JUUUUIUuuuuuuuuuuiuiuidiuiuiuidiuiuiu CONOOD Gb 493 love KOKKOKAKOVOJOJOJOVALO வவவவவவவவா S. W.1041 IUN MONOTOIOIOIOIOIOIOIO. KOKONONTONONONKOWOY வ Juidiuiuiuioiuidigidit மமமமமா S. W. 1041.dien வவம UMUNUNUNUNUNUNUNUITIUIOIOIOIOIOMONOTONOMOCIOF VONONONON COLLO Gb 493 OLOHOV Univ.- Bibl. Giessen LOIOLO Verbessertes Gesangbuch zum Gebrauch bei dem öffentlichen Gottesdienste sowohl als zur Privat- Erbauung. TIH FILE RAYOLALU Caffel, 1841. Druck und Verlag des reformirten Waisenhauses. 22700 plaininin S. W. 1041.U HOHOHOKOLA PIGIOUS UMUTUIUIUIUDICUCCIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIO. ANCONOTONOVO Gb 49301100100 hudpunts Ousadi mug offusidastio miltusfä Jug Bla gmund13- Invist MOTORTO 1481 AD ni shigroin id de ding alava et par use guests and no s oste ug nogi menis) dup2 doilammid od no2 081-8T12000 st sie der mithin 2 munads and no 001 res mule anda med din magilid TIR- 809 di m dari mobilijido ad mol 199-819 mire, stunnspiliod nad nade( 4) NOR, Bid hort mordi du 30 tistpils od sad ( Ch and no( 01 Anhalt. mnd noch JAS CES mule non sd gnidsgs and not( 81 tiipiibine id moe:( er ( 1 ( St ( E1 onds asisid siinsmmotilount and ind Erste Abtheilung. id do rod gainditu diduble nd 300nepiduble md 300 moż mo( 09 Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehören. 1) Vom Worte Gottes, Num. 1-13. 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten, Num. 14:41. 3) Von der Schöpfung, Num. 42-48. 4) Von der Vorsehung Gottes, Num. 49-69. 5) Von dem Menschen, seiner Natur und Bestimmung, Num. 70-77. 110/110 111 6) Vom Fall und von der Verdorbenheit des Menschen, und der daher rührenden Flüchtigkeit des Lebens, Num. 93678-88.4 milirds sug sidsdei 7) Von der Erlösung der Menschen, und dem Erlöser überhaupt, Num. 89-98. Geburt Jeſu Chri tu sa Sile Tro( 92) 0( ES ( Ap) 8) Von der Geburt Jesu Christi, Num. 99-119. 9) mucha Troldograds Vom Wandel Jesu auf Erden, Num. 120-123. dom 25 10) Von dem Leiden und Sterben Jesu, Num. 124-152. Winds 106 Von dem Begråbniß Jesu, Num. 153-155. 1* alalalalalala..MA´´S MOHOHOKOLOVO OLOJOOKS UnaMenoraUDUU ΟΠΟΛΟΠΟΝΟΛΟΠΟΠΟΠΟΙΟΙοοποίοο CONONONONOTONOWOLO 4 Inhalt. 11) Von der Auferstehung Jesu, Num. 156-172. 12) Von der Himmelfahrt Jesu, und seinem Sitzen zur Rech ten Gottes, Num. 173-189. 13) Von der Wiederkunft Jesu zum Gericht, Num. 190 bis 196. 14) Von dem heiligen Geist und dessen Gaben, Num. 197 bis 207. 15) 16) 17) 18) 19) alala Von der christlichen Kirche, Num. 208-217. Von der heiligen Taufe, Num. 218-221. Von dem heiligen Abendmahl. Num. 222-234. Von der Vergebung der Sünden, Num. 235-241. Von der Glückseligkeit wahrer Christen, und ihrem Trost bei der unvollkommenheit dieses Lebens, Num. 242 bis 259. lidt 20) Vom Tode der Gläubigen, und der Auferstehung der Todten, Num. 260-272. mie 11.50 Von dem ewigen Leben, Num. 273= 280. 21) .81 muno@ shomo( 1 museatissimotllore merit do ta motak mo( S da 80-90 00 Camise giummis dus fania and not( no mestral and molt( A No moż? សម dismiss and tonsdrocks museenode and tisiplidu od nod ditt moi( 0 o odmazdi tind sad Lieder, die zur christlichen Sittenlehre gehören. 7200 2016113 msd du inte sed prestand Dmd mo .80 08 Zweite Abtheilung. Showd 22) Von der Buße und Bekehrung, Num. 281-302. 23) Vom Glauben, Num. 303-322. TO 24) Von der Heiligung oder dem christlichen Wandel überhaupt, Num. 323-352. TONE 25) Von der Erkenntniß Gottes, Num. 353-356. VISION Inhalt. 5 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott, Num. 357 bis 367. SIG= CIC use 27) Von der Furcht Gottes, Num. 368-371.8 d mo( 28) Von dem Vertrauen auf Gott, und der Ergebung in du seinen Willen, Num. 372-397. me mod no2( 8 Vom Gebet, Num. 398-405. 02 mg gamit 29) 30) Gebetlieder: mustbase and adaig 90 m BAC ( AA 1. Allgemeine, Num. 406-415.tbon@ nd noct.( CA 2. Besondere, in geistlichen Anfechtungen, Num. 416 In E use bis 418. Sn allgemeinen Nöthen und Landplagen, Num. 419. Im Kriege, Num. 420-421. Theuerung, Num. 422. In Seuchen, Num. 423. In Krankheiten, Num. 424. Auf der Reise, Num. 425. Bei Gewittern, Num. 426-428. wid ten Fürbitten: für die Obrigkeit, Num. 429; für die Prediger, Num. 430; bei Einsegnung der Eheleute, Num. 431 432; der Weltern für ihre Kinder und der Kinder für ihre Ueltern, Num. 433 434; einer Waise, Num. 435. 31) Vom Lobe Gottes, Num. 436-437. Loblieder: 1. Allgemeine, Num. 438-458. 2. Besondere, Num. 459-463. 32) Gebet- und Loblieder beim Anfange des Jahrs, Num. 464 469. 33) Morgenlieder, Num. 470-479. 34) Abendlieder, Num. 480 489. 35) Vom öffentlichen Gottesdienste, Num. 490-494. 36) Von der Selbstliebe, Num. 495. 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Num. 496-498. 38) Von der Sorge für die Seele, Num. 499-507. 39) Von der Sorge für den Leib, Num. 508-511. 40) Von dem rechtmäßigen Gebrauche der zeitlichen Güter, und wider den Geiz, Num. 512= 514. alololololololo' AA ´S NOHOHOKOLOVOK JUICCGOBUCCOUCIONINIONINIO KONONICO 4501 CONTO 6 Inhalt. 41) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf, Num. 515-517. 42) Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden, Num. 518 bis 531. bis 531. d IN 43) Von dem rechten Gebrauch des Lebens und der. Zube= reitung zum Tode, Num. 532-542. 44) Von der Liebe des Nächsten, Num. 543= 547. 45) Von der Gerechtigkeit, Num. 548. 46) Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit, Num. 549-552. 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit, Num. 553 bis 555. 12. Vom rechten Gebrauch der Zunge, Num. 556-558. nyttigt is aid 1m1: ORA mute istabda sid smidig 1) anglais: 085 autogida 0 092315 390: 28A= I& P muse ami ALES sa budi di sid ad .C& A mur@ sio 48) TROMS LOIOIOIOIAV ONEVNOG Bet Bel museoiss EDA CEA adicc mednesdesprintul misd mobildag om mufe simidiato tado m( 18 632 54:07 m 086 086 Tandsildm TOC Ceausesiss 110 803 edis! dem ti milting sd schuerds 2012 213 200 mense is ng 800-80% mutes drur- gimimstrijde 02( 6) for molimo molk vid live2 (# 0 ( c8 sid si agro mnd si spio mpihmist rund mode dhe ndien ( 8 ( 78 and no mo ( 88 vid mell( 28 ( 00 OPIN Erster Theil. Lieder, die zur christlichen Glaubenslehre gehoren. ad HOME 1) Vom Worte Gottes. Bitte um Segen zu Anhörung des göttlichen Wortes. 1. omm heil'ger Geist, erfüll' die Herzen deiner Glaubigen, und entzünde in ihnen das Feu'r deiner göttlichen Liebe, der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammlet hast, in Einig21- lelu- ja, Ul- lelu- ja. Anmerkung. Bei dem ersten und zweiten Aleluja singt nur das weibliche Geschlecht und die Jugend, bei dem dritten die ganze Gemeinde. 313 2. G feit des Glaubens. 21- lelu- ja, E Mel. Gott, du unser Vater. 390 Thur ott, der du unser Vater bist, durch Jesum( Shrist, gieb, daß dein Geist jest mit uns sey, und uns zur Wahrheit leite. Geheiligt sey dir diese Stund! Deffne den FEE Mund des Lehrers, daß er rein und frei bei uns dein Wort verbreite. Hilf du selbst unsrer Schwachheit fort, laß nichts die Undacht stören! Du lehrest uns in deinem Wort, wirk' auch, daß wir's so hören, daß wir dich hier, und ewig dort, in Heiligkeit verehren! 1193217250) Shis aiaiaiaiaiaiaiaiaiai'101'M S WOONKOLO JOHN UiurarurarUNUMUNUMONUIUIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIOIO VONOODOH( ORY 8 Erster Theil. Mel. Herr Jesu Chrift! dich zu. 3. H err Jesu! send' uns deinen Geist, den Geist, der, wie - Vom Worte Gottes. mels Erben, lehr uns leben, lehr uns sterben. dein Wort verheißt, mit seiner Gnade uns regiert, und auf den Weg der Wahrheit führt. 2. Deffn' uns zu deinem Lob den Mund, und mach' uns deinen Willen Fund; rühr' unser Herz, stárk' den Berstand, so wird dein Nam' uns iebster Jesu! wir sind OLOVONO Valan hier, dich und dein Wort anzu= hören; lenke Sinnen und Begier zu des Himmels süßen Lehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Dieses Lebens Wissenschaft bleibt mit Finsterniß umhüllet, wenn nicht deines Geistes Kraft uns mit Licht von Gott erfüllet. Glautend lehr' auf's Wort uns merken; laß es uns zum Leben stärken! 3. Odu Glanz der Herrlichkeit, Licht von Licht aus Gott geboren! Heiligster! von Ewigkeit, hast du dir uns lauserkcren, lehre deines HimNach dem öffentlichen Gottesdienste. Nach der vorigen Melodie. Höchſter Gott) wir danken recht bekannt. 3. Bis wir einst, deinen Engeln gleich, dich preisen, Herr, in deinemReich, und schauen dich von Ungesicht in ew'ger Freud' und fel'gem Licht. 6. M 4. Dir, Gott, den Erd' und Himmel preis't, dir Vater, Sohn und heil'gem Geist, dir heilige Dreieinigkeit, sey Lob und Preis in Ewigkeit! 4. 5. Wort gegeben! Hilf uns ferner, daß auch wir, nach demselben heilig leben! Gieb dem Glauben solche Stärke, daß er thátia sey im Werke. 2. Unser Gott und Vater! du, der du lehrst uns, was wir sollen, schenk' uns deine Kraft dazu: gieb zum Wis sen auch das Wollen, und zum Wol len das Vollbringen, so wird alles wohlgelingen. Mel. Es ist das Hei! uns kommen. ir Menschen sind von selbst, o Gott, zum Geistlichen untüchtig; dein göttlich Wesen, dein Gebot, sind viel zu hoch und wichtig. Wir wissen's und verstehen's nicht, wo uns, Herr, deines Wortes Licht, den Weg zu dir nicht zei get. 2. Drum sind vor Zeiten ausgefandt Propheten, deine Knechte: so wurden damals schon bekannt den Menschen deine Rechte. Zulegt ist noch dein lieber Sohn, o Vater, von des Himmels Thron selbst kommen uns zu lehren. 3. Mit Lob und Preis, o böchster Hort, muß Herz und Mund dich ehren; da wir in deinem theuern Wort dich zu uns reden hören. Mach uns MOTOCIC Erster Theil. Vom Worte Gottes. durch deinen Geist bereit zu dem, was uns dies Wort gebeut; hier redest du, nicht Menschen. 4. Hilf, daß der frechen SpotterSchaar uns nicht vom Wort abwen= de! ihr Spott bringt tödtende Gefahr, und nimmt ein schrecklich Ende. laß dagegen immer mebr dein Wort zu deines Namens Ehr an uns sich kräftig zeigen. D, 5. Herr, öffne du uns selbst das Herz, daß wir dein Wort recht fas sen; gieb, daß wir es bei Freud' und Schmerz nie aus den Augen lassen. Laß uns nicht Hörer nur allein, nein, Vater, laß uns Thater seyn, und uns nicht selbst betrügen. 6. Der Saame wird am Weg so: fort vom Teufel weggenommen; in Fels und Steinen kann das Wort zu keiner Wurzel kommen. Der Saame, der in Dornen fällt, wird von der Sorg' und Luft der Welt verderbet und ersticket. 7. Mach uns durch deine Gnade gleich, Herr, einem guten Lande. Mach uns an guten Werken reich in unserm Umt und Stande: daß mit beharrlicher Geduld, gerührt von deiner Lieb' und Huld, vir reichlich Früchte bringen. 8. Laß uns auf unsrer Pilgrimschaft den Weg der Sünder meiden. Gieb uns ein Herz, das on dir haft' auch in dem schwersten Leiden. unser Herz ist vor dir bles; mach uns von eitlen Sorgen los, und allen bösen Lusten. Herr! 9. Laß uns dein Wort beständig feyn ein Licht auf dunkeln Wegen. Erhalt' es bei uns hell und rein, und laß uns seinen Segen, Kraft, Rath und Trost in aller Noth, im Leben und noch mehr im Tod, mit frobem Herzen spüren. 10. Laß dies dein Wort zu deiner Ehr', o Gott, sich weit verbreiten. O, möchte deine Gnadenlehr', Herr Jesu, jeden leiten! Oheil'ger Geist, seg durch dein Wort dein Werk bei uns beständig fort; stårk Hoffnung, Glaub' und Liebe. Mel. Wer nur ben lieben Gott. ein Wort, o Höchster, ist vollkommen. Es lehrt uns unsre ganze Pflicht: es giebt dem Sünder und dem Frommen zum Leben fichern Unterricht. O selig! wer es achtsam hört, bewahrt und mit Gehorsam ehrt. 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrthums Finsterniß; es füllt mit Freuden, bringt uns Segen, und machet unser Herz gewiß, Es lehrt uns, Höchster, was du bist, was theu'r in deinen Augen ist. 3. Dein Wort ermuntert, dich zu lieben; lehrt, wie viel Guts du denen giebst, die freudig dein Gebot ausüben, und wie du våterlich uns liebst. Und was, o Herr, dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr; du lugest nicht. 4. Gott, deine Zeugnisse find bef ser, und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher als Gold. und größer, als alles, was die Erde zollt. Wer das thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. Drum laß auch mich mit Luft betrachten, was mich dein Wort, o ochfter, lehrt, und mit Gehorsam auf das achten, was es von mir zu thun begehrt: so fließen Troft und Seelenruh' auch mir aus deinem Worte zu. Mel. D Gott, du frommer Gott. 8. D 8. u willst, Gott, daß mein Herz zur Heiligkeit genee; ONOTONI HOROSKO avololololoTOONS TH01 ·^^ ´S HOTOVO OKOLOVOKONIG avaratalotAVAJAJO CHOTOMONTORO Motoros SONO 10 10 LOUTONO OVOLOTOVOM Erster Theil. Vom Worte Gottes. - drum gieb, daß ich dein Wort, oft und mit Undacht lefe: das Wort, das deinen Rath von unserm Heil enthält. Dank sey dir für dies Wort, den größten Schaß der Welt. 2. Erfülle mein Gemüth mit Ehrfurcht und Vertrauen, mit Luft und frommem Ernst dadurch mich zu er bauen. Du bist's, der in der Schrift zu meiner Seele spricht: o segne doch an mir, Herr, deinen Unterricht. 3. Mein Gott, vor welchem ich jest meine Hände falte, gieb, daß ich allezeit dein Wort für Wahrheit halte; und laß mich deinen Rath empfindungsvoll verstehn, die Wunder am Geset, am Wort vom Kreuze sehn! 4. Du, aller Wahrheit Gott, kannst mich nicht irren lassen. Untrüglich ist dein Wort; so viel mein Heil verlangt. Du bist's, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht, und aus Gewissen liebt. 5. Gieb, daß dein kräftig Wort, o Gott, mein Herze rühre, und daß ich mir den Spruch oft zu Gemüthe führe, der mich vor andern rührt. O, stårke mich durch ihn mit Ernst und Munterkeit, das Gute zu vollziehn. 6. Um tugendhaft zu seyn, dazu sind wir auf Erden. Wer deinem Wort gehorcht, den låsf'st du inne werden, die Lehre sey von dir, die uns die Bibel giebt: man lernt ihr Wort verstehn, wenn man es treulich übt. 7. Spricht sie geheimnisvoll, so laß mich dies nicht schrecken. Kein endlicher Verstand kann dich, Gott, ganz entdecken. Du bleibst unendlich hoch. Was mir dein Wort erklärt, nic was mein Wig verlangt, ist meines Glaubens werth. 8. Sich seines schwachen Lichts bei Gottes Licht nicht schámen, ist Ruhm, MOTOT und die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht; und weise Demuth ist's, zu glauben, was Gott spricht. 9. Erinnre mich hieran, wenn mich die 3weifel kranken, und lehre mich dabei zu meinem Heil bedenken, dort sen die Zeit des Schau'ns, und hier des Glaubens Zeit; dort wachse, wie mein Glück, mein Licht in Ewigkeit. 10. Find' ich in deinem Wort noch manche Dunkelheiten, so laß mich einen Freund, der mehr, als ich sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Schrift geweih't, ein angefochtnes Herz hebt manche Dunkelheit. 11. Stets sey dein Wort mir werth! es ist mein Glück auf Erden, und wird es einst noch mehr in jenem Leder Bibelfeinde Spott! die Lehre, die irre mein Gemüth sie schmähn, bleibt doch dein Wort, o Gott! dan sat 9. Mel. Nun danfet alle Gott. elobt seyft du, o Gott, für deines Wortes Lehre! Gieb, Bater, daß ich sie mit Undacht fleißig hore., mache doch mein Herz von Vorurtheilen rein und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen ſeyn. 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie verfehlen, und nie, was schädlich ist, für wahres Heil erwäh len. Höchster, leite selbst den forschenden Verstand, so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thöricht ist es doch, blos andern Menschen glauben! Das heißt, Erster Theil. sich selbst den Grund zur ew'gen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richtschnur macht, dem giebt es Licht und Trost auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre, und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Gieb deinen Geist in's Herz, der Luft und Kräfte giebt, daß man die Wahrheit lernt, prüft, glaubt, erfährt und übt. 10. Vom Worte Gottes. 11 Es sey mein Theil; es sey mir Heil und Kraft zum ew'gen Leben. Mcl. Ach Gott und Herr. ott ist mein Hort, und auf sein Wort soll meine Seele 8 Ich wandle hier, mein Gott, vor dir, im Glauben, nicht trauen. im Schauen. 2. Dein Wort ist wahr, laß immer dar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr, mein Gott! mich von dem Glauben schrecken. 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstånd' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. 3ur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Dein ew'ger Rath, die Missethat der Sünder zu verfühnen, den kennt' ich nicht, wär' mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneu'n, mich dir zu weih'n, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie! dein Wort giebt neue Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort! denn du haft's uns gegeben, Nach der Mel. des 7. Lieds. er du das Daseyn mir 11. D gegeben, wie preis ich dich, o Gott, dafür! Nie kann mein Dank' dich g'nug erheben! durch ChriDank' dich g'nug erheben! durch Christum schenktest du es mir. Kein Licht, kein Trost erfreute mich, kennt' ich nicht, Jesu Christe, dich. 2. Auf ungewissen finstern Pfaden würd ich ein Raub des Irrthums seyn; mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt ich des Richters Rache scheu'n; ich fánde keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod. 3. Wozu hat mich mein Gott er: schaffen? was ist auf Erden meine spflicht? wird auch mein Geist im Tod entschlafen? und, hålt Gott fünftig ein Gericht, wie werd' ich im Gericht bestehn? wie der verdienten Straf' entgehn? 4. Entscheidet die Vernunft die Fragen durch ihrer Einsicht schwaches Licht? Hebt sie die 3weifel, die mich plagen? und bleibt der Trost, den sie verspricht? Uch! ohne Chrifti Licht und Heil wär' Finsterniß und Tod mein Theil. 5. Ja, du hast mich den Finsternissen des Irrthums, und der Sünde Macht durch deine Lehre, Herr, entrissen; ihr Licht zerstreut 3weifels Nacht. Du zeigest mir des Höchsten Rath, und führst mich auf der Wahrheit Pfad. des 6. Ich weiß, wozu mich Gott er: schaffen; ich kenne meine ganze Pflicht. Mein Geist wird nicht im Tod entschlafen; wer an dich glaubt, wird im Gericht durch dich, o Heiland, wohl bestehn, und dann verklärt dich selber sehn. 7. Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen mit stets größ'rer Lust, und feines Spotters Bahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! Dein Heil erfreu' im Tode mich! MOTOROSOKO Olaia 101 S HOHOHOKOLOK PUMUNUMUNUNDiurarararaoMUTUTORUMUNICION COLONOTONOTONON 12 Erster Theil. Vom Wesen Gottes otomont Nach der Mel. des 4. Lieds. Mel. des 100. Psalms. 12. Hem err, mein Licht, erleuchte mich, daß ich mich und 13. D er Spotter Strom dich erkenne; daß ich voll Vertrauen dich meinen Gott und Vater nenne. Höchster, laß mich doch auf Erden, weise zu dem Himmel werden. reißt viele fort. Erhalt' uns, Herr, 2. Lauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst meinem Forschen fort, richtig daraus einzusehen, was zu meinem Heil mich fübret, und mir, deinem Knecht, gebühret. 3. Uber laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam seyn, den erkannten Weg zu gehen. Denn sonst würd ich bei dem Wissen doppelt Streiche leiden müssen. 4. Gieb, daß ich den Unterricht deines Wortes treu bewahre; daß ich, was es mir verspricht, reichlich an mir selbst erfahre. Sa, es sey in meinem Beiden mir ein Quell von Trost und Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kenntnisse vermehren! Find' ich manche Dunkelheit bei geheimniß vollen Lehren; laß mich 3weifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Laß mich, Herr, in deinem Licht immer rührender erkennen jener Herrlichkeit Gewicht, und wie glücklich der zu nennen, der darnach mit Eifer trachtet und die Lust der Welt verachtet. bei deinem Wort! So können wir uns, Vater, dein im Leben und im Tode freu'n. 2. Ein Haufe Låst'rer wagt's, o Gott, mit wildem ausgelaß'nen Spott, den Heiland, deinen Sohn, zu schmåhn, durch den die Himmel einst vergehn. de midd 3. Ach, ihrer Lehre Pest, o Herr, schleicht jego nicht im Finstern mehr; am Mittag, Herr, bricht sie hervor, und hebt ihr tödtend Haupt empor. 4. Sie herrscht durch Große dieser Welt. Herr, Herr, wenn uns dein Arm nicht hält, so reißt sie uns zum Tod auch fort. Gieb Sieg und Leben durch dein Wort! 5. Beschüße uns, Herr Jesu Christ, der du zur Rechten Gottes bist. Sey unser Schild und starke Wehr! Staub ist vor dir der Spotter Heer. 6. Du hast von Ewigkeit gesehn, wie lange noch ihr Troß bestehn, und wider dich hier schnauben soll. Viel leicht ist nun ihr Maaß bald voll. 7. D, verleihe mir die Kraft, deinem Wort gemäß zu handeln, und vor dir gewissenhaft, als dein treues Kind, zu wandeln; so wird einst in jenem Leben mich ein hell'res Licht umgeben. I erwacht. 7. Ach, wären sie dir, Herr, versöhnt! sie, deren Spott dich so vere höhnt! 2ch gieb, daß vor der Todesnacht zur ernsten Reu' ihr Geift 2) Vom Wesen Gottes und seinen Vollkommenheiten. Nach der Mel. des 9. Lieds. laß mich stets vor dir voll Ehrerbie: 14. Anbetungswürd'ger Gott! tung fenn. mit Ehrfurcht zu nennen, du bist unendlich mehr, als wir begreifen können. D, flöße mei nem Geist die tiefste Demuth ein, und 2. Du bist das höchste Gut; du weißt von keinem Leide; stets ruhig in dir selbst schmeckst du vollkommne Freude. Dein ist die Herrlichkeit. TOTO alla und feinen Vollkommenheiten. Uuch ohne Creatur bist du dir selbst genug, du Schöpfer der Natur. 3. Du riefft dem, das nicht war, 15. D um Lust und Seligkeiten auf's Man= nigfaltigste um dich ber auszubreiten. Die Liebe bist du selbst; Verstand und Rath ist dein; und du gebrauchst fie gern zu fegnen, zu erfreun. 4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein allmächtig: Werde! ent= stand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kráft'gen Wort trägst du die ganze Welt, und deine Macht vollführt, was uns unmöglich fällt. 5. Du bist der Herren Herr. Der Erde Majestáten sind, Höchster, vor dir Staub. Uuch Geister kannst du todten. Wen du erniedrigest, Gott, wer kann den erhöhn? Wen du erhö hen willst, deß Hoheit muß bestehn. 6. Du bist es, der allein Unsterb= lichkeit befiget, der Leben giebt und nimmt der unsern Odem schüßet. Der Geist, der in uns lebt, den haben wir von dir. Willst du, so wird er Nichts. Du bleibest für und für 7. Wer hat dich je gesehn? Wer kann im Fleisch dich sehen? Kein sterblich Uuge reicht bis zu den Lich tes- Höhen, wo du voll Majestät auf deinem Stuhle thronft, und unterm frohen Lob der Himmels- Heere wohnst. 8. Was wir, Unendlicher! von dei nem Wesen wissen, das hast du selbst guvor uns offenbaren müssen. Die Schöpfung zeugt von dir; und deines Sohnes Mund macht uns noch deutlicher, Gott, deinen Namen fund. 9. Doch hier erkennen wir dich noch gar unvollkommen. Wird aber dermaleinst der Vorhang weggenommen, der jest das Heiligste noch unserm Blick verschließt, dann sehen wir dich, Gott, so herrlich, wie du bist. Mel. Allein Gott in der Höh'. 10. Indeß sey auch schon jetzt dein Ruhm von uns besungen. Verschmähe nicht ein Lob von lallend schwachen 3ungen! Dort soll, wenn wir dereinst vor dir verherrlicht stehn, ein Lied im höhern Chor dich, großer Gott, erhöhn! 13 er Herr ist Gott und keiner mehr. Frohlockt ihm alle Frommen! Wer ist ihm gleich? wer ist wie Er, so herra lich, so vollkommen? Der Herr ist groß! sein Nam' ist groß! Er 17 ist unendlich, grenzenlos in seinem ganzen Wesen. 2. Thn trifft kein Wechsel flücht': ger Zeit. Nie größer oder kleiner wird seines Wesens Herrlichkeit. Der Erst' ist er, sonst keiner! Wir Menschen sind von gestern her; eh' noch die Erde war, war Er; noch eher, als die Himmel. 3. Um seinen Thron her strömt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet. Shn fassen alle Himmel nicht, wie weit er sie erfüllet! Er bleibet ewig wie er war, verborgen und nur offenbar in seiner Werfe Wundern. Er 4. Was wären wir, wenn feine Kraft uns nicht gebildet hätte? fennet uns, und was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand umspannet Erd' und Himmel. 5. Ist er auch jemals von uns fern? Weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht! Gedanten selbst entfliehn ihm nicht in ihrer ersten Bildung. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet sich dein Fittig über alle! Du bist voll Freundlichkeit TOTOHOTO plainin! alalalarni 101'M S TOKOKAKOV UMONUMUNUIUIU TUTORUMUNUN LOIOLOGIQU 14 Erster Theil.- Vom Wesen Gottes 1 und Huld, barmherzig, gnädig, voll es bleibet ewig stehen. Erforsch' ich Geduld, ein Vater, ein Verschoner.| gleich dein göttlich Wesen nicht! so 7. Unstråflich bist du, heilig, gut und reiner als die Sonne! Wohl dem, der deinen Willen thut; denn du vergiltst mit Wonne! du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, hast Freuden, Gott, die Fülle. MONSTRAT 8. Du nur bist würdig, Lob und Dank zu nehmen, Preis und Ehre. Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie Er, so herrlich, so vollkommen. ONOY ON OLLO( O Mel. des 8. Psalms. 16. G g'nüge mir davon dein Unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle Dinge. Gieb, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. Begreif' ich's nicht, wie du die Welt regierst; so sen mir's g'nug, daß du mich selig führst. 7. Einst wirst du dich mir näher offenbaren. Einst werd' ich mehr von deinem Rath erfahren; wenn ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich mit Ehrfurcht vor dir wandle; in allem Thun nach deinem Willen handle; zufrieden sey, wie du mich hier regierst, bis du mich einst zu deinem Himmel führst. forschend Denken ist. 2. Du wohnst im Licht, dazu kein Mensch kann kommen. Was ist's, das wir ven deinem Ruhm vernommen? Uch! nur ein Theil von jener Majestät, die über alles dich, o Gott, erhöht. 3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkommnes Wesen, das, was du wirkst, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch für menschlichen Verstand! von Engeln selbst wirst du nie ganz erkannt. 4. Wie sollt' ich denn, ich Staub, mich unterwinden, Unendlicher, dich völlig zu ergründen? O, mache mich von solchem Dunkel frei, daß mir dein Wort des Glaubens Richtschnur sey. 5. Mein eigner Geist kann sich leicht hintergehen. Dein Wort ist wahr; 9. Dann werd' ich dich in hellerm Lichte sehen, und froh in dir, dein ewig Lob erhöhen. Herr, du bist groß, und zeigst es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. rhabner Gott: was reicht an deine Größe? Denk ich an dich, so fühl' ich meine Bloße, Neue Mel. oder Christ unser Herr. ich fühle, Herr, daß du unendlich 17. S ott mache du mich 23 bist, und daß umschränkt mein selbst bereit, vor deinen Thron zu treten, und deine große Herrlichkeit voll Ehrfurcht anzubeten. Laß, Herr, vor deinem Ungesicht mein Herz sich deiner freuen, und einen Strahl von deinem Licht die Finsterniß zerstreuen, die mich hier noch umgieber 2. Du bist der Herr, und keiner mehr, nichts sind der Heiden Götter; nur dir gebühret Preis und Ehr'; kein Helfer: noch Erretter ist außer und seinen Vollkommenheiten. dir: laß mich allein auf dich, o Herr, vertrauen, mein ganzes Leben dir nur weih'n, mein Glück blos auf dich bauen, und dich niemals verläugnen. 3. Du bist der höchst vollkommne Geist, der Vater aller Geister, dich preiset, was vernünftig heißt, als seinen Herrn und Meister! Laß meiner Seele hohen Werth mich reine Tugend lehren, und so, wie es dein Wort begehrt, dich ungeheuchelt ehren, im Geist und in der Wahrheit., blest thi 4. Du bist, o Gott, von Ewig: keit, und wirst allzeit bestehen: cs bleibet deine Herrlichkeit, wenn himmel selbst vergehen. Laß von der Erde eitlem Tand mein Herz sich stets erheben zu meinem wahren Vaterland, und nur nach dem mich streben, was ewig mich erfreuet. 5. O Gott, was seyn wird, ist und war, und was wir thun und dichten, das ist dir alles offenbar; du wirst einst alles richten. Laß mich dein helles Auge scheu'n, aufrichtig vor dir wandeln, und, deines Beifalls mich zu freu'n, auch dann rechtschaffen handeln, wenn Finsterniß mich decket. 6 1772. 7. Voll höchster Weisheit bist du, Gott! kein Mensch kann sie ergründen. Umringt uns allenthalben Noth, du, Herr, weißt Rath zu finden. Gieb, daß ich dir stets traue zu, du werdest für mich sorgen, auch Uebels weder denk' noch thu', denn dir ist nichts verborgen; du prüfest Herz und Nieren. 15 tigkeit, und deine Wege preise, so wunderbar sie scheinen. 8. Gott, du bist heilig und gerecht, kannst keine Sünden dulden, wer sagen will, er sey dein Knecht, der meide Sündenschulden. Gieb, daß ich mich der Heiligkeit mit rechtem Ernst befleiße, nachjage der Gerech9. Du bist sehr gnådig, fromm und gut, vergiebst die Schuld dem Sünder; erbarmst dich, wie ein Vater thut, von Herzen deiner Kinder. Laß reichen Trost von deiner Gnad' auf meine Seele kommen. Von mir sey meine Missethat so fern hinweggenommen, als Morgen ist vom Abend. 10. Gott, dessen Wahrheit stets besteht! wohl denen, die dir glauben! Wenn Erd' und Himmel einst ver= geht, wird dein Wort ewig bleiben. Gieb, daß ich fürchte dein Gericht, und alles, was du dráuest: auch hoffe, was dein Wort verspricht, daß du mir's gern verleiheft; wer hofft, wird nicht zu Schanden. 11. Gott, wenn ich dich so kenn' und ehr', dein Wort zum Grunde sege, erfreu' ich mich darüber mehr, als über alle Schäße, bis ich dort, o mein Heil und Licht, dich ohne Lallen nenne, von Angesicht zu Ungesicht dich schaue, dich erkenne und unaufhörlich lobe. sios Allsid dan 6. Unendlich ist, Herr, deine Macht, gu retten, die dich lieben, und 18. wenn der Frevler dich verlacht, auch Rach' an ihm zu üben. Sieb, daß mich deiner Allmacht Schuß stets als ein Schild bedecke, mich auch nicht Menschen Grimm und Truß, nur deine Strafe schrecke; du tödtest Leib und Seele. Mel. des 27. falms. 18. A uf! auf! mein Geist, auf! auf! den Herrn zu loben, auf! auf! erwecke dich und säume nicht; was in dir ist, werd' still und sanft erhoben zu Gott Jehova unserm Schild und Licht: nur er ist würdig Ehre, Preis und Ruhm zu nehmen allezeit und überall. Erheb' ihn dann mit alainia Lalalalalar S. W. 1041, HOHOHOKOLOKOLOKOLOKOLO NAKAKAVOVATAJAJA. MUMUNOMONUMUN Men OLOMOVONOHOLlalaroralararol Erster Theil. 16 STEPE outcome frohem Jubelschall, und geh' in Vom Wesen Gottes er Sünder strafen will, und bleibt die Lieb' in alle Ewigkeit. 6. Was er verspricht, dem kann man freudig trauen, die That stimmt mit den Worten überein. Auf Men schen kann man niemals sicher bauen; doch Gottes: Ja ist ja, sein: Nein ist nein. Voll Billigkeit ist sein Gericht allzeit, groß von Geduld ist er und Mitleids voll, nur langsam, wenn sein erhabnes Heiligthum. 2. Er ist das große Wesen aller Wesen, Gott von unendlicher Vollkommenheit: von ihm, zu ihm, durch ihn ist, was gewesen, und ist, und seyn wird bis in Ewigkeit. Ein Gott, wie Er, hat seines gleichen nicht: ein Gott, vor dessen höchsten Majestät der Engel selbst gebuckt und zitternd steht! Sein Thron ist Licht, ein unzugänglich Licht. d bit 3. Man sieht ihn nicht, und ist doch wohl zu sehen, man gebe nur auf feine Werke Ucht: da sehn wir ihn gleich als vor Augen stehen in seiner ew'gen Kraft und Gottheit Pracht: Die Himmel rühmen ihres Schöpfers Ehr': Luft, Erde, Meer, was lebt und sich bewegt, ist das, was ihn zu zeigen, stets sich regt, und spricht: Er ist der Herr und keiner mehr. 4. Was gut und fein nur kann genennet werden, was uns mit Lust und Lieblichkeit anlacht, was in sich faßt der Himmel sammt der Erden, der große Bau, voll Schönheit und voll Pracht, und was dies Rund nur Köstlich's in sich schließt, das kommt aus diesem unerschöpften Meer und deffen unerforschter Fülle her: Eruh Neue Melodie. ist der Quell, der immer überfließt. 5. Von Ewigkeit, ohn' Anfang und 19. G ohn' Ende ist Er, und wird auch stets derselbe seyn. Er ist zu spüren, wo man sich hinwende, das Heimlich ste wird klar in seinem Schein. Sein Licht ist nicht vermischt mit Dunkelheit. Die Kraft, die in ihm wohnt, wird nimmer schwach. Höchstselig Fennet er kein Ungemach: Er ist und bleibt, wie er war vor der Zeit. 7. Wie selig ist doch, der ihn also kennet, und zu ihm: lieber Vater! sagen kann! Er, er ist es, den Gott den Seinen nennet! Gott sieht ihn als sein Kind recht zártlich an! Nichts ist so hoch, nichts kann so herrlich seyn! der höchsten Fürsten hocherhab'ner Stand ist, gegen dies zu rechnen, lauter Tand; es ist zu schlecht, es bleibt ein leerer Schein. VISION 8. D Herrscher, wie soll ich dich g'nug erheben! Auch mich hast du den Deinen zugezählt, in Christo brachtest du mich schon zum Leben, in ihm hast du zur Kindschaft mich erwählt. 3war seh' ich dich jest nur bei schwachem Licht; jedoch es kommt, es kommt der frohe Tag, da ich dich ohne Decke schauen mag, vertraut, von Ungesicht zu Ungesicht.or om 9. Indeß, mein Geist, auf! auf! ihn stets zu loben: Auf! auf! erwecke dich und säume nicht! Was in die ist, werd' sanft und still erhoben zu Gott, Jehovah, unserm Schild und eicht! Herr! du bist würdig, Ehre, Preis und Ruhm zu nehmen allezeit und überall. Lob' ibn im Vorhof schon mit frohem Schall, einst öffnet sich dir selbst das Heiligthum. s Noo ott ist mein Lied! Er ist der Gott der Stárke; groß ist sein Nam' und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und spricht's: so sind und leben Welten: Und er gebeut; fo fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid und seine Wahl die beste. Er herrscht als Gott und seines Thrones Beste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. OK 3911 und seinen Vollkommenheiten. 19 4. Unendlich reich, ein Meer von, Von der Ewigkeit und UnverSeligkeiten, ohn' Anfang Gott, und anderlichkeit Gottes. Gott in ew'gen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich! lemnice Nach der Mel, des 4. Lieds. 5. Was ist und war, im Himmel, 20. Gott, du bist von Ewige Erd' feit dein herrlich und das fennet und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 8. Ec fennt mein Flehn und allen Rath der Seele, er weiß, wie oft ich Gutes thu' und fehle, und eilt mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf, sein Buch, wie lang' ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 2. Ewig und umwandelbar ist, o Gott, dein hohes Wissen. Was dir 7. Er ist dir nah', du sigest oder einmal Wahrheit war, wird es ewig geheft: Ob du an's Meer, ob du gen bleiben müssen. Niemals kann dein Himmel flöhest: so ist er allenthal- Ausspruch fehlen; laß mich ihn zum eft lo ante Leitstern wählen! gan miq ben da. 10. Nichts, nichts ist mein, das 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr! immer dar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde seyn. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr Uuen, Thal und Hügel, ihr send sein Loblied und sein Pfalm! 13. Du tránkst das Land, führst uns auf grüne Weiden! und Nacht und Tag und Korn und Wein und 17 14. Rein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt' ich mein Herz nicht mit dem Trofte stillen, daß deine Hand mein Leben hålt? großes Wesen ändert sich zu keiner Zeit; du bleibst stets, was du ges wesen. Laß dies meinen Geist bele ben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben. 15. It Gott mein Schuß, will Gott mein Retter werden; so frag' ich nichts nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hölle Truß. 6. Stets ist Wohlthun deine Lust; ewig währet deine Liebe. Wohl mir, wenn auch ich mit Lust mich in dei wird's meiner Seelen nie an wahrem nem Willen übe! Dann, o Herr, Wohlseyn fehlen. 7. Erd' und Himmel wird verFreuden empfangen wir aus deiner gehn; alle Welt wird mich verlassen. Hand. 3. Herr, du bist kein Menschenkind, daß dich etwas reuen sollte. Immer bleibst du gleich gesinnt. Was dein Rathschluß vormals wollte, willst du noch. O, hilf uns allen thun nach deinem Wohlgefallen! ad id a 4. Immer bleibst du, Gott! ein Feind derer, die das Unrecht üben. Immer bleibst du, Gott, ein Freund derer, die das Gute lieben. Laß uns darum schon auf Erden deinem Bilde ähnlich werden. 5. Deine Worte trügen nicht! Du bist ewig der Getreue, der das hält, was er verspricht. O, daß dies mich stets erfreue! Laß nur deinen Geist mich treiben, dir, Herr, auch getreu zu bleiben. Nur du bleibst mir ewig stehn; deine Hand wird mich umfaffen, wenn ich nun von hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude. 8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden, diese deine Ewigkeit einen starken Antrieb werden, dich zu lieben, dir zu trauen, und auf deinen Trost zu bauen. 2 S. VV. 1041, unde HOTOVOVALOlejerojaOHES KURUM OKALAKAKO! Groorgron KONONOYONO( ON CONSONOVOO Erster Theil. RIO Aus dem 102. Pfalm. Nach der Mel. des 16. Lieds. err Gott, du bist die 3u21. flucht aller Zeiten, denn dn bist Gott in allen Ewigkeiten. Du warst es schon, eh' Erd' und Himmel ward, eh' noch dein Arm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschentinder? Staub sind vor dir der Heilige, der Sünder. Wie schnell enteilt das Leben doch von mir! Du Höchster, du nur bleibest für und für. 3. Du hast vorhin die Erde zube reitet! dein Arm hat, Gott, den Himmel ausgebreitet. Doch sie ver gehn, veralten, wie ein Kleid! du aber bleibst in alle Ewigkeit. 4. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand von dir verwandelt werden. Du bleibest, wie du bist; denn keine Zeit umgränzet doch je die Unendlichkeit. 5. Das ist der Trost, die Hoffnung deiner Knechte, du schüßest sie mit deiner starken Rechte, du låff'st ihr Herz sich ewig deiner freu'n und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sey mein Trost in allen trüben Stunden. Vom Tode felbst Vom Tode selbst bleibt er unüberwunden. Kein Tod, fein Grab trennt mich, o Gott, von dir. Mein Fels, mein Heil, das bleibst du ewig mir! 100 18. - Mel. Gott sey Dank in aller. 22. U Vom Wesen Gottes auf dein Geheiß, da stand, deiner Weisheit Preis. 4. Wie gegosne Spiegel stehn deine Himmel; doch vergehn deine Himmel, und die Welt sinkt, wenn sie dein Arm nicht hält. nermeßlich, ewig ist Gott, der Hochste. Herr, du bist, an wie du dich uns offenbarst, nun und ewig, der du war'st. 2. Ewig bleibst du selbst dir gleich, weiß allein und gnadenreich, ewig mächtig und voll Kraft, heilig und untadelhaft. al di 3. Alle Werke deiner Hand waren dir, o Gott, bekannt, eh' die Welt za וששש 5. Du nur bleibest, wie du bist, was dein weiser Rath beschließt, ist unwandelbar, wie du, gut und heilig stets, wie du. 6. Du bist nicht ein Menschenkind, daß du lúgest! nicht gesinnt, wie der Mensch, der wandelbar nimmer blei= bet, was er war. 7. Was du zusagst, ist gewiß; zwischen Licht und Finsterniß tappt der Mensch hin, wählt, bereut plößlich wieder, was ihn freut. 8. Sollt' ich denn auf Fleisch vertrau'n? nicht, mein Heil, auf dich nur bau'n? ohne Weisheit und Ver stand Brunnen graben in den Sand? 9. Nein, Unwandelbarer, dein soll sich meine Seele freu'n. Sen mein Fels, Gott, sey mein Licht, ewig meine Zuversicht! 10. Und in allgemeine Nacht sinke dann mit seiner Pracht jeder Himmel, und die Welt stürze hin, wenn Gott mich hält! no hnd now th Von der Allwissenheit Gottes. Nach der Mel. des 9. Lieds. 23. err du erforscheft mich; dir Hert bin ich unverborgen. Du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen. Was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel' entstand. 2. Nie spricht mein Mund ein Wert, das du, o Herr, nicht wisseft. Du schaffest, was ich thu', du ordnest, du beschließeft, was mir begegnen soll. Erstaunt feh' ich auf dich. Wie groß ist dein Verstand! Wie wunderbar für mich. mid thing 3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste fliehen? Wo könnt' ich jemals wohl mich deinem Aug' entziehen? Führ' ich gen Himmel auf, so bist du, Höchster, da; führ' ich zur Tief hinab, auch hier bist du mir nah. DOKON La und seinen Vollkommenheiten. 4. Náhm' ich auch, schnell zu fliehn, die Fittige vom Morgen; selbst an dem fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen. Auch da umschlösse mich doch deine Ullmachtshand! denn du bist überall; und dein ist jedes Land. 5. Sprách' ich zur Finsterniß: Sen um mich, mich zu decken! so sucht' ich doch umsonst vor dir mich zu verstecken. Denn auch die Finsterniß ist vor dir helles Licht; die Nacht glänzt wie der Tag vor deinem Ungesicht. 6. Du warst schon über mir in meiner Mutter Leibe; du bildeteft mein Herz, Gott, deß ich bin und Sleibe; ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh' ich war, schon våterlich gedacht. 7. Du kanntest mein Gebein, ch' ich an's Licht gekommen, da ich im Dunkeln erst die Bildung angenomDein Auge sah mich schon, eh' ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon offenbar.de mell. 8. Was für Erkenntnisse! für köft: liche Gedanken! unzählbar sind sie mir, denn sie sind ohne Schranken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schöpfer, sehn, dir folgen, und dein Lob, so gut ich kann, erhöhn. 9. Erforsche mich, mein Gott, und prüfe, wie ich'e meine; ob ich recht: schaffen bin, wie ich's von aussen scheine. Sieh', ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dit erhöht. 19 du klar, du prüfest Herz und Nieren, und nichts bleibt dir verborgen. 3. Was deiner Freunde Herz begehrt, das weißt du, eh' sie beten. Ihr Seufzen wird von dir gehört, eh' sie noch vor dich treten. Was deiner Feinde Herz beschließt, ist auch dir unverborgen. Dir, der du ihren Anschlag siehst, so heiter als den Morgen, den Wolken nicht verdunkeln. 4. Was nach Verfließung vieler Zeit noch künftig wird geschehen, siehst du schon in Allwissenheit als gegen=. wärtig stehen. Du machst es deinen Knechten fund, es weiter auszubreiten, und läss'st durch ihren schwachen Mund die größten Heimlichkeiten der ganzen Welt entdecken. nu, old Nach der Mel. des 17. Liede. d 24. Allwissender vollkomm'ner het, was Matist! des Kuge alles siehet, was Nacht und Abgrund in sich schleußt und unserm Blick entfliehet. Es kann vor deinem hellen Licht sich kein Geschöpf verstecken. Auch Finsterniß verbirgt es nicht. Du weißt sie aufzudecken und Tag daraus zu machen.douronn Suiss 2. Selbst die Gedanken sind dir fund, die unsre Geele heget, eh' fie noch dersi verschloßne Mund durch Worte dargeleget. Dir sind die Her zen offenbar; du kannst ihr Dichten spüren. Den Rath der Seele siehst 5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch in dieser Welt verschwiegen, so wird vor ihrem Auge doch einst alles offen liegen. Herr, dein Gericht, dem nichts entflieht, wird alles offenbaren. Was noch so heimlich jest geschieht, wird alle Welt erfahren, und laut alsdann erzählen. 6. Laß mich, o höchste Majestát, dein helles Auge scheuen. Wo ist der, der dich hintergeht mit seinen Heucheleien? Laß mich auch in der Einsamkeit dich gegenwärtig denken! Laß Wahrheit und Rechtschaffenheit bei allem Thun mich lenken, und stets mein Herz behüten. Von der Weisheit Gottes. Nach der Mel. des 7. Licds. 25. u weiſer Schöpfer aller Dinge, alles ganz genau versteht, nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht; du schreibest der Geschöpfe Chor, 3weck, Maaß, Gewicht und Regeln vor. 2. Die wundervollen pracht'gen Werke, die unserm Auge fern und nah, die stehn sowohl durch deine Stárke, als auch durch deine Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand: der ganze Weltbau macht's bekannt. 3. Mit eben der allweisen Stärke, mit welcher du die Welt gemacht, regierst du alle deine Werke, die 2* S. W. 1041, U NOWO ololololeKON Unun Juren 1610181UIONGIUN MONOTO CONONOY ONNON OUTONOVOTO Erster Theil.- Vom Wesen Gottes 20 dein Verstand hervorgebracht. Du brauchst, o unerschaffnes Licht, der Menschen Rath und Beistand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenom men, das kommt unfehlbar auch zur That. Wenn tausend Hindernisse kommen, so triumphirt dein hoher Rath. Du kennst und wählst zu deinem Zweck bestándig, Gott, den besten Weg. 5. Die Menge so verschiedner Willen, wo dieser hier, der darauf fällt, muß immer doch den Schluß erfüllen, den sich dein Wille vorbehält, der aller Feinde stolzen Bahn als unvernunft beſchämen kann. Inish nochen 6. Weisheit! decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle in ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg des Friedens nicht; o, gönne mir dein sich'res Licht oppid 7. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem klugen Rath ge= führt. Mein Geist muß dir die Ehre geben, daß du auf's beste mich regiert. Leit' ferner mich durch Welt und Zeit bis zu der frohen Ewigkeit. Ven der Ullmacht Gottes. Mel. Machs mit mir Gott nach. 26. H crr, deine Ullmacht reicht so weit, als selbst dein Wesen reichet. Nichts ist, daß deinerHerrlichkeit und deinen Thaten gleichet. Es ist kein Ding so groß und schwer, das dir zu thun unmöglich war. 2. Du sprichst, und auf dein mách: tig's Wort fällt alles dir zu Füßen. Du führest deinen Unschlag fort bei allen Hindernissen. Du winkft, so GOVE stehet eileno da, was noch zuvor kein Auge sah. 3. Du hast dein großes Schöpfungswerk allmächtig ausgeführet. bleibet stets dein Augenmerk und wird durch dich regieret. Noch immerhin besteht die Welt, weil dein allmächtig Wort sie hält. 4. Die Menge vieler Wunder zeigt, daß, Schöpfer, dein Vermögen weit über die Gesche steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, und ihren Lauf hebst du nach weiser Willführ auf. 012279131 CON 5. Wer deiner Gnade folgsam wird, sein Herz zum Guten neiget, und wenn er sich von dir verirrt, vor dir sich innig beuget; o, dem vergiebst du Sund' und Schuld, mit allmachtsvoller Gnad' und Huld! 6. Was für ein Wunder deiner Macht wird unser Aug' einst sehen, wenn nach der langen Grabesnacht die Todten auferstehen, wenn du bon unserm Staub den Rest zu neuen Förpern werden láß'st. 90) 7. Ullmacht'ger, mein erstaunter Seist, wirft sich vor dir darnieder. Die Ohnmacht, wie du selber weißt, umgiebet meine Glieder. Mach mich zum Zeugen deiner Kraft, die aus dem Tode Leben schafft. Size 8. D, zúnd' in mir den Glauben an, der deine Macht ergreifet, der stark und mächtig werden kann, wenn er auf dich sich steifet. Gieb, daß ich traue deiner Kraft, die alles kann und alles schafft. Von der Allgegenwart Gottes. Nach der Wel. des 16. Lleds. 27. D großer Gott! der alle Ding' erfüllet, vor des sen Blick kein Dunkel uns umhüllet, wohin soll ich vor deiner Ullmacht gehn? und wohin flieh'n vor div, Herr, ungesehn? 2. Könnt ich auch schnell mich zu den Wolken schwingen, und wieder schnell bis in die Tiefe dringen; so hielte mich doch deine Hand auch da: denn wo ich bin, da bist du ,, Herr, mir nah'. DICION eso und seinen Vollkommenheiten. D 3. Dein Auge sieht, was Nacht und Abgrund decken, es kann sich nichts vor deinem Licht verstecken; du kennst genau das Inn're der Natur, der ganzen Welt und jeder Creatur. bio 4. Kein falscher Gott, aus falschem Wahn verehret, hat je sein Volk das Künftige gelehret! du aber weißt, was künftig wird geschein, und läßt auch uns in deinem Wort es sehn. 5. Du weißt und hörst, was deine Kinder beten und siehst, wenn sie im Stillen vor dich treten: noch eh' ihr Mund dir ihren Kummer sagt, ver: nimmst du schon, was dir ihr Seuf zen klagt. d med duici Cirdi 6. Vor Menschen bleibt hier manche That verborgen, dir aber ist die Nacht ein heller Morgen, und was hier noch in Finsterniß geschieht, entdeckt einst dein Gericht, dem nichts entflicht. 7. Wohl dem, der hier vor deinem Untlig wandelt, und der vor dir und Menschen redlich handelt, der steht alsdann, als ein bewährter Freund, getrost vor dir, wenn nun dein Tag erscheint. indt 7: 0 8. O prüfe selbst die innersten Se 29. Gedanken, ob sie vielleicht von deiner Richtschnur wanken. Bin ich, o Gott, noch auf verkehrtem Steg, so führe du mich auf der Wahrheit Weg.indor Nach der Mel des 26. Lieds. 28. Nie bist du, Höchster! von fern; du wirkst an allen Enden. Wo ich nur bin, Herr aller Herrn, bin ich in deinen Hånden. Durch dich nur leb' und athme ich; denn deine Rechte schüßet mich. 2. Was ich gedenke, weisfest du; du prüfest meine Seele. Du siebst es, wenn ich Gutes thu: du siebst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts kann deinem Kug' entfliehn; und nichts mich deiner Hand entziehn. 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe, und über deine Huld erfreut, lobsingend dich erhebe; so hörst du es, und stehst mir bei, daß ich dir immer treuer sey. 4. Du merkst es, wenn des Her zens Rath verkehrte Wege wählet, 21 und bleibt auch eine böse That vor aller Welt verhehlet; so weißt du sie, und strafest mich zu meiner Besf'rung väterlich.smartine, i 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine; voll Mitleid, Vater, zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und wågest meinen Schmerz, und stärkst mit deinem Trost mein Herz ann ad Ephr vien 6. O druck', Allgegenwärtiger, dies tief in meine Seele! daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu', und dir zu dienen eifrig sey. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln und stärke mich denn auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln. Daß du, o Gott, stets um mich senst, das tröst' und beß're meinen Geist.mson tom gesin is Von der Heiligkeit und Gerechdistigkeit Gottes. dos piling Mel. des 42. Psalms. ott, vor dessen Angesichte nur ein reiner Wandel gilt! Ew'ges Licht, aus dessen Lichte, stets die reinste Klarheit quillt! Deines Namens Heiligkeit werde stets von uns gescheut! Laß sie uns doch kraftig dringen, nach der Heiligung zu ringen. Ewig 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, denn kein Böses ist an dir. bist du so gewesen, und so bleibst du für und für. Was dein Wille wählt und thut, ist unstråflich, recht und gut, und mit deines Armes Starke wirkst du stets vollkommne Werke. OTOHOF LOFLECHELORONION Jolor You Thol · M'S HOLOKAKOVOJOJOJOJOVA Unaruraruraru MOMOTONUNUNUNU VON SONY FONOLLO CON ovovalololo Erster Theil. Vom Wesen Gottes dem 3. Herr, du willst, daß dcine stimmest jedem seinen Lohn, Kinder deinem Bilde ähnlich seyn. Frommen und dem Sünder. Nie Nie besteht vor dir der Sünder, siehst du die Personen an, allein denn du bist vollkommen rein. Du auf das, was wir gethan, sieh'st du bist nur der Frommen Freund, Uebel- als rechter Richter. thätern bist du feind; wer beharrt in seinen Sünden, kann vor dir nicht Gnade finden. G so bisid 3. Biel Gutes und Barmherzigkeit giebst du schon hier den Frommen; du schüßest sie vor manchem Leid, darin die Sünder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlgefällt, den man der Tugend widmet. 22 4. O, so laß uns nicht verscherzen, was du uns noch zugedacht. Schaffe in uns reine Herzen, tödt' in uns der Sünden Macht! Denn was sind wir, Gott, vor dir? Du bist heilig, aber wir sind verderbt, und wer kann zählen, großer Gott, wie oft wir fehlen? 1350 201 5. Uns von Sünden zu erlösen, gabst du deinen Sohn dahin. O, so reinige vom Bösen durch ihn unsern ganzen Sinn. Gieb uns, wie du felbft verheiff'st, gieb uns deinen guten Geist, daß er unsern Geist regiere, und zu allem Guten führe. Tod 6. Keiner sündlichen Begierde bleibe unser Herz geweiht! Unsres Wandels größte Zierde sey rechtschaffne Heilig: keit. Mach' uns deinem Bilde gleich! Denn zu deinem Himmelreich wirst du, Herr, nur die erheben, die im Glauben heilig leben. 200 - 02 Mel. Es ist gewißlich an der Zeit. 30. G Co erechter Gott, vor dein Gericht, muß alle Welt sich stellen. Du wirst in ihrem Ungesicht auch mir mein Urtheil fällen. D, laß mich dein Gericht stets scheun, und hier mit Ernst beflissen seyn, vor dir einst zu bestehen. 2. Du siehst von deinem festen Thron auf alle Menschenkinder; be 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, und bist ein Freund der Frommen. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufgenommen. Scin Werk und Dienst gefällt dir wohl, ist er gleich nicht so, wie er soll, ganz rein von allen Fehlern. 5. Doch dem, der dich, o Gott, nicht scheut, dem frevelnden Verbrecher, der dein Geseß und Recht entweiht, bist du ein strenger Racher. Ihn strafend machst du offenbar, daß er dir nie gefällig war, der hier der Sünde dienet. 6. Der Untergang der ersten Welt, die aus der Art geschlagen, das Feuer, das auf Sodom fällt, Negyptens lange Plagen, und andre Wunder deiner Macht sind Zeugen, wenn dein Zorn erwacht, wie du den Sündern lohnest. 7. Bleibt hier viel Böses unbestraft, viel Gutes unbelohnet, so fommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Sünders schonet; da stellst du, Herr, in's hellste Licht, wie recht und billig dein Gericht: dann trium: phirt der Fromme. 8. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben! Gieb selber mir die Kraft dazu! Wirk inniges Betrüben, wenn sich die Herz, das lauter Gutes hegt, ſey Sund' in mir noch regt! Dein meines Herzens Muster. 9. Und weil vor dir, Herr Zebaoth, nur die allein bestehen, die gläubig auf des Mittlers Tod bei ihrer Reue sehen; so laß mich die Gerechtigkeit, die mich von Straf' und Schuld be: freit, im Glauben eifrig suchen. peticion S und seinen Vollkommenheiten. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. hoved 31. Ngebrochen, nie deinen hast du dein Wort Bund, o Gott, verlegt. Du hältst getreu, was du versprochen, vollführst, was du dir vorgefeßt. Wenn Erd' und Himmel auch vergehn, bleibt ewig doch dein Wort bestehn. Nach der Mel. des 7. Lteds. 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was uns dein Mund ver= heißen hat. Nach deiner Macht, nach deiner Treue bringst du das alles stets zur That. Scheint die Erfüllung gleich noch weit, so kommt sie doch zur rechten Zeit. 3. Und wie du das unfehlbar giebest, was deine Lieb' uns zugedacht; so wird, wenn du Vergeltung übest, dein Drohwort auch gewiß vollbracht. Wer dich, o Gott, beharrlich haßt, fühlt deiner Strafe schwere Last. 4. O, drücke dies tief in mein Herze, daß es vor deinem Wort sich scheut. Gieb, daß ich nie leichtsinnig scherze mit deiner Strafgerechtigkeit. Nie werde das von mir gewagt, was dein Befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Trost uns je mals rauben, den wir auf dein Versprechen bau'n? du bist ein Fels, dein Bund steht fest: Wohl dem, der sich auf dich verläßt! 6. Wie stark sind unsers Glaubens Gründe! hier ist dein Wort, das niemals trúgt. Und daß dieß allen Beifall finde, hast du den Eid hinzu gefügt. Wahrhaft'ger, was dein Mund beschwört, ist völlig unsers Glaubens werth. 7. Laß, Seele, laß dich dies be schamen! O, traue Gott, der treu es meint. Such' ihn zum Muster anzuzum Muster anzunehmen, und sey auch aller Lügen Feind. Beweise dich als Gottes Kind, bei dem man Treu' und Wahrheit find't. ders node2 con nullo C Mel. Gott des Himmels und. 32. M W 23 eicht ihr Berge, fallt ihr Hügel! Berg und Felsen stürzet ein: Gottes Treu hat dieses Siegel, fie soll fest und ewig seyn. Laßt, E den Weltkreis untergehn, Gottes Gnade muß bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, seinen Bund mit mir ge macht, der wird nimmermehr ge brochen, bis er alles hat vollbracht. Wahrheit, trüget nicht, was H er faget, das geschicht. wenn gleich alles bricht und fällt. 3. Seine Gnade foll nicht weichen, Sie soll ihren Zweck erreichen, den fie ewig sich gestellt. Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm, gut und getreu. 4. Will die Welt den Frieden bre chen, hat sie Krieg und Streit im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen. Ihm vertraun ist stets Ge winn; denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. gamiy 5. Laßt sein Untlig sich verstellen; ist sein Herz doch treu gesinnt, und bezeugt in allen Fällen, ich sey sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch alle weicht. quaque Hoffnung 6. Er will Friede mit mir halten, wenn sich schon die Welt emport. Ihre Liebe mag erkalten; ich bin seinem Herzen werth. Und wenn Höll und Abgrund brüllt, bleibt doch er mir Sonn' und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer; so hat er sich selbst genennt; welch ein Trost, nun werd' ich Armer nimmermehr von ihm getrennt. Sein Erbarmen läßt nicht ihn sich mir jemals ganz entziehn. OHROMOFFLOFLECTIOLOO THOLM S HOHOHOKOLOVOJOJOJOJOKE Jururarurarurarurarurararanara ONOY ONNOLLO CON TOOMOVONO Lalalo 24 Erster Theil.m 8. Nun, so soll mein ganz Vertrauen unbeweglich auf ihm ruh'n: Felsen will ich auf ihn bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd' und Himmel kann vergehn, doch sein Bild bleibt ewig stehn! Von der Liebe und Güte Gottes. Mel. Des 98. Psalms 33. V3 - Vom Wesen Gottes 4. Und diesen Sott sollt' ich nicht ehren? Und seine Güte nicht ver stchn? Er sollte rufen, ich nicht hören? Den Weg, den er mir zeigt, nicht geh'n? Sein Will' ist mir in's Herz geschrieben; sein Wort bestårkt ihn ewiglich. Gett- foll ich über alles lieben, und meinen Nächsten gleich als mich. barris de bonhe 5. Dies ist mein Dank; dies ist fein Wille. Ich soll vollkommen seyn, wie Er. So lang' ich dies Gebot erfülle, stell' ich sein Bildniß in mir her. Lebt seine Lieb' in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Sünde nicht. diper 6. Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn! sie stárk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen: fie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des legten Augenblicks. ie groß ist des Allmacht'gen Gute! ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe OTTO zu ermessen sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch 34. O nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch feiner nicht. analitige 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht be darf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? Er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? Wer giebt dem Geiste neue Kraft? Wer låst mich so viel Glück genießen? Ist's nicht sein Urm, der alles schafft? disid salad, monit 23. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist; wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Gute sind fie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig seyn.mar שרשרת Neue Mel. oder Nun lob mein Seel'. Gott, du bist die Liebe! Allein zum Wohlthun haft du Lust. Der Quálsucht harte Triebe sind deinem Herzen unbewußt. Ganz Sie ohne alle Gránzen ist deine Gutigkeit. So weit die Himmel glânzen, übst du Barmherzigkeit. Du, Herr, haft Wohlgefallen an dem, was du gemacht und hast uns Sündern allen noch Leben zugedacht.dnit asm und seinen Vollkommenheiten. 35. Gott, deß starte E 2. Als du uns hießest werden, dad Met. Wie schon leuchtet der.no schufst du uns zum em'gen Wohl. Nicht nur auf dieser Erden ist alles deiner Güte voll; auch in dem Himmel droben hat deine Baterhand uns Güter aufgehoben, die noch kein Aug' erkannt. Dorthin uns zu erheben ist, Gott, mit uns dein Sinn. Drum gab für uns sein Leben dein ew'ger Sohn dahin.de 60 ans and Hand die Welt erschaffen hat, und noch erhält! Ich spüre deine Güte hier auf der Welt an jedem Ort. Sie hilft mir Schwachen gnädig fort; und wenn ich mein Gemüthe von hier zu dir, o Gott, wende, streckst du Hände voll Erbarmen, und voll Wohlthun nach mir Urmen. 2. Seh' ich den weiten Himmel an, fo viel ich daven sehen kann, so seh' ich deine Güte. Der Himmelskörper Lauf und Pracht, das Sternenheer, das du gemacht, erreget mein Gemüthe, mächtig, freudig dir zu singen, dir zu bringen Ehr' und Stärke: Groß sind deiner Hande Werke! deines 3. So oft ich athme und den Hauch der Lüfte fühle, fühl ich auch, Gott, deine große Güte. Wind, Wasser, Feuer, Schnee und Eis sind Wohlthuns lauter Preis, und rühren lauter Preis, und rühren mein Gemüthe, täglich hier mich dein zu freuen, und von neuem, Herr, mein Leben dir zum Dienste zu ergeben. 4. Die Erd' ist deiner Güte voll! In allem, was mich nähren soll, schmeck' ich, Gott, deine Güte. Ich seh' und hör und fühle sie in Feld und Wald, an Thier und Vich. dringet mein Gemüthe, Herr, dich innig ohn' Aufhören zu verehren. Hoch zu loben sind ja deiner Güte Proben! nd 5. Schau ich mich selber achtsam an, so viel ich mich beschauen kann, so seh' ich deine Güte. Dies 3. Wie groß ist deine Gnade! Wer ist so reich an Huld, wie du? Auch auf dem Sündenpfade siehst du uns voller Langmuth zu. Du lockest uns zur Buße; und wenn, zur Reu' be wegt, der Sünder sich zu Fuße vor dir in Demuth legt, so siehst du auf ihn Urmen mit väterlicher Huld, und schenkst ihm aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. 4. Mit jedem neuen Morgen wird über uns dein Wohlthun neu; du tommest unsern Sorgen zuvor mit deiner Vatertreu'. Du, Ursprung aller Gaben! Du weißt, was uns gebricht, und, was wir nöthig haben, versagst du, Gott, uns nicht. Vom Wohl thun, das du übest, sind unsre Tage voll; auch wenn du uns betrübest, geschieht's zu unserm Wohl. 25 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du haft uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu verblieben, wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu segnen, ist ewig deine Lust. Mit Dank dir zu begegnen sey, Herr, auch unsre Lust. Laß uns, treu zu erfüllen, was du befiehlst, nie ruh'n. Wer sollte deinen Willen nicht gern, o Vater, thun? doged Alutum 6. Wer hier auf deinen Wegen sich willig deinem Dienste weiht, den fegest du zum Segen schon hier, noch mehr in Ewigkeit. Du fróneft seine Leiden mit herrlichem Gewinn, und führest ihn zu Freuden, zu ew'gen Freuden hin. Wie theu'r ist deine Güte! Gott, laß mich ihrer freu'n, und stets mein ganz Gemüthe voll ihres Ruhmes seyn? si adalad Die zeiget mir ein jedes Glied, ein jeder Sinn, ein jeder Tritt, mein Geist und ganz OOOOHOORONG S. W. 1041.IUI HAHA. Valentin OOK UMUMONUMUNUN MOTORUNUN HO HOLLOW ON OOONOLOGVOL 26 Erster Gemüthe. Billig muß ich dir hinwieder meine Glieder ganz ergeben, und nur dir zu Ehren leben. 6. Herr! dazu, bitt' ich, hilf du mir! Beuch immer näher mich zu dir durch deine große Güte! Dheilige zu deinem Preis mich ganz, daß ich mit allem Fleiß mich vor dem Undank húte. Laß mich, was ich bitt', erlangen; dir anhangen hier auf Erden, bis mir wird der Himmel werden. Theil. Theil. din Der 36. Pfalm. - Mel. des Psalms. 67 36. Gútigkeit erfüllet alles, reicht ſo weit, als deine Himmel reichen! Und alles sagt: daß deine Treu', wie du, unendlich, ewig sen! Eh' werden Berge weichen, eh' uns des Herren Huld verläßt! Nein, nein! sein Wort steht ewig fest auf nie bewegten Gründen! Du, Gott, von dem nur Gutes fließt, 35 du läsfest uns, so lang' du bist, ott, deine Huld und Erbarmung vor dir finden. 2. Dein sind die Menschen, dein das Vich! du, Gott, erhältst, er náhrest sie, wer kann dich gnug er heben! Du Gott voll Gnaden, voll Geduld, stets fühlen deine Baterhuld, die hier auf Erden leben. Wer giebt dem Menschen sichre Ruh? Wer, VISION Vom Wesen Gottes wer kann sie, Gott, so wie du, mit voller Freud' erquicken? Wer kann der Deinen reine Brust mit Strömen nie gefühlter Lust, wer will sie so entzücken! and and stocard Tom 3. Fließt, fließt nicht alle Seligkeit, o Gott, aus deiner Gútigkeit, quillt nicht von dir das Leben? Auch tennten wir dich, Hochster, nicht, hátt'st du uns des Verstandes Licht, dein Wort, Herr, nicht gegeben! Wer diesem Lichte folgt, der wird zum höhren Licht, zu dir geführt! Den wirst du nicht verlassen! Geuß deinen Segen über die, die dich verehren! schüße sie, die alle Falschheit hassen! Von der Geduld und Langmuth. SANAD Neue Mel. oder Ein Lämmlein. 37. viel Geduld beweisest du uns Armen! Wir haufen täglich unsre Schuld, du háufest dein Erbarmen. Was F etreuer Gott! Wie ist des Menschen Lebenslauf? Er ist verderbt von Jugend auf, und deinem Wint entgegen. Und gleichwohl, Vater, suchst du ihn langmüthig davon abzuziehn, zur Beßrung zu bewegen. 2. Der Menschen Elend jammert dich. Wenn sie sich gleich verstocken, so suchst du sie doch väterlich durch Huld zu dir zu locken. Wie lange sahst und riefest du nicht ehmals deinem Volke zu, daß sich ihr Herz bekehrte! wie trugst du nicht mit Univ.- Bibl. Giessen C und seinen Vollkommenheiten. Gútigkeit die erste Welt so lange Zeit, eh' sie die Fluth verheerte! 3. Noch immer giebst du Sündern Raum, der Strafe zu entgehen. Du laff'st den unfruchtbaren Baum nicht ohne Pflege stehen. Du schonest sein von Zeit zu Zeit; verziehest, voll Barmherzigkeit, ihn gänzlich abzuhauen. Du wartest sein mit großer Treu', und hörst, damit er fruchtbar sen, nicht auf, an ihm zu bauen. 4. Langmúthigster! so große Huld bezeigst du frechen Sündern, und o, nicht weniger Geduld hast du mit deinen Kindern. Sie werden ja, weil Fleisch und Welt hier ihnen häufig Stege stellt, oft sicher, matt und tráge. Sie straucheln, sie vergehen sich, und fehlen oftmals wider dich auf falsch gewähltem Wege. 5. Du rufest ihnen in Gefahr, so oft sie irre gehen; reichst ihnen Hand und Stärke dar, von Sünden aufzustehen. Du trågest sie mit Vaterhuld, bist willig, ihre Sündenschuld durch Christum zu vergeben; giebst ihnen neue Glaubenskraft und nach vollbrachter Pilgrimschaft ein ewig Freudenleben. 6. Laß diese Langmuth und Geduld, Gott, unsre Herzen rühren! Nie müsse deine Baterhuld zur Sicherheit uns führen! Trag' uns erbarmend fernerhin; doch gieb uns auch dabei den Sinn, daß wir die Sünde hassen, und uns noch in der Gnadenzeit den Reichthum deiner Gütigkeit zur Buße leiten lassen. Subl Mel. Wunderbarer König. 38. 11 INTEND numschránkte Liebe, gönne blöden Augen, die zum Trr: dischen kaum taugen, daß sie in die Strahlen deiner Langmuth blicken, die den Erdkreis huldreich schmücken, 27 und zugleich) freudenreich, Bösen und den Deinen, wie die Sonne, scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplak deiner Gute. Deiner Langmuth Ehre, wird durch neue Proben, immer herrlicher erhoben. D, wie weit, o, wie breit streckt sie ihre Flügel über Berg und Hügel! 3. Was wir davon denken, was 3. wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag vor Tag zu schonen, Tag vor Tag zu dulden, so viel Millionen Schuiden, und dazu ohne Ruh' lieben, die dich hassen: Herr! wer kann das fassen? 4. Du vergiebest Sünde, hörst der Sünder Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte dráuet, und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne nieder, da man doch, wenn du noch sie kaum weggeleget, dich zum 3orn erreget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen; wer zu deinen Füßen sich mit Thránen senket, dem wird Straf' und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. Höchster, sey gepriesen, daß du so verschonest, und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sey Ehre, die sowohl regieret, und mit Ruhm den Scepter führet. fort, Sions Hort, Langmuth auszuüben und die Welt zu lieben. Fahre Lob der heiligen Dreieinigkeit. Nach der Mel. des 15. Lieds. 39. ott, unferm Gott allein sey Ehr'! Ihm Dank für seine Gnade! Une drucket nun fein 3orn nicht mehr; geheilt ist unser Schade. Er, der uns seinen Frieden gab, schaut auf die Erde nun herab mit Lieb und Wohlgefallen. und KOMONOMOMONOI NON CROTOKONT alalalalalalalalalais Ther'M'S WAINUAVATOIOLA AKOUSTAVAJAK 61616 More slovorovolova 28 Erster Theil. 2. Gott Vater! wir verehren dich, mit Loben und mit Danken: denn du regierest ewiglich! dein Thron kann niemals wanken. Herr, alles, was du sprichst, geschieht, so wie dein Aug' auf alles sieht: Wohl uns, daß du regiereft! 3. Christe, Gottes ein'ger Sohn! Für uns in's Fleisch geboren! Kamst du nicht von des Himmels Thron, so waren wir verloren. Sey uns mit deinem Heile nah! Uch, für uns alle starbſt du ja! Erbarm' dich unser aller! 4. Oheil'ger Geist! du theures Pfand, du Tröster der Erlösten! Erleucht' mit Weisheit den Verstand, und komm, das Herz zu trösten. Sey, wo wir wandeln; unser Licht! Verlaß uns auch im Tode nicht! Wir trau'n auf deine Treue. a 30 min vereist Nach der Mel. des 17. Lieds. 40. He err, unser Gott, wer ist dir gleich? Du bist das höchste Wesen. Und doch hast du, an Gnade reich, uns dir zum Dienst er= lesen. Gemeinschaft sollen wir mit dir, du Allerhöchster, haben. Mit deinem Heil willst du uns hier und ewig einst begaben, du Quelle alles Segens. 2. Wir beten dich, o Bater, an. Sind wir gleich vor dir Sünder, so nimmst du dich doch unser an, wie Våter ihrer Kinder. Du haft für uns aus großer Huld selbst deinen Sohn gegeben. Dein Herz voll Güte und Geduld verleih' uns Trost und Leben, daß wir dich findlich fürchten. 3. Jesu, ew'ger Gottessohn! Du Heil, darauf wir hoffen! Durch dich steht zu des Vaters Thron der Weg uns wieder offen. Uns zu befrei'n frei'n von Sund' und Tod, kamst du zu uns auf Erden. D, laß uns, unser the auf Grden. D, Herr werden, und dir im Glauben dienen. 4. D heil'ger Geist, du Geist von Gott! Wehr' in uns dem Verderben! Im Glauben an des Mittlers Tod hilf uns der Sünde sterben! Du giebst zum Guten Lust und Kraft: Laß uns deß auch genießen! damit wir unsre Ce Vom Wesen Gottes Pilgrimschaft im Glauben selig schlie Ben. Wir wollen dir gern folgen. 5. Laß, Gott, uns dein auf Erden schon als unsers Gottes freuen. Herr, segne uns von deinem Thron, daß wir vor dir gedeihen! Dein ist das Reich, die Herrlichkeit. Dir wollen wir hier leben; und du wirst nach vollbrachter Zeit uns einst dahin erheben, wo wir dich ewig schauen. Nach der Mel. des 30. Liede. 41. heiligste Dreieinigkeit, D nach zu ehren bemüht sich deine Christenheit, dein Lob läßt sich stets hören. Wie hoch bist du, wie wundersam! Unbetungswürdig ist dein Nam', dein Wesen unerforschlich. 2. Es zeigt die herrliche Natur, und zwar an jedem Orte, des Uller höchsten Segensspur, doch Dank sey seinem Worte! Es zeigt uns ihn erst recht, er heißt: Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist, der Gott des armen Sünders. muli 3. Nun weicht die Nacht, nun wird es hell, laßt Lobgefange fließen! Du Vater, aller Wesen Quell und Ursprung, sey gepriesen! Du Vater, hast von aller Zeit in grånzenloser Ewigfeit den Sohn, dein Bild, erzeuget. 4. Du schufft den weiten ErdenFreis mit gnád'gem Wohlgefallen. Du schufst den Menschen: Dank und Preis soll erst durch ihn erschallen. Du trågest durch sein mächtig Wort, was du erschaffen, immerfort, und herrsch'st mit weiser Güte. 5. O bester Vater steh' uns bei, uns, deinen armen Kindern! wir fehten oft noch, ach verzeih', verzeih' uns armen Sündern. O, unsre Noth ist mannigfalt, errett' uns, Herr, und hilf uns bald, zeig' dich an uns als annog 6. Herr Jesu Christ, des ew'gen Sohn, von Ewigkeit geboren. Du herrschst auf deines Vaters Thron zu unserm Heil erkoren. Durch dich erschuf er diese Welt, du bist's, durch den er sie erhält, o Gott, aus Gott geboren! birdid sister sid und seinen Vollkommenheiten. 7. Du bist des Höchsten Ebenbild, der dich sieht, sieht den Vater; ein Mensch, nachdem die Zeit erfüllt, ein Helfer, ein Berather des Menschen. Du erwarbst ihm Huld, bezahltest seine schwere Schuld durch dein unschuldig Leiden. 8. Nun sigest du zur rechten Hand des Vaters hoch erhoben, beherrsch'st allmächtig jedes Land, und dampfft der Feinde Toben. Hilf, unser Bru: der, unser Gott, du bist's, auf den in Noth und Tod wir uns allein verlassen. 9. Von Ewigkeit warst du auch schon, o Geift, Quell aller Wahr: heit, Gott mit dem Vater und dem Sohn, erfüllt mit höchster Klarheit. Vom Vater und vom Sohn gesandt, mach uns die Gottheit recht bekannt, und ihr zu dienen willig.@ Cos 10 dps usid to) 2101, thici rols in Insies The do 16le sun 12. Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist, wie groß ist deine Gute; sey ewiglich dafür gepreis't, mit freu digem Gemüthe! Wenn dich der Engel Chor besingt, wo heilig, heilig, heilig klingt, so hör' hier unser Lallen! og him and 2 snied piipu to the 1960 RUTO TOT 111m daje Matisa am 3) Von der Schöpfung. Schöpfung. 50 Alor si C phth davari the of bi ser Der 19. Pfalm. Neue Mel, oder Wer nur den lieben. 42. DE 29 10. O heil'ger Geist, du Geist des Herrn, durch den wir Abba schreien, nur du kannst uns, und thust es gern, zu seinem Bild erneuen. Durch dich wird unsre Hoffnung feft, und wenn uns alle Welt verläßt, so bleibt dein Trost noch kraftig. 11. Geist des Gebetes steh uns bei, daß wir in allen Nöthen voll Dankbarkeit, mit wahrer Reu', zu Gott im Glauben beten. Wenn unsre Stunde kommen ist, so hilf, daß wir auf Je= fum Chrift getroft und selig sterben. ie Himmel rufen, LE jeder ehret die Größe Gottes, seine Pracht; die ausgespannte Vefte lehret die Werke, die sein Urm gemacht; und aller Welten Harmo: nie, verkündigt und befinget fie. 2. Es strömt von einem Tag zum andern, gleich Bächen, ihre Rede fort, und eine Nacht erzählt der andern laut ibr gedankenvolles Wort. Es sind nicht Sprachen, die sie spricht: doch wer hört ihre Stimme nicht? aid throid G11600 vim odnos und macht, damit der Mensch ihn preise, sein Lob der fernsten Welt bekannt: denn wer sieht ihre Wunderbahn, und betet nicht den Schöpfer an? Jag 01 4. Wer schuf, daß uns der Tag erwache, der Sonne strahlend Zelt, als Er? Sie kommt; so geht vom Brautgemache der heitre Bräutigam daher; sie eilet, wie ein Held zum Ctreit erwachet und des Kampfs sich freut. 5. Ihr hoher Aufgang ist im Morgen, bis in den fernen Best ihr Lauf. Nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen; sie gehet allen fegnend auf. Ihr Glanz zerstreut das Grau'n der Nacht, beseelt die Welt und giebt ihr Pracht. thin ratus mocinite 6. Das Recht, das uns der Herr gegeben, ist heilig und untadelhaft. Es stärkt die Seelen, daß sie leben, und giebt den kranken Herzen Kraft; fein Wort ist ohne Falsch und Trug, 3. Die Ordnung Eunsterfüllter Kreise verherrlicht Gott durch jedes Land, erhellt und macht die Einfalt flug nonenOMONONOTONCONOTRONION TO alevolatou 101´M´S huiun monuiuio UMUNUNGKONG MOTOR TORONONONO faravalavaravo 30 7. Uus seinen richtigen Gefeßen quillt Freude für die Traurigkeit. Sie heiligen, wenn sie ergößen. Wie lauter ist, was Gott gebeut! Herr, deines Wortes reines Licht erleuchtet jedes Angesicht. Erster Theil. Von der Schöpfung. 1 8. Die Furcht des Herrn erhebt und schmůcket ein folgsam Herz, und macht es rein, und ewig bleiben die beglücket, die sich dem Dienste Gottes weih'n. Denn alles, was der Herr gebeut, ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 9. Die Zeugnisse des Herrn sind besser und mehr der Sehnsucht werth, als Gold. Ihr Werth ist köstlicher und größer, als alles noch so feine Gold. Súß sind sie, wie der Honig ist, und mehr, als der vom Stocke fließt. 10. Wie warnen sie nicht deine Knechte! Der hat viel Segen, der sie hält! Doch oft vergißt man deine Rechte! Wer merkt, o Gott, wie oft er fällt? Vergieb, das bitt' ich, Gott, von dir, auch die verborg'nen Sünden mir! 11. Enthalte mich von frechen Sünden, die ein vermeßner Stolz erzeugt, und laß sie den nicht überwinden, der willig in dein Joch sich beugt! Daß ich unschuldig, rein und frei von großer Uebertretung sey! at nangad 12. Vernimm, voll Huld, aus meinem Munde se Reden, die sich deiner freu'n, und laß, zur ange= nehmen Stunde, die mein Gebet geseufzet seyn! Ich habe ja dein gnådig Wort, Herr, mein Erlöser, Sott, mein Hort! CO Ove 3. Daß Kraut und Pflanzen sich verjúngen, und alles neues Leben fühlt, daß alle Baume Blüthen brin gen, das Feld mit tausend Farben spielt, das fließt allein aus deiner Gnad', die unsre Welt gezieret hat. 4. Wie viel vermag dein mächtig: Werde! erhabenster Herr Zebaoth! Dein Lob verkündigt zwar die Erde, doch herrlicher noch, reicher Gott, verkündiget der Himmel Pracht die Größe deiner Schöpfermacht. 5. Uus dir, du Quelle alles Lichtes, fließt auch der Sonne feurig Meer. Sa, großer Schöpfer des Gesichtes, von dir kommt auch das Wunder her, daß mir die Schönheit dieser Welt so strahlend in die Augen fällt. 6. Was zeugt das Heer von tausend Sternen, das selbst die Nächte reizend macht? Von ihnen soll ich hier schon lernen, wie groß, o Schöpfer, deine Pracht! Gott du bist nichts, als Heiterkeit; nur Licht und Strahlen sind dein Kleid. 7. Uch Schöpfer! heit'ge mein Gesichte, wenn ich so voll Verwund'rung steh', daß ich in deines Geistes Lichte allein auf dich, den Ursprung, seh'. Uch! reinige selbst meine Brust von jeder schnöden Erdenlust. Nach der Mel. des 15. Lleds. 44. Wenn ich, o Schöpfer, deine Macht, die Weisheit deiner Wege, die Liebe, die für alle wacht, anbetend überlege: so weiß ich, von Bewund'rung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, Nach der Mel. des 42. Lieds. up 43. Gott! den alle Himmel mein Herr, und Bater! D ehren, von dir kommt aller Himmel Pracht. Was wir nur schönes sehn und hören, hat deine Hand allein gemacht. Un deine Weisheit, an dein Licht, reicht feines Menschen Denken nicht. 2. Du bist's, der die Geschöpfe weidet, der ihnen ihre Zierde schenkt. Du bist es, der die Erde kleidet, und sie mit grünem Schmuck behängt. Du bist es, der durch seine Kraft dem Frühling neue Unmuth schafft. D Gott der Macht und Herrlichkeit, 2. Mein Wuge sieht, wohin es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prachtig ausgeschmückt, preist dich, du Gott der Stárke! Wer hat die Sonn' an ihm erhöht? Wer kleidet sie mit Majestát? Wer ruft dem Heer der Sterne? hir 201 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoos der Erde auf, mit Vorrath uns zu fegnen? C Erster Theil. Von der Schöpfung. Gott deine Güte reicht so weit, als nur die Wolken gehen. 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht; bringt meinem Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wundervoll bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Mel. des 140. Psalms. Preis, ist sich ein täglicher Beweis 46. D ie Himmel rühmen von und Gottes Ehre, ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist! erhebe seinen Namen! Gott, unser Vater, sey gepreis't, und alle Welt sag': Amen! und alle Welt fürcht' ihren Herrn, und hoff' auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Nach der Mcl. des 7. Lieds. 45. Gott des Himmels und D der Erden, der du allgegenwärtig bist, und nimmer fannst begriffen werden, vor dem kein Ding verborgen ist, ach ziehe mich, mein Gott, zu dir, und offenbare dich in mir! 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find' ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Undacht überdenke die wundervolle Creatur, so ruft mir gleichsam alles zu: Wie groß ist Gott, wie klein bist du. 31 5. Hilf, daß die Güter dieser Ere den mich zu dir locken, höchstes Gut! daß sie mir nicht zum Fallstrick werden, der statt des Nugens Schaden thut. Laß allen Mißbrauch ferne seyn! Mein Schaß und Ziel sey du allein. 3. Es zeigen alle Elemente, wie weiß und gut der Schöpfer sey. O, wenn das Stumme reden könnte, fo stimmt' es der Ermuntrung bei: Ihr Menschen! ehrt des Schöpfers Pracht, auch euch 3 Pracht, auch euch zu gut sind wir euch zu gut sind wir gemacht. 4. Herr Gott! wie groß ist deine Liebe! die Erd' ist deiner Gute voll. O, gieb mir deines Geistes Tricbe, daß ich dich preise, wie ich soll. Nimm, was ich kann, und hab', und bin, zu deinem Dienst auf ewig hin! 6. Hier ist mein Leben eine Reise: hier geht mein Weg zur andern Welt. O, mache du mich flug und weise, daß ich hier thu', was dir gefällt. Nimm endlich nach vollbrachtem Lauf mich, Gott, in deinen Himmel auf. der Erdkreis, ihn die Meere; vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort. dtour thiligo mispaid 2. Wer trägt die unzählbaren Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und läuft den Weg, gleich als ein Held. sid stor dus mi 3. Vernimm's und sieh' die Wunderwerke, die die Natur dir aufge= stellt. Verkündigt Weisheit, Ordnung, Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? 4. Kannst du die unzählbaren Heere der Wesen fühllos wohl beschau'n? Durch wen ist alles? gieb ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertrau'n! 5. Mein sind die Himmel, mein die Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich werde seyn, der ich seyn werde, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, Weisheit, Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil; ich bin's, mich liebe dein Gemüthe, und nehm' an meiner Gnade Theil. TOHOTOGENIOROTOW Jala Alavalni 1601 MS Juhunun VOO Umuroru ordion 016111 32 Erster Theil. Von den Engeln. mobor p Mel. Jesue, meine Zuversicht. 48. 47. S err, du hast in deinem Reich große Schaaren heil'ger Engel. Ihnen bin ich noch nicht gleich; denn ich bin noch voller Mángel. 20ch! wann werd' ich auch so rein, als die guten Geister seyn. 2. Mich beschwert noch Fleisch und Blut; starke mich bei der Beschwerde! Stärke mich mit Kraft und Muth, daß ich hier schon auf der Erde als dein Erbe und dein Kind immer himmlisch sey gesinnt. 3. Gieb mir Weisheit, gieb mir Fleiß, dick, o Gott! recht zu erken nen. Laß mich deines Namens Preis gern auch vor der Welt bekennen; daß ich darin auf der Erd" deinen Engeln ähnlich werd'. Midsonk 4. Herr, dein Wille soll geschehn, wie im Himmel, so auf Erden. Laß uns doch stets darauf sehn, daß wir dir gehorsam werden, so in deinem Willen ruh'n, wie die reinen Geister thun. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr; voll Gefahr ist unser Leben. Sende deiner Engel Schaar, daß sie schüßend uns umgeben. Wo wir gehen aus und ein, laß sie unsre Wächter seyn. mandens Von der Schöpfung. 6. Mach' es, wie mit Lazaro, wenn ich künftig werde sterben. Laß mich dann auch eben so deines Himmels Freuden erben. Bringe durch der Engel Hand mich hin in mein Vaterland. PHOTO 7. Laß mich dann vor deinem Stuhl bei den Auserwählten stehen, wenn die Bösen in den Pfuhl der Verdammniß zitternd gehen. Mache mich in deinem Reich völlig deinen Engeln gleich. NO 19 Mel. Nun ruhen alle Wälder.fo H u Herr der Seraphinen, dem tausend Engel tienen Ff und zu Gebote stehn: du herrlich großer Meister des ganzen Reichs der Geister! mein Mund soll deinen Ruhm erhöhn. 2. Herr, deine Himmelsheere, die 3eugen deiner Ehre, giebst du zu meiner Wacht. Sie sehn dein Ungesichte im höchstvollkommnen Lichte, und haben dennoch auf mich Ucht. 3. Ich preife deine Güte mit dankSchaar. Ich rühme deine Rechte für barem Gemüthe für diese Wunderdiese deine Knechte, durch deren Schuß ich sicher war. 4. Gieb, Geber aller Güter, gieb ferner diese Hüter zu meinem Schirm mir bei. Es sey mein ganzes Leben mit ihnen stets umgeben, so bleib' ich manches Fehltritts frei. so laß mich ihnen gleichen an wahrer 5. Doch sollen sie nicht weichen, Heiligkeit. Wie sie die Kinder lieben, und wahre Demuth üben, so mach' auch mich dazu bereit. 7in 157 6. ie thun ja deinen Willen; laß mich den auch erfüllen. Sie deinen Worten, o Herr an allen leben völlig rein; laß mich, nach Orten auch so, wie sie, die Sünde scheu'n. 7. Wenn ich dann endlich scheide, so führe mich zur Freude, auf ihren Händen ein. Bei dir, o Höchster, droben will ich dich ewig loben, wenn ich den Engeln gleich werd' seyn. ribi LAVAVAUA sto midspace and mole Nie mo midi 14) Von der Vorsehung Gottes. and OR ONZ 11 STOL Notes Mel. des Pfalms. asdem Der 33. Psalm. 5. Er spricht, um etwas zu vollbringen: so ist's im Augenblick ge= schehn. Er rufet unerschaffnen Dingen: so sind sie wirklich schon zu sehn. Allen Rath der Großen weiß er umzustoßen, wie es immer geh'. Alle List der Erden muß zu Schanden. werden, daß sein Rath besteh'. ke mboo sdaad si oblic 49. J JE hr Frommen, auf! die ihr die Ehren des Gottes aller Ehren singt; dieweil sein Lob von Zions Chören noch eine so ange nehm erklingt! Spielt ihm streng und schöne! Mischt der Orgeln Tone in den Jubelsang! Lobet ihn auf Saiten, laßt ihm sich bereiten eurer Flöten Klang. 2. Verherrlicht ihn mit neuen Weisen! Erhebt ihn durch ein ewig Lied! Und seyd, ihn würdiglich zu preisen, mit allgemeinem Fleiß bemüht! Was sein Wort uns lehret, was sein Mund uns ist uns schwöret, ist vollkommen wahr. Jedes seiner Werke leget, daß man's merke, seine Wahrheit dar. 3. Gerecht und heilig ist sein Wille und jeder Ausspruch, den er fällt. Der Ausfluß seiner Segensfülle er geußt sich durch die ganze Welt. Die gewölbten Lüfte, und der Himmel Klüfte, hieß sein Machtwort feyn. Aller Sternen Kreise, Wechsel, Licht und Weise schuf sein Hauch 33 allein. doden 4. Er hält die Meer' und Wasser: schäße in ihrem sichern Abgrund auf. Er schreibt der Ebb' und Fluth Gefege, und ordnet aller Flüsse Lauf. Adams ganz Geschlechte fürchte Got: tes Rechte, die dies wirken kann! Betet, freche Geister, Gott, des Don ners Meister, mit Erstaunung an! 6. Er wechselt niemals in Gedanfen. Kein Fall der Zeiten schwächt sein Reich. Er kann nicht, wie die Menschen, wanken, und ist sich selbsten ewig gleich. Wohl denn dem Geschlechte, welches sich mit Rechte zu den Seinen zählt! Wohl euch, 3ions Kindern, die er aus den Sündern, als sein Erb', erwählt! 7. Er sieht von seiner Sterne Bühnen das Thun der Erdenkinder ein. Er unterscheidet, die ihm dienen und die vor ihm nicht lauter seyn. Gott, der Weltberather, nimmt, als Herr und Vater, aller Menschen wahr; seiner Fürsicht Proben werden uns von oben stundlich offenbar. 8. Er hat das Herz in uns geleget; drum kennt er dessen Haß und Lust, und was sich da geheimes reget, ist eher ihm als uns bewußt. Nicht die vielen Machten siegen in den Schlachten, sondern Gottes Urm. Dieser ist bewährter, als der Helden Schwer ter und der Riesen Schwarm. need 9. Ein feurig Pferd, mit dem ein Sieger oft glücklich durch die Feinde riß, ist keinem Flüchtling, keinem Krieger mit aller seiner Kraft gewiß. Die sich Gott ergeben, deren Gut und Leben nimmt sein Aug' in Ucht. Shre Seele trauet, wenn dem Bösen grauet, seiner Huld und macht.dorde 10. Der Flügel Gottes deckt die Seinen vor allen Todsgefahren zu. Wenn andre lang nach Brobe weinen, so speis't er uns in milder Ruh'. Darum, fromme Herzen, harrt in allen Schmerzen seiner Hülf' und Kraft, die euch fest umringet, alled Noth verbringet, und euch Heil ver= schafft. magnujų 3 EROPORTOWE KOLK lalalala AIAIAIAIAI 101´M S ANAKALAK MUMONUMUNUNU 31 Erster Theil. 11. In dir, o Herr, in die alleine erfreuen wir uns jederzeit. Der Trost für Ifraets Gemeine ist deine Treu' und Heiligkeit. Uebe dein Erbarmen ferner an uns Urmen, du, o höchstes Gut! Gieb uns einst zum Lohne unsers Glaubens Krone, der auf dich beruht. dop astmini **** ndoto Der 65. Pfalm. Mel. des Psalms. 50, ME an betet, Herr, Von der Vorsehung Gottes. in 3ions Stille zu deiner Macht und Huld. Da zahlt man dir der Opfer Fülle und der Gelübde 5. Dein Wink gebeut den wilden Meeren, und stillet Wind und Fluth. Wenn Welt und Hölle sich empören so dámpfst du ihre Wuth. So weit der Erde Theile reichen, erschrickt die Heidenschaft vor deiner wahren Gottheit Zeichen und deiner höchsten Kraft. 6. Du machest fröhlich, was da webet, so bald der Tag erwacht; dasht und Abends danket, was da lebet, dem Schuße deiner Macht. Wenn du erquickt mit Thau und Regen der Erde heißen Schooß, so wird durch deinen milden Segen der Felder Reichthum groß. aus aller Welt zu b Schuld: da merkest du auf unsre Caat und Müh'. Lieder und Bitten für und für, ALOE und fammelst deiner Kirche Glieder dir. 1616K 2. Daß uns der Sünden Last nicht schade, wie schwer sie immer sey, so spricht uns Arme deine Gnade von Fluch und Schulden frei. Woh! denen, die sie aus den Sündern zu deinem Dienste wählt, und hier und dort zu deinen Kindern und Hausgenoffen zählt. SKAGE 3. Du gießeft nach den bangen Bei ten den Trost auf Jacobs Haus, vom Cige deiner Geligkeiten, an allen OTOTO 7. Dein Brunn, der nimmermehr verfeiget, erquickt sie früh und spát, bis Keim und Lehre treibt und steiget, und alle Frucht geráth. Wenn Frucht und Fluren sich verneuen, o Herr, so tránkst du sie, und thauest Wadsthum und Gedeihen auf unsre 8. Du krónest alle Jahreszeiten mit segensvoller Hand, und träufelst citel Fettigkeiten auf unser ganzes Land. Es triefen Wüsten, Haid' und Weiden von ihrem fruchtbar'n Guß. Die Hügel schmücken sich mit Freuden und holdem Ueberfluß. 9. Es wimmeln von dem Schaafgedrange die Anger rings umher. Es stehen von des Kornes Menge die Auen dice und schwer. Da schallt der Dank von tausend Chören: der frohe Landmann singt des Allerhalters Macht und Ehren, daß Berg' und Thal erklingt, pumpi jutun sa Der 101. Psalm. of 10090 dop NO Nach der Mel. des 33. zieds. Lore Enden aus. Wir können deiner Liebe 51. Sey feurig, Seele, Gott Proben in Wundern schn, und dich als unsern Heiland loben, sobald wie zu dir flehn. 30 manis 14 Die Hoffnung aller Menschen Schaaren ist nur auf dich gestellt: Denn du allein nur mußt bewahren, was See und Land enthält. Du bist es, dessen sichre Stárke die Berge grún den kann, und warest zu dem Schö pfungswerke mit Allmacht angethan. loben, ihn, den Jehovah Zebaoth! Sehr herrlich bist du, sehr erhoben, geschmückt mit Majestát, mein Gott! Licht, das auch Seraphinen schrecket, Licht ist dein strahlenvoll Gewand! den grenzentofen Himmel strecket zum Vorhang aus, Herr, deine Hand. 2. Du bau'st in unermeßne Höhen, Allgegenwärtiger, dein Haus! und 010 Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. 35 welbst mit dichten Wasserseen diegen die Bäume uns so manche Frucht, glanzesvolle Wohnung aus. Du fährst die Cedern Libanons, Herr, steigen auf Wolken, deinem Wagen, nah'st empor, gepflanzt durch deine Bucht. dich in Wettern fürchterlich, dein Wagen donnert; willig tragen die Fittige des Sturmes dich! In 3. Die Engel fliegen, gleich den Winden, vor dir voran, Here 3ebaoth; wie Flammen, die sich schnell entzunden, sind deiner Allmacht Die ner, Gott. Du haft der Erde Grund bereitet, sie steht und wanket nimmermehr. Einst war sie mit der Tief' um: kleidet, und über Berge floß ein Meer. 9. Die Vogel bau'n in ihre Wipfel, die Störch' in Tannen sich ihr Nest. Die Gemse liebt der Berge Gipfel, die sich auf steile Höh'n verläßt. Klüften, in der Felsen Höhlen verbergen die Kaninchen sich. Die Zeit zu ordnen, sie zu zählen, theilt sie der Mond, o Gott, durch dich! 4. Du schalt'st die Baffer, und sie flohen vor deinem Schelten schnell vorbei. Sie hörten deinen Donner drohen, enteilten, und das Land ward frei. Der Berge Gipfel, Herr, erschienen, erhoben durch dein mächtig Bort; bie Thaler sanken unter ihnen an den für sie bestimmten Ort. 10. Die Conn' eilt, ohne zu er matten zum Abzug, ihn versäumt sie nies dann herrscht die Nacht, und finstre Schatten umzieh'n die Erde, becken sie. Dann geht das Wilo aus seinen Wäldern, was in den Wüsten wohnet, wacht, und suchet auf bethauten Feldern sich seine Nahrung in der Nacht. nod nd Relat 5. Du hast dem Meer ein Ziel gestecket, das es nicht überschreiten kann; die Erde wird nicht mehr bedecket, es findet nie der Rückkehr Bahn. Von dir wird aus der Berge Höhlen mit Quellen jedes Thal er11. Der jungen Löwen laut Gehibrulle begehret seinen Raub von dir; du náhrst sie, Gott, aus deiner Fülle, und sáttigst jedes wilde Thier. Doch melden kaum die hell'ren Lüfte des neuen Tages Ankunft an, so fliehen sie in ihre Klüfte, die nie der Sonnen Strahlen sah'n. füllt; da trinkt, wenn Hig' und Durst12. Der Mensch erwacht: mit fie qualen, der Felder Bolk, des Waldes Wild. 6. Und an der Bäche Ufer steigen viel schattenvolle Báum' empor; zu frieden wohnt auf ihren Zweigen und singt voll Lust der Vögel Chor. Aus deinen Höhen wird mit Thaue und Regen jeder Berg erquickt: dann grünen fröhlich Feld und Aue, mit deinen Früchten, Gott, geschmückt. neuen Kräften geht er zur Arbeit, baut das Feld, wirkt bis zum Abend in Geschäften, zu denen ihn dein Nuf bestimmt. Wie zahllos, Gott, sind deine Werke! die Welt ist deiner Güte voll, du giebst sie, daß man deine Stärke und Huld und Weisheit preisen soll.ndt op hun baa 7. Du nährst mit Gras der Thiere Heerden, wie schon bekleidet es das Land! es wachsen Kräuter, und es werden die Saaten reif durch deine Hand. Brod giebst du für des Men schen Leben, und unsre Herzen zu erfreu'n schenkst du aus traubenvollen Reben mit milder Hand uns, Herr, den Wein. 13. Wie wimmelt's in den weiten Meeren von Thieren, die du, Herr, nur záhlst, von größern und von kleinern Heeren, die du ernährest und beseelst. Die Schiffe finden sichre Bah= nen, du führest sie bewahret hin, hin auf den wilden Oceanen, dein Leviathan spielt darin. 8. Wie heiter glänzt von deinem Dele des Menschen frohes Angesicht! Du machst, daß uns das Brod nie feble, wen sáttiget, wen stárkt es nicht? Von deinem Saft ernähret zeu 14. Herr, alles wartet auf der Erde, im Meer und in der Luft auf dich, daß es von dir gesättigt werde! du segneft: fie erquicken sich. Du giebst: sie fammeln. Deine Hände eröffnest du: sie werden fatt. schrecket sie ihr nahes Ende, wenn sich dein Blick verborgen hat? 3* Wie OTROS O Tolololol alalalalal101'M' S ionun PHONGKONG GUNUN OrororonoTONUNUN MONOTON Erster Theil.- Govere 36 Von 15. Du nimmst, Herr, deinen Odem wieder; so muß, was lebet, schnell vergehn; Staub werden der Geschöpfe Glieder; du sendest ihn, und sie entstehn. Wie oft erneu'rt dein Hauch der Erde Gestalt, und was auf ihr sich regt; daß ewig Gott verherrlicht werde, der Lust zu seinen Werken trágt. 16. Er schau't die Erd' an: sie er zittert. Er tastet an der Berge Höh'n: und Berg und Fels, durch ihn zersplittert, sind Flammen, dampfen und vergehn. Gott, meinem Gott, will ich lobsingen: ihm, weit ich lebe, Lieder weih'n, ihm soll voll Ruhms die Harf' erklingen, sein Lob mein letztes Stammeln seyn.ment 17. Und süß ertönen meine Lieder dir, der du meine Freude bist! Bald reinigst du den Erdkreis wieder, der jest voll von Verbrechen ist. Sey feurig, Seele, Gott zu loben, ihn, den Jehovah Zebaoth! Er werd' in aller Welt erhoben, und Hallelujah sing' fie Gott! un moim 2. Wie weit erstreckt sich dein Gebiet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein. Auge sieht, da seh' ich deine Größe. Weit über alle Himmel weit geht deines Reiches Herrlichkeit; du herrschest über alles. 3. Du herrschest weislich, recht und gut nach heiligen Gefeßen. Du pflegst nach deiner treuen Hut das Kleine werth zu schäßen. Auf Alles geht dein Augenmerk, und immer ist's dein liebstes Werk, zu segnen, zu beglücken. 4. Wie recht ist, Höchster, dein Gericht, der du die Wahrheit liebest! Wie richtig ist nicht dein Gewicht, du Vergeltung übest. Du han= delst stets nach Billigkeit in dieser und der künft'gen Zeit, beim Strafen und Belohnen. an der Vorsehung Gottes. 5. Wohl uns, daß du das Regiment, Gott, über alles führest. Und woht dem, der den Zweck erkennt, dazu du uns regiereft! Ich, dein geringster Unterthan, Herr, bete dich in Demuth an; o, sieh auf mich in Gnaden! 6. Ich bin verderbt und schuldenvoll, und auf dem Tugendwege nicht stets so eifrig, als ich soll; bin oft zum Guten tråge! doch du bist gnádig, und voll Huld vergiebst du Reuenden die Schuld: drum hoff' ich auch Vergebung. Nach der Mel. des 15. Lieds. $ 10 52. Dit, unfer Gott, ift nie: 53. F verborgen! Dein Rath shoord Nach der Mel. des 7. Lieds. du bist, o Gott, gleich im mel und auf Erden. bist der Höchste, und dein Reich kann nie begriffen werden. Unendlich ist die Majestät, die über alle dich erhöht, die Kron' und Zepter tragen. bleibt für uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du forgtest, eh' die Welt noch war, für unser Wohl schon väterlich: dies sey genug zum Trost für mich. 7. Ich hoff' es, weil mich der vertritt, den du für mich gegeben. Mein Jeſus, welcher für mich litt, erwarb mir Recht und Leben. Sein Tod macht mich vom 3weifel frei, ob ich der Gnade fähig sey; auch mich hat er versöhnet. 8. Herr, ewig will ich deinen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienst ergeben. Mit Lust will ich bis in den Tod nach deinem heiligen Gebot durch deinen Beistand wandeln. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen für unsre Augen oft versteckt; doch wenn wir erst den Ausgang wissen, wird uns die Ursach' auch entdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunkeln Weg gewählt. 3. Nie sind die Tiefen zu ergründen von deiner Weisheit, Macht und Gut'. Du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht einen sieht. Aus Finsterniß bringst du das Licht. Du sprichst, o Gott, und es geschicht. 4. So weicht denn, ångstliche Gedanken! Gott kann weit mehr, als ihr versteht. Bleib, Seele, in der Demuth Schranken; die Demuth wird von Gott erhöht. Ja, Herr, du liebst den, der dich liebt, und deiner Füh= rung sich ergiebt. Erster Theil. 5. Drum will ich mich dir über lassen mit allem, was ich hab' und bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, auf deine Macht und Weisheit hin. Der Ausgang zeigt doch immerdar, daß stets dein Rath voll Gúte war. 6. Gieb, daß dies mein Vertrauen mehre in Glück und Freud' und Leid. Schick alles, Herr, zu 55. will, mein Gott, ch deiner Ehre und meiner Seelen Seligkeit! So preis ich einst vollkommen dich, so freu' ich dein auf ewig mich. Mei. des 62. Pfalms. du König, dir lobsingen, und ewig Ehre deinem Namen bringen! 54. Wunder- Gott, der Sen täglich, ewig sey von mir alles schafft, wie groß bist du von Rati) und Kraft! Den hohen erhoben! dich will ich loben! 2. Der Herr ist groß! Wer kann ihn g'nug erheben? wer kann mit seinem feurigsten Bestreben, wie groß er ist, begreifen und empfinden, wer Gott ergründen? Himmel fammt der Erden, und 1 3. Von unsern Våtern wurdest du erhoben; dich werden unsrer Kinder Kinder loben, und deine Macht besingen, deiner Stárke preisvolle Werke. 4. Wie herrlich bist du, Gott, wie schön und prächtig, wie groß in deinen Wundern, Herr, wie mächtig! das preif' ich, daß dein Nam' erhoben werde, der ganzen Erde. 5. Daß deiner Wunder Ruhm umher erschalle; die Welt von deinen Thaten widerhalle, und deine Wahrheit, deine Huld besinge, und Preis dir bringe. 6. Der Herr ist mild, von duldendem Gemüthe, barmherzig, gnädig, und von großer Güte; erbarmt sich seiner Werke, hat an allen sein Wohlgefallen. 7. Jehovah, alle deine Werke follen dir jauchzend danken. Deine Frommen wollen aus allen ihren Kräften sich bestreben, dich zu erheben! 8. Sie breiten aus den Ruhm von deinem Reiche, daß keine Macht, Jehovah, deiner gleiche, das rühmen sie, damit sie auf der Erde bewunQuril dert werde. tim dau Conc Von der Vorsehung Gottes. was man überall erblickt, hat deine Hand, dein Rath beschickt, desgleichen, mas noch erst soll werden. 2. Man spürt dich kräftig überall und groß ist deiner Werke 3ahl; du ordnest Sonnenschein und Regen; du suchst uns heim durch dürre Zeit, und auch des Jahres Fruchtbarkeit beruht auf deinem Wort und Segen. 3. Die Erde starrt auf dein Geheiß vor Frost, und Herr, zu deinem Preis belebt der Frühling unsre Fluren. Wenn uns ein Glücke wird gewährt, wenn uns ein Unglück widerfährt, so sehn wir deiner Ullmacht Spuren. 4. Laß denn, o Schöpfer, der die Welt so fest in ihrer Ordnung hålt auch mich dein göttlich Auge leiten! Gieb, daß mein Herz geduldig trågt, was du mir, Herr, haft aufgelegt; hilf dankbar seyn in Segenszeiten. 5. Auch stárke meine Zuversicht, so quálet mich die Sorge nicht, wie mir's noch fünftig möchte gehen. Du bist, 37 du bleibst mein höchstes Gut. Was frag' ich nach der Feinde Wuth! Nichts kann ja ohne dich geschehen. Omen Der 145. Pfalm. Neue Mel. oder Herzliebster Jesu. MOHOTROCHORONOWI Salalala alalalalal1h01'M'S JAKAVAKA AUGLOKALAK MONUMUNTONOMONOTO MOTOROS HOLOTOVO Erster Theil.- Von der Vorsehung Gottes. 38 9. Dein Reich, o Gott, ist herrlich; ewig währen dein Reich und deine Macht, die wir verehren, und ewig wird von aller Völker Zungen dein Lob besungen. 10. Der Herr bewahret alle, welche fallen: Jehovah hilft den Unterdrückten allen, und eilt, mit Heil die, die um Heil ihn bitten, zu überschütten. 11. Nach dir, Gott, schauen aller Wesen Blicke, daß deine Hand sie väterlich erquicke; du giebst auch einem jeden seine Speise, daß er dich preise. 12. Herr, du erhättst mit deinem Wohlgefallen, was lebt, thust deine Hand auf und giebst allen, was sie bedürfen: keiner sucht vergebens dich, 56.& 4. Laßt du mich Noth empfinden; dein Wort, Herr, tröstet mich. Durch dich muß sie verschwinden! drum hoff' ich stets auf dich mit kindlich treurem Sinn. Drum werf ich, was zu traQuell des Lebens! 13. In allen Wegen Gottes strah- gen mir schwer deucht, ohne Sagen, let Gnade; untadelhaft sind alle seine noch täglich auf dich hin. Pfade, und was er thut, gereicht zu seinem Preise, ist gut und weise. 14. Der Herr ist nahe denen, die ihn bitten; die ernstlich ihn um seine Hülfe bitten; er thut, was die Gerechten, die ihn ehren, von ihm begehren. 15. Der Herr behütet elle, die ihn lieben; die aber, die Gewalt und Frevel üben, verfolgt er, daß er sie zum Fluche mache mit seiner Nache. 16. Ja, ewig will ich seinen Namen loben! von allen Menschen werde Gott erhoben! Was Iebet, müsse, Herr, zu allen Zeiten dein Lob verbreiten. Mel. Von Gott will ich nicht. ott, der an allen 2. Da ich noch tief verborgen im Mutterleibe lag, da wachte schon dein Sorgen für mich; und wie vermag mein endlicher Verstand die Woh! that zu erheben, die du in meinem Leben mir huldreich zugewandt? tagen mit ihrem Glück und Plagen, Sout mit Unruh' und mit Ruh'. TOTO 3. Du fångst an uns zu lieben, noch eh' wir sind, uno hast nie Lust uns zu betrüben; doch nust uns eine Laft, so bleibst du mitleidsvoll, bist forgsam, deinen Kindern die Bürde sanft zu lindern, die sie nun treffen soll. C das sich auf dich verließ, so sicher 5. Noch immer ist mein Hoffen, eingetroffen, wie mir's dein Wort verhieß. Du hast mir wohlgethan; denn deine Gnad' ist größer, und macht's mit mir viel besser, als ich's ersinnen kann. Enden viel große Wunder thut, in dessen treuen Händen mein gan= Aus dem 9. Pfalm. zes Leben ruht! Du zählst die Mel. Valet will ich dir geben. Zahl mir zu von meinen Lebene 57. oft! meine ganze Seele macht deinen Ruhm bekannt, Dir 6. Dein Name sey gepriesen, der sich so oft an mir so herrlich hat erwiesen! Mein Herz und Mund soll dir, du Retter aus Gefahr, mein schuldig Opfer bringen, und deiner Gute singen jegt und auch immerdar. 7. Du hast mir wohlgerathen, und fauter Gut's gethan, daß deine Liebesthaten ich nicht g'nug rühmen kann. Hilf, daß ich ewig dort verklárt und ganz vollkommen, mit allen deinen Frommen dich preise, Herr, mein Hort. dank' ich und erzähle die Wunder O Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. id not Des 121. Pfalm. deiner Hand. Mein Geist ist froh. Ich singe: Herr meine Lust bist du. Dir, dem ich Lieder bringe, dir, Höchster, jaucz' ich zu. 2. Du sigest auf dem Throne als Richter aller Welt, der jeglichem zum Lohne das rechte Urtheil fall't. Wenn dich die Menschen schmähen, dann rächst du ihren Spott. Du schiltst; und sie vergehen vor deinem 3orn, 0( Sott. 3. Der Herr hat zum Gerichte sich seinen Thron erhöht. Vor seinem 2ngesichte bleibt nicht, wer widersteht. Ihr kühnen Sünder, zittert! bereu't noch euern Spott! Sein Thron wird nie erschüttert; der Herr bleibt eroig Gott, 5. Gott ist ein Fels der Armen, ein Fels in jeder Noth. Sie trau'n auf fein Erbarmen, wenn ihnen Unfall droht. Die Thránen, die sie weinen, sind dir bekannt und werth, du, Gott, verfáumest keinen, der deinen Schuk begehrt. 6. Ihr Bürger 3ions! praiset, verkündet in der Welt, wie groß sich) Gott beweiset, der, was er zusagt, hátt. Er denft daran, und fraget nach des Gerechten Blut. Er hört ihn, wenn er klaget, und stillt der Wetter Wuth. 4. Der Herr regiert und liebet, was ungerecht ist, nicht. Er wägt die Welt und übet partheilos sein 59. Gericht. Die Wage sinkt und steiget, wie sein Geset gebeut, und jedes Land bezeuget des Richters Heiligkeit. 7. Herr! sey mir gnädig! Schaue voll Huld auf meine Noth! Du bist's, dem ich vertraue, du hilfft auch selbst vom Tod. Nach überwundnem Leiden geh' ich in's Heiligthum; und, über dich voll Freuden, erheb' ich deinen Ruhm. hod 39 Nach der Mel. des 13. Lieds. 58. Mein ein Auge sieht, o Gott, zu dir Von deinem Throne hilf du mir! Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die diese Welt hervorgebracht. ind 2. Betrost mein Herz! dein treuer hirt schafft, daß dein Fuß nicht gleiten wird. Der dich behütet, schlummert nicht; in Finsterniß ist er dein Licht. 3. Rein Uebel sey dir fürchterlich; Denn Gottes Rechte schüßet dich. Durch seine treue Vaterhand wird, was dir schadet, abgewandt. 4. Sein Schuß gewährt dir Sicherbeit, sein Trost füllt dich mit Freudigkeit. Er leitet dich auf ebner Bahn, und nimmt dich einst mit Ehren an. 5. Herr, segne und behüte mich. Du bist mein Heil, ich hoff' auf dich. Dein Segen folg' aus dieser Zeit mir bis in jene Ewigkeit. Mel. Mein Gott das Herz ich bringe. N 59. Noch immer wechſeln ordentlich des Jahres Zeiten ab. Dein Regen, Gott, ergießet sich noch auf die Erd' herab. 2. Du öffnest deine milde Hand, uns Menschen wohl zu thun, und lässt noch immer jedes Land in deinem Segen ruh'n. 3. Von deinem Himmel, Höchster, träuft Gedeih'n und Fruchtbarkeit. Die Saat geht auf, und blüht und reift, und fåttigt und erfreut. 4. Von dir gesegnet, giebt der Baum den Schatten, den man ſucht, unter seiner Zweige Raum und Erfrischung und auch Frucht. 5. Du náhrest jede Creatur. D Herr, wer ist dir gleich? Dein Vorrathshaus, Gott, die Natur, ist unerschöpflich reich). in alt Se OOOTTONCSOKROTIC Jalalalalalalalalala 1+ 01'M S LANOVA KOL furono Au MOTO LOLLOL 40 Erster Theil. 6. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, Lust und Vergnügen zu? Wer ist so gut, so treu, so mild, so väterlich, wie du? 7. Herr, ohne dich vergingen wir, und wir verdienten's auch: Und dennoch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 201 Von der Vorsehung Gottes. 28. Wer, Gott, erfährt nicht deine Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? mit welcher Langmuth und Geduld verschonst du unser nicht? 9. O, betet Gott, ihr Menschen, an! Erwägt's und dankt ihm nun! Was hat Gott schon an uns gethan? Was will er nicht noch thun? 10. Nicht blos für diese kurze Zeit, Herr, hießest du uns seyn. Du schufft uns für die Ewigkeit, uns ewig dein zu freu'n. 11. Läsf'st du uns deine Freundlichkeit schon hier so herrlich sehn: was wird in der Vollkommenheit der künft'gen Welt geschehn? 12. Noch tiefer dringt alsdann mein Blick in deine Wunder ein. O Herr, laß dies erhabne Glück mir stets vor Augen seyn! Nach der Mel. des 7. Lieds. 60. Herr und Schöpfer unsers Lebens, du hegst ein wahres Vaterherz. Kein Mensch hofft je auf dich vergebens, du siehst und linderst gern den Schmerz, wenn wir als Kinder auf dich schn, und dich um deine Hülfe flehn. 2. Dem Fluche, der die Welt noch drücket, die ganz im Urgen sicher liegt, hast du zwar schon dein Volk entrůcket, das durch den Glauben an dich siegt. Es wird vom Heiligthum bedeckt, wenn dein Gericht die Sünder schreckt. 3. Allein des Lebens bange Sor gen beschweren hier noch oft ihr Herz. Oft hältst du, Retter, dich verborgen, als fenntest du nicht ihren Schmerz. Der Stolze Der Stolze wühlt im Ueberfluß oft, wenn der Fromme darben muß. 4. Doch, Herr, der du der Menschen Seelen nicht blos für dieses DICTION Leben schufft, wo uns vollkommne Freuden fehlen, nein, sie zum bessern Erbtheilt rufft: dein Sohn ging auf der Leidensbahn uns zum Erempel selbst voran. 1200 140 5. Du záhlst und segneft unfre Tage, und dieses Lebens Ungemach ist uns zum Heil gewählte Plage. Ein ewig Wohlseyn folgt ihr nach. Du führst die Deinen in der Zeit durch Leiden zu der Herrlichkeit. 6. Wenn dein Geschöpf, liebreicher Vater, zu dir um Hülf' und Nahrung schreit, so bist du immer der Berather, der es zur rechten Zeit erfreut. Du, den der Engel froh erhebt, du sorgst für alles, was da lebt. 7. Drum laß mich einzig auf dich sehen, und fern von aller eignen Wahl nach deinem Rath die Welt durchgehen. Du bist bei mir im finstern Thal. Ja, Herr, mein Glaube traut auf dich. Du leitest mich recht väterlich. Neue Mel. oder Warum sollt' ich. 61. S en zufrieden, mein Gemüthe, Gott ist gut! was er thut, ist voll Lieb' und Güte. Schaue seine große Thaten; was die Welt in sich hält, ist ihm wohlgerathen. 2. Beides, Erd' und Himmel, preisen seine Macht, Tag und Nacht müssen es beweisen. Sonn' und Mond sind laute 3eugen; was sich regt und bewegt, kann es nicht verschweigen. 3. Schau' die Werke seiner Hande! Mensch und Thier melden dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so Kleines nennen, Gras und Laub, selbst der Staub giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gründen, in der Höh', in der See, oder CO Erster Theil. sonst zu finden, rühmt die Weisheit seiner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preisen seine Stärke. -- Von der Vorsehung Gottes. 5. Wie muß ich sein Lob erheben? Wie sogar wunderbar gab er mir mein Leben? Seel' und Leib ist sein Geschenke, bin ich nicht ihm verpflicht't, wenn ich dies bedenke? 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Ucht, das zeigt jeder Morgen. Ja, kein Augenblick verschwindet, der mich nicht, Gott mein Licht, dir zum Dank verbindet. 7. Drückten mich des Kreuzes Plagen; wenn die Last kaum gefaßt, half Gott selber tragen. War nicht mehr Geduld vorhanden; seine Kraft hat geschafft, daß ich's überstanden. 8. Nun, mein Herz, das hat schon lange Gott gethan, denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlassen; es geschicht wahrlich nicht, er kann dich nicht hassen. 9. Drum ergieb dich seinem Willen, heiße gut, was er thut, er wird's auch erfüllen; denn er ist in allen Sachen groß von Rath, stark von That: er, er wird's wohl machen! 2. Was nüßen uns vom Morgen his Abend alle Sorgen, wenn sein Gedeih'n uns fehlt? Er hat uns Stück und Plage, und bóf und gute Tage, eh' wir noch waren, zugezählt. 3. Was Gott für mich ersehen, Das soll und muß geschehen, ist mein beschieden Theil. Drum laß ich mir in allem, was er mir giebt, gefallen, und halt' es für mein wahres Heil. 41 seinen Willen gehorsam zu erfüllen so nimmt er selbst sich meiner an. 5. Er laffe meine Sünden vor ihm Vergebung finden, durchstreiche meine Schuld! Und wenn ich zu ihm schreic, so schenk' er mir auf's neue in Christo seine Vaterhuld. 4. Shm trau' ich in Gefahren: Er wird mich wohl bewahren, er, der da will und fann. Such' ich nur 6. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht, irr' ich auf finstern Wegen, eil' ich dem Kreuz entgegen: so sey sein Wort mein Trost und Licht. 7. Schein' ich von ihm verlassen, fo will ich mich doch fassen, und seiner Hülfe trau'n: und wenn ich auf der Erde nicht groß und glücklich werde, voll Glauben in die Zukunft schau'n. 8. Shm hab' ich mich ergeben zu sterben und zu leben, wie und wann er gebeut: ich lebe oder sterbe, so bleibt mein Theil und Erbe des Himmels ganze Seligkeit. Nach der Mel. des 48. Lieds. 62. Jaff ich ben höchſten en allen meinen Thaten 63. Tjestät bekleidet, er gürZehovah herrscht Malast' ich den Höchsten rathen, der alles kann und hat! Er muß in allen Dingen, soll's anders wohl gelingen, der Helfer seyn durch Rath und That. tete sich selbst mit Almacht an, und hat sich in der Welt ein Reich bereitet, fo fest, daß nichts es je erschüttern dem an steht dein kann. Von Thren in Ewigkeit, denn ewig bist du, schaust von deinen Höh'n, wie sich em= porte Strome schwellend blähn, siehst ihre Wuth, die weit Verderben dráut. 9. So sey nun, Seele, stille, dein Ruhm sey dessen Wille, der dich erschaffen hat, es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. Der 93. Psalm. Nach der Mel. des 18. Lieds. 2. Das Weltmeer tobt; der starken Wegen Stimme braust donnernd aus den Tiefen fürchterlich! du Stárkerer siehst ruhig ihrem Grimme vom Himmel zu; du winkst: die Wuth legt sich. Wahrhaftig ist, was, Herr, dein Wort uns lehrt, gewiß, was du versprichst. Zu jeder Zeit ist deis nes Hauses Sierde Heiligkeit, sie nur, die dir gefällt und ewig währt. THU TROITINOLTAROTTON alain nalalalalalai 141 MS AVOKAKAKAKK HOHOKE FUMUMUNURUMUNU PROMOTO ΠΟΛΟΠΟΛΟΠΟ OLOVOLOLOLQuoVolalalalala 42 Erster Theil. Der 96. Pfalm. Nach der Mel. des 33. Lleds. rhebet Gott durch neue 64. Sh Pen Von der Vorsehung Gottes. lata Der 97. Pfalm. VARIS? Mel. des Psalms. On rer König aller Welt ist Gott, der sie erhält. Ihr Lánder sammt den Meeren, frohlockt zu dessen Ehren, der in den Himmeln thront, und in dem Dunkeln wohnt, allwo sein Stuhl besteht, und sein Gericht ergeht, das feinen Sünder Lieder, voll nie gehörter 65. D Harmonie! Stimmt ein, ihr Welten, schallt sie wieder, bis an die Himmel schallet fie! Besinat den Herrn und seine Werke, lobt seinen Namen! Tag auf Tag erzählet froh, was seine Stárke und Huld zu unserm Heil vermag! 2. Groß ist dies Heil! O, sagt mit Freuden sein Lob der Erde Völkern an! Verkündigt unter allen Heiden die Wunder, die sein Urm gethan! Der Herr ist groß und hoch zu loben! erbebt vor seinem Angesicht! bewährt ihm eurer Treue Proben; nur vor den Göttern zittert nicht! 3. Die Götter, die die Völker ehren, find Gößen ohne Seyn und Kraft. Gott aber, dem wir angehören, Gott ist es, der den Himmel schafft. Vor ihm ist Majestät und Ehre, voll Stárke glångt sein Heilig thum. Bringt her, bringt, aller Völker Chöre, dem Herrn und seinem Namen Ruhm! 4. Bringt Opfer, welche Gott gefallen, im Schmucke, der ihm wohlge: fällt; fall't hin in seines Tempels Hallen; ihn fürchte heilig alle Welt! Der Herr ist König! sagt der Erde: sein Reich wird ewig fest bestchn! Sagt: über alle Völker werde sein billiges Gericht ergehn! 5. Es jauchze dir, Herr, Herr, dein Himmel! die Erde dank' und freue sich des großen Weltmeers froh Getúmmel und sein Bewohner preise dich! Laßt alle Felder, laßt die Heer: den aufhüpfen; lasset jeden Hain und jeden Baum voll Jauchzens werden, fein Lob ertónen, sein sich freu'n. Er 6. Vor unsers Gottes Ungesichte geht Freude, Lob und Jubel her. Der Herr erscheinet, daß er richte, den ganzen Erdkreis richtet cr. wägt dem menschlichen Geschlechte sein Urtheil, Fromme, freuet euch! nach seiner Wahrheit, seinem Rechte, Verdienste und Vergeltung gleich! SOTTOTITO schont. Bliz auf Blit, die Bösen zu verzeh2. Um seinen Wolkensie erscheinet Es brüllet Berz und Kluft; es glüren, wenn sie sich nicht bekehren. het Erd und Luft; und alles zagt und bebt, was immer lebt und webt, wenn er den Wettern ruft. 3. Wie Wachs beim Feuer rinnt, so schmelzen auch geschwind vor seiner Allmacht Flammen die Berge selbst zusammen. Verschweigt, ihr Himmel, nicht sein heiligstes Gericht; und zeugt der Heidenschaft von seiner Gottheit Kraft, die aus den Wolken bricht! 4. O schámet euch forthin; und brauchet Nug' und Sinn, die ihr mit Gdgen prablet, und ihnen Opfer zahlet! Verchrt den höchsten Geist, der sich als Gott erweist, und welchen immerdar die demuthsvolle Schaar der Engel selbsten preis't. 5. Bekehrt, bekehret euch, damit sich 3ions Reich auch über eurer Reue und eurem Heil erfreue! Wenn Gott, der uns regiert, auch eure Herzen rührt, so stimmet mit uns ein, daß ihm doch ganz allein der Gottheit Ruhm gebührt. 6. Ihr, die ihr ihn nur liebt, und ihn nicht gern betrübt, vermeidet alles Erster Theil. Von der Vorschung Gottes. Bose, damit er euch erlöse. Er nimmt der Seinen wahr, und schüßt sie wunderbar. Verfolgt sie Satans Macht, so bált er treue Wacht, und zeucht jie aus Gefahr. 7. Erscheint sein Freudenlicht dem Frommen heute nicht, so scheinet es doch morgen, und endigt ihre Sorgen. So stárke seinen Muth in Gott, dem höchsten Gut, so danke jederzeit dem Gott der Heiligkeit, wer seinen Wil len thut.JUNETI Aus dem 127. Psalm. Mel. des 130. Pfalms. 66. N immt Gott, dem wir vergebens bau'n wir dann! Will er die Stadt nicht schügen, er, groß durch Rath und macht, was wird der Wächter nügen? Umsonst # 114 dein Fuß wandeln kann? 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohlergehn, und dein Berk auf ihn bauen, soll es vor ihm besteh'n. Gott láßt durch Sorg' und ( Brámen und durch selbst eigne Pein sich keine Wohlthat nehmen, sie muß erbeten seyn. brand 3. Dein Aug', o Gott der Gnade, sicht immer ungeschwächt, was gut vertrauen, nicht unsers Werks sich sey oder schade dem sterblichen Ges an, will er das Haus nicht bauen, schlecht. Und was du dann erleſen, dein Rath für's beste bált, bringst du zum Stand und Wesen, wie es dir GRADE wohlgefällt. H ist's, daß er wacht. 2. Ihr wachet spát und frühe, und est voll Traurigkeit das Brod der Sorg' und Mühe, und häuft euch Leid auf Leid. Was nüßt der bange Kummer, da Gott dem, den er liebt, was er bedarf, im Schlummer, und unerwartet giebt. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 67. B efiehl du deine Wege, 43 Welttreis lentt; er zeichnet Stern und Winden die abgemeßne Bahn; I sollt' er nicht Wege finden, wo und was dein Herze tránkt, der ES treuen Baterpflege ses, der den 4. 2n wunderbaren Wegen fehlt dir's, llweiser, nicht: Dein Thun ist Gnad' und Segen, dein Gang ist Recht und Licht, und wenn du deinen Kindern ein Glück haft zugedacht, so kann dein Werk nichts hindern: du willst, es ist vollbracht. 5. Hoff', o bedrángte Seele! hoff' und sey unverzagt! Gott weiß es, was dich quale, den Kummer, der dich nagt, er wird dich ihm entrücken; erwarte nur die Zeit, bis dich mit holden Blicken sein Angesicht erfreut. 6. Auf, wehre deinem Schmerze, der Gorgen bange Nacht verfinstre nicht dein Herze! Auf: brich der Schwer= muth Macht! Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll! Gott ſist im Regimente, und führet alles wohl. 7. Drum, Seele, laß ihn walten, er ist ein weiser Fürst, er wird dich aufrecht halten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, nach seiner Weisheit Rath, das Werk hinausgeführet, das dich geängstet hat. 8. und blieb der Trost auch lange, den du von ihm begehrt, und würde bir oft bange, daß er dich nicht ges OMONOTONOTOTOROWI Alolalais 1+ 01'M'S IAIAIAIAIAIOJOHANE UMUNUNUNUNUNUNU ( 1619) CONONOONHUOLL 44 Erster Theil. Von der Vorsehung Gottes. hört: Er wird dir Hülfe senden, wenn| gesättigt werde. Thau, Regen, Sondu's am mind'sten glaubst, und all' dein Unglück wenden, so du ihm treu verbleibst. nenschein und Wind, die deiner Allmacht Diener sind, erzählen deine Güte. 9. Wohl endlich deiner Treue! du trågst den Sieg davon. Auf! daß dein Herz sich freue! schau' nur den reichen Lohn! Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du fingst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 1 10. O, ende, Herr, o, ende, hier alle unsre Noth, und reich' uns deine Hande im Leben und im Tod. Stets laß uns deiner Pflege und Treu' empfohten seyn; so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. TOTOON 7. Es stromen, wenn dein Donner dráut, wenn Berg und Thal erzittern, Gesundheit, Stárkung, Fruchtbarkeit selbst aus den Ungewittern! Dann bricht die Sonne neu hervor, und aller Creaturen Chor jauchzt und erfreut sich wieder. 8. Von dir kommt, was uns hier erfreut, du Brunnquell aller Gaben! Dort wirst du uns mit Seligkeit in reichen Strömen laben. Dein freu'n des Himmels Heere sich: auch wir, o Gott, wir loben dich, und sind, wie sie, unsterblich. Nach der Mel. des 30. Lieds. 68. Lobt Gott, der uns den Frühling schafft, Gott, der den Erdkreis schmücket; der mit allmächtig reicher Kraft das, was er fchafft, erquicket! Der Herr erschafft, der Herr erhált! er liebt und segnet feine Welt: Lobsinget ihm, Geschöpfe. 2. Das Land, das erst erstorben lag, erwacht, und lebt nun wieder! es neuen Tag sein Segen neu hernieder: der Wurm, der in dem 69. D Staube webt, der Vogel, der in Lüften schwebt, erfreut sich seines Lebens. 3. Der Erde Untlig ist verjüngt und heiter glänzt der Himmel; Gebirg und Thal und Wald erklingt von freudigem Getümmel, und gnädig schauet Gott herab, der allen Seyn und Leben gab, auf seiner Hånde Werke, 4. Doch fühllos nur und unbeseelt sind Auen und Gefilde: auch hast du nicht die Thier' erwählt zu deinem Ebenbilde. Der Mensch nur freuet deiner sich, kennt, fühlet und empfindet dich, und hofft ein ewig Leben. 5. Lobsinget ihm! er ist uns nah'! Singt, alle seine Heere! Der Herr ist allenthalben da! im Himmel, Erd' und Meere. Ich lob', o Gott, ich preise dich! Wo ich nur bin, bist du um mich, und bist mir Lieb' und Gnade. 6. Du rufft die Wolken übers Land, und tránkest mild die Erde: daß mit den Gaben deiner Hand der Mensch 9. Doch schwach ist, Vater, unser Dank, den wir dir kindlich bringen. Wir wollen unsern Lobgefang einst würdiger dir singen. Dir weih'n wir unsre Lebenszeit, und sehn das Heil der Ewigkeit im Geiste schon von ferne. Der 73. Pfalm. Mel. des 89. Pfalme. urch so viel Schein gestárkt, támpft 3weifel, wie ihr wollt; Gott ist doch Jerael, doch reinen Herzen hold. Ullein wie hatte nicht mein Herz mit sich zu streiten! Mein Gang war ungewiß, 3 mein Fuß fing an zu gleiten. F Ich hörte eifersvoll das Jauchzen stolzer Thoren, sah' Frevler mit Verdruß zum Glück allein geboren. OCH Erster Theil. Von dem 2. Des Todes ernster Blick, sein Schmerz erschreckt sie nie, in immer frischer Kraft des Wohlseyns blühen fie, von aller Mühe frei, worunter Menschen zagen, von Andrer Sorgen frei, und frei von ihren Plagen. Stolz ist des Halses Schmuck, den sie sich umgehangen, und Frevel ist das Kleid, darin fie festlich prangen.$ 12 - C Menschen, seiner Natur zc. 45 Herrn auf Erden, und seiner Vorsicht Gang und ihren Grund zu wissen. Umsonst! Mein Aug' sah nichts in ihren Finsternissen. 3. Der Körper nimmt an Fett, der Geist an Kühnheit zu, schweift in Entwürfen aus, kennt weder Maaß, noch Ruh': droht, alles um sich her zu drücken, zu vernichten, und will auf Und'rer Noth sich seine Höh' er richten: und ſpricht von ihr herab, und will bewundert werden; dem Him met troßt ihr Mund, die Zunge herrscht auf Erden. individ 4. Der Pobel sieht ihr Glücks fucht Theil an ihrer Ruh'; drångt ihnen, gleich dem Strom, der überläuft, sich zu. Sie sprechen sollte Gott herab auf Erden sehen; in seiner Höhe wohl er wissen, was geschehen? Geht diese Frevler an! Ihr Spott sind die Gesege; doch blüh'n sie ruhig hier, und häufen Schåg auf Schage.nams 5. So hab' ich denn umsonst gesucht, im Herzen rein, im Wandel ohne Schuld der Tugend freu zu seyn! So ist des Kampfes Lohn, daß ich hier meine Tage in Ungst verseufzen muß, in mehr, als einer Plage! Ge zuchtigt werd' ich stets, mir bringet jeder Morgen statt Lichtes Finsterniß, statt Trostes neue Sorgen! 6. Schweig, schweig, emportes Herz! fall' nicht den Frevlern zu! Denn schlosseft du, wie sie; wie treulos würdest du an aller Heil'gen Schaar, an Gottes Kindern werden? Und gleichwohl sann ich nach, den Weg des nitong mis 301 30 7. Bis ich in's Heiligthum des höchsten Lehrers ging, und da mein blödes Aug ein göttlich Licht empfing. Da ließest du mich, Gott, der Frevler Ende sehen: ich sah im Schlupfrigen den Fuß am Abgrund stehen, sah schnell sie hingestürzt, sie schnell von bir gerichtet, und schreckenvoll ihr End', und all' ihr Glück zernichtet. 8. Wie das Erwachen bald des Traums Betrug vertreibt, der Bettlern Schäße schenkt, so wird ihr Glück zerstäubt. Vom Pöbel kurz vorher verehrt, gleich einem Gotte, dient dann des Frevlers Bild, Herr, dei ner Stadt zum Spotte. Den Abweg sah ich jetzt, worauf ich schier gerathen, als Schmerz und Eifersucht mein Herz bestürmet hatten. 9. Doch hatte der Verdruğ faft die Bernunft verdrängt; ich war ein Vieh vor dir, das nur am Unschein hångt! Nun bleib' ich stets bei dir! du fassest meine Hände, führst mich nach deinem Rath zu der Verklärten Ende! Was würde ohne dich mir selbst der Himmet werden? Nichts, nichts gelüftet mich, Gott, außer dir, auf Erden! 10. Verschmachteten auch, Herr, mein Fleisch, mein Herz vor Leid; doch bleibst du hier mein Fels, mein Theil in Ewigkeit! Die treulos von dir flich'n, nach andern Göttern sehen, den falschen Buhlern gleich, wie werden sie vergehen! 3u dir halt' ich mich, Gott, das soll mein Beftes heißen, nur dir will ich vertrau'n, und deinen Namen preisen! dit oo 5) Von dem Menschen, seiner Natur und Bestimmung. Nach der Mel. des 7. Lieds. ein bin ich, Gott, dein Bater, riefft mich aus dem Nichts zum frohen Anschau'n deines Lichts. 70. Dist mein Leben! Wie tröstlich ist mein ursprung mir! Du haft den Odem mir gegeben, mein ganzes Wesen kommt von dir. Du, 2. Wie viel hab' ich dir zu verdanken, Herr, der du mich bereitet haft! Als mich die ersten finstern Schranten des ersten Daseyns noch umfaßt; ROHOITOTECTION ROO ALAKA AIAIAIAIAI TM'S LIAUKALOLOLOLOLOLONG avalaniaÏAÏAÏA. MONOTONOMOROMOTOMOTO COLUOLLONONÒNUOLLON HONG Erster Theil. Von dem Menschen, 46 da war dein Auge über mir, da lebt ich, Höchster, nur in dir. 3. Du gabst mir die vernünft'ge Seele, die nur so lang im Fleische lebt, bis sie, daß ihr kein Wohtseyn fehle, dein Ruf zum höhern Geist erhebt. Du hast mir Sinnen und Verstand, Begierd' und Wollen zugewandt. b mi dot hindi ad 4. Wenn ich auf meinen Körper sehe, den du so kunstvoll ausgebild't, so wird, o Bater, in der Höhe, mein Herz mit Ehrfurcht ganz erfüllt. Ein jedes Glied, ein jeder Sinn reißt mich zu deinem Lobe hin. 5. Durch deiner Vorsicht gnädig's Walten, die mich von Kindheit an umfing, bin ich bis hierher noch erhalten, so daß der Tod vorüber ging. Ich stehe noch und preise dich. Herr, deine Rechte schußet mich. ant 6. Ich bin nicht werth der großen Güte, die du, mein Gott, an mir gethan. Beschämt empfindet mein Gemüthe die Schuld, die ich nicht läugnen kann. Ich habe, was mich sehr erschreckt, vielfältig Leib und vielfältig Leib und Seel' befleckt. zer Leib, erbau't von dir, sammt einem jeden Sinn an mir, beweiset deine Größe. ang.) pa mabin 2. Haupt, Uug' und Ohr, und Mund und Hand, die ich zu dir erhebe; die Haut, so künstlich ausgeſpannt, der Nerven fein Gewebe und alle Glieder sagen mir, ich sey, o Gott, ein Werk von dir, ein Werk von deiner Weisheit. no 8 3. Wie biegsam, wie gelenkvoll schließt, den Thoren zu verdammen, der's läugnet, daß ein Schöpfer ist, sich Glied an Glied zusammen! Wie willig, Herr, gehorchen sie, wenn meine Seele spåt und früh des Leibes Dienst verlanget. deters Big Or MOTORO 4. Uch, hättest du mein Auge nicht. so meisterlich bereitet: was nüßte mir der Sonnen Licht, ihr Glang, vor mir verbreitet? Dann säh' ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr, durch deine weise Macht, was du erschaffen, schmückest. riady jus 15. Sch jauchze, daß ich sehen kann. und hören, und empfinden, und reden. Beten will ich an, Gott sehen und empfinden. Mein Mund sey voll von deinem Dank! Mein Herz vernimm den Lobgefang der ganzen weiten Schöpfung. Inspec 6. Wer leitet meines Blutes Lauf? Wer lenkt des Herzens Schläge? Wer regt die Lung' und schwellt sie auf, damit ich leben möge? Gott ist es, der dies alles thut. Schlag', Herz! Entflamme mich, o Blut! daß ich den Höchsten preise. 7. Ja, Herr, ich habe meine Glieder zu Sündengliedern oft gemacht. Vor dir fall' ich in Demuth nieder; vergieb, was ich nicht recht bedacht! Verwirf mich, Vater, nicht vor dir! Schaff' selbst ein reines Herz in mir. 8. Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich thu', was dich erfreut, und Geist und Leib und Glieder gebe zu Waffen der Gerechtigkeit; daß ich bis in den Tod dir treu, und stets ein Freund der Tugend sey. 9. Fällt dieses Leibes Hütte nieder; vollend' ich dieses Lebens Lauf, o Gott, so richte du mich wieder verherrlicht aus dem Staube auf. Dein ew'ges Leben sey mein Theil, so preif' ich ewig dich, mein Heil!/ prif bein 7. D, pries' in, Höchster, immer dich, wenn ich die Sinne brauche, geh' lieg' und ausruh', oder mich bewege, athme, hauche! Gieb, daß ich ewig dein mich freu'! und daß mein Leib ein Tempel sey, worin dein Geist stets wohne. Nach der Mel. des 30. Lieds. Neue Mel. oder Wer nur den lieben. Dank gebracht! Dich72. G ott werde stets von 71. Di, Gott, fen Preis und rühme Harf' und Psalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schöpfer, mein Erhalter! Mein gan= dir erhoben, du, deines Schöpfers 47 erwägen, mit welcher Güte dut mich liebst! Möcht' ich mit allen Kräften dein, dein mit Verstand und Willen seyn. seiner Natur und Bestimmung. Bild, mein Geist! Sollt' ich nicht meinen Vater loben, ben jedes ſeiner Werke preis't? Er schuf mich ja, sein Bild zu seyn, ihn einst zu schau'n, mich sein zu freu'n. 2. Schön ist der sonnenreiche Him 3. Mas gesichte der Mensch, Nach der Mel. des 7. Lieds. vor Unmel, den er zu seinem Stuhle wählt; doch ist der sonnenreiche Himmel gedankenlos und unbeseelt; und mir, dem Thone feiner Hand, giebt er Empfindung und Verstand. Gott, daß du sein gedenkst, und einen Etrahl von deinem Lichte auf ihn, den Staub, hernieder senfft! Was 1 ist er, wár' er noch so groß? Ein bald zerfallner Erdenklos. 3. Unmuthig, prachtig zum Ent: zücken, ist Gottes ganze Körperwelt. Wer zählt die Reize, die sie schmut ken? Was ich nur sehen kann, gefällt; und dennoch kann sie nicht, wie schön, wie wundervoll sie sey, verstehn. 4. Für Geister nur, und nur für Seelen, die zu den Geistern Gott erhob, sind sie so herrlich! Sie erzáh-| len nur ihnen meines Schöpfers Lob. O Scele, jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiste schuf. 5. Gott, ich kann denken! Ich gewinne, weil ich zu einem Geiste ward, durch die Empfindung meiner Sinne, Gedanken tausendfacher Art; groß, mannigfaltig ist ihr Heer, und doch wird ihrer täglich mehr. 6. Ich kann sie sammeln und verbinden, und trennen, wie es mir gefällt; die Welt empfinden, mich empfinden, weit unterscheiden von der Welt! 3u tausend Thaten hab' ich Kraft; wer giebt sie? Gott, der alles schafft mad 9. Gott, meine Lust sey, dich zu kennen, dich, Urquell der Vollkommenheit; von deiner Liebe ganz zu brennen, das sey mir Ruhm und Seligkeit. Bin ich vereinigt, Herr, mit dir, was brauch' ich noch? was fehlet mir? in dhu Jhin 15mm 7. Wie feurig dürftet meine Seele nach Glück und Lust und Seligkeit? Nur, daß ich oft betrogen wähle, was mich nach dem Genusse reu't. Doch, das ist, Vater, meine Schuld, ver: gieb sie mir nach deiner Huld. 8. Wie wundervoll ist das Vermogen, Gott, das du meinem Willen giebst. O, möcht' ich es doch stete 2. Du sahest an den Menschenkindern den schweren Fall schon vor der 3eit; und dennoch hast du diesen Sündern aus göttlicher BarmherzigEeit unzählig viel zu gut gethan, ja mehr, als jemand fassen kann. 3. Du hast den Leib, obschon aus Erde, doch wunderbar und schön gebau't, daß er der Seele würdig werde, ihm Sprach)' und Ginnen anvertraut. Du hast ihn selbst zum Herrn der Welt, dem alles dienen soll, bestellt. 4. Du hast ihm noch viel mehr geschenket, du gabest ihm zum bessern Theil die Geete, welche will und denfet, und ihr hast du ein ewig's Heil, noch ehe sie nach dir gefragt, in dei nem Worte zugesagt. ACTUALS 5. Drum lağ es mich stets wohl bedenken, was du, o Gott, an mir gethan; dir Leib und Seele wieder schenken, da ich dir sonst nichts schen= ken kann, damit sie beide nach der Zeit dich preisen in der Ewigkeit. 6. Und nimm indeß sie alle beide, Umáchtiger, in deinen Schug: so bieten wir in allem Leide, mit dir auch Welt und Satan Truß. Wenn wir in deiner Gnade stehn, so muß es uns stets wohlergehn., 2010 7. Doch, wenn, erhöhet von der Erden, im Himmet, deiner ew'gen Stadt, dich Leib und Seele schauen MOMONOTONO NOT HOT CHOLOKO Valotel T401'M'S NAVOJAKALOKOJOJOJOKONG alararolalarnin NOMOMONO Pre 48 Erster Theil. werden, von deinem Licht stets froh und fatt; ſo ſollen ſie auch beide dich vollkommner -Von dem Menschen, Der 8. Pfalm. en 74. Nach der Mel. des 16. lede. wie voll ist deiner Ehren, was lebt und webt in allen Land find Meeren. Es reichen selbst die Himmel nicht so weit und nicht so hoch, als deine Herrlichkeit. 2. Der Säugling muß schon deine Fürsicht preisen. Ein schwaches Kind fann deine Kraft erweisen. Sein zarter Mund bezáhmt den frechsten Feind, der deine Macht noch troßet und verneint. 3. Ich seh' erstaunt die Größe deiner Werke, die ich zur Nacht am Him: metsbau bemerke, wo du des Mond's und aller Sterne Licht samint ihrem Lauf so weislich eingericht't. dd 4. Was ist der Mensch, daß du noch sein gedenkest; daß du ihn suchst und als dein Kind beschenkest; daß er so theu'r in deinen Augen ist, und daß du selbst sein wahrer Vater bist. 5. Wie heilig ist der Schmuck, der ihn bekrönet! Wie hoch die Macht, womit du ihn belehnet! vermißt er gleich für eine kurze Zeit auf dieser Welt der Engel Herrlichkeit. HOHOHO Nach der Mel. des 9. Lieds. 5. mächtig großer Gott! Wer g'nug erheben? Du gabst der ganzen Welt ihr Daseyn, Kraft und Leben. Was Geist und Körper heißt, was Erd' und hat deine Hand gebaut, die jest noch alles trágt. 2. Du schufft, ich dank' cs dir, auch mich zu deiner Ehre; und wolltest, Gútigster, daß ich dein Bildniß wäre, drum hast du auch den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus deiner Huld ge= schenkt. min) 396-19 3. welch ein großer 3weck, dazu du, Gott, mich schufest! wie herrlich ist das Theil, dazu du mich berufest! Dir, Höchster, ähnlich seyn, ist unser größtes Glück. D, wohl mir, wenn ich's bin! Hilf mir zu diesem Glück. 4. Laß mir dies große 3iel doch stets vor Augen schweben. Mein allerstärkster Wunsch, mein eifrigstes Be streben in allem meinen Thun, sey dies, o Gott, allein, daß ich auch so, wie du, gesinnet moge seyn! dr 5. Du bist der Wahrheit Freund; laß mich auch Wahrheit lieben, und mit stets munterm Fleiß in alle dem mich üben, was mich zur Weisheit führt; zur Weisheit, die dich ehrt, und allem Beifall giebt, was du uns selbst gelehrt. 6. Du schaffest nichts, das ihm nicht dienstbar werde. Er ist dein Bild und König auf der Erde. Und was ihr Schoos nur immer zeugt und trägt, das hast du, Herr, ihm zumah deine Heiligkeit mich stets untern Fuß gelegt. te on 7. Das zahme Vieh in Triften und in Feldern, das freie Wild, das in Gestrauch und Wäldern durch Thaler irrt, und auf Gebirgen flimmt, ist alles ihm zum Eigenthum bestimmt. Muster mir die Sunde fliehn, des Fleisches Lüste záh= men, nur das, was recht ist, thun, des Guten mich erfreun, und dem, der's üben will, auch gern behilflich seyn.od DE SEME 8. Der Vögel Schaar, der Sånger Chor in Lüften, der Fische Heer in Fluß und Wasserklüften und was sich nur im Meere náhren kann, ist insgesammt den Menschen unterthan. 7. Gieb, daß ich so, wie du, ein Freund der Menschen werde, dem Wohlthun Freude macht, der Kummer und Beschwerde dem Náchsten gern erspart, dem Náchsten gern ver füßt, und wo er helfen kann, zum helfen willig ist.com and 9. D unser Gott! Beherrscher aller Machten, wie herrlich ist dein Name doch zu achten! Wie heiliglich wird deine Majestát so weit verehrt, als Erd' und Himmel geht. 8. Wie weit bin ich noch fern, o Gott, von diesem Biele! Du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich selber fühle, wie wenig ich dir noch 963 feiner Natur und Bestimmung. Nach der Mel. des 6. Lteds. im Guten ähnlich bin. O, bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn. der 9. Beglückt ist nur alsdann mein. Wie wichtig ist doch der Lebenslauf auf Erden, wenn ich dir immer mehr schon hier kann ähnlich werden. Dann werd' ich ewig auch mit dir vereinigt seyn, und mich ohn' Unterlaß, Gott, deiner Güte freund Eigenthum. Du schufft mich, dein zu seyn; mein ganzes Leben dir- zum Ruhm und deinem Dienst zu weihn. 2. Du gabst mir den vernünft'gen Geist, bewundernd einzusehn, wie dich, Herr! deine Schöpfung preis't, mit ihr dich zu erhöhn. Mach der Mel. des 59. Lieds. 2. Nicht hier ist unser Vaterland; allein bei dir, Gott, droben, da ist 76. I der wo deine das Glück uns aufgehoben, das nie ein traurig Ende nimmt. Hier sind wir nur von dir bestimmt, uns dazu anzuschicken. 3. Was um mich ist, verkündigt mir, Gott, deine Herrlichkeit. 3u ihrem Preise reizt mich hier selbst jede Jahreszeit. 4. Und ich, ich sollte fühllos seyn? Ich rühmte dich, Herr, nicht? Ein Herold deines Ruhms zu seyn, bleibt meine größte Pflicht. 5. O, mache dieser Pflicht mich treu, fo treu, Herr, als ich soll. Mein Herz, mein Mund, mein Wandel sen ftets deiner Ehre voll. 49 herr gegeben; Sott, als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben. 3um Leben, welches ewig währt, das weder Leid, noch Angst beschwert, willst du uns hier erziehen. 6. Wer dich verehrt, hält dein Gebot. Ihm ists nicht last, nicht Pein. Drum gieb auch mir die Kraft, o Gott, gehorsam dir zu seyn. 7. Was du gebeutst, ist für uns gut. Du willst nur unser Heil. Wohl Wohl dem, der deinen Willen thut! Du bift sein Trost und Theil. 8. Er wandelt hier auf ebner Bahn, und selbst in Traurigkeit schmeckt er, dir, Höchster! zugethan, in dir Zufriedenheit. 9. Nach hier vollbrachter Prüfungs zeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! laß nach dieser Seligkeit mein ganz Bestreben seyn. 3. O, laß mir doch dies große Ziel durch nichts verrücket werden! was hilft's, wenn ich auch noch so viel von Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn', wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmele reich zu erben? 4. 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier. Laß mich dies nie vergessen! Wie viel an Zeit, Herr, hast du mir zur Wallfahrt zugemessen? Nur we nig Zeit. Ist die vollbracht, so wird der Erde Gut und Pracht auf ewig mir vergehen. 5. Drum laß des Himmels Herr. lichkeit mich stets vor Augen haben. Laß mich in meiner Prüfungszeit um jene beff'ren Gaben, die mir im Tode nicht entflieh'n, am ersten und mit Ernst bemüh'n, damit ich nicht einst darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater! liebt, und deines Sohns sich freuet; das in dem Glauben Zugend übt, und sich vor Sünden scheuet; ein folches Herz das wird allein sich ewig deiner Bûte freu'n und einst dein Untlig schauen. 7. Und folch ein Herz, das wollst du mir, Gott, aus Erbarmen geben, damit ich konne auch schon hier nach den Gefeßen leben, die selbst im Himmel gültig sind; bis ich als dein bewähr tes Kind zu deiner Freude gebe! ONONOOMONOTONGORORONO naine S. WV. 1041, NAKAKAKALOKOLOKOLOKOKO KUMUMUNONGIUNO OROMOTO LONTON ONVO 50 pranumi de 150 6) Vom Fall und von von der Verdorbenheit des Menschen, und der daher rührenden Flüchtigkeit CAN B des Lebens. 60 od Mel. Auf meinen lieben Gott. 78. OFE u, der kein Böses thut, du schufft den Menschen gut. € Du, Hochster, gabst ihm Kräfte zum seligen Geschäfte, in Heiligkeit zu wandeln, stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach, wir dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! Wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein von Súnden, vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied. Dein Auge, Höchster, sieht auf alle Menschenkinder, und sie sind alle Sünder. Da ist vor dir, Herr, keiner unschuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist aller Sinn. Die Weisheit ist dahin, die uns regieren sollte, nur was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu wählen und zu üben. 5. Fleisch sind wir von Natur. Uns rühren, leider! nur die Güter dieser Erden, die nie vollkommen werden, mehr als die höhern Gaben, die uns auf ewig laben. 6. Dir folgen dúnkt uns 3wang. Des bosen Herzens Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schnöder Sündenliebe. Und können wir auch záhten, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O herr, was uns gebricht, laß in der Wahrheit Licht so heilsam uns erkennen, daß wir von Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Besf'rung nachzujagen. 8. Wohl dem, der sie gewinnt. Gott, so verderbt wir sind, fo willst du uns noch heilen, und Kräfte uns ertheilen, schon wiederum auf Erden dir gleichgesinnt zu werden. 9. Herr, diese deinel Huld laß uns durch unsre Schuld nicht frebentlich verscherzen. Erwecke unsre Herzen, dir nicht zu widerstreben, damit wir ewig leben. Ap Mel. des 38. Pfalms. 79. J esu, Urzt todtkranker Seelen! Will's uns fehlen an Erkenntniß eigner Noth, so daß wir die Last der Sünden nicht empfinden, ruhig bei dem nahen Tod: 2. Uch, so gieb Gefühl von innen, mach' die Sinnen lebendig und auf unsrer Seele sich bei deinem Licht geweckt; bis die greuelvolle Höhle entdeckt. 3. Unsrer Sünden Meng' und Größe, unsre Blöße, zeiget dein Geseg uns an; so daß wir nach dir uns fehnen, und mit Thránen zu dir, Arzt der Seele, nah'n. 4. Dein Geset spricht: heil'ge Triebe, cine Liebe, welcher nichts an Stárke gleich, widmet Gott dem Allerhöchsten; euern Náchsten sollt ihr lieben, so wie euch. 5. Uber, ach! wer kann verhchlen? Hier will's fehlen, ach, das Herz ist Haffes voll, und wie die Erfahrung zeiget, abgeneiget von dem, was es lieben soll. TOTON Erster Theil. 6. Jesu, ach, ach trag Erbarmen mit uns Armen, Seelen- Urzt, der heilen kann. 3ünde bei uns allzu sammen reine Flammen deiner Lieb' im Herzen an. - Nach der Mel. des 79. Lieds. 80. [ ch! was bin ich, mein Ach Erretter und Vertreter, bei dem unsichtbaren Licht! Sieh! ich lieg' in meinem Blute, ja das Gute, so ich will, das thu' ich nicht. Vom Fall und von der Berdörbenheit zc. 2. Uch! was bin ich, mein Erlöser! täglich böser find' ich meiner Seelen Stand! Drum, mein Helfer, nicht verweile, Jesu eile, komm und reiche mir die Hand. 3. Von Geburt bin ich ein Sún der, und nicht minder stråflich durch gehäufte Schuld. Doch ich kenne dein Erbarmen, hilf mir Armen, groß ist deine Gnad' und Huld. 4. Ach! wann wirst du mich erheben zu dem Leben, das erst recht ein Leben ist! Demuth kann dich bald bewegen, daß dein Segen sich zu meinem Heil ergießt. 5. 3uflucht der betrübten Herzen! Ungst und Schmerzen segen meiner Seele zu. Sieh', wie mich die Sunden qualen, Urzt der Seelen, schaffe meinem Herzen Ruh'. 6. Herr, errette mich vom Fluche, sieh, ich suche dich von nun an demuthsvoll. Sprich zu mir, daß ich im Sterben nicht verderben, sondern ewig leben soll. 1030 apizaliog du tad tas Mel. Zeuch mich, zeuch mich. 81. err! du kennest mein Verderben. Ach! es regt in meiner FLE Brust, wie bei allen Adamserben 51 2. Wie verderbt sind meine Wege! Wie verkehrt mein eigner Sinn! Ich empfind es, Gott, wie tráge ich dir zu gehorchen bin. Ach! wer wird vom Hang zum Bösen mich doch wiederum erlösen? sich noch immer böse Lust, die mein Herz, Herr, von dir neiget, und viel böse Thaten zeuget. 3. Hilf mir durch den Geist der Snaden von der angeerbten Noth! Heile meiner Seele Schaden durch des Mittlers Kreuzestod! Tilge alle meine Sünden! Laß mich vor dir Gnade finden! tour di possied 4. Deinen Willen hier auf Erden zu vollbringen, wird mir schwer. Soll ich dazu tüchtig werden, mußt du selbst von oben her, mir dazu die Kraft verleihen, und mein sündhaft Herz erneuen. 5. Schaffe denn ein reines Herze, Herr, durch deinen Geist in mir, daß ich nicht mein Heil verscherze. Laß der sündlichen Begier mich mit Nachdruck widerstehen, und auf deine Hülfe sehen. 6. Unter Wachen, Beten, Ringen, hilf mir selbst mein Fleisch und Blut unter deinen Willen zwingen; denn dein Wille, Bott, ist gut. Was nicht kann dein Reich ererben, laß schon hier an mir ersterben. 7. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn die Günd' in mir sich regt. Hilf mir selber muthig kámpfen, alle böse Lüste dämpfen. 8. Sollt' ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf? Laß in deiner Kraft mich siegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen treuen Handen gut und selig möge enden. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 82. Großer Gott! Erhab'nes Wesen, das, voll segnender Begier, Menschen sich zum Dienst erlesen! ach! was ist der Mensch vor dir? 4* OROHOINOOOOO plain! S. W. 1041.JU MUXUMUTUNUN OLOIOLANE Ununu UUUUUU MOTOKURORUN HOLLOON ONTOLO 52 Erster Theil. Vom Fall und von der Berdorbenheit zc. Nach der Mel, des 78. Lieds. Wenn ich deine Größ' erwäge, und 83. Mein Gott, bir ist be was ich bin, überlege: O wie die inn're böse Lust, die Quelle meiner Sünden, die Menschen nicht ergründen. O, heile du aus Gnaden der Seele tiefen Schaden. dürftig und wie klein muß ich mir nicht selber seyn? 11100 bod 2. Fluch und Elend, Tod und Sünde drücken leider! mein Gemüth; machen mich zu einem Kinde, das vor seinem Vater flieht. Tausend Mángel, taufend Flecken schånden mich zu meinem Schrecken, und in der verderbten Brust regt sich täglich böse Lust. - 3. Was ich Gutes an mir habe ift von deiner Vaterhand. O, wie manche gute Gabe hast du, Herr, mir zuge: wandt! Celber auf dem Sündenpfade trägt mich schonend deine Gnade. Nähmest du zurück, was dein, ach, was würd' mir übrig seyn? 4. Doch die Menge deiner Gaben Flagt nur meinen undank an; weil ich sie oft ganz vergraben, oft damit nur groß gethan, oft voll Leichtsinn sie verschwendet, und zu Sünden ange= wendet. D, wie häuft sich meine Schuld durch Verachtung deiner Huld! 5. Sieh, hier lieg' ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebückt; doch mein demuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Batergüte, und mein tief be schämt Gemüthe, das den Muth fast ganz verlor, hebt sich noch zu dir empor. 2. Des bösen Herzens Grund wird oft durch Thaten kund, die mich vor dir verklagen, und mein Gewissen nagen. Herr, willst du sie bestrafen, wer wird mir Rettung schaffen? 7. Meine Kräfte, meine Glieder find zu deinem Dienst bereit; Herr! ich falle vor dir nieder voller Ehrerbietigkeit. Deinen Willen thun und leiden, sey der Gipfel meiner Freuden. Gott und Herr der ganzen Welt! thu' mit mir, was dir gefällt. 3. Ich habe wider dich, den Nach sten und auch mich vielfältig, Herr, gehandelt; ich bin den Weg gewandelt, der Menschen von dir wendet, und sich mit Schrecken endet. 4. Ein jegliches Gebot zeugt wider mich und droht, weil ich, dies schlägt mich nieder, nur gar zu oft dawider gedacht, gethan, gesprochen, und dei nen Bund gebrochen. 5. Verwirf mich nicht von dir. Hilf, Herr, erbarmend mir! Erneure meine Seele, daß meine Seele, daß sie nur Gutes wähle. Wer kann mich sonst vom Bosen, als du, o Herr, erlösen? 6. Drückt mich der Sünde Joch gleich mächtig, so bleibt doch weit macht'ger deine Gnade. Wie groß auch nur mein Schade, so kannst du ihn doch heilen, und Leben mir ertheilen. 7. Hat sonst des Fleisches Macht in mir ihr Werk vollbracht: so gieb mir Lust und Stärke! daß ich nur gute Werke beschließe und vollbringe, und ewig dir lobsinge. Mel. des 51. Pfalms. 6. Ja, die Wunder deiner Liebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Uch! erhalte selbst die Triebe treuer Dankbar: 84. D ie Quell, woraus keit in mir. Bater! laß das schwache Lallen meines Lobes dir gefallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu deines Namens Ruhm. der Mensch ursprünglich ist, der ero'gen Gottheit Kraft und heil'ger Wille, die Allgenugsamkeit und Gottesfülle, die immerfort mit Erster Theil. Vom Fall und von der Berdorbenheit ic. - reinen Strömen fließt, die anders nichts, als was sehr gut, gemacht, hat auch den Menschen gar nicht bóf erschaffen; nein, ihn zu Gottes Bild hervorgebracht. Wie könnte sonst der Herr das Böse strafen? Jot 2. Gerechtigkeit und wahre Heiligkeit, das war die Zier von Gottes Ebenbilde, der schöne Glanz, womit er gut und milde, die Seele schmückte, die er sich geweiht. Es sollt' der Mensch im Licht den Schöpfer sehn, das ganze Herz in Liebe zu ihm neigen, mit ihm vereint in ew'ger Wonne stehn, und ſo an sich den Ruhm der Gottheit zeigen. so 3weigen, nun ganz verderbt, von inn'rer Kraft entblößt, auch weiter nichts, als bitt're Früchte zeigen. 53 vorbei ein schneller Bach, und dein Gericht, Gott, folgt ihr nach. 4. Wo find' ich Heil? Hier ist kein Gutes mehr. Denn ich vermag mit allen meinem Dichten jest von Natur nur Böses auszurichten, bin unbequem zu meines Schöpfers Ehr'. Ach hilf, mein Gott, und mach' mich wieder neu, durch deinen Geist, durch Licht und Kraft von oben: daß ich mit deinem Bild gezieret sey, und dich, o Lebensquell, mög' ewig loben. Aus dem 90. Pfalm. Nach der Mel. des 13. Lieds. 85. Mie ein Geschwäß des Tags verfließt die Beit, die mir geliehen ist. So rauscht 2. Die Ewigkeit, die Ewigkeit ergreift mich nach durchlebter Zeit: ich, wenn sie kommt, sey was ich sey, ein Sünder, oder Gott getreu. 3. Da wall' ich hin, da wartet mein das Anschau'n Gottes, oder Pein. Uch Gott, mein Heil und mein Vertrau'n, laß mich dein selig Untlik schau'n. 4. Wir sind nur wie ein Schlaf vor dir, wie Gras, so blüh'n und welken wir: das machet unsre Missethat, die deinen 3orn entzündet hat. 3. Ach! aber ach! ein unglücksel'ger Fall, durch Satans List und Bosheit angerichtet, hat gar zu bald dies große Gut zernichtet, und Sünd' und Tod herrscht jest und überall. Es ist das Gift der Wurzel zugeflößt: Drum kann der Stamm mit allen seinen Neue Mel, oder Ich hab' mein' Sach'. 86. Wi 5. Ich zittre, Herr, und mein Gebein durchångstet dein gewaltig Drau'n! Denn denkst du in's Gericht zu gehn, wer kann, wer kann vor dir bestehn? b) almo@ 6. Uch zúrne nicht auf deinen Knecht und Gnade, Grad' ergeh' für Recht! Versöhner, Gottes Sohn, mein Heil, fey meine Zuflucht, sey mein Theil. 7. Auf daß ich klug sey, lehre mich der Tod, daß ich nichts fürcht', als dich. Dann leb' und sterb' ich dir allein; im Leben, Gott, im Tode dein.ie fleucht dahin der Menschen Zeit! Wie eilet man zur Ewigkeit: wer denkt doch wohl an jene Stund' von Herzensgrund? Kaum spricht davon der tråge Mund. 2. Das Leben ist ein eitler Traum; so nichtig, als ein Wasserschaum, der, wenn er sich jetzt stolz erhöht, gar nicht besteht, und eh' man es noch denkt, vergeht. MenemeneOmOMOFONCOFONO plotny S. VV. 1041, HONONO PLAVOKOT UMUÑEÑORUMUNOMOMUMU MONONUMUROIU MONIC W VOYONOTOU ONLO a 51 Erster Theil. Vom Fall und von der Verdorbenheit zc. in's stille Grab, dort wischt mir Gott die Thránen ab. 3. Nur du, mein Gott! du bleibest mir das, was du bist, ich traue dir; und fallen Berg' und Hügel hin, so bleibt mein Ginn getrost, wenn ich bei Jefu bin. 3 m Weltrichter, Gotkommst du, und Ach! gieb, daß 4. Du kommst, tes Sohn! Bald mit dir dein Lohn. ich mich jeden Tag bereiten mag auf jenen legten Glockenschlag. 5. Was hilft die Welt in jener Noth, Lust, Ehre, Reichthum in dem Tod? O Mensch! das alles merkest du, sieh' dann wohl zu, sonst kommst du nicht zur wahren Ruh'. 6. Weg, Eitelkeit! der Thoren Spiel! Das höchste Gut sey stets mein Ziel! Was ewig bleibet, finden wir gewiß nicht hier, wir finden's, Jefu, nur bei dir. sa dop 7. Damit ich dich verklärt einst seb, und froh vor deinem Throne steh', so lehre du, mein Heiland, mich und gieb, daß ich nichts so begierig fuch', als dich. Mel. Ich bab' mein' Sach' Gott 87. F ott hab' ich alles heimgestellt. wohlgefällt, zum Tod und Leben gleich bereit, wie er gebeut, vertrau' ich seiner Gútigkeit. 2. Auch meine Zeit kommt, wenn Gett will, ich warte d'rauf und bleibe still. Gut ist mir, was sein Rath erwählt, der nimmer fehlt. Er hat Er hat auch meine Haar' gezählt.d 3. Was ist die Welt? ein Jammerthal. Es wartet auf uns überall in unsrer kurzen Lebenszeit manch Herzeleid: Der Mensch lebt immer dar im Streit. 5. Wenn mich die Sünde schon ansicht, o so verzag' ich dennoch nicht; es gab ja mein getreuer Gott bei meiner Noth den Sohn selbst für mich in den Tod. 4. 3ulegt ruft dann doch Gott dem Tod: Er kommt und endigt unsre Noth. Sink' du, o múder Leib, hinab 6. Heil mir! daß mein Herr Jesu Christ für meine Schuld gestorben ist; Nun lebt und herrscht er mir zu gut; der Höllen Glut löscht sein vergoßnes theures Blut. 7. Dem sterb' und leb' ich allezeit, von dem mich auch der Tod nicht scheid't. D, sein bin ich, und er ist mein! das soll allein mein Trost im Tod und Leben feyn. Nach der Mel. Des 48. Lieds. Er thue, was ihm 88. Die Herrlichkeit der Erden muß Staub und Usche werden und nichts bleibt ewig stehn! das, was uns hier ergòget, was man für ewig scházet! wird als ein leichter Traum vergehn. 2. Was sind doch alle Sachen, die uns so troßig machen, als Tand und Eitelkeit? Was ist der Menschen Leben? Stets mit Gefahr umgeben, währt es nur eine kurze Zeit. 3. Was hilft uns unser Wissen? Wird's, wenn wir sterben müssen, ein großer Vorzug seyn? Was hilft uns Macht und Ehre, so glänzend sie auch wäre? Kann sie uns wohl alsdann erfreun? 4. Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit Müh' gewinnen; was unser Fleiß erwirbt? Kann wohl, was wir besigen, uns vor dem Tode schügen, und stirbt nicht alles, wenn man stirbt? 8. Der schon in dieser Prüfungszeit ſo oft mein schmachtend Herz erfreut, gönnt meinem Leib auch einen Blick, und ruft zum Glück, zum Leben meinen Leib zurück. 9. Ich werde dann von Ungesicht Gott schau'n in jenem fel'gen Licht. Welch' unaussprechlich große Freud' ist mir bereit't! Gott sey gedankt in Ewigkeit.is San MORE SONO. Erster Theil. Von der Erlösung der Menschen zc. x. 55 5. Was sind die Lebensfreuden? Wie bald folgt Angst und Leiden und Reu' auf den Genuß? Was ist's, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr' erlangen, die nicht zulegt verschwinden muß? 8. Froh wachsen wir auf Erden, und hoffen groß zu werden, von Schmerz und Sorgen frei; doch in den schönsten Tagen, noch eh' wir Früchte tragen, bricht uns des Todes Sturm entzwei. and mid DUTOST 6. Was sind selbst alle Thronen? Giebt es wohl ird'sche Kronen, die unverwelklich blühn? Kann vor des Grabes Schrecken der Purpur dich bedecken? die Krone dich dem Tod entziehn? bt mind 7. Wie, wenn die Sonn' aufge= het, die Rose blühend stehet in ihrer schönsten Zier, und doch verwelkt sich beuget, eh' sich der Abend neiget; so blühen und verwelken wir. a pilied misd - bied diam 7) Von der Erlösung der Menschen und dem Erlöser überhaupt. Sund 7 611 89, W Mel. Jefu meine Freude. 05 ort aus Gottes Munde! Wort vom FriedensBunde! Evangelium! Bald, da wir gefallen, ließ dich Gott erschallen! du bist unser Ruhm! Gottes Kraft, die schafft! gute Botschaft, uns zum Leben von Gott selbst gegeben! 2. Was dein Wohlgefallen vor er Zeit uns allen, Gott, bestimmet hat; was sonst dunkle Schatten vorgebil: det hatten, das vollführt dein Rath. Daß dein Eid dich nicht gereu't, zeigst du nun; in Jesu Namen wird er Ja und Amen. 9. Wir rechnen Jahr' auf Jahre, ingroischen wird die Bahre vor unser aus gebracht. Man scheidet von den Seinen, die hülflos uns beweinen, und uns bedeckt des Grabes Nacht. Glauben 10. Dies laßt uns wohl bedenken, und uns zum Himmel lenken, weil er uns offen steht. er uns offen steht. Wer dahin will gelangen, darf an der Welt nicht hangen, da sie mit ihrer Lust vergeht. 3. Alles ist vollendet, Gott hat den gesendet, der verheißen war. Jesus, der sein Leben wollte für uns geben, stellt sich wirklich dar, ja, er hat des Hochsten Rath ganz vollbracht, und lebt in Ehre; ach erwünschte Lehre! 4. Da uns Strafen drohten; was für frohe Boten! trostreich ist ihr Mund, liebreich ihre Füße, ihre Lehren süße. Welch ein theurer Bund! Gottes Huld trågt unsre Schuld, und wer ihn mit Glauben ehret, wird von ihm erhöret. 5. Auf! und wehrt den Schmerzen! kommt, ihr, deren Herzen das Geſeg zerschlug: kommt zu dessen Gnaden, der für euch beladen alle Schmerzen trug. Jesu Tod versöhnt euch Gott; ( Sott, der euch als Vater liebet, und die Schuld vergiebet. 6. Hierauf will ich bauen, Christo mich vertrauen, und in ihm mich freu'n. Ihm nur will ich leben, ihm mich ganz ergeben, ewig treu ihm feyn. So werd' ich auch einst durch dich, o mein Heiland, selig sterben und den Himmel erben. OFONOROTOCOLOROFOR S. VV. 1041, NAKAKAKALOKOLOVOJOKONG KUNUNU jururarurururu MOTORUNUN MOTORIO OFONOLLON ON OLON 16 Von der 56 Erster Theil. Mel. Durch Udams Fall ist ganz: c. 90. D G urch Adams Fall ist E erst verderbt der Menschen Thun und Wesen. Dies Gift ist auf uns fortgeerbt. Wir waren nie genesen; wár' Jesu Heil nicht unser Theil. Denn wie so tiefe Wunden! Uch, jeder hat in Adams That des Satans Reid empfunden! 2. Seit Satan ibn dahin gebracht, daß er frech abgefallen: so herrschet mit tyrann'scher Macht die Günde in uns allen. Uns drückt der Tod. In solcher Noth beschloß Gott, uns zu geben den eignen Sohn zum Gnadenthron, damit wir möchten leben. 4. Gott hat uns seinen Sohn ges schenkt, da wir noch Feinde waren, der ist für uns ans Kreuz gehenkt, erstanden, aufgefahren. Tod und Gericht trifft uns nun nicht, so wir ihm nur vertrauen. Fest steht dies Wort! Wem mag hinfort noch vor dem Tode grauen! Erlösung der Menschen 6. Der Mensch ist gottlos und verflucht, und wird zuleßt zu Spotte, der solchen Trost bei Menschen sucht, und nicht bei seinem Gotte. Denn wer sich will ein andres Ziel ohn' diesen Tröster stecken, den mag gar bald des Feind's Gewalt und arge List erschrecken. 3. Warf uns denn eine fremde Schuld in Udam alle nieder; so bringt uns eine fremde Huld in Christo alle wieder. Und wie wir all' in 2Adams Fall des ew'gen Todes starben, so Nach der Mel. des 29. Lieds. rettet Gott durch Christi Tod, die 91. Ew'ge Liebe, mein Gemüthe sonder ihn vertarben. Blick ihm einen Blick zurück, einen Blick in den Abgrund deiner Güte; send' streut, die mein blödes Auge drücket, voll Heiterkeit, der die Finsterniß zerwenn es nach dem Lichte blicket. 5. Er ist das Licht, der Weg, die Pfort', die Wahrheit und das Leben, des Vaters Kraft, sein ew'ges Wort, zum Heiland uns gegeben. Dem Feind zum Truß umgiebt sein Schuß uns alle, die wir glauben. Er ist der Hirt; die Seinen wird aus seiner and nichts rauben. 7. Wer hofft in Gott, und dem vertraut, kann nie zu Schanden werden. Wohl, wer auf diesen Felsen baut! trifft ihn schon hier auf Erden viel Ungst und Müh'; hab' ich doch nie den Menschen sehen fallen, der sich nur fest auf Gott verläßt. Gott hilft den Seinen allen. 8. Du wollest, Herr, von meinem Mund dein heilig's Wort nicht nehmen; so weiß ich, läßt dein theurer Bund mich, Sünder, nicht beschämen. Der Sünden Schuld deckt deine Huld! nur ihr will ich vertrauen. Wer ihr vertraut, auf sie fest baut, der wird den Tod nicht schauen. 9. Mir zeigt schon jest dein heilig's Wort den Himmel aus der Ferne, denn dies Licht führt zu Chrifto fort, dem hellen Morgensterne. Bricht der nun an, ſo faffet man alsdann die hohen Gaben, die Gottes Geist auch uns verheißt, so wir nur Glauben haben. 2. Ich verehre dich, o Liebe! daß du dich erbarmet hast, und aus freiem edien Triebe den allweisen Rath ge= faßt, der verdammnißwerthen Welt durch ein theures Lösegeld, durch des eignen Sohnes Sterben Gnad' und Freiheit zu erwerben. DE 3. O, ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit! wel= cher uns hülflosen Armen Gnade, Trost und Hülfe beut. Liebe! die des Sohns nicht schont, der in ihrem Schooße 1902 und dem Erldser überhaupt. 57 wohnt, um die Sünder zu erretten 3. Wir sollen nicht verloren wer aus den schweren Sündenketten. 4. Doch du hast, o weise Liebe, eine Ordnung auch bestimmt, daß sich jeder darin übe, der am Segen Untheil nimmt; wer nur an den Mitt: Ter glaubt, und ihm treu ergeben bleibt, der soll nicht verloren gehen, sondern Heil und Leben sehen. den; Gott will, uns soll geholfen seyn! deßwegen kam sein Sohn auf Erden, und nahm den Himmel siege reich ein. Nun ruft sein Wort und Geist uns zu: Kommt her zu mir, bei mir ist Ruh'. 5. Da du keinen zum Verderben ohne Grund verbannet hast, tragen Sünder, wenn sie sterben, ihrer eignen Bosheit Last. Wer nicht glaubt an Seinen Sohn, der hat Fluch und Tod zum Lohn; sein muthwillig Widerstreben schließt ihn aus vom Heil und Leben. 6. Ewig sey mit Dank besungen, was dein Rath beschlossen hat. Mit uns preisen Engelzungen diesen weisen heil'gen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erstaunend hört; wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergründet. 6. Wird alles andre mir entriffen, was Leib und Seel' erquicken fann; muß ich des Lebens Freuden missen, und nimmt kein Freund sich meiner 7. Liebe, laß mich dahin streben, an; scheint die Errettung noch so weit, meiner Wahl gewiß zu seyn. Richte mir bleibet doch Barmherzigkeit. selbst mein ganzes Leben so nach dei- 7. Ich kann in meinen besten Wernem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir geschafft, mir zum Zeugniß dienen möge: ich sey auf dem rechten Wege. ken, wenn ich noch so behutsam bin, gar manchen, manchen Fehler merten; o, wie fällt aller Ruhm dahin; doch bleibt mir auch der Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. Er 8. Laß mich hier schon mit Vertrauen meinem Heil entgegen sehn; alsdann werd' ich ohne Grauen selbst dem Tod entgegen gehn; keine Creatur wird mich, den du liebest, ewiglich deiner Hand entreißen können, noch von deiner Liebe trennen. 8. Es gehe nur nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist: wird gewiß sein Wort erfüllen: Er, der die Seinen nicht vergißt; fie währet ja in Ewigkeit, die göttliche Barmherzigkeit. Ansions and 14001 9. Auf diesen Grund will ich stets Nach der Mel. des 7. Lleds. 4. Dubgrund, welcher unsre Simden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt; weil Christi Blut beständig schrei't: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich glaubig fenken, dem will ich mich getroft vertrau'n, und wenn mich meine Sünden frånken, nur bald nach Gottes Her zen schau'n; da findet sich zu aller Beit unendliche Barmherzigkeit. One bauen, so lang' ich hier auf Erden bin; der Gnade Gottes will ich trauen, alles andre gleich dahin, ſo sing' Abgrund ch habe nun den Grund meine 92. Hoffnung ewig hált: Wo anders, als ich einst nach dieser Zeit: in Jesu Wunden? Da lag er vor der der Barmherzigkeit! Beit der Welt: Ein Grund, der unani- bl beweglich steht, wenn Erd' und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt: Es sind die offnen Liebesarmen, deß, der sich zu dem Sünder neigt er geht nicht mit uns in's Gericht, und will den Tod des Sünders nicht. Nach der Mel. des 30. Lteds. 93. Nun un, Christen, laßt une fröhlich seyn, Gott Dank und Ehre bringen, von Herzen seines Heils uns freun, mit Lich' und 2ust ihm singen. Wer faßt die große Wunderthat; was Gott an uns gewen= det hat, wie theu'r er uns erworben. Onomor RomeOHRONOR alalalalalalalalaian S. VV.1041, NOVOKOKAK UMUMONONUMUNUIUIUIUIU MUTONOMORONG MONITO LOLOLOLOVODIO 58 Erster Theil. Von der Erlösung der Menschen Mel. Herr Christ der einig' Gott.st 2. Vom Teufel hart verstrickt war ich todt, elend und verloren. Stets ATTOR quälte meine Sünde mich; verderbt 91. H Christe, Eingebor: war ich geboren. Ich sank auch immer tiefer drein, that niemals Gutes, war allein von Sünde ganz besessen. ner, von Ewigkeit gezeugt! Des Baters Auserforner, zu dem sein 3. Gott jammerte von Ewigkeit mein Elend ohne Maaßen. Er dachte der Barmherzigkeit, mir wollt' er helfen lassen; zu mir wandt er sein Baterherz; zu helfen meiner Wunden Schmerz, ließ er's sein Bestes foften. Herz fich neigt! Mit ihm von einem Wesen, bleibst du, der du gewesen, der Glanz der Herrlichkeit. 4. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit fommt, zu erbarmen! Eil', meines Herzens werthe Kron': sey du das Heil der Urmen! Hilf ihnen aus der tiefen Noth! für sie entwaffne du den Tod, und laß fie mit mir leben. 5. Der Sohn, der ihm gehorsam war, erschien nunmehr auf Erden, als eine Jungfrau ihn gebar. Mein Bruder wollt' er werden, hielt heimlich seines Arm's Gewalt, und ging einher in Knechtsgestalt, des Satans Reich zu stürzen. pild add a to der keuschen Jungfrau Sohn, wie 2. Für uns ein Mensch geboren, Gottes Eid geschworen, erlitt'st du Qual und Hohn; starbst, daß wir leben möchten, erhubst uns zu Gerechten und Erben deines Reichs. 6. Er sprach zu mir: Halt' dich an mich! Es soll dir jest gelingen. Mich selber gab ich ganz für dich: will mächtig für dich ringen. Denn ich bin dein und du bist mein. Auch du sollst, wo ich bleibe, feyn. soll der Tod nicht scheiden. Uns di 7. Bergießen wird man mir mein Blut, boll Grimm's mein Leben rauben. Gern leid' ich alles dir zu gut. Das halt mit festem Glauben. Dein Leben, Sterblicher, ist mein, und mein Verdienst ist, Sünder, dein. Co bist du selig worden. 19 8. Den Himmel nehm' ich wieder ein, und scheid' aus diesem Leben. Da will ich stets dein Meister seyn, und meinen Geist dir geben, der dir in Trubsal Trost gewährt, dich, wenn er mich in dir verklárt, in alle Wahrheit leite. - 3. Gieb, stets in reichem Maaße, Erkenntniß deines Heils, daß keiner je Laß uns im Glauben bleiben, durch verlasse die Wahl des besten Theils. ihn zur Lieb' uns treiben, und zu der Lust an dir. Baters ew'ge Kraft ohn' den ich nichts 4. Der du trägst alle Dinge, des vollbringe! der alles Gute schafft! Hilf, daß mich nichts verblendet, mein Herz nichts von dir wendet, nichts meine Liebe schwächt. dir auch auferstehn; mit dir zur Höh' 5. Laß uns, mit dir begraben, mit dich wissen und dich hören, nach dir erhaben, nicht auf das Eitle sehn; allein begehren; dein todt und lebend feyn. fey Gott in Ewigkeit für solche füße 6. Dank, Lob und Preis und Ehre Lehre, mit der er uns erfreut. Sie tröst uns, wenn wir leiden; sie stark uns, wenn wir scheiden; sie schug' uns im Gericht.. Neue Melodie. anu9. Was ich gethan, was ich ge lehrt, das sollst du thun und lehren; daß Gottes Reich sich stets vermehrt zu seines Namens Ehren. Nur húte 95. GE edanke, der uns Leben dich vor Menschenwahn, der dir den Schaß leicht rauben kann, dies sey mein 2bschiedssegen. giebt, welch Herz vermag dich aus bile und dem Erlöser überhaupt. zudenken! Also hat Gott die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenfen, 2. Hoch über die Vernunft erhöht, umringt mit heil'gen Finsterniffen, Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestät, und stillest mein Gewissen. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren auf und Bau ergrúnden; und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm' empfinden.on 4. So kann mein Geist den hohen Rath des Opfers Jesu nicht ergründen; allein das Göttliche der That, das kann mein Herz empfinden. d 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ am Kreuz nicht meine Schuld getragen, nicht Gott und mein Erldser ist: so werd' ich angstvoll zagen. GATE 36. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn: so werd' ich ewig irren müssen, und wer Gott ist, und was ich bin, und werden soll, nicht wissen.bil 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein frecher Spotter rauben; ich fühle seine Göttlichkeit, und halte fest am Glauben. 8. Des Sohnes Gottes Eigenthum durch ihn des ew'gen Lebens Erbe, dies bin ich; und das ist mein Ruhm, auf den ich leb' und sterbe. 15. Sollt' ich dereinst noch würdig motion seyn, um deinetwillen Schmach zu leiden: so laß mich keine Schmach noch Pein von deiner Liebe scheiden. 16. und soll ich, Gott, nicht für und für des Glaubens Freudigkeit empfinden, so wirk' er doch sein Werk in mir, und rein'ge mich von Sünden. in mir, und rein'ge mich von Sünden. uns Sohn geschenkt, so laß mich noch im Tode denken: Wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht alles schenken. madust 9. Er giebt mir seinen Geist, das Pfand, daran wir seine Liebe merken, und bildet uns durch seine Hand zu allen guten Werken. ons 10. Go lang' ich seinen Willen gern mit einem reinen Herzen thue; so führ' ich eine Kraft des Herrn, und schmecke Fried und Ruhe. or the 11. Und wenn mich meine Sünde kránkt, und ich trete: so weiß ich, daß er mein gedenkt, und thut, warum ich bete. 59 13. Kann unsre Lie b' im Glauben hier für den, der uns geliebt, erkalfen? Dies ist die Lieb', o Gott, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 14. Erfüll' mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich deinen Namen nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 12. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, daß ich erwecket aus der Erde, wenn er sich zum Gericht erhebt, im Fleisch ihn schauen werde. is op Nach der Mel. des 15. Lieds. eil uns! Uus unfrer 96. Heit Sündennoth ist Rettung uns erworben. Der Herr will nicht des Sünders Tob. Was Adams Fall verdorben, hat er aus Gnaden uns ersegt. Wie werth sind wir von ihm geschägt! Wie groß ist sein Erbarmen! 12. Selbst seinen eingebornen Sohn fandt' er zu uns auf Erden, von dem verdienten Sündenlohn ein Retter uns zu werden. Er kam und mit ihm unser Heil: er kam, am ew'gen Leben Theil uns wieder zu erwerben. $ 3. Wo ist, o Tod, dein Stachel nun? Hier ist dein Ueberwinder. Für unfre Schuld genug zu thun, starb er, das Heil der Sünder. Wo ist nun, Súnde, deine Kraft? Hier ist der, der uns Kräfte schafft, dein Joch von uns zu werfen. ndionu 4. Gelobt sey Gott! Gelobt sein Sohn, der Retter unsrer Seelen! nun fann uns auch auf Erden schon das wahre Glück nicht fehlen, getrost und froh in Gott zu seyn, wenn wir uns nur dem Heiland weih'n, den Gott für uns verordnet. 5. Was 6 er zum Leben uns verschafft, das ist in seinen Händen. Sein ist das Reich, sein ist die Kraft, das Heil uns zuzuwenden, das er so HOTOOFTOCOOLORI volalon S. WV. 1041, MOHAMAKAI MANCE plavarereleTOKAINKA WI616) ДОЛОДОПО 60 Erster Theil. liebreich uns erwarb, als er für uns am Kreuze starb. Woht allen, die ihm trauen! - Von der Erlösung der Menschen 6. O, laßt uns ihm uns anvertrau'n, und niemals sein uns schåmen! Auf seine Mittlershülfe bau'n, und sein Joch auf sich nehmen, das ist der Weg zum ew'gen Wohl; der Weg, auf den man friedenvoll auch schon auf Erden wandelt. 7. Herr, laß uns diese Seligkeit doch über alles schågen. Nie können Güter dieser Seit den Mangel uns ersegen, wenn uns das größte Gut gebricht: ein reines Herz voll Zuver ficht zu dir, Gott, unser Vater! 8. lent auf dies erhab'ne Glück der Seele stärkste Triebe! 3euch mächtig unser Herz zurück von schnöder Sündenliebe! An dem uns theu'r erworb': nen Heil laß uns im wahren Glauben Theil stets suchen und gewinnen. and Nach der Mel. des 37. Lteds. 97, Job, Ehre, Preis und Dank sey dir, o Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für. Wer kann dich g'nug erheben? Noch war die Welt ein Nichts, und schon warst du groß, herrlich, Gottes Sohn! gefront mit Schmuck und Ehre. Dein ist das Reich, die Herr lichkeit, und du beherrschest weit und breit der Kreaturen Heere. 2. Dein sind sie, denn durch wessen Kraft ward Himmel, Meer und Erde? Wer hat das Leben uns verschafft? Wer sprach zum Engel: Werde! Du bist es, dessen Ullmachtsruf die ganze Welt aus Nichts erschuf. Du bist's, der alles tråget, was sichtbar und unsichtbar ist, was Erd' und Himmel in sich schließt, und was im Meer fich regefliest, und was im 93 3. Und dennoch bist du uns zu gut in diese Welt gekommen; haft willig unser Fleisch und Blut, o Herr, an dich genommen. Aus der erschreck lichsten Gefahr zu retten, was verloren war, warst du ein Fluch auf Erden. O Huld, die sonst nichts gleiches hat! du starbft für unsre Missethat, ein peiland uns zu werden. 4. Du wardst es uns und bist es noch jest auf der Himmel Throne; suchst liebreich von der Sünde Joch und ihrem schnöden Lohne, die ihr noch dienen, zu befrei'n. Beschwerter Herzen Trost zu seyn, ist deines Her zens Freude. Du giebst den múden Seelen Ruh; und wer dich liebt, den stärkest du, daß nichts ihn von dir scheide. 5. Du hörst der Deinigen Gebet und endest ihre Plage. Du bleibst bis Zeit und Welt vergeht, bei uns noch alle Tage. Herr, dir sey ewig Dank und Ruhm für deinen Tod und Marterthum, für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen hin, gieb daß ich mich, so lang' ich bin, in deinem Lobe übe. misen Rach der Mel. tes 15. Lieds. 98. Liebesglut, wie kann ich dich nach Würdige keit besingen! Wie wagt's ein schwacher Geist jest, sich so hoch hinauf zu schwingen! Es glänzet Gottes Herre lichkeit in lauter Lieb von Ewigkeit; bleibt noch mein Herz erkaltet? 2. Gott, der in sich ganz selig war, das allerreinste Wesen, hat sich der schnöd'iten Sünder Schaar zu lieben auserlesen. Du staunst, Vers nunft? gieb Gott die Ehr'! Gott wollt' unendlich lieben, mehr als du begreifen solltest. 3. Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoos genommen! Er ist von seines Vaters Thron zu uns her abgekommen. Sein Mangel, Knechts stand, Kreuz und Grab malt uns mit starken Farben ab, wie sehr Gott lieben könne. Shadia 4. Was ist die Welt? die arge Welt, was sind doch Adams Kinder? daß sie dein Sohn so theuer hála Er rettet diese Sünder: da du im 3orne Belial mit seinen Engeln allzus mal zum finstern Abgrund stießest. 5. O, welche Tiefen seh' ich hier! nie werd' ich sie ergründen; doch seh' ich g'nug, um, Gott, mich dir auf's stärkste zu verbinden. Herr, dir sen ganz mein Herz gewährt, ein Herg, und dem Erlöser überhaupt. das dir allein gehört, als Schöpfer und Erbarmer. 6. liebster Vater, nimm es an, und rein'ge seine Triebe, daß ich, so 61 gut ich immer kann, dich recht inbrån stig liebe. Die Welt nicht, Gott sey meine Lust: laß ewig nichts in meine: Bruft als deine Liebe bleiben. 8) Von Von der Geburt Jesu Christi. 8. Wohl dem, der dieses Samm, auf das Johannes weiset, mit feſtem Glauben faßt, und auch im Leben preiset. Wer, seinem Taufbund treu, sich Jesu ganz ergiebt, der ist in ihm von Gott begnadigt und geliebt. Nach der Mel. des 9. Lieds. s 99.& lag die ganze Welt mit Born und Fluch beladen; da öffnetest du, Gott! die Fülle dei ner Gnaden. Dein Sohn erscheint; du schickst den, dessen Dienst die Bahn dem Herrn bereiten soll, als seinen Knecht voran. 2. Gott, wer kann thun, wie du? Schon wohlbetagt an Jahren gebiert Elisabeth. Der Sohn der Unfrucht baren, den jenes Engels Mund verbeißen, soll't allein der keuschen Jungfrau Sohn, ein würd'ger Herold seyn. Nach der Mel. des 56. Lieds. 3. Du willst durch ihn die Welt von deinem Heil belehren; und ihn auch chreſt du, um deinen Sohn zu ehren. Sein Vater wird erst stumm; der Stumme schnell beredt, und weisfagt, in 100. Mit Ernst, o Menscheneuch bestellt! damit das Heil der Sünder bei euch den Einzug bålt. da auf ihn der Geist des Herrn geråth., hemmt nicht seinen Lauf! Gott 4. Das Kind wird stark am Geist, der Gnade treuer Lehrer, ein brennend, scheinend Licht, ein mächtiger Bekehrer, ein heil'ger Eiferer, der ohne Schonen straft. Auf seiner Seele ruht Eliá Geist und Kraft. Heil und Leben, nehmt ihn mit Freuhat den und mit ihm den auf. 5. D welch ein Gnadenwort! welche süße Stimme, die in der Wüst' erschallt! Sott straft nun nicht im Grimme die sündenvolle Welt. Sein Himmelreich ist nah! denn der die Welt mit Gott versöhnen soll, ist da. 6. Euch ist solch Heil bereit! Ihr Sünder, nehmt's zu Ohren! Freut mit Johannes euch! wie er, noch ungeboren, des Heilands sich erfreut, so freut er sich auch nun, durch Tauf' und Predigten ihn allen kund zu thun. 7. Allein zu Jesu hin verweist er seine Jünger; allein auf Jesum zeigt fein ausgestreckter Finger. Seht, das ift Gottes Lamm, das mit dem Fluch belegt, für uns geschlachtet ward, und alle Sünden trágt. 9. Das werd' auch unser Thell! Johannis Umt und Lehre verherrliche noch stets, Gott, deines Namens Ehre. Wer Buße thut und glaubt, hat Trost auf alle Beit. Wer Buße thut und glaubt, der bleibt in Ewigkeit. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast; macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haßt; ihr Berge senket euch; senkt euch, und werdet eben, wenn Thale sich erheben; ihr Krümmen, werdet gleich. 3. Ein Herz, das Demuth übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmuth liebet, mit Angst zu Grunde geht. Ein Herz, das richtig ist, und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten; zu dem kommt Jesus Christ. 4. Uch, mache du mich Armen zu dieser heil'gen Zeit, aus Süte und Ers barmen, Herr Jesu! selbst bereit! Beuch in mein Herz hinein; dies seg satt jener Krippen! so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar seyn. OFONOFROTOCHEMOROIN OR lalala S. WV. 1041, HOHOHO OLOVKOKG UiUiureiura TUTORGIORGIOUS rad 62 Erster Theil.- Von der Geburt Jesu Christi. Neue Mel, oder von Gott will. 101. G rhebt den Herrn, ihr Frommen; er hält, was er ver= ſpricht. Der Heiland ist gekommen, der Völker Trost und Licht. Gott, Å der uns nicht verstößt, hat uns zu unserm Leben, selbst se nen Sohn gegeben. Durch ihn sind wir erlöst. 2. Erlös't! D, welche Gnade hat uns der Herr erzeigt! Der uns betroffne Schade, der uns so tief gebeugt, ist nun nicht unheilbar. Von Sünden und Verderben uns Rettung zu er werben, gab Sottes Sohn sich dar. 3. Er kam zu uns auf Erden in armer Knechtsgestalt. Voll Mühe und Beschwerden war hier sein Aufenthalt. Der ihm gegeb'nen Macht enthielt er sich mit Freuden, bis er durch Tod und Leiden sein großes Werk vollbracht. Neue Mel. oder nun sich der Tag. 102. Iso hat Gott die Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb uns seinen Sohn zum Heiland giebt. Wie hat uns Gott so lieb! 2. Was sein erbarmungsvoller Rath schon in der Ewigkeit zu unſerm Heil beschlossen hat, vollführt er in der Zeit. 3. Er, aller Menschen höchstes Gut, der alle segnen kann, nimmt wie die Kinder Fleisch und Blut, doch ohne Sünden an. 4. Ich freue mich mein Gott in dir. Du nimmst mein Fleisch an dich. Was fehlt mir nun? ist( Sott mit mir, wer ist dann wider mich? wirst auch mir Rath, Kraft und 5. Du Sohn des Allerhöchsten, Held, mein Vater und mein Friedefürst, so wie das Heil der Welt. 6. Was mir zum Seligseyn ge= bricht, das, Herr, erwarbst du mir. Versöhnung, Leben, Trost und Licht, das hab' ich nun an dir. 7. Dein Mangel wird mein reiches Theil; dein Leiden stillt mein Leid. Durch deine Knechtsgestalt, mein Heil, gewinn' ich Herrlichkeit. 8. Gelobt sen Gott! Gelobt sein Sohn! durch den er Gnad' erweist! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! Erheb' ihn auch mein Geist. Dein u 4. Er hat's vollbracht! O, bringet Gott euern Lobgesang! Erlös'te Men: schen! singet dem Mittler ewig Dank. Wo niemand helfen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt uns'rer See: len Schaden. D, nehmt ihn gläubig an. 5. Du Freund der Menschenkinder! Verwirf uns, Jesu, nicht. Dein 1712 18 tamattaus Name, Heil der Sünder, ist unsreach der Mel. des 61. Lieds. Zuversicht. Drum kommen wir zu dir. Hilf uns die Macht der Sun 103. Laßt uns unserm Gott lob= den noch glücklich überwinden! Denn dein, o Herr, sind wir. erfreut laßt uns heut' ihm Berehrung bringen! In des Himmels hohe Chöre stimmet ein! Gott allein, unserm Gott sey Ehre! 6. Bei dir steht unser Leben. 3u unserm ew'gen Heil hast du dich bin gegeben. Gieb uns am Himmel Theil! Faß uns dir folgjam seyn! Was wird uns, Herr, dann fehlen? Dann wer: den unsre Seelen sich Gottes ewig freun. 2. Jeder, der sich fühlt verloren, freu' sich inniglich: Christus ist ge= boren! Er, der König aller Wesen, Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. 11 steigt herab, bis ins Grab, Sünder zu erlösen. 3. Wer kann Gottes Rathschluß fassen? Aber dies ist gewiß: Gott kann uns nicht hassen! Kommt der Sohn aus freien Trieben zu uns her; wie sollt' er nicht die Menschen lieben? 4. Wenn er uns verworfen hatte, nahm er dann Menschheit an? Er spricht: Ich errette. Deß soll sich der Erdkreis freuen! zum Gericht kommt er nicht, sondern zum Verzeihen. 5. Eilt im Geist nach Bethlems Hütten, seht, was dort euer Hort schon für euch erlitten. Er wird niedrig euretwegen. Welch ein Freund! Er erweint seinen Feinden Segen. 6. Er, er will für eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod göttlich groß erdulden. Lernt den Menschenfreund erkennen, gnadenreich will er euch seine Brüder nennen. 7. Dankt ihm, der eu'r innres Sehnen sehen kann! betet an! opfert Freudenthránen! Liebt ihn, der von Liebe brennet, traut dem Herrn, der cuch gern feine Brüder nennet. 13. Du kommst einst zum Weltgerichte! dann werd' ich, Richter, dich schau'n von Ungesichte. Gott, wie wird dein Haffer beben! Dann werd ich deiner mich freu'n und ewig leben. 104. G elobet senst du, Jesus Christ, daß du Menfch geworden bist! Da eine Jungfrau dich gebar, frohlockte selbst der Engel Schaar. Hallelujah! 2. Dich sahn die Våter schon von fern, Davids Sohn und Davids Herrn; ihr Heil und ihre Zuversicht, und aller Volker Trost und Licht. Hallelujah! 3. Die Nacht entflieht, der Tag bricht an über die, so nie ihn sahn; auf die, so Finsterniß umgab, glänzt Gottes Wahrheit nun herab. Hallelujah! 4. Durch den die Welt einst wor den ist, der einst richtet, Jesus Christ, der Schöpfung Herr, kommt in sein Reich, erniedrigt sich und wird uns gleich. Hallelujah! 5. Jauchzt Himmel, Erde freue dich! Gott verföhnt die Welt mit fich! Uns, Adams fúndiges Geschlecht, entsündigt Er, macht uns gerecht. Hallelujah! 8. Wenn euch eure Sünden frånken, eilt herzu, suchet Ruh! Er will sie euch schenken. Schaut auf ihn mit Glaubensblicken! Bittert nicht! denn er spricht: Ich will euch erquicken. 9. Ihr Erdulder schwerer Tage, euern Schmerz fühlt mein Herz! Kein Erlöster zage! Bringet ihm an seinem Feste 3utrau'n her, wisset, er wählt für euch das Beste. 10. Er verläßt euch nicht, ihr Schwachen; mehr, als ihr litt er hier, euch beglückt zu machen. Eure fleine Zeit der Leiden und der Müh', was ist sie gegen ew'ge Freuden? 11. Gottmensch! du nahmst meine 63 Lieb' ergründen? Ewig soll freuden= voll sie mein Herz empfinden. 12. Dir, mein göttlicher Befreier folg' ich nach, obwohl schwach, doch um so viel treuer. Keine Kreatur, Fein Leiden, keine Noth und fein Tod soll von dir mich scheiden. 6. Gelobet seyst du, Jesus Christ, daß du Mensch geboren bist. der Erdkreis unterthan! dich beten alle Himmel an. Hallelujah! Dir ist Nach der Mel. des 35. Licds. Bürde gern auf dich, daß auch ich 105. O Friedensfürst aus Das frei Wer deine Stamm! o meiner Seelen Bräutigam! mein Trost, mein Heil, mein Leben! Dank sey dir, o Immanuel! Du kommst zu uns Nach Leib und Seel' will ich mich dir ergeben. Heil dir! Heil mir! Weicht ihr Leiden, singt mit Freuden, Ho= fianna! seht er kommt jest: Hofianna! nonenOOOOOFTEC alejanievole o MS ANAOKOLOVOKOKOHËS UMUTUNGIGKUJU UNOMOTO LONTONG Erster Theil. Von der Geburt Jefu Chrifti. 64 2. Ich selbst bin nun von Freuden voll, und weiß nicht, was ich schenEen soll dem auserwählten König! Otheurer Jesu, nimm toch hin, mich selbst und was ich hab' und bin, ach freilich ist es wenig. Schließ mich in dich. Nichts auf Erden, nicht Beschwerden, keine Leiden sollen mich je von dir scheiden. did 5. Mein Blutsfreund, mein Immanuel! was konnte dich bewegen, mein Goel, meine Lebensquell'! den Zepter hinzulegen, und kommen in dies Jammerthal, um dich mir selbst zu schenken? Ich wende mich hin überall, ob etwas auszudenken, die Gabe zu vergelten. 6. Bár nicht der ganze Himmel dein, und könnt' ich ihn dir geben, so würd' es doch zu wenig seyn: Könnt' ich mein Blut und Leben zu tausend mal hingeben dir, so blieb ich doch in Schulden; weil, was du hast gethan an mir, und für mich wollen dulden, unendlich mehr verdienet. 7. Doch sieh', mein Herz, o welche Lieb'! der Herr will keine Gaben; komm nur, und dich ihm selbst ergieb, das ist's, was er will haben. Der sich 106. dir will altern mit Glaub' und Liebesarmen in Dankbarkeit ume faffet seyn. Aus ewigem Erbarmen bist du von ihm erkaufet! 3. Bleib, höchstes Gut, du Himmelezier! mein Leitstern stets, so bleib bei mir! Du Hoffnung der Verzagten! Du Lebensquell, erquicke mich, du süßes Manna schenke dich zum Trofte den Geplagten! Laß nicht dein Licht hier auf Erden dunkel werden! Laß den Deinen hier dein Wort noch ferner scheinen, of sig mot si fii mic Enstiel id Idoar im Nach der Mel. des 17. Lieds. schenkind! Mein Bruder Gott und König! Mein Stammeln, meine Lieder sind vor deinem Glanz zu wenig. Wo Menschenweiswo Engelzungen tallen, da bliebe man wohl ewig 107. Liebſter Jeſu! Sey Nach der Mel, des 47, Lieds. ottes und Sohn! ftumm, wenn dir es würd' mißfallen, was Kinder stammelnd bringen willkommen! der da Urmuth, Spott und Sohn mit der Menschheit anges. nommen. Rette mich aus aller Noth, welcher meiner Seele droht! 2. Was alles Denken übertrifft, was Bik unmöglich nennet, hat deine Wunderhand gestift't, die keine Schranken kennet: Gott wird ein Mensch, der Herr ein Knecht, und Menschen arme tragen den, der den ganzen Weltfreis trågt. Was kann ein Klüg: ling sagen, dies Råthsel aufzulösen? 2. Wir empfinden alle noch, was uns 20dam einst verloren: und auch ich bin in dem Joch seiner Missethat geboren. Doch ich hoffe jest auf dich. Andrer Adam, åndre mich! 3. Du bauteft aus Maria dir, o großer Erdgesandte, die Hütte, da dein Herz zu mir in Liebesflammen brannte. Du kamst in's Elend nackt und blos, zu kleiden mich mit Gegen; verließest deines Vaters Schooß, um mich darein zu legen, und ewig zu erquicken. 3. Du bist worden, was ich bin: Laß mich auch, was du bist, werden; nimm mein Gündenelend hin. Mache mich dir gleich auf Erden! und ver leih' von deinem Heil mir, o Jesu, auch mein Their dolog, and 4. Aus dem Himmel kamst du her, hilf mir Armen aus der Hölle: Nur ein Stall war dir noch leer; aber gieb mir eine Stelle unter denen, die bei dir wohnen werden für und für. d 5. Steckt mein Herz in böser Lust, lasse du es nicht so bleiben! Wohne felbst in meiner Bruft, alles Böse zu vertreiben, bis ich, ganz mit die erfüllt, habe Gottes Ebenbild, ma G4. Was aller beil'gen Båter Schaar verlangte zu erblicken; was 2dam fchon verheißen war; was Lamech konnt' erquicken; was Jacob fah; was er befang; was Hiobe Trost ge= wesen; und was durch Davide parf erklang, das alles ist zu lesen in meis nes Heilands Krippe! Is zad d Coccion Erster Theil.-Bon der Geburt Jefu Christi. 65 6. Wurdest du ein Menschensohn: und wir können beinetwegen nun auch mache mich zu Gottes Kinde, daß ich Kinder Gottes seyn. hat die Sünd' ftets vor seinem Thron einen Vater uns gleich verdorben, o so hast du an ihm finde! Er ist ja nicht mehr neue Kraft uns zur Heiligung ver mein Feind, denn ich bin dein wahrer schafft, und die Zuchtigkeit erworben, Freund. einst, von Sünden völlig rein, deinem Bilde gleich zu seyn. 17 min 7. Wenn der Teufel sich erboßt auf uns schwache Menschenkinder, so hab' ich den großen Trost: daß du da bist, Heil der Sünder! Dir ergeb' ich Leib und Seel', hilf mir, mein Immanuel! sode 4. Du bist Mittler! Heil uns Súndern! huldreich gab der Vater ihn! Du hast armen Adamskindern nun sogar das Recht verliehn, in den Hims mel einzugehen, und des Herren Herrs lichkeit, nach vollbrachter Prüfungs zeit ewig einst verklárt zu sehen. Nun hat meine Zuversicht einen Unfer, der nicht bricht. -Reue Mel. oder Sollt' ich meinen.. 108. DE ve G er du uns das Heil errungen, Mensch geword'ner Gottes Sohn! ewig sey dir Lob gesungen, daß du von des Him mels Thron uns zu gut ine Fleisch gekommen. Der du voller Freundlichkeit längstens schon vor meiner Zeit dich auch meiner angenommen, und mein Bruder worden bist, sey gelobt, Herr Jesu Christ! 2. Sen gelobt, denn dir gehöret Preis und Dank und Ruhm mit Recht. D, wie hoch hast du geehret unser sterbliches Geschlecht! Herr, du hast es selbst vermählet mit der göttlichen Natur, und vor aller Kreatur es zur Luft dir auserwählet. Ja, in dir, du Bottes Sohn, ist der Mensch auf Gottes Chron. 3. Du, bu bist der Völker Segen, kamst, vom Fluch uns zu befrei'n, penomen 5. Sollte Gott mich nun wohl hafs sen? Hier ist ja Immanuel. Sollt' er mich wohl hülflos laffen? Hier ist ja der Hülfe Quell. Was vermag mich anzufechten? Er, der meinen Jammer fennt, und mich seinen Bruder nennt, sigt als Herr zu Gottes Rechten. Durch ihn bin ich Gott vereint. Gott ist mein versöhnter Freund. For sined 63 Hrr, wie groß ist deine Güte! Meine Seele freut sich dein. Laß doch stets mein ganz Gemüthe voll von deinem Ruhme seyn. Nimmer will ich dein vergessen, dir will ich mich ganz vertrau'n, freudig folgen, auf dich bau'n. Deine Huld ist unermessen. Gieb, daß ich für deine Treu, dir auf ewig dankbar sey. Mel. Bom Himmel hoch da komm. 109. D 109. ies ist der Tag, den Gott gemacht. Sein werd' in 能 aller Welt gedacht. Ihn preise was f durch Jesum Cbrift im Himmel und auf Erden ist. 2. Die Volker haben dein geharrt. Doch, als die Zeit erfüllet ward! da fandte Gott von seinem Thron dich, Heil der Welt! dich, seinen Sohn! 5 Alain iton M's KAKOVOKOJOJOJOJOJOJOKE FUTU MOTOROMOTO Cente. Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. 66 3. Wenn ich dies Wunder faffen will, so steht mein Geist voll Ehr: furcht still; er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt! nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Seils d 5. Dein König, 3ion! kommt zu die er kommt voll brünstiger Begier, dich zu erfreuns er hilft dir gern. Gelobt sen, der da kommt vom Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst! Immanuel und Friedefürst! auf den die Völker hoffend fah'n; dich, Gott, mein Heiland, bet' ich an. 7. Dus unser Trost und höchstes Gutvereinest dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir 8. Gedanke voller Majestát! Du bift es, der das Herz erhöhtlich Ge danke boller Seligkeit! Du bist es, der das Herz erfreut. 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ist's, der sie erhält. Was zag' ich nun, wenn der rich schüßt, der in des Vaters Schoose figt! 11. Herr der du uns den Tag gemacht. der uns solch großes Heil gebracht. Dich preife was burch Jefum Chrift im Himmet und auf Erden ist. dnsfizd sed tandre) tund pid Not sin rolle dry Jussi 201 19quada Neue Mel. ed. Ermuntre dich, mein. madr 110. G Gru 11T194 290 0 sen gepreist! Sie schuf uns Heil und Lebend Eumuntre dich, mein fráger Geift, ihr Wohithun zu Tysm TG erhebeng Denten die Nacht, prda auf der Welt des Höchsten Sohn 3300 fich eingestellt, um sein so theures Leben für Sünder hinzugebendon enamorarted at 2. große That! Erwünschte Nacht! von Engeln selbst befungen! Du hast den Mittler uns gebracht, der uns das Heil errungen. In dir erschien der starke Held, der alles schuf und alles hält, der Freund der Men schenkinder, des Todes Ueberwinder. 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Gemer burt; und Erde, die ihn heute sicht, fing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied. ott! deine Ghabe 3. Der du zu uns, gefandt bom Herrn, aus deinem Himmel famest, und unser Fleisch und Blut ſo gern in Demuth an dich nahmest! Sohn Gottes! o wie hast du dich so tief erniedrigt auch für mich! wie arm bist du erschienen, um meinem Heil zu dieneno in nosion 910 abielouz Sut tire bil 4. O, lehre mich den großen Werth von deiner Huld recht fassen! Was reizte dich auf dieser Erd, dich so herab zu lassen? Hier warteten dein nichts als Noth, Verachtung, Kume Schmerz und Tod und doch kamst du auf Erden ein Menschen. sohn zu werden, odsis sustosenbus 15. Noch stárler, Herr, als Schmerz und Tod, war deine Menschentiebeu Du sahest unsre Sündennoch mit mite leidsvollem Triebevd Ou stimmtest unser Heil zu seyn, in deines Vaters Rathschluß ein, wardst Mensch, und famit mit Freuden, für uns den Tod zu leidendsinsod sit stint in Spic soic 6. 3mmanuel dein freu' ich mich Du bist auch mein Erretter. Auch mir zum Troste sandte dich der Herr der Gott der Götter. Was mir ein 19 FO wahres Woht verschafft, Erleuchtung, Friede, Best'rungskraft, und Freu den, die stets währen, willst du auch 92 THU of 119 mir gewähren. Bay.ie stodolap, sid 7. Was soll ich dir, mein größter Freund, für deine Treue geben? D 50 Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. bist's, der mich mit Gott vereint, du Heit und Lebens Herr! was ich hab' und was ich bin, das 112. Herr! laß mich Ich geb' ich dir zum Dienste hin. will dich ohn Aufhören mit Leib und Geel verehren. 8. 3war seh' ich dich im Fleisch noch nicht; doch du wirst wiederkommen; und dann schau'n dich von Angesicht, Herr, alle deine Frommen. Dann werd ich auch, Herr Jesu Christ! dich schau'n so herrlich, als du bist. Dann wirst du mich zum Leben, das bei dir ist, erheben, ag and and 998 Tudb) 290 790 0190 st 9 midias $ 179.10 Nach der Mel, des 57. Lieds. 39000190911 89000 894 and hr, die ihr war't ver= 111. Stof loren! hort, was euch trösten kann! Der Heiland ist geboren, und nimmt sich eurer an. Deß freuet sich dort oben der Engel heil'ge Schaar, und ihre Chöre loben Gott darum immerdar THE 2. Sie wissen nichts vom Neide, freu'n sich mit uns zugleich, und singen: große Freude verkündigen wir euch Euch ist dies Kind gegeben! Euch solches Heil bereit't; bei Gott dereinst zu leben in steter Seligkeit. pamudin 3. Daß fich Fein Mensch betrübe! dies ind zerbricht das Soch, bringt euch des Vaters Liebe; was trauert ihr nun noch? Er schenkt ein himmlisch Erbe! Wohl dem, wer an ihn glaubt, daß jeder fröhlich sterbe, da folch ein Schag ihm bleibt! 4300 Tod Sunde Teufe!, Holle was wider euch gekämpft, hat er, an eurer Stelle bestritten und gedämpft. Dies Kind tritt sie darnieder. Nun seydige wohlgerächthound Gott erhöht nun wieder das sterbliche Ges schlecht.d did 90not store in nellotgeday#re, said Neue Mel. oder Wir Christenleur. 38942 5. So rühmen sie mit ihnen froh locket jeder Christ, daß Gott im Fleisch erschienen, der Herr sein Bruder ist. Dein sind nun unsre Herzen. Gerr dir geloben wir; uns trennen weder Schmerzen, noch Freud und Grück von dir. e 90195 31 boch recht feierlich des Heilands blive Fest mit Lob und Dank begehen! Lieb' ist der Dank der Lobs gefang, durch den wir dich, du Gott der Lieb', erhöhend aus 2. Wie bin ich froh, daß du also, Gott, die Welt in deinem Sohn geliebet!, wer bin ich, daß du auch mich so herrlich hoch, noch eh ich war, geliebet? a 3. Er unser Freund, mit uns vers eint, zur Zeit, da wir noch feine Feinde waren; er wird uns gleich um, Gott, dein Reich, und deine Lieb im Fleisch zu offenbaren. 4. Un seinem Heil gieb mir auch Theil! Hilf, daß ich redlich glaub an Der ehrt ihn nicht, seinen Namen. wer Herr! Herr! spricht, und doch nicht sucht sein Beispiel nachzuahmen. 5. Aus Dant will ich in Brüdern dich, dich Gottessohn, bekleiden, speiſen, trånken; der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreu'n und dein babethgebenken. Hone 6. Rath, Kraft und Held, burch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden! die Christenheit preist dich erfreut, und aller Knie soll dir gebeuget werden. mimbre mawoleb 7. Erhebt den Herrn, er hilft uns gern, und wer ihn sucht, den wird fein Name trösten. Hallelujah! pale telujah! Freut euch des Herrn, und jauchzt ihm, ihr Erlöften! 090 Nach der Mel. des 112. Lieds. mel, bed bristenheit! sey hoch 113. D erfreut! das Heil der Welt, der Mittler ist geboren, der uns erlöst und ewig tröst't. Wer an ihn glaubt, geht nimmermehr verloren. HOMTOTOTECHNOLONOWL alala nianOIOIOLOTOK HOLMS KATAKATALO UNUNUNUNUNJUNG 101010 TOTOKOMUNI non LOVOV Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. CONOMOULEUOLLOW 2. O große That! nach Gottes Rath hat sich ſein eib'ger Sohn für uns gegeben. Menschenkind, ohne Sund, ward er für uns, und bracht uns heit und Leben.b pinson 3. Seligkeit! er hebt das Leid, das durch den Sündenfall auf uns gekommen. Mit uns ist Gott nun in der Noth., jauchzt dem Herrn, und hofft auf ihn, ihr Frommen! 4. Auch mein Gesang. Herr, bringt dir Dank. Da wurdest Mensch, damit wir selig würden. Du machst uns groß, und vollig los vom Fluch der Sund' und ihren schweren Bürden. 5. Gelobt sey Gott! Auf unfre Noth sah er als Vater mitteidevoll hernieder Christenheit! pre s' ihn erfreut. Denn Gottes Sohn bringt das Verlorne wieder. 95735 dint ahis Tria id Nach der Mel, des 112. Lieds.ndi irf, bloder Sinn, den Kummer hin. Gott ist für dich, was will dich ferner från ten? Hallelujah! Sein Sohn ist da, wie sollt er uns mit ihm nicht alles fchenken? TIO 114. Hjor 2. Schlágt dir das Herz vor Ungft und Schmerz, empfindest du, wie sehr die Sünden frånken? Dein Heil ist hier; wie? sollte dir nicht Gott mit ihm auch Gnad' und Friede schenken? 3, 3st deine Kraft zu mangelhaft, must du mit Schaam an deine Schwäche denken? er, der dir giebt das, was er liebt, wird dir mit ihm zur Tugend Kräfte schenken 4. Fehlt Weisheit dir, um glücklich bier noch zu entgehn der Bosheit schlauen Ranken? Erschrick nur nicht! Gott ist dein Licht. Er wird dir mit siebi dem Sohn auch Weisheit schenken. 5. Gebricht es dir bald da, bald hier, sorgft du, wer dich noch speisen wird und tránken? O, fasse Muth! das höchste Gut wird mit dem Sohn dir auch die Nothdurft schenken. 6. Wirf, blöder Sinn, die Sorgen hin, die dich in's Meer der Traurig keit versenten. Dein Heit ist da. Dein Heit ist da. Hallelujah! Wie sollt' uns Gottmit ihm nicht alles schenken! dan *** Nach der Mel. des 67. Lleds. 115. Wie soll ich dich empfan gen, o Bier! aller Welt Verlangen, wie o gernes will ich dir mein Herz zum Tempel weihen! Nur zeige du mir an: womit ich dich erfreuen, wie ich dir dienen kann. 2. Dort streut dir 3ion Palmen; wird nicht mein Herz gerührt? Es zeigt durch frohe Psalmen, was es für Regung spürt. Dich, Herr, soll es erheben, denn dir gebühret Ruhm, dir soll es Ehre geben, dies Herz, dein Eigenthum. 3. Nichts hast du unterlassen zu unfrer Geligkeit, als wir im Staube saßen, gebeugt vom schwersten Leid. Da mir das Reich genommen, wo Fried und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen, und hast mich froh gemacht. 4. Schilag in schweren Banden, du fommst und machst mich los; ich stand in Sport und Schanden, du kommst und machst mich groß. Du hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir großes Gut, das sich nicht last vers zehren, wie ird'scher Reichthum thut. 5. Was hat dich, Herr, getrieben, dich, den kein Himmel hält, als nur dein theures Lieben, womit bu diese Welt bei ihren lauten Klagen, bei ihrer Sammerlaft, bei ihren tausend Plagen so fest umfangen haftal 6. So jauchze nun von Herzen, du hochbetrübtes eerlinbei denen Gram und Schmerzen sich häufen immer mehr. Seyd unverzagt, erblicket die Hülfe vor der Thür; der euer Herz erquictet und tröstet, stehet bier. 7. Sollt' euch nun noch erschrecken der Sünde schwere Schuld? Nein, Jesus will fie decken mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zu wahrem Trost und Heil; macht sie zu Gottes Kindern, und Gott zu ihrem Theil. i od ngad lo 8. Laßt eure Feinde drauen, weid t darum nicht zurück, der Herr wird fie zerstreuen in einem Augenblick. Er fommt, der große König! der Rácher eilt geschwind! stürzt, Feinde! die zu wenig zum Widerstande find. CONDICION On LP Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. 69 9. Du kommst zum Weltgerichte, 8: 5. Wo ist etwas, das nicht nichtig, verklärter Menschensohn! in maje- dürftig und voll Mühe war? Hab stát schem Lichte, und mit dir kommt ich Hoheit, die ist flüchtig. Hab' ich dein Lohn Geh' auf, b wahre Sonne! Reichthum; was ist's mehr, als ein und leucht in vollem Glanz, erfüll' wenig schnöder Erd? pab' ich Lust; mit ew'ger Wonne das Herz der was ist sie werth? Was ist, das mich Deinen ganz bid bi timoarno heut erfreuet, und nicht morgen schon nnot monoid sid gereuet? 10 Ri smu tie mmoja namin ni aid Justi Mel. Werde munter mein Gemüthe. 1700190 8110 30 116. 92 6. Aller wahrer Trost im Leide ruht in dir, o Jesu Christ; und auch du allein giebst Freude, die ganz rein und lauter ist. Uch wie sehn' ich mich nach dir! Eile, Jesu! komm zu mir, daß ich deine Hülfe sehe, eh ich in der Angst vergehe. didi daudnis Joel gol, idgla 7. Freu' dich, Herz, du bist erhöret. Jego zeucht er bei dir ein. Sein Sang ist zu dir gelehret. Auf! heiß ihn willkommen seyn! Er verspricht dir Heil und Ruh. Auf! bereite dich ihm zu, daß er dich zur Wohnung wählet, und da klag' ihm, was dich quálet, nid stron was tie lang sollt' ich traurig stehen, du Gesegneter des dherenuri Solltest du vorüber gehen? Tritt doch nicht von mir o fern! so helfer in der rechten Zeit, der mit ew'gem Trost erfreut! Hilf, o Jesu, meinem Herzen von den Wunden, L HH SC G die mich schmerzen. mis padid 9192. Schau auf meinen großen Jammer! stille des Geseges Dráu'n! Denn dies Wort ist als ein Hammer, und zermalmt mir mein Gebein. Es verfündigt Fluch und Tod. Ach, wie schrecklich wird mir Gott! Komm, von des Ulmacht'gen Pfeilen mein verwundet Herz zu heilen. dsm 19m 3. Sich wie Satan seine Lügen noch in diese Schrecken mischt; als mußt' ich, gleich ihm, nun liegen in der Glut, die nie verlischt, bieh mir, zu noch größerm Schmerz wird mein schon. zerriff'nes Herz durch das folternde dlod Gewiffen immer heftiger zerriffeni da4. Flieb ich dann, die Angst zu lindern, da ich ſo beangstigt bin, zu der Welt und ihren Kindern, fall' ich vol Tends ganz dahin. Da ist Freude, die betrübt; Troft, der nicht Erquif tung giebt; Helfer, die mir Untuft machen Freunde, die wohl meiner lachen.d molisu tus 8. Wohl dir, daß dich Jesus liebet! Wo ist, was dir schaden kann? Was du Bofes felbstverübet, das sieht Gott nun nicht mehr an. Auch wird, was sich in der Welt Boses dir ent gegen stellt, statt dich in den Staub zu legen, dir nur lauter Glück und 0 ipin 10 stllo Spid Segen. 90 dia dos idon bus 19. Dir dient selber das zum Heile, was die Sünder schreckt und qualt; denn du hast zum besten Theile deinen Jesum dir erwählt. Sey ihm, wie er dir ist, treu, und es bleibet feft dabei, daß du mit den Engeln droben ont ass ihn dort ewig werdest loben. bin un bichle imi Von der Erscheinung der Weiseninde. nd diod Weisen, nendich ban Nach der Mel. des 32. Lleds. 17 ot 0931, onu g ott der Juden, Gott der Heiden! Uller Bolker Heil und Licht! Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Himmel spricht; Sem und Saphet kommt von fern, dich zu sehn, du Jacobstern! nel so hon stig 17 OMONOFOTOTEC alalalala! Itel'MS AKKOKOKOKAKOVOVÉ UMUTUNUNUNUIUIU JOIOIOIOIOIOIOIOIO COMORO QLOLOLOVOUvovovou Erster Theil. Von der Geburt Jesu Christi. G 2. Wir gesellen uns zu denen, die aus Morgenlande sind; unser Fragen, unser Sehnen ist nach dir, du großes Kind! Unsre Knie beugen sich, unser Arm umfasset dich. 3. O, mit welchen ird'schen Scházzen mag ein armer Sterblicher dich erquicken und ergoßen? Du bist über alles Perr. Ein Geschenk, das dich erfreut, ist ein Herz voll Dankbarkeit. 04Nimm für Gold und andre Gaben Glaubey Lieb und Hoffnung an. Was wir sind und was wir haben, ser dir gänzlich unterthan. Hier ist mehr denn Galomonau Dein find wir o Gottes Sohn! o 1996 5. ap Von dem Namen Jesus. 2 Mel. Uus tiefer Roth schrei. Nimm dies Opfer in Genaden 119. Mein Seju, du haft unsre Schuld mit ihrer Strafe Pla gen, o unerhörte Sieb und 3 von getreuem Herzen an. Sucht uns mancher Feind zu schaden, der dich nicht vertragen kann; so nimm uns bei seiner Wuth, starker Gott! in deine Hut. buite locatitoare d Mga 166. Heilig führest du die Deinen; ficher machst du ihre Bahn. Laß uns gleichen Trost erscheinen, nimm dich unser mächtig an. Führe du uns bei der Hand in das wahre Baterland. alled mis tistgjor Huld, freiwillig wollen tragen! 19830 Du, der Gerechte, ließest dich zur og hod ami jod bim aid Der 98. Psalm. bis 8st anti Sünde machen, daß ich mich sin Nach der Mel. des 33. Lieds. ftimmet nun 118. mit Freuden dem, der manch Wunderwerk gethan, dem Sieger über Feind und Leiden, dem Herrn, ein neues Coblied an! Denn euch, die ihr im Finstern waret, erscheinet Licht und Heir jegund! sein starker Urm ist offenbaret; fein Recht wird allen BölFern Fund. 2190910 17.5h 2. Er denkt daran, was er vor Beiten dem Haufe Israel verhieß: die Huld, das Heil, die Seligkeiten, die feine Wahrheit hoffen ließ, die fallen jedem ins Gesichte, die zeigen sich jest offenbar: es wird sein Heil in vollem Lichte auch den entfernt'sten Ländern Flar. König thront, die fisch und inselreichen Meere, der Erdkreis, und was drinnen wohnt. Bas 4. Die an der Strome Ufer pflugen, besingen ihn, und freuen sich, und die, so auf den Bergen liegen, frohlocken vor ihm inniglich! Es kommt, es eilt mit hoher Stärke der Richter aller Welt herbei. Er stürzet Satans Reich und Werke, und schaffet nd schaffet alle Dinge neu. nis 3. Drum jauchzet, singet, lobet alle, preift Gott mit Saiten und Gesang, ber Harfen sanfter Ton erschalle, und der Posaunen beller Klang! Es lobe alles dessen Ehre, der als der größte dir gerecht kann nennen. munghay maur du bist auch, was du heiſseſt: da du 2. So heisfest du nicht Jesus nur; die menschliche Natur aus allem Sammer reisfest. Die That stimmt mit dem Namen ein; du wollteft, was du heisfest, seyn, mein Heil, mein Seligmacher. 3. In keinem andern istija Heit; kein Nam' ist uns gegeben, darin wir können nehmen Theil an Seligkeit und Lebens du bist's allein, der jedermann ein ewig's Leben geben kann. Gelobet sey dein Name! med tege 4. Name! werde doch in mir durch Gottes Geist verklåret: da, was verborgen ist in dir, fein fleischlich Herz erfähret. Denn die Vernunft begreift es nicht, ohn' deines Geistes Gnadenlicht blieb es unaufgeschlossen. Erster Theil. Vom Wandel Jesu auf Erden. 71 rung kennen. So wird der Sündennoth gewehrt, in Hoffnung meine Furcht verkehrt, und Seligkeit mein Erbe. usd sin salil( dain 5. Laß mich empfinden deine Kraft, von heißer Liebe brennen, und deines Namens Eigenschaft stets aus Erfah: sultatis amori 196 adhi nawart Gminsonis nopsil nap 9) Vom Wandel Jesu auf Erden od 101 dod aim is an imod 19Mel. Unser Vater im Himmelreich.bie 120. E ein Lehrer ist dir, Jesu, gleich. Un Weisheit und an Liebe reich, bist du sowohl durch Wort als That, der schwachen Menschen sich'rer Rath. Es freut mein Es freut mein Geift im Glauben sich, Herr Jesu, & Me por gadi, tid Snaps on hinn gestärkt von dir, mit steter Treu dir nachzufolgen eifrig sey i war 6. Du bist es, Herr, von dem das Umt das die Versöhnung predigt, stammt. Du machst durch treuers Beh rer Mund noch jest dein Heils den Menschen kund.om Begleiter ftete mit deiner Kraft ihr Amt damit es Nugen schafft! asid minise 37. Noch immer hilfst du deinem Wort in seinen Siegen mächtig fort. Du sendest, wie dein Mund verheißt, noch immer deinen guten Geist, ber dem, der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht und Kräfte giebt. 8. Mein Heiland! send ihn auch zu mir: daß Er mich zu der Wahrheit führ vom Eigendünkel mich befrei; damit ich dir gehorsam sey; bis mich bei dir in Ewigkeit ein hell' res Licht dereinst erfreut. dein und lobet dich. ustig geil gibs 390 2. Du kamst zu uns, von Gott gefandt, und machtest une den Weg bekannt, wie wir, befreit von Sún denschuld, theilhaftig werden deiner Huld. Auf ewig sey dir Dank und Ruhm, Herr, dein Evangelium. son ala2 binud. Hind Ud. 3. Du sahest in der Gottheit Licht, med Cadis dit Unitat mit aufgeklärtem Ungesicht, was, nach des Höchsten weisem Rath die Welt noch zu erwarten hat; du machtest felbst durch deinen Mund das Künfs tige den Menschen kund. tothompils li4 Dies, und die Wunder, deiner Hand find uns einu göttlich unterpfand was man aus deinem Mund gehörty sey Wahrheit, die uns Gott gelehrty Nie schwäche mir der Frevler Spott den Glauben an dies Wort von Gott. 987901 moje SDOL DO 5. Du lehretest durch Wort und That. Man trifft der reinsten Tugend Pfad in deinem heil'gen Wandel an. Bieb, Herr, daß ich auf dieser Bahn, PSILON 30912 88 940 1950 390 507 08 Mel Schmide dich, 6 liebe Eate. rade med ung 121.5 1891 ischenliebe war die Quellen jener Triebe, die dein treues Herz 916 regieret, und dich selbst dahin geführet, daß du, unserm Heil zu dienen, bist in Knechtsgestalt erschienen., wer faßt die starten Triebe deiner treuen Menschenliebe! eiland! deine Men318676 396 HONOMOTOMOTOFONT COCHORRONOR ololololo Itel'MS ATKAKOVOJOJOJOVOUS varavovavelAÏA OIOIOIOIOIO OLOMONOLOvo 72 Erster Theil. Vom Wandel Jesu auf. Erden. 2. Ueber seine Feinde weinen, je nach der Met. Des 26. Bieds.. bermann mit Húlf erscheinen sich u der Blinden, Lahmen, Urmen, mehr. als váterlich erbarmen, der Betrübten Klage boren, sich in and'rer Dienst verzehren, das sind Proben wahrer Gute: und so herr, war dein Ge: múthe.md dau ads? ist im not 3. Ddu Zuflucht der Elenden! Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Trost und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? Wie ist dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! und wie pfleatest du zu eilen, das Gebetne mitzutheilen! mediate 4. Die Betrübten zu erquicken, sie dem Kummer zu entrücken, die uns wissenden zu lehren, die Verkehrten zu befehren; Sünder, die sich selbst ver stocken, langmuthsvoll zu dir zu locken; bas war täglich dein Geschäfte; selbst mit Aufwand deiner Kräfte. bid Jup 5. O, wie hoch stieg dein Erbarmen, Heiland, da du für uns Armen Angst und unerhörte Schmerzen littest mit gelaßnem Herzen, dich von Sündern ließ'st verhöhnen und zum Schimpf mit Dornen krönen, ja, uns Leben zu erwerben, willig warst, am Kreuz zu sterben! 18uste por 316. Deine Huld hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben ohne Schelten, Drohen, Klagen, andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Läste rung zu segnen, deine Feinde zu verz treten und für Mörder selbst zu beten. 7. Aller Wetten Herr und König, Sohn des Höchsten: o, wie wenig haft du je nach Ruhm getrachtet, und auf Menschenlos geachtet. Willig litt'st du, um den Willen deines Vaters zu erfüllen, Urmuth und Erniedrigungen. Lob sey dir dafür gesungen!! WAT to f 8. Eaß mich, Herr, zu reichem Segen deinen sandel oft erwägen! und bei des Gewissens Schmerze trófte mich dein huldreich Herze! Heilige auch meine Triebe zu rechtschaffner Men fchenliebe! Baß mich immer mehr auf Erden deinem Bilde ähnlich werden 122. wefentliches Eben allerhöchsten Liebe! Du warst, o Jefu, ganz erfüllt mit Gott geweihtem Triebe Gott war dein Zweck, dein höchstes Gut; ihm folgtest du mit Heldenmuth. 0227 Du warst mit ihm ein Sinn, ein Herz. Sein Wille wat dein Wille. Duehrtest ihn auch unter Schmerz stets mit gufried'ner Stille. Uuch auf der allerrauh'ften Bahn sahst du ihn noch als Vater an. 3. Du suchtest nichts, als sein Gebot vollkommen zu erfüllen, und unterwarfst dich bis zum Tod ganz deines Vaters Willen. Dein Hauptgeſchäft war das allein, ein Herold feines Ruhms zu seyn.om 1110 SE 4. Due giengst verstummt zur mt gut Schlachtbank hin, Gehorsam zu bezeia gen. Man sah dich mit gelaßnem Sinn zur Schädelstätte steigen. Du warst zur tiefsten Schmach gefaßt, und trugst die schwere Kreuzeslast 75. Heiland, der du mich vere söhnt, laß dein Verdienst mich decken, wenn mich, der ich Gott oft ver böhnt, verdiente Strafen schrecken. Hilf mir, daß ich so gern, wie du, den Willen deines Vaters thu d Sandlend taum dni 16 YourNach der Mel. des 72. Lieds. Bum mor. Tup, Isid amit 20 123 mie göttlich find doch Jesu Lehren! Wie überzeuget seine Macht! Wenn wir nur von den Thaten hören, die er noch in dem Fleisch vollbracht: fo stimmet ihm der Glaube bei, daß er der Welt Erlöser sey. did olub 019) 2. Die Herrlichkeit war voller Gnaden, die man aus seinen Zeichen sah. Er wirkte nie zu Jemands Schaden, wie von Propheten sonst geschahs und raffete die under nicht durch Tod und Plagen vor's Gericht, but in 3. Er schenkte das Gesicht den Blins den, den Tauben gab er das Gehör; der Aussag mußte vor ihm schwinden; der Stumme fang ihm Dank und Chr'. Sein Machtwort hieß die Zahmen gehn, und selbst die Todten auferstehn.hud TOR Erster Theil Von dem 4. Er schalt des Satans Legionen; die Legionen scheu'ten ihn: so mußten sie die Menschen schonen, und plöglich in den Abgrund fliehn! Berief er feis ner Engel Schaar, so stellten sie sich dienstbar dar. id bare misd 100 Door misd 100 5. Sein Gegen speis'te ganze Beere, da, wo es doch an Brod gebrach: und faum gebot er Wind und Meere, so ließ ihr Sturm gehorsam nach So fahe man in allem Thun auf ihm der Gottheit Fülle rub'n! llp od up Leiden und Sterben Sefu. 23 6. Wir danken, Hochster, beiner Stärke, die Jesum vor der Welt vere klárty der durch so große Wunderwerke als dein Gesandter fich bewährt! Wir nehmen solchen gläubig an und sind ihm willig unterthan. 7. Erfüll, o Herr, nur unsre Hers zen mit seiner Lehr' und Göttlichkeit! damit wir nicht das Heit verscherzen, das uns bein Sohn allein verleiht: und schaffe, daß ihm unfre Treu bis in den Tod beständig sey! nisdid it bid STD 131022 10 chon dinsda sibin ftul 8 160 mislelo barglipan sin -3330W aitas mammood snieds and malis ug ud f 10) Von dem Leiden und Sterben Sefugis esmind 176/ bliotquod mis mollis ning Nach der Mel. des 81. 2leds. simply d 8971131 124. Gott! ott! was muß dein Sohn Mertragen! welche Marter! welchen Tod! Ullem Trost muß er entfagen! Ronnt' ich denn in mei ner Noth bei dem Schreien meiner Sünden sonst nicht Trost und Ret: tung finden? id u onu or 2. Schöpfer, Fame benn uns Armen ohne sein Bersöhnungsblut nicht dein väterlich Erbarmen, deine Gnade nicht zu gut, wenn wir gleich die dir schreien? esto Somied mollis 3. Und mußt du versöhnet werden? muß bei dir ein Mittler seyn? war denn feiner hier auf Erden, war kein Engel felbst so rein, der uns,( Sott, mit dir verföhnte, und mit Seil und Segen Fronte?( basic smist 15pi 4. Gnade willst du zwar erweisen, doch soll die Gerechtigkeit auch der Sünder zitterns preisen, wenn ihn seine Schuld bedräut. Keiner kann bei feinen Günden ohne Mittler Gnade finden bist, manis) au nom sidd 5 Niemand aus der Engel Orden, niemand aus der Menschen Schaar ist dazu ersehen worden, weil doch keiner tüchtig war; Gott nur konnte Gott verföhnen, mich mit Heit und Segen fronen. dng Studunk nyd saad 6. Darum tam fein Sohn hernie der, nun zugleich ein Mensch, wie wir, und verföhnte feine Brüder, Here, durch seinen Tod mit dir. Heilig bist ug du, und ein Rächer, und doch schonft du der Verbrecher, and adora 17. D, Geheimniß weifer Güte, das kein Engel ganz durchschaut; rühre fráftig mein Gemüthe; wie mein Herz auf dich vertraut( Sottmensch, fo laß auch mein Leben dir Lob, Preis ut und Ehre geben! 1 ud od dnolis@ tim Bom Seelen- Leiden. mid Nach der Mel. des 49. Liedb 125. O Jefu, Brunnquell aller Traurigkeit erfüllt? Mußt du in dei ner Unschuld leiden, daß Schrecken aus dem Herzen quillt? So viel theure Streiter sah man auf die Scheiter und zur Feuergluth steigen, Entfärben in der Marter sterben, mit gadgetrostem Muthangst for care ohn' 2. Wie kommt's, daß deine Glieder zittern? Unüberwindlich großer Held! daß Schmerzen deinen Leib erschüttern, daß dich ein Grauen überfällt? Kann der Tod ein Schrecken dir vielmehr erwecken, als er jenen thut, wenn sie ohn' zu beugen von der Wahrheit zeugen, selbst mit ihrem Blut? 3. Uch ja, der Tod, der dich um giebet, ist gar von einer andern Arts der Grimm, den er an bir verübet, ift mit bes Himmets 3orn gepaart: denn du fühst die Pfeile, und bes Fluches Keile; jene fühlen's nicht: weil du dich must quaten, hatten ihre Seelen deiner Freuden Licht. HOTMONOFOTOLTHEOROLO lalalalalalOJOJOJOJ TOLMS HAKALAKALA JALANANG MONUNCIO TOIOIONGORON CON QUOVOVOU OV Von dem Leiden und Sterben Sefu. 74 Erster Theil 4. Du bist das Lamm, das Schuld und Strafe auf seinen Schultern wil lig trägt der gute Hirt, der für die Schaafe sein theures Leben niederlegt. Du bezahltest Schulden, und willst das erdulden, was wir all verdient: auf bir liegt's alleine, daß wir würden reine und mit Gott verfühnt.uded du von solcher Ungst, o Herr bes stürmet werden? manier? not Uch, Herr, der Sündenknecht 4. war ich. Ich sollte Blutschweiß schwigen. Es sollte billig nur auf mich der Rache Wetter bligen. Ich Armer, wie entrinn' ich da vor Gottes 3orne mußt' ich ja ohn' allen Trost versinken. Und da kommst du daß du ihn stillst. Sohn Gottes du du selber willst den ganzen Bornkelchy trinken.diaminy do histor 5. Dies ist die Ursach' deiner Klagen; das Herz fließt über durch den Mund, und macht ſein schreckenvolles Sagen durch schreckenvolle Worte kund da du selbst bezeuget, daß dein Geist gebeuget fen bis in den Tod. Dieses ist die Quelle, da die múde Seele sich erfreut in Gott. 194 6. Ich will für solche Liebesproben, dergleichen man noch nie gesehn, did mein Erlöser ewig loben, werd' ich vor deinem Throne stehn. Laß dein traurig Ringen mir indessen bringen wahre Glaubensfrücht'; daß ich mich verschreibe, und dir treu verbleibe, o mein Lebenslicht! di dadu od 1 x Sid sid latin modo Nach der Mel. des 37. Lieds. 5. Heil mir! der Sohn des Hoch sten hat für mich sich richten lassen. Sott, welch ein wundervoller Rath! wer kann dein Thun noch faffen? uch, da uns Fluch und Strafe droh'n, so trägt er sie für uns, der Sohn, den Gott uns selbst gegeben. Nun jauchze, Seele! du kommst nicht in Gottes schreckliches Gericht; du bringst hindurch in's Leben. nis thub anad 126. S o gehst du, Jefu, williglich, dein Beiden anzutreten, mit heißen Thränen auch für mich zu kämpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen hast, geb'st hin, um aller Sündenlast auf dich allein zu laden. Da schon das 931 6. Doch denk, um welchen theuern Preis dein Heiland dich erkaufet! für dich rang er im Todesschweiß, für dich mit Blut getaufet! ach Seele, forge, daß dich nie die Sund' in ihre Nehe zieh', nichts deine Treu' erschüt tre! Reizt dich das Fleisch, ach höre nicht! schau hin in's furchtbare Ges richt, das Jefum trafs und zittre 199 bis an idma mis airbime Von den Banden Jesu.se Schwerdt gezücket war, stellst du dicho de chiru feinen Streichen dar, damit sie uns Nach der Mel. des 82, Lieds. nicht schadens tydloes and 127. beffen Bunden unser And hos@ ottes durch 12. Der Held der andern Stárke giebt, was kann dich so erschüttern? Ach seine Seele wird betrübt, des Helden Glieder zittern. Ach, hingesunken auf die Knie arbeitet er in schwerer Müh, und kämpfet im Gebete, Er wünscht den bangen Kampf vere kürzt. Wer sieht dies, und wird nicht bestürzt? schauervolle Státte! us ni3. Gott, wie bist du so wunderbar in allen deinen Werken! Ein Knecht, ein Engel, muß sogar den Herrn vom Himmel stärken. Er ringt. Von feinem Angesicht trauft Schweiß, ach, wer entsegt sich nicht? Für Schweiß träuft Blut zur Erden. Der du in reiner Unschuld prangst, wie konntest S Heil wird festgesest! Uch, wie hart wirst du gebunden, und dein heil'ger Leib verlegt! Deiner Feinde strenge Hände wissen ihrer Wuth kein Ende! und du giebst mit stillem Sinn dich in ihre Fesseln hin. fe a9d fonst 2. Mehr, als zwölf der Legionen, welche dort um jenen Thron deines großen Vaters wohnen, stehn bercit, Menschen Sohn! deine Ketten zu zerschlagen, deine Feinde zu verjagen: aber du verlangst es nicht, daß man deine Bande bricht. .pd 3. Du bist selber reich an Stárke, die sich jest auch nicht verlor; aber hier in diesem Werke geht Geduld Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Sefu. 75 der Ullmacht vorle Denn sonst muß ten Band und Schungen wie des Simsons Stricke springen; und der Feinde große Zahl stürzte deiner GottBeit Strahldom er anders nichts verlanget, als uns in des Vaters Schoos dermateinst zu führen ein, lassen wir von eitlem Schein lieber, als von seinen Schlágen unfern schnöden Sinn beivegen. 73. Lehre mich, o Heil der Armen! deiner Streiche hohen Werth, was dadurch für ein Erbarmen und für Trost mir wiederfährt; da dein Blut, das von dir fließt, ein bewährter Balsam ist von dem Gift der Sündenbeuten mich zu rein'gen und zu heilen. 4. Willst du, daß ich mit empfinde, wie dich deine Geißel schmerzt, wenn mein Herz durch Schuld und Sünde, Jesu, deine Gunst verscherzt: ach, Herr, so verbirg nur nicht dein genådig Ungesicht, laß von deiner Strafe Ruthen nicht so sehr die Bunden bluten. 5. Herr, du littest nicht vergebens. Wenn ich dann nach Gottes Schluß, an dem Ende meines Lebens mit dem Tobe ringen muß; ach, so zeige dich nur bald in der tröstlichen Gestalt, da vom Scheitel bis zu'n Füßen des Versöhnbluts Strome fließen. 4. Starter Held um meinetwillen streckst du deine Hände dar, um die Schriften zu erfüllen, schonest du der frechen Schaar, wehrst dem Schwerste deines Freundes, heilst die Wunden deines Feindes, und dein Arm nimmt Fesseln an, die er doch vermeiden kann. 5. Alles, was du ausgestanden, ist zu meinem eit geschehn; und die Schmach von deinen Banden macht, daß ich kann ledig gehn. Weil man dich gefangen führet, bleib' ich frei und unberühret weil du deiner Ketten Last mir zu gut getragen haft.d 6. Heiland, wie ist deine Güte für mich Sündenknecht so groß! mache dann auch mein Gemüthe immer mehr vom Eiteln los. Lasse mich mit ihren Stricken Welt und Lüste nicht be: rücken daß ich von der Sünde frei, dir nun ganz ergeben sen! 917. Laß in diesen Prüfungstagen den durch dich erlößten Geist feine andre Bande tragen, als die du mich tragen beiß'st: Bande deiner Furcht und Liebe Lege meines Fleisches Triebe solche Strick und Fesseln an, die es nicht zerreißen kann.dnocend na 8. Soll ich einst die Ehr' erlangen, 1401 daß ich deines Geistes voll, auch in andern Fesseln prangen und für dich 6. Was mußt du, mein Heiland, leiden, welche Schmach und welche Pein: doch du siehst auf jene Freuden, und erduldest Schmach und Peins Laß mich auch voll Zuversicht, wenn dereinst das Herz mir bricht Leiden Ausgang schauen; fest will ich auf dich vertrauen. 19hugog tonalb timod, and maghiatt u meiner nemist Nach der Mel. des 8. Lieds. bin was leiden foll: ach, ſo laß mich in 129. Seht, welch ein Mensch! so den Banden in Gefängniß ach seht! Schand' und Schandenja in aller Todespein ist er bedecket der Glanz der Herrbir mein Heiland ähnlich seyn. lichfeit! Schaut Menschen, und er gone mist dimens 97 goung Von der Geisselung Jesu.omu Nach der Mel. des 29. schrecket! Des Hochsten Sohn habt ihr fo tief herab gebracht! so schwere Müh hat ihm nur eure Schuld gemacht! leds.di ni 128. Unser Beiland steht ge= 2. Geht, welch ein Mensch! Weh bunden, voller Strie euch, wenn hier noch vor den Súnmen, voller Blut und fühlt so viel den nicht eurer Seele gráult! Sein neue Wunden, als der Kriegsknecht 3orn wird sich entzünden! Dann Streiche thut. Seht, was seine Liebe fordert er die Schmach, die er für fann! und wir denken kaum daran, euch empfand, so ihr euch nicht bes daß er wegen unster Schulden die fehrt im Born bon eurer Handsrus 3. Geht welch ein Mensch! bie ses alles muß erdulden. ihr in Heiligkeit ihm dienet, schaut, wie er Sünden büßt! schaut, wie 2. Da die Welt in Seide pranget, steht ihr Konig nackt und bloß, da ROFONOFOTOCOOTTOR alain ninalolololotel'M'S MANATAKAL VAJOVANÉ TAVOKOVALAK MOTORUNUN Cene QUOVONOVO 76 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. et uns berfühnet! Wohleuch, daß| gang entzündet, für mein Heil! Nichts feine Schmach euch schmerzet und scheueft dus nicht Marter, Schmach betrübt. Erfreuet euch des Heils, und Hohn, um aus der Noth mich das diefe Schmach euch giebt.d a'r gang herauszuziehen, mich Sohn des 4. Seht, welch ein Mensch hier Staub's, o du, des Höchsten Sohn! steht Verbrechern gleich gebunden, wie kann ich gnug vor Dankbegierde an dem sein Richter selbst gar keine glühen! muis( buo fidia] dru p Schuld gefunden! Dies Zeugniß ist 3021 Um Delberg wartet auf dich mir werth! Denn war er nicht ganz Angst und Qual, die Stund ist da, rrin, oie fonnt er dann für uns ein nun willst du nicht verweiten, ich gültig's Opfer feyn? n og sim notad sehe dich aus Salems Pforten eilen. do 50% Seht, welch ein Mensch! dach Du wallst dahin durch Kidrons schwarz feht! wie ist sein Leib zerrisfen! Seht, zes Shal rund Todesfchrecken folgen was für Strôme Bluts aus seinen bir bahin.d Nichts kann indes den Wunden.nfließen.adpeitfamed theure großen Borsag hindern; des Menschen Fluth! aus diesen Wunden quillt, Rettung lag dir längst im Sinn. was unfre Schaden heitt, und das Ganz weihst du dich verlornen AdamsGewiffen stilltrism obid nom finderna id chied is 1n! le 96u1Seht, welch ein Mensch! ach feht bio schmerzhafte Dornen akronen feind majestátisch Haupt! doch mag die Welt dich höhnen! Mein Jefu, mirs bleibst du ein König auch noch hier! Boll Ehrerbietigkeit beug' ich die Knie vor dir.Qum air of loi 7 7. Seht, welch ein Mensch! Er muß vom Rohrstab frech zerschlagen, noch in berbeignen Hand des Frevlers Werkzeug tragen! id Uch wißt! daß diesehband ein eifern 3epter trägt! Gorgt, Freoler, daß fie euch nicht einst im Born zerschlägt sim ud sim ud 118, Seht, welch ein Mensch! schaut hino Sünder und erschrecket! da so viel Speichel ihm sein Untlig über deckett Gott, wie viel schnöde Schmach trifft deinen Sohnnum mich! Mein Dank ergießt vor dir in heißen Thrá: nen sich nd sndidunt id odio Sac9.00Sehtolwetch ein Mensch! mein Herzlim Leibe will mir brechen! Ob diese Leiden schon mit dew'gend Troft versprechen: Herry ich kann ihrer nie mich ohne Wehmuth freu'n! Herr, laß mich ja für dich nie Spott und Schande scheu'ntad did ansduol tidadore him sich Mach der Met des 84. Bledes at brein Lebensfürst! nun 130. Mi Mein Fann ich bich mein heit und meinen Troft, und meinen Retter nennen. Wie loderst du, live Aberd ich's g'nug erkennen, von Eifer 3. Nunmehr kommst du in jenem Garten an, wo dicho du mein eins ziger Beratherfo oft mit Ernst zu deinem großen Bater für unser Heil die Engel beten sahn. Jest wurdest du in Traurigkeit versenkt, mit To desangst und Schrecken ganz befangen, daß ich von allem, was mich nagt und fränkt bei deiner Ungst Befreiung mocht' erlangen.d adi alla eu4.Dein blut'ger Schweiß zeigt, wie dich Gott jest schreckt: wie beben dir, o Held, vor Furcht die Glieder! Du sinkstovom Sorn des höchsten Richters nieder, wirst als ein Burm mit Blut und Staub bedeckt. Hör seine Stimm', o Sunder, hore fie! Dir ruft er zu, ein diefe Noth gera then: mit deiner Schuld machst du mir diese Müh', und diese Qual mit deinen Missethaten. mei elo 01 i5. Ganz sollst du nun ein Mann des Schmerzes seyn. Dich, Heiliger! Verbrechern gleich zu fangen, dringt jest auf dich mit Fackeln, Schwerdt und Stangen von Wuth beseelt die Schaar der Sünder ein. Du stellst dich dar; Soch ihren harten Sinn fann weder deine Macht noch Unschuld rühren; gefesselt führen dich die Freve ler hin, die bei dir nichts als Wil ligkeit verspüren und enjorte 1601 mit größter Wuth greift dich bera Feind nun an, als wärest du der größte Missethäters as thut ber Erster Theil. Von dem Freund? Ach, er wird ein Verräther! Mit Abscheu sebe ich seine Bosheit an. Doch Judas schmerzt dich jego nicht allein; bei deiner Noth siehst du die Junger flieben; jest bleibesbo du ganz hülflos und allein; du siehst sie all' und selbst auch Petrum fliehen. 7. Der Richter feines Bolts steht vor Gericht, vor Caiphas läßt er sich laut verklagen, und schweigt, was auch die falschen Beugen sagen; gescholten, schilt der heil'ge Bottmensch nicht. Er fommt noch einst und mit ihm kommt sein Lohn, und alle Bosheit wird gewiß gerochen. Gleichwohl wird ihm, des Allerhöchsten Sohn, als einem Lásterer der Stab gebrochen. 8. Mein Jesu! bricht dir nicht die Schmach das Herz? Verspei't wirst du, geschlagen und verhöhnet. Wie ist dir, da der Last'rung Stimm' ertònet? Wie weit treibt man den pöbelhaften Scherz! Du, der Propheten Größter, wirst ein Spott. Wie darf dein eignes Volk dich so entehren! Uch, theuer sey du mir! Von dir spricht Gott: Das ist mein lieber Sohn, den follt ihr hören.ols bom anuisas 9. Hat Petrus dreimal dich aus Furchtsamkeit verläugnet, und damit dein Herz durchstochen, ach! wie viel öfters hab' ich Treu' gebrochen Doch ist es mir, o Herr, wie Petro, leid. Und darum hast du den treulofen Knecht bestandig noch zu lieben fort: gefahren. Uch, bring' mich auch, wenn ich verirrt, zurecht, laß deinen Geist dies schwache Rohr bewahren.id 10. Folg' ihm, mein Geist, bestürzt ins Richthaus nach: D, welch ein Schauplag nie erhörter Leiden! wie buldet er von Juden und von Heiden, Er beider Heil, ganz unverdiente Schmach! Den Aufruhrstifter sieht Pilatus nicht; o wie emporet sich jest mein Gewissen, da Jesu, dir sein Mund das Urtheil spricht! bedroht, geschreckt, wird Er dahin geriffen. 11. Dir durfte man den Mörder Barrabas, o Theuerster! gar an die Seite fegen, und, was entsetzlich ist! dich schlimmer schågen.DoRaserei! D, mehr, als Eains paß! Doch warum Leiden und Sterben Jeſu. 77 zurn' ich mit der Juden Muth? Ach, hier kann ich des Menschen Chorheit lefen; Tand wählet er, der Thor, für's höchste Gut: wie oft bin ich ein solcher Thor gewesend 12. Das Mordgeschrei, das an ben Himmel stieß, schballt nicht so laut, als meine Sünden riefen. Die Strome, die aus so viel Bunden liefen, als, Jesu, dich Pilatus geißeln ließ, ent= deckten mir gar merklich meine Schuld; verdient hatt' ich des Satans Wuth und Morden: o! Dank sey dir! mich rettet deine Huld, heil bin ich nun durch deine Wunden worden.nonuale 113. Welch Schauspiel stellt sich meinen Augen dar; mit Dornen trò: net man dich, o mein König! dem Frevler ist die Schmach noch allzuwenig, ein Rohr reicht man dir als ein 3epter dar! der Purpur höhnet dich, man beugt die Knie und spottet dich mit Worten und Gebehrden. Uch, meine Schuld! wie groß, wie groß ist siel so tief mußt du für mich erniedrigt werden. bor idad sollt' 14. Gang matt schleppst du dein Kreuz nach Golgatha, noch mehr vom Fluch, der auf dir laq, gedrücket. Was ist's, das nun mein schüchtern lug' erblicket? Wie schauervoll wirft du mir, Golgatha! Da hanget fer, ein Scheusal nackt und bloß er dann nicht mein Mitleid ganz er wecken! Ach, ihn drückt unsre Schuld! ein Berg! wie groß! und er verlangt nicht mitleid, sondern Schrecken. 15. Du bist, o schreckenvolles Golgatha, die Trauerbühne, da mein Heiland litte; der Kampfplag, wo bes Weibes Saame stritte: der Ort, wo man das höchste Wunder fah. hänget Er, der Opfer Gegenbild, der Gottes Born in vollem Maaße fühlte! hier trifft der Pfeil, dich, meines Glaubens Schild, der längst auf mich, mich großen Sünder, zielte. Hier hier 16. Mein Heiland hängt bort zwi schen Mördern. Mich wollt' er der Schaar der Seel'gen zugesellen mill ich dann zu seinem Kreuz mich stellen: der Deinen Treu und Web muth rühret dich. Der Kriegeknecht MOMONOFONOFHOTO COROTOT olarar VOLOVATOIO TOLMS MOOTOKOLA NOVOLONE LAVOKOVALAK 101010101CIONIN Dovole TOLLOWONO 78 Erster Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. nimmt zwar deine Kleider hin, doch mir veriásfest du den besten Segen. Dein bin ich ganz, und was ich hab und bin, will ich auch gern zu deinen Füßen legen. Wasser fleust! Vergebung schafft mit sein vergoßnes Blut, sein Geist stärkt mich zu jedem guten Werke: ein offner Born, wie fließt er mir zu gut! ich bin im Herrn Gerechtigkeit und Stärke. 17. Das Bundesblut erwies die erste Kraft am Schacher, der noch in der letzten Stunde durch wahre Buß und Glauben Gnade funde. Für alle Sunden war nun Rath geschafft. Doch ist aus taufend einem dies gescheh'n; so ist dem sichern Fleisch nichts ein geraumet; ber and're Schächer mußt zu Grunde gehn, weil er die rechte Snadenzeit versäumet. go 10000 JOHN 18. Der Mittag kommt. Der Sonne Schein hört auf; dir, ihrem Schöpfer, will kein Licht mehr scheinen. Du, Helfer, mußt als ein Verlaffner wei nen. Dein Ungstgeschrei stórt jegt der Schöpfung Lauf. Wer zittert nicht? der Low' aus Juda brüllt, den Sohn der Liebe trifft des was was Wunder, daß sich die Vernunft Wunder, daß sich die Vernunft verhüllt: O, du mein Trost! Was schmeckst du mir zu gutends 22. Kommst du mit Blut und Wase fer nun zu mir, so will ich, Herr! dir mich zum Opfer bringen! beim offnen Vorhang wird es mir gelingen: freimüthig nah ich mich nunmehe zu dir. Muth mache mir im Testen Kampf dein Blut, gestärkt durch deinen Beist laß mich dann scheiden, dein Blut lösch' aus für mich der Höllen Gluth dein Geist führ mich zu deines Him mets Freuden. 23. So lang' ich aber noch ein Pilgrim bin, foll in mein Herz dein sterbend Bild sich schließen; mein Mund soll sich in Lob und Dank ergießen; ganz geb' ich mich zu deinem Opfer schwerer Cast für mich gedrückt, will hin. Die Sünde, die dich mit so ich mit Ernst verfluchen; ich will, was du für mich geleistet hast, mit Lieb und Treu dir zu vergelten suchen. $ 1217Merkt auf, o du in mir er: schrockner Geist! Schau Jefu Ceite noch zulegt durchstochen; nachdem der Tod ihm schon das Herz gebrochen, schau, wie sein Blut vereint mit 300 JOY celleien gidra Mel. Herzlicbfier Jesu, was han. said 19. Nun weiß ich, daß die Nacht der Finsterniß zerstöret ist. Sollt ich noch rathlos stehen, und schmachtend 131. U hin durch dunkle Thäter gehen, so bleibt mir, Jesu, doch dein Trost gewiß. O sollt ich je von dir geschieden seyn! D, solltest du je meiner nicht gedenken! Eh wird die Sonne sich, von Bicht und Schein beraubet, in des Abgrunds Kluft versenken. Jate 1100001 departmutil de troc 20. Von heißem Durft wirst du zulegt gequält; und welch ein Labsal wird für dich gefunden! Ach, wie betrübt sind deine lesten Stunden! damit ja nichts an deinem Leiden fehlt. Es ist vollbracht! rufst du dann aus, und stirbst, und übergiebst den Geist des Baters Handen. Welch Heil! das du so sterbend mir erwirbst! getroft kann ich nun meinen Lauf vollenden. much nschuld'ger Jeſu, was hast du verbrochen? Dein Todesurtheil haben sie gesprocheng Hard Bast Ein Fluch gemacht sollst du am ROSTENO Kreuze sterben, wie Sünder sterben. Schmach gefrönet, in's Angesicht ge 2. Gegeiffelt wirst du und zur schlagen und verhöhnet! mit Finster niß des Todes schon umschattet gehst du ermatters and most mod semp 131 Du trägst dein Kreuz, bu eifft auf Blutgen Wegen voll Zuversicht, voll Muth dem Tod entgegen! 3 sebe dich gefreuzigt, dich entfärbend voll Bunden sterbendidaatt 4. Was ist die Ursach dieser deiner Plagen? Wch unfre Sünden haben Erster Theil Von dem dich geschlagen! Wir, großer Mittler, haben das verschuldet, was du erduldet! 5. Wie wunderbar ist, Richter, deine Strafe! der gute Hirte leidet für die Schaafe! die Schuld bezahlt der Mittler, der Gerechte, für ſeine Knechte! 132. Herr ftárke mich, den Leiden zu bedenken, 6. Fromme der und richtig wandelt! der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt! die Unschuld stirbt! der das Geseß gebrochen, wird losgesprochen! FULA SUCT 7. Ach, unsre Seele war entstellt von Sünden, an uns Verbrechern war nichts Gut's zu finden! das hätten wir, ron Gott verworfen, müssen auf ewig büßen! 8. Liebe! Liebe niemals auszu sprechen! du willst an dir soll es der Rächer rächen! Wir lebten mit der Welt in ihren Freuden, und du willst leiden! b..dap! 9. Wer kann, o Herr, die großen Seligkeiten, die du uns gabft, mit vollem Dant ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Proben genug erhoben? picha Zadnji 10. Doch du sagst selbst: Eins werde dir gefallen: wenn wir vor dir mit Buße nieberfallen, und unser Herz von neuem nicht entzünden mit alten Sünden! 5 11. Es ist, Versöhner, nicht in unsern Kräften, dem Kreuze die Begierden anzuheften! Ofend' uns deinen Geist, der uns regiere, zum Himmel führe! ndio are 190131296030 12. Dann wollen wir mit vollem Dank betrachten, was du gethan hast, diefe Welt nicht achten. Wir wollen wachen, beten, deinen Willen mit Freud erfüllen for for 13. Dann wollen wir für dich, Herr, alles wagen; tein Kreuz nicht fürchten, teine Schmach noch Plagen; uns follen Spott, Berfolgung, Tod und Leiden nie von dir scheiden. Leiden und Sterben Sefu. 79 Ueberwinder Krone, dein großes Bob viel würdiger besingen, stets Dant dir bringen! nog tbi nid mist 8 Hi TTSO coup bi Wiar nid dhur Nach der Mel. des 131. Lieds. 14. Dies alles ist zwar nur für schlecht zu achten, weil wir noch sterblich sind, im Staube schmachten! doch nimmst du's an; du wirst uns dennoch geben ein ewig's Leben! 15. Dort werden wir, o Herr, vor deinem Throne, geschmücket mit der mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch, gleich uns auf Erden; und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zer schlagen, die Sünde tragen. 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschäfte! Einn' ich ihm nach, ſo zagen meine Kräfte. Mein Herz erbebt; ich seh' und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4 Gott ist gerecht; ein Rächer alles Bösen. Gott ist die Lieb', und läßt die Welt erlösen. Dies kann mein Geist mit Schrecken und Ente zücken am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder! es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Glück, macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde.tha, thon 6. Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deiner Güte 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt' ich darum ime Glauben wanten? Ich bin ein Mensch so darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? CA 98490 8. Das Größt' in Gott ist: Gnab' und Lieb erweifen; une tommt es zu fie demuthsvoll zu preifen; zu fehn, wie hoch, wenn Sott uns Gnad erzeiget, die Gnade steiget. thre 9. So sey denn ewig auch von nair 46 gepriesen für das Erbarmen, das du mir erwiesen, da du, mein Beiland, auch für mich dein Leben dahin gegeben. 10. Du liebtest mich, ich will dich wieder lieben; und stets mit Freuden deinen Willen üben, o gieb zu dieſem heiligen Geschäfte, Herr, selbst mir Kräfte.is star was OneNOFONOFOTOCOONOTHOR Ununununun S. W. 1041.JIUIUIUN NOVOVOUS MUMUNONGMIN 101010101 ONION LOWONOVO 80 Erster Theil. - Von dem Leiden und Sterben Jesu. Nach der Mel. Des 67. Lieds. zu dir und deiner Treu, und bis ich einst erkalte, ganz nur der Deine sey! 133. Dunden für uns am er du voll Blut und Kreuze starbft, und unsern legten Stunden den größten Troft erwarbst; der du dein theures Leben, noch eh' ich war, auch mir zur Rettung hinge: geben, mein Heil! wie dank' ich dir? 2. Wie viel hast du erlitten, erhab': ner Menschensohn! als du den Tod bestritten, den Tod, der Sünde Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Ungst, bie das Herze brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; Nach der Mel. des 4. Lieds.xg du warst der Leute Spott; dich höhn: 134. Meine Seet', ermuntre ten deine Feinde: wo ist denn nun dein Gott? Jesu Liebe zu bedenken. Auf sein Kreuz hin müsse sich jest dein Blick voll Undacht lens fen, daß dein Herz der großen Treue deines 4. O Empfinden! fühltest das Gewicht vom Fluche unsrer Sünden und Lind'rung ward dir nicht. Stets wuchsen deine Plagen; kein Helfer kam für dich. Man hörte dich felbst klagen! Gott wie verläss'st du mich! 5. Mein Heil! was du crduldet, das ist auch meine Last. Ich habe mit verschuldet, was du getragen hast. Sieh gnädig auf mich Urmen, der 3orn verdienet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. 6. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht. Wohin soll ich sonst gehen? verwirf du mich nur nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du mich, Herr! nicht liebst? wo Reinigung von Sünden, wenn du sie mir nicht giebst? 7. Du hast mir durch dein Leiden Vergebung, Beßrungskraft, in Trúb: fal Trost und Freuden, die ewig find, verschafft. D, gieb an dieser Gnade auch mir im Glauben Theil: so wird mein Seelenschade durch dich, Erlöser! heil. 8. Ich danke dir von Herzen, o du, mein größter Freund! für deine Todesschmerzen. Wie gut hart bu's gemeint! ch! gieb, daß ich mich halte 9. Wenn ich denn einst foll sche's den; ach! dann verlaß mich nicht! fen auch in Todesteiden mein Trost, mein Heit, mein Licht! Wenn mir am allerbångsten wird um das Herze seyn, dann reiß mich aus den Xengsten kraft deiner Angst und Pein. 10. Erhebe dann mein Hoffen, zur bessern Welt zu gehn, und laß im Geist mich offen, Herr! deinen Himmet sehn. Dahin laß mit Entzücken alebann mich glaubensvoll nach dir, der stirbt wohl! mein Heiland! blicken. Wer so stirbt, 2013 ist für dich an's Holz geheftet! Hier 2. Sieh'! der wahre Gottessohn hängt er voll Schmach und Hohn, blutig, schmerzenvoll, entkräftet! Uch für mich mit Fluch beschweret! wo ist größre Lieb' erhöret? in der Hölle leiden, und von Gott 3. Du, du solltest große Pein ewig verstoßen seyn, ewig fern von allen Freuden: da trågt Jefus deine Sün den, daß du könntest Gnade finden. 4. Sein verdienstlich Leiden stillt deines Richters 3orn und Rache. Er hat das Gefeß erfüllt, gut gemacht die böse Sache; Sünde, Teufel, Tod bezwungen, und das Leben dir errungen. 5. Nun, was liegt dir ob, mein Herz? Dem dich dankbar zu beweisen, der sogar durch Blut und Schmerz seine Lieb' an dir will preisen. Kannst du wohl in schwachen Liedern ihm so große Lieb' erwiedern? ANG 6. Ach, ich kann ja nimmermehr das Geringste nur vergelten! Er vers bind't uns ihm zu sehr. Meine Trág: beit muß ich schelten, daß ich ihn so lau geliebet, ja durch Sünden oft betrübet. Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 81 Nach der Mel. des 37. Lieds. ner nicht von mir geschehen. Sest 135. Erfülle, Herr! doch ſelbſt entschlossen, eifersvoll, 7. Was geschehen ist, das soll fer: andern Weg zu gehen, will ich nun nur Je= sum suchen, und was ihn betrübt, verfluchen. 8. Weg ihr Sünden, fern von mir! euch fann ich an mir nicht leiden! Welch ein schnöder Greut seyd ihr! Uch, von dem wollt ihr mich scheiden, ohne welchen ist kein Leben, keine Gnade, kein Vergeben. mein mit reinem Undachtstriebe. Ich denk' an deines Leidens Schmerz, die Wirkung deiner Liebe. Dein Kreuz sey mir gebenedeit; welch Wunder der Barmherzigkeit hast du der Welt erwiesen! Wenn hab' ich dies doch recht bedacht, und dich aus aller meiner Macht genug dafür gepriesen? doad, voly mashind 9. Dir mein Jesu, dir mein Heil, will ich ganz mich übergeben; als dein Eigenthum und Theil, dir zu sterben, dir zu leben, dir zu reden, dir zu lei den, dir zu schweigen, dir zu meiden. 10. Du, mein Jesu, sollst es seyn, auf den stets mein Auge blicket. Wie du mein bist, bleib' ich dein, immer ganz und unverrücket; was du liebst, will ich auch lieben; was dich tránkt, soll mich betrüben. 2. Rath, Kraft und Friedefúrst, und Held! in Fleisch und Blut gefleis det, wirst du das Opfer für die Welt, und deine Seele leidet? Du ringst mit Ungst und Todesnoth und gehst doch willig in den Tod: O Liede sonder Ende, du nimmst auf dich der Mens fchen Schuld, und giebst mit göttlicher Geduld dich in der Sünder Hände. 3. Du trägst der Missethäter Lohn, und hattest nie gesündigt; du, der Gerechte, Gottes fohn! so wars vor her verkündigt. Der Frechen Schaar begehrt dein Blut; du duldest göttlich groß die Wuth, um Seelen zu errete ten. Dein Mörder, Jefu, war auch ich; denn Gott warf alle Sund' auf dich, damit wir Friede hätten. 14. Erniedrigt bis zur Knechtsge= ftalt, und doch der Größt' im Herzen, ertragst du Spott, Schmach, und Gewalt, voll Krankheit und voll Schmerzen. Man sah dich, der Verheißung Biel; doch an dir war nichts, das gefiel, und nicht Gestalt und Schöne. Vor dir, Herr, unsre 3upersicht, verbarg man selbst das Ange sicht, dich schmáhten Bundesföhne. 5. Ein Opfer nach dem ew'gen Rath; beleat mit unsern Plagen; um deines 11. Drohten mir sogar um dich Tod und Martern, Schmach und Bande, mich schreckt nichts; von dir hab' ich deinen Geist zum theuern Pfande, daß ich soll den Himmel erben: darauf Fann ich fröhlich sterben, m 0012. Mun bann, nimm mich ganz dahin: Jesu will ich seyn und bleiben, dem ich lebe, deß ich bin. Nichts soll mich von Jesu treiben. Du wirst Jefu, mich nicht lassen. Ewig will ich dich umffen. toden 13. Ist schon jego, ist schon bier folche Freud' und Ruh' zu finden, wenn im Glauben wir mit dir, uns, mein Jesu, recht verbinden, schenkt du schon so viel auf Erden: ey, was will im Himmel werden! parad 14. Was für Wollust nach dem Leid! nach dem Elend was für Ehret was für Ruhe nach dem Streit! was für frohe Jubelchore! Ewig werd' ich Gott dort loben, wenn er mich zu sich erhoben. store 15. Taglich, täglich freu' ich mich auf dies frudenvolle Leben! Heiland, dir sey Dank! durch dich wird es mir dereinst gegeben! Laß, im Glauben mich zu halten, deine Kraft in mir stets walten. Jaded Volkes Missethat gemartert und zerschlagen, gebst du den Weg zum Kreuzesstamm, in Unschuld, stumm, gleich als ein Lamm, das man zur Schlacht bank führet. Freiwillig als der Hel den Held, trágft du aus Liebe für die Welt, den Tod, der uns gebühret. 6. Du neigst dein Haupt. Es ist volls bracht. Du stirbst, die Erd' erschüt tert. Die Arbeit hab' ich dir gemacht; herr, meine Seele zittert. Was ist der Mensch, den du befreit? O war' 6 COMOROOOHOOKONG aloiare Volote 101* M'S MUHUTUMUTUiUiuiufuiUN UMUMUÑONUNUNU U10101 OTOMONONO MOTOR VOLOVO 82 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. ich doch, aanz Dankbarkeit! Herr, laß mich Gnade finden; und deine Liebe dringe mich, daß ich dich wieder lieb' und dich nie freuzige mit Súnden. 11 7. Welch Warten einer ew'gen Pein, für die, die dich verachten, die, solcher Ghade werth zu seyn, nicht nach dem Glauben trachten, für die, die dein Verdienst gestehn, und dich durch ihre La: ster schmähn, als wirkliche Verhöhner. Wer dich nicht liebt, kommt in's Gericht, wer nicht dein Wort hált, liebt dich nicht; ihm bist du kein Versöhner. 8. Du hast's gesagt; du wirst die Kraft zur Heiligung mir schenken. Dein Blut ist's, das mir Trost verschafft, wenn mich die Sünden kranken. Laß mich im Eifer des Gebets, laß mich in Lieb' und Demuth stets vor dir erfunden werden! dein Heil sey mir der Schirm in Noth, mein Stab im Glück, mein Schild im Tod, mein legter Trost auf Erden. 136 D Gottes Lamm, unschuldig am Kreuz für uns ge= FRE schlachtet, befunden stets geduldig, wiewohl du wurd'st verachtet; die Sund' hast du getragen, sonst müßten wir verza- gen. Erbarm' dich unser, o Jesu, Jesu. 2. Gottes Lamm, unschuldig am Kreuz für uns geschlachtet, befunden stets geduldig, wiewohl du wurd'st verachtet! Die Sünd' hast du getragen; sonst müßt' auch ich verzagen. Lob sey dir ewig, o Jesu, Jesu! Nach der Mel. des 55. Lieds. 137. Gott, der du für uns deinen gege= ben, wer kann doch g'nugsam deine Huld erheben? Wie herrlich zeigst du im Erlösungswerke der Gnaden Stärke. 2. Dein ew'ger Sohn selbst stirbt für Menschenkinder. Der Heiligste tritt an die Statt der Sünder! der Seligste begiebt sich seiner Freuden, für uns zu leiden. 3. Er wird das Lamm, das aller Sünden tråget, d'rauf du die Strafe weislich selbst geleget, daß du die Schuld an den verlornen Schafen nicht durftest strafen. 4. Was ist der Mensch, daß du sein so gedenkest, und deinen Sohn ihm zum Versöhner schenkest? Was findest du an mir und an uns alles für Wohlgefallen? 5. Verdient Verachtung göttlicher Gesege, verdient Verschwendung unschäßbarer Schäße, verdient ein selbst gemachter böser Schade des Richters Gnade? 6. O welche Tiefe deiner Menschenliebe! wer faßt, o Gott, die Größe ihrer Triebe? Du thust noch mehr zu unserm Wohlergehen; als wir verstehen. 7. Uch, lehre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuversicht dich meinen Vater nennen, und zum Gehorsam dir mein ganzes Leben willig ergeben. 8. Was mir dein Sohn, da er für mich gestorben, aus deiner Huld durch seinen Tod erworben, das werde mir zu meinem ew'gen Heile, nun auch zu Theile! 9. Dein Friede wohne stets in meis nem Herzen, und tröste mich bei des Gewissens Schmerzen. Dein Geist sey mit mir, deinen guten Willen treu zu erfüllen. Neue Mel. oder Schwing' dich. ME 138. M ein Erlöser, f Gottes Sohn, der du für mich littest! und auch auf der Himmel Thron jest noch für mich bittet! Erster Theil.- Von dem Leiden und Sterben Jesu. 83 Combos welche Wohlthat ist für mich dein versöhnend Leiden! O, wie preiß' ich würdig dich, Ursprung meiner Freuden! 2. Unermeßne Herrlichkeit war dir, Herr! gegeben; und du konntest jeder: zeit voller Freuden leben. Aber, o der großen Huld! daß ich selig würde, übernahmst du in Geduld schwerer Leiden Bürde. 3. Nun kann meine Missethat noch Vergebung finden; denn du starbft nach Gottes Rath auch für meine Sünden. Unfre Strafe trugest du, uns vom Fluch zu retten, daß wir im Gewissen Ruh, mit Gott Friede hátten. 4. Was uns Luft zur Bess'rung schafft, was zur Tugend leitet, dazu hast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen noch zu thun, Súnden abzusterben. 5. Nun kann ich auf's Todesthal noch mit Frieden sehen; und zu jener Welt einmal ohne Schrecken gehen. Du, Herr, haft aus aller Noth Ret: tung mir errungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein nun auch auf mich kommen! Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, du hast sie in Händen, was du mir zum Heil verschafft gláubig anzuwenden. 7. Laß das Wort von deinem Kreuz mich mit Muth beleben, siegreich jedem Sündenreiz hier zu widerstreben. Treib' mich machtig dadurch an, Gottes Zorn zu scheuen; was ich Unrecht je gethan innig zu bereuen. 8. Drückt mich meine Sündennoth, straft mich mein Gewissen: o! dann laß aus deinem Tod mich den Trost genießen, daß du auch für meine Schuld bußend bist gestorben, und Vergebung, Gnad' und Huld mir bei Gott erworben. 9. Stårke mich durch deinen Tod auf die leßten Stunden. Wie du deine Todesnoth siegreich überwunden; o, so hilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr! so dank' ich ewig dir für dein bittres Leiden. Nach der Mel. des 48. Lieds. 139. Welt! fich hier dein D Leben am Stamm des Kreuzes schweben! dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Ban den, Schlägen, Hohn und Spott. 2. Tritt her und schau mit Fleiße! mit Blut und Todesschweiße ist ganz sein Leib bedeckt: und unnennbare Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des 3ornes schmeckt. 3. Wer hat dich so geschlagen, und dieses Heer von Plagen, Herr wider dich erregt? Du bist ja nicht ein Sün der, wie wir, und unsre Kinder: wie sind dir Strafen auferlegt? 4. Jch, ich und meine Sünden, der sich so viele finden, als Sandes an dem Meer, die haben dich geschlas gen, die brachten diese Plagen auf dich und dieses Marterheer. 5. Ich bin's, ich sollte büßen in ew'gen Finsternissen, was nun dein Tod verfühnt: die Geißel und die Banden, und was du ausgestanden, das alles, Herr, hab' ich verdient. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken, wie ein Gebirge schwer! du wirst ein Fluch; dagegen erwirbst du mir den Gegen, und o wie gnadenreich ist er! 7. Du sehest dich zum Bürgen, ja lásfest dich selbst würgen für mich und meine Schuld; für mich lásf'st du dich frónen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Für mich, ihn zu erlegen, eilft du dem Tod entgegen mit großem Heldenmuth. Du stirbst, daß ich nicht sterbe, noch ewiglich verderbe; o un erhörte Liebesglut! 9. Wie bin ich dir verbunden, durch den ich Heit gefunden! ich bin dein Eigenthum. Mich dankbar zu erweisen, soll Seel' und Leib dich preisen, und dir gehorchen sey mein Ruhm! 6* OTROFOOTCHINORONHOR 2010 Alates 1501 M TANAUAKALOKOLOVOKOKAUS UMUMONONUMUTUN NOMOMONOTONGMENSION @royal OLOLOLOLOLOIDU Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. mir zum Segen. In ihm wird, statt Fluches, Heil, jedem, der da glaubt, zu Theil. 4. Mein Erlöser hångt am Kreuz. Hier will ich ihn fest umfassen, ihn nicht lassen, ihn, der mich am Kreuz vertrat, bis er mich gesegnet hat. 5. Mein Erlöser hängt am Kreuz. Auch für mich hat er sein Leben hingegeben. Brenne, Herz, in heißer Glut gegen ihn, dein höchstes Gut. 6. Mein Erlöser hångt am Kreuz! und ich sollte nun an Sünden Lust noch finden? Sie will ich voll Ubscheu's flieh'n; meine Sünden kreuz'gen ihn, 7. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und ich wollt' in rohen Freuden mich noch weiden? Das sey fern! Die Welt sey mir nun gekreuzigt, und ich ihr. 8. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und ich sollte seinen Willen nicht erfüllen? Theuer hat er mich erkauft, und auf ihn bin ich getauft. 9. Mein Erlöser hängt am Kreuz. Sollt' ich nun in Hohn mich grås men? Sein mich schámen? Froh rühm' ich mich seiner Schmach; trage gern sein Kreuz ihm nach. 64 10. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mich trò: sten und erfreun. Es soll von meinen Pflichten mich täglich unterrichten, und Kraft zur Tugend mir verleihn. 11. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst wird råchen, die seine Huld verschmähn; wie schwer sie ihrer Sünden Vergeltung werden finden, will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Dein Beispiel soll mich lehren, den Nath des Höchsten ehren, und thun, was er gebeut. Nicht meinen eig'nen Willen, nur seinen zu erfüllen, ist meine Pflicht und Geligkeit. — 13. Nach dir will ich mich üben, die Feinde selbst zu lieben, nach dir, der für sie bat. Ich will des Lebens Plagen getroft und willig tragen; und thun, wie mein Erlöser that. 14. Nie will ich wieder schetten; nie Spott mit Spott vergelten; nie, wenn ich leide, dráun; wie du gelassen dulden, dem Náchsten seine Schulden, wie du, von Herzensgrund verzeihn. 15. Ich will ans Kreuze schlagen mein Fleisch, und dem entsagen, was dir, Herr, nicht gefällt; was deine Uugen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. Neue Mel. oder Meine Liebe hängt. 140. M ein Erlöser hángt am Kreuz und ist hier ein Ziel des Spottes, ach Sohn Gottes! Wo ist deines Urms Gewalt? Wo die göttliche Gestalt? 2. Mein Erlöser hångt am Kreuz. Größ' und Hoheit sind verschwunden. Nichts, als Wunden! Nichts, als Blut, und Qual auf Qual! nichts, als Leiden ohne Zahl. 3. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und hängt hier auch meinetwegen: 10. Mein Erlöser hångt am Kreuz; und ich wollt' in trů en Tagen trost=. los zagen? Ach, die schwerste Bürde deucht gegen seine Last mir leicht. 11. Mein Erlöser hångt am Kreuz; Herr, ich bleib' im Tod und Leben dir ergeben. Als du starbest, starbst du mir; wenn ich sterbe, sterb' ich dir. Neue Mel. oder Herzlich lieb hab ich. 141. U m Gnade für die Sünderwelt rufft du mein Heil, am Kreuz gequált von frecher Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wenn dich bei deinem herben Schmerz die Böses Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jeſu. - 85 Kraft. Herr Jesu Chrift! der legte Kampf wird mir versüßt, wenn du mein Trost im Tode bist. wichter spotten. Du siehst mit segensvollem Blick von ihnen weg auf den zurück, den dieſe Schaar in dir entehrt; rufft, daß es Erd' und Himmel hört: vergieb, 5. Den sanften liebesvollen Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, floß', Herr, in meine Seele! Gieb, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz und meine Sach' empfehle. Befánftige mein reges Blut; und flammt des 3ornes wilde Glut mein Herz zur Rachbegierde an: o, so erinnre mich daran, Herr Jesu Chrift! wie du am Kreuz durch dein Gebet felbst deinen Mördern Gnad' erfleht. lddad bid we 26. Mich tröste dein Versöhnunges tod! es bilde mich dein Geist, mein Gott; daß ich dir ähnlich werde! O, zeuch mich, du erhöhter Held, zu dir hinauf vom Diens der Welt zum 2. Erstaunend seh' ich diese Huld. Deinen Schußpanier. 3euch dir uns von der Erde! Du bist der o Gott, und führe nicht sie ins Gericht; das, was sie thun, verstehn sie nicht.. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die Mörder so ertråget! Shr, die ihr euren Heiland ehrt! fühlt seiner Großmuth hohen Werth, und danket ihm beweget. Er hat durch segnendes Gebet auch uns ein ewig eit erfleht. Er sagt auch uns zu unsrer Ruh' Erbarmen und Vergebung zu. Herr Jesu Christ, nach, so laufen wir, so wollen wir uns deiner Pein, und deiner Fürsprach ewig freun. Herr Jesu Chrift! wie felig ist, wie selig ist der Mensch, dem du ein Heiland bist! gelobt senst du für deinen Tod! Gott ist durch dich noch unser Sott. 3. Daß Gott mit Langmuth und Geduld, auch selbst bei sehr gehäufter Schuld, der Sünder dennoch schonet; daß er so liebreich ihrer denkt, und ihnen Frist zur Buße schenkt, eh' nach Verdienst er lohnet; daß ich noch fröhlich sagen kann: auch mich, mich Súnder, nimmt Gott an! hast du durch deiner Fürsprach' Kraft, mein treuer Heiland mir verschafft. O Jesu Christ! mein Herr und Gott: mein Herr und Gott! vertritt du mich bis in den Tod. 94. Wird wo mein Herz vom Trofte leer, weil meiner Sünden furchtbar Heer aufs neue mich erschrecket: o, dann versich're mich aufs neu, du steheft mir als Mittler bei, der meine Schu'd bedecket. Mein Geift blickt glaubens: voll auf dich. Sen du mir nur nicht fürchterlich! und schließt sich meine Pilgrimschaft, so stárke mich mit neuer Nach der Mel. des 47. Lieds. S 142.dchwing' dich auf gen Golgatha! schau' den Heiland hier am Kreuze; nimm zu Herzen, daß dich ja seine Pein zur Buße reize. Härter bist du noch, als Stein, so du hier kannst fühllos seyn. 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd' und Himmel hangen! wie das Blut in Strómen quillt; daß ihm alle Kraft entgangen! schaue! ach, erschrickst du nicht, da sein sterbend Herze bricht? 3. Lamm( Hottes ohne Schuld! alles das hátt' ich verschuldet, und du hast aus freier Huld Pein und Schmach für mich erduldet. Aus des ew'gen Feuers Glut mich zu retten, fließt dein Blut. sustind sedime 4 Du für uns erwürgtes Lamm! groß, ja groß ist deine Liebe! schau von beines Kreuzes Stamm, wie ich mich um dich betrübe! Ich bin schuldig; aller Schmerz, der dich trifft, durchbohrt mein Herz! ComeenemomomoneHTON OM CONT VAIAIAIAIA ILMS NAJAVLAKALOlololololo KATAVOTAKAVALO MOMOMONOTONOMOROMOTO Con LOLOVOVOVOVal 86 Erster Theil. 5. Herr, was kann ich dir dafür, daß du mich so liebest, geben? Nimm, was ich vermag, von mir! dir, nur dir gehört mein Leben! wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend seyn. 6. Nur bei dir allein such' ich Hülf' in meinen bångsten Stunden! schmachtend, lechzend sehn' ich mich nach dem Trost aus deinen Wunden, wie ein Hirsch nach Wasser schreit, bis er meine Seel' erfreut. imins of 7. Kreuzige mein Fleisch und Blut! lehre mich die Welt verschmähen! laß auf dich, du höchstes Gut, immer unverwandt mich sehen, und im Kreuze führe mich selig, wenn schon wunderlich. 8. Endlich laff' mich alle Noth freudig sterbend überwinden. Nirgends müsse mich der Tod, als bei dir, mein Hei land, finden. Wer nur dich zur Zuflucht macht, spricht getrost: Es ist vollbracht!! bozqt salad daud i Nach der Mel. des 55. Lieds. 143. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glau: ben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 11 Von dem Leiden und Sterben Jesu. 2. Das Gute thun, das Böse fliehn und meiden, Herr, diese Pflicht Ichrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Böse mir erlauben und an dich glauben? GIOR 6. Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn man mich schilt, nicht råchend wieder schelten. Du, Heiligster! Du Herr und Haupt der Glieder, schaltst auch nicht wieder. 7. Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dies ist der Dank für deines Kreuzes Schmerzen. Und Gott giebt uns die Kraft in deinem Namen dich nachzuahmen. 8. Unendlich Glück! du littest uns zu gute. Ich bin versöhnt mit deinem theuern Blute. Du hast mir Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn schon selig hier im Glauben? so wird mir nichts, nichts meine Krone rauben? so werd' ich dort von Herrlichkeit umgeben, einst ewig leben? 10. Ja, wenn ich stets der Tugend Pfad betrete, im Glauben kámpf", im Glauben wach' nnd bete, so ist mein Heil schon so gewiß erstrebet, als Jesus lebet. 11. Lockt bose Lust mein Herz mit ihrem Reize; so schrecke mich dein Wort, das Wort vom Kreuze; und werd' ich matt im Laufe guter Werke, so sey mir's Stärke! 3. Da du dich selbst für uns dahin gegeben, wie könnt' ich noch nach mei14. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden krånken; so laß dein Kreuz dies sey, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried' und Freude. nem Willen leben? und nicht vielmehr,| mir wieder Ruhe schenken! dein Kreuz, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? 4: Sc sollte nicht, wenn Leiden dieser Erden, wenn Kreuz mich trifft, gelaff'nes Herzens werden; da du so viel für uns, die wir's verschuldet, wir's liebreich erduldet? led 5. Für welche du dein Leben selbst gelaffen, wie fonnt' ich sie, sie meine Brüder hassen; und nicht, wie du, wenn sie mich untertreten, für sie noch beten? 12. Seh' ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Uergerniß und eine Thorheit werden; so sey's doch mir, trok alles frechen Spottes, die Weisheit Gottes. 13. Gott! eile nicht, sie råchend zu zerschmettern! erbarme dich, wenn einer von den Spöttern sich spåt bekehrt, und dich, den er geschmähet, um Gnade flehet. libd 119921 du Nach der Mel. des 55. Lieds. 144. Sen hochgepriesen, Herr, für deine Liebe! fie drang dich zu dem mitleidsvollen Triebe, für eine Welt voll Sünder selbst dein Leben dahin zu geben. i 37 bits 2. Fürwahr, du trugest unsrer Sünden Schmerzen. O, welch ein Herz gleicht deinem edlen Herzen? du ließest unsre Schuld an dir bestrafen, uns Heil zu schaffen. Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. HI 3. laß dies Heil doch auch mein Erbe werden! was hab' ich sonst für sichern Trost auf Erden? was giebt mir sonst wohl wahren Grund zur Freude, wenn ich einst scheide. 4. Für mich, o Herr, bist du ja auch gestorben. Was du der Welt durch deinen Tod erworben, das hast du ja, von großer Treu geleitet, auch mir bereitet. 5. O, stårke selbst mein Herz in die sem Glauben. Rein banger 3weifel müsse ihn mir rauben! Er müsse mich zum Fleiß in guten Werken, beständig stärken. 6. Soll ich mich nun noch frevelhaft erkühnen, der Sünde, die dich tödtete, zu dienen? so wår' ich ja, o Herr, nicht dein Erlös'ter, du nicht mein Tröster. 150011 7. Nein, dir allein, der du durch deine Wunden auf ewig mich zu deinem Dienst verbunden, nur dir, mein Heiland, sey mein ganzes Leben zum Dienst ergeben. ich je bon 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit verklärten 3ungen stets wird besungen. 10 00 Die letzten Worte Jesu. Neue Melodie. 21501 13. 145. B 110006 egleite mich, o Christ! wir gehen zum schmer: zenvollen Golgatha, auf dessen fürchterlichen Höhen, was nie ein Engel faßt, geschah! Erwag' an diesem heil'gen Orte des ster= benden Erlösers Worte, und rufe 87 Gott um Glauben an! Sie können dir den Trost im Leben, und deinst den Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr trösten kann. 2. Schon zeigt der Blutberg sich von weitem! erschrick und zittre, frommes Herz! Sieh' deinen Retter, sieh' ihn streiten, und werde ganz Gefühl, ganz Schmerz. Hier hing, den Mördern übergeben, am Holze, Gottes Sohn, dein Leben; hier trug er unsrer Sünden Schuld: empfand in jenen bangen Stunden, was nie ein Sterblicher empfunden, und bracht' uns wieder Gottes Huld. 3. Geduldig bei den größten Schmer zen, nimmt er sich seiner Feinde an; Er ruft mit sanftmuthsvollem Herzen: sie wissen nicht, was sie gethan. Der göttliche, der größte Beter fleht liebreich noch für Missethäter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach! Mensch, den Rach' und 3orn ver= führen, laß dich durch dieses Beispiel rühren, und bete dem Versöhner nach! 4. Welch Beispiel kindlich frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Junger seiner Liebe die Mutter sterbend anbefahl. Ach, wird mein Aug' einst um die Meinen in seiner festen Stunde weinen, so foll dies Wort mit Trost verleih'n! der, als der Tod schon um ihn schwebte, die Seinen noch zu schüßen strebte, wird auch der Meinen Pfleger seyn. 5. Froblockt, bußfertige Verbrecher! Wer glaubet, kommt nicht ins Gericht. Hört, was zu dem gebeugten Schächer der Mund der Liebe sterbend spricht: du wirst, so ruft er ihm entgegen, noch heute deines Glaubens wegen mit mir im Paradiese feyn. laß an des Todes Pforte einst diese Herr! onemomenOMONOCHORON HOW 1601 M NAJAVAKAKOJOJOJOJOVÉ KOLOVAKAVALALA 10101010MONOTON One VOLOVOU 88 Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. Der Tod Jesu. Neue Melodie. trostesvollen Worte auch meiner Seele Trost verleih'n! 6. Wer kann die hohen Leiden fas fen, als Christus an dem Kreuze rief: Mein Gott, wie hast du mich ver= lassen? wie beuget ihn die Last so tief, die unsre Sünden auf ihn brachten! vor Angst und Pein mußt' er verschmachten, wär' Gott nicht seine Zuversicht. Herr, der für mich zum Tod gegangen, für mich verlaffen da ge= bangen, mein Herr und Gott, ver= laff' mich nicht! 7. Der Fürst des Himmels und der Erde, von Ullem, was erquickt, ent= bloßt, wünsdt, daß sein Durst geftillet werde! O Mensch, der dich so theu'r erlöst! der Heiland rufet dir noch heute aus tausend Urmen, dir zur Seite, die Hunger, Durst und Mangel drückt! Oselig, wer den Ruf erfüllet! denn, wer den Durst des Urmen stillet, der hat den Hei land selbst erquickt. 8. Nun enden sich die schweren Leiden; der Heiland spricht: es ist voll bracht! Wort des Sieges! Wort der Freuden! du nimmst dem Tode seine Macht. Heil uns! Ber darf es nun wohl wagen, uns, die Erlös'ten, zu verklagen, da er für uns genug gethan? Gieb, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: vollbracht ist nun des Leidens Bahn. 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, Versöhner Gottes, sey auch mein! Laff' es in meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleih'n! du rufest, Bater, ich befehle in deine pánde meine Seele, die allen Menschen Heil erwarb! Nun war das große Werk vollendet, wozu der Vater ihn gesendet; da neigt' er sanft sein Haupt und starb. 10. Bewein' ihn fromm mit stillen Bähren, o Chrift, du hast ihn sterben sehn. Bald wirst du ihn durch Freu: den ehren, und jauchzend seinen Ruhm erhöhn! Den deine Seufzer jest beklagen, der wird als held nach dreien Tagen vom Grabe siegreich auferstehn! den freche Rotten hier entehrten, den wirst du dort bei den Verklärten zur Rechten seines Vaters sehn. Vie 146. eht den leidenden Gerechten, so entehrt von Lasterknechten! Er, der Herr, gekrönt, zum Hohne, tråget seine Dor= nenkrone, und büßet unsern Frevelmuth. 2. Unser göttlicher Vertreter wird geführt, wie Uebelthäter. Wer kann seine Leiden zählen? Eine Welt verlorner Seelen erkauft er sich um diesen Preis! 3. Geht den Schönsten unter Allen bleich, entstellet und verfallen! Seiner Hoheit Glanz vergangen! Schmach entweibte seine Wangen, und seine Richterstimme schwieg. 4. Ja, mit sanftem Edelmuthe litt er Alles uns zu gute! daß der Sünder leben möge, wandelt auf dem Todes: wege der Gottversöhner willig fort. 5. Keine Lindrung stårkt den Múden, auf ihm liegt zu unserm Frieden, Fluch und Straf'! Er trågt's gelaffen! seine Kraft hat ihn verlas sen, er sinket wieder in den Staub. 6. Seht ihn auf der Schädelståtte für uns ringen im Gebete. Schauet mit zerschlagnem Herzen hin auf ihn, den Mann der Schmerzen, am Kreuz! Er hat's vollbracht und stirbt. 7. Herr, dein Leiden zu bedenken, wollest du mir Weisheit schenken. Mich vom Laster abzuschrecken, mich zur Tugend zu erwecken, laff' mir es stets vor Augen seyn! pre 8. Daß ich dir mich ganz ergebe, niemals deiner unwerth lebe, nicht vor dir zu schanden werde, wenn du kommst, den Kreis der Erde zu richten mit Gerechtigkeit. Erster Theil..- Von dem Leiden und Sterben Jesu. 89 Nach der Mel. des 116. Lieds. eute, sprach mein Hei: 8. Ja, noch an demselben Tage geh' ich in den Himmel ein, los ron aller 147. an sein und Plage, bei dir daheim zu seyn. Hier genieß ich deines Lichte, bis der Tag des Weltgerichts auch dem Grab' die Macht entwendet, ganz die Seligkeit vollendet. blut'ges Kreuz erhöht, als ein Sún: der, ihm zur Seite, sterbend noch um Gnade fleht, heute, so betheu'r ich dir, heute noch sollst du mit mir in mein Paradies erhaben, Theil an meinem Reiche haben.hud indo 2. Theures Wort aus Jeſu Munde! 148. Es in Kreuze des sterbenNach der Mel. des 7. Lieds. ist vollbracht! ruft fest versiegelt durch sein Blut! In der finstern Todesstunde giebst du Freudigkeit und Muth. Wenn der Christ nun scheiden soll, bleibt er fester Hoffnung voll, sicht die Nacht in Licht verwandelt, weiß gewiß, wohin er wandelt. den Erlösers Mund. O, Wort voll Trost und Leben! reize zur Freude meines Herzens Grund. Das große Opfer ist geschehn, das Gott auch mir zum Heil erseyn. drive bin 2. Mein Jefus stirbt. Die Felsen beben; der Sonne Schein verlieret sich; in Todte dringt ein neues Leben, der Heil'gen Gråber öffnen sich; der Vorhang reißt, die Erde kracht! und die Versöhnung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du haft den Fluch hinweggewendet, der auf der Welt voll Sünder lag. Für uns hast du genug gethan; Gott nimmt uns nun genadig an. 4. 3. Ohne 3agen kann er sterben. Seine Seel' erstirbt ja nie. Ihr droht nicht nur kein Verderben, auch kein Schlaf betäubet sie, wo sie erst aus langer Nacht nach Jahrhunder ten erwacht. Nein sie soll zu neuem Leben scheidend noch empor sich heben. 4. Theures Wort des ew'gen Le bens! troste du mein brechend Herz; und dann ángstet nur vergebens meinen Geist der Trennung Schmerz; Er sinkt nicht in Finsterniß! denn wahrhaftig und gewiß ist das Wort des treuen 3eugen. Hier muß jeder 3weifel schweigen. 5. Herr! nun führ' ich abzuscheiden eine heit'ge Lust in mir. Dort sind unbefleckte Freuden, aber Müh' und Sünden hier. Kein, auch noch fo frühes, Grab kürzet je mein Leben ab. Es soll nur, los von Beschwer den, zeitiger veredelt werden. ndo 1916. Selig, furchtlos, rein von Mángeln, ja von nun an selig ist, brüderlich begrüßt von Engeln, der im Herrn entschlafne Christ. Was sein Glaube je gethan, jedes gute Werk folgt dann seiner Seele von der Erden hin vor Gott, sein Lohn zu werden. s67. Nun, auch ich, o Herr, befehle, wenn ich faum noch lallen kann, die durch dich erlöf'te Seele deinen treuen panden an. Und du, Heiland, stár: fest mich; rufest mir auch zu, daß ich noch am Tage, da ich sterbe, deine Herrlichkeit ererbe. 800 Dankvolle Thránen! negt die Wangen. Mein Glaube sieht nun offenbar die Handschrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Heil gemacht, rief auch für mich: es ist vollbracht! 5. Herr! laß mich nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt. Laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gewáhrt. O stárke mich dazu mit Macht, bis meine, Beff'rung ganz vollbracht. 6. Du littst so viel zu meinem Les ben: drum laß mich stets voll Eifer fenn, mich deinem Dienste zu ergeben, und feine Schmach dabei zu scheu'n. Dein Dienst, mein Heiland, sey mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eistar mid genthum. 7. Coll ich bei dir ergebnem Her: zen auch hier durch manche Trubfal gehn, und hat mein Gott gebäufte Schmerzen zu meiner Prüfung ausersehn, so laff' auch mich den Trost er. freun: es kommt das Ende meiner Pein. OFMONOFOFOTECHNOLOTTOT 5. W. 1041. UI S LUAHAUAKALAKALOKAKOVOVE GMUMUNUNUNUNUNG MOMONOTONOMOR UNTURIO. COLLIOUTONO Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 90 8. Ja, fühlt mein Herz des Todes Schrecken, so starke mich in solcher Last. Laß mich den Trost auch ster: bend schmecken, daß du ihn überwunden haft; so tret' auch ich in's Todes Nacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht! 100 - Nach der Mel. des 37. Lteds. 149. rhebe vom Geräusch Erhebe der Welt, o Seele, deine Flügel. Hin, wo die Wuth ihr 151. Nun ist es Alles wohlOpfer hält, zu jenem ihr Himmel! welch ein Mensch ist das! wie drückt ihn seiner Feinde Haß mit höllisch wilden Freuden! Er, der die Todten auferweckt, er muß, mit er muß, mit Wunden überdeckt, den Tod der Mörder leiden. mis 101 2. Geduldig siehet er sein Blut in vollen Strömen fließen! fleht für die Hasser, die voll Wuth es im Triumph vergießen. Schau, jest umhüllt ihn finstre Nacht; er ruft, er ruft: es ist vollbracht! Nun fenkt sein Haupt sich nieder. O, meine Seele! freue dich; dir gab, der hier am Kreuz verblich, das Recht zum sitocinoC Himmel wieder. 3. Er, er hat deine Missethat, den Fluch für dich getragen. D Seele, deine Sünde hat den Frommen so zerschlagen. Durch ihn nimmt dich der Vater an. Die Wunder seiner Gute kann kein sterblich Lied erheben. Doch hört er unsre Lieder gern. Drum bringet Preis und Ruhm dem Herrn, der uns sein Heil gegeben. and bi auf der sünd'gen Welt; doch er kam uns zu gute, und gab mit seinem Blute für uns ein ew'ges Lösegeld. 4. Kein Freund meint es mit Freunden so treu, als es mit Feinden Er, unser Mittler, meint. Preis ihm, dem Ueberwinder! Nun sind wir Gottes Kinder, mit Gott ver: söhnt durch unsern Freund.bnim Toner do 1920s 11002 S Nach der Mel. des 86. Lieds. Ab Nach der Mel. des 48. Lieds., id 150. F roblocke mein Gemüthe, und bete Gottes Gute in deinem Heiland an. Was selbst der Engel Schaaren zu thun nicht fähig waren, das hat des Menschen Sohn gethan.id di mo 2. Schau hin, wie der Gerechte für uns, der Sünden Knechte, den bittern Bornfelch trinkt; wie er für Frevler bittet! wie Wasser ausgeschüttet hångt er, da er in Tod hinsinkt. 3. Bir Sünder sollten sterben; Fluch lag auf Udams Erben, Fluch fus ruft: Es ist vollbracht der neigt sein Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir erwirbt das Erbe, welches nie verdirbt. 2.Der, dem an Hoheit feiner gleicht, der Herr der Herrlichkeit er bleicht. Was Wunder, daß die Erde kracht, die Welt deckt Nacht! denn Gottes Sohn wird umgebracht. au 3. Das Heiligthum steht aufgedeckt; die Felsen bersten; Alles schreckt. Die freudenlose Kreatur flagt jego nur den Tod des Herrschers der Natur. 4. Weil denn die Kreatur sich regt, so werd' auch du, o Mensch bewegt! Der Fels zerreißt, und du wirst nicht durch dies Gericht beweget, daß dein Herz dir bricht? 200 5. Du selbst, hast du es g'nug bedacht? Du haft den Herrn an's Kreuz gebracht. Ihm, der für dich sein Leben gab, folg' in sein Grab, und stirb dem Gündengráuel ab. dir 6. Uch, Vater! ach, in Pein und pohn erbleicht am Kreuz dein eigner Sohn. Nun ist kein, 3weifel; deine uld tilgt meine Schuld, und trägt forthin mit mir Geduld. 7. Ich will mit ihm zum Grabe gehn, und, wo die Unschuld bleibet, sehn. Sein Tod soll meine Zuflucht seyn; auf ihn allein schlaf ich einst sanft und selig ein. 8. Und nun dient' ich der Sünde noch? Wie drůcket mich ihr schweres Joch! auf, Seele, daß du dich er hebst, nur Jesu lebst, nur Jesu zu gefallen strebstim uz him t 9. Todt', Jesu, selbst in meiner Brust, was sich noch sind't von bofer Erster Theil. Von dem Lust! dein Tod, der mir das Leben schafft, giebt mir auch Kraft und Muth auf meiner Pilgrimschaft. mis 10. Ja, Herr, mein Heiland, fráf tiglich stärkst du in meinem Vorsag mich! ich sege freudig auf dein Wort den Kampf stets fort. Der reiche Lohn erfolget dort. 11. Wie dank' ich g'nug dir Jesu Christ, daß du für mich gestorben bist! dich preis ich auch in Ungst und Leid: schon in der Zeit, noch würd' ger in der Ewigkeit. 1 Kraft und Trost des Leidens Jeſu. Tur 9 1 Nach der Mel. des 29. Lieds. 152. Jeund Wunden, deinen resu, durch dein Blut und Wunden, deinen martervollen Tod, hab' ich Heil bei Sott gefunden, Kraft zur Tugend, Trost in Noth. Mich sollt' ich durch Sund' entweih'n? Nein, ich denk' an deine Pein. Uch, den ganzen Grául der Sünden läßt mich die mit Graun empfinden. Leiden und Sterben Jesu. 91 Müh'! durch dein Kreuz verschwinde sie; denn es führt durch kurze Leiden zum Genuß von ew'gen Freuden. 6. Ueber Alles, was zum Staube meine Seele niederdrückt, wird mit starker Kraft mein Glaube durch dein Leiden hingerückt. Deines Trostes Freus digkeit reißt mich fort zur Ewigkeit, die du, perr, als du gestorben, mir, auch mir am Kreuz erworben. men 7. Hab' ich dich in meinem Herzen, ursprung aller Seligkeit, so besieg ich alle Schmerzen, auch sogar im leßten Streit. Rufft du, und ich habe nun g'nug gekämpfet, um zu ruhn, Herr, so dank' ich's deinen Wunden, daß ich sieghaft überwunden. 8. Ja, auf dich steht mein Vertrauen: du bist meine Zuversicht. Du besiegst des Todes Grauen, rettest mich aus dem Gericht. Durch dein mir erworb'nes heil hab' ich an dem Himmel Theil. Wahrlich, Herr, ein ewig's Leben wird dereinst dein Tod mir geben. 2. Schmachtet nach der Wollust Freuden mein verderbtes Fleisch und Blut, o, so blick ich auf dein Leiden! Von dem Begräbniß Jesu. schnell verlischt die wilde Glut. Tracht' ich eitler Ehre nach, und ich blick auf deine Schmach; schnell schlägt die den Stolz darnieder, und giebt mich der Demuth wieder. Mel. Der Tag ist hin, mein Geist. SHE 153. o schlummerst du in stiller Ruh', der du für uns ge= storben, und am Kreuz in schwerer and Müh, ewig's Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, o Herr, und hast doch in dir selbst das Leben. Gleich als Sterbliche hat dich nun ein Grab umgeben. 3. Doch Heil sey mir! Herr, du willst hier nicht die Verwesung sehen, sondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. 3. Scheint beim dden Weg zum Leben mir der Welt betret'ne Bahn lustig, breit, gemächlich, eben: Sefu, Da warnt dich schau' ich dann an. mich des 3ornes Laft, welche du ge= tragen hast, nicht mit dem verblend': ten Haufen ins Verderben hinzulaufen. 4. Hålt mein schreckendes Gewissen mir der Sünde Menge vor: o! in meinen Kümmernissen schau' ich nach dem Kreuz empor. Bald verschwindet alles Web'! In den Wunden, die ich seh, find' ich Sicherheit und Leben, und den Trost: Sie sind ber geben. den Frost: 4. Ich weiß, du wirst, mein Le 5. Hier such' ich in Unruh' Friede; in der Ungst Beruhigung; neue Kraft, bensfürst, wie dich auch mich erwekwenn ich ermüde, und in Qualen ken. Sollte denn mein glaubig Herz Linderung. Schwer sey dieses Lebens vor der Gruft erschrecken. FOTOFOTECHNOLO WOUL+ 01 MS Uiuiuiufun JAJAHAN Ununu UMUMOISIONMOTORONTONCES OLOVONOVOVQU Erster Theil. Von dem Leiden und Sterben Jesu. 7. Ich darf nun nicht vor meiner Gruft erschrecken, da du, mein Heil, ein Grab dich lásfest decken. Dein Grab macht meins zum stillen Schlafgemach; da ruh' ich einst bis an den legten Tag. 92 5. Hier werd' ich einst, bis du erscheinst, in sanftem Frieden liegen, Denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Thr, die die Welt gefesselt hålt, zagt nur vor der Verwesung! ich, ich hoff' in Christo einst meines Leib's Erlösung. — Nach der Mel. des 153. Liebs. 102 7. Nein, nichts verdirbt. Selbst das, was ſtirbt, der Leib wird auf 155. Am Kreuz erblaßt, der To: desqualen múde, findet mein Erlöser erst in dem Grabe Friede. erstehen, und zu Himmelsglanz ver= klárt aus dem Grabe gehen. 88. So sint' in's Grab mein Leib hinab! ich will mich drum nicht frånFen; theurer Heiland, mir zum Troft an dein Grab gedenken. en hun Nach der Mel, des 16, Lieds. 154. Freund, der meine Schuldenlast getra= gen, und als ein Fluch ist an das Kreuz geschlagen! nun nimmt man noch vor Abends dich herab, und trägt dich hin in Josephs neues Grab. 2. D tröstlich Bild, o gnadenvolles Zeichen, das aber nur der Glaube kann erreichen! Nun ist vom Fluch die Erde frei und rein; zum Zeugniß deß mußt du begraben seyn. 3. Nun weiß und glaub' ich, daß du bist gestorben, daß du den Tod geschmeckt und mir erworben Gerechtigkeit, daß ich bestehen kann vor Gott und daß die Schuld ist abgethan. 4. Des Höchsten Wort kann nicht gebrochen werden; drum muß dein Leib auch ruhen in der Erden. Was Jonas Beispiel liebreich vorgebild't, feh' ich hierin, mein Heit, an dir erfüllt. 5. Du bist das Waißenkorn, das man verscharret; doch wenn man nur des dritten Tages harret, wird man dich aus dem Grabe auferstehn, und tausendfache Früchte bringen fehn. 6. Indeß ist dein Begräbniß selbst ein Siegel der Unschuld, und der ganzen Welt ein Spiegel, in welchem mit Verwund'rung jedermann ein Vorspiel der Erhöhung sehen kann. gad pidublo mism and silla 15/190 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und, Herr, was fann ich sagen? Stur an meine Brust fann ich tiefgerühret schlagen. 3. Du schüßest mich, und über dich gehn aller Trúbfal Wetter. Sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 4. Du haft's gethan. Dich bet' ich an, du König der Erlösten! dein will ich im Tode mich, glaubensvoll getrösten. im 100 muntre sid 5. Es ist vollbracht! riefst du mit Macht. Du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei habest hingegeben. 6. Hochheil'ge That! des Höchsten Rath, will ich in Demuth ehren. Der Erfinder meines Heils wird mir's einst erklären. 7. Ullmächtig rief Er, der ent= schlief, den Todten: sie erstanden! Leicht entriß der Lebensfürst sich des Todes Banden 8. Das finstre Thal will ich einmal durchwandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ist's mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich! Erforsche mich, und siehe, wie ich's meine: ja, du siehest, wenn ich still meinen Dank dir weine. di slin 196 ONL 10. Vergess ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen. Herr, ich will, so lang' ich bin, deine Lieb' ermessen. piduiset on and st unionis 0 0 716 00 da Bajaid val op 11) Von der Auferstehung Jesu. Mel. Dennoch bleib' ich stets an. 156. uf mein Herz! ein E froher Tag hat die Nacht der Furcht vertrieben. Christus, der im Grabe Lag, ist im Tode nicht geblieben. D, wie hoch sind wir getröst't! Jesus hat die Welt erlös't. 2. Er ist Gottes ew'ger Sohn. Ewig sey er auch gepriesen! seiner Feinde Schaar zum Hohn hat er sicht: bar es bewiesen. Er erfüllet durch die That, was sein Mund geredet hat. 3. Unsre Schulden sind zwar groß, doch wir dürfen nicht verzagen: Sott läßt unsern Bürgen los, der sie büßend hat getragen. Jesus ist mi. Preis geFront, und wir sind mit Gott versöhnt. 4. Sterben war der Sünden Sold; nun ist Christus unser Leben, der für unfre Schuld nicht Gold, nein, sich selber hingegeben. Er hat aus des Grabes Nacht neues Leben mitgebracht. 5. Tod, wo ist nun deine Kraft? Grab, wo sind nun deine Ketten? Hier ist Gott, der Hülfe schafft, hier ist Jesus, der kann retten, wenn gleich unser Fleisch und Bein wird in Staub verwandelt seyn. 6. Herr, dies glaub' ich dir zum Ruhm, und mein Trost ist nicht vergebens, denn ich bin dein Eigenthum, du die Quelle meines Lebens. Hoch erfreuet fing' ich dir jetzt und ewig Dank dafür. Mel. Chrift lag in Todesbanden. 157. D er Herr lag in das Grab gestreckt, für uns dahin ge93 # 03 geben. Nun, da ihn Gott hat auferweckt, bringt er uns Sieg und Leben. Lasset drum uns fröhlich seyn, vor Gott von Herzen uns erfreu'n, Halleluja ihm sin- gen. Hallelujah! 2. Der Tod, da nichts ihm Einhalt that, würgt' alle Menschenfinder. Hier wußte niemand Trost und Rath; denn alle waren Sünder. fället uns der Tod so bald. ſeiner furchtbaren Gewalt sind wir doch nun errettet. Hallelujah! Drum Von 3. Der einige Sohn Gottes ist zu uns ins Fleisch gekommen, hat unsre Sündenschuld gebüßt, dem Tod die Macht genommen. Jesus macht uns Vom Tode blieb ein frei und los. Schatten blos; sein Stachel liegt zer: brochen. Hallelujah! 4. Es war ein wunderbarer Krieg, als Tod und Leben rungen. Dem Leben blieb zulegt der Sieg; es hat den Tod verschlungen. Långst verkúndigt' es die Schrift. Ein Tod war hier des andern Gift. kein Tod uns schaden. Hallelujah! Nun kann 5. Hier ist das rechte Ofterlamm, das unsre Schuld getragen. Um martervollen Kreuzes stamm ward es für uns zerschlagen. Nun bezeichnet uns fein Blut. Dies giebt dem Glauben Stárk und Muth. Der Würger geht vorüber. Hallelujah! 6. Co feiern wir das hohe Fest in großer Freud' und Wonne, das Er uns der Herr erscheinen läßt. selber ist die Sonne! Máchtig strahlt sein Glanz daher! Das finstre Herz erleuchtet er! Es flieht die Nacht der Sünden. Hallelujah! MONROOT HOTECHNOTROTOR VIOL Plain ToU NAKOVAKALOKO AN UrarenaturaIJU JION ΠΟΤΟΠΟΙ TOMONIOS OLOVOVOVO Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. 94 7. Wir heiligen uns gang dem Herrn, der uns zum Heil geladen. Der alte Sauerteig sey fern vom theuern Wort der Gnaden! Christus selber will allein der Seele Speis' und Nahrung seyn! der Glaube lebt blos seiner. Hallelujah! - Nach der Mel. des 94. Lleds. er Held hat überwunganzes 158. Heer; der Drache liegt gebunden; die Sünde kann nicht mehr mich durch's Geset verdammen, denn alle 3ornesflammen hat Jesus ausgelöscht. 2. Auf dann, mein Herz, und bringe dem Heiland Dank davor; vertreib' die Furcht, und schwinge im Glauben dich empor! wirf des Gewissens Na= gen, dein Sorgen und dein Zagen in Christi leeres Grab. 3. Ist Christus auferstanden, mit Herrlichkeit geschmückt, so bist du ja ben Banden des Todes mit entrůckt. Ist er dem Tod entrissen; so låsset Gott dich wissen, daß er versöhnet ist. 4. Gieb meinem Glauben Klarheit, zu sehn, Herr Jesu Christ! daß du Weg, Leben, Wahrheit, daß du mir alles bist. Laß nicht mehr die Gedanken in bangen 3weifeln wanken, und mache mich gewiß. 5. Hast du den Tod bezwungen, bezwing' ihn auch in mir; du bist hindurch gedrungen; zeuch mich, ich folge dir; laß Teufel, Holl' und Sün: den mich auch nun überwinden, wie du für mich gethan. 6. Welch Aussicht giebt dein Leben, dein neues Leben mir! Ich sollt' am Eiteln kleben? o, neige mich zu dir! daß ich die Welt verachte, und nach dem Himmel trachte, wo du, mein Heiland, bist. Nach der Mel. des 30. Lieds. 159. So, wo ist dein Stachel nun? dein 2. Wie sträubte sich die alte Schlang', als Christus mit ihr kämpfte, und, wic ergrimmt sie auf ihn drang, doch ihren Grimm bald dåmpfte? ob sie ihn in die Fersen sticht, so siegt sie darum dennoch nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig geht der Herr hervor; und nimmt den Feind gefangen; zerbricht der Hölle Schloß und Thor; trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts hält in seinem Siegestauf den starken Held aus Juda auf. Er überwindet alles. 4. Des Herrn streitbarer Urm be hält den Sieg, und ist erhöhet. Des Herrn erhab'ne Rechte fåll't, was stolz ihr widerstehet. Besiegt ist alles, was uns droht: besiegt ist Teufel, Höll' und Tod, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es ward getödtet Jesus Christ, und sieh', er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, steh'n wir auch auf, die Glieder. Wir wissen, daß, wer Christo glaubt, nicht in der Nacht des Todes bleibt: er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich bier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, dem keiner sonst entgehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergånglich Wesen. 7. Dies ist die große Seligkeit, der wir theilhaftig werden, Fried', Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und hoffnungsvoll, daß unser Leib dort gleichen soll des Herrn verklärtem Leibe. 8. Tod! wo ist dein Stachel nun; dein Sieg, o Grab, verschwindet! was kann forthin uns Schaden thun, da Jesus überwindet? Gott sen gedankt, der schwere Krieg ist nun geendigt, und der Sieg durch Christum uns gegeben. Neue Mel. oder Christ lag in. Sieg, o Grab, verschwindet; was kann forthin uns Gatan thun, da Jesus 160. B überwindet! Geendigt ist der schwere Krieg! Gott sey gedankt, daß er den Sieg durch Christum uns gegeben. ringt Preis und Ruhm dem Heiland dar! frohlockt Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu.. - ihm, alle Frommen! Er, der für uns getödtet war, ist dem Gericht entnommen. Sen gelobt, Herr 3. Gott selbst, der dich dem Grab' entrůckt, hat dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufget rückt, und dich als Sohn geehret. Deines Opfers hohen Werth hat er auf's Herrlichste bewährt, da er dich auferwecket. Hallelujah. Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und siegreich auf erstanden! Hallelujah! Mel. des 32. Psalms. 2. Dein Leben in der Majestát befeſtigt unfern Glauben. Wer kann, 161. Ich weiß gewiß, daß da dich dein Gott erhöht, uns nun den Trostgrund rauben, daß du für uns genug gethan, uns Sündern eine neue Bahn zum ew'gen Heil eröffnet? Hallelujah! mein Erlöser lebet, Súnd', Teufel, Tod und was ihm widerstrebet, hat er erlegt; er stehet auf dem Staub der allerlegte und vertheilt 4. Erstand'ner! ich frohlocke dir, daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir das ew'ge Leben gebeft, daß du mein Erretter seyst, und neue Kräfte mir verleih'st, mit Freuden Gott zu dienen. Hallelujah! 5. Mein Herr, mein Gott! hilf mir dazu! Befreie mich von Sünden. Laß mich für mein Seele Ruh im Frieden mit Gott finden! pflanze deinen Sinn in mir, damit ich, Gott erge= ben, hier als dein Erlöfter wandle. Hallelujah. 95 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich wandeln: und jederzeit nach deinem Sinn rechtschaffen seyn und handeln! daß ich, wenn ich aufersteh', und dich, des Todes Sieger seh', vor dir dann nicht erschrecke. Hallelujah! 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht Verstorb'ne zu erwecken. Du rufft einst, und der Gråber Nacht wird Todte nicht mehr decken. Wie du auferstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ, durch dich einst auferstehen. Hallelujah! 8. Da, wo du bist, da soll auch einst dein Junger mit dir leben. Du wirst ihn, wenn du nun erscheinst, zu deiner Freud' erheben. Laß dies auch mein Erbtheil seyn, so werd ich ewig deß mich freun, daß du vom Tod erstanden. Hallelujah! den Raub. Die Erde bebt, da er den Fuß aufseßet, troß, daß ihn mehr ein Fersenstich verteget, es blist um ihn, wenn er vom Grab' auffährt: er ist der Herr, dem alle Macht gehört. 2. Er hatte zwar vom Bach am Weg getrunken, doch ist sein Muth ihm keineswegs gesunken; er hebt das Haupt nun sieghaft in die Höh', kein Feind ist mehr, der gegen ihn besteh'. Dein Ehr' und Ruhm, da es dir fo gelungen, sen ewiglich, o Siegesfürft, befungen: die Schlüssel sind bei dir 5. W. 1041, MUI NAVAJAKAKAIAIAIA UMUMUNUNUN ΟΠΟΤΟΛΟΠΟΠΟΛΕΜΟΣ QuQuerolovan Erster Theil. Von der Auferstehung 96 zu Holl' und Tod, es trifft dein Volk nun ewig keine Noth. mi 3. Herr, laff' auch uns vom Tod in's Leben dringen, hilf, wenn es kommt zum Todeskampf, vollbringen, dem zweiten Tod las' an uns keinen Theil, Nach der Mel. des 109, Lieds. erweck uns hier, reiß ab die starken 163. Kaum steigt zu ihrem froh, Seil', die und an diese Erde heften. Erfüll' uns jest mit neuen Lebenskraften, und ruf einmal die Leiber aus dem Grab, daß Leib und Seel' in dir das Leben hab'. sten in voller Pracht herauf; seht! so vers láßt der Herr sein Grab, der erst für uns sein Leben gab. 2. Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Er, der uns Ehr' und Sieg erstritt, Nach der Mel. des 109 Lieds. 162. Dich bet' ich an, erstand er bringt uns ſeinen Frieden mit. ner Erretter einer Sündenwelt, du, unsre Zuflucht für und für, froh huidigt meine Seele dir! 3. 3war hier ist nicht ganz fund gemacht, was er uns aus dem Grab gebracht; der edle Schak, die reiche Beut', der sich sein Volkvor ihm erfreut. - 2. Um deinen Thron, der ewig steht, glänzt Wahrheit, Heil und Majestát; ich nahe mich voll Zuversicht zu dir, denn du verwirfft mich nicht. 3. Herr, meine Seele preiset dich. Erlös't auf ewig hast du mich, so wahr du selbst vom Himmel kamst, dein Leben gabst und wieder nahmst. 4. Wer ist's, der mich verdammen fann? ich glaub' an dich, und sage dann: der Gott, durch den die Himmel sind, der ist mein Vater, ich sein Kind.. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segenreicher Weg zu dir. So lang' ich hier bin, Herr mein Heil, hab' ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdselig sprachst du: Erde, ser der Schauplag meiner Huld und Treu! wir sehen deine Huld und Treu auf deiner Erde táglich neu. 7. 3war trifft noch mancher Schmerz uns hier, noch, o Erbarmer, sterben wir! doch du regierst! und wir sind dein! und ewig werden wir es seyn! 8. Sch weiß, daß mein Erlöser lebt! du Trost, der meinen Geist erhebt, ich seh', durch dich gestärkt, auf's Grab mit unerschrocknem Aug' hinab. Jesu. 10. Der du für unsre Seele wachst, sie zu dir ziehst, und selig machst, las' mich mit freudigem Vertrau'n im Tod auf dich, Vollender, schau'n! 9. Welch' neue Welt voll Selig: feit erwartet mich nach dieser Zeit! da findet der verklárte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 4. Uns lehrt es einst sein großer Tag, wie viel sein starker Urm vermag, und was er da für Thaten that, als er der Schlange Kopf zertrat. 5. O edler Sieg, o starker Held! wo ist ein Feind, den er nicht fällt! wo eine Plage so ergrimmt, der Christi Sieg die Macht nicht nimmt. 6. Und daß der Herr erstanden sey, Ja, das ist von allem 3weifel frei. es ist je gewißlich wahr, das leere Grab macht's offenbar. 7. Die Erd' erbebt; es wälzt vom Grab den Stein ein Engel Gottes ab, und kündiget den Siegsheld an, den bald auch seine Jünger sahn. 8. Sie sehen, hören, fühlen ihn; und die Verzagten sind nun kühn. In vieler Schmach mit ihrem Blut versiegelt es ihr Heldenmuth. 9. Lebt Christus, was bin ich bes trübt? Ich weiß, wie herzlich er mich Liebt! und ſtürb' auch alle Welt mir ab, g'nug, daß ich Christi Liebe hab'. 10. Er náhrt, er schugt, er tröftet mich. Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jegt lebt, komm' ich auch hin! weil ich sein Theil und Gliedmaß bin. 11. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt; durch ihn mit Gnad' und Heil gefront. Mein banges Herz ermanne sich! Gott und die Engel lieben mich. LOVO Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. 10 12. Durch seiner Auferstehung Kraft vollend' ich meine Pilgerschaft; freu' seiner mich in seinem Reich, und bin dort seinen Engeln gleich. 13. Für solchen Trost, du starker Held, mein Jesu, dankt dir alle Welt. Wenn wir dereinst dein Untlig fehn, soll dich ein würd'ges Lied erhöh'n. 164. Get f eíus Chriftus, unser Heiland, der den Tod überwand, ist auferstanden, die Sünd' führt er gefangen. Erbarm' dich un= fer. 2. Der ohne Sünde war gebor'n, trug für uns Gottes Zorn; hat uns versöhnet, daß uns Gott seine Huld gönnet. Erbarm' dich unser! 3. Tod', Sünd', Teufel, Leben und Gnad', alles in handen er hat; Er kann erretten alle, die zu ihm treten. Erbarm' dich unser! Nach der Mel. des 29. Lieds. 165. Pranden, jauchze, du reiset Gott in allen Landen, jauchze, du erlößte Schaar! denn der Herr ist auferstanden, der für uns gestorben war. Seht, wie Gott sein Leiden front: nun sind wir mit ihm versöhnt; er heilt, aller Noth entrissen, unser schüchternes Gewissen. 2. Jesus ruht den Sabbat über; nach dem Sabbat steht er auf. Einst komm ich zu ihm hinüber; ruhe nach vollbrachtem Lauf. Zod, du bist mir keine Straf'; einst erwach' ich von dem Schlaf; denn werd' ich mit ſeinen Theuern jenen ew'gen Sabbat feiern. 3. Muß ich dann von hinnen fahren, so schreckt mich doch kaum der Tod. Machtig wirst du mich bewahren, Heiland, in der legten Noth. Meinen Geist, welch ein Gewinn bringet er ja zu dir hin. Ruht indeß entseelte Glieder! einst belebt euch Jesus wieder. 97 4. Laß schon jest an mir erscheinen, daß du auferstanden bist. Neige du mich zu dem Einen, das des Lebens Endzweck ist; daß zu jener fel'gen Rub' einzugeh'n, ich alles thu', daß ich diese Welt verachte, und nach deinem Himmel trachte. 5. Jesus, mein Erlöser, lebet. Heil mir! daß ich dieses weiß! nun denn, ihr Erlös'ten, gebet seinem Namen Dank und Preis; kommt zu seiner leeren Gruft, hört die Stimme, welche ruft: Jesus, euer Haupt, lebt wies der, durch ihn leben seine Glieder. Nach der Mel. des 34. Lteds. 166. 166. obfinge, meine Seele, dem Welterlöser! bet ihn an! Lobsing' ihm, und erzähle, was dir zum Heil der Herr gethan! für dich gerungen. Durch seine Macht hat er des Todes Macht bezwungen, gestürzt der Höllen Heer. Nun liegt ihr Troß darnieder, ſein Sieg hat uns befreit. Uns fronet Gott nun wieder mit Huld und Seligkeit. 2. Froh führte feine Sonne den festlich hohen Tag herauf. Da stand er, meine Wonne, mein Gott und mein Versöhner auf. Gedanke, zu Freuden des Himmels mich erhebt! Gedanke, der im Leiden mit reichem Troft belebt! Des höhern Lebens Quelle! mein Schild in jeder Noth! Wo ist dein Sieg, o Hölle? Wo ist dein Stachel, Tod? der 3. Des Felsen( Srund erbebet, die Wächter flieh'n, das Grab ist leer. Der todt war, sieh', er lebet! er lebt und stirbt hinfort nicht mehr. Die schwachen Jünger wanken, er stärkt die Wankenden Sie seh'n ihn, freu'n sich, tanken, dem Auferstandenen. Sie seh'n empor ihn steigen, und geh'n, wie er gebot, mit Freuden hin, und zeugen von ihm bis in den Tod. Die 4. Herr, deine Boten fiegen, von dir und deinem Geist gelehrt. Gögentempel liegen, der Erdkreis wird zu Gott bekehrt. Ich weiß, an wen ich glaube, bin freudenvoll ein Chrift. Ihn bet ich an im Staube, ihn, OMON alain nin VOIAJOI 01'M'S HOKOJOJOJOJOJO avarantovainio JIO ЭДЭДОДОНО. LOUQUOVOU 98 der mein Retter ist. Ich werd' ihn ewig schauen, wenn er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen: er starb für mich und lebt. Erster Theil. Von der Auferstehung Jesu. 167. exten Mel. Hosianna, Davids Sohn. esus, meine Liebe, die Stimm' erhebst, so wird dies mein Fleisch erwachen, denn du wirst es lebend machen, und mich bringen, wo du lebst. 6. Komm mein Hirte! führe mich! Liebe! gieb, daß ich dich schmecke; Sonne! laß mich sehen dich, daß der Tod mich nicht erschrecke; führst du mich zum Leben hin: gieb, daß ich dir folgen möge, durch die dir beliebs ten Wege, bis ich ewig bei dir bin. lebt, dem es ist so wohl gelunNach der Mel. des 15. Lieds. gen, daß der Feind nun vor ihm 168. Wach' auf, mein Herz; bebt, und der Tod im Sieg verdie Sonn' ist aufgegangen; wirf dich zu Jesu Füßen hin, den peiland zu umfangen. Siegreich hebt er sein Haupt empor; er geht aus ſeinem Grab hervor, der ganzen Welt zur Wonne. schlungen: Er, mein Heil, ist wieder Licht, der im Grabe lag erbleichet, aber jeßt der Sonnen gleichet, mit verklártem Angesicht. 2. Einen hoffnungsvollen Blick, und ein unvergånglich Wesen bringt mir diese Sonn' zurück, und giebt mir im Wort zu lesen: daß die Glieder ihrem Haupt gleich im Leben, gleich im Sterben, gleiches Leben sollen erben, dessen sie zuvor beraubt. 3. Liebe, stärker als der Tod! Du giebst klare Siegeszeichen, machst den Feind zum Friedensbot, láff'st den Tod zum Heil gereichen: denn wie follt' zur Sterbenszeit mich die Bot: schaft können schrecken, die mir sagt von Auferwecken, nichts von Todes Bitterfeit? 2. Steh' von dem Tod der Súnden auf, beginn' ein neues Leben! Vollführe deines Glaubens Lauf, nun mußt du dich erheben gen Himmel, wo dein Jesus ist, such' nun, was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 3. Vergiß nun, was dahinten ist! mit unverwandten Blicken, schau, weil du noch auf Erden bist, auf Jesum, soll dir's glücken. Verlaß die Welt und ihren Schein! bei Jesu kannst du nur allein Ruh' und Erquickung finden. 4. Bald reizt dich freilich noch die Welt, bald sucht sie dich zu schrecken. Doch wer sich fest an Jesum hält, dem kann nichts Furcht erwecken. Wirf deine Sorgen auf den Herrn; er sorgt für dich, und thut es gern, d'rum ist er auferstanden. 5. Der Lów' aus Juda hat nunmehr vollkommen überwunden. Auch gegen aller Feinde Heer wird bei ihm Schuß gefunden. Durch ihn gestärkt, durch ihn belebt, wirst du, was dir noch widerstrebt, auch siegreich über 4. Gehet nicht auf die Gestalt: dieser Tod ist nur ein Schlafen: Nunmehr hat kein Feind. Gewalt an den wiederfund'nen Schafen, denn der auferstandne Hirt, der sich selbst für sie gegeben, führt sie durch den Tod zum Leben, wo er ewig triumphirt.| winden. 5. Bringt man mich dem Grabe zu, das du, Lebenssonn'! durchscheinest; fo komm' ich zur süßen Ruh', da du mich mit dir vereinest: wenn du einst 6. Du warest todt, Herr Jesu Christ! nun bist du auferstanden. Du kennst des Satans Macht und Lift, o, mache sie zu Schanden! daß wir in dieser MICRO 0199 Erster Theil. Von der Auferstehung Jeft. Prüfungszeit, mit ihm und mit der| bim, mit allen Frommen aller Zeit Welt im Streit, zulegt das Feld soll ich mich freu'n in Ewigkeit.160 behalten. 390 11. 3u welchem Glück, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christens thum! mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferstanden schon. 81. i hand # 1st 7. Kommt dann der Tod, der legte Feind, so stárk' uns, Herr! im Glauben. Erzeige dich als unsern Freund, und was wird er uns rauben? Dort wisch'st du uns die Thránen ab: auf Hoffnung ruht der Leib im Grab, einst wird er herrlich glänzen. Hier simbol arkad dan 60 1302 deterbelty 169. Nach der Mel. des 109, Ltede.M rinnre dich, mein Geist, rinn erfreut, des hohen Tags der Herrlichkeit; halt' im Gedächtniß Jesum Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Minda 2. Führ alle Dankbarkeit für ihn, 170. Frein als ob er heute dir als språch' er: Friede sey mit dir! so freue dich, mein Geist, in mir. 3. Schau' über dich, und bet' ihn an. Er mißt den Sternen ihre Bahn; er lebt und herrscht mit Gott vereint, und ist dein König und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Hoheit immerdar dem, der da ist, und der da war! sein Name sey gebenedeit, von nun an bis in Ewigkeit. 5. Glaube, der das Herz erhöht! was ist der Erde Majestät, wenn sie mein Geist mit der vergleicht, die ich durch Gottes Sohn erreicht. 6. Vor seinem Thron, in seinem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich, und ewig, ewig selig seyn; Herr, welche Herrlichkeit ist mein. 7. Mein Herz erliegt froh unter ihr; Lieb' und Verwund'rung támpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Dank und Pflicht fall' ich, Gott, auf mein Ungesicht. 8. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst; und du erfüllst einst mein Vertraun, in meinem Fleische dich zu schaun. 9. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirft, erweckt aus meinem Grabe gehn, und rein zu deiner Rechten stehn. 12. Nie komm es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schule dig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu'.' dapat 13. Er ist's, der alles in uns schafft: sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift, der von dem Tod erstanden ist. 10. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit CheruNach der Mel. des 30. Lieds. reiwillig hast du dar gebracht für uns, o Herr, dein Leben. Du hattest, es zu laffen, Macht; Macht, wieder dir's zu geben. Und darum liebte dich dein Gott, weil du, gehorsam bis zum Tod, dich haft für uns erniedrigt. 2. Du warst nur eine kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er fronte dich mit Herrlichkeit, die Sterbliche nicht fassen. Dein Kreuz, daran man dich erhöht, verwandelt sich in Maje stát, denn du giengst aus dem Grabe. 3. Gehaßt in deiner Niedrigkeit, warst du ein Ziel des Spottes, und zeigtest doch zu gleicher Zeit an dir die Hoheit Gottes. Dein Kreuz schien zwar der Welt ein Grául; doch stere ben für der Feinde Heil, dies ist die höchste Tugend. 4. Dein Reich war nicht von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschenehre. Un Demuth groß, an Lieb' ein held, und göttlich in der Lehre! geduldig und von Sünden rein, gehorsam bis zum Kreuze seyn; dies war, Herr, deine Größe. on? v? 5. Du starbst am Kreuz, doch war dir ja die Kraft des Herrn gegeben. Du schafftest, daß der Blinde sah; du gabst den Todten Leben. Du sprachst: es schwiegen Wind und Meer! und selbst der bösen Geister Heer gehorchte deiner Stimme. 6. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch deines Kreuzes Schans ONONOOOOOO AX W. 1041, Ununun ALLOHOVE UMUMONGIUN UMU DIG ΠΟΤΟΠΟΛΟΠΟ $ 100 Erster Theil. Von den. Du bist mein Herr, du bist mein Gott! denn du bist auferstanden. Du bist mein Speil, mein Fels, mein Hort, der Herr, durch dessen máchtig. Wort auch ich einst ewig tebe. 07. Wir sind nun göttlichen Geschlechts, durch dich des Himmels Erben. Dies ist die Hoffnung deines Knechts, in dieser will ich sterben. Wie du vom Tod' erstanden bist, so werd' auch ich, Herr Jesu Christ! durch dich einst auferstehen. Et 310326 Sid b der Auferstehung Jesu. 3. Nun verzagt auch nicht, Verbrecher! Gott ist euch nun kein strenger Rácher, wenn ihr die Schuld vor ihm bereut. Durch des Todes Ueberwinder ist er versöhnt, und gegen Sünder ein Vater der Barmherzigkeit. Er ruft sein Volk hinauf: schließt feinen Himmel auf, sie zu segnen. Der Himmel tont: Gott ist versöhnt! weil Jesus lebt, ist Gott versöhnt! 4. Tod! wo sind nun deine Schrekfen? nicht ewig wird das Grab uns decken, verwes't der Leib gleich in der Gruft. Einft wird er zum bessern Leben sich aus des Todes Staub erheben, wenn Jesus den Entschlafnen Neue Mel. oder Wachet auf, ruft. 171. Hallelujah! Jeſus ruft. Dann wird das todte Feld zu einer regen Welt. Ulles lebet, sowie verneu't zur Frühlingszeit das Pflanzenreich die Erde kleid't. 5. Erstandner! welch ein Segen erwartet uns, wenn wir auf Wegen einhergehn, die dein Fuß betrat. Unnennbare Seligkeiten, die ewig währen, sind die Beuten, die uns dein Sieg erkämpfet hat. Bald find sie unser Theil. Bald krónet uns das Heil deines Lebens. Hallelujah! der Herr ist nah. Bald ist der Tag des Sieges da! lebet. Erlös'te Menschen, o erhealsd bet, des Gottversöhners Majestát! Horts, betrübte Sünder! gebet der Freude Raum! denn Jesus lebet: Gott hat ihn aus dem da Staub' erhöht. D Seele! dein Gesang erschalle ihm zum Dank! Halleluja! dich, großer Held, erheb' die Welt! weil deine Hand den Sieg behält. 2. Jesu Jünger, wehrt dem Leide! lobsinget ihm, und nehmt voll Freude am Siege Theil, den er errung. Seht, der Tod ist überwunden! die ganze Hölle ist gebunden; für eure Schuld that er genug. Laßt eure Feinde dräun! ihr könnt getroft euch freu'n! Jesus lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, derselbe gestern und auch heut. 3d 1160 drit Nach der Mel. des 156. Liedt. 172. Ju Zesus lebt, mit ihm auch ich. Tod! wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Todten Er verklárt mich in auferwecken. sein Licht! dies ist meine Zuversicht. 2. Jesus lebt; ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verſpricht, dies ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt; wer nun verzagt, låstert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 4. Jesus lebt; sein Heil ist mein; sein sey auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn, und den Lüsten widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht Erster Theil. 5. Jesus lebt, ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsterniß, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. Jum Von der Himmelfahrt Jesu zc. 173. 12) Von der Himmelfahrt Jesu, und seinem Siten zur Rechten Gottes. sid immot nUAGE Mel. Auf diesen Tag gedenk'. zusammen fommen. Allelujah, AlleAllelujah! i hiper w$ 1159 15. D großer Tag! an Freuden n diesem Tag froh- reich, wann wir mit allen Frommen 101 6. Jesus lebt: nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Codesnoth wird es meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! 218 3900 39 nig 1 0 793 THP 30 lujah, Ulle- Allelujah! 2. Gottlob der Weg ist nun be: reit't: uns steht der Himmel offen. Der Christ kann seine Herrlichkeit aus starken Gründen hoffen, wenn er im Glauben freudenvoll sich emsig rüstet, wie er soll, dem Herren nachzufahren. Allelujah, Alle Allelujah! n si so = 3. Wer nicht nach seinem Willen thut, verlangt nicht nach dem Herren. Er wird dem trågen Fleisch und Blut sein Himmelreich versperren. Ist unser Glaube rechter Urt, so laßt uns Chrifti Himmelfahrt nicht an der Erde kleben. Allelujah, Ulle- Allelujah! 4. 3euch uns dir nach, Herr Jesu Christ, daß wir, fo lang' wir leben, zu dir, der du nun droben bist, uns immermehr erheben. Wir sehn hinauf, du siehst herab, an Treu' und Lieb' geht uns nichts ab, bis wir nun unserm großen Heiland gleich zum sel'gen Schauen kommen. Wie wohl, wie wohl ist uns zu Muth' in Ewigkeit beim höchsten Gut! mehr können wir nichts wünschen. Alle= lujah, Ulle- Ullelujah! locken wir! Herr! du bist aufgefah- ren! Des Himmels Chöre jauchzen dir: o laß auch uns erfah= manied two Nach der Mel. des 101. Lteds. 758 ren: daß wie voll Müh' das Leben 174. Der Herr fährt auf gen of mit Jubelschall, mit jauchzendem Getummel, und mit Posaunenball. Lobfingt, ist, doch da du hingegangen bist, lobsinget Gott! lobsingt, lobsingt mit Freuden dem Könige der Heiden, dem # 31501 Herren Sebaoth! JONA AN aufgenommen die Hoffnung es versú- Bet Alle 2. Der Herr wird in königlicher Pracht. Deß freu'n sich alle Frommen, die er hat frei gemacht. Es holen Jesum ein des Himmels laute Heere, die seiner Pracht und Ehre sich, gleich als wir, erfreun. 3. Mit freudigem Gebete wird er von uns erhöht! wir wissen nun die Stätte, die uns bereitet steht. Der Heiland geht voran, läßt uns nicht von ihm trennen, macht, daß wir folgen fönnen, uns freie sichre Bahn. 4. Wir Pilgrimme der Erden, die hier das Elend bau'n; wir sollen himms lisch werden, und Jesum ewig schau'n. Uuf, Kinder Gottes, auf! wo Jesus hingegangen, dahin steh' eu'r Verlangen! dahin kehrt euren Lauf! G 5. Gen Himmel laßt uns dringen mit herzlicher Begier! mit Inbrunst laßt uns singen: bich, Jesu, suchen wir zu dir, o Gottes Sohn, soll sich ONO OFFROEHTOROHO S. WV. 1041, AVOKA UMUMUNUNUN DIG ΠΟΤΟΠΟΛΟΠΟποιος O LOLOLOHOVOVO Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jesu, 102 der Gelft erheben. Du bist uns Licht and Leben, und unser großer Lohn. m 6. Hinwege mit deinen Schagen, du gleißnerische Welt! sollt' uns dein Nichts ergògen? dort ist, was uns gefällt! er, unser Fleisch und Blut, prangt auf der Gottheit Throne, giebt uns sich selbst zum Lohne, ist unser höchstes But. 7. Wann wird es doch geschehen; wann kommt die frohe Zeit, daß wir ihn werden sehen in seiner Herrlich Nach der Mel. des 109. Lteds. teit? bu Tag, wann wirst du seyn, 176. Auf! Jefu Junger! freue du euch, Herr da wir ihn mit Entzücken zum erstenmal erblicken? Dag, brich bald herein! chiala danting mong matan sie nach der Mel. bes 109. Lieds. 175. Sau, großer Herr der Herrlichkeit, herab vom Thron der Majestät, um den, vom Thron der auf deinen Wink bereit, die Schaar der starken Helden steht.d.co 2. Denn als du ganz dein Werk vollbracht, beschloffest du den edlen Lauf, und fuhrst in toniglicher Pracht zu deinem Vater wieder auf. 3. Ein ewig's Heil hast du geschafft, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! Nun sigest du in großer Kraft, als unser Haupt, auf Gottes Thron. ution layer 4. Dein Urm, du Gottmensch, herrscht und siegt, du bist uns allents halben nah! und selber das Verborgne liegt vor deinen Augen offen da. 5. Schau', Here, aus deiner heil's gen poh' auf uns, die Deinen, die du Fennst; daß alle Welt erkenn" und feh', daß du uns deine Brüder nennst. 6. Du bist in deine Herrlichkeit schon eingegangen; aber wir, wir sind noch immerdar im Streit, und seufzen noch im Elend hier. 7. Doch darum fürchten wir uns nicht, da deine Hand uns hält und schüßt. Du, unsre Kraft und unser Licht, bist mitten unter uns auch ist. 8. Von deinen Brüdern sey gelobt, Helt, der du uns den Sieg erstrittst! daß du den Satan, wenn er tobt, auch unter unfre Füße trittst. 9. So fegen wir denn unverzagt, und freudig unsre Wallfahrt fort. Den Lohn, den du uns zugesagt, erwartet unser Geist erst dort. 10. Ja, aufgefahrner Jesu Christ, auf dich nur schau'n und hoffen wir. Wir suchen nur, was droben ist, und unser Herz ist schon bei dir. 11. Vollenden wir dann unsern Lauf; so eil', uns mächtig beizusteh'n! nimm unsre Seelen zu dir auf, laß deine Herrlichkeit uns seh'n! auf zu feinem Reich. Er triumphirt. Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit hoher Stimm'! T 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht. Zerstört hat er des Todes macht. Er hat die Welt mit Gott versöhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. 3. Weit, über alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit. Lobsinget ihm mit hoher Stimm'! dienen die Er herrscht als sieggewohnter Held! 4. Sein sind die Völker aller Welt. er herrscht, bis unter seinen Fuß der Feinde Heer sich beugen muß. 5. Er schüget scine Christenheit, erhält sie bis in Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit hoher Stimm'l 6. Ja, Heiland wir erheben dich; und unsre Herzen freuen sich der Herre lichkeit und Majestát, dazu dich Gott, dein Gott erhöht. loondaval adole 7. Wohl nun auch uns! denn, Herr, bei dir steht Kraft und macht; und dein sind wir. Nimmst du dich unser hütfreich an; was ist, das uns gebrechen fann? 8. In deiner Hand ist unser Heil. Wer an dich glaubt, dem giebst du Theil am Segen, den du uns erwarbst, als du für uns am Kreuze starbst. 9. Du hast die Státte uns bereit't, bei dir zu seyn in Ewigkeit. Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf, nimmst du uns in den Himmel auf. 10. O zeuch uns immer mehr zu dir. Hilf uns mit eifriger Begier nach und seinem Siken dem nur trachten, was da ist, wo du, verklárter Heiland, bist. 11. Dein Eingang in die Herrlichkeit, stárk' uns in unsrer Prüfungszeit, nur dir zu leben, dir zu trau'n, bis wir dereinst dein Untlig schau'n. zur Rechten Gottes. 103 finden, und einst ewig bei dir seyn, ewig deiner sich zu freun. 7. D, was sind wir Menschenkin. der, daß du unser so gedenkst, und so hůlfreich auf uns Sünder immer noch dein Auge lenkst? Hilf, daß wir dich glaubig ehren, und auf deine Stimme hören; nur bei dir steht unser Heil. Gieb uns ewig daran Theil. 3584 8. Wenn wir zu dem Vater beten, und uns unsre Sünde schreckt; laß uns dein Verdienst vertreten, welches Nach der Mel, des 82, Lieds. 177. Großer Mittler! der zur unfre Schuld bedeckt. Laß zum Fleiß Rechten seines großen Vaters sigt, und die Schaar von seinen Knechten in dem Reich der Gnaden schüßt, dem auch selbst die Seraphi nen mit verhülltem Untlig dienen! in guten Werken deines Geistes Kraft uns stärken. Hilf uns durch die Průfungszeit, Herr, zu deiner Herrlichkeit. 12. Dann wird sich völlig unsre Seel in dir erfreun, Immanuel! dann fingen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. 3300, Nach der Mel. des 101, Lieds. deſſen Reich und Majestát über alle 178. Mein Jesus triumphiret, Dinge geht. den Der 2. Dein Geschäft auf dieser Erden ist auf's Herrlichste vollbracht. Verlornen Heil zu werden, giengst du in die Todesnacht. Aus dem Tod tratst du ins Leben, Welch ein Trost ist uns gegeben! ewig unser Haupt zu seyn, giengst du in den Himmel ein. 3. Nun, o Herr, ist dein Geschäfte in des Himmels Heiligthum, die er worbnen Lebensfráfte durch dein Evangelium den Erlös'ten mitzutheilen, und von Sünden sie zu heilen. Owohl allen, die dir trau'n, und auf deine púlfe bau'n. 4. Herr, du schaueft voll Erbarmen stets auf diese Welt herab. Liebreich suchst du jeden Urmen, der sein Herz der Welt ergab, von der Thorheit abzuschrecken und zur Buße zu er= wecken. Selig, wer, o guter Hirt! deiner Stimme folgsam wird. 3. Nur dort, nicht auf der Erden, ist unser bestes Theil. Um himmlisch einst zu werden, erwarb der Herr uns Heil. Erlöste! macht euch auf! wo Jesus hingegangen, dahin schickt das Verlangen! dahin geh' euer Lauf! 4. Herr! hilf uns darnach ringen mit eifrigfter Begier. Laß unfern Fleiß gelingen; den Himmel suchen wir. Laß uns in dieser Welt im Glauben an dich wandeln, so denken und so handeln, wie es dir wohlgefällt. 5. Reiner, feiner wird zu Schanden, der, o Heiland! dein begehrt. Rettung aus der Sünde Banden wird dem stets von dir gewährt, der von dir die Rettung suchet und den Súndendienst verfluchet. Seiner Seele schenkest du Leben und Gewissensruh'. 6. Du vertrittst, die an dich gláuben; du bewahrst und stärkest sie, daß fie dir vereinigt bleiben; daß sie dieses Lebens Müh' standhaft durch dich 5. Was sind der Erde Freuden? wie bald sind sie dahin! o, hilf uns alles meiden, was hier noch unsern Sinn vereitelt und uns stört, das beste Theil zu achten, und nur nach dem zu trachten, was ewig Heil gewährt. 6. Sey du selbst unser Leiter in unsrer Prüfungszeit, und bring' uns überwinden, ihres Glaubens Ende immer weiter zu deiner Herrlichkeit! Co met ein. Er hat sein Werk vollführet, vom Fluch uns zu befrei'n. Die hohen Seraphim empfangen ihn mit FreuLoba den nach überstandnen Leiden. singt, lobsinget ihm! 2. Wohl uns! die wir noch hoffen, nun Jefus triumphirt, steht uns der Weg auch offen, der zu dem Himmel führt. Er selbst, er macht uns Bahn. Wer hier nur an ihn glaubet, ihm folgt und treu ihm bleibet, der wandelt himmelan. HONOMOFONCTION PXC S. WV. 1041, NAKAKAKAKA OLANOKI UMUMUNUNUN MONOTONOTO LOLOLOVOVOLOVOU 101 Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jeſu, bis diese Zeit vorbei, bis wir dich, Heiland! seher, und freudig vor dir stehen, bis Erd' und Himmet neu. - bin, wo alle Engel Gottes ihn als ren Konig ehren. 2. Denn über jedes Fürstenthum hat er sich nun erhoben, und über aller Engel Ruhm ist er sehr hoch loben. Ihm der SeraNach der Mel. des 109, Lieds. uns, Herr 179. Wir freue Chrift, daß phinen Stimm', die Cherubinen singen du zur Rechten Gottes bist. Du starter Herr, Immanuel! o stárk' im Glauben uns're Seel'. ihm das: Heilig! ohne Ende. 3. Ihm dient in seiner Herrlichkeit der Himmet sammt der Erden, und was sowohl in dieser Zeit, als dort genannt mag werden; was Kraft und Macht nur heißen kann, das ist ihm alles unterthan: er herrschet über alles. 2. Du sigest auf des Himmels Thron als unser Freund, als Menschensohn. Auch da schámst du dich unser nicht! drum bleibst du unsre Zuversicht. 3. Dein ist die Macht, dein ist das Reich. Wer ist an Majestát die gleich? Mensch, Engel, jede Creatur ist dein, du Herrscher der Natur! 4. Umsonst, umsonst empôret sich der Fürst der Hölle wider dich. Dein Thron steht fest, der seine liegt, durch deine Macht ist er besiegt. 5. Du, unser triumphirend Haupt! wic setig ist, wer an dich glaubt! du bist sein Licht, sein Trost, sein Theil, sein starker Schuß, sein ew'ges Heil. 6. Herr, unsre Herzen trau'n auf dich. Dein freuet unsre Seele sich. Du Held von unserm Fleisch und Blut, bist unser Trost und höchstes Gut. 7. Was uns gebricht, ist dir bekannt. Der Segen ist in deiner Hand. Von teiner Seele bist du fern; du sieh'st auf sie, und hilfft ihr gern. 8. Gieb' auf uns gnádig allezeit von Throne deiner Herrlichkeit! hilf unserm schwachen Glauben auf, und ſegne unfern Lebenslauf. 9. Gen Himmel fubirst du als ein Held. Als Herr und Richter aller Welt wird dich dereinst der Erdkreis sehn. Nach der Mel. des 34. Steds. Laß uns dann freudig vor die flehn. 181. Mein Heiland, deine Größe 10. Dann triumphirt der Staub' an dich. Dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Christ! der du zur Rechten Gottes bist. Nach der Mel des 15. Lleds. 180. Mein ein Jesus sigt zur rechten Hand des Vaters in der Höhe; er herrscht in meinem Vaterland, das ich von ferne sehe, und wo ich mit dem Herzen 4. Du mußtest Hoherpriester seyn: dein Opferblut, dein Beten, dein Segen konnte ganz allein uns helfen und vertreten. Und dir gebührt auch nur der Ruhm, daß dies dein Hohespriesterthum in Ewigkeiten währet. 5. Nun hörst du unser Flehen gern: wir sind dir unterthänig; nun waltest du als Herr der Herrn und der Monarchen König. Herr über Ewigkeit und Zeit, du Herrscher in Gerechtigkeit, Herr über Tod und Leben! 6. Immanuel! du bist bei uns bis an der Zeiten Ende; und die Besor gung unsers Thuns gab Gott in deine Hånde. Du stehst uns bei in aller Noth; du streit'ft, und siegst, und hilfft im Tod, durch Glauben überwinden. 7. Du sprichst: dem, welcher überwind't, will ich zu sißen geben, auf meinem Stuhl, als Gottes Kind, und er soll ewig leben, wie ich gesiegt, als Gottes Sohn, und bin auf meines Vaters Thron voll Herrlichkeit gefeffen! geht weit. Wer ist, der sie ermesse? Du warst bei Gott von Ewigkeit. bist der Erstgeborne vor aller Kreatur; kamst zwar für uns Verlorne in menschlicher Natur; doch in der Menschheit Orden trat'st du erst in der Zeit. Eh' noch die Welt geworden, hatt'st du schon Herrlichkeit. 2. Der Himmel und die Erde sind durch dein kräft ges. Wort gemacht. auf dein allmächtig: Werde! entstand S zur Rechten Gottes.12 105 erhört und der des Glaubens Wunsch gewährt, so bald wir zu dir kommen. 2. Uns muß durch deine Himmelfahrt der Himmel offen stehen. Du haft den Weg geoffenbart, wie wir zum Vater gehen. Der Glaube weiß und ist gewiß, du habest uns im Pa radies die Stätte zubereitet. 3. Geht unser Haupt zum Himmel ein, so werden auch die Glieder gewiß nicht ausgeschlossen seyn. Du bringst sie alle wieder: sie werden da seyn, wo du bist, und dich verklärt, Herr, Jesu Christ, dir áhnlich, ewig schauen. und seinem Sitzen die Welt mit ihrer Pracht. Du bist auch unser Meister; auch uns schuf deine Hand so, wie das Heer der Geister, das dich noch eh'r erkannt. Ein Erbe über Ulles! das ist dein ew'ger Ruhm; drum jammert dich des Falles von deinem Eigenthum. 3. Du trågest alle Dinge durch deiner Ullmacht starkes Wort; das Große und Geringe geht blos durch deinen Willen fort. Sohn Gottes! du regierest den ganzen Kreis der Welt. Weil du das Ruder führest, gefchiebt, was dir gefällt. Bei dir steht Tod und Leben. Drum wird einst jede Gruft die Todten wieder geben, wenn deine Stimme ruft. 4. Sott láßt dir Ehr' erzeigen, die feinem andern wiederfährt. Dir soll sich alles beugen! denn göttlich groß ist, Herr, dein Werth. Du bist das Heil der Erden. Wer auf dein Wort nicht hört, der kann nicht selig werden. Wer aber dich verehrt, dem hilfft du vom Verderben: schaffst ihm 3ufriedenheit, und machst ihn einst zum Erben vollkommner Seligkeit. 5. Wie herrlich ist dein Name schon jest, o Herr, in aller Welt. Dich preift der Frommen Saame, der glaubig dir zu Füßen fällt. Dich preisen Ceraphinen, erhabner Menschensohn! mit Freuden dir zu dienen, stehn sie vor deinem Thron. Wer sollte dein sich schámen? werth bist du Preis und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem Eigenthum. 6. Sohn Gottes! ich verehre und bete dich in Demuth an. Bescháme und bekehre die, die dir noch nicht zugethan; die deinem Wort nicht glauben, und dir, der für uns litt, die ſchuld'ge Ehre rau 183. Ho 183. ben. ihnen Gnade mit, dich big zu erkennen. Laß nichts, die dich erkannt, von deiner Liebe trennen. Dein Ruhm füll' jedes Land! 4. 3euch uns dir nach, so laufen wir: laß uns ein himmlisch Wesen in Worten, Werken und Begier von jegund an erlesen; zeuch unser Herz dem Himmel zu; daß unser Wandel, Schat und Ruh' nur sey bei dir dort oben! 5. Was droben ist laß künftighin uns unablässig suchen; was eitel ist, das laß uns flieh'n, was sündlich ist, verfluchen! weg Welt! dein Luft- und Freudenschein ist viel zu elend, viel zu klein für himmlische Gemüther. 6. Kleinod, das im Himmel strahlt, ich will nach dir nur laufen! o Perle, die die Welt nicht zahlt, dich will ich an mich kaufen! o Erbtheil voll Zufriedenheit, o Himmel voller Seligkeit, sey mein, aus Jesu Gnaden! 7. Bann fahr ich auf aus dieser Noth? wann tomm' ich, Heilserstatter, zu deinem und zu meinem Gott, zu dein- und meinem Vater? wann komm' ich zu dir, höchstes Licht? wann seh' ich einst dein Ungesicht? komm bald, o Jesu! Amen! 10) Nach der Mel. des 167, Lieds. Hofianna, Davids Sohn, der seines Namen sich erhebet auf den Thron über Jacobs Haus und Saamen, welchem( Sott ein Reich bestimmt, dem die Reiche dieser Erden endlich müssen dienstbar werden, und das selbst kein Ende nimmt! 182. Her Ruhm, du ſtarNach der Mel des 119. Lieds. err Jesu, deiner Gliekes Haupt der Schwachen! ein ewig's Priesterthum, tannst du hast allzeit 2. Sey gefegnet, theures Reich, das ein solcher Herr besiget, dem kein Herr auf Erden gleicht, der das Recht mit selig machen; du bist, der das Gebeti Nachdruck schüßet! Schwinge dich in ONO FOTOCO PXC S. W. 1041, LAVAVA NOVOKONE VAKAVAJAIA. ДОДОЛОТО. LOWOWOWOWOlaia Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jesu, 106 stetem Flor, groß durch Frieden, reich an Freuden, unter Juden, unter Hei: den mit vermehrtem Glanz empor! 3. Deines Königs Majestát müsse jedes Volk verehren, und so weit die Sonne geht, müsse sich sein Ruhm vermehren! selbst der kleinen Kinder Mund mache, zum Verdruß der Feinde, und zur Freude deiner Freunde, deinen großen Namen fund! nig 4. chreibe mich, Herr, auch mit an unter deine Unterthanen! ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist zu jenen großen Reihen, die dein Hosianna schreien, wo man dich willkommen heißt. 5. Jauchzt, ihr Kräfte! freuet euch; send ermuntert, meine Sinnen! Jesus und sein Gnadenreich wird bei euch auch Raum gewinnen. Kommt, und schwört den Huld'gungseid! kommt und füßt den Sohn der Liebe! Uch, daß niemand außen bliebe! Hier, ach hier ist Seligkeit. as binaduer time) sbliimida ish Aus dem 47. Psalm. 2011. Nach der Wel. des 15. Lieds. Thron; der Höllen Heere sehn den Sohn, und fliehn vor seinem Schelten. 5. Es werden selbst die Herrn der Welt zu seiner Fahne schwören, und sich, besiegt durch diesen Held, zu ihm als Gott befehren. Es beugen sich mit Jacobs Stamm dir, Herrscher, Gott von Abraham, die Mächtigen der Erde. hotwil omlad 4. Mit klugem Lob erhöhet ihn, den König aller Heiden! für ihn laßt euren Eifer glühn, und dienet ihm mit Freuden! der Ubgrund bebt vor seinem Aus dem 72. Pfalm.nied Nach der Wel. des 8. Lieds. 185. Gott! gieb dein Gez der Erden, laß die Gerechtigkeit durch ihn verschaffet werden! durch ihn, den Königssohn, sey, Herr, dein Volk befreit, und wer die Sünde fühlt zu deinem Bild erneu't. 2. Von nun an müssen sich auf 3ions Berg' und Hügeln Fried' und Gerechtigkeit in vollem Glanze ſpie geln; der Held aus Juda nimmt des armen Volke sich an, er, dessen strengen 3orn kein Frevier tragen fann. 3. Dir, Heil der ganzen Welt, wird man mit Ehrfurcht dienen, ſo lange Sonn' und Mond an den gewölbten Bühnen im alten Prachte Von Kind und Kindesfind erschallt, wie groß und schön, Herr, deine Werke sind. 4. So sehr ein sanfter Guß das dürre Land erquicket, so mild und stärkend wird auch 3ions Gott ers blicket: er fommt, und seht, durch ihn wird der Gerechte blüh'n, mit ihm wird Fried' und Ruh' in alle Gránzen ziehn. 184. hr Volker in der ganzen Welt, stehn. Herz und Händen! jauchzt unserm Gott! erhebt, den Held, der sich an allen Enden stets als den größten König zeigt, an Hoheit alles übersteigt, und Feinden schrecklich bleibet! 2. Shr, die ihr seinen Zepter ehrt, ihr werdet einst regieren; ihr werdet diese Welt zerstört zu euren Füßen ſpüren. 3u seinem Erbtheil wählt er euch: euch ist ein ewig Königreich: ein ewig's peil beschieden. 3. Den Himmel nahm er jauchzend ein: ihm sangen Cherubinen. Wie? wollt ihr långer tråge feyn, lobsingend ihm zu dienen? Nein, auf, lobsingt, lobsingt dem Herrn; denn er ist Gott und Jacobs Stern, ein König aller Menschen. 5. Als König herrschet er von einem Meer zum andern, ihm unterwerfen sich, die in der Wüste wandern: er wirft mit macht'ger Hand die Feinde in den Staub, und macht, des Siegs gewohnt, aus ihnen einen Raub. 6. Bis an das fernste Meer wird sich sein Zepter schwingen, ihm werden Könige Geschenk' und Gaben bringen, ihm dient, was in der Welt nur groß und machtig heißt, von Heiden selbst wird auch sein hoher Ruhm gepreis't. und seinem Sitzen zur Rechten Gottes.. 7. Warum? sein starker Arm wird die Elenden retten, sein mild und hulfreich Herz bricht ihre schweren Ketten: von Trug und Frevel macht sie sein Erbarmen frei, und zeigt, wie werth vor ihm ihr Blut geachtet sey. 8. Er lebt und seine Macht weiß nicht von 3iel und Gränzen. Sein unermess'nes Reich wird jetzt und ewig glänzen. Shm bringt man alle Zeit Gebet und Opfer dar, und drån get sich mit Luft zu seinem Lobaltar. 9. Wie, wenn ein gutes and die reichsten Saaten decken, so reichlich wird sich auch der Segen einst erstrek fen, der auf die Sterblichen aus feiner Fülle fleust; und ewig wird das für sein Nam' und Thron gepreist. 11. Gelobet fey der Herr, den Ifrael verehret, der einzig under thut und Feind und List zerstöret! gelobet sey dein Nam', bis in das fernste Land werd' seine Herrlichkeit je mehr und mehr bekannt. Aus dem 24. Pfalm. Nach der Mel. des 109. Lleds. 186. Die ie Erd' und was darinnen ist, das Meer, so weit es schäumend fließt, die Welt mit Conne, Mond und Stern, dies Alles, alles ist des Herrn.d 2. Des Herrn, der seine heil'ge Stadt so felfenfest gegründet hat, daß sie, wenn alles untergeht, gleichwohl wie Berge Gottes steht. 10. So lange Sonn' und Mond im alten Glanze blißen, wird sich der Nachwelt Trost auf seinen Namen 187. Herra Sohn mit Hülf du deinen theustúßen: durch ihn gesegnet, Eniet der Heiden große Schaar mit Ehrfurcht, Dank und Ruhm vor seinem Sohnaltar. und Kraft vor deinem Thron zum Mittleramte schmůcktest! Gott, der du auch, da Holl' und Tod ihn schon mit Untergang bedroht, doch gnädig nach ihm blicktest! Siehe! Mühe, Schmerz und Wunden sind verschwunden. Nach dem Leiden lebt er nun in ew'gen Freuden. oi mis 2. In jenen Wohnungen des Lichts, im Glanze deines Angesichts erhebt er deine Süte. Da rühmt die Wuns der deiner Huld nach unsrer ausge= föhnten Schuld sein göttliches Ges múthe. Nun preis't sein Geist deiner Liebe starke Triebe, die ihn hielten, als die Wetter auf ihn zielten. 3. Wer darf sich dieser Ståtte nah'n? wen nimmt er zum Bewohner an? nur den, der durch's Versöh: nungsblut die schweren Sünden von sich thut. 107 5. Ja, Segen und Gerechtigkeit theilt Gott, die Quell' der Seligkeit, dem, welcher vor sein Untlig tritt, recht überschwenglich gnädig mit. 4. Nur dem, der reines Herzens bleibt und keine falsche Lehre treibt, des Meineids sich nicht schuldig macht, nur dem ist Segen zugedacht. 6. Verlorne Sünder, machet doch die Thore weit, die Thüren hoch! und soll euch recht geholfen seyn, so nehmt den Ehrenkönig ein. 7. Jhr fragt: wer dieser König sey? Nichts, nichts fommt ſeiner Er ist der Herr von Größe bei. ew'ger Kraft, der statt des Streits bald Frieden schafft. mis 0 8. Eröffnet fröhlich Thür und Thor! geht aus der Finsterniß hervor! er kommt, der Herrscher Zebaoth! vor ihm fleucht Günde, Holl' und Tod! Rodite bilo Nachahmung des 21. Psalms. adam Jallins Nach der Mel. des 35. Lieds. 3. Ja, Herr, was nur sein Herz begehrt, wornach sich nur sein Wunsch gekehrt, das hast du ihm geschenket. Denn nur auf unsre Celigkeit, auf deinen Ruhm und Herrlichkeit war stets sein Ginn gelenfet. Kronen, Thronen und ein Regen deiner Segen muß ihm werden. muß ihm werden. Sel'ger Wechsel der Beschwerden! home 4. Um's Leben bat er, Vater, dich, da Troft und Vater von ihm wich; du gabst ihm langes Leben. mißt jetzt seiner Tage Lauf? das Lob, den Schmuck, den du ihm drauf in Wer OFONOMOTOOOROOR are PXC S. WV. 1041, HAVAVAKAK JONOWANE UMUMONUMUNUDU ΟΠΟΛΟΤΟΛΟΠΟΥ OLOVOVOVO VO Erster Theil. Von der Himmelfahrt Jesu, 108 deinem Schooß gegeben? Freunde, Feinde, alle müssen zu den Füßen Jesu fallen, durch sie muß dein Ruhm erschallen. ng bi 5. Du, den mein Glaube zärtlich ſpürt, du hast es glücklich ausgeführt, was ich zum Leben brauchte. Des Vaters Rechte hielt dich fest, als von des årgsten Grimmes Pest, der Feinde Rache rauchte. Schnode, spróde, und mit Spotte sucht die Rotte dich zu tódten: Gott sieht drein, und sie erröthen. 6. Sein 3orn, gleich einem Feuer, frißt das Volk, das seinen Bund vergißt, die mörderische Bande. Noch trågt ihr Saamne diesen Fluch, und ist( welch harter Richterspruch!) ein Scheusal aller Lande. Erde, werde, bei der Sache dieser Rache, die noch brüllet, werde doch mit Furcht erfüllet. - 7. Man dachte, Boses dir zu thun, Lamm Gottes! und dann erst zu ruh'n, wann du vertilget wärest. Weisheit! die du Macht und List, wie groß und fein sie immer ist, zu ihrem Schaden kehrest. Freunde! Feinde! hört: es flogen von dem Bogen seines Köchers Pfeile des erzúrnten Rachers. 8. Erhebe dich in deiner Kraft, und dampfe, was uns Schaden schafft, und die dein 3ion stören! so soll auch unser Herz und Mund dich, Herr, und deinen Gnadenbund in lauten Liedern ehren. Rühre, führe selbst die Heiden zu den Freuden, zu den Kränzen, die so schon in 3ion glänzen. 15 mio) GIOR Nach der Mel. des 29, Lieds. 188. err! du fährst mit Glanz He und Freuden auf zu deiner Herrlichkeit: doch mich drücken noch die Leiden dieses Lebens, dieser Beit! Gieb mir, Jesu! Muth und Kraft, daß ich meine Pilgerschaft so in dir zurücke lege; daß ich stets dein bleiben möge.pone. 2. Laß mir deinen Geist zurücke, aber zeuch mein Herz nach dir: wenn ich nach dem Himmet blicke, o, so öffn' ihn gnädig mir! neige meinem Flehn dein Ohr, trag' es deinem Vater vor, daß er mir die Schuld vergebe, daß ich mich bekehr' und lebe! 3. Lehre mich, die Welt verachten, und was in ihr Eitles ist! und nach dem, was dort ist, trachten, wo du, mein Erlöser, bist. Wollust, Ehrsucht und Gewinn, soll mich dies zur Erde zieh'n, da ich jenseits über'm Grabe eine größ're Hoffnung habe? 4. Diese müsse mir nichts rauben: du erwarbst sie theuer mir; jegund seh' ich sie im Glauben, dorten find' ich sie bei dir. Dort belohnst du das Vertrau'n deiner Gläubigen durch Schau'n, und verwandelst ihre Leiden in unendlich große Freuden. 5. Dort bereit' auch mir die Stätte in des Vaters Hause zu. Rufft du frühe oder spåte mich zu meines Grabes Ruh'; leucht' auch mir in dieser Nacht, durch die Stärke deiner Macht, die des Todes Macht bezwungen und für uns den Sieg errungen.ablo mi 6. Kommst du endlich glorreich wieder an dem Ende dieser Zeit, o, so sammle meine Glieder, die Verwesung jest zerstreut: heil'ge und verklår' sie ganz, daß der Leib im Himmelsglanz dann nicht mehr von Staub und Erde ähnlich deinem Leibe werde. Just ni ni si 40 mind el dolep nach der Mel. des 121, Lieds. 189. onig, dem kein König kein Cob erreichet, Ebenbild von Gotgleichet, dessen Ruhm tes Wesen, der zum Mittler uns erle= sen, sich der Welt wollt' offenbaren, als das Bild des Unsichtbaren, dir gehört das Recht zum Throne, als dem Mittler, als dem Sohne! 2. Himmel, Erde, Luft und Meere müssen stets zu deiner Ehre dir, Herr, zu Gebote stehen, und dein Wille muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben, alles ist dir übergeben, und vor deinem måcht'gen Schelten zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Gränzen sieht man deine Wunder glänzen, wo viel tausend treue Seelen dich zu ihrem Haupt erwählen: die nach deiner Vorschrift leben, dir nur zu gefallen streben, alles gern für dich verlassen, und ,. wie du, das Unrecht hassen. 4. In dem Reiche deiner Ehren hör't man stets dein Lob' vermehren von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Untlig schauen: die dich unermüdet preisen, und dir Ehr' und Dienst erweisen. indund seinem Siken zur Rechten Gottes. 5. Herr, in allen diesen Reichen, dir ist niemand zu vergleichen an dem Ueberfluß der Schäße, an der Ordnung der Gesege, an der Unterthanen Menge, 3:00 KG mr nis 13) Von der Wiederkunft Jesu Christi zum Gericht. Mel. D Ewigkeit, du Donnerwort. 190. rhdh'ter Jesu, Gottes Sohn! der du schon längst der Himmel Thron als Herrscher 109 an des Regimentes Långe, an Begnadigung der Freunde, und an Siegen über Feinde. 6. Nun herrsch' auch in meinem Herzen über 3orn, Furcht, Lust und Schmerzen. Laß mich deinen Schuß genießen, auf mich deine Snade fließen: dich stets fürchten, ehren, lieben, und mich im Gehorsam úben, hier mit leiden, kämpfen, streiten, dort mit herrschen, dir zur Seiten. Lnidadas eingenommen. Du wirst dereinst zu rechter Zeit, in großer Kraft und Herrlichkeit, vom Himmel wieder kommen. Gieb! daß dann 3. Dann tont dein Ruf in jedes Grab mit allmachtsvoller Kraft hinab, und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer das unzählbare große Heer der Todten wiedergeben. Sie stehn durch dich, Herr, neubeseelt, nun alle auf, und feiner fehlt. 4. Du sammelft sie vor deinem Thron, um jedem den verdienten Lohn nach feiner That zu geben. Dann trifft den Bosen Schmach und Pein, den Frommen aber führst du ein in das verheißne Leben. Wer läugnet dann noch, Jesu Christ! daß du der Erden Richter bist? 5. gieb, wenn nun dein Tag erscheint, daß ich in dir dann noch den Freund und Heiland wiederfinde; daß ich mit Freuden vor dir steh', und mit dir in den Himmel geh', ganz frei vcn Fluch und Sünde. Laß mich im Glauben wacker seyn, und auch die kleinste Sünde scheu'n. froh und mit Vertrau'n dich, Herr, auch meine Augen schau'n. 2. Wer faßt, o Heiland! jegt die Pracht, die deinen Tag einst herrlich macht? wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, die jest schon dir sich beugen. Dann sieht die Nach der Wel. des 119. Lteds. d Melt die Majeſtät, dazu dich Gott, 191. Er kommt, er kommt 6. Dein Name sey mir ewig werth! und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich üben. Niemals ermüde hier mein- Geist, dich, den schon jetzt der Himmel preis't, aus aller Kraft zu lieben; so hab' ich in der Ewig= keit auch Theil an deiner Seligkeit. Heiland, den wir ehren. O weigert euch, Erlös'te, nicht, jetzt auf sein Wort zu hören. Wer hier nicht ſeine Stimme hört, und sie nicht mit Gehorsam ehrt, wird nicht vor ihm bestehen. OMONOFOTO COMOROHORI Jalala ninalolololar$ 1601 MS OUTLOO UmurararaNG UMU ΠΟΤΟΠΟΛΟΠΟΠΟΟΠΟΙΟΣ WO MONONOVOLOVO 110 Erster Theil. Von der Wiederkunft Jesu Christi 2. Herr, laß mich deiner Majestát mit wahrer Freude dienen! Wie herrlich dich dein Gott erhöht, ist zwar noch nicht erschienen. Doch was uns hier verborgen war, das wird dereinst uns offenbar, wann du wirst wiederkommen. 3. Wenn vor dir die Natur dann bebt, und unter deinen Füßen sich alles, was dir widerstrebt, wird völlig beugen müssen, wenn alle Engel vor dir stehn: dann werden aller Augen sehn, wie hoch dich Gott erhoben. - 4. Wenn dann, o Herr! auf dein Geheiß die Todten wieder leben; dein Feind mit Furcht, dein Freund mit Preis sich aus dem Grab' erheben; wer wird dann noch, Herr Jesu Chrift! daß du di Auferstehung bist, mit Frechheit läugnen können? 5. Wer spottet dann noch deiner Kraft, wenn du, die dich hier fliehen, für ihre Schuld zur Rechenschaft mit Majestát wirst ziehen? wenn nun ihr Uuge dich erblickt, und sie dein Strafgerichte drückt, dann werden sie verstummen. 6. Und wenn du dann die Deinen nun mit Preis und Ehre zierest: und ihnen ewig wohlzuthun, sie zu dem Himmel fübreft, dann, Herr, wird völlig offenbar, daß dein die Macht und Gnade war, die Deinen zu beglúcken. 7.D laß mich dann, Herr Jesu Christ, mit Freuden vor dir stehen: und dir, so herrlich du auch bist, getroft entgegen sehen. Wenn deiner Feinde Rotte zagt, von Reu und Angst und Furcht geplagt, dann jauchze meine Seele. 8. Daß ich dies Stück erleben mag; so laß in diesem Leben, o Heiland, deinen großen Tag mir stets vor Augen schweben. Er reize mich, dir mich zu weih'n, in deinem Dienste treu zu seyn, und nie dich zu verläugnen. Nach der Mel. des 190. Lieds. 192. Der unfre Menschheit an sich nahm, als er, uns zu versöhnen, fam, fommt zum Gerichte wieder. Nicht fern ist seiner 3uA Nach der Mel. des 67. Lteds. kunft Zeit! in aller feiner Herrlichkeit 193. Bedenke, Mensch! das bedenke deinen Tod. Der Tod kommt oft behende; der heute frisch und roth, kann more steigt sich'= rer Erdkreis beff're dich! der Tag des Schreckens nahet sich. 2. Warum verzeucht der Richter, Gott? wo bleibt der Rächer? fragt der Spott. Hort, Sünder! hört's mit Beben! euch, die ihr frevelnd widerstrebt, und in der Bosheit sicher lebt, zur Besf'rung Frist zu geben. Doch bald ist euer Maaß erfüllt: bald fommt der Richter, und vergilt. 3. Dann öffnet um euch her sich weit der Abgrund jener Ewigkeit mit allen seinen Schrecken; dann wird, wenn Gottes Fluch euch droht, nicht Berg und Meer, nicht Grab und Tod vor seinem 3orn euch decken. Denn nun nicht mehr erbarmt er sich; und sein Gericht ist fürchterlich! 4. Wenn furchtbar seiner Donner Schall, und der Posaunen Wieder hall der Erde Grund erschüttern; und plößlich nun der Bau der Welt mit Krachen stürzt, in Trümmer fällt; wenn alle Menschen zittern, und vor den Richter hingerückt, der Spotter glaubet und erschrickt: 5. Dann ist nicht mehr zur Buße Zeit! wo werdet ihr Barmherzigkeit, und Gnad' und Rettung finden? die ihr der Sünde Maaß noch häuft, fühlt', eh' euch dieser Tag ergreift, die Lasten eurer Sünden! daß ihr euch einst nicht selbst verflucht, und ohne Hoffnung Lind'rung sucht. 6. Mein Herz erjchrickt, es bebt in mir mein Snnerstes, o Gott, vor dir! ich bin ein Missethäter. Begnadige, wann dein Gericht auch mir mein ewig's Urtheil spricht, Herr, mich, den Uebers treter! du, der die Sünder nicht ver stößt, du hast auch, Jesu, mich erlös't. 7. Tag Gottes! Tag der Ewigkeit! du predigst uns den Werth der Zeit laut mit des Donners Stimme. Reizt, Christen, nicht durch eure Schuld den Gott der Langmuth und Geduld, daß er nicht bald ergrimme. Denn ewig wird der Sünder Pein, so wie der Frommen Wonne seyn. siis nagili gen, und geschwinder, hinweggestor: ben seyn. Drum bilde dir, o Sünder, ein täglich Sterben ein. zum Gericht. Kein 2. Bedenke, Mensch, das Ende: bedenke das Gericht. Es müssen alle Stände vor Jesu Ungesicht. Mensch ist ausgenommen; es wird dort jedermann den Lohn von ihm bekommen, nachdem er hier gethan. 3. Bedenke, Mensch, das Ende: der Höllen Ungst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewig: lich ein kläglich Schmerzensschreien; ach, Sünder, hute dich. 4. Bedenke, Mensch, das Ende: bedenke stets die Zeit, daß dich ja nichts abwende von jener Herrlichkeit, womit vor Gottes Throne ein müder Streiter prangt, der nach dem Kampf die Krone in Gottes Reich erlangt. 3. 111 Sündern und den Deinen giebst du gerechten Lohn. 4. Frohlockend sehn die Frommen dein göttlich Ungesicht. Schon hier dem Fluch entnommen, zagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen! erlös't von aller Müh', sehn sie den Himmel offen, und du, Herr, segnest sie. Nach der Mel. des 67. Lieds. Ich denk' an dein Ge5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten legte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sey bereit. Laß mich den Tod betrachten und deinen Richterstuhl: laß mich auch nicht verachten der Höllen Feuerpfuhl. 6. Hilf, Gott, daß ich in Zeiten auf meinen leßten Tag mit Buße mich Nach der Mel des 30. Lieds. bereiten und täglich ſterben mag: im 195. Schon ist der Tag von Gott bestimmt, da, Tod und vor Gerichte, o Jesu! bei; daß ich im Himmelslichte zu wohnen würdig sey! wer auf Erden wandelt, sein Loos aus Gottes Händen nimmt, nachdem er hier 5. Wie angstvoll aber beben, die hier dein Wort verhöhnt, und durch ein fleischlich Leben das eitle Herz ver wöhnt. Du giebst der Sünde Knechten ihr Theil in ew'ger Pein; und führest die Gerechten zu deiner Freude ein. 6. Laß, Jesu! dein Gerichte mir stets vor Augen seyn, und drücke sein Gewichte in mein Gewissen ein! laß fromm vor dir mich wandeln, und hier zu aller Zeit so wie ein Weiser handeln, der seinen Richter scheut. 7. Ist dann dein Tag vorhanden, wird diese Welt vergeh'n, so werd' ich nicht mit Schanden vor deinem Thron bestehn. Du stellst mich dann zur Rechten, von aller Schuld be: frei't, führst mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. aller Welt, der Thor nennt's ein Gedichte, das Schwachen nur gefällt! mich soll sein Wahn nicht stören, weil mich dein göttlich Licht, und mein Gewissen lehren: bu haltest ein Gericht. 2. Ich höre die Posaunen, o Herr, im Geiste schon; ich sehe mit Erstaunen dich auf dem Richterthron, um den die heil'ge Menge erhab'ner Enget steht. Welch herrliches Gepränge, welch hohe Majestát! 3. Umsonst ſucht nun der Sünder vor deiner Macht zu fliehn. Herr alle Menschenkinder wirst du zur Rechnung ziehn. Du rufft und sie erschei nen vor deinem Richterthron, Den Er er kommt, des Menschen Sohn, er kommt, und Wolken sind sein Thron, der 194. Erden Kreis zu richten. 2. Hier an dem Rand der Ewigkeit, hier stehn die Millionen, die seit dem ersten Tag der Zeit auf dieser Erde wohnen, nur dem Allwissenden bekannt, unzáhlbar, wie am Meer der Sand; hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt der Wahrheit unterliegen. Hier, wo das Recht die Wage hält, wird keine Sünde siegen. Hier ist zur Buße nicht mehr Frist; hier gilt nicht mehr Betrug und List; hier gilt tein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht, der Himmel schweigt, und alle Völker hören erwar: tungsvoll und tief gebeugt. Kommt, onemomomo HON COMO NOINOW alainalalalalalalal$ 1+ 01'M S MANOLOLOLOLO IOIOI UMUMUNUIUIU COMUNIC Erster Theil. Von dem heiligen Geiste 112 erbt das Reich der Ehren! so spricht er zu der Frommen Schaar, doch die, 196. die widerspenstig war, heißt er nun von sich weichen. G 5. D Herr! mit welcher Majestát wirst du dies Urtheil fällen! die Súnder, die dich hier verschmäht, geh'n dann gewiß zur Höllen. Hier trifft sie unerforschte Pein. Wer wird dann noch ihr Retter seyn? ihr Warten ist verloren. 16. Sie, die Gerechten, leuchten dann so wie der Glanz am Himmel. Du selbst nimmst sie zu Ehren an. Dwelch ein froh Getümmel! nun fehn sie mit erstauntem Blick, daß Glaub' und Lieb' das höchste Glück, uns Gottes Gnad' erworben. 7. Sie geh'n nun in das sel'ge Reich, das Gott für sie bereitet, und seh'n auf ewig Engeln gleich, ihr Wohlseyn ausgebreitet. Das Stückwerk wird Vollkommenheit! kein Kummer, keine Traurigkeit stört ihre ew'ge Freude. 8. Mein Heiland, laß mich dein Gericht oft und mit Ernst bedenken! es stårke meine Zuversicht, wenn mich die Leiden frånken. Es reize mich gewissenhaft, und, eingedenk der Rechenschaft, nach deinem Wort zu wandeln. Nach der Mel. des 171. Lieds. Mad 196. Machet auf vom Schlaf erwacht! omm, o Gott, Schöpfer, heil'ger Geist, kehr' in das Herz der Menschen ein, und bilde sie so wie du weißt, daß dein Geschöpf vor dir muß seyn. 2. Mach' du als Tröfter dich bekannt, Gott ist für uns nun nichts zu theu'r; er hat uns seinen Sohn gesandt, und gönnt uns auch dein göttlich Feu'r. denn euch, o Menschenkinder, erwars ten Tod und Ewigkeit. Lohn und Strafe, Tod und Leben, hat Gott in eure Hand gegeben: erwacht! noch ist zur Buße Zeit! gerecht, gerecht ist Gott, er hört der Frevler Spott! Frevler zittert! wißt, was er spricht, gereut ihn nicht, er kommt gewiß, und hält Gericht. 2. Schrecklich wird sein 3orn entbrennen; dann wird der Spotter ihn erkennen, des Vaters eingebornen Fremmen! er wird zu eurem Heile Sohn. Jauchzet, jauchzt, ihr seine fommen! bald kommt er und mit ihm fein Lohn euch richtet Christus nicht! Er selbst ging ins Gericht für die Sünder: Gott ist versöhnt! mit uns bersöhnt, wer überwindet, wird gekrönt! 3. Send bereit, ihn mit Verlangen, mit reinem Herzen zu empfangen: denn plöglich bricht sein Tag herein. Und der Richter wird vom Bösen sein Reich, die Erde, ganz erlösen, von Sund' und Tode sie be frein. Heil, Wonne, Seligkeit ist ewig uns bereit't! Amen! Amen! die Zeit ist nah! bald ist sie da! ges lobt sey Gott! Hallelujah! Bon 14) Von dem heiligen Geiste und dessen Gaben. nos 197. 3. Verstand und Herz erfülle ganz mit deinem Licht, mit deiner Kraft. Es spiegle sich in uns der Glanz, o Geift, der alles Gute schafft. 4. In Wundergaben zeigst du dort den Finger Gottes, und wie schnell verbreitet sich darauf das ort; du sprachst: auch bei uns ward es hell. 5. O, mach' es kräftig: Treibe fern des Feindes Lift. Dein Friede sey mit uns, daß wir dir folgen gern, und steh' uns in Versuchung bei. 6. Stárk' uns im Glauben an den Sohn und Vater, bis das Schau'n ihn krönt und dann durch uns vor jenem Thron dein und ihr hohes Lob ertönt! und dessen Gaben.mp3. Nach der Mel. des 33. Lieds. 198. The hr Christen rühmt, erhebt und preiſet, erhebet froh mit Herz und Mund die Gnade, die uns Gott erweiset: mit uns macht er den neuen Bund. Er segnet reichlich und wir nehmen den Geist der Kraft und Kindschaft hin. Sein Segen fließt in vollen Strómen: er schreibt sein Wort in unsern Sinn. 2. Gesalbet mit dem Del der Freuden vollendet Jesus seinen Lauf. Nun herrschet er nach seinem Leiden, und thut uns seine Schäße auf. Sein Geist, in den Uposteln kräftig, schmückt ihm ein Volk zu seinem Ruhm, das nun, in inem Dienst geschäftig, ihm danket als sein Eigenthum. 3. Auf! auf ihr Herzen! auf ihr 3ungen! verkündigt Gottes hohen Ruhm, sein Name werde stets besungen von seinem heil'gen Eigenthum: o, daß ein Geist des Lebens wehe, und was nur Odem hat, erfüll', daß alle Welt die Wunder sehe, die Gott in Christo schaffen will! 4. So laßt uns denn die Pfingsten halten im Geist und nicht im Fleischessinn. Verbleiben wir allzeit im Ulten, so ist dies Fest uns kein Gewinn. Wir müssen neu geboren wer: den, so daß sein Geist auch in uns lebt, und unser Geist schon hier auf Erden mit ihm vereint im Himmel schwebt. 5. Uch, Jesu! schenk' uns armen Sündern durch deinen Geist Genad und Kraft. Mach' uns zu Gottes achten Kindern, theilhaftig deiner Eigenschaft! ach zünde deine reine Liebe in unfrer aller Seelen an; und schaffe, daß mit heil'gem Triebe, was lebt, dich ewig loben kann. Mel. Vater aller Gnade. 199. F ott, groß von Erbarmen weise nicht mich Urmen, nicht mein Flehen ab. Schau' von men 113 FEE deinem Throne, schau' in deinem Sohne auf mich Wurm herab. Ich bin ein unwürd'ger Beter, doch dein Sohn ist mein Vertreter. 2. Nicht die Lust zu Schäßen, Würden und Ergògen, treibt mich, Herr! zu dir; deines Geistes Saben wünsch' ich nur zu haben, so genüget mir; und die willst du gern verleihen, wenn wir brünstig zu dir schreien. 3. Mußt' dein Sohn nicht sterben, um mir zu erwerben diesen guten Geist? Sollte meiner Seelen dieser Beistand fehlen, den dein Wort verheißt? Soll ich Lob und Preis dir geben, so muß mich dein Geist beleben. 4. Urge Väter haben Kindern gute Gaben immer noch gewährt; thätest du wohl minder? werden deine Kin= der von dir nicht erhört, wenn um deinen Geist sie flehen? das wird ewig nicht geschehen. 5. 3war ich hab' in Sünden sicher, ohn' Empfinden, lange fortgelebt; deines Geistes Regung selbst mit Ueberlegung gar oft widerstrebt, ja, ich bin ein Kind der Höllen, doch verzeihest du Rebellen. 6. Komm dann, mein Berather: Komm, du Geist vom Vater! Komm, du Geist des Herrn! du kannst Herzen zwingen, du kannst Ruhe bringen, und du thust es gern. Fördre du durch macht'ge Triebe in mir Glau ben, Hoffnung, Liebe! beit und Erkenntniß stammt von die 7. Deffne mein Verständniß! Weisallein. Laß bei meiner Btöße mir der. Gottheit Größe stets vor Augen seyn, und dann zeige du mir Armen Jeſu göttliches Erbarmen. 8. Quelle brunit'ger Triebe, Feuer keuscher Liebe! lasse deine Blut auch mein Herz durchdringen, und in Flammen bringen, ott, mein höchstes Gut! laffe mich gleich Seraphinen dir mit Lieb' und Eifer dienen. 8 HOMOFONO CON OROKOR alaineina einlein 1+ 01'M S NAJAVAVAJOnlandia G Urarorerun ΠΟΤΟΠΟΛΟΠΟΛΟΠΟΛόχος NONON VOLOVO Von dem heiligen Geist 114 Erster Theil. 9. Ist bei schweren Plagen ganz mein Geist zerschlagen, so hilf gná: diglich. Macht die Prüfungshige, daß ich schmachtend sige, so erquicke mich. Laß des Trostes Ströme fließen, und sich in mein Herz ergießen. 10. Ich kann alles tragen: ich darf alles wagen; du bist mir ein Pfand, das im tiefsten Leide mir des Him: mels Freude und mein Vaterland auf das tröstlichste gewähret, und mich seufzend danken lehret. d 1 Nach der Mel des 116, Lieds 200. Diebest, treuer Gott! er du uns als Bater und deinen Geist denen, die dich bit: ten, giebest, ja, um uns heiß'st: demuthsvoll fleh' ich vor dir; Bater! send' ihn auch zu mir, daß er meinen Geist erneue, und ihn dir zum Tempel weihe. 4. Ew'ge Quelle heil'ger Güter, hochgelobter Gottes Geist! der du menschliche Gemüther besserst, und mit Trost erfreu'st! nach dir, Herr, verlangt auch mich; ich ergebe mich an dich. Mache mich, zu Gottes Preise, heilig, und zum Himmel weise. 5. Fülle mich mit heit gen Trieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über alles möge lieben, daß ich mit getroslem Muth seiner Vaterhuld mich freu', und mit wahrer Kindestreu' stets vor seinen Augen wandle und rechtschaffen denk' und handle. rechne zum Gewinn, wenn ich je ein Friedensband knúpfen kann, wenn meine Hand, zur Erleicht'rung der Beschwerden, kann dem Nächsten nůßlich werden. 6. Geist des Friedens und der Liebe! bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, und mir's 7. Gieb mir wahre Selbsterkenntniß, daß ich meine Fehler seh', und durch demuthsvoll Bekenntniß Gott um die Vergebung fleh'. Mache tågtich Ernst und Treu, sie zu bessern, in mir neu. 3u dem Heiligungsge schäfte gieb mir immer neue Kräfte. 8. Wenn der Unblick meiner Sunden mein Gewissen niederschlägt; wenn fich in mir 3weifel finden, die mit mein wenn mein Aug' in Nöthen weint, und Gott nicht meizu hören scheint: o, dann laß es ner Seelen nicht an Trost und Stårkung fehlen. 2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit; und mein Herz bleibt dir entrissen, und dem Dienst der Welt geweih't, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu! noch mit achter Treu meinen Gott und Herrn dich nennen, stehet 201. H mir dein Geist nicht bei. Drum fo laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glaubenevoll als Mittler ehre, und auf deine Stimme höre. 9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir. Selbst den Trieb hast du entzündet, daß mich. Herr, verlangt nach dir. O, so fege durch dein Wort deine GnadenwirFung fort, bis sie durch ein selig Ende herrlich sich an mir vollende. Mel. des 77. Psalms. Hie eil'ger Geist, du Himmelslehrer! starker Tröster und 2 Bekehrer! fehre bei mir Sünder 7 ein, laß mich deine Wohnung senn. Gieb, daß fiets durch heil'ges Denken sich mein Herz zu Gott mag lenken: klopf' an meinem Herzen an, wenn ich geh' auf fale scher Bahn. und dessen Gaben.***) 115 2. Treibe, leite und regiere, mich| betrübten Stunden tröste mich durch zum Guten stetig führe, gieb selbst Jesu Wunden. Luft und Kraft dazu, daß ich Gottes Willen thu'. Gieb mir stetiges Verlangen, Jesu fester anzuhangen, im mer mehr von Sünden rein, heilig, unbefleckt zu seyn. 3. ilf, daß ich mich bald betrübe, wenn was Böses ich verübe; gieb, daß bei mir wahre Reu' über mein Vergeben sey. Laß mich allezeit erwå: gen, daß Gott sey bei mir zugegen, der auf jedes Wort und That sehr genaue Achtung hat. 4. Laß mich, weil ich leb' auf Erden, wachsam stets erfunden werden, und nach göttlichem Geheiß thun mein Umt mit allem Fleiß. So werd' ich durch dieses Führen auch in meinem Herzen spüren, daß du, werther Got: tes Geist, in mir wohnst und kräftig seyst. Nach der Mel. des 4. Lieds. LOVE 3. Treibe weg die finstre Nacht falscher, zweifelnder Gedanken; wenn die Welt mich irre macht, halte die Vernunft in Schranken! wenn ich mich von dir entferne, wo ist's, daß ich Weisheit lerne? 5. Pflanze du mich selbst in ihn, als ein Glied an seinem Leibe, und wenn ich sein eigen hin, hilf mir, daß ich es auch bleibe, und als eine gute Rebe Früchte bring' und in ihm tebe. Nach der Mel. des 37. Lieds. 5. Komm, erfülle, komm, bewohne. 203. Dit, Bater! dankt mein Herz und singt, daß mit dem Vater und dem Sohne, Geist der Liebe, lieber Gast, was du so geheiligt haft; sfo will ich von ganzer Seelen deinen Gottesruhm erwählen, preisen dich, Dreicinigkeit, hier und dort in Ewigkeit. du den Sohn gegeben, den Sohn, der Heil den Sündern bringt, und unvergångliche Leben! ich danke dir, daß du den Geist, der deinen Sohn durch Wunder preis't, zur Erde haft gesendet, der Geist der Wahrheit kam herab, der deinen Knechten Stärke gab, daß sie dein Werk vollendet. 4. Schaffe mir ein reines Herz, daß ich stets an Gott gedenke, und mich oft mit Reu' und Schmerz über meine Sünden tránke; doch nach den 6. Glaube, Lieb und Hoffnung sey stets die Zierde meiner Seele; in Versuchung steh mir bei, daß ich stets das Beste wähle. Gieb mir Demuth in den Freuden, und Geduld und Muth im Leiden. 7. Hilf mir reden recht und wohl; und des Gottesdienstes Pflichten, wie du forderst, wie ich soll, ohne Heuchelei verrichten; christlich lesen, selig sterben, und dein himmlisch Reich einst erben. ott! du hast in deinem 2, Erfüllt von seiner Wunderkraft, 202. Sohn mich von Ewig: geh'n sie, die Welt zu lehren: der keit erwählet! Sende nun von deinem Thron, was noch meinem Heile feh: Ict, und gies mir des Geistes Gaben, durch sie werd' ich alles haben. Seift, der neue Herzen schafft, hilft ihnen sie bekehren: der ganze Erdkreis hört erfreut die Botschaft unsrer Ses ligkeit, Vernunft und Wahrheit siegen; das Laster und die Blindheit flieht! wo man den Finger Gottts sieht, muß Satan unterliegen. 2. Bin ich noch in Gùnden todt, und zum Guten ganz verloren: heil' ger( Seist, mein Herr und Gott! mache du mich neu geboren; rette mich von dem Verderben, laß mich nicht in Sünden sterben! 3. Umsonst, daß er noch wilder tobt, Verfolgung zu erregen. Der Name Jesu wird gelobt: sein Wort ist Kraft und Segen. Die Jünger schreckt nicht Pein noch Müh'; der Geist der Stärke stärket sie in Martern und im Tode. Sie blieben ihrem König treu', befannten seinen Namen frei, und lobten ihn im Tode. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jest der Menschen Lehrer, der Jesu neue Jünger schafft, des Hollenreichs Zerstörer. In Sündern 8* momonon COMBORO jalainiainininininiai 101 MS ANAKALILIA Tainio. OVOVOVOL Ce Lavorouolalaian Erster Theil.- Von dem heiligen Geist 116 wirkst du Buß' und Leid, in frommen Seelen Trost und Freud', und Muth im Kampf der Sünden. In bangen Stunden schenkest du, so wie im Tode, Seelenrub, daß sie dich froh empfinden. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der Liebe, den Gott den Betenden verheißt, ach, heil'ge meine Triebe! schaff du in mir ein neues Herz, gieb wahre Buß' und Sündenschmerz, hilf mir im Glauben beten. In bangen Stunden tröste mich, und zeige voll Erbarmen dich mir einst in Todesnöthen! heißt! schenk' uns Muth und Kraft im Krieg, und verleih' uns dann den Sieg! 8. Herr, bewahr' auch unsern Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben! du bist unser Schuß und Gott! sagt das Fleisch gleich) immer: Nein! Laß dein Wort gewisser seyn! 9. Wenn wir endlich sollen sterben; so versichre uns je mehr, als des Himmelreiches Erben, jener Herrlichkeit und Ehr', die uns unser Gott be stimmt und die nie ein Ende nimmt. Mel. Nun bitten wir den. Nach der Mel. des 32. Lieds. 204. Komm, o fomm, du Geift 205. D es Vaters und des des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit! deine Kraft sey nicht vergebens; sie erfüll' uns jederzeit! so wird Geist, und Licht, und Schein in den dunkeln Herzen seyn. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht; daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wille sucht! dein Erkenntniß werde groß, und mach' uns vom Irrthum los. 3. Zeige, Herr, die Wohlfahrtsstege! das, was dich betrüben kann, ráume ferner aus dem Wege; führ' uns zu dem Guten an: wirke Reu' an Sünden statt, wenn der Fuß gestrauchelt hat! 4. Laß uns stets dein Beugnis ha: ben, daß wir Gottes Kinder sind: stárk' uns dann mit deinen Gaben, wenn sich Noth und Drangsal find't; zeige, daß des Vaters Zucht einzig unser Bestes sucht! 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm tre: ten gläubig und mit Freudigkeit; mach' uns túchtig, recht zu beten, und vertritt uns allezeit! so wird unsre Bitt' erhört, und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch um Hülfe bange, daß das Herz oft rufen muß: ach mein Gott, mein Gott, wie lange! o so mache den B.schluß: sprich der E Sohnes Geist, du, der uns den Weg zum Heile weis't, gnadenvoller Tröster! Laß, wenn wir sterben, おまま です uns das ewige Leben ererben, gieb H uns Jesu Frieden. 2. Es leucht' uns, Licht des Herrn, dein Schein, wenn schon Tod und Verwesung uns dráu'n; lehr uns Jesum Christum den Sohn erkennen, und in der Liebe des Sohnes trennen, lebend und im Tode. 3. du der Liebe Geist! erhöh' unfre Seele, daß sie schmeck' und seh', wie der Herr uns liebte, laß in den Brüdern, als in seinen geheiligten Gliedern, Sesum stets uns lieben. 4. Du höchster Trost in aller Notb! bilf getreu uns seyn bis in den Tod. Heilig laß uns leben; und nicht verzagen, wenn uns unsre Sünden verflagen vor der Welten Richter! Nach der Mel. des 29, Lieds. Seele tröstlich zu, und gieb Muth, 206. Edler Geist im Himmele Geduld und throne, Wesens, einer Kraft mit dem Vater und dem 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist, fördre in uns Sohne! Geift, der neues Leben schafft. deine Werke, wenn uns Satan wanken| Flöße du die wahre Reu' in mein Herz VOIC und und dessen Gaben., und mach' es neu, daß Gott selbst mit] Jeiner Gabe Lust in mir zu wohnen habe. 207. Com Sohne! der du Nach der Mel. des 29. Lieds. eist Vater und 2. Du, der Tugend Wiederbringer, machst es in dem Herzen licht; du giebst, mächtiger Bezwinger, daß der Sünde Macht zerbricht. Kehrest du nur bei mir ein: so wird meine Seele rein, und auch schon auf dieser Erden, eine Wohnung Gottes werden. 3. Geist der Wahrheit! komm' und führe mich zur wahren Weisheit an, daß des Höchsten Wort mich rühre, und ich willig folgen kann. Deffne du mir jene Schrift, die mein ewig Heil betrifft: Laß mich hier zum Theil verstehen, was ich dort soll völlig sehen. 4. Geist des Trostes! in dem Leiden steb' mir allzeit kräftig bei! wenn die besten Freunde scheiden, bleib du mir bestandig treu! gieb mir ein gelaff'nes Herz, daß ich in dem größten Schmerz Trost der Seele bei dir finde, und den Unmuth überwinde. 5. Geist des Raths! wenn mir verschwindet aller Rath in Ungst und Noth, wenn sich nirgends Hülfe findet, wenn ich leide, wenn der Tod mir fast un vermeidlich scheint, und mein trübes Auge weint; so gieb, daß es meiner Seele nicht an Rath und Hülfe fehle. 6. Geist der Freuden, mein Gemüthe ſucht an dir nur seine Lust. Schmeck' ich deine große Güte; so verachtet meine Brust, was die Welt für Lust erdenkt, welche nur die Seele kránkt. Rechte Freude muß den Frommen einzig von Gott selber fommen. 7. Geist des Betens! lehr' mich beten: Ubba, Vater in der Höh'! Treibe mich, vor Gott zu treten: und gieb, wenn ich vor ihm steh', daß mein Bitten kräftig sey; stehe meinem Seufzen bei; fprich in mir, in Gottes Namen, nach dem Fley'n ein kräftig: Umen! 15) Von der Aus dem 46. Pfalm.*** Mel. Eine feste Burg ist unser Gott. 208.& in starker Schuk ist 117 unser Tröster bist, und von unsers Gottes Throne hulfreich auf uns Schwache sieh'st. Stehe du mir machtig bei, daß ich Gott ergeben sey; o, so wird mein Herz auf Erden schon ein Tempel Gottes werden. christlichen Kirche. Kirche. 2. Laß auf jedem meiner Wege deine Weisheit mit mir seyn; wenn ich bange 3weifel hege, deine Wahrheit mich erfreu'n. Lenke kráftig meinen Sinn auf mein wahres Woh seyn hin. Lehrst du mich, was recht ist, wählen, werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über alles treu meinen Gott und Vater liebe! daß mir nichts so wichtig sey, ale in seiner Huld zu stehn. Seinen Namen zu erhöh'n; seinen Willen zu vollbringen, müsse mir durch dich gelingen. 4. Stárke mich, wenn wo zur Sünde, mein Gemüth versuchet wird, daß sie mich nicht überwinde. Hab' ich irgend mich verirrt, o, so strafe selbst mein Herz, daß ich, unter Reu' und Schmerz, mich vor Gott darüber beuge, und mein Herz zur Beßrung neige. 5. Reize mich mit Flehn und Beten, wenn mir Hülfe nöthig ist, zu dem Gnadenstuhl zu treten. Gieb, daß ich auf Jesum Christ, als auf meinen Mittler schau' und auf ihn die Hoffnung bau', Gnad'um Gnad', auf mein Verlangen von dem Vater zu empfangen. 6. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bei; daß ich auch alsdann mit Freuden, Gottes Füh rung folgsam sey. Gieb mir ein gelassen Herz. Laß mich selbst im Todesschmerz bis zum frohen Ueberwinden, deines Trostes Kraft empfinden. datra donor de bid 012 comed unser Gott! auf ihn steht unser Hoffen. Er hilft uns treu aus aller OOONO FOTOCOORON HOW Jalalalalalalalalat 1+ 01 MS WANATAKAOKO JAJOVOUË Urururatur ΠΟΤΟΤΟΤΟΠΟΛΟΠΟΠΟΙΟΣ, COULOU OLOVO LOVO 118 Erster Theil. - Von der christlichen Kirche. Noth, so viel uns der betroffen. Satan, unser Feind, der mit Ernst es meint, rústet sich mit List, trost, daß er mächtig ist. Shm gleicht kein Feind auf Erden. 2. Nicht unsre Macht ist's, die ihn fällt. Wir waren bald verloren. Es fåmpft für uns der rechte Held, den uns Gott selbst erkoren. Fragst du, er heißt Christ, der Herr pert Zebaoth. Er, unser Herr und Gott, er muß den Sieg behalten. 3. Die ganze Hölle schäume Wuth, und droh' uns zu verschlingen. Troß ihr! uns rustet Gott mit Muth. Es soll uns doch gelingen. Wenn der Fürst der Welt sich schon grim: mig stellt, schreckt er uns doch nicht. Er ist längst gericht't. Ein Wort kann ihn schon fållen. 4. Das Wort steht fest! die stolze Welt mag noch so heftig toben! der Herr mit uns! der starke Held! der giebt uns Sieg von oben. Tödten fie den Leib; nehmen Kind und Weib; rauben Gut und Ehr'; sie nehmens! was ist's mehr? Uns muß der Himmel bleiben. Nach der Mel. des 55. Lieds. 209. Las boch, o Jesu, laß dein Reich auf Er den unter den Sündern ausgebreitet werden! Schenke doch ihnen, deiner Leiden wegen, Leben und Segen. 2. Gieb ihnen Gnade, dich recht zu erkennen, daß sie dich gläubig ihren Herren nennen; gieb ihnen Eifer, deinen guten Willen, treu zu erfüllen. 3. Mit heil'ger Achtung laß die Schrift fie ehren; denn sie verkündigt deines Mundes Lehren. Ausser ihr suchen Sterbliche vergebens Worte des Lebens. OR 4. Steure, Erbarmer! deiner Feinde Grimme. Warne die Deinen vor des Irrthums Stimme. Lehre sie prüfen, daß sie falsche Freuden flüglich vermeiden. meiden.it 5. Sey du ihr Licht in ihren Finsternissen, heile selbst ihr verwundetes Gewissen. Schlågt oft ein Kummer ihre Herzen nieder; stárke sie wieder. 6. Schüße uns mächtig mitten unter Bösen, bis du von ihnen ganz uns wirst erlösen; bis wir zum Umgang der verklárten Frommen frohlockend kommen. Der 67. Pfalm. Nach der Mel. des 109 Lieds. ott! der uns immer 210. Gutes gab, schau gnádig stets auf uns herab, entzieh' dein freundlich Ungesicht, Herr, deinen Auserwählten nicht! 2. O Gott, Jehovah, zeige dich der Welt! der Weltkreis freue sich, wird dein Erkenntniß ihm zu Theil, in dir, o Gott, und deinem Heil. 3. Es mache aller Völker Mund, Gott, deine Macht und Weisheit fund! kein Volk sey auf der weiten Welt, das deine Güte nicht erzählt! 4. Ja, jedes Volk, das dich erkennt, das wird zu deinem Lob entbrennt, wer dich anbetet, Gott, der freu't sich deiner 5. Lob, Erdenkönig, dir! du bist ein Führer, der allmächtig ist! wer nimmt sich unser treuer an, wer ist, der so beschüßen kann? 6. Es mache aller Völker Mund, Gott, deine Macht und Weisheit kund! kein Volk sey auf der weiten Welt, das deine Gute nicht erzählt. 7. Die Erde ist nicht mehr verflucht, sie bringt uns segensvolle Frucht, wir wissen nichts von Hungersnoth; stets fegne uns Gott, unser Gott! 8. Ja, mach', Jehovah, deine Treu an uns mit jedem Morgen neu! dir diene deine ganze Welt mit einem Dienst, der dir gefällt. Erster Theil. Von der christlichen Kirche. 211. S - rhalt' uns, Herr, bei deinem Wort, und steure deiner Feinde Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, vom Throne frech zu stürzen drohn. 2. Zeig' deine Macht, Herr Jesu Christ! der du Herr aller Herren bist: beschirme deine Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gieb, heil'ger Geist! uns einen Cinn, nimm alle 3wietracht von uns hin. Ver deines Wortes Licht und Macht entflieh' des Wahns und Irrthums Nacht. 4. Herr! laß uns dir befchlen seyn. Schau' unsre Noth: wir sind ja dein. Erhalt im Glauben uns getreu, und mach' uns von den Feinden frei. 5. Sie dichten, Herr! ein Frevelstuck! es fall' auf ihren Kopf zurück! sie graben Gruben mit viel Müh'; in ihre Gruben stürze sie! 6. So werden sie erkennen doch, du unser Herr, Gott, lebest noch, du stehst bei deiner Kirche feft, die sich allein auf dich verläßt. Nach der Mel. des 55. Lieds. 212. huge die Deinen, die nach dir sich nennen, und dich, o Jesu, vor der Welt be kennen. Laß deinen Händen, wie du felbst verheißen, nichts sie entreißen. 2. Laß deine Wahrheit rein verkündigt werden. Mach' ihre Siege herrlicher auf Erden. Gieb Muth und Weisheit denen, die sie lehren, dein Reich zu mehren. op 3. Du hast noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Führe die Deinen, wie du selbst versprochen, führe sie endlich aus dem Kampf hienieden zum ew'gen Frieden. 119 4. Ewig, o Heiland, sey dein Nam' erheben. Ewig frohlockend müsse dich einst loben, o du Beherrscher deiner schwachen Heerde! Himmel und Erde. Der 46. Pfalm. Nach der Mel. des 50, Lieds ett ist uns Stark' 213. in Ndthen, und unsre Zuversicht. Er weigert, wenn wir zu ihm beten, uns seine Hülfe nicht. Und sollte gleich der Erdkreis zittern, und stürzt er auf uns her; uns würde keine Furcht erschüttern und fänken Berg' ins Meer. 2. Sollt' auch das Meer so heftig toben; und stürzten vor der Wuth Gebirge, ihrem Grund enthoben, hinab in seine Fluth; fie bleibet doch mit ihren Bächen die Stadt des Herrn, in ihr wohnt Gott, der wird die Wogen breden, sie jauchzet: Gott stor ist hier! 3. Gott wohnet selbst in ihren Mauern, der Herr beschüßet sie, fie wankt nicht, ewig wird sie dauern, der Höchste hilft ihr früh. Die Völker tobten, und im Grimme demporten Reiche sich! er sprach, vor seines Don ners Stimme zertheiten Welten sich. zer4. Wer ist der Feind, der uns store? er, der uns hilft, ist Gott! Gott ist mit uns, der Herr der Heere, uns schuhet Jacobs Gott! kommt her, und merkt auf Gottes Werke und fernet feine Kraft. Er ist es, es ist seine Stärke, die solch Zerstören schafft. 5. Er macht sich auf, dem Krieg zu steuern, der so viel Blut vergos. Und er zerbricht, daß Lånder feiern, Schwerdt, Bogen und Geschoß. Den Spieß hat seine Hand zerschlagen, daß er nicht tödten kann. Er zündet des Verheerers Wagen mit seinem Feuer an. 6. Laßt ab, und wist, und lernt mit Freuden, ich sey Gott. der Welt! groß will ich werden vor den Heiden, und herrlich vor der Welt! Gebt alle unserm Gott die Ehre! er, der uns hilft, ist Bott! ( Sott ist mit uns, der Herr der Heere; uns schüßet Jacobs Gott! Herr RONOTONOTON COHRONOLOR Salalalalalalalalate 1+ 01 M'S WANATAKAOJO JAJOVOUË FURUMUMUNUN MOIONG MONU 120 Erster Theil. Neue Melodie. 214. W LOLOVOVOVO FC 13 Von der christlichen Kirche. enn Christus seine Kirche schüßt; so mag die Hölle wüthen. Er, der zur Rechten Gottes sist, hat Macht ihr zu ge= bieten. Er ist mit Hülfe nah: wenn er gebeut, steht's da. Er schüßt zu seinem Ruhm mit Macht das 215. A Christenthum. Mag doch die Hölle 4. Auf Christen! die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken. Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr, Herr Zebaoth hält über sein Gebot, giebt uns Geduld in Noth, und Kraft und Muth im Tod, was will uns dann erschrecken? Nach dem 12. Pfalm. PER erbarmen! wie wenig Herzen sind noch dein; entzieh' dich nicht uns ch Gott vom Him2r men! dein theures Wort hålt = wüthen. 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören! denn den Gefalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schámen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott, doch ihrer lachet Gott. Sie mögen sich empören! 4. Gott sieht's und spricht: bald 3. Der Frevler mag die Wahrheit steure, damit sich in der Christenbeit kommt die Zeit, daß ich dem Frevel schmåhn; uns kann er sie nicht raukein Heidenthum erneure. ben. Der Unchrift mag ihr wider- greif den schnöden Wahn mein Wort Indessen stehn; wir halten fest am Glauben. mit starken Waffen an, und bleib Gelobt sey Jesus Christ; wer hier unüberwindlich. sein Junger ist, sein Wort von Herzen hålt, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. man für Spott; empórt sich wider dich, o Gott! will deinen Sohn no nicht kennen. 2. Sie lehren eitel Träumerei, was Eigenwig erfindet. In keiner Wahrheit ist dabei ihr unståt Herz gegründet. Der wählet dies, der andre das, es trennen sich ohn' Unterlaß, die mit Vernunft sich brüsten. 3. Uch Herr mein Gott, vertilge doch des Irrthums freche Lehren. Wie lange sprechen Frevler noch die wir in die Wahrheit ein; uns täuscht Menschheit zu entehren: tief schau'n Herzen glauben! kein gleißnerischer Schein. Nur blinde 5. Im Feuer siebenmal bewährt, glänzt edles Silber heller; und durch Verspottungen bewährt, strahlt Got tes Wort auch heller. Der Strah len fiegende Gewalt durchbricht der 3weifel Nebel bald, und blendet selbst die Feinde.ap 6. Cein Licht beschüß' uns, daß seine schlauen Nege zieh', nie unter frevelnde Geschlechte in uns sich flechte; denn alle Bosheit wächst geschwind, wo frecher Spott erst Kraft gewinnt, sein Gift ertődtet Seelen. 7. O dampfe selbst, du starker Gott, die dir die Ehre rauben. O mel sieh' darein, und laß es dich Jesus Christ, bei ihrem Epott stärk Erster Theil. 11 Von der christlichen Kirche. Fräftig unsern Glauben. heil'ger Geist, verleih' uns Gnad', daß wir 217. vor Abfall und Verrath mit ganzem Ernst uns húten.nd Nach der Mel. des 29. Lieds. te reuer Hirte deiner Heerde, du, der Deinen starker Schuß! siehe doch, wie Staub und Erde wider dich mit free di bidra Nach der Mel. des 30. lede. chem Trug tobt, und in den Waffen ist, und sich freventlich vermißt, deine Kirche zu zerstören und dein Erbe zu 216. Digteit, bei allen Zeit- verheeren. Vater der Barmher verwandten, doch nun seit der Upostel: zeit recht groß in allen Landen: du hast durch deines Geistes Kraft die große Schaar der Heidenschaft zu deinem Reich berufen. D 2. Getrennt durch Mannigfaltigkeit des Glaubens und der Zungen, auf dieser ganzen Welt zerstreut, hat fie dein Wort durchbrungen! hat sie dein starker Geist gerührt und nun zu einem 3weck geführt in Einigkeit des Glaubens. 3. Uch, fey doch auch zu dieser Zeit uns, Vater! wieder gnädig! und mach' uns von Uneinigkeit des Glaubens Los und ledia! gieb, daß vereint auf einen Grund wir dir zugleich mit Herz und Mund im Geist der Liebe dienen. 8 4. Uch, schaue, wie des Satans List vereinte Brüder trennet. Wie man der Liebe ganz vergißt, von blindem Eifer brennet, und dann, von Wiffen aufgebläht, um Dinge, die man nicht versteht, sich ohne Grund entzweiet. 5. Herr! hilf diesem Uebel ab und gieb, daß deine Heerde bald unter ihres Hirten Stab genau verbunden werde: im wesentlichen einerlei Nebendingen aber frei, in allem lieb reich denke. in 6. Wenn Brüder, Herr, auf dein Geheiß, vertraut beisammen wohnen, und ihrer Schwachbeit wechselsweis mit 3ärtlichkeit verschonen; o was kann angenehmer seyn; du selbst, Herr! wirst dich ihrer freu'n, und sie mit Gegen krönen. son aid olurd chim 3.2 2. Du, Herr! bist ja unser König; dein sind wir nach Leib und Seel'. Menschenhülfe ist zu wenia, wo du nicht, Smmanuel, zu der Deinen Nettung wachst, und den Feind zu Schan: den machst, wo du nicht sein Wüthen dampfest, und für deine Wahrheit fámpfeft. 121 3. Gs betrifft ja deine Ehre, es betrifft dein Heiligthum; deine theure Gnadenlehre, deines Todes Kraft und Ruhm, und den Dienst, der dir allein von uns muß geheiligt seyn; o, wie folltest du denn schweigen, und dich nicht als Retter zeigen! 4. Du bedrohest Wind und Wetter, und es schweigt ihr Ungestum. Steure denn, Herr, unser Retter, auch der Feinde Buth und Grimm. Saul be kehrst du, wenn er schnaubt, und dir Ruhm und Ehre raubt, ach! bekehre, die durch Lügen sich selbst um ihr Glück betrügen. 5. Doch nicht nur der Feinde Drauen, die Verführung müssen wir auch bei unsrer Schwachheit scheuen, unsre Hülfe steht bei dir. Kám' es auf uns selbst nur an, ach, wie leicht wär' es gethan. Satan würde bald den Glauben uns aus unsern Herzen rauben. 6. Laß uns denn vorsichtig wandeln, und mit Tauben- Einfalt zwar, doch auch flug, wie Schlangen, handeln. 3eig' uns selbst bald die Gefahr. chickt euch, es ist böse Seit! sprichst du; mach' uns selbst bereit, daß wir wachen, beten, kämpfen, und so die Versuchung dámpfen. 40 14765973 300 110 ad mi 050 3890 0157100song mengand de m do s 100 COUPE HOMOLOTOTECHRONOLOR dalaidinin olololote 101'M S TAVALOJOJOJOJOKOKË FUMUÑONUNUNU MOTOKUNUNUN Onanere COLON COLLO Quououovovo Minda 50012-100 hic, 16) 16) Von der heiligen Taufe. Einsetzung der Taufe. Met. Christ unser Herr zum. 122 218. ie Christus selbst zum Jordan kam, und nach des E Vaters Willen die Taufe von Johannes nahm, um alles zu erfüllen, was Gott heischt'; so muß auch das Bad, das er, um uns FFF von Sún- den zu waschen, angeordnet hat, vielmehr uns willig finden. Es bringt uns Heil und Leben. 2. Hört, wie es zu den Jüngern heißt: geht, spricht er, lehrt die Völker, und auf den Vater, Sohn und Geist tauft nunmehr alle Völker. Wer glaubet, und die Tauf' empfängt, wird selig, wer hingegen ungläubig fest am Trr: thum hangt, der fliehet vor dem Se= gen, und muß verloren gehen. Vater, Sohn und heil'ger Geist! ich bin gezählt zu deinem Saamen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. O, welch ein Glück wird dadurch mein! Laß, Herr, mich deß auf ewig freu'n. 3. Die Liebe ist nicht zu ermessen, die du, mein Gott, mir zugewandt. O, laß mich nie die Pflicht vergessen, dazu ich selbst mich dir verband, als du in deinen Bund mich nahmst, und mir mit Heil entgegen famst. 2. Du hast mich für dein Kind erkláret, mein Vater! und ein felig Theil hast du, Sohn Gottes! mir gewähret an dem von dir erworbnen Heil. Du willst, mein Leben Gott zu weih'n, Geist Gottes, selbst mein Beistand seyn. 4. Du bist getreu. Auf deiner Seite bleibt dieser Bund stets feste stehn. Ja selbst wenn ich ihn überschreite, läff'st du dein Vaterherz mich sehn! du klopfft an mein Gewiffen an, und tockst mich auf die rechte Bahn. 5. Ich gebe, o mein Gott! aufs neue mich ganz zu deinem Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue, und bilde mich nach deinem Sinn. Weich', eitle Welt! o Sunde weich'! Gott hört es! jest entsag' ich euch. 6. Befestige dies mein Versprechen, mein Vater! und bewahre mich, daß ich es niemals möge brechen. Mein ganzes Leben preise dich! Gott meines Heits! sey ewig mein, und laß mich stets den Deinen seyn! 2. Laß mich oft mit Achtsamkeit meiner Taufe Bund betrachten; und nur das zu jeder Zeit für mein größtes Nach der Wel. des 72, Lieds. 219. Jh bin getauft auf dei= Wohlfeyn achten, daß ich, Jeſu! deiz nen zu erfüllen. 3. Dieser Erde Gut und Ruhm bleibt im Tode doch zurücke. Nur ein wahres Christenthum folgt uns nach zum ew'gen Glücke. Davon ist auch nach dem Sterben ewig Segen zu ererben. Nach der Mel. des 4. Lieds. 220. Mein Erlöser! der du dir zum Ei genthum erkaufet, als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. D. erwecke mich zum Fleiße, recht zu seyn das, was ich heiße. 4. Laß mich drum, wie dir's ge= fällt, deinem Dienst, Herr, ganz ergeben, und, entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jünger leben; daß ich einst auch, wenn ich sterbe, das verheißne Leben erbe. VOICI Erster Theil. 123 Nach der Mel. des 4. Lieds. 3. Hirte! nimm dies Scháflein an! 221. err! wir stehen hier Haupt! mach' es zu deinem Gliede! vor dir: laß dies Kind Lehrer! zeig' ihm deine Bahn! Frieauf unsern Urmen dir gefallen, bitten defürst! sey du sein Friede! König! wir, und erzeige dein Erbarmen, daß laß es deinen Willen künftig immer es dein Kind hier auf Erden, und treu erfüllen! im Himmel moge werden. 2. Wasch' es, o Herr Jesu! rein durch dein Blut von seinen Sünden: laß es deinen Geist erneu'n und mit dir genau verbinden! da wir ihm den Namen geben, schreib es in dein Buch zum Leben! 201 TEST WOND B elad ( 17) -- Von dem heiligen Abendmahle. 3:00 17) Von dem heiligen Abendmahle. sterben wollt für für Einsetzung des heiligen Abendmahls. Mel. des 91. Psalms. 4. Den Dankkelch nahm er auch 222. A is Jefus jesund sprach zu ihnen allen: nehmt hin und hierauf; er that mit Wohlgefallen den Mund Lobe Gottes auf, und trinkt, das ist mein Blut, das ich für euch vergieße; euch droht umsonst der Höllen Glut, indem ich für euch büße. 5. Das Blut, das an dem Altar dort in Opfern ward vergoffen, tilgt nicht die Schuld, schafft sie nicht fort, drum sollt', wie Bott beschlossen, jest zur Vertilgung dieser Schuld mein Blut, mein Sohnblut fließen; nun denkt an Gottes Gnad' und Huld mit freudigem Gewissen. 6. Halt't oft den Brauch mit Brot und Wein, auf daß ihr mein gedenket; laßt euch mein Leiden theuer seyn; gespeiset und getránket, fagt laut: o! wenn dein Tod nicht wär', wir müßten ewig sterben. Und lebt hinfort zu meiner Ehr', als würd'ge Himmelserben! he dau 4. Laß une alle in der Welt als rechtschaffne Chriften leben! endlich auch, wenn dirs gefällt, christlich unsern Geist aufgeben, und im Himmet zu den Frommen, zu den wahren Christen kommen. unsre Misse= unsre Missetha- ten, in jener Nacht um schnô= den Sold aufs schåndlichste ver= ra- then: hielt er in dem bestimmten Saal, von Gottes Hand gelei= tet, mit seinen Jüngern noch das Mahl, das längst auf ihn gedeutet. 2. Hier sprach er: mich verlanget sehr, dies Paschah zu begehen; nun fei'r ich keinen Festtag mehr, bis Gott mich wird erhöhen auf meinem Stuhl in meinem Reich, das mir der Vater giebet, und dem, der hier mit mir zugleich in seiner Lieb' sich übet. 3. Draufnahm er Brot, und brache, und dankt, und sprach: nehmt hin und effet, damit ihr nicht im Glau ben wankt, und meiner nicht vergesset, das ist mein Leib, der durch viel Qual iegt wird für euch gebrochen: daß eure Schuld und Adams Fall nicht werd' an euch gerochen. 7. Kein Tropfen labt den reichen Mann in seinen schweren Leiden, schaut mich dagegen glaubig an, sein Schicksal zu vermeiden. Wer mir vertraut, und Buße thut, der ist durch mich verföhnet, doch weh! dem Falschen, der mein Blut mit frechen Lastern höhnet. 8. Die Welt, die nicht ihr Heil versteht, bleibt an dem Neußern hangen, und meint damit, wenns übel geht, Genade zu erlangen: doch dich OFONO NOTO CORONRONOR Jalalalalalalalalala 741MSIAIOVAKAKOJOJOJOJOLOG AVGKAKATAKO MONOTONON O MOTO TOULOULONS 124 entzeucht nicht Brot und Wein dem I ernstlichen Gerichte; soll dies dein Trost, o Sünder, seyn; so wird dein Troft zunichte. 9. Der rechte Labtrank ist mein Blut, mein Fleisch die rechte Speise; o, iß und trinke dir zu gut, und auf die rechte Weise. Erkenn', daß ich mich in den Tod für dich dahin so weichet Durst und Hungersnoth, so hast du Heil und Leben. Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. - OU 5. Mein Heiland, den der Himmel preif't, dich will ich ewig loben. D, stärke dazu meinen Geist mit neuer Kraft von oben. Dein Abendmahl vermehr' in mir des Glaubens Kraft, auf daß ich dir mit neuer Treue diene. 10. Ich bleib' in dir und du in mir, damit von meinem Geiste, dein Geist getrieben für und für Gott Dank und Ehr' erweise. Du bist nun ganz mein Eigenthum, ich kann dich nicht vermir. lassen. Ich will dich einst zu meinem Ruhm mit ew'ger Treu' umfassen. 11. Dein Wort, o Jesu! fehlet nicht, das glauben wir von Herzen; nur gieb, daß wir nach unsrer Pflicht an deine Todesschmerzen stets denken, und auf ebner Bahn nach deinem Willen wandeln, und also, wie du uns gethan, mit unsern Brüdern handeln. Nach der Mel. des 15 2teds. alt' im Gedächtniß Je223. sum Christ, o Seele! der auf Erden vom Himmelethron gekommen ist, ein Heiland dir zn werden. Vergiß sein nicht: denn dir zu gut verband er sich mit Fleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! 2. Halt' im Gedächtniß Jesum Chrift, der für dich hat gelitten. Da er am Kreuz gestorben ist, hat er dir Heil erstritten. Errettung von der Sündennoth erwarb er dir durch seinen Tod. Nach der Mel. des 141, Lieds. 224. Gelobt feyst du, Herr unsers Mittlers Tod, der uns das Heil erworben! wie hast du, Gott, auch mich geliebt! er, der uns ewig Leben giebt, ist auch für mich gestor= ben. Mein ganzes Herz frohlockt in O Vater, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag auf's neu mich dei ner Vaterhuld erfreu'. Gott meines Heils! sey ewig mein, fey ewig mein, und laß mich dir recht dankbar seyn. 2. Voll froher Ehrfurcht beug' ich mich vor dir, Sohn Gottes, der du dich für mich dahin gegeben. Es komme mir nie aus dem Sinn, wie viel ich dir, Herr, schuldig bin. Dein Tod bringt mir das Leben. Durch deines Opfers ew'ge Kraft hast du, o Herr, auch mir verschafft, was mich vor dem Verderben schüßt, was meinem Geiste ewig núßt. Herr Jesu Christ! wie liebst du mich! wie liebst du mich! gieb, daß ich ewig liebe dich. Dank ihm für diese Liebe. 3. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod' erstanden, und jeßt zur Rechten Gottes ist. Er hat von Todesbanden auch dir Befreiung ausgemacht, und ew'ges Leben wieder bracht. Dank ihm für diese Liebe. 104. Salt' im Gedächtniß Jesum Christ, er wird einst wiederkommen, zu rich: ten, was auf Erden ist, die Sünder und die Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich zu danken.rung zu. Mein Herr und Gott! ver3. Mit Inbrunst fleh' ich, Herr, zu dir! befördre du doch selbst in mir ein gläubiges Gemüthe! mich dürftet, gleich dem důrren Land, bei deiner Güte. Ich fühle, Herr, was mir ge Liebe Unterpfand, nach deiner großen bricht. O, stärke meine Zuversicht, daß du auch mein Versöhner seyst, und mich vom ew'gen Tod befreist. Herr, dieser Trost sey fest in mir, sen fest in mir, so dien' ich voller Freuden dir. 674. 3ur Weisheit und Gerechtigkeit, zur Heiligung und Seligkeit bist du mir ausersehen. Auch mir zum herrlichsten Gewinn gabst du dein Leben willig hin, drum hör auch jest mein Flehen. Mein Heiland, zeuch mich ganz zu dir, ja, durch den Glauben wohn' in mir; so nimmt in mir die Seelenruh', und meines Herzens Bess'-- Erster Theil. Von dem laß mich nicht, verlaß mich nicht, so komm' ich einst nicht ins Gericht. 5. Zu deinem Himmel hilf du mir. Der Freuden Fülle ist bei dir: laß sie mich einst genießen. Belebe mich mit Muth und Kraft, so meine ganze Pilgerschaft zu führen und zu schlie: sen, daß mir dein Wort stets heilig sen, daß ich, bis in den Tod dir treu, mit Freuden thu', was dir gefällt, und ehre vor der Welt. O Herr per mein Beil, sey stets mit mir, 226. Oeful lebensquell, Nach der Mel. des 84. Lieds. Menschenfreund, o sey stets mit mir, so fomm' ich einst gewiß zu dir. der Schwachen Kraft und mächtiger Vertreter! erbarme dich, du Hörer der Gebeter! gedenk' an mich, o mein und ich hier mit Furcht Nach der Mel. des 37. Lleds. ch komme, Herr, 225. Jh suche bich, mühſelig und Ungst belegt; ich klag' es dir, du und beladen. Herr! mein Heiland, segne mich mit den erworbnen Gnaden! ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! mich deiner zu getrösten. Ich fühle meiner Sünden Müh; ich suche Ruh' und finde sie im Glauben der Erlös'ten. Prüfer meiner Nieren: Du bist ein Urzt, der kranker Seelen pflegt, du bist der Hirt, der selbst sein Schaf will führen. 2. Dich bet' ich zuversichtlich an: du bist das Heil der Sünder. Du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk' an deines Leidens Macht, und an dein Wort: es ist vollbracht! du hast mir Heil erworben. Für mich hast du dich dargestellt. Mit sich versöhnte Gott die Welt, da du für sie gestorben. heiligen Abendmahle. 125 D, 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen. gieb mir selbst durch deinen Tod die Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an tüchtig seyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preisen! laß mich den Ernst der Heiligung, durch eine wahre Bef= ferung, mir und der Welt beweisen. 3. O freue dich, mein Herz in mir! er tilget deine Sünden, er nahet sich mit Troft zu dir, und läßt dich Gnade finden. Du rufft und er erhört dich schon; spricht liebreich: fen getroft mein Sohn, die Schuld ist dir ver geben. Du bist in meinen Tod ge= tauft. Vergiß nicht, dem, der dich erkauft, zur Ehre stets zu leben. 4. Dein, spricht er, ist die Seligfeit, bewahre sie im Glauben; und laß durch feine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh', ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock: bleib' an mir; so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. 2. Ich bin betrübt; ich fühle, was mich plagt: mein Auge darf ich kaum zu dir erheben, von ferne steh' und seh' ich nach dem Leben, wohin mein Geist nur seinen Wunsch noch wagt. Aus Demuth schlag' ich an die bange Brust, der Sünden Sie, die mich von dir geschieden. Ich schäme mich auch der verborgnen Sust, in welcher oft die Herzen teimlich sieden. Tod! 3. Wo soll ich hin? Ich will zum Lebens- Gott. Es soll mich nichts von meinem Felsen treiben: dir, Jesu, will ich mich allein verschreiben. Holl'! dein Sieg und Stachel ist ein Spott. Der Ueberwinder, Jeſus, ist mein Haupt, der Hölle, Tod und Teufel hat bezwungen; ich bin durch ihn der Cündenmacht entraubt, es ist dem Held aus Davids Stamm gelungen. 4. So tret' ich denn, mein Jesu, jegt vor dich; ich komm' zu deinem Mahl, nach deinem Willen. Ach laß mich da den Durst und Hunger stillen; mein Heiland, de'n Verdienst erquicke mich! wird nun mir so des Glaubens Kraft vermehrt; dann soll er sich in Werken thätig weisen; dann werd' ich dich, der du mein Fleh'n erhört, mit Herz und Mund hier und dort ewig preisen. HOTROOFTOFT COHOROLO Olaiale The MS LIANATOKAKOKOOKOOKOUS AVGKAKALAKA JONUIUIO MUNIC COLOLOL 126 TOHOTOVO Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. Mel. des 5. Pfalms. 227. W - ie groß ist deine Menschenliebe, mein theurer Heiland, Jesu Christ, der du für mich gestorben bist! o, daß ich nur mit reinem Triebe dir treu verbliebe. 2. Dein Mahl, bei welchem du mich speisest mit deinem heil'gen Brot und Wein, laß mir ein göttlich Denkmal seyn, daß du mich auf dein Opfer weisest, mich glauben heißest. 3. Auch ist mir das ein Pfand und Zeichen, wenn ich zu deiner Tafel geh', und Brot und mir geben du werdest meiner Seel' imgleichen dich selber reichen. 4. Uch laß mich nur recht glaubig essen, und schenke mir in voller Kraft, was uns dein Opfertod verschafft! all' meiner Sünden werd' indessen vor Gott vergessen. 5. Uch Jesu! laß mich doch erschei nen voll Sehnsucht nach Gerechtig: feit! ach, mach uns allesammt bereit! und laß in einem Geist die Deinen sich fest vereinen. 6. Du bist das Haupt, wir sind die Blieder, die eines Brots theilhaftig sind. Uch, daß uns deine Lieb' entzúnd'! so finden wir uns einst als Brüder im Himmel wieder. Nach der Mel. des 47. Lieds. 228. La ag, den mir der Herr gemacht! Sey gefeg: net, Tag der Freude! du erhellst des Kummers Nacht, und erquickest mich im Leide. Heil und Leben schenkst du mir. Gott, wie dank' ich dir dafür! treu geliebet; bin gewichen von dem Pfad, den sein Wort gezeichnet hat. Nach der Mel. des 37. Lieds. 229. u Herr! haft aus Barmherzigkeit zum Denkmal deiner Gnaden das ganze Volk der Christenheit wohlthätig eingeladen. Du rufit: Mühsel'ge, kommt mir. ja zu dir komm' ich auch heut', ein Sünder. Verstoß von deinem Angesicht, ver: stoß mich, o mein Heiland! nicht, vom Erbtheil deiner Kinder. 2. Widerspenstig seinem Ruf, hab' ich meinen Gott betrübet, ihn, der mich zum Glück erschuf, und mich stets so 3. Der ich fühn sein Recht entehrt, der ich seine Macht verkennet, ach ich bin es nicht mehr werth, daß er noch sein Kind mich nennet. Ich verdiene Fluch und Tod, die sein Wort den Gündern droht. int 4. Dennoch nimmt der Güt ge mich wieder auf zu seinem Kinde. Heut' vergißt er våterlich seines Zorns und meiner Sünde; aiebt durch seiner Boten Hand mir der Gnade süßes Pfand. 5. Tag der Wonne, heil'ges Mahl, ewig will ich dein gedenken. Meines Jesu Todesqual soll mir Trost im Leiden schenken, und mein Leben soll allein seinem Ruhm gewidmet seyn. 2. 3war meine Missethat ist mehr, mehr als ich könnte záhlen. Sie drückt mich. Herr, ich zittre sehr, vor Unruh' meiner Seelen. Weltrichter; ach! im 3orne nicht, im 3orne geh' nicht in's Gericht mit mir, Gott, reich an Güte! du kennst, was ich nicht recht gethan. Erbarmer! sieh' mein Herz auch an, mein reuiges Gemüthe. 3. Es seufzt um Trost, und ångstigt sich, gebückt vor dir im Staube. Auf mein Verdienst nicht, nur quf dich, Erlöser, hofft mein Glaube. Gebeugte willst du nicht verschmähn, versprichst, den Schwachen beizuſtehn, die nach Errettung schmachten. Stets bleibst du deinen Worten treu; und wirst ein glaubig Herz voll Reu', auch meines nicht verachten. dild 4. Mein Gott! regiere künftig mich, daß ich vorsichtig handte, und heilig, voll Bertraun auf dich, nach deinem Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. 127 Ráthe wandle. Gieb, daß aus Dank| geladen. Deinen Bund scllst du erfür deine Huld, in Lieb', im Glauben, neuen, und dich seines Todes freuen. in Geduld, ich dir auf Erden lebe, bis ich dereinst, in deinem Reich, ver: klárt, unsterblich, Engeln gleich, dich ewig rein erhebe. 2. Eil', wie wahre Christen pflegen, glaubensvoll dem Herrn entgegen, komm, den gnadenvollen Willen deines Heilands zu erfüllen: fomm mit brúnstigem Verlangen, seine Güter zu empfangen. Daß er dich der Sünd' ent= lade, giebt er heute Gnad' um Gnade. 3. Herr! ich freue mich mit Beben. Du willst dich hier mit den Deinen Gnad' und Leben. durch des Glaubens Band vereinen; du willst sie mit Gegen tránken, und dich ihnen selber schenken: o, wer darf sich unterwinden, deine Liebe zu ergründen! 1 Nach der Mel. des 156, Lieds. 230. Di ich, mein Jesu, las ich nicht; du kannſt Seelen recht erquicken! du bist meine Zuversicht, du allein kannst mich be glücken: du, mein Jesus, sollst allein meines Herzens Freude seyn. 2. Nun mag das Gesetze noch mich verklagen und verfluchen! weiß es mein Gewissen doch, wo ich soll den Segen suchen! Jesus macht durch seine Huld mich gerecht von aller Schuld. 3. Uch, was hab' ich für ein Gut! was für Schäße kann ich zeigen! meines Jesu Fleisch und Blut ist und bleibet nun mein eigen: Heil und Leben und was sein, ist mit ihm auch alles mein. 4. Kann die Liebe höher gehn? Läßt sie sich wohl tiefer finden? Mag die Treue fester stehn, oder näher sich verbinden, als da dieser, der uns liebt, uns sich selbst zum Pfande giebt? 5. Brenne, Seel und Geist in mir! lodre, Herz, in vollen Flammen; halt mit feuriger Begier mich und Jesum stets zusammen; daß ich ewig gegen ihn móg' in beißer Liebe glüh'n. 6. Erd' und Himmel fahre hin; Leib und Seele mag verschmachten! fein Verlust und kein Gewinn ist doch gegen das zu achten, daß mein Jesus in mir bleibt, und mich seine Liebe treibt. 7. Jesus ist des Herzens Theil; Jefus ist mir Trost und Leben; Jesus ist der Seele Heil; Jesus kann mir alles geben. Drum, was in mir lebt, das spricht: Dich, mein Jesu! laff ich nicht. Nach der Mel. des 121. Lteds. 231. ele, willst du Ruhe finden, drůcket dich die Last der Sünden, fomm, Verge bung zu empfangen, denn dein Licht ist aufgegangen, und der Herr voll Heil und Gnaden hat zu sich dich einHeil und Leben zu empfahen. Uch! ich 4. Herr, ach laß mich würdig nahen, suche dich mit Thránen; sollt' ich mich vergeblich sehnen, meiner groß und schweren Sünden Tilgung, Herr, bei dir zu finden! laß, Erlófer! laß mich nahen, Heil und Leben zu empfahen. 5. Du, dem unsrer Våter Schaaren die, wie wir, auch Sünder waren, Dank und Preis und Jubel singen, daß sie hier dein Mahl empfingen! Sohn des Baters! Licht vom Lichte! laß von deinem Ungesichte uns, die deinem Ruhm sich weihen, Licht und Leben jetzt erfreuen. 6. König! Hoherpriester! Lehrer! du mein göttlicher Bekehrer! du, der selbſt dein eignes Leben für mich in den Tod gegeben, hier fall' ich zu deinen Füßen; ach, laß würdig mich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise. 7.3um Gedächtniß deiner Leiden, und zum Vorschmack jener Freuden, die du, Heiland, mir erstrittest, als du unaussprechlich littest, als dich Todes: schweiße deckten, und die Schrecken Gottes schreckten, als du selbst für mich ge storben, mir des Vaters Huld erworben. 8. Deines Heils will ich mich freuen, dir will ich mich ewig weihen. Hier will ich mich fleißig üben, dich zu kennen, dich zu lieben; einst werd' ich dich ganz erkennen, ganz in deiner Liebe brennen. Laß sie mich auch hier empfinden; hilf mir, hilf mir überwinden. OOOOOOOOR LP 11 M' S AVATA LALALAKE UMUÑONUNUNUNUN UnordnoroMMON ONUNCIOS KONONONONO 128 Erster Theil. Von dem heiligen Abendmahle. Nach der Mel. des 15. Lieds. 232. Joh preiſe bidh,& deine 233. erfüllen, was du in Nach der Mel. des 72. Lteds. ier bin ich, Jeſu! zu ch gnamein Heil, für Todesleiden. Hab' ich an ihren Früche ten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch für mich. O gieb, daß meine Seele sich des ewig freuen möge! deiner Leidensnacht, nach deinem denvollen Willen, zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Uebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht. 2. Es werde, Herr! für mein Gewissen dein Abendmahl ein Unterpfand, mir sey an dein versöhnend Büßen ein felig Untheil zuerkannt! so freuet meine Seele sich in deinem Heil und lobet dich. 3. Bewundernd denk' ich an die Liebe, damit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deine Mitleidstriebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! o gieb von deinem Todesschmerz heut' neuen Eindruck in mein Herz! 4. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, für welche du, dich opfernd, starbst! durch schnöden Mißbrauch nie entweihen, was du so theuer mir erwarbst. Nie führe mich zur Sicherheit der Trost, den mir dein Tod rerleiht. 5. Ich übergebe mich aufs neue, o du, mein Herr und Gott! an dich. Ich schwöre dir bestánd'ge Treue vor deinem Tische feierlich. Dein eigen will ich ewig seyn. Du starbst für mich: drum bin ich dein. 6. Nie will ich mich vor Spotter schámen des Dienstes, den man dir erweis't; mich nie zu einem Schritt bequemen, den mein Gewissen sündlich heißt. O flöße mir den Eifer ein, wie du, o Herr, gesinnt zu seyn. 7. Laß mich mit Ernst den Nächsten lieben, und wenn er strauchelnd was versieht, Versöhnlichkeit und SanftNie fomm' es mir aus muth üben. dem Gemüth, welch eine schwere Sundenlast du mir aus Huld erlassen hast. 8. Es stárke sich in mir der Glaube, daß meine Scele ewig lebt, und daß einst aus des Grabes Staube mich dein allmächt'ger Ruf erhebt, wenn du dich, großer Lebensfürst! den Völkern sichtbar zeigen wirst. - 2. Was kann mein Geist durch nen Tod nicht noch für Segen finden! Erlösung aus der Todesnoth, Vergebung aller Sünden, Gewissens: ruh', zur Beßrung Kraft, das hast du, Herr, auch mir verschafft, da du am Kreuze starbest. 3. Dein Mahl ist mir ein Unter: pfand von dieser großen Güte. Wie viel hast du an mich gewandt! o stárke mein Gemüthe zum gläubigen Vertraun auf dich, daß ich, so lang' ich lebe, mich an deine Gnade halte. 4. Ich fühle, Herr, voll Reu' und Schmerz, die Last von meinen Súnden. Laß mein vor die gebeugtes Herz den großen Trost empfinden, daß du, aus Gottes Vaterhuld, auch mir Vergebung meiner Schuld auf Buße hast erworben. 5. Der Trost, den mir dein Tod verschafft, werd' ewig mir zum Segen. Er stärke mich mit neuer Kraft auf allen meinen Wegen nur das zu thun, was dir gefällt, und alle Furcht und Lust der Welt standhaft zu überwinden. 6. Die Liebe, die du mir erzeigt, ist gar nicht zu ermessen. D, mache selbst mein Herz geneigt, sie nimmer zu vergessen! daß ich aus achter Ge gentreu dir bis zum Tod ergeben sey, und dir zur Ehre lebe. 7. Laß deines Leidens großen 3weck mir stets vor Augen stehen. Ráum' alle Hindernisse weg, die eb'ne Babn zu gehen, die mir den heitig Vorbild weist, und die einst den erlößten Geist zu deiner Freude führet. 8. 3um ew'gen Leben hast du dich für mich dahin gegeben. Dein Abendmahl erwecke mich, mit Ernst dar nach zu streben. Herr, mache mich dazu geschickt, und werd' ich einst der Welt entrückt; so sey dein Tod mein Leben! Nach der Communion. 9. Hier liege ich zu deinen Füßen mit Dank und Lob, Gebet und Flehn. Erster Theil. Laß neue Gnade auf mich fließen! mein Heiland, laß es doch geschehn, daß mir zur Stärkung meiner Treu' dein Abendmahl gesegnet sen. Neue Mel oder Wer nur den lieben. 234. N - - Von der Vergebung der Sünden. 129 un, habe Dank für deine Liebe, du großer Mittler Jesu Christ! gieb, daß ich dich, nicht mehr betrübe, der du für mich gestorben bist. Laß deines Leidens Ungst und Pein mir immerdar vor Augen seyn. 2. Wie kann ich dich genug erheben? ich, der ich Fluch und Tod verdient, ich soll nicht sterben, sondern leben, weil du mich selbst mit Gott versühnt. Uch! du sein Sohn, du starbst für mich! Wie preis ich, Herr, wie preis ich dich? 3. Heil mir! mir ward das Brot gebrochen, ich trank, Herr, deines Bundes Wein! voll Freude hab' ich dir versprochen, dir, treuster Jesu, treu zu seyn. Ich schwör' es nun noch einmal dir; schent du nur deine Gnade mir! eniem 4. Laß stets mich dankbar, Herr, ermessen, was du für mich gelitten hast, und deine Liebe nie vergessen, die so viel Segen in sich fast. Laß meinen Glauben thätig seyn, und mir zum Guten Kraft verleihn. 5. Im Streite hilf mir überwinden, und stärke mich zu meiner Pflicht, bec wahre mich vor neuen Günden; verlaß mich in Versuchung nicht, und dein für mich vergoßnes Blut schenk' mir im Todeskampfe Muth. 6. Und euch, ihr seines Leibes Glie der, die Jesu Heil wie mich erfreut, euch lieb' ich stets als seine Brüder, als Erben seiner Herrlichkeit. Wir haben einen Herrn und Gott; uns fpeift und tránkt ein Wein, ein Brot. 7. Wie jest in unsers Heilands Namen sein Volk vor ihm versammelt war, so kommen wir noch einst zus sammen vor ihm, mit seiner Engel Schaar, und preisen, als sein Eigene thum, dann ewig seines Namens Ruhm. 8. Hier will ich mich mit euch vers einen, die ihr ihn ewiglich erhöht, und, wenn er einst uns wird erschei nen im Glanze seiner Majestát, dann geh' ich im Triumph mit Auserwählten, in sein Reich. euch, ihr 9. So soll denn weder Spott noch Leiden, noch Ehre, Freud' und Lust der Welt mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibest ewig mein, id o laß mich deiner würdig seynotes 18) Von der Vergebung der Sünden. Nach der Mel. Des 72. Lieds. 235. Gott, ott, deine Gnad' ist unser Leben! fie schafft uns Heil und Seelenruh'. Dein ist's, die Sünden zu vergeben, und willig ist dein Herz dazu. Dem dir verschuldeten Geschlecht schenkst du zum Leben neues Recht. 2. Uns, uns Verlorne zu erretten, gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Friede hätten, für uns den Tod, der Sünde Lohn. Gott, wie hast du uns geliebt! welch ein Erbarmen ausgeübt! 3. Dank! ewig Dank sey deiner Treue, die niemand g'nug erheben kann! nun nimmst du jede wahre Reue mit Vaterhuld noch gnádig an. Wohl dem! der sich zu dir bekehrt, und gläubig seinen Mittler ehrt. 9 alara JURUMUNS. W. 1041. MUIUIUIUIUM OLOTOVOLONE aruraruraru JU UnordnorGNOMON MINIS OLOLOLO SONONO Theil. Von der Vergebung der Sünden. 130 Erster Theil. 4. Den, Herr, befreist du von den zu dir! Gott, du siehest mein VerSicher kann ich auf dich Plagen, die dem Gewissen furchtbar trauen. sind; der kann getrost und freudig bauen. Deine Batertreue ist ewig, fagen: Gott ist für mich; ich bin sein wie du selber bist. Kind; hier ist der, welcher für mich litt, und mich noch jetzt bei Gott vertritt. Vid stanie ma ta 5. Herr! wie selig ist die Seele, die sich in deiner Gnade freut. Sie flagt nicht, daß ein Glück ihr fehle: ihr Loos ist die Zufriedenheit. Und, Gott, dein Fried' ist weit mehr werth, als alles, was die Welt gewährt. 6. Dein Friede stårkt zum frohen Muthe das Herz, auch in der größten Noth; giebt Hoffnung zu dem ew'gen Gute, und macht getroft selbst auf den Tod. Wer diesen Frieden hat, genießt Lust, die des Himmels Unfang ist. 17. Laß, Bater, denn in diesem Frieden auch meine Seele freudig ruhn. Auch mir hast du dies Glück beschieden: denn auch für mich genug zu thun, ward sterbend der am Kreuz ein Fluch, der aller Menschen Günden trug. 8. laß mich dies im Glauben fassen, und mich mit starker Zuver: sicht auf deine Bundestreu verlassen. Wenn alles wankt, so wankt sie nicht. Mit Reu und Demuth such' ich dich; gieb mir den Trost: Gott ist für mich. 9. Lobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gnade freun, und deinem Dienst mein ganzes Leben in findlichem Gehorsam weih'n. Daß, Herr, bei dir Vergebung sey, das macht in deiner Furcht mich treu. Der 25. Pfalm. Nach der Mel. des 82. Lieds. 3. 2ch! gedenke an die Sünden meiner Jugendjahre nicht! laß mich Urmen Snade finden, Gott, vor deiAlle Sünden, die nem Ungesicht. uns reuen, willst du, Bater! ja verzeihen. so höre dann auch mich. Meine Seele hofft auf dich. 4. Gott, du willst des Sünders Leben; seine Seele ist dir werth. Gnádig willst du ihm vergeben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Sündenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt, den verwirfst du nicht. 236. J 10. sehnsuchtsvoll, mein Gott, zu dir, denn ich kenne deine Gute. Dwie theuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens! fei ner barrt auf dich vergebens. Nur Verachter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; zeige deinen Willen mir! daß ich nicht verirren möge, führe du mich selbst 5. Du erquickest die Elenden, deren Herz sich dir ergiebt, die sich flehend zu dir wenden, über ihre Schuld betrübt. Freude schenket deine Güte dem geangsteten Gemüthe, welchem du die Sündenlast liebreich abgenommen hast. 6. Herr! zu was für Seligkeiten du in jener bessern Welt jeden Frommen noch willst leiten, der dir Treu' und Glauben hålt, offenbarst du allen Seelen, die zu ihrem Theil dich wähIcn; deinen ganzen Gnadenbund machst du deinen Kindern fund. Der 130. Pfalm. ch erhebe mein Gemüthe 237. zu einer Gnad und Nach der Mel. des 67, Lieds. in Reue Huld. Du, milder Gott, verzeihe mir Armen meine Schuld! eröffne meinem Sehnen, o Vater! Herz und Ohr, und lasse meine Thränen und meine Seufzer vor! 2. Uch! sollte, wenn wir fallen, für Gnade Recht ergeh'n, so würde von uns allen der Frommste nicht bestehn. Du aber heileft gerne zer7. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott! verlaß mich nicht. Laß mich immer beilig leben, Herr, vor deinem Ungesicht. Keine schnöde Lust der Sünden müsse mich mehr überwinden! Ach! bewahr', ich bitte dich, meinen Geist, und stärke mich! Erster Theil. Von der Vergebung der Sünden. 131 Enirschter Seelen Pein, daß man in die Fluth, die aus den Ufern bricht, Ehrfurcht lerne, dir treu und dank bar seyn. mag noch so mächtig toben. tot and visit at m 3. Ich trau' von ganzer Seelen auf dich, du höchster Hort! wenn mich die Sünden quálen, so tröstet mich dein Wort. Nach dir nur schau' ich immer, wenn mich ein Schmerze drückt, wie nach des Morgens Schimmer der müde Wächter blickt. 4. Der Saamen Jacobs gründe sein Heil allein auf dich! denn, Herr, du bist gelinde, und schonst une väterlich. Du trägst die schwachen Sünder in deiner Liebe Scoof, und machest 3ions Kinder von allem Bösen los. 790 anno - Der 32. Pfalm. Mel. Kommt ber zu mir, spricht. OTEV 238. W ie selig, Gott! wie selig ist der Sünder, dem gnädig bist, den Todesfurcht nicht schrek ket! dem, weil ihn seine Schuld betrübt, dein Herz die Missethat vergiebt; den dein - Erbarmen dek ket! = Du 5. Mein Schirm bist du; zu dir fleh' ich, wenn drohende Gefahren mich mit Schrecken überfallen. machst dich mir in der Sefahr, als meinen Retter, offenbar, und láff'st mich sicher wallen. 6. Ich zeige, sprichst du selbst zu mir, den rechten Weg zum Heile dir; dich soll mein Auge leiten. Darum, mein Herz, verachte nicht des ew'gen Baters Unterricht. Er führt zu Ses ligkeiten.d 7. Wer nicht von Gott die Weiss heit lernt, der ist verblendet, und entfernt sich von den wahren Freu den. Wer aber sich auf Gott verläßt, hält seine Gnade ewig fest, auch in den schwersten Leiden, luomu Nach der el. des 16. Lieds. 239. A schone doch, o gros ser Menschenhüter! ach strafe nicht, barmherziger Gebieter! ach rechne nicht! wer kann vor dir bestehn? Mich schreckt dein Zorn! doch will ich zu dir gehn. od 1918 2. Uch zúrne nicht! in Jesu will ich kommen: Hat er nicht, Herr, die Strafe weggenommen? Er ist am Kreuz ein Fluch für mich gemacht; zu meinem Heil rief er: Es ist vollbracht! Therad 2 Wer seine Sünden dir verhehlt, desfe Seele wird mit Angst gequält 3. ch rechne nicht auf tausend vom strafenden Gewissen. Die Angst muß ich schweigen. Ich will mich verzehret feine Kraft. Der Trost, vor dem Gnadenzepter beugen: Laß den deine Gnade schafft, wird ihm Gnad', o Herr, anstatt des Rechts daburch entriffen. federgehn; sonst kann ich nicht vor deinem bron bestehn! ngao bi bi 3. Darum, mein Gott, bekenn' ich dir, was deine Huld entfernt von mir, die mir bewußten Sünden. Dann, dann, mein Gott, verzeitjest du, und raff ft die múde Seele Ruh in deinem Frieden finden.d9999 4. Web strafe nicht, du aller Bos heit Racher! wo blieb' ich sonst, ich schuldiger Verbrecher! sich an den Sohn, der unsere Schulden trug, und den dein Born, als unsern Burgen, schlug. 4. Die Frommen werden deine Huld und deine schonende Geduld, o Vater! ewig loben. Du liebest ihre Zuversicht; 5. Uch schone doch! ich bin zwar sch' und Erden, ein leichtes Blatt 9* 8. Stimmt Gottes Lob, ihr Frome men, an! euch wird des Höchsten Güt' umfahn. Bon allen seinen Knechten bleibt Gott der Troft, die Zuversicht. Er råchet ihre Sünden nicht. Frohlockt ihm, ihr Gerechten.d mad TOTOOFTONGHOROON alalar MURUMUN S. W. 1041. MUUTU HOLQUE UMUMUNUNUNUNUIUIU Volevolalalalalala ONONOLY LOLOLOLOVOVIO 132 Erster Theil. Von der Vergebung der Sünden. das bald zu Staub wird werden; doch will ich seyn, o Herr, dein Eigen thum: ach nimm mich auf; gedenk' an deinen Ruhm! 6. Nun, Herr! ich weiß, du wirst mich nicht verlassen; du wirst m ch doch mit Lieb' und Huld umfassen. Drum tröst' ich mich, und fasse guten Muth: es ist bezahlt; die Schuld macht Je: fus gut. Nach der Mel. des 82. Lieds. chöpfer aller Men240. Gd schenkinder, großer Richter aller Welt! sich', hier wird ein armer Sünder, Herr, vor dein Gericht gestellt, der in Sünden ist geboren, der dein Ehenbild verloren, der mit Lastern sich befleckt, der in tiefen Schulden steckt. sprichst zu mir: du sollst leben; deine Schuld ist dir vergeben; sey getroft, mein lieber Sohn; komm zu meinem Gnadenthron! 6. Siehe mich im Staube liegen. Owie drückt mich meine Schuld! doch dein Wort kann ja nicht trügen. Sündern gönnst du deine Huld. Du 7. Seht, wie sich der Abgrund schließet! feht, wie sich der Himmel freut! da das Blut des Lammes flie: set, da mich die Gerechtigkeit des Wer vollkommnen Mittlers decket. ist, der mich ferner schrecket? Wer ist, der sich an mich wagt, und ein Himmelskind verklagt? 8. Richter, der mich losgesprochen; Vater, der mich zärtlich liebt! Mittler, der, was ich verbrochen und geraubt, Gott wieder giebt! Geist, der mir den Glauben schenket, der mich in den Mittler senket! Gott der Gnaden! dir sey Ruhm, und mein Herz dein Eigenthum. 2. Mein erwachendes Gewissen, deine Strafgerechtigkeit, dein Geseß, das ich zerrissen, nebst dem Satan, steh'n bereit, meine Seele zu verklagen: ich weiß nichts darauf zu sagen, denn der Zeuge giebt sich an, der geseh'n, was ich gethan. 9. Laß mich nun die Sünde haffen, die das Herz mit Ungst beschwert: laß mich alles unterlassen, was den neuen Frieden stört: rein'ge täglich mein Gewissen, laß mich eifrig seyn beflissen, mit Verläugnung dieser Welt das zu thun, was dir gefällt! das zu thun, wa 100032 3. Wehe mir! ich muß verderben! ich seh' nichts, als Hollenpein. Fre ther Sünder, du mußt sterben! wird 241. W deine Gute, die alle Nach der Mel. des 7. Lleds. theuer, Gott! ist mein firenges Urtheil seyn. Es erzite tert meine Seele vor des off'nen Übgrunds pohle; es erstarret Geist und Blut vor der ew'gen Flammen Glut. 4. Doch, Gottlob! die Furcht verschwindet, weil ein Burg' ins Mittel tritt, weil sich ein Vertreter findet, der für den Verklagten bitt't. O, beglückte theure Stunden! Gottes Sohn hat se ne Wunden, und sein blutig's Lösegeld meinem Richter dar gestellt. Odd 5. Richter, siehe meinen Bürgen; siehe die Bezahlung an! dieser ließ für mich sich würgen, d'eser hat genug gethan! der hat dein Geseß erfüllet, der hat deinen Zorn gestillet. Herr! ich glaube: steh' mir bei; sprich von Etraf und Schuld mich frei! Missethat vergiebt, sobald ein reuendes Gemüthe die Sünden, die es sonst geliebt, erkennt, verdammt, und ernstlich haßt, und Zuversicht zum Mittler faßt! 2. D! laß mich ja nicht sicher werden, weil du so reich an Gnade bist. Wie kurz ist meine Zeit auf Erden, die mir zum Heil gegebne Frist! gieb, daß sie mir recht wichtig sey; daß. ich sie meiner Besf'rung weih'! TON 3. 3war deine Gnade zu verdienen, sind Reu' und Bess'rung viel zu klein. Doch darf sich auch ein Mensch erkühnen, zu glauben, dir versöhnt zu seyn, wenn er noch liebt, was dir mißfällt, und nicht dein Wort von Herzen hålt? 4. Nie kannst du dem die Schuld erlassen, der frevelnd Schuld auf Schulden håuft. Der kann kein Herz zu Jesu faffen, der zwar auf sein Verdienft sich steift, doch in der Sünde JOLOK Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen ic. noch beharrt, dafür er selbst ein Opfer ward. 5. Drum fall' ich dir, mein Gott, zu Füßen; vergieb mir gnädig meine Schuld, und heile mein verwund't Gewissen mit Trost an deiner Vaterhuld. Ich will mit Ernst die Sünden scheu'n, und willig dir gehorsam seyn. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Stárke durch Christum mir geschenket fey, - 19) Von der Glückseligkeit wahrer Christen, und ihrem Trost bei der unvollkommenheit dieses Lebens. Der 1. Psalm. Nach der Mel. des 59, Lleds. 242. Dwohl dem Menſchen, der dem Rath der Frev: ler sich entzieht, dem Menschen, der den krummen Pfad der Uebertreter flieht. 2. Der, wo der Gottheit Spotter lacht, die fromme Ceel' entfernt; sich Gottes Recht zur Freude macht, und Tag und Nacht es lernt. 3. Er grünet, wie am Bach ein Baum von seinem Segen schwillt, sich hebt, und einen weiten Raum mit seinem Gipfel füllt. 4. Er trågt, wenn seine Zeit kommt, Frucht, stets unentlaubt und grün; er tröstet den, der Schatten sucht, der Wandrer segnet ihn. 5. Das ist der Fromme! was er macht, geräth ihm, und gedeiht; Staub ist der Sünder, der sein lacht, Spreu, die der Wind zerstreut. 6. Der, der sich gegen Gott emport, besteht nicht im Gericht, in der Gemeinde, die Gott ehrt, bleibt der Verbrecher nicht. 7. Dir, Höchster, dir gefällt die Bahn, die der Gerechte geht, du schaust im 3orn den Sünder an, des Sünders Weg vergeht. Mel. des 1. Pfalms. 243. D er Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn: wenn 133 will ich durch Uebung guter Werke beweisen. Mache selbst mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! sie dránge stets und leite mich! 7. Laß mich zu deiner Ehre leben, der du die Missethat vergiebst! das hassen, was du mir vergeben, das lieben, was du selber liebst. Vater! mein Gewissen rein, und heilig meinen Wandel seyn! Laß on wir nur treu auf seinen Wegen gehn; so dürfen wir ihn unsern Vater nennen, und er will uns für Kinder auch erkennen. Bedürs fen wir im Kampfe Trost und Muth; so giebt ihn uns dies Wort: der Herr ist gut. 2. Der Herr ist gut, und hat mit uns( Seduld; ist reich an( Gnad', und will der Sünder Schuld nicht, wie er könnt', nach höchster Strenge ráchen; er übersieht der Irrenden Verbrechen: er ist versöhnt durch sei nes Sohnes Blut. Was will ich mehr zum Trost? der Herr ist gut! 3. Der Herr ist gut, und theilt sich Er geht uns nach und willig mit. merkt auf jeden Schritt, und giebt uns gern, was wir vonnöthen haben; er schenket uns den Reichthum seiner Gaben: wo ist ein Herr, der dies an Knechten thut? Ja wohl ist dies gewiß: der Herr ist gut! 4. Der Herr ist gut! in feiner Liebe Schooß trågt er uns stets, und ist das Elend groß, so hat er Kraft OTOOFTROCHORONOW VOLOLOLOLO1te1'M'S NAVAJAKAK JAVOVANÉ UMUMUNUNUNUIUU 1016 ONOMICO ONG ONIO NON ONION 131 Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen z. bekehrt, der wird nicht, wenn er fleht, erhört. und Neigung uns zu schüßen; es kann der Geist in stillem Frieden sigen, weit unter seinem Schuß man sicher ruht, und sich an ihm ergóßt. Der Herr ist gut! 5. Der Herr ist gut! wer dies im Glauben schmeckt, dem wird erst recht, was Freiheit sey, entdeckt, er wird aus seinem Dienste nimmer gehen, vielmehr darin mit Lust und Freude stehen: nichts ist umsonst, was hier der Glaube thut, der immer besser sieht: der Herr ist gut. 5. Ich aber, Gott, durch deine Güte erquickt, ich aber lobe dich! in deinen Tempel eile ich, o Gott, mit dankendem Gemüthe! anbetend fall' ich vor dir hin, ich, der ich durch dich selig bin. 6. Du kannst, du wirst mich ferner leiten, nach deiner großen Gútigkeit, die gern erlöst und gern erfreut: du wirst mir meinen Weg bereiten; und wer, wenn du, Herr, bei mir bist, wer ist, der meiner mächtig ist? 7. Wenn meine Feinde vor mir heucheln, wenn sie nach meinem Unfall sehn, und immer meiner Tugend schmähn, und mir mit Schlangenzungen schmeicheln, so bin ich noch nicht ganz verzagt; noch hörst du's, wenn mein Herz dir's flagt. 8. Erfreue, Gott! die dir ver trauen, und eile, wenn sie zu dir schrein, mit deiner Hülfe zu erfreun, die, die auf deinen Namen bauen; sey ihren Feinden, Herr! zu Truk, stets Eder verlaff'nen Frommen Schuß. 6. Der Herr ist gut! er siehet huldreich an den schwachen Dienst, den man ihm leisten kann, giebt Gnadenlohn den Knechten, die ihn lieben; fein Wassertrunk ist unvergolten blieben; er giebt dafür die ganze Se: gensfluth: und so bleibt ewig wahr: der Herr ist gut! Der 5. Pfalm. Neue Mel. oder nach dem 58. Pfalm. 244. V ernimm, o Gott! vernimm mein Flehen; verachte * meine Bitte nicht! laß, laß mich, 4. Die Frevler mögen nicht beste= hen! du hassest jeden falschen Geist, der sich aus deinem Joche reißt, und sich erfrecht, dich, Gott, zu schmås hen: dein strenges heiliges Gericht, verschont der frechen Lügner nicht. Herr, dein Angesicht, mein König, # deine Hülfe ſehen! Ich flehe Tag 245. M und Nacht zu dir, mein Gott, hilf, und sey gnädig mir! 2. Ich will auf dein Gebot aufmer: ken; ganz heilig will ich vor dir seyn! ach mach', mein Gott, mich selber rein! du haft an allen guten Werken ein innig's Wohlgefallen, Herr, drum heilige mich, Heiligster! 3. Gott, dir mißfällt der Grau'l der Sünden! wer bos ist, bleibet nicht vor dir! wer dich beleidigt für und für, der kann vor dir nicht Gnade finden: wer sich zu dir, Herr, nicht Nach der Mel. des 90. Psalms. ein Salomo! dein freundliches Regieren stillt alles Weh, das meinen Geist beschweret; wenn sich zu dir mein blödes Herze kehret; so kann ich bald von dir Erquickung spüren. Dein Gnadenhlick ermuntert meinen Sinn, und LOKO Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen ic. 135 Herzen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert seyn von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, versüßet uns des Lebens Ruh', und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort, um deines Namens willen! laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneu'n, und mich mit Trost erfüllen! nimmt die Furcht und Unruh' von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht verschaffen konnte: was ist's, womit sie ihre Diener lohnte? Es kann ja nicht die múden Seelen laben; mein Jesus fann's, er thut's im Ueberfluß, wenn alle Welt zurückestehen muß. 3. bester Freund, du tröstest ein Gemüthe, das Gutes will, und Böses in sich findet, und betend deine Kraft gar bald empfindet! es schmecket deine wunderbare Güte, die alle Angst, Nach der Mel. des 35. Lieds. die alle Noth verschlingt und unsern 247. Wie groß ist unsre Se= Geist zur bringt. o 4. Es müsse dann mein Herz nur Christum schauen; schein' unverhüllt, o Conn', aus jener Höhe! daß ich das Licht in deinem Lichte sehe, und könne schlechterdings der Gnade trauen. Kein Fehler sey so groß, so schwer in mir, der mich von solchem Blick der Liebe führ'. 5. Wenn meine Schwachheit mich darnieder schläget, und fast den Geist der Kindschaft in mir dámpfet, so daß mit 3weifel noch mein Glaube kämpfet, und dieser Streit mir neue Angst erreget; so laß mich bald dein huldreich Untlik sehn, und neue Kraft und Zuversicht entstehn. 6. So ruh' ich nun, mein Freund, in deinen Armen: du låsfest deine Huld mich tröstlich schmecken. Von dir geschüßt, kann mich nichts mehr erschrecken, mein 3oar ist dein ewiges Erbarmen. Mein Geist ist still, da du ihm alles bist, und deine Gunst mein frohes Herz genießt. in der Prüfungszeit, selbst unter viel Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergiebt, und treu in Jesu Dienst sich übt: wie groß wird sie einst werden, wenn sich herrlich jenes Leben wird erheben, wo man Freuden erndtet von der Saat der Leiden! 2. D, wie erhaben ist das Recht, das du mir giebest, dein Geschlecht und Bundesvolk zu heißen! bei dir ist unser Vaterland, und wer will deiner starken Hand, Ullmächt'ger! uns entreißen? Wenn wir gleich hier müssen streiten, und zu Zeiten schwach uns finden, hilfst du uns doch überwinden. Dein 3. Du deckest unsre Schulden zu, schenkst unsern Geelen wahre Ruh' und stärkest uns mit Freude. Cohn ist unser Haupt und Ruhm, wir sein erkauftes Eigenthum, und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Beschwerden, unsre Seelen. Herr, was kann bei dir uns fehlen? Es bleibet der hohe Werth Nach der Mel. des 238, Lieds. ***** 246. Jestem muth auf deine der Gnade, die uns wiederfährt, verborgen hier auf Erden. Doch, wenn dereinst vor aller Welt, Er, unser Haupt, Gerichtstag hålt, dann wird er sichtbar werden. Ulsdann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen, und mit Ehren für sein treues Volk erkláren. Gnad' und Christi Blut; ich hoff' ein ewig Leben. Du bist ein Vater, der verzeiht, haft mir das Recht zur Seligkeit durch deinen Sohn gegeben. 2. Herr! welch ein unaussprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben! im OOOOOONOTION JURUMUNS. W. 1041, JUMUIUI JALOUS UMUMUNUNUIUIUIU TORGIRIONICIO. ONOYONAS ONQUOVOLO 136 Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 5. Wie glücklich, Gott, sind Christen dann! wie viel hast du an uns gethan! o laß uns unsre Würde vor Augen haben jederzeit! so tragen wir mit Billigkeit der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und das Leben ganz zu Jesu Dienst zu geben. Nach der Mel. des 119. Lieds. 248. Kein ch weiß, an wen mein Feind soll mir ihn rauben! 21s Búrger ciner bessern Welt, leb' ich hier nur im Glauben. Dort schau' ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? Es ruht in 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit. Lang ist der Tag des Sieges. Ich kámpfe für die Ewigkeit. Erwünsche ter Lohn des Krieges! Der du für mich den Tod geschmeckt; durch dei nen Schild werd' ich bedeckt: was kann mir denn nun schaden? 3. Herr! du bist mein ganzer Ruhm, mein Trost in diesem Leben, in jener Welt mein Eigenthum; du hast dich mir gegeben. Von fern lacht mir mein Kleinod zu; drum eile ich ihm freudig zu. Du reichst mir meine Krone. 4. perr! lente meines Geistes Blick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht, und währt nur kurze Zeit. Im Himmel sey mein Wandel! 7. 3u diesem Glück bin ich erkauft, o Herr, durch deine Leiden. Auf deinen Tod bin ich getauft, wer will mich von dir scheiden? Du zeichnest mich in deine Hand; Herr, du bist mir, ich dir bekannt. Mein sind des Himmets Freuden. 5. Jeßt, da mich dieser Leib be schwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beff're Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, und mein Erlösungstag erscheint, dann werd' ich's froh empfinden. 6. Jm Dunkeln seh' ich hier mein Heil; dort ist mein Untlig heiter. Hier ist die Schwachheit noch mein Theil; dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich, Gott, vollkommen schmůcket. 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! empfinde sie, o Seele! vom Tand der Erde unentweiht, erhebe Gott, o Seele! der Erde glänzend Nichts vergeht; nur des Serechten Ruhm besteht durch alle Ewigkeiten! Der 112. Pfalm. 249. Prin Stück und Heil Nach der Mel. des 55. Lieds. reis, Preis Gott! und und Segen sey dem, der Gott ehrt und auf seinen Wegen einhergeht und sich freuet, seinen Willen stets zu erfüllen! 2. Er ist beglückt, und mächtig wird auf Erden der Saame derer, die Gott fürchten, werden. Der Herr läßt ihr Geschlecht, sie zu belohnen, im Guten wohnen. 3. Mit Reichthum wird der Herr sie überschütten; sein Ueberfluß erfüllet ihre Hütten; die fernste Nachwelt wird ihr frommes Leben mit Lust erheben. 4. In grauenvollen lichtberaubten Nächten umstrahlet Gottes Schimmer den Gerechten, den Milden! den, deß sich die Armen freuen, und den Getreuen! 5. Beglückt ist, wer Bedrångte gern erfreuet; wer seinem Nächsten willig hilft und leihet; gerecht und eifrig, der verfolgten Armen sich zu erbarmen. 6. Heil ihm, daß er sie zu vertreten eilet, und seinen Ueberfluß mit ihnen theilet: sein Heil ist ewig; sein wird nie auf Erden vergessen werden. 7. Es mögen Boten des Verder= bens fommen, und doch verzaget nicht das Herz des Frommen. Er hofft und traut mit freudigem Gemüthe auf Gottes Gute. Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 137 8. Er ist getrost, und seine Seele Liebe, stärker als der Tod! Herr! zittert vor keinen Plagen, ruhig, unerschüttert: mit Lust wird er an denen, die ihn schmähen, gerächt sich sehen. und ich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? dir mein Herz nicht weihen? 7. Würdig dir zu leben, dies sey mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! was die Welt vergnüget, o mein Heil, das gnüget meiner Seele nicht. Hab' ich dich: wie gern will ich, das, wornach die Heiden trachten, reich in dir, verachten! - 9. Er streuet aus, erquictet voll Erbarmen die Hungrigen, und tröstet gern die Urmen! die fernste Nachwelt wird sein edles Leben mit Luft erheben. 10. Der Frevler wird sein Horn erhöhet sehen, unmuthig zúrnen, fnirschen und vergehen; denn was der Frevler Wünsche sich erforen, das ist verloren. Nach der Mel. des 89. Lieds Die getroft und heiter, 250. Wie du Gebenedeiter, machst du meinen Geist! der du, die dir trauen, führst zu grünen Auen, und so gern erfreust! niemals wird bei dir, o Hirt und Beruhiger der Seelen, mir Erquickung fehlen. 2. Deinem Rath ergeben, freu' ich mich, zu leben; was du willst, ist gut. Nichts vermag ich Schwacher, du, mein Seligmacher, rústest mich mit Muth. Wenn die Welt erbebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrecken, willst du mich bedecken. 3. Ich kann ohne Grauen Gråber vor mir schauen: mein Erlöser lebt! ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Urm er: hebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz erſchüttern; was. brauch ich zu 4. Auch in mir ist Günde: doch ich überwinde sie, mein Hort, durch dich. Sink' ich oft noch nieder: du erhebst nich wieder, du begnadigst mich. Deine Huld tilgt meine Schuld, nie entziehst du deinem Knechte der Erlös'ten Rechte. 5. Daß ich Gott erkenne, und ihn Vater nenne, und mich evig sein, daß ich hier am Grabe Trost und Hoffnung habe: dank' ich dir allein. Daß dein Geist mich unterweist und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. 6. Der du Blut und Leben hin für mich gegeben; daß in meiner Noth ich nicht húlflos bliebe; groß ist deine 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufriedenheit? Sind nicht auch die Ehren, die die Welt bethören, Traum und Eitelkeit? Du erfreust des Menschen Geist, Herr, du willst, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden. Und was hoff' ich dort? unbegränzte Beiten voller Seligkeiten hoff' ich auf dein Wort. Sie sind mein durch dich allein. Bleib' ich dir getreu im Glauben, wer kann fie mir rauben? 10. Voll von deiner Güte frohlockt mein Gemüthe, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! laß mich so beherzt und froh einst durchs That des Todes dringen, dort Lob dein Lob zu singen. dein Nach der Mel. des 42. Lieds. 251. Wenn ich ein gut Gez habe, hab' Glück ich große Seligkeit: es ist des Himmets beste Gabe, das höchste in dieser Zeit. In Freud' und Leiden giebt es hier die wahre Ruh' der Seele mir. 2. Ich bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig ist. Mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Christ, des göttlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt. 3. Getrost wag' ich's, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubens Freudigkeit als meinen Vater anzubeten, der, was ich habe, mir verleiht, und jedem Heil und Segen giebt, der ihn von Grund des Herzens liebt. OFFRONTLOOKBOO plains He'M'S Munurunun @ lolokovateľOVAKAVALA'A MOTONGNUNOIU metu. LOHOVOLOVO 138 Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen ic. 4. In stiller Nacht wein' ich oft, Herr, hinauf zu deiner Höhe. Mein schwaches Herz seufzt freudenteer, wenn ich den Morgen sehe. Ein Blick gen Himmel tröstet mich, und meine Thränen stillen sich einst ganz in jenem Leben. 4. Mit Muth trag' ich des Lebens Leiden, Verfolgung, Låst'rung, Schmach und Hohn: denn des Gewissens inn're Freuden sind süßer als der Welt ihr Lohn: und was fann höhern Trost verleihn, als ohne Schuld im Leiden seyn? 5. Die Fröhlichkeit in meinem Her zen verbreitet sich auf mein Gesicht: sie ist mein Labsal in den Schmerzen, und in der Finsterniß mein Licht. Sie macht getroft, wenn eine Welt erzittert und in Trümmern fällt! 6. Ich eile mit gefestem Schritte des Lebens legter Stunde zu: denn der verfallnen Leibeshütte zeigt sich im Grabe sanfte Rub', indem mein Geist, der Gott gelebt, zu feinem Ursprung sich erhebt. 7. Und droht mir ja noch ein'ge Günde, mein Heiland giebt mir Trost und Muth, ich weiß, daß ich stets Ruhe finde in der Versöhnung durch sein Blut! er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Missethat. 8. Seele! darum sey beflissen, daß Frömmigkeit und Heiligkeit dir immerdar ein gut Gewissen und Glaubenszuversicht verleiht. Und du mein Gott, regiere mich, denn o was könnt' ich ohne dich? Nach der Mel. des 6. Lleds. 252. in Pilger bin ich in der Welt, und kurz find meine Tage: so manche Noth, die mich befällt, reizt mich hier noch zur Klage. Doch, Vater, deine Ewigkeit versüßt mir meine Pilgrimszeit, und stárkt mich selbst im Leiden. 2. Jeßt, da die Sünde mich noch drückt, seufzt meine bange Seele. Wie bald ist nicht mein Herz berückt! wer merkt, wie oft er fehle? Doch einst werd' ich vollkommen rein, ganz heilig, und ganz selig seyn. Dies tröstet meine Seele. 3. Vor meinen Augen wandeln die, die dich, o Jefu, schmähen: ihr freches Herz bethoret sie, daß sie dein Heil nicht sehen. Einst bebt der Spotter, Herr! vor dir; wann du als Richter kommst, und wir frohlockend dich erheben.400 5. Wenn mich der Zukunft Schicksal schreckt, die Noth der fernen Tage; wenn sie in mir die Sorg' erweckt, ob ich sie auch ertrage: so mildert mir die Ewigkeit das kurze Elend dieser Zeit, daß nicht mein Herz verzage. 6. Wenn einft, der jegt von ferne draut, der Tod mir näher winket; wenn, nach der Arbeit dieser Zeit, mein Haupt zum Schlummer sinket: so sterb' ich froh; die Ewigkeit zeigt mir des Himmels Herrlichkeit, die alles übersteiget. 7. Herr! diesen Trost, der mich erfreut, vermehr' in meinem Herzen. Mich stärke deine Ewigkeit bei meiner Wallfahrt Schmerzen. Sie sey in meinem Tod mein Heil, und einst mein längst gewünschtes Theil, wenn ich vom Tod' erwache! Mel. des 4. Psalms. 253. W ie wohl ist, Jesu, meiner Seelen! In deiner Liebe find' ich Ruh'. Nichts läsſt du deinem Freunde fehlen; will irgend eine Noth mich quálen, so f eil ich deinen Armen zu. Mein Herz muß mir bald leichter werden, erquickt an deiner treuen Brust. Es weichen Sorgen und Beschwerden, den Himmel hab AIGIAr Orar Erster Theil. Von der Glückseligkeit wahrer Christen 2c. 139 mich dich selbst erwählen, du selbst, mein Gott, vergnügest mich! zu deinem Wort gieb dein Gedeihen, laß mirs des Himmels Borschmack seyn: weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost! mein Freund ist mein! - ich schon auf Erden; hier such und find' ich Ruh' und Lust. 2 Die Welt mag ihre Freundschaft preifen, und mir mit lächelndem Gesicht, so wie sie fann, viel Guts erweisen, sie mag selbst meine Feindin heißen: o Theuerster! das irrt mich nicht. Ich will mich ganz zu dir gesellen; du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht, und Feinde mich zu Boden fällen. Trug sey den stärksten Unglückswellen, wenn Jesus mir die Hände reicht! 3. Droht Moses mit erzúrnten Blicken mir großen Sünder Ungst und Weh; muß ich bei meines Herzens Tücken mich selbst anklagen, schüchtern blicken, so faß ich, wenn ich dich nur seh, doch Muth, du lösch st des Zornes Flammen, du hast für mich genug gethan, Tritt alles wider mich zusammen; du bist mein Heil: wer will verdammen? du nimmst dich meiner fråftig an! 4. Führst du mich selbst auf rauhen Wegen, ich folg' und lehne mich auf dich: sie enden sich in lauter Segen, du kommst mit Troste mir entgegen, mit deiner Liebe labst du mich. Ja, follt' ich dich nicht gleich verspüren, so wart' ich deine Stunde ab: wen du, mit dir zu triumphiren, willst über Sonn' und Sterne führen, den führst du erst recht tief hinab. 5. Der Tod mag andern schrecklich scheinen, er schwachet doch nicht meinen Muth. Am Abend bleibst du bei den Deinen: in jener Nacht verläß'st du keinen, deß Zuversicht auf dir beruht. Mich bringt der Tod nach allen Leiden an jenen Ort der Sicherheit. Du rufft, wie sollt' ich nicht mit Freuden aus einer Welt voll Jammer scheiden! du rufft zur frohen Ewigkeit! 6. Wie wohl ist, Jesu! meiner Seelen, weil du mich liebst; ich trau' auf dich! mich kann Welt, Noth und Tod nicht quálen, du heißest Mel. Des 46. Psalms. 254. Beglückter Stand getreuer Seelen, die Gott, den Höchsten, sich erwählen zu ihrem Zweck, zu ihrem Theil, und suchen nur in Jesu Heil! glückselig, wer aus reiner Liebe, und ungefälsche tem Glaubenstriebe nach seines treuen Heilands Rath die Welt, und sich verläugnet hat. 2. Wer Gott hat, was wird der verlieren? Nichts, Seele, nichts! du wirst verspüren, daß er den Seinen alles ist. Wenn du nur deiner erst vergiß'st, dich ihm mit Leib und Seel' ergiebest, in seiner Liebe dich nur übest, so ist und wird dir Gott allein, Gut, Ehre, Lust und Leben seyn. 3. Betrogne Belt! bethörte Súnder, die ihr euch selbst, nach Urt der Kinder, betrügt und eilt dem Schatten nach! wie stürzt ihr euch in Weh' und Uch! Was hat die Welt, das recht vergnüget, das nicht durch leeren Schein betrüget? Ihr tappt im Finstern ohne Licht, ihr sorgt, thr sucht, und findet nicht. 4. süße Luft, die der empfindet, der sich im Glauben dem verbindet, und nur zu dem das Herze lenkt, der sich uns selbst zu eigen schenkt! OOOFTOB CONCOFONON S. W. 1041, MUIUI Undierun NOVOUCHE AVAVOVALOVAKAVALO JONUMUROIU Centres KONKOLONONONONONOVOV 140 Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen 2c. Wie leicht wird ihm sein kurzes Lei: als hier, Herr, bleiben wir in Liebe den! er hat den Vorschmack jener ungeschieden. Freuden; er schaut darauf, er denkt dahin, vergisfet allen Weltgewinn. 7. Du segneft mich, wenn man mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wird's doch nicht gelingen, Mit deiner Treu' stehst du mir bei, daß ich kann fröhlich singen. 5. Laß, Jesu, mich den Vorsag faffen, die Welt und alles das zu hassen, was mich von dir nur trennen kann! Seuch mich dir nach auf deiner Bahn! laß deinen Geist mich stets regieren, und hier durch Welt und Prüfung führen zum Himmel, wo man dein genießt, und du in allem alles bist. 8. Du låß ft mir's ewig wohlergehn. Einst werd' ich dich noch náher sehn, du Ursprung wahrer Freuden! an dir wird sich dann ewiglich mein ganzes Herz, Herr! weiden. 9. Noch hat's fein menschlich Dhr gehört, was uns dein Himmel einst gewährt; doch seh' ich's schon im Glauben. Vollkommnes Heil ist da mein Theil. Das wird mir niemand rauben. Mel. In dich hab' ich gehoffet. 255. J ch freue mich, mein Gott, in dir. Du bist mein Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu. Troft, und was kann mir in deiner 256. ME ein treuer Gott! Liebe fehlen! du, Herr, bist mein, und ich bin dein: was mangelt dein gutes Werk, das in mir angefangen, muß ganz allein durch deine Stárk' zu seinem Ziel gelangen. Soll ich, bis in den Tod getreu, in deinem Dienste bleiben, und bekleiben; so stehe du mir bei, im Glauben Frucht meiner Seelen? 2. Du hast mich von der Welt erwählt, und deinen Kindern zugezählt. Mag mich die Welt doch haffen. Du liebst mein Wohl; wirst gnadenvoll mich nimmermehr verlassen. 3. Du trågst mich liebreich mit Geduld, vergiebst in Chrifto mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du giebst mir Theil an seinem Heil. Dies tróftet meine Seele. 4. Du bist mir der bewährte Freund, der es auf's Beste mit mir meint. Wo find' ich deines gleichen? Du stehst mir bei und bleibst mir treu, wenn Berg und Hügel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum frag' ich nicht nach Himmel und nach Erde. Herr, ohne dich ist nichts für mich, das mir erfreulich werde. 6. Du bist mein allerhöchstes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht, in dir leb' ich zufrieden. So dort zu treiben. 2. Herr! wie genau ist dein Gebot, wie groß ist meine Schwäche! der ich, verführt von Luft und Noth, manch guten Vorsas breche. Ich bin nicht g'nug auf meiner Hut, wenn mit geheimen Tücken mich berücken die Welt und Fleisch und Blut; wer hilft aus so viel Stricken! 3. Doch, Vater! deine Treu' und Macht, doch, Mittler! dein Ver Erster Theil.- Von der Glückseligkeit wahrer Christen zc. 141 treten, doch, Geist der Gnaden, deine Wacht, dein Trieb zum Kampf und Beten, wird alles, was mir Schaden bringt, ja selbst den weiten Rachen, jenes Drachen, der sonst so viel verschlingt, bei mir zu Schanden machen. 3. Der Gott ist unveränderlich, der mich zum Heil ersehen. Er kennet mich, er liebet mich, wer will sich unterstehen, mich zu verderben? seine Hand wird mich und meinen Gnadenstand beständiglich bewahren. 4. Die in der Liebe redlich sind, läßt sich der Herr nicht nehmen. Mein Vater wird sein armes Kind im Hof fen nicht beschámen. Das allerkleinste Lamm läßt nicht mein treuer Hirt verschmachten, er wird achten, was mir annoch gebricht, und mir zu helfen trachten. 4. Un meiner Statt hat Jesus sich zum Bürgen hingegeben: und nicht umsonst; er hat für mich erworben Heil und Leben. Die Sündenschuld ist abgethan, wer klaget mich nun weiter an? wer kann mich nun verdammen? 5. Den Glauben, den er mir geschenkt, den wird er mächtig stärken. Die Kraft, die er in mich gesenkt, wird keinen Abgang merken. Er wird durch seines Geistes Trieb mich Schwachen vollbereiten, gründen, lei ten. Er hat mich zártlich lieb, drum wird mein Fuß nicht gleiten. time 6. Führt er mich selbst in Kampf und Streit, so wird er mich auch schußen, und durch Gebet und Wachsamkeit mich mächtig unterstüßen. Fall' ich, so wird er mich, sein Kind, nicht hülflos liegen lassen, und mich hassen. Uch nein, er kommt geschwind, mich bei der Hand zu fassen. 5. Mit dem mein Glaube sich verband, mein treuer Seelenretter, mein Jesus ist zur rechten Hand des Vaters mein Vertreter. Ihn aber hört Gott allezeit: wie könnt er nach Gerechtigkeit mich denn verderben lassen? 6. Ich bins, auf den sein Auge sieht: sollt' er mich nicht regieren? Er ist mein Haupt; ich bin sein Blied: follt' er mich denn verlieren? ich bin das Schaf; er ist der Hirt, der mich allmächtig schußen wird: wer will mich ihm denn rauben? 1123_8297 7. Mein Erbtheil ist die Geligkeit, die Jesus mir verheißen, die er verdient, die er bereit't: wer will sie mir entreißen? Dazu hat er mir seinen Geist, der Lehrer und auch Beistand heißt, zum Unterpfand gegeben. Er 8. Und dieser Geist soll ewiglich, sagt Christus, bei mir bleiben. stärket und versiegelt mich, nichts kann ihn von mir treiben. Durch ihn genieß' ich allbereit den Vorschmack jener Seligkeit, die ich ererben werde. Nach der Mel. des 30. Lieds. 257.& etrost, mein Herz, und 9. Laß mich doch diesen Geist nur nicht durch Súnd', o Herr, betrůs ben! gieb, daß ich mog' bei ſeinem Licht mich stets im Glauben üben! ach, mache mich je mehr und mehr bequem zu deines Namens Ehr', bis ich dich dorten lobe! zage nicht! laß allen Kummer fahren! weil mir mein Bundesgott verspricht, daß er mich will bewahren, in aller Trubsal, Ungst und CD 23 5020 So viadut Noth, ja endlich in dem Zob. Er kann und will mich ſchüßen. 258. J ist mein Freund! in Nach der Mel. des 30, Lieds. Sod ch bin ein Gott Tod. Ewig2. Er hat mich schon von feit zum Eigenthum erforen; er hat mich in der Gnadenzeit durch Wort und Geist geboren. Der Gnadenrath, der starke Grund, der ewig feste Frie: denshund wird nimmermehr gebrochen. dieser hohen Würde steh' ich und fürchte keinen Feind, und lache jeder Bürde. Der Rang erfüllt mit Muth und Kraft mein Herz in dieser Pilgrimschaft des Lebens und der Leiden. 7. Er bleibet mir, ich ihm getreu: kein Tod, kein Schmerz, kein Leiden, nicht Furcht, nicht Luft, nicht Schmeichelei soll uns Verbundne schei= den! Was er zusammen hat gefügt, wird kein Geschöpfe können jemals trennen. Wohl mir, ich bin vergnügt! ich darf mich selig nennen. momenon GOR YOUR ALA S. W. 1041. SUN LAVAVAKAKAINIAIOLAIR olevatorale ATAINKA MOTORUNUNU додоледо, YOLOLOLONONONONOV 142 2. Mein Glaube steht und wantet nicht; er ist zu fest gegründet. Er stuget sich voll Zuversicht auf Jesum Christ, und findet bei ihm allzeit Trost, peil und Ruh'; er eignet sein Verdienst sich zu und troget Welt und Hölle. 3. Sollt' ich um Hoffarth, Eitelkeit und Güter dieser Erden, aus Wollust oder Sicherheit der Tugend untreu werden? Nein, auf die Sünde folgt der Tod: allein die Tugend segnet Gott mit Leben und mit Friede. Erster Theil. Vom Tode der Gläubigen, - - 4. Was sind die Leiden dieser Zeit mir gegen jene Kronen, womit Gott in der Herrlichkeit die Frommen will belohnen? was dieses Lebens kurze Frist, Gott, gegen das, was ewig ist? sollt' ich nicht muthig kämpfen? 5. Ich fürchte nicht des Todes Macht mit allen seinen Schrecken. Gott will mich aus des Grabes Nacht zum gro: sen Tag erwecken; ich fürchte nicht der Hollen Glut, erkauft durch des Erlösers Blut zum Eigenthum und Erbe. 1042. sita Der 23. Pfalm. iic Neue Mel. od. nach der Mel. des Psalms. 259. D er Herr, mein Hirt, behütet mich in Gnaden; op adi brug indit sin 299 300d 30 10 surtad dlo 20) Vom Tode der Auferstehung mir mangelt nichts und niemand darf mir schaden. Er weidet mich, wo sanfte Waffer fließen, und låsſet mich der stillen Ruh genießen wie wohl ist mir bei seiner treuen Pflege! er führet mich stets auf die besten Wege. 2. Drum, sollt' ich gleich in finstern Tiefen wallen, so würde mich kein Grauen doch befallen, du, Höchster, bist mit deinem Stab und Stecken mein sichrer Trost vor allen Todesschrecken. Noch mehr, du willst, daß ich an deinem Tische im Angesicht der Feinde mich erfrische. nem Freudenöle: dein voller Kelch 3. Du salbst mein Haupt mit deierquicket meine Seele. Mir folgt dein Heil auf meinem Lebenspfade zu jeder Beit, mir folget deine Gnade. Ich werde stets, Gott wird es mir vers gönnen! in seinem Heiligthume blei ben können. Gläubigen, und der der Todten. 650 Nach der Mel. des 67. Lieds. 260. G ern will ich mich ergein meiner legten Stunde mir Geist und Leben seyn. ben, dich zu verlassen, Welt. Ich geh' zum bessern Leben, sobald es Gott gefällt. Was war's, das mich betrübte? dort schau' ich ewig den, den meine Seele noch eh' ich ihn geseh'n. 3. Mit dir muß es mir glücken, den Kampf zu überstehn. Im gläubigend Entzücken laß meine Seele sehn, wie im Gericht für Günder du mit dem 2. Er ruft zur liebte, Tode rangst, und wie du, Ueberwinder, allmächtig ihn bezwangst. Zeit der Schmerzen uns voll Erbarmen zu: fommt her, beladne Herzen, zu mir, und findet Ruh'. Dies Wort aus deinem Munde laß, Herr, mich zu erfreu'n, 4. Der frohe Siegsgedanke: wo ist dein Stachet, Tod? stárk' mich, daß ich nicht wante in meiner Toll desnoth; ſo ist, obgleich ich sterbe, doch Sterben mein Gewinn. Ich bin mund der Auferstehung der Todten. 13. des Himmels Erbe: dein Wort sagt, daß ich's bin. 5. Du schreibst ins Buch des Lebens auch meinen Namen ein. Dein Blut kann nicht vergebens für mich vergossen seyn. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele, der du die Liebe bist. 261. Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit. In deiner Hand steht unsre Zeit. Du hast der ganzen Menschenschaar ihr Todesjahr bestimmt, als keine Zeit noch war. 909001 2. Wenn nun auch unser Ende kommt, und deine Hand das Leben hemmt, dann hilf uns in der Todesnoth, Herr, unser Gott, ein sanfter Schlaf werd' uns der Tod. dos mis 2. Herr, du weißt's! Du hast die Nach der Mel. des 86. Lieds. Tage meines Lebenslaufs gezählt. Ihre den. Freuden, ihre Plage sah dein Auge, das nie fehlt, früher noch als du auf Erden mich ließ'st einen Pilgrim werDa schon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, o weiser Gott. 3. Einst, wenn es dein Wille fodert, wird mein reger Leib zu Staub, und das Feu'r, das in mir lodert, wird des falten Todes Raub. So, wie Frühlingsblumen welken, wird mein Leben auch verwelken: und Odem nehmen ab, und den Zeichnam nimmt das Grab. Kraft 3. Nimm nach vollbrachtem Lebensfauf in deine ew'ge Rub' uns auf. Verwirf, wenn unser Herz uns bricht, verwirf uns nicht, Herr, Herr, von deinem Ungesicht! ban hissie mic so 4. Drückt uns dann noch der Krankheit Schmerz, so stårke das beklemmte Herz, daß es, auch in der Schmer: zenswuth, mit starkem Muth in dei ner weisen Fügung ruht. ( 5.m 5. Gieb Hoffnung zu der ew'gen Ruh'! In unsern Herzen wirke du, Geist Gottes, daß wir glaubend trau'n, und ohne Grau'n hin in die Nacht des Todes schau'n. 6. Hilf unsrer Schwachheit. Geist des Herrn! Zeig' uns den Himmel dann von fern; laß uns, wenn wir zum Vater flehn, getröstet sehn, wie der uns liebt, zu dem wir gehn. 7. Ach, Gnad' ergehe dann für Recht, denn von dem menschlichen Geschlecht ist auch der Heiligste nicht rein. Wer kann je dein, Gott, ohne deine Gnade seyn? 143 Nach der Mel. des 82. Lieds. 262. Noch bin ich dein Gaft, o Erde! Gott mehrt meiner Tage 3ahl! daß ich reif zum Himmel werde, prüft er mich, läßt mir die Wahl, Boses oder Gut's zu wählen. Doch werd' ich viel Jahre zählen? oder ruft ein naber Tod mich zu banger Sterbensnoth? 8. sey uns dann nicht fürchter lich, erbarme, Vater, unser dich! Wenn unser Auge sterbent bricht, leit' uns dein Licht! so fehlt uns Troft im Tode nicht. ini jid d feelt wird einst mein Staub.dan 5. Durch dein schöpfrisch Wort: Es werde! rufft du, Herr, in mein Gebein neues Leben; nicht mehr Erde wird alsdann mein Körper seyn. Zu den himm lischen Geschäften, schmückst du ihn mit neuen Kräften; und von Schwäch' und Sterblichkeit wird er ewig dann befreit. 6. Hor', o Seele, einst mit Freuden jenen Ruf: das Grab ist da! denn das Ende deiner Leiden ist mit ihm zugleich dir nah. Der, der deinen Tod bezwungen, hat das Leben dir errungen. Durch den Weg der Sterblichkeit führt er dich zur Ewigkeit. 7. Stárkemich auf diese Stunde, Jesu, der du für mich starbst, und an Gottes Gnadenbunde ewia Untheil mir er warbst. Laß mich Tod und Grab nicht scheuen; laß vielmehr mich darauf freuen. Denn nach treu vollbrachtem Lauf nimmst du mich zum Himmel auf. 4. Nimm ihn hin zu deinem Staube, Grab, verwandle ihn in Erd'. noch triumphirt mein Glaube; mein Leib wird einst verklárt. verwes'ten Körpers Trümmer bleiben wahrlich nicht auf immer der Vermod'rung schnöber Raub. Neu beTOTHONT COLO Dendenn Des lalalan tol´M' S NAKOVOVAKOLAIS Uruñurarara DUUU JIONGNUNOONG 16 LOHOTOVOVALOOV 144 Erster Theil. Vom Tode der Gläubigen, - Nach der Mel. des 47. Lieds. der Fluch der Sünde nieder. Doch 263. Selig, Gott, sind die, du, o Herr, erleichterst mir dies Soch die nun schon im friedenvollen Grabe von des Lebens Arbeit ruhn, und sich deiner größten Gabe, eines ew'gen Lebens, freun. Möchten wir es auch schon seyn! mein Herz stårkt sich in dir, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Chris stus, laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, und dein Himmelreich zu erben. 2. Doch du willst's, wir leben noch mühsam hier in Pilgerhütten. Alle trugen einst dies Joch, die des Lebens Kron' erstritten. Endlich aber führt der Tod uns auch hin zu dir, o Gott! 3. Jesus selber lebte hier vormals auch in Pilgerhütten. Noch unendlich mehr, als wir, hat er auf der Erd' erlitten. Laßt uns glaubig auf ihn sehn, und durch ihn im Kampf bestehn. 4. Was ist diese Lebenszeit? 2ch, nur eine kurze Stunde, gegen jene Ewigkeit. Gleichwohl kommt auf diese Stunde, die Gott noch verkürzen kann, unser ew'ges Schicksal an. 5. Gieb uns Weisheit, Herr, und Kraft, diese Stunde wohl zu nugen und beim Schluß der Pilgrimschaft wollest du uns unterstügen, daß wir freudig auf dich sehn, und getroft zum Tode gehn. i is d jer oni nism 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, daß du uns wirst auferwecken, diese Kraft der bessern Welt, laß uns, wenn wir sterben, schmecken! flöß' uns Muth und Ruhe ein, selbst im Tode froh zu seyn. 7. Wenn wir, um einst auch zu ruh'n, zu den Todten Gottes gehen, wollst du mehr noch an uns thun, als wir bitten und verstehen. Auch für unsre Todesnacht riefst du einst: es ist vollbracht! Nach der Mel. des 35. Lieds. 264. ie wird mir dann, Wie mein Heiland, seyn, wenn ich, mich deiner ganz zu freu'n, in dir entschlafen werde? Dann, Seele, 3. Verachte denn des Todes Grau'n, mein Geist, er ist ein Weg zum Schau'n in jenem bessern Leben. Er sey dir nicht mehr fürchterlich; zum Allerheiligsten wird dich der Herr das durch erheben. Hier wird dein Hirt nach den Thránen, nach dem Sehnen, dich Erlös'ten völlig und auf immer trösten. 4. Herr, Herr! ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh' ich dies Flehen noch vollbracht, mein 2ob dir ausgestammelt. Mach' mich fertig! ich befehle meine Seele deinen Händen: Laß mich meinen Lauf gut enden! 15. Vielleicht sind meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Biel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, so sey mein Leben dir geweiht, bis einst mein Leib zertrümmert. Hilf mir, Herr, dir ganz mein Leben zu erge ben, daß ich droben dich unendlich kónne loben. 6. Wie wird mir dann, mein Hei land, seyn, wenn ich mich deiner ganz erfreu'n, dich dort anbeten werde? Dann bin ich frei von Sünd' und Leid, ein Mitgenoff' der Herrlichkeit, nicht mehr ein Mensch von Erde. Preis dir! daß mir durch dein Leiden jene Freuden offen stehen. Ewig will ich dich erhöhen! 936 Abort Mel. des 103. Psalms. wirst du, ganz befreit von Sünde und 265. W ie komm' ich doch von entfliehen dieser Erde. Freu' dich innig! stårke, tröste dich, Erlös'te, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben. 2. Ich freue mich, und bebe doch; so drückt mich meines Elends Joch, mein Heil, zu dir hinüber? Du bist mir ja, mein höchstes Gut! T und der Auferstehung der Todten. D 145 qieb mir hier die Lebensfrucht zu viel lieber, als diese Welt, woher schmecken, damit ich kann in deiner Liebe ruh'n. kommt denn die Qual, daß mich Mel. Nun last uns den Leib bearaben. des Tod's Erinnerung erſchrecket 266. BIZI egrabt den Leib in Wie kommt's, daß dem, den deine seine Gruft, bis ihm des Richters Huld bedecket, doch grauet vor Stimme ruft! wir säen ihn; einst undem finstern Todesthal. blüht er auf, und steigt verklárt zu Gott hinauf. 2. Mit Dank muß ich von deiner Gute sagen, wie du mich durch die Wüste durchgetragen, und meine Seel' mit vielem Trost erquickt: ich weiß, wie manche Noth mir kam zu Han den, doch weiß ich auch, wie du mir beigestanden, daß mich die Lafst der Trubsal nicht erdrückt. 2. Uus Stauve schuf ihn einst der Herr; er war schon Staub, und wird's nun mehr; er liegt, er schläft, verwest, erwacht dereinst aus dieser Todesnacht. 3. Nun aber will die Furcht den Glauben schwächen in mir, da ich durch diesen Jordan brechen, und durch den Tod in Canan gehen soll: ach, führe mich hindurch, o mein Erretter! mit starker Hand reiß mich aus Sturm und Wetter, das auf mich fällt, und macht mich schreckensvoll. 4. Dein Licht und Wahrheit, so mich durchgeführet durch diese Wüst', und nie den Glanz verlieret, das bleibe mir in Todessinsterniß: geh' auf, o Sonn', mit deiner Kraft zu heiten, laß deinen Trost die finstre Wolk' vertheilen, und mache mich doch deiner Huld gewiß. als immol 5. Du bist mein Fels: die Wunden sind die Höhlen, dahin ich flieh', was kann ich sonst erwählen, wenn der Tod das matte Herz zerbricht? Muß ich allhier im finstern Thale wandern, treibt Todesnoth von einem Ort zum andern; so komm' ich doch aus deinen Wunden nicht. mod sim 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 4. Hier hat ihn Trúbfal oft ge= drückt; nun wird er, Gott, von dir erquickt; hier wandelt' er im finstern That; nun ist er frei von Schmerz und Qual. 3 und and punis 5. Gott blieb' er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thranen ab! was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit. Qual. 6. Nun, du Erlöster, schlaf' in Ruh'! wir gehn nach unsern Hütten zu, und machen zu der Evigkeit mit Freud' und Zittern uns bereit. 7. Uch, Jesus Christ, dein bittrer Tod stárk' uns in unsrer legten Noth! laß unsre ganze Seele dein, und freudig unser Ende seyn. b misd 220 dies Mel. Was Gott thut, das ist woblg. 6. Gott! du bist's, der aus dem Tod erhebet, du hilfest dem, der nur 267. Ich freue mich der an die fest flebit; ich bin's, ich hoff, du wirst es ferner thun. 3um Leben wirst du mich hernach erwecken, ſo frohen Zeit, da ich werd aufer10 OROMOTOROS plannin S. W. 1041, UN UMUR OKOLOVALOKOHË Ururururunu TICIN 146 Erster Theil. Vom Tode der Gläubigen, Les Dann werd' ich in der Herrlichkeit, dich, Gott, mein Heiland sehen. Dann werd' auch ich, o Herr, durch dich, in's Reich verklárter Frommen als Mitglied COLLIOUTO stehen. aufgenommen. FIGUD 2. Ja, Herr, du führst sie einst heran, die Stunde der Erlösung; die Stunde, da ich hoffen kann, Trost, Freiheit und Genesung; da, Engeln gleich, im Himmelreich mich Ruhe, Lust und Leben in Ewigkeit umgeben. 3. Der du die Auferstehung bist, du bist's, an den ich glaube! Ich weiß, daß ich durch dich, Herr Christ, im Tode nicht verbleibe. Und dein Gericht wird mich dann nicht mit Trübsal, Ungst und Schrecken, so, wie die Heuchler, decken. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub, er wird doch wieder leben, und einst aus der Verwesung. Staub sich neu gebild't erheben, wenn du, o großer Lebensfürst, nun deinen Todten rufen wirst, zum Leben aufs zuwachen. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hålt, den Tod, o Jesu, schauen. Das ist's, was mich zufrieden stellt, jelbst bei der Gráber Grauen. Ich vin getrost und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt: ich leb', und ihr sollt leben! 4. Wie froh und herrlich werd' ich dann vor dir, mein Heiland, stehen! dann nimmst du mich mit Ehren an; laff'st in dein Reich mich gehen. Forthin von keiner Last beschwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb' ich bei dir dann ewig. 5. D, welch ein sel'ges Theil ist mir auf jene Welt bereitet: der Freuden Fülle ist bei dir. Von dir, o Herr, geleitet, werd' ich in deinem Himmelreich, unsterblich, deinen Engein gleich, vollkommne Luft genießen. 6. Denn, wo du bist, da sollen die, die dir hier folgen, leben, und ewig, frei von Schmerz und Müh' von Seligkeit umgeben, genießen deiz ner Herrlichkeit. D, was sind Leiden dieser Zeit, Herr, gegen jene Freuden? 7. Laß die zukünftige Herrlichkeit mir stets vor Augen schweben; und mich in dieser Prüfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir, der Sterb lichkeit entrückt, frohlockend por dir wandeln. de h De won SM.007 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nachzustreben, und als dein Jünger, dir zum Preis, nach Und fühl deinem Wort zu leben. ich hier noch Noth und Schmerz; so aliado tröste selbst damit mein Herz es kommt ein besfres Leben. m 4. Ich hoffe dann mit Freudigkeit vor dir, mein Haupt, zu stehen, und mit dir in die Herrlichkeit frohlockend einzugehen. D, hilf mir doch aus Gnaden noch, zum Glück der Ewigkeiten mich würdig zu bereiten. #opid Mad old follom Nach der Mel. des 15. Lieds, 268. mein ein Heiland lebt. Er hat die Macht des Todes ganz bezwungen, und siegreich aus des Grabes Nacht zu Gott sich Nach der Mel. des 141. Lieds. aufgeschwungen. Er ist mein Haupt; ſein Sieg ist mein. Sein soll mein 269. Mein Heiland! wenn ganzes Leben seyn, und ihm will ich auch sterben. mein Geist erfreut, im Glauben auf die Herrlichkeit des ew'gen Erbtheils blicket, das du für mich bereitet hast: wie leicht bunktb mir dann alle Laft, die mich hienie den drücket? Dann wird der Eitel keiten Tand in meinen Augen schlecht, als Sand. Der Erde Pracht ist mir wie nichts, beim Anblick jenes ew'gen Lichts. Herr Jesu Christ, mein Herr sm und der Auferstehung der Todten. und Gott, mein Herr und Gott! dies Heil verdank' ich deinem Tod. 2. Wenn einst auf deinen Wink mein Geist des Körpers Banden sich entreißt, dann fárk ihn aus der Höhe; daß ich, durch deinen mächt'gen Stab beschüßt, ins Todesthal hinab getroft und freudig gehe. Die Klarheit jener bessern Welt schaff, wenn mich Dunkelheit befällt, in meinem finstern Her zen Licht, und Heiterkeit im Ungesicht. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! dann wird zum Schlummer mir der Tod. 3. Und wenn mein Geist aus Schüchternheit sich dennoch vor dem Tode scheut, weil ihn die Sünden Frånken; dann laß mich, Herr, auf deinen Tod die Hoffnung bau'n: es werde Gott der Sünden nicht gedenken. Der Trost, den du auch mir erwarbst, als du zum Heil der Sún der starbst, und fühltest, wie dich Gott verließ, der mache mir das Sterben süß. O Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott: verlaß mich nicht in meinem Tod. 147 Nach der Mel. des 47. Lieds. 270. Ju esus, meine Zuversicht und mein Heiland, ist im Leben! diefes weiß ich, sollt ich nicht auch zu sterben, mich erge ben, was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht. 2. Jesus, mein Erlöser, lebt! ich werd' auch das Leben schauen, wenn er mich zu sich erhebt; warum sollte mir denn grauen? Er ist der Gemeine Haupt, und sein Glied, wer an ihn glaubt. GOUD 2246 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; er hált mich bei meiner Hand in den dunkeln Todesstunden, er führt mich auf rechter Bahn, und nimmt mich zu Ehren an. 4. Fleisch bin ich, und muß daher auch einmal zu Staube werden. Dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit bei ihm sen in Ewige keit. 5. Dann umgiebt mich diese Haut, dieser Leib, wie ich fest glaube; Gott wird dann von mir geschaut, wenn ich aufsteh' aus dem Staube. Ja, in diesem Fleisch werd' ich sehen, mein Erlöser, dich. H 6. Ob dies Uug' im Tode bricht, wird's doch meinen Retter kennen. Ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd' in seiner Liebe brennen. Dank ihm! Dank ihm! Preis und Ruhm! wunderbar schafft er mich ums 7. Was hier leidet, seufzt und fleht, wird nicht ewig untergehen; irdisch werd' ich ausgefá't, himmlisch werd' ich auferstehen. Zu verwesen, sink' ich ein; dann werd' ich unsterb Borli 4. Auf kurze Zeit schließt sich zur Ruh mein thránenvolles Auge zu, und schlummert in dem Staube. Doch der, der mich zum Grabe ruft, der ruft mich einst auch aus der Gruft. Ich weiß, an wen ich glaube. Er lebet, und ich werd durch ihn der Grabesnacht gewiß entflieh'n. Mein Geist und mein verklárt Gebein wird sich des Herrn, des Mittlers, freu'n. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! zum Leben schaffst du nun den Tod. 5. Du bleibest meine Zuversicht, mein Trost, wenn einst das Weltgericht die Engel auspofaunen. Vor lich seyn. deinem Thron werd' ich dann stehn, dich, Richter aller Völker, sehn, dich sehn und froh erstaunen. Auch mir schenkst du dann jenes Heil, der Auserwählten fel'ges Theil. Ich soll, dein Mund schwur es mir zu, ich soll lebendig seyn, wie du. Herr Jefu Chrift, me'n Herr und Gott, mein Herr und Gott! stárk' diesen Glauben einst im Tod. 201 8. Freudig bin ich und getrost; dann steigt mein Versöhner nieder. Wenn ich sterb', ist er mein Trost, und den Todten ruft er wieder, wenn einst die Posaune klingt, die durch alle Gråber dringt. 9. Und mich schreckte noch der Tod? mich die Gråber und ihr Grauen? meinen Mittler, meinen Gott, Jesum Shriftum werd ich schauen: Dann 10* S. W. 1041, U Jhunun NOVOVANE UMUMorarunadu HUOMIOITUN 148 Erster Theil. Vom wird Leben, Sieg und Heil ewig, ewig seyn mein Theil. 10. Nur daß du dich, Seel', er hebst von den Lüften dieser Erden, und schon hier dem Gotte lebst, mit dem du vereint sollst werden! Willst du seines Heils dich freu'n; mußt du, Seele, heilig seyn! nismuna - NOVOU Nach der Mel. des 26. leds. 271. Huversicht. Du lebst, err! meine ich werd' auch leben. Du wirst mir, was dein Wort verspricht, Unsterblichkeit einst geben. Dein Junger fommt nicht ins Gericht: dies stårfet meine Zuversicht.de 2. Hier geh' ich oftmals weinend hin, den Saamen auszustreuen; dort wird der herrlichste Gewinn der Uerndte mich erfreuen. Ich leide und verzage nicht, denn du bist meine Zuversicht, 3. Hier trag' ich deine sanfte Last! Wie groß ist meine Würde! jedoch die Welt, die sie nicht faßt, nennt's fälschlich schw re Bürde. Einst trifft den Spotter dein Gericht, und dann siegt meine Zuversicht. Cat 4. Sink' immer hin, mein Leib, in Staub! Gott wird dich neu bele: ben. Hier werd ich nur des Todes Naub, dort werd' ich ewig leben. Wie stark ist dieses Troft's Gewicht; wie sicher meine Zuversicht! 5. Herr, diesen Segen dank' ich dir! Mich aus der Gruft zu heben, giengst du aus deinem Grab' herfúr. Du lebst, und ich soll leben. Ich glaub' es dir und zweifle nicht: dein Bort ist meine Zuversicht. Mel. des 84. Pfalms. 273. Mi ein Leben ist ein 21) Vom ewigen Leben. Pilgrimstand; der Himmel ist Tode der Gläubigen zc. 6. In diesem Glauben stårke mich). Laß mich den Troft empfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod kann überwinden. Grab und Verwesung schreckt mich nicht; denn du bleibst meine Zuversicht. mein Baterland! ich finde keine danij 1a0bbd Nach der Mel. des 171. Lieds. 272. 272. Madet auf! ſo ruft die Stimme einst verlaßt das Grab, verlaßt die Gruft, nach der Engel Etimme, wachet auf, erlos'te Sünder! ver= fammelt euch, ihr Gotteskinder! Der Welten Herr ist's, der euch ruft. Des Todes stille Nacht ist nun vore bei! erwacht! Hallelujah! macht euch bereit zur Ewigkeit! sein Tag, sein großer Tag ist da! 2. Erd' und Meer und Hölle beben, die Frommen stehen auf zum Leben, zum neuen Leben steh'n sie auf; ihr Versöhner kommt voll Klarheit, vor ihm ist Gnade, Treu' und Wahrheit; der Tugend Lohn front ihren Lauf. eicht ist um deinen Thron und Leben, Gottes Cobn! Hosianna! Erlöser, dir! dir folgen wir zu deines Baters Herrlichkeit. 3. Em'ges Lob sey dir gesungen! wir sind zum Leben durchgedrungen; am 3iel sind wir beim großen Lohn. Chriftus strómt der Freuden Fülle auf uns; wir schau'n ihn ohne Hülle, ihn, unsern Freund und Gottes Sohn. Kein Auge sabe sie, dem Ohr erscholl sie nie, diese Wonne; in Ewigkeit sey. dir geweiht, Herr, unser Dank und Ehr' und Preis! ( dland G Tror nins thid Ruh' auf Erden; ich suche die zukünft'ge Stadt, die Gott selbst fest gegründet hat, da werd' ich Erster Theil. - Vom ewigen Leben. Mel. des 16. Psalms. erst recht glücklich werden: mein 274. Auf, träger Geiſt! Leben ist ein Pilgrimstand; der laß das, was sichtbar ist, nicht langer dich als angefesselt halten. Gedenke, daß du selbst ein Wesen bist, das, wann der Himmel als ein Himmel ist mein Vaterland. 2. Wie Schatten vor der So flieh'n, so flieht mein Leben schnell dahin: dies ist der Ort nicht, den ich wähle, ich eile nach der Ewigkeit: Herr, mache mich dazu bereit, er: leuchte du selbst meine Seele, daß ich, was zeitlich! irdisch ist, verachte als ein wahrer Christ. d 3. Man trifft auch auf der Lebensbahn sehr viele Hindernisse an: es ist nicht leicht, sie zu bestreiten! der Weg ist schmal, der Feinde viel, und weit entfernt ist noch das Ziel, stets sucht die Welt mich zu verleiten! ich muß durch dürre Wüsten gehn, und fann oft keinen Ausweg sehn. 4. Oft sah ich zwar die Sonne nicht, die Sonne, die mit Heil und Litt und Trost des Frommen Herz erfüllet; der Trubsal Sturm dringt auf mich zu, mein müder Geist find't nirgends Ruh', doch weicht die Nacht, die mich umhüllet, betracht' ich nur der Treue Lohn, und jener Ueberwinder Kron'. 5. Hilf du mir selbst, Herr Jefu Chrift, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch haft ange: nommen, laß mich auf der Verläugnung Pfad, den mir dein Fuß qe zeichnet hat, dem Ziele täglich näher fommen. Sieb, daß ich standhaft streite hier und ewig herrsche dann mit dir. 6. Verleihe mir Beständigkeit, und laß mich stets mit Freudigkeit und Muth auf deinen Wegen gehen. Fall' ich noch oft, so hilf mir auf, daß ich vollende meinen Lauf. Las in der Noth mich feste stehen, getroft auf deine Hülfe trau'n; so werd' ich einst das Leben schau'n! 149 Kleid veralten, und wann die Erde brennend wird vergehen, in Ewigkeit wird dauern und bestehen. 2. Ja, hast du nicht im Glauben schon gesehn, daß, was dein Herz wahrhaftig kann ergößen, nur droben sey? ist nicht der Schluß geschehn, du wolltest Jesum über alles schätzen, du wolltest dich und Ulles gern drum geben, möcht'st du in ihm, möcht' er in dir nur leben? 3. Ifraels Urzt! vertreibe durch die Macht, die so viel Blinden das Gesicht gegeben, in mir der Seelen finstre Blindheitsnacht. Die Augen werd' ich dann zu dir erheben, um so mit aufgedecktem Ungesichte dein ew': ges Licht zu sehn in deinem Lichte. 4. Schenk Augensalbe für die Blo digkeit, die mich verhindert, flüglich zu vergleichen des Himmels Schage mit dem Dampf der Seit; laß nie das Kleinod aus den Augen weichen, das du mit theurem Blut haft wollen kaufen, für alle, die in Lebensschrandie in ken laufen. 5. O felig's Volk! das du aus freier Gnad' zum Licht berufen, und Jehovah kennet; das Augen, um zu fehn, empfangen hat, das in ver borgner Herzens Undacht brennet, um über Sonn' und Sterne sich zu schwingen, und bis ins innerst' Hei ligthum zu bringen. : OHROOFTON CO planins VAIAIOUS T601´M' S HAL OKOLOVATIONE Unutaroun ДОДЕЛЕТОТЭЛЭДЭЭЛЭIORэдэдолед 150 Erster Theil. 6. Erwünschter Tag! der dieſe Scheidewand, den Sündenleib, der meine Freiheit storet, zerbrechen wird! o lang gehoffter Stand! wenn ich, mein Heiland, dich nun selbst verkláret in Klarheit seh! o, dich will ich dort oben mit reinem Geist und reinem Munde loben. 1 8. Welche Tröftung, das zu wissen! dieser großen Hoffnung voll, zag' ich Nach der Mel des 82. Lieds. nicht in Kümmernissen, die ich hier 275, Menschen ifts geſegt, zu noch dulden ſoll. Leicht und kurz sind sterben, ihre lichkeit verblüht. Welcher von den Himmelserben lebet, der den Tod nicht sieht? Staub wird dieser Leib von Erde; doch damit er himmlisch Leiden, sie sich in Freuden, wenn ich christlich sie ertrug, bis Gott, spricht: es ist genug.hu borsa Giniog apar Nach der Mel. des 7. Lieds. werde, wird er einst von Gott erneu't, an 2. Wollt ich långer hier verweilen, als es meinem Gott gefällt? seinem Reiche zuzueilen, laff ich gern die Prüfungswelt. Jesus tilget meine Sünden, stårft mich, hilft mir überwinden, auch in meiner legen Noth rettet mich sein Blut und Tod. Vom ewigen Leben. 7. Sch entbrenne von Verlangen, dies verheiß'ne Land zu sehn, jene Krone zu empfangen; bald erhöret Gott mein Flehn. Diese Hütte, fie verstäube, ich, ich weiß, an wen ich gläube. Mir ist Sterben ein Gewinn, denn zum Vater geh' ich hin. 3. Und wer kann mich ihm entreißen? mein ist er und ich bin sein. Er erfüllt, was er verheißen; sein soll ich mich ewig freu'n. Ja, mir solle durch ihn gelingen, mich zu ihm empor zu schwingen, freudenvoll vor ihm zu stehn, meinen Heiland, ihn zu ſehn. 4. Dort bei ihm ist wahres Leben; Millionen stehen schon, ihren Retter zu erheben, selig da vor seinem Thron. Hohe Seraphinen ringen, mitanbetend ihm zu singen. Preis zu nehmen würdig ist der Erbarmer, Jesus Christ! 5. Alle, die ihm nachgewandelt, fehn des Glaubens Dunkelheit dort in Licht und Schau'n verwandelt, und in Wonne jedes Leio; weihen ihm die neuen Lieder, werfen ihre Kronen nieder vor dem Herrn und opfern Dank ihr unendlich Leben lang. 6. Vaterland verklárter Frommen! Heil, Unsterblichkeit und Ruh', was kein Sterblicher vernommen, Gottes Heil gewährest du. Freudenårndten schenkt er denen, die erst hier gesá't mit Thránen. We Thränen trocknet er, Sünd' und Elend sind nicht mehr. B 276. Es ist noch eine Ruh jeden Gott ergebnen Geist, wenn er sich dieses Körpers Banden, nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier auf Erden, lebt und denkt. 2. Die, Herr, zu dieser Ruhe kommen, wie selig sind doch alle die! in deinen Himmel aufgenommen; ruh'n fie von dieses Lebens Müh'. Nach aller Last, die sie gedrückt, wird ewig nun ihr Herz erquickt. 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, fo segnet mit 3ufriedenheit auch deine Gnade die Erlös'ten, nach überstandner Prüfungszeit. Du selbst machst ihnen offenbar, wie gut stets deine Führung war. 6611 4. Da schweigen alle ihre Klagen; da bringt, mit frohem Lobgesang, selbst für die ausgestandnen plagen dir ihre Seele Preis und Dank; nun jauchzen sie: es ist vollbracht, der Herr hat alles wohl gemacht! 5. Wie Gott von seinen Werkeu ruh'te, als er die Welt hervorgebracht, so sehn auch mit zufriednem Muthe, vom Herren selbst gerecht gemacht, die Frommen, bei dem ew'gen Glück, auf ihr vollend tes Werk zurück. 6. Forthin erwartet sie kein Leiden, fein Schmerz und keine Schwachheit mehr. Gott führt sie zu vollkommnen Freuden und krónet sie mit Preis und Ehr'. O unaussprechlich süße Nuh', wie herrlich, Höchster, segnest du! Erster Theil. Vom ewigen Leben. 151 5. Vor seinem Untlig wandeln sie auf ewig frei von aller Müh', und schmecken seine Güte. Hier stort den Frieden ihrer Brust, und ihre taufendfache Luft kein feindliches Gemüthe.. Kein Neid, fein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die hinfüro nicht mehr fehlen. 6. Gott, welche Schaar ist dort vereint! die Frommen, die ich hier beweint, die find ich droben wieder. Dort sammelt deine Vaterhand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine( slieder. Ewig werd' ich, frei von ángein, ſelbst mit Engeln, Freundschaft pflegen: O, ein Umgang voller Segen! dis 17. Wo ist mein Freund, des Hochsten Sohn, der mich geliebt? wo glänzt sein Thron? In jenen Himmelshöhen. Da werd' ich dich, Herr Jeſu Christ, wenn als du bist, auch mit Entzücken sehen. Da wird, mein Hirt, von den Freuden nichts mich scheiden, die du droben deinen Freunden aufgehoben. i 11med 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! kein Mensch kann sie erwerben. D Jesu, Herr der Herrlichkeit, du hast die Státt' auch mir bereit't, hilf sie mir auch ererben. Laß mich eifrig darnach streben, und so leben auf der Erde, daß ich dort dein Erbe werde. yen day Dim Nach der Mel. des 234. Lieds. GRIND 7. Ber fann hier deine Gnade faffen? Du willst den, der dich red lich liebt, nicht ewig in der Unruh lassen, die dieses Leben noch umgiebt, O mache mich doch in der Seit geschickt zu dieser Seligkeit. 18.0Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Soch getragen bast, will ich des Lebens múde wer den, und fühl' ich dieser Tage Last, fo stårke måchtig meinen Beist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 9. Gieb, daß in Hoffnung jener Ruhe, die Gottes: Volk verheißen ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild bist! so árndt' ich von der Last der Zeit einst vollige Zufriedenheit. hiliris Nach der Mel. des 35. Lieds. TO 17 au 277. Mein ganzer Geist, Gott, er nach jenem Himmel blickt, den du für uns bereitet; wo deine milde Vaterhand aus neuen Wundern wird erfannt die du daselbst verbreitet. Machtig fühl ich mich erhoben, dich zu loben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? du stellst uns hier auf Erden zwar viel Wunder deiner Gute dar, zum fröhlichen Empfinden: doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden stets umgeben, dort nur ist vollkommnes Leben, aed( 008) 3. Kein Tod ist da mehr und kein 278. Nach einer Prüfung furTage du Da Grab. Dort wischest du die Chránen ab von deiner Kinder Wangen. ist kein Leid mehr, kein Geschrei, denn du, o Herr, machst alles neu, das Alte ist vergangen. infort sind dort von gerechten Gottesknechten keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen. 4. In unsers Gottes Heiligthum schallt seines Namens hoher Ruhm von lauter frohen Bungen. Hier strahlt die Herrlichkeit des Herrn; hier schaut man sie nicht mehr von fern; hier wird fie ganz besungen. Völlig giebt sich den Erlóf'ten, sie zu trösten, der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. uns, Gott, zur Ewigkeit. Dort endet sich der Deinen Klage in himmlische Zufriedenheit, hier übt die Jugend ihren Fleiß, und dort reichst du ihr selbst den Preis. m 1 andnempat 2. Du schenkst dem Frommen zwar auf Erden schon manchen fel'gen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm noch fein vollkomm'nes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh' nimmt in der Seele? ab und zu.is um sier to o 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt, bald kámpft in seinem eignen KRONOTON CO avajai Alates 191 LUAHAUAKALOKOLOVAJOVANO UMUTONUIUIUIU MOTOMONOMIO C VOLON Erster Theil. 152 Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt. Bald sinkt er durch des Náchsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist; wo man den Glücklichen beneidet, und den Bekümmerten vergißt; hier kann Nach der Mel, des 7. Ltede. der Mensch nie frei von Pein, nie 279. Du gabst mir, Ew'ger frei von eigner Schwachheit seyn. 5. Hier such' ich's nur, dort werd' ich's finden; dort werd' ich, heilig und verklärt, der Jugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth. Dich, Gott der Liebe, werd' ich sehn, dich lieben, ewig dich erhöhn. dieses Leben nicht für den Augenblick der Zeit: nein, was du mir davon gegeben, gabst du mir für die Ewigkeit. Hier ist allein der Prüfungsort: Bestrafung und Be lohnung dort. 0000 6. Da wird, o Herr, dein heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt seyn; und lieblich Wesen, Heil die Fülle an deinem Throne mich erfreu'n. Dann låst Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im 3usammenhang.. 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heit, sich offenbart; ein Heilig, Heitig, heilig fingen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. - 9. Da werd' ich in der Engel Schaa: ren mich ihnen gleich und heilig sehn; das nie gestörte Glück erfahren, mit Frommen stets fromm umzugehn! da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen der Gottes Weg mich gehen bieß, und ihn zu Millionen Malen noch segnen, daß er mir ihn wies. find' ich, Herr, in deiner Hand den Freund, den ich auf Erden fand. Da 11. Da ruft, o möchtest du es geben, vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sey dir, denn du hast mein Leben, die Seele mir gerettet, du! o Gott, wie muß dies Glück erfreu'n, der Retter einer Seele seyn! Vom ewigen Leben. die an uns offenbart soll werden von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Múh'! is side o min 12. Was feyd ihr, Leiden dieser Erden, doch gegen jene Herrlichkeit, 2. Du schenktest mir Verstand und Willen, die Wahrheit zu erkennen, Licht; Kraft, deine Vorschrift zu erfüllen, und eine Richtschnur meiner Pflicht: der Tugend inneres Gefühl, und Freiheit, wie ich wählen will. 3. Du schmücktest durch dein máchtig: Werde! mit Reiz und Pracht mein irdisch Haus, und goffest über diese Erde die Wunder aller Schönheit aus: und schufst mir feine Sinnen an, daß ich sie auch empfinden kann. 4. Und dennoch läsfest du mich wissen, daß dies mein irdisch Haus zerbricht. Ich soll zwar dieser Welt genießen, doch als genöss ich nicht: ich soll der Sinne Lüste fliehn, wenn sie mich zu der Erde ziehn. 5. Der Freude soll ich oft nicht achten, die mein Herz für so schmeichelnd hält; nach Wollust, Ehr' und Gold nicht trachten, das meinem Wahn so wohl gefällt: was Fleisch und Blut oft wehe thut, das soll ich wählen als ein Gut. 6. Die Prüfung, Gott, war nicht vergebens, du wolltest sehn, ob ich dir treu, in der Gemeinschaft jenes Lebens mit dir zu wohnen würdig sey? Ob ich vom Tand des Eiteln leer, einst höh'rer Freuden fähig war? 7. Denn du willst eine neue Erde und einen neuen Himmel bau'n, und daß ich hier geheiligt werde, soll ich auf's Unsichtbare schau'n, dem Reiz der Lüste widerstehn, und stets auf deinen Wegen gehn. isibilad sid 8. Wohl mir, wenn ich es muthig wage, der großen Hoffnung werth zu seyn, und diese furzen Prüfungstage Gott und der Zugend blos zu weih'n, Erster Theil. wenn nie mein Fuß den Pfad verliert, der mich zum bessern Leben führt. - Vom ewigen Leben. 153 4. Dann wirst du dich unsern Seelen offenbaren, wie du bist. Keine Lust wird da uns fehien, wo das Land der Bonne ist. 3u vollkommnen Seligkeiten wird uns dort der Mittler leiten, der uns dieses Glück erwarb, als am Kreuz er für uns starb. guffi Ruedoi? 9. Wohl mir, wenn ich den Hang zur Sünde, die Lust des Fleisches und der Welt, und jede Lockung über winde, die noch mein Herz gefesselt hält, und, o welch glänzender Gewinn, dort gekrönet bin! et bin! hier Sieger, be 10. Gott, gieb deines Geistes Stärke, der du in Schwachen mächtig bist, dem, der zu diesem großen Werke zu klein, zu schwach, zu sinnlich ist: lehr' mich das Irdische ver schmähn, und stets nach meinem 3iele sehn. 11. 2aß mich oft in gesunden Tagen mein Grab mir in Gedanken bau'n, und bei des Lebens Freud' und Pla: gen auf dich und auf das Künft'ge schau'n; damit ich, meiner Pflicht getreu, des höhern Lebens fähig sey. in and m Nach der Mel, des 82, Lieds. 280. Dwie unausſprechlich selig werden wir im Himmel seyn! Da, da årndten wir unzáhiig unsers Glaubens Früchte ein. Da wird, ohne Leid und Zähren unser Leben ewig währen. Gott! zu wel cher Seligkeit führst diese Zeit. du uns durch 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort für Stück bereitet haft. noch in feines Herz gekommen. Wel cher Mensch auf Erden fast deines Himmels Herrlichkeiten? Doch beim Unbruch jener Zeiten werden alle, die dir trau'n, noch mehr, als sie hofften, schau'n.igonis d do 33. Neue Wunder deiner Güte wer den da ihr Glück erhöhn. Mit erstau nendem Gemüthe wird dann unser Auge sehn, deine Huld sey über chwenglich, und die Wohlfahrt unvergänglich, die dem, der dich redlich liebt, deine Baterhand dort giebt. # 03 best boy 5. Da wird deiner Frommen Menge ein Herz, eine Seele seyn, Dienst und Dank und Lobgesänge dir, erhabner Gott, zu weih'n, dir und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann ver: eint. 6., wer sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da zu seyn, wo nach viel vergoss'nen Thránen ew'ge Güter uns erfreu'n, wo sich unser Kampf in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Angst in Lust verkehrt, die forthin kein Kummer stort! 7. Was ist unser Loos auf Erden? Ob's auch noch so fóstlich sey, ist's doch nie ganz von Beschwerden, Sor gen, Furcht und Kummer frei. Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen. Dort nur wird die Zeit erscheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Glück beständig steigt. 8. Sey, o Seele, hoch erfreuet über das erhabne Glück, das dir einst dein Gott verleihet; richte deines Glaubens Blick oft nach jener Stadt der Frommen mit dem Ernst, dahin zu kom men. Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was droben ist. 9. Ohne Heiligung wird keter Herr, in deinen Himmel gehn. D, so mache immer reiner hier mein Herz, dich einst zu sehn! hilf du selber meiner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt.by! and 3000 od$ 39 dram ddiote rati 95 1990 ad1989 OOONONCOLO SANGE alorac S. W. 1041. Mon huiun OKOLOVOJOKOHË UMUMONONUIUIUIUIUIUIUIUIUIUMINIONI БДОДОЛЕЛО, QVOLOVOU 154 pa da pogled mod Sen d baix itd d ishodz di and nim sir wo mad mag chim gad Sad oot márdot san od ovius uego had no im 100283 0 mmollo& itong, and duo Sabliss ed ut id du ang and buedenis dsiat foot dun 314123796 di 36 taldear som sid, somiar Zweiter Theil. big ( 30) Sp Lieder, welche zur christlichen Sittenlehre spre mammor 39019 071at Ansi nast 9199 smis gehören. -dadis id veriblando dnu nohu daduridn'disar autant pillion mode ist fl4357 350 2010 17 22) Von der Buße und Bekehrung. -730- TARG Der 51. Psalm. CAMER 1190 Sünden, so werd' ich weiß wie Schnee und Wolle seyn. Laß aber auch des Glaubens Freudigkeit mich, wie zuvor, brinnach der Met. des 84. Lieds.eu 281. Sy im innern Grunde es müſſe nun kein Schrecken, Furcht und Leid, der Seelen Ruh' und Wonne nicht mehr stören. 5. Sieh' meine Sünd', o Herr, nicht weiter an. Ach, streiche sie ganz aus in deinem Buche, und züchtige mich, der ich Gnade suche, nicht mehr, als es dein Knecht ertragen kann. Schaff aber auch ein reines Herz in mir! gieb mir den neuen Geist, der dich erwählet, und mach' ihn fest, damit dein Knecht vor dir nie wies derum der rechten Bahn verfehlet. m.7910 i 200 mid, Rid nit # 1057 deiner großen Huld, und tilge durch dein göttliches Erbarmen die Sünden eines tiefgebeugten Urmen: wie schwer sind sie! ach tilge meine Schuld! Gott, wasche mich von meiner Missethat und rein'ge mich vom Unflath meiner Sünden, du siehst, wie sehr er mich beflecket hat, ach, laß mich Reinigung und Gnade finden. 2. Ich fühle, Herr, mit Scham, mit Reu' und Weh' die Missethat und ihre ganze Größe: denn, ach, dein Geist hält meine Schand' und Bröße mir immer vor, wo ich nur geh" und steh': an dir alleir, o Gott, vergriff ich mich, du sahest es, und solltest du es rächen, so müßte man, so mußt id) selber dich ganz frei und los von allem Unrecht sprechen. 3. Von Jugend auf bin ich durchaus verderbt; mir war bereits, da ich unwissend lebte und annoch Eaum in Mutterleibe webte der Sünden Gift und Krankheit angeerbt. Du aber liebst des Herzens Reinigkeit, ach, gieb sie, laß in meinen Finsternissen das Licht mich sehn, das sie allein zerstreut: laß mich die Weisheit im Verborgnen wissen! 4. Ich bin Ausság'gen gleich ein Grául, unrein! Laß des Versöhnbluts Kraft mich, Herr, empfinden, ver zeih und wasche mich von meinen 16. Verwirf mich doch von deinem Untlig nicht entreißt mir nicht das Siegel deiner Gnade, den heil'gen Geist, laß ihn auf deinem Pfade mich leiten, nie vertósche mir fein Licht! erweck' in meinem Herzen Fröhlichkeit durch deine Hülfe, gieb den Geist der Freuden, der unterstug' und mache mich bereit, was die mißfällt, mit allem Ernst zu meiden. 7. Ulsdann wird sich noch mancher Sündenknecht, wenn er mich sieht, zu dir, o Gott, bekehren; mein Beis spiel wird ihn deine Wege lehren, nur mache du mich Sünder erst gerecht. Auch siehe, wie mich meine Sunde drückt; doch wirst du sie, mein Heiland, mir vergeben, so werd' ich gang durch deine Huld beglückt, dein Recht und Heil vor aller Welt erheben. Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 155 dy 909228 8. Eröffne meine Lippen, daß ich| derlich. Dein will ich ewig seyn. kann, Herr, deiner Gnade Ruhm mit Gott, erhöre mich! not stand zu Dank erheben! dir wollt' ich Opfer ps2 thodi mi und Brandopfer geben, jedoch dein Auge hat nicht Lust daran. Ein Herz, zermalmt durch Reue, und ein Geist, zerknirscht durch Kummer über seine dump Der 95. Pfalm. da bodo Sünden, und der mit Macht sich eitler 283. Lust entreißt, sind Opfer, die dein gnädig uge finden. Strict of 9. Nach deiner Huld befördre Sions Wchl; sey ihm geneigt, und baue Salems Mauern; den Frieden deiner Stadt laß ewig dauern, und mache fie stets deines Segens voll. Erhalte teine Kirche selber rein; laß deinen Geift sie immer mehr beleben. Laß, Heiligster, uns vor dir heilig seyn, und alles dich mit frohem Muth erheben! 1 Die Aus dem 143. Psalm. Nach der Mel. des 8. Lieds. err! mein Gebet 282. Hun einer Wahrheit Het! um willen du bist an Gnade reich, und wirst mein Teufzen stillen. Ach, gehe in's Gericht doch nicht mit deinem Knecht, vor dir, o Herr, ist ja kein Sterblicher gerecht. uamini 2. Die Größe meiner Schuld schlågt meine Seele nieder. Beschámt empfind' ich sie; o tröste du mich wieder, daß mir der Ceele Schmerz nicht alle Kraft verzehrt. Wer ist, der außer ir, mir wahren Trost gewährt? 3. 3u dir, o treuer Gott, erheb Mein Heil ich Herz und Hände. steht nur bei dir: o, daß ich Hülfe fande! für Recht laß Gnad' ergeh'n! ich hoffe, Herr, auf dich. Beig mir den rechten Weg; denn nach dir sebn' ich mich. apa ada 4. Ich will, o stárke mich! ich will die Sünde haffen. Auf deine Hülfe nur will ich mich, Gott, verlassen. Nur das, was dir gefällt, werd' auch von mir gethan. Führ' mich durch deinen Geist auf dieser ebnen Bahn. 5. Beruhige mein Herz um meines Mittlers willen. Laß seines Opfers Trost auch mein Gewissen stillen. Du bist die Liebe selbst, ganz unveránGER 07: 2008 Neue Mel. oder nach der Mel. des Pf. rundt mania chi 283. GES pion rhebt, erhebet Gottes Ruhm! frohlockt in ſei12 nem Heiligthum, mit allgemeinem Jubeltone! besinge du, erwählte Schaar, wie herrlich und wie offen= bar, sein Schuß und Segen bei uns wohne. 2. Nur unser Gott ist groß von Kraft, der alle Majestäten schafft, und über alle Götter siget. Er ist's, der alles sieht und trägt, was je der Erden Abgrund begt, und der den Bau der Berge stuget. 3. Das weite Meer und trockne Land, sind Werke seiner Ullmachts: hand, die uns auch, was wir sind, verliehen. So heiligt ihm denn, was ihr seyd, und danket voller Brünstigfeit dem großen Schöpfer auf den Knien! Dunge 4. Denn er ist unser Gott und Heil, wir sein erkauftes Volk und Theit, und Schafe seiner Weid' und Pflege. Drum, wenn ihr seine Stimme bort, wenn sie euch heute lockt und lehrt: so send doch nicht verstockt und tráge! 1 poime 5. O merkt, was sein Erbarmen spricht: verhärtet eure Herzen nicht, wie eure Båter in der Wüsten. Sie schau'ten, was mein Urm vollbracht, versuchten dennoch meine Macht, und reizten mich mit ihren Lüften. 6. Ihr rohes Herz blieb doch ver rucht, und war mit ihnen meine 3ucht wohl vierzig Jahr umsonst beMOTOMOTOROLLORONTO alalalalal lataus Ite1* M' S JAVAVAKAKOJOJOJOJOJOKE varavovareIALA 10101001OMONIMUO MONIC LOWOWOWOWOWOW 156 Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. mühet. So fahrt denu, sprach ich,| und vor deinem Heiland fliehest, desto nur dahin in eurem blird' und tollen mehr wächst dein Gericht: o, wie Sinn, weil ihr doch meine Wege fliehet! wohl ist dem gerathen, der selbst riche tet seine Thaten! de dem 7. Bar sonsten meine Langmuth groß: fo brach mein Zorn doch endlich los; weit sie sich nicht bekehren wollten. Da schwur ich einen theuren Eid: daß sie zu meiner Herrlichkeit und Ruhe nicht gelangen sollten. 5. Drum ergieb dich seiner Güte mit demüthigstem Gemüthe; Christus nimmt die Sünder an: ehre ihn als deinen Meister, fliehe alle blinde Geis ster, und erwähl' die rechte Bahn; so wirst du den Heiland finden, der dich frei macht von den Sünden. - Mel. Liebster Jesu, Troß der D. 284. A uf, o Sünder! 19H13 laß dich lehren, komm, den großen Gott zu hören, fáume keinen 6. Komm, bei ihm hinfort zu blei ben, laß dich nichts zurücke treiben, wenn dich lockt die arge Welt, bleibe, wenn du bist gekommen, danke, wenn du aufgenommen, thue, was ihm wohlgefällt: der hat seiner Gnaden Pfände, wer beharret bis an's Ende. 7. Willst du nur am Hören hans gen? Nein, du mußt weit mehr er langen, durch den Geist, der alles schafft; ruf zu dem, der ihn will geben, daß du könnest christlich leben, angethan mit Glaubenskraft; noch scheint dir die Gnadensonne, und verspricht dir heil und Wonne.e Augenblick: komm bald, an dem frühen Morgen, komm nur ohne Furcht und Sorgen, halte dich nicht selbst zurück! Gott hat lauter Heil und Segen dir, dem Sünder, mich zu wahren Reben, Frucht zu bringen immerhin: daß ich dieser Frucht genieße, wenn ich meinen Lauf beschließe. Gim 8. Uch! so öffne mir das Herze, daß ich nicht mein Heil verscherze! Jesu! gieb mir deinen Sinn: pflanz' in meinen Geist dein Leben; mache vorzulegen. 2. D, das ware großer Schade, so du wartest, bis die Gnade als die Gonne untergeht! komm am Tage 285. Schenkinder, schaffet Nach der Mel. Des 29 Lieds. chaffet, Mene dieses Lebens, hör' die Warnung nicht vergebens, da dir noch zu rathen steht: femm, weil du sie heut' noch hörest, daß du die Gefahr nicht mehrest. 3. Scheu' dich nicht, wenn's andre merken; Gott ist's, der nach deinen Werken, nicht nach andrer Urtheil fragt. Lerne, will man dich verleiten; alle Menschenfurcht bestreiten; fey getrost und unverzagt: sich der böfen Welt entfernen, heißt, die wahre Weisheit lernen. das eure Seligkeit: bauet nicht wie sichre Sünder auf die ungewisse Zeit; unver weilt bekehret euch, ringet nach dem Himmelreich, und bemüht euch, hier auf Erden heilig, selig dort zu werden. 2. Doch soll dieses recht geschehen, o, so müßt ihr Fleisch und Blut, Welt und Satan widerstehen, nur was Gott, das höchste Gut, von euch fors dert, muß allein eures Lebens Richt schnur seyn. Es mag eurem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen. 4. Schrecket dich bie Macht der Sünden? Ei, du kannst noch Gnadefinden; er, dein Gott, verstößt dich nicht. Doch je tánger du verziehest, 3. Selig, wer im Glauben kắm. pfet, selig, wer im Kampf besteht, wer des Fleisches Lüfte dámpfet und. Zweiter Theil. den Reiz der Welt verschmåht! unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem 286. Frieden nach; wer den Himmel will ererben, muß erst seinen Sünden sterben. Von der Buße und Bekehrung. 157 Nach der Mel. des 7. Lieds. mich noch deine ott! bif mir, daß ich Buße thue, weil Stimme lockt. Bewahre mich vor falscher Ruhe, dabei das Herz sich leicht verstockt, wenn du selbst das Gewissen rührst, und zum Gefühl der Sünden führst.d 2. Du willst nach deiner großen Búte nicht eines eing'gen Sünders zod; drum weckst du oftmals sein ( Semüthe, zu fühlen seine Sündennoth. Wohl dem, der deine Stimme hört, und redlich sich zu tir bekehrt.1, 3. Den rettest du von dem Verderben; nimmst seine Buße gnådig an; machst ihn zu deinem Kind und Erben, daß er frohlockend rühmen. kann: wie groß ist Gottes Vaterhuld, er tilget meine Sündenschuld. 1 4. Werdet ihr nicht standhaft ringen, sondern tråg' und lässig seyn, eure Neigung zu bezwingen: wie kann euch der Sieg erfreu'n? ohne tapfern Streit und Krieg folget nie Triumph und Sieg: nur den Sieger schmückt zum Lohne unverwelkt des Himmels Krone. 5. Sich voll Leichtsinn stets zer: streuen, thun, was Fleisch und Welt uns heißt, und den Kampf des Glaubens scheuen, ist der Welt, nicht Christi Geist. Wer ihn wünscht zu haben, kann auf der Tugend rauher Bahn nicht in sicherm Stolze leben, und den Lüsten sich ergeben. 6. Brünstig beten, allzeit wachen, die Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt sich bemühn, selbst beim Spott und hohn der Welt das zu thun, was Gott gefällt: dieses wollen, und vollbringen heißet nach dem Himmel ringen.d 7. Drum entreißet euch den Lüsten, die ihr noch gefesselt seyd, und bewei: set euch als Christen, muthig, stand: haft in dem Streit. Schont der liebsten Neigung nicht, wár' es auch die schwerste Pflicht; und denkt oft an Christi Worte: dringet durch die enge Pforte. 4. Collt' ich die Güte denn ver: achten, die mir noch Kraft zur Bessrung reicht? Vom Troste leer, muß der verschmachten, von dem, Gott, deine Gnade weicht. Sie aber weicht von dem zulegt, der frevelhaft gering sie scháste 210 2091 dina tofa 9. Gieb mir Wollen und Volll rin gen, Muth und Kräfte zu dem St eit, und verleih' Beständigkeit. Beige mir von deinem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe, und also zum Himmel dringe. 5. So gieb, daß deiner Gnadentockung, to Gott, mein Herz stets offen sey! damit mich ja nicht die Verstockung, wenn ich mein Leben ohne Reu' im Sündendienste zuge= bracht, zu deinem 3orngefäße macht. 6. Sich bessern ist der Weg zum Leben, drum laß mich in der kurzen Frist, die du zum Heile mir gegeben, und die für mich so wichtig ist, nur dafür sorgen, daß mein Geist dem Sündenetend sich entreißt. 8. 3ittern will ich vor der Sünde, und dabei auf Jesum ich seinen Beistand finde, in der Gnade, seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ja, mein Heiland, ach! geh nicht mit mir Urmen ins Gericht: gieb mir deines Geistes Waffen, meine Celigkeit zu schaffen. 7. Verleihe mir dazu die Gnade, die uns vom Súndendienst befrei't, und leite mich selbst auf dem Pfade der christlichen Rechtschaffenheit! wie feiig bin ich dann schon hier! wie glücklich einst, mein Gott, bei dir! Nach der Mel. des 81. Lleds. I 287. Dir allein hab' ich gefünz digt, bei dem ich Gnade such'! ein gerecht Geset verkündigt jedem Uebertreter Fluch. und was kann vor seinem Schrecken, Richter aller Welt, mich decken? ONONOOTORCORE avalar S. W. 1041. Onunu OKOLOKOLOVANÉ UnumararenUIU Mercicio ONGKONGIORNI. LOWOWOU OVOLO Te Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 2. Kann ich deinem Arm entfliehen?| manchen schweren Sorgen machtest Du bist allenthalben nah. Flöh' ich, du mein Herze frei! was mir nugte, dir mich zu entziehen, himmelan: so gabst du mir. Aber ach, wie dankt' bist du da. Stürzt' ich in die Tiefe ich dir? O, wie hab' ich so vermessen nieder, deine Rechte hält mich wieder. deines Bohlthuns 3weck vergessen! 3. Herr, ich flieh in deine Hände! außer dir ist keine Ruh'. Dein Erbarmen hat kein Ende: wer ist gnå diger, als du? Du bist Gott und Fannst vergeben: ach, vergieb und laß mich leben! comme 4. Groß sind meiner Sünde Schulden, ihre Past ist mir zu schwer. Sa, wenn langer mich zu dulden deine Langmuty můde war'; müßt ich, würdest du nur winken, in des Todes Nacht versinken. 5. Mich für straflos zu erklären, reichet nicht Bedaurung zu. Und zerflöff mein Herz in Zähren, fånd ich darum doch nicht Ruh'. Können eines Sünders Thránen, dich, o Heiliger, versöhnen? 6. Gottversöhner, dein Erbarmen, dein für mich vergoff'nes Blut, und dein Tod erlös't mich Armen, heilet mich und giebt mir Muth. Dein Verdienst ist's, was mich decket, wenn mich dein Gerichtstag schrecket. 7. Rette mich von meinen Sünden; schaff' ein reines Herz in mir! laß bei dir mich Ruhe finden; zich mich immerdar zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein Erlöser, dir zu leben! Re Or Nach der Mel. des 29, Lieds. ochster! denk ich an die Nach der Mel. des 284, Lieds. 288. Gute, die du mir bis 289. Liebster Jeſu, Troft der Herzen! Stiller banger Sündenschmerzen! einzig wahres Heil der Welt! wenn ich bei mir überschlage, was für Sündenschuld m ich trage, die des Höchsten Buch entb gen betrübet. go tipt dhált: ach! so kann ich nicht ersehen, 2. Alle meine Seelenkräfte, meine wie ich künftig soll bestehen. her erzeigt: o, so wird mein gang Gemüthe zu der tiefsten Schaam gebeugt, daß ich dich gering geschäht, dein Gebot hintangefegt und dich, du mich geliebet, mit Vergehunder Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines Dienftes fertig seyn. D, wie hab' ich sie entweiht! ach! zur Ungerechtigkeit und zum schnöden Dienst der Gunden ließ ich mich oft willig finden. 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt' ich ja die Sünde fliehn; und um Rettung von dem Schaden meiner Seele mich bemüh'n. Deine Güte lockte mich oft zur Buße, aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte mich selbst zu verstocken. 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie Gott, mein Vater! zürne nicht! dir 5. Uch! an dir hab' ich gesündigt, hab' ich oft aufgekündigt meine schuld'ge Kindespflicht. Uch vergieb, was ich getban! nimm mich noch erbarmend an! Führe mich vom Sündenpfade schnell zurück durch deine Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich auf's neue! gieb, daß mein beschwerter Geist deiner Baterhuld sich freue, die dein tröstend Wort verheißt. Was dein Sohn auch mir erwarb, da er für: die Sünde starb, Fried' und Freude im Gewissen: ach, das laß auch mich genießen! med e 7. Stårke selbst in meiner Seeler) den Entschluß, mich dir zu weihn. Sieb, daß keine Kraft mir fehle, folg sam deinem Wort zu seyn. Stebe mir stets machtig bei! mache du mich selbst recht treu, dich zu lieben, dir zu leben. Ewig will ich dich erheben. Spis 2. Von Geburt bin ich ein Súnder, und nach meinem Thun nicht minder: meiner Seele wahre Zier, Gottes Bild, hab' ich verloren, ich bin Fleisch von Fleisch geboren; und nichts Gutes wohnt in mir; was ich in dem Herzen finde, was ich thu', ist lauter Sünde. drar o அவ Zweiter Theil Von der Buße und Bekehrung. 159 muß ich auch hier viel büßen. 1 3. Herr, wohin soll ich mich wen| so fahr' hier fort, nur schone dort, den? Was kann meinen Jammer enden? In mir find' ich nichts, als Noth keinen Trost im Weltgetüm: met; oben schrecket mich der Himmel; Satan spricht von Fluch und Tod; und mich dùnkt, daß selbst die Erde 5. Vergiß die Schuld! Gieb mir Geduld, und ein gehorsam Herze, daß ich mein Heil, mein bestes Theil, durch Murren nicht verscherze. 6. Verfahr' mit mir, wie's dünket nur wollst du mich nicht ewiglich von deiner Gnade scheiden. über mir zum Klåger werde. Sndbidir: du stärkst mich, es zu leiden! 14. Uch! dein ängstlich Sündenbußen, und dein theures Blutvergießen, Jesu, tomme mir zu statt! sey mein Helfer und Berather; sprich für mich vor deinem Vater; tilge meine Misfethat! wolltest du für Menschen dulden; ach, so tilg' auch meine Schulden! 7. Das thust du nicht, mit 3uversicht kann es mein Glaube hoffen; durch Christi Tod, steht ja, mein Gott, auch mit der Himmel offen. 8. Herr Jesu Christ, mein' 3uflucht ist das Kreuz, an dem du stare best; und mir zu gut mit deinem Blut die Seligkeit erwarbest. 5. 3war ich muß vor Gott geste: hen, daß ich gröblich mich versehen, und verdient der Sünden Lohn. Uber, Herr, ich komme wieder; fall' in tief= ster Demuth nieder, so wie der verlorne Sohn, bitte, seufze, fleh' mit Thránen: Vater, ach, laß dich versöhnen! 16. Ist im Himmel größ're Freude, wenn ein Sünder kehrt mit Leide wie der zu der rechten Bahn, als um neun und neunzig Fromme: ach, so werde, wenn ich fomme, mir auch gnädig aufgethan ich will mich forthin bez streben, beffer, als bisher, zu leben. 7. Weg, ihr vor'gen Sündentriebe! weg, o Welt, mit deiner Liebe! Jesus ist nun alles mir. Ohn' ihn war ich gang verloren; durch ihn bin ich neu geboren, in ihm leb' ich für und für, in ihm will ich selig sterben, durch ihn auch den Himmel erben, boilijono 2. Mich drücket eine schwere Last; find oud nimm sie von meinem Herzen, du, it Nach der Mel. des 10, Liedstader du mich versöhnest hast, am Kreuz o 290. A och, Gott und Herr, mit Ungst und Schmerzen, damit ich nicht mit Leid und Weh in meinem Elend untergeb' und ewiglich verzage.. wie groß und schwer find meine vielen Cúndent wie drückt mich doch des Elends Joch! wo fann ich Hülfe finden? dragastsutt 82. Floh' ich gleich weit vor Ban gigkeit hin an des Erdreichs Enden, der Angst und Pein befreit zu seyn: würd ich sie doch nicht wenden. 3. Ja, herr, wenn mein erweck ter Ginn, an mein Betragen denket, fo fink' ich fast vor Angst dahin; die Sünde drückt und tránket, und schrecket mich. In dieser Pein, würd' ich gewiß verloren seyn, wenn ich dein Wort nicht hätte. 3. 3u dir fleh' ich, verstoß' nicht mich, der ich's so sehr verdienet 2ch geh' doch nicht; Gott, in's Gericht! dein Sohn hat mich verfühnet. G So14. Coll's ja so seyn, daß Straf' und Pein auf Sünde folgen müssen: 4. Weit aber dies dein Wort mir saat: auch, Sünder, du sollst leben, wer weinend seine Schuld beklagt, dem will ich sie vergeben, ja, weil du alle Huld verheiß'st dem, der sich 9. Dies tröstet mich, und ob auch sich mein Leib und Seele scheiden, so werd' ich dort, bei dir, mein Hort, ererben ew'ge Freuden. 10. Gott Ehr' und Ruhm! sein Eigenthum bleib' ich in Jesu Namen. Sch zweifle nicht, mein Heiland spricht: wer glaubt, wird selig, Amen. Nach der Mel des 6 Lieds. Herr err Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden! ich komme mit gebeugtem Muth, mühselig und beladen; da das Gefeß, das mich verklagt, und das Gewissen, das mich nagt, mich armen Sünder schrecken. 291. wind Sting + nes) HONOROFFOTOOOOR Nolalala lotereyM'S NAJAVAVAJONINIAINING une UUUUUUTONOMORO MONITO 160 Zweiter Theil. Von der mit zerknirschtem Geist, im Glauben zu dir nahet. - 5. So komm' ich, Herr, denn auch zu dir in meiner Noth mit du kennst mein Leid, ach hilf du mir, verschmähe nicht mein Sehnen! ver: gieb mir, Herr, genadiglich, was ich, ich Frevler, wider dich von Jugend auf begangen. damed 6. Uch perr! erbarm' dich meiner doch um deines Namens Willen. Mich angstigt mein Gewissen noch, du fannst sein 3agen stillen. Laß mich, von allen Sünden rein, nun ganzlich dir ergeben seyn, in kindlichem Gehorsam. 7. Dein freudiger Beift stårk' mich im Fleiß; heil' mich durch deine Wunden, mich tröste noch rein To: desschweiß in meinen legten Stunden, und führe mich, wenn dir's gefällt, mein Beiland, selig aus der Welt, zu jenen Auserwählten. Met. Allein zu dir, Derr Jesu. 292. J Ich ch scháme mich vor deinem Thron, o Prüfer aller Her- zen! verschone doch, o Gottes= sohn! ich bin voll Sündenschmerzen. Erbarme dich, und nimm mich an; du bist's allein, der helfen kann. Geh' ja nicht mit mir in's Gericht, verstoß E mich nicht, indem mein Herz vor Angst zerbricht. Buße und Bekehrung. 2. Ach, wenn mein Herz zurückge= denkt, mit wie viel Missethaten ich fann es sich nicht rathen. Ich sundich von Jugend auf gekránkt: so digte voll Unverstand; dein Wille war das Böse wußt' ich allzuwohl; wie blind und toll macht' ich das Maas der Sünden voll! 3. Trieb mich die Bucht zum Gu ten an, hab' ich's doch wider Willen aus Furcht der Strafe nur gethan, zum Schein es zu erfüllen. So ging ich hin, so wuchs ich auf; so nahm ich in dem Lebenslauf an alter, nicht an Gnade zu; die Seelenruh' verschwand; dies alles sahest du. 4. Mit Trug und Lügen deckte ich des Herzens böse Tücke. Kein ernstlich Drauen schreckte mich; es zog mich nichts zurücke. Mein Zichten, Herr, verführte mich; in deinem Worte hort' ich dich, und achtete jedoch nicht drauf; mein Lebenslauf war ganz verderbt von Jugend auf. 5. Die Schuld ward mit den Jah ren groß, brach aus zu wildem Wesen gleichwie ein Roß, das zügellos, lief ich zu allem Bösen. Ich wuchs an Hoffart, Ueppigkeit, an Frechheit, Wollust, Troß und Neid, und meine schåndliche Begier zog mich von dir. Uch Sesu! ach, vergieb es mir. That, 6. Gedente nicht der Jugend Schuld; vergieb mein Uebertreten; trag ferner noch mit mir Geduld: erhör' mein ángstlich Beten! Lösch aus, Herr Jesut, durch dein Blut, und mach' mein Schuldregister gut; viel mächtie ger ist deine( Snad', als meine die dich so oft beleidigt hat. the That, 157. Hilf mir, von Sünden abzustehn, und durch ein heilig Leben den wabren Tugendweg zu gehn; dir will ich mich ergeben. Ich will durch deines Geistes Kraft, die Wollen und Bollbringen schafft, voll Reu' und Leid mich dir allein zum Dienste weih'n. Uch, laß es Ja und Umen seyn! var adel of athi and him Wach der Wel. des 37. Lieds. dop Konig beſſen Maje293. dugu hebet, dem Erd' und Meer zu Dienste sich über alles VOU Von der Buße und Bekehrung. 161 sprechen kann, so nimm ben legten Seufzer an: Gott sen mir Sünder gnädig! Zweiter Theil. steht, vor dem der Erdkreis bebet. Der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herrlichkeit, sehr groß und wunderthätig. Ich armer Mensch vermag nichts mehr, als daß ich ruf zu deiner Ehr': Gott sey BACHOS mir Sünder gnädig! m2. Hier steh' ich, wie der 3öllner that, beschämet und von ferne, ich suche deinen Trost und Rath: mein Gott! du hilfst ja gerne. Doch meiner Fehler große Zahl schreckt und verfolgt mich überall; mein Glaube ist nicht thatig: drum schlag' ich nieder mein Gesicht vor dir, du aller- 2. reinstes Licht! Gott sey mir Súnder gnädig! 33. Die Sünden, der ich mir be wußt, beschweren mein Bewissen: drum schlag ich reuend an die Brust, die Schmerz und Leid zerrissen. Ich, der ich mich von dir gekehrt, ich bin des Lebens gar nicht werth; doch weil du winkst, so bet' ich mit ganz zerknirschtem bangen Geist, der gleich wohl dich noch Vater heißt: Gott sey mir Sünder gnädig! der 4. Mein Vater! schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder: für die Welt genug gethan; durch den wir Gottes Kinder und Erben der Verheißung sind: der ists, bei dem ich Ruhe find': er ist ja stets gut: thätig. Drum fass' ich ihn und lass' ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht: Gott sey mir Sünder gnädig! 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott, und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, mach' meinen Glauben immerdar durch wahre Liebe thätig. Laßt sich dann noch viel Schwachheit sehn, so soll mein Herz mit Wehmuth flehn: Gott sey mir Sünder gnädig! Nach der Mel. des 201. Steds. 294. Wenn der Sünder hat den breiten Weg gewandelt, welcher mißhandelt, und den breiten Weg gewandelt, welcher zum Verderben führt: so er sich bes kehren wird, steht der Himmel wie. der offen, Friede wird mit Gott ges troffen, Buß' und Glaub' an Chrifti Blut machet alles neu und gut. 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade. Mir geh' es übel oder gut, gieb, daß es mir nicht schade. Und kommt mein Ende nun heran; so stárk' mich auf der Todesbahn, mach' mich von Sún: den ledig: und wenn ich nicht mehr Bei stets fortgesetten Sünden magst du keine Gnade finden, und kannst nicht vor Gott bestehn; tief muß dir zu Herzen gehn, was du Böses je begangen; um dem Guten anzuhangen, mußt du dich der Sünd' entziehn, sie wie Gift und Schlan. gen fliehn. 1300 bid 3. Seine Sünden stets bereuen, sich in Gott durch Christum freuen, ohne 3wang und Heuchelei, was der Wille Gottes sey, táglich prüfen, fröhlich üben, Gott und seinen Nach sten lieben, und im Guten niemals ruhn, ist des neuen Menschen Thun. 4. Dich zu diesem Stand der Gnaden sehr nachdrücklich einzuladen, brauchet Gott der Stimmen viel, hast du davon kein Gefühl? Siehst du nicht, o Mensch, die Werke seiner Langmuth, Gút' und Stärke? Zeigt nicht jede Kreatur ihres gut'gen Schöpfers Spur? 5. Doch viel heller ist die Klarheit, die sich zeigt im Wort der Wahrheit; komm, o Sünder, und vernimm Jesu, des Verföhners, Stimm'. Komm zu dieser Quell' der Gnaden; komm můhfelig und beladen; er sagt deiner Seele Ruh, er sagt dir Erquickung zu. 6. Jesu, Trost der müden Seelen! du kannst uns nicht nur befehlen; du schaffst selbst durch deinen Geist, in uns, was dein Wort uns heißt. Sey zu meinem Heil geschäftig; mache selbst dein Wort so kráftig, daß mein Herz dadurch gerührt, endlich wahre Buße spürt. 11 OOOOOOOOR lalalalalalalalalaltor'M S NANOVOKALOKOLOVJOLOG JMUMONUMUNU Coroana ONGIURGICU ONUNCIO 3weiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 162 Neue Mer oder nach dem 140. Pfalm. 2. Eile! Sodom lehret dich, wie der Herr so fürchterlich auf verstockte Sünder bliget: ein das 295. An dir allein hab sich schützet! auf! Gott rufet dich zu sich: eile, und errette dich! ich gesündigt, und übel oft vor dir 3. Denke, daß es Schaden bringt, wenn dein schnödes Fleisch dich zwingt, nur nach seiner Luft zu leben, weil ihm stets wird Frist gegeben. Auf! Gott rufet dich zu sich: eile, und errette dich! gethan. Du siehst, was mir der Fluch verkündigt; sieh, Gott, auch 4. Die Verstörer deiner Rub', deine Sünden nehmen zu. Dein Gewissen wird beschweret, und der Strafe Maas vermehret. Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! meinen Jammer an. 2. Dir ist mein Seufzen nicht verbor: gen, und meine Thránen sind vor dir. Uch Gott! wie lange soll ich sorgen? wie lang' entfernst du dich von mir? 5. Deines Herzens pártigkeit steigt und wächst von Zeit zu Zeit. Súnden, die dich jetzt noch schrecken, wirst du bald mit Lust vollstrecken. Auf! Gott rufet dich zu sich; eile, und errette dich! 6. Was du Böses an dir haft wird sonst wie ein alter Uft. Dessen Krúmmen gleich zu ziehen, wird man sich umsonst bemühen. Auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! 7. Eile, denn es kommt der Tod! und wie groß wird dann die Noth, wenn man aus der Welt soll gehen, und vor Gott nicht kann bestehen! auf! Gott ruft dich noch zu sich: eile, und errette dich! Cate 3. Herr handle nicht nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich: laß mich dich finden, du Gott der Langmuth und Geduld. 4. Früh' wollst du mich mit Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit. Trost' mich um deines Namens willen; du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich freudig wallen, und lehre mich dein heilig Recht, mich thun nach deinem Wohl gefallen: du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du mir beizustehen, und leite mich auf eb'ner Bahn. Gott hört mein Schrei'n, er hört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. 296. S SE 9. Suche, wo du weise bist, was von dir versáumet ist, schleunig wie der einzubringen, und mit Eifer durchzubringen! auf! Gott ruft dich noch zu sich: eite, und errette dich! sicher seyn, und befreit von Furcht und Pein: schaffe, daß du dich 10.00 Vater der Barmherzigkeit! Gieb doch, daß die Gnadenzeit nicht von mir versäumet werde; führ' mich * selbst zu deiner Heerde! Vater, ach bekehrest, da du Gottes Stimme ich bitte dich: eile, und errette mich! horest! auf! Gott rufet dich zu úter! wird die Nacht 297. der Sünden, bald fich: cile, und errette dich. verschwinden? Húter! ist die Nacht 8. Brauch', ach brauch' die Gnadenzeit! denn es kommt die Ewigkeit wie ein starker Strom geflossen, der durch Damm und Deich geschoffen. Auf, Gott ruft dich noch zu sich; eile, und errette dich! under, willst du Nach der Mel. des 79. Lleds. Zweiter Theil.- Von der Buße und Bekehrung. 163 bald hin? wird die Finsterniß der widerstehn, und seine Lüste dåmpfen? Sinnen bald zerrinnen, womit ich umgeben bin. 2. Seh ich nicht das Rund der Erden helle werden, bei der Sonne neuem Lauf! so geh' doch zu meiner Wonne, wahre Sonne! auch in meinem Herzen auf! 3. Sind wir nicht im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung kom men ist? Und ich soll noch langer harren und erstarren, weil du mir so ferne bist? e stiner 4. Du hast ja, da du bist kommen, weggenommen alle Finsterniß und Nacht; willst du denn nicht mir, dem Deinen auch erscheinen, der nach deinem Lichte tracht't. - Ja, Sünder, es ist schwer; allein zu deiner Ruh' ist dies der eing'ge Weg. Und dem entsagest du? 3. Ist deine Pflicht von Gott, wie fannst du sie vergessen? Nach deinen Kráften selbst hat er sie abgemessen. Was weigerst du dich noch? ist Gott denn ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leisten kann? 4. Sprich selbst, gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und, seiner werth zu seyn im Glauben mich erfühne? Wenn du die Jugend übst, die Gott, dein Herr, gebeut, wem dienst du? Ringst du nicht nach deiner Seligkeit? nadald bonde vier 5. Was weigerst du dich noch, das 5. Beige mir in reiner Klarheit deine Laster zu verlassen? Weil es dein Uns Wahrheit: laß die Wolken sich ver- glück ist, befliehlt es Gott zu hassen. zieh'n; so werd' ich das Gute lieben, Was weigerst du dich noch, der Tue Demuth üben, und der Nacht Gegend Freund zu seyn? Weil sie dich schäfte flieh'n. 03 glücklich macht, befiehlt sie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbringen; sollt' er durch Ullmacht dich, ihm zu gehorchen, zwingen? Er gab dir die Vernunft; und du verläugneft sie? Er sendet dir sein Wort; und du gehorchst ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz; ich hab' es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Laster loszureißen; jest ist das Werk zu schwer. Doch diese Schwierigkeit, die heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Beit? 23 aplis 8. Je öfter du vollbringst, was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheu'st du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu seyn: um wie viel weniger wirst du dich morgen scheu'n'. 6. Herr! du winkst, und auf der Stelle wird es helle, sprich auch zu mir: werde Licht! und mein Licht soll vor den Leuten sich verbreiten. Dir ist's Ruhm, versag' mir's nicht! 17. Des Vernunftlichts schwacher Schimmer zeigt zwar immer unsers großen Schöpfers Spur; aber es kann Trost und Leben mir nicht geben, dein Licht, Jesu, thut es nur. 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wo sein helles Licht den Seinen soll erscheinen, muß ein freies Auge seyn. diellore 9. Jesu! sollen meine Augen etwas taugen, o, so rühre du sie an. Denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. le Nach der Mel des 8. Lieds. 298. Wil illst du die Buße noch, die Gott gebeut, verschieben: so schándest du sein Wort, und mußt dich selbst nicht lieben. Ist deine Besserung nicht deiner Seele Glück? Und wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? 2. Allein, wie schwer ist's nicht, sein eigen Herz bekämpfen! Begierden 9. Ist denn die Bus' ein Werk von wenig Augenblicken? Kann dich kein schneller Tod der Welt noch heut' ent= rücken? Ist ein Geschrei zu Gott ein Wunsch nach Besserung, und Angst der Missethat, die wahre Heiligung? 10. Ift's g'nug zur Seligkeit, des Glückes der Erlöften, wenn uns der Tod ergreift, sich sicher zu getrösten; ist das Bekenntniß g'nug, daß uns 11* HomomomoCOMORO LALALALO OVATOU Ttor'M S NAKAKAKALOKOLOKOLOKOLE UMuño) Unu PROCTO CONOCE 164 3weiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. die Sünde reu't; so ist kein leichter! Werk, als deine Seligkeit. 11. Doch fordert Gott von uns, die Reinigkeit der Seelen; ist keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehlen; ist dieses dein Beruf, Gott dienen, den du liebst; so zittre vor dir selbst, wenn du dies Werk verschiebst. Nach der Mel. des 8. Lleds. in12. Der Glaube heiligt dich. 3ft 299. Laß mich doch, o mein Mensch! dieser und du verschmähst des Geistes Got: tes Kräfte? Erschreckt dich nicht sein Wort? Giebt im verkehrten Sinn den Sünder, der beharrt, nicht Gott zulegt dahin? nidain die Buße nicht verschieben, die mir dein Wort gebeut! wie könnt' ich sonst mich lieben? Ist wahre Besserung nicht meiner Seele Glück? Dwer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? 2. Du, Gott, gewinneft nichts, wenn ich dir kindlich diene und deiner werth zu seyn, im Glauben mich erkühne. Wenn ich das Gute thu', das mir dein Wort gebeut, wem dien' ich? nur mir selbst, und meiner Seligkeit. 3. So süß ein Laster ist, so giebt's doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hast du dies Glück beschieden. Wer dir, o Gott, gehorcht, erwählt das beste Theil; wer dich, o Gott, verläßt, verläßt sein eigen Heil. 13. Hat Christus uns erlos't, damit wir Sünder bleiben, und, sicher durch ſein Blut, das Laster höher treiben? Gebeut uns Christi Wort nicht Tugend, Recht und Pflicht: so ist es nicht von Gott. Gott widerspricht sich nicht. bi 14. Noch heute, weil du lebst, und seine Stimme hörest, noch heute schicke dich, daß du vom Bösen kehrest. Begegne deinem Gott, willst du zu dei ner Pein dein hier versäumtes Glück nicht ewig noch bereu'n.nig id 15. Entschließe dich beherzt, dich selber zu besiegen; der Sieg, so schwer er ist, bringt göttliches Vergnügen. Was zagst du? Geht er gleich im Unfang langsam fort; sey wacker, Gott ist nah! und stärkt dich durch sein Wort.be te 19. Sprich selbst, ist dies kein Glück, mit ruhigem Gewissen die Güter dieser Welt, des Lebens Glück genießen, und máßig und gerecht in dem Genusse seyn, und sich der Seligkeit schon hier im Glauben freu'n? 16. Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und läßt dich sein Gefeß erst ihren Fluch empfinden, so widerstreb' ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 17. So süß ein Laster ist, so giebts doch keinen Frieden; der Zugend nur allein hat Gott dies Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott gehorcht, erwählt das beste Theil; ein Mensch, der Gott verläßt, verläßt sein eignes Heil. 18. Die Buße führt dich nicht in eine Welt voll Leiden; Gott kennt und liebt dein Glück; sie führt zu deinen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht, giebt Weisheit und Verstand und Muth zu deiner Pflicht. 4. Was weig're ich mich denn, das Laster zu verlassen? Weil es mein Unglück ist, befiehlst du es zu hassen. Was weig're ich mich denn, der Tugend Freund zu seyn? Weil sie mich glücklich macht, befiehlst du sie allein. 5. Die Buße führt mich nicht in eine Welt voll Leiden. Sie führet mich vielmehr, o Gott, zu deinen Freuden, macht meine Seele rein, fullt mich mit Zuversicht; giebt Weisheit und Verstand, und Muth zu meiner Pflicht. 6. Wahr ist es, es ist schwer, sein eigen Herz bekämpfen, Begierden widerstehn, und seine Lüste dampfen. Doch bleibt's ja meine Pflicht, und diese Schwierigkeit, die heute mich erschreckt, wird schwerer durch die Zeit. 7. Je öfter ich vollbring', was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheu' ich mich heute nicht, o Herr, dein Feind zu seyn; um wie viel weniger werd' ich mich morgen scheu'n. 8. Du reichst ja Kräfte dar, uns selber zu besiegen. Der Sieg, so schwer Zweiter Theil. Von der Buße und Bekehrung. 165 6. Heut' lebst du, heut' bekehre dich; eh' morgen kommt, fann's ándern sich! wer heut' ist stark, gesund und schön, kann morgen an dem Grabe stehn: stirbst du nun ohne Beff'rung bin, wie willst du dem Gericht entflieh'n? COMMO er ist, bringt göttliches Vergnügen; geht er im Anfang gleich nur noch sehr langsam fort, so bist du, Gott, mir nah, und stärkst mich durch dein Wort. 9. Wie schnell kann nicht der Tod mich dieser Welt entrücken! und Buß ist ja kein Werk von wenig Augenblicken. Ein Seufzer zu dir, Gott, ein Wunsch nach Besserung und Ungst auf Missethat, ist noch nicht Heiligung. 10. So gieb denn, weil ich noch, Herr, deine Stimme höre, daß ich mich ungesäumt von allem Bösen kehre, so darf ich nicht dereinst zu meiner andpar mus Mel. Beuch ein zu deinen Thoren. größten Pein mein hier versäumtes 301. Wie treu, mein Glück, wiewohl zu spát, bereu'n. guter Hirte, gehst du dem Sünder nach, der sich von dir verirrte, der, elend, krank und schwach, in sein Verderben läuft, wo deine f Hand den Urmen, nicht selber aus Nach der Mel. des 120. Lieds. o wahr ich lebe, spricht 300. S dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß er rechtschaffen sich bekehr', sich beffre in der Gnadenzeit, und mit mir leb in Ewigkeit. 2. Dies Wort bedenk', o Sünder, wohl! verzage nicht verzweiflungsvoll! du nimmst an der Erlösung Theil; hier findest du Trost, Gnad' und Heil: und Gott besiegelt's mit dem Eid; o felig, wem die Súnd' ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit, denk' nicht: zur Buß' ist's immer Zeit, ich will mich meines Lebens freu'n, und werd' ich dessen můde seyn, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ist es: Gott ist stets bereit zum Wohlthun, zur Barmber: zigkeit; doch, wer auf Snade Böses thut, und der Versöhnung theures Blut verachtet, seiner selbst nicht schont, dem wird, wie er verdient, gelohnt. 7. Hilf, o Herr Jesu! hilf du mir, daß ich mich glaubig nahe dir und mich bekehre unverweilt, eh' mich mein Ende übereilt, damit ich heut und jederzeit zum letzten Abschied sey bereit. 5. In seinem Sohne will dir Gott das Leben schenken für den Tod: allein, entdeckt sein Wort dir wohl, wer von uns morgen leben soll? Daß du mußt sterben, ist dir kund; verbor: gen ist die Todesstund'. Erbarmen, eh' er versinkt, ergreift. ed Sh 2. Wie tröstlich ist die Stimme, die alle Sünder lockt! ach, sprachest du im Grimme: weicht, Sünder, weicht von mir, ich will euch nicht erkennen! wer wollt' es unrecht nennen? Wer bist du? Wer sind wir? 3. Doch heißt dein Ruf uns kommen; und merken wir nicht d'rauf, ob wir ihn schon vernommen; so suchst Dein Herz, o Heidu selbst uns auf. land, brennt, daß doch das Schaaf zur Heerde zurückgeführet werde, davon es sich getrennt. 4. Nimmt nun der freche Sünder den Gnadenruf nicht an; so bist du viel gelinder, als man es denken kann. Sein Ziel verlängerst du, er kann noch Gnade hoffen, der Zugang steht ihm offen, er eile nur herzu. CONONOMOMONROOT HOOROKOR PLATA Alalous Ther'M S NAKAKAKALOKOJOJOJOJOKE ALA 1016 MONCITOS YOYONOVOU ON OUGL 166 3weiter Thell. 5. Liebhaber unsrer Seelen! mein Hirt! mein treuster Freund! was sollt' ich es verhehlen, wie wohl du es ges meint? Ich war auf meiner Flucht ein Raub der schnöd'sten Lüste; doch du hast in der Wüste mich huldreich aufgesucht. - Von der Buße und Bekehrung. Bußlied eines schwermüthigen Christen. 2010 Aus dem 6. Psalm. Mel. Mache dich, mein Geißt, bereft. 302. GE trafe nicht, o Heis ligster, mich in deinem Grimme. Höre, Herzenskündiger, meines Flehens Stimme! sende du Troft mir zu! reis mich aus den Nothen, ebe sie mich tödten. 2. Wird dies Herz im Grabe sich bens! todt kann ich dir kein Dank deiner Güte freuen? Gott des Ledich, weil ich hier noch lebe, danke lied weihen. Rette mich, daß ich bar froh erhebe. 201 6. Dein Wort schallt noch im Herzen, das mich zur Buße rief, als ich zu deinen Schmerzen den Weg zur Holle lief. Du aber brachtest mich von diesem breiten Wege durch Kreuz zum wahren Stege. Mein Hirt! ich preise vich. 7. Uch, daß ich deiner Liebe nur immer folgsam wär', nicht oft zurůcke bliebe, an Lieb' und Eifer leer; nicht, wie viel du gethan, mir oft entfallen ließe, da ich ja mehr genieße, als ich verdanken kann. 8. Run, Jesu! ich beklage den blöden Unverstand, und daß ich meine Tage so übel angewandt. Verstoß den Sünder nicht! mich reu't und schmerzt mein Schade, verwandle deine Gnade nicht in ein 3orngericht. 9. Für uns gemacht zum Fluche, gabst du dein Leben dar, daß so dein Eifer suche, was ganz verloren war. Ja, Nam' und That erweist, daß du, Herr, nicht vergebens das rechte Brot des Lebens, der Sünder Heiland seyft. 10. Das laß mich herzlich glauben, doch gieb mir selber Kraft, dem Heile treu zu bleiben, das mir dein Tod geschafft; und wie ich glaubensvoll aus deinem Ueberflusse zum wirklichen Genusse stets Gnade schöpfen soll. 11. Doch sollt' ich mich auf's neue, ich schwach Geschöpf, pergehn; so laß mir deine Treue, mein Hirte! nie entstehn, erweck' und führe mich, daß nichts von dir mich wende: so preis' ich sonder Ende als meinen Hirten, dich. 3. Nichts als deine Baterhuld kann mich glücklich machen. Uch, gedenk' nicht meiner Schuld! stårke du mich Schwachen. Schwachen. Heile mich, zeige dich, mir in deiner Gnade, Gott, du Gott der Gnade! 4. Wann wirst du mich doch er freu'n? Wann mir Trost gewähren? Táglich, Helfer, harr' ich dein und ich hab' in 3ähren meine Nacht oft durchwacht. Eil', Erbarmer, eile, deinem Knecht zum Heile! 5. Elend, tiefgebeugt bin ich und sehnet sich nur umsonst nach Friede. von Seufzen múde. Meine Seele Uch wie lang' soll ich bang', Heiland múder Seelen, trübe Stunden zählen? 6. Doch, o Seele, zage nicht! Gott verstößet keinen, der ihn fleht mit 3uversicht, er vernimmt mein Weinen. Nie vergißt Jesus Chrift seiner theu'r Erlds'ten, deß will ich mich trösten! 23) Vom Das Apostolische Glaubens201976 dann Lleds. bekenntniß. Nach der Mel. des 46. 303. Jhoch fey verehret, er, Ich glaub' an Gott; der der rechte Vater heißt, deß Da seyn die Natur mi lehret, und den die weite Schöpfun preißt. 2. Der in sich Seel ge sprach: es werde! und seiner Weisheit, Gut' und macht frohlockt der Himmel und die Erde, von ihm aus Nichts her: vorgebracht. 3. Un Jesum Christ, den Eingebornen des ew'gen Vaters, unsern Herrn, glaub' ich. Gott sprach: hilf den Verlornen, er kam, und half, und that es gern. 4. Er kam, und durch die Kraft des Höchsten gebar ihn einer Jung: frau Schooß. Er kam zu uns, als seinen Nächsten, und stellt sich unserm Elend blos. 5. O, was läßt ihn Pilatus leiden! wo ist ein Schmerz wohl, wie sein Schmerz! am Kreuze selbst mußt' er verscheiden, wie bricht ihm Pein und Schmach das Herz! indiscre 167 Glauben. 11. Auch an den Geist, der ehmals mächtig in Christi ersten Jeugen war, glaub' ich: noch stets ist er geschäftig, und mehrt der frommen Christen Schaar. 12. Die Kirche glänzt durch ihn auf Erden, in Glaub' und Liebe fest vereint, wie glänzend wird sie einst noch werden, wenn jene Klarheit ihr erscheint! 13. Blückselig, wer im Tod und Leben bußfertig Jesu fich ergiebt! ihm sind die Sünden all' vergeben, wie viel er ihrer auch verübt. 14. Laßt seinen Leib in Staub verwesen, er wird doch wieder auferstehn, vom Sündenschaden nun genesen, wie glänzend, wie unsterblich schön! 15, Den Herrn erblickt er mit Vertrauen, und geht zu seinen Freuden ein, sein Untlik wird er ewig schauen, und ewig voll des Lobes seyn. 16. heil'ger Gott! dein Wort ist Wahrheit; es ist allein die rechte Erleuchte mich durch deine Lehr'. Klarheit, und heil'ge mich je mehr und mehr! 6. So stirbt der Gottmensch und Nach der Mel. des 6. Lieds. bekämpfet im Tod das Reich der Fin: 304. Es ist das heil uns kome gedämpfet; dein Heil ist nun, o Mensch, gewiß. 7. Sein Leib wird zwar des Grabes Höhle, als ein erhaschter Raub, zu Theil, doch Jesu abgeschied'ne Seele bedenkt noch stets der Menschen Heil. men aus Gottes Die Werke helfen freien Gnaden. nimmermehr, der Bürd' uns zu ent laden. Der Glaube sieht auf Jesum Chrift, der unser Mittler worden ist; der hat uns Heil erworben. 8. Bald steht er auf! Sein Haupt erhebet er siegreich über Tod und Grab. Nun weiß ich, daß mein Heiland lebet, und troße siegreich Tod und Grab. 2. Da man, was das Gefek gebot; nicht völlig konnt' erfüllen, erschreckt' uns 3orn und große Noth, die Nies mand mochte stillen. Der Sünde 9. Er fährt gen Himmel, um zur Rechten des Vaters alter Herr zu seyn. Hier wacht er über seinen Knechten, daß hier sie einst mit ihm sich freu'n. 10. Uis Richter kommt er endlich wieder. Erschreckt, ihr Sünder! freuet euch, ihr Frommen! er führt euch als Brüder nun mit sich in sein ewig Reich. Macht nahm immer zu, nichts gab uns Sündern Trost und Ruh' beim Fluche des Gefeßes. 3. Und doch mußt' es erfüllet seyn: sonst mußten wir verderben. Drum stellt vor Gott sein Sohn sich ein, als Mensch für uns zu sterben. Der hat es ganz für uns erfüllt, damit den schweren 3orn gestillt, desf' Laft uns alle drückte. vajala ala l'MS TANAUAKALOKOJOJOJOKOVË UMUMUNUNUNU 1018 MOTOCIC 168 Zweiter Theil. 4. Da es durch den erfüllet ist, durch welchen wir genesen; so lern' und fasse wohl, o Christ, des Glaubens rechtes Wesen. Der Glaube spricht, du, Herr, bist mein, dein Tod muß dir das Leben seyn; du haft für mich gebüßet. 5. So glaub' ich fest, und zweifle nicht! dein Wort wirst du nicht brechen. Wenn alle Welt die Treue bricht: hältst du doch dein Versprechen. Wer glaubt an dich und wird getauft, dem ist die Seligkeit erkauft, der gehet nicht verloren. 6. Vor Gott gerecht sind die allein, die dies von Herzen glauben. Die Werke des Schein; ohn' lehrt, in Gottes Willen rubn, er lehrt, dem Nächsten Gutes thun, Geduld und Sanftmuth üben. ben wird er nie bleiben. Er 305. Hann kein Menſch Herr! Nach der Wel. des 8. Lieds. err! ohne Glauben 7. Wer bei Gott Gnad' erlanget hat, muß ihn vor Augen haben, daß er bei ihm sucht Hülf' und Rath; ihm dankt für alle Gaben, in seiner Furcht freiwillig lebt; des Fleisches Lüften widerstrebt; dies ist der Weg zum Leben. 10 8. Wer aber sicher gehet hin, thut, was ihm nur beliebet, lebt fort nach seines Herzens Sinn, den Lüften sich ergiebet; ruft Gott nicht an, daß er ihn führ', mit seinem Geist ihn stets regier', der läuft den Weg zur Hölle. 9. Den meidet jeder, der recht glaubt, bewahrt, was ihm gegeben; sieht zu, daß er das Fleisch betäubt: sehnt sich nach jenem Leben; dient seinem Náchsten; ehrt und preist in Chrifto Gott mit stillem Geist, es geh' ihm, wie es wolle. 10. Die Hoffnung wartet) still der Beit nach göttlicher 3usage, bestimmt zur Hülf' in unserm Leid dem Hochsten nicht die Tage. Er weiß wohl wenn's am besten ist, er, der der Seinen nie vergißt, und will, daß wir ihm trauen. 11. Verbirgt er je sein Ungesicht, das laß dich nicht erschrecken. Selbst wenn er schon dein Soch zerbricht, will er's oft nicht entdecken. Sein Wort laß dir gewisser seyn, und áng: Vom Glauben. stigt dich des Zweifels Pein; so laß dir doch nicht grauen. 12. Bon allen 3ungen sey gepreis't, um dieser Gutthat willen, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist! du selber wollst erfüllen dein in uns angefangnes Werk zu Ehren deiner Größ' und Stárk'! dein Name werde heilig! 13. Dein Reich komm', daß dein Wille mag, wie droben, hier geschehen! gieb unser Brot uns jeden Tag! verzeih', was wir versehen, als wir den Schuldigern verzeih'n! Bersuchung laß fern von uns seyn! Hilf uns vom Bösen. Amen. vor dir bestehen. Drum wend' ich mich zu dir mit demuthsvollem Fle hen. O zünde selbst in mir den wahren Glauben an, weil ich durch meine Kraft ihn mir nicht geben kann. 2. Dein Daseyn las mich, Gott, mit Ueberzeugung glauben. Nichts müsse mir das Wort aus meinem Herzen rauben: daß du dem, der dich sucht, stets ein Vergelter seyst, und hier und ewig ihn mit deinem Heil erfreust. 3. Wahrhaftig ist dein Wort. Laß mich ihm völlig trauen. Nie wanket deine Treu; laß mich darauf stets bauen. Gieb, daß ich dir in Glück und Unglück stets getreu, und dem, was du gebeutst, von Herzen folg sam sey. de 4. Laß mich, mein Jesu, dich im Glauben recht erkennen: dich, meinen Herrn und Gott, im Geist und Wahrheit nennen. Laß mich im Glauben thun, was mich dein Wort gelehrt, daß dich Herz, Mund und That, als meinen Heiland ehrt. 5. Dein göttliches Verdienst sey mir, o Herr, stets theuer. Es fülle mich mit Trost; es mache mich stets freier vom schnöden Lasterdienst. Es starke mich mit Kraft zu deines Namens Ruhm in meiner Pilgerschaft. 6. Wie selig leb' ich dann im Glauben schon auf Erden! wie herrlich wird mein Theil dereinst im Himmel Zweiter Theil. Vom Glauben. 169 Obeweisen. werden dann schau' ich, was ich| laß mich allezeit des Glaubens Kraft hier geglaubt, in ew'ger Ruh. stårk' im Glauben mich, Gott meines Heils, dazu! - 8. Wohn' in mir durch den Glauben so, o du, der Deinen Starfe! daß ich, als dein Erlöf ter, froh auch auf dein Beispiel merke; und eifrig, 306. Gottes Sohn, Herr gleich wie du gethan, auf der mir D Jesu Christ, an wen abgemess'nen Bahn, Gott und dem Nächsten dienes soll ich mich wenden, daß man recht glaubt, und standhaft ist, steht nicht in unsern Hånden. hilf du mir von oben her, daß ich, gestärkt je mehr und mehr, recht und beharrlich 31 glaube. ont des ant 9. Insonderheit gieb mir die Kraft daß ich an meinem Ende, des Glau bens voll, die Pilgrimschaft mit Freudigkeit vollende. Steh' dann zu meinem Troft bereit, daß ich der Seelen Seligkeit, des Glaubens End erlange. 2. Komm dann und unterweise mich, daß ich den Vater kenne, daß ich mit freud'ger Ehrfurcht dich den Sohn des Hochsten nenne; daß ich zugleich den heil'gen Geist, den mir dein theu: res Wort verheißt, von ganzem Herzen ehre. 10. Dein ist's, was Gut's sich in mir find't; mit dir wird mir's gelingen; du wollst, was du haft angezünd't, zu vollen Flammen bringen. Dies fordert deines Namens Ehr', stårt meinen Glauben immer mehr, und krón' ihn durch das Schauen! d od 1 F 3. Laß mich dein großes Gnadenheil im rechten Licht erblicken; und mich dazu an meinem Theil mit allem Eifer schicken. Nur in dir find' ich Trost und Ruh' und ewig's Heil, der Weg bist du, die Wahrheit und das Leben. 4. O gieb, daß ich dein theures Wort recht tief zu Herzen faffe; daß ich mich nun und immerfort auf dein Verdienst verlasse; und wenn mich gleich mein Herz verklagt, ich dennoch auf dich unverzagt, als meinen Mitt ler, hoffe. 5. Doch laß auch meinen Glauben sich des Bluts, das du vergossen, nicht anders trösten, als daß ich, zu deinem Dienst entschlossen, durch seine Kraft die arge Welt, und was sich dir entgegen stellt, für Koth und Schaden achte. shingot Nach der Mel. des 119. Lieds. 6. Noch ist mein Glaube schwach und klein; oft kann ich ihn kaum merken. Wer hilfet mir? nur du allein; du kannst mich mächtig stårken; der nicht ein schwaches Rohr zerbricht, der nicht ein nur noch glimmend Licht auslöscht, wird sich erbarmen. 7. Gieb, daß ich Schwacher lediglich auf deinen Beistand sehe; und dann, mit Macht gestärkt durch dich, fest in dem Glauben stehe. Mit Früchten der Gerechtigkeit erfüllet, Nach der Mel. des 141, teds. Jürft! mend rufft du ja auch mir, den Frieden zu empfangen. Der Sünden Last ist mir zu schwer. O laß mein Herz von Trost nicht leer! laß es die Ruh' erlangen, die du dem tiefgebeugten Geist, der zu dir fliehet, selbst verheiß st. Wer tröftet mich, als du allein? Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Chrift, mein Troft und Licht! mein Troft und Licht! verwirf, verwirf du mich doch nicht. 2. Unbetend steh' ich, Herr, vor dir. Dein Untlik neige du zu mir, und sey mir Sünder gnädig. Wenn mein Vergeb'n um Rache schreit, fo mache aus Barmherzigkeit mich aller Strafe ledig. Der du am Kreuz gelitten hast! du trugest ja auch meine Last, als du zum Heil der Sünder starbst, und ihnen Gottes Huld erwarbst. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! ertöse mich durch deinen Tod. 3. Du, du bist meine Zuversicht: durch dich entflieh' ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden. Durch dich kann ich dem Fluch entgehn, und 307. h fomme, Friedensfürst! zu dir. ErbarFROTOLOTHONTESOROTON VololololoTOONS TOM S TAHOVAKOJOJOJOJOJOKOVE ANGKALALALA 16181OMUN CHORE 3weiter Theil. 170 mich mit Gott vereinigt sehn, und ew': ges Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil. Gieb mir an ſeinem Segen Theil. Er sey auch mir Beruhigung, und meines Lebens Heiligung. Herr Jesu Christ! ich hoff' auf dich, ich hoff' auf dich! in dieser Hoffnung stårke mich. 4. Mein ganzes Leben preise dich. Erlöst, mein Mittler, hast du mich, dein Eigenthum zu werden. Wenn ich dein bin, so fehlt mir nichts; nichts einst am Tage des Gerichts, nichts hier auf dieser Erden. Auf dieser Bahn zum Vaterland entzeuch mir niemals deine Hand. Zu deinem Dienste stärke mich, und laß mich siegen einst durch dich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! ein Leben sey mir einst der Tod. be om - 5. Ich Betrübter komme hier, und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden! daß dies Wort mich Nach der Mel. des 292. Lieds. 308. Auf dich allein, Herr trösten kann: Jeſus nimmt die Sünder an! Jesu Christ, soll mein Vertrau'n sich gründen, auf dich, der du mein Heiland bist, sonst ist kein Heil zu finden. Es ist kein Ret: ter außer dir, kein Mensch, kein Engel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen kann: dich ruf' ich an, du bist's, der helfen will und kann. 2. Erlöser! meine Schuld ist groß, sie reuet mich von Herzen. Erbarme dich und sprich mich los, durch deines Todes Schmerzen, weil du für mich genug gethan, nimmt Gott auch mich zu Gnaden an. So bin ich los der Sündenlast! mein Glaub' umfaßt dich, der du sie getragen hast. 3. Hilf, daß ich meines Glaubens Kraft durch wahre Lieb' erweise. Ja, mache du mich tugendhaft zu deines Namens Preise. Sey mir in meiner Nach der Mel. des 82. Lieds. Prüfungszeit ein Helfer voll Barm: 310. felbst durch deinen bitSeele herzigkeit; und naht die letzte Stunde sich, dann zeige dich in deiner Gnad' und rette mich. 250 Nach der Mel, des 47. Lieds. 309. Ju efus nimmt die Günder an! sagt doch dieses Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Wegen wallen! Vom Glauben. hier ist, was sie retten tann: Jesus nimmt die Sünder an..tdolga d 2. Keiner Gnade sind wir werth. Dennoch hat in seinem Worte er sich gnadenreich erklärt, und des ew'gen Lebens Pforte durch sein Blut selbst aufgethan. Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das verirrte: zeiget ihm die rechte Bahn. Jeſus nimmt die Sünder an. 4. Rommet alle, kommet her, kom met, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Súndern Gottes Kinder. Uuf! und laßt uns zu ihm nahn: Jesus nimmt die Sünder an. 6. 9tun, so hab' ich guten Muth. Sind schon meiner Sünden viele, macht doch dein Versöhnungsblut, daß ich ihre Last nicht fühle, und vers sichert sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 7. Nun verdammt mein Herz mich nicht. Will mich das Geseg verkla gen? Der mir einst das Urtheil spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann. Jesus nimmt die Sünder an! On 8. Jesus nimmt die Sünder an. Mich hat er auch angenommen, und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm fommen, und auch sterbend rühmen kann: Jesus nimmt die Sünder an! tern Tod aus des Abgrunds tiefster Höhle, aus der allergrößten Noth, fiegreich haft herausgerissen låff'st du mich Verzagten wissen; dieses predi get dein Wort, uns zum Trost noch immerfort. 2. Blindlings, als verirrte Schafe, eilten wir der Hölle zu; aber unsre Zweiter Theil. Vom Glauben. Gim Schuld und Strafe, treuer Hirte, trugest du; und nun rufst du allen Sündern: kommt! laßt euch die Welt nicht hindern! Euch heilt niemand, als nur ich. Herr, hier bin ich, heite mich. 3. Ich bekenne meine Sünden. Uch! ich irre weit und breit. Es ist nichts bei mir zu finden, als nur ungerechtigkeit. Besf'rung hab' ich oft ver: sprochen, und wie bald mein Wort gebrochen. Kaum erschreckt mich die Gefahr, die mir oft so nahe war. 4. Uch! ich mußte ganz verzagen, da die Sünden, welch ein Heer! mich vor Gott so laut verklagen, wenn dein theures Blut nicht wär! doch im Bund, den du beschworen, heißt's: wer glaubt, geht nicht verloren. Ewig lebt er; in's Gericht kommt nun der Versöhnte nicht. 5. Herr, ich glaube. Rette, rette! denn mich schrecket dein Gericht. Du starbst, daß ich Friede hätte. Hör' mein Schrei'n! verlaß mich nicht: 171 der Drangsal mir erwecken. Welch ein hart und banger Streit! Herr, laß da mich nicht erliegen. Hilf mir siegen! hilf mir siegen! wenn mein Fleisch mich selbst verklagt, hilf mir, daß es nicht verzagt. Deine 10. Hilf durch deine blut'gen Wunden; denn durch diese werd' ich heil. Durch die Qual, die du empfunden, ist nun Seligkeit mein Theil. Schmach und Dornenfrone stårke mich in Schmach und Hohne, und dein Blutschweiß, Schmerz und Tod tröste mich in jeder Noth. 11. Wie du mit dem Tod gerungen, steh' im leßten Kampf mir bei. Du hast ja den Tod bezwungen, daß auch ich sein Sieger sey. Dir, Herr! will ich fest vertrauen. Ich soll dort dein Untlig schauen. Muthig kämpf ich. Auf den Streit folgt, das weiß ich, Seligkeit. ach, gieb Troft, die Angſt zu lindern. 311. Jefus de mich mein Nach der Mel. des 82. Lieds. sieh an Gnaden! sieh donnert den dort dein Fluch vom Richterstuhl, bis hinab zum Feuerpfuhl. 6. Herr, durch deine Todesschmerzen heile meiner Seele Schmerz. Du, du Kundiger der Herzen, kennst ja mein zerbrochnes Herz. Dies mein Herz, von Ungst bedrånget, doch auch durch dein Blut besprenget, übergeb' ich, Jesu, dir. Nimm es gnädig an von mir. 7. Mach' es selber rein. Ich fühle, daß nichts Gutes in mir wohnt. Gutes se ich mir zum Ziele, Boses bin ich stets gewohnt. Nun kann ich mein Fleisch nicht zwingen; und das Gute zu vollbringen, hindert mich der Sünde Joch. Was ich nicht will, thu' ich doch. 8. Brich des Fleisches starren Willen, wenn es fühn den Aufruhr wagt. Auch an mir wirst du erfüllen, was du allen zugesagt. Du willst selber in uns leben, Kraft zu jeder Tugend geben, daß nun, von der Sünde frei, ganz das Herz dir eigen sey. 9. Oft wird auch der Hölle Schrekfen neue Furcht und Bangigkeit in Elend, meine Noth: laß dich's jammern, hilf dem Schaden! ach! er bringt mir sonst den Tod. Solltest du Erlöser heißen, und mich nicht dem Tod entreißen? Wie dein Nam', ist auch dein Ruhm! das erfährt dein Eigenthum. 2. Gottes ewiges Erbarmen, das in die sich zu uns lenkt, hat dich ein'gen Sohn den Urmen und auch mir zum Trost geschenkt. Uch, wie hoch bedarf ich deiner; Jesu: so gedenk auch meiner; denk' an mich, sprich nur ein Wort, o so weicht mein Jammer fort. 3. Ulle Worte deiner Lippen, alle Thaten deiner Hand, ja dein Leben von der Krippen, bis man dich am Delberg band; dein für uns geschmecktes Leiden, dein am Kreuz so schmerzlich's Scheiden ist, so hat es Gott versehn, zu der Sünder Heil geschehn. 4. Wenn die Hände sich nur reg= ten, war die Hülfe schon bereit, wenn die Lippen sich bewegten, schallte lauter Seligkeit; ach, sie hießen zu dir tommen nicht die Heil'gen, Starken, in einem TeL'M'S AVOKOLOKOLOIA enerun ononanononenO HO 172 3weiter Theil. Frommen; nur den Sündern riefen fie, die voll Urbeit, Ungst und Müh. 5. Jesus, sollt' ich's denn nicht wagen? sollt' ich denn zu dir nicht fliehn? Gollt' ich darum ganz ver: zagen, weil ich so verdorben bin? Nie verstießest du den Armen: meiner wirst du dich erbarmen; weil doch deine Gnad' und Huld größer ist als meine Schuld. is 6. Wo die Sünde mit Beschwerden also mächtig worden ist, da laß mir auch kundbar werden, wozu du geschenket bist! reiß mich los aus Sa tans brich der Hölle Band Herz und Sinn, Leib und Seel' und alles hin! Nach der Wel. des 8. Lieds. in Stückent nimm mein ganzesen 313. Herr: allerhöchſter Gott, bei dem wir 7. Mach' mich dir auf ewig eigen; führ' mich, wie es dir beliebt! lehr' mich meiden, leiden, schweigen! folgen, wie dein Rath mich übt! ach! so still' mein ängstlich Qualen, daß ich mit erfreuter Seelen dich hier preise in der Zeit und dort in der Ewigkeit. 312. Meer des Namens Nach der Mel. des 8. Lieds. ag doch der Spotter Jesu spotten. Dich, Heiland! bet' ich an; du kommst, sie auszurotten. Dein Kreuz ist Thorheit nur dem, der verloren geht; uns, die der Glaube stärkt, ist's Heil und Majestát. 2. Nur du, des höchsten Sohn, konnt'st uns mit Gott versöhnen, und uns mit neuem Recht zum ew'gen Glück belehnen. D! beides ist gleich groß, der Welt ein Schöpfer seyn, und eine Welt, die fiel, von ihrem Fall befrein! 3. Wer kann die Majestát der Lieb' und Großmuth fassen? als Sohn des Ewigen der Himmel Thron perlassen, sich selbst erniedrigen, einher in Demuth gehn, der Wahrheit Herold seyn, und sich verspottet sehn. 4. Die Wunder Gottes thun, und an das Kreuz geschlagen, mit himmlischer Geduld der Menschen Schulden tragen, um der zu seyn, der uns ein ew'ges Heil erwirbt; desf' Herz ist göttlich groß, der selbst für Feinde stirbt. - Vom Glauben. 5. Dies müsse mein Vertraun zu dir, o Herr! erwecken. Zu schwach, der Gottheit Rath vom Menschen zu entdecken, bet' ich der Liebe Macht, die ich nicht fassen kann, mit froher Zuversicht, doch auch in Demuth an. 6. Herr, deine Ewigkeit wird mir mehr Licht gewähren, und deine große Lieb' im Schauen mir erklären. Unendlich ist mein Heil! o Glaube, der erfreut! gelobet sey der Herr, gelobt in Ewigkeit. ben, und was uns núglich ist, allein zu suchen haben; o, sieh erbarmend mich in meiner Schwachheit an, weil ich, so wie ich will, dir nicht vers trauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, doch nur mit schwachem Glauben. Oft will die Zweifelsucht mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr, allein? Laß deine Hülfe doch von mir nicht ferne seyn! 3. D, reiche du mir selbst aus Gnade deine ånde! hilf meiner Schwachheit auf, daß sich mein Kummer ende. Ist schon, dem Senfforn gleich, mein Glaube noch sehr klein, so laß ihn doch bei mir im fteten Wachsthum seyn. 4. Gieb, daß die Zuversicht in meinem Geist sich mehre, daß du mein Vater seyft, und ich dir angehöre, daß alle meine Schuld von dir vergeben sey; damit mein Herz sich dein als seines Gottes freu'. 5. Mach' diese Zuversicht in mir, o Gott! so kräftig, daß ich mein Lebenlang in deinem Dienst geschäftig, und stets beflissen sey, zu thun, was dir gefällt: so hab' ich, Gott, in dirden Himmel auf der Welt. 6. Mein Heiland, der du einst für deine Jünger batest, und, wenn sie wanketen, beim Vater sie vertratest; o unterstug' auch jest mein sehnliches Gebet, und schenke Glaubenskraft dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlershand ist Heit und aller Segen. Herr, unterstüße Zweiter Theil. Vom Glauben. 173 nen Jesum nicht. A mich auf allen meinen Wegen, daß matte Herz nun bricht; lass' ich meis | ich des Glaubens Ziel, der Seelen Geligkeit erlange, und dich preis' in alle Ewigkeit. it 4. Dort auch lass' ich Jesum nie, hange stets an seinen Blicken; denn nach dieses Lebens Müh' leuchtet bort, mich zu erquicken, ewig mir sein Ungesicht. Meinen Jesum taff' ich nicht. 5. Weder Welt noch Himmel ist s, was mein sehnlich Herz begehret. Du allein, mein Jesu, bist's! denn für mich mit Fluch beschweret, wand. test du 3orn und Gericht. mein Jesu, taff' ich nicht. Dich, ut 2. Der Glaube, den dein Wort erzeugt, muß auch die Liebe zeugen. Je höher mein' Erkenntniß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht allein, er stärkt das Herz und macht es rein. 6. Dich, mein Jesu, halt' ich fest, taffe nichts von dir mich scheiden. Weh euch, die ihr sein vergeßt! ihr beraubt euch ew'ger Freuden! selig aber, der da spricht: meinen Jesum laff' ich nicht. 3. Durch Jesum rein von Missed you m that, sind wir, Gott, deine Kinder. Wer solche Hoffnung zu dir hat, der flicht den Rath der Sünder folgt 316. Wif Christi Beispiel, als ein Christ, und reinigt sich, wie er rein ist. 4. Denn ich bin dir, Gott, ange= nehm, wenn ich Gehorsam übe. Wer deinen Willen thut, in dem ist wahr lich deine Liebe. Ein täglich thátia Christenthum, das ist des Glauben Frucht und Ruhm. nd 5. Der bleibt in dir, und du in ihm, der in der Liebe bleibet. Die Lieb' ist's, die die Seraphim, dir, Herr, zu folgen treibet. Du bist die Lieb'; an deinem Heil hat ohne Liebe niemand Theil. Nach der Mel. des 26. Lieds. 314. Wer Gott, dein Wort nicht halt und spricht: ich kenne Gott, der lúget; in solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber dein Wort glaubt und hält, der ist von dir, nicht von der Welt. 315. Mnicht, da er ſich Nach der Mel. des 156. Lieds. Deinen laff für mich gegeben, sollt' ich nicht aus Dank und Pflicht, an ihm hangen, in ihm leben? er ist meines Lebens Licht. Meinen Jesum laff' ich nicht. 2. Jesus bleibt mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende. Ihm geb' ich zum Eigenthum ganz mich bin in seine Hände. Er ist meine Zuversicht. Meinen Jesum laff' ich nicht. 3. Wenn mein Auge schon ver lischt, Wang' und Lippen sich entfårben: mich kein Labsal mehr erfrischt; alle Sinnen mir ersterben; und das Mel. Herr hör', ach höre mein. SEFE ucht man die Freundschaft in der Welt nur en unter ſolchen die sich gleichen: weiß ich boch, daß sich Gott P gesellt zu denen, die ihn nicht # erreichen. Ist Gott schon alles. und ich nichts; ich Schatten, er die Quell' des Lichts; er noch so stark, ich noch so blode; er noch so rein, ich noch so schnode; er noch so groß, ich noch so klein ist er doch mein, und ich bin sein. ONONOOMOOOOOOOOO Naininin VALAIOUS 1to1'M' S NAVOVAKOJOJOJOJOJOJOJE PROMUNU TOTAL MOTORUNUNU ΥΛΟΠΟΠΟΙΟ 174 Zweiter Theil. Vom Glauben. 2. Mein gütiger Immanuel, mein 17. Auch wenn man, was ich habe, Mittler wußte Rath zu finden, mit nimmt; was ich bedarf, mir nicht meiner ihm entriff'nen Seel' sich den noch wieder zu verbinden. Mein treuster Freund, mein Jonathan, sieht meinen großen Jammer an. Er kommt, daß er mein Bruder werde, herab vom Himmel auf die Erde; mit mir ein Leib, ein Fleisch, ein Bein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. gewähret; wenn alles, wider mich ergrimmt, mich drückt, verfolgt, be raubt, entehret, gleich jenen Mårtyrern mich quált, zerfleischt, zerstums melt, und entseelt. Die Welt raub' alles! meinen Glauben kann ihre Wuth mir doch nicht rauben. So bleibet ja das Beste mein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. - 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, gewährt mir alles mit dem Sohne; nicht nur sein Kreuz, nicht nur sein Grab, auch seine Herrlichkeit und Krone. Was er geredet und gedacht: was er gebetet und gewacht; was er gehorchet und gelitten; was er empfangen und erstritten; auch selbst sein Fleisch und Blut ist mein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 4. Wie sich sein Uug' an mir vergnügt, so bin ich auch in ihm zufrie: den. Welch Band, das uns zusam: menfügt! von ihm auf ewig unge schieden, hat nun die Seele, wo sie ruht. Auch darf sie um dies höchste Gut nicht eifern, hadern, haffen, neiden; er náhrt uns allesammt mit Freuden. Die Welt nur kann der Neid entzwei'n; mein Freund ist mein und ich bin sein. 5. Er, er ist's, den ich mir erwählt! nur er ist meiner Seele Leben. Da er mich zu den Seinen zählt; so soll auch ich nach ihm nur streben. Ist er's nicht, der mich herzlich liebt? Ist er's nicht, der sich ganz mir giebt? Was kann ich mehr von ihm begehren? Was kann er besser's mir gewähren? Nun blendet ferner mich kein Schein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 8. Sein ist mein Leib, sein ist mein Geist, die er erschuf und auch erlös'te, hier beide schüßet, pfleget, speis't, bis er dort beide ewig tröste. Gesundheit, Stärke, Munterkeit, Wik, Scharfsinn, Muth, Entschlossenheit; selbst daß ich, was ich ron ihm habe, erkenn' und weiß, ist seine Gabe. Vom Undank hält er selbst mich rein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 9810 9. Sein ist mein Bürgerrecht und Ruhm. Er kam, von Sünden mich zu retten. zu retten. Ich hatte für mein Eigen. thum sonst, leider! nichts, als Schand' und Ketten. Doch hat er alle meine Last in seinem Kreuz auf sich gefaßt. Er gab mir Freiheit für die Bandez er selbst trug meines Frevels Schande, und seiner Unschuld Ruhm ward mein. Mein Freund ist mein und ich bin sein. 10. Nun zurn' und stürme jeder Feind! er soll mir doch nicht Ungst erwecken. und ist der Richter selbst mein Freund: wie kann das Weltgericht mich schrecken? Ob Erd' und immel bricht und fracht; ob Leib und Seele gleich verschmacht't; ob meine Glieder gleich verwesen! durch ihn bin ich vom Tod genefen. Was sollt' ich Tod und Grab noch scheun? Mein Freund ist mein und ich bin sein. 1500 6. Ohn' ihn ist mir das Leben Last: ohn' ihn der Himmel selbst kein HimNach der Mel. des 82. 2teds. mel. Durch ihn find ich in Arbeit 317. Eins ist Noth! ach Herr, Eine meine Rast, und mitten im mel. So viel Geräusch auch um mich sey! ohn' ihn ist's jde Wüstenei. Doch bin ich, wenn mich alle fliehen, wenn sich auch Brüder mir entziehen, zwar einsam, aber nicht allein. Freund ist mein und ich bin sein. Mein Seele doch! Auch beim schimmerreichsten Scheine ist sonst alles nur ein Soch, unter dem das Herz sich plaget und doch keine Ruh' erjaget. Alles aber wird ersegt, wenn dies Eine mich ergößt. Zweiter Theil. Vom Glauben. 175 2. Seele, willst du dieses finden:| dein Schaaf, versegt. Jesu! soll ich such's bei feiner Kreatur; laß, was irdisch ist, dahinten; schwing' dich über die Natur, wo der Gottheit Füll' erscheinet, mit der Menschheit fest vereinet. Da, da ist das beste Theil, da dein Ulles, da dein Heil. dich nur haben: was kann mich wohl süßer's laben? Wo ist, was mich mehr erquickt, als wenn dich mein Glaub' erblickt. diravans 3. So wollt' einst Maria wissen, was dies Einzige verhieß, als sie sich zu Jesu Füßen lehrbegierig niederließ. Ach, wie brennt ihr Herz, die Lehren aus der Weisheit Mund zu hören! sie vergißt die Welt und sich, sieht und hört nur, Jesu, dich. int 10. Drum sollst du mir nur das Eine, du nur sollst mein Alles seyn. Pruf und forsche, wie ich's meine, und tilg' allen Heuchelschein. Wenn die Welt bald lockt, bald höhnet, sich das Fleisch nach Eitelm sehnet; auch die Hölle stürmt und drobt, wähl' ich dich; denn Eins ist noth. do * P 4. So steht, Jesu, mein Verlangen Nach der Mel. des 35. Lieds. gang und einzig nur nach dir. Uch, 318. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! 0 ich an dir zu neige du dein Herz zu mir! wenn auch viele tråg' verweilen; brenn ich doch, dir nachzueilen. Jesu, Geist und Leben ist, was von deinen Lippen fließt. welch ein Glanz geht auf im Herrn! wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht! Stern Jacobs! sich nach deinem Licht mein Uuge sehnlich schmachten. Jesu! Jesu! schön und prächtig, groß und mächtig, reich an Gaben, über alles hoch erbaben! 5. Ja, mich reizt der Weisheit Fülle, die in dir verborgen liegt. Hilf mir nur, daß sich mein Wille ganz in deinen Willen fügt, daß die Demuth mich regieret, und zur rechten Weisheit führet. Mir entdeckt sich ihre Spur, kenn' ich dich, mein Sefu nur. 6. Nichts fann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein heilig köstlich Blut. Mir auch hast du, Herr, erworben, als du an dem Kreuz gestorben, meinen Schmuck, das reine Kleid gültiger 8 reine Gerechtigkeit. 7. Nun so gieb, daß meine Seele, Herr, zu deinem Bild erwacht. Mir bist du, den ich erwähle, auch zur Heiligung gemacht. Was nur dient zum wahren Leben, das ist mir in dir gegeben. Ach! entreiß' mich ganz der Welt, daß ich thu', was dir gefällt. 8. Herr, was soll ich mehr verlangen, da in dir mein Herz nur ruh't? Du bist einmal eingegangen in das Heil'ge durch dein Blut? hast mich meiner Band entbunden, ewige Erló fung funden, daß ich mich Gott freu: dig nah'n, kindlich Abba rufen kann. 9. Volle Gnuge, Fried' und Freude ist's, was meine Seel' ergoßt. Hirt, auf wie so gute Weide hast du mich, 2. Du, bier mein Leben, dort mein Lohn! Sohn Gottes und des Mens schen Sohn! des Himmels großer Konig! aus vollem Herzen preis ich dich: hab' ich nur dich, so rühret mich, was alle Welt reizt, wenig. Komm doch, komm doch! wahrlich! feiner tröstet deiner, Brot des Lebens! wenn ihn hungert, sich vergebens. 3. In dir nur kann ich selig seyn. Seuß tief, tief in mein Herz hinein, die Flamme deiner Liebe! daß in mir nichts als Inbrunft sey, kein Welt: sinn deine Leiden scheu', kein Undank dich betrübe. Nach dir, nach dir, den ich faffe, nun nicht lasse, ewig wähle, dürftet meine ganze Seele. Mein 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht; so oft dein tieblich Ungesicht sich neigt, mich anzublicken. Jesu, du mein höchftes Gut! dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut, kann Seelen recht erquicken. mich, tránk' mich, Seligmacher! daß ich Schwacher, daß ich Erde Himmelsfreuden inne werde. Speis 5. Und wie, Gott Vater, preis ich dich? Gott, ewig, ewig haft du OFONONOOMOOTOR ON OLOING VAIAIAIS ₺01'^^' S JAJAKOLOKOLOVJOVANÉ UNU JUMUMUMUNOMONONUMUROI ONG 176 Zweiter Theil. Vom Glauben. mich in deinem Sohn geliebet. Dein| kann selbst ber Hölle Wüthen Ruh' Sohn hat mich ihm fest vereint. Er in Eil' gebieten. dois and edu selbst, mein König, ist mein Freund. Troß dem nun, was betrúbet! Seele! Seele! ihn, den Sieger stolzer Krie ger, wähl' zum Freunde! und dann fürchte keine Feinde. ahodhi 5. Lockt nur, Gold und Schäße! Ehre sen der Göße der betrognen Welt! mich sollt ihr nicht blenden, nicht von dem mich wenden, der mich treu er hålt. Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 6. Weich, des Eiteln Liebe! weicht des Fleisches Triebe! Thoren täuschet ihr. Mich sollt ihr, ihr Sünden, nie mehr willig finden. Fliehet weit von mir! Ueppigkeit, Stolz, Schmähs sucht, Neid! ihr beschweret das Ge wissen. Euch will ich nicht wissen. 7. Weichet, Sorg' und 3agen! schweiget, bange Klagen! Jesus ist ja mein: jeden, der ihn liebet, muß, was erst betrůbet, noch zulegt erfreu'n. Hab' ich hier viel Ungst und Müh', Jesu, auch im bángsten Leide bleibst du meine Freude. Mel. des 25. Psalms. Nach der Wel. des 89. Psalms. 319. Jeſu, meine Freude, be: 320. dehſt erwünſchtes ster im Leide! Seelenleben, ach wie unbekannt bist du: wo man sich nicht will bestreben, nach der ew'gen Himmelsruh'. Uch, wie eitel ist der Wahn, der des Fleisches Sinn rerblendet, wenn er klebt der Erden an, sich zum 1 6. Ihm, welcher Holl' und Tod bezwang, ihm, ihm, müss' unser Lobgefang mit jedem Tag erschallen; dem Lamme, das erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Tönet! Toner! Jubellieder, schallet wieder, daß die Erde ganz voll seines Lobes werde. 7. Wie freu ich mich, o Jesu Christ, daß du der Erst' und legte bist, der Anfang und das Ende. Du schließest selig meinen Lauf, du weckst mich auch von Todten auf. Deff klopf ich in die Hände. Amen! Amen! ja wir müssen, denn wir wissen, wem wir trauen, noch dereinst dein Untlig schauen. 891 bestes Gut im Glück! du hast meine Liebe; du füllst meine Triebe; an dir hangt mein Blick. Hab' ich dich, wie reich bin ich! doch beglückt kann ich auf Erden ohne dich nicht werden. 2. Unter deinem Schirme können keine Stürme mir erschrecklich seyn. Laßt auch Felsen splittern! laßt den Erdkreis zittern, und den Einsturz dráun! was ist's mehr? Rings um mich her mag es donnern, krachen, bligen! Jesus will mich schußen. 3. Donnert auch im Grimme des Geseges Stimme; Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfahen, Jesus läßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltgericht. Freudig, daß ich Jesum sehe, blick ich auf zur Höhe. 4. Wer ist's der den Glauben meinem Herzen rauben, ihn erschüttern kann? Bei der Hölle Toben stimm' ich, Gott zu loben, Freudenlieder an. Jesu Macht hålt mich in Ucht, die Rauch und Schatten wendet. 2. Uch, wie oft bin ich gerathen in dieselbe Blindheitsnacht! wenn ich über Herz und Thaten nicht sorgfältig hab' gewacht. Wie hat die Erfah rung mich meine Thorheit oft gelehret! wenn mit eitlen Sorgen sich mein betrognes Herz verzehret. Zweiter Theil. 13. 3war der Schluß ward oft ge nommen; ich riß mich im Geiste los; doch wenn es zur That sollt' kommen, fand ich mich von Kräften blos! ich Gefangner, Urmer, ich! wer zerschlágt mir dieſe Ketten! Jesu, Held! erbarme dich. Mächtiger! du kannst mich retten. 4. Sesu! Stärke der Verzagten! der du giebst den Matten Ruh'; wahre Zuflucht der Geplagten! rühr' mein Herz, und bring's dazu, taß die ganze Kreatur nichts in meinen Augen scheine, und ich darauf denke nur, wie ich ewig sey der Deine. 5. Uch vertilge das Verlangen, das noch etwas Ird'sches will. Nimm den noch etwas Ird'sches will. Nimm den bösen Sinn gefangen, der nicht hålt in allem still. Gieb, daß ich in dieser Welt nichts der Sorge werth mag achten, weil du mich darein gestellt, um nach besserm Gut zu trachten. 6. Gieb mir Nugen, um zu sehen deines Reiches Gnadenschein. Sieb mir Kräfte, um zu gehen bis ins Heiligthum hinein. Mache mich mit dir bekannt, laß in deinen Liebesflammen Herz und Seele seyn entbrannt, halte dich und mich zusammen. 7. Weicht, ihr eitelen Gedanken, stort nicht ferner meine Ruh'. Ich will in den Lebensschranken eilen meinem Jefu zu. Jesu will ich geben Ehr', in ihn will ich mich versenken, und forthin mich um nichts mehr, als um seine Liebe kranken. Vom Glauben. 177 brum ist mein Herz auf dich gericht't. Du kannst mir alles geben. Im Tode kannst du bei mir stehn: in Noth als Herzog vor mir gehn: Hilf, Jesu, dem 3erknirschten! G 4. Bist du der Hirt, der Schwache trägt; auf dich will ich mich legen. Bist du der Arzt, der Kranke pflegt: erquicke mich mit Segen! ich bin ge fährlich krank und schwach, heil und verbind', hör' an die Klag': Hilf, Jesu, dem Zerschlagnen! 5. Ich thue nicht, hert, was ich foll: wie kann ich doch bestehen? Dies ångstet mich; das weißt du wohl. Ach, wann wird doch geschehen, daß ich Elender endlich, frei vom Leib des Todes, bei dir sey! ich danke Gott durch Christum! .893 Nach der Mel. des 78. Lieds. 322. Mo flich' ich Sünder hin, der ich so strafe bar bin? Wo kann ich Rettung finden? Mich schrecken schwere Sünden; mit Angst bin ich umfangen, wo soll ich Trost erlangen? # 7160 2. O Jesu voller Gnad! auf dein Gebot und Rath kommt mein betrübt Gemüthe zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewissen ein Gnadentropflein fließen. ANIO 3. Jch, dein betrübtes Kind, werf alle meine Günd', so viel ihr in mir. stecken, und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Nach der Mel. des 119. Lieds. 321. o foll ich hin? wer heil gefunden. Wº hilfet Wer führet mich zum Leben? 3u niemand, Herr, als nur zu dir, will ich mich frei begeben. Du bist's, der das Ver lorne sucht; du segneft das, so war verflucht: hilf, Jesu, dem Elenden. 2. Herr, meine Sünden ångsten mich: der Todesleib mich plaget. O Lebens- Gott erbarme dich! vergieb mir, was mich naget! du weißt es wohl, was mir gebricht: ich weiß es auch, doch völlig nicht. Hilf, Jesu, dem Betrübten. 4. Durch dein unschuldig Blut mach meine Schulden gut: wasch' mich da mit von Sünden, und laß mich Rettung finden; in's Meer sie tief ver sente, und ihrer nicht gedenke. 5. Du bist es, der mich troft't, denn du hast mich erlöst: was ich gesündigt habe, verscharrtest du im Grabe, da wird es bleiben müssen; du heilest mein Gewissen.d 6. 3war meine Schuld ist groß, doch werd' ich ihrer los, wenn ich dein Blut auffasse, und nun die Sünde baffe. Wer so sich zu dir wendet, 3. Du sprichst zu mir: verzage nicht! du rufft: ich bin das Leben!| sieht bald fein Leid geendet. 12 ROTROFOTOCOOLHOON dololololo AIAIAIAIA 101'M'S LOKALITATE Unununa wrononanoMUMUNUIUIUIUMUOMUOJU. Zweiter Theil. Von der Heiligung, --- 178 7. Sehr vieles fehlet mir, doch find' ich es bei dir. Dein Blut ver: föhnt mich Sünder; es stårket mich nicht minder, daß ich Tod, Teufel, Sünde, und alles überwinde. 9. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jest kann ich nicht verderben: dein Reich muß ich ererben; denn du hast mir's erwor= dben, da du für mich gestorben. 10. 2ch, bringe meinen Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mag alles meiden, was dich und mich kann scheiden; daß ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. E 920 20 tit GEN 8. Und wenn des Satans Heer mir ganz entgegen wär', darf ich doch nicht verzagen, mit dir kann ich es schlagen, dein Blut darf ich nur zeigen, so muß ihr Truk bald schweigen. 24) Von der Heiligung, oder dem christlichen Wandel überhaupt. F 16 Die heiligen zehen Gebote. Nach der Mel. des 46, Lieds. 323. Erheb dein Herz, thu Bolk, das du verstocket bist, und Gott sich doch zum Volk erkoren; vernimm, was Gottes Wille ist: 2. Ich bin der Herr, dein Gott und Retter; aus jenem Diensthaus führt' ich dich. Verehre keine fremde Götter; du hast ja feinen Gott, als mich. 3. Du sollst den Dienst der Bilder fliehen; mach' kein's, es sey wovon es woll', fußfällig vor ihm hinzuknien: denn ich, dein Gott, bin Eifers voll. 4. Den Namen Gottes zu entehren, scheu', liebst du deine Seligkeit; wagst du es, falsch und leicht zu schwören, so ist die Strafe schon bereit. 5. Sechs Tage widme den Geschäften, der siebente gehört dem Herrn; dien' ihm daran aus allen Kräften, dem großen Gott, und dien' ihm gern. 6. Erweis'den Eltern bis zur Bahre Gehorsam, Ehre, Lieb' und Treu! daß Gott dir lange Lebensjahre, und hier und dorten Heil/ verleih'. nge 7. Enthalte dich pon eigner Sache, und schone deines Nächsten Blut. Befieht dem Höchsten deine Sache, wenn dir schon jemand Unrecht thut. h 8. Entweih' die Eh' nicht, und verbleibe von lleppiakeit und Unzucht frei, daß deine Seele sammt dem Leibe ein reiner Tempel Gettes sey. diod idsi 19. Vergreif dich nicht an jemands Gute; erwuch're nicht der Armen Schwe ß; und lebe mit vergnügtem Muthe von deiner eignen Hände Fleiß. dein Zeugniß, wo es nöthig ist. Be10. Ertheile nach Gewissenstriebe schám' und fleuch die Ehrendiebe, und rede nicht mit arger List. 11. Verdamm", als Sünden, die Begierden nach jemands Weibe, Haab' und Haus, und wenn sie in dir rege würden, so tilge sie bei Zeiten aus. 12. Zehn Worte sind dir vorgeschrieben, doch ein's fast alles unter sich: Gott sollst du über alles lieben, und deinen Nächsten so, wie dich. 13. Mein Mittler! ich erschrecke heftig, da Gott mit mir im Donner spricht: durch deinen Geist wirk' auf mich kräftig; vertritt du selbst mich im Gericht. ise 201 Gebet über die zehen Gebote. Diel. des 116. Pfalmus. 324. Mein Bundes- Gott- 5 ach, unterweise mich, daß ich in Furcht, Vertrauen, Demuth, Liebe dich ehr, und stets Geduld und oder dem christlichen Wandel überhaupt. Hoffnung übe, und lieber alles fahren lass', als dich. 2. Gieb, daß ich, o du höchstvollkomm'ner Geist, auch dir im Geist und in der Wahrheit diene, und feinen Dienst zu leisten mich erkühne, wor= auf mich nicht dein heil'ges Wort verweis't. 3. Es nenne deinen Namen nie mein Mund vergeblich: falsches und unnúz zes Schwören sey von mir fern, voll Demuth dich zu ehren, so gut ich kann, erheischt von mir dein Bund. 4. Die ganze Zeit ist dein, voraus der Tag von dir bestimmt, in Ruhe dich zu loben. Laß mich so leben hier daß ich dort oben in süßer Ruh' dich ewig loben mag. 5. Der Unterschied des Standes ist von dir: die Menschen soll er manche Tugend lehren; laß mich in meinem Stand die Ohern ehren, und fegne mich, o Höchster, dort und hier. 6. Liebreicher Gott, laß mich recht liebreich seyn, ein Menschenfreund, ein Helfer und Erbarmer, des Feindes Freund, wie könnte ſonst ich Urmer, der dich erzürnt, mich deiner Huld erfreun? 10. Verleih', daß ich auch die ge= ringste Luft, die dir entgegen ist, von Herzen meide; was dir gefällt, das sey auch meine Freude, mit Lust zu dir erfülle meine Brust. Von der Beschaffenheit der d wahren Heiligung. Nach der Mel. des 79. Lieds. 179 325, ott! wie rein iſt deine Lehre! wenn ich höre, wie wir vor dir sollen seyn, o! so dringen die Befehle in die Seele, wie ein scharfes Schwerdt hinein. 2. Was ist an den äußern Werken mehr zu merken, als der wahren Tugend Schein? Doch, o Höchster! deinen Willen zu erfüllen, muß das Herz geschäftig seyn. 3. Ich soll selbst sein innres Dichten also richten, wie es dein Geseg befiehlt. Deine hellen Augen finden schon Sünden, wo das Herz in Lüften ſpielt. fondern haffen, ich soll, Herr, auf 4. Boses soll ich nicht nur lassen, dein Geheiß, allem Guten nachzules ben, mich bestreben, unverrückt, mit Lust und Fleiß. 5. Können wir denn deinen Willen ganz erfüllen? Sünde schleicht sich doch mit ein, wenn wir noch so eifrig wollen, wie wir sollen, dir, o Gott, gehorsam seyn. vors 6. Dein Geses ist, unsre Flecken zu entdecken, uns zum Spiegel gestellt. Ach, ich sehe sie, und eile, entdecken, uns zum Spiegel vor ohne Weile, zu dir, Jesu, Heil der Welt! 7. Laß mich, mein Gott! der Zucht ergeben seyn; treu deinem Ruf, der Wollust falsche Freuden sammt ihrem Reiz mit aller Sorgfalt meiden, und meinen Leib zu deinem Tempel weih'n. 8. Bor ungerechtem Gut behüte mich, daß ohne Seiz ich meinen Wandel führe; auch jedem geb' und laß', was ihm gebühre, mein Werk verricht' vergnügt und emsiglich. 9. treuer Gott! regiere Herz und Mund, daß ich, wie du, Betrug und Lügen hasse, und jedermann in ſeinen Würden lasse, der Wahrheit 326. W enn zur Vollfüh stets getreu von Herzensgrund. 7. Doch soll der versöhnte Sünder nun nicht minder auch den Weg der Sünde fliehn, und im Wege des Ge botes feines Gottes sich mit allem fich mit Ernst bemühn. o 8. Dazu wollest du mich Schwa then tüchtig machen; gieb mir deinen guten Geist; alsdann will ich flüglich handeln, und so wandeln, wie dein Wort mich wandeln heißt. NO Ff rung deiner Pflicht dich Gottes enomenemomomonoFLOS Liebe nicht befcelet: so rühme dich 12* pioinnianIOIOIOIOUS Ite! M'STATAVAKALA NIAJOVALË QIQIQIQIQUDIA POTOK oder dem christlichen Wandel überhaupt. 181 4. Gelig ist, wer Sanftmuth übet,| in Freud' und Schmerz, Vater! hilf seinem Feinde niemals flucht, seine Fehler ihm vergiebet; nie sich selbst zu rachen sucht; ruhig seine Pflicht voll: bringt, und sein eigen Herz bezwingt: Gott wird selber ihn beschügen, und er wird das Land besigen. von deinem Thron, daß ich glaub' an deinen Sohn, und durch deines Geistes Stárke mich befleiße guter Werke! Nach der Mel. des 9. Lieds. Belig, die nichts mehr verlangen, 328. Jh banke meinem Gott Sinn gegeben, so gut ich immer kann, zu seinem Preis zu leben. Du weißt, Gott, wie viel Kraft dein Knecht noch nöthig hat! verleihe du sie mir; bei dir ist Rath und That. 2. In allem meinen Thun laß mich auf dich nur sehen, und, untreu meiner Pflicht, nie eigne Wege gehen. Laß diese Wahrheit mir allzeit vor Augen stehn: Gott sieht's, Gott hört's, Gott straft; du kannst ihm nicht entgehn. 3. Sedanke, leite du mich stets in allen Sachen; ist's denn auch recht, wenn ich's der Welt gleich wollte machen; und, siehet jegund mich des Menschen Auge nicht, ist's recht vor Gott? ist's recht vor seinem Ungesicht? 4. Uch führe mich, mein Gott! wie kann ich sonst bestehen! und laß mich ohne dich nie einen Schritt nur gehen. Mir überlassen, stürz' ich mich nur in den Tod; wenn du mich aber führst, so hat es keine Noth. als gerecht, wie Gott, zu seyn; die fest an dem Guten hangen, und sich ganz der Tugend weih'n; deren Herz nicht mehr begehrt, als was Gottes Ruhm vermehrt: Gott wird ihr Verlangen stillen, und den frommen Wunsch erfüllen. 6. Gelig, wer der Noth des Armen, niemals fühllos sich entzieht, ihm aus zártlichem Erbarmen wohlzuthun sich froh bemüht, und, wenn er um Hülfe weint, ihm mit Trost und Hülf' er= scheint! dieser wird auch Hülf' empfangen, und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die sich bemühen, züchtig, keusch und rein zu seyn; die der Wollust Stricke fliehen und der Heiligkeit sich weih'n; die der Lockung dieser Welt, und was Fleisch und Blut gefällt, allzeit standhaft wider stehen, werden Gottes Untlig sehen. 8. Selig, wer im Frieden lebet; wer die Ruh' und Einigkeit zu erhal ten sich bestrebet, und wenn Feindschaft, Haß und Streit seiner Brüder Glück zerstört, sie die Pflicht der Eintracht lehrt; die des Friedens sich befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die um Chrifti willen leiden und sich dessen freun, standhaft ihre Pflicht erfüllen und den Martertod nicht scheun: Gott steht ihnen mächtig bei, und will sie für ihre Treu' einst mit unverwelkten Kronen auf das herrlichste belohnen. 11. Daß ich Armen helf und diene: immer hab' ein reines Herz, die in Feindschaft stehn, verfühne; dir anhang 5. Die Gnade winket mir! nie sey es, Herr, vergebens; dein Wort sey jederzeit die Richtschnur meines Lehens; daß ich, wie dir's gefällt, geh', sige, liege, steh', und nur in meinem Thun auf deine Ehre seh'. Der 15. Psalm. 10. Herr! du wollst mich selber leiNach der Mel, des 46. Lieds. ten auf der wahren Jugend Bahn, 329. Wer darf in deine Hütte daß dieser hier und dort mich freuen kann. Gieb, daß ich demüthig sey; meine Schuld vor dir bereu'; die Gerechtigkeit stets liebe, auch an Feinden Sanftmuth übe. gehen? Wer nimmt hier seinen Wohnplaß ein? Wer wird auf jenen heil gen Höhen, o Herr, beståndig vor dir seyn? 2. Der, der vor dir unstráflich wandelt, nie ungehorsam seiner Pflicht, der heilig denkt und heilig handelt, und gern die Wahrheit sucht und spricht. Onono 5190 Von der Nothwendigkeit eines heiligen Lebens. OmononenOON NOM COMO NO alapainAJAJAJOKO 1421'M'S munur JOJOJOJOLOKÉ fururururunurdu OLOVOVAVOKOLEHOLAKO MINIURISTER 182 Zweiter Theil. 3. Der nie mit seiner 3unge schmåhet, und groß durch seine Redlichkeit, nie seinen Nächsten hintergehet, und Urges ihm zu thun sich scheut: - 7. Der nie, Unschuldigen entgegen, Geschenke von Verbrechern nimmt: dem, dem ist seiner Tugend wegen ein unvergånglich Heil bestimmt! 2. Die Gnade nur in Christo macht mich frei; doch soll ich dich in guten Werken preisen, und durch den Fleiß der Heiligung beweisen, wie sehr ich dir, mein Gott, verbunden sey. 4. Der, der die Ehre seiner Freunde nie mit Verläumdungen verlegt; der Gottes frevelvolle Feinde nie seiner Achtung würdig schätt: 5. Der die Verehrer Gottes ehret; dem nur der Redliche gefällt, der, was er seinem Nächsten schwöret, und Nach der Mel. des 17. Lieds. schwör er sich zum Schaden, halt: 331. Ben ewahre mich, Herr, 6. Der nie zum Troße der Gesehe auf ungerechten Wucher leiht, und durch gerecht erworbne Schäße, die, die Gott darben läßt, erfreut: daß der Wahn nie mein Gemüth bethore, als wär' es schon genug gethan, wenn dir nur auf're Ehre der Mensch, dein Unterthan, erweis't. Erinnre mein Gewissen, wie in der Wahrheit und im Geist, die dich verehren müssen, die dir gefallen wollen. Nach der Mel. des 324. Liede. 2. Die kommen nicht in's Himmelreich, die, Herr! zu Jesu sagen und ch 330. ich mit dabei der selbst verdient es nicht, daß du, o Herr, mich vom Verderben risfest, ja, wenn du mir nach meinen Werken misfest, so ist der Tod mein Urtheil im Gericht. Heiligung nachjagen. Nur die, die deinen Willen thun, läßt du, als deine Kinder, o Gott, im ew'gen Frieden ruhn; wenn heuchlerische Sünder von dir verstoßen werden. 3. Dein Sohn hat mich mit seinem Blut erkauft, nicht, daß ich nur der Holle möcht' entgehen, dein Ebenbild sollt' nun in mir entstehen: drum bin ich auch mit deinem Geist getauft. 4. Mein Leib und Seel' soll, als dein Eigenthum, von dir, o Gott! und deiner Gnade zeugen: nicht nur der Mund soll niemals hiervon schweigen, der Thaten Stimm' erzähle deinen Ruhm. 5. Des Glaubens Kraft kann ich ja anders nicht, zu meinem Trost, als aus den Früchten merken: den Nachsten reiz' ich auch zu guten Werken, nicht anders, als durch meiner Werke Licht! Liniale 6. Uch nimm mich auf in deines Sohnes Reich, o Gott, laß mich nicht nur Herr! Herr! ihm sagen: sein Von der Heiligung, sanftes Joch und seine Laft zu tragen mach' mich bereit, und seinem Vorbild gleich. 7. Nimm weg von mir, was dir, mein Gott! mißfällt, und was mich kann aus deinem Himmel schließen; um auch durch dich der Güter zu genießen, die der genießt, der an dein Wort sich hält. 3. Drum laß mich doch vom Glauben nie ein heilig Leben trennen; mich nicht für Jesu Junger hie blos äußerlich bekennen. Sieb, daß mein Glaube thätig sey, und Tugendfrüchte bringe; daß ich, vom Sundendienste frei, mit Eifer darnach ringe, im Guten zuzunehmen. 4. Du kennst, o Gott, der Menschen Herz, und liebst, die redlich handeln. laß in Freude und in Schmerz mich richtig vor dir wandeln. Dein Wille sey mein Augenmerk. Hilf mir, selbst ihn vollbringen: durch dich muß jedes gute Werk dem glücklich noch gelingen, der deine Hülfe suchet. 5. Doch wenn ich aus Unwissenheit und Uebereilung fehle: so thu' an mir Barmherzigkeit, und richte meine Seele durch deine Gnade auf vom Fall. Erhalt' mich bei dem Eis nen, daß ich dich fürchte überall, bis ich einst mit den Deinen die ohne Fehltritt diene! DIA oder dem christlichen Wandel überhaupt. Nach der Mel. des 15. Lieds. 332. Dein bin ich, Herr, bir mich zum Opfer ganz ergeben; rechtschaffen, fromm und rein will ich vor deinen Augen leben; wie könnt' ich eines andern seyn? Ich bin ja durch die Schöpfung dein, und dein durch die Erlesung. Zug na 2. Ich fiel und wandte mich von dir, zur Finsterniß vom Lichte; doch wandtest du dich, Gott, zu mir mit deinem Ungesichte. Erbarmen war dein Angesicht, mich von der Finster niß zum Licht, zu dir zurück zu rufen. 3. Dein, Herr, dein ist Barmher: zigkeit; du liebest selbst die Sünder. Seyd, rufst du, geistlich mir geweiht, und meiner Gnade Kinder! ihr irrt und fündigt; faffet Muth; dort flieset der Versöhnung Blut, von Súnden euch zu waschen. 4G 183 Dank und Ruhm gebracht! fallt nieder, Menschen, betet an! 2. Dich preiset jede Kreatur, der höchste Engel und der Wurm. Dich ehrt gehorsam die Natur; dein Wink erregt und stillt den Sturm. 4. Dein Sohn erniedrigt sich, und stirbt zur Tilgung unsrer Strafen! büßt für die Laster und erwirbt Befreiung ihren Scláven. Wie vielfach, Höchster, bin ich dein! o laß mich keines andern seyn. Dein Sohn ist auch mein Heiland. 5. Durch ihn versöhnt, und dir zum Ruhm erkauft mit seinem Leiden, will ich mich, Gott, dein Eigenthum, von dir nie wieder scheiden. Gekreuzigt werde mir die Welt! getödtet, was dir nicht gefällt, damit ich dir nur lebe! 6. Dies wirke, Gott, dein Geist in mir! ich habe kein Vermögen, die Sund' und alles, Gott, was die verhaßt ist, abzulegen. Hier ist mein Herz, nimmn ganz mich hin, und gieb mir einen neuen Sinn, damit ich dir gefalle. 7. So werd' ich, der ich finster war, ein Licht in deinem Lichte! besteh' einst mit der kleinen Schaar der Frommen im Gerichte; frohlocke dann, und lobe dich, daß deine Gnad' und Treue mich gerecht und selig machte. 3. Wohin mein Auge, Gott, nur blickt, ist Ordnung, Eintracht, Hars monie; und ich, mit deinem Bild geschmückt, empöre mich und store sie. 4. Du schufst das menschliche See schlecht; durch dich, Gott, sind wir, was wir sind: du bist mein Herr, ich bin dein Knecht; du bist mein Bater, ich dein Kind. 5. Wie darf, wer, Vater, dich nicht ehrt, des Glücks, dein Kind zu seyn, sich freu'n? Nur die sind dieser Ehre werth, die ganz sich deinem Dienste weih'n. 6. Wie billig, wie gerecht und gut ist alles, was uns Gott gebeut! wohl dem, der seinen Willen thut! ihn thun, ist Freud' und Seligkeit. 7. Nur das, was bös und schädlich ist, und uns entehrt, verbeut uns Gott. Weh' dem, der seine Pflicht vergißt! er stürzet sich in Schand und Noth. 8. Gott ist, wenn er Gesege giebt, fein menschenfeindlicher Tyrann: blos weil er unsre Wohlfahrt liebt, treibt er uns zum Gehorsam an. 9. Leicht ist die Last und sanft fein Joch. Wer's willig trågt, sest seinen Lauf stets freudig fort! und fällt er noch, so hilft ihm Gott selbst Site Jodbina jobur wieder auf. 10. Bald heißt uns seine Lieb' und Huld gehorsam seyn aus Dankbarkeit: bald warnt er uns vor neuer Schuld, und übet uns durch Kreuz und Leid. 11. Sein Wort ermahnt, droht und verheißt, und hält uns Tod und Leben vor! uns rühret und erweckt sein Geist: und ich verschlösse Herz und Ohr? 12. Nein! Gott, dir sey mein Herz geweiht, Gehorsam sey mein größter Ruhm. Verleihe mir Beständigkeit, und heil ge mich, dein Eigenthum. geweiht, Gehorsam ser Dein, Gott! ift Majes 333. D stát und macht, und Rach der Mel. Des 197. Lieds. ein, Gott! ist Maje= alles ist dir unterthan. Dir werde OFONONOMOMONOTRONOROCOMOTIONS pialalalala OIOIOUS T601 M' S huhunun KOKOUS alalalalalalalalalal JUNUMUIUIUI JOGUCE Zweiter Theil. Bitten um Heiligung. 334. Hverleihe mir, daß Nach der Mel. des 222. Lieds. ilf mir, mein Gott! ich nur dich begehre; mein ganzes Glück nur such' in dir, und dich allein verehre; daß ich in Noth dich meinen Gott und Vater gläubig nenne; daß weder leid, noch Glück und Freud' mich jemals von dir trenne. 181 2. Erfülle mich mit wahrer Neu', wenn ich dich, Sott, betrübe, gieb, daß ich alles Böse scheu', und stets das Gute liebe. Laß mich doch nicht, Herr, meine Pflicht mit Vorsatz je verlegen. Der Seele Heil, mein ew'ges Theil, laß mich recht theuer schäßen. 3. Mein Gott! ich bitte dich, ver leih' mir einen festen Glauben, der standhaft, treu und thátig sey, und laß mir den nichts rauben. Gieb, daß ich mich allzeit auf dich und auf bein Wort verlasse, und in der Noth, ja selbst im Tod dein Heil getrost umfasſe. baß ichach ſeinem Sinn: gieb, daß 335. Ich ernstlich vorgenom4. Hilf mir, der ich erlöset bin, Heiland Liebe und bilde Nach der Mel. des 55. Lieds. habe, Gott! mir ich mich stets übe, auf ihn zu sehn, ihm nachzusehn, mich seiner nicht zu schámen; und stets bereit mit Freudig keit sein Kreuz auf mich zu nehmen. 5. Nie müsse Stolz und Eitelkeit mein schwaches Herz regieren; nie Haß und Born und Bitterkeit zur Rache mich verführen. Dein Wort gebeut Versöhnlichkeit; verdammt der Rachsucht Triebe: gieb, daß den Feind, so wie den Freund, mein Herz auf richtig liebe. 16. Nach vielem Reichthum, Gut und Geld, Herr, laß mich ja nicht trachten. Laß mich die Ehren dieser Welt für eitle Schatten achten, und nie nach Pracht, nach Hoheit, Macht, und großem Namen streben; laß mich vielmehr nach deiner Lehr' in wahrer Demuth leben. Von der Heiligung, Nein mir heilig seyn; laß mich nicht lieblos richten, und 3ank und Streit mit Freundlichkeit, mit Lieb' und Sanftmuth schlichten. 8. Herr! lehre mich Enthaltsamfeit, gieb mir ein rein Gemüthe, daß ich in dieser Prüfungszeit vor böser Lust mich húte. Der Lügen Feind, der Wahrheit Freund, laß mich auf: richtig wandeln, und jederzeit nach Billigkeit mit meinem Náchsten handeln. 7. Die Falschheit, List und Heuchelei hilf mir sorgfältig fliehen: nie muss ich mich durch Gleißnerei um Menschengunft bemühen. Laß Ja und 9. Gieb, daß ich stets den Müßiggang fammt aller Trägheit fliehe! daß ich der Welt mein Lebelang zu dienen mich bemühe. Laß meinen Fleiß zu deinem Preis, o Gott! mir wohl gelingen, und segnest du das, was ich thu, dir dafür Ehre bringen. 10. Na, gieb mir deinen guten Geist, der selbst mein Herz regiere, und mich, wie es dein Wort verheißt, auf deinen Wegen führe. So wird mein Herz in Freud' und Schmerz dir zu gefallen streben, und du wirst mir, Gott, einst bei dir, den Lohn der Treue geben. men, nie auf der Uebertreter Pfad zu kommen; vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben zu übergeben. 2. Erforsche mich, sich, ob ich's redlich meine! gieb, daß ich nicht blos, was ich seyn soll, scheine; mit allen Kräften strebe, deinen Willen ganz zu erfüllen! 3. Wenn deine Furcht mich überall begleitet, und meinen Gang, wenn mich fein Mensch sieht, leitet, wie sicher werd' ich deine Wege wandeln! wie richtig handeln! 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge scheuen! verschleuß mein Ohr der Sünde Schmeicheleien! stets werde mir das Gleißende der Laster nur mehr verhaßter. 5. Gieb Eifer, Kraft und Muth zu meinen Pflichten, so mag die Welt, wie ihr's gefällt, mich richten; ich, hab' ich deinen Beifall, fann mit Freuden Verachtung leiden. OVO oder dem christlichen Wandel überhaupt. 6. Du achtest nicht das Ansehn der Personen; wirst billig alles richten und belohnen; mit Herrlichkeit und Ehre deine Kinder, mit Schmach die Sünder. 7. Bald, bald vollend' ich meiner Prüfung Stunden. Werd' ich im Tode nur bewährt erfunden; wie Nach der Mel. des 94. Lieds. Nach der Mel. des 17. Lieds. ſchön verwandeln sich dann meine Lei- 337. Der du Verstands und Tue den, schenkst, Gott, Vater meines Lebens! wo du nicht Thun und Lassen lenkst; so leb' ich hier vergebens. Denn, wen dein Geist nicht neu gebiert, der bleibt der Súnd' ergeben; und, wen die Sünde noch regiert, der ist zum rechten Leben noch nicht hindurch gedrungen. 2. Drum, Vater, neig' dich våtere lich zu deinem schwachen Kinde. Gieb mir ein frommes Herz, daß ich mich scheu' vor jeder Sünde. meinen Mund, daß mir kein schlüpfrig Wort entfalle; vielmehr von meinen Lippen dir manch freudig Lob erschalle, den nächsten zu erbauen. err Jesu, Gnadensonne! 336. Her wenn dein erquickend Licht bei uns mit Kraft und Wonne, durch Frost und Schatten bricht; so wird das Herz erfreuet, so wird der Geist erneuet: versag' dies Glück mir nicht! 2. Mit vielen großen Sünden reiz' ich dich wider mich; doch laß den 3orn verschwinden, vergieb genadiglich. Du pflegst dich ja der Armen mitteidigst zu erbarmen: ach, Herr, erhöre mich! 3. Vertreib' aus meiner Seelen des alten Menschen Sinn. Weg, Súnben, die mich quaten! Herr! lasse mich forthin mit einem heil'gen Leben mir selbst das Zeugniß geben: daß ich erlöset bin. 4. Beförd're dein Erkenntniß in mir, Herr! durch dein Wort. Wie blod' ist mein Verständniß, und welch' ein finst'rer Ort! doch sprich: und es wird helle, es weichen auf der Stelle die dust'ren Schatten fort. 5. Uch, Herr, wie gar geschäftig ist Fleisch und Blut in mir! erzeig' dich in mir kräftig, auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe, und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb' in dir. 6. Ach! zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann, und dir zum Wohlgefallen beståndig moge wallen auf rechter Lebensbahn. 185 7. Schwach bin ich, gieb mir Stárke; der Feind schreckt, gieb mir Muth. Weg, Ruhm, der eignen Werke! Herr! was dein Geist nicht thut, was ich aus eignem Triebe bald lasse, bald verübe, ist böse und nicht gut. 8. Ich lebe deiner Gnaden, mich stüßet deine Treu'; dir zeig' ich meis nen Schaden, die Gnade macht mich frei. Damit ich deinen Willen bes stándig mög' erfüllen, so steh' mie Fráftig bei! Bewahre 3. Bewahre, Gott, mein Ohr, daß ich nicht gern auf Spotter höre, damit in meinem Glauben mich kein frecher Thor bethore. Hilf, daß kein Wiß der Lástersucht mir Ohr und Herz vergifte, noch jemals, wie er tückisch sucht, durch mich dann 3wies tracht stifte, nie mich zur Schmäh sucht reize. 4. Die Augen, Gott, bewahre mir vor unverschämten Blicken, und vor unzuchtiger Begier die Unschuld zu verstricken. Laß sie den Schmuck der Sittsamkeit weit über alles schägens was reiner Engel Aug' erfreut, das sey auch mein Ergößen; was du liebst, ihr Bestreben. 5. Behüte mich vor Schwelgerei, die leicht das Herz beschweret; vor Trunkenheit, die ohne Scheu Schands thaten üben lehret. Die Luft, die blos den Leib ergößt, verderbt auch fromme Herzen; und was die Welt für Freude schäßt, bringt Nachreu', Elend, Schmerzen, und stürzt zulegt zur Hölle. 6. Hilf, daß mein Geift nichts lieber hört, nichts lieber spricht und omonotonOMOMOMONOCOTON alala ninoJOVALOTOUS$ 7+ 01'^^' S Ununun NAJOVANÉ PiololotovaVAVAVAVAVALG UMUMUNUMUI 186 Zweiter Theil. Von der Heiligung, denket, als was den Glauben stårkt| Rohr, vom Wind regiert, so irrt, und nährt, und Lust zum Guten schenket; was mich zu jenem Leben bringt, wo man bei dir stets lebet, dein Lob mit allen Engeln singt, den Heiland sieht, erhebet: und ihm sich ähnlich schauet. von Leidenschaft verführt, auch oft mals meine Seele. Herr, hilf mir, daß ich als ein Christ das flieh', was vor dir strafbar ist, und nur das Gute wähle. — 2012 2010 Nach der Mel. des 7. Lieds, dir gefällt kein 338. Gottlos Wesen. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum laß von Sünden mich genesen, und schaff' ein reines Herz in mir; ein Herz, das sich vom Sinn der Welt entfernt, und unbefleckt erhält. 2. Laß mich auf die begang'nen Sünden mit inniger Beschámung fehn; durch Christum vor dir Gnade finden, und auf den Weg der Wahrheit gehn. Ich will forthin das Unrecht scheu'n und deinem Dienst mein Leben weih'n. 3. stárke mich in dem Gedanken! gieb meinem Vorsak Festigkeit will mein schwaches Herz je wanken, so bilf der Unentschlossenheit. Wie viel vermag ich, Sott, mit dir! nimm deinen Geist nur nicht von mir! und 4. Gieb, daß er mir stets Hülfe leiste, und Muth und Kräfte mir verleih', daß ich mit kindlich treuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sey; so sieg ich über Fleisch und Welt, und thue, was dir wohlgefällt. 5. Wenn ich indeß aus Schwachheit fehle; mein Vater! so verwirf mich nicht. Verbirg nicht der betrübten Seele, wenn sie dich sucht, dein Angesicht; und mache in Bekümmerniß mein Herz von deiner Huld gewiß. 6. Erquicke mich mir deinen Freu: den; schaff ein getroftes Herz in mir, und stärke mich in allen Leiden; so halt' ich mich, mein Gott, zu dir bis nach vollbrachter Prüfungszeit der Deinen Erbtheil mich erfreut. 2. Laß doch mein Herz nicht fernerhin in seiner Neigung wanken. Erhebe den verirrten Sinn zu himmlischen wenn von dem Dienst der wer Gitelkeit mich deines Geistes Kraft befreit, so wird es mir gelingen. Ich halte deinem Willen still. Ich will mich ändern, Herr, ich will. Gieb selber das Vollbringen! 3. Umsonst such' ich der Tugend Bahn, wenn du mich nicht begleitest, und nicht, befreit von Menschenwahn, zu deiner Wahrheit leitest. Du hasfest jeden falschen Schein. Mit Ernst willst du verehret seyn Herr, hilf um Jesu willen! Erhebe den gebeug ten Muth! Hilf mir der Leidenschaften Wuth durch deine Gnade stillen! 4. Mein Gott! mein Gott! gedenke nicht der Sünden meiner Jugend. Wie hart schien mir oft meine Pflicht! wie rauh die Bahn der Tugend! Je= doch du trugst mit mir Geduld. Laß, Vater! laß mich diese Huld nicht undankbar verachten. Dir folgen, ist mein wahres Heil. O laß mich's als mein bestes Theil auch immerfort betrachten. 5. Ich bin ein Mensch. Du kenneſt mich. Wie schwach sind meine Kräfte, doch meine Seele hofft auf dich. Du wirst zu dem Geschäfte der Heiligung mir Kraft verleih'n, und mich mit deiner Hülf erfreu'n, vor dir gerecht zu leben. Ich, dein erkauftes Eigenthum, will dafür deines Namens Ruhm in Ewigkeit erheben. Nach der Mel. des 9. Lieds. Dein Vater und mein Rach der Mel. des 37. Lieds. 340. Mein Gott, der du in 339. Erbarm' bich, Herr! du diesem Leben, zur Leuchte meinem kennst mein Herz. Ge: neigt zu Eitelkeiten, läßt sich's durch Freude und durch Schmerz oft auf den Irrweg leiten. So wankt ein Fuß, dein heit'ges Wort gegeben. Regiere doch mein Herz durch deinen guten Geist, daß ich dem folgsam sey, was Gott, dein Wort mich heißt.d JALALO NOVO oder dem christlichen Wandel überhaupt. 1 2. Verleih, daß ich zuerst nach dei nem Reiche trachte, und fein ver: gånglich Gut zu übermäßig achte. Wer nach dem Ewigen mit rechtem Eifer ringt, empfängt schon hier zum Lohn, was wahre Ruhe bringt. 3. Gieb, daß ich von der Welt mich unbefleckt erhalte, und daß in mir der Trieb zum Guten nie erkalte. Hilf, daß ich immer wach, im Kampf des Glaubens treu, und in der Hoffnung stark und fest gegründet sey. 4. Gieb, daß ich als ein Christ, mich Christo ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner Lehre neige. Sein Geist regiere mich, und nicht der Geist der Welt, so geh' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele liebe, und Lieb' und Gütigkeit auch an dem Nächsten übe. Laß ohne Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und ohne Unge: duld in trúben Tagen seyn. 187 mir sterben, dir zu leben, und mach' in mir, Herr, alles neu. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 3. Reiß' los mein Herze von der Erden; laß mich, der ich unsterblich bin, nach deinem Bild' erneuert were den, und gieb mir meines Heilands Sinn. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! Nach der Mel. des 7. Lieds. Dein Gott! ach, lehre 341. Mein mich erkennen den Selbstbetrug und Heuchelschein, daß tausend, die sich Christen nennen, mit nichten Chrifti Glieder seyn. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 4. Regiere du selbst meine Seele, damit ich Chrifto folge nach, und stets den schmalen Weg erwähle, ja, Ehre such' in Christi Schmach. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 5. Gieb mir zum Streite Muth und Kráfte! hilf, daß ich dir ver bleibe treu, daß ich an Christi Kreuz mich hefte, und mir die Welt gekreuzigt sey. Ach, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 6. Nie müsse sich mein Herz der Fleischestust ergeben, und nie dem schnöden Geiz! mein dir geweih'tes Leben sey von Betruz und Neid, von Unbarmherzigkeit, von ungerechtem Gut und stolzem Sinn befreit. 7. Will deine Hand mich hier auf rauhe Wege leiten: so unterstüße mich, wenn meine Tritte gleiten. Laß mich in aller Noth auf deine Hülfe bau'n, und auch, wenn sie ver: zeucht, dir noch getrost vertrau'n. 8. Erlöse endlich mich von allen meinen Leiden; und ist die Stunde da, aus dieser Welt zu scheiden, o Nach der Mel. des 9. Lieds. Bater! ſo verlaß, wenn meine Hütte 342. Du fagft: ich bin ein Christ. dir, bricht, mich Sterbenden mit Trost wenn Werk und Leben dir dessen, und froher Hoffnung nicht. was du sagst, Beweis und Zeugniß. geben; und wenn dein ganzes Thun, durch Gottes Kraft und Geist, von deinem Christenthum die achten Proben weist. 2. Du sagst: ich bin ein Christ. Der ist's, der Jesum kennet; der seinen Gott und Herrn ihm vor den Menschen nennet, und thut dann auch dabei, was Christus ihm gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit. 2. Hilf, daß ich dir allein ergeben, der Sünde abgestorben sey; laß mich 6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe lebendig, fest und thätig seyn, daß ich bis an mein Ende übe das Christenthum ohn' Heuchelschein. Uch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! 7. So hab' ich schon auf dieser Erde, was mich beruhigt und erfreut: wenn ich mit Gott vereinigt werde, schmeck' ich des Himmels Seligkeit. 20ch, wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott! das wahre Christenthum! MononoroMONONOMO O CONCO plaininiai AVALOTOK S. W. 1041, Ununun VALOVANÉ TralalalalalalalalalalalalalalalalalalalalaÏAÏA. Zweiter Theil. Von der Heiligung 188 3. Du sagst: ich bin ein Chrift. Wer sich's will nennen lassen, muß leben, wie er glaubt, und alles Bose hassen. Der liebet Christum nicht, der noch die Sünde liebt, ist auch kein Christ, ob er sich gleich den Namen giebt. 4. Du sagst: ich bin ein Christ, denn ich bin ja getaufet auf Christi Tod, der mich mit seinem Blut erkaufet. Ja wohl; doch prüfe dich, wie stehts um deinen Bund, den du mit Gott gemacht in jener Gnadenstund'? Guten nachgestrebt? 5. Hast du ihn nicht vorlängst gar oft und viel gebrochen? Hast du als Gottes Kind dich, wie du ihm ver: sprochen, in allem Thun erzeigt: dem Hat nicht der alte Mensch bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: ich bin ein Christ, weil die Gnadenlehre zu Haus' und öffentlic bestándig lef und höre. Ja, Lieber, thust du auch, was Gottes Wort dich lehrt? Nur wer es hört und thut, der ist dem Höchsten werth. ich 7. Du sagst: ich bin cin Christ; ich lass mich öfters finden bei Jesu Bundesmahl, mit Gott mich zu ver- zeigt 3orn, und Haß und Neid, so bist du ja gewiß vom Christenthum noch weit. 9. Du sagst: ich bin ein Christ. Wer kann es dir gestehen, er könne folches denn aus deinem Wandel sehen? Rührt nicht dein ganzer Ruhm aus falschem Grunde her? Wer Christi Jünger ist, der wandelt so, wie er. 10. Bist du ein wahrer Christ, so müssen Sinn und Triebe nach Christi Vorbild seyn. Wenn unverfälschte Liebe dein ganzes Herz erfüllt; wenn du voll Sanftmuth bist, voll Demuth, wie der Herr; so sag': ich bin ein Christ. 11. Doch wenn man noch an dir das Gegentheil verspüret; wenn Stolz und Uebermutb dein eitles Herz regies rer, wenn statt der Sanftmuth sich 12. Du sagst: ich bin ein Christ, und rühmst dich deß mit Freuden: doch thust du auch wohl mehr, als manche kluge Heiden? Uch! ich bez fürchte sehr, sie klagen einst dich an; weil du vielleicht noch nicht so viel, als sie gethan. 13. Sag' nicht: ich bin ein Chrift, bis daß dir Werk und Leben auch dessen, was du sagst, Beweiß und 3eugniß geben. Der Name macht's nicht aus: ein Christ muß, ohne Schein, das, was er heißen will im Wesen selber seyn. 14. Gott, schenke mir doch Kraft, mich ernstlich zu befleißen, ein wahrer Christ zu seyn, und nicht nur so zu heißen! denn wer den Namen hat, und nicht die That zugleich, gelanget nimmermehr zu dir ins Himmelreich. Kampf der Heiligung. Nach der Mel. des 222. Lieds. binden. Doch zeiget sich bei dir in 343. Oft denkt mein Herz, rechtschaff'ne Bes ferung nach solchem heit'gen Brauch; 8. Du sagst: ich bin ein Christ; ich bete, les und singe; ich geh' in's Gotteshaus. O lauter gute Dinge, wenn du von Heuchelei dabei entfer: net bist, und deiner Andacht 3weck die Ehre Gottes ist. es sey, Herr, deinen Weg zu wandeln, und täglich deinem Worte treu zu denken und zu handeln. und zu handeln. Wahr ist's, die Tugend fostet Müh', sie ist der Sieg der Lüste! jedoch mein Gott, was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen múßte? 2. Die, die sich ihrer Lafter freu'n trifft ja auch Schmerz hienieden. Sie sind die Sclaven eigner Pein, und haben keinen Frieden. Der Fromme, der die Lúste dámpft, hat oft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er fámpft, verwandelt sich in Freuden. 3. Des Lasters Bahn ist Anfangs zwar ein breiter Weg durch Uuen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Granen. Der Tugend Pfad ift anfangs steil, läßt nichts als Mühe blicken, doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken, alalalalO O oder dem christlichen Wandel überhaupt. 4. Gott, hättest du es uns vergönnt nach unsers Fleisches Willen, wenn Wollust, Neid und Zorn entbrennt, die Lüste frei zu stillen; erlaubtest du dem Frevler hier, aus Bosheit uns zu kránken: was müßten wir doch dann von dir, du weiser Vater, denken? 5. Du willst, wir sollen glücklich seyn, drum gabst du uns Gefeße. Sie sind es, die das Herz erfreu'n, sie sind des Lebens Scháze. Du sprichst in uns durch den Verstand, du sprichst durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe deiner Hand, fliehn oder wählen müssen. 6. Dich fürchten, das ist Weisheit nur, und Freiheit ist's: sie wählen; ein Thier folgt Trieben der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? Was sein Beruf auf Erden? Die Tugend. Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Dir, Höchster, ähnlich werden. 7. D stärke mich dazu mit Kraft so wird es mir gelingen. Du bist es, Gott, der beides schafft, das Wollen und Vollbringen. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von dir noch mehr be kommen: wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen. 8. Mich starke auf der Tugend Pfad das Beispiel sel'ger Beister. Ihn zeigte mir, und ihn betrat ja selbst mein Herr und Meister. laß mich nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern. Mein wahrer Ruhm ist bei dir, Gott, und nicht bei Menschenkindern. 189 Bitten um Beständigkeit und Wachsthum in der Heiligung. 9. Gieb, daß ich mit der Ewigkeit den Kampf so kurzer Jahre vergleich', und ernstlich allezeit gedenk an meine Bahre. Das Kleinod, das der Glaube hält, laß neuen Muth mir geben, und zu den Freuden jener Welt mich oft im Geist erheben. Nach der Mel. des 72. zieds. mein Verlangen, 344. Schon ist die Tugend, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhangen, hat meine Geel' auch oft begehrt. Uch könnt ich's, wie würd' ich mich freu'n! wer heilig ist, muß selig seyn.ER 2. Gott ist der Seligkeiten Fülle von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn ſein Verstand ist Licht, sein Wille ist Ordnung und Vollkommenheit! Von Ewigfeit her war er gut; er bleibts, und recht ist, was er thut. 3. Wie schnell umhüllen Finster: nisse mich, wenn ich auch erleuchtet bin; dann fliehn die heiligsten Ent schlüsse, den Morgennebeln gleich, dahin. Bald wähl ich, was dem Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt! 4. Ich Armer! darum kommt kein Friede in mein verschmachtetes ebein! wie bin ich dieses Wechsels müde! wann werd' ich fest im Guten seyn? Wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienste, Gott, geweiht? 5. Unwandelbar ist deine Wahrheit, Sie Herr, aller guten Gaben Quell. leuchte mir in voller Klarheit beståndia unbefleckt und hell, daß nie der Sünde Täuscherei gefährlich deinem Kinde seyll 6. O bilde, Vater, meine Seele! in deiner Liebe mache mich, weil ich zu meinem Trost dich wähle, gewiß und unveränderlich. Denn bin ich erst dein Eigenthum, so bin ich ewig auch dein Ruhm. 10. Erhalte mich stets unverzagt, Nach der Mel. des 234. Lied6. wenn mir's nicht immer glücket? 345. Wie felig Herr der Gerechte! bu ist wenn mich, mein Herz auch wagt, stets neue Schwachheit drůcket. Du siehst nicht auf die That allein, du siehst auf meinen Willen; ein göttliches Verdienst ist mein! dics laß mein Herze stillen. bist sein Schild und großer Lohn. D, daß ich ganz gerecht sein möchte! doch ach, wie wenig bin ich Du weißt es, Gott, ich bin noch weit entfernt von der Vollkommenheit. schon. OROMOTOMOTOOMOO HOOONO to Hol 101010 010elololote 1+ 01 MS MALALAK ALONAUS TOLONGLALALAÏAkolataVAKOVOVAKAVAALAN @rayolar LOLLO 190 Zweiter Theil. 2. Wie viel ist noch an mir zu finden, das nicht mit deiner Vorschrift stimmt! oft übereiten mich noch Sünden, wenn's Herz gleich bessern Vorfag nimmt. Ja, oft verleg' ich meine Pflicht, mein Gott, und weiß es selber nicht. REHA 3. Wer kann, wie oft er fehlet, merken? Nur du, du siehst mich, wie ich bin. Nur du kannst mich im Guten stärken; drum fall' ich Vater, vor dir hin. Omach', um heilig ganz zu seyn, mich von verborg'nen Fehlern rein. 11 4. Von aller eitten Eigentiebe befreie mich durch deine Kraft. Era weck und mehr' in mir die Triebe Nach der Mel. des 82. Eteds. zu dem, was wahre Beßrung schafft. 347. Du, der Herz und Nieund ren Ewiger erforsche mich! ach! ich war von dir getrennet, aber du erbarmtest dich, fab'st die Inbrunst meiner Thránen, Gebet, mein Sehnen, schenktest mir selbst deine Huld, und vergabit mir alle Schuld. 2. Uch! erforsche selbst mein Herze! sich, es irrt und fchtet noch, und mit unruhvollem Echmerze fühlt es oft der Sünde Joch; wankend, ungewiß und träge geht mein Fuß der Tugend Wege, und zu oft noch sieht mein Blick auf der Laster Bahn zurück. der Verblendung Nacht verschwand, 3. 2018 zuerst vor meinen Blicken und mein Auge voll Entzücken, Gott, dein Untlig wieder fand, wie war da der Reiz der Sünden mir so leicht zu überwinden! ihre Schrecken sah ich nur, aber feiner Unmuth Spur. ineine Heiligkeit gedeih'n. 5. Du wirst das demuthsvolle Flehen des Sünders, der dich scheut und ehrt, o Gott der Gnade, nicht verschmåhen. Du bist es, der Gebet erhört. Mein Fels, mein Heil, ich traue dir. Das, was ich bitte, gibst du mir. Nach der Mel. des 256. Lieds. Erlöser! 346. Herr, mein Gröſer ich mir Hülf' erflehen; vernimm mein Seufzen, eile mir, mein Helfer, bei zustehen. Des wahren Glaubens Kraft und Licht, das felige Bestreben, dir zu leben, und Muth zu dieser Pflicht, das wollest du mir geben. Von der Heiligung, 4. Gieb, daß mit brünstiger Begier ich fest stets an dir klebe; zeuch' mich dir nach, daß ich zu dir mich von der Welt erhebe! ja laß mich, wenn ich sterben soll, auf deine Gnad bauen, dir vertrauen, und dann dort wonnevoll dein Untlig ewig schauen! 5. Ich kámpf, ermatt' und strauchle oft. Hilf, Herr, mein Hort, dem Schwachen, der nur auf Dich in Demuth hofft. Du kannst mich machtig machen. In jeder Seelennoth laß mich bei dir Erbarmung finden, Trost empfinden, und endlich, Herr, durch dich in allem überwinden. 2. Du hast ein königlich Gebot mir tief ins Herz geschrieben! von ganzer Seele sell ich Gott, wie mich, den Nächsten lieben! wenn ich nach deinem Worte thu': so hab' ich schon hienieden großen Frieden, und welches Heil haft du ten Frommen dort beschieden? 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir entreissen. Denn du hast deine Seligkeit den Treuen nur verheißen. Wie könnten wohl durch ihre Müh' sie, solche zu verdienen, sich erkühnen? Uus Gnaden schenkst du sie, und du erwarbst sie ihnen. 4. Wenn, von Undacht hingerissen, ich den Himmel offen sah, lag die Welt zu meinen Füßen und, Gott, deinem Throne nah, mischt' ich in der Engel Chöre den Gefang von deiner Ehre, von der Huld, die ewig liebt, Sünden decket und vergiebt. 5. Welche Ruhe, welcher Friede wohnte da in meiner Bruft! Eitek keit, dein war ich mute! Welt, ich fluchte deiner Lust! ich verschmähte deine Gaben, mir war, Gottes Huld zu has ben; und ein Herz, das ihn verehrt, mehr als Erd' und Himmel werth. VAIAIAIO QU oder dem christlichen Wandel überhaupt. 6. Shr, dem Beten heil'ge Stunden, voller Ruhe, voll Gewinn, ach wohin send ihr verschwunden; Glut der Undacht, ach wohin? Oft noch such' ich Gott durch Zähren, durch Gebet und Flehn zu ehren; doch der Welt Geräusch zerstreut des Gebetes Brúnstigkeit. munic Am 7. Wenn die Menge der Verachter meines frommen Wandels lacht, aus der Undacht ein Gelächter, aus dem Beten Thorheit macht, wenn sie spottisch auf mich sehen, mich und meinen Glauben schmähen: dann vergeff ich meine Pflicht; ich bekenne Jefum nicht. sub 75 8. Unter den Verfolger Steinen, bebten Gottes Márt'rer nie, seine Wahrheit zu verneinen, zwang nicht Droh'n, nicht Folter sie. Auf des hárt'sten Todes Wegen gingen sie dem Lohn entgegen, sahn den Himmel offen stehn, konnten so den Tod verschmähn. 9. Der du sie mit Kraft von oben zu dem Kampfe start gemacht, und zu deinem Lohn erhoben, wo kein Feind mehr ihrer lacht, hilf auch mir den Epott bezwingen, hilf auch mir den Lauf vollbringen. Vater bis ans Ende sey dir mein ganzes Herz getreu. 10. Wer getreu bleibt bis an's Ende, und nicht achtet Spott und Hohn, dem bereiten Gottes Hände eine ew'ge Siegeskron'. Kampf und Muth war nicht vergebens, Gott giebt ihm vom Baum des Lebens, und er kommt nicht in's Gericht, stirbt des Tod's der Seele nicht. wer bin ich, daß du, o Gott, stete meiner dich erbarmst, daß du noch meiner schonst, und mir nicht nach 191 4. Schmal ist der Weg zu Got tes Höh'n, und wenige sind, die ihn gehn! die Pfort' ist eng', und der nur dringt durch sie zu Gott empor, der ringt. Ich lieg' auf meinem Ungesicht, und fleh und weine, laß dein Licht mir leuchten, Vater, laß mich dein im Leben und im Tode seyn. 5. Der mir in Chrifto alles gab, Gott! schaue doch auf mich herab! auf mich, der Sünde schnellen Raub, den Himmelserben, und den Staub! erbarm' dich mein, und steh' mir bei, Mel. Erbarm' dich mein, o Herr. 348. Jarmer Günder, daß ich des Kleinods würdig sey, das Christus mir so theu'r erwarb, als er für mich am Kreuze starb. Verdiensten lohnst. 3um Glauben und zum Thun zu schwach, giebt E oft mein Herz der Sünde nach. Ich kämpf' o Vater nicht genung den Kampf der ernsten Heiligung. 2. Wie schnell ist von der rechten Bahn zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in diesen 2bgrund blickt! wie nahe grángt die Missethat an unsers Herzens bösen Rath! wie bald wird Frevel felbft verübt, wenn man erst Schwachheitsfehler liebt! 3. Vertreib', o Gott, des Irrthums Nacht; entreise mich der Sünde Macht! wie glänzet deiner Streiter die einst, wie ich, auf Ers den war, und die nun, weil sie übers wand, den Lohn empfängt aus deiner Hand! sie sind gekrönt; ich noch im Streit: o gieb auch mir Beständigkeit! 6. Ja, du erbarmest über mich, verföhnter Gott und Vater, dich. Vom Leibe dieses Tod's befrei't, führst du mich einst zur Herrlichkeit, wo meine Tugend nicht mehr wankt, und dir, Gott, ewig dafür dankt, daß sie dem Gnadenlohn beglückt, und deiner Tieger Krone schmückt.oasis and INO! omonoOMOMOMONOSOTHOTECHNOLOO dalalininialalalalalal S. W. 1041, NUMURUMUNL JAMAKS FUTUTUNUMUNUMGUUUUUUUUUUUUUUUUU. 192 3weiter Theil. Von der Heiligung, GO nicht Schmach, nicht Tod noch Leiden. Nach der Mel. des 26. Lieds. ald 349. Ba oder ſpät des Ich bin durch Jefu Blut erkauft; Raub wall' ich noch hier auf Erden, ich Sterb: licher, doch dieser Staub soll einst unsterblich werden. Und dann, dann ist mein ewig's Theil, o Gott, Vers werfung oder Heil. bin auf 10. Der uns in Chrifto alles giebt, Gott, wird mich nicht vernichten! der uns bis in den Tod geliebt, der wird mich einst nicht richten! wenn Erd' und Himmel untergehn, werd' ich zum Leben auferstehn. 2. Mit Furcht und Bittern soll der Christ nach seinem Heile ringen: ver: achten, was auf Erden ist, hinauf zu Gott sich schwingen; getroft den Pfad der Trubsal gehn, und stand: haft in Versuchung stehn. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß, noch bin ich in den Echranken; noch nicht am 3iele, doch mein Fuß beginnet oft zu manken. Herr, stärke mich durch deine Kraft auf dieser kurzen Pilgerschaft. 4. So lang' ich noch ein Fremdling hier, in diesem Leibe walle; so schaff' ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf eb'ner Bahn, durch deinen Geift zu dir hinan. 5. Es sey mein Ruhm, dir werth gu seyn, was du gebeutst, zu üben; mein höchstes Gut, mich dein zu freu'n, von Herzen dich zu leben; mein Trost, auf deinen Schuß zu trau'n, und meine Hoffnung, dich zu schau'n. 6. Die freche Thorheit dieser Zeit foll nie mir meinen Glauben, den süßen Trost der Ewigkeit, des Himmels Hoffnung rauben. Was lindert sonst des Lebens Noth? Und was versüßt mir einst den Tod? Nach der Mel. des 26. Lleds. und Werke: 7. Verzagt und schwach sind Fleisch 350. Welch bohes Beiſpiel der Glaub' allein giebt Kraft und Muth, und nur durch Christi Etárfe sind wir in Ungst und Traurigkeit getroft, und überwinden weit. gabst du mir, mein Heiland, durch dein Leben! sollt' ich nicht gern und mit Begier dir nach zuahmen streben? und nicht den Weg, den du betrat'st; auch gehn, und das thun, was du that'st? 8. Was ist die Trubsal dieser Zeit und alles Leid der Erden, Gott, gegen deine Herrlichkeit, die fund an uns soll werden? Wie schnell flieht dies mein Leben hin! hin, wo ich in ewig selig bin! Graci 2. Dein Herz war voller Heiligkeit, so rein, wie deine Lehre: dein Thun, Lieb' und Rechtschaffenheit, dein Endzweck Gottes Ehre: hier schaffst du mir Zufriedenheit, und dort einft ew'ge Celigkeit. 9. Heil mir! ich bin sein Eigens thum! nichts soll mich von ihm schei den! nicht Wollust, Güter oder Ruhm; 3. Darum entáußertest du dich, und stiegst vom Himmel nieder, wardst 11. Nicht Trubsal mehr, nicht leid noch Schmerz betrüben dort die Seis ncn, nicht flagen mehr wird unser Herz, nur Freudenthránen weinen; er, der für uns sein Leben gab, er trocknet unsre Thränen ab. 12. Dort schauen wir, und beten an vor seinem Angesichte, und die wir hier im Dunkeln sahn, wir wers den dort im Lichte die Wunder seiner Liebe schn, des Weisen Wege ganz os verstehn.le mond 13. Shr, die ihr ihn erhab'ner preis't, ihr Engel, meine Brüder, dann singet mein verklärter Geist in eure Subellieder; und eurer hohen Harfen Klang ertönt in meinen Lobe gesang.. dots daisy 14. Du, der uns dieses Heil er warb, laß, Jesu, mich'e ererben! du, der für seine Menschen starb, laß, Sesu, dir mich sterben! gieb, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir sey. Von der Nachahmung des Erlösers. adben oder dem christlichen wie Wandel überhaupt. 193 Mensch, ein armer Men Brüder, Gutem zu vergelten; man hörte, wenn 4. Das Boſe ſucht er alſobald mit ie ich, uns Schwache nennst du der Bosheit Raub, der Leute Spott, in deinem Wandel gleich wie Gott. 4. In Knechtsgestalt erschienest du, um uns zu Herrn zu machen; den Kranten gabst du Kraft und Ruh', und warst start in den Schwachen: du trugst die Leiden mit Geduld, und trugst sie sonder eigne Schuld. 5. Du starbst für unsre Missethat, Wer liebt so seine Freunde! erfüllst für uns des Vaters Rath, und bit test selbst für Feinde. Du starbst, gehorsam bis zum Tod, und ehrtest auch im Tode Gott. 6. Dies große Beispiel hast du mir zur Richtschnur hinterlassen, daß ich gesinnet sey gleich dir in meinem Thun und lassen. Komm, sprichst du, nimm dein Kreuz auf dich, komm, folge mir, und thu', wie ich. 7. Sch komme, Herr! gieb Kraft und Licht, daß ich mein Heit erkenne, dein wahrer Junger sey, und nicht mich falschlich nur so nenne: damit ich deinem Beispiel treu auch andern selbst ein Beispiel sey. si pist Nach der Mel. des 6. Lieds. 351. D Seele, chaue Seſum han! hier kannst du recht erkennen, was wahre Demuth heißen kann, und was wir Sanft: muth nennen. Er stellt sich dir zum Muster dar; wie Jesu Christ gesin net war: so sey auch du gesinnet. 2. Er war der große Gottessohn, ihn ehrten Cherubinen; doch ließ er seinen Himmelsthron, und kam, um uns zu dienen. Er selbst, der Herr der Herrlichkeit, war Menschen wohl= zuthun bereit: so sey auch du gesinnet! 3. Er sah die ganze Lebenszeit auf feines Vaters Willen, durch Thun und Leiden stets bereit, ihn treulich zu erfüllen. In allem, was er dacht' und that, verehrt' er seines Vaters Rath: so sey auch du gesinnet! Tobute contri adia die Welt ihn schalt, ihn niemals wies der schelten; man hört' ihn nicht um Rache schrein: er übergab es Gott allein: so sey auch du gesinnet! 5. Wenn Stolz und Eigenliebe sich, o Seele, bei dir reget; so starke Jeſu Beispiel dich; dann wirst du nicht bes weget. Ach, nimm doch dessen Wort in Ucht, gemacht: so sen auch du gesinnet! und denke, wie er's hat Nach der Mel. des 238. Lieds. 352. Kommt her, Mühselge, mit Sünden gleich beladen. Wo sucht o send ihr ihr Trost? Nur Trost und Heil, wird dem, der zu mir kommt, zu Theil: ich heile euren Schaden. 2. Wie lange fáumet ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt mein Joch, und folget meinen Lehren. Seht, wie ich, ganz nach Gottes Sinn, so sanft und ſo demüthig bin; mich müßt ihr billig hören! 3. bin; mich Sanft ist mein Joch, leicht meine Last. O! wer sein wahres Glück nicht haßt, wird sich darunter beugen. Ruh' und Erquickung findet sich bei mir, und troſtreich werd' ich mich gewiß an ihm bezeigen. 4. Nun, Jesu, mich verlangt nach dir, zeuch mich dir nach, so laufen wir, dir will ich mich ergeben. Sch weiß es, o Herr Jesu Christ, daß außer dir kein Retter ist; bei dir ift Heil und Leben. 5. Laß mich nun, so wie du gethan, aus wahrer Demuth jedermann zu dienen fertig stehen. Laß mich, wie du, fanftmüthig seyn; Beleidigungen gern verzeihn, und Fehler übersehen. 5010 deinem 6. Uch bilde mich nach Sinn, mich, der ich ohne dich nichts bin, daß ich dein Joch recht trage. Sprich meiner Seele tröstlich zu, und bringe mich zur wahren Ruh, am Ende meiner Tage. 00 we pod wod 917 10 poimum spin 13 dololololololololointel'MS ANATAK omonotonomomomoroCONOTON HOT UIUIUIUIUIUIUIUIUIUIUIUUUUUUUUUUUUUU.. 194 inds and indo WH sim idoli 25) Von der Erkenntniß Gottes. slu Nach der Mel. des 55. Lieds. id 353. oll fich mein Geist, o Gott, zu dir erheben, und dich zu kennen glücklich sich bestreben, so mußt du selbst, um groß von dir zu denken, die Kraft mir schenken. Jynadısdit sdn 22 mich stets erfreuen, und meiner Seele Finsterniß zerstreuen: erleuchte mich, daß mich zu deiner Ehre, dein Glanz verklare. 3. Was ist im Himmel, Gott, was ist auf Erden, das so, wie du, verdien erkannt zu werden? Was ist, das meinen Durst nach Glück so stille, als deine Fülle? 11073 4. Dich suchen, ist die edelste der Sorgen: zwar bist du unerförschlich und verborgen; doch willst du, wenn wir nur dein Licht nicht hassen, dich finden lassen. o 5, it lauter Stimme lehren deine Werke uns deine Weisheit, deine Güt' und Stärke; auch haft du felbst, sey hoch dafür gepriesen! uns unterwiefen! 6. Und immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir getreu, was du uns lehrst, bewahren, wenn wir, was deine Lehren wirken sollen, uns bessern wollen. use 7. Ach, mocht' ich, Gott, aus allen meinen Kräften dich suchen, ruh'n von Sorgen und Geschäften, und mein Gemüth, um mich zu dir zu schwingen, zur Stille bringen! 8. Doch mein Verstand ist unståt, tråg', er scheuet der Ueberlegung Müt, und, schnell zerstreuet, sinkt er, wenn ich zu dir gezogen werde, zurück zur Erde.nodd old dingus 19. Auch täuscht mein Herz ihn, macet ihn oermessen, verführt ihn, seine Grängen zu vergessen, will mehr, als seine Kräfte mir vergönnen, von dir erkennen! sa dim sonind onu 10. Ergreife mich und leite meine Seele, daß sie den Weg zum Lichte nicht verfehle, gewähre mir, damit sie nicht ermüde, Ernst, Lust und Friede! 11. Dann werd' ich immer heller dich erkennen, und täglich mehr von deiner Lieb' entbrennen, dir gern gehorchen, fröhlich dich erheben, dir, Gott, nur leben! boughmad ni Sant the dar di Nach der Mel. des 72. Lieds. ud 31 334. Wo find ich Gott, den meine Seele vor allem ewig lieben will? Du, den ich mir zum Trost erwähle, schweig, Herr, zu meinem Wunsch nicht still! wann werd ich mit dir, größter Freund, noch völliger, als hier vereint? hun 2. Wie wollt ich dich, mein Sott, nicht preisen, wenn ich dich sehe, wie du bist! zwar deine Wunder, Herr, beweisen, wie unaussprechtich gui du bist. Wie schimmern sie, doch zeigt ihr Glanz mir deine Herrlichkeit nicht ganz. 037 Ich sehe dich hier nur im Spiegel, und bete dich in Schwachheit an. ch, hätte meine Seele Flügel, sich dir, mein Schöpfer, mehr zu nah'n! wie würde sie sich deiner freu'n! wie selig, wie verherrlicht seyn Adist 4. Durft ich, am Fuße deines Chrones, mit deinen Engeln dich erhöh'n; könnt' ich im Untlig deines Sohnes, wie deine Seligen dich schn: ich, der ( ich hier kaum stammeln fann, lobfänge dir dann, wie ein Mann.isd SOLLE 5.Mir macht zwar jedes deiner Werke mehr, als ich rühmen kann, bekannt. Es zeigt mir deiner Allmacht Stärke, und deinen weisesten Verstand, und deine Huld, die selbst das Lob des Davids noch zu schwach erhob. 6. Du sprichst auch, wie mit einem Kinde, in deinem Wort, o Gott, mit mir. Wie gut, wie zärtlich! doch die Sünde verdunkelt mir dies Licht von dir. Was kann ich wissen, wenn dein Geist nicht selbst von dir mich unterweist? ebur ollo nel 8397. Doch, wenn in meinen Finsternissen er auch mein blödes Augerhellt; was lern' ich, Gott, von dir? Mein Wissen bleibt immer Stückwerk in der Welt. Ich suche dich, und 11 Zweiter Theil. forsche nach, und bleibe, dich zu sehn, zu schwach. 8. und hört' ich nur auf deine Stimme, in deinem Worte, hört' ich nur, wie du verdienest, auf die Stimme der dir lobsingenden Natur! so lernt' ich hier schon, mich allein, Gott, deiner Herrlichkeit zu freu'n. QU — Von der Erkenntniß Gottes. 9. Wie brünstig würd ich dann dich lieben! mit welchem Eifer würd ich mich dir, Vater zu gefallen üben, wie selig war ich blos durch dich! nun aber täuschet meinen Geist, gleich Kindern, Tand, wenn er nur gleißt. 10. Welch Elend! Vater, ich empfinde mein Glend! 3euch mich selbst zu dir! Entkräfte felbst die Macht der Sünde. Dein Geist der Weisheit 11. Gieb, daß der Strahl von dei ner Wahrheit mein Leben leite, bis ich dort dich náher seh', und mit mehr Klarbeit, als hier, an diesem Prüfungsort Sch, der ich hier kaum stammeln kann, lobsinge bir bann, wie ein Mann. 098 ( 01( 99 12 wohn' in mir! damit ich vor der Tau- 7. Laß dein Erkenntniß mir im scherei der Sinnlichkeit gesichert sey. Leiden ein Brunnquell wahres Trostes seyn. Laß mich, wenn Leib und Seele scheiden, dann noch im Stauben deiner freu'n. Dort seh ich dich im hellern Licht von Angesicht zu Ungesicht 200 ls im no daig $ 12 Nach der Met! des 59. Lieds. not songsing#isl nism dion 011inst him dozi'ni Nach der Mel. des 7. Lieds. 356. Wie felg bin ich, wenn mein Geist hinauf zu 355. Mein Gott, du wohnest Gott sich schwingt, und, wenn er feinen Schöpfer preift, der Engel Werk vollbringt? 2. Wer gleicht Gott? wer ist so geschmückt mit Herrlichkeit und Licht? Ihr Seraphim! ihr seht entzückt sein göttlich Angesicht. 3. Ein voller Strom von Wollust quillt aus seiner Wissenschaft. er ist selig und erfüllt mit Freuden, was er schafft. prore 4. Er spricht ein Wort, und schnell umringt den Seligen ein Heer, das ſelig ist, und ihm lobsingt, das niemand zählt, als er. 5. Auch ich entstand, weil er mich schuf, um ewig froh zu seyn. Heil, Seele, dir! denn dein Beruf ist, Gottes dich zu freu'n. 6. Schon siehst du durch ein dámmeend Licht den Unaussprechlichen! dort wirst du ihn von Angesicht in größ'rer Klarheit sehn. 13* zwar im Lichte, dahin kein sterblich Auge dringt! doch giebst du uns zum Unterrichte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Allerhöchster, bist, und was mit uns dein Endzweck ist. 2. So gieb denn, daß ich darauf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort; und wenn ich ernstlich es betrachte, so bilf selbst meinem For Schen fort! Laß für der Wahrheit hellen Schein mein Aug' und Herz ftets offen seyn. CE 195 und den, den du für uns gegeben, hier so erkenne, wie du mich in deinem Wort es selbst gelehrt; bis einst sich meine Einsicht mehrt.8 3. Dein Wort sey mir ein Licht im Glauben, das mich zur wahren Weisheit führt. Laß mir doch keinen Irrthum rauben, was mir ein ewig Heil gebiert. Kein Spottergeist ver führe mich; kein 3weifel sen mir hinderlich. 4. Dich kennen ist das ew'ge Leben. Drum hilf mir, Vater, daß ich dich, o 5. Vor allem laß bei mir lebendig, Höchster, dein Erkenntniß seyn! laß mich darnach dir auch beständig die größte Lieb und Ehrfurcht weih'n. Gieb, daß ich thu mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. was ich 6. Was hilft das richtigste Erkennt niß wenn's nicht zu deiner Liebe treibt? Was nugt ein aufgeklärt Verständniß, wenn doch das Herz noch böse bleibt? Drum lenke, Herr, auch meinen Sinn durch Wahrheit dir zum Dienste hineinspo dolaininin neielain 1+ 01'M'S MANUAL NOTONOMOMONOTRONOFOTENOOTTON TOD WONOKE UMUMUNUNUNUIUIUIUIUIU Jurgicauetu BLOLONTONG 196 on inime) and fo22 Jisda stign 26) Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. Toid Nach der Mel. des 234. Lieds. ie sollt' ich dich, mein 357. dráut, ist sie mein Sonnenschein. Mich können keine Leiden von deiner Liebe scheiden, so groß sie immer seyn. 3. Mit fröhlichem Gemüthe denk' ich an deine Treu: denn, Bater, deine Gute ist alle Morgen neu. Seh' ich nur stets auf dich, wird mir die Ar beit süße, in der ich Schweiß vergieße; du unterstüßest mich. him 4. Du gabst mir aus Erbarmen den Sohn, der für mich starb, und großmuthsvoll mir Urmen, dein Kindschaftsrecht erwarb. In ihm, Gott, bist du mein. Drum kann ich Hoffnung faffen, du wirst mich nie ver: lassen, nein, stets mein Helfer seyn. 5. Wie gut ist's, dein gedenken! die Welt mag immerhin ihr Herz auf's Eitle lenken. auf's Eitle lenken. Wie schlecht ist ihr Gewinn! zu dir halt' ich mich, Gott! dies bringt, auch wenn ich leide, dem Herzen Trost und Freude; dies stárkt mich einst im Tod. 6. Drum will ich an dich denken, so lang' ich denken kann. Wird man in's Grab mich senken, so geh' ich zwar die Bahn, da mein die Welt vergißt. Doch du, Herr, denkst noch meiner, wenn aud meiner, wenn auch auf Erden feiner mein eingedenk mehr ist.mid. Du hast mich ja zuerst geliebt, und, von Erbarmen angetrieben, den Sohn geschenkt, der Leben giebt. Herr, dies Geschenk zeigt rührend an, wie huldreich du mir zugethan. 2. Von Ewigkeit hast du beschlossen, ich soll dein Kind und Erbe seyn. und wann ist eine Zeit verfloffen, da du, mein Gott, mich zu erfreu'n, mir nicht noch weit mehr Gut's ge: than, als ich jemals aussprechen kann? 3. Wie sehr, Herr, bist du mir gewogen! du liebtest mich von Unbeginn, und hast mein Herz zu dir gezogen. Bewahre selbst in mir den Sinn, daß dir, voll brúnst'ger Dankbarkeit, mein ganzes Leben sey geweih't. 4. welch ein seliges Geschäfte, Herr, deinem Dienst sein Leben weih'n! gieb du mir selber dazu Kräfte, so wird mein Fleiß gesegnet seyn. Ist deine Gnade nur mit mir, so bleib' ich stets, mein Gott, an dir. 5. Führst du mich gleich auf rauhen Wegen, so thust du es zu meinem Heil. Auch unter harten Kreuzesschlägen hab' ich an deiner Huld doch Theil, und nach vollend'ter Leidensbahn nimmst du mich einst mit Ehren an. Nach der Mel, des 141 Lteds. 6. reiche mir, auch wenn ich 359. Der du mich als ein sterbe, deine zu. Dann trofte mich mein künft'ges Erbe! dann führe mich in deine Ruh'. Mit völliger Zufriedenheit lieb' ich dich dann in Ewigkeit. mich mit Wohlthun ganz umgiebst, Gott, meiner Seelen Freude! ich bleibe dennoch stets an dir. Was ist, mein Gott, das je mich hier von deiner Liebe scheide? Du machst mir deinen Weg bekannt, hältst mich bei meiner rechten Hand, regiereft meinen Lebensl uf, und hilfest meiner Schwach heit auf. Herr, mein Gott! du bist mein Licht; du bist mein Licht! ich folge dir, so irr' ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem Rath, der andres nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Geht's gleich zu Zeiten wunderlich so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohlgelinget. Nach hartem Tritt auf 358. Nach der Mel. des 301. Lieds. ' n dich, mein Gott, gedenken, ist Pflicht und Trost für mich. Wenn Sorg' heit auf. Wenn Sorg ich und Gram mich kranken, so sieht mein Ulug' auf dich. Dann mindert sich mein Schmerz; dann fliehn die bangen Sorgen, wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh' erfüllt mein Herz. 2. Denk' ich an deine Liebe, wie werd' ich dann erfreut! wenn alles um mich trube, und mir ein Wetter 197 3weiter Theil.- Von der Liebe und Dankbarkeit zc. rauher Bahn nimmst du mich dort warte drauf: ich warte drauf: nimm mit Ehren an, wo mich vor deinem mich in deinen Himmel auf! 4111593 Thron erfreut die Krone der Gerechy seduce sta tigkeit. Mein Herr, mein Gott! ach voll Begier, ach voll Begier wünsch' no Mel. des 30. Pfalme. ich zu seyn, mein Heit, bei dir. 3. ME Mein Sinn ist ganz auf dich ge= richt't. Hab' ich nur dich, so frag' ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär' der Himmel ohne dich, so konnte keine Lust für mich auch selbst im Himmel werden. Wär'st du nicht schon auf Erden mein, so möcht' ich nicht auf Erden seyn. Denn nichts ist in der ganzen Welt, das mir so sehr, wie du, gefällt. Mein Herr und Gott! wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. 4. Und sollte mir durch Kreuz und Noth, durch Marter, durch Gewalt und Tod auch Seel' und Leib verschmachten; dies alles wird, wenn's auch noch mehr, ja gar wie eine Hölle wär', mein Glaube doch nicht achten. Du bist und bleibest doch mein Heil, und meines Herzens Trost und Theil. Denn wahrlich nur durch dich allein kann Leib und Seele selig seyn. Herr, meine Burg! ich hoffe fest, ich hoffe fest, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Wer von dir weicht, und auf der Welt dir nicht beharrlich Glauben hält, muß freilich wohl verderben. Er kann, weil er die Lust und Pracht der Erden sich zum Himmel macht, nicht deinen Himmel erben. Denn wer dich hier nicht lieben lernt, und nicht sein Herz von dem entfernt, was dir, du Heiligster, mißfällt, kommt nicht zu jener bessern Welt. Nur den, der hier sein Herz dir weiht, sein Herz dir weiht, nur den führst du zur Herrlichkeit. 360. W ohlan, mein Herz, sey stets bereit, und zeige deine Dankbarkeit dem Gott, dem du ganz eigen bist; deß liebstes Werk das Wohlthun ist; deß Heil uns t überall begegnet; H der den ver= fluchten Sünder ſegnet. Sito tail 10 2. Er denkt bei jedem Augenblick, bei jedem Pulsschlag an mein Glück, Er ist's, in dem ich leb' und bin; durch den ich der Gefahr entrinn': ach, dan fend muß ich, Herr, verstummen; wie viel sind deiner Gnade Summen! 3. Dort zeigt sich mir erst eine See, vor der ich ganz erstaunend steh'! ich Erdenklos, ich schnöder Staub! ich Sünder! ich, der Höllen Raub, erfahr' in seinen Liebesarmen sein groß, sein göttliches Erbarmen. 4. Sünden, die ich je verübt, und er mir våterlich vergiebt, wer zählt euch? seines Geistes Macht hat mich so oft zurecht gebracht, so oft mit mildem Trost erfreut: sein Wohlthun wird noch stets erneut. 5. Auch seine Zuchtigungen sind für mich oft pflichtvergeff'nes Kind Wohlthaten, alles Dankes werth. So wird des Fleisches Kraft verzehrt, der Schlaf verjagt, der Geist ent zündet, und Glaub' und Hoffnung fest gegründet. 6. Drum halt' ich mich getroft zu dir; du aber hältst dich auch zu mir; und das ist meine Freude. Ich seße meine Zuversicht auf dich, mein Fels, und zage nicht, auch selbst im tiefsten Leide. Dein Wort, o Höchster, soll allein mein Trost und meine Richtschnur seyn, bis sich einst in der Ewigkeit mein Herz vollkommen bei 6. Ich záhle leichter Stern' und Sand, als alle Güter deiner Hand. Der sel'gen Engel hohe Sprach' ist selbst für deinen Ruhm zu schwach. Wie kann es dann mir Wurm gelinner freu't. Gott meines Heils! ich gen, dein Hallelujah recht zu singen? OTOMOFONOROROONOTTEOMOLOTO dalaininin dininiain 1+ 01'M'S ANATAKA AVOKONE JUTUTUMUNUDIUUUUUUUUUUUUUUUUUU. 198 as distand Zweiter Theil. 7. Doch will ich bringen, was ich: kann. Nimm mich dir gang zum Opfer an. Herz, Muth, Mund Leib, sey dir geweih't, zu deiner Ehr' in Ewigkeit. Ich will mich ewig dir verschreiben: du sollst mein, ich will dein verbleiben. Der 116. Pfalm. 361. We Gott zu meinem Nach der Mel. des 324, Lieds. Die lieb ist mir's, daß Schrei'n sein Ohr herab neigt, daß er meine Klagen im Himmel hört; in allen meinen Tagen soll mein Gebet nur ihm geweihet seyn! 2. Schon überall um mich war nichts als Tod, schon hatte mich des Grabes Ungst umgeben! kaum schien Nach der Mel. des 42. Lieds. 310073 ein Hoffnungestrahl noch meinem Leben, 362. u Bater deiner Men ich in und Noth. und 10 3. Da rief ich Gottes heil'gen Namen an! ach, Herr, mein Gott, errette und behüte mich doch! gerecht ist Gott, er ist voll Gute, barmherzig, und ein Gott, der helfen kann. sig Von der Liebe zvolisur 9. Wie köstlich ist vor Gott der Frommen Tod! o Herr ich bin dein Knecht, von dir erkoren, von deiner Magd gum Knechte dir geboren! aus Banden risfest du mich, Herr, mein Gott! id ind is mismos bi 10. Dir opfr' ich Dank; dich will ich stets erhöhn, und preisen, was für Gutes mir geschehen, bezahlen will ich dir, dein Volk soll's sehen, was dir mein Herz gelobte bei dem Flehn.d bin Jopic 11 Sn Salem, Herr, in deinem Heiligthum, will ich dich loben! durch des Tempels allen soll mein Ge sang, soul, Gott, mein Dank erschallen, da sing' ich: Hallelujah! dir sey Ruhm. 4. Er schüßt die Frommen, und er hilft auch mir, wenn ich voll Ungst und fast verzehrt, mich quále; zu deiner Ruhe kehre wieder, Seele, denn wie viel Gutes thut der Herr an dir! 5. Du machtest mich vom nahen Tode frei, mein Aug' von Thränen, meinen Fuß vom Fallen: ich will vor dir im Land des Lebens wallen; ein Herold deiner Huld und deiner Treu'! 6. Mein Mund bekennet, weil mein Glaube siegt! zwar litt' ich sehr, piel waren meiner Plagen; doch sprach ich auch in meinem größten 3agen: Gott ist wahrhaftig, jeder Mensch betrügt. 7. Wie kann ich Gott vergelten, was er that? Unzählig ist die Wohlthat seiner Güte! was bringt ihm nun mein dankerfüllt Gemüthe, ihm, der so gnådig mich errettet hat? 8. Ich will den Heilskelch nehmen, ihn erhöhn, die Wunder rühmen, die an mir geschehen, bezahlen will ich ihm, sein Volk soll's sehen, was ihm mein Herz gelobte bei dem Flehn! die Liebe selber bist; und dessen Herz auch gegen Sünder noch gütig, und voll Mitleid ist! laß mich von ganzem Herzen dein, laß mich's mit allen Kräften seyn. per nasce 2. Gieb, daß ich als dein Kind dich liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu seyn mich übe, wie du mir dazu Vorschrift giebst. Was dir gefällt, gefall' auch mir. Nichts scheide mich, mein Gott, von dir. 3. Vertilg' in mir durch deine Liebe den Hang zur Liebe dieser Welt; und gieb, daß ich Verläugnung übe, wenn mir was Eittes noch gefällt. Wie sollte ich die Kreatur dir vorziehn, Schöpfer der Natur? 4. Laß mich, um deines Namens willen, gern thun, was mir dein Wort gebeut. Kann ich's nicht, wie ich soll, erfüllen, so sieb' auf meine Willigkeit, und rechne mir, nach deiner Huld, die Schwachheit, Vater! nicht zur Schuld. 5. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das thut, was dir, o Gott, mißfällt. Drum laß es mich mit Ernst vermeiden, gefiel es auch der ganzen Welt. Die kleinste Sünde. selbst zu scheun, laß, Vater, mich behutsam seyn. 60 101100 OVO und Dankbarkeit gegen Gott.& 6. Aus Liebe laß mich alles leiden was mir dein weiser Rath bestimmt. Uuch Trubsal führt zu ew'gen Freu den. Wer ihre Last gern übernimmt, geduldig trågt, und weislich nüst, wird machtig von dir unterstüßt.. 307. Sn deiner Liebe laß mich sterben. Dann wird der Tod selbst mein Sewinn: dann werd' ich deinen Himmel erben, wo ich dir ewig nahe bin. Da lieb' ich in Vollkommenheit dich, Vater der Barmherzigkeit 4. In den zarten Jugendjahren warst du meines Lebens Stab; mein Beschirmer in Gefahren. Un dir hab' ich bis in's Grab einen Vater, der mich liebt; einen Vater, der mir giebt, was zum wahren Wohl mir núßet, einen Vater, der mich schůzet. 199 Laß Stark' und mehre selbst die Triebe wahrer Dankbarkeit in mir. mich ganz dein eigen seyn; so mich deines Wohlthuns freun, daß auch mir auf dieser Erde Wohlthun wahre Freude werde.pun 7. Ja, laß jede deiner Gaben recht zu brauchen mich bemühn; stets den 3weck vor Augen haben, dazu du sie mir verliehn. Deine Güte reize mich, daß ich immer brúnst ger dich lieb', und deinen heil'gen Willen freudig suche zu erfüllen. Tiedn 5. Gott, du machst's mit uns stets besser, als wir wünschen und ver stehn. Deine Güte ist viel größer, als die Kraft, dich zu erhöhn. Schallte gleich so hoch mein Dank, wie der Seraphim Gesang; dennoch würde durch mein Boben deine Huld nicht g'nug erhoben.d 1961 m Nach der Mel. des 116. Bieds. ott, mein deine) bd Nach der Mel. des 42. Lięds. 163 363. Liebe reicht, so weit 364. Mein Herz, ermuntre zum der Himmel ist. Deines Wohlthuns starke Triebe sind so ewig, als du bist. Deiner Huld unendlichkeit, Gott, erschöpfet keine Zeit; und wer kann die vielen Proben deiner Gúte wür dig loben? milos 2. Als ich noch, der Welt verborgen, in dem Schooß der Mutter lag, wachtest du, für mich zu sorgen, über mich schon jeden Tag. Durch den Beistand deiner Macht bin ich an das Licht gebracht, und was hat mein ganzes Leben Gutes, das du nicht gegeben? 3. 9tie gedenket mein Gemüthe, ohne brünst'ge Dankbegier, jener unverdienten Güte, da du durch die Taufe mir das erhabne Recht gewährt, daß ich für dein Kind erklárt, mich des Segens der Erlös'ten voller Zuversicht darf trösten. ded des Gottes, der dein Vater ist! be denke, auf wie viele Weise du ihm zum Dank verpflichtet bist. Bring' ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr, deine Hand ist immer offen, zu geben was mir nüglich ist. Und doch bin ich oft schwach im Hoffen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott! wie wenig bin ich's werth, daß mir noch Hülfe wiederfährt! d 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen. Nur wohlzuthun bist du ge wohnt. Drum wird auch mir, mein Gott, mir Urmen, von dir nicht nach Verdienst gelohnt. Noch immer steht mir deine Treu mit Segen, Trost und Hülfe bei. Bug 4. Du bist es, der in meinen Sor gen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch für mich verborgen, nach meinem Wahn zu lang' verweilt, so kommst du, eh' ich's mich versehn, mich aus dem Kummer zu erhöhn. 5. Du wählst und wirkest stets das Beste, und wenn auch meine Noth sich häuft, so steht durch dich mein Wohl doch feste. Wohl doch feste. Wenn Fluth von Elend auf mich träuft, so siehst du mit Erbarmen drauf und hemmſt allmächtig ihren Lauf.d pidud ont 1750 6. Du bist mein Heil. Mein ganz Gemüthé ist deines Ruhms, mein 6. O, so geuch durch deine Liebe, Retter, voll. D, fonnt' ich deine Herr, mein ganzes Herz zu dir. I große Güte doch so erheben, wie ich NOTONOTONOMOTOOOOOoo jolainining oldiniai1te1'M' S AVOVAKAK HONOUS AlalalalAVOVAVAVAVAJAJO OMMUNICIUUUUUUU. 200 Zweiter Theil. Von der Liebe soll! doch meine Kraft reicht nicht Nach der Mel. des 59. Lieds. dahin. Du weißt es, Gott, wie 366. Mein Geift erstaunt, Ul1= wenn er ich bin. 7. und hätt' ich auch viel tausend Bungen, so würde deines Wohlthuns Preis nie würdig g'nug von mir befungen, auch bei dem allergrößten Fleiß. Denn mehr, Herr, als ich rühmen kann, hat deine Huld an mir gethan. 8. Jedoch du siehst mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Nedlichkeit; und hörest selbst das schwache Lallen der Deinen mit 3ufriedenheit; du hörst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit trägt. 9. Drum soll mir deine Huld und Gute beständig, Gott, vor Augen seyn. Ich will mit redlichem Gemüthe mein Leben deinem Lobe weih'n, bis ich vollkommner deinen Ruhm erheb' im höhern Heiligthum. - 365. Habe Nach der Mel. des 156. Lieds. abe deine Lust am Herrn, bei dem Herrn ist Freud' und Leben; und er wird, denn er giebt gern, dir auch, was dir dienet, geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Luft, die in Weinen sich verkehret! Glaube, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf seiner Bahn, was das Herz nur wünschen kann. 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, wenn man Gott im Worte kennet. Lust an Gott stárkt uns zur Pflicht, wenn man in der Liebe brennet. Solche Lust beut alles an, was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer die Lust am Herren hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet ihn durch Wort und That unverdrossen zu erfüllen! und so trifft er alles an, was das Herz nur wünschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trag geduldig die Beschwerden: wenn du wohl gelitten hast, wird dir ew'ge Freude werden, und du triffst im Him: mel an, was dein Herz nur wünschen kann. bod in sorg die Gnaden denkt, womit du mich, mein Gott und Herr, so unverdient beschenkt. 2. Dann ist mein Herz so hoch erfreut, ganz deiner Güte voll, und weiß vor heißer Dankbarkeit nicht, wie es danten soll. 3. Als ich noch in der Mutter Schooß, in Nacht verborgen, schlief, bestimmtest du für mich das Loos, das mich zum Leben rief. 4. Du wählst des Sterblichen Geschick, eh' er geboren ist. Und so ward ich, o welch ein Glück! schon als ein Kind ein Christ. 5. Schwach, an der Brust, vernahmst du schon, was noch kein Flehen war, und neigtest zu des Weinens Ton dein Ohr erbarmend dar. 6. Wenn ich als Júngling von dem Pfad der Tugend mich verirrt, hat mich höchstliebreich, Herr, dein Rath darauf zurückgeführt. Fard dat 7. Du warst mein Schuß und meine Wehr vor Unglück und Gefahr, und vor dem Laster, das noch mehr, als sie zu fürchten war. 8. Ich sah, von Krankheit bleich, durch dich mein Leben mir geschenk und deine Gnad' erquickte mich, wenn Sünden mich gekränkt. 9. Von Freudenstrahlen glänzt mein Blick, da du so hoch mich liebst, und in der wahren Freundschaft Glück des Lebens Trost mir giebst. 10. Und welcher Wohlthat, Herr, ist nicht dies Herz, das fühlen kann; dies Herz, ganz dein, das dankbar spricht, was du an mir gethan..d 11. Kein Tag soll froher mir ver gehn, als Höchster, dir zum Preis. Ich will dein hohes Lob erhöhn, so gut ich kann und weiß. 1054 12. In Schrecken, Ungst, Gefahr und Noth trau' ich allein auf dich. Durch dich gestärkt, ist selbst der Tod mir nicht mehr fürchterlich. midges 13. Wenn frachend einst der Bau der Welt sich aus den Angeln reißt, will ich den preisen, der mich hält, dich, der mich leben heißt.om G ava estlund Dankbarkeit gegen Gott. ier 14. Dich, der mich bei der Welten Sturz mit starkem Arm erhob! selbst Ewigkeiten sind zu kurz, o Höchster, für dein Lob! sid alltag aschine and ind us Nach der Mel. des 48. Lieds. 367. Dit ir dank' ich für mein Leben Gott, der du mir's gegeben, ich danke dir dafür! Du hast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; durch deine Güte bin ich hier! de dris N 2. Du, Herr, hast mich bereitet; mich väterlich geleitet bis diesen Augen: blick. Du mir und selbst der Leiden Plage verwan: deltest du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu geringe, mit der du mich bewacht. Damit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht. 4. Du hörtest schon mein Sehnen und zähltest meine Thränen, eh' ich Ned Mel. D großer Gott von Macht. 368. D du erhabener Gott, an Macht unendlich reich! wer ist dir auf der Erd' und wer im pimmel gleich? Vor dir erbebt bie Geisterwelt: und was der Him L mel in sich halt, muß sich mit 201 bereitet war; eh' ich zu seyn begonnte, und zu dir rufen konnte, da wogst du schon mein Theil mir dar. d) 27) Von der Furcht Gottes. tiefem Schweigen vor deinem Throne beugen. idinsd nut) sniad musun 2. Dunhast durch deine Kraft den Himmel ausgestreckt; die Erde fest gegründ't, dem Meer sein Ziel gesteckt. 5. Du ließ'st mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher von Ewigkeit. DHöchster! welch Erbarmen! du sorgteft für mich Urmen, und bist ein Vater, der verzeiht. 6. Für alle deine Treue, für das, deß ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Er ist dein größt Geschenke; daß ich durch ihn dich denke, ist dein; dein ist's, daß er dich preißt. 7. Daß du mein Leben fristest, und mich mit Kraft ausrüsteft, dies, Bater, dank' ich dir; daß du mich liebreich führest, mit deinem Geist regierest, dies alles, Vater, dank' ich dir. 8. Was mir in diesem Leben noch nügt, wirst du mir geben; du giebst's, ich hoff' auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich meinen Leib und Seele. Herr, segne und behüte mich! Dein Wort bewegt der Berge Grund, und stürzt sie in des Meeres Schlund. Du sprichst: so fliehn selbst Welten, o Herr, vor deinem Schelten. 3. In deiner Hand sind wir, wie Thon in Töpfers Hand. Was an uns Gutes ift, hast du uns zugewandt. Du lehrst das menschliche Geschlecht durch die Vernunft und Schrift dein Recht, willst, daß wir Thun und Denken nach deiner Vorschrift lenken. 4. Erleuchte meinen Geist, o Gott, mit deinem Licht. Dich fürchten, sey mir stets so Seligkeit, als Pflicht. Hilf, daß ich, als dein Unterthan, der niemals dein entbehren kann, bemüht sey, deinen Willen gehorsam zu erfüllen.dn ried to strb 5. Laß deine Gegenwart mir stets vor Augen seyn, und auch im Dunkeln mich dein helles Untlig scheun. Erinn're mich an dein Gericht, wenn zur Verlegung meiner Pflicht die Lust der Welt zu Zeiten mich Schwachen will verleiten. nadsgas gillar alm monomornomomomomoNOHOTO ol alainen elolaa 1501'M S HONKOLOKOLOKOKOKOUS UnutarururuIDUIUIUIUIUIUtararatatut 3weiter Theil. Von der Furcht Gottes. 202 6 Doch zündeblauch in mir das Licht des Glaubens an, daß ichin Christo dich als Bater lieben kann. Gieb, daß ich frei vom fnecht'schen Geift, mit Freuden dir Gehorsam leift, und mich aus reiner Liebe, in deinen Wegen úbe.projus nomiyor 7. Laß, Bater, deine Furcht des Lebens Leitstern seyn, so nimmt kein Irrthum mich zu meinem Schaden ein. Sie mache mich von Heuchelei, von Menschenfurcht und Trägheit frei; so werd' ich im Gewissen die süße Ruh' genießen. 6. Wer als ein Knecht ihn scheut, und thut, was er gebeut, jedoch von seiner Liebe blos, der kann ihm nicht gefallen; die Liebe macht bei allen, und auch bei Gott, den Menschen groß. 7. Was noch so schwer uns deucht, macht uns die Liebe leicht; sie machet uns dir, Höchster, gleich; fie stillet unsre Herzen, versüßet unsre Schmer zen, und bringt uns in dein ewig Reich.deposre arghise mod auo 8. Entzünd' den Trieb in mir, mit Lust zu thun, was dir gefällt, o Gott, mein ewig Heil! dir will ich mich ergeben, dir sterben und dir leben; indir, meines Herzens Trost und Theil! Gott, wer ist 370. Vo findlich scheuen, iſt THO und led Nach der Mel. des 7. Lieds. or dir, o Tato ang app2 tim bids Mel. Des 26. Psalms. hi Sind 369. OF dir gleich, wie máchtig ist dein Reich! dein Dráun bewegt der Erde Grund. Willst du zur Strafe ziehen, wer kann vor dir entfliehen? dein Urm wird allenthalben kund. 2. Wo ist der Ort der Welt, der mich verborgen hålt? Vor dir liegt alles aufgedeckt? wie sollt' ich dann noch wagen, Gehorsam zu versagen, da deine Gegenwart mich schreckt? 3. Dem, was ich lass' und thu', siehst du aufmerksam zu, und bringst es einst vor dein Gericht. Wie sollt' ich dann nicht beben? auch bei dem besten Leben bestehen Adams Kinder nicht, ist 4. Doch mach' von Heuchelei und Knechtesfurcht mich frei, daß ich dich fürchte als dein Kind, und in der reinen Liebe mich durch den Glauben übe, wozu mich deine Huld verbind't. 5. Uch, lenkte bloßer Zwang den ungewissen Gang, wie könnt' ich mich in dir erfreun? Nein, laß mich dir, o Vater, mein Helfer und Berather, mit Willigkeit ergeben seyn. Wie unsre allergrößte Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheut er dein heilig Auge nicht. Drum wirk' in mir durch deinen Geist, die Furcht vor dir, die kindlich heißt. 2. In allem, was ich thu' und denke, laß, Herr, das meine Weiss heit seyn, daß ich mein Herz zur Sorgfalt lenke, vor jeder Sünde mich zu scheu'n. Denn, wer noch Lust zur Sünde hat, der fürchtet dich nicht in der That. 3. Gieb, daß ich stets zu Herzen nehme, daß du allgegenwärtig bist, und das zu thun mich ernstlich schåme, was dir, mein Gott, zuwider ist, der Beifall einer ganzen Welt hilft dem ja nichts, der dir mißfällt. 4. Laß immer dein Gericht mich scheuen, und wirke steten Ernst in mir, mein Leben deinem Dienst zu weihen, daß ich die Gnade nicht verlier, die mich von dem verdienten Fluch befreit, und stets noch liebreich trug. 5. Ja, Vater, laß mit Furcht und Bittern mich schaffen meine Seligkeit. Soll nichts mein ewig Glück erschüttern, so laß mich in der Gnadenzeit mit Vorsicht alles Unrecht fliehn, und nur um deine Gunft bemühn. 6. Gieb, daß ich stets ein gut Ge wissen vor dir zu haben sorgsam ſey; und mache von den Hindernissen der 3weiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott ic. 203 wahren Tugend selbst mich frei. Nie| Gott als Beugen vor sich hat, der store Furcht und Lust der Welt mich, das zu thun, was dir gefällt. freut sich jeder guten That. nu, not - 7. In deiner Furcht laß mich stets wandeln, und überall, auch wo ich bin, nach deiner Vorschrift redlich han deln. Du hasfest heuchlerischen Sinn. Wer dich von Herzen scheut und ehrt, nur der ist dir, o Bater, werth. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth ver leih'n, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, auch dann, was unrecht ist, zu scheun. Denk' nur, vor seinem Ungesicht ist Finsterniß, wie Mittagslicht. 8. In deiner Furcht laß mich einst sterben, so schreckt mich weder Tod noch Grab; so werd' ich jenes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich gab.gon Gott! deine Furcht bringt Segen ein. Ihr Lohn wird groß im Himmet seyn. si me C 8 5. Den Herren öffentlich verehren, sowohl, als in der Einsamkeit; auf des Gewissens Stimme hören, und willig thun, was er gebeut: auch das lehrt dich die Furcht des Herrn; auch das thut, wer ihn fürchtet, gern. 6. Låßt dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich fromm von tot dins el dihr entfernst: die Furcht des Herren Nach der Mel. des 72. Lieds. Click wird dich stärken, daß du die Welt verachten Wer dem 371. Wiele tennen? Gs Höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, Millst du der Weisheit selbst beim Spott der Welt. 17. Sich stets vor dem Allmächt'gen scheuen, giebt Heldenmuth und Tapferkeit, wenn uns der Menschen stolzes Drauen, was Gott mißfällt, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schuß, mein Heil und Licht, so beb' ich vor den Menschen nicht.od datidaged 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, den Spöchsten, sehn! laß sie mich zu der Weisheit führen: so werd' ich niemals irre gehn. Wohl dem, der sich stets kindlich scheut; dich fürchten, Gott, ist Seligkeit. ist die Furcht vor Gott dem Herrn. Nur der ist weis und klug zu nennen, der alle seine Pflichten gern, weil Gott fie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. 12. Lern' Gottes Größe recht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit! so wirst du nie dich unterwinden mit thörichter Verwegenheit, zu tadeln, was sein Rath beschließt, der wunderbar, doch heilig ist. bild 3. Wirst du den Höchsten kindlich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last: nur das wirst du vor ihn bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer 330 gr mism 28) Von dem Vertrauen auf Gott, und der G MISC Ergebung in seinen Willen. 1801 1hom thir 3. Wenn meiner Wohlfahrt Feinde fagen: nun, nun ist er zu Fall ge bracht! so werd' ich dennoch nicht ver372. Voll Glauben will ich zagen, denn Gott lebt noch mit seiner 198 zu beten, o vor deinem Ungesicht! dann kann fein Feind mich untertreten, dann beb' ich, Gott, vor Menschen nicht! i hist Der 11. Pfalm. 1bill Nach der Mel. des 46. Lieds. 4. Gott ist im Himmel, doch auf Erde schaust du herab, vom Himmel, Gott und siehst, wenn ich gedrånget werde, siehst meinen Jammer, meine 2. so an pid Noth.11 5. Du kennst und liebest den Gerech2. Und wenn sie mir, um mich zu fållen, und meines Falles sich zu freun, noc so verborgne Neße stellen, so will ich doch nicht zaghaft seyn. bod ten, befreist ihn gern von jeder Laft; HOMONONONONOOOOO lalalalalalalalarni Itel'M' S AVATA HO PLAKOVALAVALAVALAVAVAJAKA JupiticuUUUUUU 204 3weiter Theil. Von Von dem dem - hilfst, wenn sie flehen, deinen KnechNach der Mel. des 72. Lieds. Tout ten, und haſſeft jeden, der fie haßt. 374. Mein Hort ist Gott, spottet! Gott schaut im 3orn den Frevler an; er wird mit Wettern ausgerottet von dem, der ewig tödten Eann! 7. Denn der gerechte Richter liebet, der Heiligen Gerechtigkeit! und hilft dem, der, was recht ist, übet, wenn Vertrauen Vertrauen auf Gott,& Sch hoff' auf ihn! er kennet mich. Ihm fehlte, die Seinen zu erhalten, an Mitteln nie, und sein bin ich! ich gründe meine Zuversicht auf diesen Fels und wanke nicht.id as 2. Was qual' ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffauch die ganze Welt ihm dráut! nung ist? Herr, das ist meines Her tiden Nach der Mel. des 267. Vieds.de izens Freude, daß du mein Gott und Helfer bist. Hilf, mein Erbarmer, 373. Auf dich, Herr, nicht starke mich, denn nichts vermag ich 79 119 auf meinen ohne will ich mein Glücke bauen, und dir, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Du, der die Welt allmächtig hält, wirst mich in meinen Tagen, als Gott und Vater tragen. 2. Du sahest schon von Ewigkeit, wie viel mir nüßen würde, bestimmteſt meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen ware? 3. Du, Herr, weißt was mein Herz begehrt, und hättest, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich bat, gewährt, wenn's deine Weisheit litte. Du sorgft für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, dein Wille, Herr, geschehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit oft tragen, als selbst das widrige Geschick, bei bessen Last 375. Dricht, mein einz ger desſen wir klagen? Die größte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Glück und Habe, verläßt mich doch im Grabe. Nach der Mel. des 267. Lieds. er Herr 3uglückTrost im Leben. Dem fehlt es nie es nie an Trost und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist sein Gott. Auf sein Gebot wird seine Seele stille. Shm gnügt des Vaters Wille. 5. Un dem, was wahrhaft lich macht, läßt du es keinem fehlen. Gesundheit, Ehre, Glück und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer deinen Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht ver trau'n? du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche auf dich schau'n, sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That! mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. Se o 100 3. Der Herr erzieht hier seine Kin der zur Ewigkeit mit weiser Huld. Er schont, er züchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat Geduld. Er hat nicht Lust an unserm Schmerz: wir flehn; ihm bricht sein Vaterherz. 4. Die Lieb' ist Gott! wie kann ich zagen? Gab er für mich nicht Jesum Christ? Was könnte mir ein Gott versagen, der so unendlich gútig ist? Erhab'ner Trost, der nimmer trügt, und jeden Zweifel überwiegt! dmed 5. Ich harre seiner, und bin stille, wie bald verstreicht die Prüfungszeit, dann nehm' ich dort aus seiner Fülle unendliche Zufriedenheit. Er leite mich nach seinem Rath, wie er mir zugesaget hat! 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden? Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's überwunden? Hofft auf den Herrn, er hilft uns gern. Seyd fröhlich ihr Gerechten; der Herr hilft seinen Knechten. nos map o op do 3. Noch nie hat sich, wer Gott geliebt, verlassen sehen müssen: Du läßt ihn, wenn ihn Noth umgiebt, doch deinen Trost genießen. Des From und der Ergebung in seinen Willen. 205 men Herz wird frei von Schmerz. hab' ich nicht auf dich gehofft, als Der Sünder eitles Dichten, pflegst du, Herr, zu zernichten. hb od 4. Drum hoff, o Seele, hoff' auf Gott. Der Thoren Trost verschwindet: wenn der Gerechte in der Noth das Herz des Schöpfers findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn jene zittern, als Fels in Ungewittern. ich wohl boffen sollen. Mein Gott, wie groß ist meine Schuld! an dir hab' ich durch ungeduld vielfältig mich versündigt. disc REST 4. Erbarmender! vergieb es mir, nach deiner großen Güte! und stärke zum Vertraun zu dir mein schüchternes Gemüthe. Gieb, daß ich freudig hoff' auf dich, du werdest nie, als Vater, mich verlassen, noch versäumen. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Verflucht sind, die zu Menschen fliehn; verflucht, wer von Gott weichet! dein Heiland starb: er, er erwarb, auf seinem Todeshügel, dir deines Glaubens Siegel. 5. Seh' ich auch gleich nicht immerfort zur Hülfe Wege offen: so laß mich dennoch, Herr, mein Hort, auf deine Rettung hoffen. Du bleibst doch immer groß an Rath, und immer mächtig auch an That, mein Bestes zu besorgen. spored 6. Sey unbewegt, wenn um dich her sich ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Christen freudenteer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thránen Zahl zählt er, er wiegt die Schmerzen, und wälzt sie von dem Herzen. 6. Dies sey mein Trost, dies sey mein Licht, wenn mich die Sorgen krånken. Erfüllst du meine Wünsche nicht, so laß mich glaubig denken, daß mir's nicht gut gewesen ist. Weil du die höchste Weisheit bist, so fügst du stets das Beste, bin doua or 7. Herr, du bist meine Zuversicht. Auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quále. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Ullmächtiger, verlassen, und sich im Kummer fassen? aid 8. In deine Hand befehle ich mein Wohlseyn und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt auf dich; dir will ich mich ergeben. Sey du mein Gott, und einst im Tod mein Fels, auf den ich traue, bis ich dein Untlik schaue. 7. Was hier mir fehlt, das wirst du mir auf's Reichlichste erseßen: wenn ew'ge Freuden mich bei dir in deinem Reich ergößen. Da ist mein Erb' und höchstes Gut. O stårke mir dadurch den Muth bis an mein selig Ende. 376. Nach der Mel. des 119. Lieds. u haft, mein Vater und mein Gott, mich durch dein Wort belehret, daß deine Hand der Frommen Noth in Freude einst verkehret, und daß ich alles was mich frånft, auf dich, der unser Schickfal lenkt, mit 3uversicht soll werfen. 2. So will ich denn auch auf dein Wort der Sorgen mich entschütten. Erhöre du, mein Fels, mein Hort, mein findlich Flehn und Bitten. Gieb meiner Seele wahre Ruh'. Was mich bekümmert lenke du zu meinem ew'gen Besten. 720 3. Der Sorgen macht hat freilich eft mich übermeistern wollen. So chamado desde Der 62. Pfalm. omid. Nach der Mel, des 54, Lieds. 377. Mein Geiſt ſoll nun in allein, als seinem Schuße, ruhig seyn. Ich stehe ja bei ihm in Gnaden. Genug: ist dieser Gott mein Held, so tob' und stürme nur die Welt; ihr Unfall soll mir doch nichts schaden.pindim 2. Wie lange beut'st du, roher Hauf, Verläumdung, ist und Bos heit auf, um einen Mann zu übermögen? ihr Frevler eilt mit aller Macht, wie eine Wand, die hängt und kracht, nur eurem Fall und Tod entgegen. 195blo 3. Umsonst, fucht dem, den Gottes Hand zu einem hohen Ehrenstand bestimmt, der Neider nachzustellen. Da spart ihr keine Tücke nicht. Ihr NONTONOOMOMOTOOOTECN plains S. W. 1041. UN Ununun HOHOHO Furururururundi CIUIUIUIUHUTUMUNUCUttt OU OVOLOVO 206 Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, segnet mich in's Ungesicht, und flucht mir gleichwohl in der Seelen. si64Dairuht mein Herz in Gott allein der wird schon mein Erlöser seyn, und meine Sehnsucht bald vergnügen. Gr ist der eine, der mich stugt, und wider alle Feinde schügt. Wie sollt ich stets darnieder liegen? 5. Mein Schuß und Sieg in aller Noth, mein Truß und Ruhm bis in den Tod der Herr erquicket mein Gemüthe. Drum schutte vor ihm Jacobs Haus das Herz nur immer glaubig aus, und gründe sich auf seine Güte. 6. Wer auf der Menschen Hülfe baut und auf der Großen Schuß vertraut, der wird in seinem Wahn betrogen. Ihr ganzes Wesen weit und breit ist eitler nody, als Eitelkeit, und wird von nichte auch überwogen. $ 7 Verlaffet euch auf Frevel nicht, und send auf keinen Raub erpicht! vergeht euch nicht nach Eitelkeiten! und kommet ihr zu Geld und Gut, so laßt euch nicht zu Uebermuth, noch schnödem Geize je berteiten. tin8. Mich lehrte Gott einmal ein Wort; das hör' ich, deucht mich, immerfort: er sey der Herr im hochsten Throne, der Richter, dessen Macht und Treu der Unschuld Hülf' und Rath verleih', und jedem nach Verdienste lohne. 20* den dich um mich zur Mauer machst. Laß mich auf dein Wort stets hoffen, das noch immer eingetroffen. Gott, wer deinem Wort nicht traut, hat auf leichten Sand gebaut. 00 4. Laß mich fest im Glauben werden, daß dein Wort wahrhaftig sey: o, so werd' ich hier auf Erden von so mancher Unruh' frei. Dann werd? ich, mein Gott, mit Flehen stets auf deine Hülfe sehen; dann wächst meine Zuversicht, und die Hoffnung trúgt mich nicht. 110 od 1 15. Vater, meine Hoffnung gründet sich auf deines Sohnes Tod. Meine Seele sucht und findet darin großen Trost in Noth. Ja, sein siegreich Auferstehen läßt mich zu dem Leben gehen, das fein traurig Ende nimmt, wo mir ew'ges Heil bestimmt. 16. muß ich gleich noch hier auf Erden, Gott, vor dir ein Pilgrim seyn; wirst du doch von den Beschwer den dieser Zeit mich einst befrei'n. D, erwünschte sel'ge Stunden! ewig aller Noth entbunden, werd' ich dich, mein Heiland, sehn, und zu deiner Freude gehn. Judgang tin 7. Laß mich fröhlich darauf hoffen, Herr Herr, meine Zuversicht! bis das alles eingetroffen, was auch mir dein Wort verspricht. Auf dich, Quelle alles Lebens, harrt der Glaube nie vergebens. Was wir glauben, schauen wir einst gewiß, o Herr, bei dir. 211 850 155 and thos Nach der Wel, des 33. Lleds. er ew'ge Gott und 378. Nach der Mel. des 82. Lieds. lott( der Wahrheit! dessen Treue unfre Hoffnung stügt und hält, ich erkenn' es voller Reue, daß mich Kleinmuth 379. De höchste Vater von hängt allem, was da Kinder heißt, die Lebensquell', der Weltberather, den unser Glaub' als Schöpfer preis't, der diese Welt aus seinen Schagen blos durch sein Wort hat aufgestellt, und der nach seinen weisen Sågen, Zeit, Maas, Gewicht und Ordnung hält: 2. Der hat sein Herz zu mir geneiget in seinem eingeliebten Sohn, den er von Ewigkei: gezeuget, und der nun herrscht auf Gottes Thron, um dessen Willen will er heißen mein Vater und mein Bundesgott, auch oft befällt. Ach, mein Herz noch an Dingen, die doch keinen Trost mir bringen. wie oft vergeh' ich mich, ängstlich zweifelnd, wider dich. 2. Gott, vergieb mir diese Sünde! nimm die Strafe von mir hin. Schenke, Vater deinem Kinde einen dir ergebnen Sinn, der von dir nur Hülfe heischet, den nicht falsche Hoffnung tauschet, die das Herz aufs Eitle zieht, und wie leichter Rauch entflieht. 3. Laß mich Gram und Sorgen meiden, weil du für mich sorgst und wachst, und bei allem Druck der Lei Ho und der Ergebung in seinen Willensstisay 207 väterlich sich mit erweisen in aller ist die Zukunft ándert oft sehr viel, Leib's und Seelennoth. und fehet jeglichem sein Zieland 13. Sollt ich nun nicht dem Bater6. Was sind vor Gott der Mentrauten? follt ich nicht, wann mich schenaden? sein starker Arm verUnglück trifft, voll Zuversicht auf's Ende schauen, nta feine Sucht viel Butes stift't? ich will es thun von ganzer Seelen, mein Herz sen ganz auf ihn gericht't, so kann mein Hof fen mir nicht fehlen, denn ihm fehlt 3192 Macht und Wille nicht. d 3 mag fogteich den Reichen Etein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich; wie leicht ist es bei dem gethan, der bald erböhn, bald stürzen kann? on Sing', bet und geb' auf Sot: tes Wegen verrichte deine Pflicht getreu, trau ihm und seinem reichen Segendo swird, er bei dir werden neu todenn wer nur seine Zuversicht auf Gott segt, den verläßt er nicht. ei dan dud neithid 381. MA 10ohl dem Menschen, 4. Dwie so wohl geschieht der Seelen in dieses ew'gen Vaters Schooß! ach Taß mich dich allein erwählen, reiß mich von allem andern los: laß mich mit starken Liebesfeilen zu dit ftets angezogen seyn; so stellt dein Kind sich ohn' Verweilen, bei dir, mein Gott und Vater, ein. 312 sed do gnoe misd Nach der Mel. des 7. Lieds. ni Ertigromet dril 380, er nur den lieben Gott läßt walten, 192 und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Noth und Traurigkeit: wer Gott dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinen Sand gebaut. GNI 2. Was helfen uns die schweren der von Herzen, alles, was ihn überfällt, in des Höchsten Hände nostellt, der nicht mit vergeb'nen Schmerzen seines Unglücké trube Nacht trüber macht. dair 9160 Corgen? was hilft uns unser Web2. Denn es ist doch nurbvergebens, und Ath? was hilft es, daß wir alle daß ein Mensch Morgen beseufzen unser Ungemach? wit machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 300 3. Man halt' in frommer Ehrfurcht stille, und warte, bei sich selbst vergnügt, wie Gottes Gnad' und beilger Wille und sein' Alwissenheit es fügt: Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß am besten, was uns fehlt. 4. Er fennt die wahren Freudenstunden, weiß, wenn ein Glück uns nußlich sey; und wenn er uns bewährt erfunden, aufrichtig, ohne Heuchelei; so fommt Gott, eh wir's uns versehn, und lasset uns viel Gut's geschehn..ndysdnu iti dinse nist 05. Denk nicht in deiner Drangfalshihe, daß dich dein treuer Gott vergißt, und daß der ihm im Schoose sige, der reich und groß und machtig der sterblich ist, immer sich mith Sorgen frist; weil der Stifter unsers Lebens, alles, wie es muß geschehn, vorgesehn. ni 3. Wenn der Himmet dich) will fegnen, so emport die Erde sich nur vergeblich wider dich sufoll! was Wibrig's bir begegnen, wirst du ihm, durch Widerstehn, nicht entgehn. tim 4. Geht dein zeitlich eil zurücke, werde nicht so sehr bewegt:) der für attes Sorge frågt, diefer sorgt auch für dein Glücke; deine Stunde kommt ja wohl, wenn sie soll.nstidad chim dus. Ist dir mancher überlegen, der es nicht verdienet hat; dalaube, Got tes dunkler Pfad ist gar weit von unsern Wegen, und es ist doch alles gut, was er thut. 191 13 S 6. Hast du Angst vor bösen Beuten; ihre Bosheit, die dich frånkt, ist mit Gottes Macht umschránkt: will dich OFONONOOMONOTOOFTON COTOONS balalalalalalOVATALOK 1+ 01'M'S MANAVAL OKOLOKAKOVOVÉ varovavelaTAJAKO UMUTUMUNUMUUU CUCC Von dem Vertrauen auf Gott, 208 Zweiter Theil. Noth und Tod bestreiten; waffnet Erd' und Hölle sich wider dich; onu 7. Wisse, wen die Allmacht schůz zet, den erschlägt kein Donnerknall, ob der dicken Wolken Fall gleich mit Flamm und Keilen bliget; ja ob gleich die ganze Welt bricht und fällt. 8. Führ' dein Leben nur mit Freuden, warte von des Höchsten Hand, was er dir hat zuerkannt, schicke dich, auch das zu leiden: schweige gern zu allem still, was Gott will. 9. Gott weiß alles wohl zu machen; darum wer sich steif und fest auf des Höchsten Huld verläßt, und sich gern in allen Sachen unter seinen Willen biegt, lebt vergnügt. Der 138. Pfalm. 8007 Nach der Mel. des 42 Lieds. 382. J zem Herzen; dir sing' ich, Herr, vor aller Welt. Dein Name lindert meine Schmerzen; wenn mich dein Tempel in sich háit, ſo preis ich deine Gut und Treu', und wie dein Name herrlich sey! 2. Ruf' ich dich an, so wollst du hören, und neue Kräfte mir verleib'n! dich müssen alle Fürsten ehren, und deinem Wort gehorsam seyn! und allenthalben mach' ihr Mund die Größe deiner Ehre kund. 3. Der Herr ist hoch: allein er siehet auf's Niedrige, und hátt's in Hut. Nichts ist, das seinem Blick entfliehet! auch nicht des Stolzen Uebermuth. Wenn mich die Angst mit Haufen drückt, so werd ich doch durch ihn erquickt. mindste 4. Es mag der Zorn der Feinde wüthen: doch reicht der Herr mir feine Hand; sein rechter Urm wird mich behüten, und enden meinen Jammerstand. 79 Herr, deine Huld bleibt für und für; vollende nur dein Werk in mir! in d salin hod ii es ud Sot, m Nach der Mel. des 67. Lieds. mel lenket, ist auch von dir nicht fern. Erwach' aus deinem Schlummer, zu Gott erhebe dich! er siehet deinen Kummer, und liebt noch väterlich. 2. Sind's Sünden, die dich schmer zen? ja, fühle deine Schuld, doch irau' mit ganzem Herzen auf deines Mittlers Huld. Zu wahrer Ruhe führet die Reu', die Gott gefällt. 2llein den Tod gebieret die Traurigkeit der Welt. bin izan 3. Trau' Gott, nicht deinen Schlüs sen, die Wahl des Besten zu. Sprich, wer wird's besser wissen, dein Schöpfer, oder du? Er weiß ja, was dir fehlet, in jedem Augenblick. Was er, dein Vater, wählet, das dient zu deinem Glück! 4. Der Gott, auf dessen Segen, dein ganzes Wohl beruht, ist stets in seinen Wegen, hochheilig, weis' dern zu ihrem Heil ersah, kann kein Erschaffner hindern. Wenn er ge= beut, steht's da. 5. Es mag die Hölle wüthen! umsonst emport sie sich, wenn er dich will behüten; und er behütet dich! wer gleicht ihm? seinen Winken gehorchen Erd' und Meer. Laß deinen Muth nicht sinken, dein Schirm und Schild ist er. 6. Gott záhlet deine 3ähren, und wird, was gut ist, gern auch deinen Bunsch gewähren. Sey stille vor dem Herrn! er ist ein Hort der Fromfeine Zeit wird kommen, und deine men, hoff unverzagt auf ihn, denn Wohlfahrt blühn. 7. Ergieb dich ihm mit Freuden, sey start in seiner Kraft. Sey auch zur Zeit der Leiden ein Christ und tugendhaft. Und dann ergreif' im Glauben den Trost der Ewigkeit! wer kann dir diesen rauben, der allen Gram zerstreut? 18. Sey froh; dein Gott regieret! sein Rath ist wunderbar. Einst wirst du überführet, daß er der beste war. 383. Chrift, alles was dich Du denkst wohl unterdessen; der Herr befiehl geerbarmt sich der hat mein vergessen! doch höre, was er spricht: trost dem Herrn. Er, der die Him: O und der Ergebung in seinen Willen.is 9. Ist auch der Mütter eine, die ihres Sohns vergißt? denk' an dies Wort und weine die Freudenthrán', o Chrift! und konnt' sie ihn verges sen! will ich doch deiner nicht, ich deiner nie vergessen, der Herr ist's, der es spricht. 10. Mit ruhigem Gemüthe verlaß auf ihn dich fest, und wiss', daß seine Gute dich ewig nicht verläßt. Er will nach einer Weile dich desto mehr erfreu'n. Zu deinem größern Heile verzieht er; harre sein. 11. Woll dir alsdann, du Treuer! wie groß ist einst dein Lohn! dein Richter, dein Befreier reicht dir die Siegeskron'; auf kurze Prüfungstage Nach der Mel. des 89. Lieds. folgt ew ger Preis und Dank. Dann 385. Ceele, sey zufrieden! was dir Gott beschier schweiget jede Klage und wird ein den, daß ist alles gut: treib' aus dei Lobgesang. nem Herzen Ungeduld und Schmerzen; faffe frischen Muth! ist die Noth dein táglich Brot? mußt du weinen mehr als lachen? Gott wird's doch wohl machen. 2. Bringt der Feinde Menge alles ins Gedränge, was die Wahrheit liebt; will man deinen Glauben von dem Herzen rauben; sey drum untetrübt! stellt man dir viel Elend für; drohen der Verfolger Rachen; Gott wird's doch wohl machen. mogu sto ang 3. Scheint der Himmel trübe; fällt der Menschen Liebe immer mehr da hin; droht ein hart Geschicke alle Uugenblicke dem erschrocknen Sinn; nur Geduld! des Himmels Huld sieht auf alle deine Sachen: Gott wird's doch wohl machen. hop ud matind 4. Ungeruld und Gråmen kann von uns nichts nehmen; macht nur gro sern Schmerz: wer sich widerseket wird nur mehr verleget; drum Ges duid, mein Herz! aus dem Sinn mit Sorgen hin! drücket gleich die Last dich Schwachen; Gott wird's doch wohl machen. Nach der Mel. des 72. 2ieds. err, mache meine Seele stille: bei allem, was mich fränkt und drückt, geschieht doch einzig nur dein Wille, der nichts zu meinem Schaden schickt. Du bist's, der alles andern kann! und was du thust, ist wohlgethan.. 2. Auch auf den allerrauh'sten Wegen führst du uns zur Glückseligkeit. Selbst Trubsal bringt dem ew'gen Segen, der dir sein ganzes Herze weiht. Ihr Ausgang wird doch herrlich seyn, sieht's gleich der blöde Geist nicht ein. 384. 3. Drum laß mich stille seyn und hoffen, wenn du mir Prüfungen bestimmt. Dein Vaterherz fteht dem doch offen, der zu dir seine Zuflucht nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, mit dem machst du es immer gut. 4. Uns bleibt oft, was uns nůßt, verborgen. Wer hat's je ganz genau erkannt? Wie oft sind unsre Wünsch' und Sorgen voll Thorheit und voll Unverstand! wer kann, was seinem Wohlergehn zum Schaden dient, ganz übersehn? 390 30000 990 209 noch mit der Gelassenheit; was mein Gott will, gescheh' allzeit. 6. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut, denn einmal führst du doch die Frommen zur völligen Zufriedenheit. Und dann wird jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beste war. 7. Dann wird von allen meinen Plagen der ew'ge Nugen mich erfreun; dann wird mein Herz! statt aller Klagen, voll von dem Dank und Lobe seyn; der Herr, der für mein heil gewacht, hat alles wohl mit mir gemacht! 5. Nur du, du kennst und wähist das Beste. O Vater, mache selbst mein Herz in dieser Ueberzeugung feste: so ehr' ich auch im größten Schmerz dich 5. Wer ein Christ will heißen, muß sich auch befleißen, alles auszustehn: mag bei Ungewittern Erd' und Himmel zittern, ja zu Grunde gehn; der steht fest, den Gott nicht läßt; drum laß alle Wetter krachen: Gott wird's doch woht machen, die das 14 NONTONOOMOOOOOOOOO alalar S. WV. 1041, RUMUR PHOTOVOLONE Murararanagu JUTUTUMUNUMUUUUUUUUU. Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, 210 6. Kronen soll der tragen, der des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt: fröhlich ausgehalten, und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm dir, o Seele! fúr, alles Unglück zu verlachen: Gott wird's doch wohl machen. and - 7. Liebt den Herrn, ihr seine Kins der! die ihm trau'n, bewahret Gott, schrecklich rácht er stolzer Sünder frechen Uebermuth und Spott. Keinem, der ihn liebt, wird's fehlen, darum ftårket eure Seelen, und die ihr zur Zuversicht ihn erwählt habt, zittert nicht! Der 31. Pfalm. Nach der Met. des 82. teds. err! trau' auf Aus dem 27. Pfalm. Nach der Mel. des 119. Lieds. 386. Hver Erde weiß ich kei: 387. Der Herr ist meines Lemir nen Freund, als dich. Damit ich nic schamroth werde, rette, du Gerechter, mich! neige mir dein Ohr und eile schnell daher zu meinem Heile, sey mir, wenn das Unglück draut, Fels und Burg und Sicherheit! vor Unglück grauen? Er ists, der Rath und Hülfe schafft, ihm soll mein Er schüßt mich! Herz vertrauen. Meiner Feinde Heer, ihr stolzer Trok, nichts schreckt mich mehr, hab' ich ihn nur zum Freunde. 2. Ja, du bist mein Fels, Erretter! meine feste sichre Etadt, welche mich in jedem Wetter liebreich aufge: nommen hat. Eite, deines Namens wegen, mich zu führen, mir entgegen; reiß' der Feinde Neß entzwei! steh' mir, meine Stárke, bei! 3. Meine Stärke, dir befehle, dir in deine Vaterhand übergeb' ich meine Seele, zu bewahren, wie ein Pfand. Du beschirmst mich, Gett der Treue, und ich hasse, Herr, und scheue jeden, der die Lügen liebt, Eitelkeit und Frevel übt. 4. Dir vertrauet mein Gemüthe, fröhlich sing' ich und entzückt jauchz' ich über deine Güte, daß auf mich dein Uuge blickt; daß, wenn alle mich verlassen, wenn mich tausend Feinde haffen, du auf meine Schmerzen siehst, du mich nicht verkennst, noch fliehst. 2. Empóre dich, ohnmächt'ge Welt, mein Geist wird nicht erschrecken. Gott wird, in seinem heil'gen Zelf, zur bösen Zeit mich decken. Sein Rath für mich ist Wohlergebn. wird mit Segen mich erhöh'n zum Heile der Erlösten. 3. Ja, Vater! neige mir dein Ohr, wenn Holl' und Welt mir fluchen. Mein Herz hålt dein Gebot dir vor: ihr sollt mein Untlig suchen. Ich eile, Herr, getrost zu dir. Verbirg dein Untlig nicht vor mir, und laß dich gnädig finden. 4. Verlaß mich nicht, o Gott, mein Heil, wenn Menschen mich verlassen. Nimm du mich auf, und sey mein Theil; und beff're, die mich haffen. Herr! nimm du mich zu Snaden an, und lehre mich, auf richt'ger Bahn in deiner Furcht zu wandeln. 5. Den Feinden übergieb mich nicht, die mich voll Frevel schmähen: so werd' ich einst dein Angesicht im Land des Lebens sehen. Sey froh! barr' unverzagt des Herrn, mein Herz! denn er, der Herr, hilft gern. Er ist der Urm des Schwachen. of t 5. Daß du, standhaft deinem Freunde, wenn du, Prüfer, mich betrübst, nicht gefesselt in der Feinde bosheitsvolle Hand mich) giebst; daß für meine müden Füße, damit ich nicht straucheln müsse, beine wundervolle Kraft einen weiten Raum verschafft. oto 14001 6. Preis sen deiner Huld und Liebe, bie in einer festen Stadt, damit ich beschirmet bliebe, treu sich mir erwiebeat! angstvoll nannt' ich mich 388.& er béret unser Flehen; Nach der Mel. des 8. Lieds. s hilft Gott, fen verstoßen, und dein Auge mir verschlossen: doch, als meine Stimme ferie, und dir rief, vernahmst du sie. wir bürfen stets getrost zu seinem Throne gehen; wenn wir in Demuth ihm nur und der Ergebung in seinen Willen. Elagen unsre Noth; so werden wir erhört, so hilft uns unfer Gott. 2. Es hilft uns unser Gott, der alles weiß und sichet; dem auch das Innerste des Herzens nicht entfliehet. Ja, alles, was uns fehlt, und unser sehnlich's Flehn, das hat der höchste schon von Ewigkeit gesehn. 3. Es hilft uns unser Gott, der alles wohl vollführet; und auf das Weiseste zu aller Zeit regieret; ſein herrlicher Verstand sieht es am besten ein, was uns wahrhaftig fann gut oder schädlich seyn. 4. Es hilft uns unser Gott, der alle Macht besiget, dem nichts unmöglich ist; wohl uns, daß er uns schußet! ist unser Leiden gleich sehr groß und mancherlei: getroft und unverzagt! die Ullmacht steht uns bei. 5. Es hilft uns unser Gott, den unser Jammer frånket; der sein erbar mend Herz auf unsre Bitte lenfet; der aller Güte voll, die Liebe selber ist; und von dem alles Heil auf uns durch Christum fließt. 389. Nach der Mel. des 301. Lieds. as hilft's, daß ich mich quále? Was frånket mich ein Leid? Entreiß' dich, meine Seele, doch aller Traurigkeit! Gott machet alles wohl: er wird's auch ferner fügen, wie dir es zum Vergnügen und Besten dienen soll. 2. Du wirst doch nichts gewinnen, wirst du gleich Tag und Nacht mit Furcht und Sorgen sinnen, wie dir's noch gehen mag. Bei Gott besteht's allein: laß seine Hand dich führen; die wird dich so regieren, wie dir's wird nüßlich seyn. 3. Was dich will niederschlagen, was dich zur Erde biegt, was dir mit Ungst und Klagen in den Gedanken liegt, das wirf in seinen Schooß: vertrau' auf seine Güte, und mach' dich, mein Gemüthe, von allem Kummer los. 4. Er wird mich wohl versorgen, und besser, als man denkt. Wer weiß, wie nah der Morgen, der mir den Segen schenkt, auf den die Hoff211 nung blickt; ein Herz, das ihm ver trauet, und glaubig auf ihn bauet, wird doch zulegt erquickt. 5. Ach, wenn wir nur bedachten, wie treulich er es meint! er sorgt für die Gerechten, und bleibet stets ihr Freund. Ciehts gleich gefährlich aus: kann er sie doch nicht hassen, noch in der Unruh' lassen: er reißt sie endlich d'raus. 6. Co fall' ich denn mit Freuden in Gottes Arme hin. Nichts kann mich von ihm scheiden, weil ich sein eigen bin. Er bleibt auf ewig mein, und wird mir alles geben, was meinem Stand und Leben wird gut und selig seyn. Nach der Mel. des 16. Lleds. 390. Herr, mein Gott, durch den ich bin und lebe, gieb, daß ich mich in dei nen Rath ergebe; laß ewig deinen heit'gen Willen mein, und was du thust, mir eine Freude seyn! 2. Du, du regierst, bist Weisheit, Lieb' und Stárke! Du, Herr, erbarmst dich aller deiner Werke! was zag' ich denn noch einen Augenblick? Du bist mein Gott! dein Wille ist mein Glück. 3. Von Ewigkeit hast du mein Loos entschieden. Was du bestimmst, das dient zu meinem Frieden. Du wogst mein Wohl, du wogst mir auch mein Leid, und was du schickst, ist meine Seligkeit. 4. Gefällt es dir: so müsse keine Plage sich zu mir nah'n; gieb mir zufried'ne Zage. Ulein vermehret es mein ewig Heil: so bleibe du nur selbst mein Trost, mein Theil. 5. Du giebst aus Huld uns dieser Erde Freuden; aus gleicher Huld verhångst du unsre Leiden. Ist nur mein Weh nicht meine eigne Schuld; so zag' ich nicht. Du giebst dabei Geduld. 6. Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verlieren, und willst du, Gott, mich rauhe Wege führen: so wirst du, denn du hörst mein kindlich Fleh'n, mir dennoch bald und machtig Hülf' erseh'n. pa Jacks! 14* OFONONOOMONONOOOCOMOTO lai S. WV. 1041, MAKAN Avalon OOKS UruraruraruUJUUUUUUUUUUUUUUUUU. CODY JE YOUQUQIGE Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, 212 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! soll ich den Himmel erben, und dieser ist im wahren Glauben mein, wie kann der Tod mir alsdann schrecklich seyn. - the fingen: o Herr, durch den ich immerfort vollkommen überwinde, du bist mein Heiland und mein Hort, auf welchen ich mich gründe. 2. Du machest meinen Gang gewiß vor des Verfolgers Stricke; und treibst die Macht der Finsterniß beschámt von Nach der Mel. des 54. Lieds. 391. Was gránst du dich, mir zurücke. Ich biete Froß mit deiz nem Wort den stärksten Feindesschaas ren: denn mich bedeckt an jedem Ort dein Flügel vor Gefahren. mein blödes Herz? Verbanne Sorgen. Furcht und Schmerz! befiehl dich Gott! der wird's wohl fügen: er wird dir zeigen in der That, wie er dich führt nach seinem Rath, durch dunkle Wege zum Vergnügen. 3. Durch dich kann ich mit 3uversicht das Graun der Nacht besiegen. Mir drohn die Pfeil und schaden nicht, die an dem Tage fliegen. Die Ceuche, die am Mittag würgt, kann ich unschädlich nennen; die sich zur Mitternacht verbirgt, wird mich nicht 2. Gedenke, daß er alles weiß! was nur geschieht, ist sein Geheiß: wer kann doch seinen Willen hindern? Kein Engel, Fürstenthum noch Tod, tein Hohes, Tiefes, keine Noth kann in dem Rath nur etwas mindern. 3. Die Gnade Gottes wird beftehn! sein Bund wird nimmermehr vergehn: auf Jesu Tod ist er errichtet. Wenn schon ein Menschenkind betrůgt: so denke doch, daß Gott nicht lügt, der sich durch einen Eid verpflichtet. 4. Wohl dem, der in den Gnadenbund, als Bundsgenoß, mit Herz und Mund den großen Herrn aufrichtig ehret; und wohithut nur aus Dant: barkeit, als Glied an Jesu sich erfreut, wenn auch der Nächste sich bekehret! 5. Wohl dir, o Chrift, du hast es gut! wer, Gott ergeben, willig thut, was Glaub' und Liebesregel wollen, dem schadet weder Feind noch Leid; weil ihm zum Heil der Ewigkeit auch Leid und Feinde dienen sollen. 6. Nun denn! ist dir der Weg be wußt; so hab' am Herren deine Lust: du magst dich ihm wohl frei ergeben. Sey gutes Muths! er lebt in dir. Ein solch Gewissen ist schon hier, im Vorschmack, jenes Freudenteben. Der 91. Pfalm. Nach der Mel. des 222. Lieds. er unter Gottes Schatten ruht, den mag tein Feind bezwingen. Er kann, bei feiner Ullmacht Hut, mit frohem Mu392. Wer tödten können. 4. Wenn mir zur Linken tausend, auch noch mehr zur Rechten sterben; so wird ihr gifterfüllter Hauch mich cennoch nicht verderben. Ich seh' nur, wie die Sünder mir zur Lehre dienen müssen, wenn sie für ihre Bosheit hier schon so erschrecklich büßen. 5. Ich fliehe dir alleine zu, wenn alle Teufel toben; so bin ich in ge= troster Ruh', o Höchster, aufgehoben. So darf kein Uebel und kein Neid mich jemals überziehen: und alle Plagen müssen weit von meiner Hütte fliehen. 6. Du ordnest deiner Engel Wacht zu meinen beiden Seiten, daß sie mich sorgsam Tag und Nacht hehüten und begleiten. Sie tragen mich, sie stehn mir bei, und bieten mir die Hände, daß ja mir nichts im Wege sey, wohin ich mich nur wende. 7. Auch Löwen tret' ich unter mich auf meinen sichern Pfaden; zertret'ne Nattern krummen sich und können mir nicht schaden. Der junge Löwe brüllt nach Raub; sollt er mich furchtsam machen? nein, ich tret? ihn in den Staub, tret' auf den Kopf des Drachen. 8. Du lásfest mich, sobald ich fleh', dein kraftig's Ja verspüren. Du bist mit mir in Noth und Weh', und hilfft mir triumphiren; und wirst mir, bin ich einstens satt des Lesens und der Ehren, wie mir dein Wort verheißen hat, die Seligkeit bescheren. VOICIAIO und der Ergebung Aus dem 146. Psalm. Nach der Mel. des 32. L'eds. dem 393. Auf, mein Geist, થયા. mein Geist, dem Herrn zu singen, der uns alles Gutes giebt! ihm will ich ein Danklied bringen; er hilft jedem, der ihn liebt, und wer sich auf ihn verläßt, dessen Hoffnung stehet fest. 2. Menschen, ruft die Menschen kinder nicht um Hülf und Beistand an! troßt nicht auf die Macht der Sünder, die sich selbst nicht helfen kann. Fürsten sind nur Usch und Staub, und, wie wir, des Todes Raub. 3. so lehnt euch nicht auf Stüz-, zen, die der Tod so bald zerbricht: Gott allein kann euch beschüßen; hált stets, was er verspricht. Wohl dem, der auf ihn nur schaut, und sich ihm ganz anvertraut. er 4. Unsers Gottes Macht und Güte währet bis in Ewigkeit, und sein váterlich Gemüthe ist zur Hülfe stets bereit. Suchet nur sein Angesicht; er verläßt die Seinen nicht. Nach der Mel. des 48. Lieds. as soll ich ängstlich 394. Wa klagen, und in der Noth verzagen? der Höchste sorgt für mich. Er sorgt, daß meiner Seele kein wahres Bohlseyn fehle: genug zum mein Herz, in seinen Willen. Treuen, du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hülfe fragt. 6. Wenn meine Augen thrånen, und sich nach Hülfe sehnen, so klag' ich dir's, dem Herrn. Dir Vater, dir befehle ich jeden Wunsch der Seele. Du hörst, du hilfft, du segnest gern. 4. Der du die Blumen Kleidest, und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur! weißt alles, was mir fehlet. Drum Seele, was dich quálet, befieht dem Herrn und glaube nur! 213 7. Der tu mir hier im Leben schon größ'res Heil gegeben, und deinen Sohn geschenkt; du wirst mir alles schenken, und mir zum Besten lenken, was mich zu Sorgen reizt und kränkt. 8. Du führeft, Herr, die Deinen nie so, wie sie es meinen; nein, nur nach deinem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe. Liebe. Das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tiefen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan; kann ich doch desf' mich trösten: du nimmst mich, mich Erlos'ten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort, bei der Frommen Schaaren, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich geführt. Da sing' ich dir mit Freuden, nach überstand'nen Leiden, den Dank, der deiner Huld gebührt. Nach der Mel. des 56. Lieds. 395. Ron Gott will ich nicht lassen, 2. Was nüßt es, heidnisch sorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? du, Vater meiner Tage, weißt, eh ich dir's noch sage, mein Leid und auch mein Wohlergehn. mir zuvor, da auf unsichern Straßen ich irrend mich verlor. Wie hulfreich am Abend, wie am fand ich ihn, Morgen mich huldreich zu versorgen, ist nun sein ganz Bemühn. 3. Auf deine Hand zu schauen, die kindlich zu vertrauen, das, Herr, ist 2. Der Menschen Gunst verkehret sich wohl in Haß und Neid: des Höchsten Freundschaft währet in alle Ewigmeine Pflicht. Ich will sie treulichkeit. Er hilft aus aller Noth; in üben, und dich, mein Vater, lieben; denn du verläßt die Deinen nicht. Ketten und in Banden wird nicht fein Freund zu Schanden; er hilft selbst aus dem Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen auch in dem schwersten Leid! stets will ich auf ihn schauen: er hilft zur rechten Zeit. Dem Herrscher aller Welt will ich in meinem Leben mich ganz zum Schuß ergeben: er thu, was ihm 5. Herr, alle meine Sorgen, die Noth, die mich verborgen in meinem Geiste nagt, werf' ich auf dich, den gefällt. NomomoNOMOMONONOOTNOTEAMOOOO S. W. 1041, NAKOOKOOKOOKONG UMUIUIUIUIUIUIU JonatorununOIOIOIOIOIOIOIO 214 Zweiter Theil. Von dem Vertrauen auf Gott, 4. Und ihm kann nichts gefallen, nie fehlet mir mein täglich Brot. als was mir núßlich ist, gut meint Ist's gleich nicht viel, doch danke ich; er's mit uns allen. Und du, Herr er fegnet es, und sorgt für mich. Jesu Chrift! wie laut spricht nicht dein Blut: daß er mein Heit beden: ket! der uns den Sohn geschenket, versaget uns kein Gut. 5. Lobt den mit Herz und Munde, der alles mit ihm schenkt. O selig ist die Stunde, darin man sein ge denkt ihr habt, dazu gewöhnt, den Himmel schon auf Erden wie froh müßt ihr einst werden, wenn dort sein Lob ertont. 6. Die Welt wird zwar vergehen mit ihrer Herrlichkeit; doch uns wird Gott erhöhen, uns, die sein Lob er freut. Wird gleich den Leib der Tod im Grabe tief verscharren, er steht nach kurzem Harren bald auf, und jauchzet Gott. 7. So schweig' ich denn und dulde das mir bestimmte Leid, das ich so oft verschulde. O jene Seligkeit macht mich schon freudenvoll! o Heil, das sonder Ende, weil ich zu Gott mich wende, mir widerfahren soll! 5. Gott sorgt für mich und für die Meinen, wie schr wir auch verlassen find. Er läßt uns seinen Troft erscheinen, wenn mancher Unschlag uns zer: rinnt. Geht es den Meinen kummer: lich, und mir auch selbst: Gott sorgt für mich. 7. Gott sorgt für mich in meinem Alter: da hebt und trágt mich, der mich liebt. Denn immer bleibt er mein Erhalter, der mir in Schwach heit Stárke giebt. Wie er noch niemals von mir wich, weiß ich auch dann: Gott sorgt für mich. 8. Sott sorgt für mich auch in dem Sterben; der Tod ist mir ein süßer Schlaf. In Christo seßt er mich zum Erben, da mich sonst Fluch und Rache traf. Drum nimmt er meinen Nach der Mel. des 7. Lieds. 396. ott forgt für mich, was Geist zu sich in seine Ruh': Gott will sorgt für ist mein Vater, ich sein Kind. Er sorgt für heut', er sorgt für morgen; so, daß ich täglich Spuren sind', wie Gott die Seinen váterlich versorgt und schüßt. Gott sorgt für mich. 9. Gott forget für mich selbst im Grabe, dem Leibe gönnt er da die Ruh, und wenn ich ausgeschlafen habe, so führt er mich dem Himmel zu; und Leib und Seel' verein'gen sich, und singen froh: Gott sorgt für mich. 2. Gott sorgt für mich), ihm will ich trauen. Ich weiß gewiß, was mir gebricht, werd' ich in meinen Hånden schauen, so bald er nur sein Uus dem 77. Pfalm. Nach der Mel. des 201. Ltede. Machtwort ſpricht. Drum bin ich 397. Meine Stimme ruft zur gar wohl wo ter wohnt; ich flehe in der Angstzeit, Gott, zu dir! und du neigst dein Ohr zu mir. Sehnlich streckt sich meine Rechte unermüdet durch die Nächte, Herr, zu dir im Fleh'n empor, hält nein Leid dir ringend vor! 2. Mein Geift, fühllos Trost zu fa Ten, wollte sich nicht trösten laffen. Ein Gedanke, Gott, an dich, sonst mein Leben, schreckte mich! meiner Seele Selbstgespräche stürzten sie in Gott sorgt für mid). 3. Gott sorgt für mich, nach Seel' und Leibe. Sein Wort ist's, das die Seele nährt, und wenn ich mein Berufswerk treibe, wird für den Leib mir Brot gewährt. Wohl dem, der ihm nur feftiglich vertraut, und glaubt: Gott sorgt für mich. 4. Gott forgt für mich bei theuren Seiten; auch in der größten Hungers: noty kann er mir einen Tisch bereiten; 6. Gott sorgt für mich in meinem Leiden, das Kreuz, das er mir auf: erlegt, verwechselt sich gar bald in Freuden. Und wenn Gott gleich die Geinen schlägt, so schlägt er doch nur váterlich, zu unserm Wohl, und sorgt für mich. OOO und der Ergebung in seinen Willen. größ're Schwäche. Und die Augen hieltest du, daß sie wachten ohne Ruh'! 3. Ich war ohne Maaß zerschlagen; mir gebrach auch Kraft zu tlagen. Endlich lenkt' ich meinen Sinn auf entflohne Zeiten hin; mein Geist senkte feine Blicke in Jahrhunderte zurücke. Meinen Liedern sann ich nach nácht: ich, forschte, dacht' und sprach: 215 3ebaoth? Er nur zeigt durch Wunderwerke allen Völkern seine Stärke. Mächtig machte seine Treu' Jacobs, Josephs Kinder frei. 7. 20ls du wider ihre Hasser ans zogst, fah'n dich, Gott, die Wasser; angstlich sah'n die Wasser dich, und die Tief' entsegte sich. Dicke, volle Wolken gossen Fluthen, und die Dons ner schoffen deine Flammenpfeil' um her, und dein Himmel zúrnte sehr! 4. Kann Gott ewig mich verstoßen? bleibt mir seine Gunst verschloffen? hört denn der wohlthat'ge Lauf seiner Gute gánzlich auf? ist, was er versprach, vollendet? hat sein Herz sich so gewendet, daß sein Mitleid Gott vergißt; daß sein 3orn es ganz verschließt? 5. Doch ich sprach: ich muß das leiden, Gottes Rechte wird's entscheiden! schau, mein Herz, die Wunder an, die vor Utters Gott gethan! ja, ich denk' an deine Werke, die Beweise deiner Stärke, ich betrachte deine Macht, alles, was sie schon vollbracht. 6. Heilig sind, Gott, deine Wege; wer ist, der sie tadeln möge? wer ist groß, wie unser Gott, wie Jehovah 8. Um und um aus deinem Size brúllten Donner, strahlten Blige furchtbar, und verschlangen ganz die bestürzte Welt im Glanz. In der Wetter Ungestüme wurde deiner Don ner Stimme tief der Erde Innern kund; und es bebte selbst ihr Grund. 9. Den Weg war in Oceanen, in den Meeren schufst du Bahnen; doch dein Tritt ward nicht erkannt, und du führtest durch die Hand Mosis, Urons, deiner Knechte, dein Volk, Israels Geschlechte, einer Heerde Schafe gleich, hin in dein verheiß'nes Reich. 29) Vom Gebet. Nach der Wel, des 72. Lieds. 4. Cein Heil von dir, o Gott, 398. Dein eil, mein Geist, begehren, ist wahrlich keine schwere nicht zu verscherzen, sen wach und nüchtern zum Gebet. Ein findlich Fleh'n aus reinem Her: zen hat Gott, dein Vater, nie verschmäht. Erschein' in Demuth, oft und gern, mit Dank und Flehen vor dem Herrn. dir erFláren, wie stárkt das unsre Seele nicht zu dem Vertrau'n, daß du uns liebst und uns gern, was uns nuget, giebst. 5. Was kann zum Fleiß in guten Werken uns träftiger den Muth erhöhn? was mehr in Leidensstunden stärken, als wenn wir flehend auf dich sehn; o Vater, unsre Seelenruh nimmt durch Gebet beständig zu. 2. Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu stehn! du, Herr des Himmels und der Erden, brauchst freilich keines Menschen Fleh'n. Du weißt die Sorge, die uns plagt, auch eh' noch unser Herz dir's flagt. 6. Dein Wort ist immer Ja und Umen. Wer glaubig bittet, der em: pfáht. Drum laß auch mich, in Jesu Namen, oft vor dich kommen mit Gebet. Nie sey mir diese Pflicht zur Laft, die du zum Heil geboten haft. 3. Doch sprichst du: bittet, daß ihr nehmet! der Bitten Frucht ist einzig mein. Wer sich der Pflicht zu beten schåmet, der schämt sich, Gott, dein Freund zu seyn, und stößt das ange: 399. Bergnügen, mein Geift, Nach der Mel. des 72. Lieds. Domm betend oft und mit bot'ne Glück muthwillig felbst von sich zurück. vor Gottes Ungesicht! nie müsse TrágprononOMOMONOOOOOOOO Ito1 MA HAUKIOLOG Alagianantain MOTORICKSICIOCCCCCC. 216 Zweiter Theil. Vom Gebet. heit dich besiegen im Abtrag dieser| dein Feind. Solch Bitten, das aus fel'gen Pflicht. Dúbe sie zu Gottes Liebe fließt, ehrt Gott, der selbst die Preis, und deinem Heil mit treuem Liebe ist. Fleiß. 2. Bet' oft, doch mit aufricht'ger Seelen. Gott sieht auf's Herz; Gott ist ein Geist. Wie können dir die Worte fehlen, wofern das Herz dich beten heißt? Der Glaub' an Gott und seinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was uns zum Frieden dienet, von Herzen sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich erkühnet, was er nicht wünscht, entehret Gott. Wer schnell die Treu', die er ( Sott schwur, vergißt, der spottet seiner nur. Nach der Mel. des 234. Lieds. 4. Bet' oft zu Gott, und schmeck in Freuden, wie freundlich er, bein 400. Von on dir kommt jede gute nur Bater, ist. Bet' oft zu Gott, und fühl' im Leiden, wie göttlich er das Leid versüßt. Gott hörts, Gott ist's, der den Trost und Kraft. Hülfe schafft. Er giebt den Mü5. Bet' oft und heiter im Gemůthe, schau' dich an seinen Wundern fatt. Schau' auf den Ernst, schau' auf die Güte, womit er dich geleitet hat. Er trågt dich liebreich mit Gebuld; erkenn' und preise seine Huld. 6. Bet oft, durchschau' mit fro: hem Muthe die herzliche Barmherzigkeit desf', der mit seinem theuren Blute die Sünderwelt vom Fluch befreit; und eigne dir zu deiner Ruh' und Heiligung sein Opfer zu. 7. Bet oft; Gott wohnt an jeder Státte; in keiner minder oder mehr. Denk nicht, wenn ich mit vielen bete, so find ich eh'r bei Gott Gehör. Ist nur dein Wunsch gerecht und gut, so sey gewiß, daß Gott ihn thut. 8. Doch säume nicht, in den Gemeinen auch öffentlich Gott anzuflehn, und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern zu erhöhn. Wie eifrig war dein Heiland nicht in Uebung dieser set gen Pflicht. 10. Bet' oft, so wirst du Glauben halten, dich prüfen und das Böse scheun, an Lieb' und Eifer nicht er falten, und reich an guten Werken seyn. Denn Muth und Kraft und Seelenruh sagst du, Gott, dem, der bittet, zu. 11. Dies reize mich, vor dich zu treten mit Lob und Dank, mit Wunsch und Flehn. Doch meine Fehler bei dem Beten wollst du, mein Vater, übersehn; weil mich, der dir zur Rechten sist, durch seine Fürsprach unters stüßt. 9. Bet oft zu Gott für deine Brüder, für alle Menschen, a's ihr Freund; denn wir sind eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch Gott, kannst mich allein mit allem, was ich nöthig habe, zu meinem wahren Wohl erfreun. Mein Leben und mein Glück beruht allein auf dich, du höchstes Gut. 2. Umsonst ist alle meine Mühe, wenn sie dein Segen, Herr, nicht front. Was ich auch noch so ångst= lich fliehe, wird doch von mir nicht abgelehnt, wenn vor dem Uebel, das mich schreckt, dein mächt'ger Schuß mich nicht bedeckt. 3. Wie sollt' ich denn nicht von dir bitten, was meiner Seele Wunsch begehrt? vor dir, o Gott, sein Herz ausschütten, wenn Noth und Kummer uns beschwert, besánftigt unsrer Seele Schmerz, und öffnet deinem Troft mein Herz. 4. Sollt' ich nicht Dank und Ruhm dir bringen, wenn mich ein wahres Glück erfreut? dic, Allerhöchster, dir lobsingen, ist gut, ist für uns Selig= keit, und flößt uns neuen Eifer ein, in deinem Dienste treu zu seyn. 5. Du hörst es, Gott, mit Wohl= gefallen, wenn deine Kinder zu dir flehn; verschmåhest nicht ihr schwaches Lallen, wenn sie lobsingend dich erhöhn. Du ehrst den wieder, der dich ehrt, und hörcst den, der dich, Gott, hört. OIOIO Zweiter Theil. 6. Mit Segen uns zu überschütten, bist du, o Vater, stets bereit. Was wir nach deinem Willen bitten, giebst du uns aus Barmherzigkeit. wer dir dankt, dem strómest du beständig neuen Eegen zu. Und 7. Co will ich denn zu deinem Throne oft im Gebet mich findlich nah'n. Nimm, Vater, nimm in deinem Sohne - Vom Gebet. 217 6. Herr, wenn mich nach Leib und Seele mancherlei Bedürfniß drückt, und ich's betend dir befehle, so laß mich, der Noth entrůckt, Hülfe, Rettung, Trost und Rath bald erfahren und nie wanken, und wenn Gott erhöret hat, ihm mit frohem Herzen danken. Nach der Mel. des 9. Lleds. der Undacht Opfer gnädig an. Dein 402. Wohl auf, mein Herz! regiere meinen daß er dich, betend, würdig preis't. 401. Jetter! sey bei dein' Nach der Mel. des 320. Lteds. Ceſu! meiner Seelen und meinem Gott mein versöhnender Vertreter! wie kann ich sonst meine Noth vor sein heilig Ungesicht mit Gebet und Flehen bringen? wenn mich nicht dein Blut beschüßt, wird mir kein Gebet gelingen. Gott zu bringen! laß Seufzer und Gebet zu ihn gen Himmel dringen! weil Gott dich beten heißt, und du durch seinen Sohn ganz freudig treten kannst vor seinen Gnadenthron. 5. Wirk' selbst in uns das Vertrauen, daß des Vaters Ohr uns hört, und, ohn' auf Verdienst zu schauen, unser Bitten uns gewährt. Du hast unsre Schuld verfühnt, und Gott will, um deinetwillen, fo, wie du es uns verdient, frommer Beter Bunsch erfüllen. 2. Dein Vater ist's, der dir befohlen hat, zu beten; dein Heiland ist s, der dir versprach, dich zu vertreten; der werthe Tröster flößt den Trieb zum Beten ein: drum muß dein Seufzen auch gewiß erhöret seyn. 3. Da siehst du Gottes Herz; das kann dir nichts versagen. Sein Wort, sein treues Wort vertreibt ja alles 3agen. Was dir unmöglich dúnkt, kann seine Baterhand noch geben, die von dir schon so viel Noth gewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jesu Christi Namen! sprich: lieber Vater, hilf! ich bin dein Kind; sprich: Amen! ich weiß, es wird geschehn; dein Herz verläßt mich nicht: du weißt, du willst, du kannst! thu', was dein Wort verspricht. 2. Gottes Gnade, Gottes Gaben sind wohl unsers Dankes werth. Was wir schon empfangen haben, was noch unser Herz begehrt; alles heißet uns zu Gott mit gebeugten Herzen treten; beides, Seel und Leibesnoth, lehrt uns seufzen, fleh'n und beten. 3. Doch nicht g'nug ist's, daß wir beten: Gott schenkt denen seine( Sunst, die nach rechter Weise beten. Jesu! lehr' uns diese Kunst, daß wir vor dem Gnadenthron zu dem wahren Gott nur flehen, und auf dich, o ( Bottessohn, wenn wir beten, gláubig sehen. fert, wenn wir jest beten wol 403. Gott! daß mir, wie Nach der Mel. des 17. Lieds. Vater, 4. D len, wissen wir gar oftmals nicht, was und wie wir beten sollen. Doch, du weißt, was uns gebricht! Wenn der Mund nicht sprechen kann, wenn wir nicht mehr können beten, so laß deinen Geist atst ann uns mit Seuf zern noch vertreten. einem Kinde, verstattet wird, in aller Noth, wie groß auch meine Sünde, mein Herz, vor deinem Gnadenthron, in Einfalt auszuschútten; das machet dein geliebter Sohn: der heißt mich freudig bitten, und kindlich zu dir nahen. 2. D Liebe! weil an meiner Statt dein Sohn für meine Sünden gebüßet und bezahlet hat, so kann ich Gnade finden. Dein Sohn bezeugt, es stehe mir dein Herz und Himmel offen; ich fónne rufend, Herr, zu dir getrost Erbörung hoffen; du seyst mein treuer Vater! OOOOOOOOOOOOOO S. WV. 1041, TANAUAKALOKOLOLOLOKOKO alamianiaVALAKO. uvierataMMUNIUMUUUUUUIC 218 Zweiter Theil. 3. O angenehmer Vaternam'! jegt komm' ich armer Sünder, der sonst voll Zweifel zu dir kam, getrost, wie liebe Kinder. Ich weiß, mein Flehen rühret dich, weil du mich zärtlich liebest. Du wirst, weil du den Sohn für mich, und mir zum Heiland giebest, mit ihm mir alles schenken. 4. O fester Grund der Freudigkeit! in meinen Missethaten kommt mir der Unschuld reines Keid, das Jesus schenkt, zu statten. Er spricht: ich bete selbst mit dir; mein Geist soll dich vertreten; mein redend But soll für und für dem Klopfen, Suchen, Beten, Gewicht und Nachdruck geben. 5. Go faffe dich, mein blöder Geist! ich hab' in Jesu Wunden zu Gott, der nun mein Vater heißt, den offnen Weg gefunden. Es dringet, durch den Geist, mein Ach! hin durch des Himmels Pforte; ihm lall' ich: Abba, Vater! nach, er lehret mich die Worte; er heiligt die Gedanken. 6. O reicher Trost! Gott kann und will mein Untlig nicht beschámen. Ich darf aus Jesu Gnadenfüll' im Glau: ben alles nehmen. Mein frohes Beten stúget sich auf drei sehr feste Gründe: der Vater droben liebet mich; sein Sohn tilgt meine Sünde; sein Geist wohnt mir im Herzen. Nach der Mel. des 119. Lieds. Gott, es fehlt uns Kraft und Licht, dich würdig zu verehren. Wir wissen so zu beten nicht, daß du uns kannst er: hören. Drum geuß, wie uns dein Wort verheißt, selbst über uns aus deinen Geist der Gnad' und des Gebetes. 404. - Vom Gebet. fallen hat, weil sich auch unser Herz dir naht, und nicht blos unsre Lippen. 4. Im Geist und Wahrheit laß zu dir das Herz uns glaubig richten, mit Andacht beten für und für, ohn' fremdes Thun und Dichten. Gieb uns des Glaubens Zuversicht, so zweifeln wir in Christo nicht, die Bitte zu erhalten. 5. Hilf, daß wir keine Zeit und Maaß im Beten dir vorschreiben, an halten ohne Unterlaß, bei dem allein auch bleiben, was uns dein Wille bitten lehrt, was deinen großen Namen ehrt, und unser Wohl befördert. mütb auf unser Wert nicht bauen; 6. uns im Herzen und Ge auf deine nie erschöpfte Gut' laß einzig uns vertrauen. Und sind wir auch nicht dessen werth; so sen doch unser Flehn erhört von dir, aus lauter Gnade. 7. Du, Bater! weißt, was uns gebricht, so lange wir hier leben. Verborgen ist dir gleichfalls nicht, wenn wir in Nöthen schweben. Wir, deine Kinder, flehn dich an; wir sind gewiß, daß uns nicht kann dein Baterherz verlassen. 8. Wir haben ja die Freudiakeit in Jesu Christ empfangen: der Gnadenstuhl ist da bereit, die Hülfe zu erlans gen. Laß heil'ge Hånd' uns immer hier aufheben, Vater, und zu dir in wahrer Inbrunst schreien.n 9. Dein Nam', o Gott, geheiligt werd', dein Reich laß uns erfreuen; dein Will' geschen' auch hier auf Erd'; gieb Frieden, Brot, Gedeihen; all' unsre Sünden uns verzeih', steh uns in der Versuchung bei, erlöf uns von dem Bösen. 10. Dies alles, Bater, werde wahr, du wollest es erfüllen, erhör' und hilf uns immerdar um Jesu Christi willen: denn dein, o Herr! ist allezeit von Ewigkeit zu Ewigkeit das Reich, die Macht und Ehre. 2. Der nehm' sich unsrer Schwachheit an, uns träftig zu vertreten, so oft wir deinem Thron uns nabn, zu danken und zu beten; und unser Flehn zu dir, o Herr, sey nie ein frostiges Geplárr; es sey ein Flehn Herzens. des Nach der Mel. des 215. Lieds. 3. Zeuch unser Herz zu dir hinauf 405. Mit Seufzen klag' ich im dir, mein( Sott! Beten und im Singen; und thu' uns auch die Lippen auf, ein Opfer dir zu bringen, daran dein Herz Ge gern wollt' ich eifrig beten, und drückt mich meiner Sünden Noth, voll Glau Zweiter Theil. Allgemeine Gebetlieder. 219 ben zu dir treten: gern bråcht' ich, lie:| Herzen, das dich so oft beleidigt hat; ber Bater! dir im Geist und Wahrheit weil Lust und Undacht keine Statt mit Begier die Opfer meiner Lippen. 2. Ullein mein Herz, ach Gott und Herr! kann sich nicht recht erheben. Zum Guten oft zu kalt und schwer bleibt es am Eiteln kleben. Tråg' ist oft, leider! Sinn und Muth, und oft muß ich mein Fleisch und Blut zur An: dacht mühsam zwingen. 3. Umsonst faff' ich oft den Entschluß. Die Welt sammt ihren Kindern sucht, meinem Herzen zum Verdruß, am Beten mich zu hindern. Und fleht mein seufzend Herz zu dir, bringt sie, zu meiner Kránkung, mir vie! Eitles in's Gemüthe. 4. Dies, Herr mein Gott, dies kránkt mich sehr, und ich denk' oft mit Schmerzen, als wär' dein guter Geist nicht mehr in meinem trágen a. Allgemeine 30) Gebetlieder. Das Gebet des Herrn. Nach der Met. des 120. Lleds. 406. Bater! groß im Him: metreich; wir stehen jekt vor dir zugleich, vereint durch deinen lieben Sohn, auf sein Geheiß vor deinem Thron: laut singet vor dir unser Mund; hilf, daß es geh' von Herzensgrund. in meiner Geele findet. 5. Uch, leider! Vater, hab' ich dich nicht allezeit gehöret, wenn du in deinem Worte mich erweckt, gerührt, gelehret. Doch schone, handle nicht mit mir, wehmüthig fleh' ich, Gott, zu dir, wie ich verdienet habe. 6. Ich will hinfort Nachlässigkeit und alle Trágheit meiden. O mache du mein Herz bereit, vom Eiteln mich zu scheiden. Laß es dich hören und allein auf's Himmlische gerichtet seyn. Sieb du mir Kraft und Stärke. 2. Dein Name müss' uns heilig seyn; erhalte dein Wort bei uns rein, damit, wie du selbst heilig bist, auch unser Wandel heilig ist. Bewahr', was deinen Namen nennt; bekehre, was ihn noch nicht fennt. 7. Gott, laß den Eifer des Gebets ja nie in mir erkalten! der Undacht Feuer wollst du stets durch deine Kraft erhalten. Den Hindernissen wehre, du, und sehe meine Seel in Ruh', sich frei empor zu schwingen. 3. Dein Reia erschein' in dieser Zeit, und vollends in der Ewigkeit. Steh' uns mit teinem Geiste bei, mach' uns von fremder Knechtschaft frei; zerbrich des Eatans Macht und Wuth; nimm deine Kirch' in deine Hut. Gebetlieder. Fleisch und Blut, das mider deinen Willen thut. 5. Sieb uns heut' unser täglich Brot; du kennst am besten unsre Noth. Hilf uns! entferne Krieg und Streit, Pest, Seuchen, Dürr' und theure Zeit. aß bei uns Heil und Friede blúh'n, und laß uns Geiz und Sorgen flieh'n. 6. Vergieb uns gnådig unsre Schuld; und trage, Herr, mit uns Geduld. Durch dich erweckt, verzeihn wir gern auch allen unsern Schuldigern; und sollten wir nicht gern verzeihn, um deiner Huld uns zu erfreun? 7. Führ' uns nicht in Versuchung. Sey, Herr, unser Schild, und steh' uns bei, und hilf mit deiner starken Hand; durch dich nur thun wir Widerstand: laß uns zuleßt als Sieger stehn, und deiner Gnade Ruhm erhöhn. 8. Mach' uns von allem Uebel los, Ach, unsre Schwachheit ist sehr groß! o tröste du uns in der Noth; verleih' uns einen sel'gen Tod. Herr, ende glücklich unsern Lauf; nimm uns 4. Dein Will' gescheh' auf Erden schon, wie er geschieht vor deinem Thron. Mach' uns, o Gott, in Freud und Leid zu dem, was dir gefällt, bereit, und wehre allem in deinen Himmel auf. TOONOOHOOOOOOOOO VAYALA W. 1041, HAVAIAKOLOKOLAKAKOVOVE JAVATAVALAÏA. TUTUMUNOMOU UPU NOVO Allgemeine Gebetlieder. 6. Stolze haben mich umgeben und Tyrannen; meinem Leben drohen sie, und scheuen nicht dein allsehend Ungesicht: aber du bist ganz Erbarmen, ein Verschoner, mild den Armen, treu den Frommen, voll Geduld, groß durch Wahrheit und durch Huld. 7. Bende dich zu deinem Knechte, deiner Magd Sohn; deine Rechte stark' ihn, sen ihm gnådig, Gott, hilf ihm mächtig aus der Noth! wirke, mir zum Heil, ein Zeichen, daß die Feinde schamroth weichen, wenn sie sehn, daß du mich liebst, und mit deinem Schuß umgiebst! 220 Zweiter Theil. 9. Das Reich, die Kraft, die Herrlichkeit ist dein, o Bater, allezeit, bleibt ewiglich dein Eigenthum: erhör' uns Herr; es ist dein Ruhm: im Namen Jesu flehn wir nun; du kannst, du willst, du wirst es thun! 1 10. So sey es: Amen! Herr, er hor'! Stárk unsern Glauben immer mehr; und unser Flehn ist 3uversicht! wir bitten dich und zweifeln nicht. So sing' das Umen unser Mund, und es erschall' aus Herzensgrund. Der 86. Psalm. Nach der Mel. des 201. Lieds. 407. Herr, erhöre meine Kla Nach der Mel. des 119. Lieds. gen! fhaue her auf 408. Gott, deine Güte reicht meine Plagen, elend bin ich, arm bin ich, und vertraue nur auf dich. Rette deines Knechtes Leben, der sich heilig dir ergeben; ach, mir leucht' ein Strahl des Lichts deines Vaterangesichts. 2. 3u dir ruf' ich alle Tage: Herr, sey gnädig meiner Klage: schenke neue Freude mir; denn mein Herz verlangt nach dir! du bist gütig, zeigst an allen, die dir flehn, dein Wohl gefallen; ach, vernimm auch mein Gebet, höre, wie mein Herz dir fleht. 3. In des Leidens bangen Tagen, wenn mich Feind und Elend plagen, ruf' ich nur zu dir mein Gott! fleuch, sprichst du, zu meiner Noth: eitel ist die Macht der Götter, du allein bist mein Erretter; Herr, wie wirkst du wunderreich! wo sind Werke, deinen gleich? 4. Herr, es werden alle Heiden, die du schufest, einst mit Freuden zu dir nahn, und sich allein deinem Dienst und Ruhme weihn. Dir ist Niemand zu vergleichen; du bist groß und du thust Zeichen; du bist Gott und keiner Wolken gehen. Du frönst uns mit Barmherzigkeit, und eilst, uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk' auf mein Wort, denn ich will yor dir beten. laß daß ich richtig wandeln zu deiner Furcht allein alles in mir einig seyn! ewig dankt dir mein Gemüthe; herzlich rühm' ich deine Güte, die mich hold aus Finsterniß, aus dem tiefsten Grabe riß. 2. Jeh bitte nicht um Ueberfluß und Schäße dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren. Des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren. Mein wahrer Ruhm sey meine Pflicht, der Ruhm vor deinem Ungesicht, und frommer Freunde Liebe. 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit. Laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. dir Preis und Ehr'! 5. Lehre, Herr, mich deine Wege, 409. Ungesicht; verwirf, Nach der Mel. des 13. Lieds. komme dein móge; o Gott, mein Flehen nicht: vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld! 2. Schaff' du in mir ein reines Herz, ein Herz, das dir in Freud' und YOS Zweiter Theil. Schmerz voll Dank und Demuth sich ergiebt, dich fürchtet und inbrúnstig liebt. 3. Sey mein Beschüßer in Gefahr. Ich harre deiner immerdar. Ist wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Rechte mich bedeckt? - 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand. Von dir empfing ich den Verstand. Erhalt' ihn mir, o Herr, mein Hort, und stärk' ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen seyn. Laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thátig seyn. 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst. Das sey mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht', und treu in allen meinen Pflichten sey. Allgemeine Gebetlieder. 221 mer groß an Rath und That. Du willst, daß mit Gebet und Flehn wir stets auf deine Hülfe sehn. 7. Bekämpf' ich gleich aus eigner Kraft zu schwach, Herr, meine Leidenschaft: so ziehest du mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. 8. Gieb von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel, als dir gefällt; gieb deinem Knecht ein måßig Theil; zu seinem Fleiße Glück und Heil. 9. Schenkt deine Hand mir Ueber: fluß, so laß mich máßig im Genuß, und, dürft'ge Brüder zu erfreu'n mich einen frohen Geber seyn. 10. Gieb mir Gesundheit, und verleih', daß ich sie nug' und dankbar sey, und nie aus Liebe geaen sie mich zagthaft einer Pflicht entzieh'. 11. Erwecke mir stets einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel giebt. 12. Bestimmst du mir ein lång'res 3iel und werden meiner Tage viel: so bleib', Gott, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht. 13. Und wird sich einst mein Ende nah'n: so nimm dich meiner herzlich an, und sey durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. 2. Drum komm' ich auch mit meinem Beten, o Gott, vor deinen heil'= gen Thron. Wie freudig kann ich vor dich treten! denn mich vertritt bei dir dein Sohn. In ihm hab' ich die Zuversicht, mein schwaches Flehn verwirfst du nicht. 3. So gieb mir denn nach deinem Willen, was deinem Kinde heilsam ist. Du nur kannst meinen Mangel stillen, weil du des Segens Quelle bist. Vor allen Dingen sorge du für meines Geiftes wahre Rub'. 4. Gieb mir Beständigkeit im Glau ben; laß meine Liebe brünstig seyn. Will etwas mir dies Kleinod rauben, so schránke die Versuchung ein, und starke mich mit heil'gem Muth; so sieg' ich über Fleisch und Blut. 5. Bewahr in mir ein gut Gewiss sen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit; ein Herz, auf's Gute stets befliffen, das sich vor deinem Auge scheut. Und febr' ich, Goit, so strafe mich zu meiner Besf'rung väterlich. nicht von dir den Ursprung hat; du bist der Geber aller Gaben, und im 6. Ein Herz, das in beglückten Ta gen, o Bater, deiner nie vergißt; ein Herz, das unter Noth und Plagen vor dir still und demüthig ist; ein Herz voll Zuversicht zu dir und voll Geduld, verleihe mir. 7. Das andre wird sich alle fügen. Du weißt am besten, was mir núßt. Un deiner Huld laß ich mir gnügen, die Schwache machtig unterstüßt. Buz frieden, Vater, folg' ich dir, befest'ge diesen Ginn in mir. 8. Soll ich auf Erden långer leben, so gieb, daß ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor Augen schweben; und kommt dereinst mein Sterbetag, so sey mein Hingang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. Nach der Mel. des 8. Lieds. Nach der Mel. des 234. Lieds. fann, Gott, je 411. Gott, du frommer 410. Wer une haben, das quell aller Gaben, ohn' den nichts ist, du Brunnwas ist, von dem wir alles haben! gefunden Leib gieb mir, und daß in SONONOMOMONONOMOFOOoo S. WV. 1041, TANOVAL OKOLOKAKOVOVÉ FUMUÑONUNUNUNU MONUMURUMUN Upute CONONO 222 Zweiter Theil. solchem Leib' ein' unverlegte Seel' und rein Gewissen bleib'. 1 Allgemeine Gebetlieder. zen Lebenslauf, alle deine Wohlthat zählen, würden Zeit und Worte fehlen. 3. Alles, was ich bin und habe, Leib und Seele, Gut und Stand, kommt, als dein Geschenk und Sabe, blos von deiner Vaterhand. Habe Dank für deine Treu'! sie ist alle Morgen neu. Habe Dank für deinen Segen! alles ist daran gelegen. 2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet: gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich's thu', so gieb, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen: laß kein unnüßes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und muß: so gieb den Worten Kraft und Nachdruck, ohn' Verdruß. 4. Find't sich Gefährlichkeit: so laß mich nicht verzagen. Gieb einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen: gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind', und zur Verföhnlichkeit bereit sey, als dein Kind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Ehr und Glück; so gieb auch dies dabei: daß ich nicht ungerecht, nicht stolz, noch sicher sey. 6. Coll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, und unter mancher Last hindurch in's Alter dringen: so gieb Geduld; laß mich auf deinen Wegen gehn, und auch im Alter noch, Herr, deinen Ruhm erhöhn. 7. Laß mich an meinem End' auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; der Leib, Herr, ruhe sanft in seiner stillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort verklárt in's Leben ruft. 2. Herr! ich muß vor allen Dingen, ob ich schon nicht völlig fann, dir ein schwaches Danklied bringen, daß du mir viel Gut's gethan. Wollte ich von Jugend auf, durch den gan= 4. Stärke mich mit deiner Güte, Heiland! ferner Tag und Nacht. Führ' mich se: ber, und behúte mich durch dei ner Engel Wacht; laß dieselbe bei mir stehn, wenn ich aus und ein muß gehn, wenn ich reise, schlafe, wache, und in jeder guten Sache. 5. Cegne alle meine Thaten durch den werthen Gegensgeift! laß sie tág: lich so gerathen, daß mein Herz dich täglich preis't: es ist dein, und nicht mein Werk, drum verleih' mir Muth und Stárk', stets gerade durchzugehen, nicht auf Menschengunft zu sehen. 6. Treuer Gott! du wirst mich lehren, wie ich klúglich handeln soll, daß mein Thun zu deinen Ehren und des Vaterlandes Wohl immer eingerichtet sey; höre mich und steh' mir bei, daß der Feind durch List und Tücke mir nicht dieses 3iel verrücke. 7. Hilf mir meine Noth und Pla gen, meines Amtes Burd' und Last und sonst alles freudia tragen, was du auferleget baft. Findet sich Ge fährlichkeit, Hinderniß, Verdruß und Neid; laß mein Herz sich ja nicht quålen, sondern alles dir befehlen. 8. Dir befehl' ich meine Sachen! dir sey alles heimgestellt; Herr! du wirst es also machen, wie es deinem Nach der Mel. des 29. Lieds. 412. Liebster Jesu! Gnaden= Nath gefällt. Bricht auch Kreuz und sonne, meines Her zens Zuversicht; meine Freude, meine Wonne! ich fomm' vor dein Ungeficht; ob ich schon ein Sünder bin, werf ich doch den Muth nicht hin, weil ich auch als Asch' und Erde nicht von dir verstoßen werde. Noth herein, scheinet es gar aus zu seyn; laß mich ruh'n in deinem Willen, und damit den Kummer stillen. 9. Muß ich auch Verspottung hò= ren, werd' ich hier und da verlacht: laß dies meine Ruh nicht stören. Bin ich, Welt! von dir veracht't! wohl! mach' immer was du willt, Gott ist mir doch Sonn' und Schild, wider den will ich nicht sprechen, noch mich an den Feinden rächen. வவம Zweiter Theil. 10. Soll ich hier noch langer leben, nehm' ich's gern und willig an. Ich will Gott nicht widerstreben, wenn ich ihm nur dienen kann. Drum, Herr, mach' mich dir getreu, gieb gesunden Leib dabei, und laß mich an deinem Fügen und an deiner Huld begnügen. 11. Soll ich bald von hinnen schei: den, bin ich auch dazu bereit. Bringe mich nach kurzen Leiden an den Ort der Eeligkeit. Nimm, nach hier vollbrachtem Lauf, meinen Geist zu dir hinauf. Ruht im Grabe, múden Glieder, Jesus kommt und weckt euch wieder. 413. S Ich 1 Mel. Ich weiß, mein Gott: c. Allgemeine Gebetlieder. ch weiß es, Gott, mein ganzes Thun, mein Glück mag nicht auf mir beruhn; von dir kommt Heil und Se- gen, ich kann mich, höchster, ohne dich, nicht regen noch beme- gen. 2. Es steht in feines Menschen Macht, daß er thut, was er ausge= dacht, und seines Gangs sich freuet. Der Ullmacht Rath wirkt es allein, wenn unser Rath gedeihet. 3. Oft denkt der Mensch mit stolzem Muth: dies macht mein Glück, dies ist mir gut! und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was Gott zu gut ihm wählet. 4. Co fångt auch oft ein weiser Mann sein Werk mit vieler Klugheit an, und bringt& doch nicht zu tande. Er meint, er bau ein festes Haus, und bauet auf dem Sande. ad 5. Wie mancher ist in seinem Sinn schon über alle Berge hin, und wenn er um sich siehet, so hält ihn noch das niedre Thal; umsonst war er bemühet. 223 6. Drum, lieber Vater! der du dich so hoch geseßt, und fürchterlich aus schwarzen Wolken blißest, schrei' ich im Staub; tör' von dem Thron, wo du, Weltherrscher, sigest. 7. Verleihe mir, o Gott, das Licht, das sich von deinem Ungesicht in fromme Seelen senket. Wo kommt mir wahre Weisheit her, wenn sie mir Gott nicht schenket? 20910 30 8. Erleuchte mich von deiner Höh'; gieb Weisheit, daß ich nie besteh' auf meinem eignen Willen. Hilf mir, mein Gott, mit Rath und That, das, was du willst, erfüllen. 9. Laß mich stets prüfen, und was gut, behalten; laß durch Fleisch und But mich nie verleitet werden. Dein Zweck, mein Gott, das beste Theil, sey auch mein Theil auf Erden. 10. Was, weises, bestes Wesen! dir gefället, das gefall auch mir: ist etwas dir entgegen; so laß davor auch deinen Knecht den größten Abscheu hegen. 11. Ein Werk von dir begleite Glück; ist's nicht von dir, geh' es zurück, und åndre Herz und Sinnen. Was deinem Rathschluß widerspricht, das muß von selbst zerrinnen. 12. Umsonst bemühet sich die Welt, ein Werk, das, Höchster, dir gefällt, mit Stolz zu hintertreiben; was Gott thut und beschlossen hat, das muß wohl stehen bleiben. 13. Beut mir die Hand; und es wird leicht, was mir sogar unmöglich deucht. Die Werke deiner Hande gelangen allzeit, weiser Gott! zu einem guten Ende. 14. 3war wird mir oft der Anfang schwer; hier braußt die Luft, dort tobt das Meer; zurücke möcht' ich treten; doch alle Schwierigkeit und Noth heißt mich nur brúnst'ger beten. 15. Wer betet, wirkt, und Gott vertraut, wird, wenn ihm schon zuweis len graut, zu seinem 3wecke kommen. Er spricht: wer wälzt den Stein uns weg? und er ist weggenommen. 16. Der Zugend Pfad scheint rauh und wild, er hat, mit Dornen ange= füllt, nichts, was die Sinnen rühret. SONONOMOMONONOOM COTONOTO VA S. W. 1041, JAVOVAKAKOVOJOJOJOOKS LAVAVAVAJAIA. MUNICIUNUUCCIO 224 Zweiter Theil. Er ist indeß der sichre Pfad, der dich zur Freude führet. - 17. Du weißt, mein Gott, was mir gebricht; an Macht zu helfen fehlt dir's nicht, du stárkst die múde Seele. Gieb, daß ich, deinem Wink getreu, des Weges nicht verfehle. 18. Dir, 18. Dir, Herr, gebühret Ruhm und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und mehr von Grunde meiner Ceelen, vor deinem Volk, vor aller Welt mein Lebelang erzählen. Besondere Gebetlieder. 5. Verstand und Herz ist fehlerhaft: bald fehlt mir Licht, bald fehlt mir Kraft, mich weislich zu regieren. Drum bitt' ich dich, laß, Höchster, mich selbst deine Weisheit führen. 7. Gieb, daß ich meine Lebenszeit, nur dir mit ganzem Ernst geweiht, in deiner Furcht vollbringe; bis ich Nach der Mel. des 255. Lieds 414. Bon ganzer Seele preis einst dir dort für und für Lob, Preis 415. du mich so väterlich bis diesen Tag erhalten. Laß für und für noch über mir dein göttlich Auge walten. 2. Wer schenkt uns Leben, Glück und Ruh'? Wer giebt uns Kraft zur Pflicht? nur du schaffst Wollen und Vollbringen. Wird dein Gedeihn nicht uns erfreun, so kann uns nichts gelingen. 3. Du schufft und du regierst die Welt nach deinem Rath, wie dir's gefällt. Du lenkst der Menschen Herzen. Sey auch mein Licht, und laß mich nicht, Sott, deine Huld verscherzen. 4. Dein Wort lehrt mich des Lebens Pflicht: doch fühl' ich auch, was mir gebricht, die Blindheit meiner Seele. Ach, Gott der Huld, vergieb die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. b. Besondere In geistlichen Anfechtungen. dad Nach der Mel. des 33. Lieds. 416. Du bist ja, Sesſu! meine Freude! warum ist denn mein Geist betrübt? kann denn die Freud' auch bei dem Leide seyn in dem Herzen, das dich liebt? ach ja, mein Jesu! deine Liebe füllt meinen Geist mit Freuden an, daß, wenn ich mich darinnen übe, sie keine 3ung' aussprechen kann. 2. Weil aber noch nicht ganz gedämpfet in mir mein bóses Fleisch 6. Herr, dessen Huld uns ewig liebt, laß mich, beim Segen, den sie giebt, auf dich, den Geber, schauen. Selbſt wenn du schlägst, und Kreuz auflegst: so laß mich dir vertrauen. -erleih' uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten, es ist doch ja kein ander nicht, der für uns könnte strei- ten, denn du unser Gott alleine. 2. Gieb Gnade unsrer Obrigkeit, Licht, Heil und vielen Segen, daß wir gottselig allezeit, gerecht nnd zuchtig mögen ein ruhig's Leben führ'n. Amen. Gebetlieder. und Blut, und noch der Geist dar wider kämpfet, wird oft dadurch ge kránkt der Muth: drum leg' ich mich vor dir mit Flehen, ach stårke mich in diesem Streit! laß Hülfe mir, mein Heit, geschehen, daß ich mög' überwinden weit. KON 3. Du hast, o Held! ja überwunden, gieb mir auch Ueberwindungskraft, und laß mich in den Kampfesstunden erfahren, was den schafft, dadurch ich kann den Feind besiegen, da Sünde, Teufel, Holl' und Tod nun unter deinen 3weiter Theil. Besondere Gebetlieder. - Füßen liegen, so mach' sie auch an mir zu Spott. 16apa bi bon 4. Ich trau' allein auf deine Gnade, die mir dein theures Wort verspricht. Es sagt, daß nichts den Deinen schade, weil's nie an deiner Kraft gebricht. Nun hast du mich ja angenommen, wie es mein Herze wohl verspürt; da ich bin flehend zu dir kommen, hat mich dein Gnadenblick gerührt. dn5.b Weil ich denn nun an deinem Leibe ein Glied, wiewohl unwürdig, bin, so gieb, daß ich stets an dir bleibe, und in mir habe deinen Sinn. Laß mich nicht andre Helfer suchen. Be fike du mein Herz allein. Laß falsche Luste mich verfluchen; dein Leben laß mein Leben seyn. 6. Gieb, daß ich mich in dir erfreue, weil mich dein Herz beständig liebt, doch auch dabei kein Leiden Tcheue, weil solches meinen Glauben übt. Bieb, daß ich immer stärker ringe, und in Besiegung aller Pein ich immer näher zu dir dringe: da wird die Freude ewig seyn. und wodurch ich ihn betrübt. 2. Uch! der Bund ist übertreten, welchen Gott mit mir gemacht. Uch! ich hab' ihn nicht bedacht. Will ich nun zum Höchsten beten, fållt mir oft der Zweifel bei: ob ich Gottes Kind auch sey? 100 bin 11107 225 mein Herz nun also ruhn: bin ich nicht ein schnöder Sünder? ach die Sorge nimmt mich ein: wie kann Gott dein Vater seyn! 3. Gott erhört nur seine Kinder, welche seinen Willen thun. Kann 4. Stúrmen auf mich Trübfalswinde, wird mein Glaube vollends klein; und ich schließe mir zur Pein: Gott verfährt mit seinem Kinde nicht so scharf; wärst du sein Kind, wär' er nicht so hart gesinnt., binil 5. Darum fleh' ich: hilf mir Armen, Vater der Barmherzigkeit! tilge dieses herbe Leid durch dein väterlich Erbarmen; und verwirf mich Armen nicht ganz von deinem Ungesicht. Mel. Ach, mein Jesu, sieh', ich: c. 8. Herr! ich sage dir auf's neue wieder Pflicht und Liebe die du 417. Qual und Angst muß forderst: blicke du nun nach deiner ich empfinden, ob ich Gottes Kind auch sey; denn der Kindschaft Pflicht und Treu' brach ich oft durch schwere Sünden, die ich wider Gott verübt, 6: Vater! laß mich Gnade finden; sprich mich, den verlornen Sohn, wieder frei vor deinem Thren. Sch will mich auf Christum gründen: darum schenke mir die Schuld, und ertrag' mich mit Geduld. 7. Dein Kind fernerhin zu heißen bin ich freilich nicht mehr werth. Doch, da mich dein Geist bekehrt, kann dein Bund auch nicht zerreißen. Schau', ich kehr' zu meiner Pflicht: Herr, darum verstoß' mich nicht! Vatertreue, den mit Gnadenaugen an, für den Jesus g'nug gethan, 70 9. Du sollst doch mein Vater bleiben, wenn gleich deine Zucht mich schreckt, und mir Schmerz und Ungst erweckt. Dir will ich mich ganz verschreiben: Herr, dir leist' ich Treu' und Pflicht, bis mein Herz im Sterben bricht! 2001 1920 and Mel. Entbinde mich, mein Gott:! efreie meinen Geist, 418. BE o Gott, von schnöden Banden. Du siehst, wie willig er, wie schwach mein Fleisch noch ist. 15. Mach' des SmoonOMOMONOTOMOOTTOTOON Jalalalalal IOIOION S. W. 1041, JIUNUIUIUIUturunahunan UMUMONUMUNE MUUUUUUIC COLLOLLE 226 COLLIONO 3weiter Theil. Besondere Gebetlieder. Versuchers List, durch deine Kraft zu Schanden, der du der Sünder Trost, der Schwachen Beistand bist. Noch streit' ich, schau' herab, von deinem Gnadenthron! gieb mir zum Kampfe Kraft, und hilf durch deinen Sohn. 2. Ein Sclav, den jeder Reiz der Sünde leicht entzündet, war ich: Dank sey dir, Gott! du hast mich frei gemacht. Doch laß mich, da sich noch so mancher Fallstrick findet, der meiner Freiheit droht, mein Gott, nie aus der Ucht! mir überlassen, bin ich ohne Hülf' und Rath; doch durch dich bin ich stark; bei dir ist Rath und That. 3. Uch! ich sollt' himmelwärts, gleich kühnen Udlern, fliegen: der Hang zum Irdischen läßt mich noch nicht hinauf! du låff'st, die auf dich sehn, stets neue Stärke kriegen: du giebst den Müden Kraft und förderst ihren Lauf! laß mich, der Welt entwöhnt, starr nach dem Himmel sehn, und zu dir immer mehr mich aus dem Staub erhöhn. 401977251 4. O, dieser Leib des Tod's beschwert die arme Seele: der Sinnen 3auberkraft entrückt dem Geist sein Ziel, daß ich, vom Sinnlichen gelenkt, des Wegs verfehle, der Vorurtheile Raub, der Leidenschaften Epiel, oft thu', was ich nicht will, und, was ich will, nicht thu'. Uch, siehe meinem Kampf nicht ohne Mitleid zu. 5. Ich weiß, ich liebe dich, doch es sey dir geklaget! noch lange nicht so sehr, als selbst mein Herz begehrt, das oft noch in die Welt verstohlne Blicke waget, und damit seine Ruh' und deine Liebe stört. Doch alles auser dir ist Eitelkeit und Pein. 0, möcht' ich ungestört mit dir vereinigt seyn. un siste un de An 6. Der Umgang mit der Welt raubt meinem Blick den Himmel. Des Beispiels Reiz ist stark, mein Widerstand oft schwach. Ich meide dann die Welt und ihr verwirrt Getümmel, doch in der Wüste eilt mir meine Schwäche nach! hier, wie in dem Gedrång', merk' ich, was Fleisch und Blut, wenn du nicht bei mir bist, beim besten Borsag thut. dig of mild 7. Ich trau' auf Gott: was kann dann meine Ruhe stören? doch bringt die Phantasie mir manchen Schrecken bei. Der Sorgen kann ich mich nicht immerhin erwehren: die Schwermuth, die mich drückt, låst meinen Geist nicht frei. Ich seh' den stärksten Trost, und merke seine Kraft, und seufze, daß kein Trost in meinem Herzen haft't. 8. Oft schleicht das Ich, der Feind der hohen Menschenliebe, in s unbewachte Herz von neuem wieder ein, und störet meine Ruh' durch seine niedern Triebe: mich dringet Jesu Lieb', und ich bin noch so klein! so wechselt stets bei mir das Licht mit Finsterniß. Wann kommst du, starker Gott, und machst mein Herz gewiß? 9. Befreie mich, mein Gott, von allen diesen Banden! du siehst, was meinen Geist im Fleisch gefangen hält. Ich hoff' auf dich, mein Heil! wie würd' ich denn zu Schanden im Streit mit Fleisch und Blut, mit Satan und der Welt? die Fessel, die mein Herz mit Freuden trågt und küßt, reicht deine Liebe mir, die unaussprechlich ist. 10. Wen diese Liebe bind't, ist nicht ein Knecht der Sünden; in diesen Banden bleibt er ein recht freier Mann. Wie willig laß ich mich mit Liebesseilen binden! ich folge dir mit Lust auf der bestimmten Bahn. Befreie du mich nur von mir und von der Welt, damit mein edler Geist sein Freiheitsrecht behält! 3weiter Theil. Besondere Gebetlieter. 227 verbreitet Glück und Seit auf Gottes Eigenthum, und Israel frohlockt, und he dun doing bringt ihm Preis und Ruhm.ldaut opetudi ichinde emiso chidemist nied th Sm Kriege.se In allgemeinen Nöthen und pors Landplagen. Der 85. Psalm. Nach der Mel. des 8. Lieds. 419. Wie gnädig warst du, ie gnädig warst du, Nach der Mel. des 7. Lteds. Gott, vor Alters deinem Lande! wie halffst du ihmi 420. Gs zieht, o Gott! ein MONT wie oft zerbrachst du Jakobs Bande! und schontest deines Volks mit váter licher Huld, vergabst die Missethat, bedecktest seine Schuld. Kriegeswetter jetzt über unser Haupt einher. Bist du, Herr! hier nicht unser Retter, so ist's für unser Land zu schwer. Sieh'! wie die Fürsten sich entzwei'n, und sich zu unterdrücken dráu'n. 2. Dein strenger 3orn erlosch mit alle seinen Flammen, sobald es sich entschloß, die Sünde zu verdammen die Menschen sündigen; du bleibst dir immer gleich, gerecht und heilig stets, und stets an Gnade reich. 3. Hilf, hilf uns, unser Gott! laß wegen unsrer Sünden uns deine Rache nicht, Herr, unser Hell, empfinden! wie schrecklich ist dein Grimm! ach, soll er ewig glüh'n? und willst du deine Huld auf ewig uns entzieh'n? 4. Wann kehrt zu uns zurück dein Trost, o Gott, dein Segen, daß wir, dein Erbtheil, uns in die erfreuen mögen? o laß uns leben, Gott! laß una dein Untlig sehn; sey gnádig, hilf uns aus; hilf, ehe wir vergehn! 5. Jedoch, ich hör' uns schon den Gott des Trostes trösten; Heil giebt er seinem Volk und Ruhe den Erlos'ten, die er erwählet hat, wenn wir nur heilig sind, und unfre Seele nicht die Thorheit lieb gewinnt! 2. D laß mich hier allein, o Vater, auf dich und deine Vorsicht schau'n; auf dich, den mächtigsten Berather, und nicht auf Menschenhülfe bau'n, die ohne dich uns gar nichts nüßt, die nur durch dich uns kräftig schüßt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden; du bist es, der die Welt regiert. Laß uns der Feinde Spott nicht werden, die Stolz und Neid zu uns geführt. Send böse, Völker, rüstet euch! sey du für uns, so fehlt der Streich. 6. Geflügelt naht sein Heil sich feinen frommen Knechten: und Got tes Ehre wohnt im Lande der Gerechten. Barmherzigkeit und Treu' umfahn sich schwesterlich, Gerechtigkeit und Fried' umfahn und küssen sich! 17. Der Glaube kommt zurück und blüht auf Erden wieder; die Gnade sieht mit Luft von ihrem Himmel nieder; und fegnet Gottes Bolt, das, seinem Dienst geweiht, thut, was ihm wohlgefällt, und seines Heil's fich freut! odend volmer 4. Die allerfeinsten Kriegeslisten vereitelt leicht dein weiser Rath. Nie wird der Feind das Land verwüsten, das dich, Gott, zum Beschüger hat. Durch dich hat oft die kleinste Macht ein großes Heer zur Flucht gebracht. 5. Je weniger sich öfters zeiget, woher die Hülfe kommen soll; je mehr Gefahr und Plage steiget, und alles an Verwirrung voll; je größer mache mein Vertrau'n, o Gott, auf dich allein zu schau'n. 6. Was hilft der Feinde große Menge? Was hilft dem Riesen große Macht? Der Ross' und Wagen stark Gedrange ist's nicht, was Feinden Sieg verschafft. Der Mensch ver= traut darauf zwar gern; jedoch der Sieg kommt nur vom Herrn. od 7 Drum werf' ich mich in deine Arme, du Vater der Barmherzigkeit! und flehe voll Vertrau'n: erbarme 8. Der Herr begnadigt uns; das dich über uns zur schweren Zeit. Land bringt seine Früchte, und seine Laß Gnade doch für Recht ergehn: Huld geht her vor seinem Ungesichte, so bleiben wir doch aufrecht stehn. 15* BOOOMOMONONOMOFOCOOOO alalalalalalalalalal S. WV. 1041, MANOVOKOJOJOJOJOJOJO KUMUTUNUMUNUI MUNUNU MUU JOVONOWOLONG 228 3weiter Theil. 8. Doch findet, Herr, dein weiser Wille noch ferner Züchtigungen gut: wohlan, so schweig' ich und bin stille bei dem, was deine Vorsicht thut. Ich, dein Geschöpf und auch dein Kind, weiß, daß es Vaterschläge sind. 9. Die kleine Einsicht meiner See ten, Herr, schreibe niemals dir was vor. So grob laß du mich niemals fehlen; so hart und grob fehlt nur ein Thor. Sft gleich, was deine Weisheit thut, mir oft ein Ráthsel, ist's doch gut. bud sten Besondere Gebetlieder. 23CST 10. Nie grimmig, sondern nur mit Maaßen sind deine Strafen eingericht't. Du wirst uns nicht zerstören lassen. Nein, Vater, nein, das thust du nicht. Wir sollen nur durch Angst und Pein geläutert und gereinigt seyn. 11. 3ulegt wird jeder sagen müssen, das hat Gott, unser Gott, gethan! so brach er, nach verborgnen Schlúsfen, zum bessern Endzweck leicht die Bahn! zulegt errettet deine Hand, barmherz'ger Gott! das Vaterland. 05. Um seinetwillen schone du; erhöre unsre Klagen. Verleih' uns wieder Fried' und Ruh', und wehre allen Plagen. Erbarm', o Herr, erbarme dich, und rett' uns alle gnädiglich von Krieg und Kriegsbeschwerden! 6. Gott! du fannst der Fürsten Herz wie Wasserbáche lenken. Ach, laß sie einst der Völker Schmerz recht väterlich bedenken! sprich du selbst ihnen mächtig zu, daß sie auf ihrer Länder Ruh' und Wohlfahrt ernstlich denken. 4. Berzeih' uns solche Missethat um Jesu Christi willen! o, der für uns gelitten hat, kann deinen Born nur stillen. Das Lamm, das unsre Sünde trágt, die du ihm selbst hast aufgelegt, hat ja sie, Gott, versöhnet. 7. Herr! wir fallen dir zu Fuß, du wollest uns erhören: gieb, daß wir uns mit wahrer Buß' in Ernst zu dir bekehren, damit wir nicht an unserm Theil selbst unser eignes Glück und Heil, den theuren Frieden stören. 8. Breit' wieder aus um unser Land die Flügel deiner Gnaden. Beschüs' und segne jeden Stand. Laß nichts uns weiter schaden. Wir wollen solche Gutigkeit und Vatertreu' zu jeder Zeit mit Dankbarkeit erheben. Nach der Mel. des 215, Lieds. Arch Gott! wir treten 421. As hier vor dich mit traurigem Gemüthe: wir bitten dich demüthiglich; rett' uns durch deine Güte. Schau', wie die große Kriegsgefahr sich zu uns naht, und wie sie gar uns zu verderben dráuet. di In Theurung. 422. Durmen, du Schöpfer ureicher Gott der 2. Gedenke, Vater, jetzt nicht mehr, Nach der Mel. des 56. Lieds. 71 daß wir's verdienet haben. Gedenke nicht, daß wir so sehr die uns vertieh'nen Gaben geschåndet, und so tange Zeit zur Wollust, Pracht und Ueppigkeit undankbarlich mißbrauchet. aller Welt: du Vater voll Erbarmen, der ewig Glauben hålt! weil du Gebet erhörst, so kommt in seinen Nothen auch alles Fleisch mit Beten zu dir, der du uns náhrst. najmas 3. Wie öfters ist der Nebenchrist gedrucket und betrogen, durch Schein des Rechts, Gewalt und List das Seine ihm entzogen! darum ist nun dein Zorn entbrannt, die Sünde, die wir nicht erkannt, wird öffent: lich vergolten. 2. Herr, unsre große Sünden verdienen diese Noth; daß wir mit Recht empfinden, was uns dein Wort gedroht: ein fruchtbar Erdreich soll um seiner Bürger willen nichts tragen, sie nicht füllen. Ach, unser Maas ist voll ist dallojog) door di 3. Ach, unser boshaft Leben drückt uns mit Recht zwar hart: doch wollst du uns vergeben nach treuer Vaterart. Die Sünde trägt zwar Frucht! 9. Dies alles, Vater, werde wahr: du wollest es erfüllen. Erhör und hilf uns immerdar um Jesu Christi willen denn dein, o Herr, ist allezeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, das Reich, die Macht und Ehre! mocht Va alalaIGIOMONOLOHOVOUOU MAGIGI Besondere, Gebetlieder. 229 4. 3war könntest du, o treuer Hort, auch unser Land und diesen Ort durch Seuch' und Pest verheeren, und ganz und gar uns fünd'ge Schaar in deinem 3orn verzehren. 5. Wir haben dir oft widerstrebt, nach deiner Vorschrift nicht gelebt, was dir mißfällt, verübet: wir haben dich oft freventlich mit Uebelthun betrübet. Zweiter Theil. doch diese Frucht bringt Schaden. Ach, Herr, vergieb aus Gnaden dem, der dein Untlig sucht. 4. Ertrag' uns mit Erbarmen: wir tragen herzlich Reu'. Erhöre doch uns Urmen, nach deiner Wundertreu'. Du bist die Zuversicht, zu der wir alle flehen, nach der wir alle sehen, darum verlaß uns nicht. 5. Gott, unser Heil, ach wende der Zeiten schweren Lauf! thu' deine milden Hände, den Schaß der All macht auf. Was nur ein Leben hat, nährst du mit Wohlgefallen: drum auf! und schaff uns allen bei unserm Mangel Rath. 6. Du rufft dem Nichts, o Vater, damit es etwas sey. Sen jeßt auch Gott! Berather, und hör' das Angstgeschrei, da uns der Mangel quált. Ja, hilf uns und erhöre auch nun zu deiner Ehre; ersege, was uns fehlt. 7. Laß alle Frucht gerathen, be: reichre du das Land; erquicke seine Saaten mit deiner Gnadenhand: ja, segne, was man pflügt, und tránk's mit Thau und Regen, daß sein Gewachs und Segen uns wiederum ver: gnügt. 8. Dein Gutes überschütte und kröne Jahr und Zeit; es triefen deine Tritte von lauter Fettigkeit; laß alles, was nur webt, am Morgen wohl gedeihen, am Abend sich erfreuen, mach' fröhlich, was da lebt! 2. Wir spüren, daß der Seuche Gift schon hin und wieder Manchen trifft; es fånget an zu wüthen; drum fleben wir und schrei'n zu dir, du wolleft uns behüten. 6. Doch handle nicht, liebreicher Gott, ach handle nicht, Herr 3ebaoth! mit uns nach unsern Sünden! nein, Bater, nein, laß uns allein für Recht jest Gnade finden. 3. Wir beben, Herr, bei deiner Stimm'. Ach, straf' uns nicht in dei nem Grimm mit dieser bösen Seuche. Hilf uns, o Gott, wend' ab die Noth, daß sie uns nicht erreiche. 7. Ach, schenk uns doch aus Gütigkeit die Schuld, die uns von Herzen reut, und laß uns nicht verderben. Uch, laß uns nicht durch dein Gericht in Sünden plößlich sterben. 8. Beschüß' uns, Herr, mit deiner Hand; schüß' unsre Stadt und unser Land, sammt allem, was wir haben. Verlaß uns nie; erfüll' uns früh mit deinen Gnadengaben. 9. Co wollen wir voll Dankbarkeit dich, höchster Vater, jeder Zeit von Herzen ehren, preisen; und dann auch dort, o werther Hort, dir ewig Lob erweisen. Der 38. Pfalm. In Seuchen. Nach der Mel. des 79. Lieds. Nach der Mel. des 413, Lieds. 423. Ah Gott, du unser te. 424. Straf, o Herr! mich benslicht, Herr, unsre Burg und Zuversicht, du Trost und Heil der Armen! wir bitten dich demüthiglich, erzeig' uns doch Erbarmen. nicht im Grimme, und bestimme über mich kein Rachgericht! ruge meiner Sünden Menge nicht mit Strenge, und verstoß mich Urmen nicht! 2. Alles Fleisch ist mir verschwunden von den Wunden, die dein Born geschlagen hat. Mein Gebein erquickt kein Friede, siech und müde macht es meine Missethat. In besonders schmerzhaften langwierigen Krankheiten und Verfolgungen. 3. Meine Schuld, wie hoch sie steiget, drückt und beuget mich bis in Stinkend eitern den Abgrund fast. Bange Stunden mir die Wunden. machen mich mir selbst zur Last. OOONOMOMONOTONOOOOO alain ninaIOIOIOIOUS$ 1+ 01'M´S TOKOLO AKO SLAVOVAKAVALO MONO MUU 230 Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 4. O, wie trübet meine Tage manche| Höhe auf das Wehe, wovon fast mein Plage! krumm gebückt geh' ich ein Herz zerbricht.) her, schon verdorrt mein Eingeweide; Trost und Freude kennt mein banges Herz nicht mehr. 5. Mir vertrocknen alle Säfte. Meine Kräfte sind dahin! ich seh' kein Licht. Es umziehen schon mich Matten schwarze Schatten! mein umPIRING wolket Auge bricht. 6.( Meine sonst geliebten Freunde flieh'n als Feinde meine Qual und 425. Jer Christ! will ich Nach der Mel. des 215, Lieds. En deinem scheuen mich. Alle meine Unverwandten und Bekannten fliehen und entfernen sich. 7. Die mein Tod ergößet, stellen, mich zu fällen, Netze; falsch ist Wort und That. Die mir Uebels wollen, denken, mich zu Frånken, auf Betrug und auf Verrath. nun weiter( zur Reise) gehen: du, der du mein Begleiter bist, wirst mir zur Seite stehen. Herr, Leib und Seel' befehl' ich dir, nebst Ehr' und Gut, und was du mir auf dieser Welt bescheeret. 11706 198 Love 8. Ich soll taub seyn und nicht hören, noch sie stören, wenn die Schmach das Herz mir bricht. Taub soll ich ihr Låstern tragen, und nichts sagen, wenn die gift'ge 3unge sticht. 9. Doch ich harre dein, du hörest und gewähreft meine Bitte, Herr, mein Gott! übergieb mich ihrer Rotte nicht zum Spotte; rette mich aus meiner Noth.) 10. 3war verdien' ich, daß die Freude von mir scheide: ich verscherze deine Huld. Uch, ich möchte wohl verzagen! meine Plagen sind ja meiner Sünden Schuld. 11. Doch schau', groß von Gnad' und Treue, meine Reue! ich verdamme mich vor dir. Uch, wie martert das Empfinden meiner Sünden! und wie scham' ich mich vor mir! 12.( Aber sollen die sich blähen, die mich schmähen, und mir täglich Unrecht thun? weil das Glück sie hat erhoben, will ihr Toben wider deinen Knecht nicht ruhn. 13. Wie lang' sollen sie mich schelten? sie vergelten meine Redlichkeit mit Hohn. Weil ich mich für dich bemühe, Boses fliehe, trag' ich Haß und Schmach davon. 14. Doch will alle Welt zusammen mich verdammen: so verwirf nur du mich nicht. Blicke, Herr, von deiner 15. Komme denn, erzeig' mir Armen dein Erbarmen! eile, mir in meiner Noth bald mit Beistand zu erschei nen, mir, dem Deinen, eile, hilf mir, Herr, mein Gott! admer Auf der Reise. 2. Ich weiß, ich bin in dieser Zeit stets mit Gefahr umfangen: auch werd' ich in ber Sterblichkeit nie völlig Ruh' erlangen. Ich bin ein Pilger, der den Fuß und Stab stets weiter segen muß, und hier kein Bleiben findet. 3. Doch hilfst du, daß ich auch wie du, in allem überwinde, bis daß ich dort die wahre Ruh', die rechte Heimath finde. Da sind dann Müh' und Sorgen aus; da bin ich eigentlich zu Haus! die Unruh' hat ein Ende. 4. In dieser Ruhstatt denk' ich nun anjeßt bei meinem Wallen. Herr! hilf und lehre mich hier thun nach deinem Wohlgefallen. Leit' mich allzeit auf rechter Bahn; und fang' ich etwas Gutes an, so führ' es wohl zum Ende. 5. Dir, Herr, ist mein Beruf bes kannt; er fordert diese Reise. O führe du mich bei der Hand, damit, zu deinem Preise, ich redlich thue, was ich foll. Mein Herz soll dich, des Dankes voll, für deine Führung loben. 6. Nur bitt' ich, o mein Gott, verleih', daß ich behutsam wandle, und immerdar vorsichtig sey, nie frech und strafbar handle. Durch deines Geistes Gutigkeit gieb Rath, Verstand und rechte Zeit zu meinem Thun und Lassen. 7. Nimm dich, o Herr, der Meinen an, die ich zurück gelassen. Du wolleft sie, mehr als ich kann, mit treuer Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 1 Huld umfassen. O, laß sie dir em pfohlen seyn, und uns bald mit einander freun, wenn wir uns wieder sehen. 8. Auf seinem Weg sieht Jacob dort von Engeln ganze Schaaren. Nun reist er froh und muthig fort. Auch mich wird Gott bewahren. nimm mich, Herr, in deinen Schuß: und wessen List, Gewalt und Truß kann mir alsdann wohl schaden? 9. Nun, Bater! dir ergeb' ich mich, Ich bin in deinen Händen. Du wirst, ich hoff' es, gnädiglich hier meine Wallfahrt- enden. Drum laß mich, wenn es dir gefällt, nach aller Unruh' dieser Welt, dort ewig bei dir wohnen... suis) 96 Bei Gewittern. 5. Die Stimme Gottes schilt die Sedern: schnell, wie der Strahl, zersplittern sie. Die Stimme Gottes ruft den Cedern: dem Libanon entstürzen sie. 6. Sie macht sie hüpfend, wie die Kälber, sie stürmet, daß der Libanus, daß der erhabne Hermon selber wie ein jung Eichhorn hüpfen muß. 231 sie hin! durch Gottes Stimme wird erschüttert die wundervolle Wüste Sin. Der 29. Pfalm. Nach der Mel. des 9. Lieds. Nach der Mel. des 46. Lieds. 426. Bringt her, ihr Mach: 427. Höchſter, deſſen Kraft tigen der Erde, bringt her dem Herrscher Lob und Macht! der Ehre seines Namens werde von euch der Dank und Ruhm gebracht! Luft, Meer tråget; der Erde, Luft und Meer durch einen Wink beweget, ich lobe deine Gut'; ich preise deine Macht, auch da bei deinem Blig der Donner Webina schreckend kracht. 2. Im heil'gen Schmuck fallt vor ihm nieder, mit reiner Unschuld ange= than, mit hingeworfnen Leibern- nieder, und betet den Weltherrscher an! 3. Die Stimme Gottes wälzt im Meere gethürmte Wogen vor sich her. Er donnert laut, der Gott der Ehre, auf großen Wassern donnert er. 4. Gott spricht. Voll Kraft ist seine Stimme; er spricht: so steht da, was er schafft. Gott spricht, und herrlich ist die Stimme, in ihr ist Majestät und Kraft. 7. Gebirge stürzet sie zusammen; der Erdkreis bebt, da er sie hört Des Höchsten Stimme haut wie Flam men, sie hauet um sich und zerstört. 8. Die Stimme spricht: die Wüste gittert, welch Schrecken brauset durch 9. Erschreckt von dieser macht'gen Stimme, gebären Hindinnen zu früh. Und schnell entblößet sie im Grimme die Wälder und entwurzelt sie. 10. Gott spricht, daß er verherr licht werde; sagt ihm im Tempel Lob und Dank: er sprach und richtete der Erde die Sündfluth zu, zum Untergang. 11. Und sie vertilgte die Verbrecher, die seines Namens Ehr' entweiht. Da war er König, Richter, Rácher, und das ist Gott von Ewigkeit. 12. Gott wird in aller Feinde Stúrmen den Kindern Jacobs Kraft verteih'n. Er wird sie segnen, sie beschirmen, um sie wird großer Friede seyn. 2. Dráut gleich der Grund der Welt zu wanken, zu vergehen; läßt die geborstne Luft gleich nichts als Flammen sehen; heult gleich mit ungeftúm empôrter Winde Wuth; droht dem erschrocknen Land gleich eine Wasserfluth: 3. Sozittert, blikt und rauscht doch alles Gott zu Ehren. Er taffet seine Stimm' im Donner prachtig hören; er zeiget seine Kraft und seine Lieb', es bricht selbst durch der Wolken Nacht des Schöpfers Weisheitslicht. 4. Gott führet váterlich, zum Nußen und zum Segen, der Wolken feuchte Frucht, den oft erbet'nen Regen, durch Wind und Wetter her; macht durch der Blize Brand nicht nur die Lüfte rein, trånkt auch das dúrre Land. 5. O Weisheit sonder Biet! o 2011macht sonder gleichen: o wahrer Vaterlieb' untrüglich helles Zeichen! ach, möchten wir es doch in froher Ehr furcht fehn, und auch im Wetter selbst der Gottheit Huld verstehnd 6. Denn ob darüber gleich Luft, Meer und Erd erschüttern; so darf SONONOMOMOMONOTONOMOOTTOR QiQinnin loveľajnic S. W. 1041, TOHOHOKOJOJOJOJOJOKOVE AVOKOVALAÏA womandier HOO Zweiter Theil. Besondere Gebetlieder. 232 ein frommes Herz doch darum nicht erzittern! ſchreckt dich des Schöpfers Macht, denke dabei: daß er zu deinem Schuß nicht minder mächtig sey. 7. Gewiß, du ehrst ihn nicht, wenn du zu knechtisch bebest, und unter Blig und Knall in lauter lengsten schwebest. Sieh' deinen starken Gott doch nicht so machtlos an, daß er im Wetter dich nicht auch beschirmen kann. 8. Es wirket seine Macht ein ehrfurchtvolles Grauen; doch auch nicht weniger ein kindliches Vertrauen. 2n uns liebt unser Gott zwar Ehrerbie tigkeit, doch mehr noch Zuversicht, noch mehr Gelassenheit.. 9. Und sollte, was er thut, dir etwa Schaden bringen; so suche chriftlich stark, den Unmuth zu bezwingen. Ohn' ihn kann nichts geschehn, und was durch ihn geschicht, ist alles núß' und gut, begreift man es gleich nicht. 10. Weil aber dieses nicht in un sern Hånden stehet, und man sich blos, o Herr, durch dich zu dir erhò het; so fleh' ich inniglich: gieb mir die Eigenschaft, die dir gefällig ist, und des Vertrauens Kraft. 11. So oft wir bligen sehn, so oft wir donnern hören, laß uns, Herr Zebaoth, dich lieben, fürchten, ehren! hat deine Gute schon den Blig her: vorgebracht: so ist sein Strahl doch auch ein Zeichen deiner Macht. 12. Von unserm Nichts kann nichts ſo klar uns überführen, als wenn wir die Gewalt der Elemente spüren. Die ungeheure Macht erweiset, wie ſo klein, so elend, so gering und schwach wir Menschen seyn! 13. Drum, Herr, erbarme dich! erbarme dich aus Gnaden! laß dies Gewitter doch den Unsrigen nicht scha= den. Gieb, daß der grause Sturm, gieb, daß der Schloffen Heer uns weder Leib noch Gut entreiße, noch versehrudar a: p Tool20 14. Uch laß in der Gefahr, bei DonneroBlig und Stürmen, une deine Bieb und Macht, o Vater, doch beschirmen! vor allem aber gieb, wenn die Gefahr vorbei, daß so vor Schuß als Nug', dir jeder dankbar sey 499 Nach der Mel. des 42. Lieds.me 428. Des Donners schrecken wird schwächer, und die Blige fliehn: bald schmückt, bei angenehmer Stille, der Sonne Glang das feuchte Grün. Herz! heischet dies nicht deinen Dank? heischt dies nicht einen Lobgefang? 2. Die frohe Heerde blockt schon: wieder; ein Chor der Vögel schwirrt und singt nur von dem Herrn verstand'ne Lieder. Ihr munterer Ge sang durchdringt der ungemesi'nen Lufte Kreis, dem Segensgott zum Ruhm und Preis. 3. D Seele, preise den Erretter, der seine große Kraft bewies: den starken Gott, der sich im Wetter so majestátisch hören ließ, der selbst des Blikes Strahlen lenkt, und auch im 3orn der Gnade denkt. 4. Nimm auch des Höchsten theure Güte in Blig und Ungewitter wahr. Dem frohen forschenden Gemüthe stellt sich ein großer Schauplaß dar von ungezählter Segensspur, zum Labsal aller Creatur. 5. Wenn bei erhister Dünfte Glůhen sowohl die Menschen als das Vieh den Odem matt und keuchend ziehen; wie froh, wie munter werden sie, wenn in die angstlich schwule Luft der Donner kühle Winde ruft. rod 6. Wie lieblich hebt sich das Ge traide, getránket durch den Regenguß; und wie vergnügt betritt die Weide der neubelebten Thicre Fuß! der munten Vögel frohes Heer verkündigt des Erhalters Ehr'. 7. Gott! wie viele Segenspro ben verbreitest du auch durch den Blig; dich muß man auch im Wetter loben. Du meinst es gut und wie's uns núg'. Dir sey mein Herz ein Dankaltar; dir bring' ich Lob zum Opfer dar. sundis 8. Verfleucht der Knall von Don nerwettern: des Wortes sanfter Don= ner währt. Droht nun kein Blind uns zusgerschmettern; des Wortes Leuchten bleibt und náhrt. Sey treu, o Herz! bei diesem Licht; Gott rührte dich vergiß es nicht! DIGIG LOTOVO LO வவ 3weiter Theil.- Besondere Gebetlieder. Fürbitten. Für die Obrigkeit. Mel. Aus meines Herzens Grunde: c. 429. J chovah, Herr und König der Könige und Herrn, dir ist man unterthå- nig; du herrschest nah' und fern, du Gott, Herr Zebaoth! an Ehren groß und prächtig; im Schüßen stark und mach- tig, cin Helfer in der Noth. 2. Nach deines Knechtes Lehre ist keine Obrigkeit, die, Herr, von dir nicht wäre; ihr Schwert, das Frevlern dráut, das hat sie ja von dir! wer ihr zuwider lebet, der wagts', und widerstrebet dir selbst noch mehr als ihr. 3. Uch, lieber Vater, lehre mich doch durch deinen Geist, daß ich die Obern ehre, wie uns dein Wort es heist! fie tragen ja dein Bild; laß mich Be horsam üben, und sie mit Ehrfurcht lieben, wie du es haben willt. 4. Die wir zu Herrschern haben, laß deinen Willen thun. Laß deines Geistes Gaben auf ihnen reichlich ruhn. Das Du herrschest selbst im Land. Herz der Obrigkeiten kannst du wie Báche leiten, es steht in deiner Hand. 5. Gott von großer Güte, gieb ihrem Geiste Licht. Gies Treue dem Gemüthe zum Urtheil im Gericht. Las stets durch ihr Bemüh'n den From: men sicher stehen, der Bösen Rath vergehen, und alle Stánde blühn. 6. Gieb, daß durch ihr Regieren wir mit Zufriedenheit ein chrbar Leben füh ren in wahrer Frömmigkeit. Herr Sott du segneft gern: wir bitten ohn' Ermúden: gieb Segen, Heit und Frieden durch Jesum, unsern Herrn. 233 Bei der Einführung eines Predigers. and is and Mel. des 143. Psalms. 430. Erlöser! sich auf uns hernieder, auf Hirten und der Heerde Glieder, die wir vereinigt zu dir schrein, und unsre Bitten, unsre Lieder, laß, Herr, dir wohlgefällig seyn. 2. O felig, welchen du erwählet, und deinen Boten zugezählet! wenn er dein Wort aufrichtig lehrt; und wo er fehlt, aus Schwachheit feblet: und selbst thut, was man von ihm hört. 3. So selig sey auch der zu halten, für den wir jetzt die Hände falten, da er sich deinem Dienst geweiht und solchen würdig zu verwalten sich binden will mit Wort und Eid. 4. Du selbst mußt ihm Vermögen geben; mit Licht und Kraft den Geist beleben, und leiten ihn als bei der Hand; dann macht sein wichtiges Bestreben erst dich und deinen Ruhm bekannt. 5. O laß ihn, Herr! durch dich be lehret, durch keines Irrthums Wahn bethöret, die Wahrheit selbst gerühret fehn, und, wie sich auch das Fleisch emporet, doch ihre Stege richtig gehn. 6. Gieb Gnade, daß zu rechter Stunde dein streng Geseß aus seinem Munde den Sünder wecke! doch dabei des Lebens Wort vom Gnadenbunde für schüchterne Gewissen sey. 7. Uch! laß ihn seiner Arbeit Früchte mit unbefchámtem Angesichte nach weisem Fleiße reifen sehn, und bei dem druckenden Gewichte des Amts, die Kraft von dir erflehn.. 8. Erhalt' ihn in den rechten Schran fen, in Wort, in Wandet und Gedanfen! gieb ihm, nur deinen Geift zu scheu'n; von seinem Vorsag nicht zu wanken, und bis an's Ende treu zu seyn. OTOMOROGORO 1000 S. W. 1041, U NAKAKAKALOKOLOKOKOVATE UMUTUNGKUN Uveren UNICU Zweiter Theil. 234 Bei Einsegnung der Eheleute. Nach der Mel. des 109 Lieds. 431. Sott! deſſ gnadenvoller Rath den Eh' voller Rath den Eh'stand eingeseget hat, der du ihn segnest, schüßest, liebst, und ihm Glück, Heil und Gnade giebst. 1 Besondere Gebetlieder. 3. Gott schmůcket ihr geliebtes Haus mit wohlgerathnen 3weigen aus, woran sie Freude sehen: und bricht gleich oft ein Kreuz herein; will er selbst Trost und Helfer seyn, und stets zur Seite stehen. Endlich soll sich nach dem Leide ew'ge Freude für sie finden; Gott will ihnen Kränze winden. Nach der Trauung. 4. Nun, Gott! du hast es wohl bedacht, die heil'ge Ordnung selbst gemacht, und willst sie noch bedecken. Dein Geist regiere Mann und Weib, daß sie ein Herz, ein Fleisch und Leib, dein Bündniß nie beflecken. Rühre, führe ihre Seelen, dich zu wählen, dich zu ehren; laß sie keine Noth beschweren. 2. Sieb diesen, daß sie stets mit Flehn, in Lieb' und Eintracht zu dir gehn: und wenn ihr Herz voll Undacht schrei't, gieb, daß ihr Werk auch wohl gedeih't. 3. Auch wenn sie Kreuz und Kum: mer drückt; so zeige, daß du es geschickt. Hilf bald, und gieb, daß sie zulegt dein gnadenreicher Trost ergößt. 4. Laß Eltern Schand' und Sünde fliehn, und fromme Kinder auferziehn, daß Einigkeit, 3ucht, Schaam und Treu' zu aller Zeit im Wachsthum sey. 5. Laß, die im Ehestande stehn, fich, Herr, durch dich gesegnet sehn. Gieb, daß sie deinen Willen thun, und unter deinem Schuße ruh'n. 6. treuer Gott! wir bitten dich, regiere sie stets gnädiglich, erhalte sie die Lebenszeit in deiner Furcht und Heiligkeit. 7. So bringen sie dir lebenslang für solche Gnade herzlich Dant; bis dich, Gott Vater, Sohn und Geist! ihr froher Mund dort ewig preis't.. 5. Führ' ihre ganze Lebenszeit zur Gottesfurcht und Heiligkeit, durch deines Geistes Stárke. Regier' und lenke doch ihr Herz von Fleischeslust, vom eitlen Scherz, allein auf gute Werke. Laß die, so die Ehen schließen, Heil genießen, Segen sehen, und zur Lammeshochzeit gehen. Die Eltern für ihre Kinder. 433. Nach der Mel. des 116, Lieds. orge doch für meine Kinder, Gott, ter du ihr Vater bist. Sie sind freilich vor dir Sünder, doch versöhnt durch Jesum Chrift, und in ihrer Kindheit schon dir und Jesu, deinem Sohn, Nach der Mel. des 35. Lieds. 432. Gott ist es, deſsen weiser bei der Taufe übergeben, dein zu seyn, und dir zu leben. Rath den Ehestand gestiftet hat: er ist's, der Eva machte, und diese tugendvolle Braut, die er aus Adams Ripp' erbaut, zum ersten Menschen brachte. Ehen sehen derowegen Gottes Segen; Gott beglücket was er stiftet, fügt und schicket. 2. Du hast sie bisher genåbret: du haft manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret. Da dein Engel überall, ob er gleich dein Untlig sieht, sich doch für sie froh bemüht; o so muß mich ihr Gedeihen, Herr, mit jedem Tag erfreuen. 2. So lebt ein frommer Mann beglückt, wenn Gott ihm eine Gattin schickt, durch die er wird gesegnet; wenn eins das andre zártlich liebt, und ihnen Gott den Frieden giebt. O! wie viel Wohlseyn regnet täglich reichlich auf die Seelen, die Gott wählen, die sich lieben und zugleich die Jugend üben. Sie miri 3. Sollt' ich denn für solche Güte dir nicht herzlich dankbar seyn, und mit dankendem Gemüthe mich bei solchem Glücke freu'n? Zeigt' ich nicht voll Růhmens an, was du, Herr, an mir gethan! ach, so würde dies mein Schweigen von dem schnöd'sten Kaltsinn zeugen. OIOIO Zweiter Theil. 4. Herr! du bist's, was mich ergöget, meiner Seele Trost und Heil, das mein Herz am höchsten schåget: Herr, du bist mein Gut und Theil: bleib' auch meiner Kinder Gott; laß sie doch in feiner Noth, auch im Glücke nicht verderben, rühmlich leben, felig sterben. - Besondere Gebetlieder. 235 2. Oft hab' ich sie schon betrübt. Uch, vergieb mir diese Sünde! nie hab' ich sie jo geliebt, wie es einem jeden Kinde Wort und selbst Natur gebeut. Gott! es ist mir herzlich leid. 3. Was ich ihnen schuldig bin, nehm' ich billig wohl zu Herzen. Laß mich nicht durch Eigensinn ihre Huld und Gunst verscherzen. Gieb, daß meine Dankbarkeit, mein Gehorsam sie erfreut. 5. Laß sie nicht ihr Herz verstocken, heb' es stets du dir empor. Wenn fie böse Buben locken, o dann höre nicht ihr Ohr. Laß der Thoren Wahn und Scherz nicht ihr jugendliches Herz, das nur dir gehört, entweihen; dei ner muss es sich erfreuen. 6. Laß du sie schon hier auf Erden dir zum Ruhm geschäftig seyn, und den Menschen núßlich werden. Deine Furcht pflanz' ihnen ein; daß in einer argen Welt, sie stets thun, was dir gefällt, und nach deinem heil'gen Willen treulich ihre Pflicht erfüllen. 7. Gieb, Herr, daß sie stets mit Ehren, nicht dem Feind zum bittern Spott, nicht dem Freund zur Last, sich náhren. Segne du ihr täglich Brod, daß sie nie ein Unfall schreckt, der zu herbes Leid erweckt. Schlägst du sie, so laß es ihnen stets zum wahren Besten dienen. 8. Still laß ihre Tage fließen. Laß sie ihre Prüfungszeit tugendsam und fromm genießen. Wenn sie dann zur Ewigkeit endlich einmal übergehn, so laß sie vor dir bestehn. Laß sie sanft und ruhig sterben, und dort deinen Himmel erben. 9. Gönne mir die große Freude, daß ich an dem jüngsten Tag, nach hier überstandnem Leide, einst mit Sauchzen sagen mag: liebster Vater, ich bin hier, nebst den Kindern, die du mir einst in deiner Gunst gegeben: ewig will ich dich erheben! love Die Kinder für ihre Eltern. Nach der Mel. des 47. Lieds. VONOLOOJOVOU ott, mein Vater! Dank 434. Bott sey dir: du haft Gu and tes, Leib und Leben, durch die Hand der Eltern, mir ohne mein Verdienst gegeben: für mich krónst du ihre Müh', mir zu gut erhältst du sie. 1960s 4. Wie viel Sorgen, Angst und Müh' haben oft ihr Herz gebeuget? Wie viel Liebe haben sie täglich, stundlich mir erzeiget? Haben sie nicht manche Nacht, wenn ich schlief, für mich gewacht? 5. Laß denn, ohne Heuchelei, mich vor ihnen dankvoll beugen, und Gehorsam, Lieb' und Treu' stets in Wort und Werken zeigen; so fehlt mir der Segen nicht, den mir dein Geset verspricht. 110370 6. Stelle mir zum Beispiel für jenes Muster aller Kinder, Jefum, der zwar einst mit dir, und die Eltern doch nicht minder mit Gehorsam selbst verehrt, dies fey mir nachahmungswerth. zu meiner G 7. Lege viele Jahre zu meiner Ele tern Zeit auf Erden! Laß sie, Herr! in Fried' und Ruh' mir zum Besten älter werden. Beten sie für sich und mich, so erhör' es gnädiglich. 8. Alles Kreuz mach' ihnen leicht; hilf es, Vater! selber tragen, und wenn sie ihr Ziel erreicht, nach den sauren Lebenstagen, so gieb du vor deinem Thron ihnen frommer Eltern Lohn. Eines Waisen. 150 Neue Mel. oder: Warum betrübßt. 435. welch ein Leiden, das mich drückt! das du mir, Vater! zugeschickt! weit leider! mir der Tod die Eltern früh OTOMOTOMOTOHOTOOTHOLGOOROOR 1601 M'S LAVAVAKAKAKOJOJOJOVAL MUMUNUNUNU MoMonorarno ΛΟΛΟΠΟΠΟΙΟ 236 Zweiter Theil. Vom Lobe Gottes. CORN und Noth, in Seel- und Leib'sgefahr. 6. sin entrissen hat, demüthig ehr' ich Bedeck mich durch der Engel Macht, als Gott und Helfer, Tag und Nacht. Brunnquell aller Gútigkeit! bescheere mir von Zeit zu Zeit die Mittel meines Glücks; du weißt ja leicht für Jeden Rath, den deine Hand erschaffen hat. 7. Du hörest, wenn die Raben schrei'n: laß auch dein Kind erhöret gieb Kleider anzuziehn, und Brod zu nimm mein Seufzen auf: essen, o du reicher Gott! effen, o du reicher Gott! mein Gott und Herr! versorge mich, 8. Ich werfe meine Sorg' auf dich, und mach' es immer wohl; so lob' ich dich, so dank' ich dir für solche Gnade für und für. deinen Rath. 2. Drum flieht mein kummervoller Sinn zu dir, dem höchsten Helfer, hin. Herr! stehe du mir bei! zu dir steht meine Zuversicht: verlaß mich, bester Vater 1 nicht. 3. Uch! flöß' mir wahre Tugend ein, so werd' ich immer glücklich seyn, Herr! leit' und führe mich. Laß mich bei dir in Gnaden stehn, so wird mir's immer wohl ergehn. 4. Bon dir kommt alles wahre Gut: drum gieb mir Weisheit, Kraft und Muth durch deinen guten Geist; da mit mein schwaches Herz nicht fehl', und stets das beste Theil erwähl'. 490004 5. Beschüß' mich auch, o treuer Gott! in Kreuz, Verfolgung, Angst| jammervollen Thal. 3351077522 ning im stan 31) 16 31) 20 10 sid dan old tim roa. Vom par Mel. des 134. Pfalms." opt 436.2 uf, Christen! preis't Loblieder. Lobe Gottes. mit mir den Herrn! wer preis't, was herrlich ist, nicht gern? Und welch ein Glanz, der Gott verklárt! wer ist, wie er, des Lobes werth? 2. Lobt ihn! sein ganzer Nam' ist Ruhm: Unendlichkeit fein Eigenthum. Dies grånzenlose Meer von Licht durch schauct selbst der Engel nicht. 3. Ja, eure Lust sey, ihn erhöh'n! solch Lob ist heilsam, lieblich, schön, schärft den Verstand, erhebt das Herz, und stillt im Leiden allen Schmerz. 9. Bricht dann mein Lebensziel herein; laß mich des Himmels Erbe seyn. Erlang' ich dieses nur, so acht' ich weder Noth noch Qual in diesem 4. Wie wird der Geist dadurch ent= zückt; hinauf gen Himmel hingerückt; mit feinem hocherhab nen Freund, mit Gott, stets inniger vereint! 5. Welch ein so herrlicher Beruf, zu dem Gott selbst die Engel schuf! welch eine theure süße Pflicht, die uns so reichen Lohn verspricht. gedenkt, ihr, denen er Verstand ge6. Ja, Pflicht ist's, daß ihr sein schenkt die Ehre des Verstandes ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wist. 7. Pflicht ist es, daß ihr ihn befingt, die ihr von ihm ein Herz empfingt, das sich zu Gott mit Inbrunst nah'n, und seine Größe fühlen kann. erinnert euch an diese Pflicht. Die 8. Uuch euer Mund, so oft er spricht, Sprache dankt ihr ihm allein: und wollet nicht voll Rühmens seyn? ned 9. Wer ist gutthátiger, als Er? denn welche Gabe sollt' uns der nicht schenken, der so sehr uns liebt, daß er auch seinen Sohn uns giebt? 10. Was gebet ihr ihm nun dafür? ist nicht ein Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe brennt, das Eing'ge, was ihr geben könnt? 98 100 g siste அவவவ 3weiter Theil. 11. Auf, Christen, preift mit mir den Herrn; wer preis't nicht milde Geber gern? gedenkt, wie viel er uns gewährt! wer ist, wie er, des Dankes werth? 58913 1 -O 201 Salons( bout adi 2. Erhebet zu ihm Herz und Hand ,. und bittet ihn für jeden Stand; und ham olehrt und singt im Heiligthum, als wie die Engel, seinen Ruhm! cbirs abin Der 134. Pfalm. Nach der Mel. des 436. Lleds.i Allgemeine Loblieder. 237 Tag und Nacht zu seinem Lob und Dienste wacht! DOUR 437. rhebet Gottes Heilig: teit ihr, die er sich vor andern weih't, und die ihr vor ihm dind chim 3 18 1.07 Orion 3. Euch segne Gott von seinem Thron, und sen dort ewig euer Lohn; euch segne Gott, der alle Welt er schaffen hat, und noch erhålt! up oned hold on Piase of nondst stil rot w Loblieder.d whe O dabo mi b. Allgemeine moeder 34. Pfalm. Son Nach der Mel. des 82. leds. ir, will 438. Dich lobfingen, und von meinem Munde soll stets dein Lob zum Himmel dringen: denn mein Herz ist Dankes voll. Deiner freut sich mein Gemüthe, rühmt sich, mein Gott, deiner Gute; alle Frommen freuen sich deiner, Herr, und loben dich! 2. Sa, preis't ihn ihr frommen Seelen, stimmt Danklieder mit mir an! lasset fröhlich uns erzählen, was der Herr uns Guts gethan! laffet, Taffet uns zusammen Lieder singen seinem Namen! ein vereintes Lob gefällt unserm Gott, der uns erhält! 3. Herr, du hast mein Leid vernom men, du sahst meine ganze Noth! mein Geschrei ist vor dich kommen: da halfst du mir, o mein Gott! und du eiltest auf mein Beten, mich aus mei: ner Noth zu retten; streckteft, ach, wie dank' ich dir, deine Vaterhand zu mir! 111001 19 4. 3ittert nicht in den Gefahren! unsers Gottes Ungesicht schaut auf uns, uns zu bewahren, Fromme! Gott ver läßt euch nicht! wer will uns unglücklich machen? Gottes starke Engel wachen immer um uns! Gottes Treu' steht beim nahen Tod uns bei blo 5. 11Schmecket, Freunde Gottes, schmecket, fühlet feine Freundlichkeit: seine Gnad' und Huld bedecket jeden, der sich seiner freut! Gott kann uns in allen Stürmen, wenn wir ihm verd 30881 traun, beschirmen; ja, der Herr ist unser Gott, unser Fels in jeder Noth! 6. wer wollte dich nicht ehren? wer verdient Vertrau'n, als du? wer kann in der Noth erhören? wer Fann helfen, Gott, wie du? du willst die, die deinen Willen freudig thun, mit Freud' erfüllen, ihnen fehlts an Gegen nie! du ernährst und segneft sie. 17. Was die Frommen sich erwerben, das verdirbt nicht dein Gericht, Sünder låff'st du oft verderben, aber deine Kinder nicht! wer den Herren fuchs und liebet, wird mit nie betrübet, er verheißt es, daß für den seine Schäße offen stehn. Mangel 8. Kommt dann, fromme Seelen, höret, wie der Herr euch segnen kann! nehmet, Kinder, was er lehret, mit bereitem Herzen an! ihr müßt, wollt ihr selig leben, deure Herzen Gott ergeben; euer Herz und Mund muß rein, ganz das Leben heilig seyn! 9. Fliehet eurer Bunge Sünden, laßt zu feiner Heuchelei, feiner Sünd' euch überwinden, bleibt Gott und der Tugend treu, sucht und jaget nach dem Frieden, laßt den Feind euch nicht er müden, thut ihm Gutes, thut es gern, Neid und Zorn sey von euch fern! 10. Gott schaut alle seine Knechte stets mit Wohlgefallen an! er ist's, der, wenn der Berechte zu ihm schreit, ihm belfen kann, in fein Buch find alle lagen seiner Frommen eingetragen; ihre Thränen und ihr Schmerz rühren sein erbarmend Herz. NOOOOOOOOOOOOOO plotou S. W. 1041, NAKAKAKALOKOOKOOKOUS aloistavalolevavalavalavan JOCUIUS 238 Zweiter Theil. Ullgemeine Loblieder. 11. Uber Gottes 3orn verzehretii Der 103. Pfalm. weg von seinem Ungesicht jeden, der ihn frech entehret! spottet, Sünder, D Nach der Mel. des 265. Lieds. Gottes nicht! fleht ihn an, daß seine 440. obfinge Gott mit wah= Rache wider erwache; Gott ist gut, doch immer schont der nicht, der im Himmel wohnt. 473 rem Undachtstriebe, o meine Seel', und preise seine Liebe! was in mir ist, erhebe seine Treu'! ich soll, ich will mit dankerfüllter Seelen, so lang' ich kann, erwägen und erzählen, wie groß an mir sein Gnadenreichthum sey! de 2. Bewein' ich nur mit Schmerzen meine Sünden; so laßt er mich bald seinen Trost empfinden. Er heilt mein Weh' uno tilget meine Schuld. Der Herr, mein Gott, erlös't mich vom Verderben, und krönet mich, als einen Himmelserben, mit heil'gem Schmuck und ewig reicher Huld. ORA 3. Er fåttigt mich mit aller Güter Fülle: gewähret mir des innern Friedens Stille; und schaffet mich, wie Adler, jung und neu. Er giebt nicht zu, daß jemals Welt und Hölle mit Macht und List des Armen Unschuld fälle, und im Gericht steht er ihr siegreich bei. 12. Weh' dem, der den Frommen drůcket, Gott sieht's! und der Fromme schreit, und Gott bört's, und Gott erquicket ihn, zur Hülfe stets bereit. Er ist nahe allen denen, die sich nach der Hülfe sehnen; so gewiß sie zu ihm flehn, werden sie die Rettung sehn. 13. 3üchtigt Gott gleich unsre See: Ien: er meint's immer mit uns gut! len: er meint's immer mit uns gut! laßt, wenn uns die Leiden quälen, doch nicht sinken unsern Muth. Gott beschüßt, erhält die Seinen, die es redlich mit ihm meinen; er bleibt in der größten Noth, wie im Glück, ein treuer Gott! not only sig 14. Ohne seinen Rath und Willen wird uns nie ein paar gebeugt; er kann jedes Wetter stillen, das schnell auf uns niedersteigt! er, er wird mit seinen Wettern seiner Feinde Schwarm zerschmettern! dient denn, Fromme, Gott! ihr send sein in alle Ewigkeit! 9377 4. Wie herrlich zeigten sich dort seine Wege, wie wundervoll sein Schug und seine Pflege durch Mose Dienst an Jacobs großem Heer! der Herr motto 200 e saj md ist sanft und milde von Gemüthe; er übt an uns nur Treu', Geduld und Güte, langsam zum 3orn und voll Mitleid ist er. 904 5. Der 100. Pfalm. dod Nach der Mel. des 109. Lieds. Verdienen wir, daß er uns ganz 439. Thritter, an dem verlaſſe, und droht er uns mit ſeinem schweren Hasse; so währet doch sein 3orn nicht lange Zeit. Er lohnt uns nicht nach unsern Missethaten; und wenn wir auch in seine Sucht gerathen; ſo dient sie nur zu unsrer Seligkeit. Inesh optreet Bus Gott der Götter überall! erscheint in seinem Heiligthum mit eifersvollem Dank und Ruhm! 2. Der Herr ist Gott. Nur er allein, nicht wir, verlieh uns unser Seyn. wir sind sein Werk und eigen Gut, und Schafe seiner Weid' und Hut. 3. Erhebt, empfangt ihn allzu gleich; und eilet in sein Gnadenreich! er öffnet seine Thore weit. Da dringt hindurch mit Freudigkeit. 4. Unendlich groß ist seine Treu'. Sie scheint uns alle Morgen neu; und seine Huld und Gütigkeit besteht durch aller Zeiten Zeit.is Eindlich trauen, viel höher noch der 6. Er läßt an uns, wenn wir ihm Gnade Wunder schauen, als über uns der Himmel Kreise gehn. Die Sünde muß viel weiter von uns schwinden, als Ost und West sich von einander finden, wenn wir zu ihm mit Neu' und Thránen flehn. 1st 7. So zártlich schont kein Vater seiner Kinder, als unser Gott der tiefgebeugten Sünder; er schlägt und அவவலவ 3weiter TheilAllgemeine Loblieder. 239 bleibt gerecht von Ewigkeiten auf alle Beiten! 2 T7982 and on heilt, und lindert ihre Pein, als er sen, die Welten lehre. Der Höchste welcher stets auf unsre Schwachheit schauet. Er denkt daran, daß wir aus Staub gebauet, und wieder Staub in kurzem werden seyn. ggonist 18. Wie eitel sind doch unsre kurzen Tage! wir leben kaum, so find't sich Müh' und Plage; wir blühen, doch wie eine Blume blüh't, die jeder Wind, der kaum vorüber fähret, versengt und dörrt, und wie in Nichts verkehret, daß niemand mehr auf ihre Spur nur sieht. mis 4. Er baut den Wundern, die sein Urm verrichtet, ein Denkmal, wel ches feine Zeit zernichtet! der Herr von frommen, duldendem Gemüthe; der Herr voll Güte. Speise denen, Spei 5. Der Herr giebt die ihm dienen; was er verheißet, das erfüllt er ihnen; er denkt des Bundes; ewig soll er währen, weil fie ihn ebrendi toned udi 25501 abbor do9. Nur Gottes Treu' kann nimmer: mehr vergehen, wenn wir nur fest in seiner Furcht bestehen, will sie auf uns und unsern Enfein ruhn. Sein ewig Heil wird über denen walten, die seinen Bund und sein Gesege hal- 67. Es dauert fest und ewig unbeten; und was er will von ganzem Herzen thun.& omne donte 6. Die Thaten seiner Hand find Recht und Treue. Gott ſpricht kein gnádig Wort, das ihn gereue. Der Fromme weiß, daß er aus Lieb' und Súte sein Recht gebiete. du Poup l weget! er hat's auf Stein und uns in's Herz gepråget, daß wir getreu und willig seinen Rechten gehorchen möchten. 10. Des Herren Thron ist himmelhoch erbauet, von welchem er auf alle Menschen schauet. Sein Wink regiert die Völker aller Welt. Lobfingt dem Herrn, ihr Engel und ihr Helden, die sein Gebot vollstrecken und uns melden, und die sein Wort in ew'ger Uebung hält died' 8. Er fendet Heil und Rettung feinem Erbe, damit es nicht der Feinde Grimm verderbe. Sein Bund, die Grimm verderbe. Frommen herrlich zu erhöhen, bleibt ewig stehen. 11. Lobsingt dem Herrn, ihr seine lichten Heere, die ihr um ihn, uns Sterblichen zur Lehre, mit Freuden dient, und seinen Willen thut! Lobfingt dem Herrn, ihr alle seine Werke! so weit er herrscht, verehret seine Stärke! lobsing' auch du, mein Geist, dem höchsten Gut. Gmb 1001t Der 111. Pfalm. Nach der Mel. des 55. Lieds.) VONVONONONG 441. elobt will ich fröhlich fingen; ihm Dank und Ruhm mit den Serechten bringen, und der Versammlung aller Frommen Geelen sein Lob erzählen. 2. Groß, majestátisch sind des Hochsten Werke, und würdig, daß man sie erforsch' und merke! aus ihnen strömen heilige Vergnügen, die nie versiegen. ON mod 9. Die Furcht vor Gott, die Luft, ihn zu erheben, führt uns zur Weisheit, führet uns zum Leben; sie giebt Verstand und Licht, damit die Seele, was gut ist, wähle. Der 113. Psalm. gelobt fey Bott! ihm 442. J lobt den Herrn, med Nach der Mel. des 15. Lieds. Chr gelobet lobt seinen heil'gen Namen! fey er nah' und fern, und jetzt und ewig! Amen! Vom Aufgang bis zum Niedergang sey er der Heiligen Gesang, ihr Ruhm und ihre Freude! 10. Von ihr geleitet, lernt man Wege wallen, die nie verführen, welche Gott gefallen. Der Ruhm, womit sie sich geschmückt wird sehen, wird nie vergehen. 2. Unendlich ist der Herr erhöht, hoch über alle heiden. So weit der große Himmel geht, muß Ehr' und Schmuck ihn kleiden. Ja, ja, wer ist, wie unser Gott, der hohe Herrscher 3. Was er nur ordnet, ist voll Schmuck und Ehre, daß er, wie groß Sebaoth, der auf das Niedre siehet? ononenOMOMONOTRONOFOCOOOO Voľajo loteritor'MA'S LOHOTOVOKOJOJOJOJOJOKE DMURUMUNUNUMUUUUUUUU M 240 Zweiter Theil. 3. Er richtet die Geringen auf, die nach Errettung dürften; und fördert des Verlaff'nen Lauf, und fest ihn zu den Fürsten. Der Unfruchtbaren ödes Haus schmúůckt er mit holden Kin dern aus. Laßt: Hallelujah! schallen. # 201ms Inconsolndommost mod Allgemeine Loblieder. will dich ewig lieben, ich will, ats dein Eigenthum, stets erheben deinen Ruhm! 34 63 2. Wie ein Udler sein Gefieder über seine Jungen streckt, so hat( dankt's ihm, meine Lieder) mich auch Gottes Urm bedeckt! Gott, der über mir schon wachte, als ich kaum zu seyn begann, sah' mit Vaterhulo mich an, eh' ich lebte, eh' ich dachte! Leib und 443. obt, lobt den Herrn, Seele gabst du mir; Gott, o wie 62. Denn seine Gnade, seine Trene ist groß und unveränderlich; sie herr schet ewig: Erdkreis freue der Gnad' und Treue Gottes dich!( 19par ihr ich's dir Imm lockt ihm; bringt ihm Ruhm und 3. Für mich Armen, mich Verlor= Macht! von allen, die auf Erden nen, mich, der ich gefallen bin! gab wohnen, werd Ehr' und Lob dem er seinen Eingebornen, Jesum ChriHerrn gebracht! stum, selber hin. Wer kann, was er that, ergründen? auf der ganzen Erde, wer? wer aus seiner Engel Heer kann es, wie er liebt, ergrúnden? seine Lieb' ist immer neu, ewig seine Gnad' und Treu'! running. 4. Seinen wunderbaren Führer, seinen Tröster, seinen Geist, giebt der Herr mir zum Regierer, wenn die Welt mich an sich reißt, daß er meine Seele fülle mit des Glaubens hellem Licht! dann, dann fürcht' ich kein Bericht und mein bebend Herz wird stille! deines Heils darf ich mich freu'n! Herr! dein bin ich, du bist mein! 5. Meinem bessern Theil, der Seele, giebt er Trost und Kraft und Ruh! wenn ich, was er wählte, wähle, strómet mir sein Frieden zu! was, so lange wir bier wallen, wir bedürfen in der Welt, was die Hütten stúßt und hält, die dereinst in Staub zerfallen, auch dies giebt uns, dessen Ruf uns für diese Welt erschuf. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere sind zu meinem Dienste da! wohin ich mein 2uge kehre ist mir Gottes Segen nah! Thier' und Kräuter und Getraide in den Gründen, auf der Höh', in den Büschen, in der See, sind mir Nahrung, sind mir Freude; vom Gedeih'n und Ueberfluß trieft des Allerhöchsten Fuß! mond Der 117. Pfalm. od JONO FUCK Nach der Mel. des 46. Lieds. 3. Lobt, lobt den Herrn, ihr Nationen; frchlockt ihm, bringt ihm Preis und Macht! von allen, die auf Erden wohnen, werd' Ehr' und Lob dem Herrn gebracht! dialo 444 本 8 国立 8152705 1706 obet den Herren, alle Hei- den, preiset ihn alle Völker, ARKIR denn seine Gnade und Wahrheit waltet über uns in Ewigkeit. 21- lelu- ja! Ulleluja! 2. Ehr' sey dem Vater und dem Sohne, und auch dem heil'gen Geiste, als es im Anfang war und nun bleibet bis in Ewigkeit. Umen! Alle luja! Ulleluja!) on om Go jurs 445. Nach der Ml. des 108. Lieds. ollt' ich meinem Gott nicht fingen? follt' ich ihm nicht dankbar seyn? Sollte nicht in allen Dingen seine Liebe mich erfreu'n? Lieben ist es, nichts als Lieben, herzliche Barmherzigkeit, die so oft und viel verzeih't! Herr! ich no7. Wenn Betrübniß meine Seele, Elend meinen Leib umgiebt; dann, dann bet' ich und verhehle nichts dem Gott, der doch mich liebt! wár' er nicht mein Gott gewesen, hätte mich வெவவ Zweiter Theil. Allgemeine Loblieder. 241 sein Ungesicht nicht erquickt; so wär'| Gnade, Treu' und Güte froh erhebe ich nicht von so vieler Qual genesen! Tag und Nacht: denn was ich nur vom Ausehenden bewacht, ging ich bin und habe, kommt von dir, ist durch die dunkle Nacht! datide deine Gabe. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 8. Wie ein Vater feinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht; ob es gleich, verführt zur Sünde, von der rechten Bahne weicht: also sieht auch mein Verbrechen mein versöhn: ter Vater an, zuchtigt mich, daß ich's gethan, will's nicht mit dem Schwerte rachen, weil, als ich's verirrt beging, doch mein Herz noch an ihm hing! 3. Herr! ich muß mit Schaam geste= hen, daß ich häufe Schuld auf Schuld; und mein sündliches Vergehen raubt mir billig deine Huld! gleichwohl trågst du, Gott, mich Urmen noch beständig aus Erbarmen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 9. Wohlthat ist das Kreuz der Christen; ist's gleich, wenn es da ist, Pein, führt es uns in dürre Wüsten, scheint's gleich oft Gericht zu seyn! und, was haben wir gelitten, dul: deten die Märtyrer nicht viel mehr, als wir, vielmehr, eh' sie ihre Kron' erstritten? rühmt im Leiden, rühmt und preist Gott, der euch der Welt entreißt! 4. Sa, Herr! wenn ich überlege mit wie großer Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit; so weiß ich kein Ziel zu finden, noch die Tiefen zu ergründen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür.. 10. Sst, so lang' ich leb' am Grabe, Kreuz und Trübsal oft mein Theil, Gott, dem ich geglaubet habe, Gott giebt einst mir ewig's Heil! die, so hier mit Thránen såen, erndten dort mit Freuden ein; nach des kurzen Lebens Pein, werd' ich mein Geschick verstehen! jauchzen, daß mich Gottes Rath diesen Weg geleitet hat! 5. Du, Herr, bist mir nachgelaus fen, mich zu reißen aus der Gluth: denn da mit der Sünder Haufen ich nur suchte irdisch Gut, hießest du mich dies verachten, und nur nach dem Himmet trachten. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 6. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn: daß ich nur das Gute wähle, und das Böse möge fliehn, hast du mir durch Christum Leben, Licht und Kraft und Geist gegeben. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Donk dafür. 11. Weil dann ohne 3iel, ohn' Ende deine Gnaden, Vater, sind; o so heb' ich meine Hände zu dir auf, erhör' dein Kind: Bater! du wollst Gnade geben, die mich ganz und gar zu weih'n, dein Verehrer stets zu seyn, hier und in dem höhern Leben! Hei lig, heilig, heilig ist er, der seyn wird, war und ist! 7. Sa, Herr, Majestät und Klarheit strahlt von deinem Ungesicht: all' dein Thun ist Gnad' und Wahrheit, recht und heilig dein Gericht; wer muß nicht aus deinen Werken deine Macht und Weisheit merken? Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 192 8. Bald fam'st du mit Baterschlágen, bald mit Wohlthun, Gott, zu mir, um mein Herz nur zu bewegen, sich ganz zu ergeben dir, und stets deinen guten Willen ohne Murren zu erfüllen. Tausend, tausendmal sen dir, großer König! Dank dafür. 9. Wie ein Vater nimmt und gie bet, nach dem's Kindern nüglich ist; so hast du mich auch geliebet, Gott, der du barmherzig bist, und dich meiner angenommen, wenn's auf's Hochste 16 - Rach der Mel. des 82. Lieds. somit soll ich dich wohl 446. Wo loben, mächtiger Herr Sebaoth? sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! denn ich kann mit nichts erreichen deine Huld und Liebeszeichen. Taufend, tausendmal sey dir, großer Kónig! Dank dafür. 2. Herr! entzünde mein Gemüthe, daß ich deine Wundermacht, deine allavolo LONCO NOONOOMOMONOTONONCON S. W. 1041. O WAWA AKOKOUS Trenurunan MororononUTONOMNO JU 3weiter Theil. Allgemeine Loblieder. 242 gleich gekommen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 10. Srágst du nicht in deinen Urmen mich oft treu und váterlich? riß mich nicht oft dein Erbarmen aus Gefahr und schüßte mich? mußt' ich einsam, bútflos, weinen, so ließ'st du mir Trost erscheinen. Tausend, tauTausend, tau sendmal sey dir, großer König! Dank dafür. bon 11. Bater! du hast mir erzeiget lauter Gnad' und Gütigkeit: und du haft zu mir geneiget, Jesu! deine Freundlichkeit; und dein Wort, o Geist der Gnaden! heitet meinen See: lenschaden! Tausend, tausendmal sey dir, großer König! Dank dafür. 11. Erhebt ihn ewig, Gottes Werke! die Erd' ist voll der Huld des Herrn. Sein, sein ist Weisheit, Ruhm und Stärke, er hilft, und er errettet gern. 12. Tausendmal sey dir gesungen Preis und Lob und Dank, mein Gott! daß es mir bisher gelungen, ach! laß mich bis in den Tod fest in deiner Gnade stehen, und dereinst dein Untlit sehen, so werd' ich, dein Eigen: thum, ewig preisen deinen Ruhm. 1 Nach der Mel. des 46. Lieds. 447. 12. Er hilft, des Abends währt die Klage, des Morgens die Zufriedenheit. Nach einer Prüfung kurzer Tage erhebt er uns zur Seligkeit. u bist's, dem Ruhm und Dank gebühret: und Ruhm und Dank, Herr! bring' ich dir. Du hast mein Schicksal stets regieret, und deine Hand war über mir. 13. Vergiß nicht deines Gottes, Seele! Vergiß nicht, was er dir gethan. Ehr' seiner Heiligkeit Befehle! und bet' ihn durch Gehorsam an. 5097) Nach der Mel. des 34. Lieds. 2. Wenn Noth zu meiner Hütte 448. Auf, meine Seele, finge! an dir, nah'te: so der Herr, mein Flehn, und ließ nach seinem gnåd'gen Rathe mich nicht in meiner Noth vergehn. nud nos p 3. Ich sank in Schmerz und Krankheit nieder, und rief: o Herr, errette mich! da half mir Gott, der Starke, wieder, und mein Gebein erfreute sich. 4. Wenn mich des Feindes Haß betrübte, flagt' ich Gott kindlich meinen Schmerz. Er half, daß ich nicht Rache übte, und stärkte durch Geduld mein Herz. - 5. Wenn ich verirrt vom rechten Pfade, mit Sünde mich umfangen sah: rief ich zu ihm, dem Gott der Gnade: und seine Gnade war mir nah'. 6. Um Trost war meiner Seele bange; denn Gott verbarg sein Ungesicht. Ich rief zu ihm: ach Herr, wie lange? und Gott verließ den Schwachen nicht. 7. Er half und wird mich fort ertósen. Er hilft; der Herr ist fromm und gut. Er hilft aus Reizungen zum Bösen, und giebt mir zu der Tugend Muth. mnist at 20 8. Dir dank' ich, Herr, auch für die Leiden, die du zur Prüfung mir geschickt. Dir dank' ich für die mehrern Freuden, womit mit deine Hand beglückt.hu 9. Dir dank' ich für das Gut der Erden, für die Geschenke deiner Treu'. Dir dank' ich, denn du hießt sie wer den, und deine Güt' ist täglich neu. 10. Dir dank' ich für die höchste Güte; selbst deinen Sohn gabst du für mich. Von ganzem Herzen und Gemüthe, von allen Kräften preif' ich dich. du es bist, thut Gott so große Dinge. Weh' dir, wenn ihn dein Herz vergißt! Gott rettet dich ins Leben, will alle Missethat in Christo dir vergeben. O gnadenvoller Rath! schon hier wirst du mit Heile getröstet und erfreut, und dort wird dir zu Theite die Ruh' der Ewigkeit. 2. Er hat uns wissen lassen, der Herr, sein Recht und sein Gericht; Erbarmung ohne Maaßen dem Frommen, der den Bund nicht bricht! schnell eilt sein 3orn vorüber, straft nicht nach unsrer Schuld, der Herr begnadigt lieber, nimmt lieber auf zur Huld! wohl dem, der Christo lebet! Gott ist er angenehm. Mit Adlersflügeln schwebet Erbarmung über dem. 3. Wie Våter mit Erbarmen auf ihre schwachen Kinder schau'n: so thut 3weiter Theil. Allgemeine Loblieder. - ALG JovovovorovOLONO Gott an uns Urmen, wenn wir in Einfalt ihm vertraun. Gott weiß es, wir sind Sünder: Gott weiß es, wir sind Staub und der Verwesung Kinder, ein niederfallend Laub! faum daß die Winde wehen, so ist es nicht mehr da: wir Sterbliche vergehen! stets ist der Tod uns nah'. 243 nen, da half mein Helfer mir vom Tod, und ließ mir Troft erscheinen! ich danke, Gott, ich danke dir, ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! om of 23 5. Sott ist uns nah' und niemals nicht von seinem Volk geschieden!, er, er ist ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden! mit seiner Allmacht leitet er sein Volk durch's Feuer und durch's Meer! Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Hülfe nicht mehr helfen kann, die nur die Welt erzeiget, so hilft, der ewig helfen kann, der Schöpfer selbst, und neiget sein huldreich Angesicht uns zu! denn außer ihm ist keine Ruh': Gebt unserm Gott die Ehre! Atims any brand dig as dair 7. Ich will mein ganzes Leben lang, o Gott, dich freudig ehren! man soll, Herr, meinen Lobgefang an allen Orten hören! mein Geift, o( Sott, erhebe dich! mein ganzes Herz erfreue sich! Gebt unserm Gott die Ehre! bid 4. Des Ew gen Gnad' alleine bleibt, gleich als er, in Ewigkeit bei dir, des Herrn Gemeine, die ganz sich seinem Dienste weiht, und daß fie felig werde, mit Furcht und Bittern ringt. Auf! daß ihr von der Erde schon jest euch dorthin schwingt. Dort nimmt mit feinen Engeln auch unsrer Brüder Schaar, nun rein von allen Mångeln, stets seines Lobes wahr. 30 5. Unbetung, Preis und Ehre sey dir, Gott Vater, Sohn und Geist! wir singen's in die Chöre der Schaar, die dich vollkomm'ner preis't. Unbetung, Preis und Ehre, dir, der du warst und bist! wir stammeln's nur: doch höre, hör' uns, der ewig ist! Einst tragen wir auch Palmen, du Gott, auf den wir trau'n: einst sin gen wir dir Psalmen, wenn wir ver- gebt unferm Gott die Ehre! die fal Elárt dich schau'n! indischen Sögen macht zu Spott: der 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! ihr, die ihr Gottes Macht erkennt, band Herr ist Gott der Herr ist Gott! gebt unserm Gott die Ehre! 112000 9. Kommt, laßt uns vor sein Un gesicht mit Freud' und Bittern dringen; bezahlet die gelobte Pflicht, und laßt uns fröhlich singen: der Herr hat alles wobl bedacht, und alles recht und gut gemacht! Gebt unserm Gott die Ehre! 449. Nach der Mel. des 15. Lieds. Qob, Ehr' und Preis dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte! dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit seinem reichen Trost erfüllt; dem Sott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! Rotosce 2. Es danken dir die Himmelsheer', Beherrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Nach der Mel. des 9. Lieds. Schatten wohnen, die preifen deine 450. Nun banket alle Gott Schöpfersmacht, die uns und sie hervorgebracht! Gebt unserm Gott die Ehre! Mighty mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut hier und an allen Enden; der mäch tig uns erhält, und von der Kindheit an uns so viel Gutes thut! mehr als man zählen kann. 90, downte 12 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten darüber wird des Weifen Rath, des Vaters Gnade walten! in seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich! gebt unserm Gott die Ehre! 2. Er unser Vater, woll' ein fröhlich Herz uns geben; der Herr lass uns, sein Volk, in stetem Frieden leben, und unsre Nachwelt auch, daß seine Gnad' und Treu das ganze Land umfah', sein Segen mit uns sey. 16* 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth: ach Gott! vernimm mein WeiDomoOMOHOOOOOOOOO NUMURUMUNS. W. 1041, 36 UiUiu MURUMUNUMUUUUUUUUUUUUL NUNCIOS W 3weiter Theil. Allgemeine Loblieder. 244 3. Der große starke Gott woll' uns von allem Bösen, und was uns schaden kann, gewaltiglich erlösen: er schuß' uns in Gefahr, er helf' uns allezeit, so lang' er uns allhier das Leben noch verleih't. - 4. Dir, Gott, dir, und nicht uns sey Ehr' und Preis gegeben, was in uns ist, soll stets, Herr, deine Huld erheben. Und stehn wir einst verklárt in deinem Heiligthum, so sey dein Name, Gott, auf ewig unser Ruhm. Schuß, du bist der Müden Ruh'; ein Gott, der gern verzeiht. Wie 1000 510 gnädig, Gott, bist du. 7. Wem soll ich sonst vertraun, als dir, du Gott der Götter? wen ehren, als nur dich, mein Schuß und mein Erretter? wie sanft ist dein Befehl: gieb mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg! ich bin dein Schild und Lohn. lors 8. Herr, dein Gebot ist Heil, dein Weg ist Fried' und Leben. Wie könnt ich einem Gott der Liebe widerstreben? umsonst lockt mich das Glück, in dem das Laster blüht. Ich hasse seinen Weg, weil mich dein Auge sieht. 9. Auch wenn kein Mensch mich sieht, will ich die Sünde fliehen; denn du wirst Uller Werk vor dein Gericht einst ziehen. Ich will, wenn meinem Fleisch was Böses noch gelüft't, bedenken, daß mein Leib, o Gott, dein Tempel ist. 10. Sollt' ich der Menschen Ruhm stolz zu erringen trachten? nein Herr! wenn du mich ehr'st, mag mich die Welt verachten. Du bist es, dem zum Dienst ich Leib und Seele weih'. Sieb, daß mein Wandel stets voll deines Ruhmes sey! 451. Nach der Mel. des 9. Lieds. urch dich, o großer Gott! durch dich bin ich vorhanden. Die Himmel und ihr Heer sind durch dein Wort entstanden; denn wenn du sprichst, geschichts; wenn du gebeutst, steht's da. Mit Allmacht bist du mir, und auch mit Gute nah. 2. Du bist der Gott der Kraft; dich preisen Erd' und Meere, und Himmel predigen die Wunder deiner Ehre. Dich bet' ich dankend an. Mein Peil kommt von dem Herrn. Du hörst der Menschen Flehn, und du errettest gern. 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott! gewürdigt werde, was frag' ich außer dir, nach Himmel und nach stde? Im Fimmel donnerst du, und 452. Jauchlechte! freut euch nach der Mel. des 171. Lieds. auserwählt GeSchrecken füllt das Land, noch fürcht' ich nichts, denn mich beschüßt der Ullmacht Hand. hodid 4. Wenn ich die Himmel seh', die du, Herr, ausgebreitet, der Sonne Majestát, den Mond, den du bereitet; so sprcch' ich: was ist doch der Mensch, daß du sein denkst? und daß du tág: lich uns unzählig Gutes schenkst? 15. Us Schafe láßt du uns auf grünen Auen weiden, nährst uns mit Speis und Trank, und füüst das Herz mit Freuden; du sah'st mich, eh' der Grund der Welt geleget war, zogst mich aus Mutterleib, als mich ihr Schooß gebar. des Herrn Herrn, ihr Gerechte, ihr Frommen preist den Höchsten hoch! lasset eure Harfen klingen; ihr müßt ein neues Lied ihm singen; so kommt und rühmt, und danket doch! macht es mit frohem Muth auf Saitenspielen gut! Hallelujah! sein Wort ist süß; was er verhieß, ist Wahrheit; und er hátt's gewiß. 2. Er wohnt in dem reinsten Lichte, Gerechtigkeit ist sein Gerichte, die Welt ist seiner Güte voll. Droben schuf er, ihm zur Ehre, der Licht erfüllten Sterne Heere, die Sonne die uns leuchten soll. Es fürchte alle Welt den Herrn, der sie erhält! Halund Leiden, die mich üben; und meilelujah! er will, er spricht's, sogleich ner Tage Zahl war auf dein Buch geschicht's, gebeut er: wird etwas geschrieben. Du bist der Frommen aus nichts. an 6. Du wogst mein Glück mir ab, SalalalalalalaVOLOLOLOLOLONG Zweiter Theil. Algemeine Loblieder. 245 3. Unser Gott herrscht ohne Schran-| errettet unsre Seelen, ist ihr Lohn, ken! er wendet Völkern die Gedanken; ihr Schild und Licht. Wenn wir mit er macht zunicht der Heiden Rath. den Eitelkeiten, mit Versuchungen Ewig fann sein Rath nicht wanken, der Lust, mit dem Feind in unsrer er åndert sich nicht in Gedanken, er Brust, wenn wir mit dem Tode streiten, ist gleich groß an Rath und That. stärkt er uns zum Kampf und Lauf, Wohl dem Volk, dessen Gott heißt: und hilft unsrer Schwachheit auf. Herr, Herr, Zebaoth! Sallelujah! ja selig ist, wen Gott erkiest, und sich zum Erbtheil auserliest! 4. Herr, deine Güte gleichet dem Himmel, deine Wahrheit reichet so weit als aller Wolken Heer! ja, als- wie der Berge Höhen bleibt die Gerechtigkeit stets stehen, dein Recht wie Tiefen in dem Meer. Eh' Meer und Berge seyn, bist du, o Gott! allein. Hallelujah! des Himmels Rund, der Erden Grund ward durch den Geist aus deinem Mund. 5. Sende zu mir voller Klarheit, mein Gott, dein Licht und deine Wahrheit! daß sie mich leiten, wo ich bin: und mich bringen zu den Hügeln, zu deiner Cherubinen Flügeln, und zu dem Stuhl der Gnaden hin: so geh' ich da hinein, um Gottes mich zu freun. Hallelujah! da, wo Gott wohnt, da wo er thront, der unser wie der Kinder schont. - 6. Uch! da will ich dann mit Beten vor den Altar des Höchsten treten! zu dem Gott, der die Schuld vergißt, zu dem Gott, der Schild und Sonne, der meine Freud' und meine Wonne, durch Christi großes Opfer 3. Wenn uns Welt und Freunde meiden, weil wir ihre Wollust fliehn, dann gicbt er uns seine Freuden, unser Herz empfindet ihn! kann ich größ'res Glück begehren? Ewiger, hat dich mein Herz, o so wird es ohne Schmerz den Besig der Welt entbehren, Erd' und Himmel wird mir klein, gegen dich veráchtlich seyn. 4. Wenn mich Leiden niederdrücken, nehm' ich sie als Wohlthat an, von der Hand, die nur beglücken, aber niemals schaden kann. Du belohnst mir meine Schmerzen mit der Seelen Heiterkeit, und versüßest alles Leid, Gott durch deine Ruh' im Herzen, die mich ganz mit Muth belebt, über allen Schmerz erhebt. 5. Von Gefahr und Noth umgeben, über diesen rauhen Pfad geh' ich, Vater, in dein Leben, das nicht Leid, Gefahr nicht hat. Sollten mich der Erde Freuden, sollte mich der Sünder Spott und das Elend und der Tod, Herr, von deiner Liebe scheiden! raubt' ich meine Krone mir? nein! ich leb', und sterbe dir! ago T Nach der Mel. des 15. Lieds.. ist. Ich ſpiel ein Danklied dir da 454. Stimmt unferm Gott ein auf der Harfe für. Hallelujah! dir, Gott, mein Gott, Herr Zebaoth, du bist mein Helfer in der Noth! Loblied an mit freudigem Gemüthe; es rühm' und preise wer da kann, den Geber aller Güte. Er macht uns frei von aller Noth, drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket seinem Namen. Nach der Mel. des 108, Lieds. ott, durch welchen 453. alle Dinge sind, und wirken und vergehn, stårk' mich, daß ich dich besinge: lehre mich dein Lob erhöhn! laß mich dich im Stillen loben, mich, den du voll Lieb' und Huld, aus den Tiefen seiner Schuld, zu des Christen Höh' erhoben; dich erheb' ich immerdar, der mich schuf und neu gebar. 2. Könnt ihr die Gestirne zählen: Gottes Gnaden zählt ihr nicht. Er 2. Lobt Gott und rühmet alle Zeit die großen Wunderwerke, die Maje ståt und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Stärke, die er beweist in aller Welt, indem er alle Ding' er= hält: drum danket seinem Namen. 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, der Seele, Leib und Leben aus väterlicher Huld und Gnad' uns Allen hat gegeben; der uns durch seinen MONONOMOROMOTOOOOOOO W. 1041, Uiuiuiuiuiuiuiuit MurerarurarJUUUUUMUTOTURUMUNU Zweiter Theil. 246 Engel schüßt; der täglich schenket, was uns nugt: drum danket seinem Namen. 4. Lobt Gott! er giebt uns seinen Sohn, der selbst für uns gestorben, der uns die ew'ge Lebensfron' durch seinen Tod erworben; der Frieden hat mit Gott gemacht, und seinen ganzen Rath vollbracht: drum danket seinem Namen. 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezündet, und seinen Beistand uns verheißt, wenn er uns treu erfindet, der uns stets durch sein Wort regiert, und auf den Weg des Lebens führt: drum danket seinem Namen. 6. Lobt Gott! er hat dies gute Werk selbst in uns angefangen, vollbringt es auch, giebt Kraft und Stärk', das Kleined zu erlangen, das er am Ziel uns vorgestellt und das den Himmel in sich hält; drum danket seinem Namen. 7. Lobt Gott! ihr starken Seraphim, ihr Engel und ihr Thronen! es loben Gott mit heller Stimm' die hier auf Erden wohnen! lobt Gott, und preist ihn früh und spat; ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. - Allgemeine Loblieder. 4. Der Herr ist groß und machtig, voll Heiligkeit und Ruhm. Es stehet alles prachtig in seinem Heiligthum. Er ist gerecht und gut; von seinen Batersorgen zeugt jeder neue Morgen, und alles, was er thut. du Nach der Mel. des 101. Lieds. 455. Lobt Gott, den Gott der will, erschafft, ihr alle seine Werke, aus aller eurer Kraft. Ihr send sein Eigenthum, so weit der Himmel reichet! was Luft und Meer durch streichet, verbreite seinen Ruhm. 5. Drum lobt, erlöfte Seelen! lobt stets den Herrn der Welt, helft dessen Ruhm erzählen, der euch schuf und erhält; der euch in Chrifto liebt, euch durch sein Blut erkaufte, auf seinen Tod euch taufte, euch einst den Himmel giebt. 6. Lobt Gott, der euch regieret, der, als der treuste Freund, selbst dann euch weislich führet, wenn ihr das Kreuz beweint, das er euch auf erlegt: laßt uns in solchen Proben ihn dennoch tindlich loben, weil er aus Liebe schlägt. 7. Er ist getreu den Seinen, ent= reißt sie aller Noth. Wenn seine Kinder weinen, so bleibt er doch ihr Gott. Wenn der Verfolger Macht, wenn ihre Wuth sie schrecken, so wird sie Gott bedecken, er, der stets für sie wacht. diglich! Stårke, der, was er 2. Erhab'ne Himmelsgeister, erwekfet euren Fleiß; gebt eurem Herrn und Meister Dank, Ehre, Lob und Preis! stimmt dreimal Heilig! an. Lobt ihn, ihr Seraphinen, lobt ihn, ihr Cherubinen! lobt ihn, was loben kann. 3. Was Odem hat und lebet, was sich bewegt und regt, was in den Lüften schwebet, und was der Himmel trågt, sen überall bemüht, den höchsten Gott zu loben, der aus den Wolken oben auf sein Geschöpfe sieht. 8. Lob, Ehre, Preis und Stárke sey dir, o Gott, bereit't: denn deine Weg' und Werke sind voll von Herrlichkeit. Dein 3ion lobet dich, merk' auf sein schwaches Lallen, und laß dir's wohlgefallen: erhör' uns gná9. Mocht' es uns bald gelingen, von aller Schwachheit frei, ein Opfer dir zu bringen, das deiner würdig sen! ach, laß vor deinem Thron uns ewig mit dir leben, und ewig dich erheben, dich, Vater und den Sohn! Der Umbrosische Lobgesang oder das Te Deum. Neue Melodie. d isd 456. H err unser Gott! dich loben wir, Herr unser Gott! wir danken dir. Jchovah ist von Zweiter Theil. - Ewigkeit, er schuf die Welt, das H Werk der Zeit. Die ganze weite Schöpfung preis't Gott Vater dich, dich Sohn, dich Geist. 2. Die Cherubim, die Seraphim, die Himmel alle singen ihm: höchstheilig ist er, unser Gott, groß ist dein Ruhm, Herr Zebaoth! weit über alle Himmel weit geht deine Macht und Herrlichkeit. Allgemeine Loblieder. 247 9. Sen hier schon unser Trost und Licht, verlaß uns auch im Tode nicht, vollende dadurch unser Heil, Herr, Herr Gott, unser Trost und Theil: so preisen wir dich in der Zeit, noch beffer in der Ewigkeit. 3. Sie, die den Erdkreis wunderbar bekehrten, deiner Boten Schaar, des Mittlertodes Mártyrer, fie preiz sen ewig dich, o Herr! am Grabe noch, noch in der Zeit, preis't dich auch deine Christenheit. 4. Dich, Vater, auf der Himmel Thron, dich, Jesu Christ, des Vaters Sohn! und dich, o Geist! deff' Wunderkraft in Sündern neues Leben schafft, dich preiset alles weit und breit, dich preiset deine Christenheit. 5. Du Hoherpriester, du Prophet, du König, dess' Reich nie vergeht, du haft dich, Gott! uns Gott zu weih'n, erniedriget, ein Mensch zu seyn. Dem Tode nahmst du seine Macht, Himmel hast du uns gebracht. zum 6. 3ur Rechten Gottes sißest du, mit deinem Vater herrscheft du; du, der für uns gelitten hat, erwürgt für unsre Missethat. Im Grabe lássest du uns nicht, du kommst, du kommst und hältst Gericht. 7. Hilf deinem Volke, Jefu Chrift, und segne, was dein Erbtheil ist. Leit' es durch diese Prüfungszeit den Weg zur frohen Ewigkeit. Die Erd' ist auch dein Heiligthum, auch sie erfülle stets dein Ruhm. 8. In dieser unsrer Pilgerschaft sey, Herr, dein Wort uns Licht und Kraft, fey gnädig uns, o treuer Gott! sey gnädig uns in aller Noth. Wenn wir zu dir um Hülfe schrei'n, laß dein Erbarmen uns erfreu'n. Nach der Mel. des 59. Lieds. Ich finge meiner Seele 457. Herr 3Sebaoth! ich fing' aus danferfüllter Brust, von deiner Güte, Gott! 2. Was ist der Mensch, der Staub, vor dir, daß seiner du gedenkst? Herr aller Welt, was haben wir, wenn du es uns nicht schenkt? 3. Wer hat den Himmel ausgespannt, der unser Aug' entzückt? Wer hat mit göttlich milder Hand den Erdtreis ausgeschmückt? 4. Wer kleidet Hügel, Thal und Au' mit Schönheit? pflanzt den Hain? tránkt sie mit Regen und mit Thau? und giebt der Gedeih'n? 5. Wer führt die Sonn' in ihrer Pracht mit jedem Tag uns zu? wer pricht zum Mond in dunkler Nacht: den Menschen leuchte du? 6. Wer front mit Segen jedes Jahr, daß unser Herz sich freut? wer liebet uns unwandelbar, auch wenn ein Donner draut? 7. Durchdenke deinen Lebenslauf, o Mensch, wer half bisher? wer war, von deiner Jugend auf, dein Helfer? Sage: Wer? 8. Herr, unser Herrscher, nur von Dein dir fließt alles Heil uns zu. Volk, dein Eigenthum sind wir, und unser Gott bist du! 9. Wie groß ist deine Huld und Treu', du zähltest unser Haar, stehst uns allgegenwärtig bei in jeglicher Gefahr. 10. Uns Sünder trågst du mit Geduld, lehrst uns durch deinen Geist, und reu't uns unsre Sündenschuld, du sieh'st es und verzeih ft. 11. Ja, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken ziehn. Der junge Rab', Erbarmer! schreit zu dir, du nährest ihn! 12. und rührte dich, o Menschenfreund, nicht eines Christen Schmerz? MONONOOMOOOOOOOOO Ito1 AA uiuiuiuiuiuiuiun MoraruraIDIUUUU UNUNUNUNUNUNU 248 Zweiter Theil. die stillste Záhre, die er weint, bemerkt dein Vaterherz. 13. Beh' dem, der an dem Herrn verzagt! und seine Zuversicht auf Menschen setzt, und heidnisch sagt: Gott achtet unsrer nicht! 14. Er liebt dich mehr, als du verstehst, ist, Seele, dir nicht fern, und eilt zu helfen, eh' du flehst, vertraue du dem Herrn. Er 15. Er schaut herab von seiner Höh auf den, der niedrig ist. Era hebe dich, Unsterbliche, zu ihm, von dem du bist. - 16. Lobsing' ihm, bet' ihn ewig an mit frommer Zuversicht. Wie viel hat er an dir gethan! vergiß es, Seele, nicht. 458. Götter! Schöpfer, Nach der Mel. Des 201, Lteds. roßer Gott, Herr aller Vater und Erretter! alles rufet weit und breit rühmt den Herrn der Herr lichkeit! Engel preisen deine Werke. Wenn ich sie erstaunend merke; so schwingt sich mein Herz empor, und fingt in der Engel Chor. 2. Hier im niedern Weltgebäude blickt mein Geist mit großer Freude deiner Ullmacht Proben an: wo ich hin gedenken kann, siehet mein erstaunt Gemüthe, deine Weisheit, Macht Besondere Loblieder. und Güte, Wahrheit und Barmherzigkeit zu des Sünders Heil bereit. 3. Von Begierde, dich zu fennen, kann mein Herz nicht g'nugsam brennen. Doch gieb mir des Glaubens Kraft, den dein Geist im Herzen schafft; so kann ich gelehrtes Wissen ohne großen Schaden missen; so bin ich gelehrt genug, und zum Reich der Himmel flug. zum Dank dir bringen; und wie soll ich würdig fingen, was du, F perr, an mir gethan? 4. Gieb, daß ich dich so erkenne, daß ich auch vor Eifer brenne, dich von meines Herzens Grund, und nicht blos mit meinem Mund, auf das Innigste zu preisen; du selbst mußt mich unterweisen, dann dringt erst mein Lob empor; dann hört mich dein Vaterohr. 5. Ganz entzückt von deinem Namen, wünsch' ich dir, Herr, nachzuahmen, daß, wie du so heilig bist, auch mein Wandel heilig ist. Undre möcht' ich gern erwecken, deine Freundlichkeit zu schmecken; deiner sich mit mir zu freun: Gott, dein Ruhm sey allgemein! 6. Wie die heil'gen Seraphinen dir mit allem Eifer dienen; so sey, Herr, auch jederzeit dir durch mich ein Lob bereit't, bis von mir und ihnen allen droben wird ein Lob erschallen: Heilig, herlig ist der Herr! herrlich seines Namens Ehr'! c. Besondere Neue Mel. oder Jesu, deiner Kinder. 459. H HF err! mein Licht, -mein peil und Leben, wie kann ich dich g'nug erheben; was für Lieder stimm' ich an? was soll ich Loblieder. 2. Du hast meine Seel' gebeuget, aber auch mir bald gezeiget, daß du stets den Deinen nah. In der Nacht warst du verborgen, doch bald kan der frohe Morgen, da ich, Herr! dein Untlig sah. 3. Heilig, Herr! sind deine Wege, wunderbar sind alle Stege, wo du deine Kinder führst: wer muß nicht aus deinen Werken, dir zum Preise, es bemerken, wie gerecht du, Herr, regierst? 4. Nun will ich dir fest vertrauen und auf deine Gnade schauen, wenn still seyn, hoffen, schweigen, stets des Kreuzes Last mich drückt: ich will vor dir, o Herr, mich beugen, bis dein Untlig mich erquickt. Zweiter Theil. 5. Willst du deine Hülf' aufschieben? willst du meine Demuth üben! Herr, ich bin ein súnd'ger Knecht; willst du strafen, willst du schlagen, schickst du Trubsal, Noth und Plagen? Herr du bleibest stets gerecht. 6. Doch weiß ich, daß deine Treue ewig ist und täglich neue, selbst zur schwersten Prüfungszeit; deine Strafen, deine Schläge, sind ja, wenn ich's recht erwäge, Mittel meiner Seligkeit. 7. Ach! so starke mir den Glauben, laß mir nichts denselben rauben, keine Wollust, keine Pein; laß mich deine Liebe schmecken, laß in Noth und Ungst und Schrecken deine Gnade mich erfreun. 1 Besondere Loblieder. 249 6. Mein Mund, mein Geist und mein Gemüthe sind deines Ruhms, mein Helfer, voll. Die Wunder aber deiner Güte mit Dank zu preisen, wie ich soll, reicht mein Vermögen nimmer zu, es ist voll Schwachheit, was ich thu'. Nach der Mel. des 7. Lieds. 9. Doch will ich dir mein Opfer 460. Mein Herz, ermuntre bringen, das Opfer meiner Dankbardich nun wieder, keit, und dir zum Lobe Lieder singen, so viel dein Geist mir Kraft verleih't: Im Namen Jesu sing' ich dir! in diesem nimm es an von mir: Danklieder bei der Erndte. 2. Herr! deine Hand ist immer offen, zu geben, was mein Herz be Nach der Mel. des 9. zied6. Alt gehrts hingegen ist mein zaghaft Hof: 461. Froblocket, dung und de fen oft, leider! werth: ihr Reiche mit Armen! da Gott den Unterhalt von und doch erträgst du mit Geduld des wankenden Vertrauens Schuld. neuem aus Erbarmen für euch nun auf ein Jahr so mildiglich beschert. Was euer Wünschen war, ist váter: lich erhört. 3. Wenn oft in Kümmerniß und Sorgen der Trost, wonach mein Auge weint, vor meinem Denken tief verborgen und noch sehr weit entfernet scheint; hast du schon meine Noth bedacht, und dich zu helfen aufgemacht. und singe mit erquicktem Muth, jest neue Dank und Freudenlieder dem Herrn, der große Dinge thut: denn er beschämt zur rechten Zeit nun wie: der deine Furchtsamkeit. 4. Dein unermeßliches Erbarmen ist immer wohlzuthun gewohnt; d'rum wird mir sündlich schwachen Armen nicht, wie ich's würdig bin, gelohnt. Dich jammert der Gebrechlichkeit; du hilfft zur recht erwünschten Zeit. 7. Doch läsf'st du auch mein schwaches Lallen, der du des Herzens Redlichkeit zu prüfen weißt, dir wohlge= fallen: siehst auf die Unvollkommenheit, als wie ein holder Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit trägt. 8. Nichts hat mein armes Unver: mögen, wie dir, mein Gott, schon offenbar, dir zur Vergeltung darzulegen: bot' ich mich selbst zum Opfer dar; so ist ja alles schon vorhin dein eigen, was ich hab' und bin. 5. Herr! deine Zeit ist stets die beste; auch dann selbst, wenn die Noth sich häuft, bist du schon meine Stárk' und Veste. Wenn Fluth und Jammer auf mich lauft; so siehst du mit Erbarmen drauf, und hemmest schleunig ihren Lauf. 2. Auf! danket unserm Gott, daß Fried' und Ruh' hier wohnet. und Mit Krieg und Hungersnoth hat uns der Herr verschonet, Kein Feuer, Fluth, kein schwerer Hagelschlag, noch böser Seuchen Wuth, trifft uns bis diesen Tag. keine 3. Die Erndte hat der Herr une treu und wohl bewahret: wer hátt, wenn Gott nicht wär', uns sonst die Frucht gesparet? Wer gáb' uns Connenschein? Wer Regen oder Thau? was würd's ohn' ihn wohl seyn mit unserm Ackerbau? 4. Umsonst wär' uns're Müh', um= sonst wär' Såen, Pflügen. Wir würden sonsten nie ein Stórnlein wieder oholomonomomomomoLCOOLHO CON S. W. 1041, G NOVOVAKOJOJOJOJOJOKOUS MUMUNUMUNUUUUUU MUMUMUNUNI W Zweiter Theil.- Besondere Loblieder. 250 kriegen. Wir möchten früh aufstehn Nach der Mel. des 81, Lieds. und bis zur Mitternacht nicht wieder 462. Gott im Himmel und gewacht. auf Erden! Herrscher in der ganzen Welt! laß den Mund voll Lobes werden; da man die zu Fuße fällt, für den nahen Erndtesegen Dank und Opfer darzulegen. 2. 5. So aber sorgt und wacht der Herrscher in der Höhe; sein Vater: fegen macht, daß unser Werk bestehe. Der hat auch diesesmal des Sámanns Wunsch gestillt, und reichlich überall der Schnitter Hand gefüllt. Herr, dir jauchzen Feld und Uuen, überall wirst du verspürt, überall läßt du dich schauen: und wir bleiben ungerührt; gleich als ob zu deiner Ehre Feld und Au so schon nicht wäre. 3. Vater! du haft aus Erbarmen uns Unwürdige genährt. Du hast Reichen, du hast Urmen manches, manches Glück gewährt. Gott, der uns viel Gut's bewiesen, sey gelobet und geprieſen. 6. Gott ist's, der euch ergößt, da ihr nun jauchzt und singet, und jenen Segen jegt in eure Scheuern bringet, dem stellt euch dankend dar, dess' Lob ſo weit ertont, der wiederum das Jahr mit seinem Gute front. 7. schmecket doch und seht des Schöpfers milde Güte. Lobt seine Mas jestát mit freudigem Gemüthe. Dem gebet Preis und Ehr', der uns viel Gut& verleiht, doch selbst uns noch weit mehr, als Korn und Del erfreut. 8. Gut ist, o Herr! das Land, darin du uns geseget, groß deine starke Hand, die uns so oft ergöget, unendlich deine Macht, und ohne Ziel dein Ruhm, drum lobt dich Tag und Nacht dein Volk und Eigenthum. 4. Du hast Sonnenschein und Regen uns zu rechter Zeit geschickt, daß man nunmehr allerwegen Nuen voller Korn Höhen sehen wir im Segen stehen. erblickt: Berg und Thaler, Tief und 5. Ach! wer ist, der solche Güte dir genug verdanken kann? nimm ein dankbares Gemüthe für die große Wohl= that an; und mein Mund soll stets erschallen; Gott macht satt mit Wohlgefallen. 9. Verleih', o frommer Gott, uns ferner deine Gnade, daß ja die Feuersnoth nicht unsern Hütten schade: be= 6. Gieb nun Kraft, den milden Cewahr' vor Angst und Leid, vor Seu- gen, den uns deine Hand beschert, chen, Wassersfluth, vor Krieg und theu Fluch ihn nicht verzehrt. auch so löblich anzulegen, daß der Bleiben rer Zeit; halt' uns in deiner Hut. wir in alten Sünden, kann das Gute leicht verschwinden. 10. Gesegne, treuer Gott, das, was wir täglich effen! Gieb auch, daß wir der Noth der Armen nicht vergessen. Herr! deine milde Hand erfreue jedermann, daß bei uns Stadt und Land den Segen fpúren kann. 11. Laß unser Korn zur Saat und bis zur Erndte reichen. Gieb selber Rath und That: und thu' an uns ein Seichen; laß sehen jedermann, du sey'st, Herr Zebaoth! der Wunder wirken kann, der rechte treue Gott. 7. Schenk' uns auch vergnügte Herzen; Stolz und Geiz laß ferne seyn; laß den Undank nichts verscherzen. Schenke ferner dein Gedeih'n, und laß uns mit deinen Gaben willig auch den Dürft'gen laben. 8. Laß es deinem Wort gelingen, daß auch wir zu deiner Ehr' hier schon reichlich Früchte bringen, stårke du uns immer mehr, schenk' uns auch nach allem Leide, droben mehr als Erndtefreude. 12. Lob, Ehre, Preis und Ruhm bringt dir zu allen Seiten dein wahres Eigenthum, o Gott der Ewigkeiten! dir Vater, dir Gott Sohn, und dir, Gott heil'ger Geist! den man vor ſeinem Thron, und hier auf 463. Erden preis't. Danklied auf den Frieden. Neue Mel. oder Auf meinen lieben. efingt Gott 3e 2016iolenie LOVOLVO VOLONG Zweiter Theil. - Gebet- und Loblieder zc.. baoth; besinget unsern Gott! dem müsse von uns allen ein feurig Lied erschallen, der unser Wohl bedenket, und uns den Frieden schenket. 2. Wie schreckte Gottes Hand das werthe Vaterland! der Krieg hat es verheeret und bis auf's Mark verzehret, doch Gott hat es gewendet, Gott, der den Frieden sendet. 3. Dankt jest und immerdar, ihr, welche die Gefahr des Krieges hart geplaget, zerstreuet und verjaget: um Frieden euch zu schaffen, zerbrach Gott selbst die Waffen. 4. Besingt Gott Zebaoth, besinget unsern Gott! das Rachschwert legt 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, unwandelbares Wesen! dich, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, sind gewesen, wir blühen und vergeh'n durch dich; nur du bist unveränderlich; du warst, und bist, und bleibest. 251 er nieder, führt uns den Frieden wieder, und nebst ihm Heil und Segen mit neuer Huld entgegen. 3. Derr! ewig währet deine Treu', mit Huld uns zu begegnen; und jeden Morgen wird sie neu, mit Wohlthun uns zu segnen. Ich kenne keinen Uugenblick, da nicht von ihr stets neues Glück mir zugeflessen wäre. 4. Du hast auch im verfloff nen Jahr mich váterlich geleitet, und wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Hülf' und 5. Nun, Gott! wir loben dich, und danken ewiglich, daß du auf unser Flehen uns huldreich angesehen, und uns den edlen Frieden zu unserm Theil beschieden. 6. mache du ihn fest, Gott, der uns nicht verläßt, und traq' uns mit Verschonen, daß wir hier sicher wohnen, und, als des Himmels Erben, auch einst im Frieden sterben. 7. Dein Geist mach' uns bereit, daß wir zu keiner Zeit in deinem Dienst erkalten, dein Wort beständig halten, und nicht mit neuen Sünden des Krieges Wuth entzünden. 32) Gebet- und Loblieder beim Anfang des Jahres. Nach der Mel. des 6. Lieds. 464. u, Gott, du bist der Herr der Zeit, und auch der Ewigkeiten! laß mich auch jest mit Freudigkeit dein hohes Lob ausbreiten. Ein Jahr ist abermal dahin. Wem dank' ich, Gott, daß ich noch bin? nur deiner Gnad' und Güte. Troft bereitet. Von ganzer Seele preis' ich dich. Auf's Neue übergeb' ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld von den verfloff'nen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Chrifto ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruh'n, und lehre lebenslang mich thun nach deinem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Lust und neue Kraft, vor dir gerecht zu wandeln. Laß mich Herr, stets gewissenhaft mit mir und Undern handeln. Dein Geist belebe Herz und Muth, dich, o du allerhöchstes Gut, und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht. Dies reize mich, die Lust der Welt zu fliehen. Viel bess're Freuden rufen mich zum wichtigern Bemühen! der Ewigkeit bin ich verwandt; im Himmel ist mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich trachten. 8. lehre selbst mich, meine Zeit recht weislich auszukaufen. Laß mich 8. Herr Gott Zebaoth! o Herr, du unser Gott! laß deines Friedens Gaben uns überflüssig haben, bis daß wir dich dort oben in vollem Frieden loben. TOMONOMOMONOOOOOOO JALA S. W. 1041, G HOHOHOKOLOKOLOVÁKOKONE KolotovakarAVOVÁVAJAK MOTORKUNUNCION 252 Zweiter Theil. die Bahn der Ewigkeit mit heil'ger Vorsicht laufen. Der Tage Last er leicht're mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter störet. - Nach der Mel. des 324. Lieds. 465. S o ist von meiner furzen Pilgrimschaft ein ganzes Jahr( ganzer Tag) schon wieder hingeflossen! Herr, wie viel Gut's hab' ich darin genossen! ich bin für mehr als tausend Pfund verhaft't. 2. Bundesgott! wie hat nicht deine Treu' mir unverdienten Segen aufgetragen! zwar keinen Tag fehlt es an eignen Plagen, doch Trubsal ist der Seelen Urzenei. 3. So hast du nie den theuern Bundeseid gekränkt, nur ich hab' ihn so oft gebrochen; fast nichts gethan, und doch so viel versprochen! vergieb es mir; es ist mir herzlich leid. 4. Uch! wie viel näher müßt' ich schon zu dir in so viel Tag' und Jahren seyn gekommen! des Fleisches Trieb hat wenig abgenommen, noch glänzt nicht, wie es soll, dein Bild in mir. Gebet- und Loblieder 10. Ihr eitlen Tage flicht denn immerfort; ich halt' euch nicht, ver doppelt euer Eilen; mich luftet nicht, in Mesech zu verweilen, nur bald von hier, und dann geschwinde dort. 11. Dort, wo der Hafen der Glückseligkeit; dort, wo das Kleinod meiner Laufbahn glänzet; dort, wo ein múder Streiter wird bekránzet, und seines Sieg's sich ewiglich erfreut. 12. Wenn ich indeß hier långer die nen soll, so gieb, mein Gott, daß ich stets wachend bleibe. Gieb du mir Muth und Kraft zum Kampf; vertreibe die Sicherheit und mach' mich Eifers voll. 13. Laß mich, als dein erkauftes Eigenthum, Geist, Seel' und Leib von Flecken rein bewahren; und, wirst du neue Schuld von mir erfahren, laß mich nicht sinken, stårk mich deinem Preise besser zugebracht! 7. Die Rebe mag am Weinstock nur besteh'n. Die Säfte, die in Jesu reichlich fließen, laß auch in mich sich mildiglich ergießen; und du sollst Frucht an dürren Reben seh'n. 15. Es ist doch um ein Kleines nur zu thun, so heiß ich dich, mein Bráus tigam, willkommen; dann werd' ich aller Müh' und Qual entnommen, 5. Wie eilt die Zeit! fie fliegt! oft fällt mir ein: könnt' ich so viele Stunden, die verlaufen und schnell verfiogen sind, doch wieder kaufen! vergnügt und froh in deinem Schooße ich wollte sie zu deiner Ehre weihin. 6. Nur, wenn ich mein betrüglich Herz betracht', so war es doch ohn' deine Gnad' vergebens: 2ch würde ruh'n. nur das Reſtchen meines Lebens zu 8. Hab' ich in Trägheit so viel Zeit verspielt, laß mich, was übrig ist, wie Gold abwägen! o mocht kein Odem mehr in mir sich regen, der nicht, o Gott, auf deine Ehre zielt! 9. Dein Glück, o Welt! macht nicht die Seele satt. Was kann doch wohl auf dieser ganzen Erden beim lángsten Leben angetroffen werden, das nicht vom Fluch betrübte Spuren hat? wiederum. 14. Je långer ich auf deinen We gen geh', je klarer gieb dein Licht mir zu erkennen; je heller laß mein Licht im Wandel brennen, bis ich verklärt vor deinem Throne steh'. Nach der Mel. des 15. Lieds. ott ruft der Sonn' 466. 466. ott und schafft den Mond, das Jahr darnach zu theilen. schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er orde net Jahre, Tag und Nacht. Auf! laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! 2. Herr, der da ist, und der da war! von Dank erfüllten Jungen sey dir für das verfloss'ne Jahr ein heis lig Lied gesungen; für Leben, Wohle fahrt, Trost und Nath. für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dies Jahr gesegnet seyn, das du uns neu gegeben. Verleih' uns Kraft, denn sie ist dein, in dei aloloLOOLOLOLOLOLOLOLIONOUR beim Anfang des Jahrs. ner, und du vermehrſt der Menschen 468. Aag) verfloſſen! näher ner Furcht zu leben. Du schügest Nach der Mel. des 29. Lieds. ein Jahr( ein Glück, wenn sie zuerst nach deinem Reiche streben. zu der Ewigkeit, wie ein Pfeil, der abgeschoffen, so verflieget meine Zeit. Treuester Herr Zebaoth! unveränderlicher Gott! ach was soll, was foll ich bringen, deiner Langmuth Dank zu singen. 10 2. Ich erschrecke, machtig's Wesen! Ungst und Furcht bedecket mich; denn mein Beten, ingen, Lesen, ach! das ist so schläferig. Heilig, heilig, Heiliger, großer Serapbinen Herr! wehe mir, ich muß vergehen! denn wer vor kann vor dir bestehen? 3. Schrecklich ist es ja, zu fallen in die Hand des Höchsten. Gott rufet warnend zu uns allen: niemand treibe mit mir Spott, irret nicht, wo das geschicht, so leid' ich's, Jehova, nicht: ich bin ein verzehrend Feuer, und mein 3orn brennt ungeheuer. 4. Aber du bist auch sanftmüthig, treu ist, Herr, dein Vaterherz! in dem Bürgen bist du gútig, dich verföhnt sein Todesschmerz. Bin ich nicht in deiner Hand, Gott, ein dir sehr theures Pfand, das du vor der Feinde Wüthen ewig, ewig willst behüten? 5. Auf mein Herz! stell' dich nur wieder dem versöhnten Vater dar. Opfre dem Gebet und Lieder, welcher krónet Tag und Jahr. Fang' ein neues Leben an, daß dich endlich führen kann, mit Verlangen nach dem Scheiden zu des Himmels ew'gen Freuden. 6. Soll ich denn allhier auf Erden långer noch ein Pilger seyn: so wirft du, bei den Beschwerden, Herr, mir die Geduld verleih'n. Deine Treue bleibe mir, liebster Heiland, ich will dir mich binwiederum verschreiben, dir auch ewig treu zu bleiben. 4. Gieb mir, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden. Doch schadet mir das Glück der Welt; so gieb mir Kreuz und Leiden. Nur stárke mit Geduld mein Herz, und laß mich nicht in Noth und Schmerz die Glücklichern beneiden. 5. Hilf deinem Volke våterlich in diesem Jahre wieder. Erbarme der Verlaff nen dich, und der bedrängten Glieder. Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit heit und Rath auf unsern Fürsten nieder. Heil 6. Laß Weisheit und Gerechtigkeit auf seinem Stuhle thronen! laß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohnen! laß Treu' und Liebe bei uns seyn! dies, Vater! wollst du uns verleih'n in Chrifto, deinem Sohne. 3320 2nd Nach der Mel. des 48. Lieds. err! der du mir das 467. Herr Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet' ich kindlich an; ich bin viel zu geringe der Treu, die ich besinge, die du bisher an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemüthe freu' ich mich deiner Güte; ich freue mich in dir. O gieb mir Kraft und Etárke; Gedeihn zu meinem Werke, und schaff' ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh' der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn; auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen, und dort den Preis des Glaubens sehn! 253 4. Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube, zu dir, o Gott, mein Heil! bin ich der Schuld entladen, und nur bei dir in Gnaden, 469. Ein dit, der kurzen LeNach der Wel. des 8, Lieds. Jahr so ist im Himmel auch mein Theil. benstage, ist abermal dahin mit seiner Lust und Plage, und wiederum ein Theil von unsrer Pilgerschaft nunmehr zurückgelegt durch Gottes Schuh und Kraft. 5. O leite mich im Eegen dem gro: sen Biel entgegen, dahin dein Wort mich weist. Mein Leben und mein Ende ist dein: in deine Hände befehl' ich, Bater! meinen Geist. MONONOOMOMONOTOFOONOTION OLAY S. W. 1041, U NAKAKAKALOKOKOKOKOKOUS avevovokateľokololotovavoľavaXANALA Honore 25+ Zweiter Theil. 2. Herr! deine Güte macht's, die niemals uns zu lieben ermüdet, noch vergißt, daß wir noch übrig blieben. Nimm unsers Herzens Dank denn jego gnädig an für das, was du an uns in diesem Jahr gethan.eu 3. Wir schließen uns auf's neu' in dein so treues Sorgen, in deine Obhut ein; da sind wir wohl geborgen. Da ist das feste Schloß vor aller Feinde Truß, da läuft dein Häuflein hin, und findet sichern Schuß. 4. Gieb mit dem neuen Jahr uns neue Stárk' im Glauben; laß uns den alten Grund der Wahrheit niemand rauben; erneu're Herz und Sinn, und das gegönnte Licht des ewig wahren Worts erlösche bei uns nicht! Sid 30377 Neue Mel. oder: Ich dank' dir. 470. Mein erst Gefühl sen Preis und Dank; erhebe Gott, o Seele! der Herr hört deinen Lobgesang: lobsing' ihm meine Seele! 2. Mich selbst zu schüßen, ohne Macht lag ich, und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe für die Müden? blap/ gr 33) Morgenlieder. ande 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer führt mein Blut in stetem Kreis, und schüßt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge feine Pflicht, sich selber zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? - 5. Du bist es,( Sott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben! du bist es, der es uns erhält, und mir's jest neu gegeben. Morgenlieder. 5. Entzünde neue Lieb' und Canftmuth in uns allen. Und soll uns dieses Jahr auch neue Noth befallen; so stárke die Geduld und mache deine Treu', o Bater, über uns mit jedem Sage neu. 6. Gieb, daß wir mehr und mehr den alten Menschen tödten. Verleih' an Seel' und Leib, was jedem ist vonnöthen: und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zufrieden seyn; du machst doch alles gut. 7. Wenn du auf dieses Jahr, von dieser Welt zu scheiden, sein Ziel haft festgeseßt, den laß auf dich, mit Freuden, im Glauben selig hier beschließen seinen Lauf, und nimm in deine Sand die Seele gnädig auf. ingbi 169 0 E da drep danh 6. Gelobet seyft du, Gott der Macht! gelobt sey deine Treue, daß ich nach überstand'ner Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Cegen auf mir ruhn; mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnádig wahr; auf dich hofft meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr! ein mindo Bater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuver sicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe! ein weises Herz, das seine Pflicht erkenn' und willig thue. 10. Daß ich als ein getreuer Knecht züchtig und gerecht durch deine Gnade nach deinem Reiche strebe; gottselig, lebe. 11. Daß ich dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue. 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, beschließe!" YOL Lavalo Zweiter Theil. Morgenlieder. 255 Nach der Mel. des 67. Lieds. Lippen seyn: er hat, als das reinste 471. Noch låst der Herr mich Wesen, auserlesen Herzen ohne falGemüth eil' ich, ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. Zu ihm entzuckt mich wieder der Morgensonne Pracht, ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. 2. Du, Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an: wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? Willst du nach Opfern schauen? fie gelten nichts vor dir, du forberst nur Vertrauen, nur Liebe, Gott! med von mir. 1 S 3. So will ich dir lobsingen, mich deines Namens freu'n, nach deiner Gnade ringen, mein ganzes Herz dir weih'n. Tilger meiner Sünden, mein Mittler, Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du mir gnådig bist. 4. Dir hab' ich mich ergeben; ich freue mich in dir, erfreuender als Le ben ist deine Güte mir. Sie führe mich auch heute auf deinen Tugendpfad. Du Ewigweiser, leite mich selbst nach deinem Rath. Thier- sid 5. Nur eins laß mich erflehen, das christlich weise Herz, auf dich stets auf zusehen, in Freuden, wie in Schmerz. Daß ich am ersten trachte nach dem, was dir gefällt; mehr deinen Beifall achte, até allen Ruhm der Welt. id 6. Daß ich, dir innig trauend, das Gute standhaft thu', und froh, gen Himmel schauend, denk': Herr, mich siehest du bereit, den Lauf zu schlie sen auf deinen Wink, o Gott, und lauter im Gewissen: so finde mich der Tod. Nach der Mel. des 79. Lieds. 472. Ceele! du mußt munter werden, denn der Erden blickt hervor ein neuer Tag. Komm, dem Schöpfer dieser Strahlen zu bezahlen, was dein schwacher Trieb vermag. hid BONO 3. Deine Pflicht kannst du erlernen von den Sternen, deren Glanz der Conne weicht: so muß sich vor Gott mit Schweigen alles beugen, was uns groß und herrlich deucht. 4. Ihn mußt du am höchsten achten, 8 zu thun, was und nur trachten, das zu ihm gefällt. Wer ihm irdisches Ergözen gleich will schäßen, ehret nicht den Herrn der Welt. 81340 them 5. Schau, wie das, was ziehet, sich bemühet um der Sonnen holdes Licht! wie sich, was der Erdfreis tråget, freudig reget, wenn ihr Glanz die Schatten bricht. 6. So laß dich auch fertig finden anzuzünden deinen Weihrauch. Gottes Macht hat, um dich vor Unglücksstürmen zu beschirmen, selber mächtig dich bewacht od plar jable 7. Bitte, daß er dir Gedeiben mag verleihen, wenn du auf was Gutes zielst; aber daß er und bekehren, wenn fühlst. dich mag stören du böse Regung traill him ast 8. Denk', daß er auf deinen Wegen stets zugegen, daß ihm alles ist bewußt; daß er selbst verborg'ne Sunden fann evaründen, und genau weiß, was du thust. 9. Wir sind an den Lauf der Stunden fest gebunden, der entführt, was citel heißt und der deinen Leib, o Seele, nach der Höhle eines finstern Grabes reißt. 10. Drum so seufze, daß mein Scheiden nicht ein Leiden, sondern fanftes Schlafen sey, und daß ich mit Lust und Wonne seh' die Sonne, wenn des Todes Nacht vorbei. 11. Trau' auf allen deinen Wegen Gottes Segen! wen des Höchsten huid erquickt, der genießet wahre Freuden selbst im Leiden, und ist hier und dort beglückt. 12. Kränkt dich etwas diesen Morgen, laß ihn sorgen, ihn, der gnädig auf dich schaut; er weiß besser, was 2. Doch, daß man auf würd'ge Weise ti nuget, und beschüket den, der sich Gott recht preise, wollen nicht nur ihm anvertraut. MOTOMOTOMONOFFOCOOO JAIAIAIAIO 1601´M'S OVOLJAVOVANÉ YOLOKOKAKOVALOLOTOValalalalalAKAKAKAKAKA. PIGNON Mol Morgenlieder. Nach der Mel. des 16. Lieds. 473. Mmein innigstes Be ein erster Wunsch, 474. Stehen hieß, und mich Nach der Mel. des 435, Lieds. hm, der das ent= dich streben ist, Herr mein Gott! gesund erwachen ließ, sey Preis und würdig zu erheben. Unendlich groß froher Dank! des neuen Morgens ist deine Batertreu', mit jedem Tag Heiterkeit sey meinem Gott zuerst ist deine Güte neu. bo geweiht. 1000 2. Sieh', Herr, ich unterwinde mich, mit dir zu reden! Staub bin ich, von deinem Hauch beseelt. Gleich als ein Todter lag ich hier? daß ich noch lebe, dank' ich dir. 3. Und jedes Gut, deß ich mich freu', empfang' ich jego wieder neu Mein Auge aus deiner milden Hand. Mein Auge wird, wohin es blickt, von Wundern deiner Huld entzückt. 25-6 Zweiter Theil. 2. Die Sonn' enthüllt den Schauplag deiner Werke, und alles zeugt von deiner Huld und Stärke. Sie, die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt rastlos hin, und strahlt zu dei nem Preis. 3. Die Erd' ist dein, und du regierst dies Ganze! vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze seh' ich, wie groß sich deine Vorsicht zeigt, sie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 4: Und sie umfaßt auch mich! du, Höchster, denkest an mich, den Staub, der du die Himmel lenkest, du sorgft für mich! Gott, wie vergelt' ich dir? ein dankvoll Herz, das bring' ich dir dafür. 5. Nimm's gnådig an! gedenk' nicht meiner Sünden, durch deinen Sohn laß mich Vergebung finden. Er, welcher nie ein gläubig Fleh'n verwarf, verleiht, daß ich dich Vater nennen darf. 6. Co will ich denn mit kindlichem Vertrauen auf dich allein, so lang' ich lebe, trauen, du bist mein Gott, mein Retter in Gefahr, mein starter Fels, mein Helfer immerdar. 120 d. meiner Christenpflicht. Er helfe meiner Schwachheit auf, bis ich vollende meinen Lauf. 7. Du weißt, wie lang' ich bier noch wallen werde; fällt ohne dich kein Sperling auf die Erde: so nimmst du, Herr, auch meines Lebens wahr. Mit Namen kennst du mich und zählst mein Haar. 8. Mein Heiland, gieb mir Kraft zum neuen Leben, aieb mir den Muth, dem Beispiel nachzustreben, das du, o Herr, uns hinterlassen bast; dein Joch ist sanft, und leicht ist deine Last. 1 9. Dein Auge sieht die Schwäche meiner Seele; verwirf mich nicht, vertritt mich, wenn ich fehle! zu dir empor fleht meine Ecele stets, und du vernimmst's, Erhörer des Gebets! 4. Dich, dem ich nicht vergelten kann, dich, Vater, bet' ich kindlich an! ich opf're dir mein Herz. Ein Herz voll Dank und Zuversicht ver= wirfst du, Hocherhabner, nicht. 5. Odu, den meine Ceele preis't! erwecke mich durch deinen Geist zu 6. Ein gut Gewissen sey mein Theil! dies wirk' in mir, o Herr, mein Heil, und segne meinen Fleiß. Dir ist, was ich bedarf, bekannt, und alles steht in deiner Hand. 7. Die Blume kleidest du mit Pracht, nährst jeden Vogel, Gott der Macht! bin ich nicht mehr denn sie? ich werfe meine Sorg' auf dich, du, mein Erbarmer! forgst für mich. $ 180 Nach der Mel. des 35. Lieds. 475. ich seh' ich wieder, freue mich der edlen Pflicht, dem Morgenlicht, und Hochsten lobzusingen. Ich will, ent= brannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer! dir mit heil'gem Muth lobsingen! Schöpfer! Vater! deine Treue rührt aufs neue mein Gémů the. Froh empfind' ich deine Güte. 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was war' ich? hättest du nicht dich so búlfreich mir erwiesen! zu meinem Leben segest du jetzt einen neuen Tag hinzu: sey hoch dafür Zweiter Theil. Morgenlieder. 257 gepriesen durch dich bin ich und deinem Angesichte ich ein Kind des ich merke neue Stärke. Dich erhebe meine 3unge, weil ich lebe. Lichtes bin, und den angebrochnen Tag also hinterlegen mag, daß ich in dem Lichte wandle, und in allem weislich handle. 3. Verleih', o Gott der Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufriedenheit zu nügen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ich's meine. Dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. - 4. Ich bin ein Christ, o Gott, verleih', daß ich des Namens würdig sey! Mein Ruhm ist deine Gnade. Denn ach, was bin ich ohne dich? ein irrend Schaf. Erhalte mich, mein Hirt, auf deinem Pfade. Stårk' mich, daß ich stets mich übe; deine Liebe zu betrachten, über Ulles dich zu achten. da 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank' an dich oft still zu dir erheben. Im dunkeln Thale wall' ich hier, einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Lehen. Auf dich hoff ich, Herr! ich werde mich der Erde gern entschwin: gen, dir dort ewig Lob zu singen, NONTO 5. Gegne mich in allen Werken, die mir mein Beruf gebeut; laß nur deinen Geist mich stärken, mind're die Beschwerlichkeit. Was ich denke, red' und thu, alles, Herr, regiere du, gieb, daß Wollen und Vollbrins gen dir zu Ehren wohlgelingen, 6. Sollt' ich heut' in Sünden fals len, richte mich bald wieder auf. Laß in deiner Furcht mich wallen, bei der Welt verkehrtem Lauf. Halte Fleisch und Blut im 3aum, gieb dem Satan keinen Raum, wenn er mir sein Nege stellet, daß er meinen Fuß nicht fället. 7. Werd' ich auch an diesem Tage nicht ohn' alle Plage seyn; mache nur, daß ich's ertrage, so find' ich mich willig drein. Wenn du nur aus Liebe schlägst, und mein Kreuz zur Hälfte trågst, darf ich keine Trubsal scheuen; du wirst auch Geduld verleihen. 8. Nun ich leb' an diesem Morgen, da ich abends sterben kann! laß mich für mein Ende sorgen: nimm dich meiner Seele an. Reiß' mich nicht in Sünden hin, wenn ich reif zum Tode bin. Laß auf Jesu Blutvergießen. mich die Wallfahrt selig schließen. Nach der Mel. des 116, Lieds. 476. H err! es ist von meinem Leben wieder eine Nacht vorbei. Laß mich deine Treu erheben, die auch diesen Morgen neu. Deine Macht hat diese Nacht mir zur sanften Ruh' gemacht, und nun kommt mir schon bein Segen mit der Mor= 477. genroth' entgegen. 2. O wie theu'r ist deine Güte, die mich überschattet hat, daß zu meinem Bett' und Hütte keine Plage sich genaht. Nunmehr steh' ich fröhlich auf, und mein Herze denket drauf, dir für dieses neue Leben den verbundnen Dank zu geben. 3. Wenn ich dir mich selber schenke, wird es doch zu wenig seyn, und so ich es recht bedenke, bin ich ja vorhin schon bein. Teel' und Leib gehóret dir. Doch nimm gnädig an von mir, was ich selbst, als eine Gabe, von dir, Herr, empfangen habe. 4. Ist mein Auge nunmehr lichte; so erleuchte meinen Sinn, daß vor Nach der Mel. des 463, Lieds. hr trüben Sorgenhab' ich erreicht, die Sonne schau' ich wieder: erwachet frohe Lieder; ein Opfer Gott zu bringen, müss' euch anjegt gelingen. 2. Was nur mein Auge sieht ist um die Wett' bemüht, dich, Höchster! laut zu preifen: dir Ehre zu erweis sen, sey dann auch mein Bestreben, in meinem ganzen Leben. onda 3. Du, Herr, hast mich bewacht, und an dies Licht gebracht. 3um Preiseteiner Gnaden, bin ich so manchem Schaden, so mancher Noth entkoms: men, von dir in Schuß genommen. 4. Du lenkst von Jugend auffo gútig. meinen Lauf; låff'st mich so manche17 ROMOMONONOOOOOO Jalalala JOKAI or S. W. 1041, EO VOLOLOKOLOVAK pioralataivAKAVALOTAKAIAK UNGMUMUROIU OCTO 258 Zweiter Theil. Morgenlieder. Gaben aus deiner Fülle haben; gonnst| dem Geist des Herrn sey Ehre! Dreimir so manchen Segen, und wachst auf meinen Wegen.n 1 10. Wie schnell verfliegt die Zeit! Herr, mache mich bereit, zu deines Himmels Freuden, aus dieser Welt zu scheiden; verklárt werd' ich dort oben dich erst recht würdig loben. 478. W ach auf, mein 5. Ich selbst bin gänzlich dein, und werd' es ewig seyn. Was mich erquickt und náhret, das hast du mir gewähret: du haft mir Leib und Leben und diese Seel' gegeben. 6. So nimm denn wieder hin, Herr, was ich hab' und bin. Zu deinem Wohlgefallen laß mich stets vor dir wallen, bemühet, deinen Willen auf richtig zu erfüllen. 7. Dies ist mein Wunsch. Jedoch, wenn ich zuweilen noch nicht thue, was ich sollte, nicht lebe, wie ich wollte; so trage mit mir Urmen ein gnädiges Erbarmen. 8. Laß deines Geistes Licht, was mir annoch gebricht, durch ſeine Kraft 479. der Erden, Vater, Nach der Mel. des 32. Lieds. ott und vollführen, und meinen Gang regieren. Was du hast angefangen, das laß zum Ziel gelangen. 9. Da ich selbst nichts vermag: so wollst du diesen Tag nach deinem Rath mich leiten; ich schau' zu allen Zeiten, von Anfang bis zu Ende auf deine Baterhånde. Sohn und heil'ger Geist! der es Tag und Nacht läßt werden, Mond und Sonne scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhält! einig's Wesen, hore: DRE 5. Hor' meinen Dank, mein Flehen! du kannst in's Herze sehen, ach, möchte dir gefallen, Herr, meines Herzens Lallen! 6. Dein Werk wollst du vollenden; dich nimmer von mir wenden, und mich in meinen Tagen stets mit Verschonen tragen.com 7. Du selber wollst mir rathen in allen meinen Thaten; mich stets zum Besten leiten; zum Himmel mich bereiten! fi risit? 8. Begleite mich mit Segen auf allen meinen Wegen. Dein Wort sey meine Speise auf meiner Pilgrimreise. Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güter, des Menschen treuem Húter. 2. Mit göttlichem Erbarmen bedecktest du mich Armen! schlaf, sprachst du, ohne Grauen; die Sonne sollst du schauen. 3. Dein Wort, Herr, ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen. Du machst, daß ich auf's neue mich meines Lebens freue. 4. Steig auf mein Dank, zum Throne, dem Vater und dem Sohne, 2. Gott! ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen treu behütet und bewacht, und bei aller meiner Schuld mich noch trågst mit Vaterhuld. 1 202 Jogad 3. Laß die Nacht auch meiner Súnden jetzt mit dieser Nacht vergehn: laß mich Gnade vor dir finden! glaubensvoll auf Jesum sehn! der für meine Missethat sich am Kreuz geopfert hat. 4. Hilf, daß ich auch diesen Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen; daß, wenn nun ein großer Tag uns erscheint, und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort: sey und bleibe du auch heute mein Beschuzzer und mein Hort: unter deinem Schuß allein kann ich froh und sicher seyn. 6. Dir, o großer Gott, befehle ich, was ich nur hab' und bin, meinen Leib und meine Seele; werf' auf dich die Sorgen hin. Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm! segne mich, dein Eigenthum. 3weiter Theil.-Abendlieder.- 7. Du wollst deinen Engel senden, wenn Gewalt und List mir troht; alles mir zum Besten wenden, und mich stärken in dem Tod. Sterb' ich, o! so bringe du mich zu deines Himmels Ruh'. 000 1001 Fark stare gr stos da 34) Abendlieder. Mel. Nun sich der Zag geendet hat. 480. S o fliehen unfre Tage hin! auch dieser ist nicht mehr. Die Nacht, der Múden Trösterin, eilt wieder zu uns her. 2. Herr! du nur bleibeft wie du bist; du schläfft und schlummerst nicht: die Finsterniß, die uns umschließt, ist deinem Auge Licht. 259 mi 8. Hore, Gott, was ich begehre, und was mir dein Wort verheißt, dir sey Lob und Preis und Ehre. Vater, Sohn und heil'ger Geist, ich, der hier nur stammeln kann, bete dich einst würd'ger an! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin, und weiß, wie sicher ich im Schatten deiner Flügel bin. Du wachest über mich. 7. Flieht, finstre Sorgen, weit von mir! Herr Jesu, du allein sey mein Gedank'! o weihe dir mein Herz zum Tempel ein; 3. Dir übergeb' ich voll Vertrau'n 4. Sey auch, nach deiner Lieb' mich auch in dieser Nacht. vor sollte mir denn grau'n? mich in dieser Nacht; vergieb mir meine und Macht, mein Schuß und Schirm schüßet deine Macht. Und wo Sünden. Und kommt mein Tod, Herr Sebaoth! so laß mich Gnade finden! 4. Hab' ich an deiner Gnade nur noch Theil, Herr Zebaoth: so fürcht ich keine Creatur, und scheue nicht den Tod. 8. Vielleicht ist dies die lehte Nacht in meiner Prüfungszeit, dann führe mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit. ted, mida 481. F Nach der Met. Des 255. Lieds. ür alle Güte sey gepreist, Gott Vater, Sohn und heil ger Geist! ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich singe. Nach der Mel. des 49. Lieds. 5. 3war ich erkenne meine Schuld, 482. Gepriesen, Gott! sey mit Reue fühl ich sie. Doch, mein Versöhner, deine Huld, wie trostvoll ist mir die. Erbarmen, du Gott der Langmuth und Geduld! du trågst uns stets auf Vaterarmen, mit unaussprechlich großer Huld. Kraft, Gedeihn und Leben hast du uns geges ben. Herr, wir sind's nicht werth! aber dein Gemüthe ist so reich an Güte, die ohn' Ende währt. 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, ja dein bin ich auch todt! du, mein Erretter, bist bei mir, und hilfft aus aller Noth! w17) moll ni vio mo 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, bast Großes heut' an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast våterlich mein Haus und mich geschüget und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk! der Geist, mit dem ich dein gedenk', ein ruhiges Gemüthe; was ich vermag, bis diesen Tag, ist alles deine Güte. 2. Verzeih' uns, Richter unsrer Sees len, die heut' verlegte Christenpflicht; wir merken nicht, wie oft wir fehlen, verzeih' und geh' nicht in's Gericht. Heil der Menschenkinder; wir sind Staub und Sünder, ach, gedenke d'ran! wer würd' uns erretten! wenn wir dich nicht hätten, nimm dich unser an. sidant 3. Du sendest mit der Nacht uns Müden den stårkend süßen Schlummer 17* OOOOOOOOO Don S. W. 1041, NOVOLONE UruñurarurUI avevavovateľotalolotaVA MONOTO 260 3weiter Theil.- zu. Wir liegen dann und ruh'n im Frieden; denn unser Schuß, o Herr, bist du. Hilf, Erbarmer! denen, die nach Ruh' sich sehnen, die mit Angst und Müh' ihre Nacht verbringen, und mit Schmerzen ringen. Stárke, tröfte sie! Abendlieder. 2. Des Lebens Müh' und Elend zu versüßen, giebt uns der Herr viel Freuden zu genießen, und welche Güter schenkt er unsern Seelen! wer kann sie zählen? ud size 3. Noch immer låst er uns Erbarmung finden: er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden. Wir häu4. Wer kann uns deiner Hand ent: reißen? wir wenn wir sterben, dein. Du selber haft es uns fen Schuld auf Schuld, er läßt uns leben, will verheißen, du wollest allzeit bei uns feyn. Hilf uns hier auf Erden, daß wir würdig werden, einst vor dir zu stehn, daß wir, als die Deinen, wenn du wirst erscheinen, dir entgegen gehn. Nach der Mel. des 16. Lieds. 483. D er Tag ist hin, du aber, Jesu! bleibe, daß mir dein Licht der Sünden Nacht vertreibe! erleuchte mich, Glanz der Gerechtigfeit; so ist mir wohl auch in der Dunkelheit. 2. Lob, Preis und Dank sey dir, mein Gott, gesungen; dir sey die Ehr', daß alles gut gelungen! du machst es wohl, ob ich's gleich nicht versteh': du bist gerecht, es geh' auch, wie es geh': 3. Nur eines ist, das mich empfind lich quálet; Beständigkeit im Guten mir noch fehlet: das weißt du wohl, o Herzenskündiger! ich strauchle noch, 4. Vergieb mir's, Herr! sagt mir gleich mein Gewissen, daß Teufel, Sund' und Welt mich hingerissen; so ist mir's leid: ich stell' mich wieder ein. Verwirf mich nicht; sey mein, so bin ich dein! 5. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Uch, laß die Seel' im Schlaf auch Gutes schaffen! Lebenssonn', erquicke meinen Sinn! ich laß dich nicht, mein Fels: der Tag ist hin. 4. Wie unwerth sind wir, Vater, deiner Treue! prúf' unser Herz! Es flehet dir voll Reue. Uch, las es uns von dir im Glauben stillen, um Christi willen. an dem wir noch des Lebens Glück empfunden; mit frohem Dank laßt uns den Herrn erheben, durch den wir leben! di 5. Uns wohlthun ist dein göttliches Vergnügen! Dein Aufsehn schügt uns, wenn wir hülflos liegen, und wie entseelt, umhüllt von Finsternissen, von uns nichts wiffen. 6. War dies für uns der letzte Tag auf Erden, soll unser Schlaf ein Tos desschlummer werden; dann weckst du uns, die wir uns dir ergeben, zum ew'gen Leben. 7. So legen wir getroft zur Ruh' uns nieder. Seh'n wir erfreut die Morgensonne wieder: dann preisen wir mit heiterem Gemüthe des Höchsten Güte. Nach der Mel. des 116, Lieds. 485. Werde munter, mein fühle fromme Dankbegier, und erhebe Gottes Gute, die er heut' gethan an mir; da er mich den ganzen Tag vor so mancher Noth und Plag' treu behütet, und in Gnaden abgewendet allen Schaden. 2. Lob und Dank sey dir gesungen, Vater der Barmherzigkeit! daß mein Werk durch dich gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden grób'rer Urt so gar váterlich bewahrt, die Versuchung abgetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. Nach der Mel. des 55. Lieds. 3. Wer vermag es aufzuzählen, was 484. Entflohen sind auch die bu, Herr, an mir gethan? Rechnung, ses Tages Wort' und Kräfte fehlen, fang' ich nur zu zählen an: deiner Wohlthat ist zu viel, ihr ist weder Maas noch Ziel. War' ich nur bei deinem Lie= ben dir in allem treu geblieben! Zweiter Theil. 4. Uch! verzeihe mir aus Gnaden meine Sünd' und Missethat, die ich heut' auf mich geladen! nimm mir, Herr, nicht deine Gnad', treibe ferner Satans Tuck', Gott, durch deine Kraft zurück; laß es ihm ja nicht gelingen, mich in Sund' und Leid zu bringen. 5. Eieh', ich fall in Demuth nieder; schau', o Gott, von deinem Thron! schau', voll Neue fomm' ich wieder, ich vorhin verlorner Sohn! ich verläugne nicht die Schuld, aber deine Gnad' und Huld ist viel größer, als die Sünden, welche sich an mir noch finden. Abendlieder. 2. Stets gefürchtet, hochgepriesen sey, mein treuer Gott, von mir Was du Gutes mir erwiesen, dankt mein ganzes Leben dir. Du hast, war ich's schon nicht werth, dennoch mein Gebet erhört, das ich heut, als ich erwachte, dir in Jesu glaubig brachte.boot your 3. Gieb nun bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh'. Durch dich schlaf' ich ohne Sorgen. Wenn ich schlafe, wachest du. Seel' und Leib befehl' ich dir. Wallt' allmächtig über mir. Sey auch du der Gott der Meis nen; záhl sie alle zu den Deinen. 4. Uch, laß uns kein banges Schrekken, Räuber nicht, nicht Feuersgluth, plöglich aus dem Schlafe wecken. Halt uns fest in deiner Hut. Hilf, wenn Krankheit oder Tod uns im sichern Schlafe droht! oder willst du, daß biwir sterben, Gott, so sey's nicht zum Verderben. 6. O du licht der frommen Seelen! o du Glanz der Ewigkeit! dir will ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleib' bei mir, Herr Jesu Christ, da es Abend worden ist! tróste mich mit deiner Liebe, daß kein Unfall mich betrůbe.$ us IO 7. Laß mich diese Nacht empfinden cine sanft und süße Ruh': alles Uebel laß verschwinden; sende mir nur Gu tes zu. Leib und Seele, Sinn und Muth, meine Wohnung, Hab' und Gut, meine Freund' und Hausges nossen seyn in deinen Schuß geschlossen. 8. Uch! bewahr' uns doch vor Schrek ken; schuß' uns doch vor Ueberfall; laß uns feine Krankheit wecken; treibe COLOLOvo 2615. Höre, Bater, ach erhöre, was jest mein Gebet begehrt. O, Sohn Gottes, dir zur Ehre werd' es mir in dir gewährt. Heil'ger Geist, las mit Vertraun auf des Mittlers Blut mich baun. Hor', Dreieiniger! mein Flehen. Umen! Ja! es wird geschehen. Nach der Mel. des 48. Liede. weg des Krieges Schall! wend' ab 487. Schon ruhet auf den Pest und bösen schnellen Tod: feinen laß in Sünden sterben, noch an Leib und Seel' verderben! Feldern, in und in Wäldern, ein Theil der müden Welt. Ihr aber, meine Sinnen, auf! ihr sollt noch beginnen, was euerm Schöpfer wohlgefällt. 9. O, du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat! Jesu! den ich stets verehre, bleibe du mein Schuß und Rath. O du werther heil'ger Geist, stårk' mich, der du Beistand heiß'st. Herr! erhöre dies mein Fle: hen. Umen! Ja, es soll geschehen. Nach der Mel. des $ 116 Lieds. 2. Der Sonne Licht und Glänzen vermissen unsre Gránzen, uns deckt die dunkle Nacht. Fahr' hin, du ird'sche Gonne, wenn Jesus, meine Wonne, mein Herz nur hell und heiter macht. combi 3. Was jetzt der Leib noch tråget, das Kleid, wird abgeleget. Auch meine o 486. Auf, Seele, werde Sterblichkeit zieh' ich einst aus; dages gen wird Christus um mich legen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. S munter! Lob ist immer deine Pflicht; denn die Sonne geht zwar unter, aber Gottes Gute nicht. Heut auch hat sie mich genáhret; heut' auch Freud' und Trost ge währet; vor Gefahren mich geschüget; 4. Das Haupt, die Füß und Hande sind froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen sey. Herz, freu' dich! du sollst werden vom Elend dieser Erden meine Schwachheit unterstüget.dbi und von der Sünden Arbeit frei. and NOTONOOMOMONONOOOOO Uiuidiun S. W. 1041, 38 LALALALAL UMUNOJUMUNUIDIUUIUIUIUurararamUNGU Cene Zweiter Theil.- Abendlieder. 262 5. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, da ihr die Ruh' begehrt. Einst wird nach allen Sorgen euch bis auf jenen Mor: gen im Grab' die stille Ruh' gewährt. 6. Die Augen stehn verdrossen! wer wacht, wenn sie geschlossen? wer sorgt für Leib und Seel'? Nimm sie zu deinen Gnaden; sey gut für allen Schaden, du lug' und Wächter Israel. 7. Dein Flügel mich bedecke, daß keine Noth mich wecke, kein Unfall, keine Pein. Mein Jesu, meine Freude! laß du vor allem Leide mein stilles Lager sicher seyn! sa pl 8. Auch euch, ihr meine Lieben, erschüttre kein Betrüben, kein Unfall, noch Gefahr. Schlaft ruhig bis zum Morgen. Gott wolle für euch sorgen: euch schüße seiner Engel Schaar.b Nach der Mel. des 67. Lieds, 488, Wie Die lang' darf ich noch sâumen! Gott, stárke meinen Geist, daß er sich auch im Träumen aus Satans Neke reißt; hilf für mein Bestes sorgen, verandre meinen Sinn, daß ich mit jedem Morgen im Guten fester bin. 2. Das Licht seh' ich verschwinden; die trúbe Nacht bricht ein. Uch, Herr, laß meine Sünden auch mit verschwun: den seyn, streich sie aus deinem Buche! hilf mir aus aller Noth! errette mich vom Fluche, den dein Geseß mir droht. 3. Wenn heut', Herr meiner Jahre, mein letter Abend ist: gieb, daß ich dahin fahre, wo du, mein Vater, bist. Doch soll ich långer leben, so laß den festen Schluß mir stets vor Augen schweben, daß ich einst sterben muß. asbied und mit Gebet, mit eifrigem Verlangen, als ein Geschöpf von Gott, der Tugend mich zu weih'n, und züchtig und gerecht, und Gottes Freund zu seyn? 3. Hab ich in dem Beruf, den Gott mir angewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriefen? mir und der Welt genügt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weit mich Menschen sah'n? 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? erfreut' ich mich des Herrn, der unser Fleh'n bemerkt? und hab' ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz gestärkt? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmächti gen, durch den sie sind und werden? verehrt' ich ihn im Staub; empfand rich seine Huld? trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? no Prüfung am Abend. bom Nach der Mel. des 8. Lieds..E 489. D er Tag ist wieder hin, und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn verbracht? Verstrich er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachge: strebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? immer 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? Mit Dank 6. Und wie genoß mein Herz des Umgange füße Stunden? fühlt ich der Freundschaft Glück? sprach ich, was ich empfunden? war auch mein Ernst noch sanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? und hab' ich nichts gered't, das ich bereuen soll? 7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beispiel still zum Guten unterrichtet? War zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein Glück, das Undre traf, war dies mir angenehm? 8. War mir der Fehltritt leid, sobald ich ihn begangen? bestritt ich auch in mir ein unerlaubt Verlangen? und, wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? 9. Gott! der du alles weißt, was konnt' ich dir verhehlen? Ich fühle täglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergieb durch Christi Blut mir die verlegte Pflicht; vergieb und gehe du nicht mit mir ins Gericht. 10. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden frånken: du liebst Barmher zigkeit, und wirst auch mir sie schenFen. Auch diese Nacht bist du der Wächter über mir! leb' ich, so leb ich dir, sterb' ich, so sterb' ich dir! O ainsidentionsbilinsió med noe Pound 35) Von dem öffentlichen Gottesdienste. Nach dem 84. Psalm. Nach der Mel. des 42; Lieds. der Erlös'ten Zungen froh wird be 0100 1 in fungen! d third 490. Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte, da deines Scamens Ehre wohnt! o, gieb, daß ich sie gern betrete, weil da dein Segen die belohnt, die deines Wortes fich erfreun, und dir des Herzens Undacht weihn. aksid in 20 Wohl dem, der dich in deiner Hütte, Gott, zu verehren, Ernst beweist du hörst sein Lob und seine Bitte, und stärkst mit neuer Kraft den Geist, daß er auf deiner Wahr heit Bahn rechtschaffen vor dir wan deln kann. sto conn dyjur 100.9 Nach der Mel des 55, Lieds, 263 ies ist der Tag, zum 491. D Gegen eingeweihet. Ihn feiert gern, wer deiner, Gott, sich freuet. D, laß auch mich mit Freu den vor dich treten, dich anzubeten! 2. Dich rühmt der Lobgefang der Himmelsheere! auch unser Tempel schall von deiner Ehre! auch unser Dankunde unser's Geistes Flehen soll dich erhöhen. 3. Wie freu' ich mich, die Stätte zu begrüßen, wo Durstenden des Lebens Bäche fließen, und wo dein Heil von 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden. Mein Geist soll sich auf Gottes Uuen weiden. Sein heil'ges Wort, das seine Boten lehren, das will ich hören. 5. Mit Undacht will ich, Höchster, vor dich treten. Ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten. Der Thoren Glück, die sich der Sünde freuen, wirst du zerstreuen. 6. O, tağ auch heute deinen Geist mich lehren, vom Weg, der dir miße fällt, mich abzukehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Trost dich wähle. MA 3. Dein Wort bleibt niemals ohne Segen, wenn man's nur recht zu Herzen nimmt. Es giebt uns Trost auf Trübfalswegen, die du zu unserm Heil bestimmt. Es giebt im Kampf uns Muth und Kraft, und ist ein Schwerdt, das Sieg verschafft. 110 14. Gott, laß auch mir dein Untlig scheinen! dein Sabbath bringt auch mir Gewinn, wenn andachtsvoll ich mit den Deinen vor dir an heil'ger Státte bin. Laß dir das Lob, das wir dir weihn, ein angenehmes Opfer seyn. 9. Dein Siegstag ist ein Tag des Heils der Erden. Als Sabbath muff' er mir stets heilig werden! Lob sey, Erlöser, deinem großen Namen auf ewig. Amen! or id and dau 5. Sa, du bist Sonn' und Schild den Frommen. Du, Herr, giebst ihnen Gnad' und Ehr'. Und wer nur erst zu dir gekommen, dem fehlt das 070 Nach der Mel. and no hds? SA8 des 436. Liede. Gott! du bist mein wahre Glück nicht mehr. Was du 492, O Preis und Ruhm. Wohl dem, verheißest, hältst du fest. der sich auf dich verläßt. mid bie napor matinda sio 7. Dein Tag sey mir ein Denkmal deiner Güte. Er bring' mir Heil und tenke mein Gemüthe auf jenen Trost, den uns dein Sohn erworben, da er geſtorben. da bip Onfi 8. Dich bet' ich an, du Todes überwinder! der du an diesem Tag, zum Heil der Sünder, die, fern von Gott, in Todesschatten saßen, dein Grah verlassen. Swon laben, bein Mein Herz sey ganz dein Eigenthum! laßimir den Sabbath heilig seyn, und gern ihn deinem Dienste weihn. 2. Bieb, daß ich mein Gemüth bead wahr', wenn ich mit deiner ChristenSchaar zu deines Hauses Ståtte geh', daß ich mit Ehrfurcht vor dir steh'. 3. Erinn're felber meinen Geist, daß du mir gegenwärtig feyst, damit ich deines Wortes Lehr' mit Andacht und mit Nußen hor'. madd an sid 14. Druck' alles tief ins Herz hinein, und daß mich nicht blos Hörer seyn. SnSfet' mir mit deiner Gnade bei, daß ich des Wortes Thater sey. OMOMONONONOOTFONEMOGO S. W. 1041, Menuru VALOKU UnuturorunuUI Vavavokateľorotokola NUNCIO 261 3weiter Theil. 5. Hilf, daß ich deinen Ruhetag zu meinem Segen feiern mag. Be wahr' mich vor dem Geist der Welt, die deinen Tag verächtlich halt. 6. Doch laß mich nicht dabei bestehn, dich nur am Sabbath zu erhöhn. Herr, meine ganze Lebenszeit sey deinem Dienst und Ruhm geweiht! 1702R 85 - Von dem öffentlichen Gottesdienste. Nach der Mel. des 109. Lieds. 493. Dies, Christen, ist der Tag des Herrn, Geschäft und Müh' sey von uns fern! kommt vor des Höchsten Ungesicht, und freuet euch in seinem Licht. 2. Kommt, betet euern Schöpfer an, und rühmt, was er an euch gethan! ihn preisen ist der Christen Umt, drum preist und lobt ihn allesammt. 3. Rühmt seine Weisheit, Kraft und Rath, da er aus nichts erschaffen hat den Himmel und die ganze Welt, und alles, was sie in sich hált. 4. Und als er ihren Bau vollbracht, hat er den Menschen auch gemacht, den er nach seinem Ebenbild mit Weisheit und Verstand erfüllt. 5. Erkennt, um euch voll Dank zu freun, wie er durch seine Gut' allein uns täglich schußet und ernährt, und manches Unglück von uns kehrt. 5 6. Dankt auch, daß heute Jesus Christ von Todten auferstanden ist, und durch die Größe seiner Macht das Leben an das Licht gebracht. 7. Gott, der du den Erdenkreis erschaffen haft zu deinem Preis, und auch in Trúbsal und Gefahr uns treu bewahrt so manches Jahr. nis 8. Hilf, daß wir voller Dankbegier erkennen, was du für und für durch deine Weisheit, Gut' und macht, gethan, geordnet und vollbracht.'adoor 9. Du Sieger über Tod und Grab, der sich für uns zum Opfer gab, laß uns der Wohlthat würdig seyn, und mach' uns von den Sünden rein. 10. Laß deiner Auferstehung Kraft, neues Leben in uns schafft, uns mit dem hohen Trost erfreun: einst ewig, Herr, bei dir zu seyn. 11. O heil'ger Geist! laß uns dein Wort so hören heut' und immerfort, daß sich in uns durch deine Lehr' Glaub', Lieb' und Hoffnung reichlich mehr. 12. Erleuchte uns, du wahres Licht! entzeuch uns deine Gnade nicht: sey unser Trost in aller Noth; stårk' uns im Leben und im Zoo. .000 Der 50. Psalm. ad d Nach der Mel. des 254, Lieds. er Herr des Himmels 494. D und der Erde will, daß die Welt gerichtet werde: mit strahlenvollem Angesicht kommt unser Gott und schweiget nicht. Er ruft, daß Erd' und Himmel hören: mich soll der Mensch nicht stets entehren; er ruft, daß alles tief erbebt, wenno seine Rache sich erhebt. 2. Gott wird nach diesen Prüfungstagen, wie wir gehandelt, ernstlich fragen: erzitt're, sündliches Geschlecht, denn Gott, dein Richter, ist gerecht. Die Allmacht kann das Recht nicht beugen, desf', desf' sind alle Himmel 3eugen: ihr Zorn ist recht, gerecht ihr Lohn. Gott ist gerecht auf seinem Thron. 3. Ich bin dein Gott, fo wird er sprechen, und meinen Bund lass' ich nicht brechen, und mein Geset nicht frech entweihn! ich, ich will selber Richter seyn; ich fordre, Mensch, nicht nur Besuche geweih'ter Tempel; ich verfluche des Frevlers Opfer und Gebet. Ein Herz will ich, das mich erhöht. 4. Ich, ohne den kein Himmel wäre, ich, ich bedarf nicht Menschenehre zum Pfeiler meiner Herrlichkeit. Doch will ich, was mein Mund gebeut, weil Heil und Segen davon fließen, von meiner Welt gehalten wissen: ich bin der Vater meiner Welt. thut, was eurem Gott gefällt! 5. Bringt, eures Heils nicht zu verfehlen, bringt mir zum Opfer eure Seelen und reine Herzen voll von Dank vor mich, in eurem Lobgesang. 3u mir nur fleht in euren Nöthen, und nicht vergeblich sollt ihr beten, vergeßt nur euren Retter nicht: mich preisen, das ist eure Pflicht. 6. Bernehmt mit Ehrfurcht, Menschenkinder, was Gott, Jehovah, zu dem Sünder; der kühn den Bund der YOYOQLOLON 3weiter Theil. Von der Selbstliebe. meinst Gnade bricht, mit Majeſtät und Eifer erzeige, und fähe dir mit Beifall zu. ſpricht: zuscharfen, was deine Lüste doch ver: werfen? was rühmst du mich und meinen Bund; was predigt ihn dein falscher Mund? Allein, ich will mich an dir råchen, im Wetter will ich mit dir sprechen. Sch donn're dir in's Ungesicht; und fürchterlich ist mein Gericht. - 7. Du spielest nur mit Treu' und Glauben, und schámest dich nicht, das zu rauben, was ich, Gott, deinem Bruder gab. Von meinem Thron schau' ich herab auf dich, den Schänder keuscher Ehen; du meinst, ich werde dich nicht sehen; doch mein nie müdes Auge wacht: Licht ist vor mir die Mitternacht. 8. Du wagst es, die zu untertreten, die einen Gott mit dir anbeten; von deinen falschen Lippen fließt, was deinem Náchsten bitter ist. Verläumdung, Spott und freche Lügen gießt deine Zunge mit Vergnügen auf deinen frommern Bruder aus, den Sohn in deines Vaters Haus. 9. Das thust du Sünder, und ich schweige; und weil ich Langmuth dir Nach der Mel. des 8. Lieds. 495. ein Will' ist, großer Gott! ich soll mich felber lieben. laß mich diese Pflicht nach deiner Vorschrift üben, und schránke selbst den Trieb, froh und beglückt zu seyn, den du mir eingepflangt, in heil'ge Grånzen ein. 2. Gieb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe; und daß in allem ich dein Auge kindlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Christ, was wider deine Furcht und Menschentiebe ist. 265 ( 36) Von der Selbstliebe. Janov 3. Kein schnöder Eigennuk beherrsche meine Seele! und wenn zu meinem Gluck ich Weg' und Mittel wähle, so laß mich stets dabei auf Recht und Wahrheit schau'n; auch nie mein Wohlergehn auf andrer Elend bau'n. 4. Dein Fluch trifft jedes Glück, dabei die Tugend leidet, dabei der der es fucht, Gott, deine Wege meidet. Wer Unrecht liebt und thut, erbt dei nen Himmel nicht. Nie treffe mich, o Gott, dies schreckliche Gericht. 10. Hort, immer freche Sünder, höret, was euch der Mund der Wahrbeit lehret: denkt, Günder, denkt an mein Gericht, und fpottet meiner Warnung nicht. Sonst komm' ich, euch hinwegzureißen. b) Guch, Borngefäße, zu zerschmeißen, so daß euch niemand retten kann. Dnehmet meine Warnung an! boid 11. So sinkt denn hin zu meinen Füßen, in frohem Danke zu zerfließen: füß, tiefgebeugter Sünder, ist der Dank mir, der vom Herzen fließt. Komm, komm zu meinen offnen Urs men, und dann ermúde meir. Erbarmen mit neuen Missethaten nicht: dann schau' mein freundlich Ungesicht. 370 bint Rol 5. Nie blende mein Gemüth der Eitelkeiten Schimmer. Die Welt mit ihrer Lust vergeht, doch einst auf immer. Was hilft uns kurze Lust? Was hilft uns eitte Pracht? Nicht ein vergänglich Gut ist's, was uns glücklich macht. 6. Ein Gott ergebnes Herz, ein unverlegt Gewissen, nur das kann uns allein des Lebens Last versüßen: das bleibt uns auch im Tod, und folgt uns aus der Zeit zum großen Segen nach bis in die Ewigkeit. 7. selig! wer danach mit heil'gem Eifer trachtet, und für sein größtes Glück, Gott, deine Snade achtet. Der liebt allein sich recht, der find't schon in der Seit die wahre Ruh und einst vollkomm'ne Seligkeit. 8. Das sey mein 3weck, mein Fleiß. O segne mein Bemühen! so wird das wahre Wohl nicht meinem Wunsch Bewahre mich dabei, entfliehen. Herr, vor dem Lauf der Welt. Gieb, daß ich mich so lieb', als die es wohlgefällt. al monthi mov 1907 dnu ooooOOOOOO to S. W. 1041, NAKOVAKAKOJOJOJOJOKOUS OKOVALOKOLAtolololololololenia AIAKO MONITO 266 chial dised not liste 37) Von der Selbsterkenntniß und Demuth, Nach der Mel. des 265. Lieds.lus err! lehre mich, wenn ich der Zugend diene, daß nicht mein Herz des Stolzes sich erfühne, nicht auf sie sicher und vermessen sey. Herr, lehre mich, wie oft ich fehle, merken. Was ist der Mensch bei seinen besten Werken? Wann sind sie gånzlich von Gebrechen frei? 0 Nach der Mel. des 7. Lieds. 496. W wichtge Frage! Gott, er bin ich? welche 497. lehre sie mich recht verstehn. Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, und laß mich achtsam auf mich sehn. Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt. 2. Ich bin ein Werk von deinen Händen. Du schufst mich, Gott, zu deinem Preis. Dazu mein Leben anzuwenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb' ich als dein Eigenthum, auch wie ich soll, zu deinem Ruhm? 3. Ich bin ein Christ nach dem Bekenntniß. Doch bin ich's, Herr, auch in der That? o öffne du mir mein Verständniß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den Jesus, mir gewiesen, geh'? und ob ich auch im Glauben steh'? 4. Du kennest unfres Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind. Drum laß mich oft und ernstlich prüfen, wie ich, mein Gott, vor dir gesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten tauschen kann. 5. Wer alles weiß, und doch verborgen und unbekannt sich selbst noch bleibt: wie will der für sein Bestes sorgen? was ist, das den zur Bess'rung treibt? sich selbst recht kennen, ist Verstand; drum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heil noch fehlet, mein Vater, das entdecke mir. Hab' ich der Wahrheit Weg erwählet. so gieb, daß ich ihn nicht verlier'. Uch leite mich mit deinem Licht; so tauschen mich Verführer nicht. 7. Bin ich noch fern vom rechten Wege, der mich zum ew'gen Leben führt, so bringe mich zurück vom Stege, der in's Verderben sich verliert. Sieb mir zur Bess'rung Lust und Kraft. Du bist's, der beides in uns schafft. 8. Sch muß es einmal doch erfahren, was ich hier war, und hier gethan. laß mich's nicht bis dahin sparen, wo Reue nichts mehr helfen kann. Herr! mache mich schon hier recht klug, und frei vom schnöden Selbstbetrug. 2. Wie oft fehlt mir zum Guten felbst der Wille! wie selten, wenn ich dein Gebot erfülle, erfüll' ich's ganz und treulich, wie ich soll. Sind Lieb' und Furcht stets die Bewegungsgründe der guten That, der unterlaß'nen Sünde? und ist mein Herz des Dank's und Eifers voll? 3. Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend: gedenke nicht der unvollkomm'nen Tugend der reifern Jahre meiner Lebenszeit. Wenn ich noch oft aus Stolz nach Tugend strebe, aus Menschenfurcht mich Lastern nicht ergebe: was ist vor dir, Herr, meine Frömmigkeit? 4. Wenn ich den Geiz, aus Furcht der Schande, fliehe; aus Weichlichkeit mich wohlzuthun bemühe, und mäßig bin, nur um gefund zu seyn; wenn ich die Rach' aus Eigennuße haffe; der Ehrsucht Pfad aus Trágheit nur verlasse; was ist an aller dieser Tugend mein? 5. Und, Gott, wie oft sind unfre besten Triebe nicht Frömmigkeit, nicht Früchte deiner Liebe, nur Früchte meistens der Natur und Zeit! wann füh len wir der Tugend ganze Würde? Wann ist dein Joch uns eine leichte Bürde, und dein Gebot Wunsch und 3ufriedenheit? 6. Doch, Herr, mein Gott, wenn. auch zu deiner Ehre mein Herze rein, rein meine Tugend wäre, wer hätte Recht zu diesem Eigenthum; wer ließ mich früh zur Tugend unterrichten? mein Glück mich sehn in meines Les bens Pflichten; wer lehrte mich: Gehorsam sey mein Ruhm? 7. Wer gab mir Muth, Herr, dein Gebot zu lieben? wer gab mir Zweiter Theil. Kraft, es freudig auszuüben? wer gab mir in Versuchung Schild und Sieg? Wess' ist die Quell, die mich mit Weis: heit trånkte? und wess' der Freund, der mich zum Guten lenkte, und mir die Fehler liebreich nicht verschwieg? - - Von der Sorge für die Seele. 8. Du triebst mich an, daß ich das Gute wählte, und riefst mich oft, wenn ich des Wegs verfehlte, durch deines Geistes kräft'gen Ruf zurück; zogst mich durch Kreuz, durch Wohl: that auch von Sünden; ließ'st, wenn ich rief, mich wieder Gnade finden; gabst mir zur Beff'rung deinen Segensblick. Nach der Mel. des 238, Lieds. 9. Was ist der Mensch, daß du, Gott, sein gedenkest; Gerechtigkeit in deinem Sohn ihm schenkest, und so zum ew'gen Leben selbst ein Recht? Und wenn ich nun durch deines Geistes Gabe des Glaubens Kraft und alle Werke habe: Wer bin ich vor dir? ein unnüßer Knecht. onit modo? on Nach der Mel. des 48, Lieds. as ich nur Gutes habe, 6. Das núßlich anzuwenden, was du mit Vaterhånden mir gútig zugewandt; dein treuer Knecht zu werden, 498. milde das fey mein Fleiß auf Erden! dazu du Vater alles Lichts. Mein Dafeyn gieb Demuth und Verstand. COATS nad 38) Von der Sorge für die Seele. err! meiner Seele gro267 und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich nichts. 1000012 2. Sowohl Verstand, als Kräfte zum núßlichen Geschäfte, hab' ich aus deiner Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten dem Vorsak wohlgerathen: ich bin allein an Fehlern schuld. dein theures Wort erklárt, laß mich mit Ernst bedenken; und auf die Sorge für ihr Wohl so unermüdet, als ich soll, den größten Eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir geacht't! welch Glück hast du ihr zugedacht! wie viel an sie gewendet; du schufft fie, Gott, dein Bild zu seyn; und hast, vom Fluch sie zu befrein, selbst deinen Sohn gesendet. 3. 3u groß für diese kurze Zeit, bestimmt zum Glück der Ewigkeit, lebt sie im Fleisch auf Erden; durch Glauben und Gottseligkeit, zu größe rer Vollkommenheit im Himmel reif gu werden. 3. Das Glück, deß ich mich freue, wer schafft mir's? deine Treue, du Herr der ganzen Welt. Du ordnest unsre Tage, ihr Glück und ihre Plage nur so, wie dir es wohlgefällt. diesem Ziele führen. Olaß mich nicht, durch eigne Schuld, das Heil, das deine 499. verlieren 5. Mit dir, o Gott, vereint zu seyn, mich ewig deiner Huld zu freun, und dich zum Troft zu wählen; das sey mein Fleiß und höchster Zweck! laß mich dazu den rechten Weg aus Leichtsinn nie verfehlen. Monono 4. Sollt' ich mich denn erheben, wenn mir in diesem Leben viel Gutes wieder: fährt? Was hat dich, Herr, bewogen, daß du mich vorgezogen? bin ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin viel zu geringe der Huld, die ich besinge, und werd' es ewig seyn. O, laß mich's nie vergessen; so werd' ich nicht vermessen der Eigenliebe Weihrauch streun. 4. Mit großer Treue willst du sie felbst durch des Lebens kurze Müh' zu apt 6. Wer böse ist, bleibt nicht vor dir. Drum schaffe selbst, o Gott, in mir ein Herz, das Sünden hasset; das seine Schuld vor dir bereut, und das zu deiner Gütigkeit durch Christum Hoffnung faffet. 7. Gieb, daß ich dir mich ganz ergeb'; und was ich hier im Fleisch noch leb', laß mich im Glauben teben an dich, Sohn Gottes, der du mich so hoch geliebet hast, und dich für mich dahin gegeben. COMOMONOTONOTFONCONOTON aur 9. W. 1041, JAKOLOKOLOKOLOKOLOKAUS Umurorunung tolerovovalaa pavarovalniqlololol 268 Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. 8. In meiner ganzen Pilgrimschaft. 7. Doch, was vermag ich, wenn laß mich, gestärkt durch deine Kraft, du nicht für Trägheit mich beschüßest, nach jenem Kleinod trachten, das mir und mich zur Treu' in dieser Pflicht dein Ruf vor Augen stellt, und alle mit Kräften unterstüßest? stärke Leiden dieser Welt wie nichts dagegen mich, mein Gott, dazu, so find' ich achten. hier schon wahre Ruh', und dort das ew'ge Leben. 9. Wie selig werd' ich dann nicht seyn! schon hier wird dann mein Herz sich freu'n, in dir, Gott, ruhig leben; Nach der Mel. des 29. Lieds. und du wirst nach vollbrachter Zeit 501. Lehre mich, Herr! recht was auch zur in deinem Reich erheben. Nach der Mel. des 119. Lieds. ach meiner Seelen Se: ligkeit laß, Herr, mich Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit verbringen? wie würd' ich einst vor dir besteh'n? Wer in dein Reich wünscht einzugeh'n, muß reines Herzens werden. 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn auf seine Sünden sehen, und wenn man nicht mehr sünd'gen kann, Gott um Erbarmung flehen: das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet. 500. N brand eifrig ringen. 3. Du rufft uns hier zur Heiligung, drum laß auch hier auf Erden des Geistes wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden. Herr, stårke mir dazu den Trieb. Nichts sey so groß, nichts mir so lieb, das ich ihm nicht aufopf're. 4. Gewonn' ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o Gott darüber meiden; was húlfe mir's? Fann auch die Welt mit allem, was sie in sich hält, mir deine Gnad' ersetzen? 5. Was führt mich zur Zufrieden heit schon hier in diesem Leben? was kann mir Trost und Freudigkeit in Noth und Tode geben? nicht Menschengunft, nicht irdisch Glück; nur Gottes Gnade und der Blick auf jenes Lebens Freuden! 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und was mir daran hinderlich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen egen geh', und im Gericht dereinst besteh', sey meine größte Sorge! 300 hafte Weisheit sey. Meinen Fleiß darauf zu lenken, stehe mir aus Gnaden bei. Denn die Klugheit, so die Welt ohne Grund für Weisheit hält, fördert nicht mein Wohlergehen, und wird nie vor dir bestehen. 2. Weisheit ist's, wenn uns're Seelen sich, Herr, deines Wortes Licht nur allein zum Leitstern wählen, und mit fester Zuversicht diesem Licht sich anvertrau'n: denn, die folgsam dare auf schau'n, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. 3. Weisheit ist es, darnach trachs ten, recht mit sich bekannt zu seyn; sich nicht schon vollkommen achten, und den Eigendúnkel scheun; gern auf seine Fehler sehn, reuend sie vor Gott gestehn: eifrig stets nach Bessrung streben, und sich des doch nie erheben. 4 Weisheit ist es, Christum ehren, seiner Mittlershuld vertraun; so auf seine Stimme hören, und auf seinen Wandel schaun, daß man falsche Wege flieht, und mit Eifer sich bes müht, seinem Bilde hier auf Erden immer ähnlicher zu werden. 5. Weisheit ist es, alles meiden, was mit Reu' das Herz beschwert, und sich húten vor den Freuden, die der Sündendienst gewährt; nicht die Ehre dieser Welt, nicht Gemächlichkeit und Geld für das wahre Wohlseyn | achten; achten; nein, nach bessern Gütern trachten. 6. Weisheit ist es, Gottes Gnade sich zu seinem 3weck ersehn, und auf seiner Wahrheit Pfade diesem Glück entgegen gehn; gerne Gottes Willen thun; froh in seiner Fügung ruh'n, und wenn Leiden und beschweren, hoffend mit Geduld sie ehren.d di Zweiter Theil. 7. Weisheit ist es, stets bedenken, daß wir hier nur Pilgrimm' sind; Wunsch und Hoffnung dahin lenken, wo die Seele Ruhe find't; seine Augen unverwandt nach dem ew'gen Vater land richten, und sich hier bestreben, wie man droben lebt, zu leben. - Von der Sorge für die Seele. 269 8. Einst låffst du im Gewissen mir diesen Trost genießen, wenn alles von mir weicht; wenn ich den Lauf vollendet, und sich mein Leben endet; so wird mir selbst das Sterben leicht. 9., laß zu allen Zeiten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu! zum Fleiß in guten Werken, laß mich die Hoffnung stårken, daß nichts verdammlich's an mir sey. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, Höchster, unser bestes Theil! Die von ihr geleitet werden, deren Weg ist Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir, Gott, verleihe sie Nach der Mel. des 30. Lleds. auch mir! laß sie mich zu allen Seiten 503. welch ein unschäß auf den Weg bares ist, Herr, Vom Gewissen. ein rein Gewissen! wer dieses hat, der hat auch Muth! wenn andre zagen müssen. Sein ruhig Herz erzittert nicht: ihn schreckt kein Tod und kein Nach der Mel. des 48. Llets. 502. Ein ruhiges Gewissen laß, Gericht: denn mit dir hat er Friede. Herr, mich 2. Sich deines Beifalls, Gott, bewußt, blickt er zu deiner Gnade. Dein Friede wohnt in seiner Brust, und wer ist, der ihm schade? auf dich sieht er bei aller Noth, womit die Zukunft ihn bedroht. Ihn tröstet deine Vorsicht. sen. Denn hab' ich dieses nur, so ist für mich in Tagen, wenn andre ängstlich zagen, nichts schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Sünde schweiget, und mir dein Geist bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Trübsal drücket: wie unschäßbar ist mein Gewinn! 3. Sollt' ich solch ruhig Leben für Lust der Sinne geben, und dann die innre Pein, mich selber zu verklagen, in meinem Busen tragen: wie groß würd' meine Thorheit seyn? 4. Sein eigen Herz bekämpfen, und seine Neigung dämpfen, ist freilich schwere Pflicht; doch, wenn wir uns besiegen, welch seliges Vergnügen gewährt uns die Vollbringung nicht? 5. Nichts kann im Wohlergehen so unser Glück erhöhen, als ein geruhig's Herz. Das schaffet inn're Freuden, selbst in den größten Leiden, und stillt in Schmerzen selbst den Schmerz. 6. Die Güter zu verachten, wor= nach die Thoren schmachten, was giebt uns dazu Muth? was tröstet Gottes Kinder beim Spotte frecher Sünder? ein ruhig Herz, dies größte Gut. 7. 3u dir gen Himmel schauen, o Gott, und mit Vertrauen sich rühmen: ich bin dein; gezählt zu den Erlöf'ten; darf deiner Huld mich trösten: welch Glück, mein Gott, kann größer seyn? 3. Trifft ihn auch hier zuweilen noch die Geiffel böser 3ungen, wird seines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz bezwungen. Er hütet sich vor Uebelthat, und denkt: der Lügen wird wohl Rath; Gott wird die Unschuld retten. Die 4. Sein Geist sieht mit Zufriedenheit der künft'gen Welt entgegen. giebt ihm Muth und Freudigkeit auf allen seinen Wegen. Denn dort macht selbst, o Herr, dein Mund den wahren Werth der Menschen kund; da wird der Fromme siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil, ein unverleßt Gewissen, des Lebens allerbesten Theil, zu haben sey beflissen. Mit dir, Gott, ausgeföhnt zu seyn; dein heilig Recht nicht zu ent= weihn, das sey mein größter Eifer. 6. Gieb, daß ich des Gewissens Spruch als deine Stimme ehre; und immer aufmerksam genug auf ſeine Warnung hore. Erinnert's mich an meine Schuld, so laß mich, Vater, deine Huld, voll Reu' und Glauben Jest 231911921 suchen. SomoOMOMONONOOTROTEOoo S. W. 1041, CHOKOLA PHOTOVOVALE Unutarururuyuuuurorunararamure Juve Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. 270 7. Mit deiner Gnade tröste mich und stärke meine Seele, daß sie ver Sünden hüte sich, und nie aus Vorsag fehle. Denn, wer nur reines Herzens ist, hat immer auch, durch Jesum Christ, zum Trost dich, Ullerhöchster! Join ou Von der Wachsamkeit. - Nach der Mel. des 72. Lieds. 504. nicht, daß ich's schon ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwach, doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Náchster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend. Oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hiße roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit. Und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz für Tugend an. 4. Oft ist die Uendrung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dampfst sie; doch du wechselst nur! dein Herz fühlt einen andern Reiz, dein Stolz wird Wollust oder Geiz. verschmerzen, und sieh', bein Herz wallt auf und draut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst ge= scholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen, so reget sich die Leidenschaft. Wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch einen strengen Lebenslauf; doch opferst du, will's seine Liebe, ihm auch die liebste Neigung auf? Dies ist das Auge, dies der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. 10. Du fliehst, geneigt zu Ruh' und Stille, die Welt, und liebst die Einsamkeit. Doch bist du, fordert's Gottes Wille, auch dieser zu entfliehn bereit? Dein Herz haßt Habsucht, Neid und Zank: flieht's Unmuth auch und Müßiggang? 11. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? liebst mäßigkeit; denn auch Geduld? Du dienest gern, wenn andre leiden; vergiebst du Feinden auch die Schuld? von allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sey nicht vermessen! wach' und streite; denk' nicht, daß du schon g'nug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach' überall. 5. Oft ift es Kunst und Eigenliebe, was andern strenge Tugend scheint. Nach der Mel. des 72. Lieds. Der Trieb des Neids, der Schmah: 505. Damit ich meine Seele erwecken so manchen Feind. Du wirst behutsam, schránkst dich ein, fliehst nicht die Schmåhsucht, nur den Schein. rette, Herr, daß ich bet' und wach'! wenn ich dich nicht zum Beistand hätte, war' ich zum Guten viel zu schwach. Und Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht rühren, durch die der andern Tugend fällt: so werde nichts dein Herz verführen; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 2. So lang' ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Nächster fällt, noch steht. Auch die bekämpfte böse Lust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jezt sollst du eine Schmach 3. Wenn mich gleich nicht die Dinge rühren, durch die der andern Tugend Zweiter Theil. Von der Sorge für die Seele. 271 6. Du mußt mit der Wachsamkeit das Gebet verbinden. Was uns Stark' und Kraft verleiht, ist bei Gott zu finden. Geist und Wort hilft dir fort, daß du wacker bleibest, und sein Werk recht treibest. 7. Du wirst nie vergeblich schrei'n: Gott wird Heil und Leben, Gott wird Segen und Gedeih'n, wenn du bittest, geben; wenn du schreist, wird sein Geist auf dein Fleh'n bald merken, und in Noth dich stärken. - fällt: wird darum nichts mein Herz verführen? Uch! jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 14. Oft schläft der Trieb in meinem Herzen. Von Rachsucht schein' ich mir befreit; jest soll ich eine Schmach verschmerzen; und ach! mein Herz wallt auf und draut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst gescholten ward. 5. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entgegen: so regt sich unsre Leidenschaft. Wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 6. Drum gieb, Herr, daß ich wach' und streite; nie denke, daß ich g'nug gethan. hat seine schwache Nach der Mel. des 120. Lteds. Seite; die greift der Feind der Wohl= 507. Hier iſt seit vier find fungszeit. fahrt an. Die Sicherheit droht mir den Fall. Hilf, daß ich wache überall! wic immerdar im Streit; hier, wo uns Satan leicht berückt; das schwache Fleisch sich selbst verstrickt; die Sinne jedes Blendwerk rührt; auch böses Beispiel oft verführt. Nach der Mel. des 302. Lieds. 506. Mach ache dich, mein Geist, bereit; Wachen, Fleh'n und Beten stårket uns zu jeder Beit; hilft in allen Nöthen. Satans Lift kann der Christ durch Gebet und Wachen leicht zu Schanden machen. 2. Auf denn! und beharre nicht in dem Sündenschlafe. Christus ist nun selbst dein Licht. Eile! schwere Strafe, große Noth, selbst der Tod möchten dich in Súnden unbereitet finden. Er 3. Wache, sonst bringt Satans List dich zu schweren Sünden. kann, wenn du schläfrig bist, dich leicht überwinden. Die Gott liebt, übergiebt er ihm, wenn sie schlafen, zu gerechten Strafen. 4. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge; oder, wenn fie sich verstellt, listig an sich bringe. Wach' und sieh', daß dich nie falsche Brüder fallen, die dir Neße stellen. 5. Wach' und gieb auf dich selbst acht; trau nicht deinem Herzen. Leicht kann, wer es nicht bewacht, Gottes Huld verscherzen. O, es ist voller List, fann sich selber heucheln, und voll Hochmuth schmeicheln. 8. Auf denn! du mußt immerdar wachen, fleb'n und beten, und, ver= mehrt sich die Gefahr, immer brúnstger beten. In der Noth, in dem Tod wirst du kräftig flehen, und vor ihm bestehen. 2. Oft nehmen Laster überhand und strómen über's ganze Land. Drum hûte dich! das Weltgericht bringt alle Sünden an das Licht. Christ, sey im Glauben stets bereit, und flieh' den Schlaf der Sicherheit.dds! 3. Mein Vorsas ist: ich will ihn flieh'n. Doch wie gelingt mir mein Bemüh'n? Gefahr nehm' ich hier bei Gefahr, und ein Netz bei dem andern wahr. Wie so viel Feinde drohen mir! ach, wie entrinn ich Schwacher, hier? ( ab 4. Die Welt hüllt in der Tugend Schein oft ihre Laster künstlich ein: preis't den Genuß des Lebens an; schilt Frömmigkeit für finstern Wahn. Ihr Weg ist lustig, breit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen soll. 5. Uuch Satan reißt das Herz, und sagt: o, eine Súnd' ist leicht ge wagt! die Ewigkeit ist ja noch fern. Und ach, mein Fleisch gehorchet gern! Denn wie so leicht ist es bethört, da es verführt zu seyn begehrt. OOHOOOOOOOOO IOIOIOI 1to1'^^' S LOKAL DIGI Zweiter Theil. 3. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke, schwächt den Verstand, der Seele Licht; sie raubt den Eifer edler Werke, und Ernst und Lust zu jeder Pflicht. Sie führt Reu' und Gewissensschmerz in das ihr hingegebne Herz. 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Bürde zur Niedrigkeit des Thiers herab; er schåndet und entehrt die Würde, die ihm sein weiser Schöpfer gah; vergißt den Zweck, dazu er lebt, weil er nach niedern Lüften strebt. - Von der Sorge für den Leib. 273 5. So schimpflich sind der Wollust Bande! schon vor der Welt sind sie ein Spott. Sie sind vor dem Gewissen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! wer sich in ihre Knecht: schaft giebt, wird nie von dir, o Gott, geliebt. 6. Du wirst den wiederum verder= ben, der deinen Tempel hier verdirbt. Dein Himmelreich wird niemand erben, in dem die bose Lust nicht stirbt. Drum laß mich ihre Reizung fliehn; und, keusch zu seyn, mich stets bemühn. 7. Gieb, daß ich allen bösen Lusten mit Muth und Nachdruck widersteh', und stets, darwider mich zu rüsten, auf dich, Allgegenwärt'ger seh'. Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieht auch verborgne Missethat. Nach der Mel. des 234. Lteds. 510. Dihn nähren, das iſt, es Leibes warten o Schöpfer, meine Pflicht, muth: willig seinen Bau versehren, verbietet mir dein Unterricht. O stehe mir mit Weisheit bei, daß diese Pflicht mir heilig sey. 2. Sollt' ich mit Vorsaß das verlegen, was zur Erhaltung mir ver: traut? sollt' ich gering ein Kunststück schåßen, was du, o Schópfer, selbst erbaut? Wess' ist mein Leib? er ist ja dein. Sollt' ich denn sein Zerstörer fenn? 4. Gefunde Glieder, muntre Kräfte, o Gott, wie viel sind die nicht werth! wer taugt zu des Berufs Geschäfte, wenn Krankheit seinen Leib beschwert? Ist nicht der Erde größtes Gut Gesundheit und ein heitrer Muth? Nach der Mel. des 48. Lieds. und 511. Weben, das du mir, ist mein zeitlich Sott, gegeben? Ein unschäßbares Gut. Du gabst mir's, hier auf Erden zum Himmel reif zu werden, worauf mein wahres Glück beruht. 2. Hier wird die Saat gestreuet; bort erndtet man erfreuet der Tugend Früchte ein. Je långer ich hier wandle, vor dir rechtschaffen handle, je größer wird mein Glück dort seyn. 3. Ihn zu erhalten, zu beschügen, giebst du mit milder Vaterhand die Mittel, die dazu uns núßen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein. Wie? sollte sie denn mir es feyn? 5. So laß mich denn mit Sorgfalt meiden, was meines Körpers Wohlseyn stört, daß nicht, wenn meine Kräfte. leiden, mein Geist den innern Vorwurf hört: du selbst bist Storer deiner Ruh'; du zogst dir selbst dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle Glie: der mich zu bewahren achtsam seyn! drückt mich die Last der Krankheit nieder; so flöße selbst Geduld mir ein. Gewähr' auch dann mir guten Muth, und segne, was der Arzt dann thut. 7. Doch gieb, daß ich nicht übertreibe, was auf des Leibes Pflege zielt: nein, stets in jenen Schranken bleibe, die dein Geseß mir anbefiehlt. Körpers Wohl laß nie allein den Endzweck meiner Sorge seyn. Des 8. Mein größter Fleiß auf dieser Erde sey stets auf meinen Geist ges richt't, daß er zum Himmel tüchtig werde, eh' dieses Leibes Hütte bricht; dazu, Herr, segne meinen Fleiß, so leb' ich hier zu deinem Preis. 3. Sollt' ich dies Stück mir rauben? D Herr, laß mir, im Glauben der fünft'gen Erndtezeit, mein Leben auf der Erden so werth und wichtig werden, als es mir selbst dein Wort gebeut! 4. Mir selbst es zu verkürzen, mich in den Tod zu stürzen, ift wider meine Pflicht, ist Undank deiner Güte. Ein 18 SmoonOMONONOOOOOOOO valoletnie 14: 01MS MAKALAKALA UMUMUNUIUIUUUUUUUUUUUUU 274 3weiter Theil. Von dem rechtmäßigen Gebrauch zc. -- redliches Gemüthe verläßt ja seinen Posten nicht. 5. Gieb, daß ich klüglich fliehe, was oft mit leichter Mühe mir gar mein Leben nimmt. Doch laß mich auch nicht zagen, es muthig dran zu wagen, wenn mich die Pflicht dazu bestimmt. 6. In deine Baterhånde befehl' ich, Herr, mein Ende, und meiner Tage 40) Von dem rechtmäßigen Gebrauch der zeitlichen Güter, und wider den Geiz. Nach der Mel. des 9. Lieds. Lauf. Es sey mein ganzes Leben dir hier zum Dienst ergeben. Hilf nur dem guten Willen auf. 7. Was nüßt ein langes Leben dem, der nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugend strebt? wer Gott und Menschen liebet, und sich im Glauben übet, nur der hat lang' und wohl gelebt. Nach der Mel. des 26, Lieds. o 512. Laß mich doch nicht, 513. Wohl dem, der beffre den Schäßen dieser Erden so meine Neigung weihn, daß sie mein Abgott werden! Oft fehlt beim Ueberfluß doch die Zufriedenheit. Und was ist ohne sie des Lebens Herrlichkeit? Schäße liebt, als Schäße dieser Erden! wohl dem, der sich mit Eifer übt, an Tugend reich zu werden, und in dem Glauben, daß er lebt, sich über diese Welt erhebt. 2. Kann ein vergånglich Gut auch unsre Wünsche stillen? Es steht ja sein Besig nicht stets in unserm Willen. Nicht stets wird's dem zu Theil, der ångstlich darnach ringt: und schnell verlierts oft der, dem der Besiz gelingt. 3. Ein Gut, das unsern Geist wahr: haftig soll beglücken, muß nicht vergånglich seyn, und für den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut; er hat's und wünscht noch mehr; noch immer bleibt sein Herz von wahrer Ruhe leer. 4. Gott, so wehre doch den ungerechten Trieben, und heilige mein Herz, die Güter nicht zu lieben, die man mit Müh' gewinnt, bald praf send sie verzehrt, bald geizig fie bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weises frommes Herz, das sey mein Schaß auf Erden. Sonst alles, nur nicht dies kann mir entrissen werden. Dies bleibt im Tod auch mein, dies folgt mir aus der Zeit, zum seligsten Gewinn, bis in die Ewigkeit. 6. Was sind, wenn dieses fehlt, die herrlichsten Vergnügen? Nur süße Träume sind's, die unsern Geift betrügen. Drum lenke, Gott, den Wunsch vom irdischen Gewinn durch deines Geistes Kraft zu ew'gen Gütern hin. 2. Wahr ist es, Gott verwehrt uns nicht, hier Güter zu besigen. Er gab sie uns, und auch die Pflicht, mit Weisheit sie zu nutzen. Sie dürfen unser Herz erfreun, und unsers Fleises Antrieb seyn. 3. Doch nach den Gütern dieser 3eit mit ganzer Seele schmachten, nicht erst nach der Gerechtigkeit und Gottes Reiche trachten; ist dieses eines Menschen Ruf, den Gott zur Ewigkeit erschuf? 4. Der Geiz erniedrigt unser Herz; erstickt die edlern Triebe. Die Liebe für ein schimmernd Erz verdrängt der Tugend Liebe, und machet, der Vernunft zum Spott, ein elend Gold zu deinem Gott. 5. Der Geiz, so viel er an sich reißt, läßt dich kein Gut genießen; er qualt durch Habsucht deinen Geist, und tödtet dein Gewissen, und reißt durch schmeichelnden Gewinn dich blind zu jedem Frevel hin. 6. Um wenig Vortheil wird er schon aus dir mit Meineid sprechen; dich zwingen, der Arbeiter Lohn unmenschlich abzubrechen; er wird in dir der Witwen Flehn, der Waisen Chránen widerstehn. 7. Wie könnt ein Herz, vom Geize hart, der Wohlthat Freuden schmecken, Ora Zweiter Theil. und in des Unglücks Gegenwart den Ruf zur Hülf' entdecken? Und wo ist eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht? 8. Du bist ein Vater; und aus Geiz entziehst du dich den Kindern, und läsfest dich des Goldes Reiz, ihr Herz zu bilden hindern; und glaubst, du hab'st sie wohl bedacht, wenn du sie reich, wie dich, gemacht. 9. Du hast ein richterliches Umt; und du wirst dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt, aus Hab: sucht recht zu sprechen; und selbst der Tugend größter Feind erkauft an dir sich einen Freund. 10. Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frei zu lehren; du schweigst, wenn sie dich reden heißt, ehrst, wo du nicht sollst ehren, und wirst um ein verächtlich Geld ein Schmeichler und die Pest der Welt. - 11. Erhalte mich, o Gott, dabei, daß ich mir g'nügen lasse; Geiz ewig, als Abgötterei, von mir entfern' und hasse. Ein weises Herz und guter Muth sey meines Lebens größtes Gut! Nach der Mel. des Lieds. Von der Arbeitsamkeit zc. 514. err! laß mich doch ge Herr wissenhaft mein zeitlich Gut verwalten. Gieb selbst mir Weisheit, gieb mir Kraft, damit so hauszuhalten, wie es mir nůßt und dir gefällt; damit ich nicht in jener Welt an ew'gen Gütern darbe, 2. Mein Hab' und Gut kommt ja von dir und deinem milden Gegen. Nicht nur zum Fallstrick gabst du mir mein zeitliches Vermögen. Du gabst es mir zum wahren Wohl. Drum gieb, Nach der Mel. des 30. Lieds. OVOLONE 275 Herr, daß ich's, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. 3. Was ist das mir geschenkte Gut? vergånglich, und von Erde. Hilf, daß ich nie aus Uebermuth dadurch verei= telt werde! Nie reiße irdischer Gewinn mein Herz so weit zum Eiteln hin, daß ich mein Heil vergesse. 4. Was hülfe mir die ganze Welt mit allen ihren Schäßen; verführt' mich zeitlich Gut und Geld, sorglos hintan zu sehen, was meiner Seelen Heil begehrt, und mir ein ewig Glück gewährt: Wie strafbar würd' ich handeln! 5. Mein größtes Trachten sey allhier nach deines Geistes Gaben. Wie reich bin ich, o Gott, in dir, wenn ich nur die kann haben! Hab' ich nur, Höchster! deine Huld; bin ich voll Glauben und Geduld; was fehlt dann meiner Seele? 515. Gute zu vollbringen. Er giebt zur Arbeit Muth und Kraft, und läßt sie uns gelingen. Was man mit ihm 6. Den Geiz laß ferne von mir seyn, die Wurzel alles Bösen. Von Unruh' und Gewissenspein kann Reichthum nicht erlösen. Er hilft in Todesstunden nichts, und nichts am Tage des Gerichts. Da schüßt er feinen Sünder. 41) Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Beruf. 7. Laß mich mit weiser Sparsamkeit die Güter nie verschwenden, die du mir gabst, in dieser Zeit sie nüglich anzuwenden. Gieb mir die Klugheit, daß ich hier dadurch dem Nächsten so, wie mir, des Lebens Müh' erleicht're. 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft; das laß mich stets bedenken, und mein Gemüth gewissenhaft zur heil'gen Sorgfalt lenken, also die Güter dieser Zeit zu nüßen, daß ich einst erfreut noch Segen davon erndte. nur unternimmt, wird, wenn's mit ott ist's, der das Ver- ſeinem Willen stimmt, nicht ohne Fortmögen das gang bleiben. 2. Wer das zu seinem Hauptzweck macht, vor ihm gerecht zu werden, und erst nach seinem Reiche tracht't, 18* anonoooOOOOOOOO Quanunt YOIE S. WV. 1041, NOVOKOKAKO AYOKONG UMUMONUMUNUN avevavalguéisťovaloOKALA . 276 Zweiter Theil.- Von dem giebt er auch auf Erden vom ird'schen Gut mit milder Hand so viel beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wahrhaftig nüket. 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, und, krönt er sie mit Gnaden, was sollte ihrer Feinde Hohn und Mißgunst ihnen schaden? Mit seinem Schuß bedeckt er sie, und fegnet bei des Lebens Müh' ihr Herz mit Trost und Hoffnung. 4. Drum gieb, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe. Mit Licht und Weisheit segne mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wort verbeut. Nach deines Reichs Gerechtigkeit laß mich vor allem trachten. 5. Laß Müßiggang und Trägheit mich als dir mißfällig meiden: und hilf, daß ich, gestärkt durch dich, voll Muth mit Lust und Freuden in meinem Stand geschäftig sey; dein Segen kröne meine Treu', daß sie auch andern núße. 6. Sey überall, mein Gott, mit mir! die Werke meiner Hånde befehl' ich, Ullerhöchster, dir; hilf, daß ich sie vollende zu deines großen Namens Preis, daß mir die Frucht von meinem Fleiß in jenes Leben folge. Nach der Mel. Des 8. Lieds. 516. Arbeit u hast uns, Herr, die erleget, und Fleiß in dem Beruf uns ernstlich eingepräget. Der tråge Müfiggang ist dir, o Gott, verhaßt, für uns der Laster Nek', und unserm Nächsten Last. 2. In deine Ordnung, Herr, laß willig mich bequemen, die Bürden des Berufs getrost auf mich zu nehmen. Wird gleich mein Angesicht mit saurem Schweiß beneßt: genug, daß du mich selbst in den Beruf gesetzt. der Arbeitsamkeit zc. 4. Uch! förd're, großer Gott, die Werke meiner Hände. Hilf mir, bei meinem Thun, am Anfang und am Ende. Laß mich, bei meiner Last, auf jenen Sabbath sehn, da wir, nach treuem Fleiß, in deine Ruhe gehn. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitten Nahrungsforgen. Gieb mir mein táglich Brod, und sorge selbst für morgen. Laß mich an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuversicht in deiner Fügung ruhn. Nach der Mel. des 119. Lieds. Arbeit, zum 517. 3 min, it wit Müßiggang, find wir, o Herr, auf Erden. Drum laß mich doch mein Lebelang kein Knecht der Trägheit werden. Sieb mir Verstand und Lust und Kraft, geschickt, treu und gewissenhaft, mein Umt hier zu verwalten. 2. Hast du ein 2mt, so warte sein: das ist, o Gott, dein Wille. O flöße selbst den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfülle. Hilf mir, daß ich von 3eit zu Zeit an Einsicht und an Züchtigkeit zu meinem Umte wachse. 3. O Herr! vor tráger Weichlichkeit wollst du mein Herz bewahren! so werd' ich aus Gemächlichkeit nie meine Kräfte sparen. Erholen werd' ich mich nur dann, wenn ich, von Kraft erschöpft, mich fann zu neuer Arbeit stärken. 4. Mit wahrer Vorsicht laß mich nicht die Zeit mit Nebendingen, die weit entfernt von meiner Pflicht, ver: den Geschwenderisch verbringen. Das müsse schäften ganz zu weihn, die du mir aufgeleget. 5. Ein heil'ger Trieb belebe mich, o Höchster! meine Pflichten in deiner Furcht, gestärkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freut, giebt zu der Urbeit Munterkeit, versüßt uns ihre Lasten. 6. Laß mich vor dir, Herr, unver: rückt mit einem Herzen wandeln, das Geiz und Ehrsucht nie bestrickt. Gewissenhaft zu wandeln, mein Leben deinem Dienst zu weih'n, so núßlich als ich kann, zu seyn, das sey mir Ehr' und Reichthum. NOVOU Zweiter Theil. Von der Zufriedenheit zc. 1 7. Dir zu gefallen, sey mein 3weck bei allem, was ich thue! so wandle ich den rechten Weg zu der Gewissens: ruhe. Denn, wer dir, Heiligster, mißfällt, was nuget dem die ganze Welt mit allen ihren Schågen? 150/12 1011 asmod 42) Von der Zufriedenheit und Geduld im Leiden. Nach der Mel. des 55, Lieds. ott! du bleibst ewig 518. Got unsrer Wohlfahrt Meister. Wie thöricht handeln unzufried'ne Geister! fie quälen sich, und machen ihrem Herzen vergeblich Schmerzen. 3. Es ist umsonst: wir werden nichts erzwingen, wenn wir auch Nächte durch mit Kummer ringen, und noch so früh mit ångstlichen Geschäften den Leib entkräften. Nach der Mel. des 46. Lieds. 2. Was helfen uns die angstlich 519. Entebre nicht, mein Herz! mit den bangen Sorgen für den noch ungewissen andern Morgen? Und müssen wir uns über unser Gråmen nicht nachmals schámen? 4. Mein Glück beruht, o Gott, auf deinem Segen. Vertrau' ich dir, und geh' auf deinen Wegen; so wirst du mir, auch ohne Sorg' und Krán ken, was nüglich, schenken. 277 8. Laß mir den zeitlichen Beruf, dazu mich, Herr, auf Erden dein weises Allmachtswort erschuf, doch eine Leiter werden, worauf ich einst in jener Welt, die höheren Beruf enthält, zu höhern Würden steige. 11 607 5. Bin ich getreu mit dem verlieh': nen Pfunde, und harr' ich nur der rechten Segensstunde: so kommt sie und dann werden meine Thaten zum Glück gerathen. 6. Drum fordre selbst die Werte meiner Hande. Gesegnet sey der Anfang und das Ende, gieb guten Rath, damit, was ich vollbringe, mir wohl gelinge. Shmina 7. Hilf mir mit Treue meine Pflicht erfüllen, und dann mein Herz mit froher Hoffnung stillen. Erlang' ich nur, was du, Herr, mir beschieden, bin ich zufrieden. 8. Kann ich den Leib auch nicht, wie Reiche, laben! versorge nur den Geist mit jenen Gaben, die mehr, als alles Irdische erquicken, und stets beglücken. 9. Hier hab' ich g'nug. Laß mir nur mit den Frommen zu dem Genuß der Himmelsgüter kommen; so wird mein Wunsch, den irdisch Gut nie stillet, völlig erfüllet. der dich zum Glück erschuf. Die Müh des Lebens zu ertragen, und froh zu seyn, ist dein Beruf. 2. Der Chrift murrt nicht bei den Beschwerden von dieser kurzen Lebensbahn; er sucht, daß sie ihm núßlich werden, und betet Gottes Willen an. 3. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden. Nimm's dankbar aus der Vorsicht Hand. Erfülle jede Pflicht zufrieden, die sie mit diesem Loos verband. 4. Sie giebt dir Munterkeit und Kräfte, und náhrt und stärkt sie váterlich. Sie brauchen, dies ist dein Geschäfte, und ihr Gebrauch ist Ruhm für dich. 5. 3war jenen hat des Himmels Segen, mehr Güter anvertraut, als dir; doch soll dies deinen Neid erregen? denk: wer ist Gott, und wer sind wir? 6. Weiß er nicht besser, was dir nuget, und was dem Nächsten núßt, als du? wenn er dich führt, regiert und schüßet, was fehlet wohl zu deiner Ruh'? max 7. Du prangest nicht mit hohen Würden? beneide nicht der Großen Glück; fie seufzen unter schweren Bürden, und oft stürzt sie ein Augenblick. 8. Dir ward kein Ueberfluß gewäh= ret? ihn wünschen, daß ist Selbstbetrug. Wer gern, was er nicht andOnMONOTONOTTOLO foot W. 1041, TUIN HOHOHOKOLO MONONE Umurorununu Uurorunaratorununa JUICIOS 278 Zweiter Theil. braucht, entbehret, der ist beglückt, und reich genug. 9. Herr! der du mir zum frohen Leben so viel ich brauch' und mehr verlieh'n, laß täglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu flieh'n. Nach der Mel. des 255, Lieds. 10. In Demuth laß mein Herz sich üben, Gott, deiner Güte sich zu freun; dich fürchten, die vertraun, dich lie: 521. Sen, Seele, stark und ben, mús' ewig meine Wollust seyn! unverzagt, wenn irgend dich ein Kummer plagt. Befiehl Gott deine Sachen. In aller Pein vertrau' allein auf ihn! er wird's - Von der Zufriedenheit Nach der Mel. des 84. Lleds. 520. Will mich, o Gott, hie- wohl machen. nieden des Lebens 2. Kein Leiden kommt von ohnges fähr; die Hand des Höchsten schickt es her: sein Rath hat's so erseben! drum sey nur ftill! was dein Gott will, laß immer gern geschehen. 3. Erweckt dir gleich das Leiden Pein, so soll's dir doch nicht schädlich seyn. Gott kann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur liebt, sich ihm ergiebt, den wird er nicht verlassen. 4. Wie lange währt der Frommen Leid? Nicht ewig, Herr, nur kurze Zeit. Nach überstand'nem Leide erquickest du ihr Herz mit Ruh', und einst mit ew'ger Freude. Last ermúden, so stárke meinen Geist! wenn mich die Leiden krånken, so laß mich wohl bedenken: auch das sey gut, was Trubsal heißt. 2. Nicht ewig soll sie währen. Oft werden unsre Záhren schnell von dir abgewischt, und seufzen wir: wie lange ist unsrer Seelen bange? so wird mit Trost das Herz erfrischt. 9. D! drücke meinem Herzen, auch unter Sorg' und Schmerzen, dies doch auf's Tieffte ein; der, den du, Vater, liebest, kann, wenn du ihn betrübest, doch niemals unglückselig seyn. 3. Die Lasten, die uns pressen, haft du, Herr, abgemessen, so groß sie immer seyn. Du hilsst sie selbst uns tragen, und richtest unsre Plagen nach unsern Kräften weislich ein. 4. Ja, wenn ich's recht erwäge, so sind's nur Liebesschläge, womit du uns belegst: nicht Schwerter sind's, nur Ruthen, womit du, blos zum Guten, als Vater deine Kinder schlägst. 5. Dein váterlich Bemühen will uns hier auferziehen, zu thun, was dir gefällt; du willst die Lüste schwåchen, den eignen Willen brechen, befrei'n uns von der Lust der Welt. 6. Du willst den Eifer mehren, gehorsam dich zu ehren, mit Glauben und Geduld, daß wir in unsern Nóthen, auch wenn du uns wollt'st tödten, doch trau'n auf deine Vaterhuld. 7. Was will uns, Herr, auch scheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns erseh'n? man lebe oder sterbe, so wird des Himmels Erbe doch deinen Kindern nicht entgeh'n. 8. 3u jenem bessern Leben willst du auch mich erheben. Der Tod ist mein Gewinn. Muß gleich mein Leib verwesen, wird doch mein Geist genesen; er eilt zu Seligkeiten hin. 5. Drum hab', o Seele, guten Muth! vertraue Gott! es wird noch gut nach aller Trubsal werden. Durch's Kreuz zieht er dich immer mehr zum Himmel von der Erden 6. Gott ist dein Gott. Er ist getreu; und stehet dir als Vater bei in allem Kreuz auf Erden. Der Leiden Heer wird nie zu schwer durch ihn dem Christen werden. 7. Es haben ja zu aller Zeit die Heiligen in Traurigkeit hier oftmals wandeln müssen. Warum willst du hier nur von Ruh', und nichts von Trubsal wissen? 8. bet, und sieh' auf deinen Gott, in aller deiner Angst und Noth! laß, wie er will, es gehen. Sein Will' ist gut: behalte Muth! Gott wird dich einst erhöhen. 9. Der du ein Gott des Trostes bist! laß jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du liebst, und prüfend übst, den Unmuth überwinden. VOO und Geduld im Leiden. Nach der Mel. des 55. Lieds. 522. Ein Herz, o Gott! in Leid und geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schuldig. Laß mich die Pflicht, die wir so oft vergessen, táglich ermessen. 2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Våter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu' ich zu viel, wenn ich die schweren Tage standhaft ertrage? 3. Wie oft, o Gott, wenn wir das Böse dulden, erdulden wir nur unsrer Thorheit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient bekommen, ein Kreuz det Frominen. 4. Doch selbst, o Herr, in Stra= fen unsrer Sünden läßt du den Weg zu unserm Heil uns finden, wenn wir fie uns, die Missethat zu hassen, zuchtigen lassen. 5. Jag' ich nur nach dem Frieden im Gewissen, wird alles mir zum Besten dienen müssen. Du, Herr, regierst, und ewig wirkt dein Wille Gutes die Fülle. 6. Ich bin ein Gast und Pilger auf der Erden; nicht hier, erst dort, dort soll ich glücklich werden; und was sind gegen euch, ihr ew'gen Freuden, dieser Zeit Leiden? 279 zu empfahen, und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, andre zu stärken. 12. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. Ein starkes Herz steht in der Noth noch feste. Hoffe das Beste! 7. Wenn ich nur nicht mein Elend selbst verschulde! wenn ich als Mensch, als Christ, hier leid' und dulde, so kann ich mich der Hülfe der Erlös'ten sicher getrösten. 8. Ich bin ein Mensch! und Leiden müssen frånken; doch in der Noth an seinen Schöpfer denken, und ihm vertrau'n; das stärket unsre Herzen mit ten in Schmerzen. Nach der Mel. des 48. Liede. 523. J ch hab' in guten Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch im Leiden faffen: welch Leben hat nicht seine Qual? wish sind die 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafft du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlic Weh' erduiden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir! Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen: du hilfft, und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bes reun. Jest hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben seyn. 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe. Was schreckt mich Grab und Tod? auch auf des Todes Pfade vertrau' ich deiner Gnade. Du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Du, Herr, wirst alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. Neue Mel. oder Sey zufrieden. 9. Schau' über dich! Wer trägt der Himmel Heere? Merk' auf! wer spricht: bis hieher! zu dem Meere? ist er nicht auch dein Helfer und Be 524. WE rather, ewig dein Vater? mich denn gråmen? hab' ich doch, 10. Willst du so viel, als der Allweise, wissen? jest weißt du nicht, warum du leiden müssen! allein du wirst, was seine Wege waren, nachmals erfahren. E 11. Er züchtigt uns, damit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geistes arum sollt' ich Christum noch, wer will mir den E nchmen? wer will mir den Himme! MOOOOOOOOOOO AX Ito1 AA TAKOVOKOLO EO LOKALE UxunaratureI UUUUIUMundrarumUNI 280 Zweiter Theil. - Von der Zufriedenheit niemand kann uns scheiden! ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut, mir zu gut, für mich hingegeben. rauben, den mir schon, Gottes Sohn, beigelegt im Glauben? 2. Ich kam unter Ungst und Nothen hülfelos, arm und blos einst an's Licht getreten: nichts nehm' ich auch von der Erde dann mit mir, wenn ich hier einst verscheiden werde. Nach der Mel, des 267. Lteds. 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und 525. Was Gott thut, das ist Leben ist nicht allein ist es, der's gegeben. Fordert er es einstens wieder, nehm' er's hin, ich preis' ihn doch durch meine Lieder. es bleibt gerecht sein Wille. Wie er fångt meine Sachen an, will ich ihm halten stille: er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten, drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er tásfet mich nicht fallen: er führet die auf rechter Bahn, die ſeine Wege wallen. Trost und Geduld giebt seine Huld: er wird mein Unglück es steht in seinen Händen. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen; dringt herein Ungst und Pein; sollt' ich drum verzagen? der es schickt, der hat's in Hánden: er weiß wohl, wie er soll all' mein Unglück wenden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen 5. Gott hat mich bei oft ergögt; sollt' ich jest nicht auch etwas tragen? fromm ist Gott und schärft mit Maaßen fein Gericht; fann mich nicht ganz und gar verlassen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil' sie zu Schanden machen. 7 Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen; wollt ihn auch der Tod beFriegen; Christi Blut, und sein Muth hilft auch den besiegen. 8. Denn kein Tod kann mich ertödten, nein: er reißt meinen Geist aus viel tausend Nothen; endigt dieses Lebens Leiden, und giebt mir einst dafür alle Himmelsfreuden. 9. Dann werd' ich mit bessern Gcházzen Geist und Herz auf den Schmerz ewig dort ergößen. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hålt, muß wie Rauch verschwinden. 12. Du bist mein, weil ich dich faffe, und dich nicht, o mein Licht! aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd' umfangen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er weiß nur, was uns núget; wie ungewiß irrt jedermann, der sich auf ihn nicht stúget! ja seine Treu' ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen und seiner Gûte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Boses gonnen kann; ihm will ich mich ergeben in Freud' und Leid; es kommt die Zeit, da offentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn; laß ich mich doch nicht schrekten, weil er zulegt mich doch ergost mit süßem Trost im Herzen: da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, dabei will ich verbleiben! es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Etend treiben; so wird Gott mich doch våterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Unbestand, eitler Zand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Saben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn' Ende laben. Nach der Mel, des 72. Lteds. erborgner Gott! dem 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller 526. Bert nichts verborgen, was Freuden: du bist mein, ich bin dein; auf der ganzen Welt geschicht, was OOOO und Geduld im Leiden. tibe: 281 follt' ich wie ein Heide sorgen, als daß ich gelassen sie ertrage, und machst wüßtest du mein Elend nicht? ver: zulegt doch alles gut. Auf Kummer stellet gleich dein Untlig sich; dein folgt zufriedner Dank, auf Klagen Herz meint es doch väterlich. froher Lobgefang. 4. 3u 2. Mich und mein Loos hast du gesehen, als ich noch nicht geboren war, und was mir künftig soll geschehen, stellt sich dir gegenwärtig dar. Dein Auge siehet aus der Höh' und kennt mich, wo ich geh' und steh'. 3. Du weißt auch, was ich nöthig habe, und giebst mir mein bescheiden Theil; ja, alles, Herr, ist deine Gabe, du forgest täglich für mein Heil. Wo ich noch gar nicht hingedacht, haft du schon alles gut gemacht. 4. Uch! solltest du denn nicht erken= nen, wenn Kummer, Ungst und Noth mich qualt? Wer muß dich nicht barmherzig nennen? Du bist es, der die Thránen zählt. Du hast's gesagt, dein Herze bricht, wenn deinen Kindern was geschicht. 5. So laß mich doch recht feste glauben, daß deine Augen auf mich sehn; laß mir den süßen Trost nichts rauben, du werdest mir zur Seite stehn, und bald zerstreun durch deine Macht der Sorgen und des Leidens Nacht. 6. Du wirst dein Wort gewiß erfüllen; du haft mir Hülfe zugesagt. Ja, du wirst meinen Kummer stillen; ich bin getroft und unverzagt: es wird gescheh'n, ich zweifle nicht: du bist mein Gott, mein Heil und Licht! ungestörten Sicherheiten schickt sich gewiß kein Prüfungsstand. Wie würde, drückt uns nicht zu Zeis. ten ein Leiden, unsre Treu' erkannt? Vollkomm'ne Ruh' und Sicherheit ist nur ein Stück der Ewigkeit.jubend 5. Was bist du denn, o meine Seele! in deiner Noth so tummervoll? Vera traue Gott; nur ihn erwähle zu deis nem Trost. Er schüßt dein Wohl. Einst dankst du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Erwird es seyn. Ruf' in Gefahren ihn als den einz'gen Helfer an. Er weiß dich machtig zu bewahren, und da, wo niemand helfen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht. stärke meine Zuversicht. Dies dobiva 7. Befiehl ihm alle deine Wege, und hoffe auf ihn allezeit. Auch auf dem allerrauhsten Stege sieh' fröhlich hin zur Ewigkeit. Da sammelst du von aller Pein den Segen mit Vergnügen ein. 8. sieh' dahin zu allen Zeiten; in eigner und gemeiner Noth, im Glůcke, und wenn dich von weitem ein Unglückswetter hart bedroht. Nichts giebt uns Trest zu solcher Zeit, als Gott, und jene Herrlichkeit. 9. So laß mich, Gott, stets dahin schauen, und dann mit starkem Muth auf dich auch in der größten Noth vertrauen. Du bist bei mir. Das stärke mich! wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getroft als Christ. Rach der Mel. des 234, Lieds. 527. Was ist mein Leben auf der Erde? ein Wechfel ist's von Lust und Leid. Hier stort oft Unruh' und Beschwerde die sanfteste Zufriedenheit. Hier wohn' ich Nach der Mel. des 48. Lieds. noch in einer Welt, die kein voll- 528. W 528. Was ist's, daß ich mich kommnes Glück enthält. quále? harr nur auf 2. Weß soll ich mich, o Herr! denn trösten? Nur deiner Huld. Du bist mein Heil, und bleibst, wenn auch die Noth am größten, doch meines Herzens Trost und Theil, und stehst nach deiner Batertreu' mir stets mit Rath und Hülfe bei. 3. Du stärkst mir unter aller Plage o Gott, auf mein Gebet, den Muth, Gott, o Seele, harr' und sey unverzagt! du weißt nicht, was dir núßet; Gott weiß es, und Gott schüßet allmáchtig den, der nach ihm fragt. mein 2. Er zählte meine Tage, Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah.. anonoomOOOOOHTAMO foto o Olaiale1*^^ Uiuiuiuiuiufufun KOVOVGIOIATotorolalalalalalalalaÏNÏN MUNCIO 282 Zweiter Theil. Von der Zufriedenheit 3. Die kleinste meiner Sorgen ist| sehr veracht't! und doch trug er dies dir, Gott, nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was du mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, war's auch die größte Last der Welt. alles gern. Gieb, t. ich folge meinem Herrn. 4. Sch lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht. 5. Was dieses Glück vermehret, sey mir von dir gewähret! Gott, du ge= währst es gern. Was dieses Glück verleget, wenn's alle Welt auch schäzzet, sey, Herr mein Gott, mir ewig fern! - 6. Sind auch der Krankheit Plagen und Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott, so harr' ich, und bin stille zu Gott, denn nicht mein Wille, dein Wille nur ge= gescheh', o Gott! Nach der Mel. des 7. Lieds. as ist das Leben hier 529. Was auf Erden? Wo ist hier wohl Vollkommenheit? Wer lebt hier frei von den Beschwerden der Trubsal und Mühseligkeit? Du legst in unserm Lebenslauf, o Gott! uns manches Leiden auf. das minti 2. Doch das sind treu gemeinte Schläge der Vaterhuld, die für uns wacht. Wie hast du doch durch Leidenswege so manchen schon zu dir aebracht! denn ungestörtes irdisch Glück hält uns von dir, o Sott, zurück. 5. Er war beleidigt ohn' Vergelten ,gegeisfelt ohne Widerstand; gescholten ohne Wiederschelten, ohn' Widerspruch zum Kreuz verbannt. Wie? sollt' ich denn nicht mit Geduld das tragen, was ich selbst verschuld't? 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig Trost in geistlicher Schwermuth. dich. Neue Melodie. Was kann mir wiederfahren, bewahren? und wenn du mich willst bu, mein Gott, bewahreft mich. 530. D u klagst, o Christ! 3. Wenn uns die Welt nicht oth erweckte, vergnügte uns dein Himmel nicht. Wer suchte, wenn ihn nichts erschreckte, die Hülfe, die dein Wort verspricht? wer fühlt, wenn keine Last ihn drückt, wie sanft, o Gott, dein Trost erquickt? 4. 3um Dulden führt dein Ruf der Gnaden, der uns zu Christi Gliedern macht. Wie schwer war der nicht hier beladen! wie hart verfolgt! wie 6. Laß, Gott, nur dieses Lebens Leiden zu meiner Bess rung fruchtbar seyn: so geh' ich zu des Himmels Freuden durch dieser Erde Trubsal ein. Dort wird mein Leben ohne Pein, und ohne Leid und Thránen seyn. 7. Drum laß mich mit dem Troste siegen: Gott giebt nach kurzer Prús fungszeit das allerseligste Vergnügen in jenem Reich der Herrlichkeit. Ver: schmachte Leib! stirb und vergeh'! ich weiß, daß ich einst aufersteh'. in schweren Leiden, und seufzest, € daß der Geist der Freuden von dir gewichen ist. Du klagst und rufft: Herr, wie so lange? und Gott, verzeucht, und dir wird bange, daß du von Gott verlassen bist. 2. Sind meine Sünden mir vergeben; hat Gott mir Sünder Heil und Leben in seinem Sohn verlieh'n: wo sind denn seines Geistes Triebe? warum empfind' ich nicht die Liebe, und hoffe, nicht getroft auf ihn? 3. Mühselig, sprichst du, und beladen, hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, und ich empfind' ihn nicht: bin abgeneigt, vor Gott zu treten; ich வவ bet, und kann nicht glaubig beten; ich denke, Gott, doch ohne Licht. und Geduld im Leiden. 4. Sonst war mir's Freude, seinen Willen von ganzem Herzen zu erfülYen; sein Wort war mir gewiß. Jetzt Fann ich's nicht zu Herzen fassen, und meine Kraft hat mich verlassen, und meinen Geist deckt Finsterniß. 5. Oft fühl ich 3weifel, die mich quálen, heul oft vor Unruh' meiner Geelen, und meine Hülf ist fern. Ich suche Ruh', die ich nicht finde; in meinem Herzen wohnt nur Sünde, nur Unruh', keine Furcht des Herrn. 6. 3ag' nicht, o Chrift, denn deine Schmerzen sind sichre 3eugen beff'rer Herzen, als dir das deine scheint. Wie könntest du dich so betrüben, daß dir die Kraft fehlt, Gott zu lieben, wär' nicht dein Herz mit ihm vereint. 110 vism 283 nachmals wird sie friedsam geben Frucht der Gerechtigkeit und Leben dem, der durch sie geübet ward. 13. Fahr' fort zu beten und zu wachen, Gott ist noch mächtig in den Schwachen, ist Güte für und für. Laß dir an seiner Gnade g'nügen: sein Wort ist wahr und kann nicht trügen: ich stärke dich, ich helfe dir! 14. Auf, faffe dich in deinen Nothen! sprich: wollte mich der Herr auch tödten: so harr' ich dennoch sein. Mir bleibt das Erbtheil der Erlöf'ten; und will mich Gott nicht eher trösten, so wird er mich im Tod erfreun. Trost in Dürftigkeit. Neue Mel. oder: Nach der Mel. des 140. Psalms. 7. Kein Mensch vermag Gott zu erkennen, noch Jesum einen Herrn zu € nennen, als durch den heil'gen Geist. 531. D u klagst, und Hast du nicht diesen Seift empfangen? er ist's, der dich nach Gott verlangen, und sein Erbarmen suchen heißt. fühlest die Beschwerden des Stands, in dem du dürftig lebst; du strebest 8. Vertrau' auf Gott; er wohnt bei denen, die sich nach deiner Hülfe sehnen; er kennt und will dein Glück. Er höret deines Weinens Stimme: verbirgt er gleich in seinem Grimme sich einen kleinen Augenblick. glücklicher zu werden, und siehst daß du vergebens strebst. 2. Ja, flage! Gott erlaubt die 3ähren; doch denk' im Klagen auch zurück. Ist denn das Glück, das wir begehren, für uns auch stets ein wahres Glück? 9. Gott ließ so manchen feiner Frommen in dies Gefühl des Elends kommen, und stand ihm måchtig bei. Du sollst dein Nichts erkennen lernen, sollst das Vertraun auf dich entfernen, und sehn, was Gottes Gnade sey. 10. Vor Sicherheit dich zu bewahren, läßt er dich seine Streng' erfahren. und schickt dir diese Laft. Er reinigt dich wie Gold im Feuer, macht dir das Heil der Seele theuer, damit du haltest, was du hast. 11. So wie ein Vater über Kinder, erbarmet Gott sich über Sünder, die ſeinen Namen scheun. Dein Seufzen ist ihm nicht verborgen, so fern der Abend ist vom Morgen, láßt er von dir die Sünde seyn. 12. 3war ist um Trost dir jego bange; denn alle Züchtigung, so lange sie da ist, scheint uns hart. Doch 3. Nie schenkt der Stand, nie schenfen Güter dem Menschen die Zufriedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüther ist Tugend und Genügsamkeit. 4. Genieße, was dir Gott beschieden, entbehre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, ein jeder Stand auch seine Last. 5. Gott ist der Herr, und seinen Segen vertheilt er stets mit weiſer Hand; nicht so wie wir's zu wün= schen pflegen, doch so, wie er's uns heilsam fand. SnooOOOMOMONOMETTONO air S. W. 1041, NOWO. alolololololo Diavolalalalalalala UNUIGNONOI MUUTO 284 3weiter Theil.-Von dem rechten Gebrauch des Lebens, 6. Willst du zu denken dich erkühnen,| deines Stands Geschäfte, und nüße daß seine Liebe dich vergißt? er giebt deine Lebenszeit. uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns schädlich ist. 8. Bei Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Glück in Hoffnung sehn, dies ist der Weg zu Nuh' und leden. Herr, lehre diesen Weg mich gehn! 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in tråger Unzufriedenheit; besorge 200 adm 43) Von dem rechten Gebrauch des Lebens, und der Zubereitung zum Tode. 500 Nach der Mel. des 7. Lieds. 532.& eilt der lehte von den Tagen, die du hier lebest, Mensch, herbei. Erkauf' die Zeit und statt zu klagen, sie sey zu Eurz, gebrauch sie treu! nimm mit er: kenntlichem Gemüth' der nahen Stunde wahr; sie flieht! 2. Getäuscht von eiteln Kleinigkeiten verlierst du deines Lebens 3weck, verschiebst dein Heit auf ferne Zeiten, und wirfst so sicher Jahre weg! bist du, zu kühner Sterblicher, des näch: sten Augenblickes Herr? Pilgertage durchgelebt, und einft im s eilt der legte von den Glauben sagen kann: du nimmst mich, 3. Einst Ewigkeiten zu besigen, sollst du die kurze Lebenszeit als deine Saatzeit weislich núgen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: sieh', Eins ist Noth! was fáumeft du? 4. Drum eil', errette deine Seele, und denke nicht: ein andermal! sey wacker, bet und überzähle der Menschentage kleine 3ahl. Gesetzt, dein Ende war' auch fern: sey fromm und wandle vor dem Herrn! 5. Mit jedem neu geschenkten Mor= gen erwecke dich zu dieser Pflicht. Sprich: dir, o Gott! ist nichts verborgen: ich bin vor deinem Ungesicht, und will mich, deiner Huld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn! 6. Erleucht' und stärke meine Seele, weil ohne dich sie nichts vermag. Du gonnst, daß ich mein Heil erwähle, aus Gnade mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stunde werth, die deine Langmuth mir gewährt. 7. Wohl mir! wenn ich aus allen Kräften nach Gottes Reiche bier gestrebt, in Gott gefälligen Geschäften die Herr, zu Ehren an! bin 8. Mein sprachlos Fleh'n bei mei nem Ende vernimmst du, Herzenskúndiger. In deine treuen Vaterhånde befehl ich meinen Geist, o Herr! er schwingt sich über Grab und Welt zu dir, wenn seine Hütte fällt. s namis op Neue Melodie.o 533. W as forgst du ángstlich für dein Leben? Es Gott gelassen übergeben, ist wahre Ruh' und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weislich núßen, es dankbar, als ein Glück besigen, verlieren, als verlörst du's nicht. 2. Der Tod soll dich nicht traurig schrecken; doch, dich zur Weisheit zu erwecken, soll er dir stets vor Augen seyn. Er soll den Wunsch zu leben mindern, doch dich in deiner Pflicht nicht bindern, vielmehr dir Kraft dazu verleihn. 3. Ermattest du in deinen Pflichten: so laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage sind. Sprich: sollt' ich Gutes wohl verschieben? Nein, me'ne Zeit, es auszuüben, ist kurz, und sie verfliegt geschwind. VOLO und der Zubereitung zum Tode. AIDIQU and 4. Denk' an den Tod, wenn böſe Triebe, wenn Lust der Welt, wenn ihre Liebe dich reizen; und ersticke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute sterben? Und könnt' ich auch die Welt ererben, beging ich doch solch Uebel nie. 5. Denk an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, wenn deine Schåge sich vermehren, daß du sie nicht zu heftig liebst. Denk' an die Eitelkeit der Erden, daß, wenn sie dir entrissen werden, du dann dich nicht zu sehr betrübst. 6. Denk' an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Lust sein Bild vertragen, so ist sie gut und unschuldsvoll. Sprich, dein Vergnügen zu vermehren: welch Glück wird Gott mir dort bescheren, wo ich unendlich leben soll! 7. Denk an den Tod, wenn dei nem Leben das fehlt, wornach die Reichen streben; sprich: bin ich hier, um reich zu seyn? wohl mir, wenn ich in Christo sterbe, dann ist ein unbeflecktes Erbe, dann ist der Him met Reichthum mein. 285 2. Daß du, o Höchster, meinem Le ben ein mir verborg'nes Ziel bestimmt; und daß die Zeit, die mir gegeben, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das flöße mir die Weisheit ein, stets auf mein Heil bedacht zu seyn. 3. Hier hab' ich lebenslang zu ler nen, mein Herz von Sünden abzuziehn, mich von der Weltluft zu ents fernen, und um den Himmel zu be mühn. O mache mich dazu geschickt, eh' mich der Tod der Welt entrückt. 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben cei dir, Gott, meiner Seelen Theil ist mir das Beste aufgehoben. Dort ist für mich vollkommnes Heil, da, wo mein Schaß ist, sey mein Herz! Herr, lenke selbst es himmelwärts. 5. Herr, allen Sünden abzusterben, zu leben der Gerechtigkeit, um einst dein himmlisch Reich zu erben, dazu laß meine Sterblichkeit mir stets, mein. Gott, vor Augen seyn, und deine Hülfe mich erfreun. 8. Denk an den Tod, wenn Leiden kommen; sprich: alle Trubsal eines Frommen ist zeitlich, und im Glauben leicht. Ich leide; doch von allem Bösen wird mich der Tod bald, bald erlösen; er ist's, der mir die Krone reicht 9. Denk' an den Tod zur Zeit der Schrecken, wenn Pfeile Gottes in die stecken; du rufft, und er antwortet nicht. Sprich: sollte Gott mich ewig haffen? ich seh' ihn doch nach dem Erblaffen; dann zeigt er mir sein Angesicht. Nach der Mel. des 47. Lieds. 10. So fuche dir in allen Fällen 535. Herr! ich hab' aus dei den oft lebhaft so wirst du ihn nicht zitternd scheu'n; so wird er dir cin Trost im Klagen, ein weiser Freund in guten Tagen, ein Schild in der Versuchung seyn. Nach der Mel. des 7. Lieds. u, Herr und Meister 6. Willst du mich långer leben las sen, so laß es mir zum Heil geschehn. och soll ich heute noch erblaffen, so hôre, Vater, auf mein Fleh'n! sey, wenn mein Herz im Tode bricht, mein Trost und meine Zuversicht. weißt, daß ich, dein schwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern trage, die irdisch und zerbrechlich sind. Drum gieb, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode sey bereit. 7. Dir will ich gänzlich mich erge= ben, dir, dessen Eigenthum ich bin. Bist du, mein Heiland, nur mein Leben, so bleibt mein Sterben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir. Sey nur mein Trost, so gnüget mir. 2. Unaussprechlich schnell entfliehn die uns zugezählten Stunden. Eh' 534. man's denkt, dahin, und auf Niemals ewig uns verschwunden. kehrt ein Augenblick uns zum Heil davon zurück. 3. Laß, bei ihrer Flüchtigkeit, mich, mein Gott, doch nie vergessen, wie Heit, noch Zeit in handen. Gieb doch, daß ich sorgsam sey, sie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. MOTOOOOOOOOOOOO anno S. W. 1041, NOVOKOKAKOVOJOVALOKOVS protokolateverovatavainin MOMONONOI 286 3weiter Theil.-Von dem rechten Gebrauch des Lebens, unschågbar sey die Zeit, die du uns hier zugemessen; wie, was hier von uns geschieht, ew'ge Folgen nach sich zieht. deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheun; lern' auch seiner dich erfreun. 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh' die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, noch die Stunden auszukaufen, die, zu meiner Seligkeit, deine Gnade mir verleiht. 6. Ueberwind' ihn durch Vertraun. Sprich; ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd' ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab' oft hin; siehe dein Gebein versenken. Sprich! Herr! daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken! lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. 5. Deine schonende Geduld trage mich, Gott! nicht vergebens. Ach! vergieb mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Lebens ich, zu meiner Seelen Wohl, nicht gebraucht so, wie ich soll. 6. Laß mich meine Besserung für 537. Wie mein Hauptgeschäfte achten, und nach meiner Heiligung mit so treuem Eifer trachten, als erwartete noch heut' mich Gericht und Ewigkeit. 7. Deine Gnade steh' mir bei, daß mein Leben auf der Erde reich an guten Früchten sey, und dem Nächsten nüglich werde. Und ist einst mein Ende da, o so sey mit Trost mir nah'! Nach der Mel. des 47. Lieds. eine Lebenszeit ver36. Mein streicht, stündlich eil' ich zu dem Grabe. Und was ist's, daß ich vielleicht hier annoch zu leben habe? denk', o Seele, an den Tod! faume nicht, denn Eins ist noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst; Wür den, die dir Menschen gaben; nichts wird dich im Tod' erfreun; diese Gúter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Jesum liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Beugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, giebt zum Tode Freudigkeit. 4. Wenn in deiner leßten Noth, Freunde hülflos um dich stehen; dann wird über Welt und Tod dich dies reine Herz erhöhen: dann erschreckt dich kein Gericht; Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott, und bet', und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; Nach der Mel. des 13. Lieds. Mie sicher lebt der Mensch, der Staub! sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sey noch fern. 2. Der Jungling hofft des Grcises 3iel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und feiner nimmt den Frrthum wahr. 3. Sprich nicht: ich denk' in Glück und Noth, im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut, und unsers Lebens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor's Gericht; da bringt Gott alles an das Licht, und macht, was hier verborgen war, den Rath der Herzen offenbar. 6. Drum, da dein Tod dir täglich draut; so sen doch wacker und bereit; prúf' deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thátig ist. 7. Ein Seufzer in der legten Noth, ein Wunsch durch des Erlösers Tod, vor Gottes Thron gerecht zu seyn, dies macht dich nicht von Sünden rein. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört; ihm folgt und sich vom Bösen kehrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt, dies ist es, was in Chrifto gilt. 9. Die Heiligung erfordert Müh'; du wirkst sie nicht, Gott wirket sie. அவ und der Zubereitung zum Tode. Du aber, ringe stets nach ihr, als wäre sie ein Werk von dir! 10. Der Ruf des Lebens, das du lebst, dein höchstes Ziel, nach dem du strebst, und was dir ewig Glück verschafft, ist Tugend in des Glaubens Kraft. 11. Ihr alle seine Tage weihn, heißt eingedenk des Todes seyn: und mach sen in der Heiligung ist wahre Tod's erinnerung. 12. Wie leicht vergess' ich diese Pflicht! Herr, geh' mit mir nicht in's Bericht! an meinen Tod erinn're mich, daß ich dir wandle würdiglich. 13. Daß ich mein Herz mit jedem Tag vor dir, o Gott, erforschen mag, ob Glaube, Demuth, Lieb' und Treu, die Furcht des Geistes in mir sey. 14. Daß ich zu dir um Gnade fleh', stets meinen Lusten widersteh', und einstens in des Glaubens Macht mit Freuden ruf': es ist vollbracht! 2. Weg, eitle Hoffnung, weg! als würd' ich lange leben, du Mutter stráflicher, verwegner Sicherheit! o meine Sorge sey, dir, Gott! mich zu ergeben: dein Wille sey mein Will' in dieser Prüfungszeit. Gieb, daß im Glauben start, und in der Liebe treu, ich deiner Zukunft stets wachsam gewärtig sey! 287 naht, je stárker steh' mir bei! auf daß, getreuer Gott, bei allen seinen Schrecken, mir meine letzte Zeit die allerbeste sey. Die Zeichen deiner Huld vermehre mir alsdann, damit ich meinen Lauf mit Muth vollenden kann. Nach der Mel. des 418. Lieds. 538. Mein Lebensfürst, zeig mir, in Geistes Nach der Met. des 110. Lieds. Lichte, wie alles Irdische ſo gar ver: 539. Wie das Biel der Wallgånglich ist. Ja alles, alles macht zulegt die Zeit zu nichte; und du, 0 Mensch! der du doch so gebrechlich bist, lebst sicher! lehre mich, unwandelbarer Gott: und so bedenk' ich erst mit Klugheit meinen Tod. fahrt auf der Erde? ob ich noch wenig oder viel an Tagen zählen werde, das weiß ich nicht; du weißt's allein. Ich kann vielleicht der nächste seyn, vom abgekürzten Leben ein Beispiel abzugeben. 3. Laß mich, o Herr! mir selbst und allen eiteln Dingen, noch eh' ich sterben muß, recht abgestorben seyn. Die Selbstverläugnung laß mir immer mehr gelingen, daß ich was beffers wähl', als Welt und falschen Schein! und so von ihr entwöhnt ich meinen legten Tag, in Hoffnung selig schon, getroft erwarten mag. 4. Gott, dessen Flügel mich in aller Noth bedecken, je mehr der Tod sich 5. Gewähr', ch' noch der Tod des Leibes Bau zerstöret, mir einen hellen Strahl der frohen Ewigkeit, der allen Rest der Lust zum Irdischen verzehret, und zu dem letzten Kampf mir Muth und Stärke beut. Wohl mir, wenn schon mein Herz davon den Vorschmack hat! froh schau' ich dich dann einst, von deinem Bilde satt. 6. Verschwinde denn, o Welt! bleibt mir nur Gottes Gnade; so wird mir mehr, als Welt und mehr, als Leben seyn. O führe du mich selbst auf jenem dunkeln Pfade, Herr, der du mich erlös't, in deinen Himmel ein. Dir übergeb' ich mich im Leben und im Tod: im Tod und Leben dein, und du auch stets mein Gott. 2. Bin ich erbaut aus besserm 3eug als andre, die an Jahren und Mun terkeit mir völlig gleich, des Todes Beute waren? wie manchem starrte schnell das Herz, eh' weder Krankheit oder Schmerz ihm, als des Todes Boten, sein nahes Ende droh'ten. 3. Wenn ich die Gottesácker seh' und alles könnte lesen, was der, auf dessen Grab ich geh', in seinem Sinn gewesen, und was bei ihm die Todesnacht für Hoffnungen zu nichts gemacht! so wurd' ich oft mit Schrecken mein eigen Herz entdecken. 4. Mein Gott, befreie mich vom Dunst der irdischen Beschwerden, und lehre mich die große Kunst, bei Gråbern klug zu werden. Nur der ist weise, der bedenkt, wie viel von seiTooOOOOOONOTETTONOTON olan 11 M' S NAWAWAL VOJOJOJONGE Unu un DororonorMOTOROMOM 238 3weiter Theil.- Von dem rechten Gebrauch des Lebens, nem Tod abhångt, und der dazu in| Docht verlodert, und mich Gott zur Zeiten sein Herz sucht zu bereiten. Rechnung fodert? 5. Erinn're mich ans große Ziel, dazu du mich geschaffen, damit ich mich nie in das Spiel der Weltlust mag vergaffen. Und sieht dein Auge, daß mein Schritt noch nicht den rechten Weg betritt, so woulst du, Herr, in Zeiten auf solchen Weg mich leiten. 6. Daß ich mich vor der kalten Hand des Todes nicht entfárbe; so mache mich mit ihm bekannt vorher noch, eh' ich sterbe. Laß mir sein Bild vor Augen seyn, damit ich lerne Sünden scheu'n, die das Gewissen schrecken und Todesfurcht erwecken. 7. Gieb, daß ich dich mit frohem Muth als meinen Gott betrachte, hingegen Freunde, Glück und Gut nicht als mein eigen achte: so wird, wenn mich die Zeit wegnimmt, die du zum Abschied mir bestimmt, nichts, was mir hier verliehen, mein Herz zurücke ziehen. 8. Dir sey es gånzlich heimgestellt, wie, wo und wann ich scheide. Wer unter deinen Flügeln fällt, wird frei von allem Leide. Doch wünsch ich, daß ich wohlgeschickt von hinnen werde wegge= rückt, und allzuschweres Kämpfen nicht die Vernunft mag dåmpfen. 9. Laß mich auf Jesu Herrlichkeit mit froher Hoffnung blicken, und mitten in der Dunkelheit mich sein Verdienst erblicken Dann nimm, Herr, nach vollbrachtem Lauf den Geist aus die fer Hütte auf, die einst im Reich der Deinen wird neugebaut erscheinen. Nach der Mel. des 29. Lieds. 540., Herr! lehre mich bedenken, daß ich einmal sterben muß. Den wird einst der Tod nicht frånken, der schon vor des Lebens Schluß dieses Lebens Werth erkennt, und von regem Eifer brennt, sich in diesen Augenblicken zu der Ewig: feit zu schicken. 2. Endlich muß ein Licht verbrennen, dessen Schein mich noch erfreut. Will ich mich denn nicht erkennen? was ist meine Lebenszeit! kommt mir denn nicht in den Sinn, da ich so vergånglich bin, wie geschwind mein 3. Kaum, daß ich das Leben habe, so theilt sich der Tod mir mit. Von der Wiege bis zum Grabe ist ein kurz gemess'ner Schritt. Meine Kraft entwickelt sich, und zugleich verzehrt sie sich. O ich merk', indem ich steige, wie ich mich zum Sinken neige. 4. Menschen! was ist euer Leben! wenn ihr gleich so sicher seyd. Stunden hat euch Gott gegeben, und ihr schågt den Tod so weit! nur wer bald sein Haus bestellt, geht mit Freuden aus der Welt; auf des fichern Sünders Wegen eilet man der Holl' entgegen. 5. Predigen doch meine Glieder mir genug von Sterblichkeit. Kraftlos legen sie sich nieder, wenn es jest der Schlaf gebeut, der durch seine Stárkungskraft ihnen neues Leben schafft; doch bei aller seiner Milde zeigt er uns den Tod im Bilde. 6. Laß mich, Gott, mein Heil bedenken und mich niemals sicher seyn. Will die Welt mich anders lenken, präge deine Furcht mir ein; rufe du mir máchtig zu: Mensch: die Welt ver: läsfest du, willst du dich mit eiteln Dingen um dein Glück im Himmel bringen? 7. Laß mich nicht die Buße sparen, bis die Krankheit mich ergreift, sondern schon bei muntern Jahren, ehe sich die Sünde häuft, táglich, táglich Buße thun. Tod, mein Freund, o komme nun, du kannst mir, im Stand der Gnaden, mir Versöhnten nicht mehr schaden. Nach der Mel. des 42. Lteds. 541. Ich will dich noch im nah' am Grabe preif' ich dich; zum Segen gabst du mir mein Leben, nimmst du es mir; du segnest mich. Mein Leben sucht ich dir zu weih'n, mein Tod soll auch dir heilig seyn. 2. Gott! welche feierliche Stun den, wenn du mich nun der Erd' entziehst, auf mich, den du getreu befunden, voll schonender Erbarmung siehst! Ullmächtiger! in dein Gericht gehst du mit mir Erlös'ten nicht. und der Zubereitung zum Tode. nis geil und eight. Gott iſt ſelbſt m 3. Der Leib wird schwach, die ird': sche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; schon gehen meine múden Schritte den Weg zu Gott aus dieser Welt. Ich bin getroft und zage nicht, denn Gott ist selbst mein dusa chime dru 4. Wie sollt' ich vor dem Tode be ben, da du für mich, Erlöser, starbst? er ist durch dich der Weg zum Leben, das du am Kreuze mir erwarbst. Wie du ihn sahst; will ich ihn sehn, wie du, so werd' ich auferstehn. 5. Laß Qual und Leid mein Grab umringen und mir den legten Schrekken dráun; du halfft mir, Herr, die Welt bezwingen, den Tod darf ich mit dir nicht scheun. So nah' dem Lohn, den Gott verspricht, so nah' am Biele fink' ich nicht. 6. Du wacheft über meine Seele, wenn ihre Stärke sich verliert, giebst deinem Engel schon Befehle, der sie zu deinen Freuden führt, des Todes Nacht um mich verscheucht, und mir des Lebens Krone reicht. 7. Ich will dich noch im Tod' erheben, jelbst nah am Grabe preif' ich dich: denn ewig werd' ich vor dir leben. Wie segnet dann dein Untlig mich! o Tod, o Sterben, mein Gewinn! wohl mir, daß ich erlöset bin! D strock Mel. Christus, der ist mein Leben. 542. M ein Jesus ist mein Leben. Reißt schon der Tod mich hin; was sollt' ich angstlich beben? der Tod ist mein Gewinn. 901713 289 2. Wer an ihn glaubt, wird selig. Dies Wort steht ewig fest. Die Freu den sind unzählig, die es mich hoffen láßt.inst 3. Drum fahr' ich hin in Frieden zu dir, o Jesu Christ; von dir stets ungeschieden, der du mein Bruder bist. 4. Du kennest meinen Glauben; und keine Furcht noch Pein wird mir auch nun ihn rauben. Ich bin und bleibe dein. 5. Bald hab' ich überwunden; schon weicht die Finsterniß; denn, Herr, durch deine Wunden ist mir der Sieg gewiß. 6. Durch sie bin ich gereinigt; durch sie mit Gott versöhnt; durch sie mit dir vereinigt und bald mit Preis gekrönt. 7. Wer kann dich g'nug erheben? Du hast, Sohn Gottes, dich für uns dahin gegeben. Heil mir! du auch für mich. 8. Du wolltest Strafe dulden, die ich doch auf mich lud. Du tilgtest meine Schulden ganz durch dein göttlich Blut. 9. Geheilt ist nun mein Schade. Im Himmel ist mein Theil. Otheure, hohe Gnade! o unaussprechlich's Heit! 10. Erlöser! sieh', ich sammle noch meine legte Kraft, und preise dich, und stammle, welch Heil du mir ges schafft.bloudbyddim bim 209.0 11. 3u dir, Herr! will ich flehen, so lang' ich lallen kann. Du kannst mein Innres sehen, und nimmst auch Seufzer an. du Autovi sia gol 12. Du selber hilfft mir ringen; allmächtig hilfft du mir, in's Leben durchzudringen. Bald, bald bin ich bei dir. modódrs ndo3 13. Owohl mir! ich vollende nun bald den schweren Lauf. Du nimmst in deine Hände den Geist, mein Heiland! auf., sha 190422 his bod 44) Von der Liebe des Nächsten. Tini Tant mod tim u ND TA No Nach der Wel. des 37. Lieds. mod dein Feind noch ist, mit Wohlthun er du die Liebe selber 543. D bist, und gern uns doch begegnest! o bilde meinen Sinn nach dir, und laß mich doch, mein Heiland, hier, wie du gewandelt, 19 Menschen fegneft; ja selbst dem, der SOTOOOOOOOHONENTOMO air S. WV. 1041, MOTOKOLOKOJOJOJOKONG UrururururuUJU vaevavalolatotokolata 290 3weiter Theil. Von wandeln. Die können keine Christen seyn, die sich nicht andrer Wohlfahrt freun, und menschenfeindlich handeln. 2. Dein Leben in der Sterblichkeit war für die Menschen Segen. Dir folgten Lieb und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen, Wohin du gingst, ging Wohlthun mit, dein Wort, dein Werk und jeden Schritt begleitete Er barmen.Du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verderben zu befrein, und starbst zum Heil uns Urmen. di jept noch a 3. Auch jetzt noch auf der Himmel Thron bist du das Heil der Sünder. Auch da bleibst du, o Gottessohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst den Deinen wahre Ruh', und die Verirrten suchest du auf rechten Weg zu leiten. Du hörst der Seufzenden Gebet und brauchest deine Majestät, nur Segen auszubreiten. 544. o jemand spricht: ich liebe Gott, und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und handelt ganz dawider. Gott ist die Lieb', und will, daß ich den Nächsten liebe, gleich als mich. der Liebe des Nächsten. nicht blos für mich; mein Nächster ist sein Kind, wie ich.ni shidab 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern; denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt 3. Sein Heil ist unser aller Gut. Ich sollte Brüder hassen, die Gott durch seines Sohnes Blut so hoch erkaufen lassen? daß Gott mich schuf, und mich versühnt, hab' ich dies mehr, als sie verdient? bi 1224 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du, Herr, von meinen Tagen! ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeih'n, dem du vergiebst? und den nicht lieben, den du liebst? 0 5. Was ich den Frommen hier ge than, den Kleinsten auch von diesen, das siehst du, mein Erlöser, an, als hätt' ich's dir erwiesen. Und ich, ich ſollt' ein Mensch noch seyn, und dich in Brüdern nicht erfreun? in 4. O laß in meiner Pilgrimschaft mich auf dein Vorbild sehen. Erfülle mich mit Lust und Kraft, dem Nach ften beizustehen, betrübter Herzen Trost zu seyn, mich mit den Fröhlichen zu freun, mit Weinenden zu klagen. Laß mich dem, der sein Herz mir weiht, ein Herz voll frommer RedNach der Mel. des 9. Lieds. ieb mir, o Gott! ein jeden Menlichkeit und Treue nicht versagen. daschen liebet; bei seinem Wohl sich freut, 5. Laß mich mit brüderlicher Huld bei seiner Noth betrübet, ein Herz, den Strauchelnden erwecken; durch das Eigennuß, und Neid, und Härte Sanftmuth, Mitleid und Geduld des flicht und sich um andrer Glück, Nächsten Fehler decken. Mein Untlig als um sein Glück bemüht. sey nie fürchterlich und meine Seele neige sich zu des Bedrängten Flehen: so wird mich in der bessern Welt, die nur Beglückte in sich hält, der Liebe Lohn erhöhen. i Hallod di Idow C Nach der Mel. des 26. Lieds. dind 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmher:: zig ist, und nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist, ein Herz, das dich durch Liebe preis't. #model and 545. 545. 2. Seh' ich den Dürftigen, so laß mich gútig eilen, von dem, was du mir giebst, ihm bülfreich mitzutheilen. Laß mich gern dienen, nicht groß vor der Welt zu seyn, und mich verehrt zu sehn; nein, Menschen zu erfreu'n. 3. Dies sey mein Gottesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, müss' andern stets mein Herz mit Rath und Hülfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zu milder Wohlthat an: nein, was ich Brüdern thu', das sey dir, Gott, bu', gethan. 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Durstigen begegnet, ein Blick voll Troft, mit dem mein Herz Bedrängte segnet; ein Rath mit dem mein Mund im Kummer andre stärkt, Zweiter Theil. Von nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. JOKES 5. Eilt wo ein boshaft Herz Unfrieden anzurichten; so laß mich sorgsam seyn, der Brüder Zwist zu schlichten. Aus Schmåbsucht Fránke nie mein Mund des Nächsten Ruh'; er rühme sein Verdienst, déce' seine Fehler zu! 6. Die Rach' ist dein, o Gott! du sprichst: ich will vergelten, drum laß wenn Menschen auf mich schelten. Sieb, daß ich dem ver- 547. Nuei zeigt, ob man neu Nach der Met. des 13. Lteds. ur Liebe ohne Heuchezeih', der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohlergehen mit eingeschránk: tem Blick bei meinem Náchsten sehen. Noch stärker müsse mich sein ewig Glück erfreun, und ihm zum See lenheil mein Herz behülflich seyn. 8. Den, der im Glauben wankt, der Liebe des Nächsten. 291 4. Laß mich aufrichtig schäßen deine Gaben, die andre, Herr, von deiner Güte haben. Es müsse nie mein Herz des Nächsten Freuden boshaft beneiden. 5. Laß mich, mein Heiland, immer mehr auf Erden, an Lieb' und GutigGieb dazu keit dir ähnlich werden. Kräfte, Herr, so will ich droben dich ewig loben. noch sicher ist, bei seinen Fleisches: werfen, von der verkehrten Bahn auf rechten Weg zu ziehn, dazu verleih' mir Kraft und segne mein Bemühn. 3. Kannst du des Nächsten Elend sehn, und ungerührt vorüber gehn, den, der um deinen Glauben schlecht; so ist dein Christenthum nicht acht. 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seelen Triebe, durch deine Lieb' und Furcht, zu wahrer Menschenliebe. Wer nicht den Nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen feyn. na d geboren sey; sie zeugt vom wahren Christenthum; sie ist des Menschen höchster Ruhm, bilde 2. Gott ist die Liebe; du sein Kind, wenn dich der Nächste liebreich find't. Wer ohne Lieb' ist, kennt nicht Gott, ist noch in seinen Sünden todt. d 19H36, 3200 di Nach der Mel. des 55. Lieds. ilf, Jesu! daß ich mei546. Hnen Nächsten liebe z durch lieblos Richten ihn ja nicht be trübe, ihn nicht verläumde, noch durch falsche Ränke sein Herze tránke.d 12. Gieb, daß ich nachsichtsvoll des Nächsten Fehle, so viel ich immer kann, der Welt verhehle, und, wenn er fällt, auf mich, der ich noch stehe, mit Vorsicht sehe. sed dinis 13. Hilf, daß ich flüglich ihn zu beffern trachte, und seiner Seelen Wohl recht theuer achte. Denn du haft selbst für sie in Todesbanden viel ausgestanden.0019 do ause 4. O sprich nur nicht: er ist mein Feind: wie kann man seyn des Feindes Freund? der Feind bleibt ja dein Fleisch und Blut; thu', was der Samariter thut. 5. Hat dich denn Gott nicht stets geliebt, Gott, welchen du so oft betrübt? Gleichwohl vergißt er Zorn und Rach'; o folge diesem Beispiel nach. 6. Den liebt ein Heide, der ihn liebt; dem giebt er wieder, der ihm giebt. So schránket sich der Christ nicht ein; auch Feinden wird er gütig seyn. 7. Dein Herz sey voll von Lieb' und Huld, voll Demuth, Sanftmuth und Geduld, so wirst du vieler Feinde los, und dein zukünft'ger Lohn ist groß. 8. Nun, Gott, der du die Liebe bist, gieb, daß ich als ein wahrer Chrift nach deinem Beispiel liebreich Fey, aufrichtig, ohne Heuchelei. 9. Dann nimm mich, nach vollbrachtem Lauf, an jenen Ort des Fries dens auf, wo dich und jeden Menschenfreund die Lieb' auf's innigste vereint. Pe moeith i fun 19* MOONOTOTOMOOTTOTETTO17 platais S. WV. 1041, NOWO HOVOJOKOUS UIU MUNE ΟΠΟΤΟΠΟΙ ΠΟΤΟΛΟΠΟΛΟΤΟΠΟΛΟΠΟΠΟΟΛΟΜΕ 292 45) Von der Gerechtigkeit. Nach der Mel. des 233. Lieds. u liebst, o Gott! 300730 4. Nie seufze jemand über mich! mein ganzes Herz bestrebe sich, dem 548. Drechtigkeit, und haffest Nächsten gern zu geben, was er mit Recht verlangen kann, und immerfort mit jedermann in Einigkeit zu leben.1058 ST TRE den, der sie entweih't, am nächsten Unrecht übet. Du bist's, der jedem seinen Lohn, ohn' alles Unsehn der Person, nach seinen Werken giebet. 2. Gerechter Gott! laß deinen Geist zu dem, was recht und billig heißt, stets meine Seele lenken. Nie komm' es mir doch in den Sinn, aus schno der Habsucht und Gewinn des Nachsten Recht zu frånken. 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Brust, und laß mich stets mit wahrer Lust der Liebe Pflichten üben. Ein Herz, das nur auf unrecht denkt, nur Scha: den sucht, und andre frånkt, wie kann das Brüder lieben? 5. Laß mich beständig dahin sehn, mit jeglichem so umzugehn, wie ich's von ihm begehre: damit ich keines Menschen Herz durch meine Härte je mit Schmerz und Kümmerniß be= schwere. 46) Von 6. Herr! mit dem Maaß, damit ich hier dem Nächsten messe, wirst du mir dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur Billigkeit, so werd' ich auch zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen. Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. zorns Raserei nie des Herzens MeiNach der Mel. des 108. Lieds. 549. ott, der du die Men= ster sey. schen liebest, der du nicht ein strenges Recht, sondern lau ter Gnade übeft an dem sündlichen Geschlecht! laß mich deinen Geist beleben, daß ich, Vater, als dein Kind, liebreich sey, wie du gesinnt. Herr, du wollst den Sinn mir geben, der bei Fehlern Nachsicht zeigt, und mit Sanftmuth ſpricht und schweigt. 4. Wer mir flucht, den will ich fegnen, so wie mein Erlöser that, und dem nachsichtsvoll begegnen, der zum 3anken Neigung hat. Für die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedensfürst, wenn du Menschen richten wirst, ausgeföhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens! segne du mich mit deiner Kraft dazu. 2. Laß mich meines Náchsten schonen, willig tragen seine Last! und so lang' ich hier soll wohnen, bleibe 3anksucht mir verhaßt! denn das ist, o Gott, dein Wille, und die Eintracht liebest du: o, so hilf auch mir dazu! gieb ein Herz mir, das die Stille, und den Frieden sucht und liebt, das statt Rache Sanftmuth übt. 5. Ewig Heil ist dem beschieden, der nach frommer Eintracht strebt. Höchster! gieb mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; denn wenn er das Herz regiert, wird, was zu der 3wietracht führt, niemals Uebermacht gewinnen; bis einst in der Herrlichkeit ew'ger Friede uns erfreut. 2001/0 3. O, wie wird das Herz beschwe ret, durch des Bornes Leidenschaft! Santsucht und der Haß verzehret nach 550. Herrer du für mich litNach der Mel. des 131. Lieds. mein und nach des Körpers Kraft, hemmt den Lauf von unsern Jahren, macht zum Himmel ungeschickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt! ach, du wollest mich bewahren, daß des Jahtest! und noch zur Rechten Gottes für mich bittest! erweck in mir, du Muster wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe. Zweiter Theil. Von der Sanftmuth und Versöhnlichkeit. 293 2. du jemals Haß mit Haß vergolten? du ſchalt'ſt nicht wie 551. Hert nicht zu ermeſſen! Nach der Mel. des 131. Lieds. err! deine Sanftmuth Du der, als man dich gescholten. segnetest mit Wohlthun nicht blos Freunde; nein selbst auch Feinde. in 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen andre brennen? ich sollte female Haß mit Haß vergelten, und wieder schelten? -FO 4. Wie kann ich Vater zu dem Hochsten sagen, und Groll im Herzen gegen Bruder tragen? Wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, und Rache schreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird werflich mache ligne R für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Junger ist nur, der wie du, vergiebet, und Feinde liebet. 6. So heilige denn meiner Seelen Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe; vertilge durch die Lust zu deinem Namen der Rachgier Samen. 7. Wenn meine Brüder sich an mir vergehen, so lehre mich, ihr Unrecht übersehen. Laß mich, wenn sie mich auch empfindlich krånken, an dich gedenken. wie viel hast du vergeben und vergessen! ach, führe mir doch deine große Gute recht zu Gemüthe! 3. Uch, glich' ich dir, o Heiland! ich bekenne, daß ich noch oft von schnel= lem 3orn entbrenne, und mich vor dir durch Rache ver8. Erwecke denn, o Herr, in meinem Herzen, auf's neue das Gedächtniß jener Schmerzen, die du in deinen schweren Leidensstunden für mich empfunden. 2. Du segneteft, die deinem Namen fluchten; und heilteft die, die dich zu fangen suchten; und zeigtest unter deiner Feinde Toben der Langmuth Proben. Bard 9. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, den, der mir flucht, voll Großmuth, wie du, segnen. Herr, mache gegen alle, mich hassen, mein Herz gelassen. die 4. Ich muß es wehmuthsvoll vor dir, Herr, klagen; mein stolzes Herz kann, leider! wenig tragen; und schwerlich weiß sich, wenn mich andre haffen, mein Herz zu fassen. 5. Vergieb mir, Herr, und wende mein Verderben; bei 3orn und Haß läßt sich dein Reich nicht erben. Und jener Tag vergilt nach strengem Rechte dem harten Knechte. a on mind ab 6. Co hilf mir denn die wilde Glut ersticken; laß sich dein Bild in meine Seele drücken! so werd' ich mich ver föhnlich finden lassen, den Feind nicht haffen. 331 7. Flucht mir die Welt, so laß mich, Herr, sie segnen; und ihrem Grimm mit Freundlichkeit begegnen; daß mich das Böse, das ich dann empfinde, nicht überwinde. drog sid 8. Verleih' mir das um deiner Sanftmuth willen; so erb' ich auch im Lande deiner Stillen die Selig= feit, wozu sie jenes Leben einst wird erheben. BIT 19101 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd' ich sonst mein ganzes verlieren: sim Nach der Mel. des 50, Lieds. foner, so laß mich, ihr zu wider: 552. Nie will ich dem zu ſchaden suchen, der mir stehen, auf dich dann sehen. ad mad 11. Du schůzest den, der redlich vor dir wandelt, und überall nach deinem Vorbild handelt. Drum laß in Ullem mich schon hier auf Erden dir ähnlich werden. and idlet Kid 7601 31p zu schaden sucht. Nie will ich meinem Feinde fluchen, wenn er aus Haß mir flucht. Mit Gute will ich ihm begegnen, nicht drohen, wenn er droht. Wenn er mich schilt, will ich ihn segnen: dies ist des Herrn Gebot. MOO TONOTOTOOOOOTATION aur S. W.1041, KAKOVOVALOlololololorG KUNUNUNUNUN MUIUIUIUIUIO GIORGIONOUNCTIO. 3weiter Zweiter Theil. Von 294 2. Er, der von feiner Sünde wußte, vergalt die Schmach mit Huld, und litt, so viel er leiden mußte, mit Sanft muth und Geduld. Will ich, sein Jún ger, wieder schelten, da er nicht wieder schalt? mit Liebe nicht den Haß vergelten, wie er den Haß vergalt? 3. Wahrist's, Verláumdung dulden müssen, ist eine schwere Pflicht. Doch ſelig, wenn ein gut Gewissen zu unsrer Ehre spricht: dies will ich desto mehr bewahren; so bessert mich mein Feind, und lehrt mich weiser nur verfahren, indem er's bose meint. 47) Von der Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit. Nach der Mel. des 8. Lieds. wirkt seine Gutigkeit. Er sieht auf 553. Wie selig lebt ein Mensch, seinen Gott, der Liebe ihm gebeut. kennet, und ihre Pflicht zu thun aus Menschenliebe brennet: der, wenn ihn auch kein Eid zum Dienst der Welt verbind't, Beruf und Eid und Umt schon in sich selber find't. bi to Gott! durch Christum werden! voll regen Eifers sey mein Leben hier auf Erden, so nüglich, als ich kann, dem Nächsten stets zu seyn; dann geh' ich einst, o Gott, in's Reich der Liebe ein. Wach der Mel. des 48. Lieds. u, aller Vaisuth 12. Dir, Höchster, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch Dienstbeflissenheit sucht er dies zu erreichen; 554. Der! bu güfigster Beraallein er hält für eignes Wohl sich nicht gemacht: er hält sich für die Welt von dir hervorgebracht. med bind ther in allem, was uns drückt! was wir hier Gur's genießen, das läßt du uns zufließen; du bist's, der unser Herz erquickt. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienst und Kräfte, ihr nüßen ist für mich ein seliges Geschäfte. Als Glieder schuf uns Gott, als Bürger einer Welt, in der des einen Hand die Hand des andern hält.dü abin 4. So denkt der Menschenfreund; und das ist sein Bestreben, so treu, als er sich lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Nachsten Heil sein eignes Himmelreich; er fühlet fremde Noth, als tráf' ihn selbst der Streich. der Dienstfertigkeit zc.star8 4. Ich will mich vor den Fehlern hüten, die er von mir ersann; und auch die Fehler mir verbieten; die er nicht wissen kann. So will ich mich durch Sanftmuth rächen, an ihm das Gute sehn, und dieses Gute von ihm sprechen: wie könnt er långer schmäh'n! 5. In seinem Haß ihn zu ermúden, will ich ihm gern verzeih'n, und als ein Christ bereit zum Frieden, bereit zu Diensten seyn. Und wird er, mich zu untertreten, durch Gute mehr er higt, will ich im Stillen für ihn beten und Gott vertrau'n: Gott schust.e Sint 5. Er eilt dem, der's bedarf, mit Hülfe beizustehen; sein Unsehn und sein Freund, sein Stand, sein Wohlergehen, sind Mittel, die er braucht, behülflich gern zu seyn, und einen Leidenden mit Troste zu erfreu'n. 6. Was andrer Nothdurft heischt, das reizet seine Triebe, auch ohne Ruhm und Lohn, zu wahrer Menschentiebe. Kein Stolz noch Eigennuß 2. Du läßt dich bei uns Sündern durch Undank nicht verhindern, uns segnend zu erfreun. Zu ew'gen Seligkeiten uns Sterbliche zu leiten, wird ewig dein Bergnügen seyn. 3. Wie groß ist deine Milde! Barmherz'ger Vater! bilde mein Herz nach deinem Sinn, daß ich der Noth der Urmen mich willig mög' erbarmen! nimm alle Härte von mir hin. 4. Gieb, daß ich willig gebe, mich wohlzuthun bestrebe, so wie mein Heiland that, der göttliche Erbarmer, den kein bedrängter Armer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt in mir die Triebe der mitleidsvollen Liebe. Wie du mir Gut's gethan; so laß, um deinetwillen, mich andrer Nothdurft stillen, so oft ich sie nur stillen kann. 3weiter Theil. Vom rechten 6. 3um Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung stärken: vor dir, dem Herrn der Welt, der frohe Geber liebet, sey, was man willig giebet, ein Opfer, das dir wohlgefällt. 3907. Laß mich hier reichlich säen. Denn, Herr, was hier geschehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier gern hilft und giebet, und sich im Wohthun übet, der erndtet dort die Herrlichkeit. S 390 dan ettini of blac is Nach der Mel. des 26. Lieds.0073 er dieser Erden Güter hat, und sieht den Nächsten leiden, und macht den Hungrigen nicht satt, läßt Nackende nicht kleiden, der ist ein Feind der ersten Pflicht, und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 555. 2. Wer seines Nächsten Ehre schmäht, und gern sie schmähen höret, sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, und nichts zum Besten kehret; nicht dem Verläumder widerspricht, der liebet seinen Nächsten nicht. in dcbinge 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schuß den Nächsten unterstüget, doch nur aus Stolz, aus Eigennug, aus Weichlichkeit ihm nuget, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, auch der liebt seinen Nächsten nicht.bod ad in chilmaising lot Gebrauch der Zunge.$ 295 4. Wer harvet, bis, ihn anzuflehn, ein Dürft'ger erst erscheinet nicht eilt dem Frommen beizustehn, der im Verborg'nen weinet, nicht gütig forscht, ob's ihm gebricht, der liebt auch seidrt1975 nen Nächsten nicht.. dan5. Wer andre, wenn er sie beschirmt, mit hårt und Vorwurf quálet, und ohne Nachsicht straft und stürmt, sobald sein Nächster fehlet: wie bleibt bei seinem Ungeftum, is Gott, deine Liebe wohl bei ihm? 6. Ber für der Armen Heil und Bucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu wehren sucht, das oft sie dürftig machet; nur sorglos ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt.nisd 360 mm. mis ant 7. 3war du, mein Geist! vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben: doch bist du nur geneigt, die Pflicht getreulich auszuüben, und wünscheft dir die Kraft dazu, und sorgst dafür: so liebest duradur dhe 8. Ermattet dieser Trieb in dir, so such ihn zu beleben! denk' oft: Gott ist die Lieb', und mir hat er sein Bild gegeben. Ja, Höchster! was ich hab', ist dein; sollt' ich, wie du, nicht gütig seyn? bilang mis dun Gladi igno 48) Vom rechten Gebrauch der Zunge. Saun 19630507 31 abo Nach der Mel. des 215. Lieds. ie 3unge, die vernehm556. De lich spricht, hat dir dein Gott gegeben. Welch ein Geschenk! mißbrauch es nicht, sie bringet Tod und Leben, sie stürzt in Unglück, hilft in Noth; sie fluchet und sie segnet Gott, so gut ist sie, so böse! 2. Gott! laß in meines Herzens Grund stets Recht und Wahrheit siegen. Dann mag das Herz in meinem Mund der Welt vor Augen liegen: dann werd' ich von Verstellung frei, der Wahrheit und dem Recht getreu, nicht mit den Lippen sünd'gen. 3. Zu deiner Ehr, zu andrer Wohl soll ich mein Thun stets lenken; laß dann auch, wenn ich reden soll, mich diesen Zweck bedenken. Dein Lob, des Nächsten Glimpf und Nug, der Unschuld und der Schwachen Schuk beschaft'ge meine 3unge. 4. Schandbare Worte, frecher Scherz, unheilge Spottereien, verrathen ein verderbtes Herz: davon mich zu befreien, so wirk' auf mich durch deinen Geist, daß Herz und Mund dich, Höchster, preis't, wie Christen es geziemet. INDITION MOTOMOTO 5. Was züchtig, keusch und ehrbar ist, was wohl und lieblich klinget, das redet billig nur der Christ. Er spricht, wenn's Nugen bringet; er schweigt, wenn Schweigen besser ist! er bildet sich stets, als ein Christ, nach seines Heilands Muster. 6. wehe dem verwegnen Mund, der einen Fluch nicht scheuet! wie wird des Herzens Leichtsinn fund und TOOMOOtamomomo platnic S. W. 1041, EO LOJAKOVANES UMUMONUMUNE our arrivent. 296 3weiter Theil. Vom rechten Gebrauch der Bunge. oft zu spät bereuet! ach, fluchen brin- Nach der Mel. des 67. Lieds. get Fluch und Noth, und, wenn nicht 558. Buße folgt, den Tod; Gott wolle ohl dem, der richtig mich bewahren bin Diger man prod 558. W wandelt, der, als 7. Gieb, Gott! daß ich, der Lügen Feind, des Teufels Arglist hasse, und mich stets als ein Menschenfreund aufrichtig finden laffe. Der Lügner Theil ist jener Pfuhl! die jauchzen einst vor Gortes Stuhl, die Treu' und Wahrheit lieben. mai ind Smdi isd( dogy adsiz du Nach der Mel. des 82, Lieds. ein Wahrheitsfreund, in Wort und Werken handelt, und das ist, was er scheint; der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit übet, sich unbe fleckt erhält. dyre 2. Wohl dem, der Lügen haffet, und der, so oft er spricht, so seine Reden fasset, daß er die Wahrheit nicht mit Vorbedacht verleget, und der an allem Ort sich dies vor Augen seget: Wort. Gott merkt auf jedes 3. Wohl ihm! daß sein Gemúthe, Herr, deine Rechte übt! Shn leitet deine Güte, er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhöhen, wenn in der Wahrheit Licht beschämt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Gericht. 557. Laß mich, höchster! darnach streben, stets der Wahrheit Freund zu seyn! jenes freudenvolle Leben nimmt nicht freche Lügner ein. Denn vor deinem Ungesichte werden sie beschämt zunichte, so wie Satans Trug und List, der der Lügner Vater ist.m E myd 2. Undern zu gefallen lügen, leeren Schwägern gleich zu seyn, heuchelnd Brüder zu betrügen, Herr! das falle mir nie ein, Wahrheit leit an allen Orten mich in Werken und in Wor ten. Nedlich sen des Herzens Grund, redlich spreche auch mein Mund. 3. Die der Falschheit sich ergeben, sind vor dir, o Gott! ein Grau'!; und ein unglückselig's Leben bleibt gewiß ihr künftig's Theil. Hier schon trifft verdiente Schande sie bei Redlichen im Lande. Denn ein jeder Menschenfreund ist der Falschheit Rán ten Feind. 4. Schmåht mich, ohne mein Verschulden, der Verläumder Lästermund; Herr, so laß mich still erdulden. Einst wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht långer schweigen, meine Unschuld zu bezeugen, o fo gieb, daß stets dabei Herz und Mund voll Sanftmuth sey. 5. Daß du, Herr, an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist; daß kein eing'ges meiner Worte deinem Ohr verborgen ist; daß sey stets mir im Gemüthe, daß ich mich vor Lügen húte, denn du liebst den Wahrheitsfreund, und bist falschen Herzen feind. 4. Herr! drücke diese Sache mir tief in's Herze ein; daß ich's zur Pflicht mir mache, der Lügen Feind zu seyn. Erinn're mein Gewissen, du hasfest Heuchelei, damit ich stets beflissen der Treu' und Wahrheit sey. 5. Nie laß mich was versprechen, das brechen, die ich einmal gethan; nie ich nicht halten kann, und nie 3usagen mich den Stolz verleiten, und nie Beispiels Macht, als Wahrheit auszubreiten, was ich doch selbst erdacht. des deiner Weisheit Licht, Herr, meine 6. Doch laß zu allen Zeiten auch Seele leiten, damit ich meine Pflicht für andrer Wohl und für mich reden mit Klugheit üb', und wisse, wann ich müsse, und wann ich schweigen soll. 7. Wenn je, um mich zu drücken, des Feindes Anschlag gilt, der sich bei bösen Tücken in guten Schein verhüllt; so stårke meine Seele, daß sie nicht unterliegt, und alles dir befehle, durch den die Unschuld siegt. 8. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das, Gott, zu dir sich hält, das soll mir niemand rauben; so kann ich aus der Welt einst mit der Hoffnung gehen: ich werde, als dein Kind, dich mit den Fremmen sehen, die reines Herzens sind. sign40 ud ti gudad 04 gig 1000 1100 na dinis) 7 969070 CH ear et OSL douad am Jup SEC and angel and Su 3970139 Num. 468 1100 Abermals ein Jahr verflossen Uch Gott, du unser Lebenslicht 423 Uch Gott und Herr! zdobit 290 Ach Gott vom Himmel sieht 215 Ud Gott wir treten hicri 421 Uch! Herr, lehre mich bedenken 540 Uch schone doch, o großer 239 Uch was bin ich, mein Erretter 80 Ullmächtig großer Gott pills 75 Allwissender, vollkomm'ner soldo 24 Als Jesus jegund sterben 010222 Also hat Gott die Welt 102 Um Kreuz erblaßt der M., o 155 ro Unbetungswürd'ger Gott Un dich, mein Gott, 14 358 Un diesem Tag frohlockensto 173 Un dir allein hab' ich gesündigt 295 Auf! auf! mein Geist, a do 18 Auf, Christen, preist Auf dich allein, Herr Jesu Auf dich, Herr! nicht auf Auf! Jesu Junger freuet Auf, meine Seele, singe Auf, mein Geist, dem Herrn Auf, mein Herz, ein froher Auf, o Seele, werde munter Auf, o Sünder, laß dich Auf, tråger Geist! laß das 289 B. smisd Register Boband.co and über sämmtliche Lieder, nach der Nummer des Liedes. ( bilmdamang si.commersie phi de iollo 5.3 and G d Bald oder spåt des Todes Bedenke, Mensch, das Ende Beficht du deine Wege Befreie meinen Geist, Begleite mich, o Chrift! Beglückter Stand, getreuer Begrabt den Leib in seine Besingt Gott Zebaoth Bewahre mich, Herr, Bringt her, ihr Mächtigen Bringt Preis und Ruhm 1436 td 308 1 373 i 176 448 393 156 486 284 274 10/ 349 193 67 266 463 331 TOTO 150 $ 91103 426 160 TA SHO & 297 BAS STO jonie smie, bic muda? nhan AT dur ato. Hi A i 1300 mism Christ alles, was dich 383 09 plais Damit ich meine Seele Dein bin ich, Gott, dein Dein, bin ich, Herr, dir Dein, Gott, ist Majestát Dein Heil, mein Geist, Dein sind wir, Gott! in Dein Will ist's, großer Dein Wort, o Höchster! Der du das Daseyn mir Der du die Liebe selber Der du mich als ein Vater Der du uns als Vater liebest Der du uns das Heil 418 145 Des Donners schreckendes 254 Des Leibes warten und d Des Vaters und des Sohnes Dich bet' ich an, erstandner Dich, mein Jesu, laß ich 505 70 332 333 398 261 495 Der du Verstand und Tugend Der du voll Blut und Jagodic be Der ew'ge Gott und höchste Der Held hat überwunden Der Herr des Himmels Der Herr fährt auf gen Der Herr ist Gott und feiner Der Herr ist gut, in deffen Der Herr ist meines Lebens Der Herr ist meine Zuversicht Der Herr lag in das Grab Der Herr, mein Hirt, OTOMOTONOTONOTONOTEAT 7 11 543 359 200 108 337 133 Der König aller Welt 65 13 Der Spotter Strom reißt Der Tag ist hin; du aber 483 489 Der Tag ist wieder hin Der unsre Menschheit an Der Wollust Reiz zu widerstr. 192 509 428 510 205 162 379 158 494 174 15 243 387 375 157 259 230 Dich seh' ich wieder, Morgenlicht 475 186 Die Erd' und was darinnen ax S. W. 1041, OKOLOKOLOVOKOJOVOVOUG AVOKALAJOKIA. UUTUMUTOKOMUNICIONOMICI 298 Die Herrlichkeit der Erden Die Himmel rühmen Gottes Die Himmel rufen, jeder Die Quell, woraus der Dies Christen! ist der Dies ist der Tag, den Gott Dies ist der Tag, zum Segen Die Zunge, die vernehmlich Dir allein hab' ich ges. Dir dank' ich für mein Leben Dir, Gott, sey Preis und Dir, mein Gott! will ich Dir, unser Gott! ist niemand Dir, Vater! dankt mein Du, aller Menschen Vater Du bist ja, Jesu meine Du bist's dem Ruhm und nid Du, der Herz und Nieren 1 Du, der kein Böses thut 70 Du gabst mir, Ew'ger! Du, Gott, du bist der Herr Du hast, mein Vater, und tr Du hast uns, Herr, die Du Herr der Seraphinend d Register. 88 46 42 0.9 Lista Edler Geist im Himmelsth. Ein Herz, o Gott in Leid Ein Jahr der Sterblichkeit Ein Pilger bin ich in der Ein ruhiges Gewissen Eins ist Noth! ach Herr, Ein starker Schuß ist unser Entehre nicht mein Herz Entflohen sind auch dieses Erbarm' dich, Herr, du Erfülle, Herr, doch selbst Erhab'ner Gott, was reicht Erhalt uns, Herr, bei 84 493 109 491 556 287 367 71 438 52 203 554 416 447 347 1578 48 Du, Herr, haft aus Barmh. 229 Du Herr und Meister hin ud 534 Du flagst, o Chrift, in end 530 Du klagst und fühlest died 531 Du liebst, o Gott! Gerecht. G 548 Durch Adams Fall ist erst d90 Durch dich, o großer Gottar 451 Durch so viel Schein gestärkt 69 Du reicher Gott der Armen Du sagst: ich bin ein Christ Du Vater deiner Menschenk. Du weiser Schöpfer aller Du wesentliches Ebenbild Du willst, Gott! daß mein 279 08 464 376 516 90 925 Erheb dein Herz, thu' auf Erhebet Gott durch neue Erhebet Gottes Heiligkeit Erhebe vom Geräusch der Erhebt den Herrn, ihr Erhebt, erhebet Gottes Erhöh'ter Jeſu! Gottes dich mein Geist 122 8 8 323 64 437 149 101 283 790190 169 191 430 532 Er kommt, er kommt zum Erlöser, sieh' auf uns herab Es eilt der letzte von den Es hilft uns unser Gott Es ist das Heit uns kommen Es ist noch eine Ruh vorh. Es ist vollbracht! so ruft 388 304 276 148 de te Es lag die ganze Welt 99 Es zieht, o Gott! ein Kriegesw. 420 Ew'ge Liebe, mein Gemüthe bad- stocht X so 91 965 F. Freiwillig hast du dargebracht Frohlocke mein Gemüthe Frohlocket jung und alt Gedanke, der uns Leben maid 195 Geist vom Vater und vom Gelobet seyft du, Jesu Christ Gelobt sey Gott, ihm will Gelobt seyst du, Herr Zebaoth 422 Gelobt seyst du, o Gott 342 Gepriesen, Gott, sey dein 362 Gerechter Gott, vor deinonim7: 30 Gern will ich mich ergeben Getreuer Gott! wie viel Getrost mein Herz, und Gieb mir, o Gott, ein Herz Gott! deine Gnade sey Gott, deine Gnad' ist unser Gott, deine Gute reicht so Gott, deine Huld und Gut. Gott! der an allen Enden 170 150 461 Für alle Güte sey gepreist and 481 Fürwahr, du bist, o Gottin 53 1 Se in S. 207 104 441 224 9 482 260 137 257 545 110 235 408 36 56 206 522 469 252 252 502 Gott! der du die Menschen 317 Gott, der du für uns deinen 208 Gott, der du unser Vater stilpst 2 519 Gott der Juden, Gott der 484 Gott! der uns immer Gutes 549 137 117 210 339 Gott der Wahrheit, dessen 1 135 Gott des Himmels und 16 Gott, dir gefällt kein gottlos 338 211 Gott, du bist von Ewigkeit ni 20 378 479 Gott, du bleibst ewig unsrer Gott, du hast in deinem Gott, durch welchen alles Gottes Lamm, durch dessen 0 Gottes und Marien Sohn Gott, groß von Erbarmen Gott hab' ich alles heimgestellt Gott! hilf mir, daß ich o Gott im Himmel und auf Gott ist es, dessen weiser Gott ist mein Hortid Gott ist mein Lied Register. 518 202 453 127 107 462 432 10 and bod 19 Habe deine Lust am Herrn Hallelujah! Jesus lebetsg Halt im Gedächtniß Jefum Heiland deine Menschentiebe Heil'ger Geist, du Himmelst. Heil uns! aus unsrer Herr, allerhöchster Gott Herr, deine Ullmacht Herr, deine Sanftmuth Herr, der du deinen theuren Herr, der du mir das Leben Herr, dir trau' ich auf Herr, du bist meine Zuvers. Herr, du erforschest mich Herr, du fährst mit Glanz Herr, du hast deinem Herr, du kennest mein Verd. Herr, erhöre meine Klagen Herr, es ist von meinem 199 87 286 Gott ist's, der das Vermögen Gott ist uns Stark' und 515 IS 213 Sott mache du mich selbst 17 Gott, meine ganze Seeledam57 Gott, mein Vater, Dank Gott, mein Vater, deine Gott ruft der Sonn' und Gott sorgt für mich, was Gott, unserm Gott allein Gott, vor dessen Ungesichte Gott, was muß dein Sohn Gott werde stets von dir Gott, wie rein ist deine Großer Gott, erhab'nes Großer Gott, Herr aller Großer Mittler, der zur H. 434 363 466 396 39 29 124 365 171 1223 121 201 96 313 26 Herr Jesu deiner Glieder, # Herr Jesu, Gnadensonne or Herr Jesu, send' uns deinen 3 Herr, laß doch mich recht Herr, laß mich doch gew. Herr, lehre mich, wenn Herr, mache meine Seele Herr, mein Erlöser! nur Herr, meiner Seele großen Herr, mein Licht, erleuchtend Herr, mein Licht, mein bad, 459 Herr, mein Versöhnernum, 550 Herr, ohne Glauben kann im 1305 Herr, stärke mich, dein 2132 12 Herr, unser Gott, dich toben, 456 Herr, unser Gott, wer 1891 640 err, wir stehen hier vorm 221 551 187 467 9386 Hier liege ich zu d. 2. 9. Hilf, Jesu, daß ich meine 72 325 Spilf mir mein Gott, verleihe Höchster! denk' ich an die bo Höchster Gott, wir danken die Höchst erwünschtes Seelenleben 458 Sofianna! Davids Sohn 8 183 177 Süter! wird die Nacht 82 320 68 297 J. maked 452 10. 348 271 23 47 81 407 476 Herr Gott, du bist die Zuflucht 21 Herr, höre mein Gebet Herr, ich hab' aus deinen Herr Jesu Christ, du höchster 147 heute, sprach mein Heiland Sier bin ich, Jesu! zur& 233 Hier ist noch uns're Prúf. 390 d - 299 182 336 u 112 id: 514 ic: 497 d 384 346 499 Sdh glaub' an Gott, hoch Ich habe, Gott mir 188 Ich habe nun den Grund Jauchze, auserwählt Geschlechte Sch armer Sünder, wer Ich bin ein Chrift: Gott 258 Ich bin getauft auf deinen 93 219 Ich bin, o Gott, dein Eigenth.in 76 Ich danke dir von gangemd382 Sch danke meinem( Sott Ich denk' an dein Gerichte 507 233 546 334 288 5 328 194 Ich erhebe mein Gemüthe 236 Sdy Sch fleh' in tiefster Reuem 237 Sch freue mich der frohenol to 267 Jch freue mich, mein Gott 255 282 535 Ich scháme mich vor deinem 291 Ich singe meiner Seelen hamooOTOMOTOOOOTAN 303 sind 335 nd 92 Sch hab' in guten Stunden bin 523 Sch hoff, o Gott, mit festemin 246 Ich komme, Friedensfürfti 307 Sch fomme, Herr, undan 225 Sch komme vor dein Ungesicht Jch preise dich, o Herr, 409 2232 292 457 ooo ale TEOL AAS icion EO alalalalalOVANE NAKAKAVALA. vorununu UMUNUNUIUIONICON 300 Ich weiß, an wen mein Glaub' 248 Ich weiß es, Gott, mein 413 Ich weiß es wohl, ich selbst Ich weiß gewiß, daß mein Ich will dich noch im Tod Ich will, mein Gott, du Jehovah herrscht mit Majestát Jehovah, Herr und König Jesu, Arzt todtkranker Seelen Jesu, daß du meine Geele Jesu, durch dein Blut und Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seelen Retter Jesus Christus unser Heiland Sesu, sieh' mich an in Gnaden Jesus lebt, mit ihm auch Jesus, meine Liebe, lebt i Jesus meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder an Ihm, der das Licht entstehen Ihr Christen rühmt, erhebt Ihr, die ihr war't verloren Ihr Frommen, auf! dien Ihr Knechte Gottes, lobt Ihr trúben Sorgen, weicht Ihr Völker, jauchzt mit Ihr Volker in der ganzen Ihr Völker, stimmt nun In allen meinen Thaten In deinem Namen, o Herr K. Kaum steigt zu ihrem frohsten Kein Lehrer ist dir Jesu König, dem kein König Kommt betend oft, und i Komm, o tomm, du Geift Kommt her, Mühsel'ge Kommt Laff't euch den Herren 1988L. Register. Laß deinen Geift mich stets s Laß doch, o Jesu, laß dein Laß mich doch nicht, o Gott Laß mich doch, o mein Gott Laß mich, Höchster, darnach Laßt uns unserm Sott lobsing. Lehre mich Herr, recht Liebster Jesu, Gnadensonne Liebster Jesu, Trost der Liebster Jesu, wir sind hier 330 161 541 55 Lobt Gott, den Gott der 63 Lobt Gott, der uns den F. 429 Lobt, lobt den Herrn ihrid Jaro M. 79 A 310 152 319 401 164 311 172 163 120 189 399 Komm heiliger Geist, erfüll'1 Komm, o Gott Schöpfer 167 270 Meinen Jesum laß ich nicht Mein Erldser, der du mich 309 Mein Erlöser, Gottes Sohn 474 Mein Erlöser hångt am 1 d Lob, Ehre, Preis und Dank Lob, Ehr' und Preis dem Lobet den Herren, alle Heiden Pobsinge, meine Seele Lobsinge Gott mit wahrem 198 Mein erster Wunsch, mein 111 Mein erst Gefühl sey Preis 49 Meine Seel', ermuntre dich 442 Meine Stimme ruft zur 477 Mein ganzer Geist, Gott! 439 Mein Geist erstaunt, Ullmacht. 184 Mein Geift soll nun in Gott 118 Mein Gott, ach lehre mich 62 Mein Gott, dir ist bewußt Mein Gott, du wohnest Mein Heiland, deine Größe Mein Heiland lebt, er Mein Heiland, wenn mein Mein Herz, ermuntre dich 425 197 204 204 Mache dich, mein Geist Mag doch der Spotter Heer Man betet, Herr, in 3ions 352 352 327 Mein Auge sieht, o Gott Mein Bundesgott, ach Meine Lebenszeit verstreicht Mein Jesu, du hast unsre Mein Jesus ist mein Leben Mein Jesus sigt zur rechten Mein Jesus triumphiret Mein Leben ist ein Pilgrimst. Mein Lebensfürst nun kann 143 209 512 Mein Vater und mein Gott 299 Menschen ist's gesetzt zu 557 103 501 Mit Ernst, o Menschenkinder Mit Seufzen flag' ich dir N. 97 449 444 460 Mein Herz, ermuntre dich zum 364 Mein Hert ist Gott, ihn 374 119 542 180 178 273 130 Mein Lebensfürst zeig' mir 538 Mein Salomo, dein freundliches 245 Mein treuer Gott, dein 256 340 275 412 289 Nach einer Prüfung kurzer 4 Nach meiner Seelen Seligkeit 166 440 455 68 443 506 312 50 58 324 536 315 220 138 140 473 470 134 397 277 366. 377 341 83 355 181 268 269 100 405 278 500 DO Nicht, daß ich's schon ergriffen Nie bist du, Höchster, von Nie will ich dem zu schaden Nimm, Gott, dem wir be Noch bin ich dein Gast, o Erde 262 Noch immer wechseln yo59 Noch läßt der Herr mich 290 Noch nie hast du dein Wort Nun Chriften, laßt uns Nun danket alle Gott Nun habe Dank für deine Nun ist es alles wohlgemacht Nur Liebe ohne Heuchelei O Christe! eingeborner Christenheit! sey hoch du erhabner Gott Freund, der meine Schuld. O Friedensfürst aus Davids Oft denkt mein Herz, wie Gott, den alle Himmel O Gott des Himmels und der O Gott, des gnadenvoller O Gott, des starke Hand O Gott, du bist die Liebe O Gott, du bist mein Preis Register. 504| 28 552 966 471 31 93 Qual und Angst muß 450 234 151 N547 O Gott, du frommer Gott O Gott, es fehlt uns Kraft Gottes Lamm unschuldig O Gottes Sohn, Herr O Gottes Sohn und Mensch Gott, gieb dein Gericht O Gott, wer ist dir gleich O großer Gott, der alle O heilige Dreieinigkeit Herr, mein Gott, durch O Herr und Schöpfer unsrer DHöchster, dessen Kraft O Jesu, Brunnquell aller d OKönig, dessen Majestát Liebesglut, wie kann O Menschenfreund, o Jesu O Seele, schaue Jesum an O Tod, wo ist dein Stachel O unser Gott, wie voll ist O Vater, allerhöchster Gott Vater der Barmherzigkeit O Vater, groß im Himmel Dwelch ein Leiden, das welch ein unscháßbares O Welt, sieh' hier dein Leben Dwie unaussprechlich 43 45 431 Fooriad wohl dem Menschen Wundergott, der alles P. Preiset Gott in allen Landen Preis, Preis, sey Gott, inte 1994 113 368 Schüße die Deinen, die 27 41 390 60 427 125 10 293 98 285 175 344 240 195 487 212 154, Schwing' dich auf gen Golgatha 142 105 Seele, du mußt munter 472 343 Seele, sey zufrieden! was dir 385 Seele, willst du Ruhe finden 231 263 Gelig, Gott, sind die, die h Seht den leidenden Gerechten 146 129 51 Sen gnädig, Herr, nach deiner 281 144 226 351 159 Schaffet, schaffet, Menschenk. Schau', großer Herr der Schon ist die Tugend, Schöpfer aller Menschenkinder Schon ist der Tag von Gott 136 Sen zufrieden, mein Gemüthe 306 So fliehen unsre Tage hin 106 185 369 Schon ruhet auf den Feldern dis 35 Seht, welch ein Mensch! 34 34 Sey feurig, Seele, Gott 492 411 Sey hochgepriesen, Herr 404 Sey Seele stark und unverzagt 521 61 480 126 544 465 353 445 433 153 300 454 302 424 316 296 301 242 So gehst du, Jesu, willig So jemand spricht: ich liebe So ist von meiner kurzen Soll sich mein Geist, o Gott! Sollt' ich meinem Gott nicht Sorge doch für meine Kinder So schlummerst du in stiller So wahr ich lebe! spricht Stimmt unserm Gott cin Strafe nicht, o peiligster Straf', o Herr, mich nicht Sucht man die Freundschaft Sünder! willst du sicher T. 74 403 Tag, den mir der Herr 216 Treuer Hirte deiner Heerde 406 U. 165 249 Hoce Time 417 228 217 435 141 503 Um Gnade für die Sünder 139 Unermeßlich ewig ist 22 280 Unschuld'ger Jesu! was hast du 131 BROOOOOOOOOOOOO lalalalal S. W.1041, NONOHOKOLOrolovalovANG JAVOKAVALAIA. vuoratorGen MINIMIC.. 302 Unser Heiland steht gebunden128 Unumschränkte Liebe! dan 38 dan 38 V. 372 Verborgner Gott! dem 100 15 526 Verleih uns Frieden gnädiglich 415 Vernimm, o Gott! vernimm 244 Voll Glauben will ich zu Bon dir kommt jede gute Von ganzer Seele preis' Von Gott will ich nicht Vor dir, o Gott! sich findlich 370 400 414 395 W. 306 Wach' auf mein Herz! auf Bach' auf mein Herz und Wachet auf! so ruft die Wachet auf vom Schlaf Warum sollt ich mich dann Was Gott thut, das ist, mi Was gråmst du dich, mein Was hilft's, daß ich mich Was ich nur Gutes habe Register. solut Was ist das Leben hier auf Was ist mein Leben auf der Was ist mein zeitlich Leben Was ist's, daß ich mich quale Was ist vor deinem Ungesichte Was soll ich ångstlich Flagen Was sorgst du ängstlich für Weicht ihr Berge! fallt ihr Welch hohes Beiſpiel gabst Wenn Christus seine Kirche. Wenn der Sünder hat Wenn ich ein gut Gewissen Wenn ich, o Schöpfer, deine Wenn zur Vollführung deiner Wer bin ich? welche wicht'ge Werde munter mein Gemüthe Wer darf in deine Hütteln Wer dieser Erden Güter Wer, Gott, dein Wort nicht Wer kann, Gett, je was Wer nur den lieben Gott Wer unter Gottes Schatten sie Christus selbst zum VIE 168 478 419 Wie ein Geschwäß des Tags: 85 Wie fleucht dahin der Menschen 86 Wie getroft und heiter bi mor 250 Wie gnådig warst du, Gott Wie göttlich sind doch, Jesu Wie groß ist deine Menschent. Wie groß ist des Ullmacht'gen Wie groß ist unsre Seligkeit, Wie herrlich strahlt deri Wie komm' ich doch, meinnad ad sind 272 Wie lieblich ist doch, Herr Wie mannigfaltig sind die Wie selig bin ich, wenn Wie selig, Gott, wie selig Wie selig, Herr, ist der 196 Wie felig lebt ein Mensch 524 Wie sicher lebt der Mensch 525 Wie soll ich dich empfangend 115 391 Wie sollt' ich dich mein d 357 241 214 294 251 Wir Menschen sind von Wo find' ich, Gott, den 44 Wo flieh ich Sünder hin Bohian, mein Herz, sey. Wohl auf, mein Herz, wohl 326 496 Wohl dem, der beßre Schäße Wie lang' darf ich noch Wie lang' soll ich traurig 116 ie lieb ist mir's, daß Gott 361 490 485 329 123 227 33 389 Wie theuer, Gott, ist deine 498 529 527 Wie treu mein guter Hirte, 110301 Wie ungewiß ist, Herr, sd16539 Wie wichtig ist doch der 11600 77 511 Wie wird mir dann, mein 110 264 528 Wie wohl ist, Jesu! meiner, 253 to 73 Will mich, o Gott, bienieden 520 Willst du der Weisheit Quelle 371 394 533 Willst du die Buße noch 10298 32 Wirf, blöder Sinn, den ss 114 350 Wir freuen uns, Herr daip1179 247 318 265 488 907990 amiod tid 785EUS 19@ 20 20 sodni sidant du mit 603 diplon bilgsmail 161 nd 200 Spar 1012198'dublu 508 356 238 345 553 537 Wohl dem, der richtig wandelt 558 Wohl dem Menschen, der in 381 Womit soll ich dich wohltas 555 446 314 Wort aus Gottes Munde 89 410 Wo soll ich hin, wer hilfet 380 321 3. 085 196 354 322 360 392 218 3ur Urbeit, nicht zum Müssigg. 517 362 tipo ad asin C Tommie voor d and, madinis bloc 3 402 513 Cermodyniad raid 152 C ooit bigbarchaning sifa IOI 303 and abide nd pin spilist of pho dom Sihin schimmer dinsdad nodig vodaid dhi and 97884 dvor u milied du 191joddusput rommi, ami els dijua nad no tramsgs naiss ni fansid mums b magiftus nim ni sid nadiigse mobilimdrom all rou nopir TINE HD bon di 9rd 29led silons buzdrsim#g Gebete., siisflod ug jodad hint 1910 1909 191 19d Joiqtis med bor homesblis17 aonisen malli ad dom hatodi mpilied de otup moinillo madrolinijn dbrodog med dintre stadognsprose manier bir med on and Morgengebete. diz adent mise pidel Jodbimburs Gott Unit TIF 11901979 30 Schöpfer und Herr Himmels und der Erden, barmherziger Wohlthäter und Vater der Menschen, dich bete ich als den Urheber und Erhalter meines Lebens, als den Gott meines Heils, als die einige und unerschöpfliche Quelle meiner Glückseligkeit demüthigst an. Dir danke ich mit Freuden für mein Leben, für meine Geſundheit, für meine Kräfte, für alle geistliche und leibliche Vortheile, die ich besitze. Dir danke ich insbesondere dafür, daß du mich diese Nacht mit deinem mächtigen Schuhe bedeckt, daß du alle Gefahren, die mir droheten, von mir abgewandt, daß du meinen Leib durch einen sanften Schlaf erquicket, und mir neue Kraft und neues Leben eingeflößet hast. Gott, deine Güte ist alle Morgen neu, und deine Treue ist sehr groß. Sie übertrifft alle unsere Verdienste unendlich: sie ist weit größer, als daß wir dir jemals würdig genug dafür danken könnten. Wer bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du auch mein gedenkest und dich meiner so annimmst? ich bin ein Sünder, der deine heiligen Gefeße übertreten, der deine Wohlthaten öfter gemißbraucht, der sich des schåndlichsten Undanks gegen dich schuldig gemacht, und als ein solcher nichts als Ungnade und Strafe verdienet hat. Ja, Herr, wie könnte ich vor dir bestehen, wenn du mit mir in's Gericht gehen wolltest? aber du handelst nicht mit uns nach unsern Sünden und vergiltst uns nicht nach unsern Missethaten. Noch schonest du meiner, wie ein Vater feines Kindes schonet. Noch fährest du fort, mich zu fegnen und mir Gutes zu thun. Noch willst du mich durch Gute zur Buße leiten. Noch schenkest du mir Zeit und Kräfte, an meiner Besserung zu arbeiten, und meine Heiligung in deiner Furcht zu vollenden. Wie beschämet mich deine Huld und Güte, o Gott, wie reuet es mich, daß ich dich, meinen Vater und Wohlthäter, so oft beleidiget, und dir den schuldigen Gehorsam verweigert habe! Ach, strafe mich nicht, wie ich es verdienet habe. Sey mir gnädig in Christo, deinem Sohne, und verzeihe mir um seinetwillen alle meine Sünden. DOMOMOOTTO alalalalalalalalalal S. W. 1041, olololololAUG Ununararan 1010101010 C 301 Morgengebete. Siehe, ich heilige mich dir ganz und gar. Ich verabscheue das Böse, das ich bisher gethan habe, und wünsche nichts mehr, als immer besser, immer tugendhafter und heiliger zu werden. Ich erneuere hiermit in deiner Gegenwart, o Gott, den aufrichtigen Borsag, alle unordentlichen Begierden, die in mir aufsteigen, zu unterdrücken, alle bösen Gewohnheiten, die ich noch an mir habe, zu bestreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten nicht nach dem Willen meines Fleisches, noch nach dem Beispiel der Lasterhaften, sondern allein nach deinen guten und heiligen Geboten zu richten. Dir meinem Schöpfer und Herrn, zu gehorchen, deiner Gnade und deines Beifalls mich zu versichern, nach deinem Bilde erneuert, und dadurch deiner feligsten Gemeinschaft fähig zu werden: dies soll meine Ehre, mein Ruhm, meine ernstliche Bemühung und meine Seligkeit seyn. Ja, ich schwöre es, und will es halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. Gott, stehe mir selbst mit deiner Gnade bei, diesen guten Vorsatz mit Treue zu erfüllen, denn ohne dich vermag ich nichts. Schenke mir deinen Geist, der mich erleuchte, reinige, und auf den Weg der Wahrheit und der Tugend führe. Bewahre mich auch heute vor allen Versuchungen zur Sünde, und wenn ich versucht werde, so laß mich nicht fallen. Bewahre mich insonderheit vor den Sünden, zu denen ich am meisten geneigt bin, und die noch die größte Gewalt über mich haben. Gieb, daß ich sorgfältig über mich selbst wache, daß ich allen Unlaß und alle Gelegenheiten zum Bösen fliehe, und jeden sündlichen Gedanken, jede unerlaubte Neigung, die in mir entstehen, unverzüglich unterdrücke. Laß die Vorstellung von deiner Allwissenheit und Allgegenwart mich überall begleiten, und mein Herz mit der tiefsten Ehrfurcht gegen dich und deine Gesetze erfüllen. Laß mich oft an den Tod, an das Gericht und die Ewigkeit gedenken, und dadurch weise werden zur ewigen Seligkeit. Erfülle mich mit einer aufrichtigen Liebe gegen alle Menschen, und laß mich meinen Brüdern so nüglich werden, als es die Fähigkeiten, die du mir verliehen, und die Umstände, in welche du mich gesetzet hast, erlauben. Verleihe mir Gesundheit und Kräfte zu meinen Berufsgeschäften, und begleite sie mit deinem Segen. Gieb, daß ich bei meiner Arbeit mein Herz oftmals zu dir erhebe, deine Vorsehung in allem, was mir begegnet, demüthig verehre, und weder dem Geize, noch der Ungerechtigkeit, noch irgend einem andern Laster den Zugang zu meiner Seele verstatte. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Menschen. Laß das Licht deiner Offenbarung sich über alle Völker ausbreiten. Wehre dem Unglauben und dem Aberglauben, und erweitere die Grenzen des Reichs der Wahrheit und der Tugend. Segne unsern OLGIOIOIO Morgengebete. 305 Segne Landesherrn und die Obrigkeiten, die du über uns gesehet hast. Segne die Lehrer, und laß fie reizende Muster der wahren Weisheit, der Liebe und aller christlichen Tugenden seyn. Segne diesen Ort, dieses Land und alle Einwohner desselben. insbesondere diejenigen, die du durch die Bande des Bluts und der Freundschaft mit mir verbunden hast. Gieb, daß wir alle die Pflichten unsers Berufs treulich erfüllen, daß wir das allgemeine Beste unserm besondern Nußen vorziehen, und deine Ehre und das Heil unserer unsterblichen Seele zum letzten Endzweck aller unserer Bemühungen machen. Erhöre mich, Vater der Barmherzigkeit, und sey mir gnädig um Jesu Christi willen, Umen. Unser Vater 2c. $ 205 Landi on sim bila Qumächtiger und unendlich gütiger Gott; deiner gnädigen Vorsehung habe ich es zu danken, daß ich diesen Morgen wiederum erwacht, und gesund aufgestanden bin. Du hast nächtliche Schrecken und Gefahren in Gnaden von mir abgewandt, und mich vor vielem Unglück behütet, das mir ohne deinen Schutz håtte begegnen können. Ich erkenne deine Güte, die diesen Morgen an mir neu ist, und bete zu dir, dem Allgenugsamen: bereite mich selbst zu einem dir wohlgefälligen Lobe, daß ich dich nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit einer gerührten Dankbarkeit des Herzens preise und mein Leben zu deiner Ehre und nach deinem Wohlgefallen führen möge. Deinem mächtigen Schuhe befehle ich mich darum an diesem Tage und fernerhin. Erhalte mir die Gesundheit und die Kräfte des Leibes und der Seele, und bewahre mich vor solchen Vorfällen, die mir schädlich seyn können. Regiere alle meine Entschließungen, und leite alles mein Thun und Vornehmen, daß es deinem heiligen Willen gemäß seyn möge. Gieb mir ein zufriedenes und freudiges Gemüth, daß ich willig und mit Munterkeit die Geschäfte verrichte, die mein Stand, in welchen du mich gesetzet hast, mir aufleget. Gieb, daß ich treu und fleißig mich in meinem Berufe beweise, und in allem, was ich thue, rechtschaffen und gewissenhaft handle. Sen auch nach deiner großen Barmherzigkeit mir armen Sünder um Jefu Chrifti willen gnädig, und verleihe mir den Beistand deines heiligen Geistes zu einer beständigen Besserung meines Lebens. Verhüte in Gnaden, daß ich an diesem Tage mein Gewissen nicht mit vorsätzlichen Sünden beschwere, sondern laß deine Furcht und die Betrachtung deiner Gegenwart mich von allem Bösen zurückhalten, und gegen alle Versuchungen stärken. Wenn ich aus Uebereilung fehle, so wirke durch deine Gnade, daß ich meine Fehler aufrichtig bereue, bei dir Vergebung suche, und in's Künf20 OTOMOTOMOTOMOTOMOTO QALA Olot S. W.10TL. prololololoOIG UMUTUNUMUNU JOTUNU COCO 308 Das Gebet des Herrn, umschrieben. deiner Hand, leite mich nach deinem weisen Rath, und nimm mich dereinst in deine Herrlichkeit auf. Ich bitte dich um dieses alles in dem Namen und als ein Jünger Jesu Christi, unsers Mittlers und Seligmachers, Umen. Barmherziger, gnädiger Gott, unter deinem gnädigen Schuhe habe ich abermals einen Tag zurückgelegt. Ich danke dir dafür, und preise deinen heiligen Namen für alle andere unzählige Wohlthaten, die mir deine große Güte und Barmherzigkeit von meiner Jugend an bis auf diese Stunde bei aller meiner Undankbarkeit so mildiglich hat zufließen lassen. Stelle, o Gott, meine heutigen mir bewußten Uebertretungen nicht im Zorn vor dich noch meine unerkannten Sünden in's Licht vor deinem Angesichte, sondern wirf sie hinter dich zurück, und sey mir um Christi willen gnädig. Laß deine Güte auch in dieser Nacht über mir walten; und wenn meine Augen geschlossen sind, so wache du über mir, du Wächter Israels. Nimm mich, die Meinigen und alles, was wir haben, in deinen allmächtigen Schuß. Wende alles Unglück von uns ab, und schenke uns eine süße, erquickende Ruhe, die uns auf den morgenden Tag zu deinem Dienste und zu unseren Berufsgeschäften wiederum geschickt mache, bis wir dereinst würdig erfunden werden, an dem Ende unserer Prüfungstage in die felige Ruhe einzugehen, die du deinen Kindern bereitet hast. Erhöre mich um Jesu Christi, deines geliebten Sohnes willen, Umen. Das Gebet des Herrn, umschrieben. Unser Bater, der du bist im Himmel, Herr der ganzen Welt, dessen Thron der Himmel ist, welche Ehre und Gnade ist es für uns, daß wir, die wir von Natur Kinder des Zornes sind, dich mit Zuversicht und Vertrauen unsern Vater nennen, und insgesammt unsere Herzen und Hände zu dir aufheben dürfen! Großer Gott und versöhnter Vater in Christo, was können deine so hoch begnadigten Kinder mehr wünschen und bitten, als daß dein Name geheiliget werde? Nur du bist allein groß, herrlich, heilig, und würdig von allen erkannt, geehret und gepriesen zu werden. O laß deinen Namen, deine Tugenden und Vollkommenheiten immer bekannter und herrlicher auf dem ganzen Erdboden werden, so daß vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang Jedermann dich recht erkenne, über alles ehre, fürchte, ALOIOIOIOIOIOLOLOLOLOLOLO er Das Gebet des Herrn, umschrieben. 309 liebe, und mit Gedanken, Worten und Werken preise. Und damit dein Name je långer, je herrlicher werde, so komme dein Reich, so laß dein Reich, das du durch deinen Sohn auf Erden aufgerichtet hast, sich immer mehr ausbreiten, daß alle Welt sich dir unterwerfe und dir diene! Regiere und herrsche du in uns durch dein Wort und durch deinen Geist. Zerstöre das Reich des Satans und erweitere die Grenzen deines Reiches durch Erleuchtung derjenigen, die noch in Finsterniß leben, und durch Bekehrung so vieler, die noch auf den Irrwegen des Lasters und des Unglaubens wandeln. Nur dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel, nicht unser verkehrter Wille, sondern dein guter und vollkommener Wille geschehe, so daß wir sowohl in guten als in bösen Tagen deine Befehle ohne Ausnahme, beständig willig und freudig ausüben, gleich wie sie von den Engeln und vollendeten Gerechten im Himmel vollzogen werden. Tani 164 Arvadelf DESTING Gieb uns auch heute unser täglich Brot, so viel wir zu unserer Nahrung und Kleidung bedürfen. Wir verlangen nicht Ueberfluß, sondern was wir zu unserer Erhaltung nöthig haben. Wir bitten dich nur um ein gottseliges, demüthiges, dankbares und vergnügtes Herz, daß wir täglich unsere Abhängigkeit von dir erkennen, täglich unser Vertrauen auf dich setzen, und uns arbeitsam und treu in unserm Berufe beweisen. Vor allen Dingen aber bitten wir dich, ach Gott! vergieb uns unsre Schuld, als auch wir vergeben unsern Schuldigern. Erlaß uns alle unsere Schulden, die wir so sehr gebäuft haben, und verfichere uns der Vergebung unserer Sünden in dem Blute Christi. Wirke du selbst in uns eine göttliche Traurigkeit, Reue und Leid über unsere Sünden, daß wir sie hassen und verabscheuen. uns auch ein versöhnliches Herz gegen die, so uns beleidiget haben, damit wir ihnen so gerne, willig und herzlich vergeben, als du uns vergiebst. Denn wenn wir nicht vergeben, so wirst du uns auch nicht vergeben. Und da wir wohl wissen, wie leicht wir in Sünde fallen, und wie stark und listig unsere Feinde, der Satan, die Welt und unser Fleisch sind, um uns zu stürzen, so führe uns nicht in Versuchung, so laß uns nicht in gefährliche Versuchung zur Sünde gerathen, oder wenn es dir gefallen sollte, uns auf die Probe zu stellen, daß wir von unsern Feinden vers sucht werden, so stehe uns bei, so stärke und erlöse uns von allem Bösen, damit wir nicht zu Schanden werden. sid Helburg mod mind sid Gieb D ( bilnds Denn dein ist das Reich, du bist König und Herr über die ganze Welt; alles steht unter deiner Regierung, und muß dir unterthan seyn. Dein ist die Kraft, du bist allein mächtig, S. W. 1041, NONONOK EO MOTONOMOTO MOOTT lololololUG OKOKAVOKOTeletalolololololololaVAINIO, HO 310 Vor dem Genusse des heil. Abendmah 13. und kannst unendlich mehr thun, als wir bitten und verstehen. Dein ist die Herrlichkeit in Ewigkeit. Ewig gebühret dir Ehre, Ruhm und Preis, und wir wollen dich ewig preisen und verherrlichen. Amen. Ja, das ist unser sehnlicher Wunsch und Begierde. Erhöre unser Gebet, das uns dein lieber Sohn selbst gelehret hat. Wir bitten dich in seinem Namen, und haben das Vertrauen, daß du unser Gebet gewiß erhören werdest, Umen. sinig mi thun oid sppinsand graduly porn dhe 1190 19 ETS2 CO# 1 9100 119 Vor dem Genusse des heiligen Abendmahls. tuomet 5 rado ISO ME Ein n 1407201 A) Herr err, Herr, Gott, barmherzig, gnädig, geduldig, von großer Güte und Treue, der du Gnade beweisest, und vergiebst Missethat, Uebertretung und Sünde, dich bete ich als den einigen wahren und lebendigen Gott, als den Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, und in ihm als den Vater der Barmherzigkeit und den Gott alles Trostes, demüthigst an. Dir danke ich mit gerührtem Herzen für die außerordentlichen Beweise, die du uns durch Christum von deiner mehr als váterlichen Liebe gegeben hast. Du hast ihn, deinen Sohn, für uns in die Welt gesandt, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Du hast ihn für uns in den Tod dahin gegeben, und willst uns mit ihm und um seinetwillen alles schenken, was wir zu unserer wahren und ewigen Glückseligkeit nöthig haben. Auch mich, barmherziger Gott, auch mich Unwürdigen hast du zur Erkenntniß dieses großen Heils gebracht. Auch mir bietest du auf die billigsten Bedingungen Vergebung der Sünde Gnade, Leben und Seligkeit an. Auch mir willst du von diesem allen in dem heiligen Abendmahle die feierlichsten Beichen und Versicherungen mittheilen, wenn ich, mit wahrer Bußfertigkeit, mit lebendigem Glauben, und mit dem aufrichtigen Vorsage, ein heiliges Leben zu führen, zu dir nahe. Gott, wie wollte ich entfliehen, und dem Verderben entrinnen, wenn ich eine solche Seligkeit nicht achtete, und durch diese Beweise deiner Güte mich nicht zur Buße und Dankbarkeit leiten ließe? Nein, ferne sey es von mir, mich eines solchen Verbrechens schuldig zu machen! Ich empfinde den Werth deiner Gnade. Ich bewundre die Größe deiner Barmherzigkeit und Menschenliebe. Ich wünsche sehnlich, an den Früchten der Erlösung, die durch Christum geschehen ist, Theil zu haben, und durch ihn gerecht und selig zu werden. Ich bin willig und bereit, alle Bedingungen, auf welche du mir diese unschäßbaren Vortheile anbietest, zu erfüllen. Vor dem Genusse des heil. Abendmahls. 311 Gott, verzeihe mir, daß ich bisher meinen Verpflichtungen so oft zuwider gehandelt, daß ich mich nicht dankbarer und gehorsamer gegen dich, meinen unendlichen Wohlthåter, bewiesen habe. Meine Sünden haben mich von dir entfernet. Uber siehe, ich komme wieder zu dir, Herr, mein Gott. Mein Herz sagt mir von deinetwegen: ihr sollt mein Antlik suchen. Ich suche es, o Herr! verbirg dasselbe nicht vor mir. Deinem Dienste, o Gott, und dem Gehorsam deiner Gebote sey mein ganzes übriges Leben gewidmet. Sch entsage in deiner Gegenwart allen Sünden, und dein heiliger Wille soll von nun an die einzige Richtschnur meines Verhaltens seyn. Uch, schenke mir selber Kraft und Stärke, meine Gelübde zu erfüllen. Laß die Betrachtung deiner unendlichen Liebe, laß den Genuß der Zeichen und Pfänder derselben, die ich an dem Tische meines Herrn empfangen werde, laß die Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die du mir vorhältst, so gesegnete Eindrücke auf mich machen, daß ich alle Versuchungen zum Bösen mit neuem Muthe bestreite, alle Pflichten meines himmlischen Berufs mit neuer Sorgfalt erfülle, und dir bis in den Tod getreu verbleibe. is nomid du thi ning sira adus got rid hoonetega. allo plung nssise dis NO ENG( sinnas mad al on Heiland der Welt, Herr Jesu Christ, du hast ein Gedächtniß der Wunder deiner Liebe gestiftet. Nur wenige Stunden vor deinem Leiden setztest du das heilige Abendmahl zum Troste deiner Verehrer und zur Stärkung ihres Glaubens ein, und du läsfest mich auch noch jetzt einladen, diesen feierlichen Gebrauch gemeinschaftlich mit deinen Nachfolgern zu begehen. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich dich, den einigen und vollkommenen Mittler zwischen Gott und den Menschen, daß ich deine Lehre und dein Heil kenne, daß ich dich meinen Herrn und Gott nennen, mich deiner seligen Gemeinschaft rühmen, und mich zu deinen Erlöseten und Freunden zählen darf! O wie viel habe ich dir, meinem Heilande, zu danken! Wie unwissend, wie verderbt, wie trostlos, wie elend würde ich ohne dich und deine Gnade seyn? Wie unerträglich würde mir die Last meiner Sünden, wie fürch terlich die Erwartung der damit verdienten Strafen, wie erschreck lich der Unblick des Todes und des Grabes seyn, wenn du uns nicht selbst den gnädigen Willen Gottes bekannt gemacht, wenn du dich nicht zum Opfer für unsere Sünden dahin gegeben, und uns durch deinen Tod Gnade, Leben und ewige Seligkeit erworben hättest. Ja, alles Licht, das mich erleuchtet, aller Trost, der mich erquicket, alle Hoffnung, die mich belebet, sind Geschenke deiner unverdienten Liebe. Wie theuer soll mir denn nicht dein Gedächtniß seyn! Würde ich nicht der undankbarste und niederz OTOMOTOMOTOMOOTTOTOON Naalaalevolatoir S. W. TOTI. LOWON FO lololololUG urururururuIU Jojo UnoTOONUNUN MUNCIO 312 Nach dem Genusse des heil. Abendmahls. trächtigste unter allen Sterblichen seyn, wenn ich dein vergäße, wenn ich mit Kaltsinnigkeit und Gleichgültigkeit an dich gedächte. wenn ich mich weigerte, dir die Ehre und den Dank zu geben, die dir gebühren? Nein, göttlicher Erlöser, ich folge deiner liebreichen Einladung mit Begierde und Freude. Ich komme, mich öffentlich für deinen Jünger und Verehrer zu bekennen, und es Jedermann zu sagen, daß ich es für mein Glück und für meinen Ruhm halte, der Deinige zu seyn. Ich komme als ein mühfeliger und beladener Sünder, Ruhe für meine Seele zu suchen, und ergreife mit Bußfertigkeit und Glauben die Gnade, die du mir anbietest, und das große Heil, das du gestiftet hast. Sch komme, dir für dein Leiden und Sterben feierlich zu danken, mich dir zum Eigenthum aufzuopfern, und den heiligen Vorsatz zu erneuern, nicht mehr mir selber, sondern nur dir zu leben, der du für mich gestorben und auferstanden bist. Ich komme, meine Gemeinschaft mit allen Gläubigen zu unterhalten, und mich aufs neue zu einer aufrichtigen und brüderlichen, Liebe gegen sie zu verpflichten. Herr, laß mein Vorhaben gesegnet seyn. Erlaube nicht, daß ich mich bloß mit den Lippen dir nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir sey. Sende mir dein Licht und deinen Geist, und laß den Gedanken, daß du Herzen und Nieren prüfest, alle Falschheit und Verstellung aus meiner Seele vertreiben. Laß mich die Wunder deiner Barmherzigkeit so bedenken, daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir gestärket, und ich auf das Kräftigste bewogen werde, die Versprechungen, die ich dir thun werde, mit unverbrüchlicher Treue zu halten, Amen. 12 monied in d biltelp sizes@ bps 1979/ mollio da se ma Nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. shed sig sit i sict and slo land msldor sannst drus 9391els Robe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen bei ligen Namen. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat, der dir alle deine Sünden vergiebt, und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset, und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, und vergilt uns nicht nach unsern Missethaten. Wie sich ein Vater über ſeine Kinder erbarmet, ſo erbarmet sich der Herr über die, ſo ihn fürchten. Wohl dem, dem die Uebertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedecket ist. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missethat nicht zurechnet, in dessen Geist kein Falsch ist! Nach dem Genusse des heil. Abendmahls. 313 Ich sprach: ich will dem Herrn meine Uebertretungen bekennen; da vergabst du mir die Missethat meiner Seele. Wo ist ein folcher Gott, wie du bist; du hast deines Sohnes nicht verschonet um unsertwillen, du hast ihn für uns in den Tod dahin gegeben: wie? solltest du uns mit ihm nicht alles schenken? Ja, gelobet sey Cott, und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit den kostbarsten geistlichen und himmlischen Gütern durch Christum! In ihm, dem Geliebten, sind wir dem Höchsten angenehm geworden. In ihm dürfen wir Gott unsern Vater, und uns seine Kinder nennen. An ihm haben wir einen vollkommenen Seligmacher, der immerdar lebet und für uns bittet. Durch seine Auferstehung von den Todten haben wir die gewisse Hoffnung eines unverwelklichen Erbes, das behalten wird im Himmel. Gott, womit soll ich dir alle das Gute vergelten, das du an mir gethan haft? Ich will dich erhöhen, mein Gott, du König, und deinen Namen Ich will dich täglich loben, und loben immer und ewiglich. deine Gnade rühmen immer und ewiglich. Dir will ich Dank opfern, und mein Gelübde bezahlen vor allem Volke. ut dins hilpa and stbart nomoi mind chi and mpite and ind ad mise thim srdu dau sitis Somied mich Großer Erlöser, meine Seele erhebet dich, den Herrn, und mein Geist freuet sich in dir, meinem Heilande. Du bist würdig, zu nehmen Kraft und Reichthum, Weisheit und Stärke, und Ehre, und Preis und Lob. Denn du bist auch für erwürget worden, und hast mich mit deinem Blut erkauft. Durch dich habe ich Frieden mit Gott, und einen freien Zugang zu seiner Gnade. Durch dich bin ich von der Gewalt der Sünde und des Todes erlöset, und darf mich der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit rühmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals vergelten! Ich will dich ewig lieben, denn du hast mich bis in den Tod geliebet: Du hast deinen Leib für mich gegeben. Du haft dein Blut für mich vergossen zur Vergebung der Sünden. Du bist für mich gestorben. Du hast dich selbst für mich geopfert. Ich will ganz der Deinige seyn. Dir will ich leben. Dir will ich sterben. Dir sey mein Leib und meine Seele, dir sey mein ganzes Leben heilig: Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu gehorchen, deinem Beispiele zu folgen, deinen Namen unter den Menschen zu verkündigen, dein Reich hier auf Erden zu erweitern, und mich zu deiner näheren Gemeinschaft im Himmel geschickt zu machen, dies soll meine Ehre, mein Ruhm, mein vornehmstes und beständiges Geschäfte, meine ganze Seligkeit seyn! Umen. MTOTOOOOOOOOO planninalololatnić Itol MA'S NOVO! lololololo UXUÑONUNUNUN UUTUMUOTOIMUNOIU MUNCIO 314 210mns Gebet eines Kranken, de So habe ich mich denn feierlich dem Dienste Gottes, meines gnädigen Vaters und unendlichen Wohlthäters, gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Junger und Nachfolger meines hochgelobten Erlösers zu leben, und ihn mit meinem Geiste und mit meinem Leibe zu preisen, die beide sein Eigenthum sind. Wie heilig sind diese Verpflichtungen! Wie undankbar, wie unglücklich würde ich nicht seyn, wenn ich diese Zusagen vergåße, und diese Versprechungen nicht hielte! Welch eine Vers antwortung, welch ein Gericht, wenn ich nun noch der Sünde diente, wenn ich nicht alle Fehler, alle böse Gewohnheiten, die ich an mir habe, ernstlich bestritte, wenn ich eben so träge und nachlässig im Guten wäre, als ich es ehemals gewesen bin! So würde ich mich ja aller Vorrechte und Seligkeiten, die ich als ein Christ besitze, verlustig, und meine Verdammniß um so viel schwerer machen. Uch Gott! erlaube nicht, daß ich so undankbar gegen dich, und so feindselig gegen mich selbst handele. Sey du in meiner Schwachheit mächtig. Befestige meine guten Entschließungen, und verleihe mir Gnade, an der Ausführung der selben unverzüglich und unverrückt zu arbeiten. Erhalte du ſelbst mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte. Schenke mir ein neues Maaß deines Geistes und führe mich durch denselben auf ebene Bahn. Gieb, daß ich mich von allen Befleckungen des Fleisches und des Geistes reinige, und meine Heiligung in deiner Furcht vollende. Bewahre mich vor Vers suchungen, stärke mich, wenn ich darein gerathe, und laß mich das Kleinod, zu welchem du mich durch Christum berufen hast, niemals aus den Augen verlieren. So werde ich den guten Kampf kämpfen, den Glauben behalten, und meinen Lauf glücklich vollenden. So werde ich dereinst die Krone der Gerechtigkeit aus deiner Hand empfangen, und dir Lob und Ehre bringen, in Ewigkeit, Umen. had lind. Gebet eines Kranken. mein Gott, du Quelle des Trostes und der Gnade, ich demüthige mich vor dir, um deinen Beistand in meinen großen und heftigen Schmerzen sehnlich zu suchen. Höchster Richter, deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drücket mich. Mein Leib ist schwach, meine Seele voll Leiden. Schon haben mich des Todes und Grabes Bande umfangen. 3u wem kann ich mich wenden, der ich so elend und voll Jammer auf diesem Krankenbette darnieder liege? Es ist nichts mit allen Geschöpfen. DIGI OVO Nova Gebet eines Kranken. 315 Diese können nicht rathen und nicht helfen. Nur du allein, mein Gott, kannst die Krankheit heilen, welche mir Seufzer auspresset. Zu dir allein wende ich mich. Erhöre mich, mein Gott, und schweige nicht zu meinen Thränen. ibor, 200 oprug nou di WAST fisipinis du Herr, ich bekenne es, daß ich nichts anders leide, als was ich verdiene. Wolltest du mich so strafen, als ich wegen meiner Sünden es werth bin, so würden alle Wellen deines Zornes über mir zusammenschlagen, und ich mußte gleich jenen abtrünnigen Geistern zur Verdammniß verstoßen werden, weil ich ihnen auf dem Wege des Verderbens so unglücklicher Weise nachgefolget bin. Herr, ich empfinde es, daß ich strafbar bin, du aber unendlich gerecht bist. Ich habe gesündigt wider dich und vor dir. Meiner Sünden sind mehr, denn Haare auf meinem Haupte. Ach, ich Unglückseliger! Uch, daß ich dich zum Zorn wider mich gereizet habe: Du bist die Liebe selbst. Du hast mit so vieler Gnade mich überhäuft, und nicht aufgehöret, mir Gutes zu thun. Wie konnte ich doch so undankbar seyn, daß ich mich wider dich, meinen großmüthigsten Wohlthäter, erhob! Wie konnte ich so frech, so treulos seyn, daß ich mich gegen meinen Vater und König emporte! Gott, ich erschrecke, wenn ich bedenke, daß es meine Sünden sind, die dich gegen mich reizen, daß ich mein Leben damit beflecket habe, und durch sie mich nun an den Rand des Abgrunds geführet sehe, wenn anders deine Barmherzigkeit nicht noch ins Mittel tritt, und den Arm deiner Gerechtigkeit aufhält. erbarmungsvoller Gott, höre die Stimme des Blutes, welches mein theuerster Erlöser für bußfertige Sünder vergossen hat. Laß es mich lebhaft bereuen, daß ich dich beleidiget habe. Gieb mir Kraft, daß ich allen dir mißfälligen Neigungen widers stehe, und mich gånzlich deinem heiligen Willen unterwerfe. Sa, mein Gott, ich küsse die Ruthe, welche mich schlägt. meine Hand auf den Mund, und will gar nicht murren. preise deine Barmherzigkeit mitten in deinen Züchtigungen. mir Geduld in meiner schweren Krankheit. Laß mich einen sanften Sinn und Freundlichkeit gegen alle die, so um mich herum sind, beweisen, und alle Sorgfalt, so man an mir beweiset, mit Dank erkennen. Laß die Mittel der Genesung, so ich anwende, gesegnet seyn, denn ohne deinen Segen arbeitet doch der Arzt vergeblich, und alle Mittel sind umsonst. Von dir, o Gott, erwarte ich alles. Mache es mit mir, wie es deinem heiligen Willen gemäß ist. Nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Verlaß mich nur nicht. Unterstüße mich durch deine Gnade, an der ich genug habe. Deine Kraft sen mächtig in mir Schwachen! Gefällt es dir, mein Gebet zu erhören, und meine Gesundheit Ich lege Ich Gieb MOTOMOTOMOTOMOTO alalalalalalalalarni S. W.TOTI, MONONOK LOOKOU UMUMONUMUNUNU UUUUUMUTOKOMUNI NUNCIO 316 Danksagung und Bitte wieder herzustellen; willst du, daß ich noch im Lande der Lebendigen bleiben foll; so gieb mir, Herr, daß ich ein neues Leben führen und zeigen möge, daß ich in der Schule deiner Züchtigungen gelernet habe, wachsamer über alles mein Thun und Lassen zu seyn, und mich von aller Unreinigkeit der Welt zu entfernen. Hast du aber beschlossen, den Lauf meines Lebens durch diese Krankheit zu endigen, und mich vor deinen Richterstuhl zu fordern: so setze mein Herz in eine solche Verfassung, darinnen wir, wie allezeit, also vornehmlich zu der Zeit, uns billig befinden müssen, wenn du uns von hier abrufest. Reiße mein Herz ganz los von der Erde, und laß meine Sehnsucht nur nach den Gütern der Ewigkeit gerichtet seyn.( Denn was hat die Welt, das mich an sie fesseln sollte? Es ist wahr, die, an welche mich so starke Bande knüpfen, gehen mir nahe. Doch auch deinem Sohne lagen die Seinigen bei seinem herannahenden Abschiede am Herzen. Er liebte sie allezeit, er liebte sie bis ans Ende. Da er jetzt seinen Geist in deine Hände befehlen wollte, so forgte er noch liebreich für seine Mutter. Soll ich die Meinigen verlassen, so verlasse du sie nicht. Ich werde mich dann nicht, wie bisher, ihrer ferner annehmen. Aber du lebest immer und ewiglich. Sey du ferner ihr Vater, ihr Berather, ihr Beschützer und Helfer. Laß sie bei meinem Hingange nicht weinen als solche, die keine Hoffnung haben, sondern dadurch besonders erweckt werden, so lange sie hier noch streiten müssen, sich täglich zu ihrer Veranderung zu bereiten. Bringe du mich indessen selbst immer mehr in die heilige Fassung, daß du mir ungleich lieber bist, als alles, was ich auf Erden lieb habe). Versiegele mich auf den Tag der Erlösung. Gieb neue Stärke meinem Glauben, meiner Liebe und Hoffnung, daß ich diese Welt ohne Kummer verlassen, und mit Freuden aus derselben gehen möge. Als Nun, mein Gott, ich erwarte in tiefster Demuth deine Befehle. Rede, Herr, denn dein Knecht höret, und ist bereit, deiner Stimme zu folgen. Erhöre mich, ich rufe zu dir aus der Tiefe, und um Christi Jesu, meines Heilandes willen, Amen. MOLINA ONE OL U196 Kjet Danksagung und Bitte nach der Genesung is von von einer Krankheit. nont Großer Gott, höchster Gebieter und Herr über unser Leben, der du allein in das Grab, und auch wieder heraus führest, ich werfe mich in tiefster Demuth vor dir nieder und danke dir nach der Genesung von einer Krankheit. 317 von Herzen, daß du mich von den Pforten des Grabes zurückrufest. Ach ja, Herr! schon schien es, daß ich ein Opfer des Todes seyn sollte. Ich rief zu dir: ewiger Gott, erlöse mich um deiner großen Barmherzigkeit willen, denn im Tode gedenket man dein nicht, und wer will dir im Grabe danken? Du hast meine Klagen erhöret, und meine Thränen angesehen. Du bist von Mitleiden gegen mich gerühret worden, und hast mir die Gesundheit und das Leben wiedergegeben. D, daß ich deine Liebe und deinen Beistand nach Würde genug erheben könnte! Ich erkenne es vor Jedermann, daß ich dir allein meine Genesung zu danken habe. Auch die größte Klugheit, beste Sorgfalt und Bemühung der Menschen ist ohne dich vergeblich. Was habe ich dir nicht, o mein Gott, mitten in meiner Krankheit und in meinen Nengsten versprochen! Und was mußte ich dir nicht versprechen? Ich hatte mich dir ganz zu deinem Dienste gewidmet. Ich sagte allem dem ab, was dir mißfallen kann; ich that das Gelübde, daß ich die bösen Begierden meines Herzens ausrotten wollte, welche dich gegen mich erzurnten; ich verſprach dir, bis in den Tod treu zu bleiben. Gieb dann doch nicht zu, daß ich so heiliger und billiger Zusagen jemals vergesse, sondern sie vielmehr tief in mein Herz grabe, alle Tage meines Lebens daran gedenke, und alle meine Kräfte anwende, um sie nach aller ihrer Größe zu erfüllen. Ja, mein Gott, laß meine Seele leben, daß sie dich lobe. Ziehe du nur deine Hand nicht von mir ab, indem du mich wieder in diese Welt treten läsfest, denn diese ist ein ungestümes Meer und voll Klippen, daß viele darauf Schiffbruch leiden. Du allein kannst mich erretten. mir das nöthige Licht, gieb mir Standhaftigkeit und Muth, damit ich allen Versuchungen widerstehen, und alle Lockungen und Drohungen einer verführerischen Welt großmüthig verachten möge. Sey du mir zur Rechten, damit ich niemals wanke. erhalte mich! Dein Rath führe mich! Dein Geist reinige mich! Der Glaube sey mir anstatt des Schildes, und dein Wort anstatt eines zweischneidigen Schwertes, um allen Anläufen der Feinde zu widerstehen, wider die ich werde zu streiten haben. Gott, Gieb Deine Hand so Mancher ist nach erlangter Gesundheit in das Verderben der Welt zurückgefallen, und hat seine vorige Lebensart wieder angefangen; und ich habe dir auch bei anderen Gelegenheiten so große Verheißungen gethan, aber sie nicht erfüllet. Es überfällt mich deswegen ein Bittern. Ich bin ganz beschämt. Ich bitte dich, laß mich nicht von neuem untreu werden. Es erschalle doch ohne Aufhören die Ermahnung in meine Ohren: Siehe zu, du bist gesund geworden, fündige hinfort nicht mehr, auf daß dir nicht OMTOTONOTONOTONOTOMOT plaininin olololatnic S. W. 1041, MONOVOL Novelle olevavalgleicïololotovavoravoTOVALAKA. Mone 318 id Gebet der Umstehenden etwas ergeres widerfahre! Ich weiß es, daß, obgleich du mir jetzt mein Leben und die Gesundheit wieder schenkest, ich doch einstens aus dieser Welt weggehen muß; ich weiß es, daß diese Lebensfrist mir nur zur Vorbereitung auf meinen Ausgang dienet; ich weiß es, daß diese neuen Tage mich recht lehren sollen, wie bald diese Welt, die ein Schauplatz ist, ihre Gestalt verändere; ich weiß es, daß der Himmel nur unser wahres Vaterland ist, und unsere Herzen und Begierden dahin gerichtet seyn müssen, weil da unser Erbtheil aufbewahret lieget. Ach! so laß mich dann dergestalt völlig genesen, daß meine Seele auch von den Wunden heil werde, welche die Sünde ihr geschlagen hat, und daß, so angenehm und vortheilhaft auch die Gesundheit meines Leibes mir immer ist, doch die Gesundheit der Seele mir noch weit wichtiger und angelegentlicher sey. Erbarme dich auch, o mein Gott, aller armen Kranken. Höre ihre Bitten, stehe ihnen bei und gewähre ihnen alles dasjenige, was deine anbetungswürdige Weisheit für sie am ersprieslichsten findet. Unterstütze und stärke alle, die du mit mir von ihren Krankenlagern aufstehen läsfest, daß sie die Sonne mit Freuden erblicken. Gieb einem jeden unter uns, daß wir weder deine Wohlthaten, noch auch unsere Versprechungen jemals vergessen. Erhöre mich, Vater im Himmel, ich rufe dich mit innigster Inbrunst um Jesu Christi, meines liebsten Heilands willen an, Amen. THIDING Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. mächtiger, gnädiger und barmherziger Gott und Vater, du willst, daß wir dich in der Noth anrufen, und verheißest uns Erhörung, daß wir dich preisen; darum erscheinen wir auch jetzt vor deinem heiligen Angesichte, und bitten dich für diese kranke Person, die nicht mehr mit uns, wohl aber mit dir, dem einigen Herzenskündiger, durch das Seufzen und Flehen deines und ihres Geistes reden kann. Ach, gieb ihr Gnade, daß sie in dieser Schwachbeit ihr Herz zu dir erhebe und seufze: Ach, Herr Jesu, erbarme dich mein, komm doch bald und hilf mir; und erhöre alsdann das Flehen ihres Herzens und errette fie.jadro the bed ang UPQ 20 the mis med Dir, o allerliebster Bater, wollen auch wir ihre Noth vortragen, und bitten dich herzlich und kindlich, siehe sie doch in Gnaden an, stårke sie im Kampf und Streit wider den Tod, O OLOVO admodrot für einen Sterbenden. ad 3 319 ihren letzten Feind; sey nicht ferne von ihr, denn die Angst ist groß. Es ist hier kein Helfer, denn du allein. Reinige sie, o Gott, durch das Blut deines Sohnes von allen ihren Sünden, versiegele durch deinen heiligen Geist in ihrem Herzen die Gewißheit der Seligkeit. Sprich zu ihrer Seele: Mein Sohn( meine Tochter) sey getrost, dir sind deine Sünden vergeben. Stärke und erhalte sie in heiliger Vollbringung deines Willens, damit sie dir getreu bleibe bis in den Tod. Tröste sie in der großen Angst mit der Angst, Traurigkeit und den Schmerzen, die dein liebster Sohn in seinem schwersten Streite empfunden und ausgestanden hat. Lindere, verkürze und vermindere die Furcht und die Schmerzen des Todes, und gieb ihr alles, was sie zu ihrer Glückseligkeit vonnöthen hat, und wir für sie bitten und begehren können. Heilige ihren kalten Todesschweiß durch den blutigen Schweiß, welcher von dem Leibe Jesu, deines Sohnes, in seiner großen Anfechtung und Ungst, in seinem 3ittern und 3agen auf die Erde geflossen ist, und erquicke sie mit der Hoffnung der ewigen Seligkeit, und der fröhlichen Auferstehung ihres Leibes. Herr, es ist nunmehr Abend bei ihr worden, und der Tag ihres Lebens hat sich geneiget, bleibe bei ihr, und streite gegen alle ihre Feinde. Ihr Fleisch ist schwach. Ach, stårke in Gnaden ihren Geist. Mache sie willig und freudig zu streiten, und laß deine Kraft in ihrer Schwachheit machtig seyn. Oliebster Heiland Jesu! du haft verheißen, wenn du werdest erhöhet seyn, so wollest du uns alle zu dir ziehen; nun bist du nicht nur am Kreuz erhöhet worden, und hast daselbst alle unsere Missethat versöhnet, sondern du bist auch nach deiner Auferstehung über alle Himmel erhaben worden, damit du vor dem Ungesichte deines himmlischen Vaters für uns erscheinest. So ziehe dann diese Schwache durch die kräftige Wirkung deines Geistes zu dir, daß sie dir nachlaufe; ziehe ihre Seele aus dem bald einfallenden Kerker ihres Leibes, darinnen sie gefangen ist, daß sie bald mit Freuden von der Erde in den Himmel, von der Sünde zur Gerechtigkeit, aus der Unruhe zu der Ruhe, aus der Finsterniß in das Licht, aus allem Jammer in die Herrlichkeit, ja aus dem Tode in das Leben fahre. Wenn ihre Augen finster worden sind, so erhalte in ihrem Herzen das Licht des seligmachenden Glaubens, damit ihre Seele dich anschauen und in dir sich erfreuen möge. Wenn ihre Ohren verschlossen sind, daß sie nichts mehr hören, so erquicke und tröste sie durch das innerliche Zusprechen des heiligen Geistes. Wenn ihr die Rede entfällt, so sey, Jesu, ihre Fürsprache bei deinem und ihrem Vater, und laß auch deinen Geist für sie mit unaussprechlichem Seufzen bitten. Herr PROTOTOOMOOTOMOTOMOTO alainiai Maloniai S. W. 1041, D: volvo Umurararuraren MMONUMUNUMURUMUNUMOU MONIO 320 Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. heiligster Seligmacher, wirke in ihr bei ihrem Abschiede gute und heilige Gedanken, und laß deine heiligen Engel fich um sie her lagern, und ihre Seele in das himmlische Paradies, und in den Schooß ihres Erlösers führen. dno si 350 sind Uns aber, o Herr, gieb die Gnade, daß wir uns oft unserer Sterblichkeit erinnern, aller Sünde bei Zeiten absterben, und durch rechtschaffene Bekehrung und wahren lebendigen Glauben uns zu einem seligen Abschied vorbereiten. Nimm dich unser in Gnaden an, wenn die Stunde unseres Todes vorhanden ist, und nimm uns zu dir in die ewige Freude und Herrlichkeit. Erhöre uns, o lieber Vater, um Jesu Christi willen, in dessen Namen wir dich also anrufen: Unser Bater ic. mon privind( 11/01 000 pilni tisadi spilisemmal somist rd Bondonesia? ad nod disor tap jun aspne onts i m si som du un Rams deu anym risijung ved prunflodend jim sit obiughs daxip adre sid edhi andi pudsitu apbilder) sd familie impión on and dir door di isd dusdif dan m napop- stlozi) ding anne ni shiit( ordt in din, ustion is pidupit on piller of scho mest phiding the dead amado! Soidi de mord, and li mi taset snijd tot Radnagy ad numer, men fnd no Luis dnolis ollds C id sjid mun; magiging sila mund Rallour of nel dd 3797 5 dblad sind daardrown address gudsfrestul sind this dus id ud modo Signs and 200 ud imod usado de to this comitis and du deiner said as monalistis dind mo aun thin da indirile mimic alla dis mobili d and hun spid sto UD tim- dlad si qui boni in no smod euro of sidsinna sid om Nodroor to displ chodimi nedisbagly] sed non di tid in d 76025m bine on and and machanging achitomi and 097 of tims, edo ( 11 din mod diu fund al til nh sma, malo em mix and mi mgnd, di bi bio shndi land disc brl un thus sodu obimpo of old bumsas Leslis mogilist en od ponidi ordi 2 mesursu ih mind foun JESA 9 7 no esamise aad ug ni and Evangelien und Episteln. #owered ands Bod 100 m 90 Tuzidi = in Matth. 21, v. I I0. a fie nun nahe bei Jerusalem tamen, gen Bethphage an den Delberg, sandte Jesus seiner Jünger zweien, und sprach zu ihnen: Gebet hin in den Flecken, der vor euch lieget, und bald werdet ihr eine Efelin finden, angebunden, und ein Füllen bei ihr; löset sie auf, und fübret sie zu mir. Und so euch jez mand etwas wird fagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer, so bald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion: fiehe, dein König kömmt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Efel, und auf einem Füllen der lastbaren Efelin. Die Jünger gingen hin, und thaDie Jünger gingen hin, und tha= ten, wie ihnen Jesus befoblen hatte: und brachten die Efelin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf, und festen ihn drauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Wegi die anderen hieben 3weige von den Bäumen und 2012 or more 1912 pinig s03 ota ben **] Evangelium am 1. Sonntage Die Nacht ist vergangen, der Tag des Advents, aber herbei kommen: so laffet uns ablegen die Werke der Finsternis, und anlegen die Waffen des Lichts. asset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saus fen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid: sondern ziehet an den Herrn Jesum Chrift, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, fchrie und ſprach: Hosianna, dem Sohne David! ge= lobet sey, der da kömmt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Evangelium am 2. Sonntage des Advents, Luc. 21, v. 25-34.do dest 07 SIT Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und dem Mond, und Leuten bange fevu, und werden zas den Sternen, und auf Erden wird den gen, und das Meer, und die Wassermogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden, dann auch der Himmel Kräfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie seben des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses ans fäbet zu geschehen, so sehet auf, hebet eure Häupter auf, darum daß sich eure Erlösung nahet. Und er fagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume; wenn sie jest ausschlagen, so sebet ihrs an ihnen, und merket, daß jest der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sebet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich fage euch), dies wissen, nämlich die Zeit, daß Geschlecht wird nicht vergeben, bis die Stunde da ift, aufzustehen vom daß es alles geschehe. Himmel und Schlafe sintemal unser Héil jest Erde werden vergeben, aber meine näher ist, denn da wirs glaubten, Worte vergeben nicht. st und Epistel, Röm. 13, v. II: 14. ieben Brüder: weil wir solches 1 MononenONONONOOmomontor Kalevala T+ 01 MAS PHOLOK PIA avevovokovateľalalalalalalalalOVALAÏA. Unde 2 Um 3. und 4. Sonntage des Advents. Epiftel, Röm. 15, v. 4: 14. as aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben: Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei gesinnet feyd unter einander nach Jesu Christ, auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufge: nommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sey ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit Willen Gottes, zu bestätigen die Verheißung den Vätern geschehen, daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherz zigkeit willen, wie geschrieben stebet: Darum will ich dich loben unter den peiden, und deinem Namen singen. und abermal spricht er: Freuet euch, thr Heiden, mit seinem Bott. und abermal: Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker. Und abermal spricht Efaias: Es wird seyn die Wurzel Jeffe, und der auferstehen wird zu herrschen über die heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Friede im Glauben, daß ibr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes.) Evangelium am 3. Sonntage des Advents, Matth. II, v. 2= 11. a aber Johannes im Gefängniß die Werke Christi hörete, fandte er seiner Jünger zweien, und ließ ihm sagen: Bist du, der da koms men soll, oder sollen wir eines ans dern warten? Jeſus antwortete und ſprach zu ihnen: Gehet hin, faget Johanni wieder, was ihr sehet und höret: Die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Aussägigen werden rein, und die Tauben hören, die Todten stehen auf, und den Urmen wird das Evangelium gepres diget, und selig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da sie hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johanne: Was send ihr hinz ausgegangen in die Wüsten zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was send ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. Oder was seyd ihr hinaus gegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet. Denn dieser ist, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. Epistel, I Cor. 4, v. 16. afür halte uns näm= ich für Christi Diener, und Haushalter über Gottes Geheims niffe. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber iste ein Geringes, daß ich von euch ge= richtet werde oder von einem menschlichen Tage, auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohl nichts bewust, aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget; der Herr ists aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch wird ans Licht brin gen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Herzen offenbas ren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren. Evangelium am 4. Sonntage des Advents, Joh. 1, v. 19-28. nd dies ist das Zeugnis Johans nis, da die sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht. Und er bekannte: Ich bin nicht Chriftus. und sie fragten ihn: was denn? OIOIOIOONOVOLOVOVO LOLOVOVOU apotasida 2 Amt heiligen Christtage.pilis& m Bist du Elias? Er sprach: Ich bins nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn, daß wir Antwort geben denen, die uns gefandt haben: Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüsten; richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Efaias gesagt hat. und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern, und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, fo du nicht Cbriz stus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ibnen, und sprach: Ich taufe mit Wasser, aber er ist mitten unter euch getres ten, den ihr nicht kennet. Der iste, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöſe. Dies geschab zu Bes thabara jenseits des Jordane, da Johannes taufete. Epistel, Phil. 4, D. 4= 7. Freuet Creuet euch in dem Herrn alle euch in Herrn alle wege, und abermal sage ich: freuet euch! Eure Lindigkeit laffet fund seyn allen Menschen. Der Herr ift nabe! Sorget nicht: sondern in allen Dingen laffet eure Bitte in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott fund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist dern alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. R Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur Stadt David, die da heißet Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte David war, auf daß er sich schäßen ließe, mit Maria seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie das selbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte, und sie gebar ihren ersten Sohn, und wick Ite ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ibre Heerde. Und sieve, des Herrn Engel traten zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt David. Und das hast zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Bindeln gewickelt und in einer Krippen liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerschaaren, die lobeten Gott und sprachen: Ehre fey Gott in der Höhe und Friede auf Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen. Evangelium am heil. Christtage, 13 Luc. 2, v. I: 14. Epistel, Tit. 2, v. II: 14. enn es ist erschienen die heile same Gnade Gottes allen Men= schen, und züchtiget uns, daß wir follen verleugnen das ungöttliche Wesen, und die weltlichen Lüfte, und züchtig, gerecht und gottselig 8 begab sich aber zu der Zeit, leben in dieser Welt, und warten daß ein Gebot vom Kaiser uz auf die felige Hoffnung und Erz gufto ausging, daß alle Welt ge- scheinung der Herrlichkeit des gros schäßet würde. Und diese Schagung sen Gottes, und unsers Heilandes war die allererste, und geschab zu Jesu Chrifti. Der sich selbst für der Zeit, da Cyrenius Landpfleger uns gegeben hat, auf daß er uns in Syrien war. Und jedermann ging, erlöfete von aller ungerechtigkeit, daß er sich schäßen ließe, ein jeglicher und reinigte ihm selbst ein Volk in seine Stadt. Da machte ich auch zum Eigenthum, das fleißig wäre auf Joseph aus Galiläa, aus der zu guten Werken. Jeg mens 1* MOTOTOOOOOOOOOO olololo S. W. 1041. Mononen MUNG UMUMONUMUNUNUIUIUION UNONGIOMON Jude + Um 2. heiligen Christtage. Um Neuen Jahrestage. Evangel. am 2. heil. Christtage, Luc. 2, v. 15-20. nd da die Engel von ihnen gen Hirten unter einander: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem, und die Beschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr fund gethan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind in der Krippe lie: gend. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es fam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten, Maria aber behielt alle diese Worte, und erwägete sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehreten wieder um, preiseten und lobten Gott um alles, was sie gehöret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. Evang. am Sonnt. nach Christtag, Luc. 2, v. 33= 40. in Ifrael, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. Und es wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, vieler Herzen Epistel, Tit. 3, v. 3-8. enn wir waren auch weiland unweife, ungehorsam, irrige, fage aber: Solange der Erbe dienend den Lüsten und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bosheit und Neid, und baffeten uns unter einander. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes unsers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach ſeiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiederges burt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegoffen hat über uns reichlich durch Jesum Chriftum unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erbenseyendesewigen Lebens nach der poffnung, das ist je gewißlich wahr. Hoffnung, das ist je gewißlich wahr. 2ch ein unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; fons dern er ist unter den Vormündern und Pflegern, bis auf die bestimmte zeit vom Bater. Utso auch wir, da 3eit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Sagungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, fandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesek gethan, auf daß er die, so unter dem Gefeß waren, erlöfete, daß wir die Kind schaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott gefandt den Geift seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Ubba, lieber Vater. Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sinds aber Kinder, so sinds auch Erben Gottes durch Christum. do Evang. am Neuen Jahrestage. Luc. 2, v. 21. Und fein Vater und Mutter wunderten sich deß, das von ihm geredet ward, und Siemeon segnete fie, und ſprach zu Maria, feiner Mutter: Siehe, dieser wird geſeht zu einem Fall und Auferstehen vieler offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Geschlechte User, die war wohl betaget, und batte gelebet fieben Jahre mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauschaft, und war nun eine Witwe bei vier und achtzig Jah ren, die kam nimmer vom Tempel, diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derfelbigen Stunde, und preisete den Herrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung zu Jerusalem warteten. Und da sie es alles vollendet hatten, nach dem Gefeße des Herrn, kehrten sie wieder in Galiläam, zu ihrer Stadt Naza= reth. Aber das Kind wuchs, und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm.ed aur don Epistel, Gal. 4, 6. I= 7. nd da um waren, da sind beschnitten wurde, da ward fein Name genennet Jefus, VOLO dqiq n Um Sonntage nach dem Neuen Jahre. m welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen war.dain malait du 1 Epistel, Gal. 3, v. 23-29. She She denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesek verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbaret werden. Also ist das Geseß unser Zuchtmeister gewefen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, find, wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr send alle Gottes Kinder, durch den Glauben an Chriftum Jesum. Denn wie viel euer auf Chriftum getauft sind, die baben Chriftum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, bie ist kein Knecht noch Freier, bie ist Fein Mann noch Weib, denn ihr seyd allzumal einer in Chrifto Jesu, Seyd ihr aber Ghrifti, so send ihr ja Ubrahams Saamen, und nach der Verheißung Erben, neu drom Evangelium am Sonntage nach dem Neuen Jahren Matth. 2, b. 13-23.duas v. a fie aber hinweg gezogen was ren, der Engel des Herrn dem Joseph im Traum, und sprach: Stebe auf, 5 Da ist da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den Weisen erlernet hatte. erfüllet, das gesagt ist von dem Proz pheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens! Rabel beweinte ihre Kins der und wollte sich nicht trösten lasſen, denn es war aus mit ihnen. aber Herodes gestorben war, siehe da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum, in Egyptenland. und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und zeuch hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Rinde nach dem Leben standen. Da Und er stand auf, und nahm das Kind lein und seine Mutter zu sich), und kam in das Land Israel. Da er aber hörete, daß Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt ſeiz nes Vaters Herodis, fürchtete er sich dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott, und 30a in die Derter des Galiläischen Landes, und kam und wohnete in der Stadt, die da heißet Nazareth. Auf daß erfüllet würde, das da ges fagt ist durch die Propheten; Er Nazarenus d Epistel, I Petri 4, v. 12- 19. und nimm das Kindlein und seine so euch begegnet, nicht befrem= hr Lieben, lasset euch die Sige, den( die euch widerfäbret, daß ihr versucht werdet) als widerführe euch etwas Seltsames: Sondern freuet Mutter zu dir, und fleuch in Egyp tenland, und bleib allda bis ich dir fage. Denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, das felbe umzubringen. Und er stand auf, und nahm das Kindlein und feine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwidy in Egyptenland. Und blieb allda bis nach dem Tode Hero= die auf daß erfüllet würde das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da fpricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Da Herodes nun sahe, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig, und schickte aus, und ließ alle Kinder zu Bethlehem tödten, und an ihren ganzen Grenzen, die euch, daß ihr mit Chrifto leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offens barung seiner Herrlichkeit Freude und Bonne baben möget. Selig feyd ihr, wenn ihr geschmähet werdet über den Namen Christi, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Bei Gottes ist, vybet auf euch. ihnen ist er verlästert, bei euch ist er gepreiset. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb, oder Uebelthäter, oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Chrift, so schäme er sich nicht, MOTOTOMOTOMOTOMOTOMOTO alainanololololo S. W. 1041, MONOTON olololol UMUNUNUNUNU TorononenOMONGNUNON Moncle 6 Am Sonnt. der Erschein. Christi. Am 1. Sonnt. n. Epiph. er ehre aber Gott in folchem Fall. Denn es ist Zeit, daß anfahe das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns; was wills für ein Ende werden mit denen, die dem Evangelio Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen, als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. und gingen in das Haus, und fans den das Kindlein mit Maria seiner Mutter, und fielen nieder, und be teten es an. Und thaten ihre Schäße auf, und schenkten ihm Gold, Weibrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken, und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. Hide& Epistel, Jef. 60, v. 1-6. 03492 Evangel. am Sonnt. der Erschei- Mache dich auf, werde Licht, denn nung Christi( Epiphania), dein Eichst kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gebet auf über dir. Denn siebe, Finsterniß bedecket das Erdreich), und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit er= scheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgebet. Sebe deine Augen auf, und siehe umber, diese alle versame melt kommen zu die. Deine Sobne werden von ferne kommen, und deine Töchter zur Seiten erzogen werden Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu Denn die Menge der dir kommt. Kameele wird dich bedecken, die Läufer aus Midian und Evha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob verkündigen. Evangel. am 1. Sonntage nach Epiphania, Luc. 2, v. 42= 52. Matth. 2, v. 1 12. a Jesus geboren war zu Bethlehem, im jüdischen Lande, zur Beit bes Königs Herodis, siehe, da tamen die Weisen von Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Hero: des hörte, erschrack er, und mit ihm das ganze Jerusalem. und ließ versammlen alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk, und erforschte von ihnen, wo Christus follte geboren werden. Und sie sagten ihm: 3u Bethlehem im jüdischen Lande; denn also stebet geschrieben durch den Propheten: Und du Beth: lebem im jüdisden fande bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Juda; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sey. Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre. Und wifete fie gen Bethlehem, und sprach: ziebet bin, und for chet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihr's findet, so sait mir's wieder, daß ich auch komme, und es anbete. Als sie nun den König gehö: ret batten, zogen sie hin. Und siebe der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen bin, bis daß er kam, und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet, be a Jesus zwölf Jahre alt war, gingen sie binauf gen JerusaIem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußtens nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und famen eine Tage= reise und suchten ihn unter den Ge= freundten und Bekannten. Und da Um 2. Sonntage nach Epiphania. S 7 ten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete, und sie fragete, und alle, die ihm zuhöreten, verwunderten sich feines wort. Und da sie ihn sahen, entfesten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter be hielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade, bei Gott und den Menschen. fie ihn nicht fanden, gingen sie wieder gen Jerusalem, und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, Evangel. am 2. Sonntage nach fanden im mit Epiphania, 1910 Epiphania, 1534 pozi Joh. 2, b. III. pol.10 mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. und am dritten Tage ward eine zu in Galiläa, und die Mutter Jesu war da; Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jefu zu ihm: Sie haben nicht Jesus spricht zu ihr: ein. Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen. Seine Mütter spricht zu den Dienern: Was er euch faget, das thut. Es waren aber allda sechs steinerne Wassers früge gesest, nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen je in einen zwei oder drei Maaß. sus spricht zu ihnen: Füllet die Was ferkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen Schöpfet nun und bringets dem Speisemeister. Und sie brachs Epistel, Röm. 12, v. 1-6. tens. Ats aber der Speifemeister ch ermahne euch, lieben Brüder, Jes # 100 foftete den Bein, der Wasser gewe nen er fam( die Diener aber wußtens, die das Wasser geschöpfet hatten) rufet der Speisemeister den Bräutigam, und spricht zu ihm: Federmann giebt zum ersten guten ein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringeren: du haft den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Cana in Galiläa, und offenbarete seine Herrlichkeit. und seine Jünger glaubten an ihn. 53010 Epistel, Röm. 12, b. 7-16. tes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sey, welches fey euer vernünftiger Gottesdienst. und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf daß ibr prüfen möget, welches da sey der gute, der wohlgefällige, und der vollkommene Gotteswille. Denn ich fage durch die Gnade, die mir ges geben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von ihm halte, denn sichs gebühret zu halten: fon= dern daß er von ihm mäßiglich halte, jeglicher, nachdem Gott at jemand einfagung, to fen Glauben ähnlich. Hat theilet hat das Maaß des Glaubens. jemand ein Amt, so warte er des Denn aleicher weise, als wir in Umts. Lehret jemand, so warte er einem Leibe viel Glieder haben, aber der Lehre, Ermahnet jemand, so alle Glieder nicht einerlei Geschäfte warte er des Ermahnens. haben, also find wir viele ein Leib jemand, so gebe er einfältiglich. Rein Chrifto, aber unter einander ist gieret jemand, so sey er sorgfältig.r einer des andern Glied. Und haben Uebt jemand Barmherzigkeit, se Giebt MOTOTOMOTOOONOTOTOMOTO alan anololololatr S. W. 1041, NOWOWO valorous UMUMONUMUNUNU MUMUNOMOTONOMORONG Centre Am 3. und 4. Sonntage nach Epiphania. 8 thue ers mit Luft. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset das Arge, hanaet dem Guten an. Die brüderliche Liebe untereinander sey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor Seyd nicht träge, was ihr thun sollt. Syd brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröhlich in Hoffnung, gedultig in Trübsal, ballet an am Gebet. Nehmet euch der heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfol en, segnet und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröblichen, und weinet mit den Bei nenden. Habt einerlei Sinn unter einander: Trachtet nicht nach boben Dinaen, sondern haltet euc) herun: ter zu den Niedrigen. balledo Evangel. am 3. Sonntage nach Epiphaniania ar Matth. 8, v. 1-13. nach. fam und betete ihn an, und sprach: Herr, so du willt, kannst du mich worl reinigen. Und Jesus streckte feine Hand aus, rührte ihn an und ührte ihn an und sprach: Ich wills thun: feh gereiniget. Und alsbald ward er von seinem Aussage rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu: sag es niemand, sondern gehe bin, und zeige dich dem Priester, und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat zu einem 3eugniß über sie. Da aber Jefus einging zu Capernaum, trat a Jefus aber vom Berge berab Bösem. Befleißiget euch der Ehr ging, folgete ihm viel Volksbarkeit gegen jedermann. Ss mögs Und siebe, ein Ausfäßiger lich, so viel an euch ist, so habet mit allen Menschen Friede. Rächet euch selber nicht, meine Liebsten, fondern gebet Raum dem 3ern, denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der So nun deinen Feind hunHerr. gert, so fpeife ihn, dürftet ihn, fo Wenn du das thust, ſo tränke ihn. wirst du feurige Kohlen auf sein aupt fammler. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern übers winde das Böse mit Gutem. ein Hauptmann zu ihm, der bat ibn Evangel. am 4. Sonntage nach Epiphania, not ALINIO und sprach: Herr, mein Knecht lieat zu Hause, und ist gichtbrüchig, und Matth. 8, v. 23= 27. dyp bat große Qual. I ſus ſprach zu will fommen, und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gebeft, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gefund; denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unterthan, und habe unter mir Kriegsknechte, und wenn ich fage zu einem: Gehe hin, so gehet er, und zum andern: komme her, so kommt er. Und zu meinem Knechte: Thue das, so thut ers. Da das Jesus hörete, verwunderte er sich, und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich fage eud, solchen Blauben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich fage euch: Viel werden kommen vom Morgen und vom Abend, und mit Abraham, Isaac und Jakob im Himmelreich sigen. Uber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähnflappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubet haft. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde.ndio and tip 220 Epistel, Nöm. 12, v. 17-21. Haltet euch nicht felbst für flug. Böses mit bus nd Jefus trat in das Schiff, und seine Jünger folgten Und fiebe, da erhub sich ein groß Unge= füm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedecket ward, und er schlief. Und die Jünger traz ten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: Herr, bilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleinglaubige, warum send the so furchtsam? Und stand auf und be JOVOVOVO LOLOLONG Um 5. Sonnt. nach Epiphania. Um Sonnt. Septuagefimá. 9 Epistel, Col. 3, p. 12- 17.00 dräuete den Wind und das Meer, da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprochen: Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? soar Epistel, Röm. 13, v. 8-10. ziehet nun an als die Auser= wählten Gottes, Heilige und Ge= liebte, herzliches Erbarmen, Freundtid) feit, Demuth, Sanftmuth, Gebduld, und vertraget einer den andern, daß ihr euch untereinder liebet; denn wer den andern liebet, der hat das Gefch erfüllet. Denn das da gesagt ift: Du sollt nicht ehebrechen; Du follt nicht tödten, du sollt nicht stehlen. Du sollt nicht falsch 3eugniß geben, dich sou nichts gelüften, und so ein ander Gebot mehr ift, das wird in diesem Wort verfasset: Du follt deinen Nächsten lieben als die felbst. Die Liebe thut dem Nächften nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.d 30d mugod und vergebet euch untereinander, fo gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr; über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen send in einem Leibe, und send dankbar. Laffet das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und vermahnet euch selbst mit pfalmen und Lobgesängen, und geistlichen liebs lichen Liedern, und finget dem Herrn in euren Herzen und alles, was ihr thut, mit Worten, oder mit sind 1700 101 Evangel. am 5. Sonntage nach Werken, das thut alles in dem Naz imani Epiphania, men des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. d Jail stederm and Matth. 13, v. 24-30. r legte ihnen ein ander Gleich Evangelium am Sonntage niß vor, und sprach: Das Him- ud de Septuagesimå.] melreich ist gleich einem Menschen, der guten Saamen auf seinen Acker fäete. Da aber die Leute schliefen, 39106 Matth. 20, v. 1- 16. kam ſein Feind, und fäete Unfrautas himmelreich ist glei einem zwischen den Weizen, und ging davon Da nun das Kraut wuchs, und Frucht brachte, da fand sich auch das Unfraut. Da traten die Knechte zu dem Haus vater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Saamen auf deinen Ucker gefäet? Wober hat er denn das Un fraut? er sprach zu ihnen: Das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte: Willt du denn, daß wir hingehen, und es ausaäten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgätet. Basset beides mit einander wachsen, bis zu der Erndte, und um die Erndtezeit will ich zu den Schnittern fageng Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne, aber den Weizen sammeit mir in meine Scheuern.oe du ausging, Arbeiter zu miethen in iethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taaetohn, fandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sahe andere an dem Markte müssig stehen, und sprach zu ihnen: Sehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch geben, was recht ist, und sie gingen hin. Ubermal gina er aus um die sechste und neunte Stunde, und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber ging er aus, und fand andere müssia steben, und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müssig? Sie sprachen zu ihm: 6 hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht seyn wird, soll euch werden. Da es nun bend MOTOTOOOOOOOOO LOLOTOK D. W. 1041, MONOVOL AUG UMUMONUMUNIUN UUUUMONOTONOMORON MUUTOS 10 immagings Am Sonntage Seragesima. ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe den Urbei tern, und gieb ihnen den Lohn, und bebe an, an den Legten bis zu den Ersten. Da kamen die um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die ersten famen, meineten sie, fie würden mehr empfangen, und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murrten den und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du haft fie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hige getragen haben. Er antwortete aber, und faste zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht; bist du nicht mit mir eins worden, um einen Gro= fchen? Nimm, was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesen lebten geben, gleich wie dir; oder babe ich nicht macht zu thun was ich will, mit dem Meinen? siebest du darum scheel, daß ich so gütia bin? 2! so werden die Legten die Ersten, und die Ersten die Legten seyn. Denn viele sind beru: fen, aber wenig sind auserwählet. GENE Epistel, 1 Cor. 9, v. 24 bis naro Cap. 10, b.5. g. Wiffet Diffet ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher ober, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges: jene also, daß fie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse: Ich fechie also, nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige, und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unfere Väter sind alle unter der Wolken gewesen, und sind alle durchs Meer gegangen, und sind alle unter Mofen getauft, mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle einerlei geistliche Speise geffen, und haben alle einerlei geistlichen Trant getrunken. Sie trunken aber von dem geistlichen Fels, der mitfolaete, welcher Fels war Christus. Uber an ihrer vielen batte Gott keinen Wohlgefallen, denn sie find niedergeschlagen in der Wüsten. Evangelium am Sonntage Seragefima, Luc. 8, v. 4= 15. a nun viel Volks bei einander war, und aus den Städten zu ihm eileten, fprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Säemann aus zu säen seinen Saamen, und indem er fäete, fiel etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßens auf. Und etliches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dornen gingen mit auf, und ersticktens. Und etliches fiel auf ein gut Land, und es ging auf, und trug hundertfältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre. Es fragten ihn aber seine Jünger, und ſprachen: Was dieses Gleichniß wäre? Er aber sprach: Euch ists gegeben zu wissen das Geheimnis des Reichs Gottes, den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber dies Gleichnis: Der Saamen ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnach tömmt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die, wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an, und die haben nicht Wurzel, eine zeittana glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, fo es bören, und gehen bin, unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und Am Sonntage Quinquagesima. 11 ersticken, und bringen keine Frucht.| sey gelobet in Ewigkeit, weiß, das Das aber auf dem guten Lande, sind, die das Wort hören und be halten in einem feinen guten Herzen, und bringen Frucht in Geduld./b llo scuole Epistel, 2 Cor. It, v. 19 bis bado Cap. 12, D. 9.649 D enn ihr vertraget gerne die Narz ren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, fo euch jemand zu Knechten machet, fo euch jemand schindet, fo eudy jemand nimmt, fo euch jemand troget, fo euch jemand in das Angesicht freidhet. Das fage ich nach der Unehre, als wären wir schwach worden. Worauf nun je mand fühn ist( ich rede in Thorheit) darauf bin ich audy tübn. Sie sind Ebräer, ich auch. Sie sind Israeliten, ich auch. Sie sind Ubrahams Saamen, ich auch Sie sind Diener Chrifti( ich rede thörlich) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich babe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche, weniger eins. Ich bin dreimal ge: ftäupet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe( des Meers). Ich habe oft gereiset, ich bin in Fährlichkeit ges wesen zu Wasser, in Fährlichkeit unter den Mördern, in Fährlichkeit unter den Juden, in Föhrlichkeit unter den heiden, in Fährlichkeit in den Städten, in Fährlichkeit in der Wüsten, in Fährlichkeit auf dem Meer, in Fährlichkeit unter den fal schen Brüdern, in Müh und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Faften, in Frost und Blöß. Ohne was sich sonst zuträget, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen, und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen ich nicht lüge. 3u Damasco, Landpfleger des Königs Xreta verwahrete die Stadt der Damascäer, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mirjadas Rühmen nichts nüße, doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Chrifto, vor vierzehn Jahren( ist er in dem Leibe ges wesen, so weiß ichs nicht, oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht, Gott weiß es), derselbe warb entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Mens schen( ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies, und hörete unaus sprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen, von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, obne meiner Schwachheiten. Und so ich mich rühmen wollte, thate ich darum nicht thörtich, denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, aufdaß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir böret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlaje, auf daß ich mich nicht überhebe, dafür ich dreimal dem Herrn geflehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt: Las dir an meiner Gnade genügen, benn meine Kraft ist in Darum den Schwachen mächtig. will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Chrifti bei mir wohne. in Evangelium am Sonntage Quinquagefima, Luc. 18, v. 31-43. heit rühmen. Gott und der Bater sprach zu ihnen: Sehet wir gehen unsers Herrn Jesu Chrifti, welcher hinauf gen Jerusalem, und es wird THE TOTOTOOOOOOOOOO ALOLOLOL T+ 01: MA'S NONONOK OKOLOVOUC LOLO 13 Um 2. Sonntage in der Fasten.s der Fasten( Reminiscere), den tragen, auf daß du deinen Fuß| Evangel. am 2. Sonntage in nicht an einen Stein stößeft. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollt Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigete ihm alle Reiche der Welt, und ihre Herrlichkeit. und sprach zu ihm: dies alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbeteft. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es ste= het geschrieben: Du sollt anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel, und siebe, da traten die Engel zu ihm, und dieneten ihm. Epistel, 2 Cor. 6, v. I- 10. ir ermahnen aber euch, als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet, denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jest ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgend ein Uer: gerniß geben, auf daß unser Umt nicht verlästert werde, sondern in allen Dingen lasset uns beweisen, als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübfalen, in Nötben, in Nengsten, in Schlägen, in Ge fängnissen, in Aufruhren, in Urbeit, in Wachen, in Fasten, in Keuschheit, in Erkenntniß, in Lanamuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geifte, in ungefärbter Liebe; in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerech tigkeit, zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böfe Gerüc te und gute Gerüchte, als die Verführer, und doch wahrhaftig, als die Unbekannten, und doch bekannt, als die Sterbenden, und siehe wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht ertödtet. Als die Traurigen, allezeit aber fröhlich, als die Urmen, aber die doch viel reich machen, als die nichts inne haben, und doch alles haben. Matth. 15, v. 21-28. Und Jesus ging aus von dannen, Da und entwich in die Gegend Torus und Sydon. Und siehe ein Cananäisch Weib ging aus derselbigen Grenze, und schrie ihm nach, und sprach: Uch Herr, du Sohn David, erbarme dich mein; meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antwortete ihr kein Wort. traten zu ihm seine Sünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: ich bin nicht gefandt, denn nur zu den vertornen Schaafen von dem Hause Ifrael. Sie kam aber, und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr hilf mir. Uber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Sa Herr, aber doch effen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jefus und sprach zu ihr: O Beib, dein Glaube ist groß, dir geschehe, wie du willt. Und ihre Tochter ward gefund zu derselbigen Stunde. Epistel, 1 Thess. 4, v. 1-7. eiter, lieben Brüder, bitten wir euch, und ermahnen in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln, und Gott gefallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gege= ben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hus rerei, und ein jeglicher unter euch wiffe sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Luftseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist Rächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. NamoonOTONOTONOTONOMATOT Jelen DAVY.TOTI, O EO PIE KOVOVOLALALALALALALALALALALOKAKAINIA. Centre 14 Um 3. und 4. Sonntage in der Fasten. Evangelium am 3. Sonntage in der Fasten( Oculi), lig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen haft. Er aber sprach: Ja selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Luc. II, v. 14:28. nd er trieb einen Teufel aus, der pillet, Ephef. 5, v. 1.9. Und war stumm, und es geschahe, da Sº der Teufel ausfuhr, da redete der o fend nun Gottes Nachfolger, Stumme, und das Volk verwunderte als die lieben Kinder, und wans sich. Etliche aber unter ihnen spra- delt in der Liebe, gleichwie Christus chen: Er treibet die Teufel aus durch uns geliebet hat, und sich selbst dars Beelzebub, den Obersten der Teufel. gegeben für uns zur Gabe und Opfer, Die andern aber versuchten ihn, und Gott zu einem süßen Geruch. Hures begehrten ein Zeichen von ihm vom. rei aber und alle Unreinigkeit, oder Himmel. Er aber vernahm ihre Ge- Geiz, Laffet nicht von euch aefaget danken, und sprach zu ihnen: Ein werden, wie den Heiligen zustehet: jeglich Reich, so es mit ihm selbst auch schandbare Worte und Narrenuneins wird, das wird wüste, und theidigung, oder Scherz, welche euch ein Haus fället über das andere. Sft nicht ziemen, sondern vielmehr Dank. denn der Satanas auch mit ihm selbst fagung. Denn das sollt ihr wissen, uneins, wie will sein Reich bestehen? daß kein Hurer noch unreiner, oder dieweil ihr faget, ich treibe die Teufel Geiziger( welcher ist ein Gößendies aus durch Beelzebub. So ich aber die ner), Erbe hat an dem Reiche Chrifti Teufel durch Beelzebub austreibe, und Gottes. Laffet euch niemand durch wen treiben sie eure Kinder aus? verführen mit vergeblichen Worten, Darum werden sie eure Richter seyn. denn um dieser willen kömmt der So ich aber durch Gottes Finger die 3orn Gottes über die Kinder des Teufel austreibe, so kommt je das Unglaubens. Darum seyd nicht ihre Reich Gottes zu euch. Wenn ein stars Mitgenossen. Denn ihr waret weis fer Gewappneter seinen Pallaft be- land Finsternis, nun aber send ihr wahret, so bleibet das Seine mit ein Licht in dem Herrn. Wandelt Frieden; wenn aber ein stärkerer über wie die Kinder des Lichts. Die ihn kömmt, und überwindet ihn, so Frucht aber des Geiftes ist allerlei nimmt er ihm seinen Harnisch, dar- Gütigkeit und Wahrheit. auf er sich verließ und theilet den Evangel. am 4. Sonntage in der Fasten( Látare), Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geift von dem Job. 6, v. I= 15. mi Menschen ausfähret, so durchwandert er dürre Stätte, suchet Ruhe, und findet ihrer nicht; so spricht er: Jch will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wann er kömmt, so findet ers mit Befemen gekehret und geschmücket. Dann ges het er bin, und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind, denn er selbst; und wenn sie hinein kommen, wohnen sie da, und wird hernach mit demselbigen Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volke die Stimme, und sprach zu ihm: Ses Meer an der Stadt Tyberias atnach fuhr Jesus weg über das in Galiläa, und es zog ihm viel Volks nach, darum, daß sie die Zeichen saben, die er an den Kranken that. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg, und fegte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Oftein, der Juden Fest. Da bub Jesus seine Augen auf, und siehet, daß viel Volks zu ihm kömmt, und spricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese effen?( Das sagte er aber, ihn zu versuchen, denn er wußte wohl, was er thun wollte). Philippus antwortete ihm: 3weihundert Pfen. GOOD GN1) nige werth Brods ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder Si= monis Petri: es ist ein Knabe hie, der hat fünf Gersten Brode, und zween Fische, aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftausend Mann. Jesus aber nahm die Brode, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten. Desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie vieler wollte. Da sie aber fatt waren, ſprach er zu seinen Jün. gern: Sammlet die übrigen Brecken, daß nichts umkomme. Da sammelten fie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken, von den fünf Gersten- Broden, die überblieben denen, die gespeiset wurden. Da nun die Menschen das Zeichen saben, das Jesus that, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Könige machten, ent wich er abermal auf den Berg, er felbft alleine. OLOVO 3an Um 5. Sonntage in der Fasten.( mis. 15 brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bift. Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Brüz der, sind Isaaks, nach der Verheißung Kinder. Uber gleid) wie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gebet es jeßt auch. Aber was sagt die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn, denn der Magd Sobn soll nicht erben mit dem Sohn der Freyen. So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freyen. Evangel. am 5. Sonntage in der Fasten( Judica), D Epistel, Gal. 4, v. 22- 31. enn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Söhne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freyen. Uber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren, der aber von der Freyen, ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas, denn das sind die zwei Testamente, eins von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Ugar. Denn Ugar heißt in Arabia der Berg Sinai, und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern, Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freye, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet ge= fchrieben: sey fröhlich du UnfruchtJoh. 8, v. 46-59. esus sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrs heit fage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort; darum höret ihr nicht, dann ihr send nicht von Gott. Da antworteten die Juden, und sprachen, zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist, und haft den Teufel? Jefus antwortete: Ich habe feinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unebret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ſo Jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel haft. Abraham ist gestorben, und die Propheten, und du sprichst: So Jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmets ken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher ges storben ist, und die Propheten sind gestorben? Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprecht, er sey euer Gott, und kennet ibn bare, die du nicht gebiereft, und nicht, ich aber kenne ihn. Und OTOMOTONOTONOTONOTON TIONG olani Love TEOL AA' C NONOHOK ΠΟΙΟΤΏΜΟΣ UMUÑUÑUÑUÑurarurararaN MONONOMORON 16 Um Palmsonntage. Am grünen Donnerstage. so ich würde fagen, ich kenne sein nicht, so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seyd. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Ubra: ham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sahe ihn, und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht funfzig Jahr alt, und hast 2braham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich, und ging zum Tempel hinaus. Epistel, Hebr. 9, v. II 15. Füllen bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch Jemand etwas wird sagen, so ſprechet: Der Herr bedarf ihrer, sobald wird er sie euch laffen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion, siehe dein König kommt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Efel, und auf einem Füllen der lastbaren Efelin. Die Jünger gingen bin, und thaten wie ihnen Jesus befohlen hatte. Und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider drauf, und setzten ihn drauf. Aber viel Volks breitete hieben 3weige von den Bäumen, und ftreueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna dem Sobn David! gelobet fey der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! aber daß den anderen er sey ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, durch eine grösfere und vollkommenere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist; auch nicht durch der Böcke oder Kät ber Blut, sondern er ist durch sein elgenes Blut einmal in das Heilige Epistel, Phil. 2, v. 5:11. eingegangen, und hat eine ewige Erin jeglicher sey gefinnet, wie Jeſus der Chriftus auch war. Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott aleich seyn, sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch, und an Geberden als ein Mensch erfunden. Er erniedrigte sich selbst, und ward ges horfam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuze. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und bat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist: daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle Knie derer, die im Himmel und auf Erden, und unter der Erden sind, und alle 3ungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sey, zur Ehre Gottes des Vaters. und der Böcke Blut, und die Asche von der Kuh gesprenget, beiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinig: teit, wie viel mehr wird das Blut Chrifti, der sich selbst ohne allen Wandel, durch den heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewiffen reinigen von den todten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von den Uebertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. din - Evangelium am Palmsonntage, daila Matth. 21, v. 1 9. Evang. am grünen Donnerstage, 0201 a fie nun nahe bei Jerusalem Joh. 13, b. 1 15. tamen, gen Bethphage an ben Delberg, fandte Jesus ſeiner Jün ger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Efelin finden angebunden, und ein ordem Feft aber der Ostern da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater, wie er batte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. Am heiligen Ostertage. 17 und nach dem Abendessen, da schon| Leib, der für euch gebrochen wird, der Teufel hatte dem Juda Gimonis solches thut zu meinem Gedächtnis! Ifcharioth in das Herz gegeben, daß Desselbigen gleichen auch den Kelch, er ihn verriethe, wußte Jesus, daß nach dem Abendmahl, und sprach: ihm der Vater hatte alles in feine Dieser Kelch ist das neue Testament Hände gegeben, und daß er von Gott in meinem Blute; folches thut, ſo gekommen war, und zu Gott ging; oft ihr es trinket, zu meinem Gedächte stand er vom Abendmahl auf, legte nis. Denn so oft ihr von diesem Brod feine Kleider ab, nahm einen Schurz effet, und von diesem Kelch trinket, und umgürtete sich. Darnach goß er sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, Wasser in ein Becken, hub an den Jün- bis daß er kommt. Welcher nun una gern die Füße zu waschen, uns trock: würdig von diesem Brod isset, odee nete sie mit dem Schurz, damit er von dem Kelch des Herrn trinket, der umgürtet war. Da kam er zu Simon ist schuldig an dem Leib und Blut des Petro, und derselbige sprach zu ihm: Herrn. Der Mensch prüfe aber sich Herr, solltest du mir meine Füße felbst, und also esse er von diesem Brod waschen? Jesus antwortete, und und trinke von diesem Kelch. Dena sprach zu ihm: Was ich thue, das welcher unwürdig iffet und trinket, weißt du jest nicht, du wirst es aber der iffet und trinket ihm selber das hernach erfahren. Da sprach Petrus Gericht, damit, daß er nicht unter. zu ihm: Nimmermehr sollst du mir scheidet den Leib des Herrn. Darum die Füße waschen. Jesus antwortete sind auch so viel Schwache und Kranfe ihm: Werde ich dich nicht waschen, unter euch, und ein gut Theil schlafen. so hast du kein Theil an mir. Spricht Denn so wir uns selber richteten, so zu ihm Simon Petrus; Herr, nicht würden wir nicht gerichtet. Wenn die Füße allein, sondern auch die Hände wir aber gerichtet werden, so werden und das Haupt. Spricht Jefus zu wir von dem Herrn gezüchtiget, auf ihm: Wer gewaschen ist, der darf daß wir nicht sammt der Welt vers nicht denn die Füße waschen, sondern dammt werden. er ist ganz rein: und ihr send rein, Evangel. am heiligen Ostertage, Marc. 16, v. I- 8. aber nicht alle. Denn er wußte seinen Verräther wohl; darum sprach er: Ihr send nicht alle rein. Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder: und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe? Ihr heißt mich Meister und Herr, und faget recht daran: denn ich bin es aud. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollet ihr auch euch unter einander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr thut, wie ich euch gethan habe. B Jd davice est Epistel, I. Cor. II, d. 23:32. ch habe es von dem Herrn empfans gen, das ich euch gegeben habe. Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verrathen ward, nahm er das Brod, dankete und brach es, und Sprach: Nehmet, effet, daß ist mein a der Sabbat vergangen war, fauften Maria Magdalena, und Maria Jacobi, und Salome Spece rey, auf daß sie kämen und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Thür? Und sie sahen dabin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzet war, denn er war sehe groß. Und sie gingen hinein in das Grab, und sahen einen Jüngling zur rechten Hand figen, der hatte ein lang weiß Kleid an, und sie entfeßten sich. Er aber sprach zu ihnen: entfeget euch nicht: Ihr suchet Jesum von Razas retb, den Gekreuzigten. Er ist aufs erstanden, und ist nicht hie; siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gebet aber bin, und faget es seinen 2 NORDIOTOMOTOMOTOMOTOMAN KOLOVO THOL AAS www. MUMUNUN NOVOKONG Ununararana UMUO UMUMUNOIGNONS Hote Oster- Montage. haben uns erschreckt etliche Weiber der unsern, die sind frühe bei dem Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe, und fanden es also wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben. Mußte nicht Christus solches leiden, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen, und er stellete sich, als wollte er fürder geben. Und sie nöthigten Evangelium am heiligen Oster- ihn und sprachen: Bleibe bei uns, Montage, Luc. 24, v. 13:35. Und nd siehe, zween aus ihnen gingen an demselben Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechszig Feldweges weit, des Name heißet Emmaus, und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschahe, da sie so redeten, und befragten sich mit einander, nahete Jesus zu ihnen, und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht fannten. Er aber sprach zu ihnen: Was find das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterweges, und send so traurig? Da antwortete einer, mit Namen Cleophas, und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist? und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, weicher war ein Prowhet, mächtig von Thaten und Worten und sprach: Nun erfahre ich mit denn es will bend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zu Zische saß, nahm er das Brod, dankete, brachs, und gabs ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkenneten ihn. Und er verschwand vor ihnen. und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Eilfe versammlet, und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanten, und Simoni erschienen. Und sie erzähleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt wäre, an dem, da er das Brod brach. mbiom SID to1.c3030 QUIS. Epistel, Upoft. Gesch. 10, v. 34-41, etrus aber that seinen Mund auf vor Gott und allem Volk. Wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Vertamm: niß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlösen. und über das alles ist heute der dritte Tag, da solches geschehen ist. Auch der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und Um heiligen Jüngern und Petro, daß er vor euch hingehen wird in Galliläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesaget hat. und sie gingen schnell heraus, und flo: ben von dem Grabe, denn es war sie Bittern und Entsegen ankommen, und sagten niemand nichts, denn sie fürchteten sich. 01 no 3 310 18 Epistel, I. Cor. 5, v. 7-8. eget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seyd, gleich wie ihr ungesäuert seyd. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteige der Lauterkeit und der Wahrheit. VAGYOloloveTOONOVOVelou Um 1. und 2. Sonntage nach Ostern. ( 19 ist? Dieser ists, der da kommt mit Wasser und Plut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ists, der da zeuget, daß Geist Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Bater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: Der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugniß annehmen, so ist Gottes Zeugniß größer, denn Gottes Zeugniß ist das, daß er gezeuget von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat folches Zeugniß bei ibm. verkündigen lassen den Frieden durch Jefum Chriftum, welcher ist ein Herr über alles. Die durch das ganze jüdische Land geschehen ist, und ange: gangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes predigte. Wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth ge falbet hat mit dem heiligen Geiste und Kraft, der umher gezogen ist, und hat wohl gethan, und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältiget waren, denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles deß, das ser gethan hat im jüdischen Lande, und zu Jerusalem. Den haben sie getödtet und an ein Holz gehangen. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und ibn lassen offen= Evang. am 2. Sonnt. nach Ostern ( Misericordias Domini), p bar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Todten. Epistel, I Joh. 5, v. 4 10. D enn alles, was von Gott geboren ift, überwindet die Welt, und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn a Job. 10, v. 12:16. Rch bin ein guter Hirte: Ein guter Hirte läffet fein Leben für die Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Schafe nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verläsfet die Schafe und fleucht, und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Miethling aber fleucht, denn er ist ein Miethling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater, und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle, und dieselben muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören. Und wird eine Heerde und ein Hirte werden. Evangel. am 1. Sonntage nach Ostern( Quasimodogeniti), and md Joh. 20, D. 19-23. Am m Abend aber desselbigen Sabbats, da die Jünger versammlet und die Thüren verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jefus, und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sey mit euch! Und als er das sagete, zeigete er seine Hände und seine Seiten. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn saben. Da sprach Jesus abers mal zu ihnen: Friede sey mit euch! Gleichwie mich der Bater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das fagete, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geift; welchen ihr die Sünde erlaffet, denen Epistel, I Petri 2, v. 21:25. enn seyd berufen, fintefind sie erlassen, und welchen ihr sie mal auch Christus gelitten hat behaltet, denen sind sie behalten. für uns, und uns ein Vorbild ge= lassen, daß ihr sollt nachfolgen ſeinen Fußstapfen; welcher keine Sünde gethan hat, ist auch kein Betrug in ſeinem Munde erfunden. Welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drobete, da er litte; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet; 2* SOTONOTONOTONOTONIETTOON jalalalalalalalalario THOLM S HOHOHOKO VOLOVANE AVOKALAKALA. ORU Am 3. und 4. Sonntage nach Ostern. 20 welcher unsere Sünde selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch wels ches Wunden ihr seyd heil geworden. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hirten und Bischofe eurer Seelen. Enthaltet euch von fleischlichen Lüften, welche wider die Seele streiten, und führet einen guten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch after= reden, als von Uebelthätern, eure guten Werk: sehen und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Send unterthan aller menschdalle lichen Ordnung, um des Herrn wilEvangelium am 3. Sonntage len, es sey dem Könige, als dem Obernach Ostern( Jubilate), sten, oder den Hauptleuten, als den Gefantten von ihm, zur Rache über die Uebelthäter, und zu Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun ver= stopfet die Unwissenheit der thörichten Menichen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. That Ehre Jeder, mann. Habt die Brüder lieb. Fürchte Gott. Ehret den König.d Joh. 16, v. 16:23. Ueber eber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Bater. Da sprachen Etliche unter seinen Jüngern unter einander: Was ist das, daß er faget zu uns: ueber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein Kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ich zum Vater gebe? Da sprachen fie: Was ist das, daß er faget, über ein Kleines? Wir wissen nicht, was er redet. Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, Evangelium am 4. Sonntage nach Ostern( Cantate), Joh. 16, v. 5:15, und sprach zu ihnen: Davon fraget nun aber gehe ich hin zu dem der ihr untereinander, daß ich gesagt habe: Ueber ein Kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen, ihr aber werdet traurig seyn, doch eure Traurigkeit soll in Freude verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebieret, fo hat sie Traurigkeit, denn ihre Stunde ist kommen; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Angst, um der Freude willen, daß der Mensch zur Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freven, und eure Freude soll Nies mand von euch nehmen; und an dem. felbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. das mich gesandt hat, und Niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? Sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Traurens worden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wann derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Sünde, und um die Gerechtigkeit und um das Gerichte. um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. um die Gerechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich fort nicht sehet. Um das Gerichte, daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen, aber ihr könnets jest nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern, was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird Epistel, 1 Petri 2, v. 11 17. Lieben Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrife: A1016loveToLovavo 6 Um 5. Sonntage nach Ostern und Christi Himmelfahrt. 21 er euch verkündigen. Derselbige wird mich verklären, denn von dem Meis nen wird ers nehmen, und euch verFündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein: darum habe ich gesagt: Er wirds von dem einen nehmen und euch verkündigen. frei heraus, und sagest kein Sprichs wort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißest, und bedarfeft nicht, daß dich jemand frage, darum glaus ben wir, daß du von Gott ausge= gangen bist. Epistel, Jac. I, v. 22:27. end aber Thäter des Worts, und nicht hörer allein, damit ihr euch felbft nicht betrüget. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts, und nicht ein Thäter, der ist gleich einem Mann, der fein leiblich Ungesicht im Spiegel beschaut. Denn nachdem er sich bez schauet hat, gehet er davon, und verz giffet von Stund an, wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommene Gefeß der Freiheit, vollkommene Gesetz der Freiheit, und barinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter, derfelbige wird selia seyn in feis ner That. So aber sich jemand unter euch läsfet dünken, er diene Gott, und hält seine 3unge nicht im Baum, sondern verführet sein Herz, deß Got: tesdienst ist eitel. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der, die Waisen und Witwen in ihrem Trübsal besuchen, und und A Epistel, Jac. I, v. 17-21. [ lle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei wel: chem ist keine Veränderung noch Wechsel des Lichts und Finsterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erftlinge seiner Kreaturen. Darum, lieben Brüder, ein jeglicher Mensch sen schnell zu hören, langsam aber zu reden, und langsam zum Born. Denn des Men schen Born thut nicht, was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort an mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seele felig machen. Evangel. am 5. Sonntage nach Ostern( Rogate), Joh. 16, v. 23-30. den bitten Mahrlich, wahrlich, ich sage euch: werdet in meinem Namen, so wird ers euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. fich von der Welt unbefleckt behalten. Evangel. am Tage der Himmelfahrt Christi, Bittet, Marci 16, v. 14= 20. ſo werdet ihr nehmen, daß eure Freude zu enbarete er sich, und ſchalt da die Eilfe zu Tische saßen, vollkommensey. Solches habe ich zu euch durch Sprichwort geredet, es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprichwort mit euch reden werde, sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen: und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bitten will; denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum, daß ihr mich liebet und glaubet, daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausges gangen und kommen in die Welt: wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm feine Jünger: Siehe, nun redest du ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubet hatten denen, die ihn gesehen batten auferstanden. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Ber da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. Zeichen aber, die da folgen werden: denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel auss treiben, mit neuen 3ungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Zödtliches trinken, wirds ihnen nicht schaden. Auf die Kranten werden sie Die PHOTONOTOTOMOOTTO Jalalalalalalalalarous D. WY. 1041, MOHON Jelover UMUMONONUNUN grant OV JUOS 22 Um 6. Sonntage nach Ostern und am heil. Pfingsttage. die Hände legen, so wirts besser mit wird kommen, wie ihr ihn gesehen ihnen werden. Und der Herr, nach habt gen Himmel fahren. dem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel, und siset Evangel. am 6. Sonntage nach Ostern( Eraudi); 71884 zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus und predigten an allen Or: ten, und der Herr wirkete mit ihnen, und bekräftigte das Wort durch mit: folgende Zeichen. Joh. 15, v. 26, bis C. 16, v. 4. W wird, welchen ich euch fenden enn aber der kommen D werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet cuch zeugen, denn ihr feyd von Uns fang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann thun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tödtet, wird meinen, er thue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ichs euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, denn ich war bei euch.trat Epistel, Up. Gesch. 1, v. 1:11. ie erste Rede habe ich zwar gethan, lieber Theophile, von alle dem, das Jesus anfing, beides zu thun und zu lehren, bis an den Tag, da er auf genommen ward, nachdem er den Upoftel.( welchen er hatte erwähiet), durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte. Welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte, burch mancher let Erweisung, und ließ sich sehen unter Ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reiche Gottes. Und als er sie versammlet hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Ber: heißung des Vaters, welche ihr habt gehöret( sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Waſſer getauft, ihr aber heiligen werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen fommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er aber sprach zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat, sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfahen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Jerusalem, und in ganz Judáa und Samaria, und bis an das Ende der Erden. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da standen bei ihm zween Manner in weißen Kleidern, welche auch von läa, was stehet ihr, und sehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, Epistel, 1 Pet. 4, v. 8-10. o fend nun mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unter einander eine brün= ftige Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünden Menge. Seyd gastfrei unter einander, ohne Murmeln, und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gaben Gottes. So jemand redet, daß ers rede, als Gottes Wort. So jemand ein Umt hat, daß ers thue, als aus dem Vermögen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Gott gepreiset werde, durch Jefum Christ, welchem sey Ehre und Gewalt, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Evangel. am heil. Pfingsttage, Joh. 14, v. 23:31. Wer mich liebet, der wird mein wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen, und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, VOLOVA Um Pfingst- Montage. gad 23 der hält mein Wort nicht. Und das| chen unter einander Siche sind nicht Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gefandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin. Uber der Tröster, der heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in meinem Namen, derselbe wirds euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die diefe alle, die da reden, aus Galilda? Wie hören wir dann ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren sind? Parther und Meder, und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamia, und in Judda, und Cappadocia, Ponto und Asia, Phrygia und Pamphilia, Egypten und an den Enden der Lybien, bei Cyrenen, und Ausländer von Rom, Juden und Judengenoffen, Creter und Araber, wir hören sie mit unsern 3ungen die großen Thaten Gottes reden. Sie entsegten sich alle, und wurden irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hatten es ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll süßen Weine. Evangel. am Pfingst- Montage, elt giebt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret, daß ich euch gesagt habe: Sch gehe hin, und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist größer, denn ich. Und nun habe ichs euch gefaget, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht viel mehr mit euch reden, denn es fommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Uber, daß die Welt erkenne, daß ich den Bater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat. Stehet auf und lasset uns von hinnen gehen., Joh. 3, v. 16:21. eingebornen Denn enn also hat Gott die Welt gelieSohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Gott hat seinen Sohn nicht gefandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wir aber nicht glaubet, der ist sdon gerichtet, denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gerichte, daß das Licht in die Welt kommen iſt, und die Menschen liebeten die Finsternis mehr, denn das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn wer Urges thut, der haftet das Licht und kommt nicht an das eicht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Gott gethan. Epistel, Up. Gesch. 2, v. 1 13. 11nd nd als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmüthig bei einander. Und es geschahe schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllete das ganze Haus, da sie saßen. Und man fahe an ihnen die Zungen zertheilet, als wären sie feurig; und er segte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und wurden alle voll des heiligen Geistes, und fingen an zu predigen mit anderen 3ungen, nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden, zu Jerusalem wohnend, die waren got: Epistel, Up. Gesch. 10, v. 42:48. tesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, nd der Herr hat uns geboten zu dem Himmel nun dem und zu zeugen, diese Stimme geschabe, kam die Menge daß er ist verordnet von Geit, ein zusammen, und wurden verstürzt: denn Richter der Lebendigen und der Zodten. es hörte ein jeglicher, daß fie mit seiner Von diesem ugen alle Propheten, Sprache redeten. Sie entfesten sich daß durch seinen Namen alle, die an aber alle, verwunderten sich, und spra-| ihn glauben, Bergebung der Sünden 61616161OTOTOMOonamom lolololator THOL AA KOKOKOKOKoralararoVQUS Unaruratan ORGIO UNIUNCTO 24 Evangelium am 1. Sonnt. nach Trinitatis. empfahen sollen. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist auf alle, die dem Worte zuhöreten. Und tie Glaubigen aus der Beschneidung die mit Petro kommen waren, entsegten sich, daß auch auf die heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen ward, denn sie höreten, daß sie mit 3ungen redeten, und Gott hoch preiseten. Da antwortete Petrus: Mag auch Jemand das Wasser wehren, daß diese nicht ge= tauft werden, die den heiligen Geift empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen im Namen des Herrn. Evangel. am Sonnt. Trinitatis, Joh. 3, v. 1= 15. s war aber ein Mensch unter den mus, ein Oberster unter den Juden, der kam zu Jesu bei der Nacht, und fprach zu ihm: Meister, wir wissen, daß du bist ein Lehrer von Gott gekommen, denn niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sey denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und sprach gu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage bir: Es sey denn, daß Jemand von reuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich fage dir: Es sey denn, daß Jemand geboren werde aus dem Wasser und Geift, so kann er nicht in das Reich Gottee kommen. Was vom Fleisch ge boren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geift. Las tich es nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind blåset, wo er will, und du höreft sein Soufen wohl, aber du weißt nicht, von wannen er fommt, und wohin er fábrt. Alfo ist ein Jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nicodemus antwortete, und sprach zu ihm: Wie mag solches Jugehen? Sefue antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel, und weißt das nicht? Wahrlich, wahr: lich, ich sage dir: Wir reden, das wir wissen, und zeugen, das wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugniß nicht an. Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie würdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen würde? Und Niemand fährt gen pimmel, denn der vom Himmel hernieder gekommen ift, nåmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöhet werden: auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige eeben haben. Epistel, Ndm. 11, v. 33. 36. beides der Weisheit und Erkennt niß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Ginn erkannt? Oder wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm und durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm sey Ehre in Ewigkeit. Amen. Evang. am 1. Sonnt. n. Trinitat. Luc. 16, v. 19:31. s s war ein reicher Mann, der kletdete sich mit Purpur und köftlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Urmer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwären, und be gehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen; doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Urme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch, und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, bob er feine Augen auf, und sahe Abraham. von ferne, und Lazarum in feinem Schoos, rief und sprach: Bater Abra: tam, erbarme dich mein, und fande Lazarum, daß er das äußerste seines Fingers ins Waffer tauche, und fühle 16 Um 2. und 3. Sonntage nach Trinitatis. 25 Der erste meine 3unge; denn ich leide Pein in Gelabenen: Kommet, benn es ist alles dieser Flamme. Abraham aber sprach: Gedenke Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun aber wird er getröstet, und du wirst gepeiniget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß die ta wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich Vater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus. Denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Ubrahom spräch zu ihm: Sie haben Mosen und die Propheten; laß sie dieselben hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abra: ham; sondern wenn einer von den Tod: ten zu ihnen ginge, so würden sie Buße thun. Er aber sprach zu ihm: Foren sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob Jemand von den Todten auferstünde. Epistel, 1. Joh. 4, v. 16:21. ott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran ist die Liebe vollig bei uns, auf daß wir eine Freu: bigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleich wie er ist, so find auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein; wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben, benn er hat uns zuerst geliebet. Sojemand spricht: ich liebe Gott, und haffet seinen Bruder, der ist ein Lügner, denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Sott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebet, daß er auch seinen Bruder liebe. bereit. Und sie fingen an alle nach eine ander sich zu entschuldigen. sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinausgehen, und ihn besehen: ich bitte dich, entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen, ich bitte dich, entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt, und führe die Armen, und Krüppel, und Lahmen und Blinden herein. Und der Knedt sprach: Berr es ist geschehen, was du befohlen haft, es ist aber noch Raumba. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen, und an die 3áune, und. nöthige sie herein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. Epistel, I. Joh. 3, v. 13:18. Verwundert euch nicht, meine Brüz ob haffet. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben kommen sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht lie bet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todtschläger, und ihr wisset, daß ein Todtschläger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleis bend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein Leben für uns gelassen hat, und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm? Meine Kindlein, laffet uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Evang. am 2. Sonnt. n. Trinit., 3ungen, sondern mit der That, und mit der Wahrheit. Luc. 14, b. 16:24. € ³ 3 war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl, und lub viele dazu. Und fandte ſeinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls zu sagen den Evang. am 3. Sonnt. n. Trinit., Luc. 15, v. I: 10. & naheten aber zu ihm allerlei 380. ner und Sünder, daß sie ihn horo NOMOTOMOTOTOMOTOMOOTTO alalalalal plovouc TEOL AA C KOVOVOVOLalalalariovou UYUMURUMUNUNU volevovaloletei 10101010 26 Um 4. Sonntage nach Trinitatis. ten. Und die Pharisder und Schriftge-| Evang. am 4. Sonnt. n. Trinit. lehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an, und isset mit Luc. 6, v. 36-42. ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies arum send barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Gleichniß, und sprach: Welcher Mensch Richtet nicht, so werdet ihr auch ist unter euch, der hundert Schafe hat, nicht gerichtet. Verdammet nicht, und so er der eines verlieret, der nicht so werdet ihr auch nicht verdammet. lasse die neun und neunzig in der Wüsten, Vergebet, so wird euch vergeben. und hingehe nach dem verlornen, bis Gebet, so wird euch gegeben. Ein daßers finde? Und wenn ers funden hat, voll gedrückt, gerüttelt und überso leget ers auf seine Achseln mit Freu- flüssig Maaß wird man in euren den. Und wann er heim kommt, rufet Schoos geben; denn eben mit dem er seinen Freunden und Nachbarn, und Maaß, da ihr mit messet, wird man spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir, euch wieder messen. Und er sagte denn ich habe mein Schaf funden, das ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein verloren war. Ich sage euch: Also wird Blinder einem Blinden den Weg auch Freude im Himmel seyn über einen weisen? Werden sie nicht alle Beide Sünder, der Buße thut, vor neun und in die Gruben fallen? Der Jünger neunzig Gerechten, die der Buße nicht ist nicht über seinen Meister; wenn bedürfen. Oder welch Weib ist, die der Jünger ist wie sein Meister, so zehn Groschen hat, so sie der einen ver- ist er vollkommen. Was sieyest du liert, die nicht ein Licht anzünde, und aber einen Splitter in deines BruFehre das Haus und suche mit Fleiß, ders Auge, und des Balkens in deinem bis daß sie ihn sinde. Und wenn sie ihn funden hat, rufet sie ihren Freundinnen und Nachbarinnen, und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe meinen Groschen funden, den ich ver: Loren hatte. Also auch sage ich euch, wird Freude seyn vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße thut. uge wirst du nicht gewahr? Oder, wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe zuvor den Balken aus deinem Auge, und befiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Uuge ziehest. Epistel, Rom. 8, v. 18:23. od Epistel, 1. Pet. 5, v. 6. II. So demüthiget euch nun unter die enn ich halte es dafür, daß dieſer gewaltige er der nicht werth sey, die an uns soll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sinte= mal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, sondern um deßwillen, der sie unterworfen hat auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des vergänglichen Wesens, zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, daß alle Kreatur sehnet sich mit uns, und ängstet sich noch immerbar. Nicht allein aber sie, sondern auch mir selbst, die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach euch erhöhe zu seiner Seit. Alle eure Sorgen werfet auf ihn, denn er forget für euch. Seyd nüchtern und wachet: denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge; dem widerstehet fest im Glauben, und wisset daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herr lichkeit, in Chrifto Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vollbereiten, stärken, kräftigen, gründen. Demselben sey Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Umen. OV Um 5. und 6. Sonntage nach Trinitatis. der Kindschaft, und warten auf unfers Leibes Erlösung. asta dhe Evang. am 5. Sonnt. n. Trinit., Luc. 5, v. III. Es s 27 daß ihr den Segen ererbet. Denn wer leben will, und gute Tage sehen, der schweige seine 3unge, daß sie nichts Boses rebe, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen, und thue Gutes! er suche Frieden, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Ungesicht aber des Herrn siehet auf die, so Boses thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommet? und ob ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so send ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trogen nicht und erschrecket nicht. Heiliget aber Gott den Herrn in eurem Herzen. Hop begab sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hören das Wort Gottes, und er stand am See Genezareth, und sahe zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Reße; trat er in der Schiffe eins, welches Simonis war, und bat ihn, daß ers ein wenig vom Lande führete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte auf gehöret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet eure Neße aus, auf daß ihr einen Zug Evang. am 6. Sonnt. n. Trinit., Matth. 5, v. 20-26. thut. Und Simon antwortete und ſprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im anderen Schiffe waren, daß sie kamen, und hülfen ihnen ziehen. Und sie famen, und fülleten beide Schiffe voll, also daß sie sunken. Da das Simon Petrus sabe, fiel er Jesu zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihm ein Schrecken ankommen, und alle, die mit ihm waren über diesen Fischzug, den sie miteinander gethan hatten, desselbigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Bebeddi, Simonis Gesellen. Und Jesus ſprach zu Simon: Fürchte dich nicht, denn von nun an wirst du Menschen fahen. Und sie führten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgeten ihm nach. Epistel, I. Pet. 5, v. 8 15. Endlich aber seyd allesammt gleich ge= sinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Boses mit Bosem, oder Scheltwort mit Scheltwort; fondern dagegen fegnet, und wisset, daß 6 sey denn eure Gerechtigkeit besser, denn der Schriftgelehrten und Phariféer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich fommen. Ihr habt ge hört, daß zu den alten gesagt ist: Du sollst nicht tödten; wer aber tödtet, der Ich soll des Gerichts schuldig seyn. aber fage euch: Wer mit seinem Bru der zürnet, der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Raths schuldig. Wer aber sagt: Du Narr, der ist des houischen Feuers schuldig. Darum, wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; so laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komin und opfere deine Gabe. Sey willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf das dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir, wahrlich du wirst nicht von dannen heraus kommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest. Epistel, Róm. 6, v. 3:11. iffet the nicht, daß alle, die wir in sind, FOTONOTONOTONOMOFOTENTIOM D. VV. 1041, MOOTOloveloveloKONG VOLOLOLO Um 9. und 10. Sonntage nach Trinitatis. deinem Ramen geweisfaget? Baben zu ihm: Nimm deinen Brief, frge dich wir nicht in deinem Namen Teufel außgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Thaten gethan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Uebelthäter. Rimed Epistel, Rom. 8, v. 12:17. und schreib flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem Andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Beigen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreib achtzig. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, daß er flüglich gethan hatte, denn die Kinder dieser Welt sind flüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, fie euch aufnehmen in die ewigen pútten. me o find wir nun, lieben Brüder, Schuldner, nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch leben. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so wer det ihr sterben müssen. Wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tödtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geift empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, son dern ihr habt einen findlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater! Derfelbige Geift giebt Zeugniß unserm Geiste, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, námlich Gottes Erben, und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit er: hoben werden. Sº Epistel, 1. Cor. 10, 6. 13. schehen, daß wir uns nicht ist aber gelústen lassen des Bösen, gleichwie jene gelüftet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener Etliche wurden, als geschrieben stebet: Das Velk feste sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Kuch laßt uns nicht hurerei treiben, wie Etliche unter jenen Hurerei tries ben, und fielen auf einen Tag drei und zwanzig tausend. Laßt uns auch Chris ftum nicht versuchen, wie Etliche von jenen ihn versuchten, und wurden von Evang. am 9. Sonnt. n. Trinit., den Schlangen umgebracht. Murret Lucas 16, v. 1: 9. auch nicht, gleichwie jener Etliche Er ſprach aber auch zu ſeinen Sun gern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter, der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Güter umbracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Wie höre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushalter seyn. Der Haushalter sprach bei sich selbft: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir, graben mag ich nicht, so scháme ich mich zu bettein. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Umt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und ſprach zu dem Ersten: Wie viel bift du meinem Er sprach: Hundert Tonnen Dels. Und er sprach 29 murreten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles widerfuhr ihnen( uns) zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist. Darum, wer sich läßt dünfen, er stehe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen. Evang. am 10. Sonnt. n. Trinit Lucas 19, v. 41-48. nd als er nahe hinzu kam, fabe er die Stadt an, und weinete über fie, und sprach: Wenn du es wüßteft, SMOTOMOTOMOTOTOMONOMATOLO VOLOVATOI D. VY.T041. Overallalalalalare UmururaturaMUIUIUIUUUUUUUION CONG Um 11. Sonntage nach Trinitatis. 30 so würdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Uugen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern, und an allen Orten ängsten, Evang. am 11. Sonnt. n. Trinit., Lucas 18, v. 9-14. und werden dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern lassen, darum, daß du nicht erkennet haft die Zeit, darinnen du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, und fing an aus: zutreiben, die darinnen verkauften und kauften; und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus, ihr aber habt's gemacht zur Mördergrube. Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpries fter und Schriftgelehrten, und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächten; und fanden nicht, wie sie ihm thun sollten; denn alles Volk hing ihm an, und hörete ihn.undan dau a pintua einem Undern Geister zu unterschei den, einem andern mancherlei Sprachen; einem Undern die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirkt der= felbige einige Geist, und theilet einem Jeglichen feines zu, nachdem er will. Er sagte aber zu Etlichen, die sich daß fromm wären, und verachteten die Undern, ein solches Gleichniß: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel zu beten, einer ein Pharifäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand, und betete bei sich selbst also: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöuner. Ich faste zweimal in der Woche, und gebe den Zehnten von Allem, das ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an ſeine Brust, und sprach: Gott, sey Epistel, 1. Cor. 12, b. 1-11. mir Sünder gnädig! Ich sage euch: Monden geistlichen Gaben aber will Dieſer ging binab gerechfertiget in ich Brüder, nicht vor Denn wer verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden felbst erhöhet, der wird erniedriget. feyd gewesen, und hin gegangen zu werden; und wer sich selbst erniedris den stummen Gößen, wie ihr geführt get, der wird erhöhet werden. wurdet, Darum thue ich euch fund, daß Niemand Jefum verfluchet, der Epistel, 1. Cor. 15, v. 1- 10. durch den Geist Gottes rebet; under, des Evangelit, das ich euch verkündigt babe, welches ihr auch an: genommen habt, in welchem ihr auch stehet; durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch ver= kündiget habe, so ihr es behalten habt; es wäre denn, daß ihr es umsonst ge= glaubt bättet. Denn ich habe euch zu vörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben fey für unsere Sünden, nach der Schrift; und daß er begraben sey, und daß er auferstanden sey am drit: ten Tage nach der Schrift; und daß er geseben worden ist von Rephas, darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünf hundert Brüdern auf einmal, derer beißen, obne durch den heiligen Geift. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geift. Und es sind mancherlei Uemter, aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirket Ulles in Ullen. In einem Jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nußen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem Undern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geift; einem andern der Glaube, in demselbigen Geist; einem andern die Gabe gefund zu machen, in demselbis gen Beift; einem Undern Wunder zu thun, einem Undern Weissagung; GIOIOIOIO valora lalalalalala Um 12. und 13. Sonntage nach Trinitatis. 31 noch viele leben, etliche aber sind ent: die Buchstaben tödtet, und in die Steine Schlafen. Darnach ist er gesehen wor= den von Jacobo, darnach von allen Upofteln. Um letzten nach Allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, gesehen worden. Denn ich bin der Geringste unter den Upoftetn, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht ver: geblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet, denn sie alle; nicht ist gebildet, Klarheit batte, also daß die Kinder Israel nicht fonnten ansehen das Angesicht Mose, um der Klarheit willen seines Ungesichts, die doch auf höret: wie sollte nicht vielmehr das Umt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat, vielmehr hat das Amt, das die Ge rechtigkeit prediget, überschwengliche Klarheit.dt aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mic ift. Evang. am 13. Sonnt. n. Trinit., Luc. 10, v. 23:37. nd er wandte sich zu seinen Jyngern und sprach insonderheit: Gelig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet.: Denn ich sage euch: Viel Propheten und Könige wollten sehen, das ihr sehet, und habens nicht gesehen, und hören, das ihr höret, und babens nicht gehöret. Und siehe, da stand eln Schriftgelehrter auf, versuchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Geset geschrieben? Wie liefest du? Er antwortete und sprach: Du solift Gott deinen Herrn lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemůthe, und deinen Nächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: du haft recht geantwortet. The das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Náchfter? Da antwortete Jesus, und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho, und fiel unter die Mörder, die zogen ihn aus, und schlugen ihn und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Priester dieselbige Straße hinabzog, und da er ihn sahe, ging er vorüber. Deffelbigen gleichen auch ein Bevit, da er fam bei die Stätte, und sabe ihn, ging er vorüber. Ein Samariter aber reisete, und kam dabin, und da er ihn sahe, jammerte ihn sein, ging zu ihmn, verband ihm seine WunEpistel, 2. Cor. 3, v. 4-9, Sin in solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber, sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott; welcher uns auch tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geiftes. Denn der Buchftabe todtet, aber der Geist macet lebendig. So aber das Umt, das durch den und goß darein Del und Wein, Evang. am 12. Sonnt.n. Trinit., Marcus 7, v. 31-37. nd da er wieder ausging von den Grenzen Tyri und Sidon, kam er an das Galiläische Meer, mitten unter die Grenze der zehen Städte. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Finger in die Obren, und fpügete, und rührete seine Zunge, und fabe auf gen Himmel, seufzete, und sprach zu ihm: Hephata! das ist, thue dich auf. Und alsbald thaten sich seine Obren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und redete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es Niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten, und verwunderten sich über die Maaße und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Zauben macht er hörend und die Sprachlosen redend. Und NOTOTOMOTOMOTOTOMOOTTOMOO avaianas TolololT+ 01'M' S NOVOTOKOLalalalalalar UMUTOKUNUNUTUL UMUTOIOIONUMUTOMOTOMOTO. 32 Um 14. Sonntage nach Trinitatis. S und hob thn auf sein Thier und führete Evang. am 14. Sonnt. n. Trinit., ihn in die Herberge und pflegete fein.ber Luc. 17, v. 11-19. Des anderen Tages reisete er, und zog heraus zween Groschen, und gab fie Und es begab sich, da er reifete gen dem Wirthe, und sprach zu ihm: Pflege sein, und so tu was mehr wirst dars thun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieder komme. Welcher dúnkt dich, der unter diesen drejen der nächste sey gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm: So gehe hin und thue desgleichen. Epistel, Gal. 3, d. 15:22. ieben Brüder, ich will nach mensch licher Weise reden: verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätiget ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abrahá und seinem Saamen zugesagt. Er spricht nicht, durch die Saamen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Saamen, welcher ist Chriftus. Ich sage aber davon: das Testament, das von Gott zuvor bestátiget ift auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durch das Gesek auftoren, welches gegeben ist über vierhundert und dreißig Jahr hernach. Denn so das Erbe durch das Gefeß erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat es Abraham durch Ver: heißung frei geschenket. Was soll denn das Geset? Es ist dazu kommen um der Sünde willen, bis der Saame káme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln, durch die Band des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler, Gott aber ist einig. Wie? ist denn das Gefeß wider Gottes Verheißung? Das sey ferne. Wenn aber ein Gefeß gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so fame die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gefeße. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde, auf daß die Verheißung käme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Samariam und Galiláam. Und als er in einen Markt ging, begegneten ihm zehn aussägige Männer, die stans den von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser. Und da er sie sahe, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeiget euch den Priestern. Und es geschahe, da sie hingingen wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sahe, daß er gesund worden war, kehrete er um und preisete Gott mit lauter Stimme. Und fiel auf sein Ungesicht zu seinen Füßen und dankete ihm, und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wo find aber die neune? hat sich sonst keiner fun: den, der wieder umkehrete, und gåbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling? und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen. Epistel, Gal. 5, D. 16-24. im werdet ihr die Lufte des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüftet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselbige sind wider einander, daß ihr nicht thut, was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist, so send ihr nicht unter dem Gefeße. Offenbar sind aber die Werke des Fleischbes, als da sind: Ehebruch, purerei, Unreinigkeit, Unzucht, Abgötterei, 3auberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, 3ank, 3wietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Fressen und dergleichen, von welchen ich euch habe zuvor gesagt, und fage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Reuschheit. Bider solche ist das Geses nicht. Welche aber Chriftum angehören, die Freuzigen ihr Fleisch, sammt den Lüften und Begierden. alolovOVOLON la Tavo velevOLOU Um 15. und 16. Sonntage nach Trinitatis: 83 Evang. am 15. Sonnt. n. Trinit.,| einander uns zu entrüsten und zu haffen. Lieben Brüder, so ein Mensch Matth. 6, v. 24-34. die nen; entweder er wird einen haffen und den andern lieben, oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? Und der Leib mehr, denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an, sie fäen nicht, sie ernten nicht, fie sammeln nicht in die Scheunen, euer himmlischer Vater ernähret sie doch. Seyd ihr denn nicht viel mehr, denn fie? Wer ist unter euch, der seiner Långe eine Elle zusehen möge, ob er gleich darum forget? Und warum for get ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; fie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht beFleidet gewesen ist, als derselben Gins. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet und morgen in den Ofen geworfen wird; follte er das nicht vielmehr euch thun? Oihr Kleingläubigen! Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die denn euer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner Ge: rechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe. 30 Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Cap. 6, v. 10. o wir im Geiste leben, so laßt uns übereilet zurecht nicht eitler Ehre geizig seyn, unter etwa von einem würde, so helfet ihm wieder mit fanftmüthigem Geist, die ihr geistlich seyd. Und siehe auf dich selbst, daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern east, so were det ihr das Geset Chrifti erfüllen. So aber fid) Jemand läßt dünken, er sey etwas, so er doch nichts ist, der betrüget sich selbst. Ein Jeglicher aber prüfe sein selbst Werk, und als dann wird er an ihm selber Ruhm haben und nicht an einem andern. Denn ein Jeglicher wird seine eigene Caft tragen. Der aber unterrichtet wird mit dem Wert, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unters richtet. Srret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch särt, der wird ven dem Fleisch das Verderben erne ten. Wer aber auf den Geist fäet, der wird von dem Geist das emige Leben ernten. Laßt uns aber Gutes thun und nicht müde werden; denn zu seiner Seit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so laffet uns Gutes thun an Jedermann, allermeist aber an den Glaubensgenossen. ging, und seiner Jünger gingen viel mit ihm, und vieles Volk. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe, und vieles Volk aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sahe, jammerte ihn derselbigen, und sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rührte den Sarg an, und die Tråger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf! Und der Todte richtete sich uns aut zu reden. er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle 3 Evang. am 16. Sonnt. n. Trinit., Luc. 7, v. 11:17. und es begab sich darnach, daß er in OOOOOOOOOOO alalalalalalalala S. VV. 1041. PHOTOlalalalalalar FUMUTUIUIUIUIUIU SunandarUMUNIUMONOMICI 34 Um 17. und 18. Sonntage nach Trinitatis. eine Furcht an, und priesen Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. Epistel, Ephef. 3, v. 13:21. arum bitte ich, daß ihr nidt múde D werdet um meiner Trubsal willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Bater ist über alles, was da Kinder heißt im pimmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geift an dem inwendigen Men schen, und Chriftum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden; auf daß ihr begref= fen möget mit allen heiligen, welches La fey die Breite und die Länge und da die Tiefe und die Höhe; auch erkennen, daß Christum lieb haben viel besser ist, denn alles Wissen; auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottesfülle. Dem aber, der überschwenglich thun fann über alles, was wir bitten oder verstehen nach der Kraft, die da in uns wirket: Dem sey Ehre in der Gemeinde, die in Chrifto Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Evang. am 17. Sonnt. n. Trinit., Luc. 14, v. 1:11. Und nd es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten der Pharisder einen Sabbat, das Brod zu essen; und sie hielten auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete, und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: Ist es auch recht, auf den Gabbat heilen? Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilte ihn, und ließ ihn gehen. Und antwortete, und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem fein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt, und er nicht alsbald ihn herauszieht am auf Sabbattage? Und sie konnten ihmbarauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichniß zu den Gästen, da er merkte, wie sie erwählten, oben an zu sigen, und sprach zu ihnen: Wenn du von Jemand geladen wirst zur Hochzeit, so sebe dich nicht oben an, daß nicht etwa ein Ehrlicherer, denn du, von ihm geladen sey; und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche diesem! und du müsseft dann mit Schaam unten an sißen. Sondern, wenn du geladen wirst, so gehe hin, und sehe dich unten an, auf daß, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, rücke hinauf; dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sigen. Denn wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden; und wer sich selbst erniedriget, der soll erhöhet werden. Epistel, Ephef. 4, v. 1-6. o ermahne nun euch, ich einem Herrn, daß ihr wandelt, wie sichs gebühret eurem Beruf, darin ihr berufen send, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget Einer den Undern in der Liebe, und seyd fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen send auf einerlei Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater( unser) uler, der da ist über euch Ulle, und durch euch Ulle, und in euch Allen. Evang. am 18. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 34= 46. a aber die Pharisder hörten, daß er den Sadducdern das Maul gestopft hatte, versamelten sie sich. und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gefeß? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüth. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du O Am 19. und 20. Sonntage nach Trinitatis.. sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. In diesen zwei Geboten hanget das ganze Geset und die Propheten. Da nun die Pharisder bei einander waren, fragte sie Jesus, und sprach: Wie dünkt euch um Christo? Weß Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Seße dich zu meiner Rechten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn? Und Niemand QLOLOLOLO tes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, daß ihr send durch ihn in allen Stücken reich gemacht an aller Lehre und in aller Erkenntniß, wie denn die Predigt von Chrifto in euch kräftig worden ist, also, daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gabe, und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi. Welcher auch euch wird fest behalten bis ans Ende, daß ihr unstråflich send auf den Tag unsers Herrn Jesu Chrifti. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen feyd zur Gemeinschaft seines Sohnes Jefu Chrifti, unsers Herrn. Epistel, Ephes. 4, v. 22-28. konnte ihm ein Wort antworten, und So leget nun von euch ab, nach durfte auch Niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. den Menschen, der durch Lüfte in Irrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geiste eures Gemüths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Epistel, 1. Cor. 1, v. 4-9. Ich danke meinem Gott allezeit die rechtfchaffence Evang. am 19. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, v. 1: 8. 35 Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu fagen: Stehe auf, und wandele? auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden die Sünden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bett auf, und gehe heim. Und er stand auf und ging heim. Da das Volk das sahe, vers wunderte es sich, und preisete Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat. has Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum lejet die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein Jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind. Zürnet und fündiget nicht, lasset die Sonne nicht über eurem 3orn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. Evang. am 20. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 1= 14. Und Jeſus antwortete, und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte. Und fandte seine Knechte aus, daß sie den Gästen zur Hochzeit ruften, und sie wollten nicht fommen. Ubermat sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gäften, siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochſen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit, kommet zur Hochzeit. Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Ucker, D a trat er in das Schiff und fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Sichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sahe, sprach er zu dem Gicht brüchigen: Sey getroft, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sahe, sprach er: Warum den ket ihr so Urges in euren Herzen? der andere zu seiner Handthierung. 3* TOTONOTOOMOOTOTETTO olararara plotor S. VY. 1041, NovorovolololololoJOUS AvarovaleVAIAIO. UMUMSHOTOKOMONOI U 36 Um 21. Sonntage nach Trinitatis. Etliche aber griffen seine Knechte,| dåa in Galida, und ging hin zu ihm, und höhneten und tödteten sie. Da das der König hörete, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, und brachte diese Mörder um, und zündete ihre Stabt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereitet, aber die Gäste waren es nicht werth. Darum gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte gin= gen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen fie fanden, böse und gute, und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sahe allda einen Menschen der hatte kein hochzeitlich Kleid an, und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du herein gekommen und haft boch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummete. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähnklappen. Denn viele find berufen, aber wenig sind auserwählet. bat ihn, daß er hinab káme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, ſo glaubet ihr nicht. Der Königifche sprach zu ihm: Herr, komme hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubte dem Wort, das Jefus zu ihm fagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegneten ihm seine Knechte, verkündigten ihm und sprachen: Dein Kind lebet. Da forschte er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gefagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das andere Beia chen, das Jesus that, da er aus Judda in Galjáa kam. Epistel, Ephef. 6, v. 10:17. dem Herrn, und in der Macht seis ner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die liftigen Unläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu lámpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die in der Finsterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deßwillen, so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr, wann das böse Stündlein kommt, Widerstand thun, und alles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Ge= rechtigkeit; und an Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem hraustöschen könnet alle feurige Pfeile des Bösewichts und nehmet den Helm des Heils und das Schwerdt des Geis stes, welches ist das Wort Gottes. S Epistel, Ephef. 5, n. 15- 21. o fehet nun zu, wie ihr vorsichtig lich wandelt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schik: ket euch in die Zeit, denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständig, was da fey des Herrn Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Besen folget, sondern werdet voll Geistes. Und redet untereinander von Psalmen und Lobs gefangen, und geistlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Heraen. Und Jaget Dank allezeit für alles, Gott und dem Vater in dem Namen unfern Herrn Jesu Christi. Und send untereinander unterthan in der Furcht Gottes. Evang. am 21. Sonnt. n. Trinit., Johannes 4, v. 47:54. nd es war ein Königifcher, deß Sohn Sobn lag frank zu Capernaum. Dieser hörete, daß Jesus kam aus Ju OOO OvavaOYO Um 22. und 23. Sonntage nach Trinitatis. 37 Evang. am 22. Sonnt. n. Trinit.,| wird es auch vollführen, bis an den Tag Jesu Chrifti. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaßen von euch allen halte; darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in diesem meinem Gefängniß, darinnen ich das Evangelium verantworte und bekräftige, als die ihr Alle mit mir der Gnade theilhaftig seyd. Denn Gott ist mein 3euge, wie mich nach euch Allen verlanget von Herzensgrund in Jesu Chrifto. Und daselbst um beteich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenntniß und Erfahung; daß ihr prüfen möget, was das Beste fey, auf daß ihr seyd lauter und unanstößig, bis auf den Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Chriftum geschehen in euch, zur Ehre und Lobe Gottes. Evang. am 23. Sonnt. n. Trinit., Matth. 22, v. 15= 22. Matth. 18, v. 23:35. arum ist das Himmelreich gleich einem Könige, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend Pfund schul: dig. Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn und sein Weib und seine Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles zahlen. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus, und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig, und er griff ihn an, und würgete ihn, und ſprach: Bezahle mir, was du mir schui dig bist. Da fiel sein Mitknecht nieder, und bat ihn und ſprach: Habe Geduldielten einen Rath, wie sie ihn fina die und mit mir, ich will dir alles bezahlen. Er wollte aber nicht, sondern ging hin, und warf ihn ins Gefängniß, bis daß er bezahlte, was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du Schalkeknecht, alle diese Schuld habe ich dir er: lassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schudig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jegleicher seinem Bruder seine Fehle. gen in seiner Rede. Und sandten zu ihm ihre Jünger, samt Herodis Dienern, und sprachen: Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist, und lehreft den Weg Gottes recht, und du frageft nach Niemand, denn du achtest nicht das Unsehen der Menschen. Darum sage uns, was dúnket dich? Ist es recht, daß man dem Kaiser 3ins gebe oder nicht? Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler was versuchet ihr mich? Weiset mir die 3insmünze. Und sie reichten ihm einen Groschendar. Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach, er zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das höreten, verwunderten sie sich und liessen ihn, und gingen davon. Epistel, Phil. 1, v. 3-11. Ich danke meinem Gott, so oft ich euJo rer gedenke( welches ich allezeit thue auf die, die also wandeln, wir ihr Epistel, Phil. 3, v. 17-21. olget mir, und sehet Viele in allen meinem Gebet für euch Ulle, und thue das Gebet mit Freuden), über eurer Gemeinschaft am Evangelio, vom ersten Tage an bisher. Und bin desselben in guter Zuversicht, daß, der in euch angefangen hat das gute Werk, der uns habt zum Vorbilde. Denn wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber sage ich auch mit Weinen, die Feinde des Kreuzes Chrifti, welcher Ende ist das Verdammniß, welOTOMOTOHOHOHOHOmotanonoo ala YOY S. VY. 1041, HONOLOKOLOlalarniarious FO avaravalavAIAIA. CorunaraTOMONONO CCCC 38 chen der Bauch ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird, derer, die ir disch gesinnt sind. Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes Jesu Christi, des Herrn, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde feinem verklärten Leibe, nach der Wir: Fung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthänig machen. Am 24. und 25. Sonntage nach Trinitatis. Evang. am 24. Sonnt. n. Trinit., Matth. 9, v. 18-26. a er solches mit ihnen redete, fiehe, einer, und da kam der Obersten fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben, aber fomm, und lege deine Hand auf sie, fo wird sie lebendig. Und Jesus stand auf, und folgte ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre den Blutgang gehabt, trat von hinten zu ihm, und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Möchte ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich gesund. Da wandte sich Jesus um, und sahe sie, und sprach: Sey getroft meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sabe die Pfeif fer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mágd: lein ist nicht todt, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie bei der Hand; da stand das Magdlein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land. D Epistel, Col. 1, v. 9:14. erhalben auch wir, von dem Tage an, da wirs gehöret haben, hören wir nicht auf für euch zu beten, und zu bitten, daß ihr erfüllet werdet mit Er kenntniß seines Willens, in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand. Daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar send in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntniß Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden. Und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbtheil der Heiligen im Licht. Welcher uns errettet hat von der Obrig= keit der Finsterniß, und hat uns verfeget in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, nämlich die Vergebung der Sünden. Evang. am 25. Sonnt. n. Trinit., Matth. 24, v. 15:28. enn ihr werdet den WeGreuel der Verwüstung davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er stehet an der heiligen Ståtte, ( wer' das liefet, der merke darauf). Ulsdann fliehe auf die Berge, wer im Jüdischen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen. Und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangern und Säugern zu der Zeit. Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter, oder am Sabbat. Denn es wird alsdann eine große Trubsal seyn, als nie gewesen ist, von Anfang der Welt bis her, und als auch nicht werden wird. und wo diese Tage nicht würden verkürzet, so würde kein Mensch selig: Aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzet. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus, oder da, so sollt ihrs nicht glauben. Denn es werden falſche Christi und falsche Propheten aufstehen, und große Zeichen und Wunder thun, daß verführet werden in den Irrthum ( wo es möglich ware) auch die Auserwählten. Siehe ich habe es euch zuvorgesagt. Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüsten, so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer, so glaubets nicht. Denn gleichwie der Blig ausgehet vom Aufgang, und scheinet bis zum Niedergang, also wird auch seyn die Zukunft des Mens schen Sohns. Wo aber ein Was ist, da sammlen sich die Adler. INOVOVOLO Um 26. Sonntage nach Trinitatis. 39 Epistel, 1 Thess. 4, v. 13:18. bin gefangen gewesen, und ihr seyd zu mir kommen. Dann werden ihm die Gerechten antworten, und sagen: Mir ir wollen euch aber, lieben Brůder, nicht verhalten von denen, die da schlafen, auf daß ihr nicht trau- Herr, wann haben wir dich hungerig rig send, wie die andern, die keine gesehen, und haben dich gespeiſet? Hoffnung haben. Denn so wir glau- Oder durstig, und haben dich geträn= ben, daß Jesus gestorben und aufer- ket? Wann haben wir dich einen Gast standen ist, so wird Gott auch die, so gesehen und beherberget? Oder nackt entschlafen sind durch Jesum, mit ihm und haben dich bekleidet? Wann führen. Denn das sagen wir euch, haben wir dich krank oder gefangen als ein Wort des Herrn, daß wir, die gesehen, und sind zu dir kommen? wir leben und überbleiben in der Zu- und der König wird antworten, und kunft des Herren, werden denen nicht sagen zu ihnen: Wahrlich ich ſage vorkommen, die da schlafen. Denn er euch: Was ihr gethan habt einem selbst, der Herr, wird mit einem Feld- unter diesen meinen geringsten Brüz geschrei und Stimme des Erzengels, dern, das habt ihr mir gethan. Dann und mit der Posaunen Gottes hernie- wird er auch sagen zu denen zur Einder kommen, vom Himmel, und die ken: Gehet hin von mir, ihr VerTodten in Christo werden auferstehen fluchten, in das ewige Feuer, das zuerst. Darnach wir, die wir leben bereitet ist dem Teufel und seinen und überbleiben, werden zugleich mit Engeln. Ich bin hungrig gewesen, denfelbigen hingerůcket werden in den und ihr habt mich nicht gespeiset. Sch Wolken, dem Herrn entgegen in der bin durstig gewesen, und ihr habt Luft, und werden also bei dem Herrn mich nicht getränket. Ich bin ein seyn allezeit. So tröstet euch nun mit Gaft geweſen und ihr habt mich nicht diesen Worten untereinander. beherberget. Ich bin nacket gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Evang. am 26. Sonnt. n. Trinit., Matth. 25, v. 31:46. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet. Da werden sie ihm auch antworten, und fagen: Herr, wann haben wir dich gesehen hungrig, oder durstig, over einen Gast, oder nacket, oder krank, oder gefangen, und haben die nicht gedienet? Dann wird er ihnen antworten, und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter diesen Geringsten, das babt ihr mir auch nicht gethan. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das ewige Leben. Epistel, 2. Theff. 1, v. 3-10. We enn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sißen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit. Und werden vor ihm alle Völker versammlet werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bocken scheidet. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, und die Bocke zur Linken. Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet von der Welt. Denn ic) bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Gast gewefen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin frank gewes sen, und ihr habt mich besuchet. Ich falen, die ihr duldet, welches anir follen Gott danken allezeit um lieben es billig ist, denn euer Glaube wächs set sehr, und die Liebe eines Jeglichen unter euch allen nimmt zu gegen einander; also, daß wir uns eurer rühmen unter den Gemeinden Gottes, von eurer Geduld und Glauben, in allen euren Verfolgungen und TrübTOTOMOTOOOMOMONOTONOM HOTOV TH01 AA HOLOKOVOTelelorarioVOUG UMUNUMUTUNUIUIU 16 MUUTOTON 40 Am 27. Sonntage nach Trinitatis. zeigt, daß Gott recht richten wird, und da sie hingingen zu kaufen, kam und ihr würdig werdet zum Reiche Gottes, über welchem ihr auch leidet. Nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trübfal denen, die euch Trübsal anlegen, euch aber, die ihr Trübsal leidet, Rube mit uns, wann nun der Herr Jesus wird offenbaret werden vom Himmel, sammt den Engeln seiner Kraft, mit Feuerflammen, Rache zu geben über die, so Gott nicht erkennen, und über die, so nicht gehorsam sind dem Evangelio unsers Herrn Jesu Chrifti. Welche werden Pein leiden, das ewige Verz der Bräutigam, und welche bereit waren gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Thüre ward vers schlossen. 3ulegt kamen auch die ans deren Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, thue uns auf. Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer nicht. Darum wachet, denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des Menschen Sohn kommen wird. derben von dem Ungesicht des Herrn, und von seiner herrlichen wann er kommen wird, daß er herrs lich erscheine mit seinen Heiligen, und wunderbar mit allen Gläubigen. Denn unser Zeugniß an euch von demfelbigen Tage habt ihr geglaubt. Evang. am 27. Sonnt. n. Trinit., Matth. 25, v. 1:13. ann wird das Himmelreich gleich seyn zehen Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen, und gingen aus, dem Bräutigam entgegen. Uber fünf unter ihnen waren flug, und fünf waren thöricht. Die Thörichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht Del mit sich. Die Klugen aber nahmen Del in ihren Gefäßen, sammt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig, und entschliefen. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: siehe der Bräutigam fommt, gehet aus, ihm entgegen. Da standen diese Jungfrauen alle auf, und schmückten ihre Lampen. Die thbrichten aber sprachen zu den klugen: Gebet uns von eurem Dele, denn unsere Lampen verlöschen. Da antworteten die Flugen, und spra: chen: Nicht also, auf daß nicht uns und euch gebreche; geht aber hin zu den Krámern und kaufet für euch selbst. Epistel, 1. Theff. 5, v. 1-11. Non den Zeiten aber und Stunden, lieben Brüder, ist nicht noth zu schreiben, denn ihr selbft wisset ges wiß, daß der Tag des Herrn wird kommen, wie ein Dieb in der Nacht. Denn wann sie werden sagen: es ist Friede, es hat keine Gefahr, so wird fie das Verderben schnell überfallen, gleichwie der Schmerz ein schwanger Weib, und werden nicht entfliehen. Ihr aber, lieben Brüder, seyd nicht in der Finsterniß, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife. Ihr send all zumal Kinder des Lichts, und Kinder des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsterniß. So laßt uns nun nicht schlafen, wie die andern, sondern lasset uns wachen und nüchtern seyn. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, die sind des Nachts trunken. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nüchtern seyn, angethan mit dem Krebs des Glaubens und der Liebe, und mit dem Helm der Hoffnung zur Seligkeit. Denn Gott hat uns nicht gesegt zum 3orn, sondern die Seligkeit zu besigen, durch unseren Herrn Jesum Christum, der für uns gestorben ist, auf daß, wir wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben sollen, Darum ermahnet euch untereinander, und bauet einer den andern, wie ihr denn thut. Tovo JOLLON alalalalar THOL AA'S LOKOHOKOLA NOVOVOUS MOOOOOOOrquelque UMUTUIUIUIUIUUUUUUICHOTOKOIUI HONORIUNONGIONINIO. Olalalalae OVOUG JIUIUIUIUMUMUNUN S. VY. 1041, Sien aiaiaiaia VoOVOVONO Love VOLONONOUS வவவவ een ches 1 entimetres Blue 2 1 12³ Cyan 4 15 3 17 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 1₁0 1₁1 74 12 Red LO 5 13 14 Magenta 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black