Gb. 1139 Dresdner Gesangbuch auf höchsten Befehl herausgegeben. Mit Konigl. Sächs. allergnädigstem Privilegio. Dresden und Leipzig, gedruckt und zu finden bei B. G. Teubner. 1840. 16 11 39 Univ.- Bibl. Giessen a Inhalt. Erster Theil Glaubenslehre. Gott, dessen Dasein, Wesen und Eigenschaften Gott, Bater, Sohn und heiliger Geist Werke und Wohlthaten Gottes überhaupt Schöpfung Vorsehung, Erhaltung und Regierung Werke und Wohlthaten Jesu Christi Rathschluß Gottes von der Erlösung des gefallenen menschlichen Geschlechts durch Jesum Chriftum Person Jesu Chrifti Ankunft Jesu in die Welt. Adventslieder Geburt Jefu Chrifti. Weihnachtslieder Leben und Beispiel Jesu Lehre Jesu Heilige Taufe Heiliges Abendmal Leiden und Sterben Jesu. Passionslieder ● Auferstehung Jesu. Osterlieder Himmelfahrt Jesu Seite 1 27 34 39 51 62 62 66 70 77 90 97 103 105 1.25 151 166 Sendung LY Inhalt. Sendung des heiligen Geistes. Pfingstlieder Leben Jesu im Himmel, seine Herrschaft über Ulles und insbesondere über seine Gemeine auf Erden Wiederkunft Jefu Seligkeit durch Jesum überhaupt Seligkeit durch Jesum in diesem Leben Seligkeit durch Jesum im Tode Seligkeit durch Jesum in der Auferstehung Seligkeit durch Jesum in jenem Leben 3 weiter Theil. Sittenlehre. Buße und Besserung Beschaffenheit der Besserung. Erweckung zur Bess ferung und Warnung vor dem Aufschube derselben. Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung derselben. Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Chris ftum. Fortgang und Wachsthum in der christlichen Befferung. Bitten um Kraft zur Besserung und Beständigkeit in derselben. Seligkeit der Besserung. Seligkeit eines guten Gewissens. Verhalten gegen Gott überhaupt und gegen Jesum insbesondere Erkenntniß und Verehrung Gottes. Liebe. Ehr furcht. Gehorsam. Ergebung in den Willen Gottes. Seite 170 178 191 195 201 210 214 215 Seite 225 279 Vers Inhalt. Bertrauen. Glaube. Gebet. Deffentliche Verehrung. Heiligung des Eides. Verhalten gegen Jesum insbesondere Verhalten gegen uns selbst Chriftliche Selbstliebe. Sorge für unsre Seele. Sorge für den Leib. Selbsterkenntniß und Demuth. Selbstbeherrschung. Reinigkeit des Herzens und Lebens. Gebrauch unsrer Kräfte. Arbeitsamkeit und Berufstreue. Gesundheit. Ehre und Stand. Vermögen. Vergnügen. Gebrauch dieses Lebens. Gesinnungen gegen diese Welt. Himmlischer Sinn. Verhalten gegen Andere Menschenliebe. Theilnehmung und wider den Neid. Fürbitte. Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit. Sorge für die Ehre Anderer. Friedfertigkeit. Bescheidenheit und Demuth. Beförderung des Seelenwohls Underer. Beförderung des zeitlichen Wohls Underer. Güte und Barmherzigkeit. Gerechtigkeit. Billigkeit. Wiedererstattung. Sanftmuth und Versöhnlichkeit. Freundschaft. . Verhalten im gesellschaftlichen Leben Ueberhaupt. Häuslicher Stand. Ehelicher Stand. Eltern und Kinder. Herrschaften und Dienende. Obrigkeiten und Unterthanen. Lehrer und Zuhörer. Schulgefange. Verhalten in besondern Umständen Allgemeine Pflichten. Zufriedenheit mit seinem 3ustande. Besondere Pflichten. Allgemeiner Wohlstand Friede. Besonderer Wohlstand. Allgemeine Trübiale. V Seite 326 347 383 405 418 Kricg. VL Inhalt. Krieg. Miswachs und Theurung. Unsteckende Krankheiten. Nässe. Dürre. Besondere Trübsale. Dürf tigkeit und Mangel. Krankheit. Genesung. Tod. Andenken an den Tod und Vorbereitung auf denselben. Bereitwilligkeit zu sterben und Ergebung in den Willen Gottes. Getroster Muth im Tode. Freudigkeit in Ubsicht auf den Tod. Wider die Todesfurcht. Seliger Tod. Fürbitte für Sterbende. Begräbniß. Verhalten zu besondern Zeiten. Lebenszeiten. Geburtstag. Jugend. Ulter. Jahreswechsel. Neujahrslieder. Beim Anfange und Beschluffe des Kirchenjahres. Jahreszeiten. Frühling. Gewitter. Aussaat. Sommer. Herbst. Winter. Ernte. Tageszeiten. Morgen. Mittag. Abend. Seite 497 Register. Register. Seite Seite Ach abermal bin ich gefallen 246 Un dich, mein Gott, zu denken 285 188 An diesem Tag' erscheinen 417 28 557 225 45 168 425 64 1 Uch bleib mit deiner Gnade Uch, Gott und Herr, wie groß Uch, Gott, verlaß' mich nicht Uch, Gott, was ist der Mensch Uch, Gott, wie manches Herz Ach könnt' ich doch mit dein. Ach sich ihn dulden, bluten, Uch wäre nicht, o Herr, bei Uch wann werd' ich von der Uch wie ist der Menschen Allein Gott in der Höh' sei Allein zu dir, Herr Jesu Allen Christen und auch mir Allen, welche nicht vergeben, Aller meiner Brüder Rechte Alles Gute kommt von Gott Alles, Höchster, was uns nugt Alles ist an Gottes Segen Allgútiger, allein bei dir Alliebender, du schufst mein Ullmächtiger, der seinen Allmächtiger, ich hebe mein Also hat Gott die Welt geliebt, daß er Ulso hat Gott die Welt geliebt und sie so hoch 243 266 469 342 122 132 256 263 306 27 252 384 403 398 417 314 422 318 386 319 524 84 63 Um Kreuz erblaßt, der Marter 150 Unbetung sei dir, Gott, gebr. 177 Unbetung sei dir, Herrlichster 1 Unbetungswürd'ger Gott An einen Gott nur glauben Auch diesen Tag hab' ich Auch dir ist Gottes Gnad' Auch mein, o Herr, hast du Auf, Christen, auf, und Auf, Christen, bringet Preis Auf, Christen, laßt uns unſ. Auf, Christen, preist mit mir Auf deine Weisheit schauen, Auf dich, o Vater, schauen Auferstanden, auferstanden 164 Aufersteh'n, ja aufersteh'n 214 Auf euch wird Gottes Segen 409 Auf ewig ist der Herr mein 320 66 Auf, freue dich, mein Geist, Auf Gott, und nicht auf 289 2uf meinen lieben Gott 303 Auf, mein Herz, ermanne 450 Auf, o Seele, sei noch munter 549 Auf, schicke dich, recht feierlich 77 Aus deiner milden Segenshand 428 Aus des Todes Banden ist Aus einem, tief vor dir geb. 249 165 48 418 54 Aus Erde wart mein Leib Aus ganzem Herzen lieb' ich 336 Aus Gnaden soll ich selig Uus tiefer Noth ruf' ich zu dir 24 200 5 Barmherzigkeit ist unfre Un deine Leiden denken wir, 128 Befieht dem Höchsten deine 390 298 Beficht VIII Register. Befieht du deine Wege Beglückt, beglückt ist, wer Begrabt den Leib in seine Beschämt komm ich, mein Besig' ich nur ein ruhiges Bester Trost im Leide, Jesu, Bester, weisester Regierer, Betet an, ihr Menschen, Betet an, laßt uns lobsingen Bei dir, o Hochster, Gnade Bewahre meinen Mund, so Bewahre mich, Herr, daß der Bringe deinem Gott, dem Bring', Seele, Preis dem Bringt Gott, ihr Christen Bringt Preis und Ruhm Seite 297 Dein Heil, o Christ, nicht zu 271 Dein ist auch meine Jugendz. 493 Dein sind wir, Gott, in Ewigk. 245 Dein Volk, o Herr, singt 278 Christ, Alles, was dich Christ, aus deinem Herzen Christe, du Lamm Gottes, Christen, singt aus Herzensg. Christ fuhr gen Himmel Christus, der ist mein Leben, Christus ist erstanden, frei 341 56 43 39 205 287 232 2 165 429 160 296 449 138 541 170 212 157 Seite 311 499 480 189 Dein Wort, o Hochster, ist 98 Den Glauben, der an Gott 207 Den Höchsten öffenttich verehren 321 Der am Kreuz ist meine Liebe 140 Der du alle deine Werke 526 Der du, dem Tode nah, für 400 Der du die Liebe selber bist 95 233 Der du die wahre Tugend Der du kamst, der Völker 70 Der du stets unsre Zuflucht 323 Der du uns als Bater liebeft 234 Der du voll Blut und Wunden 135 Der du zu den beglückten Der du zu Gott erhöhet bist Der Ehestand soll heilig sein Der erste Tag des Jahr's Der Freuden Quell ist, Gott Der Heiland, welcher Jesus Der Herr ist erstanden! Der Herr ist Gott! Der Herr Der Herr ist Gott und keiner 227 Der Herr ist in den Höhen Der Herr ist meine Suversicht 256 53 Der Herr schwingt sich mit Damit ich dir gefällig ſei Damit ich schon hier auf der Dank dem milden Vater! Dank, ewig Dank sei deiner 116 Dank sei Gott, in der Höhe 536 Das alte Jahr ist nun entfloh'n 504 Das alte Jahr vergangen ist Das Umt der Lehrer, Herr, Der hohe Himmel dunkelt Der lette meiner Tage 506 415 Das Glück des Erdenlebens 218 Das Grab ist leer, und Gottes 161 Das Jahr, das nun vergangen 507 Daß ich in deiner Christenheit Das Ziel von meinen Zagen Deines Gottes freue dich, 210 179 407 504 217 89 157 198 12 302 169 518 486 Der Mächtige, der Herr der 519 Der Spotter Heere rüsten 185 Der Tag ist wieder hin 556 Der unsre Menschheit an sich 192 362 354 532 538 487 Dich Der Wollust Reiz zu widerst. Des Leibes warten und ihn 104 Des Morgens erste Stunde 483 Den Morgens, wenn ich früh 284 Des Todes Graun, des Register. Seite 525 286 Dich, Allgütiger, zu lieben Dich bet' ich an, erstandner Dich, dich, mein Gott, will Dich ehrfurchtsvoll und Dich, Jesu, laß ich ewig nicht; 345 Dich kennen, Gott, ist Seligkeit 7 Dich ruf' ich an, Gott, laß' Dich seh' ich wieder, Morg. Die Bahn ist rauh, auf der Die Erd ist, Jesu Christe, Die Feinde deines Kreuzes Die helle Sonne strahlt herf. Die hier vor deinem Untlig Die Himmel rühmen des Die Hoffnung naher Ewigkeit 456 Die ihr seine Laufbahn lauft Die Kinder, deren wir uns 280 Du gabst mir, Bater, dieses 155 Du, Geist des Vaters, Geist Du gingst, o Heiland, hin Du, Gott, bist über Alles Du, Gott, der unsre Zuflucht Du, Gott, du bist der Herr Du hast, mein Vater und Du hast uns nur kurze Zeit Du, Herr, haft aus Barmh. Du, Herr und Richter aller Du, Herr und Schöpfer der Du klagst, o Christ, in schw. Du flagst und fühlest die Du låßt den Tag nicht wieder Du Lebensfürst, Herr Jesu Durch Udam's Sünde wurden Durch dich, du höchstes Gut, Du schenkst uns, Gott, fo Du siehst, o Mensch, wie Du sorgst, o Gott, was Du, unsrer Jugend Gott, Du Bater aller deiner Du willst es, Herr, mein 39 109 411 Die Menschen mögen herrschen 412 Dieß ist der Tag, den Gott 78 321 361 45 Dieß ist der Tag zum Segen Die Zunge, die vernehmlich Dir dank' ich für mein Leben, Dir, dir, o Höchster, will ich Dir ergeb' ich mich, Jesu, der Dir, Gott, der so gern erfr. Dir hab' ich mich ergeben, Dir sei mein ganzes Leben, Dir sei Preis! ich lebe Dir trau ich, Gott, und wanke 301 Dir zu leben, dir zu sterben 467 Du bester Trost der Armen, Du bist ein Mensch, und Du bist's, dem Ehr und Ruhm 55 Du, deines Vaters Ebenbild, Du, den uns Gott zum 438 307 90 326 240 Du, der kein Boses thut, du Du, der Menschen Heil und Du, der so gern beglückt, 134 371 Du förderst gern mein wahres 347 257 524 456 183 186 537 123 310 329 105 290 292 530 Ehre, Lob, und Preis und Ehre sei Gott in der Höhe! Eifrig sei und fest mein Wille Ein' feste Burg ist unser Ein Fremdling bin ich in der Ein Herz, o Gott, in Leid Ein Lamm geht hin und trågt Ein ruhiges Gewissen laß, Ein sanftes Lager wartet Eins ist noth! Uch, Herr, Eins ist noth! O Herr, dieß Einst rief der Herr vor dem Einst selig dort zu werden, Einst weinte für Jerusalem Entehre nicht, mein Herz, 1X Geite 373 171 106 288 247 505 59 380 112 326 514 454 460 498 170 62 121 541 468 60 540 282 317 156 79 360 187 223 441 130 277 555 350 352 147 374 92 419 Entflo: X Register. ● Seite Seite 262 460 223 155 544 Fern sei mein Leben jederzeit 400 Fest glaub' ich, daß, was mir 420 Flich't von mir, ihr bangen Freude! denn wir Ulle, wir Freiwillig hast du dargebr. Fröhlich laßt uns Gott lobsing. 84 Frohlockt dem Herrn, bringt 154 Für alle Güte sei gepreist, Für deinen Himmel reiften sie 496 Für unsern Nächsten beten 387 542 Fürwahr, du bist, o Gott, 60 127 Entflohen sind auch dieses Erbarm dich, Herr! Mein Erforsche mich, erfahr' mein Erhaben über Welt und Zeit 10 Erhalt' uns, Herr, bei deinem 189 Erhalt' uns, Herr, die Obrigk. 413 Erhebt den Herrn, ihr Fromm. 72 Erhöhter Jesu, Gottes Sohn, 191 Erinnre dich, mein Geist, 153 72 156 Er ist erstanden, Jesus Christ 159 Er kommt, er kommt, der Er lebt, er lebt! O Christ Erlöser, einst im Staube Erlöser, sieh' ich falle Ermuntert euch, erquickte Ermuntre dich, Herz, Muth 141 Gedanke, der uns Leben 136 Gedenk, o meine Seele, 527 Geerntet ist der Felder Saat Geist vom Vater und vom Geist, vom Vater uns gegeb. Gelobet sei der Herr, mein Gelobet feist du, Gottes und Sinn Ermuntre dich, mein Geist, Er ruft der Sonn und schafft Es eilt der letzte von den Es hat uns heißen treten Gelobet feist du ,, Jesu Christ, Gelobet feist du, Jesu Christ, von aller Es ist doch nur ein einger Gott Es ist ein Gott; er hat auch Gelobt, gelobt seist du mit Gelobt sei, der den Frühl. Gelobt seist du, Herr, unser Gern seinem Nächsten dienen 221 Getrost und freudig geh' ich 492 Geweiht zum Christenthume 148 Gieb, daß ich deines Sohnes 18 Gieb, Gott, daß ich der 188 Gieb, Gott voll Lieb' und 188 Gieb, Gott, wenn ich dir 436 Gieb ihm, o Vater, Glück 435 Gieb mir, o Gott, ein Herz, 431 Gieb Reu' und Leid, gieb 537 527 502 377 539 9 3 mich erschaffen Es ist genug. So nimm, 492 Es ist gewiß ein köstlich Ding, 458 Es ist noch eine Ruh vorh. Es ist nun aus mit meinem Es ist vollbracht! So ruft Es lebt ein Gott, der Mensch. Es wolle Gott uns gnådig Es woll uns Gott genådig Es zieht, o Gott, ein Kr. THEs züchtigt deine Hand, Ewiger, erbarme dich & Ewiger, wie selig ist, wer an Ewig, o Jesu, wird dein Ewig sei dir Lob gesungen Ewig und unwandelbar, 11 Gott, deine Gnade sei gepreist 184 Gott, deine Gute reicht so 80 Gott, deinen heiligen Befehl 511 Gott, deiner Stårke freue 65 348 516 176 266 33 79 78 82 429 515 197 406 485 103 226 388 387 357 416 383 237 88 316 288 414 ( Sott, Register. Seite 478 416 196 463 Gott, dem ich lebe, deß ich Gott, der du alle Welt erfr. Gott, der du für uns deinen Gott, der du Schmerz und Gott, der du unser Vater Gott, der våterlich uns liebt, Gott der Wahrheit, dessen 314 250 309 Gott, der wirds wohl machen, 61 Gott des Himmels und der Gott, dessen starke Hand die 535 77 Gott, dir gefällt kein gottlos Gott, dir sei mein Dank Gott, dir vertraun, ist Gott, du bist heilig und Gott, du erforschest mich, Gott, du kennst von Ewigkeit Gott, durch welchen alle Gottes Sohn ist kommen; Gottes Sohn ist kommen; rühmet es, ihr Gott, grenzenlos, undenkbar 15 Gott hab' ich Alles heimgestellt 471 Gott, heiliger Geift, Schöpfer 172 Gott, hilf mir, daß ich Buße 237 Gott, ich darf zu dir mich Gott, immer groß an weiser Gott ist mein Sport, und auf Gott ist mein Lied. Er ist Gott ist's, der das Vermögen Gott ist und bleibt getreu Gott lebet noch; drum sorg Gott lebet noch, Seele, was Gott Lob! der Tag ist nun Gott, meines Nächsten bestes Gott, mein Gott, dir will ich Gott, nur eines Menschen Gott, o Mensch, gab dir dieß Gott, Schöpfer, Stifter heil. 408 Gott sei Dank in aller Welt, 73 32 454 23 241 54 37 228 Gott, sei mir gnädig! Gott sei uns gnädig und Gott sorgt für uns, o singt Gott und Vater, steh uns Gott, unserm Gott, sei Lob Gott, Vater, dir; dir, Gottes Gott, Bater, Sohn und Geist Gott von Macht und Güte, Gott, vor dessen Ungesichte Gott, wer bei deinem Namen Gott werde stets von dir Gott, wie du bist, so warst du Gott, wie flügelschnell entfl. Gott, wo ist Noth und Elend Großer Gott, an dessen 12 Groß ist des Höchsten Güte! Groß ist, ihr Eltern, eure Gut und heilig ist dein Wille 18 356 205 70 411 300 99 38 365 26 59 444 552 392 Herr, aus deiner Gnadenf. Herr, deine Ullmacht reicht XI Seite 239 325 428 435 Herr, deine Kirche danket dir Sperr, deine Langmuth ist Herr, dein Erbarmen kann Herr, denk' an mich! Wie 324 536 31 301 17 325 46 11 378 272 423 Habe deine Luft am Herrn! Halt im Geträchtniß Jesum Heiland, den uns Gott verhieß 83 eiland, dessen wir uns trösten 181. Heiland, groß an Huld und 106 Helft Gottes Gute preisens 506 Herr, allerhöchster Gott, 258 Herr, an dir hab' ich gesünd. 243 Herr, auf dich will ich fest 265 273 15 513 434 440 14 Herr, der du Erd' und Himmel 1. Herr, der du mir das Leben 5 Herr der Zeit und Ewigkeit, 37 Herr, dessen Gnade Alles 553 perr, dir gelob' ich neue 123 Herr, 20 409 289 284 117 SUI Register.. Seite Herr, du bist meine Zuversicht 215 Herr, du erforschest mich, 13 457 552 Herr, du wollst sie vollbereiten 109 Herr, es gescheh dein Wille Herr, es ist von meinem Herr Gott, dich loben wir! Herr, Gott, du kennest meine 473 Sperr, ich bin dein Eigenthum 194 Herr, ich hab' aus deiner 424 376 189 152 323 Herr, ich hoff' je, du werdest Herr, ich will mit Danken Herr Jesu Christ, dich zu uns 323 Herr Jesu Christ, du Heiland 137 Herr Jesu Christ, du höchstes 252 Herr Jesu Christ, ich weiß es 479 Herr Jesu Christ, mein höchst. 333 Herr Jesu Christ, wahr'r 480 Herr Jesu, gieb uns deinen Herr, laß nach eitler Ehre Herr, mache meine Seele Herr, mein Erlöser, nier von Herr, meiner Seele großen Herr, meines Lebens Kraft Herr, nicht zum Müßiggehen Herr, ohne Glauben kann Herr, stårke mich, dein Leiden Herr und Gott, o Vater 368 447 436 327 410 Ich hab' in Gottes Herz und Ich hab' in guten Stunden Herr und Richter aller Welt Herr, unser Gott, laß nicht Herr, unser Herrscher, freudig 441 Herr, welche Gnad' erzeigst Herr, welch ein wichtiges Herr, welch Heil kann ich Herr, wenn ich nur dich Herr, wie du willst, so schicks, Herr, wir singen deiner Ehre Herzlich lieb hab' ich dich, o Herzliebster Jesu, was hast Peut triumphirte Gottes do Ich komme, Heil der Welt, Ich komme, Herr, und suche 363 308 125 Seite 512 Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen 114 Hier ist nur mein Prüfungsst. 483 Hier ruht der Held, der dich, 151 Hier sind wir, dich zu ehren, Hier sind wir, Gott, und Hilf, Herr, laß es wohlgel. Hilf, Jesu, daß ich meinen Hilf mir, Gott, der Krankh. 323 512 386 463 133, in an dein Kreuz zu treten, Hinunter ist der Sonnensch. 551 Höchster, denk' ich an die Güte 241 Höchster Tröster, komm hern. 177 27 193 199 283 294 198 335 133 162 Ja, durch Glauben und Jauchzet All', ihr Frommen! Jauchzet Jesu, jauchzt, ihr Ich armer Mensch, ich armer Ich bin des festen, redlichen Ich bin ein Pilger in der Zeit: 213 Ich bin, o Herr, in deiner 478 Ich danke dir durch deinen 263 349 Ich danke dir für deinen Tod 501 Ich danke dir von Herzen, Ich eile meinem Grabe zu 477 Ich freue mich der frohen Zeit 214 Ich freue mich in dir und 86 Sch freue mich, mein Gott, 206 Ich fühle, daß ich sterblich 374 Ich geh' einst ohne Beben 484 Ich habe, Herr, von meiner 262 Ich habe nun den Grund 254 292 462 309 71 151 244 395 Ich komme vor dein Ungesicht Ich preise dich, o Herr, mein Ich ruf zu dir, Herr Jesu Ich finge dir mit Her und 534 141 135 249 108 317 115 264 51 Ich 1 Register. Keinen hat Gott verlassen, Kein Lehrer ist dir, Jesu, Seite 52 König, dem kein König 470 Komm, du werthes Lösegeld, Komm, Gott Schöpfer, 496 Ich finge meiner Seele Luft Ich steh mit einem Fuß im Ich sterbe schon; Glück, 117 419 113 540 Ich trete vor dein Angesicht, Ich weiß, mein Gott, daß all Ich weiß, und bins gewiß, Ich will den Bund mit mein. Ich will im Sterben und im Ich will, mein Jeſu, dich Ich will vor allen Dingen Jesu Christe, wir sind hier, Jesu, deine tiefe Wunden, Jesu, dich, dich laß ich nicht; Jesu, Freund der Menschenk. Jesu Güte hat kein Ende Jesu, Jesu, stårke mich, Jesu, meine Freude, meines Jesu, meiner Seele licht, 324 139 Laffet uns mit Jesu ziehen! 332 Laß mich dein sein und bleib. 115 Laß mich des Menschen 537 95 Laß mich doch nicht, o Gott, 840 142 178 342 191 164 158 Laß mich, o Gott, gewissenh. Laß mich, o Herr, in allen Jefu, meines Herzens Freud, 343 Laß, o- Jesu, mich empfinden Jesus Christus, Gottes Sohn, Laßt uns Alle fröhlich sein, Jesus ist mein Hirte! Als Laßt unserm Gott uns singen Jesus kommt, von allem Laßt unserm Vater, laßt uns Jesus lebt, mit ihm auch ich! Lebt Christus; was bin ich Jesus, meine Zuversicht Lehre, mich, Herr, recht bed. Jesus nimmt die Sünder an! 253 Lehr mich meine Tage zählen Ihm, der das Licht entstehen 529 Liebreicher Gott, dein Segen Ihr, Bürger eines Staates, 405 Liebster Jesu, sei willkommen Ihr Christen, wachet, werdet 145 Liebster Jesu, wir sind hier Immer müsse, Gott, dein 291 Im Stillen wollen wir dich In allen meinen Thaten In Gottes Rath ergeben In unserm Kummer kommen 441 In unsern Nöthen fallen wir 439 Ist einst auch meine Stunde 475 Ist Gott für mich; so trete 203 Liebster Bater, ich, dein Kind, 251 67 152 471 Lob, Preis und Ehre bringen 29 Lob sei dem allerhöchsten Gott! 72 ob sei Gott, der den Morgen 529 Lobsinge, meine Seele, dem 154 Lobsinge, Seel', und sage, Lobsinget Gott, Dank, Preis Lohsinget Gott; er schuf die Lobsinget! Gottes Huld und 500 295 264 406 294 443 97 XIII Seite 180 75 Lob, Ehre, Preis und Dank Lobet Gott, denn Jesus 172 172 481 96 35 Komm, heiliger Geist, Herr Komm nur, angenehmer Tod Kommt her, Mühselige, zu Kommt, kommt, den Herrn Kommt, laßt uns Gott lobf. Kommt, laßt uns Gott und 520 518 Kommt, und laßt uns niederf. 36 96 189 50 Laß mich diese Nacht empfinden 550 370 369 267 393 88 426 25 158 230 555 519 76 324 548 33 37 10 L. XIV Register. Seite 40 180 83 541 Lobsinget Gott und betet an! Lobsingt, ihr Völker, preist Lobsingt, lobsinget! Gottes Lobfingt, lobsingt Gott! Lobt Gott, ihr Christen, freuet 88 Mache dich, mein Geist, Mag doch der Spotter Heer Mein' Augen schließ ich jetzt Mein Auge sieht, o Gott, Mein bester Trost in diesem Meine Hoffnung steht auf Meine Lebenszeit verstreicht, Meinen Jesum, laß ich nicht, Mein Erldser, auch für mich Mein Erldser, der du mich Mein Erldser, Gottes Sohn Mein erster Wunsch, mein Mein erst Gefühl sei Preis Meine Seele erhebet den Meine Seele, freue dich! Meine Seele lobsinget dem Meine Seel, ermuntre dich, Mein ganzer Geist, Gott, Mein Geist erstaunt, Allm. Mein Glaube, meines Lebens Mein Gott, auch dieser neue Mein Gott, das Herze bring Mein Gott, du wohnst in Mein Gott, ich danke herzlich Mein Gott, ich weiß wohl, Mein Gott, nach deinen Mein Heiland, deine Größe Mein Heiland, wenn mein 353 330 551 58 312 445 464 331 141 103 208 532 227 279 34 491 399 67 220 332 212 ein Jesu, dem die Seraph. ein Jesus ist mein Leben, in Jesus lebt, mag ich in Jesus liebet mich; wie 337 in Leben ist ein Prüfungsst. 382 162 Mein Leben steht in Gottes Mein Leib ist dein Geschenk; Mein Leib soll, Gott, dein Mein Schuß ist Gott, ihn Mein Vater, o wie dank' ich Mein Vater und mein Gott Menschen ist's gesegt, zu sterb. 476 Mich selbst muß ich bezwingen 359 Mir nach, spricht Christus, 93 Mir soll nicht vor dem Tode Mit dankerfüllter Seele bef Mit dir geh' ich an mein Mit Ernst, o Menschenkinder Seite 472 355 361 143 531 522 338 274 Mit Singen dich zu loben, 105 Mitten wir im Leben sind 128 Mit welcher Langmuth und 216 57 Nach dir verlanget mich, Nach einer Prüfung kurzer Nach meiner Seele Seligkeit Nacht und Stille führen Nahe betend oft und gern Nahet euch, euch wird gegeben Nehmet Jesu Ladung an, Nehmt und est und denkt 421 104 229 366 76 Mit Freuden, Gott, lobsing' 497 Nein, murren will ich nicht, Nicht Ulle können herrschen; Nicht, daß ichs schon ergriffen Nicht für der Felder Segen Nicht um ein flüchtig Gut Nie bist du, Höchfter, von Nie kann mein Herz dich, 485 464 Mit Fried' und Freud' ich fahr 484 Mit fröhlichem Gemüthe 21 Mit frohem Dank erschein' 118 Mit frohlockendem Gemüthe 63 Mit meinem Gott geh' ich 548 Mit Preis und Ruhm gekrönt 182 21 481 24 267 222 350 544 315 110 254 113 461 412 258 517 178 14 196 Nie Register. Seite 403 163 433 475 514 523 Nie will ich wieder fluchen, Nimm, o mein Herz, mit Nimm von uns, Herr, wir Noch bin ich ein Gast der Noch immer wechseln ordentl. Noch läßt der Herr mich 261 173 494 34 Noch leb' ich! Ob ich morgen 467 Noch wohnt zum Bbsen Hang Nun bitten wir den heilgen Nun bringen wir den Leib Nun danket Ulle Gott, mit Nun danket Ull' und bringet 425 Nun, Gott Lob! es ist vollbr. 325 Nun jauchzet Ull', ihr Fromm. 75 Nun ist es Alles wohlgemacht 149 Nun ist es Tag, mit frommen 530 Nun ist vollbracht auch dieser 549 Nun kommt das neue Kirch. 512 495 Nun lasset uns den Leib Nun laßt uns gehn und 507 22 Nun laßt uns Gott der Heere 426 Nun lobe, meine Seele, was Nun sich der Tag geendet Nun sinkt die Sonne nieder, Heiland, dessen hohen Werth 119 O heilger Geist, kehr bei uns O heilige Dreifaltigkeit 174 535 Herr, dein seliges Regieren 346 O Herr, mein Gott, durch den 290 O hilf, Christe, Gottes Sohn, 141 Ohne Staft und unverweilt, 378 O Jesu Christe, Gottes Lamm 119 O Jesu Christ, mein Trost O Jesu Christ, wie trostroll O Jesu, Heil der Sünder, O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, O Jesu, Licht und Heil der 344 86 O Jefu, wahrer Frömmigkeit 90 O Jesu, wenn zum Stärkungs. 555 O Kinder, dieser Tag des OKönig, deffen Majestät 124 Lamm Gottes, unschuldig O meine Seel', erhebe dich, O Mensch, gedenk' an's Ende 467 O rühm't euch eurer Weisheit 359 Schöpfer, jedes deiner 16 Ostimm' auch du mit frohem 81 O Vater, an Erbarmen reich, 315 O Vater, du mein Licht und 299 O Vater guter Gaben, 417 376 O welch ein Segen ist ein O welch ein selig Leben 490 121 O welch ein Trost für meine 338 260 4 6 20 549 546 XV 360 66 520 Christ, die Reize dieser O Christe, Eingeborner, O Christenheit, sei hoch erfreut, 86 O Christ, erhebe Herz und 381 O daß doch bei der reichen O daß von meinen Lebenstag. O du dreieinger Gott Deffentlich in der Gemeine, O Freude der Erlösten, Oft klagt dein Herz, wie D Gott, aus deinen Werken O Gott, der du mein Schöpfer O Gott, du bist die Liebe! Seite 318 Gott, du frommer Gott, Gottes Lamm, unschuldig 138 Gott, ich preise deine Güte 48 O Gott, mein Vater, steh mir 358 O großer Gott, du reines 174 120 336 184 242 138 8 404 274 255 welch ein unschågbares Gut 276 30 Welt, sich hier dein Leben 1310 O wie selig seid ihr doch, ihr 47400 O wie unaussprechlich selig 215, O wie viel Gutes thatst du 554 Preis X LC LU Lo Lo Lo 21 m m m M On m M M m Sm M 5027 m m m m m m m M M m m m m XVI Seite Seite 209 383 Preis dir, Herr Jesu Christ! 92 So hab' ich, Gott, durch deine 553 Preise froh auch du, mein Preis ihm, er schuf und er Preis sei dem Vater, Preis 29 Preis sei dir, meinem Gott, 547 Preis, und Lob und Herrlichk. 195 100 57 So hoff' ich denn mit festem 30 So jemand spricht: ich liebe Soll dein verderbtes Herz Sollten Menschen, meine Br. 401 Sollt' es gleich bisweilen schein. 306 Sollt' ich jetzt noch, da mir 331 Sollt' ich meinem Gott nicht 55 Quelle der Bollkommenheit. 281 367 Ruh und sichre Freuden 238 557 491 Register. Selig sind die, welche nun in Seid barmherzig, Menschen, Sei hochgepriesen, Herr, für Sanft, o Chrift, ist Jesu Schaffe doch vor allen Dingen Schaß über alle Schäke, Schicke dich, erlöfte Seele, Schmerz und Klage füllt das Schon bist du, o Weltgeb. Schon hier lebt selig und Schon wieder eilt von unsrer Schüße die Deinen, die nach Schwing dich auf zu deinem Schn wir nur Trubsal um 434 Sehr groß, Herr, ist die Huld 190 Selig sind des Himmels Erben 493 Selig sind, die, Gott, dein 143 Singt dem Herrn Lob, Preis Sink' ich einst in jenen So beschließen wir auch heut So flichen unsre Tage hin So gehst du nun, mein Jesu, 329 353 339 107 440 379 270 102 488 398 144 211 So tret' ich demnach an So wahr ich lebe! spricht dein So wird die Woche denn Stårke, die zu dieser Zeit, Stärke, Gott, mich in dem Stärke, Mittler, stårke sie, Sterben führt uns zum 510 Tag, der Erleuchtung uns 186 444 Tausend Jahre sind vor dir, Theuer sei mir allezeit, Theuer, wie mein eignes Traure, traure nicht so sehr Treu ist Gott! Nimms doch Tugend ist der Seele Leben Sei innig, o mein Geist, Sei Lob und Ehr dem höchsten Sei, Seele, ruhig, unverzagt 450 Sei zufrieden, mein Gemüthe 418 Sichrer Mensch, noch ist es 469 542 49 123 210 Stets warst du meine Zuvers. 501 Stündlich naht der Tag heran 194 Such, wer da will, ein ander 200 170 503 98 394 446 449 232 1leber aller Himmel Heere Ueberwunden hat der Herr 14 427, Um als ein Christ zu leben, Um Erbarmen flehen wir, Um Gnade für die Sünd. Umsonst, umsonst verhüllst du Unendlicher, wer kann dich Unerforschlich sei mir immer 417 Unser Gott, wir danken dir Unsern Gott, den Gott der Unsre müden Augenlieder 47 554 16 103 543 36 129 550 So gieb denn, fromme Chr. 494 Unwiederbringlich schnell ent. 358 Vater 166 157 225 437 146 Register. Vater aller Ewigkeiten, Seite 509 Bater, den mein Herz verehret 382 Verbittre dir dein Leben 402 Vergangen ist auch diese 539 111 41 Viel zu gering bin ich, o Herr, 430 Voller Ehrfurcht, Dank und Boll Freud' und frommer Voll Zuversicht und kindlich Vom Geräusch der Welt Vom Grab', an dem wir Vom Himmel ward der Engel Von allen Himmeln tont dir, Bon dir auf diese Welt geruf. 391 Von dir, du Gott der Einigk. 408 Von dir, mein Gott, kommt 431 Von dir, o Vater, nimmt Von Furcht dahin gerissen, Von ganzem Herzen lieb' ich 334 Von Gott will ich nicht lassen, 303 Von Herzen preis' ich dich, Vorbild wahrer Menschent. Vor deinen Thron tret' ich 421 145 101 91 533 gethan! So denken Was hilft es mir, ein Christ 528 209 81 89 3 Wach' auf, mein Herz, und Wachet auf! ruft einst die Wachet auf! ruft euch die Wachet auf vom Schlaf, ihr Wahrheit ist dein Eigenthum; 26 Warum betrübst du dich, Warum erbebst du, meine Warum sollt' ich mich denn 193 458 485 423 451 Warum verkennst du deinen Warum willst du doch für Was den Leib erhält und Was frag' ich nach der Welt Was Gott thut, das ist wohl Was Gott thut, das ist wohl 534 214 235 459 53 344 305 522 231 XYU Geite 358 452 466 94 102 367 187 Was ist mein Stand, mein Was ist mein zeitlich Leben. 373 Was ists, daß ich mich quäle? 442 Was mein Gott will, gescheh 295 Was soll ich ångstlich klagen 453 Was soll ich trostlos sorgen? Was sorgst du ångstlich für Welch hohes Beispiel gabst Welch Kleinod ist, Herr Jesu Wem Gott Gesundheit hier Wenn Christus seine Kirche Wenn der Gedanke mich Wenn du des Nächsten Ehr' Wenn einst mein sterbend Wenn ich ein gut Gewissen Wenn ich einst von jenem Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn ich vor meinen Schöpf. Wenn, Jesu, meine Pilgerz. Wenn mein Stündlein vorh. Wenn Menschenhülfe dir Wenn mich die Sünden 159 389 483 276 527 34 313 482 474 446 138 279 Wenn sich, o Gott, mein Wenn wir in höchsten Nöthen 434 Wenn wir unsern Lauf vollend. 44 Wer arm und dürftig ist, o 461 Wer bin ich? welche wichtge Wer des Lebens Güter hat Wer gehorcht, der thus mit Wer Gottes Wege geht, nur Wer Goftes Wort nicht hålt, Wer Gott vertraut, hat 355 396 414 270 230 305 368 328 390 Wer höher durch Geburt Wer ist wohl wie du, Stifter Wer leben will und glücklich Wer nur den lieben Gott låßt 304 Wer, o mein Gott, durch dich 269 Wer unter deinem Schirme 545 Wer wahre Herzensdemuth 359 Wer XI Lo Lo Lo Lo ៣ m M m m M M on m m M m m M M M Mm m m M M Mi M Mi M me Me Me XVIII Register. Seite Wer weiß, wie nahe mir 489 Wer will Gottes Auserwählten 202 Wer zählt der Engel Heere, 44 Wie begnadigt seid ihr doch, 202 Wie ein Geschwäß des Tag's, 546 Wie fleucht dahin der Mensch. 378 Wie getrost und heiter, du 339 Wie glücklich hat die Stunden 148 Wie Gott mich führt, so will 292 Wie groß ist des Allmächt'gen 19 Wie groß ist Gottes Herrlichk. 42 Wie groß ist unsre Seligkeit, 204 Wie groß, wie angebetet ist Wie herrlich! Jesu, starker Wie sanft sehn wir den Fr. Wie schnell ist doch ein Jahr Wie schnell ist mir der Tag Wie schnell verfließen sie, wie Wie schön ist Gottes Welt! Wie selig lebt ein Mensch Wie sicher lebt der Mensch, Wie soll ich dich empfangen Wie soll ich meinen Gott Seite 286 235 173 140 542 324 Willst du der Weisheit. Willst du die Buße noch, die Wir bitten Gott, den heilgen Wir danken dir, Herr Jesu Wir danken freudig dir Wir erscheinen, Gott, vor Wir freuen uns, Herr Jesu Wirf, blöder Sinn, den Wir fühlen dich zwar; aber Wir glauben All' an einen Gott 27 Wir glauben an den ein'gen Wir kommen, Helfer, dir 168 85 30 28 439 Wir liegen hier zu deinen 248 Wir Menschen sind zu dem, 99 521 320 Wir schauen, Herr der Herrl. 182 Wir singen, Herr, von deinen Wo deine Lehrer, Gott, dein Wohl dem, dem seine Miss. Wohl dem, der beßre Schäße Wohl dem, der mit stillem Wohl dem, der richtig wand. 201 487 389 509 Wohl dem Menschen, der 272 547 Wohl euch, ihr Gläubigen, 269 213 Wohl uns, wenn wir, o Geift 268 42 Wohlzuthun und mitzutheilen 397 394 Wo soll ich flichen hin, da 465 251 74 Zeuch ein zu deinen Thoren 281 3u deinem Preis und Ruhm 69 Wie herrlich strahlt der M. Wie ist des Höchsten Huld so 516 Wie kann und mag ich immer 508 Wie könnt' ich zweifeln, daß du 4 Wie mannichfaltig sind die 372 Wie sanft fließt mir mein 275 Wie theuer, Gott, ist deine Wie wird mir dann, o dann Wie wohl ist mir, o Freund Will mich, o Gott, hienieden 68 167 238 219 206 457 3ur Urbeit, nicht zum Müß. 3ur Grabesruh' entschliefest 3u so viel Tagen, die mir 3u unserm Besten wendet 370 448 175 526 365 150 554 545 Erster Erster Glaubenslehren. 1. Von Gott überhaupt, dessen Dasein, Wesen und Eigenschaften. O juk dan bi mi Spa prodhaben, wat st ohn nod Met. Ich dank dir schon durch it. Anbetung sei dir, Herrlichster, furchtsvoll erhöhen. 8. Kein Tag von unsrer Lebenszeit soll, Höchster, uns vergehen, an idem wir deine Herrlichkeit nicht chr Gott, Schöpfer aller Dinge, wer ist bir gleich, wer würdiger, daß man ihm Ehre bringe?.de 2. In dir vereinigt alles fich, was wir vollkommen nennen. Preis dir, Heil uns, Herr, daß wir dich als unsern Vater kennen! 3. Nun dürfen wir, wir Schwas che, nicht vor deiner Größe beben; zu dir kann sich mit Zuversicht froh unser Herz erheben. 4. Du, dessen Macht unendlich ist, bist auch der Gott der Liebe; und ewig, wie du selber bist, sind deines Wohlthuns Triebe. Theil 5. Wer dir nur folgt, den führest bu auf sichern, graden Wegen, hier einer wahren Geistesruh, dort volz tem Heil entgegen. 6. Ja, nicht bloß zur Zufriedens heit auf kurzem Pilgerpfade, zu Freuden einer Ewigkeit erschuf uns deine Gnade. 7. Wie sollen wir denn deinen Ruhm nicht wonnevoll erheben und als dein Volk und Eigenthum nicht dir zur Ehre leben? 9. Mit Unterwerfung, Lieb' und Dank soll unser Herz dich ehren, und einst soll unfern Lobgefang der ganze Himmel hören. 2. Mel. Vot deinen Thron tret ich xc. Auf, Christen, preist mit mir den Herrn; wer preist, was herrlich ist, nicht gern? Er, welchen Erd und Himmel ehrt, ist eures höchsten Los bes werth. 3. Ja eure Luft sei, ihn erhöh'n! Golch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Verstand, erhebt das Herz, macht himmlisch froh und stillt den Schmerz. 4. Wie wird der Geist dadurch ents zückt, hinauf gen Himmel hingerückt, mit seinem hocherhabnen Freund, mit Gott, stets inniger vereint. 5. O welch ein herrlicher Be eruf, zu dem Gott selbst die Engel schuf! 20 Ruhm, Unendlichkeit sein Eigene 2. Lobt ihn; sein ganzer Nam' ist thum. Dieß grenzenlose Meer von Bicht durchschauet selbst der Engel nicht. XI Lo Lo Lo Lo Lo ៣ m M m Mm On M In m M m m m M m m m m m m m m M m m m m m Gott, dessen Daſein, 2 schuf! Welch eine theure, süße Pflicht, die uns so reichen Lohn verspricht! 6. Ja, Pflicht ists, daß ihr sein gedenkt, ihr, denen er Verstand geschenkt. Die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ewgen kennt und wist. 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn befingt, die ihr von ihm ein Herz ein pfingt, das sich) zu Gott mit In brunft nahn, und seine Größe fühten kuun. 8. Auch euer Mund, so oft er spricht, erinnert euch an diese Pflicht. Die Sprache dankt ihr ihm allein; und wolltet nicht voll Rühmens sein? 9. Wer ist wohlthätiger, als er? Denn welche Gabe sollt uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch seinen Sohn uns giebt? 10. Was gebet ihr ihm nun das für? Ist nicht ein Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe brennt, das Einzge, was ihr geben könnt? 11. So preist denn, Christen, preift den Herrn, wer preist nicht milde Geber gern? Gedenkt, wie viel er uns gewährt, wer ist, wie er, des Dankes werth? 3. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. Bringe deinem Gott, dem Größten, dem Weiseften, dem Allerbesten, mit Freuden, Seele, Preis und Dank. Seine Majestät und Gnade, womit er auf des Lebens Pfade dich führt, sei täglich dein Gesang. So forderts der Beruf, dazu sein Arm dich schuf. Seiner Aufsicht sollst du dich freun, ihm gunz dich weihn, und Herold seines Ruhmes sein. 2. Was im Himmel und auf Er den nur je sein Almachtswort hies werden, verkündigt seine errlich teit. Ihm, ihm jauchzen Engel chore; und du, du wäreft ihm zur Ehre nicht auch zu seinem Preis be reit? Auch dir gab seine Hand Em pfindung und Verstand, zu erken nen, wie groß er ist, er, dess du bist, der huldvoll deiner nie vergißt g 3. Schätze diese deine Würde, un de acht es nie für eine Bürde, lobsind gend Gottes dich zu freun. Selig keit ists, ihn zu loben. Wie wirs der Geist dadurch erhoben. Unb welch ein Glück kann größer sein Sm voraus schmeckt er schon de Frommen künftgen Lohn, Himmelske freuden. Erheitert sieht sich seit Gemüth, und Kummer, der ih nagte, flieht. 30 4. 3mmer inniger und fefte wird er mit dir, du Allerbester durch deines Namens Preis vereint fühlt sich immer mehr getrieben aus allen Kräften dich zu lieben, als seinen Vater, seinen Freunde Wie wächst ihm da ber Mutha von dir, du höchstes Gut, fro zu hoffen, was für die Zeit unic Ewigkeit ihm nügt und sichern Trie verleiht. er 5. Soll Wesen und Eigenschaften. 5. Sollt' ich denn nicht gern dich preisen, und dir, mein Gott, den Dank erweisen, der deiner Vater treu gebührt? Eaglich will ich dir lobsingen und mich im Geifte zu dir schwingen, bis mich dein Arm zum Himmel führt. Da liegen bann vor mir mehr Quellen noch als hier, immer offen, auf ewig dein mich zu erfreun, und deines Preises voll zu sein. 4. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Von on allen Himmeln tont dir, Sperr, ein froher Lobgefang. Bu bir, Anbetungswürdiger, steig' auch der Menschen Dank. 2. Du brauchst zwar unsere Preifes nicht, bist selig ohne ihn, doch bleibt dein Lob stets unsre Pflichts wer darf sich der entziehn? 3. Dich preisen, ist uns Seligkeit; dir danken, hohe Lust; schon hier fühlt, wer sich deiner freut, den Himmel in der Brust. 4. Und du, der uns Empfindung zab für deine Herrlichkeit, siehst hulbreich auf das Lob herab, das inser Herz dir weiht. 5. Wir stammelns zwar in Schwachheit nur, so heiß das Herz uch glüht; denn deinen Ruhm, err der Natur, erreicht kein sterbIch Lied. 6. Doch du verschmähst das Opfer icht, das dir die Undacht bringt, Fie sich mit Kindeszuversicht zu dei= em Throne schwingt. 3 7. So soll dein Lob benn allezeit in unserm Munde sein, und dankvoll deiner Gütigkeit stets unser Herz sich freun. 8. Einst fingen wir im höhern Ton dir unsrer Seele Dank; und dann erschallt an deinem Thron ein beßrer Lobgefang. Ichig net ser Dasein Gottes. 5. Mel. Herzliebster Jefu, was ic. Es ist ein Gott; er hat auch mich erschaffen. Was hätt' ich wider Furcht und Gram für Waffen, wenn diese Welt kein Werk zu seiner Ehre, wenn er nicht wåre? Zhier beneiden. Uch, mir versiegte 2. Dann würd' ich unter mir das jeder Quell der Freuden; und jeder Wüste werden! Luftort würde mir auf Erden zur nicht verloren? Ja, besser wårs, ich 3. War' ich nicht elend, wär' ich wäre nie geboren, als nichts, in grauenvollen Finsternissen, von Gott zu wissen. 4. Dann würde mich der Durft nach Glück nur qualen und ich gewiß der Sehnsucht Ziet verfehlen. Dann wäre mir der Lüfte wild Getümmel mein Gott, mein Himmel. 5. Flicht, låsternde Gedanken, ihr beflecket von ferne schon die Seele, die ihr schrecket; flieht! Nur der finftre, blinde Wahn der Thoren, hat euch geboren. 202 6. Ich L L L Lo Lo 91 m m S Sm M M m Em m mm m m m m M m m m Gott, dessen Dasein, 6. Ich weiß, daß Gott ist, weiß, der Thoren Rotten dich läugnen und verspotten. an wen ich glaube, wer mir den Geift gab, wer den Leib vom Staube so kunstvoll schuf, mir schenket, was mir nuget, mich täglich schüßet. 7. Ich weiß, worauf ich meine Wohlfahrt baue, wen ich verehre, wem ich mich vertraue. Gott zu gefallen, will ich mich nur üben, will ihn nur lieben. 6. Mel. Wach' auf mein Herz x. Gott, aus deinen Werken kann ich dein Dasein merken; in allen Kreaturen find' ich der Gottheit Spuren. 2. Das große Weltgebäude, dein Ruhm und meine Freude, ruft in viel tausend Chören: Gott ist, Gott mußt du ehren! 3. Wer sprach es, daß die Erde, und daß der Himmel werde? Wer sprach es, daß im Meere des Wassers Gammlung wäre? 4. Wer ließ in jenen Höhen das Sternenheer entstehen? Wer hieß bes Donners Brüllen die Welt mit Furcht erfüllen? 5. Du bists, Gott; deine Werke erzählen deine Stärke und deine weise Güte dem achtsamen Gemüthe. 6. Das Würmchen in dem Staube, die bunte Raup' am Laube, das Gras, die schlanken Halmen sind deis nes Ruhmes Psalmen. 7. Herr, du bist hoch erhoben und ewig hoch zu loben; wenn auch 8. Laß Ulle, die dich kennen, und dich mit Ehrfurcht nennen und die bir fest vertrauen, auch deine Hülfe schauen. 7. Mel. Komm her zu mir, spricht z. Wie könnt' ich zweifeln, daß di bift, o Gott! Der ganze Weltbau ist ein Zeuge deines Lebens. Zu sicht bar ists, daß Gut und Macht mit Beisheit ihn hervorgebracht nichts, nichts ist hier vergebens. 2. Wohin auch nur mein Aug blickt, da seh ich Ordnung, die ent zückt, im Großen und im Kleinen ich seh, und ganz erstaunt bin ich wie der Gefdydpfe Heere fich zu ei nem Ziel vereinen. 3. Eins muß dem Undern nugba sein, daß die sich ihres Daseins freun die sich empfinden können. Un wie? doch wäre die Natur und ihr weise Ordnung nur des Bufall Werk zu nennen? 4. Nein, wahrlich nicht von un gefähr entstanden Himmel, Erd' un Meer; so konnte nichts entstehen Du sprachst ein Wort; da ward was ist; und einzig darum, weil d bist, ist Alles, was wir sehen. 5. Du biste, der die geschaff Welt in ihrer Ordnung noch erhål mit Weisheit sie regieret. Du bi es, der nach seinem Rath auch un Wesen und Eigenschaften. auf unsers Lebens Pfad mit weiser Gnade führet. 6. O wohl mir, Höchster, daß du bist, und diese Welt dein Werk nur ist! Nun ist gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel; ich darf nach meiner Wünsche Ziel nun nicht vergeblich streben. 7. Mein Sehnen nach Zufrieden heit, mein Durst nach ewger Seligs keit wird sicher nun gestillet, wenn nur zu dir mein Geist sich hålt, und nicht die schnöde Lust der Welt hier mein Gemüth erfüllet. 8. Drum soll es stets mir Freude sein, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weihn, zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth hier reichen Trost, und einst im Tod des Himmels Wonne geben. Wesen Gottes. 8. Mel. Nun danket Alle Gott c. Anbetungswürdger Gott, mit Ehrfurcht stets zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. O flöße meinem Geist bie tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrerbietung ſein! 2. 3um Sein riefst du die Welt, um Luft und Seligkeiten auf der geschaffnen Welt um dich her aus zubreiten. Du bist die Liebe selbst; 5Verstand und Rath find dein, und du gebrauchst sie gern, zu segnen, zu erfreun. 3. Du sprichst; und es geschicht. auf dein allmächtig: Werde! ents stand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deiner AllmachtHand regierest du die Welt, und deine Kraft vollführt, was uns unmöglich fällt. 4. Du bist der Herren Herr; der Erde Majestäten sind, Höchster, Staub vor dir; wie bald kannst du fie tödten! Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhöhen willst, deß Hoheit muß bestehn. 5. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Auge reicht bis zu des Lichtes Höhen, von welchen du mit Huld auf deine Schöpfung blickst und alles, was da lebt, erfreuest und beglückst. 6. Ja, hier erkennen wir dich nur sehr unvollkommen. Wird aber dermaleinst der Vorhang weggenommen, der dich, Unendlicher, noch unserm Blick verschließt, dann sehn wir heller ein, wie herrlich, Gott, du bist. 7. Indeß sei auch schon jetzt dein Ruhm von uns besungen. Ver schmåhe nicht ein Lob von unsern schwachen Bungen. Dort soll, wenn wir bereinst im hellern eicht dich sehn, vollkommner unser Lied bich, großer Gott, erhöhn. 9. Mel. XI Lo Lo Lo Lo Lo 20 M m m M M on m M M m Sm Mm m m m m m m m m m m m m m M 6 Gott, dessen Dasein, 9. Mel. Sei Lob und Ehr dem 2c. Der Herr ist Gott, und keiner mehr. Frohlockt ihm, alle From men. Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, so herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß; sein Nam' ist groß. Er ist unendlich, grenzenTos in seinem ganzen Wesen. 2. Er ist und bleibet wie er ift. Wer strebet nicht vergebens, ihn auszusprechen? Wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; eh noch die Erde war, war er, noch eher, als die Himmel. 3. Des Ergen Thron umgiebt ein Licht, das ihn vor uns vers hullet. Ihn fassen alle Himmel nicht, die seine Kraft erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, verborgen, und nur offenbar in seiner Werke Wundern. 4. Bo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, kennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit, und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand umspannet Erd' und Himmel. 5. Ist er nicht nah, ist er nicht fern? Weiß er nicht Uller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsterniß, was ihr beginnt; er siehte gewiß, er sieht es schon von ferne. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne bidh, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Se gen über Alle. Du bist voll Freund. lichkeit und Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Bater, ein Verschoner. 7. Unstråflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne. Du haft Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, haft Freuden, Gott, die Fülle. 8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr, alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr. Wer ist ihm gleich? Wer ist, wie er, so herr lich, so vollkommen? 10. Mel. D Gott, mein Schöpfer 2c. Gott, der du mein Schöpfer bist, dem ich nur angehöre, dich richtig zu erkennen ist mir ewig Pflicht und Ehre. Stets heiliger durch dich zu sein, dich immer mehr zu lieben, mich deiner immer mehr zu freun, will ich mich tågs lich üben, von dir stets mehr zu lernen. 2. Ich kann ja, Ewiger, schon hier durch eifriges Bestreben, wie schwach ich bin, mich doch zu dir mit meinem Geist erheben. Nur laß mich auf den Unterricht von dir in deinen Werken, und auch auf deines Wortes Licht getreu und for Wesen und Eigenschaften. forschend merken, damit ich weiser werde. t 3. Dann wird mir nicht aus eigner Schuld entgehn, was du uns lehrest; wie du voll Weisheit, Macht und Huld uns jeden Tag ernährest; wie alles schon geordnet, sich zum allgemeinen Segen vereinigt; wie so väterlich du uns auf tausend Wegen mit Luft und Heil begegnest. 4. Ich sehe dann, und seh crfreut stets immer mehr Beweise von deiner Größ' und Herrlichkeit zu deinem Ruhm' und Preise. Sum Licht wird mir die Finsterniß, die deiner Vorsicht Pfade mir oft verbirgt; ich bin gewiß, daß Herrs lichkeit und Gnade stets ihren Auss gang kronen. 5. Und welchen Aufschluß giebt mir nicht vom Ziele meines Lebens dein Wort, das ewigs Heil verspricht. Nie merk ich drauf vergebens. Ich lerne dich und deinen Sohn, und seiner Liebe Thaten, der Seele Werth, der Tugend Lohn, die Ernten ihrer Saaten, daraus ftets besser kennen. 7 wie viel verschafft mir künftig nicht des vollen Tages Sonne! Dann wirst du dich, mein Vater, mir noch nåher offenbaren; dann werd ich noch weit mehr von dir und deinem Rath erfahren, und ewig froh dich preisen. 7, Gewährt der Morgenröthe Licht mir jetzt schon so viel Wonne; 8. O laß von heiliger Begier mich immer mehr entbrennen, dich, Gott, und deinen Sohn schon hier stets bess ser zu erkennen, daß ich, von jedem Wahne frei, dich immer treuer liebe, dir immer mehr gehorsam sei, und täglich mehr mich übe, dich würdig zu verehren. 11. Mel. D König, dessen Majestät 26. Dich kennen, Gott, ift Seligkeit, und sich zu dir erheben, ist Wonne, die mein Herz erfreut; wirkt eifriges Bestreben, mich deinem Dienste ganz zu weihn; lehrt mich das Glück ein Mensch zu sein und froh es zu empfinden, daß du mein Herr und Vater bist, und daß dirs wahre Freude ist, schon hier mein Wohl zu gründen. 6. So werd ich stets erleuchte ter, von Vorurtheilen freier, zum 2. O welche Huld erzeigst du mir, Guten immer williger, standhafter du Schöpfer meines Lebens! Geund getreuer. Mehr Weisheit, nährt, beglückt, geführt von dir, mehr Erkenntniß giebt, mehr Wil- erwart' ich nicht vergebens, daß mich ligkeit zum Leiden dein Wort, das dein Beistand unterstüßt, und daß meine Seele liebt, erhöhet meine du alles, was mir nügt, zu meinem Freuden, und tröstet mich im Kum- eil mir giebest. So oft sich Tag mer. und Nacht erneut, an jedem Ort, zu jeder Zeit fühl' ich, daß du mich liebest. 3. Ich 33333 ១ 5) 91 S 9 90 90 90 90 m E m Sm m m om 8 Gott, dessen 8. Ich suche deiner Größe Spur, daß ich sie mehr entdecke; und übers all zeigt die Natur die Güte deiner Swecke, zeigt Ordnung und Zusams menhang in aller deiner Werke Gang vom Staube bis zur Sonne; was ich nur seh, was ich nur hör', entdeckt mir deine Größe mehr, führt mich zu neuer Wonne. 4. Je mehr ich lerne, was du bist; je mehr ich deine Wege, und was mit mir dein Endzweck ist, nachbenkend überlege, Herr, desto mchr führt jeder Blick auf das für mich bestimmte Glück, mich auf ein bess res Leben. Ich weiß, der mir ges schenkte Geift, der sich dem Erdens staub' entreißt, wird sich zu dir er heben. 5. O laß mich, deiner werth zu fein, stets mehr von dir entdeks ken; und kann ich es, mich danks bar freun und meinen Geist erweks ken, daß, wenn er sich im Fors schen übt, er nur die Wahrheit sucht und liebt. Laß ihn bei Duns kelheiten, wo er, von Zäuschung leicht verführt, sich nur zu weit von dir verliert, nie Eigendúnkel leiten. Dasein, 7. Dann werd' ich, was ich hier nicht weiß, erfahren und verstehen; dann läßt du meinem Forschungss fleiß noch größre Dinge sehen; dann wird mir manches offenbar, was hier mir noch zu dunkel war in deiner Weisheit Wegen. Erhaben über Welt und Zeit, eil' ich mit größrer Sicherheit stets hellerm Licht ents gegen. 6. Ganz kann hier meine Fass fungskraft nicht deine Größe sehen, nicht alles, was dein Rathschluß schafft, nach meinem Wunsch vers stehen. Wagt denn mein Forschen noch zu viel; will es das ihm gefegte Biel aus Borwig überschreiten: so laß mich diesen Vorwig scheun. Du willst mir ja mehr Licht verleihn nach dieses Lebens Zeiten. Eigenschaften Gottes. 12. Mel. D Gott, mein Schöpfer 2c. meine Seel, erhebe dich, den Mächtigen und Weisen, der Alles schuf und väterlich für Alles sorgt, zu preisen! Der du der Erst' und Höchste bift, im Himmel und auf Erden ist keiner, der so würdig ist, von uns verehrt zu werden, als du, der Welten Schöpfer. 2. Nur du bist Gott, bists für und für. Nichts sind der Heiden Kein sichrer Trost ist Götter. außer dir, kein Helfer, kein Erretter. Laß mich auf dich, o Herr, allein von ganzem Herzen trauen, dir inniglich ergeben sein, mein Wohl auf dich nur bauen, und die zur Ehre leben. 3. Du, welchen Erd' und Himmel preift, der Welten Herr und Meister, du bist der allerhöchste Geist, der Schöpfer aller Geister. Ich kenne nun der Seele Werth. Er müsse, Herr, mich lehren, wie es dein heilig Wort begehrt, dich innigst Wesen und Eigenschaften. innigst zu verehren im Geist und In der Wahrheit. 4. O du, der ewig war und ist, du konntest nicht entstehen; du bleibst auch ewig, was du bist, wenn Hims mel selbst vergehen. Den hohen Ruf zur Ewigkeit hast du auch mir gegeben. O laß mein Herz hier in der Zeit sich auch zu dem erheben was ewig mich erfreuet! 1 5. Was ist, und werden wird, und war, auch was ich thu' und dichte, ist alles bloß und offenbar vor deinem Ungesichte. Laß mich dein helles Auge scheun in Werken und Gedanken, und dann auch, wenn ich bin allein, in meiner Pflicht nicht wanken; denn du wirst Ulles richten. 6. Wer ist, wie du, so weise, Gott, du kennst der Deinen Leiden, du haft auch Weg' aus jeder Noth zu wahren, sichern Freuden. Wohl dem, der deiner Weisheit traut und auf der Eugend Pfade auf deiner Führung Ausgang schaut. Denn deine weise Gnade wählt stets für uns das Beste. 7. Nichts, nichts umgrenzet deis ne Macht, zu segnen, die dich lies ben; zu strafen, wenn man dich verlacht, um Frevel auszuüben. Wo ich nur bin, bist du um mich. Laß beinen Schuß mich decken. Zu súndigen frech wider dich, dies müsse mich erschrecken, mehr, als die Furcht vor Strafe. 8. Du bist unstråflich und gerecht, und kannst nichts Böses duls den. O beßre du mich, beinen 9 Knecht, erlaß der Sünde Schulden! Dann hilf, daß ich gewissenhaft, was die verhaßt ist, fliehe, und dein Gesek durch deine Kraft zu halten mich bemühe, und heilig vor dir lebe. 9. Du bist barmherzig, mild und gut, erbarmst dich deiner Kinder mit Liebe, wie ein Vater thut; era barmst dich selbst der Sünder. Herr, laß in deiner Gnade hier auch meine Seele leben. Ich will, begnadigt, Herr, von dir, Verfolgern gern vergeben und meine. Feinde lieben. 10. Du bist wahrhaftig; stets bes steht dein Drohn und dein Versprechen. Du kannst, wenn Alles auch vergeht, dein Wort doch nimmer brechen. Gieb, daß ich scheue dein Gericht und Alles, was du dráuest; auch hoffe, was dein Wort vers spricht, daß du uns gern erfreuest: so werd' ich nie zu Schanden. 11. Gott, wenn mein Herz dich so verehrt, dich über Alles schäßget, für dein Geset sich ganz erklärt und sichs zur Richtschnur seget: so wirst bu, o mein Heil und Licht, auch ewig mich beglücken; so schau ich einst dein Ungesicht mit freudigem Entzücken, um ewig dich zu lieben. Einheit Gottes. 13. Mel. Ich dank dir schon burch 2c. Es ist doch nur ein einger Gott im Himmel und auf Erden. Nur fein A એ બે બે બે L 2 9) 50 201 mm m m m m m m Gott, dessen Dasein, 10 fein allmächtiges Gebot hieß Erd' und Himmel werden. 2. Was er erschuf, das kann allein durch seine Kraft bestehen. Will er, die Welt soll nicht mehr sein: so muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Majestät ist er nur Weltregierer; ist über Alles hoch erhöht, und unsers Lebens Führer. 4. Groß ist sein Nam'; und mit der That kann er es auch beweisen. Herr, groß an Huld, an Macht und Rath, wer sollte dich nicht preifen? 5. Dir nur gebühret Preis und Ehr. Wo ist je deines Gleichen? Nur du bist Gott, sonst keiner mehr; sollt ich von dir denn weichen? 6. Nein, ewig bleibst du mir allein der Herr, an dem ich hanges und ewig solls kein Undrer sein, von dem ich Heil verlange. 7. Mein ganzes Leben weih' ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einst, noch mehr als hier, in deiner Größe schaue. Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes. Geist! Er sinnt ihm nach, er finnt und forscht und ist zu schwach dein ewges Sein zu fassen. 2. Noch ward von keiner Sonne Licht durch deine Welt verbreitet; die Himmel jauchzten dir noch nicht, durch deine Macht bereitet; noch war das Trockne nicht; kein Meer strömt' an der Berge Gründen her: du aber warst schon ewig. 14. Mel. Sei Lob und Ehr dem ic. Erhaben über Welt und Zeit, lebst du, Gott, ohne Schranken, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wie staunt bei dem Gedanken mein ganzer die 3. Nicht eine Stund' ist es vor dir, vom Anfang bis zum Ende. Nur Augenblicke leben wir, werke deiner Hände. Nie nehmen deine Jahre zu; in alle Ewigkeit wirst du derselbe sein und bleiben. 4. Ja, du bist ewig, stirbest nie, bleibst immer meiner Seele der starke Fels, den ich für sie zur sichern Zuflucht wähle. Denn dei ne Gnad und Wahrheit ist so ewig als du selber bist. Heil mir, daß ich dir traue! 5. Mein Leib ist sterblich, nicht mein Geist; den will ich dir ver trauen; dein Wort, das Wahr heit ist, verheißt, er foll dein Untli schauen. Auch ruht mein Leib nut kurze Zeit; am Erntetag der Ewig keit wirst du ihn auferwecken. 6. O wohl mir, wenn ich nut schon hier nach ewgen Gütern strebe und dir, o Ewiger, nur dir zur Wohlgefallen lebe! Dann hab' id auch an deinem Heil mit aller Frommen ewig Theil und jauch dir auf immer. 7. Olehre mich, hier in der Zeit die du mir noch wirst schenken, de felign Wesen und Eigenschaften. 11 feligen Unsterblichkeit mit allem Geschöpfe, die nicht waren, bericfft, Ernst gedenken. Sie sei mein Troft, mein höchstes Gut; sie stärke mich mit Kraft und Muth, gerecht vor dir zu leben. zu sein und deine Macht und Güte zu erfahren. 15. Mel. Gott sei Dank in aller 2. Ewiger, wie selig ist, wer an dich glaubt! Denn du bist groß und gut, unwandelbar, unsre Zuflucht immerdar. 2. Wenn ich auf zum Himmel schau, welch ein wundervoller Bau! Doch besteht er nur durch dich und verändert täglich sich. 3. Du nur bleibest, wie du bist. Was durch dich geschaffen ist, stand in deiner Wahl allein; aber du, du mußtest sein. 4. Niemals wirst du ganz erkannt. Wo ist irgend ein Verstand, der zu deinem Licht sich nahn, deine Jahre zählen kann? 5. Unsre Zeit, der kurze Traum, flieht dahin; wir merkens kaum. Du allein, du Herr der Zeit, haft und giebst Unsterblichkeit. 6. Wem die Weltluft wohlgefällt, weh ihm! Es vergeht die Welt. Aber wer sich deiner freut, bleibt, wie du, in Ewigkeit. 2. Du wirst auch bleiben, was du bist, wenn dieser Erdkreis nicht mehr ist, in jenen Ewigkeiten, wo du uns kronst, uns, die wir hier um deinen Himmel streiten. 3. Du nur bist unveränderlich; auch) wird, Gott, deine Wahrheit sich unwandelbar erhalten, wenn Welten einst, die du erschufft, wie ein Gewand veralten. 4. Ob Felsen weichen, Berg' ins Thal sich stürzen, daß durch ihren Fall die Erde weit erzittert, bleibt doch, o Gott, dein Bund mit mir stets fest und unerschüttert. 5. Was zaget denn mein Herz in mir? Was klag ich ångstlich, daß ich hier kein dauernd Gut genieße, und daß voll Müh und Unbestand dieß Leben mir verfließe? 6. Was klag ich? Wer dein Wort noch hat, weiß, daß Gott seine Miss sethat, wenn er nur glaubt, vere gebe, daß sicher ihm sein Erbtheit sei, daß er auch ewig lebe. 7. Was klag ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch, und willst mich ewig lieben; haft selber meinen Namen dir in deine Hand geschrieben. 16. 8. Dein bin ich, Gott, und du bist mein, und wirst es ewig, ewig sein; von dir kann nichts mich scheiden. Die Welt vergeht mit ihrer Mel. Ich weiß, mein Gott, daß 2c. Gott, wie du bist, so warst du Lust; nicht du und deine Freuden. schon, noch ehe du von deinem Thron Allent X L L 2 90 5) 9) 91 90 91 S 90 Gott, deffen Dasein, Allenthalben- Gegenwart und fie, zühlt ihre Thränen, hilft und Allwissenheit Gottes. verscheucht, was ihnen droht. Wohl mir! 3u meiner Rechten ist mir der Herr, mein Gott; in meines Kummers Nächten, und wo ich feufz', ist Gott. Wo ich nicht Freunde habe, wo niemand hilft, ist Gott. Im Sturm, im Tod', im Grabe und überall ist Gott! 12 17. Mel. Nun lob mein Seel den ze Der Herr ist in den Höhen, auch in den Tiefen ist der Herr. Wo Menschen zu ihm flehen, wo ihn die Engel schaun, ist er. Wo ich nur in Gedanken mich denk', ist er mir nah; ist frei von allen Schranken, in jedem Raume da; umfaßt mit feinen Händen die Welten und ums spannt an allen ihren Enden, was je durch ihn entstand. 2. Allgegenwärtig schauet sein allumfassend Aug umher; und wer ihm nur vertrauet, ben schüget, den verforget er. Er hört das Schrein der Raben, hat für die ganze Welt, hat für den Burm selbst Gaben, und Schmuck für Thal und Feld. Für sein Geschöpf zu sorgen, fehlt ihm nie Rath und Macht. Er ists, der auch verborgen uns nah ist, uns bewacht. 3. Wie könnt ihr denn, Verbres cher, dem, der so nah euch ist, ent. gehn? könnt wähnen, er, der Råcher, werd' euer finstres Werk nicht fehn? Eh noch Gedanken werden, sieht er vom Himmel sie, und alle Nacht auf Erden verbirgt vor ihm fie nie. Wähnt nicht, daß ers nicht wisse; mit seinen Schrecken füllt er selbst die Finsternisse, worin ihr euch verhüllt. 4. Er ist auch nahe denen, die willig thun, was er gebot, hört 18. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier 2c. Gott, du kennst von Ewigkeit die Bewohner deiner Erde, siehst, ob ich die Uebungszeit dir zum Preise nügen werde; meine Thaten, meine Sorgen sind dir, Höchster, nie verborgen 2. Deine Gegenwart erfüllt jes de Tiefe, jede pohe, selbst die Finsterniß verhüllt nie vordir, was ich nicht sehe. Keine Geister, keine Geelen können dir ihr Thun verhehlen. 3. Alles überschauest du, merkst und siehst, worauf ich sinne, was ich wünsche, was ich thu, was ich thun will und beginne; wo ich bin, an allen Enden, bin ich, Gott, in deinen Händen. 4. Nur umsonst verhüllt' ich dir mich mit allen Finsternissen; gegenwärtig bleibst du mir überall und im Gewissen; und vor dieses Zeugens Schrecken kann auch keine Kluft mich decken. 5. Sören will ich deinen Ruf, nicht verkehrte Wege gehen; du, der Ohr und Auge schuf, würdest meine Wesen und Eigenschaften. 13 meine Thorheit sehen. Alles führst fliehn, bie Fittige vom Morgen, du im Gerichte aus der Finsterniß zum Lichte. selbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Allmachtshand, denn du bist überall, und dein ist jedes Land. 6. Ueberall vertrau' ich dir. Daß ich, was mir nugt, empfahe, hoff ichy; denn du bleibeft mir stets mit deiner Güte nahe. Du erscheinst; und meine Leiden fliehen, oder werden Freuden. 7. Ueberall umgiebst du mich, der du mächtig mich beschüßest und, wo niemand hilft, seh' ich, daß du, Herr, mich unterstügest, daß ich kämpfen kann und ringen und zu deinem Himmel dringen... 5. Wollt' ich in Finsterniß mich deinem Aug' entziehen, fo fucht' idy doch umsonst, auch da dir zu ents flichen. Die dickste Finsternis ist vor dir helles Licht, die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Angesicht. od 19. Mel. D Gott, du frommet Gott ic. Herr, du erforscheft mich, dir bin ich unverborgen; du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sor gen. Was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh der Gedanke noch in meiner Seel' entstand. 2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr, nicht wiss seft. Du schaffest, was ich thu; duordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh' ich auf dich. Wie groß ist dein Verstand, wie wunderbar für mich! 3. Wohin, wohin soll ich vor Deinem Geiste fliehen? Wie könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief hinab, auch hier bist du mir nah. 4. Nähm' ich auch, schnell zu 6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildetest mein Herz, Gott, deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh ich war, schon väterlich gedacht. 7. Du kannteft mein Gebein, eh ich ans Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung an: genommen, dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon of fenbar. 8. Was für Erkenntniffe, für köstliche Gedanken! Unzählbar sind sie mir, denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, fehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ichs meine; ob ich der wirklich bin, der ich zu sein. mir scheine. Sieh, ob mein Fuß vielleicht sich einem Irrweg naht, und halte mich zurück auf ebnem, sicherm Pfad. 20. Mel. XI 23333 aaaaaaaa Lo Lo Lo 91 M គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គឺ m 14 Gott, dessen Dasein, 20. Mel. Mir nach, spricht Chriftus c. Nie bist du, Hochfter, von uns fern, du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Händen. Durch dich nur leb' und athme ich; du leis test, du beschüßest mich. 2. Was je mein Herz empfunden hat, was ich verwerf und wähle, der erste Trieb zu jeder That, der stille Wunsch der Seele, der dunkelste Gedank' in mir, Gott, Ulles liegt enthüllt vor dir. 3. Wenn ich in stiller Einsam Feit mein Herz zu dir erhebe und, über deine Huld erfreut, nach dei nem Willen und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sei. 4. Du merkst es, wenn des Her zens Rath verkehrte Wege wählet. und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet: so weißt du sie und strafest mich zu meiner Beßrung váterlich. 5. Du höreft meinen Geufzern zu, schaffst, daß mir Hülf' erscheine; mit Vaterliebe zählest du die Thránen, die ich weine; du siehst und wågest meinen Schmerz, erfüllst mit deinem Trost mein Herz. 6. O druck', Allgegenwärtiger, dieß tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle, daß ich dein heilig Auge scheu, dich zu verehren eifrig sei. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich dann auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln. Du bist um mich, Herr, o verleih, daß dieß mir Troft und Warnung sei. 21. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 16. Umsonst, umsonst verhüllst du dich, mein Herz, in Finsternisse. Was kann ich Gott verbergen, ich? welch Thun, das er nicht wisse? Sei, kannst du, dunkler als das Grab, das Auge Gottes schaut hinab, und kennt auch deine Tiefen. 2. Wo ist die Nacht der Einsam keit, die mich vor ihm verhehle? euch schon eh ihr noch seid, Gedanken meiner Seele, eh ich euch selbst empfinden kann, von eurer ersten Bildung an bis ihr vollendet werdet.nat 3. Er kennet, er durchschauet euch, wenn ihr euch mir entziehet. bemerkt euch, wenn ihr Strahlen gleich schnell auffahrt, schnell ent fliehet. Bergebens wünsch' ich: sterbt, vergeht! vergebens! Aufgezeichnet steht ihr 20 in seinem Buche. 4. Der Herr gedenket ihrer noch wenn sie auch mir verschwinden. Sie bleiben. Und ich träume doch, sie wären keine Sünden? Sie alle müssen an das Licht, wenn er er scheint und im Gericht der Herzen Rath entdecket. 5. Dann wird das Siegel seines Buche vor aller Welt gebrochen, das e 1: 1 Wesen und Eigenschaften. 15 das Urtheil des verdienten Fluchs 5. Doch deine Kraft, o Gott, Gedanken selbst gesprochen. Wo ist die Nacht, die sie verhehlt? Der Richter hatte sie gezählt; nicht Ei ner ist vergessen. erschafft nur, was du willst; denn du bist gut und weise. Das lehre mich, damit ich dich für Alles, was du thuft, mit Ehrfurcht preise. 6. Seid heilig, seid von Gott nur voll, Gedanken meiner Seele, daß, wenn gerichtet werden soll, nicht 23. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 2c. Einer dann mich quale, ſeid heilig, Herr, deine Ullmacht reicht ſo so und dann fürchtet nichts! Gott wird am Tage des Gerichts wie Thaten euch belohnen. weit als selbst dein Wollen reis chet. Nichts ist, das deiner Herrs lichkeit und deinen Thaten gleichet. Was ist zu groß, was ist zu schwer, das dir zu thun nicht möglich wär'? Allmacht Gottes. led potat 22. Mel. Wir Christenleut 2c. Gott, grenzentos, undenkbar groß, der Urquell aller Kraft ist deine Stärke. Schon sehn wir hier so viel von ihr; doch sehn wir kaum den Anfang ihrer Werke. 2. Durchflög' ich gleich dein weites Reich und sähe deine lehte Sonne glänzen; so säh' ich dort doch nicht den Ort, wo du nicht wärst, nicht deiner Allmacht Grenzen. 3. Was du erschufft, was du jest rufft und rufen wirst, wer kann das Alles zählen? Doch wolltest du noch mehr dazu erschaffen, würd' es dir an Kraft nicht fehlen. 4. So lange fließt ihr Quell, und ist doch nicht erschöpft, und wird es auch nie werden. Sprich nur ein Wort, so fließt er fort in neuen Himmeln und auf neuen Erden. 2. Du sprichst, und auf dein mächtigs Wort fällt Alles dir zu Füßen; du führeft deinen Rath= schluß fort bei allen Hindernissen. Benn du gebeutst, so steht auch da, was noch zuvor kein Auge sah. 3. Du hast dein großes Scho pfungswerk allmächtig ausgeführet. Es bleibet stets dein Augenmerk und wird durch dich regieret. Noch immerfort besteht die Welt, weil deine Allmacht sie erhält. 4. Die Größe deiner Thaten zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermogen weit über alle Kräfte steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, in deiner Hand bleibt Alles, was durch dich entstand. 5. Was für ein Wunder deiner Macht wird unser Aug' einst sehen, wenn nach der langen Grabesnacht die Todten auferstehen; wenn du von unserm Staub den Rest zu nenen Körpern werden läßt. 6. Allmächtiger, erstaunt fall' ich L L Lo Lc ១ 90 S 500 S 501 2017 Sm Em m m 07 m 902 Gott, dessen Dasein, 16 ich vor dir anbetend nieder. Mein blöder Geist verlieret sich und lallt nur schwache Lieder, bewundert dich und deine Kraft, die Todten neues Leben schafft. 7. O schenke mir die Zuversicht, die deiner Macht vertrauet, der Macht, die Hülf und Trost vers spricht, wenn man auf dich nur 6, bauet, auf dich und deiner Allmacht Kraft, die alles kann und alles fchafft. Weisheit Gottes. 24. Mel. Wer nur den lieben 2c. Schöpfer, jedes deiner Werke macht deiner Größe Ruhm bekannt, verkündigt deine Macht und Stärke, verkündigt Weisheit und Verstand. Wie herrlich ordnet deine Wahl der Wesen unermeßne Zahl! 2. Dein kleinstes Werk ist, wie das größte, voll Ordnung, Herr lichkeit und Pracht, ist, denn du wählest nur das Beste, ein Spiegel deiner weisen Macht. Wie mans nichfaltig und wie gut ist das, was deine Weisheit thut. 3. Was du nach ihrem Rath er schufest, regierst du auch nach ihrem Rath; was kommen soll, kommt, wenn du's rufest, wie es dein Schluß geordnet hat. Wem Weisheit und Verstand gebricht, versagst du's, wenn er bittet, nicht. 4. Oft ist uns, Herr, dein Weg verborgen; dein Rath ist dennoch wunderbar, der Ausgang deiner weisen Sorgen erhellt, was unbe greiflich war. Was du beschließeft, das besteht; was dir entgegenstrebt, vergeht. 5. Der Mensch hat seinen freien Willen; und dennoch muß, wie frei er wählt, er immer deinen Rath erfüllen, der seines Zieles nie ver: fehlt. Zu Schanden machst du Tuck' und List, und lehrst, daß du nur weise bist. 6. Weisheit Gottes, meine Seele kennt ohne dich, was gut ist, nicht. Damit sie stets das Beste wähle, gewähre du ihr selbst bein Licht. Deckst du, was tauschen kann, mir auf, so wandt' ich sicher meinen Lauf. 7. Noch immer, Bater meines Lebens, hat deine Hand mich gut geführt. Wohl mir, ich lebe nicht vergebens, wenn deine Weisheit mich regiert. Sie führt gewiß durch Welt und Zeit mich hin zu deiner Herrlichkeit. 25. Mel. Gott des Himmels und der 2c. Unerforschlich sei mir immer mei nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht sei ohne Schimmer, die mid hier umschattet hat; doch ist alles, was er thut, wies auch scheine, weis' und gut. 2. Sollt ich das von Gott nut loben, wo ich Rath und Weisheit seh? Ists nicht ein Geschenk von oben, wenn ich seinen Weg ver steb? d Wesen und Eigenschaften. steh? Frevelt der nicht, welcher Flagt, daß ihm Gott mehr Licht ver fagt? 3. Sollt ein Vater unterlassen, was dem Kinde Thorheit ist? Kühner Tadler, Engel fassen das, wo du im Dunkeln bist. Hier sollst du dem Herrn vertraun, und nur glaus ben, noch nicht schaun. 4. Sollt er zu Regiererinnen seis ner Werke, seiner Welt, meine Lüste segen, sinnen, ordnen, thun, was mir gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz = begehrt. 5. Hier in meinem Pilgerstande sei mein Theil Zufriedenheit. Dort in meinem Vaterlande wohnt die wahre Seligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dunkel sein. 6. Darum auch auf rauhen Wegen, Christenseele, klage nicht. Was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ist, wird dort Licht, und ich faß' erst Gottes Sinn, wenn ich ganz vollendet bin. 17 bin heilig, heilig werde jeder Mensch schon auf der Erde. 26. Mel. Herr, auf dich will ich zc. Gott, vor dessen Ungesichte nur ein reiner Wandel gilt, Keiner kommt zu deinem Lichte, der nicht dein Geseg erfüllt. Heilig und gerecht bist du, und du rufft uns allen zu: Ich 2. Heilig ist dein ganzes Wesen und kein Böses ist an dir, ewig bift du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist untadelhaft und gut, und unstråflich sind die Werke deiner Weisheit, Macht und Stärke. 3. Herr, du willst, daß deine Kine der deinem Bilde ähnlich sein. Nie besteht vor dir der Sünder, denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund; Uebelthätern bist du feind. Wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. 4. Oso laß uns nicht verscherzen, was dein Rath uns zugedacht. Schaff' in uns, Gott, reine Herzen, tödt' in uns der Sünden Macht. Denn was sind wir, Herr, vor dir? Wie so leicht, ach, fallen wir! Wer kann merken, wer kann gåhlen, Heis ligster, wie oft wir fehlen! 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin. Oso reinige vom Bosen durch ihn unsern Heiligkeit und Gerechtigkeit ganzen Sinn. Gieb uns, wie du Gottes. selbst verheißt, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere und zu allem Guten führe. 6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht; unsers Wandels größte Zierde sei des Hers zens Heiligkeit. Mach' uns deinem Bilde gleich. Denn zu deinem Hims melreich wirst du, Herr, nur die ers heben, die im Glauben heilig leben. 27. Mel. L L Lo Lo 11 S 9) 500 5001 50 501 18 Gott, dessen Dasein, 27. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Gott, du bist heilig und gerecht in allen deinen Wegen. Du kronst das menschliche Geschlecht zwar gern mit deinem Segen; doch dringst du auch auf Frömmigkeit, weil diese zur Zufriedenheit und wahrem Wohl uns leitet. 2. Drum willst du auch, daß in der Welt ein jeder die Gesetze, die deine Weisheit festgestellt, verehre flets und schage. Wer davon weicht, der weicht zugleich von seinem Wohl'; in deinem Reich ist nur der Fromme felig. 3. Ja, Herr, dein heiliges Gericht zeigt sich uns schon auf Erden; du läsfest, fürchtet man dich nicht, uns hier schon inne werden, daß du auf unsre Thaten siehst und ein gerechter Richter bist zur Ahndung alles Bösen. 5. Du strafft auch hier den Sünder schon für seine bösen Thaten und läffeſt ihn in Schimpf und Hohn, in Angst und Noth gerathen. Hat er die Sünde nicht gescheut, hat ihn ihr falscher Reiz erfreut, fo fühlt er ihre Leiden. güchtigst auch zur Heiligung nu deine schwachen Kinder. Wohl dem der sich noch bessern lernt, sich von dem Sündenpfad entfernt, und dei ner Bucht gehorchet! 6. Doch bloß zu ihrer Besserung" strafft du, o Gott, die Sünder, und 7. Wch aber dem, der in der Zeit nicht deine Warnung höret, dein ern stes Strafgericht nicht scheut uni nicht zu dir sich kehret! Wie schrec lich ist dereinst sein Theil, wenn di den Frommen volles peil in jene Welt wirst geben. 8. Herr, dieß bezeugt dein wahre Wort. Du kannst umsonst nic drauen. O hilf uns, daß wir immer fort den Weg der Sünde scheuen E Nimm unsrer dich erbarmend a und leit' uns auf der Zugend Bahn daß jeder selig werde. 4. Es flagt uns das Gewissen an, wenn wir dir widerstreben; straft uns, daß wir nicht recht gethan, 28. Mel. S dant dir schon durch. straft unfer böses Lebens da flicht die s lebt ein Gott, der Mense t Ruh aus unfrer Bruft, und auf die schnöde Sündenluft folgt eine bittre Reue. Liebe, Güte, Gnade un Barmherzigkeit Gottes. Rebel, der den Himmel trübt, if liebt. Schichs, wohin ich blicke, a wie am Sonnenblicke. 2. Ich sehs an jeder dunkeln Rady f wo auch kein Stern mir leuchte m am Mond, wenn er in ſtiller Prad mir meinen Pfad erleuchtet. 3. Ich sehs, wenn Donnerwolk b glühn, und Berg und Wald bem ma gen; ich sehs, wenn sie vorüber flich o am fruchtbar sanften Regen. d 4. Nid Wesen und Eigenschaften. 4. Nicht nur wenn Frühlingslüfte wehndurch Laub und junge Blüthe; nicht nur wenn reife Saaten stehn, seh ich des Schöpfers Güte. 5. Ich seh fie auch wenn tiefer Schnee die starre Flur bedecket, und brausend von des Himmels Höh der Sturm den Wandrer schrecket. E 6. Ja, wie sie sich in der Natur allliebend meinem Blicke entdeckt, so seh ich ihre Spur beim wechselnden Geschicke. 1 7. Ich sehe sie nicht nur im Glück bei dieses Lebens Freuden, ich seh sie mit bethråntem Blick auch in des Lebens Leiden. 8. Einst seh ich ohne Thränen sie noch heitrer als die Sonne, und finge, frei von aller Müh, ihr Lob in ewger Wonne. 29. Wie groß ist des Allmächtgen Gåte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? der mit verhärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermes fen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie verge fen: vergis, mein Herz, auch seiner nicht. 2. Ber hat mich wunderbar berritet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Sangmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? wer giebt dem 19 Geifte neue Kraft? wer läßt mic so viel Guts genießen? Ists nicht sein Urm, der Ulles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu weldhjem du erschaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freu den, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Chris stus leiden, damit du könntest selig sein. 4. Und diesen Gott sollt' ich nicht ehren, und seine Güte nicht vers stehn? Er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über Alles lieben, und meinen Rächsten gleich als mich. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist fein Bille: Ich soll vollkommen sein, wie er. So lang ich dieß Gebot ere fülle, stell ich sein Bildnis in mic her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht. Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Súnde nicht. 6. O Gott, laß deine Gát unt Siebe mir immerbar vor Augen sein! Sie stark in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks. 32 30. Mel. XI Lo Lo Lo Lo Lo 21 M M M 50 E m m 20 Gott, dessen Dasein, 30. Mel. Nun lob mein' Seel' den 2c. Gott, du bist die Liebe. Uns wohlzuthun, ist deine Lust. Drum preist mit frohem Triebe dich unsre dankerfüllte Brust. Ganz ohne alle Grenzen ist deine Gütigkeit. So weit die Himmel glänzen, übst du Barmherzigkeit. Du siehst mit Wohlgefallen auf das, was du gemacht, und haft auch uns, uns- len viel Gutes zugedacht. 2. Uns ewig zu beglücken, er schufst du uns und deine Welt, die hier schon zum Entzücken so viele Wunder in sich hält. Noch größrer Güte Proben hat für uns deine Hand im Himmel aufgehoben, der Wonne Vaterland. Dahin uns zu erheben, fandtst du den Sohn herab, der huldreich selbst sein Leben für uns Verlorne gab. 3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld als du? Auch auf dem Sündenpfade siehst du uns voller Langmuth zu. Du lockest uns zur Buße. Und fallen wir gebeugt voll Reue dir zu Fuße, voll Reu, die Beßrung zeugt: so schenkest du uns Armen auch Trost an deiner Huld und tilgest aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. 4. Mit jedem neuen Morgen ist immer deine Güte neu; selbst unserm Wunsch und Sorgen kommst du zu vor mit Batertreu. Du Geber aller Gaben, du weißt, was uns gebricht, und was wir nöthig haben, versagst du Keinem nicht. Wie sind doch unfre Tage von deinem Wohlthun voll! Selbst ihre Last und Plage lenkst du zu unserm Wohl. 5. Wer sollte dich nicht lieben! Du hast uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu geblieben, wie vie wir wider dich verübt. Mit Gnader uns zu segnen, ist ewig deine Lust mit Dank dir zu begegnen, sei stet aut unsre Lust. Su ehren deine Willen, uns selbst zum Glück un Heil, ihn freudig zu erfüllen, fo unser bestes Theil. 6. Wer hier auf feinen Wege dein Wort vor Augen hat und hält den setzest du zum Segen schon hier noch mehr in jener Welt. Du schaff ihm selbst aus Leiden den herrlichste Gewinn, und führest ihn zu Freu den, die ewig währen, hin. W groß ist deine Güte! Mich ihre stets zu freun, laß, Gott, aut mein Gemüthe voll Liebe zu di sein. 31. Mel. Aus meines Herzens Gr. 2C. Groß ist des Höchsten Güte. W sie nicht achtete, welch fühllos per verriethe der Unerkenntliche! S rettet uns aus Noth, erquicket un im Leide, verwandelt es in Freud versüßet selbst den Tod. 2. Und meine Lippen schwiegen Ich selbst versagte mir das himml sche Vergnügen, Gott, lobzusinge dir? Nein, Herr, von meinem Dat sei jeder Morgen Zeuge, und jede Abend steige zu dir mein Lobgesan 3.0 1 Wesen und Eigenschaften. 3. Du wirst mich ferner leiten, so unwerth ichs auch bin. Treu bleibt zu allen Zeiten dein milder Batersinn. Ich hoffe stets auf dich. Du wirst in Kümmerniffen mir wohl zu helfen wissen; dir überlaß ich mich. 4. Ja, deine Huld ist größer als es der Mensch versteht, dein Rath unendlich besser als was sein Bunsch erfleht. Herr, meine Zuversicht, dir froh mich zu ergeben, dich dankbar zu erheben, sei meine liebste Pflicht. 32. Mel. Nun lob' mein Seel' den 2c. Mit fröhlichem Gemüthe dankt, die ihr Christo angehört. Dankt Gott, daß seine Güte so wie sein Leben ewig währt. Nach so viel taus send Jahren, die durch sie alle reich an frohen Segen waren, bleibt sie sich immer gleich. Nie hört sie auf zu sorgen, und sorget immer treu; sie wird mit jedem Morgen an den Geschöpfen neu. 2. Sie reicht durch Erd' und Himmel, um, was da lebet, zu erfreun. Welch fröhliches Gewimmel in ihrem milden Sonnenschein! Vor ihren heitern Strahlen, wo sie hervorbricht, flichn auch bange, finstre Qualen wie leichte Wolken hin. Wer zählt die Millionen, die sie er wärmt und nährt? So weit nur Wesen wohnen, hat sie auch sich verElårt. 3. Süß ist bas Licht der Sonne, das täglich jedes Uug' entzückt; weit 21 süßer ist die Bonne, womit uns Gottes Güt' erquickt. Erfreulich ist das Leben und schauervoll der Tod; duch besser noch, als Leben, ist deine Güte, Gott. Wie ist sie uns so theuer! Sie, sie verläßt uns nie. Was ist wohl milder, treuer und tröstender, als sie. 4. 3u ihrem Lob' erwecke vor Ktlem du dein Herz, o Christ. Komm her, und sich' und schmecke, wie freundlich Gott, dein Vater ist! Auf, seinen Ruhm erzähle dein frommes Saitenspiel, und deine ganze Seele fei Inbrunst und Gefühl! Von seiner Güte sage, wie treu fie für uns wacht, ein Tag dem andern Zage, die Nacht der nächsten Nacht. 5. Wer wollte sie nicht loben, sie, die doch Allen Alles gab vom hohen Engel oben bis zu des Staubs Gewürm herab? Bon so viel Kreaturen läßt sie nicht eine leer, und breitet Segensspuren auf alle fie umher. Und wie sie voll Entzücken stets für den Himmel quoll, ist auch, wohin wir blicken, von ihr der Erdkreis voll. 33. Mel. Aus meines Herzens ic. Mit Gingen dich zu loben, ist, Gott, mein Herz bereit. Gieb selbst dazu von oben mir Kraft und Freubigkeit. Uuf, Seete, bringe Dank! Owäre doch mein Leben dem Gott, ber mirs gegeben, ein fteter Lobges fang! 2. C X Lo ១ m S 90 Mm m m m m m m mm m m 22 Gott, deffen 2. Es freun sich deine Kinder des Reichthums deiner Huld; du trägst auch selbst den Sünder mit schonen der Geduld. Gern willst du, daß der Christ beglücket auf der Erde und einst dort selig werde, wo die Vergeltung ist. 3. Mein Gott, wie große Dinge hast du an mir gethan. Mein Herz ist zu geringe, mit dem ich danken kann. Wie groß ist deine Treu. Ich werfe meine Sorgen auf dich, und alle Morgen ist deine Güte neu. 4. Gott, du willst mich beglücken burch Alles, was du thust, aus deinen Vaterblicken strömt in die Seele Lust. Du bist mein höchstes Gut, im Finstern meine Sonne, im Kum mer meine Wonne, du giebst mir Kraft und Muth. 5. Drum, frohes Herz, bekenne, baß Gott die Liebe sei. Sei dankbar und entbrenne in Gegenlich' und Treu. Vertrau' ihm, hang' ihm an. Den Trost laß dir nicht rauben. Beglückt ist, wer im Glauben ihn Vater nennen kann. Dasein, 2. Er hat uns wissen lassen sein heitig Recht und sein Gericht. Er liebt uns ohne Maßen, ihm mangelts an Erbarmung nicht. Er schüßt uns in Gefahren, straft nicht nach unsrer Schuld, pflegt Gnade nicht zu sparen, er hat mit uns Geduld. Sein Wohlthun ist so labend für kindlich frommen Sinn. So fern der Of vom Abend, ist unsre Schuld da hin. 34. Nun lobe, meine Seele, was in mir ist, des Hochsten Treu; auf, seine Güt' erzähle, denn sie ist alle Mor gen neu. Die Sünd' hat er vergez ben. Ist deine Schwachheit groß, so rettet er dein Leben, nimmt dich in seinen Schooß, mit reichem Erost er quicket, verjüngt dich Adlern gleich. Der Herr schafft Recht, beglücket, was seufzt in seinem Reich. 3. Wie Båter sich erbarmen, went ihre Kinder hülflos schrein; so wil der Herr uns Armen, die wir ihn fürchten, Bater sein. Er kenner unsre Schwäche, er weiß, wir sin wie Staub, wie Gras auf dürre Fläche, wie Blumen, fallend Laub Kaum, daß die Winde wehen, so if es nicht mehr da. So wird de Mensch vergehen, sein End' ist stet ihm nah. 4. Nur Gottes Gnad' alleine steh feft, und bleibt in Ewigkeit. Si krönet die Gemeine, die treu sich se nem Dienste weiht, euch, die ih Glauben haltet. Er herrscht i pimmelreich. Ihr starken Enge waltet des Robes, dient zugleid dem großen Herrn zu Ehren, un treibt sein heilig Wort. Mei Geift soll auch vermehren sei Lob an allem Ort. 5. Sei Lob und Preis mit E ren Gott, Vater, Sohn und hel gem Geist. Der woll' in uns ver mehren, was er aus Gnaden un verheißt, daß wir ihm fest vertraue verlassen uns auf ihn, auf ihn vo Herzen bauen, mit unserm Mat U und Sinn ihm freudig stets anhans Ergen, ihn ehr'n zu jeder Stund. Herr, laß es uns erlangen, wir flehn aus Herzensgrund. 3t h U 35. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht sing. 2c. Gott, mein Gott, vir will ich singen, deines Heils will ich mich freun. Denn ich seh' in allen Dingen: Gottes bin ich, Gott ist mein. i Rieben ist es, nichts als Lieben, herz711 che Barmherzigkeit, die so oft und viel verzeiht. Herr, ich will dich ewig lieben. Uller, aller Engel Schaar schufest du und zählst mein Haar. 2. Wie ein Udler sein Gefieder über seine Jungen streckt, hat mich, #dankts ihm, meine Lieder, hat mich Gottes Urm bedeckt. Gott ware, als ich noch nicht dachte, als ich kaum zu sein begann, Gott, der immer ddten kann, wars, der da schon h mich bewachte. Dank, dieß Leben gabst du mir und ein ewig's, Dank sei dir. 5 n di Wesen und Eigenschaften. ni a b if el d 3. Für mich Urmen, mich Verlornen, mich, der ich gefallen bin, gab er feinen Eingebornen, gab er i Jesum Christum hin. Wer kann, was er that, ergründen auf der gangen Erde, wer? Wer aus seiner Engel Heer kann es, wie er liebt, ergründen? Sie befällt ein heilig Graun, wenn sie lüftet, hinzu schaun. i 1 4. Seinen wunderbaren Führer, Gott, den Tröster, seinen Geist, 23 giebt der Herr mir zum Regierer, wenn die Welt mich an sich reißt, daß er meine Seele fülle mit des Glaubens ewgem Licht. Dann, dann fürcht' ich kein Gericht, und mein bebend Herz wird stille. Deines Heils darf ich mich freun, herr, dein bin ich, du bist mein. 5. Meinem bessern Theil, der Seele, giebt er seines Lebens Ruh. Wenn ich, was er wählte, wähle, strömet rir sein Friede zu. Was, so lange wir hier wallen, Pilger in der Sünde Welt, was die Hütten stüht und hält, die dereinst in Staub zerfallen, auch dieß giebt, deß UUmachtsruf uns für diese Welt auch schuf. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere sind zu meinem Dienste da. Wchin ich mein Auge kehre, ist mic Gottes Segen nah. Thier' und Kräuter und Getreide, in den Gründen, auf der Höh, in den Büschen, in der See, sind mir Nahrung, find mir Freude. Bom Gedeihn und Ueberfluß. trieft des Gnadenvollen Fuß. 7. Wenn Betrübniß meine Seele, Elend meinen Leib umgiebt, dann, bann bet' ich, und verhehle nichts dem Gott, der doch mich liebt. Wär er nicht mein Gott gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht erquickt: so wär' ich nicht von so vieler Qual genesen. Vom Usehenden bewacht, ging ich durch die dunkle Nacht. 8. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob L L Lc M M 507 m m m mm m m m 24 Gott, dessen Daſein, ob es seitwärts gleich zur Sünde Langmuth und Geduld Gottes. von der rechten Bahn entweicht, also sieht auch mein Verbrechen mein versöhnter Vater an, züchtigt mich, daß ichs gethan, wills nicht mit bem Schwerte rächen, weil, als ichs verirrt beging, doch mein Herz an ihm noch hing. 9. Wohlthat ist das Kreuz ben Christen, ists gleich, wenn es da ist, Pein, führt es uns in bůrre Wüsten, scheints gleich oft Gericht zu sein. Und was haben wir gelitten? Duldeten die Märtyrer nicht viel mehr als wir, viel mehr, eh sie ihre Kron' erstritten? Rühmt im Leiden, rühmt und preist Gott, der euch der Welt entreißt. 10. Schwer, so lang ich leb' am Grabe, oder leichter sei mein Theil. Gott, dem ich geglaubet habe, Gott giebt einst mir ewigs Heil. Die, so vier mit Ehránen såen, ernten dort mit Freuden ein. Nach des kurzen Lebens Pein werd' ich mein Geschick verstehen, jauchzen, daß mich Gottes Rath diesen Weg geleiter hat. 11. Weil denn ohne Biel, ohn' Ende, zahllos deine Gnaden sind, o so heb' ich meine Hände zu dir, Bater, auf, dein Kind: Bater, Bater, du wollft geben, bir mich, ganz mich dir zu weihn, deß, der ewig ist, zu sein, hier und in dem höhern Leben! Heilig, heilig, hei lig ist er, der sein wird, war und ist. 36. Mel. DKönis, dessen Majestät zc. Mit welcher Langmuth und Se duld, trägst du, Gott, Menschenkin der! Wie trågst du bei gehäufter Schuld auch selbst die größten Sin der! Sie nahen dem Verderben sich; du siehst es, und es jammert dich dei Elends dieser Urmen. Daß sie den selben noch entfliehn, suchst du in Herz zu dir zu ziehn aus innige Erbarmen. 2. Du gönneft ihnen Beit un Raum noch in ihr Herz zu gehen. Uuch selbst den unfruchtbaren Baum läßt du noch langer stehen. Du war test ihn umsonst, und doch pflegst di des Baumes immer noch, verziehst ihn abzuhauen. O was für Lang muth und Geduld! Wer faßt di Größe deiner Huld, wer kann si ganz durchschauen? 3. Erbarmst du dich denn schon s sehr selbst unbiegsamer Sünder, trägst du schonend noch vielmehr di Frommen, deine Kinder. Läßt ihr Tugend Eifer nach, und werden's im Glauben schwach, und träg guten Werken: so jammerts dich, d denkst daran, wie leicht ihr Herzs täuschen kann, und eilest, sie i stärken. 4. Du warnst sie vor des Fall Gefahr noch eh sie irre gehen, G fallnen reichst du Stärke bar, bal wieder aufzustehen. Du lockest s voll Lieb und Huld, verheißest ihne # Wesen und Eigenschaften. ihre Schuld durch Christum zu vers geben, und stehn sie auf, wie feuert dann dein Trost sie zu dem Eifer an, unstråflicher zu leben! 5. Wenn sie oft furchtsam und mit Angst den Weg des Glaubens walten, nicht freudig, nicht, wie du ver= langst, mit vollem Wohlgefallen; Si wenn sie, obgleich mit Mühe, sich entschließen, recht zu thun, für dich und ihre Pflicht zu leiden: wie nachsichtsvoll gewöhnst du sie zum Zugendkampf und dessen Müh und an des Kampfes Freuden. d 6. Langmuth, der nichts glei chen kann, gedenke stets der Sünder, nimm mit Geduld dich ihrer an wie deiner schwachen Kinder. Ach, Kei ner häufe Schuld auf Schuld durch kühnen Mißbrauch beiner Huld: Hilf uns das Böse hassen, daß Ulle sich, durch dich erneut, den Reichs thum deiner Gütigkeit zur Buße teiten lassen. 37. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich singen 2c. Laßt unserm Vater, laßt uns sini gen aus voller Seel' ein dankbar frohes Lied. Erwacht mit mir, uns aufzuschwingen zu unserm Gott, der auf uns niedersieht, uns hört von seiner Höh. Und reine Lust, wenn wir ihm danken, stromt in unsre Brust. 25 Gaben, für alle Batertreu bei Glück und Schmerz, für alle Freuden, alle Lieb und Huld, für alle Güt' und schonende Geduld. 51 2. Laßt uns ihm singen. Was s wir haben, sind schwache Lieder und ein dankbar Herz für alle, alle seine 3. Er ist ganz Liebe, ganz Erbarmen, hat, eh wir waren, uns als Gott geliebt. Mit immer offnen Baterarmen nimmt er uns auf, auch wenn wir ihn betrübt, ruft uns zurück von ungerader Bahn, beut uns die Hand und nimmt sich unsrer an. 4. Nur wir, sein Werk, nur wir vergessen undankbar oft, was er an uns gethan, der Gnade, die das Herz nicht messen, nicht, was sie thut, die Sprache nennen kann, vergessen sein, der unsrer nie vergißt, den Undank sicht, und doch Erbarmer ist. 5. Seit wir auf dieser Erde wallen, hast du uns mit Barmherzigkeit geführt. Uns segnen war dein Wohlgefallen, uns retten, wenn wir uns von dir verirrt, uns trösten, wenn wir weinten, unbewußt und Freud' erschaffen: das war deine Luft. 6. Das wird sie sein. Mit Vaterhånden willst du uns leiten bis an unser Grab, uns vollbereiten, uns vollenden, im Todesthale Stecken sein und Stab, und, lebten wir dir unsre Pilgerzeit, uns geben Leben und Unsterblichkeit. 7. Gott, Gett, wie gut bist du! O Seele, sink' in den Staub, bet ihn verstummend an! Fließ, Freu benthråne, und erzähle, was Gott, dein Gott stets hat an dir gethan! Ihm ähnlich werden, sei der beßre Dank Lo ៨ ៨៨ ៥៨ អ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គឺ Lo Lo m 26 Gott, dessen Dasein, Wesen und eigenschaften. Dank, dein Leben ihm ein steter Lobgesang. Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. 38. 39. Mel. Aus der Tiefe rufe ich sc. Wahrheit ist dein Eigenthum. Mel. D Gott, du frommer Gott it. Ewig bleibt dir, Gott, der Ruhm, daß dein Wort untrüglich ist, und Gott ist und bleibt getreu. Sein du groß an Treue bist. 2. Uller Täuschung bist du feind; wie dein Vaterfinn es meint, so nur offenbarst du dich uns stets unverz ånderlich. Herz bricht ihm vom Lieben. Pfleg er gleich oftermals die Seinen zu betrüben: so prüft er durch das Kreuz, wie rein der Glaube sei, wi standhaft die Geduld. Gott ist und bleibt getreu. 2. Gott ist und bleibt getreu. G hilft uns selber tragen, was er uni aufgelegt, die Last der schwere Plagen. Er züchtiget uns oft, un bleibet doch dabei ein Vater, de uns liebt. Gott ist und bleibt ge treu. 3. Was du zusagst, ist gewiß; wenn du gleich in Finsterniß weiss lich oft für uns verhüllst, wann und wie du es erfüllst. 4. Sicher bringst du auch zur That, was dein Mund gedrohet hat, wenn der Frevler Heer gleich spricht: er, der höchste, straft uns nicht. 5. Reue findt bei dir nicht Statt. Was bein Rath beschlossen hat und dein Wort dafür erklärt, wird durch den Erfolg bewährt. 6. Sollt' ich dir denn nicht vers traun, nicht auf dein Versprechen baun, deine Drohungen nicht scheun, nicht auch Freund der Wahrheit fein? 8. Dich, den Treuen, ehrt nur der, der birtraut und falschheitsleer überall die Wahrheit liebt, sucht, befolgt und treulich übt. 9. Und so bete Jedermann bich als den Wahrhaften an, dich, der wenn auch alles fällt, ewig Tren und Glauben hålt. 7. Speilig sei mir diese Pflicht, und mein Herz entziehe nicht dir, der stets sein Wort vollführt, Herr, den Ruhm, der dir gebührt. 3. Gott ist und bleibt getreu. G weiß, was wir vermögen; er pfle get nie zu viel den Schwachen auf zulegen; er macht sein Eigenthum von Last und Banden frei, wen große Noth entsteht. Gott ist um bleibt getreu. 4. Gott ist und bleibt getreu. E tröstet nach dem Weinen, er låst nach trüber Nacht die Sonne wiede scheinen. Der Sturm, des Kreuzel Sturm, geht Augenblicks vorbei Sei, Seele, nur getroft. Gott if und bleibt getreu. 5. Gott Univ.- Bibl. Giessen Gott, Vater, Sohn 5. Gott ist und bleibt getreu. Er stillet dein Begehren, nur will er dich zuvor durch Kreuz und Leid bewähren. Nimman von Gottes Hand den Kreuzkelch ohne Scheu, der Freudenbecher folgt. Gott ist und " bleibt getreu. 18 St 76 1 71 Et it 26 ei II. Von Gott, dem Vater, Sohne und heiligen Geiste, oder dem dreieinigen Gott. 40. Herr und Gott, o Bater von Ewigkeit, groß bist du durch Barmhers zigkeit, aller Dinge Schöpfer und Beherrscher. Erbarm dich über uns! 2. Christe, Trost aller Welt, zum Sündentilger uns dargestellt, o Jesu, Gottes Sohn, unser Retter, hoch auf der Gottheit Thron, brünftig flehen wir hinauf zu dir: Erbarm dich über uns! 3. Herr und Gott, heiliger Geist du, gieb uns Kraft und Trost, und Seelenruh, daß wir einst durch den Tod, mit Heldenmuth entfliehn der Erde Noth. Erbarm dich über uns! und heiliger Geist. 27 6. Gott ist und bleibt getreu. Laß alle Wetter Erachen: Gott wird der Trübsal doch ein solches Ende machen, daß alles Kreuz und Leio dir ewig nüglich sei. So liebt der Höchste dich! Gott ist und bleibt getret. 41. Allein Gott in der Höh sei Ehr' und Dank sei seiner Gnade. Er sorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unfall schade. Uns wohlzuthun, ift er bereit, sein Rath ist unsre Seligkeit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Bater, wir erheben dich mit freudigem Gemüthe. Du herrs scheft unveränderlich mit Weisheit und mit Güte. Unendlich groß ist deine Macht, und stets geschieht, was du bedacht. Wohl uns, daß du regierest. 3. D Jefu Chrift, des Hochsten Sohn, dich, seinen Eingebornen, dich fandte Gott vom Himmelsthron zur Rettung der Verlornen. Du, unser Mittler, Herr und Gott, hilf uns im Leben und im Zod, erbarm' dich unser Aller! 4. O heilger Geist, du Geift von Gott, erleuchte, beßre, tröfte, die Jesus Christ durch seinen Tod von Sünd und Tod erlöste. Auf deinen Beistand hoffen wir, vertaß uns nicht, so sind wir hier und einst auch ewig selig. 42. Wir glauben Ull' an einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden, der sich zum Vater gegeben hat, daß wir seine Kinder werden. Er will uns X 3 Gaaaaaaa L L ១ 5) 900 EX 90 201 9031 EM m Sm m 28 Gott, Vater, Sohn uns allezeit ernähren, Leib und nen, den Herrn, der Mensch gewor Seel' auch wohl bewahren, allem Unfall will er wehren, kein Leid soll uns widerfahren. Er forget für uns, hütet und wacht, es stehet Ulles in seiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Eh ren. Von Maria der Jungfrauen ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir war'n verloren, am Kreuze gestorben, und von dem Tod wieder auferstanden ist durch Gott. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden ein Troster heißt, uns mit Gaben zieret schone; die ganze Christenheit auf Erden hålt in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll uns wieder leben; nach diesem Elend' ist bereit uns ein Eça ben in Ewigkeit. Umen. Wir glauben an den eingen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden. Er, unser Vater, unser Gott, hieß uns feine Kinder werden. Er will uns auch stets ernähren, jedes wahre Gut gewähren. Er beschloß schon eh wir waren unsre Rettung in Gefahren. Er ists, der für uns forgt und wacht, und alles steht in feiner Macht. 2. Wir glauben auch an Jesum Chrift, Gottes Sohn den Eingebor ben ist, den Erretter der Verlor nen. Er, er achtete sein Leben nicht zu hoch, für uns zu geben, er et stand, herrscht, hoch erhöhet in dem Reich' das nie vergehet, er läßt uni auch im Grabe nicht, und komm dereinst zum Weltgericht. 3. Wir glauben an den heilger Geist, unsern göttlichen Regierer den Jesus Christus uns verheiß uns zum Beistand und zum Füh rer. Der in Trübfal seine Christe eilt mit Muth und Kraft zu rüsten der uns lehrt Vergebung finden und der Jugend Berth empfinden er flößet uns im Todesschmerz de -ewgen Lebens Trost ins Herz Umen. 43. An einen Gott nur glauben wit Bater, Sohn und heilgen Geist, de froh die Schar der Christen hie dort das Chor der Engel preif der durch seine, Huld und Kraf Alles wirket, thut und schafft. 2. Un Jesum Chriftum glaube wir, Gottes eingebornen Sohn, de für uns Mensch geworden hie dort herrscht auf des Vaters Thro der, indem er litt und starb, Hei und Leben uns erwarb. 3. Wir glauben an den heilge Geift, dessen gnadenvolle Kraft unsern Herzen sich erweist, Wolla und Vollbringen schafft. Heilig Dreieinigkeit, fegne deine Chr stenheit. 44. 29 44. Beuge sahe seiner Wunden Maale. Ach, wie dein Entzücken, der du sie fahst, so stark sei das Entzücken meiMel. Lobet den Herrn, denn er ift 2c. Preis fei dem Bater, Preis sei nes Vertrauens auf den Erstandnen. dem Sohne und Preis sei dem Geiste! Auf, laßt vor ihm uns knien und niederfallen, knien und niederfallen, laßt freudiger die hd hern Lieder schallen. Ehre dir, Preis dir, Wefen der Wesen! 2. Wunderbar bist du, Seligkeit bist du, Herr, Herr, heißt dein Name. Groß, theuer, schrecklich, herrlich, unvergånglich, herrlich, unvergänglich ist all dein Shun, Herr, Herr, und überschwenglich über das Alles was wir begreifen. 3. Denkt dich, o Erster, Wesen der Wesen, denkt dich meine Seele, dann wünsch' ich in dem freudigen Erschrecken Flügel, mich zu decken; die Engel thun's im freudigen Erschrecken. Heilig, ach heilig, denn du bist heilig! } 4. Die schon den Herrn sehn, ihn, der erwürgt ward, schon vom Unbeginne, sie werfen vor dem wundenvollen Sohne ihre EhrenFrone anbetend nieder, vor des Menschen Sohne! Heilig, ach heiz lig, denn er ist heilig. 5. Möchte mein Leben Jubel und Dank sein, Lob, und Preis und Dank sein. O mocht ich, wie ich durst', ihn preisen können, ganz von Liebe brennen, so meinen Heren und meinen Gott ihn nennen, so wie sein Zeuge, der ihn für todt hielt. 6. Selig find Jene, welche nicht schauen, aber dennoch glauben. Der St T und heiliger Geist. 7. Welches Erstaunen wird mich ergreifen, wenn nun meine Blicke einst nach dem Tode dort ihn wers den schauen. Dann wird mein Vertrauen ganz Wonne. Was bist du, des Todes Grauen, wenn ich, auf einmal frei von dir, Gott seh'? Eraum war mir des Todes Schrek8. Nur ein verflogner nächtlicher ters, den nicht Leiden, selbst des ken, der legte Schweiß des Streiseines Glaubens, scheiden. Mittler, Todes Leiden von dir, Vollender die leb ich, Mittler, dir sterb ich. 9. Darum ich lebe, oder ich sterbe, so bin ich doch Christi. Unbes tend laß uns knien und niederfallen, knien und niederfallen, laßt freudiger die Jubellieder schallen. Ehre dir, Dank dir, Preis dir, Erbarmer! 45. Mel. Komm, heiliger Geift zc. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Herr, unser Gott und Bater, dir. Dein Ruhm soll unter uns erfchallen. Laß unser Lob dir gefallen. Laßt, Menschen, seiner Lieb' uns freun und ewig, ewig dankbar sein. Lobsingt ihm, Christen, unfre Brüder, fallt vor dem Gott der Liebe nieder, und betet an, und betet an. 2. Er L Le ១ Gaaaaaaa 50 90 Em m m m Gott, Vater, Sohn 30 2. Er hieß uns leben, wir sind sein. Du bist die Lieb', und wir sind dein. Wie groß und viel sind deine Werke, du Gott der Macht und der Stärke. Dein ist der Erdkreis, und in dir, o Hochster, sind und leben wir. Du, Herr, erschufft der Engel Heere, uns auch erschufst du, dir zur Ehre, uns Sterbliche, uns Sterbliche. 46. Mel. Gelobet seist du, Jefu 2. 3. Herr, du gedenkst nicht unsrer Schuld und trägst uns Sünder mit Preis ihm, er schuf, und er er Geduld auf deinen väterlichen Urmen mit liebevollem Erbarmen, verkürzest unsre Prüfungszeit, und führeft uns zur Seligkeit. Du über schütteft uns mit Freuden, und fchickft zu unserm Speil uns Leiden, du Gnådiger, du Gnådiger. hält seine wundervolle Welt. Di sprachst: da wurden, Herr, aud wir. Bir leben und wir sterben dir. Gelobt sei Gott! 4. Lob, Preis und Ehre, Christe, dir. Verlorne Sünder waren wir! du bist am Kreuz für uns gestorben, hast ewigs Heil uns erworben. Wer zu dir fliehet, an dich glaubt, und in Versuchung treu dir bleibt, der soll, befreit vom Fluch der Sünden, Erbarmung, Ruh' und Leben fins den in Ewigkeit, in Ewigkeit. Erden mit deinem Ruhm' erfüllct werden. Wie selig, wie begnadigt ist ein Volk, deß Zuversicht du bist. O Hichster, deinem großen Namen sei ewig Ruhm und Ehre. Umen. Cei, Gott, gelobt, sei, Gott, gelobt! 5. Gelobet seist du, Geist des Herrn. Wir waren einst von Christo fern, entfernt von dir und von dem Leben, mit Finsternissen um geben. Du hast durch deines Wors tes Macht auch uns zum wahren Licht gebracht; du Ichrst uns leben, Tehrst uns sterben, und weihest uns zu Himmelserben durch Christi Tod, durch Christi Tod. 6. Lob, Preis und Ehre bringen wir, Gott, Vater, Sohn und Geist, nur dir. Es müsse jedes Land auf 2. Preis ihm, er liebt von Ewig keit, wird ein Mensch, stirbt in da Beit. Erlöst, erlöst hast du uni dir: dir leben und dir sterben wit Gelobt sei Gott! 3. Preis ihm, er führt des Him e mels Bahn, führt den schmaleWeg hinan. Geheiliget hast du un dir: dir leben und dir sterben wit Gelobt sei Gott! 4. Cing, Seele, Freudenthri, nen, fließt: Speilig, heilig, heilig Gott, unser Gott. Dir, Höchste, dir, dir leben und dir sterben wi Gelobt sei Gott! C 47. Mel. Komm, heiliger Geift 2c. Wir fühlen dich zwar, aber wi erstaunen, Ewiger, vor dir, wer wir, dich näher zu erkennen, frommer Sehnsucht entbrenne Wir schaun ins Heiligthum hinei und sehn, du warst, du bist, wirst sei und heiliger Geist. 31 Der Mensch war nicht, du sprachst: doch die Lieb' ist mehr als selber er werde. Da wurden wir, und wurden Erde, Unendlicher, Unendlicher! Wunder sind, die Liebe zu unsern Brüdern, und die Liebe zum Ewigen, zum Ewigen. 6. Wir blicken durch ihn auf zunz Lohn', bereit für uns an Gottes Thron, wenn wir aus ganzer Seele ringen, uns ganz dem Eiteln ents schwingen. Zwar sinken wir; doch stehn wir auf, und laufen wieder unfern Lauf. Du lehrst uns Jesum wiederfinden, und endlich völlig überwinden, Geist, Schöpfer, Gotts Geist, Schöpfer, Gott. 2. Der Mensch ward Erd' und auch ein Geist; er ist es, der dich kennt, dich preist. Nur selig, wenn, von dir entzündet, er seinen Schöpfer empfindet. Schau, Seele, dich mit Ehrfurcht an. Der dich allein vernichten kann, Glückselige) schuf dich unsterblich, schuf dich, ihn einst zu schaun, unsterblich Begnadigte, Begnadigte. 3. Eh seines Willens Ullmachtsruf die Himmel und die Geister schuf, a da waren wir schon die Geliebten durch Jesum, seinen Geliebten. Vor it unserm Gott ist keine Zeit; bestimmt ward er von Ewigkeit für uns der Sohn, der Eingeborne. Und wir, wir waren schon Erkorne von Ewigkeit, von Ewigkeit. it 4. Jetzt ward er ein Mensch. Süß bist du, o unsrer Seele beste Ruh, vor allen göttlichen Gedankent in welch' je Geister verfanten. Wir wagen uns nicht in dein Meer, und stammeln mit der Himmel Heer! Unendlichs Heil hat er erworben, am Kreuz, am Kreuz ist er gestorben. Gelobt sei Gott, gelobt sei Gott! wit 5. Wir glauben an ihn durch den Beift, des Vaters und des Sohnes Beist. Kein menschliche Werk ist un er Glauben, du kannst ihn, Tod, eins nicht rauben. Durch ihn emfing der Märtyrer auch Wunder; Dr 7. Oder du uns schufst, opfertest für Sünder dich, sie heiligtest, hinab in Staub blick auf uns Urmen, Herr, Herr, Herr, Gott, mit Erbarmen, hör' unser thrånenvoll Gebet, das dir um ewigs Leben fleht. Du bist, wirst sein, de bist gewesen, Unendlicher, der Wesen Wesen, Dreieiniger, Dreieiniger! 48. Mel. Sei Lob und Ehr' dem 2c. Gott, Bater, Sohn und Geist, du bist der Gott, den wir verehren, durch den die Welt erschaffen ist mit allen ihren Heeren. Dich Unbegreif lichen erhebt, wer, Herr, in deinen Reichen lebt und deine Größ' empfindet. 2. Wir beten dich, o Bater, an, du Ursprung alles dessen, was war, und ist und wird. Wer kann, wie groß du bist, ermessen? Dein ist der Sohn von Ewigkeit, von dir erzeugt vor aller Zeit zu deinem Ebenbilde. 3. Er رہے ہے ہے ہے ہی GESAAAAAAAAAAaaaaaa ១ 82 Gott Vater, Sohn 3. Er ist dein eingeborner Sohn, stets. Und naht der Tod heran, i hat deine Macht und Stärke, hat laß auf Jesum Christum dann un deine Herrschaft, deinen Thron, froh und selig sterben. thut alle deine Werke. Denn, was nur Erd' und Himmel faßt, das Alles, Alles, Bater, hast du nur durch ihn erschaffen. 9. Sei, o Gott Vater, Sohn un Geist, für deine Huld erhoben. We dein Bekenner ist und heißt mi immerdar dich loben, Herr, heilig heilig, heilig ist dein Name. G lobsingt der Christ auf Erden, im Himmel. 4. Durch ihn erhältst du und regierst nach deinem Wohlgefallen, was du erschufft; durch ihn voll führst du auch dein Werk in Allen. Du hast uns vor der Welt dir schon durch deinen hochgeliebten Sohn zum Eigenthum erwählet. 5. Dich preisen wir, o Jefu Chrift, dich, Gottes Eingebornen, dich, der du unser Schöpfer bist, dich, Retter der Berlornen. Gott bist du, wie dein Vater ist, warst auch so seligs dennoch bist du Menfch für uns ge worden. 6. Das wardst du, uns von unsrer Schuld, vom Tode zu erretten, daß wir zu deines Vaters Huld Vertraun und Zugang hätten. Du, der du uns zum Heile starbst, standst auf und giebst, was du erwarbst, uns nun von deinem Throne. 7. Du bist, o Geist, der Gnade Pfand vom Vater und vom Sohne, auch Gott, vom Vater uns gesandt und von des Sohnes Throne, uns zu erleuchten, unser Herz zu heiligen, und jeden Schmerz zu lindern, uns zu leiten. 8. Durch dich ist unsre Hoffnung feft, du linderst alle Schmerzen. Und wenn uns alle Welt verläßt, bleibst du in unsern Herzen. Hilf 49. Mel. Gott der Vater wohn' uns zc Gott, ich darf zu dir mich nah ich, ein Erlöster Christi. Tief i Staube bet' ich an dich, Vater Je Christi. Unsichtbarer, der du bil und sein wirst, der du warest, schufest, du bewahrest die Welt, v der du warest. Herr, wer gleich dir? Wer ist, wie du, Gott üb Alle, daß Alles dir gefalle, in All und durch Ulte? Aller Dinge He und Gott, sei hochgelobt, Gott, ser Gott! 2. Sohn, ich darf zu dir mi nahn, Gott, Ebenbild des Bater Tief im Staube bet' ich an, di eingen Sohn des Vaters. Menst gewordner, der du bist, und se wirst, der dit warest, im Fleis dich offenbareft der Welt, vor& du warest, Herr, wer gleichet di Wer ist, wie du, Gott über All Daß Jeder dir gefalle, versöhnt du uns Alle. Sohn des höchst Baters, Gott, sei hochgelobt, Her unser Gott! 3. Gel 50, Mel. Wie schön leuchtet der 2. it Lobfinget Gott, Dank, Preis und e Ehr' sei unserm Gott je mehr und i mehr für alle seine Werke. Bon - Ewigkeit zu Ewigkeit lebt er, und wherrschet weit und breit mit Weisheit, Güt' und Stärke. Singet, b bringet frohe Lieder, fallet nieder: Gott ist herrlich, unaussprechlich e groß und selig. ni 2. Lobsinget Gott, Dank, Preis und Ruhm sei von uns, deinem Eigenthum, Herr Jesu, dir gesungen. Du, Mittler zwischen uns und Gott, haft durch Gehorsam bis zum Tod das Leben uns errungen. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft aller Frommen, die durch dich zum Vater kommen. fei zij di und heiliger Geist. 33 3. Geist des Vaters und des Lüsten. Leit' uns, stårk uns, in der Freude wie im Leide Gott ergeben und der Jugend treu zu leben. Sohns, du kennst die Tiefen Gote tes. Siegel unsers Gnadenlohns, mach' uns zu Tempeln Gottes. Geist der Heiligung, du bist vom Bater uns gegeben, damit wir ewig 51. Mel. Nun danket Alle Gott zc, leben, und ewig ihn erheben. Hei Gelobet sei der Herr, mein Gott, lig, heilig ist der Vater mit dem Sohne, der Geist, auf einem Throne mit ihm und seinem Sohne. Einis ger Gott, Aller Gott, sei hochges lobt, Gott, unser Gott! dit le 3. Lobsinget Gott. Du, Geist des Herrn, sei nie von unserm Geiste fern, mit Kraft ihn auszurüsten. Du machst uns gläubig, weise, rein, hilfft uns getroft und fiegreich sein im Streit mit unsern t fte Bel mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, der mir hat den Leib und Geist gegeben, mein Vater, der mich schüßt vom Mutterleibe an, der jeden Augenblick viel Gutes mir gethan. 2. Gelobet, sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Baters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich evlöset hat mit seinem theuern Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Baters werther Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Sperz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Noth Rath, Trost und Hülfe schafft. 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den Alles lobt und preist was ist, und lebt und webet. Gelobet sei der Herr, deß Name heilig heißt, Gott Bater, Gott der Sohn und Gott der werthe Geist. 5. Dem wir, mit Dank erfüllt, Gebet und Opfer bringen und mit der Engelschaar das Heilig, Heilig singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit. Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! ( S 52. Mein L Li Gaaaaaaaa គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គ គឺ m 34 Werke und Wohlthaten 52. Mein Gott, ich danke herzlich, dir für alle Wohlthat, die du mir so våterlich von Kindheit an bis diese Stunde haft gethan. 2. Du hast durch deine große Macht mich an das Tageslicht gebracht, mir Leib und Seele schön geziert, mich in die Christenheit geführt. 3. Die bose Luft, die in mir hast, beherrsche ich durch deine Kraft; du gabst den Geist mir in der Tauf, nahmst mich zu deinem Kinde auf. 4. Wiewoht sich leider Schwachheitssünd' bei mir noch immer häufig find't, so hast du doch durch deinen Sohn dieselbe mir vergeben schon. 5. Viel tausend Gnade hast du mir auch sonst erwiesen für und für; ich spür es stets und überall, drum sag ich fröhlich noch einmal: 6. Mein Gott, ich danke herzlich dir für alle Wohlthat, die du mir so våterlich von Kindheit i bis diefe Stunde hast gethan. 7. Lob sei dem Vater und de Sohn, dem heilgen Geist vor sein Thron, das ihm auch also sei ber von nun an bis in Ewigkeit. 53. Nun danket Alle Gott mit H zen, Mund und Hånden, der gu Dinge thut an uns und allen den, der uns von Mutterleib': Kindes Beinen an unzählig zu gut und noch jegund gethan. 2. Der ewig reiche Gott w uns bei unserm Leben ein im fröhlich Herz und edlen Frieden ben, und uns in seiner Gnad halten fort und fort, und uns aller Noth erlösen hier und dort 3. Lob, Ehr' und Preis sei G dem Vater und dem Sohne, dem, der Beiben gleich, im h Himmelsthrone! Lob dem d eingen Gott, der ewig, ewigt und ist und bleiben wird, Lob und immerdar! III. Von den Werken und Wohlthaten Gottes überhaupt. 54. Mel. Sei Lob und Ehr' dem 2c. Wen Denn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für Alle wacht, anbetend überlege: so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater. blickt, die Wunder deiner W Der Himmel, prächtig aus schmückt, preist dich, du Gott Stärke. Wer hat die Sonn ihm erhöht, wer kleidet sie Majestät? Wer ruft dem der Sterne? 3. Wer mit dem Winde sei Lauf? Wer heißt die Himmel nen? Wer schließt den Schoof Erbe auf, mit Vorrath uns zu 2. Mein Auge sicht, wohin es Gottes ti nen? D Gott der Macht und Herrs lichkeit, Gott, deine Güte reicht so de weit, so weit die Wolken reichen. in 4. Dich predigt Sonnenschein Ser und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre: Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft gt die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! ' t 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet; n. der Mensch, ein Geist, den sein Verw stand, dich zu erkennen, leitet; der mi Mensch, der Schöpfung Ruhm und. en Preis, ist sich ein tåglicher Beweis ad' von deiner Güt' und Größe. 86. Erheb' ihn ewig, o mein Geist, otterhebe seinen Namen. Gott, uns Gfer Vater, sei gepreist, und alle , Welt sag: Umen. Und alle Welt hefürcht' ihren Herrn, und hoff' auf dihn, und dien ihm gern. Wer wollte gGott nicht dienen? obj 55. pt. Mel. Nun lob' mein' Seel' den 2c. Kommt, kommt, den Herrn zu aupreisen, der groß von Nath ist, ott groß von That, den Gütigen, den Weisen, der keinen seines gleichen te hat. Der Herr thut große Werke; swer hindert seine Kraft, wer seines Urmes Stärke, die alles Gute fefchafft? Er dehnet, gleich Gezel el ten, die weiten Himmel aus. Er offpricht: so gehen Welten aus ih zurem Nichts heraus. n überhaupt. 35 2. Er will: die Sonnen flammen, auch drängt das Wasser, wenn er spricht, in Wolken sich) zusam men, und ihre Schläuche reißen nicht. Er ruft den Ungewittern, das Meer wird ungestům, des Hims mels Säulen zittern, die Erde bebt vor ihm. Er will, und Blige zunzünden Gebirg' an: sie vergehn. Er spricht, und ruft den Winden: schnell wird sein pimmel schön. 3. Er, er gebeut den Wellen: Hieher, nicht weiter! Legt euch hie! Er legt in Felsen Quellen: sie ries seln und verfiegen nie. Er füllet Wüsteneien mit seinen Wundern an, heißt Thiere da sich freuen, wo Niemand wohnen kann. Wer kann die Sterne führen? Wer weiß, als er allein, die Himmel zu regieren? O wagts nicht, stolz zu sein! 4. Kannst du mit deiner Stimme, o Stolzer, donnern, wie Gott thut? Streu' aus von deinem Grimme Verderben und der Blike Gluth, leg' auch Gewalt an, zeige dich måchtig, wie der Herr, schau an die Höhen, beuge, versenke sie wie er! Bas rühmen denn die Thoren mit ihrer Stärke sich? O Staub, aus Staub geboren, nur Gottes rühme dich! 5. Herr, dein ist alle Stärke, und alle Hülfe, Gott, ist dein. Das preisen deine Werke, die deiner Kraft allein fich freun Wir auch erfreun uns ihrer, ihr Lob sei unsre Pflicht. O Vater, o Regierer, wen hält, wen schützt sie nicht? Du lebst, du wirkst in Ullen; ( 2 dir, Lo Lo 21 90 50 201 ãããã Werke und Wohlthaten 36 dir, dir vertrauen wir. Erhalter, wer kann fallen, geleitet, Herr, von dir? 56. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. Kommt und laßt uns niederfalten, erstaunen, rühmen, daß uns Allen der Herr anbetungswürdig ist. Sagt, ihr Engel, sagt, ihr Frommen: Gott, Schöpfer, Herr, du bist vollkommen, du warst, du bleibeft, der du bist. Noch eh der Himmel war, den deine Macht ges bar, eh die Erde, warst du, ihr Herr, und herrlicher als dich, wer endlich ist, sich denkt. 2. Alles, was er schaffen wollte, was nach der Schöpfung werden follte, sab er in seiner Möglichkeit, sahe, als obs erschaffen wåre, sah jede Welt, sah ihre Heere, und je= den Geist, den er erfreut. Allwis send war der Herr, allmächtig war der Herr, gut und heilig. Auch ohne Reich bedurft er euch, ihr Welten, nicht zur Seligkeit. 3. Er erschuf, uns zu beglücken, euch, Erd' und Himmel. Euch zu schmücken, floß über euch sein Licht herab. Ihnen sich zu offenbaren, erschuf er Geister, zahllos waren die, denen er die Welten gab. Nun hat der Herr ein Reich, noch im mer selbst sich gleich, unaussprechlich. Und die Natur verkündigt nur, was er vor allen Welz ten war. 4. Alles will und muß den Willen des Allgewaltigen erfüllen, was er verordnet, das besteht. Send Wege sind vollkommen. Er schu beglückt und liebt die Frommer n und wer ihm trogen will, verget L Er hält in Ewigkeit, was er vee heißt, und dråut nicht vergeben s Bebt, Sünder, bebt, der Her Herr lebt; Gerechte, jauchzt, br Herr, Herr lebt. 5. Leben wird er, sein ein& c cher euch, widerspenstige Verb E cher, der Frommen Vater im 61 richt. Dunkel sind noch seine Pfal s einst aber Heiligkeit und Gna f und alle seine Thaten Licht. singt, lobsinget Gott, dem Her f Herrn, unserm Gott, ihm, 15 sein wird! Im Heiligthum erfch sein Ruhm schon jegt, und künf E noch weit mehr. E F r C 57. Mel. Wachet auf, ruft uns. j Unsern Gott, den Gott der Eh besingen seiner Engel Chöre: 2 Herr ist groß, sein Nam' ist he i Werd' auch du voll seines Ruhm Bolt Gottes, Bolk des Eigent mes, ob du schon Staub bist, pr ihn doch. Gern hört er den sang, ist schwach gleich unser Da e Lobt den Höchsten, der, reich 1 Gût, aufs Niedre sicht, verschmit nicht schwacher Menschen Lied. 2. Höchster, deiner Ullmachtgl 1 chet auch deine Gnade, und fie: L chet durch aller Himmel Him t hin. Nie hast du dein Wort brochen. Selbst Hoffnung deß, mdu versprochen, ist mehr als einer Welt Gewinn. Eh Erd' und Him met war, warst du unwandelbar. Lobt den Höchsten, ihn, ihn erhöht. Sein Wort besteht, wenn Erd' und pimmel schon vergeht. 3. Einst erschuf er, sich zur Eh dre, von Sonnen unzählbare Hees re, auch die, die uns strahlt, uns erquickt. Um die Sonnen hieß ex Erden, auch die, die uns ernähret, werden, und herrlich hat er sie ges schmückt. Er sprach, und es ge schah, die Welt stand fertig da. Lobt den ppichsten! Er will, er sprichts, er schafft aus Nichts, der 1 Herr, der Vater alles Lichts. 4. Herr, von dem wir alle Gas fben aus deines Reichthums Fülle haben, du, Herr, vergisfest unsrer nie. Du schufft alle Millionen, die auf dem weiten Erdkreis wohnen, du kennst und überschauest sie, und jedem theilest du sein Maaß mit Weisheit zu. Lobt den Höchsten! Mein Gott, durch dich entstand auch ich, und du regierst mich väterlich. 58. 1 te Gottes überhaupt. 37: leicht die Spuren deiner Güte. Der Himmelslichter Lauf und Pracht, ein Sternenheer, das du gemacht, erwecket mein Gemüthe, großer Schöpfer, dich zu singen, die zu bringen Ehr und Stärke. Groß sind deiner Almacht Werke. 3. In Ungewittern, Sturm und Wind, die deines Thrones Diener sind, entdeck' ich deine Güte. Das Feuer, wie der Waffer Grund, macht deine große Liebe kund. Mit fröhlichem Gemůthe will ich täglich darauf achten und betrachten deine Werke, rühmen deine Huld und Stärke. Mel. Wie schön leuchtet der x. Gott, dessen starke Hand die Welt erschaffen hat und noch erhält, ich fete deine Güte; ich sehe sie und werd' entzückt, wohin auch nur mein Auge blickt. So bald ich mein Gemůthe auf dich, Schöpfer, achtfam lenke, und dich denke, find' ich, Urmer, dich als Vater und Erbarmer. 2. Seh ich, so weit mein Auge reicht, gen Himmel, so entdeck' ich 4. Dein Erdreich, Gott, das Jedermann giebt Brot und Kleider, seh ich an und schmecke deine Güte.. Ich spüre, führ' und höre sie im Feld und Wald, ich sehe sie in aller Fluren Blüthe. Von dir zeugen alle Dinge, so geringe sie mir scheinen, wie im Großen, so im Kleinen. 5. O zeuch mich über Welt und Beit zu dir, o Herr der Herrlichkeit, durch deine große Liebe! Auf dich laß mich in allem sehn, für jedes Gute dich erhöhn. Belebe meine Triebe, o mein Vater, dir in allen zu gefallen; dir zu leben, sei mein einziges Bestreben. 59. Mel. D Könis, dessen Majestät sc. Lobsinget Gott! Er schuf die Welt zum Schauplag seiner Güte. Lobsingt ihm, der sie noch erhält, mit freudigem Gemüthe! Gott ist die Liebe. ન્ય બે બે બે Li 9 5) 3 9) 90 S 50 50 501 38 Werke und Wohlthaten Gottes. n Liebe. Rühmt es laut, Geschöpfe, sem heit und dieser Pflicht, o G die ihr ihm vertraut, die ihr ihn der Liebe, laß mich nicht, so la u kennt und ehret. Rühmt es, daß ich lebe, weichen. feine Gutigkeeit, mit jedem Morgen sich erneut und ewig, ewig währet. 2. Daß außer dir nicht Alles leer von Freud' und Liebe bliebe, schufft du, o Gott, der Himmel Heer' und unsre Welt aus Liebe. Du selbst bedurftest ihrer nie, Unendlicher, du ließeft sie zu ihrem Heile werden. Du aber fältigest dich nun mit Wonne, Allen wohlzuthun im Himmel und auf Erden. 3. Kein Mensch, kein Engel selbst, ermißt die Größe deiner Segen, wie gütig deine Weisheit ist in allen ihren Wegen. Gott, deine Güte reicht so weit als deines Reichs Unendlichkeit, so weit, Herr, als dein Leben. Ach, was sind wir, bie deine Macht aus todtem Staub' bervorgebracht, uns ewig Heil zu geben! 4. O Bater, welchem Keiner gleicht, an Liebe, wie an Stárke, kein Dank, kein Lobgesang erreicht die Wunder deiner Werke. Doch ist birs angenehmer Dank, die ist es mehr als Lobgesang, wenn ich dich thätig liebe, und gern in meiner Lebenszeit Erbarmen und Wohlthätigkeit an andern Menschen übe. 5. Du bist die Liebe. Dank sei dir, daß ich dich so erkenne, und dir zum Ruhm, zum Trofte mir, dich meinen Vater nenne. Auch will ich gerne liebreich sein, will glücklich machen, will erfreun, will helfen und dir gleichen. Von die € 60. 11 d Gott ist mein Lied. Er ist d Gott der Stärke. Groß ist sei d Nam', und groß sind seine Werl S und alle Himmel sein Gebiet. V 2. Er will und sprichts: so fi und leben Welten, und er gebeu 2 so fallen durch sein Schelten& s Himmel wieder in ihr Nichts. it 3. Licht ist sein Kleid und seit Wahl das Beste. Er herrscht du Gott und seines Thrones Beste u Wahrheit und Gerechtigkeit. u 4. Unendlich reich, ein Meer ve d Geligkeiten, ohn Anfang Got und Gott in ewgen Zeiten, Ha o aller Welt, wer ist dir gleich? S d 5. Was ist und war im Himm Erd' und Meere, das kennét Gott und seiner Werke Heere sind ewi vor ihm offenbar. te 6. Er ist um mich, schafft, de d ich sicher ruhe, er schafft, was it vor oder nachmals thue, und er e forschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du figest ode C geheft. Ob du ans Meer, ob d gen Himmel flöhest: so ist er allent halben da. 8. Er kennt mein Flehn und al len Rath der Seele. Er weiß, wi oft ich Gutes thu' und fehle, unl eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mit u geben wollte, schrieb auf sein Bud wil Schöpfung. kell 39 wie lang id) leben sollte, da ich noch men fort. Ihn rühmt der Erdunbereitet war. kreis, ihn preisen die Meere; vera nimm, o Mensch, ihr göttlich Wort. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du haft werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Uuen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm. 13. Du tránkst das Land, führst. uns auf grüne Weiden, und Nacht, und Tag, und Korn, und Wein, und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen: follt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hålt? 15. Ist Gott mein Schuß, will Gott mein Retter werden: so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden und biete selbst der Hölle Truk! 24. Die Himmet rühmen des Ewigen Ehre, ihr Schall pflanzt seinen Sta2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne, wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Cie kommt, und leuchtet und lacht uns von ferne, und läuft den Weg gleich als ein Held. 62. Mel. Machet auf, ruft uns ic. Bete Detet an, laßt uns lobsingen, und Ruhm und Dank dem Schövfer bringen. Sein, sein ist Weis 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Natur dir aufgestellt. Berkündigt Weisheit, und Ordnung und Stärke, dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du der Wesen unzählbare Heere, den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch wen ist Alles? O gieb ihm die Ehre, mir, ruft der Herr, sollst du vertraup. 5. Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde, an meinen Werken kennst du mich. Ich bins und werde sein, der ich sein werde, dein Gott und Bater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil; ich bins. Mich liebe von ganzem Gemüthe und nimm an meiner Gnade Theil Schöpfung. heit, Huld und macht. Ihm, der Alles hieß entstehen, die Erde und der Himmel Höhen, ihm werde Lob und Preis gebracht. Wer ist dem Höchsten gleich? Er hat sein weites Reich sich bereitet, er schuf die Welt, die L L L 21 M Sm m Werke und Wohlthaten Gottes. 40 bie er erhält. Es rühm', es preif ihn seine Welt. 2. Seiner Seligkeiten Fülle auch mitzutheilen, war sein Wille; und was er wollte, das geschah. Er ges bot allmächtig: Werde! Da ward der Himmel, stand die Erde zum Preise seiner Güte da. Der Ullmacht erster Sohn, der Engel, jauchzte schon seinem Schöpfer; doch wars noch nicht auf Erden Licht. Er sprach: Es sei! Da ward es Licht. 3. Alles ordnet' er aufs Beste, und wölbte oben eine Beste, und unter ihr der Wolken Heer. Wass ser deckt der Erde Höhen, er done nert: seine Winde wehen, es flieht und decket sie nicht mehr. So bricht er seinen Lauf, enthüllt steigt nun herauf seine Erde, sein Eigenthum, sein Preis und Ruhm und seines Sohnes Eigenthum. 4. Er gebeut: der Erde Felder, und Hügel, Thåler, Berg und Wälder blühn fruchtbar durch sein Wort voll Macht. Seine Sonn' in hoher Ferne regiert den Tag, und Mond und Sterne regieren stiller in der Nacht. Er spricht: da füllt das Meer ein tausendfältig Heer ihm zum Preise. Auch singt und ruft das Volk der Luft zu ihm, der es zum Leben cuft. 5. Grünend stehn nun die Gefilde. Wie wimmelt es vom Vieh und Wilde in jedem Wald, auf jeder Flur! Wer bevölkerte die Erde mit einer fo unzählbarn Heerde von Thieren? Er, der Höchste, mur. Was sich auf Erden regt, sich fühlt und sich b wegt, Quell des Lebens, das kom von dir. Vom Wurm zum Thin dankt Alles, Herr, sein Leben dir 6. Und auch wir, du Gott d Stårke, auch wir sind deiner Han Werke: welch hoher Dank gebühr nun dir? Laßt uns, sprachst le Menschen schaffen, ein Bild m uns, nach uns geschaffen.& Adam ward, mit ihm auch wiWelch seliger Beruf, dazu dein uns schuf, Gott der Liebe! Wir len dein uns ewig freun und de nem Bilde ähnlich sein. 7. Ewig wollen wir lobsingm und ewig frohen Dank dir bring der uns zu seinem Bild gema 3um unsterblich frohen Leben du das Dasein uns gegeben. F ewig sei dir Preis gebracht. schufest deine Welt, die noch Urm erhält, uns zur Wonne. E gútger, dir frohlocken wir sie jetzt, und einst noch mehr als hie 63. Mel. Sei Lob und Ehr' dem 2. Lobsinget Gott und betet an, bank', es rühm', es singe, jauchze, wer nur jauchzen ka dem Schöpfer aller Dinge. groß, wie stark ist seine Kr wie herrlich, wie untadelhaft f alle seine Werke! 2. Wie schön, wie würdig se Macht find aller Himmel pe Wie strahlen sie voll Licht Pr Schöpfung. bpracht dem, der sie schuf, zur Ehre! Das Auge sieht sich nimhimer satt, sieht, was es auch geses ithen hat, doch immer neue Bunder. 3. Nicht Wunder für das Aug' inallein, auch Bunder für die Seele, üldamit es ihr, sich zu erfreun, an keiner Schönheit fehle. Wie kunstwvoll åndert Gott sie ab, versagt Udem, was er andern gab; und doch wist jedes herrlich. . Wo ist ein Gras, wo nur ein Blatt, ein Stäubchen auf der Erde, dwodurch nicht Gottes weiser Rath und Huld verherrlicht werde? O gwie ist seine Macht so reich, und ngwas ist deiner Trägheit gleich, avenn du nicht siehst, nicht fühleft? 15. Gab diese Macht, die Scho pferin der Schönheit und des Les bens, dir deinen Geist, so manchen Sinn, so viel Gefühl vergebens? Für wen, für wen, als dich, ers schafft, erhält und schmůcket seine jiraft so viele große Werke? 6. Gott selbst bedarf nichts, eine Hand, die seine Schöpfung chmückte, gab dir Empfindung und Berstand, damit er dich beglückte. Billst du, mein Geist, nicht glück nich sein, willst du nicht gern dich mmer freun, nicht immer froher e, Eaperden? 1 7. Er selbst entflammt' in deis Krer Brust die Sehnsucht nach Bertinügen. Er schuf auch Quellen, die oll Lust stets fließen, nie versiegen. nur auf seine Wunder Acht: epohlthätig ist des Schöpfers Macht, ann dirs an Freude mangeln? feBieb Pro 41 8. Dir wohlzuthun, das ist ihr Biel, laß dich zum Dank erwekken. O hättest du nur gnug Gefühl, wie gut Gott ist, zu schmekken. Ist seiner Wohnung Vors hof schon so schön, wie wird dich einst sein Thron, wie wird er selbst entzücken. 64. Mel. Warum betrübst du dich ic. Voll Freud' und frommer Dankbegier erheb' ich meinen Geist dir, mein Vater und mein Gott. Wie froh und heiter machet mich der himmlische Gedank' an dich. 2. Mein Uug' erblickt die stolze Pracht der Werke deiner weisen Macht. Du riefft: da wurden sie. Und Erd' und Himmel sind noch heut ein Spiegel deiner Herrs lichkeit. 3. Da freuet sich), Allgütiger, ein zahllos Heer Lebendiger der milden Vaterhuld, die neu an jedem Morgen ist und auch des Wurmes nicht vergißt. 4. Da stellest du, durch den ich bin, mich unter deine Wunder hin, zum fröhlichen Genuß. Was ist der Mensch, Herr, deß du dich so gnådig annimmst? was bin ich? 5. Den Menschen krönte deine Hand, dich zu erkennen, mit Verstand, sie bildete dieß Herz, das dankbar froh empfinden kann, wie viel sein Gott an ihm gethan. 6. und welche felge Hoffnungen schenkst du nicht den Erlöseten, du Stifter unsers Heils. Versüßt wird jedes XI Lo Lo Lc Lo Lo 91 M 901 9001 m M 42 jedes Leib durch sie, und leicht der Tugend edle Müh. 7. Ihr will ich, deiner werth zu sein, die theuern Lebensstunden weihn, die mir noch übrig sind. Viel höhre Freuden hab' ich dann als diese Welt mir geben kann. Werke und Wohlthaten Gottes. 65. Mel. Wie schön Icuchtet der ze. Wie groß ist Gottes Herrlichkeit! Er sprach zu seinen Himmeln: Seid! und zu dem Erdkreis: Werde! Gleich standen da voll Reiz und Pracht vor ihm, zum Preise seiner Macht, die Himmel und die Erde. Als ers ausrief: da begonnen taus send Sonnen und erhellten ein uns zühlbur Heer von Welten. 2. Wie sie so herrlich sind, so schön! Wie sie einmüthig Gott er höhn, und seine Größe preisen! Wie jede Jubel ist und Dank, ein hoher, lauter Lobgefang des Güti gen und Weisen! O wie könnt' ich fühtlos schweigen, folcher Beugen Eob vernehmen und doch seines Ruhms mich schämen? 3. Noch strahlt mir ungeschwächt fein Licht, noch weigert die Natur sich nicht, die Welt für mich zu schmücken, noch hat sie Freuden gnug für mich, noch immer schon und jugendlich, mein Auge zu entgücken. Eher werden auch die Werke seiner Stärke nicht veralten, bis er kommt, Gericht zu halten. 4. So hat der Herr an mich ge dacht, so hat er mich durch seine Macht zum Herrn der Erd' et ben! Er gab mir meinen Leib auch die Seele, feines Ob auch, gleich Engeln ihn zu Tob Rühm' ihn, Seele, jauchzend h von dem Schalle deiner Liever G tes Erd' und Spimmel wieder. 5. Das Kind, der Jüngling i der Mann, die ganze Schöpf bet' ihn an und seiner Buri Menge. Strömt hin aus mei vollen Bruft, strömt hin, Emre dungen voll Luft, in hohe Danf fänge. Schöpfer, Vater, dich hebe, weil ich lebe, meine Sa meine hochbeglückte Seele. 66. Mel. D Gott, du frommer Gott Wie schön ist Gottes Welt, schön sind seine Werke, wie e sind sie, wenn ich auf ihren Nul merke, für jeden gut, dem er t fühl und Leben gab, von seiner la gel Heer bis auf den Wurm heri 2. Sein Sonnenlicht bestral belebt und wärmt die Erde, Berg und Thal und Feld di sie gesegnet werde, daß sie von I zu Jahr mit Pflanzen, Blüth Frucht den Menschen sättigen, Pfleg und Freude sucht. 3. Vereinigt euch mit mir, Himmel, Gott zu preisen. e hellen Sterne, lobt den Guti den Weisen. Erheb', o Sonne Mond, den Vater jeder Welt, euch ins Dasein rief und im noch erhält. 4. Schöpfung. et 4. Shr leuchtet, euer Glanz ents bromt aus seiner Fülle. Ihr wans Obselt Jahr für Jahr in segenvoller obStille voll Ordnung eure Bahn. hBott, euer Schöpfer, sieht, was Gut ift, lenket euch, und, was er sill, geſchieht. 35. Verkündige sein Lob, o Erde, pfpreist ihn, Meere, lobt den Allgúunigen, ihr alle seine Heere! Der Bogel, das Gewürm, der Wallfisch, medes Thier im Wald' und auf der anflur lobsinge, Schöpfer, dir. 6. Selbst, was uns Kummer Saacht, dein Blik, dein Feuerregen, ein Hagel und dein Sturm, ge= iert uns neuen Segen. Auch wird as starre Land, wenn Schnee und čís es deckt, zu neuer Fruchtbars eit, zu neuer Luft erweckt. 7. Was kann geschehn, das nicht ein weiser Rath regiere? Welch Rebel kommt von dir, das nicht rum Guten führe? O lobt ihn, ankt ihm, singt! Er, er ist groß al ein. Wer kann so weis' und gut els unser Schöpfer sein? 3 Schöpfung der Engel. 67. Bete Mel. Wachet auf, ruft uns 2. Detet an, ihr Menschen, bringet em Höchsten Ruhm und Preis, obfinget Gott, unserm Schöpfer, etet an! Bahllos sind der Geister schaaren, die, ehe noch die Menhen waren, vor ihm schon standen nd ihn sahn. Ihr Heer, umstrahlt 43 vom Licht, bedeckt das Angesicht vor dem Schöpfer. Voll Preis und Dank tont ihr Gesang durch alle Himmel Gottes hin. 2. Tausend sinds der Millionen, die seiner Himmel Kreis bewohnen und seiner Größe Ruhm erhöhn. Sperrlich, herrlich ist Gott! rufen sie tief anbetend an den Stufen des hohen Throns, um den sie stehn. So weit er herrscht, so weit geht seine Herrlichkeit, jauchzen Alle. Wer ist, wie er, frohlockt ihr Speer, wie Gott, der uns geschaffen hat? 3. Sie, die nicht beim tiefen Falle des ersten Mörders fielen, Alle vollbringen seinen Willen gern. Seht ihr Beispiel, folgt, ihr Froms men. Sie Ulle, heilig und vollkommen, gehorchen wonnevoll dem Herrn, sie thun, was er gebeut, und ihre Herrlichkeit ist Gehorsam, sie weilen nie, er sende sie, wohin sein Wink sie senden will. 4. Winden gleich, und gleich den Bligen, gehn sie vom Thron aus, fegnen, schüßen und strafen, wie der Herr gebeut, lagern sich um seine Kinder, und fördern gern das Heil der Sünder und freun sich ihrer Seligkeit. Sie dienen, Jesu, dir, frohlocken laut, wenn wir uns bekehren, wenn unser Dank den Lobgesang der Himmel hier schon wiederhallt. 5. Gott, mit allen diesen Hee ren soll, wer hier heilig wird, dich ehren, einst ewig sich mit ihnen freun, soll, erlöft durch dein Era barmen વ્યા ને તો L m m m m 44 Werke und Wohlthaten Gottes. barmen, zu dir gebracht auf ihren und leiteft, zum Himmel vorben, Urmen, wie sie, verklárt und selig test und zärtlich, als ein Batt fein. Vernehmts, ihr Menschen, liebst. hört: Wer sich zu Gott bekehrt, wird am Throne in seinem Reich den Engeln gleich das Untlig seiz nes Gottes schaun. 5. In solcher Geister Chöre dich ewig zu verehren, welch ein Seligkeit! Wer wird sie einst e pfinden? Der, der, entwöhnt s Sünden, sich ihnen gleich zu w den freut. d 6. Drum laß mich schon auffg den den Engeln ähnlich werden, g weit ich Schwacher kann: folg ich mit den Engeln, rein von 1b Menschheit Mängeln, dich wür ger im Himmel an. 6. Werdet heilig, seid vollkoms men wie Engel Gottes. Gott wird kommen mit seinen Engeln zum Gericht. Laßt sie jauchzen, daß wir Alle dann, aufgerichtet von dem Falle, Gott sehn und seiner Bonne Licht. Heil uns, wir beten dann mit allen Engeln an, gleich den Engeln. Ihr Lobgefang und unser Dank hallt dann durch alle Himmel hin. 68. Mel. D Welt, sich hier dein 2c. Wer zählt der Engel Heere, die du zu deiner Ehre, Herr aller Wel ten, schufft? Sie freun sich, deinen Willen gehorfam zu erfüllen, wie Flammen schnell, wenn du sie rufft. 2. Sie tilen, in Gefahren den Frommen zu bewahren in seiner Pilgerzeit. Sie freun an deinem Throne sich einst auch seiner Krone wie ihrer eignen Seligkeit. 3. Bekehren sich die Sünder und werden deine Kinder, die dir dein Sohn gewinnt: dann jauchzen ihre Lieder, daß ihre neuen Brüder, dem Fluch entrissen, selig sind. 4. Sie jauchzen deinem Sohne, daß du sie ihm zum Lohne für seine Leiden giebst, daß du sie trågst n 7. Wenn du zu ihren Liedern/ f meinen höhern Brüdern vor dein Thron mich rufft, will ich em an mich schwingen und Dank f Preis dir singen, daß du für to auch Engel schufft. 8. Dann lehren sie mich drob dich würdiger zu loben, des a mels höhern Dank. Dann wird t deinem Ruhme in deinem Heiligt å me der ganze Himmel ein Gefar r 69. Mel. Alle Menschen müssen x. Wenn wir unsern Bauf vollend wenn wir unsre Seele nun übe ben deinen Händen, bald in dei Schoose ruhn, eilen wir aus, d Leiden hin zu deiner Engel Ft den, ewig, Gott, bei dir zu ewig deiner uns zu freun. 2. Wir, zu Gnaden angen men, hoffen, Bater, voll Vertra auch, wie sie, mit allen From 6 Schöpfung. 45 deine Herrlichkeit zu schaun. Gleis ist der Mensch, der Staub, vor che Hoheit wird uns schmücken, glei- dir! Und dennoch thast du, Herr, che Wonn'uns dann entzücken, wir, an mir so überschwenglich Gutes. erhoben in dein Reich, werden deis nen Engeln gleich. 3. Dieses Heiles der Erlösten, " dieser Wonne, dich zu sehn, dürfen wir im Tod' uns trösten, wenn wir deine Wege gehn; wenn wir rin gen, schon auf Erden deinen Engeln gleich zu werden, standhaft in der Heiligkeit, die zu dienen stets bereit; 14. Wenn wir vor Begierde brens nen und, den Engeln gleich, uns freun, immer mehr dich zu erken nen, immer heiliger zu sein; wenn wir hulfreich gern mit ihnen unsern schwächern Brüdern dienen; wenn ohn' allen Eigennuß wir ihr Beistand sind, ihr Schuß. 5. Welch ein Heit, Gott, schon auf Erden Engeln an Vollkommen = heit immer ähnlicher zu werden, ähnlich einst an Seligkeit. Laß uns nicht in eitlen Träumen dieses große Heil versäumen, lehr' uns deine Wege gehn, einst, wie sie, dich auch zu sehn. 2. Wer hat den Leib mir schön erbaut, die Kräft' ihm zugewogen, wer das Gebein mit seiner Haut und Adern überzogen? Dieß Alles ist ein Werk von dir. Und dir, mein Gott, gebührt dafür Unbetung, Dank und Ehre. 3. Du hast mich mit Verstand ges ziert und Freiheit mir verliehen, mich hast du in die Welt geführt, zum Himmel mich zu ziehen. Ich bin sowohl, o Herr, dein Kind, als es die höhern Geister sind, du liebst auch mich als Bater. Schöpfung des Menschen überhaupt. 4. Dir, Gott, der liebreich mich erschuf und hier dieß erste Leben, um es zum himmlischen Beruf zu nügen, mir gegeben, der mich noch stets erhält und schüßt, mir täglich schenket, was mir nügt, dir will ich ewig danken. 71. Mel. Welt, sich hier dein 2c. Dir dank; ich für mein Leben, Gott, der du mirs gegeben, ich danke dir dafür. Du hast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts ges zogen, durch deine Güte bin ich hier. 70. 2. Du, Herr, hast mich bereitet, mich väterlich geleitet bis diesen Augenblick. Du gabst mir frohe Tage und selbst der Leiden Plage Mel. Nun freut euch, licben 2c. Auch mein, o Herr, hast du ge- verwandeltest du mir in Glück. dacht, auch mir hast du das Leben nach deiner weisen Güt' und Macht zu deinem Preif' gegeben. Was 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treue zu geringe, mit der du mich bewacht. Damit ich, Staub und બે બે હો હો ១ 9) 90 90 m m Sm m Werke und Wohlthaten Gottes. 46 und Erde, auf ewig selig werde, hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du hörtest schon mein Sehnen und zähltest meine Thränen, eh ich bereitet war; el ich zu sein begonnte und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar. 5. Du liefst mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher ven Ewigkeit. Höchster, welch Erbarmen! Du forgest für mich Urmen und bist ein Bater, der vers zeiht. 6. Für alle deine Treue, für das, deß ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Dein großestes Geschenke ist er, durch den ich denke, dein ists, daß er dich fröhlich preist. 7. Daß du mein Leben fristest, und mich mit Kraft ausrüstest, dieß, Vater, dank' ich dir; daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dieß Ulles, Bater, dank' ich dir. 8. Was mir in diesem Leben noch nüßt, wirst du mir geben; du giebsts, ich hoff' auf dich. Dir, Bater, dir empfehle ich meinen Leib und Seele. Herr, segne und bes hüte mich! 72. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Gott werde stets von dir erhoben, du, deines Schöpfers Bild, mein Geist. Sollt' ich nicht meinen Va ter loben, den jedes seiner Werke preist? ihn, der mich schuf, sein Bild zu sein und seiner Liebe mi 3" zu freun? le 2. Voll Pracht, voll Unmi zum Entzücken ist seine ganze ze perwelt. Wer zählt die Reize, k sie schmücken, die Güter, die si z sich hålt? Und dennoch kann G nicht, wie schön, wie wunden 2 fie sei, verstehn. d 3. Für Engel nur, und nur Seelen, die Gott zu ihrer Würd hob, sind sie so herrlich. Sie zählen nur ihnen unsers Schöpf Lob. O Seele, jauchze, daßsl Ruf auch dich zu einem Geiste sad 4. Ja, ich kann denken, ich g winne, weil ich zu einem Geg ward, durch die Empfindung#n ner Sinne, Gedanken tausend h cher Urt. O strebt' ich, alle 6 st zu weihn, wie selig könnt' ich schon sein. 5. Ich kann sie sammeln, sie! t binden, sie trennen, wie est gefällt, die Welt empfinden, e empfinden, mich unterscheiden! der Welt. Zu tausend Thatens h ich Kraft, und die giebt Gott, Alles schafft. 6. Wie feurig dürftet meine S le nach Ruhe, Luft und Seligh Nur daß ich oft betrogen wil was, wenns errungen ist, mich r Doch das ist meiner Thor Schuld, ist bloß ein Mißbrauch ner Huld. 7. Begabt mit wundervol Sinnen, mit Freiheit, mit Bern von dir, sollt' ich nur dich, Ge liebgewinnen, dich nur: und gebra Schöpfung. gebråche mir? O möchte meine Sees le dein mit allen ihren Kräften sein! 8. Gott, meine Luft sei, dich zu kennen, dich, Quelle der Vollkommenheit, von deiner Liebe ganz zu brennen, mein Ruhm und meine Seligkeit. Nimm hin mein Herz. Was fehlt mir dann, wenn ich mich deiner freuen kann? 73. Mel. D Gott, du frommer Gott zc. Unendlicher, wer kann dich würdig gnug erheben! Du gabst der ganzen Welt ihr Dasein, Kraft und Leben. Was Geist und Körper heißt, was Erd' und Himmel schmückt, hat deine Hand gebaut, die Alles ftets beglückt. 1 2. Du schufft, ich dank' es dir, auch mich zu deiner Ehre und wollteft, Gütigster, daß ich dein Bildniß wäre. Darum hast du den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus Baterhuld geschenkt. 3. O welch ein großer 3weck, das zu du, Gott, mich schufest. Wie herrlich ist das Ziel, dazu du mich berufeft, dir, Höchster, ähnlich sein, vollkommen sein, wie du. O wohl mir, wenn ichs bin. Hilf du mir selbst dazu. 4. Laß dieses große Ziel mir stets vor Augen schweben. Mein aller stärkster Wunsch, mein eifrigstes Bestreben in allen meinem Thun 47 sei dieß, o Gott, allein, daß ich auch so wie du gesinnet moge sein. 5. Du bist der Wahrheit Freund: laß mich auch Wahrheit lieben, mit unverdroßnem Fleiß in alle dem mich üben, was mich zur Weisheit führt, zur Weisheit, die dich ehrt und Allem Beifall giebt, was du uns selbst gelehrt. 6. Laß deine Heiligkeit mich stets zum Muster nehmen. Hilf mir die Sünde flichn, die Sinnlichkeit be zähmen, nur das, was recht ist, thun, des Guten mich erfreun und dem, ders üben will, auch gern behülflich sein. 7. Gieb, daß ich, so wie du, ein Freund der Menschen werde, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beschwerve dem Nachsten gern erspart, sein Leben ihm versüßt und, wo er helfen kann, zum Helfen willig ist. 8. Noch bin ich weit entfernt, o Gott, von diesem Ziele. Du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich selber fühle, wie wenig ich dir noch im Guten ähnlich bin. O bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn. 9. Beglückt ist nur alsdann mein Lebenslauf auf Erden, wenn ich dir immer mehr schon hier kann ähnlich werden. Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt sein, und mich ohn' Unterlaß, Gott, deiner Güte freun. 74. Mel. L L & Gaaaaaa L L aaaaaaaaaaa ääääääääär 48 Werke und Wohlthaten Gottes. 74. Mel. Wer nur ben lieben 2c. Gott, ich preife deine Güte, die mich so wunderbar erschuf, und mit frohlockendem Gemüthe folg' ich, o Bater, deinem Ruf, ein Zeuge deines Ruhms zu sein und deiner Wunder mich zu freun. 2. Du gabst zum Denken und Ems pfinden, Allgütiger, mir diesen Geist, der zwar zu schwach ist, zu ergründen, wie herrlich du, mein Schopfer, feist, jedoch, was du an mir gethan, erkennen und bewundern kann. 3. Und diesen Geist, der in mir denket, schufst du nicht bloß für diese Zeit. Du hast ign, Bater, mir geschenket zum Leben in der Ewigkeit, um da vollkommner zu vers stehn, was Sterbliche nur dunkel sehn. 4. 3u eng sind dieses Lebens Schranken für seinen forschenden Verstand. Der Keim zu höheren Gedanken, als je ein Sterblicher erfand, entwickelt sich erst nach der Beit im hellern Licht der Ewigkeit. 5. 3hn sättiget kein Gut der Erben, kein zeitlich Glück, so groß es sei. Um ruhig in sich selbst zu wer= den, bedarf er mehr, das ihn erfreu. Er fühlt, daß diese ganze Welt nicht seinen Wunsch zufrieden stellt. 6. 3war ist er tief herabgesunken von seines Ursprungs Herrlichkeit, sucht oft, von Lust der Erde trun: ken, sein Wohl in Dingen diefer Beits jedoch er sucht, und fr det nicht, was ihm der äußre Schoe verspricht. 7. Du prágtest ihm durch Gewissen Gefühl von Recht Unrecht ein. Daß Bose Bosesh den müssen und Tugendhafte st sein, erkennet er; doch siehtil nicht den Richter hier schon im fa richt. 33 33 8. Den Tugendhaften ist hier den oft ein sehr widriges Gef zum Loos für diese Zeit beschiede dem Lasterhaften oft viel Ge Gewiß, erst eine andre Well gum Bergeltungsort bestellt. 3 9. Gott, wenn mein Geist überleget, so hofft er schon Unst lichkeit. Noch stärker, fühlt er beweget beim Licht, das ihm S Wort verleiht; da sieht er mit wißheit ein, auch er werd' einst, sterblich sein. tt le n Ti w 10. Herr, laß zu jenem besni Leben die Aussaat mich hier tähe streun. Laß deinen Geist das a Len geben und das Vollbringen hen verleihn. O Wonne der Unsze lichkeit, wie wird durch dich Geift erfreut! Bo oll Schöpfung des Menschen Sp Unsterblichkeit. SCE ut sin id 75. Mel. Ich ruf zu dir, Herr 2 Aus Erde ward mein Leib erb er und wird auch wieder Erde. Schöpfung. sveiß mein Geist, der Gott vertraut, daß er nicht sterben werde. Er, nehr als Staub, er, Gottes Hauch, wird nach dem Tod' auch leben, sich rheben wird er zu Gott und auch hm dann noch Ehre geben. 2. Nicht dieser Leib, mein Geist stillein kann denken, kann begehren, fann sich des Unsichtbaren freun, Bott kennen und verehren, in dem, pas er durch ihn empfand, dich, o nein Schöpfer, finden, dich empfinpen und durch der Liebe Band sich elbst mit dir verbinden. 3. Du bautest dieſe Hütte mir, Bedanken da zu sammeln, und da uerst, mein Gott, von dir und deis ier Huld zu stammeln, und immer nehr veredelt, mich im Guten stets u üben und, getrieben von deinem Seiste, dich stets inniger zu lieben. 4. Und dieses Glück ist ewig mein. Tuf immer höhern Stufen mich wig deiner Huld zu freun, hast du nich, Gott, berufen. O, wohl mir, velch ein großes Heil! Mag doch, vas Staub ist, sterben und verder en: mein bessers höhers Theil, die Seele, kann nicht sterben, 5. Nicht sterben, ja, nicht sterben. Bott, des bessern Lebens Glauben oll keines Låstrers Wahn und Spott aus meinem Herzen rauben. sch werde sterben; aber dann wirst u zu dir mich führen; triumphiren sird meine Seel' und kann im Tode ichts verlieren. 6. Ja, noch weit mehr werd' ich ereinst, als ich mit allen Sinnen 49 hier fasse, wenn du, Gott, erscheinst. durch meinen Tod gewinnen. Ich jauchze, daß ich ewig bin; denn nur mein Leib wird sterben. Gottes Erben ist selbst der Tod Gewinn: die Seele kann nicht sterben. 76. Mel. Freu dich sehr, o meine 26. Stärke, Gott, mich in dem Glaus ben, daß ich nicht ganz sterblich sei. Laß mir ihn kein Blendwerk rauben, keines Leichtsinns Spotterei, als verschwinde, gleich dem Rauch, mit dem letzten Odem auch das, was in mir denkt und lebet, dein sich freut und dich erhebet. 2. Geist, das ist mein hoher Name. Dieser Leib ist Hülle nur, eines bessern Leibes Same auf der Auferstehung Flur. Wie das Korn wird aufgelöst, Frucht zu tragen, so verwest auch mein Leib, dem hdhern Leben einen edlern Keim zu geben. 3. Freilich hört mit diesem Leben hier mein Geist zu wirken auf. Aber schließt sein ganzes Weben sich mit dieses Lebens Lauf? Gabst du, Gott, ihm Thätigkeit nur für diesen Traum der Zeit, Sehnsucht nach vollkommnem Glücke nur für wenig Augenblicke? 4. Nein, für wenig Augenblicke schufst du nicht des Menschen Geist. Du berufst zum ewgen Glücke Alles, was dich Vater heißt. Seelen, Seelen એ બે બે હો Li 201 90 m m mm mm m 07 Werke und Wohlthaten Gottes. 50 Seelen sterben nie. Nach des kur zen Lebens Müh wirst du jegliche zwar richten, aber keine je vers nichten.. 5. Dieser heiße Durst im Herzen nach der Unvergånglichkeit, dieser Drang in Leid und Schmerzen nach vollkommner Seligkeit sind die sichern Bürgen mir, daß ich mich, mein Gott, zu dir, daß ich einst, wo= bin ich strebe, mich erheb' und ewig lebe. 6. Du, o Schrecken im Gewissen der Verbrecher, du, o Ruh, die schon Fromme hier genießen, hoher Friede Gottes, du, sichre Zeugen seid auch ihr, wenn der Tod mich schrecket, mir, daß, wird gleich mein Leib zur Erde, doch mein Geist nicht sterben werde. 7. Und wie wird durch deine Lehre, Jesu, dieß mein Hoffen fest! Du, den ich als Heiland ehre, der die Seinen nie verläßt, du erhebst im Tode gleich meinen Geist zu deinem Reich, wirst auch einst ein beßres Leben meinem Leibe wiedergeben. 8. Ewig, ewig werd' ich leben. Sicher der Unsterblichkeit, streb' ich, mich empor zu heben über jeden Traum der Zeit. Wandeln will ich fest und still jeden Pfad der Tugend, will stets nach jenem Ziele stre ben, hier schon für den Himmel leben. 9. Uber, daß mein Fuß nicht wanke, starte mich, o Herr, dein Wort und der selige Gedanke: Dort ist meine Heimath, dort; dort ist weder Schmerz noch leid, Wonne und Herrlichkeit, dort ist, be vor deinem Throne meines& pfes Preis und Krone. Würde des Menschen. 77. Mel. Nun freut euch, lieben Laß mich des Menschen weg Werth, mein Gott, zu Herzene men und dessen, was mich selbst ehrt, mich allzeit innigst schi Nie komm' es mir aus meb Sinn, was Ulles ich vermagb bin durch deine weise Güte. 2. Du schufft mich nicht Fleisch und Bein; du hauchtei dem Leben mir auch zugleit Seele ein und haft ihr Kraft ben, noch mehr, als was diel rührt und durch sie Schmerc Lust gebiert, zu fassen, zu err 3. Gott, diesen Vorzug ga di mir vor so viel Millionen, belebt, genährt von dir, auft Erde wohnen. Was jenen verliehst du mir, Vernunf Freiheit und mit ihr Gefüh Recht und Unrecht. 4. Du schufst mich zur Gesells und für der Freundschaft Fr gabst mir ein Herz voll Fühlt. für Andrer Glück und Leiden mehr ein Herz, das fähig if dein, der du mein Vater bib freun und dich zu lieben. u 6 15. In stiller Undacht kann mein Geist sich bis zu dir erheben und Kbir, den jeder Himmel preift, auch Preis und Ehre geben. Auch ich Eann deinen Willen thun, in deiner Borsicht Fügung ruhn und fröhlich " auf dich hoffen. 6. Nicht bloß für diese kurze Zeit riefst du mich in dieß Leben; zu Freuden einer Ewigkeit soll sich mein Geist erheben. Und wird auch vegleich der Leib zu Staub, so bleibt ener nicht des Grabes Raub; du bswirft ihn auferwecken. 7. Vom Himmel kam, gefandt mbon dir, dein Sohn zu uns auf Eragben; er kam und ward ein Mensch, wie wir, der Menschen Heil zu werSt tei eit Borsehung. ft el 51 den. Wie hoch sind wir durch ihn. geehrt, wie ernstlich durch ihn selbft belehrt, der Menschheit Werth zu schågen. Vorsehung, Erhaltung und Regierung. 78. Mel. Lobt Gott, ihr Christen ic. ero Sch finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; ich ing' und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. fi m 2. Ich weiß, daß du der Brunn per Gnad, die ewge Quelle bist, baraus uns Ullen früh und spat biel Heil und Gutes fließt. 3. Was sind wir doch, was haeben wir auf dieser ganzen Erd', bas uns, o Bater, nicht von dir altein gegeben werd'? en 4. Wer hat das schöne Himmelsfelt hoch über uns gesest? wer ist bies, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett? 8. Und ich, ich sollte ihn ents weihn und gleich den Thieren hans deln? der Sinnlichkeit ergeben sein und nicht vor dir, Gott, wandeln? Fern sei von mir ein solcher Sinn. Bewahre mich, Herr, deß ich bin, daß ich mich so nicht schände. 9. Gieb vielmehr, daß ich allezeit auf mein Gewissen achte, nach Weisheit und Gerechtigkeit mit allem Eifer trachte, dich lobe, und mich deiner freu' und so des Vorzugs würdig sei, den du mir hast verliehen. 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? wer schüßt vor Sturm und Wind? wer macht es, daß man Korn und Moft zu seinen Zeiten findt? 6. Wer giebt uns Leben und Ge blüt? wer hålt mit seiner Hand den goldnen, werthen, edlen Fried in unserm Vaterland? 7. Uch, Here, mein Gott, das kommt von dir; du, du mußt Alles thun, du hältst die Wach' an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nåhreft uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, treulich bei. 9. Du trägst uns Sünder mit Geduld und schlägst nie allzusehr; 02 ja, डॉटर ट Li 2 5) 90 S 91 9 90 9 5 50 Werke und Wohlthaten Gottes. 52 ja endlich nimmst du unsre Schuld, und wirfft sie in das Meer. 10. Wenn unser Herz auch seufzt und schreit, wirst du gar leicht ers weicht und giebst uns, was uns hoch erfreut und dir zum Ruým gereicht. 11. Du záhlst, wie oft ein Christe wein' und was sein Kummer sei; und keine Zähre ist so klein, du hebst und legst sie bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn uns die Erd' entgeht. 13. Wohlauf, mein Herz, frohlock' und sing' und habe guten Muth: dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schat, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein' Hülf' und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht. 15. Was krånkst du dich in deiz nem Sinn und gråmst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg' und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. pat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End'. 18. Ei nun, so laß ihn ferner thun und red' ihm nicht darein: so wirst du hier in Frieden ruhn und ewig felig fein. 79. Mel. 2obt Gott, ihr Christen ze. Ich finge, meiner Seele Luft, die, Herr, hocherfreut; ich fü aus dankerfüllter Brust von dein Gütigkeit. 2. Was ist der Mensch, der Sta vor dir, daß seiner du gedenk Herr aller Welt, was haben w wenn du es uns nicht schenkst? 3. Wer hat den Himmel aus spannt, der unser Uug' entzud wer hat mit göttlich milder He den Erdkreis ausgeschmückt? 4. Wer kleidet Hügel, Thal Uu mit Schönheit, pflanzt Hain, trånkt sie mit Regen und Thau, und giebt zur Saat Gedeit 5. Wer führt die Sonn in ih Pracht mit jedem Tag' uns; wer spricht zum Mond' in dunk Nacht: den Menschen leuchte du 6. Wer front mit Segen je Jahr, daß unser Herz sich fre wer liebet uns unwandelbar, al wenn sein Donner draut? 7. Wer sichert uns vor der fahr, die uns von ferne droht?: rettet oft so wunderbar aus geg wartger Noth? 8. Durchdenke deinen Lebensla o Mensch! wer half bisher? war von deiner Jugend auf Helfer, sage, wer? 9. Herr, unser Herrscher, 1 von dir fließt alles Heil uns Dein Volk, dein Eigenthum wir, und unser Gott bist du. 10. d Borsehung. 10. Wie groß ist deine Huld und Treu! Du zähltest unser Haar, stehst uns allgegenwärtig bei in jeg-licher Gefahr. 11. Uns Sünder trågst du mit in Geduld, lehrst uns durch deinen Geist und, reut uns unsre Süna denschuld, du siehst es und vernf zeihst. w 12. Ja, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken ziehn. Der junge Rab', Erhalter, schreit zu dir, du id nähreft ihn. 50 13. Und rührte dich, o Menschenfreund, nicht eines Christen Schmerz? Die stille 3ähre, die er weint, bemerkt dein Vaterherz. 14. Weh dem, der an dem Herrn verzagt, und seine Zuversicht auf Menschen sett, gleich Heiden, sagt: Gott achtet unser nicht. 78 15. Er liebt dich mehr als du verstehst, ist, Seele, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh du flehst: vera traue nur dem Herrn. 16. Er schaut herab von seiner Höh' auf den, der niedrig ist. Erhebe dich, Unsterbliche, zu ihm, von dem du bist. 17. Lobsing' ihm, bet' ihn ewig an mit frommer Zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! Bergiß es, Seele, nicht. 80. Mel. Singen wir aus Herzens ic. Dank dem milden Vater, Dank! Unser froher Lobgesang rühme den, den Alles preist, der uns segnet, 53 trånkt und speift. Wie er Thier und Vögel nährt, hat er Alles uns gewährt, was den Leib erhält und nährt. 2. Gott zu loben, säumet nicht. Es ist Seligkeit und Pflicht, zu empfinden, wie er liebt, wie viel Gutes er uns giebt, wie er unser Leben schüßt, jedem Menschen, was ihm nüßt, darreicht und ihn unterstüßt. 3. Schauet dankvoll um euch her, Gott erfüllet Land und Meer. Wil lig wächst auf sein Gebot aus der Erde Frucht und Brot, Flur und Gärten blühen euch, Berg' und Thaler sind so reich. Menschen, und für wen? für euch. 4. Unser Bater, der uns liebt, der uns, was uns gut ist, giebt, giebt auch uns stets Speis' und Trank. Lobt den Bater, sagt ihm Dank; aller Segen kommt vom Herrn, dankt ihm und gehorcht ihm gern, liebt ihn, freuet euch des Herrn. 5. Danken, danken wollen wir dir, o milder Vater, dir; dir zu dienen, stets uns freun, willig auch zur Arbeit sein, bis uns in der Ewigkeit, nach durchlebter Pilgers zeit, höherer Genuß erfreut. 81. Mel. Singen wir aus Herzens ze. Mas den Leib erhält und nährt, hat uns unser Gott gewährt, der uns alle Gaben reicht, dem an Wohlthun keiner gleicht, der die ganze ા છે 51 50 91 91 501 90 590 Werke und Wohlthaten Gottes. 54. gange weite Welt, wie es feinem Rath gefällt, burch sein Allmachtswort erhält. 2. Alles, Ulles, was ich seh', in der Tiefe, in der Höh, was hoch in den Lüften schwebt, was im weiten Meere lebt, hofft, BVersorger, nur auf dich, freuet deiner Gaben sichs und du giebst sie mildiglich. 3. Ja, auch mich, auch mich er freut deiner Güte Mildigkeit. Du bists, Bater, der mir schenkt, was mich ſpeiset, was mich tránkt; bu biste, der so gern es thut, und im Wohlthun niemals ruht. O wie bist bu doch so gut! 4. Froher Dank sei dir dafür, milder Geber, daß auch mir våters lich du stets beschert, was mir un terhalt gewährt; daß auch ich mit frohem Sinn, was du gnädig mir verlichn, zu genießen fähig bin. 5. Spilf, daß ich beim Ueberfluß deiner Gaben im Genuß niemals überhebe mich, allzeit, Höchster, ehre dich und, wenn ich mich freu', auch aus Menschenhuld dabei eingedenk des Armen fei.it ihrer 6. So werd' ich zu deiner Ehr', wie du mir befiehlst, o Herr, froh genießen, was du mir gnädig haft verlichen hier, und mich hoffnungsvoll erfreun, daß auch künftig du allein werdest mein Versorger sein. 82. Mel. Herzliebster Jesu, was haft zc. Auf dich, o Bater, schauen unsre Blicke, daß deine Hand uns väterlich erquicke; bu forgft, und giebst aui Jebem seine Speise, daß er di preise. 2. Du fegneft uns nach deine Wohlgefallen, thuft beine mill Hand auf und giebst Allen, w noth ist; keiner fleht, o Herr d Lebens, zu dir vergebens. 3. Auch, wenn wir essen od trinken, müssen wir dir zur Eh und mit Dank genießen, was w zum Leben hier von deinen Gab empfangen haben. 4. Laß, Vater, dieß uns kein Tag vergessen, laß uns mit Da und Mäßigkeit stets essen, dan wir leben und durch deinen Seg fatt werden mögen. 83.0 Mel. Sollt es gleich bisweilen 2. Gott, o Mensch, gab dir dieß! ben, o so wird er dir auch geb was, so lang’ es ihm gefällt, dich was, so lang' es ihm gefällt, dichi Leben hier erhält. 2. Ihm ist, was du heut und m gen nöthig haft, niemals verborg Fehlt dir dieß und jenes gleich: G ist gütig, Gott ist reich. 3. Sich, die Bogel in den Lüft jeder Wurm in Fels und Klüft Fisch' im Meere, Thier' im W finden Speis' und Aufenthalt. 4. Und du solltest dich nicht så men, über Mangel dich zu gråme Denke, wenn der Mangel dre Warum zag ich? lebt doch Gott 5.8 Qué 5. Laß dich Gottes Rath nur leidi ten, o so wird dein Fuß nicht gleiten. Glaube, was Gott will und me thut, ist unsträflich, weiß und gut. ill 6. Groß im Kleinen wie im Gro: w Ben, wird er keinen Wurm versto& Ben; sollte denn der Mensch allein seiner Sorg' entzogen sein? 7. Nein, sein Rath hat schon hie nieden, was du brauchest, dir beschies den. Dient dir irgend was zum Seil, o so wird dies auch zu Theil. abi im 8. Trau' auf dieses Lebens Pfade nur auf Gott und seine Gnade; glaube, daß der Herr der Welt Ules, was er schuf, erhält. odi Sh an cg t. 84. Mel. Alles ist an Gottes Segen ze. $ 1 Collt ich meinem Gott nicht trauen, der mich liebt so väterlich, der so herzlich sorgt für mich? sollt' ich auf den Fels nicht bauen, der mir ewig bleibet fest, der die Seis nen nie verläßt? Borsehung. mi 2. Er weiß Ulles, was mich drüks ket, mein Unliegen, meine Noth, er steht bei mir bis zum Tod'; er weiß, was mein Herz erquickct. ft Seine Lieb' und Vatertreu ist mir i iegt und ewig neu. 3. Der die Vögel alle nähret, der die Blumen, Laub und Gras kleidet schön ohn Unterlaß, der uns alles Guts bescheret, sollte der vers lassen mich? Nein, ich trau' ihm ficherlich. of 55 4. Wenn nach seinem Reich' ich trachte, wenn ich durch Gerechtigkeit finde meine Seligkeit, wenn ich Geld und Gut nicht achte: segnet Gott mich früh und spat, Wort und Werke, Rath und That. 5. Ei so bleib der andre Morgen. Das, was mir noch künftig ist, irrt mich nicht; ich bin ein. Christ. Gott laß ich nur für mich sorgen. Ist doch meiner Lebenszeit ihre Sorge schon bercit. 6. Lob sei Gott, der mich erfreuet, daß ich glaube feftiglich: Gott, mein Vater, sorgt für mich, der mir diesen Trost erneuet, daß ich weiß: Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. 85, Mel. Lodt Gott, the Christen 20. Du bists, dem Ehr und Ruhm gebührt; und das, Sere, bring' ich dir. Mein Schicksal hast du stets regiert, und stets warst du mit mir. 2. Wenn Ungft und Noth sich mir genaht, so hörtest du mein Flehn und ließest mich, nach deinem Rath, Hülf und Errettung sehn. 3. Wenn ich in Schmerz und Krankheit sank und rief: Herr, rette mich, so halfst du mir. Mit welchem Dank, mein Gott, erheb ich dich! 4. Betrübte mich des Feindes Haß, so klagt' ich dir den Schmerz. Du halsst mir, daß ich ihn vergaß und gabst Geduld ins Herz. 5. Wenn दर टर ១ 50 88 5) S 90 5) S S 90 Werke und Wohlthaten Gottes. 56 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor und mich verschuldet sah, rief ich zu dir, mein Gott, empor, und Gnade war mir nah. 6. Herr, für die Leiden dank' ich dir, dadurch du mich geübt, und für die Freuden, welche mir dein mils der Segen giebt. 7. Dir dank' ich es, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich schmeck' in jeder Kreatur, Gott, deine Freundlichkeit. 8. Ich danke dir für deinen Sohn, der mir zum Heile starb und der zu deinem Gnadenthron den Zutritt mir erwarb. 9. Wie sehr liebt Gott der Mens schen Wohl. Erheb' ihn, Volk des Herrn. Die Erd' ist seiner Güte voll; er hilft und rettet gern. 10. Er hilft und läßt die Traus rigkeit bald uns vorübergehn, will uns, nach kurzer Prüfungszeit, zu ewgem Heil' erhöhn. 11. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, nicht, was er dir gethan; verehr' und halte sein Gebot und bet' ihn ewig an. 86. Mel. Alle Menschen müssen ze. Bester, weisefter Regierer, aller Welten Preis sei dir. Dir, du meis nes Lebens Führer, sei auch ewig Preis von mir. Unter allen Millio: nen, die dein weites Reich bewohnen, siehst du huldreich auch auf mich, sorgest für mich väterlich. 2. Nie kann ich dich gnug erh ben. Du, der Alles werden heiß gabst mir mit des Leibes Leben au die Seele, die dich preist. Ich, d Wunder deiner Güte, seh mit sta nendem Gemüthe, das sich sell nicht faffen kann, als ein Bi von dir mich an. 3. Auf der Menschheit hohe St stellte, Herr, mich deine Hand, den Schall von deinem Stufe fa ich hörte, früh verstand. Aus endlichem Erbarmen zogst du mi mit Baterarmen in der Kindh schon zu dir. O wie preis' ich d dafür! 4. Täglich warest du mir nal deine Weisheit lehrte mich, w ich hörte, was ich sahe, zeigte mi mein Vater, dich. Du, du kan mit neuem Segen jeden Morg mir entgegen; was nur je n heilsam war, reichte deine Ha mir dar. 5. Wie so viele frohe Ta schenkte deine Güte mir! Schil test du gleich eine Plage, o so t auch Trost mit ihr. Und wer zäh die Gnaden alle, die mir, seit hier schon walle, deine Vaterh verlich? Herr, zu zählen sind nie. 6. Sollt' ich dir denn nicht# Freuden dankbar und ergeben sei Sollt' ich zagen, wenn mir Leid widerfahren oder dråun? Nei ich lasse, Gott, dich walten; d du wirst mich aufrecht halten. Sa de Freude, sende Schmerz, dant voll nimmts von dir mein Herz. 7. Fto 7. Flöhn mich auch die besten Freunde, fehlt auch andre Freude mir, wären viel auch meiner Feinde: dennoch bleib ich stets an dir, dennoch will ich nicht verzagen, will #aufs Ziel von meinen Tagen, in die 3 höhre Zukunft schaun, und mit Freuden dir vertraun. [ U 8. Besser noch als selbst das Le: ben ist, o Bater, deine Huld. Was mir nuht, wird sie mir geben und mich tragen mit Geduld. Laß mich minur, du Allerbester, immer inniger und fester hier mit dir vereinigt fein, deiner Gnade mich zu freun. Vorsehung. 9. O der seligen Verbindung Alallergütigster, mit dir! Deiner Ba= terhuld Empfindung gieb, o Bater, täglich mir. Mache du mich immer reiner, daß mein Herz dereinst auch goeiner sich in deinem Reich' erfreu und in dir ganz selig sei. 21 87. Mel. Aus der Tiefen rufe ich ze. Preise froh auch du, mein Geift, Gott, den jeder Himmel preist. Dank' ihm, der voll Lieb und macht ewig für dein Beftes wacht. 2. Seines Wohlthuns dich zu # Freun, haucht' er dir das Leben ein; und wie huldreich hat bis ist nicht sein Arm dich unterstüßt. zil Ed cit $ Se inl 57 4. Auch dein Speil besorgt' er schon, eh du warst, durch seinen Sohn, der sich bis zum Tod und Grab auch zu deiner Rettung gab. 5. Und mit welcher Baterhuld trågt er dich noch mit Geduld. Auch, dir zu verzeihn bereit, giebt er dir zur Beßrung Zeit. 6. Nuße sie dazu mit Fleiß, dir zum Wohl und ihm zum Preis.. Ihm, ber dich so gern erfreut, ihm sei ganz dein Herz geweiht. 7. Dien' ihm gern und hoff' auf ihn, wenn auch Wolken dich umziehn, dir der Himmel trübe wird und dein Fuß im Dunkeln irrt. 8. Licht schafft er aus Finsterniß; 3. War nicht seine Vatertreu jeden Morgen bei dir neu? Täglich gab dir seine Hand, was sein Nath dir nüglich fand. folg' ihm nur und sei gewiß, daß er Jedem, der ihn liebt, mehr noch, als er hoffet, giebt. 9. Ja, mein Gott, deß freu' ich mich. Hoffnungsvoll erheb' ich dich, daß du so barmherzig bist und der Deinen nie vergißt. 10. Täglich soll mein Lobgesang dich erheben, und voll Dank will ich preisen, was dein Rath über mich beschlossen hat. 88. Mel. 2obt Gott, ihr Christen 2c. Mein Geist erstaunt, Ullmächtiger, wenn er die Gnade denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, so unverdient beschenkt. 2. Dann ist mein Herz so hoch erfreut, ganz deiner Güte voll, und weiß vor heißer Dankbarkeit nicht. wie es danken soll. 3. Uts XI Lo LU Lo Lo M S 90 90 SX S Sy 50 m 58 3. 2te ich noch in der Mutter Schooß, in Nacht verborgen, schlief, bestimmtest du für mich das Loos, das mich zum Leben rief. 4. Du wählst des Sterblichen Geschick eh er geboren ist. Und so ward ich, o welch ein Glück, schon als ein Kind, ein Christ. 5. Noch schlicf ich an der Brust, und schon entfernteft du Gefahr, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr erbarmend dar. 6. Wenn ich durch Sinnlichkeit vom Pfad der Tugend mich verirrt, hat mich höchst liebevoll dein Rath darauf zurückgeführt. 7. Du warst mein Schuß und meine Wehr vor Unglück und Ges fahr, und vor dem Laster, das noch mehr als sie zu fürchten war. Werke und Wohlthaten Gottes. 8. Ich sah, von Krankheit bleich, durch dich mein Leben mir geschenkt; und deine Gnab erquickte mich, wenn Menschen mich gekränkt. 9. Von Freudenstrahlen glänzt mein Blick, da du so hoch mich liebst und in der wahren Freundschaft Glück des Lebens Trost mir giebst. 10. Und welche Wohlthat, Herr, ist nicht dieß Herz, das fühlen kann; dieß Herz, ganz dein, das dankbar spricht, was du an mir gethan. 11. Kein Tag soll froher mir vergehn, als, Höchster, dir zum Preis; ich will dein hohes Lob erhöhn so gut ich kann und weiß. 12. In Schrecken, Angst, Ge fahr und Noth trau' ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist sell der Tod mir nicht mehr fürchte lich. 13. Wenn krachend einst der B der Welt erzittert und erbebt, w ich dich preisen, der mich hålt, Ewigkeit erhebt, 14. Dich, der mich bei der Wa ten Sturz mit starkem Urm erho Selbst Ewigkeiten sind zu kurz, Höchster, für dein Lob. 89. s Mel. Wenn wir in höchsten zc. Mein Auge sieht, o Gott, m dir, von deinem Throne hilf! mir! Mein Heil kommt nur v deiner Macht, die diese Welt h vorgebracht. 2. Getrost, mein Herz, dein treu Hirt schafft, daß dein Fuß nit gleiten wird. Der dich behütt schlummert nicht, in Finsternisi er dein Licht. 3. Kein Uebel sei dir fürchte lich; denn Gottes Rechte schüß dich. Durch seine treue Bate hand wird, was dir schadet, aby wandt. 4. Sein Schuß gewährt dir S cherheit, sein Trost füllt dich mi Freudigkeit, er leitet dich auf ebna Bahn und nimmt dich einst m Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mid Du bist mein Heil, ich hoff' at dich. Dein Segen fotg' aus diese Beit mir bis in jene Ewigkeit. 90. Mel fell 90. Mel. Erschienen ist der herrlich zc. Gott lebet noch, drum sorg' ich 91. -Whicht. Du, Herr, bist meine ZuStürzt auch der ganze Mel. Herr, wie du willst, so zc. bersicht. Weltkreis ein, du wirst mein Schuh Du hast, mein Vater und mein chte Vorsehung. Was Wund Retter sein. Gelobt seist du! the 2. Du sorgft für mich. forg' ich denn, da ich dich, meinen Vater, kenn'? Ists deine Macht nicht, die die Welt mit Weisheit und mit Güt' erhält? Drum sorg ich nicht. 3. Wenn mich Gefahr und Noth umringt, mir Einsicht fehlt, kein Rath gelingt, dann denk' ich voll " Vertraun daran, daß du regierst; dich bet ich an, und du hilfft mir. e mic t 4. Du kennst mich, und dein Rath weiß wohl, wie er mein Schicksal lenken soll. Auch dann machst du es mit mir gut, wenn du mich prüfft. Drum hab' ich Muth, und trau' auf dich. 3.1 ta 59 so bin ich froh und jauchze dann: Gott lebet noch! te 5. Legst du auf mich ein schweres Joch; wie schwers auch sei, so hoff ich doch. Du hilfft uns tragen, was uns plagt, und wer nach deiner Hülfe fragt, den stärkest du. 6. Wie hart mich auch ein Leiden drückt, so bist du's doch, der mich erquickt. Du giebst mir Kraft zum, #Kampf und Lauf; und fall' ich, so hilfst du mir auf. Gelobt seift: d du! C 7. Mein Vater, drum verlaß ich mich in allen Fällen nur auf dich.. Sich stets mich mit Erbarmen an, Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der Frommen Noth dereinst in Freude kehret, und daß ich Alles, was mich krånkt, auf dich, der unser Schicksal lenkt, mit Zuversicht soll werfen. 2. So will denn auf dein Wort auch ich der Sorgen mich entschütten. Erhöre, Gott, mein Vater mich, erhör' mein kindlich Bitten. Gieb meiner Seele wahre Ruh, was mich bekümmert, tenke du zu meinem ewgen Besten. 3. Der Sorgen Macht hat feeilich oft mich überwältgen wollen; so hab' ich nicht auf dich gehofft, als ich wohl hoffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! Un dir hab' ich durch Ungeduld vielfältig mich verfündigt. 4. Erbarmender, vergieb es mir nach deiner großen Güte und stärke zum Vertraun zu dir mein schüchternes Gemüthe. Gieb, daß ich freudig hoff auf dich, du werdest nie, als Bater, mich verlassen noch versäumen. 5. Seh' ich schon keine Wege noch zur Rettung vor mir offen, auch da laß mich, mein Retter, doch auf deine Hülfe hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath und immer machs tig K එයා එ L 2 5)) 30 S 500 5) 50 51 90 S 50 50 90 Werke und Wohlthaten Gottes. 60 tig auch an That, mein Bestes zu besorgen. 6. Dieß sei mein Trost, bieß sei mein Licht, wenn mich die Sorgen Fränken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich glaubig den ten, daß mirs nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so fügst du siets das Beste. 7. Was mir hier fehlt, das wirst du mir aufs Reichlichste ersegen, wenn ewge Freuden mich bei dir in deinem Reich ergegen. Da ist mein Erb' und höchstes Gut. O stårke mir dadurch den Muth bis an mein felig Ende! 92. Mel. Wer nur den lieben Gott ze. Fürwahr, du bist, o Gott, ver borgen, dein Rath bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle uns fre Corgen, du sorgteft, eh die Welt noch war, für unser Wohl schon väterlich. Dieß sei genug zum Trost für mich. 2: Dein Weg ist zwar in Finster nissen, vor unsern Augen oft versteckt; doch wenn wir erst den Ausgang wissen, wird auch die Ursach' uns entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunteln Weg gewählt. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen von deiner Weisheit, Macht und Güt; du kannst viel tausend Wege finden, wo die Bernunft nicht cinen sieht. Aus Finsterniß bringst du das Licht; bu sprichst, o Gott und es geschicht. 4. So weicht denn, ängstliche G danken: Gott kann weit mehr, al ihr versteht. Bleib, Seele, in d Demuth Schranken: die Demult wird von Gott erhöht. Ja, Hen du liebst den, der dich liebt un beiner Führung sich ergiebt. 5. Drum will ich dir mich übe lassen mit Allem, was ich hab' un bin; und kann ich auch nicht Au fassen, so trau' ich dir mit frohe Sinn. Der Ausgang zeigt de immerdar, daß stets dein Rath w Gute war. 6. Gieb, daß dieß mein Be trauen mehre, im Glück und w glück, Freud' und Leid. Schick les, Herr, zu deiner Ehre und mi i ner Seele Seligkeit. So preis einst vollkommen dich, so freu'i dein auf ewig mich. 93. Mel. Herzliebster Sesu, was hast du Du forgst, o Gott, was helf bange Sorgen für den doch ung wissen andern Morgen? Ach Unz friedne machen ihren Herzen verg bens Schmerzen. 2. Es ist umsonst, wir könne nichts erzwingen, wenn wir aut Nächte durch mit Kummer ringe und noch so früh mit ängstlichen& schäften uns selbst entkräften. 3. Mein Glück beruht, o Gott auf deinem Segen. Vertrau' i dir, geb' ich auf deinen Begen, f wit off wirst du mir, laß mich dieß stets bedenken, was noth ist, schenken. St 4. Laß mich mit dem mir anvertrauten Pfunde nur redlich wus al chern; deiner Hülfe Stunde wird schon erscheinen, du wirst mir be engegnen, du wirst mich segnen. di ut 5. So fördre denn die Arbeit meiner Hände. Gesegnet sei ihr Unbe fang und ihr Ende. Gieb Rath und Kraft, damit, was ich vollbringe, mir auch gelinge. Vorsehung. h 6. Gewähre mir nur deines Sohde nes Gaben, so mögen Andre gleich v mehr Reichthum haben. Ist mir doch auch dein ewig Reich beschieBe den: ich bin zufrieden. U N 94. Mel. Sesu, meine Freude ic. Gott, der wirds wohl machen, dem ich meine Sachen allzeit heimgestellt. Er hat mich erkoren eh ich noch geboren war auf dieser Welt; hat mir auch, nach seinem -: Brauch, was vonnöthen, stets gelf geben, hier in diesem Leben. ng mt i 2. Gott, der wirds wohl machen, der so oft mir Schwachen Freud? rg und Lust geschenkt, der mich nie vers gessen, der mit Kleid und Essen ne täglich mich bedenkt. Auch, wenn aut fast die Kreuzeslast oft die Seinen mg schmerzlich drücktet, hat er mich erquicket. 3. Gott, der wirds wohl machen. o Laß das Wetter krachen und die id 61 Stürme wehn. Wenn mit großem Grausen alle Wellen brausen, eilt er beizustehn. Gott ist da mit Hülfe nah. Schlägt dich Unglück auch darnieder, Gott erhebt dich wieder. 4. Gott, der wirds wohl machen. Er wird selber wachen über deiner Noth. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der from= me Gott dir schon nah, mit Hülfe da. Dann vergeht die Angst geschwinde wie der Rauch vom Winde. 5. Gott, der wirds wohl machen. Machtig in den Schwachen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der sich ihn erwählet zum Trost in dem Leid? Drum, mein Herz, ver= giß den Schmerz, Alles steht in seinen Händen, Gott kann Alles wenden. 6. Gott, der wirds wohl machen. Wenn nach allen Sachen naht der Tod heran, wenn sich meine Jahre enden mit der Bahre, führt er himmelan. Denn sein Bund hat festen Grund: wer da schlummert in der Erden, soll erwecket werden. 7. Gott, der wirds wohl machen. Gorgen wird er, wachen, helfen machtiglich. Führt er gleich die Seinen hier durch Leid und Weinen, führt er wunderlich: sei be reit zu Freud und Leid. Gott be= ficht nur deine Sachen: Gott, der wirds wohl machen. IV. Bon એ તો જ હો Li 2 ASAG S 8888 for sal Werke und Wohlthaten Gottes. IV. Von den Werken und Wohlthaten Jesu Christ Rathschluß Gottes von der Erlösung des gefallenen menschlichen Geschlechts durch Jesum Christum. 62 95. Mel. Durch Adams Fall ist 2c. Durch Udams Sünde wurden wir auch sterblich, strafbar, Sünder, vergiftet und verderbt von ihr; denn wir sind Adams Kinder. Uch, hätte Gott nicht unsre Noth mit leidig angesehen, wir trügen noch der Sünde Joch und müßten einst vergehen. 2. So weit hats nun die Sünd gebracht. Seit jenem schweren Falle herrscht durch der Sünde Fluch und Nacht der Tod jetzt über Alle. In solcher Noth verhieß uns Gott, selbst seinen Sohn zu geben, daß wir, erneut zur Seligkeit, noch möchten wieder leben. 3. Wie wir durch eine fremde Schuld, durch Adam, Alle sterben, so hilft uns eine fremde Huld durch Christum vom Verderben. Ward überall durch Adams Fall der erste Fluch verkündigt: so hat uns Gott durch Christi Tod versöhnet und entsündigt. 4. Gott hat uns seinen Sohn geschenkt als wir noch Feinde wa ven, die Huld, womit er unsrer denkt, an uns zu offenbaren. Der starb, erstand, fuhr auf und sandt uns seines Geistes Gaben. Wer ihn zum Heiland wählt und glaubt, soll einst den Himmel haben. 5. Er, der an unsre Stelle t zum Opfer dargegeben, er ist Licht, er ist der Pfad zur Wahrh und zum Leben. Sein Schuga giebt die, die er liebt, wenn sie: freudig glauben, die er bewa kann keine Macht aus seiner H ihm rauben. 6. O wie undankbar, wie vern ist der, der ihn verachtet, sein! allein bei Menschen sucht und tes Troft nicht achtet. Wer in Noth, die ihn bedroht, sucht Ha blos auf Erden, der muß in und Ewigkeit vor ihm zu Schan werden. 7. Wer hofft auf Gott und i vertraut, wird nimmermehr Schanden. Und wer auf diesenf sen baut, wenn Noth und Tod: handen, in Ungst und Müh wir doch nie den Menschen sehen fall der sich nur fest auf ihn verli Gott hilft den Seinen Ullen. 8. Dieß theure Wort, das! ich dich, wollst du nicht von mir men, noch wegen meiner Sün mich und mein Vertraun beschån Erlaß die Schuld. Auf deine seg' ich ganz mein Vertrauen; 1 wer sich fest auf dich verläßt, auch den Tod nicht schauen. 9. Damit ich glaub und merfort nur dir gefallen lerne, Leut 1 leuchte mir dein heilig Wort gleich einem Morgensterne. Belehrt von dir, verstehen wir den Werth der hohen Gaben, die Gottes Geist uns hoffen heißt, weil wir zum Heil t dich haben. iti gri R Eet 96. Mel. Werde munter, mein Gemüthe zc. ( Sel Mit frohlockendem Gemüthe schau' ich, Gott, voll Dankbegier in die Tiefe deiner Güte und verliere mich in ihr. O wie groß ist in deine Huld! Unsre ganze Sündenschuld willst du uns so gern vergeben; denn du hast nur Lust am Leben. 2. Ich verehre, Gott voll Liebe, deiner Gnade weisen Rath, die aus eignem freien Triebe unsrer sich erbarmet hat. Uns Verlornen dachtest du Rettung vom Verderben zuz und dieß Heil uns zu erwerben, follte dein Geliebter sterben. 01. irl Fall 18 Rathschluß von der Erlösung des Menschen. 63 freit von dem Verderben, Himmels seligkeiten erben. 5. Du bestimmtest zum Verderben auch nicht Einen; deine Huld hilft auch Sündern. Wenn sie sters ben, sterben sie aus eigner Schuld. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, ben trifft seines Frevels Lohn, sein beharrlich Widerstreben raubt ihm Gnade, Heil und Leben. val 01 an 3. O ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der uns, uns verlaßnen Urmen, Gnad' und reichen Trost verleiht! O wie hast du uns geliebt, r daß dein Sohn sich für uns giebt, in die verscherzten Seligkeiten wieder in um uns zu bereiten! $ 4. Ja, du zeigst aus weiser Liebe 1 uns zur Guade selbst die Bahn, führst durch deines Geistes Triebe uns zu Buß und Glauben an. Wer nicht in der Sünde bleibt, standhaft an den Mittler glaubt, soll, bee₁. eut 6. Ewig sei mit Dank besungen, was dein Rath beschlossen hat. Mit uns preisen Engelzungen diesen wei sen, heilgen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erstau nend hört, wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. 7. Bater, hilf mir darnach streben, meines Heils gewißt zu sein. Richte du mein ganzes Leben nur nach deinem Willen ein. Laß des Glaubens Frucht und Kraft, die dein Geist nur in uns schafft, mir das sichre Zeugniß geben, ich sei auf dem Weg zum Leben. 8. Ueberzeugt von deiner Gnade und gewiß, dich einst zu sehn, will ich selbst des Todes Pfade ohne Graun und muthig gehn. Hab' ich deine Gnade nur, so wird keine Kreatur mich von deiner Liebe trennen, dir mich nicht entreißen können. 97. Mel. Ermuntre dich, mein 2c. Atso hat Gott die Welt geliebt und sie so hoch geehret, daß er selbst ſeinen Sohn ihr giebt. Das preise, wer એ બે બે બે Li SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS 90 91 50 5 90 64 wer es höret. Shn, der so viel an uns gethan, ihn bete dankvoll Jeder an, der dieß von Gott erkennet und seinen Gott ihn nennet. Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 2. Wer hat wohl einen Batersinn, und giebt sogar für Sünder sein Kind zu ihrer Rettung hin, das liebste seiner Kinder! Und so, so liebt uns Gott der Herr. Wer ist an Huld so reich, als er? Er schenket uns Verlornen selbst seinen Eingebornen. 3. Er schenkt ihn, daß die Sünderwelt befreit, und diese Erde, dem, der forthin zu Gott sich hält, des Himmels Vorhof werde; daß Jeder, der an Christum glaubt, und Sünden sich nicht mehr erlaubt, in Gottes Gnade stehe und nicht verloren gehe. 4. O welch ein Heil, befreit von Schuld, gereinigt im Gewissen, voll Trost an Gottes Baterhuld im Herzen Ruh genießen, den Himmel vor fich offen sehn, und einft zu seinen Freuden gehn! Dieß Heil uns zu zuwenden, ließ Gottes Sohn sich senden. 5. Wer kann dieß wissen, Gott, und doch dir fühllos widerstreben? so hoch geliebt sein, und dennoch sich weigern, dir zu leben? O sollt' ich, da dein Sohn selbst stirbt und mir ein ewig Heil erwirbt, nicht deine Lieb' empfinden: wie häuft' ich meine Sünden! 6. O welch ein Gräul, wie werth wår' ich, mit jeder Plag' auf Erden, und mit noch größrer ewiglich von dir bestraft zu werden! Nein, ewig ferne sei von mir ein solcher Undan Vater, dir und deinem Sohn er ben, will ich dir einzig leben. 7. O schenke du mir selbsti Kraft, daß ich, im wahren Glaub an ihn, auch wandle tugendha mir nicht mein Heil zu raub Wie könntest du, da du mir sch den Sohn geschenkt haft, dein Sohn, nicht gnädig mein geben. und mit ihm Alles schenken! 8. Ich hoff' es, Gott, voll Zum sicht. Ich will das Böse hassen, v traun auf deinen Sohn, und ni von ihm mich trennen lassen. Du ihn, o Bater, bin ich dein und er ewig will ichs sein, will dein Willen üben, dich über Alles lieb 98, Mel. Sei Lob und Ehr' dem 2. Auf, Christen, laßt uns unse Gott mit frohem Dank erheben!( hat nicht Luft an unserm Tod, wi daß wir ewig leben. Was uns zu Heile nöthig ist, das hat er# durch Jesum Christ erbarmungs bereitet. 2. Nach seinem gnadenvoll Rath kam er, sein Sohn, auf 6 den, von unsrer Schuld und Miss that ein Retter uns zu werden. wards, und hat sein Werkvollbrad! und sich nach kurzer Grabesnat zum Himmel aufgeschwungen. t 3. Wo ist des Todes Herrsche nun? Hier ist sein Ueberwindt Rathschluß von der Erlösung des Menschen. Des Todes Macht hinweg zu thun, starb er, das Heil der Sünder. Cröffnet ist uns nun die Bahn, die -1 von der Erd' uns himmelan zur bewgen Wonne leitet. af 4. Was er zum Leben uns vers schafft, das ist in seinen Händen. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Wohl Ullen, die ihn trauen. 5. O laffet ihm uns anvertraun, und seine Stimme hören, auf seine Mittlerhülfe baun, ihn mit Gehorsam ehren! Das ist der Weg zum ewgen Wohl, der Weg, auf dem man friedevoll auch schon auf Erden wandelt. 6. Herr, leite selbst uns diesen Pfad, zeuch uns zu deinem Sohne, daß Glaub an ihn auch mit der That in unsern Herzen wohne. So haben wir an seinem Heil zur Freude für uns, ewig Theil, so preisen wir dich ewig s 99. Mel. Ich dank dir schon durch ic. Gedanke, der uns Leben giebt, wer kann dich ganz ausdenken: Alſo hat Gott die Welt geliebt, uns seis nen Sohn zu schenken. 2. Hoch über die Vernunft er höht, umringt von Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestät und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen, 65 und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden. 4. So kann ich auch nicht Gottes Rath von Jesu Tod ergründen; allein das Göttliche der That, bas kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß Jee sus Christ nicht meine Schuld ges tragen, nicht Gott und mein Erlös ser ist: so werd ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn: so werd' ich irren müssen und, wer Gott ist, und was ich bin, und werden soll, nicht wissen. 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein Spitter raus ben; ich fühle seine Göttlichkeit, und halte fest am Glauben. 8. Sohn Gottes, ganz bein Eigenthum, durch dich des Himmels Erbe, dieß bin ich, und das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 9. Du giebst mir deinen Geist, das Pfand, im Glauben mich zu stårken, und bildest mich durch seis ne Hand zu allen guten Werken. 10. So lang' ich deinen Willen gern, mit reinem Herzen, thue, so fühl' ich eine Kraft des Herrn und schmecke Fried' und Ruhe. 11. Und wenn mich meine Sünde krånkt und ich zu dir, Herr, trete, weiß ich, daß dein Herz mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 12. Ich weiß, daß du, mein Heis land, lebst, und mich einst aus der Erde erweckst und zu dem Reich ers hebst, wo ich dich schauen werde. 13. Kann टॉक टॉ टर L₁ L L S 2 S 9) 50 50 5 S 66 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 13. Kann unsre Lieb' im Glauben hier für dich jemals erkalten? Dieß ist die Lieb', o Herr, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 15. Soll ich dereinst noch würdig sein, um dich hier Schmach zu leiden, so laß mich keine Schmach und Pein von deiner Liebe scheiden. 16. Und sollt' ich auch nicht für und für des Glaubens Freud' em pfinden, so wirk' er nur sein Werk in mir und reinge mich ven Sünden. 17. at Gott uns seinen Sohn geschenkt, laß mich noch sterbend denken; wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht Alles schenken! 100. Mel. Vor deinen Thron tret' ich zc. Auf, freue dich, mein Geist, in mir und preise deinen Gott, der dir selbst seinen Sohn zum Helfer giebt; preis' ihn, daß er so sehr dich liebt! 2. Er, den dir Gott zum Heil gefandt, ist dir ein göttlich Unters pfand, wie innig seine Batertreu, wie werth ihm deine Wohlfahrtsei. A 3. Durch ihn hat er die sich Bahn zur Seligkeit dir kund 9 than, durch ihn hat er dir Mu und Kraft, auf dieser Bahnt gehn, verschafft. 4. Und o durch welche lan Reihn von Niedrigkeit, von Schm und Pein ließ er den Göttlich nicht gehn, zum ewgen Heil dicht erhöhn! 5. Vergiß, vergiß zu keiner 3 die Größe seiner Gútigkeit; de oft und stets mit Freuden dran u bete Gott in Demuth an. V 6. Uus Gegenlieb' und Dankbekeit sei ihm dein ganzes Herz H weiht, dein Herz, das ihm ganz b gehört und selig ist, wenn esi ehrt. t 7. Dem, den er dir zum Heu gab, dem folge redlich bis Grab; folg' ihm und wende dankhe an, was er zu deinem Heil gethn 8. Erwecke dich dadurch Fleiß der Heiligung. Das ist Preis, den ächte Dankbarkeit i giebt, der dich beglückt, und der liebt. 9. In diesem Preise übe dün mein Geift, so hilft er sicherlich si zu dem Heil, das Gottes E durch ihn der Welt bereitet hatb( 1) Christ i. tz DE korner, gepriesen in der Zeit, w ihm von einem Wesen, bleibst der du gewesen, der Glanz in Herrlichkeit. n 2. Für uns ein Mensch gelove Person Jesu 101. Mel. Herr Chrift, der einge 2c. Christe, Eingeborner, gelobt von Ewigkeit, des Vaters Auser Person Jesu Christi. 67 gur långst bestimmten Zeit, hast du Pracht. Du bist auch unser Meister, uns auserkoren, erlöst zur Seligcit, starbst, daß wir leben möch ten, erhubst uns zu Gerechten, zu Erben deines Reichs. du schufft uns, wie das Heer der höhern Himmelsgeister; doch liebtest du uns mehr. Die Strafen unsers Falles nahmst du am Kreuz auf dich, regierst nun über alles, und herrschest ewiglich. 3. Laß uns dich stärker lieben, erkennen mehr dein Heil, und uns dim Glauben üben, an dir stets haben Theil; laß deine Huld uns schmecken, zum Guten uns erSwecken, zu dürsten stets nach dir. 4. Du bists, deß Schöpfershånde bie Welt hervorgebracht, regierst vom End' zu Ende mit Kraft und eigner Macht. Das Herz zu dir hinwende, daß uns kein Wahn verblende, nichts scheide je von dir. si 5. Erneur' uns, ewge Güte, erweck' uns durch dein Wort, bild' unser ganz Gemüthe nach deinem Sinn hinfort. Schon hier auf dieher Erden laß, Herr, uns himmlisch werden, im Geiste bei dir sein. 3. Wie herrlich ist bein Name schon jest, o Herr, in aller Welt! Dich preist der Frommen Same, der glaubig dir zu Füßen fällt, dich preisen Seraphinen, erhabner Menschensohn; mit Freuden dir zu dienen, stehn sie vor deinem Thron. Wer sollte dein sich schämen? Werth bist du, Preis und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem Eigenthum. 4. Sohn Gottes, ich verehre und bete dich in Demuth an. Beschåme und bekehre die, die dir noch nicht zugethan, die deinem Wort nicht glauben, und dir, der für sie litt, die schuldge Ehre rauben, theil ih nen Gnade mit, dich glaubig zu erkennen; laß nichts, die dich ers kannt, von deiner Liebe trennen. 102. Mel. Nun lob' mein Seel' den 2c. Mein Heiland, deine Größe geht Dein Ruhm füll' jedes Land! über alle Himmel weit. Wer ist, der sie ermesse? Du warst bei Gott von Ewigkeit. Du bist der Erstgeborne por aller Kreatur; kamst zwar für ans Berlorne in menschlicher Na tur; ein Volk dir zuerlesen, erschienst du in der Zeit, doch eh die Welt gewesen, warst du von Ewigkeit.. 2. Der Himmel und die Erde ind auf dein mächtges Wort genacht. Auf dein allmächtig: BerDe! entstand die Welt mit ihrer if 103. Mel. DKönig dessen Majestät zc. Lob, Ehre, Preis und Dank ſei dir, o Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für: wer kann dich gnug erheben? Eh noch die Welt ward, warst du schon, groß, herrlich und des Höchsten Sohn, mit ihm von gleicher Ehre. Dein ist das Reich, die Herrlichkeit, und du બે બે બે ને બે ଜଳଜଳର କ । 51 S 51 ១ 91 AAAAAAAAaaaaa a to 51 68 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. du beherrscheft weit und breit der gieb, daß ich mich, so lang' ich, Kreaturen Heere. in deinem Lobe übe. B C 2. Dein sind sie. Denn durch wessen Kraft ward Himmel, Meer und Erde? wer hat das Leben uns verschafft? wer sprach zum Engel: Werde? Du bist der Herr, durch welchen Gott der ganzen Welt zu sein gebot; du bists, der Alles tràget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd' und Himmel in sich schließt, und was in Meer sich reget. 3. Und dennoch bist du uns zu gut in diese Welt gekommen, haft willig unser Fleisch und Blut, o Herr, an dich genommen. Aus der erschrecklichsten Gefahr zu ret ten, was verloren war, wardst du ein Knecht auf Erden. O Huld, die sonst nichts Gleiches hat! Du starbst für unsre Missethat, ein Heiland uns zu werden. 104. D Mel. Wie schön leuchtet der x.€ f Wie groß, wie angebetet ist d Name, Heiland, Jesu Christ, theuer deinem Volke! Welch& i ging in der Finsterniß mit dir Welt auf, wie zerriß, wie floh! Irrthums Wolke! Als du kam horten Taube, und der Glaube den Kranken, Stumme sangen, zu danken. 2 d 2. Nur Schwache warens, dein Licht verbreiteten; die Wei nicht. Wo sind sie? wo die he und wo die Reichen? wo die Ma vor der des Gögendienstes und seine Schatten flohen? M nicht, List nicht, deine Ga Mittler, haben dich verklåret den Weg zu Gott gelehret. h 3. Wir werden deinen Ruhm höhn, wir werden deinen Him sehn, den Preis von deinen Lei genießen, was du uns erwarb du für uns am Kreuze starbst, Engel hohe Freuden. Welche de, daß wir Sünder Gottes Ki werden sollen, wenn wir an glauben wollen! 4. Du wardst es uns, und bist es noch jetzt auf des Himmels Throne, suchst liebreich von der Sünde Joch und ihrem schnöden Lohne die, die ihr dienen, zu befrein; betrübter Herzen Troft zu sein, ist deines Herzens Freude; du giebst den můden Seelen Ruh', und wer dich liebt, den stårkest du, daß nichts von dir ihn scheide. 5. Du hörst der Deinigen Gebet, und endest ihre Plage. Du bleibst, bis Zeit und Welt vergeht, bei uns noch alle Tage, bei uns, bei deinem Eigenthum. Herr, dir sei ewig Dank und Ruhm für alle deine Lie be! Dir geb' ich mich zu eigen hin, 4. Du hast dich deiner Herr keit entäußert, eine kurze Zeit uns von Gott verlassen. Und: mit Ehr' und Ruhm gekrönt, machst du selig, die versöhnt Gräuel hassen. S Sünden willst du Heil und Leben gern Person Jesu Christi. 69 ben und uns Allen helfen, daß wir lich, Reiner tröstet deiner sich vers Gott gefallen. gebens, wenn er dich sucht, Herr des Lebens. 5. Vom Aufgang bis zum Niedergang erschallet dir der Lobgefang erretteter Gerechten. Unzählbar sind die Scharen schon, die gerne dir vor deinem Thron' ein würdig Loblied brachten. Ihrer mehr noch, Jesu, werden schon auf Erden dir Lob singen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 3. Durch dich nur kann ich selig sein. O drücke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe, damit ich ganz dein eigen sei, aus Weltsinn deinen Dienst nicht scheu, und dein Gebot gern übe. Nach dir, nach dir, den ich fasse und nicht lasse, ewig wähle, dürftet meine ganze Seele. 6. Wie groß, wie angebetet ist dein Name, Heiland, Jesu Christ, wie herrlich bei den Deinen! Führst du uns einst zu deiner Ruh, o wie weit herrlicher wirst du den Frommen dann erscheinen. Ewig müsse, dir zur Ehre, ihrer Chore Lob er schallen, durch die Himmel wieder hallen. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein Angesicht ich einstens soll ers blicken. Du kannst indeß durch deine Kraft, die Ruh' in müden Seelen schafft, mich stärken, mich erquit ken. Tröste du mich, Seligmacher, daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfreuden inne werde. 105. Mel. Wie schön leuchtet der 2. Wie herrlich strahlt der Morgen stern, o welch ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht, du bringst in fins stre Seelen Licht, die nach der Wahrheit schmachten. Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, des Himmels großer König, von ganzem Herzen preis ich dich. Hab' ich dein Heil, so rühret mich das Glück der Erde wenig. Bu dir komm' ich; wahrs 5. Und wie, Gott Vater, preif ich dich? Von Ewigkeit her hast du mich durch deinen Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vers eint, er ist mein Bruder und mein Freund: was ist, das mich betrůbet? Seele, wähle ihn, den Bes sten, ihn, den Größten, dir zum Freunde; und dann fürchte keine Feinde. 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm müsse froher Lobge= sang mit jedem Zag' erschallen, dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Tonet, tonet, Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde voll von seinem Lobe werde! 7. Wie ے ہے ہے ہے ہی ១ 500 91 50 91 Saaaaaaaaa 70 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 7. Wie freu' ich mich, o Jesu auf; deß klopf' ich in die Hi Christ, daß du der Erst' und Lette bist, der Anfang und das Ende! Du schließest selig meinen Lauf, du weckst mich auch vom Tod einst de. Ewig werd' ich, Herr, de oben hoch dich loben, dem traue, wenn ich nun dein Unt schaue. Ankunft Jesu in die Welt. 106. Mel. Gott sei Dank in aller it. Der du kamst, der Völker Heit, nahmst an unserm Elend Theil, alle Welt erstaunt und rühmt: Diese That hat Gott geziemt. 2. Gottes Ullmacht sei gepreist. Er wirkt durch den heitgen Geist, oaß du wirst ein Menschenkind und uns gleich, doch ohne Sünd. 3. Du, des Ullerhöchsten Sohn, stiegst herab vom Himmelsthron, freutest dich, nach Gottes Rath, wie ein Held zu gehn den Pfad. 4. Dein Lauf kam vom Vater her, und zum Bater kehrte er; du fuhrst zu der Erd hinab, dann zu Gott aus deinem Grab. 5. Der du bist dem Vater gleich, herrsche durch dein geistlich Reich, schenk' uns deine Gotteskraft, welche alles Gute schafft. 6. Licht der Welt, du schienst mit Macht und vertriebst des Irrthums Nacht; gieb, daß wir uns dessen freun, dir, dem Lichte, folgsam sein. 7. Lob sei Gott, der mich gesandt, Lob dir, der uns ihm verband, Lob dem Geist, der uns erneut, Lob sei Gott in Ewigkeit! 107. Mel. Jesu, meine Freude zc. Gottes Sohn ist kommen: da ihm, seine Frommen, dankt il daß er kam, daß er hier auf den, unser Heil zu werden, st Wohnung nahm. Mensch, wir, erschien er hier, der Schöpfung sprach: Entstehe! einst spricht: Vergehe! 2. Laßt uns niederfallen, ken, daß er Allen Freund und der ist. Gott, auf seinem Thr hilft uns in dem Sohne, durch Jesum Christ. Welch Heil, am Sohne Theil, Theil seiner Sendung Gaben, an felbst zu haben! 3. Keine Macht der Leidenk von ihm uns scheiden; er bleibte treu. Dort wird er vom B gånzlich uns erlösen, hier steht uns bei. Unser Freund, mit 6 vereint, kann nicht seine Bri hassen, noch sie hülflos lassen. 4. Wenn wir einst ermüd führt er uns in Frieden in Grabes Nacht. Unsre todten der giebt die Erde wieder i der sie bewacht. Jesus ruft aus der Gruft, er, der f Ankunft Jesu hi den Tod einst schmeckte, den das de Grab auch deckte. 1 5. Auf dem Richterthrone wernt den wir im Sohne unsern Retter schaun. Heil und ewig Leben wird er Ullen geben, die ihm hier vertraun. Er ward hier versucht, wie wir; überschwenglich wird er lohnen, und der Schwachheit schonen. il 6. Eilet, eilt, ihr Sünder, werdet Gottes Kinder, werdet feiner werth! Eilet, eilt, ihr Frommen, seid, wie er, vollkommen, bleibet seiner werth! Preiset ihn, daß er erschien und sich für euch hingeges ben durch ein göttlich Leben! $ 8 108. Mel. Gottes Sohn ist kommen 2c. Jauchzet All, ihr Frommen! Er ist nun gekommen, der da kommen sollte und uns helfen wollte, Gottes Auserkorner, selbst sein Einge borner. 2. Dessen Wink und Willen Engel froh erfüllen, der ist, selbst zu dienen, nun im Fleisch erschienen; der die Welt hieß werden, wird ein Knecht auf Erden. 3. Daß wir nicht verderben, kommst du, um zu sterben, Heiland deiner Brüder, aus der Höh hernieder, kehrst dann, uns zum Glücke, in die Höh zurücke. 4. Uch wohl Ullen denen, die nach dir sich sehnen, dich im Glauben faffen, niemals von dir lassen, deiner nie sich schämen, dein Kreuz auf sich nehmen. in die Welt. 71 5. Du, Herr, dem sie dienen, wohnst und lebst in ihnen, bildest ihre Sitten, giebst, was sie dich bitten, weißt auch, in Gefahren, wohl sie zu bewahren. 6. Und, wenn sie einst scheiden, bringt aus allen Leiden ihrer Wallfahrt Ende sie in deine Hände, daß da ihrer Seele nun kein Gutes fehle. 7. Muß der Leib verwesen, er auch wird genesen, sich zu neuem Leben aus dem Grab' erheben. Denn einst kommst du wieder feierlich hernieder. 8. Jauchzet Ull', ihr Frommen! Er wird wiederkommen, majestátisch, prachtig, herrlich, groß, allmächtig, Welten zu vernichten, alles Fleisch zu richten. 9. Wenn nun vom Getümmel Erde, Meer und Himmel furchtbar wiederhallet, Gottes Stimm' erschallet, die, so leben, schrecket, und die Todten wecket; 10. Wenn nun Alles klaget, jammert, heutet, zaget, sehn ges troft die Deinen, Richter, dich erscheinen, freun sich, dich zu sehen und vor dir zu stehen. 11. Eilt dem Herrn entgegen. Er bringt ewgen Segen allen Gotteskindern; aber Fluch den Sundern, sie zu Qual und Flammen ewig zu verdammen. 12. Herr, du wollst uns stårken, selbst zu guten Werken immer fertger machen. Lehr' uns beten, wachen, daß dann Preis und Segen uns auch frönen mögen. 109. Mel. Li L 3 Gaaaaaa L L 5) AAAAAaaaaaaaaaaaa.. Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 109. Mel. Aus meines Herzens Grunde ze. Erhebt den Herrn, ihr Frommen, er hält, was er verspricht. Der Heiland ist gekommen, der Völker. Troft und Licht. Gott, der uns nicht verstößt, hat uns zum Heil und Leben selbst seinen Sohn geges ben, durch ihn sind wir erlöst, 2. Erlöst. O welche Gnade hat uns der Herr erzeigt! Der uns bes troffne Schade, der uns so tief gebeugt, ist nun nicht unheilbar. Von Sünden und Verderben uns Net tung zu erwerben, gab Gottes Sohn sich dar. 3. Er kam zu uns auf Erden in armer Knechtsgestalt; voll Mühe, voll Beschwerden war hier sein Aufenthalt; der ihm gegebnen Macht enthielt er sich mit Freuden, bis er durch Todesleiden sein gros ses Werk vollbracht. 1721 4. Er hats vollbracht. O brins get Gott euren Lobgesang, erlöste Menschen, singet dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsern Seelenschaden. O nehmt ihn gläubig an! 5. Du Freund der Menschenkinder, verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuversicht: drum kommen wir zu dir. Hilf du die Macht der Sünden uns glücklich überwinden; denn dein, o Herr, sind wir. 6. Bei dir steht unser Leben, zu unserm ewgen Heil hast du dich hingegeben. Gieb uns am Him Theil, laß uns dir folgsam sa Was wird uns, Herr, dann f ten? Dann werden unsre Sed sich deiner ewig freun. 110. Mel. Lobt Gott, ihr Christen zc. Er kommt, er kommt, der sta Held, voll göttlich hoher Mad sein Arm zerstreut, sein Blick hellt des Todes Mitternacht. 2. Wer kommt, wer komm wer ist der Held voll göttlich hol Macht? Der Heiland ists. finge, Welt, dir wird dein& gebracht. 3. Dir, der du kamest, sin wir Anbetung, Preis und Dar in Ewigkeit erschalle dir der 2 nen Lobgesang. 111. Mel. Vom Himmel hoch, da 2. Lob sei dem allerhöchsten Gr Erbarmend sah.er unsre Nothi sandte Jesum, seinen Sohn, uns von seiner Himmel Thron. 2. Ihn fandt er, unser Heil sein, uns von der Sünde zul frein, mit Licht und Kraft# beizustehn, und uns zum Him zu erhöhn. 3. O welch ein liebevoller Ra welch unaussprechlich große The Gott thut ein Werk, dem kein gleicht, das keines Menschen erreicht. 4.0 Ankunft Jesu m 4. Der Schöpfer aller Kreatur nimmt an die menschliche Natur, wird allerdings den Brüdern gleich, bamit er werd' erbarmungsreich. 5. Des Vaters Sohn von Ewigs keit wird Mensch in großer Niedrigkeit und läßt selbst bis zum Tod und Grab zu unsrer Rettung sich herab. ad 6. Was sind wir, daß uns Gott so liebt und seinen Sohn selbst für uns giebt? Darf unsrer wohl das höchste Gut, daß es so Großes an uns thut? 7. O weh dem Volk, das dich veracht, der Gnade sich unfähig macht, des Sohnes Gottes Ruf nicht hört, sich so von seinem Heil abkehrt! al 8. O Mensch, daß du es nicht verstehst und deinem Herrn entge= gen gehst, den Gott zum Helfer dir bestimmt, und der sich liebreich dein annimmt! 9. O nimm ihn doch mit Freuden an, mach' ihm in deinem Herzen Bahn, auf daß er komm' in dein Gemüth und du genießest seis ner Gut. 10. Gieb ihm dein Herz, Bernunft und Sinn und Alles, was an dir ist, hin, und folge seiner Heiligkeit in Unschuld und Gerechtigkeit. 11. Wo du dieß thust, so hast du Theil an dem von ihm erworbnen Heil; wo nicht, ach so verschließt du dir muthwillig selbst des Himmels Thür. 12. Sein erste Unkunft in der Zeit war voller Huld und Freundin die Welt. 73 lichkeit, die andre wird, zu gros ßer Pein der Sünder, majestätisch sein. 13. 3u Ehren aber nimmt er dann mit Freuden seine Frommen an und wird sie in des Vaters Reich verklärt erhöhen, Engeln gleich. 14. Gelobt sei Gott, der ihn gefandt; sein Ruhm erfülle jedes Land. Gelobt sei von uns Jeſus Christ, der uns zum Heil erschies nen ist! 112. Gott sei Dank in aller Welt, der sein Wort beständig hält und der Sünder Troft und Rath in die Welt gesendet hat. 2. Was der alten Våter Schar sehnsuchtsvollstes Wünschen war, was ihr Glaub' im Geiste sah, ist erfüllet, ist nun da. 3. Unsre Hülf' und unser Lohn, unser Heil, des Höchsten Sohn, kam in diese Sünderwelt, die er rettet und erhält. 4. Sei willkommen! jauchzen wir. Hilf uns und bereite dir zu uns Allen selbst die Bahn, nimm dich unsrer Schwachheit an. 5. 3euch auch in mein Herz hinein, es gehörct dir allein, mach' es, wie du gern es thust, rein von schnöder Sündenlust. 6. Und wie deine Zukunft war, Hülf' und Rettung aus Gefahr, so erscheine stets auch mir Hülf und Rettung, Herr, von dir. 7. Tröfte, CCCC GESESSE 2 90 S 51 50 90 9) S 50 S 74 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 7. Tröfte, tröfte, meinen Sinn, hebst mich hoch zu Ehren und sche wenn ich schwach und zaghaft bin, kest Güter mir, die unaufhi u wenn mir Niemand helfen kann, lich währen. Dank, ewig Dank je dir! hilf und nimm dich meiner an. 8. Steh mir in Versuchung bei, daß ich, aller Sünde frei, dir hier auf der Glaubensbahn selig bleibe zugethan. 9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, herrlich wiederkommen wirst, ich dir mög' entgegen sehn und gerecht vor dir bestehn. 113. Mel. Schap über alle Schäße 2c. Wie soll ich dich empfangen, Heil aller Sterblichen, du Freude, du Verlangen der Trostbedürftigen! Gieb selbst mir zu erkennen, wie, deiner Güte voll, dich meine Seele nennen, dich würdig preifen soll. 2. Einst streute man dir Palmen; jest soll die Dankbegier, mein Speil, in Freudenpfalmen ergießen sich vor dir. Dich, dich will ich erheben, so gut ich Schwacher kann, mein Herz will ich dir geben, ach nimm es gnådig an! 3. Damit du mich befreitest, gabst du dich selbst für mich; mich zu erretten, freutest du, Seligmacher, dich. Du sahst, es wäre Keiner vermögend gnug dazu: da jammerte dich meiner, da kamst und halfest du. 4. Du machst mich von den Banden des Todes frei und los, entreißest mich den Schanden der Sünde, machst mich groß und 3 5. O du, an den ich glaube, w da wars, das dich bewog? was war ei das dich zum Staube, zu mirh y niederzog? Dein göttliches Erb men. Ja, du, o Jesu, haft mit m leidsvollen Armen die ganze W umfaßt. 6. Das schreibt in eure Herz Betrübte, klagt nicht mehr, nicht in euren Schmerzen, als kein Helfer wär'. O sehet a ihr habet den besten Helfer nah, I it 11 y eure Seele labet; der treue Freu ist da. C n 7. Die ihr mit ernster Neue f eure Schuld beweint, wißt, d er euch verzeihe. Er selbst, Menschenfreund, ruft heilbegit gen Sündern der Gnade Trostm zu, macht sie zu Gottes Kinder schafft ihren Seelen Ruh. 8. Und er verlåsset Keinen; weiß, was jedem núßt. Hat nicht stets die Seinen von Un ginn geschüst? nicht sie in ihn Leide zu trösten stets gewußt? 6 freun ist seine Freude, und We thun seine Lust. 9. Was achtet ihr das Dram der Feinde? traut auf ihn, er ka sie schnell zerstreuen. Der He gebeut: fie fliehn. Er komm er kommt, ein König, dem au ein zahllos Heer von Feind viel zu wenig zum Widerstan wär'. fe $ 10.0 Ankunft Jesu in die Welt. 10. Er kommt zum Weltgerichte und bringt, wenn er erscheint, Fluch jedem Bösewichte, und Heil dem Tugendfreund. Wohl ewig allen denen, die seine Wege gehn, und einst mit Freudenthrånen zu seiner Rechten stehn! 114. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht*. Komm, du werthes Lösegeld, des sen alle Völker hoffen, komm, o Heiland aller Welt, unsre Herzen stehen offen; du, des Geistes Schmuck und Zier, komm, wir warten mit Begier. 2. Zeuch auch in mein Herz hincin, o du König aller Ehren, laß mich deine Wohnung sein, bilde mich nach deinen Lehren, daß ich werd' an Tugend reich, deinem heilgen Bilde gleich. 3. Nimm mein Lob in Gnaden, an; wie könnt ich, Herr, von dir schweigen? Nein, so viel ich immer kann, will ich Ehre dir erzeigen und im Glauben dein Verdienst mir zueignen zum Gewinnst. 4. Preis sei dir, o Gottes Sohn! Hilf, Herr, laß es wohl gelingen, laß dein Zepter, Reich und Kron' uns viel Heil und Segen bringen, daß in Ewigkeit besteh: Preis sei dir, Herr, in der Höh. 75 Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit; zwar ohne Glanz und Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gånzlich zu zerstören der Sünde Reich und Macht. 115. Mel. Aus meines Herzens Grunde zc. Nun jauchzet Ull', ihr Frommen, zu dieser Gnadenzeit, denn unser 2. Er kommt in unsre Hütten, will unser Helfer sein, und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut; er will uns durch sein Sterben ein ewig Heil erwerben. Lobt ihn mit frohem Muth! 3. Kein Zepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt; im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Baters Willen im Leiden ganz vollbracht. 4. Bewohner dieser Erden, nehmt diesen König an, wenn ihr wollt selig werden, und geht die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt, weil der, der ihn verachtet, nach seinem Heil nicht trachtet, die Seligkeit verliert. 5. Drum wollest du uns leiten, o Mittler, Jesu Christ. Wer deiner Seligkeiten theilhaftig worden ist, ist immer voller Muth, und bleibt getroften Herzens auch in der Zeit des Schmerzens; du bist sein höchstes Gut. 6. Einft, einst wirst du erscheinen in deiner Herrlichkeit, und alles unser Weinen verkehrn in ewge Freud. Du bists, der helfen kann: drum mache stets mich fertig, mich deiner stets gewärtig auf meiner Lebensbahn. 116. Mel. odia do କୁ ନଜରର କି କି ଜ ଜ L L₁ Li L L 9) aaaaaaaaaaaaaaa 76 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 116. Mel. Jesu, der du meine ic. Liebster Jesu, sei willkommen hier in dieser bösen Welt, da du nicht wirst angenommen, da man dich verächtlich hålt. Ich, ich will dich nicht verscherzen, wohne nur in meinem Herzen. Du bist mein, und ich will bein, allerliebster Jes fu, sein. 2. 3war du kommst zu uns nicht prächtig; dennoch beug' ich mich vor dir, du bist reich, und groß und machtig, Alles, Alles giebst du mir, was mich Sünder, was mich Schwachen kann gerecht und selig machen. Du bist mein, und ich will dein ic. 3. Dein so armes Kummerleben foll mein Trost in Armuth sein; dir, nur dir bin ich ergeben, und vertraue dir allein, daß du mir in fenem Leben wirst die Ehrenkrone geben. Du bist mein, und ich will dein zc. 4. Will dich alle Welt gleich meis den; dennoch find ich mich zu dir. Dich und mich soll Niemand scheiden, mein Erlöser, ich will dir stets mit fester Hoffnung glauben, todt und lebend dein verbleiben. Du bist mein, und ich will dein zc. 5. Deine Schmach und alle Schande, so dir diese Welt anthut, dienet mir zum Unterpfande und versichert meinen Muth, daß du mir in jenem Leben Preis und Herrlichkeit wirst geben. Du bist mein, und ich will dein 2c. 6. Nun, mein Herze steht offen, zeuch, mein Heiland, bein ein; krone mein Vertraun Hoffen, laß mich ganz dein e sein; tilge du all mein Verbred so kann ich mit Freuden spred du bist mein, und ich will dein, lerliebster Jefu, fein. 117. Mel. Von Gott will ich nicht i Mit Ernst, o Menschenkinder reitet euch dem Herrn! Er kon das Heil der Sünder, er rett so gern, er kommt, den Gotte aus Gnaden uns zum Leben sprochen hat zu geben; ihr nun selig sein. 2. Kommt, reinigt eure Se seid heilig, seid bereit, was ihn fällt, zu wählen; zu fliehn, w verbeut. Eilt willig in sein verabscheut und verlasset, was König hasset, vertraut ihm, be euch. 3. Wer wahre Demuth li den, den will Gott erhöhn; aber Hochmuth übet, der wird nimmer sehn; wer ihm sein! ergiebt, der wird sein Tempel: den, nicht dort nur, schon auf den erfahren, wie er liebt. 4. Herr Jesu, ach verleihe edlen Sinn auch mir, komm, ligmacher, weihe mein Herz Wohnung dir. Es seufzt mein nach dir, es seufzet dir entgeg Komm, komm mit deinem S und wohne stets in mir. 118.0 118. i Gottes Sohn ist kommen, rühmet es, ihr Frommen, hier auf dieser Erden, uns gleich an Geberden, daß er von der Sünde helfe und entbinde. 1₁ 2. Er kommt auch noch heute und belehrt die Leute, daß sie sich von Sünden zu der Buße finden, von Irrthum und Thorheit treten zu der Wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen, seinen Dienst annehmen, durch ein recht Vertrauen auf sein Leiden bauen, denen wird zum Leben ihre Schuld vergeben. 1 4. Er will ihnen schenken, seiner zu gedenken, selber sich zur Speiſe, seiner Huld zum Preise, und sie das durch stärken zu der Tugend Werken. 5. Die an ihn fest glauben und beständig bleiben, ihm, dem Herrn, S 6 be Ti ; to Geburt Jesu Christi. -1 119. Mel. Wir Christenleut c ne day mi Auf, schicke dich, recht feierlich 21: uf des Heilands Fest mit Danken zu begehen! Lieb' ist der Dank, der Lobgefang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also hat Gott die Welt in seinem Sohn geliebet. O wer bin ich, Herr, daß du mich so herrlich hoch in deinem Sohn geliebet! eg 77 in Ullen trachten zu gefallen, wers den einst mit Freuden aus der Welt hinscheiden. 6. Unbemerkt, behende eilt ihr Lauf zu Ende; da wird er vom Bösen ihre Seel' erlösen und sie zu sich führen, vor den Engeln zieren. 7. Endlich wird er kommen, freuet euch, ihr Frommen, und die Todten werden auferstehn auf Erden und zu seinen Füßen sich hinstellen müssen. Geburt Jefu 8. Da wird er sie scheiden. Unnennbare Freuden schmecken alle Frommen; aber Bose kommen dahin, wo sie müssen ihr Untugend búßen. 9. Ei nun, Jesu, leite uns, weil es noch heute, daß wir stets auf Erden fromm erfunden werden, wachen, beten, ringen, einst ins Leben dringen. Christi. 3. Er, unser Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und seine Lieb' als Mensch zu offenbaren. 4. Un ihm nimm Theil; er ist das Heil. Thu täglich Buß und glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr, Herr, spricht, und doch nicht sucht sein Beiſpiel nachzuahmen. 5. Uus Dank will ich in Brudern dich, dich, Gottes Sohn, beEleiden, speisen, tránken, der Frommen ආධා වූ ස SEBES 90 S 50 90 9 S 501 90 501 78 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. men Herz in ihrem Schmerz mit ich gern. Gelobt sei, der ba koma m Trost erfreun und dein dabei ges im Herrn! hi denken. 6. Herr, der du Mensch gehte: ren wirst, Immanuel und Frie fürst, auf den die Båter hoffeur sahn, dich, Gott, mein Heilar S bet' ich an. de 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und Alles ist im Himmel und auf Erden, die Christenheit preist dich erfreut, und Aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn, er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Gelobt fei Gott, gelobt sei Gott! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlösten! 120. Mel. Vom Himmel hoch, da 2c. Dies ist der Tag, den Gott ge macht, sein werd' in aller Welt gedacht, ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward, da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dieß Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an, und er er mißt, daß Gottes Lieb' unendlich ist. 7. Du, unser Heil und hodi ha Gut, vereinest dich mit Fleisch Blut, wirst unser Freund und Bene der hier, und Gottes Kinder wun den wir. ur 8. Gedanke voller Majestát, ch bist es, der das Herz erhöht; b danke voller Seligkeit', du bist ve de der das Herz erfreut. li 9. Durch Eines Sünde fiel fu Welt, Ein Mittler ists, der siet hält. Was zagt der Mensch, we der ihn schüßt, der in des Vat 90 Schooße sitzt? al 10. Jauchzt, Himmel, die er ihn erfuhrt, den Tag der heiligh hi Geburt, und, Erde, die ihn her sieht, sing' ihm, dem Herrn, neues Lied! li he 11. Dieß ist der Tag, den G te gemacht, sein werd' in aller gedacht, ihn preise, was durch sum Christ im Himmel und auft den ist. 121. 4. Damit der Sünder Gnad' er= di b hålt, erniedrigst du dich, Herr der. Gelobet seist du, Jeſu Christ, d Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil.. 20 du Mensch geboren bist! Es folg dir von deinem Thron der Eng Schar und fang den Sohn, i 9 Menschen Sohn. 5. Dein König, Sion, kommt zu dir. Ich komm', im Buche steht von mir, Gott, deinen Willen thu' 2. Er, dessen Boten Engel fin fa lag in einer Kripp' ein Kind. un Geburt Jesu Christi. unser Fleisch und unser Blut verhüllte sich das höchste Gut, des Vaters Sohn. 3. Den nie der Welten Kreis umschloß, liegt in einer Mutter Schooß; er weint in unsrer Sündenwelt, der alle Ding' allein erhålt. Gelobt sei Gott! 4. Vom Himmel nimmt er sei nen Lauf, geht, ein Licht des Heils, uns auf. Es überstrahlt mit Gnad' und Recht der Sohn das menschliche Geschlecht. Gelobt sei Gott! 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Gott, nimmt auf sich der Sünder Noth. Nach dieser kurzen Průfungszeit erhebt er uns zur Herrlichkeit. So hilft uns Gott! 6. Der uns des Vaters Fülle gab, kam zur Erden arm herab; an Gütern machet er uns reich, die ewig sind, uns Engeln gleich. So hilft uns Gott! 7. O du, der Gnad' um Gnade giebt, Herr, wie hast du uns ge= liebt! Deß freue dich, o Christen heit, und dank' es ihm in Ewig keit, in Ewigkeit! 122. Mel. Gelobet feift du, Jesu 20. Gelobet seift du, Gottes Sohn, der du auf der Ullmacht Thron jest berrscheft und einst warst, wie wir. Anbetung, Preis und Dank sei dir, gelobt sei Gott! 2. Dich, unsern Heiland, unsern Herrn, sahn die Völker schon von fern, du, aller Völker Trost und 79 Licht, du warst auch ihre Zuversicht. Gelobt fei Gott! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über die, so nie ihn sahn, auf die, so Finsterniß umgab, glänzt Gottes Wahrheit nun herab. Gelobt sei Gott! 4. Durch den die Welt einst wor= den ist, der einst richtet, Jesus Christ, der Schöpfung Herr, kommt in sein Reich, erniedrigt sich und wird uns gleich. Gelobt sei Gott! 5. Jauchzt, Himmel, Erde, freue dich! Gott versöhnt die Welt mit sich. Uns, Adams sündiges Gtschlecht, entsündigt er, macht uns gerecht. Gelobt sei Gott! 6. Gelobet seist du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist! Dir ist der Erdkreis unterthan, dich beten alle Engel an. Gelobt sei Gott! 123. Mel. Lobet den Herren, den mächtigen 2c. Ehre sei Gott in der Höhe! Der Herr ist geboren, Sündern zum Heiland vom Höchsten aus Gnaden erkoren. Lasset uns sein dankvoll, ihr Christen, uns freun. Ist er nicht uns auch geboren? 2. Dunkel bedeckte den Erdkreis, und ängstiglich irrten Völker umher, wie die Heerden, verlassen von Hirten. Jesus erschien: Nächte verschwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten. 3. Menschen, berufen, sich unter einander zu lieben, folgten der Zwiętracht und Bitterkeit schåndlichen C ១ 91 S SEESSA 888 cas so 51 SXX 50 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 80 dhen Trieben. Jesus erschien, lehrs te den Menschenhaß flichn, lehrte den Frieden uns lieben. 4. Wohlthun und Segen nur folgten des Göttlichen Schritten, Trost und Erquickung trug er in der Weinenden Hütten; selbst er, ihr Freund, hatte vielfältig ges weint, selber geduldet, gelitten. 5. Ehre sei Gott in der Höhe: Ein ewiges Leben hat er durch ihn, seinen Sohn, uns erbarmend geges ben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel herab, einst uns zum Himmel zu heben. 6. Wohl mir, wenn ich dann ihn, meinen Erretter, auch sehe und mit den Scharen Vollendeter ewig erhöhe. Völlig beglückt, sing' ich dann himmlisch entzückt: Ehre sei Gott in der Höhe! a 3. Liebend kamst du uns ent gen, uns vom Elend zu bef wurdest aller Völker Segen, 19 test Aller Troft zu sein. Hat Sund' uns gleich verdorben, u hast du neue Kraft uns zur Heb gung verschafft und das große zd erworben, einst von Sünden vis rein, ganz bir gleich gesinnt zu 4. Ja du zeigst durch deine! ren uns den sichern Weg zum $ fe giebst uns, wenn wir treu dida ren, an dem großen Vorzug T in den Himmel einzugehen, und Gottes Herrlichkeit nach vollbr ter Uebungszeit ewig einst vert zu sehen. D zu welcher Zuver hebt das meine Seele nicht! G 124. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen 2c. Ewig sei dir Lob gesungen, Mensch Kreatur sie, so niedrig sie auch sc net, dir zum Wohlthun auserwi von Erbarmen bloß beseelt. gewordner Gottessohn! Liebe nur hat dich gedrungen, daß du von der Himmel Thron bist in diese Welt gekommen und uns Sterblichen zu gut, wie die Kinder, Fleisch und Blut hast so willig angenommen. Dwer ist an Huld dir gleich, wer, wie du, so gnadenreich? 2. Bis in Ewigkeit gehöret dir der Menschen Dank und Ruhm; denn wie hoch haft du geehret uns, dein Volk und Eigenthum. Huldreich hast du dich vereinet mit der menschlichen Natur und vor aller 5. Sollte Gott mich denn hassen, wenn ich gleich voll Mar bin? Nein, er kann mich nicht: lassen, er hat einen Baterfinn, auch mich in seinem Sohne. h der meine Schwäche kennt F mich seinen Bruder nennt, herri auf des Vaters Throne. Und herrscht dort als mein Freund, uch mich mit Gott vereint. 6. Herr, wie groß ist deine Gig Meine Seele freut sich dein, mit dankendem Gemüthe will s ganz dein eigen sein. Nimmer g ich dein vergessen, dir will ich n ganz vertraun, freudig folgen, f dich baun, deine große Huld erm sen. Gieb, daß ich für deine Ter ewig dir ergeben sei. 125.9 Geburt Jesu Chrifti. 125. Mel. Wie schön leuchtet der 20. stimm' auch du mit frohem Dank, mein Geist, in jenen Lobgefang, davon der Himmel tonte, als der zur Welt hernieder kam, und unsre Menschheit an sich nahm, ber uns mit Gott versöhnte; freu' dich innig: er, dein Führer und Res gierer, kam auf Erden, Licht und heil auch dir zu werden. 8 2. Ja, Preis und Ehre, Gott, sei dir! Wie gnadenvoll bist du auch mir in deinem Sohn erschies nen. Du sandteft aus Erbarmen ihn, die dem Verderben zu entzichn, die schnöden Lüften dienen. Preis dir, daß mir neue Pfade zu der Gnade offen stehen, mich der Sünd' entrückt zu sehen. 3. Und wie vergelt' ich, Heiland, dir, die große Treue, die du mir Ichon, eh ich war, bewiesen? Du bahntest unter bitterm Leid, auch mir den Weg zur Seligkeit: sei hoch dafür gepriesen! Durch dich kann ich nun hienieden Gottes Frieden schon empfangen und einst volles Heil erlangen. 4. O gieb, daß ich an diesem Heil nun auch im wahren Glauben Theit durch deinen Beistand neh' me, daß ich hinweg vom Eitlen seh, die Wege deiner Wahrheit geh und dein mich nimmer schå#me, bis ich durch dich, wenn ich fterbe, zu dem Erbe deiner From mmen auch dereinst werd aufgeCrnommen. 81 5. Ich bringe dir ein dankbar Herz, bereit, in Freuden und in Schmerz, wie dirs gefällt, zu wandeln. Verleihe du mir selbst die Kraft, nach deinem Wort gewissen. haft zu denken und zu handeln. Fröhlich will ich hier im Leben dich) erheben und einst droben wonnevoll dich ewig loben. 126. Mel. Nun lob' mein' Seel' den 26 Vom Grab', an dem wir wallen, soll, Jesu Chrift, mein Lobgefang empor zum Himmel schallen. Dir opfre jede Seele Dank, und jeder der Gebornen erfreu sich, Mensch zu sein, und jeder der Berlornen rühm' es, erlöft zu sein. Zum Hefland, uns gegeben, erschienst du, Gottes Sohn; mit dir erschien das Leben, mit dir des Himmels Lohn. 2. Kommt, laßt uns niederfallen vor unserm Mittler, Jesus Christ, und danken, daß er Allen Erretter, Freund und Bruder ist. Er gleicht der Morgensonne mit ihrem ersten Strahl; verbreitet Licht und Wenne und Leben überall; durch ihn kommt Heil und Gnade auf unsre Welt herab; er fegnet unsre Pfade durchs Leben bis zum Grab. 3. Frohlockt, ihr Mitgenossen der Sünde und der Sterblichkeit. Uns ist nun aufgeschlossen der Eingang zu der Herrlichkeit. Zu uns rer Erd hernieder kam Gottes ewger Sohn. Nun hebt er seine BrůF der છે તો તે હો ત 2 a 50 90 90 S 50 90 90 Werke und Wohlthaten Jefu Chrifti. 82 der empor zu Gottes Chron. Er ward das Heil der Sünder und der Verlornen Hort. Nun sind sie Gots tes Kinder und Gottes Erben dort. 4. O du, dem jeht die Menge der Engel und Verklärten singt, vernimm die Lobgesänge, die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warst einst auf Erden, was deine Brüder sind, ein Dulder der Beschwerden, ein schwaches Men= schenkind. Was du nun bist, das werden einst deine Brüder sein, wenn sie, entrückt der Erden, sich deines Unschauns freun. 5. Bald sind wir zu dem Lohe ne der Himmelsbürger dort erhöht. Nah sind wir dann dem Throne und schauen deine Majestät. Nicht mehr aus dunkler Ferne dringt dann der Dank zu dir, weit über Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir, und mit dem Himmels= heere schallt unser Lobgefang: Dem Ewigen sei Ehre, dem Welterlöser Dank! 127. Mel. Ermuntre dich, mein te.. Gelobet feist du, Jesu Christ, von aller Menschen Bungen, von Jedem, der noch sterblich ist, noch nicht den Lohn errungen. Gelobet seist du von der Schar, die einst, wie wir, auch sterblich war und nun, der Last entbunden, auf ewig überwunden. 2. In dieser höhern Brüder Dank soll unser Loblied schallen. Auch schwacher Menschen& fang låst du dir wohlgefallen. schauen wir, doch nur von die hohe Seligkeit des Herrn, zu, nach diesem Leben, du uns wirst erheben. 3. Doch bald, bald find auch, wie sie, zum Leben dur drungen; bald ist, nach Lage Müh, das Kleinod uni rungen. Dann singen wir Jesu Chrift, daß du ein Mens worden bist, in deiner Engel re, Unbetung, Preis und Eh 4. Spier soll, so lang noch lichkeit und Leiden uns beschr durch unsre ganze Pilgerzei unfer Dank verehren. Doch preis' unser Leben dich, und Geist bestrebe sich, dir, de Heil erschienen, in Heiligi dienen. 5. Du kamst von deiner macht Thron' auf unsre Ert nieder, warst arm und f ein Menschensohn zur Rettun ner Brüder. Wer wollte dir ganz sich weihn? Ja, Weltm wir sind dein ,, und jeder de losten soll deiner sich getröste 6. Was waren wir, Herr, du nicht ein Mensch für uns ren? Uch, ohne Troft und 3 sicht, durch unsere Schuld ver Doch nun, da du, Herr Jesu zum Heil der Welt erschienen ist diese Welt der Sünder die der Gotteskinder. 7. Schon hier, erhabner tessohn, sind wir durch Geburt Jesu Christi. 83 ein Mensch. felig. Die Freuden, die uns dort nun sein Volk besucht, der wird Enm Chron' erwarten, sind unzähon ig. Dir, der sie gnadenvoll ers rn part, der für uns Mensch ward, du ür uns starb, sei mit der Enel Heere Unbetung, Preis und indehre. dur t uni 128. Mel. Gelober seifst du, Jesu. enCobfingt, lobfinget! Gottes Sohn, gelselcher von dem Fall an schon zum Eppeiland uns verheißen ward, wird eun im Fleisch uns offenbart: er dwird ein Mensch). zeit 2. Welch Wunder seiner Huld ochnd Macht! So hat Gott an uns is edacht: Er, der Verlornen Heil dend Freund, der Eingeborne selbst Egiffcheint und wird ein Mensch. 3. Er sah das Elend seiner Welt, nerie der Sünde Greul entstellt. Wer ann fie retten? Möglich ists selbst fingeln nicht, doch er beschließts: Frd wird ein Mensch. 4. Die 4. Die Welt, getäuscht durch Welt, getäuscht durch Iter de rug und Wahn, betet ihren ott nicht an, sie ist ein Gözntempel. Wer macht sie zum empel Gottes? Er, er wird ein fter Trtensch. ans 5. Unwissenteit und Blindheit dut selbst auch auf die hellre Welt. verl vir tun dir ch, wer wird Zion nun befrein? uer Sohn, der will sein Retter ſein nend wird ein Mensch. di 6. Das Lafter herrscht, die Zund fleucht, alle Frömmigkeit et tweicht. Da kommt und wehrt och ihrer Flucht der Herr, der 7. Den Sündern drohet das Ges bot Rache hier und nach dem Tod, fie können nicht dem Herrn entfliehn. Doch ihr Verderben jammert ihn: er wird ein Mensch. 8. Gott kann vergeben; aber wer ist auch heiliger, als er? Er will mit uns versöhnet sein. Wer Fann versöhnen? Gott allein, fein Sohn wird Mensch. 9. Seht, leiden können von Natur wir nur, sterben wir auch nur. um nun zu fühlen unsre Noth, um selbst zu leiden unsern Tod, wird er ein Mensch. 10. 2d Menschen, Menschen. betet an, betet Jesum Christum an, ihn, welcher euer nie vergißt, weil Mensch, wie wir. er auch Mensch geworden ist, ein 11. Und werdet heilig nun durch ihn, wie der Sohn, der nur er= schien, daß wir auch, weil er sich uns schenkt, uns ihm ergeben und bedenkt: Er ward ein Mensch. 129. Mel. Gott sei Dank in aller its Heiland, den uns Gott verhieß, den der Himmel jauchzend pries, als du, Sterblichen zum Dienst, huldreich auf der Erd' erschienst. 2. Wie dein Nam', ist auch dein Ruhm. Jefu, wir, dein Eigene thum, ehren dankvoll und erfreut deine große Gütigkeit. 3. Du, deß Hand die Himmel hält, du kamst willig in die Welt, uns 3333 S 51 91 91 50 50 Werke und Wohlthaten Jeſu Christi. 84 uns von Sünden zu befrein, unser Licht und Trost zu sein. 4. Stark in deines Vaters Kraft, hast du Leben uns verschafft. Wir, von Rath und Hülf' entblößt, sind, o Herr, durch dich erlöst. 5. Preis sei dir in Ewigkeit! Auf, die ihr erlöset seid, rühmt den, der mit Lehr und That euch vom Tod' erlöset hat! 6. Der du liebreich zu uns kamst, unsre Rettung übernahmst, dein uns theur erworbnes Heil sei auf ewig unser Theil. 7. Unsre Seele trau' auf dich, unser Leben preise dich. Und du selber, Heil der Welt, hilf uns thun was dir gefällt, 130. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb' uns feinen Sohn zum Heiland giebt. Wie hat uns Gott so lieb! 2. Was sein erbarmungsvoller Rath schon in der Ewigkeit zu unserm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit. 3. Er, aller Menschen höchstes Gut, der Alle segnen kann, nimmt, wie die Kinder, Fleisch und Blut, doch ohne Sünden, an. 4. Ich freue mich, mein Heil, in dir; du wirst ein Mensch, wie ich. Was fehlt mir nun? Ist Gott mit mir, wer ist dann wider mich? 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst auch mir Rath, Kraft und Held, mein Helfer und mein defürst, so wie das Heil der Be 6. Was mir zur Seligkeit g bricht, das, Herr, erwarbst dung Versöhnung, Leben, Trost undis das hab' ich nun an dir. 7. Dein Mangel wird zums thum mir, dein Leiden stillte Leid, in dir, Erniedrigter, ic erlang' ich) Herrlichkeit. 8. Gelobt sei Gott, gelolt s Sohn, durch den er Ghad en Lobt, Engel, ihn vor seinem T erheb' ihn auch, mein Geist! E e 131. Mel. Warum sollt' ich mich dem g Fröhlich laßt uns Gott lob hocherfreut laßt uns heut ihr betung bringen! Jeder, der war verloren, freue sich inni Christus ist geboren. 2. Gottes Sohn ist Mens boren für die Welt, für die! die da war verloren; er, de nig aller Wesen, stieg herd ins Grab, Sünder zu erlösen 3. Wer kann Gottes Rath fassen? Aber dieß ist gewiß, kann uns nicht haffen.& der Sohn aus freien Triebe uns her, wie? sollt er nid Menschen lieben? 4. Wenn er uns verm hätte, nähm' er dann Ment an, daß er uns errette? D sich der Erdkreis freuen. Gericht kommt er nicht, so zum Verzeihen. Geburt Jesu Christi. 5 Er, er will für unsre Schuls Boen Urmuth, Noth, Schmach und et Tod göttlich groß erdulden. Lernt " den Menschenfreund erkennen, gnadidenreich, will er euch seine Brüder nennen. = 8 6. Dankt ihm, der das innre Sehnen sehen kann, betet an, Dopfert Freudenthránen, ticbt ihn, der von Liebe brennet, traut dem Herrn, der euch gern seine Brüder nennet. 7. Wenn euch eure Sünden kránken, eilt herzu, suchet Ruh, er will sie euch schenken. Schaut auf ihn mit Glaubensblicken, zits tert nicht; denn er spricht: Ich will euch erquicken. 8. Drückt euch hier so manche Plage: euren Schmerz fühlt sein I Herz, kein Erlöster zage. Bringet ihm an seinem Feste Preis und Ehr, wisset, er wählt für euch das Beste. 9. Er verläßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr als ihr litt' er hier, euch beglückt zu machen. Diese kurze Zeit der Leiden und der Müh, was ist sie gegen ewge Freuden? 10. Jesu, du nahmst meine Bürde gern auf dich, daß auch ich frei und selig würde. Wer kann deine Lieb' ergründen? Ewig soll freudenvoll sie mein Herz em= pfinden. 85 reich durch dich, will ich mich ewig dir ergeben. 11. Dir, mein göttlicher Befreier, folg' ich nach, obwohl schwach, doch um so viel treuer. Du bist meines Lebens Leben, 12. Dir will ich mein Leben weihen, mich in dir für und für, mein Erlöser, freuen. Keine Kreatur, kein Leiben, keine Noth und kein Tod soll von dir mich scheiden. 13. Werd' ich einst im Tod erkalten, so will ich mich an dich, Jesu, gläubig halten. Und dann wollst du mich erheben aus der Zeit zu der Freud indes Himmels Leben. 132. Mel. Wir Christenleut 2. Wirf, blöder Sinn, den Kums mer hin: Gott ist für dich, was will dich ferner kränken? Sein Sohn ist da, sein Sohn ist da. Wie? sollt' er uns mit ihm nicht Ulles schenken? 2. Schlägt dir das Herz vor Angst und Schmerz, empfindest du, wie sehr die Sünden krånken: dein Heil ist hier, wie sollte dir nicht Gott mit ihm auch Ruh und Frieden schenken? 3. Ist deine Kraft zu mangelHaft, mußt du beschämt an deine Schwäche denken: er, der dir giebt das, was er liebt, wird dir mit ihm zur Tugend Kräfte schenken. 4. Fehlt Weisheit dir, um glück= tich hier noch zu entgehn der Bosheit schlauen Rånken: erschrick nur nicht: Gott ist dein Licht, er wird dir mit dem Sohn' auch Beisheit schenken. 5. Ges CCCCC 91 S S 51 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifli. 86 5. Gebricht es dir an Hülfe hier, sorgst du, wer dich noch speis sen wird und trånken: o fasse Muth! das höchste Gut wird mit dem Sohn dir auch die Nothdurft schenken. 6. Wirf, blöder Sinn, die Sor gen hin, die dich ins Meer der Traurigkeit versenken. Dein Heil ist da, bein Heil ist da: Wie follt' uns Gott mit ihm nicht Kues schenken? 133. Mel. Nun danfet que Gott** Ich freue mich in dir und heiße dich willkommen, mein liebster Jes su! Du, du hast dir vorgenommen, du willst mein Bruder sein, o welch ein süßer Ton! Wie freundlich ist er doch, der große Gottes sohn. 2. Gott fendet seinen Sohn, das Bild von seinem Wesen, in menschlicher Gestalt. Nun muß die Welt genesen. Des Allerhöchsten Sohn spricht freundlich bei uns ein, wird gar ein armes Kind, will unser Heiland sein. 3. Wie lieblich klingt es mir, wie schallt es in die Ohren: Der Heiland, Jesus Christ, ist uns zum Trost geboren, zum Troft für alle Welt. Wer Jesum recht er= kennt, der stirbt nicht, wenn er stirbt, wenn er ihn gläubig nennt. 4. Wohlan, so will ich mich an biesen Jesum halten! Und sollte gleich die Welt vergehen, Felsen spalten: o Jesu, dir, nur dir, dir Leb' ich ganz allein; aufdich), all u auf dich, o Jefu, schlaf ich u 134. Mel. Wir Chriftenleut 2c. Christenheit, sei hoch erfra Das Heil der Welt, der Mitt ist geboren. Nimm freudig an seinem Heil; wer an ihn glau wird nimmermehr verloren. 1 2. O große That! Nach Gott Nath hat sich sein ewger Sohnf uns gegeben. Ein Menschenki doch ohne Sünd, ward er für: und bracht uns Heil und Lebe 3. Er, er befreit uns von Leid, das durch der Sünde Ma auf uns gekommen. Mit uns Gott nun in der Noth. Frohlo dem Herrn und hofft auf ihn, Frommen. 4. Auch mein Gesang, h bringt dir Dank. Du wur Mensch, damit wir selig würk du machst uns groß und ewig vom Fluch der Sünd' und ihr schweren Bürden. 5. Gelobt sei Gott! Auf un Noth sah er mit Hülfe lieben hernieder. O Christenheit, pr ihn erfreut, des Höchsten S bringt das Berlorne wieder. 135. Met. Wir Christenleut 2c. Jesu Christ, wie troftvoll für meinen Geist dein' Unkunft b auf Erden. Du Gottes Sol Geburt Jesu Christi. verläßt den Thron der Himmel, um das Heil der Welt zu werden. 2. Gehorsam sind dir Meer und Wind; und doch giebst du dich hin zum Dienst der Sünder, ernies drigst dich selbst williglich, wirst arm, gering wie schwache Men schenkinder. 3. Du wirst uns gleich, zum Himmelreich auch uns als deine Brüder zu erhöhen. Da leben wir verklärt mit dir, muß gleich wie Dampf hier unser Hauch vergehen. 4. Wer will denn nun uns Schaden thun, wenn wir durch dich den Sünden nur entfagen? wie dürften wir uns dennoch hier mit banger Furcht und finstern Sorgen plagen? 5. Getrost, mein Herz, schau himmelwärts, dort herrscht dein Freund, der Zobrsüberwinder. Der starke Held kam in die Welt und ward das Leben der verlornen Sünder. 6. Un seinem Heil hat Jeder Theil, der an ihn glaubt, auf seine Stimme höret, sich ihm ergiebt und treulich übt, was uns sein Wort, das Wort des Hochsten, lehret. 7. Nimm auch so Theil an seis nem Heil', und dann sei froh. Was willst du dich betrüben? Weil dich dein Freund mit Gott vereint: so kanns nicht anders sein, Gott muß dich lieben. 87 10 57022 geführet. Der Engel Heer hat selbst nicht mehr an Herrlichkeit als die ist, die uns zieret. 8. Bedente doch, wie herrlich hoch er über allen Jammer dich 9. Dein Heiland trägt und hält die Welt. Sich auf, und sich ihn alle Himmel lenken. Was will nun sich, ich frage dich, erheben, dich in Ungst und Noth zu senken? 10. Fühlt es dein Herz, daß uns ter Schmerz oft Hoffnung, Freudigkeit und Trost dir schwinden: geh hin zum Sohn', am Gnadenthron, darauf er herrscht, da wirst du Tröstung finden. 11. Nur nicht verzagt, wirst du geplagt; dein Heiland kann bein Unglück nicht verschmähen. Er ward dir gleich, ist gnadenreich und kann dein Leid nicht ohne Mitleid fehen. 12. Bei ihm ist Ruh. Trau ihm es zu, er wirds so machen, daß du ihm wirst danken. Sein mensch lich Herz empfand, was Schmerz, was Ungst ist, wie zu Muthe ſei dem Kranken. 13. Sieh, er hat ja auf Golgatha am Kreuz viel mehr als je ein Mensch gelitten, von Angst und Pein dich zu befrein: wie kannst du ihn um Troft vergebens bitten? 14. Gern hilft er dir. Er ist die Thür zu dieses und des bessern Lebens Freuden. Wie bald er scheint dein bester Freund, und nimmt hinweg, was fromme Hers zen leiden. 15. Laß du der Welt ihr Glück und Geld, und sich nur zu, daß dieser 33333 GIGG 9) X SS S S S 51 S S 51 50 88 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. dieser Echat dir bleibe, den halte 137. feft. Wer den nicht läßt, den ehrt und krönt er dort an Seer Laßt uns Ulle fröhlich sein, unse und Leibe. Gott erheben und uns seines S nes freun, den er uns gegeben. 2. Er kam in dieß Jammerth ward ein Knecht auf Erden, d wir frei von aller Qual, s mochten werden. 3. Er ward arm, wir werd reich, o wie licbt er Sünder! S der werden Engeln gleich), werk Gottes Kinder. 4. O Herr, mach es an u wahr, laß, in deinen Namen, u mit jener Himmelsschar en freuen. Amen. 136. Mel. Lobt Gott, ihr Chriften 2c. Lobt Gott, ihr Christen, freuet euch und kommt vor seinen Chron: er öffnet uns fein Himmelreich, und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schooß und wird ein Mensch wie wir, liegt schwach und dürftig, elend, bloß, wie Menschenkinder, hier. 3. Er äußert sich der Allgewalt, wird niedrig und gering und nimmt an sich des Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. 138. Mel. Ermuntre dich, mein 26. 4. Er ruht an seiner Mutter Gott, deine Gnade sei gepre Brust, nimmt seiner Brüder Kost, er, aller Himmel Lob und Lust er, aller Menschen Trost. sie schuf uns Heil und Leben. G muntre dich, mein tråger Ge ihr Wohlthun zu erheben. Der an die Nacht, da auf der Welt Höchsten Sohn sich dargestellt, sein so theures Leben für Sünd hinzugeben. 5. Aus Davids Stamm er kommen sollt zu der gesetzten Zeit, zu welcher Gott errichten wollt sein Reich, die Christenheit. 6. Er wechselt mit uns wunders bar, Fleisch und Blut nimmt er an, und giebt uns ewge Güter dar, hebt uns zu Gott hinan. 7. Er wird ein Knecht, der Mensch ein Herr; das mag ein Wechsel sein! Wie könnte er doch freundlicher, der theure Jesus, sein? 8. Geoffnet ist uns nun die Thür zu seinem Himmelreich. Ihr Christen, wie beglückt sind wir, lobt Gott und freuet euch! 10 2. O große That, erwüns Nacht, von Engeln selbst besu gen! Du hast den Mittle gebracht, der uns das Heil errm gen. In dir erschien der star Held, der Alles schuf und noch hält, der Freund der Menschenki der, des Todes Ueberwinder. 3. Der du zu uns, gesandt vo Herrn, aus deinem Himmel kam und unser Fleisch und Blut gern erbarmend an dich nahme Geburt Jesu Christi. 89 Sohn Gottes, o wie hast du dich werd' auch ich, Herr Jesu Chrift, so tief ernicbrigt auch für mich, wie arm bist du erschienen, um mir 5 zum Heil zu dienen. dich schaun so herrlich als du bist, dann wirst du mich zum Leben, das bei dir ist, erheben. 4. Olehre mich den großen Werth von deiner Liebe fassen. Was reize d te dich, auf dieser Erd dich so herab zu lassen? Hier warteten dein nichts als Noth, Verachtung, Kummer, Schmerz und Tod, und St doch kamst du auf Erden, ein Menschensohn zu werden. 5. Viel stärker, Sperr, als Schmerz und Tod war deine Menschenliebe. Du sahest unsre Sundennoth mit mitteidsvollem Tries be, du stellteft, unser Heit zu sein, nach deines Vaters Rath dich ein, wardst Mensch und kamst, mit Freuden für uns den Tod zu teiden. 140. Mel. Vom Himmel hoch, da zc. ei 6. Immanuel, dein freu' ich mich, bu bist auch mein Erretter, auch Vom Himmel ward der Engel mir zum Troste sandte dich der Herr, der Gott der Götter. Was : mir ein wahres Wohl verschafft, Schar des Nachts den Hirten offenbar, und große Freude that ihr Munb mit lautem Jubel ihnen kund. Erleuchtung, Friede, Beßrungss kraft und Freuden, die stets wah ren, willst du auch mir gewähren. 2. Geht eilend hin, geboren ist in Davids Stadt der Herr, der Christ, des Vaters eingeborner Sohn, der Sünder Heil, der Frommen Lohn. 7. Was soll ich dir, mein größter Freund, für deine Treue geben? Du bists, der mich mit Gott vers weint, du bringst mir Heil und Leben. at Herr, was ich hab' und was ich bin, das geb' ich dir zum Dienste hin, ich will dich ohn' Aufhören mit Leib und Geist verehren. 3. Send fröhlich, daß er sich mit euch vereinigt, ohne Sünd' euch gleich, selbst Gott; doch euch durch Fleisch und Blut verwandt und euer höchstes Gut. 4. Ihr habt mit euch den wahren Gott. Euch schrecke nicht mehr Sünd' und Tod, laßt Teufel, Welt und Hölle drohn; ein Mensch, wie ihr, ist Gottes Sohn. 5. Auf fid fu U DO ma So 139. Mel. Der Tag, der ist so freudenreich 2c. Der Heiland, welcher Jesus heißt, ist uns zum Trost geboren, zum Licht und Heil für unsern Geist, zum Retter auserkoren. War' uns der Heiland nicht gebor'n, wir wären insgesammt verlor'n. Und nun ist Heil uns Ullen. Theurer. Heiland, Jesus Christ, der du Mensch geboren bist, dein Lob soll stets erschallen. 8. Ich sehe dich zwar hier noch nicht, doch du wirst wieder kommen: dann schauen dich von Ungesicht, Herr, alle deine Frommen, dann 33333 G 0 91 5) S 51 51 S 90 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 5. Auf ihn seßt eure Suversicht 6. Ihr sevd nun göttlichen G und seid gewiß, er läßt euch nicht. Fiel auch ein ganzes Heer euch an: trog, daß euch einer schaden tann. Leben und Beispiel Jesu. 141. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 2c. Jesu, wahrer Frömmigkeit vollkommenstes Exempel, dein Herz, dem Vater ganz geweiht, war jeder Tugend Tempel, dein Wandel, rein von aller Schuld, Gott werth und würdig seiner Huld. 2. Wer war wohl eifriger, als du, zu thun des Baters Willen? Dir war es Ruhm und Seelenruh, ihn treulich zu erfüllen, dir keines Eigenruhms bewußt, war ihn zu preisen, deine Lust. 3. Wenn je dein Unge Frevler sah, warst du voll edler Schmerzen; doch, wenn des Vaters Wort geschah, quoll Freud' aus deinem Herzen. Un ihm nur hing dein ganzer Sinn, auf ihn sah stets dein Auge hin. 4. Ihn ehrtest du mit Wort und That vor aller Welt mit Freuden. Du warst bereit, nach seinem Rath zum Heil für uns zu leiden. Wie er die Liebe selber ist, so warst du's auch, Herr Jesu Christ. schlechts und mit uns gleiche Bürgerrechts; ihr siegt, nur stehr fest im Streit, euch bleibt zulek die Seligkeit. 5. Du zeigteft, daß die größte Noth dich nicht zum Murren reize, warst Gott gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuze. Auch da war deine Zuversicht auf ihn al Tein und fest gericht't. 6. Bon ihm verlaffen, blieb dei Herz an ihm troß alles Spotte: Dein Hoffen war im bängste Schmerz die sichre Hülfe Gotte Und was du hoffteft, ist geschehn Gott hörte deiner Stimme Flehn 7. Mit Ehr' und Preis von ihn gekrönt, lebst du zu seiner Rechte voll Majestát, und dir ertönt vor allen Gottesknechten das Lob, de du so würdig bist. O selig, wa dir ähnlich ist. 8. Hilf, daß ich dein Exempel mir, o Herr, zum Muster seße, und meinen Gott, gesinnt gleich dit weit über Alles schåge, mit Freu den seinen Willen thu' und ga in seiner Fügung ruh. 142. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 1. Du, deines Baters Ebenbild, ihm gleich an Menschenliebe, du warst o Jesu, ganz erfüllt mit Gott ge weihtem Triebe. Er war dein Ziel dein höchstes Gut, ihm feigtest.b mit Heldeumuth. 2. Du warst mit ihm ein Sinn, ein Herz, sein Wille war deit Wille Leben und Beispiel Jesu. 91 Wille, du ehrtest auch im größ. Menschen göttlich lieben. Und wie ten Schmerz ihn mit zufriedner voll von solcher Güte war, Erlöser, h Stille; selbst auf der allerrauh- dein Gemüthe. sten Bahn sahst du ihn noch als Bater an. C 3. O du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen, auf sein redliches Verlangen, Hüt fe, Ruh und Trost empfangen? O wie pflegtest du zu eilen, das Erbetne zu ertheilen. Freude war dirs, Seligkeiten schon auf Erden auszubreiten. 3. Du suchtest nichts; als sein Gebot vollkommen zu erfüllen und unterwarfst dich bis zum Tod ganz deines Vaters Willen. Dein Hauptgeschäft war das allein, Vollender seines Raths zu sein. al ei tes 4. 3um Kreuze gingft bu ruhig hin, uns Gnade zu erwerben, bes reit, mit göttlich großem Sinn zum Heil der Welt zu sterben, warst du ha zur tiefsten Schmach gefaßt und h trugst der schwersten Leiden Last. te: 5. Herr, lehre mich, dein Ei agenthum, nach deiner Tugend stres dei ben. Dir gleich gesinnt sein, sei a mein Ruhm, und Wonne, so zu leben. O hilf, daß ich so gern wie pel du den Willen deines Baters thu. to e Dit eu - ge Eel du 143. Met. Schmücke dich, o liebe Seele ze. Vorbild wahrer Menschenliebe, Jefu, deines Mitleids Triebe zogen dich herab auf Erden, der Verlornen Heil zu werden und für sie sogar dein Leben in den Tod dahin zu geben. Wo ist je mand, der die Größe beiner Lieb und Huld ermäße? 2. Ohne Vortheil zu begehren, sich in Andrer Dienst verzehren, jedem gerne Guts erzeigen, zu Beleidigungen schweigen, auch an Feini ben Wohlthun üben, das heißt, 4. Menschenseeten zu beglücken, Reuerfüllte zu erquicken, Unverståndge zu belehren, Abgewichne zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, liebreich zu dir hinzus locken, nur für Menschenwohl zu leben, war dein tägliches Bestreben. 5. Und wie hoch stieg dein Erbarmen, da du, Mittler, von uns Armen Gottes Strafe abzuwenden, unter frecher Mörder Hånden Angst und unerhörte Schmerzen littest mit gelaßnem Herzen, als ein Missethäter starbest und un ewges Heil erwarbest. 6. Deine Huld hat sich getries ben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Haß mit Haß nicht zu vergelten, deine Schmäher nicht zu schelten, Ullen freundlich zu begegnen, die dich låsterten, zu segnen, deine Mörder zu vertreten, und für sie zu Gott zu beten. 7. Demuth war, bei Spott und Hohne, deiner Tugend Schmuck und Krone, nie hast du nach Ruhm getrachtet, noch auf Menschenlob geachtet. Deines Vaters heilgen Willen mit Gehorsam zu erfüllen, uns 3333 C S S) Sy SX S 92 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. uns zum Himmel zu erheben, war standhaft durch sie hin mit Festig der Zweck von deinem Leben. keit und Ruh. 8. Laß mich, Herr, zu meinem Segen deinen Wandel oft erwägen, laß mich in der Angst der Sünden Trost und Hülfe bei dir finden, heilige auch meine Triebe zu rechtschaffner Menschenliebe, laß mich immer mehr auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Voll hohen Friedens blieb bis an des Lebens Ende, dei schuldlos Herz, und du gabst in de Baters Hände den Geist geruhi hin. Vollendet war die Bahn, di warst am hohen Ziel, Belohnun zu empfahn. 144. 6. Vollendeter, auch ich kam einmal ohne Beben in deines Ve ters Hand die Seele übergeben wenn sie voll Eifer, rein von de Gewissens Schuld, dir ähnlich war Mel. D Gott, du frommer Gott 2c. Preis dir, Herr Jesu Christ! an Treu, an Tugend und Gebult Dem Ulter, wie der Jugend, warst du als Pilger hier ein Borbild äch ter Tugend. Von früher Kindheit an betratst du ihren Pfad und ehrteft deinen Gott mit Herz, und Mund und That. 2. Du wareft immerfort bereit; des Baters Willen, selbst bis zum Kreuzestod, mit Freuden zu ers füllen, und willig übernahm dein liebevolles Herz, der Welt zum Troft und Heil, Beschwerden, Müh und Schmerz. 3. Nie hast du, Heiligster, die kleinste Pflicht verlehet, nie Leidende gefehn, und nicht mit Trost ergeßet, und hatte sich ein Mensch vom rechten Pfad verirrt, wie gern hat deine Hand ihn nicht zurück geführt. 4. Versuchung ohne Zahl: hier Ruhm und Schmeicheleien, dort tockender Gewinn, hier bittrer Feinde Dráuen, umgaben überall dich, wo du gingst; doch du gingst 7. Schau', o mein Geist, au ihn. Berschmäh des Lasters Fre den: der Sünden Sold ist Tod und ihre Frucht sind Leiden. W Jesus, weihe Gott des Leben kurze Zeit, dann folgest du ih einst ins Reich der Herrlichkeit. 145. Mel. Allein zu dir, Herr Jesu u. Einst weinte für Jerusalem de Heiland heiße Zähren, zum Zeug niß: ihm sei angenehm, wen Sünder sich bekchren. Ihm brig von tief empfundnem Schmen sein göttlich liebevolles Herz, dad den Jammer überdenkt, der Sur der kränkt, die keine Zucht u Beßrung lenkt. 2. Schon lange trug Gott m Geduld dieß Volk in seinen Sü den, und ließ es noch, voll Gna und Huld, der Strafen Auffd finden. Nun fichet er in helle Lid Leben und Beispiel Jesu. 93 ig: Sicht das långst gedrohte Strafges 7. Herr, unser Mittler, hier richt, das dieses Bolk verschuldet hat, wie es sich naht in Wettern über Land und Stadt. 26, und dort kron' uns mit deinem Se gen, hilf auch, daß wir nach deinem Wort den großen Trost er. wägen: daß, drückt uns hier noch manche last, du herzlich Mitleid mit uns hast. O Herr, uns komme dieß zugut und geb' uns Muth: denn schwach ist unser Fleisch und Blut. hi du Bo en del 4. Erkennet eure Gnadenzeit und fallt in wahrer Buße dem Gotte der Barmherzigkeit, der euch noch lockt, zu Fuße! Der Helland ist dann euer Freund, wenn ihr im Glauben zu ihm weint. Aus seinen Thränen, Sünder, wißt, daß Jesus Christ ein treuer Hoherpries ster ist. 5. Die Thrånen, die er einst ges weint, die reden noch für Seelen, die, ihren Sünden ernstlich feind, ihn zum Erretter wählen. Sehr hoch sind sie vor Gott geschäßt. Wer sie zu seinem Troste seht, der wird, wenn er voll Traurigkeit sein i Thun bereut, mit Gnad' und Heil von Gott erfreut. em ch 20 gur 6. Der aber häuft sich zum GeSi richt des Bornes schwere Plagen, der in der Zeit der Gnade nicht lernt ernstlich in sich schlagen. Der Heiland ist zum Herrn erhöht, Si kommt einst in großer Majestät, als der verklärte Menschensohn du vom Himmelsthron, giebt Frevlern den verdienten Lohn. m nad llen Bid Qui CH Cod ens h 20. 3. Voll Wehmuth blickt er noch umher, sieht Sünder ewig sterben. Dieß schmerzet ihn unendlich mehr als zeitliches Verderben. O was empfindet doch sein Herz, wie thränt sein Aug vom herben Schmerz! Uus diesen Thránen, Sünder, wißt, daß Jesus Christ der Sünder treuer Heiland ist. da 8. Laß, wenn wir in der Prü fungszeit allhier in Trübsal weinen, uns deine große Freundlichkeit zu unserm Trost erscheinen. Gedanke, der das Herz erhöht, daß du in Gottes Majestät, nach Noth und Kampf', im Himmel bist, Herr Jesu Christ, und hilfreich auf uns Urme siehst! 146. mir nach, spricht Christus, un ser Held, folgt meinem Vorbild, Christen, verläugnet euch, besiegt die Welt mit ihren schnöden Lüften, gebt ihren Reizungen nicht nach, erduldet lieber Ungemach. 2. Ja, herr, dein Vorbild leuchtet mir zu einem heilgen Leben. Wem soll' ich auch wohl sonst, als dir, zu folgen, mich bestreben? Du zeigst den Weg zum wahren Wohl und, wie ich richtig wandeln soll. 3. Dein Herg, voll Gottergebenheit, war auch voll Menschenliebe, voll Demuth, Sanftmuth, Freundlichkeit und voller Mitleidstriebe; felbft ♡♡♡♡ C 5) 1 9 51 94 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. felbst deinen Feinden wandtest du 2. Dein Herz, von Sünden ni großmüthig Hülf' und Wohlthat zu. 4. Dein Beispiel lehrt, was schädlich ist, mit weiser Vorsicht flichen, es lehret mich, mein Herz der List und Heuchelet entziehen. O wohl mir, wenn ich deinem Einn stets und in Wahrheit ähnlich bin. entweiht, war rein wie deine Lehre, bein ganzer Wandel Speitigkeit, den Endzweck Gottes Ehre und, o wi benk ichs hoch erfreut, der Men schen ewge Seligkeit. 6. Du gingst als Führer einst voran, stehst mir auch noch zur Seite, du kämpftest selbst, und brachst die Bahn, stårkst nun auch mich im Streite. Wie könnt' ich denn noch zaghaft sein, und mich dir nachzufolgen scheun? 3. Du führtest uns zur Tugend an und, daß wir leben möchten, gingst du selbst ihre schwere Bah voran vor deinen Knechten. Auch wenn du littest ohne Schuld, c trugst du Alles mit Geduld. 4. Der Kummervollen Trost zu sein, zu wehren jedem Leide, stet wohlzuthun und zu erfreun, war deine Sorg' und Freude; und ci nes jeden Menschen Schmerz durc drang dein liebevolles Herz. 6. Wer hier sein Wohl zu finden meint, wirds ohne dich verlieren; wers bei dir zu verlieren scheint, den wirst du dazu führen. Wer dich als seinen Herrn verehrt und dir nicht folgt, ist dein nicht werth. 7. So will ich denn dir, meinem Herrn, getreu und froh nache wandeln und in dem Kampf der Tugend gern, so standhaft wie du handeln. Denn wer nicht kämpft, trågt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. 147. Mel. Mir nach, spricht Christus it. Welch hohes Beispiel gabft du mir, mein Heiland, durch dein Leben! Sollt' ich nicht gern und mit Begier dir nachzuahmen stres ben, nicht gehn den Weg, den du betratst, nicht freudig thun das, was du thatst? 5. Du trugst mit Sanftmuth und mit Huld die Schwachheit dei ner Freunde, auch Sünder trugt du mit Geduld und batst für dein Feinde, du warst gehorsam bi zum Tod' und ehrtest selbst im Tode Gott. 6. Ein solches Beispiel hast du mir zum Vorbild hinterlassen, und heißest mich Vertraun dir und beiner Hülfe faffen. Nimm, sprichst du, nimm mein Soch auf dich, komm, folge mir und sich auf mich. 7. Ich komme, Herr, gieb Kraft und Licht, daß ich mein Heil er kenne, dein wahrer Jünger sei und nicht mich bloß den Deinen nenne, damit ich deinem Vorbild treu, auch Andern selbst ein Bei ſpiel sei. 148. Mel. i 148. Mel. DKönig, deffen Majestät zc. 11₁ Der du die Liebe selber bist und gern die Menschen segnest, ja selbst dem, der dein Feind noch ist, mit Freundlichkeit begegnest, o bilde meinen Sinn nach dir und laß mich doch, mein Heiland, hier, wie du gewandelt, wandeln. Die können keine Christen sein, die sich nicht Undrer Wohlfahrt freun und men schenfeindlich handeln. 2. Dein Leben in der Sterblichkeit war für die Menschen Segen, die folgten Lieb' und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen. Wohin du gingst, ging Wohithun mit, dein Wort, dein Werk und jeden Schritt begleitete Erbarmen; du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verderben zu befrein und mstarbst zum Heil uns Urmen. is în Di n t at s ei: Leben und Beispiel Jesu. 3. Auch jest noch, auf der Himimmel Thron, bist du der Troft der Sünder, auch da bleibst du, o du Gottes Sohn, ein Freund der Men nd schenkinder. Du schaffst den Deiz nen wahre Nuh, und die Verirrten m, suchest du auf rechten Weg zu leis uf ten, du hörst der Seufzenden Gez ch bet, und brauchest deine Majestät, nur Segen auszubreiten. ft 4. O laß in meiner Pilgrimschaft mich auf dein Vorbild sehen! Er ei fülle mich mit Lust und Kraft, dem Nächsten beizustehen, betrübter Hers zen Trost zu sein, mich mit den i Fröhlichen zu freun, mit Weinenden zu klagen. Laß mich dem, der el. 95 sein Herz mir weiht, ein Herz voll frommer Redlichkeit und Treue nicht versagen. 5. Laß mich mit brüderlicher Huld den Strauchelnden erwecken, durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld des Nächsten Fehler decken. Mein Untlig sei nie fürchterlich und meine Seele neige sich zu des Bedrängten Flehen. Das wird noch in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hält, mein Glück und Wohl erhöhen. 149. Mel. Jesus, meine Suversicht 2c. Sesu, Jesu, stårke mich, willig jede Noth zu tragen. Ach mein Herz entfehet sich, würd' auch ohne dich verzagen; doch ich weiß es, ich bin dein, dir muß ich auch ähntich sein. 2. Wer bir nachzufolgen firebt, muß sich deiner Schmach nicht schämen, willig sein, wie er auch bebt, doch dein Kreuz auf sich zu nehmen. Wer sich dessen weigert, ist nicht dein Jünger, ist kein Christ. 3. Sanft wird endlich deine Last, wenn ich still und ohne Klage, weil auch du gelitten haft, was du auf, legft, standhaft trage. Dann wird, was erst schrecklich deucht, süß, und angenehm und leicht. 4. Uch viel mehr, unendlich mehr, als ich je vom Kreuz empfinde, littst du, Allerheiligster, für die Welt, für meine Sünde! Ohne Zahl war Deine CCC33 CSS3 9 5) S S 91 SX Cas ins Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 96 deine Noth, unaussprechtich schwer dein Tod. 5. Durch dein Kreuz erwarbst du mir Kraft und Muth in meinen Leiden. Nun kann, Jesu, mich von dir keine Pein, kein Tod nicht scheiden. Werd' ich zaghaft, stárket sich mein erschrocknes Herz durch dich. 6. Herr, du haft nach deinem Streit dich zu Gott empor gefchwungen. Mein ist deine Herre lichkeit, mir ist Sieg von dir er: rungen. Wer, wie du, mein Jesu, hier kämpft, der siegt dereinst mit dir. 7. Nein, ich fliche nicht dein Kreuz, sich, ich nehms aus deinen Händen. Mich soll nie der Lüste Reiz, nie die Trübsal von dir wenden. Gern trag' ich, wiewohl noch schwach, dir dein Kreuz, mein Jesu, nach. 150. Mel. Kommt her zu mir, spricht ic. Kommt her, Mühselige, zu mir, spricht Gottes Sohn, o kommt, seid ihr mit Sünden gleich beladen, kommt her, ich bin der gute Hirt, der euer Herz erquicken wird: ich Arzt heil' euren Schaden. 2. Wie lange säumet ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt mein Joch und folget meinen Lehren. Seht, wie ich, ganz nach Gottes Sinn, so sanft und so demüthig bin: mich müßt ihr billig hören. 3. Sanft ist mein Joch, leid meine last. O wer sein wahre Heil nicht haßt, wird sich da bequemen. Ich schenk ihm Ruh und, wie er sich nicht meiner schi met, werd' auch ich einst seine mich nicht schämen. 4. Nun, Jesu, mich verlang nach dir. Zeuch uns dir nach, laufen wir. Dir will ich mid ergeben. Ich weiß es, o Her Jesu Christ, daß außer dir kei Retter ist: bei dir ist Heil un Leben. 5. Laß mich nun, so wie du ge than, aus wahrer Demuth Jede mann zu dienen fertig stehen, la mich, wie du, sanftmüthig sein Beleidigungen gern verzeihn un Fehler übersehen. 6. Ach bilde mich nach deiner Sinn, mich, der ich ohne dich nicht bin, daß ich dein Joch recht trag Sprich meiner Seele tröstlich# und bringe mich zur wahren R am Ende meiner Tage. 151. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singent Laffet uns mit Jesu ziehen. Be ihn liebet, folgt ihm nach, geht dem Argen zu entfliehen, gen die Bahn, die er uns brad Starker Glaube sei uns eigen der führt auf den Himmelspfad doch der Glaube zeige That: Vw derliebe muß er zeigen. Bleib o Jesu, stets bei mir, geh vorm ich folge dir. 2. Last in 12 Lehre Jeſu. onu si 2. Lasset uns mit Jesu leiden. Wer ihn liebet, wird ihm gleich. Nach der Trübsal folgen Freuden, auf die Schmach das Ehrenreich, Thránenfaat bringt großen Segen, großes Heil front die Geduld: Gots tes Allmacht, Gottes Huld ist mit uns auf Leidenswegen. Mit dir, Jesu, leid' ich hier, dort erfreu' ich mich mit dir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben. Sein Tod schüßt vorm andern Tod, schuyt die Seele vor Verderben und befreit von cwger Noth. Tödten wir das Fleisch hienieden, sters Lehre 152. Mel. Bater unser im Himmelreich 2. Kein Lehrer ist dir, Jesu, gleich. Un Weisheit und an Liebe reich, bist du, sowohl durch Wort als That, der schwachen Menschen sichrer Rath. Es freut mein Geist im Glauben sich, Herr Jesu, dein und lobet dich. 2. Du kamst zu uns, von Gott gefandt und machtest uns den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sündenschuld, theilhaftig werden seiner Huld. Auf ewig sei dir Dank und Ruhm, Herr, für dein Evans gelium. 97 ben wir den Lüften ab, so entgehn wir einst dem Grab' und empfinden Gottes Frieden. Herr, im Tode trau' ich dir: nicht im Grabe bleib' ich hier. G 4. Lasset uns mit Jesu leben. Er stand von den Todten auf, ward mit Preis und Kraft umgeben, nahm zum Vater seinen Lauf. Ei was kann der Tod mich schrecken? denn das Haupt der Christenheit wird gewiß zur Herrlichkeit seine Glieder auferwecken. Dir, o Jesu, leb' ich hier, ach einst leb' ich auch bei dir. di 3. Du sahest in der Gottheit Licht mit aufgeklärtem Ungesicht, was, nach des Höchstem weisem Rath, die Welt noch zu erwarten hat, und Jesu. machteft auch durch deinen Mund die Zukunft ſelbst den Menschen kund. 4. Di und die Wunder deiner Hand sind uns ein göttlich Unters pfand: was man aus deinem Mund gehört sei Wahrheit, die uns Gott gelehrt. Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott. 5. Du lehreteft durch Wort und That den Weg zu Gott, der Tugend Pfad. Du gingst als Führer selbst voran; gieb, Herr, daß ich auf gleicher Bahn, gestärkt von dir, mit steter Treu dir nachzufolgen, eifrig sei. 6. Du bist es, Herr, von dem das Umt, das die Versöhnung predigt, stammt; du machst durch treuer Lehrer Mund noch jest dein Heil den Menschen kund. Begleite stets mit 333 C GGGG S) 9 S 50 S 50 Werke und Wohlthaten Jesu Chriſti. 98 mit deiner Kraft ihr Umt, damit es Nußen schafft.ov medis 7. Noch immer hilfst du deinem Wort in seinen Siegen mächtig fort. Du sendest, wie du selbst verheißt, noch immer deinen guten Geist, der dem, der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte giebt. und 8. Mein Heiland, send' ihn auch zu mir, daß er mich zu der Wahrheit führ, vom Eigendünket mich befrei, damit ich dir gehorsam sei, bis mich dereinst in Ewigkeit ein hellres Licht bei dir erfreut. 153. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Theuer sei mir allezeit, Herr, mein Heiland, deine Lehre. Gieb, daß ich mit Folgsamkeit treulich ihre Borschrift ehre, dem, was sie verheißet, traue, fest mein Hoffen darauf baue. 2. Nur bei deiner Wahrheit Licht lernen wir Gott recht erkennen, ihn mit froher Zuversicht unsern Gott und Vater nennen und nach seinem heilgen Willen unsre Pflichten treu erfüllen. Rente 3. Was die Weisen dieser Welt vor dir nicht erforschet haben, das hast du ins Licht gestellt; und durch deines Geistes Gaben bringst du es in unsre Seelen, daß wir Heil und Leben wählen. 4. Du entdeckst uns unfre Schuld und der Sünde großen Schaden; doch auch deines Vaters Huld und den Reichthum seiner Gnaden; lch uns aller unsrer Sünden gnädi Vergebung finden. S 5. Huldreich rufest du uns Kommt zu mir, beschwerte Seele es soll euch zu eurer Ruh nicht a Troste bei mir fehlen, wollt ihr a ders von mir lernen, euch von Sh den zu entfernen. de dia 6. Herr, dein Evangelium viel tausend, tausend Zeugen, zu deines Namens Ruhm dankb ihre Kniee beugen, daß du n dein Wort erfüllest und der Sat Kummer stillest. V 7. O nimm gnädig an den Da den ich dir voll Ehrfurcht bring höre meinen Lobgefang, den i hocherfreut dir singe. Du, du hel auch mich aus Gnaden von Sünde großem Schaden. 8. Köstlicher als Guld sei m was dein göttlich Wort mich lehr Dank, ja ewig Dank sei dir fürt Trost, den du gewähret. Wa ich einst zu dir erhoben, will würdiger dich loben. 9. Stets, so lang ich hier m bin, will ich dir zur Ehre wandel täglich mit erneutem Sinn nur n deinem Worte handeln: so nim du mich einst im Scheiden aufi deinen höhern Freuden. nied ordus 154. Mei. Wer nur den lieben 2c. Dein Wort, o Höchster, ist vol kommen, es lehrt uns unsre ga Pflicht, es giebt dem Sünder bem Frommen zum Leben sichern Unterricht. O selig, wer es achtsam hort, bewahrt und mit Gehorsam ehrt! id on la 32. Es leuchtet uns auf unsern Wegen vertreibt des Irrthums a Finsterniß erfüllt mit Freuden, bringt uns Segen und machet unser Herz gewiß, es lehrt uns, pochster, was du bist unt was dir wohlge= fällig ist. bitwa 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, lehrt, wie du venen Guz 5 tes giebst, die dein Gebot mit Freu m den üben, und wie du väterlich uns ar tiebst. Was uns darin dein Mund ne verspricht bleibt ewig wahr und i trüget nicht. Jel 4. Gott, dieß dein theures Wort ist besser und mehr der Sehnsucht werth als Geld, sein Werth ist mi föstlicher und größer als alle Schäße dieser Welt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. So laß mich denn mit Lust be trachten die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt. Laß folgsam mich auf Alles achten, was dein Befehl von mir begehrt: so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu. fi 3 1 110 i Lehre Jesu. nu str822 stat 499 2. Dein Wort ist wahr, laß im merdar mich seine Kräfte schmekken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. In 19 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstund' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir. mir, Herr, gegeben. Mad Rut 5. Den ewgen Rath, die Missethat der Sünder zu verfühnen, den kennt' ich nicht, war mir dieß Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht, verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist im Glauben Vater sagen. 7. Mich) zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh vermag ichs nie, dein Wort giebt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dieß Wort, denn du hasts uns gegeben. Es sei mein Theil, es ſei mir Heil, und Kraft zum ewgen Leben. 156. 155. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Mel. Uch Gott und Herr ic. Wir Menschen sind zu dem, o Gott ist mein Hort, und auf sein Gott, was geistlich ist, untüchtig. Wort soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Echauen. Dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissens und verstehens nicht, wo uns 2 1101 CCCCC L ១ S S 01 5) EX 51 5X1 100 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. uns dein göttlich Wort und Licht Wohlstand wie im Leiden; to den Weg zu dir nicht zeiget.hors aus, was dir, Herr, nicht gefäl hilf uns die Sorgen dieser W und böse Lüste dämpfen. 2. Von jeher hast du ausgesandt Propheten, deine Knechte; sie machten in der Welt bekannt dein Heil und deine Rechte. Bulegt ist selbst dein eigner Sohn, o Vater, von des Himmels Thron gekommen, uns zu lehren. eri 3. Für solches Heil sei, Herr, ges preist. Laß uns dabei verbleiben und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte glauben, daß wirs annehmen jederzeit mit Ehr furcht, Treu und Willigkeit, als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott uns nicht vom Wort' abwende; denn du bist ein gerechter 157 Gott und strafft gewiß am Ende. Erweck uns durch der Wahrheit Kraft und, was sie Gutes in uns schafft, das laß uns treu bewahren. 5. Herr, öffne du Verstand und Herz, daß wir dein Wort recht fas sen, in Lieb' und Leid, in Freud' und Schmerz es aus der Acht nicht laffen; daß wir nicht hörer nur allein, nein, auch desselben Thåter sein, Frucht hundertfältig bringen. 6. Geift Gottes, mache du selbst gleich uns einem guten Lande, daß wir, an guten Werken reich, in uns serm Umt und Stande das thun, was uns dein Wort gebeut und, frei vom Dienst der Eitelkeit, des Glaubens Kraft beweisen. 7. Laß uns stets, weil wir leben hier, der Sünder Weg vermeiden; gieb, daß wir halten fest an dir im 8. Erhalte stets dein Bort.u rein, laß es in Finsternissent Licht auf unsern Wegen sein, hi daß wir draus genießen Kra Rath und Trost in aller Noth, wir im Leben und im Tod bestánd auf dich trauen. 9. Laß sich dein Wort zu dein Ehr', o Gott, sehr weit ausbreite hilf, Jesu, daß uns deine Lehr leuchten mög' und leiten, o heil Geift, dein göttlich Wort laß in u wirken immerfort Lieb', Hoffnu Trost und Glauben. is die Mel. D Gott, du frommer Gott Soll dein verderbtes Herz# Heiligung genesen, Christ, son säume nicht, das Wort des Ha zu lesen; bedenke, daß dieß das Heil der ganzen Welt, Rath der Seligkeit, den Geist Gott enthält. 2. Merk' auf, als ob dir Go ma dein Gott, gerufen hätte, auf, als ob er selbst zu dir w Himmel redte. So lies, mit furcht, lies mit Lust, und mit S traun und mit dem frommen Er in Gott dich zu erbaun. 3. Sprich fromm: O Gott, dem ich meine Hände falte, gi daß ich dein Gebot für dein W ewig halte, und laß mich dein Rath empfindungsvoll verstehn, Wund to 5. Lies, frei von Leidenschaft und ledig von Geschäften, und sammle deinen Geist mit allen seis nen Kräften. Der beste Theit des Tags, des Morgens Heiterkeit und g dann der Tag des Herrn, der sei der Schrift geweiht. 11 6. Rührt dich ein starker Spruch, so ruf ihn, dir zum Glücke, des Tags oft in dein Herz, im Stillen oft, zurücke, empfinde seinen Geist und stärke dich durch ihn zum wahren * Edelmuth, das Gute zu vollziehn. 00 7. Um tugendhaft zu sein, dazu sind wir auf Erden. Thu, was die Schrift gebeut, dann wirst du inne werden: die Lehre sei von Gott, die dir verkündigt ist, und dann das Wort verstehn, dem du gehorsam bist. 8. Spricht sie geheimnißvoll, so laß dich dieß nicht schrecken. Ein endlicher Verstand kann Gott nie G ganz entdecken: Gott bleibt unend lich hoch. Wenn er sich dir erklärt, so glaube, was er spricht, nicht was dein Mik begehrt. Be 9. Sich seines schwachen Lichts gi bei Gottes Licht nicht schämen, ist 26. f Lehre Wunder am Geset, am Wort vom Kreuze sehn. der 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht irren lassen. Lies, Christ, sein heilig Buch, lics oft, du wirst es fassen, so viel dein Heil verlangt. Gott ists, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht und aus Gewissen liebt. Bot Ruhm, und die Vernunft alsdann i gefangen nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht, n Jesu. druomal 101 und weise Demuth ists, das glauben, was Gott spricht. 10. Drum laß dich, frommer Christ, durch keine Zweifel kranken. Hier bist du Kind; doch dort wird Gott mehr Licht dir schenken, dort wächst mit deinem Glück dein Licht in Ewigkeit, dort ist die Zeit des Schauns und hier des Glaubens Beit. 11. Verehre stets die Schrift. Und siehst du Dunkelheiten, so laß dich deinen Freund, der mehr als du sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Schrift ges weiht, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 12. Salt fest an Gottes Wort: es ist dein Glück auf Erden und wird, so wahr Gott ist, dein Glück im Himmel werden. Berachte christ lich groß des Bibelfeindes Spott: die Lehre, die er schmäht, bleibt doch das Wort aus Gott. 158. Mel. D Gott, bu frommer Gott ac. Von Herzen preis ich dich, Gott für der Bibel Lehre, die ich als dein Geschenk mit Dankbarkeit verehre. Hier findet jeder Stand für jede Lebenspflicht in jedem Falle Rath und hellen Unterricht. 2. Wie kraftig ist dein Wort. Gott, Millionen Christen gab diefes Wort den Sieg im Kampf mit bösen Lüften. Es bessert sanft das Herz, und stärkt zu jeder Pflicht, ist in Gefahr ein Schut, in Finsterniß ein Licht. 3. So CCC C ១ 9 S S 102 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. vom Grab erweckt, Unsterblichke wird erben; 3. So kann kein andres Buch die Große Gottes preisen, so faßlich rührend nicht ben Weg zur Tugend weisen. Durch keine Rednerkunst wird so das Herz erquickt, zu jeder guten That so willig und geschickt. 4. Bei diesem Unterricht laß dei nen Geist mich rühren und seine Got- 7. Daß alles Leid der Pilgerzé teskraft an meinem Herzen spüren. Wer deinen Lehren folgt, fühlt ihre Göttlichkeit, sie geben Licht und Trost, im Tode Freudigkeit. 6. Daß mir die Beit, zur Ewi keit mich anzuschicken, ist von Got gegeben; das, wenn ich dir tr folge hier, ich dann auf immer da soll selig leben; in Wonne sich alsdann für mich vo kehret: das alles hat von Gott Rath mich, Herr, dein Evangeliu gelehret. 8. O welche Kraft verspricht u schafft mir dieß dein Wort zum ligen Bemühen, den Sinn d Welt, der dir mißfällt, und al schnöde Sündeniuft zu fliehen. 9. Und wie zerstreut in jede Leid dieß Wort den Kummer,& mich niederdrücket. Die Schwa muth weicht, das Herz wird leid wenn mich der Trost, den es c hålt, erquicket. 10. O laß dieß Wort, Herr, in merfort mein ganzes Herz# Kraft und Troft beleben. Und h mein Lauf hienieden auf, so m es mir noch Muth im Tode geba 160. Mel. Liebster Jesu, wir sind. Selig sind, die, Gott, dein W hören und zugleich bewahren, so laß auch immerfort dieses mir widerfahren, daß es mich zu Guten stärke und ich seinen St vermerke. 159. Mel. Wir Christenleut 2c. Welch Kleinod ist, Herr Jefu Chrift, dein Evangelium für meine Seele. Hier hab' ich Licht, dabei ich nicht, acht' ich darauf, den Weg des Heils verfehle. 2. Es macht mir klar, wie, ch ich war, mein Gott bereits erbarmend mein gedachte und gnadenvoll zu meinem Wohl dich, seinen Sohn, auch mir zum Helfer machte. 3. Es lehrte mich, wie williglich du für die Welt voll Sünder bist gestorben, und wie du ihr, so wie auch mir, was nur zum Heil uns noth ist, haft erworben. 4. Daß Gott voll Huld mir meine Schuld, wenn sie mich reut, als Bater will verzeihen, und Kräfte gnung zur Heiligung, wenn ich mit Ernst sie suche, will verleihen. 5. Daß meinen Geift, was Streben heißt, gewiß nicht trifft, wenn gleich mein Leib muß sterben; daß der auch einst, wenn du erscheinst, 2. Druck' es fest dem Herzen et so wird es nichts daraus raube Selig werd' ich hier schon sein al 2 Taufe. u o 103 bei einem dunklen Glauben, bis nach rechtschaffen leben. Gieb dem dereinst in jenem Leben hellres Licht Glauben solche Stärke, daß er thåmich wird umgeben, itig sei durch Werke.az saind i 2) Jagua 2. Uns, o Vater, lehrest du, was wir thun und glauben sollen. Schenk' uns deine Kraft dazu, gieb zum Wissen auch das Wollen und zum Wollen das Vollbringen: so wird Alles wohlgelingen.bon chua 161. mug Mel. Liebster Jesu, wir sind hier. Unser Gott, wir danken dir, daß idu uns dein Wort gegeben. Gieb uns Gnade, daß wir hier auch darTaufe. 162. Mel. Nun lob' mein Scel' den ac. Geweiht zum Christenthume, sind wir auch dir, o Gott, geweiht, nur dir zum Preis und Ruhme zu führen unsre Lebenszeit, uns deiner Baterliebe durch Chriftum zu erfreun und deines Geistes Triebe gehorsam stets zu sein: damit wir schon auf Erden, noch mehr in jener Welt, des Heils theilhaftig werden, das nur der Christ erhält. 2. Wie viel hat deine Gnade an uns von jeher, Gott, gethan. Auf diesem Pilgerpfade fing kaum sich unsre Wallfahrt an, so gabst du schon uns Urmen am Reiche Christi Theil und zeigst uns aus Erbarmen die Bahn zu seinem Heil; du schaff= test unsern Seelen früh schon Gelegenheit, zu kennen und zu wählen den Weg zur Seligkeit. 3. Herr, auch für diese Güte gebührt dir unser Lobgesang. Mit freudigem Gemüthe bringt unser Herz dir Preis und Dank, daß du uns durch die Taufe zu Christen hast WE WO hold geweiht, und uns zum Tugendlaufe mit deinem Licht erfreut. Gieb, daß wir oft ermessen, was uns dein Wort verspricht und strafbar nie vergessen die dir gelobte Pflicht. 4. Ja hilf du selbst uns Allen, in deinem Willen stets beruhn und, dir zum Wohlgefallen, nach deines Sohnes Lehre thun. Du wirst in diesem Leben, wie du bisher gethan, was wir bedürfen, geben. Verleih' uns nur alsdann die beste deiner Gaben, daß wir durch Jesum Christ Theil an dem Erbe haben, das unvergånglich ist. 163. Mel. Liebster Jesu, wir sind zc. Mein Erldser, der du mich dir zum Eigenthum' erkaufet, als dein Junger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. O erwecke mich zum Fleiße, recht zu ſein das, was ich heiße. 2. Laß mich oft mit Achtsamkeit meiner Taufe Bund betrachten, und nur CCCC C S S) 5) S S 50 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. $ 104 nur das zu jeder Zeit für mein größ tes Wohlfein achten, daß ich, Jesu, deinen Willen treulich suche zu ers füllen. 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bleibt im Tode doch zurücke. Nur ein wahres Christenthum folgt uns nach zum ewgen Glücke. Davon ist, auch nach dem Sterben, ewig Ses gen zu erwerben. 4. Laß mich denn, wie dirs ges fällt, deinem Dienste ganz ergeben und entfernt vom Sinn der Welt, als ein treuer Jünger leben, daß ich einst auch, wenn ich sterbe, das verheißne Leben erbe. 164. Mel. Lobt Gott, ihr Chriften 2. Daß ich in deiner Christenheit, mein Gott, geboren bin, dir durch die Taufe bin geweiht, wie sehr ist mirs Gewinn. 2. Nun ward ich in der Kindheit schon mit dir und dem bekannt, den du von deines Himmels Thron zum Heil der Welt gesandt. 3. Ich lernte früh bereits ver stehn, was dein allweiser Rath auch mir zum ewgen Wohlergehn voll Huld geordnet hat. 4. Erleuchtet durch dein heilig Wort, sah' ich die sichre Bahn, auf der wir uns, so hier als dort, dem wahren Leben nahu. 5. Du warst mein Führer im. merdar auf meiner Lebensbahn und nahmst bei drohender Gefahr dich meiner huldreich an. 6. Wie dank' ich dir, Alliebe ber, für diese Vatertreu? Gi daß dir immer inniger mein H ergeben sei. 8 7. Auch ich bin dir zum Eige thum durch deinen Sohn erkau auch ich bin dir zum Dienst u Kuhm' auf sein Gebot getauft. Z 8. Dir will ich denn, o stát mich, mein ganzes Leben weit so freut mein Herz sich ewiglicht Glücks, ein Chrift zu sein. 11 165. Mel. Christ unser Herr zum x. Mein Bater, o wie dank' ich d Bon dir hab' ich mein Leben, durch die Taufe hast du mirm größers Glück gegeben. Noch ich dieses Glück empfand, ch ich h lieben konnte und, mit mir fell noch unbekannt, nichts für m Wohl begonnte, hast du mich sc gesegnet. 2. Du nahmst in Chrifti mich auf, kamst liebreich mir e gegen, verhießeft mir zum Tuger lauf Erleuchtung, Kraft und gen, versprachst mir deine Batt huld und einst das ewge Leben, fprachst mir, alle meine Sch durch Christum zu vergeben, wa sie mich herzlich reute. 3. Wie hoch verpflichtet bin dir mein ganzes Herz zu geben, kindlich folgsamer Begier m deinem Wort zu leben, den der Sündenluft zu scheun undi Macht zu dámpfen, des Laft ewg It ( & € Heiliges Abendmal. ewger Feind zu fein, mich selber zu bekämpfen und ähnlich dir zu werden. 4. So bahntest du an deinem Theil mir schon die sichern Pfade von Kindheit an zu meinem Speil, zu deiner Huld und Gnade. O war ich doch auch jederzeit treu meiner Pflicht geblieben, und hätte mich die Dankbarkeit auch immer angetrieben, stets als ein Christ zu leben! 5. Beschämt gefteh' ich meine Schuld und flehe dich um Gnade. Ich will, o habe noch Geduld, forthin tes Christen Pfade mit einem größern Eifer gehn und meine Pflicht erfüllen, auf dich und deine Hülfe sehn. Gieb zu dem guten Willen auch Kraft, ihn zu vollbringen. Heiliges 167. Mel. Meine Seele erhebet den 2c. Meine Seele lobfinget dem Herrn, Jesum preif' ich von ganzem Gemůthe. O wer kennt ihn und preist ihn nicht gern? Ewig währt des Erhabenen Güte. Abendmal. strebens. Er, er zeigte zum Heil uns den Weg, hatte Worte des ewigen Lebens. 4. Huldvoll opfert' er sich für uns auf, bis er unsre Befreiung vollendet. Segnend fuhr er zum Bater hinauf, der uns ihn zum Erretter gesendet. 2. Tief erniedriget ging er eins her, unser Mittler und himmliicher Lehrer, jedes Leidenden Het fer war er, jedes Flehenden milder Erhörer. 105 3. Seligmachen war immer der 3weck seines göttlichen treuen BeBei der Taufe. 166. Mel. Sollt' es gleich bisweilen e. Dir, Gott, der so gern erfreuet, immer seine Huld erneuct, weihen durch die Taufe wir dieses Kind, o Vater, dir. 2. Gieb ihm Wachsthum und Gedeihen, laß es stets das Böse scheuen und beglücke das Bemühn, es zum Himmel zu erziehn. 3. Stårke künftig seinen Glau ben, laß ihm den nicht Spotter rauben, froh sei es, daß es cin Christ, daß du, Gott, sein Vater bist. 4. Laß es immer froh bekennen, daß es Niemand von dir trennen, Niemand auf der Jugend Bahn Glück und Ruh' ihm rauben kann. 5. Hier hat, seinen Erlösten zugut, er ein theures Vermächtniß gelassen, seinen Leib und fein heiliges Blut. Selig, die es erwagen und fasſen! 6. Voll Erbarmungen schaut er herab, denkt dran, was er den Seinen verheißen; sie soll keine Verånds 33 C ១ 5) S X S 91 51 S S S 5 106 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. åndrung, kein Grab, seiner schůzzenden Ullmacht entreißen. 7. Jhn, der keines Erlösten vergißt, soll mein ewiges Loblied er: heben. Herz, empfind' es, wie gútig er ist, preis ihn, Seele, durch christliches Leben. 168. Met. Schmücke dich, o liebe Seele 2c. Deiland, groß an Huld und Treue, sich, ich widme dir aufs Neue bei dem Denkmal deiner Liebe dieß mein Herz voll heißer Triebe, dir in meinem Lauf auf Erden immer dankbarer zu werden und an deines Segens Gaben auch auf immer Theil zu haben. in den Tod dich hinzugeben, w Qualen im Gewissen würd einmal fühlen müssen. ren mit Gehorsam zu verehren. 4. Diesen Dank für deine Liebe, wenn ich den dir schuldig bliebe, wie verwerflich würd' ich handeln, wie der Huld zuwider wandeln, die dich trieb, auch mir zum Leben 5. Nein, so strafbar, so ven sen, will ich nie der Pflichte gessen, die dir, Herr, von mit bühret, die zum wahren Speil: führet. Ewig dir nur anzub gen ist mein schnlichstes Be gen. Hilf du selbst nur ma Seele, daß sie nicht dieß Ziel: fehle. 1309 20 n 6. Bringe mich durch d Gnade auf des wahren Glaub pfade immer näher zu dem wo ich ganz mich selig fühle. u indeffen mich hienieden deinen erworbnen Frieden immer reit fa her genießen, bis sich meine 2 d schließen. 2. Laß dieß Opfer dir gefallen. Du versprichst ja selbst es Allen, die nach deinem Heil verlangen, daß. sie Gnad' um Gnad' empfangen und, wenn sie dich lieben wollen, Kraft dazu gewinnen sollen. Owie könntest du das Flehen meines Herzens denn verschmähen! 3. Nein, ich trau' auf dein Bersprechen, Herr, du kannst es mir nicht brechen; denn du siehest mein Bestreben, nur nach deinem Wort zu leben. Stårke mich denn zum Genusse deines Heils in dem Ent169.0 Mel. Herzliebster Jesu, was 2. schlusse, dich und deine heilgen Leh- Du gingst, o Heiland, hin, uns zu leiden, erwarbst uns in deine Himmelsfreuden und stat 2 vom Sündenfluch und allem 31 sen uns zu erlösen. 2. Deß sollen deine Jünger vergessen. Wir sind, die wir u ein C 7. Dwie wird mein Herz z freuen, welche Jubel wird weihen, wenn du mich dorthin hebest, wo du ewig herrschend le Nichts wird dann mich weiter ren, dankvoll, Heiland, dich zu ren; und du wirst mich mit den Fr den deines Himmels ewig weide P a h g Heiliges einem Brote essen, von einem Kelche trinken, Ulle Brüder und deine Glieder. 3. Dein heilig Mal gebietet den Gemeinen, durch einen Geist mit dir sich zu vereinen, daß unter einem Hirten eine Heerde aus Allen werde, 4. Wir sind mit einem Opfer Gott erkaufet, wir Alle sind auf einen Tod getaufet, daß Jeder nun mit gleichem Ernst und Triebe den Undern liebe. 5. Wie darf denn die, die einen Herrn bekennen, der Streit, wer mehr Erkenntniß habe, trennen und Herzen, die sich eines Heilands freuen, zum Spaß entzweien? 6. Soll denn, wer stark ist, nicht die Schwächern tragen, soll er der Einigkeit, der Lieb' entfagen? und beine Güte schonte doch der Schwachen, sie stark zu machen? 7. Wenn wir wie Brüder bei einander wohnten und, irrt' ein Bruder, seiner Schwäche schonten: wie würden wir dir ähnlich schon auf Erden, wie selig werden! 8. Der danke, wer mehr Licht hat, er sei weise, nicht sich nur zu gefallen, dir zum Preise sei ers den Brüdern und, an Einsicht größer, sei er auch besser. 9. Er liebe mehr, damit, wer irrt, aus Liebe sich freier in der Wahrheit Prüfung übe und gern zum Lichte, frei vom Bruderhasse, sich leiten lasse. 10. Uch dazu müsse deine Lieb' uns dringen! Du wollest, Herr, Abendmal.. 107 dieß große Werk vollbringen, daß unter einem Hirten eine Heerde aus Ullen werde. sausn tim 170. Mel. Schmücke dich, o liebe 2c. dnu Schicke dich, erlöste Seele, gläu big, nach des Herrn Befehle, ſeinen Mittlertod zu feiern, deinen Dank ihm zu erneuern. Auch für dich hat er sein Leben in den bångsten Tod gegeben, die auf Zeit und Ewigkeiten Heil und Wohlfahrt zu bereiten. 46. wirst du von ihm eingeladen: eil' 2. 3um Genusse seiner Gnaden ihm demuthsvoll entgegen und nimm Theit an seinem Segen. Komm getrost, es ist sein Bille, komm und schöpf' aus seiner Fülle neuen Muth und neue Triebe zur Verehrung seiner Liebe. 3. Herr, ich komme mit Verlangen, Glaubensstärkung zu empfangen, der du huldreich deinen Frieden sterbend auch mir haft beschieden. Hier fall' ich zu deinen Füßen: laß, laß würdig mich genießen deines Mals, der Seelenspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 4. O wie sehnt sich mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ewig währet deine Treue; und du siehst mein Herz voll Reue. Meinem kindlichen Begehren wollst du deinen Trost gewähren, meiner Sünden nicht gedenken und mir deinen Frieden schenken. 5. Sa 3333 GGGGGG 5 S 9) 5) 5) S S 5 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 108 5. Ja ich hoff' auf deine Gnade, daß sie mich der Schuld entlade und mit neuer Kraft zum Werke meiner Heiligung mich stårke. Was du, da du für uns starbest, Jedem, der Gott sucht, erwarbest, Seelenruh und ewges Leben, wirst du mir gewiß auch geben. his ship 6. Deiner will ich stets mich freuen, ganz mich deinem Dienste weihen, nur nach deinem Willen le ben und dich dankbar froh erheben. Deine Huld ist unermeßlich. Herr, fie sei mir unvergeßlich, daß ich dich auf alle Weise herzlich lieb' und thätig preise. 7. Du, dem die verklärten Schas ren, die, wie ich, auch Schwache waren, ewig Dank und Jubel singen, daß sie hier dein Heil empfine gen, laß auch mich einst dahin kommen, daß ich mich mit allen Frommen ewig deiner Huld erfreue und dir Lobgesänge weihe. 171. Mel. König, dessen Majestät 20. Ich komme, Herr, und ſuche dich, mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würdge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh, ich suche Ruh und finde sie im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder, haft ihre Schulden abgethan, und sind Gottes Kinder. Ich denk deines Leidens Macht und and Wort: Es ist vollbracht. Du mein Heil verdienet; du haft mich dich dargestellt, Gott was dir und hat die Welt in dirigi sich verfühnet. m 3 Co To 3. So freue dich, mein Herz i mir. Er tilget deine Sünden Di läßt an seiner Tafel hier dich G um Gnade finden. Du rufst, er erhört dich schon, spricht. reich: Sei getrost, mein Ge die Schuld ist dir vergeben. bist in meinen Tod getauft, du wirst dem, der dich erkauft, ganzem Herzen leben. 4. Dein ist das Glück der S keit, bewahr' es hier im Glau und laß durch keine Sicherheit 6 deine Krone rauben. Sich, f vereine mich in dir, ich bin Weinstock, bleib' an mir; sor du Früchte bringen. Ich b dir, ich stärke dich; und d die Liebe gegen mich wird dir Sieg gelingen. d 12 5. Ja, Herr, mein Glüc dein Gebot, ich will es tre füllen, und bitte dich durch den Tod um Kraft, zu meinem Wi Laß mich von nun an würdigs mein ganzes Herz dir, Herr, weihn und deinen Tod zu prel Laß mich den Ernst der Heilig durch eine wahre Besserung und der Welt beweisen. 172. Heiliges 0.172. Das Chor. Mel. Wachet auf, ruft uns 2. Herr, du wollst sie vollbereiten zu deines Males Seligkeiten, sei mitten unter ihnen, Gutt. Leben, Leben zu empfahn, laß sie, o Sohn, sich würdig nahn, durch dich befreit von Sund' und Tod! Sie sind ers loft und rein, sind, Jesu Christe, dein, sind unsterblich. Laß, laß sie sehn in deinen Höhn von fern der Ueberwinder Lohn! Abendmal. 22 109 ben, hilf den Schwachen. Die ges beugt von ferne stehn, können un erhört nicht flehn. 5. Nehmet hin und eßt sein Brot. Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben. Hingegeben in den Ted ward er, in n den To der Sünder Tod. PODE OF Die Gemeine. Mel. Jefus, meine Zuversicht 2. Die ihr seine Laufbahn lauft, theure, miterlöste Brüder, Au' auf Christi Tod getauft, Alle seines Leis bes Glieder, kommt, Versöhnte, kommt, erneut euren Bund der Seligkeit. 2. Nehmet hin und eßt sein Brot. Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben. Hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. 3. Die mit voller Zuversicht deis nes Heils, o Sohn, sich freuen, laß sie stets in diesem Licht wandeln, et in bici ewig dir sich weihen. Laß ihr Herz vom Stolze rein, voll von deiner Demuth sein. 4. Tröfte, die in Traurigkeit über ihre Seelen wachen, stårke, Perr der Herrlichkeit, ihren Glau6. Hoherpriester, Jesu Christ, du bist einmal eingegangen in das Heiligthum, du bist als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Also bist du durch den Tod eingegangen, Sohn, zu Gott. 7. Hoherpriester, ja du bist auch für diese eingegangen. Sprich sie los, Gott, Jesu Christ, wenn sie nun dein Mal empfangen, laß sie fühlen: Ins Gericht kommen, die da glauben, nicht. 8. Augenblick voll heilgen Grauns, voller Wonn und süßen Bebens, theus res Pfand des künftgen Schauns, Ueberzeugung jenes Lebens, schütte deine Gnad' auf sie, alle deine Gnad' auf sie! 9. Nehmet hin und eßt sein Brot. Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben. Hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. Das Chor. 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben, nehmt hin und trinkt zum ewgen Leben. Der Friede Chrifti sei mit euch! Nehmt und eßt zum ewgen Leben, nehmt hin und trinkt zum 3333 C GIGIGG 5) S 5) S 91 51 51 S S 501 EX Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 1.10 zum ewgen Leben. Ererbt, ererbt des Mittlers Reich. Wacht, eure Seele sei bis in den Tod getreu. Umen. Umen. Der Weg ist schnal, Flein ist die Zahl der Sieger, die der Richter krönt. Die Gemeine. 10. Jesu Christi Mittlertod werd? in aller Welt verkündigt, Jesu Chrifti Mittlertod, der vorm Richyter une entsündigt. Jesus Christ, mit Preis gekront, hat uns Staub mit Gott versöhnt. 11. In das Chor der Himmel schwingt, Herr, sich unser stammelnd Lallen. Wenn, von Seligen umringt, wir vor dir einst niederfallen, singt ein beßrer Lobgesang für dein Sterben Preis und Dank. 12. Uusgeschüttet warest du, warst, wie Wasser, hingegossen, suchtest, fandest keine Ruh. Deines Todes Wunden flossen, strömten über, ach vom Blut, deines großen Opfers Blut. danto d 13. Nehmet hin und eßt sein Brot. Jesus Christus ward gege ben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben. Hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. 14. Deiner Zunge Durst war heiß, heißer noch der Durst der Seele. Mud', in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte schmachtender zum Herrn; doch schien seine Hülfe fern. 15. O mie warst du fürchterlich, Tod der Sünder! Sterben, sterben sollte der Versöhner, dich, die retten vom Verderben. Ewig sen dein Gericht endliche Geda nicht. 16. Jesus rief: Mein Gott, de Gott, warum hast du mich ver be sen! starb darauf den Kreuzesur Wer kann diese Liebe faffen? le= und Tod sind nun nicht mein gebt, ach gebt dem Mittler Eric 17. Nehmet hin und eßt be Brot. Jesus Christus ward g ben für die Sünder in den 3 Nehmt und trinkt, ihr trinkt Leben. Hingegeben in den in ward er, in der Sünder Zod. eu lic Das Chor... 3. Die dein Kreuz in jenen! gen der Mårtyrer dir nachgetra verließen oft des Bundes Mal, w vorm Blutgericht zu stehen, D dir bis in den Tod zu gehen, ga Freuden in des Todes am Gieb, Herr, Beständigkeit a de uns; nicht Lust, nicht Leid un uns scheiden von dir, daß treul er Seele sei dir, der uns bis Kreuz geliebt. An gt 173. fefeDie Versammlung. Mel. Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod 2c. Nahet euch. Euch wird geget de Gnade, Trost und ewges Le de Über die, ach die empfahn& he Tod, die sich unwürdig nahn. tt 11) deinem Segen nehme und mich deis don Nachtmat, daß ich hice Theil an ner niemals schåme. in Heiliges Abendmial, str Die Communicanten. in Mel. Jesu ,, deine tiefen Wunden 2. Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden komm' ich, Herr, auf dein Gemm i bot zu dem Denkmal deiner Leiden und gedenk' an deinen Tod. Mitt ter, der du für mich starbst, mir ein ewig Heil erwarbst, ach möcht' ich mich würdig nahen und das Leben hier empfahen! Die Versammlung. 2. Jesus Christus hat sein Leben in den Tod für euch gegeben, hat euch vom Gericht befreit aus herzlicher Barmherzigkeit. map and dos UT#G Die Communicanten. 2. Jch empfind' es jetzt aufs Neue, was ich dir, Herr, schuldig bin. Du, du gabst mit großer Treue ganz dich mir zum Heile hin, wieseft mir den Weg zu Gott und ertrugst den schwersten Tod, mir im Leben und im Sterben sichre Tröstung zu erwerben. Die Versammlung. 3. Daß wir deß gedenken mögen, giebt er uns, o welch ein Segen, seinen Leib und, welch ein Gut, auch fein für uns vergoßnes Blut. Die Communicanten. 3. Durch dich ist zu Gottes Gnade freier Zutritt und die Kraft, auf der Tugend felgem Pfade fest einher zu gehn, verschafft. Und du rufft aufs Neue mir durch dein Die Versammlung. 4. Für sein wunderbares Speisen sollt ihr Gutt, den Bater, preisen, der für eure Missethat den Sohn dahin gegeben hat. Die Communicanten. 4. Sollt' ich, Jesu, denn vergebens diese deine Huld empfahn? nicht zur Beßrung meines Lebens mich zu deinem Tische nahn? Ja, mit neuem Ernst will ich mich vor Sünden scheun und dich durch ein dir geheiligt Leben mit vermehrtem Fleiß erheben. Die Versammlung. 5. Glauben sollt ihr und nicht wanken, daß es sei ein Mal der Kranken, denen von der Sünde Schmerz beschweret ist ihr banges Herz. DITU Die Communicanten. 5. Laß den Vorsak, den ich habe, beweglich bis zum Grabe stark und nie der Sünde mich zu weihn, unimmer thätig sein. Wohl mir, wenn mein Herz nicht weicht. Doch der Rückfall ist so leicht, den nur fürcht' ich und empfinde schon von fern die Macht der Sünde. Die Versammlung. 6. Die mit Ernst ihr Thun be reuen, die wird Heil von Gott er freuen. Dünkst du rein dich, nah dich 5 112 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. dich nicht, du gehest, Stolzer, ins es froh und fest, daß sie mich hi Gericht. nicht verläßt. 3u des imme Seligkeiten, wird sie mich gew einst leiten. Die Communicanten. 6. Wenn sie mich von deinen Wegen abzuführen reizt und droht, laß mich ernstlich überlegen, welch ein Tod war Jesu Tod. Jesu, trage mit Geduld meine Schwachheit, meine Schuld, sage: Du sollst Gnade finden, ich, ich tilge deine Sünden. Die Versammlung. 7. Jesus Christus ſpricht: Ihr Urmen, laßt mich über euch erbarmen, die ihr schwach und elend seid; nur ihr empfaht Barmhers zigkeit. Die Communicanten. 7. Gch mir, wo ich bin und wandle, immerfort mit Hülfe nach, daß ich als ein Christ stets handle. Und wird ja mein Glaube schwach, o so hilf mir liebreich auf, daß ich in dem Tugendlauf nimmer wanke, nie ermúde; so erquicke mich dein Friede. Die Versammlung. 8. Glaubst du mir aus Herzensgrunde, so hat meines Males Stunde dich von Neuem eingeweiht durch Bundes Blut zur Ewigkeit. Die Communicanten. 8. Ewig will ich dir es danken, daß du so barmherzig bist, daß auch, wenn wir Schwache wanken, deine Treu beständig ist. Herr, ich hoff Die Versammlung. 9. Glaub' und liebe deine Bri der; ihr seid eines Hauptes Gli der, durch mein Blut seid ihr weiht zu einer frohen Ewigkeit. 174. Mel. D König, dessen Majestät zt. Du, Herr, haft aus Barmherzi keit zum Denkmal deiner Gnade das ganze Volk der Christenhe wohlthätig eingeladen. Du ruft Mühselge, kommt zu mir! komme, Heiland, ja zu dir erhe Entzeuch mi ich meine Seele. deine Gnade nicht, sei auch mei Trost, mein Heil, mein Licht. D siehst, wie oft ich fehle. 2. Ja meiner Schulden sind wei mehr als ich vermag zu zählen. It fühl' es wohl und leide sehr vor l ruh meiner Seelen. Doch du bi meine Zuversicht, verlaß mit de nem Trost mich nicht; du sieht meine Reue. Erbarmer, nim sie gnädig an; du bists, der helfe will und kann, daß sich mein Hr erfreue. 3. Nach deinem Trofte ſehn' it mich, gebůckt vor dir im Staub Dein tröst' ich mich, und nur a dich, Erlöser, hofft mein Glaub Gebeugte willst du nicht verschmäh versprichst, den Schwachen bei ftehn Heiliges stehn, die nach der Beßrung trachten. Stets bleibst du deinen Worten treu, und wirst ein gläubig Herz voll Neu, auch meines nicht verachten. 4. Regiere nur auch künftig mich, daß ich vorsichtig handle und heilig, voll Vertraun auf dich, nach deinem Willen wandle. Gieb, daß aus Dank für deine Huld, in Liebe, Glauben und Geduld, ich dir auf Erden lebe, bis ich dereinst in deinem Reich verklärt, unsterblich, Engeln gleich, dich ewig freh erhebe. 6. Laß wahre Liebe mich an meinem Nächsten üben und, wie du mich geliebt, selbst meine Feinde lieben. Wir Alle sind ja, Herr, zu einem Leib getauft und Alle durch dein Blut zu einem Dienst erkauft. 7. Wir trinken einen Kelch, dein 175. Mel. D Gott, du fremmer it. Ich will, mein Jesu, dich und dei- heilig Blut, wir essen auch nur ein nen Tod bekennen. O laß mein ganzes Herz von Lieb' und Dank entbrennen. Ich komme glaubensvoll, mich deinem Mal zu nahn, aufs Neue Trost und Kraft zur Beßrung zu empfahn. Brot, dein Fleisch; das laß uns nie vergessen. Laß uns nur einen Leib und deine Glieder sein und vor dir, unserm Herrn, stets brüderlich uns ftets freun. 8. Laß stets als Glieder uns an einem Leibe leben und, so vereinigt, uns nach einem Himmel streben. Gieb dazu durch dein Mal uns Ulten Trieb und Kraft und einst die Seligkeit nach unsrer Pilgrimschaft. ad 2. Herr, diese Güter sind mein innigstes Verlangen. O möcht' ich sie doch stets in größerm Maß empfangen! O nåhme doch der Trieb mich immer stärker ein, für deine Lieb' und Treu dein eigen ganz zu fein. Abendmal. 113 4. Collt' ich dich denn dafür nicht wieder herzlich lieben und mich unausgesetzt dir zu gefallen üben, dir und dem Bater, der in dir so sehr mich liebt, daß er durch dich so gern mir meine Schuld vergiebt? 5. Ja, dir will ich forthin mich und mein ganzes Leben und Ulles, was ich bin, zum Opfer wiederge ben. Nimm, mein Erlöser, mich zum Eigenthum dir hin, der ich so theuer dir zum Dienst erkaufet bin. 3. Aus Liebe kamst du, Herr, dich und dein theures Leben für meine Seligkeit zum Opfer hinzugeben. Du thatsts und schafftest mir dieß unschäßbare Gut, gabst für mich deinen Leib, vergossest felbst dein Blut. 176. Die Versammlung. Mel. Meine Seele erhebet den 2c. Nehmt und est und denkt an Sesum Christ. Das ist sein Leib, der für euch gegeben ist. Sp Die 33 C SISSGGG 51 S 51 114 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. Die Communicanten. Mel. Wer nur den lieben 2c. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen, dein Tod verleiht. was du in deiner Leidensnacht nach deinem gnadenvollen Willen zur pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih zur Uebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht. Die Versammlung. 2. Nehmt und trinkt und denkt an Jesum Christ. Das ist sein Blut, das für euch vergoffen ift. Die Communicanten. 2. Es werde mir für mein Gewissen dein Mal ein tröstlich Unterpfand, daß ich, der Sündenschuld entrissen, durch dich bei Gott Bergebung fand. So freuet meine Seele sich in deinem Heil und lobet dich. Die Versammlung. 3. Er, er starb am Kreuz zum Troft und Heil Ullen, die gläubig an ihm nehmen Theil. Die Communicanten. 3. Bewundernd denk' ich an die Liebe, womit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deine Mit leidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht. O gieb von dei nem Todesschmerz jetzt neuen Eindruck in mein Herz. nie entweihen, was du so the mir erwarbst. Nie führe mich; Sicherheit der Trost, den: 4. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, für welche du, dich opfernd, ftarbft, mit schnödem Mißbrauch 5. Ich übergebe mich aufs Ne o du, mein Herr und Gott, an di ich schwöre dir beståndge Treue deinem Tische feierlich. Dein gen will ich ewig sein. Du stat für mich), drum bin ich dein. Die Versammlung. 4. Solches thut zu seinem& dächtniß, oft und, bis er komm zu seinem Gedächtnis. Die Communicanten. 6. Nie will ich mich vor Sp tern schámen des Dienstes, mandir erweist, nie mich zu ein Schritt bequemen, den mein wissen fündlich heißt. O flösen den Eifer ein, wie du, o Herr, finnt zu sein. 7. Laß mich mit Ernst den N sten lieben und, wenn er strauchch sich versicht, Versöhnlichkeit u Sanftmuth üben. Nie komm' mir aus dem Gemüth, welche schwere Sündenlast du mit d Huld erlassen hast. 8. Es stårke sich in mir der Ga be, daß meine Seele ewig lebt," daß einst aus des Grabes Star mich dein allmächtger Ruf erhe wenn du dich, großer Lebensfür den Völkern sichtbar zeigen wit 9. Gebeugt lieg' ich zu dein Füßen mit Dank und Lob, Ge Heiliges Abendmal. 115 und Flehn. Laß auf mich neue. gen; er stårke mich mit neuer Gnade fließen, mein Heiland, laß Kraft auf allen meinen Wegen, es doch geschehn, daß mir, zur nur das zu thun, was dir gefällt, Stärkung meiner Treu, dein und alle Furcht und Lust der Welt Abendmal gesegnet ſei. standhaft zu überwinden. 177. Mel. Nun freut euch, lieben ze. Ich preise dich, o Herr, mein Heil, für deine Todesleiden. Hab' ich an ihren Früchten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch für mich; o gieb, daß meine Seele sich deß ewig freuen möge. 2. Und wie viel Gegen läßt dein Tod zu meinem Heil mich finden. Erlösung aus der größten Noth, Vergebung aller Sünden, Gewis sensruh, zur Beßrung Kraft: das haft du, Herr, auch mir verschafft, der du am Kreuze starbest. 3. Dein Abendmal ist mir ein Pfand von deiner großen Güte. Wie viel hast du an mich gewandt. O stårke mein Gemüthe zum glaubigen Vertraun auf dich, daß ich, so lang' ich lebe, mich an deine Gnade halte, 4. Ich fühle, Herr, voll Reu und Schmerz, die Last von meinen Sünden. Laß mein vor dir gebeugtes Herz den großen Trost empfinden: daß du, nach deines Baters Huld, auch mir Vergebung meiner Schuld auf Buße haft erBuße ha worben. 5. Der Trost, den mir dein Tod verschafft, werd' ewig mir zum Se6. Wie soll ich die Barmherzigs keit, die du mir thust, ermessen! Gieb, daß ich sie zu keiner Zeit undankbar mag vergessen, daß ich aus ächter Gegentreu dir bis in Tod ergeben sei und dir zur Ehre lebe. 7. Laß deines Leidens großen Zweck mir stets vor Augen stehen, nimm alle Hindernisse weg, die ebne Bahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weist und die einst den erlösten Geist zu deiner Freude führet. 8. 3u meinem Heile hast du dich für mich dahingegeben: dein Abendmal erwecke mich, mit Ernst dars nach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt. Und werd' ich einst der Welt entrückt, so sei dein Tod mein Leben. 178. Mel. Schmücke dich, o liebe 26. Jesu, Freund der Menschenkinder, der du dich zum Heil der Sünder, von des Himmels hohen Freuden zu den bångsten Todesleiden willig haft herabgelassen, wer kann dein Erbarmen fassen? Tief gerührt von solcher Güte, preist dich dankvoll mein Gemüthe. 2. Herr, du haft auch mir be reitet, was zum wahren Wohl mich leitet, Licht, den Weg des Heils $ 2 zu CCCCC S S da a Cat 116 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. zu finden, Troft bei dem Gefühl. den Freuden deiner Fromm der Sünden, Kraft, der Beßrung nachzujagen, Muth, des Lebens Last zu tragen und die Hoffnung beßrer Zeiten in dem Reich der Ewigkeiten. Herr, ich hoff' es, lásfest komm Da, da wird mich nichts mehrf ren, dich aufs innigste zu ch da, da werd' ich, frei von Sund deinen Frieden ganz empfinden 3. Ja, du willst mit deiner Guade selbst mich auf des Lebens Pfade zum Genuß der Seligkeiten, die du mir erworben, leiten. Du, du willst mich bessern, tröften und zum Erbtheil der Erlösten, zu des Himmels Herrlichkeiten, folg' ich dir nur, vollbereiten. 4. Nun so sei der Bund erneuet: ganz sei dir mein Herz geweihet, täglich will ich mich bestreben, nur nach deinem Wort zu leben. Was du liebst, will ich auch lieben, ernstlich mich im Guten üben; was du hasfest, will ich hassen, stets von dir mich leiten lassen. 5. Doch ich fühle meine Schwd che. Jesu, was ich dir verspreche, ach wie leicht ist das gebrochen, schneller oft, als ichs versprochen. Darum stårk' in mir die Triebe dankbeflißner Gegenliebe, daß ich, bis ich einst erkalte, treu dir sei und Glauben halte. 6. Hilf mir wider Alles streiten, was von dir mich will verleiten. Auch den stärksten Reiz zu Sünden hilf mir glücklich überwinden, daß ich hier stets im Gewissen deinen Frieden mag genießen und dereinst auch überm Grabe Theil an deiz nem Segen habe. 7. O wie will ich dich erheben, wenn du mich im höhern Leben zu 179. Mel. Wer nur den lieben Gott: Dank, ewig Dank sei deiner! be, erhöhter Mittler, Jesu Chr Gieb, daß ich deinen Willen der du für mich gestorben bist laß die Größe deiner Pein miri mer in Gedanken sein. 2. Wie kann ich dich genuga ben, ich, der ich Straf' und verdient? Ich soll nicht sterk sondern leben, weil du mich mit Gott versühnt. Du, der rechte, starbst für mich: wie pr ich, Herr, wie preis' ich dich? 3. Heil mir, mir ward das S gebrochen, und ich trank de Bundes Wein. Voll Freuden ich dir versprochen, bis in den dir treu zu sein. Ich schwör nun noch einmal dir, ach sche deine Gnade mir! 4. Laß mich voll Dankbarkeit messen, daß du für mich gelin hast und deiner Liebe nie vergest die so viel Segen in sich faßt. meinen Glauben thätig sein v mir zum Guten Kraft verleihn 5. Hilf mir das Böse überwint und stärke mich zu jeder Pflicht wahre mich vor neuen Sünden, laß mich in Bersuchung nicht, Heiliges dein für mich vergoßnes Blut schenk mir im Todeskampfe Muth. 6. So soll denn weder Spott, noch Leiden, noch Ehre, Gut und Lust der Welt, mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich ers hält. Du bist und bleibest ewig mein, o laß mich deiner würdig sein! 180. Mel. Nun freut euch, lieben ze. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift, o Seele, der auf Erden vom Himmelsthron gekommen ist, ein Heiland dir zu werden. Vergiß sein nicht, denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut. Dank' ihm für diese Liebe. 2. Halt im Gedächtniß Jesum Christ. Er hat für dich gelitten und dir, da er gestorben ist, am Kreuz das Heil erstritten. Errettung von der Sündennoth erwarb er dir durch seinen Zod. Dank' ihm für diese Liebe. 3 Halt im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod' erstanden und nun zur Rechten Gottes ist. Er hat von Todesbanden und aus der dunkeln Grabesnacht Befreiung an das Licht gebracht. Dank' ihm für diese Liebe. 4. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ. Er wird einst wiederkommen, zu richten, was auf Erden ist, die Sünder und die Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich zu danken. Abendmal. 117 5. Ja, Herr, mein Heiland, dich will ich nicht aus dem Herzen lafz sen, mit Gegenliebe will ich dich, so lang' ich leb', umfassen. Dein Abendmal vermehr' in mir des Glaubens Kraft, auf daß ich dir mit steter Treue diene. 181. Mel. Herr Jesu Christ, du höchstes ac. Ich will den Bund mit meinem Herrn bei seinem Mal erneuen; ich will, von Weltgeschäften fern, mich seines Todes freuen. O Tag, wie heilig bist du mir! Es soll mein dankbar Herz zu dir, Erldser, sich erheben. 2. Gewohnheit führe mich nicht hin, noch der Betrug der Sünde: daß auch ein lasterhafter Sinn das durch schon Gnade finde. Nein, mache mich, mein Heiland, frei vom Selbstbetrug, von Heuchelei, von aller Lust zur Sünde. 3. Bekennen will ichs öffentlich, dein Sterben sei mein Leben. Dir, mein Erlöser, hab' ich mich zum Eigenthum' ergeben. So lang' ich lebe, will ich dein und deiner Liebe mich erfreun und sie noch sterbend preisen. 4. Demüthig will ich meine Schuld vor meinem Gott gestehen, durch dich gewiß von seiner Huld, zu ihm um Gnade flehen. Ich will mit gläubigem Vertraun nach deinem Kreuz, o Jesu, schaun, durch dich Vergebung hoffen. 5. Dein Leib und Blut versichre mich von deines Vaters Gnade, daß ich CCCCC GSS GGG 9) S S 91 9 S S is a far ind Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 118 ich getröftet, Herr, durch dich geh auf der Tugend Pfade, mich tåglich meines Gottes freu und voll der frohen Hoffnung sei, den Him, mel einst zu erben. 7. Hilf, daß ich, jeder Sünde feind, dich über Alles liebe, und ernstlich mich, mit dir vereint, in guten Werken übe. Dieß ist dir angenehmer Dank; den müsse bdir mein Leben lang mein Herz, o Jefu, bringen. 182. Mel. Was Gott thut, das ist zc. Mit frohem Dank' erschein' ich hier, dein Leiden zu besingen und mich im Geiste bis zu dir, mein Heiland, aufzuschwingen. Mein Geist, der ist da, wo du bist, anbe. tend bei dem Throne vor dir, des Höchsten Sohne. 2. 3war immer groß ist mein Gewinn an jedem stillen Orte, wo ich im Geiste bei dir bin. Es fließt aus deinem Worte mir Trost und Ruh in Strömen zu; dein Leben und dein Leiden sind stets ein Quell der Freuden. 3. Auch weißt du, Herr, wie herzlich dich die ganze Seele liebet und wie sie mit Vergnügen sich in deinem Dienste übet. Mit Herz und Mund ist längst der Bund geknüpft: ich bin der Deine, und du, mein Freund, der Meine. 4. Doch feierlich sei heut mein Dank und festlich diese Stunden; und lauter tone mein Gesang vom Tod, ben du empfunden. Du ti test mich und starbst für mich, mich und meine Brüder; du starb und lebst nun wieder. 5. Und dich, mein Heiland, soll ich nicht vor aller Welt bekenna für dich, nach echter Christenpflic nicht warm von Liebe brenne nicht Hand in Hand, im fest Band mit allen deinen Glieden dir Gegenlieb' erwiedern? 6. Nein, deinen Tod vergesi nicht, nicht deine Huld und Tra nicht meine Schuldigkeit und Pfli das schwör' ich dir aufs Neue. I hörst den Schwur; ja hör' ihn m die Liebe soll mich bringen, ihn r lich zu vollbringen. 7. O stårke du mich nur, o he denn dein ist Kraft und Stär daß ich von nun an williger: deine Stimme merke und von gern die Weisheit lern, nach G tes Wort zu handeln und from vor dir zu wandeln. 8. Daß ich die Luft bei je Streit noch glücklicher bezwin und Früchte der Gerechtigkeit größrer Reife bringe. Ob mich, ich bitte dich, noch m nach deinem Bilde, demåthig, so und milde. 9. Einst kommt die Zeit, wahr ich hier bei deinem stehe, daß ich, in Wonn' erhöht dir, dich selbst, mein Heiland, Wie wallt mein Blut, wie wi der Muth zum Hoffen und trauen! Auf Glauben folgt Schauen. 183.9 Heiliges 183. Mel. Es ist gewißlich an der Zeit 2c. Heiland, dessen hoher Werth des Sünders Herz empfindet, der reuvoll sich zu Gott bekehrt, auf dich sein Heil nut gründet; auch ich, ich Sünder, suche dich; erbarme dich auch über mich und laß mich Gnade finden. 2. Ich nehm' an deinem Segen Theil. Daß ich nicht trostlos blies be, reichst du mir auch zu meinem Heil die Pfänder deiner Liebe. Ich 1 nehme sie und denke dran, wie viel du auch für mich gethan, wie viel, mich zu beglücken. Ubendmal. 119 Reiz der Sünde scheun und Muth zum Kampfe fassen. Dir will ich leben, treu dir sein und nicht dein heilig Wort entweihn. Gieb du mir das Vollbringen. 3. Hier ist dein Leib, hier ist dein Blut, für mich dahin geges ben; du starbst der ganzen Welt zugut, erwarbst auch mir das Les ben: ich nehme dieses Brot, den Wein, um ganz mit dir vereint zu sein und ganz für dich zu leben. 4. O laß mich deines Mates Kraft in meinem Glauben stårken! Die Hoffnung, die es mir verschafft, treib mich zu guten Werken, zum Eifer in der Heiligung, zur wahren Herzensbesserung, zum Kampf mit allen Lüften. 5. Wie? sollt' ich diesen Lüften noch zu meiner Schande dienen? ich trüge noch ihr sllavisch Joch? ich könnte mich erkühnen, den Heiland, der für mich auch starb, mir Gnade, Troft und Heil erwarb, durch Sünden zu verläugnen? 6. Nein, göttlicher Erretter, nein, ich will die Sünde hassen, will jeden 184. Mel. D Jefu Chrift, meins 20. Jesu Christe, Gottes Lamm, der du aus Lieb' am Kreuzesstamm, zur Tilgung meiner Sündentaft, den schwersten Tod erduldet haft! 2. Ich komm zu deinem Abend. mal, gebeugt durch manchen Sündenfall; doch meines Herzens Zuversicht steht, Herr, zu dir, verwirf mich nicht. 3. Du bist der Arzt, der Seelen heilt, den Steuerfüllten Trost er= theilt und zur rechtschaffnen Heis ligkeit den Schwachen Muth und Kraft verleiht. 4. Darum, Herr Jesu, bitt ich dich, von meinen Sünden heile mich, mach in mir das Gewissen rein und laß mich ganz dein eigen sein. 5. Erleuchte durch dein Wort mein Herz und richt' es zu dir himmelwärts, daß glaubensvoll und dankbarlich ich deiner Lieb' erinnre mich. 6. Gieb, daß ichs mir zum Heile thu, zur Fördrung meiner Seeleuruh, zur Stärkung in der Heiligung und wahrer Lebensbesserung. 7. Tilg' alle Lafter aus in mir, mein Herz mit Glaub' und Liebe zier, und was sonst ist von Tugend CCCCC GGGGGG S S 9) 9 5) S S 9 S Werke und Wohlthaten Jesu Chriſti. 120 gend mehr, das pflanz' in mir zu deiner Ehr. 8. Gieb mir, was meiner Seele nüßt, und mich vor dem Berderben schügt. Du bist mein Heil; laß mich mit dir pereinigt bleiben für und für. 9. Du bist's, der in uns Gutes schafft. Uch stärke mich dazu mit Kraft, damit ich glücklich Welt und Sünd' im Glauben an dich überwind, 10. Dein freue meine Seele sich, mein ganzes Leben preise dich! Den guten Vorsak, den ich hier erneure, mache fest in mir. 11. Gieb, daß ich treu sei meis ner Pflicht, und mich nach deinem Willen richt: so bring' ich christs lich und in Ruh auf Erden meine Tage zu. 12. Bis du mich, o du Lebens. fürst, in deinen Himmel nehmen wirst, daß ich da bei dir ewiglich an deiner Gnade freue mich. 185. Mel. Nun laßt uns Gott dem sc. Jesu, Heil der Sünder, du Freund der Menschenkinder, mit dankerfülltem Triebe denk' ich an deine Liebe. 2. Ich preise dich von Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Todesleiden, du Stifter ewger Freuden. 3. Dein Leib ward für mein Leben zum Opfer dargegeben; dein Blut am Kreuz vergoffen, ist auch si mich gefloffen. 4. Dieß tröstet mein Gewisse wenn ich mit Ernst beflissent Behrung, meine Sünde geben por Gott empfinde. 5. Dies giebt mir Muth c Stärke, daß ich durch gute Wer auch meinen Glauben übe, w ewig treu dich liebe. 6. Mit dankendem Gemüthel deine große Güte, laß allen de nen Segen mich oft mit Ernstwagen; 7. Daß dieß nur meine Seel zu ihrem Ziel erwähle, mit inn gem Verlangen allein an die hangen. 8. Hilf, daß ich jede Sünk bekämpf und überwinde, und, bi vom Streit ich ruhe, gern deine Willen thue. 9. Gieb, wo ich bin und wand le, daß ich rechtschaffen handle stets an dein Vorbild denke, me ganzes Herz dir schenke. 10. Du schenkst mir schon hi nieden, o Jesu, deinen Frieden erquickst mich auch im Leiden mi deinem Geist der Freuden. 11. Kann ich denn schon au Erden durch dich so selig werden was wird nach diesem Leben mit deine Huld nicht geben! 12. Dann bin ich, wenn ich ster be, gewiß des Himmels Erbe; fr werd' ich auferstehen, und dich, mein Heiland, sehen. Nad Heiliges Abendmal. Feierlich Liebe theures Pfand. war da mein Eid ewiger Beständigkeit. Du, der sich mit mir vereinte, Herr, du weißt es, wie ichs meinte. Nach dem Abendmale. 186. Mcl. Nun freut euch, lieben 2c. Durch dich, du höchstes Gut, erfreut, erhebet mein Gemüthe die Größe dieser Seligkeit, die Größe deiner Güte. Gestärkt, Herr, durch Sein Abendmal, geh ich getroft durch dieses That des Lebens und der Leiden. 2. Dir folg' ich nach, o Herr, mein Hort, mit freudenvoller Seele. Ich halte mich fest an dein Wort; und wenn ich Schwacher fehle: so blickt mein Geist auf dich zu rück, und dann, dann schenkst du mir das Glück, daß ich dir würdig lebe. A 3. Dieß Leben, Jesu, dir zu weihn, nach dir mich ganz zu bilden, dieß, dieß soll mein Bestreben sein. Ich flehe dir, dem Milden, oftarke mich zu dieser Pflicht; du, meiner Seele Zuversicht, laß mich dir ähnlich werden. 4. Hilf Ullen, die du jeht erfreut, regier' auch ihre Herzen, und laß uns unsre Seligkeit, mein Heiland, nicht verscherzen. Erbarm dich unser Aller, Herr, damit wir dich, Allliebender, vereint dereinst erheben. 187. Mel. Werde munter, mein c. Deffentlich in der Gemeine hab ich, Mittler, dich bekannt. Ich empfing im Brot und Weine deiner 121 2. O wie ward da deine Güte, Menschenfreund, von mir verehrt; wie empfand da mein Gemüthe mächtig ihren ganzen Werth, als im Geist auf Golgatha ich dein bittres Leiden sah und dich an dem Kreuz erblickte, wo dein Tod auch, mich beglückte! 3. Laut rief in mir mein Gewissen: Bist du würdig dieser Huld? Sieh, das Blut, das du siehst flieBen, fließet auch für deine Schuld! Scham und Reu' erfüllten mich, glaubensvoll blickt' ich auf dich; Sünder, sprachst du, du sollst leben, alle Schuld ist dir vergeben. 4. Und nun weiß ich, ich soll leben, soll des Himmels Erbe sein; alle Schuld ist mir vergeben, denn dein Blut, Herr, macht mich rein. Du vertrittst mich im Gericht, Gott verurtheilt mich nun nicht, wenn ich standhaft, dich bekenne und von dir mich nimmer trenne. 5. Herr, ich will dich nicht verz lassen, nie von deinen Wegen gehn, jede Sünde will ich hassen und den Lüsten widerstchn. Mein Erretter, o gieb du Stårk' und Freudigkeit dazu, daß ich standhaft dich bekenne und mich nimmer von dir trenne! 6. Laß mirs mein Gewissen sa gen, wie so schmerzhaft seine Pein, wie so schwer der Sünde Plagen und CCCCC S D S S 5) S 9) S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 122 und der Zukunft Strafen sein. Es erinnre mich daran, wie viel du an mir gethan, und wie unwerth deiner Liebe ich durch schnöden Undank bliebe. 7. Auch zur Liebe meiner Brus der treibe mich die Dankbarkeit. Sie sind Alle deine Glieder, Erben ciner Seligkeit. Auch, der mich jest hafset, ist dein Erlöster, Jesu Christ; dort wird er mich nicht betrüben, nein, er wird mich wies der lieben. 8. Herr, zu dem ich kindlich trete, blicke gnadenvoll auf mich; höre huldreich, was ich bete, ganz verlaß ich mich auf dich. Bolle Frucht der Besserung, Bachsthum in der Heiligung, Hoffnung auf das ewge Leben laß dein Abendmal mir geben. Abendmalslied eines Kranken. 188. Mel. Wer nur den lieben Gott zt. Ach könnt' ich doch mit deinen Gliedern im Tempel, Jesu, dich erhöhn, und freudenvoll mit meis nen Brüdern, Herr, deines Todes Mal begehn! Doch weil mich Noth und Krankheit plagt, ist diese Freude mir versagt. 2. Sieh, hier auf meinem Krankênbette halt' ich dein Abendmal al: tein; doch, Herr, ich weiß, an jeder Ståtte hast du verheißen, nah sein. Wo je ein Frommer sa und weint, da bist du, großer schenfreund. 3. Um Trost ist meinem Her bange: ich suche, Herr, dein A sicht. Wie lange schon, ach G wie lange ruf' ich, und du erhi mich nicht. Uch stärke bei des! bes Schmerz mein banges und: zagtes Herz! 4. Vielleicht, o Herr, erqu mich heute zum letztenmal dein! und Blut. Noch einmal gieb Herzen Freude, und der verza Seele Muth, noch einmal fleh höre mich am Rand des Gra höre mich! 5. Laß das Gedächtniß de Leiden mir Schwachen Trost Kraft verleihn; laß es die Qu höhrer Freuden und deines mels Vorschmack sein. Dein den, dein Versöhnungstod erqu mich in meiner Noth. 6. Ich sehe schon den Him offen, ich fühle meine Seligh Was kannst du, Seele, Größ hoffen, als was dir hier dein G verleiht'? Nun komm ein no Leiden her; mein Herz erbebt vor nicht mehr. 7. Und naht der Tod mit sein Schrecken: ich bin getreft zage nicht. Vom Tode wirft mich erwecken, ich komme nicht bein Gericht. Ich bin getroft: Leib und Blut giebt auch im 2 Trost und Muth. Heiliges Abendmal. Bei der ersten Communion. 189. Mel. Wer nur den licben Gott 2c. Herr, dir gelob' ich neue Treue und neuen Fleiß im Christenthum. Dir, Jesu, geb' ich mich aufs Neue zu deinem ewgen Eigenthum. Von deinem guten Geist allein will ich hinfort geleitet sein. 2. Nimm hier, o Gott, von deis nem Kinde den theuren Eid der Treue hin: Versuchet mich hinfort die Sünde, so will ich ihre Nege flichn, will jung mich schon der Tus gend weihn. Sich, dieser Tag soll 3euge sein! 3. Gott, regiere du mein Seben, und mache selbst mein Herz dir treu, daß dir mein Wandel ganz ergeben und deinem Willen folgsam sei. Denn ohne dich ist immerdar mein Herz verkehrt und wandelbar. 123 vereint wir für sie flehn, erbarmend auf sie nieder; gieb ihnen, Vater, Sohn und Geist, das Gute, das dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben! 4. Einst werd' ich, Herr, vor deinem Throne mich dieses Tags des Bundes freun; geschmückt mit jener Siegeskrone werd' ich dann ewig selig sein. O welch ein Heil, wie freu' ich mich! Herr, nimm mich hin; dein, dein bin ich! Bei der Confirmation. 190. Mel. Nun freut euch, lieben zc. Die hier vor deinem Untlig stehn, sind Jesu Christi Glieder, blick, da 2. Sie kennen, Bater, beinen Sohn und seine heilgen Lehren. Ift Freude, Gott, vor deinem Thron, wenn Sünder sich bekehren: wie groß ist unsre Freude nun, da diese ihr Gelübde thun, dir treulich anzuhangen! 3. O laß sie nimmer zum Ges richt dein heilig Mal empfahen, laß sie in Glaubenszuversicht sich stets demselben nahen! Dieß stärke sie in aller Noth; dieß reize sie, des Mittlers Tod zu preisen durch ihr Leben. 4. Lacht ihnen bei dem edlen Bauf die falsche Welt entgegen: hilf ihrem schwachen Glauben auf; und wenn sich Lüste regen, laß sie hinauf auf Jesum sehn, die Welt mit ihrer Lust verschmähn, beharren bis ans Ende. 5. Beig' ihnen, daß sie allezeit das thun, was sie geloben, den hohen Lohn der Ewigkeit, die Herre lichkeit dort oben. Der Blick müss' ihnen Kraft verleihn! Sperr, segne fie, denn sie sind dein, erhalt sie in der Wahrheit! 191. Mel. Mitten wir im Leben ze, Stárke, Mittler, stärke sie, deine Theu'rerlöften, laß sie ihr Bertraun auf dich unaussprechlich tros sten, CCCC 9) D S S 5) S S 9 91 S S S1 S1 124 Werke und Wohithaten Jesu Christi. sten, wach über ihre Seelen! Sie Tröster! dreieiniger Gott: Laß stehn und schwören Ulle dir: Herr, nie vergessen ihren theuren, groß dein Eigenthum sind wir, heiliger, Eid bei deinem Namen! Schöpfer, Gott! heiliger, Mittler, Gott! heiliger, Gott, Lehrer und Tröster! dreieiniger Gott! Laß sie nie vergessen ihren theuren, großen Eid bei deinem Na= men! 2. Uch wie Biele schwuren auch fest an dir zu halten; aber treulos ließen sie ihre Lieb' erkalten; Vers derben ward ihr Ende. Beständig laß dir diese sein, die dir schwören, dir sich weihn, heiliger, Schöpfer, Gott! heiliger, Mittler, Gott! heiliger, Gott, Lehrer und Tröster! dreieiniger Gott! Stårke sie, die Deinen, im Vertraun auf Jesu Tod und wahrer Tugend! 3. Locken wird sie nun die Welt, Herr, zu ihren Lüsten; ach du wolleft sie mit Kraft aus der Höhe rüsten, laß streiten sie und siegen! Die Triebe zu verbotner Lust dåme pfe früh in ihrer Brust, heiliger, Schöpfer, Gott! heiliger, Mittler, Gott! heiliger, Gott, Lehrer und Tröster! dreieiniger Gott! Laß sie alle Feinde, alle Hasser ihres Heils weit überwinden! 4. Laß dein Heit im Tode sie, deine Theu'rerlösten, weil ihr Glaube standhaft blieb, unaussprechlich trösten! Sprich dann: sie sollen leben! Einst führe sie mit uns zugleich in dein unvergånglich Reich, heiliger, Schöpfer, Gott! heiliger, Mittler, Bott! heiliger, Gott, Lehrer und 2. Bedenkt, wozu ihr euch v pflichtet, Gott und dem Gut treu zu sein. Von Neuem hel ihr euch verpflichtet, Gott euer! ben ganz zu weihn. O heilig cuch diese Pflicht, vergesset dies Tages nicht! 192. Die Versammlung allein. Mel. Wer nur den lieben Gott it Kinder, dieser Tag des Bu s des sei ewig eurem Herzen wer E denn das Versprechen eures Mu des hat der Allwissende gehört. I E jungen Christen, denket nach, m heute cuer Mund versprach). Die Kinder allein. Mel. Werde munter, mein. 3. Unserm Herzen soll die Stu de ewig unvergeßlich sein; mit da Herzen, mit dem Munde schwör wir, Gott treu zu sein. Dies Tages, dieser Pflicht wollen w vergessen nicht. Gott, der All weiß und richtet, weiß, wozu w uns verpflichtet. 10 Die Versammlung. Mel. Jefus, meine Zuversicht 2. 4. Heil euch, wenn ihrs redlit meint, daß ihr christlich wolletk ben! O dann ist Gott euer Freun wit el IL th Leiden und Sterben Jesu. 125 wird euch seinen Beifall geben. Les schafft, in euch durch seines Wohl euch, Kinder, dann wird Heil Geiftes Kraft. euch in Ewigkeit zu Theil. Die Kinder. Mel. Werde munter, mein 2c. 5. Ja, wir wollen uns ergeben unserm Gott, und nicht der Welt, thun in unserm ganzen Leben willig das, was ihm gefällt. Wer hier fået in der Zeit, erntet einst in Ewigkeit. Dort, dort wird der Herr der Welten Jedem nach Bers dienst vergetten. Die Versammlung. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 6. Dem Guten eifrig nachzustreben, das Böse ernstlich stets zu scheun, nur Iesu, nicht der Welt zu leben, im Glauben thätig stets zu sein, dieß wirke Gott, der Ulinto 193. Mel. Herzliebster Jesu, was haft du ic. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. Leiden und Sterben Jesu. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: Die Kinder. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 7. Sperr, stärke une in unsrer Jugend, zu thun nur das, was dir gefällt. Stets heilig sei uns Pflicht und Tugend, die ewig ihren Werth behält, damit nicht unfre Lebenszeit im Tod uns einst zu spät gereut. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Sinu' ich ihm nach, so Die Versammlung. Mel. Aus tiefer Noth schrei ich 20. 8. O Vater, höre unser Flehn und blicke huldreich nieder auf fic, die hier versammelt stehn, auf deines Reiches Glieder. Gieb ihnen, Vater, Sohn und Geist, das Gute, was dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben! zagen meine Kräfte, mein Herz er: bebt, ich seh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Racher alles Bösen: Gott ist die Lieb', und läßt die Welt erlöfen. Dieß kann mein Geist, mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblikken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder, es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde. 6. O CCCCC ST55( 6 6 6 6 5 5 S S S S S S S 126 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in Werke und Wohlthaten Jesu Chrifli. deine Güte. 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedunken; allein, sollt' ich datum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? 8. Das Größt' in Gott ist, Gnad und lieb erweisen; uns kommt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade steiget. 9. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, bein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 10. Das Gute thun, das Böse flichn und meiden, Herr, diese Pflicht lehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben, und an dich glauben? 11. Da du dich selbst für mich dahin gegeben, wie könnt' ich noch nach meinem Willen leben, und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 12. Ich sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaßnes Herzens werden; da du so viel für uns, die wirs verschuldet, liebreich erduldet? 13. Für welche du dein Leben selbst gelassen, wie könnt' ich sie, sie, meine Brüder, haffen, und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, für noch beten? 84 14. Ich will nicht Haß mit glei chem Haß vergelten, wenn mb. mich schilt, nicht rächend wiedh schelten. Du, Heiliger, du, h und Haupt der Glieder, scham auch nicht wieder. 15. Ein reines Herz, gleich nem edlen Herzen, dieß ist Dank für deines Kreuzes Schm& Und Gott giebt uns! zen. Kraft in deinem Namen, dir na zuahmen. 16. Unendlich Glück: Du litt uns zugute. Ich bin versöhntr deinem theuren Blute; du h mein Heil, da du für mich gefr ben, am Kreuz erworben. & 17. So bin ich denn schon s hier im Glauben; so wird= nichts, nichts meine Krone raube so werd' ich dort, von Herrlicht umgeben, einst ewig leben. 18. Ja, wenn ich stets der Euge Pfad betrete, im Glauben kamp im Glauben wach' und bete: sol mein Heil schon so gewiß erstreb als Jesus lebet. 19. Lockt bose Lust mein Herz ihrem Reize, so schrecke mich di Wort, das Wort vom Kreuz und werd' ich matt im Laufe gut Werke, so sei mirs Stärke. 20. Seh' ich dein Kreuz den K gen dieser Erden ein ergerniß eine Thorheit werden: so seis bot mir, trok alles frechen Spott die Wahrheit Gottes. 21. Go C Leiden und Sterben Jesu. 127 21. Gott, eile nicht, sie råchend zu Frechen Schar begehrt dein Blut, zerschmettern; erbarme dich, wenn keiner von den Spöttern sich spåt bekehrt und den, den er geschmáhet, um Gnade flehet. duduldest, göttlich groß, die Wuth, um Seelen zu erretten. Dein Mörder, Jesu, war auch ich, denn Gott warf Aller Sünd' auf dich, damit wir Friede hätten. 22. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden krånken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz, dieß sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried' und Freude. PAG 4. Ein Opfer nach des Ewgen Rath, belegt mit unsern Plagen, um deines Volkes Missethat gemartert und geschlagen, gehst du den Weg zum Kreuzesstamm in Unschuld stumm, gleich als ein Lamm, das man zur Schlachtbank führet. Freiwillig', als der Helden Held, stirbst du, aus Liebe für die Welt, den Tod, der uns gebühret. 194. Mel. D König, dessen Majestät it. Erforsche mich, erfahr mein Herz, und sich, Herr, wie ichs meine. Ich denk' an deines Leidens Schmerz, an deine Lieb', und weine. Dein Kreuz sei mir gebenedeit. Welch Wunder der Barmherzigkeit hast du der Welt erwiesen! Wenn hab ich dieß genug bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? 2. Rath, Kraft und Friedefürst und Held in Fleisch und Blut gekleidet, wirst du das Opfer für die Welt, und deine Seele leidet; du ringst mit Angst und Todesnoth, und gehst doch willig in den Tod: o Liebe sonder Ende! Auf dich nimmst du der Menschen Schuld, und giebst mit göttlicher Geduld dich in der Sünder Hände. 3. Du trägst der Missethäter Lohn, und hatteft nie gesündigt, du, der Gerechte, Gottes Sohn. So wars vorher verkündigt. Der 5. Du neigst dein Haupt; es ist vollbracht. Dit stirbst; die Erd' erschüttert. Die Arbeit hab' ich dir gemacht, Herr, meine Seele zittert. Was ist der Mensch, den du befreit! O wär' ich doch ganz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden; und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wieder lieb', und dich nie kreus zige mit Sünden. 6. Welch Warten einer ewgen Pein für die, die dich verachten; die, solcher Gnade werth zu sein, nach keinem Glauben trachten; für die, die dein Verdienst gestehn, und dich mit ihren Lastern schmähn, und deinen Tod verhöhnen! Wer dich nicht liebt, kommt ins Gericht; wer nicht dein Wort hålt, liebt dich nicht; ihm hilft nicht dein Versöhnen. 7. Du hasts gesagt, du wirst die Kraft zur Heiligung mir scher. ken 333 SSSSS S S S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 128 ken. Dein Blut ists, das mir Trost verschafft, wenn mich die Senden kránken. Laß mich im Eifer des Gebets laß mich in Lieb' und Demuth stets vor bir gefunden werben. Dein Heil sei mir ein Schirm in Noth, mein Stab im Glück, mein Schild im Tod, mein legter Troft auf Erden. 195. Mel. O Jefu Chrift, meins 2c. An deine Leiden denken wir, Herr Jesu Christ, und danken dir, daß du so willig ihre Last zu unserm Heil getragen hast, 2. Im Geiste folgen wir dir nach von Schmerz zu Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir schaun zu deinem Kreuz hinan, und beten dich mit Freuden an. 3. Auch uns zugut, o Herr, be trat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Auch) uns strömt Kraft und Trost und Ruh aus deinem bittern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt; gern Neuenden die Schuld vergiebt; daß ewig unsre Seele lebt und sich zur bessern Welt erhebt; 5. Daß deine Lehre fest besteht, und daß dein Reich nie untergeht: den großen Trost von unserm Gott bringt uns, Geopferter, dein Tod. 6. und wir, wir glaubten an dich nicht? Herr, ohne sichern Trost und Licht, mit ungewissen Schrit ten geht des Lebens Pfad, wer dich verschmäht. 7. Mit Dank und Freude fol wir dir, unserm Herrn und& ter hier; und du wirst uns, we wir dich sehn, zur frohen Ewigt s erhöhn. d d 196. f 10 Mel. Licbster Jesu, wir sind u. b 11 Meine Seel', ermuntre dich, I Liebe zu bedenken, auf sein Lei müsse sich deine ganze Undacht ken, lerne da den Greul der Sid e den, lerne Gottes Huld empi d den. I 2. Sich, der wahre Gott I Sohn wird für dich ans Km d geschlagen; voller Schmerz Schmach und Hohn, überhäuft: 2 schweren Plagen, ließ er sich, deinen Nöthen dich zu retten, F lig tödten. 11 C 3. Du, du solltest große Pein, t den Lohn der Sünde, leiden, von Gott verstoßen sein, von Quell der ewgen Freuden; Jesus, der Gerechte, starb, daß dir Frieden brachte. 4. Durch ihn steht zu Gottesh dir nun freier Zutritt offen, gung deiner Sündenschuld, Not ein ewig Glück zu hoffen, Kr der Sünder Weg zu meiden, ist Segen seiner Leiden. 5. Overgiß nun nicht, mein dankbar dich ihm zu beweisen, sen Angst und Todesschmerz sei Liebe zu dir preisen. Gieb dankerfülltem Triebe ihm d Herz voll Gegenliebe. 6.$ t Leiden und Sterben Jesu. 129 dort dich loben, bin ich erst zu dir erhoben. 6. Herr, ich kann dir nimmer- frohe Jubelchöre! Ewig werd' ich mehr deine große Treu vergelten; leider muß ich nur zu sehr meines Herzens Trägheit schelten, daß ich dich so lau geliebet, oft durch Sünden gar betrübet. 13. Schon im voraus freu' ich mich auf dieß freudenvolle Leben. Jesu, dir sei Dank, durch dich wird es mir dereinst gegeben. Hilf nur, Herr, an den ich glaube, daß mir nichts dieß Kleinod raube. 7. Aber, was geschehn, soll nicht fernerhin von mir geschehen. Ich will in der Wahrheit Licht künftig beßre Wege gehen, dir mein Herz nicht mehr entziehen, jede Sünde ernstlich fliehen. 197. Mel. Was mein Gott will, das ze. 8. Ja, mein Jesu, du, mein Heil, dir will ich mich ganz ergeben, als dein Eigenthum und Theil dich zu lieben, dir zu leben. Was du liebst, will ich auch lieben; was dich kränkt, soll mich betrüben. So gehst du nun, mein Jesu, hin, den Tod für mich zu leiden, für mich, der ich ein Sünder bin, der dich betrübt in Freuden. Wohlan, fahr fort, du edler Hort! Mein Augen sollen fließen gleich einem See, mit Uch und Weh in Thránen sich ergießen. 9. Was du willst, sei auch mein Will, dein Wort meines Herzens Spiegel; prüfst du mich, so halt ich still, und dein Geist sei mir ein Siegel, daß ich einstens, wenn ich sterbe, deines Himmels Freuden erbe. 10. Nun so bleibt es fest dabei: du, mein Heiland, sollst es bleiben, dem ich lebe, deß ich sei; nichts soll je von dir mich treiben. Du, du wirst mich auch nicht lassen; ewig will ich dich umfassen. 2. Uch Sünde, tödtlichs Schlangengift, wie weit kannst du es bringen! Dein Lohn, der Fluch jest Jesum trifft, in Tod wird er ihn zwingen. Jetzt kommt die Nacht, der Sünden Macht, fremd Schuld muß er abtragen. Betracht' es recht, du Sündenknecht, nun darfst du nicht verzagen. 3. Ich, ich, Herr Jesu, sollte zwar der Sünden Strafe leiden an Leib und Seele immerdar, und ewig aller Freuden beraubet sein und leiden Pein: so nimmst du hin die Schulden. Dein Blut und Tod bringt mich vor Gott; ich soll nicht ewig dulden. 4. Ja, Herr, du büßest selbst die Schuld, die ich einst sollte bůßen. Daraus erkenn' ich deine I Huld, 11. Ruh und Freude sind schon hier, auch wie schwach wir sind, zu finden, wenn wir, Jesu, nur mit dir uns im Glauben recht verbinden. Schenkst du denn schon dieß auf Erden, o was wird im Himmel werden! 12. Welche Wonne nach dem Leid, nach dem Elend welche Ehre, welche Ruhe nach dem Streit, welche 4 બાબા ર SE55 2 कराकर कर फ्रा S S 9 S 130 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. Huld, die du mich låßt genießen. schlagen. Mein Wille hångt and w Du wählst den Fluch, mich von dem Fluch der Sünde zu befreien. Dank deiner Lieb, durch deren Trieb mir Segen angedeihen! nem Mund, ich will die Sum n tragen. O unerhörte Liebesma di daß Gott, was nie ein Mensch ic dacht, den eignen Sohn uns so g ket! O Liebe, wer faßt deinen R den, welcher selbst das Leben hast du in Tod gesenket. al 5. Was kann für solche Liebe dir, Herr Jesu, ich wohl geben? Ich weiß und finde nichts an mir; doch will, weil ich werd leben, mich einzig dir, Herr, nach Gebühr zu dienen ganz verschreiben, auch nach der Zeit in Ewigkeit dein Diener sein und bleiben. 198. Mel. D König, dessen Majestät 2c. Ein Lamm geht hin und trågt die Schuld der abgefallnen Kinder; geht hin, und tråget mit Geduld die Sünden aller Sünder; es folgt, belastet, matt und krank, den Würgern zu der Würgebank, wählt Martern, statt der Freuden; für uns will es nicht Schmach und Pein, nicht Striemen, Ungst und Wunden scheun, den Tod selbst will es leiden. 2. Dieß Lamm ist der erhabne Freund und Heiland unsrer Seelen; Gott, als der Sünde strenger Feind, wollt' ihn zum Mittler wählen. Sohn, sprach er, nimm dich derer an, die über sich im blinden Wahn selbst Schuld und Strafe brachten. Die Schuld ist schwer, die Strafe groß; doch, du vermagst es, mache los, die nun im Elend schmachten. 3. Ja, sprachst du, dieß sei unser Bund, mich magst du für sie ge ho 4. Er büßt für uns am Kre stamm, damit wir Ghade find er läßt sich tödten, als ein Lam zum Opfer für die Sünden. Alle stirbt er; auch für mich g gießet hier sein Leben sich in m gr Strôme Blutes. Lamm Got fi o wie soll ich dir dafür gnug& un ken, daß du mir erzeigest so Gutes! F 5. Mein Lebetage will ich G aus meinem Sinn nicht lassen; 20 will ich stets, gleichwie du mez mit treuer Lieb' umfassen; dus n. sein meine Zuversicht. Und, w mein Uug' im Tode bricht, m du mein Leben bleiben. Ich ü mich dir, mein höchster Rub ei hiermit zu deinem Eigenthum d ständiglich verschreiben. u 6. Ich will von deiner Gü d keit bei Nacht und Tage sing mich selbst auch dir zu allers s zum Freudenopfer bringen. ganzes Leben soll nun dir und nem Dienste für und für in de barkeit verfließen. Und was mir zugut gethan, das will ich d so tief ich kann, in mein Gedi niß schließen. 7. Wenn endlich ich soll t ein in deines Reiches Freuden, WET n E Leiden und Sterben Jesu. 131 werde ich ganz selig sein durch dei viel schwerer als ein Stein; du nen Tod und Leiden. Dann giebst du mir die Ehrenkron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Baters gehen und dir, dem er mich anvertraut, auf den im Leben ich gebaut, geschmückt zur Seite stehen. wirst en Fluch; dagegen erwirbst du mir den Segen, dein Schmerz soll mir ein Labsal sein. 7. Du segest dich zum Bürgen, ja läsfest dich erwürgen für mich und meine Schuld. Für mich läst du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen und leidest Alles mit Geduld. 199. Welt, sich hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben! Dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße, fein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt! Aus seinem edlen Herzen, vor unerhörten Schmerzen, ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder wie andre Menschentinder; von Missethaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, der sich so viele finden als Sandes an dem Meer, die haben dich geschlagen, die brachten diese Plagen und diese Martern auf dich her. 5. Ich bins, ich sollte büßen, die Strafe Leiden müssen, entbehren Gottes Huld. Die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, verdient ich wegen meiner Schuld. 6. Du nimmst auf deinen Rükten die Lasten, die mich drücken, 8. Du gehst auch meinetwegen dem Tode selbst entgegen mit großem Heldenmuth; du stirbst, mir vom Verderben Errettung zu erwerben. O unerhörte Liebesgluth! 9. Ich bin, mein Heil, verbunden. all' Augenblick und Stunden, dir über Ulles sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 10. Nur kann ich nicht viel geben nich mi in diesem armen Leben. Eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 11. Ich wills vor Augen sehen, mich stets daran ergehen, ich sei auch, wo ich sei; es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel von deiner großen Lieb' und Treu. 12. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird råchen, die seine Huld verschmähn; wie viel die werden leiden, die nicht die Sünde meiden, will ich aus deinem Leiden sehn. 13. Dein Beispiel soll mich lehren, den Rath des Höchsten ehren mit stillem, fanftem Muth, von 32 Herzen CCCCC ST5S²( GI GE S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 132 Herzen Menschen lieben, auch die, die mich betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. 14. Wenn böse 3ungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich. Das Unrecht will ich dulden, dem Näch sten seine Schulden verzeihen gern und williglich. dr 15. Ich will mit Ernst entsagen, gerührt von deinen Plagen, dem, was dir nicht gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der gan= zen Welt. 16. Dein Seufzen und dein Sehnen, und die viel tausend Chránen, die dir geflossen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schooß und Hande begleiten zu der ewgen Ruh. 200. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2c. Ach, sieh' ihn dulden, bluten, sterben! O meine Seele, sag' ihm frommen Dank! Sich Gottes eignen Sohn und Erben, wie mächtig ihn die Menschenliebe drang! Wo ist ein Freund, der je, was er, gethan? der so, wie er, für Sünder sterben kann? 2. Wie dunkel waren jene Stun= den, o Herr, und welche Lasten drückten dich! Wie quell das Blut aus deinen Bunden! Und ach, es floß zum Heil und Trost für mich; und ruft noch heute mir ermunternd zu, daß du mich liebst, du, treuer Heiland, du. 3. So sollt' es sein. Du m test leiden; dein Tod macht mit E Vaters Liebe kund. Er wird e mich ein Quell der Freuden, Siegel für den ewgen Fried E bund. So wahr dich Gott für e zum Opfer giebt, so wahr if E daß er mich herzlich liebt. { 4. Dein bin ich nun und tes Erbe; ich sehe in dein Ba herz hinein. Wenn ich nun t wenn ich sterbe, kann ich unn E lich je verloren sein. Wenn S: r und Mond und Erde unterg so bleibt mir Gottes Gnade a c ftehn. 5. Ja mir zum Trost und zur Ehre gereicht dein ga Kampf, dein Kreuzestod; best ist nun deine Lehre, ich baue darauf in jeder Noth. Unsc littest du; doch Preis und z ist auch im Kampf der Uns Eigenthum. 6. Herr, dieß dein Beispiel mich lehren, des Lebens Unst sei mein Ehrenkleid. Gern ich deine Stimme hören, und ge thun, was mir dein Wort geb Die Dankbarkeit dringt in mich dazu: wer hat es mehr mich verdient, als du? F 7. Nie will ich mich am F rächen; auch dieß lern' ich, E Heiland, hier von dir; nie Go Schickung widersprechen, warg sein Pfad jest noch so dunkels Auf Dornen gingst du selbst Ziele hin; ich folge dir, weil dein Jünger bin. 8.% L C Leiden und Sterben Jesu. 8. Was fürcht' ich noch des Tos des Schrecken? Du schliefft auch einst im Grab, o Seelenfreund. Mag sie doch meine Asche decken, die Erde, wenn des Todes Nacht erscheint; der Gott, der dir das Les ben wiedergab, wälzt einstens auch den Stein von meinem Grab. 9. Nimm hin den Dank für deine Plagen, mein Netter, den die treuste Liebe bringt. Dort will ich dirs noch besser sagen, wenn dich mein Geist im Engelchor besingt. Dann stimmen alle Selgen fröhlich, ein; der ganze Himmel soll dann verwerft nicht euer Heil. Beuge fein. 202. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen, daß man das Todesurtheil dir gesprochen, was ist die Schuld? du bist in Missethaten ja nie gerathen. 2. Du wirst verspeit, geschlagen und verhöhnet, mit einem DornenFranz zur Schmach gekrönet, ges geißelt und, von Schmerzen schon entkräftet, ans Kreuz geheftet. 3. Was ist die Ursach aller solcher plagen? Ach meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, ich, Herr Jesu, habe das verschuldet, was du erduldet. 201. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. Hin an dein Kreuz zu treten, in deinem Leiden dich voll Glauben an zubeten, Versöhner, stårke mich; laß mich mit 3ittern und Vertraun, wie du dich für die Sünder hin in den Tod gabst, schaun. 2. Wie ist des Besten Seele bis in den Tod betrübt! So brünstig, meine Seele, hat Jesus dich geliebt. In heißen Nengsten schwebt er da, mit unsrer Schuld beladen, dem Opfertode nah. 3. Fallt nieder, bebt, ihr Sünder, verhüllt das Angesicht: jest ist für Adams Kinder der Mittler im Gericht, er leidet unsers Todes Pein, fühlt unnennbare Qualen, uns Menschen zu befrein. 133 euch sein Gebet: Sie wissens nicht, was sie begehn; vergieb, o Bater, ihnen, wenn sie zu dir einst flehn. 5. Ihr, eurer Brüder Feinde, o schlagt an eure Brust! Seid aller Menschen Freunde, verdammt der Rache Luft, vergeltet euern Haffern nie; den Feinden, die euch fluchen, vergebt, und segnet sie. 6. Uch, Sünder, nehmts zu Her zen, bekehrt euch, werdet rein! Der Preis für so viel Schmerzen soll eure Rettung sein. O nehmt an seiner Gnade Theil, erkennet seine Liebe, 4. Vernehmts auch ihr, o Spotter, die ihr den Mittler schmäht; er ist auch euer Retter. Hört für 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe? Der gute Hirte leidet für die Schafe; die Schuld bezahlt der Herr, er, der Gerechte, für seine Knechte. 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt; der Böse lebt, der wider Gott gehandelt. Er, der Gerech CCCC 55 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 134 Gerechteste von Gottes Kindern, stirbt, gleich den Sündern. 6. Ich war an Seel' und Leib entstellt durch Sünden; an uns, Verbrechern, war nichts Guts zu finden. Das hätten wir, von Gott verworfen, müssen auf ewig büßen. 7.O große Lieb', o Lieb' ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden; und du mußt leiden! 8.D großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Kein menschlich Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 9. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, mit was doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ch dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? 10. Doch willst du, daß ich mich der Sünde schäme und alle ihre Lüste dåmpf und zähme, daß sie mein Herz aufs Neue nicht entzünden mit alten Sünden. 11. Weil aber dieß nicht steht in eignen Kräften, dem Kreuze die Begierden anzuheften: so gieb mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 12. Alsdann werd' ich recht deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Lust der Welt nicht achten; ich werde mich bemühen, deinen Willen stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu Ehren Alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach, noch Plagen, nichts A von Verfolgung, nichts von Ede schmerzen nehmen zu Herzen. T 14. Dieß Alles, obs für schle ri gleich ist zu schäßen, wirst du sez doch nicht gar bei Seite sehen; le Gnaden wirst du dieß von mir nehmen, dich mein nicht schäme 15. Wenn dort, Herr Jesu, w ei vor deinem Throne auf mein K Haupte stehn die Ehrenkrone, de lin werd' ich würdiger dein Lob bej te gen und Dank dir bringen. di 203. ze Mel. Jesu, meines Lebens 2. de Du, der Menschen Heil- und! w ben, deß sich meine Seele fra 3 der für mich sich hingegeben,& fl ter meiner Seligkeit; du, der lie H wollte sterben, als mich lassen in Verderben: ach wie dank', wie da ich dir, mein Erlöser, gnug daft& 2. Menschenfreund, von Gott de sendet, zu erfüllen seinen Mit d längst hast du dein Werk vollend m wegzuthun die Missethat; doch s den Gedächtnißtagen deiner Leid z Jesu, sagen deine Hochbeglüc dir billig neuen Dank dafür. 3. Du betratst, für uns zu f ben, willig deine Leidensbah stiegst, uns Leben zu erwerk gern den Todespfahl hinan; dacht li nicht an deine Schmerzen, try f die Menschen nur im Herzen. Dim Liebe preisen wir; unvergeßlich? sie mir. โช 4. Meinetwegen trugst du B de, littest frecher Låstrer Spe achtetest nicht Schmach und Sch d Leiden und Sterben Jesu. de, Elend nicht, nicht Kreuz und Tod. Mich hast du der Noth entrissen, die mich hätte treffen müssen. Wie verpflichtet bin ich dir lebenslang, mein Heil, dafür! 5. Frevler krönten dich zum Hohne, deine Stirne blutete unter einer Dornenkrone, König aller Könige. Das hast du für mich gelitten, mir die Ehrenkron' erstritten. Preis, Unbetung, Dank sei dir, Ehrfurchtwürdigster, dafür! 6. Du, der tausendfache Schmerzen mir zur Liebe gern ertrug, deinem großmuthvollen Herzen war mein Heil Belohnung gnug. Trost in meinen legten Stunden floß auch mir aus deinen Wunden. Herr, ich dank', ich danke dir einst im Tode noch dafür. 7. Ruh im Leben, Trost am Grabe: unaussprechlicher Gewinn, den ich dir zu danken habe, dir, deß ich nun ewig bin! Jesu, dir mein Herz zu geben, deinem Beispiel nachzustreben, dir zu traun, zu sterben dir, dieß, dieß sei mein Dank dafür. 204. Mel. Befiehl du deine Wege 2c. Ich danke dir von Herzen, o Jeſu, liebster Freund, für deine Todes schmerzen. Wie gut hast du's gemeint! Ach, gieb, daß ich mich halte zu dir mit Gegentreu, und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende fei.de 2. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir; 135 wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; und wenn am allerbångsten mir um mein Herz wird sein: so reiß mich aus den lengsten, kraft deiner Angst, und Pein. 3. Erscheine mir zum Schilde in meiner Todesnoth, und laß mich sehn im Bilde, wie du besiegt den Tod. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll mein Herz an dir erquicken. Wer so stirbt, der stirbt wohl! 205. Mel. Befiehl du deine Wege zc. Der du voll Blut und Wunden für uns am Kreuze starbst und unsern Lebensstunden den größten Trost erwarbst; der du dein theures Leben noch, eh ich war, auch mir zur Rettung hingegeben, mein Jesu, Dank sei dir! 2. Wie viel hast du erduldet, erhabner Menschensohn, als du, der nichts verschuldet, empfingst der Sünder Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach, da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde, du warst der Leute Spott, dich höhnten deine Feinde: wo ist denn nun sein Gott? 4. Wer kann dir nachempfinden den Schmerz, die Todesangst, mit welcher C SISS ១ 5 S S S S S S S S Sy S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 136 welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangst. Die Laft gehäufter Plagen fiel da so schwer auf 206, da Mel. D Lamm Gottes, unschuldig z dich, daß sie dich drang zu klagen: Erlöfer, sieh, ich falle anbete Gott, wie verläßt du mich? 5. Uch, diese Last und Mühe hab' auch ich dir gemacht. O mein Erlöser, fiche vom Throne deiner Macht in Gnaden auf mich Urmen, der sich verschuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. vor dir nieder. Zu deinem Hi mel schalle der Jubel meiner Lied Du hast den Sieg errungen, mich den Tod bezwungen. P sei dir ewig, o Jesu! 2. Du sahst von fern die Ban die dir die Frevler drohten, s vor dir Qual und Schande, dich schon unter Todten; docht voll Huld und Gnade, gingst g die Marterpfade. Preis sei b ewig, o Jesu! 6. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? Berwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr, nicht liebst, wo Reinigung von Sünden, wenn du sie mir nicht giebst? 3. Von heißer Ungst erschütte lagst du vor Gott im Staube. S hattest du gezittert, doch überm dein Glaube. Dich faßte Tod grauen; doch bliebst du voll trauen. Preis sei dir ewig, o 7. Du hast mir durch dein Leis den Vergebung, Behrungskraft, in Trübsal Trost, und Freuden, die ewig sind, verschafft. O gieb an 4. Nur uns zum Heil und! dieser Gnade auch meinem Glauben ben hast du in Angst und Play Theil, und auf des Lebens Pfade dich willig hingegeben, des mir Muth, Kraft, Troft und Heil. zes Last getragen, und uns, 8. Mit innig frohem Triebe du gestorben, ein ewges Heil bring' ich dir meinen Dank. Die worben. Preis sei dir ewig Größe deiner Liebe bleibt stets Jesu! mein Lobgesang. Gieb nur, daß ich mich halte zu dir mit Gegen= treu, daß, wenn ich einst erkalte, ich noch der Deine sei. 207. Mel. König, dessen Majestät 9. Belebe dann mein Hoffen, Herr, der du Erd' und Hinn zum Himmel einzugehn, laß mich im Geist ihn offen, und dich verherrlicht sehn. Da ruf ich dann mit Freuden: nimm meinen Geist, Herr, auf! Und du nimmst ihn im Scheiden zu deiner Wonn hinauf. lenkst, was bin ich doch, ich Arm daß du so huldreich mein gedenk mein Vater und Erbarmer! drückte des Gewissens Noth, drohten Elend, Qual und wo sollt' ich Rettung finden? Leiden und Sterben Jesu. 137 du erbarmtest meiner dich, und du entziehn. Bei deinem Tod' am beschlossest väterlich die Tilgung meiner Sünden. Kreuze entsag' ich, was der sündgen Welt, was meiner bösen Lust gefällt, und ihrem falschen Reize. 2. O Rathschluß voll Barmhers zigkeit! Dein Sohn will für uns sterben, wird Stifter unsrer Seligkeit, entreißt uns dem Verderben. Er kleidet sich in Fleisch und Blut, thut, was kein Freund, kein Bruder thut, wer kann dieß ganz durchdenken? stellt sich den größten Martern bloß, erduldet sie, stirbt göttlich groß, und läßt ins Grab sich senken. 3. Ganz faßt dich selbst ein Engel nicht, Gedanke zum Erschütz tern! 3war bist du meine Zuversicht, doch denk' ich dich mit 3ittern. Wenn ich im Geist Gethsemane, wenn Golgatha im Geist ich seh, was ists, das ich empfinde? Ich weine, Herr, nicht über dich, ich wein' und klage über mich, und über meine Sünde. 4. Du leidest nicht für eigne Schuld, denn du bist der Gerechte; du stirbst voll göttlicher Geduld für schnöde Sündenknechte. Es war auch meine Missethat, die, Heiland, dich gemartert hat, ich Sünder sollte sterben; doch du gingst für mich in den Tod, mir von der Sünd' und ihrer Noth Be= freiung zu erwerben. 5. Und dient' ich nun der Sünde noch, wie müßt' ich mich nicht schämen! Nein, Jesu, nur dein fanftes Joch will ich nun auf mich nehmen; ich will der Sünde Lokkung fliehn und ihren Lüsten mich 6. Herr, laß mich aus Barmherzigkeit, wie freundlich du bist, schmecken, wenn Sünden der vergangnen Zeit mein banges Herz ers schrecken. Es stårke mich in Seelennoth dein für mich ausgestandner Tod, die Kraft von beinen Wunden. Es tröste mich dein banges Flehn, als man verlassen dich gefehn, in meinen Prüfungsstunden. 7. Dank, mein Erlöser, Dank sei dir für jede deiner Plagen, für alle Leiden, die du hier an Seel' und Leib ertragen; für allen Schmerz, für alle Angst, damit du für mich Sünder rangst, sei Ehre deinem Namen! Gedenke meiner in der Noth, gedenk' auch meiner einst im Tod und im Gerichte! Umen. 208. Mel. Ach Gott und Herr, wie 2c. Herr Jesu Christ, du Heiland, bist der Tilger meiner Sünden; bei Gott kann ich allein durch dich Trost und Erbarmung finden. 2. Voll Reu und Schmerz dankt dir mein Herz für alle deine Leiden. Dein Wort erklärt mir ihren Werth und ich fühl' ihn mit Freuden. 3. O welche Huld, für meine Schuld seh' ich am Kreuz dich sterben; du blutest hier, fühlst Pein, um mir den Himmel zu erwerben. 4. Wer છ બે બે બે બે SISS55 S S S S S S S Sy SX Sy 5) 138 Werke und Wohlthaten Jefu Chrifti, 4. Wer liebt, wie du, so meine du warest verachtet! All Sundh Ruh, und wer kann so sie lieben? du getragen; sonst müßten Du leidest Qual aus eigner Wahl, verzagen. Erbarm dich unser aus göttlich edlen Trieben.. Iefu! prog bre( 5. Mich zu erneun, mich zu befrein von jener Zukunft Schrecken, leidst du für mich und läsfest dich mit Schimpf und Schmach bedecken. 2. O Lamm Gottes, unschul 2c. Erbarm dich unser, o Jesu 3. O Lamm Gottes, unschull sc. Gieb uns deinen Frieden, 03 211. 6. Was kann ich hier aus Dankbegier für deine Treue geben? Was ist mein Dank, mein Lobgefang selbst in dem höhern Leben? Mel. Lamm Gottes, unschuldig 7. 3u schwach bin ich), um würdig dich, mein Heiland, zu erheben. Mein Dank sei der, dir, Heiligster, dir nur allein zu leben. Gottes Lamm, unschuldig Kreuze für uns erwürget, bef den stets geduldig, da du für dich verbürget, du trugft der den Plagen, daß wir nicht durst verzagen. Erbarm dich unser Jesu! 8. und doch fehlt mir der Eifer, dir mein ganzes Herz zu weihen. O schenke du mir Kraft dazu, laß mich kein Opfer scheuen! 9. Gestärkt durch dich, o Herr, will ich den Reiz der Sünde fliehen. Gieb, daß ich treu dir immer sei und segne mein Bemühen. 209. Christe, du Lamm Gottes, der du trugst die Sünde der Welt, erbarme dich unser! 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trugst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, der du trugst die Sünde der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen. 210. Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl 2. Von Herzen wir dir dank daß du so herzliche Treue geth hast an uns Kranken; gieb e selige Reue, laß uns die Sin meiden zu Ehren deinem Leide Erbarm dich unser, o Jesu! 3. Stårk' in uns das Vertrau auf deine heiligen Wunden. uns darauf fest bauen, in unse letzten Stunden und hilf uns sel sterben, daß wir den Himmele ben. Gieb uns deinen Frieden, Jesu! pole 212. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2. Wenn mich die Sünden kränka so laß, Herr Jesu Christ, mich gla bensvoll bedenken, wie du gestorbe bist, und Rettung von der Schu denlast uns, den verlornen Sin dern, am Kreuz erworben hast. 2.0 Leiden und Sterben Jesu. 139 2. O wundervolle Liebe, bedenks, 8. In meinen letzten Stunden erquicke mich dein Tod, daß ich, mit vir verbunden, besieg' auch diese Noth. Du bist es, Herr, auf den ich trau, stårk meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig schau. o Seele, recht; es starb aus freiem Tricbe der Herr für seinen Knecht. Selbst seinen eignen Sohn gab Gott für mich verlornen Menschen in Marter, Schmach und Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Fluch, der Sündern droht? Gott sieht auf mich in Gnaden. Durch Jesu Mittlertob bin ich von diesem Fluch befreit, und darf nicht ängstlich fürchten Gericht und Ewigkeit. 4. Drum sag' ich dir von Herzen jegt und mein Lebenlang für deine Todesschmerzen, o Jesu, Lob und Dank. Hilf, daß ich dir für deine Treu auf ewig ganz ergeben und thátig dankbar sei. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Christ, mit allem Ernst zu meiden, was vor dir sündlich ist. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, wie viel es dir gekostet, daß ich erldfet bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, und wårs auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Laß nur, mein Herr und Gott, mich fliehen jede Lust der Welt, und dem Exempel folgen, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an Undern üben, was du an mir gethan; selbst meine Feinde lieben, gern dienen Jedermann ohn Eigennuß und Heuchelei und, wie du mirs erwiesen, aus wahrer Lieb und Treu. 213. Sesu, deine tiefe Bunden, deine Qual, dein bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Kraft zur Tugend, Trost in Noth. Fällt mir etwas Urges ein, denk' ich bald an deine Pein, die erlaubt nicht meinem Herzen mit der Sündenluft zu ſcherzen. 2. Will sich denn in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk' ich an dein Leiden, schnell verlischt die wilde Gluth. Kommt ein Zweifel und seht mir heftig zu, denk' ich mir hier deine Gnad' und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herz ver= führen auf der Eitelkeiten Bahn, wo so Viele sich verlieren, alsdann schau' ich emsig an deiner Marter Zentnerlast, die du ausgestanden hast: so kann ich dir treu verbleis ben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, bei Allem, was mich krånket, hat dein Tod mir Trost verschafft. Wenn mein Herz daran gedenket, find ich neue Lebenskraft. Deines Trostes Süßigkeit mildert jedes bittre Leid; denn du hast mir Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Auf 33333 L L SSSSSS S S S S S1 S S S S SY S S 140 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 5. Auf dich seh' ich mein Ber- ich nicht sein Blut mit Hohn?! trauen, du bist meine Zuversicht; am Kreuz 2c. auch den Tod werd' ich nicht schauen, durch dich schadet er mir nicht. Daß ich an dir habe Theil, bringet mir Trost, Schuß und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 4. Der am Kreuz ist meine Lie Was ist dir noch fürchterlich? Gewissen, er, die Liebe, Se opfert sich für mich. Schaue, wi blutend ringt mit der Sünd', fie bezwingt! Der am Kreuz 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, du Quell aller Seligkeit, so besieg' ich alle Schmerzen. Auch im letzten Kampf und Streit, auch da halt' ich mich an dich. Welcher Feind trennt dich und mich? Wer sich hält an deine Wunden, der hat glücklich überwunden. 5. Der am Kreuz ist meine lid Nichts, wie mächtig es auch i Hunger, Blöße, Sündentri trennt von dir mich, Jesu Chri nicht Gewalt, nicht Gold, nit Ruhm, Engel nicht, kein Fürst thum. Der am Kreuz zc. 6. Der am Kreuz ist meine lie Komm, o Tod, du bist mein Freu Wenn ich, wie ein Staub, versti wird mein Geist mit Gott verei Da, da schau' ich Gottes Sh ernte seiner Leiden Lohn. Der: Kreuz ist meine Liebe, dem ich t zu sein mich übe. 215. 214. Mel. Werde munter, mein 2c. Der am Kreuz ist meine Liebe, meine Lieb' ist Jesus Christ. Weich von mir, des Eitlen Liebe, Alles, was nicht ewig ist. Was du giebst, ist nicht von Gott, und womit du Lohnst, ist Tod. Der am Kreuz ist Mel. Herr Jesu Chrift, mein's. meine Liebe, dem ich treu zu sein Wir danken dir, Herr Jeſu Chri mich übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe. Frevler, was befremdets dich, daß ich Jesum Christum liebe? Jesus gab sich selbst für mich. So ward er mir Schirm und Schild, aber auch mein Lebensbild. Der am Kreuz ic. 3. Der am Kreuz ist meine Liebe. Sünde, du bist mir verhaßt. Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich am Kreuz erblast! Kreuzigt' ich nicht Gottes Sohn? tråt daß du für uns gestorben bist, haft uns durch dein theures B vor Gott gemacht gerecht und gut 2. Und bitten, wahrer Ment und Gott, durch deine Wunde Angst und Noth, erlös' uns dem ewgen Zod, und trost' uns der letzten Noth. 3. Behüt' uns auch für Sin und Schand, und reich uns de Allmachtshand; hilf uns im Kr geduldig sein, uns trösten dein schweren Pein. 4. t Leiden und Sterben Jesu. 4. Und schöpfen draus die Zuvers sicht, du werdest uns verlassen nicht, vielmehr ganz treulich bei uns stehn bis wir durchs Kreuz ins Leben gehn. 216. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod 2c. hilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein bittres Leiden, daß wir, dir stets unterthan, all' Untugend meiden, deinen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken. 217. Mel. D Lamm Gottes, unschuldig 2c. Erlöser einst im Staube mit Blut und Thránen bedecket, dein tröste sich mein Glaube, wenn Tod und Sünde mich schrecket. Dein Todeskampf, dein 3agen, sei meine Ruhe, Herr Jesu. 2. Du littest ganz unschuldig von Frevlern Schmåhung und Schmerzen; und trugst sie doch geduldig mit sanftem, versöhnlichem Herzen. Dein Bild müss' uns beleben, zu dulden, zu vergeben, wie du, zu lieben, Herr Jeſu! 3. Um Kreuze hingst du unschuldig, für unsre Sünde verschmachtet. Dein Sterben mach uns geduldig, wenn uns die Welt verachtet, es schreck' uns ab von Sünden, es müss' uns dir verbinden zu innis gem Danke, Herr Jesu. 141 218. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Ich danke dir für deinen Tod und die gehäuften Plagen, die du, mein Heiland, mich aus Noth zu retten, hast ertragen. Laß das Verdienst von deiner Pein mir Trost für meine Seele sein, wenn mich die Sünden kränken. 2. Ich danke dir für deine Huld, die du auch mir erzeiget, da du zur Tilgung meiner Schuld dein Haupt am Kreuz geneiget. Owende dich zu mir, mein Gott, mit Trost in meiner legten Noth, Tod nicht schrecke. daß mich der 3. Erhalt' in deinem Dienst mich treu bis Leib und Seele scheiden, daß nicht an mir vergeblich sei dein Mittlertod und Leiden. Und wenn mein Lauf vollendet ist, so nimm mich dahin, wo du bist, auf daß ich bei dir bleibe. 219. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod 2c. Mein Erlöser, auch für mich gingst du hin zum Leiden und begabst aus Liebe dich aller deiner Freuden, littest Bande, Schmerz und Hohn, sahst den Tod von ferne; doch ertrugst du, Gottes Sohn, alle Leiden gerne. 2. Du entflohst nicht der Gefahr, die dem Leben drohte. Als die Stund' erschienen war, gingst du froh zum Tode. Muthig übergabst du dich in der Feinde Hände, und L CG SI55555 S S S S S S S S S S S S 142 und bliebst unveränderlich standhaft bis ans Ende, Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 3. Lehre mich, wie du, so still und getrost zu leiden und, wenn es dein Rath einst will, willig zu verscheiden. Stärke mich, wenn ich einmal sterbend zu dir flehe, daß ich durch das Todesthal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jesu, Dank sei dir für dein schweres Leiden; denn da durch erwarbst du mir deines Himmels Freuden. Nunmehr weiß ich, daß im Tod' ich nicht ewig sterbe; denn ich bin versöhnt mit Gott, bin des Himmels Erbe. 220. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod 2c. Jesu, meiner Seete Licht, Ursprung meiner Freuden, wie viel Trost und Zuversicht fließt aus deinem Leiden! Nimm den Dank in Gnaden an, den ich dir jetzt singe; deß, was du an mir gethan, bin ich zu geringe. FRIS 2. Ich erwåg' es immer mehr, was dich angetrieben, eine Sünderwelt so sehr, wie du thatst, zu lieben. Uns Verlorne zu befrein, hast du Angst und Banden, Geißeln, Schmach und Todespein willig ausgestanden. 3. War es unsre Würdigkeit? Nein, des Vaters Güte, deines Her zens Freundlichkeit und dein treu Gemüthe: dieß hat dich ans Kreuz gebracht, daß kein Mensch verzagte, wenn der Sünden Meng' und Macht das Gewissen nagte. 4. O du wunderbarer Rath, man nie ergründet, o der unerh ten That, die man nirgend find Sünden, deren, Gott zum Ho Menschen sich erfrechen, die Gottes eigner Sohn an sich stre rächen. 5. Meine schwere Sündenschr traf den treuen Bürgen; er sich aus großer Huld mir zugute würgen. So hat er uns Heilg bracht. Sollt' uns nicht geziem seiner Liebe starke Macht ewigh zu rühmen? 6. Herr, dein Friede sei mit mi und auf mein Gewissen, wenn zaget, laß von dir Trost und Fr de fließen! Trost ergießt in j Herz sich aus deinem Herzen, a den bångsten, herbsten Schme heilen deine Schmerzen. 7. Laß, sobald mein Herz erschrit über seine Sånden, wenn auf d mein Glaube blickt, mich, Hu Gnade finden. Sich, ich fall knirscht von Reu, mit wahrhaft Buße und dem Vorsat beßrer Im Jesu, dir zu Fuße! 8. Nun ich weiß, worauf ich bar und bei wem ich bleibe, west Huld ich mich vertrau, und an w ich glaube. Jesu, du, du bists lein, welcher mich beschirmet, wen gleich des Gewissens Pein auf Seele stürmet. 9. Hier bin ich dein Eigenthum soll dort mit dir erben. Drum wi ich zu deinem Rühm leben und aud sterben, daß auch ich einst rühma mag, aus dem Grab' erstanden meina Leiden und meines Jesu großer Tag, Heil mir, ist vorhanden. 221. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod zc. Mein Erlöser, Gottes Sohn, der du für mich littest und, erhöht auf Gottes Thron, jeßt noch für mich bittest: welche Wohlthat ist für mich dein so bittres Leiden! O wie preif ich würdig dich, Stifter meis ner Freuden! par 2. Dir, dem Herrn der Herrlich keit, war es ja gegeben, ohne Schmerzen, ohne Leid ewig froh zu leben. Aber, o der großen Huld, daß ich selig würde, übernahmst du in Geduld schwerer Leiden Bürde. Sterben Jesu. 143 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen; gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, denn du hasts in Händen, was du mir zum Heil verschafft, glaubig anzu 3. Nun kann meine Missethat noch Vergebung finden; denn du skarbst nach Gottes Rath für der Menschen Sünden. Unsre Lasten trugest du, litteft, uns zu retten, daß wir im Gewissen Ruh, mit Gott Friede hätten. 4. Was uns Luft zur Beßrung schafft, was zur Tugend leitet, da zu hast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen gern zu thun, Sünden abzusterben. 5. Froh kann ich ins Todesthal schon im voraus sehen, und zu jener Welt einmal ohne Schrecken gehen; denn du haft aus aller Noth Rettung mir errungen und durch deinen Kreuzestod meinen Tod bezwungen. wenden. 7. Strafet mein Gewissen mich, reun mich meine Sünden, o dann laß, gestärkt durch dich, mich den Trost empfinden: du bist auch für meine Schuld an dem Kreuz gestorben, haft zu Gottes Vaterhuld Zutritt mir erworben. 8. Laß das Wort von deinem Kreuz mich mit Muth beleben, standhaft jeder Sünde Reiz hier zu widerstreben. Treib mich mächtig dadurch an, mich vor Gott zu scheuen, was ich unrecht je gethan, innig zu bereuen. 9. Stärke mich durch deinen Tod auf die lehten Stunden. Wie du deines Todes Noth siegreich überwunden, o so hilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden, Herr, so dank' ich ewig dir für dein bittres Leiden. 222. Mel. Jesu, meine Freude 2c. Ruh und sichre Freuden giebt mir Herr, dein Leiden, deines Todes Pein. Wenn mein Geist bedenket, was dein Tod mir schenket, könnt' ich trostlos sein? Jesu, du bleibst meine Ruh, bei dir find' ich Trest und Freude auch im größten Leide. 2. Meine બ બ બ બ બે SISS O S G 65 ST S 55 S S S S Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 144 2. Meine Angst zu dåmpfen, haft du wollen kämpfen und verlassen sein. Um mich zu erneuen und mich Gott zu weihen, littst du Schmach und Pein. Gottes Huld will meine Schuld, wenn ich sie bez reu', erlassen. Muth kann ich nun fassen. 3. Ja, was wär' ich Armer, gabst du, mein Erbarmer, dich nicht hin für mich? Bange Furcht und Schrecken würden mich bedecken, kennt' ich, Herr, nicht dich. Doch dein Blut floß mir zugut, floß zur Tilgung meiner Sünden, Gnade noch zu finden. 4. Kränkt mich meine Sünde, eil' ich hin und finde Trost auf Golgatha. Hier hast du dein Leben für mich hingegeben, hingst verlassen da als ein Spott der Welt, da Gott mit sich selbst die Welt verföhnte und mit Gnade krönte. 5. Ja, du wollteft sterben, Heil 5. Ja, du wolltest sterben, Heil uns zu erwerben, unser Trost zu sein; stiegst ins Grab hernieder, um uns, deine Brüder, ewig zu erfreun. O möcht' ich, mein Jesu, dich doch von Herzen wieder lieben, und stets Gutes üben! 6. Hier, wo du dein Leben für mich hingegeben, schlag' ich an die Brust. Heiland, ich bereue die verlegte Treue, jede böse Lust. Dir allein will ich mich weihn; denn du bist für mich gestorben, haft mir Gnad' erworben. 7. Segne mein Bestreben, dir als lein zu leben, gieb mir deinen Sinn. O was kann mir fehlen, Ret meiner Seelen, wenn ich treul bin! Du wirst mich, ich hoff dich, einst gewiß von allem Böj dir zum Ruhm, erlösen. 8. So wird mir dein Leid Quelle wahrer Freuden und Tugend Reiz. Ja, so oft ich m ke, stårkt mich der Gedanke, land, an dein Kreuz. Folg'& dir nur treulich hier, o so werd selig sterben und dein Reich ererk 223. Mel. Herzliebster Jesu, was hasta Sei hochgepriesen, Herr, fürt ne Liebe! Sie drang dich zu k mitleidsvollen Triebe, für Welt voll Sünder selbst dein l dahin zu geben. 2. Fürwahr, du trugest uns Sünden Schmerzen, o welch Herz gleicht deinem edlen Herp du ließest unsre Schuld an dirt strafen, uns Heil zu schaffen. theilhaftig werden! Was hab 3. Laß dieses Heils auch mi sonst für süßern Trost auf Erda was giebt mir sonst wohl siche Grund zur Freude, wenn ich ei scheide? 4. Du bist, mein Heiland, a für mich gestorben, was du Welt durch deinen Tod erworbe das hast du, von Barmherzig geleitet, auch mir bereitet. 5. Erhalte selbst mein Herz diesem Glauben; kein banger 3 fel müsse mir ihn rauben, mu Leiden und müsse mich zum Fleiß in guten Werten beständig stärken. 6. Sollt' ich mich nun noch fres velhaft erkühnen, der Sünde, die dich) tödtete, zu dienen: wie könnt ich mit der Menge der Erlösten mich ¡ deiner trösten? 7. Nein, dir allein, der du durch deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienst verbunden, nur dir, mein Heiland, sei mein ganzes Leben zum Dienst ergeben. 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit dankvollen Zungen stets erliegen; wir werden siegen. wird besungen. **** 224. Mel. Herzliebster Jesu, was hast 26. Ihr Christen, wachet, werdet nie vermessen: der Fall ist nahe, wenn wir je vergessen, Beständigkeit und Sicherheit vor Sünden auf Gott zu gründen. 2. Die Jünger stårken in der Trübfal Stunde mit Wachen und Gebet sich nicht im Bunde, sind sicher, und entschlafen selbst vor Kummer in tiefem Schlummer. 3. Der ihn verråth, ist da; der Herr will sterben. Wie fürchten fie, mit Jesu zu verderben! Wo ist ihr Muth, bis in den Tod mit Freuden für ihn zu leiden? Sterben Jesu. 145 5. Welch eine Liebe, Jesu, welche Treue! Du leidest, daß der Mensch sich deiner freue. Uch laß uns nie mit zweifelnden Gedanken im Glauben wanken! 4. Uneingedenk des Hirten, fliehn die Schafe; er wird verlassen, er, der unsre Strafe so willig duldet, daß nur seine Heerde gerettet werde. 6. Wer dich bekennt, der fürchte, Jesu, Alles von seiner Schwachheit; eingedenk des Falles der bessern Jünger, streb' er, sein Vertrauen auf dich zu bauen. 7. Laß deinen Geist uns, Herr, zur Seite treten, er lehr' uns, ims mer wachen, kämpfen, beten: so werden wir in Schwachheit nicht 225. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. Von Furcht dahin gerissen, vers läugnet Petrus dich. Bald straft ihn sein Gewissen: da weint er bitterlich; dein Blick, o Jesu, rührt sein Herz, er fleht zu dir um Gnas de, und du stillst seinen Schmerz. 2. Wie wuchs nun deinem Zeugen Beständigkeit und Muth! Furcht konnt' ihn nicht mehr beugen; für dich floß selbst sein Blut. Dich, seinen Herrn und seinen Gott, ver. herrlichte sein Leben, verherrlichte sein Tod. 3. Betrübt ist meine Seele, er, füllt mit Reu und Schmerz. Was hilfts, daß ichs verhehle; durchschaust du doch mein Herz. Bekennen will ichs, Jesu, dir: oft hab' ich dich verläugnet; vergieb, vergieb es mir! K 4. Wenn બબ બબ બ SE55 S S S S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 226. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, Um Gnade für die Sünder rufst du, mein Heil, am Kreuz quält von frecher Sünder Roti Dir blutet das bedrängte Herz, bi dich bei deinem herben Schmer3 Bösewichter spotten. Du sieht segensvollem Blick von ihnen auf den zurück, den diese Schard dir entehrt, rufft, daß es Erdo Himmel hört: Vergieb, o Gei und führe nicht sie ins Gericht; was sie thun, verstehn sie nicht p 146 4. Wenn deines Namens Spots ter dich schmåhten, wenn ihr Spott dich höhnte, Welterretter, dich, ihren Herrn und Gott: dann schwieg ich zaghaft, schämte mich, ein Christ zu sein, und scheute mehr ihren Spott, als dich. 5. Du haft, o Herr, dein Leben für meine Seligkeit so willig hingegeben, zum Segnen so bereit; wie undankbar, wie schwach war ich, daß ich den Haß der Sünder mehr fürchtete denn dich! 6. Ich seh' jest, ich empfinde die Größe dieser Schuld. Vergieb auch diese Sünde nach deiner großen Huld. Erbarmenb sahst du Petrum an: laß eine gleiche Gnade mich, o mein Heil, empfahn. 7. Laß mich bei meiner Reue den Bund mit dir erneun, Stand: haftigkeit und Treue dir, mein Versöhner, weihn! Dich zu verläugnen, Herr, mein Gott, das fürchte meine Seele weit mehr als Qual und Cod. 8. Bewahr' ich deine Gnade, folg' ich dir standhaft nach; wer ist dann, der mir schade! Was fürcht' ich Hohn und Schmach? Die Spótter mögen mich verschmähn: sie werden mich mit Ehre von dir verherrlicht sehn. 9. Nichts soll von dir mich tren nen; dich will ich frei und gern vor aller Welt bekennen, dich, meinen Gott und Herrn; denn vor dem Bater im Gericht verläugnest du! o Richter, den, der dir treu ist, nicht. to 2. Erstaunend seh' ich diese h Wie mitleidsvoll ist die Geduld, Mörder so ertråget! Ihr, die euren Heiland ehrt, fühlt fü Großmuth hohen Werth, und abt ket ihm beweget! Er hat durch ac nendes Gebet auch uns ein e Heil erfleht; er sagt auch uns, te unsrer Ruh, Erbarmen und Bam bung zu. Herr Jesu Christ, gelbe feist du für deinen Tod! Gott durch dich auch unser Gott. au 3. Den sanften, liebevollen Sim daß ich ein Freund der Feinde se floß, Herr, in meine Secle. Gur daß bei der Verfolgung Schms ich dir des Feindes hartes Herze meine Sach' empfehle. Befanfti mein reges Blut, und flammttel 3ornes wilde Gluth mein Herz pu Rachbegierde an: o so erinnre mu daran, Herr Jesu Christ, wie m am Kreuz durch dein Gebet flu deinen Mördern Gnad' erfleht. lig 4. M Leiden und Sterben Jesu. 4. Mich tröfte dein Versöhnungstod; es bilde mich dein Geist, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde. Dzeuch mich, du erhöhter Held, zu dir hinauf von dieser Welt, zum Himmel von der Erde! Du bist uns alles dort und hier. -Beuch dir uns nachh, so folgen wir; so werden wir uns deiner Pein und deines Todes ewig freun. Herr Jesu Christ, wie selig ist, wie selig ist der Mensch, dem du tin Heiland bist! 147 4. Verlaß mich nicht in meinem Leiden. Laß mich kein Kreuz von deiner Huld und deiner Vaterliebe scheiden, gieb Leidenskraft, Muth und Geduld. Die Hoffnung jener Seligkeit versüße mir das größte Leid. 5. Verlaß mich nicht in meinem Sterben. Wenn einst mein LebensLauf vollbracht: reiß meine Seel' aus dem Verderben, nimm meinem Tode seine Macht und führe mich durch Jesu Hand zu dir in jenes beßre Land. Mel. Wer nur den lieben Gott 2, Einst rief der Herr vor dem Erblaffen: Mein Gott, mein Gott, ach hättst du mich noch jetzt beim Lebensschluß verlassen! Nein, Baz ter, nein, ich trau' auf dich. Laß mich, denn groß ist meine Pein, vom Kreuze bald im Himmel sein. 2. Berlaß, o Bater, meine Geete auch nicht, wenn Noth und Tod mich schreckt. Dieß Wort, Herr, fei, wenn ich mich quale, was Muth und Trost in mir erweckt. Du weißt 16 wohl, was mir gebricht: verlaß, erlaß mich Armen nicht. 3. Berlaß mich nicht in meinem eben, wirf mir des Lebens Noth-, urft zu. Laß mich nach wahrer Eugenb streben, hilf, daß ich niemals Boses thu. Mein Leben sei aufrichtig, schlecht, gottselig, züchig und gerecht. 6. Verlaß mich nicht in meinem 227. Grabe. Erwecke mich durch deinen Sohn, wenn ich genug geschlafen habe, hilf mir ver Christi Richters thron und laß mich drauf verklärt und schön mit keib und Seel' in Himmel gehn. 7. 21sdann will ich dir Ehre bringen und mit der frohen Hims melsschar ein unaufhörlich Danklied singen: daß du auf Erden immerdat mich aus der schwersten Corgenlaft erlöst und nie verlaffen haft. 228. Mel. D Traurigkeit, o Herzeleid 2c. Herr, dent' an mich! Wie oft hab ich mit Sünden dich verachtet! Sieh die Seele gnädig an, die nach Hülfe schmachtet. 2. Herr, denk' an mich! Esjammre dich dieß Elend, mein Erbarmer! Wenn du meiner nicht gedenkst, ach was wär' ich Urmer! K 2 3. Herr, 333 C SSSSSS 148 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 3. Herr, denk' an mich! Uch ewig brach! Du hast den Fluch lich kannst du mich nicht vergessen! Wer kann deine Freundlichkeit, dei ne Gnad' ermessen? gewendet, der auf der Wel Sünder lag; du haft für uns gethan, nun nimmt uns G Gnaden an. 4. Herr, denk' an mich! Wie leicht kann ich in Sund' und Elend fallen! Laß mich stets an deiner Hand deine Wege wallen. 5. Herr, denk' an mich! Dann nahe sich die Stunde schwerer Leis den. Bin ich dein, o was vermag mich von dir zu scheiden! 6. Herr, denk' an mich! Gestärkt durch dich, geh' ich dem Tod entgegen. Tod und Grab wird mir durch dich, Jesu Christ, zum Segen. 7. Herr, denk' an mich! Dann will ich dich für deine Huld erheben, wenn du mir das Paradies wirst aus Gnaden geben. 4. O hilf mir, Herr, nun vollbringen, was wahre Dank keit begehrt! Laß nach der gung mich ringen, dazu dein mir Kraft gewährt. O stärke dazu mit Macht, daß meine rung werd' vollbracht! 5. Du littst so viel zu meine ben. Wie? sollt' ich nicht vol fer sein, mich deinem Diensten geben? sollt' ich dabei vor Sc mich scheun? Dein Jünger dein Eigenthum, sei meines zens Freud' und Ruhm. 6. Soll ich bei dir ergebnem. zen auch hier durch manche In gehn, und hast du auch geh Schmerzen zu meiner Prüfung ersehn, so laß die Hoffnung mit freun: auch das wird einst voll sein. 229. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Es ist vollbracht! so ruft am Kreuze des sterbenden Erlösers Mund. O Wort voll Troft und Leben, reize zur Freude meines Herzens Grund! Das große Opfer ist geschehn, das Gott auch mir zum Heil ersehn. 2. Mein Jesus stirbt. Die Fel: sen beben; der Sonne Schein vers lieret sich; in Todte dringt ein neues Leben, der Frommen Gråber offe nen sich; der Vorhang reißt; die 230. Mel. Christus, der ist mein t Erde kracht; der Welt Versöhnung Wie glücklich hat die St ist vollbracht. der bangen Leidensnacht mein sus überwunden! Er ruft: vollbracht! 3. Wie viel, o Herr hast du vollendet, als dir das Herz im Tode 7. Fühl ich zuletzt des 2 Schmerzen, so stärke mich in cher Last und mach' es lebhaft nem Herzen, daß du den Tod sieget haft. So geh ich fro Grabesnacht mit dem Triun Es ist vollbracht! Leiden und Sterben Jesu Christi. elt 2. In seines Vaters Hände befiehlt er seinen Geist, und nun er folgt sein Ende. Erlöser, sei ges Spreist! 3. 3um Wohlgefallen Gottes haft du dein Werk vollbracht, und dein, n trog alles Spottes, ist nun das - Reich, die Macht. in 4. Du schafftest Gottes Frieden dem menschlichen Geschlecht, und el teitest es hienieden mit Wahrheit und mit Recht. en 5. Einst führest du die Deinen din deines Vaters Reich, befreiest fie vom Weinen, und machst się Engeln gleich. ri 6. Dir, dem ich angehöre, der mich auch selig macht, Preis sei dir, Dank und Ehre, daß du dein Werk al vollbracht! E7. Dein Beispiel foll mich stårs = ken, daß ich im Glauben treu, und treu in guten Werken bis an mein Ende sei. Le 8. Darf ich den Tod dann scheuen, der mich von hinnen rafft? mich 2 feiner zu erfreuen, giebt mir dein in Tod die Kraft. Ft 9. Mein Kampf ist dann zu En de, vollbracht mein Pilgertauf; dann nimmt in feine Hände auch mich dein Vater auf. 231. mel. Ich hab' meine Sach' Gott 20. Nun ist es Alles wohlgemacht, mein Jesus ruft: Es ist vollbracht! Der neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir erwirbt das Erbe, welches nie verdirbt. 149 2. Der, dem an Hoheit Keiner gleicht, der Herr der Herrlichkeit erbleicht. Was Wunder, daß die Erde kracht und dicke Nacht verhüllt der Sonne Glanz und Pracht! 3. Das Heiligthum steht aufgedeckt; die Felsen bersten; Alles schreckt; der Todten Gråber öffnen sich. Wie sichtbarlich zeigt hier der Gottheit Finger sich! can be 4. Weil denn die Kreatur sich regt: so werd auch du, mein Herz, bewegt! Empfinde reuvoll deine Schuld: aus Gnad' und Huld starb Jesus auch für deine Schuld. 5. Sein Tod, o nimm es wohl in Ucht, hat Trost und Heil auch dir gebracht. Verehre den, der bis zum Grab sich für dich gab, und stirb dem Sündenteben ab. 6. Ja, Bater, unter Pein und Hohn erbleicht um Kreuz dein eige ner Sohn. Nun ist kein Zweifel: beine Huld tilgt meine Schuld, und trägt forthin mit mir Geduld. 7. Hin auf sein Kreuz will ich stets sehn und dankvoll seine Tren' erhöhn; Trost soll er mir im Sterben sein, mich dann erfreun. So schlaf' ich sanft und setig ein. 8. Und dient' ich nun der Sünde noch? Fern sei von mir ihr schnodes Joch! Auf, Seele, daß du dich erhebst, nur Jesu lebst, ihm zu ge= fallen, dich bestrebst! 9. Ertödte selbst in meiner Brust, mein Heiland, jede böse Luft; dein Tod, der mir das Leben schafft, verleih mir Kraft im Kampf mit meiner Leidenschaft. 10. Ges 33333 SSSSSS S S S S Giani a far in Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 1.50 10. Gestärkt von dir, besieg' ich sie, und scheue dabei keine Müh. Ich sehe freudig auf dein Wort den Kampf hier fort, und volle Ruh erwart' ich dort. 11. Wie dank' ich dir, Herr Jesu Chrift, daß du für mich gestorben bist! Dich preis' ich hier schon hoch, erfreut, doch nach der Zeit noch froher in der Ewigkeit. 232. Mel. D Traurigkeit, o Herzeleid 26. Zur Grabesruh entschliefest du, der du für uns gestorben, und am Kreuz uns schmerzenvoll ewges Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, o Herr, und haft doch in dir selbst das Leben. Gleich den Sterblichen hat dich einst das Grab umgeben. 3. Doch, Heil sei mir! Herr, du willst hier nicht die Verwesung sehen, sondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 4. Ich weiß, du wirst, mein Les bensfürst, auch mich einst auferweta ken. Sollte denn mein gläubigs Herz vor der Gruft erschrecken? 5. Hier werd ich einst, bis du erfcheinft, in fanftem Frieden lies gen; denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Nein, nichts verdirbt; selbst das, was stirbt, der Leib wird auf erstehen und, zu Himmelsglanz verklärt, aus dem Grabe gehen. 7. So sink ins Grab mein Leib binab; ich will mich drum nicht krånken; Jesu, an dein Grab: ich, mir zum Troft, gedenken. 233. Mel. D Traurigkeit, o Herzehida Am Kreuz erblaßt, der Ma Last, der Todesqualen müde, fin mein Erlöser erft in dem G Friede, 2. Ein heilger Schmerz dur bringt mein Herz. Und, Herr, kann ich sagen? Nur an mi Bruft kann ich tief gerühret schl 3. Du schüßest mich; und i dich gehn aller Trübsal Wett sterben wolltest du für mich, ger Erretter! 4. Du hafts gethan. Dich ich an, du König der Erlösten; will ich im Tode mich glaubens getrösten. 5. Es ist vollbracht! riefft bur Macht. Du zeigst, daß dud Leben, mein Versöhner, göt frei habest hingegeben. 6. Hochheilge That! Des sten Rath will ich in Demuth chr der Erwerber meines Heils mirs einst erklären. 7. 2llmächtig rief er, der d schlief, den Zodten, sie erstand Leicht entschwingt der Lebenest sich des Todes Banden. 8. Das finstre Thal will icht mal durchwandeln ohne Grau denn durch dich, Erlöser, ists der Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich. Erfor mich und siche, wie ichs me 10:40 # 5: Ja du siehst es, wenn ich still meis nen Dank dir weine. 10. Bergeß ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Sperr, ich will, so lang' ich bin, deine Lieb di ermessen. fin B 2. O Sünder, dir zum Trost, liegt hier des Lebens Herr begras etben; deine Sünden sind es, die ihn ein getödtet haben. 51 Auferstehung Jesu. 4. Der sterbend siegt, dein Heis u land, liegt erblaßt hier in der Erde, daß der Mensch durch seinen Tod einst unfterblich werde. I de que 31 234. Mel. Traurigkeit, o Herzeleid ze. 7. Es ist vollbracht. Aus eigner Hier ruht der Held, der dich, Macht ließ Chriftus hier sein Leben; Welt, durch seinen Tod erworben. Er, des Vaters ewger Sohn, ist als Mensch gestorben. von Verwesung frei, wird ers sich auch wiedergeben. 3. 2d sollte nicht dein Angesicht von Thränen überfließen, da den Freund, der dich geliebt, Fels und Gruft verschließen? 235. Mel. Wachet auf, ruft uns ic. ft Jauchzet Jesu, jauchzt, ihre Chos re, singt Jesu Christo Lob und Ehre! Wie groß, wie herrlich ist sein Tag! Er, der Held, zerriß die Banden des Todes und ist auferstanden, er, der für uns im Grabe lag. Sein ist Gewalt und Macht. Preis ihm! er hats vollbracht. Heil ihm, Heil ihm! er hats vollbracht, er, 151 5. Du starbft für mich! Für uns hat dich das finstre Grab bedecket. Sünder, kehrt beschämt zurück, zita tert und erschrecket! 6. Für meine Schuld, o Herr voll Huld, hast du dein Blut vergoffen, deine Augen, Herr, mein Heil, mir zum Troft geschlossen. 8. Bald, bald erwacht der Herr die Nacht des Grabes geht zu Ende. Tod und Grab entkräften nicht ſeiner Ullmacht Hände. 9. Geheiligt ist dein Grab, o Christ, dich kanns nicht ewig decken: Des Erlösers Grab befreit deine Gruft vom Schrecken. 10. Gink' ich hinab ins finstre Grab und werde Staub, ich Armer: dann gedenke gnådig mein, siegender Erbarmer. Auferstehung Jesu. der die Macht des Todes und bes Grabes hat. 2. Glorreich hat der Held gerungen, hat mächtig Catans Reich bezwungen, von Todesketten uns be-. freit. Wir, von Gott gefallne Sünder sind nun mit ihm versöhnt, sind Kinder und Erben seiner Seligkeit. Bald, bald entschlafen wir, entschlafen Christo dir, ruhr im Friede die kurze Nacht, bis deine Macht den Tag der Ewigkeiten ruft. 3. Ob CCCC SSS GGSSS ១ S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 152 3. Ob uns Gråber gleich bedek ken; wirst du doch unsern Staub ers wecken, der du des Staubes Scho. pfer bist. Du wirst unvergånglichs Leben, und Kraft und Herrlichkeit ihm geben, dem Staube, der dir heilig ist. Wir werden ewig dein, gerecht und selig sein. Heil uns, Heil uns! Tod und Gericht erschreckt uns nicht; denn Jesus, unser Mitt ler, lebt. 4. Lob sei, Vater, deinem Na men! Gelobt sei Christus! Umen. Umen. Gelobt sei Vater, Sohn und Geist! Selbft von seinen Seraphis nen, die, heiliger, als wir, ihm dienen, wird nie der Herr genug gepreist. Doch ihr anbetend Chor lobsingt zu ihm empor: Heilig, heis lig ist ewig Gott, er, unser Gott! Die Welt ist seiner Ehre voll. 236. Mel. Machet auf, ruft uns*. Lobet Gott; denn Jesus lebet. Er loste Menschen, o erhebet des Welterlöfers Majeftåt! Horts, betrübte Sünder, gebet der Freude Raum; denn Jesus lebet, Gott hat ihn aus dem Staub erhöht. D Seele, dein Gesang erschalle ihm zum Dank, ihm zur Ehre. Dich, großer Held, erhebt die Welt, weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leis de, lobsinget ihm und nehmt voll Freude am Siege Theil, den er ers stritt! Seid ihr gleich des Grabes Kinder; er ist des Todes Ueberwinder. Er herrscht, der für euch f und litt. Was wollt ihr trau sein? Getrost könnt ihr euch fre Jesus lebet in Ewigkeit, zu d Zeit bleibt er zur Hülfe uns ben 3. Tod, wo sind nun deine Sch ken? Nicht ewig wird das Grab decken; verwest der Leib gleich der Gruft. Einst wird er zumt fern Leben sich aus des Staub' erheben, wenn Jesus! Entschlafnen ruft. Dann wird Zodes Feld zu einer regen Alles lebet, so wie verneut Frühlingszeit sich alles regti Alles freut. 4. O Erstandner, welch ein gen erwartet uns, wenn wir: Wegen einhergehn, die dein f betrat! Unerforschte Seligkeit bie ewig währen, sind die Beut die uns dein Sieg erkämpfet Bald sind sie unser Theil, bald k net uns das Heil deines LeberGelobt sei Gott! Auch noch im ist er und bleibet unser Gott. 237. Mel. Wachet auf, ruft uns 1. Herr, ich will mit Danken fo men, dir, du Erretter dein Frommen, dir, dir will ich me Loblied weihn. Du hast bis zu Tod gekämpfet und sterbend m nen Feind gedämpfet. Dein Sig du Siegesfürst, ist mein. Preis und Dank sei dir! Du half vom Tode mir, Ueberwinder. Met Let B Lobgefang, mein heißer Dank er hebt sich ewig, Gott, zu dir. Cu 2. Betet ihn, den Ueberwinder des Todes, betet ihn, ihr Sünder, in glaubensvoller Demuth an! Werft euch mit mir vor ihm nieder, 504 18 5, die er errettet, seine Brüder, und 238. E ber 13 ton me Jun ma Bieg Lob Auferstehung Jeſu, se alfi Reit Col rühmts, was er an uns gethan! Glaubt Ulle: sein Gebot ist uns Befehl von Gott. Mitgenossen, er ftritt allein, bringt mit ihm ein ins Allerheiligste vor Gott! 3. Wenn wir unsern Tod einst schmecken: wo sind denn alle ſeine Schrecken? wo ist sein Stachel? was ist er? Jesus lebt, und unsre Glieder belebt des Siegers Allmacht wieder; auch unsre Gråber werden leer. Sein Eigenthum sind wir. Die Seinen läßt er hier nicht im Staube. Er kommt und ruft: Verlaßt die Gruft, steht auf, Ents Schlafne, felget mir! 4. Tag des Lebens, Tag der Bonne, an dem uns Todten Gots tes Sonne hervorbricht nach der langen Nacht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Fin. sterniß verschwinden, und plöglich unser Aug' erwacht! Bollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen! Die Codesbahn gingst du voran; wir folgen dir in deine Ruh. Un allem beinem Heil hat dein Erlöster Theil durch den Glauben. Des Glaubens Licht verlösch uns nicht, so sehn wir ewiglich dein Heit. 121 153 5. Held, vor dem die Hölle bebet, der selbst den Tod sah und nun lebet, nun lebt und herrscht in Ewigkeit, dir hat dein Gott Sieg und Leben, dir hat er Alles übergeben, Gewalt, und Reich und Herrlichkeit. Mel. Vor deinen Thron tret ich ic. Erinnre bich, mein Geift, erfreut des hohen Tags der Herrlichkeit! Halt im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod' erstanden ist. 2. Führ' alle Dankbarkeit für ihn, als ob er heute dir erschien, als språch er: Friede sei mit dir! So freue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau über dich und bet' ihn an! Er mißt den Sternen ihre Bahn, er lebt und herrscht mit Gott vereint, und ist dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist, und der da war! Sein Name sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit! 5. O Glaube, der das Herz ers höht! Was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht? 6. Vor seinem Thron', in seinem Reich, unsterblich, heitig, Engeln gleich, und ewig, ewig setig sein, Herr, welche Herrlichkeit ist mein! 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr! Lieb' und Verwundrung kämpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht fall' ich, Gott, auf mein Ungesicht. 8. Du CYCY CYC ST5555 S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 154 8. Du, der du in dem Himmel thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst. Und du erfüllst einst mein Vertraun, in meinem Fleische dich zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn und rein zu deiner Rechten stehn. 10. Mit jener Schaar um deinen Thron, mit allen Engeln, Gottes Sohn, mit allen Frommen aller Beit soll ich mich freun in Ewigkeit. 11. 3u welchem Glück, zu wel chem Ruhm erhebt uns nicht das Shriftenthum! Mit dir gekreuzigt, Gottes So, find wir auch aufer ftanden schon. 12. Nie komm es mir aus meis nem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets yeu, zu deinem 3 erneu. 13. Er ists, der Alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtnis Jefum Christ, der von dem Tod erstanden ist! 239. Mel. Nun lob' mein' Seel' den 2c. Lobfinge, meine Seele, dem Welterlöser, bet' ihn an; lobsing' ihm, und erzähle, was dir zum Heil der Herr gethan! Er hat für dich ge= rungen, durch seine Macht hat er des Todes Macht, bezwungen, gestürzt der Hölle Heer. Nun liegt # Q.8 ihr Trok darnieder, sein Sieg uns befreit. Uns kronet Gott wieder mit Huld und Seligkeit 2 Froh führte seine Sonnel festlich hohen Tag herguf; da st er, meine Wonne, mein Gott mein Versöhner, auf. Gebar der zu Freuden des Himmels erhebt; Gedanke, der im Leiden: reichem Trost belebt, des h Lebens Quelle, mein Schild in der Noth! Wo ist dein Sieg Hölle? wo ist dein Stachel, Tod! 3. Der Felsen Grund erbebet, Wächter fliehn, das Grab ist Der tedt war, sieh, er lebet; erk und stirbt hinfort nicht mehr! schwachen Jünger wanken; erfi die Wankenden. Sie sehn ihn, f fich, danken dem Auferstanden Sie sehn empor ihn steigen, v gehn, wie er gebot, mit Freuden und zeugen von ihm bis in den 4. Herr, deine Boten fiegen, bir und deinem Geist gelehrt; Gößentempel liegen; der Erdin wird zu Gott bekehrt. Ich weiß, wen ich glaube, bin freudevoll Christ. Ihn bet' ich an im Staub ihn, der mein Retter ist. Ich wer ihn ewig schauen, wenn er auch m erhebt. Der Herr ist mein Be trauen: er starb für mich und lebt 240. Mel. Wie schön leuchtet der i. Frohlockt dem Herrn! Bringt und Dank ihm, der des Todes Ma bezwang und uns, den Staub, höhte 30 b Auferstehung Jesu. höhte. Der hohe Sieger überwand. Nacht war um ihn, und sie vers schwand in helle Morgenrothe. Bes bet, gebet, stolze Spotter, unserm Retter Preis und Ehre; glaubt an ihn und seine Lehre! 2. Preis ihm, Heil uns! Sein Grab ist leer. Feft stehet, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er gesprochen. selig, wer sich ihm vertraut! Er hat den Tempel neu gebaut, den blinde Wuth zerbros chen. Seele, wähle ihn zum Führer und Regierer deines Lebens: auf ihn hoffst du nicht vergebens. 2 3. 3um höhern Leben führt er dich und nimmt gewiß dich einst zu fich, fällt deine Hütte nieder. Das Grab empfängt zwar dein Gebein; doch nicht auf ewig wird es sein, verklärt giebt er dirs wieder. Herr lich wird sich dann aufs Neue seine Treue offenbaren; volles Heil wirft du erfahren, 155 wahr du selbst vom Himmel Tamst, dein Leben gabst und wieder nahmst. 4. Wer ists, der mich verdammen kann? Ich glaub? an dich, und sage dann: der Gott, durch den die Himmel sind, der ist mein Vater, ich sein Kind. 241. Mel. Bor deinen Thron tret ich 2. Dich bet' ich an, erstandner Held, Erretter einer Sünderwelt, du, unfre Zuflucht für und für, froh finget meine Seele dir. 2. Um deinen Thron, der ewig steht, glänzt Wahrheit, Heil und Majestät. Ich nahe mich voll 3uversicht zu dir: denn du verwirfst mich nicht. 3. Herr, meine Seele preise dich. Erlöst auf ewig hast du mich, so 5. Nun ist dieß erste Leben mir ein segensreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Herr, mein Heil, hab' ich an deiner Gnade Theil. 6. Uus Liebe sprachst du: Erde, sei der Schauplag meiner Huld und Treu! Wir sehen deine Hüld und Treu auf deiner Erde täglich neu. 7. 3war trifft noch mancher Schmerz uns hier, noch, o Erbarmer, sterben wir; doch du regierst. Und wir sind dein, und ewig wer= den wir es sein! 8. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. Trost, der meinen Geist erhebt! Ich seh, durch ihn gestärkt, aufs Grab mit unerschrocknem Aug' hinab. 9. Welch eine Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieser Zeit! Da findet der verklärte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 10. Der du für unsre Seele wachst, sie zu dir ziehst und selig machst, laß mich mit freudigem Vertraun im Tod auf dich, Vollender, schaun. 242. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Freiwillig hast du dargebracht für uns, o Herr, dein Leben. Du hattest, C& C 555 S S 555 S ST SS 156 Werke und Wohlthaten Jefu Christi. hattest, es zu lassen, Macht; Macht, des Menschen Sohn. Gelobt wieder dirs zu geben. Und darum Gott! liebte dich dein Gott, weil du es willig in den Tod für deine Feinde gabest. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er krönte dich mit Herrlichkeit, die Sterbliche nicht faffen. Das Kreuz, daran man dich erhöht, verwandelt sich in Majestät: denn du gingst aus dem Grabe. 3. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schanden. Du bist mein Herr, du bist mein Gott: denn du bist aufers standen. Du bist mein Heil, mein Fets, mein Hort, der Herr, durch deffen mächtges Wort auch ich einst ewig lebe. 4. Wir sind nun göttlichen Ge. schlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung dei nes Knechts, in dieser will ich sterben. Wie du nun auferstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. 243. Mel. Erschienen ist ber herrliche 26. Er lebt, er lebt! Christenheit, Heil dir in Zeit und Ewigkeit! Das Grab ist leer, der Sieg ist sein, und wir, Erloser, wir sind dein. Gelobt sei Gott! 2. Wo ist, o Tod, dein Stachel nun? Wie kann das Grab uns Schaden thun? Er sigt auf seines Vaters Thron, zu unserm Troft, 3. Die bangen Zweifel sind ze streut. Wir schn des Siegers Her lichkeit, der seine Feinde überwan der starb und wieder auferstan Gelobt sei Gott! mi 4. Gelobt, gelobt sei Jesus Chri daß er vom Tod' erstanden ist! sei dem Herrn der Herrlichkeit v Ewigkeit zu Ewigkeit! Gel sei er! 5. Auf diesen Felsen will ich bau Er lebt. Dies stårket mein o traun. Auf seinem Thron den er an mich und sorget für mich be derlich. Gelobt sei er! 6. Bei aller Leiden Ungestům dieß mein Troft: Ich leb' in ihn Das Haupt läßt feine Gliede nicht; dieß bleibe meine Zuversic Gelobt sei er! 244. Mel. Wachet auf, ruft uns u Ehre, Lob, und Preis und Stärk sei dem Vollender seiner Werk dem Todesüberwinder Dank! Sing dem auferstandnen Helden! Und all himmel, alle Welten, und diese Erdkreis sei Gesang! Ihm, der von Tod erstand, ihm, der einst über wand, Preis und Ehre! Sein if die Macht. Er hats vollbracht Die Welt ist seiner Ehre voll. 2. Ja, du Land der Gråber, Erde, empór aus deinem Staube Werde ein Land des Lebens und dei Auferstehung Jeſu. 157 des Lichts! Er, der siegreich auferstanden, befreit dich von des Todes 245. Banden und von den Qualen des Christus ist erstanden, frei von Gerichts. Heil dir! Das Grab ist leer, des Abgrunds Schreckenheer ist bezwungen, des Todes Nacht, der Holle Macht, der Gräber Grauen ist besiegt. Todesbanden! Des wollen wir uns jetzo freun, und unser Trost soll Christus sein. Gelobt sei er! 2. Sollt' er noch erstehen, müß' ten wir vergehen. Doch, da er nun erstanden ist: so preiset unsern Jesum Christ. Gelobt sei er! 3. Was vermag uns zu erschüttern? Der Hölle Sklaven mögen zittern vor ihm, der ewig, ewig lebt! Wir, des Auferstandnen Brüder, wir Christen, seines Leibes Glieder, wir freun uns deß, der ewig lebt. Für uns sank er in Zod; für uns entrückte Gott ihn dem Grabe. Ihr Spotter, bebt! Der Sieger lebt, er lebt und stirbt hinfort nicht mehr. 3. Gelobt sei er, gelobt sei er, gelobt sei er! Alle laßt uns seiner freun, und Uller Troft soll Christus sein. Gelobt sei er! 4. Unser Herz darf nun nicht wanken, die bangen, zweifelnden Gedanken besiegt des Glaubens Zuvers sicht. Wie ein Fels im weiten Meere steht unerschüttert Jesu Lehre und breitet um sich Trost und Licht. Der Himmel Bau zerfällt, die Herrlich keit der Welt wird verschwinden; doch fort und fort steht Jesu Wort, bleibt Trost und Heil in Ewigkeit. 5. Doch auch wir, wir werden bleiben. Mag doch des Körpers Staub zerstäuben! Verzehre, Moder, mein Gebein! Jesus lebt. Und meine Glieder belebt einst seine Allmacht wieder; wie er, werd' ich unsterblich sein. In der Verwesung Grab dringt dann sein Ruf hinab; und ich lebe, und ich bin ſein, auf ewig sein. Wie wird mir dann, o dann mir sein! 246. Mel. Chriftus ist erstanden 2c. Der Herr ist erstanden! Keine Todesbanden hielten den Allmächtigen. Freut euch, ihr Erlöseten, cures Erretters! 2. Bei dem Grabgedanken mag der Unchrist wanken! Unsre Hoffnung stehet fest, die auf Christum sich verläßt. Er ist erstanden! 3. Gelobt sei Gott, gelobt sei Gott, gelobt sei Gott! Ewig sollen wir uns sein, unsers Seligmachers, freun! Dank dem Erbarmer! 247. Mel. Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod 2c. Ueberwunden hat der Herr den Tod. Er, unser Herr und Gott, ist auferstanden, ein Sieger auferstanden! Gelobt fei er! 2. Rein, entweiht von keiner Sünde nicht, trug er des Herrn Gericht, 33333 555 9 33355 S S S ១ 13 555 S S 158 richt, daß wir, von Sünden erlöst, Gott wieder finden. Gelobt sei er! 3. Heil, Verwerfung, Tod und Leben ist dein Werk, Herr Jesu Christ. Du willst das Leben den Ueberwindern geben. Gelobt seift Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 249. Jesus, meine Zuversicht und m Heiland, ist im Leben. Die weiß ich: sollt' ich nicht darum mi zufrieden geben, was die bange 2 desnacht mir auch für Gedank macht? du! 248. Mel. Erschienen ist der herrliche x. Lebt Christus, was bin ich bes trübt? Ich weiß, wie herzlich er mich liebt. Und stürb' auch alle Welt mir ab: gnug, daß ich ihn zum Freunde hab. Lob sei dem Sperrn! 2. Er nährt, er schüßt, er trd. stet mich. Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jegt lebt, komm' ich auch hin, weil seines Leibes Glied ich bin. Lob sei dem Herrn! 3. Durch seiner Auferstehung Kraft ist mir im Tode Trost ver schafft; burch ihn bin ich mit Gott versöhnt, durch ihn mit Gnad' und eit gekrönt. Lob sei dem Herrn! 4. Mein Herz darf nicht entfeßen sich: Gott und die Engel lieben mich; die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Tranrigkeit. Lob sei dem Herrn! 5. Für diesen Troft, ó großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit bes ferm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Lob sei dem Herrn! 2. Jesus, er, mein Heiland, lek Ich werd' auch das Leben schaue sein, wo mein Erlöser lebt: warn sollte mir denn grauen? Läffet au ein paupt sein Glied, welches nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnun Band zu genau mit ihm verbu den, er hält mich mit starker Han in den dunkeln Todesstunden, de mich auch kein Todesbann er von ihm trennen kann. 4. Ich bin Staub, und muß d her auch einmal zu Staube werde Das erkenn' ich; doch wird er mid erwecken aus der Erden, daß i in der Herrlichkeit um ihn sei mög' allezeit. 5. Dann wird mich, statt diese Haut, ein verktár ter Leib umgeben für die neue Welt gebaut und ge schickt zum bessern Leben; und diesem Leib werd' ich Jesum seha ewiglich. 6. Dann werd' ich im hellern Licht Jesum, meinen Heiland, ten nen; und wie freudig werd ic nicht dann ihn meinen Retter nemnen, wenn die Schwachheit um und an wird von mir sein abge than! 7. Was Mo 7. Was hier krank ist, seufzt und fleht, wird er herrlich dort erhöhen. Irdisch wird mein Leib gesät; himmlisch wird er auferstehen. 3um Verwesen fällt er ein; dort wird er unsterblich sein. Auferstehung Sesu. ah 8. Seid getroft und hoch erfreut: Jesus kennt euch, seine Glieder. Christen, wehrt der Traurigkeit! Sterbt ihr: Christus ruft euch wies der, wenn einst seine Stimm' er klingt, die durch alle Gråber dringt. 9. Lacht der finstern Erdenkluft, blickt hinauf ins beßre Leben! Dorthin wird euch aus der Gruft eures Jesu Macht erheben. Siegreich schaut ihr dann umher, weinet dann, o dann nicht mehr. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr ähnlich dort sollt werden. Schickt das Herz nur da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. 159 daß, wenn mein Leib auch gleich verwest, ich dennoch ewig lebe. 3. Hab' ich oft auf der Erde nichts als Arbeit, Müh' und Leiden; getrost! Ein Schimmer deines Lichts entdeckt mir ewge Freuden, zerstreut der Leiden Finsterniß und macht mein banges Herz gewiß, einst ewig froh zu leben. 4. Ich weiß, daß du, mein Hei land, lebst. Auch mich wirst du erwecken, daß du mich ganz zu dir erhebft. Mag Staub den Leib auch decken; er geht, wenn deine Stimme ruft, viel herrlicher aus seiner Gruft, wird deinem Leibe ähnlich. 5. Zu deinem Himmel wirst du mich dann gnadenvoll erhöhen, und meine Augen werden dich in deiner Wonne sehen. Ja, mir zur Freude schau' ich dann dich, den ich hier nicht sehen kann, und doch von Herzen liebe: 6. Wie werd' ich deiner da mich freun, in deinem eichte glänzen! Dann wirst du mein Vollende r sein und mich mit Wonn' umkrånzen. Christen, heiligt euch! Be= denkt, was Jesu Auferstehung schenkt! O bringt ihm Lob und Ehre! 250. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Wenn der Gedanke mich er schreckt, daß dieser Leib aus Erde entseelt, mit Erd' und Staub bedeckt, selbst Erd' und Äsche werde: dann, mein Erlöser, stårke mich zum frohen Muth der Glaub' an dich, an dich, den Auferständnen. 2. Der Tod zerstöre mein Ge bein; du haft ihn doch bezwungen, haft mir durch deines Todes Pein Unsterblichkeit errungen. Wohl mir! Nun steht die Hoffnung feft, 251. Mel. Erschienen ist der herrliche 2c. Er ist erstanden, Jesus Christ, der unser Trost und Helfer ift. Uls Sieger trat er auf den Staub, hinfort nicht mehr des Todes Raub. Frohlocket ihm! 2. Freis CC G ST55( 65 SISI 5 5 काकाकाकाक 160 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 2. Freiwillig ging er in den Tod 10. Herr, rufe mich, wenn und opferte sich auf vor Gott. Nun gefällt, aus dieser sündenvel m hat er gnug für uns gethan, und Welt und führe mich an dei nahm sein Leben wieder an. Preis Hand einst in mein himmlisch! ihm und Dank! terland. Erhöre mich! 3. Er hat erfüllt, was er verhieß, eh er sein Leben für uns ließ: Drei Tage sollen nicht vergehn, so wers det ihr mich lebend sehn. Er hats erfüllt. 4. Ich lebe, sprach er, und auch ihr sollt leben, Gläubige, mit mir. Ich komme, meine Stimme ruft gewiß euch aus der Todtengruft zur Herrlichkeit. 5. Er wirds erfüllen. Jesus Christ, der selbst vom Tod erstan= den ist, der Lazarum ins Leben rief, als er im Staub des Grabes schlief, erfüllts gewiß. 6. Gelobt sei ott! Ich werde nun nur kurze Zeit im Grabe ruhn. Er weckt mich auf, und volles Heil ist dann gewiß bei ihm mein Theil in Ewigkeit. 7. Auch führt er nach des Grabes Ruh mir meine frommen Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, uns wiedersehn in seinem Reich. Sott, welch ein Tag! 8. Wie sollt' ich, Herr, den Tod denn scheun, mich nicht vielmehr der Hinfahrt freun, nicht deiner, der du mich erschufft, gelassen warten? bis du rufft: Entschlafe nun! 9. Gieb nur, daß ich im Glauben treu, und treu im frommen Wan del sei. So komm' ich nicht in dein Gericht, wenn deine Stimme zu mir spricht: Erwache nun! ze & 252. Mel. Chrift lag in Todesbanden. E 9 X Bringt Preis und Ruhm dems D land dar, frohlockt ihm, alle Fr men! Er, der für uns getö war, ist aller Angst entnomm Sei gelobt, Herr Jesu Chrift, du für uns gestorben bist und d reich auferstanden, sei hochgelob ft at di no 10 2. Dein Leben in der Maje befestigt unsern Glauben. kann, da dich dein Gott erhöht, großen Trost uns rauben, daß von der Sünde Macht Befrein Le u ni haft ans Licht gebracht, den Him uns geöffnet? Gelobt seist du! 10 3. Gott selbst, der dich Grab' entrückt, hat deinen thera Lehren der Wahrheit Siegel auf drückt, dich, seinen Sohn, zu ic ren. Deines Todes hohen We hat er aufs Herrlichste erklärt, u Gelobt er dich auferwecket. Gott! 5. M 4. Erstandner, ich frohlocke di Mein ist dein Sieg und Leb Du lebst und herrschest, auch mir dein ewges Heil zu geb meiner Seele Trost zu sein, E Tugend Kraft mir zu verleihnp mich zu Gott zu führen. Geld. seist du! Auferstehung Sefu. 161 werde. 5. Mein Herr, mein Gott, hilf dieser Erde, daß er dir heilig mir dazu! Hilf, daß ich, frei von Sünden, im Frieden Gottes moge Ruh für meine Seele finden. Pflanze deinen Einn in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Erldster wandle. Hilf mir dazu! 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Verstorbne zu erwecken. Du rufft einst, und der Gråber Nacht wird uns nicht ewig decken. Wie du auferstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. Gelobt seist du! 2. Die Menschheit, Herr, ers laubt mir nicht, mit dir empors zusteigen, bis dieses Leibes Hütte bricht, bis sich mein Haupt wird neigen. Alsdann nimm, nach volls brachtem Lauf, erstandner Heiland, nimm mich auf! Herr, nimm bei meinem Ende den Geist in deine Hånde! 3. Mensch, willst du Gott in seinem Reich nach deinem Tode sehen: so mußt du, deinem Speiland gleich, von Todten auferstehen. Der lebt nicht, den die Lust der Welt, den ihre Pracht gefesselt hålt. Nach Gott und Zugend streben, nur das heißt wirklich leben. 4. Wohl dir, wenn du das Las ster fliehst, dem Frevler dich ents ziehest, und liebst den Gott, den du nicht siehst, im Menschen, den du sieheft. Als schon die nahe Stunde kam, als der Erlöser Abschied nahm: so sprach er zu den Seinen: Hört, Kinder, auf zu weinen! 7. Gieb nur, daß, weil ich hier noch bin, ich christlich vor dir wandle und jederzeit nach deinem Einn rechtschaffen denk' und handle; daß ich, wenn ich aufersteh und dich, des Todes Sieger, seh, nicht angstvoll vor dir bebe. Gelobt seist du! 8. Wo du, Herr, bist, soll auch dein Freund, mit Herrlichkeit umgeben, und ewiglich mit dir vereint, wie du verheißest, leben. Laß dieß Glück mein Erbtheil sein, so werd' ich dein mich ewig freun, du Todesüberwinder! Gelobt seist du! 5. Ich geh zum Vater in das Reich, das auch für euch beschieden. Seht, meinen Frieden laß ich euch, ich geb' euch meinen Frieden. Nicht geb' ich, wie die Welt ihn giebt. Daran, daß ihr einander liebt, dars 253. Mel. Ermuntre dich, meinte. Das Grab ist leer, und Gottes Sohn verläßt der Todten Grüfte! an will ich erkennen, ob ihr auch mein zu nennen. Es dringt ein lauter Jubelton sieg- 6. So sprach der Herr. Ihr Chriprangend durch die Lüfte. Du, den der Engel Loblied preist, entreiße, Beiland, meinen Geist den Lüsten sten, denkt an eures Heilands Liebe, denkt, daß, wer seinen Nächsten Erånkt, auch Jesum selbst betrů CCC3 L 555 S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 162 trübe. Dient unserm Herrn in jez dem Stand! Die Zwietracht sei von euch verbannt. Vergebt in diesem Leben: so wird euch Gott vergeben. 7. Erretter, Heiland, Menschen freund, erweck' in mir die Triebe, durch die man sich mit dir vereint, den Glauben und die Liebe. Lehr mich, mein Leben dir nur weihn, laß mich mit Ernst die Sünde scheun. Gieb selbst mir Muth und Kräfte zum Heiligungsgeschäfte. 8. So kann ich leben als ein Christ, und als ein Christ erblassen. Ich weiß, daß du mein Heiland bist, ich will von dir nicht lassen. Herr, segne mich! Zu seiner Zeit laß mich zu deiner Herrlichkeit vom Grab' empor mich schwingen, dir Lobgesånge fingen! 254. Mel. Erschienen ist der herrliche 26. Heut eut triumphirte Gottes Sohn! Um dritten Tag' erstand er schon mit großer Pracht und Herrlichkeit. Ihm danken wir in Ewigkeit. Gelobt sei Gott! 2. Dem Tode hat er die Gewalt zerstört, verheert ihm all' Gestalt; wie pflegt zu thun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Gelobt sei Gott! 7. Dem Vater in dem h Thron, und Christo, seinen ai ben Sohn, dem heilgen Geiste cherweis in Ewigkeit sei d Preis! Gelobt sei Gott! di et de 255. da Mel. Wer nur den lieben Gott: f Mein Jesus lebt, mag id sterben. Hier ist mein Haupt fi triumphirt. Nun muß auch id Leben erben, weil seine Macht Tod verliert. Beg, Traurig was zag ich mehr? Mein lebt, sein Grab ist leer. e 2. Mein Jesus lebt! Er hat zwungen, was mir das Lebent ben kann, er hat mir Heil unde errungen, und ihm ist Alles u than. O großer Trost, der erhebt, da ich nun weiß, daß 3 lebt. Le 4. Hier hat zwar der oft di und Noth, der glaubet und m dein Gebot, der Welt ist Hohn und Spott; doch w Heil folgt auf den Tod! le sei Gott! X 3. O mächtiger Herr, Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, führ' uns durch deine Gütigkeit zu deiner Freud' und Herrlichkeit! Gelobt fei Gott! 5. Nun kann uns kein li schaden mehr, ob er gleich noch so sehr. Erleget ist nu der Feind, dagegen ist Gott f Freund. Gelobt sei Gott! m et 6. Drum danken wir Gotle zugleich, und sehnen uns n nem Reich. Bald ist zu En Pilgerzeit, dann folgt die Ewigkeit. Gelobt sei Gott! S 3. Mein Jesus lebt! Das ift offen; mit Freuden geh' it 163 sich zählen läßt: so bin ich gutes Muths, die Fülle seines Guts kann keiner mir entziehn: er schüßt, die zu ihm fliehn. 5. Er macht mich frei von Suns den, und läßt mich bei ihm Ruh für meine Seele finden, führt mich dem Himmel zu. Er ists, der mir die Nacht des Grabes heiter macht. Der Tod mag drohen; er hat keinen Stachel mehr. 256. 6. Drückt mich auch gleich hienieden noch manches Ungemach; hab ich doch Jesu Frieden, der stärkt mich, bin ich schwach. Im Leiden zag' ich nicht, voll guter Zuversicht: die Trübsal dieser Zeit dient mir zur Seligkeit. Mel. Auf, auf, mein Herz, 2. Nimm, o mein Herz, mit Freuden am Siege Jesu Theil! Er lebt nun, frei von Leiden, voll Preis auch dir zum Heil. Wie unschuldsvoll er war, macht Gott jegt offenbar: denn welch ein neues Licht umstrahlt den Sieger nicht! 7. Drum bleib' ich an ihm hangen, wie an dem Haupt ein Glied. Er ist vorangegangen; ich folg und siege mit, besiege Welt und Noth, besiege Sünd und Tod. Wenn. Alles mich verläßt, hält ihn mein Glaube fest. 2. Mit Hohn und Schmach gekrånket, gegeißelt und verspeit, er würgt, ins Grab versenket, hat er sich doch befreit; das stolze Hohnge schrei der Mörder ist vorbei. Er starb und überwand, weil er vom Tod erstand. 8. Er führt zu steter Wonne, zu Freuden ohne Sahl; ist selbst der Seinen Sonne und macht sie frei von Qual. Hier tobe denn, was kann: mein Haupt nimmt mein sich an. Hier schüßt mich Gottes Sohn, dort wird er selbst mein Lohn. 3. Wovor darf mir nun grauen, da er, mein Heiland, lebt, der Alle, die ihm trauen, zum ewgen Glück erhebt? Auch mir, ich bins gewiß, auch mir erwarb er dieß. So wars 9. Dort wohnen Fried und Segen, dort ruft mein Jesus mir von seides Höchsten Rath, den er vollen- nem Chron' entgegen: Komm, det hat. Auferstehung Jeſu. die Gruft. Unsterblichkeit kann ich nun hoffen durch ihn, der mich ins Leben ruft. Wie tröstet mich sein Wort schon hier: Ich leb', und ihr lebt auch mit mir! 4. Mein Jesus bleibe denn mein Leben, der Tod soll mir nicht schrecklich sein. Ich will mich ihm getrost ergeben, mich seiner noch im Tode freun, weil er auch mich zum Himmel hebt, so wahr er Jesus ist und lebt! 4. Hab' ich ihn nur zum Freunde, so steht mein Wohlfein fest; und hätt' ich auch der Feinde mehr als Treuer, nun zu mir! Wer mit ihm ward verhöhnt, wird dort auch mit gekrönt; den Segen erbet der, der heilig stirbt, wie er. £ 2 257. Mel. CYCYCYCG ST55( at GISS S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 257. 258. Mel. Jesus, meine Zuversicht za Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht für S Jesus lebt, mit ihm auch ich! Auferstanden, auferstanden it Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von dem Tode auferwecken, er verktårt mich in sein Licht; dieß ist meine Zuversicht. uns mit Gott versöhnt.£ hat nach Schmerz und Sch Gott mit Ehren ihn ge Dort, zu seines Vaters Re über Schmach und Tod erhöht er nun in Majestät. Freut eu ner, ihr Gerechten! Dank Höchsten, und erhebt seine G Jesus lebt! 2. Gingt dem Herrn! erstanden, er, der starb auf tha. Rühmt es, rühmts in Landen: Was sein Wort vn geschah. Wer, wer kann i derstreben? Machtig dring Held empor, im Triumph er hervor, und des Abgrundi ten beben, da ihr Sieger hebt. Heil uns Allen! Jesus 3. Uns vom Tode zu bef sank er in des Grabes Nacht; zum Leben einzuweihen, auf durch Gottes Macht. bist du nun verschlungen, Tod Schrecken ist gedämpft, dein schaft ist bekämpft, Leben, ist errungen. Jauchzt, ihr, di einst begråbt, jauchzt dem! sten! Jesus lebt! 164 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herr schen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht, dieß ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, låstert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht, dieß ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein; sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Herzens will ich sein, und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dieß ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsterniß, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dieß ist meine Zuversicht. 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir ein Eingang in das Leben. Welchen Trost in Codesnoth wird das meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr. Herr, meine Suversicht! 4. Uus dem Grab' uns zu ben, ging er zu dem Bater Laßt uns ihm zur Ehre dann ist Sterben uns Ge Haltet unter Lust und Leide Gedächtnis Jesum Chrift, da Tod erstanden ist. Unvergånglich sind die Freuden deß, der nach dem Himmel strebt, sind ihm sicher: Jefus lebt. 5. Freut euch seiner, Gottes Kins der, er sei euer Lobgefang! Bringt dem Todesüberwinder ewig Ehre, Preis und Dank. Rühmts in der Versuchung Stunden, wenn euch Sund' und Elend droht, rühmts in eurer Todesnoth: Jesus Christ hat überwunden! Wenn der Sünder zagt, so hebt euer Haupt auf: Jesus lebt! Auferstehung Seſu. 259. Mel. Sesu, meine Freude 2c. Aus des Todes Banden ist der Herr erstanden, er, des Höchsten Sohn. Jesus hat gesieget, Ulles, Alles licget unter seinem Thron. Unser Freund hat jeden Feind unsrer Seligkeit bezwungen. Lob sei ihm ges fungen! $ 2. Heil uns zu erwerben, wollt er für uns sterben; und er hats gethan. Und zum Trost uns Ullen sah mit Wohlgefallen Gott sein Opfer an. Er, er rief ihn, der entschlief, wieder bald zurück ins Leben, hoch ihn zu erheben. 1 3. Ja, wie hoch erhoben lebt nun Jefus droben in der Herrlichkeit! Seiner Macht und Ehre jauchzen Engelchöre, ihm zum Dienst bereit. Er hat nun, uns wohlzuthun und fein Heil uns zuzuwenden, Allge walt in Händen. dr 4. Freu' dich deß, o Seele, bring ihm Preis, und wähle ihn zum Füh165 rer dir. Auf die sichern Pfade zu des Hochsten Gnade bringt er dich schon hier. Welche Ruhströmt dann dir zu! Und wie wird zum höhern Leben er dich einst erheben! 5. Dessen froh zu werden, sollst du, Herr, auf Erden stets mein Führer sein. Jesu, deine Lehren will ich folgsam ehren, ganz mein Herz dir weihn. Sünde, fleuch! In Christi Reich kommen nur der Sünde Feinde, nur des Guten Freunde. 6. Eitelkeit der Erde, fleuch auch du! Ich werde nie dein Sklav', o Welt. Unter allen Gaben wünsch' ich nur zu haben, was stets Werth behält. Mich erquickt, wenn Noth mich drückt, nach dem kurzen Pilgerleiden Gott mit seinen Freuden. 7. Sterb'ich: meine Seele, die ich Gott befehle, steigt zu ihm empor. Un des Heilands Throne strahlt des Siegers Krone, die ich mir erkohr. Jesus ruft einst aus der Gruft meis nen Leib, und meine Glieder leben herrlich wieder. 8. Oder hohen Freude, wenn im Siegeskleide der Erlöste prangt! Herr, zu deinen Frommen und zu dir zu kommen, ist, was mich verlangt. Hilf bu mir, daß ich bei dir einst in ewger Bonne lebe, und dich froh erhebe! 260, the Mel. Erschienen ist der herrliche 2c. Bring, Secte, Preis dem Höchsten dar! Dein Heiland, der getödtet war, CCCCC 555555 S 555 S G 166 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. war, hebt siegreich nun sein Haupt Sieg verschafft. Des freun empor, geht lebend aus dem Grab hervor, und stirbt nicht mehr. uns. 2. Die Erde bebt, die Wächter fliehn, erfreut sehn seine Jünger ihn, sie, die so zärtlich ihn beweint, erkennen wieder ihren Freund, der fie noch liebt. 3. Er lebt, o Seele, auch für dich, er lebt und herrschet königlich. So weit die ganze Echöpfung geht, reicht seiner Würde Majestät. bet' ihn an! 6. Begnadigung, Gerechtig und ewger Hoffnung Sicherheit durch dich, göttlich großer Held a Segen für die ganze Welt. Ga seist du! 11 7. Nun fürcht' ich nicht des Tod. Mein Heiland lebt, gl sei Gott! Die Hoffnung der Unf lichkeit erfüllt mich mit 3ufrid Oheit, und tröstet mich. 1 1 8. Nichts reißt mich, Herr, deiner Hand; dein Leben ist: Unterpfand, daß ich, o seliger winn! ein Kind und Erbe Got bin. Deß bin ich froh! F 9. Nufst du mich dermaleinst Ruh, verklärter Welterlöser, so werd' ich ewig bei dir sein, Gott und Himmel sind nun m Woht mir! Preis dir! 4. Sein müsse sich der Erdkreis freun und Aller Herzen sich ihm weihn. Er hat aus seines Grabes Nacht Unsterblichkeit ans Licht ge bracht. Gelobt sei er! 5. Er, der nicht mehr im Grabe liegt, hat in dem Kampf für uns gefiegt. Durch seiner Auferstehung Kraft wird uns auch Muth und Himmelfahrt Jesu. 261. Mel. Wachet auf, ruft uns 2. Ueber aller Himmel Heere erhobst du dich zum Thron der Ehre, Vollender unsrer Seligkeit! Spin zu dem, der dich gesendet, gingst du, da bier dein Werk vollendet, mit göttlicher Vollkommenheit. Du hast die Sündenwelt mit deinem Licht erhellt. Preis und Ehre sei, Jesu, dir! Froh sehen wir die nach in deine Herrlichkeit. 2. Deines Vaters Gnadenwillen auf Erden völlig zu erfüllen, wardst d d du gehorsam bis zum Tod. Sohn, auf meinem Throne; geb' ich meine Welt zum Lohner meine Herrlichkeit, sprach& Wie herrlich ist dein Lohn erhab Gottes- Sohn! O ihr From folgt treu ihm nach durch St und Schmach! Gott, dem ihr di belohnt als Gott. 3. Deine trauernden Erlös trof o Herr, zu stärken und zu kam über sie von dir dein Er ists, der auch uns im mit Trost erfüllt und zu den f den der bessern Welt den Weg weist. Er leitet uns die Bahn, auf der dich wandeln sahn deine Freunde. Auch wir empfahn auf dieser Bahn dereinst, wie du, die Kron' am Ziel. P Himmelfahrt Jesu. And W 4. Uns die Ståtte zu bereiten, um die wir Pilger hier noch streiten, gingst du voran ins Vaterland. Herrlich wirst du wiederkommen, und zu dir alle deine Frommen versammeln in dieß Baterland. Erkauft hast du uns Gott und die durch deinen Tod. Wo du lebest und Gott mit dir, du sollen wir auch mit dir leben ewiglich. 167 mit ihnen dich zu loben, weil du dein großes Werk vollbracht, nach überstandner Leidensnacht gen Spimmel dich erhoben. Preis dir, daß wir schon auf Erden können werden Gottes Kinder und des Todes Ueberwinder! 5. Welch ein Jubel wird es werden, wenn wir dich wiedersehn auf Erden in aller Majestät des Herrn! Das wird sein ein Tag des Lebens für uns, und nicht ein Tag des Bebens. Dann schaun wir dich nicht mehr von fern. Dann schn wir, hoch erfreut, ganz deine Herrlichkeit, Welterlöser! Dann führest du der Wonn' uns zu, die bei dir ist in Ewigkeit. 262. Mel. Wie schön leuchtet der zc. Wie herrlich, Jesu, starker Held, du Retter einer Sünderwelt, hat St sich dein Kreuz geendet! Nach überstandnem Leidenstauf fährst du verklárt zum Vater auf, der dich zu uns gesendet. Ewig trifft dich nun kein Leiden; voller Freuden lebst du droben, über Ulles hoch erhoben. 2. Dir dienen alle Seraphim; und wir vereinen Herz und Stimm, 3. Du, du bist unser Haupt, und wir sind deine Glieder. Nur von dir kommt auf uns Heil und Leben. Was unsern Seelen Nugen schafft, Licht, Friede, Freude, Tugendkraft, wird uns von dir gegeben. Laß doch dein Joch gern uns tragen und entsagen allen Sünden, daß wir hier schon Ruhe finden. 4. 3euch unsre Herzen ganz zu dir. Hilf, daß vor allen Dingen wir nach deinem Reiche trachten. Mach uns von allen Sünden rein und fldß uns Muth und Eifer ein, das Eitte zu verachten. Jede Unart hilf uns meiden und mit Freuden unser Leben deinem Dienste ganz ergeben. 5. Sei unser Schuß und unser Sport, und trost' uns durch dein heilsam Wort, wenn hier uns Trubsal drånget. Nur da ist Wonne, wo du bist; die Freude, die man hier genießt, ist noch mit Leid vermenget. Von dir kommt hier Trost in Herzen; laß in Schmerzen uns schon offen deinen Himmel sehn, und hoffen. 6. Du bist uns Sterblichen zugut, nach theuer hier vergoßnem Blut, zur Freude eingegangen. Beuch, Jesu, zeuch auch uns dir nach CCCCC SP555 555555 55 S 168 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. nach, daß wir nach kurzem Unges und dein sind wir. Nimmst but f mach zur Freude auch gelangen. hütfreich unfrer an: was ist, L Dafür soll dir von uns Allen Dank: uns gebrechen kann? Gelobt erschallen. Ohn Aufhören wollen du! wir dich, Heiland, ehren. 263. Mel. Erschienen ist der herrliche 28. Auf, Christen, auf, und freuet euch! Der Herr fährt auf zu seis nem Reich, er triumphirt. Lobsinget ihm, lobsinget ihm mit laus ter Stimm, lobsinget ihm! 2. Sein Werk auf Erden ist volls bracht: zerstört hat er des Todes Macht, er hat die Welt mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. Lobsinget ihm! 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit. Ihm dienen selbst die Seraphim. Lobsinget ihm mit lauter Stimm, Lobsinget ihm! 4. Sein sind die Volker aller Welt. Er herrscht mit Macht und Gnad', als Held; er herrscht, bis unter seinem Fuß der Feinde Heer sich beu gen muß. Lobsinget ihmi 5. Beschirmer seiner Christenheit ist er in alle Ewigkeit. Er ist ihe Haupt. Lobsinget ihm, lobfinget ihm mit froher Stimm, lobsinget ihm! 6. Ja, Heiland, wie erheben dich; und unfre Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Majestát, wozu dich Gott, dein Gott, erhöht. Gelobt seist du! 7. Wohl nun auch uns: denn, Herr, bei dir steht Kraft und Macht; 8. In beiner Hand ist ut Heil. Wer an dich glaubt, E giebst du Theil am Segen, den uns erwarbst, da du für uns S Kreuze starbst. Gelobt seist du 9. Wir freuen uns, nach di Beit bei dir zu fein in Ewigh Nach treu vollbrachtem Glaube lauf nimmst du uns in den Him auf. Gelobt seist du! 10. O zeuch uns immer mehr dir, hilf uns, mit eifrigster Beg nur suchen das, was droben wo du, verklärter Heiland, Erhör' uns, Herr! 11. Dein Gingang in die ha lichkeit stårk' uns, in unser bungszeit nur dir zu leben, dir traun, bis wir verklärt dein 2 lik schaun. Erhör' uns, Hert! 12. Dann werden wir uns e dein, du größter Menschenfreu erfreun; dann singen wir vond nem Ruhm ein neues Lied im ligthum. Gelobt seist du! 264. Mel. Erschienen ist der herrliche& Wir freuen uns, Herr S Christ, daß du erhöht gen Himm bist. Odu, den unser Loblied pr stårk' auch im Glauben unsern Gel der auf dich hofft! 2. Du sikest auf der Himm Ebron, als unser Freund, als M faha Himmelfahrt Jefu. fchensohn; du schåmst auch da dich unsrer nicht. Drum bist du unsre Zuversicht in Ewigkeit. 3, Dein ist die Macht, deimist das Reich. Wer ist an Majestát dir gleich? Mensch, Engel, jede Kreatur ist dein, Beherrscher der Natur, und preiset dich. 4. Umsonst, umsonst empören sich, Herr, deine Hasser wider dich; dein Thron steht fest, und wanket nicht, wenn gleich der Frevler widerspricht. Gelobt seift du! 5. Du, unfer triumphirendhaupt, wie selig ist, wer an dich glaubt! Du bist sein Licht, sein Trost, sein Theil, sein starker Schuß, sein ewges Heil. Gelobt seist du! 6. Herr, unsre Herzen traun auf dich, dein freuet unsre Seele sich. Du, der du huldreich an uns denkst und gern uns beinen Segen schenkst, bist unser Trost. 7. Was uns beglückt, ist dir bes kannt, und Alles ist in deiner Hand. Von keinem deiner Freunde fern, bemerkst du ihn und hilfft ihm gern, Erbarmender! 8. Blick' uns auch an mit Freunde lichkeit vom Throne deiner Herrlich keit. Hilf unserm schwachen Glaus ben auf, tron' unfern ganzen Les benslauf mit deinem Heil. 9. Gen Himmel fuhrst du auf als Held; als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. Hilf, daß wir dann vor dir bestehn und dein uns freun. 169 Lich. Hilf uns bazu, Herr Jesu Chrift! Dir, der zur Rechten Gots tes ist, sei ewig Preis: 10. Dann triumphirt der Glaub' andich, dann jauchzen wir die ewig265. Mel. Lobt Gott, ihr Christen c. Der Herr schwingt sich mit Glanz und Pracht zu fernen Welten hin; zum größernSchauplah seiner Macht begleiten Engel ihn. 2. Er, den man hier verkannt, verschmäht, herrscht, weil ihn Gott erhob, mit göttlich großer Majestát; ihm jauchzt des Himmels Lob. 3. Er hat die Welt mit Gott vers söhnt, uns ewges Heilgebracht; mit Preis hat ihn nun Gott gekrönt, und sein ist alle Macht. 4. Verehr' ihn ewig, o mein Geift, und bet' ihn dankbar an: er, der den Weg zu Gott dir weist, ging diesen Weg voran. 5. Auch dich will er zu sich erhöhn, bleibt ihm dein Herz geweiht; zur Bonne dir sollst du ihn sehn in seis ner Herrlichkeit. 6. Welch hohes Glück, wie viel mehr werth, als alles Erdenglück. Nun zag' ich, was mich auch be schwert, nicht einen Augenblick. 7. Einst öffnet mir sein Himmel sich, dann ist mein Leid entflohn und ewge Wonne strömt auf mich von meines Jesu Thron. 8. Erldser, dir sei Preis und Dank für dieser Hoffnung Werth! Dir weih' ich höhern Lobgesang, wenn mich dein Arm verklärt. 266. Mel. CCCCG SPSSI GIGI S 95 95 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 266, Mel. Ermuntre dich, mein 2c. Du Lebensfürst, Herr Jesu Christ, der du nach langen Leiden gen Himmel aufgenommen bist, zum Sig der reinsten Freuden, wer sollte sich nicht deiner freun, nicht dir von Herzen folgsam sein, dir, der zum ewgen Leben auch uns einst will erheben 2. Du hast durch deine Himmel: fahrt uns ewgen Trost bereitet, haft uns den Weg geoffenbart, der uns zum Bater leitet. Und weil 267. Mel. Christus ist erstanden x. du nun, Herr Jesu Christ, stets in Christ fuhr gen Himmel. des Himmels Wonne bist: so wer den deine Frommen gewiß auch das hin kommen. sandt' er uns hernieder? Den 3 ster, den heiligen Geist, zum Tré feiner Christenheit. Herr, sein gnådig! 2. Gelobt sei Gott!:,::: folln wir alle froh sein, denn un Trost will Christus sein! Her uns gnädig! 170 3. Hilf uns nur, unser bestes Theil und unser wahres Leben da suchen, we du volles Heil wirst Gottes Kina dern geben. Was unvergånglich, ewig ist, mach' uns recht werth, Herr Jesu Christ, weil bleib E Glück auf Erden nicht kann gest f den werden. 4. Zeuch uns dir nach, so lauf wir; stark'unsers Glaubens Krif führ' uns durch deinen Geift ft C hier zum himmlischen Geschäf So führst du mich auch einst dah wo ich ohn' Ende fröhlich bin dich, dem ich hier traue, zu mei Freude schaue. Sendung des heiligen Geistes. 268. 2. Singt Jefu Dank! Er wa erhöht auf Gottes Chron voll Maj stát. Nun segnet gnädig seine Mel. Komm, heiliger Geist x. Tag der Erleuchtung, uns ge- ger der triumphirende Vollbring bracht, Tag, den uns unser Gott. gemacht, mit Inbrunst sei von alten Zungen zu Gottes ewgem Preis besungen. Die Erde lag, von Nacht umhüllt, mit Wahn und Gößendienst erfüllt. Du hast den dicken Finsternissen nach langer Nacht die Erd' entriffen. Gelobt sei Gott, gelobt fei Gott! Er sendet den verheißnen Geist* Schar der Zeugen, die ihn pref Sie sterben froh für seine Lehre, d sich der Erdkreis zu ihm kehre. lobt sei Gott, gelobt sei Gott! 3. Gesandt von Jesu, gehni gern und sammeln überall de Herrn, selbst aus Verfolgern, Jünger. Das, wahrlich, das Sendung des heiligen Geistes. 171 be. Uch hilf uns, Herr! Gottes Finger! Umsonst bestürmt muth, Sanftmuth, Keuschheit, Lie sie Grimm und Spott; sie siegen dennoch, stark durch Gott, trok al les Drohns, trotz alles Spottes, und wirken große Thaten Gottes. Gelobt sei Gott, gelobt sei Gott! 3. Beig' uns den Sohn, daß wir durch ihn dem Gerichte, das uns droht, entflichn. Lehr' uns seine Liebe recht erkennen und ihn unfern Herrn und Heiland nennen. Uch hilf uns, Herr! 4. Der Herr mit euch, der Herr mit euch! Ihr bauet ihm sein weites Reich. Nun herrscht der Hert auch unter Heiden, und Völker dienen ihm mit Freuden. Nun lernt die Welt, erhellt und frei vom Joche der Abgötterei, den lang verkannten Schöpfer kennen, ja ihn durch Christum Vater nennen. Gelobt sei Gott, gelobt sei Gott! 5. Auch uns hat dieses Segens Kraft zu der beglückten Bürgerschaft in Jesu großes Reich geführet. Wir preisen laut, von Dank gerühret. Herr, laß uns Alle würdig sein, uns dieses hohen Glücks zu freun; laß deines Geistes milde Gaben auch uns in reicher Fülle haben! Preis fei dir, Herr, Preis sei dir, Herr! 269. Mel. Nun bitten wir den 2c. Du, Geist des Vaters, Geist des Sohns, einer Macht mit Beiden, eines Throns, Geist, den Jesu Gnade zu uns sendet, der den Glauben anfängt und vollendet, ach hilf uns, Herr! 2. Du Geist der Gnade, Geist voll Kraft, mach' uns gläubig, mach' uns tugendhaft. Wirk' in unsern Seelen gute Triebe, schenk' uns De4. Sei, wo wir wandeln, hülfreich, sei unser Führer, steh' uns Schwachen bei! O gieb, daß die Sünder sich bekchren, daß wir Alle thun nach Jesu Lehren. Uch hilf uns, Herr! 5. Erhalt' uns Jesu Lehre rein, laß uns seines Wortes Thater sein, schenk' uns treue Hirten, daß die Heerde, Jesu Heerde, nie verführet werde. Ach hilf uns, Herr! 6. Verlaß uns, höchster Tröster, nicht, tröst', ach tröst' uns, wenn uns Trost gebricht! Laß uns Jesu Gnade Freude geben, führ' einst, wenn wir sterben, uns zum Leben. Ach hilf uns, Herr! 7. Komm, Geist des Herrn, in unser Herz, zeuch es zu dir, zeuch es himmelwärts; laß uns alles Eitle nicht mehr achten, nach dem Reiche Gottes lehr' uns trachten. Uch hilf uns, Herr! 8. Gieb, Geift des Friedens, Einigkeit. Christi Glieder trenne nie ein Streit. Gieb, daß Fried' und Liebe stets sich küssen, und laß die Verfolgten Schuß genießen. Uch hilf uns, Herr! 9. Sei unser Schirm zur Zeit der Noth, wende von uns, was Berderben CCCCC SISS 55 56 57 555 555 55 555 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 172 ben droht. Stch' in schweren Kåm= pfen uns zur Seite, daß, wer kâmpfet, auch stets siegreich streite. Uch hilf uns, Herr! 10. Laß, Geist der Heiligung, uns rein, deine Tempel, Gottes Tempel fein, daß wir weise, heilig schon auf Erden, ruhig, fröhlich und dann selig werden. Uch hilf uns, Herr! 270. Komm, Gott, Schöpfer, komm, Heiliger Geist, schaff deiner Men= fchen Herzen neu; du kennest dein Geshdpf und weißt, wie Jeglichem zu helfen sei. 2. Du Geist der Weisheit, leite Du uns zu der Wahl des besten Theils. Dem Himmel führ uns Alle zu, du Führer auf der Bahn des Heils. 3. Uns strahle deiner Wahrheit Licht, gieb wahre Lieb' in unser Herz, zum Bater frohe Zuversicht, zur Tugend Kraft, und Trost im Schmerz. 7. Lob sei dem Vater, Lobb Sohn, Lob dir, o Tröster, Gott Geist! Einst singen wir vor d nem Thron' ein Lied, das würd dich preift. 271. Komm, Lomm, heiliger Geist, Herr Gott, erfüll mit deiner Gnade beiner Gläubigen Herz, Muth Sinn, dein' brünstig' Lieb' ent in ihn'n. Herr, durch dein Lichtes Glang zu dem Glauben sammlet haft das Volk aus d Welt Zungen. Das sei dir, hr zu Lob gesungen! Halleluja! 2. Du heiliges Licht, edler Ha laß uns leuchten des Lebens Br und lehr' uns Gott recht erkenne von Herzen Vater ihn nennen. Herr, behüt vor fremder Lehr,& wir nicht Meister suchen mehr, da Jesum Christ mit rechtem Glaubu und ihm aus ganzer Macht w trauen. Halleluja! 3. Du heilige Brunft, süßer T nun hilf uns fröhlich und getrof deinem Dienst beständig bleiben, Trúbsat uns nicht abtreiben. Herr, durch deine Kraft uns berd und stärk' des Fleisches Blödigke 4. Des Lebens Wort, das Gottes Sohn vom Himmel uns herabges bracht, das leuchte jeder Nation durch deiner Leitung fanfte Macht. 5. Vereine deine Christenheit durch deines Friedens festes Band; tenk' ihr Gemüth schon in der Zeit stets auf das beßre Vaterland. 6. Gott, unsern Gott, und Jes sum Christ, recht kennen, dieses ift 272. der Quell, aus welchem ewges LeMel. Kemm heiliger Gelf,* ben fließt; mach diese Kenntniß Gott, heiliger Geist, Schöpfe in uns hell. Herr, erfüll' uns, o Barmherziget daß wir hier ritterlich ringen, duri Tod und Leben zu dir drings Halleluja! Sendung des heiligen Geistes. 173 Baterland. Kyrie, eleison! Wir wollen unser Herz dir geben; der une bracht hat zu dem rechten o lehre, heilig uns leben! Rust uns mit Stärke, Muth und Kraft, du, der das Gute in uns schafft, daß nicht die Lockungen der Sünden uns, Christi Jünger, überwinden. Wir traun auf dich, wir traun auf dich! 2. Du heiliges Ficht, startersport, laß uns der Wahrheit helles Wort auf dieses Lebens Pfade leiten, daß unsre Füße nicht gleiten. Treib fern von uns des Irrthums Nacht, laß siegen deiner Wahrheit Macht, daß Jesus Christ der ganzen Erde bekannt und angebetet werde. O hilf dazu, o hilf dazu! 3. Laß, freudiger Geist, voll Vertraun in Noth auf deine Hülf' uns schaun. Lehr' uns, wenn wir zum Bater treten, mit froher Zuversicht beten. Mach uns durch deine Kraft bereit zum Sterben und zur Ewig= keit, daß wir mit frohem Muthe ringen und durch den Tod ins Leben dringen. Erhöre uns, erhöre uns! 4 3. Du süße Liebe, schenk' uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Sperzen einander lieben, und im Friede auf einem Sinne bleiben. Kyrie, eleison! 4. Du höchster Tröster in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Schand nech Tod, daß in uns die Sinne nicht verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrie, eleison! Wir bitten Gott, den heilgen Geist, welchen Jesus Christus uns verheißt, daß er uns behüte vor falscher Lehre, Alle, die im Irr= thum sind, bekehre. Erbarm dich, Herr! 2. Du Geist der Weisheit und der Kraft, mach uns durch dein Wort auch tugendhaft; hilf uns, fest ihm glauben, dem treuen Heitand, der uns bringen will zum rechten Bas terland. Erbarm dich, Herr! 273. 3. Du Geist der Lieb' und EinigFeit, mach' uns allesammt dazu bes reit, daß wir uns von Herzen einNun bitten wir den heilgen Geist ander lieben, gern verzeihen, und uns nie betrüben. Erbarm' dich, Herr! um den rechten Glauben allermeist, daß er uns behüte an unserm Ende, wenn wir heimfahren aus diesem Elende. Kyrie, eleison! 2. Du werthes Licht, gieb uns deis nen Schein, lehr' uns Jesum Christum erkennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, 4. Du höchster Trost in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Grab noch Tod, laß, wenn wir einst sterben, uns nicht verzagen, sondern mach uns frei von allen Plagen. Erbarm bich), Herr! 274. Mel. CC G ST55GGISST GISIS GI GIGGGGGGGGGS 1.1.2 174 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 274. Mel. Wie schön leuchtet der zc. heilger Geist, kehr bei uns ein und laß uns deine Wohnung sein, komm, Beistand unsrer Seelen! Laß deiner Wahrheit hellen Schein in unsern Herzen kräftig sein, das Gute nur zu wählen, daß wir in dir recht zu leben uns bestreben, und mit Beten oft deshalben vor dich treten. 2. Du Quell, woraus die Weisheit fließt, die uns zum Heil so nothig ist, o schenke sie uns Allen; und laß die ganze Christenheit in rechter Glaubenseinigkeit nur ihre Pfade wallen. Weisheit, Weisheit gieb uns Allen: Gott gefallen keiz ne Seelen, die nicht ihre Pfade wählen. 3. Steh' uns stets bei mit deinem Rath, und führ' uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen, gieb uns Beständigkeit, daß wir getreu dir folgen, wenn wir hier auch darum leiden müssen. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. 4. Laß uns empfinden deine Kraft zum Kampf mit jeder Leidenschaft, dadurch gestärkt zu werden und unter deinem mächtgen Schuß besiegen aller Feinde Truß in jedem Kampf auf Erden. Neue Treue gieb uns Schwachen; du kannst machen, daß wir siegen und im Kampf nie unterliegen. 5. Erhalte bei uns immerfor Glauben an dein göttlich nichts müss' uns von ihm trem Gieb, daß wir ihn von Herz grund, mit Thaten mehr als dem Mund, vor aller Welt be nen. Dein Wort, dein Wort zu lieben und zu üben, mach tüchtig, Jesu Heil uns werth wichtig. 6. Du Geist des Friedens, dich in unsre Seelen kräftiglich, schenk' uns deine Liebe, daß Herz ergeben sei dem Nächstens mit Lieb' und Treu und sich dar nen übe. Kein Neid, kein St wollst du geben, daß wir froh uns betrübe: Fried' und E ruhig leben. 7. Gieb, daß in wahrer Heilig wir führen unsre Lebenszeit, seis sers Geistes Stärke. Laß uns bleiben unbewußt die Eitelkeit, Sündenlust und ihre bösen We Rühre, führe unsre Sinnen und ginnen hier auf Erden, daß Himmelserben werden. 275. Mel. Wer nur den lieben Gott großer Gott, du reines We der du die reinen Herzen dir zu ner Wohnung auserlesen, ach s ein reines Herz in mir; ein das von der argen Welt sich und unbefleckt behält. 2. Vor Allem mache mein Gem the durch ungefärbte Buße rein, laß es, Herr, durch deine Güte Christi Blut gewaschen sein. Dann mache mich zur Reinigkeit des Le m bens fertig und bereit. 3. Regiere mich mit deinem Gei ste, der mein getreuer Beistand sei, bund mir erwünschte Hülfe leiste; ti Gott, stehe mir aus Gnaden bei und gieb mir einen solchen Geist, h der neu, gewiß und willig heißt. Sendung des heiligen Geistes. 11 4. Doch weil ich meine Schwachs heit merke, mein Vater, so verwirf mich nicht, und stoß mich, wegen meiner Werke, ja nicht von deinem Ungesicht, laß mich hier in der Gnade stehn, und dort in deinen Himmel gehn. P 5. Nimm deinen Geist, den Geist der Liebe, ja nun und nimmermehr von mir, und leite mich durch seine Triebe, durch seinen Beistand für und für. So führe du mich durch die Zeit hin zu der reinen Ewigkeit! Ser 38 276. Mel. Bon Gott will ich nicht 20. Zeuch ein zu deinen Thoren, Geist Gottes, wohn' in mir, der du, da ich geboren, mich neu geboren dir, o hochgelobter Geist des Baters und des Sohnes, mit Beiden glei= ches Thrones, mit Beiden gleich gepreist! efe 10 2. 3euch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, dic Kraft, die uns von Sünden Hülf' und Errrettung schafft. Auch heilge meinen Sinn, daß ich mit retnem Geiste dir tif 175 Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin! 3. Ich glich den wilden Reben; durch dich genieß auch ich des rechten Weinstocks Leben, in ihn verpflanzt durch dich. Gieb, was der Vater sucht, daß ich zum Erntetage die Frucht des Glaubens trage, der guten Werke Frucht. 4. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll. Das Beten wird erhöret, und macht uns segensvoll, es steiget himmetan, es steigt hinan zum Throne, zu dem, der in dem Sohne uns Allen helfen kann. 5. Du bist ein Geist der Freuden und Trauern liebst du nicht: fo teuchte mir im Leiden auch deines Trostes Licht. Uch nimm dich meiner an! Du hast in deinem Worte mir selbst die enge Pforte des Lebens aufgethan. 6. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Einigkeit, willst nicht, daß uns betrübe 3orn, 3ank, Haß, Neid und Streit: laß allen Streit uns fliehn und Nach' und Zorn verdammen, von deiner Liebe Flammen laß Aller Herzen glühn. 7. Du, Herr, hast selbst in Hån. den die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt: so gieb doch deine Gnad zum Fried' und Liebesbanden, verknüpf' in allen Landen, was sich getrennet hat. 8. Erhebe dich und steure dem Herzeleid auf Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Heerd. Laß બબબ બ SESS GT GT 65 S G S 176 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. Laß blahn durch deine But die Lånber, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuers gluth. 9. Beschirm die Polizeien, bau' unsers Fürsten Ehron, daß er und wir gedeihen, schmüc, als mit eis ner Kron, die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 10. Erfülle die Gemüther mit reiner Glaubenszier, die äuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersehet und das, was dich ergeget, aus unsern Herzen reißt. 11. Richt' unser ganzes Leben nach deinem heilgen Sinn. Und wenn wirs sollen geben in Todes Staub dahin, wenns mit uns hier wird aus: so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod' ererben des ewgen Lebens Haus. 277. Mel. Herr, auf dich will ich feft 2c. Geist vom Vater und vom Sohne, der du unser Tröster bist und von unsers Gottes Throne hülfreich auf uns Schwache siehst, stehe du mir mächtig bei, daß ich Gott ergeben sei, daß mein ganzes Thun auf Erden möge Gott gefällig werden. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir sein; wenn ich bange Zweifel hege, deine heit mich erfreun. Lente meinen Sinn auf mein w Wohlsein hin. Lehrst du was recht ist, wählen: wer T nie mein Heit verfehlen. 3. Heilige des Herzens daß ich über Alles treu me Gott und Vater liebe, daß nichts so wichtig sei, als in Huld zu stehn. Seinen Na zu erhöhn, seinen Willen zu bringen, müsse mir durch di lingen. a d d 4. Stärke mich, wenn zu Sünde mein Gemüth versuchetn daß sie mich nicht überwinde. ich irgend mich verirrt, o so s selbst mein Herz, daß ich un Reu' und Schmerz mich vor darüber beuge und den Sinn Beßrung neige. 5. Reize mich mit Flehn und e ten, wenn mir Hülfe nöthig iku dem Gnadenstuhl zu treten; daß ich auf Jesum Christ, als meinen Mittler, schau' und aufle die Hoffnung bau, Gnad' um Ge auf mein Verlangen von dem ter zu empfangen. 6. Stehe mir in allen t stets mit deinem Troste bei, das auch alsdann mit Freuden Gottig Führung folgsam sei. Gieb ein gelasnes Herz; laß mich se im Todesschmerz deines Er Kraft empfinden, Alles glüc überwinden. 278, M a Sendung des heiligen Geistes. born 278. and Mel. Vor deinen Thron tret' ich zc. Anbetung sei dir, Gott, gebracht! Du hast uns diesen Tag gemacht. Dich preise, wer durch Jefum Chrift erleuchtet und geheiligt ist. 3. Auf Jesu Boten ließ er sich herab mit Segen sichtbarlich. In fremden Sprachen that ihr Mund, Gott, deine großen Thaten kund. 279. 2. Der Erdkreis lag in Nacht verhüllt, mit Wahn und Götzendienst erfüllt; da kam von deinem Mel. Warum sollt' ich mich denn zc. Angesicht dein Geist, mit ihm der Höchster Tröster, komm hernieder, Wahrheit Licht. S 4. Von ihm geftärkt, gehn sie nun gern und sammeln Jünger ihrem Herrn. Vom Aufgang bis zum Niedergang wird Alles Licht und Lobgesang. 5. Umsonst bestürmt sie Grimm und Spott; sie siegen, stark durch ihn, o Gott. Ihr Schuß ist Jesus, und ihr Ruhm sein theures Evangelium. 6. Und ihrer Predigt froher Schall erfüllt den Erdkreis überall; und felbst die fernste Nation kennt dich und Jesum, deinen Sohn. 177 9. Bis wir dereinst im hellern Licht von Angesicht zu Angesicht dich schaun, und in des Himmels Höhn durch dich auch uns verherrlicht sehn. 2016 7. Noch dauert dieser Segen fort, noch siegt, o Ewiger, dein Wort; und daß wir glauben, danken wir dem Glanze jenes Lichts von dir. elf 8. Erhalt' uns deiner Wahrheit treu, mach' uns von Sünd' und Irrthum frei; dein Geist treib' uns zum Guten an und leit uns auf der Tugendbahn. 24 # 5029 Geist des Herrn, sei nicht fern, stårs ke Jesu Glieder! Der, der nie sein Wort gebrochen, Jesus, hat deinen Rath seinem Volk versprochen. 2. Geist der Weisheit, gieb uns Allen durch dein Bicht Unterricht, wie wir Gott gefallen, lehr' uns freudig vor ihn treten, steh? uns bei und verleih, daß wir gläubig beten. 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen; gieb uns Muth, Fleisch und Blut, Sünd' und Welt zu dåmpfen; laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Noth, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. 4. Hilf uns nach dem Besten stres ben; schenk' uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben; gieb, daß wir nie stille stehen, treib' uns an, froh die Bahn, die du zeigst, zu gehen. No se dog 5. Sei in Schwachheit unfre Stüke, steh'uns bei, mach'uns treu in der Prüfungshihe, und bei dieses Lebens Leiden schenke du Seelenruh und der Hoffnung Freuden. M 280. Mel. 33333 S555 ១ S SSS GGG ១ S S S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 280. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. Nicht um ein flüchtig Gut der Beit; ich fleh um deinen Geist, Gott, den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt. 178 2. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, o Bater, lehr' er mich die Weisheit, die das Herz entLiebe gegen dich. eblere Zufriedenheit als allest d der Welt. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod ic. Jesus Christus, Gottes Sohn, kam zu uns auf Erden von des Himmels ewgem Thron, unser Heil zu werden. Er, er ward ein Mensch, wie wir; schwerer Leiden Bürden übernahm er willig hier, daß wir selig würden. 2. Nun herrscht er voll Majestät nach vollbrachten Leiden als der Herr, von Gott erhöht, und regiert mit Freuden weisheitsvoll das große Reich, das ihm Gott gegeben. Fromme sollen, Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 4. Alsdann hab' ich Vertrau dir; dann schenket selbst deink f das freudige Bewußtsein mit d du mir gnädig feift. flammt gut Gott, ist Seligkeit; er bewaffne mich im Schmer 6. Er schaff' in mir ein r C Herz, versiegle deine Huld, d 3. Dich lieben, d gern thun, was dir gefällt, wirkt Muth und mit Geduld.& 3. Ehrfurcht und Gehorsam soll ihm der Mensch bezeigen; Aller Knie sich demuthsvoll vor dem Mittter beugen; froh soll jede Nation 5. Er leite mich zur Wah hin, zur Tugend stårk' er mid d weise, wenn ich traurig bin, n mir als Tröster sich. Leben Jesu im Himmel, seine Herrschaft über Alles, undi e besondere über seine Gemeine auf Erden. 281. und mit Dank bekennen: er, da d lerhöchsten Sohn, sei der he nennen. L 4. Wer den Sohn ehrt, cht E gleich Gott, durch den wir b ft des Vaters Macht und ihm nicht übergeben? Wer zus m Herr, Herr, spricht, und doc ses übet, kennt ihn und den nicht, der nur Fromme liebet. 5. Ewig liebe dich mein göttlicher Erbarmer; denn deinen Todesschmerz leb' und ich Urmer. Du kennst, treuer schenfreund, unfre Leidensstun und, wie ein Verlaßner weint du selbst empfunden. 6. Du, den in der Niedri Noth und Angst umgaben, to nun in der Herrlichkeit M mit uns haben. Jene Seelen die du haft für uns ertrage Leben Jesu im Himmel und Herrschaft über Ulles. 179 die Quelle unsrer Ruh, lindert unsre Plagen. a 7. Wenn Gebet und Angstges schrei zu dem Himmel dringen, eilst du mitleidsvoll herbei, hilfft den Sieg erringen, schenkest unsern Seelen Licht, unsern Sperzen Leben, daß wir, schreckt uns dein Gericht, nicht als Sünder beben. 8. Du kannst zur Unsterblichkeit aus dem Staub erhöhen. Wenn dein Ullmachtswink gebeut, muß die Nacht vergehen. O wie weicht da alles Leid, wo du gnädig wohnest und mit Muth und Freudigkeit Gläubige belohnest! 9. Jesu, weiche nicht von mir; reiche mir die Hände, daß auch ich den Weg zu dir einst beglückt vollende. Laß, weil ich auf Erden bin und mit Noth umgeben, deinen liebevollen Sinn meinen Geist beleben. 10. Lehr' einst in der Todesnacht, wenn die Augen brechen, mich dein Wort: Es ist vollbracht! auch mit Freuden sprechen. Hilf, S daß ich mein Vaterland dann im + Geist erblicke und mich in des Vaters Hand ewge Wonn' erquicke. 282. Mel. Erschienen ist der herrliche ic. Der du zu Gott erhöhet bist, und mit ihm herrscheft, Jesu Christ, o Gott mit uns, dir danken wir; to stårk' uns mit Heil und Kraft von dir! Gelobt sei Gott! di 2. Daß unser Heiland, Gottes Sohn, erhoben auf des Baters Thron für uns, o Bater, sorgt, das preist der Frommen dankers füllter Geist. Gelobt sei Gott! 3. Ihm sind die Himmel unters than, ihn beten selbst die Engel an; er lebt und herrscht dem Vater gleich, und hat, wie er, ein ewig Reich. Gelobt sei er! 4. Er hat der Sünder Heil vollbracht; denn er bezwang der Sünde Macht, bezwang den Tod, und uns beschüßt er, der zur Rechten Gottes fist. Gelobt sei er! 5. Er hat gesiegt; wir siegen mit. Wer will verdammen? er illt verde vertritt. Es klage, wer nur will, uns an: er nimmt sich seiner Brüder an. Gelobt sei er! 6. Er selbst ist unser höchstes Gut: denn er erwarb uns durch sein Blut das Leben felbst, und gab den Geist, der uns zum Leben unterweist. Gelobt sei er! 7. Wohl dem, der nur auf ihn vertraut, sein Heil auf diesen Felsen baut! O Sünde, wir entsagen dir, dem Herrn des Himmels dies nen wir. Gelobt sei er! 8. Er leitet uns; und unser ist dein Reich, dein Himmel, Jesu Christ. Dann werden durch den Glauben dein, wir deines Ruhms uns ewig freun. Gelobt seist du! 9. Du hast die Menschen nicht verschmäht, haft uns erlöst, und bist erhöht. Erhöre nun auf deinem Thron' uns, deine Brüder, Gottes Sohn! Erhör' uns, Gott! 10. Erhalt uns deine Lehre, gieb zu allem Guten Kraft und M2 Trieb, 33333 SISSSS 5 55 55 S SDS for Werke und Wohlthaten Jefu Chrifti. 180 Trieb, gieb in Versuchung Sicher heit, im Leiden Muth und Festigs keit. Erhör' uns, Gott! 11. Herr, nimm uns an, wenn du Gericht zu halten kommst, verstoß uns nicht. Laß uns zu deiner Rechten stehn und deine Herrlichkeit uns sehn. Erhör' uns, Gott! 12. Dann fürchten wir den Tod nicht mehr, und jauchzen, wie der Engel Heer, daß du, der Herr, Herr Jesu Christ, daß du so hoch erhoben bist. Gelobt sei Gott! 283. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Lobsingt, ihr Volker, preift den Sohn, bringt Ehr' und Ruhm ihm her; fallt nieder, kniet vor seinen Thron: denn er ists würdig, er! 2. Den aller Engel Lobgesang, noch eh ihr wart, erhob, dem jauchze, Menschen, euer Dank ein jubelvolles Lob! 3. Ihn soll der Sünder preisen, soll frohlocken seiner Macht! Die Stimme Jesu Christi scholl vom Kreuz: Es ist vollbracht! 4. Die Stimme schallet durch die Welt zu jeder Nation, und jeder Gößentempel fållt, und je= der Götterthron! 5. Die Stimme Jesu geht mit Macht; der Sünder hört und bebt! Er hört: es sei sein Heil vollbracht; er hörts, und glaubt, und lebt! 6. Die Stimme Jesu ladet euch, ihr, die ihr elend seid, zu sich in seiner Wahrheit Reich, belehrt, und erfreut. 7. Auf ihr gewaltiges 6 giebt, wenn er kommt, das das Grab, der Abgrund und Tod die Todten Gottes her. 8. Sie donnert dann, ihre der, euch tief in den Pfuhl hin. euch, Fromme, rufet sie ins das ihm der Vater gab. 9. Ihm, ihm sei ewig lob weiht! Erlöfte, freuet euch!! Ewigkeit zu Ewigkeit währt a Konigs Reich.de 10. Ein voller Strom der fließt von seinem Throne her. fingt dem König, würdig is frohsten Lobes er! 284, Mel. Schmücke dich, o liebe Seele König, dem kein König glei dessen Ruhm kein Lob erreit Ebenbild von Gottes Wesen, zum Mittler uns erlesen, sid Welt wollt' offenbaren, als Bild des Unsichtbaren, dir g das Recht zum Throne, als Mittler, als dem Sohne. c 2. Himmel, Erde, Luft Meere, aller Kreaturen Heere sen zu Gebot dir stehen; was willst, das muß geschehen. 8 und Segen, Tod und Leben, ist dir übergeben, und vor de mächtgen Schelten zittern schen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches G zen sieht man deine Siege glan Leben Jesu im Himmel und Herrschaft über alles. 181 Chöre; und in ihren Lobgefang stimmt auch deiner Frommen Dank. wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen, die nach deiner Vorschrift leben, dir nur zu gefallen streben, Alles gern für dich verlassen und, wie du, das Unrecht haffen. 6 C 4. In dem Reiche deiner Ehre jauchzen dir der Engel Chöre; durch frohlockende Gesänge preist dich der Erlösten Menge, die befreit von Furcht und Grauen, dein verklårtes Untlik schauen. Und mit allen diesen Chören werden wir dich einst verehren. 6 5. Herr, in allen diefen Reichen ist dir Niemand zu vergleichen an dem Ueberfluß der Schäße, an der Ordnung der Gesetze, an der Unterthanen Menge, an der Herrschaft Macht und Länge, an Begnadigung der Freunde, in den Siegen über Feinde. ci cid 6. Herrsch auch, Herr, in mei nem Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen. Laß mich deinen Schuß genießen, auf mich deine Gnade fließen. Dich will ich im Glauben lieben und mich im Gehorsam üben, will mit kämpfen, will mit leiden, bis ich einst mit #herrsch' in Freuden. 21 d 8 900 285. Mel. Jesu, der du meine Seele zc. Heiland, dessen wir uns trösten, zur Rechten Gottes sigt und als Mittler der Erlösten sie so gern beglückt und schüßt, Jesu, deiner Macht und Ehre jauchzen aller Engel der 2. Du, du kamst, uns zu erlösen, und das Opfer ist vollbracht, das von aller Schuld des Bösen uns befreit und selig macht. Seine Frucht uns zuzuwenden, steht nunmehr in deinen Händen. Ewig unser Haupt zu sein, gingst du in den Himmel ein. gen, 3. Durch dich sollen wir empfangen, was zum Heil uns nöthig ist; durch dich Gnad' um Gnad' erlanweil du nun im Himmel bist. Da regierst du, da vollendest du dein großes Werk und sendest deinen Geist auf die herab, die dir Gott zum Erbe gab. 4. Machtig wirket deine Lehre: venn du giebst ihr Licht und Kraft. Sünder macht sie, dir zur Ehre, gläubig und gewissenhaft, lehrt sie, alle, alle Sünden ernstlich fliehn und überwinden, stårkt sie in dem Tugendlauf, und hilft ihrer Schwachheit auf. 5. Huldreich sorgft du für die Deinen, du versäumst ihr Bestes nie, zählst die Thränen, die sie weinen, tröftest und belohnest fie. Alle, welche treu dir bleiben und dein Werk mit Eifer treiben, führst du aus der Welt hinaus, hin in deines Vaters Haus. 6. Du entziehst dich auch den Urmen, die noch unbekehrt sind, nicht. Weil dein Herz dir aus Erbarmen über ihrem Elend bricht, trågst du sie noch mit Verschonen und willst nach 555 55 SISISI GT काकाकाकाकाक 555 55 182 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. nach Verdienst nicht lohnen, willst noch ihnen Helfer sein, und zur Beßrung Zeit verleihn. 7. So, Verherrlichter, regiereft du dein Erbe, bis du einst ganz dein großes Werk vollführest, wenn du zum Gericht erscheinst. O entsaget allen Lüsten, kämpft, o kämpft mit Muth, ihr Christen, bis ihr seinem Thron' euch naht und des Kampfes Lohn empfaht! 8. Großer Mitter, sei erhoben! Weil wir leben, wollen wir dich mit Herz und Munde loben, dir nur folgen, leben dir, stets auf deine Stimme hören, dir vertrauen, dich verehren, bis der ganz verklärte Geist dich mit allen Himmeln preist. 286. Mel. Lobt Gott, ihr Chriften ic. Wir schauen, Herr der Herrlichkeit, zu deines Thrones Höhn, vor dem, auf deinen Wink bereit, viel tausend Engel stehn. 2. Du gingst, als hier dein Werk vollbracht zum Heil der Menschen war, zurück zum Throne deiner Macht und herrscheft immerdar. 3. Dein Urm, der über alles siegt, ist überall uns nah; und selbst das Tiefverborgne liegt vor dir stets offen da. 5. Doch darum fürchten wi nicht, weil deine Hand uns som Du, unsre Kraft und unser bist unter uns noch ist. 6. Du stårkest unsers Gla Muth mit deiner Gegenwart.n dem, der deinen Willen thut deiner gläubig harrt! 4. Du nahmst von deiner Herrlichkeit schon längst Befig; nur wir, wir leben immer noch im Streit, und seufzen oft noch hier. O 7. Wir preisen, Heiland, dag dich, der du so siegreich, ftritis Tod und Elend unter dich unf fre Füße trittst. L 8. So sehen wir denn unve hier unser Wallfahrt fort: her Lohn, du hasts gesagt, er einst uns dort. 9. Ja, Herr des Himmels, Christ, auf dich nur hoffen wir suchen nur, was droba und sind im Geist bei dir. 10. Vollenden wir einst Lauf, so eil' uns beizustehn; uns in deinen Himmel auf, volles Heil zu sehn. 287. Mel. Mir nach, spricht Chriftu mit Preis und Ruhm geb hast du dein großes Werk gen schaust auf dein Tagewerk mit! denn Ulles ist vollendet, volle der Kampf der Sterblichkeit wieder dein die Herrlichkeit. 2. Du schaust herab und den Lohn für deiner Leiden Me Schon sammeln zu dir, Go Sohn, im fröhlichen Gedräng Scharen, hoch durch dich be belehrt, geheiligt und erquid 3.1 Leben Jesu im Himmel und Herrschaft üver Alles. 183 w 3. Uus allen Völkern kommen sie die Seele freudig dringen; dort, smühselig und beladen, und suchen dort an deinem Gnadenthron auch Ruh und finden sie, und sind des finden guter Thaten Lohn. Sochs entladen, weihn freudig sich Bladir, Gottes Sohn, und werden deis ther Urbeit Lohn. hut 4. Gerettet sind, die sich verirrt, in Finsterniß verloren. Welch eine duschar von Kindern wird dir durch tilbein Wort geboren, wie auf der frischen Morgenau auf Blumen ungezählt der Thau! nye 5. Sie Ulle selig, und durch dich, " gur Wonne deinem Herzen, das nur für Undre schlug und sich vers gaß bei Qual und Schmerzen, ges rettet Ulle, leben dir; und unter en ihnen, Herr, auch wir, ben 6. Auch wir! O schau von deinem Thron herab auf deine Kinder! Auch wir sind deines Schweißes Lohn, zwar sterblich noch, noch Sünder; Ef doch, das ist unsre Zuversicht, einst fundenfrei, und sterblich nicht. 51 7. O daß, Beseliger, daß wir nie deine Huld verkennen, dich, unsern fu Heiland, niemals hier mit kaltem Herzen nennen! Uch Keiner von gef uns Ullen sei dir, seinem Retter, ungetreu! See it! 16 8. Wie wird uns dann sein, wenn it zur Schar der Seligen erhoben, Me Go auch wir uns drången in die Schar, $$ dich, unsern Herrn, zu loben, das Herz von reinerm Danke glüht, der Blick dich freudeweinend sieht! 9. Vollenden hilf auch uns den Lauf, das Tagewerk vollbringen und, ists vollbracht, zu dir hinauf nge 3.1 288. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Die Erd' ist, Jesu Christe, dein, dein, wer auf Erden wohnet. Dein müsse sich der Himmel freun, dein, wer auf Erden wohnet! Du schufft, du rettetest die Welt, dein Arm res gieret und erhålt die Welt, die du beherrschest. 2. Wen nimmst du an, wen zählest du zum Volke der Erlösten? wem eignest du dein Leiden zu? wer darf sich deiner trösten? Der, der zu dir, o Heiland, sich bekehrt und glaubig wird und dich als seinen Herrn verehret; 3. Und wer, gereinigt durch dein Blut, unschuldig lebt; zu üben, was Gott will, strebet, und nicht thut, was böse Lüfte lieben; wer fromm ist, wandelt, wie er glaubt, sich keine Missethat erlaubt, getren der Gnade Gottes; 4. Wer, auch umringt mit Leiden, gern erfüllet dein Verlangen, der wird den Segen seines Herrn im vollen Maß empfangen; den machst du deiner Herrschaft werth, der ist dein Erbe, der gehört zum Volke der Erlösten. 5. Kommt, Sünder, kommt in Jesu Reich, kommt, eilt ihm zu begegnen, empfangt den König; er will euch vergeben, will euch segnen! Wer, fragt ihr, ist der Herr? Der Sohn 3333 L 555 S 55 S1 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 184 Cohn. Der Himmel Himmel ist fein Thron; sein Fußtritt ist die Erde. 6. Kommt willig, willig in sein Reich; kommt, eilt ihm zu begegnen, empfangt den König! er will euch mit seinem Himmel segnen. Wer, fragt ihr, dieser König sei? Der Sohn, der, seinem Worte treu ,, den Himmel giebt den Frominen. 289. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Jesu, Licht und Heil der Welt, der du in diesem Leben dein Wort, das Gottes Rath enthält, zur Richtschnur uns gegeben, du bist der Herr der Christenheit, die du in dieser Pilgerzeit dir aus den Menschen sammelst. 2. Sie willst du als dein Eigenthum, zur wahren Weisheit leiten und durch dein Evangelium zur Seligkeit bereiten. Du bist, Herr, groß von Rath und That, und was dein Mund versprochen hat, wirst du gewiß erfüllen. 3. Du bist der Deinen Trost und Heil. So viel nur an dich glauben, die haben an dir Alle Theil, die wird kein Feind dir rauben. Von dir fließt Weisheit, Troft und Ruh dem, der dir folgt, unfehlbar zu. Dein ist des Guten Fülle. 4. Mag doch die Menge immers hin auf deinen Ruf nicht hören, und Mancher, im verkehrten Sinn, sich wider dich empören: so fällt doch deine Kirche nie, du hält t du beschüsest sie durch deine stes Gaben. 5. Dein ist das Reich, dein i Kraft; wer sollte dir nicht tra auf dich, der Alles kann und s nicht seine Hoffnung bauen? 1 Heil ist unser höchstes Gut; i daß wir stets mit frohem dich vor der Welt bekennen. 6. Zwar kämpfen wir noch chen Streit auch mit uns selbst Erden; doch werden zur kommenheit auch wir erhoben den. Dann endet sich der Di Müh, dann krönest und belohnt sie ohn' End mit Preis und E 7. Wir sehn dich dann in M ståt, und uns, gleich deinen Eng zu nie empfundnem Glück erh befreit von allen Mängeln, f locken dir und preisen dich, deine Macht und Gnade sid hoch an uns verherrlicht. 290. Mel. Herzliebster Jesu, was u. Ewig, o Jefu, wird dein Worth stehen, und Erd' und Himmel den eh vergehen, eh eine M das Reich, das du errichtet, jem vernichtet. 2. Noch immer sammelst dut auf der Erde Verehrer, daß d Reich vermehret werde, und läs sie den Frieden im Gewissen s hier genießen. 3. Reizt blendende Versuchung zu Sünden, bist du ihr Beistandu ti hilfft überwinden. Nichts wird fie jemals deiner Hand entreißen: du hasts verheißen. 18 4. Wohl Allen denen, die dir, Sesu, trauen! Was sie dir glau f ben, werden sie einst schauen, dich und die Freuden, womit du beloh; nest da, wo du thronest. Leben Jesu im Himmel und Herrschaft über alles. 185 4. Dieß zeugten fene Beugen, Gott, voll Muth in Schmach und Banden; bezeugten es durch ihren Tod, was sie gewiß empfanden. Saat, die du gesät. Reif und fruchtbar fteht långft die Ernte schon. Der Ernte Herr, dein Sohn, wird bald die Garben sammeln. 5. Wer rüstete mit Heldenmuth euch wider eure Leiden? Wer lohnt euch nun für euer Blut mit unnennbaren Freuden? Ihr habt Gott vertraut; nun steht ihr und schaut auf dem Thron' im Licht den Gott von Ungesicht, der durch sein Wort euch lehrte. 6. Auch wir, dein Volk, dein Eigenthum, sind deiner Wahrheit Zeugen. Dein Wort schafft auch uns Sünder um; wie könnten wirs verschweigen! Unsre poff nung ist fest auf Jesum Christ. Gott, versöhnt mit dir, empfinden täglich wir des Glaubens Kraft und Wahrheit. 7. Durch eures Wandels Heiligkeit ehrt, Christen, diesen Glauben! Kein Spott kann euch die Seligkeit, kann euren Trost euch rauben. Durch des Wortes Kraft werdet tugendhaft, und dann lacht der Welt, die euch für Thoren hält. Gott wird es sehn und richten. 8. Wenn so der Spotter euer Licht ehrwürdig leuchten siehet, erfülle Scham sein Angesicht, daß er die Wahrheit fliehet. Deines Wortes Glanz, Golt, erleucht ihn gang. Sehns 5. Dann schallen dankbar von der Deinen Menge dir, unserm Haupte, höhre Lobgesänge, wenn einst dein Volk, das hier dein Geist & regieret, bort triumphiret. 10 De nit 291. Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. Der Der Spotter Heere rüsten sich, g dein Zion zu zerstören, sie spotten unsrer, die wir dich und deine Bahrheit ehren. Bitter ist ihr Spott. Ach wann werden, Gott, die dein Wort so schmähn, das sie doch nicht verstehn, zu dir sich endlich sammeln! 2. Stolz fragen sie: warum doch wir auf Jesu Wort uns gründen? obs auch gewiß sei, daß wir hier den Weg zum Leben finden? Möchten sie's doch sehn und es ganz verstehn, was für Weisheit ist im Worte Jesu Christ, und welche Gottesstärke! me 3. O schmeckt und seht die Freundutlichkeit des unsichtbaren Gottes; dergreift mit uns die Seligkeit, und schämt euch eures Spottes; fehet, wie er liebt, und wie er vergiebt, wie er Besserung, den i Weg der Heiligung die rohsten Sünder lehret! CCCC ST55 GT GT 55 555 55555 SS S 186 Sehnsucht, fromm zu sein und deiner sich zu freun, erfülle seine Seele. Werke und Wohlthaten Jesu Christi. ind Irrthum und vor Finsternis wahr' uns, weil wir leben. 6. Ein reines Herz schaff' in Herr, ein Herz nach deinem W und lehre täglich fertiger uns Geseß erfüllen: gehorsam de Vorschrist sein und dann un ner Gnade freun, sei unser auf Erden. 7. So wird dein Bolt dir terthan, und lernt die Sünde: den und du führst es auf d Bahn zu deines Reiches Frent und herrlich wird in dieser noch herrlicher in Ewigkeit großer Name werden. 8. Voll Zuversicht erwarten Beherrscher, deine Frommen.! großen Tages freun sie sich, wirst wiederkommen. Den dern kommst du zum Gericht; segnet dann dein Angesicht: Wonne der Gerechten. 292. Mel. Nun freut euch, lieben Christen 2c. Die Feinde deines Kreuzes drohn, vein Reich, Herr, zu verwüsten; du aber, Mittler, Gottes Sohn, be: schüßest deine Christen. Dein Thron beftehet ewiglich; vergeblich wird sich wider dich die ganze Hölle waffnen. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Men schenkindern: drum konnte keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dir können deine Haffer nie dein Erbe rauben; selbst durch sie wird es vergrößert werden. 3. Weit wollst du deine Herrschaft noch in dieser Welt verbreis ten, und unter deinem sanften Joch die Volker alle leiten! Vom Aufgang bis zum Niedergang bring' alle Welt dir Preis und Dank, und glaub' an deinen Namen. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich emporen, laß deiner Gnade Wunder sehn, daß sie sich noch bekehren. Lehr sie mit uns gen Himmel schaun und unerschüttert im Vertraun auf deine Zukunft warten. 5. uns, deine Christen, wolleft du fest in der Wahrheit gründen, daß wir durch sie heil, Trost und Ruh für unsre Seele finden. Mach unsers Glaubens, uns gewiß; vor 293. Mel. Herzliebster Jesu, was hafız Sauße die Deinen, die nad sich nennen und dich, o Jesu, der Welt bekennen. Laß de Händen, wie du selbst verheiß nichts sie entreißen. 2. Laß deine Wahrheit reint kündigt werden; mach' ihre Si herrlicher auf Erden; gieb M und Weisheit denen, die sie lehta dein Reich zu mehren. 3. Du hast noch niemals, dein Wort gebrochens führe Deinen, wie du selbst verspred 4. Ewig, o Heiland, sei dein Nam erhoben! Ewig frohlockend s müsse dich einst loben, o du Bede schirmer deiner schwachen Heerde, Himmel und Erde! ri Leben Jesu im Himmel und Herrschaft über Ulles. 187 führe sie endlich aus dem Kampf Der Herr, der starke Gott, hålt hienieden zum ewgen Frieden. über sein Gebot, giebt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod; was will uns dann erschrekken? 294. Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. Wenn Christus seine Kirche schüßt, so mag die Hölle wüthen. Er, der - zur Rechten Gottes sist, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah; wenn er gebeut, stehts da. Er schüßet seinen Ruhm und hält das Christenthum; mag doch die da Hölle wüthen. ti 2 ch C 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron' sich wider ihn empören: denn den Gesalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schåmen sich des Worts des Heilands, unsers Horts, sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott, sie mögen sich empören! chi 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht ein rauben; der Unchrist mag ihr wizit derstehn; wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hålt, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rau hr ben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrek= ken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. 295. Ein' feste Burg ist unser Gott, ein' gute Wehr und Waffen, er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alte böse Feind mit Ernsters jetzt meint, groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erden ist nicht seins Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit't für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren. Fragst du, wer er ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär' und wollt' uns gar verschlingen: so fürchten wir uns nicht so sehr; es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, thut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht't, ein Wortlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, und kein'n Dank dazu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib; laß fahren dahin, sie habens keinen Gewinn, das Reich Gottes muß uns bleiben... 296. બબ બબ બ SE55665 S 188 5 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 296. Es woll' uns Gott genådig sein und seinen Segen geben; sein Unt lig uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben, daß wir erkennen seine Werk, was ihm geliebt auf Erden, und Jesus Christus Seil und Stárk bekannt den Heiz den werden, und sie zu Gott bekehren. 22. So preise dich, Gott, als wir auch alles Volk der den! Der ganze Weltkreis jau dir und singe dir mit Freuben!! der du Herr der Erde bist, selbst der Sünde steuern. Wort, das Kraft und Leben soll uns dir ganz erneuern, Glauben dir zu dienen. 2. So banken, Gott, und loben dich die Heiden überalle, und alle Welt, die freuet sich und singt mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist, und läßt die Sünd nicht walten. Dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten, das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heilge Geist, dem alle Welt die Ehre thut, vor ihm fich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen. 3. Wer Glauben nur im hr hat, bringt Frucht in guten ten. Laß beines Wortes reiches bei uns auch wohl gerathen. E uns, Gott Vater, und Gott& sammt Gott dem heilgen Ge dir Dank und Ehre leiste! Und daß alle Welt vor deinem Welt sprech: Umen. 298. 297. Es wolle Gott uns gnädig sein und seinen Segen geben! Es leuchte stets mit hellem Schein sein Wort der, Welt zum Leben, daß Gottes Will' und Werk erkannt, und auf der ganzen Erde der Name Jesu noch genannt, sein Heil verkündigt werde, und Jeder sich bekchre! 4 Ach bleib mit deiner Gnade uns, Herr Jesu Christ, daß: hinfort nicht schade der F Macht und List! 2. Uch bleib mit deinem hier als dorte sei Trost und bei uns, Erlöser werth, daß un beschert! 3. Ach bleib mit deinem Gla bei uns, du werthes Licht; Wahrheit in uns pflanze, dan wir irren nicht! 4. Uch bleib mit deinem Se bei uns, o reicher Herr, dein G und all's Vermögen in uns ni lich vermehr! 5. Ach bleib mit deinem Sch bei uns, du starker Held, daß der Feind nicht troge, noch fäll bofe Welt! 6.% Leben Jesu im Himmel und Herrschaft über alles. 189 6. Uch bleib mit deiner Treue bei uns, Herr, unser Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth! 11 Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, und steu'r der Feinde List und Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, von seinem Thron zu stürzen drohn.) 200 -6 2. Zeig deine Macht, Herr Jesu: Chrift, daß du der Herr der Herren bist, beschirme deine Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gieb, heilger Geist, uns Ei nen Sinn, nimm alle 3wietracht von uns hin, steh bei uns in der legten Noth, führ' uns ins Leben durch den Tod. C 3 299. 499 fr 4. Sie sinnen auf ein Frevel stück; treib' ihre Tücke, Herr, zurück. Und wenn du uns von ihr befreist, gieb ihnen einen bessern Geift. Sei Bor $ 5. Laß alle Welt erkennen doch: du, unser Herr Gott, lebeft noch, und stehst bei deiner Kirche fest, die sich allein auf dich verläßt. 51 6. Verleih uns Frieden gnädig lich, o Gott, zu unsern Zeiten; es ist doch ja kein Undrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. 5 ban rei 7. Gieb unserm Fürsten und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein ge= ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit! Umen. 300. Mel. Herre Gott dein 2. Herr ich hoff je, du werdest die in keiner Noth verlassen, die bein Wort recht als treue Knecht ins Herz mit Glauben fassen; giebst Seligkeit nach dieser Zeit, und läßt sie nicht verderben. Herr, durch dich bitt' ich, laß mich getroft und selig sterben! od 301. Mel. Befiehl du deine Wege 2c. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr, von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei reiner Lehr; ach Herr, laß mich nicht wanken, gieb mir Beständigkeit! Dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. Am Reformationsfeste. 302. Mel. Sei Lob und Ehr dem 2c. Dein Volk, o Herr, singt frohen Dank zu deines Namens Ehre. Es stimm auch unser Lobgesang in alle heilge Chöre, die heut in deinem Heiligthum, zu deines großen Namens Ruhm, dir Jubellieder singen. 2. Dieß ist ein Tag von dir ges macht. Von dir, Herr, ists gesche= hen, daß wir, frei von des Irrthums Nacht, das Licht der Wahrheit sehen, daß wir, von Menschentand befreit, dir, wie dein eignes Wort gebeut, rechtschaffen dienen tonnen. und 1410 S 3. D GY CY CYCYC 5T55( at Gt SS GIS 5 GT S S 95 S S 190 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 3. O welche Wohlthat, Gott, lobsingt: fein heilig Wort e ist dieß, so uns ist widerfahren! uns jedes Irrthums Finsterni Es lag dein Wort in Finsternis, seit mehr als tausend Jahren. Du haft, trok aller Feinde Macht, es wieder an das Licht gebracht. Wir freun uns dieser Gnade. 2. Verdunkelt war der heit Licht, viel Christenlehra hens nicht; in harte Sklavereiz sank der Christen Volk durch benszwang. 4. Du låsset hier im Heiligthüm dein lautres Wort uns hören; zu unserm Heil, zu deinem Ruhm, läßt du es reichlich lehren. In unsern Häusern ist es auch uns frei zum täglichen Gebrauch. Lehr die ses Glück uns schågen. 5. In unsern Schulen bildet man Verstand und Herz der Jugend; man führt nach deinem Wort sie an zur Wahrheit und zur Tugend; das Unsehn unsrer Obrigkeit bleibt ungekränkt; und Sicherheit und Ruh' und Ordnung herrschen. 6. So können wir bei deinem Licht ein frohes Leben führen, wenn wir nach unsers Wandels Pflicht nur deine Lehre zieren. Und bricht einst unser Tod herein: so spricht dein Geist den Trost uns ein: Von nun an seid ihr selig! 7. So glücklich hast du uns gemacht durch deines Wortes Lehre! Dir, Herr, sei ewig Dank gebracht, dir Ruhm, Preis, Lob und Ehre. Dir jauchzet unser Herz und Mund, es mach auch unser Leben kund, daß wir dich dankbar preisen. 303. Mel. Vor deinen Thron tret' ich zc. Lobfinget: Gottes Huld und Macht vertrieb des Aberglaubens Nacht; 3. Doch Gott stand seiner k bei: da wurden die Gewissen daschwand des Aberglaubens Das hat, das hat der Herr than! 4.5 mi 4. Bewahrt sein Wort!% träglichkeit und Wahrheitelieb Frömmigkeit und Tugend für Kirche Sier: so sieget fie; Gott mit ihr! 5. 3agt nicht, weil seines tes Sicht nicht gleich durch d Nebel bricht, daß Spötter st Wahrheit schmähn: die Lehre su wird bestehn. 6. Seht Gottes Sonne, fiet hellt nicht gleich auf einmal d Welt. Laßt, Christen, unsers li uns freun und Gott durch ten dankbar sein! 7. Lobsingt, lobfingt dem he und freut, ihr Christen, euch Ewigkeit! Da wird kein 3mi da wird allein ein Hirt und Heerde sein. 304. Mel. Nun danket Alle Gott. Sehr groß, Herr, ist die hul die du an uns erwiesen. Sei daft inniglichy gelobet und gepries O pflanz dein Wort in uns, d de Wiederkunft Jesu. es je mehr und mehr recht reiche Früchte bring zu deines Namens Ehr! 2. Sm Glanze deines Lichts laß uns hienieden wallen, zu unserm keit. 66₂ 191 wahren Heil, und dir zum Wohl gefallen. Breit deine Lehre aus, schuß deine Christenheit und führ uns allesammt zum Licht der Ewig: 305. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. Jesus kommt, von allem Bösen uns, seine Christen, zu erlösen; er kommt mit Macht und Herrlich1 keit. Dann, an ſeinem großen Tage, verwandelt sich der Frommen Klage in ewige Zufriedenheit. Sei fröhlich, Volkdes Herrn! Er kommt, er ist nicht fern, dein Erretter! Dein Schmerz ist kaum ein Morgentraum; auf ihn folgt ewig sichres Heil. Wiederkunft Jefu. 3. Der sich euch zum Volk erwählet, der eure Ehránen alle záh let, ftritt auch mit unerschöpftem Muth. Wie hat Jesus nicht gerungen, wie tief war er von Ungst durchbrungen, wie seufzt' er laut, wie floß sein Blut! Doch sahn die Feinde nicht auf seinem Ungesicht 2. Augenblicke dieser Leiden, was seid ihr gegen jene Freuden der unbegränzten Ewigkeit? Seht die Kron am Ziele prangen, und kämpft und ringt, sie zu erlangen, die ihr dazu berufen seid! Euch hålt in eurem Lauf kein Schmerz des Lebens auf. Ueberwinder, das Ziel ist nah, bald seid ihr da, und eure: Leiden sind nicht mehr! bange Schrecken. Gestärkt von Gott, dámpft er den Tod; da jauchzten alle Himmel ihm. 4. Wohl uns, wenn wir mit ihm leiden! Dann ernten wir davon auch Freuden mit ihm, dem Uebers winder, ein. Laßt uns kämpfen, laßt uns ringen, mit unserm Haupt hindurch zu bringen und seines Him mels werth zu sein! Der Hülf' uns schafft, ist er; sein großer Nam ist, Herr, unsre Stärke. Die ihm vertraun, die werden schaun, welch eine feste Burg er ist! 5. Ja, du kommst, von allem Bosen uns, deine Christen, zu erlösen, deß sind wir froh und danken dir. Auch in noch so trüben Tagen soll unser Herz doch nicht verzagen: auf deine Zukunft hoffen wir. Wir wissen, wer du bist; wir traun dir, Jesu Christ, und sind stille. Wenn gleich die Welt in Trümmer fällt, bist du's, der uns allmächtig hält. The dat 306. Mel. D Ewigkeit, du Donnerwort 2c. Erhöhter Jesu, Gottes Sohn, der du schon lang des Himmels Thron als Herrscher eingenommen, du wirst gewiß zur rechten Zeit, in gro: ST55( at GISEST 55555 Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 192 großer Kraft und Herrlichkeit vom Spimmel wiederkommen. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun dich, Jesu, meine Augen schaun. 2. Hier faßt kein Sterblicher die Pracht, die deinen Tag einst herr lich macht. Wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, und sie vor dir sich beugen! Dann sieht die Welt die Majestát, Der unsre Menschheit an sichnen 307. Mel. Ewigkeit, du Donnerwo dazu dich Gott, dein Gott erhöht. 3. Laut tonet dann in jedes Grab dein allmachtsvoller Ruf hinab und schafft ein neues Leben. Auf Deinen Wink muß Erd' und Meer das unzählbare große Heer der Todten wiedergeben; durch deine Stimme neu beseelt, gehn sie hervor, und keiner fehlt. 4. Da stehen sie vor deinem Thron', erwarten den bestimmten Lohn mit Freuden und mit Beben. Die Sünder trifft nun Schmach und Pein; die Frommen aber führst du ein in das verheißne Leben. Nun zeigt die That, Herr Jesu Christ, daß du der Erde Richter bist. 5. O Herr, wenn dieser Tag erscheint, erscheine mir dann als mein Freund mit deinen Gnadenblicken, daß unbeschämt ich vor dir steh, verklárt in deinen Himmel geh, zum ewigen Entzücken. Und dazu mache mich bereit durch Glauben und durch Frömmigkeit. lich üben. Dich, den der fö Himmel preist, dich müsse hier de schon mein Geist aus allen& i ten lieben. So schreckt mich di Zukunft nicht, so hab' ich auch im Gericht. auch im Gerich 9 6. Dein Name sei mir ewig werth; und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treuals er, uns zu versöhnen, kommt einst, zu richten, wi Gewiß ist seiner Zukunft Zeit. f aller seiner Herrlichkeit steigt l sus dann hernieder. Vernimmi Welt, und beßre dich! Der Tagh Schreckens nahet sich. 2. Warum verzieht er? fragt Spott; wo bleibt der Sünd råcher, Gott? Hort, Sünd hörts mit Beben: Euch, die frevelnd widerstrebt und in Bosheit ficher lebt, zur Behrn Frist zu geben! Doch bald ist a Maß erfüllt, bald kommt der Mit ter und vergilt! IGNA 3. Dann öffnet um euch herf weit der Abgrund jener Ewigk mit allen seinen Schrecken; b wird euch, wenn der Richter dre nicht Berg, noch Meer, noch Ge noch Tod vor seinen Strafen ken. Denkt nicht: vielleicht barmt er sich; wißt, sein Geri ist fürchterlich! soartalt 4. Wenn furchtbar seiner D ner Schall und seiner Ullmacht stimme Hall der Erde Grund fall ind schüttern, und plöglich nun der Bau der Welt wankt, krachend stürzt, in Trümmern fällt; wenn selbst die Himmel zittern, und, vor den Richter hingerückt, der Spotter glaubet und erschrickt: 5. Dann ist nicht mehr zur Buße Zeit. Wo werdet ihr Barmherzigkeit, und Gnad' und Rettung fin#den? Die ihr der Sünden Maß noch häuft, fühlt, eh euch dieser Tag ergreift, das Elend eurer Sünden, daß ihr euch einst nicht selbst verflucht und in Verzweifs lung Eindrung sucht. Wiederkunft Jesu. m 6. Tag Gottes, Tag der Ewigteit, du predigft uns den Werth der Zeit laut, wie des Donners ti Stimme. Reizt, Menschen, nicht durch eure Schuld den Gott der Langmuth und Geduld, und scheut des Richters Stimme: denn schrecklich wird der Sünder Pein, und groß der Frommen Bonne sein! 308. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. #f Wachet auf vom Schlaf, ihr Sünder, erwacht! denn euch, ihr Menschenkinder, erwarten Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben hat Gott in eure pand gegeben. Erwacht! noch ist zur Behrung Zeit. Gerecht, gerecht ist Gott! er hört der Frevler Spott. Frevler, zittert, wißt, was er spricht, gereut ihn nicht; er kommt gewiß und hält Ge#richt. 193 2. Prohlich wird sein 3orn ents brennen. Dann wird der Spötter ihn erkennen, des Vaters einges bornen Sohn. Jauchzet, jauchzt, ihr, seine Frommen, er wird zu eurem Heile kommen; baly kommt er und mit ihm sein Lohn. Euch richtet Chriftus nicht. Er selbst ging ins Gericht für die Sünder. Wir sind versöhnt, mit Gott vers sohnt, wer überwindet, wird ges krönt. 3. Seid bereit, ihn mit Verlans gen, mit reinem Herzen zu empfan= gen: denn plößlich bricht sein Tag herein. Und der Richter wird vom Bösen sein Volk, die Frommen, ganz erlösen, von Sünd' und Tode sie befrein. Dann ist vollkommnes Heil in Ewigkeit ihr Theil. Jauchzt, ihr Frommen! Seid stets bereit auf diese Seit, und singt Gott Dank in Ewigkeit! 309. Mel. Aus der Tiefe rufe ich 2c. Herr und Richter aller Welt, der auch mir mein Urtheil fällt, Jesu, nimm dich meiner an, baß ich einst bestehen kann. 2. Mache mich von Sünden frei, fest im Guten, dir getreu, so erschrickt, hältst du Gericht, vor dir meine Seele nicht. 3. Millionen preisen schon deine Hülfe, Gottes Sohn. O bereite auch an mir solche Lobgesänge dir! 4. Die dir folgen, führest du sicher deinem Himmel zu. Führ M auch 5T St Sist s 555 S 5 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 194 auch mich einst da hinein; nur der Deine will ich sein. 5. Folgen will ich deinem Wort, hilf mir gnådig darin fort, bis mein Lauf, Herr Jesu Christ, selig hier vollendet ist. 6. Fröhlich hör' ichs dann von dir: Komm, Gesegneter, zu mir, nimm an meiner Wonne Theil, dein ist nun mein ganzes Heil! 7. Und frohlockend preis ich dann, was du, Herr, an mir ge= than, freue mit den Deinen mich deiner Gnade ewiglich. 310. Herr, Mel. Straf mich nicht in deinem zc. err, ich bin dein Eigenthum; dein ist auch mein Leben. Mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mirs gegeben. Gnädiglich führst du mich auf des Lebens Wegen mei nem Ziel entgegen. 2. Einst kommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden. Dann soll ich zur Rechenschaft darthericht sie außer Augen set, mit Fleiß verlege! ten: denn du willst vergelten. 3. Weh dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte, meine Zeit nicht gebrauchet habe! Weh dann mir, hab' ich hier dein Geschenk verschwendet und nicht angewendet! 4. Möchte täglich dein Gericht mir vor Augen schweben, möcht' ich mich, stets meiner Pflicht treu zu sein, bestreben, daß ich nie 10 5. Lehre mich gewissenhaft: da ne Zeit anwenden, eingedenk en Rechenschaft jeden Tag vollen di Gieb, daß ich ernstlich mich u Tag, auch heute, darauf vorber 6. Beigt sich erst die Erin furchtbar in der Nähe, o dam 9 es nicht mehr Zeit, daß ich G fi erflehe. Wenn der Tod miri se droht, kann ich deinen Willen, nicht mehr erfüllen. 7. Mein Gewissen strafe gleich für jede Sünde, daß i Mittler, bald durch dich G such' und finde. Dann ruff einst mir zu: Alles ist verge Sünder, du sollst leben! 8. Dann werd' ich auch im so richt, Herr, vor dir bestehen, s vor deinem Angesicht Freud'& Wonne sehen. Ewig dein werd E sein und im höhern Leben ewig s erheben. 311. Mel. Jesus, meine Zuversicht: gestellet werden. Dein Gericht Ichonet nicht, Richter aller Wel Stündlich naht der Tag to stundlich geh' ich ihm entgegen, von dem, was ich gethan, ich Rechnung soll ablegen. Thaten der Uebungszeit lohnet einf Ewigkeit. 2. Von Gedanken muß ich d wie von Worten, Rechnung g um Bergeltung zu empfahn, that bei Leibesleben; wie ich San hier gestreut, ernt' ich in der G keit. 2014 3. G Seligkeit durch Jesum überhaupt. 195 3. Selbst der Herzen stillen Rath 5. Richte, Mensch, nicht vor der wird der Nichter offenbaren; Je dem wird für jede That Lohn auf ewig widerfahren. Jener Tag, der macht es klar, was ich that und wer ich war. Zeit, bis der Tag des Herrn erscheinet. Fromme, blickt zur Ewigkeit, wenn ihr unter Leiden weinet: bald geht ihr zum Himmel ein, ewig bei dem Herrn zu sein. 4. Siehe, Christ, cin Uckersmann hofft geduldig, warmen Regen für die Saaten zu empfahn, sieht des Fleißes Frucht entgegen: sei auch du geduldig, Christ, da der Richter nahe ist. Seligkeit durch Jefum Chriftum. 312. 312. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht sc. Preis, und Lob und Herrlichkeit fri, Erlöser, dir gegeben! Preis sei dir in dieser Zeit, Preis und Lob im ewgen Leben! Menschen, Engel, Seraphim, groß ist Jes sus, jauchzet ihm! 2. Ihr Erlöseten des Herrn, preiset ihn, lobsingt ihm herrlich! Alle Sünden trug er gern, keine Last ward ihm beschwerlich; für die Welt, die strafbar war, gab der Heiligste sich dar. 3. Er, der Herrscher, stieg vom " Thron, und kam als ein Knecht auf Erden. Du bist würdig, Gottes Sohn, ewig hochgelobt zu wer: den. Freund, der froh sein Blut vergoß, werd' und bleib mir ewig i groß! 6. O laßt uns gewissenhaft und nach Gottes Willen wandeln, eingedenk der Rechenschaft fromm auch im Verborgnen handeln, selbst die kleinste Sünde scheun, Herz und Leben Jesu weihn! 4. Seele, Jesus sei dein Theil: treu ist er für dich gestorben, er hat Gnade, Trost und Heil und den Himmel dir erworben; Alles, Alles ist nun dein; wie kannst du gnug dankbar sein! 5. Für dein Leiden ohne Zahl, für die Leibs- und Seelenschmerz zen, und für deine Todesqual dank ich dir mit treuem Herzen. Treu dank' ich, doch mangelhafts gieb zu besserm Dank mir Kraft. 6. Nichts soll mich so sehr er freun, als daß ich dir angehöre. Jesum ehren, Jesu sein, ist des Christen Trost und Ehre. Wenn ich dein, o Heiland, bin, wird mir Alles zum Gewinn. 7. Un dir, Jesu, halt' ich fest, an dir, Treuester von Ullen. Wehe dem, der dich verläßt, er muß ins Verderben fallen! Meine ganze Seele spricht: meinen Jesum laß ich nicht. 8. Durch dich bin ich reich und hoch, ich bin Gottes Kind und Erbe. Gott liebt mich, was fehlt mir noch? Eins fehlt nun noch, daß N 2 SI551 GT GT G 5 196 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. daß ich sterbe. Auch wohl sterben Opfer schafft mir der Vergth hilfft du mir, und dann führst du Freuden, und Troft im Leida mich zu dir. Commor dom di 8. Die beßre Zukunft war di amir verhüllet; kein Strahl i poffnung, welche Seelen f die sich unsterblich fühlen, fo dem Herzen in seinen Schmer 9. Du aber, großer Mitt u bist mein Leben, willst nach da w zum Himmel mich erheben, at ewges Heil für meinen Geif währen, den Leib verktåren. S 10. Mit tiefgerührtem dal m 313, Mel. Herzliebster Jesu, was haft du 2c. Nie kann mein Herz dich, Jesu, gnug erheben. Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben; durch dich kann ich, der Sündenlast entnommen, zum Bater kommen. 2. Du, Gottes Sohn, du kamst zu uns auf Erden und gabst dich Se um Trost und Heil auf Zeit und Ewigkeiten mir zu bereiten.d 3. Nun liegt sie vor mir, deine Segensfülle, daß ich daraus den Durst der Seele stille, den Durst nach Gütern, die mein Herz ere quicken, mich ganz beglücken. 4. Mir fehlte Licht, Gott rich tig zu erkennen, froh zu verehren, Vater ihn zu nennen; du aber bist zum Lichte mir erschienen, Gott recht zu dienen. 5. Vor deinem Glanz' entfliehn die Todesschatten, die mich Ver blendeten umgeben hatten; ich sehe nun, erhellt durch deine Wahrheit, des Höchsten Klarheit. 6. Verschlossen hätt' ich mir durch meine Sünden den Weg zu Gott, um Trost an ihm zu fin den; ich sehnte mich, von ihm durch Schuld geschieden, umsonst nach Frieden. G DA GADGE 7. Dieß große Elend hast du weggenommen, bist mir der Weg, in Gottes Reich zu kommen dein deine große Güte. In Himm wonne preis ich deinen Na einst besser. Amen. fo 1314. Mel. Herzliebster Jesu, was haft n Gott, der du für uns b Sohn gegeben, wer kann dochgr sam deine Huld erheben?! herrlich zeigst du im Erlösun werke der Gnade Stärke! 2. Dein ewger Sohn stirbt die Menschenkinder, der Heil tritt an die Statt der Sün der Seligste begiebt sich f Freuden, für uns zu leiden. 3. Er wird das Lamm, Uller Sünden tråget; ihm, hast du die Strafen aufgeleget, du die Schuld an den verlor Schafen nicht dürftest strafen. 4. Was ist der Mensch, daß sein so gedenkest und deinen S ihm zum Versöhner schenkest! findest du an mir und an uns! len für Wohlgefallen? 5.8 197 2. Voll froher Ehrfurcht beug' ich mich vor dir, Sohn Gottes, der du dich für mich haft hingegeben. Es komme mir nie aus dem Sinn, wie viel ich dir, Herr, schuldig bin; dein Tod bringt mir das Leben. Durch deines Opfers ewge Kraft hat deine Liebe mir verschafft, was mich vor dem Verderben schüßt, was ewig meiner Seele nüßt. Herr Jesu Christ, wie liebst du mich, wie liebst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich. 3. Mit Inbrunst fleh' ich, Herr, zu dir, befördre du doch selbst in mir ein gläubiges Gemüthe. Wie dürres Erdreich dürstet mich, und meine Seele sehnet sich nach deiner großen Güte. Ich fühle wohl, was mir gebricht, o stårke meine Zuvers sicht, daß du auch mein Versöhner seist und mich vom ewgen Tod befreist! Herr, dieser Trost sei fest in mir, sei fest in mir, so dien' ich voller Freuden dir. 315. 4. Zur Weisheit und Gerechtigteit, zur Heiligung und Seligkeit bist du mir ausersehen. Gieb, daß Mel. Herzlich lieb hab' ich dich zc. Gelobt seist du, Herr, unser Gott, auf dieses Heils Gewinn ich eifrig richte meinen Sinn, mein Streben und mein Flehen. Zeuch mich, mein Heiland, ganz zu dir; ja, durch den Glauben wohn' in mir, so nimmt in mir die Seelenruh' und meines Herzens Beßrung zu. Mein Herr und Gott, verlaß mich nicht, verlaß mich nicht! so komm' ich einst nicht ins Gericht. 5. Du öffnest deinen Himmel mir. Der Freuden Fülle ist bei dir; Seligkeit durch Jesum überhaupt. 5. Verdient Verachtung gutiger Gefeße, verdient Verschwen dung unschätbarer Schäße, ver dient gehäufte gröbliche Verschuldung so viele Duldung? 6. O welche Tiefe deiner Menschentiebe! Wer faßt die Macht und Hoheit ihrer Triebe? Du thuft weit mehr zu unserm Wohlergehen, als wir verstehen. 7. Uch, Lehre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuversicht dich meinen Bater nennen, und zum Gehorsam dir mein ganzes Leben willig ergeben! 8. Was mir dein Sohn, da er für mich gestorben, von deiner Huld durch seinen Tod erworben, das werde mir zu meinem ewgen Heile nun auch zu Theile. 9. Dein Friede wohne stets in meinem Herzen und tröste mich bei des Gewissens Schmerzen; dein Geist sei mit mir, deinen guten Willen treu zu erfüllen! gelobt für unsers Mittlers Tod, der uns das Heil erworben! Wie hoch Ihast du auch mich geliebt! Er, der uns ewges Leben giebt, ist auch für mich gestorben. Mein ganzes Herz - frohlockt in mir, o Vater, ich lobfinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag aufs Neu' mich deiner Vaterhuld 5 erfreu; Gott meines Heils, sei ewig mein, sei ewig mein, und laß mich dir stets dankbar sein! 5555 55 5 S ១ SS S S S 5 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 198 dir; auch ich soll sie genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, so meine ganze Pilgrimschaft zu führen, zu beschließen, daß mir dein Wort stets heilig sei, daß ich, bis in den Tod dir treu, mit Freuden thu, was dir gefällt, und dich auch 317. ehre vor der Welt. Oherr, mein Mel. Wachet auf, ruft uns x Heil, sei stets mit mir, sei stets mit mir! so komm' ich einst ge- Herr, wir singen deiner& wiß zu dir. Erbarm dich unser und e nimm gnådig unser Loblichi Herr, wir danken voll Entzit Wo ist ein Gott, der so beglüc so lieben und so segnen kann?! Gott, den wir erhöhn, er, i Heil wir sehn, ist die Liebe; vor der Zeit, von Ewigkeit Gott die Liebe, wird sie sein. 2. Um zu dir uns zu erhe hauchst du in unsre Brust das ben und schenkest uns der b Glück; um zu dir uns zu erhek entziehst du unsrer Brust dail ben und schenkest uns des Himm Glück. Du giebst das Leben, Ge du sendeft uns den Tod nur Segen, bist liebevoll; nur u Wohl, nicht unser Elend s fest du. 316. Mel. Gelobet seist du, Jesu x. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Jesu Christi Mittlertod, der uns mit Gott versöhnet hat, war Feines bloßen Menschen That. Der Herr ist Gott. 2. Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Er bezwang den ewgen Tod; er kam von seines Himmels Thron', als er, erniedriget, der Sohn des Menschen ward. 3. Gott ist der Herr, Gott ist der Herr; ewig, ewig ist auch er! Der Wesen Wesen, Licht vom Licht schaun ihn, die vor dem Ungesicht der Gottheit stehn. 6. Bor Gott, durch Christi O Heil, o du meines MittlersizEinst schlummr' ich auch und dich; einst ruft mein Herr und auch mich. Gelobt sei Gott! I 10 11 4. Er sprach, da ging die Welt hervor, wonnevoll stieg sie empor. Noch spricht er, und sie eilet fort auf ihrer Bahn, nach seinem Wort. Gelobt sei Gott! 3. Als wir, von der Sünde gen gequält, in unserm Elend lag und Nacht des Todes uns ums fern von deiner Wahrheit Pfak da war es, Gott, als deine Gnd 5. Er spricht, und schafft zum erbarmend vor uns überging. Heiligthum sich erlöste Seelen um. rief der Liebe Blick ins Leben Die Seelen, die sich ganz ihm zurück von der Sünde; aus ihr weihn, die sind gerecht vor Gott, Nacht sind wir erwacht, e find rein durch Christi Blut, Thund sehen nun dein Licht. 4216 4. Pre Seligkeit durch Jeſum überhaupt. 199 4. Preiset ihn, ihr Jubellieder! kelheit. Du erschienst, bu eicht Zur Erde stieg sein Sohn hernies der, ward Mensch und starb der Sünder Tod. Christus hat den Tod bezwungen; ein neues Lied werd' ihm gesungen. Uns fegnet und begnadigt Gott. Wir sind mit ihm versöhnt, ihr Lobgesänge tont, tont zum Himmef, erschallt schon hier; einst kommen wir an seinen Thron und beten an. vom Lichte; wir schaun in deinem deines Vaters Angesichte nun Herrlichkeit. Nicht Wahrheit nur; auch Ruh strahlst du uns, Gotts mensch, zu, Sectenfrieden. Du hafts vollbracht; des Irrthums Nacht, der Sünde dunkle Nacht ist hin. 318. 1 Mel. Wachet auf, ruft uns. 4. Wenn die Seel' in tiefe Stille versunken ist; wenn ganz ihr Wille der Wille deß ist, der fie liebt; wenn ihr inniges Vertrauen, ihr freudig Hoffen fast zum Schauen empor steigt, wenn sie wieder liebt, und nun wahrhaftig weiß, dein Kampf und Todesschweiß, Gottversöhner, dein Blut am Kreuz, dein Tod am Kreuz versohn', o Herr, versöhn' auch sie: 81 Herr, welch Heil kann ich erringen, in welche Höhn kann ich mich schwingen! Ich soll des Himmels Bürger sein. O du Wort voll heilgen Bebens, voll Wonne, Wort des ewgen Lebens: ich soll des Himmele Bürger sein. Ich sink' er staunend hin, empfinde, wer ich bin, wer ich sein kann. Ich trage noch des Todes Joch; des Himmels sein. 5. O dann ist ihr schon gegeben. der Himmelssinn und ewigs Leben; im Himmel ist ihr Wandet dann! Stark, den Streit des Herrn zu streiten, sieht sie die Krone schon von weiten, die Kron' am Ziel', Bürger soll ich sich denn in dieſe und betet an. Preis, Ehr und 2. Schwing der Stårk und Kraft sei dem, uns erschafft, ihm zu leben! Für uns verbürgt, bist du erwürgt. Unbetung, Ruhm und Dank sei dir! 6. Preis sei dem, der auf dem Throne der Himmel sigt, Preis sei dem Sohne, Gott und dem Sohne Preis und Dank! Weisheit sind, und Gnad', und Stärke, Herr, Herr, und Wunder deine Werke. Gott und dem Sohne Preis und Dank! Wie strahlt dein Unges HA Höhen und lern' im Lichte Gottes sehen, wer du, versöhnte Seele, bist; mit dem göttlichen Entzücken wirst du in diesem Licht erblicken, wer, Seele, dein Versöhner ist. Du, durch sein Opfer rein, und stark, dich ihm zu weihn, er, des Vaters gleich ewger Sohn, Ruh, Heil und Lohn der Glaubenden, ihr nåhrer Gott. br 3. Wort vom Anfang, Wunder barer, o du, der Gottheit Offenbarer! Den Erdkreis deckte Dun काकाकाकाका S5 S 9 S 5 S Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 200 Angesicht von Huld! Doch im Gericht bist du heilig. Lobsingt dem Herrn, die ihr dem Herrn geftor: ben seid und sterben sollt. 6. Ergreif mich denn mit parmen, Gott, rette mich, Glauben, gieb auch Heiligkeit, dein Erbarmen, zu allen Pflic Kraft und Trieb, daß meine e dir getreu im Glauben bis Tode sei. 319. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c.. Aus Gnaden soll ich selig werden, und nicht durch meiner Werke Werth, Welch Heil, daß Gott mich schon auf Erden für seiner Gnade Kind erklårt! Durch meinen Heiland soll ich rein, aus Gnaden ewig selig sein, 2. Aus Gnaden: denn wer kann verdienen, was Sündern Gottes Sohn erwarb, als er für Gottes Ruhm, und ihnen zum Besten, zur Versöhnung starb? Nahm er nicht aller Sünden Schuld auf sich ale lein, und bloß aus Huld? 3. Aus Gnaden trug er ja auf Erden der Strafen Gottes ganze Laft. Was trieb ihn, Mensch, dein Freund zu werden, sprich, weß du dich zu rühmen haft? Bracht' er sich nicht zum Opfer dar, als je= der Gottes Feind noch war? 4. Uus Gnaden that ers; freut euch, Sünder! Wenn ihr nur wahre Buße thut und glaubt, fo seid ihr Gottes Kinder, ihm wohl= gefällig durch sein Blut. Welch Heil, das Gott uns geben kann! Uus Gnaden nimmt er Sünder an, seine Güte so wundervoll ist, e auf Schuld: denn wer auff freveln wagt, dem ist hier 3 und Heil versagt. 5. Aus Gnaden. Aber Sünder, hute dich vor dem Mißbrauch seiner Huld, und häufe nicht, weil 7. Aus Gnaden hilf mir ri streiten und überwinden; tritt zu, wenn meine matten Füße ten und decke meine Mängel Denn du belohnst dem Gla auch der Gnade redlichen brauch. Bo 8. Aus Gnaden einst von dir hoben, in deinem Himmel, wil dann mit allen Heiligen dich ben, mehr, als ich hier dich sen kann. Dann bin ich ganz recht und rein, und ewig s ewig dein. 320. Mel. Nun freut euch, lieben Chrif's Such, wer da will, ein en Ziel, die Seligkeit zu finden, m Herz allein bedacht soll sein, Chriftum sich zu gründen. Wort ist wahr, sein Werk ist sein heilger Mund hat Kraft Grund, all' Feind' zu überwinde 2. Such, wer da will, sich fer viel, die uns doch nichts worben; hier ist der Mann, helfen kann, bei dem Niem 3 3. Uch sucht doch den, laßt Alles stehn, die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Eucht & alle Stund' aus Herzensgrund ihn nur allein. Wie wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret! 4. Du, Herr, mein Heil, du follst mein Theil, mein Ein und Alles bleiben. Ach laß mich nicht 11 m Seligkeit durch Jesum in diesem Leben. 201 verdorben. Uns wird das Heil von deinem Licht die Eitelkeit verdurch ihn zu Theil, uns macht ge= treiben! Bleib du mein Preis, recht der treue Knecht, der für uns dein Wort mich speis; bleib du ist gestorben. mein Ehr, dein Wort mich lehr", an dich stets fest zu glauben. 5. Bend von mir nicht dein Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zamein gen; weich nicht von mir, höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach mancher Klag' einst ewig dir 2ob sagen! 321. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2c. Wohl dem, dem seine Missethat vergeben ist, der Gnade hat, den Gott, weil er zu ihm sich kehrt, für schuldlos und gerecht erklårt! 2. Welch eines Heils darf der sich freun! Denn Gott will selbst sein Vater sein; er, wenn er ihm vergiebt, nimmt dann mit voller Huld zum Kind' ihn an, 3. Und liebt ihn mehr, als Vater, mehr, als eine Mutter liebt, liebt er, und will durch seine Güte ihn zu hoher Seligkeit erziehn. 4. Er lehrt ihn väterlich, er zeigt ihm, was ihm heilsam ist, d und neigt sein Herz dazu, und stärkt und pflegt den Schwachen, den er schont und trägt; S DED Seligkeit durch Jesum in diesem Leben. 5. Daß er zum Jüngling und zum Mann erwachse, der selbst wandeln kann. Und strauchelt er denn auch im Lauf, o wie so gern hilft er ihm auf! 6. Nun hat er Friede, Herr, mit dir. Die Nuh kommt ihm zurück, mit ihr die Hoffnung jener Seligkeit, der er sich schon im Glauben freut. 7. Der Hochbeglückte darf auch kühn zu seinem Vater nahn, darf ihn um Nachsicht anflehn, und um Licht, um Kraft zur Uebung seiner Pflicht. 8. Dich nicht zum Richter, nicht zum Feind', Allmächtiger, dich nur zum Freund', an deines Sohnes Liebe Theil, o Gott, zu haben, welch ein Heil! 9. Was wirst du, Herr, für ihn nicht thun! Die ganze Welt verwandelt nun für den Begnadigten durch dich in deines Himmels Vorhof sich. 10. Weil SI S SESS GT GT GT GT 95 S 51 51 5 S 9 S GGG Y 202 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 10. Weil du der Sünden nicht gedenkst, genießt er Alles, was du schenkst, als Gaben, die ein Va= ter giebt, der zärtlich seine Kinder liebt. 11. Frei, wie ein Erbe Gottes, geht der Pilgrim auch durch Sturm und steht an dessen Hand, der Wel ten trägt, wenn Alles einstürzt, unbewegt. 12. O Jesu, Preis und Dank sei dir! Durch dich ward dieses Heil auch mir. Ich weiß, daß, der so hoch mich liebt, auch mir dich gab, auch mir vergiebt. 322. Mel. Dwie selig seid ihr doch 20. Wie begnadigt seid ihr doch, ihr Frommen! Gott hat euren Glau: ben angenommen, er hat vergeben. Freut euch, eures Glaubens sollt ihr leben. 2. Furcht und Angst mag sichre Sünder schrecken; wohl euch, daß euch Jesu Flügel decken! Ihr dürft nicht zagen, cr befreit euch von der Sünde Plagen. 3. Laßt die Welt sich ohne Gott betrüben, laßt fich gråmen, die die Erde lieben! Die kurzen Beiden, die ihr noch empfindet, werden Freuden. 4. Noth und Trübsal können euch nicht schaden: unfer Herr ge= denkt an euch in Gnaden, er will euch üben, ihn, wie Jesus liebte, treu zu lieben. 5. Elend sind, die keine Hoffnung haben; aber ihr erwartet ewge Y Gaben, ihr hofft im Sterbent was Jesus euch erwarb, z ben. 6. Also kann euch selbst der! nicht schrecken: eure Leiber wit Gott erwecken. Euch darf grauen, in die offne Gruft i zu schauen. 7. Denn er spricht: Geht hi eure Kammer, meine Lieben, von eurem Jammer, ihr sollt: sehen, euer Staub soll herrlich erstehen. nomade 8. Wenn nun wird des Rit Ruf erschallen: Kommt! so euch nicht das Herz entfalla seiner Rechten steht ihr danni allen seinen Knechten. 9. Preis und Ehre werdet ihm bringen und dem Mittler dort lobsingen. Durch seine den habt ihr Heil und Selig gefunden. 10. Sünder, laß ein solches dich locken, doch dein Herz länger zu verstocken! Dann d du kommen, und wirst auch Gnaden angenommen. 323. de Mel. Jesu, der du meine Seele Wer will Gottes Auserwählte, er, um ihr Gott zu sein, selbst seinen Kindern zählte, der erla Schulden zeihn? Er erklärt siek Gerechte, nennt sie Freunde, n mehr Knechte. Wer kann sie w dammen, fie? Der gerecht ma Gott, ist hie. 2$ 11 2. Hier ist Christus, der gestor. ben, Christus, der erwecket ist, der allein für uns gestorben, und für : uns erwecket ist. Waren wir gleich seine Feinde; haben wir ihn doch zum Freunde. Der zur Rechten Gottes sigt, liebt und segnet uns noch ist. 3. Keine Freude, Gott, kein Leiden, keines Menschen Tyrannei : müss' uns je von Jesu scheiden, kei8₁ Sp Seligkeit durch Jesum in diesem Leben. I 5. Alles können wir entbehren, de Mangel und Berlust ist klein, wenn wir dir nur angehören, und gewiß sind, dein zu sein. Alles wirst du uns ersehen; und mit welchen reis chen Schäßen! Müssen wir nicht selig sein? Alle Himmel, Herr, find dein! 60 ni ner Sünde Schmeichelei. Stärke deiner Kinder Herzen, daß sie weder Schmach, noch Schmerzen, daß sie, treu und fromm zu sein, Hunger, Bloß und Schwert nie scheun. 324. Mel. Schaß über alle Schäße 2c. ft Gott für mich, so trete gleich Alles wider mich. So oft ich zu ihm bete, verliert mein Kummer sich. Hab' ich nur ihn zum Freun$ 325 = 4. Hilf uns Ullen standhaft glauben, laß nicht leben oder Tod uns die Liebe Jesu rauben, nichts von bir uns trennen, Gott; nichts, wie herrlich oder prächtig, oder hoch und groß und machtig, oder furchtbar es auch sei, mach' uns Jeu ungetreu. 203 be, wie wohl bin ich daran! Nuch wider meine Feinde nimmt er sich meiner an. 2. Wohl mir! Ich glaub' es feste, ich bins gewiß, als Christ, daß Gott, der Höchst' und Beste, mein Freund und Vater ist, daß er zu allen Seiten mir seine Hülfe reicht, im Kampfe mir hilft streiten, in Noth nicht von mir weicht. 3. Der Grund, worauf ich baue, ist Christus und sein Blut. Bei ihm, dem ich vertraue, find' ich mein höchstes Gut. Const nichts in diesem Leben, sonst nichts auf dieser Erd, was er giebt und will geben, das ist der Liebe werth. 4. Er ists, der mich zum Leben, das ewig währt, erhöht; von ihm wird mir gegeben das Glück, das nie vergeht. Er ist mein Heil, mein Tröster, bereit, mich zu erfreun; wie könnt' ich, sein Erloster, verzagt und muthlos sein? 5. Durch ihn hat meine Seele zu Gott die Zuversicht: auch wenn ich Schwacher fehle, verwirft er mich doch nicht. Den Kummer meines Herzens sieht er erbarmend an, daß auch zur Zeit des Schmerz zens ich sein mich freuen kann. 6. Sein Geist ſpricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie ein furzes Leiden nicht zu vergleichen sei mit jenen ewgen Freuden, dem Lohn bewährter Treu. 7. Auf dieß mein Theil und Erbe seh' ich voll Zuversicht. Wenn ich 55 GISST GIGI GGGGGGG S S S S S S 5 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 204 ich gleich fall' und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Geh' ich auch unter Zähren hier manche rauhe Bahn; nimmt mich doch Gott zu Ehren dereinst auf ewig an. 8. Dieß stårkt mich, auch in Leiden dem Höchsten treu zu sein. Nichts soll mich von ihm scheiden, auch nicht die größte Pein. Er lenkt sie mir zum Besten, ist mir mit Troste nah, und, wenn die Noth am größten, ist seine Hülfe da. 9. Nichts, was wir hier erheben, kein glänzend Eigenthum, nichts, wornach Eitle streben, nicht Unfehn, Macht und Ruhm, nichts soll mir meinen Glauben an seine Batertreu vermindern oder rauben. Er steht mir dazu bei. sein; auch selbst die Zeit der Leis den hat für mich Sonnenschein. Den Trost, den ich nun habe, verdank' ich Jesu Christ, der selbst bei meinem Grabe mein Freund und Helfer ist. ben, wo man Freuden erntet der Saat der Leiden! 325. Mel. Wie schön leuchtet der zc. Wie groß ist unsre Geligkeit, o Gott, schon in der Uebungszeit, selbst unter viel Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergiebt, und treu in deinem Dienst sich übt! Wie groß wird sie einst werden, wenn sich herrlich jenes Leben wird anhe2. Schon sind wir göttlic Geschlechts und freuen uns hohen Rechts, als Vater dich preisen. Bei dir ist unser Bat land; und wer will deiner start Hand, Allmächtger, uns ent ßen? Wenn wir gleich hier m sen streiten, und zu Zeiten schm uns finden, hilfst du uns überwinden. 10. Mein Herz ist nun voll len? Freuden, und kann nicht traurig 3. Du deckest unsre Schul zu, schenkst unsern Seelen w Ruh', und stärkest uns mit Fra Dein Sohn ist unser Haupt Ruhm; wir sind sein Volk Eigenthum und Schafe seiner de. Gutes Muthes sind auf den in Beschwerden unsre Seel Herr, was kann bei dir uns 4. Es bleibet zwar der Werth der Gnade, die uns wi fährt, verborgen hier auf Erde doch wenn der Herr vor aller in Majestät Gericht einst dann wird er sichtbar werd Alsdann sieht man ihn mit Krom uns belohnen und die Seinen em lich mit sich vereinen. 5. Wie selig, Gott, find alsdann! Wie viel hast du an gethan! D laß uns unsre Wir vor Augen haben jederzeit, so th gen wir mit Willigkeit der kur Leiden Bürde. Herr, gieb Trieb in die Seelen, dich zu w len und im Leben uns dir gångli zu ergeben. 326. Seligkeit durch Jesum in diesem Leben. 326. Mel. Wer nur den lieben Gott c. Lid Bei dir, o Höchster, Gnade haben und deiner Huld versichert sein, das ist die größte aller Gaben, die je des Menschen Herz erfreun; das bleibt auch in der Ewigkeit die Quelle der Zufriedenheit. 2. Wovor darf meiner Seele grauen, wenn du mir, Gott, nicht schrecklich bist? Kann ich getroft auf dich nur schauen, dem Alles. unterworfen ist, so seh' ich auch mit heiterm Sinn auf alles Undre ruhig hin. d 0 3. Beschämt mich meiner Fehler Menge, du, Vater, du verzeihst sie mir. Bringt eine Noth mich ins Gedränge, so hab' ich doch den Trost an dir: du lenkest Leiden dieser Zeit doch stets zu meiner Seligkeit da 205 te wählen und vor dir recht zu thun in sich freun. Wer dich mit solchem Sinn verehrt, der ist dein Freund, der ist dir werth. 4. Froh seh' ich deinem höhern Segen, den deine Hand in jener Welt den Deinen aufbewahrt, ent gegen. Und wenn mein Leib in Staub zerfällt, so zagt mein Herz doch darum nicht, denn du bist meine Zuversicht. Com fo # 5. Mein Heil steht bloß in deinen Händen, und dein ist, Bater, alle Macht, mir jedes Gute zuzuwenden, das deine Huld mir zugedacht. Nur du vollführest deinen Rath. Wohl dem, der dich zum Freunde hat! t 6. Dieß ist das Glück der reinen Seelen, die sich mit Ernst vor Súnden scheun, nur dich zu ihrem Trofte 7. Der hat dich auch in allen Fällen gewiß zum Trost, und kann sein Herz in dir, o Gott, zufrice den stellen bei jeder Sorg', in je dem Schmerz, den wird zum ew= gen Wohlergehn unfehlbar deine Lieb' erhöhn. 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, um deiner Gnade mich zu freun, nach einem reinen Herzen strebe, und pråg es miraufs tiefste ein: kein größres Glück sei auf der Welt, als wenn man dir, Gott, wohlgefällt. ME 327. Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen 2. Gott, durch welchen alle Dinge sind, und wirken und vergehn, stårke mich, daß ich dir singe, lehre mich, dein Lob erhöhn. O könnt' ich dich würdig loben, der du mich voll Lieb' und Huld aus den Tiefen meiner Schuld zu des Christen Glück erhoben, dich erheben immerdar, der mich schuf und neu gebar! 2. Könnt ihr die Gestirne zäh len; Gottes Gnade zählt ihr nicht. Er errettet unsre Seelen, ist ihr Lohn, ihr Schild und Licht. Wenn wir mit den Eitelkeiten, mit Vers suchungen der Lust, mit dem Feind' in unsrer Brust, wenn wir mit. dem Tode streiten, dann hilft er der SI5Starr S 55 SSS Gr Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 206 der Schwachheit auf und erleich tert Kampf und Lauf. 3. Wenn uns Welt und Freunde meiden, weil wir ihre Freuden fliehn, dann giebt er uns seine Freu den, unser Herz empfindet ihn. Kann ich größres Glück begehren? Ewiger, hat dich mein Herz, o o wird es ohne Schmerz den Befig der Welt entbehren. Alles Undre wird mir klein gegen deine Gnade seyn. 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, nehm' ich sie als Wohlthat an von der Hand, die nur beglücken, aber niemals schaden kann. Du belohnst mir meine Schmerzen mit der Seele Heiterkeit und versüßest alles Leid durch die sichre Ruh im Herzen, die mich stets mit Muth belebt, über allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, über diesen rauhen Pfad geh' ich, Bater, in dein Leben, das nicht leid, nur Wonne hat. Soll ten mich der Erden Freuden, sollte mich der Sünder Spott, und das Elend und der Tod, Herr, von dei ner Liebe scheiden, raubt' ich meine Krone mir, nein, ich leb', ich sterbe dir. wie viele hohe Freuden genieß nicht, vereint mit dir! Du mein Himmel auch schon hier. 2. Hab' ich, Erlöser, dic Freunde; was brauch' ich dan du forgst für mich. Sätt' ich eine Welt voll Feinde; ich bing trost, ich trau' auf dich. Tritt! les wider mich zusammen; ich nicht. Wer will verdammen?! haft für mich genug gethan, nimmt sich meiner gnädig an. 3. Hier wall ich zwar auf hen Wegen; doch du bist meine versicht. Auch Leiden werdend zum Segen, auf dunkle Nic folgt das Licht. Nur Sund zittern vor dem Grabe; ich, ich dich zum Freunde habe, ka auch des Grabes selbst mich frem bald werd' ich ewig bei dir s 4. Gelobt seist du, o Fre der Seelen! In deiner Huld, wohl ist mir! Was kann, da uns liebst, mir fehlen? Ich fin jedes Heil bei dir. In noch drückenden Beschwerden hab' i den Himmel schon auf Erde denn du bist durch den Glauben mein. Mein Freund ist mein, ich bin sein.is 140 328. Wie wohl ist mir, o Freund der 329. Seelen, wenn ich in deiner Liebe Mel. In dich hab' ich gehoffet. ruh! Ich traure nicht, was kann Ich freue mich, mein Gott, mich quälen? Mein Licht, mein Trost, mein Heil bist du. Bei dir vergeß ich meine Leiden: denn o dir. Du bist mein Troft, was kann mir in deiner Liebe fe len? Du, Herr, bist mein, un Seligkeit durch Jesum in diesem Leben, 207 ich bin dein, was mangelt meiner dann ewiglich mein ganzes Herze Geelen? weiden. 2. Du hast mich vor der Welt erwählt, und deinen Kindern zus gezählt; nie wirst du mein vers gessen. Du liebst mein Woht, haft gnadenvoll mein Glück mir zu Den Glauben, der an Gott sich fd gemessen. 3. Du trägst mich liebreich mit Geduld, vergiebst durch Christum mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Un seinem Heit hab' auch ich Theil; dieß tröstet meine Seele. dige 4. An dir hab' ich den treuen Freund, der es aufs Beste mit mir meint; wo find ich deines Gleichen? Mit deiner Treu stehst du mir bei, wenn Berg und Hügel weichen. c E 5. In Finsterniß bist du mein Licht, erfreust mein Herz; drum frag ich nicht nach allem Tand der * Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 6. Du segnest mich, wenn man mir flucht;. und wer mir auch zu schaden sucht, dem wirds doch nicht gelingen. Selbst was mich kränkt, be das muß, gelenkt von dir, mir Segen bringen. 7. Auf deiner Huld allein beruht mein ganzes Glück, mein höchstes Gut; in dir leb' ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. 8. Du willst mein ewges Wohltergehn; einst werd' ich dich noch näher sehn, du Ursprung wahrer Freuden. Un dir wird sich 330. or Mel. Nun freut cuch, lieben 20. hält, den soll kein Feind mir rauben. Als Bürger einer bessern Welt leb' ich hier nur im Glau ben. Dort schau' ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? es ruhr in Jesu panden. INDS 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit, und herrlich ist die Krone. Das Glück der ganzen Ewigkeit wird mir zum frohen Lohne. Durch deinen Schild werd' ich bedeckt, der du für mich den Tod geschmeckt; was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr, du bist mein höch ster Ruhm, mein bester Trost auf Erben, in jener Welt mein Eigen= thum; was kann mir Größers werden? Von fern glångt mir mein Kleinod zu, du schaffst mir nach dem Streite Ruh' und reichst mir meine Krone. 4. Herr, lenke meines Geistes Blick von diesem Weltgetümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Zeit, im Him met ist mein Wandel. 5. Jeht, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt.gewährt, wo wir dir heilig dienen. Dann, SSS GT GT G 55 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 208 Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint und mein Erlösungstag erscheint, dann werd' ichs froh empfinden. 6. Im Dunkeln seh' ich hier mein Heil, dort seh' ichs klar und heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil, dort hebt mein Geist sich weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt, dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich einst vollkommen schmücket. 7. 3u diesem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden, auf deinen Tod bin ich getauft; wer will von dir mich scheiden? Du zeichnest mich in deine Hand, ich bin dir, du bist mir bekannt; mein find des Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Selig: keit! empfinde sie, o Seele! Vom Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele. Der Erde glänzend Nichts vergeht; nur des Gerechten Glück besteht durch alle Ewigkeiten. 331. Mel. Ich bin ja, herr, in deiner 2c. Mein Glaube, meines Lebens Ruh, der führt mich deinem Himmet zu, o du, an den ich glaube. Uch gieb mir, Herr, Beständig keit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube! Tief pråg' es meinem Herzen ein, welch Glück es sei, ein Christ zu sein! 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht zu deiner Ewigkeit ein Recht durch deinen Tod erworke Nun bin ich nicht mehr Asch'u Staub, nicht mehr des ewger Raub: du bist für mich storben. Mir, der ich dein G loster bin, ist dieses Leibes Gewinn. 3. Ich bin erlöst und bin Christ; mein Herz ist ruhig vergißt die Schmerzen dieses bens. Ich dulde, was ich dulde soll, und bin des hohen Trof voll: ich leide nicht vergeben Gott selber mißt mein Theil zu, hier kurzen Schmerz, ewge Ruh. 4. Was seid ihr, Leiden die Zeit, mir, der ich jener Herrli keit mit Ruh entgegen schau Bald ruft der Herr, und ewigh belohnet und erquickt er mich, ich ihm hier vertraue; bald, verschwindet aller Schmerz, Himmelsfreuden schmeckt m Herz. 5. Bin ich gleich schwach, trag' ich doch nicht mehr der Sün schåndlich Joch in meinem Lauf Erden. Die Tugend ist mir Pflicht. Und wenn ich gleich nieden nicht ganz frei von Fehle werde, so ist mein Trost: G hat Geduld, und straft mich ni nach meiner Schuld. 6. Der du den Tod für mit bezwangst, du hast mich, Mitt aus der Angst, die ich verdien gerissen. Dir, dir verdank'* meine Ruh, du heilest mein Wunden zu, du stillest mein G wiffe Seligkeit durch Jesum in diesem Leben. 209 wissen. Und fall' ich noch in meis versüßet uns des Lebens Ruh, und nem Lauf, so richtest du mich wies der auf. stårkt uns in Gefahren. 7. Gelobt sei Gott! Ich bin ein Chrift, und seine Gnad' und Wahrheit ist an mir auch nicht vergebens. Ich wachs in meiner Heiligung, ich spüre täglich Besserung des Hers zens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft den neuen Menschen in uns schafft. 8. Dank sei dir, Jesu, Dank und Ruhm! Mich lehrt dein Evange lium, fest glauben, Liebe üben, es macht mich ruhig und erfreut, führt mich, zur wahren Seligkeit: wie sollt' ich es nicht lieben! Er balte stets mein Herz dabei, so preif' ich ewig deine Treu. 332. Rel. Kommt her zu mir, spricht. So hoff' ich denn mit festem Muth auf Gottes Gnad' und Christi Blut, ich hoff' ein ewig Leben! Gott ist in ein Vater, der verzeiht, hat mir * das Recht zur Seligkeit durch seinen Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein unaussprechle lich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben, im Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert sein von deines Geistes Gaben! Ten 3. Dein Wort, das Wort der en Seligkeit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren, eines spricht uns Trost im Elend zu, 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein götts lich Wort, um deines Namens willen, laß ihn mein Licht auf Erden sein, ihn täglich mehr mein Herz erneun, und mich mit Trost erfüllen. 333. Mel. Schmücke bich, o liebe*. Vom Geräusch der Welt geschien den, schmeck' ich, Jesu, deinen Fries den und die Freude, schon auf Ers den mit dir Herr, vereint zu wers den. Ich seh diese Welt der Süns den unter meinem Fuß verschwins den, und das Heil von jenem Les ben den entzückten Geist umgeben. 2. O was achten weise Christen fenen Reiz von niedern Lüften? was den Glanz der eiteln Freuden? was des Lebens kurze Leiden? Was durchströmt sie für Entzücken, wenn sie deinen Lohn erblicken über sich an deinem Throne deiner treuen Streiter Krone! 3. Mag doch Trübfal auf mich stürmen; deine Huld wird mich bee schirmen. Kurz sind dieser Wallfahrt Pfade; ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes stillen Zähren will ich deinen Rath verehren, unter keiner Plage fins ken, gern den Kelch der Leiden trinken. 4. Du haft selbst der Menschen Plagen, Heiland, voll Geduld ers tras 210 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. tragen, haft den schwersten Kampf ten werd' ich auf dieser Erden gestritten, tausendfaches Leid gelit ten. Laß mich deine Kraft beleben, wenn die matten Hände beben, laß fie mir den Sieg gewähren, trockne meine bangen Zähren. geübt. Wer Jefu glaubt, der im Tode nicht: ein ewig bracht er an das Licht. 334. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2. Der du zu den beglückten Scha: ren, die Jeſum kennen, mich, auch mich gefellt, durch ihn schon in der Kindheit Jahren mich treu gelehrt, was dir und ihm gefällt, dir bringt, gerührt von seiner Seligkeit, mein Herz ein Lied voll heißer Dankbarkeit. 2. Ich darf ja dich nun Vater nennen. Von dir, der du die Liebe selber bist, kann Tod und Leben mich nicht trennen. Dein Kind bin ich, bin ich ein ächter Christ, der treulich übt, was Jesus ihn gelehrt und sein Gebot als Gotz tes Willen ehrt. 3. Unzählbar sind die Seligkeiten, die mir mein hoher Glaube täglich giebt. 3u freudenvollen EwigkeiSeligkeit durch 335. Mel. Wachet auf, ruft uns 2c. Sterben führet uns zum Leben. Seid fröhlich, die ihr Gott ergeben: des Todes Macht ist längst dahin. Nur der Leib wird einst verwesen, der Geist lebt fort und wird geneand Fre wit unc go 4. Er ist mein Trost in mernissen, mein Vorbild auf Fru Pilgerlebens Bahn. Und fühlient Kummer im Gewissen, so schier glaubensvoll zu ihm hinan, fein von der Furcht das bange hen freit und mirs verheißt, daß uns gern verzeiht. Ste 5. Gelitten hat er selbst, gen det, kennt Noth und Elend, imell von Gram und Schmerz; und sein er hatte nichts verschuldet, und sein von Sünden blieb im Kampf Dr Herz. Nun kann er helfen, aus wie dem, der weint, zu Muthewa der der treue Menschenfreund. 6. Wer zählt, wer zählt ifre Segen alle, die durch ihn wurk unser Loos und Theil. Preist tre mit lautem Jubelschalle und fi ut erlöste Brüder, euer Heil. pr danke, wer ihn kennt und ihn ehrt. O selig, wer auf swe Stimme hört! er mi 6 6 Jesum im Tode. fen: den Frommen ist der Tob winn. Was ists, das an stirbt? Was irdisch ist, verdi o welch ein Trost! Gelobt sei 6 in Todesnoth, er hilft den Sei durch den Tod. de 2. Dann ist Alles überwundg die Seel' ist da der Last entbunddie Seligkeit durch Jesum im Tode. and ewig alles Jammers los. Ihre Freuden sind unendlich, ihr Gott wird ihr als Gott recht kenntlich und seine Majestát recht groß. Gott ist ihr Lobgesang. Ganz Freude und ganz Dank, jauchzt sie entzückt vor seinem Thron im höhern Ton: gelobt sei Gott, gelobt fein Sohn! 3. Sollt uns noch das Grab anfechten, da Jesus sitt zu Gottes Rechten, der von dem Tod erstanden ist? Unser Haupt kann nicht mehr sterben, wie könnte denn sein Glied verderben? Ich bin sein Glied, bin ich ein Christ. Drum schreckt mich nicht die Gruft, aus der er mich einst ruft. So wahr er lebt, er nimmt auch mich dereinst zu sich. Erlöste Seele, freue dich! 4. Ja, du wirst vor Gott noch treten, mit frohem Dank den anzubeten, den aller Himmel Coblied preift. Jesus wird dich mit den Freuden der Auserwählten ewig weiden, und du wirst schaun, was er verheißt. O Tod, was bist du mir? Des rechten Lebens Thür; Gott offnet sie, o Herrlichkeit! In Gott erfreut, sing' ich ihm Dank in Ewigkeit. 213 den er zum Heil dir gab, hat seine Huld auf Tod und Grab ein neues Licht verbreitet. 2. Er, dein Erlöser, starb für dich, den Trost dir zu bewähren: mit diesem Leben ende sich zwar wohl die Zeit der Zähren, doch nicht Genuß der Gütigkeit des Vaters, dessen Herz sich freut, uns ewig zu beglücken. 3. Er ging aus seiner Gruft hervor, verherrlicht nun zu leben, und seine Frommen einst empor zur bessern Welt zu heben. Frohlock' ihm dankvoll, o mein Geist, ihm, der auch dich der Furcht entreißt, auf immer einst zu sterben. 4. Des Todes Macht ist längst dahin, dir ewges Heil zu rauben. Selbst Sterben ist für die Gewinn, die an den Heiland glauben. Sein Wort steht fest: Ich leb', und ihr sollt leben, Gläubige, mit mir, und meinen Himmel erben. 5. O frohes Wort! Wie sollt ich, Herr, denn vor dem Tode bes ben? von dir entwaffnet, ist doch er nur Weg zum höherm Leben, zum Leben, wo kein Tod mehr ist, wo du der Deinen Wonne bist und ganz mit Heil sie fåttigft. 6. Dir, der du für mich starbst und nun zur Rechten Gottes lebeft, daß du, die deinen Willen thun, zum ewgen Heil erhebeft, dir soll mein Herz geheiligt sein, so ist gewiß dein Sieg auch mein, bu Todesüberwinder. 336. Mel. Nun freut euch, lieben 20. Sei innig, o mein Geist, erfreut, dein Wunsch ist nicht verloren: Jum Leben froher Ewigkeit hat 7. Gelobt seist du! Nun liegt dich dein Gott erkoren. Durch den, vor mir die besre Zukunft offen; 02 hun Werke und Wohlthaten Jesu Chrifti. 212 nun kann ich auch, vereint mit dir, auf ihre Freuden hoffen. Die Schrecken dunkler Grabesnacht be fieg' ich nun durch deine Macht, und jauchze dir ohn' Ende. 337. Mel. Chriftus, der ist mein 2c. Mein Jesus ist mein Leben. Reißt schon der Tod mich hin; was foll ich ångstlich beben? der Tod ist mein Gewinn. 2. Wer an ihn glaubt, wird selig. Dieß Wort steht ewig fest. Die Freuden sind unzählig, die es mich hoffen läßt. 3. Drum freu' ich mich zu sterben. Nach wohl vollbrachtem Lauf werd' ich den Himmel erben, du, Speiland, nimmst mich auf. 4. Du kennest meinen Glauben, und keine Frucht, noch Pein, soll mir dieß Kleinod rauben; ich bin und bleibe dein. 5. Durch ihn bin ich gereinigt, durch ihn mit Gott versöhnt, durch ihn dir fest vereinigt, und bald mit Preis gekrönt. 6. Wer kann dich gnug erheben? Du hast, Sohn Gottes, dich für uns dahin gegeben, und, wohl mir, auch für mich. 7. Geheilt ist nun mein Schade, im Spimmel ist mein Theil. O theure hohe Gnade, o unaussprechlichs Heil! 8. 3u dir, Herr, will ich fle hen, so lang' ich lallen kann, du kannst mein Snnres sehen, und nimmft auch Seufzer an. 10 9. Du selber hilfft mir ti allmächtig hilfft du mir, ins durchzudringen; und dann ich bei dir. 10. O wohl mir, ich voll vielleicht bald meinen Lauf geb' in deine Hånde den 6 du nimmst ihn auf. 338. Christus, der ist mein Leben Sterben mein Gewinn. Ihn ich mich ergeben, mit Freuden ich hin. 2. Ich gehe hin in Frieda dir, Herr Jesu Christ, von stets ungeschieden, der du Heiland bist. 3. Dann hab' ich überw Kreuz, Leiden, Ungst und versöhnt durch deine Wunden ich, versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Augen br mein Athmen schwerer wird, ich nicht mehr kann sprechen, Geist sich oft verirrt; 5. Wenn Sinnen und Geda wie ein verlöschend Licht, nod und wieder wanken; ach dann laß mich nicht! 6. Alsdann leicht, sanft stille, Herr, laß mich schlafen Es ist dein Rath und Wille, ich soll selig sein. 7. Nur laß mich die er in dieser Sterblichkeit, do kann mit dir leben in deiner lichkeit. 8.% Seligkeit durch Jesum im Tode. 8. Wohl mir! Mit jener Menge, die dich im Himmel preift, sing' ich dann Lobgefånge dir, Vater, Sohn und Geist. 339. Mel. Ich hab' mein' Sach' se. Ich bin ein Pilger in der Zeit, ich walle nach der Ewigkeit. Mein Les ben eilt so schnell dahin, wie Schatz ten fliehn. Herr, lehr mich, daß ich sterblich bin. 2. Vor dir, du Vater alles Lichts, bin ich, sind alle Menschen nichts. Mein Leib ist ein belebter Staub, ein Gras, ein Laub, und bald, ach bald des Grabes Raub! 3. Bald kämpft mein Leib mit Schwäch' und Schmerz, bald sorgt, bald ångstet sich mein Herz, bald wird ein Unglück, bald ein Freund von mir beweint; dann kommt der Tod, der letzte Feind. 340, feme Mel. Wenn mein Stündlein 26. Wie schnell verfließen sie, wie schnell, die uns geliehnen Jahre! Dem Frommen ist die Aussicht hell, er sicher seine Bahre ganz ruhig und zufrieden an, ist froh in dieser Welt, auch dann, wenn Gott hinaus ihn führet. 4. Du machst, o våterlicher Rath! achft, o uns durch die Leiden lebenssatt. Daß uns der Tod nun Wohlthat ist, das dankt der Christ dem, der für uns gestorben ist. 5. Ich leb' und leide dir, dem Herrn; und dir, Herr, leb' und leid' ich gern. Du stårkft mich, wenn mir Kraft gebricht, ichwanke nicht. Geduld ist ja des Christen Pflicht. 213 6. So komme, wenn er will, der Tod, er führet mich zu dir, o Gott. Du giebst, nach Leiden dieser Zeit, nach Sorg' und Streit, mir die ers worbne Seligkeit. 2. Die Jahre dieser Pilgerzeit find uns zum Heil gegeben. Wir follen hier mit Emsigkeit nach weifer Jugend streben, uns jeder Gabe Gottes freun, ihm unsre ganze Seele weihn, wie er, die Menschen lieben. 3. Wenn wir sein göttliches Ges bot gern zu befolgen eilen, so wird er einst durch unsern Tod une neues Heil ertheiten. Zu höhern Freuden gehen wir durchs Todesthal, wenn wir nur hier die Tugend freudig üben. 4. Der Treubefundne jauchzt nun ba, wo ewig Freude wohnet. Und ist des Frommen Stunde nah, die sein Vertraun belohnet, die ihn zur talten Tobtengruft, doch nein, zum bessern Leben ruft; wie froh kann er entschlummern! 5. Auf diese Stunde harr' auch ich, nah an des Grabes Höhle: zu einer Bonne führt sie mich, von ber sich meine Seele nur schwach die Größe denken kann, die ich einst fühle, und die dann in Ewigkeit mir bleibet. Seligs Werke und Wohlthaten Jesu Christi. Seligkeit durch Jesum in der Auferstehun 2. Erd' und Meer und beben. Die Frommen ftcha zum Leben, zum neuen Lebent fie auf. Ihr Versöhner fon voll Klarheit, vor ihm ist Treu und Wahrheit, der Lohn krönt ihren Lauf. Licht um deinen Thron und Leben, tes Sohn! Preis dir, Heils Erlöser, dit, dir folgen wir nes Vaters Herrlichkeit. 214 341. Mel. Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod 2c. Auferstehn, ja auferstehn wirst du, mein Staub, nach kurzer Ruh; unsterblichs Leben wird, der dich schuf, dir geben! Gelobt sei er! 2. Wieder aufzublühn, werd' ich gefåt. Der Herr der Ernte geht und sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben. Gelobt sei er! 3. Tag des Danks, der Freudenthránen Tag, du meines Gottes Tag! Wenn ich im Grabe genug ge= schlummert habe, erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wirds bann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden; der müden J Pilger Leiden sind dann nicht mehr. 5. Ach ins Allerheiligste führt mich mein Mittler, dann leb' ich im Heiligthume zu seines Namens Ruhme. Gelobt sei er! 342. Wachet auf! ruft einst die Stimme, des Sohnes Gottes Ullmachtsstimme, verlaßt, ihr Todten, eure Gruft! Wachet auf, erlöste Sünder, versammelt euch, ihr Gottes Kinder, der Welten Herr ists, der euch ruft. Des Todes stille Nacht ist nun vorbei, erwacht! Gelobt sei Gott! Macht euch bereit zur Ewigkeit: sein Tag, sein großer Tag ist da. 3. Ewges Lob sei dir gesung Wir sind zum Leben durchgeht gen; am Ziel sind wir, beim; Ben Lohn. Christus stromt Freuden Fülle auf uns, wir ihn ohne Hülle, ihn, unsern Fr und Gottes Sohn. Kein Auge sie, dem Ohr erscholl sie nie, Wonne. Bon Ewigkeit zu b keit sei Dank, und Preis und dir! 343. 9021 Mel. Was Gott thut, das ist G Ich freue mich der frohen Zut ich werd' auferstehen. Dann ich in der Herrlichkeit dich, mein Heiland, sehen, dann auch ich, o Sperr, durch dich, eint mit allen Frommen, zu gen Ruhe kommen. 2. Sa, Herr, du führst sie heran die Stunde der Erbj die Stunde, da ich hoffent Troft, Freiheit und Genesung Engeln gleich, im Himmelrei TA Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. 1996 23 mit dir werde leben, mit Herrlich keit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, du bists, auf den ich traue. Ich weiß, daß ich, Herr Jesu Christ, einst auferweckt, dich schaue. Und dein Gericht wird mich dann nicht mit Trůbsal, Angst und Schrecken, so, wie die Sünder, decken. 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit vor dir, mein Haupt, zu stehen, und mit dir in die Herrlich keit frohlockend einzugehen. O hilf bu mir aus Gnaden, hier zum Glück der Ewigkeiten mich würdig zu bes reiten! 674 piling sung 344. mel. Mir nach, spricht Christus 2c.. Herr, du bist meine Zuversicht. Du lebst, auch ich soll leben; du wirst mir, was dein Wort ver= spricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein Junger kommt nicht ins Gericht; dieß stårket meine Zuver ficht. 215 wird der herrlichste Gewinn der Ernte mich erfreuen. Ich leide und verzage nicht: denn du bist meine Zuversicht. 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, den Samen auszustreuen, dort 3. pier trag' ich deine sanfte Last, und fühle meine Würde; hält auch die Welt, die sie nicht fast, sie gleich für schwere Bürde. Den Frevler trifft einst dein Gericht; und dann siegt meine Zuversicht. 4. Sink' immerhin, mein Leib, in Staub: Gott wird dich neu beNur hier bin ich des Toleben. des Raub, dort werd' ich ewig leben. Wie stark ist dieses Trosts Gewicht, wie sicher meine Zuversicht! 5. Herr, diesen Segen dank' ich dir. Du lebst und ich soll leben. Du gingst aus deinem Grabe, mir Unsterblichkeit zu geben. Ich glaub es dir, und zweifle nicht: dein Wort ist meine Zuversicht. 345. Mel. Sesu, der du meine Seele zc. wie unaussprechlich felig wer: den wir im Himmel sein! Da, da ernten wir unzählig unsers Glaubens Früchte ein, da wird 6. In diesem Glauben stårke mich. Laß mich den Trost empfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod kann überwinden. Grab und Verwesung schreckt mich nicht: denn du bist meine Zuversicht. Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. ohne Leid und Zähren unser Leben ewig währen. Gott, zu welcher Seligkeit führst du uns durch dieſe Zeit! 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort für Heil bereitet hast, noch in Keines Herz gekommen. 216 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. Welcher Mensch auf Erden faßt deines Himmels große Freus den? Doch nach dieses Lebens Leis den werden Alle, die dir traun, mehr noch, als sie hoffen, schaun. 3. Neue Wunder deiner Güte werden da ihr Glück erhöhn; mit erstaunendem Gemüthe wird dann unser Auge sehn, deine Huld sei überschwenglich, und das Gute unvergånglich, das dem, der dich redlich liebt, deine Baterhand dort giebt. 4. Dann wirst du dich unsern Seelen offenbaren, wie du bist. Keine Bonne wird uns fehlen, da, wo Alles Wonne ist; zu vollkommnen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieses Heil erwarb, als am Kreuz er für uns starb. 5. Da wird deiner Frommen Menge ein Herz, eine Seele sein, Dienst, und Dank und Lobgesånge dir, erhabner Gott, zu weihn; dir, und dem, der selbst sein Leben wils lig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. 6. O wer sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da zu sein, wo nach ausgeweinten Thränen ewge Güter und erfreun, wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kummer stört. 7. Was ist unser Loos auf Erden? Obs auch noch so köstlich sei, ists doch nie ganz von Beschwer y Sorgen, Furcht und Kummer Schnell folgt hier auf Luft oft b nen; dort nur wird die Zeit scheinen, wo kein Wechsel z uns beugt, wo das Glück bef dig steigt. 8. Sei, o Seele, Hocherf über das erhabne Glück, das einst dein Gott verleihet. M deines Glaubens Blick oft nac ner Stadt der Frommen mit Ernst, dahin zu kommen. Trad weil du hier noch bist, nur: dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird kei Herr, in deinen Himmel gehn. so mache immer reiner hier m Herz, dich einst zu sehn!$ ach hilf du meiner Seete, daß nicht den Weg verfehle, der dir lobsingt! sicher dahin bringt, wo man 346. Mel. Wie schön leuchtet der m Mein ganzer Geist, Gott, entzückt, wenn er hinauf gen mel blickt, dahin dein Rath leitet, wo deine milde Baterh aus neuen Bundern wird erkan die du da hast verbreitet. Mac führ' ich mich getrieben, did lieben, der zum Leben, das ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden di Zeit, Herr, gegen jene per keit, die dort bei dir zu finde Du stellst uns hier auf Erden Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. viel Wunder deiner Gute dar, der. Ewig werd' ich, frei von Mändaß wir sie froh empfinden; doch hier sind wir bei den Freuben noch mit Leiden stets umgeben; dort nur ist vollkommnes Leben. geln, selbst mit Engeln, mir zum Segen, da die reinste Freundschaft pflegen. 7. Da komm' ich zu des Höchsten Sohn, der für mich starb, um defsen Chron viel tausend Sel'ge stehen. Der du der Deinen Wonne bist, dich werd' ich da, Herr Jesu Christ, mir zum Entzücken, sehen. Dann wird, mein Hirt, nichts mich können von dir trennen; ohn' Aufhören werd' ich bei dir sein, 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; dort wischest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen; da ist kein Leid mehr, kein Geschrei: denn du, o Herr, machst Alles neu, das Alte ist vergangen. Spinfort sind dort für Gerechte, deine Knechte, keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 51 4. In deinem höhern Heiligthum erschallet deines Namens Ruhm von lauter frohen Bungen. Da strahlt die Herrlichkeit des Herrn, da sieht man sie nicht mehr von fern, da wird sie neu befungen. Seller, schneller, als hienieden, ohn' Ermüden sehn wir droben, Gott, wie hoch du bist zu loben. 5. Mit neuer Inbrunst lieben wir dich, Vater, dann, und dienen dir mit fröhlichem Gemüthe. Nichts stört den Frieden unsrer Brust und unsre tausendfache Luft an deiner großen Güte. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die dann weis ann weis ter nicht mehr fehlen. 812 217 dich ehren. 8. Wie selig werd' ich dann erst sein, wie sicher werd' ich dann mich freun, dir ewiglich tobsingen! O Jesu, Herr der Herrlichkeit, du haft dieß Heil auch mir bereit, hilf mir es auch erringen. Laß mich eifrig darnach streben, und mein Leben hier so führen, daß ich dort kann triumphiren. 6. Gott, welche Schar ist dort vereint! Die Frommen, die ich # hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deine Vaterhuld sie, die ein Sinn schon hier verband, Herr, alle deine Glies 347. Mel. Sei Lob und Ehr' dem ic Der Freuden Quell ist, Gott, bei dir; und in dem höhern Leben wird deine Huld daraus auch mir zu voller Gnüge geben, was mich mit reiner Luft erfüllt, was meiner Seele Sehnsucht stillt und sich ohn' Ende mehret. 2. Dich lern' ich dann im hellern Licht in deiner Größe kennen, und mit vollkommner Zuversicht dich meinen Vater nennen. Mit hoher Freude bet' ich dann auf ewig dein 218 Werke und Wohlthaten Jeſu Christi. 4100 HONOL dein Erbarmen an, das mich zum Himmel führte. 3. Wenn mein erhöhter Geist da sieht, wo er hier still vertrauet, wenn er dein unumschränkt Gebiet noch heller überschauet, Gott, welche Bonne ist dann mein, wie werd ich deiner da mich freun, wie selig da mich finden! 4. Noch grösre Werke seh' ich dann von deiner Schöpfersgüte, als ich auf Erden sehen kann, und mein entzückt Gemüthe verliert voll Dank und Freude sich in deiner Herrlichkeit, die ich in vollem Glanz er blicke. 5. Da werd' ich deinen weisen Rath noch mehr als hier verstehen, dir danken, daß du mich den Pfad der Tugend hießest gehen, und selbst durch Leiden dieser Zeit mich zu dem Glück der Ewigkeit so vůterlich bereitet. 6. In höherer Vollkommenheit werd' ich dann, Gott, dich lieben, und, was dein Wille mir gebeut, mit frohem Herzen üben. O wel che Quelle reiner Luft, sich keiner Sünde mehr bewußt in Allem rich tig handeln! 7. Mein Leib, aufs Herrlichste verklärt, mit Himmelsglanz umgeben, von Allem frei, was ihn bes schwert, geschickt zum höhern Leben, auch der nimmt dann an allem Heil und an der hohen Wonne Theil, die meinen Geift entzücket. 8. Den Heiland, den ich hier geliebt, seh' ich dort mir zur Wonne; die Herrlichkeit, die ihn umg ist mir auch Licht und Sonne; da ist er, mein Herr, mein Fr durch den ich, Gott, mit die eint, stets neue Freuden schmed 9. Mit allen Bürgern jener werd ich dich dann erheben, ich dort, ihnen zugesellt, in ri Freundschaft leben. Es schlägt froh in meiner Brust mein ga Herz voll Lieb' und Lust, die mit ihnen theile.in 10. Ja ewig ist, mein Gott dir der Freuden reichste Quelle fließet immer und bleibt miri unversiegt und helle. Mein& währt da in Ewigkeit, nichts ihm an Vollkommenheit. hilf es mir erreichen! 348. Mel. Nimm, o mein Herz, mit Das Glück des Erdenlebens nicht mein bestes Theil. Ich nicht vergebens mich nach vollkon nem Heil. Folg' ich nur dir, Gott, so führst du durch den 3 mich einst zum Leben hin, wo ganz felig bin. 2. Und welche hohe Wonne! dann auf ewig mein! Noch hei als die Sonne, werd' ich, meins ter, sein, wenn ich nun, dema rückt, was hier noch Mens drückt, da bin, wo Jesus Ch schon jetzt verherrlicht ist. 3. Da öffnet meinen Blicken deines Himmels Pracht, ich Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. 219 als auf der Erb. mit Entzücken die Größe deiner der Freundschaft Werth noch mehr, Macht, zu segnen, zu erfreun, die hier sich ganz dir weihn, und jauch ze, daß auch ich von dir, mein Gott, nicht wich. # 42 # 4. Mein Geist, durch dich berufen zu steter Wirksamkeit, schwingt dann auf höhern Stufen sich zur Vollkommenheit. Nun find't die Wißbegier, die in mir lebt, und hier so oft getäuscht sich sieht, ein günstigers Gebiet. I 5. Da fällt der Wahrheit Schleier vor meinem Forschen hin; ich & denke heller, freier, als ichs hier fähig bin. Wie herrlich, Gott, du bist, wie gut dein Rath stets ist bei Allem, was geschieht, seh' ich im größern Licht. 6. Ich sehe dann mit Freuden, wie deine Baterhand mir dieses Le= bens Leiden zum höhern Glück ge= wandt. Was hier mir schmerzlich war, beut dann mir Wonne dar, was mich zu Thränen zwang, wird bann mein Lobgesang. 6 m S 01 el 7. Auf ewig wohnt dein Friede dann, Gott, in meiner Brust; des Rechtthuns nimmer müde, thu' ich mit steter Cust, was mir zur Seligkeit dein Will' auch dort gebeut, wo jeder frohe Geist dich durch Gehorsam preift. 8. Da stórt forthin kein Böser mir meines Herzens Ruh; da fühtet mein Erlöser mich lauter From men zu. Mit jedem Zugendfreund' * in Liebe stets vereint, schmeck' ich 9. Da sel' ich selbst mein offen aufs Glück der Ewigkeit unendlich übertroffen und führ' es hocherfreut, wie der sein Glück recht baut, der deinem Wort' hier traut, ihm folgt, und dann sich fest auf deine Treu verläßt. 10. O du, der meiner Seele dieß Glück bereitet hat, damit ichs nicht. verfehle, so leite mich den Pfad der lautern Frömmigkeit. So ist Zufriedenheit hienieben schon mein Theil, und dort vollkommnes Heil. 349. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. Wie wird mir dann, o dann mir sein, wenn ich mich ganz des Herrn zu freun, in ihm entschlafen werde, von keiner Sünde mehr entweiht, entladen von der Sterblichkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Freu dich, Seele, stårke, tröste dich, Erlöste, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben.. 2. Ich freue mich, und bebe doch! So drückt mich meines Elends Joch, der Fluch der Sünde, nieder! Der Herr erleichtert mir mein Soch. Es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Christus, laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben deines Baters Reich zu erben. 3. Ver 220 3. Berachte denn des Todes Graun, mein Geist: er ist ein Weg zum Schaun, der Weg im finstern Thale. Er sei die nicht mehr fürchterlich: ins Allerheiligs ste führt dich der Weg im finstern Thale. Gottes Ruh ist unvergånglich, überschwenglich), die Erlösteu wird sie unaussprechlich trösten. Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 350. 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Tobten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht eh ich dieß Flehen noch volls bracht, mein Lob dir ausgestams melt. Vater, Bater, ich befehle meine Seele deinen Händen, jego, Bater, deinen Spånden. 5. Vielleicht sind meiner Tage viel; vielleicht bin ich noch fern vom Biel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, die Hütte meiner Sterblichkeit, wird sie erst spåt zertrüm mert; laß mich), Vater, gute Thaten, gute Thaten mich begleiten vor den Thron der Ewigkeiten. 6. Wie wird mir dann, ach dann mir sein, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, ihn dort anbeten werde, von keiner Sünde mehr entweiht, ein Mitgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Heilig, heilig, heilig fingen wir dir, bringen Preis und Ehre dir, der war und sein wird, Ehre. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich: Mein Heiland, wenn mein& erfreut im Glauben auf die lichkeit des ewgen Lebens blit bas du für mich bereitet haft ,: leicht dünkt mir dann jede Last mich hienieden drücket! Dann der Eitelkeiten Zand in seinem werth mir bekannt, der Erde Pri ist mir wie Nichts beim Ank jenes ewgen Lichts. Herr Christ, mein Herr und Gott, Heil verdank' ich deinem Tod. 2. Wenn einst auf deinen mein Geist des Körpers Bank sich entreißt, dann stårk' ihn d der Höhe, daß mir nicht schred sei das Grab, daß ich ins To thal hinab getroft und freudigg Die Klarheit jener bessern schaff, wenn mich Dunkelheit fällt, in meinem finstern Licht, und Heiterkeit im Ungest Dann, Jesu Christ, mein und Gott, dann wird ein Schlu mer mir der Tod. 3. Auf kurze Zeit schließt gur Ruh mein thrånenvolles 1: ge zu, und schlummert in d Staube. Doch der, der m zum Staube ruft, der ruft m einst auch aus der Gruft; weiß, an wen ich glaube. lebt, und ich werd? auch durd ihn der Grabesnacht gewiß G flich di 2: den 1 G Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. 221 fliehn; mein Geist und mein vers mit der Wonne der Erlösten, mit klärt Gebein wird sich des Herrn, des Mittlers freun. Herr Jesu Chrift, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, du schaffst das Leben aus dem Tod. 4. Du bleibest meine Zuversicht, mein Trost, wenn du zum Weltgericht mit Majestät wirft kommen. Vor deinem Thron werd' ich dann stehn, dich, Richter aller Völker, sehn, dich sehn mit allen Frommen. Auch mir schenkst du dann jenes Heil, der Auserwählten selges Theil. Ich soll, dein Mund schwur mir es zu, ich soll verherrlicht sein, wie du. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, stårk diesen Glauben einst im Tod. 351. Mel. Wer nur den lieben Gott. Es ist noch eine Ruh vorhanden für jeden Gott ergebnen Geist, wenn er sich dieses Leibes Banden nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier auf Erden, lebt völliger Zufriedenheit. Und dann wird mir recht offenbar, wie gut hier deine Führung war. 4. Da schweigen alle meine Klas gen; da bringt mein frommer Lobgesang dir selbst für dieses Lebens Plagen mit nie gefühlter Rührung Dank. Froh jauchz' ich dann: fie sind vollbracht; der Herr hat Alles wohlgemacht! 5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwachheit mehr; ich denk' und fühle nichts, als Freuden, gekrönt von dir mit Preis und Ehr; mein Glück wird fest, und volles Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 6. Gott, laß mich dieß zu Herzen fassen, daß du den, der dich redlich liebt, nicht stets willst in der Unruh lassen, die dieses Leben noch umgiebt. Das flöße Muth und Kraft mir ein, dir auch im Leiden treu zu sein. 7. Mein Heiland, der du selbff: auf Erden der Leiden Joch getro.gen hast, will ich des Lebens mu de werden, und fühl ich dieser Tage Last, so stärke máchtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einst der Lohn der Frommen ist, ich gern des Vaters Wil len thue, wie du darin mein Vors bild bist. So folgt auf meine Uebungszeit gewiß vollkommne Se= ligkeit. 352. Mel. und denkt. 2. Zu dieser Ruhe werd' ich kom men; und, Gott, wie selig bin ich dann! In deinen Himmel aufge= nommen, fang' ich das beßre Leben an, wo nach der Last, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trdsten, so tröstet deine Gütigkeit mich 222 Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 352. Mel. Wer nur den lieben Gott 20. Nach einer Prüfung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Klage in göttliche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists: der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen selgen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück, er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der oftrer fiegt, als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Lafter öfters glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet, und des Bekümmerten vers gißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Spier such' ichs nur, dort werd' ichs finden, dort werd' ich, heilig und verktárt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth; den Gott der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 6. Da wird der Vorsicht heilger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt sein, und lieblich Wesen, die Fülle am Throne Gottes mi erfreun. Dann läßt Gewinn fr auf Gewinn mich fühlen, dasi C ewig bin. 7. Da werd' ich das im Lichte kennen, was ich auf Erden du sah; das wunderbar und hei nennen, was unerforschlich hie geschah; da denkt mein Geist Preis und Dank die Schickung i Zusammenhang. 8. Da werd' ich zu dem Thron offenbart, ein Heilig, peilig, g dringen, wo Gott, mein Heil, Heily fingen dem Bamme, bas erwürgt ward; und Menschen, Engel, G raphim und alle pimmel jauda ihm. 9. Da werd' ich in der Eng Scharen mich ihnen gleich und hei lig sehn, das nie gestörte Glück er fahren, mit Frommen stets fromm umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil mein Glück ihr Glück. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mid gehen hieß, und ihn zu millionenmalen noch segnen, daß er mir ih wies; da find' ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Er den fand. 11. Da ruft, o möchte Gott e geben! vielleicht auch mir ein Set ger zu: Heil sei dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir geret tet, du! O Gott, wie muß dieß Glúd SS S Seligkeit durch Jesum in jenem Leben. C Glück erfreun, der Retter einer Geele sein! 1: ft 12. Was seid ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlich keit, die offenbart an uns soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen fie, ist doch ein Augenblick voll Müh! Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Ein Fremdling bin ich in der St Welt, und kurz sind meine Tage; so manche Noth, die mich befällt reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, jene Seligkeit versüßt mir meine Pilgrimszeit, und stärkt mich selbst in Leiden. 5. Herr, diesen Trost, der mich erfreut, vermehr' in meinem Herzen. Mich stärke jene Herrlichkeit bei meiner Wallfahrt Schmerzen, sie sei in meinem Tod mein Heil, 353.s und einst mein längst gewünschtes Theil, wenn ich vom Tod' erwache. 223 dieser Zeit, mein Haupt zum Schlummer sinket, so sterb' ich froh: die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, die Alles überwieget. 2. Jegt, da die Sünde mich noch drückt, feufzt meine bange Seele. Wie bald if: nicht mein Herz berückt! Wer merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd' ich vollkommen rein, ganz heilig und ganz selig sein. Dieß tröstet meine Seele. n 3. Wenn mich der Zukunft Schicksal schreckt, die Noth der fernen Tage, wenn sie in mir die Sorg' erweckt, ob ich sie auch ertrage, so mildert mir die Ewigkeit das kurze Elend dieser Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 4. Wenn einst, der jetzt von ferne dråut, der Tod mir näher winket, wenn, nach der Arbeit 354. Mel. Aus der Tiefen rufe ich 2c. Freude! denn wir Ulle, wir sind unsterblich, leben hier in der Kindheit Uebungsstand für ein beßres Vaterland. 2. Freude! Ja, wir Alle, wir sind unsterblich, såen hier, ernten droben, was die Saat unsrer Hand getragen hat.. 3. Unser Leib wird auch gesät; unsre beßre Seele geht, unbesiegt von Tod und Grab, hin zu Gott, der sie uns gab; 4. Bleibt in seiner Vaterhand, lernt, was sie hier nicht verstand, forscht nun höhre Wissenschaft, ringet fort von Kraft zu Kraft. 5. Ohne Zahl und ohne Maß wachsen wir ohne Unterlaß, nehmen stets an Kräften zu und bedürfen keiner Ruh. 6. Unser Werke und Wohlthaten Jesu Christi. 224 6. Unser Geist hat größres Licht, Sinnlichkeit tauscht dort ihn nicht; und was ihm hier dunkel war, sieht er dort ganz hell und klar. 7. Um uns her ist alles gut, Neid und Haß und Zwietracht ruht, Alles liebt und freuet sich, fühlt fich felig, Gott, durch dich. 8. Sterbliche, o welches Heil wird einst droben uns zu Theil! Welche hohe Seligkeit giebt uns die Unsterblichkeit! 04 9. Christen, schlaget Han Hand! Nach des Himmels land eilet, ohne Raft und stets mit muntern Schritten 10. Laßt dem Eiteln Tand; blickt in jenes beßret voll Unsterblichkeitsgefühl, hin curem höchsten Ziel. 11. Laßt uns unsrer freun, voll der hohen Hof sein: Gott, wir alle, Alle, sind unsterblich. Preis sei di St f 3 weiter Theil. Christliche Sittenlehre. I. Buße und Besserung. Beschaffenheit der Besserung. 355. Mel. Wer nur den lieben Gott 2. Auch dir ist Gottes Gnad' erschienen. Erheb', o Seele, Gott, dein heil, und nimm, bereit, ihm treu zu dienen, im Glauben an dem Frieden Theil, den sein erbar mungsvoller Rath durch Christum dir bereitet hat. 2. Doch wiss' es auch: wie groß und wichtig für uns des Höchsten Friede ist, so bleibt doch dessen Hoffnung nichtig, der sich verläßt of Jesum Chrift, und doch nicht mit Aufrichtigkeit ihm auch sein ganzes Leben weiht. 3. Willst du mit ihm bereits auf Erden vereint, und angenehm ihm sein; so mußt du gut und heilig werden, sonst nennst du ihn nur bloß zum Schein. Bist du vom Sündendienst nicht frei, so ist dein Glaube Heuchelei. 4. Ich will ihn fliehn. Doch ach, ich Schwacher, wie kann ichs jemals ohne dich? Erleuchte du, mein Seligmacher, mit deiner Wahrheit Lichte mich, und stärke mich mit deiner Kraft, die neues Leben in mir schafft. 5. Gieb mir dein Herz, dieß ist dein Wille; ich geb' es dir zum Opfer hin. Du hilfst mir selbst, daß ich erfülle, was ich dir ewig schuldig bin. So hilf doch meiner Schwachheit auf und stärke mich zum Tugendlauf. 6. Die unermeßlich große Liebe, die dich herab vom Himmel zog, und aus erbarmungsvollem Triebe selbst in den Tod zu gehn bewog, die halte mich vom Lafter ab, daß ich dir treu sei bis ins Grab. 7. Dann werd' ich einft in jes nem Leben, dem Lande der Vollkommenheit, dir Lob und Preis und Ehre geben, und singen: Herr der Herrlichkeit, der du dieß Leben mir erwarbst, Preis dir, daß du für Sünder starbst! 356. Mel. Befiehl du deine Wege zc. Um als ein Christ zu leben, muß ich die Sünde scheun, und mich P mit Buße und Besserung. 226 mit Ernst bestreben, von Herzen fromm zu sein, muß Gottes Wege wandeln, selbst auch beim Haß der Welt nach seiner Vorschrift handeln und thun, was Gott gefällt. 7. Ja, zeige mir am Th der Herrlichkeit des Sohns Ueberwinder Krone, das Kle meines Lohns, die Wonne derf lösten, womit der gute Hirt, für uns starb, mich trösten ewig krönen wird. 8. So kann ich alle Sünden, selbst, die Welt, den Tod, und überwinden, was mir Verde droht. Ich werde nicht erlie ich dring' ins Reich des bin gewiß, zu siegen: dein mein Gott, versprichts. 3. Der Sinne Täuschereien muß ich behutsam fliehn, und mich den Schmeicheleien der Eigenlieb' entziehn, muß standhaft in Gefahren, die überall mir dráun, den Glaus 357. Mel. Wer nur den lieben Gott ben treu bewahren, und unanstd Sieb, daß ich deines Sohnes Big sein. 2. Zeitlebens muß ich ringen, muß stets gewissenhaft die Welt und mich bezwingen und jede Leidenschaft, muß, daß ich überwinde, auf Gottes Hülfe sehn, und jeden, Reiz zur Sünde mit ihrer Lust verschmähn. 4. Wie schwer ist dieß Geschäfte der wahren Besserung! Wie schwach find meine Kräfte zu meiner Heili gung! Doch, sollt' ich darum zagen? Nein, Vater, nein, mit dir will ich den Kampf doch wagen; sei du nur stets mit mir. 5. Verleih zu diesem Werke mir nur durch deinen Geist die Weisheit und die Stärke, die mir dein Wort verheißt; durch ihn gieb meiner Seele die Einsicht und die Kraft, daß ich kein Scheingut wähle, das nur Berderben schafft. 6. Werd' ich im Guten tråge, so starke mich zum Lauf; fall ich auf meinem Wege, so hilf mir wieder auf, und mache jedes Laster, deß sich der Sünder freut, mir immer mehr verhaßter in seiner Schändlichkeit. re, mein Gott, von Herzen f sam sei, und kindlich dich nach verehre, entfernt von aller chelei. Zu meinem Heil' und nem Ruhm hilf mir zum wah Christenthum. 2. Entreiß mein Herz der der Erde, daß ich, der ich uns lich bin, zu deinem Bild' erne werde, und gieb mir Jesu Tuge sinn. Denn wer davon entst noch ist, der ist nicht sein, da kein Christ. bor 3. Drum lenk', o Vater, Seele zu tiefer Ehrfurcht hin, daß ich nur, was du w erwähle und mir es rechne F Gewinn, zu fliehen, was dir gefällt, gefiel es auch der ga Welt. 4. Gieb mir zum Kampfe und Kräfte, daß ich den wil me widersteh, und in dem Heiligungsgeschäfte beständig immer weiter t geh; daß ich stets mehr von Fehlern frei, im Herzen immer reiner sei. 5. Mach' in mir Glauben, Hoffnung, Liebe recht fest, damit ich, dir getreu, in dem, was christlich ist, mich übe, und reich an guten Werken sei; an Werken, deines Beifalls werth, der mehr als Ulles mir gewährt. 6. So hab' ich schon auf dieser Erde, was mich beruhigt und ers freut, so komm' ich, wenn ich sterben werde, zu deines Himmels Herrlichkeit und ernte da, voll deines Ruhms, die größte Frucht des Christenthums. $ 1 wh W orl Dib Beschaffenheit der Besserung. 358. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Damit ich dir gefällig sei und vor dir Gnade finde, so mache mich, o Bater, frei von aller Lust zur Súnde. Erwecke mich, zu deinem Preis und mir zum Heil', in stetem Fleiß der Heiligung zu leben. 2. Du, Heiligster, du kannst dich nicht mit Sündern je vereinen; nur Frommen scheint dein Gnadenlicht, du wohnst nur bei den Reinen. So reinige denn mein Gemüth, daß es die Sünden haßt und flieht, auch selber die geringften. 227 gehören zu den Neinen, und dan. ken dir es durch die That, daß sie dein Sohn erlöset hat, damit sie selig würden. 3. Vor dir sind keine Laster klein, wie klein sie immer scheinen; nur die, die alle Sünden scheun, 4. Wer auch vom kleinsten Guz ten weicht, kann leicht sein Heil verlieren; ein einzger Fehltritt kann sehr leicht zu großen Lastern führen; und wer nur eine Sünde liebt, und ihren Lüsten sich ergiebt, verliert schon deine Gnade. 5. Er eilt entgegen dem Gericht auf seinem finstern Pfade, aus eigner Schuld erlangt er nicht die ihm verheißne Gnade, bringt sich muthwillig um sein Heil, und hat am Himmel keinen Theil. Herr, laß mich dieß bedenken! 6. Spilf, daß ich selbst mit tiefem Schmerz den kleinsten Fehl bereue, mit allem Ernst mein ganzes Herz dir und dem Guten weihe, so kann ich deiner Huld mich freun, so werd' ich stets bemühet sein an Heiligkeit zu wachsen.. 7. O mache mich im Guten treu, so werd' ich mit den Frommen, dereinst, von allem Uebel frei, zu deinem Reiche kommen, wo keine Schwachheit mich mehr drückt, und keine Sünde mehr berückt, wo ich ganz rein dir diene. 359, Mel. Nun sich der Tag geendet zc. Mein Gott, das Herze bring' ich dir zu einem Opfer dar. Du fo= derst solches selbst von mir, dir geb' ichs ganz und gar. P2 2. Wem 228 2. Wem sonst, als dir, gehört es zu, dir, meinem Gott und Herrn? Bei dir nur findets wahre Ruh; und du erquickst es gern. 3. So sei es denn dein Eigens thum, und muß es ewig sein; schaff aber, Vater, schaff' es um, und mach es gut und rein. Buße und Besserung. 4. Gebeugt vor dir, üylts seine Schuld und seine Sterblichkeit; es fleht zu dir um Gnad' und Huld, um Kraft zur Heiligkeit. 10. Hilf, Saß ich gegen Jedermann, vom Stolz und Neide frei, aufrichtig und, so viel ich kann, zu dienen fertig sei. 12. Von Herzen fromm s sei mein Ruhm, doch fern von chelei, damit mein ganzes stenthum dir wohlgefällig sei. 13. Nimm denn, o Gott, Tempel ein mein Herz hier in Zeit, und laß es deine Wohn sein auch in der Ewigkeit. 5. Verwirf, verwirf dieß Fle: hen nicht, sei mir mit Gnade nah! Auf dich steht meine Zuversicht; mein Vater bist du ja. 360. Mel. Wer nur den lieben Gott 6. O stårke mir nur selbst den Muth, mit freudigem Vertraun Gott, dir gefällt kein gottloss auf dich und meines Jesu Blut mein ganzes Heil zu baun. 7. Steh mir zur wahren Besserung mit deinem Geiste bei, damit mir meine Heiligung durch seine Kraft gedeih. 8. Hilf, daß ich dir, mein Herr und Gott, im Glauben stets getreu, und bei der Welt List, Macht und Spott im Guten standhaft sei. 9. Hilf, daß ich sei im Leiden fest durch Hoffnung und Geduld; mein Trost, wenn Ulles mich verläßt, sei deine Baterhuld. 11. Hilf, daß ich wohlzuthun mich freu', und, rein von Rachbegier, felbft meinem Feinde gern verzeih: denn du vergiebst auch mir. 14. Weg, Welt und Sünd, a dien' ich nicht! Nur Gott k mich allein, dieß, dieß ist mi Zuversicht, auch nach dem 2 erfreun. sen, wer bös' ist, bleibet nicht dir. Drum laß von Sünden m genesen, und schaff' ein reines in mir, ein Herz, das sich: Sinn der Welt entfernt und unk flect erhält. 2. Laß mich auf die begang Sünden mit innigster Beschämm sehn, durch Christum vor dir G de finden, und auf den Weg Tugend gehn. Ich will forth das Unrecht scheun, mein L deinem Dienste weihn. 3. O stårke mich in dem danken, gieb meinem Vorsag stigkeit! Und will mein schwad Herz je wanken, so hilf der Unem schlossenheit. Wie viel vermagi Gott, mit dir! Nimm deinen Ge nur nicht von mir. 4. Gieb, daß er mir stets hi leiste, und Muth und Kräfte m verlei verleih, daß ich mit kindlich treuem Geiste dir bis zum Tod' ergeben fei, so sieg' ich über Sünd' und Welt, und thue, was dir wohlges # fällt. en i 3 Beschaffenheit der Besserung. ci 5. Wenn ich indeß aus Schwachs heit fehle, mein Vater, so verwirf mich nicht, verbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Ungesicht, o Herr, mach' in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 361. Mel. Gott, du frommer Gott 2c. Mein Bater und mein Gott, du Herr von meinem Leben, der du dein heilsam Wort zur Richtschnur mir gegeben, regiere doch mein Herz #durch deinen guten Geist, daß ich dem folgsam sei, was dieß dein Wort mich heißt. 6. Erquicke mich mit deinen Freuden, schaff' ein getrostes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden mit froher Zuversicht zu dir, bis nach vollbrachter Ues bungszeit mich ungestörte Ruh' ers freut. 229 in mir der Trieb zum Guten nie erkalte; hilf, daß ich wache stets, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoffnung stark und fest gegründet sei. 2. Verleih, daß ich zuerst nach deinem Reiche trachte, und kein vergånglich Gut mehr, als es werth ist, achte: wer nach dem Ewigen mit weisem Eifer strebt, erfährt, daß man zum Lohn' auch hier schon selig lebt. 4. Gieb, daß ich als ein Chrift mich Christo ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, und nicht der Geist der Welt, so geh' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefällt. 3. Gieb, daß ich vor der Welt mich unbefleckt erhalte, und daß 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele liebe, und Lieb' und Gütigkeit auch an dem Nächsten übe; laß fern von Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und frei von Ungeduld in trüben Tagen sein. 6. Nie müsse sich mein Herz des Fleisches Luft ergeben, und nie dem schnöden Geiz. Mein dir ges weihtes Leben sei von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, von ungerechtem Gut und stolzem Sinn befreit. 7. Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiten, so unterstüge mich, wenn meine Tritte gleiten. Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe baun, und auch, wenn sie verzieht, dir doch getroft vertraun. 8. Einst, Herr, erlöse mich von allen meinen Leiden. Und ist die Stunde da, aus dieser Welt zu scheiden, o Bater, so verlaß, wenn meine Hütte bricht, mich Sterbenden mit Trost und froher Hoffnung nicht! 362. Met. 230 Buße und Besserung. 362. Mel. Hert, auf dich will ich 2c. Lehre mich Herr, recht bedenken, was wahrhafte Weisheit sei, meinen Fleiß darauf zu lenken, ftehe mir aus Gnaden bei. Denn die Klugheit, die die Welt ohne Grund für Weisheit hålt, fördert nicht mein Wohlergehen, und wird nie vor dir bestehen. 2. Weisheit ists, wenn unsre Seelen sich, Herr, deines Wortes Licht nur allein zum Leitstern wählen, und mit fester Zuversicht die sem Lichte sich vertraun: denn die folgsam darauf schaun, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit ist es, darnach trachten, recht mit sich bekannt zu sein, sich nicht schon vollkommen achten, und den Eigendünkel scheun, gern auf seine Fehler sehn, reuig sie vor Gott gestehn, eifrig stets nach Beßrung streben, und doch nie sich stolz erheben. 4. Weisheit ist es, Chriftum ehren, seiner Mittlerhuld vertraun, so auf seine Stimme hören und auf seinen Wandel schaun, daß man falsche Wege flieht, und mit Eifer sich bemüht, seinem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. 5. Weisheit ist 28, Alles meiden, was mit Reu das Herz beschwert, und sich hüten vor den Freuden, die der Sündendienst gewährt, eiteln Ruhm, der bald verblüht, Lust, die im Genußt flieht, nicht für wahre Woh achten, nein, nach bessern Gt trachten. 6. Weisheit ist es, G Gnade sich zu seinem Ziel eri und auf seiner Wahrheit diesem Glück entgegen gehn, nach Gottes Willen thun, fr seiner Fügung ruhn, und, Leiden uns beschweren, hoffend: Geduld ihn ehren. 7. Weisheit ist es, stets denken, daß wir hier nur sind, Wunsch und Hoffnung de lenken, wo die Seele Ruhe fin seine Augen unverwandt nach ewgen Vaterland richten, und hier bestreben, wie man dr lebt, zu leben. 8. Diese Weisheit ist auf b den, Hochster, unser bestes The die von ihr geleitet werden, da Weg ist Licht und Heil. Gol Weisheit kommt von dir, Gr verleihe sie auch mir, laß siem zu allen Zeiten auf den Weg Friedens leiten. 363. Mel. Mir nach, spricht Christus Wer Gottes Wort nicht und spricht: ich kenne Gott, trüget; in solchem ist die Wahrhe nicht, die durch den Glauben get. Wer aber sein Wort gla und hålt, der ist von Gott, ni von der Welt. 2. Der' Glaube, den sein B erzeugt, muß auch die Liebe z Beschaffenheit gen; je höher dein Erkenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein; er stärkt das Herz und macht es rein. 3. Durch Christum rein von Missethat, sind wir nun Gottes Kinder. Wer solche Hoffnung zu ihm hat, der flieht den Pfad der Sünder, folgt Christi Beispiel als ein Christ, und reinigt sich, wie de er rein ist. 4. Alsdann bin ich Gott anges nehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer die Gebote hält, in dem ist wahrlich Gottes Liebe. Ein tåglich thätig Christenthum, das ist des Glaubens Frucht und Ruhm. 5. Der bleibt in Gott, und Gott Gott in ihm, wer in der Liebe bleibet. Die Lieb' ists, die die Seraphim, Gott zu gehorchen, treibet. Gott ist die Lieb; an seinem Heil hat ohne Liebe Niemand Theil. 34 Bot 24. d che fi out id Je der Besserung. 231 führe, wenn nicht mein Herz rechtschaffen ist, und ich die Frucht verliere, wenn mich die Eitelkeit der Welt mit ihrer Luft gefangen hålt, ich ihre Fesseln liebe, und fühlbar für der Sünde Reiz, Zorn, Hoffart, Sinnenlust und Geiz in Werk und Thaten übe? 3. Weit strafenswerther bin ich dann, ich, der ich Christum kenne, und weiß, was er für mich gethan, ihn Herrn und Heiland nenne, als der, der in der Finsterniß des Irrthums tappt, noch ungewiß, ob er auch richtig wandle. Was nügt mir seines Wortes Licht, was seines Beispiels Unterricht, wenn ich nicht darnach handle? 4. Und woher nehm' ich Trost und Ruh, wenn Leiden mich umgeben, und meine Sünden noch dazu mir dann vor Augen schweben? Was hilft mir in der legten Noth, wenn sich der schauervolle Tod mir zeigt mit seinen Schrecken, und mein Gewissen wachet auf, von meinem ganzen Lebenslauf die Schuld mir aufzudecken? 5. Weh mir! Was hilft es mir einst dort, erweckt aus meinem Grabe, daß ich an Christum und sein Wort zum Schein geglaubet habe? Was hilft der Glaube, welcher nicht vermag, uns stets zu jeder Pflicht zu reizen und zu stårs ken? Der Glaube giebt mir Seligkeit; doch zeugt er auch Rechtschaf fenheit und Fleiß in guten Werken. 6. Herr, deiner ewig werth zu sein, hilf, daß ich christlich lebe, und 364. Mel. DKönig, dessen Majestät 2c. Was hilft es mir, ein Chrift zu sein, wenn ich nicht christlich lebe, nicht heilig, fromm, gerecht und rein zu wandeln, mich bestrebe, wenn ich dem seligen Beruf, zu dem mich Gott von Neuem schuf, nicht würdig mich beweise, und den, der mich erlöset hat, in Worten bloß, nicht durch die That und gute Werke preise? 2. Was hilft der Glaub an Jefum Chrift, den ich im Munde 232 und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich bestrebe. Gieb mir Erkenntniß, Kraft und Muth, damit ich) Sünde, Fleisch und Blut im Glauben überwinde, daß ic), nach wohl durchlebter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit für meine Werke finde. Buße und Besserung. 365. Mel. D Gott, mein Schöpfer 2c. Bewahre mich, Herr, daß der Wahn nie mein Gemüth bethöre, als wär' es schon genug gethan, wenn dir nur dußre Ehre der Mensch, dein Unterthan, erweist. Erinnre mein Gewissen, wie in der Wahrheit und im Geist die dich verehren müssen, die dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins Himmelreich, die Herr zu Jefu sagen, und nicht mit rechtem Ernst zu gleich der Heiligung nachjagen. Nur die, die deinen Willen thun, läßt du als deine Kinder, o Gott, in ewgem Frieden ruhn, wenn heuchlerische Sünder von dir verstoßen werden. 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie ein heilig Leben trennen, mich nicht für Jesu Jünger hie bloß äußerlich bekennen. Gieb, daß mein Glaube thätig sei, und Tugendfrüchte bringe, daß ich, vom Sündendienste frei, mit Eifer darnach ringe, im Guten zuzunehmen. 4. Du kennst, o Gott, der Men schen Herz, und liebst, die redlich handeln. O laß in Freude, in Schmerz mich tugendhaft wandeln! Dein Wille sei mein genmerk, hilf felbft mir ihn: bringen. Durch dich muß jedes; Werk, sollt' es auch nicht g gen, zum Segen mir gereicher 5. Doch wenn ich aus Unwis heit und Uebereitung fehle, thu' an mir Barmherzigkeit, richte meine Seele durch deines de auf vom Fall. Erhalt mid dem Einen, daß ich dich für überall, bis ich einst mit den nen dir ohne Fehltritt diene. 366. Mel. Wachet auf, ruft uns Tugend ist der Seele Leben. sollt' ich denn nach ihr nicht str Des größten Eifers ist sie we Gott, du kennest mein Verlange dir und dem Guten anzuhangen was mein ganzes Herz begehrt. würde mir doch Kraft von dir d verschafft! O wie innig würd' mich freun, wär' ich ganz Wer heilig ist, muß selig sein. t 2. Gott, du bist der Fred Fülle: denn dein Verstand ist lit dein Wille ist Ordnung und S kommenheit. Du liebst mit f gleicher Stärke das Gute und deine Werke sind Wahrheit Gerechtigkeit. O bilde mich dir, so sind' ich auch schon hier der Seele, bis nach dem Leid Prüfungszeit vollkommne Won mich erfreut. 3. Beschaffenheit vif G 3. Uch, wie ausgesetzt dem Falle bin ich, so lang' ich hier noch walle! 3erstreut ist hier noch oft mein Ginn, wachsam gnug bin ich nicht immer, oft blendet mich ein falscher 9 Schimmer, und oft reißt Leidenfchaft mich hin. So fehl' ich häufig noch. Wie drückt mich dieses Joch! Ich Elender! Wann nimmt kein Schein mich täuschend ein? wann werd' ich fest im Glauben id sein? i 4. Herr, du kannst dazu mich stärken, von dir kommt Kraft zu guten Werken, du, aller guten Gaben Quell! Leite mich nach deiner Wahrheit, sie leuchtet mir in voller Klarheit, von Täuschung frei und immer hell. Wer sich auf dich verläßt, wird in der Jugend fest. Mein Erbarmer, ich hoff auf dich, o mache mich im Guten unverán.S 0 derlich! 20 11,1 1.1 d der Besserung. 233 Bewahre meinen Mund, daß mir kein schlüpfrig Wort entfalle; vielmehr von meinen Lippen dir manch freudig Lob erschalle, den Nächsten zu erbauen. 367. Mel. Gott, mein Schöpfer 2c. Der du die wahre Tugend schenkst, Gott, Vater meines Lebens, wo du nicht Thun und Lassen lenkst, so leb' ich hier vergebens. Denn wen dein Geist nicht neu gebiert, der bleibt der Sünd' ergeben; und mwen die Sünde noch regiert, der ist zum rechten Leben noch nicht hindurchgedrungen. n M 2. Drum, Vater, neig dich vå-* terlich zu deinem schwachen Kinde. Gieb mir ein frommes Herz, daß ich mich scheu vor jeder Sünde. d 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spotter höre, damit in meinem Glauben mich ihr frecher Spott nicht störe. Hilf, daß kein Wiß der Lästersucht mir Ohr und Herz vergifte, noch je= mals, wie er tückisch sucht, durch mich Unfrieden stifte, nie mich zur Echmähsucht reize. 4. Die Augen, Gott, bewahre mir vor unverschämten Blicken, und vor unzuchtiger Begier, die Unschuld zu bestricken. Laß mich den Schmuck der Sittsamkeit weit über Ulles schäßen; was reiner Engel Aug' erfreut, das sei auch mein Ergegen, was du liebst, Bestreben. in 5. Behüte mich vor Schwelgerei, die stets das Herz beschweret, vor Trunkenheit, die ohneScheuSchandthaten üben lehret. Die Lust, die bloß den Leib ergeht, verdirbt auch fromme Herzen; und was die Welt für Freude schäßt, bringt Nachreu', Elend, Schmerzen und stürzet ins Verderben. 6. Hilf, daß mein Geist nichts lieber hört, nichts lieber spricht und denket, als was den Glauben stärkt und nährt, und Lust zum Guten schenket, was mich zu jenem Leben bringt, wo man bei dir stets lebet, dein Lob mit allen Engeln singt, den Heiland sieht, 234 sieht, erhebet und ihm sich ähnlich schauet. Buße und Besserung. 368. Mel. Herr, auf dich will ich fest 2c. Der er du uns als Vater liebest, treuer Gott, und deinen Geist denen, die dich bitten, giebest, ja um ihn uns bitten heiß'st, demuthsvoll fleh ich vor dir, Vater, send' ihn auch zu mir, daß er meinen Geist erfreue und ihn dir zum Tempel weihe. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wisfen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit, und mein Herz bleibt dir ent rissen und dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jeſu, noch mit achter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubensvoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre. 4. Ewge Quelle wahrer Güter, hochgelobter Gottesgeist, der du menschliche Gemüther befferst und mit Troft erfreuft, nach dem Glück verlangt auch mich, ich ergebe mich an dich, mache mich, zu Gottes Preise, heilig und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heilgen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, ich mit getreftem Muth seinal terhuld mich freu', und mit w Kindestreu stets vor seinen wandle, und rechtschaffen dent handle. 6. Geist des Friedens un Liebe, bilde mich nach deineme daß ich lieb' und Sanftmuth und mirs rechne zum Ger wenn ich je ein Friedensband! pfen kann, wenn meine zur Erleichtrung der Best den, kann dem Nächsten ni werden. 7. Lehre mich, mich selber nen, die verborgnen Fehler sie voll Demuth Gott beken und ihn um Vergebung Mache täglich Ernst und Tre zu bessern, in mir neu; Peiligungsgeschäfte gieb mit mer neue Kräfte. 8. Wenn der Unblick ma Sünden mein Gewissen nich schlägt, wenn sich in mir 3 finden, die mein Herz mit 3 hegt, wenn mein Aug' in N weint, und Gott nicht zu scheint, o dann laß es meiner len nicht an Trost und Stärk fehlen! 9. Was sich Gutes in mit det, ist dein Gnadenwerk in selbst den Trieb hast du entzi daß mich, Herr, verlangt nad Oso sehe durch dein Wort Gnadenwirkung fort, bis fitt ein seligs Ende herrlich sich an vollende! Erm 11 TUCH X 369. Mel. Wachet auf, rust uns 2c. G the 78 Machet auf! ruft euch die Stimme des Sohns, des Weltversöhners Stimme, wacht, Seelen, wacht vom Schlummer auf! Todt seid ihr, todt durch Verbrechen; hört endlich meine Donner sprechen, und kommt aus eurem Grab herauf! Belastet vom Gericht, lagt ihr, vernahmt mich nicht, todte Seelen, erwacht, erwacht! Des Fluches r Macht, Gericht und Holl' ergreift cuch schon. Cr fen U₁1 2. Ach wir hören deine Stimme, Barmherziger, der Liebe zu Stimme, die uns ins neue Leben ruft! Angstvoll liegen wir und schauen auf unsern Tod zurück mit Grauen. Entreiß uns, Herr, ganz unfrer Gruft. Schau her, noch beben wir, noch zagen wir vor dir. Welche Liebe! du starbft: dein Blut floß uns zugut. O welch ein Dank gebühret dir! 3it 3. Daß der Sünder sich bekehre, das willst du, Heiland, Preis und Ehre sei dir, Begnabiger, dafür! Laß uns eilen, noch auf Erden dein heilig Eigenthum zu werden, dir nur zu leben, Jesu, dir! Laß unsre Herzen rein, ach laß uns standhaft sein! wir sind Erde, daß nicht auch wir vergehn vor dir, wenn du zum Weltgerichte kommst. ma arb mit un Erweckung zur Besserung und Warnung vor dem Aufschube derselben. an! In 235 370. Mel. D Gott, du frommer Gott 2. Willst du die Buße noch, die Gott gebeut, verschieben, so schåndest du sein Wort, und mußt dich selbst nicht lieben. Ist deine Besserung nicht deiner Seele Glück? Und wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? 2. Ullein, wie schwer ists nicht, sein eigen Herz bekämpfen, Begierden widerstehn, und seine Lüste dampfen? Ja, Sünder, es ist schwer; allein zu deiner Ruh ist dieß der einzge Weg. Und dem ents fagest du? 3. Ist deine Pflicht von Gott, wie kannst du sie vergessen? Nach deinen Kräften selbst hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich noch? Ist Gott denn ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leisten kann? 4. Sprich selbst, gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und seiner werth zu sein, im Glauben mich erkühne? Wenn du die Tugend übst, die Gott, dein Herr, gebeut, wem dienst du? ringst du nicht nach deiner Seligkeit? 5. Was weigerst du dich noch, das Laster zu verlassen? Weil es dein Unglück ist, befiehlt es Gott zu hassen. Was weigerst du dich noch, der Tugend Freund zu sein? Weil 236 Buße und Weil sie dich glücklich macht, bes fiehlt sie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbringen. Soll er durch Ullmacht dich, ihm zu gehorchen, zwingen? Er gab dir die Vernunft; und du verläugnest sie; er sendet dir sein Wort; und du gehorchst ihm nie. 7. Sprich nicht, Gott kennt mein Herz, ich hab' es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Lafter loszureißen; jetzt ist dieß Werk zu schwer. Doch diese Schwierigkeit, die heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Zeit? 8. Je öfter du vollbringst, was Fleisch und Blut befohlen, je står ker wird der Hang, die That zu wiederholen; scheust du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu sein, um wie viel weniger wirst du dich morgen scheun. 9. Ist denn die Buß ein Werk von wenig Augenblicken? Kann dich kein schneller Tod der Welt noch heut entrůcken? Ist ein Geschrei zu Gott, ein Wunsch nach Besserung, und Angst der Miffe that, die wahre Heiligung? 10. Ifts gnug zur Seligkeit des Glückes der Erlösten, wenn uns der Tod ergreift, sich sicher zu getrösten, ist das Bekenntniß gnug, daß uns die Sünde reut, so ist kein leichter Werk, als deine Seligkeit. 11. Doch fodert Gott von uns die Reinigkeit der Seelen; ist keine Besserung. Seele rein, der Glaub' under fehlen, ist dieses dein Beruf, F dienen, den du liebst, so zitt dir selbst, wenn du dieß Werk schiebst. 12. Der Glaube heiligt did dieser dein Geschäfte? Nein, M Und du verschmähst des Geistes tes Kräfte? Erschreckt dich sein Wort? giebt in verke Sinn den Sünder, der beh nicht Gott zulegt dahin? 13. Hat Christus uns erfo mit wir Sünder bleiben, und, durch sein Blut, das Laster treiben; gebeut uns Chriftis nicht Tugend, Recht und so ist es nicht von Gott. Gott derspricht sich nicht. 14. Noch heute, weil du und seine Stimme hörest, noch te schicke dich, daß du vom B kehrest. Begegne deinem willst du zu deiner Pein dein versäumtes Glück nicht ewig bereun. 15. Entschließe dich beherzt, selber zu besiegen; der Siegfost er ift, bringt göttliches Vergni Was zagst du? geht er gleid Anfang langsam fort, sei wat Gott ist nah, und stärkt dich du sein Wort. 16. Ruf ihn in Demuth an tilget deine Sünden. Und dich sein Geset erst ihren empfinden, so widerstreb' nicht: denn Gottes Traurig wirkt eine Neu' in dir, die niez mals dich gereut. 17. So süß ein Laster ist, so giebts doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hat Gott dieß Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott gehorcht, erwählt das beste Theil; ein Mensch, der Gott vers 51 läßt, verläßt sein eignes Heil. d 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Leiden, Gott kennt und liebt dein Glück, sie führt zu deinen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht, giebt Weisheit und of s Verstand, und Muth zu deiner Pflicht. 19. Sprich selbst, ist dieß kein Glück, mit ruhigem Gewissen die Güter dieser Welt, des Lebens Glück genießen, und måßig und gerecht in dem Genusse sein, und sich der Seligkeit schon hier im Glauben freun? 6 31 Erweckung zur Besserung. 237 4. Erbarme dich, Gott, våterlich, um deines Sohnes willen, hilf uns deiner Gnade Ruf gern und früh erfüllen! rigkeit dem, welcher frevelnd sündigt; Strafe werd' ihm und Gericht hier zum Heil verkündigt. du 2. Gott, störe du die eitle Ruh deß, der dein Wort nicht achtet, und nach Weltlust, Ehr' und Gold, nicht nach Eugend trachtet. 3. Wenn schon der Tod uns nahe droht, wie spät ist dann die Buße! Jest, am Tage seines Heils, fall' er dir zu Fuße. 372. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Gott, hilf mir, daß ich Buße thue, weil mich noch deine Stimme kockt. Bewahre mich vor falscher Ruhe, die unser Herz so leicht verstockt, wenn du nicht das Gewissen rührft und zum Gefühl der Sünde führst. 2. Du willst nach deiner großen Güte, nicht eines einzgen Sünders Tod; drum giebst du oft noch dem Gemüthe Gefühl von seiner Sündennoth. Wohl dem, der deine Stimme hört, und redlich sich zu dir bekehrt! 3. Den, den befreist du vom Berderben, nimmst seine Buße gnädig an, machst ihn zu deinem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen kann: wie groß ist Gottes Baterhuld, er tilget meine Sün371. Mel. Traurigkeit, o Herzeleid 2c. Gieb Reu' und Leid, gieb Trau- denschuld! 4. Sollt' ich die Güte denn verachten, die mir noch Kraft zur Beßrung reicht? Vom Troste leer, muß der verschmachten, von welchem deine Gnade weicht; sie aber weicht von dem zulegt, der frevelhaft gering sie schäßt. 5. So gieb, daß deiner Gnade Lockung, o Gott, mein Herz stets offen sei! Bewahre stets mich vor Berstockung, vor Sicherheit und Heu 238 Heuchelei. Den Sünder trifft der Fluch, und ach, dem Fluche folgt die Strafe nach! Buße und Besserung. 6. Sich bessern, ist der Weg zum Leben. Laß denn mich in der Gnadenzeit nach meiner Beßrung ernstlich streben, nachjagen der Gerechtigkeit, und dafür sorgen, daß mein Geist dem Sündendienste sich entreißt. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns von diesem Joch befreit, und leite selbst mich auf dem Pfade der christlichen Rechtschaffenheit. Wie glücklich bin ich dann schon hier, wie selig einst, mein Gott, bei dir! 373. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Wie theuer, Gott, ist deine Güte, die alle Missethat vergiebt, sobald ein reuendes Gemüthe die Sünden, die es sonst geliebt, erkennt, verdammt und ernstlich haßt, und Zuversicht zum Mittler faßt. 2. Doch laß mich ja nicht sicher werden, weil du so reich an Gnade bist. Wie kurz ist meine Zeit auf Erden, die mir zum Heil ge= geben ist! Gieb, daß sie mir recht wichtig sei, daß ich sie meiner Beßrung weih. liebt, was dir mißfällt, und dein Wort von Herzen hålt? 4. Nie kannst du dem dies erlassen, der frevelnd Schull Schulden häuft. Der kann Herz zu Jesu fassen, der zwa sein Verdienst sich steift, da der Sünde noch beharrt, daf selbst ein Opfer ward. 5. Drum fall' ich dir, Gott, zu Füßen, vergieb mit dig meine Schuld; beruhige mein Gewissen mit süßem 2 deiner Huld. Ich will mitt die Sünden scheun, und dir gehorsam ſein. 6. Daß mit Gerechtigkeit Stärke durch Christum mit schenket sei, will ich durch bung guter Werke beweisen. che selbst mich treu, Herr, i Liebe gegen dich, sie dringet und leite mich. 7. Laß mich zu deiner leben, der du die Missethat giebst, das haffen, was du vergeben, das lieben, was du ber liebst; laß, Vater, mein wissen rein, und heilig mi Wandel sein! 374. Mel. Vater unser im Himmelreich So wahr ich lebe, spricht Gott, mir ist nicht lieb des St ders Tod; mein Wunsch und ist vielmehr, daß er von Sünk sich bekehr, daß er rechtschaf beßre sich, und lebe mit 3. 3war deine Gnade zu verdie-, nen, sind Reu" und Beßrung viel zu klein; doch darf sich auch ein Mensch erkühnen, zu glauben, dir versöhnt zu sein, wenn er noch ewiglich. 2.0 Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung. 239 2. Dieß Wort bedenk, o Suns ? der, wohl, verzage nicht verzweiflungsvoll. Hier findest du Trost, Gnad' und Heil, nimmst du an der Versöhnung Theil; und Gott besiegelts mit dem Eid. Sei nur zur Besserung bereit. 5. Gnad' hat dir zugesaget Gott, durch Jesu Christi Blut und Tod; doch welchem Sünder sagt er wohl, daß er bis morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist mir kund, verborgen ist die Todesstund. af 3. Ja hûte dich vor Sicherheit! Denk nicht: zur Beßrung ists noch -Beit; ich will mich mit der Welt erst ir freun, und, werd' ich ihrer müde gesein, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist es, Gott ist stets bereit zum Wohlthun, zur Barmherzigkeit; doch, wer auf Gnade t Boses thut, verachtet der Versöhi nung Blut, und seiner Seele selbst nicht schont, dem wird, wie er ver1 dient, gelohnt. in C t n 3 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh Morgen kommt, kanns åndern sich. Wer heut ist stark, gesund und roth, ist morgen krank, ja, wohl gar todt. Stirbst du nun ohne Beßrung hin, wie willst du dem Gericht entfliehn! & 2. Vergieb auch mir, o Vater, S die Verbrechen, vergieb und heile alle die Gebrechen, die mich beflecken, mich der Straf entlade, of nach deiner Gnade. 3. An dir, an dir allein hab' ich gesündigt! O laß die Gnade, die 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich alsbald mich nahe dir, und nüße jeden Augenblick, eh mich ein schneller Tod hinrück, damit ich heut und jederzeit zu meinem Ende sei bereit. Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung derselben. dein Wort verkündigt, wenn Súnden uns von ganzem Herzen reuen, auch mich erfreuen! 375. Met. Herzliebster Jesu, was hast du 2c. 4. Ja, Richter, deine DrohunGott, sei mir gnädig, gnädig sei gen beweisen, daß du gerecht bist; mir Urmen! Bei dir, bei dir allein find' ich Erbarmen. Du hast ein Vaterherz, du liebst das Leben, du willst vergeben. deine Strafen preisen dich, daß du rein seist, heilig, der Verbrecher furchtbarer Nächer. 5. Du liebst ein reines, heiliges Gewissen. Uch gieb es, laß in meinen Finsternissen mich deine Wahrheit, Huld und Gnade sehen, mich nicht vergehen! 6. Schaff' in mir, Höchster, eine reine Seele, ein neues Herz, das nur das Gute wähle. Befördere und 240 und stärke mein Bestreben, nur div zu leben. Buße und Besserung. 7. Verwirf mich nicht von deinem Ungesichte, gieb deinen Geist, daß er mich unterrichte, gieb ihn, daß er auf deiner Wahrheit Wege mich leiten möge. 8. Erquicke mich in meiner Seele Leiden mit deiner Hülfe, gieb den Geist der Freuden, der mich, wenn ich voll Unmuth trostlos size, dann unterstüge. 9. Mit neuer Treue will ich dich verehren, ich will die Sünder deine Wege lehren, mein Beispiel soll sie reizen, deinen Willen gern zu erfüllen. 10. O hire, Gott, erbarmend auf mein Flehen! Wie solltest du ein reuend Herz verschmähen? ein Herz, das dich im Glauben ernstlich suchet, der Sünde fluchet. 11. Ein reuevolles Herz, das willst du haben, ein solches Herz willst du mit Troste laben. Du willst die Seelen, die nach Gnade schmachten, Gott, nicht verachten. 376. Mel. Wo soll ich fliehen hin 2c. Du, der kein Böses thut, du schufft den Menschen gut; du gabst ihm Licht und Kräfte zum seligen Geschäfte, in Heiligkeit zu wandeln, stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Uch wir, dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen? Wo ist jetzt unter Ullen ein Mensch rein von Sünden vor dir, of zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied helles Auge sieht auf alle Mens kinder, und siehet sie als Sh da ist vor dir, Herr, Keina schuldig, auch nicht Einer. 4. Verderbt ist unser Sim Weisheit ist dahin, die unst ren sollte, nur, was dein wollte, mit freudenvollen zu wählen und zu üben. 5. Der Sinne Lust und Sch rührt leider unser Herz mehr, die höhern Freuden, mehr, vie größern Leiden, die wit Ewigkeiten selbst unserm Geif reiten. 6. Dir folgen, důnkt uns 3m Des Herzens böser Hang reist mit starkem Triebe zu sch Sündenliebe; und wer verm zu zählen, wie oft wir vot fehlen? 7. O Herr, gieb uns dein daß wir, was uns gebricht, schämt vor dir erkennen, und dem Ernst entbrennen: der St zu entsagen, der Beßrung na jagen. Str 8. Wohl dem, der sie gewi Gott, so verderbt wir sind, som du uns doch heilen, und neue ertheilen, durch Christum auf Erden von Sünden fri werden. 9. Herr, diese deine Hulb uns durch unsre, Schuld nicht ventlich verscherzen, erwecke u Sper dh G 377. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 2c. het Gott, nur eines Menschen Sünden, was für Uebel zeugen sie! Und dann aller Menschen Sünden, wie viel Glück zerstören die, alle, seit dem ersten Falle, jedes Men3 9 schen Sünden alle! 2. Nur ein Fehltritt auf den Wegen, die wir wandeln sollen, Gott, was zernichtet der für Segen, wie versenkt oft der in Noth! Uch was müssen wir oft leiden bloß für Eis ner Thorheit Freuden! eif Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung. 241 berzen, dir nicht zu widerstreben, Nichter, dein Geseg und dich! Ja damit wir ewig leben. dem Laster folgt Verderben, Urs muth, Schmach und frühes Sterben. 3. Starke, Gott, verfolgen Schwache, Schwache Schwächre, Geiz und Neid, Menschenhaß und Durft nach Rache, Wollust, Stolz und Ueppigkeit, wie erfüllen die mit Plagen deine Welt, mit welchen Klagen! ot sid 4. Wie die Urglist Frevel brůSi t₁ 18: tet! wie Gewalt und Tyrannei, gleich der Pest im Mittag, wüthet! wie im Finstern Heuchelei trachtet über alle Zeiten Fluch und Jammer zu verbreiten! St # 5. Und wir Sünder können wähnen, Gottes heiliges Gericht räche keines Elends Thränen, acht' auf unsre Thaten nicht? der Gerechte, der Verbrecher gelt' ihm gleich, es sei kein Rächer? rei 6 1 St erp 6. O sehr schrecklich sind Verbrechen, weil sie, kaum vollendet, sich selbst bestrafen, furchtbar råchen, 7. Und wie quålt den sein Gez wissen, welcher böse Thaten übt? Kann er je den Trost genießen, den nur reine Tugend giebt? kann er, ohne zu erbeben, denken an ein künftig Leben? 8. Ich erschrecke, Herr, ich bebe, daß mein Herz so oft vergißt, daß, wenn ich nicht heilig tebe, eitel meine Hoffnung ist, selig dort, und schon auf Erden ruhig und getrost zu werden. 9. Laß der Sünde bittre Früchte mir stets in Gedanken sein, mich nie zweifeln am Gerichte, auch den fleinsten Fehltritt scheun, daß ich gläubig jede Sünde, stark durch dich ganz überwinde. and 378. Mel. Herr, auf dich will ich zc. Höchster, denk ich an die Güte, die du mir bisher erzeigt, o so wird mein ganz Gemüthe von Beschämung tief gebeugt, daß ich dich gering geschågt, häufig dein Gebot verlegt, und das Böse so geliebet, mich im Guten nicht geübet. qua 2. Alle meine Seelenkräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie follen zum Geschäfte deines Dienftes fertig sein; doch hab' ich der Eitelkeit unbedachtsam sie geweiht, ja zum schnöden Dienst der Sünden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Buße und Besserung. 242 3. Deine Huld war jeden Mors gen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machtest du mich liebreich frei! Kraft und Leben kam von dir, was mir nüßte, gabst du mir; gleichwohl hab' ich so vermessen deines Wohlthuns Zweck vergessen. 4. Bei so hellem Licht der Gnaden sollt' ich ja die Sünde fliehn und von meinem Seelenschaden frei zu werden mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte selbst mich zu verstocken. 5. Ich erkenne meine Sünden, beuge mich, mein Gott, vor dir. Laß mich bei dir Gnade finden, neige, Herr, dein Ohr zu mir; ach vergieb, was ich gethan, nimm mich doch erbarmend an, führe mich vom Sündenpfade auf den felgen Weg der Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich aufs Neue. Gieb, daß mein gebeugter Geist deiner Baterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, als er für die Sünder starb, Fried und Freude im Gewissen, laß mich Reuigen genießen. 7. Stärke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weihn; gieb, daß mirs an Kraft nicht fehle, folgsam deinem Wort zu sein. Stehe mir stets mächtig bei, mache du mich selbst recht treu. Dich zu lieben, dir zu leben, sei mein herzliches Bestreben 379. König, beffen Majesti dessen über Alles steiget, dem E Meer zum Dienste steht, vor die Welt sich neiget, du bi aller Ewigkeit der Gott der und Herrlichkeit, sehr groß wunderthätig. Ich armer vermag nichts mehr, als d ruf zu deiner Ehr: Gott, sa Sünder gnädig! 2. Hier steh ich, wie der 3 that, beschämet und von ich suche bei dir Hülf' und o Herr, du hilfft ja gerne. weil ich voller Fehler bin, wo ich mich nur wende hin, in ten so unthätig, so schlag' in der mein Gesicht vor dir, du reinstes Licht. Gott, sei mirt der gnädig! 3. Die Schulden, der ich bewußt, die angsten mein G sen; drum schlag ich reuiga Brust, von Reu' und Schmen rissen. Ich bin, o Bater, ja werth, daß ich noch wandle der Erd. Doch weil du winkt ruf' ich mit ganz zerknitst bangen Geist, der gleichwoh noch Bater heißt: Gott, seit Sünder gnådig! 4. Mein Vater, schaue S an, den Heiland aller Sün der auch für mich genug geth durch den wir deine Kinder gläubigen Vertrauen sind, der bei dem ich Ruhe find; er ists Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung. 243 Sündern gnädig. Ich fasse ihn 4. Herr, schone noch! Und soll und laß ihn nicht, bis dir dein ich doch für meine Sünden leiden, perz mitleidig bricht. Gott, sei so sei es hier, entzeuch nur mir mir Sünder gnädig! nicht deines Himmels Freuden. tât bif 5. Das thust du nicht, mit 3uversicht kann es mein Glaube hoffen. Durch Christi Tod steht ja, mein Goft, auch mir der Himmel offen. T of 5. Regiere doch mein Herz und Dor Sinn in diesem ganzen Leben. Du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Uch hei lige mich ganz und gar, mein Glaube sei nun immerdar durch wahre Liebe thätig. Und will es nicht fort, wie es soll, so ruf' ich, wie mein Herz ist voll: Gott, sei mir Sünder gnädig! 6. Herr Jesu, du schaffst Trost und Ruh, der du für mich auch. starbest, auch mir zugut mit deinem Blut der Gnade Trost era warbest. 401 7. Dieß stårket mich. Und ob auch sich einst Leib und Seele scheis den, so schenkst du mir alsdann bet dir des Himmels ewge Freuden. 1, id 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade. Mir geh' es übel oder gut; gieb nur, daß mirs nicht schade. Kommt in denn mein Ende nun heran, so sei mir auf der Todesbahn, mein Jesu, selbst noch gnädig. Und wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den legten Seufzer an: Gott, sei mir Sünder gnädig! 11 ich 380. G Ach Gott und Herr, wie groß ja und schwer sind meine vielen Sünden! Wie drückt mich doch des Elends Joch! wo kann ich Hülfe finden? 2. Wohin ich flieh, verfolgen sie ſeit mit ihrer Schuld mich Urmen. In dieser Noth kenn' ich, o Gott, kein Heil, als dein Erbarmen. 3. 3u dir flieh' ich. Erbarme dich, ob ichs gleich nicht verdienet, geh mit mir nicht, Gott, ins er Gericht: dein Sohn hat mich verEt fühnet. C 8. Gott, dir sei Ruhm! Dein Eigenthum bleib' ich dort, wie auf Erden. Ich zweifle nicht, mein Heiland spricht: Wer glaubt, soll selig werden. 381. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 20. Herr, an dir hab' ich gesündigt. Dein gerechter Urtheilsspruch, Ulterheiligster, verkündigt jedem Uebelthäter Fluch. Und was kann vor seinen Schrecken, Richter aller Welt, mich decken? 2. Kann ich deinem Arm entfliehen? Du bist allenthalben nah. Flöh' ich, dir mich zu entziehen, himmelan, so bist du da; stürzt' ich in die Tiefe nieder, deine Rechte faßt mich wieder. 3. Herr, ich flieh' in deine Hånde, außer dir ist keine Ruh. Dein 22 Erbars 244 Buße und Besserung dina geben; nie ist ein Mensch von lern rein, auch in dem bes ben. Und, Herr, was ist a dich? Wie darf der Staub, Sünder, sich des Ruhms w erkühnen? Erbarmen hat kein Ende, wer ist gnädiger, als du? Du bist Gott, und kannst vergeben; ach vergieb und laß mich leben! 4. Groß sind meine Sündenschulden, ihre Baft ist mir zu schwer, Ja, wenn långer mich zu dulden, beine Langmuth müde wår, müßt ich, würdest du nur winken, in des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu erklären, reichet nicht Bedaurung zu; und zerflöß mein Herz in 3ähren, fånd' ich darum doch nicht Ruh. Kin= nen eines Sünders Thränen, dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Gottversöhner, dein Erbarmen, dein für mich vergoßnes Blut und dein Tod erlöst mich Urmen, heilet mich, und giebt mir Muth: dein Verdienst ists, was mich decket, wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden, schaff' ein reines Herz in mir, laß bei dir mich Ruhe finden, zich mich immerbar zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein ErlöTer, dir zu leben. 382. Aus tiefer Noth ruf ich zu dir, o Gott, erhör mein Flehen! Entzeuch nicht dein Erbarmen mir, für Recht laß Gnad' ergehen. Ach siehest du als Richter an, was wir nicht recht vor dir gethan, wer kann, o Herr, bestehen? 2. Vor dir gilt nichts, denn Gnad' allein, dem Sünder zu ver3. Drum will ich nur allein dich, auf mein Verdienst bauen; auf dich verlassen m mich und deiner Gute traum sagt mir zu dein theures Wor ist mein Trost und immerfot ich nur ihrer harren. 4. Ob bei uns sind der S viel, bei Gott ist doch mehrs Sein Urm zu helfen hat kein: wie groß auch sei der Schade ist allein der gute Hirt, der wi bringt, was sich verirrt; a aus allen Nöthen. 383. Mel. Wer nur den lieben Gott: Sch armer Mensch, ich armere der steh hier vor deinem Ung Erbarmer aller Menschenti Gott, geh mit mir nicht in richt, bin ich es gleich vor dirt werth, daß mir noch Gnade derfährt. 2. Um Trost ist meiner bange, die Last gehäufter Mist liegt schwer auf mir, die mid lange von dir, mein Gott, fernet hat. Weß tröst ich mich, Schuldigster, als deiner nur, B herzigster? 3. Soll ich an deiner Hub zagen, ich, dein Geschöpf? Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung. 245 willst du nicht. Du, der du mich bis jegt ertragen, bleibst ewig meine Zuversicht. Du, Gott, durch den ich leb' und bin, giebst mich nicht dem Verderben hin. meine Schmerzen. Ich übertrat, durch Wort und That, ob mir dein Wort gleich drohte, doch ungerührt, und leicht verführt, die heiligsten Gebote. 16, 4. Du siehst die Strafen meiner Sünden; und denk' ich: wer vertilget die? so läsfest du mich Ruhe finden, und sprichst: Ich, ich vertilge sie! So nehm' ich dann an Jesu Heil zu meiner Seelenruhe Theil. tch cin E 5. Auch mir hat er das Glück erworben, getroft zu dir empor zu Gschn; auch ich soll, da er ist ge= t storben, durch ihn Begnadigung erflehn bei dir, dem Gott, der gern mi vergiebt und lieber segnet, als be trübt. 6. Sprich denn zu mir: Dir ist vergeben, und stille des Gewissens Schmerz. Und will mein zaghaft Herz noch beben, so sprich du stårter, als mein Herz. Dein Gnaden = r wort mach' Alles gut und schenke felbft zur Beßrung Muth. t 7. Ich zweifle nicht, ich bin erforet; mein Glaube sagte mir, daß ridhe bin. Der Troft, der sich im de Herzen mehret, der neue dir ge= weihte Sinn, mein kindliches Vers traun auf dich bezeugen's, du be ist gnadigst mich. 2. Allwissender, vor deinem Thron kann ich es nicht verhehlen. Ich fühle nun der Sünden Lohn, Gedanken, die mich quälen. Ich konnte dein mich immer freun, wenn ich dir folgen wollte; doch dieses Glück wies ich zurück, ich that nicht, wie ich sollte. 3. Mein Undank gegen dich ist nicht mit Worten auszusprechen; und o welch schreckliches Gericht verdient schon dieß Verbrechen! Du gingst mir nach, mein Gott, und ach ich hab' es nicht geachtet; selbst die Geduld der Vaterhuld gemißbraucht und verachtet! zu dir mit reuevollem Herzen. Erzeige deine Gnade mir; du siehest 4. Und doch hast du so väterlich dich meiner angenommen. Du riefft zu deinem Reiche mich, zum Heile deiner Frommen, du suchtest, Gott, durch Glück und Noth zur Behrung mich zu führen; doch sucht' ich nicht dein Angesicht, und ließ mein Herz nicht rühren. 5. Wenn dieß anjeßt mein Geist bebenkt, möcht' ich vor Scham vergehen; kaum wag' ichs, so gebeugt, gekränkt zu dir empor zu sehen. Ich, so verkehrt, ich wär' es werth, daß du nicht langer schontest, dağ du mir nun nach meinem Thun und 384, Mel. Durch Adams Fall ist 2c. Beschämt komm' ich, mein Gott, schnöden Undank lohnteſt. 6. Doch, Vater voll Barmherz zigkeit, ich falle dir zu Fuße. Noch währe Buße und Besserungs paudos Buße und Besserung. 246 währe deiner Gnade Zeit, noch fliehn, rein und unstråflic bringe mich zur Buße! Berleih' aus Huld, daß meine Schuld mich nicht ganz niederdrücke. Ich suche dich, erquicte mich mit deinem Gnaden= blicke. 7. Bergieb mir, öffne mir bein Herz, vollende deine Liebe. Hilf, daß, gewarnt durch meinen Schmerz, ich mich im Guten übe. Dieß laß mich thun und eifrig nun, was dir verhaßt ist, meiden. Dann gieb einst mir, scheid' ich vor hier, der Auserwählten Freuden. imhin 385. Mel. Wer nur den lieben 2c. Ach abermal bin ich gefallen, mit Ueberlegung und mit Wahl! Tief, o wie tief bin ich gefallen; vielleicht noch nicht zum letztenmal! Elender Sünder, der ich bin, in welchen Abgrund eil' ich hin! 2. O die verhaßte Lieblingssüne de, o die Gewohnheit böser Lust, der Hang, den ich zu ihr empfinde, wie wüthen sie in meiner Brust! wie unumschränkt, wie fürchterlich ist ihre Herrschaft über mich!) 3. Långst warnte schon mich mein Gewissen: Mensch, du empörst dich wider Gott; von böser Lust dahingerissen, Betrogner, eilst du in den Tod; die kurze Freude dieser Beit raubt dir des Himmels Se ligkeit. 4. Wie oft hab' ich mir vorge: nommen: Nun will ich alle Sünde vollkommen zu wandeln, wi mich bemühn! Wie oft, o Gott mein Gebet um Kraft dazu di gefleht! 5. Bald wieder reizte mid Sünde; wie schwach war 29. Ba mein Widerstand! Ach sie g mir, und geschwinde ergriffsic und überwand. Die Luft versch mir im Genuß, nun folgten b und Verdruß. 6. Auch diesmal bin ich übern den, auch dießmal; und ich st tief! Mein Vorsag war noch verschwunden, mein Herz s mein Gewissen rief, Gott, Richt ich gedacht an dich; und dem dennoch sündigt' ich! 7. O unbegrenzte Sündenli wie werd' ich endlich frei vont wie überwind' ich deine Triebe, dåmpfe dich und sie in mir!& mein Erbarmer, hör mein F und lehre mich, ihr widerstehn! 8. Liebt' ich dich nur so, wi follte, so flöh die Luft der Sh mich, wenn sie mich auch versu wollte, gelang es ihr nicht wil dich. Durch deiner Liebe g Kraft wird ihre Macht hinweg schafft. 9. O pflange du in meine E rechtschaffne Lieb' und Lust zub Gott, was ich denke, was ich wa das zeuge durch die That von i Dich lieben, als dein Eigenth sei mein Bestreben und mein Ruh 10. D Bekenntnisse der Sünden und Bitten um Vergebung. i 10. Dann werd' ich endlich überwil winden und Herrscher meiner Lüste otsein; dann wirst du alle meine Sündi den, wie viel, wie groß sie sind, verzeihn. Wer treulich kämpft, i trägt nur die Kron' am Ziel, nur = der trägt sie davon. 2 erm Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, o 2c. d Pid Du Gott, der unsre Zuflucht ist, Gott, unser Mittler, Jesu Christ, Gott, heilger Geist der Gnaden, Dreieiniger, verwirf uns nicht, wir kommen vor dein Angesicht, mit ni Missethat beladen. Nimm von uns on unsre Sündenschuld, du Gott der fuc Langmuth und Geduld, und merk' & auf unser heißes Flehn, daß wir dein Fe Heil, Erbarmer, sehn! Herr, unn fer Gott, verbirg uns nicht dein Angesicht und geh mit uns nicht ins Gericht. vie Co & 247 3. Sohn Gottes, der zur Erde kam und unsre Schwachheit auf sich nahm, mit Gott uns zu versöhnen, der durch den Tod ins Leben drang, sich dann zur Rechten Gottes schwang, wo Ehr' und Preis dich krönen, vertritt, o Mittler, uns bei Gott durch deine Leiden, deinen Tod, stårk' uns in unsrer Prüfung Lauf, und wenn wir straucheln, hilf Bustagen uns auf. Herr, unser Gott, dein 386. Trost, dein Licht verlaß uns nicht im Tod', im Grab, im Weltges richt! 4. Sieh gnådig, Herr, auf uns ser Land, ringsum bedeckt von deiner Hand, laß es der Ruh genießen. Wend' ab von uns durch deine Hut der Flammen Grimm, den Zorn der Fluth, des Krieges Blutvergießen. Sei unser Helfer, wenn die Noth des Mangels und der Seuchen droht, und laß uns ihren Raub nicht sein; laß Sicherheit das Land erfreun. Herr, unser Gott, das Land ist dein, o laß Gedeihn und Sicherheit das Land ers freun! vál mi that Gemeinschaftliche Sündenbe kenntnisse und Bitten an Da 2. Wir haben unsern Bund entweiht, gebrochen unsern theuern Eid und deinen Weg verlassen. Doch sieh, wir kehren voller Reu zurück zu dir; o laß aufs Neu uns deine Gnade faffen; laß sie uns leiten auf den Pfad, den dein Befehl geheiligt hat, daß Irrthum und Versuchung nie uns auf die Bahn des Lasters zich. Herr, unser Gott, vor Ungeduld, vor aller Schuld be hut uns deine Baterhuld! 5. Schüß' uns vor Irrthum und Gefahr, erhalte deiner Frommen Schar der Glaubenseintracht Segen. uns leite stets dein guter Geist, und was dein Wort verspricht und heißt, sei Licht auf unsern Wegen. Laß auch in Lehr' und Wandel rein die Diener deines Wortes sein, und bringe zu der Wahrheit Glück, zu dir die Irrenden zurück. Herr, unser Gott, breit' aus dein Wort an jedem Ort, 248 and Buße und Besserung. 19 Ort, gieb Geiſt und Kraft zu dei- 38% nem 6. Auch die Regenten lenke du, daß sie durch Weisheit und durch Ruh der Länder Wohlstand heben. Dem Fürsten, der uns schüßt und liebt, gieb, der in ihm so viel uns giebt, das beste, långste Leben. Noch lange sei sein Vaterblick uns, deinen Kindern, Schuß und Glück. O schütt' auf ihn und auf sein Haus, und seine Räthe Segen aus! Herr, unser Gott, in deiner Hand ist unser Land, beglück es, segne jeden Stand. 7. Vernimm der Leidenden Gebet; wer in Gefahr und Noth dir fleht, dem hilf aus seinen Nöthen. Gieb Kranken Linderung und Ruh, die Sterbenden erlöse du, erhör' ihr Ichtes Beten. Sei aller Unterdrückten Heil, der Wittwen und der Waiser Theil. Vereitte der Verfolger Rath und lehre sie den rechten Pfad. Herr, unser Gott, durch alles leid der Pilgerzeit führ' uns zu deiner Herrlichkeit. 8. Du thuft weit mehr, als wir verstehn, kannst mehr gewähren, als wir flehn, laß uns Erhörung finden. O neig' auf unser Flehn bein Ohr, heb' unser Herz zu dir empor, und mach' uns rein von Sünden! Laß uns nun ganz dein Eigen sein, im Leben und im Tode dein. Wir sind durch Christi Blut erlöst. O du, der Sünder nicht verstößt, Herr, unser Gott, erbarme dich, erbarme dich, vergieb uns, leit' uns väterlich! Mel. Wer nur den lieben u Wir liegen hier zu deinen o Gott, von großer Güt' und und fühlen Jeder im Gewissen reif zur Strafe Jeder sei. gehst du mit uns ins Gericht bleibt vor dir kein Sünder ni 2. Du bist gerecht, und wir Sünder; wie wollen wir va bestehn, wir bösen, abgefal Kinder, die wir nicht deines gehn? Wir, von der Sünde beschwert, sind aller deiner St werth. Namen, o denk' an deines Se 3. Doch, Bater, denk an de Tod! Du hast, wenn Sünder: derkamen, dich ihrer stets erban o Gott. Geh' auch mit uns ins Gericht, du willst der S Tod ja nicht. 4. Spier, Gott, bekennen wit Staube dir unsrer Uebertret Schuld. Du bist gerecht; dod ser Glaube vertrauet nur auf Huld. Wir, tief gebeugt de Furcht und Schmerz, wir hof auf dein Vaterherz. 5. Wir fliehen hin zu dein Sohne, der unsrer Sünden St fen litt. Um deines Sohnes wil schone, der uns durch seine vertritt! Erduldet hat er unsre er ist dein Sohn, und wir sind ſi 6. Sein Blut ist, Herr, fürs geflossen; er hats zum Opfer dir weiht. Dieß theure Blut, fürt vergoffen, dieß rufet um Barmherzigkeit. Erhör' es, denn du hast ja 26 boch so oft verschonet, schone noch! 8 7. Verschon' uns noch mit deiner = d& Strafe! Wir haben uns von dir en verirrt, drum such' uns, wie verlorne Schafe, als ein erbarmenscht voller Hirt, ergreif' uns, deine Huld is ift groß, führ' uns zurück in deinen Schooß. vo: 8. Wir flehn, wir flehn, laß uns fal nicht sterben, nicht Hunger, oder es Schwert und Pest dein reuevolles de Bolk verderben, das sich auf deine St Huld verläßt! Entzeuch auch deines S mer Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 249 Wortes Licht und seinen Trost der Kirche nicht! 9. Gieb Friede, Gott, in deinem Lande, gieb reine Luft und gute Zeit, und Heil in einem jeden Stan= de, und fördre die Gerechtigkeit; krón' unsre Felder durch dein Gut; nimm jedes Haus in deine Hut. 10. Nimm an die Opfer, die wir bringen, nimm unsre Seelen gnådig an, laß sie, was du befiehlst, vollbringen. Dann danken wir, wir jauchzen dann: Der Herr hat sich zu uns gekehrt; der Vater hat sein Bolk erhört. wit och fdd d 388. ៣៨ ៥. Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. 5. Vom Abend an bis an den Aus einem tief vor dir gebeugten frühen Morgen hoff' ich auf dich; Herzen ruf' ich zu dir in meinen Sündenschmerzen; o mache mich, Gott, meines Kummers ledig, und sei mir gnädig! o stille meine Sorgen! Du schenkest ja Beladenen und Müden gern deinen Frieden. Sein Ch Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. um des Versöhners willen, mein Herz erfüllen. d. its 4. Verzeihe mir, Herr, alle meine dir Fehle, dein harret, Bater, meine ir müde Secle. Laß Trost und Ruh, 6. Ja, hoffe nur, mein Herz, auf Gottes Gnade; viel größer ist sie, als dein Seelenschade, und endlich wird sie dich von allem Bösen herrlich erlösen. 2. Beschämt erkenn' und fühl ich meine Sünden. Laß, Vater, mich Erbarmung vor dir finden. Willst du auf Schuld und Uebertretung sehen, wer wird bestehen? 3. Bei dir allein, Herr, steht es, 389. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich sc. zu vergeben. Du willst nicht, daß wir sterben, sondern leben; uns soll die Größe deiner Liebe lehren, dich Ich komme, Heit der Welt, zu treu zu ehren. dir, erbarmend rufst du ja auch mir, Vergebung zu empfangen. Die Sündentafst ist mir zu schwer, o laß mein Herz von Trost nicht leer, 250 leer, laß es zur Ruh gelangen. Sieh' an den tiefgebeugten Geist, der auch dich Welterlöser heißt. Wer tröstet mich, als du allein? wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, mein Trost, mein Licht, mein Trost, mein Licht, verwirf mein sehnlich Flehen nicht! Buße und Besserung. ustatyout zum Vaterland entzeuch mit mals deine Hand. Zu allem ten stärke mich und laß mich se einst durch dich. Herr Jesu C mein Herr und Gott, mein und Gott, hilf mir zum Lebent den Tod! 390. 2. Unbetend steh' ich, Herr, vor dir; dein Untlig neige du zu mir, und sei mir Sünder gnädig. Wenn mein Bergehn um Rache schreit, so Gott, der väterlich uns liebt. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tedz mache aus Barmherzigkeit mich aller Strafe ledig. Der du am Kreuz gelitten hast, du trugst auch meine Sündenlast, als du zum Heil der Sünder starbst und ihnen Gottes Huld erwarbst. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, ich bin erlöst durch deinen Tod. 3. Du, du bist meine Zuversicht. Durch dich entflieh' ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden. Durch dich kann ich dem Fluch' entgehn, und mich mit Gott vereinigt sehn, durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil; gieb mir an seinem Segen Theil; er sei auch mir Beruhigung, er wecke mich zur Besserung. Herr Jesu Christ, ich hoff' auf dich, ich hoff' auf dich; in dieser Hoffnung stårke mich. 4. Mein ganzes Leben preise dich, erlöst, o Heiland, hast du mich, dein Eigenthum zu werden. Bin ich nur dein, so fehlt mir nichts, nichts einst am Tage des Gerichts, nichts hier auf dieser Erden. Auf dieser Bahn ter aller Gnaden, sich, zu dir, gern vergiebt, komm' ich schul laden. Ja, du nimmst die Sin an, wenn mit bangen Zähren rer Reu sie dir sich nahn, sich zu bekehren. 2. Herr, ich hab den Weg fehlt, den dein Sohn gewande oft und viel hab' ich gefehlt, wie er gehandelt. meine Schuld; voll der tief Neue seh' ich auf zu deiner h Vater, ach perzeihe! erken 3. Leite mich nach deinem Re Laß mich deinen Willen, so wi unser Heiland that, treu und f erfüllen. Regt sich Schwachheit in mir, stårke meine Seele. dann leb' ich ewig dir, Retterm ner Seele. 4. Doch, was kann ich ohne die auch beim besten Willen? U schwach, zu schwach bin ich, g ihn zu erfüllen. Drum laß dein Geistes Kraft stets mein regieren; und er, der den len schafft, helf ihn auch vol führen. 391, it m 391. f Sh Wo soll ich fliehen hin, da ich bez Wo soll ich fliehen hin, da ich beschweret bin von dem Gefühl der Sünden? wo soll ich Rettung fin= den? wer wird sich mein erbarmen? wer schaffet Trost mir Urmen? nt 2. Du, mein Herr Jesu, du, du rufft mir gnädig zu. Mit hoffene dem Gemüthe flich ich zu deiner Güte: du hilfft betrübten Seelen, die dich zum Spelfer wählen. ir, 3. Ich traue froh auf dich. Dein Blut floß auch für mich; du rettest mich von Sünden, låßt mich den Frieden finden, den der hat, der dich liebet, und den die Welt nicht g giebet. nd 4. Wie groß die Sünde sei; du Sun Spul 10 f tn Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 251 8. Herr, deß ich ewig bin, gieb mir den festen Sinn, das Ulles stets zu meiden, was mich von dir kann scheiden, so leb' ich dir, und erbe den Himmel, wenn ich sterbe. 20 me gar eine S machst von ihr mich frei, wenn ich dein Wort recht fasse, mich fest darauf verlasse. Du sprichst: Dir ist vergeben! so fühl' ich neues Leben. 5. 3war viel noch mangelt mir; doch, Gütigster, von dir kommt jede gute Gabe, die ich noch nöthig habe. Du wirst mich unterstügen und in Versuchung schüßen. 6. Wie unerschrocken ruht das Herz in deiner Hut! Du hast ja selbst verheißen, nichts folle mich entreißen dir, dem ich angehöre, folg' ich nur deiner Lehre. 7. Der du mein Herz gewannst, Gedanken sehen kannst, vor dem ich dankbar weine, du siehest, wie ichs vol meine, du siehest mein Bestreben, dir würdiger zu leben. tom 392. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod. Liebster Bater, ich, dein Kind, falle vor dir nieder. Du weißt, was wir Menschen sind, und erbarmst dich wieder. Groß ist meine Sundenschuld, die mich innigst reuet; größer deine Baterhuld, die mich noch erfreuet. 2. 3war bin ichs nicht werth, zu dir kindlich aufzusehen; doch, du bleibst ein Vater mir, du vernimmst mein Flehen, kennst mein Innres, siehest mich, wenn ich vor dir weine, und vergiebst mir våterlich, wenn ichs redlich meine. 3. Dieß, dieß soll in jedem Schmerz mein Vertraun erwecken. Vor der Sünde soll mein Herz, nicht vor dir erschrecken. Trauen will ich, Bater, dir, stets die Sünde hassen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erlassen. 4. Preis sei dem Ullgütigen, der mein Seufzen kennet, der den Gnadesuchenden freien Zutritt gonnet! Rühm' es, Seele, vor dem Herrn, fließ von Freuden über: Gott, dein Gott, verstößt nicht gern; er bes gnadigt lieber. 5. Ewig bist du so gesinnt, Retter meiner Seele. Auch wenn ich, dein straus 252 Buße und Besserung. Two mounting min9 straucheind Kind, noch aus Schwachheit fehle, so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, meiner Schwachheit und verzeihst dem, der wiederkehret. ren Glaubens himmelan, som sen wir dich hocherfreut hier in Zeit und mehr noch in der E keit. 394. 393. Allein zu dir, Herr Jesu Chrift, Herr Jesu Chrift, du höd steht mein Vertraun auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist; kein Trost kann mir sonst werden. Es ist kein Netter außer dir, kein Mensch, kein Engel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen kann. Dich ruf' ich an, du bists, der hetfen will und kann. Gut, du Zuflucht der Erlösten, komme mit gebeugtem Muth zub mich dein zu trösten, durch dich Vater mich zu nahn, von ihm gebung zu empfahn, und Kraft neuen Leben. 2. 3war meine Sündenschuld ist groß; doch reut sie mich von Her zen. Erbarme dich, und sprich mich los durch deines Todes Schmerzen. Nimmst du dich meiner gnåbig an, der du für mich genug gethan, fo werd' ich los der Sündenlast. Mein Glaube faßt, Herr, was du mir versprochen hast. 3. Gieb, daß ich meines Glaubens Kraft durch wahre Lieb' erweise. Ja mache du mich tugendhaft zu deines Namens Preise. Sei mir in meiner Uebungszeit ein Helfer voll Barmherzigkeit. Und naht die legte Stunde sich, dann zeige dich in deiner Gnad' und rette mich. 4. Preis sei Gott auf des Himmets Thron, dem Bater aller Güte, Preis dir, o Jesu, Gottes Sohn! Dein guter Geist behüte und führ uns auf der rechten Bahn des wah To 2. Wie drückt mich meiner S den Last! Nimm du sie mir Herzen, der du auch mich er haft, erlöst mit Todesschmerz daß nicht mein Herz vor Angst Beh bei der Empfindung ganz geh, wie sehr ich mich verschulde 3. Fürwahr, denk ich mit G zurück an mein geführtes Leben, das von mir verscherzte Glück; soll dann Trost mir geben? finde ihn bei dir allein, und with ganz verloren sein, wenn ich di Wort nicht hätte. 4. Dieß ewig theure Wort un spricht ja Allen Gnad und en die sich von Neuem ihrer Pflichtun dir, dem Herrn, ergeben und nut vom Sündenjoch befreit, mit go zer Herzenswilligkeit treu bei Wege wandeln. vid 5. Du rufft den Sündern lich reich zu: Ihr Neuerfüllten all kommt her zu mir, ich schaff' cudRuh', und richt euch auf vom Fall mein Joch ist sanft, leicht meine East; nehmt willig sie auf euch und faßt die Hoffnung, Ruh zu finden. ad un sond 6. Herr, dieser Zuruf tröstet mich bei des Gewissens Schrecken; du fichst es, ich vertrau' auf dich, laß deine Kroft mich schmecken. Vergieb, o du, der gern vergiebt, das Unrecht, welches ich verübt, tilg' es durch deine Gnade. di 7. Wie groß ist doch die Seligkeit, sein Herz vor dir zu stillen, und dann zu thun auch sei bereit, Herr, deines Baters Willen! O leite mich auf dieser Bahn, daß ich im Glauben nun fortan dir ganz zu Ehren lebe. margot 8. Stark auch mit deinem Freuz dengeist mich in den letzten Stun -ben, wenn sich mein Geist der Erd! de entreißt, von Sünden ganz ents bunden, und nimm mich so, wenn 7, dirs gefällt, im wahren Glauben aus der Welt zu deinen Uuser wählten. Het ma dit sige u THE 200 ben Un Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. 31919 1135 Jesus nimmt die Sünder an. Sagt doch dieses Trostwort Allen, die, fern von der rechten Bahn, noch auf Sündenwegen wallen. Hier ist, was sie retten kann: Jefus nimmt die Sünder an. 1 alle 2. Keiner Gnade sind wir werth; cud dennoch hat in seinem Worte er all sich gnadenreich erklärt, und des UA Vertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 253. ewgen Lebens Pforte dem, der glaubet, aufgethan. Jesus nimmt die Sünder anzum gan ein icb andra miss 395 danned Files 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treu lich das Verirrte, zeiget ihm die rechte Bahn. Jesus nimmt die Sünder an. us, toprijema 4. Kommet Alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder, Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder. Auf und laßt uns zu ihm nahn! Jesus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier, und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Bergebung finden, daß dieß Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6. Nun, so faß ich neuen Muth bei der Größe meiner Sünden. Dein am Kreuz vergoßnes Blut macht, daß ich Vergebung finden und voll Glaubens sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewiffen zaget nicht. Wer will mich bei Gott verklagen? Der mir einst das Urtheil spricht, hat auch meine Schuld getragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an. Mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen, und auch sterbend rühmen kann: Jeſus. nimmt die Sünder an. 396. Mel. 254 Buße und Besserung. man 396. 397, OVOCTO Mel. Jefu, meines Herzens c. si Mel. Wer nur den lieben Gott Nehmet Jesu Ladung an, theure Ich habe nun den Grund g Geelen, der für euch auf rauher Bahn sich ließ quaten. Kommt, ach kommt zu ihm heran, Heil zu wählen, kommt, erlöste Seelen. den, der meine Spoffnung a hält. Und wo? In meines Wunden, da lag er vor der der Welt. Ein Grund, der un weglich steht, wenn Erd' und hi mel untergeht.ever com 2. Mengstiget euch das Gefühl böfer Thaten, seid ihr mannichfalt und viel durch den Schaden, der von Udam auf euch fiel, jest beladen, kommt zum Quell der Gnaden. 2. Es ist das ewige Erbarm das alles Denken übersteigt, di mit offnen Liebesarmen sich hin jedem Sünder neigt, weil ihm Herz vor Mitleid bricht, wir in men, oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verlen werden: Gott will, uns foll holfen sein. Denn darum sein Sohn auf Erden, und nah den Himmel siegreich ein und auch uns erbarmend zu: Kom her zu mir, bei mir ist Ruh! 4. O Abgrund, welcher allest den durch Christi Tod verschle gen hat! Das heißet Heilun Hoffnung gründen! Hier find kein Verdammen statt, weil Blut beständig schreit: Barmhe zigkeit, Barmherzigkeit! 5. An diesen Ruf will ich gede ken, will ihm getroft und freud traun; und wenn mich mein Sünden krånken, getroft auf ih den Bater, schaun; da findet sit zu aller Zeit unendliche Barmher zigkeit. 6. Wird alles Undre mir ent rissen, was Seel' und Leib erqui ken kann, muß ich der Erde Free den 3. Nehmet seine Last auf euch, o ihr Schwachen. Er kann stark, zufrieden, reich, selig machen. Lernet nur von ihm zugleich Gottes. Sachen. Hier ist Kraft der Schwachen. 4. Er ist voller Lindigkeit und voll Güte, ganz der Demuth ist ge= Cirste weiht sein Gemüthe, ist zu lauter Treu bereit und zum Friede. Trauet seiner Güte. 5. Seelenruh bedürfet ihr, Trost und Leben; Seelenruhe wird euch hier dargegeben, Seelenruhe quillt euch hier, Troft und Leben; eilt, barnach zu streben. thim 6. O sein Joch ist sanft, und soll nie beschweren; sein Geset ist liebevoll, zu gewähren Allen Friede, Ruh' und Wohl, die es hören. Folget seinen Lehren. 7. O Erlöser, bleibe doch unsre Freude, und gewöhne an dein Joch deine Leute; tröste, stårk', erfreu' uns hoch, Seelenweide, Jesu, unsre Freude! den missen, nimmt auch kein Freund sich meiner an, ich habe, was mich mehr erfreut, Vergebung aus Barmherzigkeit. 7. Wenn ich in meinem Laufe gleite, demüthigt seine Gnade mich, crmuntert mich zum neuen Streite und unterstügt mich mächtiglich. Und wenn mir sein Gericht auch draut, erwart' ich doch Barmhersigkeit.ich und dad 8. Er giebt zur Tugend Lust und Stärke; doch klebt die Sünde fftets mir a an, ich habe keine soltochen Werke, mit denen ich mich retten kann, ich rühme bloß mich hocherfreut der Hoffnung auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach seinem Willen. In Ungst und Trübsal wird er mich mit seines Geistes Troft erfüllen; er hilft gewiß und väterlich: sie währet ja in Ewigkeit, die göttliche Barmherzigkeit. ME CD Bertrauen auf die Gnade Gottes durch Christum. 4. Wohl mir, wenn deine Gnad? und Treue mein Herz zu deiner Liebe rührt, mich über mein Vergehn zur Neue, zur Sorgfalt in der Beßrung führt. Dann find ich auch in deiner Huld gewiß Verzeihung meiner Schuld. 5. Und o wie wohl ist meiner Seele, wenn ihr dein Friede nicht gebricht! Ob dann auch außres Glück mir fehle, so fehlt mir wahre Ruh doch nicht; und die ist mehr als Alles werth, was sonst die Welt für Glück erklärt. ann bin 6. Dann bin ich froh und gutes Muthes bei jeder Furcht, in jedem seid; dann hoff' ich von dir lauter 398. ad Gultes für meine Zeit und Ewig10. Auf diesen Grund will ich stets bauen, so lang' ich hier auf Erden bin; nur Gottes Gnade will ich trauen, sie führt gewiß zum Leben hin. Mein Heil voll endet nach der Zeit des Ewigen Barmherzigkeit. tui mod sin pol tind 255 ich sonst vor dir bestehn, und der verdienten Straf' entgehn? B 2. Ja, deine Gnad' ist für mich Leben; aus ihr fließt Heil und Trost mir zu. Wer ist zum Schonen und Bergeben, o Bater, wit liger als du? Du, den nur unser Bohl erfreut, erzeigst uns gern Barmherzigkeit. 3. Mit Zuversicht darauf zu hoffen, heißt uns dein eingeborner Sohn. Durch ihn steht uns der rch ihn st Zutritt offen zu deinem ewgen Gnadenthron, wenn wir uns redlich nur bemühn, der Sünde schnöden Dienst zu fliehn. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. welch ein Trost für meine Seele, daß, Gott, bei dir Vergebung ist, und daß du, wenn ich Schwacher fehle, mir nicht ein strenger Richter bift! Wie könnt' keit. Des Himmels Vorschmack hab' ich hier, hab' ich nur Gnade, Gott, bei dir. 7. Gieb, daß ich dieß zu Herzen fasse und mich zum Fleiß der Heiz ligung durch deine Gnade leiten minho Buße und Besserung. sum 256 ten lasse, so fehlt mir nie Beruhigung. Und stårkest du mein Herz, o Gott, so halt' ich treulich dein Gebot. 8. Dann komm' ich auch zu jenem Frieden, den nie ein Fehltritt unterbricht, und freue mehr noch als hienieden, mich in des höhern Lebens Licht des großen Glücks, im Herzen rein, und dir, Gott, angenehm zu sein. and 399. **** Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Ach wäre nicht, o Herr, bei dir Vergebung unsrer Sünden, wir Fehlende, wo würden wir Gewissensruhe finden? Wie oft vergesfen wir nicht, Gott, dich und dein väterlich Gebot und folgen schndden Trieben! 2. Wer kennt sein Herz, und schämt sich nicht vor deinem Ungesichte? Wer fühlt, daß Unschuld ihm gebricht, nicht in der Wahrheit Lichte? Solls uns, wie wirs verdienen, gehn, wer kann dann wohl vor dir bestehn? auf Erden wahrlich Reiner. Fortgang und Wachsthum 400. Mel. Wer nur den lieben 2c. Damit ich schon hier auf der Erde im Guten immer eifriger, stets weiser und stets besser werde, so leite du mich selbst, o Herr, und laß, zu wandeln deine Bahn, mich immer größre Kraft empfahn. 3. Und dennoch Vater, s neft dus du willst nur unse ben, siehst uns mit großer muth zu, bist willig zum S ben und tilgst erbarmend Schuld, wenn sie uns reut deine Huld uns auch zur Behn leitet. 0 t COM 4. Erbarmen ists, und nichts dienst, daß du uns, Gott, so lich daß du in Jesu uns erschienst, du so gern vergiebeft, so geni reuerfülltes Herz zur Ber stårkst und seinen Schmerz mitt nem Trofte heilest. 1 5. Wohl uns, daß du mit m viel Huld Verschuldeten begeg b und mit Verzeihung aller S a vor dir Gebeugte segneft! 1 d ewig, Bater, sei dir Dank, m deiner Gnade Lobgesang sei eind heilig Leben. 6. Wer sollte sich auch dir ni gern, Allgütiger, ergeben? 11 nicht, von Sündenliebe fern, zu gefallen streben? Wen di Gnade dazu rührt, wen sie Fleiß der Befrung führt, den für sie auch zum Frieden. in der christlichen Besserung. 2. Daß ich mich nie von ihre ferne, gieb mir dein Licht und daß ich mich täglich besser kenn lerne. Und täusch' ich mich, warne mich, daß nicht mein durch Heuchelei und Stolz sell sein Verführer sei. 3. So oft ich zu dir ernfil flehte, empfing ich neue Kraftw Fortgang und Wachsthum in der Besserung. dir. Gieb denn zum Eifer im Gebete stets deines Geistes Antrieb mir, so werd' ich auch durch dich, o Herr, zum Guten immer tüchtiger. 4. Verbotner Lüfte Schmeicheleien verblenden und verführen leicht; doch wer kann deiner Huld sich freuen, der sie nicht ernstlich haßt und fleucht? Herr, keiner Lüste Reiz und Wahn entferne mich von deiner Bahn. 5. Um mich zu sichern vor Gefahren, so laß vor der Zerstreuung mich mein leicht verführtes Herz bewahren, auf nichts mehr achten, als auf dich, auf deine Stimme, dein Gebot, auf dein Gericht, auf meinen Tod. 257 9. Hilf mir zum nüglichen Geschäfte für meinen Nächsten und für mich gebrauchen alle meine Kräfte, stets aus Gehorsam gegen dich. So werd' ich stets vollkommner hier dir, Gott, zum Preis, zum Gegen mir. 8. 3um 3iele schneller hinzueilen, laß nie mich meine Uebungszeit mit dir und mit der Sünde theilen, und keine Stunde werd' entweiht, und keine, die ich nüßen kann, klag einst vor dir, o Gott, mich an. 401. Mel. Herzliebster Jesu, was haft 2c. Dich ruf ich an, Gott, laß mich stets auf Erden im Guten wachsen, stets vollkommner werden; verleihe mir zu diesem besten Werke, selbst Licht und Stärke. 2. Dein Wort, ich mög' es lesen oder hören, erhebe täglich mehr durch seine Lehren den trågen Geist, daß ich auf deinem Wege nie wan ken möge. 6. Auch laß mich täglich mein Gewissen vor dir erforschen, laß es rein, vor selbst gesuchten Finsternissen gesichert, immer wachsam sein. Es zeige immer schneller mir, was recht und gut ist, Gott, vor dir. 3. Gieb, daß ichs ernstlich, gern und oft betrachte, und treu auf deiner Wahrheit Eindruck achte, und ihn auch oft erneure, vor Gefahren mich zu bewahren. 4. Gieb, daß ichs tief in mein Ge7. Wenn ich mich des Entschlusdächtniß fasse, daß ich von ihm mich täglich leiten lasse, und darnach ses freue, nur dir zu folgen, gieb, thue, gegen jede Sünde mehr Haß empfinde. daß ich den besten Borsag oft er: neue, nichts mehr zu lieben, Gott, als dich; und, was dein Kind von 5. Hilf, daß ich, was mich rührt, was es verdammet, was meiner sich nicht hat, auch zum Entschlusse Tugend Eifer mehr entflammet, felbst die That. was tröstet und erquicket, oft bedenke, wenn ich mich kränke. 6. Daß ich, gestärkt durch jede gute Rührung, und täglich weiser. unter deiner Führung, stets eifriger, bewahrt vor jedem Falle, zum Biele walle. R 7. Laß Buße und Besserung. 258 7. Laß immer mich empfinden, wie so nahe du, Gott, mir seist, das mit ich Kraft empfahe, durch deine Gegenwart zu edlen Werken mein Herz zu stärken. 8. Uuch sei mir Jesu Vorbild gegenwärtig, daß ich zu allen guten Thaten fertig und willig sei, zu ehren deinen Namen, ihm nachzuahmen. 9. Was ich von deinen Werken seh' und höre, das diene mir zur Beßrung, das belehre, das treibe mich, was recht ist, nur zu wählen, um nie zu fehlen. 10. Es stårke mich in allen meinen Pflichten stets der Gedanke: Gott wird einst dich richten; und, einst empfängt der Treue seine Krone zum Gnadenlohne. 11. So werd' ich, Vater, täglich mehr auf Erden im Guten wachsen, immer treuer werden, und so em pfahn zu meinem besten Werke mehr Licht und Stärke. 402. Mel. D Gott, du frommer Gott 2c. Herr, allerhöchster Gott, von dem wir alle Gaben, und was uns nüßlich ist, in reichem Maaße haben, o sich erbarmend mich in meiner Schwachheit an, weil ich nicht, wie ich will, dir recht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, doch nur mit schwachem Glauben; oft will die 3weifelsucht mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch von mir nicht ne sein. 3. O reiche du mir selbst a Gnaden deine Hände, hilf mein Schwachheit auf, daß mich ni von dir wende. Ist schon, Senfkorn gleich, mein Glauben sehr klein, so laß ihn doch bein in stetem Wachsthum sein. 4. Gieb, daß die Zuversichti meinem Geist sich mehre, daß mein Vater seist und ich dir any höre, daß alle meine Schuld w dir vergeben sei, damit mein H sich dein, als seines Baters, fra 5. Mach diese Zuversicht in o Gott, so kråftig, daß ich meins benlang in deinem Dienst geschi und stets beslissen sei, zu thun, m dir gefällt, so hab' ich schon int den Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du ei für deine Jünger batest und, wen sie wankten, dann beim Bater vertratest, ach unterstü' auchs mein sehnliches Gebet, und sc Glaubenskraft dem, der dich darm fleht! 7. In deiner Mittlerhand ist und aller Segen. Herr, unterst mich auf allen meinen Wegen, d ich des Glaubens Ziel, der Se Seligkeit, erlange und dich preist alle Ewigkeit. 403. Mel. Wer nur den lieben Gott Nicht, daß ichs schon ergrifst hätte, die beste Zugend bleibt no Schwad Fortgang und Wachsthum in der Besserung. 259 Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. schwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach. Denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sichers heit. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend; oft ist sie nur das Werk der 3eit. Die wilde Hise roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit; und was Natur und Zeit ges than, sieht unser Stolz für Tus gend an. 4. Oft ist die Uendrung unsrer Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dämpfft sie; doch du wechselst nur, dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wollust, oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was Undern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmähsucht Triebe erweckten dir so manchen Feind; du wirst behutz sam, schránkst dich ein, fliehst nicht die Schmähsucht, nur den Schein. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der Undern Tugend fällt, so werde nichts dein Herz verführen; doch jedes Herz hat feine Welt. Den, welchen Stand und 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, und sich, dein Herz wallt auf und draut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tus gendhaft; kaum lachet uns die Welt entgegen, so regt sich unsre Leidens schaft. Wir werden im Geräuſche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch einen strengen Lebenslauf; doch opferst du, wills seine Liebe, ihm auch die liebste Neigung auf? Dieß ist das Auge, dieß der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zur Ruh und Stille, die Welt und liebst die Einsamkeit; doch bist du, foderts Gottes Wille, auch dieser zu ent= fliehn bereit? Dein Herz haßt Habs sucht, Neid und Zank; flichts Unmuth auch und Müßiggang? 11. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? liebst Mäßigkeit; denn auch Geduld? du dienest gern, wenn Undre leiden; vergiebst du Feinden auch die Schuld? Bon allen Eastern sollst du rein, zu aller Tugend willig sein. 12. Sei nicht vermessen! Wach und streite, denk nicht, daß du schon R2 gnug Buße und Besserung. 260 gnug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall, drum wache stets, wach' überall. 404. Mel. Durch Udams Fall ist sc. Oft Elagt dein Herz, wie schwer es sei, den Weg des Herrn zu wandeln und täglich seinem Willen treu, zu denken und zu handeln. Wahr ists, die Tugend kostet Müh, sie ist der Sieg der Lüfte; doch richte selbst, was wäre sie, wenn sie nicht kámpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Laster freun, trifft die kein Schmerz hienieden? Sie sind die Sklaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lüfte dåmpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kämpft, verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad ist anfangs steil, läßt nichts als Mühe blicken; doc weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. Nimm an, Gott hätt' es uns vergönnt, nach unsers Fleisches Willen, wenn Wollust, Neid und Zorn entbrennt, die Lüfte frei zu stillen; nimm an, Gott ließ den Undank zu, den Frevel, dich zu kránken, den Menschenhaß, was würdest du D diesem Gotte denken? al 10 11 5. Gott will, wir sollen glüc sein, drum gab er uns Geseze. sind es, die das Herz erfreun, sind des Lebens Schåge. Er i zu uns durch den Verstand, spricht durch das Gewissen, was Geschöpfe seiner Hand, fliehn, wählen müssen. 6. Ihn fürchten, das ist Weih nur, und Freiheit ists, sie wäh Ein Thier folgt Fesseln der Nam ein Mensch dem Licht der Su Was ist des Geistes Eigenthu was sein Beruf auf Erden? diel gend; was ihr Lohn, ihr Ruh Gott ewig ähnlich werden. 7. Lern nur Geschmack am R des Herrn und seiner Gnade fink und übe dich getreu und gern, Herz zu überwinden. Wer K hat, wird durch Gebrauch von noch mehr bekommen, wer nicht hat, dem wird auch das, er hat, genommen. 8. Du streitest nicht durch eig Kraft, drum muß es dir geling Gott ist es, welcher Beides scho das Wollen und Vollbringen. We gab ein Vater einen Stein& Sohn, der Brot begehrte? oft; Gott' müßte Gott nicht fo wenn er dich nicht erhörte. 8 9. Dich stårket auf der Zug Pfad das Beispiel selger Gei ihn zeigte dir und ihn betrat de Gott, dein Herr und Meist Fortgang und Wachsthum in der Besserung. 261 Dich müsse nie des Frechen Spott und locket mich zur Sicherheit und auf diesem Pfade hindern: der eiteln Selbstgefälligkeit. Gelingt wahre Ruhm ist Ruhm bei Gott, es ihr, so glaub' ich dann auch nicht fal und nicht bei Menschenkindern. leicht, daß ich nicht fallen kann. 10. Sei stark, sei männlich alle zeit, tritt oft an deine Bahre, vergleiche mit der Ewigkeit den Kampf so kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Glaube hält, wird neuen Muth dir geben, und Kräfte der zukünftgen Welt, die werden ihn beleben. 11. und endlich, Christ, sei une verzagt, wenn dirs nicht immer glücket, wenn dich, so viel dein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drücket. Gott sieht nicht auf die That allein; er sieht auf deinen Willen. Ein göttliches Verdienst ist dein; dieß muß dein Herze stillen. 4. Dann bin ich bald verführt: denn ach wer stolz und sicher wird, ist schwach, vergrößert seine Kräfte sich und traut auf sich mehr, als auf dich, verschmäht die Feinde, die ihm dråun, wird tråg und laß, und schlummert ein. 405. 6. Ich fühle meine Schwachheit, Gott. Mich schrecken leicht Gefahr und Spott; 3erstreuung und Vermessenheit, des Beispiels Reiz, die Weichlichkeit, und stark Gefühl für Mel. So wahr ich lebe, spricht 2c. Noch wohnt zum Bösen Hang in Lust und Schmerz, wie leicht verderben die das Herz! mir; auch wenn ich schon, mein Gott, von dir geheiligt bin, versucht er mich zu Sünden noch, und stårket sich durch Leidenschaft und Sinnlichkeit, zu thun, was dein Gesetz verbeut. 2. Ich sehe, die Tugend, Gott, ist schön, ich will auch ihre Bahn nur gehn, betrete sie voll Luft und Muth, gewiß, daß, wer nicht Sünde thut, und seine Pflichten nicht vergißt, hier ruhig und einst selig ist; 5. Und o wie nah ist dann ſein Fall, wenn er versuchet überall, von außen her und durch sein Herz, mit Luft, Gewinn, und Furcht und Schmerz nun kämpfen soll! Wie leicht, wie leicht verliert er all Kraft, und weicht! 3. Doch oft erwacht in meiner Brust die unterdrückte böse Lust, 7. Wer kann mir beistehn? Du allein sollst meine Hülf' und Stärke sein! Laß meine Schwachheit immer mir vor Augen stehn, daß ich von dir nie weiche, daß ich standhaft sei, dir bis zum Tode selbst getreu. 8. Dann kommt die Zeit, wo, Herr, von dir der Hang zum Bosen ganz in mir vertilgt und ausgerottet wird, wo nie Verstand, noch Herz mehr irrt. Wie heilig werd' ich dann, wie rein, wie herrlich und wie selig sein! Bitten 262 Buße und Besserung. Bitten um Kraft zur Besserung und Beständigkeit in derselben. 406. Mel. Gott sei gelobet und 2. Ich habe, Herr, von meiner Sünden Bürde nun entlastet, deinem Namen mich ganz geheiligt. Würde nur, ach würde mein Gelübd auch That und Umen, mein treuer Heiland! 2. Es ruft, es seufzet meine ganze Seele um die Kraft, es zu erfüllen, damit ich standhaft deine Wege wähle, ungetäuscht nur deiz nem Willen, nicht Lüften folge. 3. Ruf mir aus deinem Himmet: ueberwinde, Lüfte täuschen und verderben; ich krone dich, wenn ich getreu dich finde. Heil den Käm pfern, die mir sterben, sie werden leben! Wann komm' ich zu der wah Ruh, daß ich recht feste Trittet und nur das Gute wähle! 407. Mel. D König, dessen Majestät zc. rbarm dich, Herr! Mein schwa ches Herz, geneigt zu Eitelkeiten, läßt bald durch Freude, bald durch Schmerz sich auf den Irrweg leiten. Gleich einem Rohr vom Wind be= wegt, wankt auch, von Leidenschaft erregt, oft meine schwache Seele. 2. Laß doch mein Herz nicht nerhin in seiner Neigung want stårk meinen ungewissen Sim festeren Gedanken. Wenn vond Luft zur Eitelkeit mich deines& stes Kraft befreit, wie' will ich lobsingen! Mich ganz zu deine Dienst zu weihn, soll stets m ernster Wille sein. Gieb dazu d Vollbringen. 3. Und wenn ich auf der Tug Pfad bisweilen gleitend walle, schüße du durch deine Gnab n vor dem nahen Falle. Wenn Luft in mir aufsteigt, und ic Weichen bin geneigt, so lenke m nen Willen. Erhebe meinen sch chen Muth, daß ich der Leidensde 4. Mit dir, du Ueberwinder, will ich streiten. Nach dem Kampfe giebten Wuth durch dich, Herr, mi die Krone mir, deinem Streiter, deine Seligkeiten, die Unsterblichkeit zum Lohne, Herr, mein Vergelter! stillen. 4. Mein Gott, mein Gott, denke nicht der Sünden meiner gend. Wie hart schien mir meine Pflicht, wie rauh die Be der Zugend, und doch trugst mich mit Geduld! Laß, Bater, mich diese Huld undankbar nit verachten. Dir folgen, ist m wahres Heil, o laß michs als mei bestes Theil auch immerfort trachten. 5. Ich bin ein Mensch, du f neft mich; wie schwach sind mein Kräfte. Doch meine Seele bo Bitten um Kraft zur Besserung. auf dich, du wirst zu dem Geschäfte der Heiligung mir Kraft verleihn, mein Herz je mehr und mehr ers neun, vor dir gerecht zu leben. Ich aber will hier in der Zeit, und einst in der Vollkommenheit, Herr, deine Kraft erheben. 263 Reiz der Eitelkeiten, deren Menge mich umringt, das ists, was zum Fall mich bringt. 5. Du verzeihst, Gott, die Ges brechen meiner fündigen Natur. Nicht die Schwachheit wirst du rås chen, bösen Boriag strafft du nur. Hått' ich nicht den Trost, ich würde unter meiner Fehler Bürde ganz erliegen und mich dein, höchstes Gut, nie können freun. 6. Stellet mir denn hier auf Ers den lebenslang die Sünde nach, kann ich nicht vollkommen werden, bin und bleib' ich immer schwach, o so segne mein Bestreben, so gerecht ich kann, zu leben, daß ich doch von Heuchelei und von Bosheit ferne sei. 408. Mel. Jesu, der du meine Seele sc. Ach wann werd' ich von der Sünde, Gott, mein Vater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgefällig sei! Noch nicht, ich gestehs mit Thränen, kann ich mich von ihr entwöhnen; immer noch ereilt sie mich und verführt mich wis ter dich. 7. Wenn ich falle, laß michs merten, laß mich streben aufzustehn, eile, mich, dein Kind, zu stärken, lehre selbst mich, fefter gehn, warne mich, sei mein Begleiter, täglich führe, Gott, mich weiter, bis ich in der Ewigkeit dringe für Vollkommenheit. 2. In der Undacht selgen Stunden, wo mein Geist die Wahrheit hort, hab' ich oft das Glück empfunben, das die Frömmigkeit gewährt, habe nichts so sehr hienieden mir gewünscht, als innern Frieden, als ein Herz, dir ganz geweiht, als der Tugend Seligkeit. 409. 3. Voll von heiligen Entschlüssen, schwur ich dann, dir treu zu sein, und mit wachendem Gewissen meis Mel. Ich ruf zu dir, Herr. ner Unschuld mich zu freun; willig Herr, mein Erlöser, nur von dir wollt' ich da mein Leben dir, mein Gott, zum Dienst ergeben, aller Sünde widerstehn, standhaft deine Wege gehn. 4. Uber, ach zu schnell emporet sich der Leidenschaften Macht, sie verdunkelt, schwächt und störet, was ich sonst so gut bedacht. Plok= liche Bersuchungszeiten, Beispiel, kann ich mir Hülf' erflehen, vers nimm mein Seufzen, eile mir, mein Helfer, beizustehen. Des wahren Glaubens Kraft und Licht, das selige Bestreben dir zu leben, und Muth zu dieser Pflicht, das wols left du mir geben. 2. Du hast ein königlich Gebor mir tief ins Herz geschrieben: von ganzer Buße und Besserung. 264 ganzer Seele soll ich Gott, wie mich, den nächsten lieben. Wenn ich nach deinem Willen thu, so hab' ich schon hienieden großen Frieden, und welches Heil hast du dem Frommen dort beschieden! 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir entreißen: denn du hast deine Seligkeit den Treuen nur verheißen. Doch könnten wohl durch ihre Müh sie, solche zu verdienen, sich erkühnen? Aus Gnaden schenkst du sie, und du er warbst sie ihnen. 4. Freund meiner Seele, du bist ihr ein Weinstock, sie dein Rebe. Beuch sie dir nach, daß sie zu dir sich bon der Welt erhebe. Ja laß mich, wenn ich sterben soll, auf deine Gnabe bauen, dir vertrauen und dann dort wonnevoll dein Untlig ewig fchauen. Gas 5. Ich kämpf', ermatt' und strauchle oft, hilf, Herr, mein Gott, dem Schwachen, der nur auf dich in Demuth hofft, du kannst mich mächtig machen. In jeder Seelennoth laß mich bei dir Erbarmung finden, Troft empfinden und endlich, Herr, durch dich in Allem überwinden. 410. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, der du der Deinen Klagen vernimmst und gern ihr Helfer bist, laß mich nie muthlos zagen. Gieb, daß, im wahren Glauben treu, ich bir mich ganz ergebe, dich erhebe, dem Nächsten nüglich sei, nagte ner Lehre lebe. 2. Vor eitler Selbstgefällig bewahre meine Seele, damit nicht aus Sicherheit mein wah Heil verfehle. Gieb, daß ich m Zuversicht auf dich nur möge ba dir vertrauen, auf meine nicht, um ewig dich zu schauen. 3. Hilf, daß ich meinen Fein gern auch ihre Schuld erlasse, u gleichgesinnt dir, meinem Hem sie nie verfolg und hasse. Laß nen Glauben sich, mein Gott, d deines Wortes Lehren stets verm ren, auch in Gefahr und Sp dich freudig zu verchren. 1 4. Laß weder Furcht noch von dir mich, weil ich lebe, scheide Beständigkeit verleihe mir im G und auch im Leiden. An gu Werken reich, werd' ich dann dein Himmel erben, selig sterben, ob gleich nichts für mich verdien noch erwerben. 5. Ich kämpf und will dein S ger sein, hilf, o Herr Christ, m Schwachen. Auf dich verlaß ich m allein, du kannst mich stärker chen. Wenn Sünde mich versuc will ich doch nimmer dich verlasse will sie hassen. Du wirst, du kan auch mich, mein Heiland, ni verlassen. 411. Mel. Kommt her zu mir, spricht. Ich weiß und bins gewiß, daß i erlöst bin, Gottes Sohn, durd dich vom schnöden Dienst der Sünde Bitten um Kraft zur Besserung. Gelobt sei Gott, ich bins gewiß. pilf, mein Erlöser, daß ich dieß bis an mein End' empfinde. 2. In dieser so verderbten Zeit des Leichtsinns und der Sicherheit wach über meinem Glauben. Du Freund der Menschen, wache du, daß keine Zweifel meine Ruh' und meinen Trost mir rauben. 3. Den Spott der Frevler über dich und deinen Tod am Kreuz laß mich, wie ers verdient, verachten. Mit desto stårkerer Begier laß meine Seele, Herr, nach dir und deinem Reiche trachten. 4. Wenn mir die Welt Gelegenheit zur Sünde giebt, zur Eitelkeit und zu verbotner Freude, so dampfe du in meiner Brust die aufgeregte böse Lust, daß ich sie standhaft meide. 5. Ich möchte sonst, durch sie verführt, die Sünde, die den Tod gebiert, mich übereilen lassen, mich dann aus Sündenlust vergehn, und deiner Wahrheit widerstehn, ihr helles Licht gar haffen. 6. Wenn meine Freudigkeit zu dir, mein Glaub' und meine Hoffnung mir, o Gott, entrissen würde, so würde mich nichts mehr erfreun, die Welt mir trüb' und traurig sein, mein Leben eine Bürde. 265 8. Gewissensschrecken würden mich, der ich vom Pfad des Guten wich, schon hier zur Qual ergreis fen, und peinigende Furcht vor dir, der Welten Richter, sich in mir mit jedem Tage häufen. 9. Der du für mich am Kreuze starbst und Hoffnung mir und Trost erwarbst, laß mich so tief nicht fallen. Erhalte mir des Glaubens Ruh, und meinen Wandel lenEe du nach deinem Wohlgefallen. 7. Nach deinem Himmel würd' ich nicht mit Freud' und Trost im Ungesicht, mit Seelenwollust sehen; für ihn hätt' ich dann keinen Sinn; dann wär' die frohe Hoffnung hin, zu ihm einst einzugehen. 412. Herr, auf dich will ich feft hoffen, Guts zu thun, verleihe mir. Deine Wohnung sei mir offen, redlich da zu dienen dir. Un dir laß mich haben Lust; Weltluft sei mir unbewußt. Was mein Herz annoch verlanget, gieb mir, wenn es an dir hanget. 2. Dir befehl' ich meine Wege, auf dich hoff' ich, Herr, mein Gott, zeige mir die rechten Stege, laß mich nirgend in der Noth. Alles wirst du machen gut, stårke nur den schwachen Muth, daß ich dir sei ganz ergeben und in dir recht möge leben. 3. Herr, nach deinem Wohlgefal= len lehre mich thun immerdar: denn du bist mein Gott in Allen, dein Geist meiner nehme wahr, führe mich auf ebner Bahn und bring mich gen Himmel an. Uch Herr, laß mich nimmer irren, noch des Satans List verwirren! 4. Lehre mich, Herr, wohl beden= ken, daß es mit mir haben muß bald ein 266 Buße und Besserung. ein Ende, da sichs lenken wird zum Ziel und da mein Fuß geht davon aus dieser eit hin zur lautern Ewigkeit. Ach laß mich, Herr, um dich schweben, ewig wohl bei dir zuhdis leben! 413. Mel. D Gott, du frommer se. Ach Gott, verlaß mich nicht! Reich du mir selbst die Hände, daß ich den schweren Gang durchs Leben wohl vollende. Hier in dem fins stern Thal sei du mein Schuk, mein Licht, mein Führer, Helfer, Freund, ach Gott, verlaß mich nicht! 2. Uch Gott, verlaß mich nicht! Lehr deinen Weg mich wallen, und laß mich nimmermehr in Sünd' und Thorheit fallen. Gieb mir den guten Geist, des Glaubens Zuvers sicht, und, wenn ich straucheln will, ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Uch Gott, verlaß mich nicht in Nöthen und Gefahren und laß zur rechten Zeit mir Hülfe widerfahs ren! Wenn sich Versuchung naht und Stärke mir gebricht, so weiche nicht von mir, ach Gott, verlaß mich nicht! 4. Uch Gott, verlaß mich nicht! Gieb Wollen und Vermögen. In allem meinen Thun begleite mich dein Segen, die Werke meines Umts, die Werke meiner Pflicht laß, Herr, durch dich gedeihn, ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Uch Gott, verlaß mich nicht! Dir bleib' ich ganz ergeben. Hilf mir, daß ich, o Gott, recht glauben, chriftlich leben, und selig for ma mag, zu sehn dein Angesicht; E mir in Noth und Tod, ach& se verlaß mich nicht! 414. $ Mel. Gott des Himmels und der Geist, vom Bater uns gegn f heilige und beßre mich. fromm und gut zu leben, dies mag ich nur durch dich. tåglich Ernst und Treu, mi bessern, in mir neu. 2. Fern vom Ziel, worna a ringe, ruf ich: Lindre mir die d daß ich jenes Werk vollbringe, m du angefangen hast; läst du: S an Hülfe leer, dann wird mit Last zu schwer. 3. Uch ich irr in Finsternis Geist der Wahrheit, ohne dich! Begierden hingerissen, täusc eitle Seele fich, suchet Ruh findet sie in der Erde Gütern 4. Hilf mir nach dem Him streben, der den Lohn mir a hält; hilf mir Gott und Jesu l nicht den Lüsten dieser Welt; l mich von Sünden rein, heilig, wie Jesus, sein. 5. Leite du mich auf dem deines Lichts zum Leben hin, mich stärke deine Gnade, wenni schwach und muthtos bin, daß näher jeden Tag meinem Klein kommen mag. 6. Gieb zu jedem guten meiner Seele Kraft und Luft; im Kampfe floße Stärke mit Bitten um Kraft zur Besserung. meine schwache Brust; gicb mir Troft in jeder Noth; hilf mir treu sein bis zum Tod. 7. Sei mein Beistand, wenn ich sterbe, zeige meinem Geist von fern bas mir aufbehaltne Erbe in der Herrlichkeit des Herrn. So ges stärkt durch deine Kraft, end' ich froh die Pilgerschaft. 416. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Nach dir verlanget mich, nach dir, 415. Gott, meine Hülfe kommt von dir. Wer ist, wie du, so gnadenreich? Mel. Dir, bir, Jehovah, will ich 2. Wer dir an Macht und Weisheit mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und mich bir weihn; gieb selbst das Wollen und Vollbringen und laß mein Herz dir ganz geheiligt sein. Nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin: dein, Herr, ist alles, was ich hab' und bin. 2. Gieb meinem Glauben Muth und Stärke, laß ihn durch Menschenliebe thätig sein, daß man an seinen Früchten merke, er sei kein eitler Traum und falscher Schein, er stärke mich in meiner Pilgrimfchaft und gebe mir zum Kampf und Siege Kraft. 267 und Ehre bringen, dir, der du Alles hast so wohl gemacht. Dann werd' ich heilig, rein, ganz dir geweiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. 3. Laß mich, so lang' ich hier soll leben, auch an dem bösen Tage sein vergnügt, und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Besten Alles weislich fügt. Gieb Furcht und Demuth, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst. 4. Uch hilf mir beten, wachen, ringen, so will ich einst, wenn ich den Lauf vollbracht, dir ewig Dank gleich? 2. Uch mein Erbarmer, rechne du mir meine Missethat nicht zu! Sie reuet, Gott, sie reuet mich, und meine Seele hofft auf dich. 3. Wie gut, wie leicht ist dein Gebot, du willst, ich soll dich lies ben, Gott, willst, daß ich redlich handeln soll zu meinem und des Nächsten Wohl. 4. Und doch verleg' ich diese Pflicht und schåge deine Gnade nicht; ein elend Scheingut zieh' ich Thor oft ihr und meinem Heile vor. 5. Mein Herz, das seine Schuld erkennt, du siehest es, mein Herz entbrennt, zu thun, was dein Geseg befiehlt, das nur mein Bestes mir empfiehlt. 6. Ich traue der Barmherzigkeit, die sich noch jeden Tag erneut, der Baterhuld, die immerdar gefallner Seelen Zuflucht war. 7. Dein Wort giebt mir Versi cherung vollkommener Begnabis gung; ich bin gewiß durch Jesum Christ, daß sie auch mir verliehen ist. 8. Doch 268 8. Doch nie entfall' es meinem Sinn, daß ich als Christ berufen bin, auch meines Mittlers Tugenden hier thätig zu verkün digen. 9. Wie ich die Gaben ange= wandt, die ich empfing aus deiner Hand, dieß wird die große Frage sein, bricht dein Entschei bungstag herein. Buße und Besserung. Seligkeit der christlichen Besserung. draun, doch fest und unbew fein. 6. Wie leicht, wie leicht er wir, wenn wir, o Geist von G bei dir nicht Hülfe fånden, du nicht der Schwachen Krafts Zuversicht! 417. Mel. D Jesu Christ, mein's 2. Wohl uns, wenn wir, o Geist des Herrn, bekehrt und gläubig find, und gern auch heilig würden, willig nun, was unser Gott ge= beut, zu thun. 2. Allein des Glaubens erste Kraft, wie klein ist die; wie man gelhaft durch tausendfache Hinderung der Anfang unfrer Heiligung! 3. Der Hang zur Sünd' in unfrer Brust, gewohnter Laster Reiz und Lust, und frohe Sünder, ach wenn die uns reizen, was vermogen sie! 4. Der Kampf der Tugend ist so schwer; ach Selbstverläugnung fodert er, Beherrschung unsrer Sinnlichkeit und Muth, der selbst ben Spott nicht scheut! 10. Ein Herz, das sich best ten freut, voll Menschenlieb Gott geweiht, dieß soll ich nicht erst empfahn; mein foderts schon alsdann. 11. Schaff dieses Herz in denn ach, du weißt es, Vater, bin schwach. Mein Trost sein Vertraun auf dich, und keit behûte mich. 5. Anhalten sollen wir, und nie Verführern folgen, und, wenn sie sanft schmeicheln oder furchtbar 7. Den du erleuchtest und beke versäumst du nie, wenn er nure sich redlich, gut zu sein, entschli getreu nur auch im Kleinen ist 8. Du giebst ihm, wenn ihm gebricht, zur Wahl des Bestent mehr Licht, zum Kampf in f Pilgrimschaft stets größern und auch mehr Kraft. 9. Wankt er aus Schwad auch im Lauf und fållt, so hilft schnell ihm auf. Er, weil er auf dich verläßt, nimmt u Weisheit und wird fest. 10. So wächst der Jüngling zum Mann, der stehn und übe winden kann, bis er erkämpft, er begehrt, in jeder Prüfung m bewährt. 11.6 Seligkeit derselben. 11. So stehst du allen Frommen bei, daß sie, bis in den Tod getreu, sich sicher ihrem Ziele nahn, des Glaubens Kleinod zu empfahn. 418. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Wohl euch, ihr Gläubigen, wohl er zum Bater geht. euch, daß ihr dem Herrn nur lebt, daß ihr an guten Werken reich zu werden euch bestrebt. 2. Wohl euch, wohl euch, daß ihr mit Lust die Rechte Gottes lernt, und, eures Vorzugs euch bewußt, von Sünden euch entfernt; 3. Daß ihr dem folgt, was er gebeut, und, weil ihrs könnet, jegt Licht, Kraft, Gelegenheit und Zeit zu edlen Werken nügt; 4. Daß ihr die Selbstverläugnung nicht, der Tugend Kampf nicht scheut; auch wenn sie schwer ist, doch der Pflicht, getreu zu sein, euch freut; 269 9. Wenn er ein traurend Herz erquickt, sieht das nicht Jesus an, der Herr, der ihn so hoch beglückt, als hätt' ers ihm gethan? 10. Die Ernt' ist reicher als die Saat, die hier sein Glaube såt. Ihm folget jede gute That, wenn 5. Daß, leidet für die Tugend ihr Verfolgung oder Spott, ihr recht thut ohne Ruhmbegier, und Keinen scheut, als Gott. 6. Wohl dem, der Glauben hat und übt, und alles Gute bloß um seines Gottes willen liebt, wohl ihm, sein Lohn ist groß! 7. Wird nicht der Held stets muthiger, wenn er gesieget hat? wird er nicht immer herrlicher durch jede gute That? 8. Wo wohnet die Zufriedenheit, wo wahre Ruh' und Luft, als bei der wahren Heiligkeit, als in des Frommen Brust? 11. 3u dürftig ist die ganze Welt dem, der, der Sünd' entflohn, fest an dem Unsichtbaren hält; der Himmel ist sein Lohn. 12. Der öffnet sich, vom Throne schallts: Geh ein, du frommer Knecht, der ganze Himmel wiederhallts: Geh ein, du frommer Knecht! 13. Geh ein, geh ein! du strittest gern, die Kron' ist schon bereit; empfahe nun das Reich des Herrn und seine Seligkeit! 419. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Wer, o mein Gott, durch dich geboren, ein neues Herz von dir empfängt, zum Eigenthume dir erkoren, der Sünd' entsagt, und göttlich denkt, und göttlich lebt, wie felig ist dein Kind, dein Eigenthum, der Christ! 2. Befreit aus feinen Finsternis sen und von der Sünde Sklaverei, begnadigt, ruhig im Gewissen, von Strafen des Geseges frei, sieht er in dir, mit dir vereint den Bater nur, und keinen Feind; 3. Darf Alles, Gott, von dir verlangen, was ihm dein eigner Sohn erwarb; 270 erwarb; wird Alles auch von dir empfangen, weil der zu seinem H.ile starb: Licht, wo ers braucht, und Muth und Kraft zum Kampfe seiner Pilgerschaft; Buße und Besserung. 4. 3um sichern Siege deine Stårs ke, und deinen Geist der Heiligung zu einem jeden guten Werke; im Leiden Trost und Linderung; und selbst in seiner Prüfungszeit den Vorschmack jener Herrlichkeit. 5. In seinem kindlichen Gebete ist er der frohen Zuversicht, daß, als dein Kind, er vor dich trete; und du beschämst dein Kind auch nicht; ja deine Vaterlieb gewährt ihm ims mer mehr, als er begehrt. 6. Bereit zu helfen und zu tro sten, lenkst du mit våterlicher Huld, was nur geschieht, zu seinem Besten, und hast, wenn er auch fehlt, Geduld, hilfft gern von seinem Fall ihm auf, und förderst seiner Tugend Lauf. 7. Er wandelt gern auf deinen Wegen, liebt alle Menschen brüderlich. Was er nur thut, wird Heil und Segen; auch freut er deines Beifalls sich. Mag doch der Sünder ihn verschmähn; er wird von dir, o Gott, gesehn. 8. Er, sicher, daß er selig werde, zufrieden hier mit seinem Loos, ist für die eitle Luft der Erde zu selig schon, zu reich und groß; und seine Wünsche, Gott, begrenzt kein Glück der Welt, wie sehr es glänzt. 9. Er sieht den Tod von ferne kommen, und zittert nicht: es ist sein Freund. Von dir zum E angenommen, frohlockt er wenn er erscheint. Er endet f lich seinen Lauf und schwingt zu dir hinauf. 10. Wie felig, wer, durch geboren, ein neues Herz von empfängt, und, dir zum Eigent erkoren, der Sünd' entsagt, göttlich denkt und göttlich lebt. selig ist dein Kind, vein Eigent der Christ! 420. Mel. Lobt Gott, ihr Christen Schon hier lebt selig und schnöde Lust der Welt besiegt, gnügt, wer Gottes Wege geht, in Versuchung steht. 2. Sein Theil ist hier Zufrich sichs des hohen Beifalls freut, heit, die im Gewissen wohnt, w mit es Gott belohnt. 3. Noch größrer Lohn erwar ihn in jener Ewigkeit, wenn er Gott ergebnem Sinn gethan,*. Gott gebeut. 4. Herr, laß mit allem G mich den Weg der Wahrheit ge so werd' ich einst im Himmel zu meiner Wonne sehn. 421. Wer Gottes Wege geht, nur hat großen Frieden, er widerst der bösen Lust, er kämpft und des Lohns, den Gott dem Kampf fchieden Seligkeit derselben. schieden, ist seiner Tugend sich bes wußt. 2. Er merkt auf seinen Gang, geht ihn mit heilgem Muthe, wächst dn Erkenntniß und an Kraft, wird aus der Schwachheit stark, und liebt und schmeckt das Gute, das Gott in seiner Seele schafft. e 3. Ihn hat er allezeit vor Augen und im Herzen, prüft tåglich sich vor seinem Thron, berent der Feh ler Zahl, und tilgt der Sünden Schmerzen durch Jesum Christum, seinen Sohn. 4. Getreu in seinem Stand, genießt er Gottes Gaben, wehrt seiner Seele Geiz und Neid, und ist, wenn Undre gleich viel Weins und Kornes haben, in Gott bei Benigem erfreut. 5. Schenkt seine Hand ihm viel, so wird er Vielen nüßen und, wie sein Gott, gutthätig sein, des Freundes Glück erhöhn, verlaßne Tugend schüßen, und selbst den Feind in Noth erfreun. 271 von Gott gezeugt zu guten Werken, und haben Einen Herrn, Ein Heil. 6. Ihm ist es leichte Laft, die Pflichten auszuüben, die er dem Nächsten schuldig ist: die Liebe gegen Gott heißt ihn die Menschen lieben, und durch die Liebe siegt der Christ. 7. Er krånket nie dein Glück, schüßt deinen Ruhm, dein Leben: denn er ehrt Gottes Bild in dir. Er trägt dich mit Geduld, ist willig zum Bergeben: denn Gott, denkt er, vergiebt auch mir. 8. Sein Beispiel sucht dein Herz im Guten zu bestårken, er nimmt an deiner Tugend Theil: denn Alle sind 9. Dieß Heil der Ewigkeit, das hier der Fromme schmecket, erhöht sein Glück, stillt seinen Schmerz, giebt ihm Geduld und Muth. Kein Tod, der ihn erschrecket; im Tode noch freut sich sein Herz. 422. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Beglückt, beglückt ist, wer auf Erden mit allen seinen Kräften strebt, an guten Werken reich zu werden, und nicht für diese Welt nur lebt, stets vorwärts dringt und nie vers gißt, daß seine Seel' unsterblich ist. 2. Er forscht nach seines Gottes Wegen, was gut ist, leicht und schnell zu thun, spricht nicht im Sommer, gleich dem Trågen: noch will ich schlummern, will noch ruhn; fåt früh, und wuchert mit der Zeit zur Ernte für die Ewigkeit.e 3. Erfüllet von der Tugend Sorgen, denkt er, und denkt mit Luft daran, wie er hier sichtbar, dort verborgen, ein edles Werk vollenden kann, und nůzet jeden Augenblick für Gott und seiner Brüder Glück. 4. Nie abgeschreckt von Hindernissen, stårkt er mit Gottes Stärke sich zu seinen heiligen Entschlüssen, im Guten unerschütterlich; und Fostet auch die Tugend Müh, er kämpfet und vollbringet fie. 5. Beschwerden scheut er nicht, ges rüstet mit Selbstverläugnung, und ents 272 entbehrt, was Sinn und Eitelkeit gelüftet, großmüthig, größrer Freu: den werth; wie schmeichelnd auch das Lafter sei, doch stets sein Feind, und Gott getreu. Buße und Besserung. 5. Doch ach sie herrscht, les zu zerrütten, erschüttert nen, und verwüstet Hütten, t jeden Gegensquell, droht alla gen mit neuen Plagen. 6. Wenn können Sünder zum Himmel schauen, an dich denken, ohne Furcht und Gr an Tod und Grab, und an eine Leben, und nicht erbeben? 7. Die Lust zum Bösen fessell und wüthet; sie leiden selbst das, was sie gebietet und ba sich den Weg durch ihre Fud Zu Gram und Leiden. to zu überwinden? 8. Wie können wir dich, genug erheben, daß du uns für willst den Weg zum Leben, heiligen und stärken, alle Sin g mit dir versöhnte, uns Licht 9. Heil uns, daß uns dein E und vom Sündendienst entwih d Kraft gab und Trieb, auf dem deln! Bahn zu wandeln und recht zu d ft 6. Er widersett mit festem Muthe den Lastern sich, und kämpft für Gott. Shn treff im Kampfe für das Gute der Welt Verfolgung oder Spott; ihm bleibet doch der Preis des Streits, er kämpft und ringt: denn Gott gebeuts. 7. Er zählt der großen Siege viele; und alle werden ihm belohnt, wenn er nun, nach erreichtem Ziele, im Paradiese Gottes wohnt. Wohl euch, die ihr ihm gleicht, wohl euch, nur ihr seid groß, nur ihr seid reich. 423. Mel. Herzliebster Jesu, was haft zc. Gott, wo ist Noth und Elend auf der Erde, das von der Sünde nicht geboren werde? Wie enden sich nicht jeder Thorheit Freuden in bittre Leiden! 2. O wären wir, vom Jüngling bis zum Greise, gehorsam deinem Willen, gut und weise, was würden wir mit freudigem Gewissen für Glück genießen? tert werden, wenn unser Her Zauschungen der Sünde stet derstünde! 3. Schon, heilsam, zahllos, Vater, sind die Gaben, die wir von dir zu wahren Freuden haben. Wo strömt uns nicht der Tugend Heil und Segen von dir entgegen? 4. Wie würde jede wahre Lust auf Erden erhöht, und jede Last erleich10. Caß uns denn immer geheiligt werden, dir stets g sam, dir getreu, auf Erden th was du willst, bis wir, zu dir hoben, dich ewig loben. tind 424. Mel. Werde munter, mein 26. u Wohl dem Menschen, der ng wandelt in gottloser Leute Rab 100 Seligkeit derselben. wohl dem, der nicht unrecht hans delt, noch betritt der Sünder Pfad, der der Spotter Freundschaft flicht, ihrem Umgang sich entzieht, der hingegen liebt und ehret, was uns Gott vom Himmel lehret; 2. Wohl dem, der mit Lust und Freude Gottes Wort hört, daran glaubt, und hier, als auf süßer Wetde seines Geistes, stets verbleibt! Deffen Segen wächst; er blüht, wie ein Baum, den man dort sicht bei den Flüssen an den Seiten seine frischen 3weig' ausbreiten. 3. Also wird auch jeder grünen, der in Gottes Wort sich übt; Alles wird ihm müssen dienen, daß er teiche Früchte giebt; seine Blätter werden alt, und doch niemals ungestalt; Gott giebt Glück zu seinen Thaten, was er macht, muß wohl gerathen. 4. Aber wen die Sünd' erfreuet, dessen Glück wird bald vergehn, wie der Wind die Spreu zerstreuet, wird man es verfliegen sehn. Hålt der Herr einst sein Gericht, da besteht kein Sünder nicht: denn Gott liebet nur die Frommen, und, wer bof' ist, muß umkommen. po 425. inpd Mel. Wachet auf, ruft uns ic. Herr, aus deiner Gnadenfülle fließt meiner Seele sanfte Stille, und Lust und Kraft zur Tugend 3. Seit ich dir mein Herz erge ben, so kenn' ich erst das rechte Le273 $ 17 ben, und schmecke des Gewissens Ruh. Erbarmend gabst du mir den Frieden, Gott, mit dir. Hochgelobet sei deine Treu; sie schuf mich neu, vom Sündendienst bin ich nun frei. 2. Heiter fühlt sich meine Seele, weil ich, was vor dir recht ist, wäh le und, unterstügt von dir, auch thu. Jeder Sieg, den ich erringe, wenn ich der Lüste Reiz bezwinge, füllt mich mit neuer Wonn' und Ruh. Gott, welche Seligkeit, vom Lasterdienst befreit, deinen Willen von Herzen thun, und fröhlich nun in deinem Beifall ganz beruhn! 3. Beugt auch mancher Feht mich nieder, so richtest du mein Herz doch wieder mit Trost an deiner Gnade auf. Du vermehrst zu dem Geschäfte der Heiligkeit mir Trieb und Kräfte und förderst mich im Tugendlauf. Wie freut sich dann mein Geist, daß du so gern verz zeihst, reger Eifer wird in mir neu, daß ich dir treu und wachsas mer in Zukunft sei. 4. Und wie sollt' ich ångstlich za* gen, wenn auch in meinen Pitgertagen mein Fuß auf rauhe Wer ge stößt? Selber auf dem rauhsten Pfade bleibst du mein Trost und deine Gnade, die keinen Frommen je verläßt. Des Lebens größte Pein muß mir zum Heil gedeihn, denn dich liebet mein kindlich Herz. Auch unter Schmerz seh' ich getrost nun himmelwärts. 5. Sa Buße und Besserung. 274 5. Ja ich seh' im Geist ihn offen und bin schon froh im sichern Hoffen, daß ich auch einst sein Bürger bin. Unter wonnevoller Stille fließt dann, so ists dein gnådger Wille, mir meine Ewigkeit dahin. Dann fühl ich hocherfreut die volle Seligkeit deiner Gnade, und preise dich, Herr, daß du mich damit beglückt hast, ewiglich. 426. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht, 2c. Meine Seele, freue dich! Zu der Würde seiner Kinder hob der Herr, mein Gott, auch mich tief vor ihm gefallnen Sünder. Mein ist nun das beste Theil, sicher ist bei Gott mein Heil. 2. Der mich zu sich zog, ist Herr, der die ganze Welt regieret. Ihm vertrau' ich mich: denn er führt zum Segen, wie er führet. Was der beste Vater thut, ist wahrhaf tig, weis' und gut. 3. Dieser Hoheit mir bewußt, such' ich, Bater, deinen Willen überall und stets mit Luft, wo ich wandle, zu erfüllen. Und du stehst mir hülfreich bei, daß ich dir gehorsam sei. 4. Bloß ein sinnlich Glück ist nicht, was ich wünsche; höher strebet meine Seel' in deinem Licht, die für diese Welt nicht lebet, die, wie schön sie ihr auch ist, doch des Himmels nie vergißt. 5. Und weil dir mein Herz gefällt, o so habe ich auch in Leiden dennoch schon in dieser Welt schwenglich große Freuden. zum Besten dienet ja, ma schicht und was geschah, 6. Was geschehn wird, wa gar Feinde wider mich besching jede drohende Gefahr, wird nüglich werden müssen, with werd' es freudig sehn, meiner keit erhöhn. 7. Auch in Dunkeln zag'ich lasse dich, m Bater, sorgen 3 umstrahleft mich mit Licht, finstre Welt der Morgen, schirmst und leitest mich, feh' ich stets auf dich. 427. Mel. Schaß über alle Schape welch ein selig Leben f Gott, dein Freund schon hier! Glück, sein Ruhm, sein S ist Gnade, Herr, bei dir weißt, was Jedem nüßet, dur was ihm gebricht. Wer deine besiget, wie selig ist der nic 2. Ihm fehlts an wahren den, an innrer Ruhe nicht, sen und bescheiden hofft er v versicht, du wirst auf seinen sein Schuß und Führer sein ihn mit deinem Segen auch tig noch erfreun. 3. Er trauet seiner Güte zagt im Kummer nie; mit gem Gemüthe verläßt er f sie; genießt das viele Gut dieser Erdenwelt mit imme Seligkeit derselben. hem Muthe, weil ers von dir er hält. 4. Dir, der sein Schicksal tenket, ihn immer weise führt, ihm tausend Freuden schenket, und våterlich regiert, dir dankt er seine Freuden, bir dankt er jedes Glück, und schaut bei seinen Leiden auf jene stets zu rück. 5. Wenn ihm sein Wunsch ge linget, sein eifrigstes Bemühn dem Biel ihm näher bringet, das ihm noch ferne schien; wenn er sich nicht pergebens der nahen Hoffnung freut, fühlt er das Glück des Les bens ganz mit Zufriedenheit. 6. Wenn, seinen Gram zu stillen, nicht, was er wünscht, geschieht, so ehrt er deinen Willen, und aller Unmuth flieht, weiß: was dein Rathschluß lenket, muß gut und weise sein und, wenn es ihn gleich krånket, ihn doch zulegt erfreun. T 7. So, Vater, hilf mir leben und mit Zufriedenheit mich kindlich i bir ergeben in Freuden und im Leid, in Noth nie muthlos klagen, und nie aus Eitelkeit zu kühne Wünsche wagen, die oft mein Herz bereut. S it 428. Mel. Herr, wie du willst, so 2c. Wie fanft fließt mir mein Leben Ef hin und jeder meiner Tage, wenn ich ganz Gott ergeben bin, der Sündentust entsage, von allem schnöden Triebe frei, der Lehre mei ch 275 nes Heilands treu, rechtschaffen denk' und handle. 2. Erhabne Ruhe füllt mein Herz: denn mich beherrscht kein Laster, mich quátt nicht des Gewissens Schmerz, stets fühl ich mich gefaßter zum Kampf mit jeder Leidenschaft, und Gott verleihet mir die Kraft, fie glücklich zu besiegen. 3. Mich führet seine Vatertren auf dieses Lebens Wegen, sie wird mir jeden Morgen neu, nie fchlet mir ihr Segen. Er, dessen Almacht mich beschüßt, gewährt mir Alles, was mir nugt, lenkt Uebel selbst zum Guten. 4. In trüben Stunden wird mein Herz aus Kleinmuth nie verzagen. Und zwingt mich auch der Leiden Schmerz zu wehmüthsvollen Klagen, so weiß ich: Gott verläßt mich nicht, der Herr ist meine Zuversicht und soll es ewig bleiben. 9 5. Und wenn mich seine Huld er freut, wenn mich kein Kummer kränket, er Glück zu meinem Fleiß verleiht, mir Ruh und Wohlstand schenket, so führ' ich doppelt ihren Werth, mein Herz, das sie so sehr erfährt, dankt ihm, dem besten Vater. 6. Wenn sich dieß schwache Herz verirrt und ich aus Schwachheit fehle, wenn meine Tugend wankend wird, und ich ein Scheingut wähle, so führt er mich, zu meinem Glück, von meinem Irrthum bald zurück und lehrt mich weiser handeln. S2 7. Gewiß Buße und Besserung. 276 7. Gewiß, daß eine jede Pflicht mich führt zum frohen Leben, bin ich zu Gott voll Zuversicht, er werde zum Bestreben, sie auch zu thun, mir Kraft verleihn und Gnas de, wachsam stets zu sein, um keine zu verlegen. 8. Wie freut mich jede gute That, die ich mit Gott vollbringe, wie freuts mich, wenn ich auf dem Pfad der Tugend weiter dringe: Den Ernst in meiner Besserung, den Eifer in der Heiligung belohnt einst volle Wonne. Seligkeit eines guten Gewissens. 429. Mel. Nun freut euch, lieben 26. welch ein unschäßbares Gut ist doch ein gut Gewissen. Hab' ich nur das, so hab' ich Muth, wenn Andre zagen müssen. Dann zittert meine Seele nicht, mich schreckt kein Tod und kein Gericht: ich habe Gott zum Freunde. 2. Bin ich mir deiner Huld bewußt und, Gott, bei dir in Gnaden, so wohnet Ruh' in meiner Brust, und wer will dann mir scha=. den? Ich seh' auf dich in aller Noth, womit die Zukunft mich bedroht, mich tröstet deine Liebe. 3. Trifft mich auch hier zuweiz len noch das Gift der Låsterungen, wird meines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Weiß ich nur mein Gewissen rein, und flieh' ich auch den bösen E wirst du mich schon beschügen. 4. Ich sehe mit Zufriedenheit künftgen Welt entgegen, sieg mir Muth und Freudigkeit a len meinen Wegen. Dort, don macht, o Herr, dein Mund wahren Werth der Menschen b da wird der Fromme fiegen. 5. So hilf denn, daß ich zum Heil, ein unverlegt Gem des Lebens allerbestes Theil, haben sei beflissen. Gott, ner Huld gewiß zu sein, dein lig Recht nie zu entweihn, meine größte Sorge. 6. Laß mich, was mein Gr sen spricht, als deine Stimm ren, und ohne frommen S nicht auf seine Warnung Erinnerts mich an meine S so laß mich, Vater, deine voll Reu' und Glauben suchen. 7. Mit deiner Gnade tröster und stärke meine Seele, daß si Sünden hüte sich, und nie Borsag fehle. Denn wer nur nes Herzens ist, hat immer durch Jesum Christ, Allwisse Troste. zum 430. Mel. Wer nur den lieben. Wenn ich ein gut Gewissen so hab ich große Seligkeit. des Himmels beste Gabe, das ste Glück in dieser Zeit. In f und Leiden giebt es hier die ne Ruh der Seele mir. Seligkeit derselben. 2. Sch bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig ist, mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewan delt als ein Christ, des göttlichen Berufes werth, der mich hier himms lisch wandeln lehrt. 3. Getroft wag' ichs, vor Gott zu treten und ihn voll Glaubensfreudigkeit als meinen Vater anzubeten, der, was ich brauche, mir verleiht, und Jedem Heil und Segen giebt, der ihn von ganzer Geele liebt. 4. Mit Muth trag' ich des Les bens Leiden, Verfolgung, Låstrung, Schmäch und Hohn: denn des Gewissens innre Freuden sind süßer, als der Menschen Lohn. Und was kann höhern Trost verleihn, als ohne Schuld in Leiden sein? 5. Ich eile mit gesegtem Schritte des Lebens letter Stunde zu. Fällt endlich dieses Leibes Hütte, so geh' ich ein zur wahren Ruh, weil dann mein Geist, der Gott gelebt, zum höhern Leben sich erhebt. 6. O Seele, darum sei beflissen, daß bei unwandelbarer Treu ein immer freudiges Gewissen dein Trost in diesem Leben sei. Und du, mein Gott, regiere mich: denn was vermag ich ohne dich? 277 Tagen, wo Undre ängstlich zagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, und dann dein Geist bes zeuget, daß ich begnadigt bin, wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Trübsal drůcket, wie unschäßbar ist mein Gewinn! mich stets genießen. Denn hab? ich dieses nur, so ist für mich in 3. Sollt' ich solch ruhig Leben für Luft der Sünde geben, und dann die innre Pein, mich selber zu verklagen, in meinem Busen tragen? Gott, laß dieß ferne von mir sein! 4. Sein eignes Herz bekämpfen und seine Neigung dämpfen, ist freilich schwere Pflicht; doch wenn wir uns besiegen, welch himmlis sches Vergnügen gewährt die Ue= berwindung nicht! 5. Nichts kann im Wohlergehen so unser Glück erhöhen, als ein zus friednes Herz. Das schafft uns innre Freuden, und mildert auch in Leiden durch seinen Trost den größten Schmerz. 6. Die Güter zu verachten, wor= nach die Thoren schmachten, was giebt dazu uns Muth? Was trdstet Gottes Kinder beim Spotte frecher Sünder? Ein ruhig Herz, das beste Gut. 7. 3u dir gen Himmel schauen, o Gott, und mit Vertrauen sich rühmen: ich bin dein; im Glaus ben der Erlösten, sich deiner Huld zu trösten, welch Glück, mein Gott, 431. Mel. Welt, sich hier dein c. Ein ruhiges Gewissen laß, Herr, kann größer sein? 8. Laßt du mich im Gewissen einft diesen Trost genießen, wenn Alles Buße und Besserung. 278 Alles von mir weicht, kann ich dann voll Vertrauen auf dich noch, Bater, schauen, so wird mir selbst das Sterben leicht. 9. O laß zu allen Beiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu. 3um Fleiß in guten Werken, laß mich die Hoffnung stärken, daß groß der Lohn im Himmel sei. 9. Was kann im Glüc Werth des Glücks erhöhen? ruhig Herz versüßt im Wohl hen dir jeden frohen Augenblit 10. Was kann im Schmerz Schmerz der Leiden stillen, 432. Besitz' ich nur ein ruhiges Ge- schwersten Kreuz mit Freudent wissen, so ist für mich, wenn Undre zagen müssen, nichts Schreck liches in der Natur. erfüllen? Ein in dem Herrn friednes Herz. 2. Dieß sei mein Theil, dieß soll mir Riemand rauben. Ein reines Herz von ungefärbtem Glauben, der Friede Gottes nur ist Heil. 11. Was giebt dir Muth, Güter zu verachten, wornad Angst die niedern Seelen tracht Ein ruhig Herz, dieß größte G 3. Welch ein Gewinn, wenn meine Sünde schweiget, wenn Gottes Geist in meinem Geiste zeuget, daß ich sein Kind und Erbe bin! 4. Und diese Ruh, den Trost in unserm Leben, sollt' ich für Luft, für Luft der Sinne geben? Dieß Laffe Gottes Geist nicht zu. 5. In jene Pein, mich selber zu verklagen, der Sünde Fluch mit mir umher zu tragen, in diese stürzt' ich mich hinein? 6. Laß auch die Pflicht, dich selber zu besiegen, die schwerste sein, sie ists; doch welch Vergnügen wird sie nach der Bollbringung nicht! nen; doch, Dank sei Gott. schüßte mich. 8. Und welch Gericht, selbs fich sagen müssen: ich konnte den Weg zum Fall verschließen; doch verschloß ich mir ihn nicht 7. Welch Glück, zu sich mit Wahrheit fagen können: ich fühlt' in mir des Bösen Lust entbren12. Was ist der Spott, den ein rechter leidet? Sein wahrer Rub Denn wer das Böse meidet, Gute thut, hat Ruhm bei Gott 13. Jm Herzen rein, hinaufs Himmel schauen und sagen: G du Gott, bist mein Vertrauen, w Glück, o Mensch, kann größer si 14. Sich, Alles weicht, bald wi du sterben müssen. Was wird dann dir deinen Tod versüßen? gut Gewissen macht ihn leicht. 15. Heil dir, o Christ, der Ruh empfindet, und der sein G auf das Bewußtsein gründet, nichts Berdammlichs an ihm ist 16. Laß Erd' und Welt, so der Fromme sprechen, laß u mir den Bau der Erde brechen, G ist es, deffen Hand mich hält. IL& II. Verhalten gegen Gott überhaupt und gegen Jesum insbesondere. Erkenntniß und Verehrung Gottes. 433. Mel. Herzliebster Jefu, was ic. Wenn sich, o Gott, mein Geist zu dir erhebet, dich suchet, dich zu finden sich bestrebet, so muss er nicht an Eitelkeiten denken, dich müss' er denken! 2. Sei du, mein Schöpfer, wenn ich dich betrachte, mein einziger Gedanke. Herr, ich schmachte, dich recht zu kennen und nach deinen Lehren dich zu verehren. 3. Was ist im Himmel, Höchster, was auf Erden, daß, so wie du, verdient, erkannt zu werden? Nichts ist, das meinen Durst nach heil so stille, als deine Fülle. 4. Dich kennen, sei die erste mei ner Sorgen. Bist du gleich unerforschlich und verborgen, so willst du doch, wenn wir dein Licht nicht hassen, dich finden lassen. 5. Mit lauter Stimme lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Güt' und Stärke; auch haft du uns, sei hoch dafür gepriesen, felbst unterwiesen. 279 7. 3u diesem mir so seligen Geschäfte erheb' und stärke meiner Seele Kräfte. Gieb, wenn ich dich in deinem Worte höre, daß nichts mich store. 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir nur deine Lehren treu bewahren, wenn wir den Weg, den sie uns führen sollen, nur wandeln wollen. 8. Uch mein Verstand ist tråg', ist leicht zerstreuet und irrt, weil er den Ernst des Denkens scheuet, dir, Gott, entrissen, eh ichs inne werde, zurück zur Erde. 9. Auch täuscht oft Stolz ihn, macht ihn leicht vermessen, verführt ihn, seiner Grenzen zu vergessen, will mehr, als deine Lehren uns vergönnen, von dir erkennen. 10. Steh mir denn bei und leite meine Seele, daß sie den Weg zur Wahrheit nicht verfehle. Verleih? ihr, daß sie nicht so leicht ermüde, Ernst, Luft, und Friede. 11. Dann werd' ich immer besser dich erkennen, dann tåglich mehr von deiner Lieb' entbrennen, dir gern gehorchen, fröhlich dich erheben, dir ewig leben. 434. Mel, Wer nur den lieben Gott 2c. Mein Gott, du wohnst in einem Lichte, dahin kein sterblich Auge dringt; doch giebst du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o 21lerhöchster, bist, was mit uns deis ne Absicht ist. 2. So gieb denn, daß tch) dars auf achte, als auf ein Licht im dunkeln 280 dunkeln Ort, und wenn ich ernst lich es betrachte, so hilf selbst meis nem Forschen fort. Für deiner Wahrheit hellen Schein laß Aug und Herz stets offen sein. 3. Hilf, daß ich deinem Worte glaube, das mich zur wahren Weisheit führt, damit kein fatscher Wahn mir raube, was mir ein ewges heil gebiert. Kein Spotterwig verführe mich, kein Zweifel sei mir hinderlich. 4. Das ist der Weg zum ewgen Leben, daß wir, o Bater, dich und den, den du zum Heil uns haft gegeben, erkennen, lieben und erhöhn. O führe du auf dieser Bahn mich selbst durch dei ne Wahrheit an. Verhalten gegen Gott überhaupt. 5. Vor Allem gieb, daß stets lebendig bei mir, Gott, dein Erkenntniß sei, und, daß ich dir darnach beständig Lieb', Ehrfurcht und Gehorsam weih. Hilf, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. 6. Was hilft das richtigste Er kenntniß, wenns nicht zu deiner Liebe treibt? was nůßt ein aufgeklárt Verständniß, wenn doch das Herz noch böse bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu, and daß mein Glaube thắtig sei. 7. Laß dein Erkenntniß mir in Leiden die Quelle wahren Trostes fein, und einst, wenn Leib und Seele scheiden, mich deiner noch im Glauben freun. Dort seh' ich dich in hellerm Licht von Angesicht zu, Angesicht. Distant Liebe gegen Gott. 435. Ye Mel. Machet auf, ruft uns x. Dich, Allgütiger, zu lieben, fühlt sich nicht mein Herz geth ben, wenn es an deine Liebe de Jedes Glück, das wir genie soll unsre Wallfahrt uns versi und wird uns, Herr, von bir g schenkt. Doch ein weit gri dort im Himmel, da leben wit, Heil wird künftig uns zu Herr, bei dir in voller Wonne und für. 2. Deiner Huld mich zu freuen und dir mein Leben ganz weihen, sei stets mir angene Pflicht. Wie belohneft du Segen die Frommen, die auf nen Wegen einhergehn in Wahrheit Licht! Wie viel ge nen sie für ihres Kampfes M sie, die Streiter, wenn nach Beit in Ewigkeit der Lohn der Em sie erfreut! 3. Laß mit eifrigem Bestre mich deiner Liebe würdig l und dir, Herr, thätig dankbar sa Hilf mir alle Erdenfreuden, sündlich sind, mit Ernst verm den, und, was dein Wort bietet, scheun. Nie müss' ich und Ruhm, nie zeitlich Eigenth dir vorziehen. Was nur der nicht dir gefällt, sei fern von m Herr aller Welt. 4. Hilf mir auch in Leidenst gen, was du mir auflegst, gerne trag Liebe gegen Gott. tragen und Ungeduld und Unmuth fcheun. Hilf, wenn Freunde mich verlassen, und wenn mich Widersa cher hassen, aus Liebe, Gott, zu dir, verzeihn. Ist gleich das Opfer schwer, das du verlangst, o Herr, so wirds dennoch, wie schwers auch deucht, durch ihn mir leicht, weil deine Hand die Kraft mir reicht. 436. Mel. Jesu, meines Lebens ic. Quelle der Vollkommenheiten, Gott, mein Gott, wie lieb' ich dich! Und mit welchen Seligkeiten fåtz tigt deine Liebe mich! Sect' und Leib mag mir verschmachten, hab' ich dich, darf ichs nicht achten, mir wird deine Lieb' allein mehr, als Erd und Himmel sein. 2. Denk' ich deiner, wie erhebet meine Seele sich, in mir, wie ges tröstet, wie belebet fühl' ich mich, o Gott, von dir! Jeder Blick auf deine Werke, deine Güte, deine Står ke, wie entledigt er mein Herz von Betümmerniß und Schmerz! 3. Floß aus deiner Gegensfülle mir nicht tausend Wohlthat zu? Daß ich ward, das war dein Wille, daß ich noch bin, das machst du. Daß ich denke, daß ich wähte, das für dankt dir meine Seele, dankt dir, daß sie dich erkennt und dich ihren Vater nennt. 281 Ewig dort mit ihm zu leben, haft du mir durch ihn gegeben, ewig dei ner mich zu freun, und von dir ges liebt zu sein. 4. Du erkauftest vom Verder ben mich durch deinen Sohn, o Gott, ließest den Gerechten sters ben, mir zum Leben ward sein Zod. 5. Sollt' ich dich nicht wieder lieben, der du mich zuerst geliebt und mit mehr als Vatertrieben so unendlich mich geliebt? Könnt' ich ruhig hier auf Erden ohne deine Liebe werden, ohne sie nach dieser Zeit würdig sein der Seligkeit? 6. Heil mir, wenn ich es em-= pfinde, wie so liebenswerth du bist, wenn mein Herz vom Haß der Sünde inniglich durchdrungen ist, wenn auf dein Gebot ich achte, und es zu erfüllen trachte, Speil mir, dann, dann fehlt mir nicht Seelenruh' und Zuversicht. 7. Noch lieb' ich dich unvollkommen, meine Seel' erkennt es wohl; hort, im Vaterland der Frommen, lieb' ich dich, Herr, wie ich soll. Ganz werd' ich dort deinen Willen kennen, ehren und erfüllen und empfahn an deinem Thron der vollkommnen Liebe Lohn. 437. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Wie sollt' ich meinen Gott nicht lieben, der seinen eignen Sohn mir giebt? Sollt' ich nicht innig mich betrüben, daß ihn mein Herz nicht stärker liebt? Was bringt mehr Lust, als diese Pflicht? Wie groß ist Gottes Güte nicht! 2. Er hat von Ewigkeit beschlos sen, mein Vater und mein Heil zu sein, 282 Verhalten gegen fein, und noch ist mir kein Tag vera floffen, der mirs nicht sagte: Gott ist dein, ist gnädig gegen dich ge= sinnt, gieb ihm dein Herz und sei sein Kind. 3. Gieb ihm dein Herz, wer fanns beglücken? wer selig machen? Er allein. Nur er kanns heiligen und schmücken, und hier und ewig dort erfreun, er kanns weit über allen Schmerz erheben. Gieb, gieb, ihm dein Herz. 4. Bei ihm ist Seligkeit und Fülle; und die, die er nur geben kann, beut dir sein väterlicher Wille so gnadenvoll, so freundlich an. O welch ein Gott, wie våterlich, mit welchem Eifer liebt er dich! 5. Ja, ja ich seh' es, ich empfinde die Größe deiner Huld, 0 Gott: denn du errettest von der Sünde mich selbst durch deines Sohnes Tod. Ich war vor deinem Ungesicht ein Gråul, und du verwarfst mich nicht. 6. Du riefft, ich ging dir nicht entgegen; du aber nahtest dich zu mir mit deiner Huld, mit deinem Segen, und zogst mich väterlich zu dir. Wer gleicht an Liebe dir? wer ist so gut, als du, mein Bater, bist? 7. Ja, dich will ich von ganzem Herzen, mein Vater, lieben, dich allein. Ich will im Glück und auch in Schmerzen mich einzig deiner Liebe freun. Und daß ichs könne, schenke du mir Schwachen selbst die Kraft dazu.# 3916: Ni Gott überhaupt. 8. Gieb, daß ich mich im G übe, und heilig sei, weil h bist. Gieb, daß ich außer dir liebe, als was auch dir gef ist. Verhaßt sei jede Sünder denn sie ist stets ein Graul dir. 9. Bewahre mich auf dein Wege. Gieb, daß ich brüde gefinnt, stets alle Menschen li möge, denn Jeder ist, wie dein Kind. Mein Herz versch sich doch nie vor ihnen: dem liebst auch sie. 10. Nie müsse irgend mit Leiden, und wär' es auch der bi Tod, von dir und deiner S scheiben, nie einer Freude Re Gott. Ich will dich lieben, und dein im Leben und im Tode sein osim 438. Mel. Wer nur den lieben Gott Du Bater aller deiner Kin der du die Liebe selber bish dessen Herz auch gegen Ci noch gütig und voll Mitleid ist mich von ganzem Herzen dein michs mit allen Kräften sein. 2. Gieb, daß ich als deins dich liebe, da du mich als ein ter liebst, und so gesinnt zu mich übe, wie du mir selbst Vorschrift giebst. Was dir gef gefall' auch mir, nichts fa mich, mein Gott, von dir. 3. Bertilg' in mir durch d Liebe den Hang zur Liebe Welt und gieb, daß ich Berl 1 1 und Liebe gegen Gott. nung übe, wenn mir das Eitle noch gefällt. Wie sollt' ich je die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur! 4. Laß mich um deiner Liebe willen gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ichs nicht, wie ich soll, erfüllen, so sich auf meine Willigkeit und rechne mir nach deiner Huld die Schwachheit, Bater, nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, Gott, nicht gefällt; drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die fleinste Sünde selbst zu scheun, laß, Bater, mich behutsam sein. 6. Aus Liebe laß mich Alles leiden, was mir dein weiser Rath bestimmt. Auch Trübsal führt zu ewgen Freuden. Wer ihre Last gern übernimmt, geduldig trägt und weislich nüßt, wird mächtig von dir unterstüßt. 7. In deiner Liebe laß mich sterben, dann wird der Tod selbst mein Gewinn; dann werd' ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin; da lieb' ich in Bollkommenheit dich, Bater der Barmmherzigkeit. 283 erfreut. Du bist mein allerbestes Theil, im Leben und im Tod mein Heil. 439. Mel. Wer nur den lieben Gott z. Herr, wenn ich nur dich haben werde, so hab' ich gnug in Ewigteit. Sm Himmel und auf dieser Erde ist nichts, das mich, wie du, 2. Das ungezählte Heer der Sterne, von dir begabt mit Glanz und Pracht, erhellt aus seiner weiten Ferne mir zwar die Dunkelheit der Nacht; doch aller Sterne Slanz und Licht reicht, Gott, an deine Gnade nicht. 3. Voll ist die Erde deiner Güter, ihr Reiz nimmt Menschenhers zen ein und blendet irdische Gemüther, nur dieser Erde sich zu freun; doch mehr, als Güter dieser Erd'/ ist deine Gnade, Gott, mir werth. 4. Wie Mancher sucht in Ruhm und Ehre bei Menschenkindern nur sein Glück und sorgt, daß sich sein Unsehn mehre, mit jedem Tag und Augenblick. Jedoch, was hilft mir Ruhm und Welt, wenn dir mein Thun, Gott, nicht gefällt. 5. Nur du kannst mich mit dem beglücken, was recht und ewig mich erfreut; auch du nur kannst mich dem entrücken, was mir Gefahr und Elend dråut. Kein Trost, kein Heil ist außer dir. Bist du mir hold, so gnüget mir. 6. Kann auch ein festres Band auf Erden, als zwischen Leib und Seele sein? Doch muß es aufgelöst einst werden, und wer wird dann den Geist erfreun? wer sonst, als du, du Herr der Zeit, des Todes und der Ewigkeit? 7. Drum hilf du mir, mein ganzes Leben vor Allem deiner Liebe weihn, Verhalten gegen Gott überhaupt. 284 weihn, nach deinem Beifall einzig streben, und deinem Wink gehorsam sein. Mir ists der größeste Gewinn, wenn ich bei dir in Gnaden bin. 440. Mel. Jefus, meine Zuversicht 2c. Habe deine Lust am Herrn. Bei dem Herrn ist Freud' und Leben; und er wird, denn er giebt gern, dir auch, was dir dienet, geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Luft, die in Beinen sich verkehret, wisse: wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf feiner Bahn, was das Herz nur wünschen kann. 3. Lust am Herrn erfüllt mit Licht, wenn man ihn durchs Wort erkennet; Lust am Herrn stårkt den zur Pflicht, der von seiner Liebe brennet; Lust am Herrn beut Alles an, was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer die Luft am Höchsten hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet, ihn durch Wort und That unverdrossen zu erfüllen, und so trifft er alles an, was das Herz nur wünschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trage willig die Beschwerden. Wenn du wohl gelitten hast, wird dir ewge Freude werden, und im Himmet hast du dann, was dein Herz nur wünschen kann. 441. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod Deines Gottes freue dich, da ihm, meine Seele. Sorge nicht väterlich, daß kein Gut fehle? schüßt dich seine Vor nicht, wenn Gefahren drauen? nicht Seligkeit und Pflicht, s dich zu freuen? dir, was mein Herz begehrt 2. Ja, mein Gott, ich hab nen Vater, welcher mir, was nügt, gewähret, der mich de sein göttlich Wert hier zum G lenket, und mit Himmelsma dort meine Seele trånket. 3. Wenn ich dich, mein Herr Gott, kindlich fürcht' und l wenn ich redlich dein Gebot mit Freuden übe, o mie ist dann so wohl, wie ist mein Ge the seliger Empfindung voll, von deiner Güte! 4. Dann darf ich mit Zuverst nach dem Himmel blicken, m Leiden fühl' ich nicht, wie sie m auch drücken. Hoffnung und friedenheit wohnen mir im Her trösten und erhöhn mich weit i alle Schmerzen. 5. Du bist mein, so jauch' dann, wer ist, der mir scha Heil mir, daß ichs rühmen kan mein ist deine Gnade, dir ist mei Wohlfahrt werth. Der du das Leben schenktest, wirst aut was mich nährt und erfreut, g geben.hem and Sams 6. Se und Liebe gegen Gott. 285 6. Jesus ist nach deinem Rath Wenn Sorg' und Gram mich krånin die Welt gekommen, alle meine Missethat hat er weggenommen. Ihm vertrau' ich, bet' ihn an, glaub' an seine Leiden, folg' ihm treulich, und so kann nichts von dir mich scheiden. ken, so sieht mein Aug' auf dich. Dann mindert sich mein Schmerz, dann fliehn die bangen Sorgen wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh' erfüllt mein Herz. 2. Denk' ich an deine Liebe, wie werd' ich dann erfreut! Dann fühl' ich neue Triebe, aus Dankbeflissenheit mein Herz dir ganz zu weihn, dich freudig zu erheben, zur Ehre dir zu leben, vor Sünden mich zu scheun. 3. Du gabst mir aus Erbarmen den Sohn, der für mich starb und liebevoll mir Urmen die Seligkeit erwarb. Mit ihm ist alles mein. Gott, wenn ich dieß erwäge, wie wird mein Herz so rege, dir ewig treu zu sein! 7. Dich, du Trost der Sterblich keit, Heil des bessern Lebens, himmlische Vollkommenheit such' ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler, Jesus Chrift, mich zu seinen Freuden. 8. Meine Lust an dir, mein Gott, wird dann ewig währen. Noch so furchtbar sei der Tod; er wird sie nicht stören. Willig werd' ich mein Gebein der Verwesung ge= ben. Herr, dein Tag bricht einst herein, mit ihm neues Leben. 9. Gieb mir nur, so lang' ich hier in der Fremde walle, das Bewußtsein, daß ich dir, Herr, mein Gott, gefalle. Diese sanfte Freumein Heil in dieser Zeit, und mein Trost am Grabe. 10. Laß die Luft der Sünde nie dieses Heil mir rauben. Rüste selbst mich wider sie mit entschloßnem Glauben. Gieb mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere. 442. Mel. Von Gott will ich nicht ic. Un dich, mein Gott, zu denken, ist Pflicht und Trost für mich. 4. Mit hoffendem Gemüthe benk ich an deine Treu', und harre deiner Güte: sie ist mir täglich neu. Du unterstügest mich; auch wenn ich Schweiß vergieße, wird mir die Urbeit ſüße, dabei auf dich. 5. Wie gut ists, dein zu denken! Die Welt mag immerhin ihr Herz aufs Eitle lenken, wie schlecht ist ihr Gewinn. Ich halte mich zu Gott. Dieß bringt mir wahre Freude, dieß stárkt mich, wenn ich leide, und ist mein Trost im Tod. 6. So will ich an dich denken, so lang' ich denken kann. Wird man ins Grab mich senken, fo geh' ich zwar die Bahn, da mich die Welt vergißt;' doch du, Herr, denkst noch meiner, wenn auch auf 286 auf Erden Keiner mein eingedenk mehr ist.co Verhalten gegen Gott überhaupt. Ehrfurcht gegen Gott. 443, Mel. Wer weiß, wie nahe mir sc. Dich chrfurchtsvoll und kindlich scheuen, ist, Vater, meine Seligkeit. Der kann sich deiner Huld nicht freuen, der nicht dein heilig Auge scheut. Drum flöße, um mich dein zu freun, mir deines Kindes Ehrfurcht ein. 2. Sie leite mich auf meinen Asegen, sie sei mir Weisheit und Berstand, und treibe mich, das abzulegen, was ich als Unrecht hab' erkannt. Denn wer noch Lust zur Sünde hat, liebt wahrlich dich nicht der That. or de dir nicht, gefällt? 4. Nie laß mich dein Gericht vergessen, mich nie mit Sündern sündlich freun, nie muthlos, doch auch nie vermessen und stolz in deinem Dienste sein, nie führe mich zur Sicherheit der Reichthum dei ner Gütigkeit.bund hülfreich an. So komm' ich in Gnadenzeit durch dich zur mah Seligkeit. 5. Laß mich mit weiser Vorsicht flichen, was mich zu Sünden reizen kann, mich um ein reines Herz bemühen, und nimm dich meiner 6. Erhalt' in mir ein gut wissen, das weder Spott noch.. fal scheu, und mache von dens dernissen der wahren Jugendf mich frei. Nie hindre Furcht Lust der Welt mich, das zu th was dir gefällt. 7. Mit Ehrfurcht laß vor mich wandeln, und stets, id auch, wo ich sei, nach deiner schrift redlich handeln, ents von aller Heuchelei. Wer dich Herzen liebt und ehrt, nurda dir, o Bater, werth. 3. Gieb, daß ich stets zu Herz zen nehme, daß du allgegenwärtig bist, und das vor dir zu thun mich) scháme, was dir, mein Gott, zuz wider ist. Was hilft das Lob der 444. Mel. Wer nur den lieben Gott ganzen Welt dem, der, o Gott, Willst du der Weisheit u 8. In deiner Gnade laßt sterben, so schreckt mich weder& noch Grab, so werd' ich jenes ben erben, dazu dein Sohn sich mich gab. Wie werd' ich dann deiner freun, wie selig, ach wi lig sein! kennen? Es ist die Furcht Gott, dem Herrn. Nur der weis und klug zu nennen, dere seine Pflichten gern, weil Got ihm gebeut, vollbringt, wenn g dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern Gottes Größe recht pfinden und fühle deine Nichtig so wirst du nie dich unterwind mit thörichter Verwegenheit zu deln, was sein Rath beschließt, wunderbar, doch heilig ist. 3. Ehrfurcht En 3. Birst du den Höchsten kind lich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last. Nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer Gott als Zeugen vor sich hat, der freut sich jeder guten That. 445. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleihn, wird dich die Furcht Mel. D Gott, du frommer Gott 2c. des Herrn erwecken, auch dann, Bewahre meinen Mund, so oft di was Unrecht ist, zu scheun. Denk nur: vor seinem Ungesicht ist Fin sterniß, wie Mittagslicht. b 5. Den Höchsten vor der Welt verchren, sowohl als in der Einsamkeit, auf des Gewissens Stim me hören, und willig thun, was fie gebeut, auch das lehrt dich die Furcht des Herrn, auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Laßt dich die Welt Berachtung merken, wenn du dich fromm von ihr entfernst, die Furcht des Herrn, die wird dich stårken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, selbst beim Spott der 2 Welt. t gegen Gott. 287 Höchsten, sehn, laß fie mich hier zur Weisheit führen, so werd' ich niemals irre gehn. Wohl dem, der stets dich kindlich scheut. Dich fürchten, Gott, ist Seligkelt. 7. Sich stets vor dem Allmächt tgen scheuen, giebt Heldenmuth und Freudigkeit, wenn uns der Menschen stolzes Drauen, was uns recht ist, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schuß, mein Heil und Licht, so beb? ich vor den Menschen nicht. g TO 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, den er, Gott, dich nennet, dich, den der Engel Heer mit heilger Furcht erkennet, daß, Hocherhabener, nie Leichtsinn ihn entweih, mir nie ein Spiel und Spott dein großer Name ſei. 2. Stets heilig bleib' er mir. Und muß mein Ohr es hören, daß Andrè dich, o Gott, und dein Gebot entchren, so reiße nie der Strom der Spotter mich dahin: die Schuld wird mein, wenn ich ihr Mitgenosse bin. 3. Auch Jesus Christus sei zu jeder Zeit und Stunde, so oft ich sein gedenk, so oft in meinem Munde sein hoher Name tont, mir heilig. Ihn entweiht nur der, der ihn verkennt, nur die Undankbarkeit. 4. Von meinen Lippen fern sei Fluch und freches Schwören, fern sei unedter Scherz. Der Mund kann dich nicht ehren, auf deffen Lippen schwebt, was strenge Tugend schmäht; den Beter hörst du nicht, der die mit Leichtsinn fleht. Gehor 288 Verhalten gegen Gehorsam gegen Gott. 446. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Gott, deinen heiligen Befehlen will ich, dein Kind, gehorsam sein, sie nur zu meiner Richtschnur wählen, und dir mein ganzes Leben weihn. Dein Wille ist gerecht und gut, wohl dem, der ihn mit Freuden thut! 2. Gehorsam foderst du von Al len, die dich zu kennen fähig sind. Auch ich kann dir nur wohlgefallen, wenn ich, dir folgsam, als dein Kind thu, was du willst, aus Lieb' und Dank, und nicht aus Sklavenfurcht und 3wang. 3. Dein Sohn gehorchte dir so gerne; o hilf mir, daß ich immerdar dir, Bater, so gehorchen lerne, wie Jesus dir gehorsam war. Er wars auch unter Schmach und Noth, er wars selbst bis zum Kreuz zestod. 4. Laß deine heiligen Gefeße mir immer gegenwärtig sein, laß mich, daß ich sie nicht verleße, dich, den Allwissenden, stets scheun. Dein Soch ist sanft, leicht ist die Last, die du uns aufgeleget haft. 5. Sobald ich deine Stimme höre, so mache du mich auch bereit, daß ich mit Folgsamkeit sie ehre, und thue, was sie mir gez beut. Ich soll nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thater sein. 20 Gott überhaupt. 6. Beut mir die Welt aucht fend Freuden auf ihren Laft gen an, so laß mich fliehn und vermeiden. Was ists, das sic: geben kann? Im Anfang am Ende Pein, und die wird g und schrecklich sein. 7. Wenn ich mich im Gehor übe und deinen Willen treulicht so bleib' ich, Gott, in deiner und hab' in des Gewissens Ruh Himmel hier schon in der Zeit, mehr noch in der Ewigkeit. 447. Mel. Nun sich der Tag geendet. Du, Gott, bist über Alles h Verstand und Huld sind di Wer sollte dir, Allgütiger, gern gehorsam sein? 2. Was du gebeutst, ist recht gut, ist für uns Seligkeit. dem, der deinen Willen thut gut zu sein sich freut! 3. Wer aber seine Pflicht gißt, der bringt sich selbst in Nat denn nur was bos' und schädlich verbeutst du uns, o Gott. 4. Du bist, wenn du Ges giebst, nur Bater, nicht Tor und treibst uns, bloß weil du liebst, dir zu gehorchen, an. 5. Nehm' ich auf mich dein sar tes Joch, so seg' ich meinen mit Freuden fort, und fall' ich no so hilfst du selbst mir auf. 6. Mich warnt dein Wort, droht, verheißt, legt heil Tod mir vor. Und ich versch deine t en deinem Geist undankbar Herz und Ohr? e 7. Wie könnte der, der dich nich hört, dein Kind, o Bater, sein? Nur die sind dieser Würde werth, die deinem Dienst sich weihn. S g 8. So sei dir denn mein Herz geweiht. Ich bin dein Eigenthum. Gieb diesem Willen Festigkeit. Dir folgen, sei mein Ruhm. 289 Bahn, die sie soll zum Heile führen, und geht mit verblendtem Sinn' auf verkehrten Wegen hin. 4. Gott, laß es uns doch empfins den, daß uns unser Herz verführt, daß die eitle Lust der Sünden uns zuletzt den Tod gebiert. Mach uns deinen Willen wichtig, führ' auf deine Bahn uns hin, lehr' uns jes den Irrweg flichn: denn dein Weg allein ist richtig. Mach' uns uns sern Pflichten treu, daß der Wandel heilig sei. 448, Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht singen 2c. 5. So wird auch bei uns auf Gut und heilig ist dein Wille, Erden, wie im Himmel, dein Gez ht Ligh 1h do 55 Ergebung in den Willen Gottes. wie du selbst es bist, o Gott. Du gebeutst. In tiefer Stille hört die Schöpfung dein Gebot. Die im di Himmel dir lobsingen, stehn um deinen Thron bereit, freuen sich der Seligkeit, deinen Willen zu vollbringen. Nur der Mensch erfennts oft nicht für sein Glück und seine Pflicht. be 2. Dir gehorcht mit sanfter Wonne felger Geister zahllos Heer. Deis ne Veste, deine Sonne, Sturm und Donner, Erd' und Meer, At= les dienet deinem Willen, Alles, Cot efe Höchster, was du schufft, eilt und drängt sich, wenn du rufft, dein Gebot stets zu erfüllen. Nur der Mensch erkennts oft nicht für sein Glück und seine Pflicht. 10 3. Stolz emport sich seine Seele, Herr und Schöpfer, wider dich; deine göttlichen Befehle wirft sie thöricht hinter sich; laßt sich nicht von dir regieren, kluglicher, nach ihrem Wahn, wählt sie eine andre bot dankbar ausgerichtet werden, heiliger und großer Gott. Alle Werke deiner Hände werden unterthan dir sein, alle deiner Huld sich freun bis an deiner Schöpfung Ende. Denn, der deinen Willen thut, hat allein es ewig gut. Ergebung in den Willen Gottes. 449. Mel. Was Gott thut, das ist 2c. Auf Gott, und nicht auf meinen Rath will ich mein Glücke bauen und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmächtig hält, wird mich in meinen Tagen als Gott und Bater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nüßen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? 290 Herz? Ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen ware? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille, der geschche. 4. Ist nicht ein ungeftortes Gluck weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei deffen Last wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und habe verläßt mich doch im Grabe. Verhalten gegen Gott überhaupt. 5. Un dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlich keit? wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern. Seid fröhlich, ihr Gerechten; der Herr hilft seinen Knechten. 450. Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, gieb, daß ich mich in deinen Rath ergebe, laß ewig deinen Willen mein, und was du thust, mir theuer sein.ism du 2. Du, du regierft, bits heit, Lieb' und Stärke. Du erbarmst dich aller deiner Was zag' ich einen Augen Du bist mein Gott, und willf: Glück. Chit 3. Von Ewigkeit hast du: Loos entschieden. Was du stimmst, das dient zu meinem den. Du wogst mein Glüc wogst mein Leid, und wa schickst, ist Seligkeit. 4. Gefällt es dir, so müsse Plage sich zu mir nahn, gid stage ficty zufriedne Tage. Allein, verm mein ewges Heil, so bleibe nur Trost mein Theil. 5. Du giebst aus Huld uns Erde Freuden; aus gleicher verhängst du unsre Leiden. mein Beh nicht meine Schull zag' ich nicht: du giebst Ged 6. Soll ich ein Glück, da mir gabst, verlieren, und du, Gott, mich rauhe Bege ren, so wirst du, denn du mein Flehn, mir dennoch eine ersehn.. 7. Vielleicht muß ich nach Tagen sterben; Herr, wie dur Soll ich den Himmel erben, dieser ist im Glauben mein, kann der Tod mir schrecklich s 451. Mel. D Welt, sich hier dein Dir hab ich mich ergeben, Gott, im ganzen Leben, im glück, wie im Glück. Dirdant te, noch eh ich war und dachte; du hast mit treuer Hand mich huldvoll stets geleitet und da mir Glück du bereitet, wo ich nur Schmerz und mleiden fand. L Mus 3. Was helfen meine Sorgen? Ist mir mein Glück verborgen, so iste doch dir, Herr, nicht. Du, dem ich mich befehle, du weißt, was meiner Seele, was meinem Leben hier gebricht. eb dal Ergebung in den Willen Gottes. 38 4. Warum ich heute flche, das möchte, wenns geschähe, schon morgen mich gereun. Nur einen Bunsch von allen, laß dir, o Herr, gefallen, den Wunsch, zufrieden stets zu sein. Sp 1 ge I meine Freuden, dich preis ich auch 452. in Leiden bis an den letzten Augens blick. Mel. Jesus, meine Zuversicht it. 2. Du bists, der für mich wach- Immer müsse, Gott, dein Rath mich und meinen Willen lenken. Du, der mich erschaffen hat, kannst ja dein Geschöpf nicht krånken. Wenn du nimmst, und wenn du giebst, thust du's nur, weil du mich liebst. m ni 5. Wenn ich verlassen scheine, in Leiden zag' und weine; was wünscht mein banges Herz? O hilf es mir besiegen, es wünschet sich Bergnügen; und was es wünscht, wird oft sein Schmerz. 6. Drum will ich kindlich schweiIgen, zufrieden mich bezeigen mit Allem, was du giebst. Du kannst 7₁ uns nicht verlassen, die dir vertraun, nicht hassen, weil du die Frommen ewig liebst. 7. Nicht das, warum ich flehe; dein Wille nur geschehe, und was mir selig ist. Ich will, dir ganz ergeben, getroft und ruhig leben, bis einst der Tod mein Auge schließt. 291 2. Willig folg' ich, wie Gott will; führst du mich gleich rauhe Wege. Ohne Murren halt ich still; treffen mich gleich deine Schläge: denn noch hast du stets gethan, was mein Heil befördern kann. 3. Wahr und heilig ist dein Wort, was du zusagst, wirst du halten. Dir vertrau' ich immerfort, lasse deine Vorsicht walten. Wer sich deiner Hülfe freut, schmeckt auch deine Freundlichkeit. 4. Herr, du weißt, was mir gebricht, dich im Himmel laß ich sorgen. O dein Trost ist Sonnenlicht bei dem allertrübsten Morgen. Harre mit Gelassenheit, endlich kommt die rechte Zeit. 5. Wein' ich oft vergebens hier, trüget oft mein irdisch Hoffen, nur Geduld, einst steht auch mir jenes Buch der Vorsicht offen, dort seh' ich, wie wunderbar deine weise Führung war. VED AT 6. Alle Leiden dieser Zeit, alle Thränen und Beschwerden sind nicht werth der Herrlichkeit, die dort offenbart soll werden. Herr, du hast, rühm' ich alsdann, GroBes stets an mir gethan! 32 453. Mel. 292 Verhalten gegen Gott überhaupt. 454. Mel. Welt, sich hier deinz Dir sei mein ganzes Leben, Bater, übergeben, dir ser Herz geweiht. Du sollst u Zeiten mein Gott sein und leiten; bu leitest stets mit G keit. 453. Mel. Wenn nein Stündlein ze. will ich Wie Gott mich führt, so will ich gehn. Er wird, was gut ist, wählen, hat, was mir nugt, vor her ersehn, und das kann mir nicht fehlen. Wohin er führt, da geh' ich hin, versichert, daß ich selig bin, wenn ich ihm kindlich traue. 2. Wie Gott mich führt, so will ich gern von ihm mich leiten las sen; kann ich gleich oft den Weg des Herrn nicht ganz verstehn und faffen. Mein Eigenwille weigre sich; in Gottes Rath ergeb' ich mich, ich bin ja nicht mein eigen. 3. Wie Gott mich führt, so folg' ich treu im Glauben, Hoffen, Lei den. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was kann von ihm mich scheiden? ich trau' auf seine Gnade fest: was er mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 4. Wie Gott mich führt, so wird er mich auch in den größten Stür men, weil ich ihm folge, väterlich mit seiner Hand beschirmen. Wenn er nur meine Seel' erhält, so laß er, wies ihm wohlgefällt, mich leben, oder sterben. 5. Wie Gott mich führt, so will ich gehn durch Freuden, oder Leis den. Hier kann ich nicht sein Untlik sehn, dort schau' ichs, und voll Freuden. Dort seh' ich, daß sein Vaterrath mich treu und wohl geführet hat; das ist mein fester Glaube. 2. Das heut vorher zu was morgen wird geschehen, ist zu hoch für mich. Dein bleibt mir verborgen; drum: ich alle Sorgen auf meinen Freund, auf dich. 3. Hilf, daß ich nicht in den mein Glück je such zu fin kein Sünder bleibt vor dir. ruhigem Gewissen dein Woh zu genießen, dieß Glück, ob verleihe mir. 4. Herr, pråge dir zur und mir zum Trost die Lehre in mein Herz hinein: Berl von Herzen liebet, ihm dient ihm ergiebet und auf ihn muß selig sein. 5. Ich will stets mit Vert auf dich, den Bater, schauen, gerne Gutes thut. Wenn und Leib sich trennen, so wil doch bekennen: dein Weg if zeit recht und gut. 455. Mel. Was mein Gott will, dast Ich hab' in Gottes ha Sinn mein Herz und Sinn ben. Was böse scheint, wird Gewin e dr 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er mich züchtigt noch so sehr, so will er mich nur üben und mein Gemüth in seiner Güt 10 gewöhnen fest zu stehen. Halt' ich denn Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. ₁ 3. Ich bin ja nicht von ungefähr entsprungen hier auf Erden; Gott ists, der mich zu seiner Ehr das, was ich bin, ließ werden. Und gab er nicht, was mir gebricht? wie kann ich troftlos weinen? Wer so viel thut, der meint es gut, der kanns nicht böse meinen. 4. Und wer erhält mit Allgewalt mir jede Kraft zum Leben? Ich wäre längstens todt und kalt, wo mich nicht Gott umgeben mit seinem Urm, der Alles warm, gesund und fröhlich machet. Was er nicht hält, das bricht und fällt; was er erfreut, das lachet. 5. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn' alle Maßen. Seit, Ort und Stund' ist ihm bekannt, zu thun, und auch zu lassen. Er weiß, wenn Freud', er weiß, wenn Leid uns, seinen Kindern, diene. Und was er thut, ist Alles gut, obs noch so traurig schiene. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut 10 Ergebung in den Willen Gottes. Gewinn; der Tod selbst ist mein Leben. Ich bin ein Sohn deß, der den Thron des Himmels aufge: zogen. Ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleibt doch sein Herz gewogen. 293 begehret, es sei mit einer großen Last dein Lebensweg beschweret, hast spät und früh viel Sorg' und Müh', au deinen Wunsch zu kommen, und denkest nicht, das, was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. im n 7. Fürwahr, der dich geschaffen hat und ihm zur Ehr' erbauet, der hat schon längst in seinem Rath auch auf dein Heil geschauet, und sah voll Treu, was dienlich sei die und den Deinen allen. Laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen. 8. Wills Gott, so kanns nicht anders sein, es muß zuletzt ers freuen. Was as du jest nenneſt Kreuz und Pein, wird dir zum Heil ge= deihen. Wart' in Geduld: die Gnad' und Huld wird sich doch endlich finden, all' Angst und Qual wird auf einmal, gleichwie ein Dampf, vers schwinden. 9. Es kann bei lauter Sonnens licht das Feld nicht Früchte tra gen; so reift auch Menschenwohlfahrt nicht bei lauter guten Tagen. Wie bitter sei die Arzenei, schafft sie doch neues Leben; so muß das Leid zu neuer Freud' und wahrem Heil' erheben. 10. Ei nun, mein Gott, fo fall' ich dir getrost in deine Hände. Nimm mich, und mach es so mit mir, bis an mein Lebensende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist dadurch sein Heil entstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich auch an mir erhöhe. 11. Billst 294 11. Willst du mir geben Sens nenschein, so nehm' ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thür noch långer offen stehen: wie du mich führst und führen wirst, so will ich gerne gehen. 12. Soll ich denn auch des Todes Weg, die finstre Straße reis sen, wohlan, so geh' ich Bahn und Steg, den mir dein' Augen wei sen. Du bist mein Hirt, der Alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig werde ehren. Verhalten gegen Gott überhaupt. 456. In eigner Melodie. Oder: D Welt, sich hier dein 26 Uebel schüßt. Leb' ich nach se Sågen, so wird mich nichts s legen, nichts fehlen, was ( ewig) nügt. 5. Er wolle meiner Sünde Gnaden mich entbinden und t meine Schuld. Er wird auf Verbrechen nicht schnell das un sprechen, mich( ferner) tragen Geduld. 4. Ich traue seiner Gnade, die mich auf seinem Pfade vor allem 6. Leg' ich zur Ruh mich nich weckt mich der Morgen wieder, jedem Stand und Ort, in Kr heit, unter Plagen, so wie an hen Tagen, da tröstet mich ( theures) Wort. 7. Hat er es denn beschlo so will ich unverdrossen an Verhängniß gehn. Kein Un unter allen wird je zu schwer fallen, ich werd' ihn( endlich) i In allen meinen Thaten laß ich stehn. den Höchsten rathen, der Alles kann und hat; er muß zu allen Dingen, damit sie wohl gelingen, selbst ges ben( Segen) Rath und That. 2. Nichts ist es spåt und frühe mit aller meiner Mühe, umsonst ist Sorg' und Kunst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Witlen machen, ich stells in seine ( Vater-) Gunft. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen, und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie ere giebet, was ihm von mir beliebet, das hab' ich( willig) auch erlieft. 8. Ihm hab' ich mich erg zu sterben und zu leben, so wi mir gebeut; es sei heut oder m gen, dafür laß ich ihn sorgen, weiß die( aller-) beste Zeit. 9. So sei nun, Seele, se und traue ihm alleine, der dich schaffen hat. Es gehe, wie es g dein Vater in der Höhe, der zu allen( Sachen) Rath. 457. Herr, wie du willst, so schide mir im Leben und im Stethe allein zu dir steht mein Beg Herr, laß mich nicht verder Erhalt mich nur in deiner Ergebung in den Willen Gottes. 295 sonst wie du willst, gieb mir Ge- len. Dir, Herr, befehl' ich meine duld: dein Will ist stets der beste. 2. Bucht, Ehr' und Treu verleih mir, Herr, und Lust zu deinem Worte. Behüte mich vor fals scher Lehr', und gieb mir hier und dorte, was dient zu meiner Selige Ceel' in meinen lehten Stunden. Dein Sohn, o Gott, hat Grab und Tod für mich auch überwunden. 459. 201 teit, wend' ab all' ungerechtigkeit Ich weiß, mein Gott, daß all' in meinem ganzen Leben. mein Thun und Werk auf deinem Willen ruhn, von dir kommt Glück und Segen, was du regierst, das geht und steht auf rechten guten Wegen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß sein Rath werd' ins Werk gebracht, er seines Gangs fich freue; des Höchsten Rath, der machts allein, daß Menschenrath gedeihe. 3. Oft denkt der Mensch mit sicherm Muth, dieß oder jenes sei ihm gut, und doch ists weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was Gott für ihn erwählet. 4. So fångt auch oft ein weiser Mann ein gutes Werk mit Freuden an, und bringts doch nicht zu Stande, er baut ein Schloß und festes Haus, doch nur auf lauter Sande. 5. Wie Mancher ist in seinem Siun weit über Berg' und Thaler hin, und, eh er sichs versiehet, so liegt er da und sieht im Staub, wie seine Groß' entfliehet. 3. Soll ich einmal nach deinem Nath von dieser Welt abscheiden, ach so verleih mir deine Gnad, daß es geschch mit Freuden. Herr, Seel' und Leib befehl' ich dir, gieb nur ein seligs Ende mir durch Jesum Christum. Amen. 458. Was mein Gott will, gescheh allzeit, sein Will' ist stets der beste. 3u helfen ist er dem bereit, der an ihn glaubet feste. Er hilft aus Noth, der treue Gott, und züchtiget mit Maßen. Wer ihm vertraut, fest auf ihn baut, den wird er nie verlassen. 2. Gott ist mein Trost und Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben. Dem, was Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht wider. streben. Sein Wort ist wahr: er hat mein Haar auf meinem Haupt gezähtet. Er sorgt und wacht, und seine Macht giebt Ulles, was uns fehlet. 3. Und muß ich einst von dieser Welt hingehn nach seinem Willen zu meinem Gott, wenns ihm gefällt, will ich mein Herz auch stil6. Drum gieb mir Weisheit aus der Höh', o Vater, daß ich nicht besteh' auf meinem eignen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rath, was gut ist, zu er füllen. 7. Re* 296 7. Regiere mich, und was mir gut, das gieb mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Mein höchster Zweck, mein bestee Theil sei deine Lieb' und Ehre. 8. Was dir gefällt, das laß auch mir, als meinen Ruhm und meine 3ier, gefallen, und mich lieben; und was dir mißfällt, laß mich nicht in Werk und That verüben. 9. Ists Werk von dir, so gieb mir Glück; ists Menschenthun, so treibs zurück, und laß michs nicht beginnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst in Kurzem zu zerrinnen. 460. 10. Sucht aber dein und unser Feind, was deine Weisheit gut ges meint, in Boses zu verkehren, ist Mel. Schap über alle Schäße d das mein Trost, daß seinem Born Christ, Alles, was dich friti Verhalten gegen Gott überhaupt. du leichtlich könneft wehren. 11. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen haft durch Weisheit deiner Hände. 12. Ift gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bangen Sorgen treten, so lehr' in meiner Schwachheit mich mit Inbrunst zu dir beten. 13. Ber fleißig betet, dir ver traut, wird, was er sonst voll Schrecken schaut, mit tapferm Muth bezwingen: du heißest seine Sor gen fliehn, hilfft ihm den Sieg erringen. 14. Der Weg zum Guten ist fast wild, mit Dorn und Hecken angefüllt; doch wer ihn fr gehet, wird endlich, Sperr, deinen Geist zu Freud' und erhöhet. 15. Du bist mein Vater, dein Kind, was ich bei mir hab' und find', hast du in Gnüge. So bilf nun, defi meinen Stand wohl halt und he lich siege. 16. Dein soll sein aller R und Ehr'. Sch will dein Thun mehr und mehr aus hocherfrem Seelen vor deinem Volk und d Welt, so lang' ich leb", erzählen befiehl getrost dem Herrn. Er! die Himmel lenket, ist auch vont nicht fern. Erwach aus deine se Schlummer, zu Gott erhebe Er fichet deinen Kummer und li noch väterlich. 2. Sinds Sünden, die 2 schmerzen? ja fühle deine Sta Doch trau mit ganzem Herzen a deines Mittlers Huld. Zu wahu Ruhe führet die Neu, die Gott fällt. Ullein den Tod gebieret Traurigkeit der Welt. 3. Trau Gott, nicht dein Schlüssen, die Wahl des Besten" Sprich, wer wirds besser wisse dein Schöpfer, oder du? Er w ja, was dir fehlet, in jedem Auge blick. Was er, dein Vater, m let, das dient zu deinem Glück fc 4. D Ergebung in den Willen Gottes. 297 deiner nicht vergessen. Der Herr ists, der es spricht. 4. Der Gott, auf dessen Gegen dein ganzes Wohl beruht, ist stets in seinen Wegen gerecht, und weis und gut. Und was er seinen Kindern zu ihrem Heil erfah, kann kein Erschaffner hindern: wenn er gebeut, stehts da. 5. Es mag die Hölle wüthen, umsonst emport sie sich, wenn er dich will behüten. Und er behütet dich. Wer gleicht ihm? Seinen Winken gehorchen Erd' und Meer. Laß deinen Muth nicht sinken: dein Schirm und Schild ist er. 6. Gott zählet deine Bähren, und wird, was gut ist, gern nach dei nem Wunsch gewähren; harr' in Geduld des Herrn. Er ist ein Hort 461. der Frommen, hoff unverzagt auf Besicht du deine Wege und was ihn: denn seine Zeit wird kommen und deine Wohlfahrt blühn. 7. Ergieb dich ihm mit Freuden, sei stark in seiner Kraft. Sei auch zur Zeit der Leiden ein Chrift und tugendhaft. Und dann ergreif' im Glauben den Trost der Ewigkeit. Wer kann dir diesen rauben, der allen Gram zerstreut? 8. Sei froh! Dein Gott regieret, sein Rath ist wunderbar. Einst wirst du überführet, daß er der beste war. Du denkst wohl unterdessen, der Herr erbarmt sich nicht, der Herr hat mein vergessen; doch hore, was er spricht: 9. Ist auch der Mütter eine, die ihres Sohns vergißt? Denk' an dieß Wort, und weine die Freudenthrán', Chrift! Und kann sie sein verges sen, will ich doch deiner nicht, ich 10. Mit ruhigem Gemüthe vers laß auf ihn dich fest, und wiß, daß seine Güte dich ewig nicht verläßt. Er will nach einer Weile dich desto mehr erfreun. 3u deinem größten Heile verzieht er, harre sein. 11. Wohl dir alsdann, du Treuer, wie groß ist einst dein Lohn! Dein Richter, dein Befreier reicht dir die Siegeskron. Auf kurze Prüfungstage folgt ewger Preis und Dank. Dann schweiget jede Klage und wird ein Lobgesang. dein Herz nur krånkt, der allertreusten Pflege deß, der den Weltkreis lenkt. Der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, wo dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vers trauen, wenn dirs soll wohlergehn, auf ihn nur mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Gråmen und selbst gemachter Pein läßt Gott sich doch nichts nehmen: es muß erbeten sein. 3. Dein ewge Treu und Gnade, o Bater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblút. Und, was dein Rath erlesen and für das Beste hålt, bringst du zum Stand und Wesen, wie dir es wohlgefällt. 4. Weg 298 Verhalten gegen 4. Weg' hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht, dein Werk kann Niemand hindern, dein Wirken darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und obgleich Welt und Teufel dir wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel des Höchsten Rath geschehn. Was er sich vorgenom men, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff', o bedrängte Seele, hoff' und sei unverzagt. Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großer Gnade rücken, erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. ten. Er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Werk hinaus geführet, das dich bekümmert hat. Gott überhaupt. als solltst du für und für in und Nothen schweben, als frag nichts nach dir. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Theile, als hätt' in seis nem Sinn' er deiner sich begeben, 10. Wirds aber sich befind daß du ihm treu verbleibst, so dein Leid verschwinden, wenn d am Mindsten gläubst? er dein Herz erlösen von de schweren Laft, die du zu keinem sen bisher getragen hast. 7. Auf, auf! gieb deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht, verbann' aus deinem Herzen, was dich so traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der Ulles führen soll: Gott sigt im Regimen= te, und führet Alles wohl. 462. Mel. Wer nur den lieben Gott 8. Jhn, ihn laß thun und wal Befieht dem Höchsten beine 11. Wohl dir! Denn de Treue trågt nun den Sieg dan Dir ist geholfen, freue dich b erkämpften Lohn. Gott giebt einst die Palmen des Siegs deine Hand; und du fingstf denpsalmen ihm, der dein gewandt. 12. Mach End', o Herr, Ende mit aller unsrer Noth. uns die Baterhånde und laß bit den Tod uns allzeit deiner und Treu empfohlen sein, so hen unsre Wege gewiß zum mel ein. und mache dich von Sorgen los, traue seiner Vaterpflege, fi ist nichts zu schwer und groß, er zu seines Namens Preis herrlich auszuführen weiß. 2. Wo du ihn nur haft w laffen, da hat er alles w macht; und was dein Denken kann fassen, das hat er långt vor bedacht. Wie es sein C Ergebung in den Willen Gottes. hat auserfehn, so und nicht ans ders muß es gehn. 3. Wie werden deine Lebenstage so manches Kummers sein befreit, wie leicht wird alle Last und Plage dir werden in der Prüfungszeit, wenn du nichts wünschest in der Welt, als was Gott will und ihm gefällt. 4. Un wahrem Glück wird dirs nicht fehlen, wenn du dein Herz gewöhnft und lehrst, nur das, was Gott will, zu erwählen, und deinem Eigenwillen wehrst. Gott ist voll Weisheit und Verstand; du irs rest leicht, und baust auf Sand. 5. Gieb meinem Herzen solche Stille, mein Jesu. Laß mich sein vergnügt mit Allem, was dein weiser Wille mit mir in meinem Le ben fügt. Nur nimm dich meiner Seele an, so hab' ich, was ich wünschen kann. 6. Ich weiß, du thust's, sie ist die deine und kostet dich dein theu res Blut. O mache sie von Súnden reine, dir wohlgefällig, fromm und gut. Ja laß mich dir empfohlen sein, so wird gewiß dein Segen mein. 7. Indeß, mein Gott, sei stets gepriesen für das Erbarmen, das du mir, noch eh ich war, bereits erwiesen, da du, mein treuer Hirte, dir zum Eigenthum mich haft er wählt und so den Deinen zuge zählt. 8. Dir sei auch Dank und Lob gegeben, daß du mich von so man299 cher Last befreit, und für mein zeit lich Leben so gnadenreich geforget. haft. Mehr, als ich dir verdanken kann, hast du schon hier an mir gethan. 9. Dort preis' ich deiner Liebe Thaten mit höherer Zufriedenheit. Dort läßt du mir den Wunsch gerathen, daß ich im Licht der Ewigkeit erkenne, wie mich hier dein Rath aufs Seligste ges führet hat. 463. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund se. Bater, du mein Licht und Leben, du aller guten Gaben Quell, dir bin ich einmal übergeben, dir, dir gehöret meine Seel'. Ich will mich nicht mehr selber führen, der Bater soll das Kind regieren. So führe du mich aus und ein, ich geh nicht einen Schritt allein. 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? Ich weiß mir gar in Keinem Rath. Drum sei du mir in allen Dingen mein Helfer, segne jede That. Mit dir will ich in allen Sachen den Anfang und das Ende machen. Wirst du mir selber Alles sein, dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn. Du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn, ja deine Güte, dein Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich 300 Verhalten gegen Gott überhaupt. kindlich sei, so spür' ich täglich neue Treu.scong 4. Gieb, daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Gut und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb', und lob, und ruhig sei, und deine Weisheit laffe walten, in Ullem mich an dich zu halten, und immer wandle deine Bahn. Was du nur thust, iſt wohlgethan. 5. O mache mich recht treu und stille, daß ich dir immer folgen kann. Nicht mein, o Vater, nur dein Wille, der sei mein Ziel auf meiner Bahn. Ich will nichts met mehr für mich verlangen; an dir, o Vas ter, will ich hangen, dir leben, als dein Eigenthum, zu deines gro= Ben Namens Ruhm. 6. Laß mich in dir den Vater preisen, der ganz die Liebe selber ist. Laß deinen Geist mir täglich weisen, wie gnädig du in Christo, bist. Uch offenbare deine Liebe und wirke doch die heißen Triebe, der wahren Gegenlieb in mir, daß deine Lieb' ich stets verſpür'. 7. Ich sehne mich, nur dir zu leben, der du mein Gott und Vater bist. Wer dir sich nicht will ganz ergeben, und wer nicht deines Sinnes ist, den strafe bald in dem Gewissen, laß deine Gnade auf ihn fließen und tilge, was nicht lauter heißt, in mir durch deinen guten Geift. ner Gnadenfülle, und bin nune ler Sorgen los. Ich sorge m allein in Allen dir, meinem Vat zu gefallen, und halt im Glaube mich bereit, wenn du mir win zur Ewigkeit. Vertrauen auf Gott. 464. Mel. Was Gott thut, das ist z. Gott, dir vertraun, ist mi Pflicht, ist Seligkeit im Sie kann dem Herzen Snvers und Trost und Freude geben. D Pilgers Müh versüßet sie, und set ihn hienieden im Laufe nicht müden. hom 2. Auf Erden wechseln bis i Grab Zufriedenheit und So beständig mit einander ab, Mitternacht und Morgen. Unglück flieht, die Freude b und kaum ist sie empfunden, so sie auch verschwunden. 8. So lob', und leb' ich in der Stille und ruh als Kind in deinem Schooß. Ich schöpf aus dei3. Wie würde da voll Nengstli keit uns jeder Tag verfließen, bei des Lebens Heiterkeit das schon beben müssen, wenn 3 sicht zu dir uns nicht dann Sig heit gewährte, und ruhig bleib lehrte. 4. Du theilst das alles aus, hier den Sterblichen begeg Durch Glück und Unglück we wir nach deinem Rath geseg Wenn wir nur auch, durch den brauch, so weise werden wolle als wir, o Gott, es sollten 5.9 Vertrauen, d 5. Nicht unser Wille soll geschehn. Du wählest stets das Beste. Wenn Erd' und Himmel unter gehn, steht diese Wahrheit feste. O daß wir sie durch Leichtsinn nie an unsern Seelen schwächten, sie nie verkennen möchten. 6. Dann würde diese Uebungszeit nicht traurig uns verschwinden, des Lebens Widerwärtigkeit uns niemals muthlos finden, dann sähen wir voll Hoffnung hier mit Palmen und mit Kronen die Ue berwinder lohnen. 7. Gott, heilige du selbst mein Herz, damit ich dir vertraue, und mit Gelaffenheit im Schmerz hinauf gen Himmel schaue. Einst preif auch ich auf ewig dich für überstandne Leiden im Lande beß rer Freuden. 465. Mel. Jesu, meine Freude zc. Gott von Macht und Güte, mein betrübt Gemüthe tröstet nur dein Wort. Wovor soll mir grauen? Dir will ich vertrauen, Gott, mein Fels und Hort. Nur auf dich verlaß ich mich. Stärke mich, daß kein Gedanke zweifelnd von dir wanke. 2. Groß sind deine Werke. Niemand ist an Stårke dir, du Höchster, gleich. Du bist nah und fer: ne, lenkest Sonn' und Sterne, machest arm und reich. Hab' ich dich, was ångstet mich? Du bist groß an Macht und Gnade, wer ist, der mir schade? 301 3. Quelle aller Freuden, in so manchen Leiden, wenn mich Noth geschreckt, hast du voll Erbarmen mich mit Liebesarmen väterlich be deckt. Deine Treu' ist täglich neu; täglich will ich dich erheben und dir dankbar leben. 4. Gott, dein Weg ist heilig, und du sorgest treulich für mein wahres Heil. Auch auf rauhen Wegen wird so mancher Segen mir von dir zu Theil. Was du thust, ist meine Lust. Dir, dir halt' ich kindlich stille: dein Will ist mein Wille. 5. Du, du liebst die Treuen, die sich kindlich freuen, daß du gnådig bist. Der lebt dir zur Ehre, traut auf deine Lehre, wer nicht zaghaft ist. Wer sich fest auf dich verläßt, wird doch, sollt' ihn Alles hassen, nie von dir verlassen. 6. Gott, dir sei mein Leben und mein Herz ergeben: du bist fromm und gut. Gieb, wenn ich hier leide, durch den Geist der Freude mir des Christen Muth. Sei mein Schild ,, laß Jesu Bild, wenn mein Auge bricht, mich sehen, froh einst vor dir stehen. 466. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, o 20. Dir trau' ich, Gott, und wanke nicht, wenn gleich von meiner Freude Licht der letzte Funke schwindet. Mein Helfer und mein Gott bist du, durch den mein Herz doch endlich Ruh' und Freude wieder findet. Verhalten gegen Gott überhaupt. 302 findet. Bon jeher hast du mich geführt und meines Lebens Lauf regiert, mit segensvoller Baterhand so manche Noth hinweggewandt. Unendlicher, ich trau' auf dich, du leitest mich. Ich kämpf und siege, Gott, durch dich. 2. Schwer ist der Kampf der Leiden, schwer. Kaum fühl' ich Muth und Stärke mehr, noch långer auszudulden. Doch ewig, Vater, zürnst du nicht, du gehst mit uns nicht ins Gericht, strafft nicht nach unsern Schulden. Bald ist der Thränen Maß gefüllt, bald meiner Seele Schmerz gestillt, bald hat Gott all mein Flehn erhört, mich gnug geprüft und mich bewährt. Du Gott der Huld, erhört von dir, lobfingt in mir dann meine ganze Seele dir. 3. Uch alle Leiden dieser Zeit sind doch nicht werth der Herrlichkeit, die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir der Duldung Lohn, bald steh' auch ich vor deinem Thron mit treuer Kämpfer Scharen und danke dann dir, Gott, ver: klárt, der jegt mich prüft, mich dann bewährt, daß ich von allen Leiden frei, ein Seliger des Himmels sei. Barmherziger, fest, ohne Graun will ich dir traun: denn einst werd' ich dein Untlig schaun. 467. Mel. Was Gott thut, das ift 2c. Der der Herr ist meine Zuversicht, mein einzger Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Trost und der sich dem Herrn ergeben. ist sein Gott, auf sein Gebot seine Seele stille, ihm gnügt Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, vertraun? Du bist des Schwa Stärke. Die Augen, welche dich schaun, sehn deine Wun werke. Herr, groß von S und stark von That, mit gna vollen Händen wirst du dein S vollenden. 3. Noch nie hat sich, wer geliebt, verlassen sehen müssen, läßt ihn, wenn ihn Noth umgi doch deinen Trost genießen. Frommen Herz wird frei Schmerz; der Sünder eitles ten weißt du, Herr, zu zernicht 4. Drum hoff', o Seele, auf Gott. Der Thoren Trost schwindet, wenn der Gerecht der Noth Hülf' und Erbarm findet. Wenn jener fällt, if ein Held, er steht, wenn jene tern, ein Fels in Ungewittern. 5. Wirf nicht die große nung hin, die dir dein Glauber chet. Beh denen, die zu Men fliehn, weh dem, der von 6 weichet! Schreckt Sünde f sein eigner Sohn, der sich für ließ tödten, erwarb dir úlf Nothen. 6. Sei unbewegt, wenn dich her sich Ungewitter fam Gott hilft, wenn Christen f denleer zu ihm um Gnade fo meln. Die Zeit der Qual, gundes Thränen Zahl zählt er, und deine Schmerzen nimmt er dir von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuvers sicht, auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassen? 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlsein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich, dir will ich mich ergeben. Sei du mein Gott, und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Untlig schaue. Vertrauen. 468. Mel. Wo soll ich fliehen hin 2c. Auf meinen lieben Gott trau' ich in aller Noth. Die ihn um Rettung flehten, verließ er nie in Ndthen. Mein Unglück wird er wenden: es steht in seinen Händen. 2. Auch bei der Sünde Schmerz verzaget nicht mein Herz. Auf Christum will ich bauen und fest auf ihn vertrauen, ihm will ich mich ergeben im Tode, wie im Leben. 3. Und nimmt der Tod mich hin, ist Sterben mein Gewinn. Denn Christus ist mein Leben, dem hab' ich mich ergeben. Ich sterb' heut oder morgen, die Seel wird er versorgen. 303 Kreuz gestorben, du hast mir Heil erworben, du schaffft auf kurze Leiden den Deinen ewge Freuden. 4. O mein Herr Jesu Christ, der du aus Liebe bist für mich am 5. Sprich, Herr, dein Ja dazu. Ich bete, segne du. Du wolleft mich regieren und zu dem Himmel führen. Auf deinen großen Namen sprech' ich voll Hoffnung: Umen. 469. Von Gott will ich nicht lassen, denn er verläßt mich nicht. Im Kummer mich zu fassen, giebt er mir Kraft und Licht. Er steht mir hülfreich bei. Mit jedem neuen Morgen weiß er mich zu versorgen, ich sei auch, wo ich sei. 2. Wenn Menschengunst und Liebe in Kaltsinn sich verkehrt, bleibt er voll Mitleidstriebe, er, Mittei der mein Flehen hört. Er hilft in jeder Noth, hilft von der Sünde Banden, befreit von ihren Schanden, und retter selbst vom Tod. 3. Ihm, ihm will ich vertrauen; auch in der schwersten Zeit auf seine Hülfe bauen: er wendet altes Leid. Ihm sei es heimgestellt, Leib, Seele, Gut und Leben sei Gott, dem Herrn, ergeben. Er machs, wie's ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, als was uns nüglich ist. Gut meint er's mit uns Ullen, er gab uns Jesum Chrift. Hat er so viel gethan, so wird er auch gewähren, was unsern Leib ernähren, den Geist erfreuen kann. 5. Lobt 304 Verhalten gegen 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns Beides schenkt. Wie selig ist die Stunde, darin man sein gedenkt! So braucht man recht die Zeit. Wir sollen ja auf Erden durch ihn schon selig werden, noch mehr in Ewigkeit. 6. Mag doch die Welt vergehen mit aller ihrer Pracht; das Heil bleibt ewig stehen, das Gott mir zugedacht. Zwar schließ ich hier den Lauf; doch, wenn ich nun im Grabe genug geruhet habe, weckt er mich wieder auf. 7. Die Seel' ist unverloren in Gottes Vaterhand, der Leib wird neugeboren zum bessern Vaterland. Wie selig werd ich sein! Mit Gott und seinen Frommen soll ich mich da vollkommen, soll ich mich ewig freun. 8. Ob ich gleich nun auch dulde viel Leiden dieser Zeit, wie ichs auch oft verschulde, kommt doch die Ewigkeit, so großer Freuden voll, die, da ich Christum kenne, und mich von ihm nicht trenne, mein Erbtheil werden soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat; aus seines Sohnes Fülle empfahn wir Gnad' um Gnad'; er giebt uns seinen Geist, damit er uns regiere, die Bahn zum Himmel führe. Hoch sei der Herr gepreist! 470, tim 590. Wer nur den lieben Gott låst walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in Gott überhaupt. aller Noth und Traurigkeit. S Gott, dem Allerhöchsten, traut, hat auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die schwe Sorgen? was hilft uns unsers und Uch? was hilft es, daß i alle Morgen beseufzen unser mach? Wir machen unser& und Leid nur größer durch rigkeit. 3. Man halte nur in Ehrf stille, und warte, bei sich j vergnügt, wie Gottes Gnad heilger Wille, wie sein' Allwi heit es fügt. Gott, der uns hat auserwählt, der weiß am sten, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten& denstunden, er weiß, wenn nüßlich sei. Wenn er uns nur treu erfunden, aufrichtig, Heuchelei, so kommt er, ch uns versehn und låsset uns Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Dr salshige, daß du von Gott lassen seist, daß der dem Glid Schooße sige, den alle Welt glücklich preist. Die Zukunft dert oft sehr viel und seget 3 lichem sein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr la Sachen und seiner Allmacht gil gleich, den Reichen klein unde zu machen, den Armen aber und reich. Gott ists allein, Jedermann bald stürzen, bald höhen kann. 7. Sing, bet' und geh' auf tes Wegen, und thu das 3d Vertrauen. nur getreu, und traue seinem reichen Segen, so wird er bei dir wer= 472. ben neu. Denn welcher seine 3u- Was Gott thut, das ist wohlges versicht auf Gott segt, den verläßt er nicht. 8. Auf dich, mein lieber Gott, ich traue, ich bitte dich, verlaß mich nicht, in Gnaden meine Noth ans schaue, du weißt gar wohl, was mir gebricht. Schaffs mit mir, ob gleich wunderlich, durch Jesum doch nur seliglich. 6 471. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden; wer gläubig ist an Jesum Chrift, dem muß der Himmel werden. Darum hoff' ich allein auf dich mit ganz getrostem Herzen. Herr Jesu Christ, mein Trost du bist in Todesnoth und Schmerzen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwis der; dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab' um mich mit deines Geistes Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 305 3. Dein tröft' ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mir wohl geben, was mit ist noth, du treuer Gott, hier und in jenem Leben. Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dieß mein Begehr, daß meine Bitt nicht fehle. Sau dozv than, es bleibt gerecht sein Wille. Wie er fångt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, sein Wort kann nimmer trügen. Er führet mich auf rechter Bahn, daran laß ich mir gnüs gen, und seine Huld, hab' ich Ges duld, wird alles Unglück wenden. es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohls gethan. Er wird mich wohl bedenken; er, der so gern hilft Jedermann, wird mir, was gut ist, schenken: denn seine Treu ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Er ist mein Licht und Leben, der mir nicht Böses gönnen kann. Ihm will ich mich ergeben in Freud' und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd' ergeht mit süßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl= gethan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn น Noth, Verhalten gegen Gott überhaupt. 306 Noth, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich doch väterlich in seinen Urmen halten; drum laß ich ihn nur walten. 473. 100 Sollt es gleich bisweilen scheinen, als verließe Gott die Seinen, o so weiß und glaub ich dieß: Gott hilft endlich doch gewiß. 2. Spúlfe, die er aufgeschoben, hat er drum nicht aufgehoben, hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nöthig ist. 3. Gleichwie Båter nicht bald geben das, wornach die Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Biel, er giebt, wem und wann er will. 4. Seiner kann ich mich getrosten, wenn die Noth am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als våterlich gesinnt. 5. Trok dem, was mir Ungst will machen, ich kann dessen Macht verlachen; troß dem schweren Kreuz zesjoch, Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Troß der Welt und allen denen, die nach meinem Fall sich sehnen, die mir sind ohn Ursach feind: Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Laß die Welt nur immer neiden. Will sie mich nicht långer leiden, o so frag' ich nichts darnach, Gott ist Richter meiner Sach. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben. Wenn ich nur im hi mel sieg, hab ich Alles zur Geni 9. Ich will ihr gar gerne la ihre Luft. Sie mag mich hase ich verachte ihren Spott, und w lasse mich auf Gott. 10. Uch Herr, wenn ich dich habe, acht' ich keiner andern Ga Legt man mich auch in das Gr gnug, Herr, wenn ich dich nur h 474. Mel. Ach, was soll ich Sünder. Ach wie ist der Menschen so veränderlich, so kalt, wie stirbt sie doch so bald! Sege auf diese Liebe, die nicht hält, w sie verspricht, Seele, deine Ju sicht. 2. Aber deiner Liebe tra U Höchster, das gereuet nie: de ein starker Fels ist sie. Die diesen Felsen bauen wohnen verlegt, und sehn ruhig selbst Welt vergehn. 3. Täglich sag' ichs meiner St Gott liebt ewig, seine Treun mit jedem Morgen neu. Ihn, Ewigen, erwähle, dir zum Freun und jauchze dann, daß kein m dir schaden kann. 10 4. Ja, ich will auch dich ern in len, Vater, ich will dir allein, to dir mein Vertrauen weihn. de ach die Kräfte fehlen meinem n sat; bald vergißt Fleisch und B wie treu du bist. ir 5.9 und Vertrauen. 5. Plößlich überfällt mich wieder Sorge der Vergånglichkeit, ir sedisch Hoffen, irdisch Leid; und dann fink' ich muthlos nieder, suche bei den Menschen Ruh; und mein Helfer bleibst doch du! 6. Uch vergieb mir, wenn im Staube dieses Leibes sich mein Geist stets so schwer der Erd' entreißt! Ach, vergieb mir, daß mein Glaube hier noch wankt und sich nicht fest, wie er soll, auf dich verLäst! 7. Tåglich laß es mich empfin den, daß nicht Menschenhülfe nüßt, wenn mein Herz auf sie sich stüßt. Allen Troft laß mir verschwinden, bis ich wieder flich zu dir, und dann, Bater, hilf du mir. 8. Der du deiner Kinder Flehen, Gott, mein Gott, so gern erhörst, und sie selbst noch flehen lehrst, laß mich fest im Glauben stehen und erfahren, wie so treu deine Vaterliebe sei. 307 lieren? Ist Gott nicht weiser, ats dein Herz? Caß ihn allein regies ren. Befiehlt dein Leben, deinen Stand, und was du thuft, in seine Hand. Er wird, was gut ist, schicken, wird dich gewiß bes glücken. 2. Was quålst du dich und willst in Schmerz und Kummer dich ver3. Eh deine Mutter dich gebar, dein Leben ihr verborgen, verborgen dir dein Unfang war, wo waren deine Sorgen? wer hat schon da dein Wohl bedacht? wer hat dich an das Licht gebracht? wer deiner Seel' ihr Leben und diesen Leib gegeben? macht zu immer gleichen Schlå4. Wer gab dem Herzen seine gen? n? wer allen deinen Gliedern Pracht und Kraft, sich zu beweund Ohr? wer richtete dein Haupt gen? wer jeden Sinn? wer Aug' den mit Luft umströmt zu werden? empor, vom Himmel und auf Er5. Wer gab dir Speise, Hüll' und Dach? wer trug dich voll, Erbarmen, als dirs an Allem noch gez brach, auf våterlichen Armen? wer gab dir deiner Mutter Brust, dir, daß du lächeln konntest, Lust? 475. Mel. Ermuntre dich, mein 2c. Du bist ein Mensch, und Gott hat wer sorgte, vor Gefahren dich sicher zu bewahren? bir mit Weisheit das verborgen, was künftig ist. Er sorgt dafür, was nügen deine Sorgen? Und doch irrst du mit bangem Sinn durch tausend eitle Sorgen hin und denkst: wie wills auf Erden, wie wirds mit mir noch werden? 6. Und doch willst du nicht ruhig sein, noch Gott nur walten lassen, als liebt' er Andrer Glück allein, dein's aber könnt' er haffen. Wenn du nicht siehst, wie er regiert, wenn er nicht deinen Weg dich führt, so willst du ihm nicht trauen, dein Glück auf ihn nicht bauen. 112 7. 20 Verhalten gegen Gott überhaupt. 308 Glaube. 7. Wo du ihn nicht zum Helfer nahmst, was ist dir da gelungen? und, wenn du auch zum Ziele kamst, was hast du dann errungen? Nur Luft auf einen Augenblick, und 476. Mel. D Gott, du frommer Gott z Kummer für ein wahres Glück, Herr, ohne Glauben kann das du gewinnen solltest, wenn du nur folgen wolltest. Mensch vor dir bestehen; d wend' ich mich zu dir mit demut vollem Flehen, o zünde selt mir den wahren Glauben an welchem ich allein dir wohlg len kann. 8. Durch Eigenwillen kamst du oft in schreckliche Gefahren; doch Gott erschien, oft unverhofft, dich Thoren zu bewahren. Er, der nicht, was du wolltest, that, er führte dich durch seinen Rath zurück von deinen Wegen, vom Fluche weg zum Segen. 9. Er sorgt für unser wahres Glück, macht gut, was wir verwirren, und lenket unsern Gang zurück zum Guten, wenn wir irren, giebt immer das nur, was uns núßt, er rettet uns, und hilft und schüßt, eh wir Gefahren sehen, eh wir um Hülfe flehen. 10. Und diesem Vater wolltest du dein Heil nicht anvertrauen? nicht deines Lebens ganze Ruh auf diesen Felsen bauen? Vertrau' ihm und verzage nicht. Ein Herz zu ihm voll Zuversicht darf auch in Ungewittern nicht ohne Hoffnung zittern. 11. Wirf als ein Kind voll Zu traun dich in deines Baters Urme, halt ihm sein Wort vor, daß er sich auch über dich erbarme. So vieler schon erbarmt er sich. O zweifle nicht, er wird auch dich, er hat es ja verheißen, aus allem Kummer reißen. 2. Laß mich, Gott, daß du mit Ueberzeugung glauben. müsse mir das Wort aus mein Herzen rauben, daß du dem, dich sucht, Gott, ein Verge seist, und hier und ewig ihn deinem Heil' erfreust. 3. Wahrhaftig ist dein gieb, daß ich darauf trauc meine Hoffnung feft auf Treue baue; gieb, daß ich dir Glück und Unglück stets g und dem, was du gebeutst, Herzen folgsam sei. 4. Auch hilf mir, daß ich den du gesandt, erkenne, meinen Herrn und Gott vong zer Seele nenne, und dankbar das Heil, das mir sein 200 währt, stets thue, was er mit seinem Wort gelehrt. 5. Sein göttliches Verdial mir beständig theuer, erfülle mit Trost, und mache mich freier vom schnöden Sündendi es stärke mich mit Kraft zu d Namens Ruhm in meiner! grimschaft. 6.5 Glaube. Join 6. Wie selig leb' ich dann im Glauben schon auf Erden! Noch herrlicher wird einst mein Theil im himmel werden. Da werd' ich, was ich hier geglaubt, im Lichte schaun; ja dann erfüllst du ganz mein kindliches Vertraun. 477. Mel. Jesu, der du meine Seele*. Gott der Wahrheit, dessen Treue unsre Hoffnung stüßt und hält, ich erkenn' es voller Reue, daß mich Kleinmuth oft befällt. Uch mein Herz hångt noch an Dingen, die nie wahre Ruhe bringen; und wie oft vergeh' ich mich, ängstlich zwei felnd, wider dich! 2. Gott, vergieb mir diese Sünde, nimm den Kleinmuth von mir hin. Schenke, Vater, deinem Kins de, einen dir ergebnen Sinn, der von dir nur Liebe heischet, den nicht falsche Hoffnung täuschet, die das Herz aufs Eitle zieht und so schnell, wie Rauch, entflieht. 3. Laß mich Gram und Sorgen meiden, weil dein Auge für mich wacht, und du schon in manchen Leiden Ulles mit mir wohl gemacht. Auf dein Wort laß mich stets hoffen, das doch immer eingetroffen. Gott, wer deinem Wort nicht traut, hat auf leichten Sand gebaut. 4. Laß mich fest im Glauben werden, daß dein Wort wahrhaftig sei, o so werd' ich hier auf Erden von so mancher Unruh frei. Dann werd' ich, Gott, mit Vertrauen stets auf 309 deine Hülfe schauen, dann wächst meine Zuversicht, und die Hoffnung trügt mich nicht. 5. Froh erhebt sich meine Seele selbst noch über Tod und Grab, wenn ich den zum Führer wähle, der sich einst auch für mich gab. Er, der siegreich auferstanden, macht mich los von Todesbanden, führt mich zu dem Leben ein, wo kein Leid wird weiter sein. 6. Muß ich gleich noch hier auf Erden unter Last und Mühe ſein; wirst du doch von den Beschwerden dieser Zeit mich einst befrein. O erwünschte selge Stunden! Ewig aller Noth entbunden, werd' ich dich, mein Heiland, sehn und mit dir zur Freud' eingehn. 7. Laß mich fröhlich darauf hoffen, Herr, Herr, meine Zuversicht, bis das Alles eingetroffen, was auch mir dein Wort verspricht. Auf dich, Quelle alles Lebens, harrt der Glaube nie vergebens; was wir glauben, schauen wir einst gewis, o Herr, bei dir. 478. Mel. Werde munter, mein Gemüthe 2c. Ja durch Glauben und Vertrauen bin ich meines Heils gewiß, wandle froh und ohne Grauen, auch in Nacht und Finsterniß. Du, der mein Vertrauen heischt, bist ein Führer, der nicht täuscht, und auf allen deinen Wegen wartet meiner Heil und Segen. 2. Im 810 2. 3mmer haft du, dir zum Preis Gebet. se, noch dein gnådig Wort erfüllt. Du bist mächtig, du bist weise, wie 479. Alles, ein Vater gut und mild. was dein Wort gebeut, dient zu meiner Seligkeit, und ich weiß, daß deine Güte nur, was schaden Fann, verbiete. 3. Kann ichs auch nicht über schauen, wie du mich beglücken wirst, will ich dennoch dir vertrauen, der du nimmermehr dich irrst. Sprichst du: folge; ich will gehn, und auf deinen Pfad nur sehn, ruhig und in heitrer Stille, weiß ich nur, es ist dein Wille. 4. Willst du Opfer; Kinder müssen folgen, und ich will auch gern zur Verläugnung mich entschließen, voll Vertraun zu dir, dem Herrn. Schmerzlich sei es, oder schwer, was dein Wille fodert; er fodert doch, dieß muß mich trösten, Ulles nur zu meinem Besten. 5. Nacht, verhülle dich; doch bleiz bet mir dein Wort ein tröstend Licht, weil mein Herz es kindlich gläubet: du verläßt die Deinen nicht. Auch für mich bringst du gewiß Licht hervor aus Finsterniß und verwandelst meine Leiden endlich in vollkommne Freuden. Verhalten gegen Gott überhaupt. 6. Ja du bist es, der die Frommen aus der Ungst zu reißen weiß. Deine Rettung ist vollkommen, herrlich ihres Glaubens Preis. Darum überlaß ich mich ganz dir, Gott, und hoff' auf dich. Du, du führst auf sichern Wegen mich dem besten Glück entgegen. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich Dir, dir, o Höchster, will ich gen; wer ist an Huld und Macht reich, als du? Vor dich will i mein Flehen bringen, ach gieb deines Geistes Kraft dazu, daß gescheh' im Namen Jesu Chrift, wie es dir allein gefällig ist. 2. 3ich, Bater, mich zu dein Sohne, damit dein Sohn mich der zu dir zich. Gieb, daß d Geist stets in mir wohne, damit Ulles, was dir mißfällt, flich, deiner Gnad' und Huld versic sei und dessen mich im Innerstene freu. 3. Erzeige, Gott, mir solche te, so bet' ich dich im Geist Wahrheit an, so preist mit danke dem Gemüthe mein Mund, wien du haft an mir gethan, so hebt Geist mein Herz empor zu dir, hab' ich schon des Himmels S schmack hier. 4. Dein Geist treibt mich, dir zu treten mit Seufzern, die unaussprechlich sind; nur er l mich recht glaubig beten, und übe zeuget mich, ich sei dein Kind u einst auch Erbe deiner Seligke Miterbe Christi, seiner Sperri teit. 5. Und weil ich dich zum habe, so bin ich voller Troft Freudigkeit. Ich weiß es: jede g Gabe, die hier mir nügt und er 166 Gebet. mich erfreut, die giebst du, und thuft überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. 6. Wohl mir, ich bitt' in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt. Durch ihn ist alles Ja und Umen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, den deine Huld so hoch erfreut, Preis dir dafür jegt und in Ewigkeit! 480. Mel. Wie groß ist des Allmächtgen 2c. Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen, sei wach, und nüchtern zum Gebet. Ein Flehn aus reinem, guten Herzen, hat Gott, dein Bater, nie verschmäht. Erschein vor seinem Ungesichte mit Dank, mit Demuth, oft und gern, und prüfe dich in seinem Lichte, und klage deine Noth dem Herrn. 2. Welch Glück, so hochgeehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu stehn! Der Herr des Himmels und, der Erden, bedarf der eines Menschen Flehn? Sagt Gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, der schämt sich, Gottes Freund zu fein. odsta 311 Gott uns liebt, im Fleiß zu allen guten Werken, ist diese Pflicht für dich betrübt? 3. Sein Glück von seinem Gott begehren, ist dieß denn eine schwere Pflicht? Und seine Wünsche Gott erklären, erhebt dieß unsre Seele nicht? Sich in der Furcht des Höchsten stårken, in dem Vertraun, daß 4. Bet' oft in Einfalt deiner Seelen; Gott sieht aufs Herz, Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, wofern dein Herz dich beten heißt? Nicht Tone finds, die Gott gefallen, nicht Worte, die die Kunst gebeut; Gott ist kein ie Kunf Mensch. Ein glaubig Lallen, das ist vor ihm Beredtsamkeit. 5. Wer das, was uns zum Frieden dienet, im Glauben sucht, der ehret Gott; wer das zu bitten sich erkühnet, was er nicht wünscht, entchret Gott. Wer täglich Gott die Treue schwöret und dann vergißt, was er beschwur, und klagt, daß Gott ihn nicht erhöret, der spottet seines Schöpfers nur. 6. Bet' oft zu Gott und schmeck in Freuden, wie freundlich er, dein Bater, ist; bet' oft zu Gott und fühl' in Leiden, wie göttlich er das Leid versüßt. Bet' oft, wenn dich Versuchung quålet, Gott hörts, Gott ists, der Hülfe schafft. Bet' oft, wenn innrer Trost dir fehlet, er giebt den Müden Stårk' und Kraft. 7. Bet' oft, und heiter im Gemüthe schau' dich an seinen Wundern satt. Schau' auf den Ernst, schau auf die Güte, mit der er dich geleitet hat. Hier irrtest du in deiner Jugend, im Alter dort. Er trug Geduld, rief dich durch Glück und Kreuz zur Tugend. Erkenn' und fühle seine Huld. 8. Bet' 312 Verhalten gegen 8. Bet' oft, und schau mit selgen Blicken hin in des Ewigen Gezelt, und schmeckt' im gläubigen Entzücken die Kräfte der zukünftgen Welt. Ein Glück von Millionen Jahren, welch Glück! doch ists von jenem Glück, das dem der Herr wird offenbaren, der ihm hier dient, kein Augenblick. 9. Bet oft, durchschau mit heilgem Muthe die herzliche Barmherzigkeit deß, der mit seinem theuren Blute die Welt, der Sünder Welt, befreit. Nie wirst du dieses Werk ergründen; nein, es ist eines Gottes That. Erfreu dich ihrer, rein von Sünden, und ehr' im Glauben Gottes Rath. 10. Bet' oft, entdeck' am stillen Orte Gott ohne Sagen deinen Schmerz. Er schließt vom Herzen auf die Worte, nicht von den Worten auf das Herz. Nicht dein gebognes Knie, nicht Thränen, nicht Worte, Seufzer, Psalm und Ton, nicht dein Gelübd' rührt Gott; dein Sehnen, dein Glaub' an ihn und scinen Sohn. 11. Bet' oft, Gott wohnt an jeder Ståtte, in keiner minder oder mehr. Denk nicht: wenn ich mit eh 1 Gehör. Gott ist kein Mensch. Ist dein Begehren gerecht und gut, so hört ers gern; ists nicht gerecht, so gelten 3åhren der ganzen Welt nichts vor dem Herrn. 12. Doch säume nicht, in den Gemeinen auch öffentlich Gott anGott überhaupt. zuflehn und seinen Namen mit Seinen, mit deinen Brüder, erhöhn, dein Herz voll Undacht entdecken, wie es dein Mitchrift entdeckt, und ihn zur Inbrunf erwecken, wie er zur Inbrunst erweckt. 13. Bist du ein Herr, dem A dienen, so sei ihr Beispiel, se stets, und feire täglich gern ihnen die selge Stunde des Gebr Nie schäme dich des Heils der len, die Gottes Hand dir am traut. Kein Knecht des Ha müsse fehlen, er ist ein Christ, werd' erbaut. 14. Bet' oft zu Gott für d Brüder, für alle Menschen, als Freund: denn wir sind Eines bes Glieder; ein Glied davon auch dein Feind. Bet' oft, som du Glauben halten, dich prüfen das Böse scheun, an Lieb' und nicht erkalten, und gern zum Gut weise sein. 481. Mel. Wer nur den lieben Gott t Mein bester Trost in diesem! ben ist ein Gebet zu meinem G geben, Geduld und Muth in j Noth, bei jedem Gram, bei ju Schmerz ein ruhiges, zufrich Herz. 2. Wie kann ich Trost Ruhe finden, wenn mein Gewise mich verklagt, wenn bei der Me meiner Sünden mein Herz ver Gebet. nem Richter zagt? Nichts tröstet mehr, als ein Gebet, das, Gott, bei dir um Gnade fleht. mug o 3. Muß ich, um des Gewissens willen, ein Spott der Lasterhaften sein, so bet' ich demuthsvoll im Stillen zu meinem Gott. Er hört mein Schrein, nimmt väterlich sich meiner an und stårkt mich auf der Tugendbahn. 4. Ich will mich nie zu råchen suchen, wenn mich ein Feind zu krånken sucht; und dem will ich nicht wieder fluchen, der mir aus Unverstande flucht. Statt Rache fei mir ein Gebet, das Gott um Gnade für ihn fleht. 5. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf' ich Gott, der mich erhöret, um Trost in die sem Kummer an. Wer ihm sein Leid mit Zuversicht entdecket, den verwirft er nicht. 6. Ruf' ich ihn an bei dem Geschäfte des Standes, den er mir verlich, so fleh' ich nie umsonst um Kräfte, der Gott der Stärke giebt mir sie, er giebt aus väterlicher Huld mir Segen, Klugheit und Geduld. 7. Wenn, eine böse Lust zu dámpfen, mir Schwachen Muth und Kraft gebricht, dann bitt' ich Gott, er hilft mir kämpfen, und giebt mir Muth zu jeder Pflicht. Und, stark durch meines Gottes Kraft, bezwing ich jede Leidenschaft. 313 den kann, so ruf ich Gott doch nicht vergebens um seinen Trost und Beistand an, der, wenn die Sprache mir vergeht, doch meine Seufzer noch versteht. 8. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bei Niemand Hülfe fin482. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. Me Senn ich vor meinen Schöpfer trete und hier in heilger Einsame keit zu ihm aus voller Seele bete, was fühl ich da für Seligkeit! Ganz werd' ich Geist, und Alles flieht, was mich zur Erde niederzieht. 2. Dann lach' ich jenen falschen Freuden, ich lache jener eiteln Pracht, um die sich Menschen oft beneiden, und die sie nur zu Sklaven macht, und fühle: Gott vereis nigt sein, das, das sei wahre Freud' allein. 3. Dann weichen auch die schwersten Gorgen, das bångfte Leiben, das mich drückt; ich weiß, sie sind dem nicht verborgen, der in des Herzens Tiefen blickt. Der Gutes seinen Kindern giebt, bleibt Vater, wenn er sie betrübt. 4. Ja, das Gebet giebt Kraft in Leiden, erhöht zur Tugend unsern Geist, und hilft uns Alles, Alles meiden, was uns der Tugend sonst entreißt. Nur müssen unsre Bitten rein, und eines Christen würdig sein. 5. Drum bitt' ich nicht in meinen Leiden: o Vater, nimm du sie von mir; auch bitt' ich nicht in meinen Freu 314 Freuden: erhalte, Bater, diese mir. Nur um ein Gott ergebnes Herz bet ich in Freuden und im Schmerz. Verhalten gegen Gott überhaupt. 483. 484. Mel. Mache dich, mein Geift, bereit 2c. Mel. Vater unser im Himmelreih Alles, Höchster, was uns nüst, Gott, der du unser Vater hast du nur in Hånden, du, der gern die unterstüßt, die zu dir sich wenden. Sollten wir denn zu dir nicht in allen Dingen unser Flehen bringen? 2. Wer sich weigert, oder scheut, dich, Gott, anzusprechen, wenn ihm zur Zufriedenheit Güter hier gebrechen, der vergißt, was du bist: Geber aller Gaben, die wir nöthig haben. 3. Nie vergeß es unser Herz, betend dich zu ehren, wenn uns Mangel, oder Schmerz unfre Schwäche lehren. Hilf uns, gern dir, dem Herrn, die dir schuldgen Pflichten überall entrichten. 4. Hilf uns aber auch, wenn wir Gutes uns erbitten, daß wir demuthsvoll vor dir unser Herz ausschütten. Zu dir sei stets dabei unsre Seele stille, fern der Eigenwille. voll Entschlossenheit vor dich, ter, treten, uns allein deß zu fr was zum Wohlergehen uns Rath ersehen! 5. Was uns gut ist, weißest du beffer, als wirs wissen; unser Heil und unsre Ruh in Bekümmernissen ist dir lieb. Darum gieb, daß das Herz nur flehe: was du willst, geschehe! 6. O mit was für Freudigkeit können wir dann beten, wenn wir wie troftvoll, wie ermunter was er, dein Sohn, zu Men spricht: Sucht, bittet, glaubt zweifelt nicht, er, euer Vate verschmäht gewiß kein kind Gebet. 2. Wie sollt' ich auf dies denn nicht, Gott, zu dir flehn Zuversicht? Wenn schon ein M die Seinen liebt und ihneng Gutes giebt; wie wirst du nicht gern erfreun? wie mill deinen Gaben sein? 3. So gut ist Keiner, ist so mild und machtig, w bist. Was Keiner thut, und k kann, kannst du; du nimms meiner an. Drum will ich erbarm dich mein! Nie wird Flehen mich gereun. 4. Wenn mir der Zukunft! kelheit von allen Seiten furt draut, wo find' ich Troft, all bei dir? Ruf' ich dich an, fog du mir getrosten Muth in Brust. Erbarmen, Herr, i Lust. 5. Wenn mich so mancher& mer drückt und mir kein St der Hoffnung blickt, so f glaubensvoll auf dich. Wit dedi Gebet.onciledu dert da mein Kummer sich! Denn du erhöreft mein Gebet, das zu dir um Erleichtrung fleht. 6. Wenn mich der Krankheit Schmerz besiegt, mein matter Geist fast unterliegt, dann ruf' ich dich um Lindrung an, dich, der die Seele stårken kann, und du ge= währst in Leidenszeit mir Kräfte zur Gelassenheit. 7. Wenn ich nicht helfen kann dem Freund, der mit Vertrauen zu mir weint, nicht Urmen, die verlassen stehn, nicht Kranken, die um Labsal flehn, so ruf' ich doch für sie dich an, und du, Herr, thust, was ich nicht kann. 8. Steh' ich am Ziele meiner Kraft, wo mir kein Mensch mehr Hülfe schafft, wer hört dann des Verlaßnen Ruf? Du bists, der Erd' und Himmel schuf, du hörst mich, und verkehrst mein Leid in ewige Zufriedenheit. 9. So will ich denn stets mit Vertraun auf dich, mein Gott und Vater, schaun und, deinen Segen zu empfahn, zu dir mich im Gebete nahn. Du hörst, o Gott, ein from mes Flehn, und was mir gut ist, wird geschehn. & Teism 315 2. Ist er des Vertrauns nicht werth, daß dein Herz sich ihm er klárt? daß du von ihm, deß du bist, suchest, was dir nöthig ist? 3. Wer ist mehr dein Freund, als er? wer zu helfen mächtiger? Was dir soll zum Glück gedeihn, steht in seiner Hand allein. 4. Außer ihm ist doch kein Heil. Nimm an seinem Segen Theil, fo in Freuden als im Schmerz schütte vor ihm aus dein Herz. 5. Rufe, spricht er selbst, wein Gott, rufe mich an in der Noth, ich, ich will dein Retter sein, und du sollst dich dankbar freun. 6. Welch ein seliges Gebot! Ueb es treulich bis zum Tod. Ueberall ist Gott dir nah, überall als Bas ter da. Christ, zu Gott, dem Herrn, der $ dich als ein Vater liebt, und so gern dir Gutes giebt. 7. Seine Fülle stehet dir täglich offen; schöpf' aus ihr Trost, wenn dich ein Kummer quålt und dir, was du wünscheft, fehlt. 8. Singe fröhlich ihm dein Lob, wenn er deinen Kummer hob, stärke in dem Glauben dich: Gott hilft immer väterlich. 9. Er, der uns so gern erfreut, hilft gewiß zur rechten Zeit, hilft, wenn du nur treu ihm bist, so, wie dir es heilsam ist. 485, 486. Mel. Aus der Tiefen rufe ich ic. Mel. Vater unser im Himmelreich 2c. Nahe betend oft und gern dich, o Bater, an Erbarmen reich, der du in Eintracht uns zugleich als Kinder heißest zu dir nahn, wir rufen auf dein Wort dich an. Doch laß 316 laß auch unsers Mundes Flehn aus unsere Herzens Fülle gehn. 2. Dein Name müss' uns heilig sein, dein Wort erhalte bei uns rein, damit, wie du selbst heilig bist, auch heilig sei ein jeder Christ. Behüt' uns, Herr, vor falscher Lehr, und, die in Irrthum sind, bekehr. Verhalten gegen Gott überhaupt. 3. Dein Gnadenreich komm' in der Zeit, und einst das Reich der Herrlichkeit. Steh' uns mit dei nem Geiste bei, mach uns von Sündenknechtschaft frei. Dampf aller Feinde Macht und Wuth, nimm deine Kirch' in deine Hut. 4. Dein Will gescheh' auf Erden schon, wie er geschieht vor deinem Thron. Mach' uns, o Gott, in Freud' und Leid zu dem, was dir gefällt, bereit, und wehr des Fleisches Uebermuth, der wider deinen Willen thut. 5. Gieb uns heut unser täglich Brot, du kennst am besten unsre Noth. Entferne von uns Krieg und Streit, Pest, Seuchen, Mißwachs, theure Zeit. Laß Fried' und Wohlstand bei uns blühn, und hilf uns Geiz und Sorgen flichn. 6. Vergieb uns alle unsre Schuld, und trag' uns ferner mit Geduld, ſo wie wir denen ganz verzeihn, die uns zu krånken, sich nicht scheun; denn du thust nur Barmherzigkeit an dem, der gern, wie du, verzeiht. 7. Uch in Versuchung führ' uns nicht. Und wenn im Kampf' uns Kraft gebricht, so hilf mit deiner starken Hand und gieb uns Kraft zum Widerstand, daß wir als ger stets bestehn und deiner G Kraft erhöhn. 8. Mach' uns von allem frei, daß unser Heil vollkomme Hilf uns in unsrer Todesnoth Wohlthat mach uns selbst den Bollende selig unsern Lauf nimm uns in den Himmel auf 9. Dein ist und bleibt zud Zeit das Reich, die Kraft, die lichkeit. Wir Alle find dein genthum, uns zu erhören, is Ruhm. Unendlich mehr, als verstehn, kann stets durch Hand geschehn. 10. Herr, Umen, ja, es wahr. Stårk unsern Gla immerdar, daß wir nicht zwi unser Flehn durch deine Gna füllt zu sehn. Ein freudig sprechen wir, o Bater, auf Wort von dir. 487. Mel. Nun freut euch, lieben Gott, deine Güte reicht ſo: so so weit die Wolken gehen, duk uns mit Barmherzigkeit und uns beizustehen. Herr, meine mein Fels, mein Hort, verni mein Flehn, merk' auf mein denn ich will vor dir beten: 2. Sch bitte nicht um fluß und Schäße dieser Erden, mir, so viel ich haben muß, deiner Gnade werden; gieb qundada 11 Gebet. nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 12 3. Jch bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Angesicht, und frommer Freunde Liebe. S 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit, laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. 488. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2c. 11 Ich komme vor dein Ungesicht, verwirf, o Gott, mein Flehen nicht; vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnaden und Geduld. 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb' und Furcht zu dir, ein Sperz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Lebenlang. 3. Sei mein Beschüßer in Gefahr; ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? 11₂ 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den Verstand; erhalt ihn mir, o Herr, 317 mein Hort, und stårk' ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen sein. Laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thås tig sein. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sei mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten ſei. 7. Ich bin zu schwach aus eigner Kraft zum Siege meiner Leidenschaft; du aber ziehst mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gieb von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel als dir ges fällt; gieb deinem Knecht ein måBig Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, so laß mich mäßig im Genuß, und, dürftge Brüder zu erfreun, mich einen frohen Geber ſein. 10. Gieb mir Gesundheit, und verleih, daß ich sie nuß und dankbar sei, und nie, aus Liebe gegen sie, mich zaghaft einer Pflicht entzich. 11. Erwecke mir stets einen Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath, und Trost und Beispiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein långres Ziel und werden meiner Tage viel, so laß, Gott, meine Zuversicht, vers laß mich auch im Alter nicht. 13. Und 318 Verhalten gegen 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich meiner herzlich an und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. 489. Gott, du frommer Gott, du Geber aller Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir Alles haben, gesunden Leib gieb mir, und, daß in solchem Leib ein unverlegte Seel und rein Gewissen bleib. 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnüßes Wort aus meinem Munde gehen. Und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck, ohn Verdruß. 4. Find't sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber. tragen. Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind, und wenn ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Gut und Geld, so gieb auch dieß dabei, daß Gott überhaupt. kein unrechtes Gut mit unterm get sei. 6. Soll ich in dieser Welt Leben höher bringen, durch chen sauren Tritt hindurch in ter dringen, so gieb Geduld, Sünd' und Schanden mich bew damit ich tragen mag mit E graues Haar. 7. Laß mich an meinem auf Christi Tod abscheiden, Seele nimm zu dir hinauf zud Freuden, der Leib, Herr, ruhes in seiner stillen Gruft, bis ihn g Ullmachtswort ins neue Leben 8. Wenn du an jenem Tag Todten wirst erwecken, so wollt deine Hand zu meinem Graba strecken. Laß hören deine Stim und meinen Leib weck' auf und st ihn schön verklärt zum auserw ten Hauf. 9. Gott Vater, dir sei Prel und im Himmel oben, Gott S Herr Jesu Christ, dich will ich zeit loben, Gott heilger Geist, Ruhm erschalle mehr und mehr, Herr, dreieinger Gott, dir seit 5 Preis und Ehr! 490. Mel. Nun sich der Tag geendet. Allgütiger, allein bei dir steht ler Menschen Heil. Nur du kan g segnen; gieb auch mir an deir Segen Theil. 2. Erleuchte du mir den stand, mein Bestes einzusehnu Gebet. 319 leite mich an deiner Hand, den erheben. Hier werd ich der VerweWeg des Heils zu gehn. sung Raub, um ewig dort zu leben. 3. 3euch meine Seele ganz zu dir und deiner Liebe hin; und mehr sei deine Gnade mir als irdischer Gewinn. 4. Laß mich die schnöde Lust der Welt mit weiser Vorsicht fliehn, und nur zu thun, was dir gefällt, mit Eifer mich bemühn. G 5. Zu einer jeden guten That gese währe mir Gedeihn, und laß mich gern mit Hülf und Rath den Leidenden erfreun. 6. Was ich bedarf, so lange hier mein Leben dauern soll, das, o mein Bater, gieb du mir: du willst und liebst mein Wohl. 1. Gieb mir ein immer fröhlich Herz, das dich für Alles preist, und ftárte, trifft mich auch ein Schmerz, zum frohen Muth den Geist. 8. Erleichtre mir des Lebens Last mit Trofst der Ewigkeit, bis mich, was du verheißen hast, vollkommne Wonn' erfreut. 491. Mel. Ich dank dir schon durch zc. Aumächtiger, der seinen Thron im Himmel hoch erhöhet, o höre mich, der Erde Sohn, der dir im Staube flehet! Se 2. Du schufft mich Staub, und willst mich Staub zum Engel einst Te 3. Was ist der Mensch? wie arm, wie bloß ist er, der Herr der Erden. Was ist der Mensch? wie frei, wie groß; unsterblich soll er werden. 4. Welch ein Geschenk gabst du mir nicht, da du Vernunft mir schenktest und der Erkenntniß göttlichs Licht in meine Seele senktest? 5. Verleihe mir die Wissenschaft, mein ewges Heil zu finden, und gieb mir Willen, Muth und Kraft, mich selbst zu überwinden. 6. Lehr mich, was mein Gewissen sagt, dem Himmel vorzuziehen, und laß mich, was es untersagt, mehr als die Hölle fliehen. 7. Gieb mir ein mitleidsvolles Herz, wenn meine Brüder leiden, und laß an meines Hassers Schmerz sich nie mein Auge weiden. 8. Im Glücke Furcht, im Unglück Muth, ists, was ich von dir flehe. Was du, mein Schöpfer, willst, ist gut; und was du willst, geschehe. 9. Laß mich mein Brot durch deine Gunst und meinen Fleiß ers werben, und Lehre mich die große Kunst, zu leben und zu sterben. 10. O du, vor dem der Engel Eniet, den Seraphim umringen, burch Erd' und Himmel schallt das Lied, das deine Heilgen singen. 11. Unbetend beug' auch ich mein Knie; du hast den Staub erhoben. Heil mir, ich bin ein Geist, wie sies der Mensch auch darf dich loben. 492. Mel. 320 Verhalten gegen Gott überhaupt. 492. Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. Auf ewig ist der Herr mein Theil, mein Führer und mein Tröster. Mein Gott ist Gott, mein Licht, mein Heil, und ich bin sein Erldster. Du verwirfst mich nicht selbst im Gericht. Mit jenes Lebens Ruh erquicft, beschattest du mich schon in diesem Leben. 2. Fern von der Welt, mit dir allein, o du, der Wesen Wesen, wie ist, von aller seiner Pein, durch dich mein Herz genesen! Der die Welt schuf, der, der sein wird, er half mir und war mein Gott, all mächtig half mein Gott, und gab mir seinen Frieden. 3. Des Glaubens war ich immer voll, laß stets sein Licht mir schei nen: Gerettet aus der Trubsal soll der Treuen Freude weinen. Der mich leiden sah, der war mir nah, durch den siegt' ich, durch den, der meiner Seele Flehn, selbst mein Verstummen hörte. 4. Wenn meine ganze Seele fleht, erhoben aus dem Staube, wenn ich im freudigen Gebet, mein Vater, mächtig glaube, zu der Sieger Chor, zu dir empor steig' ich dann, ruh' in dir, dort bin ich, nicht mehr hier, bin schon durch Hoffnung selig. 5. Allgegenwärtig hast du mich, auch mich, den Staub, umgeben. Du siehst mich, ich empfinde dich, sehn werd' ich dich, und leben. Hier, und dort und da ist Gott mir nah. Gedanke meiner Ruh, wie mit Heil bist du, wie reich am Gottes! 6. Ich lebe dir, ich sterbe doch nicht durch meine Kräfte. ich des Herrn, so ists in mi göttliches Geschäfte. Ja ich dir, ich sterbe dir. Ja Bater, ter, dein will ich auf ewig sein, ewig dein Versöhnter. Deffentliche Verehrung Gottes. 493. Mel. Herzliebster Jesu, was het t Wo deine Lehrer, Gott, Wort uns lehren, da will ic mit Jesu Jüngern ehren; gich ich da mich zu des Lasters, entzünden lasse. 2. Wohl mir, wenn ich als für meine Brüder ein heilig spiel bin, und diese wieder für ein Beiſpiel werden, die mit i getreu zu dienen. 3. Wenn wir dich da mit Gig Munde loben, wie fühlen wit dann zu dir erhoben! Ein Eifer, was du willst, zu w durchflammt die Seelen. 4. Wie stårkt mich dann schnellern Zugendlaufe, Sperr Gewissens Bund bei meiner wenn ich erwäge: wem ich ang wen ich verehre. 5. Mit deinem Himmel du, Herr der Welten, der E edle Mühe mir vergelten, Deffentliche Verehrung Gottes. was du hast, mir, wenn ich treu bin, geben ein ewig Leben. bel 6. Ich Sünder soll durch dich geheiligt werden, ich soll, vereint mit deinem Sohn auf Erden, einft sterben, wie er starb, und aufers dh stchen, dich, Gott, zu sehen. it 7. Ich soll, zum Ziele sichrer mich zu nahen, hier einen Leib und hier sein Blut empfahen, in Trubsal Troft, zu jedem guten ng Werke Licht, Macht und Stärke. 8. Wie könnt' ich dann auf deinen Wegen wanken? wie noch in Werken, oder in Gedanken den Perrn verläugnen, deß ich mich ges tröste, der mich erlöste! 9. Nur müss' ich, mich zu sichern i vor Gefahren, treu deiner Lehren Rührungen bewahren. So wird mein Herz für dich und ihn auf Erden zum Himmel werden. 494, 16 g ir Mel. Herzliebster Jesu, was haft ic. Dies ist der Tag, zum Segen eingeweihet. Shn feiert gern, wer deiner, Herr, sich freuet. O laß auch mich mit Freuden vor dich treten, dich anzubeten! 2. Dich preist der Lobgesang der Himmelsheere; auch unser Tempel schall von deiner Ehre, auch unser Dank und unsers Herzens Flehen foll dich erhöhen. 321 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden; mein Geist soll sich an deiner Lehre weiden, dein heilges Wort, das deine Boten lehren, will ich gern hören. 5. Ich will mit Undacht, Vater, vor dich treten; ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten, und die, die ihre Sündenschuld bereuen, willst du erfreuen. 3. Hier, an der Stätte, wo du deinem Namen, Herr, ein Gedächtniß stiftetest, da kamen wir oft vor bir, da willst du uns begegnen, um uns zu fegnen. 6. O laß auch heute deinen Geist mich lehren, vom Wege, der dir mißfällt, abzukehren, regiere mich, daß meine ganze Seele zum Troft dich wähle. 7. Dein Tag sei mir ein Denk mal deiner Güte, voll Heil für mich, und lenke mein Gemüthe auf jenes Heil, das mir dein Sohn erworben, da er gestorben. 8. Ja Preis sei dir, du Todess überwinder! An diesem Tag haft du zum Heil der Sünder, die fern von Gott in Todesschatten saßen, dein Grab verlaffen. 9. Es feire dankbar diesen Tag die Erde, daß jedes Land voll deines Ruhmes werde. Lob sei, Era löser, deinem großen Namen auf ewig. Amen. 495. Mcl. Wer nur den lieben Gott 2c. Den Höchsten öffentlich verehren und in sein Haus mit Freuden gehn, um andachtsvoll sein Wort zu hören und ihn Lobpreisend zu erhöhn, ist eine Pflicht, wozu der Christ, so lang' er lebt, verbunden ist. * 2. Wenn 322 2. Wenn du nur in der Still' ihn ehrest, zwar Jesum deinen Heiland nennst, doch ihn nicht öffentlich verehrest, ihn nicht auch vor der Welt bekennst, bist du dann sein? bist du ein Christ, der seinem Seiland dankbar ist? 3. Wer sich dem Gottesdienst entziehet, an seines Gottes Ruhes tag, aus Trågheit die Versammlung fliehet und nicht mit Undern beten mag, entzieht sich einer heilgen Pflicht und sorgt für seine Seele nicht. 4. Auch deinen Nächsten zu erbauen, mußt du zum Hause Gottes gehn. Wie Manche sind, die auf dich schauen, die blos auf Undrer Beispiel sehn. O denke dran, daß du als Christ ein gutes Beispiel schuldig bist. Verhalten gegen Gott überhaupt. 5. Doch selber dich von deinen Pflichten und von der Bahn zur Geligkeit noch immer mehr zu unterrichten in dieser deiner Průfungszeit, wie nöthig ist dieß nicht, o Chrift, der du geneigt zu Fehlern bist. 16. Bie schwach sind unsre eignen Kräfte, wie schwach Erkenntniß und Verstand! Der Gottesdienst ist ein Geschäfte, wozu Gott gütig uns verband, ein Mittel, das uns neue Kraft zum Glauben und zur Tugend schafft. d 7. Wie manchen Trost hab' ich empfunden, wenn ich das Wort des Herrn gehört! Wie lieb' ich euch, ihr frohen Stunden, da man / anbetend Gott verehrt und, das Ewige bemüht, sich allers denforg' entzieht! 8. Nichts gleicht dem himm schen Entzücken, das hier ein f mes Herz belebt, wenn es ins gen Augenblicken sich im Gebe Gott erhebt und voll des Glit das es genießt, von Dank Freuden überfließt. 9. Wie nichtig sind der G Freuden dem, der des Himm Freuden schmeckt; wie süß der wenn man im Leiden sein dem besten Freund entdeckt; nichts ist alles Glück der S dem, der mit Gott sich unterhit 10. Kommt, fromme Chri theure Brüder, vereint im G vor Gott zu stehn, kommt, sind Eines Leibes Glieder, kom unsern Schöpfer zu erhöhn. lockend preiset Sesum Chrift, unser Haupt und Mittler ist. 11. O laßt uns schmecken empfinden, wie freundlich den Seinen ist, er, der so gn unsrer Sünden, so bald wir thun, vergißt, von Neuem un Kinder liebt und liebreich G um Gnade giebt. 12. Erleuchte, Herr, selbst fre Seelen, vertreib' aus uns Irrthums Nacht, laß uns Wahrheit nicht verfehlen, die uns selber kund gemacht, da dein großer Ruhetag dort uns beglücken mag, 496.9 Deffentliche Verehrung Gottes. 496. Mel. Herr Jesu Chrift, dich ic. Hier sind wir, Gott, und flehn um Licht, verfage deinen Geist uns nicht, lehr' uns dein heilig Wort verstehn, und freudig deine Wege gehn. 2. Erleuchte deine Lehrer nun und ihre Hörer, lehr' uns thun nach deinem Wohlgefallen, Gott: denn du, o Herr, bist unser Gott. 3. Daß wir, im Glauben stark, und frei von aller Sünd' und Heucelei dir dienen unsre Lebenszeit in Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Erhör' uns, unser Lobgesang gefalle dir und unser Dank, bis wir vor deinem Throne stehn und dann vollkommen dich erhöhn. 2. Von Undacht sei das Herz belebt, wenn unser Mund dein Lob erhebt, gieb uns mehr Glauben, mehr Verstand und mache dich uns recht bekannt. 323 feinen Geist; und ewig jauchz' und freue sich, Gott, Erd' und Himmel über dich. 3. Bis mit den Engeln jeder Christ singt: Heilig, heilig, heilig ist Gott, unser Gott, und ihn entzuckt in seiner Herrlichkeit erblickt. 4. Lobt Gott, den Vater, lobt und preist des Vaters Sohn und 498. Herr Jesu Chrift, dich zu uns wend, dein'n heilgen Geist du zu uns send; mit Hülf' und Gnad' er uns regier' und uns den Weg zur Wahrheit führ. 497. Mel. Herr Jesu Christ, dich zu uns 2c. Herr Jesu, gicb uns deinen Geist, Ewigkeit! den uns dein göttlich Wort verheißt, gieb Hülf und Gnade, leit und führ uns auf der Wahrheit Bahn zu dir. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit' das Herz zur Undacht fein, den Glauben mehr', stårk den Verstand, daß uns dein Nam' werd' wohl bekannt. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr, und schauen dich von Ungeficht in ewger Freud' und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater, und dem Sohn sammt heilgem Geist in eis nem Thron, der heiligen Dreis einigkeit sei Lob und Preis in 499. Mel. Herr Jesu Chrift, dich zc. Der du stets unsre Zuflucht bist, sei mit den Deinen, Jesu Chrift, send' uns den Geist, der uns regiert und uns den Weg zur Wahrheit führt. 2. Er stårkt den wankenden Vers stand, macht deinen Vater uns bes kannt, er flammt zur Heiligkeit uns an, er leitet uns des Lebens Bahn. 3. Gelobt sei Gott! Einst fingen wir, Gott, heilig, heilig, heilig, * 2 324 Verhalten gegen lig, dir, und schauen dich in deis nem Licht von Ungesicht zu Ungesicht. 500. Mel. Liebster Jesu, wir sind 20. Wir erscheinen, Gott, vor dir, dich im Geiste zu verehren, lehrbegierig kommen wir, auf dein heilig Wort zu hören, von der Welt uns zu entfernen und der Wahrheit Weg zu lernen. 2. Gieb uns deinen Geist, o Gott, und durch ihn den wahren Glauben, nimmer laß der Låstrer Spott dieses Segens uns berauben; gieb auch Licht und Muth und Stärke uns zu jedem guten Werke. 3. Hilf, daß alle Sünder sich durch dein Wort zu dir bekehren, und wir Alle, Gott, durch dich gern vollbringen, was wir hören, Alle fromm durch dich auf Erden, All' im Himmel selig werden. 501. Liebster Jefu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören, lenke Sinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß das Herz jest von der Erde ganz zu dir gezogen werde. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet: Gutes dens ken und begehren kannst du uns allein gewähren. Gott überhaupt. 3. O du Glanz der Herrlich Licht vom Licht aus Gott geb mach' uns allesammt bereit, if unser Herz und Ohren. Unser ren, Bitten, Singen, laß, Jesu, wohl gelingen! 502. Mel. Liebster Jesu, wir sind a Jesu Christe, wir sind hier, de Weisheit anzuhören. Lenke nen und Begier zu des Himm süßen Lehren, daß das Herz von der Erde ganz zu dir ge werde. 2. Dieses Lebens Wissensc bleibt mit Finsterniß umhi wenn nicht deines Geistes r uns mit hellem Licht' erfüllet. L aufs Wort uns glaubend mark laß es uns zum Leben stärken. 3. O du Glanz der Herrlicht Licht vom Licht aus Gott gebor Heiligster, von Ewigkeit ha dir uns auserkoren; lehre de Himmels Erben, lehr' uns le lehr' uns sterben! 503. Mel. Nun danket Alle Gott zt. Gott, unserm Gott, sei Lob seines Wortes Lehren! Den dern ruft er zu, sich ernstlic bekehren, Betrübten giebt er St den Schwachen Muth und d und Luft zur Heiligung in i Pilgrimschaft. 2. Er segne nun sein durch seines Geistes Starke Heilighaltung des Eides. Jesu willen stets zu Früchten guter Werke, daß unser Glaube ihm bis in den Tod getreu und immer thås tiger durch wahre Liebe sei. 3. Gieb, Gott, daß wir dich stets und kindlich lieben mögen, daheim und in der Welt, auf allen unsern Wegen. Dein Segen fei mit uns, den uns dein Wort verheißt, dein Heilighaltung des Eides. 506. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Fried in Ewigkeit, o Bater, Sohn Gott, wer bei deinem Namen und Geist! 504. Mel. Liebster Jesu, wir sind 2c. Nun, Gott Lob, es ist vollbracht Singen, Beten, Lehren, Hören. Gott hat Alles wohl gemacht; dankbar laßt uns ihn verehren. Unser Gott sei hoch gepriesen, daß sein Wort uns unterwiesen. 2. Unser Gottesdienst ist aus, und auf uns ruht Gottes Segen. Fröhlich gehen wir nach Haus, wandeln fort auf Gottes Wegen. Gottes Geist wird selbst uns leiten und zum Himmel zubereiten. 3. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang woll' er segnen, segnen unser täglich Brot, unser Thun und Laffen segnen, segnen uns auch, wenn wir sterben, daß wir dann den Himmel erben. 505. Gott sei uns gnädig und barmhers big und geb' uns seinen göttlichen Segen. 325 3. Es segne uns Gott, unser Gott; es segne uns Gott und geb' uns seinen Frieden. Amen. 2. Er laß über uns sein Untlig leuchten, daß wir auf Erden erkennen seine Wege. GNO schwöret und, was er zugesagt hat, bricht, der ist ein Frevler: denn er ehret dich, der die Wahrheit selbst ist, nicht. Er kann nicht froh, nicht mit Vertraun zu dir, o Gott, gen Himmel schaun. 2. Wir sollen ja nach deinem Willen, wie du, der Wahrheit Freunde sein, und, was sie fodert, gern erfüllen, und keine Lasten dabei scheun. Wer sie verlegt, vers mirft sein Heil, ihm wird des Meineids Qual zu Theil. 3. Wie darf der hoffen, dich zu sehen, der, Gott, die Wahrheit frech entehrt, den Nächsten sucht zu hintergehen und falsch bei deinem Namen schwört? Vor deinem heilis gen Gericht besteht ein solcher Fres vel nicht. 4. Und flöh' er zu dem fernsten Meere, du findest allenthalben ihn, wenn er auch noch so mächtig wäre. Wer kann sich deiner Macht ents ziehn? Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Beifall, Gunst und Schuß der Welt. 5. Drum laß mich eher nichts betheuern, bis ich bedenke, was ich thu, und den Gedanken oft erneuern: des Cides Verhalten gegen Gott überhaupt. 326 Eides Richter, Gott, bist du, schaust meines Herzens Innerstes, bringst es ans Licht, und richtest ee. 6. Ja, hilf mir, daß ich stets mit Treue, nur was ich denke, schwör und halt', und dich mit heilger Ehrfurcht scheue und deine richtende Gewalt. Wer fälschlich schwört, kommt ins Gericht; der Redliche, der Fromme nicht. 507. Mel. Ich dank dir schon durch 2c. Du, Herr und Richter aller Welt, deß Auge Alles siehet, dem nur der Redliche gefällt, der Trug und Lü gen fliehet. 2. Laß mir den Eid stets heilig sein, auch dadurch dich zu ehren, mich nie aus Leichtsinn ihn entweihn, nie aus Gewohnheit schwören. 508. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Du, den uns Gott zum Mittler gab, zum Himmel uns zu bringen, sich gnädig auf den Dank herab, den wir dir, Jefu, singen. Du, unser Trost, allein durch dich kann unsre Seele Gottes sich und ihres Lebens freuen. 3. Ehrwürdig sei dein Namen So oft ich ihn nur nenne, s mit Ehrfurcht auch vor dir, Hoheit ich erkenne. 2. Uns drohten furchtbar Sünd' und Tod mit allen ihren Plagen. Was half uns hier, in solcher Noth nicht muthlos zu verzagen? Von 4. Erfodern es Gesek und P bei dir es zu bezeugen, was heit sei, so laß mich nicht um sie verschweigen. 5. Die deines Namens Heilig durch falschen Schwur entwe die trifft in ihrer Sicherheit: Schrecken einst dein Drauen. 6. Drum sei stets meines He Grund voll Ernst, dich, Gott ehren, und ferne sei von mein Mund entheiligendes Schworn Verhalten gegen Jesum insbesondere Gott gefandt, erschienest du, dir zugleich auch Trost, und und Heil für unsre Seelen. 7. Er sei beståndig lügenrein Wahrheit heiß ihn sprechen. Ja sei ja, sein Nein sei nein: t Lügen wirst du rächen. Ba 3. Du kamst und wardst Mensch, wie wir, des ewgen Liebe verherrlichte sich ganz in Uus göttlich edlem Triebe gab mit liebevollem Sinn dein für uns Sünder hin, vom E uns zu retten. 4. Sei hochgelobt! Herr, benslang gebührt dir unsre O daß dir keiner diesen Dant dafür schuldig bliebe! Durd en Verhalten gegen Jesum insbesondere. 327 geben. erlöst, gehören wir dir völlig an. ichs dir, und mehr kann ich nicht O möchte dir zur Ehre Jeder leben! 5. Wir schwörens dir, Herr Jesu Christ, dich und dein Wort zu lieben, in dem, was dir gefällig ist, uns lebenslang zu üben. O stårt uns nur durch deinen Geist, den du den Deinigen verheißt im Kampf mit jeder Sünde! pe 3. Erweitre dich, mein Herz, für ihn, den Retter unsrer Seelen. Ich will der Sünde mich entziehn, will ihn zum Herrn mir wählen, verschnähen will ich, was der Welt und meinen Lüften nur gefällt; er giebt mir beßre Freuden. Daß Gott mich wie ein Bater liebt und Heil und Seligkeit mir giebt, seh' ich aus seinen Leiden. 6. Dir nach gehn wir dann himmelan auf deinem heilgen Pfade, bei jedem Schritt' auf dieser Bahn erquickt uns deine Gnade. Und wenn hier unser Lauf sich schließt, so führst du uns, Herr Jesu Christ, zur Fülle deiner Freuden. 4. Wird Gott, der seinen Sohn mir schenkt, nicht gnädig mein ges denken? nicht, wenn mich wo ein Kummer krånkt, mit ihm mir Ul= les schenken? Ja, Jesus meine 3uversicht, ist in der Finsterniß mein Licht, mein Tröster, wenn ich leide, mein Reichthum in der Dürftigkeit, in Unruh meine Sicherheit, im Tode meine Freude. 5. Wie könnt' ich vor der lekten Noth, vor meinem Tode beben? Soll ich durch meines Jesu Tod nicht auferstehn und leben? Nun schreckt mich nicht das finstre Grab; ich halte dich und laß nicht ab, bis du mir, perr, begegneft und mich nach meiner Pilgerzeit mit Leben und Unsterblichkeit in deinem Himmel segnest. dlm 26* 10 509. Mel. DKönig, deffen Majestät 2c. Herr, welche Gnad' erzeigst du mir, wie liebest du mich Armen! Mein Heiland, wie vergelt' ich dir dein göttliches Erbarmen? Du bist mein Heil, du liebtest mich so stark, so treu; o mocht' ich dich von Herzen wieder lieben! O möcht' ich, als dein Eigenthum, doch immer, die zum Dank' und Ruhm, was du gebietest, üben! E 2. O konnt' ich doch bei Nacht und Tag von deiner Liebe singen und dir, was ich doch nicht vermag, ein würdig Opfer bringen! Nimm meinen unvollkommnen Dank, nimm meinen schwachen Lobgefang, ja nimm mein ganzes Leben, Erlöser, gnådig an von mir; zu deinem Dienste geb' ria 6. Ich fürchte nicht dein Weltges richt; verwandle nur die Erde! Sch glaub' und weiß es, daß ich nicht von dir gerichtet werde. Vollendet ist der Pilgerlauf, du nimmst mich in den Himmel auf, ich steh vor deinem Throne, zur Rechten steh' ich, und mein Haupt schmückt, denn ich hab' an 328 an dich geglaubt, der Ueberwinder Krone. sig Verhalten gegen Gott überhaupt. 510. Mel. Seelenbräutigam ac. Wer ist wohl, wie du, Stifter wahrer Ruh, Jesu, Freund der Menschenkinder, Retter der verlornen Sünder! Licht und Seelenruh fließt von dir uns zu. 2. Herr der Herrlichkeit, zur bes stimmten Zeit kamst du uns zum Heil' auf Erden, warst zur Duldung der Beschwerden unsrer Niebrigkeit großmuthsvoll bereit. 3. Tiefe Schmach und Noth, selbst den Kreuzestod haft, zur Tilgung unsrer Schulden, du als Mittler wollen dulden, hast durch deinen Zod uns versöhnt mit Gott. 4. Keine Furcht der Welt schreckte dich, o Held. Todesmacht hast du bezwungen, und ein ewges Heil errungen für die sündge Welt durch bein Lösegeld. 419 Furcht mich krånken, o so gib Schmerz Muth und Trost Herz. 8. Bilde mich nach dir, daß eifrig hier mich in wahrer Sa muth übe, und, wie du, die Dem liebe, Stolz und Rachbegier herre nie in mir. 9. Neiget sich mein Sinn zut Eitten hin, o dann warne mi Seele, daß sie nicht ihr Ziel m fehle. Benke meinen Sinn auf Ewge hin. 10. Wecke mich, stets auf, da meinem Lauf nichts von dir zur mich halte, und mein Eifer mir Schwachen auf. erkalte. In dem Tugendlauf 11. In Versuchungszeit f mich zum Streit. Laß mich wa und mit Beten voll Vertrauen dich treten, bis nach Kampf Streit mich der Sieg erfreut. +005. Deine Majestát, König und Prophet, will ich demuthsvoll verehren und auf deine Stimme hören: benn dein Reich besteht, wenn die 13. Einen edlen Muth, daß 12. Will der Trübsal Nacht der Menschen Macht meine ba Seele schrecken, müsse mich Schild bedecken. Hab' in sold Nacht huldreich auf mich Acht. Welt vergeht. arb 6. Laß mich dir zum Ruhm als genthum recht und nach Gewissen handeln und mit Freuden dir nachwandeln. Wahres Chris stenthum sei mein bester Ruhm. irdisch Gut willig, ja mein ei Leben mag um deinetwillen geb solchen weisen Muth gieb mir, stes Gut. 7. 3euch zu dir mein Herz, laß in Frend' und Schmerz mich an deine Treue denken. Und wenn Noth und 14. Solls zum Sterben ge laß mich auf dich sehn. Bleib hülfreich dann zur Seiten, durchs Todesthal zu leiten, dide freut zu sehn und vor dir zu st 511,9 Verhalten gegen Jesum insbesondere. 511. Mel. Seelenbräutigam ic. Dir ergeb' ich mich, Jesu, der du dich auch zu meinem Heil' und Les ben in den Tod hast hingegeben. Ewig will ich dein, mein Erlöser, sein. 2. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Noth und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu erretten, was verloren, durch dein Blut und Tod wahrer Mensch und Gott. 3. Deiner Liebe Werth, die dein Tod erklärt, laß mich tief zu kere zen nehmen, und mich deiner niemals schämen. Sie, sie dringe mich, stets zu lieben dich. 4. Groß ist deine Huld. Aller meiner Schuld wollst du ewig nicht gedenken, und auch mir den Frieden schenken, den du mir erwarbst, als du für mich starbst. 5. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wache, und mit Beten täglich vor dich möge treten, so verlischt das Licht meines Glauz bens nicht. 6. Hilf mir, sündenrein auch schon hier zu sein. Was die Lust zum Guten mehret, und der Lüfte Macht zerstöret, das erbitt' ich mir, Heiz ligster, von dir. 7. Hilf mir Schwachen auf, meinen Pilgerlauf nur nach deinem Wort zu enden, leite mich mit treuen Händen auf des Lebens Bahn, führ mich himmetan. es 329 Leiden führen, laß mich nur dich nicht verlieren. In der Trübsalsnacht nimm mich, Herr, in Ucht. 9. Deine Freundlichkeit, wenn sie mich erfreut, treibe Herz und Mund zum Danken und bewahr mich in den Schranken einer heilgen Freud', ohne Sicherheit. 10. Einen Heldenmuth, der auch Gut und Blut gern um deinetwils len lasse und des Fleisches Lüste hasse, gieb zu deiner Ehr mir je mehr und mehr. 8. Ohne Prüfung ist hier kein wahrer Christ. Willst du mich ins 11. Jesu, hilf, daß ich Alles, was nur mich von dir scheidet, überwinde und durch deine Kraft empfinde, daß ein wahrer Christ treu und standhaft ist. 12. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron, hier im Hoffen und Vertrauen, dort im Haben und im Schauen: denn auf Spott und Hohn folgt die Ehrenkron. 13. Wirds von hinnen gehn, wollst du mir beistehn, mich durchs Todesthal begleiten und zu deinem Himmel leiten, daß ich da mich dein ewig moge freun. 512. Mel. Jefus, meine Zuversicht sc. Sanft, o Christ, ist Jefu Joch; und was kann bei ihm uns fehlen? O wie selig sind wir doch durch den Retter unsrer Seelen! Welche Wonn' und Herrlichkeit wartet unsrer nach der Zeit! 2. Freue deines Glaubens dich, deines Gottes, seines Sohnes. Deine Seele 330 Seele rühme sich ihrer Hoffnung, seines Lohnes, voller Muth und unverstellt, freudig vor der ganzen Welt. 3. Hat gleich sein Bekenntniß hier seine Leiden und Beschwerden; den noch sei ihm treu: denn dir sollen ewge Freuden werden. Was ist gegen solch ein Glück dieses Lebens Augenblick? Verhalten gegen Gott überhaupt. 4. Scháme seines Worts dich nie vor den Frevlern, vor den Spôttern, wenn sie ihn verschmähn, wenn sie sich und ihren Wig vergöttern. Was vermag der Låstrer Spott wider Jesum, wider Gott! 5. Was vermag er? Zobt er gleich wider dich und deinen Glauben. Gottes Beifall, Gottes Reich kann doch keine Macht dir rauben. Halte dich an den nur fest, der die Seinen nie verläßt. 6. Welchen Kampf hat nicht dein Herr für dein ewges Heil gestritten; jene Schar der Mårtyrer, was hat die für ihn gelitten? Schmach und Martern, selbst den Tod litten sie getroft für Gott. 7. Und der Spotter Wiß und Hohn könnte je dein Herz verführen, deinen Untheil an dem Lohn deines Glaubens zu verlieren? Nein, o Chrift, nein, wanke nie; flet' um Rettung auch für sie. 8. Sei getreu bis in den Tod, denn du glaubest nicht vergebens. Nach dem Tode führt dich Gott zu der Wonne jenes Lebens, und auf einen kurzen Streit kront dich seine Herrlichkeit. nisotto il 513. Mel. Nun danket alle Gett Mag doch der Spotter p deines Namens schämen; ich mich, bein eil, Herr Jesu, nehmen. Dein Kreuz ist Th nur dem, der es nicht versteht, Keiner spottet sein, der Gottes ge geht. de 2. Du kamst, o Gottes Sohn kamst, uns zu versöhnen und Verlorne, nur mit Gnad' und zu krönen. Welch wunden Huld, der Welt ein Schöpfer und eine Welt, die fiel, von Schuld befrein! 3. Ich kann hier freilich nicht große Wunder fassen, gesandt Ewigen, der Himmel Thron lassen, die Thaten Gottes thum eingeborner Sohn, und dam Kreuz empfahn der Misseth Lohn. 4. Doch kann mein Herz gart der Wahrheit Kraft empfinden meinen Geist belebt, mich rein von Sünden; doch hab' ich, durch dich Gerechtigkeit und und an der Seligkeit der Goth söhnten Theil. 5. Dieß müsse mein Vertrau dir, o Herr, erwecken. Zu sch den ganzen Rath der Gottheit entdecken, nehm' ich dein g Heit mit Dank und Freuden an folge dir getreu auf ebner Tug bahn. 6. Herr, deine Ewigkeit mir mehr Licht gewähren Verhalten gegen Jesum insbesondere. deine große Huld im Schauen mir erklären. Unendlich ist mein Heil. O Glaube, der erfreut! Gelobt sei Jesus Christ, gelobt in Ewigkeit! 514. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod 2c. Sollt ollt ich jest noch, da mir schon deine Güt erschienen, dich verlassen, Gottes Sohn, und der Sünde dienen? mit den Lüsten dieser Zeit wieder mich beflecken und nicht mehr die Süßigkeit deiner Liebe schmecken? 2. Hab' ich doch allein bei dir meine Ruh gefunden, Mittler, heiltest du doch mir alle meine Wunden; und ich sollte dein Gebot, wie 11 11 die Sünder, haffen und mein Recht an deinem Tod wieder fahren lassen? 3. Nein, ich bin und bleib' ein Chrift, folge deinen Lehren, lasse weder Macht, noch List meinen Glauben stören. Fielen tausend ab, nicht ich; mags die Welt verdrießen, sie wird mein Vertraun auf dich mir doch gönnen müssen. 4. Beigt sie mir ein Heil, wie du? bringt sie Kraft den Müden, den Bedrängten Trost und Ruh, Sundern Gottes Frieden? giebt sie mir die Zuversicht, daß ich, tros dem Grabe, deiner Ewigkeiten Licht zu erwarten habe? 331 dem Schlaf erwachet, und der Spotter, der hier schmäht, glaubt und nicht mehr lachet? 6. O wie thöricht, wenn ich mich noch verführen ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße; da ich weiß, auf wessen Wort ich die Hoffnung gründe, daß auch ich unfehlbar dort Gnad' und Leben finde. 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübsal nicht, noch Freuden, sollen mich, mein Herr und Gott, jemals von dir scheiden. Welt, und Sünd', und Eitelkeit und des Fleisches Triebe, Alles überwind' ich weit, Herr, durch deine Liebe. 515. Meinen Jesum laß ich nicht. Weil er sich für mich gegeben, so erfodert meine Pflicht, nur allein für ihn zu leben. Er ist meines Lebens Licht. Meinen Jesum laß ich nicht. 5. Rettet sie mich, wenn vor Gott einst die Völker stehen und das Leben und den Tod ihm zur Seite sehen, wenn der Sichre nun zu spät aus 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab' ich voll Zuversicht, was ich bin und hab', ergeben. Alles ist auf ihn gericht't. Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Horen, Schmecken, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen, wenn des Leibes Hütte bricht, meinen Jesum laß ich nicht! 4. Ich werd' ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Ungesicht frommer Christen 332 Verhalten gegen Gott überhaupt. sten Glaube pranget. Mich erfreut bort belohnst du, was ich hin sein Ungesicht. Meinen Jesum laß zu Ehren willig leide, dort s ich nicht. Starthig dau: dein Ungesicht. Dich, mein laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmet nicht meine Seel' in mir sich sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht. Der mich hat mit Gott verföhnet, der mich frei macht vom Gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh' ihm ewig an der Seiten, Christus wird mich für und für zu der Lebensquelle leiten. Selig, wer von Herzen spricht: meinen Jesum laß ich nicht. 516. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht sc. Jesu, dich, dich laß ich nicht. Du haft dich für mich gegeben, sollt' ich nicht aus Dank und Pflicht an dir hangen, dir nur leben? Du bist meines Lebens Licht, dich, mein Jesu, laß ich nicht. 2. Du, du bist und bleibst mein Ruhm bis an meines Lebens Ende; dir geb' ich zum Eigenthum ganz mich hin in deine Hände. Du bist meine Zuversicht, dich, mein Jesu, laß ich nicht. 3. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang' und Lippen sich entfårben, mich kein Labsal mehr erfrischt, alle Sinnen mir ersterben und das matte Herz nun bricht, laß ich dich, mein Jesu, nicht. 4. Dort auch, dort auch bist du mir Seligkeit und Trost und Freude, 097 5. Nichts auf dieser Erde was des Herzens Wünsche fil du, o Jesu, du nur bists, du der sie ganz erfüllet. Dich, Reichthum, Ruhm und Licht, mein Jesu, laß ich nicht. 6. Dich, mein Jesu, halt' ich lasse nichts von dir mich schein Wehe dem, der dich verläßt, raubt sich ewger Freuden. S wer in Wahrheit spricht: mein Jesu, laß ich nicht. 517. im Glanz der höchsten Mi Mein Jesu, dem die Seraph selbst mit bedecktem Untlig din wenn dein Befehl an sie er wie sollten blöde Fleischesau die der verhaßten Sünden dein helles Licht zu schauen taug mit ihrem Schatten trüb gema blicken den Eingang in dein 2. Doch gönne meinen Glaube thum und laß mich deine Gnad quicken zu meinem Heil und dein Ruhm. Reich' deine Gnade me Seele, die reuerfüllt vor diri beugt, die Lieb' und Dankbar bezeigt, sprich: Ja du biſts, di erwähle. 3. Sei gnädig, Jesu, v Güte, dem Herzen, das nach de lechzt, hör, wie das sehn Gemüthe: Gott, sei mir gn Verhalten gegen Jesum insbesondere. 333 gnåbig! åchst. Ich weiß, du kannst 8. Ich steig' hinauf zu dir im mich nicht verstoßen; wie könntest du nicht gnädig sein dem, den dein Blut von Schuld und Pein erlöst, da es so reich geflossen? a Glauben, steig du in Lieb' herab zu mir, laß nichts mir diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, chren, so lang' in mir das Herz sich regt, und wenn dasselb' auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. 4. Ich fall' in deine Gnadenhände und flehe glaubensvoll zu dir: Gerechter König, wende, wen de mit deiner Gnade dich zu mir. Ich bin gerecht durch deine Wuns dden, es ist nichts Stråfliches an mir. Bin aber ich versöhnt mit dir, so bleib' ich auch mit dir verbunden. S 5. Uch laß mich deine Weisheit 518. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 2c. leiten und nimm ihr Sicht nicht Herr Jesu Chrift, mein höchstes von mir weg, stell deine Gnade mir zur Seiten, daß ich auf dir beliebtem Steg beständig bis ans Ende wandle, damit ich hier in dieser Zeit in Lieb' und Herzensjfreudigkeit nach deinem Wort' und in Willen handle. Gut, du machest meinem Herzen Muth, schaffst meiner Seele Freude. Und darum bleib' ich stets an dir. Was ist, o Herr, das mich von dir und deiner Liebe scheide? Du machst mir deinen Weg be= kannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regierst und führst den Lebenslauf, hilfft gnädig meiner Schwachheit auf. Herr Jesu Christ, du bist mein Licht, du bist mein Licht; ich folge dir, so irr' ich nicht. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg' und stehe, wenn Stark' und List der Feinde wacht. So wird dein bGnadenreich auf Erden, darin Gerechtigkeit regiert und Lieb' und Huld das Zepter führt, auch von mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen, erwähl' es, Herr, zu deis nem Thron. Hast du aus Lieb' ichmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron, so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß 6 es deinen Tempel sein, bis du, fällt dieser Bau einst ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach saurem Gang' auf rauher Bahn nimmst du mich einst mit Ehren an und schenkest mir nach allem Leid die Krone der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach mit Begier, ach mit Begier sehnt sich mein Herz zu sein bei dir! 3. Mein 334 Verhalten gegen 3. Mein Alles ist auf dich gericht't. Hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erben. Denn wär' der Himmel ohne dich, so könnte keine Luft für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht' ich auch nicht auf Erden sein. Denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das außer dir gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. Gott überhaupt. dir giebt, wird ewig auch vo geliebt. 6. Nun, Herr, ich halte mid dir; du aber hältst dich auch zum und das ist meine Freude. Ich meine Zuversicht auf dich, m Fels, der nicht zerbricht in no großem Leide. Ich will mig ner Gnade freun, dich lieben, gehorsam sein, will dir in% und Tod vertraun, so werd dort dich ewig schaun. Herr Christ, ich warte drauf, ich drauf, komm, Herr, mein G und nimm mich auf. MM 4. Auch in der allergrößten Noth erquickst du mich. Und wenn im Tod' auch Seel' und Leib verschmachten, wie könnte das mir schrecklich sein? Mein Glaube lernt auch Todespein in deiner Huld 519. nicht achten. Du bist und bleibst Von ganzem Herzen lieb' ich t Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, auch dann mein Heil, mein Trost und meines Herzens Theil, und führst mich über Welt und Zeit zum Schauen deiner Herrlichkeit. So wahr du bist, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, du fegneft mich selbst durch den Tod. mein Heiland: denn du lieb mich, eh ich dich lieben kon Schon hast du meiner, Herr, dacht, eh deine weise fromme M der Schöpfung Werk begon Und sahst du gleich, ich würde unwürdig und ein Sünder durch meiner Våter Fall' entwe beraubt der ersten Heiligkeit; sollt' ich; dein, ich, Jesu Christe, te dein, ich, Sünder, sollte selig i S 2. Ach möcht' ich, o mein S und Heft, dir, hier mein und dort mein Theil, nur wi danken können! Laß gegen wie du's verdienst, mich, weil mir zum Heil erschienst, in he Licb' entbrennen. Erhaben allen Dank, weit über meinen th gefar 5. Wer von dir weicht, und wer die Welt mehr liebt, als dich, nicht Glauben hält, der stürzt sich ins Verderben. Weil er der Erde Luft und Pracht zu seinem Himmelreiche macht, kann er dein Reich nicht erben. Denn wer dich hier nicht lieben lernt und nicht sein Sperz von dem entfernt, was dir, du Heiligster, mißfällt, kommt nicht zu jener bessern Welt. Wer aber hier sein Herz dir giebt, sein Herz Verhalten gegen Jesum insbesondere. gesang, bedarfst du, meine Zuver sicht, mein Lob zu deiner Größe nicht. Doch flamme Dank, dir, Jefu Christe, flamme Dank, hoch flamm' empor mein Lobgesang. 3. Des Todes Bund' umfingen mich; du sahsts und du erbarmtest dich, als ich vergehen wollte. Du, du beschloffeft, ob ich zwar des % Fluchs, des Todes würdig war, di daß ich nicht sterben sollte. Dich kannt' ich nicht und rief dir nicht; doch wandtest du dein Angesicht 6 mitleidensvoll herab zu mir und schwurst Erlösung, schwurst bei dir: ich will den Tod, ich will der Abgefallnen Tod erdulden, der den Sündern droht. 02 4. Du kamst; doch da zerflossen nicht die Wolken unter dir in Licht, den Kommenden zu Ehren; die e Berge wurden nicht erregt, in ihmren Gründen nicht bewegt, du kamst nicht, zu zerstören; dich kündigte kein Sturmwind an; kein fressend Feuer ging voran; kein Donner donnert und kein Blik schoß durch die Himmel, deinen Sik; du kamst zur Welt, zur Rettung der gefallnen Welt, still, wie der Thau der Nächte fällt. 335 zugleich, vom Fluch erlöset in dein Reich. Du starbst den Tod, du starbst der Abgefallnen Tod. Bes siegt, besiegt ist nun der Tod. 520. 35. Ein Mensch, nicht mächtig und nicht reich, ach arm und niedrig, Knechten gleich, erschienst du, mich zu retten, mich, ewig, ewig #preis ich dich, von meines Todes il Banden mich mitleidig zu entket ten. Du reichtest mir der Hülfe Hand vom Kreuze her, und ich empfand mein Elend und mein Heil far Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr, ich bitt, du wollst sein von mir nicht fern mit deiner Hülf' und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Himmel und Erden frag' ich nicht, wenn ich nur dich kann haben. Und wenn auch gleich das Herz mir bricht, bist du doch meine Zuversicht, mein Heil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr, dein Geschenk und Gab mein Leib, Seel' und Alles, was ich hab' in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zum Nuk und Dienst des Nächsten mein, wollst du mir Gnade geben. Behut mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Chrift, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir meine Seel in Todesnoth. 3. Uch Herr, laß dein lieb'n Engelein am legten End die Seele mein in Abrahams Schooß tragen, den Leib in seinem Kämmerlein gar sanft ohn' alle Qual und Pein ruhn bis am jüngsten Tage. Ulsa dann Verhalten gegen Gott überhaupt. 336 dann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud', o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. 521. Mel. Herzlich lieb hab' ich dich 28. Aus ganzem Herzen lieb' ich dich. Nach Gnade, Heiland, dürftet mich, die meine Seele labe. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd' und Himmel frag' ich nicht, wenn ich, mein Gott, dich habe. Wenn auch mein Herz im Tode bricht, bist du doch meine Zuversicht, mein Trost, mein Heil, der mich erlöst, und auch im Tode nicht verstößt. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, hilf mir im Leben und im Tod. 2. 26ch Ulles, Herr, hab' ich von dir. Den Leib, die Seele gabst du mir und dieß mein erstes Leben. Daß ich es deiner Liebe weih, ein Bruder meinen Brüdern sei, dieß Speil wollst du mir geben. Laß, Mittler, mein Erkenntniß rein, und heilig meinen Wandel sein; im Kreuze mich dir glaubend traun und nur auf deine Hülfe schaun. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, hilf mir auch in der letzten Noth. Erde, doch nicht länger sein, bis zum letzten Tage. Du l mich im Tode nicht, du komm du kommst und hältst Gericht. Richter, laß mich ohne Graund dann auf deinem Throne sca Herr Jesu Christ, erhöre mich, höre mich, so preis' ich ewig, dich. 2. eß ein nur bekümm mich, daß ich mit solcher Inbr dich nicht liebe, wie ich wollte. selbst empfind' es nur zu sehr, ich dich mit der That noch me mein Heiland, lieben sollte. mich glaubig deine Güte ins müthe stårker fasfen, dir mich! zu überlassen. 3. Stehst du mit deiner Kr mir bei, so werd' ich stets festrer Treu und einzig dir an gen. Nichts, was sonst Mens wohlgefällt, nicht Luft der Sim Ehr' und Geld befriedigt Verlangen. Ohn' dich kann m nichts von Schäßen recht erge und beglücken, du nur kannst m Herz erquicken. m 3. Und wenn du mich einst sterben heißt, so führe du, Herr, meinen Geist zu dir, frei aller Plage. Mein still verwesendes Gebein wird 522. Mel. Wie schön leuchtet der 1. Jesu, Jesu, Gottes Sohn, du noch, eh ich war, mich s geliebt aus reinem Triebe. dir ist alles sonnenklar; mein ist dir auch offenbar, du w daß ich dich liebe. Herzlich ich dir vor Allen zu gefallen, ni auf Erden kann und soll mir lich werden. Verhalten gegen Jesum insbesondere. 4. Den, der dich liebt, den liebst auch du, dem schaffst du für die Seele Nuh' und Trost für sein Gewiffen. Ob ihn auch manche Noth hier drückt, so wird er doch durch dich erquickt in seinen Kümmernissen. Endlich wird sich nach dem keide volle Freude für ihn finden, da wird all sein Trauren schwinden. 5. Noch hat kein Aug' es je gefehn, es kanns auch hier kein Mensch verstehn und würdig gnug beschreis ben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Was hier von dir wird gegeben, unser leben zu ergegen, ist dagegen nichts ufchagen. 6. Drum laß ich billig dieß allein, Jesu, meine Freude sein, daß ich dich herzlich liebe und mich in dem, was dir gefällt, je mehr und mehr in dieser Welt nach deinem Worte übe, bis sich für mich jenes Leben wird anheben, wo die Frommen aller Trübfal find entnommen. 7. Da werd' ich deine Gütigkeit, bie mich schon hier so sehr erfreut, im vollen Umfang schmecken, da seh' ich in dem hellsten Licht dein gnabenvolles Angesicht, auf immer frei von Schrecken. Wohl mir, Preis dir, der mir droben aufgehoben ewge Freuden. Nichts, Herr, soll mich von dir scheiden. 523. Mel. O Gott, du frommer Gott 2c. Mein Jesus liebet mich, wie könnt ich Jesum haffen? Er liebt mith so 337 getreu, wie konnt' ich ihn verlassen? Das sei mein Bund mit ihm: mein Heiland soll allein mein auße erwählter Freund, er soll mir Ul les sein. 2. Als ich sein Feind noch war, ist er für mich gestorben und hat das Leben mir durch seinen Tod erworben. Was ich nicht konnte thun, hat er für mich gethan, ob ich gleich seine Huld ihm nie vers gelten kann. 3. Er hatte mich erlöst; doch liebt ich noch die Sünden und wollte mich noch nicht zu seiner Heerde finden. Allein der treue Hirt ging mir so lange nach, bis mein so hartes Herz sein Ruf voll Liebe brach. 4. Die Sünde drückte mich, ich war mit Ungst umfangen; er ließ mich Ruh' und Rast durch sein Verdienst erlangen. Er spricht mich gnädig noch von allen Strafen frei, und in Versuchungen steht er mir mächtig bei. 5. Ihm darf ich jede Noth, die mich belastet, klagen. Wo Men= schenhülfe fehlt, tåßt er mich nicht verzagen, er hört mich, sieht auf mich mit Lieb' und Freundlichkeit und, wenn mirs nüglich ist, hilft er auch allezeit. 6. Hålt er zuweilen auch sein Ungesicht verborgen, umringen mich alsdann viel kummervolle Sorgen, so läßt er mich doch bald sein Untlig wiedersehn, fühlt meinem Schmerz und läßt mich nie vergebens flehn. 7. Bin ich am Ziele dann, am Ende meiner Tage, so machet er Y mich 338 mich frei von aller Noth und Plasge; und ewig, ewig ist die Wonn' und Herrlichkeit, mit welcher Jes sus mich nach meinem Kampf' ere freut. Verhalten gegen Gott überhaupt. 8. Ich weiß es, daß mein Leib einst Staub und Usche werde; doch er erweckt auch einst ihn wieder aus der Erde. Dann soll er schön verklärt in seinen Himmel gehn und ihn von Angesicht zu Angesichte sehn. 9. So liebt mein Heiland mich; ich will ihn wieder lieben. In dem, was ihm gefällt, will ich mich täglich üben; ich will auch treu ihn sein, sein ewig Eigenthum. Mein Jesus liebet mich, das sei mein höchster Ruhm. 524. Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. 2. Denn er hat mein Elend an gesehen. Siehe, es werden mich selig preisen alle Kindeskind. 3. Er hat große Ding' an mir gethan, der da mächtig ist, und deß Name heilig ist. 4. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. 5. Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffártig find in ihres Herzens Sinn. 6. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhle, und erhebet die Elenden. 7. Die Hungrigen füllet er mit Gütern, und läsfet die Reichen leer. 8. Er denket der Barmher keit und hilft seinen Bere auf. 9. Wie er geredt hat zu Vätern, Abraham und seinen s dern ewiglich. 10. Lob und Preis sei Gott, Bater, und dem Sohn und heiligen Geiste. 11. Wie es war im Anfang, i und immerdar und von Ewig zu Ewigkeit. Umen. 525. Mel. Schatz über alle Schäßer Freude der Erlösten, os daß ich mich kann deiner Liebet sten, o wie beglückt bin ich, selig! Alle Leiden der kurzen gerzeit verschwinden vor den f den der nahen Ewigkeit. 2. Nichts, nichts sei meinem zen so werth, als du, schon Denn mit wie großen Schmer erkauftest du es dir! Dir m es angehören mit Allem, was ist, dich über alles ehren, da fein Heiland bift. 3. Wer kann mein Herz beg ken, als deine Huld allein? selbst im Tod erquicken? da mein Tröster sein? Dirt ich mich ergeben. Bei dir Sicherheit vor jeder Noth, i ben, ist Trost und Seligkeit. 4. Was soll ich trostlos klage Giebst du auch, Jesu, mir manche last zu tragen, ich ho Verhalten gegen Jesum insbesondere. 339 doch an dir. Ich will geduldig lei mein Freudenlicht! Denn ohne dich den; von dir, mein Herr und Gott, von dir soll mich nichts scheiden, kein Glück, kein Schmerz, kein Spott. zu leben, ist lauter Herzeleid; vor deinen Augen schweben, ist wahre Seligkeit. 4. O reiche Lebensquelle, o Jes su, süße Ruh, schickst du mir Trauerfälle in meinem Leben zu, will ich geduldig leiden; es foll mich keine Pein von deiner Liebe scheiden, noch mir beschwerlich sein. 5. Mein Herz bleibt dir ergeben, die immer für und für im Sterben und im Leben, will lieber hier mit dir im Trubfalsfeuer schwitzen, als, Jesu, ohne dich in Glück und Freuden sitzen, am Geiste jämmerlich. 6. 5. O Herrlichkeit der Erde, ver gebens lockst du mich. Wenn ich nur selig werde, wie gern entbehr' ich dich. Wo Jesus Hütten bauet, da, da ists gut zu sein. Wenn ihn mein Aug' einst schauet, wie will ich dann mich freun! 6. Sei denn in jedem Leide, im Todesei mit mir, und führ', o meine Freude, mich näher dann zu dir. Wenn mich kein Leid mehr rühren, kein Tod mehr tödten kann, wie werd' ich triumphiren, wie selig bin ich dann! 526. Schat über alle Schäße, o Jesu, bester Schak, an dem ich mich ergege, hier hab' ich einen Plak in meinem treuen Herzen dir, Höchster, zugetheilt, weil du durch dei ne Schmerzen mir meinen Schmerz geheilt. Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht't, wo Jesus wird geschauet, da sehn' ich mich hinein; wo Jesus Hütten bauet, bort, bort ist gut zu sein! 7. Nun, Jesu, mein Vergnügen, nimm mich dereinst zu dir; hilf mir'den Tod besiegen, komm dann, der Seele Zier, und seße mich aus Gnaden in deine Freudenstadt. So kann mir Niemand schaden, so bin ich reich und satt. 2. Ach Freude meiner Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennoth ganz kräftiglich kann stillen und mich in Leidenszeit er527. Mel: Jesu, meine Freude ic. freulich kann erfüllen mit Trost Wie getroft und heiter, du Geund Süßigkeit. benedeiter machst du meinen Geist, der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen und so gern erfreust Niemals wird bei dir, mein Hirt y 2 und 3. Laß mich im Geist erblicken dein freundlich Ungesicht, mein Herz stets zu erquicken, komm, komm, of takin 340 Verhalten gegen und Beruhiger der Seelen, mir Ers quickung fehlen. 2. Deinem Rath ergeben, freu ich mich, zu leben: was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwas cher; du, mein Seligmacher, rüstest mich mit Muth. Wenn die Welt erbebt und fällt, wenn Gericht und Holle schrecken, willst du mich bes decken. 3. Ich kann ohne Grauen Gråber vor mir schauen: mein Erldser lebt. Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich fein Urm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz erschüttern; was brauch' ich zu zittern! 4. Auch in mir ist Sünde; doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich. Sink' ich oft noch nieder, du erhebst mich wieder, du begnadigst mich: deine Huld tilgt meine Schuld. Nie entziehst du deinem Knechte der Erlöften Rechte. Gott überhaupt. 7. Würdig dir zu leben, bij mein Bestreben, meine Lust u Pflicht. Was die Welt verg get, o mein Heil, das gnüget ner Seele nicht. Hab' ich wie gern will ich das, wornade Eiteln trachten, reich in dir, achten. 8. Macht ein Gut der Erde, ich selig werde? giebts 3ufriede heit? Sind nicht auch die Ehre die die Welt bethören, Traum Eitelkeit? Du erfreust des M schen Geist, Herr, du willst, dir verchren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schm ich schon hienieden; und wash ich dort? Unbegrenzte Beiten Seligkeiten hoff' ich auf dein Sie sind mein, durch dich alle Bleib' ich dir getreu im Glaub wer kann sie mir rauben? 10. Boll von deiner Güte ja zet mein Gemüthe, Gott, Heiland, dir. Dieser Geist Freuden stårke mich in Leiden, che nie von mir. Laß mich so herzt und froh einst durchs des Todes dringen, dort dein zu singen. 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne und mich ewig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe, dank' ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweist und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. 528. 6. Der du Blut und Leben hin Jesu, meine Freude, meines& für mich gegeben, daß in meiner Noth ich nicht hilftos bliebe, groß ist deine Liebe, stårker als der Tod. Herr, und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? dir mein Herz nicht weihen? zens Weide, Jesu, meine Zier, wie lang', ach lange ist dem zen bange, ihm verlangt nach Gottes Lamm, mein Bräutig außer dir soll mir auf Erden so nichts Liebers werden. 2. U Verhalten gegen Jefum insbesondere. 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß auch Felsen splittern, laß den Erdkreis zittern; mir steht Ses jus bei. Ob es ist gleich kracht und bligt, obgleich Sünd' und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trok der Gruft der Erden, wo ich Staub soll werden, trok der Furcht dazu. Tobe, Welt, und springe; ich steh hier und sins ge in ganz sichrer Ruh: Gottes Macht hålt mich in Ucht, Jesus läßt mich überwinden und den himmel finden. 4. Weg mit allen Schäßen, du bist mein Ergeßen, Jesu, meine Lust. Beg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht; gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht; gute Nacht, du Stolz und Pracht, dir sei ganz, du Las sterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, benn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lau ter Freude sein. Duld' ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leibe, Jesu, meis ne Freude. 341 529. Mel. Jesu, meine Freude zc. Bester Troft im Leide, Jesu, meine Freude, meines Herzens Theil, deine Mittlertreue macht, daß ich mich freue deiner, Herr, mein Heil. Hab' ich dich, wie reich bin ich! Ohne dich kann ich auf Erden nie recht ruhig werden. 2. Unter deinem Schirme können keine Stürme mir erschrecklich sein. Laßt auch Felsen splittern, laßt den Erdkreis zittern und den Einsturz draun, was ists mehr? Rings um mich her mag es donnern, krachen, bligen; Jesus will mich schüßen. 3. Donnert auch im Grimme des Gesetzes Stimme, Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfahen, Jesus läßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltgericht, freudig, daß ich Jesum sehe, blick' ich auf zur Höhe. 4. Wer ist, der den Glauben meis nem Herzen rauben, ihn erschüttern kann? Bei der Feinde Toben stimm ich, Gott zu loben, Freudenlieder an. Mich bewacht des Mittlers Macht, die kann selbst der Feinde Wüthen Fried' und Ruh gebieten. Büthen Fried Jad 5. Lockt nur, Gold und Schäße, Ehre sei der Göße der betrognen Welt; mich sollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhält. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob 342 ob ich viel muß Jesu scheiden. 6. Weich, des Eiteln Liebe, weicht, des Fleisches Triebe; Thoren täuschet ihr, Sünden, eure Freuden will ich ewig meiden, fliehet fern von mir. Ueppigkeit, Stolz, Schmåhsucht, Neid, ihr beschweret das Gewissen, euch will ich nicht wissen. der eing the 7. Weichet, Sorg und Zagen, fchweiget, bange Klagen, Jesus ist ja mein. Jeden, der ihn liebet, muß, was erst betrübet, noch zulegt erfreun. Hab' ich hie viel Ungst und Müh; Jesu, auch im bångsten Leide, bleibst du meine Freude. Verhalten gegen nuß leiden, nicht von 530G& Mel. Sesu, meine Freude zc. Jesus ist mein Hirte. Als ich mich verirrte, ich verlornes Schaf, kam er mir entgegen, eh auf meinen Wegen mich ein Unfall traf. Siech war ich; doch er trug mich zu der Heerde voll Erbarmen selbst auf seinen Urmen. Js mag 2. Sesus ist mein Leben, will mir Alles geben, was das Herz erfreut. Keine wahre Freude mangelt seiner Weide, keine Seligkeit. Voll und hell ist stets sein Quell, ber mich, wenn mich Trübsal drükEet, stårkef und erquicket. 3. Er, daß ich nicht falle, hålt mich, und ich walle sicher seine Bahn. Folgsam seinen Rechten, stößt in finstern Nächten nie mein Fußtritt an. Schreckt und droht Gott überhaupt. mir ſelbſt der Tod's mich with, bei Furcht und dein Arm bedecken. 4. Ich bei meinem Fre fürchte keine Feinde, ich, von beschüßt. Darb ich; er hat b ben, giebt mir, mich zu la was mir ewig nügt. Trof Lust durchströmt die Bruft: de ich bete nie vergebens zu dem he des Lebens. 5. Seine Lieb' und Gnade f mir auf dem Pfade seines Beip hier. Wenn ich ihn vollende, chet er am Ende seine Krone Ich, erneut zur Seligkeit, bin ewig mit den Frommen her und vollkommen. 531. Mel. DJesu Chrift, mein's Uch Gott, wie manches Herz bekümmert mich hier in der 3 Der schmale Weg ist trübsalo den ich zum Himmel wandeln f 2. Wie schwerlich läßt doch Fl und Blut sich bringen zu dem en Gut! Wo soll ich mich denn we den hin? Zu dir, Herr Jesu, mein Sinn. 3. Bei dir mein Herz u Hülf und Rath allzeit gewiß funden hat; Niemand jemals w lassen ist, der dir vertraut Jesu Christ. 4. Du nahmst dich unsers Elen an. Was hast du nicht für uns s than? Für uns, die ohne dich Lor Verhalten gegen Jesum insbesondere. lor'n, bist du, Sohn Gottes, Mensch gebor'n. 5. Du führeft uns durch deinen Too ganz wunderbar aus aller Noth. Odu, mein Herr und Gott allein, wer kann mich außer dir erfreun? 6. Es kann kein Trauren sein so schwer, dein süßer Nam erfreut vielmehr. Kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost flößt ein, brung ein. 7. Ob mir mein Leben gleich verschmacht, so weißt du, daß ichs doch nicht acht. Wenn ich dich has be, hab' ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. 8. Dein bin ich ja mit Beib und Seel, was kann mir thun Sünd, Tod und Höll? Kein' größre Treu' auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. 9. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein' Wahrheit bleibt mir ewig fest; du bist der rechte treue hirt, der ewig mich behüten wird. 343 liebt dich, Heer, und wird nicht immer seliger? Dis die alg 13. Du bist mir über Alles werth, mein höchster Troft auf dieser Erd', an dir allein ich mich ere get weit über alle goldne Schäk. 14. So oft ich nur gedenk' an dich, so freut mein ganz Gemüthe sich, wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl' ich Freud' und Trost in mir. 10. O Jesu, meine Freud' und Ruhm, des Herzens Schak und Eigenthum, ich kanns nicht gnugfam zeigen an, wie hoch dein Nam' erfreuen kann. 11. Wer Glaub' und Lieb' im Herzen hat, der wirds erfahren in der That. Zu sterben, Jesu, wünsch' ich mir, hätt' ich nicht meine Lust an dir. 12. Ja könnt' ich mich nicht dei ner freun, so möcht' ich nicht ges boren sein. Wer kennet dich, wer 15. Wenn ich in Nöthen bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geist bezeugt, daß schon dabei des ewgen Lebens Borschmack sei. 16. Drum will ich, weil ich lebe noch, gern tragen deines Kreuzes Joch. Gott, mache mich dazu bereit, es dient zum Bester allezeit. 17. Spilf mir mein Werk recht greifen an, daß ich den Bauf volls enden kann, hilf mir bezwingen Fleisch und Blut, daß es nicht Sünde liebt und thut. 18. Erhalt mein Herz im Glaus ben rein, fo leb' und sterb' ich dir allein. Du bist mein Trost, hör mein Begier, mein Heiland, ach wär' ich bei dir! dasmets 532.p nellabo Jesu, meines Herzens Freud, sü ser Jesu, meiner Seele Seligkeit, süßer Jesu, des Gemüthes Sichers heit, süßer Jesu, Jesu, süßer Jesu. 2. Tausendmal gedenk' ich dein, mein Erlöser, und begehre dich als Tein, Verhalten gegen Gott überhaupt. 344 tein, mein Erlöser, sehne mich, bei dir zu sein, mein Erlöser, Jesu, mein Erlöser. 3. Beide mich und mach mich fatt, Himmelsspeise; tránke mich, mein Herz ist matt, Seelenweide; sei du meine Ruhestatt, Ruh der Seelen, Jesu, Nuh der Seelen. 4. Nichts ist lieblicher, als du, liebste Liebe; nichts ist freundlicher, als du, milde Liebe; auch nichts süßer ist, als du, süße Liebe, Jesu, süße Liebe. of ond 5. Ich bin krank, komm, stårke mich, meine Stärke, ich bin matt, erquicke mich, süßer Jefu. Benn ich sterbe, tröste mich, du mein Tröster, Jesu, du mein Tröfter. and thin 328,533. id as had Mel. Ich ruf zu dir, Herr 2., Jefu Chrift, mein Troft und Licht, der du mein Heil und Leben so innig liebst, daß ich es nicht kann würdig gnug erheben, o mocht ich als dein Eigenthum dich herzlich wieder lieben und, getrieben von deiner Treue Ruhm, in Gegentreu mich üben. 2. Gieb, daß kein stårkrer Trieb in mir, als dich zu lieben, lebe, daß ich mit herrschender Begier dir zu gefallen strebe. Nimm Aules, Alles von mic hin, was dich und mich kann scheiden, eitle Freuden, die dir mein Herz entziehn, laß mich mit Ernst vermeiden. 3. Du hast mich je und je geliebt und mich zu dir gezogen, eh ich noch etwas Guts geübt, warst du schon gewogen. O laß, Fr meiner Seligkeit, stets deine mich leiten und begleiten, laj zu jeder Zeit mir hülfreich s zur Seiten. 4, Laß jeden Stand, darini steh, Herr, deine Liebe zieren wenn ich etwa irre geh, zu dir rück mich führen; laß sie midi des Christen Pflicht und jede 2 gend lehren und mir wehren, Welt und Sünde nicht mich den und bethören. 5. Laß sie mir Freudigkeit Leid, in Schwachheit Stärke gen Und rufst du nach vollbrachter mich einst aus diesem Leben, ob laß deine Lieb' und Treu, Herr su, mir beistehen, mich erhö daß ich, von Leiden frei, zul nem Reich kann gehen. 534. Mel. D Gott, du frommer Goll Was frag' ich nach der Welt allen ihren Schäßen, wenn ich nur an dir, Herr Jesu, kann gegen. Dich hab' ich mir zur Freude vorgestellt; du, du meine Ruh, was frag' ich nad Welt. 2. Die Welt ist wie ein Ra der in der Luft vergehet, und nem Schatten gleich, der kurze bestehet. Mein Jesus aber ble wenn Alles bricht und fällt, a mein starker Fels, was frag nach der Welt. Verhalten gegen Jesum insbesondere. 345 fällt. Drum sag' ich noch einmal: was frag' ich nach der Welt. 3. Die Welt sucht Ehr' und Himmelreich, und was mir sonst ges Ruhm, des Lobes Eitelkeiten, und denket nicht daran, wie bald doch Menschen gleiten. Das aber, was mein Herz vor Undern rühmlich hält, ist Jesus nur allein, was frag' ich nach der Welt. 4. Die Welt sucht Geld und Gut, und kann nicht ruhn, noch rastens sie häuft, sich selbst zur Qual, des Reichthums schwere Lasten. Ich hab? ein beßres Gut zu meinem Biel gestellt; denn Jesus ist mein Echag, was frag' ich nach der Welt. 5. Die Welt bekümmert sich, im Fall sie wird verachtet, als wenn man ihr mit List nach ihrer Ehre trachtet; ich trage Chrifti Schmach, so lang es ihm gefällt. Wenn mich mein Heiland ehrt, was frag' ich nach der Welt. 6. Die Welt kann ihre Luft nicht hoch genug erheben, sie möchte wohl dafür selbst gar den Himmel geben. Ein Andrer halts mit ihr, der von sich selbst nichts hält; ich liebe meinen Gott, was frag' ich nach der Welt. 7. Was frag' ich nach der Welt, wie bald muß sie verschwinden, ihr Unsehn kann durchaus den Tod nicht überwinden; die Güter müssen fort, und alle Lust verfällt. Bleibt Jesus nur bei mir, was frag' ich nach der Welt. 8. Was frag' ich nach der Welt, mein Jeſus ist mein Leben, mein Schag, mein Eigenthum, dem ich mich ganz ergeben, mein ganzes 535. Mel. Was Gott thut, das z. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, die bleibt mein Herz ergeben. Du kennst dieß Herz, das redlich spricht: nur Einem will ich leben. Du, du allein, du sollst es sein, du sollst mein Trost auf Erden, mein Glück im Himmel werden. 2. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, ich halte dich im Glauben. Nichts kann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaus bensbund hat festen Grund: du läsfest dir nicht nehmen, die deiner sich nicht schämen. 3. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht. Aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Urmen. Aus Dankbarkeit will ich allzeit, um deines Leidens willen, die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, du stärkest mich von oben. Auf dich steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Ich halt' an dir, du bist bei mir. Wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 5. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, dich, Gottes größte Gabe. Ich weiß, daß n daß mir kein Gut gebricht, Herr, wenn ich dich nur habe. Sucht mich die Welt durch Gut und Geld 346 Verhalten gegen Geld dir ungetreu zu machen, so will ich ihrer lachen. 6. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, nichts soll mich von dir scheiden. Es bleibet jedes Christen Pflicht, mit seinem Herrn zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit; bald ist es überstanden, und Ruh' ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, nie soll mein Glaube wanken. Und wenn des Leibes Hütte bricht, sterb' ich mit dem Gedanken: Mein Freund ist mein, und ich bin sein, er ist mein Schuk, mein Tröster, und ich bin sein Erlöster. E SCEND 536. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2. Herr, dein seliges Regieren, stillt alles leid, das meinen Geist beschwert. Wie bald läßt sich dein Friede spüren, wenn sich mein blödes Herz zu dir hinkehrt. Dein Gnadenblick ermuntert meinen Sinn, nimmt alle Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, du giebst mir solche Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen kann. Nichts kann die matte Seele laben, schau' ich der ganzen Erde Reichthum an; du kannsts, o Herr, und thusts im Ueberfluß und schenkst mir deiner Gnade Vollgenuß. 3. O Freund, wie wohl ist dem Gemüthe, das sich auf eignem Weg Gott überhaupt. ermüdet hat, und nun zu b Huld und Güte sich kindlic getroft im Glauben naht! fühlt es alle Furcht und Angst drångt und sich mit sanfter von dir beschenkt. 4. Was eigne Kraft mit kann geben, das schenket Gnade mir schon hier; sie d auch mein Herz und Leben, wirket Lust und Heiligung in sie ists, die mich von Kraft Kräften führt und mit Geduld Langmuth mich regiert. 5. Drum will ich, Herr, auf nur schauen, o führe mich, du rer aus der Höh, und, deiner tung zu vertrauen, hilf, d stets auf deine Gnade seh, daß im Unglück, selbst im Tode je wanke meines Glaubens 3 sicht. 192029 6. Wenn mich ein Fehler ni schläget, mein kindliches Verts in mir dåmpft, wenn bange f in mir sich reget und Zweifel mit meinem Glauben kämpf laß mich, Herr, auf deine! sehn, laß neue Kraft und 3 sicht entstehn. 7. So ruh' ich denn in d Urmen. Du sollst, o Herr, Ein und Alles sein. Mein Hin reich ist dein Erbarmen. O mich nur in deine Gnade ein. nug, wenn du mein Freund Führer bist, und wenn mein nur deine Huld genicht. * 5* 98** III. S 7 III. Verhalten Christliche Selbstliebe. gegen uns selbst. was hilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergånglich Gut ists, was uns selig macht. 537. Mel. D Gott, du frommer Gott 2c. Du willst es, Herr, mein Gott, daß ich mich selber liebe. Gieb, daß ich diese Pflicht nach deiner Vorfdrift übe und laß den selgen Erich, mich meines Glücks zu freun, den du mir eingepflanzt, nie mein Verderben sein. 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe, und daß ich allezeit dein Auge kindlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flicht auch als ein Christ, was deinem heilgen Rath, o Gott, entge= gen ist. 3. Kein schnöder Eigennuk beherrsche meine Seele. Und wenn zu meinem Glück ich Weg und Mittel wähle, so laß mich stets dabei auf Recht und Wahrheit schaun, auch nie mein Wohlergehn auf Undrer Elend baun. 4. Dein Fluch trifft jedes Glück, dabei die Zugend leidet, dabei der, der es fucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt deinen Himmel nicht. Nie treffe mich, o Gott, dieß schreckliche Gericht. 347 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer. Die Welt mit ihrer Lust vergeht doch einst auf immer. Was hilft uns kurze Luft? 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverleht Gewissen, nur das kann uns allein des Lebens Last verfüz ßen, das bleibt uns auch im Tod' und folgt uns aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. O selig, wer darnach mit heilgem Eifer trachtet und für sein größtes Glück, Gott, deine Gnade achtet! Der liebt allein sich recht, der hat schon in der Zeit die wahre Ruh, und einst vollkommne Seligkeit. 8. Dieß sei denn nun mein 3iel. O laß es mir gelingen, der Seele wahres Heil nach Wunsche zu erringen, so lieb' ich mich stets so, wie dir es wohlgefällt, und über Alles dich), mein Gott, und nicht die Welt. 538. Mel. Kommt her zu mir, spricht 2. Du förderst gern mein wahres Wohl, drum hilf mir, Gott, auch wie ich soll, mit Weisheit darnach streben. Von dir selbst kommt die starke Luft, der rege Trieb in meiner Brust, beglückt und froh zu leben. 2. Stets heilig sei mir dieser Trieb; doch auch dein Wille mir so lieb, daß ich mein Wohlergehen nur such' auf jenem sichern Pfad, den mir Verhalten gegen uns selbst. 348 mir dazu dein weiser Rath von Ewigkeit ersehen. 3. Untrüglich ist bloß dein Vere stand, nur dir ist ganz genau bes kannt, was Noth, was heil gebies ret. Mich aber täuscht oft falscher Bahn, ich seh noch oft als nüglich an, was mich zum Elend führet. 4. Drum laß mich nicht dem Uns schein traun und niemals, um mein Glück zu baun, nur was mir gut dünkt, wählen. Uuch hier sei stets dein Wort mein Licht. Folg' ich nur dem, so werd' ich nicht mein wahres Wohl verfehlen. 5. Hilf mir den unterschiednen Werth der Güter, die der Mensch begehrt, recht einsehn und bedenken, und meine größte Emsigkeit auf das, was ewig mich erfreut, mit weiser Sorgfalt lenken. 6. Hilfst du zu dieser Weisheit mir, so werd' ich auch vorzüglich hier nach deinem Beifall streben, mich um ein reines Herz bemühn, die schnöde Luft der Sünde fliehn und nur dem Guten leben. 7. Dann wird mich wahres Glück erfreun. Froh, ruhig wird mein Geist dann sein in meinen Pilgertagen. Und was sonst meinem Wohl gebricht, das wird mir deine Liebe nicht, Ullgütiger, versagen. 8. Ich gehe dann den ebnen Pfad, auf welchem mich dein weiser Rath zum höhern Leben führet, wo mich vollkommnes Glück erfreut, und wo mich nun in Ewigkeit kein Une fall mehr berühret. Sorge für unfre Seele. 539. Mel. Nun lob' mein' Secl' den Gebent', o meine Seele, de für Gott erschaffen bist, fü voll Dank und wähle, was di Wünsche würdig ist. Dir mi Gottes Sonnen, dir seine St glühn; für deine Lust begon Gebirg' und Thal zu blühn. fie und alle Gaben, die sie doch für sich, die sie für dich nur ha sind noch zu arm für dich. 2. Der Mensch darf mehr b ren, als Erd' und Himmel g kann. Gott will ihm mehr ge ren, beut ihm ein größres Erb an. Er führt ihn auf die Erde, er in dieser Zeit von ihm er werde zu seiner Seligkeit, b mit allen Kräften, gebildet un wehnt zu göttlichen Ged nach ihr allein sich sehnt. 3. Dann endet er voll Wonn Erdenlebens schweren Lauf; selbst wird seine Sonne, fie ge vollem Glanz ihm auf. Ent sind alle Leiden, die Thränend wischt, vollkommen seine Fre in die kein Schmerz sich mischt jauchzt, er triumphiret und durch Gottes Sohn, der ewig regieret, des Kampfes großen 4. Auch ich darf dieß noch fen; selbst nach dem Falle auch mir noch diese Laufbahn of zu deinen Freuden, Gott, Sorge für unsre Seele. wenn ich mich dir ergebe und, selbst 540. von dir erneut, nicht Sünden, dir nur lebe, geschmückt mit HeiligMel. Kommt her zu mir, spricht 26. teit, wenn ich auf dich nur sehe Herr, meiner Seele großen Werth, und fromm und tugendhaft, was eitel ist, verschmåhe, gestärkt durch deine Kraft. 5. Schon hier dich, Gott, erkennen, der du mein Herr und Bater bist, von deiner Lieb' entbrennen und thun, was ihrer würdig ist, von Herzen Jesum lieben, der für mich starb, und mich in guten Werken üben aus Ehrfurcht gegen dich, unschuldig, liebreich, allen zum Dienste gern bereit, dem Ziel ente gegen wallen, Gott, welche Selig= keit! 349 7. Dieß ist dein Ziel, dieß wähle, die du so hoch begnadigt bist, von Gott erlöste Seele, dieß ists, was deiner würdig ist. Dieß sei bir gegenwärtig, nach diesem ring und sei zu allem Guten fertig, bis in den Tod getreu. Dir können keine Welten mit aller ihrer Lust der Sünde Dienst vergelten und dieses Heils Verlust. den mir dein theures Wort ere klárt, laß mich mit Ernst bedenken und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet, als ich soll, den größten Eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir ges acht't, welch Heil hast du ihr zugedacht, wie viel an sie gewendet! Du schufft sie, Gott, dein Bild zu sein und hast, es in ihr zu erneun, selbst deinen Sohn ge= fendet. 3. 3u groß für diese kurze Zeit, bestimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Erden, durch Glauben und Gottseligkeit zu großerer Vollkommenheit im Himmel reif zu werden. 4. Mit großer Treue willst du sie, selbst durch des Lebens kurze Müh, zu diesem 3iele führen. O laß mich nicht durch eigne Schuld das Heil, das deine Baterhuld ihr zugedacht, verlieren! 6. Mir, der ich auch in Leiden dir, o mein Vater, theuer bin, fließt so, in stillen Freuden, die Stunde meiner Wallfahrt hin. Komm früher oder spåter, o Tod, ich zittre nicht: denn nur den Uebelthäter erschrecket dein Gericht. 3ch, Gottes Wink ergeben, kann frohen Muthes sein, und seiner mich im Leben und auch im Ster- 5. Mit dir, o Herr, vereint zu ben freun. sein, mich ewig deiner Huld zu freun und dich zum Trost zu wählen, das sei mein Zweck und mein Bemühn; laß mich den rechten Weg dahin aus Leichtsinn nie verfehlen. 6. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, o Gott, in mir ein Herz, das Sünden hasset, das seine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Gütigkeit 350 tigkeit durch Christum Hoffnung faffet. 7. In meiner ganzen Pilgrimschaft laß mich, gestärkt durch deine Kraft, nach jenem Kleinod trachten, das mir dein Ruf vor Augen stellt, und alle Güter dieser Welt wie nichts dagegen achten. 8. Wie selig werd' ich dann nicht sein! Schon hier werd' ich mich deiner freun und in dir ruhig le= ben; und du wirst nach vollbrache ter Zeit auch mich gewiß zur Herrlichkeit in deinem Reich erheben. Verhalten gegen uns selbst. 541. Mel. Herr, wie du willst, so ze. Nach meiner Seele Seligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen. Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? Wie würd' ich einst vor dir bestehn? Wer in dein Reich wünscht einzugehn, muß rei nes Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der le bensbahn auf seine Sünden sehen und, wenn man nicht mehr sündgen kann, Gott um Erbarmung flehen, das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 3. Du rufft uns hier zur Heiligung. Drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stårke mir dazu den Trieb, nichts sei so groß, nichts mir so lieb, das ich ihm nicht aufopfre. 4. Gewann' ich auch die g Welt mit allen ihren Freuden, sollte das, was dir gefällt, o darüber meiden, was hülfe mi Nie kann die Welt mit Allem, sie in sich hält, mir deine G ersetzen. 5. Was führt mich zur 3 2 denheit schon hier in diesem m was kann mir Trost und Fra keit in Noth, im Tode geben? Menschengunst, nicht irdisch G nur Gottes Gnade und der 1 auf jenes Lebens Freuden. 6. Nach diesem Kleinod, F laß mich vor allen Dingen trad und was mir daran hinderlich, edlem Muth verachten. Daß ich deinen Wegen geh' und im Ge dereinst besteh, sei meine g Gorge. 7. Doch, was vermag ich, m du nicht vor Trägheit mich bes hest, und mich zur Treu' in di Pflicht mit Kräften unterstü O stårke mich, mein Gott dazu, C find' ich hier schon wahre Ruh' dort das ewge Leben. 542. Einst ist noth. Ach Herr, i Eine lehre mich erkennen doch!! les Undre, wies auch scheine, nur ein schweres Joch, darunter Herze sich quålet und plaget dennoch kein wahres Vergni erjaget. Erlang' ich dieß das Ulles ersetzt, so werd' ich Einem in Allem ergeht. 2. St Sorge für unsre Seele. 2. Seele, willst du dieses finden, fuchs bei keiner Kreatur, laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, nothwendigste Theil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu Sesu Füßen voller Undacht niederließ, ihr Herze entbrannte, dieß einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; ihr Alles war gånzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr Alles in Einem geschenkt, 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir. Laß mich treulich dir anhangen, schenke dich zu eigen mir. Ob Viel' auch umkehrten zum größesten haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen. Denn dein Wort, Jesu, ist Leben und Geist. Was ist wohl, das man nicht von Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle, Herr, in dir verborgen liegt. Gieb nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demuth und Einfalt regie ret und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab' ich der Weisheit vollkommenen Preis. 351 ftes Gut. Jesu, es muß mir ges lingen durch dein theures Mitts lerblut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben, die Güter des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun so gieb, daß meine Seele, Herr, zu deinem Bild' ers wacht. Du bists ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wan del und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir Alles gegeben. Entreiße mich aller vergånglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bes wußt. 8. Ja, was soll ich mehr verLangen? Mich beströmt die Gnadenfluth. Du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut, da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der Herrschaft bes Satans entbunden. Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im kindlichen Geiste der Deine nun singt: 9. Bolle Gnuge, Fried' und Freude, jego meine Seel' ergeht; weit auf eine frische Weide mein Hirt, Jesus, mich geseht. Nichts Süßers kann also im Herzen mich laben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 6. Nichts kann ich vor Gott ja 10. Drum auch, Jesu, du alleine bringen, als nur dich, mein hoch- sollst mein Ein und Alles sein. Prüf Verhalten gegen uns selbst. 352 Prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein; sieh' ob ich auf bösem, betrüglichem Stege, und leite mich, Höchster, auf ewige Wege; gieb, daß ich hier Alles nur achte für Koth, und Jesum gewins ne. Dieß Eine ist noth. 543. Mel. Jesu, der du meine Seele 2c. Eins ist noth. Herr, dieß Eine lehre meine Seele doch. Alles Undre, wies auch scheine, ist nur ein beschwerlich Joch, unter dem das Herz sich quålet und der Ruhe doch verfehlet. Nur dies Einzige giebt mir wahren Frieden dort und hier. 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur, laß nichts Irdisches dich binden, Erdengüter tauschen nur. Nur bei dem auf Gottes Throne hocherhabnen Gottes Sohne, da, da ist das beste Theil, da dein Alles, da dein Heil. 3. Dir ist auch das Glück beschieden, was Maria sich erlas, als fie, ohne zu ermüden, fromm zu Jesu Füßen saß. O wie brannt' ihr Herz, die Lehren aus der Weisheit Mund zu hören! Sie vergaß die Welt und sich, hört und sah nur, Jesu, dich. 4. Also steht auch mein Verlangen, mein Erlöser, nur nach dir. Deiner Wahrheit anzuhangen, schenke Trieb und Kräfte mir. Wenn auch Undre sie nicht achten, will ich sie mit Luft betrachten und, mich deines Heils zu freun, Lehren folgsam ſein. 5. Was bring' ich, o du vol len meine Lust, mein Schmuc Gott, um dem Vater zu gefal Dein Verdienst nur, deinen Ja du bist für mich gestorben, die Würde mir erworben, die, m du mein Ruhm nur bist, ihm d gefällig ist.rbd 6. Mit Vergebung meiner den, Herr, begnadigst du dann, läßt mich bei dir a finden, daß ich fröhlich rüh kann: Ich bin nun bei Gott Gnaden; und was könnte mit schaden? Meines Mittlers G keit dank' ich meine Seligkeit. 7. In dir liegt der Weisheit le. Was die Seel' allein begl zeigst du mir. Und wenn mein le sich in deine Ordnung i dann werd' ich wahrhaftig m mir zum Heil und dir zum P lerne Gottes Rath verstehn den Weg des Lebens gehn. 8. Aber du bist meiner auch zur Heiligung gemacht, sie nicht mit Borsas fehle, fliehe der Sünde Macht. Muth Kraft zum heilgen Leben ka und willst du Allen geben, die Ernst sich nur bemühn, schr Sündenluft zu fliehn. 9. Darum sollst du mir Eine, Jesu, und mein Alless Gieb nur, daß ichs redlich m völlig dein sei, ewig sein. ich hier auf dieser Erde glau rein und heilig werde und Sorge für unsre Seele. treu sei bis in Tod, nur dieß Eine ist mir noth. 544. Mel. Straf mich nicht in deinem zc. Mache dich, mein Geist, bereit, wache, fleh' und bete, daß dein Herz zur bösen Zeit nicht von Gott abtrete. Uch schon ist mancher Christ von Versuchungsstunden plößlich überwunden. 2. Auf dann und ermuntre dich aus dem sichern Schlafe! Immer, glaub' es, zeiget sich bald darauf die Strafe. Der fällt leicht, dem es deucht daß er sicher stehe auf der Tugend Höhe. 3. Wache, denn hier hat der Christ noch von allen Seiten, was der Seele schädlich ist, muthig zu bestreiten. Gott låßt zu, daß auch bu, wenn du forglos wallest, in Versuchung falleft. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn fie sich verstellt, listig an sich bringe. Bach' und sich, daß dich nie die Verführer fällen, die dir Nege stellen. 5. Wach', und hab' auf dich wohl Acht, trau nicht deinem Herzen. Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. Uch es ist voller List, weiß sich selbst zu heucheln, und mag gern sich schmeicheln! 6. Aber bet' auch stets dabei, bete bei dem Wachen. Das wird dich von Trägheit frei und behutsam machen. Gott verleiht Munterkeit auf dem rechten Pfade durch erbetne Gnade. 353 7. Nahe dich dann mit Gebet oft zu seinem Throne. Wenn dein Herz nur glaubig fleht, hört er in dem Sohne. Er verheißt seinen Geist, mit ihm Kraft und Leben, auf dein Flehn zu geben. 8. Nun, so will ich immerdar wachen, flehn und beten, und, vers mehrt sich die Gefahr, immer brünstger beten. In der Noth, in dem Tod werd' ich froh bestehen: Gott wird mich erhöhen. 545. Mel. Freu dich sehr, o meine ic. Schaffe doch vor allen Dingen, Scele, deine Seligkeit, säume nicht darnach zu ringen; schnell entflicht der Gnade Zeit. Sei nicht sichern Sündern gleich, trachte nach dem Himmelreich, werde heilig schon auf Erden, selig hier und dort zu werden. 2. Suche dieß mit Ernst, und lebe Gott zur Ehre, kreuzge dann: schnöde Lust, und widerstrebe dem, was dich verderben kann. Was Gott fodert, muß allein deines Lebens Richtschnur sein, mags auch deinem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen, 3. Selig, wer im Glauben káms pfet, selig, wer im Kampf besteht, wer des Fleisches Lüfte dåmpfet und den Reiz der Welt verschmäht. Gottes Fried' ist hier sein Theil, und dereinst vollkommnes Heil. Denn wer Beides will ererben, muß erst seinen Sünden sterben. 4. Un 3 354 4. unermüdet mußt du ringen, treu bis an das Ende sein, soll es dir dereinst gelingen, ewig dich vor Gott zu freun. Nur auf einen tapfern Streit folgt des Sieges Herrlichkeit, nur den Treuen schmückt zum Lohne, daß er stritt, des Himmels Krone. 5. Eifrig beten, sorgsam wachen, der Verführung sich entziehn, seine Pflicht zur Luft sich machen, die Versuchung weislich fliehn, selbst beim Spott und Hohn der Welt gläubig thun, was Gott gefällt; dieses wollen, dieß vollbringen, heißet nach dem Himmel ringen. 6. Drum entreiße dich den Lüsten, thue, was dem Herrn gefällt, zeige dich als einen Christen mitten in der argen Welt. Schone dabei deiner nicht, wär' es auch die schwerste Pflicht, und gedenk an Christi Worte: Dringet durch die enge Pforte. 7. Ja ich will vor jeder Sünde fliehn und, Jesu, auf dich sehn, daß ich deinen Beistand finde, fest im Guten zu bestehn. Zeige mir von deinem Chron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe und also zum Himmel dringe. Verhalten gegen uns selbst. Sorge für den Leib. 546, Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Des Leibes warten und ihn nåhren, das ist, o Schöpfer, meine Pflicht; muthwillig seinen Bau zerstören, verbietet mir dein Unterricht. O stehe mir mit Weisheit daß diese Pflicht mir heilig sei. 2. Sollt' ich mit Vorsag verlegen, was zur Erhaltung vertraut? Sollt' ich gering Kunstwerk schäßen, das du wundervoll erbaut? Weß ist Leib? ist er nicht dein? Wied ich sein Zerstörer sein! 3. Ihn zu erhalten, zu be zen, giebst du mit milder S hand die Mittel, die dazu nügen, und zum Gebrauch g du Verstand. Dir ist die G nicht zu klein, wie sollte sie mir es sein? 4. Gesunde Glieder, mu Kräfte, o Gott, wie viel sind nicht werth! Wer taugt u Berufs Geschäfte, wenn Krant seinen Leib beschwert? Gesun und ein froher Muth sind hie uns, das größte Gut. 5. Drum gieb, daß ich mit s falt meide, was meines Leibes fahrt stört, daß nicht, wenn Krankheit leide, mein Geist da nern Borwurf hört: Du selb Störer deiner Ruh, du zogt selbst dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle der mich zu bewahren achtsam Drückt mich die Last der Kran nieder, so flöße selbst Geduld ein. Gieb frohen Muth, und verleih, daß auch des Arztes gedeih. 7. Doch gieb, daß ich nicht treibe, was auf des Lebens zielt, nein, stets in jenen Selbsterkenntniß und Demuth. fen bleibe, die dein Gesek mir anbefiehlt. Des Leibes Wohl laß nie Des lei allein das Ziel von meinen Sorgen sein. 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sei stets auf meinen Geist ge= richt't, daß er zum Himmel weise werde, eh dieses Leibes Hütte bricht. Herr, segne dazu meinen Fleiß, so leb' ich hier zu deinem Preis. 547. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du ic. Mein Leib ist dein Geschenk, du haft sein Leben zum Dienste meiner Seele mir gegeben, ihn soll ich, Gott, erhalten, vor Gefahren auch ihn bewahren. 2. Ich soll ihn pflegen, soll zu edlen Werken durch Nahrung ihn und auch durch Freude stärken, soll ihn durch keine Weichlichkeit ent ehren, nicht selbst zerstören. 3. Du gabst ihn zum Genusfe vieler Freuden, und auch zur Duldung ehrenvoller Leiden, daß er auch unter ihrer edlen Bürde vers herrlicht würde. 4. Ich soll ihn hårten, daß er Kraft gewinne, beherrschen männ lich jede Luft der Sinne, damit ich nicht der Tugend Fleiß und Mühe verzártelt fliche. 355 6. Unmäßigkeit und Völlerei entehre nie seine Sinn' und Glies der, er beschwere nie meinen Geist; er sei schon in der Jus gend ein Sig der Tugend. 5. Das will ich, seiner warten, ihn erquicken; doch soll er nie die Seele niederdrücken zur Sinnlich keit, zur Trägheit, zu den Lüsten, der Schmach des Christen. 7. Schleicht sich der Krankheit Gift in feine Glieder, so, hilf, o Gott, mir zur Genesung wieder, wenn ich noch hier durch sein erneuert Leben dich kann erheben. 8. Gieb mir Geduld in allen. seinen Schmerzen, daß ich voll Zuversicht in meinem Herzen auf deine Hülfe harr', und seine Plas ge mit Muth ertrage. 9.3erstör' ich ihn nur selbst nicht, o so werde er einst auch wieder, was er einst war, Erde. Er wird im Grabe schlummern, nicht vers gehen, einst auferstehen. 10. Er soll zum Anschaun jener schönern Sonne der beffern Welt hervorgehn, und voll Wonne soll er empfinden, frei von allen Leiben, des Himmels Freuden. Selbsterkenntniß und Demuth. 548. Mel. Wer nur den lieben Gott ic. Wer bin ich? welche wichtge Fras ge! Gott, lehre sie mich recht verz stehn. Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, um mich, so wie ich bin, zu sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 32 2. Sch 356 2. Ich bin ein Werk von deinen Spånden, du schufft mich, Gott, zu deinem Preis; dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb' ich, als dein Eigenthum, auch wie ich soll, zu deinem Ruhm? 3. Ich bin ein Christ nach dem Bekenntniß, doch bin ich das auch in der That? Herr, öffne selbst mir das Verständniß, recht einzu schn, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewiesen, geh, und ob ich auch im Glauben steh? Verhalten gegen uns selbst. 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, ob ich sei Christo gleich gefinnt? Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügften täuschen kann. 5. Wie kann der, der bei allem Wissen des Herzens Zustand sich verhehlt, auf wahre Beßrung sein beflissen, er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selbst recht kennen, ist Verstand; drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heile fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nicht verlier. Erleuchte mich mit deis nem Licht, so tauschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten Wege, der mich zum ewgen Leben führt, so bringe mich zurück vom Stege, der ins Verderben sich verliert. Gieb mir zur Beßrung Lust und Kraft: du biste, der in uns schafft. 8. Ich muß es einmal do fahren, was ich hier war und gethan. O laß michs nicht bi hin sparen, wo Reuc nichts helfen kann! Hier mache mid Himmel klug, und frei vom st den Selbstbetrug. 549. Mel. D Gott, du frommer Gott Gott, du erforschest mich, bir ich nichts verhehlen, du siehefj That, du kennst den Rath der S Ich nahe mich zu dir, und fle Demuth dich, entdecke mir mein du weißt, leicht täuscht es mic 2. Ich bin ein Christ, get mein Gott, auf deinen Namen. füllt' ich jede Pflicht des Chrif thums, und kamen die Werk ich that, aus Glauben und Pflicht? Bin ich ein Heuchter so kennt mich Christus nicht. 3. Hab' ich dich, Gott, gl und durch ein frommes Leben deinem Dienst geweiht? mein dir ganz ergeben? hat mich heilges Wort gebeffert und erf war ich, was es befiehlt, auch i zu thun bereit? 4. Bertraut' ich standhaft dir Kummer, Gram und Leiden? dankt' ich dir mein Glück? blichi bei meinen Freuden der Tug treu? war ich aufs Ewige beda und hab' ich jeden Tag zu mein Heil vollbracht? 5. Selbsterkenntniß und Demuth. 5. Gebraucht' ich meinen Geist mit allen seinen Kräften, den Wilen und Verstand zu nüßlichen Geschäften? hab' ich für meinen Leib mit Weisheit stets gewacht und tine böse Lust genährt und angefacht? 6. Hab' ich die, die du mir zur Aufsicht anvertrauet, durch eignes Beispiel gern gebessert und erbauet? forg' ich stets für ihr Wohl, für ihre Seligkeit? und straft' ich ihr Bergehn mit Lieb' und Freundlich feit? 7. Blieb ich der Wahrheit treu? war ich voll Menschenliebe? und regten sich in mir des Mitleids edle Triebe bei meiner Brüder Noth? floh ich des Stolzes Reiz? verschloß ich Aug' und Herz der Habsucht und dem Geiz? 8. Hab' ich, wie Jesus that, ge= fegnet, die mir fluchten? hab' ich auch die geliebt, die mir zu scha den fuchten? bezwang ich meinen 3orn? zeigt' ich Versöhnlichkeit? erregte Undrer Glück niemals in mir den Neid? 9. War ich der Unschuld Troft, und hab' ich sie vertheidigt? hab' ich durch Härte nie den Dürftigen beleidigt? brach ich den Hungrigen mein Brot, und that ichs gern? war Uebermuth, und Troß und Herrschsucht von mir fern? 357 dadurch gestärkt zum Fleiß der Beßrung sein. 10. Allwissender, wer kann, wie oft er fettet, merken? Sei gnådig, handle nicht mit mir nach meinen Werken. Vergebung ist bei dir, laß ihren Trost auch mein, und mich 550. Mel. D Welt, sich hier dein Leben 2c. Sieb, Gott, wenn ich dir diene, daß ich mich nie erkühne, darüber stolz zu sein. Wer kann bei seinen Werken, wie oft er fehlet, merken? wer ist von Mängeln völlig rein? 2. Such' ich stets deinen Willen so eifrig zu erfüllen, als es dein Wort gebeut? trag' ich der Zugend Bürde, aus Kenntniß ihrer Würde, auch immer mit Zufriedenheit? 3. Entzich' ich mich den Sünden auch flets aus rechten Gründen, aus wahrer Frömmigkeit? Oft sind die guten Triebe nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte der Natur und Zeit. 4. Der Sünden meiner Jugend, der Mängel meiner Tugend, o Herr, gedenke nicht! Willst du mit deinen Knechten, wie sie verdienen, rechten, so trifft sie alle dein Gericht. 5. Doch wenn auch dir zur Ehre rein meine Tugend wäre, weß ist das Eigenthum? Wer ließ mich unterrichten? wer ließ in meinen Pflichten mein Glück mich sehn und meinen Ruhm? 6. Wer gab mir, dich zu lieben und dein Gebot zu üben, die Lust und Freudigkeit? wer stårkte meine Kräfte im Heiligungsgeschäfte? wer gab 358 gab mir Muth und Sieg im Streit? 7. Du schaffst, daß ich dich wähle, du rufft mich, wenn ich fehle, auf rechten Weg zurück, du ziehst mich ab von Sünden, und läßt mich Gnade finden und giebst zu meiner Befrung Glück, 8. Sollt' ich mich deß erheben, was du mir, Herr, gegeben? hab ich zum Lohn ein Recht? Könnt ich auch Alles üben, was du mir vorgeschrieben, wer bin ich? ein unnüger Knecht. Verhalten gegen uns selbst. 551. Was ist mein Stand, mein Glück, und jede gute Gabe? Ein unverz dientes Gut. Bewahre mich, o Gott, von dem ich Alles habe, vor Stolz und Uebermuth. 2. Wenn ich vielleicht der Welt mehr, als mein Nächster, nüse, wer gab mir Kraft dazu? Und wenn ich mehr Verstand, als er besigt, besige, wer gab mir ihn, als du? 3. Benn mir ein größer Glück, als ihn erfreut, begegnet, bin ich ein befrer Knecht? Giebt deine Güz tigkeit, die mich vor Undern segnet, mir wohl zum Stolz ein Recht? 4. Wenn ich geehrt und groß, in Würden mich erblicke, Gott, wer erhöhte mich? Ist nicht mein Nachster oft bei seinem kleinern Glücke viel würdiger, als ich? 5. Wie könnt' ich mich, o Gott, des Guten überheben und meines # schwachen Lichts? Was ich ist dein. Du sprichst, so bin ich ben; du sprichst, so bin ich 6. Von dir kommt das Gede und jede gute Gabe von dir höchstes Gut! Bewahre mich, Gott, von dem ich Alles habe, Stolz und Uebermuth. 552. Mel. Mir nach, spricht Chriftus: Gott, mein Vater, th bei, daß ich, weil ich hier w dem Sinne Jesu ähnlich sei, ich dir gefalle. Laß mich durdi gerecht und rein, und so, wi demüthig ſein. 2. Wer in sein Reich zu komm sucht, muß sich vom Stolz ent nen, muß unter deines Geb Bucht auch wahre Demuth I Wer sie von seinem Herrn lernt, bleibt auch von seinem B entfernt. 3. Wer sich voll Hoffart i erhöht, wird sich erniedrigt i doch wer einher in Demuth g den wirst du, Gott, erhöhen. dessen Hand die Welt umfest jedes stolze Herz verhaßt. 4. Was ich auch bin, bin durch dich und deine freie G Durch diese Gnade leite mid Demuth stille Pfade, verleihe zum Schmucke mir; denn durch sie gefall' ich dir. 5. Nur du bist groß, was it mir? wie bald bin ich nicht G Selbstbeherrschung. Gieb, daß ich allezeit vor dir ge recht erfunden werde, und zeig' im Glanze deines Lichts mir deine poheit und mein Nichts. 359 mein Vorbild, stårke mich, dein Beispiel nachzuahmen. Du rufft ja allen Menschen zu: Lernt Des muth, und ihr werdet Ruh für eure Seele finden. 553. Mel. Nun freut euch, lieben se. Wer wahre Herzensdemuth liebt, den Nächsten nicht verachtet, und gern, was recht und gut ist, übt, ist hoch bei Gott geachtet. Gott chrt ihn wieder, sein Gebet wird nimmermehr von dem verschmåht, der auch aufs Niedre schauet. 2. Den Stolz verfolgen Schmach und Spott auch oft schon auf der Erde. Ihm widersteht gewißlich Gott, daß er erniedrigt werde. Wer, wenn ihn Gott zu Ehren seht, sich seiner Gaben unwerth schäßt, an dem hat er Gefallen. 3. Pat Gottes milde Vaterhand mehr Güter dir gegeben, fannst du durch Ansehn und Verfand des Nächsten Glück erheben, was bist du? immer Gottes Knecht. Dein Vorzug giebt dir nie ein Recht, den Kleinsten zu verachten. 554. Mel. Nun sich der Tag geendet zc. rühmt euch eurer Weisheit nicht, die ihr euch weise meint, wißt, daß euch eurer Weisheit Licht einst nicht im Tode scheint. 4. Der Herr voll göttlicher Ge walt ist auf der Welt erschienen arm, niedrig und in Knechtsgestalt, warum? um uns zu dienen. Er wehrte dem, der ihn erhob, und wählte für der Menschen Lob selbst Schmach, um sie zu retten. 5. Ich bin dein Jünger, Heiland, ich bekenne deinen Namen; sei du 2. O rühmt euch eurer Stärke nicht, die jeßt euch troßig macht, wißt, daß es euch an Muth gebricht, sinkt ihr in Todesnacht. 3. O rühmt euch eures Reichthums nicht, deß ihr euch jego freut, wißt, daß er euch nicht zuversicht in Zobesnoth verleiht. 4. Sucht darin euren wahren Ruhm, daß ihr Gott wist und fennt, daß ihr, sein Volk und Eigenthum, ihn gläubig Vater nennt 5. Dies ist es, was dem Herrn gefällt. Bedenke dieß, o Chrift! Er, er regiert in aller Welt. Wohl dem, deß Ruhm er ist! Selbstbeherrschung. 555. Mel. Von Gott will ich nicht ic. Mich selbst muß ich bezwingen, um dir, Gott treu zu sein, das Gute zu vollbringen, die Sündenluft zu scheun, muß ich mit edlem Muth mich 360 mich auf den Kampfplag wagen, mir manchen Wunsch versagen und jedes falsche Gut. Verhalten gegen uns selbst. 2. Ich soll kein Uebel fliehen, wenn mirs die Pflicht gebeut, mich ihm zu unterziehen, soll mit Ent: schloffenheit, auch wo Gefahren sind, selbst die Gefahr nicht scheun, um mich des Lohns zu freuen, den Trea' im Kampf gewinnt. 3. Wie schwer ist dieß Geschäfte der Selbstbeherrschung mir, wie schwach sind meine Kräfte! Wer unterstüßt mich hier? Du, Bater, kannst allein zum eifrigen Bestre ben mir Muth und Kräfte geben, und mir den Sieg verleihn. 4. Laß mich die Welt verachs ten, wenn ihre Lust mich rührt, und nicht nach Gütern schmachten, die man so leicht verliert, und jede Leidenschaft in ihrem Anfang dåmpfen und sie als Christ bekämpfen, gestärkt durch deine Kraft. 5. Beim stårksten meiner Triebe laß mich behutsam sein und mich vor Eigenliebe und ihrem Lobspruch scheun. Will Wollust, Zorn und Geiz mein schwaches Herz berůcken, so hilf fie unterdrücken, besiegen ihren Reiz. 6. Auf dich will ich stets sehen; laß nur in diesem Streit mich selbst nicht hintergeben, gieb mir Entschlossenheit und unterstüße mich, daß ich mein Herz bekämpfe, die Macht der Lüfte dämpfe, so sieg' ich, Gott, durch dich. 556. Mel. Mir nach, spricht Christus Christ, die Neize dieses besiegst du nicht vergebens. S standhaft ringt und kämpft, die Krone jenes Lebens, die Erlöser Jedem giebt, der truk in den Tod ihn liebt. 2. Verzage nicht. Wer Gottw traut, kann sich selbst überwinde Wem vor der Selbstverläugn graut, der liebt noch heimlich G den, wer schweren Pflichten f entzieht, zeigt, daß er vor der gend flieht. 3. Und wäre Tugend ohne St wären Großmuth, Mäßigkeit so wär' ihr Werth geringe, Wohlthun kleine Dinge, und sog wonne Tugendfleiß nicht jenes! bens hohen Preis. nach und sei sein ächter Sung 4. Drum folge deinem Heil Die Freude, die dir hier gebrad ist wahrlich weit geringer, als an seinem hohen Thron die Sel keit, der Frommen Lohn. Reinigkeit des Herzens und Lebens. 557. Mel. Freu dich sehr, o meine. Will Eifrig sei und fest mein Bil reines Herzens, Gott, zu fei in der Unschuld heitern Stille d ner Gnade mich zu freun. Kein Freude dieser Welt, wenn sie noch feb Reinigkeit des Herzens und Lebens. fehr gefällt, laß mich wider mein Gewissen wünschen, suchen und genießen. 2. Weiß ich doch, daß deine Güte viel zu mild und freundlich ist, als daß sie aus Neid verbiete, was das Leben uns versüßt. Uns zum Besten nur gebeut dein Gesek Bescheidenheit, Zucht und Ordnung im Genusfe, Måßigung im Ueberde fluffe. 3. Unsre Kindheit, unsre Jugend, Sunser Ulter darf sich freun. Uuch die Freude, Gott, ist Tugend; aber heilig muß sie sein, nicht ein Taumel, der bethört, der Gefühl und Kraft zerstört, der im Sturme wila der Lüfte Paradiese macht zur Wüste. 4. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keuschen Brust toben nicht der Neue Schmerzen, wohnen wahre Ruh und Luft. Unbeherrschte Sinnlichkeit tödtet die Zufriedenheit, sie vergiftet alle Freuden und verwandelt sie in Leiden. 5. Sittsamkeit und Unschuld schmůcket mehr als Schonheit, sie vermehrt jede Luft, die uns entzucket, jedes Glückes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell, und sie können sicher trauen, einst dein Untlik, Gott, zu schauen. 361 7. Dann umfäht mich Heil und Segen, göttliche Zufriedenheit leitet mich auf meinen Wegen noch zu größrer Seligkeit. Weih' ich, Gott, mein Herz nur dir, o dann werd' ich einst von hier mich zu deinem Throne schwingen und mit Freuden Preis dir singen.. 6.O so hilf mir darnach streben, reines Herzens stets zu sein, daß ich züchtig möge leben, jede schnöde Wollust scheun. Schüße vor Verführung mich, und mein Herz ergebe sich keiner schåndlichen Begierde; Heiligkeit sei meine Zierde. 558. mel. Ferr, wie du willst, so 2c. Mein Leib soll, Gott, dein Tempel sein mit allen seinen Gliedern, ihn soll ich dir zum Dienste weihn, zum Dienst auch meinen Brüdern; gieb, daß ich dieß dein Heiligthum, für sie, und, Herr, für deinen Ruhm, stets unbefleckt bewahre. 2. Gieb eine keusche Seele mir, daß ich mit meinem Leibe nie frevs le, daß er immer dir, o Gott, ge= heiligt bleibe, daß rein und keuſch mein Auge sei und sittsam, daß ichs immer frei zu dir erheben könne. 3. Auch meine Bippen schånde nie, was schåndlich ist, zu hören, nie laß der Unschuld Rechte sie durch frechen Scherz entehren. Bestimmt zum Opfer des Gebets und deines Lobes, rede stets Mund, was nügt und bessert. 4. Mein Ohr laß dir nur offen sein, taub bei der Wollust Bitten, mein Herz und meine Sitten rein, wie Josephs Herz und Sitten, daß ihrer Stimme Schmeichelei mir nicht durch ihre Zauberei der Unschuld Würde raube. 5. Denn 362 Verhalten gegen uns selbst. 5. Denn wo sie wandelt, haucht Leben, laß täglich deine Wei fie Gift. Welch Elend, das die Sklaven unheiliger Begierden trifft, in tausendfachen Strafen! In welcher Schande Tiefe sinkt, wer ihren Zauberbecher trinkt, ver= strickt in ihren Nehen! 6. Uch wo die Unschuld fleucht, da flieht der Tugend Ruh und Stille, da, wo der Wollust Flamme glüht, fehlt selbst der gute Wille. Sie wüthet, tödtet und verheert mehr Segen, als das Schwert zerstört, als Pest und Glut zerstören. 7. In seinem Taumel, Gott, vergißt der trunkene Verbrecher, daß du allgegenwärtig bist, ein Eiferer, ein Rächer; verstockt sich und verfolgt mit Spott die Tugend, höhnt dein Wort, o Gott, und Jesum, den Erlöser. 8. Und dieser Leib, den er entweiht, der wird einst auferstehen. Dann wird er in der Ewigkeit des Lafters Schande sehen, wird selbft sich fluchen, auch wird er der Wolluft Opfer um sich her ihm ewig fluchen hören. 9. Heil dem, der deiner nie vergißt, nicht, Gott, dein Werk zerstöret, der immer reines Herzens ist, der deinen Tempel ehret, Heil dem! Auch er wird auferstehn, wird, Herr, dein Untlig ewig sehn, ver= klärt, wie Jesus Christus. 559. Der Wollust Reiz zu widerstreben, dieß, Jugend, liebst du Glück und sein. Entflieh der schmeicheln Begierde: sie raubet dir des zens 3ierde, und ihre Freuden den Pein. 2. Laß, ihr die Nahrung zu wehren, nie Speis' und Trank erz beschweren und sei ein m der Nüchternheit. Versage dich zu besiegen, auch öfteri erlaubt Vergnügen und steur ner Sinnlichkeit. 3. Laß nicht dein Auge dir g ten, und sei, die Wollust zu v dein ten, stets schamhaft gegen Leib. Entflieh des Wißlings fr Scherzen, und such im Ung edler Herzen dir, Beispiel, und Zeitvertreib. 4. Der Mensch, zu Fleiß und beit tråge, fällt auf des Müßig ges Wege leicht in das Ne Bösewichts. Der Unschuld wehr sind Geschäfte. Entzieh Wollust ihre Kräfte im C deines Ungesichts. 5. Erwacht ihr Trieb, di bekämpfen, so wach' auch du, früh zu dåmpfen, eh er die Fre dir verwehrt. Ihn bald in der burt ersticken, ist leicht; f ists, ihn unterdrücken, wen dein Herz zuvor genährt. 6. Oft kleiden sich des Triebe in die Gestalt erlaubte be, und du erblickst nicht die fahr. Ein langer Umgang dich freier, und oft wird ein botnes Feuer aus dem, was fangs Freundschaft war. Gebrauch unsrer Kräfte. 363 7. Dein fühlend Herz wird sichs ihr Glück erwerben. Den wird verzeihen, es wird des Lasters Ausbruch scheuen, indem es seinen Trieb ernährt. Du wirst dich stark und sicher glauben und kleine Fehler dir erlauben, bis deine ZuEgend sich entehrt. 8. Doch nein, du sollst sie nicht entehren, du sollst dir stets die That verwehren, ist drum dein Herz schon tugendhaft? Ists Sün= de nur, die That vollbringen? sollst du nicht auch den Trieb bezwingen, nicht auch den Wunsch der Leidenschaft? 9. Begierden sind es, die uns schånden, und ohne daß wir sie vollenden, verlegen wir schon unsre Pflicht. Wenn du vor ihnen nicht derrotheft, nicht durch den Geist die Lüste tödtest, so rühme dich der Keuschheit nicht. 10. Erfülle dich, scheinst du zu hwanken, oft mit dem mächtigen Gedanken: Die Unschuld ist der Seele Glück. Einmal verscherzt itund aufgegeben, verläßt sie mich im ganzen Leben, und keine Neu bringt sie zurück. 11. Denk' oft bei dir: Der Wolluft Bande sind nicht nur dem Gewissen Schande, sie sind auch vor der Welt ein Spott. Und könnt' ich auch in Finsternissen den Greut der Wollust ihr verschließen, sº sieht und findet mich doch Gott. 12. Die Wollust kürzt des Lebens Tage, und Seuchen werden ihre Plage, da Keuschheit Heil und Leben erbt. Ich will mir dieß I Gott wiederum verderben, wer sei= nen Tempel hier verderbt. 13. Wie blühte nicht des Jünglings Jugend! Doch er vergaß den Weg der Tugend, und seine Kräfte sind verzehrt. Verwesung schåndet sein Gesichte und predigt schrecklich die Geschichte der Lüste, die den Leib verheert. 14. So rächt die Wollust an den Frechen früh, oder später die Verbrechen und züchtigt dich mit har= ter Hand. Ihr Gift wird dein Gewissen quälen, sie raubet dir das Licht der Seelen und lohnet dir mit Unverstand. 15. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke, raubt ihm den Eifer edler Werke, den Adel, welchen Gott ihm gab, und unter deiner Lüste Bürde sinkst du von eines Menschen Würde zur Niedrigkeit des Thiers herab. 16. Drum fliche vor der WolLust Pfade, und wach' und rufe Gott um Gnade, um Weisheit in Bersuchung an. Erzittre vor dem ersten Schritte: mit ihm sind schon die andern Tritte zu einem nahen Fall gethan. Gebrauch unsrer Kräfte. 560. Mel. D Welt, sich hier dein Leben 2c. Herr, nicht zum Müßiggehen hieß mich dein Rath entstehen, ich soll hier thätig sein, soll mich mit meinen Kräften nur nüßlichen Geschäften Verhalten gegen uns selbst. 364 schaften der Welt und mir zum Besten weihn. 2. Auch diesen deinen Willen mit Freuden zu erfüllen, gieb mir Entschlossenheit, und bei der Arbeitsliebe vermehr' in mir die Triebe gewissenhafter Thätigkeit. 3. Laß meines Standes Pflich ten mit Treue mich verrichten, und keine Mühe scheun, Gemächlichkeit nicht lieben, aus Trägheit nichts verschieben, worin ich jest soll wirksam sein. 4. Wenn ich Erholung suche, so sei sie frei vom Fluche, den Sündentuft gebiert. Gieb, daß ich die nur wähle, die Stärkung für die Seele und deinen Beifall mit sich führt. 5. Uus unschuldevollen Freuden entspringt für den kein Leiden, der måßig sie genießt, mit ruhigem Gewissen darf sie sein Herz genießen, ob du dabei gleich Zeuge bist. 6. O mach' auch mich so weise, so werd' ich, dir zum Preise, im Guten fleißig sein, die Arbeit mir versüßen, und einst das Glück genießen, mich höhrer Thätigkeit zu freun. 561. Mel. Herr, wie du willst, so ic. Die Bunge, die vernehmlich spricht, hat dir dein Gott gegeben. Welch ein Geschenk! mißbrauch es nicht. Sie bringet Tod und Leben, sie stürzt in Unglück, hilft in Noth, sie fluchet und sie lobet Gott. So gut ist sie, so böse! on 2. Laß doch in meines Her Grund, Herr, deine Furcht wohnen, gewissenhaft wird d mein Mund der Wahrheit Re schonen. Und wohl dem, der Schmeichelei, List, Låstersucht, stellung frei, nicht mit den tipp fündigt! 3. Auf deinen Ruhm und rer Wohl soll stets mein Thun lenken. Laß dann auch, wenn reden soll, mich dieß mit Ernt denken.. Dein Lob, des Nach Ehr und Nuß, der Tugend Ru der Unschuld Schut beschi meine 3unge. 4. Schandbare Worte, fa Scherz, unheilge Spottereien rathen ein verdorbnes Herz, muß man sie bereuen. D schaff' in mir durch deinen G daß dich vielmehr die Zunge pr und deinen Namen heiligt. 5. Was züchtig, keusch unde bar ist, was wohl und lieblich get, das redet überall der Chr spricht, wenn es Nugen bring und scheut den 3orn der Mens nicht; doch Schweigen wird als ihm Pflicht, wenn es die fi fodert. 6. Weh aber dem verweg Mund, der Schwur und Fluch scheuet! Wie wird des Her Leichtsinn kund, und oft zu bereuet! Uch fluchen bringet und Noth und, wenn nicht S folgt, den Tod. Laß dieß wohl bedenken. 7.2 th 14 Urbeitsamkeit und Berufstreue. sein, mich den Geschäften ganz zu weihn, die du mir auferleget. 7. Auch Lügen schåndet, bringt gen. Das müsse mein Bergnügen nur Müh, ist eine Frucht der Hölle. tehr mich es hassen, daß ich nie mich Lügnern zugeselle. Ihr Theil ist Kummer, Schmach und Pein; die aber werden selig sein, die Treu' und Wahrheit lieben. 5. Ein heilger Trieb belebe mich, o Höchster, meine Pflichten in deiner Furcht, gestärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freut, giebt zu der Arbeit Munterkeit, erleichtert ihre Mühe. 6. Laß mich vor dir, Herr, unverrückt mit einem Herzen wandeln, das Geiz und Ehrsucht nie verstrickt, gewissenlos zu handeln. Mein Leben deinem Dienst zu weihn, so nüglich, als ich kann, zu sein, das sei mir Ehr' und Reichthum. Urbeitsamkeit und Berufstreue. 562. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Zur Arbeit, nicht zum Músiggang, sind wir, o Gott, auf Er den. Drum müss' auch ich mein Lebenlang kein Knecht der Trågheit werden. Gieb mir Verstand, und Luft und Kraft geschickt, treu und gewissenhaft zu thun, was mir gebühret. 2. Hast du ein Umt, so warte fein. So, Herr, gebeut dein Wille. O flöße du den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle. Hilf, daß ich stets an Willigkeit, an Einsicht und an Zuchtigkeit zu meinem Umjo te wachse. 2. Hilf, daß vor tråger Weichlichkeit ich standhaft mich bewahre, und, wo die Pflicht mir Müh ge= beut, nie meine Kräfte spare. Erholen darf ich mich nur dann, wenn ich, von Kraft erschöpft, mich kann zu meiner Arbeit stärken. 4. Vorsichtig laß mich sein und nicht die Zeit mit Nebendingen, und mit Versäumung meiner Pflicht verschwenderisch verbrin 201 365 7. Dir zu gefallen, sei mein Ziel bei Allem, was ich thue, so hat, es gehe, wie es will, doch mein Gewissen Ruhe. Wer, Speis ligster, nicht dir gefällt, was nüket dem die ganze Welt mit allen ihren Schäßen? 8. Gieb, daß mein Fleiß in dem Beruf, dazu mich auf der Erde dein weiser Rath, mein Gott, er= schuf, mir eine Stufe werde, wor= auf ich nach vollbrachter Zeit zur höheren Geschäftigkeit des bessern Lebens steige. 563. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Gott ists, der das Vermögen schafft, das Gute zu vollbringen, er giebt zur Arbeit Muth und Kraft, und läßt sie uns gelingen. Was Verhalten gegen uns selbst. 366 Was man mit ihm nur unter= nimmt, wird, wenns mit seinem Willen stimmt, nicht ohne Forts gang bleiben. 2. Wer über Alles sich bestrebt, vor ihm gerecht zu werden, und treu nach seinem Willen lebt, dem giebt er auch auf Erden vom Zeitlichen mit milder Hand so viel, beim Fleiß in seinem Stand', als ihm wahrhaftig nuget. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn. Und front er sie mit Gnaden, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunft ihnen schaden? Mit seinem Schutz bedeckt er sie und segnet bei des Lebens Müh ihr Herz mit Trost und Hoffnung. 4. Drum gieb, o Herr, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut; nach deines Reichs Gerechtigkeit laß mich vor Ullem trachten. 5. Laß Müfiggang und Erågheit mich, weil du sie hasseft, meiden, und hilf, daß ich, gestärkt durch dich, voll Muth, mit Luft und Freuden in meinem Stand geschäftig sei. Dein Segen krone meine Treu, daß sie auch Undern nüge. 6. Cei überall, mein Gott, mit mir. Die Werke meiner Hånde befehl' ich, Allerhöchster, dir, hilf, daß ich sie vollende zu deines gros ßen Namens Preis, daß mir die Frucht von meinem Fleiß in jenes Leben folge. w 564. Mel. Wer nur den lieben Gott Mit dir get' ich an meine schäfte, o Gott, du giebst de deinen Geist mir auch gewiß Arbeit Kräfte, so lange du leben heißt. Laß, dieser Hoffn mich zu freun, auch deinen mir heitig sein. 2. Der ehrt dich nicht, der se Tage in trågem Müßiggang lebt und, sich und Undern g zur Plage, das ihm geliehne P vergräbt. Du bists, der uni Fleiß gebot; und wer ihn ehrt dich, o Gott. 3. Du gabst mit so viel and Trieben uns auch den Trieb Thätigkeit, und, ihn aufs lichste zu üben, giebst du uns Gelegenheit. Du kenneft ui Arbeit Müh', und deine erleichtert sie. 4. Laß mich auf diese Ord sehen, ihr folgen und mich freun. Wie sollt' ich dabei irr hen und nicht vielmehr gese sein von dir, der du der Arbeits auch reichen Lohn beschieden hal 5. So wart' ich denn auf de Segen: du weißt, wie viel werden soll, ich sehe deiner entgegen, und bin des hohen stes voll: Mein Fleiß, o hod ist von dir, du siehst, und du: giltst ihn mir. 6. Ich tröste mich deß nicht: gebens, bleibt er auch unverge hier; du reichst am Ende meines Lebens doch mir der Treue Lohn dafür. Dann freu' ich mich in 16Ewigkeit des nützlichen Gebrauchs d der Beit 1 11 565. Mel. Auf meinen lieben Gott zc. tret' ich demnach an, wie stark ich immer kann, mein Arbeit, Thun und Wesen, dazu mich Gott erlesen, er wird auch seinen Segen auf meine Arbeit legen. 2. Dir, Bater, sag' ich Dank, daß du mein Lebenlang so reichlich mich ernähret, mir manches Glück bescheret. Mich nähre, mich benhute noch ferner deine Güte. 3. O mein Herr Jesu Christ, der du mein Helfer bist, ach segne meine Werke und mich vom Himmel stärke, in Allem deinen Willen horsam zu erfüllen. ge= St Gesundheit. Co El 4. Behüte Seel' und Leib, und Alles von mir treib, was meine Urbeit hindert und deinen Segen rmindert, und laß in Fried' und se Freuden mich einst von hinnen it scheiden. at 367 2. Daß ich es habe, dank' ich dir, nur du, mein Vater, hast es mir aus großer Huld geschenket. Dein ists, daß ich noch munter bin und mich kein Uebel krånket. 566. $ 13 Mel. Ich weiß, mein Gott, daß ic. Wem Gott Gesundheit hier veru leiht, der hat von Gütern dieser Seit gewiß die größte Gabe. All Et gütiger, wie froh bin ich, daß ich dieß Kleinod habe! 3. Erhalt dieß Glück mir fernerhin, gesund erhalte jeden Sinn so lang' ich lebt auf Erden, laß seines richtigen Gebrauchs mich nie beraubet werden. 4. Der Sünde folgt Berderben nach, bald dieß, bald jenes Ungemach, an Leib und Seele Schmer=; zen. Fern seis von mir, durch ihre Schuld Gesundheit zu verscherzen. 5. Ein gleicher Muth in Freud' und Leid, zufriedner Sinn, und Mäßigkeit und Ordnung in Geschäften, dieß sei mein Ruhm, so wird gewiß kein Laster mich entkräften. 6. Gieb, daß ich meines Lebens Kraft, die deine Güte mir verschafft, aufs nüglichste verwende, und meinen Lauf zu deinem Ruhm' und Andrer Glück vollende. 7. Doch schickst du mir auch Krankheit zu, so gieb Geduld, gieb Seelenruh, das Leid mir zu verGesundheit.dfüßen. Mein Troft im Schmerz sei deine Huld, ein ruhiges Gewissen. 8. Und bringt die Krankheit mir den Tod, so müsse mich der Trost, o Gott, zum frohen Muth erheben: Nicht Tod, nicht Krankheit trifft mich mehr in jenem bessern Leben.********* Ehre 1 368 Verhalten gegen uns selbst. Ehre und Stand. 567. Mel. Wenn meine Sünd' mich 201 Herr, laß nach eitler Ehre mich niemals geizig sein. Gieb, daß dein Geist mich lehre, der Ehre mich zu freun, die ewiglich vor dir besteht und mit mir von der Erde zum Himmel übergeht. 2. Nie blende mich der Schimmer des Ansehns vor der Welt. Das bleib', o Vater, immer mein Ruhm, was dir gefällt. Wie bald entführt ein stolzer Sinn mich von der Demuth Pfade, verbirgt mir, wer ich bin! Lohn der Welt, an Menschen und Ehre bei guten Thaten fehlt 7. Nie laß mich Ruhm erschmi cheln, der mir doch nicht geh nie als ein Gleißner heucheln, Menschengunst bethört. Dem 6 ten meinen Fleiß zu weihn, Andrer Glück zu fördern, laß mi Bestreben sein. 8. Auf dieser Bahn der Ehre halte meinen Gang durch dein Sohnes Lehre mein ganzes lang. So werd' ich bei Verst digen das Glück des guten Nama mir gnug gesichert sehn. 6. Dein Beifall ist der beste, nach dem ich streben kann. Wenn ich mich dessen tröste, hab' ich genug daran, wenn mir es auch an 9. Gieb mir, o Herr, die G de, mich dieses Glücks zu f leit mich auf rechtem Pfade, solcher Mensch zu sein, den die Ehrenkrone schmückt, die er deine Frommen in jener Welt b glückt. 3. Nicht in Besik von Schågen und Gütern dieser Zeit laß meinen Ruhm mich sehen, sie sind doch Eitelkeit, sind oftmals auch des Thoren Glück, verlassen uns im Sterben und bleiben hier zurück. 568. 4. Laß mich ir Demuth leben, wenn mich die Welt verehrt, durch Mel. Vor deinen Thron tret' ich Stolz mich nie erheben, wenn sich Wer höher durch Gehurt st mein Unsehn mehrt. Und schenkst du mir der Erde Gut, o Bater, so bewahre mich auch vor Uebermuth. 5. Dich kennen, meine Pflichten mit Fleiß und Redlichkeit gewissen: haft verrichten, wie mir dein Wort gebeut, und überall mein Christene thum nach Jesu Vorbild üben, das sei mein wahrer Ruhm. ist, als seine Brüder, kenn', Christ, des bessern Udels Wer und Pflicht, den fühl' er, den a ehr' er nicht. 2. Er, sind ihm Brüder unte than, er sei ihr Vater, kein 2 rann, so mild und liebreich, gerecht: er ist wie sie, auch G tes Knecht. 3. Nicht wähn' er, weil er gr und frei, und reich und måd ist, er sei erhaben über R und Pflicht und Rechenschaft, wähn' er nicht. d 4.0 en 4. Er sehe, mehr beglückt von Sott, nicht mit Verachtung, oder Spott auf den, von dessen Fleiß er lebt, der ihm erwirbt, was ihn erhebt. that 5. Er hasse Grausamkeit und 3wang, verprasse nicht durch Müfiggang, was Gott ihm giebt, beglückt zu sein mit Undern, aber nie allein. Vermögen. 6. Froh neben ihm, mit ihm vergnügt sei, wer ihm seine Felder pflügt. Wohlthätig soll er sein: denn er ward darum nur des Urmen Herr. 7. Er, denn er hat mehr Macht, und Zeit zu höhern Thaten, sei bereit, auch mehr zu thun für Volk und Staat, von dem er seinen Vors ug hat. 8. Verächtlicher, als Sklaven, ist im Tod einst Jeder, der vergißt, daß er des Baterlandes Wohl auch mehr, als Undre, fördern soll. 9. Doch wenn ers nicht vergißt, so freut der Niedrige sich ohne Neid, weil er der Welt zum Segen lebt, den Gott mehr segnet, mehr erhebt, 10. Und spricht in seinem Tode dann: Das war ein edler, großer Mann; er, durch der Tugend Glanz verklärt, war seines Glücks und Borzugs werth. 369 mir Weisheit, gieb mir Kraft, das mit wohl hauszuhalten, auf daß ich, im Geringern treu, durch deine Gnade fähig sei zu größern Gnas dengütern. terting Vermogen. 569. 2. Mein Hab' und Gut kommt nur von dir; es ist dein milder Segen. Nicht zum Verderben gabst du mir mein zeitliches Vermögen, du gabst es mir zum wahren Wohl. So hilf denn, daß ichs, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. 3. Es ist das mir geschenkte Gut vergånglich, wie die Erde, gieb, daß ich nie zum Uebermuth dadurch verleitet werde. Nie reiß ein irdischer Gewinn mein Herz so weit zum Eiteln hin, daß ich mein Heil vergesse. 4. Was nütte mir die ganze Welt mit allen ihren Schäßen, verblendete mich Gut und Geld, mich dir zu widersehen? Verschmäht' ich, was dein Wort begehrt, was mir ein ewig Heil gewährt, wie elend würd' ich werden! 5. O schenke, Bater, schenke mir nur deines Geistes Gaben, so werd' ich, reich genug in dir, die besten Güter haben, so bin ich sicher deiner Huld, voll Freude, Friede und Geduld, nichts fehlt dann meiner Seele. 6. Den Geiz laß ferne von mir sein, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh' und Gewissenspein kann Reichthum nicht erlösen, er nuget mir im Tode nichts, und kann am Mel. Herr, wie du willst, so 2. Laß mich, o Gott, gewissenhaft Tage des Gerichts nicht meine Seele mein zeitlich Gut verwalten, giebdu retten. X a 7. Lehr 370 Verhalten gegen uns selbst. 7. Lehr du mich weise Sparsam lieben, die man mit Müh geni Feit, um das nicht zu verschwenden, bald schwelgerisch verzehrt, g was du mir gabst, nein, in der Zeit ruhelos bewacht, und ball es nüglich anzuwenden. Laß mich Fluch vermehrt. damit aus Dankbegier auch meinem Nächsten, nicht bloß mir, des Lebens Müh erleichtern. 5. Ein weises, frommes das sei mein Schaß auf G Sonst Ulles, nur nicht dieß, mir entriffen werden, dieß im Tod' auch mein, dieß folgt aus der Zeit zum seligsten G bis in die Ewigkeit. 6. Was sind, wenn dieses f die herrlichsten Vergnügen? süße Träume sinds, die unserns betrügen. Drum tenke, Gott Wunsch vom irdischen Gewinn deines Geistes Kraft zu ewga tern hin. 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft, gieb, daß ich dieß bedenke und dahin stets gewissenhaft des Geistes Sorgfalt lenke, so alle Gůter dieser Zeit zu nůßen, daß ich einst erfreut weit beßre Güter erbe. 570. Mel. D Gott, du frommer Gott 2. Laß mich doch nicht, o Gott, den Schäßen dieser Erden so meine Neigung weihn, daß sie mein Abgott werden. Oft fehlt. beim Ueberfluß doch die Zufriedenheit. Und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit? 2. Kann ein vergånglich Gut auch unsre Wünsche stillen? Es steht ja sein Besiß nicht bloß in unferm Willen. Nicht stets wirds dem zu Theil, der ångstlich darnach ringt, und schnell verlierts oft der, dem sein Bemühn gelingt. 3. Ein Gut, das unfern Geist wahrhaftig soll beglücken, muß nicht vergånglich sein und für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hats, und wünscht noch mehr, noch immer bleibt sein Herz von wahrer Ruhe leer. 4. O Gott, so wehre doch der Habsucht niedern Trieben und heilige mein Herz, die Güter nicht zu 571. Mel. Mir nach, spricht Chrif he Sohl dem, der beßre Schage als Schäße dieser Erden, wo der sich mit Eifer übt, an u reich zu werden, und in dem ben, deß er lebt, sich über Welt erhebt. 2. Wahr ist es, Gott ver uns nicht, hier Güter zu beh Er gab sie uns, doch auch die Pil mit Weisheit sie zu nügen. b dürfen unser Herz erfreun, u sers Fleißes Antrieb sein. 3. Doch nach den Gütern- Zeit mit ganzer Ecele schmadi nicht erst nach der Gerechtigkeida Gottes Reiche trachten, ist p eines Menschen Ruf, den Gol Ewigkeit erschuf? Vergnügen. 4. Der Geiz erniedrigt unser herz, ersfickt die edlern Triebe. Die Liebe für ein schimmernd Erz verdrångt der Tugend Liebe und machet, der Bernunft zum Spott, ein elend Gold zu deinem Gott. 5. Der Geiz, so viel er an sich rißt, läßt dich kein Gut genießen, e quält durch Habsucht deinen Grift, und tödtet dein Gewissen und rißt durch schmeichelnden Gewinn dich blind zu jedem Frevel hin. ? S 6. Um wenig Vortheil wird er hon aus dir mit meineid sprechen, dich gmingen, der Arbeiter Lohn unmenschlich abzubrechen, er wird in bir der Wittwen Flehn, der Waisen hránen widerstehn. 7. Wie könnt' ein Herz, vom Geize hart, des Wohlthuns Freuben schmecken und in des Unglücks Gegenwart den Ruf zur Hülf' entdecken? Und wo ist eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt and bricht? 51 8. Du bist ein Vater, und aus Geig entziehst du dich den Kindern, und läsfest dich des Goldes Reiz, hr Herz zu bilden, hindern und glaubst, du habst sie wohl bedacht, - wenn du sie reich, wie dich, gemacht. 9. Du hast ein richterliches Amt, und du wirst dich erfrechen, die Sache, die das Recht verammt, aus Habsucht recht zu prechen, und selbst der Jugend rößter Feind erkauft an die sich tinen Freund. 3. 371 10. Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frei zu leh ren, du schweigst, wenn sie dich reden heißt, ehrst, wo du nicht sollst ehren und wirst um ein verächtlich. Geld ein Schmeichter und die Pest der Welt. 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, daß ich mir gnügen lasse, Geiz ewig als Abgötterei von mir entfern und hasse. Ein weises Herz und guter Muth sei meines Lebens größtes Gut. Vergnügen. 572. Mel. D Gott, du frommer 2. Du, der so gern beglückt, gern Freuden uns bereitet, wie selig, wer von dir an Vaterhand geleitet, nur dann sich glücklich fühlt, wenn er zu dir sich hält und jede Lust vers schmäht, die dir, Gott, nicht gefällt. 2. Wie selig, wenn sein Geist zu dir, durch den er lebet, durch den er denkt und wählt, sich oft und gern erhebet, wenn er die Freude kennt, mit dir allein zu sein, erstaunt sich deiner Macht und deiner Huld zu freuns 3. Wie selig, wenn er selbst der Erde kleinre Freuden mit Maß und Weisheit wählt. Ihr Uebermaß wird Leiden. Nach arbeitvoller Müh' ist schuldlos ihr Genuß; wer nur der Freude lebt, fühlt Ekel und Verdruß. Na 2 4. D Verhalten gegen uns selbst. 372 4. O gieb, Allgütiger, gieb, daß auch meine Seele, wenn sie nach Freude strebt, nie jene Freuden wähle, die endlich doch gereun, es schlage meine Brust, vom Eiteln unverführt, nur für die reinre Lust. 5. Laß meine Tage mich durch eitles Spiel nicht tödten, nie vor der Tugend mich bei meinem Scherz erröthen, nach treu vollbrachter Pflicht darf ich der Ruh mich freun, doch keinen Augenblick des Lasters Freuden weihn. 6. Vernunft und Tugend sei Ge fährtin meiner Freuden, dem Schwelger laß mich nie sein kurzes Glück beneiden, was mir an Reichthum fehlt, erfest Sufriedenheit, der frohste Sinn wohnt stets bei stiller Häuslichkeit. 7. Der Tag der Fröhlichkeit sei niemals ganz verloren. Ich ward zum Dienst der Welt, zum Spielwerk nicht geboren. Erholung sei er mir, es stärke mich mein Muth, des Guten mehr zu thun, so oft ich ausgeruht. 8. Nie laß durch meine Lust den årmern Bruder leiden; der Tag, der mich beglückt, sei auch ihm Tag der Freuden. Ist er verlebt, wohl mir, wenn er mich nie gereut, nie scheid' er ohne Dank für den, der mich erfreut. 573. Mel. Wer nur den lieben Gott 20. Wie mannichfaltig sind die Gaz ben, wodurch uns, Herr, dein Wohlthun nährt, und die, als Leib zu laben, uns täglich Huld gewährt! Auch das, w ser Mund genießt, zeigt un freundlich, Gott, du bist. 2. Du giebst uns Brot fu ser Leben und läsfest auch, zu erfreun, die Mittel, di Nahrung geben, so viel, so man faltig sein. Wie angenehmi Genuß von dem, was uns em muß! 3. Doch laß die Kraft, vergnügen, die du in Spi Trank gelegt, mich nie, o so besiegen, daß sie zum St gen mich bewegt, laß, dein ben mich zu freun, mich mi Genusse sein. 4. Mit Speis und Tra Herz beschweren, wie steht nem Christen an? Dadurc das, was uns ernähren und fern Geist erquicken kann Gift, das in die Adern s und Krankheit, Schmerz un erzeugt. 5. Die Schwelgerei zerst Kräfte zur Arbeit, zeuget gang, Spaß gegen nüglicht schäfte, Betrug und Um Streit und Bank, erniedrig E ters Thier herab und stürze der Zeit ins Grab. 6. Wer sich den Bauch Gott erkoren, unmäßig dein ben braucht, der ist fürs hie reich verloren, zu dem kein s der Lüfte taugt. Gott, la Gebrauch dieses Lebens. ja dies after scheun, enthaltsam, mißig, nüchtern sein! 7. So oft ich Speis' und Trank genieße, so laß es mit Vernunft geschehn und, daß ich Beides mir erfüße, mit Dank auf dich, den Geber, fehn, auf dich, der du uns järtlich liebst und Nahrung und Erquicung giebst. 574. Mel. D Welt, sich hier dein 2. Was ist mein zeitlich Leben, das du mir, Gott, gegeben? ein unsházbares Gut. Du gabst mirs, hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. 373 5. Was leicht in Krankheit stürget, das Leben oft verkürzet, las laß mich mit Sorgfalt flichn; doch auch nicht angstlich zagen, für meine Pflicht zu wagen, was du mir, Gott, für sie verliehn. Gebrauch des gegenwärtigen auf. Lebens. 2. Hier wird die Saat gestreuet, dort erntet man erfreuet der Tugend Früchte ein. Je långer ich hier lebe und gut zu handeln strebe, je gröer wird mein Glück dort sein. 3. Sollt' ich dieß Glück mir rauben? O Herr, laß mir, im Glauben der künftgen Erntezeit mein Leben hier auf Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut. 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ist wiinder meine Pflicht. Ein redliches Gemüthe lohnt nie mit Undank Güte, entweicht auch dem Berufe nicht. 6. In deine Baterhånde empfehl ich, Herr, mein Ende und meiner Tage Lauf. Es sei mein ganzes Leben dir hier zum Dienst ergeben, hilf du selbst meiner Schwachheit 7. Was nugt ein langes Leben, wenn man nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugend strebt? Wer Gott und Menschen liebet, und sich im Guten übet, nur der hat lang' und wohl gelebt. 575. Mel. Wer nur den lieben Gott u, Du gabst mir, Vater, dieses Leben nicht für den Augenblick der Zeit, du hast es mir, mein Gott, gegeben zur Aussaat für die Ewigkeit. Hier kann ich nur den Saamen streun, die Früchte ernt ich dort erst ein. 2. Du schenkteft mir Verstand und Willen; die Wahrheit zu erken nen, Licht; Kraft, deine Vorschrift zu erfüllen, und lehrtest selbst mich meine Pflicht; zur Tugend gabst du mir Gefühl; und Freiheit, was ich wählen will. 3. Du gosfest zwar auf dieser Erde viel Unmuth, Pracht und Schönheit aus und schmückteft durch dein mächtges: Werde! auch meiner Scele Verhalten gegen uns selbst. 374 Seele irdisch Haus, gabst mir der Sinne fein Gefühl und dadurch auch der Freuden viel. 4. Doch einst muß ich dieß Leben schließen, weil dieß mein irdisch Haus zerbricht. Drum soll ich zwar der Welt genießen, doch als genoff' ich ihrer nicht, ich soll der Sinne Lüste fliehn, wenn sie mich hin zur Sünde ziehn. 5. Dein Unterricht sei nicht vergebens. Gieb, Vater, daß ich ihm getreu, und beim Genusse dieses Lebens auch einst zu jenem tüchtig sei. Vollkommne Freude wohnt nicht hier, wohnt nur im Himmel, Gott, bei dir. 6. Wohl mir, wenn ich es muthig wage, der großen Hoffnung werth zu sein, und diese kurzen Uebungstage dir und der Zugend ganz zu weihn; wenn nie mein Fuß den Pfad verliert, der mich zum bessern Leben führt; 7. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Luft des Fleisches und der Welt, und jede Lockung überwinde, die meinem Herzen Neße stellt; wenn ich ein treuer Kämpfer hier, dort Sieger bin, gekrönt von dir. 8. O gieb mir deines Geistes Stärke, der du in Schwachen måchtig bist, mir, der zu diesem großen Werke zu schwach und noch zu sinnlich ist. Das Eitle lehre mich ver= schmähn und auf das ewge Kleinod sehn. 9. Hilf, daß ich in gesunden Zagen schon oft zu meinem Grabe geh und da, bei Freuden und bei gen, auf dich und deine Zukunft damit ich, meiner Pflicht get des höhern Lebens fähig sei. m 576. Mel. Welt, sich hier dein x. Einst selig dort zu werden, ist und bleibt auf Erden mein ger Beruf. Gott, dem ich fr glaube, weckt wieder aus Staube mich, den er einst Staub' erschuf. 2. Die Erde, da wir wallen, straucheln, stehn und fallen, i ein Pilgerland, das uns zum melleitet, zur Ewigkeit bereitet Frommen kurzer Prüfungsstan 3. So soll nicht Luft, noch von meinem Gott mich sch mich, der ich ewig bin. Was mein irdisch Leben? wozu ist gegeben? wie lange währts, dahin. 4. Einst selig dort zu wer das ist und bleibt auf Erden heiliger Beruf. So sei all Bestreben, nur ihm allein zu ihm, der zur Ewigkeit mich 577. Mel. Kommt her zu mir, spricht: Ich fühle, daß ich sterblich Mein Leben welkt, wie Gras, d hinfällig gleich dem Laube. weiß, wie unerwartet bald bes Gebrauch dieses Lebens. ten Ruf an mich erschallt: Komm wieder, Staub, zum Staube! 2. Wenn mich das finstre Grab verschlingt, ein tiefes Schweigen mich umringt, mich die Verwesung naget, alsdann bleibt Ulles doch zurück, und hätte gleich ein günftig Glück mir keinen Wunsch verfaget. 3. O Thorheit, wenn ich mich verkannt und nach der Erde Lieb, lingstand, nach großem Gut gegeizet, wenn mich der Ehre schimmernd Kleid und aller Prunk der Gitelkeit zu niederm Neid gereizet. 4. Berlangt mein leiser Wunsch zu viel? verfolg' ich ein zu weites 3iel auf ungewissem Pfade? O Gott, ich beuge mich vor dir. Hier bin ich, es geschehe mir nach deiner eweisen Gnade. 5. Der Mensch, der aufgeblasne Thor, schreibt seinem Schöpfer Beisheit vor, muret immer, klagt und weinet. Gott liebt ihn mehr, als er sich liebt, da seine Huld nicht alles giebt, was Jedem nüßlich scheinet. 6. Er wird auch mein Versorger sein, und nicht ein irdisch Glück als lein will mir mein Vater geben. Dieß Leben ist ein Augenblick, ein Frühlingstraum das långfte Glück; ich soll unsterblich leben. 375 Lockung falscher Lust mich zu verführen strebet. 7. Gedanke der Unsterblichkeit, der über Erd' und Welt und Zeit ein edles Herz erhebet, errege dich in meiner Brust, wenn manche 8. Verderblich im Genusse sind des Lasters Freuden, die geschwind und stets mit Reue fliehen. Sch bin ein Pilger in der Zeit, nur Freuden einer Ewigkeit verdienen mein Bemühen. 9. Drum lenk', o Ewiger, mein Herz schon hier auf Erden himmelwärts, entreiß es niedern Lüften. Mach Undre reich; mich mache du nur weise, nur voll Seelenruh, nur, Gott, zum wahren Christen. 578. Mel. Jesus, meine Zuversicht 26. Herr der Zeit und Ewigkeit, gieb doch, daß ich bis ans Ende, so wie mir dein Wort gebeut, flüglich meine Zeit verwende, die mir noch dein weiser Rath auf der Welt beschieden hat. 2. Wie ein Traum, so schnell entfliehn Jahre, Monden, Tag und Stunden. Das, womit wir uns bemühn, ist mit ihnen nicht der Vergeltung verschwunden, Ewigkeit folgt auf dieſe Arbeitszeit. 3. Gott, wie thôricht hab' ich schon hier so manche meiner Seiten, die bereits mir sind entflohn, unter schnöden Eitelkeiten und auf solche Art verbracht, die mich jetzt bekümmert macht. 4. Doch erbarmend schenkst dur mir jetzt noch Zeit und Raum zur Buße. 376 Buße. Herr, ich komm' und falle dir flehend und beschämt zu Fuße, sei mir gnädig! Sich, mich reut meine hier verlorne Zeit. 5. Wiederbringen kann nicht, was mir einmal ist verſchwunden; doch bin ich der Zuversicht, nug' ich nur getren die Stunden, die du mir noch ferner schenkst, daß du gnåbig mein gedenkst. 6. Lehre mich, die kurze Frist, die du mir haft zugemessen, so, wie es dein Wille ist, brauchen und es nie vergessen, hier nur sei die Ueburgs zeit zu dem Glück der Ewigkeit. Verhalten gegen uns selbst. 7. Sien muß ich hier mit Fleiß zu der Ernte jenes Lebens. O wie glücklich, daß ich weiß, dieß geschehe nicht vergebens! Ewig freut sich seiner Saat, wer hier treulich Gutes that. 8. Gott, laß deinen guten Geist mich zu dieser Weisheit führen und, wie es dein Wort verheißt, meinen Wandel so regieren, daß ich Gutes hier ausstreu', und mich dessen ewig freu. 579. Mel. Meinen Jesum laß ich nicht zt. Herr, ich hab' aus deiner Treu mir zum Heil noch Zeit in Händen. Gieb, daß ich beflissen sei, sie auch weislich anzuwenden: denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die mir zugezählten Stuns den. Wie ein Traum, sind sieb hin, und auf ewig mir verschw den. Nur der Augenblick ist mei deß ich mich noch jetzt kann frem 3. Laß bei ihrer Flüchtig mich, mein Gott, bech nie vo wie unschäßbar sei die Zeit, dich hier uns zugemessen, wie, was von uns geschieht, ewge Folg nach sich zicht. 4. Reize mich dadurch zum eh die Zeit des Heils verlaufen, zur Wohlfahrt, dir zum Preis, j Stunde zu erkaufen, die zu mi ner Seligkeit deine Gnade mit leiht. 5. Deine schonende Geduld tr mich hier nicht vergebens. Kam gieb mir meine Schuld, wenn manchen Theil des Lebens ich meiner Seele Wohl nicht gebrau so wie ich soll! mein Hauptgeschäfte achten 6. Laß mich meine Befferung nach meiner Heiligung mit treuem Eifer trachten, als er tete noch heut mich Gericht Ewigkeit. 7. Deine Gnade steh mir daß mein Leben auf der Erde m an guten Werken sei, und ich zum Himmel werde. Nahet da mein Ende sich, o so stark tröste mich! 580. Mel. Wer nur den lieben Gott& daß von meinen Lebenstag doch keiner ganz verloren sei! Lor Gebrauch dieses Lebens. blorne Stunden, ach sie nagen zu treu. Nimm mit erkenntlichem spát das Herz mit Gram und Reu', und den entflohnen Augenblick bringt kein Gebet, kein Flehn zu ruck. Gemüth der nahen Stunde wahr, sie flicht. 1 2. Getäuscht von eiteln Kleinig keiten, vorlierst du deines Lebens 3weck, verschiebst dein Heil auf ferne Zeiten und wirfst so sorglos Jahre weg. Bist du, verwegner Sterblicher, des nächsten Augen blickes Herr? 3. Einst Ewigkeiten zu besigen, sollst du des kurzen Lebens Zeit, als deine Saatzeit, weislich nüßen und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: Sieh, Eins ist noth, was säumest du? 2. Laß jeden meiner Augenblicke, to Gott, mir innig theuer sein, die Beit, die du zu meinem Glücke mir gabst, durch Sünde nie entweihn, nie durch die Luft der Eitelkeit, die doch zulegt das Herz bereut. din. 3. Noch ist es Tag, jest laß mich Werke der Tugend wirken, eh die Nacht, wo Niemand wirkt, er scheint, jetzt stärke mich deine Lieb' und deine Macht. Wie viel ist noch für mich zu thun! und ich, ich sollte jest schon ruhn? M 377 31 4. Auf, auf, mein Geist, laß keine Stunde des Lebens ungenügt vore bei, auf! schwör' es jetzt mit Herz und Munde und sei dem ernsten Schwur getreu: Dir, Herr der Seit und Ewigkeit, sei jeder Augenblick geweiht. $ 65 Sabe Kirur 4. Drum cil' und rette deine Seele und denke nicht: Ein andermal! Sei wacker, bet' und überzähle der Menschentage kleine Zahl. Geseßt, dein Ende war auch fern, sei fromm und wandle vor dem Herrn. 5. Mit jedem neu geschenkten 5. Dann seh' ich an der Laufen Morgen erwecke dich zu dieser bahn Ende getroft auf meine Tage Pflicht. Sprich: Dir, o Gott, ist hin, und sage: Herr, durch deine nichts verborgen, ich bin vor deiHände empfing ich, was ich hab' nem Angesicht und will, mich deiund bin, hier ist mein Tagewerk, ner Huld zu freun, mein Leben deinicht mein, dein ist der Ruhm, die nem Dienste weihn. Ehre dein! 6. Erleucht' und stårke meine Seele, weil ohne dich sie nichts vers mag. Du gönnst, daß ich mein Heil erwähle, ans Gnaden mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, die deine Langmuth 581. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Es eilt der lette von den Tagen, die du hier lebst, o Mensch, herbei. Erkauf die Zeit, und, statt zu klagen, sie sei zu kurz, gebrauch sie mir gewährt! 7. Wohl mir, wenn ich aus allen Kräften nach Gottes Reiche hier ge strebt, 378 strebt, in gottgefälligen Geschäften die Pilgertage durchgelebt und einst im Glauben sagen kann: Du nimmst mich, Herr, zu Ehren an. 8. Mein sprachlos Flehn bei meis nem Ende vernimmst du, Herzenskündiger. In deine treuen Vater hånde befeht' ich meinen Geist, o Herr, er schwingt sich über Grab und Welt zu dir, wenn seine Hütte fallt. ht Verhalten gegen uns selbst. $ 164. So lang' ich noch auf Erda wohn', erwecke mich, o Gott Sohn. Verborgen ist mein Todes tag, der große Tag, gieb, daß stets bereit sein mag. 5. Was hilft die Welt in Tode noth? was Ehr und Reichthus nach dem Tod? Bedenks, o Mens was eilest du dem Schatten u Kein irdisch Glück giebt wahre Muk 6. Weg, Eitelkeit, der Thom Lust! mir ist ein beßres Gut b wußt, dahin allein geht mein Be gier, das bleibet mir. Herr Je mich verlangt nach dir. 582. Mel. Sefus, meine Zuversicht 2. Gott, wie flügelschnell entfliehn unsre Tage, unsre Stunden, ch wirs denken, sind sie hin, schneller, als ein Blig verschwunden! Wäre doch von unsrer Zeit jede Stunde dir geweiht! 2. Lehr' uns, daß die kurze Frist, die du uns hast zugemessen, wie ein Strom vorüberfließt. Niemals laß es uns vergessen, hier sei Vorberei tungszeit für die nahe Ewigkeit. 3. Sáen laß uns dann mit Fleiß zu der Ernte jenes Lebens. O wie glücklich, wer es weiß, auch er lebe nicht vergebens! Gwig freue sich der Saat, wer hier wohl gefäct hat! in Todes Nacht! O Seele, nimm dies wohl in Ucht. 2. Dieß Leben ist gleich einen Traum, gleich einem leichten Wo serschaum ist alle seine Herrlichkeit Der Strom der Zeit reißt schn uns fort zur Ewigkeit. imd 3. Nur du, mein Gott, du ble best mir das, was du bist, ich tra dir. Es falle Berg und Hügel hi mir bleibts Gewinn, wenn dein todt und lebend bin. 583. Mel. Ich hab' mein' Sach Gott u. Wie fleucht dahin der Menschen Zeit, wie eilen wir zur Ewigkeit! wie Mancher sinkt, eh ers gedacht, ch 7. Wie wird mir sein, wenn i dich seh' und froh zu deiner Recht steh! O mein Erlöser, stärke mit daß eifrig ich bis an mein Enk liebe dich. 584. Mel. Aus der Tiefen rufe ich 1. Ohne Raft und unverweilt, St men gleich, o Seele, cilt deine kur Pilgrimszeit in das Meer de Ewigkeit. 2. Nim nd Le QU Gesinnungen gegen diese Welt. 379 2. Nimm auch Stunden wohl in vor deinem Thron meiner Arbeit Ucht, wirke Gutes: denn die Nacht, Gnadenlohn. wo man nichts mehr wirken kanh, kommt und rückt oft schnell heran. 3. Jeht noch ist der Tag des heils, frei die Wahl des besten Theils. Stell dich dieser Welt nicht gleich, werd' an guten Werken reich. 585. Mel. Alle Menschen müssen 2c. 4. Wenn du deine Zeit vers träumst, sie in tråger Ruh ver- Schön bist du, o Weltgebäude, sáumst, sie verschwendest liederlich, weh dir, naht dein Ende sich. 5. Der Versäumniß deiner Pflicht folgt im göttlichen Gericht, wenn der Tod dich hingerafft, eine strenge Rechenschaft. doch nicht frei von Noth und Tand; beffer ist, als Erdenfreude, Seligkeit in jenem Land. Denen, welche dieß nicht fassen, will ich ihrer Weltlust lassen, meine edlere Bez gier, Jesu, geht allein nach dir. 6. Gott, du meiner Tage Herr, hilf mir, daß ich Sterblicher, ein gedenk der Ewigkeit, weislich nüge diese Seit. 7. Jede Stunde, da mein Geist sich der Erde mehr entreißt, bringt mir, flieht sie gleich dahin, dennoch ewigen Gewinn. Be 8. Jede Stunde, da ich hier Undern nüße und vor dir redlich handle, dauert dort stets in ihrem Lohne fort. 9. Laß mir diesen Werth der Zeit und der frommen Thätigkeit tåg lich, Gott, vor Augen sein, daß ich Trägheit lerne scheun. 10. Steh mit deiner Kraft mir bei, daß ich, meiner Pflicht getreu, die zum Preis und mir zum Glück nuge jeden Augenblick. Gesinnungen gegen diese Welt. 11. Dann vertausch' ich diese Zeit ruhig mit der Ewigkeit, finde da 2. Müde, die der Arbeit Menge und der harte 3wang bedrückt, Wandrer, die des Weges Långe und der Sonne Gluth erstickt, Pilger, matt von schweren Lasten, wüns schen sich, bald auszurasten, bald zur Heimath einzugehn und die Ihrigen zu schn. i 23 3. Gott, ich bin ein Gast auf Er den, hier ist nicht mein Vaterland. Meine heimlichen Beschwerden sind dir alle wohl bekannt. O so höre meine Bitte: Aus des Lebens mors: scher Hütte führ den Wohnungen der Ruh deinen můden Pilger zu. 4. Eitelkeit der Eitelkeiten! Was ist aller Müh Gewinn? Lust und Freude, Jugendzeiten, o wie schnell fahrt ihr dahin! Nichts kann die Begierde stillen, nichts die leere Sehnsucht füllen. Was ist alles Erdengut? Selig, wer in Friede ruht. 5. Huns 380 5. Hundert Freunde, ganze Heere von Bekannten schlafen schon, und ich schiffe noch im Meere, wo ver borgne Klippen brohn, wo bei schnellen Wirbelwinden kein gewisser Weg zu finden. Mich verlangt nach sichrer Ruh, drum eil' ich dem Hafen zu. Verhalten gegen uns selbst. 6. Komm, o Tod, des Schlafes Bruder, komm und führe mich nur fort, lose mich vom schweren Rus der, führe mich zum Freudenort. Es mag, wer da will, dich scheuen, mich kannst du vielmehr erfreuen: denn du bringest mir Gewinn, führest mich zu Jesu hin. at 7. Jesu, dich wünsch' ich zu grüBen, deine Freuden will ich sehn, deinen Unterricht genießen, mit dir in bein Reich eingehn. pimmet Luft! Ich seh', ich höre euch, ihr selgen Engelchöre, froh steigt euer Lied empor. Uch euch fast kein sterblich Ohr! giprince 8. Noch bin ich auf dieser Erde, fern von jenem hohen Ziel, eh ich abgerufen werde, duld' ich noch vielleicht sehr viel. Doch ich will mich aufwärts schwingen, beten will ich, eilen, ringen, siegen will ich machtiglich. Jesu, dein Geist stärke mich. dar amb 586.210 Mel. Gott der Vater wohn' uns 26. Du hast uns nur kurze Zeit zu unferm Heil gegeben. Plößlich folgt die Ewigkeit auf unser flüchtig Le ben. Ullenthalben droht Gef eh wir ans 3iel gelangen. D Geist, mit Staub umfang schwächt irdisches Verlangen, u die Welt reizt immerdar zu ih süßen Sünden. Olehr' uns übe winden uns selbst, und Welt un Sünden, richt' auf uns dein Ung sicht, Gott, und verlaß uns Schm che nicht. 2. Uch die Kürze dieser Zeit l täglich uns betrachten und d Werth der Seligkeit unendlic theuer achten! Groß und schwer unsre Müh, bis wir den Lauf vol enden. Wer darf mit vollen Hi den hier seine Zeit verschwenden! Er verliert auf ewig sie, wird em sich mit Thránen nach ihrer Ric fehr sehnen. Umsonst sind sein Thränen, er verlor hier seine Zeit mit ihr das Heil der Ewigkeit. 3. Wenn die lusterne Begier na Reichthum, Wollust, Ehre uns un suchet, als wenn hier des Lebens Endzweck wäre, ach dann halt' un daß wir nicht vom rechten Weg weichen, laß uns das Ziel erreichen nicht tråge sein noch weichen! Un ser Ziel ist dort im Licht, wo d den wir verlangen, vor uns bi hingegangen, uns wieder zu em pfangen. Unsre Pilgrimschaft if hier, und unser Vaterland bei dit. 4. Laß, o Gott, der Welt nicht zu, daß sie dein Volk verführe und die Herzen mehr, als du, als dein Himmel, rühre. Wem sie locket, stårk' uns dann, ihr Alles zu verfagen, mit ihr den Kamp you zu wagen und ihren Haß zu tragen. Sie mag reizen, wenn sie kann, ihr Beispiel mag entzünden, die noch in ihren Sünden des Lebens Freuden finden, wir, des Himmels Bürger schon, wir kennen sie und ihren Lohn. mm ben M ww Lo den woll A 100 cit et 16 CIT 44 ₁ El Himmlischer Sinn. 381 auf, hinauf zum Himmel hin! Ein Christ muß himmlisch werden. 5. Ja, dein Heil ist werth, daß wir darnach mit Weisheit trachten, und der Erde Güter hier für nichts dagegen achten, und der Erde Sünden fliehn, und deinen weisen Witlen von unserm Heil erfüllen, nicht unsern Eigenwillen, an dich glauben und an ihn, den du dahin gegeben, Unsterblichkeit und Leben der Sünderwelt zu geben. Unsers Kampfes Angst und Müh, wie herrs lich, Gott, belohnst du sie! 6. Hilf uns, Gott, in unserm Streit und laß uns nicht ermüden. Führ' uns zu der Ewigkeit und nimm uns auf in Frieden. Zeig uns jenen großen Lohn, der deine Kinder krönet. Auch er, der uns verföhnet, stritt und ward dann gekrönet. Laß uns so, wie er, dein Sohn, mit deinem Wort uns růsten. Die Welt mit ihren Lüsten beherrsche nie uns Christen. Bring' uns unserm Biele nah. Uch wår? der Tag des Siegs schon da! Himmlischer Sinn. 587. Mel. Ich dank dir schon durch zc. Christ, erhebe Herz und Sinn, was hångst du an der Erden? Hin 2. Was bist du in der Welt? ein Gast, ein Fremdling und ein Wandrer. Wenn du kurz hausges halten haft, so erbt dein Gut ein Undrer. 3. Was hat die Welt? was beut sie an? nur Land und eitle Dinge. Wer einen Himmel hoffen kann, der schäßt die Welt geringe. 4. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch den Sinn aufs Niedre lenken? Nur wer an Gott denkt, denket hoch. So müssen Christen denken. 5. Wenn dich die Last der Leiden drückt, schau drum nicht muthlos nieder, schau frei empor, sprich: mich erquickt der Herr doch endlich wieder. 6. Der Christen hohes Bürgerrecht ist dort im Vaterlande. Der Christ, der irdisch denkt, denkt schlecht und unter seinem Stande. 7. Dort ist das rechte Canaan, wo Lebensströme fließen. Blick oft hinauf, der Unblick kann den Leidenskelch versüßen. 8. Dort oben ist des Vaters Haus. Gott theilt zum Gnadens lohne den Ueberwindern Kronen aus, kämpf auch um diese Krone. 9. Dort ists den Engeln süße Pflicht, der Gottheit Ruhm zu singen. Freund Gottes, sehnest du dich nicht, mit ihnen Gott zu singen? 10. Dort wohnt Gott, Vater, Sohn und Geist, mit Licht und Glanz Verhalten gegen uns selbst. 382 Glanz umgeben. O Glück, das dir dein Gott verheißt: Wo Gott lebt, follst du leben. 11. Dort herrscht dein Heiland, Jesus Christ, du, los von den Beschwerden, sollst dem, durch den du selig bist, an Klarheit ähnlich werden. 12. Spilf stets, mein Heiland, hilf du mir, daß ich den Geist erhebe, und, daß ich jetzt und ewig dir zu Ehren denk' und lebe. 588. Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. Bater, den mein Herz verehret, dem mein Leben angehöret, heilig sei mir dein Gebot, über Alles dich zu lieben, deinen Willen gern zu üben und dir treu zu sein, o Gott. 2. Ohne dich ist doch kein Friede, und die Seele strebt sich müde rach dem Blendwerk dieser Zeit. Ihren Durst kannst du nur stillen, und du willst ihn gern erfüllen hier und auch in Ewigkeit. 3. Gieb, daß schimmernd Glück der Erde nie für mich verführend werde, deine Huld sei mehr mir werth. Sie nur ist das Glück der Seelen, und das werd' ich nicht verfehlen, wenn mein Herz dich kindlich ehrt. 4. Friede werd' ich im Gewissen, hier den Himmel schon genießen, lieb' ich herzlich dich allein. Such' ich, Bater, mehr als Allen, such' ich dir nur zu gefallen, so find de Freuden mein. 5. Kann ich, wenn mich And hassen, mich auf dich nur, Got verlassen, und verdammt mein he mich nicht, o so bin ich vol Freude und verlier, auch wenn i leide, nicht den Muth zu meine Pflicht. 6. Laß den Reiz der Eitelkeit nie von dir mein Herz ableite bleib du mir mein höchstes Gut Hilf mir, den Betrug der Sünde sehn und standhaft überwinden, gi dazu mir Kraft und Muth. 7. Lenke, Bater, mein Beftree hin zu einem bessern Leben, leb mich, schon in der Zeit mich a Ewigen ergehen, hier den Wer der Dinge schågen, wie einst in d Ewigkeit. 589. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner Mein Leben ist ein Prüfung stand, der Himmel ist mein Vat land, nicht find' ich Nuh' auf Erda Ich suche meines Gottes Stadt, er uns dort erbauet hat, da wa ich selig werden. Mein Leben ein Prüfungsstand, der Himmel mein Vaterland. 2. Wie Schatten vor der Sonn fliehn, so fliehet meine Zeit dahi hier ist nicht, was ich wähle, it eile nach der Ewigkeit. Ach ma mich dazu bereit, bewahre mein Seele, gieb, daß ich als ein wah Chri Shrift stets suche, was im Himmel ist. 3. Der Tugend Hindernisse, Gott, sind viele, Trübsal, Noth und Spott muß oft der Fromme lei den. Der Weg ist schmal und weit das Ziel; und doch sind seiner Feinde viel, und wenig oft der Freu den. Und dennoch solls ihn nie gedein Pilger hier, o Gott, zu reun, sein. 4. Hilf darum mir, o Jesu Chrift, der du mein Heil geworden bist, hilf mir und allen Fromgid IV. Verhalten ola Sut Lebr Q sert de Verhalten gegen Andere. Menschenliebe. 590. Mel. Gott, du frommer Gott. Gieb mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menschen licbet, bei seinem ** Wohl sich freut, bei seiner Noth ng betrübet, ein Herz, das Eigennutz att und Neid und Hårte flieht und sich de um Andrer Glück, wie um sein Glück bemüht. 2. Seh' ich den Dürftigen, so laß mich gütig eilen, von dem, was el du mir giebst, ihm hülfreich mitzuh theilen, nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu sein und mich geehrt zu sehn, nein, Menschen zu erfreun. bra 3. Dieß sei mein Gottesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, müss' Undern stets mein Herz mit Rath 383 men. Laß auf der Selbstverläugs nung Pfad, den auch dein Fuß ge= wandelt hat, mich hin zum Ziele. kommen. Streit' ich mit dir nur standhaft hier, so herrsch' ich ewig auch mit dir. 5. Verleihe mir Beständigkeit, laß mich mit Unerschrockenheit den Weg des Lebens gehen. Fall' ich, so hilf mir gnädig auf, hilf mir vollenden meinen Lauf, laß fest in Noth mich stehen, getroft auf deinen Schuß vertraun und selig einst dein Untlig schaun. gegen Undere. und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohl= that an, nein, was ich Brüdern thu, das sei dir, Herr, gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Durftigen begegnet, ein Blick voll Troft, mit dem mein Herz Bedrångte segnet, ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Undre stårkt, nichts bleibt, ſo klein es ist, von dir, Herr, unbes merkt. 5. Sucht wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten, so laß mich forgsam sein, der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmåhsucht störe nie mein Mund des Nächsten Nuh, er rühme sein Verdienst, deck seine Fehler zu. 6. Die Rach' ist dein, o Gott, du sprichst: Ich will vergelten. Drum laß mich stille sein, wenn Menschen auf mich schelten. Gieb, daß MESE CU 384 daß ich dem verzeih, der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. Verhalten gegen Andere. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlergehen mit eingeschränktem Blick bei meinem Nachsten sehen; noch stärker müsse mich fein ewig Glück erfreun, noch mehr sein Seelenheil mir angelegen sein. 8. Den, der im Glauben wankt, zu leiten und zu stärken, den, der noch sicher ist bei seinen bösen Werken, von der verkehrten Bahn des Lasters abzuzichn, dazu verleih mir Kraft, und segne mein Bemühn. 35 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe, durch deine Lieb' und Furcht zu wahrer Men= schenliebe. Wer nicht den Nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen sein. The 591. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2c. Allen Christen, und auch mir hat der Herr dieß vorgeschrieben: Eu ren Nächsten sollet ihr, als euch selbst, von Herzen lieben. Christen, was Gott hier gebeut, sei uns heilig allezeit. 2. Wir sind Bürger einer Welt, Kinder eines Vaters, Brüder, wer sie schmäht und unwerth hält, wüthet wider seine Glieder: denn wir find ein Leib, Gott schuf uns zu eie nerlei Beruf. 3. Eine sterbliche Natur,& gebrechlichs, kurzes Leben, Hoffnung hat uns nur Gott of Unterschied gegeben; Eine St und Seligkeit wartet unsrer der Zeit. 4. Und wir sollten uns entzwe lieblos uns einander hassen? m zu unsrer eignen Pein, Stolzu Neid beherrschen lassen? Wer in Freund des Nächsten ist, ist für kein Mensch, kein Chrift. 5. Ehre, Reichthum, Wür Stand, Seelenkräfte, Leibesgab und was wir aus Gottes Hand for für einen Vorzug haben, Ulles di befreit uns nicht von der Mensc liebe Pflicht. 6. Nein, der Gaben Unterschi knüpft das große Band auf Erde Jeder, wenn er sich bemüht, kan dem Undern nüßlich werden. Da der dir hier dienen muß, nährt Recht dein Ueberfluß. 7. Dein Erlöser sagt es di Wer hier der Geringsten eine pflegt, der thut es selber mir, de ihr Alle seid die Meinen. Mande den die Welt verschmäht, ist Gottes Uug' erhöht. 8. Darum gieb uns, Gott, Herz voll von wahrer Mensch liebe, das an Undrer Freud' Schmerz Untheit nehm' und g das übe, was der Liebe Pflicht gehrt, wie sie uns dein Sohn klärt. 9. Diesem großen Mensche freund laß uns Alle ähnlich werde daß wir hier mit ihm vereint, n Col Menschenliebe. vollbrachtem Lauf auf Erden, einst auf ewig bei ihm sein, seiner Lieb' uns ganz zu freun. 592. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 20. UN L So jemand spricht: ich liebe Gott, und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb', und will, daß ich den Nächsten liebe, gleich als mich. 2. Wer dieser Erde Güter hat, di und sieht die Brüder leiden, und macht den Hungrigen nicht satt, list Nackende nicht kleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht, und be hat die Liebe Gottes nicht. 3. Wer seines Nächsten Ehre famåht und gern sie schmähen hdmret, sich freut, wenn sich sein Feind vergeht und nichts zum Besten kehdi ret, nicht dem Verleumder widerspricht, der liebt auch seinen Brumen der nicht. E 4. Wer zwar mit Nath', mit Troft und Schuß den Nächsten unterstüßet, doch nur aus Stolz, aus Eigennuß, aus Weichlichkeit ihm nüzet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 5. Wer harret, bis, ihn anzuflehn, ein Dürftger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, der im Verborgnen weinet, nicht gütig forscht, obs ihm gebricht, der liebt auch seinen Nächsten nicht. 385 6. Wer Undre, wenn er sie bes schirmt, mit Spårt' und Vorwurf quålet und ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet, wie bleibt bei seinem Ungestům die Liebe Gottes wohl in ihm? 7. Wer für der Armen Heil und Sucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet, nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. 8. Wahr ist es, du vermagst es ben; doch bist du nur geneigt, die nicht, stets durch die That zu lies, pflicht getreulich auszuüben, und wünscheft dir dic Kraft dazu und sorgst dafür, so liebest du. 9. Ermattet dieser Trieb in dir, so such' ihn zu beleben. Sprich oft: Gott ist die Lieb', und mir hat er sein Bild gegeben. Denk oft: Gott, was ich bin, ist dein, sollt' ich, gleich dir, nicht gütig sein 10. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder, drum diene deinem Nächsten gern: denn wir sind Alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 11. Ein Heil ist unser Aller Gut. Ich sollte Brüder haffen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? Daß Gott mich schuf, und mich versühnt, hab' ich dieß mehr, als sie, verdient? 12. Du Bb sest on n 386 12. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen, ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? Verhalten gegen Andere. 13. Was ich den Frommen hier gethan, dem Kleinsten auch von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt' ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt' ein Mensch noch sein, und Gott in Brüdern nicht erfreun? 14. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz das dich durch Liebe preist. 593. Mel. Herzliebster Jesu, was haft zc. Hilf, Jesu, daß ich meinen Näch sten liebe, durch lieblos Richten ihn ja nicht betrübe, ihn nicht verleumde, nicht durch falsche Rånke sein Wohlfein tránke. 2. Gieb, daß ich nachsichtsvoll des Nächsten Fehle, wenns meine Pflicht erlaubt, der Welt verhehle, und, wenn er fällt, auf mich, der ich noch stehe, mit Vorsicht sehe. 3. Spilf, daß ich klüglich ihn zu bessern trachte und seiner Seele Wohlfahrt theuer achte. Wie viel haft du für sie in Todesbanden felbst ausgestanden! 4. Laß mich aufrichtig schäßen Andrer Gaben, die sie doch a von deiner Güte haben, es mij nie mein Herz des Nächsten F den und Glück beneiden. 5. Laß mich, mein Heiland, i mer mehr auf Erden, an Lieb'u Gütigkeit dir ähnlich werden. G Kraft dazu, so schmeck ich st hienieden, Herr, deinen Frieden. Theilnehmung und wide den Neid. 594, Mel. Ich dank dir schon durch uliebender, du schufft mein bei meines Nächsten Freuden m mit zu freun und, fühlt er Schme mit ihm auch mit zu leiden. 2. laß mich diese heilge Phili nie aus den Augen setzen und, w auch der Geringste, nicht gu sein Wohlsein schägen. 3. Nie reize mich ein frem Glück zur Mißgunst und zum de, nie Andrer widriges Ge zur schadenfrohen Freude. 4. Hilf mir vielmehr in Un Wohl, o Gott, mein eignes fin und, wenn ich kann, auch wie soll, gern ihre Wohlfahrt grün 5. Laß mich auch selber mein Feind des Mitleids Thräne wei wenn er in seinem Unglück ihn gern mit Hülf' erfreuen. 6. Gott, welch ein seliger winn ist dann schon mein auft 11. et ME on den, wenn ich an liebevollem Sinn dir lerne ähnlich werden! Fürbitte. 7. Dein Beifall ist mir dann gewiß, und unter deinem Segen geh' ich, dein Wort verspricht mir dieß, froh jener Welt entgegen. 8. Da wirst du dann, mein Vater, mir das Glück des Himmels geben, ich werd' erfreut, belohnt von dir, in deinem Reiche leben. 595, Mel. Welt, sich hier dein 2c. Gieb, Gott voll Lieb' und Güte, den Trieb in mein Gemüthe, mich fremden Glücks zu freun. Bei meines Nächsten Schmerzen laß fern von meinem Herzen der Bosheit wilde Freude sein. 2. Auf Andrer Wohlergehen mit Bohlgefallen sehen, gefällt ja dir, mein Gott. Durch schadenfrohes Lachen dem Nächsten Kränkung machen, ist teufelischer Höhn und Spott. 3. Wer sich des Guten freuet, was deine Huld verleihet, er find' es, wo ers find't, der ist nach deinem Bilde barmherzig, gütig, milde und als ein wahrer Christ gefinnt. 4. Der Stolz, die Eigenliebe find freilich machtge Triebe, auf Undrer Wohlergehn und auf die größern Gaben, die sie von dir, Gott, haben, mit scheelen Augen hinzuschn; 5. Jedoch du hilfst mir kämpfen, hilfft Neid und Mißgunft dämpfen, 387 wenn ich nur wachsam bin. Und wenn ich auf dich sehe und dich um Hülfe flehe, so hilfst du mir zum bessern Sinn. 6. Dein sind, o Gott, die Gaben, die ich und Andre haben, mit Weisheit hältst du Haus, und theilest unter Allen nach freiem Wohlgefallen die Güter deines Hauses aus. 7. Beneid' ich meinen Nächsten, so greift dich selbst, den Höchsten, mein Unmuth tadelnd an. Gott, welche schwere Sünde, wenn ich mich unterwinde, zu tadeln, was du haft gethan! 8. Ich Thor, ich selber quale mit Unmuth meine Seele, herrscht Neid in meiner Brust. Herr, mache mir dieß Laster je mehr und mehr verhaßter. Auch Andrer Glück sei meine Lust. Fürbitte. 596. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Für unsern Nächsten beten wir, o Bater, wie für uns, zu dir. Gieb, der du aller Vater bist, gieb Jedem, was ihm selig ist. 2. Dir opfert unser Lobgesang Anbetung, Ehre, Preis und Dank, daß du auch unsre Brüder liebst und ihnen so viel Gutes giebst. 3. Dank, daß du auch an sie gedenkst, auch ihnen Jesum Christum schenkst, zu deinem Himmel ¹62 fie MUSTA 388 Verhalten gegen Andere. fie auch schufft, zum Glauben sie, Aufrichtigkeit und Wahrhe zur Tugend rufft. tigkeit. 4. Daß mit dem Glück der Zeit sie auch durch seinen heiligen, Ges brauch gesegnet sind, daß nach dem, Tod' auch sie dich sollen sehn, o Gott, 597. Mel. Vor deinen Thren tret' ich ich follen fehn, Gieb, Gott, daß ich der Sch heit treu und redlich stets im le gang sei, entfernt von der Be stellung List, die deinem Aug Abscheu ist. 5. Deß freun wir uns, und danken dir und beten brünstig, Gott, zu dir: Laß stets sie deine Kinder sein und ewig deiner Huld sich freun. 6. Nimm ihrer våterlich dich an, und leite sie auf deiner Bahn und mache sie für deinen Ruhm zu deinem Erb' und Eigenthum. 7. Verirrte führe, Herr, zurück zu dir, zu ihrem wahren Glück, den, der von dir sich führen läßt, den mach' im Glauben treu und feft. 8. Entreiß des Lasters Tirannei die Sünder, mache du sie frei, daß sie nur deine Pfade gehn und einst dein Vaterantlik sehn. 9. Gieb Allen einen frohen Muth, bewahr ihr Leben, Haus und Gut, bewahr ihr bestes Eigenthum, des guten Namens Glück und Ruhm. 10. In ihrer Noth verlaß sie nie, und sind sie traurig, tröste fie, Gieb ihnen hier Zufriedens heit, dort deines Himmels Seligkeit. ste 11. Wir Ull', einst deinen Engeln gleich, erhöhn, verseßet in dein Reich, dich ewig, ewig danken wir, o unser aller Bater, dir. 2. Verhaßt sei mir die Schme chelei und glatter Worte Tause rei, und, was ich denke, str nicht mit dem, was meine Sum spricht. 3. Hilf mir auch des Betrug Schein mit Vorsicht fliehn und t gwar sein, doch ohne Falsch, Jesu Rath, in Worten, so wie m der That. 4. Vereint mit Offenherzig sei auch bei mir Berschwiegenhe daß ich zu meines Nächsten W da schweige, wo ich schweigen 5. Doch laß auch mich freimuth sein und keines Menschen Unse scheun, wenn irgendwo Gerecht keit der Unschuld Rettung mit beut. 6. Wer Wahrheit über schäßt und nicht muthwillig siev leßt, ist, Gott, dein Freund, wird bestehn, wenn alle False untergehn. 7. Du bist sein Schirm Schild, o Gott. Tráf' ihn a andrer Menschen Spott, träf auch Haß der ganzen Welt, achtets der, der dir gefällt? 8.6 MA THIKE re 102 So fol CU 4 C 320 Sorge für ihre Ehre. 389 8. Er wird vor delnem Unge du hasfest Heuchelei, damit ich sicht einst strahlen, wie der Sonne licht, die früh in voller Herrlich keit hervorglänzt und die Nacht zerstreut. stets beflissen der Treu' und Wahrs heit sei. 9. Daß ich mich dieses Glücks ers freu, so steh? auch mir, mein Bas ter, bei. Laß mich, von aller Falschheit rein, wie du, ein Freund der Wahrheit sein. No te ne bod Ingi 598. Hod Mel. Schaß über alle Schäße ic. Wohl dem, der richtig wandelt, der als ein Wahrheitsfreund in Wort und Werken handelt und das ist, was er scheint, der Recht und Treue liebet und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit übet, sich unbefleckt ers hält. 2. Wohl dem, der Lügen hafs set, und der, so oft er spricht, so seine neden fasset, daß er die Wahrheit nicht mit Vorbedacht verleget, und der an jedem Ort sich dieß vor Augen seget: Gott merkt auf jedes Wort. 3. Wohl ihm, daß sein Gemüthe, Herr, so die Wahrheit übt. Ihn leitet deine Güte, er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 4. O Herr, laß alles Lügen doch ferne von mir sein, behüte mich vor Trugen mit gleißnerischem Schein, erinnre mein Gewissen, 5. Laß niemals mich versprechen, was ich nicht halten kann, auch nie 3usagen brechen, die ich einmal gethan, nie mich den Stolz verleis ten, und nie des Beispiels Macht, als Bahrheit auszubreiten was fälschlich ist erdacht. 6. Doch laß zu allen Beiten auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb' und wisse, wenn ich für Andrer Wohl und für mich reden müsse, und wenn ich schweigen soll. 7. Wenn je, um mich zu drükken, des Feindes Rath gelingt, wenn er mit bösen Tücken in Kümmerniß mich bringt, so stárke meine Seele, daß sie nicht unterlieg', und Ulles dir befehle. Du giebst der unschuld Sieg. 8. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das, Gott, zu dir sich hålt, das soll mir Niemand rauben. So scheid' ich aus der Welt mit freudigem Vertrauen, dort werd' ich als dein Kind dich mit den Frommen schauen, die reines Herzens sind. Sorge für die Ehre Anderer. 599. Mel. D Gott, du frommer Gott 2c. Wenn du des Nächsten Ehr' und Uchtung suchst zu schmålern und von sest nin 390 von nichts lieber sprichst, als von des Bruders Fehlern, aus Ehr sucht und aus Stolz verkleinerst seinen Ruhm, deckst seine Schwachheit auf, wo bleibt dein Christen thum? Verhalten gegen Undere. kommt ein Tag, wo Gott einst Gericht, im Angesicht der We auch dir dein Urtheil spricht. 7. Und du, du wolltest noch Nächsten Ehr verletzen? und, w du sie verlegt, nicht schleunig ersetzen? Sie sei in Zukunft dirj werth, als eigner Ruhm, beschi und rette sie stets als ein heil thum. 8. Wie hoch verbeut uns G den Mißbrauch unsrer Sunga Drum hûte dich, o Christ, vore nimmten Lästerungen. Wer in d 2. Wenn du aus Argwohn bloß von ihm nur Böses denkest, und durch ein falsch Gerücht ihm schadeft und ihn kränkest, wenn ihn dein Neid, dein Haß, dein Stolz, dein Spott entehrt, bist du dann noch ein Christ und dieses Namens werth? 3. Wenn du den Låstrer hörst und unter Spottern sigest, und bloß aus Menschenfurcht nicht Undrer Unschuld schüßest, wenn aus Gefälligkeit du selbst Verleumder bist und nichts zum Besten kehrst, bist du dann noch ein Chrift? 4. O Mensch, bedenke doch, Gott hört an jedem Orte, wo du nur immer bist, ein jedes deiner Worte. Und er, der Alles sieht, er sollte dich nicht sehn, wenn du dich frech erkühnst, die unschuld selbst zu schmähn? durn 5. Wenn du der Frommen lachst, wenn du die Tugend schändeft, dem Würdigen das Lob, das er verdient, entwendest, Verleumder, siehts nicht Gott, wie zügellos dann du ihn in den Seinen schmähst? Dein Richter hört dir zu. 6. Die Thränen zählt der Herr, die von gekrånkten Frommen, die du entehret hast, mit Scufzen vor ihn kommen. Es kommt, es Menschen Gott und seine Gabe ehrt, den ehrt auch Gott, und d ist seines Beifalls werth. Friedfertigkeit Than 600. Mel. Herzliebster Jefu, was Wer leben will und glücklich, de Bank und liebe stets selbst die G betrübe nie seine Brüder, fli tracht, herzlich, treu, verschwi gen, ein Feind von Lügen. treibe nie seine Rechte bis 2. Er sei gerecht, sei billig, übe Hårt', und bleibe stets ruhig, im Eifer seiner mächtig und f bedachtig. 3. Er freue sich nicht, wenn n die, die irren, aus Eifer recht haben, sich verwirren, nie sto stets frei, daß er sie leicht gewin vom Eigensinne. 4. Im Zadel sanft, nie bitte im Verweise, stets herzlich bei d Bru AL Bescheidenheit und Demuth. Bruders Ruhm und Preise, stets forgsam, wenn er Fehler sucht zu beffern, nichts zu vergrößern. 5. Nachgebend, wo nicht Recht und Wahrheit leiden, in jedem Streite sittsam und bescheiden, auch sittsam, wenn er siegt, holdselig, gütig, nicht übermüthig. Bescheidenheit und Demuth. so mognog monter to a 0 6. Demüthig, wie auch Christus dan 601. him asd war, stets billig, zu tragen Schwa- db2 1924 Mel. Wer nur den lieben Gott c. d Von dir auf diese Welt gerufen, stehn, Bater, alle Menschen hier auf höhern und auf niedern Stufen der Kräfte, die du gabst, vor dir. Du machest arm, du machest reich, doch vor dir sind wir Alle gleich. che, sie zu schonen, willig, nicht atráge, die Gefallnen aufzuheben, schnell zum Bergeben. 7. Daß Brüder sich mit Brüdern nicht entzweien, eil' er, Verdacht und Mißtraun zu zerstreuen und lindre kluglich Unmuth und die Schmerzen gekránkter Herzen. 8. Versöhnlich eil' er selbst der Feinde Reue entgegen, fodre sie nicht und erfreue, noch eh sie bitten, ohne Selbsterhebung, sie mit Vergebung. 9. Er wird in Sicherheit und Friede wohnen, ihn wird man preisen, wenn er fehlt, ihn schonen, ihn, wenn er spricht, zu war nen und zu lehren, mit Freuden hören. 391 12. Frohlockend geht er und cmpfängt am Throne des Mittlers, dem er folgte, seine Krone. Da wohnt er, Gott, in einem höhern Frieden, in deinem Frieden. 10. Sein Beifall ist Belohnung, selbst Verweise von ihm sind lieblich, sich zum Ruhm und Preise wird er nicht Fehler, die er straft, vergrößern, wird gern sie bessern. 11. So wird zur Freude jeder seiner Tage, und wenn er stirbt, hört man der Brüder Klage: Uch der war gut, nie stolz, nie übermüthig, stets fanft, stets gútig. 2. Nicht Jeder hat, was Andre haben, und das ist Güte: denn du giebst dem diese, jenem andre Gaben, weil du uns, Vater, Alle liebst: denn Alle sollen glücklich sein, und einer sich des Undern freun. 3. Beglücken und auch glücklich werden, ist Aller Ruf, ist Aller Loos. Nur darum ist der hier auf Erden gering und arm, der reich und groß, der hat mehr Kraft, der mehr Verstand: denn jener braucht, was der erfand. 4. Wer hat mich Undern vorgezogen? wer wieder andre Menschen mir? Du thusts, durch freie Huld bewogen: denn alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin Alles, was ich bin, durch dich. 5. Und 392 Verhalten gegen Andere. 5. und ich, ich sollte nicht be- Ull' in deinem Reich an Selight scheiden? ich stolz und übermüthig einander gleich. sein? ich den nicht achten? den bes neiden? mich, weil er mehr ems pfing, nicht freun? als wär' ich, hätt' ich mehr als er, auch besser dann, auch seliger? gsdid 6. O laß in meinem ganzen Les ben mich meines Glücks und Vorzugs nicht zu Andrer Kränkung überheben, verkennen nie der De muth Pflicht, nicht bloß auf meinen Vorzug sehn, nicht Undrer Gaben stolz verschmähn! 7. Ja, meine Brüder will ich chren, wie arm, wie niedrig sie auch sein. Sie können meiner nicht entbehren, ich kann mich ohne sie nicht freun. Nimmt keiner meines Glücks sich an, wie arm, wie niedrig bin ich dann! en 8. Wer eitler Ehre gern entbehret und Tugend an Geringen gern erkennt, und schäßt und ehrt, der ehret der Niedrigkeit und Hoheit Herrn. Wohl, wohl ihm, denn Bescheidenheit giebt Allen Liebenswürdigkeit. 9. Sie schmückt das Alter, giebt der Jugend den größten Reiz, den Gaben Werth, und Glanz und Hoheit jeder Tugend, die eiteln Schimmer gern entbehrt. Denn Demuth und Bescheidenheit ist unsre wahre Herrlichkeit. 10. Gieb, Herr, zu allen dei nen Gaben auch diese: laß, vom Stolze rein, uns Alles brauchen, was wir haben, uns durch einan= der zu erfreun. Dann werden Beförderung des Seelen wohls Underer. 602. Mel. Herr, wie du willst, so n Gott, meines Nächsten b Theil laß mich stets theuer acht und auch nach seiner Seele mit Lieb' und Sorgfalt tradi Du schufft ihn zur Unsterblichk und haft ihn selbst zur Selight durch deinen Sohn erlöset. 2. 3um Irrthum, zur S schlimmerung, zu Sünd' und 6 telkeiten durch List, durch Zw und Unreizung den Schwachen verleiten, durch That und b Beispiel iha in Fehler und in ster ziehn, o Gott, welch ein S brechen! 3. Laß mich nach seiner Be rung im Glauben und im Leh durch Rath, und durch Erinnerun durch gutes Beispiel streben, in Achtung für Religion und i gegen deinen Sohn fest suchen zuprägen. 4. Je mehr du mir Gelegenh und Fähigkeiten giebest, je m laß mich mit Redlichkeit die Se die du liebest, zu retten auch bef sen sein und nicht Verdruß, n Arbeit scheun, dir, Gott, sie zu führen. 5. Giebst du mir Freunde, Her mein Gott, giebst du mir ha Beförderung ihres Seelenwohls. 393 genossen, laß mich dein heiliges Ges du meine Hülfe bist, daß, von deibot sie lehren unverdrossen. Du gabst sie mir, und deine Hand wird dieß mir anvertraute Pfand von mir einst wiederfodern. nem Geist getrieben, über Ulles, Gott zu lieben, dich und deine Seligkeit, dein Erretteter sich freut. 3. Doch, wie könnt' ich dieß empfinden und doch fühllos Menschen schn, in der Sklaverei von Sünden, Wege des Verderbens gehn, und nicht rufen, daß sie's hören: Eilet, Freunde, umzukehren, wenn ihr selig werden wollt, wie ihrs werden könnt und sollt. 6. Kann ich kein zeitlich Glück und Gut den Meinigen erwerben, laß sie von mir das größte Gut, der Jugend Segen, erben. Hilf, daß ich dir sie, Gott, erzieh, selbst Sund' und Laster eifrig flich und stets behutsam wandle. 7. O hätt' ich eine Seele je gedrgert und verblendet, durch Leichtfinn oder Bosheit sie von dir, Gott, abgewendet, ward irgendwo durch meine Schuld ein Mensch verlustig deiner Huld, wie müßt' ich dieß abereuen! 8. Erbarmer, Vater, dann verzeih mir diese großen Sünden. Laß mich, laß ihn auf wahre Reu Vergebung vor dir finden. Führ' ihn zurück zur Heiligung, laß mich durch eigne Besserung ihn stärken und erbauen. 603. Mel. Jesu, der du meine Seele 20. Baß, o Jesu, mich empfinden, welche Seligkeit es ist, daß du mir, um mich von Sünden zu befrein, erschienen bist, daß ich Gottes Wege walle, daß du liebreich, eh ich falle, die Gefahr mir offenbarst, mich er greifest, mich bewahrst. 2. Laß michs fühlen, welch ein Segen es für meine Seele ist, daß ich geh auf Gottes Wegen, weil 4. Auch für meiner Brüder Seelen und nicht für mein Heil allein, soll ich sorgen, wenn sie fehlen, wo ich kann, ihr Führer sein. Wenn sie sündigen und sterben, und ich rief nicht vom Verderben, wo ich konnte, sie zu dir, foderst du ihr Blut von mir. 5. Von des Irrthums Finster niffen selbst errettet, will auch ich warnen, rühren deß Gewissen, der von deinem Wege wich, will ihm zeigen, was ihn blende, daß sein Herz zu dir sich wende und zur wahren Seelenruh. Gieb du mir nur Kraft dazu. 6. Hilf mir selbst sein Herz erweichen, und, wenn meine Bitten nicht bis zu seinem Herzen reichen, sei mein Beispiel ihm ein Licht, daß an mir er sehen möge, wie so heilsam Gottes Wege Jedem, der sie liebgewinnt und mit Treue wandelt, sind. termin 7. Laß ihn sehn an meinen Freuden, wie beglückt der Fromme ist, wie so heiter auch in Leiden, welch ein Trost du dann ihm bist, daß Verhalten gegen Undere. 394 daß er sich der Luft der Erde noch entreiß und heilig werde, felig auch, wie ich, zu sein, ewig deiner sich zu freun. Beförderung des zeitlichen Wohlstandes Underer, $ 1604, Mel. Gott des Himmels und der 20. Theuer, wie mein eignes Leben, wie mein Nam' und Eigenthum, ſei mir, Menschen, euer Leben, euer Eigenthum und Ruhm, Alles, was euch Gottes Rath gab und noch bestimmet hat. 2. Strebt schon in der Zeit der Jugend nach Verdiensten, werbt, gewinnt durch Geschäftigkeit und Tugend, die die besten Schäße sind, werdet angesehn und reich, Alles, Alles gonn' ich euch... 3. Immer will ich, frei vom Neide und vom Eigennuge rein, eures Segens, curer Freude, eures Glücks und Ruhms mich freun, froh, daß unser Gott euch liebt, euch so mild und reichlich giebt. 4. Allen helfen, eifrig ihnen wohlthun, wie mein Heiland that, Schaden wehren, Allen dienen, dem mit Hülfe, dem mit Rath, willig, jedes Unrechts Feind, aller Menschen wahrer Freund. 5. Lasset uns einander lieben, gern einander glücklich sehn, Keinen krånken und betrüben, Keinen drücken, Keinen schmähn, aller and 3wietracht, alles Streits Fi sein: denn Gott gebeute. 6. Laßt uns halten Trew's Glauben, fliehn, was Ander schädlich ist, Arm' und Schm nicht berauben durch Betrug, walt und List. Welch ein Gri vor Gott ist nicht falsches Maj falsch Gewicht! 7. Laßt uns nie, was wir sprechen, widerrufen, weils reut, nie, was zugesagt ist, t chen, oder schänden unsern von Betrug und Tücken rein, ber arm, als treulos sein! 8. Haffen laßt uns alle Lig alle Schmähsucht, Jeder sei of herzig und verschwiegen, in Freundschaft fest und treu, J nchme, wo er kann, der Verlen deten sich an. 9. Laßt uns Gutes gern bel nen, wie's uns unser Gott bel und der Brüder Fehler schonen, der Herr auch unsrer schont. er schont, mit welcher Huld, cher Langmuth und Geduld! 10. Also laßt, von Gott get ben, uns einander gern und uns als seine Kinder lieben, 3wang und Heuchelei. O wit lig werden wir dann nicht w dort und hier! 605. Mel. D Gott, du frommer Gott Wie selig lebt ein Mensch, Dienstbegierde kennet und f Pflicht zu thun, aus Menschen Beförderung ihres zeitlichen Wohlstandes. 395 brennet, der, wenn ihn auch kein 7. Go laß mich auch gesinnt, Eid zum Dienst der Welt verbind't, Beruf, und Eid und Umt schon in sich selber find't! mein Gott, durch Christum werden. Voll regen Eifers sei mein Leben hier auf Erden, so nüglich als ich kann, dem Nächsten stets zu sein, dann geh' ich einst, o Gott, ins Reich der Liebe ein. Jeda 606. 2. Dir, Höchster, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen, durch Dienstbeflissenheit sucht er bieß zu erreichen, er hält für eignes Wohl sich nicht allein gemacht, er hält sich für die Welt von dir hervorgebracht. Mel. Herzliebster Jesu, was hast zc. suSch bin des festen redlichen Ent 3. Die Welt, denkt er, hat schlusses, die milden Gaben deines Ueberflusses zu meines Nachsten Nuß, mit treuen Händen, Herr, anzuwenden. Recht auf meinen Dienst und Kräfte, ihr nügen, ist für mich in feliges Geschäfte. Als Gliez der schuf uns Gott, als Bürger einer Welt, in der des Einen Hand die Hand des Undern hålt. 4. So denkt der Menschenfreund, und das ist sein Bestreben, so treu, als er sich lebt, zum Wohl der Welt zu leben, ihm wird des Nach sten Glück sein eigener Gewinn, er fühlet fremde Noth, als träfe sie ſelbst ihn. 5. Er eilt dem, ders bedarf, mit Hülfe beizustehen, sein Unsehn, und sein Freund, sein Stand, sein Bohlergehen sind Mittel, die er braucht, behülflich gern zu sein und jeden Leidenden mit Troste zu erfreun. 6. Was Undrer Nothdurft heischt, das reizet seine Triebe auch ohne Ruhm und Lohn zur wahren Menschenliebe. Kein Stolz, kein Eigennut treibt ihn zur Gütigkeit, er sieht auf seinen Gott, der Liebe ihm gebeut. 2. Ist doch dein eigner Sohn einst nicht erschienen, daß er sich dienen ließ, er kam, zu dienen und ward ein Knecht der Menschen, um vom Bösen uns zu erlösen. 3. Er brauchte seine Groß und Macht, die Armen zu trösten, sich der Kranken zu erbarmen, Berlornen Heil und Gnade zu erwerben, für uns zu sterben. 4. Wie liebreich trug er unsrer Strafen Bürden, daß wir vor Gott gerecht und selig würden, wie ward die Welt so herrlich dir zur Ehre, durch seine Lehre de 5. Daß nun die Menschen wieder Menschen werden, daß Eigennuß und Tyrannei auf Erden nicht mehr so furchtbar sind, als ihre Götter, das that der Retter, 6. Der große Retter, der, der Tugend Freuden zu uns zu führen, sich entschloß zu Leiden, der Liebe Vorbild durch sein göttlich leben der Welt zu geben. 7.0 eson 396 Verhalten gegen Andere. 7. O wie verschönert sich nicht 3. Rührt mich nicht der B Gottes Erde, wo Jesu Jünger, daß er gütig werde, nun eifrig strebt, zu ehren seinen Namen, ihm nachzuahmen. nen Noth und nicht der Wi Zähre, so bin ich fern von o Gott, und leugne deine so bin ich gleich dem bösen Kn der nicht vergab, bin ungered 8. O hilf mir, Jesu, durch ein nüglich Leben zur Aehnlichkeit mit dir mich zu erheben, gieb Kraft, daß ich das Glück, das ich besize, für Undre nüße! 4. Ists Geiz, ists Trägheit, mirs wehrt, den aus der Noth reißen, der mir das klagt, wait beschwert, kann ich ein Chrift te heißen? Wer Jefu wünschet gl zu sein, muß auch so gern, er, erfreun. 9. Gieb, daß ich, fern von Selbstsucht, meinen Brüdern, die du ers lost hast, deines Leibes Gliedern, gern dien' und hülfreich beisteh ihs nen Allen, dir zu gefallen. 5. Bin ich bei Undrer Noth weich und scheue ihre Leiden, bin ich jenem Stolzen gleich, Mitleid zu vermeiden, den, chen Blut und Schmerz ums von ferne sah und seitwärts gin 6. O du, der voll Barmher keit so gern, was uns beschwe uns mildert und der Seele leid gern in Freuden kehret, o bild'd meinen Sinn nach dir, fern sei hartes Herz von mir! 7. Wer so, wie du, barmher F ist, empfängt vor deinem Th weil er nicht bein Gebot verg ein ewig Heil zum Lohne; doch Verachter dieser Pflicht erkenni für den Deinen nicht. 10. Denn darum giebst du uns so viele Gaben, daß Alle Segen auszutheilen haben, daß Jeder glücklich werd' und, frei vom Neide, sei Andrer Freude. Güte und Barmherzigkeit. 607. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 2c. Barmherzigkeit ist unfre Pflicht, wenn wir Betrübte sehen. Helf' ich, Gott, den Bebrángten nicht, wenn sie um Hülfe flehen, so kann ich mich des Ruhms nicht freun, Bekenner meines Herrn zu sein. 2. Kränkt mich nicht meines Nächsten Schmerz, fühl ich nicht seine Leiden, so kennt auch nicht mein hartes Herz die edelste der Freuden, so kenn' ich dich, den Bater, nicht, und nicht der ächten Liebe Pflicht. 608. sinds the Mel. Jesu Leiden, Pein und Led er des Lebens Güter hat, fein Nächster schmachtet, unb hilft mit Rath und That, nes Grams nicht achtet, fü Gute und Barmherzigkeit. bleibet bei der Noth der verlaßnen Urmen, der erwarte nicht von Gott Nachsicht und Erbarmen. 2. Soll durch üppigen Genuß und durch Schwelgereien Gottes treichen Ueberfluß strafbar er entweis hen? soll er Gott nicht ähnlich sein? hat er seine Gaben nicht, um Brůder zu erfreun, welche Mangel haben? 3. O vom Himmel schaut der herr auf der Armen Plagen, ihre Thränen zählet er, höret ihre Klagen, sieht auch, wenn das harte Herz kummerfreier Reichen keine Thránen und kein'n Schmerz mils dern und erweichen. 4. Uch das Urtheil ist gefällt: Sammer und Verderben sollen sie in jener Welt, nicht den Himmel erben, sollen nicht, wo Gott ist, fein, nicht bei den Erlösten, sie, die Xeme nicht erfreun, nicht Berlaßne 5 i troften. 5. Reiche, hörts! Erbarmet euch, fleht zu euch der Arme, daß sein Gott auch über euch sich dereinst erbarme, weil ihr, da er zu euch schrie, auf sein Schreien hörtet, den Bedrängten halft, und sie trånktet und ernährtet. 6. Mitleidsvoll und hülfreich sein, feiner Miterlösten Netter werden und sich freun, Traurige zu trösten, Dank in ihrem Ungesicht und in ih ren Blicken Wonne sehn, wie rührt bas nicht, Reiche, welch Entzücken! 7. Aber wer den Armen giebt, geb' aus freier Liebe, sei nicht 397 mürrisch, wenn er giebt, daß er nicht betrübe. Eh er seufzen hört, eil er Urmen froh entgegen. Lieblich sei, das will der Herr, wie der Thau, sein Segen. 8. Christen, wenn ihr in der Beit mild, wie Gott, gesinnet, Schäße für die Ewigkeit sammelt und gewinnet, o wie groß wird euer Lohn, euer Glück auf Erden und wie groß vor Gottes Chron die Vergeltung werden! id cir 9. Jesus saget dann zu euch: Kommt, getreue Knechte, erbet meines Baters Reich, erbet es, Gerechte. Was ihr meinen Brüdern gabt in dem ersten Leben, wahrlich, dieses Alles habt ihr auch mir gegeben. 609. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt ic Wohlzuthun und mitzutheilen, Christen, das vergesset nicht. Mitleidsvoll und willig eilen, Urmen beizustehn, ist Pflicht, Pflicht, die Jesus selbst uns lehret, und die Gott, den Höchsten, chret. 2. Speiset die, die Hunger leiden, und die durstig sind, die trånkt, eilt, die Nackenden zu kleiden, tröstet, die der Kummer kränkt, Schwache sucht zu unterstügen, Unterdrückte zu beschützen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, oder euch um Hülfe flehn, Allen eilt, von Gott getrieben, nach Vermögen beizustehn, führt zu unverhofften Freuden die auch, die im Stillen leiden, 4. Und Verhalten gegen Andere. 398 4. Und dieß sei dir keine Bürde, keine Laft, beglückter Christ. Hoheit ist es, Ruhm und Würde, wenn du mild und hilfreich bist. Welch ein Ruhm für dich Erlösten, arme Brüder Jesu trösten! 5. Und was schaffts für sanfte Freuden, der Verläßnen Helfer sein, sehn, wie sie in ihren Leiden sich, durch uns gestärkt, erfreun! Ein betrübtes Herz erquicken, welch ein himmlisches Entzücken! 6. Heil und Glück auf unsern Wegen, innige Zufriedenheit, Huld bei Menschen, Gottes Segen folgen auf Barmherzigkeit, und dereinst zum Gnadenlohne schenkt ihr Gott des Himmels Krone. 7. Laßt uns eilen, unsre Gaben, weil es Zeit ist, auszustreun. Was wir hier gesået haben, ernten wir einst reichlich ein. Seid barmherz zig, helft den Urmen, Gott will curer sich erbarmen. 610. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 2c. Seid barmherzig. Menschen, höret, hört das heiligste Gebot, das uns Jesus Christus lehret. Seid barmherzig, seids, wie Gott. Gebt, so wird auch euch gegeben, was euch nöthig ist zum Leben. 2. So viel Menschen, so viel Brüder. Ein Gott ists, der uns erschuf. Wir sind Alle Christi Glieder, allgemein ist Gottes Ruf. So den Bösen, wie den Seinen táßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gleicht dem Vater im E men, seid barmherzig, feids, er. Gebt den Dürftigen und men, was ihr gebt, empfängt Herr. Helft und eilt, auch un sehen, euern Brüdern beizuste 4. Hülfreich zu Bedrängten e sie beschüßen und erfreun, Kum lindern, Wunden heilen, m thun, trösten und verzeihn, dieß ohne Stolz verrichten, das unsre Christenpflichten. 5. Herr, wir geben von Deinen, was wir geben. Laf nie fühllos sein, wo Brüder nen, unser Mitleid tröste sie, wenn wir zu dir uns nahen, auch Trost und Hülf' empfahen. Gerechtigkeit. 611. Mel. Jesu, der du meine Seele Auer meiner Brüder Rechte mir, Gott, stets heilig sein. B ich sie zu krånken dächte, h Kummers mich zu freun, über mich zu erheben, oder üppiger leben, dann verlegt' ich m Pflicht, ehrte deinen Willen nit 2. Könnt' ich, taub bei ih Klagen, ihnen das aus Eigens oder Neid und Geiz versagen, ich ihnen schuldig bin, könnt ohne Treu und Glauben Und Gut und Ehre rauben, weld Haß verdient ich nicht, welch schreckliches Gericht! 3. Ne Billigkeit. W 3. Nein, ich will das Unrecht haffen, will gerecht sein, kein Tyrann, Jedem geben, Jedem lassen, twas er hat und fodern kann. Lieber will ich Unrecht leiden, als bez gehen, und mit Freuden lieber niedrig sein und bloß, als durch Unrecht reich und groß. 4. Würden der Bedrängten 3åhe ren, würden ihre Seufzer nicht Ret= tung, Gott, von dir begehren und beflügeln dein Gericht? würd' ich nicht stets zittern müssen? würde nicht selbst mein Gewissen mir mit Ungst und Schrecken dráun und ihr erster Nächer sein? H₁ 5. Eines Unterdrückten Thränen, o wie furchtbar sind nicht die! Eh es Ungerechte wähnen, trifft, Herr, deine Strafe fie. Und wenn du nicht eilen solltest, wenn du, Richter, säumen wolltest, harrt denn mein am Grabe nicht ein noch schrecklichers Gericht? 399 8. Hilf mir, immer richtig wandeln, Gott, vor dir, als meinem Herrn, billig stets mit Undern handeln und von aller Härte fern. Denn du Richter aller Welten, wirst mir Alles einst vergelten, was ich meinen Brüdern that, wenn sich dein Gericht mir naht. 6. Lehre mich gerecht und billig gegen alle Menschen sein, Keinen drücken, lieber willig Jedem, der mich krånkt, verzeihn. Hab' ich Macht, laß sie mich nügen, die Bedrängten zu beschüßen, eilen, wo Verlaßne flehn, ihnen liebreich beii zustehn. 7. Sichern laß mich meine Rechte, aber sanft und mit Geduld. Wir find alle deine Knechte, und wie groß ist deine Huld! Du vergiebst mir meine Schulden, sollt' ich denn kein Unrecht dulden? nicht gelind seyn? mich nicht freun, wie du, Bater, zu verzeihn? Billigkeit. 612. Mel. Welt, sich hier dein 2c. Mein Gott, nach deinen Lehren darf ich nicht stets begehren, was wohl vor Menschen gilt, nicht immer darauf dringen, den mit Gewalt zu zwingen, der meine Fodrung nicht erfüllt. 2. Der Mangel seiner Kräfte, sein Stillstand der Geschäfte befiehlt mir Billigkeit. Bei allem guten Willen kann er oft nicht erfüllen, was ihm Geset und Pflicht gebeut. 3. Und ich, Herr, soll es wagen, ihm Nachsicht zu versagen und immer strenge sein? Sein Elend zu vermehren, sollt' ich sein Glück zerstören und Noth und Untergang ihm draun? 4. O hilf mir lieber leiden, sein Unglück zu vermeiden, wenn Alles für ihn spricht, auch bei erwiesnen Klagen dem Mitleid nicht entsagen und nicht der Menschenliebe Pflicht. 5. Beim Recht, das mir gebühret, wird das, was er verlieret Verhalten gegen Andere. 400 ret, vielleicht nie wieder sein; ich kann, wirds mir entrissen, es oft sehr leicht vermissen, und doch noch immer glücklich sein. 6. Streng auf sein Recht zu brins gen und, um es zu erzwingen, den hårtsten Schritt nicht scheun, das heißt nicht, sich des Urmen in seiner Noth erbarmen und als ein Christ gefinnet sein. 7. Um Ruhe zu genießen, ers innre mein Gewissen, Gott, daß ich billig sei, mein Recht nicht übertreibe, barmherzig sei und bleibe, und jede Art der Härte scheu. Wiedererstattung. 613. Mel. Menn wir in höchsten 2c. Fern sei mein Leben jederzeit von aller Ungerechtigkeit. Wie könnt' ich sonst der Deine sein und deiner Gnade, Gott, mich freun? 2. Wer seincs Nächsten Rechte krankt, auf seinen Schaden boshaft denkt, verleget des Gewissens Pflicht und ehrt dich, Gott der Liebe, nicht. 3. Du schriebst in jedes Herz, o Gott, tief ein das heilige Gebot: Was du nicht willst, das dir geschicht, das thue du an Undern nicht. 4. Wenn ich dieß heilige Geseß durch Ungerechtigkeit verleg, o ſprech' ich da nicht über mich das Urtheil: Gott ist wider dich? 5. Dein Wort schårft mirs stårker ein, kein schadenfr Mensch zu sein, es droht der Kri kung, dem Betrug des Nac unfehlbaren Fluch. 6. Darum, mein Gott, bew mich vor allem Unrecht våteri Beging ichs je, so sei mirs leid zum Ersatz mein Herz bereit. 7. Wer Undern Schaden hat than und irgend ihn erstatten ka doch deß sich weigert, findet vor dir Erbarmen im Gericht. 8. Auf Buße, die er meint thun, kann nie dein Wohlgefal ruhn, wenn er nicht willig das segt, womit er Andrer Recht verl 9. Herr, gieb, daß ich, deß gedenk, durch Unrecht niemals dre krånk. Du bist gerecht, sei auch ich. In diesem Sin stårke mich. Sanftmuth und Versöhn lichkeit. 614. Mel. Mir nach, spricht Christus Der du, dem Tode nah, fürt die dich erwürgten, batest, bab bei deinem Vater sie, mein Heil selbst vertratest, o möcht' ich f dir ähnlich sein, und meinem de gern verzeihn! 2. Wie könnt' ich hoffen, le im Tod', Huld im Gericht zu n den? zu dir noch flehen: Rid F Gott, mich nicht nach mein Sünden, hört' ich nicht t Stim Sanftmuth und Versöhnlichkeit. Stimm' in mir: Wie du vergiebst, vergiebt Gott dir. 3. Du Stimme Gottes, schalle mir durch meine ganze Seele, daß ich mit Ernst, o Gott, vor dir, drauf achte und dann wähle. Der wähit den Segen, der vergiebt, und der den Fluch, wer Rache liebt. 4. Erwirb dir, Christ, die Fertigkeit, dich selbst zu überwinden. Duld und vergieb: denn Gott verzeiht und straft nicht deine Sünden. Nicht Nache, Segen rufe du, Begnadigter, dem Feinde zu. 35. Auch mein Beleidiger hat Theil am Heiland aller Sünder, mit Blut erkauft' auch ihn zum peil der Todesüberwinder. Un mich und ihn ergeht der Ruf des Gottes, der uns Beide schuf. 6. O konnt' ihn meine Sanftmuth noch zur Geligkeit bekehren und ihn der Liebe sanftes Joch mit Freuden tragen Lehren! Wie göttlich würd' es mich erfreun, der Retter meines Feinds zu sein! 7. Wie wird er einst am Weltge richt mich Freund und Bruder nennen, mir danken und sich ewig nicht von meiner Seite trennen und Gott erhöhen, dessen Hand uns für die Ewigkeit verband! 8. Wie gern will ich, Gott, auf bein Wort Spaß und Verfolgung leiden, wie gern verzeihn, da du mirs dort vergiltst mit solchen Freuden, wenn mir im Himmel nur ein Feind dankbare Freudenthránen weint. 401 615, Mel. Ach was soll ich Sünder 2. Sollten Menschen, meine Brüder, mir, o Gott, nicht theuer sein? sollt' ich sie nicht gern erfreun? Sind nicht alle Christi Glieder, Christi, der für Alle starb, Allen Gottes Huld erwarb? 2. Er hat All' aus einem Blute stammen lassen, Ulle sind Gottes, Jeder ist sein Kind, Vlle sind mit einem Blute ihm erkauft und Eines Chrons Erben, Erben seines Sohns. 3. Gottes Kinder sollt' ich hassen? Lieblos, unbarmherzig sein? meinem Feinde nicht verzeihn? seine Schuld ihm nicht erlassen? Gott, nicht fürchten dein Gericht? dein Erbarmen achten nicht? 4. Der du für die Uebelthäter um Geduld batst und die Last unsrer Schuld getragen hast, unser Mittler und Vertreter, es versöhnte Gott durch dich eine Sünderwelt mit sich. 5. Wenn mein Herz, vom Hang zur Sünde hingerissen, dich vers kennt und zu Haß und Rach' entbrennt, hilf dann, daß ich überwinde meinen Haß, und laß mich sehn in den Zod für uns dich gehn. 6. Wie dir deine Thränen flof sen, als dein Aug' um mich geweint, wie du, großer Menschenfreund, auch für mich dein Blut vergossen, wie du littst, mich zu erfreun, das o laß mir vor Augen sein. 7. Gieb Verhalten gegen Andere. 402 7. Gieb es so mir zu erkennen, daß ich thu, wie du gethan. Wer nicht liebt, geht dich nichts an, ist kein Glied von dir zu nennen, ist dem Gott der Lieb' ein Gråul und verscherzt sein eignes Heil. 8. O so hilf mir, daß ich übe, was dein Wille mir gebeut, Nachsicht, Sanftmuth, Gütigkeit; daß ich, wie du liebteft, liebe, innig liebe, milde, treu, sanft und leicht versöhnlich sei. 9. Ja ihr, eines Hauptes Glieder, Christi, der für Alle starb, Ullen Gnad' und Huld erwarb, lieben will ich euch, ihr Brüder, für euch beten, euch erfreun, wohlthun, dulden und verzeihn. 616. Mel. Mir nach, spricht Chriftus 2c. Verbittre dir dein Leben nicht, o Christ, durch eigne Rache. Verge= ben ist des Menschen Pflicht, vergelten Gottes Sache. Die Sanftmuth, die sein Wort gebeut, liebt Feinde, segnet und verzeiht. 2. Wahr ists, empfindlich ist der Schmerz, von Menschen Unrecht leiden; und dennoch soll des Chris sten Herz am 3orne sich nicht weis den; soll nicht sein eigner Richter sein, soll alles Unrecht gern verzeihn. 3. So schwer auch diese Pflicht dir scheint, so mußt du sie doch üben; sonst bist du nicht des Heilands Freund, der sie dir vorgeschrieben. Emport dein Herz dawider sich, so sich auf ihn, h siege dich. 4. Wer hat wohl größern S derspruch von Sündern hier a duldet, als er, der Herr, Schmach und Fluch von And nie verschuldet? Und dennoch er langmuthsvoll, daß kein ewig sterben soll. 5. Ihm folgen, ist dein wah Ruhm. Beleidigern verzeihen, Ehre für dein Christenthum; ihres Falls nicht freuen, den dich schmäht, nicht wieder schmi gereicht dir selbst zum Wohl gehn. 6. Im 3orn denkt Niem ernstlich nach, was Gott gefal follte. Die Rache selbst verm die Schmach, die man bestre wollte. Kein Schimpf wird un schchn gemacht, wenn deine gier wild erwacht. 7. Die Rachgier reißt Gered keit, reißt Glauben aus dem zen, stört des Gemüths Zufrich heit und straft mit bittern Sch zen; sie hindert Dank, Gebet,& traun, und raubt den Muth, Gott zu baun. 8. Durch Sanftmuth, über die Pflicht, wirst du den Feind siegen. O raube deiner Seele dieß göttliche Vergnügen! D wird der Herr auch dir verze dein Vater und Vergelter sein. 9. Laß mich aus Liebe, G zu dir das Unrecht selbst nicht chen. Du wirst, verzeih' ich g auch mir ein gnådig Urtheil Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 403 dhen. Von dir kommt auch der ihn Güte mehr erhißt, so will ich Sanftmuth Sinn; nach deiner für ihn beten und Gott vertraun: Gott schügt. SGnade gieb mir ihn. abu W 617. Mel. Befiehl du deine Wege ze. Nie will ich wieder fluchen, wenn mir mein Hasser flucht, nie dem zu schaden suchen, der mir zu schaden fucht; ich will ihm sanft begegnen, nicht drohen, wenn er droht, schilt er, so will ich segnen. Dieß ist des Herrn Gebot. 2. Mein Jesus, der Gerechte, vergalt die Schmach mit Huld, die Buth ergrimmter Knechte ertrug er mit Geduld. Sollt' ich denn wiederschelten, da er nicht wiederschalt? mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind vergalt? 3. Verleumdung dulden müssen, ist schwer; doch diese Pflicht wird leicht, wenn das Gewissen für meine Unschuld spricht. Dieß will ich treu bewahren, so bessert mich mein Feind und lehrt mich klug verfähren, indem ers böse meint. 4. Ich will die Fehler scheuen, die er von mir ersann; auch, die will ich bereuen, die er nicht wissen kann. Durch Huld will ich mich råchen, an ihm das Gute sehn und Gutes von ihm sprechen; wie könnt' er långer schmåhn? 5. Ich will niemals ermüden, ihm thätig zu verzeihn und als ein Christ zum Frieden, zu Diensten willig sein. Wenn, mich zu untertreten, 618. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt ze. Allen, welche nicht vergeben, wirst du, Richter, nicht verzeihn; trofts los werden sie im Leben, trostlos einst im Tode sein, unentladen ihrer Sünden nimmer vor dir Gnade finden. 2. Wie dein Herz mit jedem Sünder väterliches Mitleid hat, wie der Freund der Menschenkinder selbst der Christ verzeihen und sich nicht für seine Mörder bat, so soll auch der Rache freuen. den: willig wollen wir verzeihn, 3. Wir geloben's dir mit Freunie uns råchen, wenn wir leiden, nie zu dir um Nache schrein, viels mehr vor dein Untlig treten und für unsre Feinde beten. 4. Stårk uns, Vater, deine Frommen, treu zu bleiben dieser pflicht. Wenn wir in Versuchung kommen, so besiege sie uns nicht; laß sie uns gewaffnet finden, laß uns schnell sie überwinden. 5. Mach' in unserm ganzen Leben deinem Sohn' uns gleich gesinnt. Sind wir willig zum Vergeben Allen, die uns schuldig sind, so laß auch für unsre Sünden uns bei dir Vergebung finden. 6. Heil uns, Gott verzeiht uns Sündern, geht nicht mit uns ins Gericht, nimmt uns auf zu seinen Cc 2 Kins 404 Verhalten gegen Andere. verführtbonnie( und Kindern, zurnet mit uns ewig gerührt, zurüctvom Wege, nicht. Laßt uns beten, daßt uns kämpfen, alle Rach' in uns zu dampfen. Freundschaft. 619. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2c. welch ein Segen ist ein Freund, der, Gott, durch dich mit mir verz eint, mich zärtlich und vertraulich liebt, mit mir sich freuet und bez trübt. 2. Der, fest vereinigt erst mit dir, in einem Geiste dann mit mir der Tugend hohes Leben lebt, mit mir nach einem Ziele strebt. 3. Gedanke, Neigung, Will' und That sind Eins in Beiden: nur den Pfad, den wir in deinem Lichte sehn, getreu und Hand in Hand zu gehn. 4. Der Herzen Feil und Besserung, nicht eitler Lüfte Sättigung, der wahren Liebe Bollgefühl ist unsre Sehnsucht, unser Ziel. 7. Und wenn ich strauchte, da wie leicht fällt nicht der schwa Mensch, so reicht er seine Brute hand auch mir und führet miche rück zu dir. 6. Er, in Gefahr zu irren, hört auf meiner Liebe Ruf und kehrt, durch meine Wachsamkeit 8. Stets durch einander weise Herr, stets edler und vollkomme ner, verabscheun mir die Täusc rei der Schmeichler, redlich, offa frei. 9. Kein Streit, kein Mißtran kein Berdacht, nichts, was uns fu und traurig macht, auch nicht Schicksals Unbestand trennt uns Liebe festes Band. 10. Wir theilen Alles, und Leid, in inniger Vertrauli keit und Jedes Zärtlichkeit süßt dem Undern, was i schmerzlich ist. 11. Trennst du auch f Freund und Freund: die Her bleiben doch vereint durch e durch Gebet, durch Rath und, wir können, durch die That. 12. Bollenden wir den Pilg lauf, so nimmt uns dann ein hi mel auf. Unendlich ist die Sch keit, die uns zugleich vor dire freut. 5. Wir theilen brüderlich dein Licht, das uns erleuchtet, jede Pflicht uns zu erleichtern, jede Kraft, gleich fromm zu sein, 13. Da hab ich ewig j gleich tugendhaft. Freund, der sich mit mir durch vereint, mir Herz um Herz, Bater, giebt, mich zärtlich, und ewig liebt. SOBE V. Ber ods? mojad V. Berhalten im gesellschaftlichen Lebena fein, kann er mit Tausenden sich freun. Ueberhaupt. 620. # 6. Und tritt er nun zu dem GeMel. Wer nur den lieben Gott 2c. schäfte, dazu die Vorsicht ihn ers Shr, Bürger eines Staates, Brü der, vereinigt euch zum Lobgefang, bringt unserm Vater frohe Lieder, fagt ihm für seine Gnade Dank, kor: vereinigt wirken seine Kräfte zum allgemeinen Wohl empor, und Ordnung und Zusammenhang vermehrt und stårkt der Thaten Drangesid uns mit weiser Hand vereinigt hat im Vaterland! 2. Der Mensch kann nicht allein sich bilden, nur Menschenumgang bildet ihn; er wandelt einsam auf Gefilden, die ihm umsonst entge= gen blühn; nur Menschen lindern seinen Schmerz und gießen Freus dan in sein Herz. 3. Hülflos beginnt er dieses Leben, sich seiner selbst noch unbe wußt, noch kennt er selbst nicht sein Bestreben, und schon ist er der Undern Luft: denn schon empfängt mit treuer Hand den Lallenden das Baterland. 4. Er wächst gleich einem jungen Baume, gepflegt in seinem Schuße, auf. Erwacht er aus dem Jugendtraume zu einem thatgen Lebenslauf: hier ist, was ihm zum Guten Kraft, im Kampf der Günde Stärke schafft. 405 5. Ja ihm kommt dann aufseinen Wegen die göttliche Religion mit ihrem Heite früh entgegen, zeigt ihm des Glaubens Werth und Bohn; des hohen Glücks, ein Chrift zu 27.Vereint zu einem gleichen Ziele, wirkt Jeder dann des Undern Glück; und Jeder sieht mit Frohgefühle auf das gemeine Wohl zurück; und was Ein Mensch nicht wirken kann, das fangen sie vereinigt an. 8. Nicht Alle haben gleiche Kräfte: der nügt durch Einsicht und Verstand, ein Underer durch sein Geschäfte, durch seine Kunft dem Vaterland; und doch vereinigt nützen sie einander All' durch ihre Müh. 9. Und stromet von des Fürsten Throne nicht Schuß und Sicherheit uns zu? Wer macht, daß jeder sicher wohne? wer schenket uns des Friedens Ruh? Ja durch sein våterlich Bemühn, sehn wir des Landes Wohlfahrt blühn. 10. danket Gott, der uns verbunden durch der Gesellschaft enges Band! Wir haben Glück und Ruh gefunden in unserm theuern Baterland, hier, wo als Bürger und als Christ ein Jeder Freund des Undern ist.. 11. Nue Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 406 11. Nur laffet uns einander nügen auf der uns angewiesnen Bahn, das allgemeine Wohl beschüßen, so viel ein Jeder immer kann. Nur wer ein Freund des Landes ist, der ist ein Menschenfreund und Christ. SHES SPIOVENT SCHboo 1621. Häuslicher Stand. 622. Mel. Wer nur den lieben Gott. seine Wohlfahrt sehn, sich nie aus Stolz erkühnen, den Niedern zu Im Stillen wollen wir dich verschmähn, dieß will die Menschenliebe, und folg' ich ihrem Triebe, so nug' ich selber mir. ren, dich, Gott, der fromme Wandel liebt und Bittenden, sie begehren, was ihnen nugt wohlthut, giebt. Schon oft i wir erquickt, erhört, von dein Thron zurückgekehrt. 2. Ich soll mich stets bestreben, aufrichtig, brüderlich für Andrer Wohl zu leben und nicht allein für mich, soll ihnen rathen, nügen, ihr Unsehn unterstügen und helfen, wo ich kann. 2. Uns Alle, die wir flehn, bindet des Blutes und der Freund schaft Band, und unser Dant, Gott, empfindet die milde Leitun deiner Hand, er preift dich, gi Menschenfreund, der uns dur dieses Band vereint. 3. Wohl dem, der in der Freu schaft Bunde in fester Lieb' t Eintracht lebt. Ihm wird so m che Lebensstunde mit Geligkeit Luft durchwebt, er blickt mit und heiterm Sinn auf Pfad Ziel der Wallfahrt hin. 4. Wohl dem, den frommer der Segen des Lebens Pfad m schöner macht, wenn sie im H Tugend hegen, wenn in den Bild Unschuld lacht, wenn sie der E Beispiel rührt und auf den des Lebens führt. Mei. Herr Chrift, der einge 2c. Gern seinem Nächsten dienen, auf 3. Kein Vorwand darf mich hindern, auch nicht Bequemlichkeit den Eifer je vermindern, zu thun, was fie erfreut. Gern ihre Klagen stillen, gern ihren Wunsch erfüllen soll ich, so viel ich kann. 6. Dann seh' ich meine Freude mit jedem Tag vermehrt, und ne das vermeiden, was meine Rule stórt, weiß, daß zum bessern Leba du dann mich einst erheben un ewig fegnen wirst. 4. Im Umgang stets gesellig, vom Eigennuge frei, nicht můr risch, gern gefällig, und im Ber: sprechen treu, soll ich ihr Glück vermehren und keine Freuden stören, wenn sie unschuldig sind. 5. Herr, laß mich diese Pflichten ohn' allen Ueberdruß gewissenhaft verrichten, so oft ich kann und muß. Laß mich bei Undrer Leiden, bei ihres Glückes Freuden nicht hart und fühllos sein. Ehelicher Stand. 407 ben 5. Wohl denen, deren Hausges Ewigkeit, zur Bonne der Verkläre Inoffen die Furcht des Herrn vor ten weiht. Augen schwebt, wenn Jeder treu und unverdroffen nach seiner Pflichts u erfüllung strebt, wenn Eintracht und Bufriedenheit ein Haus zum Siß des Segens weiht. 6. Ia denen, die dich kindlich chren, o Bater, ström dein SeSie wandeln folgfam deinen Lehren, und traun auf dich, und finden Ruh und finden Freude, deren Werth und Dauer keine Zeit zerstört. 4 ma MW 7. 3war oft wird auch der Kelch der Leiden den Deinen, Herr, von fi dir gefandt; oft muß die Tod und Trennung scheiden, die Blut und Treue fest verband; oft stort des Grams und Unfalls Wuth, oft Krankheit ihren heitern Muth. 8. Doch trinken sie den Kelch ges lassen, den du, ihr Vater, eingechenkt. Du zürnst nicht ewig, kannst nicht hassen, du Gott, der seiner Kinder denkt, der, wenn ihr Glaube standhaft ringt, durch Leiden sie zur Wonne bringt. MA PUR 10 9. Mag doch des Todes Arm uns trennen: wir werden einst uns wiederschn, vor Gottes Chron die Unsern kennen, mit ihnen dankend vor ihm stehn. Da, wo kein Tod mehr trennen kann, stehn wir vereint und beten an. 10. W preisen ewig dann die Gute, die unaussprechlich uns geliebt, dem gottgeheiligten Gemüthe schon hier des Himmels Vorschmack giebt, durch Freundschaft uns zur Ehelicher Stand. 623. Mel. Wie schön leuchtet der zc. Der Ehestand soll heilig sein: du, Schöpfer, festest selbst ihn ein, der Welt zum Glück und Segen. Noch immer fließt in diesem Stand aus deiner milden Baterhand den Frommen Heil entgegen. Vater, Bater, dich erhöhen, die in Chen dein sich freuen, durch dich blühen und gedeihen. 2. Wie glücklich lebt ein from mer Mann, wenn die sein Herz ihm abgewann, die Gott ihm auss ersehen! Wie glücklich lebt an seiner Hand die Fromme, die ihm Gott verband, ihm hülfreich beis zustehen! Wohl euch, wohl euch, fromme Gatten, in dem Schatten seiner Güte jauchzt mit freudigem Gemüthe! 3. Ihr seid Gesegnete des Herrn, ihr seid von Haß und Argwohn fern, um euch glänzt holder Fries de. Häuft gleich die Laft der Leis den sich; ihr tragt die Last gemeinschaftlich, daß sie euch nicht ermüde. Flehet, flehet, Gott wird hören, plagen wehren, Schmere zen lindern und des Kreuzes Bürde mindern. 4. Oft strecket sich weit um ein Haus ein rebenreicher Weinstock aus; so blühn auch Ehgenoffen. Sie 408 Sie sehen rings um ihren Tisch die Kinder fröhlich, munter, frisch, wie junge Frühlingssprossen. Sorgt nicht, sorgt nicht: wie viel Beter zählt the Bäter, zäytt zählt ihr Våter, zählt ihr Mütter! Sorg' und Müh ist hier nicht bitter. Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 5. Gott, der du sie verbunden hast, erleichtre du des Lebens Last, gieb, daß kein Segen fehle. Laß nie sie ihren Bund entweihn, Herr, laß sie züchtig, friedsam sein, ein Herz und eine Seele. Seilge, heilge, Geist der Liebe, ihre Liebe und gieb Gnade, daß sie wandeln deine Pfade. 6. Lenk' ab das Herz von Uep= pigkeit auf Freuden, die man nie bereut, auf Freuden achter Tugend; auch selbst das hohe Ulter sei von drückenden Beschwerden frei, noch munter gleich der Jugend. Seg= ne, segne, Herr, Gott, Vater und Berather frommer Ehen, Alle, die auf dich nur sehen. 624. Met. Wie schön leuchtet der 2c. Von dir, du Gott der Einigkeit, ward einst der Ehebund geweiht, o weih' auch sie zum Segen, die hier vor deinem Angesicht bereit stehn, dir den Schwur der Pflicht und Eintracht abzulegen. Laß sie, Vater, dir ergeben, einig leben, treu sich lieben, treu die Pflicht der Christen üben. 2. Du, Gott, du knüpfteft selbst das Band. Laß sie durch Eintracht Hand in Hand ihr Erdenglüc mehren; laß ihre Liebe lauters Untreue nie den Bund entwei den sie dir heute schwören; imm laß sie, dir ergeben, einig l einig handeln, fromm und h vor dir wandlen. 3. O segne sie, der gern begli und Segen uns von oben schit auf allen ihren Wegen! Laßt Geschlecht sich deiner freun; selbst zu ihrem Fleiß Gedeihn, ihr Beruf sei Segen. Laß sie& tér, dir ergeben, glücklich l freudig sterben und einst sein Himmels Erben. 625. Mel. Vor deinen Thron tret' id Gott, Schöpfer, Stifter he Eh, schau' auf dieß Paar aus ner Höh, das vor dir steht, feften Bund hier vor dir s mit Herz und Mund. 2. Mit Gnade schau' auf herab, daß sie zusammen bisi Grab verträglich, freundlich, gl gesinnt, vor allem gottesfür find. 3. Laß sie einander innig stets lieben, doch nie, mehr, dich, von Untreu fern, im rein, auch keusch in Wort Thaten sein. 4. 3usammen laß sie dir traun, zusammen ihre Scel baun, zusammen deine Hülf flehn, zusammen auch dein erhöhn. **** 0004 5.8 medan Eltern und 5. Was ihnen ihr Beruf gebeut, das laß sie thun mit Heiterkeit; und so geling' ihr edler Fleiß, zu ihrem Wohl und deinem Preis. ba 6. Und wenn des Lebens Last und Müh mih auch sie beschwert, so tröste fie. Ein Jeder trage immer gern des Undern Last, von Unmuth fern. 7. Wenn Kreuz nach deinem Nath fie drückt, laß sie darin nicht unerquickt; gieb heitre Tage nach dem Leid' und segn' es für die Ewigkeit. 8. Und trennet einst der Tod ihr Band, so seis ihr Trost, daß deine hand die, welche sich hier treu geliebt, einander ewig wieder giebt. ou non 626. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Auf euch wird Gottes Segen ruhn: er hat ihn euch gewährt. Geht hin und macht durch frommes Thun euch dieses Segens werth. 2. Der Herr erfüllt, was er versprach: sein Heil sollt ihr empfahn, kommt ihr nur dem Gelübde nach, das ihr dem Herrn gethan. 3. Ihm heiligt nun Beruf und Stand, ihm heiligt euer Herz und folgt der Leitung seiner Hand durch Freude und durch Schmerz. 4. Bis ihr den Lauf der Pilgerzeit nach seinem Willen schließt und ihn in seiner Herrlichkeit einst schauet, wie er ist. Kinder. Eltern und Kinder, Taon 2017 409 627, des Mel. Wenn wir in höchstene. au Groß ist, ihr Eltern, eure Pflicht. Berzärtelt eure Kinder nicht, gewöhnt sie in der Kindheit Zeit zu nüglicher Geschäftigkeit. 2. Wohl euch, wenn Keines je vergißt, was aller Weisheit Unfang ist, daß Liebe gegen Gott 152 und Scheu vor ihm die beste Klugheit sei. 3. Lehrt sie, wenn ihr Berstand erwacht, Gott kennen, seine Lieb' und Macht, lehrt sie auf seine Werke sehn, und, was sie lernen, auch verstehn. 4. Besorgt für ihren Leib, und mehr für ihren Geist, schaut stets umher, was ihrer Unschuld schaden kann, und führt sie früh zur Tugend an. 5. Erstickt durch Unterricht und Zucht der ersten Sünden Keim und Frucht, damit sie Gottes Ebenbild früh werden, liebreich, sanft und mild. SM UNDE 6. Gedenkt, daß Kinder leicht verstehn, wenn sie auf euren Wandel sehn, was gut, was bos ist; leicht gerührt von dem, wozu ihr sie verführt. 7. Rühmt, benn ihr Herz ist schwach und weich, rühmt doch vor ihren Ohren euch der Uebertretung eurer Pflicht in eurer frühen Jugend nicht. 8. Muth 410 8. Muthwillen nennt nie Wiß, nie preist des Knabens schadenfro hen Geist als Munterkeit, ein trúglich Herz und Lügen nie als Spiel und Scherz. Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 9. Erweckt des Guten schnell Gefühl in ihren Herzen; euer Ziel sei nicht bloß Unstand vor der Welt, sei Liebe deß, was Gott gefällt. 10. Gewöhnt sie an der Tugend Müh', an Ernst, an Fleiß und lehret sie: daß Urbeit keine Sklaverei, daß sie das Glück des Menfchen sei. 11. So nehmt euch ihrer Seelen an. Gott richtet cinst und fodert dann, wenn ihr nicht, was ihr thun sollt, thut, von eurer Hand der Kinder Blut. 12. Erwägts, und fürchtet sein Gericht, um auch vor seinem Ungesicht euch ewig ihrer zu erfreun: denn sie sind sein Geschenk und fein. A dusc den führet man durch weise sie zeitig an. 3. Wohl Eltern, welche de Willen hierin mit Redlichkeit w ziehn und, diese Absicht zu erfül sich nach Vermögen treu bem wohl ihnen hier in dieser Seit einst in jener Ewigkeit. 4. Sie baun das Wohlsein rer Jugend zu deines großen mens Preis; fie lehren Wei fie und Tugend durch eignen durch Undrer Fleiß; und um deihn fleht ihr Gebet zu din dessen Hand es steht. 5. Sie pragen früh den jung Seelen vor dir die tiefste furcht ein. Viel Gutes ihna erzählen und sich mit ihnen für zu freun, rührt edle That die te Brust, das, das ist Eltern re Lust. 6. Mit weiser Liebe sie zub ken, mit Freundlichkeit in ihr müth die edlern Triebe früh fenten, ist ihre Sorgfalt fiet müht. Doch, widerstrebt das s der Pflicht, schont weise Zucht Ernstes nicht. 628. Mel. Wer nur den lieben Gott 2. Herr err, welch ein wichtiges Geschäfte für Eltern, Kinder zu ers ziehn! Gieb dazu Weisheit, Lust 7. O welch ein wonner und Kräfte, und segne redliches Segen für Eltern, Kinder und Bemühn, wodurch man unter wei- Welt, wenn fromme Sucht auf ser Bucht der Kinder Herz zu bilden sucht. nen Wegen, o Herr, der nicht verfehlt. Bust strömt Eltern, Glück und Speil ist und dort der Kinder Theil. 2. Du rufft die Menschen in das Leben und willst, sie sollen glücklich sein; haft ihnen auch den Ruf gegeben, sich gern zu Undrer Dienst zu weihn. Zu allen bei8. Und für die Welt, für g Staaten, o welch ein seliger winn entsteht, wenn Kinder Eltern und Kinder. gerathen, erzogen, Herr, nach deis nem Sinn! Fleiß, Ordnung, Behlstand, Fried? und Ruh nimmt überall auf Erden zu. 9. Uch aber, welche Pest auf Erben ist nicht die böse Kinderzucht! Sie häuft den Eltern selbst Beschwerden, die oft hernach ihr Herz 7. Daß wir in ihnen Christen erflucht. Die Opfer ihrer Grausamkeit vermehren vollends dort ihr Leid. fehn, die freudig deine Wege gehn, und Bürger einst, voll Luft und Muth zu thun, was edel ist und gut. 10. Gott, lehr' Eltern dieß erwägen, erweck und stärke ihr Bemühn, daß unter deinem milden Segen, sie ihre Kinder wohl ziehn! O laß sie einst so glück lich sein, und dessen sich im Himmil freun! 411 vor der Verführung Trug und List, weil Jesus ihr Erlöser ist. 2 d 629. Mel. Wenn wir in höchsten 20. Die Kinder, deren wir uns freun, find, allerhöchster Vater, dein, sind deine beste Gab', o Herr, bewahre fie, Barmherziger! 2. Wenn treuer Eltern Liebe fucht, fie aufzuziehn in deiner Zucht, so steh, damit sie glücklich sei, mit deiner Weisheit ihnen bei. 3. Gieb allen Kindern Lehrbegier zum Guten, Lieb' und Lust zu dir, und laß sie meiden ohne Swang Trog, Eigensinn und Müßiggang. 4. Gesegnet sei ihr Unterricht. Laß sie durch deines Wortes Licht dich recht erkennen, laß sie nie gefährlich irren, leite fie! 5. Im Glauben mache sie ges wiß; bewahre sie vor ergernis, 6. Hilf, daß sie dich an jedem Ort vor Augen haben und dein Wort, und sich befleißen jederzeit der Tugend, Zucht und Frömmig keit. 8. Erhör' uns, Vater, Sohn und Geist, wenn dich auch Kind und Säugling preist. Wir danken einst, o Bater, wir mit allen uns fern Kindern dir! 630.00 Mel. Meinen Jesum laß ich nicht sc. Gott, die fei mein Dank geweiht, heilig dir mein ganzes Leben: denn aus freier Mildigkeit hast du selbst es mir gegeben, es durch Eltern mir verliehn, die zum Guten mich erziehn. 2. Hilf, daß gegen sie mein Herz kindlich sei und nicht bloß scheine, daß ich, trifft sie wo ein Schmerz, fromme Thränen zu dir weine, für ihr Glück dir dankbar sei und mich ihrer Freuden freu. 3. Laß auf ihre Winke mich kinde lich und mit Sorgfalt achten, ja selbst ihren Wünschen mich noch zuvor zu kommen trachten, gern, was sie vergnügt, vollziehn, stets, was ihnen mißfällt, fliehn. 4. Mir 412 4. Mir zum Muster dien' auch hier Jesus Christ, das Heil dee Sünder. Er, so hoch geehrt von dir, war ein Beispiel frommer Kinder, war von seiner Kindheit an seinen Eltern unterthan. 5. Freude fei mirs, ihm auch hier nachzuahmen. O wie billig, wie gefällig ists, Gott, dir! Mache du mich dazu willig. Wohl mir dann: es wird auch mein dein vers heißner Segen sein. Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 2. Und diese heiligen Gefeße sol len sie halten, wenn sie glücklich werden wollen, vereinigt Alle durch der Liebe Bande in jedem Stunde, 3. Ber seinem Hause vorsteht, foll sich hüten, was er befiehlt, tyrannisch zu gebieten; mit Härte zu beherrschen, die ihm dienen, sich nie erkühnen; Herrschaften und Dienende. 631. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du 2c. auch zu diesem edlen Werke Die Menschen mögen herrschen, Muth und Stärke. oder dienen, du bist ihr Herr, o Gott, und du giebst ihnen, dir zu gehorchen als getreue Knechte, Gefes und Rechte. 4. Soll immer im Gebrauche deiner Gaben, daß Herren ihren Herrn im Himmel hoben, um, die ihm unterthan sind, nie zu krån ken, mit Ernst bedenken; nachsichtsvoll bei ihren und, wie so leicht er selber E fehlen, sich nie verhehlen; 5. Soll ihnen den verheißnen Bohn nicht schmälern, wohlthätig, 6. Soll liebreich sein, geh und gelinde, daß er vors Richter Gnade finde, daß der, er belohnt, auch ihn belohne, er schont, schone. 7. Doch, Gott, wie leicht leicht wird, wer regieret, Mißbrauch seines Unsehns verführet, von Eitelkeit, vom ge zum Gewinne, vom Eigensi 8. Laß Jeden dann auf da Willen sehen, um seinem klüglich vorzustehen. Gieb S 632. Mel. Herzliebster Jesu, was haf Nicht Alle können herrit Biele sollen gehorchen, wenn glücklich werden wollen, und lig, foderst du es, Gott, vo nen, den Brüdern dienen. 2. Laß, wenn sie dir gleich gehorchen müssen als Mensche nie wider ihr Gewissen' thun, du hasfeft; Luft, dir zu gef gieb ihnen Allen. 3. Gieb ihnen ein gehorsam und Treue, daß Jeder seines vor die sich freue. Mit Eifer sie ihrer Herren Willen mit erfüllen. 4. Laß nichts sie mit betrig vifchen Händen veruntreun, verd Obrigkeiten und Unterthanen. 413 verderben, nichts entwenden; und leih' ihr Weisheit, Trieb und Reiner sei, wer Lohn empfängt und Pflege, zur Arbeit tråge. Kraft, was wahres Wohl dem Lande schafft, mit Sorgfalt wahrzunehmen. 5. Laß sie der Demuth Pflichten aie vergessen, daß keiner, selbst flug, troßig und vermessen, sich billigen Befehlen widersege, die nie verlege. 2. Gieb, daß fie deinem Ver bild gleich, uns väterlich regiere, und deinen Segen in das Reich durch gute Unstalt führe, der Unschuld Schild und Wächter sei, den Redlichen im Land' erfreu, dem Unrecht kräftig steure. 6. Auch, was sie nicht verstehn, laß sie mit Freuden vollbringen, mit Gelaffenheit auch leiden, nicht gleich, sie haben auch viel zu be= reuen, um Rache schreien. 7. Wenn sie denn freudig dir zum Wohlgefallen ihr Werk verrichten, wohl dann ihnen Allen, wie werden sie im Himmel und auf Erden gesegnet werden! 8. Und müßten sie auch harten Herren dienen, mit Wonn' und Chre, Gott, vergiltst du's ihnen. Des Lebens Abend kommt, dann tuhn die Müden in deinem Frie den. 11 9. Berherrlicht werden sie empfahn vom Sohne des Himmels Seligkeit zu ihrem Löhne und, treu erfunden, in dein Reich erhoben, dich ewig loben. 3. Laß uns, von ihrem Schut bewacht, des Friedens Glück genießen und ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen. Hilf, daß wir in Gottseligkeit dir dienen und schon in der Zeit die Frucht davon empfinden. 4. Beschirme sie durch deinen Schuß, daß, die ihr Uebels gönnen, mit ihrer List und ihrem Truß ihr niemals schaden können. Nie fehle jeder guten That, die sie sich vorgenommen hat, dein segnendes Gedeihen. 5. Gieb denen Eifer, Fleiß und Treu, die ihr sind untergeben, daß Jedermann beflissen sei, nach seiner Pflicht zu leben. Erleichtre ihr des Lebens Müh, mit deinem Gegen krone sie und sei ihr Lohn auf ewig. Obrigkeiten und Unterthanen. 633. Mel. Nun freut euch, lieben 2c. Erhalt uns, Herr, die Obrigteit, die du uns gabft, auf Erden mit Wohlstand und mit Sicherheit durch sie beglückt zu werden. Ver- beuge. 6. Laß sie mit uns beflissen sein, in deiner Furcht zu leben, uns deiner Oberherrschaft freun, mit ihr dein Lob erheben, daß so vor deiner Majestät, die über alle Hoheit geht, Regent und Bolk sich 634. Mel. 414 Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 634. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Gott, deiner Stärke freue sich sein Hasser draut. der Fürst zu jeder Zeit. Sein Auge sehe stets auf dich, sein Herz sei dir geweiht. 2. Begnadiget mit deiner Kraft und deines Geistes voll, gedenk' er stets der Rechenschaft, die er dir geben soll. 3. Er fördre willig deinen Ruhm, er denkte gern daran: sein Reich sei auch dein Eigenthum, und er dein Unterthan. 5. Groß und voll Müh' ist, seine Pflicht, und er ein Mensch, wie wir; ach er bedarf vor Undern Licht und Rath und Kraft von dir. 635. Mel. Aus der Tiefen rufe ich 4. Der über Christen, Gott, von dir zum Herrn verordnet ist, Wer gehorcht, der thu's mith sei deiner Kirche Schuß und Zier, der beste Mensch und Christ. Er bleib' immer sich bewußt, nicht Jeder herrschen kann, ein guter Unterthan. 2. Nie vermessen strebe de her, als er soll, als er Gelegenheit, und Rath und Kraft zu nügen hat. 3. Der ist niedrig, der ist g ungleich ist der Menschen Schäme deines Rufs dich n nöthig ist doch jede Pflicht. 4. Schon ists, gut zu herrs schön, jeden guten Weg zu g den ein guter Führer weist, dein Gott dich wandeln heißt. 6. Er suche dich; wenn er begehrt, dir ähnlich, Gott, zu sein, so müss' er, in dein Bild verklärt, sein Volk, wie du, erfreun. 7. Er lieb' auf seinem Throne dich, dein erster, treuster Sohn, den Lastern sei er fürchterlich, der Tugend Schuß und Lohn. 8. Beglückter Volker Liebe sei sein edelster Gewinn, und kein gerechter Seufzer schrei um Rache wider ihn. 10. Um seinen Thron sei imm dar Recht und Gerechtigkeit; i sein Beschüßer in Gefahr, und 9. Fern sei für ihn das hohe Biel, nach dem er wallen soll. Gott mache seiner Tage viel, und jeden segensvoll! 11. Er wünsche nie der Ruhm; doch, zeucht er int Krieg, zu schützen unser G thum, so folg ihm Muth und 12. Sein werd in jedem zu dir mit Lieb' und Danke dacht. Erhör' es, Gott, dann zen wir und preisen deine Mad 5. 3ur gemeinen Wohlfah dem Gesetze stets getreu. Wer gern gehorchen kann, der n ein freier Mann. 6. Schaue Jefum Chriftum er, wie du, ein Unterthan, doch aller Fürsten Gott, that, das Geset gebot. 7. Gell Lehrer und Zuhörer. 415 7. Selbstbeherrschung ist so dir gefandt, von Zeit auf Zeit dein schwer. Irrt dein Herrscher, strauchelt er, so verdamm' ihn nicht, und sprich: er ist auch ein Mensch, wie ich. heilig Wort, und Licht mit ihm und Tugend fort. 1 8. 2ch wie oft verführt ihn nicht zur Vergessenheit der Pflicht, schmeichelnd, oder rånkevoll, der, den er beglücken soll. 3. Wie freut ein guter Lehrer sich, wenn er, erleuchtet felbst durch dich, den Jüngern Jesu gleich gesinnt, viel Segen für dein Reich gewinnt! f 9. Ruhm, dem Lob und Ruhm gebührt, Schoß und soll dem, der regiert. Gieb, als gåbst du's Gott, dem Herrn, was dir auf gelegt wird, gern! 10. Ordnung und Gerechtigkeit, Schuß, und Fried' und Sicherheit, welch ein Glück, das, wer es hat, nur durch seine Fürsten hat! 1 11. Lebe selbst gewissenhaft; ih res Wandels Rechenschaft laß dem Herrn, und sich nur du, daß du felbst gerecht seist, zu. 12. König, Fürst und Unterthan, betet Gott, den Höchsten, an, fürchtet ihn, denn sein Gericht wird gerecht sein; sündigt nicht. Lehrer und Zuhörer. 636. Mel. Bor deinen Thron tret' ich zc. Das Umt der Lehrer, Herr, ist bein; dein soll auch Dank und Ehre sein, daß du der Kirche, die du liebst, noch immer treue Lehrer giebst. 2. Gesegnet sei ihr Amt und Stand. Sie pflanzen, Herr, von 4. Wohl uns, wenn du auch uns so liebst, daß du uns treue Führer giebst, die weise sind und tugendhaft, in Lehr' und That voll Geist und Kraft. i 5. Laß ihres Unterrichts uns freun, gewissenhafte Hörer sein, uns forschen, ob dein Wort auch Ichrt, was uns ihr Unterricht ers Flårt. 6. Und ist ihr Wort dein Wort, o Herr, so laß uns weiser, heiliger und besser werden, die allein zum Preis, und auch, sie zu er freun. 7. Daß Jeder, so belohnt von dir, fröhlocke: Ja, Gott ist mit mir, am Throne werd' ich wonnevoll die schaun, die ich hier leiten foll. 8. Ermahnen, warnen, strafen fie, so weigre, wer sie hört, sich nie, zu hassen, was du uns verbeutst, zu thun, was du durch sie gebeutst. 9. Laß darum ihren Unterricht, weil sie und wir auch straucheln, nicht verachtet werden, nimm dich dann auch ihrer Schwachheit gnádig an. 10. Fern sei von uns der Fre vel, Gott, durch Undank sie, durch Spaß Verhalten im gesellschaftlichen Leben. 416 Spaß und Spott zu krånken, daß fie, was sie thun, mit scufzervollem Herzen thun. 11. Nein, Gott, wir wollen sie erfreun, dankbare fromme Horer sein, so führst du auch einst uns zugleich mit ihnen in dein ewig Neich. 637. Mel. Wer nur den lieben Gott 2. Gieb ihm, o Bater, Glück und Kräfte zu seinem segenreichen Stand', ihm, den zum heiligsten Geschäfte du uns voll Gnade zu gefandt, hilf bu ihm selbst, so wird allein sein Umt an uns ge= fegnet fein.£* tắt du deff d 2. Laß auf sein Pflanzen und Begießen des Geistes Kraft von oben her zum steten Segen auf uns fließen und deines Wortes Kraft vermehr, daß es für jenen Erntetag Frucht hundertfältig bringen 5. Knüpf zwischen ihm und der Liebe und des Vertrauens stes Band, ihm reiche mit richtgem Triebe ein Jeder sei Bruderhand. Wer Gott und Wort liebt und ehrt, der auch seine Lehrer werth. 6. Gott, wir trauen dein Liebe, die uns bisher mit und That aus göttlichem Ge mungstriebe zur Seligkeit gele hat; du wirst doch ferner mit sein: wir Alle, Heiland, sind dein. 7. Wir sind mit deinem B erkaufet, dein Vater hat uns erwählt, wir sind als Chri einst getaufet und deinen Kind zugezählt, so weide jedes Gotts kind, Herr, dem sie theuer m den sind. 8. Laß auch dereinst ihn, unse Lehrer, o Herr, zu deiner ten stehn, und laß uns Alle, porer, mit ihm zu deinem mel gehn. Dann freut sich er unser Geift des Wegs, den er gehen heißt. mag. 3. Gieb, daß von dieser ganzen Speerde, die du ihm jest hast anvertraut, kein Einziger verloren werde, und daß sein Wandet uns erbaut, daß uns sein Vortrag übers zeugt, und auch die größten Sünder beugt. Schulgesånge. 638. 4. Laß ihn mit deines Geistes Waffen der Wahrheit Feinden wiMel. Mein Gott, ich danke derstehn. Und muß er Laster hart Gott, der du alle Welt erfa bestrafen, laß ihn auf Menschen- und jede Wohlthat mir verle gunst nicht sehn. Gieb, wenn er laß tråg' und sorglos nie tröstet, Kraft, und Licht und fel-, ruhn, laß mich mein Werk senfeste Zuversicht. Freuden thun.p G 2.3u dir hoff' ich mit Zuversicht, du werdest meinem Fleiße nicht dein fegnendes Gedeihn entziehn, verges bens ist sonst mein Bemühn. 3. Gieb, daß ich meiner Pflicht getreu, aus allen Kräften fleißig sei. hilf, daß ich lerne, wie ich soll, so lern' ich gut, so ist mir wohl. 639. Mel. Laßt uns le fröhlich it. Alles Gute kommt von Gott. Segne du die Leyren, die wir, o du guter Gott, in der Schule hören. 2. Laß uns fromm, gehorsam fein, unsern Lehrer ehren, so wird sich der Lehrer freun, Gutes uns u lehren. hon WWP Bei öffentlichen Schulprüfungen. W 640. Mel. Christus, der ist mein te. Vater guter Gaben, Lob, Preis und Dank sei dir: denn was wir Gutes haben, das haben wir von dir. 2. Auch jetzt gabst du uns wieder zur Arbeit Munterkeit. Dir tonen unsre Lieder aus froher Dankbars 3. Laß unser ganzes Leben dir, Bater, heilig sein. Du wirst uns & räfte geben, die unser Herz zu weihn. 641. Mel. Liebster Jesu, wir sind sc. So beschließen wir auch heut, Bater, dankbar unsre Stunden. Wie viel Troft und Seligkeit haben wir auch heut empfunden! Hilf, daß 417 wir nach beinem Willen anfre Pflichten stets erfüllen. 2. Sa so lange wir hier sind, wollen wir als Christen wandeln, täglich fromm und gut gesinnt nur nach Jefu Lehren handeln, dann nimmst du uns, wenn wir scheiden, auf zu deinen höhern Freuden. Bei öffentlichen Schulprüfungen. 642. Mel. Lobt Gott, ihr Ehriften An diesem Tag' erscheinen wir mit Ruhm', und Preis und Dank in dieser Schule, Gott, vor die, hör' unsern Lobgefang. 2. Bon dir kommt Weisheit und Verstand, von dir der Wahrheit Licht, du machst uns mit une selbst bekannt und lehrst uns une fre Pflicht. 3. Du läsfest gute Schulen blühn, zum Glück für Welt und Staat, läßt junge Menschen da erziehn, führst sie den Tugendpfad. 4. Du bildest sie zum Dienst der Welt, läßt ihren Fleiß gedeihn, um nüglich einst, wo dirs gefällt, in jedem Stand zu sein. 5. Baß unsre Schulen fernerhin, der Weisheit Tempel sein; laß Gottesfurcht und frommen Sinn ihr Ruhm bei Allen sein. 6. Beglücke unsre Obrigkeit, belohn der Lehrer Treu, gieb, daß noch in der Ewigkeit die Schulzeit uns erfreu. Dd VI. Ber 418 VL Verhalten in besondern Umständen das zeigt jeder Morgen. J Augenblick verschwindet, de nicht, Gott, mein Licht, dis Dank verbindet. Allgemeine Pflichten. Zufriedenheit mit seinem Zustande. 643. Mel. Warum sollt' ich mich denn 2c. Sei zufrieden, mein Gemüthe: Gott ist gut, was er thut, ist voll Lieb' und Güte. Er nur weiß in allen Sachen, groß an Rath, wie von That, Alles wohl zu machen. 2. Beides, Erd' und Himmel preisen seine Macht, Tag und Nacht müssen sie beweisen, Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, was sich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die Werke seiner Hånde! Mensch und Thier zeigen dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was mir noch so Kleines nennen, Gras und Laub, selbst der Staub giebt ihn zu erkennen. 7. Geşten mir des Kr Plagen heftig zu, so halft mein Gott, fie tragen. War mehr Geduld vorhanden, Kraft hat geschafft, daß ich standen. 6. Wie mich fein getreues Gorgen Tag und Nacht nimmt in Ucht, 8. Nun, mein Herz, das schon lange Gott gethan; dran, wird dir jemals bange, wollt' er dich ganz verlassen. geschicht wahrlich nicht, al dich nicht hässen. 9. Drum ergieb dich Willen, heiße gut, was a er wirds auch erfüllen. Da ist in allen Sachen groß von wie von Thatz er, er wird machen. 644 Mel Welt, sich hier dein Leba 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh, in der See, oder sonst zu finden, rühmt die Auf deine Weisheit schauen, Weisheit seiner Werke; jeder Wurm, Blik und Sturm preiset feine Stärke. deiner Güte trauen, das schaft friedenheit. Wer kann mein entscheiden? wer schenkt mith Freuden, als du, Quell aller ligkeit? 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir mein Leben! Leib und Seel ist sein Geschenke. Bin ich nicht ihm verpflicht't, wenn ich dieß bedenke? 2. Vor dir ist nichts verbo Wie sollt' ich ångstlich forge du mein Vater bist? Du, gabst mir mein Leben, und mir Alles geben, was mir zu ben nöthig ist. Allgemeine Pflichten. 3. Wir streben oft nach Dingen, die, wenn wir sie erringen, des Unglücks Quellen sind. Ein Schein, der uns bethöret und unsern Stolz vermehret, macht uns für wahre Güter blind. 4. Der Hang zu Eitelkeiten stört boch zu allen Zeiten die wahre See lenruh. Wenn wir dir unser Les ben, o Bater, übergeben, dann fließt dem Herzen Friede zu. 5. Dein Rathschluß sei mein Wille. Ich will in heitrer Stille mich deiner Vorsicht freun; dein ewiges Erbarmen, dein Beistand foll mir Urmen Zufriedenheit und Reichthum sein. 6. Laß mich nicht zweifelnd wans ken, wenn traurige Gedanken mir deinen Trost entziehn. Ich werde nie vergebens zu dir, Herr meis nes Lebens, mit kindlichem Vers trauen fliehn. 7. Erleichtre meine Leiden durch deines Geistes Freuden, durch Muth und Hoffnung mir. Drückt mich die Laft der Schmerzen, dann sprich zu meinem Herzen: ich, dein Erretter, helfe dir. 8. Was sollt' ich mich betrüben? Den Menschen, die dich lieben, muß Alles Segen sein. Ich bin ja dein Erlöster. Sonst weiß ich keinen Tröster, sonst keinen Schuß, als dich allein. 645. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Sch will im Sterben und im Leben mit meinem Gott zufrieden sein. 419 Denn was des Höchsten Hände geben, das dient zum Segen, zum Erfreun. Ich bin vergnügt, wie Gott es giebt, und mir gefällt, was ihm beliebt. 2. Wenn ich nur meinen Jesum habe, so hab' ich mehr, als Gut und Geld. Denn Jesus ist die beste Gabe für diese und für jene Welt. Weg Geld, weg Gut, weg stolze Pracht: ich habe, was mich freudig macht. 3. Gnug, wenn mir Gott Gesundheit giebet und so viel ich be= darf zur Noth; gnug, wenn mich nur mein Heiland liebet, den Geist mir nåhrt mit Lebensbrot und mein Gewissen rein bewahrt bis zu der Seele Himmelfahrt. 4. Wenn alles Unglück sich emporet, wenn Mangel mich verzaget macht, so weiß ich, daß mich Gott ernähret, an dem ich hange Tag und Nacht. Drum soll kein Elend bis ins Grab von meinem Gott mich scheiden ab. 5. Ich will mich stets zu Jesu halten in meiner ganzen Lebenszeit und meinen Gott nur lassen wal= ten in Wohlstand und in TraurigKeit. Giebt mir Gott wenig oder viel: Zufriedenheit bleibt doch mein Biel. 646. Mel. Wie groß ist des 2llmächtgen 2c. Entehre nicht, mein Herz, mit Klagen den Gott, der dich zum Glück erschuf. Des Lebens Mühe zu ertragen und froh zu sein, ist Dd 2 dein 420 Verhalten in besondern Umständen. dein Beruf. Erdulde standhaft die dir vertraun, dich lieben, Beschwerden, die keine Klugheit ewig meine Freude sein. hindern kann, streb nur, daß sie dir nüglich werden, und bete Gota tes Willen an. 2. Gott hat dir selbst dein Boos beschieden, nimms dankbar an aus seiner Hand. Erfülle jede Pflicht zufrieden, die seine Huld damit verband. Er giebt dir Munter keit und Kräfte und nährt und stärkt dich väterlich. Sie brauchen, das ist dein Geschäfte, und ihr Gebrauch ist Glück für dich. 3. at Undern deines Vaters Segen mehr Güter anvertraut, als dir, darf dieß wohl deinen Dent, wer ist Gott, und wer sind wir? Weiß Weiß er nicht besser, was dir nuget und was dem Nächsten nutzt, als du? Wenn er dich nährt, regiert und schüget, was fehlet dann noch dei ner Ruh? 4. Du prangest nicht in hohen Würden; beneide nicht der Großen Gluck: sie seufzen unter schweren Bürden, und oft stürzt sie ein Uugenblick. Dir ward kein Ueberfluß gewähret; wünsch' ihn auch nicht aus Selbstbetrug. Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, der ist beglückt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum svohen Leben, so viel ich brauch' und mehr verliehn, laß täglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu fliehn. In Demuth laß mein Herz sich üben, stets deiner Güte, Herr, mich freun: dich fürchten, 647. Mel. Was Gott thut, das is Fest glaub' ich, daß, was s geschieht, zu meinem Heil mit ne. Gut ist, was mir mein& beschied, wenns noch so tr schiene. Allweisheit ist, was beschließt; Allweisheit, fo Gnade, sind alle seine Pfade. 2. Schon hat, seit Erd' Himmel stehn, sein Regiment währet. Und niemals hat ein Versehn sein Regiment en ret. Nein, was er thut, ist gut, ist seines Namens e wenns noch so dunkel wäre 3. Wie war die kleine Sall trübt, als Jesus scheiden m weil den, den sie so hoch geli ihr Herz num missen sollte. S weinen sie? sie hätten nie, er nicht hingegangen, bes Ga Gab' empfangen. 4. Sehr herbe zwar, doch an Frucht sind Gottes 3üchti gen. Was Güte selbst umsonst: sucht, ist ihm durch die gelung Wohlthåtger Schmerz heilt of Herz von schädlichen Gebrechen leicht den Glauben schwächen. 5. Ich weiß, was auch für draut, daß der doch meiner s der mich zu seiner Herrlichkeit rief in seinem Sohne. Wie der, der mich so sehr durch I 100 Allgemeine Pflichten. wollen lieben, von Herzen mich bes trüben? 6. Gott, führe denn mich, wie du willst, dir bin ich übergeben. Wenn du mich schon in Dunkel hülft, sollt' ich zurücke beben? So wunderbar der Weg auch war, den mich dein Rath geführet, du haft mich wohl geführet. 7. Zwar schien der Weg, den ich erlas, mir besser; doch ich irrte. Bald prics ich selbst dich über das, was erst den Geist verwirrte. Drum faß ich Muth: der Weg ist gut, den du mich heißest gehen, sollt' ichs auch nicht verstehen. 421 ferm Schmerz; wir flehn, ihm bricht sein Vaterherz. 2. Was quat' ich mich? bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffs nung ist? Nein, das ist meines Herzens Freude, daß du mein Gott und Helfer bist. Hilf, mein Ers barmer, stårke mich: denn nichts vermag ich ohne dich. 3. Der Herr erzieht hier seine Kinder zur Ewigkeit mit weiser Huld. Er schont, er züchtigt viel gelinder, als wir verdient und hat Geduld. Er hat nicht Luft an un4. Die Lieb' ist Gott, wie kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jesum Chrift? Was könnte mir ein Gott versagen, der so unendlich gütig ist? Erhabner Trost, der nimmer trügt und jeden Zweifel überwiegt! 5. Ich harre seiner und bin stille. Wie bald verstreicht die Prüfungszeit; dann nehm' ich auch aus seiner Fülle unendliche Zufriedenheit. Er leite mich nach seinem Rath, wie er mir zugesaget hat. 648. Mel. Wer nur den lieben Gott 26. Von on dir, o Bater, nimmt mein Mein Schuß ist Gott, ihn laß ich Herz Glück, Unglück, Freuden, oder walten, ich hoff' auf ihn, er kennet. mich. Ihm fehlts, die Seinen zu erhalten, an Mitteln nie, und sein bin ich. Ich gründe meine Zuvers sicht auf diesen Fels und wanke nicht. Schmerz, von dir, der nichts als lieben kann, voll Dank und voll Vertrauen an. 649. Mel. Wenn wir in höchsten 26. 2. Nur du, der du allweise bist, nur du weißt, was mir heilsam ist; nur du siehst, was mir jedes Leid für Heil bringt in der Ewigkeit. 3. Ift Ulles dunkel um mich her, die Seele můd' und freudenteer, bist du doch meine Zuversicht, bist in der Nacht, o Gott, mein Licht. 4. Verzage, Herz, verzage nie. Gott legt die Laft auf, Gott kennt sie. Er weiß den Kummer, der dich quält und geben kann er, was dir fehlt. 5. Wie oft, Herr, weint' ich, und wie oft half deine Hand mir unverhofft! 422 Verhalten in besondern Umständen. bofft! Oft jammert' ich untröst- sein. Dieß laß dein sorgend bar heut, und morgen ward ich erfreun. schon erfreut. 6. Oft sah ich keinen Ausgang mehr, dann weint' ich laut und 650. klagte sehr: wo bist du, Gott, wie Alles ist an Gottes Segen und schauest du denn meinem Elend mů hig u? 7. Dann hörtest du, o Herr, mein Flehn und eiltest bald mir beizustehn. Du öffnetest mein Auge mir, ich sah mein Glück, und dankte dir. 8. Sagts Alle, die Gott je ges prüft, die ihr zu ihm um Hülfe rieft, fagts, Fromme, ob er das Gebet Geduldigleidender verschmäht? 9. Die Stunde kommt früh oder spåt, wo Dank und Freud' aus Leid entsteht, wo Pein, die Stunden nur gewährt, in Freudenjahre sich verkehrt. 10. Du ernteft deiner Leiden Lohn vielleicht in diesem Leben schon; vielleicht daß, eh du ausgeweint, dir Gott mit seiner Hülf' erscheint. 11. Schau deinen Heiland gläus big an. Wenn Niemand dich ers quicken kann, so schutte du in seinen Schooß dein Herz aus, seine Huld ist groß.enlane hop 12. Einft hat er auch, der Menschenfreund, im Ehrånenthale hier geweint. Auf deine Ehránen giebt er Ucht, und dir zu helfen hat er Macht. etter 13. Und helfen will er, zweifle nicht. Er hält getreu, was er verspricht: du solleft nicht verlassen seiner Gnad gelegen über alles& und Gut. Wer auf Gott die h nung seget, der behält ganz un leget einen freien Heldenmuth 2. Der mich hat bisher erni und mir manches Glück besch ist und bleibet ewig mein. mich wunderbar geführet und leitet und regieret, wird hin mein Helfer sein. 3. Biel' bemühen sich um Sad die nur Sorg' und Unruh ma und ganz unbeständig sind; will nach dem Ewgen ringen, r mir kann Sergnügen bringen, man hier gar selten find't. 4. Hoffnung kann das Herz quicken. Was ich wünsche, wird i schicken, so es anders Gott gef Meine Seele, Leib und Leben Alles heimgestellt. ich seiner Gnad' ergeben und 5. Er weiß schon nach sein willen mein Verlangen zu erfi es hat Alles seine Zeit. Ich ihm nichts vorzuschreiben, Gott will, so muß es bleiben, Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch langer will ich ihm nicht widerstreben verlasse mich auf ihn. Ist nichts, das lang bestehet, alles dische vergehet und fährt wi Strom dahin. 651,9 Allgemeine Pflichten. 651. Mel. Alles ist an Gottes Segen 26. Großer Gott, an dessen Segen Alles, Alles ist gelegen, du bist dunfer höchstes Gut. Ueber Alles hoch dich schäßen und auf dich die poffnung segen, giebt allein getrosten Muth. 2. Der du mich bisher ernähret, manche Freude mir gewähret, bist und bleibest ewig mein. Du, mein Bater und Regierer, wirst mein Helfer und mein Führer durch mein ganzes Leben sein. 3. Sollt' ich ångstlich mich um Sachen, die nur Sorg' und Unruh machen und vergånglich sind, bemühn? Nein, ich will nach Gütern streben, die mir wahre Ruhe ges ben und im Tode nicht entfliehn. 4. Auch die Hoffnung kann erquicken. Was mir gut ist, wirst du schicken: du bist Herr der gana zen Welt. Dir will ich mich froh ergeben, Glück und Unglück, Tod und Leben, Alles sei dir heimgestellt. 5. Ist mein Bunsch nach deinem Willen, o so wirst du ihn erfüllen und gewiß zu rechter Zeit. Die hab' ich nichts vorzuschreiben. Wie du willst, so soll es bleiben: was du willst, ist Seligkeit. 6. Soll ich hier noch länger les ben, o so wollst du Kraft mir geben, mich um das nur zu bemühn, was in Ewigkeit bestehet. Alles Irdifche vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 423 652. Warum sollt ich mich denn grå men? hab' ich doch Christum noch, wer will den mir nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? 2. Nackend kam ich einst ins Les ben, da es mir ward von dir, Herr, zuerst gegeben; nackend geh ich von der Erde, wenn ich sie nach viel Müh einst verlassen werde. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, nehm' er's hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Ungst und Pein, sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wirds wohl wenden, er weiß wohl, wie er soll alles Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergeßt, sollt' ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist Gott und schlägt mit Maßen: er, mein Licht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt, und ihre Notten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen, Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich Lassen Verhalten in besondern Umständen. 424 Laffen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth dens noch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch der Tod nicht tödten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nothen, endigt dies ses Lebens Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelss freuden. 9. Da, da will an bessern Schåten ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergehen. Hier ist kein recht Gut zu finden: was die Welt in sich hålt, muß wie Rauch verschwinden. 9 10. Was sind dieses Lebens Gus ter? Unbestand, eitler Tand, Kums mer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Sirt, Christus, wird mich ohn' Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn ale ler Freuden, du bist mein, ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd' umfangen. Besondere Pflichten. Ullgemeiner Wohlstand. 653. Herr Gott, dich loben wir, Herr, Gott, wir danken dir. Von Ewigkeit zu Ewigkeit preist Uttes deine Herrlichkeit. Der Kreaturen gro ßes Heer verkündigt deines No mens Ehr. Die Engel, deines raphim, lobsingen dir mit hohe Stimm: Heilig ist unser Gott heilig ist unser Gott, heilig it unser Gott, der Herr, Herr Z baoth. Weit, über alle Himmel weit geht deine Macht und Herrlichti Sie, die den Erdkreis wunderbar bekehrten, der Apostel Schar, de Lehre Jesu Mártyrer, sie preisen ewig dich, o Herr. Um Grab noch, noch in der Zeit preift di auch deine Christenheit, dich, Sam auf der Himmel Thron, dich, Seju Christ, des Vaters Sohn und dic o Geist, deß Wunderkraft in S dern neues Leben schafft. Du Herr der Ehren, Jesu Chrif des Baters ewger Sohn du bi Du wardst ein Mensch, doch sünden rein, die Welt von Sünden zu b frein. Dem Tode nahmst du sein Macht, zum Himmel hast du un gebracht. Nun herrschest du ins S ters Neich, an Majestät und Mat ihm gleich. Im Grabe läsfest bu uns nicht, du kommst, du kommi und hältst Gericht. O der für uns geblutet hat, würgt für unsre Missethat, einst im Himmel ewges Heil mit all Frommen unser Theil. Hilf nem Volke, Jesu Christ, und segm was dein Erbtheil ist. Leit' un durch unsre Prüfungszeit bis zudu frchen Ewigkeit. 1 Ziglich, Herr Gott, wir loben dich, die heiligt unsre Seele sich. Sor aller Ungerechtigkeit behüt' uns jetzt und allezeit. Sei gnädig uns, o treuer Gott, sei gnädig uns in aller Noth. Wenn wir zu dir um Hülfe schrein, laß dein Erbarmen uns erfreun. Auf dich steht unsre Zuversicht, verlaß uns auch im Tode nicht. Umen. ** 4 Allgemeiner Wohlstand. it 654. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 20. Nun danket All und bringet Ehr', ihr Menschen in der Welt, Gott, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeld't. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhålt und, wo kein Mensch uns helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich oft bes trübt, doch bleibet gutes Muths, die Straf' erläßt, die Schuld vergiebt und thut uns alles Guts. 5. Er geb' uns stets ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn und werf' all Angst, Furcht, Sorg' und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 6. Er taffe seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland. Er gebe Glück zu unserm Thun und Heil in allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb' und Güt' um, bei und mit uns gehn, was 425 aber ångstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. * 8. So lange dieses Leben währt sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd' abs scheiden, unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herz uns bricht, uns unsre Augen zu und laß uns sehn sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. 10. Daß wir ihn loben allzugleich für seine Gütigkeit und sa= gen ihm in seinem Reich Lob, Preis in Ewigkeit. 655; Mel. Lobt Gott, ihr Chriften ze. Auf, Christen, bringet Preis und Ehr dem Herrscher aller Welt, dem Mächtigen, der Erd' und Meer und alle Himmel hält. 2. Frohlockt mit jubelreichem Schall, Gott, unserm höchsten Gut, der große Wunder überall, auch an uns Menschen thut. 3. Von unsrer zarten Kindheit an hat er uns unterstüzt; er, der allein uns helfen kann und gern uns hilft und schüßt. 4. Aus seiner Fülle nehmen wir no immer, was uns nährt und unsern Seelen auch schon hier 3ufriedenheit gewährt. 5. Er streut auf dieses Lebens Pfad viel Freuden um uns her. Die Noth, womit sein weiser Rath uns prüft, erleichtert er. 6. Er trågt, nach gutger Båter Art, uns Schwache mit Geduld; er güche 426 züchtigt wohl, doch nie zu hart, und schenkt uns gern die Schuld. 7. Er weckt uns das Gewissen auf, ruft uns zur Besserung und stårkt uns, achten wir darauf, mit Kraft zur Heiligung. 8. Er bleibt uns treu. Sein Wort steht fest: Wer hier sich zu ihm hålt, kommt, wenn er diese Welt verläßt, zum Glück der bessern Welt. 9. Singt, Christen, singt ihm Preis und Dank für seine Freundlichkeit, einst wird sie euer Lobgesang noch mehr in Ewigkeit. Verhalten in besondern Umständen. 656. Mel. Wach' auf, mein Herz 20. Nun laßt uns Gott der Heere danksagen und die Ehre ihm geben für die Gaben, die wir empfangen haben. 2. Leib, Seele, Kraft und Les ben hat uns der Herr gegeben; er ists, der sie bewahret und keinen Segen sparet. 3. Dem Leibe giebt er Speise nach eines Baters Weise und uns rer Seele Wunden hat seine Hand verbunden. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; und uns hat er's erworben, da er für uns gestorben. 5. Sein Wort, fein Tauf, sein Nachtmal dient wider allen Unfall, der heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 6. Durch ihn ist uns vergeben tie Sünd, geschenkt das Leben; im Himmel solln wir haben, o Gott noch größre Gaben. 7. Wir bitten deine Güte, d sie hinfort behüte die Großen mi den Kleinen: du kannsts nicht b meinen. 8. Erhalt' uns in der Wahrheit gieb ewigliche Freiheit, zu prija deinen Namen durch Jesum Ch ftum. Amen. 657. Mel. Wach' auf, mein Herz Laßt unserm Gott uns singen, Dank und Ehre bringen, daß wi so viele Gaben von ihm empfangu haben. 2. Nur er hat uns das Leba und Seel' und Leib gegeben. E ist es, der sie schüket, das schenkt, was beiden nüßet. 3. Dem Leibe giebt er Spei die Seele macht er weise, in nigung der Sünden ihr wahr Glück zu finden. 4. Für uns dahin gegeben wa Christus, unser Leben; er, de für uns gestorben, hat uns di Heil erworben. 5. Sein Wort wird, uns Segen, ein Licht auf unsern gen; zu allen guten Werken f selbst sein Geist uns stärken. 6. Er läßt uns Gnade finde vergiebt uns unsre Sünden, w sie uns herzlich reuen und forthin sie scheuen. 7. Da wir denn schon auf Erba so hoch begnadigt werden, Go 100 ar Allgemeiner Wohlstand. was wird nicht für Gaben für uns dein Himmel haben! 8. So hilf du nur uns Allen die ebne Bahn stets wallen, die, wenn wir sie vollendet, in ewges heil sich endet. 9. Leit' uns durch deine Wahrheit, bis wir in voller Klarheit bich, dem wir hier vertrauen, noch beller werden schauen. 658. Sei Bob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Gûte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre. 2. Es danket dir des Himmels beer, Beherrscher aller Thronen; und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preifen deine Schöpfersmacht, die uns und sie hervorgebracht. Gebt unserm Gott die Ehre. 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich' ist Alles recht und Alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre. 427 drum dank' ich dir. Uch danket, danket Gott mit mir. Gebt uns serm Gott die Ehre. 5. Der Herr ist nah und niemals nicht von seinem Volk ge= schieden, er ist der Frommen 3uversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhånden leitet er die Seinen immer hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre. 6. Wenn Trost und Hülfe mangeln muß, die sonst die Welt erzeiget, so kommt, so hilft der Ueberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Bateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre. 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man foll, o Gott, den Lobgefang an allen Orten hören. Mein gan= zes Herz ermuntre dich, mein Geist und Leib erfreue sich. Gebt unserm Gott die Ehre. 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth: Ach Gott, vernimm mein Weinen! da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost er scheinen. Drum dank', ach Gott, 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre. Ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, gebt unserm Gott die Ehre. Die falschen Gögen macht zu Spott: der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt unserm Gott die Ehre. 9. So kommet vor sein Ungesicht, ihm Dank und Preis zu bringen. Bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: Der Herr hat Alles wohl bedacht und Ulles, Ulles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre. 659. Mel. Verhalten in besondern Umständen. 659. Mel. Set Lob und Ehr dem 2c. Aus deiner milden Segenshand, du Geber aller Gaben, muß jedes Volk und jedes Land des Guten Zus fluß haben. Mit großer Weisheit hältst du Haus und breitest deine Güte aus, der Völker Wohl zu gründen. 2. Bon dir stammt Kunst und Wissenschaft, wodurch die Länder blühen. Du schenkest Jeglichem die Kraft, sich nüglich zu bemüs hen, in seinem Amt, Beruf und Stand, dazu dein Rath ihn tüchtig fand, zum Besten mitzuwirs ken. 428 3. Als milder Geber zeigst du dich den Bölkern aller Lande, und du verknüpfft sie unter sich durch deines Segens Bande. Von Land zu land, von Ort zu Ort strömt beines Segens Quelle fort, die Bolker zu beglücken. 4. Du giebst den Schiffen ihren Lauf auf Stromen und auf Mees ren, und hilfft dem Flor der Handtung auf, viel Tausende zu nähren. Zur Nothdurft, zur Bequemlichkeit vertheilst du deine Gaben weit durch manche Handlungszweige. 5. Du segneft auch des Künstlers Fleiß zum Nugen seiner Brüder. Was er nur Gutes kann und weiß, bas kommt von dir hernieder. Was du, o Gott, uns zugewandt, das fließet stets aus Hand in Hand durch núßliches Gewerbe. 6. Herr, unser Gott, wir pr sen dich mit dankendem Gemüthe Du herrschest unveränderlich mit Weisheit und mit Güte. Ther beinen Segen ferner aus auf unser Land, auf jedes Haus, du bist j Allen gütig. 7. Hilf, daß ein Jeder redlic sei in seinem Thun und Handel rechtschaffen, brüderlich und t in seinem ganzen Wandel. M Lust, o Bater, wendest du den Lande deinen Segen zu, das sold ein Volk bewohnet. 660. Mel. Lobt Gott, ihr Christen. Gott sorgt für uns. O singt ih Dank, ihr Christen, singt ihm gem Vom Aufgang bis zum Niedergang trägt uns die Huld des Herrn. 2. Vom Menschen bis zum klein sten Wurm reicht seine Gnad' un Macht; im Sonnenschein, so wi im Sturm, ist er auf Heil bedacht 3. Mit frohgerührter Seele bring ein Herz voll Dank ihm dar. Di Wehre, die vom Segen sinkt, i sein: Gott krönt das Jahr. 4. Ja, Höchster, wir verehr dich mit kindlich frohem Dank; d nährst uns und giebst mildigli auch mehr, als Speis' und Trank 5. Fried' und Gesundheit, Kraft Gedeihn zu unsrer Hände Fleiß auch das giebst du, und dir allen gebührt dafür der Preis. 6. Laß deines Segens Ueber fluß uns nun auch nüglich sein Allgemeiner Wohlstand. und hilf uns, daß wir beim Genuß uns dessen måßig freun. Et 7. Bermehr' in uns die Zuvers sicht, dir ewig zu vertraun, bis wir dereinst in deinem Licht des Glaubens Ende schaun. # Friede. 661. Mel. Lobt Gott, ihr Christen it. Bringt Gott, ihr Christen, Preis und Dank, ihm, der den Frieden schafft, erhebt mit frohem Lobges fang die Wunder seiner Kraft. 2. Wer ist ihm gleich? wer ist, wie er, der so zur rechten Beit den Streitenden und ihrem Heer mit Macht, Seid still! gebeut? 3. Er sieht der Völker Angst und Müh und hilft sie überstehn; er hört ihr Flehn und lasset sie Hülf' und Errettung sehn. 429 8. Ullgütiger, allein von die fließt dieses Heil uns zu; dein waren, sind und bleiben wir, und unser Gott bist du. 7. In jedem Stand lebt neuer Muth zu Fleiß und Arbeit auf, und keine Furcht vors Feindes Buth stört der Geschäfte Lauf. 9. Erweck' uns selbst durch deis nen Geist zur wahren Dankbarkeit, die dich durch frommes Leben preist und stets sich deiner freut. 10. Lehr' uns des Friedens großen Werth mit weisem Ernst verz stehn und Allem, was das Herz beschwert, in deiner Furcht ent= gehn. 11. Daß Güte und Gerechtig= keit und aller Laster Scheu, vereis nigt mit 3ufriedenheit, im Lande herrschend sei. 12. Durch unsre ganze Lebenszeit leit' uns nach deinem Rath', und froh sei dir von uns geweiht Gedanke, Wort und That. 13. Getrost sehn wir auf deine Hand, und warten deiner Güt' und hoffen auf das Baterland, wo ewger Friede blüht. 4. Auch wir sehn sie, erfreut von ihm, der allen Jammer heilt, wie wenn der Wolken Ungestüm sein Sonnenstrahl zertheilt. 662. 5. Die Feinde toben nun nicht mehr, drohn nicht mehr fürchters Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. lich, wo Menschenblut sonst floß, Gelobt, gelobt seift du mit Freudaher ergießt sein Segen sich. 6. Das Feld giebt nun zu seiner Seit die Frucht dem, der es baut; er sammlet ruhig und erfreut, was er ihm anvertraut. den, Gott, der du liebreich an uns denkst und nun uns nach des Krieges Leiden des Friedens Wonne wiederschenkst. Du heißest die Vers wüstung fliehn und Sicherheit und Segen blühn. 2. Das thust du, Herr. Was du behütest, dem darf sich kein Zerftörer nahn. Wenn du, Allmáchtiger, Verhalten in besondern Umständen. 430 tiger, gebieteft, ist alle 3wietracht abgethan. Auch über uns hast du gewacht, auch uns die Ruh zurücks gebracht. 663. Mel. Wie schön leuchtet der 2. 3. O Christen, fühlt das ganz und preiset frohlockend ihn, der Viel zu gering bin ich, ohm, uns erfreut, der seines Armes Macht beweiset und in der Macht Barmherzigkeit, der uns auf Gnaz denflügein trägt und Wanden heilet, die er schlägt. 4. Preist ihn durch freudiges Bertrauen: ihr seht, was seine Hülfe kann. Er läßt sie uns auch ferner schauen und nimmt sich unsrer mächtig an. Wo wir nichts können, nichts verstehn, wird, was uns nüßt, durch ihn geschehn. 5. Preist ihn durch Wohlthun und Erbarmen, wo ihr der Brüder Noth erblickt, daß ihr die Leidenden und Urmen speist, trån ket, kleidet und erquickt, damit sich Alles, Alles freu' und durch den Frieden glücklich sei. 6. Preist, preist ihn durch ein frommes Leben: dieß ist der beste Lobgesang. So viel ist uns von ihm gegeben, so sehr, verdient er unsern Dank. O lasset Herz und Wandel rein und ihm ein würdig Opfer sein. 7. Nimm, Vater, unsers Dankes Lieder auch jest mit Wohlges fallen an. Froh schallen unsre Tempel wieder von dir, der uns so wohlgethan. Herr, unser Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken, danken dir. Besondrer Wohlstand. der Huld, womit du reichliche als Tausende mich segnest. We bin ich, daß du meiner dich so annimmst und so våterlich m Andern mir begegnest? Laß d täglich mein Gemüthe deiner Gün reichen Segen dankvoll fühlen unt erwägen. 2. Wie heiter fioß mir bis his her mein Leben hin, wie wars leer von drückendharter Plage, w strömtest du, mir zum Genuß Herr, deiner Gaben Ueberfluß auf meine Lebenstage! Ruhig, fl lich sind, wie Stunden, sie ver schwunden; wenig Leiden stört meiner Wallfahrt Freuden. 3. So mancher meiner Brüde blickt, von bittrer Armuth schwe gedrückt, hinauf zu deiner h und fleht voll Kummer dich un Brot; mir aber giebst du es, mei Gott, noch eh ich darum flehe. I nig preist dich, o mein Vater un Berather, meine Seele: Du, sorgst, daß mir nichts fehle. 4. Wenn Undre Durst und Hu ger quâlt, wenn ihnen Dach und Kleidung fehlt und sie im Elen schmachten; wenn ihnen hier g bricht ein Freund, kein Uug'u ihren Jammer weint und Men schen sie nicht achten, o so gi mir deine Fülle Dach und hill und Allgemeine Trübfale. und daneben Freunde, die mein Glück beleben. 5. Du schenkst Gesundheit mit und Ruh; mit jedem Tage fåttigst du mich, ohne meine Sorgen. Und wenn so mancher seine Nacht mit Schmerzen unruhvoll durchwacht, so seh' ich froh den Morgen. Herr, du machst mich frei von Kummer. Sanfter Schlummer stärkt mich Müden: denn ich lieg' und schlaf in Frieden. I 6. So glücklich bin ich, Herr, durch dich. O gieb, daß deine Güte mich zum steten Danke rüh re! Gieb, daß nicht zur Vermessenheit, zum Uebermuth, zur leppigkeit mein Wohlstand mich verführe; Neizung sei mir jede Gabe, die ich habe, mich im Lcz ben, dir, mein Gott, ganz zu er geben. 664. Mel. Wer nur den lieben Gott ic. Von dir, mein Gett, kommt aller Segen, der mich im Irdischen erfreut. Sie strömt mir Freud' und Glück entgegen die Fülle dei ner Gütigkeit. Kein Mangel drückt mich, keine Noth, du giebst mir mehr, als täglich Brot. 2. Wie gut bist du, mein Vater! leite mich stets auf deiner ebnen Bahn. Wie leicht ists, daß ich Schwacher gleite, wie leicht zieht irdisch Glück mich an und lenkt aufe Eitte meinen Sinn, zum Geiz, zum Stolz, zur Wollust hin! 431 3. O laß doch, was du mir bes schieden, nicht für mich wahres Unglück sein. So lang' ich lebe, gieb hienieden mir immer den Gedanken ein: daß ich vor dir einst den Genuß des Erdenglücks berechnen muß. 4. Spilf mir nach deinem Reiche trachten mehr, als nach zeitlichem Gewinn; weit mehr, als ihn, das Erbe achten, zu dem auch ich erlöset bin; dir als dein Kind allein vertraun und nicht auf Erdenschäße baun. 5. Gieb, daß ich, Herr, durch deine Gaben auch reich an guten Werken sei und, daß auch Andre Freude haben, gerne gebe, gern behülflich sei. Hier ist die Saatzeit, stårke mich, so ernt' ich dort auch ewiglich. Allgemeine Trübsale. 665. Ewiger, Erbarme dich, Herr, Herr, Gott, Erharme dich, Ewiger, Erbarme dich, Herr, Gott Vater, du Schöpfer, Herr, Gott Sohn, du Mittler und Erlöser, Herr, Gott heiliger Geist, du Beis stand und Tröster, Erbarm dich über uns. Uch wir sind Sünder, Verschon' uns, Herr, Herr, unser Gott! Doch 432 Doch wir sind dir versöhnt, So hilf uns, Herr, Herr, unser Gott. Verhalten in besondern Umständen. Vor Irrthum und der Spotter Gift, Vor Sünden und des Lasters Macht, Vor Leichtsinn, Stolz, Sicherheit und Trägheit, Vor der Verführung Reiz und Trug, Vor 3wietracht, Aufruhr und Ems pórung, Vor Krieg, Gewalt und Blutvers gießen, Bor Hagel, Feuer- und Wassers noth, Vor Theurung und ansteckenden Krankheiten, Vor schnellem Tod' in unsern Suns den, Vor dem ewigen Tod Behút' uns, Herr, Herr, unser Gott. Durch deine Vaterhuld, Erbarmer, Durch deine Liebe, Sohn Gottes und Erlöser, Durch Ulles, was du für uns thatst und littest, Durch deinen Tod am Kreuze, Durch dein Auferstehen, Durch deine Herrschaft auf dem Thron des Vaters, In jeder Noth, die wir empfinden, Wenn Niemand retten kann, als du, Hilf uns, Herr, Herr, unser Gott. Wir Sünder bitten dich, Du wollest uns erhören, Herr, Herr, unser Gott, Und deine Kirche schügen, segnen und erweitern; Alle Lehrer in der Wahrheit des Lebens Reinigkeit ten; Wollest deines Geistes Kraft zum Unterrichte geben; Durch dein Wort die Welt erlend ten und verbessern; Die Irrenden zurück auf bin Pfade leitenz Ullen Spaltungen und Kerge niffen wehren; Den Leidenden Erquickung, An und Hülfe senden; Deinem Evangelio den Sieg der Unglauben und bergin ben verleihen; Alle Kaiser, alle Könige und Fe sten mit Eintracht und mit glid licher Regierung fegnen; Unsern König mächtig schügen erhalten, Und Heil, und Glück und je wahre Gut ihm schenken, Und Sieg im Kampf für un Wohlfahrt geben; Unsrer Herrschaft Gutes thun m fegnen alle, die ihr dienens Unserm Nath' und der Gemein helfen und sie behüten; Das ganze Baterland beschirm und beglücken, Den Müttern und den Säuglinge Gedeihen, Kraft und Leb schenken; Unsre Jugend früh mit deine Furcht erfüllen; Die Unterdrückten retten und b freien; Der Kranken und Berlaßnen die annehmen; Allgemeine Trübfale. ninc Der Wittwen und der Waisen Verforger und Vater sein; Unsern Feinden verzeihen und sie bekehren; Aller Menschen dich erbarmen; Des Landes Früchte bewahren und vermehren; Unsern Bergbau, Handel und Gewerbe segnen, Und unser Flehn aus Gnaden stets trhören. Erhör' uns, Herr, Herr, unser Gott. 0 Jesu Christe, Gottes Sohn, Erbarm dich über uns, Ddu Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Erbarm dich über uns, 0 du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Erbarm dich über uns, O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Verleih' uns ståten Frieden. Herr, Herr, Herr, Erhöre uns, Ewiger, Erbarme dich, Herr, Herr, Herr, Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen 2c. Nimm von uns, Herr, wir flehn dich an, du, der allein uns helfen tann, nimm von uns, Herr, der Leiden Laft, die du uns auferleget haft. 433 schieden hat. Oft haben wir der Menschheit Werth, dein göttlich Ebenbild entehrt. 3. Gerechter Gott, vor dir, vor dir bekennen und bercuen wir: wir/ übertraten dein Gebot, wir fündigs ten an dir, o Gott. 4. Doch laß vor uns vorübergehn, die über unserm Haupte stehn, die Donnerwolken, die uns drohn und gieb uns nicht verdienten Lohn. 2. Nicht Schwachheit nur, ach Missethat ists, die uns, Herr, ge 5. Hörst du nicht uns, hör' Jefum Christ, der unser Mittler war und ist und laß noch stehen dieses Jahr den Baum, der ohne Früchte war. 6. O Geist der Gnad' und des Gebets, behüt uns heut, behüt uns stets. Laß Sünden uns nicht mehr entweihn, laß unsern Wans del heilig sein. 8. Gieb ståten Frieden und verleih, daß unser Herz dir dankbar Ewiger, erbarme dich unser! Amen. sei. Nie sei dein Bolk der Feinde Erbarme dich, 666. Spott, nie ohne deinen Schuß, 0 Gott. 7. Strom deinen Gegen, Herr, ins Land, es leit' uns deine treue Hand, gieb unsern Feldern dein Gedeihn, hör nie auf, unser Gott zu sein. 9. Entzieh' uns beines Wortes Licht, entziehe diesen Schaz uns nicht, dieß Licht, das uns die dunkle Nacht des Erdenlebens helle macht. 10. Und fährst du uns zu züchtgen fort, so schone dort, ach schone dort, o gehe, Bater, gehe nicht mit deinen Knechten ins Gericht! 667. Wenn 434 Berhalten in besondern Umständen. 667. Wenn wir in höchsten Nöthen fein und wissen nicht, wo aus noch ein und finden weder Hülf noch Rath, ob wir gleich sorgen früh und spat,& vid 2. So ist das unser Trost allein, daß wir zusammen insgemein zu bir dann rufen, treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Noth, 3. Und heben unser Aug' und Herz zu dir in wahrer Reu' und Schmerz und bitten dich um Besse rung und aller Strafen Binderung, 4. Die du verheißest gnädiglich, Herr, Allen, die drum bitten dich im Namen dein's Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Mittler ist. mehr und finden weder Sch noch Rath, ob wir auch sorga früh und spat, 2. Dann ist es unser Trostd lein, daß wir uns deiner noche freun, und flichn zu dir, du t * Gott, du bester Helfer in der Noth 3. Wir heben unser Aug Herz hinauf zu dir in unsm Schmerz und f und flehn dich um gnadigung und unsers Ele Linderung. 5. Drum kommen wir, o Herr und Gott, und klagen dir all' unsre Noth, wir stehen jetzt verlassen gar in großer Trubsal und Gefahr. 6. Sich nicht an, daß die Sünde groß, sprich uns davon aus Gnaden los, steh' uns in unserm Elend bei, mach' uns von allen Plagen frei. 7. Auf daß von Herzen wir dafür nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, bich allzeit preisen hier und dort. 668. Mel. Wenn wir in höchsten Nöthen 2c. Sehn wir nur Trübfat um uns her, und wissen keinen Uusgang 4. Nach deiner Gnade fa du dieß Allen, die dir trauen, durch den, der unser Mittler durch unsern Heiland Jefum C 5. Drum kommen wir, unser Gott, und klagen dir unsre Noth. Uch deine Batt gen sehn, wie so verlassen with stehn. 6. Nur du bist unsre Zuversit Vergilt nach unsrer Schuld nicht, steh uns um Chrifti m bei und mach' uns aller Pl frei. 7. Dann danken und lobing wir mit freuderfülltem Herzen gehorchen deinem theuren SK und preisen dich, Herr, hier dort. picha ni za ma 669. Mel. Uus tiefer Noth schrei id Herr, deine Langmuth it groß, wer kann sie gnug erme Lebt gleich so mancher zügellos feiner Pflicht ve vergessen, doch d du seiner lange Zeit, und Allgemeine Trübfale. mad ihn mit Barmherzigkeit und willst nicht sein Verderben. C 2. Der Leichtsinn herrschet immerfort in der Verkehrten Herzen, bie, Heiligster, mit deinem Wort, wie mit der Sünde, scherzen, und wilde Sittenlosigkeit, gestärkt durch falsche Sicherheit, kennt oftmals keine Grenzen. 3. Wir flehn, Allmächtiger, zu dir, du wollst dem Uebel wehren. Noch Mancher kann, das hoffen vir, zu dir sein Herz bekehren. Nur Beispiel, Schein und Lust der Welt ists, was ihn in Verblendung hält, daß er dem Bösen folget." 4. Erbarme dich, getreuer Gott, der tief gefallnen Seelen, die jeßt verführt, in Sünden todt, ihr wahns Wohl verfehlen. Der Wahrheit Licht erleuchte sie, und Furcht der Strafen schrecke die, die nicht die Liebe beſſert. Und Va 5. Die aber thun, was dir gefällt, erhalt' in deinem Segen, gieb ihnen Kraft, trok aller Welt zu gehn auf rechten Wegen. Gott, deine treue Baterhand sei deinen Kindern wohl bekannt, daß sie dir treu verbleiben. 435 Lohn den Treugebliebnen geben. Dann wandeln wir in deinem Licht, dann wird uns, Sel'ge, ferner nicht des Lasters Anblick krånken. a 670. 6. Ein Vater und ein Hirte meint es treulich mit den Seinen; das bist du, größter Menschenfreund, du kannsts nicht böse meinen. Drum traun wir dir und bitten dich: erhalt' uns ferner våterlich in deiner Furcht und Liebe. 7. Dir treu zu sein, ist freilich schon Gewinn für dieses Leben; doch wirst du einst noch größern Mel. Gott der Vater wohn' uns 2. Gott und Bater, steh' uns bei und laß uns nicht verderben. Mach' uns aller Sünden frei und hilf uns selig sterben. Durch des Glaubens Licht und Kraft laß ganz auf dich uns trauen, auf deine Hülf uns bauen, bis wir dein Untlik schauen. In der Erde Pilgerschaft laß alle deine Christen entfliehn des Satans Lüsten, mit Waffen Gottes sich rüsten, überwinden durch die Kraft, die du, Herr, giebst. Gelobt sei Gott. 2. Jesus Christus, steh' uns bei und laß uns nicht zc. 3. Heiliger Geist, steh' uns bei und laß uns nicht zc. 671. Mel. Wo soll ich flichen hin ze. Es züchtigt deine Hand, o Höchster, jetzt das Land. Zu deinem Vaterherzen erhebt in bittern Schmerzen sich das Geschrei der Urmen, erhör' es mit Erbarmen. 2. Du siehst des Landes Noth: sie kam auf dein Gebot. Du kannst mit mächtgen Händen sie lindern und auch enden. Ein Wort aus deinem Munde verändert Zeit und Stunde. 00. 3. O Herr, wir murren nicht: gerecht ist dein Gericht bei Allem, Ee 2 was 436 Verhalten in besondern Umständen. was wir dulden, denn groß sind dann thrånt kein Auge weiter und unsre Schulden, du züchtigest uns dieses Lebens Leiden verwandch minder, als wirs verdient, wir sich in Freuden. Sünder. 4. Doch, Vater, deine Huld ist größer, als die Schuld. Gedenke doch der Deinen, die reuend vor dir weinen, gedenke mit Erbarmen der tiefgebeugten Armen. 5. Verkürze, gnådger Gott, die Dauer unsrer Noth. Laß, die voll Angst dir flehen, Trost und Erleichtrung sehen, verwandle dieses Leiden in neue Lebensfreuden. 6. Doch wenn, Herr aller Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trüb fal zu entfernen, so stårk' uns, daß wir lernen, mit ehrfurchtsvollem Schweigen vor dir uns kindlich beugen. out 7. Sa deine Züchtigung leit' uns zur Besserung, laß sie die Sichern schrecken, die Schläfrigen erwecken, auf dein Gebot zu merken, und Redlichfromme stärken. 8. Wenn nur das Herz dich liebt, so wird, was uns betrübt, uns doch zum Heil gedeihen. Wer deiner sich kann freuen, dem wird auch deine Gnade zum Licht auf dunklem Pfade. 9. So stärke denn das Herz, daß auch im größten Schmerz es nie an Muth uns fehle, o sprich zu unfrer Seele: Getrost, dich soll kein Leiden von meiner Liebe scheiden. 10. Um Schluß von unserm Lauf, dann klärt sich alles auf, dann wird die Aussicht heiter, Krieg. 672. Mel. Herzllebster Jesu, was hast du Herr, unser Gott, laß nicht Schanden werden die, so in ihra Nöthen und Beschwerden mit from men Flehn auf deine Hülfe schaum und dir vertrauen. 2. Mach' Alle die zu Schanda die dich hassen, die sich voll Sh auf ihre Macht verlassen. wende doch mit helfendem Erh men dich zu uns Urmen. 3. Sei unser Beistand wider fre Feinde. Sprichst du ein Ba so werden sie bald Freunde. sprichs, daß sie die Waffen, zum Segen, schnell niederlegen. 4. Lehr' uns von ganzem zen dir vertrauen. Vergebens i auf Menschenhülfe bauen. Mit nur kann man Thaten thun kämpfen, die Feinde dåmpfen. 5. Du bist der nur 1 kannst sie bezwingen und unst Friedens Kleinod wiederbring Wir traun auf dich, laß uns rettung schen, hör unser Fleha NIL 10 673. Mel. Wer mur den lieben Gott Es zieht, o Gott, ein Kris wetter jegt über unser Haupt Allgemeine Trubsale... s ber. Doch, bist du unser Schuk und Retter, fo fürchten wir uns nicht so sehr, wie heftig auch Gefahr und Noth den Völkern und den Ländern droht. 2. Gieb, Vater, in so trüben Tagen uns nur den Sinn, auf dich zu sehn und da, wo Andre troftlos zagen, mit Zuversicht zu dir zu flehn: weit nie doch Menaschenhülfe nüßt, wenn uns dein starker Arm nicht schüßt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden: du bist es, der die Belt regiert. Laß jetzt auch Alle inne werden, daß dir allein die Macht gebührt. Seid böse, Bölter, rüstet cuch, ist Gott für uns, fo fehlt der Streich. 437 7. und findet, Herr, dein weie fer Wille noch ferner Züchtiguns gen gut, so faffen wir in frommer Stille dennoch zu dir den frohen Muth, daß du gewiß zur rechten Zeit uns zu erretten seist bereit. 8. Du züchtigest doch stets mit Maßen und meinst es immer väterlich. Auch uns wirst du nicht ganz verlassen, auch unsrer Noth erbarmst du dich. Wir sollen nur durch Ungst und Pein geläutert und gereinigt sein. 9. Froh werden auch wir rühmen müssen, wenn du uns wieder wohl gethan: Gott brach, nach uns verborgnen Schlüssen, zum Heil uns auch durch Noth die Bahn. Du bleibest unsre Zuversicht, Barme herziger, verlaß uns nicht. trend 4. Je weniger sich oft auch zeiat, weher uns Hülfe noch ents and 674. get, pringt, je mehr Gefahr und Plage friget und Alles in Zerrüttung bringt, um so viel mehr laß voll Bertraun uns, Gott, auf deine Borsicht schaun. 11 5. Was hilft der Streiter große Menge? was hilft Gewaltgen ihre Macht? Der Roß und Wagen ihr Gedränge hat doch nicht immer Sieg gebracht: der wird allein von deiner Hand, wem du ihn gónnest, zugewandt. 6. Drum fallen wir in deine Arme, du Bater der Barmherzig keit, und flehen demuthsvoll, erbarme dich über uns zur bösen Zeit. Laß Gnade nur für Recht ergehn, so bleiben wir noch auf recht ftehn. Mel. Singen wir aus Herzens zt... Um Erbarmen flehen wir, um Erbarmen, Gott, zu dir, um Erbarmen flehn wir, Herr, Gnädis ger, Allmächtiger. Hor' uns, rett' uns, hilf uns, Gott, hilf: denn allenthalben drohtuns Verwüstung, Schwert und Tod. 2. Uch des Krieges Flammen glühn, Friede, Luft und Segen fliehn. Der Zerstörer zieht daher, stürmet brausend, wie das Meer, wie ein Hagelsturm verzehrt er die Lånder, Blut begehrt, Blut und Tod sein durstig Schwert. 3. Uch, o Gott, wer zittert nicht? Wenn auch Unschuld, Recht und Pflicht uns mit Unerschrok Lenheit Verhalten in befondern Umständen. 438 Fenheit streiten heißt und Muth gebeut, wird doch auch gerechter Muth leicht zur Rache, leicht zur Wuth. Was vergießt er? Brúderblut. 4. 3agend möchten wir vergehn, wenn des Krieges Grául wir sehn. Um Erbarmen flehen wir, um Erbarmen, Gett, zu dir. Denk an uns in Gnad' und Huld, nicht an uns'rer Sünden Schuld, rett' uns bald, und gieb Geduld. 5. Alle, Fürst und Unterthan, Enien vor dir und beten an. Was ist unsrer Waffen Macht, wenn dein Eifer, Herr, erwacht? Willst du ins Gericht nur gehn, ach wie können wir bestehn? Wir verzagen, wir vergehn. 6. Hoherpriester, Jesu Christ, der du hingegangen bist durch das Kreuz, durch deinen Tod in das Heiligthum zu Gott, um Erbarmen flehen wir, um des Baters Huld zu dir, um Errettung flehen wir. 9. Uch die Völker beten dam deine Macht frohlockend an, und mit Harfen in der Hand dankti Volk und jedes Land. Hör ung, hör uns, flchen wir, um Erba men, Gott, zu dir, um den fri den flehen wir. 7. Send' herab von deinem Thron deines Segens ersten Sohn, der zu Brüdern Feind' und Freund durch der Liebe Band vereint. Deinen Frieden und sein Glück sende, Herr, zu uns zurück, deinen Frieden und sein Glück. 8. Der du, Ullgewaltiger, sprichst zum Meere: Bis hicher, sprich, was unser Flehn begehrt: Fahr' in deine Scheid', o Schwert, zu der 3wietracht sprich: Entweich, zur Verwüstung sprich: Entfleuch: denn die Welt ist, Gott, dein Reich. Mißwachs und Theurung. 675. Mel. Von Gott will ich nicht. Du bester Trost der Urmen, herrscher aller Welt, du Bater Erbarmen, der alles trågt m hält, schau her auf unsre Notho barme dich der Deinen, die Arm gehn und weinen und schmac Herr, nach Brot. 2. Erbarmender, ach wende Beiten schweren Lauf, thu h milden Hände, uns zu versorg auf. Was irgend Leben hat, ni du mit Wohlgefallen, nähr auch, schaff' uns Allen bei uns Mangel Rath. 3. Herr, der du uns auch fest, steh' uns mit Hülfe bei. 1 mächtiger, du rufest dem Ni damit es fei. 3u helfen if leicht. Du kannst dem Ma wehren, in Ueberfluß ihn k wenns uns unmöglich deucht. 4. Die Früchte Taß ge und deine Hülf uns sehn, c du die Saaten, so oft fie tr stehn. Herr, baue selbst das tránk' es mit Thau und Regen füll' es an mit Segen aus d milden Hand. 5. Gr Allgemeine Trübfale. 5. Erhör' uns, Vater, krone das Jahr mit deinem Gut, daß sich das Herz gewöhne zu wohlgefaßtem Muth. Lehr' es sich deiner freun, stets Zutraun zu dir haben und deine Segensgaben durch Mißbrauch nie entweihn. 6. Augutiger, wir hoffen auf dich und deine Treu. Oft hat uns Noth betroffen, und da standst du uns bei. Sprich nur dein mächtig Wort, das wird den Mangel heben, wir werden froher leben, dich preis sen hier und dort. Unsteckende Krankheiten. 439. 5. Wir übergeben Volk und Land in deine treue Baterhand, entferne jede Plage. Erquick' uns, Herr, Allmächtiger, gieb wieder heitre Tage. 6. Doch willst du uns noch nicht befrein, so laß uns, Gott, ges duldig sein und dir uns ganz ergeben. Laß, sterben wir, uns dort vor dir in deiner Wonne leben. 676. Mel. In dich hab' ich gehoffet ac. In unsern Nöthen fallen wir voll Reu' und demuthsvoll vor dir in unserm Jammer nieder: denn Seuch und Tod umgiebt uns, Gott, und würget unsre Brüder. 2. So Viele sanken schon ins Grab wie unerwartet schnell hinab. Wie ist um Hilf uns bange! O schone noch, befrei uns doch von unserm Untergange. 3. Arzt, Kunst und Vorsicht retten nicht: wir haben keine 3uversicht, als nur zu deiner Güte. Dem Tod', o Herr, gebeut, daß er nicht weiter schrecklich wüthe. 4. Wir glauben an den Sohn und dich, und darum schaue våterlich auf tiefgebeugte Sünder. Denn du allein kannst uns befrein, deine Kinder. errett' uns, 7. Gieb allen Sterbenden dein Heil und laß sie, Gott, ihr beßs res Theil im Himmel nicht verlies ren. Laß sie den Tod aus jeder Noth zu deinem Throne führen. 8. Laß unser gläubiges Gebet, das, Herr, zu dir um Gnade fleht, dir, Vater, wohlgefallen, und uns fer Dank und Lobgesang froblockt: Gott hilft uns Allen. 677. Mel. D König, dessen Majestät 2c. Wir kommen, Helfer, dir Gefang und Ruhm und Preis zu bringen. Des ganzen Volkes lauter Dank soll, Retter, dir lobsingen. Du warst mit uns, in welcher Noth! Wir sahen überall den Tod, den Untergang uns drohen. Nun wüthet seiner Seuchen Heer durch unser Baterland nicht mehr, sie sind vor dir entflohen. 2. Wir sahen dort und sahen hier so viele Brüder sterben und allenthalben waren wir umfangen vom Verderben. Da war kein Schonen, stündlich war furchtbas rer, näher die Gefahr, und alle Kunft 440 Verhalten in besondern Umständen. Kunst vergebens. Den Bürger bei und zerstreu jener Wolkengi trieb kein Arzt zurück; auch ihm dicke Finsternisse. schien jeder Augenblick der lette feines Lebens. 3. Zu dir, du Menschenretter, schrien der Deinen bange Herzen, du hörtest uns, die Seuchen flichn, du heilest unsre Schmerzen. O du Erbarmer voll Geduld, nach unsrer Uebertretung Schuld hast du uns nicht gelohnet. Gezüchtigt, o wir preisen dich, gezüchtigt hast du väterlich und väterlich geschonet. 4. Wir wollen, der du uns befreist, o Gott, dich ewig loben. Sei ewig, Vater, Sohn und Geist, von deinem Volk erhoben. Es bete dich, Erretter, an, und danke, wer nur danken kann, und diene deinem Namen und rühme: Gott ist unser Gott, frohlockt, er hilft uns in der Noth, frohlockt ihm! Amen. Umen. Land, traurig stehn Früchte. Hilft uns, Gott, nicht deine Hand, sind sie bald zu Nichte. Zeig' uns doch Gnade noch, Vater, voll Erbarmen, hilf, ach hilf uns Urmen. 3. Sende warmen Sonnenschein, der die Frucht erquicke, uns von lengsten zu befrein, wieder bald zurücke. Guter Gott, gieb un Brot, und nach mancher Play wieder Freudentage. 2. Du regierst der Wolken Lauf und befiehlst dem Regen. Sprich ein Wort, so hört er auf, und uns bleibt dein Segen. Steh' uns 4. Preis und Ruhm sei dirg weiht, Vater aller Gnade. daß die so schwere Zeit nicht zu sch uns schade. Dir, nur dir wolle wir, Herr, so lang wir leben, w ser Herz ergeben. 2 ge 10 Nåffe. 678. 2. Durch Wolken ließest du sa Sonnenlicht bedecken, Wind, genwetter, Sturm erfüllten d mit Schrecken. Weil man E Mel. Mache dich, mein Geist, bereit zc. Schmerz und Klage füllt das Sonne nicht, nur steten Regens 679. Mel. D Gott, du frommer Gott Herr, dein Erbarmen kann ti Menschensinn erreichen. Wer dir, Höchster, gleich? Wenn Bhe und Hügel weichen, wenn Er Sonn' und Mond aus ihren B nen gehn, bleibt deine Gnade d stets unbeweglich stehn. 11 so schien der Länder Frucht g dem Verderben nah. 3. Doch, Herr, auf deinen erschien die Sonne wieder. 2 Trauren ist vorbei, wir fing Freudenlieder und preifen dei Huld, daß du auf unser Flehn unsrer Kümmerniß erbarmung gesehn. 4.3 Besondre Trübfale. Unin 4. Ja, Herr, wir preisen dich mit freudigem Gemüthe. O sorg' auch fernerhin für uns mit Batergüte, gieb uns zu rechter Zeit Thau, Regen, Sonnenschein. Von perzen wollen wir dafür dir dankbar fein. * Dürre 680. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Sn unserm Kummer kommen wir gebeugt, doch voll Bertraun zu dir, wir rufen dich, im Himmel, an, daß er für uns werd' aufgethan. 2. Die Felder sind ein dürres Land, von lauter Hiße ausges brannt, und sie verdorren immer mehr, send' einen milden Regen her. HAR HENNE 3. Betäubt und mit gebeugtem Haupt, der Hoffnung und des Trofts beraubt, schaun wir das Feld und sind betrübt, weil es uns fein Gewächs nicht giebt. 4. Entkräftet steht faft Alles da, dem gånzlichen Verderben nah. Die Hoffnung, die das Feld uns gab, nimmt jeden Tag zusehends ab. 5. Erbarme, Herr, dich unsrer Noth, erhalt' uns unser täglich Brot, hilf uns im Elend: du allein kannst Helfer und Erretter sein. 6. Du giebst gewiß zu rechter Zeit den Regen, der das Land erfreut, der die gedörrte Er441 de trånkt und sich in ihre Tiefen senkt. les pa 7. Dir wollen wir, Herr, dankbar sein und dir nur unser Leben weihn. Tröst' uns, o Herr, verlaß uns nicht und stårk' uns selbst zu jeder Pflicht. meil sposa not 681. Mel. Herzliebster Jesu, was haft 2c. Herr, unser Herrscher, freudig fei gepriesen. Groß ist die Hülfe, die du uns erwiesen. Wir flcheten zu dir, Gott, reich an Segen, um milden Regen. 2. Er fällt herab. Bald wird auf dürrer Erden die matte Frucht durch ihn erquicket werden. Du willst, daß unsre hoffnungsvollen Saaten uns wohlgerathen. 3. So weit nur, Höchster, deine Himmel reichen, vertheilst du sichtbar deiner Liebe Zeichen. Laß jest dein Wohlthun, das wir deutlich spüren, uns fråftig rühren, 4. Daß auch das Herz erweicht dir Ehre bringe und unser Mund dir freudig, Gott, lobsinge. Gieb Kraft, daß wir in alle Ewigkeiten dein Lob verbreiten. Besondre Trübfale. 682. Mel. Herzliebster Jesu, was haft 2c. Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreuz geduldig, das bin ich die und meinem Heile schuldig. Laß mich Verhalten in besondern Umständen. 442 mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, täglich ermessen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Båter? bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? thu' ich zu viel, wenn ich die schweren Tage standhaft ertrage? 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Böse dulden, erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden und nennen Lohn, den wir verdient bekommen, Trůbsal der Frommen. 7. Sag' ich nur nach dem Frieden im Gewissen, wird Alles mir zum Besten dienen müssen. Du, Herr, regierst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 8. Ich be bin ein Gast und Pilger hier auf Erden: nicht hier, erst dort soll ich ganz selig werden. Und was sind gegen euch, ihr ewgen Freuden, dieser Zeit Leiden? und dulde, so kann ich mich der Hülfe der Erlösten sicher getrösten. 10. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen krånken; doch in dr Noth an seinen Schöpfer denken, und ihm vertraun, dieß stärkt unsre perzen mitten in Schmerzen 9. Wenn ich nur nicht mein Etend selbst verschulde, wenn ich als Mensch, als Christ hier leid' 11. Schau' über dich, wer trägt der Himmel Heere? merk auf, w spricht: bis hieher! zu den Meere? Ist er nicht auch dein hel fer und Berather, ewig dein Bata! 4. Ist Dürftigkeit, in der die Trågen klagen, sind Haß und Pein, die Stolz und Wollust tragen, des Schwelgers Schmerz, des Neids vermißte Freuden, christliche Leiden? 5. Ist deren Qual, die deinen Rath verachtet, nach Gottesfurcht und Glauben nie getrachtet und die sich jest in finstrer Schwermuth qualen, Prüfung der Seelen? 6. Doch selbst, o Gott, in Stra- 14. Das Kreuz des Herrn with fen unsrer Sünden läßt du den Weg zu unserm Heil' uns finden, wenn wir sie uns, die Missethat zu hassen, züchtigen lassen. Weisheit und Erfahrung, Erfa rung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. Ein starkes steht in der Noth noch feste, hof das Beste. 12. Willst du so viel, als da Allweise, wissen? jetzt weißt nicht, warum du leiden müssa; allein du wirst, was seine Beg waren, nachmals erfahren. 13. Er züchtigt uns, damit wi zu ihm nahen, die Heiligung bi Geistes zu empfahen und mit den Trost der Hülfe, die wir mera Andre zu stärken. 683. Mel. D Welt, sich hier dein Leben z Was ists, daß ich mich quali Harr Seiner, meine Seele, ha und sei unverzagt. Du weißt ni was dir nuget, Gott weiß csu Gott schůzet, er schüget den, nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, m Glück und meine Plage, eh ich $ 23 Besondre Trübfale. Welt noch sah. Eh ich mich selbst noch kannte, eh ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit hülfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der Alles sieht und hält: und was er mir beschieden, das dient zu meie nem Frieden, wårs auch die größte Laft der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, nur glücklich hier zu werden: die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, ki mir von dir gewähret, Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glück verleget, wenns alle Welt auch schåget, sei, Herr, mein Gott, mir ewig fern. 443 kein Leid. Gott will die Seinen schüßen, zuletzt erheben hoch, und giebt, was uns kann nüßen dort und auch zeitlich noch. 2. Allein ichs Gott befehle, er machs, wies ihm gefällt, zum Heil der armen Seele. Ist doch in dieser Welt so manches Kreuz und Leiden, und muß auch also sein: denn lauter Erdenfreuden ziehn leicht zur ewgen Pein. 3. Treu ist Gott. Ihn anflehen will ich, auf seine Hand in meinen Nöthen sehen, ihm sind sie wohl bekannt. Geduld will ich erbitten, Gott wird sie mir verleihn, er wird mich wohl behüten und mein Ers retter sein. 6. Sind auch der Krankheit Plagen, der Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott, so harr' ich und bin stille zu Gott: denn nicht mein Wille, dein Wille nur, gescheh, o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich will bewahren? Und er, mein Gott, bewahret mich. 4. Im Unglück und im Glücke ist er ein weiser Gott. Ich weiche nicht zurücke, ich bet' in meiner Noth. Wie? sollt' er mich nicht trösten, nicht helfen, nicht erfreun? Ja, wenn die Noth am größten, will er mein Helfer sein. 5. Auf Reichthum und auf Schäße, was sonst der Welt gefällt, ich meinen Sinn nicht setze: es bleibet in der Welt. Mein Reichthum ist im Himmel, ist Jesus. Hab' ich den, so kann ich Erd' und Himmel getroft vergehen sehn. 684. 6. Ihm, bin ich fest entschloss sen, auf immer treu zu sein. Sein Blut hat er vergossen, getragen meine Pein. Ich soll erlöset were den von ewger Angst und Pein. Wie könnte hier auf Erden doch größre Hoffnung sein. Mel. Befiehl du deine Wege 2c. Keinen hat Gott verlassen, der ihm vertraut allzeit. Ob ihn gleich Viele haffen, geschicht ihm doch 7. Nur soll ich mich erzeigen ihm 444 ihm dankbar bis ins Grab. Ihm geb' ich mich zu eigen mit Allem, was ich hab. Wie er's will weiter machen, hab' ich ihm heimgestellt, befehl' ihm meine Sachen, er machs, wies ihm gefällt. 8. Ja dieß sei mein Entschließen: Jesu, du bist mein. Herr, durch dein Blutvergießen laß mich dein Erbe sein, so hab' ich All's auf Erden, was mich erfreuet, schon, im Spimmel soll mir werden die ewge Gnadenkron. Verhalten in besondern Umständen. 5. Kinder, die der Vater soll zichn zu allem Guten, die gerathen selten wohl ohne Zucht und Ruther Bin ich denn nun Göttes Kind, warum will ich flichen, wenn a mich von meiner Sünd will zum Guten ziehen? 6. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen. Wergu seiner Beßrung weint, darf nicht ewig klagen. Bald, bald ist die Kindheit aus, und nach Zucht und Schlägen erbt er in des Batur Haus den verheißnen Segen. 7. Gottes Kinder såen zwar trav rig und mit Thránen; aber endlich reicht Gott dar, wornach sie sic sehnen. Denn es kommt die Em tezeit, wo sie Garben machen, dan wird all' ihr Gram und Leid lauter Freud' und Lachen. 2. Hast du was nicht recht gethan, reu' es dich vom Herzen, nimm getrost und gläubig an Christi 8. O so faß, o Christenherz, d Tod und Schmerzen. Diese sind das Lösegeld deiner Missethaten: durch sie ist der ganzen Welt und dir wohlgerathen. deine Schmerzen, wirf sie fröhli hinterwärts, laß den Troft im H zen sich entzünden mehr und mehr gieb dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr: Er will helfen. Amen. ***** 685. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod 26. Schwing dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele. Was gråmst du dich bis zum Tod' in der Schwermuthshöhle? Merke, was dir tröstlich ist, laß kein Denken, Dichten dir die Ruh, die Jesus Christ dir erwarb, vernichten. Leide, laß es dringen; kommt es doch von geliebten Händen und ver schwindet endlich noch, wenn es Gott will wenden. 3. Was ist in dem Himmelszett, was im tiefen Meere, was ist Gu tes in der Welt, das dein Theil 686. nicht wäre? Wem scheint jenes Sonnenlicht? wozu ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht dir und deinem Leben? 4. Bist du Gottes, ist Gott dein, wer ist, der dich scheide? Dringet Ungemach herein mit dem bittern Gott lebet noch, Seele, was vers zagst du doch? Gott ist gut, de aus Erbarmen alle Hülf' auf Erden thut, der mit Kraft und starten Urmen Ulles machet wohl und gut Gott kann besser, als wir denken, all Noth Besondre Trübfale.d 445 Noth zum Besten lenken. Seele, doch: Gott, dein Helfer, lebet jo bedenke doch: Gott, dein Helfer, lebet noch. noch. 6. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein; Gott wird dennoch dich umfassen und im Leiden bei dir sein. Gott ists, der es herzlich die Noth meinet, wo die Noth am größten scheinet. Seele, so bedenke doch: Gott, dein lebet 2. Gott lebet noch, Secle, was urzagst du doch? Sollte schlum mern, oder schlafen, der das Aug bat zugericht't? Der die Ohren hat erschaffen, follte dieser hören nicht? Gott weiß Ulles, hört und siehet, wo den Frommen weh geschiehet. Btele, bedenke helfer, lebet noch. 36 307 607 3. Gott lebet noch, Seele, was berzagst du doch? Der den Erden freis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hülf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: Gott, dein Helfer, lebet noch. 4. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf. Gott ist groß, und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnådig auf. Gottes Gnade währet immer, seine Treu vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: Gott, dein Helfer, lebet noch. 5. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, dein Verbrechen quålt dich sehr, komm zu Gott, cr wird versenken deine Sünden in das Meer. Mitten in der Ungst der Secten wird dirs nicht an Zroste fehlen. Secle, so bedenke 7. Gott lebet noch, Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der rauhen Dornenbahn: es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan. Gott wird nach dem Trauerleben Friede, Freud' und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: Gott, dein Helfer, lebet noch. 687. Meine Hoffnung steht auf Gott. Gott, mein Heiland, mein Erretter, Stiller aller Trübsalswetter, steht mir bei bis in den Tod. Meine Hoffnung steht auf Gott. 2. Meine Hoffnung steht auf Gott, der mir Leib und Seel gegeben und mich durch mein ganz zes Leben hat erhalten in der Noth. Meine Hoffnung steht auf Gott. 3. Meine Hoffnung steht auf Gott. Gott, mein Heiland, hilft mir Urmen, kann und will sich mein erbarmen, steht mir bei bis in den Tod. Meine Hoffnung steht auf Gott. 4. Meine Verhalten in besondern Umständen. 446 4. Meine Hpoffnung steht auf Gott. Hoffnung låst mich nicht verderben, Hoffnung läßt mich fröhlich sterben, sie beschämt in kei689. Mel Nicht so traurig, nicht so u ner Noth. Meine Hoffnung steht Traure, traure nicht so sehr auf Gott. Seele, sei nicht so betrübt, wen dir Gott von Gut und Ehr weni ger, als Andern giebt. Laß gnügen. Trau auf Gott: hast Gott, so hats nicht Noth. 2. Was hast du, o Mensche kind, für ein Recht zu Gut un Geld? Alle, die geschaffen fin sind als Diener in der Welt. G ist Herr in seinem Haus: wie will, so theilt er aus. 688. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Wenn Menschenhülfe dir gebricht, so hoff' auf Gott und zage nicht. Wenn Niemand hilft, so hilft doch er. Mit ihm ist keine Last zu schwer. i tym it teine 2. Laß nie der Menschen Gunst allein dein einziges Vertrauen sein, denn: ach wie selten ist der Freund, ders immer treu und redlich meint. 3. Ist seine Lieb' auch kein Betrug, hat er auch Licht und macht genug? entreißt nicht oft ein Augenblick ihm, deinem Freunde, Telbst sein Glück? 4. Nimm deine Zuflucht nur zu Gott, der rettet dich aus jeder Noth. Er sei dein Freund: denn er allein kann stets, kann überall erfreun. nifer o 5. Wenn er dich liebt, so ist dein Feind ohnmächtig, wenn ers auch nicht scheint. Selbst Stürm' im Meere ruhn, wenn er nur spricht: Nicht weiter, als hieher! 6. Es gehet, wie es ihm gefällt, was sich ihm auch entgegen stellt. Laß ihn nur herrschen, wie er will, und hoff' auf ihn und halt ihm, ftill. 3. Ist der Mensch denn dann hier, daß er Schäße sammeln soll Schau den Himmel über dir, d ist unvergånglichs Wohl. 6 schuf dich nicht für die Zeit, sonder für die Ewigkeit. 4. Thoricht ist, wer sich i krånkt um ein wenig Eitelkeit, ihm Jesus Schäße schenkt, wel keine Zeit zerstreut. Bleibt Himmel dein Gewinn, fahr Erde immer hin. 5. Schau doch alle Güter die dein Herz für Güter hält, s ob Eins dir folgen kann, wenn gehest aus der Welt? Stirbst naher Augenblick! bleibet hier zurück. 6. Das ist nur dein bestes Sh was der Tod dir nicht entr Gottes Gnade, Jesu Heil, Frit und Freud' im heilgen Geist. dengut zerfällt und bricht, i melsgut verschwindet nicht. 7.2 Besondre Trubsale.inde 447 7. Daß du doch so unbekannt mit dem vielen Guten bist! Sieh, fühl, daß dir mehr gegeben ist jest schon, als du würdig bist. dein Geift, mit Gott verwandt und 14. Gehe deines Lebens Bahn, erlöst durch Jesum Christ, sieh, welch Gutes Gott uns schenkt. Gutes, das man nicht bedenkt. immer Gottes eingedenk. Was auch kommt, das nimm du an als ein wohlbedacht Geschenk. Geht dirs widrig, laß es gehn: Gott und Himmel bleibt dir stehn.. 8. 3åhle deine Glieder, sich, wie so brauchbar, wie voll Kunst! Sage, wer verlore sie! Sie erhielt dir Gottes Gunst. Gott gab Nah tung, Gott gab Glück, Gott ents fernte Mißgeschick. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 9. Ueberlege, forsch und denk, Herr, mache meine Seele stille. Was mich hienieden krånkt und drückt, das ist dein weiser Rath und Wille, der nichts zu meinem Schaden schickt. Du bists, der Alles åndern kann, und was du thust, ist wohlgethan. 2. Auch auf den allerrauhsten Wegen führst du mich zur Glückfeligkeit, von jeder Trübsal ernt ich Segen, ist dir nur, Gott, mein Herz geweiht. Ihr Ausgang wird erfreulich sein, siehts gleich mein blöder Geist nicht ein. wie so gnädig er doch ist, welche Güter, welch Geschenk er uns gab durch Jesum Christ. Du hast mehr ale Sand am Meer, und willst doch noch immer mehr. 10. Fánde, der im Himmel lebt, das, wornach dein Fleisch und Blut mit so großer Sehnsucht strebt, deiner Seele nüß und gut, ließe seine Gutigkeit dich gewiß nicht unerfreut. 11. Gott ist ja so liebevoll, ist von Herzen fromm und treu. Wenn du wünscheft, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei. Ist virs gut, so geht er's ein, ist dirs schädlich, spricht er: nein. * 12. O so richte doch empor dein betrübtes Angesicht, laß das Trauren. Gott erkor dich für dieses Leben nicht. Wisse, jenseits leben wir, wiß es und sei muthig hier. 13. Setze mit zufriednem Sinn deinen Wünschen Maß und Ziel. Nimm, was Gott giebt, dankbar hin. Werk dein Herz auf zum Ge690. 690. 3. Drum laß mich stille sein und hoffen, wenn du mir Prüfung haft bestimmt; dein Baterherz steht dem noch offen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer hier froh deinen Willen thut, mit dem machst du's auch immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns nugt, verborgen: wer hat es je genau erkannt? Wie oft sind unfre Wünsch' und Sorgen voll Thorheit und voll Unverstand. Wer kann, was seinem Wohlergehn zum Schaden dient, ganz übersehn? 5. Nur 448 Verhalten in besondern Umständen. 5. Nur du, Gott, kennst und Glück, eh du noch batest, eh wählst das Beste. O Bater, mas deine Thrane rann, sah er se che selbst mein Herz in dieser Ueber- dich gnädig an. zeugung feste, so chr' ich auch im größten Schmerz dich stets mit der Entschlossenheit: Was Gott will, das gescheh allzeit.aldiar al 6. Die Stunde wird gewiß doch kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut: denn einmal führst du deine Frommen zur völligen Zufriedenheit; und dann wird ihnen offenbar, daß nur dein Rath der beste war. dh 7. Da ernt' auch ich von meinen Plagen die selgen Früchte ewig ein, da wird mein Herz, statt aller Klagen, nur voll des frohen Lobes sein: Der Herr, der für mein Speil gewacht, hat alles mit mir wohlgemacht. 691. Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. Wohl dem, der mit stillem Herzen Gott, der uns als Bater liebt, ganz sein Schicksal übergiebt, und auch in der Leiden Schmerzen seinem Kummer weise wehrt, nicht durch Gram ihn noch vermehrt. A 2. Mensch, kein Schicksal deines Lebens, sorgtest du von Jugend auf, nimmt drum einen andern Lauf. Sorge quält, und quålt vergebens, deine Kräfte zehrt sie ab, stürzt dich zeitiger ins Grab.. 3. Långst, eh du die Welt betratest, wog, der dir dein Leben gab, was dir nun begegnet, ab, gab dir Ayur 4. Dankbar nimm des Leben Freuden aus des Höchsten mille Hand. Hat er Kreuz dir u tannt, nun so faffe Muth, zu l Gut ist Alles, was Gott will, d willig, dulde still. 5. Will dein Unschlag nicht deihen, mißlingt alles bein mühn: o was Glück dem Mensc schien, muß er oft hernach beren Wohlthat ists für dich gewiß, es Gott mißlingen ließ. 6. Wenn er nicht so reichen e gen, als dem Nächsten, dir verli müsse doch sein Wohlstand nie in deiner Brust erregen. fremden Glücks dich freun: fremt Glück wird dadurch dein. 7. Wenn dir Frevler Angsto wecken, dich ihr Haß verfolgt krånkt, hält sie Gottes Macht schränkt. Droht der Tod mit nen Schrecken, der vom Tod' ern ten kann, ist dein Gott, nim dein sich an. ning dinning 8. Rüstete sogar zum Str alle Welt sich wider dich, dir sie nicht fürchterlich. Fielen zu deiner Seite tausend dort, tausend hier, zage nicht: Gott bei dir.( bid diber 9. Drum sei unbesorgt und h ter. Boll Vertrauen auf sein B sege deine Wallfahrt fort. bisher half, hilft dir weiter. G hålt fest, was er verspricht: dein Gott, verläßt dich nicht! 692. M Befondre Trübfale. 692. Mel Freu dich sehr, o meine x. Treu ist Gott. Nimms doch zu berzen, Christ, wenn dich ein Kummer plagt. Hör in allen deinen Schmerzen, was sein tröstend Wort dir sagt. Er, der seine Hand dir reicht, macht der Trübsal Laft die leicht, und das Ende bittrer Leiden ist der Sieg, sind ewge Freuden. 2. Laß dir an der Gnade gnügen, welche dir dein Vater schenkt. Könn test du der Noth erliegen, da er dein im Besten denkt? Er, der deine Thränen zählt, hat die beste Zeit ers wählt, da er deine Klagen stillet und dein Herz mit Trost erfüllet. 3. Heben will er dich und tragen, wenn du schwach und hilflos bist. Auch des grauen Alters Klagen hört er, der uns nie vergißt. Die Bers heißung steht noch fest: daß er Keis nen je verläßt, je versäumt, der auf ihn schauet, gern ihm folgt und ihm vertrauet. 4. O daß es dein Herz doch glaube te, ohne seinen Willen fällt nicht tin Haar von unserm Haupte, weil tr, was er schuf, erhält. Sünden nur bewegen ihn, Trost und püf uns zu entziehn. Doch, wenn wir zu ihm uns kehren, will er unsre Seufzer hören. 5. Ruhe denn in seinen Händen, Seele, die du klagst und wankst. Deine Beiden wird er enden, daß du ihm noch freudig dankst. Seine Va terhuld allein müsse deine Stärke 449 fein; halte nur mit festem Muthe dich zu ihm, dem höchsten Gute. 6. Laß mich diese Gnad' erreichen, Herr, Herr, meine Zuversicht. Mögen doch Berzagte weichen; mein Vertrauen weiche nicht. In der allergrößten Pein wirst du mein Erretter sein, wirst mir, wenn mich Leiden krånken, deines Trostes Freude schenken. 693.0 Mel. Sesu, meine Freude u. Chrift, aus deinem Herzen banne Sorg' und Schmerzen, schöpfe neuen Muth. Wenn schon Kreuz dich drücket, Gott ists, der erquicket: was er schickt, ist gut. Wenn dich Noth ringsum bedroht, Sorgen stets mit dir erwachen, Gott wirds doch wohl machen. 2. Ist der Himmel trübe, wankt der Freunde Liebe, wird die Last dir schwer, stürzt mit jedem Tage eine neue Plage über dich daher, weicht das Glück stets mehr zurück, scheints dich nicht mehr anzulachen, Gott wirds doch wohl machen. 3. Bürben abzunehmen, hilft nicht Ungst und Gråmen, schafft auch keine Raft. Ungeduld macht Bürden, die dir leicht sein würden, erst zur Felsenlast. Bagend Herz, zähm deinen Schmerz. Drückt die Bürde schon dich Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. 4. Du führst Christi Namen; Christo nachzuahmen, das ist deine F f Pflicht. 450 Verhalten in besondern Umständen. Pflicht. Werde nicht erschüttert, o so haben sie dabei Ruh' und Fre wenn die Erd' erzittert und der de doch im Herzen. Endlich sieg Himmel bricht. Der steht fest, der wer Gott gefällt, über alle N Gott nicht läßt. Laß rings um dich der Welt. Wetter krachen, Gott wirds doch wohl machen. 5. Herrlich ist die Krone, die der Chrift zum Lohne seiner Treu' em pfängt. Nur nichts selbst verschuldet, und dann froh erduldet, was dein Gott verhängt. Sieg' als Held. Mag doch die Welt deiner Hoffnung spottisch lachen, Gott wirds doch wohl machen. 6. Dabei solls denn bleiben. Ich will nie mich sträuben, folgsam Gott zu sein. Stets, im Tod' und Leben bleib' ich Gott ergeben; ich bin sein, er mein. Was er will, sei stets mein Ziel. Wunderbar 695. Mel. In dich hab' ich gehoffet mag Gott es machen, er wirds doch Sei, Seele, ruhig, unver wohl machen. wenn irgend dich ein Kummerpla befiehl Gott deine Sachen. Ind Pein vertrau' allein auf ihn, wirds wohl machen. 694. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2t. Auf, mein Herz, ermuntre dich, überlaß dich Gottes Willen. Bald wird er, und väterlich allen deinen Kummer stillen. Er vermags, und seine Huld giebt dir Trost und auch Geduld. 10ta 2. heißt er dich die rauhe Bahn schwerer Leiden hier noch wallen, sei gelassen, denke dran: also hat es Gott gefallen. Glaube fest nur: was er thut, ist dir heilsam, recht und gut. 4. Gott verzicht wohl; aber: hört doch endlich deine Bitt Dulde, Jesus hat viel mehr, als Leiden kannst, gelitten. Faffe di und habe Muth, denn er litt' a dir zu gut. 5. Kronen folgen auf den Str kämpfe nur mit festem Glaube Keine Leiden dieser Zeit könn Gottes Huld dir rauben. Du bet' und lebe rein. Selig wird d Ende sein. 3. Halt' an Gott dich, sei getreu. Leiden Gottes Kinder Schmerzen, 2. Kein Leiden kommt von gefähr. Wenns noch so un schuldet wår, hats Gottes ersehen. Drum sei nur still, dein Gott will, laß immer g geschehen. 3. Erweckt dir gleich das Le Pein, so solls dir doch nicht s lich sein: Gott kann sein Kind hassen. Wer ihn nur liebt, ihm ergiebt, den wird er verlassen. 4. Der dich durch Jesum h lich liebt, sucht, wenn er dich bu Kreuz betrübt, das wahre Besondre Trubsale. der Seele, weckt dich, daß nicht zu deiner Pflicht dir Lust und Eifer 5. Das Kreuz beugt Stolz und Uebermuth, erstickt der Wollust twilde Glut, bricht die Gewalt der Ginne, erweicht das Herz, daß fremder Schmerz dein Mitleid leicht gewinne. 6. Auch übt das Kreuz dich in Geduld, erhöht den Werth von baGottes Huld, stårkt mächtig dein Bertrauen, lehrt in Berlust dich nun mit Luft aufs Unsichtbare schauen. 7. Des Leidens Hig' entflammt bich stets zu größrer Inbrunft des H Gebets und läutert deinen Glaue ben. Weit minder kann Verfüh tung dann dir deine Krone rauben. 8. 3war stört das Leiden deine Ruh, mit bangen Thränen säest du d und unter viel Beschwerden. Christ, hoffe doch, es wird dir noch zur reichen Ernte werden. 9. Wie lange währt der Frommen Beid? Nicht ewig, Herr, nur kurze Beit. Nach überstandnem Leide erquickest du ihr Herz mit Ruh und geinst mit ewger Freude. 10. Drum hab', o Seele, guz ten Muth, vertraue Gott, es wird noch gut nach aller Trübsal werden. Er ziehet dich durchs Kreuz zu sich, zum Himmel von der Erden. 11. Gott ist dein Gott, er ist getveu und stehet dir als Vater bi in allem Kreuz auf Erden. $ Der Leiden Heer wird nie zu 451 schwer durch ihn den Seinen werden. 12. Es haben ja zu aller Zeit die Heiligen in Traurigkeit hier ofts mals wandeln müssen; warum willst du denn stets von Ruh' und nichts von Trubsal wissen? 13. O bet und sich auf deinen Gott in aller deiner Angst und Noth, laß, wie er will, es gehen. Sein Will' ist gut, behalte Muth, Gott wird dich einst erhöhen. 14. Der du ein Gott des Trostes bist, laß Jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du liebst und prüfend übft, das Leiden überwinden. 696. Mel. Warum betrübst du dich ic. Barum verkennst du deinen Gott, mein Herz, zur ewgen Wahrheit Spott, und hoffst nicht fest auf ihn? Warum häufst du durch Ungeduld, durch bittre Klagen Sünd' und Schuld? 2. Scheint Gottes Allmacht dir zu klein, mit Rath und That dich zu erfreun? Ist er nicht treu und gut? Steht das, was er verheißt, nicht fest? Ist er ein Gott, der sine ken låst? 3. Sein Auge schläft und schlummert nicht, er sieht dein weinend Angesicht, weiß alles, was dich quält. Durchs Fenter dieser Průfungszeit bewährt er dich zur Seligkeit. Ff 2 4. 3ur 452 Berhalten in besondern Umständen. 4. 3ur Rechten seiner Majestät wunderbar. Wenn einst die Sie ist Christus, nun von ihm erhöht der untergehn, wird seine Re aus seiner Niedrigkeit. Verehrst dich erhöhn. du Gott im Glück, mein Herz, so lieb' ihn auch im Kreuz und Schmerz. 5. Wer krönt das Jahr mit seis nem Gut? wer giebt den Thieren Speiß und Muth? wer schenkt uns Korn und Wein? wer theilt dem Wurm Erquickung mit, den unbes merkt dein Fuß zertritt? 6. Wer giebt den Blumen Schmuck und Pracht? wer hat das Gras so schon gemacht? wer füllet Scheu'r und Haus? Ists nicht der Herr, durch den du bist, der auch für dich allmächtig ist? 7. Hat er nicht über dich ges wacht, eh dein Verstand an ihn gedacht? und du willst troftlos sein? Was ángstet dich des Kreuzes Joch? Gott, dein Erbarmer, lebt ja noch. 8. Wirf alle Sorgen auf den Herrn, ertrage deine Trübsal gern. Einst wird sie Freude sein. Ist diese Zeit gleich noch nicht da, so ist doch Gott, dein Helfer, nah. 9. Der Weg durch Leiden die fer Seit, ist auch der Weg zur Herrlichkeit, die dir bereitet ist. Dein Heiland ging dir selbst vor an. Wohl dem, der muthig fola gen kann. 10. Gott hilft, nicht, wie dein Wahn es will; doch sei getrost, und halt' ihm still: sein Rath ist 11. Dank sei dir, Herr, fürch Laft, die du mir aufgeleget Gieb mir ein himmlisch Herz, d wenn mich alle Welt vergißt, int doch reich und fröhlich ist. 697. Mel. D Welt, sich hier dein Leben Was soll ich troftlos sorgen?& scheint mir zwar verborgen; seine Hütf ist nah, schafft, das Wege gehe, ob ichs gleich nicht stehe, die er zu meinem Speil 2. Långst wog er die Gefahr eh Erd' und Himmel waren, meinen Kräften ab. Er linder durch Freuden die Tage meiner den, eh er sie mir zu tragen ga 3. Mir konnt' ein Glück der den zum Strick und Falle werde er nahm es weislich mir. konnt' auf Seligkeiten ein Kumm vorbereiten; und Gottes G schenkt ihn mir. 4. Vielleicht, wenn Pracht Ehre mein Theil auf Erden mi würd' ich mich sündlich freun; Unterdrückte würden dann un ihren Bürden umsonst zu mirn Hülfe schrein. 5. Mich konnten Schage reg mehr Schäße zu ergeizen, und f mich aufzublähn, dann würd' Urme haffen und menschenfe Befondre Trubsale. Silich laffen vor meiner Thüre hungs rig ftehn. 6. Bald Eönnt in guten Tagen mein Herz verwegen fragen: Ist über mir ein Gott? Dann würd in Schwelgereien das Lafter mich entweihen, und Tugend wäre mir in Spott. 7. Gott nahm mir Ruhm und Schäße; er zog mich aus dem Nege, das oft den Klugen fällt, daß ich, treu in der Liebe, sein Auserwähl, ter bliebe, entfernt er die Gefahr der Welt. 8. Oft will in böfen Tagen mein herz zwar furchtsam klagen: Wo it der Herr, mein Licht? warum verzicht mein Retter? Es lachen mein die Spotter, ich ruf, und er antwortet nicht. 9. Doch, ist um Trost mir bange, animmt Gott, an dem ich hange, sich meiner herzlich an und führt, den de Gram zu stillen, um seines Namens willen den Irrenden auf ebner Bahn. 10. Wenn ich fast unterliege, giebt er mir Sieg auf Siege, und bleibet mein Panier. Er stårkt die müden Hände, und weicht bis an mein Ende mit seiner Gnade nicht von mir. 11. Preis sei dem Herrn gesun gen. Auch in den Büchtigungen liebt er mich våterlich. Mein Glück ist Gottes Wille, sein harr' ich, und bin stille und rühme meiner Trübfal mich. 453 698. Mel. D Welt, sich hier bein Leben x. Was soll ich ångstlich klagen und in der Noth verzagen? Der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohlsein fehle. Genug zum Troft, mein Herz, für dich. 2. Was nügt es, ångstlich sorgen und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? Du, Vater meiner Tage, weißt, eh ich dirs noch sage, mein Leid und auch mein Wohlers gehn. 3. Auf deine Hand zu schauen, bir kindlich zu vertrauen, das, Herr, ist meine Pflicht. Ich will sie treulich üben und dich, mein Vater, lieben: denn du verläßt die Deinen nicht. 4. Der du die Blumen Kleideft, und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur, weißt Alles, was mir fehlet. Drum, Seele, was bich quålet, befieht dem Herrn und glaube nur. 5. Herr, alle meine Sorgen, die Noth, die oft verborgen an meis nem Herzen nagt, werf' ich auf dich, den Treuen: du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. the 6. Wenn meine Augen thrånen und sich nach Hülfe sehnen, so klag' ich dirs, dem Herrn. Dir, Vater, dir befehle ich jeden Wunsch der Seele: du hörst, du hilfft, du seg neft gern. 7. Der 454 7. Der du mir hier im Leben schon größres Heil gegeben und deinen Sohn geschenkt, du wirst mir alles schenken, und mir zum Besten lenken, was mich zu Sor gen reizt und kränkt. et Verhalten in besondern Umständen. 8. Du leitest, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe, das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan; kann ich doch deß mich trösten: du nimmst mich, mich Era löften, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort bei den frommen Schas ren, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da bring' ich dir mit Freuden nach überstandnen Leiden den Dank, der deiner Huld gebührt. 699. Mel. Durch Adams Fall ist ic. Gott, immer groß an weiser Huld, du Geber meiner Freuden, behüte mich vor Ungeduld bei dieses Lebens Leiden. Auch sie verhängst du über mich nach deiner Weisheit Schlüssen; sie werden mir, trau' ich auf dich, zum Besten dienen müssen. 2. Ich raube mir durch Ungeduld felbft viele meiner Freuden, verkenne deine Baterhuld, vermehre meine Leiden, vergeß oft des Berufes Pflicht und quát mich jeden Mor gen beim Mangel froher Zuversit mit immer neuen Sorgen. 3. Mein banges unruhool Herz, unfähig sich zu faffen, min sich dem Gram, dem kleinste Schmerz ganz troftlos überlassen, bekämpfet seinen Kummer ni wünscht zwar, ihn zu verminder, und sucht doch, ohne Fleiß und Müh, umsonst ihn zu verhinden. 4. Du, Bater, weißt, was mi gebricht, du kennest meine Leide Wie leicht verwandeln sie si nicht, wenn du es willst, in Fra den. Die Last, die du mir aufge legt, kann mich nicht niederdrit ken. Wenn sie mein Herz nur mi lig trägt, wirst du mich bald be glücken. 5. Gott, deine Hülfe ist ni fern, wenn man sich ganz dir we het: du rettest, tröstest, segnest gen den, der sich ihrer freuet. Ol mein dir ergebnes Herz auf dein Hülfe sehen, so werd' ich auch in größten Schmerz durch dich, mi Sott, bestehen. $ 5 700. Du klagst, o Christ, in schwer Leiden und seufzest, daß der G der Freuden von dir gewichen i Du klagst und rufft: Herr, wie lange? und Gott verzeucht, u dir wird bange, daß du von Got verlassen bist. 2. Sind meine Sünden mi vergeben, hat Gott mir Sünde Besondre Trubsale. peil und Leben in seinem Sohn verliehn, wo sind denn seines Geiftes Triebe? Warum empfind' ich nicht die Liebe, und hoffe nicht getroft auf ihn? 3. Mühselig, sprichst du, und beladen hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, und ich empfind' ihn nicht, bin abgeneigt, vor Gott zu treten, ich bet', und kann nicht gläubig beten, ich denke Gott, doch ohne Licht. 4. Sonst war mirs Freude, seinen Willen von ganzem Herzen zu erfüllen, sein Wort war mir gewiß. Jest kann ichs nicht zu Herzen fassen, und meine Kraft hat mich verlassen und meinen Geift deckt Finsternis. 5. Oft fühl ich Zweifel, die mich quälen, heul' oft vor Unruh meiner Seelen, und meine Hülf' ist fern. Ich suche Ruh, die ich nicht finde, in meinem Herzen wohnt nur Sünde, nur Unmuth, keine Furcht des Herrn. 6. 3ag nicht, o Christ, denn deine Schmerzen sind sichre Zeugen beßrer Herzen, als dir das deine scheint. Wie könntest du dich so betrüben, daß dir die Kraft fehlt, Gott zu lieben, war nicht dein Herz mit ihm vereint? 455 8. Vertrau' auf Gott. Er wohnt bei denen, die sich nach seiner Hülfe sehnen, er kennt und will dein Glück. Er höret deines Beinens Stimme; verbirgt er gleich in seiz nem Grimme sich einen kleinen Augenblick. 7. Kein Mensch vermag Gott zu erkennen, noch Sesum einen Herrn zu nennen, als durch den heilgen Geist. Hast du nicht diesen Geist empfangen? Er ists, der dich nach Gott verlangen und sein Erbar men suchen heißt. 9. Gott ließ so manchen seiner Frommen in dieß Gefühl des Elends kommen, und stund ihm mächtig bei. Du sollst dein Nichts erkennen lernen, sollst das Vertraun auf dich entfernen und sehn, was Got tes Gnade sei. 10. Vor Sicherheit dich zu bewahren, läßt er dich seine Streng' erfahren und schickt dir diese Last. Er reinigt dich, wie Gold im Feuer, macht dir das Heil der Seele theuer, damit du haltest, was du haft. 11. So wie ein Vater über Kinder, erbarmet sich Gott über Sünder, die seinen Namen scheun. Dein Seufzen ist ihm nicht vers borgen. So fern der Abend ist vom Morgen, läßt er von dir die Sünde sein. 12. 3war ist um Troft dir jeho bange: denn alle 3üchtigung, so lange sie da ist, scheint uns hart. Doch nachmals wird sie friedsam geben Frucht, und Gerechtigkeit und Leben dem, der durch sie geübet ward. 13. Fahr fort zu beten und zu wachen. Gott ist noch mächtig in den Schwachen, ist Güte für und für. Laß dir an seiner Gnade gnůgen. Sein Wort ist wahr, und kann nicht trügen: Ich stärke dich, ich helfe dir. 14. Kuf, 456 14. Kuf, faffe dich in deinen Ndthen, sprich: Wollte mich der Herr auch tödten, so harr' ich dennoch sein. Mir bleibt das Erbtheil der Erlösten, und will mich Gott nicht eher trösten, wird er mich doch im Tod' erfreun. Verhalten in besondern Umständen. 701. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Die Hoffnung naher Ewigkeit, voll reiner Himmelsfreuden, vers süßt in dieser Pilgerzeit mir, Bater, alle Leiden. Ich schaue, wenn ich traurig bin, getrost nach deis nem Himmel hin, wo keine Pein mir folget. 2. Und selbst die Leiden, die uns hier noch immerfort umgeben, sind Mittel, unser Herz zu dir, Erbarz mer, zu erheben, zu dir, der sie zum Besten lenkt, der dann auch huldvoll an uns denkt, wenn wir im Stillen weinen. 3. Du, Herr, du siehest unsern Schmerz, du zählest unsre Zähren, du stårkest das gebeugte Herz, und wirst uns Trost gewähren. Du schaust auch gnadevoll auf mich. Mein Gott, mein Gott, ich hoff auf dich: du bist ein Fels der Deinen. 4. Soll ich in dieser Lebenszeit noch manche Trübsal leiden, so harr' ich in Gelaffenheit auf deines Himmels Freuden. O die sind einst der Frommen Theil. Dort schau' ich dich, o Gott, mein Heil, und segne jede Thrane. 702. Mel. Was Gott thut, das ist z. Die Bahn ist rauh, auf der id hier nach meiner Heimath eile. We viel Gefahr feh' ich vor mir, wit droht sie meinem Heile. Gott wärst du nicht mein Trost un Licht, mein Heil in finstern Tage, so müßt' ich långst verzagen. 2. Vor dir darf ich mein traurig Herz, Erbarmer, nicht verhehla, darf meinen Kummer, meinen Schmerz vertraulich dir erzählen. Dann schaffest du mir Trost un Ruh aus deiner Gottesfülle, un meine Seel' ist stille. 3. Du lehrest mich den hohen Werth der Trübsal, die ich lie daß sie mich dir vertrauen leht mich führt zu wahrer Freude. I würde dein mich minder freun, mut dieser Welt begehren, wenn kein Leiden wären. 4. Dein Wort giebt mir die 3 versicht: du sorgst für meine Tage dein Auge schläft und schlumma nicht, du hörest meine Klage, b krönft mich einst, wenn du erscheint in deinem Heiligthume mit Wonne Preis und Ruhme. 5. O dann wird alle Traurigke aus meiner Brust verschwinda vergessen werd' ich ganz mein k und nur dein Heil empfinder Mein Lobgesang voll Preis un Dank wird, dir zum Wohlgefalle burch deinen Himmel schallen. 6. Mid Befondre Trubsale.intnet 457 uns entwöhnen von der Welt. 6. Mich, den Vollendeten, darf. chen, den Eigenwillen brechen und dann nicht mehr die Sünd' entweis hen, mit Unschuld steh' ich anges than in treuer Knechte Reihen. und ewiglich erfreust du mich, daß ich, der Mensch von Erde, gleich deinen Engeln werde. 5. Du willst den Eifer mehren, gehorsam dich zu chren mit Glauben und Geduld, daß wir in unsern Nöthen, auch, wenn du uns willst tödten, doch trauen deiner Vaterhuld. 7. Drum will ich dieses Lebens Schmerz, mein Gott, geduldig tras gen, beruhigen soll sich mein Herz, nicht mehr voll Unmuth klagen. Du bist bereit, zur rechten Zeit, o Gott, von allem Bösen mich herrs ich zu erlösen. 21 703. Mel. D Welt, sich hier deln Leben je. Will mich, o Gott, hienieden des bens Baft ermüden, so stårke mich mit Muth. So oft mich Leiden trinken, so laß mich wohl bedens fen: auch Noth sei stets uns Men fchen gut. 2. Nicht ewig soll sie währen. Oft werden unsre Zähren schnell von dir abgewischt, und seufzen wir: Wie lange ist unsrer Seele bange? so wird mit Trost das Herz terfrischt. 3. Du, Vater, wandtest Bürden, die mich erdrücken würden, von meinem Haupte ab; du wågest unfre Plagen stets nach der Kraft zu tragen, die deine Hand erst sel ber gab. 4. Dein väterlich Bemühen will uns hier auferziehen, zu thun, was bir gefällt, du willst die Lüfte schwä 6. Nichts, nichts kann uns, Herr, scheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns ersehn. Wir leben oder sterben, so wird uns, deinen Erben, des Himmels Wonne nicht entgehn. 7. 3u diesem Freudenleben wirst du auch mich erheben: der Tod ist mein Gewinn. Muß gleich mein Leib verwesen, wird doch mein Geist genesen, er eilt zu dir, o Bater, hin. 8. D drücke meinem Herzen bei Sorgen, Gram und Schmerzen den Trost aufs tiefste ein: der, den du, Vater, liebest, kann, wenn du ihn betrübest, doch niemals unglück selig sein. 704. Mel. Wenn meine Sünd' mich 2c. Herr, es gescheh dein Wille. Gern duld' ich jeden Schmerz. Nur gieb mir Muth und Stille und Freudigkeit ins Herz. Laß mich, wenn mir Versuchung droht, wie du, mein Heiland, leiden, so treu sein bis zum Tod. 2. Der Martern jede schwebte vor deinem Angesicht. 3war beine Geele Verhalten in besondern Umständen. 458 Seele bebte; doch sie verzagte nicht. Gestärkt mit Muth, voll Geistesruh, erhobst du dich vom Staube, und eilt'st den Feinden zu. 3. Dich schreckte das Getümmel der Mörderwaffen nicht. In deis nem Geist war Himmel, und Muth im Angesicht. Schon stürzt' auf dich der Feinde Schaar; doch botst du deine Hände den Banden willig dar. 4. O wär' ich doch in Leiden, wie du, so sanft und still, o litt' ich so mit Freuden, was Gott, mein Vater, will. Ich will mit Ehrfurcht und Vertraun, Geduld von dir zu lernen, auf dich, Ertofer, schaun. 5. Giebst du mir deinen Frie: den, so schreckt mich keine Noth und keine Schmach hienieden, wårs auch der Martertod. Durch dich, Herr, überwind' ich weit: denn deine Gnade tröstet mit Ruh' und Seligkeit. Bewahre dich vor Ungeduld: 8 duld giebt Muth und Gnade. 3. Erwarte nur die rechte Zeit, du wirst den Vater finden. Er with voll Lieb' und Freundlichkeit sic stets mit dir verbinden. Er will und wird dein Tröster sein, ewig, ewig dich erfreun. Gebul wird nie zu Schanden. 4. Nur streit' und kämpfe, mi ein Held. Du wirst nicht unterli gen, wirst über jede Noth der Welt, wie Jesus Christus, fiegen. E standhaft: deines Vaters pull krönt deine Hoffnung und Gedu mit seines Himmels Krone. 5. Ich, Gott des Trostes, hof auf dich: Geduld ist deine G Mit dieser Gabe segne mich; m mir, wenn ich sie habe. Laß in allen Leiden bein, geduldig, wie Jesus, sein, und dann f Reich mich erben. Dürftigkeit und Mangel. 705. 706. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Es ist gewiß ein köstlich Ding, Warum betrübst du dich, mi sich in Geduld zu fassen und stets sich Gottes Vaterwink getrost zu überlassen. Rauh, oder eben sei die Bahn: Was Gott thut, das ist wohlgethan. Geduld erhält das Leben. Herz, und quälest dich mit bangu Schmerz bloß um ein zeitlich Gut Vertraue dem nur, der die erschaffen hat und noch erhält. 2. Er will und kann dich las nicht, er weiß gar wohl, was 2. Verzage nicht, mein Herz, gebricht: die ganze Welt ift fe wenn dich ein schweres Leiden drük. Er ist dein Vater und dein Got ket. Klags deinem Gott, der våter-/ und hilft dir gern in aller Noth. lich dich tröftet und erquicket. Ver= 3. Weil du mein Gott und Ba zeucht er auch, er thuts aus Huld. bist, so weiß ich, daß mich nic gist dein väterliches Herz. Ich, Staub und Usche, habe hier ja keiit nen Trost, als nur bei dir. Besondre Trubsale. th il 4. Der Stolze troßt auf Ehr' i und Geld; und ich, verachtet von der Welt und arm, vertraue Gott, und bin der frohen Zuversicht: Wer Gott vertraut, den läßt er nicht. 5. Uch Gott, so reich bist du noch heut, als du es warst von Ewigkeit. 3u dir steht mein Vertraun. Mach mich an meiner Seele reich, so gilt Emir alles Undre gleich. D 6. Des Zeitlichen entbehr' ich gern, hab' ich das Ewge nur vom Herrn, das er auch mir erwarb durch seinen herben, bittern Zod. Das, das gieb mir, mein treuer Gott. 119 7. Denn Ulles, was die eitle Belt allein für Glück und Freude hält, Gold, Ehre, Wollust, Pracht, das währt nur eine kurze Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 8. Dir, Jesu, Gottes Sohn, sei Preis, daß ich aus deinem Worte weiß, was ewig selig macht. Gieb, daß ich nun auch fest und treu in diesem meinem Glauben sei. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht, daß du es immer wohl gemacht. In Demuth bitt' ich dich, verwirf von deinem Ungesicht mich, Herr, mein Gott, nur ewig nicht. 459 immer ångstlich forgen? Wozu dient dein täglich Gråmen? nur dazu, dir die Ruh' ohne Noth zu nehmen. 2. Er, dein Gott, gab dir das Leben, Seel' und Leib. Ihm, ihm bleib voll Vertraun ergeben. Sollt' er deiner je vergessen? Er, dein Heil, hat dein Theil längst dir zus gemessen. 3. Mehr ist ja dein Leib und Leben, als das werth, was dich nährt; sollt? er dirs nicht geben? Der das Größte dir verliehen, wird dir nie, brauchst du's hie, mindres Gut entziehen. 4. Was auf deiner Pilgerreife nöthig ist, das, o Christ, weiß ja der Allweise. Sollte dir in deinen Tas gen Kleid und Brot bis zum Tod seine Huld versagen? 5. Schau die Vögel in den Wåldern, spåt und früh nährt er sie. Schau, wie auf den Feldern seine Hand die Blumen schmůcket, fie voll Pracht reizend macht, uns durch sie erquicket. 6. Sollt' er wohl an dich nicht denken, den sein Ruf höher schuf? dir nicht Nahrung schenken? Lern Vertrauen zu Gott faffen, er wird dich sicherlich unversorgt nicht lassen. 7. Trachte nur zuerst hienieden, und mit Fleiß, Gott zum Preis, nach des Hochsten Frieden. Alles Andre, was auf Erden nöthig ist, låst, o Christ, dir dein Gott dann werden. 707. Mel. Warum sollt' ich mich denn 2c.. Warum willst du doch für morgen, banges Herz, dir zum Schmerz 8. Jeder Tag hat seine Plagen, und du hast an der Last schon genug zu Verhalten in besondern Umständen. 460 zu tragen. Barum willst du für den Morgen, der vielleicht dir ent. weicht, so voll Kummer sorgen? 9. Seine Wege Gott befehlen und sich sein kindlich freun, das be glückt nur Seelen. Die, so Gots tes Vorsicht ehren, deren Noth wird ihr Gott einst in Freude kehren. 10. Nun, mein Vater, ich befehle glaubensvoll, wie ich soll, dir so Leib, als Seele. Sorge du; dir halt' ich stille. Ich soll dein ewig sein. Es gescheh dein Wille. 11. Meine Hoffnung laß nicht wanken, so will ich ewiglich dir mit Freuden danken. Lob und Preis sei deinem Namen. Und dein Heil sei mein Theil hier und ewig. Amen. 708. u klagst, und fühlest die Beschwerden des Stands, in dem du dürftig lebst; du strebest glücklicher zu werden, und siehst, daß du vers gebens strebst. 2. Sa klage, Gott erlaubt die Bähren; doch denk' im Klagen auch zurück. Ist denn das Glück, das wir begehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 3. Nie schenkt der Stand, nie schenken Güter dem Menschen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther ist Zugend und Genügsamkeit. 4. Genieße, was dir Gott beschieden, entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last. 5. Gott ist dein Herr, und seinen Gegen vertheilt er stets mit weiser pand; nicht so, wie wirs zu wün schen pflegen, doch so, wie ers uns heilsam fand. 6. Willst du zu denken dich er kühnen, daß seine Liebe dich ver gißt? Er giebt uns mehr, als wit verdienen und niemals, was und schädlich ist. 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in tråger Unzufriedenheit; besorge deines Stands Geschäfte, und nüße deine Lebenszeit. 8. Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoffnung sehn, dieß ist der Weg zur Ruh und Leben. Herr, lehr diesen Weg mich gehn. 709. Mel. Gott des Himmels und. Flicht von mir, ihr bangen So gen; mein Versorger lebt und wacht. Meinem Gott ist nichts ver borgen, was dem Herzen Kumma macht. Was sein Rath beschlicht und thut, ist ihm rühmlich und mir gut. 2. Eher noch, als Welten waren, war mein Schicksal ihm bekannt, und den Lauf von meinen Jahren lenket seine Baterhand. Nichts geschieht von ungefähr, Ulles kommt von oben her. 3. Bähl', o Seele, deine Tage bis auf die Geburt zurück, zähle Kums 1 : # and Besondre Trubsale. S 1 Kummer, Müh' und Plage, zähl auch Freude, Troft und Glück, sprich, ob Gott nicht immerdar weise, mild und hilfreich war? 3 i 5. Bet' und sei nicht zweifelmů thig, nicht des Meeres Wellen gleich; sei getroft, denn Gott ist gúz tig. Bist du dürftig; er ist reich. Fürchte nichts: denn groß an Rath ist dein Gott und groß an That. ( 4. Wibme Gott dein ganzes Les ben, trau auf ihn und sorge nicht. Er ist Bater, er wird geben, was zum Leben dir gebricht. Geh ge troft zu ihm und sprich: Gott, mein Bater, segne mich. 6. Ja du kennst die Noth der Urs men; Herr, mein Gott, fie drückt auch mich. Doch ich kenne dein Erbarmen und vertrau' allein auf dich. Stark durch diese Zuversicht, jag' ich auch im Mangel nicht. hid 710. Mel. Wo soll ich flichen hin 2c. Nein, murren will ich nicht, Gott, i 2. Du bist mein Gott, mein Heil, dieß bleibt mein bestes Theil, die Quelle meiner Freude, auch wenn ich Mangel leide. Ward mir nicht viel beschieden; ist doch mein Herz zufrieden. meine Zuversicht, daß ich nur we= nig habe. Des Glückes größte Gabe für dieses Pilgerleben hast du mir doch gegeben. 3. So wars auch Jesus Christ. Er, der mein Vorbild ist, wie arm. 461 war er hienieden; jedoch in Gott zufrieden hat er der Armuth Plagen mit stillem Muth ertragen. 4. Ihm, meinem Haupt und Herrn, folg' ich, sein Jünger, gern. Ich will nicht heidnisch sorgen, nicht für den andern Morgen mit Kumz mer mich befaffen. Gott wird mich nicht verlassen. Sən 5. Ja, Herr, ich trau' auf dich; du forgst gewiß für mich. So lang' ich hier soll leben, wirst du mir Ulles geben, was ich in meiner Lage bedarf mit jedem Tage. 6. 3war drückt der Urmuth Joch. Und soll ich långer noch mit ihrer Last mich plagen, so hilf sie mir er= tragen, daß ihrer Last Beschwerden mir nicht zum Fallstrick werden. 7. Schließt dieses Leben sich, so wird auf immer mich kein Mangel weiter drücken; mit freudigem Ent-= zücken werd' ich dann deiner Gaben, mein Gott, die Fülle haben. 711 Mel. Wenn wir in höchsten 2c. Wer arm und dürftig ist, o Herr, ach welche Lasten trågt nicht der, wenn nicht des Reichen Ueberfluß ihn sättigt, wenn er darben muß. 2. Wie elend ist, wer alt und schwach umherirrt, ohne Hüll' und Dach, oft kaum hat seinen Bissen Brot! Wie groß ist, Bater, diese Noth! 3. Wie groß ist sie, wenn um ihn her viel Kinder rufen: Brot! und er 462 er tief feufget, und bei Müh' und Fleiß doch weder Rath, noch Hülfe weiß; Verhalten in besondern Umständen. 4. Wenn, ob er, wie er kann, sie nährt, er doch, durch stillen Gram verzehrt, hinwelkt; wenn seine Thräne rinnt, weil er nicht weiß, was Freuden sind. 5. Ihm strahlt nicht deiner Sonne Licht, ihn freut dein schöner Erdkreis nicht, und ihm ist der mit aller Pracht graunvolle finstre Mits ternacht. 6. Was soll er dann beginnen, Gott, verzagen? dich in seiner Noth verläugnen? und soll er allein nur leiden, er nicht glücklich sein? 7. Willst du ihn nie beglücken? Ja du willst es, Herr; dein Auge sah vor dem Entstehn der Welten schon sein Leiden und auch seinen Lohn. 8. Er schau' in deine Zukunft hin und sage zu sich selbst: Ich bin ein Wandrer; nicht auf lange Zeit, wo= hin? zu Gottes Seligkeit. 9. Er ring' und strenge, wie ein Mann, die ganze Kraft des Fleißes an, zu schaffen, daß er rein und frei von aller Schuld der Tråg= heit sei. 10. Dann klag' er Menschen seine Noth bescheiben, zuversichtlich Gott, nicht zornig, wenn der Mensch nicht hört, gewiß, daß endlich Gott ihn hort. 11. Noch sind auch Christen, wel che mild, wie Gott, sein Vater, sind, sein Bild. Hilft einer, nun, dem dank' er dann; Gott, der ihn fandt, bet' er an. 12. Und unter Arbeit, Fleiß, Ge duld und Zuversicht wird Gottes Huld ihn trösten, Gott sein Helfe sein und völlig ihn, und bald be frein. 13. Dann, wenn er ausgestrit ten hat, sieht er, daß auch sein rauher Pfad ein Weg zu Gott war, aus der Zeit ein sichrer Begut Seligkeit. Krankheit. 712. Mel. D Welt, sich hier dein u. Ich hab' in guten Stunden de Lebens Glück empfunden und Fre den ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch in Leiden for sen. Welch Leben hat nicht seint Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder: und stets strafft du gelinder, als e der Mensch verdient. Will ich, be schwert mit Schulden, kein zeitlic Beh erdulden, das doch zu meinen Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben nicht meine Ruh, mein Leben meh lieben als den Herrn. Dir, Gott will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen: du hilfft, und de errettest gern. 30/1 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Seht hat mein Geht nod f ₁ noch Kräfte; sein Heil laß mein Ges schäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 6 ( t f 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau' ich deiner Gnade, du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird Alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. 1₁ I 1 St t Besondre Trübfale. anset 463 4. Wenn Schmerz und Leiden mich bestürmen, so denk' ich dein und deiner Huld. In allen Schmers zen, allen Stürmen verleih mir Weisheit und Geduld. Beruhige mein Herz, und sprich: sei nur getrost und hoff' auf mich! 713. 6. Durch Leiden wird mein Herz ihm offen, durch Glauben naht sich ihm mein Geist. Der stille Dulder nur kann hoffen, mehr hoffen noch, Mel. Wer nur den lieben Gott 2t. Gott, der du Schmerz und Freu- als Gott verheißt. Zu solcher Hoff nung stärke mich, so preis' ich auch in Krankheit dich. den sendest, mit Weisheit unser Schicksal lenkst und alles uns zum Besten wendest, was du nur über uns verhängst, du hast nicht lust an meiner Pein; auch sie soll mir zum Speil gedeihn. 2. Auch durch die Noth führt mich zum Ziele der Seligkeit, Gott, deine Hand; und deiner Eröftungen wie viele hast du mir schon ins Herz gefandt. Wie oft ruft mir dein Bort nicht zu: Gott ist dein Bater, Kind bist du. 3. O du, mein bester Bater, glaubte nur meine Scele kindlich dir; o daß mir doch kein Zweifel raubte den süßen Trost: Gott ist bei mir! Ja, Bater, deine Huld und Kraft ist Ullem nah, was sie trfchafft.bid # 7 5. Wie litt' im allerbångsten Leiden so stille duldend Jesus Christ. Leid' ich ihm nach; ein Meer von Freuden, das ewig unerschöpflich ist, umfließt mich dann vor seinem Thron. Wie meine Leiden, so mein Lohn. 714. Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. Hilf mir, Gott, der Krankheit Plagen, die mich drücken, still ertragen und mit kindlichem Vertraun bei der Sehnsucht meines Herzens nach Erleichtrung meines Schmerzens, nur auf deine Borsicht schaun. 2. Deiner Einsicht kanns nicht fehlen, immer das nur zu erwählen, was das Beste für uns ist. Laß mich dieß zu Herzen fassen, und mich ganz dir überlassen, der du auch mein Vater bist. 3. Sanfter Antrieb, ernftè Lehre, daß ich in mich selber kehre, sei Be= 464 Verhalten in besondern Umständen. Beschwerd und Krankheit mir. Ihre Last nicht zu vergrößern, hilf mir meine Seele beffern: alle Hülfe kommt von dir. 4. Bater, Helfer aller Kranken, Quelle tröftender Gedanken, steh mir bei mit deiner Kraft. Sie nur kann erretten, stårken; lehre mich auf sie stets merken, die aus Leiden Freude schafft. 5. Guter Muth und heitres Wefen sei in meinem Blick zu lesen, Ruh erfülle meine Brust. Hoffnung stárke mich, und Freude sei mein Glaube, wenn ich leide, dir zu fols gen, meine Lust. Genefung. 715. Mel. Chriftus, der ist mein 2c. Mit dankerfüllter Seele bet' ich dich, Bater, an. Ich rühm' es und erzähle, was du an mir gés than. 2. Wie schmerzvoll war ich Urmer. Du hörtest mein Geschrei, du halfst mir, mein Era barmer, und standst mit Troft mir bei. 3. Wie viele meiner Brüder, die stärker sind, als ich, warf Schmerz und Krankheit nieder; ich überwand durch dich. 4. Ich will mein neues Leben, Herr, ich gelob' es dir, dir ganz zu eigen geben. Sei ewig, Gott, mit mir. To d. a 12 m 10 mist Andenken an den Tod und Vorbereitung auf densel ben. 716. im Mel. Jesus, meine Zuversicht u. Meine Lebenszeit verstreicht stündlich eil ich zu dem Grabe; und was ists, das ich vielleicht, das ich noch zu leben habe? Denk, Mensch, an deinen Tod; sáum: nicht, denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbt wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Bi den, die dir Menschen gaben; nicht wird dich im Tod erfreun, dieje Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt nur ein ruhiges Gewissen, das vo Gott dir Zeugniß giebt, wird die deinen Tod versüßen; dieses Her von Gott erneut, ist des Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner legten Not Freunde hülflos um dich bebe dann wird über Welt und Tod di dieß reine Herz erheben; dann schreckt dich kein Gericht: Gott i deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbt fürchte Gott, und bet' und wacht Sorge nicht, wie früh du stirbst. deine Zeit ist Gottes Sache. L nicht nur den Tod nicht scheut, lern auch seiner dich erfreun. 6. Ueber R 6. Neberwind ihn durch Ver. traun. Sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd' ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: Es ist volls bracht, nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geift zum Grab' oft hin, siehe dein Gebein versen fen, sprich: Herr, daß ich Erde lin, Lehre du mich selbst bedenken, Ihre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. 8 Zob. 465 borgen war, ben Rath ber Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir tåglich draut, so sei doch wacker und bereit. Prüf' deinen Glauben als ein Chrift, ob er durch Liebe thätig ist. 717. t Mel. Wenn wir in höchsten ze 1. Is Wie sicher lebt der Mensch, der Staub! Sein Leben ist ein fallend 13 Sub; und dennoch schmeichelt er fich gern, der Tag des Todes sei noch fern. je 52. Der Jüngling hofft des Greis tes Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Irrthum wahr. 3. Sprich nicht: Sch denk' in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, u thun, was uns der Herr ges beut; und unsers Lebens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Seit. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gerichts da bringt Gott Alles an das Licht und macht, was hier vers 7. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunsch, durch des Erlö. sers Tod vor Gottes Thron gerecht zu sein, dieß macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stim. me hört, ihr folgt und sich vom Bo. sen kehrt, ein glaubig Herz, von Lieb' erfüllt, dieß ist es, was in Chrifto gilt. 9. Die Heiligung erfodert Müh du wirkst sie nicht, Gott wirket sie. Du aber ringe stets nach ihr, als wäre sie ein Werk von dir. 10. Den Ruf des Lebens, das du lebst, dein höchstes Ziel, nach dem du strebst, und deiner Tage Re. chenschaft ist Tugend in des Glau. bens Kraft. 11. She alle seine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes sein; und wachsen in der Heiligung, ist wahre Todserinnerung. 12. Wie oft vergeß ich diese Pflicht. Herr, geh mit mir nicht ins Gericht. Drück selbst des Todes Bild in mich, daß ich dir wandle würdiglich; 13. Daß ich mein Herz an jedem Tag vor dir, o Gott, erforschen mag, ob Liebe, Demuth, Fried' und Treu die Frucht des Geistes in ihm sei; 3 g 14. Daß Verhalten in besondern Umständen. 466 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meiner Schwachheit wis dersteh, und einstens, in des Glaubens Macht, mit Freuden ruf: Es ist vollbracht. 718. Was forgst du ängstlich für dein Leben? Es Gott gelassen überges ben, ist wahre Ruh und deine, Pflicht. Du sollst es lieben, weislich nůßen, es dankbar als ein Glück besigen, verlieren, als verIdrst du's nicht. 2. Der Tod soll dich nicht traurig schrecken, doch dich zur Weisheit zu erwecken, soll er dir stets vor Augen sein. Er soll den Wunsch zu leben mindern; doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr dir Kraft dazu verleihn. 3. Ermattest du in deinen Pflichten, so laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage sind. Sprich: Sollt' ich Gutes wohl verschieben? Nein, meine Seit, es auszuüben, ist kurz und sie verfliegt geschwind. 4. Denk' an den Tod, wenn böse Triebe, wenn Lust der Welt und ihre Liebe dich reizen, und ersticke sie. Sprich: Kann ich nicht noch heute sterben? Und könnt' ich auch die Welt erwerben, beging ich doch solch Uebel nie. 5. Denk' an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, wenn deine Schäße sich vermehren, daß du sie nicht zu hef tig liebst. Denk' an die Eitelkeit der Erden, daß, wenn sie dir entrissen werden, du dann dich nicht zu sehr betrübst. 6. Denk an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Luft sein Bil vertragen, so ist sie gut und un schuldsvoll. Sprich, dein Vergni gen zu genießen: Welch G werd' ich erst dort genießen, wo i unendlich leben soll! 7. Denk an den Tod, wenn de nem Leben das fehlt, wornach di Reichen streben, sprich: Bin id hier, um reich zu sein? Heil mit, wenn ich in Christo sterbe, dam ist ein unbeflecktes Erbe, danni der Himmel Reichthum mein. 8. Denk' an den Tod, wenn den kommen, sprich: Alle Trüb eines Frommen ist zeitlich, und in Glauben leicht. Ich leide; do von allem Bösen wird mich Tod bald, bald erlösen; er is der mir die Krone reicht. 9. Denk' an den Tod, wenn fr che Rotten des Glaubens und br Tugend spotten, und Lafter ihr Haupt erhöhn. Sprich beili selbst: Gott trågt die Fred doch endlich kommt er, sich zu chen, und plöglich werden sie v gehn. 10. Denk' an den Tod zur 3 der Schrecken, wenn Pfeile Gott in dir stecken; du rufft, und er a wortet nicht. Sprich: Sollte G mich ewig hassen? Er wird sterbend nicht verlassen, dann g er mir sein Angesicht. 11. So suche dir in allen Fäll den Tod oft lebhaft vorzustelle b so wirst du ihn nicht zitternd scheun, so wird er dir ein Trost in en Klagen, ein weiser Freund in guiten Tagen, ein Schild in der Verfuchung sein. 719. Mel. Befiehl du deine Wege 2c. Mensch, gedenk' ans Ende, willst du nicht Uebels thun. Der Tod bringt oft behende das allerleşte Nun. Um Lebensaugenblicke hangt ewig Wohl und Weh. Drum denke wohl zurücke, wohin dein Ende geh. if fal in 2.O Mensch, gedenk' ans Ende. Ver weiß, ob nicht noch heut der Lod dich treffen könnte. Drum mache dich bereit, daß du kannst Rechnung geben von dem, was du gethan, damit dein eignes Leben dich nicht verklagen kann. 3. O Mensch, gedenk' ans Ende, stirb stets den Sünden ab, gieb dich in Gottes Hände, und fürchte nicht das Grab. Sei fertig alle Stunden, halt dich an Christi Blut. Birst du ihm treu befunden, so ist dein Ende gut. Sit get DE dei Sie ich de Tod. S 720. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Tin mi Noch leb' ich, ob ich morgen lebe, ob bis zum Abend, weiß ich nicht. Bohl mir, wenn ich mich Gott ergebe. Dann thu' ich redlich meine Pflicht, und bin durch seines Ole Geistes Kraft bereit zu meiner Rechenschaft. Lle THE AR QAY 82 467 2. Um Morgen blüht und glänzt die Blume, und fållt oft schon am Abend ab. So sinkt mit seinem Glück und Ruhme der Mensch, eh ers besorgt, ins Grab. Und, Sees le, du mißbrauchst so leicht ein Le. ben, das so schnell entfleucht? 3. Entziehe dich dem Weltgetümmel. Hier ist der Kampf; dort ist die Ruh. Auf, streb' und ringe nach dem Himmel, eil deiner bessern Heimath zu. Wie bald verfließt die Prüfungszeit, und ach dann kommt die Ewigkeit. 4. Verschiebe niemals deine Pflichten. Was du zu thun jeht schuldig bist, das eile heute zu verrichten; wer weiß, obs morgen möglich ist. Nur dieser Augenblick ist dein; der nächste wirds vielleicht nicht sein. 5. So sei denn, Vater meines Lebens, die Warnung: Wachet, feid bereit! an meiner Seele nicht vergebens, verloren nicht der Gnade Zeit. Dann führt mich selbst ein schneller Tod zu deiner Seligkeit, o Gott. 721. Mel. Alle Menschen müssen 2c. Dir zu leben, dir zu sterben, ewig, Vater, dein zu sein und mit deiner deines Himmels Erben Wonne mich zu freun, einst mit ruhigem Gewissen dieß mein Auge, Gott, zu schließen, diese Gnade wünsch' ich mir, die erbitt' ich mir von dir. 6g 2 2. Daß 468 Verhalten in besondern Umständen. 2. Daß ichs konne, Taß mich 7. In den legten Augenblidn streben, frei von Sünd', und glaus bensvoll und gerecht vor dir zu le ben, auszurichten, was ich soll. Gieb mir dazu Licht und Stärke, daß im Fleiße guter Werke ich bes ståndig, dir getreu, jeder Zugend Vorbild sei. 13. Allen will ich nüßlich werden, ungehorsam keiner Pflicht, nie ein Nergerniß auf Erden, auch nach meinem Tode nicht. Seelen lange nach dem Sterben durch sein Beispiel zu verderben, sie zu reizen, dich zu fliehn; welch ein Fluch, wie fürcht' ich ihn! 4. Aber welch ein hoher Segen, o wie sehnlich wünsch ich den, ist es, auf der Tugend Begen seinem Tod' entgegen gehn, auch nach ihm noch andern dienen, ein Beweis, ein Denkmal ihnen von der Selig Feit zu sein, Gott sein ganzes Les ben weihn. 5. Dieß begehr' ich, will auf Erden immer streben, gut zu sein, solch ein Denkmal einst zu werden, deß sich die Gerechten freun, das den Sünder reiz' und locke, damit er sich nicht verstocke, und sich sehne auch dahin, wo ich ewig selig bin. 6. Daß auch das, was ich verlaffe, Erben nicht zu 3wist und Streit reizen möge, noch zum paffe, noch zur Ungerechtigkeit, will ich, weil ich lebe, sorgen: denn mein Tod ist mir verborgen. Hab' ich so mein Haus bestellt, scheid' ich freudig von der Welt. nicht mehr sorgen dürfen, damn sagen können voll Entzücken: ter, Vater, nimm mich an, der i dir nun meine Seele und die Mes nigen befehle, komme, welch Ende! Gott, gieb mir einen so chen Lod. 722. Mel. Kommt her zu mir, spricht. Du siehst, o Mensch, wie imme fort der Eine hier, der Undre don der Welt muß Abschied geba Auch selbst der långste Pilgerla hört doch am Ende einmal auf vergänglich ist dieß Leben. 2. Bedenk' es weislich in d Seit, und flich den Schlaf Sicherheit, sei ganz dem Herrn geben. Denn daß dein Leib Staub zerfällt, ist nicht dein tes auf der Welt; es kommt andres Leben. 3. Wir werden aus den Gräben gehn und dann vor dem Geri stehn, das Jesus selbst wird he Nach dem, was Jeder hier geth wird Jeglicher auch dann empf Verdammniß, oder Segen. 4. Erbt dann der Fromme tes Heil, das ihm von Gott heißne Theil, so muß der Sünd büßen, und sich zu seiner grö Pein selbst Klåger und auch ter sein, verdammt durch sein G wissen. 5. Uch, Gott, fällt mir dieß theil ein, so bringt es mit b Mar Tod. Tod. d m! Mark und Bein, mein Herz fühlt Ungst und Schrecken. Boll heißer Sehnsucht wünscht es dann: Wer nimmt sich meiner huldreich an? weß Schuß wird mich bedecken? 6. Herr Jesu, meine Suvericht, laß in dieß schreckliche Ges richt mich ja dereinst nicht kommen. Schon hier sei dir mein herz geweiht; und einst sei in der Ewigkeit mein Theil das Glück der Frommen. 7. Gieb, daß ich mich durch heils gen Sinn, weil ich annoch bei Krafs ten bin, zum Sterben fertig halte, und nicht, verstrickt in Sünden lust, der wahren Beßrung unbes wußt, zum andern Tod' erkalte.. 723. Mel. Mache dich, mein Geift ze Sichrer Mensch, noch ist es Zeit, aufzustehn vom Schlafe. Nah ist Tod und Ewigkeit, nahe Lohn und Strafe. Hor, Gott spricht: sâume nicht, seinen Ruf zu hören, und dich zu bekehren. 2. Noch weckt der Posaunen Schall nicht die Todten alle, noch bebt nicht der Erdenball, nahe sei nem Falle; aber bald, bald erschallt Gottes Ruf: Es werde, Mensch, dein Leib zu Erde! 3. Kommt nun, ehe du's gedacht, unter Sündenfreuden deines Lebens legte Nacht, was wirst du dann leiden, wenn dein Herz von dem Schmerz deiner Schuld zer riffen, wird verzagen müssen! 469 4. Wenn vor deinem Untlig sich jede Sünd' enthüllet, wenn dann eine sede dich ganz mit Graun ers füllet, dich nichts dann stärken kann, keine deiner Freuden, was wirst du dann leiden! 5. Nach dem Untergang wirst du an des Grabes Stufen bang' um Trost und Seelenruh, dann vergebens rufen: Rette, Gott, mich vom Tod, rette noch im Sterben mich von dem Verderben! 6. Noch, noch wandelst du allhier auf des Lebens Pfade, noch ist zur Errettung dir nah des Ewgen Gnade. Eil ihr zu, daß du Ruh für dein Herz empfindest und Bergebung findest. 724. Mel. Wenn wir in höchsten 16 Ach Gott, was ist der Menschen Glück! Es währt nur einen Augenblick; wir, eilen schnell durch Zeit und Welt, wo uns ein Traum gefesselt hält. 2. Hier haben wir kein Eigenthum; doch trachten wir nach Ehr' und Ruhm. Und kaum ist unser Wunsch erhört, so sehn wir unfre Qual vermehrt. 3. Der Kummer dringt bis zu dem Thron; und Sorgen sind des Reichthums Lohn. Wer in der Würde glänzend prangt, hat noch kein wahres Glück erlangt. 4. Bon Allem, was die Welt erhebt, was ist es, das uns überlebt? was folgt uns in die Ewigfeit, Verhalten in besondern Umständen. 470 keit, wenn über uns der Herr gebeut? 5. Der Tod, der in die Hütten bricht, verschonet auch den Purpur nicht. Nicht Reichthum, Hoheit, Ehr' und Macht befrein uns von des Grabes Nacht. 6. Von aller Pracht und Herrlichkeit bleibt uns zulegt ein Ster bekleid, nach kurzer Zeit ist dieß auch Staub und so, wie wir, der Erde Raub. 7. So flicht ein Rauch im Sturm und Wind, so fällt ein Blatt, und so geschwind sinkt eine Blume welkend hin. Was ists, daß ich noch eitel bin? 8. Was streb' ich hier nach Ruhm und Ehr? In Kurzem bin ich auch nicht mehr. Vielleicht ist schon mein Abschied nah; man sucht mich, ich bin nicht mehr da. 9. Das Gute, das wir ausgeübt, bleibt, wenn der Erde Glück zerstiebt. Wer als ein wahrer Christ gelebt, stirbt nicht, wenn man ihn gleich begråbt. 10. Er lebte seinem Gott und Herrn. Nun ruft ihn Gott, und er stirbt gern. Hier geht das rechte Leben an, das ihm kein Tod mehr rauben kann. 11. Herr, lehre mich, dieß sei dein Schluß, daß ich die Welt verlassen muß. Entreiße, weils noch heute heißt, der Welt und Sünde meinen Geist. 12. Mein Kleinod sei nicht von der Welt. Wenn mein Herz bricht, mein Haus zerfällt, dann sei dein Zod mein Schirm und Schild, der mich mit Muth und Trost erfüllt. 13. Mein Ruhm sei der Versöh nung Heil. Auch ich hab' an der Gnade Theil, die Menschen zu der Wonne bringt, wo man dir ewig Jubel singt. 14. Auf Jesum schlaf' ich fra dig ein; einst wird mein Leib ihm ähnlich sein. Wie herrlich geh' ich aus der Gruft, wenn uns sein Wort zum Leben ruft. 15. Dir folg' ich treu durch Lod und Grab. Du bists, der mir die Hoffnung gab, daß ich, verklit und freudenvoll, dein Angesicht Herr, schauen soll. 725. Mel. Wer nur den lieben Gott Ich steh mit einem Fuß im Grab. Es ist um einen Schritt gethan, so bricht die Hütte, die ich habe, die nichts als Schwachheit heißen kann. Drum sei mir stets ei Wort bewußt: Bedenke, daß d sterben mußt. 2. Dem Menschen ist ein 3 geseget, und Niemand sagt in dieß voraus. Wenn man am sicher sten sich schåget, so ist das Glid des Lebens aus. Drum schreib' is stets in meine Brust: Bedenk daß du sterben mußt. 3. Wie Mancher ist vorange gangen, wer weiß, wenn ich ihn folgen muß. Der Tod giebt of den rothen Wangen ganz unver hofft den kalten Kuß. Drum w me 1 Tod. mein Herz, mit eitler Luft, bedenle, daß du sterben mußt. 4. Wohlan, so will ich täglich terben, daß ich nicht ewig sterben muß. Ein Kluger fliehet das Vers derben, und macht sich diesen festen Schluß: O Mensch, in Allem, was du thust, bedenke, daß du sterben mußt. Bereitwilligkeit zu sterben und Ergebung in den Willen Gottes. 726. Mel. Schaß über alle Schäße x Sn Gottes Rath ergeben, verlaß ich gern die Welt. Ich geh zum beffern Leben, sobald es ihm ges fällt. Was wars, das mich bes trübte? Dort schau' ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eh ich ihn gesehn. 2. Er ruft zur Beit der Schmer zen uns voll Erbarmen zu: Kommt her, beladne Herzen, zu mir, und findet Ruh. Dieß Wort aus deinem Munde, laß, Herr, auch mich erfreun und in der legten Stunde mir Geist und Leben sein. 11 t 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu überstehn. In gláus bigem Entzücken laß meine Seele sehn, wie du, o Heil der Sünder, einst mit dem Tode rangst, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangst. 471 daß ich nicht wanke in meiner Todesnoth. So ist, ob ich gleich sters be, doch Sterben mein Gewinn. Ich bin des Himmels Erbe; dein Wort sagt, daß ichs bin. 5. Du schriebst ins Buch des Lcbens auch meinen Namen ein; dein Blut kann nicht vergebens für mich vergossen sein. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele, der du die Liebe bist. 4. Der frohe Siegegebanke: Wo ist dein Stachel, Zed? stårk mich, 727. Mel. Ich hab' mein' Sach'. Gott ott hab' ich alles heimgestellt; er machs mit mir, wies ihm gefällt. Verlängert er der Prüfung Zeit; ich bin bereit zu allem, was mein Herr gebeut. 2. Die Stunde wähl' er, wie er will; ich seg' ihm weder Maß noch Biel. Er, der auch meine Haare zählt, hat schon gewählt, auch meine Tage schon gezählt. 3. Er schmückt zwar auch mein irdisch Haus mit seinen reichen Gaben aus; doch was ist dennoch diese Zeit? Mühseligkeit, ein Kampf, ein sorgenvoller Streit. 4. Hier finden wir kein daurend Glück, wir blühn nur einen Augenblick, wir fallen gleich den Blumen ab; dann nimmt das Grab uns, was uns Gottes Gute gab. 5. Jeht sind wir jung, gesund und stark; doch bald umschließet uns ein Sarg. Wie groß, wie angesehn du bist; ach bald vergist die Welt, was du gewesen bist. 6. D 472 Verhalten in besondern Umständen. 6. O machte doch der Tod, o Huld mich ein, und laß mich dein Herr, mich jeden Tag bedächtiger! Hält doch um keinen Augenblick ihn Jugend, Glück, Stand, Reich thum oder Macht zurück. 7. Das ist der Sünde Schuld, o Gott, denn sie allein gebar den Tod. Von seiner Macht ist Nies mand frei, wie groß er sei, denn wer ist, Gott, von Sünden frei? 8. Und ach, wie wechseln Luft und Leid in meiner kurzen Pilgers zeit! Drum geh' ich mit gelaßnem Sinn zum Grabe hin: das Sters ben ist mir ein Gewinn. 9. Ich fühls, wie Sünd' und Zukunft dráun; doch will ich fros hen Muthes sein. Es litt dein eigner Sohn, o Gott, für mich den Tod, litt Alles, was den Fluch mir droht. 11. Was er mir auflegt, trag' ich gern! ich leb' und sterbe meis nem Herrn. Mein Leib wird le= ben, Gott, und dann bet' ich dich an, wo mich kein Tod mehr tödten kann. im Leben und im Tode sein. 14. Erhöre mich, erhör' uns, Gott, gieb Ullen einen selga Tod. Uch mach uns selbst day bereit, und nach der Zeit führ uns in deine Herrlichkeit. 12. Ich schaue dann dein Angesicht. Das glaub' ich fest und zweifle nicht. Ich lebe dann in Ewigkeit, durch dich befreit, in beiner Wonn' und Herrlichkeit. 13. Nimm, Jesu, Gottes Sohn, mich an, wenn keine Welt mich trösten kann. Ach schließ' in deine 728. Mel. Ich hab' mein' Sach'. Mein Leben steht in Gotts Hand. Er thut, was er mir heil sam fand. Er zählte ja, so wi mein Haar, mir, eh ich war, aud meine Lebensstunden dar. 10. Er stand auch auf. Das tröstet mich, denn auferstehen werd' auch ich. Ich glaube, was er mir verſpricht, voll Zuversicht. Er läßt schüßt, nicht Stand, noch Geh 3. Die Blume pranget und fäll ab. So blüht der Mensch, finkt ins Grab. Nicht Jugen mich auch im Grabe nicht. 2. 3war nük' ich mit Zufriede heit die Tage meiner Sterblichk denn du versüßest sie, o Gott Doch Müh' und Noth sind ihr G folg, und dann der Tod. nichts in der Welt ist, was ih davor sicher stellt. 4. Wer rustet mich mit Mut und Kraft aufs Ende meiner gerschaft? und wer beruhiget mi hier? Allein von dir, o Her kommt Muth und Ruhe mir. 5. Du bringst mich, bin ich nu bereit, zum sichern Glück der Ewig keit, wo man des kurzen Grami vergißt, wo mancher Christ sa froh vorangegangen ist. 6. Froh werd' auch ich, went dirs gefällt, ein Bürger deine Beffer Tod. beffern Welt. Dann fag' ich dem, der um mich weint: Gott ist der 3, Freund, der uns einst wieder froh vereint. 7. Den Trost, o Jesu, dank' ich dir; du brachtest ihn vom Himmel mir. Du hasts versichert: ihr seid mein; auch ihr sollt sein, wo ich bin, und euch ewig freun. 729. Met. Wer nur den lieben Gott 26. is Herr, Gott, du kennest meine Tas lebst in mir. ge, du siehst, daß ich, dein schwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern trage, die irdisch und zerbrechlich find. Drum mache du mich allezeit zum Sterben fertig und bereit. 2. Laß mich nach der Erkennts niß streben, daß du mir, Herr, mein Ziel bestimmt, und daß mein ungewisses Leben vielleicht gar bald ein Ende nimmt. Ja lehre du mich deinen Schluß, daß ich die Welt verlassen muß. 3. Hier hab' ich lebenslang zu lernen, mich von der Sünde abzuziehn, mich von der Erde zu entDifernen und um den Himmel zu bes mühn, weil nur der Tod allein en beweist, was Christenthum und Glaube heißt. by US 4. Ich muß ja nach der Wohnung trachten, in der ich ewig blei ben kann; drum lehr mich auf den on Himmel achten, den seh' ich als mein eigen an, so wird mein Haus hier auf der Welt und auch im Pimmel wohl bestellt. 473 5. Mein Herz ist nur im Spimmel droben, denn da ist auch mein Schatz und Theil; den hat mir Jesus aufgehoben, dort ist das mir versprochne Heil. Die Weltlust ist mir viel zu schlecht; im Himmel ist mein Bürgerrecht. 6. Wohlan, so will ich täglich sterben, ich lebe so, als lebt' ich nicht; und also kann ich nicht vers derben, wenn mir der Tod die Augen bricht. Erfreulich ist mein Ende mir: denn du, mein Jesu, 7. Dein Bote kann mich nicht erschrecken; die Welt nur schreckt sein traurig Bild. Mir kann er lauter Luft erwecken, sein Unblick ist mir sanft und mild. Wo man mit ihm Bekanntschaft hat, da hat das Schrecken keine Statt. 8. O tommt, ihr angenehmen Stunden, komm, eile, mein Erldsungstag, da ich, von aller Noth entbunden, zum Leben sterbend dringen mag. Da sind' ich, von des Höchsten Hand geleitet, mein gelobtes Land. 9. Doch, Herr, dir will ich mich ergeben, dir, dessen Eigenthum ich bin. Du, liebster Jesu, bist mein Leben, und Sterben bleibet mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir; sei du nur mein, so gnůget mir. 10. Willst du mich länger les ben lassen, so geb' ich mich gez duldig drein. Doch soll ich heute noch erblaffen, so soll dein Schluß mein Wille sein. Wer deinen Rath Verhalten in besondern Umständen. 474 Rath erkennt und chrt, der ist zum Himmelreich gelehrt. 11. Laß dich, mich und die Welt erkennen; dich, daß du mir mein Alles bist; mich, daß ich Staub und Nichts zu nennen; die Welt, daß sie mein Kampfplaß ist. Wer dich, sich und die Welt er kennt, der macht ein richtig es stament. 730. wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid ent gangen allen Leiden, die uns noch umfangen. 2. Ist man hier doch auch beim besten Leben immer noch mit Sorg' und Furcht umgeben. Was wir hier kennen, ist nur Unvollkommenheit zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer. Kein Schmerz und Leiden stört euch im Genuß der reinsten Freuden. 4. Christus trocknet alle eure Thränen, ihr habt schon, wornach wir uns noch sehnen, ihr hört und sehet, was des Menschen Geist hier nicht verstehet. 5. Ach wer wollte denn nicht gerne sterben, um den Himmel für die Welt zu erben? Wer wollt' hier bleiben, sich den Jammer immer lassen treiben? aus von allem Bösen. Bei die, th Sonne, ist der Frommen Herrlich keit und Wonne. 4. Weil du vom Tod erstanda bist, werd' ich im Grab nicht bleiben Mein höchster Trost dein Auffahr ist, Todsfurcht kannst du vertreibe Denn, wo du bist, da komm ich hi daß ich bei dir stets leb' und bi drum fahr' ich hin mit Freuden. 5. So fahr' ich hin zu S Christ, mein' Arm' thu' ich aus strecken. So schlaf' ich ein und ru fein; kein Mensch kann mich auf wecken: denn Jesus Christus, Go tes Sohn, der wird die Himme thit 6. Komm, o Christe, komm, uns aufzulösen, komm und führ' uns 731. Wenn mein Stündlein vorhan den ist, zu gehn die Todesstraße, fo leite mich, Herr Jesu Christ auf dich ich mich verlaffe. Di Sim Seel' an meinem Lebensend befehl ich, Herr, in deine Hand; du wirke € sie wohl bewahren. 2. Die Sünde wird mich krdn ken sehr, und mein Gewissen ne gen, denn ihr ist viel, wie Sand am Meer. Doch will ich nicht verzagen, bedenken will ich deine Tod; Herr Jesu, in der legten Noth wirst du mich wohl erhalten. 3. Ich bin cin Glied an deinen Leib, deß tröst' ich mich von He zen; von dir ich ungeschieden bleib' in Todesnoth und Schme zen. Wenn ich gleich sterbe, ster ich dir; ein ewigs Leben haft& mir durch deinen Tod erworben. 00 Tod. thür aufthun, mich führ'n zum deinem Thron mit Freudenthrånen wgen Leben. danken. 732. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. St einst auch meine Stunde da, von dieser Welt zu scheiden, so i mit deiner Hülfe nah, du treu: ter Freund in Leiden. Nimm du sich meiner Seele an, dir übergeb' ich sie alsdann, o Jesu, mein Erlöfer. 2. Wenn meiner Sünden Last mich drückt, mich mein Gewissen naget, so wird mein Herz durch ich erquickt, das ohne dich verzaget. Mich tröstet in der legten Noth dein Leiden und dein Kreuzestod, der vom Gericht mich rettet. 3. Ich bin ein Glied an deinem lib, und freue mich von Herzen, daß ich mit dir vereinigt bleib'. auch in des Todes Schmerzen. Und sterb' ich, o so sterb' ich dir; ein wigs Leben hast du mir durch deinen Tod erworben. 475 4. Du, Herr, erstandst; so werd' auch ich nicht in dem Grabe bleiben. Dein Leben, Herr, deß freu' ich mich, kann Todesfurcht vertreiben. Wo du bist, da komm' ich auch hin, daß ich bei dir stets leb' und bin; so geh' ich hin mit Freuden. 5. Dein bin ich, dein in Ewigfeit; mich soll das Grab nicht schrecken. Ich ruh; nach kurzer 3wischenzeit wirst du mich aufer wecken. Dann will ich dir, o Gottessohn, du Menschenfreund, vor 733. Mel. Alle Menschen müssen ic. Noch bin ich ein Gaft der Erde, Gott mehrt meiner Tage Zahl. Daß ich reif zum Himmel werde, übt er mich, läßt mir die Wahl, Böses, oder Guts zu wählen. Doch werd' ich viel Jahre zählen? oder ruft ein naher Tod mich zu banger Sterbensnoth? 2. Herr, du weißts, du hast die Tage meines Lebenslaufs gez zählt; ihre Freuden, ihre Plage sah dein Auge, das nie fehlt; frůher, als du mich auf Erden ließeft einen Pilger werden, da schon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, allweiser Gott. 3. Einst, wenn es dein Wille fodert, werd' ich der Verwesung Raub, mein erblaßter Leib vermodert und verwandelt sich in Staub. So wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken; Kraft und Athem nehmen ab, und den Leichnam nimmt das Grab. 4. Nun er werde denn zu Staube, werd' im Grabe wieder Erd; dennoch triumphirt mein Glaube, denn mein Leib wird einst verklärt. Des verwesten Körpers Trümmer bleiben dennoch nicht auf immer der Verwesung schnober Raub; neu belebt wird einst mein Staub. 5. Durch 476 Verhalten in befondern Umständen. 5. Durch bein 2llmachtswort: gern bie Prüfungewelt. Jesus th Es werde! rufft du, Herr, in mein get meine Sünden, stärkt mich, Gebein neues Leben; nicht mehr hilft mir überwinden; auch in Erde werd' ich, dein Berklärter, meiner legten Noth rettet mi fein. sein Blut und Tod. 3. Und wer kann mich ihm ent reißen? Mein ist er, und ich bin sein. Er erfüllt, was er verhei sen: sein soll ich mich ewig frem. Ja mir solls durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu stehn, mei nem Heiland', ihn zu sehn. Bu den himmlischen Geschäften schmückst du mich mit neuen Kräften; und von Schmerz und Sterblichkeit werd' ich ewig bann befreit. 6. Hor', o Seele, einst mit Freu. den jenen Ruf: Das Grab ist da! Denn das Ende deiner Leiden ist mit ihm zugleich dir nah. Der, der einst den Tod bezwungen, hat das Leben dir errungen; durch den Weg der Sterblichkeit führt er dich gur Ewigkeit. 7. Stärke mich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst und an Gottes Gnadenbunde ewig Uns theil mir erwarbst. Laß mich Tod und Grab nicht scheuen; laß viels mehr mich darauf freuen. Denn nach treu vollbrachtem Lauf nimmst du mich zum Himmel auf. 734. Mel. Ule Menschen müssen n. Menschen ists gefest, zu sterben, ihre Herrlichkeit verblüht. Wel cher von den Himmelserben lebet, der den Tod nicht sicht? Staub wird dieser Leib von Erde; doch damit er himmlisch werde, wird er einst von Gott erneut, und zieht an Unsterblichkeit. 2. Wollt' ich länger hier verweiten, als es meinem Gott gefällt? Seinem Reiche zuzueilen, laß ich 4. Dort bei ihm ist wahresk ben. Millionen stehen schon, ihn Retter zu erheben, selig da vor si nem Thron. Hohe Seraphinen ringen, mitanbetend ihn zu fin gen. Preis zu nehmen würdig if der Erbarmer, Jesus Christ. 5. Alle, die ihm nachgewandelt, fehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schaun verwandelt und in Wonne jedes Leid, weihen. ihm die neuen Lieder, werfen ihr Kronen nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. 6. Vaterland verklärter From men, Heil, Unsterblichkeit und Ruh was kein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewähreft du. Fre denernten schenkt er denen, die erst hier gesät mit Thrånen. Alle Thri nen trocknet er, Sünd' und Elend sind nicht mehr. 7. Ich entbrenne von Verlan gen, dieß verheißne Land zu sehn, jene Krone zu empfangen; ba erhöret Gott mein Flehn. Diest Hütte 3 Fod. millor hütte, die zerstäube. Ja ich weiß, an wen ich glaube. Mir ist Sters ben ein Gewinn, denn zum Vater geh ich hin. 8. Welche Tröstung, das zu wiss sen! Dieser großen Hoffnung voll ng' ich nicht in Kümmernissen, die ich hier noch dulben soll. Leicht und kurz sind diese Leiden, sie verwandeln sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug, bis Gott spricht: es ist genug! Getroster Muth im Tode 735. Mel. Wenn mein Stündlein ze Sch eile meinem Grabe zu; ein Schritt, so bin ich Erde. Uch meine Zuflucht, Gott, bist du, so oft idy zaghaft werde. Was ist die Seit, in der ich bin? sie fähret wie ein Strom dahin, der niemals wiederkehret. 2. Von Allem, das von Jugend an mir Müh und Schweiß erreget, ist nichts, das mich erretten kann, wenn meine Stunde schläget. Ich fei geehrt, arm oder reich; mich matht der Tod den Undern gleich, die långst die Erde decket. 3. Ich fühle schon des Todes Macht, die dieses Haus zerstöret, sobald in Finsterniß und Nacht mein Leib zurücke kehret. In mei 477 nen Gliedern trag' ich schon Berwefung, jenes Abfalls Lohn, die Strafe jener Sünde. 4. Ach, welch ein fürchterlicher Blick! Wir, die noch heute blühen, gehn morgen in den Staub zuruce, wir sterben und entfliehen. Der Mensch, der hier so viel be saß, verwelket, wie ein leichtes Gras auf Bergen, eh es reifet. 5. Ein Sarg verschließt den Ues berreft von modernden Gebeinen, und sein zerstörtes Haus verläßt der Geist, da zu erscheinen, wo ihm des Ewigen Gericht ein unparteiisch Urtheil spricht, belohnet oder stras fet. 6. Jedoch, was fürchten wir die Gruft, als wären wir noch Heis den? Er, der uns von der Erde ruft, führt durch den Tod zu Freuden. Wer glaubt, der lebt, und stirbet nicht, ob er gleich stirbt; Tod und Gericht drohn ihm nicht ewge Strafen. 7. Besiegt hat Tod und Grab der Held, da er für uns gestorben; er hat das Leben hergestellt, die Hoffnung uns erworben, daß so, wie ihn kein Grab mehr deckt, der Christ, aus seinem Grab' erweckt, zum Leben auferstehe. 8. So laß, nach deiner Weisheit Rath, Herr, meine Stunde koms men. Du bists, der selbst den Weg betrat, Beschüßer deiner Frommen. Mit dir, mein Jesu, schlaf' ich ein, auf dich will ich begraben sein, durch deinen Urm erwachen. 736. Mel. 478 Verhalten in besondern Umständen. 736. Mel. Mit Fried' und Freud' ze. Gott, dem ich lebe, deß ich bin, dem ich einst sterbe, getrost und freudig geh' ich hin: denn zum Erbe, das dort aufbehalten ist, führt mich der Weg des Todes. 2. Ihn werd' ich schauen, dem ich hier geglaubet habe. So hohe Freuden gab er mir schon am Grabe. Wie wird dann, o dann mir sein, wenn ich ihn schauen werde! 3. Mich schrecket nicht des Todes Qual, der Gråber Grauen. Der letzte Weg durchs dunkle Thal führt zum Schauen. Nun geh' ich in Frieden hin, wenn Gott mich ruft zum Grabe. 4. Gieb mir den Glauben Simeons und Jakobs Freuden. Laß mich beim Anblick jenes Lohns fröhlich scheiden. Segne, Herr, behüte mich, Herr, gieb mir deinen Frieden. Pein mit Troste kann beleben? Wer nimmt sich meiner Seele an wenn ich von dem, was ich gethan, nun Rechenschaft soll geben? Wa schafft der trüben Seele Licht? Thust du es, Gott, mein Heiland, nicht? 2. Wen hab' ich sonst, als dich allein, der mich in meiner legten 3. Mich důnkt, schon lieg' i kraftlos da, dem letzten Augenblicke nah, von Todesangst befallen. De Sinnen Kräfte laffen nach, Gehör und Augen werden schwach, und kaum kann ich noch lallen; doch de Gewissens Stimme spricht nod laut genug: Gott hålt Gericht. 737. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner 2c. Ich bin, o Herr, in deiner Macht; du hast mich an das Licht gebracht, und du erhältst mein Les ben. Du kennest meiner Tage Bahl, weißt, wenn ich Sterblicher einmal der Welt muß Abschied geben. Wo, wie und wann ich sterben soll, Allwissender, das weißt du wohl. 4. Schon hör' ich der Posaun Zon, ich sehe meinen Richter schon, vor ihm die Völker stehen. In so ner Hand ist Heil und Fluch, unni derruflich ist sein, Spruch, ihn hi tertreibt kein Flehen. Nur seint Frommen Loos ist Heil, Verdamm niß bleibt der Sünder Theil. 5. Nicht Stand und machte. retten dann; umsonst beut sich Bruder an, den andern zu erlösen Nach dem, was Feder hier gethan, wird Jeder dort den Lohn empfahl; kein Schein hilft dann den Bösa Verschwendern ihrer Gnadenze folgt Unglück in der Ewigkeit. 6. Drum fleh' ich, Herr, mein Heiland, dir, erleuchte mich; di Sünde hier zu fliehen, Kraft v leihe. Erhalte mich im Guten tra daß ich, vom Joch der Sünde fri mich deinem Dienste weihe. G geh' ich voller Zuversicht hier i den Tod, dort vor Gericht. 7.0 11 479 Gnade, bis der Tod mich hin zum Himmel führet. Tod. 7.0 Menschenfreund, dein theus res Blut floß auch für mich; dieß giebt mir Muth, der ich dir angehore. Doch fällt in meiner Todes pein mir noch ein banger Zweifel ein, so hilf mir, dir zur Ehre, und nimm dich meiner huldreich an. Du bists, der Schwache stårken kann. 8. Ja, ja ich werd, o Herr, mein Heil, an deiner Wonne nehmen Theil, dir nach zum Himmel steigen. Nun sieg' ich über Angst und Noth, nun mögen sich mir Holl' und Tod mit ihren Schrecken zei gen. So lang' ich lebte, war ich dein; dein werd' ich auch im Tode sein. 4. Dann geb' ich meine Seele dir in deine Baterhånde. Erhalt die Kraft zu denken mir, wenns sein kann, bis ans Ende, daß voll Ges danken, Gott, an dich, die bald er= löste Seele sich von ihrem Leibe trenne. 5. Soll ich gewaltsam, o mein Gott, schnell oder angstvoll sterben, so führe mich nur jeder Tod zu deines Reiches Erben. Nur hilf mir, daß ich allezeit zur Rechenschaft vor dir bereit und heilig sterben könne. 738. 6. Empfind' ich keine Freudigkeit, entweicht in großen Schmerzen die Stille der Gelassenheit aus meinem bangen Herzen, so rechne mir dann, Gott, nicht zu, was ich Unrechtes Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Herr Jesu Christ, ich weiß es red' und thu, verzeih der Schwachwohl, ich muß, ich werde sterben. Nur weiß ich das nicht, wann ich soll, noch, wie ich werde sterben. Mein Ende steht allein bei dir; die Stunde, Herr, verbirgst du mir, wann ich die Welt verlasse. 2. Jch, meines Glaubens mir bewußt durch deines Geistes Gabe, weiß, daß ich meine höchste Lust an dir, mein Heiland, habe; weiß, daß du meiner Sünden Last von mir auf dich genommen hast, damit ich selig werde. heit Fehler. 7. Nimm auch verborgne Seufzer an; laß, wenn mein Herz nicht beten, wenn mein Verstand nicht denken kann, mich deinen Sohn vertreten. Geh' ich zu deinem Himmel ein, werd' ich mich meines Endes freun, es komm' auch, wie es wolle. 8. Damit ichs könne, laß mich, Herr, stets heiliger auf Erden, in guten Werken fertiger, dir immer treuer werden. Geheiligt müff' ich dir nur sein; dann bin ich, Gott, mein Vater, dein im Leben und im Tode. 3. Erhalte mir, o Jesu Christ, den tröstlichen Gedanken und laß, weil du mein Mittler bist, nie meinen Glauben wanken. Bewahre 9. So kann ich freudig, wo ich meine Seel', o Gott, in deiner bin, mich deiner Huld ergeben. Sterb Verhalten in besondern Umständen. 480 Sterb' ich, der Tod ist mein Gea winn, denn Christus ist mein Leben. Er wird gewiß zu seiner Beit auch meinen Leib zur Herrlichkeit, zum Himmel auferwecken. 2. Wenn nun zu ber gefesten Frist auch unser Lauf vollendet ist, fo hilf uns in der Todesnoth, Herr, unser Gott. Ein sanfter Schlaf werd' uns der Tod. 739. Mel. Ich hab mein' Sach' Gott 2c. Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit. In deiner Hand steht unsre Zeit. Du haft der ganzen Menschenschar 740. ihr Todesjahr bestimmt, als keine Herr Jesu Christ, wahr'r Mensch Beit noch war. und Gott, der du litt'st Marter, Ungft und Spott, für mich an Kreuz auch endlich starbst und mit des Baters Huld erwarbst. 3. Nimm, nach vollbrachtem Lebenslauf, in deine ewge Ruh uns auf. Verwirf, wenn unser Auge bricht, verwirf uns nicht, o Herr, von seinem Ungesicht. 4. Drückt uns der Krankheit hers ber Schmerz, so stärke das bes klemmte Herz, daß es auch in der Schmerzen Wuch mit starkem Muth in deiner weisen Fügung ruht. 5. Gieb Hoffnung zu der ewgen Ruh. In unsern Herzen wirke du, Geist Gottes, daß wir gläubig traun und ohne Graun hin in die Nacht des Todes schaun. 7. Uch Gnad' ergehe dann für Recht. Denn von dem menschlichen Geschlecht ist auch der Speiligste nicht rein. Wer kann je dein, Gott, ohne deine Gnade sein? 6. Hilf unsrer Schwachheit, Geist des Herrn, zeig' uns den Himmel dann von fern. Laß uns, wenn wir zum Baterflehn, getröstet sehn, wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 8. O sei uns dann nicht fürchter lich, erbarme, Bater, unser dich. Wenn unser sterbend Auge bricht, leit' uns dein Licht, so fehlt uns Troft im Tode nicht. 2. Ich bitt' um deiner Leiden Pein, du wollft mir Sünder gnädig sein. Wenn ich einst komm' in Sterbensnoth und ringen werde mit dem Tod; 3. Wenn mir vergehet mein Ge sicht, und meine Ohren hören nicht, wenn meine 3unge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herze bricht; 4. Wenn mein Berstand sich nicht besinnt, und Menschenhülfe gam zerrinnt, so komm, o Jesu, mir be hend zu Hülf', erleichtre mir mei End. 5. Und führ mich aus dem Jam merthal, verkürze mir des Tode Qual. Verzagten Muth, Hert, von mir treib, mit deinem Geiß bei mir bleib. 6. Wenn sich die Seel vom Leibe trennt, so nimm sie, Herr, in deine Hånd. Der Leib hab' in da Erde 1 debipad me Zod. Erde Ruh, bis daß dein Tag sich naht herzu. 7. Ein fröhlich Aufsehn mir verleih, mein Retter im Gerichte sei, und meiner Sünden nicht gedenk', aus Gnaden mir das Leben fchenk. 8. Wie du haft zugesaget mir in deinem Wort, das trau' ich dir: fürwahr, fürwahr, euch sage ich, ver mein Wort hålt und glaubt an mich, 50 9. Der wird nicht kommen ins Gericht, den Tod auf ewig schmekten nicht. Und ob er gleich hier zeitlich stirbt, mit nichten er drum ganz verdirbt; 11. In Freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich. Uch perr, vergieb all' unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, 12. Bis unfre Stunde kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker fei, dein'm Wort zu trauen festiglich, bis wir einschlafen seliglich. " S 10. Vielmehr will ich mit starter Hand ihn reißen aus des To des Band und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er denn, mit mir zugleich, min 481 starker Gott, Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht versinken in der bittern Todesnoth. Herr, erbarme dich! 2. Mitten in dem Tod ansicht uns der Hölle Rachen. Wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert deine Barmherzigkeit unsre Sünd' und großes Leid. Heiliger, Herr und Gott, Heiliger, starker Gott, Heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllengluth. Herr, erbarme dich! 3. Mitten in der Höllenangst unsre Sünd' uns treiben. Wo sol= len wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergossen ist dein theures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger, Herr und Gott, Heiliger, starker Gott, Heis liger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht ents fallen von des rechten Glaubens Trost. Herr, erbarme dich! 741. Mitten wir im Leben sind mit G₁ dem Tod umfangen. Wen suchen wir, der Hülfe thut, daß wir Gnad" erlangen? Das thust du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, erzůrnet hat. Heiliger, Herr und Gott, Heiliger, Freudigkeit in Absicht auf den Tod. 742. Mel. Jefus, meine Zuversicht zc. Komm nur, angenehmer Tod, komm, dein Bild soll mich nicht schrecken. Sündern kannst du Furcht und Noth, Frommen mußt du Luft 50 h erwets Verhalten in besondern Umständen. 482 erwecken. Sterben ist mir ein Gc= winn, weil ich Jesu Jünger bin. 2. Jesus, der mir Heil erwarb, nahm dem Tode seine Schrecken; er, der für die Sünder starb, lebt und wird auch mich erwecken. Wie er aus dem Grabe stieg, so erlang' auch ich den Sieg. 3. Jesus ist mit mir vereint, Jesus hilft mir kräftig kämpfen. Sollt' ich dich, den legten Feind, nicht durch Jesu Gnade dämpfen? Ja, er selbst, mein Leben, spricht: Glaub' an mich, so stirbst du nicht. 4. Nun dir, deß ich lebend war, sterb' ich, wenn du willst, mit Freu= den; mich soll keine Todsgefahr, selbst das Grab von dir nicht scheiden. Auch im Sterben bist du mein, auch im Staube bin ich dein. 743. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner 2c. Wenn, Jesu, meine Pilgerzeit nun ganz durchlebt ist, und der Streit des Glaubens ausgestritten; wenn kaum mein sterbend Herz mehr spricht, dann komm, o peiland, schweige nicht zu meinen legten Bitten. Erhöre mich, wenn mein Gebet um Trost zu dir, um Gnade fleht. 2. Wenn mich kein Freund mehr trösten kann, und doch mein Herz bebt, sage dann: Die Sünd' ist dir vergeben. Uch wenn des Todes Schrecken mich ergreifen, sprich dann, Heiland, sprich: Nicht sterben sollst du, leben. Ein Wort von dir nur, und mir gnügt; des e des Schrecken sind besiegt. 3. Nicht sei mir dann dein Urgesicht, wie's Missethätern ist, richt; Erbarmen, nicht Verderben. Nicht sterben laß mich, Herr, wit die, die dich verwarfen, die sich nie bereiteten, zu sterben. Ach furd bar, furchtbar ist der Tod, de ewige Verwerfung droht! 4. Und sterben, sterben wird der Tod, der ewige Verwerfung wer, Herr, dein Heil nicht achtet. Wer nicht durch deine Gnade ren von Sünden ist und dein zu sein, sich weigert, dich verachtet, ach dei ergreift der Tod, der Tod, der ents ge Verwerfung droht. 5. Er drohe; Jesu, der ist f wer dir geweiht ist, dir getreu, im ist er keine Strafe. Gelobet sei ter Herr, mein Licht in jener Nacht Sie schreckt mich nicht, mir with der Tod zum Schlafe. Es it a finstrer Weg; doch mir ein g zum Leben und zu dir. 6. Gelobet sei der Herr, me Schild, der mich mit Freudigh erfüllt, mit Freudigkeit zu sterb Ich glaub' an ihn und bin gewi er führt mich aus der Finstern zu seiner Freuden Erben. On chen Jubel stimm' ich dann d Todesüberwinder an! 7. Gieb deinen Frommen, S Kraft, den schwersten Schritt Pilgerschaft mit Freudigkeit zu den. Sprich zu den bangen St len: Ich bin euer Heiland, fr euch B Tod. uch! sprich: ich will euch nun voll inden. Erquicke sie; und nach dem Streit erhöhe sie zur Seligkeit. 744. Mel. Jesus, meine Zuversicht 2. Hier ist nur mein Prüfungsstand, hier ist nicht mein bleibend Erbe; Sort, dort ist mein Vaterland, das rreich' ich, wenn ich sterbe. Preis und Dank für meinen Tod bring' ich dir, o Herr, mein Gott. f 2. Gottes Stadt, die droben ist, wo der Unsichtbare wohnet, wo mein Mittler, Jesus Christ, seinen Freunden herrlich lohnet, nie ge denk' ich ernstlich dein, ohne deiner mich zu freun. 149 B 3. Er, dein König, der mich hier auf der Bahn des Friedens leitet, , mein Heiland, hat in die meine Stätte mir bereitet; und an allem deinen Heil hat auch meine Seele Theil. 483 nicht sterben, er muß zittern. Got= tes Kinder zittern nicht: denn sie dringen durchs Gericht. 7. Daß ich diese Freudigkeit einst in meinem Tod' empfinde, mache siegreich mich im Streit, Jesu, wis der Welt und Sünde; stärke mich im Kampf und Lauf, nimm mich endlich gnädig auf. e fu 4. Nahe sei mir, oder fern dieses heil, das ich verlange; ringen will ich, daß vom Herrn ich, was er erwarb, empfange. Freudig seufzet bann mein Geist: Bande der Natur, zerreißt! 5. O wie wohl wirds dann mir fein, wenn ich dich einst in der Nähe, die du kommst, mich zu befrein, Stunde meiner Heimfahrt, sehe; wenn den Leib des Grabes Gruft, de und den Geist sein Schöpfer ruft. 6. Todesschrecken, ihr sollt dann meinen Glauben nicht erschüttern. Nur der Uebertreter kann froh 745. Mel. Schaß über alle Schäße 2c. Das Biel von meinen Tagen ist mir vielleicht bald nah; doch foll mein Geist nicht zagen, wäre auch schon heute da. Des Todes Bitterkeiten, wie bald verfliegen die; und gegen Ewigkeiten voll Wonne, was sind sie? 2. Ja guten, frommen Seelen gewährt der Tod nur Glück. Was kann sie weiter quälen? sie schaun befreit zurück. Der Erde Kümmernisse kennt jenes Leben nicht, und alle Finsternisse verwandeln sich in Licht. 3. Drum wart' ich ohne Beben, Tod, deinen Augenblick. Durch dich geh' ich zum Leben; ist dieß nicht wahres Glück? Wenn Freunde trostlos weinen, dann tröste dieß ihr Herz: Gott wird uns einst vereinen und geben Lust für Schmerz. 746. Mel. Wenn mein Stündlein 2c. Wenn einst mein sterbend Auge bricht, mein letzter Hauch verschwindet, mein Leib erstarrt, und selbst h2 es Verhalten in besondern Umständen. 484 es nicht, daß er entschläft, empfin= det; wenn um mich, den EntSchlummernden, nun alle meine Lieben stehn und angstvoll mich beweinen, 2. Dann, Vater, nimm ihn auf, den Geist, der freudig zu dir fliehet, der dankbar deine Güte preist, daß er den Tod nicht siehet; dann tröste, die betrübt um mich mit Thránen klagen; laß sie sich mehr meiner Wonne freuen. 3. Mein hingefallner Leib bleibt hier, ihn wird das Grab verschlieBen. Heil mir, das Grab wird dennoch dir ihn wiedergeben müssen. Du kommst, Erwecker, deine Macht, die ihn aus nichts hervorgebracht, kann auch aus Staub ihn bauen. 4. Wie könnt' ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert? wie konnt' ich klagen, da ihn Gott vom Tode wiederfodert? O Hoffnung, daß nach kurzer Ruh mein Leib erwacht, wie groß bist du, und welch ein Trost im Tode! 5. Des Todes Schmerzen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, nicht achten, mit glaubensvollem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Ziele freudig, nahn, mein himmlisch Kleinod zu empfahn, das Jesus mir erworben. 747. Mel. Christus, der ist mein 2c. Ich geh' einst ohne Beben zu meinem Tode hin: denn Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn. 2. Ich schaue nicht die Sin der freudenleeren Gruft; der with mich auferweden, der mich u Grabe ruft. 3. Und rief mich, abzuscheiden, auch heute schon mein Gott, so g ich hin mit Freuden und sterb' af sein Gebot. 4. Ich hoff ein beßres Lebe das nimmermehr verfließt. Gi Leib wird mich umgeben, der enig herrlich ist. 5. Dann eil' ich dir entgegen, mein triumphirend Haupt, und si entzückt den Segen des Heils, b ich geglaubt. 748. Mit Fried' und Freud' ich fahch hin, in Gottes Willen, getroft ist mit mein Herz und Sinn, sanft un stille, wie Gott mir verheißen hat der Tod ist mein Schlaf worde 2. Das macht Christus, wah Gottes Sohn, der treue Heilan den du mich, Herr, haft sehen lass und machst bekannt, daß er sei Leben und Heil, in Noth und a im Sterben. 3. Den hast du allen vorgest mit großen Gnaden, zu sein Reich die ganze Welt heißen lad durch dein theuer heilsam Worte allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig für die Heiden, zu erleuchten, dich kennen nicht, und zu weide er ist dein's Volks Israel der Pr Ehr', Freud' und Wonne. 749. a Zod. 485 Höhle, nur deine Hütte sinkt hinab. Sie schuf der Allmacht Wink aus Staub, drum wird sie der Verwe 2. Erbarmend sprach der Herr u mir: Dir ist vergeben; mein peil, mein Friede sei mit dir, du follft leben. Fürchte nichts; denn du bist mein, ich habe dich erlöset. 3. Dieß ist mein Trost, ich bin loft und Gottes Erbe. Ich weiß, daß er mich nicht verstößt, wenn ich sterbe. Fürst der Schrecken, ich, o Tod, dich hat sein Urm htwaffnet. 4. Er ist mein Fels; auf ihn allein will ich vertrauen. Ich sehmat mich bei ihm zu sein, ihn zu hauen, dürftet meine Seele lang, und dort ihn anzubeten. 749. Mel. Mit Fried' und Freud' ich 2. Getroft und freudig geh' ich hin, sung Raub. 61% de 5. Im letzten Schlummer soll der Tod mich nur entkleiden. Dann tomm, o Tag, bestimmt von Gott, Tag der Freuden. Ganz unsterblich, wonnevoll fall' ich vor ihm dann nieder. to in Gottes Willen ergeb' ich mich. Er, deß ich bin, wird erfüllen, was er gnädig mir verhieß. Der Tod it mir ein Schlummer. RA WW Wider die Todesfurcht. 750. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. barum erbebst du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich umschließt einst seine 2. Du, zur Unsterblichkeit erlesen, schwingst dich empor zu Gottes Licht, und schaust den Ursprung aller Wesen von Ungesicht zu Ungesicht, bewunderst deines Gottes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 3. Dann, Seele, wirst du das verstehen, was dir kein Sterblicher erklärt, was hier vollkommen einzusehen, der Weiseste umsonst bes gehrt; dann täuscht dich Wahn und Irrthum nicht, und selbst die Finsterniß wird Licht. 4. Dann wirst du den, ach den erblicken, den hier allein dein Glaube sieht, ihn, der, dich ewig zu beglücken, nach Gottes Rath am Kreuz verschied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott dich hier getrennt von deinem Gott. 5. Wenn nun der Tag des Herrn erscheinet, verläßt dein Leib der Gråber Ruh; zum zweitenmal mit dir vereinet, wird er unsterblich, so wie du. O Seele, zittre långer nicht, daß deiner Hütte Bau zerbricht. 751. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. Mir soll nicht vor dem Tode graun, mir nicht: ich bin ein Christ. Der kann den Tod nicht zaghaft schaun, der Jesu Jünger ist. 2. Der Verhalten in besondern Umständen. 486 2. Der starke Heiland nahm für mich dem Tode die Gewalt; der Tod hat, seh' ich, Herr, auf dich die lieblichste Gestalt. 3. D welcher großer Unterschied! Wer Gott nicht glaubt, erschricht; der Gläubige wird hoch erfreut, wenn er das Grab erblickt. 4. Das finstre Grab, mein letztes Haus, betrübt und schreckt mich nie. Hier ruhen Gottes Pilger aus; wie sanfte ruhen sie! 5. O meine Brüder, ruht' ich doch nur bald so sanft, als ihr! Ihr habt gesiegt; ich seufze noch bei manchem Kampfe hier. 6. Ich seg' auf Güter dieser Welt nicht meine Zuversicht: der, dem die eitle Welt gefällt, der kennt den Himmel nicht. 7. Der Fromme lebt und stirbt beglückt, sein Kreuz schickt Gott ihm zu; er siecht, und wird vom Sperrn erquickt; er stirbt, und kommt zur Ruh. 8. Ich weiß nicht wie, nicht wo und wann mein Tod bestimmet sei; das weiß ich, mir, dem Sterbenden, steht mein Erlöser bei. 9. Herr, wenn, wer mich geliebet hat, bei meinem Grabe weint, so tröft' und lieb' an meiner Statt den frommen, treuen Freund. 10. Gieb, wenn mein Geist von hinnen fährt, daß meine Glaubenstreu fürs Christenthum und seinen Werth ein klares Zeugniß sei. Seliger Tod. 752. Mel. Von Gott will ich nicht. Der legte meiner Tage ist mit vielleicht nicht fern. O dann wird meine Klage ein Lobgesang den Herrn. Vollbracht ist dann mei Lauf; ich trete zu dem Throne, und Gott segt mir die Krone dar Ueberwinder auf. 2. Für seines Reiches Erben hat Jesus mich erklärt. Was fürcht ich mich zu sterben, wie er mis sterben lehrt? Mir ist der 20 Gewinn. Daß ich ganz selig wa de, entschwing' ich mich der E und geh zum Himmel hin. 3. Nicht mich, nur meine Bürde, verschließt die finstre Gruft; mi hebt zu höhrer Würde mein Vater der mich ruft. Er ruft mich durh den Tod; der reißt die Sünder glieder, den trågen Leib darnice mich selbst führt er zu Gott. 4. Ich, der Gefahr entronna geh' aus dem Kampf hervor; über alle Sonnen hebt mich mit Glaub' empor. Da tret' ich in Reihn der Engel, meiner Brüde in ihre hohen Lieder stimm' ich Jauchzen ein. 5. Gott schaut von seinem Th ne mit Huld auf mich herab, du er in seinem Sohne das Recht Kindschaft gab. In seiner G keit wird er mit größern Fra die Auserwählten weiden, die hier sich ihm geweiht. i 6. Die Leiber seiner Frommen sind Saat von ihm gefåt; die Freudenzeit wird kommen, da reif die Ernte it steht. Dann wird der Erntetag ein neues ewges Leben auch meinem Staube geben, der tief im Tode lag. 7. Mit dir steh' ich im Bunde, Herr, meines Lebens Fürst, der du mir einst die Stunde des Todes senden wirst. Erhalt mich stets bereit im Glauben deiner Frommen, bis einst die Zeit wird kommen, die mich und sie befreit. d 8. Dann geh' ich, frei von Kummer, des Todes dunkle Bahn: mir bricht nach kurzem Schlummer ein wger Morgen an. Heil mir, er ist nicht fern, der lette meiner Tage; er kommt, und alle Klage wird tobgefang dem Herrn. W W E eit Si Tod. i S 753. Mel Welt, sich hier dein Leben 2c. Wie sanft sehn wir den Frommen, nun bald der Erd' entnom: men, sich seinem Ziele nahn. Wo sich des Lebens Freuden vom frechen Sünder scheiden, da gehn des Christen Freuden an. 2. Er freut sich auf sein Ende und hebt voll Dank die Hände zu seinem Vater auf; gesichert vor Verderben kann er nun fröhlich sterben nach einem wohl vollbrachten Lauf. 3. Sein ruhiges Gewissen bebt nicht vor Finsternissen der freudenleeren Gruft; die dunkeln Todes487 pfade erleuchtet ihm die Gnade des Gottes, der ihn zu sich ruft. 4. Hier fließen keine Chránen der Angst, hier åchzt kein Stöhnen der Reu, die ihn zerreißt; sein Herz, zu Gott erhoben, empfångt den Trost von oben, und Fried' und Freud' im heilgen Geist. 5. Er segnet froh die Seinen, die um sein Lager weinen, ermahnt und tröstet sie; und seiner Treue wegen, erfüllt Gott seinen Segen, und weichet auch von diesen nie. 6. Voll froher Jubellieder sieht er zur Erde nieder, und schwingt sich himmelan; er stimmt in frohe Chöre Unbetung, Preis und Ehre dem Mittler, seinem Heiland', an. 7. Laß, Jesu, mich bestreben, fo in der Welt zu leben, wie man dieß Heil erwirbt, damit ich, als ein Erbe der Seligkeit, auch sterbe so freudig, wie ein Frommer stirbt. 754. Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. Des Todes Graun, des Grabes Nacht flieht, Herr, vor deiner Wahrheit Macht; mein Geist, erhellt von deinem Licht, bebt vor des Leib's Zerstörung nicht. 2. Es fällt nur diese Hütte hin, mit der ich hier umgeben bin; ich selber, lebend, wie zuvor, schwing' aus den Trümmern mich empor. 3. Ein innres mächtiges Gefühl verkündigt mir mein höhres Ziel; dieß Streben nach der Ewigkeit er hebt mich über Erd' und Zeit. 4. Dich 488 4. Dich, Höchster, hab' ich hier erkannt, voll Liebe Vater dich ge= nannt; in dieser Seelenwürde liegt ein Hoffnungsgrund, der niemals trügt. Verhalten in besondern Umständen. 5. Dein Wort zeigt mir die beßre Welt; so ist mein Glaube festgestellt. Wie herrlich wird der Menschheit Werth durch Jesu Zusag' aufgeklärt! 7. Da find' ich, was bein guter Rath zu meinem Wohl geordnet hat, genieße deines Gnadenblicks und der Vollendung meines Glücks. tt 755. 6. Glückselge Aussicht auch für mich! Entzückt hebt meine Seele 100 Mel. Jesus, meine Zuversicht 2. al fich; ich seh' im Geist des Chriz Selig find die, welche nun in den f sten Lohn, ich sehe meinen Himmel schon. friedenvollen Grabe von des Lebens EArbeit ruhn und sich Gottes größte Gabe, eines ewgen Lebens, freut. Möchten wir es auch schon sein! 8. Viel Freude gabst du mir schon hier, o Gütiger, wie dank' ichs dir? Stets folgte kleinerm Ungemach die größere Versüßung nach. 9. So hat schon dieser Kindheitsstand der höhern Hoffnung Unterpfand; die Liebe, die mich hier beglückt, bleibt ewig, fegnet uns verrückt. 10. Des freudigsten Bertrauens voll, erwart' ich, was mir werden soll, wenn ich, von Sünd' und Noth befreit, nun reife zur Vollkommenheit. ▸ 12. Wenn hier von uns, die Gott vereint, der Leste nun hatt ausgeweint, dann wird ein fro: se hes Wiederschn auf ewig unser Glück erhöhn. XE 13. Herr unsrer Tage, führe du uns Alle diesem Ziele zu, daß unsur bei standhaft frommer Treu des Lebens End' erfreulich sei. 11. Der Tod darf mir nicht schreckend sein: er führt zum wahren leben ein. Durch Gottes Kraft besiegt mein Herz der Krankheit Laft, der Trennung Schmerz. ܝ ܒ S de 2. Gott, du willsts. Wir lebe de noch mühsam hier in Pilgerhütta alle trugen einst dieß Joch, die di Lebens Kron' erstritten. Endlih be aber führt der Tod uns auch hi zu dir, o Gott. de ( S ne de 3. Jesus selber lebte hier, lebt selbst in Pilgerhütten. Uch vie mehr, vielmehr, als wir, hatt auf der Welt gelitten. Laß un glaubig auf ihn sehn und dur ihn im Kampf beftehn. Q1 4. Was ist diese Lebenszeit Ach nur eine kurze Stunde gegeb jene Ewigkeit. Gleichwohl komm( auf diese Stunde, die Gott ball verkürzen kann, unser ewges Schi fal an. 5. Gieb uns Weisheit, Het f und Kraft, diese Stunde wohl 5 nügen, und beim Schluß der P gerfchaf Tod. gerschaft wollest du uns unterfügen, daß wir glaubig auf dich sehn und getroft zum Tode gehn. 6. Daß wir dein sind, nicht der Belt, daß du uns wirst auferwecken, diesen Trost der bessern Welt laß uns, wenn wir sterben, schmecken. Floße Muth und Ruh' uns ein, selbst im Tode froh zu sein. 6. Uch Bater, decke meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, damit ich hier Vergebung finde und dort die långst gewünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt ic. 7. Wenn wir, um einst auch zu ruhn, zu den Todten Gottes gehen, 7. Ich weiß es, Jesu Tod und wollst du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verstehen. Auch für unsre Todesnacht riefst du einst: Es ist vollbracht! Wunden beglücken auch mein Sterbebett; da find' ich Trost in Todesstunden und Alles, was ich gerne hått. Mein Gott, ich bitt 2c. 8. Nichts ist, das mich von Jesut scheide, nichts, es sei Leben oder Tod. Im Leben ist er meine Freude, mein Trost in meiner Todesnoth. Mein Gott, ich bitt 2c. 9. Ich habe Jesum angezogen schon långst in meiner heilgen Tauf, du bist mir auch daher gewogen, nahmst mich zum Kind und Erben auf. Mein Gott, ich bitt 2c. 10. Ich habe Jesu Fleisch gegessen, sein Blut hab' ich getrunken hier. Nun kann er meiner nicht vergessen, ich bleib' in ihm, und er in mir. Mein Gott, ich bitt 2c. 756. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hingeht die Zeit, herkommt der Tod. Uch wie geschwinde und behende kann kommen meine Todesnoth. Mein Gott, ich bitt durch Chrifti Blut: machs nur mit meinem Ende gut. 2. Es kann vor Nachts leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; so lang ich lebe hier auf Erden, leb' ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt zc. 3. Herr, lehre mich ans Ende denken, und laß mich, eh ich sterben muß, die Seele hin zu Jesu lenken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt zc. 489 5. Uch lenke stets mein Herz zum Himmel, verbittre mir die Luft der Welt, daß mir in diesem Erdgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt 2c. 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage froh in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt zc. 11. So komm mein End' heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Sesu glückt; ich bin und bleib' in seinen Sorgen auch dann, wenn mich der Tod hinrůckt. Mein Gott, ich bitt zc. 12. Ich leb' indeß in dir vergnüget, und sterb' ohne alle Kümmerniß, zufrieden, wie mein Gott es füget. Ich glaub' und bin es ganz gewiß; durch 490 durch deine Gnad' und Christi Blut machst du's mit meinem Ende gut. Verhalten in besondern Umständen. 757. Mel. Gott, du frommer Gott 2c. du dreieinger Gott, den ich mir auserlesen, gedenk' an deine Gut, die vor der Welt gewesen und sei mir Sünder doch, o Gott, stets gnädig hier, daß ich recht christlich leb', und sterbe sanft in dir. 2. Ich lege Leib und Seel, o Gott, in deine Hånde. Uch Lehre du mich stets gedenken an mein Ende, auch sterben, eh' ich sterb', und mach mir täglich kund: Auch du mußt sterben, Mensch, es ist der alte Bund. 3. Weil Jesus mir zugut gestorben, wie geboren, so glaub' ich ganz gewiß, ich werde nicht verloren. Weck mich nur zeitig auf, daß ich bereitet sei, wie du mich haben willst, wenn mein End kommt herbei. 4. Ich traue deiner Treu durch Jesu Blutvergießen, und mag auch weder Zeit, noch Art des Todes wissen. Komm, wann, wie, wo du willst; nur daß ich selig sterb, durch Jesu Blut und Tod das Himmelreich ererb. 5. So lang allhier ich leb', und, wenn ich werd' entschlafen, geb' ich, Gott Vater, dir das, was du haft erschaffen, Gott Sohn, was du erlöst, das übergeb' ich dir, Gott heilger Geist, was du geheiligt, nimm zu dir. 6. Mein Jesus komme mir stets E vor in seinem Leiden und sage, daß mich nichts, nichts, nichts von ihm soll scheiden. Er reiche mit die Hand in meiner Todespein, versichre mich: ich soll nicht, nicht S verloren sein. 7. Vor Sünden, Holl' und Tod b und vor des Grabes Schrecken, mein Jesu, schüße mich, laß deine b Huld mich decken. Gieb einen d Vorschmack mir der ewgen Selig to keit, so weichet das Gefühl der Todesbitterkeit.. 8. Die, so ich hinterlaß, versorge, schüß', und liebe und gieb, daß mich im Tod nichts hindre noch betrübt. Erhalt mich bei Verstand und nem frohen Muth, daß mitten in Gebet ich sterb' auf Jesu Blut. D 9. Nun geh' ich meinen Geif nochmals in deine Hände und warte, bis du kommst mit einem selgen Ende. So schließ' ich fr im Tod die müden Augen zu. B Cod die n an den jüngsten Tag schenk ein sanfte Ruh. 10. Ich weiß, durchs Lamme Blut werd' ich schon überwinden und einen gnådgen Gott im To und Leben finden. Ich halte mig an Gott und meines Jesu Blut ich weiß: Gott macht es schon mit meinem Ende gut. 11. Ich sage Umen drauf i meines Jesu Namen. Bestätige du selbst, mein Herr und Gott dieß Umen. Du, du versicherst's mir und rufft mir liebreich z Sei nahmll Tod. mi matindra Fürbitte für Sterbende. Sei nur getroft, mein Kind, geh ein zu deiner Ruh. 758. 759. Mel. Mitten wir im Leben 2c. Wer nur den lieben Gott 2c. Mein Gott, ich weis wohl, daß Stärke, die zu dieser Zeit, da wit, ich sterbe. Ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein folches Erbe, das unveränderlich besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben fann. dan 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe: kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blumen müssen bald verblühn. Drum mache mich nur stets bereit hier in der Beit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, weil auch der Tod viel Wege hålt. Dem Einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein. Andrer aus der Welt. Doch, wie bu willst, gieb, daß dabei mein Ens de gut und selig sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe und welcher Sand mich einst bedeckt. Doch, wenn ich nur den Trost erwerbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt, so nehm' ich jede Stelle ein, die Erd' ist als lenthalben dein. 491 5. Drum, liebster Gott, wenn ich nun sterbe, so nimm du meinen Geift zu dir. Bin ich durch deinen Schn dein Erbe und hab' ich ihn im Glauben hier, so gilt mirs gleich, und geht mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Herr, dir singen, müde, stumm, in kaltem Schweiß mit dem Tode ringen. Du nur kannst sie erquicken. Sie liegen da, und sehn hinab in das schauervolle Grab. Heiliger, Schöpfer, Gott, Heiliger, Mittler, Gott, Heiliger, barmherziger Tróster, du ewiger Gott, laß sie nicht versinken in des Todes letzten Angst. Erbarm dich ihrer. 2. Wer mit einem Wassertrunk der Geringsten einen deiner Treuen labt, soll froh im Gericht erscheinen. Wir labten, Herr, sie gerne. Allein kein Trunk mehr kühlet die. Darum beten wir für sie. Speiliger, Schöpfer, Gott, Heiliger, Mittler, Gott, Heiliger, barmherziger Tröster, du ewiger Gott, laß sie nicht erliegen, Herr, Herr, Herr, Gott, im Gericht' erbarm dich ihrer. 3. Ach selbst Jesus Christus hat diesen Kelch getrunken, ist, von vielmehr Qual umringt, in das Grab gefunken. Um seines Todes willen hör' unser thränenvoll Gebet, das für sie um Gnade fleht. Heiliger, Schöpfer, Gott, Heiliger, Mittler, Gott, Heiliger, barmherziger Tröster, um Gnade für sie! Laß sie sanft entschlummern. Trockne, trockn' in jener Welt alle ihre Thränen. Begräb 492 bud Begräbniß. Verhalten in besondern Umständen. 760. 761. Es ist genug. So nimm, Herr, Es ist nun aus mit meinem Leben; meinen Geist zu jenen Geistern hin, los' auf das Band, das nun allmählig reißt, befreie diesen Sinn, der sich nach seinem Retter sehnet, der täglich klagt, der nächtlich thrånet. Es ist genug. Gott nimmt es hin, der mirs gege ben. Wer fragt noch: warum thust du das? Mein Lebenslicht ist aus gegangen, zum Himmel eil' ich mit Verlangen, befreit von allem Neid und Haß. Es ist nun aus, es ist vollbracht. Welt, gute Nacht! den, mein ganzer Jammer bleibt hienieden. Es ist genug. 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt bei sündlicher Begier. Der Sünden Gift hat manches Gut' erstickt, ich bleibe fehlend hier. Oft regt sich, was von Gott kann scheiden, was mir kann rauben jene Freuden. Es ist ges nug. 2. Komm, Todestag, komm, benssonne, du bringest mir mehr Luft und Wonne, als mir die Erde geben kann. Du machst ein Ende meinen Leiden, die sich mit meinen Jugendfreuden, schon mit der Kind heit fingen an. Nun ist es aus, es ist vollbracht. Welt, gute Nacht! 3. Gott Lob, nun kann ich macht. Oharte east, wie traurig. recht genesen. Der Himmel ist geht mirs hier! Ich schwemme manche Nacht mein Lager, o mein Gott, mit Thránen, wie lang', o Herr, muß ich mich sehnen! Es ist genug. 3. Es ist genug der Trübsal, welche mir so schwer mein Leben mein Ziel gewesen; die Erde nicht, das Trauerhaus. Der Tod foll mir ein Engel heißen, der mir den Weg zu Gott kann weisen; mit Freuden folg' ich ihm hinaus, hin aus. Gott hat es wohl gemacht. Welt, gute Nacht! 14. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will, er kennet ja mein Herz. Ich harre sein, und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der meine sieche Brust abnaget, zurücke legt und zu mir faget: Es ist genug. 5. Es ist genug. Herr, wenn es dir gefällt, so führe mich hinaus. Mein Jesus kommt. Nun geh' ich aus der Welt hin in des Vaters Haus; ich gehe sicher hin im Frie4. Wie gern will ich von dir nun scheiden, von dir und allen deinen Leiden, o Welt; mein Leidensort warst du, wo manches Blendwerk mich verwirrte, daß ich zum Abweg mich verirrte; bei dir find' ich doch nimmer Ruh. Nun ist es aus, ist vollbracht. Welt, gute Nacht! 5. Welt, gute Nacht! behalt das Deine, und laß mir Jesum als das Meine: nem Begräbniß. Meine: denn meinen Jesum laß ich nicht. Euch tröste Gott, ihr, meine lieben. Laßt meinen Tod euch nicht betrüben, da mir durch ihn so wohl geschicht. Mein Leid ist aus, es ist vollbracht. Welt, gute Nacht! 6. Was wolltet ihr nach mir euch sehnen? Ach stillet, stillet eure Thränen, da meine schon gestillet find. Mir wischt fie Jesus von den Augen, was follen denn die euren taugen? Ich bin bei Gott und Gottes Kind. Was Jesus thut, ist wohl gemacht. Welt, gute Nacht! sinds 493 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann z er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, nun, nun bist du uns aufgegangen, nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr: der Tod ist nun nicht mehr. Preiset Sesum: er sank hinab, wie wir, ins Grab, er ging zu Gott; wir folgen ihm. 763. Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. 762. Begrabt den Leib in seine Gruft, Mel. Wachet auf, ruft uns 2. bis ihn des Richters Stimme ruft. Wir fåen ihn; einst blüht er auf, Selig find des Himmels Erben, und steigt verklärt zu Gott hinauf. die Todten, die auf Christum sterben, sie gehen ein zur Herrlichkeit. Nach den letzten Augenblicken des Todesschlummers folgt Entzücken, folgt Wonne der Unsterblichkeit. In Frieden ruhen sie, los von der Erde Müh. Hilf, o Jesu. Vor Gottes Thron, zu dir, o Sohn, begleiten ihre Werke sie. 2. Dank, Unbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner, Jesu Chrift! Shr, der Ueberwinder Chore, bringt Dank, Unbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist. Er sank, wie wir, ins Grab, wischt unsre Thränen ab, alle Thränen. Er hats vollbracht. Nicht Tag, nicht Nacht wird dort an seinem Throne sein. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr. Er war schon Staub, und wirds nun mehr. Er liegt, er schläft, verwest, erwacht dereinst aus dieses Todes Nacht. 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Noth, von aller ihrer Missethat durch seinen Sohn erldset hat. 4. Hier hat ihn Trübsal oft gedrückt; nun wird er dort bei Gott erquickt. Hier wandelt er im finstern Thal; nun ist er frei von Schmerz und Qual. 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab; nun wischt Gott seine Thrånen ab. Was sind die Leiden dieser Beit doch gegen jene Herrlichkeit! 6. Nun, Verhalten in besondern Umständen. 494 6. Nun, du Erlöster, schlaf in Ruh. Wir gehn nach unsern putten zu und machen zu der Ewig= keit durch frommes Leben uns bereit. ROMA dron slot 7. Uch Jesu Christ, dein bittrer Tod stårk' uns in unsrer letzten Noth. Laß unsre ganze Seele dein, und selig unser Ende sein. 764. Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. So gieb denn, fromme Christenschar, der Erde das, was Erde war, verschaff dem Müden hier im Sand die Ruhe, die er einst nicht fand. 2. O Ruhe, Wunsch des Dürftigen, du lester Trost des Weinenden, wo alle Noth vergessen ist, wo keine Thräne weiter fließt. 3. Hier endigt sich der Feinde Truß, hier findet der Gedrångte Schuß, hier wird im süßen Schlaf erquickt, den manche Hiß und Last gedrückt. 4. Hier weicht die Hoheit mit dem Glück, der bloße Mensch bleibt nur zurück. Ein Sarg nur und ein Leichenkleid sind nun die ganze Herrlichkeit. 5. Hier hört der Kampf des Chriften auf, vollendet ist sein saurer Lauf. Der Geist eilt in sein Vaterland, ist ganz beglückt in Gottes Hand. 6. Gebracht zur Schar der Siegenden und zu der Engel Tausenden, schaut solcher Gott nun, wie er i und seinen Heiland, Jesum Chrift 7. Nimm den entseelten Leib, Gruft, bis ihn einst Jesus Christus ruft, bis er, was nun der Tod zer: stórt, einst neu belebet und verklärt. 8. Erinnre uns zu aller Zeit, Gott, an Tod und Ewigkeit, demit wir ihren Wink verstehn und freudig ihr entgegen gehn. ne 765. Mel. Nun laßt uns den Leib 2c. Nun bringen wir den Leib zu Ruh und decken ihn mit Erde den Leib, der nach des Schöpfer u Schluß zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht immer Asd be und Staub, nicht immer der Br wesung Raub; er wird, wenn Chri a ftus cinst erscheint, mit seiner Sam neu vereint. 3. Hier, Mensch, hier lerne, wa du bist, lern hier, was unser Leber ist. Nach Sorge, Furcht und man cher Noth kommt endlich noch leht der Tod. 4. Schnellschwindet unsre Lebensm zeit, aufs Sterben folgt die Ewig keit. Wie wir die Zeit hier ange wandt, so folgt der Lohn aus Got m tes Hand. 5. So währen Reichthum, Eh und Glück, wie wir selbst, eine Augenblick; so währt auch Kre und Traurigkeit, wie unser Leben kurze Zeit. 6.0 Begräbniß. Bulldocs 495 4. Sein Jammer, Trübfal und Elend ist kommen zu ein'm selgen End. Er hat getragen Christi Soch, er starb, und dennoch lebt er noch. 6. O fichrer Mensch befinne ich: Zed, Grab und Richter na hen sich; in Allem, was du denkst und thust, bedenke, daß du sterben mußt. 7. Hier, wo wir bei den Gråbern stehn, soll Jeder zu dem Bater flehn: Ich bitt', o Gott, durch Christi Blut, machs einst mit meinem Ende gut. 8. Laßt alle Sünden uns bereun, vor unserm Gott uns kindlich scheun. Wir sind hier immer in Gefahr; nehm Jeder seine Seele wahr. 9. Wenn unser Lauf vollendet it, so sei uns nah, Herr Jesu Chrift, mach uns das Sterben um Gewinn, zeuch unsre Seelen zu dir hin. 7. Nun lassen wir ihn hier in Ruh, und gehn nach unsern Häusern zu und schicken uns mit allem Fleiß: der Tod kommt uns auf gleiche Weis'. 10. Und wenn du einst, du Lc= bensfürst, die Gråber machtig off- une uns durch sein Blut 8. Das helf uns Christus, der trost nen wirst, dann laß uns fröhlich auferstehn, und dann dein Untlig wig sehn. hat erlöst von Todesfurcht und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein. 766. Nun lasset uns den Leib begrab'n, indem wir keinen Zweifel hab'n, er werd' am jüngsten Tag aufstehn und unverweslich hervorgehn. 2. Erd' ist er und von der Erden, wird auch zur Erd wieder werden, doch von der Erd' einst auferstehn, wenn Gottes Stimme wird ergehn. 3. Die Seele lebt nun froh bei Gott, der sie von aller Sündennoth aus großer väterlicher Gnad durch seinen Sohn erlöset hat. 5. Die Seele lebt ohne alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn wird verklår'n und ewge Freude ihm gewähr'n. 6. Hier ist er in Ungst gewesen; dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne helle leuchten, als die Sonne. 1. Begrabet mich nun immerhin, wo ich so lang verwahret bin, bis Gott, mein treuer Seelenhirt, mich wieder auferwecken wird. 2. Ja freilich werd ich durch den Tod zu Erd' und Usche, Staub und Koth; doch wird dieß schwache Fleisch und Bein von meinem Gott bewahret sein. 3. Der Seele schadet nicht der Tod: sie lebt bei Christo, ihrem Gott, der durch des Todes Bitterkeit sie hat erlöst zur Seligkeit. 4. Was 496 Verhalten in besondern Umständen. 4. Was mich für Trübsal hat zur Himmelfahrt. Uch aber, ad verleßt, wird nun mit Himmelslust ersett; die Welt war mir ein Thránenthal, dort aber ist der Freudensaal. was fühlt das Herze, darunter ich gebildet ward. Dir sei der treuste Dank gebracht, getreue Mutter, gute Nacht! 5. Wenn einstens Erd' und Himmel bricht und Gott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verklärt erstehn, unsterblich in den Himmel gehn. 6. Wie manche Widerwärtigkeit hatt' ich in meiner Lebenszeit! Nun aber ist mir nichts bewußt, als lauter Herrlichkeit und Lust. 7. Sa laßt mich nur in meiner Ruh und geht nach eurer Wohnung zu. Ein Jeder denke Tag für Tag, wie er auch selig sterben mag. Bei dem Tode eines Kindes. 767. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Ich sterbe schon, o Glück, ich sterbe, damit ich ewig leben kann. Daß ich nicht in der Welt verderbe, nimmt mich der Herr mit Ehren an. Mein Lebenslauf ist bald vollbracht, Gott Lob, ich sterbe, gute Nacht! 2. Ich sterbe schon, ich sterb' im Glauben, ich sterbe Jesu, der mich liebt. Nichts wird mich seinen Hånden rauben. Mein Bater, sei nur unbetrübt: der höchste Vater hat ja Macht, sein Kind zu rufen. Gute Nacht! 3. Ich sterbe schon. Nach kur zem Schmerze wird mir der Tod 4. Ich sterbe schon. Ihr lieb sten Meinen, die ihr mir durch das Blut verwandt, ihr dürft um mei nen Leib nicht weinen: die Seel ist ja in Gottes Hand. Ich sehe schon des Himmels Pracht. St wohl, ihr Freunde, gute Nacht! 5. Ich sterbe schon. Es wird mein Leben beim Aufblühn schon des To: des Raub. Dieß kann dir, Mensc, die Lehre geben, du seist, wie it, nur Usch' und Staub. aufs Ewige bedacht, und sprich zum Eiteln: Gute Nacht! Sei stets 6. Ich sterbe schon! Lernt Ull sterben. Vielleicht ist euer Grab nicht weit. Wählt doch nicht the richt das Verderben; wählt klüglich Heil und Seligkeit. Nehmt ein Seelen wohl in Ucht. Gott mad euch selig. Gute Nacht! 768. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner Für deinen Himmel reiften fie, d meinem Wunsch nach viel zu früh doch, Herr, nach deinem Willen. Wie blutet mein verwundet Heri wie kämpf' ich wider meinen Schmerz, und weiß ihn nicht stillen! 3war für den Himm reiften sie; doch meinem Wunsc nach viel zu früh. 2. Verhalten zu besondern Zeiten. 497 2. Uch meine Kinder sind nicht bist und fühleft, was ein Vater mehr! Vorbei ist meine Hoffnung, leer von Freud' ist nun mein Le-ben. Ich sah sie wie den Frühling blühn; dir, Gott, hofft' ich sie zu erziehn, dir, der sie mir gegeben. Mein Alter sollten sie einst 3eugen meines Toist, laß mich nun gehn und weis nen. Verzeih den Trieben der Natur; nicht murren, weinen will ich nur. 1: afreun, bes sein. 5. Auch meine Thränen preisen dich: sie sind die Beugen, Gott, daß ich die liebte, die du liebest, und nun im Lichte deines Throns, selbst in Erkenntniß deines Sohns in aller Zugend übest. Herr, meime Seufzer danken dir, bisher vers trautest du sie mir. 6. Mit Thránen preis ich dich auch einst, wenn du zum Weltges richt erscheinst, ach dann mit Freudenthrånen. Dann werd' ich meis ne Kinder sehn, mit ihnen vor dem Throne stehn, mich nicht mehr trostlos sehnen. Ich werd' ihr Vater wieder sein und ewig mich mit ihnen freun. { 3. Du aber sprachst: Sie sind t mir schon erzogen, gieb sie mir, mein Sohn, hoch will ich sie erhöhen; sie werden nicht dein Alter freun, nicht deines Todes Zeugen sein, du sollst sie sterben sehen. Dein Will, o Herr, mein Gott, geschah; ich war es, der sie sterben fah. 4. Ja ich verehre dein Ge bot; laß mich nur meiner Kinder Tod, Barmherziger, beweinen. Du, der du Aller Vater 3 VII. Verhalten zu besondern Zeiten. du, mein Gott, verheißest mir durch sie ein ewig Leben. Vom ersten Odem an schon dein, mit Leib und Seele dein zu sein, o welch ein Heil und Segen! 3. Du reichtest deine Kraft mir dar; den Odem, den ich hauchte, den Schlaf, der mir so heilsam war; gabst Alles, was ich brauchte. Sch war so hülflos, war so schwach; und doch, o Bater, doch gebrach mir niemals Hülf' und Pflege. Lebenszeiten. Geburtstag. 769. Mel. Sei Lob und Ehr' dem 2. und Ehr Mit Freuden, Gott, lobsing' ich dir. Du riefft auch mich ins Les ben und gabst so Leib als Seele mir, zu dir mich zu erheben. Gefegnet sei der Augenblick, da ich u meinem ewgen Glück das Licht der Welt erblickte. EU 2. Ich ward durch meine Taufe bir zum Kinde dargegeben; und 4. Du zogst des Vaters Herz zu mir durch milde sanfte Triebe; der Mutter Brust empfing von dir 498 Berhalten zu besondern Zeiten. dir den Eifer ihrer Liebe; und gen; doch überlaß ich hoffnungs beiden ward, mir unbewußt, die Mühe der Erziehung Lust, mir ihre Sorge Segen. pp 5. Ich lernte fühlen, hören, sehn; versuchte bald zu stammeln, der Eltern Winke zu verstehn, Gedanken einzusammeln; ich lernte Recht, Gesetz und Pflicht aus Beispiel, und aus Unterricht und aus der Fehler Strafen. 6. O wie viel Freuden schenkteft du der Kindheit und der Jugend! Du riefft mir, wenn ich irrte, zu; du führtest mich zur Tugend; du hemmtest meiner Thorheit Lauf; ich fiel, du halfst mir wieder auf durch Lehrer und durch Freunde, 7. Du führtest mich nach deinem Rath auf allen meinen Wegen; du Eamst, wenn ich um Gnade bat, mit Gnade mir entgegen; dein Schuh war meine Zuversicht; im Finstern war dein Wort mein Troft in allen mein, gicht, m Cori 8. Oft hießest du mich Pfade gehn, die ich nicht wandeln wollte; der Ausgang lehrte mich verstehn, warum ich folgen sollte; oft dacht' ein Feind, nun woll' er mich verderben; doch er ward durch dich ein Werkzeug meiner Freude. 9. So weislich hast du jederzeit, mein Vater, mich geleitet, durch jede Widerwärtigkeit viel Segen mir bereitet. Sch bete dich bewundernd an. O daß ich nicht so danken kann, wie ich dir danken sollte! 10. Wie lang' ich hier noch wallen soll, hast du mir zwar verbors voll dieß, Bater, deinen Sorgen. Ich fürchte nicht die Ewigkeit, wenn ich in meiner Pilgerzeit nu fromm und heilig tebe. 11. Wohl mir, wenn ich versi thert bin, daß ich einst selig werde Ist deine Gnade mein Gewinn, was frag' ich nach der Erde? Wie werd' ich dann dich, lebenssatt, wenn meine Seele dich nur hat, auch noch im Tode preisen! 12. Fern oder nahe sei mein Tod, wenn er mir nur am Ziele, gleich einem Freunde, winkt, nicht droht, ob ich sein Graun gleich fühle Wenn du nur dieß Gebet erfüllt, so rufe, Gott, mich, wenn du willst. Ich will mit Freuden folgen. 770. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 26. Du Du läßt den Tag mich wieder sehn da ich nach deinem Rath, o Gott, zu meinem Wohlergehn des Lebens Bahn betrat. 2. Von ganzem Herzen preis id dich, daß mich dein Arm bis ist ganz unverdient so väterlich geseg net und beschüßt. 3. O hätt' ich doch aus Dankbar keit das nun verfloßine Jahr so dit und deinem Dienst geweiht, als meine Pflicht es war! 4. Beschämt, mein Gott, fich ich zu dir, vergieb mir meine Schuld, und schaff ein beßres Her in mir nach deiner Baterhuld. 5. Spill Lebenszeiten. 5. Hilf, daß ich in der Folgezeit, 1. gerührt von deiner Treu, voll ins siger Erkenntlichkeit dir thätig dankbar sei. 6. Schnell fliehen meine Tage hin. Mein Auge sieht nicht ein, wie lang' ich noch auf Erden bin; dein Auge siehts allein. 7. Bald ist vielleicht mein Ende da. Spilf, daß ich in der Zeit, die mein noch ist, mit Sorgfalt ja aff meine Seligkeit. 8. Darf ich von meiner Pilgers git, den legten Tag dann scheun? Er wird zur frohen Ewigkeit mir nein Geburtstag sein. 499 denn meine Lage flichn dahin gleich schnellen Augenblicken. 4. Du gabst mir den vernünft gen Geist, damit er schon auf Erden dir, den der ganze Himmel preist, Gott, ähnlich möge werden. 5. O lehre du mich eilen, ihn mit Weisheit auszuschmücken: 6. Er ist nicht sterblich, nicht von Staub, wie dieser Leib von Erde. Hilf, daß er nie des Lasters Raub, ein Raub des Elends werde. 7. Laß mich vor allen Dingen dir mißfällt, sei fern von mir in dir nur zu gefallen streben. Was meinem ganzen Leben. 8. Vor stolzer Selbstgefälligkeit bewahre meine Jugend. Ihr Vorzug sei Bescheidenheit, ihr wahrer Schmuck die Zugend. 9. Gieb mir den sanften stillen Geist, der Andre nie verachtet, der dich durch Herzensbemuth preist, sich stets zu bessern trachtet. Jugend. 771. 10. Den Reiz der Eitelkeit laß nicht mein junges Sperz entzün= den: er macht mich untreu meiner Mel. Ich dank dir schon durch 2c. Dein ist auch meine Jugendzeit, Pflicht, und bahnt den Weg zu Sünden. du Herr von meinem Leben. So sei sie denn auch dir geweiht, ges weiht zum frommen Leben. 2. O stårke den Entschluß in mir um deiner Liebe willen, und gieb mir Kraft, sie kommt von dir, ihn treulich zu erfüllen. 3. Du bist mein Vater, ich dein Rind, mein Glück ist, dich zu lieben. O mache mich dir gleichges finnt in allen meinen Trieben. 11. Bewahr mein Auge, daß es nie unreine Lüste nähre, und meine Seele, Gott, daß sie die Wollust nicht versehre. 12. Den Umgang, der Verführung droht, und alle Sündenfreuden laß mich weit mehr, als selbst den Zod, mit kluger Vorsicht meis den. 13. Die Tugendhaften las in mir ein Herz, wie ihres, finden, verknüpf in Unschuld uns, daß wir der Freundschaft Glück em pfinden. 14. Der du mich selbst durch dein Gebot den Weg zum Heile lehrest, Ji 2 ich 500 Berhalten zu besondern Zeiten. ich will dich preisen, Herr, mein ach, stårke mich, den Hang zur Lust Si Gott, wenn du mein Flehn erhöreft.-der Sünde zu besiegen. Dein un un ausbleibliches Gericht vergesse mei ne Seele nicht und lerne fromme e Freuden von Lüsten unterscheiden. be 772. Mel. Ermuntre dich, mein it. Ich trete vor dein Ungesicht, du Schöpfer meiner Jugend. Verwirf mein kindlichs Flehen nicht um Weisheit und um Tugend. Der du den Säugling beten lehrst, und gern fein stammelnd Flehen hörst, hör' auch mit Wohlgefallen mein betend Lied erschallen. 1 2. Mein Weg ist schlüpfrig; wer erhält mich, daß mein Fuß nicht gleite? wer führt mich sicher in der Welt, und geht mir treu zur Seite? wer warnt mich, wenn Gefahren drohn, und lehrt mich in der Ferne schon, daß sie mich nicht erreichen, die Klugheit, auszuweichen? 3. Eh ich dich kannte, hast du mich in Mutterleib bereitet, und durch die Kindheit väterlich mich bis hieher geleitet. Scht, Herr, da ich dir danken kann, nimm dich auch meiner Jugend an, daß ich auf meinem Wege unstråflich wandeln möge. 4. Mein Herz, noch unverführt und rein, ist jung und unerfahren; wie leicht, geblendet durch den Schein, stürzt es sich in Gefahren! Uch mache mich mir selbst bekannt, und gieb mir Weisheit und Verstand, stets auf dein Wort zu schauen, und nie mir selbst zu trauen! 5. Du pflanztest, Herr, in meine Bruft die Triebe zum Bergnügen, 6. Von dir, o Gott, werd' ich bes wacht, bin ganz von dir umgeben; vor dir bedeckt nicht Mitternacht, noch Einsamkeit mein Leben. Die Sünde, die im Finstern schleicht, verbirgt vor Menschen sich viel leicht; ver deinem Angesichte fteht sie im hellen Lichte. OL 7. Den Leichtsinn, der mich oft verführt, das Böse zu erwählen; den Ehrgeiz, der den Stolz gebiert, das Merkmal schwacher Seelen; die Trägheit, die den Geist verzehrt und jeden Trieb zum Lafter nährt, laß nie zu ihren Sünden, o Gott, mich willig finden. 8. Wenn sich auf meiner Jugends bahn, mich in ihr Nek zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn, so laß mich klüglich fliehen. Ihr süßs Locken lenke nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht; ihr Spot ten und ihr Lachen laß nie mid wankend machen. 9. Der Glaub' an Jesum bleibe mir, o Gott, unendlich wichtig: denn er macht mich gerecht vor dit und meine Steige richtig. Nicht Zweifel, die ein Herz erzeugt, sich zur Sündentiebe neigt, nod Lust zu widersprechen, laß meiner Glauben schwächen. das 10. Der Tugend heilige mid gang, mein Schöpfer und Erhalter Lebenszeiten. ting58 Sie werde meiner Jugend Glanz, und einst mein Trost im Alter. Er alte mein Gewissen rein. Laß keis en meiner Zage sein, der nicht zu einer Ehre geschmückt mit Tugend pare. 11. Uch lehre mich den Werth der keit, daß ich sie nie verschwende, ich mit kluger Thätigkeit auf Beisheit sie verwende. Gott, meis er Jugend Fleiß und Müh laß nicht umsonst sein, segne sie. Laß auch durch mich auf Erden dein Berk gefördert werden. 12. Erhöre gnådig mein Gebet, Schöpfer meiner Jugend, erhör' 501 daß ich bis an mein Ende dir folg', und voll Bertraun zu dir, des Les bens Rest vollende. Meine Seele fleht um Weiseit und um Zugend. Mein gans Leben dank' ich dir. Beich nur, Erbarmer, nicht von mir, damit i meine Wege unstråflich gehen. moge. 5. Erhalt mich in Bergnügsamfeit auch bei den größten Plagen, und hilf mir mit Gelaffenheit die Last des Alters tragen. 6. Viel heitre Tage gabst du mir, befreit von Sorg' und Gråmen. Wie sollt' ich denn anjegt von dir nicht auch die trüben nehmen? 7. Es dauert ja nur kurze Zeit, was ich noch etwa leide, und dann gewährt die Ewigkeit mir ungestörte Freude. 8. Da drückt mich keine Schwachs heit mehr; verjüngt werd' ich da leben und wonnevoll dir Preis und Ehr für deine Treue geben. 9. Hilf, daß ich täglich meinen Blick auf diesen Wechsel lenke, und tåglich dieß mir nahe Glück zu meis nem Trost bedenke. 20 Iter. 773. Mel.. Ich dank dir schon durch ac. Stets warst du meine Zuversicht, meine Hütte breche.. und bist es noch im Ulter. Verlaß auch nun mich Schwachen nicht, nein Schöpfer, mein Erhalter. 2. Ich fühle die Beschwerlichkeit schdufter Lebensjahre und steh am Rande meiner Seit; nah sind mir Sarg und Bahre. 3. Gelobt sei deine Batertreu, die mich bis hieher brachte, mir wohl that, und mein Herz dabei mit dir d zufrieden machte. 4. O sei auch fernerhin mit mir, 10. So bleib' ich in Zufriedenheit auch bei des Ulters Schwäche und harre, bis dein Wink gebeut, daß 774. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 20 Herr, meines Lebens Kraft und Stärke, so Herz, als Mund stimmt dir ein Danklied an. Je mehr ich auf die Proben merke von deiner Huld, die ich nicht zählen kann, je mehr wird mir die Liebe wunderbar, die stets so sehr für mich geschäftig war. 2. Sie Verhalten zu besondern Zeiten. 502 2. Sie sorgte für mein Heil und Leben, noch eh ich war, bereits von Ewigkeit; sie hat das Größte mir gegeben, den Sohn, der, mich zu fegnen so bereit, auch mir zum Heil für meine Sünden starb und mir des Lebens größten Trost erwarb. 3. Du hast, mein Vater, mich ers wählet, daß ich dein Kind, daß ich dein Erbe sei. Du hast mich zu der Schar gezählet, die, von der Sünde Macht durch Jesum fret, in seiner Kraft auf deinen Wegen geht und deinen Ruhm mit Preis und Dank erhöht. 4. Wie treulich haft du mir ges zeiget, was Wahrheit sei, von meis ner Jugend an, wie kräftig mir mein Herz geneiget, zu lieben dich, zu gehn auf rechter Bahn; wie våterlich haft du für mich gewacht; mit wie viel Segen mich voll Huld bedacht! 5. Ich that so oft nicht deinen Willen, ich unterließ so manche theure Pflicht. Und dein Gebot ganz zu erfüllen, vermag ich Schwae cher auch anjeßt noch nicht. 0 stehe mir mit deiner Gnade bei und sprich von meiner Schuld mich ewig frei. 6. Du thuft's; ich traue deiner Gute, die mich durch Christum unaussprechlich liebt. Ich seh mit fröhlichem Gemüthe, wie deine Huld mich trågt und mir vergiebt, und jauchze froh, so schwach ich im mer bin: Im Ulter auch wirft Gott mich nicht dahin. 7. Du hast mich eine Bahn gefuhs bh ret, wo jeden Schritt ein neuer Ses Si gen schmückt. Durch dich, dem al fa ler Dank gebühret, war Rath und um That für mich so oft beglückt. Ich fühlte stets, auch mitten in Gefahr, wie stark dein Urm zu meiner Hülfe war. 8. Und noch, da mir die Kräfte schwinden und wenig Kraft des Les bens übrig ist, låßt du es reichlich mich empfinden: wie machtig dum auch in der Schwachheit bist. Du bist mein Schild, der mich bedeckt und schüßt, du bist mein Stab, der den feft mich unterstüßt. 233 9. Bisher hast du mich nicht verm laffen, fehlt mirs gleich nicht an e manchem sauren Tritt. Wie folle un ich nicht die Hoffnung faffen: d läßt mich nicht auch bei dem legten Schritt. Fürwahr, du bleibst auf die meiner Bahn bei mir und nimmt de zulegt mit Ehren mich zu dir. ter Jahreswechsel. 775. Mel. Sei Lob und Ehr dem 2c. Er ruft der Sonn' und schafft den fe Mond, das Jahr darnach zu thei len; er schafft es, daß man sicher di wohnt, und heißt die Zeiten eilen; er ordnet Jahre, Tag und Nachti auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen. mi 22 2. Herr, der da ist, und der da war, von dankerfüllten Zungen sei i dir mis Jahreswechsel. findes ir fhr das verfloßine Jahr ein heilig lied gesungen, für Leben, Wohlfahrt, Trost und Rath, für Fried' und Ruh, für jede That, die uns durch dich gelungen. doll 3. Laß auch dieß Jahr gesegnet ein, bas du uns neu gegeben. Verleih uns Kraft, die Kraft ist dein, in deiner Furcht zu leben. Du schühest uns, und du vermehrst der Menschen Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. 4. Gieb mir, wofern es dir ges fillt, des Lebens Ruh' und Freus den; doch schadet mir das Glück der Belt, so gieb mir Kreuz und Leis den. Nur stårke mit Geduld mein perz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern bes neiden. 5. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Berlaßnen dich und der bedrångs ten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf unsern Fürs ten nieder, 6. Daß Weisheit und Gerechtige fit auf seinem Stuhle throne; daß Tugend und Zufriedenheit in unferm Lande wohne; daß Treu' und liebe bei uns sei, dieß, lieber Vater, dieß verleih in Christo, deinem Sobne. 776. Mel. Gott der Vater wohn' uns. Laufend Jahre sind vor dir, wie tiner unfrer Tage; und zum Tode 503 reif sind wir am ersten unfrer Tas ge. Du nur bleibest, wie du bist. Du heißest uns entstehen, und deine Werke sehen, du rufft, und wir vergehen. Aller Zeiten Dauer ist ein Punkt in deinem Leben, und Ewigkeiten geben kein Maß von deinem Leben. Ewig warst du, du allein, und wirst von nun an ewig sein. 2. Mit dir unveränderlich ist deine Gut und Stärke. Du er barmst dich våterlich der Menschen, deiner Werke. Du bist unsre Zus versicht, du fåttigst uns mit See gen auf unsers Lebens Wegen, daß wir dich lieben mögen. Herr, wir sehn dein Ungesicht, auch sterbend noch, voll Gnade. Selbst auf des Todes Pfade folgt uns noch deine Gnade. Sicher ruhn wir unsre Zeit, dann weckst du uns zur Ewigs keit. 3. Auch dieß Jahr, du Ewiger, das wir vollendet haben, wie ers füllt kam es daher mit deiner Güte Gaben, wie gesegnet war sein lauf! Wir sahn, wie deine Treue sich, wohlzuthun, erfreue, sich jeden Tag erneue. Unser Dank stieg zu dir auf. Wir durften in den Nothen des Lebens vor dich treten und kinds lich zu dir beten. Und du haft mit treuer Hand, was uns nicht gut war, abgewandt. 4. Freudig, Gott, beginnen wir dieß neue Jahr des Lebens. Niemals noch vertrauten dir wir Sterbliche vergebens. Auch vers gebens diesmal nicht, wir werden 06 504 es erfahren. Du wirst uns, Gott, bewahren, vor Unfall und Gefahren; Gott, du wirst dein Angesicht mild über uns erheben; was nothig ist zum Leben, wirst du uns Alles geben. Dankbar lehr' es uns em pfahn, und unserm Biel getroft uns nahn. Verhalten zu besondern Zeiten. 5. Die schon an dem Biele stehn ber Pilgerschaft auf Erden, lehre freudig zu dir gehn, wenn sie gerus fen werden. Führe selbst sie durch den Tod. Versöhnt in deinem Sohne, gieb ihnen vor dem Throne des bessern Lebens Krone. Ewig gnadenreicher Gott, du wollst uns Alle leiten durch diese Nacht der Zeis ten ins Licht der Ewigkeiten. Herr der Ewigkeiten, dir, dir leben und dir sterben wir. Gott Lob, der Menschen Ungemach folgt mir nicht in den Himmel nach. 5. Im Staube beug' ich mich vor te dir, du hast dies Jahr, o Höchster, mir mit liebesvoller Vaterhand m mehr, als ich werth bin, zugewandt. 4. Auch komm ich durch die Flucht der Zeit dir näher, Himmeleseligkeit. 6. Sich ferner, Herr, mit Freun desblick auf mein und meines Nächste sten Glück; du halfft bisher in aller be Noth und gabst uns unser täglich Brot. m 7. Behut uns auch im neuen Jahr vor Theurung und vor Kriegs ho Wuth, kein fressend Feuer, keine gefahr, uns treffe keiner Seuche Fluth. 8. Entferne jeden Unglücksfall, gieb Heil und Wohlfahrt überall. Und bricht ein Kreuz von dir herein be so laß es uns recht nüßlich sein. 9. Ja segn' uns, Herr, in dieser Zeit, und führ' uns dann zur Sw Herrlichkeit. Da sagen wir die Das alte Jahr ist nun entflohn; ewig Dank, da preist dich unser Mel. Bom Himmel hoch, da 2e. Lobgesang. wir leben in dem neuen schon.. Dank' ihm, o Volk, der gnädig ist, daß du noch hier versammelt bist. ar, 2. Wie Mancher, der im alten Jahr noch frisch und munter um uns sank, eh wir es vermeinten, hin, des Grabes Erde decket ihn. 3.D Schauplag der Vergånglichteit, o pfeilgeschwinde Flucht der Beit! Doch flieht die Zeit, so tröst' ich mich: mein Gram, mein Elend endigt sich. 778. Mel. Vom Himmel hoch, ba 2. Der erste Tag des Jahrs erſcheint, der Zeit und Menschen weislich das mir mein ewig treuer Freund G lenkt, zum Zeichen seiner Gnade schenkt. 2. Auf, mein Gemüth, betrachte heut die Wunder der vergangnen Beit! Gedenk an deines Schöpfers Huld; doch auch an deine Sündens schuld. te d 3. Mein P Jahreswechsel. 3. Mein Herz, o Vater, ist bereit jur frommen Pflicht der Dankbars leit. Wo nehm' ich das Vollbrins gen her? Ein Dank für Gott ist mir zu schwer. 4. Ullmächtiger, wer ist dir gleich? wer ist, wie du, an Gnade reich? Du giebst mit Lust, du liebest treu, und deine Gnad' ist tåglich neu. 5. Du haft mit våterlicher Hand mir täglich Gaben zugewandt, du haft mich bis hicher ernährt, mir Kleider, Speis und Trank be schert. 6. Du hast mir Leiden zugez schickt, doch auch mein Herz mit Trost erquickt, dein' Ullmacht hat bei Tag und Nacht Leib, Seel', und haus und Gut bewacht. 7. O Secle, woher kommt mir bas, daß mir mein Gott ohn' Unterlaß sein Vaterherz so klar entdeckt, und mich durch Huld zum Dank' erweckt? 8. Ich opfre meinen Lebenslauf dir, Gott, aufs Neu mit Freuden auf; zeuch mich mit neuen Kräften an, daß ich dir heilig dienen kann. 9. Regiere mich durch deinen Geist, und gieb, so lang' es heute heißt, gieb Gnade, daß ich jeden Tag recht fromm und christlich les ben mag. 10. Doch, wenn nach deinem weisen Rath mein Lauf dieß Jahr ein Ende hat, so laß durch Jesu Tod und Pein den legten Tag den besten ſein. 505 779. Mel. Sei Lob und Ehr dem 20. Du, Gott, du bist der Herr der Zeit und auch der Ewigkeiten. Laß mich auch jetzt mit Freudigkeit dein hohes Lob verbreiten. Ein Jahr Wem dank' ist abermal dahin. ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad' und Güte. 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, unwandelbares Wesen, dich, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, sind gewesen, wir blühen und vergehn durch dich; nur du bist unveränderlich, du warst, und bis und bleibest. 3. Herr, ewig währet deine Treu, uns gnädig zu begegnen, mit jedem Morgen wird sie neu, mit Wohls thun uns zu segnen. Ich kenne keinen Augenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflossen wäre. 4. Du hast auch im verfloßnen Jahr mich väterlich geleitet und, wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf' und Trost bereitet. Von ganzer Seele preis' ich dich. Aufs Neue übergeb' ich mich, Gott, deis ner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld von den verfloßnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Chrifto ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruhn, und lehre lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gicb neue Luft und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß tåg 506 Verhalten zu besondern Zeiten. täglich mich gewissenhaft mit mir hand viel Freuden ausgespendet, und Undern handeln. Dein Geist viel Unfall abgewendet von unserm be belebe Herz und Muth, dich, o du ganzen Land.allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht; dieß reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Um beßre Freuden müsse sich mein Geist schon jest bemühen. Den Engeln bin ich ja verwandt, im Himmel ist mein Vaterland, dahin, Herr, laß mich trachten. 4. Er ists, der unser schon et, aus 3gnadenvollem Rath. Denn hätt' er uns gelohnet nach unsrer Misses that mit Strafen, gleich der Schuld, wir waren långst gestorben und in der Noth verdorben. Wie groß ist t seine Huld! ge 8. O lehre selbst mich meine Zeit mit Weisheit anzuwenden und laß den Lauf zur Ewigkeit mit Vorsicht mich vollenden. Der Tage last er leichtre mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter storet. 5. Er gönnt mit Vatertreue uns noch zur Beßrung Frist, und wenn bei wahrer Neue wir traun auf Je. sum Christ und ihm zum Dienst uns weihn, so will er uns verge. ben, und zum rechtschaffnen Leben selbst Hülf' und Kraft verleihn. 780. 6. Sei, Bater, hochgepriesen. Du hast so lange schon als Vater dich bewiesen durch Christum, dei nen Sohn; wir bitten gläubig dich, gieb Speil zum neuen Jahre; Gott, Mel. Von Gott will ich nicht ze. Helft Gottes Gute preifen, stimmt, hilf uns, und bewahre und segn Christen, alle cin. Laßt uns ihm uns väterlich. Dank erweisen, und sein uns innig freun. Er ist der Herr der Zeit, der ihren Lauf regieret, bisher uns gut geführet, und jest das Jahr erneut. 2. Mit Ernst laßt uns betrachten den Reichthum seiner Gnad', und so gering nicht achten den liebevollen Rath, den er an uns er füllt. Er ists, der uns zum Leben, was nothig war, gegeben, und als len Jammer stillt. 3. Er hat uns noch erhalten sein Wort, und Fried' und Ruh, die Jugend und die Atten ernährt, und noch dazu mit milder Bater781. Das alte Jahr vergangen ist, Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns in so viel Gefahr so gnädig hast behüt't dieß Jahr. 2. Wir bitten dich, den ergen Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollest deine Christens heit bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh' uns nicht dein heil sam Wort: es ist der Seelen Troft und Hort; vor falscher Lehr', Ube gótterei behüt' uns, Herr, und steh' uns bei. 4. Spilt, di Se da D 29 225 ur fo 6 18 Jahreswechsel. 4. Hilf, daß wir flichn der Sünben Bahn, recht fromm zu werden fangen an; der Sünd' des alten Jahrs nicht denk', ein gnadenreis des Jahr uns schenk. 5. Christlich zu leben, seliglich zu sterben, Herr, verleih. Durch dich laß uns einst fröhlich aufertehn, mit dir zur Seligkeit eingehn. 6. Dir danken wir und loben dich mit allen Engeln ewiglich. O Sesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr./ 782. Mel. Vom Himmel hoch, da se. Das Jahr, das nun vergangen ist, das danken wir dir, Jesu Christ. Du hast uns schon so manches Jahr bewahrt vor Elend und Gefahr. 2. Wir, Gottes eingeborner Sohn, wir nahn uns bittend deinem Thron', erbarmend segn' uns allezeit und deine ganze Christenheit. 3. Erhalt' uns, unser Seil und bort, zum Unterricht und Trost dein Bort, erhalt' uns deinem Dienste treu, von Sund' und Überglauben frei. 507 6. Laß fromm uns leben, selig einst uns sterben, und wenn du ers scheinst, vom Tod' uns fröhlich auferstehn, und dein verherrlicht Untlig sehn. 7. Dann danken, dann frohlok ken wir mit allen Engeln ewig dir. Erhör' uns, Jesu, laß uns dein im Leben und im Tode sein. 4. Hilf uns den Lastern widerfehn und deine Wege freudig gehn, bestrafe, Herr, durch dein Gericht, des alten Jahres Sünden nicht. 5. Gieb uns zu unsrer Pilgrims schaft, was wir bedürfen, Licht und Kraft, und laß dieß Jahr, das wir dir weihn, ein gnadenreiches Jahr uns fein. 783. Mel. Wach' auf, mein Herz 2. Nun laßt uns gehn und treten mit Danken und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bisher hat Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen, 3. Durch so viel Ungst und Plas gen, durch Zittern und durch Zas gen, durch Krieg und große Schreks ken, die oft die Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müts tern in schweren Ungewittern die Kinder hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden,/ 5. Also auch und nicht minder, pflegt Gott uns, seine Kinder, wenn Trübfalswetter bligen, ers barmend zu beschüßen. 6. Uch Hüter unsers Lebens, fürs wahr es ist vergebens mit unserm Thun und machen, wo nicht dein' Augen wachen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue, Lob deinen starken pånden, die allen Jammer wenden. 8. Bleib 508 Verhalten zu besondern Zeiten. 8. Bleib ferner, wie wir bitten, zurückgeleget war, erwiesen! Mein o Vater, bleib auch mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunn quell unsrer Freuden. Gemüthe muß sich fröhlich dir zu Ehren lassen hören und mit Singen dir sein schuldig Opfer bringen. 9. Gieb mir und Allen denen, die sich nach Hülfe sehnen, in unsern bangen Schmerzen vers trauensvolle Herzen. 10. Verschließ des Jammers Pforten und laß an allen Orten, wo Menschen Blut vergießen, des Friedens Ströme fließen. 11. Gieb deinen milden Segen zu allen unsern Wegen; laß Großen und auch Kleinen die Gnaden sonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berather, der Unverforgten Gabe, der Urmen Gut und Habe. 13. Spilf gnådig allen Kranken, gieb fröhliche Gedanken den kummervollen Seelen, die sich mit Schwermuth quálen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll' uns mit deinem Geiste, der uns mit Tugend ziere und zu dem Himmel führe. 15. Das Alles wollst du geben, du Herr von unserm Leben. So. fegn' uns, so bewahre, so hilf im neuen Jahre. 784. Mel. Wie schön leuchtet der 20. Wie kann und mag ich immermehr dich gnugsam preifen, Gott, mein Herr, für deine große Güte, die du mir in dem ganzen Jahr, das nun S 2. Wer bin ich doch, was ist mein Haus? Du halfft mir stets so gnädig aus; wenn wir in No then waren, Gott, schadete uns je etwas? Bielmehr hast du ohn' Uns terlaß uns lassen froh erfahren, wie sich reichlich deine Treue stets ers neue, wenn man bauet auf dich, Herr, und dir vertrauet. 3. Wie groß auch sonst Noth und Gefahr bei Manchem deiner Kins der war in unserm Vatertande, so hat doch deine starke Hand von uns das Uebel abgewandt und im vers gnügten Stande deine Gnade uns erhalten. Drum die Alten sammt den Jungen ehren dich mit Herz und Zungen. 4. Und, o daß wir doch, Bater, dir Dank sagen könnten nach Ge bühr für deinen reichen Segen, für deine milde Gütigkeit, für deine Gaben aller Zeit auf unsern le benswegen! Doch, wer mag, Herr, sattsam loben dich dort oben? Laß dieß Lallen als ein Opfer dir ges fallen. 5. Sei ferner unser Herr und Gott, verlaß uns ja in keiner Roth, hilf uns zu allen Zeiten. So blei ben wir nach Möglichkeit von ganz zem Herzen stets bereit, dein Lob weit auszubreiten, bis wir von hier aufgenommen zu dir kommen und dort oben ewiglich dich werden loben. 785. Mel. Jahreswechsel. 785. Mcl. Sollt' es gleich bisweilen 2c. Bater aller Ewigkeiten, du nur lebe Alles dir zum Preis. inderst Stand und Zeiten, und auf dein allmächtig Wort rollt die Sonne täglich fort. 2. Durch dich geht sie auf und nieder und kommt jeden Morgen wieder, du bezeichneft wunderbar durch sie Stunden, Tag und Jahr. 3. Jahre läsfest du gleich Pfeilen zu uns kommen, von uns eilen, und, wie Traum und Schatten fliehn, fährt hier unsre Zeit dahin. 4. Nur bei dir, du Weltregierer, aller Sonnenheere Führer, hur bei dir, der Alles hat, findet nie ein Bechsel Statt. 5. Immer unerschöpflich fließet von dir, was der Mensch genießet; du, der Alles giebt und hat, wirst nie müde, arm und matt. 6. Kindlich freudig übergeben wir aufs Neu dir unser Leben; nimmst du dich nur unsrer an, was ist, das uns schaden kann? 7. Deiner festen Vatertreue, freut sich unser Herz aufs Neue. Alles, was da lebt und ist, freue, Gott, sich, daß du bist. 509 10. Reicher mach' an jeder Tuts gend wie das Ulter, so die Jugend. Von dem Säugling bis zum Greis 8. Was uns auch in diesem Jahre Gutes, Boses widerfahre, führt uns unsrer Wohlfahrt zu, Alles, Alles lenkest du. 9. Mach, o Bater deiner Kinder, mach des Elends tåglich minder, sei des Armen Zuversicht und verlaß den Schwachen nicht. 786. Wie schnell ist doch ein Jahr vergangen! Schon wieder eins ist angefangen in deinem Namen, Jesu Christ, der du stets unsre Hülfe bist. 2. Den ersten Tag, die erste Stunde erheb' ich dich mit Herz und Munde. Wie gut, wie gnädig bist du doch, ich bin, mein Gott, und lebe noch. 3. Ich lebe heute wie vom Neucn. Ich will mich meines Gottes freuen, und alle Menschen lad' ich ein: wir wollen unsers Gottes sein. 4. Er hat das Dasein uns gege= ben; nur ihm gehöret unser Leben. Sein ist die Kraft und sein die Zeit. Ihm sei auch unser Thun geweiht. 5. Er sei bei dem Gebrauch der Kräfte, der Endzweck nüßlicher Ges schäfte. Das, was ein Jeder wirken kann, sei gern für seinen Ruhm gethan. 6. O stårke, Bater, mein Bestreben, aufs Neue meiner Pflicht zu leben. Vollführe du, was ich nicht kann, stets führe mich auf ebner Bahn. 7. Und wank' ich, oder sink' ich nieder, so halte du mich, richte wieder mit deiner Hand mich Schwa chen 510 chen auf, und leite tåglich meinen Lauf. 8. Laß deinen Geist auf Alle kommen, vermehre stets die Zahl der Frommen, kein Jahr sei diesem Sahre gleich, so herrlich mehre sich dein Reich. Verhalten zu besondern Zeiten. 9. Uch segne jedes deiner Kinder. Mach' unsers Elends täglich minder; bedecke du mit treuer Hand den Fürsten und das Baterland. 10. Laß Ulle, die die Welt regieren, mit Weisheit ihre Zepter führen. Ihr Thun sei nur Gerechtigkeit; nur Friede, was ihr Mund gebeut. 11. Laß treue Hirten, fromme Heerden Ein Herz und Eine Seele werden; laß jene weise Führer sein, und Alle, Jesu, die sich weihn. 12. Die Eltern, die dir heute flehen, laß Freud' an ihren Kindern sehen, und mach durch deines Geistes Kraft sie alle weis' und tugendhaft. 13. Ach, sende, Bater, deinen Segen dem Jüngling und dem Greif' entgegen. Laß Alle deinen Geist empfahn, und nimm dich als ler Schwachen an. 14. Erhöre das Gebet der Deinen. Laß nicht umsonst das Elend weinen; send' eilend Jedem Hülf und Rath, der keinen Freund und Helfer hat. 15. Auf dich soll stets mein Auge schauen, auf dich nur, Herr, mein Herz vertrauen. Bist du mein Freund, o Jesu Christ, so hab' ich, was mir nöthig ist. 16. Dann führe mich durch Angst und Schmerzen; ich folge die mit frohem Herzen. Bist du mein Freund, o höchstes Gut, so wird mein Glaube Heldenmuth. 6 10 17. Dann seg' ich, Jesu, dir zum Preise, mit Freuden meine Pilgers reise, geleitet durch dein Gnaden. wort, durch alle Dunkelheiten fort. 18. Dann kann kein Unfall mich u erschrecken. Gott kann, und Gott will mich bedecken, kam' auch mein de Glück hier in Gefahr, wär' auch dieß Jahr mein Todesjahr. 19. O Bater, deiner Vatertreue empfehl' ich Leib und Seel aufs Neue. Du schenkest mir, ich zweifle nicht, Licht, Trieb und Kraft zu je der Pflicht. Beschluß des Jahres. 787. Mel. Nun sich der Tag geendet 2. # chon wieder eilt von unsrer Zeit ein Lebensjahr dahin. So eilend flichn zur Ewigkeit der Menschen Tage hin! 20. Die Sonne gehet auf und nieder, ein Jahr vergeht, ein Jahr kommt wieder; nur du, der allges nugsam ist, nur du bleibst ewig, der du bist. R 2. Uch unaufhaltsam flichen sie, und ich bemerk' es kaum. Des ganz zen Lebens Glück und Müh' ist nur ein kurzer Traum. 3. Und D 1 Jahreswechsel. 3. Und doch ist dieser Traum ein Theil von meiner Prüfungszeit, an Elend fruchtbar, wie an Heil, für Welt und Ewigkeit. 4. Wohl mir, wenn jeder Augenblick zum Segen mir verschwand, wenn ich Gewissensruh und Glück in guten Thaten fand. 5. Dann könnt' ich ohne Scham und Qual jetzt vor dem Richter stehn und heiter die durchlebte Zahl der Stunden übersehn. 6. Sei gnädig uns, denn wer vermag, Herr, zu bestehn vor dir? Uch prüftest du nur einen Tag, wo, Richter, wären wir? 7. Långst wären wir vor dir nicht mehr, der Erde långst entrückt; nie hatten wir die Wiederkehr des neuen Jahrs erblickt. 8. Doch, Dank sei deiner Baterhuld, noch sind und leben wir. D Gott voll Langmuth und Geduld, wir leben, Dank sei dir. 9. Wir leben; doch icht näher schon dem Ziel der kurzen Bahn, und näher täglich rückt der Lohn der Ewigkeit heran. 10. Olehr' uns unser bestes Theil, des Lebens 3weck, ver stehn, zeig' uns den sichern Weg zum Heil, und stärk' uns, ihn zu gehn. 11. Dann werden wir uns immerdar, Gott, deiner Güte freun, und jedem wird das neue Jahr zur Ewigkeit gedeihn. 511 788. Mel. Jesu Leiden, Pein und Tod zc. Ewig und unwandelbar, Gott, ist deine Gnade; und durch dich strömt immerdar Heil auf unsre Pfade. Tag und Jahre ändern sich, und wir selbst veralten; doch du bleibest, und durch dich werden wir erhalten. 2. Jedes unsrer Jahre schmückt deine Hand mit Segen, deine Vaterhuld beglückt uns auf unsern Wes gen. Jeden Morgen sendest du les benskraft und Wonne, und durch dich kommt Trost und Ruh mit der Abendsonne. 3. Auch des Jahres Lauf, den wir nun vollendet haben, war erfüllt, o Herr, von dir mit des Segens Gaben. Hüll' und Freude, Trank und Brot hast du mild gewähret, und in Wohlthat selbst die Noth und den Schmerz verkehret. 4. Daß uns deiner Allmacht Hand våterlich geleitet; daß du über Stadt und Land Ruh' und Glück verbreitet; daß der Arbeit Müh' und Schweiß uns durch dich gelungen, Gott, dafür sei Dank und Preis herzlich dir gesungen. 5. Freudig, Bater, treten wir in dieß Jahr des Lebens. Wann, o Herr, vertraute dir Einer je verz gebens? Ja du wirst dein Ungesicht über uns erheben, du wirst uns, wir zweifeln nicht, Speis und Freude geben. 6. Flüchtig ist die edle Zeit, groß sind unsre Pflichten; lehr' uns für Verhalten zu besondern Zeiten. 512 für die Ewigkeit jede treu entrichten. Jede tugendhafte That laß uns wohlgelingen, jede Segen für den Staat und den Himmel bringen. Bei dem Anfange und Beschlusse des Kirchenjahres. 789. Mel. Vom Himmel hoch, da 2c. Nun un kommt das neue Kirchenjahr, deß freuet sich der Christen Schar. Dein König kommt; drum freue dich, Volk der Erlösten, inniglich. 2. Wir hören noch das Gnadenwort, das Wort des Heils, vom Unfang fort, das uns den Weg zum Leben weist. Gott sei für seine Huld gepreist! 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stärkt und mehrt, das bringe Früchte, daß wir dir Lob und Preis singen für und für. fid duld. Herr, wir sind mit Schuld beladen, ach, erlaß uns unsre Schuld. Wirke selber Reu' und Leid, und laß uns Barmherzigkeit und Verzeihung aller Sünden in dem Blute Jesu finden. 10 C Att Ho 3. Der du uns dieß Jahr geges ben, gieb, daß dirs geheiligt sei. Spilf uns fromm und christlich les ben; redlich, ohne Heuchelei und voll Bruderliebe sein; auch den Feinden gern verzeihn, daß wir glücklich hier auf Erden und dort ewig selig werden. nic Be Qu far 4. Jesu, laß uns fröhlich enden dieses angefangne Jahr. Leit' und stets mit deinen Händen, halte bei uns in Gefahr, steh uns bei in al ler Noth, und verlaß uns nicht im Tod. O so können wir mit Freuden sterbend einst von pinnen ei scheiden. un 2. Ja es sei ein Jahr der Gnaden. Habe ferner noch Ge791. Mel. Wach' auf, mein Herz 2c. Hier sind wir, dich zu ehren, dich, dem wir angehören, dir, Vater, zu lobsingen, die Preis und Dank zu bringen. MO WV Se üb 790. S Mel. Werde munter, mein Gemüthe 2c. 2. Noch leuchte dir zur Ehren von dir bereitet, das uns zum Lede ben leitet. fic Hilf, Herr, laß es wohlgelingen, der Offenbarung Lehre, dieß Licht hilf, ein neues Jahr geht an. Laß es neue Kräfte bringen, neuen Segen Jedermann. Deine Kirche und Gemein laß dir, Herr, empfohlen sein. Neues Heil und neues Leben wollest du aus Gnaden geben. 3. Noch hast du uns verschonet, s nach Sünden nicht gelohnet, mit fie Langmuth uns getragen, erhört Gebet und Klagen. 4. Du hast mit Strafgerichten die Schänder ihrer Pflichten noch nicht Jahreswechsel. 513 nicht verderben wollen, weil sie Glieder. Hilf deiner Kirch und ich bessern sollen. 5. Du duldest uns auf Erden; vir sollen frommer werden, und, was wir sehn und hören, soll uns ju dir bekehren. deschüße sie: denn wir sind deine Brüder. Sie, die dir vertraut, hast du selbst erbaut, ach erhalt' sie rein; und die den Bund ents weihn, die heilige dir wieder. 3. Eins, Herr, ist, was den Frommen krånkt, daß unter deinen Christen noch Mancher deiner nicht gedenkt, beherrscht von seinen Lüsten. Vieler Glaub' ist schwach, kalt die Lieb', und ach sie bedenken nicht: es wartet ein Gericht auf sichre, tråge Christen. 4. Und du, o Jesu, bist so treu. Uch daß wir frömmer wären! Mach' alle Herzen rein und neu, laß Ulle sich bekehren. Gieb uns Wissenschaft, Glaube, Lieb' und Kraft, gieb Entschluß und Muth, zu wagen Ehr' und Blut zum Preise deiner Lehren. 5. Entferne 3wietracht, Krieg und Mord, erhalt' uns Ruh und Frieden. Laß uns, gestårket durch dein Wort, im Guten nie ermůs den. Mache leicht, was drückt, gieb uns, was beglückt. Nach der Prüfungszeit ruf uns zur Geligkeit, zu deines Himmels Freuden. 6. Herr, Gott von großer Treue, vir preisen dich. Erfreue uns noch mit deinem Lichte, führ' uns nicht zum Gerichte. 7. Wir preisen dein Erbarmen. Bergieb, o Gott, uns Armen; du vollest länger schonen, nicht nach Berdienst uns lohnen. 8. Wir wollen voll Vertrauen auf deine Güte schauen, dein heilam Wort recht lernen, vom Bösen uns entfernen. 9. Hilf uns zu allen Seiten, laß me dein Auge leiten. Getreu i jeder Lehrer und folgsam jeder porer. 10. Dein Friede wohn' im Lande, gieb Segen jedem Stande, nach überwundnen Leiden gieb uns des immels Freuden. 792. Mel. Ein' feste Burg ist unser 2c. Herr, deine Kirche danket dir: noch wohnt dein Wort im Lande. Von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Kommt fie in Gefahr durch der Feinde Schar, dann, o Jesu Christ, bes fiege Macht und List, und herrsch' in jedem Lande. 2. Sei, Herr, mit uns, ver laß uns nie, uns, deines Leibes 6. Herr, deine Kirche streitet noch, hilf deiner Kirche siegen. Wie schwer ihr Kampf ist, müsse doch kein Kämpfer unterliegen. Hör? ihr kindlich Flehn, eil', ihr beizustehn, daß sie standhaft sei, stets deiner Wahrheit treu. Hilf deiner Kirche siegen. dan seband dun RE Jahres 514 Verhalten zu besondern Zeiten. Jahreszeiten. 793. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. Noch immer wechseln ordentlich des Jahres Zeiten ab, und früh und spåt ergießet sich dein Segen, Gott, herab. 2. Noch öffnest du die milde Hand, Herr, wie du stets gethan; du segnest und du füllst das Land mit deinen Gütern an. 3. Von deinem Himmel, Hochfter, träuft Gedeihn und Fruchtbarkeit; die Saat geht auf, und blüht und reift, und såttigt und erfreut. 4. Von dir gesegnet, giebt der Baum, wenn einer Schatten sucht, ihm unter seiner Zweige Raum Erfrischung und auch Frucht. 5. Wie fröhlich lächelt jede Flur! Es fließt, sich immer gleich, der Freude Quell, und die Natur ist unerschöpflich reich. 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, Luft und Erquickung zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, so väterlich, wie du? 7. Herr, ohne dich vergingen wir, und wir verdientens auch; und dennoch leben wir in dir, bc= seelt durch deinen Hauch. 8. Nicht Einem mangelt deine Huld. Bem strahlet nicht dein Licht? Mit welcher Langmuth und Geduld verschonst du unsrer nicht? 9. D betet, Menschen, betet án, erwägts und denket nun: Was hat nicht Gott an uns gethan? was wird er nicht noch thun? 794. Mel. Ich dank dir schon z. Du Herr und Schöpfer der Natur, der du an allen Enden all it mächtig herrschest, du hast nur den Wittrungslauf in Händen. 2. Du ordnest ihn, wie dies ge fällt, damit auf dieser Erde, was ihr die Fruchtbarkeit erhält, da durch verbreitet werde. 3. Dein ist der Tag, dein ist die Nacht, dein sind des Jahres sch Zeiten, dein, was das Land voll sch Früchte macht, uns Nahrung zu S bereiten. ich 4. Du sendest aus des Him ch mels Höh' uns Sonnenschein und un Regen, und Thau, und Nebel, ihm Reif und Schnee; und Alles uns zum Segen. 5. Du rufft den Donner, ruft den Wind, die Dünste zu zers streuen, die den Geschöpfen Hins P drung sind, hienieden zu gedeihen. S 6. Oft brauchst du zwar als Die de ner sie, die Fluren zu verheeren; sei jedoch auch dann läßt du uns nie, Gott, deine Hülf' entbehren. 7. Auch irdischen Verlust weist a du zum höhern Glück zu lenken, und uns nach Kummer wieder Ruh, D nach Thränen Lust zu schenken. 8. O du, der mit allgutger Hand den Wittrungslauf regieret, dir bringe jedes Volk und Land den Preis, der dir gebühret. ALL la Ur 9. til Jahreszeiten. 9. Es chre mit Zufriedenheit auch hier dein weises Fügen, und laffe nie von Kengstlichkeit und Inmuth sich besiegen. 10. Was immer auch für Wittrung ist, so halt es daran feste: Bas des Allweisen Rath beschließt, ist allezeit das Beste. in Frühling. 795. Mel. Sei Lob und Ehr dem ic. Gelobt sei, der den Frühling schafft, Gott, der den Erdkreis schmücket. Preis sei ihm, Ehre, Stark und Kraft, der, was er uf, beglücket. Der Herr erschafft, der Herr erhält; er liebt und fegnet seine Welt. Lobsinget m, Geschöpfe. 2. Eh noch der Mensch den Serrn verließ, in jenen bessern Tagen, war noch die Erd' ein Paradies, frei von der Sünde Plagen. Nun hat sie Sünd' und Straf' entstellt; doch ist sie noch des Schöpfers Welt, ein Vorhof feines Himmels. 3. Das Land, das erst erstors ben lag, erwacht und lebt nun wieder. Es stromet jeden neuen Tag fein Segen neu hernieder. Der Wurm, der in dem Staube lebt, der Bogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 4. Der Erden Untlik ist veringt, erheitert glänzt der Himmel, Gebirg, und Thal und Wald 515 erklingt von freudigem Getümmel. und voll Erbarmen schaut herab, der Allen Sein und Leben gab, auf seiner Schöpfung Werke. 5. Doch fühllos nur und unbeseclt sind Auen und Gefilde; auch hast du nicht das Thier erwählt zu deinem Ebenbilde. Der Mensch nur freuet deiner sich, kennt, fühlet, und empfindet dich und hofft ein ewigs Leben. 6. Lobsinget ihm, er ist uns nah; fingt, alle seine Heere: Der Herr ist allenthalben da, im Himmet, Erd' und Meere. Ich preise dich, ich singe dir: wo ich nur bin, bist du bei mir mit Allmacht, Lieb' und Gnade. 7. Du rufst die Wolken in das Land und stillst den Durst der Erde, daß mit den Gaben deiner Hand der Mensch gesegnet werde. Du machest Hagel, Thau und Wind, die deiner Allmacht Diener sind, zu unsrer Freude Quellen. 8. Selbst dann auch, wenn dein Donner draut, wenn Berg und Thal erzittern, strömt Stärkung, Segen, Fruchtbarkeit aus Nacht und Ungewittern. Dann bricht die Sonne neu hervor, und Alles jauchzt zu dir empor, vor dem die Wetter schweigen. 9. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunnquell aller Gaben. Dort wirst du uns mit Seligkeit in reichern Strömen las ben. Wohl, wohl den Menschen, die schon hier sich dir ergeben, und einst dir in Chrifto freudig sterben. KE 2 SomMIMBARINDIA 516 Verhalten zu besondern Zeiten. Sommer fic bleibt so groß und reich, feit ihrer Schöpfung war. Sund) monried 3 Ara MARS 796.9 10. Genießt mit froher Dank Mel. Lobt Gott, ihr Christen it. barkeit den Segen eures Herrn; fa und wenn ihr seiner Huld euch de freut, so gebt, wie er, auch gern. Wie ist des Hochsten Huld so groß! Bon seinem Segen schwer, entlastet sich der Erde Schooß. Bringt Preis und Ruhm ihm her. 2. Seht sie in ihrer vollen Pracht, vom Frühling erst ver= jungt, wie reich ist sie durch Gottes Macht! Lobsingt dem Herrn, Lobsingt! 11. Kein Urmer darb', er seufze nie: Uch mir nur mangelt Brot! Speist, Reiche, gern die Armen; sie sind auch, wie ihr, von Gott. 12. Ein solcher Dank gefällt ihm wohl, und er verheißt: daß euch stets Saat und Ernte segnen soll: denn er ist ewig reich. 3. Wie schön der Sommer ist! wie er auf allen Fluren prangt! wie reich wird Flur und Au' um her! Lobsinget Gott, und dankt! 4. Die Heerden hüpfen; freudevoll måht schon der Mäher ab den Segen, der uns nähren soll, den Gottes Milde gab. 5. Wie hold und gutig ist doch Gott! Lobfingt, lobfingt dem Herrn! er giebt uns unser täglich Brot, giebt mehr noch, und so gern. 6. Des regen Fleißes Lust und Lohn, die Ernten voll und schwer, erwarten ihren Sammler schon; wie fröhlich sammelt er!, 7. O danket, danket Gott und liebt den Herrn, er ist so gut, den Herrn, der uns so reichlich giebt, und so viel Gutes thut. 8. Macht eure Tenn' und Scheuer voll. Der Herr, an Huld so reich, der Herr that euren Vätern wohl, und segnet nun auch euch. als sle 9. Der Güte Quell versieget nie, fie fließt von Jahr zu Jahr, 111 gu 34 85 th 111 fc 13. Er sammelt einst uns våters lich, uns ewig zu erfreun, wenn wir ihm folgen, auch zu sich in seine Scheuern ein. 20 01 d ge Herbst. 797. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2. lo Geerntet ist der Felder Saat. Vom Herrn der Zeit gerufen, naht der Herbst mit seiner Fülle sich, und segnet und erfreut auch mich. 2. Der segensreiche Garten prangt mit vollen Zweigen, und verlangt, von seiner Frucht befreit zu sein, um Gottes Menschen zu erfreun. 3. Der Sånger in den Lüfte schweigt, er, der in ferne Lande fleugt, wo Gott schon eine neue Saat und Frucht für ihn berei tet hat. 4. Denn Gott ernährt, was fleugt und webt, daß Ulles fröhlich fet 18 11 Jahreszeiten.( NE sei, was lebt, daß seine ganze Schöpfung Dank, und Jubel sei, und Lobgesang. 5. Auf traubenvollen Hügeln schallt des Winzers Lob, und wiederhallt von Berg auf Berg: denn Most und Wein giebt uns der Herr, uns zu erfreun. 6. Wie liebevoll, wie mild und gut ist Gott, der so viel Wunder thut! Der Jüngling, wie der Mann und Greis sei fröhlich, sei sein Ruhm und Preis. 7. Auch wenn du alterst, sorgt für dich dein Herr und Gott, wie väterlich! er, der, wenn sich dein Abend naht, auch dann für dich viel Freuden hat. 8. Froh kannst du sterben, wenn du nur, wie seine segnende Natur, gesegnet hast, wenn er die Frucht, die er verlangt, umsonst nicht sucht. 9. Auch die Natur verblüht und stirbt, nur daß ihr Same nicht verdirbt, und schöner auf lebt, wenn ihr Freund, der Frühling, wiederum erscheint. 10. So blühst und reifst du in der Zeit zu größerer Vollkommen heit. Nur sei ein guter Same, sei Gott auch bis in den Tod getreu. Winter. 798. 517 wir, Herr, unser Gott und Vater, dir. 2. Ein silberfarbenes Gewand schmückt Berge, Hügel, Thal und Land. Wie schön sind sie! Wen freuet nicht der tiefern Sonne mildres Licht? 3. Die Erde pflegt nun mütterlich die ihr vertraute Saat, die sich im nahen Frühling segensvoll entwickeln und uns nähren soll. 4. Doch nicht geräuschvoll, nur geheim. So nährt der Jugend ersten Keim ein Vater mit ver= borgner Luft in seiner schwachen Kinder Brust. 5. So thut, was Andre segnen Eann, ein guter und bescheidner Mann, sucht, wenn sein Thun nur Gott gefällt, nicht das Geräusch des Ruhms der Welt. 6. Doch wachsen soll der Eugend Saat, blühn soll, was er im Stillen that, zu reichen Ernten in der Zeit, zu reichern in der Ewigkeit. 7. So wie der Felder Saat durch dich im Stillen keimt, und våterlich durch dich, o Höchster, wird gestärkt; bleibt es von uns gleich unbemerkt. Coins mbt 8. Es braufe fürchterlich umher des Winters Sturm; auch er, auch er ist deines Segens Diener, Gott. Du thust uns wohl, auch selbst durch Noth. 9. Und wie viel Freuden haben wir, Mildthätiger, auch jest von Nicht für der Felder Segen nur, dir, der du so väterlich uns trägst, Mel. Vor deinen Thron tret' ich zc. auch für den Schlummer der Natur, für Frost und Winter danken in unsrer Hütt' suns wärmst und pflegst. 10. Herr, MILAMINATAY Berhalten zu besondern Zeiten. 518 10. Herr, jeder Wechſel deiner Seit entflamm' uns zu der Dankbarkeit, die deinen Willen gern erfüllt: denn du bist immer gut und mild. 11. Du bleibst allmächtig stets und groß. Wir werden, wenn der Erde Schooß auch uns bedeckt hat, dich zu sehn, aus unsern stillen Gråbern gehn, 12. Und auferweckt, das Feierkleid der himmlischen Unsterblichkeit anlegen, und vor deinem Thron dich preisen, Gott, und deinen Sohn; 13. Daß nun hinfort kein Wechs fel ist, daß du in Allem Alles bist, ein Gott, der, wenn der Fromm' erwacht, ihn ewig, ewig selig macht. Gewitter. 799. Mel. Nun sich der Tag geendet zc. Der hohe Himmel dunkelt sich, ein Wetter Gottes draut. Ich bebe nicht; ich freue mich, Gott, deiner Herrlichkeit. 2. Du zürnest, wenn du don nerst, nicht; du bist der Men schen Freund. Froh sei auch dann mein Ungesicht, wenn uns dein Blig erscheint. 3. Dem Sünder nur, der dich nicht kennt, dem bist du fürchter lich; dem aber, der dich Vater nennt, zeigst du als Vater dich. 4. Gut ist für uns der Sonne Licht, gut für uns Tag und Nacht; auch gut für uns ist dein Gericht, und deiner Blige Pracht. 5. Du reinigst durch den Bli die Luft, dein Regen kühlt die Saat, und deines Donners Stims me ruft: Seid rein von Missethat. 6. Doch wir sind Menschen, und du weißt, wie schwach wir, Vater, sind, hilf, daß sich unser schwacher Geist in deine Wege find'. 7. Laß frei das Herz von Weng, sten sein, wenn uns dein Wetter droht. Weg, bange Furcht! Wie sind ja dein, und lieben dich, 0 Gott. 800. Mel. Herzliebster Jesu, was hast du n. Kommt, laßt uns Gott und seine Größ' erheben, ihm Preis und Ruhm, auch wenn er donnert, ges ben, wenn seine Blike auch die Erd' erschüttern, nicht heidnisch zittern, 2. Nicht wähnen, daß wir nur erbeben sollen, wo Donner unter seinem Throne rollen, und daß, wo Blige flammen, dann zur Rache sein Zorn erwache. 3. Sie zeugen, Gott, wie alle deine Werke, von deiner Weisheit, deiner Huld und Stärke. Gleich herrlich ist im Sturm' und in der Stille dein Rath und Wille. 4. Bon tiefer Ehrfurcht, Hert, vor dir durchdrungen, sehn wir in der Natur Erschütterungen auch Güte, die sie schmücket und belebet, selbst, wenn sie bebet. 5. Fruchtbarer wird sie dann, wie deine Frommen, geprüft zu werden, oft in Trubsal kommen. Jahreszeiten. Sie leiden, durch Geduld zu edlen Werken sich mehr zu stärken. 6. Dann reifen fröhlicher der Tugend Saaten zu mannichfaltigern und schönern Thaten. Sie werden, wenn die Trübsal sie bewähret, nur mehr verklåret. 7. So strahlt, wenn Donner die Natur erschüttern, in größrer Schönheit sie nach Ungewittern; als schmückte sie nun eine neue Sonne mit neuer Wonne. 519 Vater Segen zu; sie rufen schos nend sichern Sündern; und ihren Ruf verstehst auch du. 8. Verderbenvolle Dünft ents flichn und Seuchen, die uns und unsern Heerden drohn, entweichen; auch athmen wir, von leichtrer Luft umgeben, mehr Kraft, mehr Leben. 9. Wie sollten wir, wenn deine Donner toben, Allmächtiger, nicht beine Güte loben? Dir bringen wir für alle deine Werke, Herr, Preis und Stärke. 801. De Mel. Wie groß ist des Umächtgen 2c. Der Machtige, der Herr der Gitter, vor dem der Engel niederfällt, Gott redet donnernd aus dem Wets ter, und ruft voll Majestät der Welt. Unbetend sinkt der Erd: kreis nieder, der Wald ertont, es bebt die Flur, und Blige sagens Bligen wieder: Uns tenkt der Herrscher der Natur. 2. Auch dich laß seine Stimme rühren, sei ganz Empfindung, o mein Herz. Den Dank, das Lob, die ihm gebühren, entweihe kein unheitger Scherz. Auch Donner rufen Gottes Kindern von ihrem 3. Verstumme, freches Heer der Spötter, Furcht und Verzweifs lung warten dein. Der Herr ist Gott, es sagts das Wetter. Die Welt, die ganze Welt ist sein. Ihr, bebt Elende, wollt ihr flies hen? Kein Ort schüßt euch und curen Spott. Nichts kann dem Machtgen euch entziehen: er kennt, er straft euch: er ist Gott. 2 us fa a t. 802. Mel. In dich hab' ich gehoffet. Liebreicher Gott, dein Segens wort erzeiget sich noch immerfort in seiner Kraft auf Erden, daß unser Feld mit Nuk bestellt und angebaut kann werden. 2. In Hoffnung streun wir Sas men aus; doch segnest du nicht Feld und Haus, so ist die Müh vergebens. Nur deine Kraft und Güte schafft uns Unterhalt des Les bens. 3. Laß unfre Saat gefegnet fein, gieb Regen, Wind und Sonnenschein, daß Wachsthum und Gedeihen uns spåt und früh nach Sorg' und Müh' einst wiederum erfreuen. 4. Bewahre sie das ganze Jahr vor so vielfältiger Gefahr, die leicht sie kann verlegen, und den, den heut sein Feld erfreut, in Kummer bald versegen. 5. Bei wwwwwwwwww 520 5. Bei solcher Saat seh' ich allhier zugleich manch tröstlich Bild von mir. Denn unter Sturm und Winden erhebt sie sich; so muß auch ich durch Kreuz den Himmel finden. 6. Und wie das Körnlein erst verdirbt und in der Erde gleichsam stirbt, um neue Frucht zu bringen; so werd', o Gott, ich durch den Tod ins beßre Leben dringen. Verhalten zu besondern Zeiten. 7. Auf diesen seligen Gewinn freut sich bereits mein Herz und Sinn; muß ich bei trúben Fällen die Thränensaat nach deinem Rath gleich öfters hier bestellen. 8. Nur mache mich, o Gott, bereit, im Glauben und Gottselige keit viel gute Frucht zu bringen. So will ich dir dereinst dafür in Ewigkeit lobsingen. Ernte 803. Mel. Wach' auf, mein Herz 2c. Kommt, laßt une Gott lobsingen, und Preis und Dank ihm bringen, für seiner Ernte Gaben, die wir gesammelt haben. 2. Uus seinem Ueberflusse zum freudigen Genusse hat er uns, was zum Leben uns nöthig ist, gegeben. 3. Die Scheuern sind voll Segen, denn er gab Thau und Regen der Frucht, der wir uns freuen, Schuß, Wachsthum und Gedeihen.. 580 4. Preis, Herr, sei deiner Milw de, daß Quen und Gefilde, was u wir gefået haben, so reichlich wie dergaben. 5. Preis sei dir, unserm Ret ter. Oft drohten Sturm und fi Wetter den Untergang der Saa m ten; und doch sind sie gerathen. 6. Sie sprosten auf und grün: ten, ob wirs gleich nicht verdienten, und schmückten die Gefilde durch deine Batermilde. 7. Wie bist du, Gott, so gütig, u so huldreich und langmüthig! Du schaffst, daß stets die Erde ve d jüngt und fruchtbar werde. 8. Rühr' uns durch deine Gnade, gern auf der Tugend Pfade zu gehn, daß deiner Treue stets un ser Herz sich freue. 9. Du läßt uns reichlich ernten. O daß wir dankvoll lernten, dir ähnlich, uns der Armen mitleidig zu erbarmen! 10. Wenn wir die gern erquik ken, die Noth und Mangel druk ken, so wirst du, was zum Leben uns noth ist, ferner geben. 11. Hoch seist' du stets erhoben, bis wir, dich dort zu loben, ge bracht in deine Scheuern, ein ewig Fest dir feiern. 804. Mel. Wer nur den lieben Gott.. daß doch bei der reichen Ernte, womit du, Höchster, uns erfreust, ein Jeder froh empfinden ternte, wie reich du, uns zu segnen, seist, wie Jahreszeiten. wie gern du unsern Mangel ftillst, und uns mit Speis' und Freud' erfüll st. 521 Genuß gebeit, und unser Herz auch seinetwegen dir dankbar und ergeben sei. Du, der uns táglich nährt und speist, erquick auch ewig unsern Geift. 805, 2. Du siehst es gern, wenn deiner Güte, o Bater, unser Herz sich freut, und ein erkenntliches Gc= müthe auch das, was du für diese Seit uns zur Erquickung haft be= Mel. Wer nur den lieben Gott ac. timmt, mit Dank aus deinen Wir singen, Herr, von deinen pånden nimmt. Segen, wiewohl sie nicht zu zäh len sind. Du giebst uns Sonnenschein und Regen, Frost, Hise, Donner, Thau und Wind. So blüht und reifet unfre Saat nach deinem wundervollen Nath. 2. Der Himmel träufelt lauter Güte, die Erd' ist deiner Schäße voll, damit ein wachsames Gemüs the dich finden und bewundern soll. Groß bist du, deine weise Macht hat Alles dieß hervorgebracht. 3. So sei die Liebe denn gepriesen, gepriesen sei die Wunderkraft, die auf den Feldern, auf den Wiesen den Erdbewohnern Nahrung schafft. Du nåhrest uns, wir werden satt; du giebst, daß man noch übrig hat. 4. Du schüttest deines Segens Fülle herab, die wir doch nicht vers dient. Es ist allein dein guter Wille, daß Feld, und Au' und Garten und uns, find wir es gleich nicht werth, die Frucht der Erde reichlich nährt. 1 3. So kommt denn, Gottes Huld zu feiern, kommt, Christen, laßt uns seiner freun, und bei den angefüllten Scheuern dem Herrn der Ernte dankbar sein; ihm, der uns stets Versorger war, bringt neuen Dank zum Opfer dar. 4. Nimm gnådig an das Lob der Liebe, das unser Herz dir, Bater, weiht. Dein Segen mehr' in uns die Triebe zum thåtgen Dank, zur Folgsamkeit, daß Preis für deine Batertreu auch unser ganzes Leben sei. 5. Du nåhrest uns bloß aus Erbarmen. Dieß treib' auch uns zum Wohlthun an. Nun sei auch gern ein Trost der Armen, wer ihren Mangel stillen kann. Herr, der du Uller Vater bist, gieb Jedem, was ihm' nüßlich ist. 6. Thu deine milden Segenshånde, uns zu erquicken, ferner auf; versorg' uns bis an unser Ende, und mach' in unserm Le benslauf uns dir im Kleinsten auch getreu daß einst uns größres Glück erfreu. 7. Bewahr' uns den geschenkten Segen, gieb, daß uns sein 7 5. Bewahre ferner unsre Saaten und unsre Häuser, Hab' und Gut. Bewahr' uns auch vor Mis sethaten, vor Wollust, Geiz und Uebermuth, weil sonst im reichsten Uleber: MINT FANT 522 Verhalten zu besondern Zeiten. Ucberfluß die Seele doch verders ben muß. 6. Ja wenn wir dir nicht danks bar wären, der du als Vater an uns denkst, so wird der Fluch das Gut verzehren, womit du liebreich uns beschenkst. Wird auch der Vorrath nicht zerstreut, so mangelt doch Zufriedenheit. 7. So wollen wir denn hier auf Erden des Guten Samen auszu streun nie müde, nie verdrossen werden, und uns vielmehr der Ernte freun, die einst nach dieser Zeit der Saat dein Rath für uns ersehen hat. Bei einer kårglichen Ernte. 806. Tel. Was Gott thut, das ist 26. as Gott ut, das ist wohl ges than. So denken Gottes Kinder. Wenn man nicht reichlich ernten kann, liebt er uns doch nicht min der. Er zieht das Herz doch himmelwärts, ob wir gleich oft auf Erden beim Mangel traurig werden. 2. Was Gott thut, das ist wohl geth an. Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran, und können ruhig leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demuth küssen. 3. Was Gott thut, das ist wohl getha n. Er zeigt uns oft den Segen, und, che man ihn ernten kann, muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein der Schug will sein, so nimmt er andre Güter, und de bessert die Gemüther. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan. Es geh nach seinem Wit len. Läßt sich es gleich zum Mand gel an, weiß er ihn doch zu stil: len, obgleich das Feld nicht viel enthält. Man kann bei wenig Brocken satt werden und frohlocken. 11 5. Was Gott thut, das ist wohl b gethan. Das Feld mag traurig stes in hen; wir gehn getroft auf seiner Bahn, und wollen ihn erhöhen. Sein Wort verschafft uns Lebenssp kraft, es nennt uns Gottes Erben. Wie können wir verderben? 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan. So sollen wir stets schlies d ßen. Ist gleich bei uns kein Cas b naan, wo Milch und Honig fließen, h so wird von Gott doch unser Brot zur Nothdurft uns bescheret, wenn man ihn gläubig ehret. 7. Was Gott thut, das ist wohl gethan, der alles weislich füget, deß Vorsicht niemals irren kann, deß Wohlthun niemals trüget. Froh danken wir, Erhalter, dit, und preisen deine Güte mit gnüg samen Gemüthe. Tageszeiten. Morgen. 807. Mel. Ich dank dir schon durch it. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank, erheb' ihn, meine Seele, der Tageszeiten. Morgen. der Herr hört deinen Lobgesang, lobsing' ihm, meine Seele. 2. Mich selbst zu schüßen ohne Macht lag ich und schlief im Fries den. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? wer stårkt mein Blut in seinem Fleiß, und schüßt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 523 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an Andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; d 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe. 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt, und dein ist unser Les ben; du bist es, der es uns ers hält, und mirs jest neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mic ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnådig wahr, auf dich hofft meine Secle; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll 3us versicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn' und willig thue; 10. Daß ich, als ein getreuer Knecht, nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 808. Mel. Christus, der ist mein 2c. Noch läßt der Herr mich leben. Mit fröhlichem Gemüth' eil' ich), ihn zu erheben, er hört mein frus hes Lied. 2. 3u ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. 3. Du, Herrscher aller Weltén, nimmst dich auch meiner an. Wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? sie gelten nichts vor dir; du foderst nur Bertrauen, nur Liebe, Gott, von mir. 5. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freun, nach deiner Gnade ringen, mein gan= zes Herz dir weihn. 6. O Tilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du so gnådig bist. 7. Dir hab' ich mich ergeben; ich freue mich in dir: erfreuender als Leben ist deine Güte mir. 8. Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad; du Ewig 524 Verhalten zu besondern Zeiten. Ewigweiser, leite mich selbst nach deinem Rath. 9. Nur Eins laß mich erflehen, das christlich weise Herz, auf dich stets aufzuschen in Freuden, wie im Schmerz. 10. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achte, als allen Ruhm der Welt, 11. Daß ich, dir innig trauend, das Gute standhaft thu' und froh, gen Himmel schauend, denk: Herr, mich siehest du. 12. Bereit den Bauf zu schließen auf deinen Wink, o Gott, und ruhig im Gewiffen; so finde mich der Tod. 809. Mel. Wie schön leuchtet der 2c. Dich seh' ich wieder, Morgenlicht, und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchsten Lob zu singen. Ich will, entbrannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer, die mit heilgem Muth lobsingen. Schöpfer, Vater, deine Treue rührt aufs Neue mein Gemüthe; froh ems pfind' ich deine Güte. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was wär' ich, hättest du nicht dich so hütfreich mir bewiesen! Zu meinem Leben sehest du jetzt einen neuen Tag hinzu; sei hoch dafür gepriesen. Durch dich bin ich; und ich merke neue Stärke. Dich erhebe meine Zunge, weil ich lebe. 3. Verleih, o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliche, daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufriedenheit, zu nügen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ichs meine. Dir ist keine meis ner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Christ. O Herr, verleih, daß ich des Namens wür dig sei: mein Ruhm sei deine Gnade. Denn ach was bin ich ohne dich? ein irrend Schaf. Er halte mich, mein Hirt, auf deinem Pfade; stårk mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrach ten, über Ulles dich zu achten. 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der himmlische Gedank an dich oft still zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier, einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich. Herr, ich werde mich der Erde gern entschwingen, dir dert ewig Lob zu singen. 810. Mel. Aus meines Herzens Grunde 2. Almächtiger, ich hebe mein Aug' empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, und neuen Dank da für. Herr, deine Huld ist großz und niemals hat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß. 2. Daß nicht im tiefen Schlum mer des Lebens Licht verlischt und daß mich, frei vom Kummer, ein fanfter a a Tageszeiten. Morgen. fanfter Schlaf erfrischt, das dank ich deiner Macht und deiner Bater treue. Durch sie bin ich aufs Neue mit heiterm Muth erwacht. 3. Beschützer meiner Seele, ich harre stets auf dich. Was ists, das ich mir wähle? O wähle du für mich; gieb, was mir nüglich ist, du, dem ich alles danke. Mein freudigster Gedanke sei: daß du um mich bist. 4. Er schrecke mich von Sünde zurück, er feure mich zur Zugend an, entzünde stets mein Vertraun auf dich. Uch das zerstoßne Rohr, das willst du nicht zerbrechen. Dieß gnädige Versprechen hätt jest mein Herz dir vor. 5. Beglücke du die Meinen mit deinen Segnungen, verlaß der Urmen keinen, hilf allen Traurenden. Du eilst zwar ohnedem gern Je dem beizustehen; doch ist der Liebe Flehen dir, Vater, angenehm. 6. Gott, dem ich angehöre, dein Friede ruh' auf mir. Mein Seufzen, meine Zähre, Erbarmer, ist vor dir. Deß soll mein Herz sich freun. Wer dir nicht traut, der bebe. Ich sterbe, oder lebe, so bin ich ewig dein. 525 schafftest es, daß ich vergnügt er wacht. Wer bin ich, daß du meiner so gedenkst und wieder einen Tag zum Heil mir schenkst? 811. Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich 2c. Dich, dich, mein Gott, will ich erheben. Du warst mein Schirm in der verfloßnen Nacht, erquick test mich, erhieltst mein Leben und 2. Auch über mir ist deine Güte noch immerfort mit jedem Morgen neu. Mit innig dankendem Ge= müthe fühl' ich die Größe deiner Vatertreu. Auch diesen Tag will ich mich deiner freun, auch er soll dir zum Dienst geheiligt sein. 3. Vor deinen Augen will ich wandeln und treu das thun, was dir, mein Gott, gefällt; gewissenhaft in 2llem handeln, und stande haft fliehn die schnöde Luft der Welt. O stårke selbst mit deiner Hülfe mich: denn was vermag ich Schwacher ohne dich? 4. Laß diesen Tag mich so vollbringen, daß ich ihn ohne Reu' Soll guter Bor= beschließen kann sag mir mißlingen, so schreib den Borsag selbst zum Heil mir an. Auch dieser Theil von meiner Uebungszeit sei mir Gewinn noch für die Ewigkeit. 5. Gieb mir auch heute, was mir nüßet; vor Allem aber gieb ein ruhig Herz, das sich auf deine Vorsicht stüßet und dir vertraut, auch in dem größten Schmerz. Du weißt, was mir zum wahren Wohl gebricht; und du versäumst gewiß mein Bestes nicht. 6. In diesem kindlichen Vertrauen will ich getrost an mein Geschäfte gehn, auf deinen sichern Beistand bauen und deiner Fügung still entgegen fehn. Ich weiß, du führst 526 Verhalten zu besondern Zeiten. führst mich auf der rechten Bahn, dein Vaterblick: o wie groß ist und nimmst mich einst gewiß zu dieß mein Glück. Ehren an. 812. Mel. Gott des Himmels und der zc. Der du alle deine Werke liebtest, Gott, von Ewigkeit, du bist auch mit Huld und Stärke ihnen nahe in der Zeit. Deine Güt' und deine Treu ist mit jedem Morgen neu. 2. Unter vielen Millionen siehst du liebreich auch auf mich; sicher läsfest du mich wohnen und be schirmst mich väterlich. Dafür preist mit neuem Dank dich mein früher Lobgesang. 3. Darf ich, Erd' und Staub, es wagen, froh zu dir empor zu sehn, meinen Kummer dir zu klagen, kindlich frei dich anzuflehn? Ja durch Christum hab' auch ich dieses Butraun gegen dich. 4. Du läßt meine Kümmernisse im Bertraun auf dich entfliehn. So entflohn die Finsternisse, da die Morgensonn erschien. Keine Sorge raube mir meine Freudigkeit zu dir. 5. Du gewährst mir neue Stunden zur Vollbringung meiner Pflicht. Werd' ich da nur treu befunden, so bin ich voll Zuver sicht, wenn mein Richter nun er scheint, der erhabne Menschenfreund. 6. Stärke du mich Schwachen, leite mich mit deinen Segnungen. Ich ergebe mich auch heute deinen weisen Fügungen. Herr, mich sieht 813. Mel. Lobt Gott, ihr Christen 2c. m Zu deinem Preis und Ruhm' er: wacht, bring' ich dir Ruhm und Preis, dir, Gott, der durch die Ruh der Nacht uns zu erquicken weiß. 2. O Vater, deine Gütigkeit ist e alle Morgen neu. Du thuft unsur wohl von Zeit zu Zeit, und groß ist deine Treu. 3. Jeht schenkst du mir zu meis nem Heil von Neuem einen Tag. Gieb, daß ich davon jeden Theil mit Weisheit nugen mag. 4. Die Zeit, in deiner Furcht vollbracht, bringt ewigen Gewinn. 5 So fließe vor dir, Gott det Macht, auch dieser Tag mir hin. 5. Gieb, daß ich fern von Mü Biggang, in meinem Stande treu, und, wenn ich kann, mein Leben be lang bereit zu dienen sei. 6. In Allem, was ich denk' und thu, sei dein Gebot vor mir; und wenn ich von Geschäften ruh, so sei mein Herz bei dir. 7. Was du mir zum Vergnügen giebst, vermehr' in mir die Luft, ganz dein zu sein, der du mich liebst, mir so viel Gutes thust. 8. Wenn Sorg' und Kummer mich befällt, so laß mich auf dich schaun und deiner Vorsicht, Herr der Welt, mit frohem Muthe traun. 9. Un deiner Gnade gnüge mir, sie ist mein bestes Theil, mein Trost - Tageszeiten. Morgen. 527 Zroft und meine Zuflucht hier, und den: du foderst in der Ewigkeit fie bort mein volles Heil. einst von meinen Händen. 814. Mel. Ich dank dir schon durch zc. Ermuntre dich, mein Geift, du mußt zu Gottes Throne treten. Genieße früh die hohe Lust, den Schöpfer anzubeten. 2. Er, er hat mich zu rechter Seit aus Nichts ans Licht gezogen, und hat mein Glück von Ewigkeit allgütig abgewogen. 3. Gelobt, mein Gott, sei deine Creu, gelobt sei deine Güte. Auch heut wird sie mir wieder neu; froh dankt dir mein Gemüthe. 4. Vom süßen Schlaf', o Herr, rquickt, fühl' ich die Kraft der Sonne, und abermals seh' ich entjuckt der Schöpfung Pracht und Bonne. 5. O Vater, nimm dich meiner an auf allen meinen Wegen, er halte mich auf ebner Bahn, und gieb mir deinen Segen. 6. Erinnre mich an meine Pflicht, an mein Berufsgeschäfte; gieb mir dazu der Weisheit Licht, und neue Geisteskräfte. 7. Herr, laß mein Herz zu aller Zeit auf deine Vorsicht bauen, in aller Noth, mit Freudigkeit und findlichem Vertrauen. 8. Dir ist bekannt, Herr, was mich fránkt, du kenneft meine Sorgen; und was mein Herz nur wünscht und denkt, ist dir, Gott, unverborgen. 9. Laß weislich mich die Průfungszeit zu meinem Heil verwens 10. Behüte, Herr, und segne mich; und was du mir beschieden, erhalte mir auch väterlich, und gieb mir deinen Frieden. 815. Mel. Werde munter, mein 2c. Wenn ich einst von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh und von dieses Lebens Kummer frei, den schönern Morgen seh, o dann wach' ich anders auf; schon am Biel' ist dann mein Lauf. Träume find des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 2. Gieb, daß keiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, jenem Richtenden einst sage, er sei ganz von mir entweiht. Auch noch heute wacht ich auf; Dank dir, Herr. Zu dir hinauf führ mich jeder meiner Tage, jede Freude, jede Plage, 3. Daß ich gern sie vor mir sehe, wenn ihr legter nun erscheint. Wenn zum dunkeln Thal' ich gehe, und mein Freund nun um mich weint, lindre dann des Todes Pein, und laß mich den Stärksten sein, mich, der ihn gen Himmel weise und dich, Herr des Todes, preise. 816. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Ermuntert euch, erquickte Glies der, die dunkeln Schatten sind vorbei. 528 bei. Der liebe Morgen zeigt sich wieder und machet Gottes Güte neu, die mich in dieser Nacht bedeckt und nun zur Arbeit aufgeweckt. 2. Gott, dir sei Preis: denn ohne Schaden verstrich der Ruhe stille Zeit; und durch den Reichthum deiner Gnaden führ' ich mein Leben jetzt verneut. Ich bin ver= gnügt, ich bin erquickt und warte, was Gott heute schickt. 3. Sein guter Geift wird mich regieren, er leite mich auf ebner Bahn, und helfe mir mein Werk vollführen; in seinem Namen fang' ichs an. Sein Segen wird mein Sonnenschein und seine Huld mein Schatten sein. 4. Mein Gott, so laß dich gnådig finden, dir hab' ich Alles heimgestellt. Uch nur behüte mich vor Sünden; doch wenn das Fleisch Verhalten zu besondern Zeiten. aus Schwachheit fällt, so richte mich durch Jesum auf und segne meinen Lebenslauf. 5. Weil jeder Tag von unsern Tagen auch seine Plagen mit sich. führt, mein Gott, so laß mich nicht verzagen, wenn mich ein Kreuz und Unglück rührt. Du leitest mich auf dunkler Bahn und nimmst mich dort zu Ehren an. 6. Nun Seel' und Leib sei dir ergeben, wo Ulles gut und glücklich steht. Und wenn der Rest von meinem Leben mit diesem Tag zu Ende geht, so machest du durch Christi Blut auch meinen legten Abschied gut. 7. Wohlan, deß troft' ich mich im Glauben: im Glück und Unglück bin ich dein; aus deiner Hand kann mich nichts rauben. Drum soll mein stetes Denkmal sein, das s mir im Sinn' und Herzen liegt: Was mein Gott fügt, macht mich ic vergnügt. 817. Mel. Das walt mein Gott 2c. Voll zuversicht und kindlich frei Gott, vor 11 komm' ich aufs neu, dein Ungesicht. Ich preise dich und freue mich deiner Batertreue beim neuen Morgenlicht. 2. Ullmächtiger, wen deine Macht schüßt und bewacht, wie sicher ruhet der! Getrost, wenns um ihn stürmet, ruht er, von die al beschirmet, und froh erwachet er. hier jest auch vor dir. Du schůzek 3. Ja, Gütigster, froh steh ich hier jetzt auch vor dir. Du schüßest mich, o Herr, daß mich kein Une fall tödte. Mit jeder Morgenrothe stellst du mein Leben her. 4. Du heiligster, ach rechnet du mit Sünde zu, wo blieb ich Strauchelnder! Des Mittlers der Erlösten, deß will ich mich getro sten; auch mich begnadigt er. 5. Barmherzigster, wie våter lich ertrågst du mich, fehl' ich gleich oft und sehr! Ihm, der sich hin. gegeben für mich, ihm will ich le ben, und nie der Sünde mehr. DC 6. Ullwissender, ich trau' auf dich, du kennest mich; der Trost, wie süß ist er! uns, wenn wir Leiden au 2STC m Tageszeiten. Morgen. leiden müssen, von dir gefehn zu wissen, was ist erquickender? 7. und, Weisefter, du wogst uns dar, was heilsam war; was forgt ein Sterblicher, dem sein Ges fchick verborgen? Dich, Vater, laß ich sorgen, dich, meines Lebens Herr. 818. Mel. Warum betrübst du dich 2c. Ihm, der das Licht entstehen hieß, und mich gesund erwachen ließ, sei Preis und froher Dank. Des neuen Morgens Heiterkeit sei meinem Gott zuerst geweiht. 2. Sieh, Herr, ich unterwinde mich, mit dir zu reden. Staub bin ich, von deinem Hauch beseelt. Gleich is ein Todter lag ich hier, daß ich noch lebe, dank' ich dir. 3. Und jedes Gut, deß ich mich freu, empfang' ich jego wieder neu aus deiner milden Hand. Mein Tuge wird, wohin es blickt, von Bundern deiner Huld entzückt. 4. Dich, dem ich nichts vergelten kann, dich, Bater, bet' ich kindlich an. Ich opfre dir mein Herz. Ein Herz voll Dank und Zuversicht vers wirfst du, Hocherhabner, nicht. 5. O du, den meine Seele preift, wecke mich durch deinen Geist zu meiner Christenpflicht. Er helfe meiner Schwachheit auf, bis ich vollende meinen Lauf. 6. Ein gut Gewissen sei mein Theil. Dieß wirk' in mir, o Herr, mein Heil und segne meinen Fleiß. 529 Dir ist, was ich bedarf, bekannt, und Alles steht in deiner Hand. 7. Die Blumen Kleidest du mit Pracht, nährst jeden Vogel, Gott der Macht. Bin ich nicht mehr, denn sie? Ich werfe meine Sorg' auf dich: du, mein Erbarmer, forgst für mich. 819. Mel. Ich dank dir, lieber 2c. Lob sei Gott, der den Morgen uns sendet nach der Nacht; der, wenn wir ohne Sorgen sanft schlummern, für uns wacht; der uns im Schlaf erquicket, und unsre Kraft erneut; Gott, der die Erde schmücket, und was er schuf, erfreut. 2. Ihn preist der Engelheere frohlockender Gesang. Auf, singt. in ihre Chöre, in ihrer Jubel Dank. Ertönet, Harf und Psalter, ins Lied der Seraphim, dem Schöpfer, dem Erhalter. Lobsingt, lobsinget ihm. 3. Noch stärkst du mir dieß Leben, mein Gott, durch den ich bin; du hast es mir gegeben, und nimmst es wieder hin. Bald ist es ganz verschwunden; doch hängt an seiner 3cit und ihren schnellen Stunden das Heil der Ewigkeit. 4. Dieß reize meine Seele zum Fleiß im Guten an, daß ich nichts denk' und wähle, was dirmißfallen kann. Dann kann ich nicht verders ben, ich fürchte nicht den Tod: nicht werd' ich ewig sterben, nein, ewig leben, Gott. 2 1 5. D Verhalten zu besondern Zeiten. 530 5. O süßer, hoher Glaube: Ich werde nicht vergehn, und selbst, erweckt vom Staube, einst wieder auferstehn. Dieß laß mich nie ver gessen; und dieser Hoffnung voll, laß täglich mich ermessen, was einst ich werden soll. 6. Sollt' ich nach Reichthum trachten? Nie komm' es in mein Herz. Nach Ehr' und Wollust schmachten? Ihr Lohn ist Reu und Schmerz. Hienieden schon auf Erden soll meine Seele rein, ein Tempel Gottes werden, ganz ihm geheiligt sein. 7. 3war unvermischte Freuden sind nicht stets unser Loos; doch ist in unserm Leiden des Herrn Erbarmung groß. Wir leiden nicht vergebens, und schaun von ferne schon die Wonne jenes Lebens, der Ueberwinder Lohn. 8. Getroft, mein Geift, ermüde in deinem Kampfe nicht; dich stårket Gottes Friede mit Kraft und Suversicht. Ermuntre dich und streite, des Sieges Lohn ist nah. Getroft, vielleicht ist heute des Kampfes Ende da. 820. Mel. Gott des Himmels und der ic. Dir sei Preis, ich lebe wieder, Vater, und empfinde mich; auch erwachen meine Lieder und erheben dankbar dich: denn dein Aug' hat in der Nacht über mich, dein Kind, gewacht. 2. Wenn ich einst vollendet habe diese meine Pilgerzeit, ruh' ich auch also im Grabe, keime für die Ewigkeit. Auch in dieser langen Nacht wird mein Staub von dir bewacht. 3. Aber ich erwach' auch wieder, und mein Lobgefang mit mir, dann erschallen meine Lieder feuriger und reiner dir. Ewig wird der Mor gen sein, ewig schlaf ich nicht mehr ein. 4. Wach' auch über meine Tage, Bater, meine Zuversicht, daß mich keiner einst verklage, wenn du kommst zum Weltgericht; daß ich meiner Pflicht hier treu, und dort unerschrocken sei. 5. Keinen Tag zählst du verge bens, Gott, durch den ich bin, mir zu. Jeder ist ein Theil des Le bens, jeden, jeden richtest du. Lehr mich wachen, daß mir nie ungenügt ein Tag entflieh. 6. Heute leb' ich; las auch heute nicht umsonst mein Leben sein, laß einst nach vollbrachtem Streite die fes Tages auch mich freun. Redt zu handeln, gieb mir heut Stärkt, Lust, Gelegenheit. 821. Mel. Nun sich der Tag geendet zc. Nun ist es Tag. Mit frommen Dank verlaß ich Bett und Ruh. Herr, höre meinen Lobgesang, mein erstes Wort bist du. 2. Wie hat der Schlummer mich erquickt! Ich fühle neuen Muth; vor j T Tageszeiten. vor Tausenden bin ich beglückt, die nicht so sanft geruht. 3. Mein neues Leben dank' ich dir, dir die verjüngte Kraft; denn beides, Vater, hast du mir durch deine Huld verschafft. 4. Ich nehms aus deinen Håne den hin mit froher Dankbarkeit. herr, was ich habe, was ich bin, sei ewig dir geweiht. 5. Mein ganzes Leben preise dich, dein soll mein Herz sich freun. Nur, bester Vater, lehre mich, fromm und dir treu zu sein. 6. Der Erdenlüfte Eitelkeit be tücke nie mein Herz. Gieb Klugheit bei der Fröhlichkeit, und Måßigung im Schmerz. 7. Kurz ist der Eitelkeit Genuß, die mir die Welt versprach; und Reue, Marter und Verdruß folgt ihren Freuden nach. 8. Ich schwacher Pilger in der Zeit will ihre Lufte fliehn; nur um das Heil der Ewigkeit soll sich mein Geist bemühn. 9. Dann wird es niemals mich gereun, daß ich den Tag durchlebt; ich werde froh und selig sein, wenn man mich einst begräbt. 822. Mel. Hier lieg' ich nun it. Mein erster Wunsch, mein innige stes Bestreben ist, Herr, mein Gott, dich würdig zu erheben. Unend lich groß ist deine Batertreu, mit jedem Tag' ist deine Güte neu. Morgen. 531 2. Die Sonn' enthüllt den Schauplag deiner Werke, und alles zeugt von deiner Huld und Stärke; sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt rastlos hin und strahlt zu deinem Preis. 3. Die Erd' ist dein, und du re3. Dice gierst dieß Ganze. Vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze seh' ich, wie groß sich deine Güte zeigt; fie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 4. Und sie umfaßt auch mich. Du, Höchster, denkest an mich, den Staub. Der du die Himmel lenkeft, du forgst für mich. Gott, wie vergelt' ich dir? Ein dankvoll Herz, das bring' ich dir dafür. 5. Nimms gnädig an. Gedenk nicht meiner Sünden, durch deinen Sohn laß mich Vergebung finden. Er, welcher nie ein gläubig Fichn verwarf, erlaubts, daß ich dich Vater nennen darf. 6. So will ich denn mit kindlichem Vertrauen auf dich allein, so lang ich lebe, schauen; du bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, mein starker Fels, mein Helfer immerdar. 7. Du weißt, wie lang' ich hier noch wallen werde. Fällt ohne dich kein Sperling auf die Erde, fo nimmst du, Herr, auch meines Lebens wahr; mit Namen kennst du mich, und zählst mein Haar. 8. Mein Heitand, gieb mir Kraft zum neuen Leben, gieb mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, das du, o Herr, uns hinterlassen 212 haft: Verhalten zu besondern Zeiten. 532 haft: dein Joch ist sanft, und leicht ist deine Last. 9. Dein Auge sieht die Schwå chen meiner Seele; verwirf mich nicht, erbarm dich, wenn ich fehle. 3u dir hinauf fleht meine Seele stets, und du vernimmsts, Erhörer des Gebets. 823. Mel. Wer nur den lieben Gott se. Mein Gott, auch dieser neue Morgen verkündigt deine Gnade mir. Mit mir erwachen meine Sorgen, jedoch auch mein Vers traun zu dir. Ich werfe meinen Kummer hin auf dich, durch den ich leb' und bin. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo alles Wohl sich mischt mit Weh, und ich, zu größerer Beschwerde, so manchen Fehltritt noch begeh. Gott, der mich schüßet und ernährt, wär' ich doch deiner Liebe werth. 3. Laß den Entschluß mein Herz erfüllen, stets gern zu thun, was dir gefällt., Es gehe mir nach deinem Willen, o weiser Herrscher aller Welt. Schließ mich in deine Vorsicht ein, so bin ich todt und lebend dein. 4. Vergieb mir, Vater, alle Sünde, vergieb, was ich nicht recht ges than; nimm mich zu deinem Gnadentinde um meines Mittlers Willen an. In seinem Namen fleh' ich dich: er litt' und starb ja auch für mich. 15. Hilf du du in allen Sachen ra then: denn wo wär' ich mir selber gnug? Behüte mich vor Missetha ten, vor böser Menschen Lift und Trug. Führ du mich selbst auf cb. ner Bahn, und was ich thu, sei wohlgethan. 6. Bewahre mir Leib, Seel' und Leben, Verwandte, Freunde, Ehr' und Gut. Willst du mir Kreuz zu tragen geben, so stárke mich mit Troft und Muth; und willst du mich mit Glück erfreun, so las mich dir auch dankbar sein. 824. Mel. Aus meines Herzens Gr. 26. Des Morgens erste Stunde soll dir, Gott, heilig sein. Mein Herz ftimmt mit dem Munde zu Dankges sången ein. Ob ich dein Lob hier schon mit schwachen Lippen lalle, so weiß ich, es gefalle dir doch durch deinen Sohn. 2. Auch mich hat deine Gnade in dieser Nacht bedeckt; mich hat kein Schmerz, noch Schade verleget und erschreckt; der Schlaf hat mich er quickt; ich bin mit frischen Kräf ten zu des Berufs Geschäften durch deine Huld beglückt. 3. Gieb Gnade mir auch heute, daß ich gewissenhaft dem Bösen wis derstreite, gestärkt durch deine Kraft. Den ganzen Tag laß mich vor deinen Augen wandeln, fromm denken und fromm handeln, aus Liebe gegen dich. 4. Bei Tageszeiten. Morgen. 4. Bei Fleiß und Arbeit schleiche fein Geiz sich in mein Herz, leicht rühre, leicht erweiche mich meines Nächsten Schmerz. Kein Glück, das Andern blüht, empore mich zum Neide; und kein Genuß der Freude verderbe mein Gemüth. 5. Bewahr' an diesem Tage mich vor Gefahr und Leid. Und trifft mich eine Plage, so gieb Ges laffenheit. Nur hilf, o Bater, mir, daß ich sie nicht verschulde, und dann sie christlich dulde voll Zuversicht zu dir. alie 6. Wie bald ists überwunden, das Leiden dieser Zeit! Auf we nig bange Stunden folgt Heil der Ewigkeit. Dieß stårke mich in Noth, daß ich nicht angstlich sage; am letzten meiner Tage sei dieß mein Trost im Tod. be m 825. Vor beinen Thron tret' ich hiers mit, o Gott, und dich demüthig wend doch dein gnådig. Ungesicht von mir, reuvollem Sünder, nicht. 2. Du schufft, von Vaterhuld erfüllt, mich, Gott, nach deinem Ebenbild; durch dich bin, web und lebe ich, vergehen müßt' ich ohne dich. 533 4. Verstand und Ehr' hab' ich von dir, des Lebens Nothdurft giebst du mir, dazu auch einen frommen Freund, ders treu im Glück und Unglück meint. 3. Errettet haft ou mich gar oft, ganz wunderbar und unverhofft, da nur ein Schritt, ja nur ein Haar mir zwischen Tod und Leben war. 15. Gott Sohn, du haft auch mir zugut vergoffen dein so theures Blut. Du bists, der liebreich für mich starb und mir des Vaters Huld erwarb. 6. Benn mein Gewissen mich vers klagt, und meine bange Seele zagt, so kann dein Mittlertod allein mir Trost und Freudigkeit verleihn. 7. Du bist mein Helfer allezeit, mein Heil, mein Trofst und meine Freud'; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort felig sein. 8. Gott, heilger Geist, du, dess sen Kraft ein neues Leben in uns schafft; ist etwas Gutes auch an mir, so ist es Alles ganz von dir. 9. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn', ihn meinen Herrn und Bater nenn', und daß, wie mich dein Wort gelehrt, mein Herz ihn kind. lich liebt und ehrt, 10. Daß ich zur Prüfungszeit besteh', und nicht in Trübsal uns tergeh, daß ich im Herzen Trost empfind, zulegt mit Freuden übers wind. 11. Drum dank' ich dir mit Herz und Mund, o Gott, in dieser Undachtsstund für alle Güte, Treu' und Gnad, die meine Seet empfangen hat, 12. Und MALAW MOVIES 534 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgeſpannt. Mein Umt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schuß ich dir befehl.m 13. Von Herzen fromm sein, sei mein Ruhm, damit mein ganzes Christenthum aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht bloßer Schein und Heuchelei. 14. Erlaß mir meine Sündenschuld, und trage noch mit mir Geduld, zund' in mir Glauben an und lieb, zu jenem Leben Hoff nung gieb, 15. Ein felig Ende mir gewähr, am júngsten Zag erweck mich, Herr, daß ich dich schaue ewiglich. Durch Jefum Christ erhöre mich. Verhalten zu besondern Zeiten. 826. Mach' auf, mein Herz, und finge dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, dem treuen Menschenhüter. 2. Mit göttlichem Erbarmen bedecktest du mich Urmen; ich schlief in dem Vertrauen, der Sonne Licht zu schauen. 3. Und dieß, Herr, ist geschehen; ich kann das Licht nun sehen, von Noth blieb ich befreiet, dein Schuß hat mich verneuet. 4. Du willst ein Opfer haben. Hier bring' ich meine Gaben, mein dankendes Gemüthe lobsinget deiner Güte. 5. Das wirst du nicht verschmå= ben, du kannst ins Herze sehen, weißt, daß ich mich zur Gabe dir ganz geopfert habe. 6. Dein Werk wollst du vollenden, mir Hülf' und Beistand sen: den, und mich in meinen Tagen stets mit Verschonen tragen. 7. Sprich Ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste rathen; den Anfang, Mittel, Ende, ach Herr, zum Besten wende. 8. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise auf meiner Pilgerreise. 827. Mel. Ich dank dir schon durch u. Ich danke bir durch deinen Sohn, o Gott, für deine Güte, für deis nen Schuß von deinem Thron; dein freut sich mein Gemüthe. 2. Ich bitte dich von Herzens: grund, du wolleft mir vergeben all Sünd' und Fehl von jeder Stund aus meinem ganzen Leben. 3. Du wollest mich auch diesen Tag in deinem Schuß erhalten, und, daß kein Feind mir schaden mag, mit deiner Gnade walten. 4. Regier mich nach dem Willen dein, laß mich in Sünd nicht fal len, auf daß die mög das Leben mein und all mein Thun gefallen. 5. Denn ich empfehle Geist und Leib in deine Vaterhånde; in al ler Noth, Herr, bei mir bleib, mir deine Hülfe fende. 6. Erfahrung sagts: es ist in Noth der Menschen Schug verges bens; # 5 Tageszeiten. Morgen. bens; drum ftch mir bei, o treuer Gott, du Retter meines Lebens. 7. Allein Gott in der Höh sei Preis, sammt seinem eingen Sohne, dem heilgen Geiste gleicherweis. Gott herrscht im Himmelsthrone. 8. Er herrschet so gewaltiglich vom Anfang bis zum Ende. Gott Bater, Sohn und heilger Geist, gieb mir ein selig Ende. 828. Gott des Himmels und der E den, Bater, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält, 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Ungst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, und bei aller meiner Schuld mich noch trågst mit Vaterhuld. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; laß mich Gnade vor dir finden, glaubensvoll auf Jesum sehn, der für meine Missethat sich am Kreuz geopfert hat. 535 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort. Unter deinem Schuß allein kann ich froh und sicher sein. 4. Hilf, daß ich auch diesen Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 6. Meinen Leib und meine Seele, sammt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir empfehle, unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr' und Ruhm, seg= ne mich, dein Eigenthum. 7. Hülfe wollest du mir senden, wenn Gefahr und Noth mir droht, Alles mir zum Besten wenden, es sei Leben, oder Tod. Sterb' ich, o so bringe du mich zu deines Himmels Ruh. 829. Mel. Jesu Christ, mein's 26. heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte Einigkeit, Gott, Bater, Sohn und heilger Geist, an diesem Tag mir Beistand leist. 2. Mein Seele, Leib, Ehr, Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verleg, noch mich in Schand und Schaden sek. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geiftes Gnadenschein muss meines Herzens Freude sein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kråftig bei, o mein Erlöser, hilf mir frei, o Tröfter werth, weich nicht von 536 von mir, mein Herz mit deinen Gaben zier. Verhalten zu besondern Zeiten. 5. Herr, segne und behüte mich, erleuchte mich, Herr, gnädiglich, Herr, heb' auf mich dein Angesicht, und deinen Frieden auf mich richt. 830. Mel. D Jefu Chrift, mein's 2c. Gott ott Bater, dir, dir, Gottes Sohn, o du der Frommen Trost und Lohn, o Geist der wahren Heiligkeit, dir sei auch dieser Tag geweiht. 2. Nimm Seele, Leib, und Ehr' und Gut in deine våterliche ut, daß ich durch deine Gnade frei von Sünd', und Plag' und Schanden sei. 3. Bergieb mir, Vater, meine Schuld und segne mich durch deine Huld, o Jesu, bilde mich nach dir, o wohne, Geist des Herrn, in mir. 4. Laß, Gott, mein Schöpfer, laß mich dein, dein, o Gott, mein Erlöser, sein; sei nie von deinem Kinde fern, o Gott, mein Führer, Geist des Herrn. 5. Herr, segne und behüte mich, Herr, leite und regiere mich, Here, heb' auf mich dein Angesicht, entzeuch mir deine Gnade nicht. 831. Mel. Ich dank dir, lieber 2c. Dank sei Gott in der Höhe, in dieser Morgenstund, durch den ich heut aufstehe vom Schlaf frisch und gesund. Ich habe Schutz gefunden, und die Gefahr der Nacht ist glück lich überwunden durch Gott, der wo mich bewacht. Da 2. Dich will ich glaubig bitten, o Schuhherr Israel, du wollest ne treu behüten heut meinen Leib und de Seel. Laß unsre Obrigkeiten, laß Kirche, Schul, Gemein jetzt und zu allen Zeiten, dir, Herr, em pfohlen sein. 3. Erhalt durch deine Güte uns bei der reinen Lehr, vor Irrthum uns behüte, streit für dein Wort und Ehr, e, daß wir dich allzusammen loben in einem Geist, spre: chen: des Höchsten Namen ſei groß und hoch gepreist. 4. Dem Leibe wollst du geben Gesundheit, Nahrung, Fried, der Seel' ein christlich Leben und fröh liches Gemüth; daß wir in allen Ständen die wahre Frömmigkeit recht lieben, Fleiß drauf wenden als rechte Christenleut. 5. Gieb deinen milden Segen, daß wir auf dein Geheiß stets gehn auf guten Wegen, thun unser Umt mit Fleiß, daß Jedermann sein Nege auswerf und auf dein Wort den Trost mit Petro sche, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren, und der Gemein zu Nuk, das sucht der Feind zu wehren mit Lift und großem Truß. Doch kann er's nicht vollbringen, weil du, Herr Jesu Christ, regierst in allen Dins gen, und unser Beistand bist. 7. Wir U Tageszeiten. Morgen. 7. Wir sind ja deine Reben, der Beinstock selbst bist du, daran wir wachsen, leben, und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben, und wachsen immer mehr; laß dei nen Geist uns treiben zu Werken deiner Ehr. man di fiom 832, 10.01 Mel. Warum betrübst du dich e. Ermu rmuntre dich, Herz, Muth und Sinn: es ist die stille Nacht dahin, der Tag bricht nunmehr an. Bring' jeht in dieser Morgenstund dem Herrn ein dankbar Herz und Mund. 2. Uch wie viel tausend Ungemach, Verfolgung, Schrecken, Noth und Schmach, die dir der Feind be stellt, hat Gott schon von dir abgewend't. Wohl dem, der es nur recht erkennt. 3. Uch Herr, ich bin ja zu gering, daß du erzeigst mir solche Ding, die ich nie hab verdient. Gott, ohne deine große Güt wär' ich geblieben unbehüt't. 537 6. Damit ich ja nicht mit Bes dacht in schwere Sünde werd ges bracht, den Tod mich warnen laß. Dir ich empfehle Sinn, und Muth, den Leib, die Seele, Hab' und Gut. 4. Nun, Herr, ich seh, daß nichts als Gnad bei dir stets Statt gefunden hat, der ich genieße wohl. Uch laß auch nichts, denn Lob und Dank bei mir sein all mein Leben= 7. Wohlan, an mein'n Beruf ich geh, und anders nichts ich mich verseh zu meinem lieben Gott, als daß umschránke mich sein Schus; so biet' ich selbst dem Satan Truk. 833. Mel. Mein Gott, ich danke. Die stille Sonne strahlt herfürs fröhlich vom Schlaf aufstehen wir. Gott Lob, der die verfloßne Nacht so väterlich uns hat bewacht. dau 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd' und Schand durch deine Güt; laß ferner deine starke Macht uns treulich schüßen Tag und Nacht. 3. Hilf, daß gehorsam leben wir, nie, Höchster, widerstreben dir, vor Augen haben dein Gebot in allem Thun, in Glück und Noth. 4. Laß unser Werk gerathen wohl, das Jeglicher ausrichten soll, daß unsre Urbeit, Müh' und Fleiß gereich zu deinem Lob und Preis. 834. lang. Mel. Gott des Himmels und 2c. 5. Laß mich hinbringen diesen Tag, wie es dein heilger Bill Jesu Güte hat kein Ende, sie ist vermag, halt mich in deinem Schuß, laß immer mir vor Augen sein die legte Stund des Lebens mein. alle Morgen neu. Das beweisen Jesu Hände, die da schaffen, o der Treu, daß ich leb; doch ich nicht hier, sondern Christus lebt in mir; 2. Jesu Verhalten zu besondern Zeiten. 538 2. Jesu Hånde, die da sorgen, daß auf eine gute Nacht folget jegt ein guter Morgen, da man sicht: wie Gottes Macht mich, die Meinen, Hab' und Gut, hat beschüßt durch Jesu Blut. 3. Jesu, dir sei Dank gegeben für die Treue deiner Hånd, für die Gnade, für das Leben, und was fie mir zugewend't. Uch zich von mir bis ins Grab diese deine Hånd nicht ab. 4. Sie sinds ja, darein gegraben steht mein Nam mit deinem Blut, die mich selbst bereitet haben, mich gekrönt mit Himmelsgut; ja sie sinds, die bis anigt mich versorget und beschüßt.AIS 5. Laß sie weiter mich umfaffen, weil ich ihrer eigen bin, laß sie mich, mich sie nicht lassen. Dieses ist und bleibt mein Sinn: Sünde, dir entfage ich, Jesu, dir ergeb' ich mich. 6. Ja nimm mich in deine Hånde, schließ mich in des Vaters Herz und in deine Huld behende, in dein Leiden, Tod und Schmerz, in des höchsten Trösters Hand, schließ mich, und die mir verwandt. 7. Uch mit Segen ob mir walte. Im Gebete stärke mich, in dem Glauben mich erhalte, und daß Gott gefalle ich, laß mich, deines Geistes voll, leben, leiden, sterben wohl. 8. Mach mich los von meinen Sünden, laß mich einen gnådgen Gott und ein gut Gewissen finden; wend'ab Schrecken, Angst und Noth, steh mir bei, damit ja hier nichts Verdammlichs sei an mir. 9. Sei du Ulles mir in Allen, meine Hülfe, was ich thu, mein Stab, wenn ich bin gefallen, mein Schuß, wenn ich geh zur Ruh, mei: ne Freude, wenn ich wach, mein Arzt, wenn ich krank und schwach. 10. Sei mein Leben, weil ich lebe, und verbleibe ja bei mir, wenn ich meinen Geist aufgebe, den ich dir empfehle hier. Mach' ihn alles Leidens los, nimm ihn auf in deinen Schoos. 11. Ich indeß bin voll Vergnü gen, halt' es für die größte Freud, daß in deinen Armen liegen, ich, die Meinen, Land und Leut. 3 leb', oder sterbe nu, weiß ich, daß ich in dir ruh. 835. Mel. Mein Gott, ich danke dir 20. Des Morgens, wenn ich früh auffteh, des Abends, wenn zu Bett' ich geh, sehn meine Augen nur auf dich, Herr Jesu, dir empfehl' ich mich. 2. Erbarm dich, Jesu, gnädig mein, so kann ich ruhn und sicher sein mit Leib und Seele, Hab' und Gut; ein Segensquell ist mir dein Blut. 3. Denn, o Herr Christ, am Kreuzes stamm dein heilger Tod die Sund' hinnahm. Drum ich wach' oder schlafe ein, wirst du, Herr, allzeit bei mir sein. 4. Dein Engel mir stets halte Wacht, darum ich Noth und Tod nicht Tageszeiten. nicht acht: denn wo ich bin, bist du bei mir, mein Glück und Kreuz fommt nur von dir. 5. Ich leb', oder sterb, so bin ich dein. Dir, Herr, dir meine Seel' allein befehl' ich jetzt und auch im Tod, nimm sie zu dir, o treuer Gott. 5. Gedenk' auch heute, Herr, an mich. Wenn sich Gefahren nahn, so nimm dich meiner väterlich um Jesu willen an. 6. Und du, mein Jesu, gieb mir Kraft, steh deinem Freunde bei, das mit ich fromm, gewissenhaft in meinem Wandel sei. Morgen. 539 8. Im Glauben erst, und dann im Schaun wird er es ewig sein. So will ich denn mich dir vertraun, um ewig mich zu freun. 836. Mel. Nun sich der Tag geendet zc. Vergangen ist auch diese Nacht, enden kann. ein neuer Tag erscheint. Ich ruhte sanft; wer hat gewacht? Du, Gott, mein Herr und Freund. 2. In deinem Schuße schlums mert' ich, beschirmt durch deine Macht, kein Unfall traf und schreckte mich, ich ward von dir bewacht. 3. Wie manche mir verborgne Noth entfernte deine Hand! Auch einen bösen schnellen Tod hat sie von mir gewandt. 4. Wie dank' ich, Bater, die das für? O könnt' ich dankbar sein! Mein ganzes Herz ergeb' ich dir; auf ewig sei es dein. 7. Entferne, Heiland, mein Gemuth von aller Eitelkeit: denn selig ist, der auf dich sieht, schon selig in der Zeit. 9. Sei du nur mein, und treib mich an zu jeder guten That; und ewig selig sag' ich dann: Wohl dem, der Jesum hat. 10. Nun dann so fang' ich meine Werk in Jesu Namen an; er gebe mir Gedeihn und Stärk, daß ich sie Puni 837. Mel. Ich dank dir, lieber zc. Es hat uns heißen treten, o Gott, dein lieber Sohn mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit theurem Umen Erhörung zugesagt, wenn man in seiz nem Namen nur bittet, fleht und klagt. 2. Darauf komm' ich gegangen in dieser Morgenstund', ach laß mich doch erlangen, was ich aus Herzensgrund von dir, mein Gott, begehre im Namen Jesu Christ, und gnädig mir gewähre, was Seelen nüglich ist. 3. Nicht bitt' ich, mir zu geben aus deiner Vaterhand Geld, Gut und langes Leben, und Ehr' und hohen Stand: denn dieses ist nur nichtig, und lauter Eitelkeit, vergånglich, schwach und flüchtig und schwindet mit der Zeit. 4. Sch 540 4. Ich bitte mir zu schenken ein frommes, keusches Herz, das nims mermehr mag denken auf unerlaubs ten Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, Gott, himmelan, und alle Luft verdammet der lasters vollen Bahn. Verhalten zu besondern Zeiten. 5. Hernach laß mich gewinnen, nach deiner großen Kraft, Kunst, Weisheit, kluge Sinnen, Verstand und Wissenschaft, daß all mein Thun und Handet dir mög gefällig sein; laß vor der Welt mein'n Wandel sein ohne falschen Schein. 6. So wird von jenem Ullen, von Leben, Ehr und Geld, auf meine Seite fallen, so viel dir, Gott, ge= fällt. Man muß die Seel' erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schon beglücken. Glück folgt der Zugend nach. Für die Jugend. 838. Mel. Wach' auf, mein Herz ze. Ich will vor allen Dingen, o Vas ter, dir lobsingen: denn du hast mir mein Leben von Neuem jegt gegeben. 2. Mich hat kein Leid gewecket, dein Schuß hat mich bedecket. Ich fet' erfreut die Meinen, und deine Gonne scheinen. 3. Mit dankendem Gemüthe ets heb' ich deine Güte, mein Vater, dir gefalle der Dank, den ich die talle. Han b 4. O Gott, deß ich mich freue, dir sei auch jest aufs neue mein ganzes Herz und Leben zum Eigen. thum' ergeben. 3. Bewahre meine Seele, daß sie nichts Böses wähle, und schmücke meine Jugend mit Beisheit, Gnad' und Zugend. 6. Was ich zu diesem Leben be darf, wirst du mir geben, und heut auch vor Gefahren mich väterlich bewahren. 839. Mel. D Gott. du frommer Gott Du, unfrer Jugend Gott, du Ba ter und Regierer, sei du, wir flehn vereint, auch heute unser Führer. Du kennest, was uns fehlt, weißt, daß uns Kraft gebricht, o send' aus heil'ger Höh' uns deiner Weis heit Licht. 2. Gieb uns Beständigkeit im Eifer unsrer Pflichten. Lehr' uns den Bruder mild, und streng uns selber richten. Von Trug und Heuchelei sei unsre Seele rein, des Bös sen laß sie nie, sich nur des Guten freun. 3. Stets strebe unser Chor, dir ähnlicher zu werden, erhabnes Tu gendbild, selbst Pilger einst auf Ers den, o Jesu, Heiligster. Du lebs test uns zugut; gieb uns, uns dir zu weihn, Entschluß und Kraft und Muth. Mittag. Tageszeiten. Mittag. 541 non 4. Großer Gott, wir bitten dich: sach regier uns gnåbiglich, daß wir folches recht verstehn, stets auf deinen Wegen gehn, christlich hals ten rechte Maß, fliehen Sorgen, Neid und Haß, ehren dich ohn Unterlaß. mod 5. Gott, durch Jesum singen wir, danken, danken, Vater, dir, daß du mildreich uns gespeist, deine Lieb an uns beweist. Gieb Gedeihen auch dazu und Gesundheit, schenke du unserm Geiste Stärk' und Ruh. Mittag. 840. Mel. Vor deinen Thron tret' ich. Du schenkst uns, Gott, so våter. lich jetzt Speis und Trank; wir preisen dich. Denn Alles, was uns stärkt und nährt, wird uns durch beine Huld gewährt. 2. Sieh, deine Gaben nehmen wir mit Freuden, Bater, hin von dir; o laß uns den Genuß gedeihn, und dir dafür auch dankbar sein. paryd 841. Mel. Singen wir aus Herzens ze. Christen, singt aus Herzensgrund, finget Gott mit eurem Mund, der uns so viel Gut beweist, väterlich uns Alle speist. Gott, der Bich und Bogel nåbrt, hat auch gnädig und gewährt das, was wir anjest vergehrt. 2. Mit des Lebens erster Kraft wird uns Nahrung schon verschafft. An der mütterlichen Brust findet fie das Kind mit Luft. Und mit welcher Freundlichkeit hat uns Gott nachher erfreut in der ganzen Lebenszeit. 3. Gott versorget und ernährt, was nur lebet auf der Erd: sie ist seiner Güte voll, Ulles dient zu unserm Wohl. Täglich giebt er unser Brot; was uns nußt, was uns ist noth, was vergnügt, das fchaffet Gott. 842. Mel. Lobet den Herrn, denn er 2. Lobfingt, lobsingt Gott, lobfingt, lobsingt Gott: denn er ist sehr freundlich. Es ist sehr köstlich, unfern Gott zu loben, unsern Gott zu loben; schön ists und lieblich, Gots tes Lob zu hören. Gott sei gelobet. 2. Singt miteinander, singt mit einander unserm Gott mit Danken, lobt ihn von Herzen, unsern Gott, den Werthen::,: denn er ist mächs tig und von großer Stärke. Gott sei gelobet. 3. Er kann den Himmel, er kann den Himmel mit Wolken bedecken, giebt Thau und Regen, wenn er will, auf Erden,:,: läßt wachsen Gras und Nahrung auf den Bergen. Gott sei gelobet. 4. Der allem Fleische, der allem Fleische giebet seine Speise, dem Vieh sein Futter, väterlicher Weis se,:,: den jungen Naben, die am Morgen rufen. Gott sei gelobet. 5. Kein 542 Verhalten zu besondern Zeiten. 5. Kein Wohlgefallen, kein von deiner Vaterhuld mehr Proben Wohlgefallen hat er an der Står noch zu sehn. ke, noch an der Macht der Stolzen dieser Erde;:,: er hat Gefall'n an denen, die ihm trauen. Gott sei gelobet. 6. So dankt dem Schöpfer, so dankt dem Schöpfer, Schöpfer aller Dinge, von ihm sehn alles Gute wir entspringen.:,: Mit Speip und Freuden fällt er unsre Herzen. Gott sei gelobet. 7. O Jesu Christe, o Jesu Christe, Sohn des Allerhöchsten, gieb du die Gnade allen frommen Christen,:,: daß sie dein'n Namen ewig preisen. Umen. Gott sei gelobet. 843. Mel. Nun danket Alle Gott ic. Wir danken freudig dir für alle deine Gaben, die wir, o Vater, jest von dir empfangen haben. Ge fundheit giebst du uns, und Nah rung, die erfreut; hier einen froz hen Muth, dort deine Seligkeit. 2. Laß nie undankbar uns, wie gut du bist, verkennen; von wahrer Dankbarkeit laß unser Herz ents brennen. Mach' uns gehorsam dir, mach' im Beruf uns treu, daß un=" fer ganzes Thun dir wohlgefällig fei. 3. Wenn deine Huld uns schon auf Erden so beglücket, wie wird uns sein, wenn uns dein Himmel einst entzücket! Führ' uns dahin, um dort dich mehr noch zu erhöhn, 844. Mel. Singen wir aus Herzens ic. Singt dem Herrn Lob, Preis und Dank; froh erheb' ihn mein Ge fang, ihn, der täglich uns ernährt täglich uns viel Guts gewährt. Er, reichlich hat gespeist, sei von uns der unser Bater heißt, der uns auch jest gepreist. 2. Ja mit Freuden singen wit Dank und Bob, Versorger, dir. Doch erhör' auch unser Flehn, lehr du uns die Kunst verstehn, deiner Gut' uns recht zu freun: laß uns fromm und måßig sein, Uebermuth und Wollust scheun. 3. Segn' uns ferner, unser Gott. Gieb uns unser täglich Brot; it den laß zu seinem Heil nehmen sein bescheidnes Theil; schenk uns, Herr, Bufriedenheit, Glück, Ge sundheit, Einigkeit, Fried', und einst die Seligkeit. Abend. 845. Mel. In dich hab' ich gehoffet it. Für alle Güte sei gepreift, Gott, Vater, Sohn und heilger Geist. Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir gethan, mir Tageszeiten. Abend. mir mein Gebet gewähret; haft våterlich mein Haus und mich de chüßet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk, der Geist, mit dem ich dein gedenk, ein ruhiges Gemüthe; was ich vermag bis diesen Tag, ist Alles deine Güte. 4. Sei auch nach deiner Lieb' und Macht mein Schuß und Schirm in dieser Nacht; vergieb mir meine Sünden. Und kommt mein Tod, mein Herr und Gott, so laß mich Gnade finden. 846. Mel. D Welt, sich hier dein 2c. Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet' ich findlich an. Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemüthe freu' ich mich deiner Gute, ich freue mich in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Wer le, und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaus bens sehn. 543 Gnaden, und in dem Himmel ist mein Theil. 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in 5. Bedeckt mit deinem Segen eil' ich der Ruh entgegen; dein Name sei gepreist. Mein Leben und mein Ende ist dein, in deine Hände bes fehl' ich, Bater, meinen Geist. 847. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. So flichen unsre Tage hin. Auch dieser ist nicht mehr. Die Nacht, der Müden Trösterin, eilt wieder zu uns her. 2. Nur du, Herr, bleibest, wie du bist, du schläfft und schlummerst nicht, die Finsterniß, die uns umschließt, ist deinem Auge Licht. 3. Dir übergeb' ich voll Vertraun mich auch in dieser Nacht. Und wovor sollte mir denn graun? mich schuset deine Macht. 4. Hab' ich an deiner Gnade nur noch Theil, o Herr, mein Gott, so fürcht' ich keine Kreatur und scheue nicht den Tod. 5. 3war ich erkenne meine Schuld, mit Reue fühl' ich sie; doch, mein Versöhner, deine Huld, wie troftvoll ist mir die. 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin, und weiß, wie sicher ich im Schatten deiner Flügel bin; du wachest über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir. Herr Jesu, du allein sei mein Gedank'; o weihe dir mein Herz zum Tempel ein. 8. Viel 544 18. Vielleicht ist dieß die teste Nacht in meiner Pilgerzeit; dann führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit. Verhalten zu besondern Zeiten. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir; ja dein bin ich auch todt; du, mein Erretter, bist bei mir, und hilfst aus aller Noth. 848. Mel. Herzliebster Jesu, was haft 2c. 2 Entflohen sind auch dieses Tages del di 2. Des Lebens Müh' und Elend zu versüßen, giebt uns der Herr viel Freuden zu genießen. Und welche Güter schenkt er unsern Seelen? Wer kann sie zählen! Stunden, an dem wir noch des Lebens Glück empfunden. Mit frohem Nacht und Stille führen wieder Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den wir leben. 3. Noch immer läßt er uns Er barmung finden. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden. Wir häufen Schuld auf Schuld; er läßt uns leben, und will vergeben. 6. War dieß für uns der legte Tag auf Erden, soll unser Schlaf ein Todesschlummer werden, dann weckst du uns, die wir uns dir ers geben, zum ewgen Leben. 7.8 7. So legen wir getroft zur Ruh' uns nieder. Sehn wir ers freut die Morgensonne wieder, so preifen wir mit heiterem Gemüthe, Herr, deine Güte. 4. Wie unwerth sind wir, Vater, deiner Treue! Prüf unser Herz, es flehet dir voll Reuc. Uch laß es uns von dir, im Glauben stillen, um Christi willen. 5. Uns wohlthun, ist dein göttli ches Vergnügen. Dein Aufsehn schüßt uns, wenn wir hülflos liegen und, wie entseelt, umhüllt von Finsternissen, von uns nichts wis fen. 849. onu 79 Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. uns den milden Schlaf herzu; die von Arbeit matten Glieder sehnen sich nach ihrer Ruh. Aber du vers faume nicht, meine Seete, deine Pflicht, dich zu Gott noch zu erhes ben, seinem Schuß dich zu ergeben. 2. Prüfe dich vor ihm, o Seele. Nüßtest du auch deine Zeit? Wärst du, wenn er dirs beföhle, vors Ge richt zu gehn bereit? Uch erwäg es: Eins ist noth. Denk an Gott und an den Tod; eile, dich ihm zu ergeben: nur bei ihm ist Heil und Leben. 3. Herr, ich muß es dir gestehen, oft vergaß ich meine Pflicht. Uch du hasts, du hafts gesehen; aber schon' und richte nicht. Mein Vertrauen gründet sich nur auf deinen Sohn und dich, der du auch die Sünder liebest, lieber wohlthust, als betrübest. 4. Herrscher über Tod und Le ben, nimm dich meiner gnädig an. Tageszeiten. Abend. 545 Du allein bists, der vergeben und 5. Mein Herz vergeffe nimmer mein Herz noch bessern kann. Sich, ich komm' und suche dich; und mein Mittler spricht für mich Darum laß mich Gnade finden und vergieb mir meine Sünden. 5. Leb' ich morgen, o so leite meinen Gang auf deiner Bahn; nimm dich dann, daß ich nicht gleite, mächtig meiner Schwachheit an. Gieb auf meiner Pilgrimschaft deinen Schuß und deine Kraft, fröhlich geb' ich dann am Ende meinen Geist in deine Hände. 850. Mel. D Welt, sich hier dein 2c. Zu unserm Besten wendet Gott Alles. Liebreich sendet er auch die Nacht uns zu, hüllt uns in stille Schatten, erquicket dann die Matten im sichern Schlummer durch die Nuh. 4300 14 14 2. In unermeßner Ferne erzáhlen tausend Sterne die Größe ſeiz ner Macht. Ich falle vor ihm nieder und singe meine Lieder dem, der sie schuf und mich bewacht. 3. Er, der den Mond bereitet, die Sterne zählt und leitet, ist auch von mir nicht fern. Zu seines Himmels Höhe blick' ich ema por, und flehe: denn meine Hülfe kommt vom Herrn. 4. Wer bin ich? Staub und Sünder. Doch, Vater deiner Kinder, auch mich begnadigst du.. Wenn stillgeweinte 3ähren dir meine Reu erklären, so ruft dein Sohn mir Gnade zu. der Vaterhuld, die immer mich trågt, mich nie vergißt; und meine Seele preise den Höchsten, der so weise, so gütig, als allmächtig ist. 851. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. Wer unter deinem Schirme ruht, o Gott, von dir bewacht, der trott mit unerschrocknem Muth dem Grauen dunkler Nacht. 2. Aus öder, stiller Finsterniß, sing' ich dir, Herr, ein Lied; mein Herz frohlockt und ist gewiß, daß mich dein Auge sieht. 3. Der Tag ist schnell dahin geeilt, und deine Baterhand hat mir viel Gutes zugetheilt, viel Böses abgewandt. 4. Auch in der Noth, und wenn ich litt, nahmst du dich meiner an; und so ist nun ein neuer Schritt zur Ewigkeit gethan. 5. Gott, wie ist deiner Huld so viel! Du machst die Prüfung leicht. Die Tage fliehn; bald ist mein Biel der Pilgrimschaft erreicht. 6. Doch dir befeht' ich meine 3eit; so lang' es dir gefällt, o Vater der Barmherzigkeit, leb' ich auf dieser Welt. 7. Ich trau' auf dich, und zittre nicht; kein Unfall wird sich nahn: denn du bist meine Zuversicht, von meiner Jugend an. 8. Mit Finsterniß umringt, schließ ich die Augen betend zu; doch du, mein Vater, bist um mich und fegnest meine Ruh. Mm 852. Mel. 546 Verhalten zu besondern Zeiten. 852. Mel. D Welt, sich hier dein ze Nun un sinkt die Sonne nieder, die stille Nacht kommt wieder und mit ihr Schlaf und Ruh; sie schenkt uns neue Kräfte, beschließt des Tags Geschäfte und drückt die müden Augen zu. 2. Noch wach' ich und erzähle mit tief gerührter Seele, was Gott an mir gethan. Mit dankendem Gemüthe lobsing' ich seiner Güte; er hort mein frommes Loblied an. 3. Von ihm kommt jede Gabe, das Leben, das ich habe, die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, mein Schuß und treuer Spüter, der, wenn ich schlummre, für mich wacht. 4. Er läßt es finster werden und hüllt den Kreis der Erden in schwarze Dunkelheit; doch auch in dunkler Stille wohnt er mit seiner Fülle und zeigt mir seine Herrlichkeit. 5. Er führt aus dunkler Ferne den Mond und tausend Sterne mit Majestät herauf. Sie leuchten, ihm zur Ehre, hoch über Erd' und Meere, und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Voll Majestät und Stärke stehn lauter Wunderwerke in seiner Schöpfung da. Wie kann ich dirs vergelten? Du, Gott und Herr der Welten, warst auch mir Armen heute nah. 7. Woher mein Glück, mein Le ben? Gott ists, der mirs geges ben, Gott ists, der für mich wacht Woher auf meinen Wegen so mancher reiche Segen? Gott ists, der Alles wohl gemacht. 8. Gott, groß von Macht und Treue. Jeßt, da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die müden Glieder in deinem Namen nieder, so wachest du; ich sorge nicht. 9. Soll mir der Schlaf zum le ben verneute Kräfte geben, so will ich deß mich freun; soll er mein Leben enden, so wirst du mich vollenden, mein Gott auch noch im Tode sein. 853. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 26. Sie ein Geschwäß des Tage ver fließt die Zeit, die mir geliehen ist, sie rauscht vorbei schnell, wie ein Bach; und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach. 2. Die Ewigkeit, die Ewigkeit ergreift mich nach durchlebter Zeit; ich sei alsdann auch, was ich sei, ein Sünder, oder Gott getreu. 3. Da wall' ich hin, da wartet mein das Anschaun Gottes, oder Pein. Uch Gott, mein Heil und mein Vertraun, laß mich dein herrlich Untlig schaun. 4. Du träufelst auf die Müden Ruh', und wenn wir schlummern, wacheft du. Uch wie viel Sec len wallen nicht im Schlummer hin vor dein Gericht! 5. Wir Tageszeiten. Abend. 5. Wir sind nur, wie ein Schlaf vor dir; wie Gras, so blühn und welken wir. Du foderst uns vor dein Gericht; vor dir besteht kein Sünder nicht. 6. Verzeihe denn nach deiner Huld auch mir, Erbarmer, meine Schuld, schenk mir an Jesu Christo Theil, und deine Gnade sei mein Heil. 7. Gieb du die wahre Weisheit mir, daß ich nichts fürchte außer dir, so schlaf' ich mit dem Troste cin: ich sei im Tod und Leben dein. 8. Und fürchte nicht, von dir bewacht, des Todes Schlaf, des Grabes Nacht. Du, Gott, bist meine Zuversicht, und läßt mich auch im Tode nicht. 547 best? womit verdien' ichs, daß du mir so vieles Gute giebest? Erbarmen ist es bloß. Reiß, Seele, reiß dich los vom Eiteln, das das Herz beschwert. Gott, Gott allein ist liebenswerth. 854. Mel. Der lieben Sonne Licht ac. Preis sei dir, meinem Gott, gebracht, jegt, da der Zag sich neiget, jest da des Sternenhimmels Pracht von deiner Allmacht zeuget. Dich, Herr, lobt jeder Stern und ruft: Auf, lobt den Herrn! Erheb dich, Seele, lob erfreut den Herrn des Himmels und der Zeit. 2. Wie groß, wie unermeßlich ist, Gott, deine Macht und Stärke! Daß du der Allerhöchste bist, sagt jedes deiner Werke. Mit göttlich weiser Macht regierst du Tag und Nacht; das, was du schufft, thut dein Gebot und dienet dir, dir, seinem Gott. 3. Was bin ich, großer Gott, vor dir, daß du mich täglich lie4. Mir ward der Tag, der nun vergeht, durch dich zum Gnadentage; dein Urm, dem Niemand wi dersteht, beschüßte mich vor Plage. Du gabst mir was ich bat; bei Allem, was ich that, ward mir durch Glück und Segen klar: daß Gott mein Freund und Helfer war. 5. Gieb nach der sanften Ruh der Nacht mir einen frohen Morgen. Du thusts. Nun, da dein Auge wacht, so schlaf' ich ohne Sor= gen. Ich wach' und schlafe dir: du, Herr, bist stets bei mir. Uch Gott, du, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Tode nicht. 855. Mel. Ich dank dir schon durch 2c. Wie schnell ist mir der Tag entflohn, den ich durchlebet habe! Bollendet ist nun wieder schon ein neuer Schritt zum Grabe. 2. Herr, lehre mich die Flucht der Zeit mit stillem Ernst bedenken, wenn in des Lebens Eitelkeit mein Herz sich will versenken. 3. Damit ich jeden Abend mich in Zukunft frommer finde, so tödte selbst, das bitt' ich dich, in mir die Macht der Sünde. 4. Mit Glauben, der dich thåtig preift, schmůck', Hochfter, meine Mm 2 Seele, 548 Seele, und warne mich durch dei nen Geist, so oft ich strauchelnd fehle. 5. Dir dank' ich, Vater, für die Huld, die du mir heut erwiesen. Du trågst mich Sünder mit Geduld, sei hoch von mir gepriesen. 6. Sich ferner mich in Gnaden an, vergieb mir meine Sünden und laß mich auf der Jugendbahn der Seele Frieden finden. 7. Wenn meine matten Glieder nun vom Schlaf gefesselt liegen, so laß mich sanft und sicher ruhn, bis Nacht und Schlaf verfliegen. Verhalten zu besondern Zeiten. 856. Mel. D Welt, sich hier dein 2c. Lobsinge, Seel', und sage, wie auch an diesem Tage dein Gott dir wohlgethan. Ja dankend fall' ich nieder, und bringe meine Lieder; o Bater, nimm sie gnådig an. 2. Dein ists, daß ich noch lebe, jetzt deine Treu erhebe, mich deiner Liebe freu. Du gabst mir Speis und Freuden, bewahrtest mich vor Leiden, und standst mit deiner Kraft mir bei. 3. Du lenktest Thun und Dichten, da mir bei meinen Pflichten so Manches widerstand. 3u jeglichem Geschäfte verliehst du Luft und Kräfte, und führtest mich an deiner Hand. 4. 3war wank' ich oft und gleite, ich weiß, mein Gott, auch heute sind meiner Fehler viel; doch du haft mich geleitet, und, wenn mein Fuß gegleitet, doch nicht gestattet, daß ich fiel. 5. Stets bist du hoch zu loben. Von deiner Liebe Proben zeugt nicht der Tag allein; Gott, deine Liebe wollte, die stille Nacht auch sollte für mich reich an Erquik kung sein. 6. Ich darf nicht ängstlich bes ben: denn du bewahrst mein Leben, du selbst, der mir es gab. Bis ich es hier beschließe, dort dei nes Lichts genieße, ziehst du von mir die Hand nicht ab. 7. Nun, Vater, ich befehle dir fröhlich Leib und Seele und schlaf in sichrer Ruh. Ich trau' auf deine Gnade; was ist wohl, das mir schade? Allmächtiger, mein Schu bist du. 857. Mel. In dich hab' ich gehoffet ze. Mit meinem Gott geh' ich zur Ruh und thu' in Fried mein Augen zu: denn Gott im Himmelsthrone stets für mich wacht bei Tag und Nacht, auf daß ich sicher wohne. 2. Herr, meinen Geist befehl' ich dir. Mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm michh in deine Händes o treuer Gott, aus aller Noth hilf mir an meis nem Ende. 3. Unbetung, Ehr' und Herr lichkeit sei dir, Gott Vater und Sohn, bereit, dem heilgen Geist mit Namen. Die göttlich Kraft mach' Tageszeiten. Abend. mach' uns siegħhaft, durch Jesum Christum. Amen. 858. Nun sich der Tag geendet hat, die Sonne nicht mehr scheint, schläft Alles, was sich abgematt't, und was zuvor geweint.. 2. Nur du, Herr, bleibest, wie du bist, du schläfft und schlummerst nicht, die Finsterniß, die uns umschließt, ist deinem Auge Licht. 549 10. Und also leb' und sterb' ich dir, dir, meinem Herrn und Gott; im Tod und Leben hilf du mir aus aller Ungst und Noth. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich in dieser finstern Nacht und schenke mir nur gnädiglich den Schirm von deiner Wacht. 4. Wend' ab der Feinde Wütherei durch deiner Engel Schar, ſo bin ich aller Sorgen frei, und bringt mir nichts Gefahr. 5. 3war fühl' ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an; ach aber, deines Sohnes Huld hat gnug für mich gethan. 6. Den fet' ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vor Gericht. Ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. 7. Drauf thu' ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh; wer wollte traurig sein! 8. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf, ich baue jest in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 9. Soll diese Nacht die lehte sein in diesem Erdenthal, so führ mich in den Himmel ein zur Aus erwählten Zahl. 859. Mel. O Jesu Christ mein's 2c. Nun ist vollbracht auch dieser Tag. Mein Gott und Herr, dir Lob ich sag, daß du durch deine große Gut an Seel' und Leib mich haft behüt't. 2. Was ich verbrochen hab' an dir, das wolleft du vergeben mir. Laß über mich doch jederzeit obs walten deine Gütigkeit. 3. Darauf, Ullmächtiger, befehl' in deine Hånd' ich Leib und Seel'; ich thue nun mein Augen zu und schlafe ein in Fried' und Ruh. 4. Dein heilger Engel mich bewach vor allem Leid und Ungemach; durch Jesum Christum bitt' ich dich, du wollst mich schüßen gnädiglich. 5. Verleih, daß ich frisch und gesund aufsteh und mit erfreutem Mund, o Vater, deine Mildigkeit lob, chr' und rühm zu aller Zeit. 860. Mel. Werde munter, mein 2c. Auf, o Seele, sei noch munter: Gottes Lob ist deine Pflicht. Seine Sonne geht zwar unter, aber seine Güte nicht. Heut auch hat sie mich ernährt, manche Freude mir gewährt, vor Gefahren mich beschüßet, meine Schwachheit unterstüget. i 2. Un= 550 2. Ungebetet, hochgepriesen seist bu, Herr, mein Gott, von mir. Was du Gutes wir erwiesen, dan= ket meine Seele dir. War ichs, Vater, gleich nicht werth, hast du doch mein Flehn erhört, das ich heut, als ich erwachte, dir in Jesu Namen brachte. Verhalten zu besondern Zeiten. 3. Ruhe, Munterkeit und Kräfte, Trieb, die Urbeit nicht zu fliehn, Fortgang im Berufsgeschäfte haft du mir auch heut verliehn. Und wie viel Gelegenheit gab mir deine Gutigkeit, zu des Himmels Seligkeiten immer mehr mich zu be: reiten! 4. Doch, da ich voll Dank erzähle, wie so groß dein Wohlthun war, stellen sich auch meiner Seele die begangnen Fehler dar. Uch verzeih mir meine Schuld, daß in deiner Vaterhuld ich ein ruhiges Gewissen immer möge hier ge nießen. 5. Gieb auch bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh. Durch dich schlaf' ich ohne Sorgen: wenn ich schlafe, wachest du. Seel und Leib befehl' ich dir. Balt' allgütig über mir, bis ich durch ein felig Ende meine Tage hier vollende. 861. Mel. Werde munter, mein 2c. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Uebel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Muth und Blut, und die Meinen, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenoffen, find in deinen Schug geschlossen. 2. Uch laß uns kein banges Schrecken, weder Raub, noch Feuersgluth aus dem süßen Schlummer wecken. Halt' uns, Herr, in deiner Hut; hilf, wenn Krankheit, oder Tod uns im sichern Schlafe droht, laß uns, wenn wir sollten sterben, doch des Himmels Freuden erben. 3. Hore, Vater, ach erhöre, was dein Kind von dir begehrt. O Sohn Gottes, dir zur Ehre werd' es mir durch dich gewährt. Heilger Geist, verlaß mich nicht, gieb mir Muth und Zuversicht. Hor, Dreieiniger, mein Flehen. Umen. Ja, es wird geschehen. 862. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. Unsre müden Augenlieder schließen sich jetzt schläfrig zu, und des Leibes matte Glieder sehnen sich nach ihrer Ruh; denn die dunkelvolle Nacht hat des hellen Tages Pracht nun mit Finsterniß bedecket und der Sterne Glanz erwecket. 2. Doch bedenk', eh du gehst schlafen, du, o meines Leibes Gast, ob an dem, der dich erschaffen, du dich nicht vergangen haft? Thu, ach, thu in Zeiten Buß, geh und falle ihm zu Fuß und bitt' ihn, daß er aus Gnaden dich der Strafe woll' entladen. 3. Herr, U Tageszeiten. Abend. 3. Herr, es ist dir unverholen, ob ich diesen Tag vollbracht so, wie du es mir befohlen, ob ich habe recht bedacht meines Lebens Ziel und Zweck, oder habe deinen Weg schåndlich, o mein Gott, verlassen, bin gefolgt der Sünden Straßen. 4. Uch, Herr, laß mich Gnad' erlangen, gieb mir nicht verdienten lohn, laß mich deine Huld umfangen, sich auf deinen lieben Sohn, der für mich genug gethan; Vater, nimm den Bürgen an, dieser hat für mich erduldet, was mein Unart hat verschuldet. 551 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor mancher Angst, vor mancher Plag durch deine Ullmacht hast behüt't aus Gnad' und unverdienter Güt. 3. Was wir gesündigt wider dich, das, Herr, verzeih uns gnås diglich, und rechn' es unsrer Seel nicht zu, laß schlafen uns in Fried' und Ruh. 4. Nach deiner großen Lieb' und Macht beschütz' auch uns in dieser Nacht; vor Schrecken, Ungst und Feuersnoth behüt' uns, o du treuer Gott. 5. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, durch dich schlaf' ich sanft 864. und wohl, gieb mir heilige Gedanfen. und bin ich gleich Schlafes Mein' Augen schließ ich jetzt in voll, so laß doch den Geist in mir zu dir wachen für und für, bis die Morgenroth' aufgehet, und man von dem Bett' aufstehet. 6. Bater, droben in der Höhe, stets sei uns dein Name werth, dein Reich komm, dein Will gechehe, unser Brot werd' uns beſchert, und vergieb uns unsre Schuld, schenk' uns deine Gnad' und Huld, laß uns nicht Versuchung tödten, hilf uns, Herr, aus allen Nöthen. 863. Hinunter ist der Sonnenschein, die Finsterniß der Nacht bricht ein. Leucht' uns, Herr Christ, du wahres Licht, so wandeln wir im Finstern nicht. Gottes Namen zu, indem der müde Leib begehretseine Ruh; weiß aber nicht, ob ich den Morgen werd' er= leben, es könnte mich vielleicht der Cod noch heut umgeben. 2. Drum sag' ich dir, o Gott, von Herzen Lob und Dank; ich will auch solches thun hinfort mein Les benlang, weil du mich diesen Tag hast wollen so bewahren, daß mir kein Unglücksfall hat können widerfahren. 3. Hilf mir auch diese Nacht und richt mein Herz zu dir, daß keine böse Lust durch Träume mich berühr'; auch deinen Engel mir an meine Seite sehe, auf daß kein Ungemach, kein Schrecken mich verlege. 4. Wenn dann am Morgen ich das Tageslicht erblick, so gieb, daß ich 552 Verhalten zu besondern Zeiten. ich mich auch zu deinem Lobe schick. an mir gethan; doch, großer Gott, Ihr Sorgen, weichet hin. Du unzählig ist, was Seel' und Leib aber, Herr, verleihe den Gliedern von dir genießt. ihre Nuh, daß mir der Schlaf ge- 15. Uch nur vergieb mir alle deihe. Sünde, mein Jesus nahm die Schuld auf sich. Darum in die sem beinem Kinde, getreuer Gott, erbarme dich. Ich weiß, du gehest mit mir nicht um seinetwillen ins Gericht. 5. Doch, wenn in dieser Nacht mein Ende kam' herbei, so hilf, daß ich in dir, o Jesu, wacker sei, auf daß ich seliglich und sanft von hinnen scheide; dann führe meine Seel' hinauf zur Himmelsfreude. 865. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. Gott Lob, der Tag ist nun beschlossen, die Ruhestunde stellt sich ein. Viel Gutes hab' ich heut genoffen, Gott muß dafür gepriesen sein. Un Gott und an sein Lob gedacht, bringt eine rechte gute Nacht. 2. Des Leibes Arbeit geht zum Ende, die Seele nimmt das Ihre vor. Mein Gott, ich habe Sperz und Hände durch Christum froh zu dir empor. Weil ich dich Bater nennen kann, so nimm mein kindlich Opfer an. 3. Der Tag verstreichet ohne Plagen, der Abend bricht vergnügt herein. Muß Mancher über Unglück klagen, so kann ich gutes Muthes sein. Dein Aufsehn schüßt mich väterlich, und deine Liebe tronet mich. 4. Nun Gott, vom Grunde meiner Seelen stimm' ich ein Lobund Danklied an. Gern wollt' ich Alles das erzählen, was deine Hand 6. Drauf schlaf' ich unter deiner. Liebe, und, was mir lieb, befehl' ich dir. Sichts um mein Lager schwarz und trübe; bricht doch dein Gnadenglanz herfür, der Nacht und Dunkel lichte macht, und schüt mich in der dunkeln Nacht. 7. Wohlan, ich will der Ruh genießen. Soll diese Nacht die lehte sein, da ich mein Leben muß beschließen, so trifft mein eignes Wünschen ein. Das Leben ist mir kein Gewinn, als bis ich erst ge storben bin. 8. So geb' ich mich in deine Hände, ich leb' und sterbe, wie du willst. Ich weiß, daß aus dem Lebensende des rechten Lebens Unfang quillt. So schlaf' ich nun auf Jefum ein, so muß mein Schlaf ge segnet sein. 866. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. Herr, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin. Könnt' ich mir doch Zeugniß geben, daß ich ihn nach deinem Sinn recht und nüglich zugebracht und zur Freude Tageszeiten. Abend. Freude mirs gemacht, die mir ans befohlnen Pflichten treu und emsig auszurichten. 2. Aber kann ich dir, dem Zeugen dessen, was ich denk' und thu, meine Fehler wohl verschweigen? O fie alle sahest du! Ja, wie oft verging ich mich nicht auch heute wider dich! Wer kann merken, wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 3. Hab', o Bater aller Gnaden, habe noch mit mir Geduld, heile meiner Seele Schaden, tilge meiner Sünden Schuld. Deine unbes grenzte Treu werd' auch diesen Abend neu, daß ich künftig deinen Willen besser mog', als heut, erfüllen. 4. Heilige du mein Gemüthe, daß mein Schlaf nicht sündlich sei. Steh mit deiner großen Güte auch in dieser Nacht mir bei, nimm dich meines Hauses an, wehre dem, was schaden kann, daß ich morgen mit den Meinen keinen Unfall darf beweinen. 5. Laß mich dir zum Preis er wachen, ewig dir gewidmet sein, daß ich mich in allen Sachen deiner Hülfe kann erfreun. Doch bestimmt dein Rath, o Gott, heute noch für mich den Tod, nun so nimm an meinem Ende Leib und Seel' in deine Hände. 553 vollbracht, sei hoch dafür gepriesen. Mit froher Rührung dank' ich dir für alle Wohlthat, die du mir ſo unverdient erwiesen. O laß mich ferner mit Vertraun auf dich und deine Leitung schaun. 2. Auch des verfloßnen Tages Schuld verzeihe mir nach deiner Huld und fördre mein Bestreben, in deiner Fügung zu beruhn und deinen Willen gern zu thun, bis du mich führst zum Leben. Herr, was ich hab' und was ich bin, geb' ich in deine Hände hin. 3. Du, dessen Auge ewig wacht, verleih' auch nun in dieser Nacht, Erquickung mir, dem Müden. Beschirmet deine Rechte mich, so stårken meine Kräfte sich, so lieg' ich ganz in Frieden, erwache froh und mein Gefang singt dir, mein Bater, neuen Dank. 867. Mel. Ich bin ja, Herr, in deiner 2. So hab' ich, Gott, durch deine Macht nun wieder einen Tag 868. Mel. Mir nach, spricht Christus 26. Herr, dessen Gnade Alles schafft, durch dich hab' ich mein Leben. Ge= sundheit, Segen, Lust und Kraft, hast du mir heut gegeben. Den ganzen Tag warst du mit mir; mit froher Seele dank' ich dir. 2. Du hast mich heute väterlich gespeiset und getrånket, behütet vor Gefahren mich, zum Guten mich gelenket, zur Arbeit gabst du Kraft und Muth; wie bist du doch, mein Gott, so gut! 3. Du, ewig guter Bater, du wirst ferner für mich sorgen. Gieb meinem 554 meinem Leibe sanfte Ruh bis zu dem frohen Morgen. Wenn ich erwache, fang' ich dann den neuen Tag mit Loben an. Verhalten zu besondern Zeiten. COO 869. Mel. Werde munter, mein 2. Sink' ich einft in jenen Schlummer, aus dem Keiner nicht erwacht; geh' ich aus der Welt voll Kummer, Todesruh, in deine Nacht, o dann schlaf' ich anders ein. Weg aus dieses Lebens Pein wall' ich hin zu deren Hütten, die, nun felig, hier auch litten. 2. Jego schlaf ich, aufzuwachen noch für Tage dieser Zeit. Laß mich fertig stets mich machen, Bater, zu der Ewigkeit, daß ich Wanderer dann sei leicht, bercit, von Bürden frei, von den Lasten dieser Erde, wenn ich nun unsterblich werde. 3. Gerne laß den Tag mich sehen, der als Retter mir erscheint, wenn mit unerhörtem Flehen, wer mich liebet, um mich weint. Stårker als mein Freund im Schmerz ſei mein gottverlangend Herz; voll sei mein gottverlangend Herz; voll von deines Namens Preisen, laß mich ihn gen Himmel weisen. 870. Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2c. Zu so viel Tagen, die mir schon von meiner Prüfungszeit entflohn, flieht schnell auch dieser, den ich heut durchlebt, ins Meer der Ewigkeit. 2. Gott, dem ich nichts verber gen kann, der Alles weiß, was ich gethan, was ich geredet und gedacht, weiß auch, wie ich ihn zu gebracht. such, wie 3. D Seele, denk' an deine Pflicht, versäume deine Beßrung nicht: denn auch der kleinste Theil der Zeit hat Einfluß auf die Ewigkeit. 4. Der Tod vollendet mich viel leicht, ch diese Nacht dem Morgen weicht und führet mich, wie ich hier bin, vor Gott, vor meinen Richter hin. 5. Bewahre gnådig mich, mein Gott, vor einem bösen schnellen Tod. Zur Beßrung und zur Frommigkeit gieb, mein Erbarmer, mir noch Zeit. 6. Erhöre väterlich mein Flehn, laß Gnade, Herr, für Recht er gehn, nicht schrecklich sei mir dein Gericht, gedenke meiner Sünden nicht. 7. Gern will ich jede Sünde fliehn; dieß ist mein Vorsaß, segue ihn. Von dir bewacht, entschlaf ich nun, laß mich in sanfter Stille ruhn. 871, m Mel. Vor deinen Thron tret' ich 2. wie viel Gutes thatst du mir auch heut, mein Gott, wie dank' ich dir? Du schenktest Speise mir und Trank, Gesundheit, Leben. Dir sei Dank. 2. Und Tageszeiten. Abend. 2. Und noch vielmehr empfing mein Geist, der tief gerührt dich, Bater, preist, viel Kraft und viel Gelegenheit, zu thun, was seine Pflicht gebeut. 3. Du schüßtest, du bewahrtest mich vor Angst und Noth so våters lich; du schenktest mir der Freu den viel, und für sie meiner Brust Gefühl. 4. O möcht' ich dir recht dankbar sein und immer, immer dein mich freun! Gieb selbst ein Herz voll Dankbarkeit und kindlicher Zufriedenheit. 5. Gedenke meiner Sünden nicht, und geh nicht mit mir ins Ge richt; laß meine Fehler, die mich reun, mir, der dir glaubt, verge ben sein. 6. Behüte du auch våterlich in dieser Nacht vor Unglück mich, so schlaf' ich ruhig ein: denn du, wachst auch über meine Ruh. du 872. 555 nach Müh' und Last zur Ruh das Haupt geleget haft. 4. Wer bin ich? wie vergelt' ich dir, mein Vater, was du thust an mir! Ich bin zu schwach; doch höre du den Dank für meine sanfte Ruh. 873. Mel. Alles ist an Gottes Segen 2c. Lehr mich meine Tage zählen, Schöpfer, der du selbst sie zählst und mir ihre Zahl verhehlst. Lehr mich jede Stunde wählen. Und so fließe meine Zeit wohlgenußt zur Ewigkeit. 2. Lehr mich jene Beit erseßen, die mir ungenugt verschwand. Als Geschenk aus deiner Hand laß mich jede Stunde schäßen. Und so fliese meine Zeitwohlgenugt zur Ewigkeit. 3. Schenk' im Schlaf mir Ruh' und Stärke. Weck mich früh zur Thätigkeit, und dann gieb mir Heiterkeit zur Vollendung edler Werke. Und so fließe meine Zeit wohlgenußt zur Ewigkeit. 4. Bis zum Abend meines Lebens laß mich unermüdet sein, so bleibt mein Gewissen rein, und ich lebe nicht vergebens, und dann folgt mir aus der Zeit reife Frucht zur Ewigkeit. Mel. DJefu Chrift, meins 2c. Cin in sanftes Lager wartet mein. Wie viele meiner Brüder freun, wenn du entfliehst, des Tages Licht, sich dieser Wohlthat heute nicht. had hashtami 2. Auf hartem Boden hingestreckt, bei Frost und Kälte unbedeckt, fleht mancher Kranke jam= mervoll um Tod, der ihn erlösen soll. 874. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 3. Du, werth der Glücklichste Jesu, wenn zum Stärkungszu sein, mein, Mittler, ach es war nicht dein der Ort, wo du schlummer dein Haupt ermüdet niedersank, wie manches Erdenpilgers 556 pilgers Kummer, der aus dem Kelch der Leiden trank, war dann gestillt, wie mancher Schmerz geheilt durch dein erbarmend Herz! Verhalten zu besondern Zeiten. 2. Wie waren deine treuen Hände zum Wohlthun immer ausgestreckt! Wie hatte, wo sich Elend fånde, des Menschenfreundes Blick entdeckt! Du lebteft jeden Augen blick für Brüderwohl, für MenSchenglück. 3. Und ich, lebt' ich vielleicht vergebens? vielleicht kaum halb nur diesen Tag? Was helfen Stunden eines Lebens, von denen ich nichts ernten mag? Ach hätt' ich deiner oft gedacht, sie wären besser zugebracht. 4. Ich blicke reuend auf die Stunde, die ungenußt mir heut entwich, gelobe dir mit Herz und Munde, o Gott, mehr Treue gegen dich. Sa jedes künftgen Zages Licht sei Zeuge treu erfüllter Pflicht. Prüfung am Abend. 875. Mel. Gott, du frommer ic. Der Tag ist wieder hin. Und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn verbracht? verstrich er mir vergebens? hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt? hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? 2. Wars in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen, mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Verlangen, als ein Geschöpf von Gott der Tugend mich zu weihn, und züchtig, und gerecht und Gottes Freund zu sein? 3. pab' ich in dem Beruf, den Gott mir angewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen, mir und der Welt genúßt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Menschen sahn? 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? erfreut' ich mich des Herrn, der unser Flehn bemerkt? und hab' ich im Bertraun auf ihn mein Herz gestärkt? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmachtigen, durch den sie sind und werden? Berehrt' ich ihn im Staub? empfand ich seine Huld? trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgange süße Stunden? Fühlf ich der Freundschaft Glück, sprach ich, was ich empfunden? war auch mein Ernst noch sanft, mein Scherg noch unschuldsvoll? Und hab' ich nichts gered't, das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beispiel still zum Guten unterrichtet? war zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? ein Glück, das Undre traf, war dieß mir angenehm? 8. War Tageszeiten. Abend. 557 mir jeden Schmerz, und lindert jede Noth. 8. Bar mir der Fehltritt leid, mein Gott. Dein Wort versüßt sobald ich ihn begangen? bestritt' ich auch in mir ein unerlaubt Berlangen? und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? 9. Gott, der du Alles weißt, was könnt' ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seclen. Vergieb durch Christi Blut mir die verlehte Pflicht, vergieb; und gehe du nicht mit mir ins Gericht. 10. Ja du verzeihest dem, den seine Sünden krånken; du liebst Barmherzigkeit, und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir. Leb' ich, so leb' ich dir; sterb' ich, so sterb' ich dir. Für Leidende. 876. Mel. Nun sich der Tag geendet 2c. Auch diesen Tag hab' ich voll bracht mit aller seiner Noth. Nur deiner Vaterlieb' und Macht verdank' ich es, o Gott. 2. Wärst du nicht meines Les bens Kraft, mein Retter und mein heil, so würd' in meiner Pilgerschaft kein Trost mir je zu Theil. 3. Uch ohne dich, Algútiger, verging ich in der Noth. Von Freudigkeit und Hoffnung leer wär' ohne dich mein Tod. 4. Doch welchen Trost fühlt nun mein Herz: Du bist, du bleibst 5. Froh kann ich mich dem Schlaf vertraun; auch schlafend bin ich dein. Vor keinem Unfall soll mir graun, du wirst mein Helfer sein. 6. Und sollt', o Vater, diese Nacht des Leidens legte sein; wohl mir, dann ist mein Lauf vollbracht, vollbracht des Lebens Pein. Schluß der Woche. 877. Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. So wird die Woche denn beschlossen. Noch immer leb' ich, Gott, durch dich, und mir ist nicht ein Tag verflossen, du schüßtest, du beglücktest mich, bewahrtest Seele, Leib und Haus und halfft aus mancher Noth mir aus. 2. Wer weiß, wie viele schwere Leiden, wie manche Stürme näher schon, als ich es glaubte, doch in Freuden verwandelt wurden, oder flohn, weil du, mir långer wohlzuthun, den Stürmen noch gebotst, zu ruhn. 3. Jedoch, was hab' ich dir gegeben? Ein dankbar Herz? ein freudig Lob? ein frommes, tugendvolles Leben, das durch Gehorsam dich erhob? Uch Gott, ich sehe meine Schuld; wie unwerth bin ich deiner Huld, 4. Wie unwerth bin ich deiner Treue! Ich führ es tiefgebeugt vor 558 vor dir. Verwirf nicht, Vater, meine Neue, vergieb um Jesu willen mir und nimm dich meiner gnädig an, den deine Huld nur retten kann. Verhalten zu besondern Zeiten. 5. Soll ich noch länger auf der Erde dein Pilger sein, so hilf mir, Herr, daß meine Seele frommer werde, mein Leben täglich heiliger; daß ich im Glauben fest und treu, und eifrig im Gehorsam sei. 6. Laß deinen guten Geist mich leiten, laß, wie du foderst, stets durch ihn mich aller Lüste Reiz bestreiten, mich der Verführer Wege fliehn, nicht achten auf den Ruf der Welt und willig thun, was dir gefällt. 7. Laß morgen mich dein Lob befingen, und jeden Tag, den du mir giebst, nur deinen Willen froh vollbringen mit allen Frommen, die du liebst. Einst führe mich zum Himmel ein; da, da wird ewge Ruhe sein. 878. Mel. Vor deinen Thron tret' ich ic. Unwiederbringlich schnell entfliehn die Tage, die uns Gott geliehn. Die Woche kommt, und eilt davon. Vergangen ist auch diese schon. 2. Dank sei dir, ewig treuer Gott, für deinen Beistand in der Noth, für tausend Proben deiner Treu: denn deine Huld war tågs lich neu. 3. Wenn unser Herz von Schuld befreit, sich mancher guten That erfreut, weß war die Kraft? wer gab Gedeihn? Dir, Herr, gebührt der Ruhm allein. 4. Oft fehlten wir, und merk tens nicht. Verzeih' uns die vers legte Pflicht. Du siehst, Erbar, mer, unsre Reu; um Christi wils len sprich uns frei. 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets nåher hin zur Ewigs keit. Du hast die Stunden zuges zählt, die letzte weislich uns vers hehlt. 6. Herr unsers Lebens, mache du uns selber recht geschickt dazu daß nicht, indem wir sicher sind, der Tod uns unbereitet find'. 7. Ist einst die Zahl der Stunden voll, die unser Loos entscheiden foll, so führ' uns aus der Prüfungszeit zu deiner frohen Ewigkeit. 8. Da sind wir unsers Heils gewiß, da wechseln Licht und Finsterniß nicht mehr, wie hier. Du ewges Licht, Herr, unser Gott, verlaß uns nicht. Gebete und Andachtsübungen. Morgen- und Abendandachten. Am Sonntage. Des Morgens. Gott, den Alles, was ist und lebet und denket, mit Freude und Bewunderung anbetet, und der du Allen, die dich ernstlich und gläubig anrufen, mit deiner Gnade und Hülfe nahe bist, wie freue ich mich, daß du auch mir den Zugang zu dir eröffnet, auch mir nahe gekommen bist und mich dich, als den Bater, Sohn und Geist, als den Bater unsers Herrn Jesu Christi und durch ihn als den Vater aller deiner Kinder auf Erden, als unsern Heiland und Seligmacher, als unsern Führer auf dem Wege des ewigen Lebens kennen und denken gelehret haft. Und wie freue ich mich dieses Tages, des Tages deiner feierlichen Berehrung, der Ruhe und Erholung von irdischen Geschäften, und der größern Thätigkeit für unsern unsterblichen Geist. An diesem Tage kann ich mich mit allen deinen Verehrern auf dem ganzen Erdboden vereinigen, dich anzubeten, mich deines Daseins, deiner Borsehung, deiner gnädigen Veranstaltungen zum Heile der Menschen zu freuen, dir für deine Wohlthaten zu danken, mich im Vertrauen auf dich zu stärken, und mir neues Leben, neuen Segen, neue Kraft, neuen Muth zur Fortsegung meiner irdischen Laufbahnzu erbitten. Un diesem Tage kann ich insbesondere dich, den Sohn des Allerhöchsten, unsern Erretter von der Sünde und dem Tode, den Wiederhersteller des Lebens und der Seligkeit, unsern Anführer und Borgånger, unsern Herrn und König, mit deinen Bes kennern öffentlich verehren, dein großes Verdienst um unser Geschlecht betrachten, mich mit ihnen im Glauben an dich stärken, zur Befolgung deiner Gebote erwecken und zur Nachahmung deines Beie spiels aufmuntern. O laß dir unsre Verehrung und Anbetung wohlgefallen! Segne und erfreue am heutigen Tage mich und Alle, die dich bekennen, mit Licht und Kraft, und Trost und Hoffnung des ewigen Lebens. Segne alle Lehrer der Religion und laß durch sie viel Erkenntniß, und Glauben, und Bef serung, und Freude und Glückseligkeit verbreitet werden. Laß diesen Tag einen Tag der Erweckung für die Sünder, der Stärkung für die. Schwachen, der Ermunterung für die Frommen, des Trostes für die Traurigen, des Heils für alle Heilsbegierige werden. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, die Liebe Gottes des Baters und die Gemeinschaft a Um Sonntage. schaft des heiligen Geistes sei mit daß du allein wahrer Gott bist, und mir. Amen. den du gesandt hast, Jesum Chris stum, erkennen. O laß diese seligs machende Erkenntniß auf dem gans zen Erdboden immer weiter verbreis tet und bis ans Ende der Tage ers halten werden. Ja laß dein Reich kommen, die Grenzen desselben sich erweitern und Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geiste, Glaus ben, und Tugend und Glückseligkeit immer allgemeiner werden. Steure dem Aberglauben und Unglauben, der Sünde und Lasterhaftigkeit, der Trostlosigkeit und Unglückseligkeit. Segne die Mittel und Veranstaltune gen, die auf die Besserung und Beses ligung der Menschen abzielen. Gieb, daß die Wahrheit deines Evangelii immer mehr erkannt, sein großer Werth immer höher geschäßt und die Kraft desselben immer wirksamer und sicherer werde. Laß die Tage deiner Berehrung immer würdis ger gefeiert und jeden derselben für die Welt recht heilsam und gesegnet werden. Hilf, daß wir dich immer besser erkennen, würdis ger verehren und in deiner ErKenntniß und Verehrung die reinere, höhere Glückseligkeit genießen, wozu du uns erschaffen, erlöset und berufen hast. Bon dir erfreuet und gestärket, gehe ich nun der Ruhe der Nacht entgegen und erwarte von deiner Liebe für mich und die Meinigen und für alle Menschen lauter Gutes. Segne alle deine Verehrer, und laß das Gute, das sie heute gehört, und 2 Des Abends. Gott, wenn ich dich kenne, dich denke und verehre, dich, das vollkommenste aller Wesen, den Urheber alter Dinge, den Geber aller Kraft, den Quell alles Seins, alles Lebens und aller Seligkeit; dann empfinde ich zwar den unermeßlichen Abstand, der zwischen dir und mir ist, und werfe mich vor dir in den Staub hin; freue mich aber dennoch, daß du mir so nahe gekommen bist durch Christum, daß du, bei aller deiner unermeßlichen Größe dennoch so gnädig und barmherzig, die Güte und Liebe selbst bist, und mich in dieser Erkenntniß von dir Alles fins den läsfest, was mich erleuchten, bessern, beruhigen und beseligen kann. In dir finde ich einen Vater, an den ich mich wie ein Kind halten, und von dessen väterlicher Güte ich nichts als Gutes, und stets das Beste, hoffen darf; in dir finde ich einen Mittter, einen Erretter, einen Helfer, einen Herrn und Borgånger, einen Seligmacher auf jeder Stufe meines Daseins, bei jeder Veränderung mei nes Zustandes, in dieser und in jener Welt; in dir finde ich einen Führer auf dem Wege zum ewigen Leben, der meiner Schwachheit aufhilft, und mich stärket, vollbereitet, kråftiget und gründet. Ja das ist das ewige Leben, der geradeste, sicherste Weg zum ewigen Leben, daß sie dich, wos Um Montage. wozu sie sich entschloffen haben, reiche Früchte in ihren Herzen und Leben hervorbringen. Rüste alle Regenten, alle Lehrer und Freunde des Christenthums mit Weisheit, Muth und Kraft aus. Erleuchte die Unwissenden, bekehre die Sünber, stårke die Schwachen, tröste die Verzagten und Kleinmüthigen. Erbarme dich der Armen und Verlaßnen, der Wittwen und Waisen, der Eltern und Kinder. Erquicke die Müden, erleichtere allen Kranken ihre Beschwerden, erfreue die Sterbenden mit den frohen Auss sichten in jenes beßre Leben, und bringe uns Alle dahin, wo wir dich beffer erkennen und verehren, und in deiner Erkenntniß und Verehrung ganz und vollkommen selig sein werden, durch Jesum Christum. Umen. 3 das du mir aufgetragen haft. 3d will sie mit beständiger Hinsicht auf dich verrichten, den stets gegenwär tigen Beugen und den Vergelter Ulles dessen, was ich thue, mit dem Bewußtsein, daß ich dir diene, und nicht den Menschen, mit Erinne. rung an die Vorschriften und das Vorbild Jesu Christi, nicht um schåndlichen Gewinnstes willen, sondern von Herzensgrunde, aus Liebe zu dir und zu den Menschen, meinen Brüdern, mit dem eifrig sten Bestreben, sie so wohl zu thun, als ich nur immer vermag, und im kindlichen Vertrauen auf deinen Beistand und Segen, und mich in allem beweisen als einen Diener Jesu Chrifti. Gott, was man mit dir und in deinem Namen thut, das geråth wohl. Nun so sei auch an diesem Tag mit mir. Sende neue Kraft und neuen Segen auf mich herab und laß Alles, was ich denke, rede und thue, wohl gelingen. Deiner gnädigen Leitung und Fürsorge befehle ich mich für dies sen und alle Tage meines Lebens. Herr, segne, behüte und bewahre mich und die Meinigen; segne, behüte und bewahre Alle, die auf dich hoffen, durch Jesum Christum. Umen. Am Montage. Des Morgens. In deinem Namen, Gott, Bater, Sohn und heiliger Geist, in deinem Namen fange ich die Geschäfte von Neuem an, die du mir in meinem Berufe angewiesen hast. Es ist dein weiser und guter Wille, daß wir arbeiten und Gutes schaffen sollen. Nun so will auch ich diesen deinen Willen heute und alle Tage meines Lebens gern und wil lig zu vollbringen suchen. Ich will meinen Beruf und alle Arbeiten desselben als ein Werk betrachten, Des Abends. Gott, wenn wir Alles in deinem Namen anfangen, fortsegen und vollenden, wie getrost und zufrieden finden wir uns da nicht! Wie wichtig a 2 Um Dienstage. wichtig muß uns jede, auch noch so geringscheinende Arbeit werden, wenn wir sie als ein von dir aufgetragenes Werk betrachten; wie leicht und angenehm muß sie uns werden, sollte sie auch mit noch so vielen Beschwerden verbunden sein; und wie gesegnet wird jede solche Urbeit sein, wo nicht immer im Irdischen, doch allezeit im Geistlichen und Ewigen! Sa wenn ich aus Pflicht und Gehorsam gegen dich arbeite, dann kann ich mich auch hier deines gnädigen Wohlge= fallens und deiner besondern Fürforge für mein irdisches Wohl ver: sichert halten, dann habe ich hier inne eine beståndige Uebung im Glauben, in der Liebe zu dir und den Menschen, in der Nachfolge Jesu, in der ganzen christlichen Tugend und in der Vorbereitung auf jenes Leben. Denn wer im Geringen treu ist, den wirst du über viel segen. Je sorgfältiger wir hier die Geschäfte unsers Berufs ausrichten, desto wichtigere Geschäfte wirst du uns dort auftragen; je mehr wir jeht mit dem Pfunde wuchern, das du uns verlichen hast, desto mehr wirst du uns einst anvertrauen; je besser wir hier die Kräfte brauchen, die du uns geschenkt hast, desto mehr Kräfte wirst du uns dort verleihen; je mehr wir in diesem nie dern Stande, in diesem engen Wir kungskreise Gutes zu thun bemühet sind, einen desto höhern Stand, einen desto größern Wirkungskreis wirst du uns dort anweisen. Wer reichlich fået, der wird auch reichlich ernten. Gott, lehre mich das tåge lich bedenken und treulich befolgen. Stärke mich in der bevorstehenden Nacht zu den Geschäften des morgenden Tages mit neuer Kraft, und schenke mir die Gnade, an jedem Tage, den mich deine Güte noch erleben läßt, Gutes zu thun und nicht müde zu werden, damit ich einst ernte ohne Aufhören. Amen. Am Dienstage. Des Morgens. Gutes zu thun und nicht müde zu werden, das verlangst du, Herr, von mir, deinem Geschöpfe, deinem Kinde, dem Sünger und Nachfolger Jesu Christi. Und wie könnte ich dieß besser thun, als wenn ich auch hier auf dich, meinen Herrn und Vorgänger, aufsehe und dein Vorbild mir zur Nachahmung vorstelle. Und wie schwebte doch dir das große Werk immerdar vor Augen, das dir dein himmlischer Va= ter aufgetragen hatte; wie opfertest du ihm doch alle deine Zeit, alle deine Kräfte auf, vollbrachtest es bei allen noch so großen Hindernissen und Schwierigkeiten ganz und vollkommen, und fandest in der Vollbringung desselben deine Speise, dein größtes Vergnügen auf Erden. Ich muß wirken die Werke deß, der mich gesandt hat, weil es Tag ist; es kommt die Nacht, da Niemand wirken kann. O möchte doch dieser dein Sinn auch Um Dienstage. auch mich beleben, möchte ich doch das Werk, das mir auf Erden aufgetragen ist, eben so willig, eben so treu und emsig vollbringen, als du das deinige vollbrachtest; möchte ich doch jede Gelegenheit, Gutes zu thun, begierig ergreifen, jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick aufs Beste anlegen, den Plag, der mir in deinem Reiche angewiesen ist, ganz ausfüllen, mich im Recht- und Wohlthun keine Schwierigkeiten abschrecken, keine Hindernisse muthlos machen, keinen Undank ermůden lassen, und meine Freude und Seligkeit darinne finden, daß ich thue den Willen deines Baters im Himmel! Das ist mein herzlicher Bunsch, mein ernstlicher Vorfah. Laß ihn That und Wahrheit werden. Stärke du mich, der ich ohne dich nichts kann und vermag. Mache mich tüchtig, in allen guten Werken zu thun deinen Willen, und schaffe in mir, was vor dir gefällig ist, durch die Kraft deines Geistes. Umen. Des Abends. Dein Beispiel, o Jesu, sollte mich an diesem Tage, wie an allen Tagen meines Lebens, leiten und führen. Ich wollte wirken, weil es Tag ist, Gutes thun und nicht můde werden und dadurch reichen Samen ausstreuen auf die künftige Ernte. Möchte mir mein Gewissen das Zeugniß geben, daß dieß wirk lich von mir geschehen ist. Es war Tag; ich hatte Zeit, Kräfte, Mit5 tel, Gelegenheiten, mich im Recht und Wohlthun zu üben, Gutes zu befördern, Böses zu verhindern, Undern nüßlich zu werden, immer mehr Weisheit zur Führung des gegenwärtigen Lebens, immer mehr Fähigkeit zum Eingange in das zukünftige zu erlangen, das Maß der Gnadenbelohnungen in jener Welt zu vermehren, immer geschickter zu werden, einst mit die zu leben und zu herrschen, indem ich jetzt mit dir kämpfe und dulde. Es kommt die Nacht; es können ungünstige Umstände eintreten, wo ich das nicht mehr thun kann, was ich jetzt zu thun vermag. Kurz ist der Tag, ungewiß die Zeit meines Lebens, und viel ist dessen, was ich noch zu thun habe. Erhalte diese Vorstellung in meinem Gemüthe stets gegenwärtig und lebendig. Lehre mich jeden Tag, jede Stunde, die du meinem Leben noch hinzusegen wirst, aufs Beste zu benuzzen und so anzuwenden, daß ich durch die Kraft deines Geistes mit jedem Tage und jeder Stunde im Guten völliger, von Fehlern und Günden freier, im Glauben stårker, in der Liebe rechtschaffener, meinen Nebenmenschen immer nüglicher, dir, meinem Heilande und Herrn, immer ähnlicher, deiner Gemeinschaft immer würdiger, zu dem Besiße und Genusse des zukünftigen Lebens immer geschickter und einst als ein treuer Knecht vor dir er funden werde. Herr Sesu, gieb es. Umen. Un An der Mittwoche. 6 An der Mittwoch e. himmlischen Segen, um Weisheit und Verstand, um Stårke im Glau. ben und in der Tugend, um Kraft, Des Morgens.. Herr dem ich lebe, deß ich bin, deinen Willen zu thun, mich in aldem ich auch sterbe, zu dir, dem Erhalter meines Lebens, dem Regierer meiner Schicksale, dem Geber alles Guten, dem Gott, der da hilft, und dem Herrn, Herrn, der auch vom Tode errettet, zu dir er bebe ich, dein schwaches, hůlfsbe bürftiges Kind, mein Herz mit fros hem Danke und kindlichem Vertrauen. Dir danke ich für die Ruhe dieser Nacht, für den erquickenden Schlaf, für die Erhaltung meines Lebens, für die Stärkung meiner Kräfte und für die Heiterkeit des Geistes, womit ich jetzt erwacht bin. Alles kommt von dir; Alles ist Geschenk deiner unverdienten, uners schöpflichen, unermeßlichen, ewig fortwährenden Güte, Alles ist Beweis, daß du mich liebeft, für mich forgest, und nie aufhörest, für mich zu sorgen. Aber zu dir steht auch meine Hoffnung und Zuversicht, daß du auch ferner mit mir sein, mich gnådig erhalten, weise regies ren, måchtig beschügen, vor dem Bosen bewahren, zum Guten står ken, mich segnen werdest durch Christum. Ich weiß nicht, was mir gut ist und was ich mir im Irdischen von dir erbitten soll. Du allein weißt mit zuverlässiger. Ges wißheit, was mir davon heilsam ist; und deiner Weisheit und Güte überlasse ich es mit kindlicher Zuversicht. Aber um geistlichen und len Dingen zu beweisen als einen Diener Jesu Christi, und dir zu ges fallen, um deine Gnade, um ein gutes Gewissen, um den Trost der Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens; darum bitte ich dich von ganzem Herzen, und das wirst du mir gewiß nicht versagen. Ich weiß nicht, was mir heute, oder in dem künftigen Laufe der Tage bes gegnen wird; aber das weiß ich und deß tröste ich mich, daß ich uns ter deiner Aufsicht, unter der Aufs sicht des besten Baters, des weisesten, gütigsten, mächtigsten Herrn lebe, und daß mir unter deiner Aufs sicht nichts geschehen kann, als was du hast ersehen und was mir selig ist. Nun so geschehe an mir dein guter und gnädiger Wille. Ich hoffe auf dich. Dir übergebe, dir vers traue ich mich ganz und gar auf diesen und alle folgende Tage meie nes Lebens, auch auf meinen Tod. Unter deinem Schuße fürchte ich kein Unglück, unter deiner Regies rung werde ich stets froh, stets zu frieden und glückselig sein. Herr, wie du willst, so schicks mit mir im Leben und im Sterben. Wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt. Umen. Des Abends. Sa wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt, Herr, unsre 3us versicht 7 Um Donnerstage. versicht und Stärke. Das habe Regierung nichts fürchten, sondern auch ich alle Tage meines Lebens nichts als Gutes, und stets das und auch an dem heutigen erfah-- Beste hoffen darf; wie getrost kann ren, erfahren, daß Keiner zu Schan- ich selbst dem Tode und Grabe ents den wird, der sich auf dich verläßt; gegen sehen, da ich allenthalben uns daß du Allen mit deiner Gnade und ter deiner Aufsicht stehe, im Tode, Hülfe nahe bist; daß du Alles er- wie im Leben, in jener Welt, wie in hältst und regierst, und nichts willst, dieser Welt. Du wirst mich allezeit nichts beschließest, nichts thust nach deinem Rathe leiten und mich und nichts geschehen läsfest, als endlich mit Ehren annehmen. Und was recht und gut und allen deinen wie du mich führst und führen wirst, Kindern heilsam ist. Und das so will ich gerne gehen. Nach dir, hoffe ich auch in Zukunft zu erfah- Herr, verlanget mich, mein Gott, ren. Unter deiner Aufsicht und ich hoffe auf dich, laß mich nimmerRegierung erwarte ich alles, was mehr zu Schanden werden. Amen. mich künftig, was mich die ganze Seit meines Lebens, was mich im Tode, was mich in jener Welt, was mich in alle Ewigkeit stårken, erfreuen und beseligen kann. Und so darf, so will ich für die Zukunft nicht ångstlich sorgen. Nein, alle meine Sorgen werfe ich auf dich, denn du forgst für mich. Meine einzige Gorge auf Erden soll die sein: daß ich beinen Willen thue, nach deinem Willen glaube und lebe, und dir wohlgefalle. Wie zufrieden werde ich dann sein mit meinen Schicksalen, mit dem Maße von Kräften und Gütern, das mir verliehen ist, mit der Stelle, die ich in deinem Reiche einnehme, mit den Verbindungen, in welchen ich stehe, selbst mit den Leiden, die ich zu tragen habe, mit diesem ganzen Leben voll Mühe und Urbeit, da ich glaube, daß ich Ulles, was ich bin, durch deine Gnade bin; wie heiter und froh werde ich mein Leben genießen, da ich unter deiner Am Donnerstage. Des Morgens. Herr, err, wenn ich erwache, so denke mir ich an dich. Und wie köstlich der Gedanke von dir, wie erfreulich das Gefühl, daß du uns allenthalben nahe bist, uns allenthalben sieheft und kennest, und mit den Wirkungen deiner Allmacht, Weisheit und Gnas. de umgiebst. O möchte der Gedanke von dir heute und alle Tage meines Lebens mein Begleiter, mein Führer, mein Trost und meine Freude sein, und o möchte das Gefühl deiner Gegenwart und Nähe immer in meinem Gemüthe wirksam und kräftig sein! Ich gehe, oder liege, so bist du um mich; du siehest alle meine Wege, alle meine Unternehmungen und HandLungen. Nun so will ich immer so handeln, daß ich dich, den Allges gen 8 Um Donnerstage. genwärtigen, nicht scheuen darf. Es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. Nun so will ich mir auch nicht ein Wort erlauben, wovon ich dir nicht Rechenschaft geben könnte. Du kenneft sogar meine Gedanken von ferne. Nun so will ich auch immer so denken, wie es recht und wohl gefällig ist vor dir. Auch mein Seufzen ist dir nicht verborgen. Darum will ich immer mich mit meinen Wünschen an dich wenden, in Allem auf dich sehen, und Ulles, was ich bedarf, mit kindlicher Zuversicht von dir erbitten und erwarten, der du nahe bist Allen, die dich anrufen, und keinen vergisfest und versäumest, der sich auf dich verläßt. Vor dir, dem Allmächtigen und Allgegenwärtigen, will ich wandeln und fromm sein. Das hilf mir, gnädiger und barmherziger Gott, und gedenke meiner heute und alle zeit im Besten um Jefu Chrifti willen. Amen. Des Abends. Gott, der du uns allenthalben nahe bist, uns allenthalben die WirFungen deiner Allmacht, Weisheit und Gnade erfahren läsfest, der Gedanke an dich sollte heute mein Führer sein, er sollte mich allenthalben begleiten, sich an Alles, was ich that, und redete, und dachte und was mir begegnete, anschließen, und mir Kraft und Trost und Freude und Seligkeit einflößen. Wie uns glückselig würde ich sein, wenn ich diesen Tag zugebracht hätte, ohne an dich zu denken, wenn der Gedane ke an dich mir gleichgültig und beschwerlich gewesen wäre! O möchte ich nie so unglücklich sein und werden. Möchte doch der große, ſelige Gedanke an dich meinem Geiste immer gegenwärtiger, meinem Herzen immer angenehmer und willkommner, und in meinem ganzen Verhalten immer wirksamer werden Wie selig werde ich sein, wenn ich dich immer vor Augen und im Hers zen habe. Wie kann es mir an Kraft und Stärke fehlen, das Böse zu meiden und Gutes zu. thun, wenn ich dich zum Zeugen aller meiner Gedanken, Worte und Werke nehme; wie kann es mir an Muth gebrechen, die Leiden dieser Zeit geduldig zu ertragen, wenn ich weiß, daß du bei mir bist in der Noth; wie sollte ich mich nicht allewege freuen können, da ich Gemeinschaft habe mit dir, dem Quell aller Freude? O führe mich, führe Ulle, die dich kennen, zu dieser Seligkeit. Schenke mir die Gnade, dich mir immer zu vergegenwärtigen, bei Allem, was ich denke, und rede, und thue, und genieße und dulde, auf dich zu sehen, mich immer nahe an dich zu halten, wie du mir allenthalben nahe bist, und in der Borstellung von deiner Nähe, Kraft und Stärke, Freude und Geligkeit zu finden. Voll des frohen Gedankens an dich und deine Gegenwart, überlaffe ich mich getroft der Nuhe Um Freitage. Ruhe dieser Nacht, und sehe allen meinen künftigen Schicksalen im Leben und im Sterben, in dieser und in jener Welt unerschrocken entgegen. Ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir. Amen. Am Freitage.. Des Morgens. Herr Jesu, daß ich dich kenne, dich als den Sohn des Allerhöchsten, ats meinen Heiland und Seligmacher, als meinen Mittler und Versöhner, als meinen Unführer und Vorgånger, als meinen Herrn und König, als meinen größten Freund und Wohlthäter kenne, deß freuet sich meine ganze Seele. Weß könnte ich mich sonst freuen, wenn ich mich nicht deiner freuen dürfte? und weß konnte ich mich mehr freuen, als deiner, Gottes, meines Heilandes? Uber ich erkenne und empfinde es auch, wie viel ich dir schuldig bin, und wie mein Leib und meine Seele, mein ganzes Leben deiner Verehrung gewidmet sein soll. Sa ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Fa dir will ich leben. Deine Liebe zu mir und zu andern Sündern, und Alles, was du aus Liebe für uns gethan, erduldet und aufgeopfert haft, und noch thust und künftig thun wirft, das soll meinem Gemüthe immer gegenwärtig und meinem Herzen immer theuer, das Theuerste auf Erden sein; es soll mich allenthalben beseelen, erwecken, stärken, trds 9 sten, erfreuen, befeligen; es soll der Grund meines Glaubens und Hofs fens, der Quell meines Heils und meiner Seligkeit sein. Nach dir will ich leben, mich nach dir bilden, in deinen Fußtapfen wandeln, deine Vorschriften und dein Vorbild zur Richtschnur meines Denkens und Verhaltens machen. Aber auch für dich will ich leben, zum Besten deiner Erlösten leben, und arbeiten, und dulden, und aufopfern, und leiden und sterben. Das, das ist der innigste Wunsch meines Herzens, der ernsthafteste Entschluß meiner Seele. Uch stärke mich, der ich nur in dir allein Gerechtigkeit und Stärke finde, stårke mich, diesen Entschluß bis ans Ende meines Lebens auszuführen, dich, der du mich theuer erkauft haft, zu preisen an meinem Leibe und an meinem Geiste, und zu leben im Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet und sich selbst für mich gegeben hat. Ja dir leb' ich, dir sterb' ich, dein bin ich. Amen. Des Abends. Wie könnte ich froher und seliger auf Erden leben, wie einst getrofter und seliger sterben, als wenn ich lebe im Glauben des Sohnes Gotz tes. Dann, ja dann habe ich Ulles, was mich erfreuen und beseligen kann; dann habe ich Licht auf dem Wege des Lebens: denn ich folge dem, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und wer dem nachfolget, der wird nicht wandeln in Finsterniß, Am Sonnabende. 10 sterniß, sondern wird das Licht des Lebens haben; dann empfinde ich Kraft in meiner Schwachheit durch den, der mich mächtig machet und mir Ulles schenket, was zum Leben und göttlichen Wandel dienet; dann genieße ich Ruhe für meine Seele bei dem Bewußtsein meiner Sünden, bei dem Gefühle meiner Schwachheit, unter dem Drucke der Leiden, bei allen noch so traurigen Aussichten in die Zukunft; dann habe ich Zuverz sicht zu Gott und kindliche FreudigAm Sonnabende. Des Morgens. keit, von ihm Alles zu erbitten, und Herr, deine Barmherzigkeit hat Alles zu erwarten, was mir gut und selig ist, dann bin ich getroft, selbst im Tode, fürchte kein Unglück, hoffe nichts als Gutes, Gnade und Verge bung, Kraft und Stärke, Hülfe in der Noth, Errettung im Tode, ewiges Leben, ewige Seligkeit, das glücklichste Loos auf jeder Stufe meines Daseins, bei jeder Verändes rung meines Zustandes Leben und volle Gnüge. Lebe ich, so lebe ich dem Herrn, sterbe ich, so sterbe ich dem Herrn; darum ich lebe oder sterbe, so bin ich des Herrn. O laß mich dieser Seligkeit theilhaftig werden, der du sie so gern Allen schenkest, die darnach verlangen. Laß deine Liebe mich dringen, nicht mir selbst, sondern dir zu leben. Lehre mich, stets aufzusehn auf dich, den Anfänger und Vollender meines Glaubens. Erhalte den Gedanken an dich und deine Liebe stets gegenwärtig in meiner Seele, daß er in mir lebe und herrsche, sich mit allen meinen übrigen Gedanken verbinde, kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu und deine Treue ist groß. Deß freuet sich mein Herz, und ich preise deine Güte, die auch über mich, so lange ich bin und lebe, jeden Morgen neu gewesen ist, die mich von einem Tage zum andern erhalten, gestårket, beschüget, errettet, getröstet und gesegnet, die mir wohls gethan hat über alles mein Bitten und Verstehen. Ja du hast mich, du haft uns Alle geliebet in deinem Sohne, Christo Jesu, ehe der Welt Grund geleget ward. Und mit wel cher Geduld hast du mich, dein schwaches Kind, getragen? wie viele Fehler, wie viele Sünden mir verges ben? mit welcher Kraft mich in meis ner Schwachheit unterstüßt? Und so willst und wirst du dich auch ferner über mich erbarmen, wie sich ein Vater erbarmet über seine Kinder, und mich segnen durch Christum. So willst und wirst du auch ferner mit jedem Tage deine Güte über mich verneuen, ja mich in Ewigkeit lieben. der vornehmste und zugleich der ans genehmste und erfreulichste Gedanke meiner Seele sei. Mit dem Gedanken an dich will ich jetzt einschlafen, mit dem Gedanken an dich morgen und alle noch künftige Tage erwachen, mit dem Gedanken an dich leben und sterben. Ich lebe; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Amen. Am Sonnabende. lieben. Deß tröste ich mich jetzt bei dem Gefühle meiner Schwachheit und Spinfälligkeit. Dir und deiner weisen, våterlichen Leitung übergebe ich mich mit kindlicher Zuversicht auf diesen und alle folgende Tage meis nes Lebens. Du wirst, wenn ich dir nur folge, mich allezeit recht, und anders wohin nicht führen, als zur Seligkeit. Dir befehle ich meine Wege, meine Unternehmungen und Geschäfte, meine Schicksale und Les bensveränderungen, auch meinen Tod. Ich hoffe auf dich, du wirsts wohl machen. Deine Güte, Herr, sei über mich und über Alle, die auf bich hoffen. Amen. Des Abends. Herr, ich bin zu geringe aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir gethan haft. Wie viel hast du nur allein in der verfloßnen Woche an mir gethan! Jeder Tag, jede Stunde derselben sind Zeugen deiner unerschöpflichen, ewig fort währenden Güte. Und Dank, herz licher, inniger Dank sei dir für alle Beweise derselben, Dank für das Les ben, das du mir verlängert, für die Gesundheit, die du mir erhalten, für den Fortgang und Segen, den du mir verliehen, für so manche Freude, die du mir geschenkt, auch für die Leiden, die du mir zu meinem Besten auferlegt haft und gewiß zu meinem Besten lenken wirst; insbesondere aber für das Licht, die Kraft, den 11 Trost und die Hoffnung, womit du mich gestärket und erquicket haft. Möchte doch aber auch jeder Tag, jede Stunde von meiner Dankbarkeit, von meiner Gegenliebe und von meinem Gehorsam gegen dich und deinen Sohn, Jesum Christum, zeugen; möchte ich doch merkliche Forts schritte auf dem Wege des Glaubens und der Jugend gemacht haben; möchte ich doch dem großen Ziele immer näher kommen, welches mir vorhält die himmlische Berufung in Christo Jesu und wachsen in allen Dingen an dem, der das Haupt ist! Gott, siehe mit Huld und Gnade auf mich herab. Vergieb, ach vergieb mir alle meine Sünden um Jesu Christi willen. Stårke mich aber auch in meinem Bestreben, mit jeder Woche, mit jedem Tage immer weiz fer und verständiger, immer reiner von Fehlern und Sünden, im Glaus ben immer stärker, in allen guten Werken immer geübter und fertiger, meinem Heilande immer ähnlicher, deiner und deines Sohnes Gemeins schaft immer fähiger, im Genusse seines Heils immer froher, zufriede ner und seliger, und durch das Alles zur Seligkeit der zukünftigen Welt immer geschickter zu werden. Herr, deine Güte währet immer für und für bei denen, die dich kindlich fürchten. Und so habe ich das demůthige Vertrauen zu dir durch Chris stum, du werdest auch in der künftigen Woche und mit einem jeden kommenden Zage deine Güte über mich, über die Meinen, über alle deine Kins Communionandachten. 12 Kinder auf Erden verneuen, du werdest się walten lassen über uns in Ewigkeit. Wir hoffen darauf, daß du so gnådig bist; unser Herz freuet sich, daß du so gerne hilfest. Auf dich, auf dich steht unsre Zuversicht, du låffest uns auch im Tode nicht. Umen. Communion and achten. Vorbereitung zum heiligen Abendmale. Nachdenken über die Absichten des heiligen Abendmals. Gotth Bater unsers Herrn Jefu Christi, Vater und Erbarmer der Menschen, Gott der Liebe, du hast uns geliebet, ehe denn der Welt Grund geleget ward; du hast uns also geliebet, daß du deinen eingebornen Sohn gesandt hast in die Welt, die Sünder selig zu machen; du haft uns durch ihn überschwenglich begnadiget, mit geistlichen und himmlischen Gütern gesegnet und Alles geschenket, und willst uns Altes schenken, was uns an unserm Leibe und an unserm Geiste, was uns im Leben und im Sterben, was uns in dieser und in jener Welt er retten, stårken, erfreuen, ganz und vollkommen selig machen kann. Welche Wunder der Barmherzigkeit und Gnade, welche Beweise einer alle unsere Verdienste, alle unsere Vorstellungen übersteigenden Liebe! Wer kann sie rühmen, fassen, ermessen, wer dir den Dank, die Ehre und das Lob geben, das dir gebühret! O möchte mein ganzes Herz von Dank und Freude über deine Liebe und die Liebe deines Sohnes überfließen; möchte ich es ganz und vollkommen empfinden, wie sehr du und geliebet haft und wie selig wir durch deine Liebe sind; möchte doch das insbesondere auch jest geschehen, da ich das Gedächtniß dieser deiner Liebe und der Liebe Jesu Christi durch die Feier seines heiligen Nachta mals erneuern will! Wie wichtig, wie heilig, wie tröstlich muß mir nicht dieses Geschäfte sein. Ja wenn ich ein Christ bin, wenn ich es in der That und Wahrheit bin, so muß mir die Feier des Nachtmals Jesu eine sehr wichtige Handlung, eine sehr angenehme und beseligende Beschäftigung sein, die ich nie oft genug wiederholen kann. Es ist ein Fest, das er, unser Herr und Heiland, selbst stiftete, wodurch er sich dem Andenken seiner Jünger und aller seiner nachfolgenden Bekenner empfehlen und sein Gedächtniß auf Erden unvergeßlich machen wollte. Es ist ein Gedächtnißfest Jesu, des großmüthigsten Freundes, des größten Wohlthäters, des machtigsten 13 Vorbereitung zum heiligen Abendmale. von der Sünde und dem Tode, und der Wiederherstellung desselben zum Leben und zur Unsterblichkeit; ein Gedächtnißfest unsrer gegenwärtigen und zukünftigen Seligkeit, ein Freudenfest über unsre Seligkeit durch Jefum. tigsten Erretters, des höchsten Be- Christum, der Errettung desselben förderers der Glückseligkeit unsers Geschlechts, der mehr für uns gethan, gelitten und aufgeopfert hat, und noch jetzt für uns thut, und künftig thun wird, als nie ein Freund und Wohlthäter der Men schen gethan hat, und thun kann. Es ist ein Jesusfest, das wir zu seiz ner Ehre feiern, bei welchem wir als seine Freunde und Verehrer erscheinen, mehr als sonst an ihn denken, feierlicher als sonst uns an ihn verpflichten, lebhafter als sonst uns seiner freun. Es ist ein Fest der Liebe seines himmlischen Vaters, der die Welt also geliebet hat, daß er seinen eingebornen Sohn gab, ein Fest der Liebe Jesu und Alles dessen, was er aus Liebe ehedem gethan hat, noch thut, und künftig thun wird; insbesondere aber ein Fest seines Versöhnungstodes, durch dessen wieder hotte Feier die Wahrheit unaufhörlich erneuert, von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt und bis ans Ende der Tage erhalten werden soll, die große und dem ganzen menschlichen Geschlechte unendlich wichtige Wahrheit: daß Jesus Christus gestorben ist für die Sünden der Welt, und daß in keinem Undern das Heil, und daß kein anderer Name den Menschen gegeben ist, darinnen sie können selig werden, denn allein der Name Jesu. Es ist ein Dankfest für seine Wohlthaten, die wir schon jetzt genießen und künftig erwarten. Es ist ein Gedächtnißfest der Erlösung des menschlichen Geschlechts durch Und ist es Jesus nicht werth, daß wir ihm ein solches Feft feiern? Hat er es nicht verdient, unser ges rührteftes Undenken, unsre innigste Liebe, unser höchstes Vertrauen, unsern willigsten, freudigsten Gehorsam, unsre ewige Dankbarkeit, das Andenken, die Liebe, das Vertrauen, den Gehorsam, die Dankbarkeit unfers ganzen Geschlechts? Was wären wir ohne Jesum, was würden wir sein, ohne ihn? was sind wir durch ihn worden, was können und sollen wir durch ihn werden? Was kann jedem Menschen wichtiger sein, als daß Jesu Andenken auf Erden von Zeit zu Zeit erneuert, von Geschlecht zu Geschlecht fortgepflanzt, von einem Theile der Erde zu dem andern verbreitet und bis ans Ende der Tage erhalten werde? Ja du bist würdig, Sohn des Ul= lerhöchsten, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre, und Unbetung und Dank. Und das will auch ich jetzt bei der Feier deines Nacht= mals dir darbringen. Dein Undenken soll meinem Herzen auf ewig theuer, es soll stets meine Freude, meine Ehre und mein Ruhm sein. Umen. Nachden 14 Communionandachten. Nachdenken über den Nußen des heil. Abendmals. Gott, groß und wunderbar sind beine Werke und Veranstaltungen, alle, unverwerfliche Zeugen deiner Alles wohlmachenden Weisheit und Güte, alle, sichtbare Denkmåler, daß du uns liebest und unsre Seligkeit willst und beförderst. Und an welche Beweise deiner Liebe und der Liebe deines Sohnes Jesu Christi erinnert mich nicht sein heiliges Nachtmal? Nur von Liebe gedrungen stiftete er es, von Liebe zu uns und zu unsrer Seligkeit. Es ist ein geseg= netes Brot, welches wir essen, ein gesegneter Kelch, welchen wir trinken; ein Heil und Seligkeit bringendes Mal; eine Seelenspeise, ein Mittel, durch welches unser Geist genährt, wodurch ihm neue Kraft und neues Leben mitgetheilt wird; ein Stárkungsmittel unsers Glaubens, unsrer Tugend, unsrer Liebe zu Gott und Menschen, unsrer Ruhe, unsrer Freude und unsrer Seligkeit; ein Mittel, wodurch das Reich Jesu Christi, das Reich der Gerechtigkeit, des Friedens und der Freude im heiligen Geiste, erhalten und erweitert wird. Hier, bei der Feier dieses Mals, erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit Jefu, knüpfe sie immer enger und fester: denn ich er: scheine als ein Jünger Jesu, bekenne mich hier öffentlich zu ihm, sage es aller Welt und rühme mich dessen, daß ich an ihn glaube, daß ich übers zeugt bin: auch für mich und meine Sünden habe er seinen Leib dahins gegeben und sein Blut vergossen. Ich verpflichte mich von Neuem zum Glauben an ihn, und mache mich unter dem Genusse seines Leibes und Blutes anheischig, in diesem Glaus ben zu leben und zu sterben. Ich fühle mich so innig mit ihm verbunden, wie ein Erlöseter mit seinem Erlöser, wie ein Beseligter mit sei nem Seligmacher, wie ein Nachfol ger mit seinem Vorgånger, wie ein Diener mit seinem Herrn, wie ein Glied des Leibes mit seinem Haupte, wie ein Freund mit seinem Freunde. Aber auch er tritt mit mir in Ges meinschaft, indem er mir seinen Leib und sein Blut zu genießen und das durch zugleich Untheil giebt an dem Heile und der Seligkeit, die er durch die Dahingebung seines Leibes und durch die Bergießung seines Blutes der Welt erworben hat, indem er sogar dieses Heil und diese Seligs keit, Licht, und Kraft, und Trost, und Hoffnung, und Zuversicht, und Friede und Freude der Seele mich hier mehr als sonst genießen läßt. Hier erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit seinem himmlischen Vater. Ich erscheine als sein Kind durch Christum, als ein Kind dessen, der uns von Ewigkeit geliebet hat in seinem Sohne, Christo Jesu, und rühme mich des sen, daß ich sein Kind, und als sein Kind ein Erbe Gottes und ein Miterbe 15 lande der Sünder und tröste mich seiner Gnade. Ich erkenne und ema pfinde aber auch unsre gemeinschafts liche Verpflichtung gegen ihn, vers binde mich mit ihnen unter dem Genusse seines Leibes und Blutes zu Einem Sinne und Leben nach seinen Vorschriften und seinem Muster, entfage allen Sünden, allem Haffe und Neide, verspreche es Jesu, und nehme Alle, die gegenwärtig sind, zu Zeugen dieses Versprechens: ihn, meinen größten Freund und Wohlthater, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüthe und von allen Kräften zu lieben, die Menschen zu lieben, als Kinder Eis nes Baters, als Erlösete Eines Mittlers, als Brüder und Schwes stern Eines Bruders, als Erben Eis ner Geligkeit, selbst meine Feinde zu lieben und ihnen zu vergeben, gleichwie er mir vergeben hat. Hier erneure und unterhalte ich endlich meine Gemeinschaft an dem Heile und der Seligkeit, die Jesus durch sein verdienstliches Leiden und Sterben der Welt erworben hat. Ich feire das Fest der durch ihn ges stifteten Seligkeit der Menschen, freue mich Gottes meines Heilandes, tröste mich deß, daß Christus auch für mich zur Vergebung der Sünde gestorben, daß er auch mein Mittler und Versöhner, mein Heiland und Seligmacher, mein Herr und König ist. Ich freue mich der Macht und Gewalt, die ihm der Vater gegeben hat, und versichre mich deß: daß ich unter seiner Aufsicht stehe, daß ich durch Vorbereitung zum heiligen Abendmale. erbe Christi bin. Ich faffe neuen Muth und neue Zuversicht zu ihm, als meinem Vater, überlasse mich ihm mit kindlicher Ergebung in seinen Willen, werfe alle meine Sor gen auf ihn, lege mein gan= zes Schicksal in seinen väterlichen Schoß, fühle mich aufgeregt, ges stärkt, gedrungen, einen solchen Gott, einen solchen Vater wieder zu lieben. Er hingegen betrachtet mich als sein Kind, weil ich glaube an den Namen seines Sohnes, nimmt mich als sein Kind an sei nen Tisch und in sein väterliches Herz auf, und läßt mich das Glück genießen, ein Kind Gottes zu sein. Hier erneure und unterhalte ich meine Gemeinschaft mit allen seinen Kindern auf Erden und im Himmel, mit allen Bekennern Jesu, zähle mich zu der Gesellschaft innigst verbundner Freunde und Liebhaber Jesu, bekenne mit ihnen Einen Vater und Einen Heiland, halte mich und sie für Kinder dieses Baters, für Erlösete dieses Heilandes, für Brüder und Schwestern Jesu, für Glies der Einer Familie, für Mitgefähr ten eines und eben desselben Weges zu einem und eben demselben Ziele, für bestimmte Erben einer und eben derselben Seligkeit. Ich fühle mich mit ihnen von einem und eben dem selben Gefühle der Schwachheit und Sündhaftigkeit durchdrungen, er kenne mich mit ihnen für Sünder, die verloren waren, denen aber Barmherzigkeit widerfahren ist, nahe mich mit ihnen zu dem Hei eland Communionandachten. 16 durch ihn lebe und sterbe, daß er mich mit großer Liebe durch alle Veränderungen im Leben und Sterben, in dieser und in jener Welt leiten, daß er mich einst zu sich nehmen und dort von einer Stufe der Vollkommenheit und Seligkeit zu der andern führen wird. Ich denke an diese Setigkeit, versehe mich im Geiste in das zukünftige Leben und fühle mich von himmlischer Wonne durchdrungen. Kann wohl aber dieses Alles ohne großen und mannichfaltigen Nugen für mich sein? Kann ich je dieses heilige Nachtmal feiern, ohne durch jede Feier desselben im Glauben stårker, in der Zugend fester, in der Liebe brünstiger, in Noth und Tod getrofter, ohne besser, ruhiger, zufriedner und seliger zu werden? Dank, ewiger Dank sei dir, unserm Heilande und Seligmacher, daß du dieses heilsame Mal gestif tet und dich auch dadurch um unser Geschlecht so verdient gemacht haft. Lehre mich, lehre alle deine Bekenner den hohen Werth desselben immer mehr erkennen, es immer höher schågen, immer würdiger gebrauchen, und laß uns Alle aus eigner Erfahrung inne werden, wie heilsam und segensreich dein Abendmal sei. Amen. Nachdenken über den würdigen Gebrauch des heiligen Abendmals. Ich will jetzt das Gedächtniß dei ner Liebe feiern, großer, anbetungswürdiger Heiland, und nach deiner Verordnung deinen Leib effen, den du für uns dahingegeben, und dein Blut trinken, das du vergossen haft zur Vergebung der Sünden. Möchte ich es doch auf eine dir wohlgefällige und mir heilsame Weise thun; möchte ich doch deine Absichten ers füllen, und den Nußen wirklich ers reichen, den es mir bringen kann und soll! Ich will zu dem Ende die Absich ten wohl überlegen, in welchen dies ses heilige Mal gestiftet ist. Es ist ein Gedächtnißmal Jesu, bei welchem wir seinen Tod verkündigen, das Lob seines großen Verdienstes um die Menschen befingen, unsre Ge meinschaft mit ihm erneuern, und im Genusse seiner Wohlthaten selig sein, mithin mehr als sonst an ihn denken, feierlicher als sonst uns an ihn verpflichten, lebhafter als sonst uns seiner freuen sollen. An Jesum also, an Jesum will ich denken. Ich will überlegen, was er der Welt war, und ist, und sein und werden kann und soll, und insbe sondere, ob er das auch mir worden ist, und werden kann und wird. Bedenken will ich, was er ehedem gethan hat, und noch thut und künftig thun wird, die Sünder zu errets ten und selig zu machen. Erwas gen will ich, wie wir alles Licht, das uns erleuchtet, alle Kraft, die uns belebet, allen Trost, der uns ers freuet, alle Seligkeit, die wir jetzt schon genießen und künftig erwarten, ihm allein schuldig find. Dans Vorbereitung zum heiligen Abendmale. ken will ich ihm für seine Liebe und für seine Wohlthaten. Verpflichten will ich mich ihm aufs Neue zu beständigem Glauben, zu ewiger Liebe, zum willigsten, völligsten Gehorsam, zur treuesten Nachfolge. Freuen will ich mich seiner; und ich muß mich hier schon seiner freuen lernen, wenn ich mich dort seiner freuen will. Empfinden will ich, wie selig ich hier schon durch ihn bin; und ich muß hier schon durch ihn selig sein und zu werden suchen, wenn ich es dort werden will. Wenn ich jest, da ich das Nachtmal Jesu feiern will, we nig oder gar nicht an ihn denken, wenig oder gar nicht seine Liebe und seine Wohlthaten erwägen, wenig oder gar nicht meine Verpflichtungen gegen ihn erkennen wollte; wenn ich chne Nachdenken und Ueberlegung und noch mehr, ohne Rührung und Empfindung des Herzens, wenn ich bloß aus Gewohnheit sein Abendmal halten wollte, so würde ich es unwürdig gebrauchen. Nein, nein, ich will mich jest mehr als sonst mit Jesu und mit dem Andenken an ihn beschäftigen. Ueberzeugung von Pflicht, Drang meines Herzens, Dankbarkeit, Liebe und Ergebenheit verlangen, ihm meinen Dank, meine Liebe, meine Ergebenheit feierlich zu bezeigen, Begierde nach neuer Kraft zum Glauben und zur Liebe gegen ihn, die Sorge für das Heil meiner Seele sollen mich zu seiner Tafel führen. Ich will nie, am wenigsten aber jetzt vergessen, was er an meiner Seele gethan hat. 17 Ich will aber auch untersuchen, ob ich mich jest in einer solchen Verfassung meines Gemüths und Lebens befinde, daß ich die Absichten des heiligen Abendmals erfüllen und den Nußen desselben erreichen kann, und mich in eine solche Verfassung zu sehen suchen. Das Abendmal und jede Feier desselben soll mir nůßen, und mit jedem Male mehr nügen. Es soll meinem Glauben mehr Festigkeit und Ueberzeugung, mehr Freudigkeit und Zuversicht ge= währen und ihn gleichsam inSchauen verwandeln, indem ich anhaltender über Jesum denke, mich mit meinen Gedanken in sein ehemaliges Leben auf Erden, und in seine gegenwär tige Herrlichkeit im Himmel vers sehe, ja seinen Leib esse und sein Blut trinke, das er um unsrer Sünde willen dahin gegeben hat. Es soll meiner Tugend neue Kraft und neues Leben mittheilen, soll mich von der Sünde zurückschrecken und in dem Entschlusse stárken, mich Jesu. ganz zu heiligen. Es soll endlich mich ruhiger und zufriedener im Leben, getrefter in der Nott und im Tode, in Beit und Ewigkeit seliger máchen. Und wenn ich diesen Nugen von der Feier des Abendmals verspüre, wenn ich durch jeden Gebrauch desselben im Glauben fester, in der Zugend stärker, im Herzen ruhiger, zufriedner und seliger werde, so effe und trinke ich würdig. Wer aber diesen Nugen von dem Gebrauche des Abendmals nicht hat, wer dadurch neue Stärke im Glauben, neue Kraft zur MAWAZIT Communionandachten. 18 zur Tugend, neuen Trost und neue Hoffnung nicht erlangt, wer eben so schwach bleibt im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung als er zuvor war, wer immer noch die Sünde liebt und thut, wie ehedem, der isset und trinket unwürdig. Befinde ich mich nun jetzt in einer solchen Gemüthsverfassung, daß ich das heilige Abendmal würdig und mit Nugen gebrauchen kann? Habe ich Zeit genug, meine Gedanken zu sammeln und sie mehr, als sonst, auf Jesum zu richten? Ist Jesus meinem Herzen theuer, ist mir das Andenken an ihn erwünscht und willkommen? Erkenne und schäße ich seine Liebe und sein Verdienst? Weiß ich, es, wie vicl ich ihm schuldig bin? Glaube ich mit Zuversicht, in ihm meinen Heiland und Seligmacher, so wie den Heiland und Seligmacher der ganzen Welt zu finden? Bin ich bis zu einer lebendigen Ueberzeugung gewiß, daß ich, wenn ich an ihn glaube, nicht verloren gehn, nic unglück selig sein und werden, sondern das ewige Leben haben werde? Empfinde ich Dankbarkeit, Liebe, Vertrauen und Gehorsam gegen ihn? Giebt mir mein Herz und Leben das Beugniß: daß ich in der That und Wahrheit ein Nachfolger Jesu bin, daß ich mich beeifere, es zu sein, und seinen Belehrungen, seinen Borschriften und seinem Vorbilde gemäß zu denken, gesinnt zu sein und zu handeln? Wünsche ich mir neue Kraft zu leben im Glauben des Sohnes Gottes, in diesem Glauben zu beharren bis ans Ende, und in diesem Glauben den Gott ben, der uns zuerst geliebet hat, Jesum zu lieben, der uns geliebet hat bis in den Tod, alle Mitchristen zu lieben, weil wir Glieder eines Leibes sind, dessen Haupt Christus ist, alle Menschen zu lie ben, weil Christus sich für alle dahingegeben hat, auch Feinde zu lie ben, weil Christus für uns gestorben ist, da wir auch seine Feinde waren? Freue ich mich Jesu und meiner Gemeinschaft mit ihm, finde ich mich in derselben glückselig, wünsche ich, ihm immer näher zu kommen, immer noch inniger mit ihm verbunden zu werden? Ist das die Stimmung meines Gemüths, ift dieß wirkliche Empfindung, wirklicher Wunsch, wirkliches Streben meiner Seele, dann befinde ich mich in einem solchen Zustande, in wel chem ich das heilige Abendmal mit Nugen feiern kann. Und je mehr dieß die Stimmung meines Gemüths ist, mit desto größerm Nußen werde ich das Abendmal des Herrn feiern. zu lieBin ich aber jetzt zu sehr zer= streut in die Geschäfte und Sorgen dieses Lebens; mangelt es mir an Zeit zum ruhigen Nachdenken über Jesum, ist mir Jesus gleichgültig; bin ich unempfindlich gegen seine Liebe und seine Wohlthaten; ist mir sein Tod am Kreuze nicht wichtig; zeige ich meinen Glauben nicht durch meine Werth; gebe ich mich bloß Bußübungen. bloß für seinen Nachfolger aus, und bin es nicht in der That und Wahrheit; bin ich noch fern von dem Leben, das aus Gott ist; bin ich noch ein Sclave der Sünde und des Lasters; nähre ich Haß und Neid, Zorn und Rache, Geiz und Wollust in meinem Herzen; erkenne, em pfinde ich es nicht, wie selig man ist in der Gemeinschaft mit Jesu; fühle ich mich in dem Besige und Genusse der Güter des Heils und der Seligkeit, die er uns erworben hat, nicht froher und glückseliger, als in dem Besitze und Genusse der Güter der Welt; freue ich mich der Erde mehr, als des Himmels; trachte ich nach dem, was auf Erden ist, eifriger, als nach dem, das droben ist; wünsche ich nicht, einmal anders und besser zu werden: dann, dann darf ich es nicht wagen, zum Fische Jesu zu nahen, dann darf ich mir keinen Nußen davon versprechen, dann effe und trinke ich mir selbst das Gericht. Nein, das sei ferne von mir. Ich will mich jetzt aus der Zerstreuung sammeln; auf Jesum will ich mein Gemüthe hinrichten, bedenken will ich, was er für die Welt gethan, gelitten und aufgeopfert hat, und wie selig ich durch ihn bin, und sein und werden kann; ich will mich nicht bloß für seinen Bekenner und Nachfolger ausgeben, sondern es in der That und Wahrheit zu sein und zu werden suchen; ich will aller Sünde mit allem Ern19 ste entsagen, immer mehr mich von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen, und der Heiz ligung nachjagen in der Furcht Gottes; ich will vergessen, was hinter mir ist, und vorwärts eilen nach dem Kleinode, welches mir vorhålt meine himmlische Berufung in Christo Jesu. O laß dir meinen Entschluß wohlgefallen, theuerster Heiland, laß ihn That und Wahrheit, und die Feier deines Nachtmals für mich recht nühlich und gesegnet, mit jedem Male nüßlicher und gesegneter werden. Umen. Bußübungen. Vor der Beichte. Gott, vor dir, dem Allwissenden und Allgegenwärtigen, will ich über mein bisheriges Verhalten nachdenken und mein Herz und meine Wege erforschen. Möchte ich es mit dem Ernste, mit der Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe thun, die dieſes wichtige Geschäfte von mir fo dert; möchte ich bei dem Gefühle meiner Schwachheit und Sündhaftigkeit mit schmerzlicher Scham und Reue, aber auch mit dem ernstlichen Vorsage und dem redlichen Bestreben der Besserung durchdrungen und belebt werden. Wenn ich an deine Liebe denke, womit du uns Ulle von Ewigkeit geliebet haft in Christo Jesu; wenn 62 ich Communionandachten. 20 Ich überlege, mit welchen Borzügen du uns, seine Bekenner, vor allen Völkern der Erde durch ihn begnadiget, welche Mittel des Unterrichts und der Besserung, welche Kraft und Stärke zum Leben und göttlichen Wandel du uns verlichen haft und verleihen willst, wenn ich erwåge, wozu du uns als Christen berufen, welcher Glückseligkeit du uns fähig gemacht, welche Aussichten in die zukünftige Welt du uns eröffnet hast; wenn ich bedenke, wie sehr uns dieses Alles zum Glauben und Vertrauen, zur Liebe und Dankbarkeit, zur wil ligsten, eifrigsten Beobachtung deis ner Gesege, zu einem vorzüglich heiligen Sinne und Wandel antreiben sollte; und wenn ich mit dem Allen mein Verhalten vergleiche: dann, ja dann muß ich mich schämen, dann, ja dann darf ich es kaum wagen, meine Augen aufzuheben zu dir. Ich bin dein Geschöpf, dein Kind, cin Erlöseter Jesu Christi, ein Erbe der Unsterblichkeit, von dir mit gro= Fen Fähigkeiten und Anlagen auss gerüstet, zu erhabnen Absichten bestimmt, zu einer ewigen Herrlichkeit berufen in Christo Jesu. Wie bab' ich nun als ein solcher gedacht und gehandelt? Hab' ich dich als meinen Schöpfer erkannt und gepriesen, die als meinem Herrn gehorcht, dich als meinen Bater geliebet? Bin ich das worden, was ich als dein Geschöpf, dein Kind, dein Erlöseter, durch deine Gnade und die Gnade deines Sohnes und Gei stes werden konnte und sollte, der weise, erleuchtete, gläubige, geheis ligte, nach deinem Ebenbilde erneuerte, dir ähnliche und wohlge fällige, zu allen guten Werken geschickte, in denselben geschäftige und eines höhern Zustandes fähige Mensch? Ich bin ein Bekenner, ein Nachfolger Jesu Chrifti, und rühme mich, das zu sein. Ich glaube an ihn als den Heiland und Seligmacher aller Menschen, als den Erretter von der Sünde und dem Tode, als den Wie derbringer des Lebens und der Unsterblichkeit, als unsern Vorgänger und Herrn. Ich hoffe durch ihn Gnade und BVergebung, Kraft und Stárke, Trost und Ruhe für meine Seele, Hülfe und Errettung im Leben und Sterben, Seligkeit und ewi ges Leben zu erlangen. Denke und handle ich nun auch so, wie es einem Bekenner und Nachfolger Jesu zukommt? Würde Jesus in mir seinen Bekenner und Nachfolger erkennen? Werden Undre mir es anmerken, daß ich Icsu Bekenner und Nachfolger bin, daß ich sein Bild an mir trage, daß ich so ge sinnet bin, wie Jesus Christus auch war, daß ich so denke und handle, wie er dachte und handelte? Finde ich selbst eine gewisse Aehnlichkeit zwischen mir und Jesu, zwischen meinem Verhalten und seinem Verhalten? Habe ich mich durch ihn von der Knechtschaft der Sünde erlösen und durch seinen Geist reinigen und Bußübungen. 21 durch männliche Gesinnungen und Thaten, durch geübte, standhafre, exemplarifche Tugend auszeichnen. Ich soll meine jugendliche Unschuld nie entweihen, sie auf das Sorgfäl tigste bewahren, mich einer unbes fleckten Reinigkeit des Leibes und des Geistes, einer frühzeitigen, lebenswierigen Frömmigkeit und Gottesfurcht befleißigen. Ich soll im Glücke demüthig, im Unglücke. geduldig, mäßig in der Freude, getrost in Leiden sein. Ich soll Alles thun, was ich thue, in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi, mich in allen Dingen als seinen Diener beweisen. Und wie habe ich nun dieß Alles zeither gethan? wie diese Pflichten erfüllt? welche Folgen wird das für mich haben in jener Welt? und heiligen lassen? Bin ich zu der herrlichen Freiheit der Kinder ettes gelangt? Habe ich Gnade bei Gott und Vergebung meiner Sünden durch ihn gefunden, oder muß ich sie erst suchen? Genieße ich die Gerechtigkeit und Stärke, den Frieden, die Freude, die Ruhe der Seele, die bei ihm zu finden ist? Bin ich wirklich durch ihn selig wors den, und kann ich mit Zuverlässig, keit hoffen, es künftig zu werden? Ich bin ein Mitglied der Gesellschaft, ein Vorgesenter, oder Unters gebener, ein Herr, oder Diener, ein Hausvater und eine Hausmutter, oder ein Kind und ein Hausgenosse, ich bin reich oder arm, hoch oder niedrig, glücklich oder unglücklich. Auch hier habe ich große und wichtige Pflichten, deren Beobachtung oder Unterlassung für mich Folgen haben wird auf ewig. Ich soll den Stand, darinne ich stehe, würdig behaupten, den Plaß ausfüllen, den ich einnehme, meinen Beruf mit der gewis senhaftesten Treue und Redlichkeit abwarten. Ich soll die Stelle Jesu unter meinen Brüdern vertreten, einen Jeden lieben, einem Jeden wohlwollen, einem Jeden helfen und dienen, eines Jeden Glück befördern, so viel ich kann, von einem Tage, von einer Stunde zur andern Gutes thun und nicht müde werden. Ich soll Undern und besonders denen, mit welchen ich auf besondere Weise verbunden bin, durch mein Beispiel vorleuchten und vorgehen. Ich soll im männlichen Alter mich Ich besige so viele Mittel des Heils und der Besserung, durch welche ich weiser, gläubiger, tugendhafter und seliger werden kann, als diejenigen, die diese Mittel nicht befißen. Wie habe ich nun diese Mittel angewendet und bin ich durch sie das worden, was ich werden konnte? Welchen Gebrauch habe ich von der heiligen Schrift gemacht? wie habe ich die Religion, die Lehren, Vorschriften und Berheißungen Jesu, wie sein heiliges Vorbild benugt? wie oft, und wie habe ich sein Abendmal gefeiert? wie habe ich den öffentlichen und besondern Gottesdienst abgewartet, und welchen Nußen habe ich davon gehabt für meine Erkenntniß, für meinen Glauben, 22 Communionandachten. Glauben, für meine Heiligung und Beruhigung? wie, und wo habe ich den Sonntag zugebracht? Und das Gebet, dieses vorzügliche Mittel der christlichen Besserung, wie habe ich es benutt? Habe ich an jedem Tage so oft und so gut gebetet, als ich konnte und sollte? habe ich ohne Unterlaß gebetet? habe ich mich gewohnt, in allem auf Gott und auf Jesum zu sehen, mir ihn immer zu vergegenwärtigen, mitten unter meinen Arbeiten und Freuden meinen Geist auf ihn hinzurichten und stets in seiner Gegenwart zu wandeln? und finde ich an diesen Uebungen der Undacht mehr Luft und Geschmack, als an allen Freuden der Erde? Wie lange lebe ich schon auf Erden! Jeder Abschnitt meines Lebens, jedes Jahr, jeder Monat, jeder Tag soll mich in der Erkenntniß Gottes und Jesu Christi, in der Uehnlichkeit mit ihm, in der christlichen Freiheit, Vollkommenheit und Glückseligkeit weiter bringen. Ich soll und darf nie stille stehn. Wie ich heute bin, darf ich nicht bleiben. Die Fehler, die ich heute begehe, darf ich morgen nicht wieder begehn. Die Trägheit und Nachlässigkeit im Guten, die ich heute an mir gewahr werde, darf sich nicht immer an mir finden. Jede Nachtmatsfeier ins besondere soll mir mehr Stårke im Glauben, mehr Lust und Kraft zum Guten, mehr Weisheit zur Führung des gegenwärtigen Lebens, und mehr Fähigkeit zum Genusse des zukünftigen gewähren. Was habe ich nun in dieser Hinsicht gethan? was habe ich insbesondere seit meiner legten Communion gethan? welches waren damals meine Fehler? habe ich diese Fehler seitdem bestritten und verbessert, oder sind sie mir noch eben so eigen, wie zuvor? Vielleicht habe ich sie wohl gar mit neuen Fehlern vermehrt? Und wie habe ich mich im Guten geübt? Wie viel bin ich an Erkenntniß Gottes und Jesu Christi, an Erkenntniß meiner gegenwärtigen und zukünf tigen Bestimmung, an Glauben, an christlicher Tugend und Glückseligkeit vollkommener worden? Bin ich auf dem Wege des Lebens vorwärts, oder rückwärts gegangen? Kann ich mit mehrerm Grunde auf Gott hoffen? darf ich von seiner Baterliebe durch Christum Vergebung meiner Sünden, Befreiung und Seligkeit erwarten, ohne mich zu täuschen? liebe ich ihn mehr, als sonst? ist mir seine Gnade theurer, als ehedem? Ist mir insbesondere Jesus und sein Verdienst wichtiger wor den? kann ich mit Wahrheit sagen, daß ich alles auf Erden für nichts achte gegen ihn? Habe ich die Menschen, auch diejenigen, die mir nicht wohlwollen, mehr lieben ges lernt? ist mir keiner bewußt, den ich gehaffet, beneidet, verleumdet, gekrånket und beeinträchtiget, mit dem ich in Feindschaft und Unversöhnlichkeit gelebt habe? Was habe ich Gutes gethan? was zur Beförderung des Wohls meiner Nebenmenschen Bußübungen... menschen beigetragen? und wie, aus welchen Absichten und Beweggründen habe ich es gethan? Bin ich durch mein Verhalten Gott, meinem Vater und Erlöser, angenehmer und wohlgefälliger, den Menschen, meinen Brüdern, nüß licher, in Absicht auf mich selbst besser, ruhiger, zufriedener, zum Tode, der mir immer näher kommt, geschickter und eines höhern Zustandes fähiger worden? Sperr, du erforschest mich und ken neft mich. Du weißt es, ob ich zeither auf guten oder bösen Wegen gewandelt habe; ob ich besser/ oder boser, zu einem höhern Leben geschickter, oder ungeschickter worden bin; ob ich mich dem Ziele der christlichen Bollkommenheit genähert, oder von demselben entfernet, meine Seligkeit, oder meine Schuld und Straf barkeit vermehrt und vergrößert habe. Führe, ach führe mich, Hochster, auf ewige Wege. Amen. 23 tretern deiner Gefeße gedrohet haft; ich erfahre es, daß die Sünde der Leute Verderben sei. Bei der Beichte. Gott, der du Alles weißt, Ulles fiehest und kenneft, dem kein gottlos Wesen gefällt, und vor dem Niemand bleibet, der böse ist; der du aber auch allen reuigen und gläubigen Sündern um Jesu willen Gnade und Vergebung verheißen hast, ich erkenne es vor dir, daß ich gesündiget und übel gethan habe; ich weiß es, daß ich mich durch meine Sünden der gerechten Strafen schuldig gemacht habe, die du den UeberBin ich auch meinem Vorsage treu geblieben, habe ich auch den Entschluß wirklich ausgeführt, den ich so oft, und auch nur bei meiner. lestenCommunion faßte? Wie mangelhaft, wie unvollkommen ist doch dieß geschehen. Und bei dem Ullen muß ich bekennen, daß ich lange noch nicht so weit gekommen, lange noch nicht der weise, gläubige, gebesserte, Jesu ähnliche Mensch bin, der ich als Christ werden und sein konnte; bes kennen muß ich es mit Beschåmung und Reue, daß ich noch manchen Fehler, manche Sünde begangen habe, die ich nicht begehen sollte, noch manche Schwachheit an mir trage, die ich, vielleicht schon längst, übers wunden haben sollte; daß, ich, in Vergleichung der Långe meiner Les benszeit und der Kraft, die Jesus darbietet, bei Weitem noch nicht ſo geübt im Guten, so stark im Glauben, so tüchtig in allen guten Werken, so ruhig und glückselig bin, als ein Christ sein kann, daß ich insbes fondere dich, meinen Bater, nicht ges nugsam liebe, Jesum, meinen Heiland und Seligmacher, nicht hoch genug schåße, die Menschen, meine Brüder, nicht mit herzlicher Bruderliebe umfasse; daß ich bei Weitem noch nicht ganz christlich denke und handle und sich auch in meine besten Handlungen unedle Absich ten mischen, daß noch ein groz ßer Abstand ist zwischen mir und mei 24 Communionandachten. Vorbild zum Muster der Nachahmung vorgestellt? habe ich die lebungen des öffentlichen Gottesdienstes nicht vernachlässiget, sie stets mit Nugen beobachtet? habe ich auf die Feier des Nachtmals Jesu so viel Zeit, Nachdenken und Ueberlegung gewendet, als ich anwenden mußte, wenn sie mir nüglich sein sollte? Wie cifrig und emsig, oder wie fált und nachlässig war ich in der Gebetsübung? Und wie viel oder wie wenig habe ich mich bemühet, den Gedanken an Gott, an Jesum und an Vielleicht aber habe ich auch meinen Borsak gar nicht erfüllt; viel leicht bin ich seitdem nicht besser, sondern schlimmer worden, trage die Fehler, die bösen Gewohnheiten noch an mir, die ich sonst an mir hat te, habe sie noch tiefer einwurzeln laffen, habe sie mit neuen vermehrt, bin eben so undankbar gegen dich, den huldreichsten, gütigsten Vater, die zukünftige Vergeltung in meis bin eben so ungehorsam gegen meiner Seele gegenwärtig zu erhalten, nen Heiland und Herrn, so gleich ihn mit allen meinen Entschließungültig gegen sein Verdienst, so uns gen und Bestrebungen, Vergnüguns áhnlich seinem Ebenbilde, bin eben gen und Leiden zu verbinden, und ſo unzufrieden mit dir und deinen in demselben Stärkung, ErmunteSchickungen, eben so lieblos gegen rung und Beruhigung zu suchen? meinen Nächsten, eben so kalt und Kann ich läugnen, daß ich mich auf unempfindlich gegen Menschenwohl, vielfache Weise versündiget, daß eben so untreu und nachlässig in mei- ich sehr strafbar gehandelt, daß ich nem Berufe gewesen, als ich es vor meiner zeitlichen und ewigen Glückher war, bin noch ein Knecht der seligkeit sehr geschadet habe? Sünde, ein Sclave des Lasters. Und wenn ich das gewesen bin und noch bin, ist es nicht ganz meine cigne Schuld? War es mir mit meiner Zukehrung von der Sünde zu Gott ein rechter Ernst? war ich recht besorgt und bekümmert um das Heil meiner Seele? habe ich die Mittel der Besserung so oft, und so wohl gebraucht, als ich sie hätte brauchen sollen? habe ich über die Lehren und Vorschriften Jesu, über seine Liebe zu mir und zu andern Sündern ernsthaft nachgedacht und mir sein meinem Herrn und Vorgänger, zwischen seinen Gesinnungen und meinen Gesinnungen, zwischen seinem Verhalten und meinem Verhalten. Gott, du bist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue. Du bist bereit, den Sündern zu verzeihen, die ihr Unrecht erkennen und sich bessern. Du hast durch deinen Sohn Vergebung der Sünden uns Allen erwerben lassen und sie denen verheißen, die sie durch ihn bei dir suchen. Und ich suche sie, o Gott, ich suche fie mit beschämtem, aber glaubensund hoffnungsvollem Herzen. Ich wünsche nichts mehr, als durch ihn von den Strafen und dem Uns glücke Bußübungen. glücke der Sünde befreit und deiner Vaterhuld theilhaftig zu wer den. Ach um seinetwillen sei mir gnädig und vergieb mir alle meine Sünde. Umen. Nach der Beichte. Fa gnädig und barmherzig bist du, Herr, geduldig und von großer Güte und Treue. Du handelst nicht mit uns nach unsern Sünden und vergittst uns nicht nach unsrer Misse that. Du trågst uns Sünder mit großer Geduld und mit vielem Berschonen. Und Dank, herzlicher, demüthiger Dank sei dir, daß du auch mich von deiner Gnade und Barmherzigkeit in Chrifto Jesu versichert und den Trost der Vergebung der Sünden in mein Herz gegeben haft. Nein, du willst nicht den Tod des Sünders; du willst seine Erhaltung, sein Leben, seine Seligkeit. Uber du willst auch, daß er sich bekehre, daß er von den Sünden, deren Bergebung er suchet, gereiniget, daß er weise und heilig und durch Weisheit und Heiligkeit deinem Bilde und dem Ebenbilde deines Sohnes áhulich werde. Gott, ich erkenne deinen weisen und guten Willen. Ich sehe es ein, daß du demjenigen seine Sünden nicht vergeben kannst, der mit Vorsatz in denselben beharret: denn du bist eben so heilig und gerecht, als gnådig und barmherzig. Ich weiß es, daß du den, welcher der Heiligung nicht nachjaget, zur Gemeinschaft mit dir und zu einem höhern Leben 25 nicht erheben kannst: denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefällt; wer böse ist, bleibet nicht vor dir. Ich begreife es, daß die Sünde erniedrigt und schåndet, daß sie zeitlich und ewig unglückselig macht und mit unserm eignen Besten, wie mit dem Besten deines Reiches, schlechterdings streitet. Ich erkenne es daher wohl, ich muß die Sünde meis den, ich muß anders und besser werden, wenn ich glückselig sein und werden will. Ich muß die Fehler und Sünden, die ich an mir trage, bestreiten und endlich ganz ablegen. Ich muß reicher an Erkenntniß Jefu Christi, stärker im Glauben, fertiger und geübter im Guten, und in der Liebe zu dir, in der Liebe zu Jesu, in der Liebe zu den Menschen vollkommner werden. Ich muß insbesondere, nach den Kräften, die du mir verliehen, und nach den Umstånden, darein du mich gesetzt hast, so heilig, so gehorsam, so Gott ergeben, so keusch, so ge= recht, so geschäftig im Guten, so demüthig, so fanftmüthig, so ge duldig, so versöhnlich, so himmlisch gesinnt zu werden suchen, als Jesus Christus auch war. Ich muß hier schon so denken, urtheilen und handeln lernen, wie man dort denket, urtheilt und handelt. Ich muß hier lieben, was man dort liebt, hier verabscheuen und verdammen, was man dort verabscheuet und verdammet, trachten nach dem, was droben ist, da Christus ist. Ja das muß ich thun. So muß ich denken und han Communionandachten. mals. handeln, so leben und sterben. Und Gebrauch des heil. Abenddazu fühle ich mich jetzt durch deine Liebe und die Liebe Jesu Christi erweckt und gedrungen. Dazu mache ich mich jest in deiner Gegenwart und im demüthigen und gläubigen Vertrauen auf deine Hülfe und den Beistand deines Geistes anheischig. Mit diesen Gesinnungen und Entschließungen will ich den Leib Jesu im heiligen Abendmale essen und sein Blut trinken. 26 Gott, thue Gnade zu Gnade hinzu. Stärke mich, dein zwar aufrichtig gesinntes, aber schwaches Kind, diesem Entschlusse treu zu bleiben bis in den Tod. Laß deine Güte, Geduld und Langmüthigkeit, die du zeither gegen mich Sünder bewie sen hast, mich zur Buße, zu einer gånzlichen Besserung meines Herzens und Lebens leiten. Mache mich aufmerksam und recht bekümmert um das Heil meiner Seele. Hilf mir, die Fehler, die Sünden und bosen Gewohnheiten, die ich an mir habe, bestreiten, und nach und nach ganz ablegen, und im Glauben, in der Liebe und in allem Guten immer völliger werden. Laß deine Kraft in mir Schwachen mächtig fein und deinen Geist mich stärken, vollbereiten, träftigen und gründen. Laß mich nicht, Herr, mein Gott, und thue nicht deine Hand von mir, Gott, mein Heil. Heilige mich durch und durch, daß ich ganz nach Seele und Leibe unstråflich erfunden werde auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi. Amen. Vor dem Genusse des heiligen Abendmals. Gesegnet sei mir dieser Tag, wel cher mich der herrlichsten Wunder der Liebe Gottes und seines Soh nes, Jesu Christi, erinnert, die er zu meiner Seligkeit und zur Selig: keit der Welt gethan hat. Ich freue mich in dem Herrn und meine Secte ist fröhlich in meinem Gott. Ja heiter und froh denke ich an dich, Gott der Liebe, Vater unsers Herrn Jesu Christi, Bater und Er barmer der Menschen. Ja dich kenne ich, als unsern Bater durchChristum, dich liebe und verehre ich, als unsern Bater, deiner freue ich mich, als unsers Vaters, auf dich hoffe ich, als unsern Vater, von dir erbitte, von dir erwarte ich Alles, was ein Kind von dem liebevollsten Vater nur immer bitten und erwarten kann. Du hast uns geliebet, also geliebet, daß du deinen eingebornen Sohn gabst. Und hast du uns deinen Sohn geschenkt, wie solltest du uns mit ihm nicht Alles schenken? Dank sei dir, inniger, ewiger Dank, daß du uns diesen Erretter, diesen Seligmacher geschenkt und durch ihn solches Heil, solchen Trost, solche Hoffnung, solche Freude und Seligkeit bereitet haft. Gelobet seist du im Himmel und auf Erden: denn du bist die Liebe. Und wie freue ich mich deiner, wie kann ich mich deiner gnugsam freuen, 27 Gebrauch des heiligen Abendmals. freuen Sohn des Allerhöchsten, wissens, Zufriedenheit des Herzens Heiland und Seligmacher der Welt! Wie danke ich dir, und wie kann ich dir je genug danken! Du bist gekommen in die Welt, die Sünder selig zu machen. Du hast die vortrefflich ste, troftvollste, seligmachendste Lehre vom Himmel auf die Erde gebracht und auch mich mit ihrem heilsamen Lichte erleuchtet. Du hast durch dein heiliges Leben der Welt das lehrreichste, reizendste Muster der reinsten, vollkommensten Tugend hinterlassen. Ja du hast dein Leben- also hast du uns geliebet- dahin ingin= gegeben für uns in den Tod, in den Tod am Kreuze, um uns statt der Strafe Vergebung der Sünden, statt des Todes das Leben, statt eines ewigen Verderbens ewige Seligkeit zu erwerben. Du liebst uns noch jegt und siehest mit Wohlgefallen auf uns, die wir dich mit gläubigem, dankbarem Herzen ehren. Du lebest noch jest für uns in deiner Herrlichkeit und wirkest unaufhörlich zur Errettung und Beseligung der Men schen. Und einst, in unserm Tode und am Ende der Tage wirst du uns und Allen, die dich lieb haben, Unfterblichkeit und ewiges Leben geben, das du uns erworben hast, uns voll kommen selig machen, und zuimmer höherer Seligkeit führen. Dir verdanke ich Alles, was ich schon jetzt von Glückseligkeit besige und genieße, Licht und Erkenntnis, sichern Glauben, Gerechtigkeit und Stärke, Gnade bei Gott, den Trost der Vergebung der Sünden, Frieden des GeRuhe der Secle, Hoffnung des ewigen Lebens. Von dir erwarte ich Atles, was ich zu meiner Geligkeit bedarf, die beste Führung durch dieses Leben, die machtigste Errettung im Tode, und vom Tode und Grabe, die vollkommenste Erlösung von alle m Uebel, ewigeseeben und ewigen Fortgang von einer Stufe der Weisheit und Erkenntniß, der Vollkommenheit, Thätigkeit und Seligkeit zu der andern, die gewisse Erfüllung deiner Verheißung: daß ich einst zu dir kommen, in nähereGemeinschaft mit dir treten, auf immer bei dir sein, und in deiner Gemeinschaft vollkommne Seligkeit genießen werde. Dich verehre, dich liebe ich als den. größten Freund, als den höchsten Wohlthäter, als den vollkommensten Beförderer der Seligkeit der Menschen. Ich freue mich deiner Liebe, deines Lebens, deines Leidens und Sterbens, deiner Auferstehung, deiner gegenwärtigen Herrlichkeit und Alles dessen, was du zum heile der Menschen gethan haft, und noch thust und künftig thun wirst. Ich freue mich, daß ich mit dir in Verbindung stehe, dich kenne, an dich glaube, dich verehre, und dadurch schon hier fo selig bin. Ja ich fühle die Ehre, das Glück, die Seligkeit, dein Erldseter, dein Bekenner, dein Angehöriger, dein Nachfolgee und in der Hoffnung ein Mitgenöffet deiner Perrlichkeit zu sein. Willig und völlig unterwerfe ich mich dir, meinem Heilande' und Herrn fest und bis in den Tod will 28 will ich an dich glauben, dich bekennen und die anhangen, gern und freudig will ich dir gehorchen, standhaft und treu in deinen Fußtapfen wandeln, unablässig dir nacheifern und nachstreben, mit dir leiden, und dulden und sterben, dich ewig lieben, dich von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüthe und von allen Kräften lieben: denn du haft uns zuerst, du hast uns bis in den Tod geliebt. Theuer und er wünscht soll mir das Gedächtniß deiner Liebe sein, so lange ich lebe; es soll in Leiden meine Freude, im Tode mein Troft und mein Labsat, es foll in der zukünftigen Welt, es soll von Ewigkeit zu Ewigkeit meine Ehre und mein Ruhm sein. and Communionandachten. Und dieß Gedächtniß deiner groBen, unvergleichbaren, Alles, selbst das Leben aufopfernden Liebe will ich insbesondere jest bei dem Genusse deines Leibes und Blutes feierlich begehn. Mitkindlicher Freimüthigkeit will ich mich dem Gnadenthrone deines himmlischen Baters nahen, und Alles suchen und erwarten, was mich selig machen kann. Heiter und froh will ich an deiner Tafel erscheinen, deinen heilbringenden Tod verkündigen und im Genusse deiner Lie be und deiner Wohlthaten, im Genusse der Liebe deines himmlischen Baters, des Troftes der Vergebuug der Sünden und der Hoffnung des ewigen Lebens selig sein; aber auch mich zum standhaftesten Glauben, zum unverbrüchlichsten Gehorsam und zu ewiger Liebe aufs Neue ver pflichten. Siche in Gnaden quf mich, deinen Erlöfeten und Begnadigten, herab. Laß die meine Ehrerbietung, meinen Dauk, meine Freude an dir wohlgefallen. Vereinige dich mit meiner Seele, daß ich in dir bleibe, gleich wie du in mir, daß ich in deiner Liebe tebe, in deiner Liebe von hinnen seheide und dahin komme, wo du bist, wo ich deine Liebe besser erkennen, völliger genießen, und würdiger preisen werde. Dir lebe ich, dir sterbe ich, dein bin und bleibe ich in Ewigkeit. Amen. 1 Bei dem Genusse des heiligen Abendmals. Lobe den Herrn, meine Seete, und was in mir ist, seinen heiligen Namen; tobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der dir alle deine Sünden vergiebt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset und dich kronet mit Gnade und Barmherzigkeit. Gnädig und barmherzig ist der Herr, gedul dig und von großer Güte und Treue. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. Wie sich ein Vater erbarmet über seine Kinder, fo erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, fo - Gebrauch des heiligen Abendmals. fo haben wir Friede mit Gott durch unsern Herrn Jesum Chriftum. Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? welcher auch seines eignen Sohnes nicht verschonet hat, sondern ihn für uns Alle dahin gegeben; wie follte er uns mit ihm nicht Alles schenken? Wer will die Auser wählten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist; ja vielmehr, der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.Gott ist die Liebe. Lasset uns ihn lieben, denn er hat uns erst geliebt. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trübsal, oder Ungst, oder Verfolgung, oder Hunger, oder Bloße, oder Gefährlichkeit, oder Schwert? In dem Allen überwinden wir weit, um deß willen, der uns geliebet hat. Ich bin gewiß, daß we der Tod, noch leben, weder Engel, noch Fürstenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges, noch Zukünf tiges, weder Hohes, noch Tiefes, noch keine Kreatur mag uns schei= den von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn. Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes.- Das ist je gewißlich wahr, und ein theuer werthes Wert, daß Jesus Christus kom: men ist in die Welt, die Sünderselig zu machen. Er hat sein Blut vergoffen zur Vergebung der Sünde.- Ob jemand fündiget, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Bater, - - A 29 einander lieben. Jesum Christum, der gerecht ist; und derselbe ist die Versöhnung für unsre Sunde, nicht allein für die unsrige, sondern für der ganzen Belt Sünde. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat. Das ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen feines Sohnes, Jesu Christi, und lieben uns unter einander, gleichwie er uns ein Gebot gegeben hat. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebet, fo laffet uns auch unter So wir uns unter einander lieben, so bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist völlig in uns.- Daran wird Jedermannerkennen, daß ihr meine Júnger seid, wenn ihr euch untereinander liebet.- Liebet eure Feinde, so werdet ihr Kinder sein eures Vaters im Himmel.- Das ist je gewißlich wahr, sterben wir mit, so werden wir mit ihm leben, dulden wir mit, so werden wir mit ihm herrschen. So wir anders mit leiden, werden wir auch mit ihm zur Herrlichkeit er= hoben werden. Wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Ich will wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin. - - — - Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; Niemand kommt zum Bater, denn durch mich. Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zumfrischen Waffer. Und ob ich schon wandere im finstern Thale, fürchte ich kein Unglück: denn du bist bei mir. 30 mir. - Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne fie und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen und Niemand wird sie mir aus meiner Hand reiBen. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stirbet. Und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. - 3 Communionandachten. - Nach dem Genusse des heil. Abendmals. Ja tobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan, hat. Sa er hat dich von Neuem schmecken und sehen lassen, wie freundlich er ist und wie diejenigen sind, die sich mit kindlichem Vertrauen zu ihm halten. Er hat dir neues Leben, neue Kraft, neue Hoffnung der Vergebung deiner Sünde, neue Zuversicht zu seiner Gnade, neuen Trost im Leben, Leiden und Sterben geschenkt. Er hat dich von Neuem in seine Gemein schaft aufgenommen. Er hat dir seinen Leib und Blut zu genießen gegeben. Und so gewiß du dieses Unterpfand seiner Liebe und Erlösung mit einem glaubensvollen, ihm ganz ergebenen Herzen dahingenommen hast, so gewiß kannst und sollst du hoffen, daß du Antheil haft und haben wirst an alle den Seligkeiten, die er den Menschen durch Leiden und Sterben erworben hat; so gewiß kannst und sollst du versichert sein, daß du nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben wirst, daß ihn und dich nichts scheiden wird, daß du mit ihm einst in eine nähere Gemeinschaft treten und in seiner Gemeinschaft ganz und vollkommen felig sein werdest. Aber vergiß auch nicht, was du jegt bei dem Tische des Herrn ges than, wofür du dich ausgegeben, welchen Sünden und Fehlern du da entsagt, wozu du dich verpflichtet Lübbe. Lebe nun auch als ein Junhast. Bezahle nun auch deine Geger Jesu. Bekenne ihn als deinen Mittler und Verſöhner, als deinen Herrn und Vorgänger, mit standhaftem Glauben und heiligem Leben bis in den Zod. Bilde dich immer mehr nach ihm. Wandle in seinen Fußtapfen. Denke und handle, ge= nieße und entbehre, leide und dulde, wie er gethan und befohlen hat. Laß Jesustiebe, Gottesliebe, Menschenliebe, Wahrheitsliebe, Gutesliebe, Himmelsliebe dein ganzes Herz einnehmen und alle deine Gedanken, Worte und Werke regieren. Lebe im Glauben des Sohnes Gottes, der dich geliebet und sich selbst für dich gegeben hat. Groß ist dieses Gelübde, schwer sind diese Verpflichtungen, mans nichfattig sind die Hindernisse und Schwierigkeiten, die du zu überwinden, unzählig die Gefahren, die du zu besiegen, groß deine eignen Schwachheiten, mit denen du zu kam Gebrauch des heiligen Abendmals. kämpfen haben wirst. Nicht, daß ichs schon ergriffen håtte, oder schon vollkommen sei; aberjage ihm nach, daß du es ergreifeft. Schaffe, daß du selig werdest, mit Furcht und Bittern, laß es dir einen rechten Ernst fein, der Heiligung nachzujagen. Wandle vorsichtig. Wache über dich selbst, über alle deine Werke, über alle deine Worte, über alle deine Gedanken, Empfindungen, Wünsche und Entschließungen. Prüfe dich täglich vor Gott über dein Berhalten. Erinnere dich oft an diese feierlichen Stunden der Undacht und an deine da gefaßten Entschließungen. Laß die Religion deine Lehrerinn, Führerinn, Beschügerinn und Erdsterinn sein auf allen Pfaden dieses Lebens. Versäume die öffentlichen und besondern Andachtsübungen nie ohne Noth. Bete ohne Unterlaß. Wandle vor ihm, dem Allmächtigen und Ullgegenwärtigen. Insbesondere vergiß nie, was er an deiner Seele gethan hat. Laß dir seine Liebe, seine Liebe bis in den Tod, täglich und stündlich vorschweben; und diese Liebe Christi wird dich dringen, also zu thun. Siehe in Ullem, was du denkest, und redest, und thuft, und genießest und duldest, siehe auf ihn, den Unfänger und Vollender unsers Glaubens, damit du in deinem Laufe nicht matt werdest. Halte dich fest an ihn, ohne den wir nichts sind, durch den wir aber Alles vermögen; und er wird dich nicht verlassen, noch versäumen. Er wird mächtig sein in deiner Schwachheit 31 und dich in ihm Gerechtigkeit und Stårke finden lassen. Er wird alle Hindernisse, die du auf dem Wege des Lebens antreffen wirft, dir glück= lich besiegen helfen, dein Herz und deinen Wandel durch seinen Geist immer mehr reinigen, dich durch und durch heiligen, daß du nach Leib und Seele unstråflich bewahrt werdest und das Ende des Glaubens, der Seele Seligkeit, davon trågst. Dank sei dir, Herr Jesu, daß du mir auch diese Hoffnung und diesen Trost gegeben und mich auf alle Weise so hoch begnadigt hast. Im Vertrauen auf dich will ich nun meinen Lauf getroft und standhaft fortfeßen. Auf dich, auf dich will ich mich verlassen: du willst, du wirst, du kannst den nicht verlassen, der sich auf dich verläßt. Un dich will ich mich fest halten, und so werde und kann ich nie fallen, nie irre gehn, nie vers loren werden. Un dir habe ich den mächtigsten Beschüßer gegen alle Gefahren, den zuverlässigsten Helfer in jeder Noth, den treuesten Hohenpries ster, der Mitleiden haben kann mit unsrer Schwachheit, den vollkommensten Seligmacher, bei dem ich alles finde, was ich für meine Seele bedarf, was mich im Leben und Sterben erhalten, stårken und er freuen, was mich in dieser und jener Welt selig machen kann; und von dir erwarte ich Hütfe und Beistand, Kraft und Stärke, Leben und volle Gnüge. An dir habe ich einen Unführer und Vorgänger auf dem Wege zum ewigen Leben; dich sehe ich vor Ans t 32 Communionandachten. angehen, die will ich nachfolgen, dir, obwohl schwach, doch treu und standhaft nachfolgen. Auf dich will ich aufsehen, deine Fustapfen bemers ken, dein Bild in meinem Herzen tragen. Dein Beispiel soll mich auf muntern, trösten, mir Kraft geben, jeden Weg zu gehen, den du mir zeigst. Und in deiner Kraft werde ich einhergehen und stark werden in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Un dir habe ich einen Herrn und Regierer, dem alle Gewalt ge= geben ist im Himmel und auf Erden; dir will ich mich überlassen im Leben und im Sterben; du wirst mich im Leben und Sterben recht führen, mich um so viel seliger führen, je mehr ich dir folge. Deine Liebe zu mir kann nichts anders wollen, als was mir selig ist. Unter deinem Schuße wird mir kein Unfall begegnen, und Alles, was mir begegnet, wird zu meinem Besten dienen mússen. Unter deiner Regierung kann ich, ich kann nicht anders, als selig sein und werden. Mögen sie doch noch so finster und rauh, mögen sie doch noch mit so vielen Hindernissen und Anstößen besegt sein, die Wege, die ich gehen muß; es sind Wege, die du mich führst; und: wie du mich führst und führen wirst, so will ich gerne gehen. Ich fürchte kein Unglück, denn du bist bei mir. Uner schrocken will ich mich selbst in die Dunkelheiten des Todes und des Grabes wagen; auch da bist du bei mir. Und du, der du schon so viel für mich gethan, und so viel zu thun verheißen hast, du, der du am Kreuze für mich gestorben bist, um mich vom Tode zu erlösen und mir das ewige Leben zu erwerben, du, der du der Herr bist über Todte und Lebendige, du solltest mich im Tode und Grabe lassen, du solltest aufhören, mich zu schügen und für mich zu sor gen, wenn ich deines Schußes und deiner Fürsorge am meisten bedarf? Nein, auch der Tod soll dich und mich nicht scheiden. Auch im Tode wirst du mein Erretter und Seligmacher sein, wie du es hier warest und in Ewigkeit sein wirst, und mich, dein Eigenthum, durch den Tod zum Leben, zum völligsten und ungestörtesten Genusse aller der Güter und Seligkeiten führen, die mir deine Liebe in einer bessern Welt bereitet hat. Ge trost und voll Zuversicht befehle ich dir meinen Leib und meinen Geist, mein Leben und mein Sterben, alle Veränderungen meines Zustandes auf jeder Stufe meines Daseins, in dieser und in jener Welt. Dir lebe und dir sterbe ich; mit dir und durch dich werde ich selig sein le bend und sterbend. - Preis, und Ehre, und Anbetung, und Lob und Dank sei dir, und dem Vater und dem heiligen Geiste von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gelobet sei Jesus Christus. Alle Lande, Himmel und Erde sind seiner Ehre voll. Umen. 2011 ge Allgemeine Numächtiger Gott, barmherziger Bater, ich armer, elender, sündhafter Mensch bekenne dir alle meine Sünden, die ich jemals begangen, und womit ich deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr. Und ich bitte dich durch deine große Barmherzigkeit, und durch das heilige, unschuldige, bittere Leiden und Sterben dei nes lieben Sohnes, Jesu Christi, du wollest mir armen, sündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, und mir zu meiner Besse rung deines Geistes Kraft verlei: hen. Umen. Kirchengebete. im kindlichen Vertrauen auf deis ne Güte, um deinen fernern Ses gen. Du hast deinen eingebornen Sohn für uns Ulle zu unsrer Ers rettung und Seligkeit dahingeges ben; wie solltest du mit ihm uns nicht alles schenken, was wir zu unserm zeitlichen, geistlichen und ewigen Wohl bedürfen!; Auf solches euer Bekenntniß verkündige ich, nach dem Befehle unsers Herrn, Jesu Christi, euch, die ihr eure Sünden herzlich bereuet, an Jesum Christum glaubet, und den guten, ernstlichen Borsak habt, durch Beistand Gottes, des heiligen Geistes, euer sündliches Leben forthin zu bessern, die Gnade Gottes und die Bergebung eurer Sünden, im Namen Gottes, des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes. Umen. 33 I. Gott, wir loben und preisen dich für alle die unzähligen Wohtthaten, die du uns im Geistlichen und Leiblichen unverdient erwiesen haft, und bitten dich, Segne deine Kirche, die Gemeinde deines Sohnes, Jesu Christi. Erhalte sie bei der reinen Lehre deines Evangelii und bei dem Genusse der Ruhe und Freiheit. Vers mehre täglich die Anzahl derer, die dich erkennen und den, den du gesandt hast, Jesum Chriftum. Bes wahre die Glieder derselben vor unglauben und Aberglauben, vor Trägheit und Sicherheit, vor Jrrthum und Laster. Laß dein heiliges Wort nie von unserm Lande weichen, und es unter uns, und allenthalben auf Erden immer mehr Frucht bringen, daß die Unwissenden erleuchtet, die Sünder gebessert, die Gläubigen gestårket und befestiget, die um ihr Heil Bekümmerten getröstet, die Irrenden auf den rechten Weg geführet werden. Gegne alle Regenten und Lånder, besonders aber unsern König. Uch laß über ihn die Augen deiner besondern Fürsorge und Liebe jederzeit offen stehen! Erfreue ihn durch deine Güte, leite ihn durch deine Weisheit, stärke ihn durch Allgemeine Kirchengebete. 34 durch deine Kraft. Sege ihn und alle Prinzen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses zum immerwährenden Segen. Schenke den königlichen Rå then und Dienern deinen Geist, daß durch sie das geistliche und leibliche Wohl unsers Vaterlandes in reichem Maße befördert werde. Leite und regiere alle Obrigkeiten, besonders auch die, die du uns gegeben hast, daß durch ihre Treue und Gewissenhaftigkeit das Gute vermehrt und das Böse vermindert werde. Gieb den Lehrern, in Kirchen und Schulen Licht und Kraft, daß sie die reine Lehre des Evangeliums verkündigen und deinem Worte gemåß wandeln. Verleihe den Eltern deinen Segen zur Auferzies hung ihrer Kinder in der Furcht und Vermahnung zum Herrn, und laß den Segen deines Wortes noch unfre spätesten Nachkommen er freuen. Erbarme dich des ganz zen Landes und aller Einwohner desselben. Bieb zu allen Beschäftigungen in Wissenschaften und Künsten, im Handel und Gewerbe dein gnädiges Gedeihen. Segne den Ackers und Bergbau. Gieb ersprießliche Witterung zum Wachsthume der Früchte des Landes, und laß fie uns mit Danksagung in Friede und Ruhe genießen. heiten, vor schädlichem Ungewitter, vor Feuers- und Wassersnoth. Sende Hülfe den Elenden und Hülfebedürftigen, Troft den Traus rigen, Geduld und Kraft den Kranken und Schwachen, Gedeihen den Müttern und Säuglins gen. Laß uns auch auf dem Wege des Leidens deine väterliche Weisheit und Güte erkennen, und mit Geduld und Zuversicht verehren; auch selbst im Tode nicht wanken im Bertrauen auf dich und den Versöhnungstod deines Sohnes, Jesu Christi. Behüte uns vor Krieg und Theurung, vor ansteckenden KrankGott, du kannst überschwenglich thun über alles, was wir bitten und verstehen. Und so hoffen wir getrost, du werdest uns nach deiner Weisheit und Güte Alles schenken, was einen Jeden unter uns hier und dort selig machen kann. Herzlich und demüthig wollen wir dich dafür loben und preisen. unser Land, unser Herz, unser gans zes Leben müsse dir geheiliget und deiner Ehre voll sein. Mache ſelbst durch die Kraft deines Geistes uns dazu tüchtig, und schaffe in uns, was vor dir gefällig, damit wir standhaft im Glauben, getreu in der Liebe, geduldig in Trubsal, fröhlich in Hoffnung, dir dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit un ser Leben lang, und nach vollendetem Laufe dieses Lebens dich vor dem Throne deiner Herrlichkeit ewig rühmen. Dir, unserm Vater, sammt deinem Sohne, unserm Erlöser, und Allgemeine Kirchengebete. und dem heiligen Geiste, unserm Eröfter, sei jeßt und immerdar Preis und Ehre! Umen. II. Anbetung, Preis und Dank bringen wir dir, dem Ewigen und Unendlichen, dem Schöpfer und Erhalter aller Dinge, dem Vater unsers Herrn Jesu Christi und unserm Bas ter, mit der freudigsten Rührung dar. Wohl uns, du hast uns fähig gemacht, dich zu fühlen und zu finden. Wir erblicken deine Herrlich keit, deine ewige Kraft und Gottheit in allen deinen Werken, und hören deine Stimme, dein heiliges Gebot an uns, in den Tiefen unsers Wesens. Und wie hast du dich uns durch Christum geoffenbaret! Wie anschaulich bist du unsrer Schwachheit durch ihn worden, der das Ebenbild deines Wesens und der Glanz deiner Herrlichkeit ist! 3u welchem kindlichen Vertrauen, zu welchen freudigen Hoffnungen hast du uns durch ihn berechtiget! Auf das Innigste mit einander vereinigt, von deiner Vaterhand durch die heiligsten Bande mit einander verknüpft, erheben wir alsó gemeinschaftlich unfre Blicke zu dir, und schütten unsre Herzen vor dir aus; denn wir wissen, du höreft das Gebet Ulter, die mit kindlichem Vertrauen zu dir flehen. So sei denn zuvörderst dafür gez priesen, daß wir durch den Glauben an dich und deinen Sohn zu einem Geiste und Sinne verbunden, und zu 35 Mitgliedern der glücklichen Gemeinde geweiht sind, die er sich durch sein eignes Blut erworben hat. Daß wir weise, gut, getrost und selig in Zeit und Ewigkeit werden können, bas sind wir dem Evangelio deines Sohnes schuldig. O diese größte deiner Wohlthaten, erhalte sie uns und unsern Nachkommen bis andas Ende der Tage! Wehre daher- lem, was uns dein Evangelium entreißen, oder den Einfluß desselben hindern könnte. Steure allem Uberglauben und Unglauben, aller Sicherheit und allem Leichtsinn, aller Lasterhaftigkeit und Verwilderung. Segne dagegen Alles, was uns deis ner Wahrheit näher bringen und die Kraft derselben verstärken kann. Erfülle die Lehrer derselben mit deinem Geiste; öffne ihr die Herzen Uter, denen sie gepredigt wird; heilige unsere Schulen und Bildungsanstalten zu Wohnsigen und Werkstätten derselben. Se glücklicher wir uns aber durch dein Evangelium fühlen, desto herzlicher bitten und flehen wir auch, laß alle unsre Brüder in Christo dieses Glücks theilhaftig werden; laß den Erdkreis endlich voll werden von deiner Erkenntniß, und die glückliche Zeit bald erscheinen, wo sich vor deinem Sohne alle Knice beugen, und Alle bekennen werden, daß er der Herr sei. Und welchen Dank sind wir, die du uns auch durch das Band der bürgerlichen Gesellschaft mit einander verknüpft hast, für alles Gute dir schuldig, womit du unser Land und Allgemeine Kirchengebete. 36 und Volk so reichlich gesegnet haft! Nimm unsre Gemeinschaft ferner in deinen Schuß. Insonderheit seg ne das geheiligte Oberhaupt der felben, unsern König. Laß ihn noch lange das Werkzeug deiner Hand sein, durch welches du Segnungen aller Art über uns ausbreitest; gieb ihm einen festen Muth, daß er unerschütterlich in Erfüllung seiner schweren Regentenpflichten bleibe, und Weisheit und Segen zu allen seinen Beschlüssen. Segne alle Prinzen und Prinzessinnen des Königlichenhauses. Und wer dem Vaterlande dient; wer etwas von den Geschäften und Angelegen heiten desselben in den Händen hat; wer auf die Aufrechthaltung der Ordnung und Zucht, des Rechts und der Gerechtigkeit, der Sicherheit und Wohlfahrt einen Einfluß äußern foll; wer die Bestimmung hat, für König und Vaterland Blut und Leben zu wagen, der sei ein Gegenstand deiner våterlichen Huld, den, beseele dein Geist mit Weisheit, Muth und Kraft, den begleite dein Segen bei Allem, was zum gemeinen Besten von ihm geschieht. Was aber den Wohlstand des Vaterlandes stören kann, die Uebeldes Kriegs und der Theurung, ansteckender Seuchen und allgemeiner Landplagen, wende von uns ab, soweit es deine Weisheit rathsam findet, und die Ordnung des Ganzen es verstattet. Gedeihen laß dagegen Alles, was unsern Zustand verbessern und verschönern kann; zu Quellen des Wohlstandes mache unfern Bergbau, unsern Handel und den Anbau unfers Landes, und hilf, daß unser Vaterland nie aufhöre, ein Wohnsig gründlicher Wissenschaften, nůglicher Künste, reger Betriebsamkeit underfinderischer Thätigkeit zu sein. Erzeige auch allen übrigen Lån= dern Gutes, und laß alle Regenten auf Erden vom Geiste des Friedens beseelt, mächtige Beschüßer des Rechts und der Gerechtigkeit, und Båter ihrer Völker werden. Dank dir endlich, allgütiger Va ter, daß du selbst die zartesten aller Bande, die Bande des Blutes und der Verwandtschaft, des Wohlwollens und der Liebe, um unsre Herzen geschlungen, und uns in hausliche Verhältnisse und engere Verbindungen gebracht hast. So fle: hen wir denn zu dir für Alle, die uns als Gatten und Kinder, als Eltern und Versorger, als Verwandte und Freunde, als Hausgenossen und Bekannte theuer sind. Ein Gegenstand deiner Alles beglückenden Huld sei jede Familie unter uns. Erleichtere insonderheit allen Våtern und Müttern die Versorgung derer, die du ihnen anvertraut hast; gieb Gedeihen zur Erziehung unsrer Kinder, und laß eine glückliche, dir geweihte Jugend unter uns emporblühen. Und damit es nirgend an dem Nöthigen fehle, so schenke jeder pflichtmäßigen Anstrengung, jedem reblichen Fleiße, jedem nüglichen Gewerbe einen glücklichen Fortgang; laß Jeden die Früchte seiner Arbeits famkeit 37 dem heutigen Tage, daß wir uns in deinem Hause versammeln, mit unsern Unliegen und Gebeten vor dir erscheinen, den Unterricht deines Wortes vernehmen, und darauslicht und Kraft und Trost und Hoffnung für unsere Seelen schöpfen können; und wie viel haben wir dir darin zu verdanken! Bon dir erbitten, von dir erwarten wir aber auch Alles, was wir zu unsrer geistlichen und leiblichen Wohlfahrt, was wir in dieser und in jener Welt zu unsrer Seligkeit bedürfen; und was können wir nicht bitten und erwarten von dir, dessen Güte so groß ist, dessen Barmherzigkeit währet von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und so bitten wir denn auch jetzt mit vereinten Herzen und kindlichem Vertrauen, Gott und Vater aller deiner Kinder im Himmel und auf Erden, wir bitten um deine Gnade, um deine Hülfe, um deinen Schuß, um deinen Segen, für uns, für uns sre Mitbrüder, für alle Menschen. Vor wir III. Herr, den Ulle, die dich kennen, mit halte, beschüße, vermehre deine Freude und Bewunderung anbeten, auch wir erheben unsre Herzen zu dir mit kindlicher Zuversicht. Dich verehren wir mit Dank und Freude, als unsern Gott und Bater, durch den wir sind und bestehen, der Leben und Wohlthat an uns thut, dessen Aufsehn unsern Odem bewahret. Dir verdanken wir alles, was wir sind und haben; und was sind wir nicht durch dich, was haben wir nicht von dir, der du uns von Ewigkeit geliebethaft, dessen Güte alle Morgen über uns neu ist! Dir danken wir insbesondere, und wie können wir dir je genug danken für die Gnade, die du an uns bewiesen hast in Christo, deinem Sohne; und welch eine Liebe hast du uns erzeiget, mit welchen unschäßbaren, geistlichen und himmlischen Gütern uns gesegnet durch Christum! Dirdanken wir an Kirche, die Gemeinde der Verehrer deines Sohnes, an allen Orten und unter allen Völkern. Bewahre sie vor Irrthum und Laster, vor Lauigkeit im Glauben und in der Liebe, vor Gleichgültigkeit und Undank gegen das Evangelium Jesu Christi. Laß dein Reich kommen, die Grenzen desselben sich erweitern, und das Reich der Unwissenheit, des Unglaubens, der Sünde und der Unglückseligkeit immer mehr zerstört werden. Erwecke allenthalben Männer nach deinem Herzen, die das herrliche Evangelium von Jesu Christo mit großer Kraft verkündigen, und Viele, ach Viele für dasselbe gewinnen. Deffne die Herzen der Zuhörer, daß alle zu dirbekehret, alle erleuchtet, gebessert, geheiliget, getröstet, erfreuet, beruhiget, alle, alle selig werden. Segne Allgemeine Kirchengebete, samkeit genießen und seines Lebens froh werden. Laß die Quellen deines Segens in der Natur mit milder Ergiebigkeit für uns fließen, und uns Alles gewähren, was wir zu unserm Bestehen nöthig haben. Und da wir, so lange wir im Staube les ben, von dem Ungemach der Erde nicht frei bleiben können, so laß uns nie versucht werden über unser Vermögen, sondern erbarme dich aller Leidenden, tröste alle Traurigen, nimm dich aller Verlaßnen an, hilf den Unterdrückten, und trockne die zahllosen Thränen, die wir nicht zu trocknen vermögen; den Sterbenden endlich erleichtere den legten Kampf, und hilf ihnen aus zu deis nem himmlischen Reiche! Dir, dem Vater der Barmherzigkeit, und deinem Sohne, Jesu, und dem heiligen Geiste, sei Anbetung, Preis und Ehre von nun an bis in Ewigkeit! Amen. 38 Allgemeine Kirchengebete. Segne alle christlichen Regenten mit Weisheit und Erkenntniß deines Willens, mit Liebe zu dir und zu deis nem Worte, mit Eifer für allgemeis nes Menschenwohl. Und alle christliche Völker erfülle mit Liebe und Vertrauen, mit Gehorsam und Treue gegen ihre Fürsten, damit Alle in allen Ländern, durch deine Gnade, und unter deinem mächtigen Schuße ein ruhiges, zufriednes, glückseliges Leben führen. Insbesondre segne unsern König. Sa für ihn bitten wir dich inbrünstig; für ihn bitten wir um langes Leben, um glückliche Regierung, um alle Arten deines be ften Segens. Erfreue mit Heil und Wohlergehn alle Prinzen und Prins zessinnen des Königlichen Hauses. Allen Råthen unsers Königs gieb ein reiches Maß deines Geistes, und zu allen ihren Rathschlägen und Bemühungen für das allgemeine Wohl dein gnädiges Gedeihen zum Segen für das ganze Land. Sei, mit allen Obrigkeiten, besonders mit denen, die du uns gegeben hast, daß sie, von Liebe zu dir, von Liebe zu den Mens schen, von Liebe zu allem Guten be feelt und durchdrungen, ihre schwes ren Pflichten treu und gewissenhaft erfüllen, und das Wohl aller ihrer Untergebenen in reichem Maße bez fordern. Unser Vaterland, ach nimmes in deine besondere weise und gnädige Fürsorge, Allgütiger! Bis ans Ende der Tage müsse es ein Landsein, wo man dich und den, den du zum Heiz land und Seligmacher der Menschen gesandt hast, Jesum Christum, erkennet, und mit rechtem Glauben und heiligem Leben verehret. Erhalte, befestige, vermehre den Wohlstand desselben. Entferne von ihm die Schrecken des Krieges, die Plagen der Theurung, die Gefahr ansteckender Krankheiten, Feuers- und Wassersnoth, und die noch größern Uebel des Unglaubens, des Lasters und der Gleichgültigkeit gegen Neligion und Gottesdienst. Dein Segen befördere das Gedeihen der Wiſ senschaften und Künste, der Handlung, des Land- und Bergbaues und alles gemeinnütigen Gewerbes. Deine Gnade verherrliche sich an allen Eltern, daß ihre Kinder gedeihen zu deiner Ehre, zum Besten des Reiches Jesu, zum Segen der Welt und der Nachwelt. Unsre Gemeinde mit allen ihren Gliedern, laß deiner segnenden, schüßenden und erfreuenden Güte immerdar befohlen sein. Segne Vorgeseßte und untergebene, Lehrer und Zuhörer, Eltern und Kinder, Hausvåter und Hausmütter, Urme und Reiche; segne sie Ulle, o Vater, mit allem wahren, geistlichen und leiblichen Wohlergehn, vornehmlich aber mit Weisheit und Erkenntniß, mit Glauben und Jugend, mit Ruhe und Zufriedenheit, mit Trost und Hoffnung des ewigen Lebens, daß unsre Gemeinde eine Gemeinde sei, und es immer mehr werde, die heilig ist und unsträflich, reich an Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen, zur Ehre und Lobe Gottes. Erleuchte die Unwissenden, bekehre die Sünder, bessere die Lasterhaften, stårke die Schwachen, be festige die Frommen, tröste die Traurigen, erbarme dich der Wittwen und Waisen, der Verlassenen und Hülflosen, der Schwachen und Kranken unter uns; hilf allen Sterbenden, und führe sie, führe uns Alle zurSeligkeit des ewigen ebens. Dir, dem Alleinweisen, dem Höchstgütigen und Barmherzigen, dem Ewigen und Unvergänglichen, dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste, sei Preis, und Ehre, und Anbetung und Dank jetzt und zu immerwährenden Zeiten! Amen. Allge Allgemeine Betstundengebete. Allgemeine Betstundengebete. Gott, gnädiger, barmherziger Bas des Friedens und der Ruhe. Vers ter, wir erkennen es mit Reue und Beschamung, daß wir deine heiligen Gesege oft und mannichfaltig übers treten, daß wir von Jugend auf viel Boses begangen, viel Gutes unterlassen haben. Und wie vieler Vergehungen und Fehler in Gedanken, Worten und Werken müssen wir uns noch immer vor dir anklagen! Ja, wir sind Sünder, die durch ihre Sünden sich selbst elend und unglück: selig, deines Wohlgefallens unwürz dig und deiner gerechten Strafen schuldig gemacht haben. Das vers ursacht uns Schmerz und Kummer, das bereuen wir vor dir, dem Allwissenden, Heiligen und Gerechten. schone uns mit Krieg, mit Aufruhr und Empörung, mit gefährlichen Krankheiten und Seuchen. Wende gnådig ab Theurung, Mißwachs, schädliches Ungewitter, Feuers- und Wassersnoth und andre plagen. Und in allen Trůbsalen, die uns treffen, sei du unsre Hülfe, Herr und Heiland derer, die auf dich hoffen. Vornehmlich aber bewahre uns vor Unglauben, vor Sünde und Lasterhaftigkeit. Erhalte uns und unser Land bei der reinen Lehre deines Sohnes, Jesu Christi. Laß sie une ter uns und allen Menschen auf dem ganzen Erdboden sich immer weiter verbreiten und allenthalben Glaus ben, Besserung und Seligkeit in reis chem Maße hervorbringen. Erwecke unsre Herzen und die Herzen aller Einwohner unsers Landes durch deinen Geist, daß wir rechtschaffne, wahre Buße thun, alle wissentliche und vorsäßliche Sünden fliehen und meiden, hingegen dich und dein heiliges Wort stets vor Augen haben, und also dem Berderben der Sünde zeitlich und ewiglich entgehen mògen. 39 Doch du bist gnädig und barmherzig, geduldig und von großer Güte und Treue. Du willst nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Du hast deinen eins gebornen Sohn, Jesum Chriftum, gesandt in die Welt, die Sünder selig zu machen, und um seinetwillen allen Gläubigen und Bußfertigen Gnade und Vergebung der Sünden verheißen. In demüthigem Bertrauen auf diese deine Gnade und Erbarmung kommen wir gemeinschaftlich zu dir und bitten herzlich und inbrünstig: vergieb uns, ach vergich uns alle unsre Sünden um Jesu Christi willen. Verwirf unsre Reue, unsern Glauben, unser Ber: langen nach Gnade und Errettung, unsern Borsag der Besserung nicht. Erbarme dich über uns, wie sich ein Vater erbarmet über seine Kinder. Sei uns gnädig, Herr, unser Gott, ſei uns gnädig in aller Noth. Beige Barmherziger, gnädiger Gott, mit uns deine große Barmherzigkeit, wie unsre Hoffnung zu dir steht. Thue wohl unserm Lande und als len andern Ländern. Schenke uns und unsern Nachkommen den Genuß welchen Vorzügen hast du uns vor vielen andern Menschen und Völkern dadurch gesegnet, daß du uns dein heilsames Wort, und mit demselben fo Das Alles wollest du thun, 0 treuer, barmherziger Vater, um Jesu Christi willen, deines Sohnes, unsers Mittlers und Versöhners, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, in gleic cher Majestät und Ehre, wahrer Gott und Mensch, hochgelobet in Ewigkeit! Amen. Allgemeine Betstundengebete. 40 so viele Mittel und Veranlassungen gegeben hast, zu wachsen in der Gnade und Erkenntniß Jesu Christi; Mittel und Veranlassungen, weiser und besser, von Sünden reiner, im Glauben fester, in der Tugend geübter und zum zukünftigen Leben im mer geschickter zu werden. Und o wie weit reicher an Erkenntniß, wie viel fester im Glauben und fertiger in allen guten Werken, wie viel ruhiger und seliger könnten und würden wir nicht sein, wenn wir diese Vorzüge nach deinem Willen angewendet hätten! Aber ach wie wenig haben wir sie erkannt; wie noch weit weniger haben wir sie würdig ges braucht! Wie selten werden die Früchte deines Evangelii unter den Bekennern desselben gefunden! Wie biel Gleichgültigkeit und unempfinds lichkeit gegen dasselbe, wie viel Un= glaube und Zweifelsucht, wie viel Sünde und Lasterhaftigkeit herrscht noch immer unter den Christen, und auch unter uns! Dürften wir uns wohl beschweren, wenn du uns diese deine so sehr gemißbrauchten Wohlthaten entziehen wolltest? Ach Gott, barmherziger Vater, erbarme dich unser! Verzeihe, ach verzeihe uns unsern Undank und Ungehorsam gegen dein heiliges Wort! Lehre uns den großen Werth desselben besser erkennen und es würdiger gebrauchen, als es zeither von uns geschehen ist. Laß das Licht deffels ben stets über uns und unsre späte: sten Nachkommen leuchten, seine Wahrheit sich immer weiter verbreiten, und seine göttliche Kraft, selig zu machen, an uns und allen Menschen immer wirksamer werden. Leite durch dasselbe die Irrenden zur Wahrheit, die Zweifelnden zur Gewißheit, die Ungläubigen zum Glau ben, die Lasterhaften zur Buße und Besserung. Laß es die Stärke der Schwachen, den Trost der Traurigen, die Erquickung der Kranken und Sterbenden sein. Beschüße deine Kirche, die Gemeinde der Verehrer deines Sohnes Jesu Christi. Erhalte sie mächtiglich bei dem Besitze ihrer Freiheit und der Reinigkeit deines Wortes und Gottesdienstes. Wehre Allen, die uns dieses unschågbare Kleinod rauben, und Zweifelsucht und unglauben, Unwissenheit und Überglauben, Sünde und Verderben zu befördern suchen. Uns aber verleihe, daß wir rechts schaffne Früchte der Buße bringen, und, errettet von der Knechtschaft der Sünde, dir dienen ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällig ist. Laß uns nicht nur Hörer des Worts, sondern auch Thåter sein. Ja gieb du dein Gesek in unser Herz und schreibe es in unsern Sinn, daß wir nun, als ganz andre Menschen, unser ganzes Leben im Glauben und in der Gottseligkeit führen, würdiglich demjenigen Berufe, wozu du uns gesegt haft! Ja mache uns fertig, in allen guten Werken zu thun deinen Willen, und schaffe in uns, was vor dir gefällig ist, durch Jesum Christum, welchem mit dir sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 13 1714, 5 ¹6 Farbkarte# 13 3 Green 8 Yellow 19 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8