich hin mit meinen Brüdern zu deines Tempels Heiligthum. Daschallt in dir geweihten Liedern des 76T 5. Oft hab ich auch in ſtillen Stunden, wann ich dir meine Freuden Glut empfunden, die sang, der Andacht reine da durch meine Seele drang. Mein Herz, wann dir mein Lied erscholl, ward seeliger Empfindung voll. 6. Ich habe mir die Last der Leiden oft durch Bbb s ein 762 Beschluß. ein Trostlied leicht ge-| 7. Doch sing ich noch macht, und, statt des aus dunkler Ferne. O Kummers, Ruh und welche Wonne wird es Freuden in mein be- seyn, wann einst, weit klommnes Herz ge- über alle Sterne, Gott! bracht. Die Hoffnung mich dein Antlitz wird lebte wieder auf, sang erfreun! Dabinich dir ich zu dir, mein Gott! ganz Lobgesang in aller hinauf. Himmel Jubelklang MAX- 6.3 26 M 63-67 Register Register der Lieder. A. Ach! dem wurden nie die Augen Ach Gott und Herr. Ach Gott vom Himmel, hilf uns bald Ach Gott! vom Himmel sich darein Ach Gott! wir treten hier vor dich Ach höchster Gott! verleihe mir Ach Jesu! dessen Huld Ach könnt ich meinen Gott Ach lieber Gott! ich bitte dich Ach! schrecklich wird die Strafe seyn Ach, unsre Noth ist groß Ach Vater, unser Gott Nro. 456 377 412 247 Allen Christen, und auch mir Allen, welche nicht vergeben Aller meiner Brüder Rechte Allmächtiger! wir singen dir Allmächtig groffer Gott Allvater! seit die Welt begann Allwissender, vollkommner Geist! Als Gott dich seinen Menschen gab 579 294 123 16 583 290 576 359 93 Ach, wie viel Böses wohnt in mir Allein Gott in der Höh sey Ehr 15 Allein vor dir, mein Gott, hab ich gefündigt 378 Alle Menschen müssen sterben 440 446 462 454 46 87 604 38 473 Als Register der Lieder. Als in der Krankheit Schmerzen Anbetung, Preis und Dank sey dir Anbetungswürd'ger Gott Nro. 585 103 31 316 615 An dich, mein Gott! gedenken An dir allein, an dir hab ich gesündigt 381 Auch auffer meinem Vaterland Auch diesen Tag hab ich vollbracht Auf, Christen! bringet Preis und Ehr Auf, Christen! laßt uns unsern Gott Auf, Christen, preist mit mir den Herrn Auf Christi Himmelfahrt darf sich Auf deine Weisheit schauen 538 IO 98 350 174 343 220 621 Auf dich allein, Herr Jesu Christ Auf euch wird Gottes Seegen ruhn Auf Gott, und nicht auf meinen Rath Auf, Jesu Jünger! freuet euch Auf, mein Herz! ein froher Tag Auf, o Seele! werde munter Auf will ich von Sünden stehen Aus deiner milden Seegenshand Aus Gnaden soll ich seelig werden Aus tiefer Noth ruf ich zu dir 33. 339 170 159 533 39Q 6οι 230 380 Bal ald, oder spåt des Todes Raub Befiehl du deine Wege Begrabt den Leib in seine Gruft Bewahre mich, Herr, daß der Wahn Bist du selbst der Sünd entriffen Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar 158. 450 D. 405 80 589 295 Register der Lieder. D. ank, ewig Dank sey deiner Liebe Dª Dank sey dir, Vater meines Lebens 485 Dank und Anbetung bringen wir Das Amt der Lehrer, Herr! ist dein Das Glück ist groß, das Gott mir schenkt 468 Das Grab ist leer, des Höchsten Sohn 165 Das sollt ihr, Jesu Jünger! nie vergessen Daß ich mich, mein Gott! selbst liebe Dein Beyspiel, Jesu! leuchtet mir 207 372 Dein bin ich, Gott! dein ist mein Leben Deines Gottes freue dich Nro. 217 616 25 Dein, Gott! ist unser Leben Dein Heil, o Christ! nicht zu verscherzen Dein ist das Licht, das uns erhellt Dein Wille, bester Vater! ist Dein Will ist's, groffer Gott Dein Wort, o Höchster! ist vollkommen Dem Staube geben wir den Staub Den Höchsten öffentlich verehren Der du dein Wort mir haft gegeben Der du die Liebe selber bist Der du durch deiner Allmacht Hand Der du mich als ein Vater liebst Der du, o Gott! mein Schöpfer bist Der du uns als Vater liebest Der Ehe Stifter, Richter, Freund Der Ehstand soll uns heilig seyn Der Freuden Füll ist, Gott! bey dir Der Hang zum Bösen wohnt in mir Der Heiland kommt! lobsinget ihm Der Herr ist Gott, und keiner mehr 399 89 235 451 356 486 582 37 I 190 590 516 195 367 88 327 314 181 620 618 283 97 IIO 30 Der Register der Lieder.. Nro. 344 340 Der Herr ist meines Lebens Kraft Der Herr ist meine Zuversicht Der Herr liebt unser Leben Der hohe Himmel trübet sich Der letzte meiner Tage 303 557 254 622 Der Mensch, der Fürst, ein mächtig Land 569 Der Mensch weint viele Thränen Der Morgen kommt, und meine Klage Der feegenreiche Garten prangt Der Spotter Strom reißt viele fort Der unsre Menschheit an sich nahm Der Werke Ruhm muß vor der Gnade Der Wollust Reitz zu widerstreben Des Jahres Schönheit ist nun fort Des Leibes warten, und ihn nähren Des Todes Graun, des Grabes Nacht Dich bet ich an, erstandner Held Dich fürchten, Gott! dich kindlich scheuen Dich, Jesum, laß ich ewig nicht Dich seh ich wieder, Morgenlicht Die auf der Erde wallen Die Feinde deines Kreuzes drohn Die Herrlichkeit der Erden Die hier vor deinem Antlit stehn Die Himmel rühmen Gottes Ehre Die ihr Chrifti Jünger seyd Die ihr des Lebens edle Zeit 531 597 199 273 229 410 546 407 586 164 319 370 529 251 246 429 611 67 212 505 Die ihr geübt in Künsten seyd 504 Die ihr, weils Pflicht und Recht gebeut 506 571 Die Lieb ist, Vater! dein Gebot Dienstfertig soll ich seyn 457 Die Register der Lieder. Die Pflicht zur Arbeit, Herr Dieß, Christen! ist der Tag des Herrn Dieses Kindlein bringen wir Dieß ist der Tag, den Gott gemacht Die Waffersnoth ist groß. Nro. 416 515 607 113 575 421 537 606 596 Die Wege, die du mit uns gehst Die Woche gehet zwar zu Ende Dir dank ich für mein Leben Dir, dir, du groffer Geber Dir, Gott! dir will ich frölich singen Dir, Gott! sey Dank und Preis gebracht 86 Dir, mein Gott! will ich lobsingen Dir, milder Geber aller Gaben Dir sey mein ganzes Leben Dir, Vater! der du deinen Sohn Dir versöhnt in deinem Sohne 19 12 336 186 361 Du, aller Wesen Herr und Meister Du bester Trost der Armen 496 564 Du bist ein Mensch, und Gottes Rath Du bist erblaßt 85 157 9 Du bist's, dem Ehr und Ruhm gebührt Du bist viel gnädiger, als es der Mensch 382 Du, der Herz und Nieren kennet 400 Du, der kein Böses thut 94 133 279 560 SIO Du, der Menschen Heil und Leben Du gabst mir, Ew'ger! dieses Leben Du, Gott! bist unsre Hülf und macht Du, Gott! du bist der Herr der Zeit Du gründest, Allgewaltiger Du hast, o gnadenreicher Gott Du, Herr! haft aus Barmherzigkeit 477 565 210 Register der Lieder. Du, Herr und Vater meiner Tage Du klagst und fühlest die Beschwerden Du läsfest, Herr! uns unterweisen Du liebest nicht der Menschen Leid Du, mein Leib, und du, o Erde Durch dich, Gott! bin ich, was ich bin 495 524 570 441 Durch dich, o groffer Gott 21 Du, Schrecklicher! wer kann vor dir Du, Vater deiner Menschenkinder Du weiser Schöpfer aller Dinge Du wesentliches Ebenbild Du wollst erhören, Gott! ihr Flehn Nro. 433 420 563 326 47 129 508 Ein Fremdling bin ich in der Welt Ein milder Regen sinket Ein ruhiges Gewissen Entreiffe dich, mein ganzer Sinn 150 623 70 Erbarm dich, Herr! mein schwaches Herz 396 Erblaßtes Kind, wie beugst du mich Erhabner Gott, der alles schafft Erhabner Gott, nichts reicht an deine Erhebt den Herrn, ihr Christen Erhebt den Herrn, ihr Frommen Erhöhter Jesu, Gottes Sohn! Er ist erstanden, Jesus Christ Er ist gekommen, er 119 Er kömmt, er kommt! geht ihm entgegen 109. Er kommt, er kommt zum Weltgericht Ermuntre, Christ! den trågen Sinn Erschallt, erfreute Lieder 285 548 306 32 598 IOI 272 160 271 168 514 Es Register der Lieder. 434 Es baut, Herr! deine Menschenschaar Es donnert; Gott! wie schrecklich ist Es eilt der letzte von den Tagen Es freu der Fürst des Landes sich Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! so ruft am Kreutze Es werde Gott von dir erhoben Es wolle Gott uns gnädig seyn 478 282 152 90 248 Es zieht, o Gott! ein Kriegeswetter 578 Ew'ge Liebe! mein Gemüthe 102 Ewig, o Jesu! wird dein Wort bestehen 244 S. S Freywillig hast du dargebracht Freue dich, o meine Seele Froh führte Gottes Sonne Frohlocke, mein Gemüthe Frohlockt dem Herrn; bringt Lob und Frommer Herzen beste Freude Früh mit umwölktem Angesicht Für alle Kranken bitt ich dich Fürwahr, du bist, o Gott! verborgen Nro. 55T 556 161 438 166 147 163 184 545 507 77 6. 100 Gedanke, der uns Leben giebt 26 Geist vom Vater und vom Sohne 180 Gelobet sey der Herr Gelobet seyst du, Gott Gelobet seyst du, Jesu Christ Gelobt, gelobt sey Jesus Christ Gelobt, gelobt seyst du mit Freuden Ccc 191 IIS 162 580 Gerech Register der Lieder. Gerechter Gott! vor dein Gericht Gerechter Gott! wie schrecklich drohn Gern will ich mich ergeben Getreuer Gott! wie viel Geduld Geweiht zum Christenthume, ist dieses Geweiht zum Christenthume, sind wir Gewonn ich auch die ganze Welt Gieb ihm, o Bater! Glück und Kräfte Gieb mir, Jesu! deinen Sinn Gieb mir, o Gott! ein Herz Gieb, o Gott! mir Kraft und Willen Gott! deine Gnade sey gepreist Gott! deine Gnad ist unser Leben Gott! deine weise Macht erhält Gott! dein ist Majestät und Macht Gott! der an allen Enden Gott! der du für uns deinen Sohn Gott! der du unser Vater bist Gott der Wahrheit! dessen Treue Gott! dessen liebevoller Rath Gott! dessen Macht des Feuers Kraft Gott! dessen starke Hand die Welt Gott! dir gefällt kein gottlos Wesen Gott! dir sey mein Dank geweiht Gott! du bist heilig und gerecht Gott! du bist meine Zuversicht Gott! du bist von Ewigkeit Gott! du bleibst ewig unsrer Wohlfahrt Gott! durch den wir sind und leben Gottes Wille, Gottes Rath Gott hab ich mich ergeben Nro. 269 568 436 61 610 203 277 487 472 445 312 120 225 69 331 76 131 360 345 619 573 50 379 494 58 346 36 419 301 337 335 Gott Register der Lieder. Gott hat in meinen Tagen Gott! ich will mich ernstlich prüfen Gott ist die Liebe selbst, und seine Gott ist mein Hort Gott ist's, der das Vermögen schafft Gott lebet noch! ich sorge nicht Gott! mache du mich selbst bereit Gott! meine ganze Seele Gott! meine Seele danket dir Gott, mein Vater! deine Liebe Gott redet, und ruft aller Welt Gott sey Dank in aller Welt Gott sey Preis und Dank gebracht Gott sorgt für mich, was will ich Gott sorgt für uns, o singt ihm Dank Gott! unser froher Lobgesang Gott! vor dessen Angesichte Gott! was des Lebens Kräfte nährt Gott! wie du bist, so warst du schon Groffer Mittler, der zur Rechten Groffer Schöpfer, Herr der Zeit Groß ist, ihr Eltern, eure Pflicht 3. Habe deine Lust am Herrn Halt im Gedächtniß Jesum Chrift Heilig, heilig ist dein Wille Heil uns! Aus unsrer Sündennoth Helft Gottes Gute preisen Herr, allerhöchster Gott im Himmel Herr, allerhöchster Gott! von dem Ccc 2 Nro. 500 311 385 200 418 84 28 354 605 325 198 122 521 78 592 581 56 540 35 175 430 489 330 205 33² 99 512 547 224 Herr, Register der Lieder. Herr, aller Weisheit Quell Herr! Deine Allmacht reicht so weit Herr! deine Langmuth ist sehr groß Herr! dein Gesetz, das du der Welt Herr! der du keinen je verstieffest Herr! der du mir das Leben Herr! dessen Augen alles prüfen Herr! dir gelob ich neue Treue Herr! du bist heilig im Gericht Herr! du bist meine Zuversicht Herr! du erforschest mich Herr! du fährst mit Glanz und Freuden Herr Gott! du bist die Zuflucht aller Herr! hier siehst du uns vor dir Herr! ich bin dein Eigenthum Herr! ich falle vor dir nieder Herr! ich hab von deiner Treu Herr! ich verehre dein Gebot Herr Jesu! deine Angst und Pein Herr! laß doch mich Herr! laß mich doch gewissenhaft Herr! laß nach eitlen Ehren Herr, mein Erlöser! nur von die Herr! meiner Seele groffen Werth Herr, mein Licht, erleuchte mich Herr! ohne Glauben kann Herr! stärke mich, dein Leiden zu Herr, unser Gott! allmächtiger Herr, unser Gott! wer ist dir gleich Herr, unser Gott! wie manche Noth Herr! vor deinem Angesicht Nro. 293 44 566 304 609 532. 308 612 322 264 39. 176 34 608 274 218 432 624 137 112 415 425 222 376 197 219 130 602 24 466 518 Herr! Register der Lieder. Herr! welch ein wichtiges Geschäfte Hier bin ich, Herr! du rufest mir Hier bin ich, Jesu! zu erfüllen Hier ruht der Held Nro. 492 389 213 156 Ich fasse, Bater, deine Hände Ich frage nichts nach Gold und Ich freue mich der frohen Zeit Ich freue mich, mein Gott! in dir Ich fühle, daß ich sterblich bin Ich geh einst ohne Beben Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ccc 3 519 488 Hier sind wir, Gott! und flehn um Hilf, Herr! daß unsre Jugend Hilf, Herr! laß es wohl gelingen Hilf mir, mein Gott! hilf, daß nach Himmel, Erde, Luft und Meer Hin an dein Kreuß zu treten Höchster! denk ich an die Güte Höchster Gott! in deinem Lichte Höchster Tröster! komm hernieder Hört, die ihr mich verfolgt und schmäht 471 182 J. SII 296 65 145 567 188 14 62 3 auchzt dem Höchsten alle Welt Jauchzt unserm Gott! er ist von Ich armer Mensch, o Herr! ich Sünder 388 Ich bin ein Chrift, Gott ist mein Ich bin getauft, nach Jesu Lehren Ich bitte dich, mein Gott Ich denk an dein Gerichte Ich erhebe mein Gemüthe 404 202 08 298 268 231 587 424 263 329 259 265 333 Ich Register der Lieder. Ich hab in guten Stunden Ich komme, Herr! und suche dich Ich komme vor dein Angesicht Ich lobe dich, und preise Ich preise dich, o Herr, mein Heil ich preise dich, und singe Ich finge dir mit Herz und Mund Ich soll den Leib nicht haffen Ich trete vor dein Angesicht Ich weiß, an wen mein Glaub sich hålt Ich weiß, mein Ende nahet sich weiß, mein Gott! des Menschen sch will den Bund mit meinem Herrn Ich will dich, Gott! im Tod erheben Ich will dich lieben, meine Stärke Ich will dich noch im Tod erheben Ich will in meiner Einsamkeit Jehova! Herr und König Jesu Christe! deffen Wunden Jesu, Freund der Menschenkinder Jesu, meine Freude Jeiu, meiner Seele Licht Jesus ist gekommen G M Jesus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jetzt leb ich; ob ich morgen lebe Thr, die ihr euch gewissenhaft Thr Menschen, wie send ihr bethöret u allen meinen Chaten In Gottes Rath ergeben In unsern Nöthen fallen wir Nro. 347 211 397 48 204 584 8 406 613 236 253 617 209 588 363 442 614 481 139 206 364 135 121 167 262 252 502 278 82 261 561 K. Kein Register der Lieder. K. Dein Lehrer ist dir, Jesu! gleich Klag nicht, mein Herz! wie schwer Komm betend oft und mit Vergnügen Komm, laß uns Jesum sterben sehen Komm, o komm, du Geist des Lebens Kommst du, kommst du, Licht der H. Kommt her, Mühseel'ge! kommt zu mir Kommt her, verkündigt Gottes Ruhm Kommt, Kinder, anzubeten Kommt, kommt, den Herrn zu preisen Kommt, laßt uns Gott und seine Größ Komm zu uns, Gottes guter Geift L. Laßt uns einander lieben Laß deinen Geist mich stets, mein Laß doch in meines Herzens Grund Laß mich des Menschen wahren Werth Laß mich doch nicht, o Gott Laß mich, Höchster, darnach streben Laß mich, o Herr, in allen Dingen Laß, o Jesu, mich empfinden Laßt uns mit Danken treten Nro. 124 292 357 151 179 IIE 366 7 Laßt uns mit ehrfurchtsvollem Dank Laßt uns unserm Gott lobsingen Laß, Bater, deinen guten Geist Liebster Jesu! wir sind hier Lob, Ehr und Dank sey dir Lob, Ehr und Preis dem höchsten Gut Lob sey dem allerhöchsten Gott Ctc 4 523 45 558 185 447 132 321 375 413 464 401 449 355 116 117 183 517 575 388 118 Lob Register der Lieder. Lob sey Gott, der den Frühling schafft Lobsinget Gott! Dank, Preis und Ehr Lobsinget Gott, und betet an Lobsingt, denn Gottes Huld und Macht Lobt Gott am frohen Morgen Lobt Gott, den Gott der Stärke Lobt Gott, der uns den Frühling schafft Lobt Gott, der uns erschaffen hat Lobt Gott, ihr Christen! freuet euch Nro. 72 23 6 M. Mache dich, mein Geist, bereit Mein Auge sieht, o Gott! nach Mein bester Trost in diesem Leben Meine Lebenszeit verstreicht Meinen Jesum laß ich nicht Mein Erlöser! der du mich Mein Erlöser, Gottes Sohn Mein erster Wunsch, mein innigstes B. Mein erst Geschäft sey Preis und Dank Mein ganzer Geist, Gott, wird entzückt Mein Geist erstaunt, Allmächtiger Mein Glaub ist meines Lebens Ruh Mein Gott! ach lehre mich erkennen Mein Gott! dir ist bewußt Mein Gott! du bist gerecht Mein Gott! du wohnst in einem Lichte Mein Gott! erschaffen hast du mich Mein Gott! ich weiß wohl, daß ich Mein Heiland lebt! er hat die Macht Mein Heiland! sich, im Staube 603 528 352 543 13 114 309 79 358 255 368 201 136 74 525 284 17 240 398 96 550 192 286 256 267 104 Mein Negister der Lieder. Nro. I Mein Heiland! wenn mein Geist erfreut 287 Mein Herz, ermuntre dich zum Preise Mein Herz und Seel erhebet sich Mein Höchstes Gut ist nicht auf Erden Mein Hort ist Gott! ihn laß ich walten Mein Jesu! für dein Herz Mein Jesus ist getreu Mein Jesus triumphiret Mein Leben ist ein Prüfungsstand Mein Vater und mein Gott Menschen, unser Leben eilt Mensch, suche stets durch Wort und Th. Mir nach, spricht Christus, unser Held Mit Danken und mit Beten Mit dir, o Höchster, Friede haben Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Freuden laßt uns treten Mit frölichem Gemüthe Mit lautem Schall frohlocken wir Mit Seufzen klag ich dir, mein Gott Mit Singen dich zu loben Mit Speis und Trank sein Herz VT. Mat Nach einer Prüfung kurzer Tage Nach meiner Seele Seeligkeit Nacht und Stille schliessen wieder Nein, ihr Spötter, meinen Glauben Nicht jede Besserung ist Tugend Nicht mürrisch, finster, ungesellig Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Ctt s 402 275 83 140 369 177 428 302 43⁰ 455 365 530 234 107 509* 55 172 362 2 408 281* 310 534 276 395 461 187 Mic Register der Lieder. Nie bist du, Höchster, von uns fern Nie will ich dem zu schaden suchen Nimm deine Pfalter, Volk des Herrn Noch bin ich ein Gaft der Erde Noch immer wechseln ordentlich Noch nie hast du dein Wort gebrochen Noch sing ich hier aus dunkler Ferne Nun bringen wir den Leib zur Ruh Nun danket alle Gott Nun, Gott Lob! es ist vollbracht Nun ist es alles wohl gemacht Nun laßt uns Gott erheben 0. S Christ! erhebe Herz und Sinn O daß doch bey der reichen O frommer Gott! ich danke dir O Gott! aus deinen Werken O Gott! den alle Himmel ehren O Gott des Himmels und der Erden O Gott! du bist die Liebe O Gott, du frommer Gott O Gott! du kannst den Himmel ganz O Gott! erbarme väterlich O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ Nro. 42 463 593. 258 471 59 627 591 20 522 154 A 328 423 594 491 29 64 68 54 291 549 497 221 O Gott! ich preise deine Güte 91 O Gott, mein Schöpfer, Herr der Welt 323 544 O Gott! sobald der Tag erwacht O Gott! von dem wir alles haben O grosser Schöpfer dieser Welt O heil ger Geist! kehr bey uns ein 542 526 178 D Register der Lieder. O Herr, mein Gott! durch den O Herr, mein Vater! dein Gebot O hilf, Herr! daß die Kinderzucht O jammervolle Tage Q Jesu Christe, Gottes Lamm 2 Jesu, Licht und Heil der Welt O Jesu, wahrer Frömmigkeit O könnt ich dich, mein Gott! recht pr. O rühmt euch eurer Weisheit nicht schrecklichs Leid der Ewigkeit O Vater aller Geister O Vater! kindlich beten wir O welch ein Seegen ist ein Freund O welch ein unschätzbares Gut O Welt! sich hier dein Leben O wie unaussprechlich seelig O wohl dem Menschen, der dem Rath P. Preift, Christen, mit Zufriedenheit R. Richtet nicht, wenn Sünder ſterben S. Nro. 75 490 493 572 215 241 127 II 426 289 599 $ 39 470 307 146 280 300 555 476 384 208 chaffet, schaffet, Menschenkinder Schicke dich, erlöste Seele Schon ist die Tugend, mein Verlangen 403 Schon hier lebt seelig und vergnügt Schon ist der Tag von Gott bestimmt Schütze die Deinen, die nach dir sich 232 270 245 Schwingt Register der Lieder. Schwingt heilige Gedanken. Seele, sey zufrieden Seelig sind, die, Gott! dein Wort Sehr groß, Herr! ist deine Huld Seht, welch ein Mensch! ach feht Seht, welch ein Mensch! wie lag so Sey, aller Wollust Reißz zu wehren Sen hochgepriesen, Herr! für deine L. Sey, Höchster! ewiglich gepreist Sey, Seele! stark und unverzagt Sen zufrieden, mein Gemüthe Singt, Christen! singt ein frohes Lied Gingt unserm Gott ein neues Lied So früh bringt, Gott! mich deine Hand So gehst du, Jesu! willig hin So hoff ich dann mit vestem Muth So jemand spricht: ich liebe Gott So lang ich athme, Gott Soll sich mein Geist, o Gott! zu dir Sollt ich meinem Gott nicht singen So schlummerst du So wahr ich lebe! spricht dein Gott So weit, Herr! deine Himmel reichen Stimmt unserm Gott ein Loblied an T. Tag, den mir der Herr gemacht Theuer, wie mein eignes Leben Tief in Todesschmerzen Tugend, o wie schön bist du Nro. 27 338 194 249 142 143 411 134 228 349 81 595 353 498 138 227 443 22 313 4 155 383 52 35I 216 193 452 475 299 U. Um Register der Lieder. U. Um Gnade für die Sünderwelt Umsonst, umsonst verhüllst du dich Unendlicher! den keine Zeit Unendlich groffer Gott Unerforschlich sey mir immer Unermeßlich, ewig ist Unschuld ger Jesu! was hast du verbr. Unser Gott! wir danken dir Unsre Aussaat seegne, Gett V. Vater, den mein ater, den mein Herz verehrt Vater! meine Seele schätzet Versöhner, Jesu Christ Versucht und prüft és selbst Vielleicht, mein Gott! ist dieser Tag Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden Von dir auf diese Welt gerufen Von Furcht dahin geriffen Von Gott will ich nicht lassen Vorbild wahrer Menschenliebe Nro. 149 40 33 W. Wach auf, ach auf, mein Herz! und finge Wann der Gedanke mich erschreckt Wann einst in meinem Grabe Wann einst mein sterbend Auge bricht Warum erbebst du, meine Seele Was bos ist, haffest du Was den Leib erhält und nährt PIERRE 73 49 37 144 520 552 239 469 484 223 387 214 460 141 34I 128 527 169 266 260 437 57 541 Was Register der Lieder. Nro. Was Gott thut, das ist wohlgethan! gut 334 Was Gott thut, das ist wohlgethan! so 553 Was hilft es mir, ein Christ zu seyn Was ich nur Gutes habe 297 Was ist mein Leben auf der Erde Was ist mein zeitlich Leben Was soll ich ångfilich klagen Was sorgst du ängstlich für dein Leben Weicht, ihr Berge! fallt, ihr Hügel Weint, Eltern, weint, denn eure Zähren- 625 126 189 00243 453 Wenn Gott uns Recht und Muth erhält 600 Wenn ich ein gut Gewissen habe Wenn ich mit mehr als Menschenkraft Wenn ich, o Schöpfer! deine Macht Wenn meine Seel den Tag bedenket Wenn Menschen streben, dir an Güte Wenn mich die Sünden kränken Wenn zur Vollführung deiner Pflicht Wer bey dem Namen Gottes schwöret Wer bin ich von Natur, wenn ich mein Wer bin ich? welche wicht'ge Frage Wer des Lebens Güter hat Wer dieser Erde Güter hat Welch hohes Beyspiel gabst du mir Wem Weisheit fehlt, der bitte Wenn Christus seine Kirche Wenn du des Nächsten Ehr 373 348 427 422 435 60 Wer gehorcht, der thu's mit Lust Wer Gottes Wege geht Wer Gottes Wort nicht hält, und spr. Wer hat dem Fürsten und dem Knecht 305 448 63 153 467 148 394 324 95 374 459, 444 482 237 391 626 Wer Register der Lieder. Nro. Wer herrscht, wer Fürst, wer König ist 479 Wer höher durch Geburt schon ist Wer machte diese ganze Welt Wer mit Luft und Eifer strebte 480 66 474 342 $ 36 393 392 513 499 559 Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer unter deinem Schirme ruht Wer wird in deiner Allmacht Schirme Wie darf, wer, Bater! dich nicht ehrt Wie der Blitz die Wolken theilet Wie elend ist, wer arm und schwach Wie gnädig ist des Höchsten Wille Wie göttlich sind doch Jesu Lehren Wie groß bist du, o Gott! wie groß ist 318 Wie groß ist des Allmächtgen Güte Wie groß ist unsere Seeligkeit u ino Wie groß, wie angebetet ist Wie herrlich, Jesu, starker Held Wie herrlich strahlt der Morgenstern Wie klein, Erlöser! ist 125 51 10 100 Wie liebst du doch, o treuer Gott 12 Wie mannichfaltig find die Gaben Wie sanft sehn wir den Frommen Wie schnell ist mir der Tag entflohn Wie seelig bin ich, wenn mein Geist Wie sicher lebt der Mensch, der Staub Wie soll ich dich empfangen Wie soll ich dich würdig loben Wie theuer, Gott! ist deine Güte Wie ungewiß ist, Herr! das Ziel Wie viele Freuden dank ich dir Wie wichtig ist doch der Beruf 233 106 171 105 242 483 409 439 535 315 250 108 18 226 257 53 92 Wie Register der Lieder. Wie wohl thust du, mein Gott! den Willst du der Weisheit Quelle kennen Willst du die Busse noch Wir freuen uns, Herr Jesu Chriſt Wir kommen, Helfer! dir Gesang Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir sind in Noth 574 554 317 414 238 Wir singen, Herr! von deinen Seegen Wo find ich Gott, den meine Seele Wohl dem, der beß're Schätze liebt Wohl dem, der gottesfürchtig lebt Wohl dem, der richtig wandelt Wohl dir, o Landmann! denn dein S. jor Wohlzuthun und mitzutheilen Wo ist ein Volk, wo ist ein Land Wo sind die Weisen, die mich lehren 465 458 503 41 3. Nro. 288 320 386 173 562 196 Gott, dich auf 43 3 zur Arbeit, nicht zum Müſſiggang 417 Register der Lieder. Nro. Wer herrscht, wer Fürst, wer König ist 479 Wer höher durch Geburt schon ist Wer machte diese ganze Welt Wer mit Luft und Eifer strebte 480 66 474 342 $ 36 393 392 513 499 559 Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer unter deinem Schirme ruht Wer wird in deiner Allmacht Schirme Wie darf, wer, Bater! dich nicht ehrt Wie der Blitz die Wolken theilet Wie elend ist, wer arm und schwach Wie gnädig ist des Höchsten Wille Wie göttlich sind doch Jesu Lehren Wie groß bist du, o Gott! wie groß ist 318 Wie groß ist des Allmächtgen Güte Wie groß ist unsere Seeligkeit u ino Wie groß, wie angebetet ist Wie herrlich, Jesu, starker Held Wie herrlich strahlt der Morgenstern Wie klein, Erlöser! ist 125 51 10 100 Wie liebst du doch, o treuer Gott 12 Wie mannichfaltig find die Gaben Wie sanft sehn wir den Frommen Wie schnell ist mir der Tag entflohn Wie seelig bin ich, wenn mein Geist Wie sicher lebt der Mensch, der Staub Wie soll ich dich empfangen Wie soll ich dich würdig loben Wie theuer, Gott! ist deine Güte Wie ungewiß ist, Herr! das Ziel Wie viele Freuden dank ich dir Wie wichtig ist doch der Beruf 233 106 171 105 242 483 409 439 535 315 250 108 18 226 257 53 92 Wie Register der Lieder. Wie wohl thust du, mein Gott! den Willst du der Weisheit Quelle kennen Willst du die Busse noch Wir freuen uns, Herr Jesu Chriſt Wir kommen, Helfer! dir Gesang Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir sind in Noth 574 554 317 414 238 Wir singen, Herr! von deinen Seegen Wo find ich Gott, den meine Seele Wohl dem, der beß're Schätze liebt Wohl dem, der gottesfürchtig lebt Wohl dem, der richtig wandelt Wohl dir, o Landmann! denn dein S. jor Wohlzuthun und mitzutheilen Wo ist ein Volk, wo ist ein Land Wo sind die Weisen, die mich lehren 465 458 503 41 3. Nro. 288 320 386 173 562 196 Gott, dich auf 43 3 zur Arbeit, nicht zum Müſſiggang 417 ches 1 Centimetres Blue 1 2 3 4 Cyan 2 ¹5 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 10 Red LL 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8